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Die

Reditsdweibuiig
Maßgebend in allen Zweifelsfällen
Die gültigen Regeln der deutschen Recht­
schreibung. Über 160000 Stichwörter und
Beispiele. Über 300000 Angaben zu Silben­
trennung, Aussprache, Etymologie,
Wortbedeutung und Wortgebrauch. 17., neu
bearbeitete Auflage.
DER DUDEN IN 10 BÄNDEN Band 6: Das Aussprachewörterbuch
Tutenchamun - so schreibt man den
Das Standardwerk zur deutsehen Sprache Namen des ägyptischen Jungpharaos.
Aber wie spricht man ihn aus? Und
Herausgegeben vom Wissenschaftlichen wußten Sie, wie man Disengagement aus­
Rat der Dudenredaktion: Dr. Günther spricht? Auf alle diese Fragen gibt das
Drosdowski • Professor Dr. Paul Grebe • Duden-Aussprachewörterbuch Antwort.
Dr. Rudolf Köster • Dr. Wolfgang Müller Mit etwa 130000 Stichwörtern ist es eines
der bedeutendsten Werke seiner Art.
Band 1: Die Rechtschreibung 791 Seiten.
Das Werk, das für unsere Rechtschrei­
bung maßgebend ist: über 160000 Band 7: Das Herkunftswörterbuch
Stichwörter und Beispiele für recht­ Woher kommt die Redensart ,,In der
schreibliche und grammatische Kreide stehen“? Woher die Wörter
Schwierigkeiten; über 300000 Angaben zu „Pumpernickel“ und „Radar“? Band 7
Silbentrennung, Aussprache, Etymologie, des Großen Dudens - die Etymologie -
Wortbedeutung und zum Wortgebrauch. gibt Ihnen Antwort. Er sagt Ihnen alles
793 Seiten. über die Herkunft und die Geschichte
der deutschen Wörter und der Fremd­
Band 2: Das Stilwörterbuch wörter. 816 Seiten.
Müssen Sie einen Antrag stellen oder eine
Rede ausarbeiten? Haben Sie einen Band 8: Die sinn- und sachverwandten
Aufsatz zu schreiben oder Korrespondenz Wörter und Wendungen
zu erledigen? Der Stilduden zeigt Ihnen Wem der passende Ausdruck fehlt, wer
an mehr als 100000 praktischen Beispielen für ein landschaftliches oder umgangs­
die richtige Verwendung der Wörter sprachliches Wort ein hochsprachliches
im Satz und die stilistischen Möglich­ wissen will, wer sich im Ausdruck nicht
keiten. 846 Seiten. wiederholen möchte, der findet in
Band 3: Das Bildwörterbuch diesem Buch Hilfe. Es enthält rund
Oft ist es nur möglich, Wörter mit einem 80000 Wörter und Wendungen.
Bild zu erklären, vor allem Wörter aus 797 Seiten.
dem Bereich der Fachsprachen. Band 9: Die Zweifelsfälle der deutschen
Deshalb stehen sich hier nach Sachge­ Sprache
bieten gegliedert - Bildtafel und ent­ Mehr noch als bisher bedeutet dieser
sprechende Wortliste gegenüber. 25000 Band schnelle Hilfe bei allen recht­
Wörter aus allen Bereichen des Lebens schreiblichen, grammatischen und
werden durch Bilder definiert. 792 Seiten stilistischen Schwierigkeiten. Seit dem Er­
mit 368 Bildtafeln, davon 8 vierfarbig. scheinen der 1. Auflage hat die Duden­
Band 4: Die Grammatik redaktion wiederum alle Anfragen bei der
Wer Rat sucht im Zweifelsfall, wer sich Sprachberatungsstelle bearbeitet und für
über den Aufbau unserer Sprache unter­ die Neuauflage ausgewertet. 784 Seiten.
richten will oder wer Deutsch als
Fremdsprache lernt, kann sich auf diese Band 10: Das Bedeutungswörterbuch
Grammatik verlassen. Sie ist wissen­ Sprachbarrieren abzubauen ist das Ziel
schaftlich zuverlässig, sie ist umfassend dieses Buches, das die Bedeutung von
und klar. 763 Seiten mit Sachregister, mehr als 24000 Stichwörtern des
Wortregister und Register für Zweifels­ deutschen Wortschatzes erläutert. Durch
fragen. die Kombination von Worterklärung,
Anwendungsbeispielen und Bildern wird
Band 5: Das Fremdwörterbuch gezeigt, was ein Wort wirklich bedeutet
Für die Qualität dieses Buches steht und wie es sinnvoll eingesetzt werden
die berühmte Dudenredaktion - für den kann. 815 Seiten mit 1000 Abbildungen.
Informationsreichtum sprechen
diese wenigen, aber klaren Zahlen:
rund 250000 Angaben zu Aussprache,
Betonung, Silbentrennung, Herkunft
und Grammatik zu 45000 Fremd­
wörtern mit 90000 Bedeutungsangaben.
3., völlig neu bearbeitete und erweiterte
Auflage. 781 Seiten.
V1/76/6 ~ -- --------

Bibliographisches Institut
Mannheim/Wien/Zürich
DUDEN­ Band 9: Wie gebraucht man Fremdwörter
richtig?
TASCHENBÜCHER Mit 4000 Stichwörtern und über 30000
Herausgegeben vom Wissenschaftlichen Anwendungsbeispielen ist dieses Taschen­
Rat der Dudenredaktion: Dr. Günther buch eine praktische Stilfibel des Fremd­
Drosdowski • Professor Dr. Paul Grebe • wortes. 368 Seiten.
Dr. Rudolf Köster • Dr. Wolfgang Müller Band 10: Wie sagt der Arzt?
Band 1: Komma, Punkt und alle anderen Dieses Buch unterrichtet Sie in knapper
Satzzeichen Form darüber, was der Arzt mit diesem
Sie finden in diesem Taschenbuch Ant­ oder jenem Ausdruck meint. 176 Seiten
wort auf alle Fragen, die im Bereich der mit ca. 9000 Stichwörtern.
deutschen Zeichensetzung auftreten
können. 208 Seiten. Band 11: Wörterbuch der Abkürzungen
Berücksichtigt werden 35000 Ab­
Band 2: Wie sagt man noch? kürzungen, Kurzformen und Zeichen
Hier ist der Ratgeber, wenn Ihnen gerade aus allen Bereichen. 260 Seiten.
das passende Wort nicht einfällt
oder wenn Sie sich im Ausdruck nicht Band 13: mahlen oder malen?
wiederholen wollen. 224 Seiten. Hier werden gleichklingende, aber ver­
Band 3: Die Regeln der deutschen schieden geschriebene Wörter in
Rechtschreibung Gruppen dargestellt und erläutert. 191 S.
Dieses Buch stellt die Regeln zum richtigen
| Schreiben der Wörter und Namen Band 14: Fehlerfreies Deutsch
i sowie die Regeln zum richtigen Gebrauch Viele Fragen zur Grammatik erübrigen
der Satzzeichen dar. 232 Seiten. sich, wenn man dieses Duden-Taschen­
I
buch besitzt. Es macht grammatische
Band 4: Lexikon der Vornamen Regeln verständlich und führt zum
Mehr als 3000 weibliche und männliche richtigen Sprachgebrauch. 200 Seiten.
Vornamen enthält dieses Taschenbuch.
Sie erfahren, aus welcher Sprache ein Band 15: Wie sagt man anderswo?
Name stammt, was er bedeutet und Fleischer oder Metzger? fegen oder
welche Persönlichkeiten ihn getragen kehren? Dieses Buch will allen jenen
haben. 237 Seiten. helfen, die mit den landschaftlichen
Band 5: Satzanweisungen und Korrektur­ Unterschieden in Wort- und Sprachge­
vorschriften brauch konfrontiert werden. 159 Seiten.
Dieses Taschenbuch enthält nicht nur die
Vorschriften für den Schriftsatz und die Band 17: Leicht verwechselbare Wörter
üblichen Korrekturvorschriften, sondern Der Band enthält Gruppen von Wörtern,
auch Regeln für Spezialbereiche. die auf Grund ihrer lautlichen Ähnlich­
203 Seiten. keit leicht verwechselt werden: z. B. vier­
wöchig und vierwöchentlich? real und
Band 6: Wann schreibt man groß, reell? konvex und konkav? 334 Seiten.
wann schreibt man klein?
In diesem Taschenbuch finden Sie in Band 18: Wie schreibt man im Büro?
mehr als 7 500 Artikeln Antwort auf In fünf Kapiteln werden nützliche
die Frage ..groß oder klein“? 256 Seiten. Ratschläge und Tips zur Erledigung
Band 7: Wie schreibt man gutes Deutsch? der täglichen Büroarbeit gegeben.
Dieses Duden-Taschenbuch enthält alle 270 Seiten mit Abbildungen.
sprachlichen Erscheinungen, die für einen
schlechten Stil charakteristisch sind und Band 19: Wie diktiert man im Büro?
die man vermeiden kann, wenn man Alles Wesentliche über die Verfahren,
sich nur darum bemüht. 163 Seiten. Regeln und Techniken des Diktierens.
237 Seiten.
Band 8: Wie sagt man in Österreich?
Das Buch bringt eine Fülle an Band 20: Wie formuliert man im Büro?
Informationen über alle sprachlichen Dieses Taschenbuch bietet Regeln,
Eigenheiten, durch die sich die deutsche Empfehlungen und Übungstexte aus der
Sprache in Österreich von dem in Praxis. Formulieren und Diktieren wird
Deutschland üblichen Sprachgebrauch dadurch leichter, der Stil wirkungsvoller.
unterscheidet. 268 Seiten. 282 Seiten.

Bibliographisches Institut
Mannheim/Wien/Zürich
DUDEN
Band 1
Der Duden in 10 Bänden
Das Standardwerk
zur deutschen Sprache
Herausgegeben vom Wissenschaftlichen Rat
der Dudenredaktion:
Dr. Günther Drosdowski, Prof. Dr. Paul Grebe,
Dr. Rudolf Köster, Dr. Wolfgang Müller

1. Rechtschreibung
2. Stilwörterbuch
3. Bildwörterbuch
4. Grammatik
5. Fremdwörterbuch
6. Aussprachewörterbuch
7. Etymologie
8. Sinn- und sachverwandte
Wörter
9. Zweifelsfälle der
deutschen Sprache
10. Bedeutungswörterbuch
DUDEN Rechtschreibung
der deutschen Sprache und der
Fremdwörter
17., neu bearbeitete und erweiterte Auflage
Herausgegeben von der Dudenredaktion
Im Einvernehmen mit /

dem Institut für deutsche Sprache


DUDEN BAND 1

Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zürich


Dudenverlag
Redaktionelle Leitung: Rudolf Köster
Weitere Mitarbeiter:
Dieter Berger, Gerda Berger, Maria Dose,
Dieter Mang, Charlotte Schrupp

Auskunft über rechtschreibliche, grammatische


und stilistische Zweifelsfälle erteilt unentgeltlich die
Sprachberatungsstelle der Dudenredaktion,
68 Mannheim 1, Postfach 311, Dudenstraße 6

Antwort auf viele Fragen und Auskunft über Zweifelsfälle


finden Sie auch im Großen Duden,
Band 9, Zweifelsfälle der deutschen Sprache

Das Wort DUDEN ist für


Bücher des Bibliographischen Instituts
als Warenzeichen geschützt

Alle Rechte Vorbehalten


Nachdruck, auch auszugsweise, verboten
©Bibliographisches Institut AG, Mannheim 1973
Satz: Zechnersche Buchdruckerei, Speyer
(Mono-Photo-System 600)
Druck- und Bindearbeit: Klambt-Druck, Speyer
Printed in Germany
ISBN 3—411 — 00911—X
AU
Vorwort

Die schnelle Veränderung des allgemeinen und fachsprachlichen


Wortschatzes in der heutigen Zeit machte es notwendig, wieder eine
Neuauflage der Duden-Rechtschreibung vorzulegen. Die redaktio­
nelle Arbeit war deshalb besonders der Erweiterung gewidmet. Die
Anwendung des Lichtsatzes bei der Herstellung des Buches erlaubte
uns, etwa 10000 Wörter mehr aufzunehmen und trotzdem den alten
Umfang beizubehalten, so daß der Duden weiterhin ein handliches
Nachschlagewerk bleibt. Neu aufgenommen wurden Wörter aus
allen Bereichen unseres Lebens, vor allem aus Politik, Wirtschaft,
Verkehr, Technik und Sport, z. B. Basisgruppe, hinterfragen, Trimm-
dich-Pfad, überfischen, Kriechspur, Nulltarif. Einen breiteren Raum
nehmen auch die Fremdwörter aus dem Englisch-Amerikanischen
ein wie Curriculum, Floating, Innovation und viele andere, denen
man in Zeitung, Rundfunk und Fernsehen täglich begegnet.
Dem immer stärkeren Eindringen der Umgangssprache in die
Schriftsprache haben wir Rechnung getragen, indem wir umgangs­
sprachliches und regionales Wortgut in größerem Umfang äufnah-
men. Als Beispiele seien aufmüpfig, kungeln und Remmidemmi
genannt. Vermehrt wurde auch der spezifische Wortschatz der
DDR, Österreichs und der Schweiz. Unser besonderer Dank gilt
hier den Herren Dr. Jakob Ebner, Linz, und Dr. Kurt Meyer,
Zürich, die uns immer wieder mit ihrem Rat zur Seite standen.
An den Regeln unserer Rechtschreibung hat sich nichts geändert,
da alle Bemühungen um eine Rechtschreibreform bisher ohne Er­
gebnis geblieben sind.
Bisher im Duden nicht behandelte Zweifelsfälle der Rechtschrei­
bung wurden im Sinne der letzten Rechtschreibreform von 1901
geklärt. Wir verdanken die Hinweise darauf der Arbeit unserer
Sprachberatungsstelle, die alle bei ihr eingehenden Anfragen erfaßt
und für eine Neuauflage der Duden-Rechtschreibung auswertet.
Die Schreibweisen des „Ökumenischen Verzeichnisses der biblischen
Eigennamen nach den Loccumer Richtlinien“ haben wir als Ne­
benformen in das Wörterverzeichnis aufgenommen. Dieses Ver­
zeichnis wurde von den deutschen Bischöfen, dem Rat der Evan­
gelischen Kirche in Deutschland und dem Evangelischen Bibelwerk
nach den Weisungen der Ökumenischen Übersetzerkommission her­
ausgegeben. Um Neuem, Wichtigerem Raum zu geben, wurden
gänzlich veraltete Wörter entfernt, auch veraltete Fachwörter aus
den Anfängen einzelner Wissenschaftsgebiete. Wir bemühten uns
darüber hinaus verstärkt um die Bezeichnung der stilistischen Be­
wertungen sowie um die Kennzeichnung des sonder- und fach­
sprachlichen Wortgutes.
Die grammatischen Angaben bei Substantiven, Adjektiven und Ver­
ben (z.B. Genus, Flexion, Steigerung) wurden überall in Über­
einstimmung mit der neuesten Entwicklung gebracht, ebenso die
zahlreichen Aussprachebezeichnungen.
Auch diese Neubearbeitung wurde im Einvernehmen mit dem In­
stitut für deutsche Sprache durchgeführt. Allen Mitgliedern der
Kommission für Rechtschreibfragen möchten wir an dieser Stelle
herzlich danken.
In letzter Zeit ist verschiedentlich die Forderung erhoben worden,
auf Normen in der geschriebenen Sprache weitgehend zu verzich­
ten. Ihre Erfüllung wäre ohne Zweifel ein Irrweg. Wie der heutige
Verkehr nur noch mit Hilfe bestimmter, von allen Verkehrsteil­
nehmern anerkannter Regeln bewältigt werden kann, so ist es auch
in einem kulturell und technisch hochentwickelten Land völlig un­
denkbar, ohne Normen in der geschriebenen und gesprochenen
Sprache auszukommen. Wer allerdings Bildung oder Intelligenz mit
vollkommener Beherrschung von Rechtschreibregeln gleichsetzt, ist
ebenso im Unrecht. Entscheidend bleibt also die Bewertung: Leh­
rende wie Lernende sollten hier zu einer aufgeschlosseneren Ein­
schätzung gelangen, die Überbewertung von Rechtschreibfehlern
abbauen und das Werkzeug Rechtschreibung als das betrachten,
was es ausschließlich sein soll: als ein geeignetes Mittel zur Er­
leichterung der schriftlichen Kommunikation. Daß dieses Instru­
mentarium von Zeit zu Zeit der Verbesserung bedarf, davon ist
die Dudenredaktion stets überzeugt gewesen. Ihr wird zu Unrecht
gelegentlich vorgeworfen, sie regele die Rechtschreibung willkürlich
und blockiere jede Reform. Dazu wäre zu sagen, daß die heute
geltenden Regeln der Rechtschreibung nicht vom Duden, sondern
von einer staatlichen Rechtschreibkonferenz festgelegt worden sind.
Der Duden wendet diese Regeln seit über siebzig Jahren sinnge­
mäß auf alle neuen Wörter und Wendungen an, die die fort­
schreitende Entwicklung hervorbringt, er ermittelt die Schreibung,
die der amtlich aufgestellten Norm entspricht. Die Dudenredak­
tion ist sich der großen Verantwortung, die der Duden für die
Einheit der deutschen Rechtschreibung trägt, bewußt. Diese Ein­
heit muß unter allen Umständen bewahrt bleiben, um die unge­
störte Kommunikation nicht zu gefährden.

Mannheim im April 1973 Die Dudenredaktion


Inhaltsverzeichnis
Seite
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses
I. Zeichen von besonderer Bedeutung.................................................... 9
II. Auswahl der Stichwörter.................................................................... 9
III. Anordnung und Behandlung der Stichwörter.................................... 10
IV. Herkunft der Wörter..............................................................................12
V. Erklärungen und Verdeutschungen...................................................13
VI. Aussprache............................................................................................ 13
VII. Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen..............................14
Vorbemerkungen..............................................................................................17
Zeichensetzung (Interpunktion).................................................... 17
I. Punkt.......................................................................................................17
II. Beistrich (Komma)............................................................................ 20
A. Der Beistrich zwischen Satzteilen S. 20. - B. Der Beistrich bei Mittelwort-
und Grundformgruppen S. 24. - C. Der Beistrich zwischen Sätzen S. 27. -
D. Zusammenfassung der Richtlinien über das Setzen des Beistrichs vor und
oder oder S. 29. - E. Richtlinien für das Setzen des Beistrichs beim Zusam­
mentreffen eines Bindewortes mit einem Umstandswort, Mittelwort u. a.
S. 30. - F. Der Beistrich in Verbindung mit und an Stelle von anderen
Satzzeichen S. 30. - G. Der Beistrich bei Unterführungen S. 30. - H. Der
Beistrich bei Zahlen S. 30.
III. Strichpunkt (Semikolon)................................................................... 31
IV. Doppelpunkt (Kolon)........................................................................ 31
V. Fragezeichen........................................................................................ 32
VI. Ausrufezeichen........................................................................................ 32
VII. Gedankenstrich.................................................................................... 33
VIII. Anführungszeichen............................................................................. 35
IX. Klammern............................................................................................. 36
A. Runde Klammem S. 36. - B. Eckige Klammern S. 37
X. Auslassungspunkte . •..................................................................'.31
Zur Rechtschreibung............................................................................. 38
I. Groß- und Kleinschreibung..............................................................38
A. Großschreibung S. 38. - B. Kleinschreibung S. 40.
II. Zusammen- und Getrenntschreibung.............................................. 42
III. Bindestrich.............................................................................................45
A. Der Ergänzungsbindestrich S. 45. - B. Der Bindestrich in Zusammen­
setzungen S. 46. - C. Auslassung des Binde- und des Beistrichs bei Unter­
führungen S. 48.
Seite

IV. Silbentrennung................................................................................... 48
A. Einfache und abgeleitete Wörter S. 48. - B. Zusammengesetzte Wörter
S. 50. - C. Besondere Richtlinien für Fremdwörter S. 50. - D. Besondere Richt­
linien für Namen S. 50.
V. Fremdwörter.................................... 50
A. Schreibung S. 50. - B. Silbentrennung S. 51.
VI. Namen 52
A. Familien- und Personennamen S. 52. - B. Vornamen S. 54. - C. Erdkund­
liche Namen S. 55. - D. Straßennamen S. 58. - E. Titel und sonstige Namen
S. 59.
VII. Zahlen 59
VIII.' Zusammentreffen von drei gleichen Mitlauten.......................... 61
IX. Auslassungszeichen (Apostroph) 61

Zur Formenlehre 65
I. Beugung des Hauptwortes (Deklination des Substantivs) ... 65
II. Beugung des Eigenschaftswortes (Deklination des Adjektivs)
und Beugung des Mittelwortes (Deklination des Partizips) . . 67
A. Starke und schwache Beugung S. 67. - B. Das hauptwörtlich gebrauchte
Eigenschafts- und Mittelwort S. 69.
III. Vergleichsformen (Steigerung)desEigenschaftswortes (Adjektivs)
und des Mittelwortes (Partizips).........................................................70
IV. Beugung des Zeitwortes (Konjugation des Verbs)......................... 71
V. Beugung der Fremdwörter................................................................... 72
VI. Beugung der Namen............................................................................. 73
A. Familien-, Personen- und Vornamen S. 73. - B. Titel und Verwandtschafts­
bezeichnungen S. 74. - C. Erdkundliche Namen S. 75. - D. Buchtitel u.
dgl., Firmen-, Gebäude- und Straßennamen S. 75. - E. Monatsnamen S. 75. -
F. Das Geschlecht von Schiffsnamen S. 76.
VII. Beugung bei Maß-, Mengen- und Münzbezeichnungen ... 76
VIII. Beugung der Abkürzungen und Kurzwörter....................................77
IX. Zur Auslassung des e bei Endsilben................................................... 77
X. Datum mit oder ohne am................................................................... 78

Zur Wortbildung........................................................................................ 79
Vorschriften für den Schriftsatz.........................................................81
Korrekturvorschriften............................................................................. 91
Register zu den „Vorbemerkungen“................................................................... 97
Wörterverzeichnis.......................................... 105
Transkriptions- und Transliterationssysteme................................................. 787
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses

I. Zeichen von besonderer Bedeutung

Unter gesetzter Punkt kennzeichnet die kurze betonte Silbe, z.B.


Referent.
_ Untergesetzter Strich kennzeichnet die lange betonte Silbe, z.B.
Fassade (vgl. S. 13, VI).
| Der senkrechte Strich dient zur Angabe der Silbentrennung, z.B.
Mi|kro|be, dar|auf.
i Die senkrechte punktierte Linie dient zur Angabe der Nottren­
nung, z. B. Natiion (1 R 176).
© Als Warenzeichen geschützte Wörter sind durch das Zeichen ©
kenntlich gemacht. Etwaiges Fehlen dieses Zeichens bietet keine Ge­
währ dafür, daß es sich hier um ein Freiwort handelt, das von jeder­
mann benutzt werden darf.
Der waagerechte Strich vertritt das Stichwort buchstäblich, z.B.
ab; - und zu; oder: Brett s; -[e]s, -er; oder: Allerlei s\ -s, -s; Leipziger -.
... Drei Punkte stehen bei Auslassung von Teilen eines Wortes, z.B.
Buntdruck (Mehrz. ...drucke); oder: Streß m\ ...sses, ...sse. Über
die Punkte bei Aussprachebezeichnungen vgl. S. 13, VI.
~ Der Bogen steht innerhalb einer Ableitung oder Zusammensetzung,
um anzuzeigen, daß der vor ihm stehende Wortteil bei den folgenden
Wörtern an Stelle der drei Punkte zu setzen ist, z.B. Augenbraue,
... diagnose.
[] Die eckigen Klammern schließen Aussprachebezeichnungen (vgl.
S. 13, VI), zusätzliche Trennungsangaben (z.B. Ecke [Trenn.:
Ek|ke]), Zusätze zu Erklärungen in runden Klammern (vgl. S. 13, V)
und beliebige Auslassungen (Buchstaben und Silben, wie z.B. in ab-
schnitt[s]weise, Wißbegier [de]) ein.
() Die runden Klammern schließen Erklärungen, Verdeutschungen
(vgl. S. 13, V) und Hinweise zum heutigen Sprachgebrauch ein, z.B.
ausglühen (z.B. einen Draht). Sie enthalten außerdem grammatische
Angaben bei Ableitungen und Zusammensetzungen innerhalb von
Wortgruppen, z.B. Außen^lster, ...aufnahme (meist Mehrz.).
R Die Abschnitte der Vorbemerkungen sind zur besseren Übersicht mit
Randzahlen versehen, auf die mit einem Pfeil verwiesen wird, z.B.
1 R 121.

II. Auswahl der Stichwörter


Der Duden ist kein vollständiges deutsches Wörterbuch. Das Wörter­
verzeichnis enthält Erbwörter, Lehnwörter, Fremdwörter1 und aus nicht­
deutschen Sprachen unverändert übernommene Wörter (fremde Wörter)

1 Wer in diesem Band ein Fremdwort vermißt oder wer sich ausführlich über die Bedeu­
tung eines Fremdwortes unterrichten will, schlage im Duden-Fremdwörterbuch nach.
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses 10

der Hochsprache und der Umgangssprache, seltener der Mundarten. Es


erfaßt auch Wörter aus Fachsprachen, z. B. der Mathematik, Medizin,
Chemie und Physik. Für die Auswahl waren hauptsächlich rechtschreib­
liche und grammatische Gründe maßgebend. Aus dem Fehlen eines
Wortes darf also nicht geschlossen werden, daß es ungebräuchlich oder
nicht korrekt ist.
Über den Grundwortschatz hinaus konnten von den Ableitungen,
den Zusammensetzungen (Komposita) und den Wörtern mit Vor­
silbe außer den sehr gebräuchlichen nur folgende aufgenommen werden:
a) von den Zeitwörtern:
1. diejenigen, deren zweiter Bestandteil als selbständiges Zeitwort nicht
mehr vorkommt oder selten ist.
Beispiele: abstatten, ablisten, entbehren.
2. diejenigen, deren Bedeutung vom Grundzeitwort stark abweicht.
Beispiele: ausrasten, vorziehen, erfahren.
3. diejenigen, die gleich oder ähnlich lauten.
Beispiele: abblasen, abblassen und ablassen.
4. diejenigen, bei denen über Betonung, getrennte Schreibung usw. etwas
Besonderes zu bemerken ist (t R 304).
Beispiele: durchkreuzen, durchgekreuzt (kreuzweise durchstreichen); aber: durchkreu­
zen, durchkreuzt (zunichte machen).
b) von den Hauptwörtern nur diejenigen, die besonders gebräuchlich
sind oder als Beispiele für die Art der Bildung dienen, z.B. für den
Gebrauch des Fugen-s (t R 332ff.) oder für die Auslassung des e (t R 328).
Beispiele: Hofanlage, aber: Friedhofskapelle; Abriegelung, Abrieglung.
c) von den Ver klein er un gsfo rmen auf-chen oder-lein nur diejenigen,
deren Stammwort sich verändert oder von denen es verschiedene For­
men gibt.
Beispiele: Hut, Hütchen, Hütlein; Kind, Kindchen s; -s, - u. Kinderchen; Kind­
lein si -s, - u. Kinderlein.

III. Anordnung und Behandlung der Stichwörter


1. Allgemeines
a) Die Stichwörter sind halbfett gedruckt.
b) Die Anordnung der Stichwörter ist abecelich.
Die Umlaute ä, ö, ü, äu werden wie die nichtumgelauteten Selbstlaute
a, o, u, au behandelt. Die Schreibungen ae, oe, ue (in Namen) werden
nach ad usw. eingeordnet. Der Buchstabe ß (vgl. S. 81 ff.) wird wie ss,
bei gleichlautenden Wörtern vor ss eingeordnet.
Beispiele: Harke God[e]l Faß Neinsager
Härlein Goedeke Fassade Neiße
Harlekin Goethe faßbar Neisse
Harm Gof Faßbinder Nekrobiose
c) Manche Stichwörter sind in Wortgruppen, die denselben Wort­
stamm haben, zusammengefaßt. Gelegentlich sind jedoch längere Wort­
gruppen der Übersichtlichkeit wegen in kleinere zerlegt.
d)-Gleichlautende Stichwörter werden durch hochgestellte Zahlen
unterschieden.
Beispiel: 'Elf (Naturgeist); 2Elf (Fluß); 3Elf (Zahl).
11 Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses

2. Zeitwörter (Verben)
a) Bei den schwachen Zeitwörtern werden im allgemeinen keine For­
men angegeben, da sie regelmäßig in der ersten Vergangenheit (Präter­
itum) auf -te und im 2. Mittelwort (Partizip Perfekt) auf -t ausgehen.
Bei den starken und unregelmäßigen Zeitwörtern (f R 300 u.
R 303) werden im allgemeinen folgende Formen angegeben: die 2. Per­
son der Einzahl der Wirklichkeitsform in der ersten Vergangenheit (In­
dikativ des Präteritums), die umgelautete 2. Person der Einzahl der Mög­
lichkeitsform in der ersten Vergangenheit (Konjunktiv des Präteritums),
das 2. Mittelwort (Partizip Perfekt), dieEinzahl der Befehlsform (Imperativ).
Andere Besonderheiten werden nach Bedarf angegeben.
Beispiele: biegen; du bogst; du bögest; gebogen; biegfe]!; (andere Besonderheiten:)
schreien; du schriest; du schrieest (Möglichkeitsform in der 1. Vergangenheit); rasen;
du rast, er ra[ste (Silbentrennung).
Bei Zeitwörtern, deren Stammvokal e (ä, ö) zu i wechselt, und bei Zeit­
wörtern, die Umlaut haben, werden ferner angegeben: 2. und 3. Person
der Einzahl der Wirklichkeitsform der Gegenwart (Indikativ des Präsens).
Beispiele: (e/i-Wechsel:) geben; du gibst, er gibt', du gabst; du gäbest; gegeben; gib!:
(mit Umlaut:) fallen; du fällst: erfüllt: du fielst; du fielest; gefallen; fällte]!
Bei zusammengesetzten oder mit einer Vorsilbe gebildeten Zeitwörtern
werden die obengenannten Formen nicht besonders aufgeführt. Alle
grammatischen Hinweise sind also beim einfachen Zeitwort nachzuschla­
gen.
Beispiele: vorziehen bei ziehen; behandeln bei handeln; abgrenzen bei grenzen.
b) Bei den Zeitwörtern, deren Stamm mit einem Zischlaut endet (s, ß,
sch, z, tz), wird die 2. Person der Einzahl der Wirklichkeitsform der
Gegenwart (Indikativ des Präsens) angegeben, weil -e oder -es der En­
dung gewöhnlich ausfällt.
Beispiele: zischen; du zischst (zischest); lesen; du liest (liesest); sitzen; du sitzt
(sitzest).
Bei den starken Zeitwörtern, deren Stamm mit -ß endet, steht wegen des
Wechsels von ss und ß zusätzlich die 1. Person der Einzahl der Wirklich­
keitsform der ersten Vergangenheit (Indikativ des Präteritums).
Beispiel: beißen; du beißt (beißest); ich biß: du bissest.

3. Hauptwörter (Substantive)
a) Bei einfachen Hauptwörtern sind mit Ausnahme der Fälle unter b das
Geschlecht (m = männlich [der], w = weiblich [die], s = sächlich [das]), der
Wesfall der Einzahl (Genitiv des Singulars) und, soweit gebräuchlich, der
Werfall der Mehrzahl (Nominativ des Plurals) angeführt.
Beispiel: Knabe m; -n, -n (das bedeutet: der Knabe, des Knaben, die Knaben).
Hauptwörter, die nur in der Mehrzahl (Plural) Vorkommen, werden durch
ein nachgestelltes Mehrz. gekennzeichnet.
Beispiel: Immobilien (Grundstücke. Grundbesitz) Mehrz.
b) Die Angabe des Geschlechts und der Beugung fehlt meistens bei ab­
geleiteten Hauptwörtern, die mit folgenden Silben gebildet sind:
1. deutsche Ableitungssilben:
-chen: Mädchen s\ -s, -
-lein: Brüderlein s; -s, -
-ei: Bäckerei w; -, -en
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses 12

-er: Lehrer m\ -s, -


Physiker
-heit: Keckheit w; -, -en
-keit: Ähnlichkeit w; -, -en
-ling: Jüngling m; -s, -e
-Schaft : Landschaft h>; -, -en
-tum: Besitztum s; -s, .. .tümer
-ung: Prüfung w: -, -en
2. fremdsprachige Ableitungssilben:
-ade: Fassade w; -, -n
-age: Etage h>; -, -n
-ent: Referent m\ -en, -en
-ion: Reduktion w; -, -en
-ist: Pianist m\ -en, -en
-liltät: Nationalität h>; -, -en
Ausnahmen: Bei Ableitungen, die in Geschlecht und Beugung von diesen
Beispielen abweichen, sind die grammatischen Angaben hinzugefügt, z.B.
bei all denen, die keine Mehrzahl bilden, wie: Besorgtheit w, Christen­
tum s; -s.
c) Bei zusammengesetzten Hauptwörtern und bei Hauptwörtern, die von
zusammengesetzten Zeitwörtern oder von solchen mit Vorsilbe abgeleitet
sind, fehlen im allgemeinen Geschlecht und Beugungsendungen. In diesen
Fällen ist beim Grundwort oder bei dem vom einfachen Zeitwort abge­
leiteten Hauptwort nachzusehen.
Beispiele: Eisenbahn bei Bahn; Fruchtsaft bei Saft; Abschuß (Ableitung von ab­
schießen) und Beschuß (Ableitung von beschießen) bei Schuß (Ableitung von schießen).
Geschlecht und Endung werden nur dann angegeben, wenn sie sich von
denen des Grundwortes unterscheiden, wenn von zwei Bildungsmöglich­
keiten nur eine zutrifft oder wenn keine augenfällige (inhaltliche) Ver­
bindung zwischen den vom einfachen und vom nichteinfachen Zeitwort
abgeleiteten Hauptwörtern besteht.
Beispiele: Stand m\ -[e]s, Stände; aber: Besitzstand m; -[e]s (keine Mehrzahl);
Block m: -[e]s, Blöcke u. (für: Abreiß-, Häuserblocks u.a.:) -s; aber: Holzblock
(Mehrz. ...blocke); Teil m od. s; aber: Vorteil m: Sage w, -, -n; aber auch: Ab­
sage tv; -, -n.
4. Eigenschaftswörter (Adjektive)
Bei Eigenschaftswörtern sind Abweichungen und Schwankungen in der
Bildung der Steigerungsformen, besonders hinsichtlich des Umlautes, ver­
merkt.
Beispiele: alt, älter, älteste; glatt, glatter (auch: glätter), glatteste (auch: glätteste).

IV. Herkunft der Wörter


Die Herkunft der Stichwörter ist durch Kursivschrift in knapper Form
kenntlich gemacht.
Durch den Bindestrich zwischen den Herkunftsangaben wird gezeigt,
daß das Wort über die angegebenen Sprachen zu uns gekommen ist.
Beispiel: Bombast pers.-engl.
Steht dabei eine Sprachbezeichnung in runden Klammern, so heißt das,
daß auch diese Sprache die gebende Sprache gewesen sein kann.
Beispiel: Bronze
13 Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses

Durch den Strichpunkt zwischen den Herkunftsangaben wird deutlich


gemacht, daß es sich um eine Zusammensetzung aus Wortteilen der an­
gegebenen Sprachen handelt.
Beispiel: bipolar lat.: gr.
Steht an Stelle der Sprachangabe nach dem Strichpunkt ein Strich, dann
heißt das, daß es sich bei dem Grundwort der Zusammensetzung entweder
um ein deutsches Wort (auch Lehnwort) handelt oder um ein Fremdwort,
für das bereits an entsprechender Stelle die Sprache angegeben worden ist.
Beispiel: Basketball engl.;

V. Erklärungen und Verdeutschungen


Der Duden ist kein Bedeutungswörterbuch. Er enthält daher keine aus­
führlichen Bedeutungsangaben. Nur wo es für das Verständnis eines Wor­
tes erforderlich ist, werden kurze Hinweise zur Bedeutung gegeben.
Eine Erklärung zum Stichwort ist in runde Klammern gesetzt. Bei­
spiele und Erläuterungen, die nicht notwendig zu den Erklärungen gehö­
ren, stehen innerhalb der runden Klammern in eckigen Klammern.
Beispiel: Amputation lat. ([Gliedlabtrennung).
Die wörtliche Bedeutung eines Wortes ist in Anführungszeichen an den
Anfang einer Erklärung gesetzt.
Beispiel: Abaton gr. (Rel.: ,,das Unbetretbare“; das [abgeschlossene! Allerheiligste, der
Altarraum in den Kirchen des orthodoxen Ritus) s\ -s, ...ta.

VI. Aussprache
1. Aussprachebezeichnungen stehen hinter Fremdwörtern und einigen
deutschen Wörtern, deren Aussprache von der sonst üblichen abweicht.
Die im Duden verwendete besondere Lautschrift (phonetische Schrift)
ergänzt das lateinische Alphabet:
ä ist das dem o genäherte a, z. B. Alderman [alcßrm'n]
ch ist der am Vordergaumen erzeugte Ich-Laut (Palatal), z. B. Jerez [cheräß]
ek ist der am Hintergaumen erzeugte Ach-Laut (Velar), z. B. autochthon [...ekton]
' ist das schwache e, z. B. Blamage [...tnasek*]
ng bedeutet, daß der Vokal davor durch die Nase (nasal) gesprochen wird,
z. B. Arrondissement [arongdißemgng\
' ist das nur angedeutete r, z. B. Girl [gört\
' ist das nur angedeutete i, z. B. Lady [le'di]
s ist das stimmhafte (weiche) s, z. B. Diseuse [disös*]
ß ist das stimmlose (harte) s, z. B. Malice [.../j/H
■seh ist das stimmhafte (weiche) sch. z. B. Genie l-seke...]
-tk ist der mit der Zungenspitze hinter den oberen Vorderzähnen erzeugte stimmlose
Reibelaut, z. B. Commonwealth [kQm‘nuäl-fM
dk ist der mit der Zungenspitze hinter den oberen Vorderzähnen erzeugte stimmhafte
Reibelaut, z. B. Rutherford [rgdkerfrd\
" ist das nur angedeutete u, z. B. Paraguay [...g"oi]
Die Lautschrift steht hinter dem Stichwort in eckigen Klammern.
Vorangehende oder nachgestellte Punkte (...) zeigen an, daß der erste
oder letzte Teil des Wortes wie im Deutschen ausgesprochen wird.
Beispiele: Abonnement//-. [abon{e)mgng, Schweiz, auch: ...mgnt]
2. Ein unter den Selbstlaut (Vokal) gesetzter Punkt gibt betonte
Kürze an, ein Strich betonte Länge (vgl. Zeichen von besonderer
Bedeutung S. 9, I).
Beispiele: Aigrette lägrgtT; Plateau [.../<_>).
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses 14

Sollen bei schwieriger auszusprechenden Fremdwörtern zusätzlich unbe­


tonte Längen gekennzeichnet werden, dann wird die Betonung durch
einen Akzent angegeben.
Beispiele: Beefsteak [bjfßtek]; Algier Ujlschir]', Bulldozer [bijh/os‘‘r].
Die schweizerische Aussprache französischer Wörter und Namen wird
durch zwei Betonungszeichen ohne Akzentzeichen angegeben.
Beispiele: Jupon VsekijpQm]', Dunant [clijngm?).

VII. Im Wörterverzeichnis verwendete Abkürzungen


Die nachstehenden Abkürzungen sind nicht mit den sonst üblichen Ab­
kürzungen (z. B. ADAC = Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) zu
verwechseln, die an den entsprechenden Stellen im Wörterverzeichnis
stehen. Abkürzungen, bei denen nur die Nachsilbe -isch zu ergänzen ist,
sind nicht aufgeführt, z.B. ägypt. = ägyptisch. Die Nachsilbe -lieh wird
...1. abgekürzt, z.B. ähnl. = ähnlich.
Abk. Abkürzung Eigenschaftsw. Eigenschaftswort
afrik. afrikanisch (Adjektiv)
allg. allgemein eigtl. eigentlich
altd. altdeutsch Einz. Einzahl (Singular)
altgr. altgriechisch Eisenbahnw. Eisenbahnwesen
alttest. alttestamentlich eskim. eskimoisch
amerik. amerikanisch ev. evangelisch
Amtsdt. Amtsdeutsch
Amtsspr. Amtssprache fachspr. fachsprachlich
angels. angelsächsisch fam. familiär
Anm. Anmerkung Familienn. Familienname
Anthropol. Anthropologie Finanzw. Finanzwesen
aram. aramäisch Fliegerspr. Fliegersprache
argen t. argentinisch Flugw. Flugwesen
astron. astronomisch Forstw. Forstwirtschaft
Astron. Astronomie fotogr. fotografisch
Ausspr. Aussprache Fotogr. Fotografie
austr. australisch fr. französisch
Fürw. Fürwort'(Pronomen)
Bankw. Bankwesen
Bauw. Bauwesen
Bergmannsspr. Bergmannssprache Gastr. Gastronomie
bes. besonders Gaunerspr. Gaunersprache
Bez. Bezeichnung gebr. gebräuchlich
bild. Kunst bildende Kunst Gegenw. Gegenwart (Präsens)
Bindew. Bindewort geh. gehoben
(Konjunktion) Geldw. Geldwesen
Biol. Biologie Geogr. Geographie
Bot. Botanik Geol. Geologie
bras. brasil[ian]isch germ. germanisch
bret. bretonisch Ges. Gesellschaft
Buchw. Buchwesen Ggs. Gegensatz
byzant. byzantinisch gr. griechisch

chald. chald äisch Handw. Handwerk


chin. chinesisch Hauptw. Hauptwort (Substantiv)
hebr. hebräisch
dicht. dichterisch hist. historisch
Druckerspr. Druckersprache hochd. hochdeutsch
Druckw. Druckwesen Hptst. Hauptstadt
dt. deutsch Hüttenw. Hüttenwesen
ehern. ehemals, ehemalig idg. indogermanisch
Eigenn. Eigenname it. italienisch
15 Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses

Jägerspr. Jägersprache ostmitteld. ostmitteldeutsch


jap. japanisch ostpr. ostpreußisch
jav. javanisch österr. österreichisch
Jh. Jahrhundert
jmd. jemand Päd. Pädagogik
jmdm. jemandem palästin. palästinensisch
jmdn. jemanden Papierdt. Papierdeutsch
jmds. jemandes pharm. pharmazeutisch
Pharm. Pharmazie
kalm. kalmückisch philos. philosophisch
kath. katholisch Philos. Philosophie
Kaufmannsspr. Kaufmannssprache Physiol. Physiologie
Kinderspr. Kindersprache Polizeiw. Polizeiwesen
Kunstwiss. Kunstwissenschaft Port. portugiesisch
Kurzw. Kurzwort Postw. Postwesen
Psych. Psychologie
1. linker, linke, linkes
landsch. landschaftlich R Randzahl
landw. landwirtschaftlich r. rechter, rechte, rechtes
Landw. Landwirtschaft Rechtsspr. Rechtssprache
langob. langobardisch Rechtsw. Rechtswissenschaft
lat. lateinisch Rel. Religionswissenschaft]
latinis. latinisiert Rhet. Rhetorik
lit. litauisch
luxemb. luxemburgisch s Wort sächlichen Ge­
m Wort männlichen Ge­ schlechts (Neutrum)
schlechts (Maskulinum) s. sächlich
m. männlich sanskr. sanskritisch
Math. Mathematik scherzh. scherzhaft
mdal. mundartlich Schülerspr. Schülersprache
Mech. Mechanik Schweiz. schweizerisch
med. medizinisch Seemansspr. Seemannssprache
Med. Medizin Seew. Seewesen
Mehrz. Mehrzahl (Plural) singhal. singhalesisch
Meteor. Meteorologie skand. skandinavisch
mexik. mexikanisch Soldatenspr. Soldatensprache
mgr. mittelgriechisch Sportspr. Sportsprache
milit. militärisch Sprachw. Sprachwissenschaft
mitteldeutsch Stilk. Stilkunde
mitteld. Studentenspr.
Mittelw. Mittelwort (Partizip) Studentensprache
mlat. mittellateinisch südd. süddeutsch
mong. mongolisch südwestd. südwestdeutsch
Mythologie svw. soviel wie
Mythol.
nationalsoz. nationalsozialistisch Theol. Theologie
neutest. neutestamentlich Trenn. Trennung
ngr. neugriechisch turkotat. turkotatarisch
niederd. niederdeutsch
niederl. niederländisch u. und
nlat. neulateinisch u. a. und andere
nordamerik. nordamerikanisch u. ä. und ähnliches
nordd. norddeutsch übertr. übertragen
nordgerm. nordgermanisch ugs. umgangssprachlich
norw. norwegisch Umstandsw. Umstandswort
(Adverb)
od. oder ung. ungarisch
offz. offiziell urspr. ursprünglich
ökum. ökumenisch (Ökumeni­
sches Verzeichnis der veralt. veraltet
biblischen Eigennamen Verhältnisw. Verhältniswort
nach den Loccumer (Präposition)
Richtlinien. Verkehrsw. Verkehrswesen
Stuttgart 1971) Verlagsw. Verlagswesen
Ortsn. Ortsname Versicherungsw. Versicherungswesen
ostd. ostdeutsch Versl. Verslehre
Zur Einrichtung des Wörterverzeichnisses 16

vgl. [d.3 vergleiche [dies] Wenf. Wenfall (Akkusativ)


Völkerk. Völkerkunde Werf. Werfall (Nominativ)
volksm. volksmäßig Wesf. Wesfall (Genitiv)
Vorn. Vorname Wirtsch. Wirtschaft
w Wort weiblichen Ge­ Zahnmed. Zahnmedizin
schlechts (Femininum) Zeitungsw. Zeitungswesen
w. weiblich Zeitw. Zeitwort (Verb)
Wappenk. Wappenkunde Zollw. Zollwesen
Weidw. Weidwerk Zool. Zoologie
Wemf. Wemfall (Dativ) Zus. Zusammensetzung
V orbemerkungen
(Beachte das Register zu den Vorbemerkungen auf S. 97)

Zeichensetzung (Interpunktion)

Die gesprochene Sprache ist der geschriebenen darin überlegen, daß sie
durch Betonung, Satzmelodie, Rhythmus und Tempo gliedern kann.
Die geschriebene Sprache gliedert durch Satzzeichen, ohne jene Vor­
züge der gesprochenen Sprache zu erreichen. Der Schreibende muß des­
halb über unsere im folgenden gegebenen Richtlinien hinaus eine gewisse
Freiheit in der Zeichensetzung haben.

I. Punkt
1. Nach Sätzen
a) Aussagesätze
Der Punkt steht nach dem Aussagesatz. Er drückt eine längere Pause R 1
aus und deutet als Satzzeichen im allgemeinen zugleich eine Senkung der
Stimme an.
Beispiele: Es wird Frühling. Wir freuen uns.
Merke: Der Punkt steht nicht, wenn der Aussagesatz als Satzglied oder
Beifügung steht.
Beispiele: „Aller Anfang ist schwer“ ist ein erbaulicher Spruch. Der Spruch „Eigener
Herd ist Goldes wert“ bewahrheitet sich immer.
b) Frage-, Ausrufe-, Wunsch- und Befehlssätze
1. Der Punkt steht nach indirekten Fragesätzen und nach abhängigen R 2
Ausrufe-, Wunsch- und Befehlssätzen.
Beispiele: Er fragte ihn, wann er kommen wolle. Er rief ihm zu, er solle sich nicht
Fürchten. Er wünschte, alles wäre vorbei. Er befahl ihm, sofort zu gehen.
2. Der Punkt steht an Stelle des Ausrufezeichens nach Wunsch- und Be- R 3
fehlssätzen, die ohne Nachdruck gesprochen werden.
Beispiele: Bitte geben Sie mir das Buch. Vgl. Seite 25 seiner letzten Veröffentlichung.
2. Nach Ordnungszahlen
Der Punkt steht nach Zahlen, um sie als Ordnungszahlen (erster, zweiter, R 4
dritter usw.) zu kennzeichnen.
Beispiele: Sonntag, den 15. April; Friedrich II., König von Preußen.
Zum Punkt bei anderen Zahlen t R 230 ff.
Merke: Steht eine Ordnungszahl am Satzende, so wird kein besonderer
Satzschlußpunkt gesetzt.
Beispiel: Katharina von Aragonien war die erste Frau Heinrichs VIII.
3. Nach Abkürzungen
a) Der Punkt steht
nach Abkürzungen, die im vollen Wortlaut gesprochen werden. R5
Beispiele: z.B. (gesprochen: zum Beispiel), usw. (gesprochen: und so weiter). Weißen­
burg i. Bay. (gesprochen: Weißenburg in Bayern).
Zeichensetzung 18

Das gilt auch für die Abkürzungen von Zahlwörtern und für fremd­
sprachige Abkürzungen in deutschem Text.
Beispiele: Tsd. (für: Tausend); Mio. (für: Million); Mrd. (für: Milliarde); Mr. Smith
(für: Mister Smith).
Merke: Der Punkt steht auch nach einigen Abkürzungen, die heute ge­
wöhnlich - vor allem in der Alltagssprache - nicht mehr -im vollen
Wortlaut gesprochen werden.
Beispiele: a. D. (für: außer Dienst), i.V. (für: in Vertretung), ppa. (für: per procura).
Die Abkürzung Co., die heute in der Alltagssprache [ko] ausgesprochen
wird, kann je nach der Schreibung des Firmennamens mit oder ohne
Punkt stehen.
b) Der Punkt steht nicht
R 6 1. nach Abkürzungen, die als selbständige Wörter gesprochen werden.
Beispiele: BGB (gesprochen: begebe, für: Bürgerliches Gesetzbuch); KG (gesprochen:
kage, für: Kommanditgesellschaft).
2. nach Abkürzungen der Maße, Gewichte und Himmelsrichtungen, der
meisten Münzbezeichnungen und der chemischen Grundstoffe.
Beispiele: m (für: Meter), g (für: Gramm), NO (für: Nordost[en]), DM (für:
Deutsche Mark), Na (für: Natrium). Aber bei herkömmlichen Einheiten: Pfd. (für:
Pfund); Ztr. (für: Zentner).
Bei ausländischen Maß- und Münzbezeichnungen wird im Deutschen ge­
wöhnlich die landesübliche Schreibung der Abkürzungen gebraucht.
Beispiele: ft (für: Foot); yd. (für: Yard); L (für: Lira; im Bankwesen auch: Lit =
italienische Lira); Fr. und sFr. (für: Schweizer Franken; im Bankwesen auch: sfr).
Merke:
1. Steht eine Abkürzung mit Punkt am Satzende, dann steht der Abkür­
zungspunkt zugleich als Schlußpunkt des Satzes (vgl. aber R 110).
Beispiel: In diesem Buch stehen Gedichte von Goethe, Schiller u.a.
2. Steht am Ende eines Satzes eine Abkürzung, die nach R 6 an sich
ohne Punkt steht, dann muß trotzdem der Schlußpunkt gesetzt werden.
Beispiel: Diese Bestimmung steht im BGB.
3. In vielen Fachbereichen werden Abkürzungen von mehrgliedrigen Zu­
sammensetzungen und Fügungen aus technischen Gründen ohne die den
Regeln entsprechenden Punkte und Bindestriche (t R 154) geschrieben.
Außerhalb der Fachsprachen sollte man solche Abkürzungen möglichst
vermeiden.
Beispiele: RücklVO (für: Rücklagenverordnung); KuRVO (für; Kassen- und Rechts­
verordnung); BStMdl (für: Bayerisches Staatsministerium des Innern).

4. Nach Datumsangaben
R 7 Der Punkt steht nicht nach selbständigen Datumsangaben.
Beispiel: Mannheim, [den od. am] 1. 2. [19]60

5. Nach Unterschriften
R 8 Der Punkt steht nicht nach Grußformeln und Unterschriften unter Brie­
fen und anderen Schriftstücken.
Beispiele: Hochachtungsvoll Mit herzlichem Gruß Mit freundlichen Grüßen
Ihr Peter Müller Dein Peter die Schüler der Klasse 9 b
19 Zeichensetzung

6. Nach Anschriften
Der Punkt steht nicht nach der Anschrift1 in Briefen und auf Umschlägen, R 9
es sei denn, daß die Anschrift mit einer Abkürzung endet, die einen
Punkt verlangt.
Beispiel: Herrn
Professor Dr. phil. Karl Meier
Rüdesheimer Straße 29, vorn II
6200 Wiesbaden

7. Nach Überschriften, Buch- und Zeitungstiteln


Der Punkt steht nicht nach Überschriften, Buch- und Zeitungstiteln R 10
(auch wenn es sich um ganze Sätze handelt), die durch ihre Stellung
schon deutlich herausgehoben sind.
Beispiel: Der Friede ist gesichert
Nach den schwierigen Verhandlungen zwischen den Vertragspartnern...

8. In Abschnittsgliederungen
In Abschnittsgliederungen steht der Punkt nach römischen und arabischen R 10
Ziffern und nach Großbuchstaben. Kleinbuchstaben dagegen erhalten
gewöhnlich eine Klammer.
Beispiel: I. Groß- und Kleinschreibung
A. Großschreibung
1. Satzanfänge
2. Nach Doppelpunkt und bei Anführungszeichen
a) Groß schreibt man ...
b) Groß schreibt man ...

9. Der Punkt in Verbindung mit anderen Satzzeichen


Anführungszeichen tR 102; runde Klammern !R 106.
1 Die Anschrift ist nach den Bestimmungen der Post (November 1975) wie folgt zu schreiben:
Herrn oder: Herrn Kurt Berger
Kurt Berger und Frau
Robert-Mayer-Straße 4,1, r. (oder: 4 I, r.) 4501 Icker Post Vehrte
6000 Frankfurt am Main
In der Schweiz und in Österreich:
Herrn oder: Herrn
Hans Müller Hans Müller
Zollstraße 7 Postfach 77
8260 Stein am Rhein 1121 Wien
AufSendungen in die DDR soll den Postleitzahlen das Zeichen x ohne Bindestrich vorange­
stellt werden:
Herrn
Helmut Schildmann
Jenaer Straße 18
x 5300 Weimar
Auf Postsendungen ins Ausland soll bei Ländern, die ebenfalls Postleitzahlen eingeführt
haben, vor der Postleitzahl das jeweils in Frage kommende internationale Kraftfahrzeugkenn­
zeichen mit Bindestrich angegeben werden:
Herrn Mme
Wilhelm Baeren Jeanne Dupont
Münsterplatz 8 12, rue St-Nicole
CH-3000 Bern F-31 Toulouse 01
Zeichensetzung 20

II. Beistrich (Komma)


Der Beistrich hat im Deutschen in erster Linie die Aufgabe, den Satz
grammatisch zu gliedern. Daneben erfüllt er den ursprünglichen Zweck
der Satzzeichen, die beim Sprechen entstehenden Pausen zu bezeichnen.
Beide Prinzipien, das grammatische und das rhetorische, lassen sich
nicht immer in Übereinstimmung bringen. Zuweilen fordert das gram­
matische Prinzip einen Beistrich, wo der Redende keine Pause macht,
und umgekehrt. Darüber hinaus vermag aber auch das grammatische
Prinzip, vor allem bei den Mittelwort- und Grundformgruppen, nicht
alle Fälle eindeutig zu bestimmen. Aus diesen Gründen muß dem Schrei­
benden gerade beim Beistrich eine gewisse Freiheit zur Nuancierung
seines Ausdrucks bleiben.

A. Der Beistrich zwischen Satzteilen


Alles, was den ungehemmten Fluß eines Satzes unterbricht - Aufzäh­
lungen von Wörtern der gleichen Wortart, herausgehobene Satzteile,
Einschübe, nachträgliche Zusätze oder die Angabe eines Gegensatzes -,
wird durch den Beistrich abgetrennt.
Im einzelnen gelten folgende Richtlinien:
1. Aufzählungen
a) Aufzählungen von Wörtern der gleichen Wortart oder von gleichen Wort­
gruppen
R 11 Der Beistrich steht zwischen Wörtern gleicher Wortart und zwischen glei­
chen Wortgruppen, wenn sie nicht durch und oder oder verbunden sind.
Beispiele: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Alles rennet, rettet, flüchtet. Wir gingen bei
gutem, warmem Wetter spazieren. Es, es, es und es, es ist ein harter Schluß, weil, weil,
weil und weil, weil ich aus Frankfurt muß. Bald ist er hier, bald dort (t R 24).
Aber: Der Beistrich steht nicht vor dem letzten der aufgezählten Eigen­
schaftswörter oder Mittelwörter, wenn dieses mit dem Hauptwort einen
Gesamtbegriff bildet. Zur Beugung t R 274. Vgl. auch R 21, Merke.
Beispiel: ein Glas dunkles bayrisches Bier; einige bedeutende, lehrreiche physikalische
Versuche.
Gelegentlich hängt es vom Sinn des Satzes ab, ob das unmittelbar vor
dem Hauptwort stehende Eigenschaftswort oder Mittelwort mit diesem
einen Gesamtbegriff bildet oder nicht.
Beispiel: die höher liegenden unbewaldeten Hänge (ohne Beistrich, weil es auch tiefer
liegende unbewaldete Hänge gibt); die höher liegenden, unbewaldeten Hänge (mit Bei­
strich, weil die tiefer liegenden bewaldet sind).
b) Aufzählungen in Wohnungsangaben
R 12 Bei Aufzählungen in Wohnungsangaben stehen die verschiedenen Bezeich­
nungen je nach dem Grade ihrer Zusammengehörigkeit mit oder ohne
Beistrich.
Beispiele: Weidendamm 4, Hof r., 1 Tr. 1. bei Müller; Herr Gustav Meier in Wies­
baden, Wilhelmstraße 24, I. Stock, links hat diesen Antrag gestellt (t R 19; über die
Anordnung von Anschriften auf Briefen vgl. S. 19, Anm. 1).
c) Aufzählungen von Stellenangaben in Büchern, Schriftstücken u. dgl.
R 13 Bei Aufzählungen von Stellenangaben in Büchern u. dgl. werden die ein­
zelnen Angaben durch Beistrich getrennt.
Beispiele: Diese Regel ist im Duden, Rechtschreibung, Zeichensetzung, S. 20, R 13
aufgeführt; Hermes, Zeitschrift Für klassische Philologie, Bd. 80, Heft 1, S. 46..
21 Zeichensetzung

Merke: Bei Hinweisen auf Gesetze, Verordnungen usw. pflegt man heute
keinen Beistrich mehr zu setzen.
Beispiel: § 6 Abs. 2 Satz 2 der Personalverordnung.

2. Herausgehobene Satzteile
Der Beistrich steht nach herausgehobenen Satzteilen, die durch ein Für- R 14
wort oder Umstandswort erneut aufgenommen werden.
Beispiele: Der Tag, er ist nicht mehr fern. Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein
Lindenbaum. Deinen Vater, den habe ich gut gekannt.

3. Anrede
a) Die Anrede wird vom übrigen Satz durch Beistrich getrennt. R 15
Beispiele: Karl, kommst du heute mittag? So hört doch, Kinder, auf mein Wort!
Ich habe von dir, lieber Freund, lange nichts gehört.
b) Der Beistrich kann statt des Ausrufezeichens nach der dem Brief voran- R 16
gestellten Anrede stehen. In diesem Falle muß das erste Wort des eigent­
lichen Briefes klein geschrieben werden, wenn es kein Hauptwort oder
Anredefürwort ist (t R 80).
Beispiel: Sehr geehrter Herr Schmidt,
gestern erhielt ich ...

4. Ausrufe
Das Empfindungswort (Ausrufewort) wird durch Beistrich abgetrennt, R 17
wenn es mit besonderem Nachdruck gesprochen wird. Dies gilt auch für
Bejahungen und Verneinungen.
Beispiele: Ach, das ist schade! Oh, das ist schlecht! Ja, daran ist nicht zu zweifeln.
Nein, das sollst du nicht tun!
Aber: Das Empfindungswort steht ohne Beistrich, wenn es sich eng an
den folgenden Text des Ausrufes anschließt.
Beispiel: O wunderbares, tiefes Schweigen! Ach Vater, was soll ich nur machen? Ja
wenn er nur käme!

5. Einschübe und Zusätze


Über die unter Punkt 1-4 behandelten Fälle hinaus unterbrechen vor
allem die nachstehend aufgeführten Einschübe und Zusätze den unge­
hemmten Fluß des Satzes. Deshalb werden gerade sie vom übrigen Satz
durch den Beistrich abgetrennt.
a) Beisatz (Apposition)
Der Beistrich trennt den nachgestellten Beisatz ab. R 18
Beispiele: Johannes Gutenberg, der Erfinder der Buchdruckerkunst, wurde in Mainz
geboren. In Frankfurt, der bekannten Handelsstadt, befindet sich ein großes Messegelände.
Aber: Der Beistrich steht nicht, wenn der nachgestellte Beisatz zum
Namen gehört.
Beispiele: Friedrich der Große ist der bedeutendste König aus dem Hause Hohen-
zollern. Heinrich der Löwe wurde im Dom zu Braunschweig begraben.
Vermeide Mißverständnisse!
Beispiele: Tante Gertrud, die Schwester meiner Mutter, und Onkel Wilhelm sind
heute gekommen (2 Personen). Aber: Tante Gertrud, die Schwester meiner Mutter
und Onkel Wilhelm sind heute gekommen (3 Personen).
b) Nachgestellte genauere Bestimmungen
Nachgestellte genauere Bestimmungen werden durch den Beistrich abge- R 19
trennt oder, sofern der Satz weitergeführt wird, in Beistriche eingeschlos-
Zeichensetzung 22

sen. Dies gilt vor allem für Bestimmungen, die durch und zwar, und das,
nämlich, namentlich, insbesondere, d.h., d.i., z.B. u.a. eingeleitet werden.
Beispiele: Er liebte die Musik, namentlich die Lieder Schuberts, seit seiner Jugend.
Das Schiff kommt wöchentlich einmal, und zwar sonntags. Also schreiben Sie mir ja, und
das bald. Herr Meier, Frankfurt, Zeil 120, hat dies veranlaßt. (Aber, wenn die Woh-
nungsangabe mit einem Verhältniswort angeschlossen ist: Herr Meier in Frankfurt, Zeil
120 hat ...; t R 12). Ich gehe Dienstag, abends [um 20 Uhr], ins Theater. Er hat mit
einem Scheck über 2000,— DM, in Worten: zweitausend Deutsche Mark, gezahlt.
In Preislisten, Speisekarten u. ä., die spaltenweise gedruckt sind, steht nach
der nach gestellten genaueren Bestimmung kein Komma. Bei fortlaufen­
dem Druck muß das Komma aber stehen.
Beispiel: Armband, 18 Karat Gold,
mit Zuchtperlen, 3reihig 590,—- DM
Merke:
1. Wird ein beigefügtes Eigenschaftswort durch ein nachgestelltes Eigen­
schaftswort näher bestimmt, dann setzt man keinen schließenden Bei­
strich, um den Zusammenhang der Fügung nicht zu stören.
Beispiel: Ausländische, insbesondere holländische [und belgische] Firmen traten als
Bewerber auf.
2. Der schließende Beistrich steht auch dann nicht, wenn ein Teil der
Satzaussage näher bestimmt und die zugehörige Personalform nur einmal
gesetzt wird.
Beispiele: Er verließ den Raum erst, als er sein Herz ausgeschüttet, d.h. alles gesagt
hatte.
c) Dem Hauptwort nachgestellte Eigenschafts- und Mittelwörter
R 20 1. Der Beistrich steht bei einem nachgestellten gebeugten Eigenschafts­
oder Mittelwort [mit Geschlechtswort],
Beispiel: Da bricht der Abend, der frühe, herein.
2. Der Beistrich trennt mehrere nachgestellte Eigenschafts- oder Mittel­
wörter ab.
Beispiele: Dort tanzen junge Mädchen, zart und schön. Die Hände des Bauern,
kräftig und breit, führen den Pflug. Er schaut zum Fenster hinaus, müde und gelang­
weilt. Er hatte zahlreiche Pinsel, grüne, gelbe, braune, in der Hand.
Aber: Der Beistrich steht nicht, wenn in festen oder dichterischen Wen­
dungen ein alleinstehendes Eigenschaftswort nachgestellt ist.
Beispiele: Aal blau: Karl Meyer junior; bei einem Wirte wundermild; Röslein,
Röslein, Röslein rot.
R 21 d) Gelegentlich ist es dem Schreibenden freigestellt, ob er einen Satzteil
als Einschub werten will oder nicht.
Beispiele: Er wollte seinem Leiden insbesondere durch Verzicht auf Alkohol wirksam
begegnen. Oder: Er wollte seinem Leiden, insbesondere durch Verzicht auf Alkohol,
wirksam begegnen. Der Inspektor, [Herr] Meier, hat dies angeordnet. Oder: Der Inspek­
tor [Herr] Meier hat dies angeordnet.
Merke: Nicht als Einschübe gelten die Beifügungen, die zwischen dem
Geschlechtswort (Fürwort, Zahlwort) und seinem Hauptwort stehen.
Beispiele: der dich prüfende Lehrer; eine wenn auch noch so bescheidene Forde­
rung; diese den Betrieb stark belastenden Ausgaben.
6. Datum
R 22 Das Datum wird von Orts-, Wochentags- und Uhrzeitangaben durch
Beistrich getrennt (vgl. auch R 330).
Beispiele; Berlin, den 4. Juli 1960; Dienstag, den 6. 9. 1960; Mittwoch, den 25. Juli,
[um] 20 Uhr Findet die Sitzung statt. Die Begegnung findet statt in Berlin, Montag, den
9. September, [vormittags] 11 Uhr. Mannheim, im November 1966.
23 Zeichensetzung

7. Namen und Titel


Mehrere vorangestellte Namen und Titel werden nicht durch Beistrich R 23
getrennt. Das gilt auch für mehrere Vornamen einer Person.
Beispiele: Hans Albert Schulze (aber: Schulze. Hans Albert); Direktor Professor
Dr. Müller. Unser Stammhalter Heiko Thomas ist angekommen.
In der Regel steht auch kein Beistrich bei geb., verh., verw. usw.
Beispiele: Martha Schneider geb. Kühn; doch auch: Frau Martha Schneider, geb.
Kühn, hat... (Der Geburtsname wird in diesem Falle als Beisatz aufgefaßt; t R 18.)
Herr Schneider und Frau Martha [,] geb. Kühn [,] geben sich die Ehre ...

8. Von Bindewörtern zwischen Satzteilen


Als Bindewörter werden hier der Einfachheit halber auch die einem Satz­
teil vorangestellten Umstandswörter (z. B. teils-teils, weder-noch) be­
zeichnet.
a) Anreihende und ausschließende Bindewörter
Der Beistrich steht zwischen Satzteilen, die durch die anreihenden Binde- R 24
Wörter bald-bald, einerseits-and]ejrerseits (anderseits), einesteils-an­
der L ejnteils, jetzt-jetzt, ob-ob, teils-teils, nicht nur-sondern auch, halb
-halb u.a. verbunden sind, weil es sich um Aufzählungen handelt (t R 11).
Beispiele: Bald ist er in Frankfurt, bald in München, bald in Hannover. Die Kinder
spielten teils auf der Straße, teils im Garten. Er ist nicht nur ein guter Schüler, son­
dern auch ein guter Sportler.
Aber; Der Beistrich steht nicht vor den anreihenden Bindewörtern und,
sowie, wie, sowohl-als auch, weder-noch und vor den ausschließenden
Bindewörtern oder, beziehungsweise (bzw.), respektive (resp.), entweder—
oder, weil sie eng zusammengehörige Satzteile verbinden (vgl. aber R 41).
Beispiele: Heute oder morgen will er dich besuchen. Der Becher war innen wie
außen vergoldet. Die Kinder essen sowohl Äpfel als auch Birnen gerne. Weder mir
noch ihm ist es gelungen. Du mußt entweder das eine oder das andere tun. (In Ver­
bindung mit einer Aufzählung:) Ich weiß weder seinen Namen noch seinen Vornamen,
noch sein Alter, noch seine Anschrift.
Merke: Der Beistrich steht bei der Aufzählung auch dann nicht vor und,
wenn eine Grundformgruppe oder ein Gliedsatz (Nebensatz) folgt.
Beispiele: Übe Nächstenliebe ohne Aufdringlichkeit und ohne den andern zu verletzen.
Die Mutter kaufte der Tochter einen Koffer, einen Mantel, ein Kleid und was sie sonst
noch für die Reise brauchte.
Wird der übergeordnete Satz nach der Grundformgruppe oder nach dem
Gliedsatz (Nebensatz) weitergeführt, dann ist es dem Schreibenden freige­
stellt, einen Beistrich zu setzen oder nicht.
Beispiele: Der Dichter schildert wahrheitsgetreu und ohne sich auch nur einmal im
Ton zu vergreifen [,] das innige Verhältnis zwischen Herr und Hund. Ich sah ein
Licht, das mich und die mit mir reisten [,] umleuchtete.
b) Entgegensetzende Bindewörter
Der Beistrich steht vor den entgegensetzenden Bindewörtern aber, allein, R 25
je]doch, vielmehr, sondern u.a., weil der durch sie eingeleitete Gegensatz
den Fluß des Satzes unterbricht.
Beispiele: Du bist klug, aber faul. Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!
c) Die vergleichenden Bindewörter als, wie, denn
Der Beistrich steht nicht vor den vergleichenden Bindewörtern als, wie, R 26
denn, wenn sie nur Satzteile verbinden.
Beispiele: Gisela ist größer als Ingeborg. Karl ist so stark wie Ludwig. Er war
größer als Dichter denn als Maler.
Zeichensetzung 24

Merke:
1. Der Beistrich steht erst bei vollständigen Vergleichssätzen und bei
dem Infinitiv mit zu.
Beispiele: Ilse ist größer, als ihre Mutter im gleichen Alter war. Komm so schnell,
wie du kannst. Er ist reicher, als du denkst. Ich konnte nichts Besseres tun, als ins
Bett zu gehen.
2. Bei den mit wie angeschlossenen Fügungen muß es dem Schreibenden
gelegentlich überlassen bleiben, ob er die Fügung als eng zum Bezugs­
wort gehörend oder als nachgetragen ansehen will.
Beispiel: Die Auslagen [,] wie Post- und Fernsprechgebühren, Eintrittsgelder, Fahr­
kosten u. dgl. [,] ersetzen wir Ihnen.

B. Der Beistrich bei Mittelwort- und Grundformgruppen

Mittelwörter und Grundformen bilden mit einer näheren Bestimmung Mit­


telwort-bzw. Grundformgruppen, die ihrer Wertigkeit nach zwischen Satz­
glied und Satz stehen. Da sie gliedsatz-(nebensatz-)ähnlichen Charakter
haben, werden sie oft „verkürzte Nebensätze“ genannt, obwohl sie nicht -
wie der Auslassungssatz (t R 48 ff.) - aus vollständigen Sätzen entstanden
sind. Grundformen mit zu ohne eine nähere Bestimmung sind demgegen­
übereinfache Satzglieder. Sie werden der Übersichtlichkeit wegen in diesem
Abschnitt mitbehandelt.

1. Mittelwortgruppe (Partizipialgruppe)
R 27 a) Mittelwörter ohne nähere Bestimmung und Mittelwörter mit einer kur­
zen näheren Bestimmung stehen ohne Beistrich (vgl. aber R 20).
Beispiele: Lachend kam er auf mich zu. Gelangweilt schaute er zum Fenster hinaus.
Schreiend und johlend durchstreiften sie die Straßen. Verschmitzt lächelnd schaute er zu.
R 28 b) In allen anderen Fällen wird das näher bestimmte Mittelwort durch
Beistrich abgetrennt, weil die Mittelwortgruppe Eigengewicht hat.
Beispiele: Von der Pracht des Festes angelockt, strömten viele Fremde herbei. Er
sank, zu Tode getroffen, zu Boden. Er kam auf mich zu, aus vollem Halse lachend.
Eine Ausnahme machen die mit entsprechend gebildeten Gruppen, weil
entsprechend hier in die Rolle eines Verhältniswortes hineingewachsen ist.
Beispiel: Seinem Vorschlag entsprechend ist das Haus verkauft worden.
Auch betreffend ist auf dem Wege, Verhältniswort zu werden. Es fehlt
deshalb auch hier schon oft der Beistrich.
Beispiel: Unser letztes Schreiben betreffend den Bruch des Vertrages ... Oder: Unser
letztes Schreiben, betreffend den Bruch des Vertrages, ...
R 29 c) Es gibt Wortgruppen, die den Mittelwortgruppen gleichzustellen sind,
weil man sich habend, seiend, werdend, geworden hinzudenken kann.
Beispiele: Neben ihm saß sein Freund, den Kopf im Nacken, und hörte der Unter­
haltung zu. Vom Alter blind, bettelte er sich durch das Land. Allmählich kühner, begann
er zu pfeifen.

2. Grundformgruppe (Infinitivgruppe)
Man unterscheidet zwischen erweiterter Grundform und nichterweiterter
oder bloßer oder reiner Grundform. Eine Grundform ist bereits erweitert,
wenn ohne zu, um zu, als zu, anstatt zu an Stelle des bloßen zu stehen.
25 Zeichensetzung

a) Die erweiterte Grundform wird in den meisten Fällen durch Beistrich R 30


abgetrennt.
Beispiele: Sie ging in die Stadt, um einzukaufen. Er redete, anstatt zu handeln. Die
Möglichkeit, selbst zu üben, ist gegeben. Er hatte keine Gelegenheit, sich zu waschen.
Es war sein fester Wille, ihn über die Vorgänge aufzuklären und ihn dabei zu warnen.
Es ist sinnvoller, ein gutes Buch zu lesen, als einen schlechten Film zu sehen. Alles, was
du tun mußt, ist, deinen Namen an die Tafel zu schreiben. Ihm zu folgen, bin ich jetzt
nicht bereit. Er befahl, es zu tun. Wir hoffen, Ihren Wünschen entsprochen zu haben,
und grüßen Sie ...
Durch Beistrich werden auch die nichterweiterten Grundformen der Tat­
form in der 2. Vergangenheit und der Leideform abgetrennt, weil sie durch
ihre Mehrteiligkeit Eigengewicht haben.
Beispiele: Ich erinnere mich, widersprochen zu haben. Er war begierig, gelobt zu
werden. Ich bin der festen Überzeugung, verraten worden zu sein.

Aber: Der Beistrich steht nicht bei der erweiterten Grundform,


1. wenn die erweiterte Grundform mit dem Hauptsatz verschränkt ist oder R 31
wenn die erweiterte Grundform innerhalb der zeitwörtlichen (verbalen)
Klammer steht.
Beispiele: Diesen Vorgang wollen wir zu erklären versuchen (für: Wir wollen ver­
suchen, diesen Vorgang zu erklären). Wir hatten den Betrag zu überweisen beschlossen
(für: Wir hatten beschlossen, den Betrag zu überweisen).
2. wenn ein Glied der erweiterten Grundform in Spitzenstellung (Aus- R 32
drucksstellung) tritt und der Hauptsatz dadurch von der erweiterten
Grundform eingeschlossen wird.
Beispiele: Diesen Betrag bitten wir auf unser Girokonto zu überweisen (für: Wir
bitten!,] diesen Betrag auf unser Girokonto zu überweisen). Mit diesem Wagen ver­
langte er abgeholt zu werden (für: Er verlangte, mit diesem Wagen abgeholt zu werden).
3. wenn die voranstehende erweiterte Grundform den Satzgegenstand R 33
vertritt.
Beispiel: Sich selbst zu besiegen ist der schönste Sieg.
Merke jedoch: Wenn auf die als Satzgegenstand vorangestellte erwei­
terte Grundform durch ein hinweisendes Wort wie es, das, dies u. a.
zurückgewiesen wird, steht ein Beistrich (vgl. Beistrich bei herausgehobe­
nen Satzteilen, R 14).
Beispiel: Sich selbst zu besiegen, das ist der schönste Sieg.
4. wenn die erweiterte Grundform Hilfszeitwörtern oder hilfszeitwörtlich R 34
gebrauchten Zeitwörtern folgt, weil diese Zeitwörter das durch die Grund­
form bezeichnete Geschehen nur modifizieren. Zeitwort und Grundform
gehen dabei eine enge Verbindung ein.
Bei den Zeitwörtern, die hilfszeitwörtlich gebraucht werden, lassen sich
drei Gruppen unterscheiden.
a) Immer hilfszeitwörtlich stehen die Zeitwörter sein, haben; brauchen,
pflegen, scheinen.
Beispiele: Sie haben nichts zu verlieren. Er pflegt uns jeden Sonntag zu besuchen.
Sie scheint heute schlecht gelaunt zu sein.
b) Hilfszeit wörtlich oder auch als selbständiges Zeitwort (Vollverb) kön­
nen die Zeitwörter drohen, versprechen u. a. stehen.
Beispiele:
hilfszeitwörtlich'. Der Kranke drohte (= lief Gefahr) bei dem Anfall zu ersticken. Er
verspricht (= allem Anschein nach) ein tüchtiger Kaufmann zu werden.
als selbständiges Zeitwort: Der Kranke drohte (= sprach die Drohung aus), sich ein
Leid anzutun. Er hat versprochen (= gab das Versprechen), mir den Korb zu bringen.
Zeichensetzung 26

c) Bei der dritten Gruppe dieser Zeitwörter muß es dem Schreibenden


überlassen bleiben, ob er einen Beistrich setzen will oder nicht, weil
zwischen den beiden Möglichkeiten nicht eindeutig unterschieden werden
kann. Hierzu gehören die Zeitwörter anfangen, aufhören, beginnen, bitten,
denken, fürchten, gedenken, glauben, helfen, hoffen, verdienen, verlangen,
versuchen, wagen, wünschen u. a.
Beispiele: Er glaubt(,) mich mit diesen Einwänden zu überzeugen. Wir bittenO die­
sen Auftrag schnell zu erledigen.
Tritt zu diesen Zeitwörtern eine Umstandsangabe oder eine Ergänzung,
dann ist es eindeutig, daß es sich um ein selbständiges Zeitwort handelt.
Beispiele: Der Arzt glaubte fest, den Kranken durch eine Operation retten zu kön­
nen. Er bat mich, morgen wiederzukommen.
Der Beistrich muß gesetzt werden, wenn die erweiterte Grundform als
Zwischensatz vor „und“ steht, t R 52.
R 35 b) Die reine Grundform mit zu wird in den meisten Fällen nicht durch
Beistrich abgetrennt.
Beispiele: Der Abgeordnete beginnt zu sprechen. Ich befehle dir zu gehen. Zu arbeiten
ist er bereit. Einzutreten hatte sie keinen Mut. Die Schwierigkeit unterzukommen war
sehr groß. Zu raten und zu helfen war er immer bereit.
Ob eine reine Grundform, die durch einen Gliedsatz (Nebensatz) näher
bestimmt wird, durch Beistrich abzutrennen ist oder nicht, hängt davon
ab, ob der Sprechende sie zum vorangehenden Hauptsatz oder zum nach­
folgenden Gliedsatz zieht.
Beispiele: Ich bin bereit, |einzuspringen, wenn es nötig wird. Oder: Ich bin bereit
einzuspringen,| wenn es nötig wird. Er hatte keinen Grund zu glauben), daß er über­
vorteilt wurde. Oder: Er hatte keinen Grund), zu glauben, daß er übervorteilt wurde.
Diese Freiheit besteht jedoch nicht, wenn der reinen Grundform ein hilfs­
zeitwörtlich gebrauchtes Zeitwort vorangeht, weil diese Zeitwörter das
durch die Grundform bezeichnete Geschehen nur modifizieren (t R 34).
In diesen Fällen darf vor der Grundform kein Beistrich stehen.
Beispiele: Wir bitten zu entschuldigen, daß ... Er versucht herauszubekommen, ob
... Sie fängt an zu raten, was das sein könne.
Aber: Der Beistrich steht bei der reinen Grundform mit zu in folgen­
den Fällen:
R 36 1. wenn ein hinweisendes Wort wie es, das, dies, daran, darauf u.a. auf
die vorangestellte reine Grundform mit zu hindeutet (t R 14).
Beispiele: Zu tanzen, das ist ihre größte Freude. Zu spielen, darauf hatte sich das
Kind gefreut.
Folgt die reine Grundform mit zu diesen Wörtern, dann ist deren hin­
weisende Kraft so schwach, daß kein Beistrich gesetzt zu werden braucht.
Beispiel: Ich denke nicht daran einzuwilligen (Auch möglich: Ich denke nicht daran,
einzuwilligen). Er liebt es zu nörgeln (Auch möglich: Er liebt es, zu nörgeln).
R 37 2. wenn mehrere reine Grundformen mit zu dem Hauptsatz folgen oder
in ihn eingeschoben sind.
Beispiele: Er war immer bereit, zu raten und zu helfen. Ohne den Willen, zu lernen
und zu arbeiten, wirst du es zu nichts bringen.
R 38 3. wenn in einem Gleichsetzungssatz die reine Grundform mit zu der
Satzaussage (ist, war u.a.) folgt.
Beispiele: Seine Absicht war, zu gewinnen. Meine liebste Beschäftigung ist, zu lesen.
R 39 4. wenn das zu der reinen Grundform in der Bedeutung von um zu ver­
wendet wird.
Beispiel: Ich komme, [um] zu helfen.
27 Zeichensetzung

5. wenn Mißverständnisse entstehen können. R 40


Beispiel: Wir rieten ihm, zu folgen. Aber: Wir rieten, ihm zu folgen.
Merke: Wenn eine reine und eine erweiterte Grundform zusammenste­
hen, gelten die Richtlinien für die erweiterte Grundform.
Beispiel: Es ist sein Wunsch, zu arbeiten und in Ruhe zu leben.

C. Der Beistrich zwischen Sätzen


Der Beistrich zwischen Sätzen hat in erster Linie die Aufgabe, den Glied­
satz (Nebensatz) von seinem Hauptsatz und von anderen Gliedsätzen
zu trennen. Dabei ist es gleichgültig, ob die Sätze vollständig sind oder
nicht. Darüber hinaus trennt der Beistrich aber auch Hauptsätze an
Stelle des Punktes oder des Strichpunktes, wenn diese Sätze in enger
gedanklicher Verbindung aneinandergereiht sind.
Im einzelnen gelten folgende Richtlinien:
1. Nebengeordnete Hauptsätze
Der Beistrich trennt nebengeordnete Hauptsätze, auch wenn sie durch R 41
Bindewörter {und, oder, beziehungsweise, weder-noch, entweder-oder) ver­
bunden sind.
Beispiele: Ich kam, ich sah, ich siegte. Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll, ein
Fischer saß daran. Wir singen ein Lied, und wir trinken den Wein. Ihr müßt euere Auf­
gaben gewissenhaft erledigen, oder ihr versagt in der Prüfung. Der Vater liest die Zei­
tung, die Mutter strickt, und Fritz spielt mit den Klötzchen. Er hat ihm weder beruf­
lich geholfen, noch hat er seine künstlerischen Anlagen gefördert. Du bist jetzt entweder
lieb, oder du gehst nach Hause. Grüße Deinen lieben Mann vielmals von mir, und sei
selbst herzlich gegrüßt ... Willst du mit mir gehen, oder hast du etwas anderes vor?
Aber: Der Beistrich steht nicht
a) bei durch und oder oder verbundenen Hauptsätzen, wenn diese kurz R 42
sind und eng zusammengehören.
Beispiele: Er grübelte und er grübelte. Er lief oder er fuhr. Tue recht und scheue
niemand!
b) bei durch und oder oder verbundenen Hauptsätzen, die einen Satzteil R 43
gemeinsam haben.
Beispiele: Sie bestiegen den Wagen und fuhren nach Hause. Ich gehe in das Theater
oder besuche ein Konzert. Max geht ins Kino und Karl ins Konzert. Sofort nach dem
Aufstehen ging der Vater zum Strand und öffnete die Mutter die Fenster. Aber bei
der üblicheren normalen Wortstellung im zweiten Satz: Sofort nach dem Aufstehen
ging der Vater zum Strand, und die Mutter öffnete die Fenster.
Dies gilt auch, wenn zwei Hauptsätze einen vorangestellten gemeinsamen
Gliedsatz haben:
Beispiel: Als der Mann in den Hof trat, bellte der Hund und schnatterten die Gänse.
Aber bei normaler Wortstellung: .... bellte der Hund, und die Gänse schnatterten.
2. Schaltsatz
Der Beistrich trennt Hauptsätze, die ineinandergeschoben sind (vgl. aber R 44
auch R 88 u. R 104).
Beispiel: Eines Tages, es war mitten im Winter, stand ein Reh in unserem Garten.
3. Haupt- und Gliedsatz (Nebensatz)
Der Beistrich steht zwischen Haupt- und Gliedsatz. R 45
a) Der Gliedsatz ist Vordersatz.
Beispiele: Wenn es möglich ist, erledigen wir deinen Auftrag sofort. Was er sagt,
stimmt nicht. „Ich bin satt“, sagte er.
Zeichensetzung 28

Merke: Es steht kein Beistrich nach der wörtlichen Rede, wenn diese
durch ein Fragezeichen oder durch ein Ausrufezeichen abgeschlossen ist
und der Hauptsatz unmittelbar anschließt.
Beispiele: „Was ist dies für ein Käfer?“ fragte er. „Du bist ein Verräter!“ rief er.
Aber bei hinweisendem „so, das“ o.ä.: „Diese Betrüger, diese Schufte!“, so rief er
immer wieder.
b) Der Gliedsatz ist Zwischensatz.
Beispiel: Hunde, die viel bellen, beißen nicht. Alles, was du brauchst, ist da.
c) Der Gliedsatz ist Nachsatz.
Beispiele: Es freut mich sehr, daß du gesund bist. Ich weiß, er ist unschuldig. Er
fragt, mit welchem Zug du kommst. Sie fragte sofort: „Wo warst du?“, als ich hereinkam.

4. Gliedsätze (Nebensätze) gleichen Grades


R 46 Der Beistrich trennt Gliedsätze gleichen Grades, die nicht durch und oder
oder verbunden sind.
Beispiele: Ich höre, daß du nicht nur nichts erspart hast, sondern daß du auch noch
dein Erbteil vergeudest. Aber: Du kannst es glauben, daß ich deinen Vorschlag ernst
nehme und daß ich ihn sicher verwirkliche. Er sagte, er wisse es und der Vorgang sei
ihm völlig klar.

5. Gliedsätze (Nebensätze) verschiedenen Grades


R 47 Der Beistrich trennt Gliedsätze verschiedenen Grades.
Beispiel: Er war zu klug, als daß er in die Falle gegangen wäre, die man ihm gestellt
hatte.

6. Auslassungssatz (Ellipse)
Der Beistrich steht wie im vollständigen Satz. Im Auslassungssatz ist nur
der Hauptbegriff wiedergegeben, während die übrigen Satzteile weggelas­
sen sind.
R 48 a) Der Hauptsatz ist unvollständig.
Beispiel: Vielleicht [geschieht es], daß er noch eintrifft.
Beachte: Das auffordernd betonte bitte kann als Auslassungssatz auf­
gefaßt werden. Es wird dann durch Beistrich abgetrennt.
Beispiel: Bitte, kommen Sie einmal her! Geben Sie mir, bitte, das Buch.
Hat aber bitte nur den Sinn einer Höflichkeitsformel, dann steht kein
Beistrich.
Beispiel: Bitte wenden Sie sich an uns. Geben Sie mir bitte das Buch.
R 49 b) Der Gliedsatz (Nebensatz) ist unvollständig.
Beispiel: Ich weiß nicht, was [ich] anfangen [soll].
Beachte: Unvollständige Gliedsätze, die mit wie oder wenn u.a. eingelei­
tet sind, stehen oft, besonders am Ende des Satzes, ohne Beistrich, wenn
sie formelhaft geworden sind und wie eine einfache Umstandsangabe wirken.
Beispiele: Seine Darlegungen endeten wie folgt (= folgendermaßen). Er legte sich wie
üblich (= üblicherweise) um 10 Uhr ins Bett. Er ging wie immer (= gewohntermaßen)
nach dem Mittagessen spazieren. Komme doch wenn möglich (= möglichst) schon um
17 Uhr!
R 50 c) Haupt- und Gliedsatz sind unvollständig.
Beispiel: [Wenn die] Ehre verloren [ist], [so ist] alles verloren.
29 Zeichensetzung

D. Zusammenfassung der Richtlinien über das Setzen des Beistrichs


vor und oder oder

1. Der Beistrich steht,


a) wenn und oder oder Hauptsätze verbindet (vgl. aber R 56 u. R 57), R 51
auch wenn es sich um Hauptsätze mit Auslassungen handelt.
Beispiele: Es wurde immer kälter, und der Südwind türmte Wolken um die Gipfel.
Nur noch wenige Minuten, und wir können beginnen.
b) wenn ein Zwischensatz vorausgeht. Als Zwischensatz gilt auch eine R 52
eingeschobene erweiterte Grundform.
Beispiele: Wir konnten die Reise im Auto nicht fortsetzen, weil es beschädigt war,
und mußten bis in das nächste Dorf zu Fuß gehen. Wir glauben, daß wir richtig ge­
handelt haben, und werden diesen Weg weitergehen. Wir hoffen. Ihnen hiermit gedient
zu haben, und grüßen Sie ...
c) wenn und oder oder ein Satzgefüge anschließt, das mit einem Glied- R 53
satz oder mit einer erweiterten Grundform beginnt.
Beispiel: Du hast Zuviel gearbeitet, und weil du keine Rücksicht auf dich genommen
hast, mußt du jetzt eine Ruhepause einlegen. Ich besuchte ihn oft, und war er zu
Hause, dann saßen wir bis in die Nacht beisammen. Es waren schlechte Zeiten, und um
zu überleben, verhielten sich manche so gegen ihre Mitmenschen, wie sie es unter nor­
malen Verhältnissen kaum getan hätten.
d) wenn ein Beisatz vorausgeht. R 54
Beispiel: Franz, mein Bruder, und ich gingen spazieren (2 Personen). Aber: Franz,
mein Bruder und ich gingen spazieren (3 Personen).
e) wenn und zwar oder und das nachgestellte genauere Bestimmungen R 55
einleitet.
Beispiele: Ich werde kommen, und zwar bald. Er gab nicht nach, und das mit Recht.

2. Der Beistrich steht nicht,


a) wenn und oder oder kurze und eng zusammengehörende Hauptsätze R 56
verbindet.
Beispiele: Er grübelte und er grübelte. Tue recht und scheue niemand!
b) wenn der durch und oder oder eingeleitete folgende Hauptsatz mit dem R 57
vorhergehenden einen Satzteil gemeinsam hat.
Beispiel: Sie bestiegen den Wagen und fuhren nach Hause.
c) wenn und oder oder Gliedsätze (Nebensätze) gleichen Grades verbindet. R 58
Beispiele: Ich weiß, daß du ihn liebst und daß du auch dieses Opfer bringst. Weil
sie die Schwäche ihres Sohnes für den Alkohol kannte und damit er nicht wieder ent­
gleisen sollte, schickte sie ihn schon früh weg. Er erzählte ihm, wie sehr er die britische
Verfassung bewundere und daß er gern einmal nach London fahren würde.
d) wenn und oder oder bei Aufzählungen von Wörtern steht, die der R 59
gleichen Wortart angehören.
Beispiel: Feuer, Wasser, Luft und Erde.
e) wenn in einer Aufzählung eine erweiterte Grundform oder ein Glied- R 60
satz folgt.
Beispiel: Übe Nächstenliebe ohne Aufdringlichkeit und ohne den anderen zu verletzen.
Die Mutter kaufte der Tochter einen Koffer, einen Mantel, ein Kleid und was sie sonst
noch für die Reise brauchte.
Zeichensetzung 30

E. Richtlinien für das Setzen des Beistrichs beim Zusammentreffen


eines Bindewortes mit einem Umstandswort, Mittelwort u. a.

Bestimmte Bindewörter (z. B. daß, weil, wenn) treffen gelegentlich mit


einem Umstandswort, einem Mittelwort u.a. zusammen.
Beispiele: vorausgesetzt, daß; vor allem [,] weil; auch wenn.
Für das Setzen des Beistrichs bei solchen Fügungen gelten folgende Richt­
linien:
1. Beistrich vor dem eigentlichen Bindewort
R 61 Haben beide Teile der Fügung ihre Eigenständigkeit erhalten, dann steht
ein Beistrich zwischen den Teilen, d.h. vor dem eigentlichen Bindewort.
Beispiele: abgesehen [davon], daß; angenommen, daß; ausgenommen, daß/wenn; es sei
denn, daß; gesetzt [den Fall], daß; in der Annahme/Erwartung/Hoffnung, daß; unter der
Bedingung, daß; vorausgesetzt, daß u.a.
Beispielsätze: Ich komme gern, es sei denn, daß ich selbst Besuch bekomme. Er befür­
wortete den Antrag unter der Bedingung, daß die genannten Voraussetzungen erfüllt seien.
2. Beistrich vor der Fügung als Ganzem
R 62 Wird die Fügung als Einheit verstanden, dann steht ein Beistrich nur
vor der Fügung als Ganzem, nicht vor dem eigentlichen Bindewort.
Beispiele: als daß; anstatt daß; auch wenn; außer daß/wenn/wo; namentlich wenn;
nämlich daß/wenn; ohne daß; selbst wenn; ungeachtet daß, aber (mit Beistrich): un­
geachtet dessen, daß u. a.
Beispielsätze: Der Plan ist viel zu einfach, als daß man sich davon Hilfe versprechen
könnte. Sie hat uns geholfen, ohne daß sie es weiß.
Beachte: Bei einigen dieser Fügungen tritt gelegentlich ein Komma auf.
Beispiele: Das wußte er, nämlich daß sein Freund verreist war. (Gelegentlich:) Das war
der Grund für seinen Umzug, nämlich, daß das gesamte Klima ihm nicht behagte.
3. Schwankender Gebrauch des Beistrichs
R 63 Bei einigen Fügungen schwankt der Gebrauch. Wird das vor dem Binde­
wort stehende Umstandswort u.a. [als Rest eines Satzes] betont und her­
vorgehoben, dann sind beide Teile eigenständig; dementsprechend steht ein
Beistrich zwischen ihnen, d.h. vordem eigentlichen Bindewort (vgl. oben 1).
Wird jedoch die Fügung als Einheit verstanden, dann steht nur vor der
Fügung als Ganzem ein Beistrich (vgl. oben 2).
Beispiele: besonders, wenn neben (häufiger): besonders wenn; geschweige denn, daß;
aber: geschweige, daß neben (häufiger): geschweige daß; gleichviel, ob/wenn/wo
neben: gleichviel ob/wenn/wo; im Fall[e] (=in dem Fallfel), daß neben: im Fällte]
daß; insbesondere, wenn neben (häufiger): insbesondere wenn; insofern/insoweit, als
neben: insofern/insoweit als; je nachdem, ob/wie neben: je nachdem ob/wie; kaum,
daß neben: kaum daß; um so eher/mehr/weniger, als neben: um so eher/mehr/weniger
als; vor allem, wenn/weil neben: vor allem wenn/weil u.a.
Beispielsätze: Ich habe ihn nicht gesehen, geschweige, daß ich ihn sprechen konnte.
Neben: Ich glaube nicht einmal, daß er anruft, geschweige daß er vorbeikommt. Ich
werde dies tun, [es ist] gleichviel, ob er darüber böse ist. Neben: Ich werde dir schrei­
ben, gleichviel wo ich auch bin.

F. Der Beistrich in Verbindung mit und an Stelle von anderen Satzzeichen


Gedankenstrich t R 89; Anführungszeichen t R 101; Fragezeichen f R 74,
Merke; runde Klammern t R 105.
G. Der Beistrich bei Unterführungen TR 159.
H. Der Beistrich bei Zahlen t R 230 ff.
31 Zeichensetzung

III. Strichpunkt (Semikolon)


Der Strichpunkt vertritt den Beistrich, wenn dieser zu schwach, den Punkt,
wenn dieser zu stark trennt. Da das Urteil darüber, ob einer dieser Fälle
vorliegt, verschieden sein kann, lassen sich für die Anwendung des Strich­
punktes nicht so strenge Richtlinien geben wie für die anderen Satzzeichen.
1. Hauptsätze
Der Strichpunkt kann an Stelle des Punktes stehen, wenn Hauptsätze R 64
ihrem Inhalt nach eng zusammengehören.
Beispiel: Die Stellung der Werbeabteilung im Organisationsplan ist in den einzelnen
Unternehmen verschieden; sie richtet sich nach den Anforderungen, die an die Werbung
gestellt werden.
2. Satzverbindung
Der Strichpunkt kann statt des Beistrichs zwischen den nebengeordneten R 65
Sätzen einer Satzverbindung stehen, namentlich vor den Bindewörtern
oder Umstandswörtern denn, doch, darum, daher, allein u.a.
Beispiele: Ein goldener Becher gibt lieblichen Schein; doch süßeres Labsal gewähret
der Wein (Bürger). Die Angelegenheit ist erledigt; darum wollen wir nicht länger streiten.
3. Mehrfach zusammengesetzter Satz (Periode)
Der Strichpunkt steht bei mehrfach zusammengesetzten Sätzen. R 66
Beispiel: Im Verlaufe von zehn Jahren war er zweimal krank gewesen; das eine Mal in­
folge eines vom Tender einer Maschine während des Vorbeifahrens herabgefallenen
Stückes Kohle, welches ihn getroffen und mit zerschmettertem Bein in den Bahngraben
geschleudert hatte; das andere Mal einer Weinflasche wegen, die aus dem vorüber­
rasenden Schnellzuge mitten auf seine Brust geflogen war (Gerhart Hauptmann, Bahn­
wärter Thiel).

4. Aufzählungen
Der Strichpunkt ist ein Mittel, um bei Aufzählungen Gruppen gleichartiger R 67
Begriffe kenntlich zu machen.
Beispiel: Dieser fruchtbare Landstrich trägt Roggen, Gerste, Weizen; Kirschen, Pflau­
men, Äpfel; Tabak und Hopfen; ferner die verschiedensten Arten von Nutzhölzern.

IV. Doppelpunkt (Kolon)


(Groß- oder Kleinschreibung nach dem Doppelpunkt t R 113 u. R 128.)
1. Angekündigte wörtliche (direkte) Rede
Der Doppelpunkt steht vor der wörtlichen Rede, wenn diese vorher ange- R 68
kündigt ist.
Beispiel: Friedrich der Große sagte: „Ich bin der erste Diener meines Staates.“

2. Angekündigte Sätze oder Satzteile


Der Doppelpunkt steht vor Sätzen oder Satzteilen, die ausdrücklich an- R 69
gekündigt sind.
Beispiele: Das Sprichwort heißt: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Latein:
befriedigend.

3. Angekündigte Aufzählungen
Der Doppelpunkt steht vor angekündigten Aufzählungen. R 70
Beispiel: Die Namen der Monate sind folgende: Januar, Februar, März usw.
Zeichensetzung 32

Aber: Der Doppelpunkt steht nicht, wenn der Aufzählung d.h., d.i., näm­
lich u.a. vorausgehen. In solchen Fällen steht vor d.h. usw. ein Beistrich
(t R 19). Über wie t R 26, Merke, 2.
Beispiel: Das Jahr hat zwölf Monate, nämlich Januar, Februar, März usw.
4. Zusammenfassende Sätze
R71 Der Doppelpunkt steht zweckmäßig vor Sätzen, die eine Zusammenfas­
sung des Vorangegangenen oder eine Folgerung daraus enthalten.
Beispiele: Haus und Hof, Geld und Gut: alles ist verloren. Er ist umsichtig und ent­
schlossen, zuverlässig und ausdauernd, aufrichtig und mutig: man kann ihm alles an­
vertrauen.
5. Mehrfach zusammengesetzter Satz (Periode)
R 72 Der Doppelpunkt steht vor dem Nachsatz im durchgegliederten mehrfach
zusammengesetzten Satz (Periode).
Beispiel: Wo dir Gottes Sonne zuerst schien; wo dir die Sterne des Himmels zuerst
leuchteten; wo seine Blitze dir zuerst seine Allmacht offenbarten und seine Sturmwinde
dir mit heiligem Schrecken durch die Seele brausten: da ist deine Liebe, da ist dein
Vaterland (E. M. Arndt).

6. Doppelpunkt in Verbindung mit Gedankenstrich t R 91.


7. Gedankenstrich statt Doppelpunkt 1 R 93.

V. Fragezeichen
1. Das Fragezeichen steht
R 73 a) nach einem direkten Fragesatz (auch als Überschrift).
Beispiele: Wo wohnst du? Wie heißt du? „Weshalb darf ich das nicht?“ fragte er.
Woher soll ich wissen, daß er krank ist?
R 74 b) nach einzelnen Fragewörtern, wenn sie allein oder im Satzzusammen­
hang auftreten.
Beispiele: Wie? Warum? Wohin? Auf die Frage wem? steht der dritte, auf die Frage
wen? der vierte Fall.
Merke: Wird ein Fragewort nicht besonders hervorgehoben, dann setzt
man einen Beistrich dahinter. Das Fragezeichen steht dann erst am Satz­
ende.
Beispiele: Wie, du bist umgezogen? Warum, weshalb, wieso?
R 75 c) nach Angaben, denen man keinen Glauben schenkt.
Beispiel: Der Mann behauptete, das Geld gefunden (?) zu haben.
2. Das Fragezeichen steht nicht
R 76 a) nach indirekten Fragesätzen (t R 2).
R 77 b) nach Ausrufen, die die Form einer Frage haben (t R 81).
3. Fragezeichen in Verbindung mit anderen Satzzeichen
Anführungszeichen t R 102; Beistrich t R 74, Merke; Gedankenstrich
t R 90; runde Klammern t R 106.

VI. Ausrufezeichen
I. Das Ausrufezeichen steht
R 78 a) nach Aufforderungssätzen (Wunsch- und Befehlssätzen; vgl. aber R 2
u. R 3).
33 Zeichensetzung

Beispiele: Wäre er doch schon hier! Komm sofort zu mir! Verlassen Sie sofort den
Raum, wenn Sie sich nicht anständig benehmen können!
b) nach Ausrufen [der Gemütsbewegung] (Sätze und einzelne Wörter). R 79
Beispiele: Das ist herrlich! Oh! Schade! Achtung! „Pfui!“ rief er entrüstet aus.
Folgen mehrere Ausrufewörter aufeinander, dann steht das Ausrufezeichen
in der Regel erst hinter dem letzten Ausrufewort.
Beispiel: „Nein, nein!“ rief er.
Liegt aber auf jedem Ausrufewort besonderer Nachdruck, dann steht hinter
jedem Wort ein Ausrufezeichen.
Beispiel: „Na! Na! So passen Sie doch auf!“ tönte es ihm entgegen.
c) nach der Anrede. R 80
Das Ausrufezeichen steht meist nach der Anrede am Briefanfang (vgl.
aber R 16).
Beispiel: Sehr geehrter Herr Schmidt!
Gestern erhielt ich ... 0

d) nach Ausrufen in Form einer Frage. R 81


Nach Ausrufen, die die Form einer Frage haben, wird kein Fragezeichen,
sondern ein Ausrufezeichen gesetzt.
Beispiel: Wie lange ist das her! (Ausruf des Erstaunens.) Aber: Wie lange ist das
her? (Antwort: zwei Jahre.) I

2. Das Ausrufezeichen steht nicht


am Briefschluß hinter hochachtungsvoll, mit herzlichem Gruß oder ähn- R 82
liehen Wendungen. Ferner setzt man kein Ausrufezeichen nach abhängi­
gen Ausrufesätzen (t R 2), nach unbetontem Empfindungswort (t R 17)
und nach Wunsch- und Befehlssätzen, die ohne Nachdruck gesprochen
werden (t R 3).
3. Ausrufezeichen in Verbindung mit anderen Satzzeichen
Anführungszeichen t R 102; Beistrich t R 45, a-. Merke; Gedankenstrich
t R 90; runde Klammern t R 106.

VII. Gedankenstrich

1. Zwischen Sätzen
Der Gedankenstrich zwischen Sätzen bezeichnet den Wechsel der Spre- R 83
chenden, den Übergang zu etwas anderem u.ä.
Beispiele: „Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?“ — „Siehst, Vater, du
den Erlkönig nicht?“ (Goethe). Ihren Wunsch können wir also leider nicht erfüllen. —
Gestern erhielten wir Nachricht von Herrn Schmidt, daß ...

2. Innerhalb eines Satzes


Der Gedankenstrich kann innerhalb eines Satzes zur Bezeichnung einer
längeren Pause stehen, und zwar
a) zwischen Überschriften. R 84
Beispiel: Inhalt: Rechnungsarten — Zinsrechnung — Rechenhilfen — Zahlenspiele­
reien.
b) zwischen Ankündigungs- und Ausführungskommando. R 85
Beispiel: Rumpf vorwärts senken — senkt!

2 Dl, 17. A.
Zeichensetzung 34

R 86 c) zur Vorbereitung auf etwas Unerwartetes und zur Erhöhung der Span­
nung.
Beispiele: Plötzlich — ein vielstimmiger Schreckensruf! Paris — das Herz Frankreichs.
R 87 d) bei Abbruch der Rede, beim Verschweigen eines Gedankenabschlusses
(vgl. aber R 110).
Beispiel: „Schweig, du —!“ schrie er ihn an.

3. Bei eingeschobenen Satzteilen und Sätzen


R 88 Der Gedankenstrich steht vor und nach eingeschobenen Satzteilen und
Sätzen, die den Nachdruck des Gesagten erhöhen sollen (vgl. den folgen­
den Abschnitt 4, a-c).
Beispiel: Wir traten aus dem Walde, und ein wunderbares Bild — die Sonne kam eben
durch die Wolken — breitete sich vor uns aus.
Über den Beistrich bei ein geschobenen Sätzen t R 44; über Klammern
bei eingeschobenen Sätzen t R 104.

4. Gedankenstrich in Verbindung mit anderen Satzzeichen


a) Beistrich
R 89 Der Beistrich steht nach einem eingeschobenen Satzteil oder Satz hinter
dem zweiten Gedankenstrich, wenn er auch ohne den eingeschobenen
Satzteil oder Satz stehen müßte.
Beispiel: Sie wundem sich — schreiben Sie —, daß ich so selten von mir hören lasse.
Beachte: Schließt der eingeschobene Satz mit einem Gliedsatz, einer
nach gestellten genaueren Bestimmung o. ä. (t R 18 ff.), dann wird dieser
am Ende nicht durch Beistrich abgetrennt, weil der Gedankenstrich bereits
die Trennung vom Hauptsatz übernimmt.
Beispiel: Philipp verließ— im Gegensatz zu seinem Vater, der 40 weite Reisen unter­
nommen hatte — Spanien nicht mehr.
b) Ausrufe- und Fragezeichen
R 90 Ausrufe- und Fragezeichen stehen nach einem eingeschobenen Satzteil
öder Satz vor dem zweiten Gedankenstrich.
Beispiele: Ich furchte—hoffentlich mit Unrecht! —, daß du krank bist. Er lehrte uns —
erinnern Sie sich noch? —, unerbittlich gegen uns, nachsichtig gegen andere zu sein.
c) Doppelpunkt
R 91 Der Doppelpunkt steht nach einem eingeschobenen Satz hinter dem
zweiten Gedankenstrich.
Beispiel: Verächtlich rief er ihm zu — er wandte kaum den Kopf dabei —: „Was
willst du hier?“

5. Gedankenstrich an Stelle des Beistrichs und des Doppelpunktes


R 92 a) Der Gedankenstrich kann statt des Beistrichs bei einer besonderen
Betonung des Gegensatzes stehen.
Beispiel: Komme bald — aber mit ihm.
R 93 b) Der Gedankenstrich kann an Stelle des Doppelpunktes stehen, wenn
dieser zu schwach erscheint.
Beispiel: Haus und Hof, Geld und Gut — alles ist verloren.

6. Auslassungspunkte an Stelle des Gedankenstrichs t R 110.


35 Zeichensetzung

VIII. Anführungszeichen
Die Zeichen *’ werden in der Handschrift und bei der Schreib- R 94
maschine verwendet. Im deutschen Schriftsatz erscheinen oder »«, in
sprachwissenschaftlichen Arbeiten (Wörterbüchern) außerdem Die
Strichzeichen werden umgangssprachlich „Gänsefüßchen“ genannt. Vgl.
auch S. 85, 8, a.
1. Wörtliche (direkte) Rede
Anführungszeichen stehen vor und hinter einer wörtlichen Rede. Sie stehen R 95
auch bei wörtlich wieder gegebenen Gedanken.
Beispiele: Friedrich der Große sagte: „Ich bin der erste Diener meines Staates.“ „Wenn
nur schon alles vorüber wäre“, dachte Karl.
Wird eine angeführte wörtliche Rede unterbrochen, so werden ihre beiden
Teile in Anführungszeichen gesetzt.
Beispiel: „Wir wollen endlich gehen“, drängte Stephan. „Hier ist jede weitere Dis­
kussion zwecklos.“
2. Anführung von Textstellen
Anführungszeichen stehen bei wörtlicher Anführung einer Textstelle aus R 96
Büchern, Schriftstücken, Briefen u.a., und zwar am Anfang und am
Ende des Zitats.
Beispiel: In seinem umfangreichen Bericht führte er u.a. aus: „Die wirtschaftlichen
Verhältnisse haben sich in den letzten Jahren so verbessert, daß es glücklicherweise keine
Arbeitslosen mehr gibt.“
Wird ein Zitat unterbrochen, so werden die einzelnen Zitatteile in An­
führungszeichen gesetzt.
Beispiel: „Es ist schön“, schrieb er in seinem letzten Brief, „daß wir uns bald Wieder­
sehen.“
3. Anführung von einzelnen Wörtern, Aussprüchen, Titeln u.ä.
a) Anführungszeichen stehen, wenn einzelne Wortteile, Wörter oder kurze R 97
Aussprüche sowie Titel von Büchern, Gedichten, Zeitungen u.ä. hervor­
gehoben werden sollen.
Beispiele: fälisch, gebildet in Anlehnung an Westfalen“. Der Begriff „Existentialis­
mus“ wird heute vielfältig verwendet. „Eile mit Weile!“ ist ein altes Sprichwort. Mit
den Worten „Mehr sein als scheinen“ hat Schlieffen Moltke charakterisiert. „Laßt uns
nicht grübeln!“, so tönt es immer wieder an unser Ohr. (Ironische Hervorhebung:) Dieser
„treue Freund“ verriet ihn als erster.
Das zu einem Titel von Büchern, Gedichten, Zeitungen u.ä. gehörende
Geschlechtswort wird in die Anführungszeichen einbezogen, wenn es im
Werfall steht. Es kann einbezogen oder ausgeschlossen werden, wenn der
Wenfall wie der Werfall lautet. Es steht außerhalb der Anführungszei­
chen, wenn es sich durch die Beugung vom Werfall unterscheidet.
Beispiele: „Das Lied von der Glocke“ wurde im Jahre 1800 gedichtet. Sie lasen „Das
Lied von der Glocke“. Oder: Sie lasen das „Lied von der Glocke“. Sie entnahmen
diesen Gedanken dem „Lied von der Glocke“.
b) Die Anführungszeichen können wegbleiben, wenn es sich um die ein- R 98
deutige Angabe eines Buchtitels, einer Gedichtüberschrift u. dgl. handelt.
Beispiel: Die erste Aufführung von Schillers Teil fand in Weimar statt.
c) Ohne Anführungszeichen können auch hervorzuhebende Wörter, Sil- R 99
ben und Buchstaben stehen, besonders im Druck, wenn sie durch Sper­
rung oder durch eine andere Schriftart gekennzeichnet werden.
Beispiel: Nach dem Verhältniswort längs kann der Wesfall oder der Wemfall stehen.

2
Zeichensetzung 36

4. Halbe Anführungszeichen
R 100 Wenn in einen mit Anführungszeichen versehenen Satz eine wörtliche
Rede oder eine andere Anführung eingeschoben wird, so erhält diese halbe
Anführungszeichen.
Beispiele: Goethe schrieb: „Wielands ,Oberon1 wird als ein Meisterstück angesehen
werden.“ „Das war ein Satz aus Eichendorffs .Ahnung und Gegenwart1“, sagte er.

5. Stellung der Satzzeichen beim Zusammentreffen mit Anführungszeichen


R 101 a) Der Beistrich steht immer nach dem schließenden Anführungszeichen.
Beispiele: „Das ist vielleicht möglich“, sagteer. „Morgen früh“, sagte Hans, „komme
ich zurück.“ Als er mich fragte: „Weshalb darf ich das nicht?“, war ich sehr verlegen.
In einem Bericht heißt es: „Schopenhauers Hauptwerk .Die Welt als Wille und Vor­
stellung1, das 1817 erschien, fand zunächst keine Beachtung.“
R 102 b) Punkt, Frage-und Ausrufezeichen stehen vor dem Schlußzeichen, wenn
sie zur wörtlichen Rede oder zur Anführung gehören. In allen anderen
Fällen stehen sie nach dem Schlußzeichen.
Punkt: Er erwiderte: „Jeder hat sein eigenes Urteil.“ Aber: Wir lasen Goethes „Braut
von Korinth“ und Schillers „Kraniche des Ibykus“.
Fragezeichen: „Wie geht es dir?“ redete er ihn an. Sie fragte: „Weshalb darf ich das
nicht?“ und fing an zu weinen. Aber: Wer kennt das Gedicht „Der Erlkönig“? Kennst
du den Roman „Quo vadis?“?
Ausrufezeichen: „Verlaß mich nicht!“ rief sie aus. „Niemals, niemals!“ ertönte es von
ihren Lippen. Immer kommt er mit seinem „Ich kann nicht!“ Aber: Zitiere doch nicht
immer das gleiche Wort aus Schillers „Teil“! Laß doch dieses ewige „Ich will nicht!“!

IX. Klammern

A. Runde Klammern
1. Erklärende Zusätze
R 103 In runden Klammern stehen erklärende Zusätze.
Beispiele: Frankenthal (Pfalz); Beil (Werkzeug); Grille (Insekt) — Grille (Laune). Als
Hauptwerk Matthias Grünewalds gelten die Gemälde des Isenheimer Hochaltars (voll­
endet 1511 oder 1515).
In Nachschlagewerken und Wörterbüchern werden für die Einschließung
von erklärenden Zusätzen u.ä. oft auch eckige Klammern verwendet.
2. Schaltsätze
R 104 Bei Schaltsätzen, die ohne Nachdruck gesprochen werden, können an die
Stelle von Beistrichen (t R 44) oder Gedankenstrichen (t R 88) runde
Klammern treten.
Beispiel: Er verachtete (es sei zu seiner Ehre gesagt) jede Ausrede.

3. Runde Klammern in Verbindung mit anderen Satzzeichen


R 105 a) Nach der zweiten runden Klammer steht jedes Satzzeichen, das auch
ohne den eingeklammerten Zusatz stehen müßte.
Beispiele: Sie wohnen in Ilsenburg (Harz). Sie wundern sich (so schreiben Sie), daß
ich so selten von mir hören lasse. Lebt er in Cambridge (USA) oder in Cambridge
(England)? Er sagte (es war kaum zu hören): „Ich komme wieder.“
R 106 b) Vor der zweiten runden Klammer stehen Ausrufe- und Fragezeichen,
wenn sie der eingeklammerte Zusatz verlangt.
37 Zeichensetzung

Der Punkt steht nur dann vor der zweiten runden Klammer, wenn ein
eingeklammerter Satz dem vorhergehenden Satz beigefügt ist.
Beispiele: Er kommt (glaube es mir!) noch heute nach Hause. Dies war (weißt du es
noch?) seine größte Leidenschaft. Dies ist das wichtigste Ergebnis meiner Ausführungen.
(Die Belege für meine Beweisführung finden sich auf Seite 25 dieses Buches.) Aber (wenn
der eingeklammerte Satz Schaltsatz ist): Er verachtete (es sei zu seiner Ehre gesagt) jede
Ausrede.
4. Besondere Verwendung der runden Klammern
Zur Klammer hinter Kleinbuchstaben in Gliederungen t R 10a.

B. Eckige Klammern
1. Erläuterungen
Eckige Klammern setzt man, wenn die Erläuterungen zu einem bereits R 107
eingeklammerten Zusatz gehören.
Beispiel: Mit dem Wort Bankrott (vom italienischen bancarotta [zusammengebrochene
Bankl) bezeichnet man die Zahlungsunfähigkeit.
2. Eigene Zusätze
Ebenso verwendet man eckige Klammern, um in Anführungen eigene R 108
Zusätze oder bei Abschriften von Texten eigene Ergänzungen nicht les­
barer oder zerstörter Stellen kenntlich zu machen.
Beispiel: Er schrieb: „Als ich die Alpen zum erstenmal von oben sah [er war auf dem
Fluge von München nach Rom], war ich von der-Größe des Anblicks tiefbewegt.“
3. Auslassung von Buchstaben oder Wortteilen
Die eckigen Klammern deuten an, daß Buchstaben oder Wortteile weg- R 109
gelassen werden können.
Beispiele: Entwick[e]lung, schleifte]!, acht[und]einhalb.

X. Auslassungspunkte
Um den Abbruch einer Rede, das Verschweigen eines Gedankenabschlus- R 110
ses zu bezeichnen, verwendet man statt des Gedankenstriches (t R 87)
besser drei Auslassungspunkte. Dies geschieht vor allem dann, wenn in
demselben Satz bereits der Gedankenstrich verwendet worden ist. Auch
am Schluß eines Satzes stehen nur drei Punkte.
Beispiele: Der Horcher an der Wand... Er gab den Takt an: „Eins-zwei, eins-zwei ...“
Merke: Ein Abkürzungspunkt darf jedoch nicht in die Auslassungs­
punkte einbezogen werden.
Beispiel: In Hofheim a.Ts. ...
Die Auslassungspunkte stehen ferner bei Zitaten, um die Weglassung von
Wörtern oder Sätzen zu bezeichnen, die in einem bestimmten Zusammen­
hang als unwesentlich für den Leser betrachtet werden.
Beispiel: Ohne Auslassungszeichen: „Ich gehe“, sagte er mit Entschiedenheit. Er nahm
seinen Mantel und ging hinaus. Mit Auslassungszeichen: „Ich gehe“, sagte er ... und ging
hinaus.
Zur Rechtschreibung

Es ist das Ziel des Dudens, eine einheitliche Schreibung zu erreichen. Aus
diesem Grunde mußten in schwankenden, landschaftlich oder persönlich
uneinheitlich gehandhabten Fällen Entscheidungen getroffen werden, die
als Vorschläge zu werten sind. Sie sollen denjenigen Benutzern dienen, die
eine klare Entscheidung suchen. Persönlicher Schreibung, etwa im An­
schluß an die Umgangssprache oder an die Mundart, soll damit durchaus
Raum gelassen werden. Dies gilt vor allem für den Künstler.

I. Groß- und Kleinschreibung


R 111 Die Schwierigkeiten der deutschen Groß- und Kleinschreibung bestehen
für andere Sprachen nicht in gleichem Maße, weil diese alle Wörter mit
Ausnahme der Namen und des Satzanfanges klein schreiben. Die deutsche
Rechtschreibung erfordert die nachstehenden umfangreichen Richtlinien,
die trotz ihrer Ausführlichkeit nicht alle auftretenden Fälle der Groß-
und Kleinschreibung einschließen können. In Zweifelsfällen, die hier nicht
behandelt werden, schreibe man mit kleinen Anfangsbuchstaben.

A. Großschreibung
1. Satzanfänge
R 112 Groß schreibt man das erste Wort eines Satzganzen (vgl. aber R 125
u. R 126). Das gilt auch für Abkürzungen (t S. 84, 5).
Beispiele: Wer den Charakter eines Volkes ergründen will, kann verschiedene Wege
einschlagen. Er kann seine Geschichte durchforschen, sich in seine Kunst vertiefen oder
seine Statistiken untersuchen. Überall drückt sich der Volkscharakter aus. Er findet
seinen Niederschlag auch in der Sprache eines Volkes. De Gaulle hat sich mit Konrad
Adenauer getroffen. Von Gruber erschien zuerst (vgl. aber R 126). Vgl. § 5 der Satzung.
Merke: Der Brauch, alle Verszeilen mit großem Anfangsbuchstaben zu
schreiben, ist veraltet.
2. Nach Doppelpunkt und bei Anführungszeichen
R 113 a) Groß schreibt man nach einem Doppelpunkt das erste Wort einer
wörtlichen Rede oder eines selbständigen Satzes. (Kleinschreibung
nach Doppelpunkt t R 128.)
Beispiele: Er rief mir zu: ,,Der Versuch ist gelungen.“ Gebrauchsanweisung: Man
nehme alle 2 Stunden eine Tablette.
R 114 b) Groß schreibt man das erste Wort eines angeführten selbständigen
Satzes, eines [angeführten] Buch- oder Zeitschriftentitels, einer Gedicht­
überschrift u. dgl. (t R 224).
Beispiele: Sie hatten sich dahin geeinigt, „Tue recht und scheue niemand!“ als Sinn­
spruch zu wählen. Großen Beifall fanden „Die Kraniche des Ibykus“, das bekannte
Gedicht Schillers. Der Aufsatz stand in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift.
Jean Anouilh: Beckett oder Die Ehre Gottes.
3. Hauptwörter
R 115 Groß schreibt man alle wirklichen Hauptwörter.
Beispiele: Himmel, Erde, Kindheit, Verständnis, Verwandtschaft, Reichtum, Verant­
wortung, Fremdling.
39 Zur Rechtschreibung

4. Hauptwörtlich gebrauchte Wörter anderer Wortarten


Groß schreibt man Wörter aller Art, wenn sie als Hauptwörter gebraucht
werden.
a) Eigenschafts- und Mittelwörter R 116
Beispiele: das Gute, der Abgeordnete, das Nachstehende, das Schaurig-Schöne, Gutes
und Böses, Altes und Neues, Ähnliches und Verschiedenes ( = Dinge verschiedener Art);
er war auf das Äußerste gefaßt, aber (t R 134): er erschrak aufs äußerste; es fehlt ihm
am Besten, aber (T R 134): sie liest am besten; alles in ihrer Macht Stehende; das in
Kraft Getretene; das dem Schüler Bekannte; Stoffe in Blau und Gelb; er ist bei Rot
über die Kreuzung gefahren.
Groß schreibt man Eigenschafts- und Mittelwörter vor allem dann, wenn
sie mit allerlei, alles, etwas, genug, nichts, viel, wenig und ähnlichen Wör­
tern in Verbindung stehen.
Beispiele: allerlei Schönes, alles Gewollte, etwas Wichtiges, etwas derart Banales, nichts
Besonderes, wenig Angenehmes.
b) Fürwörter R 117
Beispiele: jedem das Seine, die Deinigen, das traute Du, das steife Sie, ein gewisser
Jemand: aber (T R 135): der nämliche, der andere usw.
c) Zahlwörter R 118
Beispiele: die Acht, ein Dritter (ein Unbeteiligter), die verhängnisvolle Dreizehn, ein
Achtel, der Erste (dem Range, der Tüchtigkeit nach), ein Zweites bleibt zu erwähnen;
aber (t R 135): der erste (der Reihe nach).
d) Umstands-, Verhältnis-, Binde- und Empfindungswörter R 119
Beispiele: das Ja und Nein, das Drum und Dran, das Auf und Nieder, das Wenn
und Aber, das Entweder-Oder, das Als-ob, das Weh und Ach, das Bimbam.
e) Grundformen von Zeitwörtern R 120
Hauptwörtlich gebrauchte Grundformen erkennt man daran, daß sie ein
Geschlechtswort, ein Verhältniswort oder eine nähere Bestimmung (Bei­
fügung im Wesfall o.ä.) bei sich haben.
Beispiele: das Ringen, das Lesen, das Schreiben, [das] Verlegen von Rohren, [durch]
Anwärmen und Schmieden einer Spitze, im Sitzen und Liegen, das Zustandekommen,
zum Verwechseln ähnlich, das Sichausweinen, beim (landsch.: am) Kuchenbacken sein,
für Hobeln und Einsetzen [der Türen], das In-den-Tag-hinein-Leben, das Für-sich-haben-
Wollen. (Zum Bindestrich t R 156.)
Bei Grundformen ohne Geschlechtswort, ohne Verhältniswort und ohne
nähere Bestimmung ist es oft zweifelhaft, ob es sich um ein Zeitwort
oder um ein Hauptwort handelt. In diesen Fällen sind Groß- und Klein­
schreibung gerechtfertigt.
Beispiele: .... weil Geben (geben) seliger denn Nehmen (nehmen) ist. Er übte mit den
Kindern kopfrechnen (Kopfrechnen). Fritz lernt gehen (Gehen). Sie hörte singen (Singen).

5. Anredefürwörter
a) Groß schreibt man das Anredefürwort in Briefen, feierlichen Aufrufen R 121
und Erlassen, Grabinschriften, Widmungen, Mitteilungen des Lehrers an
einen Schüler unter Schularbeiten, auf Fragebogen, bei schriftlichen Prü­
fungsaufgaben usw.
Beispiele: Liebes Kind! Ich habe mir Deinetwegen viel Sorgen gemacht und war glück­
lich, als ich in Deinem ersten Brief las, daß Du gut in Deinem Ferienort eingetroffen bist.
Hast Du Dich schon gut erholt? Liebe Eltern! Ich danke Euch für das Päckchen, das
Ihr mir geschickt habt. Dieses Buch sei Dir als Dank für treue Freundschaft gewidmet.
Mitteilung des Lehrers unter einem Aufsatz: Du hast auf Deine Arbeit viel Mühe ver­
wendet.
Zur Rechtschreibung 40

Bei der Wiedergabe von Ansprachen, in Prospekten, Lehrbüchern u.ä.


wird jedoch klein geschrieben.
Beispiele: Liebe Freunde! Ich habe euch zusammengerufen ... Lies die Sätze langsam
vor. Wo machst du eine Pause?
R 122 b) Groß schreibt man immer die Höflichkeitsanrede Sie und das ent­
sprechende besitzanzeigende Fürwort Ihr, gleichviel ob die Anrede einer
odet mehreren Personen gilt. Das rückbezügliche Fürwort sich wird immer
klein geschrieben.
Beispiele: Haben Sie alles besorgen können? Er fragte sofort: „Kann ich Ihnen be­
hilflich sein?“ Wie geht es Ihren Kindern? Haben Sie sich gut erholt?
Hierzu gehören auch Höflichkeitsanreden und Titel wie:
Eure Exzellenz, Seine Heiligkeit (der Papst), Ihre Königliche Hoheit.
Veraltet ist die Anrede in der 3. Person Einzahl.
Beispiele: Schweig’Er! Höre Sie!
Mundartlich lebt hier und da noch die Anrede Ihr gegenüber einer älteren
Person.
Beispiele: Kommt Ihr auch, Großvater? Kann ich Euch helfen, Hofbauer?

6. Einzelbuchstaben
R 123 Groß schreibt man im allgemeinen hauptwörtlich gebrauchte Einzelbuch­
staben.
Beispiele: Das A und O; ein X für ein U vormachen.
Meint man aber den Kleinbuchstaben, wie er im Schriftbild vorkommt,
dann schreibt man klein.
Beispiele: der Punkt auf dem i, das n in Land, das Dehnungs-h (aber: das Zungen-R),
das Fugen-s (aber: der S-Laut).

7. Über die Großschreibung der Eigenschafts-, Mittel-, Verhältnis- und Zahl­


wörter als Teile von Namen und Titeln
vgl. Familien- und Personennamen (f R 179); erdkundliche Namen
(t R 198); Straßennamen (t R 218); Titel und sonstige Namen (t R 224).
8. Über die Groß- und Kleinschreibung von Abkürzungen, die als erster
Bestandteil einer Zusammensetzung verwendet werden,
t R 137.
B. Kleinschreibung
R 124 Grundregel: Klein werden mit Ausnahme der Hauptwörter die Wörter
aller Wortarten geschrieben, soweit sie nicht unter die in Abschnitt A
behandelten Richtlinien fallen.
Im einzelnen sind jedoch nachstehende Richtlinien besonders zu beachten.

1. Satzanfänge
R 125 a) Klein schreibt man, wenn am Satzanfang ein Auslassungszeichen steht
(1 R 238).
Beispiele: ’s ist unglaublich! ’ne Menge Geld ist das!
R 126 b) Klein schreibt man zu Beginn eines Satzes das den Adel bezeichnende
abgekürzte Verhältniswort von (v.), um Mißverständnisse zu vermeiden.
Beispiel: v. Gruber erschien zuerst. Aber nicht: V. Gruber erschien zuerst (könnte
verwechselt werden mit: Viktor, Volkmarusw. Gruber erschien zuerst). Jedoch (tR 112):
Von Gruber erschien zuerst.
41 Zur Rechtschreibung

2. Nach Frage- und Ausrufezeichen


Nach Frage- und Ausrufezeichen wird klein geschrieben, wenn diese in- R 127
nerhalb des Satzganzen stehen.
Beispiele: „Wohin des Wegs?“ erschallt des Wächters Ruf. „Gott grüß’ dich!“ rief
er ihm zu.

3. Nach Doppelpunkt
Klein schreibt man nach einem Doppelpunkt, der vor einer angekündig- R 128
ten Aufzählung, einem angekündigten Satzstück oder vor einer Zusam­
menfassung oder Folgerung steht.
Beispiele: Er hat im Kriege alles verloren: seine Frau und seine Kinder, sein Haus
und seine ganze Habe. Die Kinder mußten schreiben: des großen Mannes. Rechnen:
sehr gut. 1000 DM, in Worten: eintausend DM. Das Haus, die Wirtschaftsgebäude,
die Scheune und die Stallungen: alles war den Flammen zum Opfer gefallen.

4. Nicht hauptwörtlich gebrauchte Hauptwörter


Hauptwörter werden klein geschrieben, wenn sie wie Wörter einer ande­
ren Wortart verwendet werden,
a) als Umstandswörter R 129
Beispiele: anfangs, rings, teils, spornstreichs, flugs, mitten, morgens, abends, sonntags,
dienstags.
b) als Verhältniswörter R 130
Beispiele: dank, kraft, laut, statt, trotz, angesichts, wegen, behufs, betreffs.
c) als unbestimmte Für- und Zahlwörter R 131
Beispiele: ein bißchen (=ein wenig) Brot, aber: ein kleiner Bissen Brot; ein paar
(= einige) Schuhe, aber: ein Paar (= zwei zusammengehörende) Schuhe.
d) in stehenden Verbindungen mit Zeitwörtern, in denen das Hauptwort, R 132
meist in verblaßter Bedeutung gebraucht, nicht mehr als solches empfun­
den wird.
Beispiele: schuld sein, feind sein, willens sein;-mir ist angst ( = mir ist bange), aber:
ich habe keine Angst; das ist schade (= bedauerlich), aber: das ist sein eigener Schaden;
recht bekommen, aber: sein Recht bekommen.
Beachte: Klein schreibt man bangte], gram, leid, weh in festen Verbin­
dungen mit Zeitwörtern. In diesen Fällen handelt es sich nicht um die
hauptwörtlich gebrauchten Wörter die Ban ge, der Gram, das Leid, das Weh,
sondern um alte Eigenschaftswörter oder Umstandswörter, die im heuti­
gen Sprachgebrauch jedoch gewöhnlich nicht mehr als solche verstanden
werden.
Beispiele: Er macht ihm bange. Aber: Er hat keine Bange. Er ist mir gram.
Aber: Sein Gram war groß. Es tut ihm leid. Aber: Ihm soll kein Leid geschehen. Es
ist mir weh ums Herz. Aber: Es ist sein ständiges Weh und Ach.
Über die unterschiedliche Schreibung von Hauptwörtern in stehenden Ver­
bindungen mit Zeitwörtern, in Beispielen wie Auto fahren, radfahren u.a.,
t R 140.
5. Eigenschafts-, Mittel- und Umstandswörter
Eigenschafts-, Mittel- und Umstandswörter werden auch dann klein ge­
schrieben,
a) wenn sie in unveränderlichen Wortpaaren oder in festen Verbindun- R 133
gen [mit Zeitwörtern] stehen.
Beispiele: alt und jung, groß und klein, arm und reich, durch dick und dünn, über
kurz oder lang, im großen und ganzen; den kürzeren ziehen, im reinen sein, auf dem
laufenden bleiben, ins reine bringen; von klein auf.
Zur Rechtschreibung 42

Merke: In einzelnen Fällen schreibt man jedoch noch groß, weil die
hauptwörtliche Vorstellung überwiegt.
Beispiele: ins Schwarze treffen, bis ins Aschgraue, ins Lächerliche ziehen.
R 134 b) wenn [ihnen ein Geschlechtswort oder Fürwort vorangeht und] sie für
ein Eigenschafts-, Mittel- oder Umstandswort ohne Geschlechtswort oder
Fürwort stehen.
Beispiele: des weiteren (= weiterhin), am besten (= sehr gut), aufs neue ( = wiederum),
im allgemeinen (= ganz allgemein), in folgendem od. im folgenden (= weiter unten), im
voraus (= vorher), um ein beträchtliches (=sehr), von neuem ( = wiederum), von fern
(= fernher). Es ist das gegebene (= gegeben). Es ist das beste (= am besten, sehr gut),
wenn du dich entschuldigst. Es ist das richtige (= richtig). Aber (t R 116): Es fehlt
ihm am Besten (= an der besten Sache).
c) Ein Eigenschaftswort oder Mittelwort mit vorangehendem Geschlechts­
wort u.ä. wird immer klein geschrieben, wenn es sich auf ein voran­
gehendes oder nachstehendes Hauptwort bezieht, mit dem mehr als eine
Person oder Sache bezeichnet wird.
Beispiele: Er hatte alle Kinder gern. Besonders aber liebte er die fröhlichen und die
fleißigen. Er war der aufmerksamste und klügste meiner Zuhörer. Sie ist die schönste aller
Frauen, die schönste der Schönen. Er kauft nur das billigste vom Billigen. Vier Enkel,
deren jüngster... Aber: Er war ihr Bruder. Sie hat den früh Verstorbenen sehr geliebt.
6. Für- und Zahlwörter
R 135 Für- und Zahlwörter sowie fürwörtlich gebrauchte Eigenschafts- und Mit­
telwörter werden auch in Verbindung mit einem Geschlechtswort oder
einem Fürwort klein geschrieben (vgl. aber R 117, R 118 u. R 121 f.).
Beispiele: du, ihr (vgl. aber R 121 f.), man, jemand, niemand, derselbe, einer, keiner,
jeder, zwei, beide; der einzelne, der nämliche, ein jeder, die beiden, die ersten drei, ein
achtel Liter, der eine, der andere, die übrigen, jeder beliebige, der erste beste, der fol­
gende (der Reihe nach), alle folgenden (= andern), folgendes (= dieses), um ein großes
(= viel), das meiste, das mindeste, das wenigste, wir zwei, wir beide. Sie beide. Herzliche
Grüße von uns beiden, von uns dreien. Er tut alles mögliche (=viel, allerlei). Aber
(t R 116): Er bedenkt alles Mögliche (= alle Möglichkeiten).
Merke: Im Gegensatz zu der Schreibung von Eigenschafts- und Mittel­
wörtern (t R 116) werden Für- und Zahlwörter auch dann klein geschrie­
ben, wenn sie mit allerlei, alles, etwas, genug, nichts, viel, wenig und ähn­
lichen Wörtern in Verbindung stehen.
Beispiele: allerlei anderes, etwas anderes, alle übrigen, alle drei, alle beide.
7. Bloße Anführung oder Nennung von Wörtern
R 136 Wird ein nichthauptwörtliches Wort nur angeführt, dann wird es auch
in Verbindung mit dem Geschlechtswort klein geschrieben.
Beispiele: Es ist umstritten, ob „trotzdem“ unterordnend gebraucht werden darf. Er
hat das „und“ in diesem Satz übersehen. Er liebt die daß-Sätze.
8. Abkürzungen und Zeichen in Zusammensetzungen
R 137 Die Groß- oder Kleinschreibung von Abkürzungen und Zeichen bleibt
auch dann erhalten, wenn sie als erster Bestandteil von Zusammensetzun­
gen oder in Ableitungen verwendet werden (t R 150).
Beispiele: Tbc-krank, US-amerikanisch, km-Zahl, das n-Eck, das n-fache.

II. Zusammen- und Getrenntschreibung


R 138 Bei der Zusammen- und Getrenntschreibung handelt es sich um einen
ständigen Entwicklungsvorgang. Es ist deshalb nicht möglich, feste Richt­
linien aufzustellen. Die nachstehenden Beispiele geben den derzeitigen Ent­
wicklungsstand wieder. In Zweifelsfällen schreibe man getrennt.
43 Zur Rechtschreibung

Merke: In der Regel zeigt Starkton des ersten Gliedes Zusammenschrei-


bung, Starkton bei beiden Wörtern Getrenntschreibung an.

1. Zusammen schreibt man, wenn ein neuer Begriff entsteht


Zusammen schreibt man, wenn durch die Verbindung zweier Wörter R 139
ein neuer Begriff entsteht, den die bloße Nebeneinanderstellung nicht aus­
drückt. (Nur das erste Glied der Zusammensetzung trägt Starkton.)
Getrennt schreibt man, wenn zwei zusammengehörige Wörter noch ihren
ursprünglichen Sinn bewahrt haben. (Beide Wörter tragen Starkton.)
Dies gilt vor allem für Verbindungen mit einem Zeitwort als zweitem
Glied.
Beispiele:
Zusammen Schreibung Getrenntschreibung
Wenn du nicht fleißiger bist, wirst du Sitzen­ Du sollst auf dieser Bank sitzen
bleiben (d.h. nicht versetzt werden). bleiben.
Du sollst dich nicht gehenlassen (d.h. nicht Du sollst ihn um fünf Uhr gehen
nachlässig sein). lassen.
Er wird dich bei diesem Fest freihalten Er wird seine Rede frei halten.
(d.h. für dich bezahlen).
Er wird dir diese Summe gutschreiben Dieser Schüler kann gut schreiben.
(d.h. anrechnen).
Man sah ihn daherkommen. Es wird daher kQmmen, daß ...
Wie die Tage dahinfliegen! Es ist sicher, daß er dahin fliegen
wird.
Merke: Es gibt aber auch Verbindungen [von Eigenschaftswort und Zeit­
wort sowie von Zeitwort und Zeitwort], die man zusammenschreibt, ob­
wohl kein neuer Begriff entsteht. Vgl. im einzelnen das Wörterverzeichnis.
Beispiele: sauberhalten, totschießen, kennenlernen, Spazierengehen.

2. Zusammen schreibt man, wenn das Hauptwort verblaßt


Gerade bei den Verbindungen mit einem Hauptwort zeigt sich, wie wenig
es der Entwicklungsvorgang gestattet, einheitliche Richtlinien aufzustel­
len. Je nach dem Grad der Verblassung des Hauptwortes stehen Getrennt-
und Zusammenschreibung sowie Groß- und Kleinschreibung nebenein­
ander.
a) Hauptwort + Zeitwort
Zusammen schreibt man, wenn die Vorstellung der Tätigkeit vorherrscht R 140
und die des Hauptwortes verblaßt ist. (Das Hauptwort ist zum „Vorwort“
des Zeitwortes geworden.)
Getrennt schreibt man, wenn die Vorstellung des mit dem Hauptwort
bezeichneten Dinges noch voll vorhanden ist. (Hauptwort und Zeitwort
haben noch eigenen Satzgliedwert.)
Beispiele:
Zusammen Schreibung Getrenntschreibung
wetterleuchten.es wetterleuchtet, es hat gewetter- Rat holen, Gefahr laufen, Sorge tra­
leuchtet; hohnlachen, er hohnlacht (auch: er gen, Posten stehen, Auto fahren,
lacht hohn), er hat hohngelacht: kopfstehen, er Schi laufen, Seil ziehen, Klavier
hat kopfgestanden, er steht köpf; radfahren, er spielen, Karten spielen.
ist radgefahren, aber: er fährt Rad; kegelschie-
ben, aber: er schiebt Kegel, er hat Kegel ge­
schoben.
Merke: Der Entwicklungsvorgang bringt es mit sich, daß Getrennt- und
Zusammenschreibung nebeneinander stehen können.
Beispiel: Dank sagen oder danksagen.
Zur Rechtschreibung 44

b) Verhältniswort + Hauptwort
R 141 Zusammen schreibt man, wenn das verblaßte Hauptwort mit dem vor­
angestellten Verhältniswort ein neues Verhältniswort oder ein Umstands­
wort bildet.
Getrennt schreibt man, wenn die ursprüngliche Bedeutung beider Wör­
ter erhalten ist.
Beispiele:
Zusammenschreibung Getrenntschreibung
zuzeiten (bisweilen), infolge, inmitten, dortzu­ zu Zeiten [Karls d. Gr.], unter Be­
lande, vorderhand, zugunsten, außerstande [sein], zug auf, zu Händen, in Frage, aber
imstande [seip], instand [halten, setzen], zustande bereits mit Kleinschreibung: in be­
[bringen, kommen], beiseite [legen], vonnöten zug auf, in betreff.
[sein], vonstatten [gehen], zugrunde [gehen], zu­
paß od. zupasse [kommen], zuschulden [kommen
lassen].
Merke: Auch hier stehen in einigen Fällen Getrennt- und Zusammen­
schreibung auf Grund des Entwicklungsvorganges nebeneinander.
Beispiele: an Stelle oder anstelle, an Hand oder anhand, auf Grund oder aufgrund.

3. Zusammen schreibt man, wenn eine Verbindung eigenschaftswörtlich ge­


braucht wird
a) Mittelwort als zweiter Bestandteil
R 142 Zusammen schreibt man, wenn die Verbindung in eigenschaftswört­
licher Bedeutung gebraucht wird. (Nur das erste Glied trägt Starkton, weil
es als Glied einer Zusammensetzung das Grundwort näher bestimmt.)
Getrennt schreibt man, wenn die Vorstellung der Tätigkeit vorherrscht.
(Beide Wörter tragen Starkton, weil sie eigenen Satzgliedwert haben.)
Als erster Bestandteil treten vor allem Hauptwörter, Eigenschaftswörter
und Umstandswörter auf.
Beispiele: Die laubtragenden Bäume erfreuten mich. (Was für Bäume erfreuten mich?)
Aber: Es gibt viele noch Laub tragende Bäume. (Was tun die Bäume noch?) Die
reich geschmückten Häuser ... (Wie sind die Häuser?) Aber: die reich geschmückten
Häuser...; die Häuser sind reich geschmückt. (Was geschah mit den Häusern?) Die
oben erwähnte Auffassung... (Was geschah mit der Auffassung?) Aber: Die oben­
erwähnte Auffassung... (Was für eine Auffassung?)
Zu besonderen Fällen vgl. S. 45, Merke.

b) Eigenschaftswort als zweiter Bestandteil


R 143 Z usammen schreibt man, wenn die Verbindung in eigenschaftswört­
licher Bedeutung gebraucht wird. (Nur das erste Glied trägt Starkton,
weil es als Glied einer Zusammensetzung das Grundwort näher bestimmt.)
Vgl. aber R 158.
Getrennt schreibt man, wenn beide Wörter ihren ursprünglichen Sinn
bewahren, also noch eigenen Satzgliedwert besitzen. (Jedes Wort trägt
Starkton.) Vgl. aber R 158.
Als erster Bestandteil treten vor allem Eigenschaftswörter, Mittelwörter
und Hauptwörter auf.
Beispiele: eine leichtverdauliche Speise, (aber „leicht“ als selbständige Beifügung zu
„verdaulich“:) eine leicht verdauliche Speise; die Speise ist leicht verdaulich. Entspre­
chend: eine schwerverständliche Sprache, aber: eine schwer verständliche Sprache: die
Sprache ist schwer verständlich; kochendheißes Wasser, aber: kQchend heißes Wasser;
das Wasser ist kQchend heiß.
45 Zur Rechtschreibung

Merke (zu R 142 und R 143):


1. Die unter a und b genannten Zusammensetzungen werden immer ge­
trennt geschrieben, wenn eine nähere Bestimmung hinzutritt.
Beispiele: dieser auffallend h$ll leuchtende Stern; eine besonders schwer verständliche
Sprache; die bereits oben erwähnte Auffassung; heftiges Grauen erregend; die von den
Einwohnern reich geschmeckten Häuser; die in Deutschland w'|ld lebenden Tiere.
2. Die unter a und b genannten Zusammensetzungen werden immer zu­
sammengeschrieben, wenn der erste Bestandteil den zweiten steigert oder
wenn die Zusammensetzung eine Eigenschaft bezeichnet, die vielen Dingen
in gleicher Weise eigen ist, d.h., wenn sie klassenbildend gebraucht wird.
Beispiele: ein hochbetagter Mann - der Mann ist hochbetagt; eisenverarbeitende
Industrie - die Industrie ist eisenverarbeitend; reinseidene Stoffe - die Stoffe sind rein­
seiden; fleischfressende Pflanzen - die Pflanzen sind fleischfressend.
4. Getrennt schreibt man, wenn ein „Vorwort“ Satzgliedwert erhält
„Vorwörter“ von unfest zusammengesetzten Zeitwörtern werden getrennt R 144
geschrieben, wenn sie in die Ausdrucksstellung am Anfang des Satzes
gebracht werden und dadurch Satzgliedwert erhalten.
Beispiele: Auf steigt der Strahl ... Aus hielt er. bis er das Ufer gewann. Fest steht,
daß ... Auf fällt, daß ... Hinzu kommt, daß ...
5. Zusammen- und Getrenntschreibung des „zu“ bei der Grundform (beim
Infinitiv) und beim ersten Mittelwort (Partizip Präsens)
a) Zusammen schreibt man, wenn „zu“ mit einer unfesten Zusammen- R 144
Setzung verbunden wird, wenn also auch die einfache Grundform zusam­
mengeschrieben wird.
Beispiele: Er vergaß, die Tür offenzulassen (Grundform: offenlassen). Er versuchte
schwarzzufahren (Grundform: Schwarzfahren). Sie wünschte ihn kennenzulemen (Grund­
form: kennenlemen). Der weiterzuleitende Brief (Grundform: weiterleiten).
b) Getrennt schreibt man, wenn „zu“ bei der Grundform einer Ver­
bindung steht, die auch ohne „zu“ getrennt geschrieben wird.
Beispiel: instand setzen - instand zu setzen.
Wird aber das erste Mittelwort mit „zu“ als Beifügung gebraucht, dann
sind beide Schreibungen möglich (t R 142).
Beispiel: das instandzusetzende - instand zu setzende Gerät.
6. Zusammen- und Getrenntschreibung von Namen und ihren Ableitungen
Vgl. Familien- und Personennamen (t R 180ff.); Vornamen (t R 194 ff.);
erdkundliche Namen (t R 201 ff.); Straßennamen (t R 219ff.).
III. Bindestrich
A. Der Ergänzungsbindestrich
Der Ergänzungsbindestrich steht in zusammengesetzten oder abgeleiteten R 145
Wörtern, wenn ein gemeinsamer Bestandteil nur einmal gesetzt wird.
Beispiele: Feld- und Gartenfrüchte, Ein- und Ausgang, Lederherstellung und -vertrieb;
Geld- und andere Sorgen; ab- und zunehmen (abnehmen und zunehmen), aber: ab und
zu nehmen (gelegentlich nehmen); kraft- und saftlos; ein- bis zweimal (mit Ziffern: 1- bis
2mal); herbeirufen und -winken; bergauf und -ab; rad- und Auto fahren, maß- und
Disziplin halten, aber (ohne Bindestrich): Auto und radfahren, Disziplin und maß­
halten; Privat- und öffentliche Mittel, aber (ohne Bindestrich): öffentliche und Privat­
mittel; Balkon-, Garten- und Campingmöbel.
Zwei Ergänzungsbindestriche stehen, wenn dreigliedrige Wörter mit mehr
als einem gemeinsamen Bestandteil zusammengefaßt werden.
Beispiele: Warenein- und -ausgang (für: Wareneingang und Warenausgang); Textil-
groß- und -einzelhandel; Mondlande- und -erkundungsfahrzeuge.
Zur Rechtschreibung 46

Nur in Ausnahmefällen wird der Wortteil hinter dem Bindestrich groß


geschrieben, nämlich wenn bereits die erste Zusammensetzung einen Bin­
destrich hat oder wenn zu dem ersten Bestandteil ein erklärender Zusatz
tritt.
Beispiele: Haftpflicht-Versicherungsgesellschaft und -Versicherte; Primär-(Haupt-)
Strom; Natrium-(Na-)Lampe.
Vgl. S. 87, 11.

B. Der Bindestrich in Zusammensetzungen

1. Zusammensetzungen aus Grundwort und einfachem oder zusammenge­


setztem Bestimmungswort
R 146 Zusammensetzungen aus Grundwort und einfachem oder zusammenge­
setztem Bestimmungswort werden im allgemeinen zusammengeschrieben.
Beispiele: Arbeiterbewegung, Windschutzscheibe, Oberstudiendirektor, Kundendienst,
Lohnsteuerzahlung, Rotwild, Ichsucht, Jawort.
In folgenden Ausnahmefällen erhalten sie jedoch einen Bindestrich:
R 147 a) um Mißverständnisse zu vermeiden.
Beispiel: Druckerzeugnis kann bedeuten: 1. Erzeugnis einer Druckerei, 2. Zeugnis
für einen Drucker. Bei möglichen Mißverständnissen schreibt man: Druck-Erzeugnis
oder Drucker-Zeugnis.
R 148 b) beim Zusammentreffen von drei gleichen Selbstlauten in hauptwört­
lichen Zusammensetzungen.
Beispiele: Kaffee-Ersatz, Tee-Ernte, Schnee-Eifel, Hawaii-Insel.
Merke: Kein Bindestrich steht
beim Zusammentreffen von zwei gleichen Selbstlauten oder von ver­
schiedenen Selbstlauten.
Beispiele: Klimaanlage, Gewerbeinspektor, Reimport, Gemeindeumlage; Seeufer,
Verandaaufgang; Seeaal, Bauausstellung.
beim Zusammentreffen von Selbstlauten in zusammengesetzten Eigen­
schafts- und Mittelwörtern.
Beispiele: schneeerhellt, seeerfahren; polizeiintem, blauäugig.
R 149 c) bei Zusammensetzungen (auch bei Ableitungen) mit einzelnen Buch­
staben und mit Formelzeichen.
Beispiele: I-Punkt, A-Dur, a-Moll, O-Beine, x-beliebig, Zungen-R, Dehnungs-h,
Fugen-s; n-Eck, y-Strahlen; (auch:) n-fach, 2n-fach, n-tel, x-te (aber: 8fach, 32tel;
t R 228).
R 150 d) bei Zusammensetzungen mit Abkürzungen (t R 137).
Beispiele: Kfz-Papiere, UKW-Sender, Lungen-Tbc, ABC-Staaten, US-amerikanisch,
Tbc-krank, Rh-Faktor, km-Zahl.
R 151 e) bei bestimmten zweigliedrigen Zusammensetzungen.
Beispiele: Ich-Laut, Ich-Roman (aber: Ichform, ichbezogen), Ist-Stärke, Soll-Bestand,
daß-Satz.
R 152 f) bei Zusammensetzungen, die aus mehr als drei Wortgliedern bestehen,
wenn sie unübersichtlich sind. Der Bindestrich ist dort zu setzen, wo sich
bei sinngemäßer Auflösung der Zusammensetzung die Fuge ergibt.
Beispiele: Arbeiter-Unfallversicherungsgesetz (Unfallversicherungsgesetz für Arbeiter),
Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft, Gemeindegrundsteuer-Veranlagung; aber (wenn
bei kurzen Wortgliedern die Übersichtlichkeit nicht leidet): Eisenbahnfahrplan, Stein­
kohlenbergwerk, Fußballbundestrainer, Eishockeyländerspiel.
47 Zur Rechtschreibung

g) bei Zusammensetzungen, die an sich zusammengeschrieben werden, R 153


deren Bestimmungs- oder Grundwort jedoch in seiner ursprünglichen Be­
deutung sichtbar gemacht werden soll.
Beispiele: Hoch-Zeit. Inter-esse.
h) bei abgekürzten Zusammensetzungen. R 154
Beispiele: Kl.-A. (= Klassenaufsatz), Masch.-Schr. (= Maschinenschreiben), Reg.-
Rat (= Regierungsrat), Abt.-Leiter (= Abteilungsleiter), röm.-kath. (= römisch-katho­
lisch).
2. Aneinanderreihungen
(Über die Großschreibung des ersten Gliedes einer Aneinanderreihung
t R 120.)
a) Besteht die Bestimmung zu einem Grundwort aus mehreren Wörtern, R 155
dann werden alle Wörter durch Bindestriche verbunden.
Beispiele: September-Oktober-Heft, Magen-Darm-Katarrh, Ritter-und-Räuber-Ro-
mane, Rhein-Main-Halle, Frage-und-Antwort-Spiel, Do-it-yourself-Bewegung, In-dubio-
pro-reo-Grundsatz, Warschauer-Pakt-Staaten, Sankt-Josefs-Kirche, Ost-West-Gespräch;
Chrom-Molybdän-legiert.
Dies gilt auch, wenn ein einzelner Buchstabe an Stelle eines Wortes steht.
Beispiele: A-Dur-Tonleiter, Vitamin-C-haltig, D-Zug-artig; Blitz-K.-o.; aber (weil
Buchstabe und Ziffer eine Einheit bilden): DIN-A4-Blatt.
Merke: Übersichtliche Bildungen dieser Art schreibt man jedoch meist
zusammen.
Beispiele: Armsünderglocke, Loseblattausgabe.
b) Besteht die Bestimmung zu einer hauptwörtlich verwendeten Grund- R 156
form aus mehreren Wörtern, dann werden alle Wörter durch Binde­
striche verbunden.
Beispiele: das An-den-Haaren-Herbeiziehen, das Ins-Blaue-Fahren, das In-den-April-
Schicken, das Für-sich-haben-Wollen, zum Aus-der-Haut-Fahren; aber (bei übersichtli­
chen und als Hauptwörter geläufigen Aneinanderreihungen): das Außerachtlassen, das
Inkrafttreten.
Merke: Unübersichtliche Bildungen mit der hauptwörtlich verwendeten
Grundform werden besser durch eine Grundformgruppe (t R 30) ersetzt.
Beispiele: das Gefühl, es noch nicht über die Lippen zu bringen; aber nicht: das Ge­
fühl des Noch-nicht-über-die-Lippen-Bringens.
c) Aneinanderreihungen mit Zahlen (in Ziffern) werden durch Binde- R 157
striche verbunden (vgl. aber R 228).
Beispiele: 10-Pfennig-Briefmarke, 3/4-Liter-Flasche, 2-kg-Dose, 70-PS-Motor, 110-kV-
Bahnstromleitung. 400-m-Lauf. 4 x 100-m-StafTel, 4mal-100-Meter-Staffel, 5-km-Gehen;
Formel-I-Wagen, 1 .-Klasse-Kabine, 4- bis 5-Zimmer-Wohnung, 4—5-Zimmer-Wohnung;
aber (bei Zahlen in Buchstaben): Dreiklassenwahlrecht, Zehnpfennigmarke.
Als Aneinanderreihungen gelten auch Zusammensetzungen mit Bruch­
zahlen und Formeln.
Beispiele: -Vg-Takt, aber (in Buchstaben): Dreiachteltakt; 3:0-Sieg.
3. Zusammensetzungen aus Eigenschaftswörtern (Farbbezeichnungen)
Bei eigenschaftswörtlichen Zusammensetzungen steht der Bindestrich, R 158
wenn jedes der beiden Eigenschaftswörter seine Eigenbedeutung bewahrt
hat, beide zusammen aber eine Gesamtvorstellung ausdrücken. Beide
Wörter tragen Starkton.
Beispiele: die schaurig-schöne Erzählung, die südQst-nordwQStliche Richtung, die
griechisch-orthodQxe Kirche.
Eigenschaftswörtliche Zusammensetzungen werden jedoch zusammenge­
schrieben, wenn das zweite Wort durch das erste näher bestimmt wird.
Zur Rechtschreibung 48

Dann trägt nur das erste Glied Starkton, es sei denn, daß es steigernd
wirkt wie in „bitterböse“. Entsteht dabei ein neuer Begriff, dann bleibt
die Zusammenschreibung auch in der Satzaussage erhalten (vgl. aber
R 143). Hierzu gehören auch die zusammengesetzten Farbenbezeichnun­
gen,, wenn die Farben vermischt Vorkommen, wenn es sich also um
einen Farbton handelt. Der Bindestrich steht, wenn die Farben unver-
mischt nebeneinander Vorkommen, wenn es sich also um zwei oder
mehr Farben handelt.
Beispiele: ein altkluges Kind, das Kind ist altklug; aber (obwohl das zweite Wort
durch das erste näher bestimmt wird): original-französisch; das blaurote Kleid (mit einer
gleichmäßigen bläulichen Abschattung des Rots = 1 Farbe), das Kleid ist blaurot;
aber: das blau-rote Kleid (beide Farben in beliebiger Verteilung unvermischt neben­
einander = 2 Farben), das Kleid ist blau-rot. Ebenso: das blau-rot karierte Kleid.
Merke: Wenn das Nebeneinander der Farben unmißverständlich ist,
dann schreibt man zusammen. Das gilt besonders für die wappenkund-
lichen Farben, weil es bei ihnen keine Abschattungen gibt, und für
Substantive mit Farbbezeichnungen als Bestimmungswort.
Beispiele: die schwarzrotgoldene Fahne, ein blaug^lbes Emblem; ein schwarzweiß
verzierter Rand; Schwarzweißfilm, Schwarzweißkunst, Grünrotblindheit, Blauweiß­
porzellan; aber (zur besonderen Hervorhebung): die Fahne Schw^rz-Rot-GQld.

C. Auslassung des Binde- und des Beistrichs bei Unterführungen


R 159 Wird in listenartigen Aufführungen der erste Bestandteil einer Zusam­
mensetzung unterführt, dann gilt die Unterführung auch für den Binde­
strich.
Beispiel: Berlin-Schöneberg
,, Spandau
,, Tempelhof
Auch der Beistrich fällt dann weg.
Beispiel: Kaffee-Ersatz, lose........... 0,85 DM
,, in Päckchen 1,— DM
Wird der zweite Bestandteil einer Zusammensetzung unterführt, dann
muß der Bindestrich wiederholt werden.
Beispiel: Ä-Laut
E- »

IV. Silbentrennung

Als Silbentrennungszeichen dient der einfache Bindestrich. Der früher ge­


bräuchliche doppelte Trennungsstrich (=) wird in der heutigen Normal­
schrift und im Antiquadruck nicht angewandt.

A. Einfache und abgeleitete Wörter


R 160 Mehrsilbige einfache und abgeleitete Wörter trennt man nach Sprechsil­
ben, die sich beim langsamen Sprechen von selbst ergeben.
Beispiele: Freun-de, Män-ner, for-dern, wei-ter, Or-gel, kal-kig, Bes-se-rung.
Nachstehende besondere Richtlinien sind dabei zu beachten:
1. Mitlaute
R 161 a) Ein einzelner Mitlaut kommt in einfachen und abgeleiteten Wörtern
auf die folgende Zeile.
Beispiele: tre-ten, nä-hen, Ru-dem, rei-zen, bo-xen.
49 Zur Rechtschreibung

Beachte: ch, sch und ß bezeichnen einfache Laute und bleiben daher
ungetrennt.
Beispiele: Bü-cher, Hä-scher, schie-ßen.
Steht ss als Ersatz für ß (z.B. bei einer Schreibmaschine, die kein ß hat),
dann wird das Doppel-s wie das ß, also wie ein einfacher Laut behandelt
und nicht getrennt (vgl. S. 82f., 3, b).
Beispiele: Grü-sse (für: Grü-ße), hei-ssen (für: hei-ßen).
b) Von mehreren Mitlauten kommt in einfachen oder abgeleiteten Wör- R 162
tem der letzte auf die folgende Zeile.
Beispiele: An-ker, Fin-ger, war-ten, Fül-lun-gen, Rit-ter, Was-ser, Knos-pen, kämp-fen.
Ach-sei, steck-ten, Kat-zen, Städ-ter, Drechs-ler, gest-rig, an-dere, and-re, neh-men, Beß­
rung.
Beachte: ck wird bei Silbentrennung in k-k aufgelöst (vgl. aber R 189).
Beispiele: Zuk-ker, bak-ken.
st wird nie getrennt.
Beispiele: la-sten, We-sten, Bast-ler, sech-ste, brem-ste, Dien-stes, verwahrlostes Kind,
sie sau-sten; aber (t R 168): Diens-tag.
c) In Ableitungen mit der Nachsilbe -heit lebt bei Silbentrennung ein ur- R 163
sprünglich zum Stamm gehörendes, später abgestoßenes h nicht wieder
auf.
Beispiele: Ho-heit, Rau-heit, Ro-heit; also nicht: Rauh-heit.
d) Nachsilben, die mit einem Selbstlaut beginnen, nehmen den ihnen vor- R 164
angehenden Mitlaut zu sich.
Beispiele: Schaffne-rin, Lehre-rin, Freun-din, Bäcke-rei, Besteue-rung, Lüf-tung.
2. Selbstlaute
a) Ein einzelner Selbstlaut wird nicht abgetrennt. R 165
Beispiele: Ader, Eber, Uhu, ebenso, Äste; also nicht: A-der, e-benso.
b) Zwei gleiche Selbstlaute, die eine Klangeinheit darstellen, und Zwie- R 166
laute dürfen nicht getrennt, sondern nur zusammen abgetrennt werden.
Beispiele: Waa-ge, Aa-le, Ei-er, Mau-er, Ei-fel, Eu-le.
Das gilt auch, wenn in den Lautverbindungen ee und ie der zweite Laut
als [e] gesprochen wird.
. Beispiele: Seen (nicht: Se-en), knien (nicht: kni-en). Aus-seer (nicht: Ausse-er).
Zwei Selbstlaute dürfen getrennt werden, wenn sie keine Klangeinheit
bilden.
Beispiele: Befrei-ung, Trau-ung, be-erben, bö-ig.
Folgt nach solchen Selbstlauten und einem Mitlaut ein weiterer Selbst­
laut, dann ist es besser, das Wort erst nach dem zweiten Selbstlaut zu
trennen.
Beispiele: böi-ge (weniger gut: bö-ige) Winde; ebenso: et-wai-ge, europäi-sche. Aber
(wenn i und i Zusammentreffen) nur: einei-ige, unpartei-ische.
3. Dehnungsbuchstaben
Dehnungsbuchstaben bilden mit dem vorangehenden Selbstlaut eine R 167
Klangeinheit. Die beiden Buchstaben dürfen deshalb nicht getrennt werden.
Beispiele: Coes-feld (nicht: Co-es-feld), Trois-dorf (nicht: Tro-is-dorf).
Dies gilt auch für die Endung -ow.
Beispiel: Tel-tow-er (nicht: Tel-to-wer) Rübchen.
Das Dehnungs-h verhält sich jedoch wie ein Mitlaut.
Beispiele: nä-hen (1 R 161); neh-men (1 R 162).
Zur Rechtschreibung 50

B. Zusammengesetzte Wörter
R 168 Zusammengesetzte Wörter (und Wörter mit einer Vorsilbe) werden nach
ihren sprachlichen Bestandteilen, also nach Sprachsilben, getrennt.
Beispiele: Diens-tag, Empfangs-tag, war-um, dar-auf, dar-in, ge-schwungen, be-treten,
Be-treuung, Ver-gnügen.
Die Bestandteile selbst werden wie einfache Wörter nach Sprechsilben
getrennt (T R 160ff.).
Beispiele: Hei-rats-an-zei-gen. voll-en-den; ge-schwun-gen, be-tre-ten.
Man vermeide Trennungen, die zwar den Vorschriften entsprechen,
aber den Leseablauf stören.
Beispiele: Spargel-der (Spargelder), beste-hende (bestehende).
Über die Silbentrennung beim Zusammenstoß von drei gleichen Mitlauten
t R 236 f.
C. Besondere Richtlinien für Fremdwörter
tR 171 ff.
D. Besondere Richtlinien für Namen
Vgl. Familien- und Personennamen (T R 189); erdkundliche Namen
(t R 217).

V. Fremdwörter

Nachstehend wird unterschieden zwischen reinen Fremdwörtern (fremden


Wörtern), die ihre ursprüngliche Gestalt, ihre Aussprache und Betonung
unverändert beibehalten haben, und eingedeutschten Fremdwörtern. Zur
Schreibung fremdsprachiger Hauptwörter mit großen Anfangsbuchstaben
vgl. S. 88 f., 16.
A. Schreibung
1. Reine Fremdwörter (fremde Wörter)
R 169 Reine Fremdwörter werden in der fremden Schreibweise geschrieben.
Beispiele: Milieu [miliöli Jalousie \$ekalusi\\ Refrain [refrän&l.
2. Eingedeutschte Fremdwörter
R 170 Häufig gebrauchte Fremdwörter, vor allem solche, die keine dem Deut­
schen fremden Laute enthalten, gleichen sich nach und nach der deut­
schen Schreibweise an.
Übergangsstufe:
Beispiele: Friseur neben: Frisör, Photograph neben: Fotograf, Telephon neben:
Telefon.
Endstufe:
Beispiele: Bluse für: Blouse, Sekretär für: Secrdtaire, Fassade für: Fa9ade, Streik
für: Strike, Likör für: Liqueur.
Bei diesem stets in der Entwicklung begriffenen Vorgang der Eindeut­
schung ist folgende Wandlung in der Schreibung besonders zu beachten:
c wird k oder z
Ob c im reinen Fremdwort im Zuge der Eindeutschung k oder z wird,
hängt von seiner ursprünglichen Aussprache ab. Es wird zu k vor a, o, u
und vor Mitlauten. Es wird zu z vor e, i, y, ä und ö.
51 Zur Rechtschreibung

Beispiele: Caf6, Copie, Procura, Crematorium, Spectrum, Penicillin, Cyclamen, Cäsur;


eingedeutscht: Kaffee,Kopie,Prokura,Krematorium,Spektrum,Penizillin,Zyklamen,
Zäsur.
Beachte: th in Fremdwörtern aus dem Griechischen und in einigen
Lehnwörtern blieb erhalten.
Beispiele: Bibliothek, Mathematik, Pathos, Theke, katholisch, Asthma, Äther, Thron.

B. Silbentrennung
1. Einfache und abgeleitete Fremdwörter
Mehrsilbige einfache und abgeleitete Fremdwörter werden wie die deut- R 171
sehen Wörter nach Sprechsilben getrennt (t R 160ff.).
Beispiele: Bal-kon, Fis-kus, Ho-tel, Pla-net, Kon-ti-nent, Aku-stik, Fas-zi-kel, Re-mi-
nis-zenz, El-lip-se. Ma-dei-ra.
2. Zusammengesetzte Fremdwörter
Zusammengesetzte Fremdwörter (und Wörter mit einer Vorsilbe) werden R 172
wie die deutschen Wörter nach ihren Bestandteilen, also nach Sprach-
silben, getrennt (t R 168).
Beispiele: Atmo-sphäre, Mikro-skop, Inter-esse; Syn-onym, At-traktion, Ex-spektant,
De-szendenz, in-szenieren.
Die Bestandteile wiederum werden nach den vorstehenden Richtlinien
für einfache Fremdwörter getrennt.
Beispiel: At-mo-sphä-re, Mi-kro-skop, In-ter-es-se.
Da die den vorstehenden Richtlinien zugrunde liegende Kenntnis der
sprachlichen Gliederung eines Lehn- oder Fremdwortes nicht immer vor­
handen ist, wird im Zuge der Eindeutschung bei häufig gebrauchten zu­
sammengesetzten Fremdwörtern bereits nach Sprechsilben getrennt.
Beispiele: Epi-sode statt: Epis-ode; Tran-sit statt: Trans-it; ab-strakt statt: abs­
trakt.
3. Besondere Richtlinien
a) ch, ph, rh, sh, th bezeichnen einfache Laute und bleiben daher un- R 173
getrennt.
Beispiele: Ma-chete, Pro-phet, Myr-rhe, Bu-shel, ka-tholisch.
b) Nach dem Vorbild der klassischen Sprachen bleiben folgende Laut- R 174
Verbindungen üblicherweise ungetrennt: bl, pl, fl, gl, cl, kl, phl; br, pr,
dr, tr, fr, vr, gr, er, kr, phr, str, thr; chth, gn, kn.
Beispiele: Pu-bli-kum, passa-ble Vorschläge, Di-plom, Tri-fle, Re-gle-ment, Zy-klus,
Ty-phli-tis; Fe-bru-ar. Le-pra, Fly-drant, neu-tral, Chif-fre, Li-vree. ne-grid, Sa-kra-ment,
Ne-phri-tis. In-du-strie, Ar-thri-tis; Ere-chthei-on, Ma-gnet, py-knisch.
c) Selbstlautverbindungen, die eine Klangeinheit darstellen, dürfen nicht R 175
getrennt werden.
Beispiele: Moi-r6 [moare]; Beef-steak [bjf/Jtek],
Das gilt auch, wenn in den Lautverbindungen ee und ie der zweite Laut
als [e] gesprochen wird.
Beispiele: Ar-meen (nicht: Arme-en), Par-tien (nicht: Parti-en).
d) Zwei Selbstlaute bleiben auch besser ungetrennt, wenn sie, ohne eine R 176
Klangeinheit zu bilden, eng zusammengehören. Hierher gehören vor
allem die Selbstlautverbindungen ea, ia, ie, iu, ui, io, oi, ua, äo, eu und
eo. Über das Zeichen für Nottrennung vgl. S. 9, I.
Beispiele: Natio-nen, Flui-dum, kolloi-dal, asia-tisch; ideal, aber: idea-ler Mann,
Idea-list.
Zur Rechtschreibung 52

R 177 e) Zwei Selbstlaute dürfen getrennt werden, wenn sich zwischen ihnen
eine deutliche Silbenfuge befindet.
Beispiele: Muse-um, Individu-um, kre-ieren, lini-ieren, Bo-otes, negro-id; partei-ische,
aber: europäi-sche. Europäi-sierung (t R 166).

4. Die Trennung fremdsprachiger Wörter


R 177 a Treten in einem deutschen Text einzelne fremdsprachige Wörter oder Wort­
gruppen oder einzelne kurze Sätze in fremder Sprache auf, dann trennt
man nach den deutschen Regeln ab:
Beispiele: a po-ste-rio-ri; per as-pe-ra ad astra; Co-ming man; De-fi-cit-spen-ding;
Swin-ging Lon-don.
Die Trennungsregeln fremder Sprachen (z.B. as-tra, com-ing, swing-ing)
sollten nur bei längeren Zitaten, d.h. bei fortlaufendem fremdsprachigem
Text, angewandt werden.

VI. Namen
(Zur Beugung der Namen t R 309ff.)

A. Familien- und Personennamen


1. Allgemeine Schreibung
R 178 Die Familiennamen unterliegen nicht den allgemeinen Richtlinien der
Rechtschreibung. Für sie gilt die standesamtlich jeweils festgelegte Schrei­
bung.
Beispiele: Goethe neben: Götz, Franz Liszt neben: Friedrich List, Schmidt
neben: Schmitt.

2. Groß- und Kleinschreibung


a) Zur Kleinschreibung des abgekürzten von (v.) vor Familiennamen zu
Beginn eines Satzes t R 126. Zur Großschreibung von Beinamen (z.B.
Friedrich der Große) t R 224.
R 179 b) Die von Personennamen abgeleiteten Eigenschaftswörter werden groß
geschrieben, wenn sie die persönliche Leistung oder Zugehörigkeit aus-
drücken. Sie werden klein geschrieben, wenn sie die Gattung bezeich­
nen oder wenn sie aussagen, daß etwas nach einer Person benannt wor­
den ist oder ihrer Art, ihrem Geist entspricht. (Im letzteren Falle ant­
worten die abgeleiteten Eigenschaftswörter auf die Frage: was für [einl?,
nach welcher Art?)
Beispiele: Platonische Schriften (von Plato), aber: platonische Liebe (was für eine?);
Drakonische Gesetzgebung (von Drako), aber: drakonische Gesetzgebung (nach Drakos
Art); der „Erlkönig“ ist ein Goethisches Gedicht (von Goethe), aber: ihm gelangen
Verse von goethischer Klarheit (was für Verse?); das Ohmsche Gesetz (von Ohm selbst
stammend), aber: der ohmsche Widerstand (nach Ohm benannt); die Heinischen Reise­
bilder (von Heine), aber: eine heinische Ironie (nach der Art von Heine); die Mozart-
schen Kompositionen (von Mozart), aber: die Kompositionen wirken mozartisch (wie
die Kompositionen Mozarts).
Immer klein schreibt man die von Personennamen abgeleiteten Eigen­
schaftswörter auf -istisch, -esk und -haft, weil sie die Art angeben, und
die Zusammensetzungen mit vor-, nach- u. ä.
Beispiele: darwinistische Auffassungen, kafkaeske Gestalten, eulenspiegelhaftes Trei­
ben; vorlutherische Bibelübersetzungen.
53 Zur Rechtschreibung

3. Zusammen- oder Getrenntschreibung oder Bindestrich


a) [Familien]name als Bestimmungswort oder Grundwort
1. Den Bindestrich setzt man bei einer Zusammensetzung aus einem R 180
[Familien]namen als Bestimmungswort und einem Grundwort, wenn der
Name hervorgehoben werden soll.
Beispiele: Schiller-Museum, Paracelsus-Ausgabe, Opel-Vertretung.
Aber: Zusammen schreibt man, wenn der Name mit dem Hauptwort
eine geläufig gewordene Bezeichnung bildet (t R 146).
Beispiele: Dieselmotor, Röntgenstrahlen, Thomasmehl, Litfaßsäule, Schillertheater,
Kneippkur, Achillesferse.
2. Den Bindestrich setzt man, wenn dem Familiennamen als Bestim- R 181
mungswort ein zusammengesetztes Grundwort folgt, um die Übersicht­
lichkeit zu erhöhen (t R 152).
Beispiele: Mozart-Konzertabend, Beethoven-Festhalle.
3. Den Bindestrich setzt man, wenn die Bestimmung zu dem Grund- R 182
wort aus mehreren oder aus mehrteiligen Namen besteht (t R 155).
Beispiele: Richard-Wagner-Festspiele, Max-Planck-Gesellschaft, Siemens-Schuckert-
Werke, Goethe-und-Schiller-Denkmal, Peter-und-Paul-Kirche (aber: Markuskirche),
Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium; Wolfram-von-Eschenbach-Ausgabe, Sankt-(St.-)
Marien-Kirche, De-Gaulle-Besuch, Van-Allen-Gürtel.
4. Den Bindestrich setzt man, wenn Vor- und Familienname umge- R 183
stellt sind und das Geschlechtswort vorangeht. (Der Familienname ist
hier Bestimmungswort zum Vornamen.)
Beispiele: der Huber-Franz, die Hofer-Marie.
5. Den Bindestrich setzt man, wenn der Name als Grundwort steht. R 184
Beispiele: Möbel-Müller, Bier-Meier.
6. Der Bindestrich kann stehen, wenn dem Familiennamen der Wohn- R 185
oder Wahlort als betontes nach gestelltes Bestimmungswort folgt.
Beispiele: Schulze-Delitzsch, Müller-Franken. Häufig aber auch: Müller (Berlin):
Müller, Berlin, hat ...
b) Doppelnamen
Den Bindestrich setzt man bei Doppelnamen. R 186
Beispiele: Müller-Frankenfeld, Kaiser-Kootz.
c) Zusammensetzungen von Familiennamen mit einem Eigenschaftswort
Zusammensetzungen von einteiligen Namen mit einem Eigenschaftswort R 187
werden zusammengeschrieben, weil sie nur einen bestimmten Be­
griff bezeichnen.
Beispiele: goethefreundlich, lutherfeindlich. Aber mit mehrteiligen Namen: de-Gaulle-
treu, Fidel-Castro-freundlich, McNamara-feindlich, O’Connor-treu.
d) Eigenschaftswörtlich gebrauchte Zusammensetzungen mit Familiennamen
Den Bindestrich setzt man bei zusammengesetzten Eigenschaftswör- R 188
tern, die aus einem mehrteiligen Namen, aus einem Titel und Namen
oder aus mehreren Namen bestehen.
Beispiele: das Rudolf-Meiersche Ehepaar, die Dr.-Müllersche Apotheke, die Thurn-
und-Taxissche Post.

4. Silbentrennung
Die Trennung von Familiennamen ist möglichst zu vermeiden. In Not- R 189
fällen trenne man nach den allgemeinen Richtlinien (t R 160ff.).
Zur Rechtschreibung 54

Beachte: Tritt in Namen oder in Ableitungen von Namen ck nach einem


Mitlaut auf, dann wird ck wie ein einfacher Mitlaut auf die nächste
Zeile gesetzt.
Beispiele: Sen-ckenberg, Fran-cke, Bismar-ckisch.
5. Familiennamen, Personennamen und Auslassungszeichen
t R 252ff. u. t R 249.

B. Vornamen
1. Allgemeine Schreibung
R 190 a) Für die Schreibung der Vornamen gelten im allgemeinen die heutigen
Rechtschreibregeln. Gewisse Abweichungen sind jedoch zulässig.
Beispiele: Claus neben üblichem Klaus, Clara neben üblichem Klara.
R 191 b) Deutschstämmige Vornamen werden nicht mehr mit dem sprach-
geschichtlich falschen ph, sondern mit f geschrieben.
Beispiele: Rudolf, Adolf.
Deutschstämmige Vornamen können angestammtes h bewahren, aber auch
aufgeben.
Beispiele: Berthold neben: Bertold, Diether neben: Dieter, Günther neben: Gün­
ter, Walther neben: Walter; vereinzelt auch (obwohl das h hier sprach geschieht lieh
nicht berechtigt ist): Bertha neben Berta.
Ihr altes h behalten nach dem Vorbild von berühmten Namensträgern
Lothar und Mathilde und die aus dem Germanischen stammenden Namen
Theoderich, Theobald.
R 192 c) Fremde Vornamen werden in der fremden Schreibweise geschrieben.
Beispiele: Jean {sekamA, Christa, Dorothea. Hierzu gehören auch die aus dem
Griechischen stammenden Namen Theodor, Theodora, Theophil.
Volkstümlich gewordene fremde Vornamen gleichen sich nach und nach
der deutschen Schreibweise an.
Beispiele: Josef, Zita, Käte, Felizitas.
R 193 d) Die von Vornamen abgeleiteten Eigenschaftswörter werden wie die
von Familien- und Personennamen abgeleiteten Eigenschaftswörter ge­
schrieben (t R 179).
Beispiele: das Wilhelminische Zeitalter (des Kaisers Wilhelm II.), aber: die otto-
nische Kunst (die Kunst zur Zeit der Ottonen).
2. Zusammen- oder Getrenntschreibung oder Bindestrich
a) Doppelnamen
R 194 Doppelnamen, die nur einen Hauptton tragen, werden im allgemeinen
zusammen geschrieben.
Beispiele: Lieselotte, lngelore. Annemarie. Hansjoachim. Karlheinz; auch Hans-
Joachim, Karl-Heinz; aber: Johann Wolfgang, Edith Hildegard.
b) Hauptwort als Bestimmungswort
R 195 Der Bindestrich steht immer bei einer Zusammensetzung aus einer Be-
rufsbezeichnung und einem Vornamen, weil die den Namen bestimmende
Bezeichnung besonders hervorgehoben werden soll.
Beispiele: Bäcker-Anna, Schuster-Franz.
Zusammen schreibt man bei allen anderen Zusammensetzungen aus
einem Hauptwort und einem Vornamen.
Beispiele: Wurzelsepp, Schützenliesel. Suppenkaspar.
55 Zur Rechtschreibung

c) Uber die Schreibung des ungebeugten Eigenschaftswortes bei Vornamen


t R 224.
d) Zusammensetzungen aus Familiennamen und Vornamen t R 183.

C. Erdkundliche Namen
1. Allgemeine Schreibung
a) Für die Schreibung der deutschen erdkundlichen Namen gelten im R 196
allgemeinen die heutigen Rechtschreibregeln. Die Behörden halten jedoch
gelegentlich an alten Schreibweisen fest.
Beispiele: Köln, aber: Cottbus; Zell, aber: Celle; Freudental (über Radolfzell),
aber: Frankenthal (Pfalz); Freiburg im Breisgau, aber: Freyburg/Unstrut.
b) Fremde erdkundliche Namen werden in der fremden Schreibweise R 197
geschrieben.
Beispiele: Toulouse, Marseille, Rio de Janeiro, Reykjavik.
Häufig gebrauchte fremde erdkundliche Namen sind weitgehend einge­
deutscht.
Beispiele: Neapel für: Napoli, Rom für: Roma, Belgrad für: Beograd, Kalifornien
für: California, Kanada für: Canada.

2. Groß- und Kleinschreibung


a) Groß schreibt man Eigenschafts- und Mittelwörter als Teile von erd- R 198
kundlichen Namen. Dies gilt auch für die Ableitungen auf -isch (vgl.
aber R 200).
Beispiele: das Rote Meer, die Hohen Tauern, der Große Ozean; der Atlantische Ozean,
das Mittelländische Meer, die Holsteinische Schweiz.
b) Groß schreibt man die von erdkundlichen Namen abgeleiteten Wörter R 199
auf -er.
Beispiele: das Ulmer Münster, eine Kölner Firma, ein Wiener Schnitzel, die Frank­
furter Verkehrsverhältnisse, die Schweizer Industrie, der Holländer Käse.
c) Klein schreibt man die von erdkundlichen Namen abgeleiteten Eigen- R 200
schaftswörter auf -isch, wenn sie nicht Teil eines Eigennamens sind
(vgl. aber R 198).
Beispiele: chinesische Seide, westfälischer Schinken, böhmische Dörfer.

3. Zusammen- oder Getrenntschreibung oder Bindestrich


a) Erdkundlicher Name als Bestimmungswort
1. Zusammen schreibt man im allgemeinen Zusammensetzungen aus R 201
Grundwort und einfachem oder zusammengesetztem erdkundlichem
Namen (T R 146).
Beispiele: Nildelta, Perubalsam, Rheinfall, Manilahanf, Großglocknermassiv; moskau­
freundlich.
2. Den Bindestrich setzt man oft, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen R 202
(T R 152), wenn der erdkundliche Name als Bestimmungswort vor einem
zusammengesetzten Grundwort steht oder wenn der Name hervorgehoben
werden soll.
Beispiele: Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft; Jalta-Abkommen.
Bleibt die Übersichtlichkeit gewahrt, dann schreibt man zusammen.
Beispiele: Weserbergland, Alpenvorland, Rheinseitenkanal, Rapallovertrag.
Zur Rechtschreibung 56

R 203 3. Bindestriche setzt man, wenn die Bestimmung zu dem Grundwort


aus mehreren oder mehrteiligen erdkundlichen Namen oder aus einer
Namensabkürzung besteht (t R 155).
Beispiele: Dortmund-Ems-Kanal, Saar-Nahe-Bergland; Rio-de-la-Plata-Bucht, Sankt-
(St.-)Gotthard-Gruppe; USA-feindlich.
4. Über den Bindestrich beim Zusammentreffen von drei gleichen Selbst­
lauten t R 148.
b) Ableitungen auf -er
R 204 1. Getrennt schreibt man, wenn die Ableitungen auf -er von erdkund­
lichen Namen die Lage bezeichnen.
Beispiele: Walliser Alpen (die Alpen im Wallis), Glatzer Neiße (die von Glatz kom­
mende Neiße), die Tiroler Ache (Zufluß des Chiemsees), Köln-Bonner Flughafen.
Merke: Besonders in der Schweiz und in Österreich wird in diesen
Fällen oft zusammengeschrieben.
Beispiele: Böhmerwald, Wienerwald, Bielersee.
Beachte: Es gibt erdkundliche Namen, die auf -er enden und keine Ab­
leitungen der oben genannten Art sind. Diese Namen werden nach R 201
zusammengeschrieben.
Beispiele: Glocknergruppe, Brennerpaß.
R 205 2. Zusammen schreibt man, wenn die Ableitungen auf -er von erd­
kundlichen Namen Personen bezeichnen.
Beispiele: Schweizergarde (päpstliche Garde, die aus Schweizern besteht), Römerbrief
(Brief an die Römer), Danaergeschenk (Geschenk der Danaer).
Merke: Wird an einen erdkundlichen Namen auf -ee die Silbe -er an­
gehängt, dann schreibt man nur zwei e (t R 328).
Beispiele: Tegernseer Alpen, Falkenseer Forst.
c) Eigenschaftswort oder Bezeichnungen für Himmelsrichtungen als Bestim­
mungswort
R 206 1. Z usammen schreibt man im allgemeinen Zusammensetzungen aus un­
gebeugten Eigenschaftswörtern wie groß, klein, alt, neu usw. oder Be­
zeichnungen für Himmelsrichtungen mit erdkundlichen Namen.
Beispiele: Großbritannien, Kleinasien, Mittelfranken, Hinterindien, Oberammergau,
Niederlahnstein, Untertürkheim, Ostindien, Südafrika, Norddeutschland.
Aber (bei nichtamtlichen Zusätzen):
Alt-Wien, Groß-Berlin, Alt-Heidelberg, West-Berlin (jedoch bei Ableitungen ohne Binde­
strich: Westberliner, altheidelbergisch).
Bezeichnungen politisch geteilter Staaten werden meist zusammenge­
schrieben.
Beispiele: Nordkorea, Südvietnam.
Die behördliche Schreibung der Ortsnamen schwankt.
Beispiele: Neuruppin, aber: Groß Raschen (auch: Groß Räschener), Klein-Auheim
(Klein-Auheimer).
R 207 2. Den Bindestrich setzt man bei Zusammensetzungen aus endungs­
losen Eigenschaftswörtern auf -isch, die von Orts-, Länder- und Völker­
namen abgeleitet sind, und erdkundlichen Namen.
Beispiele: Spanisch-Guinea, aber (weil behördlich so vorgeschrieben): Schwäbisch
Gmünd, Bayrischzell, Bergisch Gladbach.
R 208 3. Der Bindestrich steht nicht, wenn Sankt Teil eines erdkundlichen
Namens (vgl. aber R 203) oder seiner Ableitung auf -er ist.
Beispiele: Sankt (St.) Blasien, Sankt (St.) Galler.
57 Zur Rechtschreibung

d) Familienname oder Vorname [+ Titel] als Bestimmungswort


1. Den Bindestrich setzt man, wenn der Name hervorgehoben werden R 209
soll.
Beispiele: Cook-Insel, Victoria-Land. Ohne Hervorhebung: Cookinsel, Victorialand.
2. Bei manchen Zusammensetzungen ist die Zusammenschreibung fest R 210
geworden.
Beispiele: Beringmeer, Magellanstraße.
3. Bindestriche stehen dann, wenn die Bestimmung zu dem Grundwort R 211
aus mehreren Wörtern besteht.
Beispiele: Kaiser-Franz-Joseph-Land, König-Christian-IX.-Land, Sankt-Lorenz-
Strom.
e) Zusammensetzungen aus erdkundlichen Namen
Den Bindestrich setzt man, wenn ein erdkundlicher Name aus zwei R 212
erdkundlichen Namen zusammengesetzt ist.
Beispiele: Berlin-Schöneberg (der Hauptort ist stets voranzustellen), München-Schwa­
bing, Hamburg-Altona, Wuppertal-Barmen; Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen.
Merke: Bei Ableitungen bleibt der Bindestrich erhalten.
Beispiele: Schleswig-Holsteiner, schleswig-holsteinisch.
f) Ortsname in Verbindung mit ,,Bad“
Ein Bindestrich steht nicht bei Ortsnamen, denen die Bezeichnung ,,Bad“ R 213
vorangeht. Auch bei Kopplung mit einem anderen Ortsnamen wird nur
ein Bindestrich zwischen beide Namen gesetzt.
Beispiele: Bad Ems, Bad Kreuznach; Stuttgart-Bad Cannstatt.
Merke: Bei Ableitungen wird kein Bindestrich gesetzt.
Beispiel: Bad Kreuznacher Saline.
g) Eigenschaftswörtliche Zusammensetzungen aus erdkundlichen Namen und
Zusammensetzungen aus Länder- und Völkernamen
1. Den Bindestrich setzt man, wenn jedes der beiden Eigenschafts- R 214
Wörter bzw. jeder Bestandteil der Zusammensetzung aus Länder- und Völ­
kernamen seine Eigenbedeutung bewahrt hat, beide zusammen aber eine
Gesamtvorstellung ausdrücken. Beide Wörter tragen Starkton (t R 158).
Beispiele: der deutsch-amerikanische Schiffsverkehr (zwischen Deutschland und
Amerika), die deutsch-schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen; Anglo-Amerikaner
(Sammelname für Engländer und Amerikaner), gfro-asiatische Interessen.
Merke: Geläufige Zusammensetzungen dieser Art, deren erster Bestand­
teil auf -o ausgeht, schreibt man zusammen.
Beispiele: serbokroatisch, tschechoslowakisch, baltoslawisch.
2. Zusammen schreibt man, wenn das zweite Eigenschaftswort durch R 215
das erste bzw. der zweite Teil der Zusammensetzung aus Länder- und
Völkernamen durch den ersten näher bestimmt wird. Nur ein (meist das
erste) Glied trägt Starkton (t R 158).
Beispiele: das deutschamerikanische Schrifttum (Schrifttum der Deutschamerikaner),
die schweizerdeutsche Mundart; frgnkokanadische Familien, Angloamerikaner, Anglo­
amerikaner (aus England stammender Amerikaner).
h) Nachgestellte nähere Bestimmungen
Den Bindestrich setzt man im allgemeinen bei näheren Bestimmungen, R 216
die einem Ortsnamen nachgestellt sind.
Beispiele: Frankfurt-Stadt, Frankfurt-Land. Frankfurt-Stadt und -Land.
Ohne Bindestrich schreibt man aber meistens schon nähere Bestimmun­
gen wie:
Wiesbaden Süd, Köln Hbf.
Zur Rechtschreibung 58

4. Silbentrennung
R 217 Erdkundliche Namen werden nach den allgemeinen Richtlinien getrennt
(t R 160ff.).
Beispiele: Al-ster, Es-sen, Fel-ben, Zwik-kau.
Zusammengesetzte erdkundliche Namen werden nur dann nach Sprach-
silben getrennt, wenn sich ihre Bestandteile erkennen lassen. Sonst trennt
man nach Sprechsilben.
Beispiele: Main-au, Schwarz-ach; aber: (nach Sprechsilben) Norder-ney (ey = Insel).

D. Straßennamen
1. Großschreibung von Eigenschafts- und Zahlwörtern
R 218 Das erste Wort eines Straßennamens wird groß geschrieben, ebenso alle
zum Namen gehörenden Eigenschafts- und Zahlwörter.
Beispiele: Breite Straße, Lange Gasse, In der Mittleren Holdergasse, Am Warmen
Damm, An den Drei Pfählen.
2. Zusammen- oder Getrenntschreibung oder Bindestrich
Die Grundwörter in Straßennamen wie ... allee, ... brücke, ... Chaussee,
...dämm, ...gasse, ...graben, ...markt, ...platz, .. .promenade, ...ring,
...steg, ...Straße, ...tor, ...ufer, ...weg sind in Verbindung mit dem Be­
stimmungswort oder einer Beifügung wie folgt zu schreiben:
a) Hauptwort als Bestimmungswort
R 219 1. Zusammen schreibt man Zusammensetzungen aus einem einfachen
oder zusammengesetzten Hauptwort (auch Namen) und einem der ge­
nannten Grundwörter.
Beispiele: Schloßstraße, Brunnenweg, Bahnhofstraße, Rathausgasse, Bismarckring,
Beethovenplatz, Augustaanlage, Römerstraße, Wittelsbacherallee, Becksweg.
Merke: Auch Zusammensetzungen aus einem Ortsnamen auf -er und
einem Grundwort schreibt man zusammen (vgl. aber R 222).
Beispiele: Marienwerderstraße. Drusweilerweg.
Beachte: Familiennamen stehen in Straßennamen ungebeugt, wenn es
sich um Ehrenbenennungen handelt.
Beispiele: Herderstraße, Stresemannplatz.
Soll aber ein [altes] Besitzverhältnis ausgedrückt werden, dann tritt oft
das Wesfall-s auf. In solchen Fällen ist gelegentlich auch eine Getrennt­
schreibung möglich.
Beispiele: Becksweg, Brandtstwiete, Oswaldsgarten, Getrenntschreibung: Graffels­
manns Kamp.
R 220 2. Den Bindestrich setzt man, wenn die Bestimmung zum Grund­
wort aus mehreren Wörtern besteht (t R 155).
Beispiele: Albrecht-Dürer-Allee, Paul-von-Hindenburg-Platz, Von-Repkow-Platz
(aber: v.-Repkow-Platz; 1 R 126), Kaiser-Friedrich-Ring, Van-Dyck-Straße, Emst-
Ludwig-Kirchner-Straße, E.-T.-A.-Hoffmann-Straße, Professor-Sauerbruch-Straße, Bad-
Kissingen-Straße, Berliner-Tor-Platz, Runde-Turm-Straße. Auch: Sankt-(St.^Blasien-
Straße. Am St .-Georgs-Kirchhof, Bürgermeister-Dr.-Meier-Platz.
b) Eigenschaftswort als Beifügung oder als Bestimmungswort
R 221 1. Zus am men schreibt man Zusammensetzungen aus ungebeugtem
Eigenschaftswort und einem der genannten Grundwörter.
Beispiele: Altmarkt, Neumarkt, Hochstraße.
R 222 2. Getrennt schreibt man, wenn das Eigenschaftswort als Teil eines
Straßennamens gebeugt ist. Dies gilt auch für die Ableitungen von Orts­
und Ländernamen auf -er und -isch.
59 Zur Rechtschreibung

Beispiele: Kleine Budengasse, Große Bleiche, Langer Graben, Hoher Heckenweg;


Saarbrücker Platz, Münchener Straße, Groß-Gerauer Straße, Sankt (St.) Wendeier
Straße, Bad Nauheimer Weg, Kalk-Deutzer Straße; Französische Straße.
c) Zusammenfassung von Straßennamen
Bei der Zusammenfassung von Straßennamen schreibt man nach den R 223
vorstehenden Richtlinien wie folgt (vgl. S. 87, 11):
Ecke [der] Ansbacher und Motzstraße, Ecke [der] Motz- und Ansbacher Straße; Ecke
[der] Schiersteiner und Wolfram-von-Eschenbach-Straße, Ecke [der] Wolfram-von-
Eschenbach- und Schiersteiner Straße.

E. Titel und sonstige Namen


1. Groß- und Kleinschreibung
Das erste Wort eines Titels oder Namens wird groß geschrieben, ebenso R 224
alle zum Titel oder Namen gehörenden Eigenschaftswörter, Mittelwörter,
Fürwörter und Zahlwörter.
Beispiele: Friedrich der Große, Karl der Fünfte; der Große Kurfürst, der Alte Fritz,
Regierender Bürgermeister (als Titel, sonst: regierender Bürgermeister), Erster Vorsitzen­
der (als Titel, sonst: erster Vorsitzender); Klein Dora; Seine Magnifizenz; der Goldene
Schnitt, das Blaue Band des Ozeans; die Ewige Stadt (Rom); die Hohe Schule (Reit­
kunst); die Deutsche Medizinische Wochenschrift; der Schiefe Turm von Pisa; die Me­
dizinische Klinik des Städtischen Krankenhauses Wiesbaden; der Große Bär (Sternbild);
das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk; die Sieben Schwaben; Hotel Drei Mohren;
Zur Alten Post, Zum Grünen Baum, Roter Löwe (Gasthäuser).
Merke:
1. Nicht am Anfang des Titels oder Namens stehende Eigenschaftswörter
werden gelegentlich auch klein geschrieben.
Beispiele: Gesellschaft für deutsche Sprache, Institut für deutsche Sprache.
2. In Wortverbindungen wie italienischer Salat, römisches Bad, westfäli­
scher Schinken, blauer Montag werden nach den geltenden Regeln die
Eigenschaftswörter klein geschrieben, weil diese Verbindungen keine
Namen sind.
Verbindungen dieser Art werden jedoch oft, vor allem in der Botanik
und in der Zoologie, groß geschrieben, weil das Bedürfnis besteht, Be­
nennungen für typisierte Gattungen von allgemeinen Gattungsbezeich­
nungen abzuheben.
Beispiele: der Rote Milan, die Weiße Lilie, die Gefleckte Hyäne.

2. Bindestrich
Für den Bindestrich bei Gebäudenamen, bei Namen von Zeitungen, R 225
Organisationen u. a. gelten die unter R 146-157 angegebenen Richtlinien
für das allgemeine Wortgut.
Titel in eigenschaftswörtlich gebrauchten Zusammensetzungen mit Fami­
liennamen T R 188.
Titel in Zusammensetzungen mit Namen und Straßen T R 220.

VII. Zahlen

1. Groß- und Kleinschreibung


Großschreibung 1 R 118 und R 224.
Kleinschreibung! R 131 und R 135.
Zur Rechtschreibung 60

2. Zusammen- oder Getrenntschreibung oder Bindestrich


R 226 a) Zusammen schreibt man in Wörtern angegebene Zahlen unter einer
Million (vgl. auch S. 88, 15).
Beispiel: neunzehnhundertfünfundfünfzig, dreiundzwanzigtausend.
R 227 b) Getrennt schreibt man Angaben für Zahlen über eine Million.
Beispiel: zwei Millionen dreitausendvierhundertneunzehn,
c) Ableitungen und Zusammensetzungen, die eine Zahl enthalten:
R 228 1. Zusammen schreibt man Ableitungen und Zusammensetzungen, die
eine Zahl enthalten, unabhängig davon, ob die Zahl in Buchstaben oder
aus sachlichen Gründen in Ziffern geschrieben wird (vgl. S. 87, g und
88, 15).
Beispiele: achtfach, achtmal (mit Ziffer: 8fach, 8mal), Achtpfünder (mit Ziffer: 8pfün-
der), Achttonner (mit Ziffer: 8tonner), 14karätig, 372prozentig (oder: 3'/2%ig). 32eck,
106fach, l,5fach, ver307fachen, 103er, 80er Jahre; 48er Raster; Dreikantlstahl] (mit
Ziffer: 3kant[stahl]), Elfmeter [marke] (mit Ziffern: llmeter[marke]).
R 229 2. Den Bindestrich setzt man bei Aneinanderreihungen mit Zahlen
(tR 157).

3. Schreibung in Ziffern
(Vgl. auch R 157. R 228 und S. 88, 15.)
R 230 a) Ganze Zahlen, die sich aus mehr als drei Ziffern zusammensetzen,
werden von der Endziffer aus in dreistellige Gruppen zerlegt, die durch
einen Zwischenraum oder Punkt (nicht durch einen Beistrich) vonein­
ander abgesetzt werden.
Beispiel: 3560783 DM; 10.000.
R 231 b) Bei Zahlen, die eine Nummer darstellen, teilt man meistens keine
Gruppen ab.
Beispiel: Nr. 33590 (vgl. aber S. 86, 9, c).
R 232 c) Dezimalstellen werden von den ganzen Zahlen durch einen Beistrich
(nicht durch einen Punkt) getrennt, jedoch nicht in Gruppen eingeteilt.
Beispiel: 52,36 m; 8,65432.
R 233 d) Bei Zeitangaben wird die Zahl der Minuten von der Zahl der Stunden
nicht durch einen Beistrich, sondern durch einen Punkt oder durch Hoch­
stellung abgehoben.
Beispiel: 6.30 [Uhr] oder 630 [Uhr].
R 234 e) Bei DM wird die Pfennigzahl durch einen Beistrich (nicht durch
einen Punkt) abgetrennt.
Beispiel: 3,45 DM, in Aufstellungen und im Zahlungsverkehr auch: DM 3,45.
Volle Markbeträge schreibt man ohne Andeutung der Dezimalstellen.
Beispiele: 5 DM, 157 DM.
Doch kann man auch die Dezimalstellen wie folgt andeuten:
5,00 DM oder 10,—DM.
Beachte: Man schreibt: 10-25000 DM (wenn 10 DM gemeint sind),
aber: 10000-25000 DM (wenn 10000 DM gemeint sind).
R 235 f) In der Schweiz steht zwischen Franken- und Rappenzahl immer ein
Punkt.
Beispiel: Fr. 4.20.
61 Zur Rechtschreibung

VIII. Zusammentreffen von drei gleichen Mitlauten


1. Vor folgendem Selbstlaut
Treffen bei Wortbildungen zwei gleiche Mitlaute mit einem dritten gleichen R 236
zusammen, dann setzt man nur zwei Mitlaute, wenn ein Selbstlaut folgt.
Beispiele: Schiffahrt, Brennessel, Ballettheater (th, gr. 9, gilt hier als ein Buchstabe!),
wetturnen. (Zu den Ligaturen t S. 83, 4. a; zu ss als Ersatz für ß [Kongressstadt]
T S. 82f.. 3. b, 1.)
Bei Silbentrennung tritt der dritte Mitlaut wieder ein.
Beispiele: Schiff-fahrt, Brenn-nessel, Ballett-theater, wett-tumen.
Merke:
1. In dennoch, Dritteil und Mittag setzt man den Mitlaut immer nur zwei­
mal, auch bei Silbentrennung:
den-noch, Drit-teil, Mit-tag.
2. Nach ck darf k und nach tz darf z nicht ausfallen.
Beispiele: Postscheckkonto, Rückkehr, Schutzzoll.
3. Wo ein Mißverständnis möglich ist, kann ein Bindestrich gesetzt werden.
Beispiel: Bettuch (Laken für das Bett); aber: Bettuch oder Bet-Tuch (Gebetsmantel
der Juden).
2. Vor folgendem Mitlaut
Folgt auf die drei gleichen Mitlaute noch ein anderer, vierter Mitlaut, R 237
dann darf keiner von ihnen wegfallen.
Beispiele: Auspuffflamme, Pappplakat, Balletttruppe, fetttriefend.
Bei Silbentrennung trennt man diese zusammengesetzten Wörter nach
ihren Bestandteilend R 168).
Beispiele: Auspuff-flamme, Papp-plakat, Ballett-truppe.

IX. Auslassungszeichen (Apostroph)


Das Auslassungszeichen (der Apostroph) deutet an, daß Laute (Buch­
staben), die gewöhnlich gesprochen und geschrieben werden, ausgelassen
; worden sind.
j 1. Bei Ausfall von Lauten am Anfang eines Wortes
) a) Das Auslassungszeichen steht, wenn Laute am Anfang eines Wortes R 238
ausgelassen werden. Die verkürzten Formen sind auch am Satzanfang
klein zu schreiben (t R 125).
Beispiele: Tn ’s (des) Teufels Küche, ’s (Es) ist unglaublich! Er macht sich’s (es) ge­
mütlich. Wirf die Decken und ’s (das) Gepäck ins Auto. Mir geht’s (es) gut. So ’n (ein)
Blödsinn! Wir steigen ’nauf (hinauf). (Zum Spatium t S. 86, 9, a.)
Im Gegensatz zu ’nauf, ’naus usw. (statt: hinauf usw.) werden die mit
r- anlautenden Kürzungen heute im allgemeinen ohne Auslassungszeichen
geschrieben.
Beispiele: Runter vom Balkon! Reich mir mal das Buch rüber. Er ließ ihn rauswerfen.
, Was für ein Reinfall!
Soll eine solche Form bewußt als Auslassung gekennzeichnet werden,
I dann kann man das Auslassungszeichen setzen.
b) Das Auslassungszeichen steht nicht bei mal (ugs. für: einmal) und R 239
was (ugs. für: etwas), weil diese Verkürzungen als selbständige Neben­
formen angesehen werden und allgemein üblich sind.
Beispiele: Kommen Sie mal vorbei. Haben Sie noch was auf dem Herzen?
Zur Rechtschreibung 62

R 240 c) Das Auslassungszeichen steht nicht, wenn es sich um Verschmel­


zungen aus Verhältniswort und Geschlechtswort handelt, die (z.T. auch
in der Hochsprache) allgemein gebräuchlich sind.
Beispiele: (Verhältniswort + das:) ans, aufs, durchs, fürs, hinters, ins, übers, ums,
unters, vors; (Verhältniswort + dem:) am, beim, hinterm, im, überm, unterm, vorm,
zum; (Verhältniswort + den:) hintern, übern, untern, vorn; (Verhältniswort + der:) zur.
Merke: Umgangssprachliche und mundartliche Verschmelzungen, die
zu unüblichen oder unschönen Lautverbindungen führen, werden mit Aus­
lassungszeichen geschrieben.
Beispiele: Er sitzt aufm (für: auf dem) Tisch. Wir gehen in’n (für: in den) Zirkus.

2. Bei Ausfall von Lauten am Ende eines Wortes


a) Schluß-e bei Hauptwörtern
R 241 Das Auslassungszeichen steht bei Hauptwörtern für das weggelassene
Schluß-e:
Beispiele: Lieb’, Gebirg’, Näh’, Freud’, Hos’, Treu’, Sünd’, Füß’.
Merke: Das Auslassungszeichen steht nicht bei Doppelformen oder
wenn das Schluß-e eines Hauptwortes, das in einer festen Verbindung
oder einem formelhaften Wortpaar steht, ausgelassen wird.
Beispiele: Bursch neben Bursche, Hirt neben Hirte; meiner Treu!, auf Treu und
Glauben, Hab und Gut, Müh und Not.
Beachte: Diese Regel gilt vereinzelt auch bei Wörtern aus anderen
Wortarten.
Beispiele: eh’, ohn’. Aber: eh und je.
b) Schluß-e bei Eigenschafts- und Umstandswörtern
R 242 Das Auslassungszeichen steht nicht bei den verkürzten Formen der
Eigenschafts- und Umstandswörter auf -e, weil diese als selbständige
Nebenformen angesehen werden und (auch in der Hochsprache) allge­
mein üblich sind.
Beispiele: blöd, bös, fad, gern, heut, leis, öd, trüb.
c) Schluß-e bei Formen des Zeitwortes
Das Auslassungszeichen steht für das weggelassene -e in folgenden For­
men der Zeitwörter:
R 243 1. 1. Person Einzahl der Wirklichkeitsform in der Gegenwart.
Beispiele: Das hör’ ich gern. Ich schreib’ dir bald. Ich lass’ dich nicht. Ich werd’
kommen.
R 244 2. 1. und 3. Person Einzahl der Wirklichkeitsform in der ersten Ver­
gangenheit.
Beispiele: Ich hatt’ einen Kameraden. Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll...
R 245 3. 1. und 3. Person Einzahl der Möglichkeitsform in der Gegenwart und
in der ersten Vergangenheit.
Beispiele: Gesteh’ ich’s nur! Behüt’ dich Gott! Könnt’ ich (er) das nur erreichen!
(Auch:) Hol’s der Teufel! (t S. 86, 9, a.)
R 246 Merke: Das Auslassungszeichen steht nicht bei festen Grußformeln.
Beispiele: Grüß Gott! (auch: Grüß di[ch] Gott!).
Es steht nicht bei den verkürzten Befehlsformen, weil diese als Neben­
formen angesehen werden und allgemein üblich sind.
Beispiele: bleib!, geh!, trink!, laß!
Es steht aber bei nicht allgemein üblichen kürzeren Nebenformen.
Beispiele: Fordr’ ihn heraus! Handl’ so weiter!
63 Zur Rechtschreibung

d) Andere Laute am Ende eines Wortes


Das Auslassungszeichen steht
1. für andere am Ende eines Wortes ausgelassene Laute oder Beugungs- R 247
endungen.
Beispiele: Wissen S’ (Sie) schon? Er begehrt kein’ (keinen) Dank. Er ist gericht’
(gerichtet).
2. für das weggelassene -o von Santo und für das weggelassene -a von R 248
Santa vor männlichen bzw. weiblichen italienischen Namen, die mit Selbst­
laut beginnen.
Beispiele: Sant’Angelo, Sant’Agata.
Das Auslassungszeichen steht nicht bei ungebeugten Eigenschaftswör­
tern und unbestimmten Fürwörtern.
Beispiele: groß Geschrei, gut Wetter, solch Glück, manch tapfrer Held, ein einzig
Wort, welch Freude: zwei Mädchen, zart und schön.

3. Bei Ausfall von Lauten im Wortinnern


a) Das Auslassungszeichen steht heute im allgemeinen für das ausgelas- R 249
sene -i- der mit -ig und -isch gebildeten Eigenschafts- und Fürwörter.
Beispiele: ein'ge Leute, wen’ge Stunden, heil’ge Eide, ew’ger Bund; ird’sche Güter,
weib’sches Gejammere, märk’sche Heimat.
Merke: Das Auslassungszeichen steht nicht für das ausgelassene -i-
der Nachsilbe -isch, wenn es sich um Eigenschaftswörter handelt, die von
Eigennamen abgeleitet sind.
Beispiele: Goethesche (oder Goethische) Lyrik, Mozartsche Sonate, Grimmsche Mär­
chen, Hegelsche Schule, Heusssche Schriften. Ausnahme (alter [Firmenjname): Cotta’sche
Buchhandlung.
b) Das Auslassungszeichen wird (umgangssprachlich) gelegentlich ge- R 250
setzt, wenn - der Kürze wegen - größere Lautgruppen von Namen
weggelassen werden.
Beispiele: Lu’hafen (Ludwigshafen am Rhein), Ku’damm (Kurfürstendamm), D’dorf
(Düsseldorf).
c) Das Auslassungszeichen steht nicht, wenn im Wortinnern ein un- R 251
betontes -e- ausfällt und die kürzere von zwei möglichen Wortformen
gebraucht wird (t R 326ff.).
Beispiele: stehn (statt: stehen), befrein (statt: befreien), ich wechsle (statt: ich wechsele),
auf verlornem (statt: auf verlorenem) Posten; Abrieglung (statt: Abriegelung), Wandrer
(statt: Wanderer), Englein (statt: Engelein); wacklig (statt: wackelig), wäßrig (statt: wäs­
serig), edle (statt: edele) Menschen, Finstre (statt: Finstere) Gestalten, trockner (statt:
trockener) Boden, raschste (statt: rascheste); unsre (statt: unsere).
Auch Wörter und Namenformen mundartlicher Herkunft werden ohne
Auslassungszeichen geschrieben.
Beispiele: Brettl, Dirndl, Hansl, Rosl.
Merke: Das Auslassungszeichen muß jedoch dann stehen, wenn es
sich nicht um eine kürzere von zwei möglichen Wortformen handelt, son­
dern das -e- mehr in vereinzeltem Gebrauch gelegentlich ausgelassen wird.
Beispiele: Well’n, g'nug, Bau’r.

4. Bei der Bildung des Wesfalls


a) Das Auslassungszeichen steht zur Kennzeichnung des Wesfalls von R 252
Namen, die auf s, ss, ß, tz, z, x enden. Auch bei Abkürzungen dieser
Namen muß im Wesfall das Auslassungszeichen gesetzt werden (t R 310).
Zur Rechtschreibung 64

Beispiele: Hans Sachs’ Gedichte (Hans S.’ Gedichte), deutlicher: Hans Sachsens Ge­
dichte (t R 310), Aristoteles’ Schriften (A.’ Schriften), Le Mans’ Umgebung; Grass’
Blechtrommel; Voß’ Übersetzung; Ringelnatz’ Gedichte, Britz’ Heimatgeschichte;
Giraudoux’ Werke, Bordeaux’ Hafenanlage.
R 253 b) Das Auslassungszeichen steht heute im allgemeinen auch zur Kenn­
zeichnung des Wesfalls von nichtdeutschen Namen, die im Auslaut [etwa]
so ausgesprochen werden wie Namen, die auf einen Zischlaut enden.
Beispiele: Anatole France’ Werke, Mendös-France’ Politik, George Meredith’ Dich­
tungen, Cyrankiewicz’ Staatsbesuch. (Aber nicht bei eindeutschender Schreibung:
Schostakowitschs Musik.)
R 254 c) Das Auslassungszeichen steht nicht vor dem Wesfall-s von Namen,
auch nicht bei ihren Abkürzungen.
Beispiele: Brechts Dramen (B.s Dramen), Bismarcks Politik, Hamburgs Hafen, Lud­
wig Thomas Erzählungen.
5. Bei Abkürzungen mit der Beugungsendung -s
R 255 Das Auslassungszeichen steht nicht bei Abkürzungen mit der Beu­
gungsendung -s (t R 323 u. R 324).
Beispiele: Lkws, MGs, GmbHs.
Zur Formenlehre1

I. Beugung des Hauptwortes (Deklination des Substantivs)

(Beugung der Fremdwörter T R 306ff.; Namen t R 309ff.; Maß-, Mengen-


und Münzbezeichnungen t R 321 f.; Abkürzungen f R 323ff.; Beugung
von Ableitungen t S. 11,3, b.)

1. Wesfall (Genitiv) auf -es oder -s


Bei den stark gebeugten männlichen und sächlichen Hauptwörtern endet R 256
der Wesfall der Einzahl auf -es oder -s.
a) Die volle Form steht immer R 257
bei Hauptwörtern, die auf s, ß, x, z, tz enden.
Beispiele: des Glases, des Überflusses, des Reflexes, des Gewürzes, des Sitzes.
b) Die volle Form ist vorzuziehen R 258
bei deutschen Hauptwörtern mit betonter Endsilbe (und damit auch bei
einsilbigen), die nicht auf die unter a genannten Laute enden, und bei
Hauptwörtern auf -sch und -st.
Beispiele: des Mannes, des Baches, des Erfolges; des Gebüsches, des Zwistes.
Die kurze Form wird mitunter aus rhythmischen Gründen gewählt.
c) Die kurze Form steht immer R 259
bei Hauptwörtern auf -en, -em, -el und -er und in formelhaften Wen­
dungen.
Beispiele: des Wagens, des Lesens, des Atems, des Gürtels, des Lehrers; tags darauf,
höheren Orts, von Rechts wegen.
d) Die kurze Form ist vorzuziehen R 260
bei mehrsilbigen Hauptwörtern mit unbetonter Endsilbe, die nicht auf
die unter a genannten Laute enden, und bei Hauptwörtern, die auf
Selbstlaut (Zwielaut) oder auf Selbstlaut + h enden.
Beispiele: des Urteils, des Urlaubs, des Dornstrauchs: des Uhus, des Baus, des Sees,
des Flohs.
Die volle Form wird mitunter aus rhythmischen Gründen gewählt.

2. Wemfall-e (Dativ-e)
Das Wemfall-e der Einzahl starker männlicher und sächlicher Hauptwörter R 261
ist im heutigen Sprachgebrauch vielfach geschwunden.
Der Wemfall wird immer ohne e gebildet;
a) bei Wörtern, die auf Selbstlaut enden. R 262
Beispiele: dem Uhu, dem Echo, dem Hurra.
b) bei den endungslosen Bezeichnungen der Winde oder Himmelsrich- R 263
tungen.
Beispiele: vom West getrieben, von Nord nach Süd.

1 Eine ausführliche Darstellung der Formenlehre befindet sich in der Duden-Grammatik.

3 Dl, 17. A.
Zur Formenlehre 66

R 264 c) bei Wörtern, die ohne Geschlechtswort von einem Verhältniswort oder
von einem Mengenbegriff abhängen.
Beispiele: aus Holz, in Öl malen, von Haß getrieben, von Ast zu Ast, von Kopf bis
Fuß; mit einem Glas Bier, aus einem Faß Wein, mit ein wenig Geist.
R 265 d) bei Wörtern auf -en, -ein, -el, -er.
Beispiele: dem Garten, dem Atem, dem Gürtel, dem Lehrer.
Der Wemfall wird überwiegend ohne e gebildet:
R 266 a) bei Wörtern, die auf Zwielaut enden.
Beispiele: dem Bau, im Heu, dem Ei.
R 267 b) bei mehrsilbigen Wörtern, die nicht auf der letzten Silbe betont werden.
Beispiele: dem Frühling, dem Ausflug, dem Schicksal.
Sonst hängt der Gebrauch des e weitgehend vom rhythmischen Gefühl
des Schreibenden oder Sprechenden ab.

3. Wem- und Wenfall (Dativ und Akkusativ) auf -[e]n


R 268 Männliche Hauptwörter, die nach der schwachen Beugung den Wesfall
auf -[e]n bilden, behalten diese Endung auch im Wem- und Wenfall bei.
Beispiele: Der Professor prüfte den Studenten (nicht: den Student). Man wählte
ihn zum Präsidenten (nicht: zum Präsident). Er begrüßte den Fabrikanten (nicht:
den Fabrikant). Er gab dem Patienten (nicht: dem Patient) eine Spritze.
Das gilt auch, wenn das Hauptwort als Beisatz nach „als“ steht.
Beispiele: Er sandte ihn als Boten (nicht: als Bote). Ihm als Ethnologen (nicht:
als Ethnologe). Dir als Juristen (nicht: als Jurist) legt man die Frage vor.
Nur in drei Fällen steht hier die endungslose Form:
a) wenn ein solches alleinstehendes Wort in der Einzahl mit „von“ an ein
Hauptwort im Werfall angeschlossen ist.
Beispiel: Eine Seele von Mensch.
b) bei Kopplung alleinstehender Hauptwörter durch und.
Beispiele: Für Patient und Arzt war die Lage kritisch; die Grenze zwischen Affe
und Mensch.
c) wenn das Hauptwort ohne Geschlechtswort oder Beifügung nach einem
Verhältniswort steht.
Beispiele: ein Forstmeister mit Assistent. Am Wortende nach Konsonant.

4. Mehrzahl (Plural)
a) Hauptwörter auf -el und -er
R 269 1. Weibliche Hauptwörter haben die schwache Beugung auf-n.
Beispiele: die Kiefern (Bäume), die Adern, die Achseln, die Kartoffeln.
Ausnahmen (mit Umlaut): die Mütter (aber: die Schraubenmuttern), die Töchter.
R 270 2. Männliche und sächliche Hauptwörter werden stark (mit endungs­
losem Werfall der Mehrzahl) gebeugt.
Beispiele: die Kiefer (Schädelknochen), die Gitter, die Würfel, die Gipfel.
Ausnahmen: die Bauern, die Muskeln, die Pantoffeln, die Stacheln, die Vettern.
b) Mehr zahl-s
R 271 Bestimmte Hauptwörter haben das Mehrzahl-s der niederdeutschen Mund­
art, meist im umgangssprachlichen Gebrauch.
Beispiele: die Wracks (neben: Wracke), die Uhus, ugs.: die Jungens, die Jungs, die
Mädels.
67 Zur Formenlehre

II. Beugung des Eigenschaftswortes (Deklination des Adjektivs) und


Beugung des Mittelwortes (Deklination des Partizips)1
A. Starke und schwache Beugung
Jedes beigefügte Eigenschafts- oder Mittelwort hat eine starke und eine
schwache Beugung.
1. Starke Beugung
Das stark gebeugte Eigenschafts- oder Mittelwort hat dieselben Endun- R 272
gen wie das gebeugte bestimmte Geschlechtswort.
Die starke Beugung tritt ein, wenn das Eigenschafts- oder Mittelwort allein
vor einem Substantiv steht oder wenn ein vorangehendes Geschlechts-,
Für- oder Zahlwort selbst keine starke Endung hat (vgl. aber R 275ff.).
Beispiele: guter Ton, gute Fahrt, gutes Wetter, bei gutem Ton, bei guter bahrt, bei
gutem Wetter; ein (mein, dein, sein, unser1 2, euer2, ihr, kein) an das Amt gerichtetes
Schreiben; viel (wenig) frisches Heu; gute Menschen, guter Menschen.
2. Schwache Beugung
Die schwache Beugung des Eigenschafts- oder Mittelwortes ist gekenn- R 273
zeichnet durch die Endung -en im Wes- und Wemfall der Einzahl und
in der ganzen Mehrzahl.
Die schwache Beugung tritt ein, wenn ein Geschlechts-, Für- oder Zahlwort
vorangeht, das seinerseits schon starke Endung aufweist (vgl. aber
R 276 ff.).
Beispiele: der (dieser, jener, jeder, jedweder, jeglicher) gute Vater, des (dieses, jenes,
meines, unseres, keines) guten Vaters, in dem (einem, meinem, unserem, euerem usw.)
alten Haus; die (meine, unsere, keine) guten Eltern.
3. Beugung mehrerer beigefügter Eigenschafts- oder Mittelwörter
Mehrere vor einem Hauptwort stehende Eigenschafts- oder Mittelwörter R 274
werden in gleicher Weise, d.h. parallel, gebeugt, und zwar auch dann,
wenn das unmittelbar vor dem Hauptwort stehende Eigenschafts- oder
Mittelwort mit dem Hauptwort einen Gesamtbegriff bildet. Zur Setzung
des Beistrichs t R 11.
Beispiele: der tiefe, breite Graben; ein tiefer, breiter Graben; bei dunklem bayrischem
Bier; der Wert hoher künstlerischer Leistungen.
Im Wemfall der Einzahl bei Eigenschaftswörtern, die vor einem männ­
lichen oder sächlichen Hauptwort stehen, wird jedoch das zweite Eigen­
schaftswort aus lautlichen Gründen noch häufig schwach gebeugt.
Beispiele: auf schwarzem hölzernen Sockel, eine Flut von weißem elektrischen Licht,
mit dunklem bayrischen Bier, mit frischem, roten Gesicht.
4. Besondere Fälle
a) Ausnahmen
1. Obwohl nach R 272 die starke Beugung zu erwarten wäre, steht das R 275
Eigenschafts- oder Mittelwort heute in schwacher Beugung:
im allgemeinen nach den persönlichen Fürwörtern wir und ihr und nach
mir und dir vor weiblichen Hauptwörtern sowie - neben der starken
Beugung - auch vor männlichen und sächlichen Hauptwörtern.

1 Diese der Duden-Grammatik angeglichene Darstellung der Beugung aller deklinierbaren


Wortarten verdankt viele neue Ergebnisse der Abhandlung von Ivar Ljungerud, Zur
Nominalflexion in der deutschen Literatursprache nach 1900, Lund 1955.
2 Das -er in unser und euer gehört zum Stamm und ist keine Beugungssilbe.

3
Zur Formenlehre 68

Beispiele: wir bescheidenen Leute, ihr lieben Kinder; dir (mir) alten (selten: alter)
Frau; dir (mir) jungem (auch; jungen) Menschen.
im Wesfall der Einzahl vor männlichen und sächlichen Hauptwörtern;
Beispiele: frohen Sinnes (statt: frohes Sinnes), reinen Gemütes (statt: reines Gemütes),
voll süßen Weines.
R 276 2. Obwohl nach R 273 die schwache Beugung zu erwarten wäre, steht
das Eigenschafts- oder Mittelwort nach zweier und dreier (Wesfall von
zwei und drei) heute meist in starker Beugung.
Beispiel: die Spielsachen dreier kleiner (seltener: kleinen) Kinder,
b) Schwankungen
Schwankungen zeigt die Beugung des Eigenschafts- oder Mittelwortes nach
unbestimmten Für- und Zahlwörtern.
In der Einzahl;
R 277 1. Auf all-, folgend-, manch-, sämtlich- und welch- folgt im allgemeinen
die schwache Beugung.
Beispiele: aller erwiesene Respekt, folgendes schauderhafte Geschehnis, in mancher
langen Stunde, mit sämtlichem gedruckten Material, welches reizende Mädchen.
R 278 2. Auf solch- folgt zumeist die schwache Beugung. Im Wes- und Wem-
fall vor einem weiblichen Hauptwort wird das Eigenschafts- oder Mittel­
wort gelegentlich auch stark gebeugt.
Beispiele: solcher weiche Stoff, solches herrliche Wetter; aus solcher übelwollenden
(gelegentlich: übelwollender) Stimmung heraus.
R 279 3. Auf ander- und wenig- folgt die starke Beugung. Nur im Wemfall vor
einem männlichen oder sächlichen Hauptwort wird das Eigenschafts- oder
Mittelwort überwiegend schwach gebeugt,
Beispiele: anderes gedrucktes Material, mit weniger geballter Energie; unter anderem
kleinen Privatbesitz, mit wenigem guten Getränk.
R 280 4. Nach einig-, etlich- und viel- wird das folgende Eigenschafts- oder
Mittelwort im Werfall vor einem männlichen Hauptwort und im Wes-
wie im Wemfall vor einem weiblichen Hauptwort im allgemeinen stark
gebeugt; im Wer- und im Wenfall vor einem sächlichen Hauptwort und
im Wemfall vor einem männlichen oder sächlichen Hauptwort wird es im
allgemeinen schwach gebeugt.
Beispiele: vieler schöner Putz, nach einiger erfolgloser Überlegung; einiges milde
Nachsehen, mit vielem kalten Wasser.
In der Mehrzahl:
R 281 1. Auf alle und welche folgt heute bis auf wenige Ausnahmen die
schwache Beugung.
Beispiele: alle ehrlichen Menschen, aller wahren Deutschen, welche schönen Bilder.
R 282 2. Nach sämtliche herrscht im allgemeinen die schwache Form vor. Im
Wer- und Wenfall tritt gelegentlich, im Wesfall häufiger die starke Beu­
gung auf. Nach solcher überwiegt ebenfalls die schwache Beugung, doch
tritt auch die starke auf.
Beispiele: sämtliche stimmfähigen (seltener: stimmfähige) Mitglieder, solcher schönen
(auch: schöner) Kleider.
R 283 3. Nach manche überwiegt bereits die starke Beugung, doch tritt auch
die schwache noch auf.
Beispiel: manche geeignete (auch noch: geeigneten) Einrichtungen.
R 284 4. Nach folgend steht das Eigenschafts- oder Mittelwort meist in starker
Form.
Beispiel: folgende durchgreifende (seltener: durchgreifenden) Änderungen.
69 Zur Formenlehre

5. Nach andere und wenige steht im Wer-, Wes- und Wenfall das Eigen- R 285
Schafts- oder Mittelwort heute in der starken Form.
Beispiele: andere gute Nachbildungen, weniger guter Menschen.
6. Nach einige, etliche, mehrere, viele steht das Eigenschafts- oder Mittel- R 286
wort im Wer- und Wenfall immer in der starken Form, im Wesfall meist
in der starken, seltener in der schwachen Form.
Beispiele: einige gute Nachbildungen, vieler guter (seltener: guten) Menschen.

B. Das hauptwörtlich gebrauchte Eigenschafts- und Mittelwort


Für die Beugung der hauptwörtlich gebrauchten Eigenschafts- und Mittel­
wörter gelten im wesentlichen die R 272 ff. genannten Richtlinien für die
Beugung der beigefügten Eigenschafts- oder Mittelwörter.
1. Starke Beugung
Die starke Beugung tritt gemäß R 272 ein. R 287
Beispiele: ein Guter, Gute hlehrzc, viel, wenig Gutes.
2. Schw ache Beugung
Die schwache Beugung tritt gemäß R 273 ein. R 288
Beispiele: der Gute, die Guten; unsere Bekannten.
3. Beugung nach einem beigefügten Eigenschafts- oder Mittelwort
Die Beugung erfolgt im allgemeinen nach R 274, d.h. parallel. Ist das R 289
beigefügte Eigenschafts- oder Mittelwert stark gebeugt, dann überwiegt
jedoch im Wemfall der Einzahl aller drei Geschlechter die schwache Beu­
gung des folgenden, hauptwörtlich gebrauchten Eigenschaftswortes, im
Wesfall der Mehrzahl tritt sie gelegentlich auf.
Beispiele: der gute Bekannte, ein guter Bekannter; ein volles Maß von eigenem
Menschlichen (auch: Menschlichem), von Michaels notwendigem Vertrauen, mit spie­
lender Linken; im Kreise guter Bekannter (auch: Bekannten).
4. Besondere Fälle
Die R 275 ff. genannten Ausnahmen und Schwankungen gelten mit ge- R 290
ringen Ausnahmen auch für die hauptwörtlich gebrauchten Eigenschafts­
und Mittelwörter.
Beispiele: wir Armen!, ihr Hilflosen!, dir Geliebten (weiblich; selten: Geliebter), mir
Verachtetem (männlich; auch: Verachteten; t R 275); abweichend: die Reden dreier
Abgeordneten (seltener: Abgeordneter; vgl. aber R 276); alles, folgendes, manches,
sämtliches, welches Schöne (1 R 277); solches Schöne (t R 278); weniges Gutes, ab­
weichend: anderes Wirkliche (vgl. aber R 279); mit einigem, vielem Neuen (t R 280);
alle, welche Großen (t R 281); sämtliche, solche Reisenden (auch: Reisende; T R 282);
manche Stimmberechtigte (auch: Stimmberechtigten; T R 283); einige, etliche, mehrere,
viele Abgeordnete, mehrerer Abgeordneter (seltener: Abgeordneten; T R 286): andere,
wenige Gute (1 R 285); folgende Abgeordnete (seltener: Abgeordneten: t R 284).
5. Hauptwörtliche oder eigenschaftswörtliche Beugung
Bestimmte hauptwörtlich gebrauchte Eigenschaftswörter werden wie ein R 291
Hauptwort gebeugt.
Beispiele: die Kokette; der (ein) Invalide, des Invaliden, zwei (die) Invaliden, ent­
sprechend: der Junge, der falbe.
Bestimmte hauptwörtlich gebrauchte Eigenschafts- und Mittehvörter
schwanken zwischen hauptwörtlicher und eigenschaftswörtlicher Beugung.
Beispiele: die Parallele, der Parallele, die Parallelen, zwei Parallelen, neben: zwei
Parallele (wie: zwei parallele Linien), entsprechend: die Vertikale, die Horizontale; die
Elektrische, der Elektrischen, die Elektrischen, zwei Elektrische (wie: zwei elektrische
Bahnen), neben: zwei Elektrischen, entsprechend: die Gerade, die Senkrechte, die
Zur Formenlehre 70

Waag/reJrechte; die Illustrierte, der Illustrierten, die Illustrierten, zwei Illustrierte (wie:
zwei illustrierte Zeitungen), neben: zwei Illustrierten; der Angestellte, des Angestellten,
die Angestellten, zwei Angestellte (wie: zwei angcstellte Männer), fälschlich auch:
zwei Angestellten, entsprechend: der Beamte, der Gelehrte usw.; die Brünette, der
Brünette, zwei Brünetten, neben: die Brünette, der Brünetten, zwei Brünette (wie:
zwei brünette Frauen).

III. Vergleichsformen (Steigerung) des Eigenschaftswortes (Adjektivs)


und des Mittelwortes (Partizips)
1. Zur Höchststufe (Superlativ)
R 292 a) -est steht bei einsilbigen oder bei endbetonten mehrsilbigen Eigen­
schaftswörtern, die auf d, s, sch, ß, st, t, tz, x, z enden, und bei den
Eigenschaftswörtern auf -los und -haft.
Beispiele: hold - holdeste, kraus - krauseste, rasch - rascheste, süß - süßeste, bunt -
bunteste, spitz - spitzeste; berühmt - berühmteste, verstört - verstörteste, behend - be­
hendeste; lieblos - liebloseste, gewissenhaft - gewissenhafteste.
Die Eigenschaftswörter auf d, t und sch stehen gelegentlich auch ohne
„e“ (buntste, holdste, raschste), doch ist dies nicht zu empfehlen.
Beachte: Nicht endbetonte Zusammensetzungen und Bildungen mit einer
Vorsilbe zu den unter a genannten Wörtern bilden die Höchststufe wie
die einfachen Wörter.
Beispiele: s^nft: unsanft - unsanfteste; bereit: kampfbereit - kampfbereiteste.
R 293 b) Eigenschaftswörter, die auf Zwielaut oder auf Selbstlaut (Zwielaut)
+ h enden, haben überwiegend -st, bei besonderer Betonung der Höchst­
stufe jedoch auch -est. Dasselbe gilt für Eigenschaftswörter auf -ff.
Beispiele: frei - freiste, auch: freieste; froh - frohste, auch: froheste; rauh - rauhste,
auch: rauheste; schlaff - schlaffste, auch: schlaffeste.
R 294 c) Alle anderen - vor allem auch mehrsilbige, nicht auf der letzten Silbe
betonte - Eigenschaftswörter haben -st (vgl. aber R 292, Beachte).
Beispiele: klein - kleinste, edel - edelste, verworren - verworrenste, bitter - bitterste,
fleißig - fleißigste; passend - passendste, komisch - komischste, gebildet - gebildetste;
wohlgelitten - wohlgelittenste.
2. Zum Umlaut bei den Vergleichsformen (der Steigerung)
R 295 Manche Eigenschaftswörter haben in beiden Vergleichsformen (Steige­
rungsstufen) den Umlaut.
Beispiele: klug, klüger, am klügsten; dumm, dümmer, am dümmsten.
Bei anderen Eigenschaftswörtern werden die Vergleichsformen (Steige­
rungsstufen) sowohl mit als auch ohne Umlaut gebildet.
Beispiele: glatt, glatter (auch: glätter), am glattesten (auch: am glättesten); krumm,
krummer (auch: krümmer), am krummsten (auch: am krümmsten).
In der Hochsprache werden immer mehr die nichtumgelauteten Formen
bevorzugt (abgesehen von „gesund“, bei dem die umgelauteten Formen
vorherrschen). Im Zweifelsfalle wähle man daher die nichtumgelautete
Form.
3. Zusammengesetzte (oder zusammengeschriebene) Eigenschafts- und Mit­
telwörter
R 296 a) Man setzt bei einem zusammengesetzten oder zusammengeschriebenen
Eigenschaftswort den ersten Bestandteil in die Vergleichsform, d.h., man
steigert ihn, wenn die beiden Glieder noch ihren eigenen Sinn bewahrt
haben.
Beispiele: der vielbietende Käufer-der meistbietende Käufer, in feinverteilter Form -
in feinstverteilter Form.
71 Zur Formenlehre

b) Man setzt das Grundwort und damit die ganze Fügung in die Ver- R 297
gleichsform, wenn die Zusammensetzung einen Begriff ergibt, zumal
einen Begriff neuen, übertragenen Sinnes.
Beispiele: die altmodischen Ansichten - die altmodischsten Ansichten, die neuartige
Form - die neuartigste Form.
c) Man steigert nach persönlichem Ermessen bei Fügungen, die ver- R 298
schieden (nach a oder nach b) gedeutet werden können.
Beispiel: schwerwiegendere oder schwerer wiegende Bedenken.
d) Vergleichsformen bei beiden Bestandteilen sind unzulässig. R 299
Beispiel: das nächstliegende (nicht: nächstliegendste) Problem; auch: größtmöglich
(nicht: größtmöglichst).

IV. Beugung des Zeitwortes (Konjugation des Verbs)


Man unterscheidet starke, schwache und unregelmäßige Verben.
1. Starke oder schwache Beugung
a) Starke Beugung
Zeitwörter, die stark gebeugt werden, haben in der ersten Vergangen- R 300
heit (Präteritum) im Stamm einen anderen Selbstlaut als in der Gegen­
wart (Präsens). Man nennt dies Ablaut. Das zweite Mittelwort (Partizip
Perfekt) geht auf -en aus.
Beispiele: gebe, gab, gegeben; finde, fand, gefunden.
b) Schwache Beugung
Zeitwörter, die schwach gebeugt werden, haben keinen Ablaut. Sie bilden R 301
die erste Vergangenheit (Präteritum) mit t und haben im zweiten Mittel­
wort (Partizip Perfekt) die Endung -t oder -et.
Beispiele: sprenge, sprengte, gesprengt; bilde, bildete, gebildet.
c) Schwankungsfälle
Mitunter haben die schwachen Formen von Zeitwörtern die ursprüng- R 302
liehen starken Formen verdrängt, vor allem in der ersten Vergangenheit
(Präteritum).
Beispiel: mahle, mahlte (schwach), gemahlen (stark).
Einzelne Zeitwörter haben neben starken heute auch schwache Formen.
Beispiel: glimme, glomm, geglommen, heute auch: glimmte, geglimmt.
Das Wörterverzeichnis nennt in solchen Fällen auch die älteren Formen.
2. Unregelmäßige Beugung
Zeitwörter, die weder in die starke noch in die schwache Beugung ein- R 303
gereiht werden können, nennt man unregelmäßig.
Beispiele: nenne, nannte (Änderung des Stammselbstlauts und Bildung mit ,,t"), ge­
nannt; bringe, brachte, gebracht; bin, war, gewesen.
3. Vorsilbe ge- beim zweiten Mittelwort (Partizip Perfekt)
a) Die Vorsilbe ge- steht nicht
bei dem zweiten Mittelwort der einfachen und der mit einer Vorsilbe R 304
gebildeten Zeitwörter, die nicht auf der ersten Silbe, und bei dem zwei­
ten Mittelwort der zusammengesetzten Zeitwörter, die nicht auf dem
ersten Glied betont sind.
Beispiele: studieren, studiert, nicht: gestudiert; posaunen, posaunt, nicht: gepo­
saunt: prophezeien, prophezeit, nicht: geprophezdt; berufen, er hat ihn berufen,
nicht: geberufen; hinter treiben, hintertrieben, nicht: hintergetrieben.
Zur Formenlehre 72

Merke jedoch: Bilden Zeitwörter, die nicht anfangsbetont sind, eine


Zusammensetzung, die den Ton auf dem ersten Glied trägt, dann haben
auch die zweiten Mittelwörter dieser Zusammensetzungen kein ge-.
Beispiele: studieren - einstudieren: einstudiert; berufen - einberufen: einberufen;
kristallisieren - herauskristallisieren: herauskristallisiert.
b) Die Vorsilbe ge- steht
bei dem zweiten Mittelwort der einfachen und der abgeleiteten Zeit­
wörter, die auf der ersten Silbe, und bei dem Mittelwort der zusammen­
gesetzten Zeitwörter, die auf dem ersten Glied betont sind (vgl. jedoch
das vorausgehende „Merke jedoch“), und zwar
1. am Anfang des Wortes bei einfachen Zeitwörtern und bei Zeitwör­
tern, die von zusammengesetzten Hauptwörtern abgeleitet sind.
Beispiele: holen, er hat das Buch geholt; bringen, er hat den Koffer gebracht; maß­
regeln (von Maßregel), er hat ihn gemaßregelt; wetteifern (von Wetteifer), sie haben
miteinander gewetteifert.
2. zwischen den Bestandteilen bei unfest zusammengesetzten Zeitwör­
tern.
Beispiele; radfahren, er ist radgefahren; anrufen, er hat sie yngerufen; vorausgehen,
er ist vorausgegangen.
c) Die Vorsilbe ge- steht oder steht nicht,
je nachdem die Betonung auf der ersten Silbe der Grundform liegt oder
nicht.
Beispiele: mißachten, er hat gemißachtet, aber (häufiger): mißachten, er hat mißach­
tet; durchkosten, er hat alle Freuden dyrchgekostet, aber: durchkQsten, er hat alle
Freuden durchkQstet; liebkosen, er hat geliebkost, aber: liebkosen, er hat liebkost;
durchkreuzen (kreuzweise durchstreichen), er hat das Schreiben dyrchgekreuzt, aber:
durchkreuzen (im übertragenen Sinne: zunichte machen), er hat den Plan durchkreuzt.

4. Zur Behandlung des „zu“ bei der Grundform (beim Infinitiv) und beim
ersten Mittelwort (Partizip Präsens)
t R 144a.
5. Grundform (Infinitiv) statt des zweiten Mittelwortes (Partizip Perfekt)
R 305 Bestimmte Zeitwörter bilden heute im allgemeinen in der zweiten und
' dritten Vergangenheit (Perfekt und Plusquamperfekt) kein zweites Mit­
telwort (Partizip Perfekt), wenn ihnen eine reine Grundform vorangeht.
Beispiel: Er hat kommen müssen (nicht: gemußt).
Der Gebrauch dieses „Ersatzinfinitivs“ ist fest bei den modalen Zeit­
wörtern dürfen, können, mögen, müssen, sollen, wollen und gilt auch für
das modal verwendete Zeitwort brauchen. Die Zeitwörter heißen, lassen,
sehen stehen überwiegend in der Grundform, fühlen, helfen und hören so­
wohl in der Grundform als auch im zweiten Mittelwort, die Verben leh­
ren, lernen und machen allgemein im zweiten Mittelwort.
Beispiele: Er hat mich kommen heißen (selten: geheißen). Er hat ihm waschen helfen
(neben: geholfen). Er hat ihn reiten gelehrt (selten: lehren).

V. Beugung der Fremdwörter

1. Zum Wesfall der Einzahl (Genitiv des Singulars)


R 306 Bei seltener gebrauchten stark gebeugten Fremdwörtern wird das Wes-
fall-s der Einzahl häufiger weggelassen. Besser ist die Form mit -s.
Beispiele: die Schreibung des griechischen Betals], der Kampf des Torerols],
73 Zur Formenlehre

2. Zum Wemfall der Einzahl (Dativ des Singulars)


Stark gebeugte Fremdwörter stehen im allgemeinen ohne Wemfall-e. R 307
Beispiele: im Senat, mit dem Tabak, dem Konfekt.
Über die Unterlassung der Beugung im Wem- und Wenfall bei schwach
gebeugten männlichen Fremdwörtern t R 268.
3. Zur Mehrzahl (Plural)
Viele Fremdwörter haben in der Mehrzahl die Endung -s. Fremdwörter, R 308
die sich schon mehr eingebürgert haben, erhalten neben der Endung auf
-s auch die deutsche auf -e.
Beispiele: die Büros, die Salons; die Ballone neben: die Ballons, die Baikone
neben: die Balkons.

VI. Beugung der Namen


A. Familien-, Personen- und Vornamen
1. Zum Wesfall der Einzahl (Genitiv des Singulars)
a) Familien-, Personen- und Vornamen ohne vorangehendes Ge- R 309
schlechts- oder Fürwort erhalten in der Regel das Wesfall-s.
Beispiele: Goethes, Beethovens. Siegfrieds; Kaiser Karls des Großen.
Bei Familiennamen mit vorangehendem von, van, de, ten usw. wird heute
gewöhnlich der Familienname gebeugt. Der Vorname wird nur dann ge­
beugt, wenn der Familienname - besonders bei historischen Namen -
als Ortsname erkennbar ist und das übergeordnete Hauptwort vorangeht.
Beispiele: Friedrich von Schillers, Wolfgang von Goethes: aber: die Lieder Wolframs
von Eschenbach, jedoch: Wolfram von Eschenbachs Lieder.
b) Gehen die Familien-, Personen- und Vornamen auf s, ß, x, z, tz aus, R 310
dann gibt es folgende Möglichkeit, den Wesfall zu bilden oder zu um­
schreiben :
1. seltener durch die altertümliche Endung -ens.
Beispiele: Brahms, Brahmsens; Horaz. Horazens; Götz. Götzens.
2. durch vorgesetztes Geschlechts- oder Fürwort mit oder ohne Gat­
tungsnamen.
Beispiele: des (Geschichtsschreibers) Tacitus, unseres (großen Gelehrten) Paracelsus.
3. durch vorgesetztes von.
Beispiele: die Schriften von Paracelsus, die „Elektra“ von Strauss.
4. durch Auslassungszeichen (t R 252).
Beispiele: Demosthenes’ Reden. Paracelsus’ Schriften. Ringelnatz' Gedichte, France’
Werke (1 R 253).
c) Familien-, Personen- und Vornamen mit Geschlechts- oder Fürwort R 311
bleiben im Wesfall ungebeugt, gleichviel ob noch ein anderes Hauptwort
vorangeht.
Beispiele: des Lohengrin, des Anton Meier, eines Schiller; des Kaisers Karl, des
Vetters Fritz Frau, die Krönung der Königin Elisabeth, die Reise unseres Onkels Paul;
aber (1 R 315): die Krönung Königin Elisabeths, die Reise Onkel Pauls.
M erke: Ist ein männlicher Personenname völlig zu einem Gattungsnamen
geworden, dann muß er wie ein gewöhnliches Hauptwort die Wesfall­
endung -s erhalten. Schwankungen entstehen, wenn sowohl die Auffas­
sung, daß (noch) ein Name, als auch die Auffassung, daß (schon) eine
Sachbezeichnung vorliegt, vertreten werden kann.
Beispiele: des Dobermanns, des Zeppelins; schwankend: des Diesells],
Zur Formenlehre 74

2. Mehrzahl (Plural)
a) Familiennamen
R312 Die Familiennamen bilden den Plural heute meist auf -s. Gelegentlich
stehen sie ganz ohne Endung, so besonders die auf -en, -er, -el.
Beispiele: Buddenbrooks, die Rothschilds, die Barrings, aber: die Goethe, die (Brü­
der) Grimm, die Münchhausen, die Schiller, die beiden Schlegel. In familiärer Aus­
drucksweise ohne Artikel: Meiers besuchen Müllers.
b) Vornamen
R 313 Männliche Vornamen mit schließendem Mitlaut, ausgenommen die
Namen auf -er und -en, bilden die Mehrzahl auf -e.
Beispiele: die Heinriche (nur ugs.: Heinrichs); aber: die Peter, die Jürgen.
Männliche Vornamen mit schließendem Selbstlaut bilden die Mehrzahl
auf -s, wenn sie Herrschergeschlechter bezeichnen, auf -nen.
Beispiel: die Ottos; aber: die Ottonen.
Weibliche Vornamen auf -e bilden die Mehrzahl mit -n.
Beispiele: die Hilden, die Mariannen.
Weibliche Vornamen auf -a, -o, -i (-y) bilden die Mehrzahl mit -s.
Beispiele: die Paulas, die Emmis, die Liddys.
Weibliche Vornamen mit schließendem Mitlaut, ausgenommen die auf
S-Laut, bilden die Mehrzahl mit -en.
Beispiele: die Gudrunen, die Diethilden; aber: die beiden Agnes.
Verkleinerungsformen auf -chen und -el stehen ohne Endung.
Beispiele: die Gretchen, die Hansel (nur ugs.: Gretchens, Hansels).

B. Titel und Verwandtschaftsbezeichnungen


1. Titel mit Geschlechtswort vor dem Namen
R 314 Steht ein mit dem Geschlechts- oder Fürwort verbundener Titel (eine
Ehren-, Rang- oder Berufsbezeichnung) oder eine Verwandtschaftsbe­
zeichnung mit Geschlechts- oder Fürwort vor dem Namen, dann wird der
Titel oder die Verwandtschaftsbezeichnung, nie jedoch der Name gebeugt.
Beispiele: des Herrn Müller, des Professors Lehmann, die Reise unseres Onkels Karl.
Der Titel „Doktor“ (Dr.) bleibt jedoch ungebeugt (I R 316).
Beispiel: das Gesuch des Dr. Meier.

2. Titel ohne Geschlechtswort vor dem Namen


R 315 Steht ein Titel oder eine Verwandtschaftsbezeichnung ohne Geschlechts­
wort vor dem Namen, dann wird im allgemeinen nur der Name und, so­
fern vorhanden, der Beiname gebeugt.
Beispiele: Professor Lehmanns Sprechstunde, Kaiser Karls des Großen Krönung,
Tante Klaras Brief.
Aber; Der Titel Herr wird in Verbindung mit einem Namen auch dann
gebeugt, wenn Herr ohne Geschlechtswort steht.
Beispiele: Herrn Müllers Meldung; das müssen Sie Herrn Müller melden; wollen
Sie Herrn Müller rufen!

3. Mehrere Titel vor dem Namen


R 316 Stehen mehrere mit dem Geschlechtswort verbundene Titel vor dem
Namen, dann wird zumeist nur der erste Titel gebeugt. Der Titel „Doktor“
(Dr.) bleibt ungebeugt, weil er als Teil des Namens gilt.
75 Zur Formenlehre

Beispiele: die Sprechstunde des Geheimrats Professor Dr. Lehmann; die Rede des
[Ersten] Vorsitzenden Regierungsrat Doktor Pfeifer.
Aber: Ist ,,Herr“ das erste Wort, dann wird der folgende Titel über­
wiegend gebeugt.
Beispiel: die Akte des Herrn Finanzrats Heller (weniger häufig: ... des Herrn
Finanzrat Heller).
Merke: Für die Beugung der Titel in Anschriften gelten dieselben Richt­
linien, auch dann, wenn das Verhältniswort und das Geschlechtswort
wegfallen.
Beispiele: An den Herrn Regierungspräsidenten Müller (weniger häufig: An den Herrn
Regierungspräsident Müller) oder: Herrn Regierungspräsidenten Müller (weniger häufig:
Herrn Regierungspräsident Müller).

C. Erdkundliche Namen
Erdkundliche Namen ohne Geschlechtswort erhalten, soweit sie sächlich R 317
sind, im Wesfall ein -s.
Beispiele: Kölns. Bayerns, Deutschlands, Europas, Amerikas.
Erdkundliche Namen mit Geschlechtswort erhalten im Wesfall zumeist
noch ein -s. Das -s wird jedoch, besonders bei fremden Namen, häufig
schon weggelassen.
Beispiele: des Brockens, des Rhein[e]s; aber: des heutigen Europas od. Europa, des
Mississippis od. des Mississippi.
Erdkundliche Namen auf s, ß, x, z, tz bilden den Wesfall wie Familien-,
Personen- und Vornamen, die in gleicher Weise enden (t R 310).
Beispiele: Bordeaux' Hafenanlage; die Einwohner von Pirmasens, der Schuhstadt
Pirmasens; veraltet: Florenzens Kirchen.

D. Buchtitel u. dgl., Firmen-, Gebäude- und Straßennamen


In gutem Deutsch ist die Beugung der Titel von Büchern, Zeittingen. R 318
Opern, Gedichten usw. sowie die der Firmennamen, Straßen- und Ge­
bäudenamen usw. auch dann notwendig, wenn sie in Anführungszeichen
stehen.
Beispiele: Zitate aus Büchmanns „Geflügelten Worten“, das Titelbild der „Frankfurter
Illustrierten“, die Schriftleitung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, aus Wagners
„Meistersingern“, die neue Auflage des Dudens, das Verwaltungsgebäude der Vereinig­
ten Stahlwerke, die Leistungen des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes, der Vor­
stand des Bibliographischen Instituts AG, auf der Langen Straße, die Öffnungszeiten
des Hauses der Kunst, der Senat der Freien Hansestadt Bremen.
Merke: Soll der Titel eines Buches usw. oder ein Firmenname unverän­
dert wiedergegeben werden, dann muß mit einem entsprechenden Haupt­
wort umschrieben werden.
Beispiele: aus der Zeitschrift „Die Kunst des Orients“, aus Wagners Oper „Die
Meistersinger“, im Hotel „Europäischer Hoff die Maschinen der Luftverkehrsgesell­
schaften „Deutsche Lufthansa AG“ und „Swissair“.

E. Monatsnamen
Die Monatsnamen stehen heute schon überwiegend ohne Wesfall-s. Die R 319
Namen auf -er bewahren es eher. Das Wesfall-s fehlt immer in Verbin­
dungen ohne Geschlechtswort.
Beispiele: die Launen des April oder Aprils, in den Morgenstunden des 20. Mai
oder Mai[e]s: Anfang bis Mitte Januar, Ende Juli.
Zur Formenlehre 76

F. Das Geschlecht von Schiffsnamen


R 320 Schiffsnamen sind im allgemeinen weiblich, vor allem bei Schiffen, die
nach Städten und Ländern benannt sind.
Beispiele: die Bremen; die Hessen; die Europa; die Deutschland.
Nach englischem Vorbild sind die Schiffsnamen heute meist auch dann
weiblich, wenn ein männlicher Personenname zugrunde liegt.
Beispiele: die Graf Spee, die Bismarck. Seltener: der Graf Spee. Aber: der „Flie­
gende Holländer“, der „General San Martin“.
Bei Sachnamen schwankt das Geschlecht zwischen dem des Namens und
dem weiblichen.
Beispiel: die Seetüchtigkeit des „Pfeils“ oder der „Pfeil“.
Bei Tiernamen tritt meist das betreffende Geschlecht dieser Namen ein.
Beispiele: das „Krokodil“, der „Kormoran“, das „Windspiel“, die „Möwe“, der
„Jaguar“.

VII. Beugung bei Maß-, Mengen- und Münzbezeichnungen1


1. Beugung der Bezeichnung und des folgenden Hauptwortes
R 321 a) Im Wesfall der Einzahl
Folgt ein starkes männliches oder sächliches Substantiv ohne ein Begleit­
wort, das den Fall erkennen läßt, einer stark gebeugten Maß- oder Men­
genangabe, dann wird entweder die Angabe oder das davon abhängende
Hauptwort (das Gezählte) gebeugt. Beugung oder Nichtbeugung beider
Glieder gilt als nicht korrekt.
Beispiele: eines Glas Wassers oder eines Glases Wasser, eines Pfund Fleisches oder
eines Pfundes Fleisch; nicht: eines Glases Wassers oder eines Pfund Fleisch.
Geht dem Gezählten oder Gemessenen ein Eigenschaftswort voran, dann
werden in der Regel sowohl die Angabe als auch das Gezählte (Gemes­
sene) gebeugt.
Beispiele: der Preis eines Pfundes (selten: eines Pfund) gekochten Schinkens,
b) In den übrigen Fällen
In den andern Fällen steht das abhängige Wort im gleichen Fall wie die
Maß- und Mengenangabe, wenn nicht der Wesfall gewählt wird, der je­
doch im allgemeinen als gehoben (und gespreizt) empfunden wird.
Beispiele: fünf Sack feinstes Mehl; mit einem Tropfen [warmem] Öl; von einem Sack
[schlechten] Nüssen; ein Glas guter Wein (gehoben: guten Wein[e]s).
2. Beugung der Bezeichnung hinter Zahlen, die größer als 1 sind
R 322 a) Bestimmte Maß-, Mengen- und Münzbezeichnungen in Verbindung mit
Zahlwörtern bleiben in der Mehrzahl gewöhnlich ungebeugt.
Beispiele: 10 Faß. 2 Dutzend, 3 Zoll, 2 Fuß. 7 Paar. 9 Sack, 30 Pfennig, 10 Schilling,
324 Dollar, zwanzig Grad Kälte, zwei Handvoll Papier, zehn Schritt; auch: 5 Karton
oder Kartons Seife.
b) Fremde Bezeichnungen werden jedoch häufig gebeugt, bei manchen
schwankt der Gebrauch. Bezeichnungen, die auf -e ausgehen, werden
immer gebeugt.
Beispiele: 4 Peseten (Einzahl: Peseta), 100 Lei (Einzahl: Leu), 500 Lire (Einzahl: Lira),
100 Centesimi (Einzahl: Centesimo); 10 Inch oder Inches, 5 Yard oder Yards. 20 Bushel
oder Busheis; zwanzig norwegische Kronen, zwei Flaschen Wein, drei Tassen Kaffee,
drei Tonnen, 5 Ellen, 2 Kannen Wasser, drei Dosen.

i Vgl. S. 67, Fußnote 1.


77 Zur Formenlehre

Die Beugung schwankt auch, wenn der Zahl ein Verhältniswort voran­
geht, das den Wemfall fordert.
Beispiele: von 10 Meter an. aber auch: von 10 Metern an; eine Summe von 3
Taler, aber auch: von 3 Talern; in einer Entfernung von 125 Kilometern, aber
auch: von 125 Kilometer.
c) Die Bezeichnungen werden immer gebeugt, wenn das betreffende Haupt­
wort den vollen Begriff enthält, d.h. den konkreten, einzeln gezählten
Gegenstand u.ä. bezeichnet.
Beispiele: er trank 2 Glas, aber: er zertrümmerte zwei Gläser; er hatte 30 Schuß
Munition, aber: es fielen zwei Schüsse.

VIII. Beugung der Abkürzungen und Kurzwörter


1. Abkürzungen
a) Abkürzungen, die als selbständige Wörter gesprochen werden, stehen R 323
in der Einzahl meist ohne Beugungsendung.
Beispiele: des Pkw (selten: Pkvvs), des EKG (selten: EKGs).
In der Mehrzahl ist die Beugung häufiger, besonders bei den weiblichen
Abkürzungen, weil bei ihnen das Geschlechtswort in der Einzahl und in
der Mehrzahl gleich lautet (t R 255).
Beispiele: die Lkws neben: die Lkw (weil Einzahl: der Lkw); aber fast immer:
die GmbHs neben seltener: die GmbH (weil die Einzahl gleich lautet: die GmbH).
Überall dort, wo die Beugung durch das Geschlechtswort oder den Satz­
zusammenhang deutlich wird, ist es besser, diese Abkürzungen nicht zu
beugen, um sie gegenüber den vollwertigen Hauptwörtern in ihrer die­
nenden Rolle zu belassen.
b) Bei Abkürzungen, die im vollen Wortlaut gesprochen werden, wird R 324
die Beugungsendung oft im Schriftbild nicht wiedergegeben.
Beispiele: lfd. J. (= laufenden Jahres), d. M. (= dieses Monats), im Ndl. (= im Nieder­
ländischen).
Dort, wo sie auftritt, steht sie meist hinter dem Abkürzungspunkt.
Beispiele: des Jh.s. die Jh.e (=des Jahrhunderts, die Jahrhunderte), B.s Reden
(= Bismarcks Reden): aber, weil so üblich geworden: dem Hm. (= dem Herrn). Bde.
(= Bände).
Gelegentlich wird die Mehrzahl durch Buchstabenverdopplung ausge­
drückt.
Beispiele: Mss. (= Manuskripte). Jgg. (= Jahrgänge), ff. (= folgende [Seiten]).
2. Kurzwörter
Kurzwörter werden wie volle Hauptwörter gebeugt. R 325
Beispiele: der Bus, des Busses, die Busse; der Akku, des Akkus, die Akkus.

IX. Zur Auslassung des e bei Endsilben

Bei den nachfolgend aufgeführten Wörtern besteht die Neigung, ein unbe- R 326
tontes e auszulassen. (Zur Schreibung t R 251.)
a) Bei den Zeitwörtern auf -ein wird das e in der 1. Person Einzahl der R 327
Wirklichkeitsform und in der 1. und 3. Person Einzahl der Möglich­
keitsform der Gegenwart sowie in der Befehlsform häufig ausgelassen.
Bei den Zeitwörtern auf -ern ist der Ausfall seltener.
Beispiele: ich wechsle neben: ich wechsele; aber: ich wandere (seltener: ich wandre).
Zur Formenlehre 78

Die Auslassung des e der Endung -en nach Selbstlaut oder nach h ist
umgangssprachlich oder dichterisch.
Beispiele: schrein, stehn, gehn, sehn.
Nicht umgangssprachlich ist die Auslassung des e nach ie.
Beispiel: sie schrieen neben: sie schrien.
R 328 b) Bei Hauptwörtern auf -ung und -er, die von Zeitwörtern auf -ein ab­
geleitet sind. Fällt das e häufig aus. Bei Ableitungen von Zeitwörtern auf
-ern bleibt es meist erhalten.
Beispiele: Abriegelung neben: Abrieglung, aber: Wanderer (selten: Wandrer) und
nur: Wanderung.
Bei manchen häufig gebrauchten Hauptwörtern auf -ung, die von Zeit­
wörtern auf -ein abgeleitet sind, ist das e bereits weitgehend geschwunden.
Beispiele: Wandlung, Handlung, Vermittlung.
Ohne e stehen immer die Hauptwörter auf -ee und -ie.
Beispiele: die Seen (nicht: die Seeen). der Tegernseer (nicht: der Tegemseeer;
t R 205), die Knie (nicht: die Kniee).
R 329 c) Eigenschaftswörter auf -el werfen als Beifügung das e dieser Silbe aus.
Beispiele: eitle Menschen, ein dunkler Wald.
Eigenschaftswörter auf -er und -en sowie Fürwörter auf -er behalten über­
wiegend das e dieser Silben. Nur wenn der Stamm auf einen Zwielaut
ausgeht, wird das e immer ausgestoßen. Fremde Eigenschaftswörter auf
-er stoßen das e gleichfalls aus.
Beispiele: ein finsteres (seltener: finstres) Gesicht; die Kinder waren munterer (auch:
muntrer); ein ebenes (auch: ebnes) Gelände; in unseren (seltener: unsren oder auch:
unsem) Gärten; die anderen (seltener: andren oder auch: andern) Kinder; saure Gurken;
teures Essen; eine illustre Gesellschaft; ein makabres Geschehen.
Formen mit drei tonlosen e sind zu vermeiden.
Beispiel: In dieser Woche gab es heiterere Tage als im vergangenen Monat (besser: ...
gab es heitrere Tage ... oder ... waren die Tage heiterer als ...).

R 330 X. Datum mit oder ohne am


1. Datumsangabe mit am
Steht bei Angabe des Datums der Wochentag im Wemfall mit am, dann
steht auch der nachfolgende Monatstag im Wemfall (mit Beistrich hinter
dem Monatsnamen), wenn er als erklärender Beisatz aufgefaßt wird.
Beispiel: Die Familie kommt am Montag, dem 5. September, an.
Der nachfolgende Monatstag steht aber im Wenfall, wenn er als Glied
einer Aufzählung (ohne Beistrich hinter dem Monatsnamen) aufgefaßt
wird. Der Monatstag ist dann eine selbständige Zeitangabe im Wenfall.
Beispiel: Die Familie kommt am Montag, den 5. September an.
Beide Formen des Satzes sind korrekt.
2. Datumsangabe ohne am
Steht bei Angabe des Datums der Wochentag ohne am, dann steht der
Monatstag im Wenfall, und zwar als Glied einer Aufzählung (ohne Bei­
strich hinter dem Monatsnamen) oder als erklärender Beisatz (mit Bei­
strich hinter dem Monatsnamen). Auch hier sind beide Formen korrekt.
Beispiele: Die Familie kommt Montag, den 5. September an. Die Familie kommt
Montag, den 5. September, an.
Zum Beistrich in solchen Sätzen vgl. auch R 22.
Zur Wortbildung

Die Fugenzeichen
1. Allgemeines
Das Fugenzeichen kennzeichnet die Verbindungsstelle einer Zusammen- R 331
Setzung (Ableitung). In den meisten Fällen handelt es sich um Beugungs­
endungen. die in die Zusammensetzung eingegangen sind. Viele Zu­
sammensetzungen sind jedoch in Anlehnung an bereits bestehende Muster
gebildet worden. So ist z.B. die Bischofskonferenz nicht die Konferenz
eines Bischofs, sondern mehrerer Bischöfe. Umgekehrt ist ein Hühnerei
nicht das Ei mehrerer Hühner, sondern eines Huhnes. Gerade diese Bei­
spiele zeigen, daß es sich bei den Fugensilben oder -lauten nur um
Fugenmerkmale handelt.
2. Das Fugen-s
Die Häufigkeit, mit der in Zusammensetzungen der Wesfall auf -[e]s R 332
starker männlicher und sächlicher Hauptwörter beim Bestimmungswort
auftritt. führte dazu, daß das Fugen-s sogar in Zusammensetzungen er­
scheint, deren Bestimmungswort weiblich ist oder in der Mehrzahl steht.
Das Fugen-s haben
a) viele Zusammensetzungen mit starken männlichen und sächlichen Be- R 333
Stimmungswörtern.
Beispiele: Wolfsmilch. Bootsmann, Glückstag, Friedensbedingung.
b) ,,Armut“ oder Ableitungen auf -heit, -keit, -Schaft, -tum und -ung, R 334
meist auch die auf-ing und -ling als Bestimmungswort.
Beispiele: Armutszeugnis; weisheitsvoll. Kleinigkeitskrämer. Erbschaftssteuer (be­
hördlich: Erbschaftsteuer). Altertumsforschung. Richtungswechsel (aber, wenn das
Bestimmungswort als Wenfall zum Zeitwort steht: achtunggebietend); Zwillingspaar.
Frühlingssturm (aber: frühlinghaft neben frühlingshaft).
c) die fremden Bestimmungswörter auf -ion und -tat. R 335
Beispiele: Funktionstheorie, Universitätsprofessor, aber: Zusammensetzungen mit
Kommunion: Kommunionbank. Kommunionkind.
d) oft bereits zusammengesetzte Bestimmungswörter. R 336
Beispiele: Handwerksmeister, vorschriftsmäßig.
e) die als Bestimmungswort stehenden hauptwörtlich gebrauchten Grund- R 337
formen.
Beispiele: Schlafenszeit. Schaffensdrang.
f) die meisten Zusammensetzungen mit den Bestimmungswörtern ..Hilfe. R 338
Geschichte. Liebe'1.
Beispiele: Hilfszug. hilfsbereit (aber: hilflos), Geschichtslehrer. Liebesbrief (aber:
Liebreiz).
Merke: Bei Zusammensetzungen, bei denen die Bildung mit -s noch R 339
nicht vorherrschend ist, verwendet man besser die Form ohne -s.
Beispiel: Weggenosse (n icht: Wegsgenosse).
Dabei ist jedoch zu beachten, daß in Österreich das Fugen-s häufiger
gebraucht wird.
Beispiele: Fabriksarbeiter. Zugsverkehr.
Zur Wortbildung 80

Merke: Bei Bedeutungsunterschieden sind beide Formen, mit und ohne


! Fugen-s, gebräuchlich.
Beispiele: Wassersnot und Wassernot, Landsmann und Landmann.
3. Das Fugen-e
R 340 Das alte Fugen-e (noch in „Mauseloch“, „Tagedieb“) ist mit der Plural­
endung zusammengefallen. Im Süddeutschen werden die Formen ohne -e-
bevorzugt.
Beispiele: Tageblatt und Tagblatt; Hundehütte, Gänsefeder.
4. Das Fugenzeichen -en-
R 341 Das Fugenzeichen -en- entspricht in fast allen Fällen der alten Wesfall­
endung der schwachen Beugung. Es tritt bei weiblichen Wörtern auf, die
früher im Wesfall der Einzahl die Endung -en hatten (früher: der Sonnen),
bei schwach gebeugten männlichen Wörtern (des Boten) und solchen, die
früher schwach gebeugt wurden, heute aber der starken Beugungsklasse
angehören. Es wird heute zumeist als Pluralendung verstanden.
Beispiele: Tannenbaum, Sonnenball, Erdenrund, Seelenruhe, Fahnenstange. Frauen­
kirche; Botenlohn; Schwanenhals, Hahnenkampf.
Merke: Das -en am Bestimmungswort kann auch Stammauslaut sein.
Beispiele: Zeichenstift (von zeichnen, älter: zeichen-en), Rechenheft (von: rechnen,
älter: rechen-en).
Vorschriften für den Schriftsatz

Für die Einheitlichkeit des Verfahrens bei der Herstellung von Druck­
sachen ist die allgemeine Beachtung folgender Vorschriften dringend not­
wendig.

1. Buchstaben I, i, J, j
a) I (Selbstlaut) und J (Mitlaut) in Druckschriften
In lateinischen Druckschriften wird zwischen dem Selbstlaut I und
dem Mitlaut J unterschieden. Daß viele deutsche Druckschriften einen
Unterschied zwischen 3 (Selbstlaut) und 3 (Mitlaut) nicht kennen, ist
ein Mangel.
b) Trennung von I, i (Selbstlaut) und J, j (Mitlaut) in Wörterverzeich­
nissen
Der Selbstlaut I (i) und der Mitlaut J (j) sind, weil sie verschiedenen Laut­
wert haben, in Wörterverzeichnissen getrennt aufzuführen.

2. S-Laute in Fraktur
Die deutsche Schrift oder Fraktur unterscheidet zwischen l ft, ff 5. Wer
sie weiterhin verwenden will, muß nachstehende Richtlinien beachten:
a) Das lange f
1. Im Anlaut und in der Buchstabenverbindung fd) steht immer f.
Beispiele: lagen, fef)en, lieben, fucfjen; fcbaben, gifd).
Dies gilt auch für Zusammensetzungen.
Beispiele: ^elbenlage, .£>öf)enfonne.
2. Im Inlaut steht f am Anfang einer Silbe, und zwar
a) nach Mitlauten.
Beispiele: CSrbfe, SRätfei, ipadjfen, tledfen.
b) zwischen Selbstlauten, wenn f den stimmhaften S-Laut bezeichnet.
Beispiele: leien, SRofe, Selen.
Merke:
1. f steht in den Lautverbindungen fP und ft für den stimmlosen S-Laut.
Beispiele: ftnofpe, 2Befpe, geftern, §erbft.
Dies gilt nicht, wenn fj vor dem Beugungs-t steht.
Beispiele: er beigt, er lägt, gehaßt, am grögten.
2. f steht auch dann, wenn der S-Laut durch ein ausgefallenes tonloses e
in den Auslaut gerät.
Beispiele: auserlelne (für: auserlefene), 2Bcd)fIer (zu: mecgfeln). Sjaarfräufler (zu:
träufeln), id) lef (für: id) lefe).
3. In Fremdwörtern steht immer f am Anfang einer Sprachsilbe.
Beispiele: amfselle, ^rofäenium.
Im übrigen gelten die vorstehenden Richtlinien.
Beispiele: ÜRifroffop, OTanuftript. mafd)inell (vgl. a. 1); Wbfjeg (vgl. a. 2, a):
$tifeur, gjtufeum (vgl. a. 2, b); Sefper, Optimift (vgl. a. Merke. I).
Vorschriften für den Schriftsatz 82

Beachte: In Zusammensetzungen wie tranfpirieren,tranffribieren,tranf3enbent


gehört das f zum zweiten Wortteil. Das 5 von trans- ist ausgefallen.
b) 6
6 steht zur Bezeichnung des stimmlosen S-Lautes
1. im Inlaut immer nach langem Selbstlaut
Beispiele: außer, reißen, 93Iöße, ©ruße, SRaße, Sd)öße.
2. im Auslaut aller Stammsilben, die im Inlaut mit ß oder ff geschrie­
ben werden.
Beispiele: ©ruß (grüßen), 2Raß (meffett), t)aßt (Raffen), eßbar (effen),
mißachten (mtffen), Kongreß (ftongreffe), ftompaß (.ftompaffe).
3. für ff, wenn ein tonloses e ausfällt.
Beispiele: oergeßne(für: oergeffene), roäßrtg(für: roäfferig), faß ! (für: faffe !)
0 ff
ff steht im Inlaut zwischen zwei Selbstlauten, von denen der erste kurz ist.
Beispiele: StRaffe, StRiffetat, 5Utffe, f>affert, effen, ©teidjniffe, Differtation.
Merke: ff steht auch dann, wenn ein tonloses Schluß-e durch ein Aus­
lassungszeichen ersetzt wird.
Beispiele: 3d) taff’; aber (ohne Auslassungszeichen; vgl. b, 3): laß!
d) Das Schluß-5
steht im Auslaut
1. aller Stammsilben, die im Inlaut mit f geschrieben werden.
Beispiele: bies (biefes), ©ans (©änfe), Jsjäscßen (£>afe), Klausner (Rlaufe),
bösartig (böfe).
Darüber hinaus steht das Schluß-S aber auch im Auslaut weiterer Stamm­
silben wie
aus, als, bis, bas, es, tuas u. a.
2. aller Beugungsendungen.
Beispiele: ftinbes, 93aters, rotes, toeldjes, alles.
3. aller Sprachsilben von Fremdwörtern.
Beispiele: transponieren (vgl. aber a. Merke, 3), Dispens, Desinfeftion.
4. von Wörtern auf -nis, -is, -us, -as, -es, obwohl im Inlaut ff steht.
Beispiele: ©leicßnis (©leidptiffe), ftürbis (Rürbtffe), ©lobus (©lobuffe),
ültlas (ültlaffe), ftirmes (Stirmeffen), toes (toeffen), bes (beffen).
5. Das Schluß-s steht als Fugen-s in zusammengesetzten Wörtern.
Beispiele: Orbnungsliebe, Donnerstag.
6. Das Schluß-S steht ferner in Wörtern wie
Kubismus, XResner, Slrabesfe, Sd)Iestoig.

3. S-Laute in Antiqua
a) s, ss, ß
Die Latein- oder Antiquaschrift unterscheidet lediglich zwischen s, ss, ß.
Für den Gebrauch dieser drei Zeichen gelten sinngemäß die unter Punkt 2
aufgestellten Richtlinien, wobei zu beachten ist, daß s für f und 5 steht.
b) ss und SS für ß
1. Nur wenn in einer Antiquaschrift, z.B. bei der Schreibmaschine, kein ß
vorhanden ist, darf als Notbehelf ss gesetzt werden.
Beispiel: Reissbrett für: Reißbrett.
83 Vorschriften für den Schriftsatz

Wenn ss für ß gebraucht wird, dann darf diese Buchstabengruppe ss, die
einen einfachen Laut darstellt, nicht getrennt werden (IR 161).
Beispiele: Bu-sse. Grü-sse. muss-te, grüss-te.
Stoßen ß und s innerhalb eines Wortes zusammen, so werden drei s ge­
setzt.
Beispiele: Masssachen, Kongressstadt, Reissschiene.
2. SS steht für ß bei der Verwendung von Großbuchstaben. Nur wenn
Mißverständnisse möglich sind, schreibt man SZ.
Beispiele: STRASSE: MASSE, aber: MASZE (wenn beide Wörter verwechselt wer­
den können).
Treffen mehrere S-Zeichen zusammen, dann setzt man zweckmäßig den
Bindestrich.
Beispiele: SCHLOSS-STRASSE. MASS-STAB.
c) ß in fremdsprachigem Satz
Wenn ein deutsches Wort mit ß latinisiert wird, bleibt das ß erhalten.
Beispiel: Weißenburg, Weißenburgensis (der Codex Weißenburgensis).
Ebenso wird ß gesetzt, wenn deutsche Eigennamen mit ß in fremd­
sprachigem Satz erscheinen.
Beispiel: Monsieur Aßmann 6tait ä Paris.

4. Ligaturen
a) Allgemeines
In Antiqua werden im allgemeinen folgende Ligaturen gebraucht: ff,
fl, fl, ß (das heute aber als ein Buchstabe angesehen wird).
In Fraktur kennen wir nachstehende Ligaturen: dj, cf, ff, ff, ff, ft, II, fdj,
fi, ffr % $•
Die Ligatur ist dort anzuwenden, wo sie die sprachliche Richtigkeit nicht
stört.
Beispiele: schaffen, schafft, abflauen, streifig.
Sie steht in Zusammensetzungen nicht in der Wortfuge.
Beispiele: Schaffell. Kaufleute. Schilfinsel, vielleicht, entzwei.
Sie steht auch nicht in Fällen wie:
ich tröpfle, ich kaufte; höflich.
Treffen drei Buchstaben zusammen, von denen je zwei eine Ligatur bilden
können, so entscheidet die Silbengrenze.
Beispiele: Rohstoff frage, Affigkeit, knifflig, Souf fleur. schaff ten.
Mit zwei Ligaturen setzt man z.B.:
Sauerstoffflasche.
Die Ligatur muß ferner stehen in Wortverschmelzungen wie Schiffahrt,
wo von drei gleichen Mitlauten einer ausgestoßen worden ist (t R 236 f.).
Schließt eine Abkürzung mit zwei Buchstaben, die eine Ligatur bilden
können, dann wird diese angewendet.
Beispiele: Aufl. (aber: Auf lage), gell, (aber: gefällig, gefälligst).
Im Sperrsatz werden Ligaturen nicht verwendet, ausgenommen in der
Fraktur d), cf, ff und t}.
b) Ligaturen /£, x, CE, ce statt Ae, ae, Oe, oe.
In lateinischen Wörtern sind diese Ligaturen nicht anzuwenden.
Beispiele: Caelius mons, Asa foetida.
Vorschriften für den Schriftsatz 84

In französischen Wörtern, die im deutschen Satz verstreut Vorkommen,


muß, wie im französischen Satz, GE und ce gesetzt werden.
Beispiele: CEuvres, soeur.
In dänischen Wörtern ist /E, ae anzuwenden.
%
5. Abkürzungen
Vgl. auch R 5f.
a) Abkürzungen am Satzanfang
Einfache Abkürzungen werden am Satzanfang mit großem Anfangs­
buchstaben gesetzt.
Beispiele: Vgl., Cf., Ebd., 1b. (für: vgl., cf, ebd., ib.).
Die Abkürzung v. für das den Adel bezeichnende Verhältniswort von
schreibt man auch zu Beginn eines Satzes klein (t R 126).
Beispiel: v. Haller erschien zuerst.
Mehrteilige Abkürzungen werden zweckmäßig ausgesetzt.
Beispiele: Das ist ... Mit anderen Worten ... Über dem Meeresspiegel ... (für: d.i.;
m.a.W.; ü.d.M.).
b) Abkürzungen S., Bd., Nr., Anm.
Wenn die Wörter Seite, Band, Nummer, Anmerkung usw. das Ge­
schlechtswort vor sich haben, dann dürfen sie der größeren Vollwertig­
keit wegen vor einer folgenden Zahl nicht abgekürzt werden.
Beispiele: die Seite 5, der Band 8, die Nummer 4, die Anmerkung B.
Geht aber kein Geschlechtswort voraus, dann können solche Bezeich­
nungen abgekürzt werden.
Beispiele: S. 5, Bd. 8, Nr. 4, Anm. B.
Dagegen heißt es bei Voranstellung der Zahl, weil diese dem Hauptwort
größeren Wert verleiht, stets:
5. Seite (nicht: 5. S.), 8. Band (nicht: 8. Bd.).
c) usw., etc.
Im deutschen Satz wird der Ausdruck und so weiter stets durch usw. ab­
gekürzt. Die Abkürzung etc. sollte im Deutschen vermieden und durch
usw. ersetzt werden. Die Franzosen und Engländer, jene jedoch nur in
der Schreibschrift, verwenden &c., die Italiener ecc. und die Spanier etc.,
und zwar setzen sie alle einen Beistrich vor diese Abkürzungen.
d) Zusätze bei Ortsnamen1
Kürzt man Zusätze bei Ortsnamen ab, dann ist die einfache Abkürzung
durch den Punkt anzuwenden.
Beispiele: Bad Homburg v.d.H., Mülheim a.d. Ruhr.
Die Deutsche Bundespost und Bundesbahn wenden in derartigen Fällen
folgende Schreibweise an :
Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Halle (Saale).
Tritt dabei eine Abkürzung auf, dann schreiben Post und Bahn ohne
Punkt.
Beispiel: Großauheim (Kr Hanau)
Falsch sind Schreibungen wie:
Mülheim a. Ruhr statt: Mülheim a.d. Ruhr; Frankfurt-Oder statt: Frankfurt (Oder);
Frankfurt a/M. statt: Frankfurt a.M.

' Über die amtliche Schreibung der Ortsnamen vgl. Duden, Wörterbuch geographischer
Namen, Europa.
85 V orschriften für den Schriftsatz

6. Zeichen
a) Paragraphzeichen (§)
Steht das Wort Paragraph in Verbindung mit einer Zahl, dann setzt
man das Zeichen §.
Beispiele: § 9, § 17ff., §§ 10 bis 15 oder: §§ 10—15; der § 9, die §§ 10 bis 15
oder: die §§ 10—15.
b) Et-Zeichen (&)
Das Et-Zeichen & ist gleichbedeutend mit u., darf aber nur bei Firmen­
bezeichnungen angewendet werden.
Beispiele: Voß&Co., Meyer & Neumann.
Sonst ist als Abkürzung für und u. zu setzen.
c) Geborenzeichen (*) usw.
Für familiengeschichtliche Arbeiten empfiehlt sich die Anwendung der
folgenden Zeichen statt der mehr Raum beanspruchenden Ausdrücke oder
Abkürzungen:
für geboren (geb.): *, für getauft (get.): .~>) für unverheiratet, ledig (led.): oo, für ver­
heiratet (verh.), vermählt (verm.): cd, für geschieden (gesch.): oo, für gestorben (gest.): t,
für gefallen (gef.): x , für begraben (begr.): □, für eingeäschert: 0
d) Strich für gegen, Strich zwischen Zahlen. Gleichheitszeichen,
Gradangaben: vgl. S. 86, 9.
e) Streckenstriche: vgl. S. 87, 13.

7. Fußnoten-(Anmerkungs-)Zeichen
Fußnoten-(Anmerkungs-)Zeichen stehen vor den Satzzeichen und besser
vor den schließenden Anführungszeichen, und zwar verdienen hoch­
stehende Zahlen ohne Klammern den Vorzug sowohl vor Zahlen mit
Klammern als auch vor Sternen oder Kreuzen mit oder ohne Klammern.

8. Anführungszeichen
a) Form der Anführungszeichen im Deutschen und bei Anführungen aus
fremden Sprachen (vgl. auch R 94)
Im deutschen Schriftsatz werden vornehmlich die Anführungszeichen
und »...« angewendet. Die französische Form «...» ist im Deutschen
weniger gebräuchlich; in der Schweiz hat sie sich für den Antiquasatz
eingebürgert.
Bei einzelnen aus fremden Sprachen angeführten Wörtern und Wendun­
gen ist die Sprache, in der der Text geschrieben oder gedruckt wird, für
die Form der Anführungszeichen bestimmend.
Beispiel: Die »carabinieri« sind mit unseren Gendarmen zu vergleichen.
Werden ganze Sätze oder Absätze aus fremden Sprachen angeführt,
dann bedient man sich der in der betreffenden Sprache üblichen An­
führungszeichen.
Beispiele: Ein englisches Sprichwort lautet: “Early to bed and early to rise makes a
man healthy, vvealthy, and wise." «Frate, frate! Libera chiesa in libero stato!» waren
Cavours letzte Worte.
b) Unterführungen (vgl. auch R 1 59)
Zahlen dürfen nicht unterführt werden.
Vorschriften für den Schriftsatz 86

Ist mehr als ein Wort zu unterführen, dann wird das Unterführungs­
zeichen auch dann unter jedes einzelne Wort gesetzt, wenn die Wörter
nebeneinanderstehend ein Ganzes bilden.
Beispiel: Unterlauterbach b. Treuen

9. Raumverteilung (Spatiieren)
a) Auslassungszeichen usw.
Dem Auslassungszeichen geht der regelmäßige Zwischenraum voran.
Beispiele: aber ’s kam anders, so ’n Mann.
Eine Ausnahme machen nur die üblichen Verbindungen sich's, geht's usw.,
weil sie als Ganzes verstanden werden.
b) Strich (-) für gegen
Der für das Wort gegen verwendete Strich, z. B. in Sportberichten, wird
mit Zwischenraum gesetzt.
Beispiel: Schalke 04 - 1. FC. Nürnberg 1:3.
c) Fernruf-, Fernschreib- und Postscheckkontonummern
Postamtlich trennt man die in Zweiergruppen zusammengefaßten Ziffern
der Fernrufnummern durch 2-Punkt-Spatium wie folgt (die Ortsnetz­
kennzahl steht in runden Klammern vor der Fernrufnummer):
08, 168, 1428, 14283, 142837, (06281) 491.
Fernschreibnummern bestehen aus Kennzahl und Rufnummer. Die Kenn­
zahl wird ohne Null geschrieben und steht vor der Rufnummer. Die Ruf­
nummer wird von der Endziffer aus jeweils durch ein 2-Punkt-Spatium
in Dreiergruppen gegliedert.
Beispiele: 8 582404 (8 = Kennzahl von Düsseldorf); 462527 (4 = Kennzahl von Mann­
heim).
Bei den Nummern der Postscheckkonten sind in jedem Falle die
beiden letzten Ziffern vor dem Strich durch 2-Punkt-Spatium abzutrennen.
Beispiele: 349-603,640 74-208.
d) Strich zwischen Zahlen (—)
Ein Strich zwischen Zahlen kann sowohl bis als auch weniger (minus)
bedeuten. Wo nach dem Zusammenhang ein Zweifel möglich ist, muß bis
gesetzt werden. Am Schluß einer Zeile und beim Beginn einer neuen Zeile
wird bis gesetzt. (Vgl. ferner Stichwort ,,bis“ im Wörterverzeichnis.)
Als Zeichen für bis steht der Strich ohne Zwischenraum (kompreß).
Beispiel: Das Buch darf 3—4 Mark kosten.
Das Minuszeichen steht mit 2-Punkt-Spatium zwischen den Zahlen
usw.
Beispiele: 7—3 = 4;a—b = c.
e) Gleichheitszeichen (=0, Pluszeichen ( + ), Malzeichen (x ) u. ä.
Diese werden wie das Minuszeichen behandelt. Bei Nonpareillesatz steht
allgemein 1-Punkt-Spatium.
f) Raumverteilung bei Gradangaben
Zwischen dem Minus- oder Pluszeichen und der Zahl ist nur ein Viertel­
geviert, vor dem Gradzeichen nichts und hinter diesem nur ein Viertel­
geviert zu setzen.
Beispiele: — 3°R, + 3° C (fachspr. aber auch: 3 °C).
87 Vorschriften für den Schriftsatz

g) V2zöllig, 5pfündig, 3/4fach u.ä.


In solchen Zusammensetzungen wird kein Zwischenraum hinter die Zahl
gesetzt. Werden mehrere zusammengefaßt, dann treten Bindestriche hinter
die Zahlen, mit Ausnahme der letzten.
Beispiele: '/2-, '/4- und '/«zöllig, 5%ig, 106fach.

10. Sperrung
a) Ligaturen bei Sperrung vgl. S. 83, 4, a.
b) Vornamen vor gesperrten Familiennamen sind mit zu sperren; steht
der Vorname aber hinter dem Familiennamen (z.B. in Verzeichnissen),
dann ist er nicht zu sperren.
Zahlen sind im Sperrsatz nicht mit zu sperren.
c) lm normal gesperrten Satz sind Beistrich, Strichpunkt, Doppelpunkt,
Frage- und Ausrufezeichen, Klammern mit zu sperren.
Punkt und Anführungszeichen werden nicht gesperrt.

11. Schreibung von Wortverbindungen, die durch erklärende Zusätze usvv.


unterbrochen werden
Statt Richtlinien mögen Beispiele zur Veranschaulichung dienen:
Fuhr- usw. Kosten; Gemeindetamtsivorsteher (= Vorsteher der Gemeinde oder des Ge­
meindeamts), aber: Gemeinde-(Amts-)Vorsteher (= Gemeindevorsteher oder Amtsvor­
steher); Privat-(Haus-)Briefkasten; Magen-(und Darm-)Besch\verden; Sommer-tund
Winter-)Schlußverkauf; Friedrich-tEcke Leipziger)Straße, oder Friedrich-, Ecke Leip­
ziger Straße (t R 223); Ostende-Belgrad-(Tauern-)Expreß; die wappen-toder medaillon-)
tragenden Figuren.

12. Schreibung zusammengezogener Worterklärungen


Um Raum zu sparen, werden in Wörterverzeichnissen Erklärungen oft
zusammengezogen, z.B. im Duden bei dem Stichwort ,,3 Z? <:///<:/“ die Er­
klärung Gewebe^ streifen. Das bedeutet, daß man Band mit Streifen und
auch mit Gewebestreifen erklären kann.

13. Streckenstriche
Bei Streckenangaben, besonders in Fahrplänen, ist statt des Bindestrichs
der St recken st rieh anzuwenden, der dem Gedankenstrich ähnlich, aber
um ein Drittel kürzer ist.
Beispiele: Hamburg-Berlin. Köln-München.
Zwischen zwei Wörtern, die einen Namen bilden, darf aber nicht der
Streckenstrich, sondern muß ein Bindestrich stehen.
Beispiel: Wernigerode-Drei Annen-Hohne- Brocken.
Vor und hinter den Streckenstrich ist ein 1-Punkt-Spatium zu setzen. Im
gewöhnlichen Satz genügt der Gedankenstrich.

14. Schriftauszeichnung
a) Auszeichnung des Beugungs-s und der Silbe ...sehe hinter Namen
Wenn Eigennamen, die mit einem Beugungs-s oder mit der Silbe ...sehe
versehen sind, ausgezeichnet, d.h. durch Sperrung, Kursivsatz, Fettdruck
oder Kapitälchen (vgl. 14, b) hervorgehoben werden, dann gilt folgendes:
1. Das Beugungs-s wird stets mit ausgezeichnet.
Beispiele: Meyers Lexikon, Meyers Lexikon, Meyers Lexikon. Meyers Lexikon.
Vorschriften für den Schriftsatz 88

2. Die Silbe ...sehe usw. wird stets aus der Grundschrift gesetzt.
Beispiele: der Virchowsche Versuch, ein VirchowschQr Versuch, ein Virchowsches
Werk, die ViRCHowsehen Werke. Im Sperrsatz: Die Virchowschen Werke ...
b) Auszeichnung bei Kapitälchensatz
Werden in einem aus Antiqua gesetzten Werke Eigennamen durch Kapi­
tälchen ausgezeichnet, dann sind sie außer in den unter 14, a genannten
Fällen nur dann aus Kapitälchen zu setzen, wenn sie allein stehen.
Beispiel: Schiller war der erste, der
nicht aber, wenn sie in Zusammensetzungen stehen.
Beispiel: Schillertheater, Schiller-Museum.

15. Schreibung von Zahlen


Vgl. auch R 230ff. und S. 86 f., 9, c-g.
a) Allgemeines
Die alte Buchdruckerregel, nach der die Zahlen von 1 bis 12 in Buch­
staben und die Zahlen von 13 an in Ziffern zu setzen sind, ist einzu­
schränken. Auch die Zahlen von 1 bis 12 sind in Ziffern zu setzen, wenn
in technischen oder wissenschaftlichen Abhandlungen die Zahl und das die
Sache bezeichnende Hauptwort die Aufmerksamkeit auf sich lenken sollen.
Beispiele: Kurbel mit 2 Wellen, Zahnrad mit 2 Spindeln.
Vor Zeichen und Abkürzungen von Maßen, Gewichten, Geldsorten usw.
ist die Zahl in Ziffern zu setzen.
Beispiele: 21,4 kg, 6 DM.
Setzt man diese Bezeichnungen aus, dann kann die Zahl in Ziffern wie in
Buchstaben gesetzt werden.
Beispiel: 2 Mark oder zwei Mark.
b) Anwendung des Bindestrichs bei Hausnummern
Bei Hausnummern setzt man den Gedankenstrich.
Beispiel: Burgstraße 14—16.
Zulässig sind auch der Bindestrich (nicht aber der Frakturbindestrich)
Beispiel: Burgstraße 14-16.
und der Schrägstrich.
Beispiel: Burgstraße 14/16.
Folgen die Zahlen unmittelbar aufeinander, dann wird auch u. angewendet.
Beispiel: Karlstraße 9 u. 10 (wie auch bei nicht fortlaufenden Hausnummern Karl­
straße 8 u. 10 richtig ist).
c) Abgekürztes Datum
Bei abgekürzten Daten schreibt man für Tag und Monat die Zahlen mit
Punkten nebeneinander.
Beispiele: Mannheim, [den] 14. 3. 1967; am 1. 5. 10 geboren.
d) Abgekürzte Jahreszahlen
Bei abgekürzten Jahreszahlen verwendet man den Schrägstrich.
Beispiele: 1903/04, 1960/61, 1939/45.

16. Fremdsprachige Hauptwörter mit großen Anfangsbuchstaben


lm Deutschen verstreut vorkommende Wörter aus fremden Sprachen
sind nach deutschen Regeln zu setzen, sofern sie nicht in Klammern
oder zwischen Anführungszeichen stehen oder aber kursiv gesetzt sind.
89 V orschriften für den Schriftsatz

Beispiele: Das ist ihm eine Terra incognita. Er war ein Agent provocateur. Emilio ist
ein Musico senza pari. Aber: Das Wort Thron (.9yovo^) ist ein Fremdwort. Der ..sitting
room“ der Engländer entspricht unserem Wohnzimmer.

17. Wichtigere Lautverbindungen in fremdsprachigen Namen


a) Dänisch. Norwegisch, Schwedisch, Finnisch
Das Dänische hat die Zeichen Ä, ä für älteres Aa, aa (diese Schreibung
ist nicht mehr offiziell). Außerdem kommen Az, ae und 0, 0 (für nicht
mehr offizielles Ö, ö) vor.
Im Norwegischen setzt man Ä. ä für nicht mehr offizielles Aa, aa.
Außerdem kommen Az, te und 0, 0 (für nicht mehr offizielles Ö, ö) vor.
Im Schwedischen gibt es die Zeichen ä, ä, ö. Die Großbuchstaben
o •« ••

A, A und O müssen stets so (mit Kreis und Punkten) wiedergegeben


werden, sie dürfen nicht durch Aa, Ae und Oe ersetzt werden.
Im Finnischen gibt es die Zeichen ä und ö. Bei Silbenlänge werden sie
verdoppelt (ää, öö).
In Frakturschrift ist in nordischen Personennamen, die auf «fett und
=fon enden, der vorangehende S-Laut mit 5 zu schreiben.
Beispiele: ©ulbransien, 3ona5fon
b) Polnisch, Tschechisch
In polnischen und tschechischen Namen ist ck getrennt zu setzen,
denn ck ist hier tzk (nicht: kk) zu sprechen.
Beispiele: Chodowiecki, Palacky.
In Frakturschrift wird in polnischen Namen der Laut sch durch f3
(nicht: $3) bezeichnet, und in der bekannten Endung wird (nicht:
=sft) geschrieben.
Beispiel: fiutafäemffi.

18. Anwendung der Antiqua im Fraktursatz


a) Alle Fremdwörter romanischen Ursprungs, die nicht durch An­
nahme deutscher Schreibung, Beugung oder Lautung als eingedeutscht
erscheinen, setze man im Fraktursatz stets mit Antiqua.
Beispiele: en avant, en vogue. in praxi, in petto, a conto, dolce far niente.
Ferner Verbindungen wie:
Agent provocateur. Tempi passati. Lapsus linguae, Agnus Dei.
Auch alle italienischen fachwörtlichen Ausdrücke der Tonkunst setze man
im Fraktursatz aus Antiqua.
Beispiele: andante, adagio, moderato, vivace.
b) Wenn ein Fremdwort deutsche Schreibung, Beugung oder Lautung an­
nimmt oder mit einem deutschen Wort zusammengesetzt wird, setze man
es im Fraktursatz aus Fraktur.
Beispiele: (Er fpielte bas Slbagio (nicht: adagio) mit niel ©efüf)I. Die ftirma leistete
eine Btonto3af)lung (nicht: A-conto-Zahiung).
19. Schriftart von fremdsprachigen Personennamen und erdkundlichen Na­
men im Fraktursatz
Fremdsprachige Personennamen und erdkundliche Namen haben sich im
Fraktursatz der Textschrift anzupassen.
Beispiele: 2Rid)eIangeIo Buonarroti mar ein berühmter Zünftler. Gfjerbourg ift eine
Stabt an ber ftanaltüfte.
Vorschriften für den Schriftsatz 90

20. Schriftart des Bindestrichs in Fraktursatz, der mit Antiqua vermischt ist
Wenn in Fraktursatz bei Wortzusammensetzungen der eine Teil der Zu­
sammensetzung aus Antiqua gesetzt werden muß, dann sind etwa vor­
kommende Bindestriche aus der Textschrift zu setzen.
Beispiel: Das finfertbe Sdjiff fanbte SOS-tRufe.
In besonderen Fällen kann Vermischung von Fraktur- und Antiqua­
bindestrichen stattfinden; denn innerhalb des aus Antiqua gesetzten
Wortes müssen auch die Bindestriche aus Antiqua gesetzt werden.
Beispiel: Die Dän^e bes Gtaatstl)eater=Corps-de-ballet mürben begeiftert aufge*
nommen.
Korrekturvorschriften1

I. Hauptregel

Jedes eingezeichnete Korrekturzeichen ist auf dem Rand


zu wiederholen. Die erforderliche Änderung ist rechts
neben das wiederholte Korrekturzeichen zu [zeichnen, so­
fern dieses nicht (wie_I , dj ) für sich selbst spricht.

II. Wichtigste Korrekturzeichen


1. Andere Schrift für Wörter oder Zeilen wird verlangt,
indem man die betreffende Stelle unterstreicht und auf
dem Rand die gewünschte|Schriftart (fett, kursiv usw.)
oder den gewünschten Schriftgrad (Korpus, Borgis,
Petit usw.) oder beides (fette Petit, Borgis kursiv usw.)
vermerkt. Gewünschte JCurs|vschrÜt wird oft nur durch
eine Wellenlinie unter dem Wort und auf dem Rand
bezeichnet.

2. Beschädigte Buchstaben werden durchgestrichen und


auf dem ji(and einmal unterstrichen.

3. Fälschlich aus anderen Schriften gesetzte Buchstaben


(Zwiebelfische) werden durchgestrichen und auf dem
^and zwei//fal unterstrichen. /MT)

4. Um verschmutzte) Buchstaben und zu (stärk)erschei- ( ]) ( ~^>


nende Stellen wird eine Linie gezogen. Dies Zeichen
wird auf dem Rand wiederholt.

5. Falsche Buchstaben oder Wörter sowie auf dem Kopf


stehende Buchstaben □ (Fliegenköpfe) werden durchge­
strichen und auf dem R/nd durch die richtigen er­ ja.
setzt. Dies gilt auch für quer^ tehende und umgedre^fte ls rA
Buchstaben. Kommen inj^iner Zej/Te mehrere Fehler 1 cf Je
vor, dann erhalten sie ihrer Reihenfolge nach verschie-

1 In einer Gemeinschaftsarbeit zwischen der Dudenredaktion und dem


Deutschen Normenausschuß sind einheitliche Korrekturvorschriften fest­
gelegt worden, so daß auch die bisher bestehenden Widersprüche zwischen
den Korrekturvorschriften des Dudens und des Normblattes DIN 16511
beseitigt sind.
Korrekturvorschriften 92

dene Zeichen. Für ein und denselben falschen Buch­


staben wird aber nur ein Korrekturzeichen verwendet,
das (fm Rifnde mehrfach vor den richtigen Buchsta­ rrrci
ben gesetzt wird.

6. Ligaturen (zusammengegossene Buchstaben) werden


verlangt, indem man die fälschlich einzeln nebenein­
andergesetzten Buchstaben durchstreicht und auf dem
Rand mit einem Bogen darunter wiederholt, z. B.
Schi// n if
Fälschlich gesetzte Ligaturen werden durchgestrichen,
auf dem Rand wiederholt und durch einen Strich
getrennt, z.B. Au^age. nf/i
7. Falsche Trennungen werden am Zeilenschluß und f<f- I ot
^genden Zeilenanfang gekennzeichnet.
7-5
8. Wird nach Streichung eines Bindestrichs oder Buch­
stabens die Schreibung der verbleibenden Teile zweifel­
haft, dann wird außer dem Tilgungs^zeichen die Zu- m:
sammeni^schreibung durch einen Doppelbogen, die M 2
Getrenntschreibung durch das Zeichen 2. angezeichnet,
z.B. blendend^weiß. L z
9. Fehlende Buchstaben werden angezeichnet, indem der
vorange)dnde oder folgende "^chstabe durchgestrichen /Xß 7 'S^u
und zusammen mit dem fehlenden wiederholt wird.
Es kann auch das ganze /Wrt/ oder die Silbe durch­ /—/ W(rtA-
genähten und auf dem Rand berichtigt werden. h—T 'lAri

10. Fehlende Wörter (Leichen) werden in der Lücke durch


Winkelzeichen / gemacht und auf dem Rand ange­ f l&i ca
geben.
Bei größeren Auslassungen wird auf die Manuskript­
seite verwiesen. Die Stelle ist auf der Manuskriptseite
zu kennzeichnen.
Diese Presse bestand^ius befestig^war. r7
11. Überflüssige Buchstaben oder Wörter werden durch­
gestrichen uni^d auf /auf/ dem Rand durch (für : 14 i—/ 4
deleatur, d.h. „es werde getilgt“) angezeichnet.

12. Fehlende oder überflüssige ^Satzzeichen werden wie L4


fehlende oder überflüssige Buchstaben angezeichnejf" rt.
93 Korrekturvorschriften
13. Verstellte Buchstaben werden durchges/Jichen und auf f]
dem Rand in der richtigen Reihenfolge angegeben.
Verstellte Wörter (durch |werden|das Umstellungszeichen | 1 1
gekennzeichnet. ^ ^ j y
j^ie Wörter werden Ijfei größeren Umstellungen be- /_ (JL /" B “ ¥
ziffert.
Verstellte Zahlen sind immer ganz durchzustreichen
und in der richtigen Ziffernfolge auf den Rand zu
schreiben, z. B./4-684 j /--------

14. Für unleserliche oder zweifelhafte Manuskriptstellen,


die noch nicht blockiert sind, wird vom Korrektor
eine Blockade verlangt, z.B.
sind Insekten mit unbeweglichem Prothorax (s. S. hil /—/ ES /—L GES

15. Sperrung oder Aufhebung einer Sperrung wird wie beim


fVerlan gen einer anderen Schrift (vgl. S. 91, 1) durch
Unterstreichung gekennzeichnet.

16. Fehlender Wortzwischenrauii^v ird mit ~]_ bezeichnet.


Zu weiter Zwischenraum w ird durch 'j' , zu enger
Zwischenraum durch ^ angezeichnet. Soll / ein Zwi­
schenraum ganz wegfallen, so wird dies durch zwei
Bogen ohne Strich ange deutet. O

17. Spieße, d.h. im Satz mitgedruckter Ausschluß, Durch­


schuß oder ebensolche Quadrate, werden unterstrichen
und auf dem_l_Rand durch ^|= angezeigt.

18. Nicht Linie haltende Stellen werden durch ü^ep und


unter der Zeile gezogene parallele Striche angezeichnet.
Fehlender Durchschuß wird durch einen zwischen die
Zeilen gezogenen Strich mit nach außen offenem Bogen
angezeichnet.
Zu großer Durchschuß wird durch einen zwischen die
Zeilen gezogenen Strich mit einem nach innen offenen
Bogen angezeichnet.

19. Ein Absatz wird durch das Zeichen im Text und


auf dem Rand verlangt:
Die ältesten Drucke sind so gleichmäßig schön ausge-
führt, daß sie die schönste Handschrift übertreffen.J Die
älteste Druckerpresse scheint von der, die uns Jost
Amman im Jahre 1568 im Bilde vorführt, nicht wesent­
lich verschieden gewesen zu sein.
Korrekturvorschriften 94

20. Wegfall eines Absatzes verlangt man durch eine den


Ausgang mit dem Einzug verbindende Linie:
Die Presse bestand aus zwei Säulen, die durch ein
Gesims verbunden waren. *) )
( In halber Manneshöhe war auf einem verschiebbaren
Karren die Druckform befestigt.

21. Zu tilgender Einzug erhält das Zeichen |——, z. B.


Die Buchdruckerpresse ist eine Maschine, deren
|—kunstvollen Mechanismus nur der begreift. der
selbst daran gearbeitet hat.

22. Fehlender Einzug wird durch 1 j möglichst genau


bezeichnet, z. B. (wenn der Einzug um ein Geviert
verlangt wird):
... über das Ende des 14. Jahrhunderts hinaus führt
e Art des Metalldruckes.

t Holzschnitt kommt in Druckwerken ebenfalls nicht


dem 14. Jahrhundert vor.

23. Aus Versehen falsch Korrigiertes wird rückgängig ge­


macht, indem man die Korrektur dem Rand
durchstreicht und Punkte unter die fälschlich korri­
gierte Stelle setzt. Ausradieren der Anzeichnung ist
unzulässig.

III. Maschinensatzkorrektur

1. Neu zu setzende Zeilen: Sind bei Zeilenguß-Maschinen­


satz in einer Zeile mehrere schlechte Buchstaben,
sogenannte ,,Kratzer“, Buchstaben, die nicht Linie
halte , od andere Schäden, wQ(jurch es nötig wird,
die Zeile neu zu setzen, so wird an diese Zeile ein
waagerechter Strich (------ ) gemacht.

2. Aussparen von Raum: Zur Kennzeichnung von


unleserlichen Buchstaben oder Wörtern im Manu­
skript wird bei Maschinensatz oft freier Raum ge­
lassen, weil die Blockade (vgl. S. 93, 14) hier technisch
oft unmöglich ist. Besser ist es, auffällige Typen,
z. B. —?—, mmmm, zu verwenden. Noch deutlicher
sind, besonders bei Zahlen, auffällige Blockaden in
Form von • oder II, die meistens als Matrizen vor­
handen sind. Einfache Nullen können bei der Richtig­
stellung leicht übersehen werden.
95 Korrekturvorschriften

3. Verstellte Zeilen werden mit waagerechten Rand­


strichen versehen und in der richtigen Reihenfolge
numeriert, z. B.
Sah ein Knab’ ein Röslein stehn.--------------------------------------
lief er schnell, es nah zu sehn, -----------------------------------------
war so jung und morgenschön,-----------------------------------------
Röslein auf der Heiden.-------------------------------------------------
sah’s mit vielen Freuden.------------------------------------------------
Goethe----------------------------------------
Register zu den „Vorbemerkungen“

Zahlen mit R (z. B. R 150) verweisen auf die entsprechende Randzahl.


Zahlen mit S. (z.B. S. 83, 4, a) beziehen sich auf die Seiten und Ab­
schnitte der „Vorschriften für den Schriftsatz“ (S. 81 ff.).

Abkürzungen Ausrufezeichen R 78 ff.


mit Bindestrich R 150. R 154 in Verbindung mit
mit Punkt R 5 Anführungszeichen R 102
ohne Punkt R 6 Gedankenstrich R 90
im Schriftsatz S. 83, 4, a; S. 84. 5 runden Klammem R 106
Beugung R 252, R 254 f., R 323f. Kleinschreibung nach Ausrufezeichen
Absehnittsgliederung R 127
mit Punkt oder Klammer R 10a Befehlsform s. Zeitwort
Adjektiv = Eigenschaftswort Befehlssatz
Adverb = Umstandswort mit Ausrufezeichen R 78
Akkusativ = Wenfall mit Punkt R 2f.
Aneinanderreihungen (Verbindung von Beisatz (Apposition)
Wörtern) Setzung des Beistrichs R 18
mit Bindestrich R 155 ff. Beistrich (Komma)
Großschreibung R 120 steht
Anführungszeichen bei Auslassungssätzen R 48 ff.
bei wörtlicher Rede R 95 bei nachgestellten Beisätzen R 18
bei Anführung von Textstellen R 96 bei Mittelwortgruppen R 28f.
bei einzelnen Wörtern, kurzen Aus­ nach herausgehobenen Satzteilen
sprüchen, Titeln u.ä. R 97 ff. R 14
in Verbindung mit anderen Satzzeichen bei Zusätzen, besonders vor und zwar,
(Beistrich, Punkt usw.) R 101 f. und das, d.h., d. i., z.B. u. a. R 19
im Schriftsatz S. 85 f, 8 beim Datum R 22
Großschreibung von Buchtiteln u. dgl. nach dem schließenden Anführungszei­
in Anführungszeichen R 114 chen R 101
halbe Anführungszeichen R 100 steht oder steht nicht
Anmerkungszeichen = Fußnotenzei­ bei der Anrede R 15 f.
chen bei Aufzählungen R 11 ff., R 24
Anrede bei Ausrufen (o, oh. ja. nein, ach) R 17
mit Beistrich R 15 bei anreihenden und ausschließenden
am Briefanfang R 16, R 80 Bindewörtern R 24
Großschreibung der Anredefiirwörter bei entgegensetzenden Bindewörtern
R 121 f. R 25
Anschrift R 9 bei den vergleichenden Bindewörtern
Apostroph = Auslassungszeichen als, wie. denn R 26
Apposition = Beisatz bei und oder oder R 51 ff.
Aufzählungen bei Bindewörtern in Verbindung mit
mit oder ohne Doppelpunkt R 70 Umstandswörtern, Mittelwörtern
Auslassungspunkte R 110 u.a. R 61 ff.
Auslassungssatz (Ellipse) Setzung des bei geh., verh. usw. R 23
Beistrichs R 48 ff. bei Grundformgruppen mit zu, um zu
Auslassungszeichen (Apostroph) usw. R 30 ff.
R 238 ff. in der Satzverbindung (bei Hauptsät­
am Satzanfang R 125 zen) R41ff. u. R 44
im Schriftsatz S. 86, 9, a im Satzgefüge (bei Haupt- und Glied­
Ausrufesatz R 79, R 81 sätzen) R 45-R 47
mit Punkt R 2 bei Schreibung von Zahlen in Ziffern
Ausrufewort s. Empfindungswort R 232-R 234
Register zu den Vorbemerkungen 98

steht nicht im Schriftsatz S. 88, 15, b; S. 90, 20


bei Mittelwörtern ohne nähere Bestim­ Ergänzungsbindestrich R 145
mung R 27 ohne Bindestrich bei Unterführungen
bei Hinweisen auf Gesetze R 13 R 159
Betonung Bindewort (Konjunktion)
in der Zusammen- und Getrenntschrei­ mit und ohne Beistrich R 24ff., R 51 ff.
bung R 138 f., R 142f. Großschreibung R 119
bei zusammengesetzten Eigenschafts­ ,,bis“-Zeichen
wörtern R 158, R 214 im Schriftsatz S. 86, 9, d
Beugung (Deklination und Konjuga­ bitte
tion) mit oder ohne Beistrich R 48
der Fremdwörter R 306 ff. Brief
des Eigenschaftswortes (besonders die Anschrift R 9
schwankende Beugung nach den un­ Datum R 7
bestimmten Für- und Zahlwörtern Anrede mit Ausrufezeichen R 80
manche, sämtliche, solche u.a.) Anrede mit Beistrich R 16
R 272 ff. Schlußformel ohne Ausrufezeichen
des Hauptwortes R 256ff., R 287ff. R 82
der Maß- und Mengenangaben R 321 f. Unterschrift ohne Schlußpunkt R 8
des Mittelwortes (besonders die Buchtitel
schwankende Beugung nach den un­ ohne Punkt R 10
bestimmten Für- und Zahlwörtern mit oder ohne Anführungszeichen
manche, sämtliche, solche u.a.) R 97 f.
R 272 ff. Großschreibung in Anführungszeichen
der Namen R 114
erdkundliche Namen R 317 Beugung R 97, R 318
Familien-, Personen- und Vornamen c im Fremdwort
R 309 ff. eingedeutscht k oder z R 170
Monatsnamen R 319 Dativ = Wemfall
der Titel R 314ff., R 318 Datum
der Verwandtschaftsbezeichnungen mit Beistrich R 22
R 314 ff. mit und ohne Punkt R 7; S. 88. 15, c
des Zeitwortes R 300 ff. mit oder ohne am bzw. im Wem- oder
Binde-s s. Fugen-s Wenfall R 330
Bindestrich Deklination s. Beugung
bei der hauptwörtlich gebrauchten Doppelpunkt (Kolon) R 68 ff.
. Grundform in unübersichtlichen Zu­ und Gedankenstrich R 91 u. 93
sammensetzungen R 156 mit folgender Großschreibung R 113
bei mit Ziffern zusammengesetzten mit folgender Kleinschreibung R 128
Wörtern R 157 Eigennamens. Familien-und Personen­
bei Namen namen
erdkundliche Namen R 202 f. Eigenschaftswort (Adjektiv)
Familien- und Personennamen mit oder ohne Beistrich
R 182 f. bei nachgestelltem Eigenschaftswort
Straßennamen R 220 R 20
Titel und sonstige Namen R 188, bei mehreren Eigenschaftswörtern
R 225 R 11
Vornamen R 195 Groß- und Kleinschreibung R 116,
bei Zusammensetzungen mit Einzel­ R 133 ff, R 179, R 193, R 198 ff,
buchstaben, Formelzeichen und Ab­ R 224
kürzungen R 149f., R 154, R 155 Zusammen- oder Getrenntschreibung
bei Zusammensetzungen mit mehr als oder Bindestrich in Zusammenset­
drei selbständigen längeren Wort- zungen
gliedem R 152 mit erdkundlichen Namen R 206 ff.
bei Zusammensetzungen aus Eigen­ mit Familiennamen R 187f.
schaftswörtern R 158 mit Straßennamen R 221 f.
beim Zusammentreffen von drei glei­ Eigenschaftswort + Eigenschafts­
chen Selbstlauten R 148 wort R 143, R 158
bei Zusammensetzungen, die mißver­ Eigenschaftswort + Mittelwort
ständlich sein können R 147 R 142
99 Register zu den Vorbemerkungen

Hauptwort od. Mittelwort + Eigen­ steht nicht


schaftswort R 143 nach indirekten Fragesätzen R 2
Eigenschaftswort + Zeitwort R 139 nach Ausrufen in Frageform R 81
Beugung R 272 ff. Kleinschreibung nach Fragezeichen
Auslassung des e in Nachsilben (munt­ R 127
rer statt: munterer) R 329 Fremdwort
mit Auslassungszeichen für ausgelasse­ Schreibung R 169 f.
nes / (ew'ger statt: ewiger) R 249 c, k oder z? R 170
ohne Auslassungszeichen für ausgelas­ Silbentrennung R 171 ff., R 177a
senes e (öd statt: öde) R 242. R 248 Beugung R 306 ff.
Vergleichsformen R 292 ff. Fugen-s in Wortzusammensetzungen
Einzelbuchstaben R 332 ff.
Groß- und Kleinschreibung R 123 Fugenzeichen R 331 ff.
in Zusammensetzungen R 149 Fürwort (Pronomen)
Ellipse = Auslassungssatz Großschreibung R 117, R 121 f., R 224
Empfindungswort (Interjektion) Kleinschreibung der Fürwörter und
mit Ausrufezeichen R 79 fürwörtlich gebrauchten Eigen­
mit oder ohne Beistrich R 17 schafts- und Mittelwörter, auch mit
Großschreibung R 119 Geschlechtswort (der andere usw.)
erdkundliche Namen R 135
allgemeine Schreibung R 196 Auslassungdesein Nachsilben (unsern,
behördliche Schreibung R 206 unsren statt: unseren) R 251. R 329
Groß- und Kleinschreibung R 198 ff. Fußnotenzeichen
Zusammensetzungen und Ableitungen im Schriftsatz S. 85, 7
R 201 ff. Gebäudenamen (z. B. Gasthöfe)
Silbentrennung R 217 Groß- oder Kleinschreibung R 224
die einem Ortsnamen nachgestellten Beugung R 318
näheren Bestimmungen R 216 Gedankenstrich
Beugung R 317 zwischen Sätzen R 83
Ergänzungsbindestrich s. Bindestrich innerhalb eines Satzes R 84 ff.
Et-Zeichen S. 85, 6, b bei eingeschobenen Satzteilen u. Sätzen
familiengeschichtliche Zeichen S. 85.6, c R 88
Familien- und Personennamen in Verbindung mit anderen Satzzeichen
allgemeine Schreibung R 178 (Beistrich, Ausrufezeichen usw.)
Groß- und Kleinschreibung R 89 ff.
bei von (v.) vor Familiennamen R 126 an Stelle des Beistrichs oder Doppel­
bei Eigenschaftswörtern, die von Fa­ punktes R 92 f.
milien- u. Personennamen abgeleitet durch runde Klammern ersetzt R 104
sind R 179 Geldbezeichnungen s. Münzbezeich­
Zusammen- oder Getrenntschreibung nungen
oder Bindestrich in Zusammenset­ Genitiv = Wesfall
zungen R 180ff., R 209ff., R 219f. Gesetze
Silbentrennung R 189 kein Beistrich bei Hinweisen auf Ge­
Beugung R 309ff. setze R 13
Auslassungszeichen im Wesfall bei Getrenntschreibung s. Zusammen- und
Namen auf einen S-Laut R 252 ff. Getrenntschreibung
Farben Gleichheitszeichen
Zusammensetzungen R 158 im Schriftsatz S. 86, 9, e
Fernruf- u. Fernschreibernummem Gradangaben
im Schriftsatz S. 86, 9, c im Schriftsatz S. 86, 9, f
Firmennamen Groß- und Kleinschreibung
Beugung R 318 hauptwörtlich gebrauchter Wortarten
Fragesatz R 116 ff.
Punkt nach indirektem Fragesatz nicht hauptwörtlich gebrauchter
R 2 Hauptwörter R 129 ff.
Fragezeichen R 73 ff. bei Anredefürwörtem R 121 f.
in Verbindung mit bei Eigenschafts-, Mittel- und Um­
Anführungszeichen R 102 standswörtern in unveränderlichen
Gedankenstrich R 90 Verbindungen, mit vorangehendem
runder Klammer R 106 Geschlechtswort R 133 f.
Register zu den Vorbemerkungen 100

bei Eigenschaftswörtern, die von Per­ Konjugation s. Beugung


sonennamen abgeleitet sind R 179 Konjunktion = Bindewort
bei Eigenschafts- und Verhältniswör­ Konsonant = Mitlaut
tern in Straßennamen R 218 Korrekturvorschriften S. 91 ff.
bei erdkundlichen Namen R 198 ff. Kurzwort s. Abkürzungen
bei Für- und Zahlwörtern mit voran­ Länder- und Völkemamen
gehendem Geschlechtswort R 135 Zusammensetzungen R 214 f.
bei Titeln und sonstigen Namen Ligaturen
R 224 im Schriftsatz S. 83 f., 4
bei Satzanfängen R 112, R 125f. Malzeichen
nach Doppelpunkt und bei Anfüh­ im Schriftsatz S. 86, 9, e
rungszeichen R 113 f., R 128 Maß- und Mengenangaben
nach Frage- und Ausrufezeichen Beugung R 321 f.
R 127 Mehrzahl (Plural)
Grundform (Infinitiv) s. Beistrich und der Familiennamen R 312
Zeitwort der Fremdwörter R 308
Grundform mit „zu“ der Münzbezeichnungen R 322
Zusammen- und Getrenntschreibung der Vornamen R 313
R 144 a schwankende Beugung bei Hauptwör­
Grundformgruppe (Infinitivgruppe) tern auf -el u. -er R 269 u. R 270
Beistrich bei erweiterter und reiner durch Mehrzahl-s (Jungens u. a.)
Grundform R 30ff. R 271
Hauptwort (Substantiv) Mengenangaben s. Maß- und Mengen­
Kleinschreibung nicht hauptwörtlich angaben
gebrauchter Hauptwörter R 129ff. Minuszeichen
Großschreibung hauptwörtlich ge­ im Schriftsatz S. 86, 9, d
brauchter anderer Wortarten R Mitlaut (Konsonant)
116 ff. Zusammentreffen dreier gleicher Mit­
Zusammen- oder Getrenntschreibung laute R 236 u. R 237
bei Hauptwort + Mittelwort R 142 Silbentrennung bei Mitlauten R 161 ff.
bei Hauptwort + Eigenschaftswort Ligaturen im Schriftsatz S. 83f., 4
R 143 Mittelwort (Partizip)
bei Hauptwort + Zeitwort R 140 Beistrich beim Mittelwort R 27ff.
bei Verhältniswort + Hauptwort Groß- und Kleinschreibung R 116,
R 141 R 133ff, R 198, R 224
Zusammenschreibung oder Bindestrich Beugung R 272 ff.
bei Hauptwort + Vorname R 195 Vergleichsformen R 292 ff.
Beugung R 256 ff. Bildung des zweiten Mittelwortes mit
Auslassung des e bei Hauptwörtern auf und ohne die Vorsilbe ge- R 304
-ung (Wanderung, Wandrung u.a.) Zusammen- oder Getrenntschreibung
R 251, R 328 beiHauptwort, Eigenschaftswort od.
fremdsprachiges Hauptwort im Schrift­ Umstandswort + Mittelwort R 142
satz S. 88 f., 16 bei Mittelwort + Eigenschaftswort
Hausnummern R 143
im Schriftsatz S. 88, 15, b Monatsnamen
Infinitiv = Grundform Beugung R 319
Interjektion = Empfindungswort Münzbezeichnungen
Interpunktion = Zeichensetzung Beugung R 322
Jahreszahl Namen
im Schriftsatz S. 88, 15, d s. erdkundliche Namen
Klammern (Parenthese) s. Familien- und Personennamen
runde Klammern R 103 ff. s. Gebäudenamen
eckige Klammern R 107 ff. s. Länder- und Völkernamen
Kleinschreibung s. Groß- und Klein­ s. Monatsnamen
schreibung s. Straßennamen
Kolon = Doppelpunkt s. Titel und sonstige Namen
Komma = Beistrich s. Vornamen
Komparation = Steigerung Nennform s. Grundform
Kompositum = zusammengesetztes neuer Begriff
Wort (s. Zusammensetzung) Zusammenschreibung R 139
101 Register zu den Vorbemerkungen

Ortsangabe Steigerung s. Vergleichsformen


vom Datum durch Beistrich getrennt Stellenangabe s. Zitat
R 22 Straßennamen
Ortsnamen s. erdkundliche Namen Groß- oder Kleinschreibung R 218
Paragraphzeichen S. 85, 6, a Zusammen- oder Getrenntschreibung
Parenthese = Klammern oder Bindestrich R 219ff.
Partizip = Mittelwort Beugung R 318
Personennamen s. Familien- und Per­ Streckenstrich (in Fahrplänen)
sonennamen im Schriftsatz S. 87, 13
ph oder f Strich für „gegen“ (in Sportberichten)
in Vornamen R 191 im Schriftsatz S. 86, 9, b
Plural = Mehrzahl Strich zwischen Zahlen
Pluszeichen im Schriftsatz S. 86, 9, d
im Schriftsatz S. 86, 9, e Strichpunkt (Semikolon) R 65 ff.
Postscheckkontonummem Substantiv = Hauptwort
im Schriftsatz S. 86, 9, c Superlativ s. Vergleichsformen
Präposition = Verhältniswort Tagesangabe
Pronomen = Fürwort vom Datum durch Beistrich getrennt
Punkt (s. auch: Auslassungspunkte) R 22
R lff. Tageszeiten
in Verbindung mit Kleinschreibung, wenn als Umstands­
Anführungszeichen R 102 wort gebraucht R 129
runden Klammern R 106 th oder t
bei Zeitangaben R 233 in Fremdwörtern aus dem Griechischen
Raumverteilung und in einigen Lehnwörtern R 170
im Schriftsatz S. 86, 9 in erdkundlichen Namen R 196
Satzzeichen s. Zeichensetzung in Vornamen R 191
Schaltsatz Titel und sonstigeNamen (s. auch: Buch­
Beistrich beim Schaltsatz R 44 titel)
Gedankenstrich beim Schaltsatz R 88 Anführungszeichen R 97 ff.
Klammernbeim Schaltsatz R 104, R 108 Groß- und Kleinschreibung R 224
Schiffsnamen Bindestrich in Zusammensetzungen
Beugung R 320 R 188
Schriftauszeichnung mitund ohne Beistrich zwischen Namen
im Schriftsatz S. 87 f., 14 und Titeln R 23
Schriftsatz Beugung R 314ff., R 318
Vorschriften S. 81 ff. Trennung s. Silbentrennung
Selbstlaut (Vokal) Überschriften s. Buchtitel
B indestrich beim Zusammentreffen von Uhrzeit
drei gleichen Selbstlauten R 148 Schreibung in Ziffern R 233
Silbentrennungbei Selbstlauten R 165 f. Umlaut
Semikolon = Strichpunkt bei den Vergleichsformen R 295
Silbentrennung Umstandswort (Adverb)
besondere Richtlinien für Mitlaute und Groß- und Kleinschreibung R 119,
Selbstlaute R 161 ff., R 165 f. R 129, R 133 f.
bei einfachen und abgeleiteten Wörtern Zusammen- und Getrenntschreibung
R 160 ff. bei Umstandswort + Zeitwort R 139
bei zusammengesetzten Wörtern bei Umstandswort + Mittelwort
R 168 ff. R 142
bei Fremdwörtern R 171 ff. Unterführungen
bei fremdsprachigen Wörtern R 177 a Auslassung des Binde- und des Bei­
bei erdkundlichen Namen R 217 strichs R 159
bei Familien- und Personennamen im Schriftsatz S. 85 f., 8, b
R 189 Verb = Zeitwort
S-Laute Verblassung des Hauptwortes
in Antiqua S. 82 f.. 3 Zusammenschreibung R 140f.
in Fraktur S. 81 f., 2 V ergleichsformen
Spatiieren s. Raumverteilung des Eigenschaftswortes R 292 ff.
Sperrung des Mittelwortes R 292ff.
im Schriftsatz S. 87, 10 Verhältniswort (Präposition)
Register zu den Vorbemerkungen 102

Groß- und Kleinschreibung R 119, Doppelpunkt R 68 ff.


R 130, R 218, R 224 Fragezeichen R 73 ff.
Zusammen- oder Getrenntschreibung Gedankenstrich R 83 ff.
bei Verhältniswort + Hauptwort Klammern R 103 ff.
R 141 Punkt R 1 ff.
V erwandtschaftsbezeichnungen Strichpunkt R 64
Beugung R 314 ff. Zeitangaben
Vokal = Selbstlaut vom Datum durch Beistrich getrennt
Vornamen R 22
allgemeine Schreibung R 190 ff. in Ziffern R 233
Zusammen- oder Getrenntschreibung Zeitwort (Verb)
oder Bindestrich R 194 u. R 195; Zusammen- oder Getrenntschreibung
R 209 ff. bei Zeitwort + Zeitwort R 139
Beugung R 309ff.; R 313 Getrenntschreibung des „Vorwortes“
Wemfall (Dativ) mit Satzgliedwert R 144
Wem fall-e R 261 ff. Großschreibung der hauptwörtlich ge­
auf -[e]n R 268 brauchten Grundformen R 120
bei Fremdwörtern R 307 Bindestrich bei hauptwörtlich ge­
Datum im Wemfall R 330 brauchter Grundform in unüber­
Wenfall (Akkusativ) sichtlichen Zusammensetzungen
auf -[e]n R 268 R 156
Datum im Wenfall R 330 Befehlsform ohne Auslassungszeichen
Wesfall (Genitiv) R 246
auf -es oder -s R 256 ff. Beugung R 300ff.
bei erdkundlichen Namen R 317 Auslassung des e in Zeitwörtern auf
der Einzahl bei Familien-, Personen- -ein u. -em (ich wechsele, ich wechsle
und Vornamen R 309 ff. u.a.) R 251, R 327
bei Fremdwörtern R 306 Ziffern s. Zahlen
bei Monatsnamen R 319 Zitat aus Büchern u.a.
beiTiteln und Verwandtschaftsbezeich­ mit oder ohne Beistrich R 13
nungen R 314 ff. Zusammensetzung
mit Auslassungszeichen R 252 ff. Zusammensetzung mit Fugenzeichen
W ohnungsangaben R 331 ff.
Beistrich bei Aufzählungen in Woh­ Zusammen- oder Getrenntschreibung
nungsangaben R 12 R 138 ff.
W ortverbindungen mit Bindestrich R 146 ff.
im Schriftsatz S. 87, 11 bei Namen
Wortzusammensetzung s. Zusammen­ erdkundliche Namen R 201 ff.
setzung Fänder- und Völkernamen
Wunschsatz R 214f.
mit Ausrufezeichen R 78 Straßennamen R 219 ff.
mit Punkt R 2 u. R 3 Vornamen R 194f.
Zahlen bei Zahlen R 226 ff.
Groß- und Kleinschreibung R 118, ohne Ligatur im Schriftsatz S. 83,
R 131, R 135, R 224 4, a
Zusammen- oder Getrenntschreibung Zusammen- u. Getrenntschreibung
oder Bindestrich R 226 ff. allgemeine Richtlinien R 138
Schreibung durch Ziffern R 157, besondere Fälle
R 228ff.; S. 86, 9; S. 88, 15 Hauptwort + Zeitwort (radfahren)
Beugung in Verbindung mit Maß- und R 140
Mengenangaben R 321 u. R 322 Hauptwort + Mittelwort (aufsehen­
im Schriftsatz S. 86, 9, c, d und f; erregend) R 142
S. 87, g; S. 88, 15 Hauptwort + Eigenschaftswort
Zeichen (§ u.a.) (ruhmbegierig) R 143
im Schriftsatz S. 85, 6 Zeitwort + Zeitwort (gehenlassen,
Zeichensetzung (Interpunktion) kennenlernen) R 139
Anführungszeichen R 94 ff. Eigenschaftswort + Zeitwort (frei­
Auslassungspunkte R 110 halten) R 139
Ausrufezeichen R 78 ff. Eigenschaftswort + Mittelwort
Beistrich R 11 ff. (reichgeschmückt) R 142
103 Register zu den Vorbemerkungen

Eigenschaftswort + Eigenschafts­ bei der Grundform mit ,,zu“


wort (leichtverdaulich, altklug) R 144a
R 143, R 158 bei Namen
Mittelwort + Eigenschaftswort (ko­ erdkundliche Namen R 201 ff.
chendheiß) R 143 Familien- und Personennamen
Umstandswort + Zeitwort (dahin­ R 180 ff.
fliegen) R 139 Länder- und Völkernamen
Umstandswort + Mittelwort (oben­ R 214 f.
erwähnt) R 142 Straßennamen R 219ff.
Verhältniswort + Hauptwort (an­ Vornamen R 194 f.
statt) R 141 bei Zahlen R 226ff.
A

A (Buchstabe); das A; des A, die ab- und zunehmen (abnehmen ab bei ßen
A, aber: das a in Land (t R 123); und zunehmen); Verhältnisw. mit ab be körn men
der Buchstabe A, a; von A bis IVemf.: - Bremen. - [unserem] ab be ru fen; Ab be ru fung
Z (ugs. für: alles, von Anfang bis Werk; - erstem März; bei Zeit­ ab be stel len; Ab be stel lung
Ende; falsch: von A Z; vgl. Anm. angaben. Mengenangaben o. ä. ab beu teln südd.. österr. (ab­
bei Stichwort ..bis“); das A und auch Wenf.\ ab ersten März, - schütteln)
[das! O (der Anfang und das En­ vierzehn Jahrein], - 50 Exempla- ab be zah len
de, das Wesentliche [nach dem re[n] ab bie gen
ersten und letzten Buchstaben ab... (in Zus. mit Zeitwörtern, z. Ab bild; ab bil den; Ab bil düng
des gr. Alphabets]); A-Laut (t R B. abschreiben, du schreibst ab, (Abk.: Abb.)
149) abgeschrieben, abzuschreiben: ab bin den
a = 'Ar; Atto... zum 2. Mittelw. t R 304) Ab bit te; - leisten, tun
a, A (Tonbezeichnung) x; -; a Abaarab. (sackartiger Mantelum- ab bla sen
(Zeichen für; a-Moll); in a; A hang der Araber; grober Woll­ ab blas sen
(Zeichen für; A-Dur); in A stoff) tr; -, -s ab blät tem
A = Ampere Abakus gr.■ (Rechen- od. Spiel­ ab bien den; Ab blend lichttMc/rrr.
A (röm. Zahlzeichen) = 5000 brett der Antike: Säulendeck­ ...lichter)
Äc (früher auch; A, AE. ÄE) = platte) m; -. - ab blit zen;jmdn.-lassen (ugs. für:
Angström, Ängströmeinheit Abä lard [...lar(t), auch: ab...] (fr. jmdn. abweisen)
A, x = Alpha Philosoph) ab blocken [Trenn.: ...blök ken]
ä fr. (bes. Kaufmannsspr.: zu [je]); ab än der lieh; ab än dern; Ab än- (Sportspr.: abwehren)
3 Stück ä 20 Pfennig, dafür bes­ de rung; Abänderungsvor­ Ab brand (Hüttenw.: Röstrück­
ser: ...zu [je] 20 Pfennig schlag stand; Metallschwund durch
a. = am (bei Ortsnamen, z. B. Aban don fr. [ahangdnng\ Oxydation und Verflüchtigung
Frickenhausen a. Main); vgl. (Rechtsspr.: Abtretung, Preis­ beim Schmelzen): Ab brand ler.
a.d. gabe von Rechten od. Sachen) (mdal.:) Ab bränd ler österr.
a. a. = ad acta m; -s, -s; aban don nje ren (durch Brand Geschädigter)
a., (häufiger:) A. = anno, Anno ab ar bei ten ab bre chen
Aa (Kinderspr.: feste menschliche Ab art; ab ar ten (selten für: von ab brem sen; Ab brem sung
Ausscheidung) s: -: - machen der Art abweichen); abartig: ab bren nen
AA = Auswärtiges Amt Ab ar tig keit; Ab ar tung Ab bre via ti;on lat. [...wiazion].
Aa chen (Stadt im Vorland des Aba sje gr. (Med.: Gehunfähig- Ab bre via tur (Abkürzung) vr; -,
Flohen Venns): Aa che ner (t R keit) vr; -, ...ien -en; ab bre vi ieren
199) ab asten, sich (ugs. für: sich abpla­ ab brin gen; jmdn. von etwas -
Aal m; -[e]s, -e; aber: Älchen (vgl. gen) ab bröckeln [Trenn.: ...brök kein];
d.); aa len, sich (ugs. für: behag­ ab ästen; einen Baum - Abbröckelung [Trenn.: ...brök-
lich ausgestreckt sich ausruhen); Aba te it. (kath. Kirche: Titel der ke...]. Ab brock lung; ab brocken
aal glatt Weltgeistlichen in Italien) //;; -[n], [Trenn.: ...brok ken] südd...
Aall [ol\ (norw. Philosoph) ...ti od. ...ten österr. (abpflücken)
Aal tier chen (ein Fadenwurm) Aba ton gr. [auch: ab...] (Reh: ,,das Ab bruch ///:-[e]s, ...brüche; jmdm.
a.a. O. = am angeführten, (auch:) Unbetretbare“; das [abgeschlos­ tun; Ab bruduar bei ten
angegebenen Ort sene] Allerheiligste, der Altar­ (Mehrz.), ...fir ma; ab bruch reif
Aar (dicht, für: Adler) m: -[e]s, -e raum in den Kirchen des ortho­ ab bu chen; Ab bu chung
Aar au (Hptst. des Kantons Aar­ doxen Ritus) x; -s. ...ta ab bür sten
gau); Aa re (Schweiz. Fluß) vr: -: Abb. = Abbildung Abc, Abe ce x; -, -; Abc-Buch. Abe-
Aar gau (Schweiz. Kanton) nt: -s; Ab ba aram. (,.Vater!“ [neutest. ce’buch (Fibel); Abc-Code (inter­
Aar gau erd R 199); aar gau isch Anrede Gottes im Gebet]) nationaler Telegrammschlüssel):
Aa ron (bibl. m. Eigenn.) Ab ba s] de (Angehöriger eines Abc-Schütze. Abeceschütze:
Aas .v; -es. (Tierleichen [selten]:) aus Bagdad stammenden Kali­ ABC-Staa ten (Argentinien, Bra­
-e u. (als Schimpfwort:) Äser; fengeschlechtes) nt: -n, -n (1 R silien und Chile) Mehrz. (t R
Aas blu me (Pflanze, deren Blü­ 268) 150); ABC-Waf fen (atomare,
tengeruch Aasfliegen anzieht); Ab ba te (veralt. für: Abate) biologische u. chemische Waf­
aasen (ugs. für: verschwende­ Ab bau nt: -[e]s, (Bergmannsspr. fen) Mehrz. (1 R 150)
risch umgehen); du aast (aasest), für: Abbaustellen:) -eu. (landsch. ab da chen; Ab da chung
er aa ste; Aas gei er; aa sig (ekel­ für: abseits gelegenes Anwesen Abdampf; ab damp fen (Dampf
haft; gemein) Mehr:.:) -ten; ab bau en; Ab- abgeben; als Dampf abgeschie­
A. B. = Augsburger Bekenntnis bauJeld, ...ge rech tig keit. den werden; ugs. für: abfahren);
ab; Umstandsw.: - und zu, ...recht; ab bau wiir dig ab dämp fen (etwas [in seiner
(landsch.:) - und an (von Zeit zu Ab be (dt. Physiker) Wirkung] mildern); Ab dampf-
Zeit); von ... ab (ugs. für: von Äb be fr. [ahe] (kath. Kirche: Titel wär me
... an); ab und zu (gelegentlich) der niederen Weltgeistlichen in ab dan ken; Ab dan kung(Schweiz,
nehmen, aber (in Zus.: t R 145): Frankreich) m: -s, -s auch für: Trauerfeier)
abdecken 106

ab|decken'; Abdecker1 (Schin­ (nv, ...dens); abendjfül|lend; Ab|fall nv, Ab|fall|ei|mer; ab|fal-
der); Abideckeirei'; Abdeckung1 Abend^gymjnalsijum, ...kurs, len; Ab falLer|zeug|nis; abfällig;
Ab|de|ra (altgr. Stadt); Ab^elrjt ...kur|sus; Abendland s\ -[e]s; - beurteilen; AbjfalLprodukt,
(Bewohner von Abdera; übertr. Abend 11 än der m; abend! län | disch; ...quo|te
für: einfältiger Mensch, Schild­ abend lieh; AbendJied, ...mahl ab|fäl|schen (Sportspr.)
bürger) m; -en, -en (t R 268) (Mehrz. ...mahle); Abend­ ab fanjgen; Abjfangjä|ger (ein
ab|dich|ten; Ab dichjtung mahlsJ)rot, ...kelch, ...saal, Jagdflugzeug), ...sa|tel|lit
Ab|dijka|ti on lat. [...zion] (veralt. ...wein; Abendbrot od. ...rö|te; ab fär ben
für: Abdankung) abends (Abk.: abds.); t R 129; vgl. ab fa sen (abkanten)
ab[ding|bar (Rechtsspr.: durch Abend u. Dienstag ab|fas'sen (verfassen; abfangen);
freie Vereinbarung ersetzbar) Aben|teuier s\ -s, -; Aben|teue|rin, Abfassung
abjdi|zie|ren lat. (veralt. für: Aben|teu|re!rin w; -, -nen; aben- ab | fau| len
abdanken) teu|er|lich; Aben|teuierjlust w, -; ab|fe|dem
Ab|doimen lat. (Med.: Unterleib, aben[teu ern; ich ...ere (t R 327); ab ifei] len
Bauch; auch: Hinterleib der Glie­ geabenteuert; Aben|teu|rer; ab|fer|ti|gen; Ab|fer|ti|gung; Ab-
derfüßer) s: -s, - u. ...mina; ab|do- Abenlteulrejrin, Aben|teue|rin w, ferjti gungs-dienst, ...schal|ter
mijnal -, -nen; Aben|teu|rer|na|tur ab[feu|em
ab|dor|ren; abgedorrte Zweige aber; Bindew.: ersah sie, aber ([je]- ab fie|ren (Seemannsspr.: an ei­
ab dränjgen doch) er hörte sie nicht. Um- nem Tau herablassen); das Ret­
ab|dre|hen standsw. in Fügungen wie: aber tungsboot -
Äbjdrift vgl. Abtrift und abermals (wieder und wie­ ab|finden; Ab|fin|dung; Ab|fin-
ab|dros|seln; Abidrosise|lung, Ab- derum); tausend und aber (wie- dungs^er klälrung, ...sum|me
droßlung der[um]) tausend (österr. nur; ab fla|chen; sich -
Ab|druck m; -[e]s, ...drücke (in abertausend); Tausende und ab! flauen (schwächer werden,
Gips u. a.) u. (Druckw.:) ...druk- aber Tausende (österr. nur: nachlassen; sinken)
ke; ab|drucken'; ein Buch -; ab- Abertausende); tausend- und abflie gen
drücken1; das Gewehr - aber tausendmal. In Zusammen­ abflie ßen
abds. = abends schreibung mit „hundert, tau- Ab|flug; Ab|flug~ge|schwin!dig-
Ab|duk|tijon lat. [...zion] (Med.: sendaberhundert (viele hun­ keit, ...tag, ...zeit
das Bewegen von Körperteilen dert) Sterne; abertausend (viele Ab|fluß; Ab|flußlhahn
von der Körperachse weg, z. B. tausend) Vögel; Aberhunderte, Äbifoljge
das Heben des Armes); Ab|duk- Abertausende kleiner Vögel (vgl. ab|fo|to|gra|fie|ren
tor (Med.: eine Abduktion bewir­ hundert, tausend); (t R 119:) abfragen; jmdn. od. jmdm. et­
kender Muskel, Abziehmuskel) Aber s: -s, -; es ist ein - dabei; was -
nv, -s, ...oren; ab|du|z]e!ren viele Wenn und - Vorbringen ab[fres sen
abjeb|ben Aber| glaube, (seltener:) Aber­ ab|fret|ten, sich (österr. ugs. für:
Abe|ce vgl. Abc; Abe|ce|buch vgl. glauben; aberjgläulbig (kaum sich abmühen)
Abc-Buch; abe|ce|lich; Abe|ce- noch für: abergläubisch); aber­ ab|frot|tie]ren
schüt|ze vgl. Abc-Schütze; abe- gläubisch; -ste (t R 294) Ab fuhr w; -, -en; ab'füh|ren; Ab-
ce|wei(se aber|hun dert vgl. aber fiihr|mit|tel si Ab|füh|rung
abeilsen österr. (abtauen) ab|er|kenjnen; ich erkenne ab, (sel­ abfullen
Abel (bibl. m. Eigenn.) ten:) ich aberkenne; ich erkannte abjfüt|tem; Ab|füt!te|rung
Abel|moischus arab. [auch: abel- ab, (selten:) ich aberkannte; Abg. = Abgeordnete
mo...] (eine Tropenpflanze) m; -, jmdm. etwas -; Ab|er|ken|nung Ab ga be (für: Steuer usw. meist
-se aber|ma!Iig; aber mals Mehrz.): ab ga bemirei, ...pflich­
Abend nv, -s, -e. I. Großschreibung'. Ab|er|ra|ti;on lat. [...zion] (Optik, tig; Ab ga|be~preis (vgl. 2Preis),
des, eines Abends; gegen Abend; Astron., Biol.: „Abirrung; Ab­ ...soll (vgl. 2Soll), ...ter|min
den Abend über; es ist, wird weichung“) Abjgang nr, Ab|gäniger (Amtsdt.:
Abend; am Abend; diesen Aber|seevgl. Sankt-Wolfgang-See von der Schule Abgehender); ab-
Abend; zu Abend essen; guten aberjtau|send vgl. aber; Aber|witz gänjgig; Abgänlgigkeitsjan-
Abend sagen; guten Abend! (Wahnwitz) m\ -es; aber|wit|zig zeige österr. (Meldung, daß je­
(Gruß). II. Kleinschreibung (| R abessen mand vermißt wird); Ab|gangs-
129): abend; [bis, von] gestern, Abes|si|ni!en[.../e«] (ältereBez. für zeugnis
heute, morgen abend; [am] das Kaiserreich Äthiopien); Ab| gas (bei Verbrennungsvorgän­
Dienstag abend (an dem be­ Abes|si|ni|er [.../V]; abes|si|nisch gen entweichendes Gas); Ab-
stimmten, einmaligen); abends Abf. = Abfahrt gas^ent!gif|tung, ...ver|werjtung
(Abk.: abds.); von früh bis ABF — Arbeiter-und-Bauern-Fa­ ABGB = Allgemeines Bürger­
abends; von morgens bis abends; kultät liches Gesetzbuch (für Öster­
spätabends, abends spät; [um] 8 ab|fackeln [Trenn.: ...fak|keln] reich)
Uhr abends, abends [um] 8 Uhr; (Technik: überflüssige Gase abige ar beiitet
Dienstag od. dienstags abends durch Abbrennen beseitigen) abgeben
(unbestimmt, wiederkehrend). ab|fä|deln; Bohnen - ab| ge blaßt
III. Zusammenschreibung', vgl. ab|fahjren; Ab|fahrt (Abk.: Abf.); ab|ge brannt (ugs. für: ohne Geld­
Dienstagabend; AbendJ)rot, Ab(fahrt[s] J)e|fehl, ...ge|lei|seod. mittel; österr. auch: von der Son­
...dämmel rung; aben|de|lang, ...gleis; Ab|fahrtsJiang, ...lauf, ne gebräunt); Ab|ge|brann|te m
aber: drei od. mehrere Abende ...pi|ste, ...ren|nen; Ab|fahrt[s]|Si­ u. w: -n, -n (T R 287 ff.)
lang; Abend^esjsen, ...frie|de[n] gnal; Ab|fahrts|strecke [Trenn.: ab ge brüht (ugs. für; [sittlich] ab­
...strek | ke]; Ab | fahrt [sDtag, gestumpft, unempfindlich); Ab-
Trenn.: ...k|k... ...zeijehen, ...zeit ge|brüht|heit
107 abkragen
abgeldroischen; -e (ugs. für: [zu] kommen, ausgedient); vgl. abta­ ab hold; jmdm., einer Sache - sein
oft gebrauchte) Redensart keln ab ho len; Ab ho ler
ab ge feimt (durchtrieben); Ab ge- abige tan; -e (erledigte) Sache; vgl. ab hol zen
feimtlheit abtun ab horlchen
ab’ gei griffen abigetra|gen ab hölren; jmdn. od. jmdm. etwas
ab ge hackt ab gei wetzt -; Ab hörige rät
abge|han|gen ab ge|win nen; jmdm. etwas - Abüdjan [...ckehan] (Hptst. von
abi gelhärmt ab gei wo gen; Ab ge wo l gen heit "Fllfenbeinküste)
ab|ge!här tet vv; - Abio ge ne se. Abio ge neisls gr.
ab ge|hen ab gehvöh nen; jmdm., sich et­ [auch: ...gen...] (Annahme, daß
ab: ge i hetzt was - Lebewesen ursprünglich aus un­
abgekämpft ab gei zehrt belebter Materie entstanden
ab ge karltet (ugs.); -e Sache abgezolgen; -er (geh. für: ab­ sind) w; -
abgeklärt; Abgeklärtheit w; strakter) Begriff; vgl. abziehen abiriren
(selten;) -en ab'giejßen Ab ityr lat. (Reifeprüfung) i-; -s,
Ab geld (für: Disagio) Ab glanz (selten:) -e; Ab itujriient (Reife-
ab: gei lebt ab’gleiten prütling); 1 R 268; Ab itu riien-
ab ge le dert landsch. (abgenutzt, ablglitischen (ugs.) tenJvurs (österr.), ...lehr gang
abgerissen); eine -e Hose Ab gott m\ -leis. Abgötter; Abigöt- (österr.), ^prü fung; Ab itu ri:en-
ab ge le i gen te rei; ah göt tisch; -ste (] R 294); tin H’; -, -nen
ab ge leiiert; -e (ugs. für: [zu] oft Ab gott schlan ge Ab ju di ka ti on lat. [...zion] (ver-
gebrauchte, platte) Worte ablgraben; jmdm. das Wasser- alt. für: [gerichtliche] Aberken­
abigeften; Ab gei tung ab gra sen nung); ab ju di z|e ren
ab ge1 macht (ugs.): -e Sache ab grei fen Abk. = Abkürzung
ab;ge ma gert ab gren zen; Ab gren zung ab käm men
abige’matitet Abigrund; ab grün dig; ablgrund- ab kan zeln (ugs. für: scharf ta­
ab ge me gelt (erschöpft: abge- tjef deln): ich kanz[e]le ab (t R 327);
magert); vgl. abmergeln ab gucken [Trenn.: ...guk ken] Ab kan[ze lung. Ab kanz lung
ab'geimes sen (ugs.); [von od. bei] jmdm. et­ (ugs.)
ab geineigt was - ab ka pi teln (ugs. für: schelten)
ab ge ord net; Ab geiord nelte Ab guß ab kap sein: ich kaps[e]le ab (t R
(Abk.: Abg.) m u. w\ -n, -n (] R Abh. = Abhandlung 327); Ab kap se lung. Ab kaps-
287 ff.); Ab ge ord nelten haus ab ha ben (ugs.); ..., daß er seine lung
ab ge platitet Brille abhat; er soll seinlenj Teil ab kau fen
ab ge rech Inet abhaben Ab kehr w; -
ab ge|ris sen; -e (abgenutzte, zer­ ab hacken [Trenn.: ...hakiken] ab keh ren
lumpte) Kleider abihäikeln ab kip pen
ab geirun det ab halken ab klap pern (ugs. für: suchend,
ab ge sagt; ein -er (ausgesproche­ ab halftern fragend ablaufen)
ner) Feind des Nikotins ab haften; Ab haltung ab klä ren
Abige'sand te m u. w; -n, -n (t R ab han dein; ein Thema - Ab klatsch
287 ff.) ab han den; - kommen (verloren­ ab klin gen; Ab klingJton stan te
Abige sang (Verslehre: abschlie­ gehen); Ab han den kom men s\ -s (Physik), ...zeit (Physik)
ßender Strophenteil) Ablhandjlung (Abk.: Abh.) ab klop fen
ablgelschie den (geh. für: einsam Äbihang; 'ab hän gen (älter u. ab knah hem
[gelegen]; verstorben); Ahge- mdal.: abhangen): das hing von ab knal len (ugs. für: niederschie­
schieidelne (geh.) m u. vv; -n, -n ihm ab, hat von ihm abgehangen; ßen)
(t R 287 ff.); Abige schieldemheit vgl. 'hängen; 2ab hän gen; er ab knap s>en landsch. (abknap­
ab gelschlafft (müde, erschöpft); hängte das Bild ab, hat es abge­ sen); ab knap sen; jmdm. etwas
vgl. abschlaffen hängt; vgl. 2hängen; ab hän gig; - (ugs. für: entziehen)
ab gelschla gen; Abige schla gen- -e (indirekte) Rede; -e Funktio­ ab knicken [Trenn.: ...knik ken];
heit landsch. ([Zustand der] Er­ nen (Math.); Ab hän gig keit w; abknickende Vorfahrt
schöpfung) -; Ab hän gig keits ver hält nis ab knöp fen; jmdm. Geld - (ugs.
ab gelschlosisen; -e Menge ab här men, sich für: abnehmen)
(Math.); -e Schale (Kernphysik); ab här|ten; Ab här tung ab ko chen
-es Intervall (Math.) ablhauien (ugs. auch für: davon- ab kom man diel ren
ab ge schmackt; -e (platte) Worte; laufen); ich hieb den Ast ab; wir Ab kom me (geh. für: Nachkom­
Abige schmackt heit hauten ab me) m\ -n, -n (1 R 268); ab kom­
ab’ge'seihen; abgesehen von ...: ab'he ben men: Ab:kom men s\ -s, -; Ab-
abgesehen [davon], daß (1 R 61) abihelbern (eine Flüssigkeit mit ei­ kom men schaft »r; - (veralt.); ab-
abige son dert nem Heber entnehmen); ich he­ kömm lieh; Ab komm ling (auch
abige spannt bere ab (t R 327) für: Derivat [Chemie])
abige stan den ab heften ab kön nennordd.ugs. (aushalten.
ab gelstor ben ab hef fen; einem Mangel - vertragen): du weißt doch, daß
ab ge stolßen ab het zen; sich - ich das nicht abkann
ab gej stuft ab heu em; jmdn. -; er hat abge- ab'kon ter fei en (veralt. für: ab­
ab geistumpft; Ab ge stumpft heit heuert malen, abzeichnen)
H’; - Ab hil fe ab kop peln
ab ge taikelt (ugs. für: herunterge­ Ab hit ze vgl. Abwärme ab kra gen (Bauw.: abschrägen)
abkratzen 108

ab|kratlzen (ugs. derb auch für: tragen); Abjlo|cher; Abjloichung njelren; abonniert sein auf etwas
sterben) abdocken [Trenn.: ...lok'ken] ab'ord nen; Ab ord nung
ablkriejgen ab loh nen; jmdn. - (bezahlen [u. fAb|ort [veralt. auch: aport]
ab küh len; Ab'küh'lung entlassen]) (Klosett) nr, -[e]s, -e
Ab|kunft w: - Ab|lö[se österr. (Ablösungssum­ 2Ab|ort/a/. (Med.: Fehlgeburt) m;
ab|kür|zen; Ab|kür|zung (Abk.: me) w; -, -n; ab|lö|sen; Ab|lö|se- -s, -e; ab|orlt]e|ren; ab|or|tiv (ei­
Abk.); Abjkür|zungs|spra|che sum me; Abilöjsung; Ab|lö|sungs- nen 2Abort bewirkend, abtrei­
(Kurzw.: Aküsprache) w; (sel­ sumime bend)
ten:) -n; Ab|kürlzungs^ver|zeich- aibluch'sen (ugs.); jmdm. etwas - ab ovo lat. (von Anfang an)
nis, ...zei|chen Ab|luft (Technik: verbrauchte ab|packen [Trenn.: ...paklken]
abiladen; vgl. 'laden; Abila|de- Luft, die abgeleitet, abgesaugt ab par ken; die Viertelstunde des
platz; Ab|la der; Abjlaidung wird) w, - Vorgängers -
Abjla'ge (Schweiz, auch: Annah­ abrnachen; Ab ma chung ab paslsen
me-, Zweigstelle); abjlaigcrn; Ab­ abima gern; Abma|geirung; Ab- ab|pau sen: eine Zeichnung -
lai ge|rung ma|ge|rungs|kur ab | per |len
ablandig (Seemannsspr.: vom abima len; ein Bild - ab pfei fen; Ab pfiff (Sportspr.)
Lande her wehend) Ab|marsch nr, ab|mar|schielren ab pflücken [Trenn.: ...pflükiken]
Abjlaßw; Ablasses, Ablässe; Ab­ ab!meh|ren Schweiz, (abstimmen ab!pho|togra:phieiren (ältere
laß! brief; ablasjsen durch Handerheben) Schreibung für: abfotografieren)
Ab|la|ti|on/n/. [...zign] (Abschmel­ ab|mei|ern lat.-, jmdn. - (hist, für: abipla gen, sich
zung [von Schnee u. Eis]; Geol.: jmdm. den Meierhof, das Pacht­ ab plat|ten (platt machen)
Abtragung des Bodens; Med.: gut, den Erbhof entziehen; veralt. Abiprall m\ -[e]s, (selten:) -e; ab-
Wegnahme; Ablösung, bes. der für: jmdn. absetzen); ich meiere pral|len
Netzhaut); Ab]la!tiv [auch: ...tij] ab (t R 327); Ab meie'rung ab pres sen
(Sprachw.: Kasus in idg. Spra­ ablmel den; Ab mel düng ab|prot zen
chen) m; -s, -e [...hG; Abjlajtijvus Ab |melk|wirt| schaft (Rinderhal­ Abiputz (Bewurf des Hauses); ab-
ablsollultus [auch: ...tiwuß -] tung nur zur Milchgewinnung) put|zen
(Sprachw.: eine bestimmte Kon­ ab|merIgeln,sich (ugs. für: sich ab­ ablqua liifüzieiren
struktion in der lat. Sprache) nt; mühen, abquälen); ich merg[e]le abjrackern [Trenn.: ...rak kern],
- -, ...vi ...ti mich ab (t R 327); vgl. abgemer­ sich (ugs. für: sich abarbeiten)
Ab lauf; ab laujfen; Ab|lauf|rinjne gelt Abra|ham (bibl. m. Eigenn.);
ab: lau gen ab|mes|sen; Ab mes!sung Abra ham a San[c]ita Clalra (dt.
Ab|laut (Sprachw.: gesetzmäßiger ab|mon|tiejren Prediger)
Selbstlautwechsel in der Stamm­ ab mii den, sich (geh.) ab[rah men; Milch -
silbe etymologisch verwandter ab|mü|hen. sich Abrakada bra [auch: abrakada-
Wörter, z. B. „singen, sang, ge­ ab|murk|sen (ugs. für: umbringen) bra] (Zauberwort; [sinnloses] Ge­
sungen”); ab|lau|ten (Ablaut ha­ ab|mu|stern (Seemannsspr.: ent­ rede) s; -s
ben); ab|läu ten (zur Abfahrt läu­ lassen; den Dienst aufgeben); Ab- Abralsax vgl. Abraxas
ten) mu|ste|rung ab|ra sie ren
Ab|le|ben (Tod) s; -s abjna|beln; ich nab[e]le ab (t R Abjra|si on lat. (Geol.: Abtragung
abllecken [Trenn.-, lekiken] '327) der Küste durch die Brandung;
able|dern (mdal. auch: verprü­ ab | na gen Med.: Ausschabung, Auskrat­
geln); vgl. abgeledert ablnä hen; Ab'nä her zung)
abjlejgen; Abdel ger (Pflanzen­ Abinah|me w: -, (selten:) -n; abrneh- ab ra ten; jmdm. von etwas -
trieb; ugs. scherzh. für: Sohn, men;vgl.ab; Abnehmer; Abjneh- Abraum (Bergmannsspr.: Deck­
Sprößling) mer|land (Mehrz. ...länder) schicht über Lagerstätten;
ab|lehinen; einen Vorschlag -; Ab­ Abinei gung landsch. für: Abfall) m; -[e]s; ab-
lehnung abnibbeln landsch. derb (ster­ räu men; Ab raum | salz
ab|lei|sten; Ab leiistung ben); ich nibb[e]le ab (t R 327) Abra xas. Abralsax (Zauberwort)
ab;lei|ten; Ab leijtung (Sprachw.: ab|norm (vom Normalen abwei­ ablrea gie ren; sich -
Bildung eines Wortes durch chend, regelwidrig; krankhaft); ab re|beln österr. ([Beeren] einzeln
Lautveränderung [Ablaut] oder ab nor|mal[auch: apnormgl] (ugs. abpflücken)
durch das Anfügen von Nachsil­ für: nicht normal, ungewöhn­ ab rech nen; Abjrechjnung; Ab­
ben, z. B. „Trank“ von „trin­ lich); Ab nor|mijtät rech |nungsjter| min
ken“, „königlich“ von „Kö­ ab|nö|ti|gen; jmdm. etwas - Ablrech te (linke Tuchseite) iv; -
nig“); Ab[Iei‘tungs|silibe ab|nut|zen. (bes. südd., österr.:) Ab re de; etwas in - stellen
ab len ken; Abdeckung; Abllen- abnüt|zen; Abjnutlzung, (bes. ab re[gen, sich (ugs. für: sich beru­
kungsjmalnöver südd., österr.:) Ab[nüt|zung; Ab­ higen)
Ablep sje g/-. (älter für: Amaurose) nut zungs ge bühr ablrei ben; Ab rei bung
vf; - A-Bom[be: T R 149 (Atombombe) Ab'rei se {Mehrz. selten); ab|rei-
ab le|sen; Ab leiser Abon nement fr. [abonOmgm, sen
ableug|nen Schweiz, auch: ...mänt] (Dauer­ Abreißblock (Mehrz. ...blocks);
ab lieh ten; Ab lichltung bezug von Zeitungen u. ä.; ablrei ßen; vgl. abgerissen; Ab­
ab|lie|fern; Ab|lie|fe|rung; Ab'lie- Dauermiete für Theater u. ä.) s\ reiß! ka Jen der
fefrungs^pflicht, ...soll (vgl. 2Soll) -s,-s (schweiz. auch: -e); Abon|ne- abjrichten; Ab|rich|ter (Dres­
ab'lie gen (landsch. auch: durch ment[s]Jkar|te (Anrechtskarte), seur); Ab!rich|tung
Lagern gut. reif werden); weit - ...preis (vgl. 2Preis), ...vor|stel- Ab|rieb (Technik) nr, -[e]s, (abge-
abj li sten; jmdm. etwas - lung; Abon|nent (Inhaber eines riebeneTeilchen:) -e; ab'rieblfest;
ab|lo|chen (auf Lochkarten über­ Abonnements); t R 268; abon- Ab|rieb fe|stig|keit
109
Absolv ierung
ab rie geln; Ab rie ge lung, Ab- schlä gig (Amtadt.); jmdn. od. et­ ab sein (ugs. für: entfernt, getrennt
rieg lung was - bescheiden ([jmdm.] etwas sein; abgespannt sein); der Knopf
abjrin gen; jmdm. etwas - nicht genehmigen): ab schlag lieh ist ab, ist abgewesen, aber: ....
Ab riß m: Abrisses, Abrisse (veralt.); -e Zahlung; Ab schlags- daß der Knopf ab ist, war
ab rol len zah lung (BGB: Abschlagzah­ ab sejt. Ab seit (österr. Sportspr.
ab rücken [Trenn.: ...rükjken] lung) neben: abseits. Abseits)
Ab ruf (Mehrz. selten); auf -; ab- ab schläm men (Bodenteilchen '.Abseite landsch. (Nebenraum,
ruf be reit; sich - halten; ab ru fen wegspülen u. als Schlamm abset­ -bau) w: -, -n
ab run den; eine Zahl [nach oben. zen) ‘Ab sei te (Stoffrückseite); Ab sei­
unten] -; Ab run düng ab schlei fen ten stoff (für: Reversible); ab sei-
ab rupt lat. (abgebrochen, zusam­ Abschleppdienst; ab schlep pen; tig; Ab sei tig keit; ab seits; Ver­
menhanglos. plötzlich, jäh); vgl. Ab schlepp seil hält nisw. mit IVesf: - des Ortes:
ex abrupto ab schlie ßen; Ab schlie ßung; Ab­ Umstanclsw.: - stehen, sein; die
ab rii sten; Ab rü stung; Ab rü- schluß; zum - bringen; Ab- - stehenden Kinder; Abseits
stungs kon fe renz schluß^ex amen. ...fei er, ...Prü­ (Sportspr.) .«; -, -: - pfeifen; Ah-
ab rut sehen fung, ...stich tag; ...trai ning seitSwStel lung, ...tor .v
Abruz zen (Gebiet im südl. Mit­ ab schmal zen österr. (abschmäl­ Ab sence/r. [...ßangß] (Med.: Gei­
telitalien; auch für; Abruzzischer zen); ab schmäl zen (Teigwaren stesabwesenheit, insbes. epilept.
Apennin) Mehr:.: Abruz zi scher o. ä. mit Schmalz zubereiten) Anfall mit kurzdauernder Be­
Apen nin (Teil des Apennins) ab schmecken1 wußtlosigkeit) »•; -, -n [..Jfn]
Abs. = Absatz; Absender ab sclimel zen; das Eis schmilzt ab; ab sen den; Absender (Abk.:
ab sacken [Trenn.: ...sak'ken] (ugs. vgl. '^schmelzen Abs.): Ab sen düng
auch für; [ablsinken) ab'schmie ren ab sen ken (auch für: Pflanzen
Ab sa ge ro; -n; ab sa gen ab schmir geln (durch Schmirgeln durch Senker vermehren); Ab­
ab sä gen glätten, polieren; durch Schmir­ sen ker
ab sah nen (die Sahne von der geln entfernen) ab sen tie ren,sich (veralt. für: sich
Milch abschöpfen; ugs. für; an Abschn. = Abschnitt entfernen): Absenz lat. (österr..
einer Sache viel verdienen, das ab schnei den; Ab schnitt (Abk.: Schweiz., sonst veralt. für: Abwe­
Beste von einer Sache einstecken) Abschn.); ab schnittfs] wei se senheit, Fehlen: Schweiz, auch
Ab sa lom. (ökum.:) Ab scha lom Abschnitzel landsch. (abge­ svw. Absence) w; -, -en
(bibl. m. Eigenn.) schnittenes [Eleisch-, Papier]- ab ser vie ren (ugs. für: seines Ein­
Ab sam (österr. Ort) stückchen) s: -s. - flusses berauben)
Absatz (Abk. [für; Abschnitt]: ab schnü ren. Ah schnü rung ah setz bar; ab set zen: sich -; Ab­
Abs.) m: -es, Absätze; Ab- ab schöp fen; Ab schöp fung set zung
satz.Jlau te. ...ge biet; ab satz- ab schotten ab si ehern
weise ab schrä gen Absicht >t; -, -cn: absichtlich
ab sau fen (ugs.) ab schrau ben [auch: ...sicht...]: Ah sicht lich-
ab scha ben ab schrecken'; vgl. :schrecken; ab­ keit [auch: ...sicht...]: ab-
ab schaffen; vgl. 'schaffen; Ab- schreckend'; -ste; Ab schrek- sichtsJos. ...voll
schaf fung kung; Ab schreckungs stra fe' Ab sin gen .v; -s; unter - (nicht: un­
Ab scha lom vgl. Absalom ab schrei ben; Ab schrei bung; Ab­ ter Absingung)
ab schalten; Ab schal tung schrift; ab schrift lieh (Papierdt.) ab sin ken
ab schat ten; ab schat tie ren; Ab- Ab schrot (meißelförmiger Am­ Ab sinth gr. (Wermutbranntwein)
schat tie rung; Ab schat tung boßeinsatz) nr, ah schro ten (Me­ m: -[e]s, -e
ab schät zen; ab schat zig tallteile auf dem Abschrot ab- ab sit zen
Ab schäum nt: -[e]s schlagen) ab so lut lat. (..losgelöst“); -e At­
ab schei den; vgl. abgeschieden ab schrub ben mosphäre (Zeichen: ata); -e
ab schelren; den Bart -; vgl. 'sche­ ab schuf ten. sich (ugs. für: sich (nichteuklidische) Geometrie: -e
ren abarbeiten) Musik; (Sprachw.:) -er Ablativ,
Ab scheu m\ -[e]s (seltener; w: -); ab schup pen; Ab schup pung Nominativ, Superlativ (vgl. Ela­
ab scheu er re gend, aber (t R ab schür fen; Ab schür fung tiv); Ab so lut heit tr; -; Ab so lu-
i42): heftigen Abscheu erregend; Ab schuß: Ab schuß ha sis: ab- ti on [...r/o/i] (Los-, Freispre­
ab scheu lieh; Ab scheu lieh keit schüs sig; Ab schußJi ste, ...ram- chung. bes. Sündenvergebung);
ab schicken [Trenn.: ...schik ken] pe Ab so lu tis mus (unbeschränkte
ab schie ben ab schüt teln; Ab .schüt te lung. Herrschaft eines Monarchen.
Ab schied m: -[ejs, (selten:) -e; Ab- Ah schütt lung Willkürherrschaft)m: -: Ab so lu­
schieds^be such, ...brief, ...fei er, ab schüt ten tist (veralt. für: Anhänger des
...schmerz, ...stun de, ...sze ne ab sch\vä chen; Ab schwä chung Absolutismus): t R 268; ah so lu-
ab schie ßen ab schwei fen; Ab schwei fung t| stisch; -ste (’ R 294); Ah so lu-
ab schil fermAbschil fe rung (Ab­ ab schwel len: vgl. 'schwellen to ri um (österr.. sonst veralt.:
schuppung) ab schwem men Bescheinigung, daß die für ein
ab schin den, sich (ugs.) ab schw in gen Studium vorgeschriebene Seme­
ab schir men; Ab schir mung ab schw ö ren sterzahl erreicht ist) s: -s. ...ien
ab schir ren Ab schw ung [.../'//]: Absolvent [...vtwi/]
ab schlach ten; Ab schlach tung absehbar [auch: ctpse...): ab se­ (Schulabgänger mit Abschluß­
ab schlaf fen (ugs. für: schlatf wer­ hen; vgl. abgesehen prüfung); ! R 268: ah sol vie ren
den; sich entspannen, weil man ab sei len: sich - (Absolution erteilen; erledigen,
müde, erschöpft ist) ableisten; [Schule] durchlaufen):
Ab schlag; auf -: ab schla gen; ab- ' Trenn.: ...k k... Ab sol vie rung te; -
absonderlich 110
ab|son|der|lich: Ab|son|derilich- Ab stieg m\ -[e]s, -e; sjb|stiegs|ge- werk entfernen, außer Dienst
keit; ab son|dem; sich Ab|son- fährjdet (Sportspr.) stellen); vgl. abgetakelt; Ab|ta-
derung ablstill len ke lung, Ab|tak|lung
Ab|sor|bens lat. (der bei der Ab­ abjstinümen; Ab|stimm^kreis,abjtajsten; Ab|ta|stung
sorption aufnehmende Stoff) s\ ...schär fe (w; -); Ab|stim|mung; ab|tau|en; einen Kühlschrank -
-, ...benzien [.../‘«] u. ...bentia Abjstim mungslergebnis Ab1 tausch; ab|tau|schen
[...zia]; Ab sor | ber engl. (V orrich- ab|sti|nent lat. (enthaltsam, alko-Äb tel
tung zur Absorption von Gasen, hol. Getränke meidend); Absti­ Ab!teil (ugs. auch: ap...] s\ -[e]s,
Strahlen; vgl, Absorbens) m\ -s, nent (veralt. für: Abstinenzler); -e; abteilen; 'Abj teil lung (Abtren­
ab[sor bje|ren lat. (aufsaugen; t R 268; Abjsti|nenz w; -; Absti­ nung) vr; -; 2Ab|teiiIung [österr.:
[gänzlichl beanspruchen); Ab­ nenz! Ier (enthaltsam lebender ap...) ([durch Abtrennung ent­
sorption [...z/o«]; Ab|sorp|ti- Mensch, bes. in bezug auf Alko­ standener] Teil; Abk.: Abt.); Ab­
pns|spekitrum; abjsorpitiv (zur hol); Ab|sti!nenz|tag (kath. Kir­ tei! lungsi lei jter m
Absorption fähig) che: fest gelegter Tag, an dem ab teu fen (Bergmannsspr,); einen
abispaljten; Abspal tung Enthaltsamkeit vom Fleischge­ Schacht - (niederbringen)
ab|spa[nen (Technik: ein metalli­ nuß geboten ist) ab|tip|pen (ugs. für: mit der
sches Werkstück durch Abtren­ ab|stop|pen Schreibmaschine abschreiben)
nung von Spänen formen) Abistoß; ab sto ßen; ab sto ßend; Äbjtjslsin (Kloster-, Stiftsvorste­
ab|späjnen landsch. (die Mutter­ -ste; Ab sto|ßung herin) w>; -, -nen
milch entziehen) ab|stot|tem (ugs. für: in Raten be­ Abt.-Lei|ter = Abteilungsleiter
ab|spanjnen; Abjspannjmast (Elek­ zahlen) (IR 154)
trotechnik) m; Ab span nung w; - ab|stra|fen; Ab|stra|fung ab[tö|nen; Ab töinung
ab|spa|ren, sich; sich etwas am ab|stra|hie|ren lat. (das All­ ab|tö|ten; Ab|tö|tung
Munde - gemeine vom Einzelnen abson- Ab|trag m\ [e]s, Abträge; jmdm.
ab spei ehern (EDV) dem, zum Begriff erheben, ver­ od. einer Sache - tun (geh. für:
ab|spei|sen allgemeinern) schaden); ab|tra|gen; ab trag|lief«
abspenstig; jmdm. jmdn. od. et­ abj strahl len (schädlich); jmdm. od. einer Sa­
was - machen ab|strakt lat. (unwirklich, begriff­ che - sein; Ab!träg|Iich!keit; Ab-
ab|sperlren; Ab|sperrJhahn, ...ket­ lich, nur gedacht); -e (vom Ge­ tra|gung
te, ...kom|man|do, ...mau|er; Ab­ genständlichen absehende) Abitrans|port; ab]trans|por|tie|ren
sperrung Kunst; -es Substantiv (vgl. Ab­ abltrei ben; Ab|treijbung; Ab|trei-
ab;spie|geln; Ab|spie!ge|Iung, Ab- straktum); Ab|strakt|heit; Ab­ bungs^pairagraph (§ 218 des
spieg lung straktion [...z/o«]; AbStrakjtum Strafgesetzbuches), ...ver|such
Ab| spiel s; -[e]s; ab spie len (Philos.: allgemeiner Begriff; abjtrenn bar; abitren|nen; Abltren-
ab|split’tern; Ab|split|teirung Sprachw.: Hauptwort, das etwas nung
Ab|spra|che (Vereinbarung); ab- Nichtgegenständliches benennt, ab|tre|ten; Ab|tre|ter; Ab|tre|tung
spra chejge maß; ablsprejchen z. B. „Liebe“) s; -s, ...ta Ab|trieb (auch: Abholzung;
ab, springen; Abjsprung; Ab­ ab strän gen ([ein Zugtier] abspan- österr. auch: Rührteig)
sprung ha fen (Militär); vgl. 2Ha- nen) Abitrift (Treiben des Viehs von
fen ab|strei|chen; Ab|strei|cher den Almen; Seemannsspr., Flie-
ab spu len; ein Tonband - ab| streiken gerspr.: Versetzung [seitlich zum
ab|spü|Ien; Geschirr - Ab|strich Kurs] durch Wind usw.)
ablstam|men; Ab|stam|mung abstrus lat. (verworren, schwer Abtritt (ugs. für: Abort)
Ab|stand; von etwas - nehmen (et­ verständlich); -este (1 R 292) ab|trockjnen
was nicht tun); abjstän|dig; -er abStu|fen; Ab stujfung ab(trop fen
(Forstw.: dürrer, absterbender) ab stump fen; Abstumpfung ab!trot|zen
Baum; Ab|Standsisum|me AbSturz; ab|stür|zen ab|trump!fen (auch: scharf zu-
ab|stat!ten; jmdm. einen Besuch ab|stüt|zen rechtweisen, ab weisen)
- (geh.) Absud [auch: ...sut] (veralt. für: abitrün|nig; Abtrünnigkeit w, -
ab|stau|ben, (laiidsch.:) ab|stäu- durch Absieden gewonnene Abts^stab, ...wür|de
ben; Abjstaulber (Sportspr. für: Flüssigkeit) ab|tun; etwas als Scherz -; vgl. ab­
Zufallstor) ab|surd lat. (ungereimt, unver­ getan
ab'ste|chen; Ablstelcher (kleine nünftig, sinnwidrig, sinnlos); vgl. ab!tup fen
Nebenreise) ad absurdum; -es Drama (eine Äbt|wahl
abjstecken [Trenn.: ...stekjken]; moderne Dramenform); Ab|sur- Abu (in arab. Eigenn.: „Vater“);
vgl. 2stecken di|tät Abulkir (ägypt. Stadt)
ab]ste|hen abSze|die|ren lat. (Med.: eitern); ab und zu vgl. ab
ab|stei|fen; Ablsteilfung Ab|szeß (Med.: Eiteransamm­ ab urbe con dilta lat. [- - kon...\
abjstei|gen; Ab|stei|ge!<iuar|tier, lung in einer nicht vorgebildeten („seit Gründung der Stadt“
(österr.:) Abisteig|quar|tier; Ab- Körperhöhle) m (österr. ugs. [Rom]; altröm. Zeitrechnung,
steiiger (Sportspr.) auch: s); Abszesses, Abszesse beginnend mit 753 v. Chr.; Abk.:
Ab|stell|bahn|hof; ab|stel;Ien; Ab- AbszisSe lat. (Math.: auf der Ab­ a. u. c.)
stelLge lei;se od. ...gleis, ...raum; szissenachse abgetragene erste ab ur tei len; Ab|ur teil lung
Abjstell lung Koordinate eines Punktes) w; -, Ab|ver kauf österr. (AusverkauO;
ab|stempeln; Ab!stem|peilung, -n; Ab)szisSen|achSe abiverikaujfen (österr.)
Ab stemp lung Abt (Kloster-, Stiftsvorsteher) m\ abjverdangen
ab|step|pen -[e]s, Äbte ab|vie ren (vierkantig zuschnei­
ab|ster|ben Abt. = Abteilung den); Ab|vie|rung
Abstich abjtakeln; ein Schiff - (das Takel­ abjwä gen; du wägst ab; du wäg-
111 Achromat

test, wogst ab; abgewogen, abge- einen Schacht - (Bergmannsspr.: Ac|cent ai gu fr. [akßangtägii]
wägt; abiwägsam (bedächtig); abdichten) (Akut; Zeichen: ',z.B. 6) m; -
Abjwä'gung abiwetjzen (ugs. auch für: schnell -s -s [akßangtägii]; Ac cent cir-
Abi wähl; abwählen weglaufen) con flexe [akßangßirkongfläkß]
ab|wäl|zen abwickeln [Trenn:. ...vvik|keln]; (Zirkumflex; Zeichen:", z.B. ä)
abiwanideln; Abwandelung, Ab­ Abwickelung [Trenn: ...wik- m: --, -s -g [akßangßirkimgfläkß];
wandlung ke...]. Ab wickllung Acjcent grave [akßanggraw]
ab wanldem; Ab wan|de|rung ab wie geln(Ggs. von: aufwiegeln) (Gravis; Zeichen: ,z. B. e) m:--,
Ablwärime (Technik: nicht ge­ abjwieigen -s -s [akßanggraw]
nutzte Wärmeenergie) ab wim mein (ugs. für: mit Aus­ Ac|ces|soires fr. [akßäßoar(ß)]
Ab|wart Schweiz. (Hausmeister, flüchten abweisen) (modisches Beiwerk) Mehrz.
-wart) nr, -s, -e; ab war ten; Ab- Ab wind (absteigender Luftstrom) Aclcra [akra] (Hauptstadt von
waritin Schweiz. (Hausmeisterin) abwiniken Ghana)
w; -, -nen abiwirt schaflten; abgewirtschaf­ Aceljla© [az...] (ein KunststofO
abiwärts; Schreibung in Verbin­ tet s; -
dung mit Zeitwörtern (t R 139): abiwi sehen Ace'ro la kir sehe arab.-span.
I. Getrenntschreibung in ur­ ab|woh nen \az...[ (Vitamin-C-reiche west-
sprünglicher Bedeutung,z. B. ab­ ab wracken [Trenn: ...wrak|ken]; ind. Frucht)
wärts (nach unten) gehen; er ist ein Schiff - (verschrotten); Ab­ Ace tat lat. [az...[ (Salz der Essig­
diesen Weg abwärts gegangen. wrack |fir|ma säure; Chemiefaser) .9; -s, -e; Ace­
II. Zusammenschreibung, wenn Ab wurf; Ab wurf vorjrichitung tat sei de; Ace ton (ein Lösungs­
durch die Verbindung ein neuer abiwürjgen mittel).?; -s; Acejtyjlen (gasförmi­
Begriff entsteht, z. B. abwärtsge­ abys|sisch gr. (aus der Tiefe der ger Kohlenwasserstoff .?; -s; Ace-
hen (ugs. für: schlechter werden); Erde stammend; zum Tießeebe- ty|len,gas
es ist mit ihm abwärtsgegangen reich gehörend; abgrundtief); ach!; ach so!; ach ja!; ach je!; ach
'Abwasch (Geschirrspülen; Abys|sus (veralt. für: Tiefe der und weh schreien; (1 R 119:) Ach
schmutziges Geschirr) nr, -[e]s; Erde, Abgrund) m\ - .9; -s, -Is); mit - und Krach; mit
2Ab|wasch landsch. (Abwasch­ ab zah len; abizähjlen; Abizähl- - und Weh
becken) w, -, -en; ab wa sehen; reim; Ab zah lung; Ab zah lungs- Achä er (Angehöriger eines altgr.
Ab wa schung; Ab wasch was ser gej schüft Stammes); Achaia [...ja, auch:
(Mehrz. ...wässer) abizaplfen; Ab zap fung aehuia] (gr. Landschaft)
Ab was ser (Mehrz. ...wässer) ab zapipeln, sich Achäime njjde (Angehöriger einer
ab!wech seln; ab wechselnd; Ab- ab zäu men altpers. Dynastie) m\ -n, -n (t R
wech|sellung, Abwechs lung; ab- abizäu nen; Ab zäu nung 268)
wechslungsJos, ...reich Ab zehirung (Abmagerung) Achä ne gr. (Schließfrucht) w; -,
Ab|weg (meist Mehrz.)', ab welgig; Ab zeiiehen; ab zeich nen; sich - -n
Ab weigig keit Ab zieh bild; ab zie]hen; vgl. abge­ Achat gr. (ein Halbedelstein) nr,
Abwehr w, -; abwehiren; Ab­ zogen; Ab ziejher -[e]s, -e
wehrgeschütz, ...kampf, ...re- ab zie,len Achatius [...zius], Achaz (m.
akjtijon, ...spie 1er (Sportspr.) ab!zir|keln; Ab izirjkejlung, Ab- Vorn.)
'abwei|chen; ein Pflaster -; vgl. zirk|lung w; - Ache [auch: a...] (Flußname) w; -
'weichen Abzug; abzüglich (Kaufmanns- acheln jidd. landsch. (essen); ich
2abiwei|chen; vom Kurs -; vgl. spr.); Verhältnisw. mit Wesf: - ach [eile (t R 327)
:weichen; Abweichler (DDR: des gewährten Rabatts; ein Achen see (See in Tirol) m\ -s
jmd., der von der geltenden Linie alleinstehendes, stark gebeugtes Ache ron (Unterweltsfluß der gr.
der Partei abweicht); Ab wei­ Hauptw. steht in der Einz. unge­ Sage) nr, -Is]; achejron tisch (un­
ch ung beugt: - Rabatt; ab zugsJä hig, terweltlich)
ab wei den ...frei; Abzugs ka|nal Acheu le en fr. [aschöleöng] (Stufe
ab wei sen; Ab wei ser (Prellstein); ab|zuplfen der älteren Altsteinzeit) 9: -[s]
Ab wei sung ab zwacken [Trenn: ...zwak ken] Achjll, Achjl les (Held der gr. Sa­
ab[wend[bar; ab wen den; ich (ugs. für: entziehen, abnehmen) ge); Achil le;is (Heldengesang
wandte od. wendete mich ab, ab zwecken [Trenn: ...zwek ken]; über Achill, insbes. in Homers
habe mich abgewandt od. abge­ auf eine Sache - Ilias, bei Statius u. Goethe) w;
wendet; er wandte od. wendete Ab zweig(Amtsdt.: Abzweigung); -; Achjl lesJerlse (T R 180; ver­
den Blick ab, hat den Blick abge­ Ab zweig dose; ab,zwei gen; Ab­ wundbare Stelle), ...seh ne (seh­
wandt od. abgewendet; ab wen­ zweig stel le; Ab zwei gung niges Ende des Wadenmuskels
dig (veraltend für: abspenstig, ab­ Ac = ehern. Zeichen für: Acti- am Fersenbein); Achil leus
geneigt); Ab w en düng w, - nium [achileuß]', vgl. Achill
ab wer ben; Ab wer ber; Ab Wer­ a c. = a conto Achim (Kurzform von: Joachim)
bung ä c. = ä condition Äch-Laut (TR 151)
ab'wer|fen a cap pel la it. [- ka...] (Musik: oh­ Ach med (arab. m. Vorn.)
abj wer! kein österr. ugs. (abnützen, ne Begleitung von Instrumen­ a. Chr. [n.j = ante Christum [na-
ausleiern) ten); A-cap pel la-Chor(t R 155); tum]
ab|wer|ten; Abwertung vgl. 2Chor Achro maisje gr. [akro...] (Physik:
ab|we send; Ab we sen de m u. vc; acc. c. inf. = accusativus cum infi- Brechungder Lichtstrahlen ohne
’-n, -n (t R 287 ff.); Ab we senjheit nitivo; vgl. Akkusativ Zerlegung in Farben) w; -, ...ien;
w; - ac|cel. = accelerando; ac ce le- Achromat (Linsensystem, das
ab|wetitem; einen Sturm - (See- ran do it. [atschelerando] (Musik: Lichtstrahlen nicht in Farben
mannsspr.: auf See überstehen); schneller werdend; Abk.: accel.) zerlegt) nr, -[e]s, -e; achroima-
Achromatismus 112

tisch (Achromasie aufweisend; achUarlmig, ...bän dig sechzehn; achtmal so groß wie
unbunt); Achro|ma|tjs!mus acht|bar; Acht]bar|keit w, - (seltener: als) ...; acht- bis neun­
(Achromasie) m\.men; Achro- achlte; I. Kleinschreibung (t R mal (t R 145); vgl. bis; achtima-
matlopis|e (Med.: Farbenblind­ 135): der achte (der Reihe nach); lig; achtimiljliioniste; Acht I Pfen­
heit) w, -, ..Jen der achte, den ich treffe; das achte nig! mar ke (mit Ziffer: 8-Pf-Mar-
AchsJbruch od. Ach|sen|bruch, Kind; der achte, am achten ke oder 8-Pfennig-Marke; IR
...druck (Mehrz. ...drücke); Ach­ Januar; jeder achte. II. Groß­ 157)
se w, -, -n schreibung-. a) (I R 118:) der Ach­ acht[sam; Acht isam| keit
Achlsel w; -, -n; AchiseLgriff, te (der Leistung nach); der Achte, achUspäninig, ...stockig [Trenn.-.
...höh'le, ...klapipe; ach|sel|stän- am Achten [des Monats]; b) (t R ...stök'kig]
dig (Bot.: in der Blattachsel ste­ 224:) Heinrich der Achte; Acht­ Achtstundentag; achttausend
hend); Ach|sel|zucken, [Trenn.-. eck; acht|eckig [Trenn.-. ...ek|kig]; (vgl. tausend); Achtltonlner (mit
...zukiken] s; -s; ach|sei|zuckend acht ein halb, achtlundjeinjhalb Ziffer: Stonner; t R 228); Acht-
[Trenn.-. ...zuk|kend], aber (t R achitel; ein - Zentner, drei - Liter, uhrjzug (mit Ziffer: 8-Uhr-Zug;
142): mit den Achseln zuckend aber (Maß): ein Achtelliter; Ach­ tR 157); achU[und]ein|halb,
AchisenJvruch od. Achslbruch, tel s (Schweiz, meist: /?/); -s, -; ...und zwan zig; vgl. acht
...zy| lin der [...ziil..., auch:...z/7...] ein, das - vom Zentner; ein - des Achtung w: -; - vor...; Achtung!
(Med.); ach siial (falsche Schrei­ Weges; ein - Mehl; ein - Rotwein; Ächtung
bung für: axial); ach|sig (für: drei - des Ganzen, aber: im ach|tung ge|bie tend, aber (t R
axial); ...ach|sig (z. B. einachsig); Dreiachteltakt (mit Ziffern: im 142): eine große Achtung gebie­
Ach |sig keit (für: Axialität); 3/8-Takt;t R 157); Ach|teLfi|na|le tende Persönlichkeit; Ach-
Achs|ki|lo|me|ter (Maßeinheit (Sportspr.), ...Ii|ter (vgl. achtel), tungs^ap plaus, ...be zeijgung,
bei der Eisenbahn); Achs|la|ger Jos, ...no te, ...pauise, ...zent|ner ...er folg; Achtung stelllung
{Mehrz. ...lager); achsrecht (für: (vgl. achtel) Schweiz, (milit.: Strammstehen)
axial) achten w, -; achtungsvoll
acht; I. Kleinschreibung (t R 135): äch|ten achtzehn; vgl. acht; im Jahre acht­
wir sind [unser] acht; eine Familie Acht len der (ein Hirsch mit acht zehnhundert; Acht|zehn|en|der
von achten (ugs.); wir sind zu Geweihenden); achtens; Achlter (ein Hirsch mit achtzehn Ge­
acht; die ersten, letzten acht; acht (Ziffer 8; Form einer 8; ein Boot weihenden); achtizehn|iäh|rig
und eins macht, ist (nicht: ma­ für acht Ruderer; Wein aus dem vgl. achtjährig
chen, sind) neun; die Zahlen von Jahre acht [eines Jahrhunderts]) achtlzig; I. Kleinschreibung (I R
acht bis zwölf; acht zu vier (8:4); Ächjter (hist, für: Geächteter) 135): er ist achtzig Jahre alt; mit
mit achten fahren; er ist über acht achlterlaus (Seemannsspr.: nach achtzig [Jahren] (vgl. achtzig, II);
[Jahre]; ein Kind von acht [bis hinten) im Jahre achtzig [eines Jahrhun­
zehn] Jahren; es ist [um] acht Achjter| bahn; [auf, mit der] Ach­ derts]; mit achtzig [Sachen] (ugs.
[Uhr]; es schlägt eben acht; ein terbahn fahren für: achtzig Stundenkilometer)
Viertel auf, vor acht; halb acht; Achterdeck (Hinterdeck); ach­ fahren; Tempo achtzig; auf acht­
gegen acht [Uhr]; Punkt. Schlag ter! la|stig (Seemannsspr.: ach­ zig bringen (ugs. für: wütend ma­
acht [Uhr]; im Jahre acht. II. tern tiefer liegend als vorn); ein chen). II. Großschreibung (t R
Großschreibung (| R 118): die -es Schiff 118): Mitte [der] Achtzig; der
Acht usw. (vgl. 'Acht [Ziffer, achfterllej Mensch über Achtzig (auch:
Zahl]). III. Ableitungen und Zu­ achter|lich (Seemannsspr.: von achtzig [Jahre]); mit Achtzig
sammensetzungen-. achtens; ach­ hinten kommend); achjtern (See­ (auch: achtzig [Jahren]) kannst
tel (vgl. d.); das Achtel (vgl. d.); mannsspr.: hinten); nach- du das nicht mehr; in die Achtzig
der Achter (vgl.d.); acht[und]ein- Ach ter renlnen (Ruderregatta für kommen; vgl. acht; Achtzig
halb; achtundzwanzig; achterlei; Achter [Boote für acht Ruderer]) (Zahl) vc; -, -en; vgl. 'Acht
achtfach; achtjährig (vgl. d.); Ach|ter|ste|ven (Seemannsspr.) acht zi ger (mit Ziffern: 80er); I.
achtmal (vgl. d.); achtmillionste; achtfach; Acht fa che (mit Ziffer: Kleinschreibung(t R 135): - Jahr­
Achtpfennigmarke (vgl. d.). IV. 8fache) .v; -n (IR 287ff.); [um] gang (aus dem Jahre achtzig [ei­
Schreibung mit Ziffer. 8jährig; ein -s; um das -; achufal |tig (acht nes Jahrhunderts]); in den achtzi­
8mal, aber; 8 mal 2; 8-Pfennig- Falten,habend), ...fälltig (veralt. ger Jahren [des vorigen Jahrhun­
Marke (TR 157); 'Acht (Ziffer, für: achtfach); Acht|flach s: -[e]s, derts], aber: in den Achtziger­
Zahl) w: -, -en; die Zahl, Ziffer -e. Acht fläch!ner (für: Okta­ jahren (über achtzig Jahre alt)
-; eine - schreiben; eine arab., eder); Acht|fü ßer (für: Oktopo- war er noch rüstig. II. Großschrei­
röm. -; eine - fahren (Eislauf); de) bung (t R 118): Mitte der Achtzi­
mit der-(ugs. für: [Straßenbahn]- achtige|ben; er gibt acht (t R 132); ger; in den Achtzigern (über acht­
linie 8) fahren achtgegeben; achtzugeben; gib zig Jahre alt) sein; Acht|zi|ger
2Acht (Aufmerksamkeit; Fürsor­ acht!; aber: auf etwas größte (jmd., der [über] 80 Jahre ist;
ge) w, -; (t R 132:) [ganz] außer Acht geben Wein aus dem Jahre achtzig [ei­
acht lassen; sich in acht nehmen; acht[ha|ben; vgl. achtgeben nes Jahrhunderts]; österr. auch:
achtgeben (vgl. d.); achthaben acht hun dert; vgl. hundert; acht- 80. Geburtstag); AchtizilgeVin w;
(vgl. d.), aber: aus der Acht, au­ jäh|rig(mit Ziffer: 8jährig); Acht­ -,-nen; Achtlzi ger|jah|re Mehrz.-,
ßer aller Acht lassen; das Außer­ jäh ri ge (mit Ziffer: 8jährige) m vgl. achtziger, I; achtjziigerjei;
achtlassen (t R 120 u. R 156) u. w; -n, -n (1 R 287 ff.); Acht­ achtjzig fach; vgl. achtfach; acht-
3 Acht (Ausschließung [vom kampf (Sportspr.) zigGählrig (vgl. achtjährig),
Rechtsschutz], Ächtung) w; -; in achtllos; -este (t R 292); Acht|lo- ...mal; achtlzig'ste; vgl. achte;
Acht und Bann tun siglkeit achtzig stel; vgl. achtel; Acht­
Acht|ach!ser (mit Ziffer: Sachsen acht! mal. aber: acht mal zwei (mit zigstel s (Schweiz, meist: ///); -s,
’t R 228) Ziffern: 8 mal 2) ist (nicht: sind) -; vgl. Achtel
113 Adjunkt

achtzöllig, (auch:) ...zoljlig; Ada bei österr. ugs. (jmd., der ade!: ade sagen; Ade s: -s, -s
Achtizyllinder' (ugs. für: Acht- überall dabeisein will) ...ade (z. B. Fassade w; -, -n)
zylindermotor od. damit ausge­ ad ab sur dum lat:, - - Führen (das Adebar niederd. (Storch) m: -s,
rüstetes Kraftfahrzeug); Achtzy- Widersinnige nachweisen) -e
lindermotor'; acht|Zy!linidrig' ADAC = Allgemeiner Deutscher 'Adel nr, -s
Achyilie gr. (Med.: Mangel an Automobil-Club 2Adel mdal., bes. bayr. u. österr.
Verdauungssäften) w; ...jen ad ac ta lat. („zu den Akten“; (Mistjauche) ///; -s
ächizen; du ächzt (ächzest) Abk.: a. a.); - - legen 'Ade laide [äcflid] (Hptst. von
a. c. i. = accusativus cum infiniti- ada gio it. [adadseho, auch: ada- Südaustralien)
vo; vgl. Akkusativ trebio] (Musik: sanft, langsam, ru­ 2Ade laude (w. Vorn.); Adel bert,
Aci|di tat lat. [azi...] (Säuregrad ei­ hig): Ada gio (langsames Ton­ Adal bert (m. Vorn.); Adel ber-
ner Flüssigkeit) w: -; Aciidolse stück) .y; -s, -s ta, Adal berta (w. Vorn.)
(krankhafte Vermehrung des Adafbert, Adefbert (m. Vorn.); Ade le (w. Vorn.)
Säuregehaltes im Blut) w: -, -n; Adal ber ta, Adel berlta (w. Adel gund.Adel gun de(w.Vorn.):
Aciidur ©> (säurebeständige Vorn.) Adel heid (w. Vorn.); aderig, ad­
Gußlegierung) ,v; -s Adam(m. Vorn.); vgl. 'Riese; Ada- lig; adeln; ich ...[e]le (t R 327);
Acker12 ///; -s, Äcker; 30 - Land mjt (Angehöriger einer bestimm­ Adels^brief, ...prädikat; adels-
(t R 321 f.); Acker;bau2 m\ -[eis; ten Sekte) /?/; -en, -en (t R 268); stolz; Ade lung
Acker! bau er2 (veralt. für: Land­ adamj|tisch; AdamsCap fei, ...ko- Aden (Hafenstadt im Jemen)
wirt) ///; -n (seltener: -s), -n u. stüm Adenauer (erster dt. Bundes­
(Bebauer des Ackers:) m\ -s, -; Adaptation lat. [...zion] (Phy- kanzler)
acker bauitrei bend2; die acker­ siol.: Anpassungsvermögen [bes. Adenom gr. (Drüsengeschwulst)
bautreibenden Bewohner, aber des Auges an Lichtreize]; Biol.: .v; -s, -e; ade no ma tös
(t R 142): es gibt viele noch Ak- Anpassung an die Umwelt: Ad ept lat. ([als Schüler] in eine
kerbau treibende Einwohner; österr. auch: Anpassung eines Geheimlehre Eingeweihter, bes.
Acker chen2; Acker|flä che2; Hauseso. ä. an einen bes. Zweck) Goldmacher) w;-en,-en(t R268)
Acker mann vgl. Ackersmann; >v; -, (für: Umarbeitung, Bearbei­ Ader >v; -, -n; Ader chen. Äder lein;
Acker men nig2, Oderlmen nig tung eines literarischen Werkes ad[e] rig, ädtejjrig; Aderßaß ///;
(ein Heilkraut) ///; -[e]s, -e; ak- für Film u. Funk auch Mehrz:.) ...lasses. ...lässe; ädern; ich ...ere
kern; ich ...ere (t R 327); Acker- -en; Ad ap ter engl. (Zusatzgerät (t R 327); vgl. geädert; Ädeirung
nahirung2 (Ackerfläche, die zum zu einem Hauptgerät) nv, -s, -; ä deux mains fr. [a dö mang] (Kla­
Unterhalt einer Familie aus­ ad ap tje ren lat. (anpassen [Biol. vierspiel: mit zwei Händen)
reicht) w; -; Ackerls] mann2 (ver­ und Physiol.]; ein literarisches Ad go (Allgemeine Deutsche Ge­
alt.; Mehr:. ..deute u. ...männer) Werk für Film u. Funk umarbei­ bührenordnung für Ärzte) w:-
Ack.ja schwed. (lappischer Schlit­ ten; österr. auch: eine Wohnung, ad hä rie ren lat. (anhaften; an-
ten in Bootsform; auch: Ret­ ein H aus o. ä. herrichten); Ad ap­ hängen [von Körpern od. Gewe­
tungsschlitten der Bergwacht) ///; tje rung; Ad ap ti on vgl. Adapta­ ben]); Ad hä si;on (Aneinander­
-[s], -s tion; ad ap tjv haften von Körpern); Adjhäsi-
ä con di tiion fr. [a kongdißjong] ad äquat lat. (angemessen; ent­ ons-bahn, ...kraft w
(„auf Bedingung“; Abk.: ä c.) sprechend); Ad äquat heit w;- ad hoc lat. [auch: - hak] ([eigens]
a con to it. [- konto] (auf [laufende] a da to lat. [auch: - da...] (vom zu diesem [Zweck])
Rechnung von ...; Abk.: a c.); Tage der Ausstellung [an]; Abk.: adia ba tisch gr. (Physik, Meteor.:
vgl. Akontozahlung a d.) ohne Wärmeaustausch)
Acquit/r. [akf] (veralt. für: Emp­ ADB = Allgemeine Deutsche Adia pho ra gr. (Gleichgültiges;
fangsbescheinigung) s: -s, -s Biographie Philos.: belanglose Dinge)
Acre engl. [e'ker] (Flächenmaß) ///; ad ca len das grae cas lat. [- ka... Mehrz.
-s. -s; 7 - [Wiesenlland (t R 321 f.) gräka/3] (niemals) adieu!//-, [adjo] („Gott befohlen!“;
Acryl säu re gr.; dt. [akrijl...] Ad den dum lat. (Zusatz. Nach­ veralt., landsch.: lebe [lebt]
(Äthylencarbonsäure [Aus­ trag, Ergänzung) ,v;-s, ...da (meist wohl!); jmdm. - sagen; Adieu (ver­
gangsstoff vieler Kunstharze]) Mehr:.): ad dje ren (zusammen­ alt. für: Lebewohl) .v: -s, -s
AC'S = Automobil-Club der zählen); Ad djer ma schi ne Adi ge [adidsehe] (it. Name für:
Schweiz Ad dis Abe ba [auch: - aheba] Etsch); vgl. Alto Adige
Actj'ni;um gr. [akt...] (ehern. (Hptst. Äthiopiens) Ädjl (altröm. Beamter) nr, -en, -en
Grundstoff; Zeichen: Ac) ,v; -s Ad di ti on lat. [...zion] (Zusam­ (t R 268); Ädi li tat (Ädilenamt,
Ac tion engl. [äkschen\ (spannende menzählung); ad di tio nal (zu­ -würde) >r; -
[Filmlhandlung) >r; -: Ac tion- sätzlich); Ad di ti:ons wort (svw. ad in fi nj tum, in in fiinj tum lat.
pain ting [...pe'nting] (moderne Kopulativum: Mehr:. ...Wörter); („bis ins Grenzenlose“; ohne En­
Richtung innerhalb der amerik. ad di tjv (hinzufügend, auf Addi­ de, unaufhörlich)
abstrakten Malerei) ,v; - tion beruhend); -es Verfahren Ad jek tiv [auch: ...tif] lat.
ad. =a dato (Fotogr.); Ad di tjv engl. (Zusatz, (Sprachw.: Eigenschaftswort.
a.d. = anderlbeiOrtsnamen.z. B. der einen ehern. Stoff verbessert) Artwort, z. B. „schön“) s: -s, -e
Bad Neustadt a. d. Saale) ,y; -s, -e [...« ''] [...h'*’]; ad jek tiivisch (auch:
a. L). = außer Dienst ad di zje ren lat. (zusprechen, ...//...]
A. ü. = Anno Domini zuerkennen) Ad ju di ka tiion [...zion] lat. (rich-
Ada (w. Vorn.) Adduktion lat. [...zion] (Med.: terl. Zuerkennung); ad ju di zje-
Anziehen eines Gliedes zur Kör­ ren
perachse hin); Ad duk tor (eine Ad junkt lat. (veralt. für: [AmtsJ-
1 ...z/7/..., auch: ...z/7... Adduktion bewirkender Muskel, gehille; österr. u. Schweiz. Beam­
2 Trenn.'. ...k k... Anziehmuskel) in: -s. ...oren tentitel) ///; -en, -en (T R 268)
adjustieren 114

ad|julstie[ren lat. ([Werkstücke] ad|ora!bel lat. (veralt. für: anbe­ -s, -ien [...ieri]: ad!ver|biial
zurichten; eichen; fein einstellen; tungswürdig); ...a|ble Heilige; [...wärbi...] (umstandswörtlich);
österr. auch: ausrüsten, dienst­ Ad|orant (Anbetender) m: -en, adverbiale Bestimmung; Ad|ver-
mäßig kleiden); Ad|ju|stje|rung -en(t R268); Ad|ora|ti|on [...zionY bijaLbe stimimung, ...satz; ad-
(österr. auch: Uniform) (Anbetung; Verehrung; Huldi­ ver|bi|ell (seltener für: adverbial)
Ad| jutant lat. (beigeordneter Offi­ gung); ad or]e|ren (anbeten, ver­ ad|ver|sa|tiv lat. [...wär...] (gegen­
zier) m: -en, -en (t R 268); Ad|ju- ehren) sätzlich, entgegensetzend); -e
tan tur (Amt, Dienststelle des Adr. = Adresse Konjunktion (entgegensetzen­
Adjutanten) w; -, -en; Adfiultum ad rem lat. (zur Sache [gehörend]) des Bindewort, z. B. „aber“)
(veralt. für: [Bei]hilfe; österr.: er­ Adreima© (Kurzw.; eine Adres­ Ad|vo|ca|tus Dei lat. [adwoka...]
ste, vorläufige Entlohnung) s: -s, siermaschine) w: -, -s (Geistlicher, der im kath. kirchl.
...ten Ad!re|na|l]n gr. (Hormon’des Ne­ Prozeß für eine Heilig- od. Selig­
ad 1. = ad libitum bennierenmarks) s; -s sprechung eintritt) m: - -, ...ti -;
Ad| la tus lat. (Beistand; Helfer) trr, Adressant lat. (Absender) m; -en, Adlvocatus Diaj bo| li (Geist­
-, ...ten (auch: ...ti) -en (t R 268); Adressat (Empfän­ licher, der im kath. kirchl. Pro­
Ad|ler m; -s, -; der Hohe Orden ger; [bei Wechseln:] Bezogener) zeß Gründe gegen die Heilig­
vom Schwarzen -; der Orden vom m\ -en, -en (t R 268); Adreß|buch; oder Seligsprechung vorbringt;
Roten -; Ad 1er | bl ick Adresse (Abk. [für: Anschrift]: allg.: überspitzt scharfer Kriti­
ad lib. = ad libitum Adr.) w: -, -n; Adres|sen|Samm­ ker; Anwalt des Teufels) m: - -,
ad li|bi|tum lat. (nach Belieben; lung; adres|sie|ren; Adres|s|er- ...ti -; Ad vo|kat (veralt.; landsch.
Abk.: ad 1., ad lib., a. 1.) ma schi ne (vgl. Adrema) [bes. Schweiz.]: [Rechts]anwalt)
adjlig, ade|lig; Ad li ge m u. w; -n, adrett/r. (nett, hübsch, ordentlich, m;-en,-en(t R 268); Ad|vo|ka|tur
-n 0 R 287 ff.) sauber) (veralt. für: Anwaltschaft; Büro
ad maio|rem Dei gloriiam, (meist- Adria (Adriatisches Meer) w; -; eines Anwalts) w; -, -en; Ad|vo-
für:) omnia ad maiorem Dei glo- Adrijan (m. Vom.); vgl. Hadrian; ka tur bü ro (Schweiz.); Ad|vo-
riam lat. („[alles] zur größeren Adria'na, Adria|ne (w. Vorn.); ka turs kanz|Iei (österr. veral­
Ehre Gottes“; Wahlspruch der Adria'nopel (alter Name von tend)
Jesuiten) Edirne); Adria|tijsche Meer s: -n AdW = Akademie der Wissen­
Ad|milni|stra|tijon lat. [...zion] -[e]s schaften
(Verwaltungsbehörde]); admi­ ad rig. ade|rig; äd|rig, äde|rig Ady|na mje gr. (Med.: Kraftlosig­
nistrativ (zur Verwaltung gehö­ Adrio Schweiz, (im Netz eines keit) w: -, ...ien; ady|na|misch
rend); Ad!mi!ni|stra|tor (Verwal­ Schweinebauchfells eingenähte [auch: adüna...]
ter) m; -s, ...oren; ad|mijni|strie- Bratwurstmasse aus Kalb- od. AE, ÄE vgl. Ä
ren (verwalten) Schweinefleisch) s; -s, -s AEG© = Allgemeine Elektrici­
ad|mi|ra bei lat. (veralt. für: be­ ad!sor|bjeren lat. ([Gase od. täts-Gesellschaft
wundernswert); ...a|ble Schriften gelöste Stoffe an der Oberfläche ae|ro... gr. [a-ero] (luft...); Ae|ro...
Ad|mi|ral fr. (Marineoffizier im fester Körper] anlagem); Ad­ (Luft...); ae|rob (Biol.: Sauerstoff
Generalsrang; ein Schmetter­ sorption [...zion]: ad|sorp|t]v zum Leben brauchend); Ae|ro|hi­
ling) m; -s, -e (seltener: ...äle); (zur Adsorption fähig) er [...ier] (Biol.: Organismus, der
Ad|mi|ra|li|tät; Ad mi|ra| lijtäts- Ad|strinigens lat. (zusammenzie­ nur bei Zutritt von Luftsauer­
in'seln (Inselgruppe in der Süd­ hendes, blutstillendes Mittel) s: stoff leben kann); Ae|ro!biiont
see) Mehrz.: Admiralsrang; Ad- ...genzien [...ien], (auch:) (svw. Aerobier) m: -en, -en (t R
mi ral stab (oberster Führungs­ ...gentia [...ziaY, ad strin|g]e|ren 268); Aejrojdy|najmik (Lehre von
stab einer Kriegsmarine) Ädu|er (Angehöriger eines gall. der Bewegung gasförmiger Kör­
Ad'mo|ni|tijon lat. [...zion] (Er- Stammes) m: -s, - per); ae|ro dy|na|misch; Ae|ro-
mahnungzur Buße bei der Beich­ Adu|lar [nach den Adulaalpen in gramm (Luftpostleichtbrieß; Ae-
te) Graubünden] (ein Feldspat) m; ro|lith (veralt. für: Meteorstein)
ADN = Allgemeiner Deutscher -s, -e m: -en u. -s, -e[n] (T R 268); Ae|ro-
Nachrichtendienst (DDR) A-Dur [auch: adur] (Tonart; Zei­ lo'gje (Wissenschaft von der Er­
Ad|nex lat. (Anhang) m\ -es, -e chen: A) s: -; A-Dur-Ton|leiiter forschung der höheren Luft­
ad no!tam lat.: - - (zur Kenntnis) (1 R 155) schichten) w; -; Ae|roimejcha|nik
nehmen ad us. = ad usum (Lehre von dem Gleichgewicht
ad ocujlos lat. [- ok...]\ - - demon­ ad usum lat. („zum Gebrauch“; u. der Bewegung der Gase) w;
strieren („vor Augen“ führen, Abk.: ad us.); - - Delphjni (für -; Ae roimejdi|zjn (Teilgebiet der
klar darlegen) Schüler bestimmt) Medizin, das sich mit den physi­
Ado|les|zenz lat. (späterer Ab­ Ad|van|tage engl. [edwantidtreh] schen Einwirkungen der Luft­
schnitt des Jugendalters, etwa (der erste gewonnene Punkt nach fahrt auf den Organismus be­
17.-20. Lebensjahr) w: - dem Einstand [40:40] beim Ten­ faßt); Ae]ro|meiter (Gerät zum
Adolf (m. Vorn.) nis) m: -s, -s Bestimmen des Luftgewichtes,
Ado|nai hehr, („mein Herr“; alt­ Ad|vent lat. [...wänt, österr. auch: der Luftdichte) s: -s, -; Ae|ro|naut
test. Name Gottes) .../...] („Ankunft“; Zeit vor (veralt. für: Flieger) m: -en,
1 Ado|nis (schöner Jüngling der gr. Weihnachten) m: -[e]s, (selten:) -en (t R 268); Aejrolnaultik (ver­
Sage); 2Ado!nis (schöner Jüng­ -e; Adjven|tjste/zg7. (Angehöriger alt. für: Luftfahrt); aeiro'nay-
ling, Mann) m: -, -se; adonisch einer bestimmten Sekte) m: -en, tisch (veralt.); Ae|ro|plan gr.: lat.
(schön wie Adonis); -er Vers (an­ -en , (t R 268); Ad|venUkranz (veralt. für: Flugzeug) m: -[e]s,
tiker gr. Vers) (österr.), ...sonntag (österr.); Ad­ -e; Ae|ro sol (feinste Verteilung
adlopitieiren lat. (an Kindes Statt vents Jeranz, ...sonntag fester oder flüssiger Stoffe in Gas
annehmen); Ad]op|tiion [...zion]: Ad|verb lat. [...wärp] (Sprachw.: [z. B. Rauch od. Nebel]) s: -s,
Ad|op|tiv^el|tern, ...kind Umstandswort, z. B. „dort“) s: -e; Ae|ro]stafiik gr. (Lehre von
115 Aggregat ion
den Gleichgewichtszuständen Af front fr. [afrong, auch: afront] Aga mem non (sagenhafter König
bei Gasen); aeiro sta tisch; Ae ro- (Schmähung; Beleidigung) nv, -s, von Mykenä)
train (Luftkissenzug) -s (auch: -e); af fron de ren (ver­ Aga pe gr. (schenkende [Näch­
Aeltitgr. [a-e...] (veralt. für: Adler­ alt.) stenliebe) vr; -, (für: Liebesmahl
stein, Eisenmineral) nv, -s, -e Af gha ne (Angehöriger eines vor- auch Mehrz.'.) -n; Aga pet, Aga­
AF = Air France derasiat. Volkes) nv, -n, -n (t R pe tus (Papstname)
Af|fä|re/r. (Angelegenheit; [unan­ 268); Af gha ni (afghan. Münz­ Agar-Agar rnalai. (Gallerte aus
genehmer] Vorfall; Streitsache) einheit) nv, -[s], -[sl; af'ghamisch; ostasiat. Algen) m od. 9; -s
je; -, -n Af ghajni stän (Staat in Vorder­ Agaithe (w. Vorn.); Aga't hon
Äffchen, ÄfFlein; Affe nv, -n, -n asien) [auch: ag...] (m. Eigenn.)
’(t R 268) ' AFLe/zg/. [e'äfälI = American Fe­ Aga'vegr. [...ufi (aloeähnl. Pflan-
Affekt lat. (Gemütsbewegung, deration of Labor [‘märik'n fäde- ze der [Subltropen) w; -n
stärkere Erregung) nv, -[ejs, -e; re'sch'n ew le‘ber] (amerik. Ge­ ...a ge (z. B. Etage [etaseh*] «•; -,
Affekita ti:on[...z/ow] (selten für: werkschaftsverband) -n)
Getue, Ziererei); af fekitjert (ge­ AFN engl, [e'äfän] = American Agence F rance- Pressefr. [as-ehang/J
ziert, gekünstelt); Affektiert­ Forces Network [emäriken fofßis frang/J prtiß] (Name einer fr.
heit; Af[fekjti;on [...zion] (Med.: natwcfk] (Rundfunkanstalt der Nachrichtenagentur; Abk.:
Reizung durch einen krankhaf­ außerhalb der USA stationierten AFP) h-; - -
ten Vorgang od. Zustand; veralt. amerik. Streitkräfte) Agen da lat. (Merkbuch; Aufstel­
für: Wohlwollen); affekjtio njert ä fonds per du fr. [a fang pärdu] lung der Gesprächspunkte bei
(veralt. flir: wohlwollend, zuge­ (auf Verlustkonto; [Zahlung] oh­ polit. Verhandlungen) w,
tan); Affeklti:ons|wert (veralt. ne Aussicht auf Gegenleistung ...den; Agende (Gottesdienst­
für: Liebhaberwert); affekitiv od. Rückerhalt) ordnung) w; -, -n; Agenlden
(durch Affekte gekennzeichnet, AFP = Agence France-Presse österr. (Obliegenheiten. Auf­
gefühlsbetont); Af fekitijvi tat Afra (w. Vom.) gaben) Mehrz.
w; - g frestco it. [- ...ko] („auf fri­ Agens lat. (Philos.: tätiges Wesen
äffen; Affen art; affen artig; Af­ schem“ [Kalk]) od. Prinzip; xMed.: wirkendes
fen Ibrot1 bäum (eine afrik. Baum­ Afri ka [auch: af...]', Afri kaan der. Mittel; Sprachw.: Träger eines
art); vgl. Baobab; Af fen'hjt ze Afrikander (selten für: weißer im Zeitw. genannten aktiven Ver­
(ugs.); Affen lie be >v; -; Afifen- Südafrikaner mit Afrikaans als haltens) .9; -, Agen zien [...zfiz];
schan de (ugs.); Äffer (veralt. für: Muttersprache); afrfkaans; die Agent (Spion; veralt. für: Ge­
äffende Person); Affe!re] (ugs. -e Sprache; Afiiikaans (Sprache schäftsvermittler, Vertreter); 1 R
abwertend für: eitles Gebaren); der Buren) s; -; Afri ka ner (Ein­ 268; Agen ten^ring, ..tä tig keit;
Äf fe|rei(veralt.für: Irreführung) geborener, Bewohner von Afri­ Agen|tie it. [...27] österr. (Ge­
Af fliehefr. [auch: afisch*] (selten ka); afri ka nisch; Afrilkanjst schäftsstelle der Donau-Dampf-
für: Anschlaglzettel], Aushang) (Wissenschaftler auf dem Gebiet schiffahrtsgesellschaft) w;
H’; -n; af fi chie|ren [afischi...] der Afrikanistik); t R 268; Afri­ ...tien [...zjen]\ agenltje ren österr.
Af fi da vit lat. [...u/r] (eidesstattl. ka nj stik (wissenschaftl. Erfor- (Kunden werben); Agentin lat.
Versicherung) s; -s, -s schungder Geschichte, Sprachen w: -. -nen; Agent pro vo caiteur
affig (ugs. abwertend für: eitel); u. Kulturen Afrikas) w; -; fr. [asehimg prowokatör] (Lock­
Affig1 keit afro-amerika nisch. afro-asia- spitzel) nv, - -, -s -s [asehattg ...tör]',
Af fi|lia|tf;on lat. [...zion] (Auf­tisch (1 R 214) Agen tur lat. (Geschäfts[neben]-
nahmetz. B. in die Freimaurerlo­ Af ter//z; -s, Af terJeder (österr.: stelle, Vertretung) w; -, -en; Agen­
ge]; Beigesellung [z. B. einer Hinterleder des Schuhes), ...mie­ zien (Mehrz. von: Agens)
Tochtergesellschaft]) te (veralt. für: Untermiete), Age si lajos vgl. Agesilaus: Age si-
affin lat.', -e Geometrie ...mieiter (veralt. für: Untermie­ la;us (König von Sparta)
Äffin w; -, -nen ter), ...reide (veralt.); afterire- 'Agfa (Actien-Gesellschaft für
affilnielren fr. (läutern; scheiden den (veralt. für: nachreden, ver­ Anilin-Fabrikation) iv; -; 2Ag fa
[z. B. von Edelmetallen]); Af fi­ leumden); ich afterrede; afterge­ © (fotogr. Erzeugnisse); Ag fa-
rne! rung redet; afterzureden co lor © [...kolor] (Farbfilme,
Af|fi|ni|tät lat. („Verwandt­ Af ter-shave-Loltion engl. [after Farbfilmverfahren)
schaft“) sche'w louschen] (Rasierwasser Ag glo me rat lat. (Geol.: Ablage-
Afifirlmaitiion lat. [...zion] (Beja- zum Gebrauch nach der Rasur); mng von unverfestigten Ge­
hung.Zustimmung); af firmatjv T R 155 steinsbruchstücken; Anhäufung
(bejahend, zustimmend) Ag = Argentum (ehern. Zeichen von Lavabrocken) 9; -[e]s, -e; Ag-
äffisch; -ste (t R 294) für: Silber) glo me'ra ti on [...zion] (Anhäu­
Affjx lat. (Sprachw.; an den a.G. = auf Gegenseitigkeit; (beim fung; Zusammenballung); ag-
Wortstamm angefügte Vor- od. Theater:) als Gast glo meine! ren
Nachsilbe) 9; -es. -e; vgl. Präfix AG = Aktiengesellschaft; An das Ag glu ti na ti on lat. [...zion]
und Suffix Bibliographische Institut AG (Med.: Verklebung, Verklum­
af!fi!z|e|ren lat. (Med.: reizen; AG = Amtsgericht pung; Sprachw.: Anfügung von
krankhaft verändern) Äga di sehe In sein (westl. von Si­ Bildungselementen an das unver­
Äff lein, Äffchen zilien) Mehrz. ändert bleibende Wort) vv; -, -en;
Äf|fo|dill, As pho djll gr. (ein Li­ Ägäiis (Ägäisches Meer) w; -; ag glu ti nje ren; -de Sprachen
liengewächs) nv, -s. -e Ägäi sehe Meer (1 R 198) s; -n Aggregat lat. (Maschinensatz;
Affri!ka!ta, Af fri ka te lat. -[e]s aus mehreren Gliedern bestehen­
(Sprachw.: Verschlußlaut mit Aga Khan türk, (erbliches Ober­ der mathemat. Ausdruck) 9; -[e]s.
folgendem Reibelaut, z. B. pf) w; haupt der Sekte der mohamme- -e: Ag gre ga ti on [...zion] (Ver­
...ten dan. Hodschas) nv, - -s. - -e einigung [von Molekülen]); Ag-
Aggression 116

gre|gat|zu|stand (Erscheinungs­ Griechen; Streitgespräch als Teil Ah - Amperestunde


form eines Stoffes) der att. Komödie) m; -s, -e; ago- ah! [auch: a\, ah so!; ah was!; Ali
Aggressionlat. (Angrifflsverhal- nal (wettkampfmäßig); Ago nie s; -s, -s; ein lautes - ertönte; äh!
ten], Überfall); Aggressi­ (Todeskampf) w, -, ...ien; Ago­ [auch: öl; aha! [auch: aha]\ Aha-
onskrieg, ...trieb; ag gres siv (an­ nist (Wettkämpfer); t R 268 Er(leb|nis [auch: aha...] (Psych.);
greifend; angriffslustig); Ag|gres- 'Agoiragr.( Marktu. auch die dort TR 151
si|vi|tät; Aggressor (Angreifer) stattfindende Volksversamm­ Ahas|ver [...wer, auch: ahas...]\
m; -s, ...oren lung im alten Griechenland) w, - Ahas|ve|rus [latinis. Form des
Ägjd, Ägi diius (m. Vorn.); Ägi'de 2Agoira hebr. . (israel. Wäh­ hebr. Namens des Xerxes]
gr. (Schutz, Obhut) w, -; unter rungseinheit) w; -, Agorot („Fürst“; der Ewige Jude); ahas-
der - von ... Agraffe fr. (Schmuckspange; vetisch (ruhelos, umherirrend)
agie|ren lat. (handeln; Theater: ei­ Bauw.: klammerförmige Rund­ ahd. = althochdeutsch
ne Rolle spielen) bogenverzierung; Med.: Wund­ Ah|le (Pfriem) w; -, -n
agil lat. (flink, wendig, beweglich); klammer; Schweiz, auch: Kram­ Ah'ming (Tiefgangsmarke am
Agi|li|tät w, - pe) w; -, -n Schiff) w, -, -e u. -s
Ägi|na (gr. Insel; Stadt); Ägi|ne|te Agram, (offz.:) Za|greb [sagräp] Ahn (Stammvater, Vorfahr) m\
(Bewohner von Ägina) m; -n, -n (jugoslaw. Stadt) -[e]s u. -en, -en (t R 268)
(t R 268); Ägijneten (Giebelfigu­ Agrajphie gr. (Med.: Verlust des ahnt den (geh. für: strafen; rächen);
ren des Tempels von Ägina) Schreibvermögens) w>; -, ...ien Ahn|dung
Mehrz. Agrar|be!völike|rung; Agra|ri|er 'Ahne (geh. Nebenform von:
Agio it. [adseho, auch: asehio] lat. [...ier] (Großgmndbesitzer, Ahn) m\ -n, -n (! R 268); 2AhJne
(Aufgeld) s: -s; Agiota ge fr. Landwirt; oft mit abwertendem (Stammutter, Vorfahrin) w, -, -n
[asehiotasekf österr.: ...tasek] Sinn); agra risch; Agrar~pojli|tik, äh neln; ich ,..[e]le (t R 327)
(Ausnutzung von Kursschwan­ ...rejform ah|nen
kungen an der Börse); Agio|teur Agrasel ostösterr. mdal. (Stachel­ AhlnenJiild, ...ga|le|rie, ...kult,
[asehiotör] (Börsenmakler) m; -s, beere) s: -s, -n (meist Mehrz.) ...rei|he,...taifel; AhnJrau, ...herr
-e; agio|tje|ren Agree ment engl. [egriment] (Poli­ ähn lieh; I. Kleinschreibung (t R
Ägir (nord. Mythol.: Meerriese) tik: formlose Übereinkunft im 135): ähnliches (solches); und
Ägis (Schild des Zeus und der zwischenstaatl. Verkehr) s\ -s, -s; ähnlichets] (Abk.: u. ä.); und dem
Athene) w; - vgl. Gentleman’s Agreement; ähnlichefs] (Abk.: u. d. ä.). II.
Agi | ta| ti | on lat .'[...zion] (polit ische agreljeren lat. (selten für: geneh­ Großschreibung: a) (t R 116:) das
Hetze; intensive politische Auf- migen); Agrejment/r. [agremang] Ähnliche; Ähnliches und Ver­
klärungs-, Werbetätigkeit); Agi­ (Politik: Zustimmung zur Ernen­ schiedenes; b) (TR 116:) etwas,
tator (jmd., der Agitation be­ nung eines diplomat. Vertreters) viel, nichts Ähnliches; Ähn|lich-
treibt) m\ -s, ...oren; agiitaito- s; -s, -s; Agre|ments [agremgngß1 keit
risch; agi|tje|ren; Agit|prop (musik. Verzierungen) Mehrz. Ah|nung; ahnungslos; -este (TR
(Kurzw. aus: Agitation und Pro­ Agrilco|la [...kola], Georgius (dt. 292); Ah]nungs!lo|sig|keit; ah-
paganda); Agit|prop|thea|ter Naturforscher) nungs voll
(Laientheater in Sozialist. Län­ Agri!kul|tur/at. (Ackerbau, Land­ ahoi! [aheu] (Seemannsspr.: Anruf
dern) wirtschaft); Agri|kul|tur|che|mie [eines Schiffes]); Boot ahoi!
Aglaia („Glanz“; eine der drei gr. Agrippa (röm. m. Eigenn.); Agrip- Ahorn (ein Laubbaum) m\ -s, -e
Göttinnen der Anmut, der Chari­ pj|na (röm. w. Eigenn.) Ahr (1. Nebenfluß des Rheins) w, -
ten; w. Vom.) Agro|nom gr. (wissenschaftlich Ah re w, -, -n; Äh | ren | le | se;... äh | rig
Agnat lat. (männl. Blutsverwand­ ausgebildeter Landwirt) m\ -en, (z. B. kurzährig)
ter der männl. Linie) m\ -en, -en -en (t R 268); Agro|noimie (Ak- Ahu ra Mas dah („der weise
(t R 268); agna|tisch kerbaukunde, Landwirtschafts- Herr“; Gestalt der iran. Reli­
Agnes (w. Vom.) wissenschaft) w, -; agro|no;misch; gion); vgl. Ormuzd
Äg|ni (ind. Gott des Feuers) Agro|tech|nik (DDR: Lehre von AHV = Alters- und Hinterlasse-
Ägnojmen lat. (Beiname) s\ -s, der Technisierung der Landwirt­ nenversicherung (Schweiz)
...mina schaft) Ai indian. (Dreifingerfaultier) s; -s,
Agnojsje gr. (Med.: Störung des Agru men, Agru'mi ' it. (veralt. -s
Erkennens; Philos.: Nichtwis­ Sammelname für Zitrusfrüchte) Ajjchinjger (österr. Schriftstelle­
sen) w, -, ...ien; Agno|sti|ker (Ver­ Mehrz. rin)
fechter des Agnostizismus); Agrypjnie gr. (Med.: Schlaflosig­ Aj|da (Titelgestalt der gleichnami­
Agno|sti|zjs|mus (philos. Lehre, keit) w; - gen Oper von Verdi)
die das übersinnliche Sein für Ägypten (Staat); Arabische Re­ Aide/r. [är] (Mitspieler, Partner;
unerkennbar hält) m\ -; agnosizte- publik Ägypten; Ägypter; ägyp­ Schweiz, für: Küchengehilfe,
ren lat. (veralt. für: anerkennen); tisch; (f R 200:) eine -e (tiefe) Fin­ Hilfskoch; veralt. für: Gehilfe) m\
(österr. Amtsspr.:) einen Toten sternis; -e Augenkrankheit; vgl. -n, -n (t R 268); Aide-me|moire
- (identifizieren); Agnos|zje|rung deutsch; Ägyptisch (Sprache) s; [...memoar] (Politik: Nieder­
Agnus Dei lat. („Lamm Gottes“; -ts]; vgl. Deutsch; Ägyp|ti|sche s; schrift von mündl. getroffenen
Bezeichnung Christi; Gebet; -n; vgl. Deutsche si Ägyp|to|lo|ge Vereinbarungen) s; -, -[s]
Wachstäfelchen) s; - - (Wissenschaftler auf dem Gebiet Aijgret te fr. [ägräte] ([Reiherlfe­
Ago|gik gr. (Musik: Lehre von der der Ägyptologie) m\ -n, -n (1 R derschmuck; Büschelförmiges)
individuellen Gestaltung des 268); Ägyp|to|lo|gje (wissen- w, -, -n
Tempos) w>; -; agogisch schaftl. Erforschung des ägypt. Aükildojup. (jap. Form der Selbst­
ä go|go fr. [agogo] (in Hülle u. Altertums) w\ -; ägyp|to| Io| gisch verteidigung) s; -[s]
Fülle, nach Belieben) A. H. = Alter Herr (einer Student. Aiinu (Ureinwohner der jap. In­
Agon gr. (Wettkampf der alten Verbindung) seln u. Südsachalins) m\ -[s], -[s]
117 Aktionist

Air fr. [äV] (Aussehen, Haltung; ak kom mo da bei fr. (anpas- den-, Anzeigenwerber) m: -s. -e;
Fluidum) s: -s, (selten:) -s sungsfähig;zvv eckmäßig); ...a ble Ak qui si ti on [...r/Vu/1 (Kunden­
Air bus engl. [ä/-...] (neben dem Li­ Organe: Ak kom mo da ti on werbung durch Vertreter: veralt.
niendienst bestehende Luftver­ [...zion 1 (Anpassungsfähigkeit, für: Erwerbung); Ak qui si tor
kehrseinrichtung für den Passa­ Angleichung); Ak kom mo da ti- österr. (vgl. Akquisiteur) ni: -s.
gierdienst auf den kurzen Strek- ons fä hig keit; ak kom mo die- ...oren: ak qui si to risch
ken); Air-Conditioning [ärkondi- ren Akri bie gr. (höchsteSorgfalt. Ge­
sch'ning] (Klimaanlage) s: -s. -s Ak kom pa gne ment fr. [akotn- nauigkeit) »c; -: akri bisch: -ste
Airedaleterrier engl, [ärde'l...] panfmang] (Musik: Begleitung) (t R 294)
(eine Hunderasse) .v; -s, -s; ak kom pa gnie ren Akro bat gr. nt: -en, -en (t R 268);
Air France [ür frattgß] (fr. Luft- Ak kord lat. (Musik: Zusammen­ Akro ba tik ir; -; Akro ba tin tc;
fahrtges.; Abk.: AF) vr; - - klang; Wirtsch.: Stücklohn: -, -nen: akro ba tisch; Akro le jn
Aisichy los vgl. Aschylus Übereinkommen)/?/; -[eis. -e; Ak­ (eine ehern. Verbindung) s: -s;
Aisne [ein] (fr. Fluß) >v; -; Aisne tal korde beit, ...ar bei ter; Ak- Akro mc ga l|e (Riesenwuchs
.v; -lejs kor de on( Handharmonika) s: -s, einzelner Körperteile) ir; -, ...ien:
Aj tel südd., österr., Schweiz, (svw. -s; ak kor deo nj stisch; ak kor- Akro nym (aus den Anfangs­
'Döbel) die ren ’ (zusammenstimmen; buchstaben mehrerer Wörter ge­
Aja it. (veralt. für; Erzieherin; vereinbaren'; veralt. für: einen bildetes Wort, z. B. ,,Hapag")
Scherznamefür Goethes Mutter) [polit.] Vertrag abschließen) s: -s. -e; Akro po lis (altgr. Stadt­
iv; -, -s akkreditieren fr. (Politik: be­ burg [von Athenl) ir; -, ...polen;
Ajax (gr. Sagengestalt) glaubigen; bevollmächtigen); it. Akro sti chon (die Anfangs­
ä jour fr. [a sehnr] (bis zum [heuti­ (Kredit einräumen, verschaffen); buchstaben. -silben oder -Wörter
gen] Tag; - - sein: auf dem laufen­ jmdn. bei einer Bank für einen der Verszeilen eines Gedichtes,
den sein; [österr.: ajour]: ,.zuta­ Betrag-; Ak kre di tjv//\ (Politik: die ein Wort oder einen Satz erge­
ge“ tretend; durchbrochen [von Beglaubigungsschreiben eines ben) s: -s, ...chen u. ...cha: Akro­
Spitzen u. Geweben]; - - gefaßt: Botschafters: Wirtsch.: Han­ ter ///; -s, -e. (älter:) Akro te rie
nur am Rande gefaßt [von delsklausel. Kreditbrief) 5; -s, -e [.../*’] ir; -n u. Akro te ri on,
Edelsteinen]); Ajour ar beit 1...hG Akro re ri um (Giebelverzie-
(durchbrochene Arbeit); ajou- Ak kresizenz lat. (veralt. für: An­ rung) s: -s, ...ien Akro ze-
rje ren österr. (Ajourarbeit ma­ wachsen [des Erbteilsl) ir; -, -en; pha le (Med.: Hoch-, Spitzkopf)
chen) ak kres zje ren m u. ir; -n. -n (f R 268): Akro-
AK = Aktienkapital; Armeekorps Ak ku (Kurzw. für: Akkumula­ ze pha Ije ir; -, ...ien
Aka de mje gr. (gelehrte Gesell­ tor) ///; -s, -s; Ak ku mu lat lat. äks! (ugs. für: pfui!)
schaft; [Fachjhochschule; österr. (Anhäufung von Gesteinstrüm­ Akt lat. (Abschnitt, Aufzug eines
auch: literar. od. musik. Veran­ mern) s; -[e]s, -e; Ak kumu la’ti- Theaterstückes; Handlung, Vor­
staltung) w; -, ...ien; Aka de mi- on [...zion] (Anhäufung); Ak ku­ gang; Stellung u. künstler. Dar­
ker (Person mit Hochschulaus­ mu la tor (ein Stromspeicher; ein stellung des nackten Körpers;
bildung); aka de misch; das -e Druckwasserbehälter; Kurzw.: vgl. Akte) ///; -le]s, -e
Viertel; vgl. cum tempore Akku) ///; -s. ...oren; ak ku mu­ Aktäion (gr. Heros u. Berggott)
Akan thjt gr. (ein Mineral) m: -s; he ren (anhäufen; sammeln, spei­ Ak telat. (Schriftstück; Urkunde)
Akan thus (stachliges Staudenge­ chern) iv; -, -n, (auch:) Akt m: -[e]s, -e
wächs) ///; -, -; Akan thus blatt ak ku rat lat. (sorgfältig, ordent­ u. (österr. u. bayr.:) -en; zu den
Aka ro jd harz gr.: dt. (ein Baum­ lich; landseh. für: genau); Ak ku- -n (erledigt; Abk.:z. d. A.); Ak te]
harz) ra tes se fr. vc; - (Aktensammlung); ak ten kun­
aka ta lek tisch gr. (Verslehre: Ak ku sa tiv lat. [auch: ...tif) dig; Ak ten^schrank, ...ta sehe;
nicht katalektisch, unverkürzt) (Sprachw.: Wenfall. 4. Fall; Ak teur fr. [aktör] (der Handeln­
Aka tho'lik gr. [auch: ...Ijk] (nicht­ Abk.: Akk.) ///; -s, -e [...hG Akku­ de; [Schauspieler) /?/; -s, -e; Ak­
katholischer Christ) m: -en, -en sativ mit Infinitiv, (lat.:) accusati- tie///«/«-/. [...r/T (Anteil[scheinl)
(1 R 268); aka tho lisch [auch: vus cum infinitivo (Sprachw.: iv; -, -n (meist Mehr:.): Ak ti-
...olisch] eine bestimmte grammatische en^ge seil schaft (Abk.: AG),
Aka zie gr. [.../f] (trop. Laubbaum Konstruktion; Abk.: acc. c. inf. ...ka pi tal
od. Strauch) w; -, -n od. a. c. i.); Ak ku sa tiv ob jekt ...ak tig (z. B. dreiaktig)
Ake lej ndat. (eine Zierpflanze) iv; [auch: ...tif...] Ak t] nie cr. [.../'G (eine sechsstrah-
-, -en Ak me gr. (Med.: Gipfel; Höhe­ lige Koralle) vv; -, -n; ak tj nisch
Aki ( = Aktualitätenkino) s: -s, -s punkt [einer Krankheitl) w: - (durch Strahlung hervorgeru­
Akk. = Akkusativ Ak ne gr. (Med.: Hautausschlag) fen); -e Krankheiten: Ak tj nimm
Ak kad (Hptst. des Reiches Ak- >e; -, -n vgl. Actinium: Aktinometer
kad); ak ka disch; vgl. deutsch; Ako luth (selten für: Akolyth): (Meteor.: Strahlungsmesser) s:
Ak ka disch (Sprache) s: -[sl; vgl. Ako lyth gr. (kath. Kleriker im -s, -: ak ti no morph (Biol.:
Deutsch; Ak ka di sehe s: -n; vgl. 4. Grad der niederen Weihen) m: strahlenförmig); Ak ti no my ko­
Deutsche s -en (1 R 268) u. -s. -en se (Med.: Strahlenpilzkrankheit)
Ak kla ma tiion lat. [...zion] (Zu­ Ako nit gr. (Eisenhut, Sturmhut w; -, -n
ruf; Beifall); ak kla mje ren [Pflanze]) s; -s, -e Ak tiion lat. [akzion] (Unterneh­
Akklimatisation lat. [...zion] Akon to it. österr. (Anzahlung) s: mung: Handlung); eine konzer­
(Anpassung); ak kli ma ti sje- -s, ...ten u. -s; Akon to zah lung tierte - vgl. konzertieren
ren; sich -; Ak kli ma ti s|e rung (Abschlagszahlung); vgl. a conto Ak tio när fr. [ak:i...\ (Besitzer
Ak ko la de fr. (feierliche Umar­ ak qui rje ren lat. (als Akquisiteur von Aktien) ///; -s. -e; Ak tio närs-
mung beim Ritterschlag u. a.; tätig sein; veralt. für: erwerben); ver samm lung
Druckw.: Klammer ( " . ) Ak qui si teur fr. [,..tör\ (Kun­ Ak tio njst lat. [akzi...] (Person.
aktionistisch 118

die bestrebt ist, das Bewußtsein akhujell/r. (im augenblickl. Inter­ alaaf! (niederrheinischer Hoch­
der Menschen oder bestehende esse liegend, zeitgemäß, zeitnah) ruf; Kölle -
Zustände durch provozierende, aku|punk|tje|ren lat.', Akupunk­ ä la baisse fr. [a la bäß] („nach
revolutionäre, künstlerische Ak­ tur (Heilbehandlung durch Na­ unten“; auf Fallen der Kurse
tionen zu verändern); t R 268; ak- delstiche) w; -, -en [spekulieren])
tio nj stisch; -ste (t R 294) Akülspralche (Kurzw. für: Abkür­ Alajbajina (Staat in den USA;
Akjtiions-^art [akzionß...] zungssprache) w; -, (selten:) -n Abk.: Ala.)
(Sprachw.: Geschehensweise Aku|stik gr. (Lehre vom Schall, Ala[balster gr. (eine Gipsart) m;
beimZeitw.,z. B. perfektiv: „ver­ von den Tönen; Klangwirkung) -s, (selten:) -; ala|ba'stem (aus od.
blühen“), ...raidrus (Wirkungs­ w; -; aku stisch wie Alabaster)
bereich, Reichweite; Fahr-, Flug­ akut lat.; -e (brennende) Frage; ä la bonne heure! fr. [a la bonör]
bereich) -e (unvermittelt auftretende, hef­ (so ist es recht!, bravo!, vortreff­
Ak|tiium [akzium] (gr. Vorgebir­ tigverlaufende) Krankheit; Akut lich!)
ge) (ein Betonungszeichen: ', z. B. ä la carte fr. [a la kart] (nach der
akltjv lat. [bei Gegenüberstellung e) m; -[e]s, -e Speisekarte)
zu passiv auch: aktif] (tätig, rüh­ Akizejlejra|tiion lat. [...zion] (Be- Ala din (m. Eigenn.; Gestalt aus
rig, im Einsatz; seltener für: akti­ schleünigung, z. B. Zunahme ‘„1001 Nacht“)
visch); -e [...vU] Bestechung; -e der Umlaufgeschwindigkeit des ä la hausse fr. [a la oß] („nach
Bilanz; -er Wortschatz; -es Wahl­ Mondes); Akize|le|ra|tor (Be­ oben“; auf Steigen der Kurse
recht; ‘Ak|tiv [auch: aktif] schleuniger; veralt. für: Gashebel [spekulieren])
(Sprachw.: Tat-, Tätigkeitsform) bei Kraftfahrzeugen) m; -s, ä la mode/r. [a la mod] (nach der
s; -s, (selten:) -e [...we]; 2Akit]v ...oren; akjze|le|rie]ren neuesten Mode); Ala'mo]deJi|te-
(DDR: Gruppe von Personen, Akizent lat. (Betonungtszeichen]; raltur (vr; -), ...zeit (w; -)
die gemeinsam an der Lösung be­ Tonfall, Aussprache; Nach­ Aland (ein Fisch) m; -[e]s, -e
stimmter Aufgaben arbeiten) s; druck) m; -[e]s, -e; Ak|zent|buch- Alandünlseln [ol...] (finnische In­
-s, -s (seltener: -e [...vU ]); Ak|ti|va sta|be (Tonbuchstabe); Ak|zen- selgruppe in der Ostsee) Mehrz.
[...wa\, Ak ti|ven [,..wen] (Summe tualtijon [...zion] (Betonung); ak- Alajne (Angehöriger eines alten,
der Vermögenswerte eines Un­ zentu deren; Ak zenjtu|]erung urspr. iran. Nomadenvolkes) m;
ternehmens) Mehrz.; Ak|tiv|for- Ak'zept lat. (Annahmeerklärung -n, -n (T R 268)
de|rung [aktif...] (ausstehende des Bezogenen auf einem Wech­ Alant (eine Heilpflanze) m; -[e]s,
Forderung); ak|ti|vie|ren [...w/...] sel; der akzeptierte Wechsel -e
(in Tätigkeit setzen; Vermögens­ selbst) s; -[e]s, -e; ak|zepjta!bel Alairich (König der Westgoten)
teile in die Bilanz einsetzen); ak- (annehmbar); ...aible Bedingun­ Alarm it. (Warnungfszeichen, -Si­
tijvisch lat. (Sprachw.: das Aktiv gen; Ak|zep|tant (der zur Bezah­ gnal]) m; -[e]s, -e; alarm|be|reit;
betreffend, in der Tatform ste­ lung des Wechsels Verpflichtete; AIarmJ>e|reit|schaft, ...geirät;
hend); Ak|ti| vjslmus (Bereit­ Bezogener) m; -en, -en (1 R 268); alar|mig|ren (Alarm geben, war­
schaft zu zielstrebigem Handeln) Ak|zep tajtijon [...zion] (Annah­ nen; aufrütteln); Alarm|si|gnal
m; -; Ak|ti vist (zielbewußt Han­ me); akizepitiejren (annehmen); Alas. = Alaska
delnder; DDR: Arbeiter, dessen Ak|zep!tieirung; Akjzepjtor (An­ Alas|ka (nordamerik. Halbinsel;
Leistungen vorbildlich sind); t R nehmer, Empfänger) m; -s, Staat der USA; Abk.; Alas.)
268; Ak|ti|vjistenJ)e|we|gung, ...oren ä la suite fr. [a la ßwit] (im Gefolge
:..bri|gade (DDR); ak|tijvj- Ak zes|si on lat. (Zugang; Erwerb; von ...);----des ...
stisch; Akjt||vijtas (Gesamtheit Beitritt [zueinem Staatsvertrag]); Alaun lat. (ein Salz) m; -s, -e; alau-
der zur aktiven Beteiligung in stu­ Aklzes so|rie|tät [...i-e...] nilsielren (mit Alaun behandeln);
dentischen Verbindungen Ver­ (Rechtsw.: Abhängigkeit des Ne­ Alaunstein
pflichteten) w; -; Akjti|vi|tät (Tä­ benrechtes von dem zugehörigen A-Laut (1 R 149)
tigkeitsdrang, Wirksamkeit) w; -, Hauptrecht); ak|zes| so Irisch 'Alb („Elf‘; gespenstisches We­
(einzelne Handlungen, Maßnah­ (hinzutretend; nebensächlich, sen; nur noch in den Namen: Al­
men:) -en; Ak tivkoh le [aktif...] weniger wichtig) berich, Alboin, Albin); vgl. Al­
(staubfeiner, poröser Kohlen­ Ak|zi;dens lat. (das Zufällige, was ben u. 'Alp
stoff), ...ie|gijtijmajtijon [...zion] einer Sache nicht wesenhaft zu­ 2Alb (Gebirge) w; -; Schwäbische
(im Zivilprozeßrecht die Feststel- kommt) s; -, ...denzien [...ien] u. - (t R 198)
lung, daß der Kläger zur Klage ...dentia; akjzi|den|teil (zufällig; Al ban, Al|ba|nus (m. Vom.)
befugt ist), ...saüdo (Einnahme­ unwesentlich); Ak|zi|denz Aljbaner; Albanien [,..ien]
überschuß), ...ver!mö|gen (wirk­ (Druckarbeit, die nicht zum (Balkanstaat); aliba|nisch; vgl.
liches Vermögen), ...zin|sen Buch-, Zeitungs- u. Zeitschrif­ deutsch; Al|ba|nisch (Sprache) s;
(Mehrz.) tendruck gehört [z. B. Formula­ -[s]; vgl. Deutsch; Al|ba|ni|sche
Akjtri|ce fr. [aktriße] (veralt. für: re]) w; -, -en (meist Mehrz.); Ak­ s; -n; vgl. Deutsche s
Schauspielerin) w’; -, -n zidenzdruck {Mehrz. ...drucke), AI ba nus vgl. Alban
akjiua li|s]e ren lat. (aktuell ma­ ...set|zer AI ba|tros angloind.-niederl. (ein
chen); Ak tuajlijtät (Gegenwarts- Ak|zi|se fr. (Verbrauchs-, Ver­ Sturmvogel) m; -, -se
bezogenheit; Bedeutsamkeit für kehrssteuer; Zoll) w; -, -n Albdruck, Albjdrücken (falsche
die unmittelbare Gegenwart); Al = ehern. Zeichen für: Alumi­ Schreibung für: Alpdruck, Alp­
Ak|tua|ii|täiten|kiino (Abk.: Aki nium drücken)
[vgl. d.f) Al. = Alinea Al be lat. (weißes liturg. Gewand)
Ak tuar lat: (Schweiz, auch für: a. 1. = ad libitum w; -,' -n
Schriftführer) nv, -s, -e u. Ak|tua- ä la fr. (im Stile von, nach Art Allben (Rel.: niedere Naturgei­
rijus nv, -, ...ien [...ieri\ (veralt. für: von) ster) Mehrz.; vgl. 'Alb u. 'Alp
Gerichtsangestellter) Ala. = Alabama I Al be rei
119 Alkanna
Alibe|rich („Elfenkönig“; den Ni­ ster] Ratsherr, Vorsteher in an- AI gon kin (Sammelbezeichnung
belungenhort bewachender gels. Ländern) m\ -s, ...men für indian. Stämme in Nordame­
Zwerg); vgl. !Alb 'Alidiine [nach dem venezian. rika, die eine große Sprachfami­
'alibem; ich ...ere (1 R 327); 2al- Drucker Aldus Manutius] lie bilden) Mehrz.: AI gon ki um
bem; -es Geschwätz; Albern heit (Druckwerk des Aldus Manu­ (Abschnitt der erdgeschichtl.
Alibert (m. Vorn.); 'Aliberjta tius) w; -, -n; “AI dj ne (halbfette Frühzeit) s: -s
[meist dt. Ausspr., engl. Ausspr.: Antiquaschrift) w; - AI go rjth mus arab. (nach einem
älbörte] (kanad. Provinz); 2AI- Ale engl, [e'l] (helles engl. Bier) bestimmten Schema ablaufender
berjta, AI beritj ne (w. Vorn.); Al­ s; -s Rechenvorgang) tn: -, ...men
ber jti na (Sammlung graphischer alea iac ta est lat. („der- Würfel AI gra phje' lat.: gr. (Flachdruck-
Kunst in Wien) w; -; Aliber ti'ni- ist gefallen“; die Entscheidung ist verfahren u. danach hergestelltes
sche Lj nie (sächsische Linie der gefallen, es ist entschieden) Kunstblatt) ir; -, ...ien
Wettiner) w; -n - aleajtorisch lat. (vom Zufall ab­ Alhain hra arab. („die Rote“; Pa­
Al[bi genfer (Angehöriger einer hängig); -e Verträge (Spekula­ last bei Granada) w; -
mittelalterl. häretischen Gruppe tionsverträge) Ali [auch: ali, all] (arab. m. Vorn.)
in Südfrankreich) m\ -s, - Alek-to (eine der drei Erinnyen) al ilas lat. (anders; sonst, auch);
Al|bin, Alibilnus (m. Vorn.) Ale man ne (Angehöriger eines Ali bi („anderswo“; [Nachweis
Al|bi|njs mus lat. (Unfähigkeit, germ. Volksstammes) m\ -n, -n der] Abwesenheit [vom Tatort
Farbstoffe in Haut, Haaren u. (t R 268); ale man nisch; vgl. des Verbrechens]; Unschuldsbe­
Augen zu bilden) ///; -; AFbilno deutsch; Ale man nisch (dt. weis, Rechtfertigung) s: -s, -s; Ali­
span. („Weißling“; Mensch, Tier Mundart) i; -[s]; vgl. Deutsch; bi be weis
od. Pflanze mit fehlender Farb­ Aleimanmi sehe s; -n; vgl. Ali ce [aljße] (w. Vom.)
stoffbildung; vgl. Kakerlak) m\ Deutsche s Alie naltFon/öt. [ali-enazion] (ver­
-s, -s; alibi no tisch alert it. landsch. (munter, frisch) alt. für: Entfremdung; Verkauf;
Al|bijnus vgl. Albin Aleujrongr. [auch: a...] (Biol.: Re­ Med.: Geisteszerrüttung); alie-
Alibiion kelt.-lat. (alterdicht. Na­ serveeiweiß der Pflanzen) s; -s nie ren
me für: England) Aleuiten [...e-u...] (Inseln zwischen Ali gne ment fr. [alinftnattg] ([Ab­
AI|bo;in [...o-iri], Aljbujin [...u-iri] Beringmeer und Pazifischem stecken einer] Richtlinie beim
(langobard. König) Ozean) Mehrz. Straßen- od. Eisenbahnbau) s: -s,
Al'brecht (m. Vorn.) Alex (Kurzform von Alexander); -s; ali gnie ren
Albltraum (falsche Schreibung Alex an der (m. Vorn.); Alexlan- Ali men ta tijon lat. [...zion] (Le­
für: Alptraum) dra (w. Vom.); Alexiandria bensunterhalt); Ali menite (Un­
AUbujin vgl. Alboin [auch: ..ja], Alex an drilen [...ien] terhaltsbeiträge, bes. für unehe­
Allbulla (Schweiz. Fluß) w: -; Al- (ägypt. Stadt); Alex an drl ne (w. liche Kinder) Mehrz.: aliimenltie-
bu laJbahn (vv; -), ...paß (///; ...Pas­ Vorn.); Alexandriner (Bewoh­ ren (Lebensunterhalt gewähren)
ses) ner von Alexandria [t R 199]; ein Ali nea lat. (veralt. für: die „von
Afbum lat. („weiße Tafel“; Ge­ Reimvers); alex an dr] nisch der [neuen] Linie“, d. h. von
denk-, Stamm-, Sammelbuch) 5; Ale|xia|ner gr. (Angehöriger einer vorn, mit Absatz beginnende
-s, ...ben; Afbu men (Med., Biol.: Laienbruderschaft) m: -s, - neue Druckzeile; Abk.: Al.) s:
Eiweiß) s; -s; AI bu min (ein Ei- Aleixi|ne gr. (Schutzstoffe gegen -s -s
weißstofl) 5; -s, -e (meist Mehrz.): Bakterien) Mehrz. ali pha'tisch gr.: -e Verbindungen
Alibmmi nat (Alkalisalz der AI fa arab. (aus dem Esparto [vgl. (Verbindungen mit offenen Koh­
Albumine) s: -{e]s, -e; al bu mi- d.] gewonnener Faserstoff; auch lenstoffketten in der Strukturfor­
nös lat. (eiweißhaltig); AI bu min- für: Esparto) w; -; AI faigras mel)
ur]e lat.: gr. (Med.: Ausscheidung al fan|zen it. (veralt. für: Possen ali quant lat. (Math.: mit Rest tei­
von Eiweiß im Harn) tv; -, ...ien; reißen, närrisch sein; schwin­ lend); ali quot (Math.: ohne Rest
AI|bu|mo'se lat. (Eiweißspal­ deln); du alfanzt (alfanzest); Al- teilend)
tungsprodukt) w: -, -n; Al bus fan ze rei (veralt.) Ab’Iza rjn arab. (ein [Pflanzen]-
(Weißpfennig, alte dt. Silber­ AI fons (m. Vorn.) farbstoff) s: -s
münze) m: -, -se Äljfred (m. Vorn.) Alk ttord. (arkt. Meeresvogel) tn:
aljcä'isch [alz...] vgl. alkäisch; Al- al fres co (häufig für: a fresco) -[e]s od. -en, -e[n] (t R 268)
cäius vgl. Alkäus Allfried (m. Vorn.) Alkaios vgl. Alkäus; al|kä isch
Aljce|ste [alz...] vgl. Alkeste AIige lat. (eine niedere Wasser­ (nach Alkäus benannt); -e Stro­
Al|che[mjeusw. vgl. Alchimie usw. pflanze) w; -, -n phe
Äl chen (kleiner Aal; Faden wurm) AI gelbra arab. [österr.: ...gebra] AI kal de span. (span. Bürgermei­
Alchi|m]e arab. (hist.: Chemie des (Buchstabenrechnung; Lehre ster, Dorfrichter) tn: -n, -n (t R
MA.s; vermeintl. Goldmacher­ von math. Gleichungen) w; -. 268)
kunst; Schwarzkunst) h’; -; Al- (für: algebraische Struktur auch AI ka li arab. [auch: al...] (eine lau­
chimist (die Alchimie Ausüben­ Mehrz.:) ...e bren; al gejbralisch genartige ehern. Verbindung) s:
der); t R 268; al chi mijstisch AI ge mb arab. (ein Stern) in: -s -s, ...alien [.„/'«l; AI ka li meltal-
Aliciibja des [alzi...] vgl. Alkibia- AI ge ri en [„./'«] (Staat in Nord­ le (Gruppe ehern. Grundstoffe)
des afrika); AI ge riier [.../Vl; al ge- Mehrz.: al ka lisch (laugenhaft);
Aljcyo'ne [auch: alzil...] usw. vgl. risch; AI gier [alsehir: Schweiz.: AI ka Io jd arab.: gr. (eine ehern.
Alkyone usw. älgir] (Hptst. Algeriens) Verbindung pflanzlicher Her­
Ai|de[ba|ran arab. [auch: ...baran] AI 1 gol arab. [auch: al...] (ein Stern) kunft) 5; -[e]s,-e
(ein Stern) m: -s tn: -s AI kan na arab. (Farbstoff liefern­
Alidelhyd (eine ehern. Verbin­ AI go Io ge lat.: gr. (Algenfor­ de Pflanze) w, -
dung) nt: -s, -e scher) //;; -n, -n (t R 268); AI go lo-
Al|der|man engl. [aldertnen] ([älte­ gie (Algenkunde) vi’: - 1 Auch eindeutschend: Algrafie.
Alkäus 120

Aljkäjus (gr. Dichter) alles', alles und jedes; alles oder che); allein ste|hen, aber: al-
Al|kazar span, [...asar, auch: nichts; das, dies[es], was, wer al­ lein|ste hend; Al|lein|stelhen de
...asar] (,,das Schloß“; Burg, les; all[es] das, dies[es]; alles, was; m u. w; -n, -n (t R 287ff.); Alllein­
Schloß, Palast [in Spanien]) m; für, um alles; alles in allem; (t R vertrieb
-s, ...zare 116:) alles Gute, die Summe alles al|lei gr.: Al'lei (Biol.: dieeinander
Al|ke, Alk|je (w. Vorn.) Guten, alles Mögliche (er ver­ entsprechenden Erbanlagen ho­
Äl|ke|ste (w. Gestalt der gr. My- suchte alles Mögliche [alle Mög­ mologer Chromosomen) 5; -s, -e
thol.) lichkeiten]), aber (T R 135:) alles (meist Mehrz.)
Al|ki|bia des (gr. Staatsmann) mögliche (er versuchte alles mög­ al|le|lu ja! usw. vgl. halleluja! usw.
Alklje, Aljke (w. Vorn.) liche [viel, allerlei!); alles andere, al le mal; ein für -, aber: ein für
Alk|man [auch: alkman\ (gr. Dich­ beliebige, übrige; mein ein und alle Male
ter); alklnuünisch; -er Vers [mein] alles Al[le|man|de fr. [aTmqngcT] (alte
Alkimene (Gattin des Amphi- Zusammenschreibung', allemal, dt. Tanzform) w: -, -n
tryon, Mutter des Herakles) ein für allemal, aber: ein für alle al len falls; vgl. Fall m; al|lentihal­
Aljko[hol arab. [auch: alkohol] Male; all[e]zeit; allesamt; allen­ ben
(eine organ. Verbindung; Äthyl­ falls; allenthalben; allerart (vgl. Allier (Nebenfluß der Weser) w;-
alkohol [vgl. d.], Bestandteil der d.); allerdings; allerhand (vgl. d.); al ler al ler|letzt; vgl. zualleraller­
alkohol. Getränke) m: -s, -e; al- allerlei (vgl. d.); allerorten, aller­ letzt
kojhoLarm, ...frei; Al|ko|ho[li|ka orts; all[er]seits; allerwärts; al- alflerart (allerlei); allerart Dinge,
(alkohol. Getränke) Mehrz.: Al- le[r]wege (vgl. d.), allerwegen, al- aber: Dinge aller Art (t R 139)
kolhoi Ii! ker; al ko ho lisch; al|ko- lerwegs; alltags (vgl. d.); all­ All|er|bar|mer (Bez. für: Christus)
ho|lijsle|ren (mit Alkohol verset­ wöchentlich; allzuoft (vgl. allzu) m: -s
zen; scherzh. für: unter Alkohol All (Weltall) 5; -s al[lerlbe|ste; (t R 134:) am allerbe­
setzen); al ko!ho|lijsiert (scherzh. alljabendilieh; all abends sten; es ist das allerbeste (sehr
für: betrunken); Aljko|hojlijsie- al|la bre|ve it. [- brewe] (Musik: gut), daß...; (t R 116:) es ist das
rung; Aljko ho lis|mus m\- beschleunigt); AMa-bre|ve-Takt Allerbeste, was...
Al|kor arab. [auch: qlkor] (ein (IR 155) al| ler | Christ! liehst; AH lerchrist-
Stern) m: -s Al|Iah (einziger Gott des Islams) lich ste Ma je|stät (hist.: Titel
Al;ko|ven arab. [...wen, auch: al...] al|la marjeia it. [- mqrtscha\ (Mu­ der fr. Könige) vr; -n -
(Nebenraum; Bettnische) nv, -s,- sik: nach Art eines Marsches, aljlerldjngs
Al ku in [...u-in\ (angels. Gelehr­ marschmäßig) al'ler!durch|lauch|tigst; Al ler-
ter) al|la po|lac ca it. [- ...ka] (Musik: durch lauch|tigister ... (hist.: An­
Alfkyl arabr, gr. (einwertiger Koh- in der Art der Polonäse) rede an einen Kaiser)
lenwasserstofO 5; -s, -e; al|kyjlie- Al|lasch russ. (Kümmellikör) nv, al|ler|en den (geh. für: überall)
ren (eine Alkylgruppe einführen) -[e]s,-e al ler1 erst: vgl. zuallererst
'Al|kyo|ne [auch; ...iione] (Tochter all bekannt All erlgje gr. (Med.: Überemp-
des Äolus); 2A1| kyo ne (ein Stern) all|da (veralt.) findlichkeit) w; -, ...ien; Alderlgi-
w: -; al kyo nisch (friedlich, wind­ all dem, al|le|dem; bei - ker; all er| gisch
still); -e Tage alldie we|l, die|weü (veralt.) al|ler|hand (ugs.); - Neues (t R
all; (nach R 135 immer klein ge­ al|le; vgl. all 116); - Streiche; er weiß - (ugs.
schrieben:) all und jeder; all der alleben|dig [Trenn.: alljle..., tR für: viel); das ist ja, doch - (ugs.)
Schmerz; mit all[er] seiner Habe; 236] ‘ Al[ler|hei Ii|gen (kath. Fest zu Eh­
all das Schöne; in, vor, bei allem; al|le|dem, all|dem; bei - ren aller Heiligen) s: -: Al|ler|hei-
bei, in, mit, nach, trotz, von, zu Al|lee/r. (mit Bäumen eingefaßte lilgen fest; al'ler|hei|ligst, aber
allem dem od. all[e]dem, all[em] Straße) vr; -, Alleen; Schreibung (1 R 224); das Allerheiligste Sa­
diesem; dem allen (häufiger für: in Straßennamen: \ R 219 ff. krament; Aljler|hei|lig|ste s: -n
dem allem), diesem allen (auch: Al lelghe|nies [äligänis] (svw. Al- (1 R 287 ff.)'
diesem allem); unter allem Gu­ leghenygebirge) Mehrz.: Al|le- al|ler|höchst; allerhöchstens; auf
ten; (t R 277:) aller erwiesene Re­ ghe; ny ge bir| ge [äligäni...] (nord- das, aufs allerhöchste (1 R 134)
spekt; allen Übels (meist für: alles amerik. Gebirge) s: -s Al[ler|ka tho|lisch|ste Ma| jelstät
Übels); allen Ernstes; das Bild Al|le|go|rie gr. (Sinnbild; Gleich­ (Titel der span. Könige) w: -n-
alles (auch schon: allen) geistigen nis) w:-, ...ien; adle Igo irisch; al I le- al|ler|Iej; - Wichtiges (IR 116); -
Lebens; trotz aller vorherigen goTi|sje|ren (versinnbildlichen) Farben; Al lerilei s: -s, -s; Leipzi­
Planung; aller guten Dinge sind al|le[gret|to it. (Musik: mäßig ger-
drei schnell, mäßig lebhaft); Al|le- allIer|letzt; vgl. zuallerletzt
alle; diese alle; all[e] diese; alle gret[to (mäßig schnelles Musik­ al|ler|liebst; Al!ler|l|eb|ste m u. w;
beide; alle, die geladen waren; sie stück) s; -s, -s u. ...tti; al|le|gro ’-n, -n (t R 287ff.)
kamen alle; sie alle (als Anrede: (Musik: lebhaft); Aljleigro Al[ler manns harlnisch (Pflanze)
Sie alle); er opferte sich für alle; (schnelles Musikstück) s; -s, -s al|ler!meist; vgl. zuallermeist
(im Brief:) ich grüße Euch alle; u. ...gri al|ler|nächst; al|ler|neu[e]|ste; (t R
(t R 281:) alle ehrlichen Men­ ahleln ; - sein, stehen, bleiben; 116:) das Allerneu[e]ste
schen; all[e] die Mühe; all[e] die jmdn. - lassen; von allein[e] al[ler|or|ten, al|ler;orts
Fehler; bei, mit all[e] diesem; alle (ugs.); al|lei ne (ugs. für: allem); Alller^eejlen (kath. Gedächtnis­
vier Jahre; alle zehn Schritte; alle Al|lein| Jlug, ...gangw, ...gäniger; tag für die Verstorbenen) s: -; Al-
neunte] (beim Kegeln); (ugs.:) al­ All[tun heit w; -; AljlejnJierr- lerjsee len tag
le nase[n]lang,naslang, aber: al­ schaft,.. .herrischer; al|lel|nig;AlI- aflerjseits, a.ll|seits
ler Nasen lang; (t R 290:) alle Ed­ ei|nig|keit (Rel.) w: -; Al- al|ler|wärts
len; alle (ugs. für: zu Ende, aufge­ lein^mäd chen, ...sein (s: -s); al- al le[r]|we|ge, al ler|we|gen, al 1er-
braucht) sein, werden lemisejlig majehend (kath. Kir­ wegs (veralt. für: überall, immer)
121
Alpaka
aljle[r]|weil vgl. allweil al liieren, sich fr. (sich verbün­ Al lü je fr. (Gangart des Pferdes)
Al|lerjwelts~kerl (ugs.), ...wort den); Alliierte m u. vv; -n, -n vv; -, -n; Al lüjren ([schlechte]
(ugs.; Mehrz. ...Wörter) (t R 287 ff.) Umgangsfonnen) Mehrz.
al[leriwenig ste; (t R 116:) das Al­ AI|li te rajtlon lat. [...zion] (An­ al lu|vi al lat. [...vv/...] (Geol.: ange­
lerwenigste. was ...; am allerwe­ laut-, Stabreim); al li|te!rie|rend schwemmt, abgelagert); Al lu;vi-
nigsten; allerwenigstem (stabreimend, stabend); -e Dich­ on (Geol.: angeschwemmtes
Al|ler wer|te ste (ugs. scherzh. für: tung Land); Al ly vi;um (jüngster Ab­
Gesäß) m; -n, -n (t R 287ff.) all jähr lieh schnitt der Erdg.; neuere Bez.:
al les; vgl. all All macht w; -; all mach tig; All- Holozän) s; -s
allesamt mächjtijge(Gott)w; -n; Allmäch­ Allvater (Bez. für: Gott,
AHesJjes serjwisiser, ...fres ser, tiger! Schöpfer des Alls) nt; -s
...kleber all mäh lieh all ver ehrt
al:leiwe|ge; vgl. alle[r]wege All meind. All mend Schweiz, (svw. all weil, alle[r]weil österr. mdal.
al lez\fr. [ale} (..geht!“; vorwärts!) Allmende) w; -, -en; All men|de (immer)
al le zejt, all zeit (immer) (gemeinsam genutztes Gemein­ All wet ter jä ger (ein Flugzeug­
all'fäl lig [auch: ...fäl...] österr., degut) w; -, -n; All mend recht typ)
Schweiz, (etwaig, allenfalls [vor­ alfmo nat lieh all wis send; Doktor Allwissend
kommend], eventuell); All fälli­ All mut ter (dicht.) vv; -; - Natur (Märchengestalt); All wjs sen-
ge (österr., Schweiz.) 5; -n (t R allinächf lieh heit h’; -
287 ff.) al lo chthon gr. [...ehton] (Geol.: all vvö chent lieh
Allgäu (,,Alpgau“; Alpengebiet) an anderer Stelle entstanden) allzeit, allezeit (immer)
s; -s; AH gäu er (t R 199); alljgäu- Al lod (mittelalterl. Recht: dem all zu; allzubald, allzufrüh, allzu­
isch Lehensträger persönlich ge­ gern, allzulang[e], allzuoft, allzu­
All ge gen wart hörender Grund und Boden, sehr, allzuselten, allzuviel, allzu­
all ge mach (veralt. für: allmäh­ Freigut) s; -[e]s, -e: al loidijal weit, aber (bei deutlich unter­
lich) germ.-mlat. (zum Allod gehö­ scheidbarer Betonung [und Beu­
alfge[mein (T R 134:) im all­ rend) gung des zweiten Wortes] ge­
gemeinen (gewöhnlich; Abk.: i. al lo gam gr. (Bot.: fremdbe­ trennt): die Last ist allzu schwer,
allg.), aber (T R 116): er bewegt stäubt); Al lo ga m]e (Bot.: er hatte allzu viele Bedenken
sich stets nur im Allgemeinen Fremdbestäubung) vv; -, ..den; al- al! zu mal (veralt. für: alle zusam­
(beachtet nicht das Besondere); lo ga misch vgl. allogam men); all zu sam men (veralt.)
die -e Schul-, Wehrpflicht; -e Ge­ Al lo kulti on lat. [...zion] (feier­ All|zweck tuch (Mehrz. ...tücher)
schäfts-, Versicherungsbedin­ liche [päpstliche] Ansprache [an 'Alm (Bergweide) vv; -, -en
gungen. Großschreibung (t R die Kardinäle]) 2Alm (Geol.: feiner, weißgrauer
224): Allgemeine Deutsche Bio­ Al Ion gefr. [ahmgsehe] (bes. Ver- Kalkschlamm) m; -[e]s
graphie (Abk.: ADB), All­ längerungsstreifen [bei Wech­ AI ma (w. Vorn.)
gemeine Elektricitäts-Gesell­ seln]) vv; -, -n; AI Ion ge pe rücke Al ma ma ter lat. („nahrungspen­
schaft (vgl. AEG), Allgemeine [Trenn.; ...rük ke] (langlockige dende Mutter“; Bez. für: Univer­
Ortskrankenkasse (Abk.: AOK), Perücke des 17. u. 18. Jh.s) sität. Hochschule) w; - -
Allgemeiner Deutscher Automo­ al lons! fr. [along] („'laßt uns ge­ AI ma nach nieder!. (Kalender,
bil-Club (Abk.: ADAC), Allge­ hen!“; vorwärts!, los!) [bebildertes] Jahrbuch) m; -s, -e
meiner Deutscher Nachrichten­ Alj lo f>ath gr. (Anhänger der Allo­ Almandin (Abart des 'Granats)
dienst (DDR; Abk.: ADN), All­ pathie) m; -en, -en (t R 268); Al­ m; -s, -e
gemeiner Studentenausschuß lo paith]e(Heilkunst [Schulmedi­ al men österr. (Vieh auf der 'Alm
(Abk.: AStA), Allgemeines Bür­ zin]) w; -; al lo pa thisch halten); Al men rausch, Alm­
gerliches Gesetzbuch (in Öster­ Al lo triagr. (Unfug) Mehrz., heu­ rausch (Alpenrose) m; -[e]s: Al­
reich geltend; Abk.: ABGB); All­ te meist: s; -s mer (österr. neben: Senner); Al­
geimein be fin den; all geimein- Allradantrieb (beim Kraftwa­ me rin vv; -, -nen
bil dend (vgl. S. 45, Merke, 2); gen) Al mo sen gr. s; -s, -; Al molsejmer
die -en Schulen; All ge mein bil- all right! engl, [dl rait] (richtig!, (geistl. Würdenträger) m; -s, -e
dung h’; -; all ge mein gül tig; die in Ordnung!) Alm rausch vgl-. Almenrausch;
allgemeingültigen Ausführun­ Alf round.man (engl, [dlraund- Alm ro se (südd., österr. neben:
gen (t jedoch R 143), aber: die men]; jmd., der in vielen Berei­ Alpenrose)
Ausführungen sind allgemein chen Bescheid weiß; m; -s, Al mut (w. Vorn.)
gültig; All ge mein gut; Allge­ ...men), ...sport ler (Sportler, der Aloe gr. [alo-e] (eine Zier- u. Heil­
mein heit w; -; All ge mein platz viele Sportarten beherrscht) pflanze) iv; -, -n
(abgegriffene Redensart; meist all sei tig; Allsei tig keit; all seits, alo gisch gr. [auch: alo...] (ohne
Mehrz.); all ge mein verständ­ al leriseits Logik, vernunftlos, -widrig)
lich; vgl. allgemeingültig; All ge­ All ström ge rät (für Gleich- u. Alo;is [aloiß], Alo] si:us (m. Vorn.);
mein wohl Wechselstrom) Alo] sia (w'. Vorn.)
Allige walt; all ge wattig all stündlich 'Alp (gespenstisches Wesen; Alp­
/ All heilimit tel s Alltag; all tag lieh [auch: qltük... drücken) in; -[e]s, -e: vgl. 'Alb
All heit h-; - (= alltags) od. altäk... (= täg­ u. Alben
Allianz fr. ([Staatenjbündnis) w; lich, gewohnt)]; All tag lieh keit; 2Alp, Alpe (svw. 'Alm) vv; -, ...pen
-, -en; die Heilige - all tags (t R 129), aber: des All­ 'Al pa ka indian.-span. (Lamaart
alljelbend [Trenn.; allllie..., 1R tags; alltags wie feiertags; All- Südamerikas) 5; -s, -s; 2A1 pa ka
236] tags.be schäfiti gung, ...sor gen (Wolle vom Alpaka; Reißwolle;
Aldi ga'tor lat. (Panzerechse) m; (Mehrz.), ...spräche (vv; -) als© in; Gewebe) s; -s; 3A1 pa ka
-s, ...oren all über all (als©: Alpacca; Neusilber) s; -s
al pari 122

al pa ri it. (zum Nennwert [einer II. Großschreibung: a) (t R 116:) Aufregung; [krankhafte] Verän­
Aktie]); vgl. pari der Alte (Greis; österr. auch: derung; Musik: chromatische
Alpulruck (m; -[e]s, ...drücke), Wein aus einem vergangenen Veränderung eines Tones inner­
...drücken [Trenn.: ...drücken] Jahr), die Alte (Greisin); an das halb eines Akkords)
(5; -s) Alte denken; Altes und Neues; Al|ter|chen
Al|pe vgl. 2Alp; Al|pen (Gebirge) Alte und Junge; die Alten (alte Al|ter ego lat. [auch: - ego] („das
Mehrz.: Al|pem,jäjger, ...Veil­ Leute, Völker); der Älteste (Kir­ andere Ich“; angenommenes
chen; Al|pen vor land (t R 202) chenälteste); mein Ältester (älte­ Doppelwesen, vertrauter
Al|pha(gr. Buchstabe: A, a) s: -[s], ster Sohn); die Ältesten (der Ge­ Freund) s: - -
-s; das - und [das] Omega (geh. meinde); b)(t R 116:)etwas Altes; al|te|rje ren, sich fr. (sich aufre­
für: der Anfang und das Ende); c) (1 R 224:) der Ältere (Abk.: gen); alterierter Klang (Altera­
Al|pha|bet (Abc) s: -[e]s, -e; al- d. Ä.; als Ergänzung bei Eigenn.); tion)
phajbejtisch; al pha he ti sie mi der Alte Fritz; Alter Herr (Stu- ...al'te|rig, ...alt|rig (z. B. gleich-
al|pha|me|risch, aliphalnujme- dentenspr. für: Vater u. für: Alt­ alt[e]rig)
risch gr.: lat. (EDV) mitglied einer Student. Verbin­ al|tem; ich ...ere (t R 327); vgl. Al­
Al|phard arab. (ein Stern) m\ - dung; Abk.: A. H.); die Alte Ge­ terung
Al|pha|strah len, «-Strahllen (Phy­ schichte (Geschichte des Alter­ Al|ter|nanz lat. (Wechsel zwischen
sik: aus reinen Heliumkernen be­ tums); das AlteTestament (Abk.: zwei Dingen, Vorgängen) w: -,
stehende radioaktive Strahlung) A. T.); die Alte Welt (Europa, -en; al|ter na|tiv (wahlweise; zwi­
Mehrz. (t R 149) Asien u. Afrika im Gegensatz zu schen zwei Möglichkeiten die
Al|phei|os vgl. Alpheus; Al|phe|us Amerika) Wahl lassend); Alter|na|t]|ve
(peloponnes. Fluß) m\- Alt lat. (tiefe Frauen- od. Knaben­ [...we] (Entscheidung zwischen
Alp|hom {Mehrz. ...hörner) stimme; Sängerin mit dieser zwei [oder mehr] Möglichkeiten;
al|pin lat. (die Alpen, das Hochge­ Stimme) m: -s u. der Altstimme, die andere, zweite Möglichkeit)
birge betreffend od. darin vor­ -e u. die Altstimmen w: -, -n; al|ter|nje|ren ([ab]wech-
kommend); -e (auch: ostische) Alt...(z. B. Altbundespräsident; in seln); al ter|nie|rend; -e Blattstel­
Rasse; -e Kombination (Schi­ der Schweiz gewöhnlich klein u. lung (Bot.); -e Reihe (Math.)
sport); Al|p||ni it. (it. Alpenjäger) getrennt geschrieben: alt Bundes­ Aljtem s: -s; Al|tems^for|schung
Mehrz.: AI pi|njs!mus lat. (sportl. rat) (für: Gerontologie; w: -), ...Vor­
Bergsteigen) m: -; AI pi nist Al|tai (Gebirge in Zentralasien) m: gang
(sportl. Bergsteiger im Hochge­ -[s] alt|er|probt
birge); t R 268; Al|pi|nj|stik Al|ta!ir vgl. Atair al|ters vgl. Alter; Al|tersJ>e-
(svw. Alpinismus) w: -; Al|pj|nmn al ta iseh; -e Sprachen schwerden (Mehrz.), ...gren|ze,
(Alpenpflanzenanlage) s; -s, Alt'am; mann [auch: alt am...] ...heim, ...jahr (Schweiz, für: Le­
...nen; Älp|ler (Alpenbewohner); Äl|tan it. (Balkon; Söller) m: -[e]s, bensjahr), ...rujhelgeld; al|ters-
älp|le| risch -e schwach; Al|ters^schwä|che (w; -),
Alp| träum Al|tar lat. m: -[e]s, ...täre: Altar­ ...sich tig keit (w; -), ...ver|si|che-
Al|raun m: -[e]s, -e u. Allraulne bild; Al|ta|rjst (kath. Priester, der rung, ...ver|sor|gung, ...werk
(menschenähnliche Zauberwur­ die Messe an einem bestimmten Al|ter|tum s: -s; das klassische -;
zel; Zauberwesen) w: -, -n Altar zu lesen hat); t R 268; Al­ Al|ter|tü|me|lei; altertiiimeln
als; - ob; sie ist schöner als ihre tar [s]|sa|kra|ment (das Wesen des Altertums [über­
Freundin, aber (bei Gleichheit): alt|backen [Trenn.: ...bak|ken]; -es trieben] nachahmen); ich ...[e]le
sie ist so schön wie ihre Freundin; Brot (T R 327); Al|ter|tü|mer (Gegen­
(t R 26:) er ist größer als Ludwig; Altibaum; -[e]s, -ten; Altibauwoh- stände aus dem Altertum)
er war größer als Maler denn als nung Mehrz.: Al|ter|tüm|ler (veralt.
Dichter; Ilse ist größer, als ihre altbekannt für: altertümelnde Person); al­
Mutter im gleichen Alter war; ich Ält-Berllin (t R 206) ter | tüm | lieh; Al | ter| tüm | lieh | keit;
konnte nichts Besseres tun, als alt|be|währt Al |ter|tums^for| scher, ...for-
ins Bett zu gehen; als|bald; als­ Altbundespräsident schung, ...kunlde
baldig; als dann; als daß (t R 62) altdeutsch; -e Bierstube Al|tejrung (auch: Reifung; Tech­
al|so Alfdorf (Hauptort von Uri) nik: [bei Metall od. Flüssigkeit]
Als-ob s: - Ält|dor|fer (dt. Maler) Änderung des Gefüges oder der
alsobald (veralt.) Al|te (ugs. für: Vater u. Mutter, Zusammensetzung durch Al­
Als-ob-Phi|lo|so|phie (t R 155) Ehemann u. Ehefrau, Chef u. tern)
al|so|gleich (veralt. für: sogleich) Chefin) m u. w, -n, -n (t R 287 ff.) Äl|te|ste (einer Kirchengemeinde
Allster (r. Nebenfluß der unteren alt|ehrlwür|dig u. a.) m u. w: -n, -n (t R 287 ff.);
Elbe) w; - alt|ein|ge seslsen Äljte'sten|recht (für: Seniorat)
alt; älter, älteste; alten Stils (Zeit­ Alt|ei|sen alt frän kisch (veralt. für: altmo­
rechnung; Abk.: a. St.); alte Spra­ Al|teLand (Teil der Elbmarschen) disch); -ste (1 R 294)
chen: ein alter Mann; alter Mann s: -n -[e]s alt|ge|dlent
(toter Mann; vgl. tot). I. Klein­ AI|te|na (Stadt im Sauerland); Al- Altjgei ge
schreibung: a) (t R 135:) er ist im­ te|na|er (t R 199); al|te|na|isch Alt[ ge|sel| le
mer der alte (derselbe); wir blei­ altenglisch alt'ge! wohnt
ben die alten (dieselben); (t R Al|tenJheim, ...hil|fe (w; -), ...teil s Ält|gold
134:) er ist der ältere, älteste Al|ter s; -s, -; (t R 129:) seit alters, Alt grad vgl. Grad
meiner Söhne; (t R 133:) alt und vor alters, von alters her alt! griechisch
jung (jedermann); beim alten al'te'ra pars lat.: vgl. audiatur et Althänd 1er
bleiben; am alten hängen; es beim altera pars Äfthee gr. (Eibisch) w, -, -n; Al-
alten lassen; aus alt mach neu. Al|te|ra|ti|on lat. [...zion] (Med.: thee^saft, ...wurizel
123 Ambulanz
Alt-Hei|deljberg (t R 206) (t R294); alt|vä;ter!lieh (ehrwür­ Amajrel'le lat. (Sauerkirsche) w;
alt|her| gebracht; alt|herjkömm- dig) -, -n
1 ich altjver|traut Ama|ryl gr. (künstl. Saphir) in; -s,
Alt|her|ren mann schaft (Sport- Alt|vor dern (geh. für: Vorfahren) -e; Ama ryl lis (eine Zierpflanze)
spr.); Alt|herj ren schaft (Studen- Mehrz. w; -, ...llen
tenspr.) Altlwa ren Mehrz.; Altjwajren- Amajteur fr. [,..tör\ ([Kunst-,
alt hoch deutsch (Abk.: ahd.); vgl. händjler Sportliebhaber; Nichtfach­
deutsch; Alt|hoch jdeutsch (Spra­ Alt|was ser (ehemaliger Flußarm mann) m; -s, -e; AmateurJllm,
che) s; -[s]; vgl. Deutsch; Alt- mit stehendem Wasser) s; -s, ...fo tolgraf, ...sportller, ...Sta tus
hochjdeut|sche s; -n; vgl. ...wasser (Sportspr.)
Deutsche s Alt|we|lber~ge schwätz (ugs.), ’Ama|ti (it. Meister des Geigen­
Al|tjst/ar. (Knabemit Altstimme); ...som|mer (warme Spätherbstta­ baus); 2Ama ti (von der Geigen­
t R 268; Al|tj|stin w; -nen ge; vom Wind getragene Spinn­ bauerfamilie Amati hergestellte
Alt|jahr[s]|abend [auch: ...jar...\ weben) Geige) w; -, -s
landsch. (Silvesterabend); Alt- Alt-Wien (1 R 206); altiwiene­ Amau ro se gr. (Med.: Erblin­
jahrsi tag [auch: ...jar/j...] österr. risch; -ste (t R 294) dung) H'; -, -n
(Silvester) Alu (Kurzw. für: Aluminium) s; Ama zo nas (südamerik. Strom)
alt|jüng|ferjlich; Alt jung fern­ -s; Alu mi nat lat. (Salz der Alu- in; -; Ama zo ne (Angehörige ei­
stand m; -[e]s miniumsäure) s; -[ejs, -e; alu mi- nes krieger. Frauenvolkes der gr.
Alt|kanziler njejren (Metallteile mit Alumi­ Sage; auch: Turnierreiterin) w; -,
Ält|ka|tho|ljk'; alt |ka|tho| lisch1; nium überziehen): Alumiinit (ein -n; Ama zo nenjström (Amazo­
Alt|ka|tho|li|zis mus1 Mineral) m; -s; Alu mi nijum nas) in; -[e]s
alt klug (t R 158) (ehern. Grundstoff, Metall; Zei­ Am;bas[sa defr. [auch: ««#...] (ver­
alt | lieh chen: Al) s; -s; Aluimini- alt. für: Botschaft, Gesandt­
Alt!ma|tejri|al umulruck {Mehrz. ...drucke), schaft); Ambassadeur [...dör]
Altlmei|ster (urspr.: Vorsteher ei­ ...follie, ...sul fat (veralt. für: Botschafter, Gesand­
ner Innung; ehemaliger, noch als Alum|nat lat. (Schülerheim; ter) in; -s, -e
Vorbild geltender Meister, auch österr.: Einrichtung zur Ausbil­ Am be lat. („beide“; Reihe von
in der Wissenschaft) dung von Geistlichen) s; -[e]s, -e; zwei gesetzten od. gewonnenen
Alt|me|tall Alum ne m; -n, -n (t R 268) u. Nummern in der alten Zahlenlot­
Alt|mie|te Alumnus (Alumnatszögling) m; terie) w; -, -n
altjmodisch; -ste (t R 294) -, ...nen AmberuraA in; -s, -[n] u. Amjbra
altinorldisch; vgl. deutsch; Alt|nor- Al|veo lar lat. l...we...] (Sprachw.: (Ausscheidung des Pottwals;
disch (älteste nordgerm. Sprach- an den Alveolen, den Zahnfä­ Duftstoff) w; -, -s
stufe) s; -[s]; vgl. Deutsch; Alt- chern, gebildeter Laut, z. B. d) Am bi gui tat lat. (Zwei­
nor|diische s; -n; vgl. Deutsche m; -s, -e; Afveo le (Zahnfach im deutigkeit, Doppelsinnigkeit,
ä Kiefer; Lungenbläschen) w; -, -n bes. von einzelnen Wörtern);
Aljto Adilge [- gdidsehe] (it. Name Alwegbahn [Kurzw. nach dem Am bi|ti on [...zion] (Ehrgeiz;
für: Südtirol) Schweden Axel Lenhart Wenner- hohes Streben); am bi tio nie ren
Aljto|na (Stadtteil von Hamburg); Gren] (Einschienenbahn) (veralt. für: aus Ehrgeiz erstre­
Al|to|najer(t R 199); aftojnaiisch Al|win (m. Vorn.); Aliw]jne (w. ben); am bi tiolniert bes. österr.
Alt|pa pier Vom.) (ehrgeizig, strebsam); am bi tiiös
Älttphi lo lo ge Am = ehern. Zeichen für: Ameri- (ehrgeizig); -este (t R 292)
...alt|rig vgl. ...alterig cium amibi va lent lat. [...m..] (doppel­
Alt-Rom (T R 206) am; t R 240 (an dem; Abk.: a. [bei wertig); Ambivalenz (Doppel­
Al|trujis|mus lat. (Selbstlosigkeit) Ortsnamen, z.B. Ludwigshafen wertigkeit)
m; -; Al!tru|jst (t R 268); altruj- a. RheinJ; vgl. an); - [nächsten] 'Anfbo lat. österr. (Ambe; Dop-
stisch Sonntag, dem (od. den) 27. März peltreffer beim Lotto) m; -s, -s
Alt|sitz (veralt. für: Altenteil) (t R 330); - besten usw. (t R 134) u. ...ben
altlsprachjlich; -er Zweig a. m. = ante meridiem; ante mor­ 2Am|bo gr. (erhöhtes Lesepult in
Altjstadtisalnie|rung (Erneuerung tem christl. Kirchen) m; -s, ...onen
ungesunder u. übervölkerter al­ Amajde us (m. Vom.) Amboßm; ...bosses, ...bosse; Am­
ter Stadtteile) Ama|ler, Ame|lumgen (ostgot. boß chen; Am boß klotz
Altsteinzeit (für: Paläolithikum) Königsgeschlecht) Mehrz. Amibra vgl. Amber
w; - Amallgam mlat. (Quecksilberle­ Äm bro siagr. (dicht.: Götterspei­
Altistimlme gierung) s; -s, -e; Amal ga majti- se) w; -
altlteistajmenjta1 risch; Altlte sta- on [...zion\; amal ga mje ren am|brolsia nisch, aber (t R 179):
ment|ler (Erforscher des A. T.); (Quecksilberlegierung herstei­ Am bro sia nisch; -er Lobgesang;
altjtelstalment lieh len; Gold u. Silber mit Quecksil­ -e Liturgie
Alt|tier (Jägerspr.: Muttertier ber aus Erzen gewinnen) ambrosisch gr. (dicht.: himm­
beim Rot- u. Damwild) Amailia. Amailie [.../*] (w. Vom.) lisch)
alt I über [l]e|fert Aman da (w. Vorn.); Amandus Am bro si;us (Kirchenlehrer)
alt|vä|teirisch (altmodisch); -ste (m. Vom.) am[bu laut lat. (wandernd; ohne
am an gejführ ten, (auch:) an ge- festen Sitz); -e Behandlung (bei
ge be|nen Ort (Abk.: a. a. O.) der der Kranke den Arzt auf­
1 Die Kirchengemeinschaft selbst Ama rantgr. (eine Zierpflanze; ein sucht); -es Gewerbe (Wanderge­
verwendet den Bindestrich: Alt- Farbstoff) m; -s, -e; ama rant, werbe); Am bu lanz (veralt. für:
Katholik, alt-katholisch, Alt- ama ran ten (dunkelrot); vgl. bewegliches Lazarett; Kran­
Katholizismus. blau; ama rantirot; vgl. blau kentransportwagen; Abteilung
ambulatorisch 124

einer Klinik für ambulante ’Am|mer (ein Vogel) w: -, -n Ampffer (eine Pflanze) m; -s, -
Behandlung) w; -, -en; am bu!la­ 2Am|mer, (im Unterlauf:) Amper Am|phet|amin (als Weckamin ge­
to risch; -e Behandlung; Am|bu- (Isarzufluß) w; - brauchte chemische Verbin­
la'to ri ■ im (Raum, Abteilung für Ammon (altägypt. Gott); Jupi­ dung) s: -s, -e
ambulante Behandlung) s; -s, ter - Amjphi;bie gr. [amfibie] w', -, -n
...ien [,..ien] Am mo|niiak ägypt. [auch: am...', (meist Mehrz.) u. Amjphilbiium
Amei'se w; -n; Amei|senJ)är, österr.: amo...] (gasförmige Ver­ („beidlebiges“ Tier, Lurch) s; -s,
...haujfen, ...säu|re (w>; -) bindung von Stickstoff u. Was­ ...ien [...ieri]'. Am|phi|bilenJ-ahr­
Ame lio ra tijon lat. [...zion] (Ver­ serstoff) s; -s zeug (Land-Wasser-Fahrzeug),
besserung (bes. des Ackerbo­ Amjmo|nit ägypt. (Ammonshorn; ...pan zer; amjphiibisch
dens]); ame!lio|r]e!ren eine Versteinerung) m\ -en, -en Am phj b im vgl. Amphibie
Ame|lun[gen vgl. Amaler (1 R 268) Amjphfbolg/-. (Hornblende) m\ -s,
amen hebr.; zu allem ja und - sagen Am!mo|n] ter ägypt. (Angehöriger -e; Am!phi]bo|lie (Mehrdeutig­
(ugs.); Amen (feierliche Bekräfti­ eines alttest. Nachbarvolks der keit; Doppelsinn) w; -, ..den; am-
gung) si -s, -; sein - (Einverständ­ Israeliten) m: -s, - phi|bo|lisch
nis) zu etwas geben (ugs.) Am|mo niium ägypt. (eine Atom­ Am'phi go|nie gr. (Biol.: zweige-
Amen|de|ment fr. [amangde mang] gruppe) si -s schlechtige Fortpflanzung) w, -
(Zusatz-, Abänderungsantrag zu Ammonsjhorn ägypt.', dt. (Ver­ Am phiiktyo|ne gr. (Mitglied einer
Gesetzen) s\ -s, -s; amenjdie|ren steinerung; Mehrz. ...hömer) Amphiktyonie) m; -n, -n; t R
[amän...] Amnejsie gr. (Med.: Gedächtnis­ 268; Am!phi|ktyo|me (kultisch-
Amen|ho|tep, Ameno|phis (ägypt. schwund) w; -, ..den; Amnestie polit. Verband altgr. Nachbar­
Königsname) (Begnadigung, Straferlaß) w, -, staaten od. -Stämme) w, -, ...ien
Ame^orlrhö1, Ame|nor|rhöe gr. ..den; amne stieren Am|phi|mj!xis gr. (Biol.: Vermi­
(Med.: Ausbleiben der Men­ Amjniion gr. (Biol., Med.: Em­ schung der Erbanlagen bei der
struation) w; -, ...rrhöen; ame- bryonalhülle) 5; -s Befruchtung) wi -
nor'rholisch Amöjbe gr. (ein Urtierchen) w, -, Am1 phio le © (Glasgefäß mit
Amejri|cijum [...ziutrr, nach Ame­ -n; amö bodd (amöbenartig) spritzfertigem Arzneimittel) w, -,
rika] (ehern. Grundstoff, Trans­ Amok malai. [auch: amok] -n
uran; Zeichen: Am) s\ -s (Erscheinung des Amoklaufens) Am'phio xus gr. (Lanzettfisch)
Ame|ri|ka; Amelrilka|deut|sche m m\ -s; - laufen (in einem Anfall m; -
u. w; Ame|ri|ka|ner; ame|ri|ka- von Geistesgestörtheit mit einer Am[phi|po]den gr. (Flohkrebse)
nisch; vgl. deutsch; ame|ri|kajni- Waffe umherlaufen und blind­ Mehrz.
sieiren; Ame|rijka!nijsieirung; wütig töten); AmokJahrer, Am|phi!thea!ter gr. (elliptisches,
Ame|riika nis mus (Spracheigen­ ...laufend; -s),.. däufer,.. schüt ze meist dachloses Theatergebäude
tümlichkeit des amerik. Englisch a-Moll [auch: amol] (Tonart; Zei­ mit stufenweise aufsteigenden
in einer anderen Sprache; ame­ chen: a)s; -; a-Moll-Tonleiter (t R Sitzen, Rundtheater); am|phi-
rik. Lebens- und Arbeitsauffas­ 155) thea tra lisch
sung) m\ -, ...men; Ameiri|ka|njst Amom gr. (tropische Gewürzlilie) Amjphijtrilte (gr. Meeresgöttin)
(Wissenschaftler auf dem Gebiet s; -s, -e Amlphj|try|on (sagenhafter König
der Amerikanistik); t R 268; Amor (röm. Liebesgott) von Tiryns, Gemahl der Alkme­
Ame|ri|ka!njlstik (Erforschung amo|ra| lisch lat. (sich über die Mo­ ne)
der Geschichte u. Kultur Ameri­ ral hinwegsetzend); Amo|ra|ljs- Amjpho|ra, Amipho|re gr. (zwei­
kas) w, - mus (gleichgültigeod.feindl. Ein­ henkliges Gefäß der Antike) w\
a me'tä it. [- ...ta] („zur Hälfte“; stellung gegenüber der geltenden -, ...oren
Kaufmannsspr.: Gewinn u. Ver­ Moral) m\ -; Amoralität (amo­ amphoter gr. („zwitterhaft“;
lust zu gleichen Teilen) ralische Lebenshaltung) w\ - Chemie: teils als Säure, teils als
Amethyst gr. (ein Halbedelstein) Amo|ret|te//•. (Figur eines geflü­ Base sich verhaltend)
m; -[e]s, -e gelten Liebesgottes) w, -, -n Am]pli|fiIkajtiion lat. [...zion] (Er­
Ame;trie gr. (Ungleichmäßigkeit; (meist Mehrz.) weiterung; kunstvolle Auswei­
Mißverhältnis) w, -, ...ien; ame- amorph; Amor|ph]e gr. (Physik: tung einer Aussage); am|pli!fi-
trisch; -ste (t R 294) formloser Zustand [eines Stof­ zie'ren; Amjpliitulde (Physik:
Am|hajra (hamit. Volk in Äthio­ fes]) w; -, ...ien Schwingungsweite, Ausschlag)
pien) Mehrz.', am hajrisch; vgl. amor!ti|sa!bel fr. (tilgbar); ...alble w, -, -n
deutsch; Amjhalrisch (Sprache) s; Anleihen; Amor|ti|sa|tiion lat. Am'pullle gr. (Glasröhrchen [bes.
-[s]; vgl. Deutsch [...zion] ([allmähliche] Tilgung; mit sterilen Lösungen zum Ein­
Amiiant gr. (eine Asbestart) m: -s Abschreibung, Abtragung [einer spritzen]) w; -, -n
Am||ne (organ. Stickstoffverbin­ Schuld]); amor|ti|sjejren Am pu ta'tiion lat. [...zion]
dungen) Mehrz.; Am]|no|säu!ren Arnos (bibl. Prophet) ([Glied]abtrennung); am^itie-
(Eiweißbausteine) Mehrz. amou|rös//-. [amuröff] (veralt. für: ren
Amijto|segr. (Biol.: einfache Zell­ Liebes...; verliebt); -este (t R 292) Am|rum (Nordseeinsel)
kernteilung) w, - Am|pel (Hängelampe; Hängevase; Am|sel w; -, -n
Am|man (Hptst. Jordaniens) Verkehrssignal) w; -, -n Am!ster|dam [auch: am..] (Hptst.
Amjmann (schweiz.) m\ -s, ...män- Am|per vgl. Ammer der Niederlande); Am|ster|da-
ner; vgl. Gemeinde-, Landam­ Am|pere [...pär, nach dem fr. Phy­ mer ([RI 99)
mann siker Ampöre] (Einheit der elektr. Amt s: -[e]s, Ämter; von Amts we­
Amjme w, -, -n; Am|men|mär|chen Stromstärke; Zeichen: A) s; -[s], gen; ein - bekleiden; Ämt|chen,
-; Am pere^me|ter (Strommesser; Ämt|lein; am ten (veralt.); Äm-
' Vgl. die Anmerkung zu 5;-s,-),...stunjde(Einheitder Elek­ ter|pa:trojna'ge; am|t]e|ren; Ämt-
„Diarrhö, Diarrhöe“. trizitätsmenge; Zeichen: Ah) lein, Ämt|chen; amt;lieh; Amt-
125 anbetreffen

mann (Mehrz__männer u. ...leu- anj aerob gr. [...a-erop] (ohne tet u. für unbeschränkte Freiheit
te); Amtsdeutsch, ...ent hebung, Sauerstoff lebend) des Individuums eintritt) m; -;
...gejricht (Abk.: AG), ...ge- Ana'gramm gr. (Buchstabenver­ Anjar chist (Vertreter des Anar­
richtsirat (Mehrz. ...rate): amts- setzrätsel) s; -s, -e chismus);! R268; aniarlchilstisch
haliber; Amtshandlung. An|ako'luth gr. (Sprachw.: Satz­ Ana;sta sia (vv. Vorn.); Ana staisi-
...haupt mann (veralt.), ...hülfe, bruch) s; -s, -e; an ako lu thisch us (m. Vorn.)
...kap pe! (österr. ugs. für: eng­ Ana kon da (eine Boaschlange) vv; anaista tisch gr. (wiederauffri­
stirniger Beamter; s; -s, -n), -, -s schend; neubildend); -er Druck
...mie|ne; amts mü de; Amts^per- Ana|krelon (altgr. Lyriker); Ana- (Nachdruckverfahren)
son, ...rieh ter, ...schimimel (ugs.; kreon tilker (Nachahmer der An|äsithe sje gr. (Med.: Schmerz­
m; -s), ...spra che, ...vor|stand, Dichtweise Anakreons); anakre- unempfindlichkeit; Schmerzbe­
...weg on|tisch,aber(! R 179): Ana kre- täubung) vv;-, ...ien; aniäsithe|s|e-
Amuilett lat. (Zauber[schutz]mit- on| tisch ren, an äs|the|ti]sfeiren; An äs-
tel) s; -[e]s, -e anal lat. (Med.: den Anus betref­ theisjst (Narkosefacharzt); t R
Amundisen (norweg. Polarfor­ fend) 268; An äs theltiikum (Med.:
scher) Ana lekjten gr. (gesammelte Auf­ schmerzstillendes Mittel) s; -s,
Amur (asiat. Strom) m; -[s] sätze, Auszüge) Mehrz. ...ka; an äs the tisch; an|äs thelti-
amüsant fr. (unterhaltend; ver­ Anadep'ti kum gr. (Med.: wieder­ sje ren, an äsjthejs]e!ren
gnüglich); Amüiseiment [amüse- belebendes Mittel) s; -s, ...ka; An astigimat gr. (ein [fotogr.]
mang] s; -s, -s; amü|s]elren; sich - ana lep tisch Objektiv) m\ -s, -e; an!ästig ma-
amu sisch gr. (ohne Kunstver­ An al ge|s]e, An|al gle gr. tisch
ständnis) (Schmerzlosigkeit) w; -, ...ien Ana|stojmo|se gr. (Verbindung
Amyg da Imgr. (Geschmacksstoff ana log gr. (ähnlich; entspre­ zwischen Blut- od. Lymphgefä­
in bitteren Mandeln u. ä.) s; -s chend); - [zu] diesem Fall; Anal lo- ßen od. zwischen Nerven) w; -,
an (Abk.: a.; bei Ortsnamen, die gie w; -, ...ien; Ana loigon [auch: -n
durch weibl. Flußnamen be­ ana...] (ähnlicher Fall) s; -s, ...ga Ana1 them gr. s; -s, -e u. Ana the i ma
zeichnet sind, nur: a. d., z. B. Bad Anlal|pha bet gr. [auch: an...] (des (Verfluchung, Kirchenbann) s;
Neustadt a. d. Saale); Verhält- Lesens u. Schreibens Ünkundi- -s, ...themata; anaitheimaitiisje-
nisw. mit Wemf. und Wen/.: an ger) m; -en, -en (t R 268); An|al- ren; Anajthe ma'tilsje rung
dem Zaun stehen, aber: an den pha be ten tum [auch: an...] s; -s ana tio nal lat. [...zi...] (gleichgül­
Zaun stellen; es ist nicht an dem; Ana;ly sand gr. (Psychoanalyse: tig gegenüber der Nation, der
an [und für] sich (eigentlich, im die zu analysierende Person) man angehört)
Grunde); am (an dem; vgl. am); m; -en, -en (t R 268); Ana ly|se Analtol (m. Vorn.); Analto'lilen
ans (an das; vgl. ans); Um­ (Zergliederung, Untersuchung) [...ien] („Morgenland“; asiat.Teil
standsw.: Gemeinden von an [die] w; -, -n; Ana lyjsenjwaa ge (ehern. der Türkei); anajtolisch
1000 Einwohnern; ab und an Waage); ana lyjsieiren; Anajlylsis Ana tom gr. („Zergliederer“; Leh­
(landsch. für: ab und zu). Zus.; (math. Theorie der reellen Zah­ rerder Anatomie) m; -en, -en (t R
anbei, aneinander, bergan len u. Funktionen; Schulaus­ 268); Ana tomie (Lehre von
an... (in Zus. mit Zeitwörtern, z. B. druck für die Untersuchung einer Form u. Körperbau der Lebewe­
anbinden, du bindest an, ange­ geometrischen Aufgabe) vv; -; sen; [Kunst der] Zergliederung)
bunden, anzubinden; zum2. Mit- Ana ly|tik (Kunst od. Lehre der vv; -, (für: Forschungsanstalt der
telw. 1 R 304) Analyse) w: -; Ana lylti ker; ana­ Anatomen auch Mehrz.;) ...ien;
...ana, ...iana lat.; Mehrz. (z. B. lytisch; -e Geometrie ana tolmie ren (zergliedern); ana-
Goetheana; Kantiana; Afri- An ämiegr. (Med.: Blutarmut) w; toimisch
kana); vgl. Ana; Ana (veralt. für: -, ...ien; an ämisch (blutarm) Ana to zis mus gr. (Zinsenverzin­
Sammlung von Aussprüchen od. Ana mne se gr. (Med.: Vorge­ sung) m; -, ...men
kleinen Beiträgen zur Charakte­ schichte einer Krankheit) w; -, Analxa'golras (altgr. Philosoph)
ristikberühmter Männer) w; -, -s -n; ana mne stisch an bah nen; An bahjnung
Anaibaptis mus gr. (Wiedertäu­ Anainas indian.-span. (eine tropi­ anbar dein südd., österr. (anbän­
ferlehre) m; -; Ana bap tist (Wie­ sche Frucht) vr; -, - u. -se deln); an bän deln (ugs.); ich
dertäufer); t R 268 Anamiias, (ökum.:) Hajnainiias bänd[e]le an (! R 327); An| bän­
Ana[ba|sis gr. [auch: ana... ] (bibl. m. Eigenn.) de lung, An bändjlung (ugs.)
(„Hinaufmarsch“; Geschichts­ Ana päst gr. (ein Versfuß) m; -[e]s, An bau m; -[e]s, (für: Gebäudeteil
werk Xenophons) w; - -e; ana pä stisch auch Mehrz.;)-ten; anbau|en; an-
Ana bio|se gr. („Wiederaufle­ Anajpher vv; -, -n u. Anaipholra bau fä hig; An bauJläche, ...mö-
ben“; Biol.: das Überstehen un­ gr. (Rhet.: Wiederholung des bel
günstiger Lebensbedingungen Anfangswortes [in aufeinander­ An be ginn; seit-, von - [an]
bei niederen Tieren) w; - folgenden Sätzen], z. B.: mit all an be hal ten
Ana|cho|ret gr. [...cho..,, auch: meinen Gedanken, mit all mei­ an be] [auch: anbei]
...■eho...] (Klausner, Einsiedler) nen Wünschen ...) vv; -, ...rä; ana- an[ be][lan gen; was mich an[be]-
m; -en, -en (t R 268) pho' risch langt
Ana|chro[njs mus gr. [...kro...] (fal­ Ana phyila x]e gr. (Med.: schock­ an bei rau men; ich beraum[t]e an,
sche zeitliche Einordnung; durch artige allergische Reaktion) vv; -, (selten:) ich anberaum[t]e; anbe­
die Zeit überholte Einrichtung) ...]en raumt; anzuberaumen; An be-
nt; -, ...men; ana chroini|stisch An arjch|e gr. (autoritätsloser Zu­ raumung
Anaidyomelne gr. [auch: ...mene stand; Herrschafts-, Gesetzlosig­ an be ten
od. ...qmene od. ...omene] („die keit) vv; -, ...ien; an arichisch; -ste An be tracht; in - dessen, daß ...
[aus dem Meer] aufgetauchte“ (t R 294); An archis mus (Lehre, an be tref fen; wasmich anbetrifft,
Göttin: Aphrodite) die sich gegen jede Autorität rich­ so ...
Anbetung 126

An|be!tung aber: ein and[e]res Mal; das An[dor|ra (Staat in den Pyrenäen);
an bie dern, sich; ich biedere mich and[e]re Mal; ein um das and[e]re An dor rajner; an|dor|ra nisch
an (t R 327); An|bie|de|rung Mal; ein und das and[e]re Mal; An|drang nr, -[e]s
anbieten vgl. anders; anjdelrenlfalls1; vgl. and ire; vgl. andere
an|binlden; angebunden (vgl. d.) Fall nr, anldeirenlorts1, an|der- Anfdrea (w. Vom.); An|dre|as (m.
An|blick; an blicken [Trenn.: orts(geh.); anidelrenltags1; anjde- Vom.); An|drejasHtreuz, ...or|den
...blik|ken] renjteils^einesteils... -; an|de|rer- (ehern, höchster russ. Orden)
an;boh(ren seits, an|derjseits, and|rer|seits; an[dre|hen; jmdm. etwas - (ugs.
An;bot (österr. neben; Angebot) einerseits ... -; An|der!ge|schwi- für: jmdm. etwas Minderwertiges
si -[e]s, -e ster kind [auch: andergeschwi...] aufsch watzen)
anibrejchen; der Tag bricht an landsch. (Verwandte, deren and!rer|sejts, an|de|rer|seits, an­
an;bren;nen Großväter oder Großmütter Ge­ der! seits
an|brin|gen; etwas am Hauste] - schwister sind); an|der| lei; ander­ Anfdres (dt. Erzähler, Dramatiker
An[bruch ne, -te]s, (Bergmannsspr. mal; ein -, aber: ein and[e]res u. Lyriker)
für; bloßgelegte Erzgänge auch Mal an(dro gyngr. (Biol.: männliche u.
Mehrz.:) ...brüche An|der(matt (schweiz. Ortsn.) weibliche Merkmale vereini­
An|cho|vis [...chowiß]; vgl. An­ änjdem; ich ...ere (t R 327) gend; zwittrig); An|dro|gy|ni§
schovis an|dern|falls usw. vgl. anderenfalls w: -
An|cijen|ni[tät fr. [angßiänität] usw.; ander|orts (geh.), an|de­ an dro hen; An dro hung
(veralt. für: [Reihenfolge nach ren lorts, anjdem|orts An|dro|ide gr. (künstlicher
dem] Dienstalter); An|ciien regi- anjders; jemand, niemand, wer an­ Mensch) nr, -n, -n (t R 268)
me [angßiäng res-ekim] („alte Re­ ders (südd., österr.: and[e]rer); Anjdromaiche (gr. Sagengestalt,
gierung“ [vor der Fr. Revolu­ mit jemand, niemand anders Gattin Hektors)
tion]) s; - - (südd., österr.: and[e]rem, an­ 1An'droj>me|da(weibl. gr. Sagenge­
An | dacht w: -, (für; Gebetsstunde derm) reden; irgendwo anders stalt); 2Anidro|mejda (ein Stern­
auch Mehrz.:) -en; an däch tig; (irgendwosonst), wo anders? (wo bild) w, -
Anidachts Übung; an|dachts|voll sonst?; vgl. aber: woanders); an­ Anjdruck (Druckw.: Probe-, Prüf­
Anida!lu|si|en [,..ien\ (span. Land­ ders als ... (nicht: anders wie ...); druck) nr, -[e]s, -e; an d rucken
schaft); An da|lu|siier [...ier\; an- vgl. andere; an|ders|ar|tig; An­ [Trenn.: ...druk|ken]
da lu sisch: An dajlu|s]t (ein Mi­ ders ar tig keit w; - Änejas (Held der gr.-röm. Sage)
neral) ne, -s, -e Anldersch (dt. Schriftsteller) amecken [Trenn.: ...ek|ken] (ugs.
an dan te it. („gehend“; Musik: an |ders| denkend; An|ders|den- für: Anstoß erregen)
mäßig langsam); An|dan|te (mä­ kenjde m u. w, -n, -n (t R 287ff.) Änejide, Äneiis (eine Dichtung
ßig langsames Tonstück) s\ -[s], an|der|sejts, an|de|rer|seits, and­ Vergils) w: -
-s; an dan ti no (Musik: etwas be­ rer |seits anieijfern südd., österr. (anspor­
schleunigter als andante); An- An|derjsen (dän. Dichter) nen); Anjei!fe|rung
danlti no (kürzeres Musikstück An|der|sen-Ne|xo (Andersen an eig nen, sich; ich eigne mir an;
im Andante- od. Andantinotem- Nexö), Martin (dän. Dichter) An!eig!nung
po) s; -s, -s u. ...ni an|ders|ge ar|tet; An|dersige|sinn- an ein an der; Schreibung in Ver­
an|dau[en(Med.); angedaute Spei­ te m u. w; -n, -n (f R 287 ff.); An­ bindung mit Zeitwörtern (t R
sen (Speisen im ersten Abschnitt ders |gläu bi|ge m u. w; -n -n (t R 139): I. Getrenntschreibung, wenn
des Verdautwerdens) 287 ff.); an!ders|her|um, anlders- aneinander [als Ausdruck einer
an|daujem; an dau ernd rum; Andersjsein; an ders|spra­ Wechselbezüglichkeit, einer Ge­
Amdaujung [zu: andauen] w, - chig; an ders|wie; an|derslwo; an­ genseitigkeit] seine Selbständig­
An del niederd. (ein Salzgras) m\ ders (wo her; an ders wo hjn keit bewahrt, z. B. weil sie anein­
-s anidertjhalb; in - Stunden; - Pfund; ander (an sich gegenseitig) den­
An i den (südamerik. Gebirge) anderthalbfach; An|dert|halb- ken, gedacht haben, oder wenn
Mehrz. fa|che s; -n; vgl. Achtfache; an­ aneinander zu einem bereits zu­
An|denken s: -s, (für: Erinne­ derthalb! mal; -so groß wie (selte­ sammengesetzten Zeitwort tritt,
rungsgegenstand auch Mehrz.:) - ner: als) z. B. er hat die Teile aneinander
an de re. and|re; (nach t R 135 im­ Än[deirung angefügt. II. Zusammenschrei­
mer klein geschrieben:) der, die, an|derjwärtig; anjder|wärts; an­ bung, wenn aneinander nur den
das, eine, keine, alles and[e]re; derweit; anjderjwertig vom Zeitwort bezeichneten Vor­
die, keine, alle and[e]ren, andern; An de|s]n [nach dem Andengebir­ gangnäherbestimmt, d. h.,wenn
ein, kein and[e]rer; ein, kein, et­ ge] (ein Mineral) nr, -s; Andesjt es „Vorwort“ des Zeitwortes ist,
was, allerlei, nichts and[e]res; der (ein vulkan. Gestein) m: -s z. B. anieinlan der|fü gen; er hat
eine, der and[e]re; und and[e]re, an deu ten; Anjdeuitung; an deu­ die Teile aneinandergefügt; er hat
und and[e]res (Abk.: u. a.); und tungsweise die Teile aneinander-, nicht auf-
and[e]re mehr, und and[e]res anldichjten; jmdm. etwas - einandergefügt; anleinlamder ge-
mehr (Abk.: u. a. m.); von etwas an die nen (Kaufmannsspr.: [Wa­ ra(ten (sich streiten); anleinlan-
and[e]rem, anderm sprechen; un­ ren] anbieten); Anjdiejnung w, -; der|gren|zen; aneinandergren­
ter and[e]rem, anderm (Abk.: An| die| nungs| pflicht (Versiche- zende Grundstücke; an|ein| an­
u. a.); eines and[e]ren, andern be­ rungsw.) w; - der! le gen; an‘einander|rei hen
lehren; sich eines and[e]ren, an­ and jn (die Anden betreffend; in usw.
dern besinnen; ich bin and[e]ren, den Anden vorkommend) Äneiis vgl. Äneide
andern Sinnes; (t R 279:) ande­ Anjdom (eine Pflanze) ne, -[e]s, -e An ek do|te gr. (kurze Geschichte
res gedrucktes Material; (TR mit überraschender Pointe) w; -,
285:) and[e]re ähnliche Fälle; (t R -n; an ek do|ten|haft; anekdo­
290:) andere Gute; ein andermal. 1 Auch: an!dem|... tisch
127 Anglo-Amerikaner

an ekeln; der Anblick ekelte mich anlfunjken(durch Funkspruch an- bet; Glockenzeichen) m:
An-
an rufen) ge,lus läu ten .9; -s
Aneimoigraph gr. (selbstschrei­ An gaibetugs. [nur Einz.] auch für: angemessen; Angemessenheit
bender Windmesser) in: -en, -en Prahlerei, Übertreibung) w; -
(T R 268); Ane mo loigje (veralt. an[gän gig an geinä hert
für: Windkunde) vv; -; Ane mo­ anigeb bar; an ge ben; An ge her an ge nehm
meter (Windmesser) s: -s, -; Ane- (ugs.); Anige beirej (ugs.); an ge­ an ge nom men: -er Standort; an­
mo ne (Windröschen) h'; -. -n beirisch (ugs.); -ste (T R 294) genommen, daß ... (T R 61)
anjemp feh len (besser das einfa­ An ge|be te te m u. vv; -n, -n (1 R An ger m; -s, -; An geridorf
che Wort: empfehlen); ich emp­ 2 8 7 ff.) an ge regt
fehle (empfahl) an u. ich anemp- An ge|bin de (Geschenk) s: -s, - angesäuselt (ugs. für: leicht be­
fehlc (anempfahl); anempfohlen; an geb lieh trunken)
anzuempfehlen anige bo ren An ge schul dig te m u. vv; -n. -n
An epi gra pna gr. (veralt. für: un- An ge bot ’(t R 287 ff.)
betitelte Schriften) Mehrz. an ge bracht; smige brach ter ma­ an ge se hen (geachtet); -ste
An er(be (veralt. für: bäuerlicher ßen Angesicht (Mehrz. Angesichter
Alleinerbe, Hoferbe) m; Anjer- an ge bro chen; eine Flasche ist -; u. [österr. nur:] Angesichte); an-
benJblige, ...recht ein -er Tag ge sichts (1 R 130); Verhältnisvv.
anjerjbieiten.sich; ich erbietemich an geibun den; kurz - (ugs. für: mit Wesf.: - des Todes
an; anerboten; anzuerbieten; vgl. mürrisch, abweisend) sein an ge spannt
bieten; An,er bie tens; -s, -; Anjer- anlgedei hen;jmdm.etwas-lassen an ge istammt
biejtung An ge Iden ken (veralt.) 5; -s An ge 1 stell te m u. vv; -n. -n (T R
an er kann terima ßen; an|er|ken- an ge führt; am -en Ort (Abk.: 287 ff.); An ge stell ten ver siiehe-
nen; ich erkenne (erkannte) an, a. a. O.) rung; An ge stell ten ver si|che-
(seltener:) ich anerkenne (an­ an geige ben; am -en Ort (Abk.: rungs ge setz (Abk.: AVG)
erkannte); anerkannt; anzuer­ a. a. O.) an ge|stie feit; - kommen (ugs. für:
kennen; vgl. kennen; aberken- abgegriffen (auch: erschöpft); mit großen, schwerfälligen
nens'wert; An ier|kenntjnis An ge grif fen heit vv; - Schritten herankommen)
(Rechtsspr.) s (nichtfachspr.: an|ge hei ra tet an ge strengt; An ge strengt heit
vv); An;er ken nung; An er.ken- an|geihei tert vv; -
nungsi schreiben an|ge,hen; das geht nicht an; es an ge|tan
Aneiro id gr. s: -(e]s, -e u. Ane| ro jd- geht mich [nichts] an; jmdn. um an ge|trun ken (leicht betrunken);
bairolmejter (Gerät zum Anzei­ etwas - (bitten); an ge hend (künf­ An ge trun ken heit vv; -
gen des Luftdrucks) tig) an ge wandt; -e Kunst; -e Mathe­
An eu rys|ma gr. (Med.: Schlag­ anjge hö ren; einem Volk[e] -; an- matik, Physik: vgl. anwenden
adererweiterung) s; -s, ...men ge’höjrig; An ge höiri ge m u. vv; an ge wie sen; aufeine Person oder
abfa chen; er facht die Glut an -n, -n (t R 287ff.); Anjge hö rig- eine Sache - sein
anlfah ren (auch für: heftig anre- keit vv; - an gejwöh nen; ich gewöhne mir
den); An fahrts^stra ße. ...weg Angekl. = Angeklagte^] etwas an; Angewohnheit; An-
Abfallm; an fal len; an fäl|lig; An­ Angeklagte (Abk.: Angekl.) m geiwöh nung
fällig keit vv; -, (selten:) -en u. vv; -n, -n (T R 287ff.) an ge w ur zeit; wie - stehenbleiben
Anfang m; -[eis, ...Länge; vgl. an­ an gelkrän keit Anjgi nagr.[anggina\ (Mandelent­
fangs, im-; von - an; zu -; - Januar An gel vv; -n zündung) vv; -, ...nen; An|gj;na
(1 R 319); an fan gen; An fänjger; Anlge la [qnggela, it.: and^ehela] peclto ris gr.; lat. [- päk...] (Herz­
Anjfän ge rin vv; -. -nen; an fäng- (w. Vom.) krampf) vv; - -
lich; an fangs (T R 129); An- an ge; le gen; ich lasse mir etwas An|gi;om gr. [anggiom] (Gefäßge­
fangsJvuch sta be, ...ge halt 5, - sein; Anige le|gen heit; an ge le- schwulst) A-; -s, -e; An gio Sper­
...Stadium gent|lich; -st; auf das, aufs -ste men (bedecktsamige Blüten­
an fas sen; vgl. fassen (TR 134) pflanzen) Mehrz.
abfechtlbar; An fecht bar keit vv; An gel ha ken An glaise fr. [anggläs1] („engli­
-;anfech ten;das ficht mich nicht 'An gefli ka [angge...] (w. Vom.); scher" Tanz) vv; -, -n
an; An|fech tung 2An;ge|lilka (Fngelwurz) vv; -, an glei chen; An glei chung
an|fein>den; An fein düng ...ken u. -s Ang ler
aniferjtiigen; An fertijgung An ge|li:na 1andsehelina] (it. w. anigli ka nisch mlat. [anggli...]: -e
an feuchiten; An feuch ter; An- Vom.) Kirche (engl. Staatskirche); An-
feuch tung anigeln; ich ...[e]le (j R 327) gli ka njs mus (Lehre u. Wesenfs-
anjfeu em; An feue rung An geln (germ. Volksstamm) form] der engl. Staatskirche) m;
an fleihen; An fle hung Mehrz. -; an gli s]e ren (englisch machen;
an 1 fliegen; das Flugzeug hat An ge Io [qndat'helo] (it. m. Vorn.) englisieren); An gljst (Wissen­
Frankfurt an geflogen; An flug an gello ben österr. (feierlich ver­ schaftler auf dem Gebiet der
an,for|dem; Anjfor de rung eidigen); An ge lo bung Anglistik); 1 R 268: An glj stik
Amfra ge; die kleine oder große An geLpunkt, ...ru te (engl. Sprach- u. Literaturwis­
- lim Parlament]; an fra|gen; bei An gel sach se (Angehöriger eines senschaft) vv; -; An gli zjs mus
jmdm. -, (Schweiz.:) jmdn. - germ. Volksstammes) m\ -n, -n: (engl. Spracheigentümlichkeit in
an freun den, sich; An freun düng an gel säch sisch; vgl. deutsch; einer anderen Sprache) m: -,
an fü gen; An fü gung An gel säch sisch (Sprache)s\ -[s]; ...men; Angloamerikaner
Anfuhr vv; -. -en; an füh ren; An­ vgl. Deutsch; An gel säch si sehe [angglo..., auch: ang...]\ I R 215
führer; Anführung; An füh- s; -n; vgl. Deutsche .v (aus England stammender Ame­
rungs^strich. ...zei chen An ge lus lat. [ungge...] (kath. Ge­ rikaner); An glo-Ame ri ka ner;
anglofranzösisch 128

t R 214 (Sammelname für Eng­ an Hand, (jetzt häufig:) an|hand; Anjion gr. (negativ geladenes Ion;
länder u. Amerikaner); an'glo- mit Wesf.; an Hand od. anhand vgl. d.)
fran|zö|sisch [auch: ang...]; An- des Buches; an Hand od. anhand Anis gr. [aniß, auch, österr. nur:
glomane lat.; gr. (Nachäffer von Unterlagefi; vgl. Hand u. t R aniß] (eine Gewürz- u. Heilpflan­
des engl. Wesens) m; -n, -n 141 ze) m; -es, -e; AnisJbo|gen od.
(t R 268); An'glo!ma|nie w; -; an- Anlhang (Abk.: Anh.); 'an|hän- ...schar te (österr.: eine Gebäck­
glo norman nisch [auch: ang...]; gen; er hing mir treulich an; vgl. art); Ani|s^tte [...sät] fr.
anglophil (englandfreundlich); 'hängen; 2anjhän gen; er hängte (Anisbranntwein) m; -s, -s
Anjglo|phi|lie w; -; Anlglo|pho|bie den Zettel [an die Tür] an; vgl. An[isogamie gr. (Biol.: Befruch­
(Widerwille gegen engl. Wesen) 2hän gen; An | hän | ger; Anh an ger- tungsvorgang zwischen unglei­
w; - schaft; an hän gig (Rechtsspr.: chen Keimzellen) w; -, ...ien
Anjgo|la [anggola] (portugies. Pro­ beim Gericht zur Entscheidung Anijta (w. Vorn.)
vinz in Afrika); An!gojIa|ner; an­ liegend); eine Klage - machen Anja (russ. Vom.)
golanisch (K läge erheben); an j häng11ich (er­ Anjou [ang-spku] (altfr. Graf­
An|go|raJcat|ze, ...wol|le [anggo- geben); An hängjictrkeit w; -; schaft; Fürsten gesch lech t)
ra...; nach Angora, dem früheren An häng sei s; -s, -; an hangs!wei­ Ank. = Ankunft
Namen von Ankara] se Anika ra [angkara] (Hptst. der
An!go|stu|ra <© span. [anggo...] An hauch m; -[e]s; an|hau|chen Türkei)
(ein Likör) m; -s, -s an hau en (ugs. auch für: jmdn. An|kauf; anjkaujfen; An-
an| greifen; vgl. angegriffen; An­ formlos ansprechen; auch: um et­ kaufs^etat, ...recht
greifer was angehen); wir hauten das ‘Anke (w. Vorn.)
angren|zen; An|gren|zer; An|gren- Mädchen an 2Änike (ein Fisch) m; -n, -n (t R
zung an|häuffen; An häu fung 268)
Ani griff m; -[e]s, -e; in - nehmen; an|heben (auch: anfangen); er 3An|kemdal. (Nacken, Genick) w;
anlgrifjfig Schweiz, (zupackend, hob, (veralt.:) hub an (geh. für: -, -n
angriffslustig); Angriffsl krieg; begann) zu singen an keh rig (Schweiz, neben: anstel­
anjgriffs|lu|stig; Angriffs^spie- an|hef|ten; am Hut[e] od. an den lig)
ler (Sportspr.), ...waf|fe; an­ Hut - aniken Schweiz, mdal. (buttem);
griffsl weise an|hei mein; es heimelt mich an An|ken Schweiz, mdal. (Butter)
Angst w; -, Ängste; in Angst, in anheim Hallen (zufallen; es fällt m; -s
[tausend] Ängsten sein; Angst ha­ anheim; anheimgefallen; an­ 'An|ker (früheres Flüssigkeits­
ben; aber (t R 132): angst und heimzufallen), ...ge;ben, ...stel­ maß) m; -s, -
bange machen, sein, werden; mir len An|ker gr. m; -s, -; vor - gehen,
ist, wird angst und bange; äng­ an|hei|schig; sich - machen liegen; An|kerJ>o|je, ...ketite; an­
sten, sich (nur noch dicht, für: an heilzen; den Ofen -; (übertr.:) kern; ich ...ere (t R 327); An­
ängstigen); angst|er|füllt; Angst­ die Stimmung - kerplatz, .. spill, ...tau (s; -[e]s,
gefühl, ...geg|ner (Sportspr.: an|herrischen; jmdn. - -e), ...win|de
Gegner, vor dem man besondere an|heu|em; jmdn. -; auf einem an ket ten
Angst hat),.. .ha j se (ugs.); ängl sti- Schiff - An | klage; An|klalgeH)ank
gen; Äng|sti gung; ängst lich; Anihiidrolsegr. (Med.: verminder­ (Mehrz. ...bänke); an kla gen;
Ängstlich keitw';-; Angstmeuro- te Schweißabsonderung) w; -, -n An| klage! schritt
se (krankhaftes Ängstgefühl), An|hieb, nur in: auf - An|klam [qngklam] (Stadt in Vor­
...psy|cho|se, ...röh|re (scherzh. anhimmeln pommern)
für: Zylinder) an hin; bis - (Schweiz, veraltend: an klam mern; sich -
Ängström [ongßtröm, auch: bis jetzt) An klang; - finden
angßtröm] .v; -[s], - u. Äng|ström- An|hö|he An klei de ka bi|ne; an klei den;
einheit (Einheit der Licht- u. an|hö|ren; Anhörung (für: Hea­ sich -; An klei de raum
Röntgenwel len länge; Zeichen: Ä ring) ' an klin gen
[früher auch: A, AE, ÄE]) An!hy|drid gr. (eine ehern. Verbin­ an knüp|fen; Anknüpfung; An-
Angstjruf; angstvoll dung) s; -s, -e; An|hy|drit (wasser­ knüp j fungs | punkt
an|gu|lar lat. [anggu...] (zu einem freier Gips) m; -s, -e an koh len; jmdn. - (ugs. für: zum
Winkel gehörend, Winkel...) Ani|lm arab.-port. (Ausgangsstoff Spaß belügen)
Anh. = Anhang für Farben u. Heilmittel) s; -s; an kom men; mich (veralt.: mir)
anihalben (ugs.); .... daß er nichts Aniilin far be kommt ein Ekel an; es kommt
anhat, angehabt hat; er kann mir ani ma lisch lat. (tierisch, den Tie­ mir nicht darauf an; Ankömm­
nichts - ren eigentümlich); Anima|ljs- ling
anhägern (von Gewässern: mus (religiöse Verehrung von an kop peln
Schlamm, Sand ablagern); An- Tieren) m; -; Ani ma li tat (tieri­ anlkören ([ausgewählte männl.
hä|ge|rung sches Wesen) w; -; aniimalto it. Haustiere] zur Zucht zulassen)
anjhälkeln (hinzuhäkeln); an|ha- (Musik; beseelt, belebt); ani|mje- an|kör|nen (metallische Werk-
ken ren fr. (beleben, anregen, ermun­ stücke mit Hilfe des Körners mit
'Anlhalt (früheres Reichsland); tern); Ani|mier|knei|pe (ugs.); markierenden Vertiefungen ver­
2An|halt (Anhaltspunkt); an|hal- Ani|mis mus lat. (Lehre von der sehen)
tend; 'An|haljter, An|hal|ti|ner; Beseeltheit aller Dinge) m; -; Ani­ an|krei|den; jmdm. etwas - (ugs.
2An|hal|ter (ugs.); per - fahren mo it. österr. (Schwung, Lust; für: zur Last legen)
(Fahrzeuge anhalten, um mitge­ Vorliebe) s; -s; Ani mo si tät lat. An | kreis (Geometrie)
nommen zu werden); an|hal|tisch (Erbitterung; Abneigung); Ani­ an|kreu zen
('Anhalt betreffend); An|halts- mus („Seele“; scherzh. für: Ah­ an kün den, (älter für:) an|kün|di-
punkt nung) m; - gen; An künjdi gung
129 an pöbeln

Anlkunft (Abk.: Ank.) w; -; An- an|majchen nen Toten) s: -s, ...ien [...ieri]
kunfts^stemjpel, ...zeit an|mahnen (meist Mehrz.)
anlkur'beln; An kurlbe'lung, An- an|mal len an|no, (österr. nur so, sonst häuFi-
kurbjlung Animarsch m\ An]marschjweg ger:) Anjno lat. (im Jahre; Abk.:
An ky|loise gr. [angkü...] (Med.: an|ma:ßen, sich; du maßt (maßest) a. od. A.); - elf; - dazumal; - To­
Gelenkversteifung) w; -n dir etwas an; an|ma|ßend; -ste; bak (ugs. für: in alter Zeit); Anino
An|la|ge; etw. als - übersenden: An|ma|ßung Do(mi ni (im Jahre des Herrn;
An|laigeibe|ra ter(Wirtsch.); An- Ammeljde|for|mu|lar; anmelden; Abk.: A. D.)
la gen plan (Biol.; vgl. 2Plan); An | mel I de^pfl icht, ...ver | fah | ren;
Aninon|ce fr. [anongße, österr.:
An laige palpier (Wirtsch.) An mel düng anongß] (Zeitungsanzeige) w; -,
an la gern (Chemie); Anjlalge- an men gen (landsch.); Mehl [mit -n; An non cen|ex|pe di tiion (An­
rung Sauerteig] - (anrühren) zeigenvermittlung); An|non|ceu-
anlaniden; etwas, jmdn.- (an Land anjmerjken; ich ließ mir nichts -; se [...ßöse] (Angestellte im Gast­
bringen); irgendwo - (anlegen); An|mer|kung (Abk.: Anm.) stättengewerbe) w: -, -n; anjnon-
(Geol.:) das Ufer landet an (ver­ anjmes|sen; jmdm. etwas - c]e|ren
breitert sich durch Sandansamm­ an mie ten; An mie tung An|nolne indian. (trop. Baum mit
lung); An lanidung an mon tie ren Sammelfrüchten) w; -, -n
an 1 an gen vgl. anbelangen anlmu|stem (Seemannsspr.: an­ Annotation lat. [...ziori]
An|laß (Schweiz, auch für: Veran­ werben; den Dienst aufnehmen); (Buchw.: Aufzeichnung, Ver­
staltung) m; ...lasses, ...lasse; - ge­ Anjmu ste|rung merk [über Neuerscheinungen])
ben, nehmen; anllasisen; An|las­ Anlmut w, -; an muiten; es mutet meist Mehrz.
ser; an[ läß;lieh (Amtsdt.); Ver- mich komisch an; anjmutig; an- anlnuiell fr. (Bot.: einjährig); -e
hältnisw. mit Wesf.\ - des Festes, mut[s]|voll; An mu tung (veralt. Pflanzen; An|nui|tät lat. [...«-/...]
dafür besser: aus Anlaß des Fe­ Für: Zumutung) (jährliche Zahlung zur Tilgung
stes; zum, beim Fest 'Anjna (w. Vorn.); Anna selbdritt " einer Schuld)
an|la|sten (aufbürden; zur Last le­ (Anna, Maria u. das Jesuskind) an nulllie ren lat. (für ungültig er­
gen) 2An'na Hindi (frühere Münzein­ klären); An]nul|l]e|rung
An lauf; anjlau fen; An lauEge- heit in Indien; Vi6 Rupie) m\ -[s], An|nun|z]a|tenjorlden (ehern,
schwinjdig keit, ...zeit -[s] höchster it. Orden)
An laut; an|lau|ten (von Wörtern, An|na!bel|la (w. Vom.) Anjode gr. („Eingang“; positive
Silben: mit einem bestimmten an'najdeln österr. (mit einer Steck­ Elektrode, Pluspol) w\ -, -n
Laut beginnen); an|läu|ten; nadel befestigen); ich nad[e]le an an öden (ugs. für: langweilen)
jmdm. - (Schweiz.: jmdn. [tele­ (t R 327) An!odenJ)at|telrie, ...spanlnung
fonisch] anrufen) an|nälhem;sich -; anlnä hernd; An­ (w; -), ...strahllen (Mehrz.)
anilejgen; Anilejgeiplatz; Anjleiger na hei rung; Anlnä|heirungs|ver- an|omal gr. [auch: a...] (unregel­
(jmd., der sein Geld in fremden such; an|nä|he|rungs|wei|se mäßig, regelwidrig); Anloma|l]e
Unternehmen anlegt; Druckw.: An[nahlme w, -, -n; - an Kindes w; -, ...ien
Papiereinführer); An|lelge|rin Statt; An|nah|mewer|klälrung, an|onym gr. (ohne Nennung des
(Druckw.) w\ -, -nen; Anileige- ...ver|merk, ...ver|wei|geirung Namens, ungenannt); Anlony-
steljle Anna|len lat. ([geschichtliche] mijtät (Verschweigung, Nichtan­
an leh nen; ich lehne mich an die Jahrbücher) Mehrz. gabe des Namens, der Unter­
Wand an; Anjlehjnung; an leh- Aninalten lat. (Jahrgelder an den schrift) w: -; Aniony|mus (Un­
nungsibe|dürf|tig Papst) Mehrz. genannter) m\ -, ...mi u. ...nymen
An I lei | he; Anjlei|he~ab|lö|sung, Änn|chen (Verkleinerungsform An|ophe|lesgr. (Malariamücke) w,
...palpier von: Anna); An|ne, Änine (für:
an1 lei men Anna) Ano|rak eskim. (Kajakjacke;
an lei|nen; den Hund - Anlneldolre (w. Vorn.) Windbluse mit Kapuze) m\ -s, -s
an|teilten; An|leijtung An|neigret (w. Vorn.) an|ord|nen; Anlordinung
An|lemjbeiruf; ander nen; jmdn. -; anjnehm bar; an neh|men; vgl. an­ an|or ga nisch gr. (unbelebt); -e
das habe ich mir angelernt (ugs.); genommen; an|nehm|lich; An­ Chemie, Natur
An|lemjling; Anlernzeit nehmlichkeit anor|mal mlat. (regelwidrig, un­
an| leisen an|nek|tie|ren lat. (sich [gewalt­ gewöhnlich, krankhaft)
an|lie|fem sam] aneignen) An|or|thjt gr. (ein Mineral) m\ -s
an lie gen; eng am Körper -; vgl. An|ne|l]|den lat. (Ringelwürmer) Anouilh [anuj] (fr. Dramatiker)
angelegen; An|liejgen (Wunsch) Mehrz. an|packen [Trenn.: ...pak|ken]
s; -s, -; anliegend (Kaufmanns- An|ne|liese, An|ne|lo|re, Anine_ An pad deln (jährl. Beginn des
spr.); - (anbei, hiermit) der Be­ malrie, An|ne ro|se; T R 194 (w. Paddelsports) s; -s
richt; An|lie|ger(Anwohner); An­ Vom.) anpasisen; An pas sung w; -, (sel­
liegerstaat (Mehrz. ...Staaten), An|net|te (w. Vorn.) ten:) -en; an pas sungs fä hig
...ver|kehr An|nex lat. (Zubehör; Anhängsel) an|peilen
anj Heiken (Seemannsspr.: das m\ es, -e; An ne|xiion ([gewaltsa­ an|pfei|fen (ugs. auch Für: heftig
Liek an einem Segel befestigen) me] Aneignung); An|ne|xio|njs- tadeln); An pfiff
anllocken [Trenn.: ...lok|ken] mus (Bestrebungen, eine Anne­ anipflanlzen; An pflan zung
an|lö|ten xion herbeizuführen) m\ - an|pflau men (ugs. für: necken,
an! lü! gen An j ni, Än| ni (Koseformen von An­ verspotten); An|pflaujmelrei
an lu ven [..Auf...] (Seemannsspr.; na) an picken [Trenn.: ...pik|ken]
Winkel zwischen Kurs u. Wind­ An|ni|ver|sar lat. [...war...] s\ -s, -e österr. ugs. (ankleben)
richtung verkleinern) u. An ni|ver|sa|riium (kath. Kir­ an I pöbeln (in ungebührlicher
Anm. = Anmerkung che: Jahrgedächtnis, bes. Für ei­ Weise belästigen)

5 Dl. 17. A.
Anprall 130

An|prall; an pral len An|sa|ger (früher für: Rundfunk­ anjschu|hen ([Schäfte] mit neuen
an|pran|gern; ich prangere an (t R sprecher) Schuhen versehen)
327); Anlpranlg^rung an sam meln; An Samm lung an|schul di|gen; An|schul|di|gung
anlprei en (Seemannsspr.); die Be­ an|säs|sig; An|säs|sig|keit w; - Xnjschuß (Jägerspr.)
satzung eines anderen Schiffes - An|satz; Ansatzpunkt, ...rohr anjschwärlzen (ugs. auch für: ver­
(anrufen) (Phonetik), ...stück leumden)
anjprei|sen; Anipreilsung an | sau gen an | schwei | ßen
An|proibe; anjpro|ben; anprobie- an|säu|seln; ich säusele mir einen fan| schwell len; der Strom schwillt
ren an (ugs. für: betrinke mich an, war angeschwollen; vgl.
an pum pen (ugs.); jmdn. - (sich leicht); vgl. angesäuselt 'schwellen; 2an|schwell len; der
von ihm Geld leihen) Ans Ibach (Stadt in Mittelfranken) Regen hat die Flüsse ange­
an|quas|seln (ugs. für: ungeniert an|schaf|fen (bayr., österr. auch: schwellt; vgl. 2schwellen; An­
ansprechen) anordnen); vgl. 1 schaffen; An­ schwel lung
anlquat|schen (ugs. für: ohne schaffung; An; schaf|fungs| ko­ an|schwem|men; Anschwem mung
Hemmungen ansprechen) sten Mehrz. an schwinjdeln
anirai|nen; Anjrai|ner (Rechtsspr., anschäf ten; Pflanzen - (veredeln); Anjse geln (jährl. Beginn des Se-
auch österr.: Anlieger, Grenz­ Stiefel - (mit einem Schaft verse­ gel[flug]sports) s: -s
nachbar); An jrai|ner[staat hen) ansehen; vgl. angesehen; Anise­
An rand landsch. [Sportspr.] (ver­ an|schau|en; an | schau | lieh; An­ hen s: -s; ohne - der Person (ge­
stärkter Anlauf) m; -s schau | lieh j keit w; -; Anschauung; recht); an|sehn|lich; An|sehn|lich-
an ran zen (ugs. für: hart anfah- An|schau ungsanateriial, ...un­ keit w: -
ren); du ranzt (ranzest) an; An­ ter rieht anseilen; sich -
ran !zer (ugs.) An|schein m; -[e]s; allem, dem - an sein (ugs.); das Licht ist an, ist i
an|ra|ten; An|ra|ten s: -s; auf - nach; an scheinend; vgl. schein­ angewesen, aber: ..., daß das
an rau hen; angerauht bar Licht an ist, war
an[rech|nen; das rechne ich dir an|schei|ßen (derb für: heftig ta­ An|selm (m. Vorn.); vgl. Anshelm;
hoch an; An|rech|nung; (Pa- deln) An|sel|ma (w. Vom.)
pierdt.:) in - bringen, dafür bes­ an|schicken [Trenn.: ...schik|ken], an|set|zen; am oberen Ende -,
ser: anrechnen sich aber (Wen/.): an die Hose -
Anirecht; Anjrecht|ler; An|rechts- an|schie ben Ans gar (m. Vom.); Ans|helm (äl­
kar|te anschie ßen tere Form von: Anselm)
An|re|de; AnredeJall m (für Vo­ an schir ren; ein Pferd - An|sicht w\ -, -en; meiner - nach
kativ), ...fürjwort (z. B. du. Sie); An | sch iß (derb für: heftiger Tadel) (Abk.: m. A. n.); an|sich|tig; mit
an!re|den; jmdn. mit Sie, Du - Anschlag; an schla gen; das Essen Wesf.: des Gebirges - werden
anlregen; anjrejgend; -ste; Anle­ schlägt an; er hat angeschlagen (geh.); AnjsichtsJcar|te, ...sa|che,
gung; An re gungs mii tel s (südd., österr.: das Faß angesto­ ...sen düng
an rei chem; ich reichere an (t R chen, angezapft); An|schlä|ger an|sie|deln; An sie de lung. An-
327); An|reijche|rung (Bergmannsspr.); anschläjgig siedjlung; An^siedjler, ...siedjle-
an|rei|hen; an rei hend (für: kopu­ landsch. (schlau, geschickt); An- rin (w; -, -nen)
lativ) schlag|säu|le An sin nen s; -s, -; ein - an jmdn.
An|rei|se; an rei sen; An rei|se tag an schlei eben; sich - stellen
an rei ßen; An|rei|ßer (Vorzeich­ 'an|schlei|fen; er hat das Messer An|sitz (Jägerspr.; österr. auch: re­
ner in Metallindustrie und angeschliffen (ein wenig scharf präsentativer Wohnsitz)
Tischlerei; aufdringlicher Kun­ geschliffen); vgl. 'schleifen; ’an- an|sonst Schweiz., österr. (ande­
denwerber); an | rei |ße Irisch schlei|fen; er hat den Sack ange­ renfalls); an|son|sten (im übrigen,
(marktschreierisch; aufdring­ schleift (ugs. für: schleifend her­ anderenfalls)
lich) angezogen); vgl. 2schleifen an|span|nen; An spän ner landsch.
An|reiz; anjreizen an | schlief ßen; an schlie ßend; An­ (Geschirrführer); An|span|nung
an rem peln (ugs:); An|rem|pelung, schluß; im - an die Versammlung; an!spa ren
An remp lung AnscblulLkabel, ...strecke anlspei en; jmdn. - (anspucken)
anrenlnen [Trenn.: ...strek|ke] An'spiel (Sportspr.) 5; -[e]s; an»
An|rich|te w; -, -n; an|rich|ten; An- an schmei cheln, sich spie|len; An spie lung
rich|te|tisch an|schmie|gen, sich; an|schmieg- an|spin|nen
An|riß (Technik: Vorzeichnung; sam; An|schmieg|sam|keit w: - an spit zen
Sport: kräftiges Durchziehen zu an|schmie ren (ugs. auch für: be­ Anispom m; -[e]s; an spor nen
Beginn eines Ruderschlages) m\ trügen) An|spra|che; an spre chen; an spre­
...isses, ...isse an|schmut|zen; angeschmutzt chend: am -sten (t R 134)
an rü chig: An rü chig keit an|schnall len an|sprin|gen
an|rucken [Trenn.'. ...ruk|ken] (mit an|schnau!zen (ugs. für: grob ta­ an|sprit|zen
einem Ruck anfahren); an rücken deln); An|schnau|zer (ugs.) Anspruch; anspruchslos; -este
[Trenn.: ...rük|ken] (in einer For­ an|schnei|den; Anjschnitt (t R 292); An|spruchs|lo|sig|keit
mation näherkommen) An|schop pung (Med.: vermehrte w; -; an spruchs | voll
An| rudern (jährl. Beginn des Ru­ Ansammlung von Blut in den An | sprung
dersports) s\ -s Kapillaren) anjspucken'
Anjruf; an rujfen; An ru fung An|scho|vis gr. [...wiß\ ([gesalzene] an spü len; An|spü|lung
an|rüh|ren kleine Sardelle) w: anstacheln
ans; (t R 240 (an das); bis - Ende an schrau ben An|stalt w, -, -en; An|staltspr|zie-
An|sa|ge w, -, -n; an sa gen an|schrei|ben; An schrei ben; An­ hung (w; -), ...leilter m
an|sä|gen schrift; Anjschrif| ten | buch An | stand; keinen - an dem
131 antik

Vorhaben nehmen (geh. für: Ant a res gr. (ein Stern) /?/; - po mor phis mus (Vermensch­
keine Bedenken haben); (Jä- Ant arkitis gr. (Südpolgebiet) w; lichung [des Göttlichen]) tn: -,
gerspr.:) auf dem - stehen; an- -; ant ark tisch ...men; An thro po pha ge (Men­
stän dig; Anistän dig keit w; -; an- an ta sten schenfresser) /«; -n, -n (t R 268);
standsJial ber, ...los; An stands- antau chen österr. ugs. (anschie­ An thro po pha g]e (Menschen­
reigel ben; übertr.: sich mehr anstren­ fresserei) w; -; An throjpolpholbie
an Star ren gen) (Menschenscheu) >v; -; Anithro-
an statt;vgl.stattu. Statut R 141); An tälus (Gestalt der gr. Sage) poisoph (Vertreter der Anthropo­
anstatt daß (T R 62) An telat. (antikes Bauw.: vierecki­ sophie) tn: -en, -en (t R 268); An-
an stau en ger Wandpfeiler) »v; -, -n (meist thro po so phje („Menschenweis-
anstauinen Mehrz.) heit“; Lehre Rudolf Steiners) w;
an ste chen: ein Faß - (anzapfen) an te Chrj stum [na tum] lat. (ver- -; anthroposophisch; anlthro-
Anisteck är mel; an stecken1; vgl. alt. für: vor Christi Geburt, vor po zen trisch (den Menschen in
:stecken; an steckend1; -e Krank­ Christus; Abk.: a. Chr. [n.]) den Mittelpunkt stellend)
heit; An steck na del; An­ an;te da t]e ren lat. (veralt. für: an ti... gr. (gegen...); An'ti... (Ge­
steckung1; Ansteckungsgefahr1 [ein Schreiben] auf ein zukünfti­ gen...)
an ste hen (auch Bergmannsspr. ges. aber auch auf ein vergange­ Anlti al ko ho li ker gr.: arah.
von nutzbaren Mineralien; vor­ nes Datum ausstellen) [auch: anti..] (Alkoholgegner)
handen sein; österr. auch: wegen an te di lu via nisch lat. I...u7...] an ti[au!to ri tär gr.: lat. (sich ge­
eines Hindernisses nicht mehr (vorsintflutlich) gen [mißbrauchte] Autorität auf­
weiterkönnen); ich stehe nicht an Aniteil; - haben, nehmen; an tei- lehnend)
(habe keine Bedenken): es steht lig; An teil nah me w; -; Anjteil- Antibabypille, (auch:) Anti-Baby-
mir nicht an (es geziemt sich nicht schein; an teills] mä ßig Pille gr.: engl.: lat. [...bebi...] (ugs.
für mich); (Geol.:) anstehendes an te me ri di em lat. [- ...diätn) für ein hormonales Empfängnis­
(zutageliegendes) Gestein; auf (vormittags; Abk.: a. m.) verhütungsmittel)
jmdn. - (österr. für: angewiesen an temor tem lat. (Med.: kurz vor An tiibar ba rus gr. (ehern. Titel
sein) dem Tode; Abk.: a. m.) von Werken, die gegen sprachl.
an Stel le, (jetzt häufig:) an stel le An ten ne lat. (Vorrichtung zum Fehler u. Unreinheiten vorgin­
(T R 141); mit Wesf.: an Stelle Senden od. Empfangen elektro- gen) /«; -, ...ri
od. anstelle des Vaters; an Stelle magnet. Wellen; Fühlerder Glie­ An ti bio tiikum gr. (Med.: biolo­
od. anstelle von Worten; aber: dertiere) w; -, -n; An|tenjnen an- gischer Wirkstoff gegen Krank­
an die Stelle des Vaters ist der la ge heitserreger) 5; -s, ...ka
Vormund getreten An ten tem pel lat. (altgr. Tempel An ti bol scheiwjs mus gr.: russ.
an stel len;sich-: An stel le rei; an- mit Anten) aniti chamibrie ren fr. [...schatn-
stel lig (geschickt); Anistel lig- An te pen diium lat. (Verkleidung briren\ (im Vorzimmer warten;
keit w; -; An stel lung; An'stel- des Altarunterbaus) .v; -s, ...ien katzbuckeln, dienern)
lungs verltrag [.../'*’«] An|ti christ gr. [...kril.lt] (der Wi­
An stich (eines Fasses [Bier]) An the mi.on gr. ([altgr.] derchrist, Teufel) tn: -ls] u.
Anistieg tn: -le]s, -e Schmuckfries) s; -s, ...ien [.../*«]; (Gegner des Christentums:) tn:
an stie ren An thelre (Staubbeutel der Blü­ -en, -en (T R 268); an ti;Christ Iich
an|stiften; An stif ter; An Stiftung tenpflanzen) w; -, -n; Anjtho lo- anlti de mo kra|tisch gr. [auch: qn-
an|stim men g]e („Blumenlese“; [Gedicht]- ti...]
An stoß; - nehmen an etwas; an- sammlung; Auswahl) w: -, ...]en; An|ti dot s; -[e]s, -e u. An|t] do ton
sto ßen; An Stößer Schweiz. an tho Io gisch (ausgewählt) gr. (Med.: Gegengift) .9; -s, ...ta
(Grundstücksnachbar); anstö­ An thra cen, (auch:) An thra zen An^i dum ping geisetz gr.: engl.:
ßig; An'stö ßig keit gr. (aus Steinkohlenteer gewon­ dt. [...dqtnpitig...] (Verbot des
an strah len; An strah lung nene ehern. Verbindung) s; -s, -e; Dumpings)
an strän gen; ein Pferd - An thra zit (glänzende Steinkoh­ An|tiifa schjs musgr.; it. [auch: an-
an stre ben; an stre benslwert le)/«;-s,-e; an thra zjt far ben od. //...] (Gegnerschaft gegen Fa­
an|strei|chen; An strei eher ...far'big schismus und Nationalsozialis­
anistren gen; sich - (sehr bemü­ an|thro|poigen gr. (durch den mus [vor allem von den Kommu­
hen); einen Prozeß -; an stren­ Menschen beeinflußt, verur­ nisten zur Herbeiführung der
gend; An stren gung sacht); -e Faktoren; Anithrolpo- „Volksfront“ propagiert]); An­
An strich ge nie ([Lehre von der] Entste- ti falschist [auch: anti...] (Gegner
an|stücken [Trenn.: ...stük ken] hungdes Menschen) w; -; anjthro- des Faschismus); 1 R 268; an|ti-
An|sturm tn; -[e]s; an stürimen po|id (menschenähnlich); An- faischi stisch [auch: anti...]
an su chen; um etwas - (Papierdt.: throipoljden (Menschenaffen) Anlti|fou!ling gr.: engl, [äntifqu-
um etwas bitten); Anisu'chen (Pa­ Mehrz.: An thro po lo ge (Wis­ litig] (giftiger Anstrich fürden un­
pierdt.: förmliche Bitte; Gesuch) senschaftler auf dem Gebiet der ter Wasser befindlichen Teil des
s; -s, -; auf -: Anlsuicher Anthropologie) m: -n, -n (t R Schiffes, der pflanzl. u. tier. Be­
Ant'agoinis mus gr. (Widerstreit; 268); An throlpo'lolgje (Men­ wuchs verhindert) .v; -s
Gegensatz)/«;-, ...men; Antiago- schenkunde, Geschichte der An tilgen gr. (artfremder Eiweiß­
njst (Gegner); t R 268; ant;agO|nj- Menschenrassen) w: -; anithro- stoff, der im Körper die Bildung
stisch; -ste (T R 294) po|lo gisch; An|throlpo:me trje von Abwehrstoffen gegen sich
anltail'lieren (Schneiderei: mit (Lehre von den Maßverhältnis­ selbst bewirkt) s\ -s, -e
leichter Taille versehen); leicht, sen des menschl. Körpers) vr; -; Antjlgone (gr. Sagengestalt,
modisch antailliert an|throlpo!meitrisch; amthrolpo- Tochter des Ödipus)
morph, an thro po'moriphisch anltik lat. (altertümlich: dem
1 Trenn.: ...k|k... (menschlich gestaltet); An thro- klass. Altertum angehörend);
Antike 132

An|ti|ke (das klass. Altertum u. An t| qua lat. (Lateinschrift) w; -; an| treffen


seine Kultur) w; - u. (antikes Antiquar (Händler mit Altertü­ an|treiben; An|trei|ber; Antrei­
Kunstwerk:) w; -n (meist mern, mit alten Büchern) m; -s, bung
Mehrz.y, Antjkensammlung; -e; An|ti|qua|rijat (Altbuchhand­ anjtrenjzen; sich - (österr. ugs. für:
an|ti kisch (der Antike nachstre-' lung, Altbuchhandel) s; -[e]s, -e; sich bekleckern)
bend); an ti ki sielren (nach der an|ti|quaI risch; An|ti|qua|schrift; an|tre|ten
Art der Antike gestalten; alten anjtilqujert (veraltet; altertüm­ Antrieb; An|triebs~kraft, ...schei­
Geschmack nachahmen) lich); An|ti!quiert|heit; Antiqui­ be, ...sy|stem, ...wel|le
an|ti|kle|ri|kal gr. [auch: anti...] tät (Altertümliches; Kunstwer­ antrinken; sich einen - (ugs.)
(kirchenfeindlich); An|ti|kle|ri- ke, Möbel, Münzen u. a.) w; -, Antritt; Antritts^beisuch, ...re|de
ka|lis mus -en (meist Mehrz.); Antiquitä- anjtun; jmdm. etwas -; sich etwas
An|tijklj max gr. (Rhet., Stilk.: tenJhan del, ...sammiler - (österr. auch: sich sehr bemü­
Übergang vom stärkeren zum An|ti|[ra|ke|ten|]ra;ke|te hen; österr. ugs.: sich über etwas
schwächeren Ausdruck) An|tijseimit (Judengegner); anjti- [grundlos] aufregen)
an|ti|kli|nal gr. (sattelförmig [von se mi|tisch; An ti se mi tis mus Antw. = Antwort
geol. Falten]); An|ti|klijna!le m; - Ant|wer pen (belg. Stadt)
(Geol.: Sattel) w; -n An|ti|sep sis, An|tisep|tik gr. Ant|wort (Abk.: Antw.) w; -, -en;
Antiklopf mittel (Zusatz zu Ver­ (Med.: Vernichtung von Krank­ um [od. Um] - wird gebeten
gaserkraftstoffen) 5 heitskeimen [bes. in Wunden]) w; (Abk.: u. [od. U.] A. w. g.); ant­
an]ti kon zep tio nell gr.; lat. -; .An ti sep ti kum (keimtötendes worten; ant|wort|lieh; - Ihres
[...z/o...] (die Empfängnis verhü­ Mittel [bes. bei der Wund­ Briefes (Papierdt.: auf Ihren
tend) behandlung]) s; -s, ...ka; an|ti|sep- Brief); Ant|wort schein (Postw.)
An|ti;köriper (Abwehrstoffe im tisch an und für sjch [auch: anundfur-
Blut gegen artfremde Eiweiße) an|ti|spa stisch (Med. für: sich]
Mehrz. krampflösend) Anlune gr. (Med.: Versagen der
An ti kri tik gr. [auch: anti...] (Er­ An|tjjstes lat. (kath. Kirche: Eh­ Harnausscheidung) w; -, ..den
widerung auf eine Kritik) rentitel für Bischof u. Abt; früher Anus lat. (After) m; -, Ani
Anjtjl(len (westind. Inselgruppe) Titel des reformierten Oberpfar­ an|ver(trau!en; jmdm. einen Brief
Mehrz. rers in der Schweiz) m; -, ...stites -; sich jmdm. -; ich vertrau[t]e
An|tijlolpe fr. (ein Huftier) w; An|ti|stro phe gr. [auch: anti...] an, (seltener:) ich anvertrau[t]e;
-n (Gegenstrophe im antiken gr. anvertraut; anzuvertrauen
An|tijma|chia|vell gr.; it. [...makia- Drama) an|ver|wanldeln; sich etwas -; An-
wät] (Schrift Friedrichs d. Gr. ge­ Anjti|the|se gr. [auch: anti...] (ent­ ver wand Jung
gen Machiavelli) m; -s gegengesetzte Behauptung); An- Anlverjwandlte m u. w; -n, -n (t R
an ti meltajphy sisch gr. (der Me­ ti'thetik w; -; an ti the tisch 287 ff.)
taphysik entgegengesetzt) An|ti|to|xin gr. (Med. für: Gegen­ an|vi!sie|ren
An|ti|mon arab. [österr.: anti...] gift) Anw. = Anweisung
(ehern. Grundstoff, Metall; Zei­ an|ti|zi|pan|do lat. (Kaufmanns- an|wachsen
chen: Sb [vgl. Stibiuml) s; -s spr. veralt. für: vorwegnehmend, an wäh len (Femsprechwesen)
anti mon ar chisch gr. [auch: an­ im voraus); An'tijzi|pa|ti,!on Anjwalt m; -[e]s, ...wälte; Anwäl-
ti...] (der Monarchie feindlich) [...ziori] („Vorwegnahme“, z. B. tin w; -, -nen; Aniwaltlschaft w;
An|ti|nojmje gr. (Widerspruch ei­ von Tönen eines folgenden Ak­ -, (selten.) -en; An!walts|kam|mer
nes Satzes in sich oder zweier gül­ kords); an ti|zi|p]e|ren an wandeln; An|wan|de|lung, (häu­
tiger Sätze) w; -, ...ien antizy klisch [auch: ...zu..., an­ figer:) An|wand|lung
Antino us (schöner gr. Jüngling) ti...] (einem Konjunkturzustand anjwärjmen
anjtio|che!nisch [...-eke...]; Anjtio- entgegenwirkend); An|tijzy|klo- An~wär|ter, ... wart | schaft (w; -,
chia [auch: ...«kia] (altsyr. Stadt); ne [auch: anti...] (Meteor.: Hoch­ [selten:] -en)
An|tio|chi|en [.../*«] (mittelalterl. druckgebiet) an|wei sen; Geld -; vgl. angewie­
Patriarchat in Kleinasien); An- Ant | je (w. Vom.) sen; Anweisung (Abk.: Anw.)
tioichier [.../V]; An|tio|chos, An- Ant[litz s; -es, (selten:) -e an|wend|bar; An wend|bar keit w;
tjo ehus (m. Eigenname) Anitoijnette [angtoanät] (w. -; anwenden; ich wandte od.
An|ti pa thje gr. (Abneigung; Wi­ Vom.); Anjton (m. Vom.) wendete die Regel an, habe ange­
derwille) w; -, ..den; an|ti|pa- an|tö|nen Schweiz, (andeuten) wandt od. angewendet; die an­
thisch; -ste (t R 294) An|to|nia, Anjto|nie [.../*] (w. gewandte od. angewendete Re­
An|ti|phon gr. (liturg. Wechselge­ Vom.); An|to|n]|nus Pijus (röm. gel; vgl. angewandt; An|wen|dung
sang) w; -, -en; An|ti|pho|na|le s; Kaiser); Anjto|ni!us (röm. m. Ei- an|wer ben; An|wer|bung
-s, ...lien u. Amtf pho|nar (Samm­ genn.; Heiliger) an|werifen
lung von Wechselgesängen) s; -s, Antlonym gr. (Sprachw.: Gegeh- Aniwert bayr., österr. (Wertschät­
-ien [...i'/i]; Anjti|pho|n]e (anti- [satzlwort, Oppositionswort, zung) m; -[e]s; - finden
phonische Singweise) w; ...ien; Wort mit entgegengesetzter Be­ Anlwe|sen (Grundstück [mit
an!ti|phpinisch deutung, z. B. „gesund-krank“) Wohnhaus, Stall usw.]); aniwe-
An|ti|po|de gr. (auf dem gegen­ s; -s, -e send; Anjwejsende m u. w; -n, -n
überliegenden Punkt der Erde An trag m; -[e]s, ...träge; einen - (1 R 287 ff.); Aniwe|sen|heit vr; -;
wohnender Mensch; übertr.: auf (österr. auch: über) etwas An|welsen|heits|li|ste
Gegner) m; -n, -n (t R 268) stellen; an|trajgen; An|trags|for- an|wi|dern; es widert mich an
an|tip|pen muilar; antragsgemäß; Antrag­ an|win kein
An|ti|pyjre|ti|kum gr. (fiebersen­ steller An|woh ner
kendes Mittel) s; -s, ...ka; An|ti- an|trai|nie|ren An | wuchs
py|rin® (ein Fiebermittel) s; -s an trau en; angetraut An wurf
133 Apollo

an|wurfzeln; vgl. angewurzelt Apa|che [apatsche u. apaehe] (An­ Aphelianjdra gr. (eine Pflanzen­
Antzahlwi-ieine-gutefr] Freunde; gehöriger eines Indianerstam­ gattung; z. T. beliebte Zierpflan­
an|zah|len; Anlzah lung; An|zah- mes; [nur: apaehe:\ Verbrecher, zen) w; ...dren
lungs|sum me Zuhälter [in Paris]) m: -n, -n (t R Aphon ge! triel be gr.; dt. (geräusch­
an|zapjfen; An|zap fung 268) armes Schaltgetriebe); Apho|nie
An|zei|chen ap'agoigisch gr.: -er (indirekter) gr. (Med.: Stimmlosigkeit, Flü­
an! zeichnen Beweis sterstimme) w: -, ..den
Afizeijge w; -n; an zei|gen; An- Apa[na|ge fr. [apanasehe] (Jahr­ Apho|rjstmus gr. (Gedankensplit­
zei|ge[n]|blatt; Än|zeijgenlteil; geld; Abfindung; regelmäßige ter; geistreicher, knapp formu­
An|zeiigeipfllcht;anjzeiige| pflich­ finanzielle Zuwendung an einen lierter Gedanke) m: -, ...men;
tig; -e Krankheit; Anizei|ger nichtregierenden Fürsten) aphoristisch
An|zel|ten (jährl. Beginn des Zel­ apart/r. (geschmackvoll, reizvoll); Aphro dijsia kum gr. (den Ge­
tens u. des Campings) s; -s Apart|be|stel:lung (Buchhandel: schlechtstrieb anregendes Mit­
An[zenjgru|ber (österr. Schriftstel­ Einzelbestellung [eines Heftes tel) s: -s, ...ka; aphro'dilsisch (auf
ler) oder Bandes aus einer Reihe]); Aphrodite bezüglich; den Ge­
an|zet|teln (ugs.); Anizetlteiler, 'Aparjte (Reizvolles) s\ -n (t R schlechtstrieb steigernd); Aphro-
Anizettjler; Anzettelung, An­ 287 ff); 2Apar|te (Theater veralt.: d]|te (gr. Göttin der Liebe);
zettlung beiseite Gesprochenes) s\ -[s], -s; aphro Id] [tisch
an zieihen; sich -; an zie hend; An­ Apart |heid afrikaans (völlige Aphithe gr. (Med.: [schmerzhaf­
ziehung; An|zie!hungs|kraft w Trennung zwischen Weißen u. tes] kleines Geschwür der Mund­
an|zie|len (zum Ziel haben) Farbigen in der Republik Süd­ schleimhaut) w: -, -n (meist
an|zi[schen afrika) w: -; Apartlment engl. Mehrz.): Aph|then|seu|che
rAn[zucht (Bergmannsspr.: Ab­ [epartment] (Kleinstwohnung [in (Maul- u. Klauenseuche)
wassergraben) w; ...züchte meist luxuriösem Mietshaus]) s: apilkal lat. (den Apex betreffend)
2An|zucht (junger Anwuchs) w; -; -s, -s; vgl. Appartement; Apart- Apis (heiliger Stier der alten Ägyp­
An|zuchtgarjten ment haus ter) m: -, Apisstiere
Anzug (Schweiz, auch; [Bettbe­ Apaithie gr. (Teilnahmslosigkeit) Api zes {Mehrz. von: Apex)
zug, Überzug; Schweiz. [Basel] w; -, (selten:) ...ien; apajthisch; apl. = außerplanmäßig
auch: Antrag [im Parlament]); es -ste (T R 294) Aplalnat gr. (ein fotogr. Linsen­
ist Gefahr im -; an züg lieh; An- Apaltit gr. (ein Mineral) m: s, -e system) m: -s, -e; apla na|tisch
züg lieh keit; An|zugsikraft; An- Apeljles (altgr. Maler) Aplomb/r. [aplang] (veralt. für: Si­
zugtstoff; An|zugsIverjmöi gen Apeninjn/n;-s, (auch:) Apen'ni|nen cherheit im Auftreten, Nach­
an zün den; An zünder; Anjzün- (Gebirge in Italien) Mehrz.: druck; Abfangen einer Bewe­
dung Apen'n] nen halb in sei w; -; apen- gung im Ballettanz) m: -s
an|zwecken [Trenn/. ...zwekiken] rnnisch, aber (TR 198): die APO, (auch.) Apo (außerparla­
anjzweiifeln; An zwei|fe|lung, An- Apenninische Halbinsel mentarische Opposition) w; -
zweifi lung aper südd., Schweiz., österr. Apotchro mat gr. [apokromat] (ein
ao., a. o. [Prof.] = außerordent­ (schneefrei); -e Wiesen fotogr. Linsensystem) m: -s, -e;
lich [er Professor] Apercu fr. [apärßü] (geistreicher apo chro maltisch
AOA engl. [e'oue‘] = American Einfall) s: -s, -s apo dik tisch gr. (unwiderleglich,
Overseas Airlines [emäriken öu- Apelri|t]f fr. (appetitanregendes sicher: keinen Widerspruch dul­
werßis ärlains] (amerik. Übersee- alkohol. Getränk) m: -s, -s dend); -ste (T R 294)
Luftlinien) apem [zu: aper] südd., Schweiz., Apo'gäjum gr. (Punkt der größten
AOK = Allgemeine Ortskranken­ österr. (schneefrei werden); es Erdferneres Mondes]; Ggs.: Pe­
kasse apert (taut) rigäum) s; -s, ...äen
Äojli|en [.../'«] (antike Landschaft Aper|tur lat. (Öffnungsverhältnis, Apo'kadypjse gr. (Schrift über das
an der Nordwestküste von das die Leistung eines optischen Weitende, bes. die Offenbarung
Kleinasien); Äollijer [.../V]; 'äo­ Systems angibt) w: -, -en des Johannes; Unheil, Grauen)
lisch [zu Äolien]; -er Dialekt; -e Apex lat. (Astron.: Zielpunkt ei­ w; -, -n; apoka lyptisch, aber
Tonart; -e Versmaße; Äolische nes Gestirns; Sprachw.: Zeichen (T R 224): die Apokalyptischen
Inseln vgl. Liparische Inseln; 2äo- zur Bezeichnung langer Vokale, Reiter
lisch [zu: Äolus] (durch Windein­ z.B. ä od. ä) m: -, Apizes Apoiko|pe gr. [...pe\ (Sprachw.:
wirkung entstanden); -e Sedi­ Ap|fel m: -s, Äpfel; Ap|fel|baum; Abfall eines Auslauts, einer aus­
mente; Äolsiharjfe ("Windharfe); Äplfeljchen; ap;fel för|mig; Ap­ lautenden Silbe,z. B. ,,hatt’“ für:
Äojlus (gr. Windgott) felunost, ...mus, ...saft, ...Schim­ „hatte“) w; -, ...kopen; apo|ko-
Äon gr. (Zeitraum, Weltalter; mel (vgl. 2Schimmel); Aplfellsüne pjefren
Ewigkeit) m\ -s, -en (meist w; -, -n; Ap!fel|s]|nen!schajle; Ap- Apoikryph gr. [...krüf\ (nicht
Mehrz.): äo nenjlang feLstruldel, ...wein, ...wickiler anerkannte Schrift [der Bibel]) s:
Ao|r|st gr. (Sprachw.: eine Zeit­ (ein Kleinschmetterling) -s, -en (meist Mehrz.): apo|kryph
form, bes. im Griechischen) m: Aph|äre|se, Aph]äre|sis gr. Apol[da (Stadt in Thüringen)
-[e]s, -e (Sprachw.: Abfall eines Anlauts, apolitisch gr. (unpolitisch, der
Aor|ta gr. (Hauptschlagader) w; einer anlautenden Silbe, z.B. ’s Politik gegenüber gleichgültig)
-, ...ten; Aor|ten|klap|pe; Aortial- für: „es“) w; -, ...resen Apgll (geh., dicht, für: 'Apollo);
gje (Aortenschmerz) w, -, ...ien Aphalsje gr. (Philos.: Urteilsent­ Apol'li|natris (Heiliger); apolüi-
AP = Associated Press haltung; Med.: Verlust des nisch (in der Art Apollos; harmo­
APA = Austria Presse Agentur Sprechvermögens) w; -, ...ien nisch, ausgeglichen, maßvoll);
(so die von den Richtlinien der Aph|el gr. [afet\ (Punkt der größten 'Apol|lo (gr.-röm. Gott [der
Rechtschreibung abweichende Sonnenferne eines Planeten; Dichtkunst]); 2Apol|lo (ein
Schreibung) Ggs.: Perihel) s; -s, -e Schmetterling) m: -s, -s; 3Apolilo
Apollon 134

(Bez. für ein amerik. Raumfahrt­ Vorrichtung technischer Art) nv, Ap|pli|ka|ti|on lat. [...zion] (An­
programm, das die Landung -[e]s, -e; ap|pa'ra|tiv (den Appa­ wendung; Med.: Verabreichung
bemannter Raumfahrzeuge auf rat [ebau] betreffend); -e Diagno­ [von Heilmitteln]; Textilindu­
dem Mond zum Ziel hatte); Apol­ stik; Ap| paj rat | schik (Funktionär strie: aufgenähte Verzierung an
lon vgl. 'Apollo; Apol|lo|nia (w. im Staats- u. Parteiapparat tota­ Geweben); ap|pli|z]e!ren
Vorn.); Apoljlo|ni|us (m. Vom.); litärer Staaten des Ostens, der ap|port!//\ ([Anruf an den Hund:]
Apol|lo-Raumlschiff (vgl. 3Apol- Weisungen u. Maßnahmen büro­ bring es her!); Ap|port (Herbei­
lo) kratisch durchzusetzen sucht) m\ bringen; Zugebrachtes; veralt.
Apo log gr. (veralt. für: Lehrfabel) -s, -s; Ap paira tyr (Gesamtanla­ für: Sacheinlage [bei Kapitalge­
nv, -s, -e; Apo|lo|get (Verfechter, ge von Apparaten) w; -, -en sellschaften]) nv, -s, -e; ap|porjtie-
Verteidiger) nv, -en, -en (t R 268); Ap| par| tej ment fr. [...mang, ren; Apjportl österr. ugs. (gewor­
Apo|lo|ge|tik (Verteidigung der Schweiz.: ...mänt] (komfortable fener und vom Hund zurückge­
christl. Lehren) w, -, -en; apollo­ Wohnung, Zimmerflucht; auch brachter Gegenstand) si -s, -n
geltisch; Apo|lo|gie (Verteidi- für: Apartment) s\ -s, -s Ap|po|si|ti|on lat. [...zion]
gungisrede, -schrift]) w, -, ...ien (Schweiz.: -e); Ap'parltelment- (Sprachw.: haupt- od. fürwörtl.
Apo|phthegma gr. (Aus-, Sinn­ haus Beifügung, meist im gleichen Fall
spruch) s: -s, ...men u. ...mata Ap pas sio na ta it. (eine Klavier­ wie das Bezugswort, z. B. der
Apo|phy|se gr. (Knochenfortsatz) sonate von Beethoven) w, - große Forscher, „Mitglied der
w; -, -n Ap|peal engl. [epil] (Anziehungs­ Akademie ...“; einem Mann wie
Apo|pleklti|ker gr. (zu Schlagan­ kraft, Ausstrahlung) nv, -s; Ap­ „ihm“); apjpo|si|tio|nell
fällen Neigender; an den Folgen pell fr. (Aufruf; Mahnruf; Mi­ Ap|pre|teur fr. [...tör] (Zurichter,
eines Schlaganfalls Leidender); litär: Antreten zur Befehls­ Ausrüster [von Geweben]) nv, -s,
apo'plekjtisch; Apo|ple|xje ausgabe usw.) nv, -s, -e; appella- -e; ap|preitie|ren ([Gewebe] zu­
(Schlaganfall) w, -, ...ien bel (veralt. für: anfechtbar); ...a- richten, ausrüsten); Apjpre|tur
Apo|r|e gr. (Unmöglichkeit, eine ble Rechtssache; Ap|pel|lant lat. lat. ([Gewebejzurichtung, -Ver­
philos. Frage zu lösen; allg. (veralt. für: Berufungskläger) nv, edelung) w, -, -en
übertr.: relative Unmöglichkeit, -en, -en (t R 268); Aplpel|lat (ver­ Aplproiba!ti|on/ar. [...zion] (staatl.
eine richtige Entscheidung zu alt. für: Berufungsbeklagter) m: Zulassung als Arzt od. Apothe­
treffen od. eine passende Lösung -en, -en (t R 268); Ap|pel|la|ti|on ker); ap pro|bie|ren; approbierter
zu Finden) w\ -, ...ien [...zion] (veralt. für: Berufung); Arzt
Apo|sta|siegr. (Abfall [vom Glau­ Ap|pel|la|ti|ons|ge|rieht; Aplpel- Ap|pro]xijma|tiion lat. [...zion]
ben]) w; -, ...ien; Apo|stat (Ab­ la|t]v (Sprachw.: Gattungsname, (Annäherung); apjpro|xi|ma|tiv
trünniger) nv, -en, -en (T R 268) Wort, das eine Gattung gleich­ (annähernd, ungefähr)
Apo|stel gr. m; -s, - gearteter Dinge od. Wesen u. zu­ Apr. = April
a po|ste|rio|ri lat. (aus der Wahr­ gleich jedes einzelne Wesen od. Apres-Ski//-.; norw. [apräschi] (be­
nehmung gewonnen, aus Erfah­ Ding dieser Gattung bezeichnet, queme Kleidung, die man nach
rung); Apo|ste|rio|ri (Erfah­ z. B. „Mensch“) s; -s. -e [...w*]; dem Schiläufen trägt) s: -; Aprfes-
rungssatz) s; -, -; apo|ste|rioIrisch appellieren (sich mahnend, Skj-Klei düng (f R 155)
(erfahrungsgemäß) beschwörend an jmdn. wenden; Apri|ko|se/at. w, -, -n; vgl. Marille;
Apo|stjlb gr. (photometr. Einheit veralt. für: Berufung einlegen); Apr i | ko | sen 1 mar | me | la | de
der Leuchtdichte; Zeichen: asb) Ap pell platz April lat. (vierter Monat im Jahr,
s; -s, - Ap pen|dix lat. (Anhängsel) nv, - Ostermond, Wandelmonat;
Äpo|sto|lat gr. (Apostelamt) s (auch: -es), ...dizes (auch: -e) u. Abk.: Apr.) nv, -[s] (T R 319),
(Theologie auch: m); -[e]s, -e; (Med.: Wurmfortsatz des Blind­ -e; ApriLscherz, ...tag, ...wet|ter
Apoisto|lükum (Apostolisches darms) w; -, ...dices (alltagsspr. a pri|ma vijsta it. [- - wißta] (Mu­
Glaubensbekenntnis) s; -s; apo­ auch: m, -, ...dizes) [...zäß]\ Ap­ sik: vom Blatt); vgl. a vista
stolisch (nach Art der Apostel; pen di zi tis (Entzündungder Ap­ a prio jri lat. (von der Wahrneh­
von den Aposteln ausgehend); pendix) w; -, ...itiden mungunabhängig, aus Vernunft­
die -e Sukzession; die -en Väter; Ap pen zell (Ort in der Schweiz); gründen; von vornherein); Aprio-
den -en Segen erteilen, aber (T R Appenzell Außerrhoden u. Ap­ ri (V emunftsatz) s; -, -; apriorisch
224): das Apostolische Glau­ penzell Innerrhoden (Halbkan­ (allein durch Denken gewonnen;
bensbekenntnis; die Apostoli­ tone in der Schweiz); Ap|pen|zel- aus Vernunftgründen [erschlos­
sche Majestät; der Apostolische ler (t R 199); ap|pen|zel| lisch sen]); Aprio|rjs|mus (philos. Leh­
Delegat, Nuntius, Stuhl Ap|per|zep|ti|on lat. [...zion] re, die eine von der Erfahrung
Apojstroph gr. (Auslassungszei­ (Psych.: bewußte Wahrneh­ unabhängige Erkenntnis an­
chen, Häkchen, z. B. in „hatt’“) mung); apiper|zi|pie!ren (bewußt nimmt) nv, -
m\ -s, -e; Apo|stro|phe [auch: apo- wahrnehmen) apro|pos fr. [apropo] (veraltend
ßtrofe] (feierliche Anrede) w, -, Ap|pejtenz lat. (Biol.: Trieb) w, -, für: nebenbei bemerkt; übrigens)
...ophen; apo|stro|phie|ren ([fei­ -en; Ap|pe|tenz|ver|hal|ten; Ap­ Ap|s||de gr. (Punkt der kleinsten
erlich] anreden; [jmdn.] nach­ petit nv, -[e]s, -e; ap|pe|t]t|an|re­ od. größten Entfernung eines
drücklich bezeichnen, sich [auf gend, aberd R 142): den Appetit Planeten von dem Gestirn, das
jmdn., etwas] beziehen); jmdn. anregend; ap pe|tit|lich; ap|pe|t|t- er umläuft; auch für: Apsis) w;
als primitiv -; Apo|stro|phie|rung los; Apjpelt|t|lo|sig;keit w; -; Ap- -, -n; Ap|sis gr. (halbrunde, auch
Apo!the|ke gr. w, -, -n; Apo|the|ker peltit[sLbröt|chen, ...happen vieleckige Altarnische; [halbrun­
Apoltheo|se gr. (Vergottung; Ver­ (ugs.); Ap|pe!tit|züg|ler (den Ap­ de] N ische im Zelt zur Aufnahme
klärung) w; -, -n petit zügelndes Medikament) von Gepäck u. a.) w, -, ...siden
Appalachen (nordamerik. Ge­ apiplau|die|ren lat. (Beifall klat­ Apu|li|en [...ien] (it. Region)
birge) Mehrz. schen); jmdm. -; Apjplaus (Bei- Aqua de|stil|la|ta lat. (destillier­
Ap|pa|rat lat. (größeres Gerät, I fall) nv, -es, (selten:) -e tes, chemisch reines_Wasser)s; --;
135 ' archetypisch

Aquäldukt (über eine Brücke ge­ araber] nr, -s, -; Ara bes|ke fr. DDR); Ar!bei|ter-Un fall|ver si­
führte antike Wasserleitung) nr, (PflanzenOrnament) w; -, -n; Ara- che! rungs ge setz (f R 152); Ar-
-[e]s, -e; Aqua kul tur (Bewirt­ bi|en [...ien]; ara|bisch; (T R 200:) beiUge|ber, ...nehmer; afbeit-
schaftung des Meeres, z. B. -es Vollblut;-eZiffern, aber (t R sam; Ar beitlsam|keit iv; -; Ar­
durch Muschelkulturen); Aqua­ 224): Arabische Republik Ägyp­ beitsamt, ...be Schaffung, ...be­
marin (ein Edelstein) m\ -s, -e; ten; die Vereinigte Arabische Re­ such (Politik), ...dijrek tor, ...es­
Aquanaut (jmd., der in einer Un­ publik (hist.); Arabisches Meer; sen (bes. Politik); aribeits|fä:hig;
terwasserstation die Umweltbe­ Arabische Legion, Liga; vgl. AribeitsJa higjkeit (w; -), ...feld,
dingungen in größerer Meeres­ deutsch; Ara bisch (eine Sprache) ...gang ni, ...ge mein schaft, ...ge-
tiefe erforscht) nr, -en, -en (T R s; -[sl; vgl. Deutsch; Aralbüsche richt, ...haus, ...kaimeirad, ...kli-
268); Aquaplaning lat:, engl, s; -n; vgl. Deutsche 5; arabi|sje- ma, ...kraft w, ...lohn; ar beitsjlos;
[...ple'ning] (das „Aufschwim­ ren; Ara|bjst (Wissenschaftler auf Aribeits lo se m u. w; -n, -n (t R
men“ der Reifen eines Kraftfahr­ dem Gebiet der Arabistik); T R 287ff.); Ar beitsjloisen Versiche­
zeugs auf aufgestautem Wasser 268; Ara bjjstik (Erforschung der rung w, -; Ar beitsJojsig keit (w;
einer regennassen Straße) s\ -[sl; arabischen Sprache u. Literatur) -), ...markt, ...platz, ...recht,
Aquarell it. (-fr.) (mit Wasserfar­ w; - ...stätite; ar beit[s]jsulchend; Ar-
ben gemaltes Bild) s; -s, -e; in Arach:n||den, Arach noüden gr. beit[s] su chen|de m u. w; -n, -n
- (Wasserfarben) malen; Aqua­ (Spinnentiere) Mehrz:, Arachjno- (T R287ff.); Ar beitstag; arjbeits-
rellfarbe; aqua reljlieIren (in lo|ge (Wissenschaftler auf dem täg lieh; Arbeitsteilung, ...un­
Wasserfarben malen); Aquaria­ Gebiet der Arachnologie) nr, -n, terbricht (method. Prinzip der
ner lat. (Aquarienliebhaber); -n (t R 268); Arachjno|lo;gje Unterrichtsgestaltung), ...Ver­
Aqua’ri|enjglas [,..ien...] (Mehrz. (Wissenschaft von den Spinnen­ hältnis; ar beits wil lig; Aribeits-
...gläser); Aqua|riium (Behälter tieren) w, - wil lilgem u. vv; -n, -n (t R 287ff.);
zur Pflege und Züchtung von Aragon (span. Schreibung für: Ar beits^zeit, ...zim mer
kleinen Wassertieren und -pflan­ Aragonien); Ara|go|nejse nr, -n, Aribi|tra ge fr. [arbitrgsehe]
zen; Gebäude für diese Zwecke) -n (t R 268), besser: Ara|go|ni|er (Schiedsgerichtsvereinbarung im
s\ -s, ...ien [..Jen]\ Aqua tel lat:, [.../V]; Ara gojni|en [.../*«] (hist. Handelsrecht; [Ausnutzung der]
fr. (Hotel mit luxuriös eingerich­ Provinz in Spanien); ara|go- Kursunterschiede an verschiede­
teten Hausbooten) s; -s, -s; Aqua- nisch; Ara'go nit (ein Mineral) m\ nen Börsen); aribijträr (nach Er­
tjn ta it. (ein Kupferstichverfah­ -s messen, willkürlich)
ren) w; -; aqua tisch lat. (dem Aral© (ein Kraftstoff) 5; -s Ariboiretum lat. (Bot.: Sammel-
Wasser angehörend, wässerig) Aralie [.../f] (trop. Pflanzengat­ pflanzung lebender Hölzer zu
Äqualtor/uf. („Gleicher“; größter tung) w, -, -n Studienzwecken) j; -s, ...ten
Breitenkreis) m; -s; äqualtolriial Arafsee (abflußloser See in Mit­ Arlbu se pers.-russ. (Wassermelo­
(unter dem Äquator befindlich); telasien) nr, -s ne) w, -, -n
Äquaitojrilal gui nea (Staat in Arajmäa („Hochland“; alter Na­ arc = Arkus
Afrika); Äqua tor tauife me für Syrien); Araimäler (Ange­ ARC - American Red Cross
Aqualvit lat. [akwawit] (ein höriger eines westsemit. Noma­ [emäriken räd kroß] (amerik. Ro­
Branntwein) m; -s, -e denvolkes) nr, -s, -; ara|mä isch; tes Kreuz)
Äqui|lijbrjs mus lat. (scholast. vgl. deutsch; Aramäisch (eine Ar'chai kum, Arlchäi kum gr. (äl­
Lehre vom Gleichgewicht der Sprache) s; -[s]; vgl. Deutsch; testes Zeitalter der Erdgeschich­
Motive des freien Willens) m; -; Araimäi sehe s: -n; vgl. Deutsche te) 5; -s; ar cha]isch (aus sehr frü­
Äquillilbrist, Hqui | li! brist fr. s her Zeit [stammend], altertüm­
(Gleichgewichtskünstler, bes. Aran cjini, Aran zjjni pers.-it. bes. lich); ar chä isch (das Archäikum
Seiltänzer); t R 268; äquilibri­ österr. (überzuckerteod. schoko­ betreffend); archaisieren (ar­
stisch, equi| lijbril stisch; äqui- ladenüberzogene gekochte chaische Formen verwenden; al-
nok ti al lat. [...ziat] (das Äqui­ Orangenschalen) Mehrz. tertümeln); Arlcha|js|mus (alter­
noktium betreffend); Äquilnok- Aranjjuiez [aranehuäß, span. Aus- tümliche Ausdrucksform, veral­
tiiallstürlme Mehrz:, Äquimoklti- spr.: arangehuäth] (span. Stadt) tetes Wort) nr, -, ...men; arichaj-
um (Tagundnachtgleiche) s: -s, Ärar lat. (Staatsschatz, -vermö­ stisch
...ien [,..ien] gen; österr. für: Fiskus) s; -s, -e Arjchan gelsk (nordruss. Stadt)
Aqui|tajnien [...ien] (hist. Land­ Ara|ra vgl. Ara Arjchäo lolgegr. (Wissenschaftler
schaft in Südwestfrankreich) Arairat [auch: ar...] (höchster Berg auf dem Gebiet der Archäologie,
äqui|va|lent lat. [...iwa...] (gleich­ der Türkei) nr, -[s] Altertumsforscher) nr, -n, -n (T R
wertig); Äquivalent (Gegen­ ära|risch lat. (zum Ärar gehörend; 268); Ar chäojlojgie (Altertums­
wert; Ausgleich) 5; -[e]s, -e; Äqui­ staatlich) kunde) w, -; ar chäo lo;gisch,
valenz (Gleichwertigkeit) w; -, Arau ka ner (chilen. u. argentin. a b e r (t R 224): das Deutsche Ar­
-en; äquivok [...wok] (mehrdeu­ Indianer); Araulkalrie [.../*] (ein chäologische Institut in Rom;
tig, doppelsinnig) Nadelbaum; Zimmertanne) w\ -, Ar|chäo ptejryx (ausgestorbene
'Arlat. (ein Flächenmaß; Zeichen: -n Vogelgattung) w (auch: m); -, -e
a) s (auch: in); -s, -e; drei - (t R Arazfzo (it. Bez. für einen Bildtep­ und ...pteryges [...gäß]
322) pich [aus Arras]) nr, -s, ...zzi Arjche lat. („Kasten“) w, -, -n; -
2Ar = ehern. Zeichen für: Argon Ar be (Nebenform von: Arve) Noah
Ara, Arajra Indian, (trop. Lang­ Ar!beit w, -, -en; ariheilten; Ar|bei­ Arjche typ [auch: ar...] nr, -s, -en
schwanzpapagei) nr, -s, -s ter; Aribei teruiieh ter, ...fraige; u. Ar che ty pus gr. (Urbild, Ur­
Ära lat. (Zeitalter, -rechnung) w, Arlbei teirinw; -, -nen; Ar'beijter- form; älteste erreichbare Gestalt
-, (selten:) Ären; christliche - rückifahr karite; Ar bei ter- [einerSchrift])/«; -, ...pen; arlche-
Aralbellla (w. Vom.) schaft w, -; Ar|bei!ter-und-Bau- tylpisch [auch: ar...] (dem Urbild,
Araber [auch: ar..:, Schweiz.: em-Fakul|tät(Abk.: ABF; in der der Urform entsprechend)
Archibald 136

Ar|chijbald (m. Vom.) an einer Sache finden; es ist kein Nicht jude, Angehöriger der
Ar[chLdia kon gr. (Titel von - an ihm nord. Rasse) m\ -s, -
Geistlichen [der anglikanischen Arjgand|bren|ner [argattg...-, nach Arijes lat. [ariäßi „Widder“] (ein
Kirche]), ...dia|ko|nat (Amt, dem Schweiz. Erfinder] (Gasring­ Sternbild) m\ -
Wohnung eines Archidiakons); brenner); T R 180 Arijma thia, (ökum.:) Ari|ma|täa
Ar|chi|man dnt (Ostkirche: Klo­ Ar|ge (Teufel) m\ -n (altpalästin. Ort)
stervorsteher) m\ -en, -en (t R Argentinien [...ien] (südamerik. Arijon (altgr. Sänger)
268) Staat); Ar|genjti|ni|er [...zV]; ar­ ariolso it. (Musik: liedmäßig [vor­
Ar|chi|me!des (altgr. Mathemati­ gentinisch; -e Literatur, aber getragen]); Ariojso (liedmäßiges
ker); ar|chi|me|disch; -e Spirale, (t R 198): die Argentinische Re­ Tonstück) s\ -s, -s u. ...si
aber (TR 179): Ar|chi|me|disch; publik; Ar|gen|dt (Silberglanz; Ariiost, Ario|sto (it. Dichter)
-es Prinzip, -er Punkt (Angel­ ehern. Silbersulfid) m: -s; Ar|gen- Ario|vist [...wißt] (Heerkönig der
punkt) tum (lat. Bez. für; Silber; Zeichen: Sweben)
Ar|chi|pel gr.-it. (Inselmeer, _ Ag) s; -[s] arisch [zu: Arier]; ari|sje|ren (na­
-gruppe) m; -s, -e; Ar|chi|tekt gr. Ärlger m\ -s; är ger lich; är|gern; tionalsoz.: in arischen Besitz
m; -en, -en (t R 268); Ar|chi|tek- ich ...ere (t R 327); sich über et­ überführen)
ten|bü|ro; Architek|to|nik (Wis­ was -; Ärlgerjnis^; ...nisses, ...nis- Ari|sti|des (athen. Staatsmann u.
senschaft der Baukunst [nur se; Arg!listn’;-;arg|li|stig; arg! los; Feldherr)
Einz.]: Bauart; planmäßiger Auf­ -este (T R 292); Arg|lo|sig|keit w; Ari|sto| geil ton vgl. Aristogiton;
bau) w, -, -en; ar|chi|tek|to|nisch Ari|sto|gi|ton (athen. Tyrannen­
(baulich; baukünstlerisch); Ar- Ar|go gr. (Name des Schiffes der mörder, Freund des Harmodius)
chi|tek tur (Baukunst; Baustil) w; Argonauten; ein Sternbild) w, - Ari|sto|krat gr. (Angehöriger des
-, -en; Ar chi|trav (antikes Bauw.: Ar|go|lis (gr. Landschaft) Adels; vornehmer Mensch) m\
Tragbalken) m\ -s, -e [...w*] Ar|gon gr. [auch: argon] (ehern. -en, -en (T R 268); Ari|sto|kra|tie
Ar|ch|v gr. (Urkundensammlung; Grundstoff, Edelgas; Zeichen: w; -, ...ien; ari|sto|kra|tisch; -ste
Titel wissenschaftlicher Zeit­ Ar) s; -s (T R 294)
schriften) s; -s, -e [...w*]; Ar|chi- Ar|go naut gr. (Held der gr. Sage; Ari|sto phajnes (athen. Lustspiel­
valli en [...walien] (Aktenstücke bes. Art des Tintenfisches) m\ -en, dichter); ari|sto|pha|nisch; von
[aus einem Archiv]) Mehrz.-, ar- -en (T R 268) -er Laune, aber (TR 179): Ari-
chi|va lisch (urkundlich); Archi­ Ar|gon|nen (fr. Gebirge) Mehrz. sto|pha|nisch; die -e Komödie
var (Archivbeamter) m\ -s, -e; ar- Ar got fr. [argo] (Bettler- u. Gau­ Ari|sto|te|les (altgr. Philosoph);
chi|v|e|ren (in ein Archiv aufneh­ nersprache, Rotwelsch, Slang, Aristoteles’ Schriften (TR 310);
men) Jargon [in Frankreich]) 5 od. m\ Ari|sto|te| II|ker (Anhänger der
Ar|chont gr. (höchster Beamter im -s, -s Lehre des Aristoteles); ari|sto|te-
alten Athen u. in anderen Städten Ar|gu|ment lat. (Beweistmittel, lisch, aber (T R 179): Ari|sto|te-
der Antike) m\ -en, -en (t R 268) -grund]) s: -[e]s, -e; Ar;gu|men|ta- lisch
Ar|cus vgl. Arkus tiion [...zion\ (Beweisführung); Arith|me|tikgr. [auch: ...tik] (Zah­
ARD = Arbeitsgemeinschaft der ar|gu|men|ta|tjv (Argumente be­ lenlehre, Rechnen mit Zahlen) w,
öffentlich-rechtlichen Rund­ treffend, auf Argumente bezüg­ -; Arith me|ti ker; arith|me|tisch
funkanstalten der Bundesrepu­ lich); ar|gu|men!tjelren (auf die Arithmetik bezüglich);
blik Deutschland ’Ar|gus (Riese der gr. Sage); 2Ar- -es Mittel (Durchschnittswert)
Ar|den|nen (Gebirge) Mehrz.-, Ar- gus (scharfer Wächter) nr, -, -se; Arhus (alexandrin. Presbyter)
deniner Wald (früher für: Arden­ Ar|gus|au|gen; T R 180 (scharfe, Ariz. = Arizona
nen) m; - -[e]s wachsame Augen) Mehrz.-, ar- Ari|zo|na (Staat in den USA;
Ar|dey [ardai) (gebirgiger Teil des gusläugig Abk.: Ariz.)
Sauerlandes) m; -s Arg|wohnm; -[e]s; arg|wöh|nen; ich Ark. = Arkansas
Are Schweiz. (’Ar) w; -, -n; Areial argwöhne; geargwöhnt; zu -; arg- Ar|ka de/r. (Bogen auf zwei Pfei­
([Boden]fläche, Gelände; wiüi|nisch; -ste (T R 294) lern od. Säulen) w; -, -n; Arka­
Schweiz, für: Grundstück) s; -s, Arhyth mie vgl. Arrhythmie den (Bogenreihe) Mehrz.
-e Arijadjne (gr. weibliche Sagenge­ Arjka|di|en [,..ien] (gr. Land­
Are|ka|nuß malai.-port.-, dt. stalt); Ari!ad|ne|fa|den (TR 180) schaft); Ar|ka|di|er [.../V]; arka­
(Frucht der Arekapalme) mi -s disch; -e Poesie (Hirten- u. Schä­
Ären {Mehrz. von: Ära) Aria|ner (Anhänger des Arianis­ ferdichtung)
Are | na lat. ([sandbestreuter] mus); aria|nisch; -e.Auffassung, Ar|kan|sas (Staat in den USA;
Kampfplatz; Sportplatz; Mane­ aber (TR 179): Aria|nisch; der Abk.; Ark.)
ge im Zirkus; österr. veraltend -e Streit; Aria|n|s|mus (Lehre des Ar|ka|num lat. (Geheimnis; Ge­
auch; Sommerbühne) w, -, ...nen Arius) m; - heimmittel) si -s, ...na
Areo| pag gr. (Gerichtshof im alten Ari|bert (m. Vom.) Ar|ke|bu|se niederl. („Haken­
Athen) m; -s arjd lat. (trocken; dürr [vom Bo­ büchse“ im 15./16. Jh.) w: -, -n;
Ares (gr. Kriegsgott) den]); Ari|di|tät w; - Ar|ke|bu|s]er (Soldat mit Arke­
Arez|zo (it. Ortsn.) Arie it. [arf] (Sologesangstück mit buse) m; -s, -e
arg; ärger, ärgste. I. Kleinschrei­ Instrumentalbegleitung) w, -, -n Ar|ko|na (Vorgebirge Rügens)
bung (t R 133): im argen liegen. Ariiel hebr. [...iäl] (alter Name Je­ Ar|ko|se/r. (feldspatreicher Sand ­
II. Großschreibung-, a) (t R 116:) rusalems; Name eines Engels; stein) w; -
der Arge (vgl. d.); zum Ärgsten Luftgeist in Shakespeares Ark|ti|ker gr. (Bewohner der Ark­
kommen; vor dem Ärgsten be­ „Sturm“; [m; -s:] Uranusmond) tis) m\ -s, -; Ark|tis (Gebiet um
wahren; das Ärgste verhüten; b) Ari|ersa/isÄr. [.../V] („Edler“; An­ den Nordpol) w, -; ark|tisch; Ark-
(t R 116:) nichts Arges denken; gehöriger frühgeschichtl. Völker tur, Ark|tu|rus („Bärenhüter“;
Arg (geh.) s; -s; ohne -; kein - mit idg. Sprache; nationalsoz.: ein Stern) m; -
137 art erhaltend

Ar|kus, (auch:) Ar|cus lat. (Math.: (Anhänger des Arminianismus); Ar|ras (fr. Ortsn.)
Kreisbogen eines Winkels; Zei­ ar|mi nia nisch; Ar|mi!nia|njs- Arjrest lat. (Beschlagnahme; Haft;
chen: arc) m; mus (Lehre des Jacobus Armi- Nachsitzen) m; -[e]s, -e; Arj re­
Arljberg (Alpenpaß) nt; -[e]s; Arl- nius) m; - stant (Häftling) m; -en, -en (t R
bergibahn w; - arm lang; -er Stiel, aber: einen 268); Ar|rest]zel|le; arjre|tie|ren
Arles [arl] (fr. Ortsn.) Arm lang; Arm'länjge (die Länge (anhalten; sperren; veralt. für:
arm; ärmer, ärmste. I. Kleinschrei­ eines Armes); Ärm|lein, Ärm­ verhaften); Ar]rejtie'rung (Sperr­
bung: a) (t R 224:) arme Ritter chen; Armjleuchiter vorrichtung)
(eine Speise); b) (t R 133:) [bei] ärm|lich; Arm!lieh keit w; - Arlrhelnijus (schwed. Chemiker u.
arm und reich (veralt. für: jeder­ ...ärm'lig vgl. ...ärmelig; Ärmjling Physiker)
mann). II. Großschreibung (t R (Ärmel zum Überstreifen) Ar|rhyth!mjegr. (Mangel an Eben­
116): Arme und Reiche, bei Ar­ Arimoirilka (kelt. Bez. fürdie Bre­ maß, Regelmäßigkeit der Bewe­
men und Reichen, der Arme (vgl. tagne); ar|mo ri ka nisch, aber gungen; Med.: Unregelmäßig­
d.) und der Reiche; wir Armen (t R 198): das Armorikanische keit des Herzschlags) vc; -, ...ien
0 R 290) Gebirge (Geol.) ar|ri|vie|ren fr. [...wir'n] (in der
Arm m; -[e]s, -e; vgl. Armvoll Arm1 reif m; -[e]s, -e Welt vorwärtskommen); arri­
Arimada span. („Rüstung“; arm|se|lig; Arm sejlig|keit w; - viert (anerkannt, erfolgreich);
[mächtige] Kriegsflotte) w; -, Arm sün|derjglocke [Trenn.: Ar|ri|vierte (anerkanntet]
...den u. -s ...glok|ke] w; -, -n; (auch:) Arme­ Künstler[in]; Emporkömmling)
amvam pu|tiert; ein -er Mann sünderglocke, (österr.:) Armen­ m u. w; -n, -n (t R 287ff.)
Är|majtur lat. w; -, -en; Ar|ma|tu- sünderglocke; vgl. d. arirojgant lat. (anmaßend); Arro­
ren brett Arlmülre fr. (kleingemustertes ganz w; -
Arm band s (Mehrz. ...bänder); [Kunst]seidengewebe) w; -, -n arrondieren fr. [arongdiren];
Arm band uhr; ArmJjeuige, Arlmut w; -; Arlmuitej landsch. Grundbesitz- (abrunden, Zusam­
...bin|de, ...blatt (am unteren Är­ (Zustand allgemeiner Armut u. menlegen); Ar|ron;dje|rung; Ar-
melausschnitt angebrachte daraus erwachsender Verwahr­ ron|dis'se|ment [arongdißemqng]
Schutzeinlage) losung) w; -; Arjmutslzeuginis (Unterabteilung eines Departe­
Arm brust w; -, ...brüste, (auch:) Arm|voll m; -, -; (t R 139:) zwei ments; Bezirk) s; ;S, -s
-e; Armjbniister (Armbrust­ - Reisig, aber: er hat den einen Ar|row|root engl. [ärourut] („Pfeil­
schütze, -macher) Arm vollter] Reisig wurz“; ein Stärkemehl) s; -s
Ärm chen, Ärm|lein; arm dick; -er Arndt (dt. Dichter) Ar|sa|ki|de (Angehöriger eines
Ast, aber: einen Arm dick Ar|nijka gr. (eine Heilpflanze) w; pers. u. armen. Herrscherge­
Ar|me m u. w; -n, -n (t R 287ff.) -, -s; Ar|ni ka tink tur schlechtes) m; -n, -n (T R 268)
Ar mee fr. (Heer; Heeresabtei­ Ar|nim (märk. Adelsgeschlecht) Arsch (derb) m; -[e]s, Ärsche;
lung) w; -, ...meen; Arjmee-Ein- 1 Ar|no (it. Fluß) m; -[s] Arsch^backe [Trenn.: ...baklke]
heit (t R 148); Ar!mee|korps 2Arjno (Kurzform der mit Arn... (derb), ...krielcher (derb für:
(Abk.: AK) gebildeten Vornamen); Ar|nold übertrieben schmeichlerischer
Ärlmelm; -s, -; ...är]mejlig, ...ärm- (m. Vom.); Arlnulf (m. Vorn.) Mensch), ...le|der (Bergmanns-
lig (z. B. kurzärm[e]lig); Ärjmel- Arom gr. (dicht, für: Aroma) s; spr.), ...loch (derb), ...pau|ker
ka nal m; -s; Ärjmel!län|ge (die -s, -e; Aroma s; -s, ...men, -s u. (ugs. abschätzig für: Lehrer)
Länge eines Ärmels) (älter:) -ta; aro ma]tisch; -ste (t R Ar[sen gr. (ehern. Grundstoff; Zei­
Ar|menJiaus (veralt.), ...häusjler 294); -e Verbindung (Benzolver­ chen: As) s; -s
Ärjme'ni|en [,..ien] (Hochland in bindung); arojmatilsieiren Arjsenal arab.-it. (Zeughaus; Ge­
Vorderasien); Arjme niler [.../V]; Aron[s]|stab gr.; dt. (eine Pflanze) räte-, Waffenlager) s; -s, -e
ar me nisch Arojsa (Schweiz. Ortsn.); Aro;ser arjseinig gr. (arsenikhaltig); Ar­
Arlmen^pfle ger (veralt.), ...recht 0 R 199) senik (gift. Arsenverbindung) s;
(5; -[e]s); Arimenjsünjderiglocke Ar|pad (erster Herzog der Un­ -s; arise nik hal tig
[Trenn.: ...glok ke] österr. (Ar­ garn); Arlpa de (Angehöriger ei­ Ar|sis gr. (Verslehre: Hebung) w;
mesünderglocke) w; -, -n; Ar­ nes ung. Fürstengeschlechtes) m; -, Arsen
men! viertel -n, -n (T R 268) Art w; -, -en; (T R 139:) ein Mann
Ar|mes|län!ge; auf - an jmdn. Ar'peg’gia tur it. [arpädsehatur] [von] der Art (solcher Art), aber:
herankommen; um - voraus sein (Musik: Reihe gebrochener Ak­ er hat mich derart (so) beleidigt,
Arjmelsün der m; Wesf. des Ar­ korde) w; -, -en; ar peg gielren daß...; vgl. allerart
mensünders, Mehrz. die Armen­ [arpädschjren] (nach Harfenart Art. = Artikel
sünder; ein Armersünder, zwei spielen); ar peg gio [arpädseho] Artf-ansgaibe (Sprachw.: Um­
Armesünder; Arlmejsünider- (nach Harfenart); Arjpegigio s; standsangabe der Art u. Weise)
glocke [Trenn.: ...gloklke] (vgl. -s, -s u. ...ggien [.../'«] Arjtelfakt lat. („Kunsterzeugnis“;
Armsünderglocke, Armensün­ Arlrakarab. (Branntwein, bes. aus von Menschen geformter vorge­
derglocke) w; Wesf. der Arme[n]- Reis) m; -s, -e u. -s schichtlicher Gegenstand) s;
sünderglocke, Mehrz. die Ar- Ar|ran gej ment fr. [arang.whe- -[e]s, -e
me[n]sünderglocken mang] (Anordnung; Überein­ Ar|tel russ. [auch: ...tjät] („Ge­
armjeiren lat. (veralt. für: bewaff­ kunft; Einrichtung eines Musik­ meinschaft“; [Arbeitergenos­
nen; Technik: ausrüsten, bestük- stücks) s; -s, -s; Arjranlgeur senschaft im alten Rußland u. in
ken, bewehren); Arjmieirung; Ar- [arangsekör] (wer ein Musikstück der sowjetischen Kollektivwirt­
mierungsleilsen (Stahlbetonbau: einrichtet, einen Schlager in­ schaft) s; -s, -s
Bewehrungseisen) strumentiert od. allgemein etwas Ar|teimis (gr. Göttin der Jagd)
...arjmig (z. B. langarmig) arrangiert) m; -s, -e; ar|ran: gie­ ar|ten; nach jmdm. -; Arjtenlreich-
Arlmin (m. Vom.); Arimilniius ren [arangsehir'n]; Ar|ran gier- tumm; -[e]s; artjerjhalitend, aber
(Cheruskerfürst); Arlmi'niainer pro be (Theater: Stellprobe) (t R 142): die Art erhaltend
Arterie 138

Ar|te|rie gr. [.../*] (Schlagader) w, JAs lat. (altröm. Gewichts- und der UdSSR); Aser|bai|dscha|ner,
-, -n; arjte'riiell; Ar|te|ri|en|ver- Münzeinheit) m\ Asses, Asse Aser|beijdschajner; aserbai­
kal'kung; Ar| tefri|itis (Arterien­ 4 As fr. (Eins [auf Karten]; das od. dschanisch, aser|bei dscha|nisch
entzündung) w;-, ...iitiden; Ar|te- der Beste [z. B. im Sport]; Tennis: Asiiat lat. m\ -en, -en (t R 268);
rio|sklejro se (Arterienverkal­ für den Gegner unerreichbarer asia|tisch; (1 R 200:) -e Grippe;
kung); ar|te|riojskle|ro|tisch Aufschlagball) s; Asses, Asse; Asi|en [...ien]
ar|tesisch [zu Artois; vgl. d.]; -er vgl. 'Aß As) ka I n i | er [... ier] (An geh öri ger ei­
Brunnen (Bohrbrunnen, dessen 5As = chem. Zeichen für: Arsen nes alten dt. Fürstengeschlech­
Wasser unterdem Druck höherer Asa!fö|ti da pers.: lat. w; - u. Asa tes) m: -s, -
Grundwasserschichten selbsttä­ foe|ti|da [- fö...] w: - - u. Asant As[ka|ri arab. („Soldat“; eingebo­
tig springt) pers. (ein Gummiharz; eine Arz­ rener Soldat im ehemal. Deutsch-
Art|ge|nos|se nei) m\ -s Ostafrika) m\ -s, -s
Ar|thral|gie gr. (Gelenkschmerz, A-Sai|te (z.B. bei der Geige) As ka ris gr. (Spulwurm) w; -,
Gliederreißen) w: -, ...ien; Ar- asb = Apostilb ...iden (meist Mehrz.)
thrijti ker (an Arthritis Leiden­ As|best gr. (mineralische Faser) m: As|ke|se gr. (enthaltsame Lebens­
der); Ar|thr||tis (Gelenkentzün­ -[e]s, -e; As|bestlplat|te weise) w: -; Aslket (enthaltsam
dung) w; -, ...itiden; arlthr]1 tisch; Asch ostmitteld. (Napf, [tiefe] lebender Mensch) m\ -en, -en (t R
Ar|throjpo den (Gliederfüßer) Schüssel) m: -[e]s, Äsche 268); As|ke|tik vgl. Aszetik; as-
Mehrz. 1 Aschan ti (Angehöriger eines Ne­ keltisch; -ste (t R 294)
Arjthur vgl. Artur gerstammes in Ghana) m\ -, -; As|kle|pi;os, As|kle|piius vgl. Äs­
ar|ti!fijziiell/r. (künstlich) 2Aschan|tiostösterr. (Erdnuß) w\ kulap
...ar|tig (z. B. gleichartig); ar|tig -, -; Aschan|ti|nuß (ostösterr.) Askor|b|n|säu|re, (chem. fach-
(gesittet; folgsam); Ar|tig|keit Asch'be| eher, Aschen |be| eher; spr.:) Ascor]bin|säu|re (Vitamin
Ar|ti|kel lat. [auch; ...?/...] („klei­ aschJäleich, ...blond; Asche w: -, ,.C)
nes Glied“; Geschlechtswort; (techn.:) -n Äs|ku|lap [auch; äß...] (gr.-röm.
Abschnitt [Abk.: Art.]; Ware; Äsche (ein Fisch) w; -, -n Gott der Heilkunde); Äs|ku-
Aufsatz) m\ -s, -; Ar|tj|kel|se|rie Asche) gelhalt m: aschen|arm; lap^schlan|ge, ...stab
[auch:...ti...] (Folge von Artikeln Aschenbahn; Asch [en]|be |cher; 'As|mp|di, (ökum.:) Asch|mo|dai
zu einem Thema); ar|ti|ku|lar Aschen brö|del (Märchengestalt) aram. (ein Dämon im A. T. u.
(Med.: zum Gelenk gehörend); s; -s, (für: jmd., der ein unschein­ im jüd. Volksglauben);2As|mo|di
Ar|ti|ku[la|ti|on [...ziori] (Biol.; bares Leben führt, auch Mehrz.:) (dt. Dramatiker)
Gliederung, Gelenkverbindung; -; Aschen|grujbe; aschen|halltig; as-Moll [auch: aßmot\ (Tonart;
Sprachw.: Lautbildung, Aus­ Aschen | put |tel hess. (Aschen­ Zeichen: as) s: -; as-Moll-Tonlei-
sprache); ar|tilkujlaito!risch; ar- brödel) s: -s, -; Ascher (ugs. für; ter (1 R 155)
ti[ku|l]e|ren (deutlich ausspre­ Aschenbecher); Äscher ([Grube, Asjmus (Kurzform von: Erasmus)
chen, formulieren) Faß mit] Aschen- und Kalklau­ aso|ma tisch gr. [auch: ...ma...]
Ar|til!le|rie/r. w; -, ...ien; Artille­ ge); Ascher |m|tt|woch (Mittwoch (Philos.: körperlos, unkörper­
rist (T R 268), ar|til|le|r{|stisch nach Fastnacht); aschJfahl, ...fär­ lich)
Ar|ti|schocke [Trenn.-. ...schok|ke] ben od. ...far|big, ...grau, aber Äsop (altgr. Fabeldichter); äso­
it. (eine Zier- u. Gemüsepflanze) (t R 133): bis ins Aschgraue (bis pisch (auch: witzig), aber (IR
w, -, -n zum Überdruß); aschig 179): Äso]pisch; Äso|pus vgl.
Ar|tist/r. (t R 268); Ar|tj|stenjfa- Asch)ke|na|sim [auch: ...sim] hebr. Äsop
kultät (an den mittelalterl. (Bez. für die ost- u. mitteleuro­ Asow|schelVfeer [asof... -] (Teil des
Hochschulen: Fach der Freien päischen Juden) Mehrz. Schwarzen Meeres) s: -n -[e]s
Künste); Ar|tj|stik (Kunst der Asch|ku|chen ostmitteld. (Napf­ asozial gr.; lat. [auch: ...at\ (ge­
Artisten) w>; -; Ar|ti|stin w; -, -nen; kuchen) meinschaftsschädigend; gemein­
artistisch Asch|mpidai vgl. 'Asmodi schaftsfremd); Aso|zia]li|tät w; -
Ar|tois [artoa] (hist. Provinz in äschy|le|isch, aber (t R 179): As|palra|gin gr. (chem. Verbin­
Nordfrankreich) s: - Äschy|le isch; Äschy|lus [auch: dung) s; -s; Asjpa|ra|gus [auch;
Ar|tung (Beschaffenheit, Veranla­ ä...] (altgr. Tragiker) ...pa... u. ...ragu/J] (Zierspargel)
gung, Wesensgestaltung) w; - As|co!na (Schweiz. Ort am Lago m: -
Ar|tur, Ar|thur (m. Vorn.); Ar|tus Maggiore) As|pa|sia (Geliebte [und später
(sagenhafter walis. König); Ar- AscorlbjnlsäuTe vgl. Askorbin­ Frau] des Perikies)
tus|hof m; -[e]s säure Aspekt lat. (Ansicht, Gesichts­
art|ver|wandt; Art|wort (für: Ad­ As-Dur [auch: aßdur\ (Tonart; Zei­ punkt; Sprachw.; [den slaw.
jektiv; Mehrz. ...Wörter) chen: As) s: -; As-Dur-Tonleiter Sprachen eigentümliche] gram-
Ar|ve [arwe, Schweiz.: arf] ale- (IR 155) mat. Kategorie, die die subjekti­
mann. (Zirbelkiefer) w; -, -n Ase (germ. Gottheit) m; -n, -n ve Sicht u. Auffassung des Ge­
Ar|wed (m. Vom.) (meist Mehrz.): 1 R 268 schehens durch den Sprecher
Arz|nej; Arz| neLbuch, ...künde (w; Ase|b]e gr. (Gottlosigkeit) w; - ausdrückt; Astron.: bestimmte
-); arz|nei|lich; Arz|neilmit|tel s; Ase ga|buch (altfries. Rechtsbuch) Stellung der Planeten zueinan­
Arz|nei|mit|tel|leh!re; Arzt m: -es, 5; -[e]s der) m: -[e]s, -e
Ärzte; Ärz|te|kam|mer; Ärz|te- äsen; das Rotwild äst (frißt) Asper|g|II lat. (Weihwasserwedel)
schaft w; -; ArztJfrau, ...hel|fe|rin; Asep|sis gr. (Med.: Keimfreiheit) s; -s, -e
Ärz|tin w: -, -nen; ärzt|lich; Arzt­ -; asep| tisch (keimfrei) Asper|si|on lat. (Besprengung mit
rech |nung Äser (Mehrz. von: Aas) Weihwasser)
as, *As (Tonbezeichnung) s\ -, -; Aserbaidschan, Äser|bei|dschan As|phalt gr. [auch; aß...] m: -[e]s,
as (Zeichen für: as-Moll); in as; (Landschaft u. Provinz im nord- -e; as phai tje|ren; as|phal|tisch;
2 As (Zeichen für: As-Dur); in As westl. Persien; Unionsrepublik I As|phalUpap pe, ...stra|ße
139 Astrachan

Asjpho[djll vgl. Affodill Asjserlvat lat. [...wat] (Rechtsw.: syrier [...ier\, As|sy|rio|lgge
Aspjk fr. [auch: aßpik u. aßpik] amtlich aufbewahrte Sache) s: (Wissenschaftler auf dem Gebiet
(Gallert aus Gelatine od. Kalbs­ -[e]s, -e; As|ser|va|ten:kam|mer der Assyriologie) rn: -n, -n (t R
knochen) m (österr.: s, auch: m): Aslsesisor lat. („Beisitzer“; An- 268); As|sy|rio]lo|gje (Erfor­
-s, -e wärterderhöheren Beamtenlauf­ schung der assyrisch-babylon.
Aspiirant lat. (Bewerber; Anwär­ bahn; Abk.: Ass.) m; -s, ...oren; Kultur u. Sprache; auch für:
ter; DDR: wissenschaftliche as sesisotral; Asses'sglrin w; -, Keilschriftforschung) w; -; assy­
Nachwuchskraft in der Weiter­ -nen; asjsesl so Irisch risch
bildung) nr, -en, -en (t R 268); Asisijbi;la ti:on lat. [...zion] a. St. = alten Stils (Zeitrechnung)
Aspirantur (DDR: Institution (Sprachw.: Aussprache eines Ast nr, -[e]s, Äste
zur Ausbildung des wissenschaft­ Verschlußlautes in Verbindung Asta (w. Vorn.)
lichen Nachwuchses) vv; -, -en; mit einem Zischlaut, z. B. z = AStA = Allgemeiner Studenten­
Aspi ra ta (Sprachw.: behauchter ts in „Zahn“; Verwandlung eines ausschuß
Verschlußlaut, z. B. gr. 9 [ = thl) Verschlußlautes in einen Zisch­ Astarlte (altsemit. Liebes- u.
w, -, ...ten u. ...tä; Aspi|ra|teur laut, z. B. niederd. „Water“ = Fruchtbarkeitsgöttin)
fr. [...tör] (Maschine zum Vorrei­ hochd. „Wasser“); assi bi|lje- Asta|sje gr. (Med.: StehunFähig-
nigen des Getreides) nr, -s, -e; ren; Aslsi bi Ije rung keit) w; -, ...jen; Astat, (interna­
Aspiirattiion lat. [...zion] (veralt. Asisiet|te fr. [aßiäte] (veralt. für: tional fachspr. auch:) Astaltjn
für: Bestrebung [meist Mehrz.]: flache Schüssel, Teller) w; -, -n (ehern. Grundstoff; Zeichen: At)
Sprachw.: [Aussprache mit] Be­ Aslsi gnalten lat. (Papiergeld der s; -s; asta tisch (Physik: stets im
hauchung; Med.: Ansaugung); ersten fr. Republik) Mehrz. Gleichgewicht bleibend); -es Na­
Aspi|ra|tor (Luft-, Gasansauger) Asjsiimi|la tiion lat. [..zion], As!si- delpaar
m: -s, ...oren; aspi!ra|tgi risch mi 11 je rung (Angleichung; Ästichen, Äst Hein
(Sprachw.: mit Behauchung ge­ Sprachw.: Angleichung eines asten (ugs. für: sich abmühen); ge­
sprochen); aspi rjeiren (Zeitw. Mitlautes an einen anderen, z. B. astet
zu: Aspiration; österr. auch: sich das m in „Lamm“ aus mittel- Aster gr. (Sternblume“; eine Zier­
um etwas bewerben, etwas an­ hochd. „lamb“); as si midje ren pflanze) w; -, -n; aste| risch
streben) Asjsjisen lat. (Schwurgericht in der (sternähnlich); Astejr|s|kus
Aspi'rjn © (ein Fiebermittel) 5; Schweizu. in Frankreich) Mehrz. (Druckw.: Sternchen; Zeichen: *)
-s; Aspirjntalblette Asjsjlsi (it. Stadt) nr, -, ...ken; Asterniart; Astelrojjd
’Aß (österr. neben: 4As) s; Asses, Asjsijstent lat. (Gehilfe, Mitarbei­ (Planetoid) nr, -[e]s u. -en, -en
Asse ter); t R 268; As sfsten tin w; -, (t R 268)
2Aß österr. ugs. (Abszeß) s: Asses, -nen; Aslsilstenz (Beistand) w; -, Astlga bei
Asse -en; As|si stenz arzt; asjsiistjeiren Ästhe nje gr. (Med.: allgemeine
Ass. = Assessor (beistehen) Körperschwäche) w, -, ...ien;
Asisajgaj herberisch (Wurfspeer As|so|ciated Press engl. [eßouschi- Asthe|ni ker (schmaler,
der Kaffern) nr, -s, -e e'tid-] (US-amerik. Nachrichten­ schmächtiger Mensch); asthe­
Asjsam (Bundesstaat der Repu­ büro; Abk.: AP) >v; - - nisch; -ste (t R 294)
blik Indien) As so ci6 fr. [aßoßie] (veralt. für: Äs the s]e gr. (EmpFindungs-
Aslsainie rung fr. österr. (Verbes­ Teilhaber, Gesellschafter) in: -s, vermögen) w: -; Äslthet
serung der Bebauung von Lie­ -s ([überfeinerter] Freund des
genschaften aus hygienischen, As|so nanz lat. (Gleichklang nur Schönen) in: -en, -en (t R 268);
sozialen u. a. Gründen) der Selbstlaute am Versende, z. Äsitheitik (Wissenschaft von den
As sasisj nearab.-it. (Angehöriger B. „haben“: „klagen“) w; -, -en Gesetzen der Kunst, bes. vom
einer mohammedan. religiösen assortieren//-. (nach Warenarten Schönen) ve; -. (selten:) -en; Äs­
Gemeinschaft; veralt. Für: Meu­ ordnen und vervollständigen); thetiker (Vertreter od. Lehrer
chelmörder) rtv, -n, -n (t R 268) AssoFti ment (veralt. Für: Lager; der Ästhetik); ästhetisch (auch
Aslsaut fr. [aßo] (Fechten im freien Auswahl) .v; -[e]s, -e für: überfeinert); -ste (I R, 294);
Kampf zur Erprobung des Ge­ As|so!zia|tiion lat. [...zion] (Ver­ äs|the!ti sje ren ([einseitig] nach
lernten) nr, -s, -s einigung; Psych.: Vorstellungs­ den Gesetzen des Schönen urtei­
Asseikuirant lat. (veralt. Für: Ver­ verknüpfung); asisoizialtjv len, gestalten); Äs|the|ti|zisimus
sicherer) nr, -en, -en (t R 268); (durch Vorstellungsverknüp­ ([einseitig] das Ästhetische beto­
As'seikuiranz (veralt. für: Versi­ fung bewirkt); as|so|ziijeren fr. nende Lebenshaltung) nr, -
cherung, Versicherungsgesell­ (verknüpfen); sich - (sich [genos­ Asth ma gr. (anfallsweise auftre­
schaft) H’;-,-en; As seikurat (ver­ senschaftlich] zusammenschlie­ tende Atemnot) s: -s; Asthma ti-
alt. für: Versicherter) nr, -en, -en ßen); assoziierte Staaten; Asiso- ker; asth ma tisch; -ste (t R 294)
(1 R 268); as sc ku rjeiren (ver­ zi jerung 'Asti (it. Stadt); 2 Asti (Wein [von
alt.) As su an (ägypt. Stadt); Aslsujan- Ästi]) nr, -[s], -; - spumante (it.
As sei (ein Krebstier) w: -, -n stau dämm in; -[e]s; 1 R 201 Schaumwein)
As'semiblee/r. [aßangble] (fr. Bez. Asisump tio nist lat. [...zi...] (An­ ästig (selten Für: verzweigt,
für: Versammlung) w; -. ...bleen gehörigereiner kath. Kongrega­ astreich)
as|senitje ren lat. (veralt. Für: bei-, tion); 1R 268; As sum tiion (Ma­ ästig ma tisch gr. (Optik: Punkte
zustimmen; österr. veralt.; auf riä Himmelfahrt) w; -, (Für: bild­ strichförmig verzerrend); Astig-
Militärdiensttauglichkeit unter­ liche Darstellung auch Mehrz.f ma t js nius nr, -
suchen) -en ästi mie ren fr. (veraltend für:
Aslserjtiion lat. [...zion] (Philos.: As su!ree li!ni en [aßüre...] (falsch schätzen, würdigen)
bestimmte Behauptung); as ser- für: Azureelinien) Äst|lein. Ästchen
to! risch (behauptend, versi­ Aslsylriien [...ien] (altes Reich in 'Astra chan (russ. Stadt); 2Astra-
chernd) Mesopotamien); As|sy|rer, As­ chan (Lammfell eines südruss.
Astrachankaviar 140

Schafes) nr, -s, -s; Astralchan|ka- A. T. = Altes Testament Athos („Heiliger Berg“; auf der
vijar (t R 201) ata (veralt.) = absolute Atmo­ SO-Spitze der Chalkidike)
astral gr. (die Gestirne betreffend; sphäre Äthyl gr. (Atomgruppe zahlrei­
Stern...); Astrallleib (Okkultis­ Ata|ir arab. (ein Stern) rtr, -s cher ehern. Verbindungen) s: -s;
mus: feinstofflicher, nach dem Ata | man russ. (frei gewählter Äthyl al ko hol (gewöhnl. Alko­
Tode fortlebender Leib) Stammes- u. militär. Führer der hol, Weingeist); Äthy|len (im
astjrein; etwas ist nicht ganz - (ugs. Kosaken) nr, -s, -e Leuchtgas enthaltener ungesät­
für: ist anrüchig) Ata|ra|xie gr. (Unerschütterlich- tigter Kohlenwasserstoff) s;-s
Astrid (w. Vorn.) keit, Seelenruhe [in der gr. Phi­ Ätiojlolgie gr. (Lehre von den Ur­
Astrofgraph gr. (Vorrichtung zur losophie]) ww ,- sachen, bes. der Krankheiten) w,
fotograf. Aufnahme von Gestir­ Ata|vis|mus lat. [...wiß...] (plötzl. -; ätio lo gisch (ursächlich, be­
nen, zum Zeichnen von Sternkar­ Wiederauftreten von Eigen­ gründend)
ten) nr, -en, -en (t R 268); Astro- schaften der Ahnen) nr, -, ...men; At|lant gr. (Bauw.: Gebälkträger
gra|phie (Sternbeschreibung) w, ata|vj|stisch; -ste (t R 294) in Form einer Männerfigur) nr,
-, ...ien; Astroüaibiium (altes Ate (gr. Göttin der Verblendung -en, -en (t R 268); vgl. 2Atlas; At­
astron. Instrument) 5; -s, ...ien u. des Unheils) lantik (Atlantischer Ozean) nr,
[...ien\; Astro|lolge (Sterndeuter) Ate|brin © (Heilmittel gegen -s; Atlantikcharta [...kar...]
nr, -n, -n (T R 268); Astro|lo|gje Malaria) s; -s (1941 abgeschlossene Vereinba-
(Sterndeutung) w; -; astrollo­ Ate|lier fr. [atelie} ([Künstler]- mngzwischen Großbritannien u.
gisch; Astro naut (Weltraumfah­ werkstatt; [fotogr.] Aufnahme- den USA über die Kriegs- u.
rer)nr, -en, -en (t R 268); Astro­ raum) s; -s, -s; Ate|lier~auf|nah- Nachkriegspolitik; w; -), ...pakt
nautik (Wissenschaft von der me, ...fen ster, ...fest (NATO), ...wall (im 2. Weltkrieg
Raumfahrt, auch: die Raumfahrt Atem nr, -s; - holen; außer - sein; errichtete dt. Befestigungsanla­
selbst) w,-; astro nau tisch; Astro­ atemj bei raupend; Atem|be- gen am Atlantik); At|lan|tis
nom (Stern-, Himmelsforscher) schwerjden Mehrz.', Atemjho|len (Fabelland); at|lan|tisch; (t R
nr, -en, -en (! R 268); Astro|no|mie 5; -s; atem los; Atemcot, ...paujse 200:) -es Kabel, aber (t R 198):
(Stern-, Himmelskunde) w; -; a tem po it. (ugs. für: sofort, der Atlantische Ozean; ‘At|las
ystro|no| misch; Astrophyjsjk schnell; Musik: im Anfangstem­ (gr. Sagengestalt); 2At|las (selten
(Lehre von der physikal. Be­ po) Für: Atlant) nr, -u. ...lasses, ...las­
schaffenheit der Sterne) atem|rau|bend; Atem|zug se u. ...lanten; 3At|las (Gebirge
Ästu|ar lat. (trichterförmige Fluß­ Athalna sia (w. Vom.); athalna- in Nordwestafrika) nr, -; 4At|las
mündung) s; -s, ...rien [...ieri\ sia nisch, aber ([ R 179): Atha­ (geographisches Kartenwerk;
Astu|ri|en [,..ieri\ (hist. Provinz in nasia nisch; das -e Glaubensbe­ Bildtafelwerk) nr, - u. ...lasses,
Spanien); Astu]ri|er [,..ier]\ astu- kenntnis ...lasseu. ...lanten; 5At|las (Med.:
risch Atha na|sie gr. (Unsterblichkeit) erster Halswirbel) nr, - u. ...lasses
Astiwerk s\ -[e]s w; - 6At|las arab. (ein Seidengewebe)
Äsung [zu; äsen] Atha na si us (Kirchenlehrer) nr, - u. -lasses, -lasse; at!las|sen
Asyl gr. (Zufluchtsort, Heim) s; Athe||s|mus gr. (Leugnung der (aus 6Atlas)
-s, -e; Asyl!recht 5; -[e]s Existenz [eines gestalthaften] ätm = physikal. Atmosphäre
Asymlmeltrie gr. (Mangel an Gottes, einer von Gott bestimm­ at|men; ...atimig (z. B. kurzatmig)
Ebenmaß; Ungleichmäßigkeit) ten Weltordnung) nr, -; Athe||st At|mo|sphä|re gr. (Lufthülle;
h’: -, ...ien; asym|me|trisch; -ste (t R 268); athejlstisch Druckmaß [Zeichen für die phy­
(t R 294) Athen (Hptst. Griechenlands); sikal. A.: atm; für die techn. A.:
Asym|pto|te gr. (Math.: Nähe­ Athepä um (Tempel der Athene; at]; Stimmung, Umwelt) w; -, -n;
rungslinie) w;-, -n; asymptotisch wissenschaftl. Institut, das sich At|mo|sphä|ren|über|druck (Zei­
(sich wie eine Asymptote verhal­ vor allem mit dem Altertum be­ chen: atü; Mehrz. ...drücke); At-
tend) schäftigt) 5; -s, ...äen; Athepe (gr. mo sphä ri li en [,..ieri\ (Bestand­
asyn|de'tisch gr. (Sprachw.: nicht Göttin der Weisheit); AthePer teile der Luft) Mehrz.', at'mo-
durch Bindewort verbunden); (t R 199); athe| nisch sphäj risch
Asyn|de|ton (Sprachw.: nicht Äther gr. („Himmelsluft“; feiner At mung; at mungs ak tiv
durch ein Bindewort angeschlos­ Urstoff in der gr. Philosophie; Ät|na (Vulkan auf Sizilien) nr, -[s]
sener Satzteil], z. B. „alles ren­ geh. für: Himmel) nr, -s, (für: Äto|li|en[.../P] (altgr. Landschaft;
net, rettet, flüchtet“) s\ -s, ...ta Betäubungs-, Lösungsmittel Gebiet im westl. Griechenland);
Aszen|dent lat. (Genealogie: Vor­ auch Mehrz.:) -; ätherisch Äto|li|er [,..ier] (Angehöriger ei­
fahr; Verwandter in aufsteigen­ (ätherartig; himmlisch; zart); -e nes altgr. Stammes) nr, -s, -; äto-
der Linie; Astron.: Aufgangs­ Öle; -ste (t R 294); äthe|ri|sie|ren lisch
punkt eines Gestirns) nr, -en, -en (Äther anwenden; mit Äther Atoll drawid. (ringförmige Koral­
(t R 268); Aszen|denz (Verwandt­ behandeln) leninsel) s; -s, -e
schaft in aufsteigender Linie; ather|man gr. (für Wärmestrahlen Atom gr. („unteilbar“; kleinster
Aufgang eines Gestirns) w, -; undurchlässig) Materieteil eines ehern. Grund­
aszen|d|e|ren (von Gestirnen: Äthiopien gr. [.../*«] (Kaiserreich stoffes) s: -s, -e; atolmar (das
aufsteigen; veralt. für: befördert in Ostafrika); Äthiopier [.../*>]; Atom, die Kernenergie, die
werden) äthiopisch Atomwaffen betreffend; mit
As|ze|seusw. vgl. Askese usw.; As- Ath|let gr. („Wettkämpfer“) nr, Atomwaffen [versehen]); Atom-
ze|tik (kath. Kirche: Lehre vom -en, -en (t R 268); Ath| lejtlk w, bomlbe (kurz: A-Bombe); Atom-
Streben nach christlicher Voll­ -; bes. in: Leichtathletik, Schwer­ bom!ben|ver|such; Atom J)om-
kommenheit) w; - athletik; Athjle|ti|ker (Mensch ber, ...enerjgie (w; -), ...ge­
at = technische Atmosphäre von athletischer Konstitution); wicht; Atomiseur [,..sö>] (Zer­
At = ehern. Zeichen für: Astat athjleftisch; -ste (t R 294) stäuber) nr, -s, -e; atomisjeren
141 aufbehalten

(in Atome auflösen; völlig zerstö­ aftisch (aus Attika; witzig, fein); lehrter bei den dt. Militärgerich­
ren); Atojmi|sierung; Ato|mjs- (t R 200:) -es Salz (geistreicher ten) m\ -s, -e; au|di|tiv lat. (Med.:
mus (Weltanschauung, die alle Witz) das Hören betreffend; Psych.:
Vorgänge in der Natur auf Ato- Atiti|tü|de fr. (Haltung; [innere] vorwiegend mit Gehörsinn be­
meund ihre Bewegungen zurück­ Einstellung; Ballett: eine gabt); Au|dj|tor (Beamter der
führt) m\ -; Atomist (Anhänger [Schlußlfigur) w»; -, -n röm. Kurie, Richter im kanoni­
des Atomismus);! R 268; Ato|mj- Atjti|zis mus gr. (feine Sprechwei­ schen Recht; österr. auch: öf-
stik (Atomismus) w\ -; atomj- se der Athener; eine rhet. Bewe­ fentl. Ankläger bei einem Mili­
stisch; Atomkern, ...klub (ugs. gung im 2. Jh. v. Chr.) m\ -, tärgericht; Schweiz.: zur prakt.
für: Großmächte, die Atomwaf­ ...men; Atjtilzist (Anhänger des Ausbildung bei einem Gericht
fen besitzen; m\ -s), ...kraft|werk, Attizismus); t R 268; at|tijzi- zugelassene Person; öffentl. An­
...krieg, ...macht (Staat, der im stisch kläger beim Militärgericht) nv, -s,
Besitz von Atomwaffen ist), Attlnang-Puch heim (österr. Ort) ...oren; Au diltojriium (ein Hör­
...mi|ne, ...niüll, ...phy|sik, ...re- At|to... skand. (ein Trillionstel ei­ saal [der Hochschule]; Zuhörer­
ak|tor, ...ström; Atonf test|stopp- ner Einheit, z. B. Attofarad = schaft) s:-s, ...ien [...f/;]; Aujdi|to-
ab kom men; Atom-U-Boot (1 R 10-18 Farad; Zeichen: a) riium ma xi mum (größter Hör­
155); Atomwaffe (meist At|trak|ti;on lat. [...ziori]; atjtrak- saal einer Hochschule; stud.
Mehrz.): Atomlwaf fen sperr|ver- t]v; At|trakjti vi'tät [...vW...] w,- Kurzw.: Audimax) j;-- .
trag nv, -[e]s; Atom~zeit|alter (j; At[trap|pe fr. ([täuschend ähn­ Aue vgl. Au; Au en land schaft;
-s), ...zerltrüm mejrung (früher liche] Nachbildung; Schau-, Aulemwald. Auwald
für: Kernreaktion) Blindpackung) u»; -, -n Aulerihahn
ato!nal gr. [auch: atonal] (Musik: Atitrijbut lat. (Sprachw.: Beifü­ Au|er|licht [nach dem Erfinder]
an keine Tonart gebunden); -e gung; auch: Eigenschaft, Merk­ (ein Gasglühlicht) s: -[e]s; Au er-
Musik; Ato|na li tat w:- mal; Beigabe) s: -[e]s, -e; at trijbu- me|tall©s; -[e]s; ! R 180
Atojnje gr. (Muskelerschlaffung) tjv (beifügend); At|tri!butisatz Au|er|och'se
w; -, ..den; atojnisch; Ato|non atu (veralt.) = Atmosphärenüber­ Au|er|stedt (Dorf bei Jena)
[auch: a...] (Sprachw.: unbeton­ druck aijf; Verhältnisw. mit Wemf. u.
tes Wort) s: -s, ...na aty|pisch [auch: atii...] (nicht ty­ Wenf.: auf dem Tisch liegen,
Atoslsa (altpers. Königin) pisch, unregelmäßig) aber: auf den Tisch legen; auf
Atout/r. [atu] (Trumpfim Karten­ Ätz al ka liien (stark ätzende Hy­ Grund (vgl. Grund); aufs neue
spiel) s: -s, -s; ä tout prix [a tu droxyde der Alkalimetalle) (vgl. neu); auf das, aufs beste (vgl.
pri] (um jeden Preis) Mehrz.: Ätzjdruck (Mehrz. beste); aufs beste vorgesehen; auf
atoixischgr. [auch.aro...] (ungiftig) ...drucke); at|zen (füttern [von seiten (vgl. d.); auf einmal; Um­
Ätreus [atreu/S] (gr. Sagengestalt) Raubvögeln]); du atzt (atzest); standst.: aufund ab (vgl. d.), (sel­
Atrijum/«/. (hist.: offene [Vorjhal- ätlzen (beizen); du ätzt (ätzest); tener:) auf und nieder; auf und
le; Architektur: Innenhof) s: -s, Atz flüs sig keit; Afzung (Fütte­ davon (vgl. d.). Großschreibung
...ien [.../'/;]; Atrijum|haus rung, Nahrung [der jungen (1 R 119): das Auf und Nieder,
Atro phje gr. (..Schwund“; Med.: Raubvögel]); Äfzung (Beizung; das Auf und Ab
Schrumpfung von Organen, Ge­ geätzte Druckplatte; Drucker­ auf...(w Zus. mit Zeitwörtern, z. B.
weben, Zellen) w: -, ..den; atro­ zeugnis einer Ätzplatte) aufführen, du führst auf, aufge­
phisch au!; au Backe!; auweh! (ugs.) führt, aufzuführen; zum 2. Mit-
Atro pin gr. (Alkaloid der Tollkir­ Au = Aurum (ehern. Zeichen für: telw. 1 R 304)
sche) s: -s Gold) aufi ad dieiren
Atrojpos [auch: at...] (eine der drei Au, Aue (landsch. od. dicht.: auf ar| bei ten; Aufarlbei tung
Parzen) feuchte Niederung) w; -, Auen auf ästen (Baum wipfel kappen;
ätsch! (ugs.) AUA = Austrian Airlines (österr. zurückstutzen)
At[ta che/r. [atasche] (..Zugeord- Luftverkehrsgesellschaft) auf at men
neter“; Anwärter des diplomati­ Au ber gi ne arab.-fr. [obärsehitT] auflbahren; Auf bah rung
schen Dienstes; Auslandsvertre­ (Nachtschattengewächs mit gur­ auf bän ken (landsch.); etwas -
tungen zugeteilter Berater) m\ -s, kenähnlichen Früchten; Eier­ (aufschichten); einen Steinblock
-s; at ta chieiren (Militär veralt. pflanze) w; -, -n - (Steinmetzerei: auf zwei Hau­
für: zuteilen); sich - (veralt. für: a. u. c. = ab urbe condita blöcke legen)
sich anschließen); Attacke auch; wenn auch; auch v/enn (t R Aufbau m: -[e]s, (für: Gebäude-,
[Trenn.: ...tak'ke] ([Reiter]an- 62); Auchlkünstjler Schiffsteil auch Mehrz.:) -ten;
griff) w; -, -n; aftackieiren au dia tur et aljte|ra pars lat. (röm. Auf baubar! beit, ...darliehen;
[Trenn.: ...tak kie...] Rechtsgrundsatz: auch die Ge­ auf bau en; eine Theorie auf einer
At ten tat fr. [auch: a...] s\ -[e]s, genpartei soll angehört werden); Annahme -; jmdn. - (an jmds.
-e; Aftenitä ter [auch: a...] m\ -s, - Auldijenz (feierl. Empfang; Zu­ Aufstieg arbeiten)
At ten|tijon!/r. [atangßitmg] (Ach­ lassung zu einer Unterredung) auf bau men (Jägerspr.: sich auf ei­
tung!) w:-, -en; Au di|max (stud. Kurzw. nem Baum niederlassen [vom Fe­
After see (österr. See) m\. -s für: Auditorium maximum) s: -; derwild]; aufeinen Baum klettern
At test lat. (ärztl. Bescheinigung; Aujdiion (Elektronenröhre in be­ [von Luchs. Marder u. a.])
Gutachten; Zeugnis) s: -[e]s, -e; stimmter Schaltung) s: -s, -s u. aufIbäu men, sich
afte'stiel ren ...onen; Au dio1 vijsi;on (Gebiet auf| bau sehen (übertreiben)
Ät|ti ulemann. (Vater) in: -s der audiovisuellen Technik) w: Auf hau^schu le, ...spie ler (Sport-
Ätltilka (gr. Halbinsel) -; au diolvi suiell (zugleich hör- u. spr.), ...wil le
'Atltiila (Hunnenkönig); vgl. Et­ sichtbar, Hören u. Sehen anspre­ Auf bau ten vgl. Aufbau
zel; 2At!ti la (schnürenbesetzte chend); -er Unterricht; Au diiteur auf be geh ren
Husarenjacke) w; -s fr. [auditör] (früher: Rechtsge­ aufibe hal ten: den Hut -
aufbekommen 142

aufbe|kom|men; Aufgaben - ein an derJollgen, ...le|gen, ter) Kerl; Auf|ge|bla|sen|heit w;-


auf|betreiiten; Auf belreiltung ...pral len, ...pres|sen, ...sto,ßen, Aufi geibot; Aufi gelbots^schein,
auf bessern; Auf beslsei rung, Auf- ...treffen ...ver|fahren
beßjrung aufenjtem; vgl. entern auf ge: bracht (erregt, erzürnt)
aufbe[wah|ren; Auf bei wähl rung; Aufi ent [halt m; -le]s, -e; Aufi ent- auf ge|don |nert vgl. aufdonnem
Auf|belwah rungsiort m: -[e]s, -e hafter Schweiz, (jmd., der sich auf ge|dreht (ugs. für: angeregt)
auf|bie|ten; Auf; bie|tung w; unter vorübergehend in einer anderen auf ge|dun|sen
- aller Kräfte Gemeinde aufhält); Auflent- auf ge| hen; es geht mir auf (es wird
aufbinden; jmdm. etwas - (ugs. halts~ge|neh;mi|gung, ...ort (w; mir klar)
für: weismachen) -le]s, -e) aufgei|en (Seemannsspr.: Segel
auf|blä[hen; Auflbläihung auf er[ le|gen; ich erlege ihm etwas mit Geitauen zusammenholen)
auf blaisen; vgl. aufgeblasen auf, (seltener:) ich auferlege; auf­ auf gei|len; sich -
auf blät|tern erlegt; aufzuerlegen aufgeklärt; Aufige'klärtlheit w;-
auflblei|ben auf;er|ste|hen; üblich sind nur un­ aufge|knöpft (ugs. für: mitteil­
auf bien | den getrennte Formen, z. B. wenn er sam)
auf blicken1 auferstünde, er ist auferstanden; auf ge:kratzt; in -er (ugs. für: fro­
auflblitlzen Auf er|stejhung w; - her) Stimmung sein
aufbliihen auf erjwecken1; vgl. auferstehen; Aufgeld (für: Agio)
aufi bocken' Aufi er I weckung1 auf geflegt (auch für: zu etwas be­
auf | brau jchen auf es |sen reit, gelaunt; österr. ugs. auch:
auf braujsen; aufi brau I send auf fä|chern; Auf fälchelrung klar, offensichtlich); zum Spazie­
aufbreichen (Jägerspr. auch: aus­ auf|fä|deln; Auffäldellung, Auf- rengehen - sein; (österr.:) ein -er
weiden) fädlung Blödsinn
auf|bren|nen auf|fah|ren; Auffahrt (südd. u. auf ge! paßt!
aufbrinlgen (auch für: kapern); Schweiz, auch für: Himmelfahrt); auf ge| rauht
vgl. aufgebracht; Aufbringung Auflfahrtsistraiße; Auf|fahr|un- auf gelräumt (auch für: heiter); in
w: - fall -er Stimmung sein; Aufi ge| räumt-
Aufbruch (Jägerspr. auch: Ge­ auffal|len; auf fallt, daß ... (IR heit w;-
scheide; Bergmannsspr.: senk­ 144); auf fall lend; -ste; auffällig; auf gelregt; Auflgeiregtlheit w,-
rechter Blindschacht) nr, -[e]s, Auf fäll ligl keit Aufl ge sang (Verslehre: den An­
...brüche; Aufbruchslstimlmung auf|fan|gen; Aufi fangJajger, fang bildender Strophenteil)
w, - ...stell le, ... vor j rieh |tung auf ge I sch los |sen; - (mitteilsam)
auf brüjhen aufi faslsen; Aufi fas isung; Auf'fas- sein; Auf!ge|schlosIsen|heit w,-
auf brül|len sungs ga be auf ge|schmisjsen; - (ugs. für: hilf­
auf!brum|men (ugs. für: auferle­ auf fin'den; Aufifinldüng los) sein
gen); eine Strafe - auf flackern1 auf gelschos|sen; hoch -
auf bü Igeln auf flamimen aufi ge schürzt
auf|bür|den; Auf bürldung auf flat Item aufI ge schwemmt
auf dämlmern; jmdm. dämmert et­ auf flie|gen auf gelt a keit (ugs. für: auffällig,
was auf auf for dern; Auf forldeirung; Auf- geschmacklos gekleidet)
auf: damp|fen for|de|rungs|satz auf ge| wärmt
auf daß (veraltend für: damit) aufforlsten (Wald [wieder] an­ auf ge|weckt; ein -er (kluger) Jun­
aufdecken1; Aufdeckung1 pflanzen); Aufi fori stung ge; Auf gejweckt| heit w;-
auf|don|nern, sich (ugs. für: sich auf fres|sen auf ge|wor|fen; eine -e Nase
auffällig kleiden u. schminken); auf frij sehen; der Wind frischt auf; auf gie ßen
ich donnere mich auf (t R 327) Auf fri|schung auf! glei sen (auf Gleise setzen); du
auf dränigeln, sich (ugs.); ich drän­ aufführbar; Aufführlbarlkeit w; gleist (gleisest) auf; er gleilste auf;
gle] le mich auf; aufdrän|gen; -; auf füll, ren; Auf fühl rung; Auf- Auf glei|sung
jmdm. etwas -; sich jmdm. - fiih rungs recht auf glie dern; Auf glieldelrung
aufdre|hen (südd., österr. auch auf füll len; Auffüllung aufglimmen
für: einschalten; zu schimpfen Aufi gaibe auf glü|hen
anfangen, wütend werden) auf ga beln (ugs. auch für: zufällig auf1 grei fen
auf|dring) lieh; Aufjdring| 1 ich|keit treffen) auf Grund, (häufig auch schon:)
auf!drö|seln landsch. ([Gewebe Aufi ga bembe | reich in, ...Samm­ aufgrund (vgl. Grund)
usw. mühsam] aufdrehen) lung, ...stel lung; Auf ga|bejStem­ Auflguß; Auf gußltierlchen (für:
Aufi druck nr, -[e]s, -e; aufi drucken1 pel Infusorium)
aufi drücken1 aufga|gen[...gög£>d (mit Gags ver­ auf halben (ugs.); .... daß er einen
auf ein | an | der; Schreibung in Ver­ sehen, ausstatten) Hut aufhat; er wird einen Hut
bindung mit Zeitwörtern (t R Aufi ga lopp (Sportspr.: Galoppie­ -; für die Schule viel - (als Auf­
139): aufeinander (auf sich ge­ ren an den Schiedsrichtern vorbei gabe)
genseitig) achten, warten, auf­ zum Start; Auftakt, erste Runde, aufhacken [Trenn.: ...hak|ken]
einander auffahren usw., aber: Beginn) (den Boden)
aufeinanderfahren; vgl. aneinan­ Aufgang m; Aufi gangsl punkt auf ha ken (einen Hakenverschluß
der; aufeinanderliegen, aber: (Astron.) lösen)
aufeinander liegen (nicht stehen); auf gelben auf hallsen (ugs. für: aufbürden)
auf ein|an|der|bei|ßen; die Zähne auf ge|bläht auf haften; Aufhaltung
-; Aufjein an derjfollge w, -; auf- auf ge|bla sen; ein -er (eingebilde- auflhän'gen; sich -; vgl. 2hängen;
Aufhän ger: Auflhänjgelvorlrich-
i i
Trenn...k k... Trenn:. ...k|k... tung
143 aufrufen

auf hau en (österr. ugs. auch für: auf laisten (für: aufbürden) de, Fonds vermehren); Äufnung
prassen, schlemmen) auf lau ern; jmdm. - vv; -
aufjhäujfen Auf lauf (Ansammlung; Speise); auf ne| stein
aufhe|ben; Auf he ben s; -s; [ein] Auf lauf brem se; auflauifen (an-
auf|nö|ti gen
großes viel -[s] von dem Buch wachsen [von Schulden]; See­ aufoki troy; ieren [...oktroajiren]
machen; Aufiheibung w;- mannsspr.: auf Grund geraten); (aufdrängen, aufzwingen)
auf|hei|tern; ich heitere auf (t R Auf! lauf form auf!opifem; sich -; Auf oplfejrung
327); Auf! heilte! rung auf! leiben w\ -, (selten:) -en; auf'oplfeirungs­
aufheizen auflecken [Trenn.: ...lek ken] voll
auf hei fen Auf'le ge|ma tratjze; auf leigen; auf packen [Trenn.: ...pak'ken]
auf|hel:len; Auf helllung vgl. aufgelegt; AufJeger, ...le- auf päp[peln
aufhefzen; Auf!hetlzung gung auf pas sen; Auf nas ser
auf heu | len auf!leh nen, sich; Auf1 lehnung aufl peit sehen
aufiho|len; Auf hol Ikon junktur auf! leisen auf pel zen österr. (aufbürden)
aufhor|chen; die Nachricht ließ - aufl leuch | ten auf pflan zen
aufihö|ren auf lieh! ten; Auf lieh! tung auf pfrop fen
aufhucken [Trenn.: ...huk]ken] Auf! lie! fei rer; auf lie| fern; Auf lie­ auf picken [Trenn.: ...piklken]
(ugs.: auf den Rücken nehmen) fe! rung (österr. ugs. auch: aufkleben)
auf! jauch i zen auf lie'gen (ausliegen; auch: sich auf plat zen
Aufkauf; auf kau fen; Auf! käulfer Wundliegen); Aufl Helge zeit (Ru­ auf plulstern; sich-
auf! keh |ren hezeit der Schiffe) auf po lie ren
auf! kei| men auf lijsten; Auf liistung auf prälgen
auf klap pen auflockem [Trenn.: ...lockern]; Aufprallm: -[e]s, (selten:) -e; auf-
aufklajren (Seemannsspr.: auf- Auf lockeIrung [Trenn.: ...lok- prall len
räumen; klar werden, sich auf­ ke...] Aufpreis (Mehrpreis); vgl. 2Preis
klären [vom Wetter]); es klart auflo|dern auf pro|bie!ren
auf; auf klä ren (erkennen lassen; auf[lö|sen; Auflösung; Auf! lö- aufpullvem
belehren); der Himmel klärt sich sungs pro|zeß auf pumlpen
auf (wird klar); Auf kläjrer; auf- auf lüp fisch Schweiz, (rebellisch, auf put i sehen
klä|re|risch; Auf klälrung; Auf- aufrührerisch) auf put zen; sich -
kläjrungs^ar beit, ...flugizeug aufilu ven [...lufn] (Seemannsspr.: auf quel len; vgl. 'quellen
auf klatjschen Winkel zwischen Kurs und auf raffen; sich-
auf klau ben südd., österr. (aufhe- Windrichtung verkleinern) auf1 raigen
ben) aufm (ugs. für: auf dem); t R 240 auf;rap peln, sich (ugs. für: sich
auf! kiel ben; Aufikleiber auf!ms chen; auf- und zumachen; aufraffen)
auf kl in| gen Auf ma eher (wirkungsvoller Ti­ auf räufeln landsch. (Gestricktes
auf klin ken tel, eingängige Schlagzeile für ei­ wieder auflösen); ich räuf[e]le
auf knacken [Trenn.: ...knakiken] nen Zeitungs-od. Illustriertenar­ auf (t R 327)
auf knöp fen; vgl. aufgeknöpft tikel); Aufmachung auf rau hen
auf, kno ten Auf marsch rn: Auf marsch ge! lan­ auf räumen; vgl. aufgeräumt;
auf knüp fen; Auf knüplfung de; auf mar]schie ren AuRräu mer, ...räujmung; Auf-
auf kochen (südd., österr. auch: Auf maß (Bauw .) räu mungs|ar|bei ten Mehrz.
für einen bes. Anlaß reichlich ko­ auf mei ßeln auf rech nen; Auf rech! nung
chen) auf mer ken; auf merk sam; jmdn. aufrecht; - (gerade, in aufrechter
auf kom men; (f R 120.) der Arzt auf etwas - machen; Auf merk- Haltung) halten, sitzen, stehen,
zweifelt an seinem Aufkommen sam'keit stellen; er kann sich nicht - halten;
auf! krafzen; vgl. aufgekratzt auf mesjsen (Bauw.) aber: auf recht'er!hal ten (wei­
auf krei | sehen auf möbelntugs. für: aufmuntern: terbestehen lassen; t R 139); ich
auf krem peln etw. erneuern); ich möb[e]le auf erhalte aufrecht, habe -; aufrecht­
auf kreujzen (t R 327) zuerhalten; vgl. halten; Auf­
auf krie gen (ugs.) auf! mon|tie!ren recht 'er haljtung w; -
aufikünjden, (älter für.) auf kündi­ aufmucken [Trenn.: ...mukiken] auf!recken [Trenn.: ...reklken]
gen; Aufikün dijgung (ugs.) aufregen; aufregend; -ste; Auf-
Aufl. = Auflage auf munItem; ich muntere auf (t R re!gung
auf la chen 327); Auf mun ite rung auf'rei ben; auf rei bend; -ste
auf la den; vgl. 'laden; AufJa de- aufmüpfig landsch. (aufsässig, auf rei hen; sich -
platz, ...lader trotzig); Auf müp fig keit aufrei ßen
Auflalge (Abk.: Aufl.); Aufla- aufmut|zen landsch. (Vorwürfe auf rei|zen; aufreijzend; -ste; Auf-
getnljhöhe machen); jmdm. seine Fehler - rei zung
Auflager! (Bauw.) aufn (ugs. für: auf den); t R 240 aufrib beln landsch. (svw. aufräu-
auf lan dig (Seemannsspr.: auf das auf nä hen feln)
Land zu wehend) Aufl nah me vv; -, -n; auf nahime|fä- Auf rieh,te Schweiz. (Richtfest) w;
auf las sen (aufsteigen lassen; hig (österr.: aufnahmsfähig); -, -n; auf rieh ten: aufrichtig;
Bergmannsspr.: Grube stillegen; Auf nah meJälhig keit, ...ge­ Auf rieh! tig'keit w: -; Aufrich­
Rechtsspr.: Grundeigentum bühr, ...leijter m, ...Prüfung tung vc; -
übertragen; österr. allgemein: (österr.: Aufnahmsprüfung), Aufriß (Bauzeichnung, Standriß)
stillegen, schließen, aufgeben); ...tech nik; aufneh men; Aufneh­ aufl roll len; Auf; rol lung vc; -
auflässig (Bergmannsspr.: au­ mer landsch. (Scheuerlappen) auf rücken [Trenn.: ...rükjken]
ßer Betrieb); Auf las sung auf nen Schweiz. (Güter, Bestän­ Auf ruf; auf ru fen
Aufruhr 144

AufI rühr m; -[e]s, (selten:) -e; auf- auf schwem men auf stem men (mit dem Stemmei­
rüh|ren; Auf rühlrer; auf|rüh|re- auf sch w in | gen, sich; Aufschwung sen öffnen); sich -
risch; -ste (t R 294) auf|se|hen; Auf1 seihen s: -s; aufse- Aufstieg m; -[e]s, -e; Auflstiegs-
aufrunjden (Zahlen nach oben hen|er|re gend. aber (t R 142): mög lich keit, ...spiel (Sportspr.)
runden); Auf] runldüng großes Aufsehen erregend; Auf- aufstö bem
aufrülsten; Auflrülstung se|her; Aufseihelrin w: -, -nen aufstocken [Trenn.: ...stok|ken]
auf rüt teln; Auf rüt te lung, Auf- aufsein (ugs. für: geöffnet sein; ([um ein Stockwerk] erhöhen);
rütt|lung .außer Bett sein); der Kranke ist Aufl Stockung [Trenn.: ...stok-
aufs; t R 240 (auf das); vgl. auf aufgewesen, aber: .... daß der kung]
auf|sa|gen; Auf sa gung (geh. für: Kranke auf ist, war aufstöh nen
Kündigung) auf seilten (TR 141); mit Wesf.: auf stö ren
auf samj mein - - der Regierung auf sto ßen; mir stößt etwas auf
aufsässig; Aufisäslsiglkeit auf set|zen; Auf setlzer (Sportspr.) aufstre ben; auf st reibend; -ste
AufIsatz; Auf satzlthelma aufseuf zen aufstreijchen; Aufstrich
auf sau | gen Aufsicht w, -, -en; aufj sicht füh­ Aufl ström (Technik: aufsteigen­
auflschärjfen (Jägerspr.: [Balg] rend, aber (f R 142): eine strenge der Luftstrom) m; -[e]s
aufschneiden) Aufsicht führend; Aufsicht!füh­ aufstu|fen (höher einstufen); Auf­
auf| schau! en rende m u. w, -n, -n (t R 287ff.); stu fung
auf] schäulmen AufsichtsJieiamte, ...be|hör|de; aufstülpei
auf|sehei nen österr. (erscheinen, auf sicht[s]|los; Aufl sichtsl rat aufstütlzen
ersichtlich sein, Vorkommen) {Mehrz. ...rate); Auflsichts- aufsu chen
aufI scheu |chen rats^sit zung, ...ver|gü|tung, auftajkeln (Seemannsspr.: mit
auf scheu lern; sich - ...vor|sit|zenjde Takelwerk ausrüsten); sich - (ugs.
auf schich ten; Auf schich tung auf|sit|zen; jmdn. - lassen (jmdn. für: sich auffällig, geschmacklos
auf schiel ben; Aufschiebling im Stich lassen); jmdm. - (auf kleiden und schminken); vgl. auf­
(kleiner Aufsatzbalken am jmdn. hereinfallen); Auf|sit|zer getakelt; Auf talke| lung, Auftak­
Dachstuhl); Auflschielbung österr. (Reinfall) lung
auf schie] ßen auf|spal|ten; Aufspaltung Auftakt m: -[e]s, -e
Auf | schlag; auf schla|gen; Auf­ auf span nen auf tan ken; ein Auto -; das Flug­
schlagzünder auf]spa|ren; Auf spalrung zeug tankt auf
Auf| schlämmung (Ablagerung aufspeilehern; Auf spei che rung auf tau| chen
von Schlamm) aufsperjren auf tau en
auf schlie ßen; vgl. aufgeschlos­ auf spie len; sich - auf teil len; Aufl teil lung
sen; Auf schlie ßung auf spie ßen auftiIschen ([Speisen] auftragen;
aufschlitzen auf|split|tem; Auf splitte rung meist übertr. ugs. für: Vorbrin­
Aufschluß; auf|schlüs|seln; Auf- auf|spray|en [,..ßpre'-en] gen)
schlüsise lung, Auf schlüß lung; aufspren gen; eine Tür - (mit Ge­ auftop|pen (Seemannsspr.: die
auf| Schluß] reich walt öffnen) Rahen in senkrechter Richtung
auf schmei ßen österr. ugs. (bloß­ auf[sprie|ßen bewegen)
stellen) auf sprin gen Auftrag m\ -[e]s, ...träge; im -[e]
aufschnap pen aufj spritl zen (Abk.: i. A. od. I. A.; vgl. d.);
auf schnei den; AuflschneiIder; auf|sprü|hen auftra gen; Auftragge ber; Auf-
Auf|schnei dejrei; aufschneide­ Aufl sprung tragsJ>e stand, ...be|stä|ti|gung;
risch; -ste (t R 294); Aufschnitt: auf spu| len; ein Tonband - auftragsgemäß; AuftragsJa­
kalter - auf spü|len; Sand - ge, ...pol ster (Wirtsch.: Vorrat
aufschnü ren aufspü ren: Aufspüjrung an Aufträgen), ...rück:gang; Auf-
aufjschraujben auf|sta|cheln; Aufstachelung. trag[s]|wal ze (Druckw.)
'auf!schrecken [Trenn.: ...schrek- Aufl stach] lung auf tref fen
ken]; sie schrak od. schreckte auf; auf|stamplfen auf trei Iben
sie war aufgeschreckt; vgl. Aufstand: auf|stän|dern (Technik: auftren|nen
'schrecken; 2auf| schrecken auf Ständern ruhen lassen); ich auf tre|ten; Aufl trel ten s\ -s
[Trenn.: ...schrek|kenl; ich ständere auf (t R 327); Aufl st än- Aufl trieb: Aufl triebsl kraft
schreckte ihn auf; sie hatte ihn de|rung; auf stän disch; Aufistän- Aufl tritt: Auftritts! ver | bot
aufgeschreckt; vgl. 2schrecken di|schem u. w; -n, -n (T R 287ff.); auftrump fen
Aufschrei; auf|schrei|en Aufl Stands | ver] such auf|tun; sich -
aufschrei ben; Aufschrift aufstajpeln; Auf|sta|pe|lung, Auf- auftür men; sich -
Auf | schub staplung auf und ab;-----gehen (ohne be­
auf schürlzen; den Rock - Aufstau (aufgestautes Wasser) stimmtes Ziel), aber (in Zus.; t R
auf schütlteln; das Kopfkissen - auf stäu !ben 145): auf- und absteigen (aufstei­
auf schützen; Aufschüttung aulslauen gen und absteigen); Auf und Ab
auf schwat zen, (landsch.:) auf­ auf ste | chen s:----- ; Auf und ab ge hen s; -s;
schwätzen aufstecken [Trenn.: ...stekjken]; ein Platz zum -, aber (t R 145
ay f| schwei ßen vgl. 2stecken u. R 120): das Auf- und Abstei­
'auf|schwel|len; der Leib schwoll aufstehen gen (Aufsteigen und Absteigen)
auf, ist aufgeschwollen; vgl. auf]stei|gen (österr. auch: in die auf und dal von; - - - gehen (ugs.);
'schwellen; 2auf| schwellen; der nächste Klasse kommen, versetzt sich---- machen (ugs.)
Exkurs schwellte das Buch auf, werden); aufsteigendes Grund­ auf wa chen
hat das Buch aufgeschwellt; vgl. wasser; Auf!steilger (Sportspr.) auf wach |sen
2aufschwellen; Auf| schwel | lung aufstel len; AufI stel I lung auf wall len; Aufwallung
145 Ausarbeitung

auf wäl tijgen (Bergmannsspr.: -; Äu gel chen, Äugllein: äu geln dens) m: -s, -; Aulgujstj nus, Au-
zusammengebrochene Gruben­ (veralt. für: [verstohlen] blicken; gu|st]n (Heiliger, Kirchenlehrer);
baue wiederherrichten) auch für: okulieren); ich ...[e]le Au|gustus (Beiname des röm.
Aufwand m; -[e]s; auf!wand reich; (t R 327); äu gen ([angespannt] Kaisers Oktavian)
Auf wands|ent schä di gung blicken); Augenarzt, ...auf- Auktion lat. [...zion] (Versteige­
auf|wär|men; Auf wärimung schlag, ...bank [Mehrz. ...ban­ rung); Aukjtio|na tor (Versteige­
Auflwarltelfrau: auf|war|ten; Auf- ken), ...blick1; au gen blick lieh1; rer) m: -s, ...oren; auk|tio|nie ren
wär|ter; Auf wäritelrin w; -nen au gen blicks1 (veralt.); Au gen- Aula lat. (Vorhof in besseren gr.
aufwärts; auf- und abwärts. blicksJdee, ...Sa che; Augen­ u. röm. Häusern; Fest-, Ver­
Schreibung in Verbindung mit braue, ...deckel [Trenn.: ...dek- sammlungssaal in [Hoch]-
Zeitwörtern', t R 139 (vgl. ab­ kel], ...dia gno se; Au gehdie.ne- schulen) »r; -, ...len u. -s
wärts): aufwärts (nach oben) ge­ rei (veralt.); au'genfäl lig; Au- Auilemitteld. (derb für: AuswurO
hen usw., aber: aufwärtsgehen genJarjbe, ...glas (veraltend; vgl. au na tu rel fr. [o tiatiiräl] (Gastr.:
(besser werden); Auflwärtsient- 'Glas), ...heil kun de, ...kliinik. ohne künstlichen Zusatz [bei
wick hing; Auf wärtsiha ken ...licht (5; -[e]s), ...lid, ...maß s, Speisen, Getränken])
Aufwartung ...merk (5; *[e]s), ...opjti ker, au pair/r. [o pär] (Leistung gegen
Aufwasch (Geschirrspülen; ...pul|ver (ugs. für: sehr kleine; Leistung, ohne Bezahlung); Au-
schmutziges Geschirr) m; -[e]s; die Augen anstrengende Schrift; pair-Mäd chen; Au-pair-Steli le
aufwa sehen; Aufwaschtisch. s; -s), ...rin ge (Schatten unter den (IR 155)
...wasser (Mehrz. ...wässer) Augen; Mehrz.), ...schein (m: au porteur fr. [o portör] (auf den
auf wecken [Trenn.'. ...wekken]: -[e]s); au gen schein!lieh [auch: Inhaber lautend [von Wertpapie­
vgl. aufgeweckt ...schain...]: Augentrost (eine ren])
aufwei chen; vgl. 'weichen; Auf- Heilpflanze), ...wei de (m>; -), Au ra lat. („Hauch“; Med.: Unbe­
weiiehung ...zeu ge; Au gen zeu|gen be­ hagen vor epileptischen Anfäl­
Auf1 weis nv, -es, -e; auf|wei!sen richt; Au gen zw in kern s: -s len) vr; -
auf wen den; ich wandte oder wen­ Au grast Gestalt der gr. Sage); Au- Au!rajmin nlat. (gelber Farbstoff
dete viel Zeit auf, habe aufge­ gjias stall (bildl.: verrottete Zu­ s: -s
wandt od. aufgew'endet; auf- stände) Aulrar vgl. Eyrir
gew’andte od. aufgewendete Zeit; ...äu gig,(z. B. braunäugig) Au rellia. Au re lie [.../'’]. (w.
auf wen dig (luxuriös); Aufwen­ Aujgit gr. (ein Mineral) m: -s, -e Vorn.); Au re li an (röm. Kaiser);
dung Äug lein, Äu geliehen Au re li.us (altröm. Geschlech­
auf werfen; sich zum Richter - Aug ment lat. (Sprachw.: Vorsilbe tername)
auf wer|ten; Aufwertung des Zeitw'ortstammes zur Be­ Au* reo Iclat. (Heiligenschein; Hof
aufwickeln [Trenn.: ...wikjkeln]; zeichnung der Vergangenheit, [um Sonne und Mond]) w; -, -n
Aufwickellung [Trenn.: ...wik- bes. im Sanskrit u. im Griechi­ Au reo|my ein © lat.: gr. [...zin]
ke...], Aufwicklung schen) s; -s, -e; Aug menlta|tijon (antibiotisches Heilmittel) s: -s
Aufwiegelei; auf wieigeln; Auf­ [...zion] (Musik: Vergrößerung Aujri gna ciien fr. [orinjaßiäng]
wiegelung, Auf wieg! lung der Notenwerte) (Stufe der jüngeren Altsteinzeit)
auf wie!gen Augs burg (Stadt am Lech); Augs- s: -: Au ri gnacimensch [orinjak...]
Auf wieg 1er; auf wieg le]risch; -ste bur ger (1 R 199); - Bekenntnis (Mensch des Aurignacien)
(1 R 294) (Abk. [österr.]: A. B.); augs bur­ Auirj kel lat. (eine Zierpflanze) w;
Aufwind (Segelflugsport: aufstei­ gisch, aber (t R 224): die Augs- -, -n; auiri ku lar (Med.: die Oh­
gender Luftstrom) burgische Konfession ren betreffend)
auf wiribeln Augtproßod. ...spros se (unterste Auripigment lat. (ein Mineral,
auf waschen; Auf wisch lap pen Sprosse am Hirschgeweih) Rausch gelb) s: -[e]s
auf wöl ben Au gur/af. (altröm. Priester u. Vo­ 'Au|roira (röm. Göttin der
auf wöl ken gelschauer; Wahrsager) m; -s u. Morgenröte); 2Au ro ra (ein
Aufwuchs ...uren, ...uren (meist Mehrz.: t R Schmetterling; Lichterscheinung
aufwüh len 268); Auigy ren lä cheln (wissen­ in der oberen Atmosphäre) »v; -,
Aufwurf des Lächeln der Eingeweihten) -s; Au ro ra|fal ter
aufzahden südd., österr. (dazu­ 5; -s Ay!rum lat. (lat. Bez. für: Gold:
zahlen); Auf zah lung (Aufpreis) 'Au gust lat. (achter Monat im Zeichen: Au) s: -[s]
auf zählten: Auf zäh! lung Jahr, Ernting, Erntemonat; aus: Verhältnisw. mit Wemf.:- dem
auf zäu men; das Pferd am od. Abk.: Aug.) m: -[e]s u. - (t R 319), Hause; - aller Herren Länder[n];
beim Schw'anz - (ugs. für: etwas -e; 2 Au gust (m. Vorn.); der dum­ Umstandsw.: aus und ein gehen
verkehrt beginnen) me - (Clown); Au gujsta. Au gu- (verkehren), aber (in Zus.; t R
auf zeh ren ste (w. Vom.); Au gust labend; 145): aus- und eingehende (aus­
auf zeich nen; Aufzeichnung Au gu sta na (Augsburgische gehende und eingehende) Waren;
auf zeigen (dartun) Konfession) w: -; au gu|ste;isch: weder aus noch ein wissen; Aus
auf Zejt (Abk.: a. Z.) ein -es (der Kunst und Literatur (Sportspr.: Raum außerhalb des
auf zie hen; Aufzucht; auf züch­ günstiges) Zeitalter, aber (TR Spielfeldes) s: -
ten 179:) Au gu ste isch;das -eZeital­ aus... (in Zus. mit Zeitwörtern,
auf zucken [Trenn.: ...zukiken] ter (das Zeitalter des Kaisers Au- z. B. ausbeuten, du beutest aus,
Auf zug; Auf zug füh rer; Auf- gustus); ’Auigustin (m. Vom.); ausgebeutet, auszubeuten; zum
zug[s] schacht 2 Au gu stin vgl. Augustinus; Au- 2. Mittelw. f R 304)
auf zün geln gu st] ne (w. Vorn.); Au gu stj ner aus agie ren (Psych.)
aufzwin gen (Angehöriger eines kath. Or­ aus apem (aper werden)
Aug. = August (Monat) aus ar bei ten; sich -: Aus ar bei-
Aug ap fei; Au ge 5; -s, -n; - um 1 Auch: ...blik... tung
ausarten 146

ausjarjten; Aus ar tung AusIbruch (auch: Wein besonderer aus|er|ko|ren (auserwählt)


aus|at|men; Aus at mung Güte) m; -[e]s, ...brüche; Aus- ausj er | le|sen
aus|ba|den; eine Sache - müssen bruchs|ver!such auserjse hen
(ugs.) ausbrüten aus |er| wähl len; aus|er|wählt; Aus-
aus bag gern ausbuchen (Kaufmannsspr.: aus er|wähl|te m u. w: -n, -n (1R
aus ba keu (mit Baken versehen) dem Rechnungsbuch streichen); 287ff.); Ausierlwähilung
aus|bajlan|cie|ren; Aus ba lan cie- vgl. ausgebucht aus fä ehern
rung aus buch | ten; Aus buch Itung auslfä dein, sich (Yerkehrsw.)
aus bal|do!wem dt.: jidd. (ugs. für: aus bud dein (ugs.) ausifah ren; ausfahfend (jäh, be­
auskundschaften) aus bü geln leidigend); Ausl fahr Isi'gnal
Aus ball (Sportspr.) ausibulhen (mit Buhrufen an (fachspr.); Ausl fahrt: Aus-
Ausl bau m; -[e]s, (für: Gebäude­ jmdm. Kritik üben) fahrt[s]^er j laubj nis, .. .ge| lei | se,
teil, abseits gelegenes Anwesen Aus bund w;-[eis; aus bün dig (ver­ ...gleis; Auslfahrtsischild s; Aus-
auch Mehrz.:) ...bauten altend für: außerordentlich, sehr) fahrt[s]lsi!gnal; Auslfahrtslstra-
aus|bau|chen; Ausl bauIchung aus|bür!gem; ich bürgere aus (t R ße
aus|baujen; ausbaufähig; Aus­ 327); Ausjbürjgelrung Ausfall m; ausfal'len; vgl. ausge­
bau |woh|nung aus | bür |st «1 fallen; aus|fäljlen (Chemie:
aus be din gen; sich etwas - aus bü xen landsch. (weglaufen); gelöste Stoffe in Kristalle, Flok-
aus|bei|nenlandsch. (Knochen aus du büxt (büxest) aus ken, Tröpfchen überführen;
dem Fleisch lösen) Auschlwitz (poln. Stadt; im 2. Schweiz.: verhängen [eine Strafe
aus bei Den Weltkrieg Konzentrationslager usw.]); ausjfal lend od. ausfällig
Aus beslselrin (Flickerin) w; -, der Nationalsozialisten) (beleidigend); Aus fall [sl^er-
-nen; aus bes|sern; Ausibeslse- Ausidauler: aus daujernd; -ste schei nung (Med.), ...tor s; Aus-
rung, (selten:) Aus;beß|rung; aus- aus|deh|nen; sich -; Aus deh nung: fall^stra'ße; Aus fäll lung (Che­
bes|se rungs be|dürffig Aus | deh | nungs | ko | ef| fi | zi | ent mie); Ausfallzeit
ausbeulen aus den ken; sich etwas - ausfechjten
Auslbeulte w; -, -n ausldielnen; vgl. ausgedient aus|fe|gen; Aus feiger
aus | beu teln österr. (ausschütteln) aus|dif|fe|ren|zie|ren; sich - aus fei len
aus beu ten: Aus beu ter: Ausjbeu- ausdiskutieren ausfer|ti|gen; Auslferltilgung
te|rei; aus beu]te|risch; -ste (t R aus! docken [Trenn.: ...dok|ken] aus'filltem
294); Ausl beul ter|klas|se: Aus­ (aus dem Dock transportieren) ausfin dig; - machen; Auslfinldig-
beutung aus|dor|ren; aus dör ren majehen s: -s
aus ;be|zah len aus | drei hen aus flag gen (mit Flaggen kenn­
ausbiegen Ausl druck m; -[e]s, ...drücke u. zeichnen)
aus | hielten (Druckw.:) ...drucke; aus- aus|flie|gen
aushilden; Aus bil den de m u. w; drucken [Trenn.: ...druk|ken] aus!flie|ßen
-n, -n (t R 287ff.); Aus|bil|der; ([ein Buchl fertig drucken); aus- aus flip pen (ugs.: die bürgerliche
Ausjbild[ner (österr.); Ausibil- drücken [Trenn.: ...drüklken]; Gesellschaft nach Drogenkon­
dung; Ausl billdungsJehrl gang, sich -; ausdrücklich [auch: sum verlassen, ein unbürger­
...ver|trag ...drük...]4, Ausdruckskunst liches, ungeordnetes Leben füh­
aus bit ten; sich etwas - (auch für: Expressionismus) w; ren); ausgeflippt (auch für: durch
aus bla scn: Auslblälser (aus­ -; ausldrucksllos: -este (1 R 292); ständigen Drogenkonsum außer
gebranntes, nicht auseinanderge­ Aus drucksllo|sig|keit w; -; aus­ Selbstkontrolle)
sprengtes Artilleriegeschoß) drucksvoll; Ausl drucks Iweilse ausjflocken [Trenn.: ...flok|ken]
aus|blei|ben Ausldrusch (Dreschertrag) m\ (Flocken bilden)
'ausjbleilchen (bleich machen); du -[e]s, -e Ausl flucht w; -, ...flüchte
bleichtest aus; ausgebleicht; vgl. aus dün j nen; Obstbäume, Früch­ Auslflug; Auslflügiler: Aus-
'bleichen; 2aus|blei|chen (bleich te - flugs^ort (w; -[e]s, -e), ...schiff,
werden); es blich aus; ausgebli­ aus dun sten, (häufiger:) aus|dün- ...ver kehr, ...ziel
chen (auch schon; ausgebleicht); sten; Ausdunstung, (häufiger:) Ausifluß
vgl. 2bleichen Ausl dün stung aus fol gen österr. (übergeben,
aus| bien den aus I ein | an der; Schreibung in Ver­ aushändigen); Auslfollgung
Aus blick: aus|blicken [Trenn.: bindung mit Zeitwörtern (t R aus|for|men
...blik|ken] 139); ausemander sein; auseinan­ ausfor|mudie|ren; Auslformulie-
auslblulten der (voneinander getrennt) set­ rung
aus bo gen; ausgebogte Zacken zen, liegen, aber: auseinander- Ausiforlmung
auslboh ren setzen (erklären); vgl. aneinan­ aus for schen (österr. auch für:
ausibojen (ein Fahrwasser mit der; aus|einlan|der|bre|chen; aus­ ausfindig machen); Ausfor­
Seezeichen versehen) ein an der fal len; aus ein an der- schung (österr. auch für: [polizei­
aus|bom|ben; vgl. Ausgebombte ge hen (sich trennen, unterschei­ liche] Ermittlung)
aus boo ten; Auslbooltung (ugs. den; ugs. für: dick werden); aus­ ausjfra gen; Aus|fra|ge|rei
auch für: Entlassung, Abset­ ein |an|der haßten (sondern); aus­ ausfranjsen; vgl. ausgefranst
zung) ein |an|der| lauIfen (sich trennen; aus|fres|sen; etwas aus gefressen
aus|bor[gen; sich etwas von sich ausdehnen); aus|ein|an|der- (ugs. für: verbrochen) haben
jmdm. - le|ben, sich; ausjeiman|der|neh- Ausfuhr w;-,-en; Ausführbänjder
ausbre|chen; Ausbre|cher men; aus ein an der rei ßen; aus­ (Druckw.) Mehrz.: ausführbar;
aus|brei|ten; Aus brei tung ein | an|der)set|zen (erklären); sich Auslführlbarlkeit w; -; ausfüh­
aus Ihren nen mit jmdm. od. etwas -; vgl. aus­ ren; Auslfühlrer (für: Exporteur);
aus|brin,gen; einen Trinkspruch - einander; Aus|ein|an|der|set|zung Aus fuhr Hand {Mehrz. ...länder);
147 Auskleidung

aus|fuhrllich‘; Ausiführllilche- aus|ge|nomlmen; alle waren zuge­ Ausl hang; Aus'hänlgelbolgen


res‘ .(T R 116); Aus; führ I lieh ikeit1 gen, er ausgenommen (od. ausge­ (Druckw.); 'aus hängen (älter u.
H»; Auslfuhrlprälmie: Auslfüh- nommen er); ich erinnere mich mdal.: aushangen); die Verord­
rung; Aus fühjrungs bejStim­ aller Vorgänge, ausgenommen nunghat ausgehangen; vgl. ‘hän­
mung; Ausifuhrlver bot dieseseinen (od. dieseneinen aus­ gen; “aus hänfgen; ich habe das
aus|füli len; Aus fül lung genommen); der Tadel galt allen, Fenster ausgehängt; vgl. Gän­
Ausg. = Ausgabe ausgenommen ihm (od. ihn aus­ gen; A_us hän ger vgl. Aushänge­
Ausigaibe (Abk. für Drucke; genommen); ich weiß alles, aus­ bogen; Aus hänl ge'schild 5
Ausg.); Aus!gajbe[n]|buch; Aus- genommen diese eine Tatsache aus!hart ren
ga|benipo|li|tik; Ausgabestel­ (od. diese eine Tatsache ausge­ aus|här|ten (Technik); Aushär­
le, ...terimin nommen); ausgenommen, daß/ tung
Ausl gang; ausfgangs (Papierdt.; wenn (1 R 61) aus|hau|chen; sein Leben -
t R 129 u. 130); mit Wesf.\ - des ausjgelpicht (ugs. für: gerissen, auslhau en
Tunnels; Aus gangsJ)alsis, ...po- durchtrieben) ausjhäujsig landsch. (außer Hau­
sitijon, ...punkt, ...sperre, ...Stel­ aus[ge!po|wert ses; selten zu Haus); Auslhäulsig-
lung ausjge prägt; eine -e (stark entwik- keit w; -
aus ga;ren (Metallurgie: flüssige u. kelte) Vorliebe; Auslgejprägtheit auslhelben (herausheben; zum
gasförmige Bestandteile entzie­ w; - Heeresdienst einberufen; österr.
hen) aus ge pumpt (ugs. für: erschöpft) auch: [einen Briefkasten] leeren);
aus gä ren (fertig gären) aus igej rech net Ausi he her (Griff beim Ringen);
aus gaisen ausige|schlos sen (unmöglich); es aus;he bern (mit einem Heber
ausige|ben; Geld -; sich - ist [nicht] -, daß ... herausnehmen; bes. den Magen
ausigelbleicht; vgl. ‘ausbleichen; aus ge|schnit ten zu Untersuchungszwecken ent­
aus|geibli|chen; vgl. 2ausbleichen ausge|spro|chen (entschieden, leeren); ich hebere aus (1 R 327);
ausi ge bogt vgl. ausbogen sehr groß); eine -e Abneigung; Ausl he befrung; Aushebung
Aus!ge bomb te m u. w; -n, -n (t R aus|ge spro|che|ner|maißen (österr. auch: Leerung des Brief­
287 ff.). aus gestalten; Aus ge stal tung kastens)
aus|gebucht (voll besetzt, ohne aus | ge | steu | ert; Aus! ge j steu | er | te m aus hecken [Trenn.-. ...hek|ken]
freie Plätze); ein -es Flugzeug u. w; -n, -n (1 R 287ff.) (ugs. für: listig ersinnen)
auslgelbufft (ugs. für: raffiniert) aus!geisucht ([auslerlesen; ausge­ aus hei|len; Ausi hei ilung
Ausigeiburt sprochen) ausihelifen; Ausl hei fer: Aushilfe;
aus| geldehnt auslge|wach|sen (voll ausgereift) Auslhilfs^ar beit. ...kraft w,
aus gejdient; ein -er Soldat; - haben ausige|wo gen (wohl abgestimmt, ...stel lung; aus hilfs!weilse
Ausjge dinlge landsch. (Altenteil) harmonisch); Auslgelwolgenlheit aus|höh|len; Ausi höh lung
s; -s, -; Ausl ge din ger w; - aus hollen
aus|ge dorrt; aus geIdörrt aus| ge | zehrt aus|hol[zen; Aus holzung
ausi ge|fall len (auch für: aus|ge|zeich|net (vorzüglich, her­ aus|hor|chen; AusIhorieher
ungewöhnlich); -e Ideen vorragend); -e Leistungen ausfhor|sten (junge Raubvögel aus
ausjge|feilt aus| giei big (reichlich); Auslgie- dem Horst nehmen)
aus|ge|feimt landsch. (abgefeimt) big keit w; - Ausjhub m; -[e]s
aus|geflippt vgl. ausflippen aus gie ßen; Auslgie ßung ausjhun gern; vgl. ausgehungert
aus gej franst; eine -e Hose Ausl gleich m; -[e]s, -e; ausigleich- aus hu|sten; sich -
aus|ge|fuchst (ugs. für: durchtrie­ bar; aus | gleichen; vgl. ausgegli­ ausixen (ugs. für: mit dem
ben) chen; Aus gleichs^amt, ...fonds, Buchstaben x ungültig machen)
aus|geigli|chen; ein -er Mensch; ...gejtriebe (für: Differential), ausfjä ten
Auslgejglilchen heit w; - ...sport, ...treffer, ...ver| fahl ren; ausikäm men; Auslkäm mung
Ausl geh anlzug; ausge,hen;es geht Ausgleichung aus|ke|geln (landsch. auch für:
sich aus (österr. für: es reicht, aus glei ten ausrenken)
paßt) aus glü'hen (z. B. einen Draht) aus| keh len; Aus keh| lung (das An­
aus'ge|hun[gert (sehr hungrig) aus graben; Ausgrä ber. ...gra- bringen einer Hohlkehle)
Aus!geh ver bot bung aus keh ren; Aus|keh|richt m: -s
aus gejklüj gelt aus greif fen; Ausi griff Aus! kei lung (Geol.: Zuspitzung
aus i gej kocht (ugs. auch für: durch­ aus grün den (Wirtsch.: einen Teil einer Gesteinsschicht)
trieben); ein -er Kerl eines Betriebes herausnehmen u. aus!kei men
ausigeilasfsen (auch für: übermü­ als selbständiges Unternehmen aus kenInen, sich
tig); ein -er Junge; Aus[ge|las|sen- weiterführen); Ausl gr ün| düng ausiker|ben; Auslkerlbung
heit w; -, (selten:) -en Ausl guck m: -[e]s, -e; aus gucken aus|ker|nen
aus gej lalstet [Trenn.: ...guk|ken] auslkippen
aus ge laugt: -e Böden Auslguß ausklagen (Rechtsspr.); Aus; kla-
aus) geliefert aus ha ben (ugs.); .... daß er den gung
aus|geilernt; ein -er Schlosser; Aus­ Mantel aushat; das Buch - aus klam mem; Auslklam me rung
gel lernltem u. w; -n, -n (J R 287 ff.) aus hacken [Trenn.-. ...hak|ken]; ausiklaimü|sem vgl. klamüsern
aus ge[lit|ten; - haben Unkraut - Ausl klang
ausige macht (feststehend); als - aus hafken (ugs. auch für: zornig aus;kla|rie|ren (Schiff und Güter
gelten; ein -er (ugs. für: großer) werden) vor der Ausfahrt verzollen)
Schwindel aus hallten; (t R 120:) es ist nicht ausiklau|ben landsch. (größere od.
aus'gelmerl gelt zum Aushalten wertvollere Stücke mit der Hand
aus han dein auslesen)
i Auch: ...für... ausihänfdi gen; Aus hän di.gung aus kleilden; sich -; Aus klei düng
ausklingen 148

aus!klin|gen gen s: -s; das - finden (österr.: Rechte, Interessen abgrenzen;


ausklinken mit etwas auskommen) sich auseinandersetzen); Aus­
aus!klop|fen; Auslkloplfer Ausl laß nr, ...lasses, ...lasse; aus­ marl chung (Schweiz.)
aus klü geln; Aus klü ge| lung. Aus-las | sen (österr. auch für: frei-, los­ aus|mä|ren, sich (bes. ostmitteldt.
klüg lung lassen); vgl. ausgelassen; Auslas­ für: fertig werden, zu trödeln
auslkneilfen (ugs. für: feige u. sung; Auslassungs^punkte aufhören)
heimlich weglaufen) (Mehrz.), ...satz (für: Ellipse), Aus Imaß s
aus'knip sen ...zeijehen (für: Apostroph); Aus- aus mau em; Auslmauelrung
aus'knoibeln (ugs. auch für: aus­ laß|ven til (beim Viertaktver­ aus mei ßeln
denken) brennungsmotor) aus mer -ein; ich mergele aus (T R
auslknocken [Trenn.'. ...knokjken] aus|la|sten; Ausllalstung 327); Ausl mer! ge1 lung, Aus'merg-
engl. [...noken] (Boxsport: durch ausllatlschen (ugs.); die Schuhe - lung
K. o. besiegen; ugs. für: ausste­ Ausllauf: Ausl lauf!bahn (Schi­ aus|mer|zen (radikal beseitigen);
chen, besiegen) sport); ausllau|fen; Auslläulfer du merzt (merzest) aus;.Auslmer-
aus i knöpf! bar; aus knöp fen aus [lau gen zung
aus|ko|chen; vgl. ausgekocht Ausl laut; ausjlaulten aus|mes|sen; Auslmeslsung
aus|kofjfern (eine vertiefte Fläche aus lau ten aus]mie|ten (Schweiz, neben: ver­
für den Straßenunterbau schaf­ aus|le ben; sich - mieten)
fen); ich koffere aus (t R 327); aus!lecken [Trenn.-. ...lek|ken] aus|mi sten
Auslkoflfelrung ausjlee ren; Auslee rung aus mit teln (veraltend für: ermit­
Auskolkung (Geol.: Auswa­ aus|le|gen; Ausl lei ger; Auslle- teln); ich mittele aus (t R 327);
schung) gerJboot, ...brücke [Trenn.-. Auslmit te lung. Ausimittl lung;
aus|kom|nten; Ausikomlmen s: -s; ...brüklke]; Aus'lelgelwalre (Tep­ aus mit tig, au|ßer|mit|tig (für:
aus [komm lieh pichstoffe zum Auslegen von exzentrisch [Technik])
auskosten Fußböden); Aus|le|gung aus(mon tiejren
aus'kotjzen (derb); sich - auslleiem aus muIgeln österr. (ausfahren,
aus kra gen (Bauw.: vorkragen); Ausl lei he; aus|lei|hen; Ausllei- uneben machen [Schipiste])
Ausikralgung hung aus mün den
aus|krajmen ausller nen; vgl. ausgelemt aus|mün zen; Ausmünzung
aus krat zen Ausilelse: auslleisen: Aus |le|se| Pro­ (Münzprägung)
aus|krie|chen zeß aus|mu|stem; Auslmulstelrung
aus|kriegen (ugs.) aus | leuch | ten Aus nah me (österr. auch für: Al­
aus | kri| stäl li sie ren; sich - aus [lieh ten tenteil) w; -, -n; Ausnahme Jall
aus ku geln (ugs. für: ausrenken) aus!lie|fem; Auslieferung (österr.: Ausnahmsfall) m, ...zu-
aus|küh|len; Aus küh lung ausliegen stand (österr.: Ausnahmszu­
Aus|kul|tant lat. („Zuhörer“; ver- aus|lo|ben (Rechtsspr.: öffentlich stand); aus|nahmsJos, ...wei|se;
alt. für: Beisitzer ohne Stimm­ eine Belohnung aussetzen); Aus­ aus netümen; sich -; vgl. ausge­
recht) m: -en, -en (t R 268); Aus- lol bung nommen; aus|neh mend (sehr);
kul ta ti on [...zion] (Med.: Be­ aus| löffeln Aus nehlmer österr. (Altenteiler)
horchung); Aus|kul|ta|tor (ver- aus|lo gie ren [...$ehiren] (anders­ ausPeu|en (Jägerspr.: einer [Mar-
alt. für: Gerichtsreferendar) m\ wo einquartieren) derlspur im Neuschnee folgen)
-s, ...oren; auskultatorisch aus1 los bar aus[nüch|tem, sich; Ausinüchlte-
(Med.: durch Behorchen); aus- aus! lös bar rung
kullfleren (Med.: abhorchen) 'aus lö sehen: er löschte das Licht ausnut|zen, (bes. südd., österr.:)
aus | kund | schäften; Auslkund- aus, hat es ausgelöscht; vgl. aus|nüt|zen; Aus nut zung, (bes.
schaf|ter 'löschen; 2auslRüschen (veralt.); südd., österr.:) Auslnütlzung
Aus kunft ir; -, ...künfte; Auskunf­ das Licht losch (auch: löschte) auspacken [Trenn.: ...pak|ken]
tei; Ausjkunftsistellle aus, ist ausgelöscht; vgl. löschen aus par ken
auslkup peln; den Motor - aus|lo|sen aus peit sehen; Auslpeitlschung
aus]ku|rie|ren aus|lö|sen; Ausllölser Aus pend ler (Person, die außer­
ausla ichen Aus loisung (durch das Los getrof­ halb ihres Wohnortes arbeitet)
Ausl lad Schweiz. (Ausladung [bei fene [Auslwahl) (einzäunen; Berg-
ausj pfähl len
der Eisenbahn]) m:-s: ’aus lalden; Ausllölsung(das Auslösen, Bewir­ mannsspr.: mit Pfählen Gesteins­
Waren -; vgl. 'laden; Aus la den; ken; Loskaufen [eines Gefange­ massen abstützen); Auspfäh­
jmdn. -; vgl. 2laden; aus la dend nen]) lung
(nach außen ragend); Auslla de- aus Hol ten ausjpfar ren (einer anderen Pfarre
ram|pe; Auslla düng auS| lüften zuweisen); Aus pfar|rung
Ausilalge Aus!lug (veralt. für: Ausguck) nr, aus'pfeifen
ausllagern; Ausllajgelrung -[e]s, -e; auslugen auspflanzen
Aus land s: -[ejs; Ausllänlder; Aus- aus'm (ugs. für: aus dem); t R 240 aus [pflücken [Trenn.: ...pflük|ken]
län de rin w; -, -nen; aus| län disch; aus |ma Ichen; eine Sache-; vgl. aus­ Au spi zi um lat. („Vogelschau“;
Aus|lands~ablsatz, ...be|zie|hun- gemacht Vorbedeutung) s: -s, ...ien [...ieri\
gen (Mehrz.); aus lands deutsch; auslmah|len; Aus mah lung (z. B. (meist Mehrz.)-, unter jemandes
Aus!lands-deutlsehe (m u. w; 1 R des Kornes) w, - Auspizien, unter den Auspizien
287ff), ...künde (w; -), ...kor|re- aus|ma len; Auslmalung (z. B. des von... (Oberleitung, Schutz)
sponldent, ...reilse, ...Sendung, Bildes) aus plau dem
...ver|tre tung ausl ma| nö! vriej ren ays plüi dern; Aus plün de rung
ausllan gen landsch. (zum Schlag aus|marchen Schweiz. (mit aus polIstem; Ausl polistelrung
ausholen; ausreichen); Aus|lan­ Marksteinen abgrenzen; seine aus po sauinen (ugs. für: etwas [ge-
149
außen
gen den Willen eines anderen] jektion; Mehrz. ...Wörter), ...Zei­ stark gebeugtes Hauptw. steht in
bekanntmachen) chen; Auslrulfung: Aus m fungs- der Einz. ungebeugt: - Porto:
aus'po|wem dt:, fr. (bis zur Ver­ zei|chen; Aus!mf|zeilchen Wem/., wenn bei Mehrzahlfor­
elendungausbeuten): ich powere (Schweiz, neben Ausrufungszei­ men der Wesf. nicht erkennbar
aus (t R 327); Auslpo wejrung chen meist für: Ausrufezeichen) ist: Getränken; Aus schließ;lich-
aus|prä|gen; vgl. ausgeprägt; Aus- aus|ruihen keit1 vv; -, (selten.) -en; Ausschlie­
prä gung aus[ mpi fen ßung
ausjpreiisen (Waren mit einem ausjrü|sten; Aus rüjster; Auslrü- Auslschlupf: aus!schlüpfen
2Preis versehen) stung; Aus |rüjstungs^ge| gen­ ausjschlür fen
aus presisen stand, ...stück Ausi Schluß; AusschlulLfach. ...kä­
aus pro'bieiren ausjrutischen; AusIrutlscher (auch sten (Druckw.)
Ausi puff nr, -[e]s, -e; Aus! puff;flam­ Sportspr.) ausischmie ren
me (T R 237); Ausi puffi topf Aussaat: aussäen aus (schmücken [Trenn:
aus[pum pen; vgl. ausgepumpt Ausisa ge w; -, -n; aus|sa'gen ■ ...schmük ken]; Ausi Schmückung
aus! punkten (Boxsport: nach aus|sälgen [Trenn: ...schmük|kung]
Punkten besiegen) Aus saigeJiraft, ...satz, ...weilse ays sch na u ben
ausjpu sten (Sprachw. für: Modus) w, ...wert aus|schnei den; Ausjschnei düng;
Aus^putz (Zierat); ausjput;zen; Auslsatz (eine Krankheit) nr, -es; Aus| schnitt
Ausi put [zer auslsätjzig ausi schnüffeln
auslquar tie ren; Ausiauarltielrung aus|sau|fen ausischöp fen; Ausischöp fung
aus|quat|schen; sich - aus! sau | gen ausschop pen österr. ugs. (aus­
aus|quetschen Aussch. = Ausschuß stopfen)
ausi ra;die; ren aus|scha|ben; Ausischaibung ausi schrei ben: Aus: schreiIbung
aus Iran: gieren [,..sekiren] (ugs. ausi schach ten; Ausi schach i tung ausj schrei |en
für: aussondem; ausscheiden) aus|scha|len (Verschalung entfer­ ausj schrei! ten; Ausschreibung
aus irai siel ren nen; verschalen) (meist Mehrz.)
aus'ra'sten (ugs. auch für: zornig ausjschäjlen ausischro ten österr. ([Fleisch] zer­
werden; südd., österr. für: ausru­ ausi sch all men; Bäume - (Forstw.: legen, ausschlachten)
hen) durch Schalmen zum Fällen an­ Aus schulhen (krankhaftes Abfal­
aus;rau ben; aus (räu bem weisen) len der Hornschuhe bei Huftie­
aus | räu! ehern ausi schal ten; Ausischaliter; Aus­ ren) s\ -s
aus i rau fen schal [ tung aus|schu len (aus der Schule neh­
aus räu men; Aus^räulmer. ...räu- Ausischa lung men); Aus schullung
mung Ausschank AusIschuß (Abk. für Kommission:
aus! rech nen; Aus rech nung Ausl schau w, -; - halten; aus|schau- Aussch.); AusischulLmitiglied,
aus recken [Trenn:. ...rekiken] en ...sit|zung, ...wa|re
Ausire'de: aus!re den; jmdm. et­ Aus scheid (DDR für: Ausschei­ auslschüt teln
was - dungskampf) m; -[e]s, -e; aus- aus|schüt ten; Auslschüt tung
aus1 reg nen, sich scheijden; Auslscheiidung; Aus- aus|schwär men
aus'res ben (österr. auch für: schei dungsJtampf, ...spiel ausjschwejfeln
scheuern); die Küche -; Aus reib- aus schellten aus|schwei fen; auslschweijfend;
tuch österr. (Scheuertuch) aus Ischen ken (Bier, Wein usw.) -ste; Ausschweifung
ausjrei chen; aus rei chend; er hat ausische ren (von Schiffen, Kraft­ ausjschwei gen, sich
[die Note] ..ausreichend“ erhal­ fahrzeugen od. Flugzeugen: die aus(schwem men; Auslschwem-
ten; er hat mit [der Note] „ausrei­ Linie, Spur verlassen); scherte mung
chend“ bestanden aus; ausgeschert ausjschwen ken
ausjrei fen; Aus rei fung ausischicken [Trenn: ...schik ken] aus | sch w in | gen (Schweiz, auch:
Aus rei se; Aus rei se^er laub nis, ausj schießen (Druckw.); Aus­ den Endkampf im Schwingen
...ge neh mi gung; aus reiisen; schieß plat te (Druckw.) kämpfen); Ausischwinget
Aus reijseisper re aus!schiffen; Aus]schif!fung (Schweiz.) nr, -s
aus rei ßen; Ausi rei ßer auslschil dern (Verkehrswege mit ausischwit|zen; Ausischwitizung
aus | rei (ten Verkehrsschildern ausstatten); Aus'see, Bad (Solbad in der Steier­
ausjrefzen; die Karten - Ausischil de rung mark); Ausjseer (t R 166, 199 u.
auslrenken; Aus renkung ausi schimp fen 205); Aus seer Land (Gebiet südl.
aus:reu|ten (veralt. für: ausroden) aus jschir |ren des Toten Gebirges in der Steier­
aus|rich ten; etwas -; Ausi riehiter; mark)
aus schlach ten (ugs. auch für: aus-
Aus| rieh tung beuten); Ausjschlachjtelrei; Aus-aus seg nen; Auslsegjnung (kirchl.
ausjrin gen landsch. (auswringen) schlachitung Segnung der Mutter nach einer
aus! rininen aus schla fen; sich - Geburt; SegnungeinesToten vor
ausirip pen (von den Rippen lösen) Aus schlag; aus schla gen; aus- dem Hinaustragen aus dem
Ausi ritt schlag;gelbend; -ste Haus)
ausjro[den; Ausrodung aus schläm men (von Schlamm be­ aus se hen; Aus se hen s: -s
ausi rof len freien) aus sein (ugs. für: zu Ende sein);
aus|rot|ten; Auslrotitung ausjschlie ßen; vgl. ausgeschlos­ das Theater ist aus, ist ausgewe­
ausirücken [Trenn: ...rükiken] sen; aus sch Hellend; ausschließ­ sen. aber: .... daß das Theater
([die Garnison] verlassen; ugs. lich1; Verhältnisw. mit Wesf: - aus ist, war; auf etwas - (ugs.
für: fliehen) des Weines; ein alleinstehendes. für: versessen sein)
Ausl ruf; ausi rufen; Aus ru'fer; au ßen; von - [her]; nach innen und
Aus ru fesatz. ...wort (für: Inter­ 1 Auch: gußschliß... od. ...schliß... -: nach - [hin]; Farbe für - und
Außen 150

innen; er spielt - (augenblickliche außerhalb einer Ortschaft); au­ (streiken); ausistänjdig südd.,
Position eines Spielers), aber ßer par lamenjtal risch; die-e Op­ österr. (ausstehend); -e Beträge;
vgl. Außen; Au|ßen (Sportspr.: position (Abk.: APO, auch: Ausl Stand Iler (Streikender)
Außenspieler) m\ -, -; er spielt Apo); au ßerlplan|mä|ßig (Abk.: aus[stat|ten; Aus stattung
- (als Außenspieler), aber vgl. apl.); au ßer| schul lisch ausiste chen
außen; Au ßen^allster. ...an|ten- äu|ßerst (auch: sehr, in hohem aus stecken [Trenn.: ...stek|ken];
ne, ...ar(bei(ten (Mehrz.), ...auf- Grade). I. Kleinschreibung (t R etwas mit Fähnchen -
nah|me (meist Mehrz.), ...be|zirk, 134): bis zum äußersten (sehr); aus|ste|hen; jmdn. nicht - können;
...bor|der ([Boot mit] Außen­ auf das, aufs äußerste (sehr) er­ die Rechnung steht noch aus
bordmotor), ...bord mo|tor; au­ schrocken sein. II. Großschrei­ aus|stei|fen (Bauw.); Auslsteiifung
ßen |bords (außerhalb des Schif­ bung (t R 116): das Äußerste be­ aus'stei gen
fes) fürchten; 20 Mark sind od. ist aus|stei nen; Obst -
aus|sen|den; Aussen klung w; - das Äußerste; das Äußerste, was auslstelllen; Aus|stel|ler; Ausistell-
Aul ßenl dienst: Au'ßenldienstller: ...; auf das, aufs Äußerste (auf fenister (Kfz); Ausjstell lung; Aus­
au[ßen|dienst|lich; Aulßen^elibe, die schlimmsten Dinge) gefaßt stell lungs^fläi che, ...geibäujde,
...hanjdel, ...han dels|po|li!tik, sein; es bis zum Äußersten trei­ ...ge lan de, ...ka tajlog, ...stand,
...komlman do, ...kur|ve; au|ßen- ben; es auf das, aufs Äußerste ...stück
lieigend; Aulßenjmi|ni|ster. ...mi- ankommen, zum Äußersten AusIster beietat [...eta]: nur noch
ni|ste|ri!um, ...poilitik; außen­ kommen lassen; bis zum Äußer­ in festen Wendungen wie: auf
politisch; Au ßen^sei|te. ...sei- sten gehen; es bringt mich zum dem - stehen, auf den - setzen
ter, ...spiejgel, ...stän de (ausste­ Äußersten (zur Verzweiflung); (ugs.); auslster ben
hende Forderungen; Mehrz.), vgl. zuäußerst Aus!Steu er w: aus|steu|ern; Aus-
...ste|hende (m u. w, -n, -n; TR au|ßer|stand [auch: au...]: - setzen; steue|rung
287 ff), ...stell le, ...stürjmer, vgl. außer; au|ßer|stan|de [auch: Ausl stich (das Beste [vom Wein];
...tem|pe ra tur, ...trep|pe, ...tür, au...]: - sein; sich - sehen; sich Schweiz. Sportspr. auch für: Ent­
...wand,...weit(w;-), ...wirt|Schaft [als] - erweisen; vgl. außer scheidungskampf)
(w; -) äu!ßer|sten[falls; vgl. Fall m Aus!stieg m: -[e]s, -e; Ausistiegllu-
aulßer; Bindew.: - daß/wenn/wo; au|ßer[tour|lich [...tur...] österr. ke
wir fahren in die Ferien, - [wenn] (außerhalb der Reihenfolge; zu­ aus1 stop fen; A_usistop|fung
es regnet (T R 62); niemand kann sätzlich eingesetzt [z. B. von ei­ Aus stoß (z. B. von Bier) m: -es,
diese Schrift lesen - er selbst; Ver­ nem Omnibus]) (selten:) Ausstöße; aus|sto|ßen;
hält nisw. mit Wemf: niemand Äußelrung jmdn. -; Aus|sto|ßung
kann es lesen - ihm selbst; - [dem] au ßer wenn/wo (t R 62) aus strah len; Ausl strahl lung
Flauste]; - allem Zweifel; - Dienst aus|set!zen; Ausisetlzung ausätrecken [Trenn.: ...strek|ken]
(Abk.: a. D.); - Rand und Band; Ausl sicht w: -, -en; aussichts los; aus |strei| chen
ich bin - mir (empört); (t R 132:) -este (t R 292); Auslsichtsllolsig- aus|streu|en; Gerüchte -
außerstande sein, - acht lassen, keit w; -; AusIsichtslPunkt: aus­ Aus!strich (Med.)
aber (t R 132): - aller Acht las­ sich ts|reich; Auslsichtslturm: aus- aus|ströimen
sen; mit Wenf. (bei Zeitwörtern sichts|voll; Auslsichtsiwalgen aus|su|chen; vgl. ausgesucht
der Bewegung): - Kurs, - allen aus sie ben aus|sü|ßen (zu Süßwasser werden)
Zweifel, - Tätigkeit setzen; ich aus!sie(deln; Aus i sied Iler: Aus­ aus|ta|pe ziejren
gerate - mich (auch: mir) vor sied ler|hof; Aus sie de lung. Aus­ aysita rie|ren (ins Gleichgewicht
Freude; außerstand setzen; mit sied lung bringen; österr. auch: [auf der
Wesf. nur in: - Landes gehen, aus söh|nen; sich -; Aussöh nung Waage] das Leergewicht feststel­
sein; - Hauses (neben: Hauste]); ausjson dern; Aus son deirung len)
Au|ßeracht las sen s; -s; T R 120 aus|sor|gen; ausgesorgt haben Ausltausch///; -[e]s; aus | tausch! bar;
u. R 156; Au ßer| acht | las |sung; auslsor tie ren Aus tausch!bar!keit: aus|tau-
au|ßei\,amt|lich, ...beiruf|lieh; au­ aus|spä|hen schen; Austauschmioitor (aus
ßer daß (T R 62); auißeridem; au- Aus spann//?: -[e]s, -e; auslspaninen teilweise neuen Teilen bestehen­
ßer|dienst'lich;au ße|re;die- Mis­ (ugs. auch für: abspenstig ma­ der Ersatzmotor), ...schüjler,
sion, aber (t R 198): die Äußere chen); Aus|span|nung ...stoff (künstlicher Roh- u.
Mongolei; Äulße|re s; ...r[e]n; im aus|spa|ren; Aus spa rung Werkstoff); aus!tausch|wei|se
Äußer[e]n; sein -s; ein erschrek- aus | spei en aus teillen Aus tei lung
kendes Äußere[s]; Minister des aus[sper ren; Auslsperlrung Au|ste|nit [nach dem engl. For­
-n; aulßer-ehellich. ...eu|ro|pä- aus spie len; jmdn. gegen jmdn. - scher Roberts-Austen] (ein Gefü­
isch; au|ßer'ge|richtjlich; -e Ko­ ausispin nen gebestandteil des Eisens) m: -s,
sten; -er Vergleich; au|ßer|ge- aus|spio|niejren -e
wöhn|lich;au|ßer halb; mit Wesf.: Aus spra che; Aus spra cheabend, Aulster niederl. (eßbare Meeres­
- des Lagers; - Münchens; au|ßer- ...bejzeichinung, ...wör|ter|buch; muschel) w: -, -n
ir|dtsch; Au | Der | kraft |set|zung; ausisprech|bar; aus|sprelchen; Au(ste|ri|ty engl. [aßtäritiQ (engl.
Au|ßer|kurs|set|zung; äujßerjlich; sich -; vgl. ausgesprochen Bez. für: Strenge; wirtschaftl.
Äuißerl lieh keit aus|spren|gen; ein Gerücht - Einschänkung) w, -
äulßerln (österr. ugs.); seinen ausäprit|zen; Auslspritjzung AulsternJbank {Mehrz. ...bänke),
Hund - (auf die Straße führen) Ays | spruch ...filscher (Watvogel), ...schalle,
au|ßer|mittig vgl. ausmittig auslspucken [Trenn.: ...spuk|ken] ...zucht
äulßern; ich ...ere (T R 327); sich - ausjspü len; Ausl spül lung aushe|sten
au|ßer|or|dent;lich; -er [Professor] ausIstaf fiel ren (ausstatten); Aus- aus til gen
(Abk.: ao., a. o. [Prof.]); aulßer- staf[fie rung aus!to|ben; sich -
orts Schweiz. (Straßenverkehr: Ausl stand m: -[e]s; in den - treten aus1 ton'nen (ausbojen)
151 Autodrom
Aus1 trag(südd. u. österr. auch für: (vgl. abwärts): auswärts (außer
aus'zie hen; Aus zieh tisch
Altenteil) rn: -[e]s; die Meister­ dem Hause) essen, aber: aus-
ausizir kein; Auslzir ke lung, Aus-
schaften kommen zum ausfira- wärtsgehen, auswärtslaufen (mit
zirk lung
gen; Aus träger (Person, die et­ auswärts gerichteten Füßen);
aus zi|schen
was austrägt); Aus1 trag1 ler südd. Ausiwärts spiel Auszü bil den dewu. w; -n, -n (1 R
u. österr. (Altenteiler); Austra­ aus watschen; Auswaschung 287 ff.)
gung aus wechisel bar; Ausiwech sel-
Auslzug(südd. auch für: Altenteil;
aus trai niert (völlig trainiert) blatt; ausiwech sein; Ausjwech|se-
Schweiz, auch: erste Altersklasse
au|stral lat. (veralt. für: auf der lung. Auslwechs lung der Wehrpflichtigen); Ausizü-
südlichen Halbkugel befindlich; Ausl weg; aus weg los; Aus Weg1 lo-
ger, 'Aus ziig ler Schweiz. (Wehr­
Süd...); au strailjd (Rasscnmerk- sig keit vv; - pflichtiger der ersten Altersklas­
male der Australier zeigend); -er Aus W eil che; aus wei chen; aus-
se): :Aus züg ler landsch. (Alten­
Zweig; Au|stra lj de m u. vv; -n, weijchend; Aus Weich pflügt hat fen,
teiler); Aus zug mehl: Aus|zugs-
-n (1 R 268); Au strallilen [.../'«] ...lager, ...ma nÖ|ver, ...mög'lich-
bau er österr. (Altenteiler); aus-
(„Südland“); Au|straili|er [.../V]; keit, ...stel le zugs iw ei se
au|stra lisch, aber (T R 224): der aus|wei den (Eingeweide entfer­
aus zup fen
Australische Bund; austra|lojd nen [bei Wild usw.]) autlark gr. (sich selbst genügend;
(den Australiern ähnliche Ras­ aus |wei nen; sich - wirtschaftlich unabhängig vom
senmerkmale zeigend); Auistra- Aus weis m: -es, -e; aus weilsen;
Ausland); Aut ar k]e (wirtschaft­
lo jde m u. vv; -n, -n (t R 268) sich -; Aus weis kon trol le; aus­
liche Unabhängigkeit vom Aus­
Auistra si en [.../*//] (östl. Teil des weislich (Papierdt.: nach Aus­
land durch Selbstversorgung) vv;
Frankenreiches) weis); Verhältnisvv. mit Wesfall'.
-, ...ien
aus trau'men: ausgeträumt - der Akten; AusWeislpa pier
Au thentje gr. (svw’. Authentizi­
aus treijben; Ausitrei bung (meist Mehrz.) tät) vv; -; au then ti filzjejren gr.:
aus tre ten aus wei ßen (z. B. einen Stall): Aus-
lat. (die Echtheit bezeugen; be­
Au stria („Österreich“) wei ßung glaubigen); au then tisch gr. (im
austriek sen (Sportspr.: mit einem AusWeiisung Wortlaut verbürgt; rechtsgültig);
Trick ausspielen) aus weilten; Aus weiitung -ste (TR 294); au then tiisie,ren
aus trin ken aus wen dig: - lernen, wissen; Aus-
(glaubwürdig, rechtsgültig ma­
Ausl tritt: Aus tritts er klä'rung wen dig ler nen s: -s chen); Au then tiizi tat (Echtheit;
au stro asia tisch: -e Sprachen aus Wer fen: Aus wen fer (Technik)
Rechtsgültigkeit)
aus trock nen; Aus trockinung ausIwer kein; das Türschloß ist
Au to gr. (kurz für: Automobil)
Au stro,mar,xis mus (österr. Son­ s: -s, -s; (t R 140:) Auto fahren;
ausgewerkelt (österr. ugs. für:
derform des Marxismus) ich bin Auto gefahren: (T R 145:)
ausgeleiert, stark abgenutzt)
aus|trom|pe!ten (ugs. für: aller aus wer ten; Aus Wertung Auto und radfahren, aber: rad-
Welt verkünden) aus 'wetlzen und Auto fahren
aus tüf teln; Aus tüf tellung. Aus- au'to... gr. (selbst...); Au'to...
aus Wickeln [Trenn.'. ...wik kein]
tüftjlung aus Wie gen; vgl. ausgewogen (Selbst...)
ausitun; sich - können (ugs. für: aus win den landsch. (auswringen)
Au to bahn; au to bahn ar tig; Au-
etwas ohne Hemmungen tun auswin|tem (über Winter abster­toibahmkreuz, ...rast|stät|te,
können) ...span ge, ...über|füh rung, ...zu-
ben); die Saat wintert aus; Aus-
aus üben; Aus Übung win te|rung vv; - brin ger
ausufem (überdie Ufer treten; das ausiwir|ken, sich; Auswir kungAu to biolgra phie gr. (literar.
Maß überschreiten); Ausufe­ Darstellung des eigenen Lebens)
aus wi|schen; jmdm. eins - (ugs.
rung für: schaden) w; -, ...ien; au toibio gra phisch
Auster kauf; aus ver|kau fen Au to bus gr.: lat. (kurz für: Au­
ausWitltern (aus Mauerwerk u. a.
ausiverlschämt landsch. (dreist, sich ausscheiden) toomnibus) in: ...busses, ...busse;
unverschämt) vgl. auch: Bus
auslwrinlgen,(landsch. auch:) aus­
ausjwachisen; (t R 120;) es ist zum ringen Au to|car fr. [autokar] schw'eiz.
Auswachsen (ugs.); vgl. ausge­ Aus W uchs ([Reiseiomnibus) m: -s, -s; vgl.
wachsen Car
ausjwuch ten (bes. Kfz-Technik);
aus]wäigen (fachspr. für: das Ge­ AusWuchjtung au to chthon gr. [...-ehton] (an Ort
wicht feststellen, vergleichen) und Stelle [entstanden]; eingeses­
Aus wurf; aus wurf för dernd: -e
Auslwahl; mit, nach -; aus wäh len; sen); Au to chtho ne (IJreinwoh-
Mittel, aber (T R 142): den Aus­
AusiwahUmann Schaft, ...mög- wurf fördernd; Auswürfling ner[in], EingcborenefrJ) m u. vv;
lich|keit, ...Sendung (Kauf- -n, -n
(Geol.: von einem Vulkan ausge­
mannsspr.), ...spie ler Au to coat (kurzer Mantel für den
worfenes Magma- od. Gesteins­
auslwal len Schweiz., auch bayr. Autofahrer) m\ -s, -s
bruchstück); Aus wurf[s] mas se
([Teig] ausrollen, -walzen) (Geol.) Au to-Cross (Geländeprüfung für
auslwal zen Autosportler) s: -
aus1 za h len; das zahlt sich nicht
AusWan'de rer; Ausiwan de rer- Aulto da fe port. [...dafe] („Glau­
aus (ugs. für: das lohnt sich
schiff; aus wan dem; Aus Wande­ bensakt“; Ketzergericht u. -Ver­
nicht); aus zäh len; Aus zah lung;
rung Aus zäh lung brennung) .v; -s, -s
aus wäritig; -er Dienst, aber (t R aus za n1 ken Au to di dakt gr. („Selbstlerner“;
224): das Auswärtige Amt (Abk.: aus zeh ren; durch
Aus zehlrung Selbstunterricht sich Bil­
AA); Minister des Auswärtigen dender) in: -en, -en (T R 268); Au­
(Schwindsucht; K räfteverfall)
(IR 116); auswärts: nach, von w; - to di dak ten tum .y; -s; autodi-
-; nach - gehen. Schreibung in Ver­ aus zeich nen; sich -; vgl. ausge­ dak tisch
bindung mit Zeitwörtern; 1 R 139 zeichnet; Aus zeich nung Autodrom gr.-fr. (ringförmige
Autodroschke 152

Straßenanlage für Renn- u. Test­ Au|to|moibUgr.; lat. s: -s, -e; Au|to- autsch!
fahrten; österr.: [Fahrbahn für] mo|biLaus Stellung, ...bau (m; Au|ver!gne[owär«/] (hist. Prov. ün
Skooter) s: -s, -e -[e]s), ...in!du]strie; Au|to|mo|bi- mittleren Frankreich) w; -
Autouiroschke, ...einfahrt, list bes. Schweiz. (Autofahrer); Aujwald, Au'enlwald
...elek|tri|ker, ...fäh|re, ...fah|ren f R268; Au|to|mo|bil|klub, aber: au|weh!
(t R 120; s: -s; aber: Auto fah­ Allgemeiner Deutscher Automo­ Au|xi|lijar|kraft lat.: dt. (veralt.
ren), ...fah|rer, ...fahrt, ...fried- bil-Club (Abk.: ADAC); Auto­ für: Hilfskraft)
hof (ugs.) mobilclub von Deutschland Au|x]n gr. (Pflanzenwuchsstoff) s;
au to gen gr. (ursprünglich; selbst­ (Abk.: AvD) -s, -e
tätig); -e Schweißung (mit heißer autolnom gr. (selbständig, unab­ av. = a vista
Stichflamme erfolgende Schwei­ hängig; eigengesetzlich); -es Ner­ Aval fr. [awal] (Wechselbürg­
ßung); -es Training (eine Metho­ vensystem; Au|to|no|mie (Selb­ schaft, Rückgriffsrecht) m (selte­
de der Selbsten tspannung) ständigkeit, Unabhängigkeit; Ei­ ner: s): -s, -e; ava|He|ren ([Wech­
Au|to|gi|ro span. [...sebiro] (Hub­ gengesetzlichkeit) w; -, ...ien; Au- sel] als Bürge unterschreiben)
schrauber) s\ -s, -s tonojnijst (Vertreter der Autono­ Avan ce fr. [awang/f] (veralt. für:
Au|to|gramm gr. (eigenhändig ge- mie); t R 268 Vorsprung, Gewinn; Geldvor­
schriebenerName).y;-s,-e; Au|to- Auitoiöl schuß) w; -, -n; jmdm. Avancen
grammjä ger; Au|to|graph' (ei­ Aujto|pi|lot (automatische Steue­ (Hoffnungen) machen; Avance­
genhändig geschriebenes Schrift­ rung von Flugzeugen, Raketen ment [awangßemang, österr.:
stück) s: -s, -en (seltener: -e); Au- u. ä.) awangßmang] (veralt. für: Beför­
to|gra|phie‘ (Druckw.: Um­ Au|to|pla|stik (Med.: Ersatz von derung) s; -s, -s; avan|cie|ren
druckverfahren) w; -, ...ien; au|to- Gewebsver lüsten durch Ver­ [awangßireri] (befördert werden;
gra|phie|ren'; au|to|gra|phisch' pflanzung körpereigenen Gewe­ aufrücken)
(durch Umdruckverfahren her­ bes) Avanlta|ge fr. [awangtaseke] (ver­
gestellt; veralt. für: eigenhändig) Aut|oplsl£ gr. (eigenes Sehen, Au­ alt. für: Vorteil; Gewinn); Avant­
AultoJhillfe, ...hof (Einrichtung genschein; Med.: Leichenöff­ garde [awattg..., auch: ...garcf]
des Güterfernverkehrs) nung) w; -, ...ien (veralt. für: Vorhut; die Vor­
Au|to|hyp|no|se gr. (Selbstein­ Au|tor lat. m\ -s, ...oren; dem, den kämpfer für eine Idee);
schläferung) Autor (nicht: Autoren) AvanUgarjdjs|mus, ...gar|dist
AultoJnldulstrie, ...kar|te, ...ki|no Au tora dio....rei fen. ...rei|se|zug (Vorkämpfer); avant|gar|dj-
(Freilichtkino, in dem man Filme Au|to|ren|abend; Au|to|ren|kor- stisch
vom Auto aus betrachtet) rek|tur, (selten für:) Aultorlkor- avanjti it. [awanti] (ugs. für: „vor­
Au|to|klav gr.\ lat. (Gefäß zum Er­ rek|tur; Au|to|ri|sa|ti!on [...zion] wärts!“)
hitzen unter Druck) rtv, -s, -en (Ermächtigung, Vollmacht); au- AvD = Automobilclub von
AultoJcnacker [Trenn.: ...knak- to|ri|sje|ren; au|to|ri|sjert ([ein­ Deutschland
ker], ...ko|lon|ne, ...kor|so zig] berechtigt); au|to|ri|tär (in [il­ Ave-Ma|r|a lat. [ßwe...] („Gegrü-
Autokrat gr. (Selbstherrscher; legitimer] Autoritätsanmaßung ßet seist du, Maria!“; ein kath.
selbstherrlicher Mensch) m\ -en, handelnd, regierend; diktato­ Gebet) s: -[s], -[s]; Ave-Ma|r]a-
-en (t R 268); Au|to|kra|tje risch); ein -er Lehrer; -es Regime; Läulten (I R 155) s\ -s
(unumschränkte [Selbstjherr- Au|to|ri|tät (anerkanntes Anse­ Avenltm [awän...] (Hügel in Rom)
schaft) w; -, ...ien; au |to|kra| tisch; hen; bedeutender Vertreter sei­ m: -s; Aven ti ni|sche Hü gel m\
-ste (t R 294) nes Faches; maßgebende Institu­ -n -s
Au|to|ly|se gr. (Med.: Abbau von tion); au|to|ri|ta|t]v (sich auf ech­ Aven|tiu|re/r. [awäntijre] („Aben­
Organeiweiß ohne Bakterienhil­ te Autorität stützend, maßge­ teuer“; mittelhochd. Ritterer­
fe; Selbstverdauung) w; - bend); au|to|ri|täts|gläu|big; Au­ zählung) w;-,-n; (als Personifika­
Au toi mar ke tor |kor|rek|tur, (selten:) Au|to- tion:) Frau -
Au|to|mat gr. m\ -en, -en (t R 268); ren|kor|rek|tur; Aultorlrelfelrat Aven|tu|rin lat. [awän...] (gold­
au|to|ma|ten|haft; Au|to|ma- (Referat des Autors über sein flimmriger Quarzstein) m\ -s, -e;
tenjcnacker [Trenn.: ...knak- Werk); Aujtor|schaft w; - Aven|tu|r]n|glas
ker], ...re|stau|rant; Au|to|ma|tik Aulto^schlanlge, ...schlos|ser, Ave[nue fr. [awenij] („Zufahrt“;
(Vorrichtung, die einen techn. ...Schlüssel, ...ser|vice, ...Skoo­ Prachtstraße) w, -, ...uen [...üeri]
Vorgang steuert u. regelt) w; -, ter, ...stra|ße, ...stun de (vgl. Au­ Averjrojes [awäroäß] (arab. Philo­
-en; Au|to|ma|tijon engl. [...zion] tominute) soph u. Theologe des Mittelal­
(vollautomatische Fabrikation) Au|to|sug ge|stiiongr.; lat. (Selbst- ters)
w, -; automaltisch gr. (selbsttä­ beeinflussung) Avers fr. [awärß, österr.: awär]
tig; selbstregelnd; unwillkürlich; Aultoltelielfon (Vorderseite [einer Münze]) m\
zwangsläufig); au|to|ma|ti|sier Au|to|to|mie gr. (Selbstverstüm­ -es, -e; Averjsijon lat. (Abnei­
ren (auf vollautomatische Fabri­ melung) w; -, ...ien gung, Widerwille)
kation umstellen); Au|to|ma|ti- Au|to|to|xin (Eigengift) AVG = Angestellten versiche-
sjejrung; Aulto!ma|tjs|mus (sich au|to|troph gr. (sich von anorgan. rungsgesetz
selbst steuernder, unbewußter, Stoffen ernährend [von Pflan­ Avi|cen|na [awizäna] (pers. Philo­
eigengesetzlicher Ablauf) m\ -, zen]) soph u. Arzt des Mittelalters)
...men Aujto|ty|pje gr. (,,,Selbstdruck“; Avijgnon [awinjong] (fr. Stadt)
Au|to|mi|nu|te (Zeit von einer Mi­ netzartige Bildätzung für Buch­ Avis fr. [awi, auch: awiß] (Wirtsch.:
nute, die ein Auto fährt; meist druck; Netz-, Rasterätzung) w: Nachricht, Anzeige) m od. s: (für
Mehrz.): zehn -n entfernt1 -, ...ien [awi]:) -, -; (für [awiß]:) -es, -e;
Auitouinlfall, ...ver|kehr, ...ver­ avi|s|e|ren (anmelden, ankündi­
1 Auch eindeutschend: Autograf leih, ...werk|statt, ...zu|sam|men- gen); ‘Avi|so spa«. (leichtbewaff­
usw. stoß netes, kleines, schnelles Kriegs-
153 Bäcker[s]frau
schiff) am; -s, -s; ‘Avijso it. österr. Azi|mut arab. (Astron.: eine be­ [auch:...usche] landsch., bes. ost-
(Avis) y; -s, -s stimmte Winkelgröße) y (auch: mitteld. (Stoffpantoffel) w; -, -n
a vi|sta it. (a wißta] (bei Vorlage am); -s, -e (meist Mehrz.)
zahlbar; Abk.: a v.); vgl. a prima Azolfarb|stoff gr.', dt. (ein Teer­ Baiby engl. [bebi] (Säugling, Klein­
vista; Avj|sta|wech!sel (Sicht­ farbstoff); Azo|grup;pe (eine kind) s: -s, -s
wechsel) Stickstoffgruppe); Azoilkum gr. Baiby)Ion, Ba|bel (Ruinenstadt
Avit|ami|no|senlat. [awi...] (durch (erdgeschichtl. Urzeit ohne Spu­ am Euphrat); Baiby|lo|ni|en
Vitaminmangel hervorgerufene ren organ. Lebens) s\ -s; azo|isch [...i'm] (antiker Name für das
Krankheit) w; -n (Geol.: keine Lebewesen enthal­ Land zwischen Euphrat u. Ti­
avi|vie|ren//-. [awiwiren] (Färberei; tend); Azoo|sper|mie [azo-oßpär- gris); Ba|by|lo|ni|er [...i'r)\ ba|by-
schönen) mi] (Fehlen der männl. Samenfä­ lo|nisch;-e Kunst, Religion, aber
Avo|ca|do vgl. Avocato; Avo|ca|to den) w, -, ...ien (1 R 224): die Babylonische Ge­
indian.-span. [awokgto] (birnen­ Azo|ren (Inselgruppe im Atlanti­ fangenschaft; der Babylonische
förmige, eßbare Frucht eines schen Ozean) Mehrz. Turm
südamerik. Baumes) w; -, -s Az|te|ke (Angehöriger eines In­ Ba by^sitlter (am; -s, -), ...wälsche
Avus [flvvw/i] (Kurzw. für: Auto­ dianerstammes in Mexiko) nv, -n, Bacchanal gr. [baehanal, österr.
mobil-Verkehrs- und -Übungs­ -n (T R 268); Az|te|ken|reich auch: bakangl] (altröm. Bacchus­
straße (Autorennstrecke in Ber­ Azujleijos span. [aßuläehoß] (bun­ fest; wüstes Trinkgelage) s; -s, -e
lin, Teil der Stadtautobahn]) w; - te, bes. blaue Fayenceplatten) u. -ien [,../'m]; Bac|chant (Trink­
Awa|re (Angehöriger eines unter­ Mehrz. bruder; trunkener Schwärmer)
gegangenen türk.-mongol. Step­ Azur pers. (dicht. Für: Himmels­ am; -en, -en (t R 268); Bacichanltin
pennomadenvolkes) am; -n, -n blau) am; -s; azuriblau; Azu|ree|li- w; -, -nen; bacjchanjtisch (trun­
(t R 268); awa| risch ni|en (waagerechtes Linienband ken; ausgelassen); bac|chisch
Aweista(„Grundtext“; heili­ zur Ausfüllung in Vordrucken [z. (nach Art des Bacchus); Bac|chj-
ge Schriften der Parsen) s; -; awe- B. auf Schecks]) Mehrz.', azuirjert us (antiker Versfuß) am; -, ...ien;
stisch; -e Sprache (mit Azureelinien versehen); Bac|chus (gr.-röm. Gott des
'Axel [Kurzform von: Absalom] Azu|rit (ein Mineral) am; -s; azurn Weines); Baclchus|fest (t R 180)
(m. Vorn.); 2 Axel (kurz für: Axel- (dicht, für: himmelblau) 'Bach nv, -[e]s, Bäche
Paulsen-Sprung) am; -s, -; doppel­ azyjklisch gr. [auch: azii...] (ohne 2Bach, Johann Sebastian (dt.
ter-; Axel-Paul Isen-Sprung (nach Zyklus; bei Blüten: spiralig ge­ Komponist); vgl. Bach-Werke-
dem norw. Eiskunstläufer A. baut) Verzeichnis
Paulsen benannter Kürsprung); bachlab (schweiz.); - gehen (zu­
t R 182 nichte werden); - schicken (ver­
Axen|stra|ße (in der Schweiz) w; - B werfen, ablehnen)
axiial lat. (in der Achsenrichtung; Balche (w. Wildschwein) w; -, -n
(längsjachsig; achsrecht); Axia- B (Buchstabe); das B; des B, die Bä|chel|chen, Bächjlein; BachJo-
liltät (Achsigkeit); Axiiallver- B, aber: das b in Abend (t R rel|le, ...stel|ze
schie|bung 123); der Buchstabe B, b Bach-Wer|ke-Ver|zeich|nis (so die
axil lar lat. (Bot.: achsel-, winkel­ b, B (Tonbezeichnung) s; -, -; b nicht den Regeln entsprechende
ständig); Axiljlar|knos|pe (Ach­ (Zeichen für: b-Moll); in b; B Schreibung im Buchtitel; Abk.:
selknospe) (Zeichen für: B-Dur); in B BWV); t R 181
Axiiom gr. (keines Beweises be­ B = Zeichen für: Bel back (niederd. u. Seemannsspr.:
dürfender Grundsatz) s; -s, -e; B = chem. Zeichen für: Bor zurück)
Axio|majtik (Lehre von den B (auf dt. Kurszetteln) = Brief Back (Seemannsspr.: [Eßlschüs­
Axiomen) w; -; axioimatisch (auf (d. h., das Wertpapier wurde zum sel; Eßtisch; Tischgemeinschaft;
Axiomen beruhend, zweifellos, angegebenen Preis angeboten) Aufbau auf dem Vordeck) w, -,
gewiß); -es System B, ß = Beta -en
Ax|min|ster|tep|pich [äkß...\ nach b. = bei[m] Back|bord (linke Schiffsseite [von
dem engl. Ort]; t R 201 B. = Bolivar hinten gesehen]) s: -[e]s, -e; back-
Axo|lotI indian. (mexik. Schwanz­ Ba = chem. Zeichen für: Barium bord[s]; Back|deck
lurch) am; -s, - Baal hehr. [bal\ (semit. Wetter­ Bäckjchen; Backe1 w; -, -n u. Bak-
Axt w; -, Äxte; Axt|helm (Axtstiel); und Himmelsgott); Baal|bek ken (landsch.) nv, -s, -
'vgl. 2Helm (Stadt im Libanon); Baalsidienst backen' (Brot usw.); du bäckst
a. Z. = auf Zeit nv, -[e]s (auch: backst); er bäckt (auch:
Azallee gr., (auch:) Aza|lie [.../'] Baar (Gebiet zwischen dem backt); du backtest (älter: bu-
(eine Zierpflanze aus der Familie Schwarzwald u. der Schwäbi­ k[e]st); du backtest (älter: bü­
der Heidekrautgewächse) w\ -, -n schen Alb) w; - kest); gebacken; back[e]!; Beu­
Aze|pha|Ie gr. (Mißgeburt ohne Baas niederl. niederd. (Herr, Mei­ gung in der Bedeutung von „kle­
Kopf) m u. w; -n, -n (t R 268); ster, Aufseher [bes. Seemanns- ben“ (vgl. „festbacken“): der
Aze|pha|He w, -, ...ien (Fehlen des spr.]) nv, -es, -e Schnee backt, backte, hat ge­
Kopfes [bei Mißgeburten]) ba|ba (Kinderspr.); das ist -! hackt; ...backen1 (z. B. altbacken)
Aze|tat usw. vgl. Acetat usw. bablbeln (ugs. für: schwatzen); ich Backen|bart‘; Backenzahn1,
Azid gr. (Salz der Stickstoffwas- ,..[e]le (T R 327) Backjzahn
serstoffsäure) 5; -[e]s, -e Balbel vgl. Babylon Bäcker'; Bäckelrei' (österr. auch:
Azid... (chem. fachsprachl. nicht Ba| bem ber| ger (Angehöriger eines süßes Kleingebäck); Bäcker1-
mehr gewünschte Schreibung in Fürstengeschlechtes) am; -s, - Junlge, ...krät]ze, ...lajden;
Zusammensetzungen, die sich Ba]bet|te(Nebenform von: Barba­ Bäcker[s]jfrau'1
auf die Säure beziehen, z. B. Aci­ ra od. Elisabeth)
dität, Acidose) Ba|bu|sche, Pamjpu|sche pers. 1 Trenn.: ...k|k...
Backfisch 154

Back|fisch (auch: halbwüchsiges Bae|de|ker ® [bä...: nach dem tum im Persischen Golf; Bah-
Mädchen) Verleger] (ein Reisehandbuch) raiiner (t R 199); bah|rai|nisch
Back|ground engl. [bäkgraunt] m; -s (auch: -), - Bah|re w: -, -n; Bahr tuch [Mehrz.
(Hintergrund; übertr.: [Lebensl- Ba\fe\jidd. (ugs. für: Ausschußwa­ ...tücher)
erfahrung) m: -s re; landsch. für; letztes Gras auf Bäht (Währungseinheit in Thai­
Backjhand engl. [bäkhänt] (Sport- den Wiesen, das man von den land) m: -, -
spr.: Rückhandschlag) w, -, -s Tieren abfressen läßt; nur Einz.: Bähung (Heilbehandlung mit
(auch: m\ -[s], -s) Geschwätz) m\ -s, - warmen Umschlägen oder
Back hendl österr. (Backhuhn) s: baff (ugs für; verblüfft); - sein Dämpfen)
-s, -[n]; Back | hendl |sta|tiion Ba ga ge/r. [bagaseh6] (veralt. für: Ba] niederl. (Bucht) w: -, -en
(österr.) ■ Gepäck, Troß; ugs. für: Gesin­ Baj|er vgl. Bayer
...backig1, ...bäckig1 (z. B. rotbak- del) Baj|kal|see [auch: baikql...] (See in
kig, rotbäckig) Ba|gas|se fr. (Preßrückstand bei Südsibirien) m; -s
Backwobst, ...ofen der Rohrzuckergewinnung) w: -, bai|risch vgl. bay[e]risch
Back | pfei | fe (Oh rfeige); back j pfei­ -n Baiser fr. [bäse] („Kuß“;
fen; er backpfeifte ihn, hat ihn Bajga {teile fr. (unbedeutende Schaumgebäck) s; -s, -s
gebackpfeift; Back | pfei |fen| ge­ Kleinigkeit; kleines, leichtes Mu­ Bais|se//\ lbäf/\ ([starkes] Fallen
sicht (ugs.) sikstück) w, -, -n; ba|ga|tel|li|sje- der Börsenkurse od. Preise) w:
Back^pflau me, ...rohr (österr. für: ren (als unbedeutende Kleinig­ -, -n; Baisisier [bäßie) (auf die
Backofen), ...röh|re keit behandeln); Ba | ga | teil | sa | che Baisse Spekulierender) m: -s, -s
Back schaff (Seemannsspr.: Bag|dad [auch: bak...] (Hptst. des Ba|jajde[re fr. (ind. [Tempel]tän-
Tischgemeinschaft); Back|stag Iraks); Bagjdalder [auch: bak...] zerin) w: -, -n
(den Mast von hinten haltendes (t R 199) Ba jaz zo it. (Possenreißer; auch
[Drahtlseil) Bag|ger (Gerät zum Wegschaffen Titel einer Oper von Leoncaval-
Back | stein; Back | stein | bau von Erdreich od. Geröll) m\ -s,-; lo) m: -s, -s
{Mehrz. ...bauten) Bagge|rer; bag|gem; ich ...ere Ba|jo|nett [nach der Stadt Bayon-
Back |wa |re (meist Mehrz.) (IR 327); Bag|gerJiih|rer, ne in Südfrankreich] (Seitenge­
Back|zahn, Backen|zahn' ...prahm, ...schaulfel; Bag|ge- wehr) s: -[e]s, -e; ba|jo|net|tie|ren
'Ba con engl. [be'ken] (leicht gesal­ rung (mit dem Bajonett fechten); Ba-
zener u. geräucherter Früh­ Ba gno it. [bqnjo] („Bad“; früher jo!nett|ver|schluß (Schnellverbin­
stücksspeck) m; -s; Ba|con- für: Kerker [in Italien und Frank­ dung von Rohren, Stangen od.
schwein (Schwein mit zartem reich]) s; -s, -s u. ...gni Hülsen)
Fleisch und dünner Speck­ Bag stall ostösterr. („beigestell­ Ba|ju|wa[re (älterer Name für ei­
schicht) ter“ Pfosten, Stützpfosten) m\ -s, nen Bayern [vgl. Bayer]; heute
2Ba|con [be‘ken] (engl. Philosoph) -e u. ...ställe scherzh. verwendet) m; -n, -n (t R
Bad s: -leis, Bäder; Bad Ems, Bad bah!, pah (ugs.) 268); ba|jujwaIrisch
Homburg v. d. H., Stuttgart-Bad bäh! (ugs.) Ba ke (festes Orientierungszei­
Cannstatt (t R 213); Bad... südd., Ba|hajma|in|seln, Baihalmas (In­ chen für Seefahrt, Luftfahrt,
österr., Schweiz, (in Zusammen­ selgruppe im Karibischen Meer) Straßenverkehr; Vorsignal auf
setzungen neben: Bade..., z. B. Mehrz. Bahnstrecken) w; -, -n
Badanstalt) bälhen (mdal.: [durch warme Um­ Ba|kejlit© [nach dem belg. Che­
Bad Aus|see vgl. Aussee schläge] erweichen; südd., miker Baekeland] (ein Kunst­
Ba|de^an|stalt, ...anzug, ...arzt, österr., Schweiz.: [Brot] leicht harz) s: -s; ba|ke|li|sie|ren (einen
...ho|se, ...man|tel, ...mei|ster; ba­ rösten) Stoff, z. B. Holz, mit Bakelit
den; - gehen Bahn w; -, -en; sich Bahn brechen durchtränken); ba|ke|li|tie|ren
Bälden; Ba|den-Ba|den (Badeort (ich breche mir Bahn); bahn| amt­ (einen Stoff mit Bakelit überzie­
im nördl. Schwarzwald); Ba|de- lich; bahn bre chend; -ste; eine -e hen)
ner, (auch:) Bajden|ser (t R 199); Erfindung, aber (t R 142): sich Ba|ken tonjne (ein Seezeichen)
Ba|den-Würt|tem|berg; t R 212 eine Bahn brechend, ging er Bak|ka|lau|re|at lat. (unterster
(Land); ba|den-würt|tem Iber­ durch die Menge; Bahn|bre|eher; akadem. Grad [in Frankreich,
gisch Bahn|bus (Kurzw. für: Bahnom­ England u. Nordamerika]) s;
Ba|de|ort m; -[e]s, -e nibus); Bahn|ca|mion|na|ge dt.: -[e]s, -e; Bak|ka|lau|re|us [,..e-uß\
Ba|der (veralt. für: Barbier; Heil­ fr. [...kamjongsehe] Schweiz. (Inhaber des Bakkalaureats) m:
gehilfe; österr. auch für: Kurpfu­ (Bahn-Haus-Lieferdienst) w: -; -, ...rei [...re-i]
scher) Bahn|cajmion|neur [ ...nör] Bak|ka|rat fr. [...ra] (ein Karten­
Ba|dewSai|son, ...salz, ...tuch, Schweiz. (Bahn-Haus-Spediteur) glücksspiel) s: -s
...wan|ne, ...zeit, ...zim|mer m: -s, -e; bahn ei gen: bah|nen; Bakken norw. (Schisport:
Bad ga stein (österr. Badeort) bah|nen wei|se; Bahnlhof (Abk.: Sprungschanze) m: -[s],-
ba|disch (aus Baden), aber (t R Bf., Bhf.); Bahn|hofsJbuch|hand- Bak|schisch pers. (Almosen;
224): die Badische Anilin- & lung, ...büffet od. ...buf|fet Trinkgeld; Bestechungsgeld) s:
Soda-Fabrik AG (Abk.: BASF) (österr.), ...hal|le, ...kiiosk, ...Vor­ -[(e)s], -e
Bad Ischl vgl. Ischl stand (österr. für: Bahnhofsvor­ Bak te ri äinje gr. (Überschwem­
Bad|min|ton [bädminten: nach dem steher); Bahn | kor|rek|tur; bahn­ mung des Blutes mit Bakterien)
Landsitz des Herzogs von lagernd; -e Sendungen; BahnJi- w: -, ...]en; Bak|te|rie [...ie] (Spalt­
Beaufort in England] (Federball­ nie, ...steig; Bahn|steig|kar|te; pilz) w: -, -n; bak|te|rijell; bak|te-
spiel) s; - Bahnjwärjter ri en be stän dig (widerstandsfä­
Bad Oeynhausen vgl. Oeynhausen Bahöl österr. ugs. (großer Lärm, hig gegenüber Bakterien); Bak-
Tumult) m: -s te|ri|enJll|ter, ...trä|ger; Bak te-
1 Trenn.: ...k|k... Bah rain (Inselgruppe u. Scheich­ rio|lo|ge (Wissenschaftler auf
155
Balte
dem Gebiet der Bakteriologie) m: stopfter Körper einer Puppe; zeirin, T R 236] w, -, -nen; Bal let-
-n, -n (t R 268); Bak!teirio|lo|gie auch für: Balgen) m\ -[e]s, Bälge; teu se fr. [baletöse] (Ballettänze­
(Lehre von den Bakterien) w\ 2Balg (ugs. für: unartiges Kind) rin) vi’; -, -n; Ballettheater [Trenn.:
bak te rio,Io gisch; -e Fleischun­ m od. s; -[e]s, Bälger Balllett]theajter» T R 236]; Bal­
tersuchung; Bakjteirioililse Balge nordd. (Waschfaß, Kufe; lettkorps (Theatertanzgruppe).
(Auflösung, Zerstörung von Wasserlauf im Watt) w\ -, -n ...mei ster; Bal letttrup pe (IR
Bakterien) w; -n; Bakitetrio- balgen, sich (ugs. für: raufen); 237)
pha ge (Kleinstlebewesen, das Bali gen (ausziehbare Hülle des BalLfühlrung (Sportspr.), ...ge-
Bakterien vernichtet) m\ -n, -n Fotografenapparates) m; -s, -; fühl (Sportspr.)
(TR 268); Baktejrioise (durch Bafgen ka!me|ra; Ballgelrej; ballihor|ni sie|ren vgl. verballhor­
Bakterien verursachte Pflan­ Balg^ge|schvvulst, ...ver|schluß nen
zenkrankheit) w; -, -n; Bak|te(ri- Ba[li (westlichste der Kleinen Sun- baldig (ballförmig, gerundet); -
um (veralt. für; Bakterie) s; -s, dainseln) drehen (Mech.)
...ien [...ien]\ bak te ri zid (bak­ Bal kan (Gebirge; auch für: Bal ljlste gr. (antikes Wurfge­
terientötend); Bakitejri[zjd Balkanhalbinsel) m\ -s; ßal kan- schütz) w; -, -n; Bal li stik (Lehre
(keimtötendes Mittel) s: -s, -e halb in sel (T R 201); ballka'nisch; von der Bewegung geschleuder­
Bak’trilen [...ien] (altpers. Land­ bafka niisieiren (ein Land in ter od. geschossener Körper) w;
schaft) Kleinstaaten aufteilen, polit. -; Bal|li sti ker; bal Ij stisch; -e
Balku (russ. Stadt am Kaspischen Verwirrung schaffen); Bal|ka!ni- Kurve (Flugbahn); -es Pendel
Meer) sjelrung w; -; Bal kan krieg; Bal- (Stoßpendel); -e Theorie (Phy­
Ba la lai ka russ. (russ. Saitenin­ ka|no|lo|ge (Wissenschaftler auf sik); -e Wetterdaten (Meteor.)
strument) vv; -, -s u. ...ken dem Gebiet der Balkanologie) m\ Balfjun ge (Junge, der beim Ten­
Bailan[ce/r. [balgmtß(e)] (Gleich­ -n, -n (T R 268); Baljka|no|lolgie nis die Bälle aufsammelt)
gewicht) w; -, -n; Ba lanjcelakt; (wissenschaftl. Erforschung der Bailokal [Trenn.'. BalPlojkal, t R
Ba lan ce ment [balangßemang] Balkansprachen u. -literaturen) 236]
(Musik: „Bebung“ beim Klavi­ w; - Ball Ion fr. [balong, (fr.:) ...lang,
chord) 5; -s; ba lan|cie|ren [ba- Bälk|chen; Bal ken m\ -s, -; Bal- (auch, bes. südd., österr. u.
langßiren] (das Gleichgewicht kenJkonlstruk|tiion, ...köpf, Schweiz.:) ...Ion] (mit Gas gefüll­
halten, ausgleichen); Balan­ ...schrö|ter (Zwerghirschkäfer), ter Ball; Korbflasche; Glaskol­
cier Jbal; ken, ...stanlge ...waa|ge; Bal|kon fr. [balkong, ben; Luftfahrzeug) m: -s, -s u. (bei
Ba la ta indian.-span. [auch: bala- (fr.:) ...kang, (auch, bes. südd., nichtnasalierter Ausspr.:) -e; Bal-
ta\ (kautschukähnliches Natur­ österr. U. Schweiz.:) ...kori] tn\ -s, lolnett (Luft-[Gas-]Kammer im
erzeugnis) h’; - -s u. (bei nichtnasalierter Aus- Innern von Fesselballons und
Ba la[ton ung. [bolotori] (ung. Na­ spr.:) -e; Bal kor: mö bei Luftschiffen) s: -[e]s, -e u. -s; Bal-
me für den Plattensee) m; -[s] 'Ball (runder Körper)rrr, -[e]s, Bäl­ lon^mütlze, ...reilfen, ...sperlre;
Ba laltum© [auch: balatum] (ein le; Ball spielen (t R 140), aber: Balllot [balo] (kleiner Warenbal­
Fußbodenbelag) s; -s das Ballspielen (t R 120) len) .v; -s, -s; Balllo'taide (Sprung
Bal|bier (ugs. für: Barbier) m\ -s, 2Ball fr. (Tanzfest) m\ -[e]s, Bälle; des Pferdes bei der Hohen Schu­
-e; bal bie ren (ugs. für: rasieren); Balliabend le); Bal|lolta|ge [...as€he] (gehei­
jmdn. über den Löffel - [auch: Ball ab g; be (Sportspr.) me Abstimmung mit weißen od.
barbieren] (ugs. für: betrügen) Bal la de gr. (episch-dramatisches schwarzen Kugeln); ballloltjeTen
Bal boa [nach dem gleichnamigen Gedicht); bal la Iden haft; bal | la- Ball spiel, Balljspieden s: -s, aber
span. Entdecker] (Münzeinheit desk; -e Erzählung; Bal la den- (vgl. S. 42, R 140): Ball spielen;
in Panama) m; -[s], -[s] stoff Ball|tech nik (Sportspr.)
bald; Steigerung: eher, am ehesten; Ball|an nah;me (Sportspr.) Bal|lung; Bal lungs^gelbiet,
möglichst - (besser als: bald­ Bal|last [auch, österr. nur: baiaßt] ...raum
möglichst); so - als od. wie mög­ (tote Last; Bürde) m\ -[e]s, (sel­ Ball jwech sei (Sportspr.)
lich; baldigst ten:) -e Bal|ly hoo engl, [bälihu od. bälihu]
Balldalchin [baldaehin, österr. geh. Balllalwatsch vgl. Pallawatsch (Reklamerummel) s: -
auch:...-ehin] [nach der Stadt Bal- Ball|beihand|lung (Sportspr.) Bal mung (Name von Siegfrieds
dacco, d. h. Bagdad] (Trag-, Bett­ Bälllchen Schwert)
himmel) m: -s, -e; bal da|chin[ar- Balllei lat. ([Ritterlordensbezirk) Bahneojgra ph]e gr. (Bäderbe­
tig balIlen; Bal|len w: -s. -; Ball|ei|sen, schreibung) w; -, ...ien; BaHneo-
Bäl de, nur noch in: in - (Papierdt.: Balllenleilsen (ein Werkzeug) lolgjie(Bäderkunde) w\ -; Bal neo-
bald); bal dig; -st; ba Id mögi liehst Balllen|stedt (Stadt am Harz) the|ra|pie (Heilung durch Bäder)
(dafür besser: möglichst bald) Bal le|rei (sinnloses, lautes Schie­ w, -

bal|do|wem (seltener für: ausbal­ ßen) Bal pa|rk fr. [bal pare} (festlicher
dowern; vgl. d.) Bal|le|ri|na, Bal leinlne it. (Bal­ Ball) m; - -, -s -s [bal partß
Baldr, Bal dur (nord. Mythol.: lettänzerin) K’; -, ...nen; Balllelri- Balsam hebr. (Gemisch von Har­
Lichtgott) no (Ballettänzer) m\ -s, -s u. ...ni zen mit ätherischen Ölen, bes. als
Bal|drian (eine Heilpflanze) nv, -s, Balller|mann<scherzh. für: Revol­ Linderungsmittel; in gehobener
-e; Bal|driian„tee, ...tinkitur, ver) m\ -s. ...männer; bal lern Sprache auch: Linderung, Lab­
...trop|fen (Mehrz.) (ugs. für: knallen); ich ...ere (t R sal) m; -s, -e; bal sa miejren (ein-
Bal dujin (m. Vorn.) 327) .salben); Bal sa mie rurtg; Bal sa-
Bal|dur(m. Vorn.: auch neuisländ. bal1 leistem österr. ugs. (Ball spie­ mi ne (eine Zierpflanze) vv; -, -n;
für: Baldr) len)' 0 R 327) balsamisch (würzig; lindernd);
Bailea|ren (Inselgruppe im westl. Balllett it. (Bühnen-, Schautanz; BaHsam kraut
Mittelmeer) Mehrz. Tanzgruppe) s: -[e]s, -e; Bal­ Bal te (Angehöriger der balti­
'Balg (Tierhaut; Luftsack; ausge­ lettänzerin [Tretmz. Bal lett|tän- schen Sprachfamilie; früherer
Baltenland 156

[deutscher] Bewohner des Balti­ Ban|da[ge/r. [...asehe] (Stütz- od. Bandjwurm; Band|wprm|be|fall
kums) mi -n, -n (T R 268); Bai j ten- Schutzverband); ban|da|gie|ren Ban|ga li (Einwohner von Bangla­
land si -[e]s [...sehiren] (mit Bandagen verse­ desch) mi -[s], -[s]; bangalisch
Bal tha sar (m. Vorn.) hen); Ban da|gist [...sehißt] (Her­ BangJjüx od. ...bü|xe od. ...bu|xe
Baljti|kum(diebalt. Randstaaten; steller von Bandagen u. Heilbin­ nordd. (scherzh. für: Angsthase)
Baltenland) si -s den) t R 268 wi -, ...xen; bang, ban ge; banger
Baltimore [baltimor] (Stadt in Band auf|nah]me|ge rät; Band­ u. bänger; am bangsten u. am
den USA) breite bängsten (t R 134 u. R 295); mir
bal|tisch,aber(T R 198): der Balti­ Bänd|chens;-s, -u. (für: [Gewebe]- ist angst u. bang[e] (t R 132); ban­
sche Höhenrücken; bal|to|sla- streifen:) Bänderchen; Bändlein ge machen, aber (t R 120): das
wisch (t R 214) 'Banlde (Einfassung, z. B. Bil­ Bangemachen; Bangemachen
Ba|lu|ba (Angehöriger eines Ban­ lardbande) wi -, -n (auch: bange machen) gilt nicht;
tustammes in der Demokrat. Re­ 2Ban[defr. (abwertend für: Schar, Banigelandsch. (Angst) wi -; ban­
publik Kongo) mi -[s], -1s] z. B. Räuber-, Schülerbande) wi gen
Ba|lu|ster/r. (kleipe Säule als Ge­ -, -n bang|frei; -e Rinderbestände
länderstütze) m\ -s, -; Ba lu|ster- Band ei sen: Bändel bayr., österr. Ban|gig keit wi -
säuie; Balustrade (Brüstung, (Bendel) si -s, -; Bän del Schweiz. Bang ka (eine Sundainsel)
Geländer) (Bendel) mi -s, - Bang kok (Hptst. von Thailand)
Balz (Paarungsspiel und Paa­ Ban den spek trum (Physik) Ban|gla desch (so die Schreibweise
rungszeit bestimmter Vögel) wi Bän derlchen (Mehrz. von: Bänd­ im Verzeichnisder ausländischen
-, -en chen) Staatennamen für den amtl. Ge­
Bal zac [balsak] (fr. Schriftsteller) Ban|delril|la span, [...rilja] (mit brauch in der BRD), (häufig auch
baljzen (werben [von bestimmten Bändern, Fähnchen u. a. ge­ in der engl. Form:)Ban|glaDesh,
Vögeln]); Balz^ruf, ...zeit schmückter Wurfpfeil, den der Bangladesh [bänggTdäsch]
Bam|berg (Stadt an der Regnitz); Banderillero dem Stier in den (Staat am Golf von Bengalen);
Bam|ber|ger d R 199); - Reiter Nacken stößt) wi -, -s; Ban de ril- vgl. Bangali
(bekanntes Standbild im Bam- le|ro [...riljero] (der im Stier­ bäng lich: Banglnis wi -, -se
berger Dom); bam| belgisch kampf die Banderillas dem Stier Bang sehe Krankjheit [nach dem
Bam bi (Filmpreis) m\ -s, -s; Bam- in den Nacken stößt) mi -s, -s dän. Tierarzt B. Bang] (von
b]|no it. („Kindlein“; Jesuskind; Bän|der|leh|re (Med.); bän|dern; erkrankten Kühen auf Menschen
ugs. für: kleines Kind, kleiner ich ...ere (t R 327) übertragbare fieberhafte Krank­
Junge) mi -s, ...ni u. (ugs.:) -s Ban|de|ro|le/r. (Steuerband) wi -, heit mit Leber- u. Milzvergröße­
Bamlbus malai. (trop. Riesengras) -n; Ban de ro len Steu er (Strei­ rung) wi -n-
m\ ...busses u. -, ...busse; Bam- fensteuer) wi bandel rolje Iren Ban gui [banggi] (Hauptstadt der
busJhüt[te, ...rohr, ...stab (mit Banderole[n] versehen; ver­ Zentralafrikanischen Republik)
Bam|me) (ugs. für: Angst) m\ -s steuern); Banjde|ro|lje|rung Ba|ni vgl. Ban
bammeln (ugs. für: baumeln); ich Bänder!ton (Geol.; Mehrz. ...to­ Ban|Jo amerik. [auch: bändseho]
bamm[e]le (t R 327) ne); Bän de|rung (ein Musikinstrument) si -s, -s
Bam|per| letsch, Pam|per|letsch it. BandJor|de|rer, ...ge nejra tor, 'Bank (Sitzgelegenheit) wi -, Bän­
österr. ugs. (kleines Kind) m\ ...gras (si -es) ke; 2Bank
* 4 it.{-fr.) (Kreditanstalt)
-[e]s, -e ...bän|dig (z. B. vielbändig) wi -, -en
'Ban m\ -s, -e u. Ba|nus („Herr“; bän|di|gen; Bändiger; Bän|di- Ban ka vgl. Bangka; Ban ka zinn
ung. u. kroat. Würdenträger) mi gung Bank^ak|zept (ein auf eine 2Bank
Banldjt it. ([Straßen]räuber) mi bezogener Wechsel), ...be|am|te,
2Ban (rumän. Münze) mi -[s], Bani -en, -en (t R 268); Ban|di|ten|we- ...belam tin, ...buch; Bänk|chen,
ba|nal fr. (alltäglich, fade, flach); sen Bänk|lein; Bank|ei|sen (gelochtes
Ba|na|li|tät Band|ke ra mik (älteste steinzeit­ Flacheisen an Tür- u. Fenster­
Ba|na|ne afrik.-port. (eine trop. liche Kultur Mitteleuropas) wi- rahmen)
Pflanze u. Frucht) wi -, -n; Ba|na- Band lea der engl. [bändlider] (im Bän|kelJied, ...sän|ger; bän|kel-
nen~rei|fe|rei, ...Stecker [Trenn.: traditionellen Jazz der die Füh­ sän|ge| risch
...stek|ker] (Elektrotechnik) rungsstimme [vgl. Lead] über­ Ban ker (ugs. für: Bankier, Bank­
'Ba|nat serbokroat. (Banschaft) si nehmende Kornett- od. Trompe­ fachmann); ban|ke|rott usw. vgl.
-[e]s,-e; 2Ba|nat (Gebiet zwischen tenbläser; [Jazz]kapellmeister) bankrott usw.
Donau, Theiß u. Maros) si -[e]s; mi -s,- Ban|kert (abwertend für: unehe­
Ba|na|ter (TR 199) Bänd|lein, Bänd|chen; Band^maß liches Kind) mi -s,-e
Ba|nau|se gr. (Mensch ohne s, ...nu|deln {Mehrz.) 'Ban|kett/r. (Festmahl) si -[e]s, -e;
Kunstsinn; Spießbürger) mi -n, Ban|do|neonu. Bandonijon [nach 2Ban|kett fr. si -[e]s, -e, (auch;)
-n d R 268); Ba|nau|sen|tum si -s; dem dt. Erfinder Band] (ein Mu­ Ban ket te fr. ([unfester] Rand­
banausisch sikinstrument) si -s, -s streifen neben einer Straße) w>;
'Band (Buch; Abk.: Bd.) mi -[e]s, Band sä ge; Band|schei|ben|scha- -. -n
Bände (Abk.: Bde.); 2Band (Fes­ den; Bandsel (Seemannsspr.: bankfähig; -er Wechsel; Bank-
sel) si -[e]s, -e; außer Rand und dünnes Tau) si -s,- Jei|er|tag, ...gut|ha|ben, ...hal|ter
-; Band ([Gewebe]streifen; Ge­ Ban düng (Hptst. der indonesi­ (Spielleiter bei Glücksspielen);
lenkband) si -[e]s, Bänder; auf - schen Provinz Westjava); Ban- Ban|kier/r.[6a/igA:/V] < Inhaber ei­
spielen, sprechen; am laufenden dung|kon|fe|renz (Konferenz, auf nes Bankhauses) mi -s, -s; Bank­
Band der die asiat. u. afrikan. Staaten konto; Bänk|lein, Bänkchen;
4Band engl, [bänt] (Gruppe von kulturelle und wirtschaftliche Bank^note, ...raub, ...räuber
Musikern, bes. Tanzkapelle u. Zusammenarbeit vereinbarten) bankrott it. (zahlungsunfähig;
Jazzband) w; -, -s w; -; T R 201 auch übertr.: am Ende, erledigt);
157
barmherzig
- gehen, sein, werden; Bankerott Ba|racke [Trenn.: ...rakjke] fr. tur (bes. kräftiger, körperlich
in; -[e]s, -e; - machen; Bankerott­ (leichtes, meist eingeschossiges unempfindlicher Mensch); ba­
er! kläjrung; Bank!rot|teur [...tör] Behelfshaus) w; -, -n; Ba racken- ren! ruhig (ugs. für: sehr ruhig);
(Person, die Bankrott macht) m; laiger [Trenn.: ...rakiken...] ba ren stark (ugs. für: sehr stark);
-s, -e; bank!rot tie|ren; Banküre- (Mehrz. ...lager); Ba|rackller Bä|renitrau!be (eine Heilpflan­
sen, ...wejsen (ugs. für: Barackenbewohner) ze); Bä ren trau ben:blät|ter;tee
Bann (Ausschluß [aus einer Ge­ Ba(ratlte[rje it. (Unredlichkeit od. Bajrentsisee [nach dem niederl.
meinschaft]; Gerichtsbarkeit; Verschulden der Schiffsbesat­ Seefahrer W. Barents] (Teil des
abgegrenztes Gebiet; zwingende zung [in der Seeversicherung]) w; Nordpolarmeeres) w; -
Gewalt) m; -[e]s, -e; BannJrruch -, ...ien Bairett lat. (flache, randlose Kopf­
m, ...bul le vv; ban nen Barjbaidiier (Bewohner von Bar­ bedeckung, meist als Amts­
Baniner (Fahne) s; -s, -; Ban ner- bados); barlba'disch; Barlbaldos tracht) s; -[e]s, -e u. (selten;) -s
träiger (Inselstaat im Karibischen Meer Bar|frei ma chung
BannJIuch. ...gut Bar|bar gr. (urspr.: Nichtgrieche; Barlfrost landsch. (Kahlfrost)
banjnig nordd. (ugs. für: sehr) jetzt: roher, ungesitteter, wilder bar|fuß; - gehen; Bar|fü|ßer (bar­
BannJcreis, ...meide, ...strahl, Mensch) nr, -en, -en (t R 268); fuß gehender od. nur Sandalen
...wald (Schutzwald gegen Lawi­ Bar|bajra (w. Vorn.); Barjba rei tragender Mönch) m; -s,-; Barifü-
nen), ...wa!re, ...wart (Schweiz, (Roheit); bar ba risch (roh); -ste ßeirin vv; -, -nen; barjfülßig; Bar-
(für: Flur- und Waldhüter) (T R 294); Bar|ba|ris|mus (grober füßiler (barfuß Gehender); Bar-
Banisemitteld. u. niederd. (Lager­ sprachlicher Fehler) in; -, ...men fiißl le|rin w; -, -nen
raum in einer Scheune) w; -, -n; Baribairosisa („Rotbart“; Beina­ Bar’geld s: -[e]s; bar|geld|los; -er
banisen, (auch:) bansein; Getrei­ me des Kaisers Friedrich I.) Zahlungsverkehr
de, Holz - (mitteld. u. niederd. Barjbe lat. (Fisch; Spitzenband an barihaupt; bar häup|tig
für: aufladen, aufschichten); du Frauenhauben) w; -, -n Barlhocker [Trenn.: ...hok ker]
banst (bansest) Bar|becue [bcfbikju] amerik. Bairi (Hptst. Apuliens)
Ban|tam (Ort auf Java); Banjtam- (Gartenfest mit Spießbraten) s; Balrilbal (nordamerik. Schwarz­
ge|wicht (Körpergewichtsklasse -[s], -s bär) m; -s, -s
in der Schwerathletik); Banitam- bärlbeißig (grimmig; verdrieß­ bäirig (landsch.: bärenhaft, stark,
huhn (Zwerghuhn) lich); Bäribeiißigikeit robust; westösterr. ugs.: toll, aus­
Banjtu (Angehöriger einer Bär|bel (Koseform von: Baibara) gezeichnet)
Sprach- u. Völkergruppe in Afri­ Barjber [ba' bf], Samuel (amerik. bairisch gr. (Meteor.: den Luft­
ka) m; -[s], -[s]; Ban tujneiger Komponist) druck betreffend); -es Relief (ho­
Ba|nus vgl. 'Ban Bar|bier fr. (veralt. für: Haar-, rizontale Druckverteilung an der
Baojbab afrik. (Affenbrotbaum) Bartpfleger) in; -s, -e; bar!b]e|ren Erdoberfläche); -es Windgesetz
m; -s, -s (veralt. für: den Bart scheren); Ba(ri|ton it. (Männerstimme zwi-
Baphoimet arab. ([angebl.] Göt­ vgl. auch: halbieren schenTenoru. Baß; auch: Sänger
zenbild der Tempelherren) in; Baribijton gr. (altgr. Saiteninstru­ mit dieser Stimme) m\- s,-e; Ba'ri-
-te]s ment) s; -s, -s tolnist (Baritonsänger); t R 268
Bap|tjs|mus gr. („Taufe“; Lehre barjbu sig (busenfrei) Ba|riium gr. (ehern. Grundstoff,
evangel. Freikirchen, die nur die Bar|ce!Io|na [barze..., barße...] Metall; Zeichen: Ba) s; -s
Erwachsenentaufe zuläßt) m; -; (span. Stadt) Bark niederl. (ein Segelschiff) w;
'Bap|tjst (m. Vorn.); 2Bap|tjst Barjchent arab. (Baumwollflanell) -, -en; Bar|ka]roile, Bar|ke|ro|le
(Anhänger des Baptismus); I R nr, -s, -e it. (Boot; Gondellied) w; -, -n;
268; Bap|ti|ste rijum (Taufbek- Bar;da me Bapkas|se niederl. (Motorboot;
ken; Taufkirche, -kapelle) s; -s, bar|dauz!, par|dauz! auf Kriegsschiffen größtes Bei­
...ien [ien] 'Baride arab.-fr. (Speckscheibe boot) w; -, -n
'bar - 'Bar um gebratenes Geflügel) w; -, -n Bar| kauf
2bar (bloß); aller Ehre[n] -; bar[es] 2Bar|de kelt.-fr. ([altkelt.] Sänger Barike (kleines Boot) w; -, -n
Geld, aber: Bargeld; bar zahlen; u. Dichter; abwertend für: lyr. Barlkeelper engl. [bärkiper] (In­
in -; gegen -,v-er Unsinn; barfuß; Dichter) m; -n, -n (T R 268); Bar- haber od. Schankkellner einer
barhaupt denltum s; -s 2Bar) m; -s, -
...bar (z. B. lesbar, offenbar) bar|dje|ren (mit 'Barden umwik- Barikeirolie vgl. Barkarole
'Bar gr. (Maßeinheit des [Luft­ keln) Barlach (dt. Bildhauer, Graphiker
druckes; Zeichen: bar; Meteor, Bar|djet germ.-lat. s; -[e]s, -e u. u. Dichter)
nur: b) s; -s, -s; 5 - Bar|di|tus (Schlachtgeschrei d. Bär|lapp („Bärentatze“; moos­
2Bar engl, (kleines [Nachtlokal; Germanen vor dem Kampf) m; ähnliche Pflanze) m; -s, -e
Schanktisch) w; -, -s Bari lauf (früheres Turnspiel) ni;
3Bar (Meistersingerlied) nr, -[e]s, barldisch [zu 2Barde]; Bar|diitus -[e]s
-e vgl. Bardiet Barl lohn
'Bär m; -en, -en: t R 268; (t R 224:) Bar|do|wjck [auch: bar...] (Ort in Bari mann (svw. Barkeeper) nr,
der Große, der Kleine - (Sternbil­ Niedersachsen) -[e]s, ...männer
der); 2Bär (fachspr. für: Maschi­ Bälremdienst (ugs. für: schlechter Barmlbek (Stadtteil von Ham­
nenhammer) m; -s, -en (fachspr.: Dienst), ...dreck südd., österr. burg)
-e); vgl. Rammbär ugs. (Lakritze), ...fang (urspr. Bär|me nordd. (Hefe) w; -
Bairabibas (bibl. Gestalt) ostpr. Honiglikör; m; -[e]s), bar|men nord- u. ostd. (abwertend
Bajraiber it. österr. ugs. (schwer ...feil, ...haut, ...häuter, ...hunlger für: klagen)
arbeitender Hilfs-, Bauarbeiter) (ugs. für: großer Hunger); Bä­ Barimen (Stadtteil von Wupper­
m; -s, -; ba|ra|bem österr. ugs. ren! klau (eine Pflanze) w; - oder tal); BaPmer (t R 199)
(schwer arbeiten) nr, -s; bälren|mä!ßig; Bä|ren|na- barmiher'zig, aber (t R 224):
Barmherzigkeit 158

Barmherzige Brüder, Barmherzi­ Bart nr, -fels, Bärte; Bärt|chen, dow-Krankheit) nr, -s; Ba|se-
ge Schwestern (religiöse Genos­ Bärt|lein;Bar|te (veralt. für: brei­ dow-Krank|heit [nach dem Arzt
senschaften für Krankenpflege); tes Beil, Axt [als Waffel; Horn­ K. v. Basedow] (auf vermehrter
Barmjher|zig|keit w; - platte im Oberkiefer der Barten­ Tätigkeit der Schilddrüse beru­
Bar|milxer (Getränkemischer in wale, Fischbein) w; -, -n; Bar|teln hende Krankheit, Glotzaugen­
einer 2Bar) (Bartfäden bei Fischen) Mehrz.', krankheit) w, -; Ba|se| dow ische
Bar mi bas (urchristlicher Missio­ Bar|tenwal; Bar|terl (bayr. u. Krank|heit w, -n - (veraltend)
nar); Bar|na|bit (Angehöriger ei­ österr.: Kinderlätzchen) y; -s, -n; Ba|sel (Schweiz. Stadt am Rhein);
nes kath. Männerordens) nr, -en, BartJlechjte, ...haar Ba|sellbiet; BalseHer, Bas|ler
-en (t R 268) Bar[thel, Bartholomäus (m. (Schweiz, nur so; t R 199); Base­
ba|rock Sr. („schief, unregelmä­ Vorn.) ler Friede; Ba|sel-Land|schaft,
ßig“; im Stil des Barocks; Bär|tier|chen (mikroskopisch (kurz auch:) Ba|sel-Land (Halb­
verschnörkelt, überladen); Ba­ kleine, wurmförmige Tiere) kanton); balsel|land|schaft|lich;
rock ([Kunstlstil) s od. nr, -s Mehrz. Ba|sel-Stadt (Halbkanton); ba-
(fachspr. auch: -); BajrockJdr-bär|tig; Bär tig keit w: -; Bart Hein, sel städ tisch
Bärt|chen; bartjlos; Bart|lo|sig- Basen (auch Mehrz. von: Basis)
che, ...kunst, ...perilen (unregel­
mäßig geformte Perlen; Mehrz.), keit w, - BASF = Badische Anilin- & So­
Bar|tok [bqrtok, ung.: bartok], Be- da-Fabrik AG
...stil (m: -le]s), ...zeit (w; -)
Ba|ro|graph gr. (Meteor.: selbst-la (ungar. Komponist) Ba|sic Engjlish [be'ßik ingglisch]
aufzeichnender Luftdruckmes­ BarGpfle ger, ...scher, ...sche|rer, (Kurzw. aus: British-American
ser) nr, -en, -en (T R 268); Ba|ro-
...stop pel, ...wisch (bayr., österr.: scientific international commer-
me|ter (Luftdruckmesser) y; -s, -;
Handbesen), ...wuchs, ...zot|tel cial English = britisch-ame­
Ba|ro|me|ter|stand; ba|ro|me- (meist Mehrz.) rikanisches wissenschaftliches
trisch; -es Maximum, -es Mini­ Ba|ruch (Gestalt im A. T.) internationales geschäftliches
mum (höchster, tiefster Luft­ ba|ry... gr. (schwer...); Ba|ry... Englisch; gleichzeitig: Grund­
druck, das Hoch, das Tief); -e (Schwer...); Ba|ry|on (schweres englisch; vereinfachte Form des
Höhenformel, Höhenmessung, Elementarteilchen) y; -s, ...onen; Englischen mit einem Grund­
Höhenstufe Ba|ry|sphä|re (Erdkern) w; -; Ba­ wortschatz von 850 Wörtern u.
Ba|ron/r. (Freiherr) m; -s, -e; Ba- ryt (Schwerspat; chem. Barium­ wenig Sprachlehre) y; - -
roineß w, -, ...essen u. (häufiger:) sulfat) nr, -fe]s, -e; Ba| ry |ton (einer ba| sie Iren//-.; etwas basiert auf der
Ba|ro|nes|se (Freifräulein) wi -, Gambe ähnliches Saiteninstru­ Tatsache (beruht auf der, grün­
-n;Ba|ro|nete«g/. [baronät, auch: ment des 18. Jh.s) y; -s, -e; Ba|ry- det sich auf die Tatsache)
/?ä..„engl. Ausspr.: bärenit] (engl.tojnon (Sprachw.: Wort mit un­ Ba|si|lia ner (nach der Regel des
Adelstitel) nr, -s, -s; Ba'roime fr.betonter letzter Silbe, z. B. „Ja­ hl. Basilius [4. Jh.] lebender
(Besitz eines Barons; Freiherrn­ guar“) y; -s, ...na; Ba|ryt|pa|pier; Angehöriger verschiedener
würde) w; -, ...ien; Ba|ro|nin ba|ry | zen|trisch (aufdas Bary Zen­ Mönchsorden); Ba|si!lia|ne|rin
(Freifrau) w; -, -nen; ba|ro|ni|sie- trum bezüglich); -e Koordinaten; w, -, -nen
ren (in den Freiherrnstand erhe­ Ba|ry|zenjtrum (Physik: Schwer­ Ba|si|lie gr. [.../*) w: -, -n, Ba sj|li
ben) punkt) y; -s, ...tra u. ...tren en|kraut u. Basilikum (Gewürz­
Bar|ras (Soldatenspr.: Heerwe­ Bar |zah lung pflanze) y; -s, -s u. ...ken
sen; Militär) nr, - basa! (die Basis, die Grundlage Ba sj li ka gr. (Halle; Kirchenbau­
Bar| re fr. (Schranke aus waage­ betreffend) form mit überhöhtem Mittel­
rechten Stangen; Sand-,Ba|salt gr. (Gestein) nr, -[e]s, -e schiff) w, -, ...ken; ba|si|li|kal; ba-
Schlammbank) wi -, -n Ba saljtem peTajtur (Med.: mor­ si|li ken für mig
Bar|rel engl. [bä...] (engl. Hohl­ gens gemessene Körpertempera­ Ba s] li kum vgl. Basilie
maß; Faß, Tonne) y; -s, -s; drei tur bei der Frau zur Feststellung Ba|si|liskg/-. (Fabeltier; trop. Ech­
Barreifs] Weizen (t R 322) des Zyklus) se) m; -en, -en (t R 268); Ba|si|ljs-
Bar|ren (Turngerät; Handelsform ba|sal|ten, ba sal tig, ba sal tisch; ken blick (böser, stechender
der Metalle in Stangen; südd., Ba|salt tuff Blick)
österr. auch: Futtertrog) nr, -s,- Ba|sar pers. (oriental. Händler­ Ba|si|li:us (gr. Kirchenlehrer)
Bar|rie|re fr. (Schranke; Sperre) viertel; Warenverkauf zu Wohl­ Ba|sis gr. (Grundlage, -linie, -flä­
w, -, -n; Bar!ri|ka|de ([Straßen]- tätigkeitszwecken; DDR: Ver­ che; Grundzahl; Fuß[punkt];
sperre, Hindernis); bar|ri|ka|dier kaufsstätte) nr, -s, -e Sockel; Unterbau; Stütz-, Aus­
ren (seltener für: verbarrikadie­ Bäslchen, Bäs|lein gangspunkt) w; -, ...sen; ba|sisch
ren) Basch|ki re (Angehöriger eines (Chemie: sich wie eine Base ver­
Bar|ri|ster engl, [bä...] (Rechtsan­ turkotat. Stammes) nr, -n, -n (t R haltend); -e Farbstoffe, Salze; -er
walt bei den englischen Oberge­ 268); Basch|ki|ri|en; baschki­ Stahl; Ba|sisgrup|pe(links orien­
richten) nr, -s, - risch tierter politisch aktiver [Studen-
barsch (unfreundlich, rauh); -este Basch|lik turkotat. (kaukasische tenlarbeitskreis); Ba|si|zi|tät
(t R 292) Wollkapuze) nr, -s, -s (Chemie) w; -
Barsch (ein Fisch) nr, -[e]s, -e 'Ba|se (Kusine; österr. veraltet u. Bas ke (Angehöriger eines Pyre­
Bar| schaft; Barscheck (in bar Schweiz, auch noch: Tante) w; -, näenvolkes) nr, -n, -n (T R 268);
einzulösender Scheck) -n Bas|ken|müt|ze
Barsch| heit 2Ba |se gr. („Grundlage“; Verbin­ Bas ket ball engl. (Korbball-
Bar|soi russ. [...seu\ (russ. Wind­ dung, die mit Säuren Salze bildet) [spiel]) nr, -[e]s
hund) nr, -s, -s w, -, -n; vgl. Basis bas kisch; -e Sprache; vgl. deutsch;
Bar| sor|ti| ment (Buchhandelsbe­ Basei ball engl, [be'ßbäl] (amerik. Bas kisch (Sprache) y; -[sl; vgl.
trieb zwischen Verlag u. Einzel­ Schlagballspiel) nr, -s Deutsch; Bas|ki|sche y; -n; vgl.
buchhandel) Basedow [basedo] (kurz für: Base­ Deutsche y
159
Baumkuchen
Basikülle//-. (Treibriegelverschluß Bat. = Bataillon Baudenkmal s; -[e]s. ...mäler
für Fenster u. Türen) w; -, -n; BAT = Bundesangestelltentarif (geh. auch: ...male)
Bas|kü|le ver Schluß Ba|tailile fr. [bataf] (veralt. für Bau douin [boduäng („Balduin“:
Bäs|lein, Bäs chen Schlacht; Kämpft w; -, -n; ßaltail- fr. m. Vorn.)
Bas|ler (schweiz. nur so), Baise|ler lon [bataljon] (Truppenabtei­ baulen; Baumele ment, ...entlwurf
(I R 199): Basler Leckerli; bas|le- lung; Abk.: Bat.) s; -s, -e; Batail­ ^Bauier (Be-, Erbauer) in; -s, -
risch lons Juh rer, ...komiman deur 2 Bau er (Landmann; Schachfigur;
Bas|re|li;ef fr. [bäreliäf) (Flach­ Ba' ta te indian. - span. (t ro p. K nol- Spielkarte) in; -n (selten: -s), -n
bildwerk, flacherhabene Arbeit) lenpflanze, Süßkartoffel) w; -, -n ?Bau er (Käfig) s (seltener: m); -s, -
baß (veralt., aber noch scherzh. Ba ta[ver [batawer] (Angehöriger Bäu er chen, Bäu er;lein; Bäue|rin
iron. für: sehr); er war baß er­ eines germ. Stammes) m; -s, -; >r;-,-nen; baue risch (seltener für:
staunt Baita via [batawia] (alter Name bäurisch); -ste (I R 294); Bäu'er-
Baß it. (tiefe Männerstimme; Sän­ von: Djakarta); ba]ta|visch lein, Bäu erichen; bäuerlich;
ger; Streichinstrument) ///; Bas­ BathNe^a, (ökum.:) Bafseba Bau ern„bur sehe, ...fän ger (ab­
ses, Bässe; BaßJdälser, ...buf|fo (bibl. w. Eigenn.) wertend); Bauernfänigetrej;
Basjse niederd. (Jägerspr. für: [äl­ Balthy)scaphe gr. [...skg.ß m u. s; Bau ern frau, Bau ers|frau; Bau-
terer] starker Keiler) m; -n, -n -[s], - u. Ba thyiskaph (Tiefsee­ ernJYüh stück (eine Speise),
(t R 268) tauchgerät) in; -en, -en (1 R 268); ...haus, ...hof, ...krieg. ...legen
BassejlisseiStuhl fr.; dt. [baßliß...] Baithylsphälre (tiefste Schicht (hist.: Einziehen von
(ein Webstuhl) des Weltmeeres) w; - Bauernhöfen durch den Groß­
Basisei na it. ostösterr. (Wasser­ Ba 1 tik malai. (auf Java geübtes grundbesitz; s; -s); Bau|er[n]|sa-
becken im Flur eines Altbaus für Färbeverfahren mit Verwendung me (Schweiz, neben: Bauern­
mehrere Mieter) w; -, -s; Basjse- von Wachs [nur Einz.]; gemuster­ schaft) iv; -; Bau|em|schaft (Ge­
naltratsch ostösterr. (Klatsch tes Gewebe) in; -s, -en (auch: w; samtheit der Bauern) w; -; bau­
niedrigsten Niveaus) -en); Ba|tik druck {Mehrz. ern schlau; Bauernstand (in;
Bas|set [fr.: baße, engl.: bäßit] in; ...drucke); ba ti|ken; gebatikt -[e]s), ...stu be, ...tum {s; -s).
-s, -s (eine Hunderasse) Baltist/r. (feines Gewebe) in; -[e]s, ...volk;Bau erjsa me vgl. Bauern-
Basjsett it. (veralt. für: Cello) in; -e; baiti sten (aus Batist) same; Bauernschaft landsch.
-s, -e u. -s; Bas sett|horn (Blasin­ Bat'seiba vgl. Bathseba (Bauernsiedlung); Bauierslfrau,
strument des 18. Jh.s; Mehrz. Batt., Battr. = Batterie (Militär) Bauernifrau; BauersJeu'te
...hörner); Baß geil ge Bat|telrie/r. (Einheit der Artillerie {Mehrz.). ...mann {in; -[eis); Bäu-
Bassin fr. [baßämt1 (künstliches [Abk.: Batt(r).]; Elektrotechnik: ert Schweiz. [Berner Oberland]
Wasserbecken) s; -s, -s Zusammenschaltung mehrerer (Gemeindefraktion) u>; -, -en
Baslsjst it. (Baßsänger); 1 R 268; Elemente od. Akkumulatoren­ BauierlwaritungsUand: Bau fach-
BaIUkla|riinetlte, ...sai te, ...Sän­ zellen zu einer Stromquelle) w; wertker; baufällig; Bau fäljlig-
ger, ...schlüslsel. ...stimjme -, ...ien keit w; -; Bau^firjma, ...flucht (vgl.
Bast (Pflanzenfaser; Haut am Ge­ Bat|zen(ugs. für: Klumpen; frühe­ ‘Flucht), ...füh rer, ...ge nehimi-
weih) m; -[e]s, -e re Münze; Schweiz, noch für: gung. ...ge nosisen Schaft, ...ge-
ba sta it. (ugs. für: genug!); [und] Zehnrappenstück) in; -s, - spann (Schweiz.: Stangen, die die
damit -! Bau in; -[ejs, (für: Tierwohnung Ausmaße eines geplanten Ge­
Bajstard fr. (Mischling; unehe­ u. [Bergmannsspr.:] Stollen bäudes anzeigen), ...herr, ...holz,
liches Kind) m; -[e]s, -e; ba|star- Mehrz.;) -e u. (für: Gebäude ...hüt te, ...kalsten; Bau|klotz m;
dje ren (Arten kreuzen); Bajstar- Mehrz.;) -ten; sich im od. in - -es, ...klotze (ugs. auch: ...klöt-
dje rung (Artkreuzung); Ba- befinden; Bau-arbeiter, ...art, zer); Bauklötze[r] staunen; Bau-
stard~pflan|ze, ...schrift (Schrift, ...aufsicht (w; -); Bauiaufsichts- ko sten; Bau ko stenjzu schuß;
die Eigenarten zweier Schriftar­ be hör de; Bau block {Mehrz.; BauJmnst (w; -), ...land (auch:
ten vermischt, bes. die von Frak­ ...blocks) bad. Landschaft; s; *[e]s); bau­
tur u. Antiqua), ...spräche Bauch m; -[e]s, Bäuche; Bauch bin­ lich: Bau lieh keit (Papierdt.;
Baistei it. (vorspringender Teil an de; Bäu chel chen. Bäuchlein; meist Mehrz.); Bau lücke [Trenn:.
alten Festungsbauten; Einz: Bauch „feil, ...grim men (Bauch­ ...lüklke]
Felsgruppe im Elbsandsteinge­ weh), ...höh le; bauichig. bau­ Baum m; -[e]s, Bäume
birge) chig; Bauchwknei pen (landsch. Bau ma tejri al
baistein ([in der Freizeit, aus für: Bauchweh; s; -s), ...la den, Baum blü te (w; -); Baum!chen,
Liebhaberei] kleine Arbeiten ma­ ...lan düng; Bäuch lein, Bäulchel- Bajumdein
chen); ich ,..[e]le (1 R 327) chen; bäuchlings; bauchlreden Bau;me grad [bome...; nach dem
halsten (aus Bast); bast|farjben, (meist nur in der Grundform fr. Chemiker Baumö] (Maßein­
basffarjbig gebr.); Bauch redjner; Bauch- heit für das spezifische Gewicht
Balsti an (Kurzform von: Seba­ speiichel drü se; Bauch tanz: von Flüssigkeiten; IR 180; Zei­
stian) bauch tamzen (meist nur in der chen: Be); 5° Bö (vgl. S. 86, 9.
Bastil! le fr. [baßtif] (festes Grundform gebr.); Bau chung; ft
Schloß, bes. das 1789 erstürmte Bauch weh s; -s Bau mefster
Staatsgefängnis in Paris) w; -, -n; Bau cis [bauziß1 (Gattin des Phile- bau mein; ich ...[e]le (I R 327)
Ba;stijon (Bollwerk) mon [vgl. d.]) ‘bäumen vgl. aufbaumen; ‘bäu­
Bast ler Baud [auch: bot; nach dem fr. Inge­ men, ‘bäu men (mit dem Wies­
Baistona'de fr. (bis ins 19. Jh. im nieur Baudot] (Maßeinheit der baum befestigen): 2bäu men; sich
Orient übl. Prügelstrafe mit dem Telegrafiergeschwindigkeit) s; -; BaumJarn. ...gren ze (iv; -);
Stock, bes. auf die Fußsohlen) -ts], - bäum kan tig(von beschlagenem
Ba'su to (Angehöriger eines Ban­ Bau de (Unterkunftshütte im Ge­ Holz: an den Kanten noch die
tustammes) in; -[s], -[s] birge, Berggasthoft w; -, -n Rinde zeigend); BaumJcu chen:
baumlang 160

baum|lang;Baum|läu|fer (ein Vo­ Baiyard 1bajar] (fr. Ritter u. Feld­ belan stan den, (österr. meist:) be-
gel); Bäum| lein, Bäum|chen; herr) an stän den; Be|an|stan|dung,
bäum {reich; Baum^rie|se, ...sche­ ‘Bayler© (ehern, u. pharm. Pro­ (österr. meist:) Be|an!stän düng
re, ...schlag (Darstellungsweise dukte) belan trajgen; du beantragtest;
des Laubwerks in der bildenden 2Bay|er, (in der Sprachw. für den beantragt; Be|an|tra'gung
Kunst; m\ -le]s), ...schu|le, ...sper­ Mundartsprecher:) Bai|er m\ -n, be ant worden; Be ant|wor|tung
re, ...stamm; baum|stark; Baum- -n (t R 268); bay Tel irisch, (in der be ar|bei ten; Bearbeitung
^step'pe (Steppe mit einzeln od. Sprachw. für die Mundart:) bai­ Beards|ley [bfdsli] (engl. Maler)
gruppenweise stehenden Bäu­ risch, aber (T R 224:) Bayerische belargjwöh|nen
men), ...strunk, ...stumpf, ...Wip­ Motorenwerke AG (Abk.: Beat engl. [bit] (im Jazz: Schlag­
fel, ...wollte; baumjwol|len (aus BMW); (t R 198): der Bayerische rhythmus; betonter Taktteil; die
Baumwolle); Baum|wolle|se Wald; Bayler'land s; -le]s; Bay­ so geartete Musik) m: -[s]
[Trenn.: ...woll|le..., t R 236]; ern (Land) Bealta, Bea|te (w. Vorn.)
Baum|wolLgam, ...in|du|strie, Bay|reuth (Stadt am Roten Main) bea|ten engl. [biten] (ugs.: nach
...pi|kee, ...spinine|rei, ...Stoff, Ba zar vgl. Basar Beatmusik tanzen); Beat-Fan
...wa|re, ...zeug Ba zi bayr., österr. ugs. (necken­ [bitfäri] (jmd., der für Beatmusik
Baun|zerl österr. (längliches, mür­ des Schimpfwort) m; -, - begeistert ist)
bes Milchbrötchen) s; -s, -n Ba|zjl|lenlträ:ger lat.: dt.: Ba|zjl- Beat geneira|tion amerik. [bit
Bauu>rd|nung, ...plan (vgl. 2Plan), lus lat. (sporenbildender Spalt­ dsehenfe' schen] (Bez. für eine
...platz, ...po|li'zei; bau|po|li|zei- pilz, oft Krankheitserreger) m: Gruppe junger Menschen in den
lich; Bau^programm, ...rat ...Uen USA [um 1955]. die die Gesell­
(Mehrz. ...räte), ...recht; bau|reif; BBC: 1. [engl. Ausspr.: bibißß = schaft mit allen bürgerl. Bindun­
ein -es Grundstück British Broadcasting Corpora­ gen ablehnte u. durch gesteigerte
bäu|risch, (seltener:) bäuerisch; tion [britisch bradkaßting kd'p‘‘- Lebensintensität [Sexualität,
-ste (t R 294) rdsclfn] (brit. Rundfunkgesell­ Jazz, Drogen u. ä.] zur Erkennt­
Bau~rui|ne, ...satz (Fertigteile zum schaft); 2. © = Brown, Boveri nis einer metaphys. Wirklichkeit
Zusammenbauen) & Cie. zu gelangen suchte) w: - -
Bausch m; -leis, -e u. Bäusche; in BBk = Deutsche Bundesbank Bea ti fi kalthon lat. [...zion] (Se­
- und Bogen (ganz und gar); Bch. = Buch ligsprechung); beahi|fi|zjie|ren
Bäusch| chen, Bäusch|lein (klei­ BCG = Bazillus Calmette-Guerin Bealtlee«#/. [bifl] (Name der Mit-.
ner Bausch) (nach zwei frz. Tuberkulosefor­ glieder einer Liverpooler Musi­
Bäu|schel, Päu|schel (Berg- schern); BCG-Schutz|impTung kergruppe; allg. für: Jugend­
mannsspr.: schwerer Hammer) m (vorbeugende Tuberkuloseimp­ licher mit einer diese Gruppe
od. s\ -s, - fung) kennzeichnenden Frisur) m: -s,
Baujschen (österr. neben: Bausch) Bd. = Band (Buch); Bde. = Bände -s
m; -s, -; bau|schen; du bauschst BDA = Bund Deutscher Archi­ bei at men (Med.: Luft od. Gasge­
(bauschest); sich -; bau|schig; tekten mische in die Atemwege einfüh-
Bäusch|lein, Bäusch|chen BDÜ = Bundesverband der Dol­ ren); Beat mung; Be|at|mungs-
baulspa | ren (fast nur in der Grund­ metscher und Übersetzer an lalge, ...ge|rät, ...stösrung
form gebräuchlich); bauzuspa­ B-Dur [bedur, auch: bedur] (Ton­ Beatlmulsik [bit...] w: -
ren; Bau|spar|kas|se; Baustein, art; Zeichen; B) s: -; B-Dur-Ton- Beat nik amerik. [bit...] (Vertreter
...stel|le, ...Stil, ...stopp lei|ter [be...] (t R 155) der Beat generation, vgl. d.) m:
Bau|ta|steinö///jo/-öf. (Gedenkstein Be = ehern. Zeichen für: Beryl­ -s, -s
der Wikingerzeit) lium Bea'tri ce [it. Ausspr.: ...tritsche:
Bau|te Schweiz, veralt. (Bau- Be = Baumegrad dt. Ausspr.: ...triff], Bea|trix (w.
[werk], Gebäude) w\-, -n; Bau | teil be... (Vorsilbe von Zeitwörtern. Vom.); Bea|tus lat. (m. Vom.)
(als Gebäudeteil: m; als Bau­ z. B. beabsichtigen, du beabsich­ Beau fr. [bo] (abwertend für:
element: s); Bau ten vgl. Bau; tigst, beabsichtigt, zu beabsichti­ schöner Mann; Stutzer) m: -, -s
Bau|trä|ger gen; zum 2. Mittelw. t R 304) Beau|fortlskala [bof'rt...: nach
Baut|zen (Stadt in der Ober­ dem engl. Admiral] (zwölfteilige
BEA = British European Airways
lausitz); Baut|ze|ner (t R 199); Skala für Windstärken; t R 180)
[britisch jurepien ärwe's] (brit.
bautz|nisch Luftfahrtges. in Europa) w: -
Bau^vor| halben, ...wei|se (vgl. be | ab | sich) tilgen belauf lajgen (DDR Wirtsch.: eine
2Weise), ...werk, ...wer|ker, ...we­ be|ach|ten; be!ach|tens|wert; be­ Auflage erteilen; zu einem Plan­
sen; Bau|wich (Bauw.: Häuser­ achtlich; Be'achjtung soll verpflichten)
zwischenraum) m; -[e]s, -e; bau­ be|ackern [Trenn.: ...ak|kem] (den belauf|schla|gen (Technik: vom
würdig (Bergmannsspr. von ei­ Acker bestellen; ugs. auch für: Wasser- od. Dampfstrahl: [die
ner Lagerstätte: mit Gewinn ab­ gründlich bearbeiten) Turbinenschaufeln] treffen); er
zubauen) be|am|peln; eine beampelte Kreu­ beaufschlagte; beaufschlagt; Be-
Bau|xerl österr. mdal. (kleines, zung auf|schla|gung
herziges Kind) s: -s, -n Be|am|tem; -n, -n (1 R 287ff.); Be­ be|auf|sich| tilgen; Be|auf|sich|ti-
Bau|xjt [nach dem ersten Fundort amtenschaft (w; -), ...stand (rn: gung
Les Baux (lä bo) in Frankreich] -[e]s), ...tum (s: -s); be|am|tet; Be­ be|auf|tra|gen; du beauftragtest;
(ein Mineral) m; -s, -e amtetem u. w; -n, -n (t R 287 ff.); beauftragt; Beauftragtem u. w:
bauz! Beiam|tin w: -, -nen -n. -n (t R 287ff.)
Bau|zaun be|ängsti|gend; -ste; Beängsti­ be|aug|ap|feln (landsch. scherzh.);
'Ba|va|ria lat. [...m..] (Bayern); gung ich ...[e]le (t R 327); be|äu|geln
2Ba|va|ria (Frauengestalt als be|an!schrif|ten (Amtsdt.) (ugs. scherzh.); ich ...[e]le (IR
Sinnbild Bayerns) w; - I beanspruchen; Bean spru chung 327);beäugelt; be|äu|gen; beäugt;
• 161 Beethoven

be[au|gen|schei|ni|gen (Papier- deckt; -er Himmel; Be|deckt|sa- be|drjpst nordd. (kleinlaut; be­
dt.); beaugenscheinigt mer (Bot.: Pflanze, deren Sa­ trübt)
Beau[ jo| lais fr. [boseholä] (ein fr. menanlage im Fruchtknoten ein­ be|dro|hen; be|droh|lich; Bedro­
Rotwein) m\ - geschlossen ist; Ggs.: Nacktsa­ hung
Beautmar chais [bomarschä] (fr. mer) m\ -s, - (meist Mehrz.): be- bedrucken1; bedrücken1; Be­
Schriftsteller) deckt|sa|mig (Bot.); Bedeckung drücker1; Bedruckung1 (das
Beaulte fr. [bote1 (Schönheit; [Trenn.: ...dek|kung] Drucken) w, -; Bedrückung1
schöne Frau) w; -s belden|ken; bedacht (vgl. d.); sich Bedui nearab. (arab. Nomade) m:
beibänldem eines Besserten -; Be|denjken s; -n, -n (1 R 268)
belbar|tet -s, -; be den ken los; -este (t R be|dunlgen vgl. bedingen
be|bau|en; Be] bau ung 292); beiden!kens|wert; bedenk­ be'dünlken (veralt.); es will mich
B6|b6/,r. [bebe] Schweiz, (kleines lich; Be[denk liehIkeit; Bedenk­ -; Be|dun ken s: -s; meines -s (ver­
Kind) s: -s, -s zeit alt. für: nach meiner Ansicht)
Be|bel (Mitbegründer der dt. So­ be[dep(pert (ugs. für: ein geschüch­ bedürfen (geh.); eines guten Zu­
zialdemokratischen Partei) tert, ratlos, gedrückt) spruches -; Be dürf] nis s: -ses, -se;
be ben; Be ben s: -s, - beideulten; bedeutend; -ste. I. Bedürf|nis|anistalt; be|dürf|nis-
I beibilidern; ich ...ere (t R 327); Be- Kleinschreibung {\ R 134): am be­ los;-este(l R 292); bedürftig; mit
bjl delrung deutendsten; um ein bedeutendes [Vesf.: des Trostes -; Bedürftig­
Be bopamerik. [bibop] (Jazzstil der (sehr) zunehmen. II. Großschrei­ keit
40er Jahre; Tanz in diesem Stil) bung(t R 116): das Bedeutendste; bedülseln, sich (ugs. für: sich be­
m\ -[s], -s etwas Bedeutendes; bedeut|sam; trinken); er ist beduselt (betrun­
be brjllt Bei deutisaml keit w»; -; Bedeu­ ken)
1 be brü;ten tung; Be deu|tungs~er|wei te|rung Beefsteak engl. [bjfßtek] (Rinds-
I be buscht (Sprachw.), ...leh|re (Sprachw.; [lenden]stück) s: -s, -s; deutsches
BechajmeLkaritoffeln [bescha- w; -); be|deu|tungs;los; -este (t R - (t R 224); Beef tea [bjfti] (Rind­
nach dem Marquis de Be- 292); Beldeu tungs,lo|sig|keit; be- fleischbrühe) nr, -s, -s
chamel], ...so|ße deultungs voll; Be deuitungslwan- be|eh|ren; sich -
Be cher nr, -s, -; Bechefklang m\ del (Sprachw.) be|ei|den; be|eidi|gen (älter für:
-le]s; be|chern (ugs. scherzh. für: Bedien|bar|keit w; -; be|die!nen; beeiden, vereidigen); Beleidi­
tüchtig trinken); ich ...ere (1 R sich eines Kompasses - (geh.); gung; Be!ei|dung
327); Be!cher|werk (Fördergerät) jmdn. - (österr. ugs. für: benach­ be!ei|fem, sich (sich eifrig bemü­
belcirjcen [bezirzen\ nach der sa­ teiligen); bedient sein (ugs. für: hen); Beleffeirung (Bemühung)
genhaften gr. Zauberin Circe] in einer schwierigen Situation be|ei|len, sich; Be|ei|lung! (ugs. für:
(ugs. für: verführen, bezaubern) sein); Bejdieder; Bedie|ne|rin bitte schnell!)
Becken [Trenn.: Bek|ken] s\ -s, -; bes. österr. (Aufwartefrau) w; -. be|ejn drucken [Trenn.: ...druk-
Becken|bruch [Trenn.: Bek- -nen; be|d]en|stet (in Dienst ste­ ken]; von etwas sehr beeindruckt
ken...] m hend); Bedienstete m u. w; -n, sein; Be|ein|druckung [Trenn.:
Beck|mes!ser (Gestalt aus Wag­ -n (t R 287 ff.); Be djenlte (veralt. ...druk|kung] ve; -
ners „Meistersingern“; klein­ für: Diener) nr, -n, -n (t R 287 ff.); belem|fluß bar; Be|ein|fluß|bar-
licher Kritiker); Beckjmes!sei rei; Bedielnung (österr. auch: Stelle keit w; -; be|einjflus|sen; du beein­
beckmes'sem (kleinlich tadeln, als Bedienerin); Beldiejnungs- flußt (beeinflussest); Belemjflus-
kritteln); ich beckmessere u. ^aufschlag, ...feh|ler, ...geld, sung; Be ein flus|sungs|mög|lich-
...meßred R 327); gebeckmessert ...zuischlag keit
Bec quejrel [,bäk'räl] (fr. Physiker­ Be|d|ng (veralt. für: Bedingung, be!em|träch|ti| gen; Be]einjträchjti-
familie) das Bedungene) m od. s: -[e]s, gung
beda|chen (Handw.: mit einem -e; mit dem daß...; bedingen; beielenden Schweiz, (nahegehen,
Dach versehen) du bedangst u. bedingtest; be­ dauern); es beelendet mich
be dacht; auf eine Sache - sein; Be­ dungen (ausbedungen, ausge­ Be|el|ze|bub hebr. [auch: bei..]
dacht m\ -[e]s; mit -; auf etwas macht, z. B. der bedungene (Herr der bösen Geister, oberster
- nehmen (Papierdt.); Bedachlte Lohn); vgl. bedingt; Bedjng|nis Teufel im N. T.) m\ -
(wem ein Vermächtnis ausgesetzt (österr. Amtsspr. für: Bedin­ be|enden; beendet; belendiigen;
ist) m u. w, -n, -n 0 R 287 ff.); gung) s: -ses, -se; beidjngt (einge­ beendigt; Be|en]di gung; Beien­
bedäch tig; Be däch|tig]keit w, -; schränkt, an Bedingungen ge­ dung
be dachtisam; Be|dacht|sam|keit knüpft, unter bestimmten Vor­ be|en|gen; Be]engt|heit; Belen-
w\ - aussetzungen geltend); -er Befehl gung
Be dajchung (Handw.) (bei Rechenanlagen); -er Reflex; be|er|ben; jmdn. -; Be|er|bung
bejdan ken, sich; sei bedankt! -e Strafaussetzung; BedjngGgut be|er|den ([Pflanzen] mit Erde ver­
(habe Dank!) (für: Kommissionsgut; s: -Ie]s), sehen); be!erdi|gen; Beleidi­
Bedarf m; -leis; nach -; - an (Kauf- ...heit (w; -), ...sen|dung (für: gung; Be er di gungs in stiltut
mannsspr. auch: in) etwas; Be- Kommissionssendung); Bedin­ Beete w, -, -n; Beelren]aus|le|se;
darfs|ar|ti|kel; Bedarfsfall nr, gung; Be|din|gungs|forni (für: bee|ren|för mig; Bee remobst,
im -[el; be[darfs|ge|recht; Be­ Konditional); bedjnigungs|los; ...wein
darfsgüter (Mehrz.), ...hafte- Bedinlgungslsnt2 (für: Konditio­ Beet s: -[e]s, -e
steile, ...trä[ger nalsatz); be|djn|gungs|wei|se Beete, (heute hochspr.:) Be|te
beidau|er|lieh; be dau|er|li cher- beidränigen; Be|dränglnis w, -, -se; (vgl. d.)
wejjse; be dau ern; ich ...ere (t R Bedräng te m u. w; -n, -n (t R Beet|ho|ven [...hofn], Ludwig van
327); Be dauiems;-s; be daulems­ 287 ff.); Bedränlgung (dt. Komponist)
wert be|dräu|en(veralt.u.dicht, für: be­
be|decken [Trenn.: ...dek|ken]; be­ drohen) 1 Trenn.: ...kjk...
befähigen 162

be|fö|hi|gen; ein befähigter ...mit|tel s, ...ta|rif; Be|förd|rer, Be| ge |ber (für: Girant [eines
Mensch; Be|fä|hi|gung; Be|fä|hi- Be|för|de|rer Wechsels]); Be|geb| nis (veraltend
gungs| nach | weis be|for|sten (forstlich bewirtschaf­ für; Begebenheit, Ereignis) s\ -
bejfahrlbar; Be|fahr|bar|keit w; -; ten); be|för|stem (nichtstaatliche ses, -se; Be|ge|bung; die - des ge­
’bejfahfren; -es (Seemannsspr.: Waldungen durch staatliche nehmigten Kapitals
im Seedienst erprobtes) Volk; -er Forstbeamte verwalten lassen); be[gegnen; jmdm. -; Be|geg|nis
(Jägerspr.: bewohnter) Bau; be­ t R 327; Be|för|ste|rung wi -; Be­ (veralt.) si -ses, -se; Be|geg|nung
fahl ren; eine Straße - fristung be geh bar; Be|geh|bar|keit; beige­
Be|fall m: -[e]s; be fal len be|frachjten; Be|frach|ter; Be­ hen; Be ge|hung
be|fan|gen (schüchtern; voreinge­ frachtung Be| gehr (veralt.) mod. si -s; be| geh­
nommen); Be|fanigen|heit wi - be|frackt (einen Frack tragend) ren; Be geh|ren si -s; be|geh|rens-
be|fas|sen; befaßt; sich -; jmdn. mit be|fra|gen; du befragst; du befrag­ wert; be|gehr|lich; Be|gehr|lich-
etwas - (Amtsdt.) test; befragt; befragte]!; (t R 120:) keit
be|feh den (mit Fehde überziehen, auf Befragen; Be|fra|gung be| gej| fern; Be| geil fe| rung
bekämpfen); sich -; Be|feh|dung be| franst (Schmähung)
Be|fehl m; -{e]s, -e; be|feh|len; du bejfrei|en; sich -; Be|frei|er; Be­ be|gei|stem; ich ...ere (t R 327);
befiehlst; du befahlst; du beföh­ freiung; Be frei ungslschlag (Eis­ sich -; Bej geil ste|rung w; -; Be|gei-
lest (auch: befählest); befohlen; hockey) ste|rungs| sturm; vgl. 1 Sturm
befiehl!; be|feh| le| risch; -ste (t R be|frem|den; es befremdet; Be- be|gjchjten (Erz in den Schacht­
294); be|feh|li|gen; Be|fehls^aus- fremldens; -s; be|frem|dend; -ste; ofen einbringen); Be|gjch|tung
gabe, ...be|reich, ...emp|fang, be|fremd|lieh; Be|frem|dung w; - Belgier; Be|gier|de wi -, -n; beigie­
...emp[fän|ger, ...form (Impera­ be|freunjden, sich; be|freun|det; -e rig
tiv); be|fehlsjge|mäß; Be fehls^ge- (Math.: verwandte) Zahlen; Be- be|gie|ßen; Be gie ßung
walt, ...ha'ber; be|fehls|ha|be- freun|dung Be|gi|ne fr. (Angehörige einer
risch; -ste (t R 294); Be| fdilsuiot- be|frje|den (Frieden bringen; geh. halbklösterl. Frauenvereini­
stand, ...satz für: einhegen); befriedet; be|frie- gung) w>; -, -n
be|fem|den; sich -; Be|fein|dung di|gen (zufriedenstellen); be|fr]e- Be|gjnn m\ -[e]s; von - an; zu -;
be|fe|sti|gen; Be fe sti gung di|gend; -ste; vgl. ausreichend; be)gjn|nen; du begannst; du be­
bejfeuch|ten; Be|feuch|tung Be|frje di gung; Be|fr]e|dung w; - gännest (seltener: begönnest); be­
be|feuiem; Beifeuerung be|frj|sten; Be|fri|stung wi - gonnen; beginn[e]!; Beginnen
Beff|chen (Doppelstreifen über be|fruch|ten; Be|fruch|tung (Vorhaben) s\ -s
der Brust bei Amtstrachten, bes. bejfu[gen; Bejfug|nis wi -, -se; be­ be|glän|zen
von ev. Geistlichen) fugt; - sein be|gla|sen (für: glasieren); du be-
beifie|dem; ich ...ere (t R 327); Be­ be|füh|len glast (beglasest); er be|gla|ste;
fiel de|rung befüllen: einen Tank - Be|gla|sung
belfiniden; befunden; den Plan für be|fum|meln (ugs. für: untersu­ be glau bi gen; beglaubigte Ab­
gut usw. -; sich -; Be fin den si chen, befühlen, geschickt bear­ schrift; Be|glau|bi|gung; Be|glau-
-s; be|find| lieh (vorhanden); beiten) bi | gungs schrei | ben
falsch: sich -; richtig: sich befin­ Be|fund (Feststellung); nach -; oh­ be|glei|chen; Begleichung
dend ne - (Med.; Abk.: o. B.) Be|gleit^adres|se (Begleitschein),
be|fjn|gern (ugs. für: betasten, un­ be|furch ten; Be|fürch|tung ...brief; be|glei|ten (mitgehen);
tersuchen) be|fur|sor|gen österr. (betreuen) begleitet; Be|glei|ter; Be|glei|te-
be|fi|schen; einen See -; Be|fj- be|fur|wor|ten; Be|für|wor|ter; Be- rin w; -, -nen; Be|gleiUer|schei-
schung fur|wor|tung nung, ...flug|zeug, ...mu|sik,
be flag gen; Be fiag gung wi - Beg („Herr“; höherer türk. Titel) ...per|son, ...schein, ...text, ...um­
be|flecken [Trenn.: ...flek|kenl; Be­ m\ -s, -s; vgl. Bei stand; Bejglei|tung
fleckung [Trenn.: ...flek|kung] be|ga|ben; beigabt; Be|gab|te m u. Beg ler) beg türk. („Herr der Her­
be|fle|geln österr. (beschimpfen) wi -n, -n (1 R 287ff.); Be|gab|ten- ren“; Provinzstatthalter in der al­
be|flei|ßen, sich (veralt., selten för|de rung; Bejahung; Be|ga- ten Türkei) m\ -s, -s
nochfür: sich befleißigen); du be­ bungs|re|ser|ve be|glot|zen (ugs. für: an starren)
fleißt (befleißest) dich; ich befliß be|gaf|fen (ugs. abwertend) be|glücken [Trenn.: ...glük|ken];
mich, du beflissest dich; beflissen Be| gäng nis (feierliche Bestattung) Belglücker [Trenn.: ...glük|ker];
(vgl. d.); befleißfe] dich!; be|flei- si -ses, -se Beglückung [Trenn.: ...glük-
ßijgen, sich; mit Wesf.: sich eines Be|gard fr. (Angehöriger einer kung]; be|glück|wün|sehen; be­
ordentlichen Betragens - halbklösterl. Männervereini­ glückwünscht; Be|glück|wün-
be|fl]e|gen; eine Strecke - gung im MA.) m\ -en, -en (t R schung
be fljs sen (eifrig bemüht); um An­ 268) be|gna den (veraltend: [mit Gna­
erkennung -; kunstbeflissen; Be- be|ga|sen; du begast (begasest); de] beschenken); be|gna|det
flis|sen|heit wi.-i be|fljs|sent|lieh Be|ga|sung (Schädlingsbekämp­ (meist nur noch für: begabt); be­
(seltener für: geflissentlich) fung; eine Heilmethode) gnadigen (Strafe erlassen); Be­
be| flü Igeln be|gatjten; sich -; Bejgafitung gnadigung; Begnadigungs­
be|flu|ten (unter Wasser setzen); be gau nern (ugs. für: betrügen) recht si -[e]s
Be|flu|tung be|geb|bar; ‘bei gelben (Kauf- be|gnü gen, sich
be|fol|gen; Bejfol|gung mannsspr.: verkaufen, in Umlauf Be|go nie [.../'; nach dem Franzo­
be|för|der|bar; Beför|de|rer, Be- setzen); einen Wechsel -; 2be|ge- sen Michel Begon] (eine Zier­
förd|rer; be|för|der|lich (Schweiz, ben, sich (irgendwohin gehen; pflanze) vv; -, -n
für: beschleunigt, rasch); beiför­ sich ereignen; verzichten); er be­ be|gön|nern; ich ...ere (1 R 327)
dern; Be för|de|rung; Be|för|de- gibt sich eines Rechtes (er ver­ be|göjsehen nordd. (beschwichti­
rungs^be din gun gen, ...ko|sten, zichtet darauf); Be|ge|ben|heit; gen); du begöschst (begöschest)
163 beieinander
begr. (Zeichen: c=s) = begraben; Bei hang (Jägerspr. auch: Schlapp­ be!hum[p]lsen ostmitteld. (über­
bejgraiben (Abk. für das 2. Parti­ ohren) nr, -[e]s, Behänge; beihan­ vorteilen, bemogeln)
zip: begr.; Zeichen: cn ); Be|gräb- gen; der Baum ist mit Äpfeln -; be|hü|ten; behüt’ dich Gott!; be­
nis s: -ses. -se; BelgräbinisJeiler, be hän|gen; vgl. 2hängen; be­ hüt sam; Be hufsam keit vv; -; Be­
...fei|er[lich|keit, ...kolsten hängt; grün -e Wand hütung
(Mehrz.), ...stät|te be[har|ren; beharrlich; Belharr- bei (Abk.: b.); Verhältnisw. mit
beigra[di|gen ([einen ungeraden lichikeit w; -; be|harr|sam; Be har- Wem/.; beim (vgl. d.); bei weitem
Weg od. Wasserlauf! geradele­ rung; Be har|rungslver|mö|gen (t R 134); bei all[e]dem; bei dem
gen. [eine gebrochene Grenzlinie] beihaucht; -e Laute (für: Aspira­ allen (häufiger für: allem); bei
ausgleichen); Beigra di gung ten); Be|haulchung diesem allem (neben: allen); bei
belgrannt (mit Grannen versehen) be|hau|en; ich behaute den Stamm der Hand sein; bei[m] Abgang
be grejlfen; vgl. begriffen; beigretf- be|haup|ten; sich -; behauptet des Schauspielers; bei[m] Eintritt
lich; be!gre|fl li eher [weil se (Börse: fest, gleichbleibend); Be­ in den Saal; bei aller Bescheiden­
be grenizen; Belgrenlzertbei Errei­ hauptung heit; bei all dem Treiben
chen eines Grenzwerts einsetzen­ belhaujsen; Be haust|sein; Beihau­ Bei türk. („Herr“; türk. Titel, oft
de Unterbrechervorrichtung); sung hinter Namen, z. B. Ali-Bei) nr,
bei grenzt; Be grenzt iheit; Be­ Be|haivio|ris|mus engl, [bihe'wj*- -s. -e u. -s; vgl. Beg
grenz zung rjß...] (amerik. sozialpsychologi­ bei... (in Zus. mit Zeitwörtern, z.
Bel griff nr, -[e]s, -e; im Begriffte] sche Forschungsrichtung) m\ -; B. beidrehen, du drehst bei, bei­
sein; be|grjf fen; diese Tierart ist be|ha|vio|rj|stisch gedreht, beizudrehen; zum 2.
im Aussterben -; be|griff|lich; be­ bejhe ben (beseitigen; österr. auch: Mittelw. t R 304)
griffliches Hauptwort (für: Ab­ Geld von der Bank holen); Bei he­ befbe hal ten; Bei|be|hal|tung w; -
straktum); Be|grjffsJäe|stim- bung österr. (Abheben von Geld) befbielgen (ugs.: jmdm. etw. bei-
mung. ...bildung, ...form (für: be|hei|ma|ten; bejheilmaltet; Be- bringen;mitdiplomatischem Ge­
Kategorie), ...in|halt; begrjffs- hej|ma tung m'; - schick sagen)
~mä|ßig, ...stut|zig, .. .stüt | zig be|hejlzen; Be|hei|zung w; - BeLblatt. ...boot. ...breiche (Berg-
(österr.); Be|griffs|ver|wir|rung Beihelf nr, -[e]s, -e; belheffen. sich; mannsspr.: nutzbare Neben­
beigründen; beigrün|dend ich behelfe mich; Bejhelfslheim; gesteine im Grubenbetrieb; w; -,
(Sprachw.: kausal); Be]grün|der; be|helfs!mä ßig -n); bej|brin|gen; jmdm. etwas -
Be|grün|dung; Be|grün|dungs~an- be|hel|li'gen (belästigen); Be|bel li- (lehren); eine Bescheinigung -
ga|be (Sprachw.: Umstands­ gung Beicht südd. (svw. Beichte) vv; -,
angabe des Grundes), ...satz beihelmt -en; Beich te w; -, -n; beichten;
(Sprachw.: Kausalsatz), ...wei|se be|henFdet Beicht|ge heim nis; beicht|hö|ren
beigrülnen (mit Grün bedecken); Be!hejmot[hj hebr. [auch: be...] österr. (die Beichte hören); Bejch-
sich - (grün werden); Beigrü|nung (,,Großtier“; im A. T. Name des ti|ger (veralt. für: Beichtvater);
be|grü ßen (Schweiz, auch: jmdn., Nilpferdes) m\ -[e]s, -s BeichtJtind (der Beichtende),
eine Stelle ansprechen; Kontakt belhend, beihen de (eigtl.: bei der ...sie|gel (Pflicht zur Geheimhal­
aufnehmen); be|grüißens|wert; Hand); Be hen dig keit vv; - tung des Gebeichteten; s: -s),
Be|grü|ßung; Be|grü ßungs^an- Be|hen|nuß. Ben|nuß span.', dt. (öl­ ...Stuhl. ...vater (der die Beichte
spra|che. ...kuß, ...trunk haltige Frucht eines ostind. hörende Priester)
be|gucken [Trenn.: ...guk|ken] Baumes) bejdlarlmig (Sportspr.: mit beiden
(ugs.) beiher|berjgen; Be'her|ber gung Händen gleich geschickt spie­
Be gum angloind. [auch: begam] Be|herrsch|bar keit w; -; beiherr­ lend); -er Stürmer; beide; (1 R
(Titel ind. Fürstinnen) w; -, -en schen; sich -; Be|herrlscher; be­ 135:) -s; alles -s; - jungen Leute;
belgünlstilgen; Be gun sti gung herrscht; Be|herrsch|tem u. w (j R alle -; wir - (selten: wir -n); ihr
beigutlach|ten; begutachtet; Be­ 287 ff.); Be herrschtIheit vv; -; Be­ -[n] {in Briefen usw.: Ihr -[n]); wir
gutachter; Be|gut ach|tung herrschung; Be|herr|schungs|ver- (ihr) -n jungen Leute; sie - (als
be|gü|tert trag (Wirtsch.) Anrede: Sie-); diefse] -n; dies[es]
be:gü[ti|gen; Beigü ti gung be herlzi gen; be herlzi gens wert; -s; einer von -n; euer (ihrer) -r
be haart; Be haa rung Be|her|zi|gung; be|herzt (ent­ Anteilnahme; mit unser -r Hilfe;
behälbig (schweiz. auch für: schlossen); Bejherztheit vv; - für uns -; von -r Leben ist nichts
wohlhabend); Be'häibig!keit vv; - bejhejxen bekannt; man bedarf aller -r; bej-
behacken [Trenn.: ...haklken]; behjlflich demal, aber: beide Male; bei-
Pflanzen - beihjn|dern; Bei h|n|de| rung; Be- der!lei; - Geschlecht[e]s; bei'der-
be haften (Schweiz.); jmdn. bei et­ hin de'rungs fall m\ im -[e] seiltig; be_i deriseits; mit Wesf.: -
was - (jmdn. auf eine Äußerung Behmtot [nach dem dt. Physiker des Flusses; Bei der wand (grobes
festlegen, beim Wort nehmen): Behm] (Echolot) Gewebe) vv; - od. s: -[e]s; bejdifü-
be haftet: mit etwas - sein belho|beln ßig (Sportspr.: mit beiden Füßen
be|ha|gen; Be ha|gen s\ -s; beihag- behofehen (abhören; belauschen) gleich geschickt spielend); -er
lich: Be hag lich keit Be hörlde vv; -, -n; Belhöfdeman- Stürmer; Beid hän; der (mit 1. u.
belhal ten;Belhäl ter; Bp hältlnis s\ ge|stell|te. ...deutsch. ...Schrift­ r. Hand gleich Geschickter);
-ses. -se verkehr; be hörd lich; be hörd li- bejdlhän dig; Bejdlrecht (beidsei­
be| han dein cher|se|ts tig gleiches Gewebe) s; -[e]s, -e
bejhän|di|gen Schweiz. (Amtsspr.: beihost(ugs. fiinmit Hosen beklei­ beidrehen (Seemannsspr.: die
an sich nehmen) det) Fahrt verlangsamen)
Be|hand|lung; Be|hand|lungs- Behuf (Papierdt.: Zweck, Erfor­ beid seidig; vgl. beiderseitig; beid­
^pflicht, ...Stuhl, ...weilse dernis) nr, -[ejs, -e; zum -[el; zu seits Schweiz, (zu beiden Seiten):
be'handlschuht (Handschuhe tra­ diesem -[ej; be hufs (Amtsdt.; t R - des Rheins
gend) 130); mit Wesf: - des Neubaues bei|ein an der; Schreibung in Ver-
beieinand erhaben 184

bindung mit Zeitwörtern (T R Beiln|gries (Stadt in der Ober­ bei|schla|gen (Weidw.: in das Ver­
139): beieinander (einer bei dem pfalz) bellen eines Wildes mit einstim­
andern) sein, aber: beieinander­ Beil|Picke {Trenn.: ...pik|ke] men)
sein (ugs. für: bei Verstand sein; beim; T R 240 (bei dem; Abk.: b.); Beil Schluß (das Beigeschlossene;
gesund sein); er ist gut -; vgl. an­ es - alten lassen (t R 133); (TR Anlage); unter - von ...
einander; bei|ein|an|derJia|ben, 120:) beim Singen u. Spielen Beilsein s: -s; in seinem Beisein
...hocken [ Trenn.'. ...hok|ken], bei|men|gen; Bei|men|gung beil seilte (T R 141); beiseite legen,
...sit[zen, ...ste|hen beilmes sen; Bd mes|sung schaffen, stoßen usw.; Bei|sei-
bei|ern westd. (läuten); die Glocke beilmi|sehen; Bei|mi|schung te^schaf|fung(w; -), ...set|zung(w;
beiert be||mp|fen -); bei|seits südwestd. (beiseite)
beif. = beifolgend Bein s: -[e]s, -e Beil sei bayr. ugs., österr. (Kneipe)
Be||fah|rer; Bei!fah|rer|sitz beinah, bei na he [auch: baingu'\ s: -s, -[n]
Beil fall nv, -le]s; beil fall len (veralt. bainau)] bei|set|zen; BeLsetlzung, ...sitlzer
für: einfallen, in den Sinn kom­ Beiname Beilspiel s: -[e]s, -e; zum - (Abk.:
men); beilfäljlig; Beil fall [s]| klat­ bem|am pu|tiert; ein -er Mann z. B.); bei|spieLge|bend, ...haft,
schen s: -s; Bef fallsJeund |ge- Bem|brech (Ährenlilie; ein Mine­ ...los; -este (t R 292); Beilspiel­
bung, ...sturm (vgl. 'Sturm) ral) m: -[e)s; Bem|bruch m: bei­ satz; Bei j spiels | fall m: bei-
Beil film nern (aus Knochen); Bem|fleisch spielsJial|ber, ...wei|se
bei|fol|gend(Amtsdt.; Abk.: beif.); österr. (Rindfleischspeise); bei sprin gen (helfen)
- (anbei) der Bericht be| in hal ten (Papierdt.: enthalten, Bei|ßelmitteld. (Beitel, Meißel) m;
bei|fii|gen; Bei!fii|gung (auch für: umfassen); es beinhaltete; bein­ -s, -
Attribut) haltet beil ßen; du beißt (beißest); ich biß,
Beilfuß (eine Gewürz- u. Heil­ bem|hart südd., österr. (sehr hart); du bissest; gebissen; beiß[e]!; der
pflanze) m: -es Bem|haus (Haus zur Aufbewah­ Hund beißt ihn (auch: ihm) ins
Bei|fut|ter (Zugabe zum gewöhn­ rung ausgegrabener Gebeine); Bein; sich - ([von Farben:] nicht
lichen Futter); vgl. 'Futter ...bei|nig(z. B. hochbeinig); Bein­ harmonieren); Beilßer (österr.
Bei|ga be (Zugabe) kleid; Bdn|ling (Strumpfoberteil; auch: Hebeeisen); Bei|ße|rei;
beige fr. [bä$eke, auch: besek] auch: Hosenbein); bem|mü|de; Beiß|korb; beiß|wü|tig; Beiß| Zan­
(sandfarben); ein - (ugs.: -es) Beimprothese, ...stumpf; bem- ge
Kleid; vgl. blau, III-V; 'Beige (ein ver|sehrt; Bem|well (eine Heil­ Bei|stand (österr. auch für: Trau­
Farbton) s: -, - (ugs.: -s) pflanze) m: -[e]s;Bein|zeug (Bein­ zeuge) m: -[e]s, Beistände; Bei-
2Bei|ge südd. u. Schweiz. (Stoß, schutz der Rüstung) standsJvreldit, ...pakt; bei|ste|hen
Stapel) w: -, -n bei ord|nen; bei|ord|nend (für: beiistell len österr. ([zusätzlich] zur
bei!gefben (auch für: sich fügen); koordinierend); Bei|ord|nung Verfügung stellen); Bei|stel|lung
klein - Beil pack (zusätzliches Frachtgut; Beilsteu er w: bei|steulern
beige|far|ben [bäsek..,, auch: Fernmeldetechnik: um den Mit­ beilstimlmen
besek...]: eine -e Couch telleiter liegende Leitungen bei Beilstrich (für: Komma)
bei|gen südd. u. Schweiz, ([aufl- Breitbandkabeln) m: -[e]s; bei­ Beiltel (meißelartiges Werkzeug)
schichten, stapeln) packen [Trenn.: ...pak|ken]; bei­ m: -s, -
Bei!ge|ord ne|te m u. w: -n, -n (1 R gepackt BeiItrag m: -[e]s,. ...träge; beiltra­
287 ff.) Beilpferd (das an die rechte Seite gen; er hat das Seine, sie hat das
Bei|ge|schmack m\ -[e]s des Sattelpferdes gespannte Ihre dazu beigetragen; Beilträ­
bei ge|sei len Pferd) ger; Bei trags|be|mes|sungs|gren-
Bei|gnet fr. [bänje} (Schmalzge­ bei|pflich|ten; Bei pflich tung (Zu­ ze; BeiltragsJdasse, ...rück|er- i
backenes mit Füllung, Krapfen) stimmung) stat|tung, ...satz, ...Zahlung
nr, -s, -s Beil pro! gramm bei|trei|ben; Beitreibung
bei|heften; beigeheftet Bei|rat (Mehrz. ...räte) ([zwangsmäßige] Einziehung
Bei|hil|fe Beilried österr. (Rippen-, Rumpf­ [von Geld])
Bei|hirsch (Jägerspr.: geringerer stück) s: -[e]s, u. w: - bei tre|ten; Beil tritt; Bei|tritts|er-
Hirsch) be|jr|ren; sich nicht - lasse