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Phonetik der deutschen Sprache

Leitung: Alexandra Șuiaga

„Babeş-Bolyai” Universität Philologische Fakultät, Lehrstuhl für moderne angewandte Sprachen

Wintersemester 2011-2012

Ebenen der Sprache

PHONETIK

akustisch, analog

beschäftigt sich mit der

Beschreibung und Klassifikation von Lauten

Sprache als dreidimensionales

(Zeit, Frequenz, Intensität),

analoges Signal

segmentale Einheit ist das Phon (Laut)

suprasegmentale Eigenschaften

sind Intonation, Lautheit,

Quantität usw.

PHONOLOGIE

abstrakt, symbolisch

beschäftigt sich mit der

Beschreibung des Lautsystems von Sprachen/aller Sprachen

Sprache als eine Abfolge

distinkter, abstrakter

Elemente

die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit ist das Phonem

Phonem wird realisiert durch

ein Phon, bzw. mehrere alternative (Allo)phone

PHONETIK

PHONETIK = INTONATION + ARTIKULATION

INTONATION =

Wort- und Satzmelodie

Akzentuierung

Rhythmus

Pausen

Tempo

ARTIKULATION = Lautbildung durch Modifikation des Luftstromes im Ansatzrohr (Rachen-, Mund- und Nasenraum)

Konsonanten (der Luftstrom wird behindert) Vokale (sie verändern den Resonanzraum bei freier Strömung)

!!! für Phonetik wichtig:

hören

sprechen

lesen und aussprechen (Ausspracheregeln)

richtig schreiben (Rechtschreibregeln).

Körperliche, „leibliche“ Grundlagen der Beschäftigung mit der PHONETIK

die Zunge

Grundlagen der Beschäftigung mit der PHONETIK die Zunge ist „ als beweglicher Teil der Sprechorgane, [

ist „ als beweglicher Teil der Sprechorgane, [

an der Bildung vieler, eigentlich fast aller Laute betiligt.“

(Dieling/Hirschfeld 2000: 18)

]

Zungenbrecher

Zungenfertigkeit

sein Herz auf der Zunge tragen

eine Spitze Zunge haben

etwas liegt einem auf der Zunge

etwas geht einem nicht über die Zunge

man soll seine Zunge hüten

sich lieber die Zunge abbeißen als etwas zu sagen

mit Engelszungen reden

sich die Zunge verbrennen

Körperliche, „leibliche“ Grundlagen der Beschäftigung mit der PHONETIK

Körperliche, „leibliche“ Grundlagen der Beschäftigung mit der PHONETIK Grassegger 2004; 35

Grassegger 2004; 35

Sprecherziehung

an der Schulung der Aussprache beteiligen sich:

die Ohren

man sollte gezielt hören lernen: Klänge und Laute erkennen und

einordnen können

der Tastsinn

und Laute erkennen und einordnen können ▫ der Tastsinn Hörübungen  man sollte fühlen lernen: z.B

Hörübungen

man sollte fühlen lernen: z.B die Hauchlaute auf der Händehaut spüren, die Stimmhaftigkeit am Kehlkopf

auf der Händehaut spüren, die Stimmhaftigkeit am Kehlkopf Übungen mit Gegenständen oder taktile Üb. ▫ das

Übungen mit Gegenständen oder taktile Üb.

das Auge

man sollte sehen lernen: z.B. die Lippenrundung im Spiegel

Übungen mit einem Spiegel/Blattman sollte sehen lernen: z.B. die Lippenrundung im Spiegel ▫ der Kopf  man sollte sich

der Kopf

man sollte sich über Regeln und Regularitäten bewusst werden bzw. Regeln formulieren und anwenden können: z.B. bewusste Unterscheidung von Ich-Laut (Bücher) und Ach-Laut (Buch)

können: z.B. bewusste Unterscheidung von Ich-Laut ( Bücher ) und Ach-Laut ( Buch ) Übungen zur

Übungen zur Erkennung von Merkmalen

HÖREN

Ohne Hören kein Sprechen

Vorbereitende Hörübungen

Üb.1 Hörbeipiel 10 (Track 17_cd1 und Track 18_cd1).

HÖREN Ohne Hören kein Sprechen Vorbereitende Hörübungen Üb.1 Hörbeipiel 10 (Track 17_cd1 und Track 18_cd1).

HÖREN

Vorbereitende Hörübungen

Üb.2 Hörbeispiel 11 (Track 19_cd1).

HÖREN Vorbereitende Hörübungen Üb.2 Hörbeispiel 11 (Track 19_cd1).

HÖREN

Vorbereitende Hörübungen

Üb.3 Hörbeispiel 13 (Track 22_cd1).

HÖREN Vorbereitende Hörübungen Üb.3 Hörbeispiel 13 (Track 22_cd1).

HÖREN

Vorbereitende Hörübungen

Üb.4 Hörbeispiel 27 (Track 36_cd1). Wann hören Sie einen kurzen Vokal a und wann einen langen? Markieren Sie es unterschiedlich.

a)

Fahne

Schwamm

b)

an der Saale

in der Gaststätte

c)

mahne

manne (Nonsense-Wörter)

d)

baal

ball (Nonsense-Wörter)

e)

Herr Kahne

Herr Kanne

f)

Fräulein Maan

Fräulein Mann

g)

Staat

Stadt

h)

kam

Kamm

INTONATION

Intonation vor Artikulation

Intonationsübungen durch Brummen, Klatschen

Üb.5 Hören Sie die gesprochene und die gebrummte Fassung der Sätze in Hörbeispiel 16 (Track 25_cd1). Wiederholen Sie die Beispiele. Achten Sie auf Betonung und Melodieverlauf.

1. Heute ist es heiß.

2. Wer hat den Film gesehen?

3. Die Maus frisst den Käse.

4. Er kauft sich eine neue Schreibmaschine.

5. Möchtest du noch eine Tasse Tee?

6. Das Kind geht in die Schule.

7. Hast du das neue Auto schon gesehen?

8. Er kommt in einer Stunde.

Üb.6 Hören Sie Hörbeispiel 17 (Track26_cd1) und sprechen Sie nach. Markieren Sie den Akzent.

1. lala la la

2. la la

3. la la la la la

4. la la la la la la la

5. la la la

6. la la la la la la la

7. la la la la la

1. Woher bist du? 2. Aus Wien. 3. Ich bin auch aus Wien.

4. Ach so. Und wohnst du hier?

5. In Rohrbach. 6. Und deine Familie? 7. Die wohnt in Salzburg.

INTONATION

Wortakzent

Intonationsübungen

Üb.7 Hören Sie die Wörter in Hörbeispiel 89 (Track 30_cd2) und unterstreichen sie die Akzentsilbe. Wo liegt der Akzent? Auf dem Bestimmungswort (vorne)?Auf dem Grundwort (hinten)?

die Schulklasse das Lehrerzimmer die Deutschstunde die Hörübung das Fremdwort die Hausarbeit

der Klassenraum die Zimmernummer der Stundenplan das Übungsheft das Wörterbuch das Arbeitsblatt

Hören Sie die Beispiele noch einmal und sprechen sie nach.

Üb. 8 Hören Sie das Hörbeispiel 90 (Track31_cd2) und achten Sie auf die Akzentsilbe . Wenn Sie die Wörter einzeln hören , unterstreichen Sie sie. Lesen Sie die Beispielwörter vor. Auf dem Markt

Dort gibt es Gemüse: Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Gurken und Salat.

Es gibt auch Obst: Äpfel, Birnen, Kirschen, Apfelsinen, Bananen und Zitronen.

INTONATION

Pausen

Intonationsübungen

Üb.9 Sie hören den Text von Hörbeispiel 101 (Track 42_cd2) in zwei Versionen. Bitte tragen Sie die fehlenden Kommas ein.

Plötzlich stand ein Mensch vor mir Plötzlich stand ein Mensch vor mir auf dem Kopfe einen steifen Hut an den Füßen

zerissene Schuhe in der Hand einen dicken Stock im Munde eine erloschene Zigarre

in finsteres Schweigen gehüllt.

Plötzlich stand ein Mensch vor mir Plötzlich stand ein Mensch vor mir auf dem Kopfe einen steifen Hut an den Füßen zerissene Schuhe in der Hand einen dicken Stock im Munde eine erloschene Zigarre

in finsteres Schweigen gehüllt.

In geschriebenen Texten werden viele Pausen durch Satzzeichen markiert:

Komma, Semikolon, Doppelpunkt, Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen.

Die Redewendung „Er liest ohne Punkt und Komma“ bedeutet er liest zu schnell, so dass man ihn nicht verstehen kann.

INTONATION

Melodie

Intonationsübungen

Üb. 10 Hören Sie die folgenden Beispiele (Hörbeispiel 107; Track 48_cd2) und markieren Sie

die Melodie (

)
)

Ich koche gern. Am Wochenende köche ich für die Familie. Gib mir das Kochbuch! Kauf bitte Äpfel, Mehl und Eier! Wo warst du so lange?

Warum hast du kein Mehl gekauft?

Hast du die Eier? Gab es keine anderen Äpfel? Ich nehme zuerst die Eier, Du kannst die Äpfel schälen,

Hast du die Eier? Gab es keine anderen Äpfel? Ich nehme zuerst die Eier, Du kannst

und dann

weil

Dem Sprecher stehen unendlich viele melodische Variationen offen, um seine Meinungen und seine Gefühle auszudrücken. So kann er Interesse, Desinteresse, Freude, Trauer und Spott mit melodischen Mitteln signalisieren.

Es gibt aus feste REGELN für den Melodieverlauf:

-Intonem I: terminal (fallend): Danke.

- Intonem II: interrogativ (steigend): Bitte?

- Intonem III: progredient (gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit.

III: progredient (gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was

Was wollen sie?

(gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was wollen Sie?

Sie kommen jetzt mit.

(gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was wollen Sie?
(gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was wollen Sie?
(gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was wollen Sie?

Was wollen Sie?

Sie kommen jetzt mit?

(gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was wollen Sie?
(gleich bleibend): Sie kommen jetzt mit. Was wollen sie? Sie kommen jetzt mit. Was wollen Sie?

LESEN und SPRECHEN

Üb. 11 Bitte lesen Sie folgende Wörter (Abkürzungen):

DPA, CDU, ADAC, DAAD, EDV, BMW

Üb. 12 Bitte hören Sie das ABC (Datei „ABC_1_zum_hoeren“) und

lesen die Wörter in Übung 11 erneut vor.

DPA, CDU, ADAC, DAAD, EDV, BMW

Üb. 13 Bitte hören Sie die Hörbeispiele abcex01 und abcex10. Wiederholen Sie die Abkürzungen. Schreiben Sie diese dann auf.

Abkürzungen

DPA

Deutsche Presseangentur

BRD

Bundesrepublik Deutschland

UKW

Ultrakurzwellen = FM-Radio

VHS

VHS - Video Home System

KDW

KaDeWe = Kaufhaus des Westens, Berlin

ZDF

Zweites Deutsches Fernsehen

ADAC

Allgemeiner Deutscher Automobil Club

VW

Volkswagen

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

LKW

auch "Lkw" = Lastkraftwagen

PKW

Personenkraftwagen

AGB

die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (pl.)

AOK

Allgemeine Ortskrankenkasse

BGB

Bürgerliches Gesetzbuch

BGH

Bundesgerichtshof German

BIP

Bruttoinlandsprodukt GDP

BH

Büstenhalter

BKA

Bundeskriminalamt

BLZ

Bankleitzahl

CDU

Christlich-Demokratische Union

CSU

Christlich-Soziale Union

DAAD

Deutscher Akademischer Austauschdienst

DaF

Deutsch als Fremdsprache

Abkürzungen

DB

Deutsche Bahn

dpa

Deutsche Presse-Agentur

DPD

Deutscher Paketdienst

DRK

Deutsches Rotes Kreuz

EDV

elektronische Datenverarbeitung

FAZ

Frankfurter Allgemeine Zeitung

FC

Fußball Club

HNO

Hals Nase Ohren

H&M

Hennes & Mauritz

IC

Intercityzug

Kfz

Kraftfahrzeug

Lok

Lokomotive

MTA

medizinische(r) technische(r) Assistent(in)

ÖBB

Österreichische Bundesbahnen

O-Ton

Originalton

PLZ

Postleitzahl

PS

Pferdestärke

SBB

Schweizerische Bundesbahnen

SSV

Sommerschlussverkauf

TÜV

Technischer Überwachungsverein

ICE

Intercityexpress

BMW

Bayrische Motorenwerke

Fewa

Feinwaschmittel

SPRECHEN

SPRECHEN TRANSKRIPTION

TRANSKRIPTION

Beschreibung von Lauten

Für die Bennenung von Lauten werden folgende Variablen herangezogen:

1.

Artikulationsarten

2.

Artikulationsstellen

3.

Artikulationsorgane

4.

Stimmbildung

1. Artikulationsarten

(abhängig von der Modifikation des Luftstroms):

Plosiv - vollständiger Verschluss

Nasal - Verschluss des Mundraums, Öffnung des Nasenraums

Frikativ Enge zwischen Artikulator und Artikulationsstelle ergibt ein Reibegeräusch

Lateral Verschluss der Mittellinie des Mundraums, Luft strömt seitlich der Zunge aus

Vibrant mehrmaliger kurzer Kontakt des Artikulators mit der Artikulationsstelle (einmalig - geschlagene Laute, Tap)

Approximant - Halbvokale, nur leichte Engung

Affrikate - Kombinationen aus einem Plosiv und einem Frikativ, die an derselben Artikulationsstelle gebildet werden bzw. deren Artikulationsstellen unmittelbar benachbart sind.

Beschreibung von Lauten

2. Artikulationsstellen

(geben an, wo ein Laut artikuliert wird, also das Ziel der Artikulation; sie sind im Gegensatz zu den Artikulationsorganen relativ unbeweglich)

3. Artikulationsorgane

(sind an der Artikulation von Lauten aktiv beteiligte Organe)

4. Stimmbildung

von Lauten aktiv beteiligte Organe ) 4. Stimmbildung stimmhaft - die Stimmlippen sind geöffnet. Die Luft
von Lauten aktiv beteiligte Organe ) 4. Stimmbildung stimmhaft - die Stimmlippen sind geöffnet. Die Luft

stimmhaft - die Stimmlippen sind geöffnet. Die Luft kann durch die Glottis entweichen, ohne dass die Stimmlippen in Schwingung versetzt werden (z.B. [k], [s], [v])

stimmlos - die Stimmlippen liegen eng beieinander und vibrieren, indem sie sich periodisch öffnen und schließen. Dadurch wird die ausströmende Luft in Schwingung versetzt (z.B. [g], [z], [f]).<

Beschreibung von Lauten

Beschreibung von Lauten Artikulationsorte

Artikulationsorte

Konsonanten

Konsonanten International Phonetic Alphabet (siehe: http://www.langsci.ucl.ac.uk/ipa/IPA_chart_%28C%292005.pdf)

International Phonetic Alphabet (siehe: http://www.langsci.ucl.ac.uk/ipa/IPA_chart_%28C%292005.pdf)

Deutsches Konsonantensystem

Deutsches Konsonantensystem

Deutsches Konsonantensystem

Deutsches Konsonantensystem

Die

KONSONANTEN

in internationaler Lautschrift(API)

Die KONSONANTEN in internationaler Lautschrift (API) Dieling/Hirschfeld 2000: 39

Die

KONSONANTEN

in internationaler Lautschrift (API)

Vokale

- werden nach folgenden Kriterien eingeteilt:

1. Quantität (Dauer der Artikulation)

lange Vokale (Lahm- [la:m]) halblange Vokale kurze Vokale (Lamm- [lam])

2. Öffnungsgrad/Vokalhöhe (vertikale Zungenlage)

geschlossene Vokale: [i, y, u, …] = hohe Vokale

mittlere Vokale: [e, ø, o, ə, …] = mittlere Vokale

offene Vokale: [æ, a, …] = tiefe Vokale

3. Artikulationsstelle

vordere Vokale: [i, y, ø, ε, …] zentrale Vokale: [ə, …]

hintere Vokale: [u, a, o, …]

4. Lippenrundung

gerundete Vokale : [y, ø, …] ungerundete/gespreizte Vokale : [i, e, ə, a, …]

5. Spannung der Muskulatur (im Dt. verknüpft mit der Länge)

gespannte Vokale : [i:, e :, u:, o:, y:, ø:]

ungespannte Vokale : [I, ε,

]

6. Bau des Vokals

Monophtonge (einfache Vokale) Diphtonge (Zwielaute, Doppellaute)

ungespannte Vokale : [I, ε, ] 6. Bau des Vokals Monophtonge (einfache Vokale) Diphtonge (Zwielaute, Doppellaute)
ungespannte Vokale : [I, ε, ] 6. Bau des Vokals Monophtonge (einfache Vokale) Diphtonge (Zwielaute, Doppellaute)

Deutsche Vokale

Deutsche Vokale

Deutsche Vokale

Deutsche Vokale geschlossen halb-offen halb-geschlossen offen Sühne Söhne bieten beten bäte n baten trug trog

geschlossen

halb-offen

halb-geschlossen

offen

Sühne

Söhne

halb-offen halb-geschlossen offen Sühne Söhne bieten beten bäte n baten trug trog trocken Schlick Schluck

bieten

beten

bäten

baten

halb-offen halb-geschlossen offen Sühne Söhne bieten beten bäte n baten trug trog trocken Schlick Schluck

trug

trog

trocken

halb-offen halb-geschlossen offen Sühne Söhne bieten beten bäte n baten trug trog trocken Schlick Schluck

Schlick

Schluck

Vokale

Vokale Stücke Stöcke finde Finder

Stücke

Stöcke

Vokale Stücke Stöcke finde Finder

finde

Finder

Deutsche Vokale

Beispiele

Deutsche Vokale Beispiele

Deutsche Vokale

Beispiele:

Deutsche Vokale Beispiele:

Deutsche VOKALE in internationaler Lautschrift (API)

A- Laute

I- Laute

E- Laute

Dieling/Hirschfeld 2000: 38
Dieling/Hirschfeld 2000: 38

Deutsche VOKALE in internationaler Lautschrift (API)

Dieling/Hirschfeld 2000: 39
Dieling/Hirschfeld 2000: 39

Diphtonge

Üb.14 Bitte lesen Sie folgende Diphtonge:

eigen, Auge, Maus, Zeuge, Eis, Kaleidoskop, Eule, Mäuse, Häuser, Bäume

Üb. 15 Gibt es einen Unterschied? Suchen Sie bitte im Wörterbuch nach!

Laib Leib Laien leihen Saite Seite Weise - Waise

Unterschied? Suchen Sie bitte im Wörterbuch nach! Laib – Leib Laien – leihen Saite – Seite

Üb. 16 Bitte transkribieren Sie mit Hilfe der Lautübersicht folgende Wörter:

Schule

Buch

Übung

Buch

Fremdsprache

sehen

ziehen

Jacke

suchen

HÖREN

Üb. 17 Wo hören Sie [y:]? Das wievielte Wort ist es? Hören Sie Hörbeispiel 29 (Track 39_cd1) erneut an und versuchen Sie die Wörter mit [y:] aufzuschreiben (! nicht transkribieren).

Üb. 18 Wo hören Sie [ø:]? Das wievielte Wort ist es? Hören Sie Hörbeispiel 31

(Track 41_cd1) erneut an und versuchen Sie die Wörter mit [ø:] aufzuschreiben

(! nicht transkribieren).

Üb. 19 Hören Sie Hörbeispiel 55 (Track 65_cd1) und ergänzen Sie den fehlenden Buchstaben.

HÖREN

Üb. 20 Kreisen Sie das Bild ein, wenn Sie [k] im Hörbeispiel 33 (Track 43_cd1) hören.

HÖREN Üb. 20 Kreisen Sie das Bild ein, wenn Sie [k] im Hörbeispiel 33 (Track 43_cd1)

HÖREN und SPRECHEN

Üb. 21 Lange und kurze Vokale. Hörbeispiel 122 (Track 63_cd2) hören.

HÖREN und SPRECHEN Üb. 21 Lange und kurze Vokale. Hörbeispiel 122 (Track 63_cd2) hören.

Üb. 22 Hören Sie im Hörbeispiel 126 (Track 67_cd2), was Claudia zum Geburtstag bekommen hat. Achten Sie auf die unterstrichenen Vokale und schreiben Sie daneben, ob sie lang (l) oder kurz (k) sind.

Schokolade

eine Bluse

eine Hose

ein Spiel

eine Puppe

Schuhe

ein Buch

ein Rock

Ball

eine Kette

ein Stift

Blumen

Regeln zur Erkennung von langen und kurzen Vokalen in der Schrift:

doppelt geschriebene Vokale sind lang (Saal, Aal, Klee, Schnee)

Vokalbuchstaben + h sind lang (Wahl, kahl, Reh, Mühle)

i + e sind immer lang (sieben, Schiene, Biene)

Vokale vor doppelten Konsonanten sind kurz (still, können, Messe, Wasser)

Üb. 23 Ergänzen Sie die Pluralform. Hören Sie die Lösung in Hörbeispiel 132 (Track73_cd2). Wiederholen Sie die Wortpaare.

der Sohn der Tone das Wort der Topf der Vogel der Frosch

der Storch

der Wolf

Üb.24 Ergänzen Sie die Pluralform. Hören Sie die Lösung in Hörbeispiel 137 (Track_05_cd3). Wiederholen Sie die Wortpaare.

der Bruder die Mutter

der Zug

das Buch – der Fuß – der Fluss der Stuhl der Hut der Wunsch der Turm die Kunst

Die Aussprache von Konsonanten

Üb.25 [z] oder [s]? Lesen Sie folgende Wörter!

reißen

reisen

weiße

weise

Hassen

Hasen

wessen

Wesen

rießig

riesig

Muße

Muse

Üb. 26 [ts] oder [z]? Lesen Sie folgende Wörter!

reizen

reisen

Zeit

seit

kurze

Kurse

Zinn

Sinn

Witze

Wiese

Üb.27 [ç] oder [∫]? Lesen Sie folgende Wörter!

Teppich

täppisch

Löcher

Löscher

selig

seelisch

wichsen

wischen

Herrchen

Herrschen

Üb. 28 Sprechen Sie folgende Wörter aus! sich, Tücher,Gerüche, mechanisch, sprechen, rechnen, Töchter,leuchten, seicht, manch, Milch, durch, Chemie, Mädchen, China Tuch, Tochter, Wache, Woche, Spruch, hoch, doch, brauchen, Fach, nach

REGEL: Ich- und Ach-Laute

1.

Ich-Laut ([ç]) folgt nach vorderen Vokalen [i, y, ø, ε, …] Ach-Laut ([x]) folgt nach hinteren Vokalen [u, a, o, …]

2.

Ich-Laut ([ç]) folgt nach (l, n, r), Bsp: Milch, manche, durch

3.

Ich-Laut ([ç]) ist immer in der Diminutivendung chen enthalten, Bsp: Frauchen

4.

Ich-Laut ([ç]) ist in der Endung ig enthalten, Bsp: siebzig, fleißig

5.

Ich-Laut ([ç]) steht oft am Wortanfang - Bsp: China, Chemie (! Die Aussprache mit [k] ist eine süddeutsche Variante, die auch bei Fremdwörtern anzutreffen ist Bsp. Chor, Charakter)

Üb.29 Hören Sie im Hörbeispiel 168 (Track37_cd3) folgenden Vers. Unterstreichen Sie alle Stellen, wo ein Ich-Laut gehört wird. Sprechen Sie nach.

Zehn, zwanzig, dreißig, Mädchen, du bist fleißig. Vierzig, fünfzig, sechzig, Mädchen du bist prächtig.

Siebzig, achtzig,neunzig, Mädchen, du bist einzig. Hundert, tausend, Million, Mädchen, du verdienst die Kron.

Üb. 30 Ergänzen Sie den Plural folgender Wörter. Hören Sie dann das Hörbeispiel 170

(Track 39_cd3) und verbessern Sie die eventuellen Fehler. Dann lesen Sie die Wortpaare.

ein Buch ein Tuch ein Spruch eine Nacht ein Fach ein Dach

Oft hat man Schwierigkeiten bei der Unterscheidung von [ç] und [x] (z.B. Bücher- Buch) oder von [ç] und [∫]. (z.B. Kirche-Kirsche)

Eine Möglichkeit die richtige Lautbildung des [ç] zu erlernen ist, das [j] zu flüstern. Wenn [j] gelfüstert wird, gibt es keine Stimme und es entsteht ein [ç].

Üb.31 In Hörbeispiel 30 (Track 40_cd1) hören Sie ein Wort. Markieren Sie ob es ein [ç], ein [x] oder ein [j] ist.

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Üb.32 In Hörbeispiel 172 (Track 41_cd3) hören Sie Datumsangaben. Lesen Sie still mit und schreiben dann auf. Sie hören noch einmal und sprechen nach.

FORTIS- und LENIS-Konsonanten Fortis-K. (gespannte, harte K.): [p, t, k, s] Lenis-K. (ungespannte, weiche K): [b, d, g, z]

t, k, s] Lenis-K. (ungespannte, weiche K): [b, d, g, z] Üb. Hören Sie folgende Wörter

Üb. Hören Sie folgende Wörter im Hörbeispiel 161 (Track30_cd3). Bestimmen Sie

dann die Aussprache der unterstrichenen Buchstaben und ordnen Sie die Beispiele in FORTIS und LENIS ein.

Reise

Bild

Berg

lieben

beliebt

bilden

Reis

Berge

Üb.11 Sie hören im Hörbeispiel 162 (Track 31_cd3) einen Vers von Heinrich Hoffmann (Fallersleben). Lesen Sie still mit und achten auf die unterstrichenen Konsonanten. Abend wird es wieder, über Wald und Feld säuselt Frieden nieder. und es ruht die Welt. Sie hören die Wörter noch einmal einzeln. Sie hören den Vers noch einmal und lesen ihn dann selbst. Sie lernen ihn auswendig und sprechen ihn.

Auslautverhärtung : Die Buchstaben b, d, g, s, v werden am Wort- und Silbenende wie [p, t, k, s, f] ausgesprochen.

gelb

[p]

aber:

gelbe

[b]

Kind

[t]

Kinder

[d]

Tag

[k]

Tage

[g]

Haus

[s]

Häuser

[z]

Motiv

[f]

Motive

[v]

Üb.33 Finden Sie die Singularform folgender Wörter. Sie hören die Lösung in Hörbeispiel 163 (Track 32_cd3). Sprechen Sie die Plural- und Singularform aus.

die Züge –

die Wege die Berge – die Wälder – die Felder – die Häuser -

die Länder -

die Betriebe -

die Körbe - die Siebe - die Felsen - die Gänse -

MINIMALPAARE

- „echte Minimalpaare“ unterscheiden sich in einem Merkmal

MINIMALPAARE - „echte Minimalpaare“ unterscheiden sich in einem Merkmal

Keine Minimalpaare

Keine Minimalpaare

Üb. 34 Hören Sie Hörbeispiel 32 (Track 42_cd1) und markieren das entsprechende Bild, wenn

Sie ein Wort hören. Welche sind Minimalpaare?

Bild, wenn Sie ein Wort hören. Welche sind Minimalpaare? Üb. 35 Schreiben Sie die Wörter aus

Üb. 35 Schreiben Sie die Wörter aus dem Hörbeispiel 32 (Track 42_cd1) auf.

Üb. 36 Lesen Sie folgende Beispiel von links nach rechts und von rechts nach links. Dann hören Sie Hörbeispiel 136 (Track 04_cd3) und unterstreichen Sie das gehörte Wort.

fuhren – führen Mutter – Mütter

Bruder – Brüder

drucken – drücken

nutzen – nützen

Gunther - Günther Biene – Bühne

Fliege – Flüge

spielen – spülen

missen - müssen

HÖREN und SPRECHEN

[s], [z] oder [∫]

Üb. 37 Hören Sie die Wörter im Hörbeispiel 53 (Track 63_cd1) und wiederholen Sie sie.

SPRECHEN [s], [z] oder [∫] Üb. 37 Hören Sie die Wörter im Hörbeispiel 53 (Track 63_cd1)

LESEN und SPRECHEN

[s], [z] oder [∫]

LESEN und SPRECHEN [s], [z] oder [∫] ( http://www.neue-rechtschreibung.de/regelwerk.pdf ) Üb.38 Lesen Sie folgende

Üb.38 Lesen Sie folgende Wörter und teilen Sie diese in eine Tabelle mit [s], [z] und [∫] ein.

sprechen, stehen, Maus, Hans, Häuser, Susanne, Sabine, Stefanie, sparen, Schuhe, Semmel, spielen, Vase, Visum, Dose, Rose, Hose

AUSSPRACHETRAINING

Üb. 39 Die Konsonantenkombination »st« Bei welchen der folgenden Wörter wird das »st« wie »scht« gesprochen?

Aufstieg, bestenfalls, gestern, Stadt, listig, meist, Gast, Rest, Stunt, Stewardess, Steak, Story, Streetworker, stets, Striptease, stylen, Stroh, Stress

Üb. 40 Die Konsonantenkombination »sp« Bei welchen der folgenden Wörter wird das »sp« wie »schp« gesprochen?

Gespenst, Kaspar, Spaten, Spur, Knospe, Verspätung, Spoiler, Spikes,

sponsern, sprayen, Spot

Üb. 41 v - wie f oder w? Bei welchen der folgenden Wörter wird das »v« wie »w« gesprochen?

Verlag, nervös, Revier, Havel, Hannover, Nerv, nerven, Veltliner, Lokomotive, Vase, Villach, aktiv, Vikar, Motiv, Vokal, Hannoveraner

RICHTIG SCHREIBEN

Üb. 42 Bitte hören Sie das Diktat und schreiben Sie mit! (Hörübungen “diktat61-track22” und “diktat29-track36)

Üb.43 Bitte ergänzen Sie! Lückentextübung zur Dehnung von Vokalen:

a / ah / aa / ä / äh

In einem Viertelj

r

wollen wir n

ch

merika

f

ren.

W

rscheinlich

 

besuchen wir ein bekanntes P

ar

im S

tte

New York. Ich freue mich zw

 

r,

aber wir

laufen Gef

r,

dass unser Pl

n

scheitert, denn vor ein p

 

r

T

gen

hat sich unser

V

ter

schwer verletzt. Er fuhr mit dem W

 

gen

aus der Gar

ge

und streifte dabei

den F

nenm

st.

Das w

r

noch nicht so schlimm, aber gerde als er aus dem

W

gen

stieg, löste sich der St

 

ldr

t,

an dem die F

ne

befestigt

w

r,

und hätte ihn beine erschl

 

gen.

Um H

resbreite

verfehlte der

 

Dr

t

seinen Kopf. Er erschr

k

so sehr, dass er sich einen Backenz

n

ausbiss und

verschluckte. Vor Ärger schlug er die W

am R

gedreht. Man hörte seinen Schrei bis zum Bnhof. Seither verweigert er jede M

m

gentür

zu, vergss aber, dass er sich mit einer Hand

ngel

men

der W

gentüre

abstützte. Die Hand s

aus wie durch die M

lzeit und

g

nicht mehr über

merika reden.

RICHTIG SCHREIBEN

Üb.44 Bitte ergänzen Sie! Lückentextübung zur Dehnung von Vokalen: i / ie / ih / ieh

1. N

mm

d

r

ein Besp

 

l

an

rer

Erz

ung!

2.

N

mand

kann sich der L

be

entz

en.

 

3.

Ein L

ter

Benz

 

n

kostet doppelt so v

 

l

w ein

Lter

M

neral

.

4.

In unserer Fam

 

l

sp

len

alle Schach und hören leidenschaftlch gerne Mus

k.

5.

Mein Vater arbeitet in einer Masch

 

nenfabr

k

und ist am Abend immer z

mlich

müde.

6.

H

r,

im Gebrge, haben alle einen R

senappet

t.

7.

Die L

be

ist wie ein Schmetterl

 

ng,

hältst du s

zu fest in der Hand, zerstörst du

re

Flügel.

Üb.45 Bitte ergänzen Sie! Lückentextübung zur Dehnung von Vokalen: u / ü /uh / üh

1 . Im

rlaub

schläft sie immer ganz r

 

ig.

N

r

z

Hause führt sie ein Riesentheater

auf, wenn sie ins Bett m

 

ss.

2.

Morgen fr

werden wir einen s

 

ßen

K

chen

und einen P

dding

machen.

3.

Das B

ch

hat ihm enormen R

m

eingebracht.

 

4.

In Z

k

nft

wirst du deinen Br

der

öfter bes

 

chen.

5.

Im Fr

ling

erwachen die Gef

 

le.

 

6.

Der Bäcker r

rt

den Teig in der Sch

 

ssel.

7.

Sp

rst

du den Schmerz immer noch?

 

8.

Das Paket ist g

t

verschn

rt.

RICHTIG SCHREIBEN ss oder ß

ß - nur nach langem Vokal oder Diphthong: Maß, schließen, reißen, draußen ss - nach kurzem Vokal immer ss statt ß: messen, Schloss, gerissen, Riss, küsst

ss statt ß: me ss en, Schlo ss , geri ss en, Ri ss , kü

RICHTIG SCHREIBEN

Üb. 46 ß/s/ss-Schreibung

Ich wei

,

da

ein Anana

 

da

be

te

i

t,

wa

man auf der Welt bekommen

kann.

Ich habe sie noch nie geha

t,

die

e

Früchte. Au

erdem

liebe ich Kürbi

e.

Der

Kürbi

wäch

t

im Herb

t

auf Äckern und Wie

en.

Da

hat mir Su

i

erzählt.

Su

i

hat mir auch erzählt, da

aure

ahne

aure

ahne hei

t,

o

auer i

Kenntni

en

t. Ich habe mir da

so gut gemerkt, da

ich mit diesen

im Zeugni

sicher eine gute Zen

ur

bekommen werde.

weil sie

Die anderen werden hoffentlich auch gute Zeugni

die Zeugni

gehen auf die Stra

e

bekommen. Dann kleben wir

und

e

an das Fenstergla

e, um zu e

schauen hindurch, verge en.

,

en allen Ha

Literaturhinweise

Dieling, Helga / Hirschfeld, Ursula (2004): Phonetik lehren und lernen. München: Langenscheidt.

Dudenredaktion: Duden (1998): Grammatik der deutschen

Gegenwartssprache, 6. neub. Auflage, Band 4. Mannheim: Dudenverl., S.

11-127.

Grassegger, Hans (2004): Phonetik Phonologie. Idastein: Schulz Kirchner Verlag (Basiswissen Therapie).

Kelz, H.P. / Kummer, M. & Seel, H. (1990): Audiograph. Modul zum s.

Bonn: Inter Nationes.

Dies. : Audiograph. Modul zum sch. Bonn: Inter Nationes.

Dies.: Audiograph. Konsonantenverbindungen. Bonn: Inter Nationes.

Rug, Wolfgang (2004): 50 Schaubilder. Spiele-Tricks und Tipps zum

phonetischen Training. Tübingen.