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Das

Stilwörterbuch
Grundlegend für gutes
Deutsch
Ausdrucksmöglichkeiten
der deutschen Sprache. Bedeutung
und Verwendung
der Wörter im Satz. Mehr als
100 000 Satzbeispiele,
Wendungen, Redensarten und
Sprichwörter.

2
DUDEN
Das »Duden-Stilwörterbuch«
ist das umfassende Nachschlagewerk
über die Verwendung der Wörter
im Satz und die Ausdrucksmöglichkeiten
der deutschen Sprache.
Es stellt die inhaltlich sinnvollen
und grammatisch richtigen
Verknüpfungen dar und gibt ihren
Stilwert an. Außerdem enthält
es eine Fülle von festen Verbindungen,
Redensarten und Sprichwörtern.
Voraussetzung für einen guten per-
sönlichen Stil ist die Kenntnis
des Zusammenspiels der
Wörter, die Sicherheit in der Wort-
wahl und in der Wahl der
grammatischen Mittel sowie die
Beherrschung der wichtigsten Stil-
elemente.

ISBN 3-411-20902-X

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DUDEN
Band 2
Der Duden in 12 Bänden
Das Standardwerk zur deutschen Sprache
DUDEN
Herausgegeben vom Wissenschaftlichen Rat
der Dudenredaktion:
Prof. Dr. Günther Drosdowski, Dr. Wolfgang Müller,
Stilwörterbuch
Dr. Werner Scholze-Stubenrecht,
Dr. Matthias Wermke
der deutschen Sprache
Die Verwendung der Wörter im Satz
1. Rechtschreibung
7., völlig neu bearbeitete und
2. Stilwörterbuch
erweiterte Auflage
3. Bildwörterbuch von Günther Drosdowski
unter Mitwirkung folgender Mitarbeiter
4. Grammatik
der Dudenredaktion:
5. Fremdwörterbuch Wolfgang Eckey, Dieter Mang,
Charlotte Schrupp,
6. Aussprachewörterbuch
Marion Trunk-Nußbaumer
7. Herkunftswörterbuch
DUDEN BAND 2
8. Sinn- und sachverwandte Wörter

9. Richtiges und gutes Deutsch

10. Bedeutungswörterbuch

11. Redewendungen und sprichwörtliche


Redensarten

12. Zitate und Aussprüche

DUDENVERLAG
Mannheim • Leipzig • Wien • Zürich
Vorwort

Das Stilwörterbuch stellt die Verwendung der Wörter im Satz dar —


es ist gewissermaßen das Bindeglied zwischen Grammatik und Wör-
terbuch. Es zeigt, welche Verbindungen die Wörter des allgemeinen
CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek Wortschatzes eingehen können, verzeichnet auch formelhafte Wen-
Der Duden: in 10 Bd.; d. Standardwerk zur dt. Sprache / hrsg. dungen, Redensarten und Sprichwörter und führt den ganzen
vom Wiss. Rat d. Dudenred.: Günther Drosdowski...
Mannheim; Wien; Zürich: Dudenverl. Reichtum der Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache vor.
Früher mit d. Verl.-Angabe: Bibliogr. Inst., Alle Stichwörter sind mit detaillierten Angaben für den Gebrauch
Mannheim, Wien, Zürich
Frühere Ausg. u.d.T.: Der grosse Duden
versehen, vor allem mit grammatischen und stilistischen Hinweisen,
NE: Drosdowski, Günther [Hrsg.] die zum guten und korrekten Sprachgebrauch hinführen sollen. Die
Bd. 2. Duden »Stilwörterbuch der deutschen Sprache«. Wörterbuchartikel sind übersichtlich nach der Bedeutung der Wörter
7., völlig neu bearb. u. erw. Aufl./von Günther Drosdowski. und ihrer Verwendung im Satz gegliedert; alle festen Verbindungen
Unter Mitw. folgender Mitarb. d. Dudenred.:
Wolfgang Eckey... – 1988 und Redewendungen, die das idiomatische Deutsch ausmachen, sind
Duden »Stilwörterbuch der deutschen Sprache«: jeweils am Ende des Artikels aufgeführt. Zahlreiche Beispiele
d. Verwendung d. Wörter im Satz. veranschaulichen den eigentlichen und den bildlichen Gebrauch, das
7., völlig neu bearb. u. erw. Aufl./von Günther Drosdowski. Unter
Mitw. folgender Mitarb. d. Dudenred.: Wolfgang Eckey... Zusammenspiel der einzelnen Wörter im Satzganzen, dessen
Mannheim; Wien; Zürich: Dudenverl., 1988 Kenntnis eine wichtige Voraussetzung für einen guten Stil ist.
(Der Duden; Bd. 2)
ISBN 3-411-20902-X
Für die Neuauflage wurde das gesamte Wortgut überprüft, veraltete
NE: Drosdowski, Günther [Bearb.]; Eckey, Wolfgang [Mitverf.]; Wörter und Verwendungsweisen wurden ausgeschieden, neue auf-
Stilwörterbuch der deutschen Sprache genommen; vor allem wurden zahlreiche neue Bedeutungen, Wen-
Das Wort DUDEN ist für Bücher aller Art für den Verlag
Bibliographisches Institut & F A. Brockhaus AG als dungen und Redensarten hinzugefügt. Die Beispiele stammen aus der
Warenzeichen geschützt. Sprachkartei der Dudenredaktion, einer der größten Sammlungen
Alle Rechte vorbehalten von Belegen aus der deutschen Gegenwartssprache. Mit mehr als
Nachdruck, auch auszugsweise, verboten
Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche Einwilligung 100000 Fügungen und Satzbeispielen bietet das Stilwörterbuch —
des Verlages in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder selbst dem gewandten Stilisten — eine Fülle von Anregungen für die
ein anderes Verfahren), auch nicht für Zwecke der
Unterrichtsgestaltung, reproduziert oder unter Verwendung sprachliche Gestaltung von Texten.
elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder
verbreitet werden.
© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG,
Mannheim 1988.
Satz: Bibliographisches Institut (DIACOS Siemens)
und Mannheimer Morgen Großdruckerei und Verlag GmbH
Druck und Bindearbeit: Graphische Betriebe Langenscheidt,
Berchtesgaden Mannheim, den 1. September 1988
Printed in Germany Der Wissenschaftliche Rat der Dudenredaktion
ISBN 3-411-20902-X
Zur Anlage des Buches

I. Aufbau der Wörterbuchartikel:

Die Artikel sind systematisch und für die einzelnen Wortarten einheitlich
aufgebaut. Auf das Stichwort folgen die stilistischen, grammatischen und
sonstigen Angaben, die das Stichwort ge ne r e ll betreffen. Beziehen sich
diese Angaben nur auf eine bestimmte Bedeutung des Stichwortes, dann
stehen sie bei der betreffenden Bedeutungsangabe.
Stichwörter, feste Verbindungen und Wendungen sind fett gedruckt, die
Bedeutungsangaben kursiv, die Beispiele erscheinen in Normalschrift.
Hochgestellte Zahlen beim Stichwort kennzeichnen gleichlautende Wör-
ter (Homonyme).
Mond, der: 1. a) die Erde umkreisender Himmelskörper: zunehmender, ab-
nehmender, wechselnder M.; der M. ist [noch nicht] aufgegangen, ist voll,
nimmt zu, scheint, steht am Himmel, verdunkelt sich; der M. hat heute einen
Hof; der Hund bellt den M. an; die Rakete umkreist den M.; das Licht, der
Schein, der Schimmer (geh.) des Mondes; die Scheibe des Mondes (geh.), die
Sichel des Mondes (geh.); die der Erde abgewandte Seite des Mondes; das
erste, letzte Drittel des Mondes; die Oberfläche, die Krater des Mondes; eine
Rakete auf den M. schießen; das Raumschiff ist sicher auf dem M. gelandet,
setzt auf dem M. auf, startet zum M. b) (Astron.) einen Planeten umkreisender
Himmelskörper: der Mars hat zwei Monde. 2. (geh. veraltet) Monat: viele
Monde vergingen. * (ugs.:) den Mond anbellen (heftig schimpfen, ohne damit
etwas zu erreichen) • (ugs.:) auf/hinter dem Mond le-ben (nicht wissen, was
in der Welt vorgeht) • (ugs.:) hinter dem Mond [zu Hause/daheim[ sein (
rückständig sein) • (ugs.:) in den Mond gucken (das Nachsehen haben) (ugs.:)
etwas in den Mond schreiben (etwas als verloren betrachten).

Runde Klammern () schließen stilistische Bewertungen und Zuordnun-


gen zu Sondersprachen ein. Ferner stehen erläuternde Zusätze und Er-
gänzungen bei einzelnen Beispielen in runden Klammern. Winkelklam-
mern (> enthalten grammatische Angaben. In eckige Klammern [] sind
Buchstaben, Silben und vor allem Wörter in den Satzbeispielen einge-
schlossen, die mitgelesen oder weggelassen werden können. In Schräg-
strichen / / stehen Angaben, die im strengen Sinne keine Bedeutungsan-
gaben sind, z. B. Angaben zur grammatischen Bedeutung (Funktion) der
Pronomen, Partikeln usw., Hinweise auf Nebenvorstellungen, die Kenn-
zeichnung als Gruß-, Dankesformeln, Flüche o. ä. Der „auf Mitte” ste-
hende Punkt • wird als Gliederungszeichen verwendet, z. B. bei der An-
einanderreihung der festen Verbindungen und Wendungen. Unter dem
Zeichen R werden sprichwörtliche Redensarten und Sprichwörter ange-
führt. Das Sternchen * kündigt am Schluß der Artikel zugehörige feste
Verbindungen und Wendungen an. Inhaltlich unterscheidet das Stilwör-
terbuch im Artikelaufbau zwischen freien Fügungen und Verknüpfungen
Zur Anlage des Buches 8 Zur Anlage des Buches
9
und festen Verbindungen und Wendungen. Letztere stehen jeweils am sätze wechseln sich dabei ab. Beim Adjektiv und beim Substantiv wird die
Schluß des Artikels. Reihenfolge der Beispiele von grammatischen Gesichtspunkten be-
atmen: 1. Luft einziehen und ausstoßen: leicht, tief, schwer, mühsam a.; der stimmt:
Kranke hatte unregelmäßig geatmet; durch den Mund, durch die Nase a.;
wir wagten Ivor Angst] kaum zu a.; der Verunglückte atmet (lebt) noch;
solange ich noch atme (geh.; lebe), ... 2. (etwas a.) einatmen: Gestank und Adjektiv:
Abgase a. müssen; er atmete gierig die frische Nachtluft. 3. (etwas atmet 1. als Attribut (die müden Wanderer). 2. als Artangabe: a) prädikativ, d. h.
sich; mit Artangabe) sich in bestimmter Weise atmen lassen: die Luft atmet in Verbindung mit den kopulativen Verben sein, werden usw. (er war,
sich schwer; (es atmet sich; mit Art- und Umstandsangabe) in dieser Luft,
im Gebirge atmet es sich viel leichter (kann man viel leichter atmen). 4. ( wurde müde). b) adverbial, d. h. in Verbindung mit anderen Verben (sie
geh.) (etwas atmet etwas) etwas strömt etwas aus, ist von etwas erfüllt: dieses wirkte müde). 3. in Verbindung bes. mit sein und werden und einer
Buch atmet den Geist der Vergangenheit; alles ringsum atmet Freude. * ( n o t w e n d i g e n Ergänzung (sie war seiner, der lästigen Arbeit müde).
geh.:) [wieder) frei atmen können (sich [wieder] sicher, nicht [mehr] unter-
drückt fühlen). müde: 1. a) schlafbedürftig, schläfrig: die müden Augen fielen ihm zu; er
war so m., daß er sofort einschlief; ich bin rechtschaffen (geh.; sehr), zum
'albern: töricht, linkisch: ein alberner Kerl; albernes Benehmen, Getue, Umfallen (ugs.; sehr) m.; er sank m. ins Bett. b) erschöpft, ermattet, abge-
Geschwätz; alberne Witze; albernes Zeug reden; sei nicht so a.!; sich a. spannt, geschwächt: ein müder Arbeiter, Wanderer; seine müden Glieder,
aufführen, benehmen. seinen müden Körper ausruhen; sie waren m. von der Arbeit; seine Füße
'albern: sich albern benehmen, Unfug treiben: die Schüler albern auf dem waren m. vom vielen Laufen; sich m. arbeiten; das viele Sprechen hat ihn
Schulhof, in der Klasse; die Ärzte und Schwestern alberten miteinander. m. gemacht; sie kamen m. von ihrem Ausflug zurück; er hat das Pferd m.
geritten; ü b e r t r . : mit müder (matter und leiser) Stimme sprechen; er
nachgehen: 1. (jmdm., einer Sache n.) folgen: der Fährte, der Spur eines wehrte mit einer müden (schwachen, resignierenden) Geste ab. 2. (jmds., ei-
Tieres n.; sie gingen dem Wimmern nach und fanden ein verletztes Tier; er ner Sache/(seltener:) jmdn., etwas m. sein, werden) jmds., einer Sache über-
war dem Mädchen, dem Fremden nachgegangen; ü b e r t r . : verfolgen: die drüssig sein: er würde ihrer bald m. werden; sie war der ganzen Empfänge
Polizei ging den Hinweisen nach. 2. (einer Sache n.> a) ausüben, betreiben: m. nicht müde werden, etwas zu tun (nicht aufhören, etwas zu tun).
seiner Arbeit, seinem Tagewerk (geh.), seinen Studien, seinem Beruf,
seinen Geschäften n.; seiner Lieblingsbeschäftigung, einem Hobby, seinen Substantiv:
Inter-essen n.; er geht nur seinem Vergnügen nach (sucht nichts als das
Vergnügen). b) etwas zu ergründen, aufzuklären suchen: einer Frage, einem 1. mit Attributen (ein schnittiges Boot). 2. als Subjekt (das Boot kentert).
blem, einer Vermutung, einem Gedanken n.; dieser Sache muß man ge- 3. als Objekt (Akkusativ-, Dativ-, Genitiv-, Präpositionalobjekt) (ein Boot
nauer n. 3. (etwas geht jmdm. nach) etwas beschäftigt jmdn. im Geiste: seine bauen). 4. in Verbindung mit Präpositionen als Teil einer Umstands-
Worte, die Erlebnisse des Tages gingen ihr noch lange nach. 4. (etwas geht
nach) etwas bleibt zurück: die Uhr geht [eine Viertelstunde] nach. angabe usw. (mit einem Boot den Fluß überqueren).
Boot, das: /kleines Wasserfahrzeug/: ein schnelles, wendiges, schnittiges,
H. Bedeutungsangaben: leichtes, schweres, offenes, breites, schmales B.; die Boote der Fischer; das
B. sticht in See (Seemannsspr.), treibt auf den Wellen, gleitet über das Was-
Die verschiedenen Bedeutungen eines Stichwortes werden gewöhnlich mit ser, sinkt, kentert, leckt, kippt um, schlägt um, geht unter, tanzt auf den
Wellen (geh.), liegt tief im Wasser, läuft voll Wasser, liegt am Ufer, legt am
arabischen Ziffern gekennzeichnet. Bedeutungen, die sich enger be- Steg an, schaukelt, schwankt, zerschellt, bricht auseinander, liegt im Hafen,
rühren, werden durch Kleinbuchstaben gegliedert. Mit Hilfe römischer geht vor Anker, läuft auf Grund; die Kinder fahren gerne B.; ein B. bauen,
Ziffern wird gelegentlich gegliedert, wenn Bedeutungen stärker vonein- vom Stapel laufen lassen, vertäuen (Seemannsspr.), festmachen, ausrüsten;
das B. klarmachen (Seemannsspr.), steuern, rudern, an Land ziehen; sie lie-
ander abweichen. Immer wird mit römischen Ziffern gegliedert, wenn ein ßen die Boote aufs Wasser; aus dem B. steigen, klettern; in das B. steigen; in
Wort verschiedenen Wortarten angehört. (Die Anordnung der Bedeutun- die Boote gehen; in einem B., mit einem B. den Fluß überqueren; mit einem
gen folgt nicht historischen, sondern synchronischen Gesichtspunkten.) B. fahren, segeln; die Fischer sind mit den Booten hinausgefahren. • (ugs.:)
in einem Boot sitzen (gemeinsam eine schwierige Situation bewältigen müssen).
der: I. (bestimmter Artikel) /bezeichnet das maskuline Genus eines Sub-
stantivs/: d. Mann; d. Schrank. II. (Demonstrativpronomen) dieser, derje-
nige: d. Wagen soll mir gehören?; d. da ist es gewesen; so etwas kann nur d. (
ugs., oft abwertend) gesagt haben; d. und arbeiten, pünktlich sein (ugs., oft IV. Anordnung der festen Verbindungen und Wendungen:
abwertend; nie und nimmer arbeitet er, ist er pünktlich). III. (Relativprono-
men) welcher: das ist der Arzt, d. mir geholfen hat. • der und der (irgend je- Die festen Verbindungen und Wendungen (Phraseologismen) stehen im
mand).
Druck abgehoben (fett gedruckt) am Ende des Artikels. Es handelt sich
III. Anordnung der Beispiele: dabei im wesentlichen um folgende Arten:
Die Beispiele sind im allgemeinen so angeordnet, wie es die Darstellung 1. feste Attribuierungen: schwarzer Markt (illegaler Handel mit verbotenen
der Bedeutungsverhältnisse erfordert. Einfache Beispiele und Beispiel- oder rationierten Waren). 2. feste Verbindungen: einen zwitschern (Alkohol
Zur Anlage des Buches 10 Zur Anlage des Buches
11
trinken). 3. Funktionsverbgefüge: in Erwägung ziehen (erwägen); zur Ver- v e r h ü l l e n d (verhüll.): kennzeichnet eine Aussage, die dazu dient, eine
teilung gelangen (verteilt werden). 4. Wortpaare (Zwillingsformeln): ab als anstößig oder unangenehm empfundene direkte Aussage zu vermei-
und zu (manchmal, von Zeit zu Zeit); bei Nacht und Nebel (heimlich [bei den und zu umschreiben oder einen Sachverhalt zu beschönigen: heim-
Nacht]). 5. feste Wendungen: etwas auf die lange Bank schieben (etwas gehen (für: sterben); in anderen Umständen sein (für: schwanger sein).
Unangenehmes nicht gleich erledigen; etwas aufschieben). (In allen diesen
Fällen ist die jeweilige Verbindung oder Wendung beim [ersten] Substan- Kennzeichnung des sonder- und fachsprachlichen Wortgutes:
tiv oder, wenn kein Substantiv vorkommt, beim ersten sinntragenden Wörter und Verwendungsweisen, die einer Sonder- oder Fachsprache
Wort aufgeführt.) angehören, werden entsprechend gekennzeichnet: einen Auftrag stornie-
ren (Kaufmannsspr.), ein Pferd versammeln (Reitsport).
V. Stilistische Angaben; Kennzeichnung des sonder- und fachsprachlichen Kennzeichnung der zeitlichen und räumlichen Zuordnung:
Wortgutes und der zeitlichen und räumlichen Zuordnung:
v e r a l t e n d : nur noch selten, meist von der älteren Generation ge-
Nicht besonders gekennzeichnet werden die normalsprachlichen Wörter, braucht: Rendezvous.
d. h. die Wörter, die in ihrem Stilwert neutral sind und die den größten v e r a l t e t : nicht mehr Bestandteil des Wortschatzes oder des Systems der
Teil des Wortschatzes ausmachen. Wörter, Wendungen und Verwen- Gegenwartssprache, vereinzelt aber noch in altertümelnder, scherzhafter
dungsweisen, die nicht der Normalsprache angehören, die einer Sonder- oder ironischer Ausdrucksweise vorkommend: Abend (für: Westen),
oder Fachsprache zuzurechnen sind, nur in einem Teil des deutschen Mond (für: Monat); eines Kindes genesen (für: ein Kind gebären).
Sprachgebiets gebräuchlich sind usw., werden gekennzeichnet. Sprach-
l a n d s c h a f t l i c h (landsch.): steht im allgemeinen in Verbindung mit (
gebräuche, die als hochsprachlich nicht korrekt gelten, werden ebenfalls
ugs.) und kennzeichnet die Zugehörigkeit zur lokalen Umgangssprache:
gekennzeichnet. Alle diese Kennzeichnungen sollen zu einem korrekten,
sich schnauben (für: sich schneuzen); Messe (für: Jahrmarkt).
stilistisch einwandfreien Sprachgebrauch hinführen.
n o r d d e u t s c h , s ü d d e u t s c h , ö s t e r r e i c h i s c h , s c h w e i z e r i s c h usw. (
nordd., südd., österr., schweiz.): kennzeichnen die Zugehörigkeit zu dem
entsprechenden Sprachraum: kehren, fegen, Knödel.
Angaben zum Stil und zum Gebrauch:
gehoben (geh.): gewählte, nicht alltägliche Ausdrucksweise, die in der
gesprochenen Sprache gelegentlich feierlich oder gespreizt wirkt: Anbe- VI. Grammatische Angaben:
ginn, Bürde, sich befleißigen.
u m g a n g s s p r a c h l i c h (ugs.): ungezwungene, anschauliche und ge- 1. Zuordnung der Stichwörter zu Wortarten:
fühlsbetonte, gelegentlich auch burschikose Ausdrucksweise: kriegen, Außer bei Substantiven, Adjektiven und Verben wird bei allen Wörtern
eine Meise haben, Knüller. die Wortart angegeben: ä (Präp.>, acht (Kardinalzahl), dafür (Adverb).
f a m i l i ä r (fam.): vertrauliche Ausdrucksweise: ein Schläfchen machen, Gehört ein Wort mehreren Wortarten an, dann werden alle genannt:
wie ein Spatz essen. westlich: I. (Adj.>. II. (Präp. mit Gen.). III. (Adverb).
derb : ungepflegte, grobe und gewöhnliche Ausdrucksweise: sich besau-
2. Angabe der begrenzten Verwendungsfähigkeit:
fen, kotzen, die Schnauze halten.
Wörter, die nur in einer festen Verbindung oder in bestimmten Wendun-
P a p i e r d e u t s c h (Papierdt.): unlebendige, umständliche [behördliche]
gen vorkommen, werden in der ihnen eigenen Form der Verwendung
Ausdrucksweise: unter Bezugnahme auf, in Verlust gehen, in Wegfall
vorgeführt: ausfindig (in der Verbindung) jmdn., etwas ausfindig ma-
kommen.
chen; Duzfuß (in der Wendung) mit jmdm. auf [dem] Duzfuß stehen.
s c h e r z h a f t (scherzh.): die Fische füttern (für: seekrank sein).
i r o n i s c h (iron.): eine reife Leistung. 3. Angaben zu Zahl und Art der Ergänzungen (Valenz und Distribution)
a b w e r t e n d : kennzeichnet eine Aussage, die ein ablehnendes Urteil ent- bei den Verben:
hält: sich anbiedern, Almosen. Angaben zu Zahl und Art der notwendigen Ergänzungen bei den Verben
n a c h d r ü c k l i c h : kennzeichnet vor allem die Fügungen, die eine Aus- stehen in spitzen Klammern hinter dem jeweiligen Stichwort bzw. bei
sage verstärken oder stärker abstufen: in Angriff nehmen, in Erwägung den einzelnen Bedeutungspunkten des Stichwortes. Sie zeigen das
ziehen, zum Abschluß bringen. Muster, nach dem sich der Satz aufbaut. Bei den semantischen Merkma-
len wird lediglich eine Unterscheidung zwischen „belebt” und „unbe-
Zur Anlage des Buches 12 1
Zur Anlage des Buches

lebt" vorgenommen in der Weise, daß Menschen und Tiere als „jmd.” Nebensatz oder Infinitiv an Stelle des Akkusativobjekts:
gelten, Pflanzen, Dinge und Abstrakta als „etwas”: verlangen (etwas v.>: er verlangte Anerkennung; er verlangte, daß man
schlagen: (jmdn. s.> Schläge versetzen, prügeln: ein Kind, ein Tier ihn anerkennt; er verlangte, anerkannt zu werden.
schlagen.
Mit einer Umstandsangabe:
(etwas s.) fällen: Bäume schlagen. treten (jmdn. t.; mit Raumangabe): er hat ihn auf den Fuß getreten.
anpfeifen: (etwas a.) durch Pfeifen beginnen lassen: das Spiel, die schieden (jmdn. s.; mit Umstandsangabe): er schoß ihn zum Krüppel.
erste Halbzeit anpfeifen.
(jmdn. a.> zurechtweisen: einen Untergebenen anpfei-
fen. Mit einer Umstandsangabe und einem Dativobjekt':
Nur vereinzelt ist, um Mißverständnisse auszuschließen, genauer unter- legen (jmdm., sich etwas I.; mit Raumangabe>: er legt ihm die Hand auf
schieden worden, z. B. erlegen (ein Tier e.): töten, weil die Angabe (jmdn. die Schulter.
e.) dazu verleiten könnte, einen Satz Er hat einen Menschen erlegt zu Mit einem zweiten Objekt im Akkusativ, Dativ oder Genitiv oder mit
bilden. einer Präposition:
Die Angaben im einzelnen: schenken (jmdm. etwas s.): er schenkt seinem Freund ein Buch; sie
schenkte ihm ihre Liebe.
1. Ohne Objekt (Ergänzung): Mit abfragen (jmdn., etwas a.): er fragt ihn ab; er fragt die Vokabeln ab; (
jmdn./auch: jmdm. etwas a.> er fragt ihn/ihm die Vokabeln ab.
persönlichem Subjekt (Satzgegenstand): abbürsten (jmdn., sich, etwas a.): den Jungen, sich, den Mantel a.; (
jmdm., sich etwas a.) er bürstet ihm die Jacke ab.
abrüsten: die Großmächte rüsten ab.
unterziehen (jmdn., sich, etwas einer Sache u.>: er unterzieht das Auto ei
nem Test.
Mit außerpersönlichem Subjekt (Satzgegenstand): bringen (etwas b.) die Zeitung b.; (jmdm. etwas b.): er bringt ihr das Essen.
tropfen (etwas tropft): der Wasserhahn tropft. beschuldigen (jmdn., sich einer Sache b.>: er wurde des Mordes beschul-
dröhnen (etwas dröhnt): der Saal dröhnt [vom Applaus]; (etwas dröhnt digt; er wurde beschuldigt, daß er den Mord begangen habe; man beschul-
jmdm.) die Ohren dröhnten mir vom Lärm. digte ihn, den Mord begangen zu haben.
nötigen (jmdn. zu etwas n.): er nötigt ihn zum Platznehmen. überreden
Mit unpersönlichem Subjekt (Satzgegenstand): (jmdn. zu etwas ü.): er überredete ihn zum Kauf; er überredete sie, das
regnen (es regnet): es regnet schon seit Tagen. Buch zu kaufen.

Mit einem Reflexivpronomen (rückbezügliches Fürwort): Hierher gehören auch Fügungen mit einem Adjektiv und einem bestimm-
schämen (sich s.): er schämt sich. ten Verb, vor allem mit „sein” oder „werden”:
schuldig (jmdm. etwas s. sein): er ist ihm 100 Mark s.
2. Mit Akkusativobjekt':
loben (jmdn., etwas I.): sie lobt den Schüler; sie lobt die kluge Antwort. Mit Gleichsetzungsakkusativ:
waschen (jmdn., sich, etwas w.): das Kind, sich, die Haare w.
nennen (jmdn., etwas n.; mit Gleichsetzungsakkusativ): er nannte ihn ei-
nen Verräter.
Fakultative Akkusativobjekte stehen in eckigen Klammern:
backen ([etwas) b.): wir backen jede Woche [Kuchen].
3. Mit Dativobjekt:
Elliptisch: danken (jmdm. d.>: er dankte ihm überschwenglich.
ähneln (jmdm., sich, einer Sache ä.): er ähnelt dem Vater; sie ähneln sich
enttäuschen (jmdn., etwas e.): er enttäuschte mich, meine Erwartungen; ( sehr; das ähnelt einem Komplott.
auch ohne Akk.) der brasilianische Meister enttäuschte.

' Als Akkusativobjekte gelten in der Regel auch Akkusative des Inhalts oder der Menge: (et- Elliptisch:
was enthält etwas) das Faß enthält 100 Liter: (etwas faßt etwas) der Saal faßt 1 000 Men- kondolieren (jmdm. k.>: sie kondolierte ihm; (auch ohne Dat.) er hat
schen; (etwas wiegen) er wiegt 80 Kilo; die Kiste wiegt viel, wenig. Auch die Verben „laufen, nicht kondoliert.
springen, schwimmen” usw. haben in bestimmten Verwendungsweisen ein Akkusativob-
jekt: (etwas laufen) er läuft 10,2 Sekunden: (etwas springen) er springt 7 . 8 0 m ; (etwas
schwimmen) sie schwimmt Weltrekord. („Akkusativobjekte 2. Grades" werden dagegen ' Nicht angegeben werden freie Dative, d. h. der Dativus commodi bzw. incommodi und
nicht angegeben: er springt [7,80 m] weit; der Schnee liegt [2 m] hoch; der Fluß ist [2 m] tief) der Dativus ethicus. Er trägt mir ( = für mich) den Koffer. Träumt mir nicht!
.
Zur Anlage des Buches 14 15 Zur Anlage des Buches
Mit einer Umstandsangabe: 7. Mit Umstandsangaben (Ort, Zeit, Art usw.):
klopfen (jmdm. k.; mit Raumangabe>: sie klopfte ihm auf die Schulter. hausen (mit Raumangabe>: sie müssen in einem Keller h.
gehen (es geht jmdm.; mit Artangabe): es geht ihr ausgezeichnet. dauern (etwas dauert; mit Zeitangabe>: die Sitzung dauerte 4 Stunden.
Elliptisch: aussehen (mit Artangabe>: sie sieht schick aus.
fühlen (sich f.; mit Artangabe): sie fühlt sich geehrt.
stehen (etwas steht jmdm.; mit Artangabe) das Kleid steht dir gut; (auch
ohne Artangabe) das Kleid steht dir. Wenn nicht nur eine Art der Angabe möglich ist, wird nur allgemein „
Mit einem Präpositionalobjekt: Umstandsangabe” eingesetzt:
liegen (mit Umstandsangabe): Berlin liegt an der Spree; diese Wohnung
verhelfen (jmdm. zu etwas v.): er hat seinem Freund zu einer Stellung ver
holfen. liegt verkehrsgünstig.
liegen (jmdm. liegt an jmdm., an etwas): ihm liegt an ihr, an ihrer Freund- Hierher gehören auch Fügungen mit einem Adjektiv und einem bestimm-
schaft.
ten Verb, vor allem mit „sein” oder „werden”:
4. Mit Genitivobjekt ansässig (a. sein; mit Raumangabe): er ist in Köln a.

gedenken (jmds., einer Sache g.): seines alten Lehrers, jener schönen 8. Mit Nebensatz:
Tage g. zusehen (mit Nebensatz): du mußt z., daß nichts passiert.
harren (jmds., einer Sache h.>: er harrt seiner, der kommenden Dinge.
Hierher gehören auch Fügungen mit einem Adjektiv und einem bestimm- 9. Mit Infinitiv:
ten Verb, vor allem mit „sein” oder „werden”: können (Modalverb; mit Infinitiv): er kann [gut] kochen; du kannst [das
Geld] bezahlen.
schuldig (einer Sache s. sein): er ist eines schweren Verbrechens s. weigern (sich w.; mit Infinitiv mit zu): er weigerte sich, diesen Auftrag
müde (jmds., einer Sache m. sein, werden): sie ist, wird seiner, des Wartens auszuführen; (auch ohne Infinitiv mit zu> du kannst dich nicht länger w.
m. wissen (mit Infinitiv mit zu>: er weiß [dem Druck] zu widerstehen.

5. Mit Gleichsetzungsnominativ:

sein (mit Gleichsetzungsnominativ): er ist Abgeordneter.


bleiben (mit Gleichsetzungsnominativ>: er bleibt der beste Tennisspieler.
6. Mit Präpositionalobjekt:
achten <auf jmdn., auf etwas a.>: er achtete auf die Fußgänger, auf den VII. Verzeichnis der in diesem Buch verwendeten Abkürzungen:
Verkehr.
wissen (von/um etwas w.): von einer Sache nichts w.; er weiß um die
Schwierigkeiten. Adj. Adjektiv Dat. Dativobjekt
adj. Part. adjektivisches Datenverarb. Datenverarbeitung
Elliptisch: Partizip dgl. dergleichen
Akk. Akkusativ[objekt] d. h. das heißt
einwilligen (in etwas e.): sie hat in seine Vorschläge eingewilligt; (auch Archäol. Archäologie Druckerspr. Druckersprache
ohne Präp: Obj.) er wird kaum e.
Astrol. Astrologie Eisenbahnw. Eisenbahnwesen
Mit einer Umstandsangabe: Astron. Astronomie ev. evangelisch
Bauw. Bauwesen fachspr. fachsprachlich
umgehen (mit jmdm., mit etwas u.; mit Artangabe): er geht behutsam mit bayr. bayrisch Fachspr. Fachsprache
dem Kind um. Bergmannsspr. Bergmannssprache fam. familiar
berlin. berlinisch Fernsprechw. Fernsprechwesen
Mit einem zweiten Präpositionalobjekt: bes. besonders Filmw. Filmwesen
bibl. biblisch Fliegerspr. Fliegersprache
übereinstimmen <mit jmdm. in etwas U.>: in diesem Punkt stimmt er mit bildl. bildlich Flugw. Flugwesen
mir überein.
Biol. Biologie Forstw. Forstwirtschaft
Hierher gehören auch Fügungen mit einem Adjektiv und einem bestimm- Buchw. Buchwesen Fot. Fotografie
ten Verb, vor allem mit „sein” oder „werden”: arm (a. an etwas sein>: Bürow. Bürowesen Gaunerspr. Gaunersprache
bzw. beziehungsweise geh. gehoben
dieses Gemüse ist a. an Vitaminen.
Zur Anlage des Buches 16

Geldw. Geldwesen Philat. Philatelie


Gen. Genitiv[objekt] Philos. Philosophie
Geogr. Geographie Postw. Postwesen
Geom. Geometrie Präp. Präposition
Handw. Handwerk Präp.-Obj. Präpositionalobjekt
Hochschulw.
hochsprachl.
Hochschulwesen
hochsprachlich
Psych.
R
Psychologie
sprichwörtliche
A
Hotelw. Hotelwesen Redensart
Hüttenw. Hüttenwesen oder Sprichwort a, A, das: 1. der erste Buchstabe des Alphabets: seinem 18. Lebensjahr; ab diesem Zeitpunkt. II.
Imkerspr. Imkersprache Rechtsw. Rechtswesen ein großes, verschnörkeltes A; ein kleines a; a/A (Adverb; häufig imperativisch oder elliptisch) 1.
sagen; A wie Anton (beim Buchstabieren); weg; fort; entfernt: keine drei Schritte ab; rechts
Inf. Infinitiv Rel. Religion Waage schreibt man mit zwei a; R: wer A sagt, ab von der Station; ab nach Hause; weit vom
Interj. Interjektion Rundf. Rundfunk muß auch B sagen (wer etwas anfängt, muß es Weg ab; /als Bühnenanweisung:/ Hamlet ab (
iron. ironisch s. siehe auch fortsetzen und die Folgen tragen). 2. I Tonbe- geht ab), ab durch die Mitte; Film w.: Film ab!,
zeichnungl: ein hohes, tiefes, eingestrichenes A; Ton ab! 2. herunter, hinunter /in militär. u. a.
Jägerspr. Jägersprache S. Seite der Kammerton a; auf dem Klavier das A an- Kommandos/ Gewehr ab!; Mützen ab! * (bes.
Jh. Jahrhundert scherzh. scherzhaft schlagen. * das A und 0 (die Hauptsache, das We nordd.:) ab und an (manchmal, von Zeit zu Zeit)
jmd. jemand Schülerspr. Schülersprache sentliche, der Kernpunkt): Disziplin ist das A und ab und zu: a) (manchmal, von Zeit zu Zeit): sich
jmdm. jemandem schweiz. schweizerisch O • (ugs.:) von A bis Z (von Anfang bis Ende, ab und zu treffen; jemanden ab und zu besuchen.
ohne Ausnahme, vollständig): die Geschichte ist b) (veraltet) (aus und ein, hinweg und herbei):
jmdn. jemanden Seemannsspr. Seemannssprache von A bis Z erfunden; etwas von A bis Z lesen. Kellner gingen ab und zu.
jmds. jemandes Sing. Singular ä (Präp.) (Kaufmannsspr. und ugs.): zu; zu je /zur abändern (etwas a.): ein wenig, in Teilen ändern:
kath. katholisch Soldatenspr. Soldatensprache Angabe des Stückpreises, der Stückzahl o.ä./: ein Kleidungsstück a.; ein Programm, sein Testa-
fünf Briefmarken ä 30 Pfennig; zehn Kisten ä 50 ment a.; er hat den Entwurf abgeändert.
Kaufmannsspr. Kaufmanns- Sprachw. Sprachwissenschaft Zigarren; das Lexikon hat acht Bände a 1000 Sei abarbeiten: 1. (etwas a.) durch Arbeit tilgen:
sprache Studentenspr. Studentensprache -ten; ein Karton ä 20 Teebeutel. eine Summe, Schulden a. 2. (sich a.) sich abpla-
Kinderspr. Kindersprache subst. substantivisch oder Aal, der: /ein Fisch/: ein dicker, fetter, armlan- gen: ich arbeite mich ab, und du schaust zu; sie
Kochk. Kochkunst substantiviert ger A.; Aale fangen; einen A. stechen, räuchern, hat sich für ihre Kinder abgearbeitet; sich an ei-
kochen; er ist dünn wie ein A.; Kochk.: A. nem Projekt, an einem Problem a. (sich damit
Konj. Konjunktion Subst. Substantiv grün, A. blau. ab-mühen); adj. Part.: durch Arbeit erschöpft; ver-
Kunstw. Kunstwissenschaft südd. süddeutsch aalen (ugs.) (sich a.; gewöhnlich mit Umstands- braucht: ein abgearbeiteter Mensch; sie hat
Kurzw. Kurzwort u. a. und andere[s] angabe); sich wohlig dehnen und strecken; sich be- rauhe, abgearbeitete Hände; abgearbeitet sein,
haglich ausgestreckt ausruhen: sich im Liege- aussehen, nach Hause kommen. 3. (ugs.) (etwas
landsch. landschaftlich u. ä. und ähnliches stuhl, am Strand, in der Sonne a. a.) als Arbeitspensum erledigen: ein Arbeitspen-
Landw. Landwirtschaft übertr. übertragen Aas, das: 1. [verwesende] Tierleiche, Kadaver: sum, einen Auftrag a.; acht Stunden a.
Math. Mathematik u. dgl. und dergleichen faulendes, stinkendes A.; A. wittern, fressen; Abbau, der: 1. das Abbauen: der A. der Gerüste,
Med. Medizin ugs. umgangssprachlich Hyänen leben von A.; R: wo ein A. ist, da sam- Tribünen, Baracken. 2. a) allmähliche Herabset-
meln sich die Geier. 2. (ugs. abwertend): durch- zung, Senkung; Beseitigung: ein stufenweiser A.;
Meteor. Meteorologie Ugs. Umgangssprache triebener, gemeiner, niederträchtiger Mensch; wi- dem sozialen A. entgegenwirken; der A. der
militär. militärisch usw. und so weiter derspenstiges, faules [Haus]tier /oft als Schimpf- Preise, Zölle, der alten Vorurteile. b) Verringe-
Min. Mineralogie verhüll. verhüllend wort/: ein gemeines, faules A.; so ein raffiniertes rung des Bestandes durch teilweise Entlassung o. ä.
A.!; diese verkommenen Aser/(seltener:) Aase; : der A. der Verwaltung, des Personals; der
Myth. Mythologie Verkehrsw. Verkehrswesen /oft mit dem Unterton der [widerstrebenden] An fortschreitende A. von Arbeitsplätzen; der A.
Nom. Nominativ Versiche- Versicherungs- erkennung/: so ein schlaues A.!; er ist ein feines von Krankenhausbetten; den A. von Beamten
nordd. norddeutsch rungsw. wesen A. (übertrieben vornehm gekleideter Mensch). * ( fordern. 3. (Bergmannsspr.) Förderung, Gewin-
o. ä. oder ähnliches vgl. vergleiche ugs.:) kein Ass (niemand): diesen Ort kennt nung: ein lohnender A.; der A. von Kohle, des
kein A.; es ist noch kein A. da. Erzes; dem A. unterliegen (abgebaut werden);
o. dgl. oder dergleichen volkst. volkstümlich aasen (ugs.) (mit etwas a.): verschwenderisch mit Kali in A. nehmen (abbauen). 4. (Chemie, Biol.)
österr. österreichisch westmd. westmitteldeutsch etwas umgehen: mit der Butter, mit dem Geld, Zerlegung in niedere Aufbauelemente: der A. von
ostmd. ostmitteldeutsch Winzerspr. Winzersprache seiner Gesundheit, seinen Kräften a. Eiweiß, Stärke, Fett, des Alkohols im Blut. 5. das
Pad. Pädagogik Wirtsch. Wirtschaft ab: I. (Präp.) 1. (Kaufmannsspr.; Verkehrsw.) Schwinden; Rückgang: ein biologischer A. findet
von ... an, von (bei Raumangaben; mit Dativ): ab statt; der A. der Kräfte im Alter.
Papierdt. Papierdeutsch Wissensch. Wissenschaft Werk, ab Fabrik, ab unserem Lager; frei ab Ham- abbauen: 1. (etwas a.) in seine Teile zerlegen, ab-
Part. Partizip z. B. zum Beispiel burg; ab Autobahnausfahrt; der Bus fährt ab brechen: Gerüste, Kulissen, Maschinen a.; wir
Pers. Person Zeitungsw. Zeitungswesen Hauptbahnhof; ab Frankfurt, ab allen deutschen haben das Lager, die Zelte abgebaut; den Markt
Flughäfen. 2. von ... an (bei Zeitangaben, Anga- a. (die Marktbuden abbrechen). 2. a) (etwas a.)
Phil. Philologie z. T. zum Teil ben der Reihenfolge o. ä.; mit Dativ und Akk.): nach und nach herabsetzen, verringern, beseitigen:
ab sofort, ab morgen, ab Ostern; (ugs.:) ab da ( Preise, Löhne, Steuern, ein Defizit a.; die Be-
von diesem Zeitpunkt an) ging alles viel leichter; stände, Vorräte müssen abgebaut werden; Ar-
ab erstem/ersten Mai; ab kommendem/kommen- beitsplätze werden abgebaut; die Anzahl der Bet-
den Montag; ab Montag, dem/den 5. Mai; bei ten wird abgebaut; Vorurteile, Angste, Feindbil-
Bestellung ab 50 Exemplaren/Exemplare wird der a. b) (jmdn. a.) vorzeitig in den Ruhestand ver-
Rabatt gewährt; jugendfrei ab vierzehn Jahren/ setzen, entlassen: der Beamte wurde abgebaut;
Jahre /geht ein Artikel oder ein Pronomen voran, Verwaltungskräfte, Personal a. 3. in seiner Lei-
dann steht nur der Dativ:/ ab dem 15. Mai; ab stung, seinem körperlichen, geistigen Leistungsver-
abbeiRen 18 abdrehen
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mögen nachlassen: im Alter a.; er baut in letzter abbinden: 1. (etwas a.) losbinden, abnehmen: die Kanne war abgebrochen; der Absatz ist [mir] ab-
Zeit sehr ab; von der zehnten Runde an baute der Schürze, den Schlips a.; (jmdm., sich etwas a.> gebrochen. 3. (etwas a.) eine bauliche Konstruk- Beendigung: der A. des Gesprächs, der Verhand-
Europameister [körperlich] stark ab; einige Zu- darf ich mir die Krawatte a.?; er band ihr das tion nieder-, abreißen: eine Laube, ein baufälliges lungen, des Spiels; es kam zum A. der diplomati-
hörer bauten während des Open-air-Konzerts ab ( Kopftuch ab. 2. (etwas a.) mit einem Band o. ä. Haus, eine alte Brücke a.; das Zelt, ein Lager a. schen Beziehungen; Boxen: durch A. (Beendi-
sie wurden von einem Schwächezustand befallen). vorübergehend fest umwickeln (um das Ausfließen (abbauen). 4. (etwas a.) unvermittelt, vorzeitig gung des Kampfes wegen Kampfunfähigkeit) un-
4. (Bergmannsspr.) (etwas a.) fördern, gewinnen: von Blut zu verhindern oder einzudämmen): die beenden: die Unterhaltung, ein Gespräch, das terliegen. 3. Beeinträchtigung, Schaden (in Ver-
Kohle, Erze a. 5. (Chemie, Biol.) a) (etwas a.) in Schlagader, das verletzte Bein a.; (jmdm., sich et Verhör, die Verhandlungen, ein Spiel, ein Expe- bindung mit einigen Verben, bes. in Verbindung
niedere Aufbauelemente zerlegen: ein Stoff wird -was a.> sie banden dem Verletzten den Arm mit riment, das Studium, die Vorstellung, den Unter- mit tun): der Zwischenfall tat der Fröhlichkeit
biologisch abgebaut; der Körper baut den Alko- einem Taschentuch ab. 3. (Fachspr.) (etwas bin- richt a.; er hat seinen Urlaub abgebrochen; den keinen A. (beeinträchtigte sie nicht); unsere
hol im Blut ab. b) (etwas baut sich ab) etwas zer- det ab) (ein Wasser enthaltender Baustoff) wird Umgang mit jmdm. a.; der Kampf mußte in der Freundschaft erfährt, erleidet dadurch keinen A.
fallt in niedere Aufbauelemente: die chemische hart: der Mörtel, Gips, Kalk bindet gut, schlecht 3. Runde abgebrochen werden; die diplomati- (geh.); R (scherzh.): das tut der Liebe keinen A.
Verbindung, Substanz baut sich [schlecht] ab, hat ab; der Zement hat noch nicht abgebunden. 4. ( schen Beziehungen zu diesem Staat sind abge- * etwas auf Abbruch verkaufen (ein Gebäude zum
sich noch nicht abgebaut. Kochk.) (etwas a.) mit einem Bindemittel verdik- brochen worden; (ohne Akk.) (ugs.:) er hat abge- Abbruch verkaufen).
abbeiBen (etwas a.>: mit den Zähnen abtrennen: ken: eine Soße mit Mehl a. brochen (hat sein Studium abgebrochen). 5. a) un- abbürsten: a) (etwas a.) mit einer Bürste entfer-
den Faden, die Spitze, das Ende der Zigarre a.; Abbitte (gewöhnlich in Verbindung mit tun und vermittelt, vorzeitig aufhören, nicht fortfahren: nen: Staub [von der Couch] a.; (jmdm., sich etwas
ein großes Stück Schokolade, von dem Kuchen leisten>: (nachdrückl.:) [jmdm.] Abbitte tun/lei- a.) sie bürstete ihm, sich die Flusen, Fusseln [von
plötzlich, angeekelt, nach ein paar Worten, mit-
a.; (auch ohne Akk.:) laß mich mal a.!; abgebis- sten (für ein Unrecht, das man jmdm. zugefügt hat, ten im Satz a.; wir wollen a.; der Klavierspieler der Jacke] ab. b) (jmdn., sich, etwas a.) mit der
sene (abgeknabberte) Fingernägel; (jmdm., sich um Verzeihung bitten): öffentlich A. tun; er lei- brach nach ein paar Akkorden ab. b) (etwas Bürste säubern: den Mantel, die Schuhe a.; wür-
etwas a.) jmdm. ein Ohr a. stete ihr A. für sein Verhalten. bricht ab) etwas endet, hört unvermittelt, vorzeitig den Sie mich bitte a.?; <jmdm., sich etwas a.> der
abbekommen (etwas a.): L (etwas von etwas) abblasen: 1. (etwas a.) a) durch Blasen entfer- auf: eine Unterhaltung, die Musik bricht ab; hier Friseur bürstete ihm die Jacke ab.
bekommen: ein Stück, die Hälfte, nichts [von et- nen, wegblasen: den Staub [von den Büchern, den bricht der Bericht ab; die Funkverbindung mit Abc, (auch:) Abece, das: das Abc lernen, auf-
was] a.; keine Angst, du bekommst auch etwas Möbeln] a. b) durch Blasen vom Staub o. ä. reini- dem Flugzeug ist abgebrochen. * (ugs.:) sich ( sagen; den Schülern das Abc beibringen; Namen
ab; (ugs.:) er hat keine Frau abbekommen (gefun- gen: die Bücher a. 2. (Technik) (etwas a.> a) (unter Dativ) einen/keinen abbrechen: a) (sich bei einer nach dem Abc ordnen; ü b e r t r . : Anfangs-gründe:
den). 2. hinnehmen müssen, einstecken müssen, er- Druck Stehendes) entweichen lassen: Dampf, Gas Tätigkeit [nicht] übermäßig anstrengen). b) (über- das gehört zum Abc der Philosophie.
halten: der Fahrer, das Auto bekam eine Beule, a. b) eine Feuerungsanlage stillegen, außer trieben vornehm tun). abdampfen (ugs.): davonfahren, abreisen: mor-
eine Schramme ab; ich habe etwas abbekommen ( Betrieb setzen: einen Dampfkessel, Hochofen abbrennen /vgl. abgebrannt/: 1. (etwas brennt gen dampfen wir in den Urlaub ab; sie sind
bin in Mitleidenschaft gezogen worden). 3. loslö- a. 3. (Jägerspr.) (etwas a.) das Ende der Jagd mit ab) etwas geht in Flammen auf und brennt nieder: schon abgedampft.
sen, entfernen können: ich habe den Flecken von einem Jagdsignal anzeigen: die Jagd wurde das Haus, der Schuppen, das Gehöft brannte ab; abdanken: 1. von seinem Amt, Posten zurücktre-
der Decke nicht abbekommen; etwas ist schwer abgeblasen. 4. (ugs.) (etwas a.) absagen, mehrere Gebäude sind bis auf den Grund, bis auf ten: der Minister, der General hat abgedankt; der
abzubekommen; den Deckel nicht a. abbrechen, beenden: die Premiere, eine Feier a., die Grundmauern abgebrannt. 2. (etwas brennt König dankt ab. 2. (veraltet) (jmdn., etwas a.; nur
abberufen (jmdn. a.): von einem Posten zurück- das ganze Unternehmen mußte wegen des ab) etwas brennt herunter: das Feuer brennt all- noch im 2. Part.) aus dem Dienst entlassen: ein
berufen: den Botschafter [von seinem Posten, aus schlechten Wetters abgeblasen werden. mählich ab; die Kerzen sind [fast] abgebrannt; abgedankter (entlassener, in den Ruhestand
Moskau] a.; ü b e r t r . (geh.; verhüll.): er wurde abblenden: 1. a) (etwas a.) (eine Lichtquelle) [ ein abgebranntes Streichholz; K e r n t e c h n i k : getretener) Minister, Offizier.
aus dem Leben, in die Ewigkeit abberufen (ist mit einer Blende] abdunkeln, abschirmen: die Ta- abgebrannte (verbrauchte) Brennstäbe, abdecken: 1. (etwas a.> a) weg-, herunterneh-
verstorben). schenlampe, grelles Licht [mit einem Tuch] a.; Brennelemente. 3. (etwas a.) durch Feuer men: die Bettdecke, die Schutzfolie a.; er deckte
abbestellen: a) (etwas a.) (die Bestellung von et- die Scheinwerfer am Auto a. (ihnen die Blendwir- zerstören, nieder-brennen: Gehöfte, ganze Dörfer die Zweige vorsichtig von den jungen Pflanzen
was) rückgängig machen: eine Ware, die Zeitung kung nehmen); mit abgeblendeten Scheinwerfern a. 4. (etwas a.) a) durch Feuer entfernen, ab. b) von etwas Bedeckendem frei machen: das
[bei der Zeitungsfrau], ein Taxi a.; das Zimmer fahren; (ohne Akk.) der Fahrer, das entgegen- beseitigen: Borsten, Unkraut, alten Lack [mit Bett a.; den Tisch a. (abräumen); der Orkan
im Hotel ist nicht abbestellt worden. b) (jmdn. a.) kommende Auto blendet ab. b) (etwas blendet der Lötlampe] a. b) die Pflanzendecke von etwas deckte die Häuser, die Dächer ab (riß die Ziegel
eine mit einer Dienstleistung beauftragte Person ab) (eine Lichtquelle) schaltet sich aus, verlischt: o. ä. von den Dächern). 2. (etwas a.) etwas zudek-
durch Feuer entfernen: das Moor wird
nicht kommen lassen: den Klempner a. die Scheinwerfer blenden ab. 2. (Fot.) ([etwas] a.) abgebrannt; T e c h n i k : Messing, Metalle a. ( ken: ein Beet [mit Tannenzweigen], einen
abbezahlen (etwas a.): a) in kleinen Beträgen durch Kleinstellen der Blende den Eintritt des Lich- durch chemische Mittel reinigen, abbeizen). 5. ( Schacht [mit Brettern] a.; eine Mauer a. (mit
zurückbezahlen, begleichen: eine Summe, die tes verringern: das Objektiv, auf Blende 16 a.; ich etwas a.) anzünden und explodieren las-sen: Deckplatten abschließen); er deckte den oberen
letzte Rate a. b) in Teilbeträgen bezahlen: ein habe bei dieser Aufnahme nicht genug abgeblen- Raketen, ein Feuerwerk a. Teil des Gemäldes mit der Hand ab (verdeckte
Fernsehgerät, die Waschmaschine a. det. 3. (Film) eine Aufnahme, eine Einstellung abbringen: 1. (jmdn. von etwas a.) jmdn. so be- ihn, um einen Bildausschnitt zu betrachten).
abbiegen: 1. a) sich von einer eingeschlagenen beenden: bitte abblenden!; nach dem Happy-End einflussen, daß er von etwas oder jmdm. abläßt, von 3. (jmdn., etwas a.) jmdn., etwas schützen,
Richtung entfernen, eine andere Richtung nehmen: blenden wir ab. etwas abgeht: einen Menschen vom rechten Weg, abschirmen: den Turm mit der Dame (beim
falsch, [nach] links, nach Norden, in einen Sei- abblitzen (ugs.): abgewiesen werden: er blitzte [ von seinem Glauben, von einem Plan, von seiner Schachspiel) a.; die Spieler deckten das Tor ab. 4.
tenweg, von der Autobahn, in scharfem Winkel, mit seinem Gesuch] ab; er ist bei ihr abgeblitzt; Lebensweise a.; nichts in der Welt kann mich (Kaufmannsspr.) (etwas a.> etwas ausgleichen,
plötzlich a.; das Auto, der Fahrer ist abgebogen. das Mädchen ließ ihn a. (wies ihn ab). davon a.; er läßt sich von seiner Meinung nicht tilgen: die Unkosten werden durch die Einnahmen
b) (etwas biegt ab) etwas macht eine Biegung in abbrausen: 1. (jmdn., sich, etwas a.) mit der a.; sie ist nicht von diesem Mann abzubringen; nicht abgedeckt; die Ausgaben, Schulden müssen
eine andere Richtung: die Straße, der Weg biegt [ Brause besprühen: sich kalt, heiß a.; (jmdm., sich diese Frage bringt uns zu weit vom Thema ab ( mit Steuergeldern abgedeckt werden; die Prämie
hier nach rechts] ab, ist abgebogen. 2. (ugs.) (et- etwas a.) sich, den Kindern den Rücken a. 2. ( führt zu sehr in eine andere Richtung). 2. (ugs.) ( deckt das Risiko nicht ab.
was a.) einer Sache eine andere Wendung geben ugs.) geräuschvoll und mit hoher Geschwindigkeit etwas [von etwas] a.) etwas von etwas loslösen, abdrehen: 1. (ugs.) (etwas a.) a) etwas ab-, aus-
und damit etwas Unerwünschtes verhindern: ein davonfahren: das Auto, der Motorradfahrer entfernen: den Fleck vom Kleid a.; ich kann den schalten: den Haupthahn, die Lampe, das Radio,
Vorhaben, die Ausführung eines Plans a.; er hat braust ab; er ist mit Vollgas abgebraust. Deckel nicht a. die Heizung a. b) (durch Drehen der entsprechen-
das Gespräch, lästige Fragen abgebogen. abbrechen: 1. (etwas a.) etwas, einen Teil von et- abbröckeln (etwas bröckelt ab): etwas löst sich den Vorrichtung) die Zufuhr von etwas unterbin-
abbilden (jmdn., etwas a.): bildlich darstellen, was brechend loslösen: einen Zweig, ein Stück brocken-, bröckchenweise los [und fällt ab]: Kalk, den: das Gas, das Wasser, den Strom a.; übertr.:
nachgestalten: etwas naturgetreu a.; er war auf Brot a.; ich habe mir einen Riegel Schokolade Mörtel, Putz bröckelt [von der Wand] ab; bei dieser Unternehmung hat man ihm fast die Luft
der Titelseite, in der Zeitung abgebildet. abgebrochen; /mit der Nebenvorstellung des ü b e r t r . : die Anhänger, Mitglieder bröckeln [ abgedreht. 2. (etwas a.) etwas durch Drehen
Abbildung, die: 1. das Abbilden, bildliche Dar- Unabsichtlichen/: die Spitze des Bleistifts [beim von der Partei] ab; W i r t s c h . : Preise, Aktien- loslösen, abtrennen: den Schlüsselbart, den
stellung: etwas eignet sich nicht gut für eine A.; Schreiben] a.; (jmdm., sich etwas a.) ich habe mir kurse bröckeln ab (fallen allmählich, gehen Schlüssel [im Schloß], einen Knopf a. 3. a) (sich,
die A. der Gegenstände wurde verboten. 2. das den Fingernagel abgebrochen; der Zahnarzt hat herunter). b) durch ein Sichablösen kleiner Teile etwas a.) sich, etwas abwenden: die Frau drehte
Abgebildete, bildliche Darstellung: eine künstleri- mir den Zahn abgebrochen. 2. <etwas bricht ab> allmählich zerstört werden: die Mauer bröckelt sich ab; er drehte das Gesicht ab. b) eine andere
sche, ganzseitige, farbige A.; die A. zeigt ...; das etwas löst sich /os, geht durch einen Bruch von et- ab; der Fels ist abgebröckelt. Richtung einschlagen [und sich entfernen]: der
Buch enthält, hat viele Abbildungen; ein Lexi- was ab: etwas bricht leicht ab; die Spitze des Abbruch, der: 1. das Abbrechen, Niederreißen: Eisläufer dreht in einem großen Bogen ab; das
kon mit zahlreichen Abbildungen. Messers, das Stuhlbein brach ab; der Henkel der der A. des Hauses, der Brücke, der alten Kapelle; Flugzeug, der Dampfer hat/ist abgedreht.
reif für den A. sein. 2. unvermittelte. vorzeitige 4. (Film) ([etwas] a.) etwas zu Ende drehen: eine
Abdruck 20 21 abfallen
Szene, eine Sequenz im Atelier a.; der Regisseur mütlicher, langweiliger A.; ein bunter A. (Abend- /gibt eine Einschränkung, Ergänzung an/: gut, a. nem Fahrzeug aufsuchen, bereisen: die Grenze,
hat [seinen Film] abgedreht. veranstaltung mit heiterem, abwechslungsreichem teuer; streng, a. gerecht; nicht schön, a. selten; die Baustellen a.; in seinem Urlaub hat, ist er
'Abdruck, der: das Abdrucken, Wiedergabe im Programm); ein angebrochener A. (ugs. scheah. klein, a. mein; wir machen jetzt Pause, nachher ganz Dänemark abgefahren. 7. (etwas a.) mit dem
Druck: der A. des Artikels in der Zeitschrift; der für: Abend, mit dem man nicht mehr viel anzufan- wird a. auch gearbeitet; es ist nicht ganz korrekt, Fahrzeug, durch Uberfahren abtrennen: einen
A. des Romans beginnt im nächsten Heft; den, gen weiß); der A. war sehr interessant, feucht- a. man kann ja mal ein Auge zudrücken. 3. /leitet Mauervorsprung a.; (jmdm. etwas a.) dem Arbei-
mit dem A. beginnen; von etwas mehrere Ab- fröhlich • sich einen vergnügten A. machen; einen Widerspruch, eine Entgegnung ein/: a. das ter wurde bei dem Unfall ein Arm abgefahren. B.
drucke herstellen. jmdm. den A. verderben; einen A. retten; einen stimmt doch gar nicht!; a. warum soll ich mich a) (etwas a.) durch Fahren abnutzen: er hat die
'Abdruck, der: (durch Eindrücken entstandene) literarischen A. absagen. 3. (geh. veraltet) We- denn entschuldigen?; ich habe a. nicht gelogen!; Reifen schnell abgefahren; die Skier sind stark
plastische Nachformung; hinterlassene Spur: ein sten: gegen A. (nach Westen, westwärts). * zu s u b s t . : ich möchte kein Aber hören! 4. (veral- abgefahren. b) (etwas fährt sich ab) etwas nutzt
sauberer, [un]brauchbarer A.; der A. eines Gebis- Abend essen (die Abendmahlzeit einnehmen). tend) /dient zur Anknüpfung und Weiterfüh- sich durch Fahren ab: die Hinterreifen haben
ses in Gips, eines Fußes im Sand, eines Fingers Abendbrot, das (nordd. u. ostmd.): 1Abend- rung/: als es a. dunkel wurde, machten sie Rast. sich schon, sehr schnell abgefahren. 9. (ugs.) (
auf dem Glas; Abdrücke von Pflanzen, Insekten essen. 11. (Gesprächspartikel) 1. wirklich /dient der Ver- etwas a.) etwas zum Fahren verwenden: hast du
in Kohle; einen A. [ab]nehmen, machen, ausgie- Abendessen, das: abends eingenommene Mahl- stärkung; häufig nur emphatisch zur Kennzeich- deine Mehrfahrtenkarte schon abgefahren?;
Ben. zeit: das A. steht auf dem Tisch, ist fertig; ein A. nung der gefühlsmäßigen Anteilnahme des Spre- abgefahrene Fahrscheine bitte in den Papierkorb
abdrucken (etwas a.): in der Zeitung, in einer geben (ein festliches Abendessen veranstalten); mit chers und zum Ausdruck von Empfindungen/: a. werfen! 10. (Film, Fernsehen, Rundf.) beginnen
Zeitschrift gedruckt erscheinen lassen: ein Ge- dem A. (dem Einnehmen der abendlichen Mahl- ja; a. natürlich; a. gern; a. jederzeit; ver- /in Aufforderungen/: Kamera, Eurovision, bitte
dicht, einen Roman [in Fortsetzungen], eine Er- zeit) auf jmdn. warten; bleiben Sie doch zum A.!; schwinde, a. schnell!; das ist a. fein!; das ist a. ein a.!
klärung in der Zeitung a.; die Rede wurde aus- jmdn. zum A. einladen; vor, nach dem A. schönes Auto!; das dauert a.!; aber, aber! (nicht Abfahrt, die: 1. Abreise mit einem Fahrzeug; das
zugsweise, ungekürzt, wörtlich abgedruckt. abendlich: a) in die Abendzeit fallend, in den doch!, was soll das?); a., meine Herrschaften, be- Abfahren: eine pünktliche A.; die A. des Zuges
abdrücken: 1. (jmdn., sich, etwas a.) wegdrük- Abendstunden eintretend, stattfindend /gelegent- ruhigen Sie sich doch! I ll. <Adverb; nur noch in erfolgt um 8 Uhr, wie vorgesehen; die A. verzö-
ken, abstoßen: ein Boot vom Landungssteg, Wa- lich mit der Nebenvorstellung der allabendlichen einigen Fügungen> wieder[um], noch einmal: aber gert sich [um einige Minuten]; die A. verschie-
gen beim Rangieren [vom Ablaufberg] a.; der Wiederkehr/: abendliches Training, abendlicher und abermals (immer wieder); Hunderte und aber ben, hinauszögern; vor, bei A. des Zuges; das
Schwimmer drückt sich vom Startblock ab. 2. ( Skat; seinen abendlichen Spaziergang machen. Hunderte. Zeichen zur A. geben; alles klar zur A.? 2. a) Ab-
jmdm. etwas a.) jmdm. etwas abpressen, abquet- b) dem Abend (der Abendzeit, der Abendstimmung) Aberglaube, (selten auch:) Aberglauben, der: wärtsfahrt, Fahrt talwärts: die A. auf der Paß-
schen: er drückte mir fast die Finger ab; die Erre- gemäß; wie am Abend: abendliche Stille, Kühle; als irrig angesehener Glaube an die Wirksamkeit straße war sehr gefährlich; S k i sp o r t : eine herr-
gung drückte ihr die Luft ab. 3. ([etwas] a.) den der abendliche Himmel; das abendliche Treiben übernatürlicher Kräfte: ein heidnischer, ver- liche, gemütliche A.; eine A. durchstehen, gewin-
Abzug einer Schußwaffe betätigen, um einen Schuß auf den Straßen; es ist fast a. kühl. breiteter, finsterer Aberglaube; einem Aberglau- nen; bei der A. stürzen. b) Hang, auf dem abge-
auszulösen: den Revolver, das Gewehr a.; man Abendmahl, das: (ev. Rel.): Altarsakrament: das ben anhängen; im Aberglauben befangen sein; fahren wird, Abfahrtsstrecke: eine steile, gefährli-
muB völlig ruhig sein, bevor man abdrückt; er hat A. nehmen, empfangen; jmdm. das A. reichen; einen Hang zum Aberglauben haben; von Aber- che A.; eine A. abstecken, sperren. 3. Ausfahrt
auf den Dieb abgedrückt. 4. a) (etwas a.) (durch am A. teilnehmen; zum A. gehen. R (ugs. glauben erfüllt sein; aus Aberglauben. von einer Autobahn: A. Frankfurter Kreuz; die A.
Eindrücken in eine weiche Masse) nachbilden: veraltend): er ist unschuldig, darauf nehme ich abergläubisch: im Aberglauben befangen: [in Richtung Wiesbaden] ist wieder frei.
einen Schlüssel in Wachs a. b) (etwas drückt sich das A. abergläubische Furcht, Scheu; er ist ein aber- Abfall, der: 1. Reste, unbrauchbarer Überrest,
ab) etwas zeichnet sich plastisch ab: die Ku-fen, abends (Adverb): zur Abendzeit, am Abend: a. [ gläubischer Mensch; ich bin nicht a. der bei der Herstellung von etwas anfällt: wertlo-
die Reifen drücken sich im Schnee ab. 5. (ugs.) ( um] 8 Uhr; [um] 8 Uhr a.; spät a.; a. spät; mor- aberkennen (jmdm. etwas a.): durch einen [Ge- ser, industrieller, stinkender A.; radioaktive Ab-
jmdn. a.) jmdn. liebkosen, an sich drücken und gens und a.; etwas findet a. statt; Dienstag a.; richts]beschluß absprechen: das Gericht erkannte fälle; es entsteht viel A.; der A. häuft sich, wächst
küssen: jmdn. stürmisch a. dienstags a.; von morgens bis a. ihm die bürgerlichen Ehrenrechte ab (selten: ab- an; den A. wegwerfen, sammeln, beseitigen, ver-
abebben (etwas ebbt ab): etwas läßt nach, wird Abenteuer, das: 1. a) außergewöhnliches, erre- erkannte ihm ...); jmdm. seinen Titel, ein Recht, werten; in den A. kommen (weggeworfen wer-
schwächer: die Erregung, der Streit, die Unruhe gendes Geschehen, außergewöhnliche, gefahrvolle einen Anspruch a. den). 2. (veraltend) Lossagung, das Abtrünnigwer-
ebbte langsam ab; der Lärm ist abgeebbt. abend Situation: das A. lockt; das große A. suchen; ein abermals (Adverb) (geh.): noch einmal, zum den: der A. von der Partei, von der Kirche, vom
(Adverb>: am Abend: heute, gestern, morgen, A. erleben, bestehen; auf A. aussein, ausgehen; zweiten, wiederholten Mal: er verlor a.; a. kam er Glauben; der A. der Niederlande, der Niederlän-
Dienstag a.; bis heute a.! /Abschiedsformel/. sich in ein A. stürzen. b) außergewöhnliches, erre- zu spät; nach a. vier Jahren. der von Spanien. 3. Abnahme, Rückgang: der A.
Abend, der: 1. Ende des Tages: ein lauer, som- gendes Erlebnis: ein einmaliges, unvergeßliches, abessen: 1. (etwas a.) a) weg-, herunteressen: des Drucks, der Temperatur; der A. in der Lei-
merlicher, kühler A.; der Heilige A. (Abend oder seltsames, romantisches A.; die Fahrt, die Reise die Streusel [vom Kuchen], das Fleisch von den stung, seiner Leistungen ist unverkennbar; das
Tag vor dem ersten Weihnachtsfeiertag); es wird war ein A.; seine A. schildern, erzählen; A. unter Knochen a. b) [säuberlich] leer essen: den Teller, ist ein A. gegen früher. 4. Neigung: Hang: ein
A.; der A. kommt, naht (geh.), bricht herein ( Wasser, im Urwald. c) gewagtes, gefahrvolles Un- die Knochen a. 2. die Mahlzeit beenden: wir ha- steiler, allmählicher A.; die Wiese erstreckt sich
geh.), sinkt hernieder (geh.), senkt sich herab ( ternehmen mit ungewissem Ausgang: ein militäri- ben noch nicht abgegessen. 3. (ugs.) (etwas a.) für in sanftem A. bis zum Weg.
geh.) . den A. in Gesellschaft verbringen; die sches, politisches A.; das A. scheiterte; jemanden den Verzehr bestimmtes Geld o. ä. aufbrauchen: abfallen: 1. (etwas fällt ab) etwas löst .sich los
Glocken läuten den A. ein; die Abende der Fami- vor einem A. warnen; ü b e r t r . : erregendes Un- seine Bons, Marken a.; die fünfzig Mark kann und fällt herunter: die Blätter, Blüten, Früchte
lie widmen; der Kellner hat seinen freien A.; gu- ternehmen: das A. des Geistes. 2. (veraltend) Lie- man gar nicht a. (ugs., bes. ostmd.:) bei jmdm. fallen ab; der Mörtel ist von der Wand abgefal-
ten A.! /Grußformel/; [jmdm.] guten A. sagen; [ beserlebnis: ein galantes A.; im Urlaub Aben- abgegessen haben (nichts mehr zu suchen haben): len; ü b e r t r . : die Scheu, Unsicherheit, alle
jmdm.] einen guten A. wünschen • (Akk. als teuer suchen; sie war sein erstes A. der hat bei uns abgegessen. Angst fiel von ihr ab (wich von ihr). 2. a) <etwas
Zeitangabe> einen, diesen, manchen A.; jeden A. abenteuerlich: a) voller Abenteuer, ungewöhn- abfahren: 1. weg-, davonfahren: ich fahre gleich, fällt ab> etwas bleibt als Rest übrig, entsteht
zu Hause sein; sie wartete viele Abende; (Gen. lich und erregend; gewagt, gefährlich: eine aben- in wenigen Minuten mit dem Zug [vom neben-bei: etwas fällt als Nebenprodukt ab; in
als Zeitangabe) des Abends (geh. für: abends); teuerliche Reise, Flucht; ein abenteuerliches Le- Hauptbahnhof] ab; das Schiff, der Bus ist pünkt- der Küche fällt immer eine Menge ab; beim
eines [schönen] Abends (an einem nicht näher be- ben führen; abenteuerliche Kunststücke. b) un- lich, mit Verspätung abgefahren. 2. auf Skiern zu Zuschneiden ist viel Stoff abgefallen. b) (ugs.) (
stimmten Abend) brachen sie auf • während, im gewöhnlich und seltsam, phantastisch: abenteuer- Tal fahren: im Schuß a.; er ist glänzend abgefah- etwas fällt für jmdn. ab) etwas fällt jmdm.
Lauf]e], im Verlaufe des Abends; sich für den A. liche Gestalten, Verkleidungen; einen abenteuer- ren. 3. (ugs.) (auf jmdn., etwas a.) von jmdm., ei- nebenher als An-teil, als Gewinn zu: was fällt
umziehen; seine Erzählung zog sich über meh- lichen Eindruck machen; das klingt höchst a.; ner Sache sehr angetan, begeistert sein: auf jmdn., dabei für mich ab?; für ihn sind [bei dem
rere Abende hin . am späten, frühen A.; am A. der Plan war sehr a. c) (selten) dem Abenteuer etwas voll a.; auf die ist er total abgefahren. 4. ( Geschäft] 1000 Mark abgefallen. 3. (veraltend)
des 1. Januar[s]; am A. vorher; A. auf A.; vom zu-geneigt: ein abenteuerlicher Mensch. ugs.) abgewiesen werden: er fuhr mit seiner (von jmdm., von etwas a.) sich lossagen,
Morgen bis zum A.; bis gegen A.; A. für A.; R: je aber: I. (Konj.> 1. dagegen, jedoch, doch /gibt Werbung übel ab; sie hat ihn kühl abfahren las- abtrünnig werden: er ist vom Glauben, von Gott,
später der A., desto schöner die Gäste /Kompli- den Gegensatz an; drückt aus, daß etwas der Er- sen. 5. (jmdn., etwas a.) mit einem Fahrzeug fort- von der Partei abgefallen; die Freunde,
ment für verspätete Gäste/ • ü b e r t r . (geh.): wartung widerspricht/: ihre Schwester war groß schaffen, abtransportieren: Müll, Schutt a.; er hat Verbündeten fielen von ihm ab. 4. (et-was fällt
Ende, Spätzeit: am A. des Lebens, des Jahrhun- und schlank, sie a. war klein und dick; ich habe Holz [aus dem Wald], Heu [von der Wiese] abge- ab; mit Umstandsangabe) etwas neigt sich,
derts. 2. [geselliges] Beisammensein. Unterhaltung davon gehört, a. ich glaube es nicht; es wurde fahren; die Verletzten wurden in Krankenwagen verläuft nach unten: das Gebirge fällt sanft,
am Abend: ein netter, reizender, anregender, ge- dunkel, a. sie machten kein Licht; er ging zur abgefahren. 6. (etwas a.) an etwas zum Zweck der stufenförmig, nach Osten, gegen den Fluß ab;
Tür, kehrte a. plötzlich um. 2. jedoch, allerdings Besichtigung oder Kontrolle entlangfahren; mit ei- abfallende Dächer, Schultern. 5. hinter einer Er-
wartung zurückbleiben, schlechter sein; nachlas-
sen: der zweite Band des Romans fällt gegen den
abfällig 22 23 abgegriffen
ersten, gegenüber dem ersten stark ab; neben sei- abfinden: 1. (jmdn, a) [teilweise] entschädigen: abführen: 1. (jmdn. a.) [festnehmen und] weg- Abgängen stehen 80 Neuzugänge gegenüber. 3. (
nen Mitstreitern, gegen seine Mitstreiter fällt er jmds. Rechtsansprüche befriedigen: seine Ge- führen, in polizeilichen Gewahrsam bringen: man Med.) Tod: der frühe Abgang des Dichters; sein
ab; die Sängerin fiel im zweiten Akt ab. 6. a) (et- schwister, die Geschädigten a.; die Gläubiger führte ihn [aus dem Gerichtssaal) ab; von Polizi- A. steht bevor. 4. (Kaufmannsspr.) Absatz,
was fällt ab) etwas nimmt [schnell] ab, läßt [ wurden mit einer lächerlichen Summe abgefun- sten, in Handschellen, wie ein Verbrecher abge- Verkauf: einen schnellen, reißenden, langsamen
schnell] nach: der Druck, die Leistung des Mo- den; ü b e r t r . : er wollte ihn mit neuen Verspre- führt werden; der Richter ließ ihn a.; er ließ sich A. haben, finden. 5. (Kaufmannsspr.) Schwund,
tors fällt ab; das Segelflugzeug ist abgefallen (hat chungen a. (zufriedenstellen, abspeisen). 2. (sel- widerstandslos a. 2. a) (etwas führt ab; mit Um- Verlust: den A. ersetzen; in A. kommen (verloren-
an Höhe verloren). b) (selten) an Gewicht verlie- ten) (sich mit jmdm. a.) sich einigen, sich verglei- standsangabe) etwas führt von etwas weg: dieser gehen); beim Obsthandel gibt es viel A . . sich ei-
ren, abmagern: das Vieh fällt ab; nach der chen: sich mit seinem Prozeßgegener gütlich a. 3. Weg führt vom Ziel ab; ü b e r t r . : dieser Gedan- nen guten, glänzenden Abgang verschaffen (sich
Krankheit ist er sehr abgefallen. (sich mit jmdm., mit etwas a.) sich zufriedengeben, kengang führt vom Thema ab; das führt zu weit zum Schluß in Szene setzen, einen guten Eindruck
abfällig: ablehnend, mißbilligend; geringschät- sich fügen: sich mit seinem Schicksal, mit der ab. b) (etwas führt jmdn. ab; mit Umstandsan- machen) • (ugs.:) keinen Abgang finden (sich nicht
zig: ein abfälliges Urteil; abfällige Bemerkun- schlechten Bezahlung a.; ich kann mich damit gabe) etwas bringt jmdn von etwas ab: das würde entschließen können aufzubrechen).
gen; a. reden; a. von jmdm./von jmdm. a. spre- nicht a.; er hat sich mit der Tatsache abgefunden, uns vom Ziel, zu weit a. 3. (etwas führt ab; mit abgeben: 1. (etwas a.) geben, übergeben, aus-
chen; sich über jemanden, über etwas a. äußern. daß ...; (auch ohne Präp.-Obj.) er hat sich Raumangabe) etwas zweigt von etwas ab: der Weg händigen: einen Brief, ein Geschenk, seine Visi-
abfangen: 1. (jmdn., etwas a.) nicht zum Ziel ge- schließlich abgefunden. führt an dieser Stelle, von der Hauptstraße ab. 4. tenkarte, ein Empfehlungsschreiben, die Hefte,
langen lassen, aufhalten [und in seine Gewalt Abfindung, die: [einmalige] Entschädigung: (etwas [an jmdn., etwas] a.) Gelder zahlen: Steu- bestellte Waren a.; etwas persönlich, eigenhän-
bringen]: einen Brief, eine Nachricht, einen eine hohe, großzügige, einmalige, lächerliche A.; ern an das Finanzamt a.; ein gewisser Prozent- dig, beim Nachbarn, auf dem Fundbüro a. 2. (et-
Trans-port, Agenten a.; die in den Luftraum die A. der Gläubiger; jmdm. eine A. bieten, zah- satz wird [an den Verband] abgeführt. 5. a) (etwas was a.) zur Aufbewahrung geben: den Koffer [an
eingedrungenen Flugzeuge wurden abgefangen; len, geben; sie bekam keine A. für das entgan- führt ab) etwas fördert den Stuhlgang: Rhabarber der Gepäckaufbewahrung] a.; ich habe meinen
S p o r t : der Verteidiger konnte den Ball, die gene Geschäft. führt ab, wirkt abführend. b) (Fachspr.) für die Mantel an der Garderobe abgegeben. 3. a) (
Vorlage a.; (jmdm. etwas a.> er fängt mir die abflauen (etwas flaut ab): etwas wird allmählich Entleerung des Darmes sorgen: vor der Operation jmdm. etwas a.) einen Teil von etwas einem ande-
Kunden ab (macht sie mir abspenstig). 2. (jmdn. a. schwächer, läßt nach: der Wind, der Sturm flaute muß der Patient a. 6. (etwas a.) aus einem Bereich ren überlassen: er hat mir nichts, die Hälfte abge
) in bestimmter Absicht erwarten und aufhalten, ab; ü b e r t r . : die Erregung, Spannung flaute ab; ableiten: Abwasser, Abgase a. geben; er gibt seinem Freund von den Bonbons
abpassen: den Briefträger, die Zeitungsfrau a.; er nach Weihnachten ist das Geschäft abgeflaut. 'abfüttern ([Tiere] a.): füttern: das Vieh a.; wir etwas ab; (auch ohne Dativ) er will nichts a. [von
fing seinen Freund nach Arbeitsschluß, kurz vor abfliegen: 1. weg-, davonfliegen: das Flugzeug haben schon abgefüttert ; ü b e r t r . : (ugs. scherzh. seinem Grundstück]. b) (etwas a.) überlassen, ab-
dem Bahnhof ab; S p o r t : auf den letzten Metern, fliegt gleich, pünktlich, mit Verspätung ab; mein ): eine Reisegesellschaft a. (verköstigen). = treten; aufgeben: die Leitung, den Vorsitz, ein
kurz vor dem Ziel fing er den finnischen Läufer Freund ist gestern in die Karibik, nach London, abfüttern (etwas a.): ein Kleidungsstück mit Amt [an jmdn.] a.; der Bauer hat den Hof [an sei-
ab (überholte er ihn und verhinderte dadurch des- von Berlin abgeflogen. 2. (jmdn. a.; gewöhnlich Futter versehen: ein Kleid, einen Mantel [mit nen Sohn, seinem Sohn] abgegeben; er braucht
sen Sieg). 3. (etwas a.) auffangen, aufhalten; ab- im Passiv> mit dem Flugzeugfortschaffen: die Ver- Seide] a.; ein schlecht abgefütterter Skianzug. zu Hause kein Geld abzugeben; S p o r t : der
halten, abwehren: einen Stoß, Schlag, die Wucht letzten wurden aus dem Unglücksgebiet abgeflo- Abgabe, die: I. 1. das Abgeben, Ablieferung; Fußballmeister gab beide Punkte ab (überließ sie
des Aufpralls a.; Boxen : den Gegner, einen An- gen. 3. (etwas a.) überfliegen und absuchen, vom Aushändigung, Überreichung: die Frist für die A. dem Gegner). c) (etwas a.) zu einem niedrigen Preis
griff a. 4. (etwas, sich a.) wieder unter Kontrolle Flugzeug aus besichtigen: die Autobahn a.; sie ha- der Prüfungsarbeiten, Stimmzettel, Bestell- überlassen, verkaufen: Obst, Eier a.; wir geben ei-
bringen, in die Gewalt bekommen: einen schleu- ben/sind die Strecke, die Stellungen des Feindes scheine verlängern; gegen A. der Bescheinigung; nen Gebrauchtwagen billig ab; ein Zimmer, ei-
dernden Wagen, ein Flugzeug a.; der Skispringer abgeflogen. 4. (ugs.) (etwas fliegt ab) etwas löst nach A. des Beglaubigungsschreibens; ii b e r t r . : nen Laden a. (vermieten). 4. (Sport) ([etwas] a.)
fing sich ab und stand den Sprung. 5. (Bauw., sich plötzlich und wird fortgeschleudert: die Rad- bei der A. der Stimmen (bei der Abstimmung); die abspielen: den Ball, die Scheibe an den Verteidi-
Technik) (etwas a.) abstützen: ein baufälliges kappe, der Verschluß flog [mir] ab. A. (Bekanntgabe) einer Regierungserklärung. 2. ( ger a.; er muß schneller a. 5. (einen Schuß a.) ab-
Haus, loses Gestein a. abfließen (etwas fließt ab): a) etwas fließt weg: Wirtsch.) Verkauf.' größere Abgaben [an der feuern: einen Warnschuß, mehrere Schüsse auf
abfärben (etwas färbt ab): etwas gibt Farbe ab, das Wasser fließt gut, langsam, aus der Wanne, in Börse] drückten auf den Kurs. 3. (Sport) Ab-, Zu- einen Flüchtling a. 6. (etwas gibt etwas ab) etwas
überträgt eigenen Farbstoff auf etwas anderes: die den Gully ab; das Hochwasser ist schnell abge- spiel: eine schlechte, ungenaue A.; seine Abga- gibt etwas von sich, strömt etwas aus: der Ofen gibt
Wand färbt ab; das blaue Hemd hat auf die an- flossen (zurückgegangen); der Regen ist nicht ab- ben kamen nicht an, erreichten nicht die Flügel- [nur mäßig] Wärme an die Umgebung ab;
dere Wäsche, beim Waschen abgefärbt; ü b e r t r . geflossen (im Erdreich versickert); ü b e r t r . : das stürmer; mit der A. des Balles zu lange zögern. Pflanzen geben bei der Assimilation Sauerstoff
: etwas übt auf jmdn. einen Einfluß aus: der Geld, das Kapital fließt ins Ausland ab. b) etwas 4. das Abfeuern: bei der A. des Schusses. H. Geld- ab. 7. (etwas a.) verlauten lassen, äußern: ein
schlechte Umgang färbt [auf den Jungen] ab. entleert sich: die Wanne fließt schlecht ab; der leistung (an ein Gemeinwesen), Steuer: eine ein- Versprechen, eine Erklärung, ein Gutachten,
abfassen: 1. (etwas a.) schriftlich formulieren, Ausguß floß nicht ab (war verstopft). malige A.; niedrige, hohe, laufende, jährliche, seine Stimme [bei der Wahl] a.; sein Urteil a.;
schreiben: einen Brief, ein Gesuch, ein Testa- Abflug, der: 1. das Ab-, Wegfliegen: der A. der Abgaben; die Abgaben [an den Staat, auf Tabak, einen Funkspruch a. B. (ugs.) (jmdn., etwas a.)
ment, eine Rede a.; das Schreiben ist höflich, im Schwalben in den Süden; das Flugzeug befindet für die Benutzung] steigen, erhöhen sich, ermäßi- geeignet sein, jmd. oder etwas zu sein; als jmd.
Geschäftsstil, in englischer Sprache abgefaßt. 2. sich im A. 2. Start eines Flugzeuges, Flugbeginn: gen sich, fallen weg; Abgaben erheben, senken, oder etwas fungieren: eine perfekte Hausfrau,
(ugs.) (jmdn. a.) a) abpassen, noch erreichen: ich ein glatter, pünktlicher A.; der A. erfolgt um 12 einziehen, eintreiben, entrichten, zahlen, leisten; einen guten Familienvater, einen glänzenden
versuchte, ihn vor der Abfahrt des Zuges abzu- Uhr, verzögert sich; fertigmachen zum A.! jmdn. von Abgaben befreien. Redner a.; den Prügelknaben, den Sündenbock a.
fassen. b) ertappen: einen Dieb [beim Einbruch] Abfluß, der: 1. das Ab-, Wegfließen: der A. des Abgang, der: 1. a) Weggang, das Verlassen eines ; den Hintergrund, den Rahmen, einen Stoff für
a.; er hat sie mit dem Kerl abgefaßt. Wassers stockt; ü b e r t r . : der A. des Verkehrs; Schauplatzes: ein dramatischer, theatralischer A.; einen Film a.; er gab den Chinesen ab (mimte
abfertigen: 1. (etwas a.) zur Beförderung, zum den A. des Geldes ins Ausland verhindern. 2. T h e a t e r : ein guter, von Beifall umrauschter A. b) ihn); eine komische Figur a. (einen komischen
Versand fertigmachen: Pakete, Waren, Gepäck a.; Stelle, wo etwas abfließt: ein unterirdischer A.; Abfahrt: kurz vor A. der Fähre, des Flugzeugs Eindruck machen). 9. (ugs.) (sich mit jmdm., mit
die Güter sind zollamtlich abgefertigt worden; der A. der Badewanne ist verstopft, muß repa- ankommen; auf den A. des Zuges warten. c) ( etwas a.) sich beschäftigen, befassen; Umgang
einen Zug a. (zur Abfahrt fertigmachen, ab-fahren riert werden; der See hat keinen A. Turnen) das Verlassen eines Gerätes: ein leichter, pflegen: sich mit Basteln, Gartenarbeit a.; damit
lassen). 2. (jmdn. a.) der Reihe nach bedienen; abfragen: jmds. Kenntnisse durch Fragen über- schwieriger, mißglückter A.; Riesenwelle mit gebe ich mich nicht ab; sich viel mit Kindern a.;
jmds. Formalitäten erledigen: Reisende, Be- prüfen: (jmdn./auch: jmdm. etwas a.) die Schü- gegrätschtem A.; sich beim A. [vom Gerät] verlet- er hat sich mit Ganoven abgegeben (sich
sucher a.; Scheckeinreicher werden am Schalter ler/den Schülern die Vokabeln, das Einmaleins zen. d) Absendung: etwas noch vor dem A. der eingelassen).
3, Stammkunden werden bevorzugt abgefertigt; a.; (etwas a.> der Lehrer fragt das Einmaleins, die Post erledigen; den A. der Waren überwachen. e) abgebrannt (in der Verbindung) a. sein (ugs.):
(auch ohne Akk.; mit Artangabe) die Zollbeam- Geschichtszahlen ab; (jmdn. a.) der Lehrer fragt (Med.) Ausscheidung: der A. von Blut im Kot; vorübergehend ohne Geld sein: völlig, total a. sein; (
ten fertigten zügig, nur schleppend ab. 3. (ugs.) ( die Schüler, die Klasse ab. das Mittel fördert den A. der Steine, der Blähun- auch attributiv) abgebrannte Urlauber. abgebrüht
jmdn. a.) unfreundlich behandeln, abweisen: ei- Abfuhr, die: 1. (selten) Abtransport: die A. des gen. f) (Med.) Fehlgeburt: die Frau hat durch den (ugs.): abgestumpft, zynisch, unempfindlich: ein
nen Bettler, einen Vertreter a.; er hat ihn an der Mülls, von Holz, Schutt. 2. entschiedene Abwei- Unfall einen A. gehabt. 2. a) das Verlassen eines abgebrühter Bursche; er ist a. abgedroschen (
Tür, barsch, kurz, schroff abgefertigt; er wollte sung, Zurückweisung: jmdm. eine A. erteilen, ( W irkungskreises, das Ausscheiden: nach dem A. ugs.): bis zum Überdruß gebraucht,
ihn mit 20 Mark abfertigen (abspeisen); S p o r t : geh.:) zuteil werden lassen (jmdn. abweisen); von der Schule, aus der 7. Klasse; der A. des Mi nichtssagend: abgedroschene Phrasen,
überlegen schlagen, besiegen: er hat ihn in drei eine A. erhalten, sich eine A. [bei jmdm.] holen nisters aus seinem Amt wurde tief bedauert. b) abgedroschene Redensarten, Witze (Klischees);
Sätzen abgefertigt; die deutsche Mannschaft (abgewiesen werden). 3. (Sport) Niederlage: die jmd., der einen Wirkungskreis verläßt, ausscheidet: der Schlager ist schon völlig a.
wurde klar mit 6:0 abgefertigt. Berliner Elf holte sich eine schwere A. an unserer Schule haben wir 5 Abgänge; 50 abgegriffen: durch häufiges Anfassen abge-
nutzt: ein abgegriffener Mützenschirm; die Kan-
abgehen 24 25 abhängen
ten, die Spielkarten sind schon sehr a.; über tr .: abgeneigt (gewöhnlich verneint in der Verbin- Gefäß weg-, herausgießen: etwas Wasser, Milch [ finitiv) einen Teil von etwas erhalten: willst du et-
nichtssagend, leer: abgegriffene Schlagworte. dung) einer Sache, (seltener:) jmdm. a. sein: ab- aus der Kanne] a. b) durch Weggießen eines Teils der was a.?; ich möchte auch ein Stück a.; er hat
abgehen: 1. a) einen Ort verlassen, abfahren: das lehnend gegenüberstehen: dem Plan, einem Bünd- Flüssigkeit den Inhalt eines Gefäßes verringern: sein[en] Teil ab (seine Strafe bekommen). 2. (
Schiff, der Zug, der Transport geht ab; wann geht nis [nicht] a. sein; jmdm. persönlich [nicht] a. der Topf ist zu voll, gieße ihn ab! etwas a.) abgenommen haben: den Hut, den
die Maschine nach London ab?; es geht gleich ab sein; ich bin nicht a., ein Glas Wein zu trinken; ( abgleiten (geh.): 1. seitwärts [und nach unten] Schlips a. 3. (etwas a.) (Haftendes) abgelöst,
(es geht gleich los); ab geht's! (es geht los). b) ( auch attributiv) die der modernen Musik abge- gleiten, abrutschen: er glitt am Beckenrand ab entfernt haben: den Flecken, das Pflaster a.
Theater) die Bühne nach einem Auftritt verlassen, neigten Zuhörer. und fiel ins Wasser; ü b e r t r . (geh.): ihre Gedan- abhacken (etwas a.): (mit dem Beil o. ä.) abtren-
abtreten: Hamlet geht ab. c) (Turnen) ein Gerät Abgeordnete, der und die: gewähltes Mitglied ken, Blicke waren immer wieder abgeglitten (ab- nen: Aste [vom Baum], Zweige a.; (jmdm., sich
mit einem Sprung o. ä. verlassen und da-mit eine eines Parlaments: ein neuer Abgeordneter; zwei geschweift); die Beleidigungen, Schimpfworte, etwas a.) einem Huhn den Kopf, sich beinahe
Übung beenden: elegant, mit einer Grätsche ging weibliche Abgeordnete; die Abgeordneten bera- Ermahnungen glitten an/von ihm ab (berührten den Daumen a.; adj. P a r t . : abgehackt, in abge-
er [vom Barren] ab. d) (etwas geht ab) etwas wird ten, vertagen sich; einen Abgeordneten [nach] ihn nicht). 2. nach unten gleiten, hinunterrutschen: hackten Sätzen (stockend) sprechen.
geschickt, abgesandt: die Benachrichtigung, die wählen; ihm als Abgeordneten/Abgeordnetem; er ließ sich [vom Pferd] a.; übertr. (geh.): er ist abhaken: 1. (etwas a.) loshaken: das Bild [von
Vorladung, der Brief ist gestern abgegangen; die ihr als Abgeordneten/Abgeordneter. in letzter Zeit immer mehr, völlig abgeglitten ( der Wand] a. 2. (etwas a.) mit einem Häkchen
Waren werden mit dem Schiff a.; einen abgerissen: 1. in zerrissener Kleidung, zerlumpt: moralisch abgesunken): ihre Leistungen gleiten kennzeichnen: die Namen der Anwesenden, die
Funkspruch a. lassen. e) (Med.) (etwas geht ab) ein abgerissener Häftling; abgerissene Kleidung; ab (lassen nach); der Schüler ist [in seinen Lei- Posten einer Rechnung a.: ü b e r t r . : ein Thema,
etwas wird vom Körper ausgeschieden, abge- er sah völlig a. aus. 2. unzusammenhängend: stungen] abgeglitten. 3. ( W i r t s c h . ) an Wert ver- eine Frage, einen Tagesordnungspunkt a. (für er-
sondert: Steine, Blähungen gehen ab; die Wür- abgerissene Worte, Sätze, Gedanken. abgesagt ( lieren, fallen: die Preise gleiten leicht ab (sinken): ledigt erklären).
mer gehen mit dem Kot ab; (etwas geht jmdm. nur in der Fügung) ein abgesagter Feind (geh.): die Mark ist abgeglitten; abgleitende Preise. abhalten: 1. (jmdn., etwas a.; mit Artangabe)
ab) dem Kranken ging viel Blut ab. f) (etwas geht ein erklärter Feind: er ist ein abgesagter Feind Abgott, der: vergöttertes Wesen, leidenschaftlich entfernt halten: die Zeitung weit [von sich] a.;
ab) etwas löst sich: plötzlich, unversehens ging des Alkohols. Verehrtes: der Junge ist der A. seiner Eltern; sie hielt den strampelnden Säugling ein Stück
ein Schuß ab; eine Lawine war abgegangen. 2. ei- a b g e s c h i e d e n (geh.): 1. einsam gelegen; ein- Geld ist sein A.; jmdn. zu seinem A. machen. von sich ab. 2. (ein Kind a.) so halten, daß es
nen Wirkungskreis verlassen, aus einer Tätigkeit sam: ein abgeschiedenes Dorf; ein abgeschiede- abgöttisch: übertrieben, übersteigert: mit ab- seine Notdurft verrichten kann: die Mutter hielt
ausscheiden: von der Schule, vor dem Abitur, aus nes Leben führen. 2. verstorben, tot: abgeschie- göttischer Liebe an jmdm. hängen; sie liebte, ver- das Kleine ab. 3. (etwas a.) fernhalten, abwehren:
der 7. Klasse a. 3. (von etwas a.) ablassen, verzich- dene Seelen; s u b s t . : die Abgeschiedenen. ehrte ihn a. der Vorhang soll die Fliegen a.; der Schutzanzug
ten, aufgeben: von einer Gewohnheit, seiner Mei- a b g e s c h l o s s e n : 1. von der Welt getrennt, ein- abgrasen: 1. (etwas a.) das Gras von etwas ab- hält die Hitze ab. 4. (jmdn. von etwas a.)
nung, einem Grundsatz a.; er ging von seiner sam: ein streng abgeschlossenes Leben; a. leben, fressen, abweiden: das Vieh grast die Wiese, die zurückhalten; hindern, etwas zu tun: jmdn. von
Forderung nicht ab. 4. (etwas geht ab; mit Raum- arbeiten. 2. abgerundet, in sich geschlossen: der Berghänge ab; ü b e r t r . (ugs.): dieses Gebiet, unüberlegten Handlungen a.; eine dringende
angabe) etwas zweigt ab: dort, von der Haupt- neue Roman macht einen abgeschlossenen Ein- dieser Themenkreis ist abgegrast (bietet keine Angelegenheit hielt mich davon ab, ihn zu
straße, neben dem Bahnhof geht der Weg ab; die druck, wirkt sehr a. 3. in sich geschlossen: eine ab- Möglichkeiten mehr für eine Bearbeitung). 2. (et- besuchen; nichts in der Welt kann mich davon a.
Straße geht (verläuft) dann links, nach Norden ab. geschlossene Wohnung. was a.) nach etwas absuchen, in bestimmter Ab- , so zu handeln; sie hielt ihn davon ab, noch
5. (Kaufmannsspr.) (etwas geht ab; mit Art- abgeschmackt: plump, geistlos: albern: abge- sicht aufsuchen: alle Geschäfte, die ganze Stadt mehr zu trinken; halte mich nicht von der Arbeit
angabe) etwas wird verkauft, findet Absatz: die schmackte Witze, Redensarten, Komplimente; nach etwas a.; er hat die ganze Gegend abge- ab! (störe mich nicht!): (auch ohne
Ware geht gut, reißend, schlecht ab. 6. (etwas das ist im höchsten Maße a. grast, ohne etwas Passendes zu finden. Präpositionalobjekt) ich bin abgehalten worden;
geht von etwas ab> etwas wird abgezogen, abge- abgespannt: müde, erschöpft: einen abge- abgrenzen: 1. (etwas a.): abteilen, abtrennen: lassen Sie sich nicht a.! 5. (etwas a.) veranstalten,
rechnet: wieviel Prozent gehen von dieser Summe spannten Eindruck machen; a. aussehen, sein, den Garten vom/gegen das Nachbargrundstück [ durchführen: freie Wahlen, eine Sitzung,
ab?; von dem Gewicht geht noch die Verpackung sich fühlen; er kam völlig a. nach Hause. mit einer Mauer] a.; ein Teil des Strandes ist für Versammlung, Versteigerung, Haussuchung,
ab. 7. (etwas geht ab) etwas löst sich los: der abgestanden: schal; nicht mehr frisch: abge- Hotelgäste abgegrenzt; ü b e r t r . : Begriffe, Be- Parade, ein Manöver, Kurse, Prüfungen a.; sie
Knopf, ein Rad, der Absatz geht ab; der Putz, die standenes Bier; der Wein ist, schmeckt a. fugnisse, Aufgabenbereiche scharf, genau [von-, hielten ein Strafgericht ab.
Farbe geht ab (blättert ab); das Etikett, der Fleck ü b e r t r . : fade, nichtssagend: abgestandene Re- gegeneinander] a. (scheiden, abheben). 2. (sich a.) 'abhandeln: 1. (jmdm. etwas a.) nach längerem
ging nicht ab (ließ sich nicht entfernen); (etwas den, Phrasen. sich gegenüber anderen (durch Hervorheben der Handeln abkaufen: er hat ihm den Pelz billig ab-
geht jmdm. ab) mir ist der Fingernagel abgegan- abgetakelt: alt und verlebt, heruntergekommen: Unterschiede) absetzen, distanzieren: er sucht im- gehandelt; ü b e r t r . : jmdm. ein Zugeständnis, ei-
gen. B. (etwas geht ab; mit Artangabe) etwas ver- eine abgetakelte Person, Schauspielerin; a. aus- mer, sich von anderen, gegen andere abzugren- nen Kompromiß a. 2. (etwas a.) durch Handeln
läuft, endet in einer bestimmten Weise: es ist noch sehen, wirken. zen; sich gegen fremden Einfluß a. erreichen, daß der Preis herabgesetzt wird: ich
einmal gut abgegangen; alles ging glatt, glimpf- abgewinnen: 1. (jmdm. etwas a.) im Spiel, im Abgrund, der: steil abstürzende Tiefe, Schlucht: habe viel, nichts, nur 10 Mark [von dem Preis] a.
lich ab; es ist nicht ohne Lärm, Streit, Ärger, Trä- Wettkampf abnehmen, gewinnen: er hat ihm [im ein gähnender A.; ein A. klafft, öffnet sich, tut können; ü b e r t r . : ich lasse mir von meinen Be-
nen, Prügel abgegangen. 9. (etwas geht jmdm., ei- Kartenspiel] viel Geld abgewonnen. 2. (jmdm., sich [vorjmdm.] auf (geh.); in den A. stürzen; mit dingungen, von meinem Recht nichts a.
ner Sache ab) etwasfehlt: ihm geht die Begabung, einer Sache, etwas a.) abnötigen, abringen; durch dem Auto in einen A. rasen; jmdn. mit sich in 'abhandeln (etwas a.): [wissenschaftlich]darstel-
jedes Taktgefühl, der Humor ab; dafür geht ihm intensive Bemühungen erlangen, entlocken: dem den A. reißen; er stieß ihn in den A. 2. a) uner- len, behandeln: ein Thema gründlich, fesselnd,
das Verständnis ab; was geht dir ab? (woran fehlt Meer Land a.; der Mann hat mir Achtung, Aner- meßliche Tiefe. Unergründlichkeit: in die Ab- oberflächlich, trocken a.: dieses Problem ist be-
es dir?); den Kindern geht nichts ab (esfehlt ihnen kennung, Bewunderung abgewonnen; er ver- gründe der Seele blicken, hineinleuchten. b) un- reits abgehandelt worden.
an nichts). 10. (etwas a.) an etwas zum Zwecke der suchte, der Frau ein Lächeln abzugewinnen. 3. ( vorstellbares Ausmaß: ein [wahrer] A. von Ge- abhanden (nur in der Fügung) [jmdm.] abhan-
Besichtigung oder Kontrolle entlanggehen: die Front einer Sache etwas a.) etwas (Positives, Gutes) an meinheit, Verworfenheit. c) Untergang, Verder- den kommen: verlorengehen, plötzlich verschwin-
a.; wir sind, haben die Strecke abgegangen. einer Sache finden: der Arbeit, dem Leben die ben: die Völker in den A. führen, treiben; das den: mir ist meine Brieftasche a. gekommen; in
abgekämpft: von übermäßiger Anstrengung ge- schönen Seiten a.; ich habe der Sache nichts, kei- Land geriet an den Rand, war am Rande des Ab- der Firma soll Geld a. gekommen sein; die ab-
zeichnet, erschöpft: einen abgekämpften Ein-druck nen Geschmack, keinen Reiz abgewinnen kön- grunds, stand vor dem A. d) unüberbrückbare handen gekommenen Bücher.
machen; die Sportler sind völlig a. nen (keinen Gefallen daran finden können). Kluft: uns trennen Abgründe; zwischen ihren Abhandlung, die: größerer [wissenschaftlicher]
abgeklärt: über den Dingen stehend, weise, be- abgewöhnen (jmdm., sich etwas a.): dazu brin- Ansichten lag ein tiefer A. Aufsatz; Traktat: eine geistreiche, grundlegende,
sonnen: ein abgeklärter Mensch; mit abgeklärtem gen, eine Gewohnheit, eine schlechte Angewohnheit abgucken: 1. a) (jmdm. etwas a.> durch Zu- verfehlte A. über ein Thema; eine A. schreiben,
Lächeln; er war, urteilte a. abzulegen: dem Kind seine Unarten, die schlech- schauen lernen: jmdm. ein Kunststück, eine Fer- verfassen, veröffentlichen.
abgelegen: abseits liegend: ein abgelegenes ten Manieren a.; das mußt du dir a.; ich will mir tigkeit, einen Handgriff a. b) (sich etwas a.) ( 'abhängen, hing ab, abgehangen: 1. (etwas
Haus, Dorf; sie wohnen sehr a. das Rauchen a.; s u b s t . (ugs. scherzte.): noch ei- durch Nachahmen) übernehmen: wo hast du dir hängt ab) etwas wird durch längeres Hängen
abgeleiert (ugs. abwertend) bis zum Überdruß nen, noch ein [letztes] Glas zum Abgewöhnen. denn diese Unart abgeguckt?; das hat er sich [ mürbe: der Hase hat noch nicht lange genug ab-
gebraucht, nichtssagend: abgeleierte Worte, Re- abgießen: 1. (etwas a.) a) weggießen: das Was- bei, von seinem Spielkameraden] abgeguckt. 2. gehangen; das Fleisch muß noch einige Tage a.;
densarten, Phrasen; die Melodie ist a. abgelten ( ser von den Kartoffeln, von den Nudeln a. b) das unerlaubt übernehmen, abschreiben: er hat [von, gut abgehangenes Wild. 2. a) (von jmdm., von et-
etwas a.): ausgleichen; bezahlen: et-was Kochwasser von etwas weggießen: die Kartoffeln bei seinem] Nachbarn abgeguckt; sie ließ ihre F was a.) abhängig sein, angewiesen sein: er hing fi-
gleichwertig, durch Bezahlung, in Dollar a.; mit a.; das Gemüse muß abgegossen werden. 2. (et- reundin a. nanziell von seinen Eltern ab; von jmds. Gnade a.
der Zahlung sind alle Ansprüche abgegolten. was a.) a) einen Teil einer Flüssigkeit aus einem a bhaben (ugs.): 1. (etwas a.; gewöhnlich im In- b) (etwas hängt von jmdm., von etwas ab) etwas
ist durch etwas bedingt, ist jmds. Willen oder
abhängen 26 27 abkriegen
Macht unterworfen: das hängt nur, letztlich von sich ab: das Sperrholz, der Belag hat sich abgeho zu erreichen. 2. (jmdm. etwas a.) nach längerer durch Klopfen mit dem Taktstock unterbrechen:
uns ab; es hängt von dir ab, ob ...; das hängt da- ben. 4. a) (etwas hebt sich ab) etwas zeichnet sich Verfolgung abnehmen: sie haben dem Dieb die der Dirigent klopfte die Probe ab, klopfte nach
von ab, wieviel Zeit wir haben; von diesem Ent- ab, tritt gegenüber seiner Umgebung deutlich her- Beute abgejagt; der Stürmer konnte seinem Be- den ersten Takten ab.
schluß hatte die Zukunft seiner Familie abgehan- vor: sich schwach, scharf, deutlich vom Hinter- wacher den Ball wieder a.; ü b e r t r . : jmdm. abknallen (ugs. abwertend): (jmdn., etwas a.)
gen; es hängt viel davon für mich ab (es ist für grund a.; die Türme hoben sich gegen den Kunden a.; wie können wir der Regierungspartei rücksichtslos ab-, erschießen: einen Flüchtling [
mich sehr wichtig). Abendhimmel ab; die Dächer heben sich aus Stimmen a.?; sie haben gute Chancen, dem am- aus dem Hinterhalt] a.; sie wollten uns a. wie die
= abhängen, hängte ab, abgehängt: 1. (etwas a.) dem Blättergewirr, im Dunst kaum ab. b) (sich a.) tierenden Meister den Titel abzujagen. Hasen; wilde Kaninchen, Spatzen, streunende
ab-, herunternehmen: ein Bild [von der Wand] a. sich von jmdm. unterscheiden: er wollte sich von abkanzeln (ugs.) (jmdn. a.): [einen Untergebe- Hunde a.; ein Flugzeug, einen Panzer a.
2. (etwas a.) abkuppeln: einen Anhänger, einen den anderen, aus der Masse a. 5. (auf etwas a.) (in nen]scharf tadeln: der Chef kanzelte ihn scharf, abknöpfen: 1. (etwas a.) aufknöpfen und abneh-
Wohnwagen a.; der Schlafwagen wird in Mün- einem Zusammenhang) auf etwas Bezug nehmen, gehörig, nach Strich und Faden, öffentlich. mit men: die Kapuze vom Mantel a. 2. (ugs.) (jmdm.
chen abgehängt. 3. (ugs.) (jmdn., etwas a.) hinter besonders hinweisen: auf die noch offenen Fra- harten Worten, vor allen Leuten ab. etwas a.) jmdm. einen Geldbetrag ablisten, abneh-
sich lassen; abschütteln: er hängte die Verfolger, gen a.; er hob darauf ab, daß ... abkarten (ugs.) (etwas a.): heimlich vereinbaren: men: er hat mir beim Kartenspielen 5 Mark abge-
die anderen Läufer, seine Gegner klar ab; wir ha- abheften (etwas a.): in einem Hefter, Aktenord- sie haben die Sache unter sich abgekartet; ein ab- knöpft; der Anwalt knöpfte ihm ein hohes Hono-
ben den Sportwagen abgehängt; er versuchte, die ner einordnen: Rechnungen a.; Durchschläge in gekartetes Spiel treiben. rar ab; ü b e r t r . : der Aufsteiger konnte dem
Konkurrenz abzuhängen; sie wollten ihn nicht einem/(seltener:) einen Ordner a. abkaufen: 1. (jmdm. etwas a.) etwas von jmdm. deutschen Meister einen Punkt a.
mitkommen lassen und haben ihn unterwegs ein- abhelfen (einer Sache a.): einen Ubelstand besei- kaufen: jmdm. die Urheberrechte a.; er kaufte abkochen: 1. (etwas a.) gar kochen, fertigko-
fach abgehängt (mit einem Trick abgeschüttelt). tigen, etwas in Ordnung bringen: einem Ubel, der seinem Freund das Buch, das Fahrrad ab; chen: Eier für den Salat a. 2. (etwas a.) durch Ko-
abhängig: 1. (in den Verbindungen) a) etwas ist Not, berechtigten Beschwerden a.; einem Miß- ü b e r t r . : laß dir nicht jedes Wort a. (sei nicht so chen keimfrei, haltbar machen: Trinkwasser,
von etwas abhängig: etwas hängt von etwas ab: stand, diesem Bedürfnis muß schnell abgeholfen wortkarg, so schweigsam). 2. (jmdm. etwas a.) ab- Milch a. 3. im Freien kochen: die Wanderer, die
sein Kommen ist vom Wetter, von den Umstän- werden; dem ist leicht abzuhelfen. nehmen, abzwingen: er hat seinem Gegner den Pfadfinder kochen ab. 4. (ugs.) (jmdn. a.) zermür-
den a.; (auch attributiv) die vom Zufall abhän- abhetzen: 1. (ein Tier a.) bis zur Erschöpfung an- Mut, den Schneid, die Kampfmoral abgekauft. 3. ben, fertigmachen: jmdn. im Verhör, in einer Ein-
gige Entwicklung. b) etwas von etwas abhängig treiben: die Pferde a. 2. (sich a.) sich übermäßig, (ugs.) (jmdm. etwas a.) glauben: das sollen wir zelzelle abzukochen versuchen; er ließ sich nicht
machen: für etwas als Bedingung stellen: sie ha-ben bis zur Erschöpfung beeilen: wir haben uns fürch- dir a.?; diese Geschäfte, diese Sache, Entschuldi- a. 5. (ugs. landsch.) (jmdn. a.) schröpfen, ausplün-
ihr Kommen vom Wetter abhängig gemacht. c) terlich abgehetzt; er hat sich a. müssen, um den gung kauft ihm niemand ab. dern: jmdn. beim Skat ganz schön a.
von jmdm., einer Sache abhängig sein: auf jmdn., Zug noch zu erreichen; abgehetzt aussehen. Abkehr, die: das Abkehren, Abwendung: in be- abkommen: 1. (von etwas a.) a) sich von einer
etwas angewiesen sein: politisch, wirtschaftlich Abhilfe, die: Beseitigung eines Ubelstandes: wußter A. von der Welt, von der bisherigen Poli- eingeschlagenen Richtung entfernen, abweichen:
von einem Land a. sein; er ist [finanziell] noch schnelle A. fordern, versprechen, schaffen; er hat tik; eine A. vollziehen. vom Weg, vom Kurs a.; der Wagen kam von der
von seinen Eltern a.; von jmds. Wohl-wollen a. unverzüglich für A. gesorgt. abkehren (geh.): a) (etwas a.) zur Seite richten, Fahrbahn ab. b) abschweifen: vom Wesentlichen
sein; ein vom Alkohol völlig abhängiger Mensch. abhold (in der Verbindung) jmdm., einer Sache abwenden: sie kehrte ihr Gesicht ab; die uns ab- auf Nebensächliches a.; er ist vom Thema abge-
2. unselbständig: in abhängiger Stellung sein, abhold sein (geh.): nicht geneigt sein: der Gewalt, gekehrte Seite des Mondes. b) (sich a.) sich ab-, kommen. 2. (von etwas a.) seinlassen, aufgeben:
arbeiten; ein abhängiger Staat; a. (in abhängiger großen Worten a. sein; sie war ihm a.; dem Alko- wegwenden: er kehrte sich [von ihr] ab und trat von einem Plan, von seinen Grundsätzen a.; er ist
Stellung) beschäftigt sein. hol nicht a. sein (ganz gern trinken); (auch attri- ans Fenster; sie kehrte sich von der Tür ab; ganz von seinen Gewohnheiten abgekommen. 3.
abhärmen (geh.) (sich a.): sich in Kummer ver- butiv) der jedem Streit abholde Ehemann gab ü b e r t r . : sich vom Glauben, von Gott a. sich freimachen: schwer, auf ein paar Tage, für
zehren: die Mutter härmte sich um ihren Sohn, nach. abklappern (ugs.) (jmdn., etwas a.): der Reihe einige Stunden a.; ich kann von der Bespre-
seinetwegen, wegen seines Todes ab; sie sieht abholen: 1. (etwas a.) sich geben lassen und mit- nach aufsuchen: Kunden, die ganze Gegend a.; chung, vom Geschäft nicht a.; s u b s t . : sein Ab-
ab-gehärmt aus, hat ein abgehärmtes Gesicht. nehmen. Bereitliegendes in Empfang nehmen: sie klapperten alle Geschäfte ab, um das richtige kommen ist fraglich. 4. (etwas kommt ab) etwas
abhärten (jmdn., sich, etwas a.): durch Gewöh- Briefe, ein Paket von, auf der Post a.; er holte die Geschenk zu finden; er hat die halbe Stadt nach kommt außer Gebrauch, aus der Mode: diese Sitte
nung widerstandsfähig machen: seinen Körper Theaterkarten [von, an der Kasse] ab. 2. (jmdn. einem Zimmer abgeklappert. ist heute ganz abgekommen; weite Röcke kom-
frühzeitig, durch Sport, gegen Erkältungen a.; die a.) kommen, um jmdn. mitzunehmen: holt ihr Abklatsch, der (Kunst): Nachbildung, Negativ men immer mehr ab. 5. (Sport) (mit Artangabe)
Kinder härten sich durch kaltes Duschen ab; mich ab?; die Tochter von der Schule a.; den einer Vorlage: ein sauberer A. eines Reliefs; eine sportliche Ubung beginnen: alle Läufer kom-
0 b e r t r . : er war ein abgehärteter Journalist. Freund von der Bahn, an der Haltestelle, in der Bbertr.: minderwertige Nachbildung, schlechte men gut ab; der Springer ist schlecht [vom
abhauen: 1. a) (etwas a.) abschlagen: er haute/ ( Wohnung, zum Spaziergang, mit dem Auto a.; Nachahmung: ein schwacher A.; die Landschule Sprungbalken, von der Schanze] abgekommen.
geh.:) hieb die Aste, die Zweige [vom Baum] ab; wir werden Vater vom Flugzeug, vom Flughafen darf kein A. der Stadtschule sein. Abkommen, das: Ubereinkunft, Vereinbarung:
die Maurer haben den Putz abgehauen; einen a. 3. (ugs. verhüll.) verhaften: sie haben ihn, die abklingen (geh.) (etwas klingt ab): a) etwas wird ein langfristiges, politisches, kulturelles, gehei-
Baum a. (ugs.; fällen). b) (jmdm., sich etwas a.) ganze Familie heute nacht abgeholt. immer leiser: der Ton, der Lärm klingt ab. b) et- mes A.; ein A. zur gegenseitigen Unterstützung,
mit einer Waffe, einer Axt o. ä. abschlagen, abtren- abhorchen (jmdn., etwas a.): auf Gerausche prü- was wird schwächer, läßt nach, schwindet: das über die Verringerung der Einfuhrzölle; das A.
nen: ich hätte mir beinahe beim Holzhacken ei- fen: den Patienten, das Herz, die Lunge mit dem Unwetter, der Sturm, die Erregung, der kommt zustande, tritt in Kraft; ein A. mit der
nen Finger abgehauen; er hieb/(ugs.:) haute dem Stethoskop a. (auskultieren). Schmerz, das Fieber klingt ab; die Begeisterung Konkurrenz treffen, schließen; das A. unter-
Huhn den Kopf ab. 2. (ugs.) sich[heimlich]entfer- abhören: 1. jmds. Kenntnisse prüfen, abfragen: ( ist abgeklungen; s u b s t . : die Grippe ist im zeichnen, einhalten, verletzen, brechen; das ver-
nen, verschwinden: er haute rechtzeitig ab; er ist jmdn./jmdm. etwas a.) die Schüler/den Schüler Abklingen. abklopfen: 1. a) (etwas a.) durch stößt gegen das A.; sich an ein A. halten.
gestern abend, bei Nacht und Nebel, mit dem ge- die Vokabeln, das Einmaleins a.; einander, sich Klopfen entfernen: Schnee vom Mantel, die Asche abkoppeln: 1. (etwas a.) abkuppeln: den An-
stohlenen Wagen, über die Grenze, in den We- [gegenseitig] das Gedicht a.; (etwas a.) der Lehrer der Zigarre, den Putz von den Wänden a.; (jmdm., hänger, die Weltraumkapsel von der Zielrakete
sten, aus dem Internat abgehauen; Mensch, hau hört das Einmaleins, die Geschichtszahlen ab; ( sich etwas a.> er klopfte sich den Staub, den a.; (auch ohne Akk.) können wir a.?; übertr.:
ab! (mach, daß du f)rtkommst!). jmdn. a.) der Lehrer hört die Schüler, die Klasse Schnee ab. b) (jmdn., etwas a.) durch Klopfen Renten von der Entwicklung der Arbeitnehmer-
abheben: 1. (etwas a.) ab-, herunternehmen: den ab. 2. (jmdn., etwas a.) abhorchen. auskultieren: säubern: Polstermöbel a.; der Kellner klopfte einkommen a.; den Dollar vom Gold a.; die Si-
Deckel [vom Topf] a.; er hob den Hörer [von der der Arzt hörte den Kranken, das Herz, die Lunge die Tische mit einer Serviette ab: kannst du cherheit Europas darf von der Sicherheit Ameri-
Gabel] ab; K a r t e n s p i e l : die Karten a.; (häufig ab. 3. (jmdn., etwas a.) jmdn.. etwas heimlich über- mich mal a.?; (jmdm., sich etwas a.) er klopfte kas nicht abgekoppelt werden. 2. (ein Tier a.) los-
ohne Akk.) einen Teil der Karten nach dem Mi- wachen, etwas mit anhören: Telefone, Leitungen seinem Freund den Mantel ab. 2. (ein Tier, etwas binden; loslassen: Pferde, Hunde a.
schen wegnehmen und den Rest obenauf legen: heb a.; sie haben das Gespräch abgehört; über a.) mit leichten Schlägen liebkosen: den Hals des abkratzen: 1. (etwas a.) a) durch Kratzen entfer-
bitte ab!; du mußt noch abheben; Strikken: Lauschanlagen sind hohe.. Offiziere abgehört Springpferdes a.; (einem Tier etwas a.) er klopfte nen: den Schmutz von den Schuhen, alte Farbe
Maschen a. (von der Nadel nehmen). 2. (et-was a.) worden. 4. (etwas a.) zur berprüfüng anhören, dem Pferd liebevoll den Hals ab. 3. (jmdn., von der Tapete, den Rost a.; ich habe das Preis-
sich auszahlen lassen: eine Summe, Geld [von kontrollieren: eine Aufnahme [auf die Tonquali- etwas a.) durch Klopfen untersuchen, prüfen: die schild mit dem Messer abgekratzt; (jmdm., sich
seinem Konto] a.; er hat sein Guthaben [auf der tät], ein Band a. 5. (etwas a.) heimlich anhören, um Wand [nach Hohlräumen] a.; der Polizist klopfte etwas a.) er kratzte (ugs.; rasierte) ihm den Bart
Bank] abgehoben. 3. a) sich in die Luft erheben: sich zu informieren: einen ausländischen Sender, seine Jacke nach Waffen ab; der Arzt klopfte ab. b) durch Kratzen reinigen: die Schuhe a.; hast
um 12 Uhr hoben wir ab; die Maschine hebt den Polizeifunk, Nachrichten a. den Kranken, Rücken und Brust ab; ü b e r t r . : du den Topf abgekratzt? 2. (derb) sterben: er
schnell, elegant ab; die Rakete hebt von der abjagen: 1. a) (ein Tier a.) abhetzen: die Pferde ein Verfahren auf seine Wirtschaftlichkeit a.; das wird wohl bald a., ist abgekratzt.
Plattform ab. b) (etwas hebt sich ab) etwas löst a. b) (sich a.) sich abhetzen: sich a., um den Zug Ergebnis muß kritisch abgeklopft werden. 4. ( abkriegen (ugs.): 1. (etwas a.) abbekommen:
Musik) ([etwas] a.)
abkühlen 28 abliegen
29
viel, nichts, ein Stück a.: du kriegst von dem Geld reift, wird durch Lagern besser: das Holz muß lich, reibungslos, planmäßig [für ihn] abgelaufen Ablehnung, die: das Ablehnen: die A. des Ge-
etwas ab; (ugs.:) sie hat keinen Mann abgekriegt ( noch a.; der Tabak ist/hat gut abgelagert; abgela- (ausgegangen). B . (etwas läuft ab) etwas hört auf suchs, der Verantwortung; [bei jmdm., mit etwas]
ist nicht geheiratet worden). 2. (etwas a.) hinneh- gerte Weine. 3. (etwas a.) lagern, deponieren: in Tätigkeit zu sein, bleibt stehen: die Uhr läuft ab; auf höfliche, kühle, scharfe, schroffe, entschie-
men müssen, erhalten: einen Schlag im Gewühl a.; Chemieabfälle, Fässer nach Vorschrift a. das Spielzeug ist abgelaufen. 9. (etwas läuft ab) dene, eisige A. stoßen.
das Schiff hat zwei Treffer abgekriegt; ich habe ablassen: 1. (etwas a.) a) abfließen, entweichen etwas geht zu Ende, erlischt: die Frist, das ableisten (etwas a.): erfüllen, leisten: den Wehr-
etwas abgekriegt (bin in Mitleidenschaft gezogen lassen: das Wasser aus der Wanne, verbrauchtes Trauerjahr, die Amtszeit, der Vertrag läuft am 30. dienst, ehrenamtliche Arbeitsstunden a.
worden). 3. (etwas a.) loslösen, entfernen: den Öl aus dem Motor, Luft aus den Reifen a.; Che- Mai ab; der Paß ist abgelaufen (is( ungültig). s ( ableiten: 1. (etwas a.) in eine andere Richtung
Deckel, den Fleck [von der Hose] nicht a.; kriegst mikalien in einen Fluß a.; die Lokomotive läßt ugs.:) jmdn. ablaufen lassen (kühl abweisen). leiten: einen Fluß, den Rauch [durch den
du das Etikett, den Verschluß ab? Dampf ab; ( l b e r t r . (ugs. ): seinen Arger, seinen ablauschen (geh.) (jmdm., einer Sache etwas a.): Schacht] a.; der Blitz wird abgeleitet; der Verkehr
abkühlen: 1. (etwas a.) kühl machen: die Milch [ Frust a.; Sprüche a. b) leer machen: die Wanne, durch aufmerksames Hinhören erfahren: jmdm. wird [von der Autobahn] abgeleitet. 2. a) (et-was
durch Pusten, Umrühren] a.; er kühlte sein bren- einen Teich a.; vor der Reparatur muß der Kessel ein Geheimnis a.; übertr.: diese Geschichte ist von etwas, aus etwas a.) herleiten: ein Vor-recht
nendes Gesicht ab; übertr.: dieser Vorfall kühlte abgelassen werden. 2. (jmdm. etwas a.) [preiswert] dem Leben abgelauscht (nachgestaltet). aus seiner Stellung a.; Sprachw.: ein Verb von
ihre Zuneigung, das Verhältnis, die Gemüter, die verkaufen, abtreten: er ließ mir 3 Zentner Kartof- Ableben, das (geh.): Tod: das unerwartete, frühe einem Substantiv a. (bilden); „kräftig” ist von „
Beziehungen merklich ab. 2. a) (etwas kühlt ab) feln ab; ich würde Ihnen das Buch unter dem A. eines Mitarbeiters beklagen; nach dem A. des Kraft` abgeleitet; das Wort leitet man vom
etwas wird kühl[er]: der Kaffee, die Suppe muß Selbstkostenpreis, für 12 Mark a. 3. (etwas a.) Vaters übernahm der Sohn die Firma. ablegen: Griechischen ab (führt man auf das Griechische
noch a.; der Motor ist noch nicht ab-gekühlt; Preisnachlaß gewähren, ermäßigen: er läßt von 1. (etwas a.) niederlegen: eine Last a.; Fliegen zurück). b) (Math.) (etwas a.) (auf mathematischem
übertr.: die Begeisterung kühlte ab. b) (etwas dem Preis nichts, 15 Prozent ab: (jmdm. etwas a.) legen ihre Eier auf dem Käse ab; Bit-row.: die Wege) ermitteln: eine mathematische Formel a.;
kühlt sich ab) etwas wird kühl[er]: die Luft hat können Sie mir noch 10 Mark a.? 4. a) (von etwas Post, den Schriftwechsel, die Unterlagen a. ( eine Gleichung a. c) (etwas leitet sich aus etwas,
sich abgekühlt; ü b e rt r.: ihre Beziehungen a.) nicht weiterverfolgen, abgehen: von der Verfol- abheften, in die Ablage tun); Karten-s p i e l : eine von etwas ab) etwas leitet sich her: dieser
kühlten sich ab. c) (es kühlt ab) es wird kühl[er]: gung, von einem Vorhaben a.; sie ließen vom Ge- Karte, den König a. (beiseite legen). 2. (etwas a . ) Anspruch leitet sich aus ererbten Privilegien ab;
nach dem Regen hat es stark abgekühlt. d) (es setz nicht ab (hielten daran fest); ohne von der von sich tun, abnehmen, ausziehen: Mantel, Hut Sprachw.: das Wort leitet sich aus dem La-
kühlt sich ab) es wird kühl[er].; es hat sich Arbeit abzulassen (ohne sie zu unterbrechen); er und Schirm an der Garderobe a.; sie legte die teinischen ab (stammt aus dem Lateinischen).
abgekühlt. 3. (sich a.) sich erfrischen: ins Wasser läßt nicht ab (hört nicht auf), den Sturz des Dikta- Kleider ab; b i l d i . : die Maske a. (sich so zeigen, ablenken: 1. <etwas a.) in eine andere Richtung
springen, um sich abzukühlen; sich nach dem tors zu fordern. b) (geh.) (von jmdm. a.) sich ab- wie man ist); (geh.:) die sterbliche Hülle a. ( lenken: der Torwart lenkte den Ball (zur Ecke) ab;
Tanzen im Park a. wenden, in Ruhe lassen: von dem Fliehenden, sterben); (auch ohne Akk.) legen Sie bitte ab!; die Lichtstrahlen werden durch das Prisma
Abkunft, die (geh.): Abstammung, Herkunft: ein Unterlegenen a.; er ließ von dem wehrlosen Tier möchtest du nicht a.?; subst.: kann ich Ihnen abgelenkt; übertr.: weglenken, abbringen: jmdn.
Amerikaner deutscher A.; von hoher, niedriger, nicht ab. 5. (ugs.) (etwas a.) nicht [wieder] befesti- beim Ablegen behilflich sein? 3. (etwas a.) nicht von der Arbeit a.; die Aufmerksamkeit der
edler, bürgerlicher, vornehmer A.; ihrer A. nach; gen, anlegen, aufsetzen: wir lassen das Schild ab; mehr tragen: die Trauerkleidung, den Schüler, das Interesse der Zuschauer a.; den Ver-
übertr.: die slawische A. dieses Wortes. darf ich den Schlips a.? Verlobungsring, die Auszeichnungen a.; er hat dacht von sich a.; lenk mich nicht ab! (stör mich
abkuppeln (etwas a.): durch Lösen der Kupp-lung Ablauf, der: 1. Abfluß: der A. der Badewanne ist den Anzug abgelegt; abgelegte Schuhe, Sachen; nicht!); (auch ohne Akk.) vom Thema a.; sie lenkte
trennen: den Anhänger a.; der Schlafwagen wird verstopft; den A. freihalten. 2. Verlauf.' ein übertr.: seinen Namen a.; die Scheu, den Stolz a. schnell ab und sprach über anderes. 2. (jmdn.,
in Frankfurt abgekuppelt. schneller, reibungsloser A. des Programms; der (aufgeben, sich davon frei machen); er hat seine sich a.) auf andere Gedanken bringen, zerstreuen:
abkürzen: a) (etwas a.) verkürzen: ein Wort, ei- genaue zeitliche A. des Festivals; der äußere A. Nervosität, seine Gewohnheiten, seine Untugen- ich möchte sie ein bißchen a.; ins Kino gehen, um
nen Namen a. (verkürzt wiedergeben); einen Weg der Befragung; der A. der Ereignisse zeigt, daß .; den abgelegt. 4. (etwas a.; in bestimmten nomina- sich abzulenken.
a. (einen kürzeren Weg nehmen); ein Verfahren a. etwas bestimmt, ändert, gewährleistet den A.; für len Fügungen) vollziehen, leisten, machen: eine ablesen: 1. (etwas a.) nach einer Vorlage spre-
(verkürzen und dadurch vereinfachen); ein abge- einen glatten A. sorgen. 3. Beendigung, Abschluß: Beichte a. (beichten); ein Geständnis a. (geste- chen: der Präsident las die Rede [vom Blatt] ab; (
kürztes (vereinfachtes) Verfahren; eine Rede, nach A. der Frist; vor A. der Lehrzeit; gegen A. hen); ein Bekenntnis [über etwas] a. (bekennen); auch ohne Akk.) der Redner liest ab (spricht nicht
Verhandlung, einen Besuch, eine Reise a. (früher seiner Dienstzeit; nach A. (Erlöschen der ein Gelübde a. (geloben); einen Eid [auf etwas] a. frei). 2. (etwas a . > a) den Stand eines Meßgerätes
als vorgesehen beenden). b) (etwas kürzt ab) etwas Gültigkeit) des Visums. (einen Eid leisten); Rechenschaft [über etwas] a. ( feststellen: den Stromzähler, die Gasuhr, das
fuhrt schneller zum Ziel: dieser Weg kürzt ab. ablaufen: 1. (Sport) loslaufen: wenn die eine Rechenschaft geben); Zeugnis [für jmdn. oder et- Thermometer a. b) an Hand eines Meßgerätes
Abkürzung, die: I. verkürzt wiedergegebenes Gruppe ankommt, läuft die nächste ab; das Feld [ was] a. (bezeugen); einen Beweis [für etwas] a. ( feststellen: er las den Strom, die Temperatur [vom
Wort: Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen; der Marathonläufer] ist abgelaufen. 2. (etwas beweisen); eine Probe a. (ein Beispiel geben); eine Thermometer] ab. 3. a) (etwas von etwas/an et-
die Abkürzung Lkw bedeutet Lastkraftwagen; läuft ab) a) etwasfließt ab: das Wasser läuft nicht Prüfung a. (eine Prüfung machen). 5. (See- was a.) erkennen, herausfinden: die Wünsche der
eine A. nicht kennen, nicht auflösen können. 2. ab; er ließ das Wasser aus der Wanne ablaufen. mannsspr.) vom Kai o. ä. ab-, wegfahren: die Ehefrau von/an ihren Augen a.; er suchte den
Verkürzung: die A. des Besuches, der Rede, des b) etwas leert sich: die Badewanne läuft schlecht Fähre hat eben abgelegt; wir legen gleich ab. Eindruck seiner Worte von/an ihrem Gesicht ab-
Verfahrens. 3. abkürzender Weg: eine A. nehmen, ab; der Ausfluß läuft nicht ab (ist verstopft). 3. ( ablehnen: a) (etwas a.) nicht annehmen, ab-, zu- zulesen; (jmdm., einer Sache etwas [von/an et-
gehen; gibt es hier keine A.? etwas läuft von etwas ab) etwas fließt herunter: der rückweisen: eine Einladung, ein Geschenk, ein was] a.) jmdm. die Worte von den Lippen a.; er las
abladen: a) (etwas a.) von einem Transportmittel Regen läuft von den Ölmänteln ab; das Wasser Angebot, eine Wahl, ein Amt a.; sie lehnte den ihm seine schmutzigen Gedanken von/an der
herunternehmen: etwas vorsichtig, schnell a.; ist vom Geschirr abgelaufen; b i l d l . : an ihm läuft Heiratsantrag entschieden ab; ein Gesuch höf- Stirn ab; das lese ich dir doch an der Nasenspitze (
Holz, Sand, Steine, Fässer [von einem Wagen] a.; ( alles ab (alles läßt ihn gleichgültig). 4. a) (et-was lich, unfreundlich, unbegründet a.; der Antrag ugs.) ab!; seinen Worten war die Verärgerung
ugs.:) (jmdn. a.) er lud seinen Freund an der Ecke a.) an etwas zum Zweck der Besichtigung oder wurde abgelehnt (nicht genehmigt); ein ablehnen- abzulesen. b) (etwas aus etwas a.) erfassen und
ab; wo kann ich Sie a.?; (selten auch ohne Akk.) Kontrolle entlanggehen, entlanglaufen: er hat/ist der Bescheid. b) (jmdn., etwas a.) mißbilligen, einschätzen; erschließen: die Bedeutung dieses
wir müssen noch a.; übertr.: seinen Arger, seine die Strecke, den Weg abgelaufen. b) (jmdn., et- nicht einverstanden sein: die Politik der Regie- Ereignisses kann man daraus a., daß ...
schlechte Laune, seine Sorgen bei an-deren a. ( was a.) der Reihe nach aufsuchen: die Läden einer rung, die Regierung a.; Blutübertragungen aus ableugnen (etwas a.): nachdrücklich leugnen:
loswerden; sich davon befreien); er lädt seinen Stadt nach etwas a.; alle Kunden in einem Bezirk Glaubensgründen a.; er lehnte das Buch ab; das seine Schuld, ein Verbrechen a.; alles a. abliefern:
Kummer im Wirtshaus ab; er möchte die a.; ich habe/bin die ganze Gegend abgelaufen. 5. Publikum verhielt sich ablehnend; er machte ein a a) (etwas a.) pflichtgemäß aushändigen, abgeben:
Verantwortung, die Schuld auf andere a. (abwäl- (etwas a.) durch vieles Gehen abnutzen: ich habe die blehnendes Gesicht; er lehnt seinen Schwieger- die bestellte Ware pünktlich a.; alle Waffen
zen); (ugs.:) am Zahltag gleich a. müssen (sein Spitzen (der Schuhe), die Absätze schon wie-der sohn, die modernen Maler ab. c) (jmdn., etwas a . ) müssen an die Behörden abgeliefert werden; den
Geld abgeben müssen): nun lad mal [dein Geld] ab! abgelaufen; die Schuhsohlen sind abgelaufen; von sich weisen; nicht als zuständig anerkennen: Schlüssel beim Pförtner a.; (jmdm. etwas a.> den
(bezahle!. b) (etwas a.) durch Herunternehmen der abgelaufene Teppiche. 6. (etwas läuft ab) et-was amen Vorwurf, eine Beschuldigung a.; ich lehne Rest des Geldes der Mutter a. b) (ugs.) (jmdn. a.)
Ladung leer machen: den Wagen a. rollt ab, wird abgespult: das Kabel läuft [von der jede Verantwortung für diesen Vorfall glatt, r
pflichtgemäß irgendwohin bringen: die Tochter
ablagern: 1. a) (etwas lagert etwas ab) etwas Trommel] ab; das Tonband läuft ab; er ließ den undweg ab; den Richter [als befangen], Zeugen [
nach der Party wieder [bei den Eltern] a.; den
schwemmt etwas an: der Fluß lagert Sand am Ufer Film a. (führte ihn vor). 7. (etwas läuft ab) et-was wegen Befangenheit] a. d) (etwas a.) nicht tun, ver
ab. b) (etwas lagert sich ab) etwas setzt sich ab: an geht vor sich, geht vonstatten, verläuft: das weigern: die Behandlung eines Patienten, die Z Einbrecher auf der Wache a. abliegen /vgl.
der Mündung lagert sich Schlamm ab; Staub hat Programm läuft pausenlos ab; die Tagung, die ahlung von Kosten a.; er lehnte es ab, darüber zu abgelegen/: 1. (etwas liegt ab) et-was ist von etwas
sich in der Lunge, Kalk an den Arterienwänden Veranstaltung lief ruhig, nach Plan ab; Verände- sprechen; ablehnend antworten. entfernt: der Bahnhof liegt sehr weit [von der
abgelagert. 2. (etwas lagert ab) etwas rungen laufen ab; alles ist gut, glücklich, glimpf- Stadt] ab; übertr.: das liegt vom eigentlichen
Thema ab. 2. (südd., österr.) (etwas
ablösen 30 31 abreagieren
liegt ab> etwas wird durch längeres Liegen mürbe: wird: das Telefon a.; ich habe das Auto für die eine Prüfung a. (abhalten). 5. (jmdm. etwas a.) abordnen (jmdn. a.; gewöhnlich mit Rauman-
das Fleisch muß noch a., ist gut abgelegen. Wintermonate abgemeldet. 2. (Sport) (jmdn. a.) fort-, wegnehmen: einem Jungen die Streichhöl- gabe): dienstlich entsenden: einen Vertreter nach
ablösen: 1. a) (etwas a.) lösen und entfernen: eine ausschalten, beherrschen: der Linksaußen wurde zer a.; der Mann nahm ihm die Uhr, die Berlin, zu einer Tagung a.
Briefmarke vorsichtig, behutsam, geschickt [ vom Verteidiger völlig abgemeldet; die deut- Brieftasche ab (raubte sie ihm); der Polizist Abordnung, die: 1. das Abordnen: die A. eines
vom Umschlag] a.; erlöste das Fleisch von den schen Fahrer waren abgemeldet. * (ugs.) [bei wollte ihm den Führerschein, den Ausweis a. ( Bevollmächtigten war zu erwarten. 2. Gruppe von
Knochen ab; (jmdm. etwas a.) der Arzt löste ihm jmdm.] abgemeldet sein ([von jmdm.] nicht mehr entziehen); er hat mir alle Trümpfe, viel Geld Beauftragten, Delegation: eine A. schicken, ent-
das Pflaster ab. b) (etwas löst sich ab> etwas löst beachtet werden). abgenommen (abgewonnen); in jeder Kurve senden, empfangen.
sich los: die Farbe, der Lack löst sich [vom Holz] abmessen: a) (etwas a.) genau messen: eine konnte er dem führenden Wagen ein paar abpassen: a) (etwas a.) den passenden Zeitpunkt
ab. 2. a) (jmdn. a.) die Tätigkeit, die Stellung von Strecke, den Abstand [mit dem Zirkel] a.; streng, Meter, eine Sekunde a. (Sport: näher an den abwarten: den richtigen Zeitpunkt, Moment, eine
jmdm. übernehmen: einen Posten a.; einen Kolle- genau abgemessene Bewegungen. b) (etwas a.) führenden Wagen heran-kommen); er nahm seinem günstige Gelegenheit a. b) (jmdn. a.) erwarten und
gen bei der Arbeit, einen Läufer in der Führung messend abteilen: 375 g Mehl a.; der Verkäufer Gegner den Auf-schlag ab (Tennis: er gewann aufhalten: den Briefträger, die Zeitungsfrau a.; er
a.; er hat den Direktor abgelöst; (verhüll.:) der maß einen Meter Stoff [vom Ballen] ab. dessen Aufschlag-spiel). 6. (jmdm. etwas a.) hat mich abgepaßt.
Kanzler muß abgelöst (abgesetzt) werden; abmühen (geh.) (sich a.); sich abquälen: er abkaufen: der Händler will uns die alten Sachen abpfeifen (Sport) (etwas a.): a) durch einen Pfiff
ü b e r t r . : der Frühling löst den Winter ab. b) ( mühte sich mit der Kiste, mit dem Schüler, mit a.; er hat uns die Ware für 20 Mark unterbrechen: das Spiel [wegen Abseitsstellung]
sich/(geh.:) einander a.) sich folgen; sich abwech- der Aufgabe ab; ich habe mich abgemüht, die Fa- abgenommen. 7. (jmdm. etwas a.) abverlangen: a.; (auch ohne Akk.> der Schiedsrichter hatte
seln: sich in der Herrschaft, beim Nachtdienst a.; milie zu ernähren. wieviel, was hat er dir dafür abgenommen?; die schon vorher abgepfiffen. b) durch einen Pfiff
ü b e r t r . : Sonne und Regen lösen sich ab. abmustern (Seemannsspr.): a) (jmdn. a.) aus Werkstatt will mir für die Reparatur 50 Mark a. beenden: die erste Halbzeit, ein Spiel a.
Ablösung, die: 1. das Ablösen; dasSichablösen: dem Schiffsdienst entlassen: einige Mann der Be- B. (ugs.) (jmdm. etwas a.) glauben: das nimmt dir abpflücken (etwas a.): a) pflückend abmachen:
der Arzt stellte eine A. der Netzhaut fest. 2. a) satzung a. b) den Schiffsdienst aufgeben: die keiner ab; er hat uns die Geschichte nicht die Apfel, ein paar Blumen a. b) eine Pflanze, ei-
Übernahme einer Tätigkeit, einer Stellung; Wech- Mannschaft musterte ab. abgenommen. 9. (etwas a.) nachbilden, nen Baum von etwas leer pflücken: den Kirsch-
sel: die A. der Posten, der Wache findet um 8 Uhr abnagen (etwas a.). a) durch Nagen entfernen: übertragen: die Totenmaske a.; (jmdm. et-was a. baum, die Stachelbeersträucher a.
statt; bei, vor, nach der A. des Staatssekretärs; das Fleisch vom Knochen a.; die- Maus hat ein > der Polizist nahm ihm die Fingerabdrücke ab. abplagen (sich a.): abmühen: sich a., um die Fa-
ü b e r t r . : die A. der herkömmlichen Technik Stück abgenagt. b) durch Nagen von etwas frei 10. a) Gewicht verlieren, leichter wer-den: du milie zu ernähren; er hat sich redlich, sein ganzes
durch neue Technologien. b) Person, die jmdn. machen: er nagte die Knochen ab. mußt noch ein paar Pfündchen a.; der Kranke Leben lang [damit] abgeplagt.
ablöst; ablösende Personengruppe: wann kommt Abnahme, die: 1. das Ab-, Wegnehmen: die A. hat drei Kilo, viel, wenig abgenommen; sie hat abprallen (etwas prallt ab): etwas springt fe-
deine, unsere A.?; die A. ist unterwegs. des Kronleuchters, des Verbandes. 2. Entgegen- sehr, stark, tüchtig abgenommen; hast du dernd zurück: die Kugel prallt von, an der Mauer
abmachen: 1. (etwas a.) loslösen und entfernen: nahme: nach A. des Versprechens. 3. Begutach- abgenommen? b) (etwas nimmt a.> etwas wird ab; der Ball ist [vom Pfosten] abgeprallt;
das Schild [von der Tür], die Schnur [vom Paket], tung, [offizielle] Überprüfung: die A. eines Neu- kleiner, weniger, geringer, läßt nach: die Ge- ü b e r t r . : die Vorwürfe prallten an ihm ab (be-
den Schmutz, den Rost a.; (jmdm., sich etwas a.) baues obliegt der Behörde; die A. der Parade er- schwindigkeit, Stärke, Helligkeit nimmt ab; die rührten ihn nicht).
der Arzt.machte ihm den Verband ab; dem Hund folgt durch den General; die A. der Fahrzeuge Zuschauerzahlen haben stark abgenommen; das abputzen: a) (etwas a.) wischend, bürstend ent-
die Leine a. 2. (etwas a.) a) vereinbaren: einen wird vom Werk durchgeführt, vorgenommen. 4. Fieber, seine Aufmerksamkeit nimmt ab; die fernen: den Schmutz a. b) (jmdn., sich, etwas a.)
Termin, eine dreimonatige Kündigungsfrist, ein Verminderung, Rückgang: eine plötzliche, merk- Tage nehmen ab (werden kürzer); der Mond reinigen, säubern: die Schuhe, den Tisch, die Rü-
Erkennungszeichen [mit jmdm.] a.; wir haben ab- liche, starke A. des Gewichts; die A. der Gebur- nimmt ab (seine Lichtscheibe wird kleiner); wir ha- ben a.; nach dem Sturz putzte er sich ab; (jmdm.,
gemacht, daß ...; 14 Uhr war abgemacht; es ist ten. 5. (Kaufmannsspr.) Kauf.- der Käufer muß ben abnehmenden Mond. sich etwas a.> er putzte sich den Mund ab.
von ihnen/zwischen ihnen noch nichts wegen sich zur A. des ganzen Werkes verpflichten; bei Abneigung, die: Widerwille: eine große, heftige, abquälen: 1. (sich a.) sich abplagen: sich lange,
dieser Sache abgemacht worden; abgemacht! ( A. größerer Mengen gewähren wir Preisnachlaß. * krankhafte, unüberwindliche, ganz natürliche A. sehr [mit einer Arbeit] a.; er quälte sich vergeb-
einverstanden!). b) erledigen, zum Abschluß, in etwas findet Abnahme (läßt sich verkaufen): die gegen etwas; eine A. gegen einen Menschen lich [damit] ab, den Motor in Gang zu bringen.
Ordnung bringen: eine Sache im guten, gütlich, Ware findet gute, reißende, keine A. haben, hegen, empfinden; mich überfiel eine 2. <sich (Dativ) etwas a.) sich abzwingen: ich
unter sich a.; du mußt diese Angelegenheit mit abnehmen: 1. (etwas a.> weg-, herunternehmen; leichte A.; er hat eine A. dagegen, über diese quälte mir eine Antwort, ein Lächeln ab.
dir allein, mit dir selbst a. (damit fertig werden); entfernen: den Deckel, das Tischtuch, die Bett- Dinge zu sprechen. abquetschen (etwas a.): durch Quetschen ab-
das ist so gut wie abgemacht (beschlossen). decke, das Bild, die Wäsche [von der Leine] a.; er abnötigen (geh.) (jmdm., sich etwas a.): durch trennen: mein Finger wäre beinahe abgequetscht
Abmachung, die: Vereinbarung: eine geheime, nahm die Brille, den Hut, den Schlips ab; den [ intensive Bemühung erlangen, erzwingen: jmdm. worden; (jmdm., sich etwas a.> sich den Daumen
bindende, feste, rechtsgültige, freundschaftliche Telefon]hörer, das Telefon a. (abheben und ein Respekt, Achtung a.; er hat mir das Geständnis a.; die Maschine quetschte ihm beide Beine ab.
A.; eine A., Abmachungen [über etwas] treffen ( Gespräch entgegennehmen); (auch ohne Akk.) da abgenötigt; sich ein Lächeln a. abrackern (ugs.) (sich a.): sich abplagen: sich
gewöhnlich besser: etwas vereinbaren); eine A. nimmt niemand ab; den Bart a. (abrasieren); das abnutzen, (bes. südd., österr.:) abnützen: a) (et- mit dem schweren Koffer a.; die alte Frau rak-
nicht als/für bindend ansehen; eine A. halten, Bein, die erfrorenen Finger a. (amputieren); die was a.) durch Gebrauch in Wert und kerte sich für ihre Kinder, bis zum Tode, 30 Jahre
nicht einhalten; das entspricht nicht unserer A.; Beeren, das Obst a. (abpflücken, ernten); die Rau- Brauchbarkeit mindern: den Teppich, die lang ab; am meisten rackerte sich noch der
sich nicht an Abmachungen halten; es bleibt bei pen [vom Kohl] a. (absammeln, ablesen); (jmdm., Autoreifen a.; er hat die Sachen schnell Linksaußen ab.
unserer A.; das verstößt gegen unsere A. sich etwas a.) ich lasse mir den Bart a.; dem Ver- abgenutzt; b i l d l . : abgenutzte Begriffe. b) (etwas abraten: raten, etwas nicht zu tun: a) (jmdm. von
abmagern: mager werden: bis auf die Knochen, unglückten mußten beide Beine abgenommen nutzt sich ab) etwas verliert durch Benutzung an etwas a.) er riet mir entschieden, dringend, ernst-
bis zum Skelett a.; ein abgemagerter Körper. werden; dem Patienten Blut a. (entnehmen). 2. ( Wert und Brauchbarkeit: die Autoreifen haben lich, energisch davon ab; seinem Freund vom
Abmarsch, der: das Abmarschieren: der A. der jmdm. etwas a.) aus der Hand nehmen und selbst sich schnell, stark, mit der Zeit abgenutzt. Wiederkommen, vom Kauf einer Eigentumswoh-
Soldaten erfolgte pünktlich; der A. der Demon- halten oder tragen; übernehmen, an sich nehmen: Abonnement, das: Bezug auf bestimmte Zeit: das nung a. b) (jmdm. etwas a.) das rate ich dir ab; er
stranten vollzog sich schweigend. einer alten Frau ein Paket, die Einkaufstasche a. A. beginnt, erlischt, endet am 1. Juli; das A. des riet ihm ab, die Stellung anzunehmen.
abmarschieren: a) wegmarschieren, abrücken: ; kannst du mir mal den Hammer, die Flasche a. „Sprachspiegels"/(bes. schweiz.:) auf den „ abräumen (etwas a.): a) wegräumen; fortschaf-
die Soldaten marschieren ab; die Sportler sind ?; er nahm seiner Frau den Mantel ab; ü b e r t r . : Sprachspiegel” ist abgelaufen; ein A. haben, er- fen: die Teller, das Frühstück a.; alle Kegel a. (
geschlossen abmarschiert. b) (etwas abmarschie- der Mutter eine Arbeit, einen Weg (ugs.) a.; er neuern, beziehen; ein A. mit 10 Kammermusik- umwerfen); einige Millionen, drei der vier Titel a.
ren) zur Kontrolle abgehen: er ist/hat die ganze nahm ihm die Verantwortung nicht ab. 3. ( abenden belegen; das Essen ist im A. billiger; ein (gewinnen). b) durch Abräumen leer machen:
Gegend abmarschiert. jmdm. etwas a.) sich geben lassen, entge- A. (Anrecht) bei der Volksbühne beantragen, neh- den Tisch a.; (auch ohne Akk.) die Kellnerin
abmelden: a) (jmdn., sich a.) den Weggang, das gennehmen: er nahm dem Briefträger das Päck- men; sein A. für die Oper erneuern, verlängern; räumt bereits ab.
Ausscheiden o.ä. ordnungsgemäß melden: sich vor chen an der Haustür ab; ü b e r t r . : jmdm. die ü b e r t r . : ein A. auf den Titel haben. abreagieren: 1. (etwas a.) zum Abklingen brin-
dem Verlassen des Betriebs beim Meister a.; der Beichte a.; einem Zeugen den Eid a. (ablegen las- abonnieren (etwas a.): im Abonnement beziehen: gen: seine schlechte Laune, seinen Arger, seine
Vater hat seinen Sohn [von der Schule] abge- sen); er nahm seinem Freund das Versprechen ab ( eine Zeitung [ab 1. Januar, für ein Jahr] a. * lauf Enttäuschung, seine Aggressionen a.; er hat
meldet; er meldete sich vom Lehrgang, bei sei- ließ es sich geben), nicht darüber zu sprechen. 4. ( etwas] abonniert sein (etwas abonniert ha-ben): seine Wut an seinen Mitarbeitern abreagiert (aus-
nem Verein ab; sich polizeilich a.; seine Familie etwas a.> prüfend begutachten [und genehmigen]: ich bin auf diese Zeitung abonniert: im, beim gelassen); (sich (Dativ) etwas a.> er reagierte sich
auf dem Einwohnermeldeamt, bei der Polizei a. einen Neubau, technische Geräte, ein Fahrzeug Theater abonniert sein (ugs.; ein Abonnement seine Minderwertigkeitsgefühle ab. 2. (sich a.)
b) (etwas a.) melden, daß etwas nicht mehr benutzt a.; er nahm die Parade, den Vorbeimarsch ab; haben); ü b e r t r . : auf Skandale, auf vordere sich beruhigen: ich muß mich erst a.
Plätze abonniert sein.
abrechnen 32
33
abscheuern
abrechnen: 1. (etwas a.) abziehen: die eigenen jmdm. ab) mir ist der Knopf abgerissen. 5. (etwas aus dem Leben abgerufen (er ist gestorben). 2. (et- unter der Ferse: hohe, flache, spitze Absätze; [
Unkosten, von einer Summe die Steuer a.; reißt ab) etwas hört plötzlich auf, wird unterbro- was a.) a) (Kaufmannsspr.) anfordern, liefern las- sich (Dativ)] einen A. abbrechen; einen A. ver-
ü b e r t r . : das abgerechnet (nicht berücksichtigt), chen: das Gespräch ist plötzlich abgerissen; wir sen: einen weiteren Posten, den Rest der Ware a. lieren; die Absätze ablaufen, schieftreten; mit
bin ich einverstanden. 2. (etwas a.) die Schluß- dürfen die Funkverbindung nicht a. lassen; die b) (Geldw.) abheben: Geld von einem Konto, den Absätzen klappern. 2. Treppenpodest: er
rechnung aufstellen: die Kasse a.; (auch ohne Arbeit, die Klingelei, der Strom der Flüchtlinge eine bestimmte Summe a. 3. (etwas a.> (Bereitste- stand auf dem zweiten A. 3. Textabschnitt: ein
Akk.) bitte zahlen Sie an der Sammelkasse, wir reißt nicht ab (nimmt keine Ende, geht ununter- hendes) telefonisch, über Funk o. ä. anfordern: das kurzer, langer, neuer A.; einen A. machen (mit ei-
haben schon abgerechnet. 3. Geldangelegenheiten brochen weiter); die Unruhen rissen nicht ab ( Artilleriefeuer im wirkungsvollsten Moment a.; ner neuen Zeile beginnen); einen Text in Absätze
in Ordnung bringen, begleichen: wann können wir [ nahmen kein Ende). D a t e n v e r a r b . : Daten [vom Speicher] a.; Beleg- gliedern; einen A. aus einem Buch vorlesen. 4. (
über unsere Ausgaben] a.?; er rechnet mit den abrichten (ein Tier a.>: zu bestimmten Leistun- material jederzeit am Bildschirm a. können. Kaufmannsspr.) Verkauf: ein guter, geringer,
Arbeitern genau ab. 4. (mit jmdm. a.) zur Rechen- gen oder Fähigkeiten erziehen: einen Hund [auf abrunden: 1. (etwas a.> rund machen, eine Run- mäßiger A.; der A. stockt, ist rückläufig; den A.
schaft ziehen: mit dem Kerl werde ich a.; wir den Mann, richtig, falsch] a.; ü b e r t r . : junge dung geben: Ecken [durch Schleifen, mit der steigern; die Ware findet, hat keinen A. (wird
beide rechnen schon noch miteinander ab. Menschen zu Untertanen a. Feile] a.; scharfe Kanten sorgfältig a. 2. (etwas a.) nicht verkauft); die Ware findet großen, reißen-
Abrechnung, die: 1. das Abrechnen, Abzug: nach abriegeln (etwas a.>: mit einem Riegel versper- auf die nächste runde Zahl bringen/häufig, beson- den A. (wird sehr gut verkauft). * sich auf dem Ab-
A. der Unkosten. 2. Schlußrechnung: eine ren: die Tür, den Stall a.; ü b e r t r . : absperren: ders in der Technik, als Gegensatz zu „aufrun- satz umdrehen/umwenden; auf dem Absatz
spezifizierte, endgültige A.; die A. der Konten er- eine Straße, die Unfallstelle a.; die Polizei hat den” im Sinne von nach unten abrunden ge- kehrt-machen (spontan umkehren).
folgt halbjährlich; seine Frau macht die A.; eine alle Zugänge hermetisch abgeriegelt. braucht/: 80,4 auf 80 a.; 5'/4 auf 6 a.; runden Sie abschaffen: 1. (jmdn., etwas a.) nicht länger [
A. unterschreiben. 3. Vergeltung, Rache: der Tag abringen (jmdm., sich, einer Sache etwas a.) un- die Summe, den Betrag bitte ab! 3. a) (etwas a.> be]halten: das Dienstmädchen, das Personal, den
der A. wird kommen; mit jmdm. A. halten (ab- ter Mühen abgewinnen: dem Meer neues Land, vervollkommnen, die abschließende Form geben: Hund a.; wir haben das Auto a. müssen. 2. (
rechnen). * (Papierdt.:) etwas kommt in Abrech- dem Boden eine nur karge Ernte a.; er hat seinem einen Roman [stilistisch] a.; das rundet unser An- etwas a.> außer Kraft setzen, aufheben: ein Gesetz,
nung (wird abgerechnet) • (Papierdt.:) etwas in Freund die Zusage, das Versprechen abgerun- gebot, meinen Eindruck ab; den Geschmack, ein die Todesstrafe, die Monarchie, den Latein-
Abrechnung bringen (abrechnen). gen; dem Körper mehr Leistung a.; der Aufstei- Gericht im Geschmack a.; eine gut abgerundete unterricht a.
Abrede, die (geh. veraltend): Vereinbarung: eine ger hat dem deutschen Meister ein Unentschie- Mischung. b) (etwas rundet sich ab> etwas be- abschalten: 1. (etwas a.) a) die Zufuhr unterbre-
geheime, stillschweigend getroffene A. * ( den abgerungen; sich ein Lächeln a. kommt die abschließende, wohl abgewogene Form: chen: der Strom wird von 9 bis 12 Uhr abgeschal-
Papierdt.:) etwas in Abrede stellen (ab-, bestrei- abrollen: 1. a) (etwas a.) abwickeln: ein Kabel [ mein Eindruck rundet sich allmählich ab. tet. b) abstellen: das Radio, den Motor, eine Ma-
ten): er hat seine Mittäterschaft in A. gestellt. von einer Trommel], ein Tau a. b) (etwas rollt ab) abrüsten: die Rüstung vermindern: unter Kon- schine a.; sämtliche Kernkraftwerke a. (außer Be-
abreiben: 1. a) (etwas a.) durch Reiben entfer- etwas läuft von einer Rolle ab: das Kabel rollt ab. trolle a.; wir fordern die Großmächte auf abzurü- trieb setzen). 2. (ugs.) a) sich nicht mehr mit etwas
nen: den Schmutz, den Rost vom Metall a.; ( c) (etwas rollt sich ab> etwas wickelt sich [von sten; (auch mit Akk.) wir wollen die Atomwaffen konzentriert beschäftigen: vorübergehend a.; ei-
jmdm., sich etwas a.> er rieb sich die Fettschicht selbst]ab: der Faden, der Film hat sich abgerollt. a. nige Zuhörer schalteten ab. b) Abstand gewinnen,
vom Körper ab. b) (etwas a.) durch Reiben säu- 2. (Sport) eine rollende Bewegung [mit etwas] ma- Abrüstung, die: das Abrüsten: eine allgemeine, sich entspannen: im Urlaub mal a. können; wir
bern: die Fensterscheibe a.; (jmdm., sich etwas chen: auf der Matte a.; der Läufer rollt über den kontrollierte A. fordern, vereinbaren; über Fra- wollen über Weihnachten einmal richtig a.
a.) er rieb sich die Hände mit dem Taschentuch, ganzen Fuß ab; langsam nach vorn, über den gen der A. sprechen. abschätzen: a) (etwas a.) schätzen, taxieren: et-
an den Hosen ab. 2. (jmdn., sich, etwas a.> trok- rechten Arm, über die Schulter a. 3. (etwas a.> mit absacken: 1. (etwas a.) in Säcke füllen: Ge- was genau, fachmännisch, mit einem Blick a.; die
kenreiben: sich nach dem Baden a.; er rieb das einer Rollfuhre [ab]transportieren: Bierfässer a.; treide, Kartoffeln, Kohlen a. 2. (ugs.) a) absinken; Entfernung, das Alter, den Schaden, die Kosten,
Pferd mit Stroh ab; (jmdm., sich etwas a.) kannst der Spediteur hat die Kisten bereits von der Bahn sinken, untergehen: das gerammte Schiff sackt die Situtation a.; das läßt sich nicht so leicht a.
du mir mal den Rücken a.? 3. (etwas a.> [die abgerollt. 4. (etwas rollt ab> etwas entfernt sich ab; der Schwimmer ist plötzlich abgesackt; das b)(jmdn. a.) kritisch prüfen, einschätzen: der Ober
Schale von etwas]fir die Zubereitung zerreiben: rollend: Tag und Nacht rollen die Güterzüge ab; Flugzeug sackt ab (verliert plötzlich an Höhe); der schätzte ihn ab; eine abschätzende Miene.
eine Zitrone, eine Muskatnuß a. das Flugzeug ist zum Kontrollturm abgerollt. 5. Boden ist abgesackt (hat sich gesenkt). b) (etwas abschätzig: geringschätzig: eine abschätzige
Abreibung, die: 1. das Abreiben, Frottieren: der etwas läuft ab, geht vor sich, geht vonstatten: sackt ab> etwas wird geringer, verliert an Wert: Bemerkung, Außerung; mit abschätzigen Blik-
Arzt verordnete ihm kalte, trockene Abreibun- a) (etwas rollt ab> das Programm rollt pausenlos der Blutdruck sackt ab; der Dollarkurs sackte [ ken; jmdn. a. anschauen; man nennt ihn a. „Dik-
gen. 2. (ugs.) a) Prügel: der Vater gab, verab- ab; die Veranstaltung ist reibungslos abgerollt; auf 1,68 DM] ab; die Partei ist auf 10,3 Prozent ker”; er bezeichnet sie a. als Emanze.
reichte dem Sohn eine anständige, tüchtige, ge- ihr Leben rollt ab; kurze Szenen rollen vor ihren abgesackt. c) nachlassen, schlecht werden: der Abschaum, der (geh.): der übelste Teil von einer
hörige A.; eine A. bekommen. b) Zurechtwei- Augen ab. b) (etwas rollt sich ab> sein Schicksal, Schüler, die Leistung des Schülers ist abgesackt. Gesamtheit: diese Leute sind der A. der Mensch-
sung: wortlos nahm er die A. hin. das Geschehen dieser Tage rollte sich noch ein- d) herunterkommen: der Mann sackte völlig ab. heit, der Gesellschaft.
Abreise, die: Aufbruch, Abfahrt zu einer Reise: mal vor seinen Augen ab. Absage, die: I . Rücknahme einer Zusage, ableh- abscheiden /vgl. abgeschieden/: 1. a) (etwas
eine plötzliche, schnelle, überstürzte, heimliche abrücken: 1. a) (etwas a . > fortschieben: den nender Bescheid: eine unerwartete, briefliche A.; scheidet etwas ab> etwas sondert etwas ab: die
A.; die A. erfolgt wie vorgesehen, vollzog sich Schrank [von der Wand] a.; wir haben das Bett seine A. kam überraschend; eine A. geben, erhal- Drüsen scheiden Sekrete ab; die Lösung hat Salz
fluchtartig; die A. hinauszögern, auf den näch- ein Stück abgerückt. b) (von jmdm., von etwas a.) ten. 2. Ablehnung, Zurückweisung: jmdm. eine A. abgeschieden. b) (etwas scheidet sich ab> etwas
sten Tag verschieben; meine A. hat sich verzö- wegrücken, sich ein Stück entfernen: sie rückte erteilen; das ist eine A. an die totalitäre Politik. sondert sich ab: in der Lösung scheidet sich Kup-
gert; fertig zur A. sein; kurz vor der A. stehen. vorsichtig, ein wenig von ihm ab; ü b e r t r . : sich 3. (Rundf.; Fernsehen) abschließende Worte am fer ab. 2. (geh. verhüll.) sterben: er schied nach
abreisen: zu einer Reise abfahren: plötzlich, distanzieren, sich lossagen: von seinen Außerun- Schluß einer Sendung: die A. geben, sprechen, langer Krankheit [aus der Welt] ab, ist früh abge-
überstürzt, heimlich, in aller Frühe, mit dem gen a.; die Forschung rückt von dieser Meinung machen. schieden; (subst.:) vor, nach seinem Abscheiden.
Auto a.; sie sind nach München abgereist; unser immer mehr ab. 2. abmarschieren: die Truppen absagen: 1. (etwas a.) nicht stattfinden lassen: Abscheu, der (seltener auch: die): starke Abnei-
Besuch reist morgen wieder ab (reist zurück). sind abgerückt; die Soldaten rücken in die Ka- eine Veranstaltung, ein Konzert, das Training a. gung; Ekel: starker, tiefer, wilder (geh.), heftiger A.
abreißen /vgl. abgerissen/: 1. (etwas a.) los-, serne ab; die Demonstranten sind aus der Uni- 2. (etwas a.) eine Zusage rückgängig machen: sei- ; das flößte ihm A. ein; vor einem/gegen einen
herunterreißen: ein Kalenderblatt, ein Stück versität abgerückt; ü b e r t r . (ugs.): die Mädchen nen Besuch, seine Teilnahme a.; <auch ohne Menschen A. haben, empfinden, hegen (geh.);
Schnur, alte Plakate [von der Hauswand] a.; der rückten wieder ab (gingen wieder weg). Akk.> wir müssen leider a.; (jmdm. a.) jmdm. jmds. A., bei/in jmdm. A. erregen; das erfüllt mich
Wind hat die Blüten abgerissen; (jmdm., sich, ei- Abruf, der (gewöhnlich nur noch in der Verbin- brieflich, telefonisch a.; er hat uns gestern abge- mit A.; seinen A. zeigen, verbergen; er blickte ihn
ner Sache etwas a.> er riß ihm den Kopfhörer, dung> auf Abruf: a) bis zur Weisung, irgendwohin sagt. 3. (geh.) (einer Sache a.) entsagen: aufgeben: voller, mit A. an.
den falschen Bart ab; dem Auto wurde ein Kot- zu kommen; bis zur Abberufung: sich auf Abruf dem Alkohol a.; er hat der alten Lehre abgesagt. abscheuern: 1. (etwas a.) a) durch Scheuern ent-
flügel abgerissen. 2. (etwas a.) niederreißen, besei- bereit halten; ich muß dort bis auf Abruf bleiben. 4. (Rundf.; Fernsehen) (etwas a.) die Absage ma- fernen: Schmutz, Farbe a.; (jmdm., sich etwas a.)
tigen: eine Mauer, eine Brücke a.; sie haben das b) (Kaufmannsspr.) bis zur Anweisung zur Liefe- chen: eine Sendung, Darbietung a. ich habe mir die Haut abgescheuert. b) durch
baufällige Haus abgerissen. 3. (ugs.) (etwas a.) rung: eine Ware auf Abruf bestellen, kaufen, be- a bsägen: 1. (etwas a.> mit einer Säge abtrennen: Scheuern reinigen: den Fußboden, den Tisch a. 2.
ableisten: seine Lehre, den Militärdienst, Über- reithalten; A. nach Bedarf, aus Lagerbeständen. einen Ast, ein Stück von einem Brett a. 2. (ugs.) ( a) (etwas a.) durch Scheuern abnützen: er hat mit
stunden a.; er hat ein Jahr im Knast abgerissen ( abrufen: 1. (jmdn. a.) a) weg-, herausrufen: jmdn. a.) absetzen, von einem Posten entfernen: der Tasche den Stoff abgescheuert; eine ab-
verbüßt). 4. (etwas reißt ab> etwas löst sich los, jmdn. aus einer Sitzung, von der Arbeit a.; b) ab- einen Beamten, den Trainer a.; sie haben den gescheuerte Stelle am Mantel. b) (etwas scheuert
geht entzwei, zerreißt: der Aufhänger am Mantel, berufen: einen Funktionär, den Minister [von sei- Trainer [überraschend] abgesägt. sich ab) etwas nützt sich durch Scheuern ab: der
der Faden, der Schnürsenkel riß ab; (etwas reißt nem Posten] a.; (geh. verhüll.:) der Herr hat ihn A bsatz, der: I . der erhöhte Teil der Schuhsohle Kragen hat sich abgescheuert.
abscheulich 34 35 abschreiben
seine Augen mit der Hand ab. b) (etwas a.) zu- ist für mich abgeschlossen (erledigt); ein abge-
abscheulich: a) abscheuerregend, schändlich: rückhalten: das Licht, den Lärm, radioaktive schlossenes (ordnungsgemäß zu Ende geführtes) strom a.; die Möglichkeit zu Auslandsreisen war
eine abscheuliche Tat, ein abscheulicher Mord; Strahlen [mit/durch etwas] a. c) (etwas a.> (Licht- Studium; etwas abschließend (zum, als Abschluß) abgeschnitten; er schnitt alle Einwände einfach
dieser Gedanke ist geradezu a. b) unangenehm, quelle) verdecken: er schirmte die Lampe [mit ei- sagen, feststellen; ich kann noch kein abschlie- ab; (jmdm. etwas a.> er schnitt ihm das Wort, die
widerwärtig: ein abscheulicher Geruch, Anblick, nem Tuch] ab. ßendes (endgültiges) Urteil abgeben; (mit etwas Rede ab (ließ ihn nicht weitersprechen); einem
Mensch; das schmeckt a.; du bist a.; er hat sich a. Abschlag, der: 1. (Kaufmannsspr.) Teilbetrag, a.) mit der Welt, mit dem Leben a. (nichts mehr Verbrecher den Weg, die Flucht a.; sie schnitten
benommen. c) (ugs.) (verstärkend bei Adj. und Rate: etwas auf A. kaufen, liefern; ein A. auf den von der Welt, vom Leben erhoffen). b) <etwas ihnen die Zufuhr von der See ab. 3. (jmdn., etwas
Verben) sehr: es ist a. kalt; mein Hals tut a. weh. Lohn. 2. (Kaufmannsspr.) Preisrückgang: bei schließt mit etwas ab) etwas endet mit etwas: das a.) trennen, isolieren: die Truppen wurden abge-
abschicken: a) <etwas a.> wegschicken, absen- verschiedenen Waren ist ein A. [der Preise] fest- Geschäftsjahr schließt mit einem Gewinn von schnitten; eine Stadt von der Stromversorgung
den: einen Brief, Geld, Waren a.; er hat das Pa- zustellen; mit A. verkaufen. 3. (Sport) das Ab- 10000 Mark, mit einem Fehlbetrag ab; die Ver- a.; die Bewohner waren eine Woche lang durch
ket rechtzeitig, schon längst abgeschickt. b) ( schlagen: die weiten, kräftigen Abschläge des anstaltung schloß mit einem Feuerwerk ab. 3. (et- das Hochwasser [von der Umwelt] abgeschnitten.
jmdn. a.) losschicken: einen Boten mit einer Tormannes; den A. (abgeschlagenen Ball) abfan- was a.) abmachen, vereinbaren: ein Bündnis, ei- 4. (ugs.) (mit Artangabe) ein bestimmtes Ergebnis
Nachricht a. gen, aufnehmen. nen Kauf, ein Geschäft a.; eine Wette a. (wetten); erzielen: bei einer Prüfung gut, glänzend, hervor-
abschieben: 1. (etwas [von etwas] a.) wegschie- abschlagen: 1. (etwas a.) durch Schlagen ab- ich habe mit der Gesellschaft eine Versicherung ragend, schlecht, kläglich, nur mäßig a.; er hat er-
ben: den Schrank, die Couch von der Wand a.; trennen, wegschlagen: einen Ast a.; sie haben die abgeschlossen; (auch ohne Akk.) mit jmdm. a. ( folgreich, enttäuschend abgeschnitten. 5. ([etwas]
ü b e r t r . : die Verantwortung von sich a. (abwäl- Bäume, den ganzen Wald abgeschlagen (gefällt); einen Vertrag schließen); der Schauspieler hat für a.) einen Weg abkürzen: wir schneiden hier ein
zen): er hat die Schuld [von sich] auf andere ab- den Putz [von den Wänden] a.; ich habe ein Stück die neue Spielzeit abgeschlossen. Stück ab; der Pfad schneidet [den Bogen der
geschoben. 2. (jmdn. a.> einen unerwünschten von dem Teller abgeschlagen; (jmdn., sich etwas Abschluß, der: 1. Verschluß: ein luftdichter A. 2. Straße] ab; (jmdm. etwas a.) jmdm. den Weg a.
Menschen wegschicken, sich seiner entledigen: sie a.) dem Huhn mit dem Beil den Kopf a. 2. ( abschließender Teil: der obere, seitliche A. der Abschnitt, der: 1. Teilstück, Teilbereich: der er-
haben die alte Frau ins Altersheim, das Kind auf landsch.) (etwas a.) abbauen: ein Zelt, ein Ge- Mauer. 3. Beendigung, Schluß: ein endgültiger, ste A. eines Textes; ein A. aus einem Lehrbuch;
die Sonderschule abgeschoben; Asylanten, Aus- rüst a.; wir haben die Möbel für den Transport befriedigender, schneller A.; der A. der Arbeiten; einen A. machen; an diesem A. der Front
länder über die Grenze, in ein anderes Land, abgeschlagen (auseinandergenommen). 3. (Sport) ein Feuerwerk bildet den krönenden (glanzvol- herrscht Ruhe; ein A. (eine Epoche) der Ge-
nach Spanien a. (ausweisen). 3. (ugs.) davonge- <[etwas] a.> den Ball vom Torraum aus wieder ins len) A.; keinen A. (kein abschließendes Schulzeug- schichte; es beginnt ein neuer, bedeutungsvoller
hen: er ist vergnügt, verärgert abgeschoben; Spiel schlagen: der Torwart, der Verteidiger nis) haben; die Verhandlungen nähern sich dem A. (Zeitabschnitt) in seinem Leben. 2, abtrennba-
schieb ab! (verschwinde!). schlägt [den Ball] ab; [das Leder] weit und genau A., stehen kurz vor dem A.; nach A. der Untersu- rer Teil: der A. der Zahlkarte, Postanweisung;
Abschied, der: 1. Trennung: ein kurzer, förmli- a. 4. (jmdm. etwas a.) nicht gewähren; chung, des Studiums; zum, als A. hören Sie Mu- den A. abtrennen; der A. ist gut aufzubewahren.
cher, feierlicher, fröhlicher, schwerer, tränenrei- verweigern: seinem Nachbarn eine Bitte, eine sik; K a u f m a n n s s p r . : der A. der Bücher, Kon- abschnüren: a) <etwas a.> abbinden: wir müs-
cher, zärtlicher, eiliger A.; ein A. für immer, fürs Gefälligkeit a.; ich kann es ihm nicht gut a.; er ten (Bilanz); S p o r t : beim A. (Torschuß) Pech sen das Bein [mit dem Tuch] a. b) (jmdm., sich et
Leben; der A. [von meinen Freunden] fällt mir hat meinen An-trag, rundweg, glatt (ugs.) haben. 4. das Vereinbaren: der A. des Friedens, -was a.) durch Zusammenschnüren zum Stocken
schwer; das macht mir den A. leicht; beim A. abgeschlagen. 5. (jmdn., etwas a.) des Bündnisses; bei A. des Vertrages; nach A. bringen: der Kragen schnürt mir die Luft ab; das
weinen; ohne A. fortgehen; jmdm. zum A. win- zurückschlagen, abwehren: den Feind, einen der Versicherung; K a u f m a n n s s p r . : Ge- Gummiband hat ihm das Blut abgeschnürt;
ken, einen Kuß geben; Abschiede auf Bahnhöfen Angriff a. 6. (etwas schlägt sich ab) etwas schäft[sabschluß]: ein A. über 200t Getreide; ei- übertr.: jmdm. die Luft a. (ihn wirtschaftlich rui-
hassen; ü b e r t r . : der A. vom Leben, vom Thea- schlägt sich nieder: die Feuchtigkeit hat sich nen vorteilhaften A. machen, tätigen; gute Ab- nieren).
ter, von der Kindheit. 2. (geh.) Entlassung aus
an den Scheiben abgeschlagen. schlüsse erzielen; wir hoffen, mit Ihnen bald zum abschöpfen (etwas a.): a) weg-, herunterschöp-
dem Dienst: den A. erteilen, bewilligen, bekom- abschlägig (Papierdt.): ablehnend: ein abschlä- A. zu kommen. * (nachdrücklich:) etwas kommt/ fen: Fett, den Schaum, den Rahm [von der Milch]
men; der Offizier erhielt einen ehrenvollen, giger Bescheid; eine abschlägige Antwort ertei- gelangt zum Abschluß (wird abgeschlossen) . et- a.; ü b e r t r . (Wirtsch.): Gewinne, Kaufkraft a. (
schlichten A.; er nahm seinen A.; seinen A. ein- len, erhalten; eine Bitte a. beantworten; auf was zum Abschluß bringen (abschließen). aus dem Verkehr ziehen, binden). b) durch Schöp-
reichen; um den A. ersuchen, nachsuchen, ein- mein Gesuch bin ich a. beschieden worden. abschmecken (etwas a.): prüfend kosten und fen von etwas befreien: die Milch, die Brühe a.
kommen. * (geh.:) Abschied nehmen: a) (sich vor abschleifen: 1. <etwas a.) a) durch Schleifen ent- nach Bedarf würzen: die Suppe, die Soße a. abschrecken: 1. (jmdn. a.> [durch bestimmte
einer längeren Trennung verabschieden): er nahm fernen: Unebenheiten, den Rost [von der Klinge] abschmieren: 1. (etwas a.) (eine Maschine o. ä. [ Maßnahmen] abhalten, abbringen: der Preis, die
von seinen Eltern A. b) (verhüll.; einem Toten den a.; b) durch Schleifen glätten: scharfe Kanten, an den Schmierstellen]) mit Fett versehen: die Kälte, der weite Weg schreckte sie ab; ich lasse
letzten Gruß entbieten): heute nehmen wir A. von den Parkettboden a. 2. (etwas schleift sich ab) et- Achsen, die Maschine, das Auto a. 2. (ugs.) ([et- mich nicht [von meinem Vorhaben] a.; er ist
einem verehrten Kollegen. was nützt sich durch Reibung ab: der Bremsbelag was] a.) unordentlich abschreiben: er hat das durch nichts abzuschrecken; seine Art hat schon
abschießen: 1. (etwas a.) a) losschießen: einen schleift sich allmählich ab; ü b e r t r . : seine rau- schnell abgeschmiert; der Schüler schmiert [die viele abgeschreckt (zurückschrecken lassen); (
Pfeil, ein Torpedo, eine Rakete a.; eine Ladung hen Seiten werden sich schon noch a. Aufgaben] bei, von seinem Nachbarn ab. 3. (Flie- auch ohne Akk.) die Strafe soll a. 2. (etwas a.) a)
Schrot auf jmdn. a.; b i l d l . : er schoß wütende abschleppen: 1. a) (jmdn., etwas a.) wegen gerspr.) abstürzen: das Flugzeug, der Pilot ist (Technik) durch Abkühlen härten: Stahl a. b) mit
Blicke auf ihn ab. b) abfeuern: ein Gewehr a.; er Fahruntüchtigkeit fortbringen: ein Schiff, ein über dem Atlantik abgeschmiert. abschnallen: kaltem Wasser übergießen: die Eier a.
hat den Revolver aus kürzester Entfernung auf Auto a.; ich mußte mich (meinen Wagen) auf der 1. a) (etwas a.) losschnallen: die Schlittschuhe, abschreckend: a) als Warnung dienend: ein
ihn abgeschossen. 2. (jmdn., etwas a.) mit einem Autobahn a. lassen. b) (ugs.) (jmdn. a.) das Koppel a.; (jmdm., sich etwas a.) er schnallte abschreckendes Beispiel; die Strafen sollen a.
Schuß beseitigen, erledigen: krankes Wild, Vögel irgendwo-hin bringen: einen Betrunkenen a.; ich sich die Skier ab. b) (sich a.) sich aus einem Gurt wirken. b) abstoßend: ein abschreckendes Äuße-
a.; sie haben den Mann aus dem Hinterhalt, von will dich noch für ein Bier, in eine Kneipe a.; er lösen: die Passagiere dürfen sich jetzt a. 2. (ugs.) res; sie ist a. häßlich.
hinten, kaltblütig abgeschossen; ein Flugzeug, ei- wollte sie [auf sein Zimmer] a. (mitnehmen, um a) nicht mehr mitmachen, folgen können: restlos, Abschreckung, die: das Abschrecken: Mög-
nen Panzer a.; (jmdm. etwas a.) im Krieg wurden mit ihr sexuell zu verkehren). 2. (ugs.) (sich a.) völlig a.; bei dem Vortrag schnallte er bereits lichkeiten der atomaren A.; die Strafe soll zur A.
ihm beide Beine abgeschossen. 3. (ugs.) <jmdn. sich beim Tragen abplagen: sich mit/an dem nach 10 Minuten [geistig] ab. b) fassungslos sein: von/vor weiteren derartigen Handlungen dienen.
a.) aus der Stellung verdrängen: einen Politiker a.; Koffer a. wenn man so etwas sieht, schnallt man doch ab; abschreiben: 1. a) (etwas a.) eine Abschrift ma-
man versuchte, den Minister abzuschießen; er abschließen /vgl. abgeschlossen/: 1. a) (etwas ich schnallte ab, als ich davon erfuhr. chen: eine Stelle aus einem Buch a.; ich habe al-
wollte seine alte Freundin a. (loswerden). a.) zu-, verschließen: den Schrank, die Tür, die abschneiden: 1. (etwas a.) a) durch Schneiden les säuberlich abgeschrieben. b) <[etwas] a.> uner-
abschinden: 1. (veraltend) (sich (Dativ) etwas Wohnung, das Haus a.; er schloß das Zimmer abtrennen: Stoff [vom Ballen], ein Stück Brot, ein laubt übernehmen: die Aufgaben a.; etwas wört-
a.) abschürfen: ich habe mir bei dem Sturz die lich a.; er hat [den Satz] von seinem Nachbarn,
hinter sich, von innen ab; (auch ohne Akk.) hast paar Blumen a.; die Mutter schnitt ihm/für ihn
Haut [an der Stirn], das rechte Knie abgeschun- du abgeschlossen? b) (jmdn., sich, etwas a.) ab- eine Scheibe Brot ab; (jmdm., sich etwas a.) ich aus einem Buch abgeschrieben; voneinander a.;
den. 2. (sich a.) sich abquälen: sich mit einem sondern, fernhalten, trennen: etwas in einer habe mir mit dem Messer fast den Daumen abge- er läßt alle anderen Schüler a. 2. (jmdm. a.) brief-
schweren Koffer a.; er hat sich sein Leben lang Glocke luftdicht, hermetisch a.; er schloß sich s chnitten. b) kürzer schneiden, um ein Stück kür- lich absagen: ich mußte ihm leider a.; er hat uns
abgeschunden. von der Gesellschaft, von der Außenwelt, gegen zen: die Haare, den Rock [ein Stück] a.; (jmdm., abgeschrieben. 3. (Kaufmannsspr.) (etwas a.) ab-
abschirmen: a) (jmdn., sich etwas a.) schützen, alle Einflüsse ab; der Gelehrte hat sich ganz ab- sich etwas a.) du mußt dir die Fingernägel a. 2. ziehen, absetzen: einen Betrag von einer Rech-
absichern: einen Kranken, eine Unfallstelle a.; geschlossen (lebt ganz für sich, völlig zurückgezo- (etwas a.) unterbinden; [ver]sperren: mit einer Be nung a.; die Werbungskosten können [von der
sein Privatleben vor den Journalisten a.; jmdn. gen). 2. a) (etwas a.) beenden, zu Ende führen: merkung ein Gespräch a.; den Flüchtlings- Steuer] abgeschrieben werden; er hat 5 000 Mark
gegen schädliche Einflüsse, gegen Außenkon- eine Verhandlung, eine Untersuchung, eine Ar- für die Abnutzung der Maschinen abgeschrie-
takte a.; ein Zimmer gegen Lärm a.; er schirmte beit, eine Versuchsserie, einen Roman a.; ein ben. 4. (ugs.) (jmdn., etwas a.> a) als verloren oder
Dribbling mit einem Tor a.; diese Angelegenheit
abschreiten 36 absolvieren
37
absehen: 1. (jmdm. etwas a.) durch Zuschauen den Hut, die Brille a. 2. (etwas a.) niedersetzen, kelten Personen müssen sofort abgesichert wer-
tot ansehen: seine Frau hatte den gestohlenen
Schmuck längst abgeschrieben; die Rettungs- lernen, übernehmen: er hat ihm dieses Kunststück hinstellen: das Gepäck, den Koffer a.; sie setzte den; der Wahlkreiskandidat ist auf der Landesli-
abgesehen. 2. <[etwas] a.> unerlaubt übernehmen: das Glas nach einem kleinen Schluck ab; die ste abgesichert (steht so weit oben auf der Liste,
mannschaft schrieb die beiden Bergsteiger ab.
b) mit jmdm., etwas nicht mehr rechnen, aufgeben: du darfst nicht a.; er hat die Lösung der Aufga- Träger hatten die Bahre vorsichtig abgesetzt. 3. a) ( daß er mit Sicherheit ins Parlament kommt).
einen Plan, ein Projekt a.; trotz der Niederlage ben von seinem Nachbarn abgesehen. 3. (selten) ( etwas a.) von einer Stelle wegnehmen und dadurch Absicht, die: a) Plan, Vorsatz, Ziel: eine gute,
sollte man die Mannschaft nicht a.; der Trainer will
jmdm. etwas an etwas a.) ablesen, erkennen: sie etwas unterbrechen oder beenden: die Feder a.; edle, böse, unzweideutige A.; das sind löbliche
sieht ihm alles an den Augen ab; man konnte ihm nach dem Schuß das Gewehr a.; der Geiger Absichten; meine A. ist es, das Geld zurückzuge-
den verletzten Stürmerstar noch nicht a. 5. a) (
seine Verärgerung am Gesicht, an der Nase (ugs.) setzte den Bogen ab; sie setzte das Glas [vom winnen; da steckt doch A. dahinter!; er hat klare,
etwas a.) durch Schreiben abnutzen: einen Blei-
stift, eine Feder a. b) <etwas schreibt sich ab> et- a. 4. ([etwas] a.) durch Beobachtung der Mundbe- Munde] ab. b) anhalten, unterbrechen: mitten im feste, geheime, die besten Absichten; sie hat
was nutzt sich beim Schreiben ab: das Farbband, wegung des Sprechers verstehen: das taubstumme Singen setzte sie ab; sie trank, ohne abzusetzen. ernstlich die A. gehabt, diesen Mann zu heiraten;
der Bleistift hat sich schnell abgeschrieben. Kind lernt a.; er kann Gesprochenes vom Munde 4. a) (etwas setzt etwas ab) etwas lagert etwas ab: besondere Absichten mit etwas verfolgen; eine A.
abschreiten: 1. (etwas a.) an etwas zum Zwecke
a. 5. (etwas a.) erkennen, voraussehen: das Ende der Fluß setzt Schlamm, Sand ab. b) <etwas setzt erreichen, verbergen, erkennen lassen, durch-
der Kämpfe ist nicht abzusehen; die Folgen las- sich ab> etwas schlägt sich nieder, lagert sich ab: schauen; er hat meine Absichten durchkreuzt,
der Besichtigung oder Kontrolle entlangschreiten: sen sich nicht a.; man kann ungefähr a., wohin Schlamm, Geröll setzt sich ab; in der Lunge setzt vereitelt; etwas nicht ohne A. tun, erzählen; wir
der Präsident hat/ist die Front der Ehrenkompa-
nie abgeschritten. 2. <etwas a.> mit Schritten aus-
die Entwicklung führt. 6. (von etwas a.) verzich- sich Staub ab; an den Wänden hatte sich Feuch- zweifeln nicht an der Ehrlichkeit seiner Absich-
messen: ein Feld, die Entfernung a. ten, Abstand nehmen: von einer Anzeige, von ei- tigkeit abgesetzt. 5. (jmdn. a.) aus dem Amt, aus ten. b) das Bestreben, Wollen: das war nie meine
ner Bestrafung, von weiteren Maßnahmen a.; wir seiner Stellung entfernen: einen Minister a.; der A.; es war nicht meine A., sie zu informieren; das
Abschrift, die: Zweitschrift: eine beglaubigte A.
bitten Sie, von einem Besuch abzusehen. 7. (von Rektor wurde wegen seiner Verfehlungen abge- geschieht gegen meine A. (gegen meinen Willen);
von etwas anfertigen, machen lassen, einrei-
etwas a.) ausnehmen, nicht in Betracht ziehen, bei- setzt; sie haben die Regierung abgesetzt (ge- das geschah in der A., mit der A., uns zu schaden;
chen, beifügen, vorlegen.
abschüssig: mit starkem Gefälle: eine abschüs- seite lassen: sehen wir einmal davon ab, daß ...; stürzt). 6. (etwas a.) verkaufen: eine Ware leicht, das lag nicht in meiner A. (das wollte ich nicht,
sige Straße, Strecke, Fahrbahn; das Gelände ist
wenn man davon absieht, daß ...; abgesehen da- schwer, nicht a.; wir haben alle Exemplare abge- habe ich nicht beabsichtigt); er tat das in der A.,
a. von/davon abgesehen (außerdem, im übrigen) ist setzt. 7. <etwas a.> a) nicht stattfinden lassen, absa- uns zu täuschen. mit Absicht (absichtlich, wil-
abschütteln: 1. (etwas a.> a) durch Schütteln
das Auto zu teuer: abgesehen von dieser Tatsa- gen: eine Versammlung, ein Konzert, ein Spiel a.; lentlich): er wollte mich mit A. herausfordern
entfernen: den Staub von sich a.; Krümel vom che (außer dieser Tatsache) ...; von einzelnen einen Punkt von der Tagesordnung a.; der sich mit der Absicht tragen (beabsichtigen): ich
Tischtuch a.; (sich (Dativ) etwas a.) ich schüttelte Störaktionen abgesehen, verlief die Tagung ru- umstrittene Film wurde abgesetzt; der Spielleiter hat trage mich mit der A., ein Haus zu kaufen (ugs.:)
mir den Schnee ab. b) durch Schütteln säubern: hig. B. (es auf jmdn., auf etwas a.> a) auf etwas ab- die Oper [vom Spielplan] abgesetzt. b) abbrechen, Absichten haben (heiraten wollen): er hat ernste,
das Tischtuch, das Laken a. 2. a) (etwas a.) sich zielen; auf etwas begierig sein: als ob sie es darauf nicht weiterführen: die Therapie, die Be- ehrliche Absichten auf dieses Mädchen.
absähen, ihn zu kränken; er hat es darauf abgese- handlung a. c) nicht weiter einnehmen: ein Medi- absichtlich: mit Absicht, willentlich: eine ab-
von etwasfrei machen, sich entledigen: die Müdig-
keit, den Arger, seine Sorgen, traurige Erinne- hen, die Wahl zu verhindern; die Frau hat es auf kament, das Schlafmittel, die Pille a. B. (etwas a.) sichtliche Täuschung, Kränkung; etwas a. tun.
rungen [von sich] a.; so etwas läßt sich nicht so ihn, nur auf sein Geld abgesehen. b) jmdn. kriti- abziehen, abschreiben: einen Betrag [für Abnut- absinken: 1. (etwas sinkt ab) etwas sinkt in die
leicht a.; die Knechtschaft a. b) (jmdn. a . ) jmdn. sieren, schikanieren: der Abteilungsleiter hat es zung] a.; Sie können diese Summe von der Steuer Tiefe: das Schiff sinkt ab; der Boden, der Was-
loswerden, einem Verfolger entkommen: er wollte auf ihn abgesehen. a. 9. (ugs.) (jmdn. a.; mit Umstandsangabe> ir- serspiegel sinkt ab (senkt sich). 2. a) <etwas sinkt
absein (ugs.): 1. (etwas ist ab) etwas hat sich los- gendwohin bringen und aussteigen lassen: jmdn. ab) etwas wird niedriger, schwächer: die Tempera-
den aufdringlichen Menschen a.; er hat die Poli-
zei abgeschüttelt; Sport: der Linksaußen konnte gelöst: der Knopf, die Leiste, die Farbe ist ab. 2. am Bahnhof a.; du kannst mich jetzt, dort vorne tur, der Druck sinkt ab; der Dollarkurs ist stark
seinen Bewacher a.
entfernt sein: die Hütte soll weit von jeder a.; <auch ohne Umstandsangabe) die Alliierten abgesunken; die Ernteerträge sanken auf ein
abschwächen: a) <etwas a.> schwächer machen,
menschlichen Behausung a. 3. erschöpft sein: setzten Fallschirmjäger ab (brachten sie zum Ein- Drittel ab; der Außenhandel ist auf 42 Prozent
Mensch, bin ich ab!; er war völlig ab. satz). 10. (sich a.) a) sich unbemerkt entfernen: abgesunken; das Interesse sinkt ab. b) nachlas-sen,
mildern: einen Eindruck, die Wirkung [von et-was], abseits: I. (Präp. mit Gen.) fern von: a. des We- sich rechtzeitig, heimlich, mit dem ganzen Geld a.; schlechter werden: der Schüler ist in seinen
eine zu harte Formulierung a.; die Regie-rung
bemühte sich, die Außerungen des Botschafters [ ges, des Verkehrs, der Straßen, der Pisten. I I . er hat sich in den Westen, über die Grenze, nach Leistungen abgesunken. c) [moralisch] herunter-
<Adverb) a) beiseite, fern, außerhalb: a. von der Osterreich, zur Fremdenlegion abgesetzt; kommen: sie sinkt immer mehr, völlig ab.
durch diese Stellungnahme] abzuschwächen. b)
<etwas schwächt sich ab> etwas wird Stadt; a. vom Großstadtlärm; ein a. gelegenes übertr.: (Sport): die Mannschaft hat sich von absitzen: 1. vom Pferd steigen: die Schwadron
schwächer, läßt nach: das Interesse, der Lärm Gehöft; ü b e r t r . : sich a. halten, a. stehen (nicht ihren Verfolgern, vom Tabellenende, aus der Ab- sitzt ab, ist abgesessen; abgesessen! /Reiterkom-
schwächt sich ab; M e t e o r . : das Hoch hat sich mitmachen, sich nicht beteiligen). b) (Sport) in Ab- stiegszone abgesetzt. b) (militär.) sich zurückzie- mando/. 2. (ugs.) (etwas a.> durch Daraufsitzen
leicht abgeschwächt. seitsste/lung: a. laufen, sein; der Stürmer stand a. hen: die Truppen mußten sich a. 11. (etwas mit abnutzen: die Sessel sind sehr abgesessen; abge-
abschweifen: sich unabsichtlich entfernen: seine
Abseits, das (Sport): 1. regelwidrige Stellung ei- etwas a.> besetzen; abschließen: einen Saum mit sessene Samtstühle. 3. (ugs.) (etwas a.) a) [sitzend]
Gedanken schweifen immer wieder ab; ihre Blicke
nes Spielers: im A. stehen; ins A. laufen; ü b e r t r . einer Borte, eine Täfelung mit einer Leiste a.; mit ableisten, zubringen: acht Stunden, den halben Tag
schweiften von ihm, in die Ferne ab; der Redner
: im technologischen A. stehen; jmdn. [politisch] Samt abgesetzte Armel. 12. a) (etwas a.) abheben, im Büro a. b) verbüßen: eine Gefängnisstrafe a.; er
ist [vom Thema] abgeschweift. ins A. schieben. 2. Verstoß gegen die Abseitsregel: trennen: Farben [voneinander] a.; eine Zeile beim hat seine 3 Jahre abgesessen.
abschwellen (etwas schwillt ab): a) etwas geht in
ein klares A.; der Schiedsrichter pfiff A. Schreiben a. (einrücken). b) <sich gegen, von etwas absolut: 1. unumschränkt: ein absoluter Herr-
der Schwellung zurück: die Entzündung, die Hand absenden: a) (etwas a.) abschicken: einen Brief, a.> sich abheben: die Berge setzen sich gegen den scher; die absolute Monarchie; Ludwig XIV. re-
schwillt ab. b) etwas klingt ab, läßt nach: die
ein Päckchen a.; er sandte/sendete sofort das hellen Nachthimmel ab; er wollte sich gegen die gierte a. 2. unbedingt, uneingeschränkt: die abso-
Flut, der Sturm, der Lärm schwillt ab. Geld ab; er hat das Telegramm rechtzeitig abge- anderen, von den anderen a. 13. (ugs.) (es setzt lute Geltung; von absolutem Wert; die Gültigkeit
sandt/abgesendet. b) <jmdn. a.> losschicken: einen etwas ab) es gibt, geschieht etwas (Unan- dieses Lehrsatzes ist a. 3. äußerst, höchst: eine
abschwenken: in eine andere Richtung schwen-
ken: die Kolonne schwenkt von der Straße, nach Kurier, einen Boten a. genehmes): es setzt gleich Prügel, ein Donnerwet- absolute Grenze erreichen; der absolute Höhe-
Absender, der: 1. der Absendende: wer ist der A. ter ab; wenn du nicht hörst, setzt es etwas ab (gibt punkt. 4. a) völlig /verstärkend/: absolute Zuver-
rechts, in Richtung Norden ab; die Filmkamera
schwenkt ab; ü b e r t r . : von der Parteilinie a. dieses Briefes?; der A. war nicht zu ermitteln. 2. es Schläge). lässigkeit; es herrscht absolute Windstille; der
abschwören: 1. sich [feierlich] lossagen, aufge-
Name und Anschrift des Absendenden: A. nicht absichern: 1. (etwas a.) a) [gegen mögliche Un- Patient braucht absolute Ruhe; das Mittel ist a.
ben: a) (jmdm., einer Sache a.> dem Glauben, ei- vergessen!; falls Adressat verzogen, zurück an falle]sichern: einen Weg (im Hochgebirge), eine ungefährlich. b) ganz und gar, überhaupt /ver-
ner Lehre, einem bestimmten Konzept a.; er hat
A.; auf dem Paket fehlt der A. Baustelle a.; die Unfallstelle mit dem Warndrei- stärkend bei Verneinungen/: das ist a. unmöglich;
abservieren: 1. (geh.) (etwas a.) abräumen, ab- eck a. b) nachweisen, beweisen: das Versuchser- ich habe a. keine Lust; er kann a. nichts da-mit
dem Alkohol abgeschworen. b) (selten) <etwas a.)
den Glauben a. 2. (veraltend) (etwas a.) unter Eid tragen: das Geschirr nach dem Essen a.; (auch gebnis wissenschaftlich a.; mit abgesicherten anfangen. 5. durchaus, um jeden Preis: er will das
ableugnen: seine Schuld, seine Mittäterschaft a. ohne Akk.) würden Sie bitte a.! 2. (ugs.) <jmdn. a.> Methoden. 2. a) <sich, etwas a.> sichern, schützen: a. haben, wissen; es ist a. nötig.
absehbar: überschaubar: absehbare Verbesse-
seines Postens entheben, aus seiner Stellung ver- sich vertraglich a.; ich habe mich nach allen Sei- Absolution, die (kath. Rel.): Freisprechung von
rungen; die Schäden, die Folgen sind kaum,
drängen: sie haben ihn kurzerhand abserviert; ten abgesichert; die Truppen sollen die Evakuie- Sünden: jmdm. A. erteilen; A. erbitten, erhalten.
ein Killer soll ihn a. (töten). rung absichern; die militärischen Interessen der absolvieren <etwas a.>: 1. bis zum Abschluß
nicht a.; ein Ende der Diskussion ist noch nicht a. absetzen: 1. (etwas a.> ab-, herunternehmen: Gr oßmacht a.; tariflich abgesicherte Löhne. durchlaufen: die Schule, das Studium, einen
(voraussehbar); in absehbarer Zeit (bald, in
b ) (jmdn. a.> beschützen: alle in den Fall verwik- Lehrgang a. 2. hinter sich bringen: eine Aufgabe,
nächster Zeit).
absondern 38 39
Abstimmung
ein Pensum, das Training, seinen Achtstunden- nicht belassen: den Ständen die Privilegien a.; A. zahlen. * (ugs.:) mit Abstand (bei weitem): das (erstellen, aufbewahren: die alten Möbel im Kel-
tag, seinen Auftritt, einen Wettkampf, 20 Flug- jmdm. die bürgerlichen Ehrenrechte (Rechtsw.) ist mit A. der beste Wagen . (geh.:) von etwas Ab- ler, auf dem Speicher, bei Freunden a.; abge-
stunden a.; er hat das Examen mit Auszeich- a.; wir lassen uns nicht das Recht auf Selbstbe- stand nehmen (auf etwas verzichten). stellte Sachen. 2. (etwas a.) a) ab-, ausschalten:
nung, glänzend absolviert (bestanden). stimmung a. b) für nicht vorhanden erklären: ei- abstatten (geh.) (jmdm. etwas a.) etwas formell, eine Maschine, das Radio, den Fernsehapparat,
absondern: 1. (etwas sondert etwas ab) etwas nem Schüler die Begabung a.; dem Kanzlerkan- offiziell tun: jmdm. Dank a. (danken); jmdm. ei- die Klingel a.; sie hatten die Motoren abgestellt.
scheidet etwas aus: Gift a.; die Drüsen sondern didaten die Regierungsfähigkeit a.; er spricht mir nen Besuch a. (jmdn. besuchen); jmdm. [einen] b) die Zufuhr von etwas unterbrechen, sperren: das
Schweiß, Speichel ab; die Bäume haben Harz ab- alles Verständnis, jegliche Sachkenntnis ab; ihr Bericht a. (berichten). Gas, das Wasser, den Strom a. c) zudrehen: den
gesondert. 2. <jmdn., sich, etwas a.> fernhalten, ist ein gewisser Hang zur Bequemlichkeit nicht abstauben: 1. <etwas a.) vom Staub befreien: die Haupthahn a. 3. (etwas a.) unterbinden; beheben,
isolieren, trennen: die kranken Tiere a.; er son- abzusprechen. 3. <über jmdn., über etwas a.; ge- Möbel, die Bilder a.; <auch ohne Akk.) sie staubt beseitigen: eine Unsitte, einen Übelstand, Stö-
dert sich immer mehr von den Mitschülern ab. wöhnlich nur noch im 1. Part.) [negativ] urteilen: nicht gründlich genug ab. 2. (ugs.) (etwas a.) in rungen, Mißstände a.; wir haben die Mängel ab-
absparen (sich (Dativ) etwas [von etwas] a.): er- er haßte ihre Art, über die Dinge abzusprechen; seinen Besitz bringen: er versucht überall, etwas gestellt. 4. (jmdn. a.) beordern, abkommandieren:
übrigen: ich habe mir das Radio von meinem Ta- ein absprechendes (abfälliges) Urteil; in abspre- abzustauben; er hat ein Päckchen Tabak abge- einen Mann für Außenarbeiten a.; für diese Auf-
schengeld abgespart. chendem (geringschätzigem) Ton reden. staubt. 3. (Sport; ugs.) (etwas a.) durch Ausnutzen gabe stellte die Polizei einen Beamten ab; sie
abspeisen: 1. (selten) (jmdn. a.) beköstigen: den abspringen: 1. a) herunterspringen: vom Fahr- eines glücklichen Zufalls ein Tor erzielen: er staubt wurden an die Front abgestellt; S p o r t : der Ver-
Rest der Gäste in einem Nebenraum a. rad, vom Pferd a.; er ist in der Kurve [von der fast in jedem Spiel ein Tor ab. ein wollte den Spieler nicht für das Länderspiel
2. (ugs.) (jmdn. [mit etwas] a.) mit weniger als Straßenbahn, vom fahrenden Zug, vom Tritt- abstechen: 1. <ein Tier a.) durch das Durchste- a. 5. (etwas auf etwas a.) ausrichten, einstellen: die
an-gemessen zufriedenstellen; vertrösten, abweisen: brett] abgesprungen; die Fallschirmjäger sprin- chen der Halsschlagader töten: ein Schwein, ei- Produktion auf den Publikumsgeschmack a.; al-
er wollte ihn mit 5 Mark a.; er speiste ihn mit gen über dem Einsatzgebiet ab (springen mit dem nen Hammel a.; (derb/von Personen/:) ich steck' les nur auf den äußeren Eindruck a.
leeren Versprechungen, mit Redensarten, mit Fallschirm zur Erde); der Pilot ist mit dem Fall- dich ab, du Schwein! 2. (etwas a.) abtrennen, ab- abstempeln (etwas a.): stempeln: einen Aus-
Vertröstungen ab; ich lasse mich nicht so schirm abgesprungen. b) (Sport) los-, wegsprin- lösen: die Grasnarbe [mit dem Spaten] a.; der weis, Briefe a.; ü b e r t r . : man hat ihn bereits [als,
einfach a. abspenstig (in der festen Verbindung) gen: er ist gut, schlecht, mit dem linken Bein [ Torf wurde abgestochen; Teig, Klöße mit einem zum Betrüger] abgestempelt (festgelegt, gekenn-
jmdm. jmdn., etwas abspenstig machen: dazu vom Sprungbalken] abgesprungen. 2. (etwas Löffel a. (ausschöpfen). 3. <etwas a.) ausfließen zeichnet); die Partei war als reaktionär abgestem-
bringen, sich von jmdm., von einer Sache springt ab) etwas löst sich los und springt weg; et- lassen; ablaufen lassen: a) (Hüttenw.) das flüssige pelt.
abzuwenden: seinem Freund die Braut a. was platzt ab: die Farbe, der Lack springt ab; der Metall, Stahl a.; den Hochofen a. b) (Winzerspr.) absterben: I. (etwas stirbt ab) etwas hört auf zu
machen; er hat der Konkurrenz die Kunden a. Verschluß ist [von der Flasche] abgesprungen; den Wein a. (von der Hefe abziehen). 4. (von wachsen, zu leben: die Blätter, Äste, Pflanzen
gemacht. <etwas springt jmdm. ab) mir ist der Knopf abge- jmdm., von etwas a./gegen jmdn., gegen etwas a.) sterben ab; ein abgestorbener Baum; ü b e r t r . :
absperren: 1. (etwas a.) durch eine Sperre unzu- sprungen. 3. (ugs.) zurücktreten, sich von etwas zu sich abheben, sich unterscheiden: sie stach durch das Brauchtum stirbt allmählich ab. 2. (etwas
gänglich machen: einen Bauplatz, eine Unglücks- rückziehen: vor Unterzeichnung des Vertrages a.; ihr gepflegtes Äußeres von den anderen ab; die stirbt ab> etwas wird durch Kälte oder schlechte
stelle a.; die Polizei hat das Hafenviertel abge- er ist plötzlich abgesprungen; er will von diesem dunklen Häuser stechen gegen den hellen Hin- Durchblutung gefühllos: meine Hände sterben ab;
sperrt; ü b e r t r . : ein Land gegen fremde Ein- Plan, vom Studium, von der Partei a.; ein Teil der tergrund ab. meine Füße sind [wie] abgestorben, sind vor
flüsse a.; er hat sich von der Welt abgesperrt (ab- Kundschaft springt ab (geht zur Konkurrenz). Abstecher, der: das Aufsuchen eines abseits der Kälte ganz abgestorben. 3. (ugs.) (etwas stirbt ab>
gesondert). 2. (etwas a.) unterbrechen, sperren: die abspülen (etwas a.): a) durch Spülen entfernen, Reiseroute liegenden Ziels: einen A. nach Rüdes- (vom Kfz-Motor) etwas kommt zum Stillstand, geht
Ölzufuhr, das Wasser, den Strom a. 3. (südd., wegspülen: den Schaum mit Wasser a.; sie spült heim machen, unternehmen; wir planen einen aus: der Motor sprang zwar an, starb aber gleich
österr.) ([etwas] a.) abschließen: die Tür, das Haus die Speisereste vom Geschirr ab. b) durch Spülen kurzen A. in die Pfalz. wieder ab; in der Kreuzung starb der Wagen (der
a.; ich habe vergessen abzusperren. reinigen: das Geschirr [mit heißem Wasser] a. abstecken: 1. (etwas a.) durch Zeichen markie- Motor des Wagens) ab.
abspielen: 1. (etwas a.) ablaufen lassen: einen abstammen (von jmdm., etwas a.): herkommen, ren: einen Bauplatz [im Grundriß], einen Zelt- Abstieg, der: 1. a) das Absteigen: ein leichter,
Film, eine Schallplatte a.; er spielte das Tonband seinen Ursprung herleiten: der Mensch stammt platz, den Kurs für ein Rennen, die Grenzen a.; beschwerlicher A.; der A. vom Gipfel war sehr
bis zur Hälfte ab. 2. (etwas a.) bis zum Ende spie- vom Affen ab; er stammt in direkter Linie von ü b e r t r . : die Delegationen steckten ihre Aus- ermüdend; S p o r t : die Elf, die Mannschaft
len: die Nationalhymnen wurden abgespielt. Karl dem Großen ab; dieses Wort stammt vom gangsposition ab; sie haben ihr Programm abge- mußte gegen den A. (die Zurückstufung in die
3. <etwas a.) vom Blatt spielen: eine Sonate a.; ( Griechischen ab. steckt (festgelegt). 2. (etwas a.) mit Hilfe von niedrigere Spielklasse) kämpfen. b) talwärts füh-
auch ohne Akk.) der Schüler kann nicht a. 4. <et- Abstammung, die: Herkunft, Abkunft: von Stecknadeln in die passende Form bringen: einen render Weg: ein steiler, gefährlicher A. 2. Nieder-
was a.) durch häufiges Spielen abnutzen: die Ten- vornehmer, adliger A. sein; er ist nach A. und Saum, die Ärmel a. gang: ein gesellschaftlicher, sozialer A.; einen
nisbälle schnell a.; abgespielte Schallplatten, Wesen bürgerlich; der A. nach ist er Russe. abstehen /vgl. abgestanden/: 1. (etwas steht ab) wirtschaftlichen A. erleben.
Skatkarten, Filme. 5. (Sport) <[etwas] a.) an einen Abstand, der: 1. a) Entfernung, Zwischenraum: ein etwas steht von etwas weg, liegt nicht an: das abstimmen: 1. durch Abgeben 'der Stimme eine
Mitspieler der eigenen Mannschaft abgeben: den großer, weiter, geringer, erheblicher A.; in 50 m struppige Haar steht ab; abstehende Ohren. 2. ( Meinung ermitteln, entscheiden: [über jmdn., über
Ball, die Scheibe an den Verteidiger a.; er muß A., im A. von 50 Meter[n] jmdm. folgen; der A. gewöhnlich mit Artangabe) entfernt stehen: ich etwas] namentlich, öffentlich, offen, geheim,
schneller, früher, genauer a. 6. (etwas spielt sich zwischen den Bäumen ist nicht groß; der A. der stand ziemlich weit ab; der Schrank steht zu durch Stimmzettel, mit Ja, durch Hand[auf]he-
ab; mit Umstandsangabe> etwas ereignet sich, ge- beiden Wagen hat sich zusehends vergrößert, weit von der Wand ab. 3. (geh. veraltend) (von et- ben a.; wir haben über den Antrag ohne Ausspra-
schieht, geht vor sich: der Vorfall, die Szene, das verringert; der A. zum führenden Läufer beträgt was a.) Abstand nehmen, aufgeben: er stand da- che abgestimmt. 2. (etwas a.) klanglich harmoni-
Verbrechen hat sich hier abgespielt; die Ereig- nur noch 20 m; der A. schrumpft [zusammen]; von ab, mich zu begleiten; sie wollte von ihrer sieren: Kirchenglocken a.; das Rundfunkgerät a.
nisse spielten sich vor zwei Jahren ab; manches den A. verkleinern; A. [von seinem Vordermann] Absicht nicht a. (den Schwingungskreis einstellen); die Instru-
spielt sich hinter den Kulissen ab; was hat sich halten; ihr müßt die Abstände (in einer Aufstel- absteigen: 1. a) heruntersteigen: Radfahrer mente sind gut aufeinander abgestimmt; übertr.:
zwischen den beiden abgespielt?; es spielte sich lung, auf einer Seite) besser einhalten; sie stan- mtissen a. und das Fahrrad schieben; er ist vom aufeinander einstellen, in Einklang bringen:
alles in rasender Eile, vor unseren Augen ab. R ( den in weitem A. um ihn herum; ü b e r t r . (Sport): Pferd abgestiegen. b) nach unten steigen: ins Tal Farben, Muster, Termine, Interessen aufeinander
ugs.): da/hier spielt sich nichts ab! (das kommt die Mannschaft stellte mit diesem Tor den alten a.; die Bergsteiger wollen noch am gleichen Tag a.; seine Rede auf die Zuhörer a.; eine fein
nicht in Frage; daraus wird nichts). Absprache, A. wieder her. b) Zeitspanne, zeitliche Folge: ein a.; ü b e r t r . : die absteigende Linie (Nachkom- abgestimmte Mischung. 3. (sich mit jmdm. a.) ab-
die: Vereinbarung: eine geheime, interne A.; auf A. von 14 Sekunden; der A. beträgt jetzt schon 2 menschaft). 2. Quartier nehmen: in einem Hotel, sprechen: ich habe mich mit ihm abgestimmt; (
Grund unserer A.; ohne vorherige A.; eine A. Minuten; die Fahrer starten in kurzen bei einem Freund a.; wir sind dort schon oft ab- auch ohne Präp.-Obj.) wir müssen uns a.
treffen. Abständen; er schreibt in regelmäßigen Ab- gestiegen. 3. (Sport) in die nächstniedrigere Abstimmung, die: 1. das Abstimmen: eine ge-
absprechen: 1. besprechen undfestlegen, verein- ständen nach Hause. 2. a) Reserviertheit, Zurück- Klasse zurückgestuft werden: zwei Mannschaften heime, namentliche A.; A. durch Hand[auf]he-
baren, ausmachen: a) (etwas a.) eine Sache, neue haltung: den gebührenden A. wahren; A. von sei- müssen a.; der Verein ist in der vorigen Saison ben, Erheben [von den Plätzen]; die A. im Parla-
Maßnahmen a.; sie haben ihre Aussagen offen- nem Bruder halten. b) innere Distanz: sie hatte abgestiegen. ment ergab, brachte eine geringe Mehrheit; eine
sichtlich miteinander abgesprochen; das war ab- nicht den nötigen A., um ruhig und überlegt zu a bstellen: 1. (etwas a.) a) niedersetzen, hinstel- A. [über etwas] vornehmen, durchführen; (geh.:)
gesprochen!; ist das nicht abgesprochen wor- sprechen; es fehlt ihr noch der innere A. zu den len: seinen Koffer, einen Korb, ein Tablett a.; sie zur A. schreiten (mit der Abstimmung beginnen); (
den? b) <sich mit jmdm. a.) ich werde mich mit Ereignissen; ich muß endlich A. gewinnen [von stellte das Glas ab. b) irgendwo hinstellen: sein F Papierdt.:) einen Antrag zur A. bringen (darüber
ihm absprechen; (auch ohne Präp.-Obj.> sie hat- diesen Geschehnissen]. 3. Abfindung: wie hoch ahrrad [im Hof, an der Wand] a.; die Schlafwa- abstimmen). 2. das In-Einklang-Bringen: die A.
ten sich abgesprochen, die Unterlagen nicht her- ist der A.?; er müßte eine bestimmte Summe als gen werden auf dem Nebengleis abgestellt. c) un- der Farben; eine A. der Interessen befürworten.
auszugeben. 2. (jmdm. etwas a.) a) aberkennen,
abstoppen 40
41 abwarten
abstoppen: I . a) (etwas a.) zum Stehen bringen, Abstrich, der: 1. Streichung, Kürzung, Abzug: abtragen: 1. (geh.) (etwas a.> abräumen: die
am Etat geringe, erhebliche, unbedeutende Ab- Speisen, die Teller a.; <auch ohne Akk.) Herr abtrocknen: 1. a) (jmdn., sich, etwas a.) mit ei-
anhalten: die Maschinen a.; ü b e r t r . : die Pro- nem Tuch trocken machen, trockenreiben: das Ge-
duktion, die Einwanderung a. b) zum Stehen striche machen, vornehmen; mit weiteren Abstri- Ober, würden Sie bitte a.! 2. (etwas a,) Stein für
chen nicht einverstanden sein; ü b e r t r . : man Stein abbrechen, abreißen: eine Mauer, die Ruine schirr, die Gläser vorsichtig a.; er hat sich noch
kommen, anhalten: der Fahrer stoppte an der nicht abgetrocknet; (auch ohne Akk.) ich muß
Kreuzung ab; das Auto hatte plötzlich abge- muß oft Abstriche machen (zurückstecken). 2. ( a.; die Ruine wurde abgetragen. 3. (etwas a.) nach
Med.) Entnahme zur bakteriologischen Unter- und nach fortschaffen, beseitigen: das Wasser noch a.; (jmdm., sich etwas a.) trocknest du mir
stoppt; der Stürmer konnte noch rechtzeitig a. ( den Rücken ab?; er trocknete sich die Hände mit
im Laufen anhalten). 2. a) (etwas a.) mit der suchung: der Arzt nahm, machte einen A. • mit trägt das Erdreich ab; einen Erdhaufen, Hügel a.
Abstrichen (mit Einschränkungen). 4. (geh.) (etwas a.) abbezahlen, zurückzahlen: einem Tuch ab. b) (jmdm., sich etwas a.) ab-,
Stoppuhr messen: die Zeit a. b) (jmdn., etwas a.) weg-wischen: sie trocknete sich die Tränen ab;
mit der Stoppuhr die Laufzeit von jmdm., etwas er- abstufen (etwas a.): a) stufenförmig anlegen: eine Schuld, Zinsen a. 5. (etwas a.) durch
eine Terrasse a.; ein abgestuftes Gelände; Tragen ab-nutzen: die Schuhe schnell a.; ihre ich habe ihr den Schweiß mit dem Taschentuch
mitteln: die Läufer, die Rennwagen a. ab-getrocknet. 2. a) (etwas trocknet etwas ab)
abstoßen: 1. a) (jmdn., sich, etwas a.) mit einem übertr.: Gehälter, eine Steuer a. (staffeln). b) ge- Sachen sind sehr abgetragen; abgetragene
geneinander absetzen, nuancieren: Farben a.; eine Kleider. abträglich (geh.): nachteilig, schädlich: etwas läßt etwas trocken werden: die Sonne hat
Stoßfortbewegen: den Kahn [vom Ufer] a.; er hat die Straße schnell abgetrocknet. b) (etwas
sich mit den Füßen vom Boden abgestoßen. b) reich abgestufte Skala von Farbtönen. eine abträgliche Bemerkung, Äußerung; über
abstumpfen: 1. (etwas a.) a) stumpf machen: jmdn., von jmdm. a. sprechen; (etwas ist jmdm., trocknet ab) etwas wird trocken: die Fahrbahn, die
sich durch einen Stoß entfernen: die Boote, die Wäsche hat/ist schnell abgetrocknet.
Segler stoßen ab; die Fähre ist/hat [vom Land] Kanten, Spitzen a. b) (selten) (etwas stumpft ab> einer Sache a.) das ist seinem Ansehen a.; der
etwas wird stumpf.• die Klinge stumpft Alkohol ist seiner Gesundheit a. abtrünnig (geh.): treulos: ein abtrünniger Va-
abgestoßen. 2. (etwas a.) durch Stoß beschädigen, sall; a. werden; (jmdm., einer Sache a. werden) er
abschlagen, abbrechen: Kalk, Mörtel [von der allmählich ab. 2. a) gefühllos, teilnahmslos abtreiben: 1. a) (etwas treibt jmdn., etwas ab)
werden: der alte Mann stumpft immer mehr ab; etwas bringt jmdn., etwas vom Weg, vom Kurs ist dem König a. geworden (ist von ihm abgefal-
Wand] a.; Kanten, Spitzen, Ränder a.; abgesto- len); dem Glauben, der Partei a. werden.
ßene Möbel; die Jacke ist an den Ellbogen abge- er ist in der Gefangenschaft völlig weg: die Strömung treibt das Schiff ab; der
abgestumpft; sie ist abgestumpft gegen alles Schwimmer wurde [vom Land] abgetrieben; der abtun: 1. (ugs.) (etwas a.) von sich tun, ablegen:
stoßen; <sich (Dativ) etwas a.) ich habe mir die den Hut, die Schürze, die Brille a. 2. a) (jmdn. a.)
Haut am Knöchel abgestoßen (abgeschürft). 3. ( Schöne. b) (jmdn., etwas a.) gefühllos, Wind hat den Ballon weit abgetrieben. b) vom
teilnahmslos machen: die Zeit im Gefängnis Weg, vom Kurs abkommen: der Schwimmer, das jmdn. geringschätzig behandeln, übergehen: sie
etwas a.) weg-, zurückstoßen: das Gewebe stößt hat mich arrogant abgetan; wer gute Noten hat,
das Wasser, den Schmutz ab; der Organismus hatte ihn abgestumpft. Boot treibt immer schneller ab; der Ballon ist
abstürzen: 1. aus großer Höhe herunterstürzen: nach Westen abgetrieben. 2. (landsch.) (Vieh a.> wird sofort [als Streber] abgetan. b) (etwas a.)
stößt das Spenderherz ab; Physik: Pole, seite schieben, keine Bedeutung beimessen: eine
Protonen stoßen sich [gegenseitig] ab. 4. (Kauf- der Bergsteiger stützte tödlich ab; das Flugzeug von der Hochweide zu Tal treiben: im Herbst trei-
ist abgestürzt. 2. (etwas stürzt ab) etwas fällt steil ben die Sennen die Kühe, die Herde [von der Sache kurz, rasch, obenhin a.; er tat meine Ein-
mannsspr.) (etwas a.) billig verkaufen, losschla- wände mit einer Handbewegung ab; sie haben
gen: Waren, einen Posten schnell, billig, mit Ver- ab: nach Norden zu stürzt der Berg steil ab. Alm] ab. 3. a) ([jmdn., etwas] a.) verhindern, daß
abstützen: 1. (etwas a.) durch Stützen sichern: eine Leibesfrucht ausgetragen wird: ein Kind, die meinen Plan als Hirngespinst, als undurchführ-
lust a. 5. (jmdn. a.) jmdm. widerwärtig sein, Ab- bar abgetan; (2. Part. in Verbindung mit sein) er-
scheu erregen: dieser Mensch, sein Benehmen eine Mauer, einen Stollen a.; übe rtr.: seine Be- Leibesfrucht a.; sie hat abgetrieben. b) (etwas a.)
hauptung durch Belege a. 2. (sich a.) einen festen abgehen lassen: Gallensteine, Würmer a. ledigt sein: die Angelegenheit war in 10 Minuten
stößt mich ab; (auch ohne Akk.) dieser Geruch abgetan; damit ist es noch nicht abgetan.
stößt ab; ein abstoßendes Äußeres; sie fühlte Halt finden: ich kann mich mit der Hand a. Abtreibung, die: Beseitigung der Leibesfrucht:
absuchen (etwas a.): 1. a) suchend wegnehmen, eine mißglückte A.; eine A. vornehmen, machen ( aburteilen (jmdn., etwas a.): verurteilen: die
sich von seinem Wesen abgestoßen. Angeklagten als Agenten a.
abstottern (ugs.) (etwas a.): a) in Raten bezah- absammeln: die Raupen [vom Kohl], die Beeren ugs.), hinter sich haben.
von den Sträuchern a. b) leer pflücken, sammeln: abtrennen: 1. (etwas a.) lostrennen, ab-, loslä- abverlangen (jmdm., sich, einer Sache etwas a.
len: sie stottern ihren Fernseher, das Auto ab. b) ): fordern, haben wollen: jmdm. einen hohen
abbezahlen: er muß drei Raten, 1000 DM a. die Sträucher waren alle abgesucht. 2. gründlich sen: den Ärmel, die Borte, die Knöpfe [vom
untersuchen, durchsuchen: er suchte nervös alle Kleid] a.; er trennte die Quittung, den Kassenzet- Preis a.; dem Motor, dem Wagen alles a.; der
abstrakt: 1. rein begrifflich, nicht konkret: ab- Kurs verlangt den Fahrern viel ab; das Ausfüllen
straktes Denken; Dinge ganz a. sehen, betrach- Taschen ab; die Polizei suchte mit Hunden das tel ab; (jmdm. etwas a.) (geh.) bei dem Unfall
Gelände ab; die Schießplätze wurden nach wurde ihm das Bein oberhalb des Knies abge- der Fragebogen wird Ihnen einige Mühe a.
ten; b i l d e n d e Kunst: nicht gegenständlich: abwägen (etwas a.): genau, prüfend bedenken,
abstrakte Malerei, Kunst; er malt a. 2. nur ge- Blindgängern abgesucht; er suchte mit den Au- trennt; ü b e r t r . : das Verfahren gegen den er-
gen den Horizont ab (ließ den Blick suchend über krankten Angeklagten wurde abgetrennt. 2. ( überlegen: einen Plan sorgfältig a.; er wägte/wog
dacht; unanschaulich: ein abstraktes Ziel; seine das Für und Wider, die Vorteile ab; wir haben
Antwort war zu a.; sich viel zu a. ausdrücken. den Horizont gleiten). jmdn., etwas a.) absondern, abteilen: ein Seil
absurd: unsinnig, sinnlos: ein absurder Ge- trennte die Zuhörer ab. die Gründe gegeneinander abgewogen/abge-
abstreichen: 1. (etwas a.) a) weg-, herunterstrei- wägt; sorgsam abgewogene Worte.
chen: den Schaum [vom Bier] a. b) durch Weg-, danke; das ist einfach a.; er fand die Situation a. abtreten: 1. eine bestimmte Stelle verlassen: die
abtasten: a) (jmdn., etwas a.) durch Betasten un- Soldaten traten ab; die Wache ist abgetreten; abwählen (jmdn., etwas a.): nicht wiederwählen:
Herunterstreichen von etwas säubern: er strich nicht mehr belegen: einen Vorsitzenden a.; ein
seine Schuhe an der Matte ab. 2. (etwas von et- tersuchen, absuchen: der Polizist tastete den T h e a t e r : die Bühne nach einem Auftritt verlas-
Mann nach Waffen ab; T e c h n i k : die Maschine sen: vom Beifall umrauscht, trat er ab. 2. sich zu- Schulfach in der Oberstufe a.
was a.) abziehen, tilgen: von einer Summe 100 abwälzen (etwas auf jmdn., auf etwas a.): von
Mark a.; von dem, was er sagt, muß man die hat die Lochstreifen abgetastet. b) (Boxen) (sich rückziehen, seinen Wirkungskreis verlassen: der
a.) vorsichtig, um den Gegner kennenzulernen, den Minister tritt ab; er trat sang- und klanglos [von sich schieben, aufbürden: die Schuld, die Verant-
Hälfte a. (darf man nur die Hälfte glauben). wortung, die Arbeit auf einen anderen a.; du hast
abstreifen: 1. (etwas a.> a) weg-, herunterstrei- Kampf beginnen: die Boxer tasteten sich in der der politischen Bühne] ab; übe rtr. (ugs.): er ist
ersten Runde ab. abgetreten (gestorben). 3. a) (etwas a.) durch häu- alle Kosten [von dir] auf mich abgewälzt.
fen: die Asche [von der Zigarre] a.; Beeren von abwandeln (etwas a.): leicht verändern, variie-
den Rispen a. b) durch das Weg-, Herunterstreifen abtauen: 1. <etwas taut ab) a) etwas taut, figes Begehen, Tragen abnutzen: den Teppich a.;
schmilzt weg: der Schnee, das Eis taut ab. b) et- er hat die Absätze abgetreten. b) (etwas tritt sich ren: ein Thema, ein Motiv [in immer neuen Va-
von etwas säubern: die Schuhsohlen a.; (sich (Da- riationen] a.
tiv) etwas a.> er streifte sich die Füße, die Schuhe was wird frei von Eis und Schnee: die Straßen ab; mit Umstandsangabe) etwas nutzt sich durch
tauen allmählich ab; die Scheiben sind abgetaut. Begehen, Tragen ab: der Teppich hat sich schnell abwandern: 1. a) (selten) los-, fortwandern: in
an der Matte ab. 2. (etwas a.) [herunterstreifend] der Frühe wanderten sie ab; Meteor.: das Tief,
von sich tun, ablegen: die Strümpfe, die Hand- 2. (etwas a.) von einer Eisschicht befreien: die abgetreten; die Absätze traten sich innerhalb we-
Windschutzscheibe, den Kühlschrank a. niger Wochen ab. 4. (etwas a.) a) [fest auftretend] der Hochdruckkeil wandert ab (zieht ab); Sport:
schuhe, den Rock, den Ring a.; die Schlange nach der Pause wanderten viele Zu-schauer ab (
streift ihre Haut ab; (jmdm., sich etwas a.) er hat Abteil, das: abgeteilter Raum in Eisenbahnwa- entfernen: den Schmutz, den Schnee a.; (sich (
gen: ein volles, überfülltes, leeres A.; ein A. 1. Dativ) etwas a.) ich habe mir vor der Hütte den verließen das Stadion). b) wegziehen, in einen
sich das nasse Zeug abgestreift; b i l d l . : Unar- anderen Bereich überwechseln: viele Menschen
ten, Vorurteile, Hemmungen a. 3. (etwas a.) su- Klasse, für Schwerbeschädigte, für Mutter und Schnee abgetreten. b) [durch festes Auftreten]säu-
Kind; dieses A. ist besetzt; ein A. reservieren. bern: die Schuhe, die Füße a.; (sich (Dativ) etwas wandern vom Land, aus den ländlichen
chend durchstreifen: sie streiften das Gelände Gebieten in die Stadt ab; in die Industrie, zur
nach Vermißten ab. abteilen: (etwas a.) abtrennen, in einzelne Teile a.) ich habe mir nicht die Schuhe abgetreten.
teilen: einen Raum durch einen Verschlag a.; in 5. überlassen, übertragen: a) (jmdm. etwas a.) Konkurrenz a.; Sport: einige Spieler sind zu
abstreiten: a) (etwas a.) zurückweisen, von sich anderen Klubs abgewandert. 2. (etwas a.> durch-
weisen, leugnen: seine Mittäterschaft a.; er hat einer abgeteilten Ecke der Wohnung. jmdm. seinen Platz, seine Eintrittskarte, etwas
Abteilung, die: 1. Teilbereich, selbständiger Teil vom Vorrat a.; ich habe ihm meine Ansprüche ab wandern: wir haben/sind den ganzen Schwarz-
vor Gericht alles abgestritten; er streitet ab, die wald abgewandert.
Tat begangen zu haben. b) (jmdm. etwas a.) ab- eines Ganzen: die chirurgische ‚ innere A.; A. für getreten. b) (etwas an jmdn., an etwas a.) ich
Haushaltswaren; durch die Abteilungen eines habe meine Rechte an ihn abgetreten; das Gebiet abwarten: 1. (jmdn., etwas a.) aufjmdn., auf et-
sprechen, bestreiten: das lasse ich mir nicht a.; sie was warten: etwas geduldig, ruhig, tatenlos a.;
stritten ihm diplomatisches Geschick nicht ab. Kaufhauses schlendern. 2. Truppeneinheit: A., mußte an das Nachbarland abgetreten werden.
marsch! /Kommando/; die A. rückt vorwärts. jmds. Antwort a.; er wartete einen günstigen Au-
abwärts 42 43
abzüglich

genblick ab; wir haben das Ende des Spiels nicht abgewichen (abgegangen). b) (von jmdm., von et- Ablehnung zum Ausdruck bringen: höflich, den Abzug einer Schußwaffe betätigen: die Hand-
abgewartet; den Briefträger a.; eine abwartende was a.) verschieden sein: ihre Ansichten weichen ärgerlich, ungeduldig a.; er hat gleich granaten a.; sie luden durch und zogen ab. 3. (et-
Haltung einnehmen; (auch ohne Akk.) wir wol- voneinander ab; diese Fassung weicht im Wort- abgewinkt. 2. (Sport) a) (etwas a.) durch Winken was a.) a) herausziehen, [saugend] entnehmen:
len noch a. (uns gedulden); warten wir noch ab, laut von der anderen ab; ihr Geschmack weicht beenden: ein Rennen a. b) (jmdn., etwas a.> durch Wasser a.; der Ventilator zieht den Rauch ab;
ob er tatsächlich kommt; ich wartete ab, bis ... 2. ( stark von dem der Mutter ab. Winken zum Anhalten bewegen: die Fahrer, die bildl.: Geld, Kapital [aus einem Land) a. b) ab-
etwas a.) auf das Ende von etwas warten: den Re- abweisen: a) (jmdn. a.>: nicht vorlassen, nicht zu Wagen (die Fahrer der Wagen) werden füllen: Wein, Most [auf Flaschen] a. 4. (etwas a.>
gen, das Unwetter a. sich lassen: einen Bettler [an der Tür] a.; die Se- abgewinkt. abrechnen, subtrahieren: zieh einmal 20 von 100
abwärts (Adverb): nach unten, talwärts: a. stei- kretärin wies die Besucher ab; er wurde höflich abwischen (etwas a.): a) durch Wischen entfer- ab!; diese Summe muß noch vom/(selten:) am
gen; der Weg führt a.; a. geneigt; b i l d l . : vom abgewiesen; sich nicht a. lassen; jmdn. abwei- nen: den Staub [vom Regal], das Blut a.; (jmdm., Lohn abgezogen werden; ü b e r t r . : von dem
Hauptmann [an] a. send behandeln. b) (etwas a.) ablehnen: ein Aner- sich etwas a.> sie wischte ihm den Schweiß [von ganzen Gerede kann man neunzig Prozent a.; (
abwaschen: 1. (jmdn., sich, etwas a.> mit Was- bieten höflich, kühl, entschieden a.; das Gesuch der Stirn] ab. b) durch Wischen säubern: den jmdm. etwas a.> wir ziehen ihnen den Vorschuß
ser [und Seife o. ä.] säubern: das Gesicht a.; sie wurde abgewiesen; das Gericht hat die Klage ab- Tisch a.; die Hände an der Hose a.; (jmdm., sich ab. 5. (etwas a.) schärfen: ein Messer auf einem
wuschen das Geschirr ab; (auch ohne Akk.) wir gewiesen; jede Hilfe a. c) (jmdn, etwas a.> abweh etwas a.> sich die Nase mit, an einem Tuch a. Stein, eine Rasierklinge a. 6. (Handw.) (etwas a.)
müssen noch a. (Geschirr spülen); (jmdm., sich et- ren: die Angreifer, einen Angriff a. abwürgen: (etwas a.) zum Erliegen bringen, zu- glätten, abhobeln: ein Brett a.; das Parkett, den
was a.) die Mutter wusch dem Kind das Gesicht abwenden: 1. (sich, etwas a.> nach einer ande- nichte machen: ein Gespräch, einen Streik, die Fußboden [mit einer Klinge, mit Stahlspänen] a.
ab. 2. (etwas a.) wegwaschen: Schmutz, Farbe a. ren Seite wenden: den Blick, die Augen, den Kopf Diskussion, die Opposition a.; er hat den Motor 7. (Fot.) (etwas a.> einen Abzug machen: Bilder
abwechseln <sich, einander a.>: a) sich bei et- a.; er wandte/wendete sich rasch, schweigend, abgewürgt (ugs.; durch unsachgemäßes Bedienen vom Negativ a. B. (Druckw.) einen Abdruck ma-
was ablösen, wechseln: sich bei der Arbeit, in der angewidert ab; ü b e r t r . : er hat sich [innerlich] zum Stillstand gebracht). chen; vervielfältigen: einen Druckstock a.; einen
Pflege des Kranken a.; die Fahrer wechseln sich von seinen Freunden abgewendet/abgewandt abzahlen (etwas a.): a) in kleinen Beträgen zu- Text 100mal a. und verteilen; das Plakat soll [in
ab. b) im Wechsel aufeinander folgen: Regen und (abgekehrt). 2. <etwas a.> abwehren, abweisen: rückzahlen: seine Schulden, ein Darlehen a.; er 50 Exemplaren] abgezogen werden. 9. (Kochk.) (
Sonne, Freud und Leid wechseln sich ab; ab- eine Niederlage, Katastrophe, einen Schaden, zahlt monatlich 100 Mark ab. b) in Raten bezah- etwas mit etwas a.) verrühren und dadurch eindik-
wechselnd lachen und weinen. ein Unheil a.; er wendete die Gefahr von seinem len: das Auto, den Kühlschrank a. ken: eine Suppe mit einem Ei a. 10. (geh.) (etwas
Abwechs[e]lung, die: Unterbrechung des Ei- Land ab; den Krieg a. (verhindern). abzählen: a) (jmdn., etwas a.) zählen, die Anzahl a.> ableiten: Regeln, Erkenntnisse a. 11. (ugs.) (et
nerleis: eine willkommene, erfreuliche, ange- abwerfen: 1. <etwas a.> [aus großer Höhe] herun- feststellen: Schrauben, Knöpfe a.; die Anwesen- -was a.) routinemäßig durchführen, erledigen: ein
nehme A.; A. in etwas bringen; das Leben hier terwerfen: Bomben, Flugblätter a.; die Ballon- den a. b) Gruppen bilden, indem bis zu einer be- Programm, eine Party a.; der Schauspieler hat
bietet keine Abwechslungen; keine A. haben; zur fahrer werfen Ballast ab. 2. (jmdn., etwas a.) von stimmten Anzahl gezählt wird: abzählen! /militär. seine Rolle abgezogen. 12. a) abrücken, abmar-
A. (um einmal etwas anderes zu machen) mal al- sich werfen, von sich tun: den Mantel a.; der Reh- Kommando/; zu zweien a.; die Schüler mußten schieren: die Wache zieht ab; die Truppen sind
lein verreisen; für A. sorgen. * (ugs.:) die Ab- bock wirft das Geweih ab; das Pferd hat den Rei- a. c) (etwas a.) zählend wegnehmen: 10 Zigarren aus den Stellungen, an die Front abgezogen; die
ter abgeworfen; K a r t e n s p i e l : eine Karte, den a.; das Fahrgeld ist abgezählt (passend) bereitzu-
wechslung lieben (häufig die Liebhaber, die Demonstranten konnten ungehindert a. b) (ugs.)
Freundinnen wechseln). König a. (ablegen); b i l d l . : das Joch der Unfrei- halten. weg-, davongehen: der Bettler zieht mißmutig,
Abweg (in der Wendung> auf Abwege geraten: heit, die Schmach a. 3. (etwas wirft etwas ab) et- Abzahlung, die: a) Zurückzahlung: sich mit der enttäuscht, mit leeren Händen, unverrichteter-
in sittlicher Hinsicht auf falschem Wege sein. was bringt einen bestimmten Gewinn: Ertrag, Zin- A. des Darlehens Zeit lassen. b) Ratenzahlung: dinge ab; der kleine Junge zog strahlend ab; zieh
abwegig: seltsam, merkwürdig, unsinnig: ein sen, Gewinne a.; die Sache wirft nicht viel ab. ein Auto auf A. kaufen. ab! (verschwinde!). 13. (etwas zieht ab> etwas
abwegiger Gedanke; dieser Verdacht ist einfach abwerten <etwas a.>: a) die Kaufkraft von etwas abzapfen (etwas a . ) zapfend entnehmen: Wein, zieht weg: der Dampf zieht in Schwaden, durch
a.; sie hielt den Vorschlag für a. herabsetzen: den Dollar a.; der Franc wurde um Bier a.; (jmdm. etwas a.> jmdm. Blut a. (ugs.; ei- den Schornstein ab; das Wasser kann nicht a. (
Abwehr, die: 1. a) innerer Widerstand, Ableh- 10% abgewertet. b) in seinem Wert, in seiner nen Aderlaß vornehmen); ü b e r t r . (ugs.): jmdm. abfließen, absickern); die Wolke, das Gewitter,
nung: auf A. stoßen; er spürte ihre stumme, Bedeutung herabsetzen: Ideale a.; sein Vortrag Geld a. (abnehmen). das Tief zieht ab. 14. (Sport; ugs.) plötzlich
feindliche A. b) das Abwehren: die rechtzeitige A. wurde als zu unwissenschaftlich abgewertet; eine Abzeichen, das: a) Plakette, Anstecknadel: ein wuchtig schießen: der Torjäger zog entschlossen
der Gefahr. c) Verteidigung: die feindliche A. war abwertende Bemerkung. A. des Vereins; ein A. kaufen, anstecken, tragen, ab.
gering; sich in der A. befinden. 2. (militär.) Ge- a b w e s e n d : 1. nicht anwesend: der abwesende verlieren; sich mit einem A. als Delegierter aus- abzielen (auf jmdn., auf etwas a.): hinzielen,
heimdienst, der Gegenspionage treibt: die A. hat Geschäftsführer; er ist dienstlich, in Geschäften weisen. b) (geh.) Erkennungszeichen, Attribut: er richten: er zielte mit seiner Rede auf die Miß-
versagt; in der A. arbeiten. 3. (Sport) a) die vertei- a.; s u b s t . : die Abwesenden benachrichtigen. 2. trug die A. der Abtswürde. stände in der Partei ab; seine Worte zielten dar-
digenden Spieler einer Mannschaft: eine tiefge- in Gedanken verloren: mit abwesendem Blick, abzeichnen: 1. (etwas a.) zeichnend nachbilden: auf ab, ihr Mitgefühl zu erregen; ihre Andeutun-
staffelte A.; die englische A. war erschreckend Gesichtsausdruck; er war ganz a.; a. lächeln. ein Haus, eine Blume, ein Muster [von einer Vor- gen zielten eindeutig auf ihn ab.
unsicher; die A. organisieren. b) Abwehraktion: Abwesenheit, die: 1. das Abwesendsein: nach lage] a. 2. (etwas a.> mit seinem Namenszeichen Abzug, der: 1. a) das Abziehen, Entnehmen: der
eine glänzende, riskante, verunglückte (ugs.) A. langer, kurzer A.; während, in meiner A.; für die versehen, als gesehen kennzeichnen: ein Schrei- A. des Kapitals. b) Abfüllung: beim A. gehen 2 bis
abwehren: a) (jmdn., etwas a.) abschlagen, zu- Dauer seiner A. einen Vertreter bestellen; in A. ben, eine Mitteilung a.; er zeichnete den Wisch 3% des Volumens des Weins verloren. 2. a) Ab-
rückschlagen: den Feind, den Angreifer a.; der des Chefs, des Meisters, von Herrn Krause; ab, ohne ihn zu lesen. 3. (etwas zeichnet sich ab> rechnung: bei Barzahlung wird ein A. von 5 v. H.
Angriff wurde erfolgreich abgewehrt; S p o r t : ei- übertr.: die A. (das Fehlen) störender Einflüsse, etwas hebt sich ab, ist [in Umrissen] erkennbar, gewährt; die Preise verstehen sich bar, ohne A.;
nen Elfmeter, einen Satzball a.; (auch ohne Akk.) von Fanatismus. 2. geistiges Abwesendsein: aus wird sichtbar: der Baum zeichnet sich gegen den nach A. der Unkosten blieb kaum ein Gewinn.
der Torhüter hat abgewehrt. b) (jmdn., etwas a.) seiner A. aufschrecken, wieder zu sich kommen; Himmel, vom Himmel ab; die Gestalt zeichnete b) Steuer, Abgabe: einmalige, monatliche Ab-
fernhalten: einen Besucher, Neugierige, Fliegen er saß in völliger A. da. * (iron.) durch Abwesen- sich vor den erleuchteten Fenstern ah; auf seiner züge; meine Abzüge sind sehr hoch; die Abzüge
[von jmdm.] a. c) (etwas a . ) abwenden: Unheil, heit glänzen (nicht zugegen sein). Backe zeichneten sich zwei Striemen ab; errechnen. 3. Hebel zum Auslösen des Schusses:
eine Gefahr a.; das Schlimmste konnte gerade abwickeln: 1. (etwas a.) herunterwickeln, wik- ü b e r t r . : eine Tendenz, eine Entwicklung, das sein Finger berührte den A., lag am A. des Ge-
noch abgewehrt werden. d) (etwas a.) abweisen, kelnd abnehmen: Garn, einen Faden, ein Kabel [ Ende begann sich abzuzeichnen. wehrs; er hatte den Finger am A., spielte mit dem
von sich weisen: einen Gedanken, einen Vorwurf, von der Rolle] a.; (jmdm., sich etwas a.> er wik- abziehen: 1. (etwas a.) a) ziehend entfernen, A. 4. (Fot.) das von einem Negativ entwickelte
einen Verdacht a.; er wehrte den Dank kühl ab; kelte sich den Verband ab. 2. a) (etwas a.) ausfüh- weg-, herunterziehen: den Ring a.; er zog den [ Bild: einen A. machen; wieviel Abzüge wün-
(auch ohne Akk.) bescheiden, höflich, entschie- ren, erledigen: Geschäfte, einen Auftrag a.; die Zünd]schlüssel ab; die Haut von den Tomaten schen Sie? 5. (Druckw.) Abdruck: die Abzüge
den wehrte er ab; abwehrend hob er die Hand. ' Veranstaltung konnte ohne Störungen abgewik- a.; die Mutter zieht das Bettzeug ab; (landsch.:) korrigieren. 6. Vorrichtung, Öffnung, durch die
abweichen: a) (etwas a.) aufweichen und ablö- kelt werden. b) (etwas wickelt sich ab) etwas läuft den Hut, das Kopftuch, die Schürze a. (abneh- et-was abziehen kann: über dem Herd befindet
sen: ein Etikett (von der Flasche), die Briefmarke ab: das Programm wickelte sich reibungslos ab; men, ablegen). b) durch das Weg-, Herunterziehen sich ein A. für den Rauch; ein A. für Abgase. 7.
a. b) (etwas weicht ab) etwas weicht auf und löst der Berufsverkehr wickelt sich flüssig ab. von etwas frei, leer machen: Tomaten, Pfirsiche Ab-marsch: Rückzug: der A. der Truppen erfolgt
sich ab: das Plakat ist abgeweicht. abwiegen (etwas a.): [von etwas wegnehmen a.; die Betten a.; (einem Tier etwas a.) sie haben im Herbst; jmdm. freien A. zusichern,
°abweichen: a) (von etwas a.> sich von etwas und] wiegen: Apfel, Kartoffeln, die Zutaten a. dem Hasen das Fell abgezogen (haben ihn abge- gewähren; den A. der Besatzung fordern. B. das
entfernen: das Flugzeug wich vom vorgeschriebe- abwimmeln (ugs.) <jmdn., etwas a.> abweisen: balgt)• c) (militär.) zurückziehen: Truppen aus ei- Wegziehen: nach dem A. der Gewitterfront, des
nen Kurs ab; b i l d l . : vom rechten Weg a.; einen Auftrag a.; der Vertreter ließ sich nicht a. nem Frontabschnitt in einen anderen a.; die Re- Tiefs. * (Papierdt.:) etwas in Abzug bringen (
ü b e r t r . : er ist in keinem Punkt von seinem Plan abwinken: 1. [mit einer Handbewegung] seine gierung wurde aufgefordert, die Panzer, die Ra- abziehen): die Unkosten in A. bringen.
keten aus dem Land abzuziehen. 2. ([etwas] a.>
abzüglich (Kaufmannsspr.) <Präp. mit Gen.>:
abzweigen 44
45
Affe
tun/erklären: a) (im Mittelalter aus der weltlichen haben; er hat die A. vor dem Leben verloren; Ader, die: 1. Blutgefäß: blaue Adern; die Adern
vermindert um, ohne: a. der Unkosten, des ge- und kirchlichen Gemeinschaft ausschließen). b) (
währten Rabatts; (ein folgendes alleinstehendes, keine A. für jmdn. empfinden, hegen (geh.); er schwellen, treten an den Schläfen hervor, klop-
geh.; aus einer Gemeinschaft ausschließen). ' erfreut sich allgemeiner A.; der Sohn tat dies aus fen; eine A. abbinden, bei der Operation abklem-
stark gebeugtes Substantiv im Singular bleibt ge- Acht, die (nur in bestimmten Wendungen, als
wöhnlich ungebeugt) a. Rabatt. A. vor seinen, gegen seine Eltern; bei aller A. vor men, unterbinden; jmdm. stockt, erstarrt, gerinnt
Substantiv verblaßt und daher meist klein ge- den Ärzten ...; er ist in unserer A. gestiegen, ge-
abzweigen: I. a) (etwas zweigt ab; gewöhnlich schrieben> etwas außer acht lassen, (selten:) etwas
[vor Schreck] das Blut in den Adern (jmd. ist sehr
mit Umstandsangabe> etwas geht seitlich ab, führt fallen, gesunken; mit A. von jmdm. sprechen; erschrocken); jmdm. kocht das Blut in den Adern
aus der, aus aller A. lassen (nicht beachten): er hat jmdm. mit der schuldigen A. begegen. 2. a) (jmd. ist stark erregt, sehr zornig, wütend);
in eine andere Richtung: die Straße zweigt am alle Warnungen außer acht gelassen • etwas in
Ortsausgang, nach links, zum Dorf, vor dem nungl: A. (Vorsicht), Stufe!; A., Hochspannung! ü b e r t r . : a) (Bergmannsspr.) Erzgang: sie stie-
acht nehmen (vorsichtig, sorgsam behandeln): b) /Aufforderung, auf etwas zu achten/: A. (auf- ßen auf eine [ergiebige] A. b) (Biol.) Blattrippe:
Wald, in Richtung Norden ab; von diesem Weg nimm das kostbare Geschirr in acht! • sich in
zweigte ein schmaler Pfad ab. b) (etwas zweigt passen!), Aufnahme! c) /militär. Ankündigungs- die Adern des Blattes. c) (Technik) stromführen-
acht nehmen (vorsichtig sein, aufpassen): bei kommandol: A., präsentiert das Gewehr! * (ugs.: der Teil eines Kabels: dieses Kabel hat zehn
sich ab) etwas gabelt sich: am Ortsende zweigt dem feuchten Wetter muß man sich sehr in acht
sich die Straße ab. c) (veraltend) (von etwas a.) ) alle Achtung! /Ausruf der Bewunderung/. Adern. 2. (gewöhnlich in Verbindung mit haben)
sich von etwas entfernen: die anderen waren von
nehmen. achtzig (Kardinalzahl): 80: es waren nur a. [Per- a) Anlage, Begabung: eine künstlerische, poeti-
achtbar (geh.): a) geachtet, ehrbar: ein Kind sonen] anwesend; er ist a. [Jahre alt]; a., mit a. sche, musikalische A. haben. b) Veranlagung, We-
unserem Weg abgezweigt. 2. (ugs.) (etwas a.> bei achtbarer Eltern; ein achtbarer Geschäftsmann;
seite bringen: einen Teil des Geldes zweigt er [für (ugs.; 80 Stundenkilometern) fahren. * (ugs.:) auf sensart: er hat eine großzügige, masochistische
er befindet sich in achtbarer Stellung. b) anerken- achtzig kommen (wütend werden) • (ugs.:) auf A.; seine Tochter hat eine leichte A. (neigt zum
Neuanschaffungen, zur Schuldentilgung] ab; ich nenswert: 2:3 ist ein achtbares Resultat; er hat
habe ein paar Flaschen für uns abgezweigt. achtzig sein (wütend sein) - (ugs.:) jmdn. auf acht Leichtsinn); er hat keine A. (keinen Sinn) für ... *
abzwingen (jmdm., sich, einer Sache etwas a.):
sich a. geschlagen, seine Rolle a. gespielt. -zig bringen (wütend machen). (geh.:) sich (Dativ) die Adern öffnen (durch Off-
achte (Ordinalzahl): 8.: er ist der a. (der Reihe ächzen: mit gepreßt klingendem Laut ausatmen: nen der Pulsader Selbstmord begehen) • jmdn.
abnötigen, abverlangen: dem Gegner Bewunde- nach); der a. von rechts; das a. Schuljahr; der a.
rung a.; jmdm. ein Versprechen, ein Zugeständ- laut, unter einer schweren Last, vor Anstrengung zur Ader lassen: a) (veraltet) (jmdm. Blut
Januar; s u b s t . : er ist der Achte (der Leistung ä.; ächzend richtete er sich auf; ü b e r t r . : die abzapfen).
nis a.; sie zwang sich ein Lächeln ab. nach) in der Klasse; heute ist der Achte (8. Tag
ach: I. (Interj.): ach nein!; ach ja!; ach, das tut Dielen ächzten unter seinen Schritten. b) (jmdm. Geld abnehmen).
des Monats); sie spielten die Achte (8. Sinfonie). Acker, der: 1. für den Anbau genutzte Bodenflä- adlig: 1. dem Adel angehörend: eine adlige
mir leid!; ach Gott!; ach, du lieber Gott!; ach, du achten: 1. (jmdn., etwas a . ) Achtung entgegen-
lieber Himmel!; ach, wie schade!; ach, das freut che: ein fruchtbarer, ertragreicher, lehmiger A.; Dame, Familie; von adliger Abstammung sein;
bringen, respektieren: das Gesetz, das Alter, die die Äcker liegen brach, dampfen; einen A. be- er ist a. [geboren]. 2. (geh.) vornehm, edel: eine
mich aber; ach, das ist mir neu; ach, du bist's; Gefühle anderer a.; [die] Vorfahrt a.; er wird von
ach, sagen Sie mal!; ach, laß mich doch in Ruhe!; bauen, bestellen, bewirtschaften, pflügen, eggen, adlige Gesinnung; ihr Gesicht ist a.
allen [als Forscher] geachtet; der Politiker ist we düngen. 2. /ein altes Feldmaß/: 10 Acker Land.
ach was!; ach wo!; ach so! II. (Partikel) -gen seiner Gesinnung bei allen sehr geachtet. Adresse, die: 1. Anschrift: die A. ist, lautet ...;
/verstärkend/: die ach so schnell vergangene ackern: a) (veraltend) ([etwas] a.> pflügen: der die A. ist unleserlich; das Viertel ist eine gute,
2. beachten, Aufmerksamkeit schenken: a) (auf Bauer ackert [das Feld]. b) (ugs.) schwer arbeiten, teure A. (Wohngegend); die A. angeben, schrei-
Ferienzeit; das ach so beliebte Thema. * ach und jmdn., auf etwas a.) er achtete nicht auf die Pas-
weh schreien (jammern und klagen). sich plagen: sie ackert für die Prüfung; er hat ben, [auf einem Zettel] notieren, erfragen, erfah-
santen; wir hatten nicht auf das heranziehende schwer geackert, um sein Ziel zu erreichen. ren, nicht kennen, wissen; er hinterließ seine A.;
Ach (in der Wendung> (ugs.:) mit Ach und
Krach: mit Mühe und Not, gerade noch: er hat die
Gewitter geachtet; er sprach weiter, ohne auf die ad acta (in der Wendung) etwas ad acta legen: ich wechsle oft meine A. (meinen Aufenthaltsort);
Zwischenrufe zu a.; achten Sie nicht auf ihn!; sie zu den Akten legen: ein Schriftstück, einen Vor-
Prüfung mit Ach und Krach bestanden. Achse, achtet sehr auf ihr Äußeres, auf ihre Kleidung. jmdm. seine A. geben; eine A. im Telefonbuch
die: 1. Teil, das zwei nebeneinanderliegende gang ad acta legen; übe rtr.: wir können die Sa- suchen, nachsehen; an welche A. ist der Brief ge
b) (geh. veraltend) (jmdn., einer Sache a.) er ach- che ad acta legen (als erledigt betrachten). richtet, soll ich den Brief schicken?; ein Paket
Räder eines Fahrzeugs verbindet: eine feste, starre tete nicht des Schmerzes; wir hatten nicht des
A.; die A. hat sich heißgelaufen, ist gebrochen; Adam (in den Wendungen) (ugs.:) seit Adams mit einer A. versehen; ü b e r t r . : die Drohung ist
Weges geachtet. c) (geh. veraltend) (jmdn., etwas Zeiten, Tagen (seit je, solange man denken kann) ( an die A. der Aggressoren gerichtet (richtet sich
der Wagen sinkt bis an die Achsen im Schlamm a.) er achtete nicht die Gefahr, die Mühe; ... ohne
ein; ein Zug mit, von 80 Achsen (Rad-paaren). 2. ugs.:) etwas stammt von Adam und Eva (etwas ist an sie); unsere Bank ist eine erste A. (ein
die Kälte zu a. 3. (auf jmdn., auf etwas a.> uralt) • (ugs.:) bei Adam und Eva führen-des Unternehmen); das Unternehmen
gedachte Mittellinie, um die eine Drehbewegung sen, achtgeben: er achtet genau, streng, scharf
stattfindet: die Erde dreht sich um ihre A.; der anfangen/beginnen (bei seinen Ausführungen weit gehört zu den ersten Adressen (fihrenden
darauf, daß seine Anordnungen befolgt werden; ausholen) . der alte Adam (die alten Schwächen, Firmen) auf diesem Sektor. 2. (geh.) a)
Mann drehte sich um seine eigene A. und brach der Chef achtet sehr auf Pünktlichkeit; würden
zusammen. * (ugs.:) auf [der] Achse sein ( Gewohnheiten eines Mannes): er versucht, den schriftliche Willenskundgebung: die Regierung
Sie einmal auf das Kind a.? 4. (geh. veraltend) ( alten A. auszuziehen (ein neuer Mensch zu lehnte es ab, diese A. entgegenzunehmen. b)
unterwegs sein): als Vertreter ist er ständig auf A. jmdn., etwas a.; mit Artangabe mit für> halten
Achsel, die: a) Schulter[gelenk]: die Achseln werden); der alte A. regt sich wieder in ihm. offizielles Gruß- oder Dank-schreiben: eine A. an
hochziehen, fallen lassen; etwas unter die A.
für: jmdn. für verloren, ehrlich a.; sie achtete ihn Adam Riese (in der Wendung) nach Adam einen Parteitag richten; der Leiter des
für einen Wohltäter. Riese (ugs. scherzh.): richtig gerechnet: nach Kongresses verlas die A. der Regie-rung. * (ugs.:
klemmen; unter der A. Fieber messen. b) Achsel- ächten: a) (jmdn. ä.> (im Mittelalter) aus einer
höhle: die Achseln ausrasieren; in der A. Fieber Adam Riese macht das 10 Mark. ) sich an die richtige Adresse wenden (sich an die
Gemeinschaft ausstoßen: die Abtrünnigen wur- Adamskostüm (in der Wendung) im Adams- zuständige Stelle wenden) • (ugs.:) an die
messen. * jmdn., etwas über die Achsel ansehen den geächtet. b) (jmdn., etwas ä.> verdammen: die
(auf jmdn., etwas herabsehen) . die Achsellnl, mit kostüm (ugs. scherzh.): nackt: er war im A. ade falsche/verkehrte Adresse kommen/geraten (an
den Achseln zucken (mit einem Hochziehen der
Todesstrafe ä.; das Land wurde wegen seiner (veraltet, noch landsch.) (Adverb>: auf Wie- den Unrechten kommen, scharf abgewiesen
Rassenpolitik geächtet. dersehen!: er sagte ihm a.; wir mußten uns a. sa- werden): damit bist du bei mir an die falsche A.
Schultern zu verstehen geben, daß man etwas nicht achtgeben (auf jmdn., auf etwas a.): aufpassen:
weiß, nicht versteht). gen. * einer Sache ade sagen (etwas aufgeben): wir gekommen.
auf die Kinder, auf das Gepäck a.; man muß ge- haben dieser Politik a. gesagt.
acht (Kardinalzahl): 8: es sind a. Mann, wir sind nau, gut a., daß nichts passiert; (auch ohne Präp.- Affäre, die: a) [unangenehme] Angelegenheit, [
zu acht, (ugs.:) zu achten, (geh.:) unser acht; es ist Adel, der: 1. a) aristokratische Oberschicht; peinlicher] Zwischenfall: eine dunkle, peinliche,
Ob).> wenn er nicht achtgibt, wird er sich erkäl- Adelsstand: der A. stand auf der Seite der Krone; ärgerliche, schlimme, üble A.; die A. um den
a. [Uhr]; um Punkt a.; es schlägt eben a.; ein Vier ten; gib acht! (Vorsicht!; paß auf.).
tel vor/(seltener: auf), nach a.; halb a.; er kommt die Söhne des englischen Adels; dem hohen, Vorsitzenden; die A. Jürgen H.; eine A. beilegen,
achthaben: a) (geh.) (auf jmdn., auf etwas a.> niedrigen A. angehören; R: A. verpflichtet. b) aus der Welt schaffen; jmdn. in eine A. hineinzie-
gegen a.; er wird, ist heute a. [Jahre alt]; seit a. aufpassen, auf etwas achten: auf die Kinder, auf
Tagen; die Mannschaft gewann a. zu vier; a. und Adelsfamilie: verarmter A.; er stammt aus altem hen, verwickeln. b) (veraltend) Liebschaft, Ver-
die Sachen a. b) (geh. veraltend) (jmds., einer Sa- A. 2. Adelstitel: erblicher, persönlicher A.; den hältnis: er hat eine A. mit ihr gehabt; seine Affä-
eins ist, gibt, macht neun; s u b s t. : eine A. malen, che a.) beachten: sie hatten des Weges nicht acht-
auf dem Eis laufen, schießen; die A. (ugs.; [Stra- A. verlieren, anerkennen, erwerben, ablegen. 3. ( ren waren allgemein bekannt. c) Angelegenheit,
ßen]bahn, Omnibus der Linie 8) fährt zum Haupt-
gehabt. geh.) Vornehmheit, Würde: innerer, geistiger, me Sache: das ist eine A. von höchstens zwei Stun-
Achtung, die: 1. Hochschätzung, Respekt: das nschlicher A.; der A. des Herzens, der Arbeit. den, von tausend Mark. * sich aus der Affäre zie-
bahnhof; er hat eine A. im Hinterrad (ugs.; es ist
in Form einer Acht verbogen).
gebietet die gegenseitige A.; jmdm. A. einflößen adeln: 1. (jmdn. a.) in den Adelsstand erheben: er hen (mit Geschick aus einer [unangenehmen] Si-
(geh.), erweisen; er brachte ihm nicht die nötige wurde für seine, wegen seiner Verdienste geadelt.
'Acht, die: im Mittelalter ausgeübte Praxis des A. entgegen; [sich] die besondere A. der Kollegen 2 • (geh.) (etwas adelt jmdn., etwas) etwas verleiht tuation herausgelangen): der Minister hat sich [
Ausschlusses einer Person vom Rechtsschutz: über erwerben, ihre A. genießen; sich A. zu verschaf- j mdm., einer Sache Würde oder Vornehmheit: klug, geschickt, noch rechtzeitig, mit Anstand]
jmdn. die A. verhängen, aussprechen; der König fen suchen; eine hohe A. vor dem Richterstand aus der A. gezogen.
belegte ihn mit der A. * jmdn. in Acht und Bann diese Gesinnung adelt ihn. Affe, der: 1. /ein Tier/: die Affen klettern auf
den Bäumen herum; sich wie ein wildgeworde-
ner A. benehmen (ugs.); im Zoo die Affen füt-
Affekt 46
47 Alkohol
starke, verblüffende, geringe, auffallende, ent- Aktie, die: /ein Wertpapier/: alte, junge Aktien; mannschaft; ihre aktuelle LP; aus aktuellem An-
tern; der Mensch stammt vom Affen ab; R (ugs.): fernte A.; die A. drängt sich mir auf; zwischen ih- eine A. über, zu 100 Mark; die Aktien steigen,
[ich denk',] mich laust der A.! (das überrascht laß; modisch a.; diese Fragen werden wieder a.;
mich sehr). 2. (ugs.) dummer oder eitler Mensch nen besteht keine A.; er hat (in seinem Wesen] fallen, stehen gut, sind stabil; das Unternehmen das ist nicht mehr a.; M o d e : die aktuellen Som-
/oft als Schimpfwort/: so ein eingebildeter A.!; viel A. mit ihm; eine gewisse A. feststellen. gibt neue Aktien aus; Aktien abstoßen, besitzen; merfarben; Langhaarfrisuren sind nicht mehr a.
Ahnung, die: a) Vorgefühl: eine dunkle, dü- er legte sein Vermögen in Aktien an; ü b e r t r . ( akut: 1. unvermittelt auftretend, im Augenblick
mit den Affen wollen wir nichts zu tun haben. 3. ( stere, böse A.; eine A. von dem kommenden Un- ugs.): wie stehen die Aktien? (wie geht's?); die
ugs.) Tornister: der A. drückt mich; den A. pak- herrschend, vordringlich: eine akute Frage; das
heil haben; eine A. steigt in mir auf, befällt mich, Aktien stehen gut, schlecht (es geht gut, schlecht). bildet eine akute Bedrohung für den Weltfrie-
ken, umnehmen, abschnallen. * (ugs.:) einen Af- überkommt mich; seine Ahnungen haben sich er- * (ugs. :) jmds. Aktien steigen (jmds. Aussichten auf den; akute Lebensgefahr; dieses Problem wird
fen [sitzen] haben (betrunken sein) • (ugs.:) sich ( füllt, sich bestätigt, haben ihn nicht getrogen; ich Erfolg werden besser).
Dativ) einen Affen kaufen/antrinken (sich betrin- jetzt a. (muß behandelt, gelöst werden); die Ge-
habe da so eine A., als ob man uns hereinlegen Aktion, die: 1. gemeinschaftliche Unterneh- fahr ist nicht a. (drohend). 2. (Med.) plötzlich auf-
ken) . (ugs.:) seinem Affen Zucker geben (sein will. b) intuitives Wissen, Vermutung: haben Sie mung; Maßnahme: eine gemeinsame, gewalt-
Steckenpferd reiten, über sein Lieblingsthema im- tretend und heftig verlaufend: eine akute Blind-
eine A. (wissen Sie), wo er ist?; [ich habe] keine freie, großangelegte A.; eine konzertierte (ge- darmentzündung; die Krankheit ist a.
mer wieder sprechen) (ugs.:) vom wilden/tollen
Affen gebissen sein (verrückt, von Sinnen sein) • A.! (ich weiß es nicht); hast du eine A.! (ugs.; meinsame) A.; eine A. zugunsten krebskranker Akzent, der: 1. Betonungszeichen: auf dem e ist
wenn du wüßtest!); sie hat keine A., wie das Kinder; (in Namen von Verbänden u. ä.:) A. Süh ein A.; einen A. richtig, falsch setzen; einen
(ugs.:) nicht um einen Wald voll/von Affen (auf passieren konnte; er hat kaum eine, [absolut] nezeichen; die A. kommt nicht in Gang, wird ein-
gar keinen Fall) . (ugs.:) wie ein Affe auf dem Buchstaben mit einem A. versehen. 2. Betonung:
keine, keine blasse, nicht die gestellt; sie starteten eine militärische A. gegen der A. liegt auf der zweiten Silbe; die Stammsilbe
Schleifstein ]da]sitzen (sitzend eine unglückliche geringste/leiseste/mindeste/entfernteste A. von die Aufständischen; eine A. (für den Frieden]
Figur machen). trägt den A. 3. Tonfall, Färbung, Aussprache: sein
Mathematik (er weiß kaum et-was, nichts, planen, einleiten, durchführen, abbrechen. 2. französischer A. war unverkennbar; mit hartem,
Affekt, der: heftige Erregung: Affekte auslösen, überhaupt nichts von Mathematik). Handlung, Tätigkeit: sie beobachtete seine Ak-
hervorrufen; im A. handeln; eine im A. began- starkem, leichtem, fremdem, ausländischem A.
ahnungslos: nichts ahnend; völlig unwissend: der tionen; tagelang ging von ihm keine A. aus. * in sprechen; er sprach ohne jeden A.; sie ist durch
gene Straftat; Mord im A. ahnungslose Besucher; er war a.; stellte sich a.; Aktion (in Tätigkeit): in A. setzen, treten; er ist,
affektiert: gekünstelt, geziert, unnatürlich: ein ihren A. aufgefallen, hat sich durch ihren A. ver-
kam ganz a. herein. befindet sich in voller A. raten. 4. Schwerpunkt, Nachdruck; Gewicht: die
affektierter Mensch; ein affektiertes Benehmen; Ähre, die: Blüten- und Fruchtstand von bestimm- aktiv: 1. a) tatkräftig, rührig, eifrig: eine sehr ak-
sehr a. sein; a. sprechen; sich a. geben. Akzente haben sich verschoben; [neue] Akzente
ten Getreidepflanzen: reife, taube, volle, schwere, tive Dame; aktive Mitarbeit gewünscht!; der alte setzen ([neue] Hinweise, Anregungen geben); ei-
Agent, der: 1. in staatlichem Geheimauftrag ar- goldene (geh.) Ahren; Ahren lesen. Herr ist noch sehr a. b) selbst in einer Sache tätig.
beitender Spion: er ist, arbeitet als A.; die Tätig- nem Gespräch einen scharfen A. geben; die Sa-
akklimatisieren (sich a.): sich an fremde Kli- sie ausübend: ein aktiver Teilnehmer; aktives che bekommt dadurch einen anderen A.
keit der Agenten; Agenten einschleusen, über- maverhältnisse anpassen: die Sportler mußten Wahlrecht (das Recht, selbst zu wählen); aktiver (
führen, entlarven, unschädlich machen, verhaf- akzeptieren 1. (etwas a.): annehmen, billigen:
sich in Mexiko erst a.; ü b e r t r . : der Neue hat vom Sprecher tatsächlich verwendeter) Wort- einen Vorschlag, eine Entscheidung, einen Preis,
ten; einen Agenten auf jmdn. ansetzen. 2. Vertre- sich bei uns leicht, schnell akklimatisiert; ich schatz; aktive Handelsbilanz (Bilanz, bei der der
ter, Vermittler: er ist A. einer großen Versiche- ein Angebot, Bedingungen [als Verhandlungs-
muß mich erst noch an den rauhen Ton a. ' Wert der Ausfuhr den der Einfuhr übersteigt); sie grundlage] a.; eine Entschuldigung a. (gelten las-
rung; wenn Sie den Künstler interviewen wollen, Akkord, der (Musik): Zusammenklang: ein ist politisch a.; nach diesen Vorfällen muß die
wenden Sie sich an seinen Agenten. sen); (auch ohne Akk.) er hat akzeptiert; dan-
voller, sanfter A.; einen A. [auf dem Klavier] an- Regierung a. werden (eingre(en); (in einer Sache kend, widerwillig, nur ungern a. 2. (jmdn. a.> gel-
ahnden (geh.) (etwas a.): hart bestrafen: ein Un- schlagen, greifen. a. werden) wir sollten endlich in Sachen Umge-
recht streng a.; alle Vergehen wurden mit schwe- ten lassen, anerkennen: sie wurde von der
= Akkord, der: Stück-, Leistungslohn: einen hungsstraße a. werden (die Initiative ergreifen); Gruppe nicht akzeptiert; er hat seinen Schwie-
ren Strafen geahndet. schlechten A. haben; die Akkorde herabsetzen; sich a. für etwas einsetzen; etwas a. unterstützen,
ähneln (jmdm.; sich, einer Sache ä.): ähnlich se- gersohn, ihn als Partner akzeptiert.
Arbeit im A. übernehmen; im/(selten auch:) in, a. daran beteiligt sein; ein a. praktizierender Alarm, der: L Warnung bei Gefahr: ein voreili-
hen, ähnlich sein: sie ähnelt sehr, kaum, mehr, auf A. arbeiten. Christ. c) in besonderer Weise wirksam: biolo-
nur ein wenig ihrer Mutter; die beiden Kinder ger, falscher A.; der A. kam zu spät; A. auslösen,
Akt, der: 1. Handlung, Tat: ein symbolischer A.; gisch aktives Insulin; aktiver (besonders reak- geben. 2. Dauer, Zustand des Alarmiertseins: es
ähneln sich/(geh.:) einander; ihre Erlebnisse äh- rechtswidrige Akte; ein A. der Vernunft, Gerech tionsfähiger) Sauerstoff; die Kur wirkt a. auf
nelten sich in lächerlicher Weise. ist noch A.; der A. dauert an; den A. aufheben.
tigkeit, der Menschenliebe, der Verzweiflung; et- Haar und Kopfhaut. 2. a) mit Aktivitäten verbun * blinder Alarm (grundlose Aufregung, Beunruhi-
ahnen: 1. ein Vorgefühl von etwas Kommendem was als einen feindseligen A. ansehen, als einen den: aktive Erholung, Entspannung, Solidarität,
haben: a) (etwas a.) ein Unglück, die Nähe des gung) • Alarm schlagen (alarmieren, Aufmerk-
unfreundlichen A. betrachten. 2. Feierlichkeit, Nachbarschaftshilfe; aktive Verbrechensvorbeu- samkeit erregen).
Todes, nichts Gutes a.; er ahnte nicht das minde- Zeremonie: ein feierlicher, festlicher A.; der A. gung; aktiver Umweltschutz; als aktiven Beitrag
ste. b) (jmdm. ahnt etwas) ihm ahnte Böses. 2. ein alarmieren: 1. (jmdn., etwas a.) bei Gefahr her-
der Preisverleihung; er hatte diesem denkwürdi- zum Jahr der Jugend. b) als Mitglied einer beirufen, zu Hilfe rufen: die Feuerwehr, die Berg-
undeutliches Wissen von etwas haben, im voraus gen A. beigewohnt. 3. (Theater) Aufzug: es folgt Vereinigung, Institution die geforderten
wissen, vermuten: a) (jmdn., etwas a.) etwas dun- wacht, die Polizei a.; m i l i t ä r . : einen Truppen-
der letzte A.; das Drama hat drei Akte; eine Tra- Tätigkeiten teil a. (in Gefechtsbereitschaft versetzen). 2. (jmdn.,
kel, dumpf a.; die Wahrheit, ein Geheimnis a.; gödie in fünf Akten; [mitten] im zweiten A. 4. regel- ausübend: aktives Mitglied; aktiver Sport
als ob er es geahnt hätte; das konnte ich wirk- etwas a.) beunruhigen, aufschrecken, in Aufregung
Darstellung des nackten menschlichen Körpers: ein ler, Offizier; er war früher einmal a. (hat an Wett- versetzen: der Summer alarmierte das ganze
lich nicht a.; nichts [Böses] ahnend, ging er auf männlicher, weiblicher A.; einen A. malen; in kämpfen teilgenommen); im Gesangverein a.
sie zu; R (ugs.): [ach,] du ahnst es nicht! /Ausruf Haus; alarmierende Meldungen; diese Entwick-
seinem Schlafzimmer hängt ein A. 5. Koitus: der sein; er spielt noch a., hat a. gedient. lung ist alarmierend.
der Überraschung/. b) (geh.) (jmdm. ahnt etwas) eheliche A.; während des Aktes, nach dem A. 6. aktivieren: 1. (jmdn., etwas a.) zu einer [ver-
ihm ahnte nichts von den Schwierigkeiten; mir 'albern: töricht, linkisch: ein alberner Kerl; al-
(bes. südd., österr.) Akte: einen A. anlegen; ge- stärkten] Tätigkeit bewegen, in Schwung bringen: bernes Benehmen, Getue, Geschwätz; alberne
ahnte, daß er mir nicht helfen würde. ben Sie mir mal bitte den A. die Arbeit an einem Projekt a.; die Mitglieder,
ähnlich: 1. in bestimmten Merkmalen überein- Witze; albernes Zeug reden; sei nicht so a.!; sich
Akte, die: [Sammlung von] Unterlagen: eine die Jugend, die Massen politisch a.; durch das a. aufführen, benehmen.
stimmend: ähnliche Interessen, Gedanken; ein wichtige, vertrauliche, geheime A.; unerledigte Mittel wird die Drüsentätigkeit aktiviert; Che-
sehr ähnliches Porträt; ein inhaltlich ähnlicher =albern: sich albern benehmen, Unfug treiben:
Akten; die A. zu diesem Fall; die Akten über ei- mie: Kohle, einen Katalysator a. (besonders re- die Schüler albern auf dem Schulhof; die Ärzte
Vortrag; auf ähnliche Weise; das Porträt ist sehr nen Prozeß, eines Prozesses; die Akten häufen, aktionsfähig machen). 2. (Kaufmannsspr.) (etwas
ä.; (jmdm., einer Sache ä. sehen, werden, sein) er und Schwestern alberten miteinander.
türmen, stapeln sich; eine A. anlegen, anfordem, a.> durch buchhalterische Belastung ausgleichen: Alibi, das: [Nachweis der]Abwesenheit vom Tat-
ist seinem Bruder sehr ähnlich; sie sieht ihrer bearbeiten; Akten einsehen, ordnen, studieren, eine Werterhöhung, Kosten a.
Schwester täuschend, zum Verwechseln, nicht, A ktualität, die: 1. Gegenwartsbezogenheit, Zeit- ort zur Tatzeit: ein lückenloses, stichhaltiges,
kaum ä.; ganz ä. empfinden; ein ä. großer Erfolg; abschließen, einstampfen; hinter, über einer A. hieb- und stichfestes, sicheres, glaubhaftes, fal-
sitzen; der Richter blätterte in den Akten; das nahe: etwas ist von besonderer, außerordentli- sches A.; er hat ein, kein A.; ein A. beibringen,
... ä. wie er es versucht hatte; man erlebt ähnli- kommt in die Akten (wird eingetragen); etwas zu cher, brennender A.; ein Buch von großer A.; et-
ches (solches), wenn ...; Bücher, Zeitschriften überprüfen; ich habe mir, dir, dem Freund ein A.
den Akten nehmen; wir können dieses Schreiben was gewinnt, verliert an A., büßt seine A. ein. 2. ( verschafft; übertr.: sie suchen nach einem A. (
und ähnliches. 2. (in der Funktion einer Präp. mit zu den Akten legen. * (ugs.:) etwas zu den Akten Plural> Tagesereignisse, jüngste Geschehnisse:
Dativ) wie: sie schritt ä. einer Walküre/einer einer Rechtfertigung) für ihr Vorgehen.
legen (als erledigt betrachten): wollen wir nicht auf die Aktualitäten neugierig sein. Alkohol, der: 1. Weingeist, Spiritus: reiner A.;
Walküre ä. einher. * (ugs.:) etwas sieht jmdm. die ganze Angelegenheit zu den Akten legen? a ktuell: gegenwärtig [vorhanden], zeitnah, -gem
ähnlich (paßt zu jmdm., ist jmdm. zuzutrauen). Weingeist enthält mindestens 38% A.; der Arzt
über etwas die Akten schließen (etwas beenden, 4Q: ein aktuelles Thema, aktuelle Ereignisse; tupfte die Stelle mit A. ab. 2. geistiges Getränk:
Ahnlichkeit, die: das Ahnlichsein: eine große, über etwas nicht mehr verhandeln). die aktuelle Gewerkschaftspolitik, National-
alkoholisch 48 alt
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der A. wirkt, tut seine Wirkung, löste ihm die Wiederholung, die Wiederkehr in regelmäßigen (lbertr.: ich bin gegen Propaganda, gegen rück- Konj.) 1. ich bin älter als er; sie ist schöner a. ihre
Zunge; keinen A. trinken, vertragen; wir haben Abständen an/: alle paar, alle fünf Minuten; alle sichtslose Autofahrer a. Schwester; geschwinder a. wie (veraltend statt
keinen Tropfen A. im Haus; den A. meiden; sich drei Schritte; sie besuchte uns alle vier Wochen. allerhand (ugs.) (unbestimmtes Gattungszahl- als) der Wind; besser etwas a. gar nichts; eher
nichts aus A. machen; der Fahrer roch nach A. * 3. (ugs.) (Singular: alles) alle, alle Anwesenden: wort: vielerlei, ziemlich viel: a. Arger, Schwierig- heute a. morgen; lieber sterben a. unfrei sein;
etwas in/im Alkohol ertränken (etwas beim Ge- alles aussteigen!; alles [mal] herhören!; alles hört keiten, Schaulustige; er weiß a. [Neues]; sie hat a. mehr aus Mitleid a. aus Liebe; das ist alles an-
nuß von Alkohol zu vergessen suchen): er ertränkte auf mein Kommando!; alles wartet jetzt auf die durchgemacht; ich bin auf a. vorbereitet; 100 dere a. schön (ist nicht schön); er hat nichts a. Un-
seinen Kummer in A. - jmdn., sich unter Alkohol Marathonläufer • /nähert sich der Bedeutung von Mark ist/sind a.; (ugs.:) das ist [ja, doch, schon] fug im Sinn (nur Unfug im Sinn); mit keinem
setzen (betrunken machen) • unter Alkohol stehen ( nur/: es waren alles Politiker. * vor allem (in a.! /Ausruf der Entrüstung/. Menschen a. ihm (nur mit ihm); es war so, a. sprä-
betrunken sein). erster Linie, hauptsächlich, besonders) • alles und allerlei (unbestimmtes Gattungszahlwort): man- che er eine fremde Sprache; mir kam es vor, a. ob
alkoholisch: (gewöhnlich in bestimmten Attri- jedes (jegliches ohne Ausnahme) . alles in allem ( cherlei, vielerlei: a. Gutes, Schwierigkeiten; sich ich schon Stunden gewartet hätte; er tat, a. wenn
buierungen) alkoholisches (alkoholhaltiges) Ge- im ganzen gesehen). a. zu erzählen haben. er zur Arbeit ginge • /in einigen Verbindungen [
tränk; alkoholischer Exzeß (übermäßiger Alko- All, das: Weltraum, Universum: das weite, uner- allerseits (Adverb): 1. alle [zusammen]: guten neben wie]/ sowohl der Vater a. auch die Mutter;
holgenuß); Chemie: alkoholische Gärung (Gä- meßliche A.; das A. erforschen; Spaziergang im Abend a.! 2. allseits. sie ist sowohl schön a. [auch] klug; so bald, sowe-
rung, bei der Alkohol entsteht): s u b s t . : sie trinkt A. (Schweben des Astronauten außerhalb der allgemein: 1. a) allseitig, allen gemeinsam: all- nig a. möglich; die Ernte ist doppelt so groß a. im
nichts Alkoholisches (keine alkoholischen Ge- Raumkapsel im All während des Fluges); sie stie- gemeine Zustimmung; die Tat erregte allgemei- vorigen Jahr • /veraltend, landsch. und ugs. statt
tränke). ßen ins A. vor. nes Aufsehen; zur allgemeinen Überraschung, hochsprachl. wie/ so rasch a. möglich; mir geht
all (Indefinitpronomen und unbestimmtes Zahl- alle (ugs.): zu Ende, aufgebraucht: das Brot, der Verwunderung; auf allgemeinen Wunsch; die es ebenso schlecht a. ihm; er verhandelte so
wort): 1. (Singular: aller, alle, alles; unflektiert: Zucker, unser Geld ist a.; du kannst den Kuchen Verwirrung war a. b) allerseits, überall: a. be- lange, a. es ihm nützlich schien. 2. (veraltend; ge-
all) /nähert sich der Bedeutung von ganz, ge- ruhig a. machen; die billigen Äpfel sind leider a. ( kannt, beliebt; diese Geschichte wird a. erzählt. wöhnlich in der Verbindung als da ist ..., als da
samt/: alles oder nichts; alles in Ordnung; alles [ ausverkauft); ich bin ganz a. (erschöpft). *jmdn. 2. alle angehend, betreffend: das allgemeine sind ...) wie zum Beispiel /zur Aufzählung/: er
auf einmal] haben wollen; es ist alles bezahlt; es alle machen (umbringen). Wahlrecht; die allgemeine Wehrpflicht; das liegt liebt eine einfache Mahlzeit, als da ist Erbsen-
ist alles aus (das ist das Ende); das geht mir über alledem (nach Präpositionen mit dem Dativ): im allgemeinen Interesse. 3. a) nicht speziell, ge- suppe mit Speck; Taunusbäder, als da sind Wies-
alles (ist mir das Höchste); das ist noch nicht alles ( allem dem: trotz, bei, aus, mit a.; es ist nichts von nerell: allgemeine Probleme, Grundsätze; Arzt baden und Homburg. 3. /leitet eine nähere Erläu-
es geht noch weiter, gibt noch mehr); alles, was ... ( a. wahr. für allgemeine Medizin; was kann man ganz a. terung [Apposition, Umstandsangabe] ein/: ich a.
n i c h t : das ...); er bekam alles, was er sich ge- allein: I. (Adj.; ugs. auch: alleine> a) ohne einen dazu sagen?; wir sprachen darüber, aber nur a. b) Künstler (in meiner Eigenschaft als Künstler); ihm
wünscht hatte; das, dieses alles; bei dem allen/ ( anderen, ohne Gesellschaft, für sich: a. leben, in unbestimmt, unklar: allgemeine Redensarten; a. leitendem Arzt; meine Aufgabe a. Lehrer ist es .
selten:) allem; diesem allen/(selten:) allem bin Urlaub fahren; sie ist gerne a.; heute abend bin seine Ausführungen waren, blieben viel zu a. * im ..; sein Urteil a. das eines der größten Gelehrten;
ich nicht gewachsen; er hat sich dieses allen be- ich a. zu Hause; laß mich nicht a.! b) einsam, ver- allgemeinen (meistens, gewöhnlich). er erschien a. Zeuge vor Gericht; 2000 Mark a.
dient; alles das; all das; bei allem dem; mit allem einsamt: sich sehr, ganz a. fühlen; ich bin unvor- Allgemeinheit, die: 1. Öffentlichkeit, alle: der A. Entschädigung zahlen; das soll mir a. (zur) War-
diesem; mit all diesem; alles übrige; alles Glück, stellbar a. c) ohne fremde Hilfe: a. mit etwas fertig dienen; sich an die A. wenden; auf Kosten der A.; nung dienen; er fühlt sich a. Held; die Ge-
alles Leid der Erde; bei aller Bewunderung, werden; etwas a. machen, tragen; das erledige etwas für die A. tun; das ist nicht für die A. schichte erwies sich als wahr; sie hat a. Mädchen (
Liebe; mit allem Nachdruck; in aller Deutlich- ich [ganz] a. II. (Adverb) a) (geh.) nur, einzig, aus- bestimmt. 2. (selten) Unbestimmtheit: Ausfüh- in ihrer Mädchenzeit) davon geträumt. 4. /in be-
keit; in aller Frühe (ganz früh); in aller Regel ( schließlich: er a. ist daran schuld; a. bei ihm liegt rungen von zu großer A. 3. Phrase: seine Rede er- stimmten Verbindungen oder Korrelaten/ a) /zu .,
gewöhnlich); zu allem Unglück wurde er noch die Entscheidung. b) von allem anderen abgese- schöpfte sich in Allgemeinheiten. als daß; gibt die Folge an/: die Aufgabe ist viel
krank; die Wurzel allen/(selten:) alles Übels ist . hen; schon (häufig in Verbindung mit „schon"): a. allmählich: langsam; nach und nach, mit der Zeit: zu schwierig, a. daß man sie auf Anhieb lösen
..; trotz allen/(selten:) alles Fleißes; allen Ern- der Gedanke ist schrecklich; schon a. bis zum das allmähliche Nachlassen der Kräfte; a. könnte. b) /insofern, insoweit ..., als/: ich bin
stes (tatsächlich); aller heimliche/(selten:) heim- Wald/a. schon bis zum Wald sind es 2 km; die dunkler werden; sich a. beruhigen; der Schnaps insoweit dazu bereit, a. meine Interessen davon
licher Groll entlud sich; trotz allen/(selten:) alles Baukosten a. betragen 24 Millionen Mark. III. ( zeigte a. seine Wirkung; ich habe es a. satt!; es nicht berührt werden; ... insofern nämlich, a.
guten Willens; er war allem gesunden Fortschritt geh.) (Konj.) aber, jedoch: ich hoffte auf ihn, a. wird a. Zeit. kein Tatzeuge zu finden war. c) /um so ..., als;
aufgeschlossen; all der Fleiß war vergebens; all ich wurde bitter enttäuscht. * (ugs.:) von allein[ allseits (Adverb): allgemein; bei, von allen: sie gibt den Grund an/:... was um so peinlicher war,
sein Zureden half nichts; von all dem Lärm el (von sich aus, aus eigenem Antrieb): das weiß war a. beliebt; es herrschte a. Zufriedenheit. a. (weil) die Vorstellung abgebrochen werden
nichts hören; all[e] meine Mühe war umsonst; ich von a.; die Tür schließt sich von a. ( Alltag, der: 1. Werktag: mitten im A. 2. tägliches mußte; der Vorfall ist bedauerlich, um so mehr,
all[er] dieser Arbeit war er überdrüssig; in all/ ( selbsttätig) • (verstärkend:) einzig und allein ( Einerlei, gleichförmiger Tagesablauf: der freud- a. er unserem Ansehen schadet.
selten:) aller meiner Unschuld • /nähert sich der nur): das verdanken wir einzig und a. ihm. lose, trübe, graue A.; der sozialistische A. (der A. alsbaldig (Papierdt.): umgehend, sofortig: um
Bedeutung von jeder, jeglich/: alles hat seine zwei alleinig: einzig: der alleinige Erbe, Vertreter. im Sozialismus); der A. eines Landarztes; jetzt alsbaldige Ubersendung wird gebeten; die Ware
Seiten, braucht seine Zeit; wen alles hast du ein- allemal (Adverb): 1. immer, jedesmal: er hat beginnt wieder der A.; den A. verschönern; dem ist zum alsbaldigen Gebrauch bestimmt. also: I. (
geladen?; was hast du alles (im einzelnen) gese- noch a. versagt. 2. (ugs.) ganz bestimmt, gewiß: A. entfliehen; das wird bald zum A. gehören. Adverb) 1. a) folglich, demnach, mithin /drückt
hen?; ohne allen (irgendeinen) Grund; jmdm. al- das schaffen wir a.; schwierig wird es a. * (ver- alltäglich: 1. üblich; ohne außergewöhnliche eine Schlußfolgerung aus/: ein Beamter, ein
les Gute, Liebe, Schöne wünschen; Bücher aller stärkend:) ein für allemal (für alle Zeit): ich ver- Kennzeichen: eine ganz alltägliche Geschichte, gewissenhafter Mensch a.; er schickte ihr
Art; alles mögliche tun; alles [andere], nur nicht biete es dir ein für a. Szene; ein nicht alltäglicher Preis; kein alltägli- Blumen, a. liebte er sie. b) das heißt /nimmt etwas
das; R: was es nicht alles gibt! /Ausruf der Ver- allenfalls (Adverb): höchstens; bestenfalls: es cher Fall, Vorgang; sein Spezialgebiet ist nicht a. Vorausgegangenes zusammenfassend, erläu-
wunderung/; da hört sich doch alles auf! (ugs.; kann a. noch zwei Stunden dauern; ich weiß, wie 2. [tag]täglich, jeden Tag: sein alltäglicher Spa- ternd, weiterführend auf/: bestimmte Bevölke-
das ist unerhört!). 2. (Plural: alle; unflektiert: all) weit ich a. gehen darf; wir warten ab, was a. (ge- ziergang; unser alltäglicher Energieverbrauch; er rungsteile, a. Rentner, Studenten, Ausländer ...;
/nähert sich der Bedeutung von sämtliche/: alle gebenenfalls, möglicherweise) noch zu tun ist. war beinahe a. Gast bei ihnen. Laufvögel, a. Strauße, Nandus, Emus, sind flug-
sind dagegen; alle, die eingeladen waren, sind allenthalben (geh.) (Adverb): überall: der Le- Almosen, das: 1. kleinere Spende, Gabe: einem unfähig. 2. (veraltet) so, in dieser Weise: a. haben
gekommen; alle (betont) haben wir versagt; das bensstandard hat a. zugenommen; ein Lied, das Bettler ein A. geben; um ein A. bitten. 2. (abwer- die Menschen schon vor Jahrtausenden gefühlt.
geht uns alle an; auf euer aller Wohl!; diese alle/ man a. hören konnte. tend) geringes Entgelt: er will eine angemessene IL (Gesprächspartikel) /[einleitend] bei gefühls-
alle diese/all diese kenne ich bereits; all die Jahre allerdings (Adverb): 1. freilich, jedoch /ein- Bezahlung und kein A.; er arbeitet für ein A. betonten Aussagen, Ausrufen, Grußworten/ a.
über; alle Personen, Tiere, Sachen; alle Reisen- schränkend/: ich muß a. zugeben, daß ...; sie be- Alp, der: seelische Belastung, Beklemmung, Alp- schön, a. gut, a. meinetwegen; a., kommst du jetzt
den/(selten:) Reisende mußten aussteigen; alle streitet das a.; er ist sehr stark, a. wenig geschickt. druck: ein A. lag ihm auf der Brust; ein A. wich oder nicht?; a. doch!; a., auf Wiedersehen!; a.
schönen/(selten:) schöne Mädchen; mit allen 2. aber gewiß, natürlich /bejahend/: „Hast du das von ihr; von einem A. befreit sein. los!; na a.! (siehst du! warum nicht gleich!).
Kräften; für alle Fälle; alle meine Freunde; all[e] gewußt?` - „Allerdings!” als: I. (temporale Konj.): a. wir das Haus er- alt /vgl. Alte/: 1. in vorgerücktem Lebensalter, be-
seine Hoffnungen; er will all[en] diesen Kranken allergisch (Med.): krankhaft überempfindlich: reicht hatten, fing es an zu regnen; a. er die Woh- jahrt, nicht jung: ein altes Mütterchen; alte
helfen . /nähert sich der Bedeutung von jeder [ allergische Haut, Reaktion; eine allergische (auf nung verläßt, klingelt das Telefon; sie wird, a. sie Leute; ein altes, krankes Pferd; der große alte
von diesen]/: alle beide; wir haben mit allen Allergie beruhende) Krankheit; a. [veranlagt] die Zeitung kauft, von dem Herrn angesprochen; Mann des amerikanischen Kinos (der durch seine
dreien gesprochen; nach allen vier Himmelsrich- sein; ü b e r t r . : in diesem Punkt bin ich a.; (gegen kaum hatte er sich umgezogen, a. der Besuch ein- langjährige erfolgreiche Arbeit für das amerikani-
tungen (mit Zeit- und Maßangaben) /gibt die etwas a. sein) ich bin a. gegen Erdbeeren; traf; damals, als er noch jung war, ... II. (modale sche Kino Anerkennung und Respekt genießende
2 Duden 2 I
Alt 50
51 amtlich
Mann); das Haus stand unter alten Bäumen; un- mann) . (ugs.:) alt aussehen (das Nachsehen ha- altern: 1. alt werden, Merkmale des Alters zeigen: amnestieren (jmdn. a.): Straferlaß gewähren:
ser Hund ist schon sehr a.; er ist so a. wie Methu- ben): weil wir den neuen Trend verschlafen ha- rasch, zusehends, merklich, stark, frühzeitig, vor die politischen Gefangenen a.
salem (ugs.; sehr alt); sie ist nicht sehr a. gewor- ben, sehen wir jetzt ganz schön a. aus . (ugs.:) -zeitig, um Jahre a.; sie ist/(seltener:) hat in letzter Amok (meist in festen Verbindungen> Amok lau-
den; (bei etwas a. und grau werden> bei dieser nicht alt werden (nicht lange bleiben, es nicht Zeit sehr gealtert; der alternde Rockstar. 2. (ver- fen (in einem Anfall von Geistesgestörtheit umher-
Arbeit werde ich noch a. und grau; der Vater lange aushalten): hier werden wir nicht alt. altend) (etwas altert jmdn., etwas) etwas macht laufen und blindwütig töten): der Matrose hat/ist
fühlt sich a. und schwach . ein älterer (nicht mehr Alt, der (Musik): I. tiefe Frauen- oder Knaben- vorzeitig alt: das schreckliche Erlebnis hat ihn, A. gelaufen . Amok fahren (in wilder
ganz junger) Herr; ein Kleid für eine ältere (nicht stimme: ein klarer, schöner A.; die Sängerin hat sein Gesicht über Nacht gealtert. Zerstörungswut mit einem Fahrzeug durch die
mehr ganz junge) Dame; sie waren schon älter ( einen tiefen A.; sie singt A. 2. Sängerin mit Alt- Alternative, die: 1. Entscheidung, Wahl zwi- Gegend rasen). Ampel, die: 1. kleinere
im vorgerückten Alter), als sie heirateten; sie hat stimme, Altistin: der A. war indisponiert. schen zwei Möglichkeiten: vor der A. stehen; vor Hängelampe: in der Diele hängt, brennt eine A.
ein altes (Merkmale des Alters aufweisendes) Ge- Altar, der: a) erhöhter, tischartiger Aufbau für die A. gestellt sein, werden; sich vor die A. ge- 2. hängendes Gefäß für Topfpflanzen: eine A. am
sicht; mit alten, zittrigen Händen. 2. ein bestimm- gottesdienstliche Handlungen: ein einfacher, ho- stellt sehen. 2. zweite, andere Möglichkeit: eine Fenster anbringen. 3. Lichtanlage zur Regelung
tes Alter habend: ein drei Wochen alter Säugling; her, geschnitzter, reichverzierter A.; an den, vor echte, klare A.; das ist keine A.; es gibt keine A. des Straßenverkehrs: die A. zeigt Grün, ist außer
der ältere Bruder; ihre älteste Tochter; sie ist den, zum A. treten. b) heidnische Opferstätte: der zu Europa; es gibt keine A. als die Anerkennung Betrieb; die A. springt [auf Rot] um; eine [rote]
erst 17, schon 30 Jahre a.; er ist so a. wie ich, A. des Zeus in Pergamon; b i l d l . (geh.): jmdn., der Forderungen; wir haben keine andere A.; ich A. überfahren (weiterfahren, obwohl eine Ampel
doppelt so a. wie ich; wie a. sind Sie?; [für] wie etwas auf dem A. der Gerechtigkeit, der Liebe, habe eine A. anzubieten. Rot zeigt); der Verkehr wird hier durch Ampeln
a. schätzen Sie diesen Baum?; R: man ist so a., des Vaterlandes ( f r die Gerechtigkeit, Liebe, für alters (in festen Verbindungen) (geh.:) seit alters geregelt.
wie man sich fühlt . sie sieht älter aus, als sie ist; das Vaterland) opfern. r (geh.:) jmdn. (eine Frau) (seit langer Zeit, von jeher): seit alters wird dieses Amt, das: 1. a) offizielle Stellung, Posten: ein eh-
diese Frisur macht sie älter. 3. nicht [mehr] neu, zum Altar führen (heiraten). Fest im Herbst gefeiert. Nicht korrekt ist die renvolles, verantwortungsvolles, weltliches,
gebraucht, abgenutzt: alte Schuhe; das alte Auto
'Alte, der: 1. alter Mann, Greis: ein verhutzelter Verbindung „seit alters her” . (geh.:) von alters geistliches A.; das höchste A. im Staat; das A. ei-
verkaufen; die alten Häuser werden abgerissen; her (seit langer Zeit, von jeher): das war von alters nes Wahlleiters; ein A. annehmen, übernehmen,
das Fernsehgerät ist schon sehr a.; er hat den Alter; er beobachtete die beiden Alten. 2. (ugs.) her so; das ist ein Brauch von alters her . (veral-
Vater: mein Alter erlaubt das nicht. 3. (ugs.) Ehe- antreten, bekleiden, verwalten, versehen, inneha-
Wagen a. (aus zweiter Hand) gekauft; Sport (ugs. tet:) vor alters (vor langer Zeit, einstmals): vor ben; viele Amter haben; das A. behalten, quittie-
): das Spiel war gerade zwei Minuten a. (dauerte mann: ihr Alter ist sehr eifersüchtig. 4. (ugs.) ters stand dort eine Burg.
Chef, Vorgesetzter: der Alte hat schlechte Laune; ren, zur Verfügung stellen, niederlegen; jmdm.
gerade zwei Minuten), als das erste Tor fiel; R: altertümlich: aus früherer Zeit stammend; in der ein A. Obertragen, geben, antragen (geh.), anver-
aus a. mach neu . ein 3 Jahre altes (vorhandenes, unser Alter ist verreist. 5. /eine Spielkarte/: mit Art früherer Zeiten: ein altertümliches Bau-
dem Alten stechen. trauen; jmdn. seines Amtes entheben (geh.);
in Gebrauch befindliches) Fahrrad. 4. a) nicht [ werk; altertümliche (altmodische) Vorstellungen, kraft meines Amtes (geh., veraltend; auf Grund
mehr] frisch, seit längerer Zeit vorhanden: altes 'Alte, die: 1. alte Frau, Greisin: eine gutmütige die Straßen waren a. und idyllisch.
A.; sie spielt in dem Stück die komische A. /eine meiner Stellung); aus seinem Amt ausscheiden;
Brot; die alte Wunde platzte wieder auf; eine alte altklug: von unkindlicher, wichtigtuerischer Art: sie mußten ihn aus seinem A. entfernen, entlas-
und eine frische Spur im Schnee; der Kuchen ist bestimmte Theaterrolle/. 2. (ugs.) Mutter: meine ein altkluges kleines Mädchen; ein altkluges Ge-
A. gibt mir kein Geld. 3. (ugs.) Ehefrau: er hat sen; für ein A. kandidieren; die Partei sucht ei-
a., schmeckt schon a. b) vom letzten Jahr, sichtchen; altkluge Bemerkungen; a. antworten nen zuverlässigen Mann für dieses A.; jmdn. in
vorjährig: das alte Laub vermodert; die alten Krach mit seiner Alten. 4. (ugs.) Chefin, Vorge- ältlich: nicht mehr ganz jung: eine ältliche
setzte: die Lehrmädchen arbeiten nur, wenn die ein A. einführen, einweisen, einsetzen; jmdn. in
Kartoffeln aufbrauchen; das alte (vergangene) Dame; ein ältliches Gesicht; der Verkäufer sieht seinem A. bestätigen; im A. sein, bleiben; sich
Jahr macht einem neuen Platz. 5. a) seit langem A. da ist. 5. Muttertier: die A. leckt die Jungen ab. etwas A. aus.
Alten, die: 1. alte Leute: die Alten hatten am um ein A. bewerben. b) Aufgabe, Obliegenheit,
vorhanden, bestehend; vor langer Zeit entstanden, altmodisch: nicht mehr modern; überholt; rück- Verpflichtung: er versieht, übt das A. des Kassie
begründet: eine alte Tradition, Erfahrung, meisten darunter zu leiden. 2. (ugs.) Eltern: seine ständig, unzeitgemäß: altmodische Kleidung; ein
Alten sind nicht zu Hause. 3. Tiereltern: bei der rers aus; ich habe das schwere A. (geh.), Ihnen
Weisheit; alte Rechte; das ist sein alter Fehler; er altmodischer Name; sie hat altmodische Ansich- diese Nachricht zu überbringen; es ist nicht mei-
tat das aus al-ter Anhänglichkeit; dieses Fütterung der jungen Vögel wechseln sich die Al ten, Ideen; er war a. gekleidet; seine Eltern sind
-ten ab; R: wie die Alten sungen, so zwitschern nes Amtes (geh. veraltend; kommt mir nicht zu),
Gewerbe ist schon sehr a. b) langjährig: ein altes ein bißchen a.; die Schriftzüge wirkten a. darüber zu urteilen; er tat, was seines Amtes war
Mitglied; er ist ein alter Soldat; wir sind alte auch die Jungen (die [negativen] Eigenschaften am: 1. an dem: am Fuß des Berges; die Straße
der Eltern zeigen sich auch bei den Kindern). (geh., veraltend; wozu er verpflichtet war). 2. a)
Freunde; die alten Leser unserer Zeitschrift führt am See entlang; der Anschlag hängt am Dienststelle, Behörde: A. für Statistik, für Ge-
wissen, daß ... c) längst bekannt, überholt: ein Alter, das: 1. a) hohe Anzahl von Lebensjahren; Schwarzen Brett; die Sitzung am Landgericht;
letzter Lebensabschnitt: ein biblisches, ehrwürdi- sundheitswesen; ein A. einschalten; auf ein A.
alter Witz; seine alte Masche (ugs.); die alte am Abend, am Sonntag, dem/den 7. Januar; am gehen; in einem A. vorsprechen; auf einem A.
Platte (ugs.); dieser Trick ist a. 6. a) einer ges, gesegnetes A.; das A. macht sich langsam be 22. Juli; der Dienst am Kranken. 2. (mit folgen-
-merkbar; 50 ist noch kein A. (mit 50 Jahren ist vorstellig werden (Papierdt.); der Arger mit den
früheren Zeit, Epoche entstammend; eine dem Superlativ) er läuft am schnellsten; es wäre Amtern . das A. (Fernsprechamt) anrufen; bitte [
vergangene Zeit betreffend: alte deutsche Sagen; man noch nicht alt); ein geruhsames, sorgenfreies am besten, wenn er gleich käme. 3. (ugs.
A. haben; die Würde, Weisheit des Alters; er ist ein] A.! (veraltend; eine Amtsleitung zum Telefo-
alte Meister; er kannte noch das alte Ruß-land; landsch.) (in Verbindung mit sein und einem sub- nieren). b) Dienstgebäude, Sitz einer Behörde: ein
die alten Griechen, Römer (Griechen, Römer der sehr rüstig für sein A.; vom A. gebeugt. b) lange stantivierten Infinitiv; zur Bildung der Verlaufs-
Zeit des Bestehens, des Vorhandenseins: das A. A. betreten, verlassen. 3. (kath. Rel.) Messe mit
Antike); er studiert alte (klassische) Sprachen. b) form> ich bin am Überlegen; das Essen ist am Gesang: ein A. singen, bestellen, [ab]halten; er
durch sein Alter wertvoll: alte Münzen, Drucke, hat die Handschriften brüchig gemacht; die Ta- Kochen; er ist am Arbeiten.
peten sind vor A. vergilbt. 2. a) Lebenszeit, Anzahl wohnte dem A. bei.. in Amt und Würden sein (
Stiche; sie Liebt altes Porzellan, alter (ab- Ambition, die: Streben, Ehrgeiz: künstlerische, eine feste Position innehaben) . (geh.:) seines Am-
gelagerter) Wein. 7. von früher her bekannt, ver- der Lebensjahre: ein jugendliches, blühendes A.; politische, sportliche, persönliche Ambitionen;
im kindlichen, zarten, mittleren, fortgeschritte- tes walten (eine Handlung, die in jmds. Aufgaben-
traut, gewohnt: es bot sich ihnen das alte Bild; es Ambitionen auf den Parteivorsitz; er hat keine bereich liegt, ausführen) . von Amts wegen: a) (
geht alles seinen alten Gang (wie immer); wir las- nen A.; das richtige, beste, vorgeschriebene, ge- Ambitionen (ist mit seinem Rang, Status zufrie-
setzliche A. haben; ein hohes A. erlangen, errei- dienstlich, aus beruflichen Gründen): er ist von
sen alles, es bleibt alles beim alten (wie es bisher den); die eigenen Ambitionen aufgeben; er Amts wegen hier. b) (auf behördliche Anordnung):
war); sie ist immer noch die alte (hat sie nicht ver- chen; ins schulpflichtige, wehrpflichtige, heirats- konnte seine Ambitionen nicht restlos befrie-
fähige A. kommen; trotz seines gesetzten, würdi- etwas von Amts wegen verkünden.
ändert); wir bleiben die alten (es ändert sich digen.
nichts zwischen uns). B. vorherig, früher; gen, reifen Alters; ein Mann unbestimmten Al- Ameise, die: /ein Insekt/: Ameisen krabbeln,
amtlich: a) behördlich, von einem Amt: eine amt-
ehemalig: wir haben noch die alten Preise; die ters; diesem A. ist er entwachsen; er ist groß für laufen über die Halme; auf der Terrasse wimmelt
liche Genehmigung, Verfügung, Bekanntma-
sein A.; sie sind, stehen im gleichen A.; ich bin in chung, Entscheidung; ein amtlicher Vermerk;
alten Plätze wie-der einnehmen; seine alten es von Ameisen; sie ist fleißig, emsig wie eine A. das amtliche Kennzeichen (die Zulassungsnum-
Schüler, Kollegen be-suchen ihn noch; der alte seinem A.; er starb im A. von 70 Jahren; seine amen (Rel.): /liturgische Abschlußformel/: Herr,
Frau ist im kritischen A. (in den Wechseljahren); mer an Kraftfahrzeugen); etwas a. bekanntma-
Lehrer, Pfarrer war beliebter als der neue. 9. a) ( wir danken dir, a.; s u b s t . : die Gemeinde sang chen; das Schriftstück muß a. beglaubigt, bestä-
fam.) /in vertraulicher Anrede/ na, alter Freund, mit zunehmendem A.; er fragte sie nach ihrem A. das Amen; R: das ist so sicher wie das Amen in
b) Zeit des Bestehens, Vorhandenseins: das A. ei- tigt werden • /mit der Nebenvorstellung des
alter Junge, alter Knabe, altes Haus (alter der Kirche (das ist ganz gewiß). * (ugs.:) zu allem Glaubwürdigen, Zuverlässigen/: etwas aus amtli-
Freund), wie geht es? b) (abwertend) nes Gemäldes schätzen, bestimmen. 3. a) alte ja und amen sagen (mit allem einverstanden sein).
Menschen: das A. geht voran; vor dem A. sollst A mnestie, die (Rechtsw.): Straferlaß: eine A. ve
cher Quelle erfahren; wie von amtlicher Seite
/verstärkend bei negativ charakterisierenden verlautet; das ist a. (ganz sicher, wirklich wahr);
Personenbezeichnungen und Schimpfwörtern/ du Ehrfurcht haben. b) Personen, die ein bestimm- rkünden, erlassen; A. für politische Gefangene fo
tes Lebensalter vertreten: jedes A. war vertreten; ich habe es [ganz] a. (aus sicherer Quelle). b)
ein alter Geizhals, Schwätzer, Knacker (ugs.); sie rdern; er fällt nicht unter die A. dienstlich, von Amts wegen: er ist in amtlicher
ist eine alte Hexe, ein alter Drachen (ugs.); altes er gab dem reiferen A. den Vorzug.
Eigenschaft, im amtlichen Auftrag hier; jmdn. a.
Schwein! (derb). * alt und jung (jeder-

2"
Amtsschimmel 52
53
Andacht
ten Reihe an; von München an; von jetzt, heute schlucken: der Fisch hat angebissen; ü b e r t r . ( Anblick, der: a) das Anblicken, Betrachten: beim
beauftragen, verpflichten. c) wichtig, ernst: eine an, von Kindheit an. 2. ungefähr, etwa; annä-
amtliche Miene aufsetzen; seine Haltung wurde ugs.): der Mann wollte nicht recht a. (auf das An- A. des Fremden erschrak sie; in den A. eines
hernd: die Strecke war an [die] 30 Kilometer gebot eingehen); bei ihr biß keiner an (keiner Bildes versunken sein. b) Bild, Eindruck: ein
immer amtlicher. lang; er ist an die 80 Jahre alt; sie half an die 50
Amtsschimmel, der (ugs. scherzh.): Bürokra- wollte sie heiraten). * (ugs.:) zum Anbeißen sein/ erfreulicher, trostloser A.; der A. war überwälti-
Kindern. 3. a) (elliptisch, bes. in Aufforderun- aussehen (überaus anziehend sein, aussehen). gend, begeisterte ihn; es bot sich ihm ein gräßli-
tie: den Kampf mit dem A. aufnehmen. * den gen) andrehen!, anstellen!: Licht an!; Scheinwer-
Amtsschimmel reiten (die Dienstvorschriften anbelangen (in der Verbindung) was jmdn., et- cher A.; einen A. nicht ertragen können; erspare
fer an!; Spot an! b) (ugs.) (elliptisch) anziehen: was anbelangt: was jmdn., etwas betrifft: was mir diesen A.!; (ugs.) es war ein A. für [die] Göt-
über-trieben genau einhalten) , der nur rasch den Mantel an und weg von hier!; mit
Amtsschimmel wiehert (es herrscht mich anbelangt, [so] bin ich einverstanden. ter (ein lustiger, komischer Anblick).
Bürokratismus).
nur wenig an (wenig bekleidet); ohne etwas an ( anberaumen (Papierdt.) (etwas a.): festsetzen, anblicken (jmdn., etwas a.): ansehen: sie blickte
unbekleidet). * an [und fürl sich (eigentlich, im bestimmen: einen Tag, eine Sitzung, eine Ver-
amüsant: Vergnügen bereitend, unterhaltsam: Grunde genommen): eine an [und für] sich gute
ihn lächelnd, fragend, wütend, von unten her an;
ein amüsanter Film; er ist ein amüsanter Ge- handlung a.; die Konferenz auf Mittwoch a.; der ihre Augen blickten ihn unverwandt an; bildI.:
Idee; dagegen ist an sich nichts einzuwenden [für das Treffen] anberaumte Termin. die Rosen blickten sie traurig an.
sprächspartner; der Abend war sehr a.; ich finde
sie a.; sie kann a. plaudern.
etwas an sich (etwas als solches): die Natur, das anbeten (jmdn., etwas a.): a) betend verehren: anbrechen: 1. (etwas a.) nicht ganz [durch]bre-
Ding an sich • (ugs.:) etwas an sich haben (eine be- Götzen a.; laßt uns den Herrn a.! b) bewundern,
amüsieren: 1. (sich a.) sich vergnügen, seinen sondere Eigenart haben): sie hat etwas Rührendes
chen: einen Ast, den Henkel einer Tasse a.; (
Spaß haben: sich gut, köstlich a.; wir haben uns vergöttern: er betet seine Frau an; ü b e r t r . : eine jmdm., sich etwas a.) bei dem Sturz hat er sich
an sich . an sich halten (sich mit großer Mühe be- Gesellschaft, die das Geld anbetet. zwei Rippen angebrochen. 2. (etwas a.) zu ver-
großartig dabei amüsiert. 2. a) (jmdn. a.) belusti- herrschen): ich mußte an mich halten . es ist an
gen, erheitern: der Gedanke amüsierte sie; er Anbetracht (in der Verbindung) in Anbetracht: brauchen beginnen: noch eine Flasche Wein, eine
dem (es ist so, verhält sich so) . (geh.:) es ist an im Hinblick auf: in A. seiner Verdienste, seines neue Kiste Zigarren a.; dieses Geld breche ich
amüsierte die Gesellschaft mit seinen witzigen jmdm., etwas zu tun (es ist jmds. Aufgabe, etwas
Bonmots, durch seine Tolpatschigkeit; mit amü- hohen Alters; in A. der Verhältnisse (angesichts nicht an; eine angebrochene Tafel Schokolade;
zu tun): es ist an dem Minister, mit den dieser Verhältnisse) ...; in A. dessen, der Tatsache, b i l d l . : ein angebrochener Abend (noch verblei-
siertem Gesicht zusehen. b) (sich über jmdn., et- Studenten zu sprechen; nun ist es an mir (nun bin
was a.) sich lustig machen: die Leute amüsierten daß er sich große Verdienste erworben hat. bender Teil des Abends, an dem man noch etwas
sich über ihn, über seinen Aufzug.
ich an der Reihe) zu antworten. anbetreffen: t anbelangen. unternehmen kann). 3. (geh.) <etwas bricht an) et-
analog: entsprechend, ähnlich: eine analoge Er- anbiedern (sich bei jmdn. a.): sich plump-ver- was fängt an, tritt ein: der Tag, die Dämmerung
an: /vgl. am und ans/ I. (Präp. mit Dativ und scheinung; a. [zu] diesem Fall.
Akk.) 1. /räumlich/ a) (mit Akk.; zur Angabe der traulich jmdm. nähern: sich bei allen a. bricht an; das Raketenzeitalter ist angebrochen.
Richtung) den Ball an die Mauer werfen; bis an
Analyse, die: gliedernde Untersuchung: eine ge- anbieten: 1. (jmdm. etwas a.) a) wissen lassen, anbrennen: 1. a) (etwas a.) anstecken, anzün-
naue, sorgfältige, wissenschaftliche A.; die A. der daß man jmdm. etwas geben will: jmdm. seine den, in Brand setzen: eine Kerze, eine Lunte, ei-
den Boden reichen; an Bord, an Land gehen; der Marktlage; eine A. machen, vornehmen, durch-
Brief ist an mich gerichtet; ich habe eine Bitte an Hilfe, seine Dienste, seinen Schutz, seine Beglei- nen Holzstoß a.; sie brannten ein Feuerchen an; (
führen; etwas einer A. unterziehen. tung a.; er bot der Frau seinen Platz, seinen Stuhl jmdm., sich etwas a.> ich brannte mir eine Zi-
Sie; er wurde an eine andere Schule versetzt. Be- analysieren (jmdn., sich, etwas a.): auf einzelne
a c h t e : Manche Verben (z. B. anbringen, an- an; (jmdm. jmdn. a.) er bot mir drei Mann als garre an; /mit der Nebenvorstellung des Unab-
Merkmale hin untersuchen, zergliedern: einen Aushilfe an; übe rtr.: er bot ihm eine Ohrfeige, sichtlichen/: du hast dir [an der Kerze] die Haare
schließen) können in Verbindung mit an sowohl Text, eine Sonate, einen Satz, Probleme, die
mit dem Akk. als auch mit dem Dativ verbunden Prügel an (drohte damit). b) (zum Verzehr) angebrannt; das Feuer brannte ihm den Bart an.
Wirtschaftslage a.; sie hat sich selbst analysiert. reichen, vorsetzen: den Gästen Getränke a.; er b) (etwas brennt an) etwas beginnt zu brennen:
werden. b) (mit Dativ; zur Angabe der Lage, der anbahnen: a) (etwas a.) in die Wege leiten, an-
Nähe, der Berührung o. ä.) an der Mauer stehen; bot ihm von seinem Essen an; (auch ohne Dat.) das Holz brennt gut, nur langsam an. 2. (etwas
knüpfen: eine Verbindung, Handelsbeziehungen, Erfrischungen, etwas zu essen, zu trinken a.; brennt an) etwas setzt sich beim Kochen, Braten im
nahe an der Tür; Trier liegt an der Mosel; der Gespräche a. b) (etwas bahnt sich an) etwas be-
Kapitän ist an Bord; Millionen sitzen an ihren wir ha-ben nichts anzubieten. 2. a) (jmdm. Topf an: die Milch, das Essen ist angebrannt; es
ginnt sich zu entwickeln: eine Freundschaft bahnt etwas a.) vor-schlagen, antragen: jmdm. einen riecht, schmeckt angebrannt. * (ugs.) nichts an-
Fernsehgeräten; er ist Lehrer an dieser Schule; sich zwischen beiden an; eine Möglichkeit hat
sie wischte die Hände an der Schürze ab; das Vertrag, einen Tausch a.; er hat mir das Du brennen lassen: a) (sich nichts entgehen lassen). b)
sich angebahnt; langsam bahnt sich eine Wende angeboten; (auch ohne Dat.) Verhandlungen a.; (bes. Sport; keinen Fehler machen): der Torwart
Auto fuhr an ihm vorbei; er nahm ihn an der in den Beziehungen an.
Hand; er humpelte an (mit Hilfe von) Krücken der Minister hat seinen Rücktritt angeboten (hat ließ nichts a.
anbändeln (ugs.) (mit jmdm. a.): a) eine Liebes- sein Amt zur Verfügung gestellt). b) (etwas a.) anbringen /vgl. angebracht/: 1. a) (jmdn., etwas
/koppelt gleiche Substantive/: sie gingen Seite an beziehung anknüpfen: er versuchte mit der Ste-
Seite ([dicht]nebeneinander); sie standen Kopf an Waren zum Verkauf a.; Elektrogeräte [zu einem a.) herbeibringen: was bringst du da an?; sie
wardeß anzubändeln. b) Streit anfangen: er bän- günstigen Preis] a.; <sich a.) sie bietet sich als brachten ihn in betrunkenem Zustand an. b) (et-
Kopf (dicht gedrängt); sie wohnen Tür an Tür (in delt mit allen Leuten an.
unmittelbarer Nachbarschaft). — Bes. in Oster- Fotomodell an; (jmdm., einer Sache etwas a.) was a.) vorbringen: eine Bitte, eine Beschwerde
Anbau, der: 1. a) das Anbauen: der A. eines einem Verlag einen Roman a. 3. a) (sich a.) sich a.; er konnte sein Wissen nicht a. (nicht zeigen).
reich und der Schweiz wird an für hochsprachli- Stalles war nötig geworden. b) angebauter
ches auf gebraucht: der Blumentopf steht an der zu etwas bereit erklären, sich erbieten: sich als c) (ugs.) (jmdn., etwas a.) unterbringen: er hat
Gebäudeteil: ein störender A.; ein Begleiter, als Vermittler a.; sie bietet sich seinen Sohn [in einer Lehrstelle, als Lehrling]
Fensterbank. 2. /zeitlich/ a) (mit Dativ) an einem Hauptgebäude und zwei Anbauten. 2. das
trüben Novembertag; an diesem Abend geschah freiwillig zum Vorlesen an; er bot sich an, das angebracht; ich kann dich bei der Zeitung a. d) (
Anpflanzen: der A. von Kartoffeln, Getreide, Geld zu besorgen. b) (etwas bietet sich an) etwas etwas a.) absetzen, verkaufen: die Ware ist schwer
es; nicht am Ende der Ferien, sondern an ihrem Tabak.
Beginn; (bes. südd.:) an Ostern, Pfingsten, Weih- liegt nahe, drängt sich auf: das bietet sich anzubringen. e) (ugs. landsch.) (jmdn., etwas a.)
anbauen: 1. ([etwas] a.) hinzubauen, anfügen: förmlich an; eine andere Möglichkeit bietet sich ten: er hat ihn, er hat alles beim Lehrer
nachten. b) (mit Akk. mit vorausgehendem bis) er eine Garage a.; sie bauten einen Seitenflügel an
war gesund bis an seinen letzten Lebenstag, bis nicht an. c) (etwas bietet sich an) etwas ist geeig- angebracht. 2. (etwas a.) festmachen,
das/(seltener:) an dem Hauptgebäude an; im net: für das Treffen bietet sich Genf an. befestigen: ein Bild, neue Scheibenwischer,
an sein Ende. 3. /unabhängig von räumlichen
und zeitlichen Vorstellungen/ (mit Dativ und
nächsten Jahr wollen wir a.; ü b e r t r . : Domino- anbinden: 1. (jmdn., etwas a.> festbinden: einen Girlanden a.; eine Lampe an der/(seltener:) an
steine a.; wenn wir anbauen (ugs.; einen zusätzli- Hund [an einem Pfahl] a.; man kann Kinder die Decke a.; übertr.: er hat an dieser Stelle ein
Akk.; stellt eine Beziehung zu einem Objekt oder chen Tisch an die Tafel heranrücken), haben alle
Attribut her> an Krebs erkranken; er erkannte nicht a. (nicht ständig beaufsichtigen). 2. (geh.) Ausrufezeichen angebracht (gesetzt). 3. (ugs.) (
Gäste Platz. 2. (etwas a.) anpflanzen: Getreide, <mit jmdm. a.) a) Streit anfangen: er wagte nicht, etwas a.) an-bekommen: ich kann die Schuhe
ihn an seiner Stimme; er schreibt an einem Ro- Kohl, Tabak, Wein a.
man; an etwas glauben; er ist noch jung an Jah- mit ihm anzubinden. b) ein Liebesverhältnis an- nicht a.
Anbeginn, der (geh.): Beginn, Anfang: seit A. fangen: er versuchte mit der Stewardeß anzubin- Anbruch, der (geh.): Anfang, Beginn: der A. ei-
ren, aber reich an Erfahrungen; die Kost war arm der Welt; von A. [an]; es waren Zeichen eines
an Fett; er ist schuld an dem Unglück; an dem den. * angebunden sein (an Pflichten gebunden ner neuen Zeit; vor, bei, mit A. des Tages, der
Buch ist nicht viel (es taugt nicht viel); an der
hoffnungsvollen Anbeginns. sein) , kurz angebunden (unfreundlich und abwei- Dunkelheit, der Nacht.
anbehalten (ugs.) (etwas a.): nicht ablegen, send): er war, antwortete kurz angebunden. a Andacht, die: 1. a) Besinnung auf Gott: in from-
Meldung ist nichts (sie ist nicht wahr); das Schön-
ste an der Sache ist, daß ...; die Kritik an dieser
nicht ausziehen: die Schuhe, den Mantel a. anbei nblasen: 1. (jmdn., etwas a.) gegen jmdn., ge- mer, tiefer A. vor dem Altar knien. b) kurzer[Ge-
(Papierdt.) (Adverb): als Anlage: a. sen-den, gen etwas blasen: der Wind blies sie an; blase bets]gottesdienst: eine kurze, feierliche A.; eine
Entscheidung ist berechtigt; Mangel, Überfluß schicken wir Ihnen die gewünschten Unter-lagen;
an Lebensmitteln haben; was steht uns an Mit- mich nicht mit dem Zigarettenrauch an! 2. (etwas A. halten; sie nahm an der abendlichen A. teil.
Porto a. a.) anfachen: die Glut, das Feuer a.; H a t t e n w . : 2. innere Sammlung, innere Anteilnahme: voller
teln zur Verfügung? II. (Adverb) 1. a) (Ver- anbeißen: 1. (etwas a.) das erste Stück von etwas
kehrsw.) /zur Angabe der Ankunft/ Frankfurt an: den Hochofen a. (in Betrieb setzen). 3. (ugs.) ( A. vor einem Gemälde stehen; er war in [tiefe] A.
abbeißen: einen Apfel a.; ein angebissenes Stück jmdn. a.) heftig anfahren, zurechtweisen: der Unte versunken, hörte mit A. zu; (scherzh.:) etwas mit
17 s ° Uhr. b) (in Verbindung mit der Präp. von Brot. 2. den Köder an der Angel anfressen, ver-
räumlich und zeitlich) von dort an; von der zehn- roffizier blies ihn an. A. (bedächtig und mit Genuß) essen, verspeisen.
andächtig 54 Anfang
55
and[e]rerseits, (auch:) anderseits (Adverb>: Andrang, der: andrängende Menschenmenge, anfahren: 1. losfahren: das Auto fährt langsam,
andächtig: innerlich gesammelt, versunken: eine zum anderen, auf der anderen Seite: ich möchte Zulauf: ein starker, heftiger, unerwarteter A.; der
andächtige Gemeinde, Zuhörerschaft; es sanft an; der Wagen ist ruckartig angefahren; er
ihn nicht kränken, aber a. muß ich ihm die Wahr A. der Massen war groß; an der Kasse, an den gab Gas und fuhr vorsichtig an. 2. (gewöhnlich
herrschte eine andächtige (feierliche) Stille; a. heit sagen; <oft in der Verbindung) einerseits ... Schaltem herrschte großer A.
lauschen, beten. im 2. Part. in Verbindung mit kommen) heranfah-
and[e]rerseits: die Gesetze schränken die Regie- andrehen: 1. (ugs.) (etwas a.> a) durch Betätigen ren: er kam mit seinem Sportwagen, das Motor-
andauern /vgl. andauernd/ (etwas dauert an): rungsgewalt einerseits ein, a. dienen sie dem eines Schalters, Knopfes o. ä. zum Strömen, Flie-
etwas hält an: der Regen, das Schweigen dauert rad kam in rasendem Tempo angefahren. 3. (et-
Schutz der Demokratie; einerseits macht es ßen o. ä. bringen: das Licht, das Wasser, das Gas was a.> mit einem Fahrzeug bringen, herbeischaf-
an; die Verhandlungen dauern noch an. Spaß, a. Angst. a. b) durch Betätigung eines Schalters, Knopfes o.
andauernd: unausgesetzt, fortwährend, immer fen: Steine, Holz, Kohlen a.; er will mir die Kar-
andermal (in der Verbindung) ein andermal: bei ä. in Betrieb setzen: die Lampe, eine Maschine a.; toffeln selbst a.; übertr.: (ugs.): Schnaps, eine
wieder: diese andauernden Störungen, Belästi- einer anderen Gelegenheit: heute nicht mehr, viel- er drehte im Zimmer das Radio an. 2. (etwas a.>
gungen; es regnet a.; er unterbrach mich a. neue Runde a. lassen (spendieren, bringen lassen).
leicht ein a.; wir befassen uns damit ein a. durch Drehen befestigen: einen Griff, die 4. (jmdn. a.) mit einem Fahrzeug streifen, umsto-
Andenken, das: 1. Erinnerung: wir werden ihm ändern: 1. (jmdn., etwas ä.> anders machen, um- Schrauben a. 3. (ugs. abwertend) (jmdm. etwas a.>
ein ehrendes, liebevolles A. bewahren (geh.); das ßen: er hat eine alte Frau angefahren; das Kind
gestalten: den Mantel, den Kragen am Kleid ä.; dazu bringen, etwas zu kaufen; er wollte ihm die wurde vom Bus angefahren. 5. (etwas a.) ansteu-
A. eines Verstorbenen in Ehren halten; jmdn. in der Schneider ändert den Rock, die lange Hose alten Sachen a.; er ließ sich von dem Vertreter
freundlichem, treuem, bleibendem A. behalten; ern; auf etwas zufahren: diesen Ort fahren wir auf
in eine kurze; die Ansicht, einen Entschluß, das eine Versicherung a. unserer Reise nicht, zuerst an; er hat die Kurve
er steht bei uns in gutem A.; mein Onkel seligen Programm ä.; das ändert natürlich die Sache; ich androhen (jmdm. etwas a.): mit etwas drohen:
Andenkens (geh.); zum A. an den Toten; wir wer- falsch, zu schnell angefahren. 6. (jmdn. a.) in hef-
kann es nicht ä.; er hat das Testament ä. lassen; er drohte ihm Schläge, schwere Bestrafung an; tigem Ton zurechtweisen: einen Untergebenen
den ihm zum A. ein Buch schenken. 2. Gegen- die Richtung, seine Taktik, den Ton [seiner der Chef hat ihr angedroht, sie zu entlassen.
stand, Geschenk mit Erinnerungswert: ein hüb- barsch, gereizt, wütend, grob a.
Stimme] ä. (wechseln); das Flugzeug ändert sei- anecken (ugs.): 1. an etwas stoßen: ich bin mit Anfall, der: 1. plötzliches Auftreten einer Krank-
sches, kleines A.; jmdm. ein A. von der Reise mit nen Kurs um 30 Grad; daran ist nichts zu ä., dem Rad [am Bordstein] angeeckt. 2. Anstoß
-bringen; ich möchte das Buch als A. behalten. heit: ein schwerer, leichter, epileptischer A.; ein
daran läßt sich nichts mehr ä.; alte Menschen erregen, unangenehm auffallen: er ist bei seinem A. von Fieber; der A. läßt nach, geht vorüber,
andere (Indefinitpronomen>: 1. /gibt an, daß kann man nicht mehr ä. 2. (sich ä.) anders werden, Chef angeeckt; wenn Sie so weitermachen ,
ein Wesen oder Ding nicht dasselbe ist wie das, kommt, wiederholt sich; einen A. bekommen, ha-
sich wandeln: das Wetter, die Lage ändert sich; werden Sie schwer anecken. ben, erleiden; er tötete sich in einem A. von
dem es gegenübergestellt wird/ a) /nähert sich die Zeiten haben sich geändert; daran wird sich aneignen (sich (Dativ) etwas a.): 1. sich in etwas
der Bedeutung von der zweite, weitere/: der eine Schwermut; übertr.: in einem A. (Anflug, Stim-
nichts ä.; er hat sich in der letzten Zeit sehr zum üben, bis man darüber verfügt: sich eine fremde mung) von Wut, Eifersucht; (ugs. scherzh.:) in ei-
kommt, der andere geht; von einer Seite auf die Vorteil, zu seinem Nachteil geändert. Sprache a.; du hast dir viele Kenntnisse angeeig-
andere; der eine oder der andere (dieser oder je- nem A. von Großmut gab er mir 10 Mark. 2. Aus-
anders (Adverb>: 1. verschieden; abweichend: a. net. 2. sich unrechtmäßig in den Besitz einer Sache beute, Ertrag: der A. an Roheisen, an Getreide ist
ner) kaufte etwas; weder das eine noch das an- denken, reden, handeln; die Sache ist a., verhält setzen: sich jmds. Vermögen a.; du hast dir das
dere (keins von beiden); eins tun und das andere sehr gering. +(ugs.:) einen Anfall
sich a.; ich habe mich a. besonnen, es mir a. über Buch einfach angeeignet. bekommen/kriegen (außer sich geraten).
nicht lassen (beides tun). b) /nähert sich der Be- aneinander <Adverb>: a) einer am anderen: a.
deutung von der nächste, folgende, vorherge-
-legt; es geht nicht a.; a. ausgedrückt ...; es kam anfallen: 1. (jmdn., etwas a.) plötzlich angreifen:
ganz a.; es war nicht a. zu erwarten; ich kann vorbeigehen, vorbeireden. b) einer an den ande- jmdn. im Dunkeln, hinterrücks a.; der Hund hat
hende/: von einem Tag zum ander[e]n; ein Jahr nicht a. (nur so [handeln]); so und nicht a. (nur ren: sie denken a.
um das andere (die Jahre hindurch); er kam einen die Frau angefallen; übertr.: er hat mich mit
so); (ugs.:) a. tut er es nicht (nur unter dieser aneinandergeraten: in Streit geraten: die bei- groben Worten angefallen. 2. (geh.) (etwas fällt
Tag um den anderen (jeden zweiten Tag); am an- Bedingung tut er es); /mit der Nebenvorstellung den gerieten heftig aneinander; ich werde mit
deren (folgenden) Morgen; ein Wort gab das an- jmdn. an) etwas befällt jmdn.: Wut, Verzweiflung
des Besseren/ die Suppe schmeckt gleich ganz a.; ihm noch aneinandergeraten. hat ihn angefallen. 3. a) (etwas fällt bei etwas an)
dere (sie gerieten in Streit); einen Brief über den so sieht die Sache a. aus. 2. (in Verbindung mit anekeln (jmdn. a.): jmds. Abscheu erregen, anwi-
anderen, nach dem anderen (in rascher Folge) etwas entsteht nebenher, als Folge von etwas: bei
Pronomen und Adverbien) sonst: wer a. käme in dem: der Anblick, diese Person, das ganze Leben diesem Verfahren sind viele Nebenprodukte an-
schreiben; ein Bild ist schöner als das andere; er Frage?; niemand a. als er (kein anderer) hat es ekelte ihn an; angeekelt wandte er sich ab; er
durfte bleiben, die beiden anderen mußten den gefallen. b) (etwas fällt an> etwas entsteht, ergibt
getan; wie sollte, könnte es a. sein? fühlte sich, war davon angeekelt. sich: viel Arbeit ist angefallen; alle anfallenden
Saal verlassen; sie kamen einer nach dem ande- anderthalb (Zahlwort): eineinhalb: a. Wochen Anerbieten, das (geh.): Angebot, Vorschlag: Ihr
ren (nacheinander); eins nach dem andern (der (vorkommenden) Arbeiten.
Reihe nach). 2. /gibt die Verschiedenheit an; nä-
später; ich habe a. Stunden gewartet. A. ehrt mich; ein A. annehmen, ausschlagen; von anfällig: zu Krankheiten neigend, ihnen ausge-
Anderung, die: das Andern, Umgestaltung, Ihrem A. nehme ich Kenntnis. setzt: ein schwaches, anfälliges Kind; sie war
hert sich der Bedeutung von nicht gleich, anders- Wandlung: eine teilweise, gründliche, einschnei- anerkennen: 1. (jmdn., etwas a.) für gültig er-
geartet/: ein anderes gedrucktes Material; bei schon immer sehr a.; übertr.: der wirtschaftlich
dende A . ; soziale Änderungen; eine A . der Ver- klären, [offiziell] bestätigen: etwas offiziell, amt- anfällige Mittelstand; (a. sein für/(seltener:) ge-
anderer seelischer Verfassung; ein anderer Abge- fassung; die Anderung des Kleides; eine A. [zum lich, behördlich a.; einen Staat diplomatisch a.;
ordneter; die Forderung anderer Betroffener; gen etwas) er ist sehr a. für/(seltener:) gegen Er-
Besseren, zum Schlechteren] ist eingetreten; eine eine Unterschrift, ein Testament a.; wir erkennen kältungen (ist nicht sehr widerstandsfähig).
andere wertvolle Gegenstände; aus anderem bes- A . der Arbeitsverhältnisse fordern, herbeiführen,
seren/(auch:) besserem Stoff; ich bin anderer
seine Forderungen [als zu Recht bestehend] an; Anfang, der: der erste Teil, das erste Stadium
vornehmen; Änderungen vorbehalten. ein Kind nicht als sein eigenes a.; ich erkenne das von etwas; das, womit etwas einsetzt: ein neuer,
Meinung als Sie; in ganz anderer Weise; mit an- andeuten: 1. (etwas a.> a) kurz erwähnen, flüch- an/(auch:) ich anerkenne das. 2. (etwas a.) würdi-
deren Worten ...; etwas in einem anderen Licht, guter, verheißungsvoller, schwerer A.; der A. des
tig auf etwas hinweisen: etwas verschämt, vor- gen, loben; etwas dankbar, hoch, voll a.; wir er- Buches, des Films; sich aus kleinen Anfängen
mit anderen Augen sehen; das ist etwas anderes; sichtig, mit einem Blick, im Gespräch a.; das kennen seine Verdienste an; jmdm. anerkennend
er ist ein ganz anderer Mensch geworden (hat emporarbeiten; R: das ist der A. vom Ende (der
Wichtigste, einen Gedankengang a.; (jmdm. et- zunicken; adj. Part.: allgemeingeschätzt, unbe- Ruin, Untergang o. ä. ist nicht mehr fern); aller A.
sich völlig verändert); man hat mich eines ande- was a.> er deutete ihm an (gab ihm zu verstehen), stritten: er ist eine [international] anerkannte
ren (Besseren) belehrt (geh.); er konnte nichts an- ist schwer • man muß nur den richtigen A. fin-
daß er gehen könne. b) nicht vollständig ausfüh- Größe; seine anerkannte Zuverlässigkeit. den; den A. verpassen; einen neuen Anfang ma-
deres tun als ...; ich habe schon etwas anderes ren, nur flüchtig angeben: eine Verbeugung, ein Anerkennung, die: 1. [offizielle] Bestätigung
vor; (ugs.:) das kannst du einem anderen (einem chen mit etwas (etwas [unter anderen Vorausset-
Lächeln a.; eine Figur mit ein paar Strichen a.; der Gültigkeit, der Rechtmäßigkeit: die diplomati- zungen] noch einmal beginnen); am A. der Wo-
Dümmeren) erzählen; hier herrscht ein anderer ( der Pianist deutete die Melodie nur an. 2. (etwas sche A. eines Staates; jmdm. die A. als politischer
strengerer) Ton; (ugs.:) in diesem Betrieb weht che; am/zu A. (anfangs, zuerst) war er mit allem
deutet sich an) etwas zeichnet sich ab: eine gün- Flüchtling verweigern; diese Schule hat die staat- zufrieden; am/(seltener:) im A. des Jahrhun-
ein anderer Wind (geht es strenger zu); (ugs.:) ich stige Wendung, das Neue deutet sich an. liche A. erhalten. 2. Würdigung, Lob: seine Lei-
hätte beinahe etwas anderes (Unangebrachtes, derts; am, gegen, seit A. unserer Zeitrechnung;
Andeutung, die: 1. flüchtiger Hinweis, Anspie- stung verdient volle A., erhielt, fand keine A.; für den A. reicht es; er war von [allem] A. an (
Unanständiges) gesagt; das ist alles andere als ( lung: vage, geheimnisvolle Andeutungen; eine A. jmdm. seine A. ausdrücken, aussprechen; sie
ist genau das Gegenteil von) leicht; das ist alles gleich) dagegen; A. Oktober, des Monats; es ge-
machen, fallenlassen; sich in Andeutungen erge- zollten (geh.), spendeten (geh.) seinen Taten schah A. 1960; er ist jetzt A. Fünfzig (etwas älter
andere als die Wahrheit (ist keineswegs die hen (geh.). 2. schwache Spur von etwas: die A. ei- hohe A.; als A. für seine Verdienste, in A. seiner
Wahrheit). * unter anderem (darunter auch; V erdienste ...; mit A. von jmdm. sprechen.
als fünfzig) . der A. (Ursprung) aller Dinge, des
nes Lächelns, einer Verbeugung. Lebens; die Anfänge (das Entstehen) des Ton-
außerdem). ander[e]nfalls: (Adverb): sonst, im andichten (jmdm., einer Sache etwas a.): nach- a nfachen (geh.) (etwas a.): zum Brennen, Auf-fl
anderen Fall: ich mußte ihm helfen, weil er a. zu films; über die Anfänge (ersten Versuche) nicht
sagen, zu Unrecht zuschreiben: er dichtete ihm ammen bringen: das Feuer, die Glut a.; übertr.: hinauskommen; in den Anfängen (Ansätzen)
spät gekommen wäre; dies muß befolgt werden, unlautere Absichten an. jmds. Leidenschaften a. (erregen).
a. wird die Veranstaltung abgebrochen. steckenbleiben.* den Anfang machen (anfangen,
anfangen 56
57 angehen

der erste sein) • (geh.:) etwas nimmt seinen Anfang etwas angehen: das Testament, eine Entschei- anfragen: sich mit einer Frage an jmdn. wenden: /en: der gibt ganz schön [mit seinem neuen Auto]
(etwas fängt an) von Anfang bis Ende (vollstän dung, ein Urteil a.; der Vertrag ist angefochten brieflich, telefonisch, höflich [wegen einer Sache] an. 4. ein Spiel eröffnen: wer gibt an?; im ersten
dig, ohne etwas auszulassen): ich habe das Buch worden. 2. (geh.) (etwas ficht jmdn. an) etwas be- a.; darf ich a., ob du bald fertig bist. Satz habe ich angegeben.
von A. bis Ende gelesen. unruhigt, bekümmert jmdn.: Sorgen, Versuchun- anfreunden: 1. (sich mit jmdm. a.) eine Freund- Angeber, der (ugs.): Wichtigtuer, Prahlhans: er
anfangen: 1. a) (etwas a.) mit einer Handlung, gen haben ihn angefochten; das ficht mich nicht schaft beginnen, gut bekannt werden: er freundete ist ein schrecklicher A.
einem Vorgang einsetzen; beginnen: eine Arbeit, an; er ließ es sich nicht a. (ließ sich nicht beirren). sich mia die beiden Schülern haben schnell o ich schnell angeblich: nicht verbürgt, vermeintlich; wie [
ein Gespräch [mit jmdm.], einen Brief, ein neues Anfechtung, die: 1. Einspruch gegen etwas; das ohne Präp.-Obj.) fi/schlich] behauptet: ihr angeblicher Onkel; ein
Leben a.; er fing mit ihm Streit an; (ugs.:) etwas, Anfechten: die A. des Urteils, eines Testaments. angefreundet. 2. (sich mit etwas a.) sich an etwas angeblicher Augenzeuge; a. krank, verreist sein.
ein Verhältnis mit jmdm. a.; wir fingen ein Haus 2. (geh.) Versuchung: der Glaube hält allen An- gewöhnen : ich muß mich erst mit diesem Gedan- angeboren: von Geburt an vorhanden, von Na-
zu bauen an/wir fingen an, ein Haus zu bauen/ fechtungen stand; Anfechtungen erleiden, über- ken, mit der neuen Mode a. tur aus eigen: eine angeborene Sehschwäche; die
(hochsprachl. nicht korrekt:) wir fingen ein winden, überstehen; schweren Anfechtungen anfühlen: 1. (etwas a.) prüfend betasten: einen Krankheit ist a.; (etwas ist jmdm. a.) ihr ist die
Haus an zu bauen - wenn wir anfangen zu bauen, ausgesetzt sein; einer A. erliegen. Stoff a.; fühle einmal meine Hände an, wie kalt Schlagfertigkeit a.
.../wenn wir zu bauen anfangen, .../(hochsprachl. anfeinden (geh.) (jmdn. a.>: feindselig begeg- die sind. 2. (etwas fühlt sich an; mit Artangabe) Angebot, das: 1. das Anbieten, Vorschlag: ein
nicht korrekt:) wenn wir an zu bauen fangen, nen: er wurde von allen angefeindet; sie feinde- etwas vermittelt ein bestimmtes Gefühl: seine günstiges, verlockendes, großzügiges, vorteilhaf-
(auch ohne Akk.) wer fängt an?; (ugs.:) du ten sich [gegenseitig] heftig an. Hände fühlten sich feucht, rauh an; der Stoff tes, unverbindliches, billiges A.; das ist mein letz-
hast ( n i c h t : bist) angefangen (du hast den Streit anfertigen (etwas a.): in sach-, kunstgerechter fühlt sich an wie Leder. tes, äußerstes A.; V e r s t e i g e r u n g : das A. (das
begonnen); wieder von vorn a. b) (mit etwas a.) et- Weise herstellen, machen: eine Übersetzung a.; anführen: 1. (jmdn., etwas a.) führend vorange- erste Gebot) beträgt 500 Mark; [jmdm.] ein A. ma
was in Angriff nehmen; mit etwas beginnen: mit sie hatte ein Protokoll, eine Liste [mit Sorgfalt] hen; leiten, befehligen: einen Festzug eine De- chen; der Künstler erhielt, bekam, hat ein A. [aus
der Ernte a.; wir können jetzt mit dem Essen a.; angefertigt; ein Kleid a. lassen; diese Fabrik fer- monstration, den Reigen a.; er hatte den Trupp Amerika, nach England, in die Schweiz, an das
<auch ohne Präp.-Obj.> fangt nur schon an, ich tigt Waren fürs Ausland an. angeführt. 2. a) (etwas a.) vorbringen, aufzählen: Burgtheater]; ein A. aufrechterhalten, ablehnen,
komme auch gleich. c) (mit Umstandsangabe) anfeuchten (etwas a.): feucht, naß machen: eine Beispiele, Gründe, Tatsachen a.; etwas als Argu- annehmen; er ging auf meine Angebote nicht
eine Ausbildung, berufliche Tätigkeit beginnen: am Briefmarke, einen Schwamm a.; (jmdm., sich ment für etwas a.; ich habe das als Entschuldi- ein; wir bitten Sie um Ihr A. über/für [die] Liefe-
1. August können Sie [bei uns] a.; er hat klein, mit etwas a.) ich feuchtete mir den Finger, die gung, zu meiner Entschuldigung angeführt; die rung von ... 2. angebotene Ware: ein großes,
nichts, von unten angefangen; er fing als Vertre- Lippen [mit der Zunge] an. oben angeführten Thesen. b) (jmdn. als jmdn. a.) reichhaltiges, preiswertes A.; das A. an/von Klei
ter an. d) (ugs.) (mit etwas/von etwas a.) über et- anfeuern: 1. (etwas a.) anheizen: den Ofen, den benennen: er führt ihn als Gewährsmann, als dern, an/von Gemüse ist gering; das A. (die Aus-
was zu sprechen beginnen: mein Vater fing wieder Kessel a. 2. (jmdn., etwas a.) anspornen; mitrei- Zeugen an. c) (geh.) (jmdn., etwas a.) zitieren: wahl) in Elektrogeräten ist groß; die Preise rich-
von Politik an; mußt du immer wieder damit/da- ßen: sie feuerten die Mannschaft lautstark, durch eine Textstelle, einen Autor a.; er führte seinen ten sich nach A. und Nachfrage.
von a.? 2. (etwas fängt an; mit Umstandsangabe) Zurufe, mit Zurufen an; jmds. Mut, die Spieler Vorredner an. 3. (jmdn. a.) [zum Scherz] irrefüh- angebracht: passend, sinnvoll, richtig: eine kei-
etwas setzt ein, nimmt seinen Anfang: hier fängt zu immer größeren Leistungen a. ren: ich lasse mich nicht a.; man hat uns gründ- neswegs angebrachte Bemerkung; unser Ver-
das Sperrgebiet an; das Konzert fängt um 20 Uhr anflehen (geh.) (jmdn. a.>: inständig bitten: lich [mit dieser Nachricht] angeführt. trauen ist [wegen seiner Leistungen] durchaus a.;
an; wann hat das Spiel angefangen?; das fängt ja jmdn. weinend, auf den Knien [um Hilfe] a.; er Anführungszeichen, (auch:) Anführungsstri- Schmeicheleien sind bei ihm nicht a.; er hielt es
gut, schön, heiter an! (iron.). 3. a) (etwas a.) ma- flehte die Bürger an, nichts zu unternehmen. che, die (Plural): Strichzeichen zur Kennzeichnung für a., sofort abzureisen.
chen, tun: was soll ich nun a.?; eine Sache richtig, anfliegen: 1. (gewöhnlich im 2. Part. in Verbin- der wörtlichen Rede, zur Hervorhebung: ein Wort, angebunden: ?anbinden.
verkehrt, falsch a.; du mußt es anders a. b) (etwas dung mit kommen) heranfliegen: anfliegende einen Satz, ein Zitat in A. setzen. angedeihen (geh.) (in der Verbindung) jmdm.
mit jmdm., mit sich, mit etwas a.) anstellen: was Maschinen; ein Vogel, ein Ball kam angeflogen. Angabe, die: 1. das Angeben; Aussage, Aus- etwas angedeihen lassen: zukommen lassen, zuteil
soll ich damit a.?; ich kann mit dieser Meldung, 2. <etwas a.> auf etwas zufliegen: eine Stadt, einen kunft: eine zuverlässige, falsche, sachdienliche, werden lassen: der Staat läßt uns Schutz a.; er
mit dem Theaterstück nichts a.; sie weiß mit sich Flughafen a.; die Lufthansa fliegt Moskau an ( genaue A.; Angaben zur Person; widerspre- läßt seinen Kindern eine gute Erziehung a.
nichts anzufangen; mit ihm ist nichts anzufangen hat eine Fluglinie nach Moskau). 3. a) (etwas chende Angaben [zum Hergang, über den Her- Angedenken, das (geh.): Andenken, Erinne-
(er ist zu nichts zu gebrauchen). fliegt jmdm. an> etwas fällt jmdm. zu: die Kennt- gang] machen; die Polizei erbittet, bittet um nä- rung: sie bewahrte ihm ein liebes A.; zum ewigen
Anfänger, der: jmd., der am Anfang einer Aus- nisse sind ihm nur so angeflogen. b) (geh.) <etwas here Angaben; eine A. nachprüfen; die Richtig- A. * seligen Angedenkens: a) (veraltend) (tot, ver-
bildung, Tätigkeit steht: Anfänger und Fortge- fliegt jmdn. an> etwas befällt jmdn.: eine gewisse keit der A. überprüfen; nach A. der Zeugen; et- storben): das stammt von meinem Großvater seli-
schrittene; Kurse für Anfänger; er ist kein A. Bangigkeit hatte ihn angeflogen. was nach Angaben eines Kunden anfertigen; gen Angedenkens. b) (ugs. scherzh.) (einstig): die
mehr; er ist ein blutiger (ugs.) A. Anflug, der: 1. a) das Zufliegen auf ein Ziel: ohne A. der Adresse verzogen; unter A. des gute Postkutsche seligen Angedenkens.
anfangs: I. (Adverb) am Anfang, zuerst: a. ging beim A.; die Maschine ist, befindet sich bereits Kennwortes, des Aktenzeichens schreiben; ich angegriffen: 1 angreifen.
alles gut; sie war a. sehr zurückhaltend. H. (ugs.) im A. [auf Frankfurt]. b) Flugweg: das Geschwa- halte mich an seine Angaben (Anweisungen, Vor angeheitert (ugs.): durch Alkoholgenuß be-
(Präp. mit Gen.) am Anfang: a. des Jahres. der hat einen zu weiten A. 2. Hauch, Spur, Andeu- schriften). 2. (ohne Plural) Prahlerei, Angeberei: schwingt: angeheiterte Gäste; in angeheitertem
anfassen: 1. a) (jmdn., etwas a.) mit der Hand tung: ein A. von Spott lag in ihrer Antwort; in/ das ist ja alles bloß A. 3. (Sport) eröffnender Zustand; er ist leicht a.
berühren; ergreifen: den warmen Ofen a.; sie läßt mit einem A. von Verlegenheit kratzte er sich am Schlag: wer hat die A.?; um die A. spielen; die A. angehen /vgl. angehend/: 1. a) (jmdn., etwas a.)
sich nicht gerne a.; etwas vorsichtig, mit spitzen Ohr; ein A. von Bart/der A. eines Bartes. (der bei der Angabe gespielte Ball) ging ins Aus. angreifen: die Polizisten a.; der Verteidiger ging
Fingern a.; sie faßte das Tuch an einem Zipfel anfordern (jmdn., etwas a.): mit Nachdruck ver- angängig (Papierdt.): zulässig, erlaubt: eine den Stürmer hart an. b) (jmdn., etwas a.) zu be-
an; ü b e r t r . : der Kritiker hat den jungen Kom- langen: einen Bericht, Ersatzteile [für eine Repa- kaum angängige Handlungsweise; dies ist nicht wältigen suchen: eine Aufgabe, Schwierigkeiten
ponisten zart, grob angefaßt. b) (ugs. landsch.) ( ratur] a.; wir haben zwei Monteure angefordert. a.; etwas, wenn irgend a., vermeiden. zielstrebig a.; die Bergsteiger haben den Gipfel
jmdn. a.> bei der Hand nehmen: sie faßt das Kind Anforderung, die: 1. das Anfordern: eine angeben: 1. (etwas a.) a) nennen, Auskunft über angegangen; die Mannschaft hat das Spiel zu
an. 2. zupacken, helfen: der Korb ist schwer, faß schriftliche, telefonische A. von Ersatzteilen, von etwas geben: seinen Namen, die Personalien, den schnell angegangen; das Pferd geht das Hinder-
doch mal [mit] an! 3. (etwas faßt sich an; mit Art- Arbeitskräften. 2. Anspruch, Beanspruchung: Grund [für etwas], Ort und Zeit [für ein Treffen], nis im Galopp an (reitet im Galopp darauf zu). c)
angabe) etwas fühlt sich in einer bestimmten Weise harte, strenge Anforderungen; die Rallye stellt den Preis, die genauen Maße [von etwas] a.; das (gegen jmdn., gegen etwas a.) vorgehen, an-
an: der Stoff faßt sich rauh, zart, glatt an. 4. (et- hohe Anforderungen an Mensch und Material; hat er bei der Steuererklärung falsch, ungenau kämpfen: die Feuerwehr ging mit Schaumlö-
was a.; mit Artangabe) in Angriff nehmen; anfan- einer A. genügen, gewachsen sein; seine Leistun- angegeben; der Wert des Grundstücks wur de mit schern gegen die Flammen an; gegen Mißstände,
gen: eine Sache, ein Problem klug, geschickt a.; gen entsprechen nicht den Anforderungen. 50000 Mark angegeben; etwas als Motiv a.; er gegen die Umweltverschmutzung a.; ich bin da-
du mußt es nur am/beim rechten Ende a. 5. (geh.) Anfrage, die: Bitte um Auskunft: eine schriftli- hat ihn als Zeugen angegeben (benannt) ; (jmdm.s gegen angegangen. 2. (jmdn., etwas [um etwas] a.)
(etwas faßt jmdn. an) etwas befällt, packt jmdn.: che, telegrafische A.; Ihre A. bei unserer Firma etwas a.) Sie müssen mir Ihre Adresse a. b) be- um etwas bitten: den Freund um Rat, um Unter-
ein Schauder, Mitleid faßte ihn an. wegen/(Kaufmannsspr.:) bezüglich der Repara- timmen, festsetzen: das Tempo, den Takt a.; der stützung, um Geld a.; er hat die Bank [um ein
anfauchen (jmdn. a.): einen fauchenden Laut tur ...; eine A. an jmdn. richten; Anfragen beant- Ko mmandant gab einen neuen Kurs an. 2 . (mdn.,
Darlehen] angegangen. 3. (etwas geht jmdn., et-
gegen jmdn. ausstoßen: die Katze fauchte mich, worten, bearbeiten; (Papierdt.:) hiermit erlaube etwas a.) anzeigen, denunzieren, melden: einen was an) etwas betrifft jmdn., etwas: dieser Fall
den Hund an; ü b e r t r . : sie hat ihn ganz schön ich mir die [höfliche] A., ob ...; eine kleine, große Mitschüler [beim Direktor] a.; den Tä-ter K bei geht mich unmittelbar, am meisten, persönlich an;
angefaucht (zurechtgewiesen, heftig angefahren). A. (Interpellation) an die Regierung (im Parla- der Polizei a.; er hat das Versteck, seinen Ko was mich angeht, so erkläre ich ...; das geht dich
ment) einbringen; Näheres, Preise auf A. mplizen angegeben (verraten). 3. (ugs.) prah-
anfechten: 1. (etwas a.) nicht anerkennen, gegen nichts, einen Dreck (ugs.) an (ist nicht deine
angehend 58 Anhalter
59
[der Arbeit] angemessene Bezahlung; ein ange- angezeigt (geh.): angebracht, ratsam, passend:
Sache). 4. (geh.) (etwas geht an) etwas ist möglich, messener Preis; etwas in angemessener Form sa- er hielt es für a., früher zu kommen; in diesem (geh.); die A. [in sich] überwinden; er hat Angst (
vertretbar: das geht gerade noch, kaum, nicht an; gen; der Lohn war [der Leistung] a.; ich halte das Falle wäre eine Badekur a. fürchtet sich); er hat Angst, daß ... (befürchtet,
ich würde, wenn es anginge, absagen; mit der Honorar für a. angleichen (sich, etwas jmdm., einer Sache/an daß ...); das Kind hat A. vor dir, vor Strafe; er
Hitze ging es noch an (sie war noch erträglich). angenehm: wohltuend, erfreulich: ein angeneh- jmdn., eine Sache a.): gleichmachen, anpassen: hatte A., sie wiederzusehen; A. um jmdn. haben (
5. (etwas geht a n ) (ugs.) a) etwas fängt an: mor- mer Geruch; eine angenehme Abwechslung; [ich sie hat sich ihrem Mann angeglichen; sie haben sich um jmdn. sorgen); jmdm. [durch, mit etwas]
gen geht die Schule an; die Vorstellung ist schon wünsche dir] angenehme Reise!; er ist ein ange- sich [einander] angeglichen; die Löhne den Prei- A. bereiten, einjagen, einflößen (geh.); A. [in, bei
angegangen. b) etwas beginnt zu brennen, zu nehmer (liebenswerter) Mensch; ihre Stimme ist sen/an die Preise a. jmdm.] erwecken, hervorrufen; die Truppen ver-
leuchten: das Feuer geht nicht an; im Saal gingen sehr a.; a. träumen; sich a. unterhalten; von et- angliedern (einer Sache etwas a.): anschließen, breiteten A. und Schrecken; aus A. etwas tun, et-
die Lampen an. 6. anwachsen, festwachsen: die was a. überrascht, berührt sein; ich bin a. ent- hinzufügen: die Jugendabteilungen sind dem was verschweigen; in A. geraten; sie versetzten
Pflanzen, Ableger sind [nicht] alle angegangen. täuscht (ugs., oft scherzh.; a. überrascht); ( Verein angegliede. das Land in A. und Schrecken; in A. (Sorge) um
angehend: am Anfang, in der Ausbildung ste- jmdm. a. sein) Ihr Besuch ist mir stets a. (geh.); angreifen: 1. a) (rt[jmdn., etwas] a.> gegen jmdn., jmdn. sein; sie war, schwebte in tausend Ang-
hend; künftig: ein angehender Arzt; eine ange- Sie sind uns stets a. (geh.; willkommen); es wäre gegen etwas vorgehen; den Kampf beginnen: den sten; er sah der Entscheidung mit einer gewissen
hende junge Dame; ein angehender Vierziger ( mir a. (lieb), wenn Sie ... Feind überraschend, von der Flanke [her], mit A. entgegen; vor A. vergehen, zittern, blaß wer-
Mann, der bald vierzig Jahre alt wird). angesagt (ugs.) (in den Verbindungen) ange- Panzern a.; im Tiefflug a.; der Feind griff in den den, fast sterben, umkommen; /verblaßt und in
angehören (jmdm., einer Sache a.): zu jmdm., sagt sein: (im Schwange, in Mode, sehr gefragt, Morgenstunden an; der Betrunkene griff die Gä- Kleinschreibung/: jmdm. ist, wird [es] angst [und
zu etwas gehören: einer Partei, einem Verein [als von vielen begehrt sein): die beiden Liederma- ste an (wurde tätlich). b) im sportlichen Wettkampf bange] (jmd. fürchtet sich, hat, bekommt Angst);
aktives Mitglied], einer anderen Nation a. cher, ihre Lieder sind zur Zeit a.; Gefühl ist wie- einem Gegner gegenüber die Initiative ergreifen: jmdm. angst [und bange] machen (jmdn. in Angst
Angehörige, der und die: 1. jmd., der einer be- der a. . etwas ist a. (etwas geschieht, wird gemacht, die Stürmer griffen frühzeitig, heftig, zu hektisch, versetzen).: es mit der Angst zu tun bekommen/
stimmten Gruppe angehört: Angehörige/die An- vollzogen): heute ist bei ihnen ein Ausflug a.; planlos an. c) (jmdn., etwas a.) heftig kritisieren: kriegen (ängstlich werden).
gehörigen des Betriebes; Angehöriger einer an- jetzt ist Frühstück a. (wird gefrühstückt). die Rede des Ministers, seine Politik a.; er wurde ängstigen: a) (jmdn. ä.) in Angst versetzen: ein
deren Nation sein; männliche und weibliche An- angeschlagen: nicht mehr im Vollbesitz seiner in den Zeitungen scharf, heftig angegriffen. 2. ( böser Traum hatte ihn geängstigt. b) (sich ä.)
gehörige; die Teilnahme ehemaliger Angehöri- Kräfte, erschöpft: einen angeschlagenen Ein- ugs. landsch.) a) (jmdn., etwas a.) anfassen: die Angst haben: sich unnötig, vor der Zukunft ä.;
ger. 2. nächster Verwandter: seine Angehörigen druck machen: der Boxer ist a.; er kam nach dem Kinder greifen alles an. b) (etwas greift sich an; die Mutter ängstigte sich um ihr Kind.
besuchen; ich habe keine Angehörigen mehr. Verhör a. nach Hause. mit Artangabe> etwas fühlt sich an: der Stoff ängstlich: 1. a) von Angst bestimmt, voller
Angeklagte, der und die: jmd., der unter An- a n g e s e h e n : Ansehen genießend, geachtet: ein greift sich rauh, weich an. 3. (etwas a.> in Angriff Angst: ein ängstlicher Blick; sie machte ein
klage steht: der A., die A. hat das Wort; Ange- angesehener Verlag; sie stammt aus einer angese- nehmen, anfangen: eine Aufgabe richtig, ent- ängstliches Gesicht; ä. aufblicken; ihm wurde ä.
klagter, treten Sie vor!; ihm als Angeklagten/An- henen Familie; er ist überall a. schlossen a.; wir müssen die Sache anders, an der zumute. b) scheu, schüchtern: ein ängstliches
geklagtem; ihr als Angeklagten/Angeklagter. ' Angesicht, das (geh.): Gesicht: das geliebte, richtigen Stelle a. 4. (etwas a.) anbrechen, zu ver- Kind; sei nicht so ä.! 2. übertrieben genau, gewis-
Angel, die: Gerät zum Fischfang: die A. aus- zarte, vertraute A.; das A. verhüllen; mit unbe- brauchen beginnen: Vorräte nicht a. wollen, a. senhaft: mit ängstlicher Genauigkeit; ihr ä. gehü-
werfen, einziehen; die Fische gehen nicht an die wegtem A.; jmdn. von A. (vom Sehen) kennen; müssen; ich habe das Guthaben noch nicht ange- tetes Geheimnis; ä. bemüht sein, ...
A.; einen dicken Fisch an der A. haben. 'Angel, jmdm. von A. zu A. (unmittelbar) gegenüberste- griffen. 5. a) (etwas greift jmdn., etwas an> etwas angucken (ugs.): 1. (jmdn. a.) ansehen: jmdn.
die: Tür-, Fensterzapfen: verrostete Angeln; die hen. * (geh.:) im Angesicht: a) (im, beim Anblick) schadet jmdm., einer Sache; etwas schwächt jmdn., treuherzig, lächelnd, mit großen Augen a. 2. (sich
Angeln ölen; die Tür kreischt, hängt schief in : im A. der Gefahr, des Todes. b) (im Hinblick etwas: das Licht greift die Augen an; die Krank- (Dativ) jmdn., etwas a.) betrachten: ich gucke mir
den Angeln; einen Fensterflügel aus den Angeln auf): im A. der Tatsache, daß ...; im A. der heit hat ihn sehr angegriffen; er sieht sehr ange- die Schaufenster, die Auslagen an.
heben. * etwas aus den Angeln heben (etwas Sachlage. an ges ich t s (geh.) (Präp. mit Gen.): griffen (erschöpft) aus. b) (etwas greift etwas an) anhaben: 1. (ugs.) (etwas a.) ein Kleidungsstück
grundlegend ändern): er wollte die Welt aus den a) im, beim Anblick: a. der Bergwelt, der Gefahr. etwas beschädigt, zersetzt etwas: der Rost greift tragen: ein Kleid, neue Schuhe a.; sie hatte nichts
Angeln heben. b) im Hin-blick auf: a. der Tatsache, daß... das Eisen an. an. 2. (jmdm., einer Sache etwas a.; gewöhnlich
angelegen (geh.) (in der Verbindung) sich (Da- angespannt: a) angestrengt: mit angespannter angrenzen (etwas grenzt an>: etwas stößt an et- verneint in Verbindung mit bestimmten Modal-
tiv) etwas angelegen sein lassen: sich um etwas Aufmerksamkeit; a. lauschen. b) kritisch, bedenk- was an, ist benachbart: das Grundstück grenzt verben) ein Leid antun, Schaden zufügen: der
bemühen, kümmern: er ließ sich die Erziehung lich: die angespannte Finanzlage; die Situation unmittelbar [an den Garten] an; die angrenzen- Sturm konnte dem Boot nichts a.
der Kinder sehr a. sein; ich will es mir a. sein las- ist ziemlich a. den Gebäude. anhaften: 1. (etwas haftet an): etwas bleibt hän-
sen, ihr Vertrauen zu gewinnen. Angestellte, der und die: jmd., der in einem Angriff, der: 1. das Angreifen; Offensive, Eröff- gen, setzt sich fest: Schmutz haftet [an dieser
Angelegenheit, die: Sache, Sachverhalt, Pro- vertraglichen Arbeitsverhältnis mit monatlicher Ge- nung eines Kampfes: heftige, schwere, pausen- Stelle] an; anhaftende Farbreste entfernen. 2. (
blem: eine dringliche, nebensächliche, ernste, geh.) (etwas haftet jmdm., einer Sache an) etwas
haltszahlung steht: ein höherer, leitender, kauf- lose Angriffe; ein atomarer A.; der A. auf die
ganz vertrackte, peinliche, private, geschäftliche männischer Angestellter; weibliche Angestellte; feindlichen Stellungen; der A. brach zusammen; Negatives gehört zu jmdm., einer Sache, ist jmdm.,
A.; kulturelle, politische Angelegenheiten (Be- Angestellte/die Angestellten unserer Firma; ei- einen A. einleiten, [gegen etwas] vortragen, ab- einer Sache eigen: dieser Ruf, diese Schmach
lange); das ist meine A. (geht nur mich an); wich- nige Angestellte entlassen. schlagen, abwehren, [blutig] zurückweisen; die wird ihm immer a.; jedem Kompromiß haften
tige Angelegenheiten hielten mich fern; eine A. angestrengt: mit Anstrengung, konzentriert: mit Bomber flogen einen A. gegen die Nachschub- Mängel an.
regeln, erledigen, klären, besprechen, bearbeiten, angestrengter Aufmerksamkeit; a. arbeiten, wege; zum A. ansetzen, übergehen, vorgehen. 2. anhalten: 1. a) (jmdn., etwas a.) zum Halten,
weiterleiten; um was für eine A. handelt es sich?; nachdenken, zuhören. a) Initiative gegenüber einem Gegner im sportli- zum Stillstand bringen: ein Auto, die Pferde, die
kümmere dich um deine Angelegenheiten!; ich angetan (in den Verbindungen) von jmdm., von chen Wettkampf: einen A. starten, parieren; der Drehtür a.; er wurde von den Posten angehalten;
komme in einer dienstlichen A. zu Ihnen; er wird etwas angetan sein (angenehm berührt sein): er A. über die Flügel. b) Gesamtheit der Angriffsspie- er hielt einige Sekunden den Atem an (atmete
sich nicht in fremde Angelegenheiten mischen. war von ihr, von ihrem Vorschlag sehr a. . da- ler: der A. ist schlecht, hat versagt, war nicht zu nicht); den Schritt a. (geh.; stehenbleiben). b) ste-
angelegentlich (geh.): eingehend, nachdrück- nach/dazu angetan sein (geeignet sein): die Lage bremsen. 3. heftige Kritik, Anfeindung: ein offe- henbleiben, zum Stillstand kommen: das Auto
lich: eine angelegentliche Bitte; er erkundigte ist nicht dazu/danach a., Feste zu feiern. ner, versteckter Angriff; massive Angriffe gegen hielt vor dem Haus an; er hielt mitten in der
sich a. nach ihm. das Fernsehen richten; der Minister sah sich hef- Rede, bei der Arbeit, mit dem Lesen an (hielt
angeln: 1. ([etwas] a.): mit der Angel zu fangen angewandt: t anwenden. inne). 2. (jmdn. zu etwas a.) zu etwas bringen; da-
suchen, fangen: er angelt mit Begeisterung, im a n g e w i e s e n (in der Verbindung) auf jmdn., auf tigen Angriffen ausgesetzt. * (nachdrücklich:) et- für sorgen, daß jmd. etwas tut: die Kinder zur
Urlaub; nach/(fachspr.:) auf Forellen a.; er an- etwas angewiesen sein: abhängig sein: er ist auf was in Angriff nehmen (mit etwas beginnen): wir Ordnung, zum Gehorsam a.; sie wurde von ih-
gelt Forellen; ü b er tr . : Fleisch aus der Suppe a.; dich, auf deine Hilfe a.; wir sind aufeinander a. haben das Projekt in A. genommen. rem Vater dazu angehalten, selbständig zu arbei-
(sich (Dativ) jmdn., etwas a.) er angelte sich mit angewöhnen (jmdm., sich etwas a.): zur Ge- Angst, die: Gefühl der Beklemmung, Furcht: eine ten. 3. (etwas hält an> etwas dauert an: das schöne
ausgestreckter Hand das Glas (ergriff es); sie hat wohnheit machen: sich Pünktlichkeit, das Rau- große, schreckliche, grundlose A.; panische A. Wetter, der Frost, das Fieber hält an; wie lange
sich einen Millionär geangelt (hat ihn geheiratet). chen a.; gewöhne dir an, früher aufzustehen. ergriff, schüttelte, befiel, quälte ihn; eine uner soll dieser Zustand noch a.?; adj. Part.: anhal-
2. (ugs.) (nach etwas a.) etwas entfernter Befindli- Angewohnheit, die: [schlechte] Gewohnheit, klärliche A. steigt in ihm auf, erfaßt, über- tender Beifall; es hat anhaltend geschneit.
ches zu fassen, zu ergreifen suchen: er angelte mit Eigenheit: eine schlechte, seltsame, üble A.; eine kommt, beschleicht ihn; die A. weicht, sitzt ihm Anhalter, der: jmd., der fremde Fahrzeuge an-
den Füßen nach dem Hausschuh. A. annehmen, ablegen; er hat die A., beim Essen, In den Gliedern, im Nacken, in der Kehle; er hält, um sich mitnehmen zu lassen: an der Auf-
während des Essens zu lesen. kennt keine A.; A. bekommen, ausstehen, leiden fahrt standen viele Anhalter. * (ugs.:) per Anhal-
a n g e m e s s e n : passend; richtig bemessen: eine
Anhaltspunkt ankommen
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6
ter fahren, reisen (in einem fremden Fahrzeug, das mal an!; (jmdm., sich etwas a.) er hauchte sich a.) an der Stimme, an den Außerungen anmerken: Brecht. 2. (in der Verbindung) Anklang finden:
man angehalten hat, mitfahren). die kalten Hände an; b i l d l . : ihre Wangen wa- man hört [es] ihr an, daß sie erkältet ist; er hörte mit Zustimmung, Beifall aufgenommen werden:
Anhaltspunkt, der: Stütze für eine Annahme; ren rosig angehaucht; ü b e r t r . : er ist kommuni- sein Plan, die Musik fand viel, wenig, keinen A.
hört
Hinweis: es gibt, es bieten sich keine neuen An- stisch angehaucht. 2. (ugs.) zurechtweisen: der ankleben: 1. (etwas a.) festkleben: Plakate, Ta-
haltspunkte für seine Schuld; einen A. geben, lie- ihr,ihrerStimmedieErleichterungan;manihmimmernochdenEngländeran.4.(etwas
Chef hat ihn ordentlich angehaucht. peten a.; einen Zettel an die/an der Tür a.; (
fern, suchen, finden. anhauen (ugs.) (jmdn. a.): a) um etwas bitten, hört jmdm., sich etwas a.) er hat sich einen falschen
anhand: i Hand. angehen: er haute seinen Freund [um 50 Mark]
sich an; mit Artangabe) etwas klingt in einer be- Bart angeklebt. 2. (etwas klebt an) etwas haftet
Anhang, der: 1. Nachtrag: der A. zu dem Ver- an; mich hat er auch angehauen. b) plump ver- fest an: der Teig klebt in der Schüssel an.
trag; im A. des Buches finden sich die Anmer- traulich ansprechen: ein Mädchen a. stimmten Weise und vermittelt einen bestimmten ankleiden (geh.) (jmdn., sich a.): anziehen: er
kungen. 2. a) Anhängerschaft: diese Bewegung anhäufen: a) (etwas a.) sammeln und aufbewah- Eindruck: der Vorschlag hört sich ganz gut, nicht kleidet die Kinder an; sich schnell, sorgfältig, für
hat keinen großen A.; damit kann die Partei kei- ren: Vorräte, Geld a. b) (etwas häuft sich an) et- schlecht an; das hört sich nach Streit an; es hört den Abend a.; ich bin noch nicht angekleidet.
nen Anhang gewinnen. b) Verwandtschaft, Ange- was sammelt sich an: die Arbeit hat sich immer sich an, als ob es regnet. anklingen: 1. (etwas klingt an) etwas kommt an-
hörige: eine Witwe ohne A.; ihr Bruder kam mit mehr angehäuft. ankämpfen (gegen jmdn., gegen etwas a.): ge- deutungsweise zum Ausdruck, wird hörbar: immer
seinem ganzen A. zu Besuch. anheben: 1. (etwas a.): a) hochheben: den gen jmdn., etwas vorgehen, kämpfen: gegen den wieder klingt das Leitmotiv an; in ihren Worten
'anhängen, hing an, angehangen (geh.:) 1. (et- Schrank, den Teppich a.; sie hob den Mantel ein Sturm a.; gegen Müdigkeit, Tränen, Versuchun- klang so etwas wie Wehmut an; viele Erinnerun-
was hängt jmdm., einer Sache a.) etwas haftet wenig an. b) erhöhen: die Gehälter, die Postge- gen, alte Vorurteile a. gen klingen an (werden wach). 2. (geh.) (etwas
jmdm., einer Sache an, ist mit jmdm., einer Sache bühren a.; die Preise sind wieder angehoben Ankauf, der: das Ankaufen: der A. von Wertpa- klingt an etwas an) etwas stimmt mit etwas leicht
verknüpft: die Krankheit hängt mir noch an; die worden. 2. (geh.) anfangen, beginnen: zu spre- pieren; Ankäufe tätigen, machen. überein: die Melodie klang an ein Volkslied an.
Gefängnisstrafe wird ihm immer a.; Schwierig- chen, zu singen a.; die Glocken hoben/(veraltet:) ankaufen: 1. (etwas a.) Wertobjekte, größere anklopfen: 1. [an die Tür] klopfen, um sein Ein-
keiten hängen jeder Reform an. 2. (jmdm., einer huben zu läuten an; ... danach hob der Geistliche Mengen von etwas kaufen: Grundstücke, Aktien treten anzukündigen: leise, zaghaft, laut, ener-
Sache a.) ergeben sein; sich verschrieben haben: ei- an (begann zu sprechen); der Gesang hob an. a.; die Galerie hat mehrere Gemälde angekauft. gisch a.; an die/an der Tür a.; er trat ein, ohne an-
ner Lehre, einem Glauben a.; das Volk hat ihm anheften (etwas a.): lose befestigen: den Saum 2. (sich a.; mit Raumangabe) ein Grundstück, zuklopfen. 2. (ugs.) anfragen, um etwas bitten: ich
angehangen. a.; eine Schleife an das/an dem Kleid a.; sie hef- Haus erwerben, um sich dort niederzulassen: sich habe überall umsonst angeklopft; er klopfte bei
'anhängen, hängte an, angehängt: 1. a) (etwas a. tete einen Zettel an; (jmdm., einer Sache etwas in der Nähe von Hamburg a. seinem Freund um 50 Mark an.
) an etwas hängen: einen Zettel [an ein Paket] a.; a.) er heftete ihm einen Orden an. Anker, der: schwerer eiserner Doppelhaken zum anknabbern (etwas a.): ein wenig an etwas
<jmdm., sich etwas a.) sie hatte sich Ohrringe anheimfallen (geh.) (einer Sache a.): zufallen: Festmachen eines Schiffes am Grund des Gewäs- knabbern: die Nüsse, den Speck a. anknüpfen:
angehängt. b) (etwas a.) ankuppeln: den Wohn- der Vergessenheit a. (vergessen werden); der Zer- sers: der A. faßt nicht, rutscht durch den 1. (etwas a.> durch Knüpfen an et-was befestigen:
wagen a.; der Schlafwagen wird hinten am Zug, störung a. (zerstört werden); nach seinem Tod fiel Schlamm; den A. auswerfen, einholen, aufwin- eine abgerissene Schnur wieder a.; das eine
an den Zug angehängt. 2. (sich a.) a) sein Fahr- sein Besitz dem Staat anheim. den, hieven (Seemannsspr.; hochziehen), lichten ( Ende des Seils an das andere/an dem anderen
zeug an ein anderes Fahrzeug hängen, um von die- anheimgeben (geh.) (jmdm., einer Sache jmdn., Seemannsspr.; einholen); ü b e r t r . : sein Glaube Ende a. 2. (an etwas a.) etwas wiederaufnehmen;
sem mitgezogen zu werden: sie liefen, fuhren mit sich, etwas a.): übergeben, anvertrauen: er gab war ihm ein fester A. (Halt, Stütze). * (See- anschließen: an langjährige Erfahrungen a.; er
den Rädern dem Wagen nach und hängten sich das Kind seiner Schwester, ihrer Obhut an- mannsspr.:) sich vor Anker legen (den Anker knüpfte an die Worte des Vorredners an. 3. (
an. b) beim Laufen, Fahren usw. unaufgefordert heim; ich gebe es Ihnen anheim (überlasse es Ih- aus-werfen) • (Seemannsspr.:) vor Anker etwas a.) anfangen: ein Gespräch, ein [Liebes]
folgen, sich anschließen: der Sportwagen hängte nen), davon Gebrauch zu machen. liegen/treiben (mit dem Anker am Grund verhältnis, Beziehungen [mit jmdm.] a.
sich an; er hängte sich an den führenden Läufer anheimstellen (geh.) (jmdm., einer Sache festgemacht sein) Anker werfen; vor Anker Anknüpfungspunkt, der: Punkt, an den man [im
an; (sich jmdm. a.) die Katze hatte sich uns ange- jmdn., sich, etwas a.): überlassen: ich stelle das gehen: a) (Seemannsspr.; den Anker auswerfen). Gespräch] anknüpfen kann: es bestanden, boten
hängt. 3. (etwas a.) anfügen, hinzusetzen: ein Ka- Ihrem Belieben, Ihrer Entscheidung anheim. b) (ugs.; irgendwo Rast machen, sich sich keine Anknüpfungspunkte für neue Ver-
pitel, eine Nachschrift [an einen Brief] a.; er anheischig (geh.) (in der Verbindung) sich an- niederlassen:) in diesem Lokal können wir A. handlungen; einen A. suchen, finden.
hängte noch drei Tage Urlaub [an die Tagung] heischig machen omit Infinitiv mit zu>: sich werfen, vor A. gehen. ankern: den Anker ankommen: 1. an einem Ort eintreffen, ihn er-
an. 4. (ugs. abwertend) (jmdm. etwas a.> a) etwas erbieten: er machte sich a., den Plan auswerfen; am Anker festgemacht sein: das Schiff reichen: pünktlich, völlig unerwartet, glücklich
Übles zuschreiben, aufbürden: sie hat ihrer Nach- auszuführen. anheizen: 1. (etwas a.) zu heizen ankert in der Bucht, vor der Reede; morgen a. zu Hause, um 8 Uhr, in Hamburg, auf dem Gip-
barin allerhand angehängt; jmdm. einen Prozeß beginnen: den Ofen a. 2. (etwas a.) zu einem wir in Hamburg. fel, in der Heimat, mit der Bahn a.; ein Brief, ein
a. b) etwas Unbrauchbares, Schlechtes verkaufen; Höhepunkt treiben, steigern: die Stimmung, die Anklage, die: 1.a) Klage, Beschuldigung vor Ge- Päckchen ist angekommen; der Wagen kam mit
andrehen: er hat ihm eine ganze Ladung verdor- Konjunktur a. anherrschen (geh.) (jmdn. a.): in richt: die A. gründet sich auf ...; die A. lautet hoher Geschwindigkeit an (näherte sich);
bener Ware angehängt. c) eine Krankheit auf herrischem Ton zurechtweisen: er herrschte ihn auf Widerstand gegen die Staatsgewalt; eine A. ü b e r t r . : wir waren schon bei der Nachspeise
jmdn. übertragen: jmdm. den Tripper a. barsch, wütend [wegen des Versehens] an. ein-reichen, vorbringen, zurücknehmen; der angekommen (angelangt); bei unseren Nachbarn
Anhänger, der: 1. angehängter Wagen: ein anheuern (Seemannsspr.): a) (jmdn. a.) für den Staatsanwalt erhob A. wegen Körperverletzung; ist ein kleiner Junge angekommen (geboren wor-
Lastkraftwagen mit A.; sie stiegen in den A. der Schiffsdienst anwerben: Seeleute a.; ü b e r t r . : jmdn. unter A. stellen (vor Gericht anklagen); den). 2. (ugs.) sich [in belästigender Weise] an
Straßenbahn. 2. Schmuckstück, das an einer Kette, Statisten, Arbeitskräfte a. b) in den Schiffsdienst unter A. stehen (vor Gericht angeklagt sein). b) jmdn. wenden: kommst du schon wieder an!; die
an einem Band getragen wird: ein wertvoller A. 3. treten: auf einem Ozeandampfer a. tretung: Zeugin der A. 2. (geh.) Beschuldigung, Zuhörer kamen mit immer neuen Fragen an. 3. (
angehängtes Namen- oder Nummernkärtchen: einen Anhieb (ugs.) (in der Verbindung) auf [den er- Vorwurf: : soziale Anklagen; der Redner erhob lei ugs.) angestellt werden: ich möchte in dieser
A. ausfüllen, am Koffer befestigen. 4. jmd., der sten] Anhieb: sofort, gleich zu Beginn: es glückt, denschaftliche A. gegen die Regierung. Firma gerne a.; er ist bei dem Unternehmen als
einer Person oder Sache anhängt: ein treuer, klappt auf A.; sie wußte, schaffte es auf den er- anklagen: 1. (jmdn. a.) gegen jmdn. vor Gericht Werbefachmann angekommen. 4. (ugs.) Anklang
gläubiger, überzeugter A. einer Lehre; er hat sten A. Klage erheben: er wurde [vor der ersten Kammer] finden: der Schlager, die Sendung, das Stück ist
nicht viele A. anhimmeln (ugs.) (jmdn. a.): a) schwärmerisch angeklagt; (jmdn. einer Sache/wegen einer Sache angekommen; die junge Schauspielerin kam gut,
ansehen: sie himmelte ihn den ganzen Abend an. a.) einen Mann wegen Diebstahls a.; man hatte
anhängig (Rechtsw.) (in bestimmten Verbin- ihn wegen der Verschwörung angeklagt. 2. (geh.) schlecht, nicht [beim Publikum] an; mit seinem
dungen) etwas ist anhängig (etwas steht bei Gericht b) schwärmerisch verehren: einen Filmstar a. Gesuch kam er übel [bei ihm] an; (iron.:) da kam
zur Entscheidung): die Sache, der Fall ist schon anhören: 1. (jmdn., etwas a.) aufmerksam bis (jmdn., sich, etwas a.) beschuldigen, Vorwürfe er- ich schön an! (hatte keinen Erfolg). 5. (gegen
länger bei Gericht a. . etwas anhängig machen (vor zum Ende hören, zuhören, Gehör schenken: einen heben: er klagte sich als der/(seltener:) als den jmdn., gegen etwas a.) sich durchsetzen, aufkom-
Gericht bringen): eine Klage [vor Gericht] a. ma- Antragsteller schweigend, geduldig, freundlich Mörder des Kindes an; der Film klagt die sozia- men können: man kann gegen ihn, gegen alte
chen. a.; das Anliegen, die Beschwerden des Nachbarn len Mißstände an. Vorurteile nicht a.; sie suchte [vergeblich], dage-
an klammern: 1. (etwas a.> mit einer Klammer
anhänglich: an jmdm. sehr hängend; treu: sein a.; (sich (Dativ) etwas a.) ich habe mir seine Kla- gen anzukommen. 6. (geh.) (etwas kommt jmdn./
anhänglicher Freund; der Hund ist sehr a. gen, Pläne, die Rede, das Konzert, den Sanger befestigen: die Wäsche a.; er klammerte eine Fo- (veraltend:) jmdm. an) etwas befällt, überkommt
Anhänglichkeit, die: das Anhänglichsein: Tiere angehört. 2. (etwas mit a.) [unfreiwillig] tokopie an das/an dem Schreiben an. 2. (sich an jmdn.: Angst, Entsetzen, Eke] kam ihn/(veral-
entwickeln große A.; er tat es aus [alter] A. mithören: ein Gespräch am Nachbartisch [mit] a.; jmdn., an etwas a.> sich krampfhaft festhalten: das tend:) ihm an; ein seltsames Verlangen war sie
anhauchen: 1. (jmdn., etwas a.) gegen jmdn., ich kann das nicht mehr mit a. (es regt mich auf Kind klammerte sich an die/an der Mutter an; ( angekommen; (mit Artangabe) der Dienst kam
gegen etwas hauchen: den Spiegel a.; hauch mich ist nicht mehr zu ertragen). 3. (jmdm., einer auch ohne Präp.-Obj.) der kleine Affe klam- ihn hart, schwer, sauer an (wurde ihm hart,
Sache etwas merte sich ängstlich an.
A nklang, der: 1. (geh.) 4hnlichkeit, leichte Über-
einst immung: der A. an Bach ist unverkennbar; in
seinen Dramen finden sich viele Anklänge an
ankönnen 62
63
anliegend
den Sport; städtische, öffentliche Anlagen (Grün- ersten A. (beim ersten Versuch, gleich) genommen.
schwer, sauer; fiel ihm schwer). 7. (es kommt auf flächen, Parks); der Kurort hat schöne Anlagen; einen ]neuen] Anlauf nehmen ([neu] ansetzen): er tion der Stärke angelegt. B. (sich mit jmdm. a.)
jmdn., auf etwas an) es hängt von jmdm., von et- sich in den Anlagen erholen. 5. Vorrichtung; Ein- nahm einen neuen A. und diktierte weiter. Streit suchen: der Betrunkene wollte sich mit ihm
was ab; jmd., etwas ist wichtig, ist von Bedeutung: richtung: eine komplizierte A.; er konstruierte anlaufen: 1. (Sport) a) durch Laufen Schwung a. 9. landen: wir legen gegen Mittag an; das
es kommt auf ihn an, ob wir reisen dürfen; es eine elektrische A.; sanitäre Anlagen (Toiletten). holen: du mußt [für den Hoch-, Weitsprung] kräf- Schiff hat am Kai angelegt.
käme auf einen Versuch an; darauf kommt es 6. Veranlagung: eine erbliche, krankhafte A.; das tiger a.; der Mittelstürmer lief an, um den Straf- anlehnen: 1. a) (sich, etwas a.) an jmdn., an et-
hier gar nicht an; auf die paar Mark kommt es [ Kind hat [eine] A. (Neigung) zur Tuberkulose; stoß auszuführen. b) (etwas a.; mit Artangabe) was lehnen: er lehnte sich mit dem Rücken an
mir] nun wirklich nicht an; ihr kommt es mehr der Junge hat, zeigt gute Anlagen; eine A. ausbil ein Rennen in einer bestimmten Art und Weise lau- den Türpfosten an; er hatte das Fahrrad ange-
auf ein gutes Arbeitsverhältnis als auf hohe Be- den, verkümmern lassen. 7. (Bürow.) Beilage zu fen, angehen: er ist den Hundertmeterlauf, die er- lehnt ; b i I dl. : die kleinen Länder müssen sich an
zahlung an (sie legt mehr Wert auf ...). r es auf et- einem Schreiben: als A./in der A. sende ich eine sten 50 m zu schnell, viel zu langsam angelaufen. die Großmacht a. (sind von ihr mehr oder weniger
was ankommen lassen (vor etwas nicht zurück- Probe; Anlagen: 2 Lichtbilder, 3 Zeugnisab- 2.(im 2. Part. in Verbindung mit kommen) herbei- abhängig). b) (etwas a.) ein wenig offenlassen: die
schrecken, es riskieren): es auf einen Versuch a. schriften. laufen: der Junge kam weinend angelaufen. 3. a) Tür, das Fenster a.; er trat durch das angelehnte
lassen; sie werden es nicht auf einen Prozeß a. anlangen: 1. (geh.) (mit Umstandsangabe) an- <gegen jmdn., gegen etwas a.> im Lauf gegen Tor. 2. (sich an jmdn., an etwas a.) als Vorlage,
lassen; ich lasse es darauf a. (warte es ab). kommen: endlich, glücklich zu Hause, am Ziel a.; jmdn., etwas prallen: er lief im Dunkeln gegen die zum Vorbild nehmen: das Vertragswerk lehnt sich
ankönnen (ugs.) (gegen jmdn., gegen etwas a.; die Nachricht war noch nicht angelangt; im Parkuhr an. b) (gegen etwas a.) angehen: gegen an frühere Verträge an; er lehnt sich mit seinen
gewöhnlich verneint): sich durchsetzen, etwas Freien angelangt, ...; übertr.: auf der Höhe des Vorurteile, gegen eine Entscheidung a. 4. (etwas Ideen an Marx an.
ausrichten können: er kann gegen mich nicht an; Ruhms angelangt sein; die Verhandlungen sind a . ) ansteuern: wir laufen zuerst London an; das
Anlehnung, die: 1. das Sichstützen, Halt: das
gegen soviel Mißtrauen hat er nicht angekonnt. auf dem toten Punkt angelangt; wir sind schon Schiff hat diesen Hafen nicht angelaufen. 5. (et- kleine Land sucht A. und Unterstützung im Aus-
ankoppeln a) (etwas a.): anhängen, anschlie- beim zweiten Kapitel des Buches angelangt. 2. (in was läuft an) a) etwas kommt in Gang: der Motor, land. 2. (in Verbindung mit an) Bezugnahme,
ßen: einen Waggon [an den Zug], einen Anhän- der Verbindung) was jmdn., etwas anlangt: was die Maschine läuft an. b) etwas beginnt, setzt ein: nachahmende Annäherung: die A. an Brecht, an
ger a.; die Astronauten koppelten die Lande- jmdn., etwas betrifft: was mich, meine Pläne an- die Produktion des neuen Modells läuft an; die Brechts „Kreidekreis” ist unverkennbar; der Ver-
fähre an das Raumschiff an. b) (etwas koppelt langt, so bin ich einverstanden. Fahndung ist bereits angelaufen; der Film läuft trag wurde in/unter A. an frühere Verträge (nach
an) etwas wird angekoppelt: die Raumfähre kop- dem Vorbild früherer Verträge) formuliert.
Anlaß, der: 1. Ausgangspunkt, Ursache, Beweg- am 10. Oktober an (wird vom 10. Oktober an ge-
pelte [an das Mutterschiff] an. grund: der A. des Streites war ...; A. meiner An- zeigt). 6. (ugs. landsch.) (etwas läuft an) etwas Anleihe, die: größere langfristige Geldauf-
ankreiden (ugs.) <jmdm. etwas a.>: übel vermer- frage ist ...; das ist ein doppelter A. zum Feiern; schwillt an: die Backe läuft an. 7. (mit Artangabe) nahme: öffentliche, staatliche Anleihen; die A.
ken: jmdm. einen Fehler, eine Bemerkung [als das war der A. für seine Beschwerde; es besteht eine bestimmte Farbe annehmen: sie, ihr Gesicht ist bis 1999 unkündbar; eine A. auflegen, aufge-
Bosheit] a. kein unmittelbarer A. zur Besorgnis; einen A. su- lief [vor Wut] rot, blau an. B. (etwas läuft an) et- ben, ausgeben, überzeichnen; der Staat nahm
ankreuzen (etwas a.): durch ein Kreuz kenn- chen, finden; sie boten, gaben den Polizisten kei- was beschlägt, wird glanzlos: Metalle laufen mit eine A. von 100 Millionen Mark auf; bei jmdm.
zeichnen: eine Stelle, Namen in einer Liste [mit nen A. einzugreifen; er hat mir nie einen, den ge- der Zeit an; die Scheiben sind angelaufen. 9. (et- eine A. machen (Geld borgen); ü b e r t r . : er hat
dem Bleistift] a. ringsten A. zur Klage gegeben; aus einem gering- was läuft an) etwas nimmt zu, steigt an: die Ko- einige Anleihen bei Mozart gemacht (hat einige
ankündigen: a) (jmdn., sich, etwas a.): jmds. fügigen A. in Wut geraten; beim geringsten A. sten, Schulden, Zinsen sind [auf eine beträchtli- Elemente von Mozart übernommen).
baldiges Erscheinen, etwas demnächst Eintreten- weinen; ohne besonderen, jeden, allen A. etwas che Summe] angelaufen. anleimen (etwas a.): mit Leim befestigen: ein
des mitteilen: etwas amtlich, öffentlich, feierlich, tun; er nahm das Gespräch, die Tagung, den Be- anlegen: 1. (jmdn., etwas a.) an jmdn., an etwas Stuhlbein a.; ein abgeplatztes Stück an das/(sel-
rechtzeitig a.; eine Veranstaltung in der Zeitung, such zum A., Verbindungen anzuknüpfen. 2. Ge- was legen: das Lineal a.; den Säugling a. (zum tener:) an dem Brett wieder a.; wie angeleimt sit-
auf Plakaten a.; er kündigte sich [für das Wo- legenheit: ein willkommener, trauriger, feierli- Stillen an die Brust legen); das Pferd legt die Oh- zen, stehen (ugs.; nicht aufbrechen).
chenende] an; (jmdm. etwas a.) er hat mir seinen cher A.; einen A. ergreifen, benutzen, nicht vor- ren an; die Leiter an den Baum a. (dagegenstel- anleiten a) (jmdn. a.>: unterweisen: die Schüler [
Besuch angekündigt. ü b e r t r . : Morgennebel soll übergehen lassen; bei diesem A. teilte er mit, daß len); eine Karte, einen Dominostein a. (anfügen); bei der Arbeit] a. b) (jmdn. zu etwas a.) zu etwas
schönes Wetter a. (darauf hindeuten). b) (etwas .; er nahm die Feier zum A. (nutzte die Gelegen- bildl.: einen strengen Maßstab a. (etwas streng bringen, anhalten: er leitete sie zur Ordnung an.
kündigt sich an) etwas meldet sich an: ein Ver- heit bei der Feier), ihnen mitzuteilen, daß ... beurteilen). 2. (ugs. landsch.) ([etwas] a.) Brenn- Anleitung, die: a) Anweisung, Unterweisung:
hängnis kündigt sich an; die Krankheit kündigte anlassen: 1. (etwas a.> in Gang setzen: den material aufs Feuer legen: Holz, Kohlen, noch et- eine A. geben, befolgen, beachten; er mußte un-
sich durch starke Kopfschmerzen an. Mo-tor, den Wagen a. 2. (ugs.) (etwas a.) a) was a.; wir müssen neu anlegen. 3. a) ([etwas] a.> ter [der] A. des Meisters arbeiten. b) Zettel mit ei-
Ankunft, die: das Ankommen: die A. des Präsi- ten, nicht ausziehen: den Mantel a.; er hatte die das Gewehr in Anschlag bringen: er legte [das Ge- ner aufgedruckten Anweisung, Unterweisung: eine
denten verzögert sich; können Sie mir die genaue Handschuhe angelassen. b) angestellt, eingeschal- wehr] an und schoß; legt an! Feuer! b) (auf jmdn. A. zur Herstellung, zum Gebrauch liegt bei.
A. des Zuges sagen?; jmds. A. mitteilen, ankün- tet lassen: das Radio, den Motor a.; wir ließen a.> auf jmdn. mit dem Gewehr zielen: er legte auf
anlernen: 1. (jmdn. a.) in eine berufliche Tätig-
digen, erwarten. die Scheinwerfer an. c) brennen lassen: den den Flüchtenden an. 4. (etwas a.> anziehen, an- keit einarbeiten: der Meister lernt ihn als
ankuppeln (etwas a.): anhängen, anschließen: Ofen, die Kerze, das Feuer a. 3. (ugs.) (sich a.; tun, umlegen: ein Gewand, die Uniform, Trauer- Lackierer an; ein angelernter Arbeiter. 2. (ugs.)
einen Waggon [an den Zug] a. mit Artangabe) einen bestimmten Anfang nehmen, kleidung a. (geh.); sie hatte Trauer (Trauerklei- (sich (Dativ) etwas a.) sich etwas durch Lernen
ankurbeln (etwas a.): I. mit einer Kurbel in zu Beginn sich als jmd., als etwas erweisen: die dung) angelegt (geh.); Schmuck a.; er legte ( oberflächlich aneignen: das hast du dir wohl als
Gang bringen: den Motor, den Wagen a. 2. in steckte) seine Orden an; (jmdm. etwas a.) dem ner angelernt; eine angelernte Bildung.
Ernte, das Wetter, der erste Tag läßt sich gut an;
Schwung bringen, beleben: die Wirtschaft, die wie hat sich das Geschäft angelassen?; der Verwundeten einen Verband [am Kopf] a.; er anlesen: 1. (etwas a.) die ersten Seiten von etwas
Produktion, ein Geschäft a. Lehrling hat sich hervorragend angelassen. legte dem Verbrechet Handschellen an; dem lesen: ein Buch a.; der Lektor hat den Roman nur
anlächeln (jmdn. a.): lächelnd anblicken: jmdn. anläßlich (Präp. mit Gen.): aus Anlaß: a. des Pferd das Zaumzeug, dem Hund den Maulkorb angelesen. 2. (sich (Dativ) etwas a.) sich etwas
freundlich, zaghaft, verlegen, glücklich a.; sie lä- Geburtstages; eine Feier a. seines Besuches. a. 5. (etwas a.) (gemäß einem Plan) schaffen, er- nur durch Lesen aneignen: sich Kenntnisse a.
chelten sich/(geh.:) einander an. anlasten (jmdm. etwas a.): a) (veraltend) auf- stellen; gestalten, ausführen: einen Spielplatz, ei- anliegen /vgl. anliegend/: 1. (etwas liegt an) et-
anlachen: 1. (jmdn. a.> lachend anblicken: er bürden: die Kosten wurden den Veranstaltern nen Vorrat, Statistiken, ein Verzeichnis, eine was schmiegt sich an, berührt den Körper: das
lachte sie fröhlich an; b i l d l . : blauer Himmel angelastet. b) als Schuld zuschreiben: sie wollten Akte a.; der Roman ist sehr breit angelegt. 6. (et- Trikot lag eng [am Körper] an; anliegende Ohren.
lachte uns an. 2. (ugs.) (sich (Dativ) jmdn. a.> ihm das Verbrechen a. was a.) a) investieren, gewinnbringend verwenden: 2. (ugs.) (etwas liegt an) etwas ist noch zu erledi-
ein Liebesverhältnis beginnen: du hast dir auf Anlauf, der: 1. (Sport) a) das Anlaufen: viel, we- sein Geld gut, vorteilhaft, sicher, nutzbringend, gen: was liegt an?; es liegt nichts Besonderes an.
dem Empfang wohl einen Arzt angelacht? nig A. nehmen (lang, kurz anlaufen); ohne A. (aus zu 5 %, für 5 Jahre, in Wertpapieren a.; sie wollte
Anlage, die: 1. das Anlegen, Schaffen: die A. ei- Anliegen, das: Angelegenheit, die jmdm. am
dem Stand) springen; beim A. war er zu langsam. ihre Ersparnisse a. b) für etwas zahlen, ausgeben: Herzen liegt; Wunsch, Bitte: das zentrale A. seiner
nes Stausees; sie beauftragten einen jungen Ar- b) Strecke für das Anlaufen: ein langer, guter A.; wieviel, was wollen Sie für das Bild a.?; für die
chitekten mit der A. des Parks. 2. das Anlegen von Was chmaschine haben wir viel Geld angelegt. 7.
Politik ist es, den Frieden zu stärken; ich habe
den A. um 10 Meter verkürzen. 2. das Einsetzen, ein A. an Sie; ein dringendes A. vorbringen, vor-
Geld: eine vorteilhafte, prämienbegünstigte A.; Beginn: auf den A. der Produktion warten. 3. Ver a) <es auf jmdn., auf etwas a.> absehen, abzielen:
Pfandbriefe sind eine sichere A. 3. Entwurf, Auf- tragen, formulieren, erfüllen, abweisen; auf ein A.
such: der A. zur Reform ist steckengeblieben; er er hat es auf dich angelegt; sie legte alles darauf eingehen; mit einem A. kommen.
bau: die A. eines Romans, einer Komposition; machte immer neue Anläufe, ihn umzustimmen; an, ihn zu täuschen. b) <etwas ist auf etwas ange
das Theaterstück ist bereits in der A. verfehlt. l egt) etwas läuft auf etwas hinaus, hat etwas zum anliegend: 1. angrenzend: die anliegenden
sie schafften es beim, mit dem ersten A. (beim er Grundstücke. 2. (Bürow.) beigefügt: die anlie-
4. für einen bestimmten Zweck gestaltete Flächen, sten Versuch, gleich); die Stellungen wurden im Ziel: alles war auf Betrug, auf eine Demonstra-
Bauten o. ä.: militärische Anlagen; Anlagen für gende Kopie; a. übersenden wir Ihnen den Brief
unseres Kunden.
anlocken 64 65 anprobieren
Anmut, die: liebliche Schönheit, Liebreiz: ihre Antrag wurde einstimmig angenommen; der Ro-
anlocken (jmdn., etwas a.): heranlocken: Touri- reine, natürliche, kindliche, mädchenhafte A.; man ist [vom Verlag] angenommen worden (zur
streng alphabetisch; die Anordnung vornehmen,
sten a.; der Lärm hatte uns angelockt. anlügen ( Veröffentlichung akzeptiert worden). 2. (etwas a.) überprüfen. 2. das Verfügen, Verordnung: eine
jmdn. a.): ohne Zögern, Bedenken belügen: jmdn. die A. der Erscheinung, der Bewegung; ihr fehlte amtliche, polizeiliche, dienstliche A.; eine A. er-
jede A.; A. haben, besitzen; sie tanzte mit, voller übernehmen, sich aneignen, sich zulegen: die Le-
frech, dreist, unverschämt a. anmachen (etwas A.; lib e r t r . : die A. einer Landschaft. bensgewohnheit seines anderenFreundesNamena.;
lassen, treffen; er gab A., die Lebensmittel zu ver
a.): 1. (ugs.) befestigen, an-bringen: Gardinen a.; Starallüren a . ; er nahm einen /häufig verblaßt/: teilen; den Anordnungen des Personals folgen,
anmuten (geh.) (jmdn. a.; mit Artangabe): nachkommen, sich fügen, sich widersetzen; das
er machte einen Zettel an die/an der Tür an. 2. ( jmdm. in einer bestimmten Art erscheinen: sein seine Stimme nahm eine gewisse Feierlichkeit
ugs.) a) anschalten: die Heizung, das Radio, das an (wurde feierlich); die Katastrophe nimmt geschah auf meine A.; er hat gegen seine Anord-
Licht a. b) anzünden: die Kerzen, Feuer a.; den Benehmen mutet mich seltsam an; die Menschen nungen gehandelt.
muteten ihn fremd an; (auch ohne Akk.) seine unvorstellbare Ausmaße, Formen an (wird anpacken: I. (jmdn., etwas a.) fest mit den Hän-
Ofen (das Feuer im Ofen) a. 3. anrühren, Rede mutete höchst merkwürdig an. unvorstellbar groß). 3. (jmdn. a.) a) aufnehmen,
mischend bereiten: Kalk, Mörtel a.; sie machte nicht abweisen: im Gymnasium nicht angenom- den fassen, zufassen; anfassen: das Steuer fest a.;
den Salat mit Essig und Öl an. 4. (ugs.) (jmdn. a.) anmutig: voller Anmut: eine anmutige Frau; ihre er packte ihn grob, am Arm, von hinten an. 2. mit
a) herausfordernd, in provozierender Weise Bewegungen sind a.; sie plauderte a. annageln men werden; wir können die Bewerber, neue Ar- zugreifen, zupacken, helfen: wenn alle [mit] a.,
ansprechen [und unmißverständlich sein Interesse (etwas a.): mit einem Nagel befestigen: ein Brett a. beitskräfte a. (einstellen); der Arzt nimmt keine sind wir bald mit der Arbeit fertig. 3. (etwas a.>
; er nagelte das Schild an die/an der Tür an; wie Patienten mehr an (empfängt sie nicht mehr zur anfangen, in Angriff nehmen: ein Problem richtig,
an jmdm. zeigen]: er macht alle Mädchen in der angenagelt (ugs.; unbeweglich) sitzen bleiben. Behandlung). b) adoptieren: sie haben ein kleines
Disko an; mach mich nicht an (laß mir meine energisch, völlig verkehrt a.; wie sollen wir die
Ruhe)! b) zum Mitmachen anregen; verlocken, annähen (etwas a.): festnähen: das Futter, einen Mädchen angenommen. 4. (etwas nimmt etwas Sache a.? 4. (jmdn. a.; mit Artangabe) mit jmdm.
Knopf [am Mantel] a. an> etwas läßt etwas eindringen, haften: das Pa-
mitreißen, reizen: der Sanger versuchte, [durch in einer bestimmten Weise umgehen: der Lehrer
Klatschen] das Publikum anzumachen; das annähernd (Adverb; vereinzelt auch adjekti- pier nimmt kein Fett an; diese Stoffe nehmen packt die Schüler hart an.
visch als Attribut): ungefähr, fast: etwas a. er- Farben gut an. 5. (etwas a.) a) vermuten, glauben, anpassen: 1. a) (jmdm., einer Sache etwas a.)
macht mich nicht an. rechnen; a. 90 Stundenkilometer; das Kleid ist meinen: etwas mit Recht a.; niemand nahm
anmaßen /vgl. anmaßend/ (sich (Dativ) etwas zupassen, passend machen: Bauteile einander a.;
a.): ohne Berechtigung für sich in Anspruch neh- nicht a. (bei weitem nicht) so schön wie das an- ernstlich an, daß ...; er ist nicht, wie vielfach an- der Schneider hat mir einen neuen Anzug ange-
dere; mit annähernder Sicherheit. genommen wird, der Autor. b) voraussetzen: eine paßt (angemessen). b) (etwas a.) feststellen, ob et-
men: sich Vorrechte, Befugnisse, Autorität a.; ich Annäherung, die: a) das Nahen, Herankommen: Strecke als gegeben a.; wir nehmen die Existenz
möchte mir kein Urteil a.; er hatte sich ange- was paßt: Schuhe, Kleidungsstücke a. 2. (etwas
maßt, darüber zu entscheiden. bei der A. feindlicher Flugzeuge. b) Angleichung: anderer Spionageorganisationen als Tatsache einer Sache a.) etwas auf etwas abstimmen: sein
eine A. an die Wirtschaftsgemeinschaft an; angenommen, daß ... 6. (sich jmds., einer Sa-
anmaßend: ohne Berechtigung selbstbewußt, erstreben; es kam zu keiner A. der Standpunkte. che a.> sich kümmern: sich der Armen und Kran- Leben den veränderten Verhältnissen a.; er
überheblich: ein anmaßender Mensch; in anma- paßte seine Kleidung der Jahreszeit an. 3. (sich
c) Anfreundung, Anknüpfung menschlicher Bezie- ken a.; ich werde mich der Angelegenheit anneh- jmdm., einer Sache a . > sich angleichen, sich nach
ßendem Ton; er ist sehr a., tritt sehr a. auf. hungen: die A. zwischen den beiden macht Fort- men. 7. (Jägerspr.) (etwas a.) a) eine Fährte auf-
Anmaßung, die: Überheblichkeit, unberechtigter nehmen und ihr folgen: der Hund hat die Fährte jmdm., nach etwas richten: sich der Zeit, der
Anspruch: eine freche, unglaubliche A.; diese A. schritte. Umgebung, jeder Lebenslage a.; er paßte sich
Annäherungsversuch, der: Versuch, mit jmdm. angenommen. b) einen Wechsel betreten: das den anderen an; (auch ohne Dat.) Kinder passen
weisen wir zurück. näher in Kontakt zu kommen: ein plumper A.; Wild nimmt den Wechsel an. c) Futter nicht ver-
anmelden: 1. (jmdn., sich, etwas a.) ankündi- schmähen, fressen: die Hirsche wollten das aus- sich schnell an; adj. P a r t . : der angepaßte
gen: sich zu einem Besuch, seinen Besuch a.; er Annäherungsversuche machen. Mensch; er ist, lebt sehr angepaßt.
Annahme, die: 1. a) das An-, Entgegennehmen: gelegte Futter zunächst nicht a. anpeilen (etwas a.): als Richtpunkt nehmen, mit-
hat sich telefonisch angemeldet; der Mann ließ die A. eines Briefes, einer Sendung verweigern. Annehmlichkeit, die: Angenehmes, Bequem- tels Peilung bestimmen: den Flugplatz, einen Ge-
sich durch die Sekretärin beim Direktor a. 2. a) b) Billigung: die A. eines Plans, einer Gesetzes- lichkeit: die Annehmlichkeiten (guten Seiten) des
(jmdn., sich a.> den neuen Wohnsitz, den Beginn Lebens; auf eine A. verzichten müssen; der Cam- heimsender a.; ü b e r t r . : die Mannschaft peilt
eines Aufenthalts der zuständigen Stelle melden: vorlage, einer Dissertation; die A. der Resolution die Meisterschaft an; die Partei peilt bei dieser
gilt als sicher. c) Ubernahme: die A. einer Ge- pingplatz bietet manche A. Wahl eine zweistellige Prozentzahl an.
sich, seine Familie polizeilich a.; innerhalb von wohnheit; sich zu der A. eines anderen Namens anno, Anno (veraltet): im Jahre: Weihnachten anpfeifen: 1. (Sport) (etwas a.) durch Pfeifen be-
drei Tagen muß man sich auf dem Einwohner- entschließen. d) Einstellung: die A. einiger Be- anno/(auch:) Anno 1815; es war wie anno/ (
meldeamt a. b) (jmdn., sich a . ) den Eintritt, die auch:) Anno 1840; erbaut anno/(auch:) Anno ginnen lassen: die erste Halbzeit a.; der Schieds-
Teilnahme an etwas der zuständigen Stelle mel- werber ist noch fraglich. 2. Annahmestelle: die A. richter pfiff das Spiel wieder an; (auch ohne
ist geschlossen; das Paket ist noch in der A. 3. 1905. * (ugs.:) anno/(auch:) Anno dazumal (frü- Akk.) er hat mit drei Minuten Verspätung ange-
den: sich bei einem Verein, zu einem Kursus a.; Vermutung, Ansicht: eine irrige, falsche, richtige her, in jener Zeit) . (ugs. scherzh.:) anno/(auch:)
er meldete sein Kind im Kindergarten, zur Anno Tobak (früher; in, aus alter [längst überhol- pfiffen. 2. (ugs.) (jmdn. a.) in scharfem Ton zu-
Schule an. c) (etwas a.) der zuständigen Stelle zur A.; diese A. erwies sich als trügerisch, als Irr- rechtweisen: der Chef hat sie angepfiffen.
tum; meine A. hat sich bewahrheitet; das ist eine ter]Zeit): der Hut stammt noch aus, ist von anno/ Anpfiff, der: 1. (Sport) Pfiff als Zeichen für den
Registrierung melden, eintragen lassen: ein Rund- weitverbreitete A.; ich war der A. (nahm an), daß (auch:) Anno Tobak . Anno Domini (im Jahre des
funkgerät [bei der Post], ein Gewerbe a.; er mel- Herrn): erbaut Anno Domini 1784. Spielbeginn: der A. ist erfolgt; gleich nach dem
er krank sei; in der A., daß ...; ich habe mich in A. schoß er ein Tor. 2. (ugs.) Zurechtweisung, Ta-
dete ein Patent, eine Erfindung zum Patent an. meiner A. nicht getäuscht; wir gehen von der A. Annonce, die: Anzeige: eine A. aufgeben, in die del: einen A. bekommen.
3. (etwas a.) vorbringen, geltend machen: Beden- Zeitung setzen; sich auf eine A. melden.
ken, Wünsche, Forderungen a.; Protest a. aus, daß ...; ich habe Grund zu der A., daß ...
annoncieren: a) eine Annonce in die Zeitung anpflanzen (etwas a.): a) pflanzen: Sträucher,
Anmeldung, die: 1. Ankündigung: ohne vorhe- annehmbar: a) geeignet, angenommen oder ge- Obstbäume a. b) anbauen: Tee, Tabak a. c) be-
rige A. können Sie den Direktor nicht sprechen. billigt zu werden: ein annehmbarer Preis; diese bringen: in der Zeitung a.; wir haben bereits an- pflanzen: Blumenbeete, einen Garten a.
Bedingungen sind a. b) ziemlich gut: annehmba- nonciert. b) (etwas a.) durch Annonce ankündigen:
2. das Anmelden bei der zuständigen Stelle: poli- res Wetter; sie spielt ganz a. Klavier. die neuen Modelle, das Erscheinen eines aktuel- anpflaumen (ugs.) (jmdn. a.): jmdn. verulkend
zeiliche A.; die A. auf dem Einwohnermeldeamt oder aggressiv ansprechen: er pflaumte die Kolle-
annehmen: 1. (etwas a.) a) etwas Angebotenes len Buches a. gen an; subst.: laß das ewige Anpflaumen!
erledigen; ein Kind zur A. in die Schule bringen. nehmen; entgegennehmen: ein Geschenk, Trink- anöden (ugs.) (jmdn. a.): langweilen: das Leben, anprangern (jmdn., etwas a.>: öffentlich tadeln,
3. das Vorbringen, Geltendmachen: die A. eines geld a.; er hat den Brief für mich angenommen; die Feier ödete ihn an; er hat mich mit seinen Ur-
Protestes; auf die A. von Ansprüchen verzichten. la ubsschilderungen angeödet. brandmarken: die sozialen Mißstände, die kor-
anmerken: 1. (jmdm., einer Sache etwas a . > an Sport: einen Ball, die Scheibe, eine Flanke a. (in a nordnen: 1. (etwas a.; gewöhnlich mit Um sta rupte Verwaltung a.; jmdn. als Aufrührer a.
jmdm., einer Sache feststellen, bemerken, spüren: seinen Besitz, unter Kontrolle bringen); Geld w.: anpreisen (jmdn., sich, etwas a.): rühmen [und
ausländische Zahlungsmittel, Travellerschecks a. ndsangabe) nach einem bestimmten Plan ordnen, empfehlen]: eine Ware, ein Land als Reiseziel, ei-
jmdm. den Arger, die Anstrengung a.; man merkt (in Zahlung nehmen, umwechseln); einen Wechsel aufstellen: die Tischdekoration neu, gesch
ihm, seiner Stimme nichts an; er hat sich nichts a. nen Schlagersänger a.; (jmdm. etwas a.) der
a. (einlösen). b) mit etwas einverstanden sein, seine mackvoll a.; das Verzeichnis ist nach Sachge- Händler pries den Kunden seine Stoffe an.
lassen. 2. (etwas a.) notieren: einen Tag im Kalen Zustimmung dazu geben: eine Wahl, eine Einla- bieten angeordnet. 2. (etwas a.) veranlassen, ver-
der a.; (sich (Dativ) etwas a.> ich habe mir die ji%en: etwas ausdrücklich, strikt, dienstlich a.; Anprobe, die: das Anprobieren: eine weitere A.
Stelle rot angemerkt (angestrichen). 3. (geh.) et- dung, jmds. Hilfe a.; der Angeklagte nahm die ist nicht nötig; bei der ersten A.; zur A. kommen;
Strafe ohne Murren an; ich werde die Arbeit die Verhaftung, die Beschlagnahme a.; er ord- ich bin für heute zur A. bestellt.
was zu einer Sache äußern: dazu möchte ich a., ist an-nehmen; eine Wette, eine Herausforderung, nete an, die Gefangenen zu entlassen; der Arzt
folgendes anzumerken. anprobieren (etwas a.): feststellen, ob etwas
anmontieren (etwas a.): mit technischen Hilfs- den Kampf a. (darauf eingehen). c) billigen: ein hat [für den Kranken] Bettruhe angeordnet.
Ano rdnung, die: 1. das Anordnen, Gruppierung: paßt: Schuhe, Kleider a.; ich soll a. kommen (
mitteln anbringen: eine Klingel a.; er montierte Gesetz, eine Resolution, eine Doktorarbeit a.; ugs.; zur Anprobe kommen); (jmdm. etwas a.) der
der- eine übersichtliche, zweckmäßige A.; die A. ist Schneider probierte ihm den Anzug an.
eine Steckdose an die/an der Wand an.
anpumpen 6 6 anschicken
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anpumpen (ugs.) (jmdn. a.): von jmdm. Geld lei- gendwo Anregungen holen; er hat das Bild auf anrückenden Truppen; ü b e r t r . (ugs.): gestern etwas ansetzt, beginnt: am A. des Halses hat er
hen: er hat mich [um 50 Mark] angepumpt. A. seiner Lehrerin gemalt. sind meine Verwandten angerückt. eine kleine Narbe. 4. das Entstehen, sich abzeich-
anquatschen (ugs.) (jmdn. a.): [plumpvertrau- anreichern <etwas a.>: bei etwas den Gehalt an Anruf, der: 1. Zuruf, der eine Aufforderung ent- nende Herausbildung: der A. einer Knospe, eines
lich/ansprechen: die Leute in der Straßenbahn a.; ich bestimmten Bestandteilen steigern; gehaltvoller hält: auf einen A. nicht reagieren; ohne A. schie- neuen Blattes an einer Pflanze; er hat schon den
lass' mich doch nicht von jedem dumm a.! machen: Lebensmittel mit Vitaminen a.; mit ßen. 2. Telefongespräch: dein A. erreichte mich A. eines Bauches; der A. (Anflug) eines Bartes;
anraten (jmdm. etwas a.>: raten, dringend nahe- Staub und Dämpfen angereicherte Luft; angerei- nicht; viele Anrufe erhalten; auf einen A. warten. der A. (die Andeutung) eines Lächelns; das Befin-
legen: der Arzt riet ihm Spaziergänge, Ruhe an; chertes Uran. anrufen: 1. (jmdn. a.) durch Zuruf zu etwas auf- den des Kranken zeigt Ansätze (erste Zeichen)
er hat mir angeraten, das Grundstück zu verkau- anreihen: a) (etwas a.) in einer Reihe anfügen: fordern: der Wachposten rief ihn [halblaut, leise] zur Besserung. 5. Beginn, Anlauf zu etwas: der
fen; (auch ohne Dat.) der Lehrer riet die Zurück- Perlen a. b) (geh.) (sich a.) sich anschließen: er an. 2. (jmdn., etwas a.> um Hilfe bitten, um etwas hoffnungsvolle A. ist gescheitert; in den [ersten,
stellung vom Schulbesuch an; s u b s t . : auf Anra- reihte (stellte) sich hinten an; hier reiht sich noch ersuchen: jmdn. als Zeugen, um Hilfe a.; eine zaghaften] Ansätzen steckenbleiben; nicht über
ten des Arztes unterzog ich mich der Kur. ein weiterer Bericht an. Schiedsstelle a.; Gott [um Gnade] a.; sie wollen Ansätze hinauskommen. 6. (Musik) das An-, Ein-
anrechnen: 1. (etwas a.) a) berechnen: er hat ei- anreißen (etwas a.): 1. (Technik) mit einem spit- die Gerichte a. (wollen vor Gericht gehen). 3. sich setzen: der A. des Trompeters ist schlecht; der
J
nen hohen Preis, nur 3 Mark, zuviel angerechnet; zen Gerät auf etwas Linien zur Bearbeitung andeu- telefonisch mit jmdm. in Verbindung setzen: a) ( Sanger hat einen weichen A. 7. (Math.) mathema-
(jmdm. etwas a.> wir werden ihm die Ware billig ten: Metallplatten, ein Werkstück a. 2. (ugs. jmdn., etwas a.> seinen Freund, die Auskunft a.; tische Umsetzung einer Textaufgabe: dein A. ist
anrechnen. b) mit der Gesamtsumme verrechnen: landsch.) anzünden: ein Streichholz a.; er riß das ich werde dich im Laufe des Tages anrufen; ( falsch!; der Schüler konnte den A. zu dieser Auf-
das alte Auto rechnen wir an; die Überstunden Feuerzeug an. 3. in Gang bringen: er riß den auch ohne Akk.> hat jmd. angerufen? b) (mit gabe nicht finden. B. (Wirtsch.) Veranschlagung,
werden als Arbeitszeit angerechnet; (jmdm. et- Außenbordmotor an. 4. (ugs.) anbrechen, zu Raumangabe) bei seinen Eltern, im Klub, auf Kalkulation: ein hoher, falscher A. [für die Ko-
was a.) die Untersuchungshaft wurde ihm [auf chen beginnen: die letzte Schachtel Zigaretten, dem Arbeitsamt a.; ich muß noch zu Hause a.; ( sten]; die Ansätze sind auf 5,6 Mio. gestiegen.
die Gefängnisstrafe] angerechnet. 2. (jmdm., seine Vorräte a. 5. zur Sprache bringen: ein auch ohne Raumangabe) ich werde später a. - anschaffen: 1. (jmdm., sich etwas a.): erwerben,
sich, einer Sache etwas a.; mit Artangabe) in Thema, eine Frage, soziale Probleme a. Die Verbindung mit dem Dativ (ich rufe ihm an) ist sich zulegen: sich Bücher, neue Möbel, ein Auto
einer bestimmten Weise werten, [vergleichend] Anreiz, der: Antrieb; Lockung: ein materieller ugs. landsch., bes. südd. und schweiz.; sie gilt a.; ich habe mir einen Hund angeschafft; <auch
einschätzen, bewerten: er rechnete es sich zur A.; ein A. zum Sparen; etwas erhöht den A., hochsprachlich als nicht korrekt. ohne Dativ> neue Maschinen [für das Werk] a.;
Ehre an, daß ...; die Stabilisierung der Währung nimmt einer Sache den A.; das Preisausschreiben anrühren: 1. (etwas a.) mit etwas verrühren, rüh- ü b e r t r . (ugs.): sich einen Liebhaber, eine Ge-
wurde ihm als Verdienst angerechnet; wir bietet keinen A.; der Sache fehlt der letzte A. rend zubereiten, gebrauchsfertig machen: eine liebte a.; sich Kinder a. 2. (ugs.) Prostitution be-
können ihm das als strafmildernd a.; daß er anreizen: 1. (etwas a.) erregen, wecken: die Farbe, Gips [mit Wasser] a.; einen Teig a.; frisch treiben: sie schaffen beide an; sie geht [für ihn]
nicht nachgegeben hat, rechne ich ihm hoch an ( Neugier, die Sensationslust a. 2. <jmdn. zu etwas angerührter Kleister. 2. (jmdn., etwas a.) mit der a. anschalten (etwas a.): einschalten, anstellen:
erkenne ich be-sonders an). a.) zu etwas anregen, verlocken: jmdn. zu beson- Hand berühren: wenn du das Kartenhaus an- das Radio, den Fernseher a.; sie hatte das Licht
Anrechnung, die: das Anrechnen: eine A. (Be- deren Leistungen, zum Sparen a.; unsere Erfolge rührst, fällt es zusammen; vor dem Eintreffen der nicht angeschaltet.
rechnung) der Transportkosten erfolgt nicht; un- reizten uns zu immer neuen Wagnissen an. Polizei nichts a. (anfassen, verändern); rühr mich anschauen (bes. südd., österr., schweiz., sonst
ter A. (Einbeziehung) der Untersuchungshaft; er anrempeln (ugs.) (jmdn. a.):1. im Vorübergehen nicht an!; ü b e r t r . : (verneint oder einge- geh.): 1. (jmdn. a.) ansehen: einen Menschen
wurde in A. (Anerkennung) seiner Verdienste be- anstoßen: sie wurde von einem Betrunkenen an- schränkt): kaum einen Bissen a. (fast nichts es- nachdenklich, forschend, traurig, mitleidig, vor-
fördert. * (nachdrücklich:) in Anrechnung bringen gerempelt. 2. provozierend belästigen, Streit su- sen); das Klavier nicht a. (nicht darauf spielen); wurfsvoll, erstaunt a.; sie hatten sich/(geh.:) ein-
(anrechnen). chen, beschimpfen: er hat sie so lange angerem- kein Buch a. (nicht lesen); ich habe das Geld auf ander unverwandt angeschaut. 2. <sich (Dativ)
Anrecht, das: Recht auf etwas, Anspruch: ein al- pelt, bis sie ihm eine geklebt hat. der Sparkasse nicht angerührt (nichts abgehoben). jmdn., etwas a.> aufmerksam, eingehend betrach-
tes, verbrieftes A.; ein A. geltend machen, verlie- anrennen: 1. (im 2. Part. in Verbindung mit 3. (geh.) <jmdn. a.> innerlich, seelisch berühren: die ten: sich eine Stadt, die alten Bauwerke a.; der
ren, preisgeben; ein A. auf Unterstützung haben. kommen) angelaufen kommen: die Kinder kamen Leiden der Mitmenschen, die Flüchtlinge in ihrer Arzt schaute sich den Kranken an; ich schaue
Anrede, die: das Anreden: eine korrekte, pas- schreiend angerannt. 2. a) (jmdn., etwas a.) gegen Not rührten ihn an. mir das gar nicht an (beachte das gar nicht).
sende, steife, vertrauliche A.; wie lautet die A. für jmdn., gegen etwas laufen, stoßen: er rannte meh- ans: an das: sich ans Steuer setzen; bis ans Ende anschaulich: leicht faßlich, deutlich, plastisch:
einen Kardinal? rere Passanten an; er hat mich mit dem Ellbogen der Welt; ans Aufstehen denken. eine anschauliche Darstellung; ein Problem, den
anreden: 1. a) (jmdn. a.) ansprechen: der Nach- angerannt (im Laufen mit dem Ellbogen angesto- ansagen /vgl. angesagt/: 1. (etwas a.) ankündi- Unterrichtsstoff a. darstellen; er versteht a. zu er-
bar redete ihn im Hausflur an; er hat mich dar- ßen). b) (sich (Dativ) etwas a.) sich einen Körper- gen, bekanntgeben: eine Versammlung, seinen zählen; jmdm. etwas [durch etwas] a. machen.
auf, auf diese Bemerkung hin angeredet. b) ( teil an etwas stoßen: ich habe mir den Kopf ange- Besuch a.; das Programm, die Zeit a. S k a t : Anschauung, die: 1. a) das Anschauen, Be-
jmdn. a.; mit Artangabe) mit einer bestimmten rannt; an dieser Ecke rennt man sich immer das Schneider a. 2. (sich a.; mit Umstandsangabe) trachtung, Meditation: er stand vor dem Bild,
Bezeichnung, in einer bestimmten Form anspre- Knie an. c) an etwas rennen, rennend anstoßen: sich anmelden, seinen Besuch ankündigen: sich bei ganz in A. versunken. b) Vorstellung, Eindruck:
chen: jmdn. feierlich, höflich, vertraulich, mit „ mit dem Ellenbogen bin ich an/gegen die Fen- seinen Verwandten, bei seinem Freund [zu eine klare A. von etwas haben; er weiß es aus ei-
Sie” a.; er redete den Fremden mit seinem Titel, sterecke angerannt. 3. (gegen jmdn., gegen etwas Besuch] a.; er hat sich im Ministerium, für heute gener A. 2. Meinung, Auffassung: moderne, fort-
mit „Genosse” an. 2. (gegen etwas a.) redend ge- a.) anstürmen: gegen die Feinde, gegen die feind- abend angesagt. 3. (Bürow.) (jmdm. etwas a.) dik- schrittliche, veraltete Anschauungen; das ist die
gen etwas angehen: er mußte gegen den Lärm a. lichen Stellungen a.; ü b e r t r . : gegen die alten tieren: der Chef sagt der Sekretärin gerade einige herrschende A.; er hat über das Verkehrswesen,
anregen: 1. <etwas regt jmdn., etwas an> etwas Vorurteile a. (angehen). Briefe an. vom Verkehrswesen rückständige Anschauun-
belebt jmdn., etwas, weckt, muntert jmdn., etwas anrichten <etwas a.>: 1. zum Verzehren fertigma- ansammeln: 1. (etwas a.) nach und nach zusam- gen; eine A. vertreten, nicht teilen; seine An-
auf: Bewegung regt den Appetit an; der Kaffee chen, bereitstellen: ein kaltes Buffet, die Salat- mentragen, anhäufen: Reichtümer, Kunstschätze schauungen ändern; er hält an dieser A. fest.
regte ihn zu neuer Aktivität an; (auch ohne Akk.) platten a.; die Hausfrau richtet das Essen an; es a. 2. (sich a.) sich anhäufen, zusammenkommen: Anschein, der: äußerer Schein, Eindruck: es
Tee regt an; adj. P a r t . : ein anregendes Mittel; ist angerichtet (wir können essen). 2. (etwas Ubles) im Bindegewebe sammelte sich Flüssigkeit an; entsteht der A., als ob die Scheibe sich drehte; al-
in angeregter Stimmung; sich angeregt unterhal- verursachen, herbeiführen: ein Unheil, Schaden, überall sammelt sich Staub an; immer mehr Neu- ler A. spricht dafür, daß der Versuch gelingt; es
ten. 2. a) (etwas a.) den Anstoß zu etwas geben: ei- große Verwirrung, ein Blutbad a.; der Sturm gieri ge sammelten sich an (fanden sich in wach- hat den A. (sieht so aus), als wollte es regnen; es
nen Betriebsausflug, ein neues Projekt a.; ich richtete große Verheerungen an; (iron.:) da hast sender Zahl ein); ü b e r t r . : Zorn, Empörung hatte bekommt den A. (sieht allmählich so aus), als
werde das einmal a. (zur Sprache bringen, vor- du etwas Schönes angerichtet! sich in ihm angesammelt. wollte er uns nur hinhalten/als ob er uns nur hin-
schlagen). b) (jmdn. zu etwas a.) veranlassen, in- anriechen (jmdm. etwas a.): etwas an jmds. Ge- ansässig (in der Verbindung) ansässig sein (mit halten wollte; er erweckt, gibt sich (Dativ) den
spirieren: das Buch regte ihn zum Nachdenken ruch feststellen: ich rieche es dir sofort an, wenn Ra umangabe): an einem bestimmten Ort wohnen, A., als wäre er reich/als ob er reich wäre. * dem/
an; die Begegnung hatte ihn angeregt, einen du Alkohol getrunken hast; übe rtr.: (ugs.): ich seinen Sitz haben: in München a. sein; er ist seit allem Anschein nach (anscheinend, vermutlich).
neuen Roman zu schreiben. rieche ihm auf drei Meilen an, was er vorhat. vielen Jahren dort a.; (auch attributiv) die in die- anscheinend (Adverb): wie es scheint, dem An-
Anregung, die: 1. Belebung: ein Präparat zur A. anrüchig: a) von zweifelhaftem Ruf: ein anrü- sem Raum ansässigen Handelsunternehmen. schein nach: er ist a. krank; a. ist niemand zu
des Blutkreislaufs. 2. das Anregen, Anstoß, Im- chiges Lokal, anrüchige Geschäfte, eine anrü- A nsatz, der: I. angesetztes Verlängerungsstück: Hause; sie hat a. Schweres erlebt.
puls: neue, wertvolle, wichtige Anregungen; die chige Person. b) leicht anstößig: ein anrüchiges das Rohr wurde mit einem A. versehen. 2. a) das anschicken (geh.) (sich zu etwas a.): sich zu et-
A. zu der Sammlung ging von der Kirche aus; Lied; er erzählte anrüchige Witze. Sic hansetzen, -bilden: das Mittel verhindert den A. was bereitmachen; im Begriff sein, etwas zu tun: er
mein Professor gab mir die A. zu dieser Arbeit; anrücken: in geschlossener Formation heran- von Kalk. b) Schicht, die sich angesetzt hat: den A. schickte sich zum Gehen an; die Stadt schickte
ich verdanke ihm viele Anregungen; sich ir- kommen: der Feind, die Feuerwehr rückt an; die von Kalkstein entfernen. 3. Stelle, an der sich an, die Sportler zu empfangen.
anschieben 68 ansehen
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lichen/: ich bin mit dem Knie [an die Wand] an- den Zug nach Hamburg; einen A. erreichen, [ der Tür a.; er hat die lose Türklinke angeschraubt
anschieben (etwas a.): schiebend in Bewegung geschlagen (gestoßen, geprallt). b) (sich (Dativ)
setzen: ein Auto a.; s u b s t . : würden Sie mir bitte nicht] bekommen, verpassen. 3. Verbindung zu (festgeschraubt).
etwas a.) mit einem Körperteil an etwas stoßen: ich etwas, zujmdm.; Kontakt: A. suchen, finden; wir anschreiben: 1. <etwas a.) etwas an etwas
beim Anschieben des Wagens helfen? habe mir wiederholt den Schädel angeschlagen; (
anschießen: 1. (jmdn. a.) durch einen Schuß haben keinen A. (mit niemandem Umgang); er schreiben: ein Wort, einen Satz [an die Tafel] a.;
auch ohne Dat.) sie hat ihr Knie [am Stuhl] ange- hat A. bei ihnen gefunden; A. (Verbindung nach an den Wänden waren, standen Parolen ange-
verletzen: der Jäger hat den Hirsch nur ange- schlagen. B. (geh.) (etwas a.; mit Artangabe) in
schossen; der flüchtende Einbrecher wurde von vorn) halten; unsere Sportler haben den A. an die schrieben. 2. ([etwas] a.) bis zur Bezahlung notie-
einer bestimmten Weise einschätzen: man darf Spitze erreicht, halten den A. zur Spitze; wir sol- ren: beim Kaufmann a. lassen; würden Sie bitte
dem Polizisten angeschossen. 2. (gewöhnlich im seine Verdienste nicht zu gering a.; er hat es
2. Part. in Verbindung mit kommen) sehr schnell len den Flüchtlingen den A. (Kontakt) erleich- die acht Mark, die Summe a.? 3. (Papierdt.) (
hoch an-geschlagen, daß die Waren pünktlich tern. 4. Angliederung, politische Vereinigung: den jmdn., etwas a.) sich schriftlich an jmdn., an eine
herankommen: das Wasser kam plötzlich ange- geliefert worden sind. 9. a) (etwas schlägt an)
schossen; er kam angeschossen wie ein Pfeil. A. eines Gebietes [an ein Land] betreiben; nach Stelle wenden: den Oberbürgermeister, den Senat
etwas wirkt, hat Erfolg: das Mittel schlägt nicht dem gewaltsamen A. (nach der Annexion). * im a.; 40 Prozent aller angeschriebenen Personen
Anschlag, der 1. öffentlich angeschlagene Be- an; die Kur hat bei ihm gut angeschlagen. b) (
kanntmachung: am Schwarzen Brett hängt ein Anschluß an etwas (unmittelbar nach; unter bejahten die Frage. * (ugs.:) bei jmdm. gut,
etwas schlägt an) etwas macht dick: Kuchen Bezugnahme auf): im A. an den Vortrag; im A. an schlecht angeschrieben sein (bei jmdm. in gutem,
neuer A.; einen A. machen, aushängen; die An- schlägt an; bei ihr schlägt alles, nichts an.
schläge der Regierung lesen. 2. gewalttätiger An- meinen letzten Brief • (ugs.:) den Anschluß schlechtem Ansehen stehen).
anschleichen: sich langsam, [heimlich] schlei- verpaßt haben: a) (keinen Ehepartner gefunden anschreien (jmdn. a.): mit lauter Stimme zu-
griff, Attentat: ein teuflischer, heimtückischer A.; chend nähern, heranschleichen: a) (jmdn., etwas
der A. ist gelungen, mißglückt; einen A. [auf eine haben). b) (beruflich nicht vorwärtsgekommen rechtweisen, beschimpfen: sie schrien sich ]gegen-
a.) ein Lager a.; der Jäger schleicht das Wild an. sein). seitig]/(geh.:) einander fürchterlich an; er schrie
Fabrik] planen, vorbereiten, verüben, ausführen, b) (sich a.) wir haben uns ganz leise [an das Lager]
verhindern, vereiteln; er fiel einem A. zum Op- anschmiegen: (sich, etwas an jmdn., an etwas seine Frau aufgeregt, wütend an; schrei mich
angeschlichen. c) (gewöhnlich im 2. Part. in Ver a.): sich liebevoll, zärtlich an jmdn., etwas schmie- nicht so an!
fer; übertr. (ugs.): einen A. auf jmdn. vorhaben ( bindung mit kommen) er kam bedrückt ange-
etwas von jmdm. wollen). 3. (häufig in Verbin- gen: das Kind schmiegte sich, sein Gesicht zärt- Anschrift, die: Angabe der Wohnung; Adresse:
schlichen. lich an die Mutter an; (auch ohne Präp.-Obj.) sie meine A. lautet ...; die A. angeben; er hat mir
dung mit in, im) Schußstellung: A. liegend, ste- anschließen /vgl. anschließend/: 1. (etwas a.)
hend freihändig; das Gewehr im A. haben, hal- schmiegte sich eng an; ü b e r t r . : das Kleid seine neue A. mitgeteilt.
mittels eines Schlosses [gegen Diebstahl] sichern: schmiegt sich an den Körper/(auch:) dem Kör- anschuldigen (geh.) (jmdn. a.): bezichtigen, [vor
ten, in A. bringen; die Soldaten gingen, lagen in das Fahrrad am/(seltener:) an den Zaun a. 2. (et-
A. 4. das Niederdrücken einer Taste: sie schreibt per an. Gericht] anklagen: einen Menschen unbegründet
was a.) an etwas anbringen und dadurch eine Ver- anschmiegsam: sich in zärtlicher, liebevoller Art a.; (jmdn. einer Sache/wegen einer Sache a.)
schon 250 Anschläge (auf der Schreibmaschine) bindung herstellen, verbinden: den Schlauch an
in der Minute; mit 400 Anschlägen wurde sie Sie- jmdm. anpassend: ein anschmiegsames We-sen man hat ihn des Diebstahls, wegen eines
die/(seltener:) an der Leitung a.; einen Kühl- haben; sie ist sehr a. Vergehens angeschuldigt; er wurde angeschul-
gerin im Berufswettkampf. 5. a) Art des schrank, ein Mikrophon a.; die Häuser sind an
Anschlagens: der Klavierspieler hat einen guten, anschmieren: 1. (sich a.) sich versehentlich be- digt, den Mord begangen zu haben.
die Fernheizung angeschlossen; angeschlossen schmieren: wo hast du dich nur so angeschmiert? anschwärzen: 1. (selten) (etwas a.) ein wenig
kräftigen, weichen, harten A. b) Art, in der sich sind (die Sendung übernehmen) alle deutschen
etwas anschlagen läßt: eine Schreibmaschine mit 2. (ugs. abwertend) (jmdn. a.) täuschen, schwärzen: das Gesicht mit Ruß a. 2. (ugs. abwer-
Sender; die angeschlossenen Sender kommen betrügen: er hat mich ganz schön angeschmiert; tend) (jmdn. a.) schlechtmachen, in Mißkredit
leichtem A.; das Klavier hat einen guten, mit eigenem Programm wieder. 3. (etwas a.)
weichen A. 6. das Anschlagen, Auftreffen: den der Verkäufer hat ihn mit dem Gebrauchtwagen bringen: er versucht seine Kollegen beim Chef
gen, folgen lassen: eine Frage a.; (etwas einer Sa- angeschmiert. 3. (ugs. abwertend) (sich bei anzuschwärzen.
gleichmäßigen A. der Wellen hören; der A. des che a.) er schloß seinen Ausführungen eine Bitte
Schwimmers (das Berühren des Beckenrandes bei jmdm. a.) sich bei jmdm. beliebt machen: er anschwellen <etwas schwillt an>: etwas nimmt
an. 4. (etwas schließt sich an) etwas folgt versuchte sich beim Chef anzuschmieren. an Umfang, an Stärke zu: der Fluß schwillt [zu ei-
der Wende, am Ziel). 7. (Technik) Stelle, bis zu unmittelbar: an die Wiese schließt sich ein Wald
der ein Maschinen- oder Geräteteil bewegt anschnallen (jmdn., sich, etwas a.): festschnal- nem reißenden Strom] an; die Adern auf seiner
an; Stallungen und Wirtschaftsgebäude len: das Kind a.; die Steigeisen a.; während der Stirn schwollen an; ihre Beine, die Lymphdrüsen
werden kann: einen Verschluß bis zum A. schlossen (reih-ten) sich an; an den Vortrag hat
aufdrehen; er zog den Steuerknüppel bis zum A. Fahrt schnallen wir uns an; die Passagiere wer- sind stark angeschwollen (in krankhafter Weise
sich eine Aussprache angeschlossen; (auch: den gebeten, sich anzuschnallen; (jmdm., sich et- dicker geworden); ü b e r t r . : der Lärm, der Ge-
durch. S. (Kaufmannsspr.) Schätzung der Kosten: etwas schließt an) die Sportreportage schließt
machen Sie mir bitte einen A. was a.) er hat sich die Rollschuhe angeschnallt. sang schwillt an (wird lauter); der Beifall schwoll
unmittelbar [an die Nachrichten] an; die anschnauzen (ugs.) (jmdn. a.): grob zurechtwei- zum Orkan an.
anschlagen /vgl. angeschlagen/: 1. (etwas a.) a) anschließende Diskussion brachte nichts Neues.
befestigen: ein Brett, eine Leiste a.; See- sen: die Kinder a.; dauernd angeschnauzt wer- anschwemmen (etwas schwemmt etwas an):
5. (sich jmdm., einer Sache a.) sich zugesellen: den; die Verkäuferin barsch a. etwas spült etwas an: die Flut schwemmt Wrack-
m a n n s s p r . : die Segel [am Großbaum] a. b) öf- sich den Demonstranten a.; er schloß sich uns
fentlich zur Information anbringen: eine Bekannt- Anschnauzer, der (ugs.): grobe Zurechtwei- teile, die Ertrunkenen an; angeschwemmtes
an; sich einem Streik, einer Besichtigung a. ( sung: er hat von seinem Vorgesetzten einen A. Land.
machung a.; der Aufruf ist, steht am Schwarzen daran teilnehmen); sich einer Ansicht, einem
Brett angeschlagen. 2. ([etwas] a.) die Taste bis bekommen, erhalten, gekriegt (ugs.). ansehen /vgl. angesehen/: 1. (jmdn., etwas a.)
Vorschlag a. (zustimmen); er hat sich dieser anschneiden: 1. (etwas a.) a) durch Abschnei- den Blick aufjmdn., auf etwas richten; betrachten:
zum Anschlag niederdrücken: die Tasten lassen Partei angeschlossen (ist ihr beigetreten); der
sich ziemlich schwer a.; bei vier Durchschlägen den des ersten Stückes zu verbrauchen beginnen: einen Menschen aufmerksam, scharf, offen, mit
Junge schließt sich den anderen Kindern [leicht, das Brot, den Kuchen a.; ein frisch angeschnitte- großen Augen, nachdenklich, mißtrauisch, vor-
muß man kräftiger a. 3. (etwas a.) a) durch An- schwer, nicht] an (findet Kontakt): (auch ohne
schlagen zum Tönen bringen: eine Saite, das Kla- ner Schinken. b) am Stielende ein wenig kürzen: wurfsvoll, entgeistert, verwundert, spöttisch,
Dat.) darf ich mich a.?; ich schließe mich an ( die Tulpen a., bevor sie in die Vase gestellt wer- zärtlich, liebevoll, ängstlich, ratlos, von der Seite
vier a.; er schlug die Stimmgabel an. b) erklingen bin der gleichen Ansicht, Meinung); er schloß
lassen: einen Akkord [auf dem Klavier] a.; sie den. 2. (etwas a.) zur Sprache bringen: eine Frage, a.; sieh mich nicht so an!; sie sehen sich/(geh.:)
sich [an uns] bei dem Rundgang an; sie hat sich ein Thema a. 3. (etwas a.) mit einem anderen Teil einander unverwandt an; er sah seine Hände an;
schlug einige Töne der Melodie an. 4. (etwas a.) an die anderen angeschlossen. 6. (etwas schließt
in anderer Weise mit etwas beginnen oder fortfah- in einem Stück zuschneiden: sie hat die Ärmel biId!.: jmdn. von oben a. (herablassend behan-
an; mit Artangabe) etwas liegt in einer bestimmten an-geschnitten; eine angeschnittene Kapuze. 4. deln); jmdn. scheel, über die Schulter a. (auf
ren: ein [Gesprächs]thema a.; er schlug ein ande- Weise an: das Kleid schließt [am Hals] eng an.
res Tempo, einen schnelleren Schritt an. 5. a) (et- auf der Innenseite angehen, nicht voll ausfahren: jmdn. herabsehen); jmdn. nicht mehr a. (keinen
anschließend (Adverb): danach: a. gingen wir eine Kurve eng, scharf a.; S k i s p o r t : beim Umgang mehr mit jmdm. wünschen). 2. a) (sich
was schlägt an) etwas ertönt: die Klingel, die ins Theater; wir werden a. verreisen.
Alarmglocke schlägt an; die Turmuhr hat zwölf- Slalom die Tore geschickt a. (sie sehr dicht an (Dativ) jmdn., etwas a.) aufmerksam, prüfend be-
Anschluß, der: 1. a) Verbindung mit einem Lei- den Torstangen durchfahren). 5. (Sport) (etwas a. trachten ; etwas betrachten, um es kennenzulernen:
mal angeschlagen. b) warnend bellen: der Hof- tungsnetz: A. an die städtische Strom- und Was-
hund schlug plötzlich, kurz, wütend an. 6. (etwas ) einen bestimmten Drall geben: einen Ball (im sich einen Film, eine Vorstellung a.; ich habe mir
serversorgung haben; das Haus erhält elektri- Tischtennis) a.; der Rechtsaußen hat den Ball die Ausstellung angesehen; der Arzt sah sich die
a.> leicht beschädigen: sie hat beim Geschirrspü-
schen A. b) Telefonanlage: der A. ist gestört; das raffiniert angeschnitten. 6. (Fot.) (jmdn., etwas Verbände, die Verwundeten an; ich werde mir
len einen Teller angeschlagen; angeschlagene Haus hat mehrere Anschlüsse; mein Freund hat
Tassen, Biergläser. 7. a) an etwas schlagen, auf- a.> durch den Bildrand einen Teil von jmdm., von die Sache mal ansehen (mich damit befassen); (
keinen A. (kein Telefon). c) gewünschte telefoni- etwas ab-schneiden: einen Darsteller [mit der auch ohne Dat.) wenn du die Bilder angesehen
treffen: die Wellen schlagen kaum hörbar [an das
Ufer] an; der Schwimmer auf Bahn 6 hat als er-
sche Verbindung: keinen A. haben, bekommen; Kamera] a.; im Hintergrund, seitlich hast, kannst du sie weitergeben; R (ugs.): sieh
er wartet auf den A. 2. anschließende angeschnitten, die Rückfront des Schlosses. mal [einer] an! (wer hätte das gedacht!); das sehe
ster angeschlagen (am Ziel den Beckenrand be- Verkehrsverbindung: dieser Zug hat schlechten, ans chrauben (etwas a.): durch Schrauben befe-
rührt); /mit der Nebenvorstellung des sich einer an! (das ist doch nicht zu glauben!). 3.
keinen A.; Sie haben sofort A. an die Fähre, stigen: das Namensschild an die/(seltener:) an
Unabsicht- nach Berlin, an
Ansehen 70 71 anstacheln
fügen: ein Verlängerungsstück [an ein Rohr] a.; 5 ansichtig <nur in der Verbindung) jmds., einer ansprechen: 1. (jmdn. a.) einige Worte an jmdn.
(anzusehen sein; mit Artangabe) einen bestimm- Zentimeter, ein Stück, einen Saum an das/am Sache ansichtig werden (geh.): sehen, erblicken: richten, jmdn. in ein Gespräch verwickeln: jmdn.
ten Anblick bieten: das Wiedersehen war rührend Kleid a.; ein Kleid mit tief angesetztem Rock; (
anzusehen; das Verhör ist abscheulich anzuse- er erschrak, als er seiner, des Mannes, des Feuer- höflich, auf der Straße, im Park a.; ich lasse mich
jmdm., einer Sache etwas a . > er setzte dem En- scheins a. wurde. nicht von fremden Männern a. 2. (jmdn. a.; mit
hen; das junge Paar war reizend anzusehen. 4. ( gelchen Flügel an. 3. (etwas a.> festsetzen, [für ei- Artangabe) in einer bestimmten Weise anreden:
etwas sieht sich an; mit Artangabe) etwas sieht in nen Zeitpunkt] bestimmen: einen Termin, eine Ansichtskarte: i Karte.
einer bestimmten Weise aus: das sieht sich ganz Ansichtssache (nur in der Wendung) etwas ist jmdn. mit seinem Vornamen, mit einem Titel a.;
Besprechung, eine Sitzung a.; die Veranstaltung wie spricht man einen Minister an? 3. (jmdn., et-
hübsch an, ist aber nicht viel wert; das sieht sich Ansichtssache: darüber kann man verschiedene
ist für den/auf den 10. Mai angesetzt; für eine Ar- was a.) sich an jmdn. wenden: alle Bürger der
an wie ...; es sah sich an, als würde er untergehen. Ansichten haben: ob es gut ist, [das] ist A.
beit eine bestimmte Zeit a.; wir haben die Kosten Stadt, die Betriebsangehörigen a.; er sprach die
5. <jmdm., einer Sache etwas a.) vom Gesicht able- mit 200 Mark zu niedrig angesetzt (veranschlagt). Ansinnen, das (geh.): Vorschlag, Zumutung: ein
sen können, an der äußeren Erscheinung erken- ungeheuerliches, seltsames, ungehöriges A.; ein Massen direkt an; ich habe ihn wegen dieser Sa-
4. (jmdn., etwas a.) einsetzen, mit etwas beauftra- che, auf diese Angelegenheit, darauf angespro-
nen: einem Menschen sein Alter, seine schlechte gen: Polizeihunde [auf eine Spur] a.; drei Mitar- A. ablehnen, zurückweisen; an jmdn. ein A.
Laune a.; man sah ihm seinen Kummer [an den stellen, richten; er ging auf mein A. nicht ein. chen (seine Stellungnahme dazu erbeten); sein
beiter auf ein neues Projekt a.; er setzte die Frau Nachbar sprach ihn um Geld an (bat ihn darum).
Augen] an; ich habe ihm angesehen, daß er krank als Lockvogel auf ihn an; Sport: der Trainer ansonsten (Adverb): a) (ugs.) sonst, im übrigen: a.
ist. 6. a) (etwas a.; mit Artangabe) einschätzen, be- gibt es nichts Neues zu berichten. b) (Papierdt.) 4. (jmdn., etwas als jmdn., etwas a.) als etwas an-
setzte gleich zwei Spieler auf den Torjäger an. sehen; bezeichnen: eine Gruppe als Extremisten
urteilen: wir sehen die Sache ganz anders, mit an- 5. a) ([etwas] a.; mit Raumangabe) mit etwas be- im anderen Falle: zur Vermeidung von
deren Augen an; wenn man die Lage richtig an- Steuererhöhungen, die a. notwendig wären. a.; das Ergebnis muß als günstig angesprochen
ginnen: an diesem Punkt, an diesem Problem werden; Fieber ist nicht als Krankheit anzuspre-
sieht, kann für Abhilfe gesorgt werden. b) (jmdn., werde ich a.; er setzte seine Kritik, mit seiner Kri- anspannen /vgl. angespannt/: 1. a) ([ein Tier]
etwas als/für jmdn., als/für etwas a.) als etwas be- a.) ein Zugtier vor etwas spannen: ein Pferd, einen chen. 5. (etwas a.) ins Gespräch, zur Sprache brin-
tik an der schlechten Bildqualität an. b) (etwas gen, behandeln: eine Frage a.; anschließend
trachten, auffassen; für jmdn., für etwas halten: setzt an; mit Raumangabe) etwas beginnt, setzt Ochsen a.; der Kutscher hatte angespannt. b) ([et
fremde Soldaten als Eindringlinge a.; ich habe -was] a.) mit einem Zugtier, Gespann versehen: den sprach er die Produktionsschwierigkeiten an.
ein: hier, an dieser Stelle muß die Kritik a. 6. a) ( 6. (etwas spricht jmdn., etwas an) berühren,
Sie als meinen Freund angesehen; ich sehe das Wagen a.; er ließ a. 2. (etwas a.) straffer spannen:
etwas a.) hervorbringen: die Bäume setzen Blät-
als/(seltener:) für ein Verbrechen an; etwas als/ ( ein Seil, die Zügel a. 3. a) <etwas a.) anstrengen; einen positiven Eindruck machen: das Lied sprach
ter, Blüten, Frucht an; er hat in letzter Zeit Fett,
seltener:) für seine Pflicht, als einen Mangel, als zur Höchstleistung zusammenfassen: seine Mus- ihr Innerstes an; der Vortrag hat viele Menschen
einen Bauch angesetzt; (auch ohne Akk.) die
vordringlich, als gesichert, als wahr, als/(selte- keln a.; er mußte alle Kräfte a. b) (etwas spannt
Obstbäume haben gut angesetzt (Fruchtknospen an-gesprochen; ihr Wesen spricht ihn an (gefällt
ner:) für echt a.; (sich als jmd., als etwas/(selte- sich an) etwas strengt sich an: er spürte, wie sich
hervorgebracht); sie setzt schnell an (wird schnell ihm); (auch ohne Akk.) die Aufführung sprach [
ner:) als jmdn., als etwas a.) er sieht sich als seine Nerven anspannten.
dick). b) (etwas setzt etwas an) etwas bildet etwas
Held/(seltener:) als Helden an. 7. (etwas [mit] a.; schichtförmig: das Eisen setzt Rost an; meine Anspannung, die: Anstrengung, Beanspru- beim Publikum] nicht besonders an (fand wenig
gewöhnlich verneint) zusehen, ohne etwas zu un- chung: eine übermenschliche, seelische A.; mit, Anklang); a d j . Part.: reizvoll: eine ansprechende
Zähne setzen schnell Zahnstein an. 7. a) <etwas
ternehmen; dulden: ich kann das nicht mehr mit setzt an) etwas kommt hervor: Knospen setzen be- trotz äußerster A.; unter A. aller Kräfte. Mode; sein Außeres ist nicht sehr a. 7. a) (auf
a.; die Regierung wird die Übergriffe nicht län- reits an; an der Pflanze hat ein neuer Trieb ange- anspielen: 1. (Sport) (jmdn. a.) jmdm. den Ball, etwas a.) eine Reaktion zeigen, in positiver Form
ger, nicht ruhig mit a.; (sich (Dativ) etwas a.) ich die Scheibe zuspielen: der Verteidiger spielte den
setzt. b) <etwas setzt sich an) etwas bildet sich reagieren: der Patient spricht auf dieses Mittel
habe mir seine Unhöflichkeiten lange genug [mit] Linksaußen an. 2. a) (Kartenspiel) (etwas a.) zur
schichtförmig: an den Rohren setzt sich Rost, nicht an; das Meßgerät spricht auf die kleinsten
angesehen. Eröffnung des Spiels hinlegen: Trumpf a.; er hat
Grünspan an; im Boiler hat sich Kalkstein ange-
Ansehen, das: 1. Achtung, Wertschätzung: jmds. setzt. B. (etwas setzt an; mit Umstandsangabe) et- Kreuz, den Buben angespielt. b) (Sport, Spiel) Schwankungen an; gut ansprechende Bremsen.
A. sinkt, leidet unter etwas; ein großes, hohes A. [ das Spiel beginnen: wer spielt an? 3. (auf jmdn., b) Wirkung haben, wirken: das Medikament
was hat seinen Ausgang, beginnt: die Haare set-
bei jmdm.] genießen; sein A. verlieren, einbüßen, auf etwas a.) versteckt hinweisen, andeuten: auf spricht [bei ihr] nicht, gut an. B. (Musik) (et-was
zen bei ihm sehr tief, über einer hohen Stirn an.
heben, erhöhen; A. erlangen; er hat sich dadurch Mißstände, auf jmds. Alter a.; er spielte in seiner spricht an; gewöhnlich mit Artangabe) etwas läßt
9. (zu etwas a.) im Begriff sein, etwas zu tun: zum
A. verschafft, daß ...; das schadet dem A. des Rede auf den Minister an.
Sprung, zum Endspurt, zum Überholen, zur Lan- sich in einer bestimmten Weise zum Tönen
Kunsterziehers als des beliebtesten Lehrers/als dung a.; er setzte mehrmals zum Sprechen an; ( Anspielung, die: Andeutung, versteckter Hin-
beliebtester Lehrer; das A. von Kunsterzieher weis: eine scherzhafte, boshafte A.; soll das eine bringen: die Flöte spricht leicht, schwer an.
auch ohne Präp.-Obj.) er setzte immer wieder an (
Müller als dem beliebtesten Lehrer/als begann immer wieder zu sprechen), brachte aber A. auf mein Alter sein?; eine A. machen; er ver- anspringen: 1. (jmdn., etwas a.) sich mit einem
beliebtester Lehrer; er hat es durch seine stand, überhörte ihre A., ging auf ihre A. ein. Sprung auf jmdn., auf etwas stürzen: der Hund
keinen Satz heraus. 10. (etwas a.) mischen; [mi-
Forschungen zu internationalem A. gebracht; bei schend] zur weiteren Verwendung fertigmachen: anspinnen: a) (selten) (etwas a.) anknüpfen, an- springt den Fremden an; der Luchs hat sein Op-
jmdm. in hohem A. stehen; sie ist in meinem A. bahnen: ein Liebesverhältnis, eine Unterhaltung, fer angesprungen. 2. (im 2. Part. in Verbindung
eine Bowle, Kuchenteig a.; der Tischler setzte zu-
gestiegen. 2. (geh.) Aussehen: ein Greis von ehr- Verhandlungen [mit jmdm.] a. b) (etwas spinnt
nächst den Leim an. 11. (ugs. landsch.) (etwas a.) mit kommen) [in Sprüngen] herbeilaufen: die K i n -
würdigem A.; dadurch bekommt, erhält, gewinnt sich an) etwas bahnt sich an, entwickelt sich all-
zum Kochen auf den Herd setzen: das Essen, Kar- der kommen angesprungen. 3. (etwas springt an)
die Sache ein anderes A. (muß anders beurteilt mählich: da, zwischen den beiden spinnt sich et-
toffeln a. 12. etwas setzt sich beim Kochen am Bo-
werden); er gab sich gern ein vornehmes A. (den den des Topfes fest: a) (etwas setzt sich an) die was an; neue Beziehungen spannen sich zwi- etwas kommt in Gang: der Motor springt leicht,
Anschein von Vornehmheit). * Inurl von/vom Suppe hat sich angesetzt. b) (etwas setzt an) schen den beiden Ländern an. schwer an; der Wagen ist heute nicht angesprun-
Anse-hen ([nur] vom Sehen, nicht vom Namen): Milch setzt nach kurzer Zeit an. anspitzen: 1. (etwas a.) spitz machen: den Blei- gen. 4. (ugs.) auf etwas eingehen: ich machte ihm
ich kenne ihn nur vom A. . ohne Ansehen der stift a. 2. (ugs.) (jmdn. a.) a) antreiben, auf Trab ein Angebot, aber er sprang nicht an; er ist auf
Ansicht, die: 1. Meinung, Überzeugung: eine ir-
Person (ohne Rücksichtnahme aufjmdn.): wir bringen: der Chef hat den Azubi ordentlich ange- die Sticheleien nicht angesprungen. Anspruch,
rige, vernünftige, gegenteilige, weitverbreitete A.;
werden bei den Ermittlungen ohne A. der Person spitzt. b) zu etwas überreden, verleiten, anstiften: der: 1. Forderung: ein berechtigter A.; Ansprüche
feste, revolutionäre, verworrene, altmodische
vorgehen. ansehnlich: 1. gut aussehend: ein sie hat es zwar getan, aber er hat sie [dazu] ange- haben; der Trainer stellt hohe Ansprüche an die
Ansichten; das ist meine ganz private A.; was ist
ansehnlicher Mann; sie fand die Dekorationen spitzt; er hat sie angespitzt, die Akten verschwin- Spieler; Ansprüche anmelden, [gegen jmdn.]
Ihre A.?; keine eigenen Ansichten haben; eine A.
ganz a. 2. so groß, daß es Beachtung verdient; den zu lassen. durchsetzen, anerkennen, befriedigen, erfüllen;
äußern, vertreten, verfechten, ändern; das be-
bedeutend: eine ansehnliche Summe; die stärkt nur meine A.; ich teile seine A., lasse seine Ansporn, der: Antrieb, Anreiz: einen A. erhal- A. auf ein Gebiet erheben (es beanspruchen);
Ausbeute war a. ten; ich brauche einen A. für das Training. a
A. gelten; sich jmds. A. zu eigen machen; ich bin das Buch erhebt keinen A. auf Vollständigkeit (
ansein (ugs.) (etwas ist an): etwas ist eingeschal- darüber anderer A. als du; ich bin der gleichen A. nspornen: 1. <ein Tier a . > die Sporen geben: der
tet, angezündet, brennt: das Feuer, die Heizung, will nicht vollständig sein); seine Ansprüche zu
wie du; er ist der A. (er glaubt), daß ...; in einer A. Reiter spornt das Pferd an. 2. (jmdn., etwas a.)
das Radio war an. einen Ansporn geben: die Schüler zu besseren Le hoch schrauben, herabsetzen; den Ansprüchen
bestärkt werden; mit einer A. zurückhalten, bre- genügen. 2. Recht, Anrecht: ein alter, verbürgter
ansetzen: 1. (etwas a.) an eine bestimmte Stelle chen; nach meiner A., meiner A. nach hat er un- istungen a.; etwas spornt jmds. Ehrgeiz an. An
setzen, bringen, führen: die Flasche [zum Trin- sprache, die: 1. kurze Rede: eine.kurze, A.; eine A.; jeder Arbeiter hat A. auf Kranken-geld;
recht. 2. Bild, Abbildung: einige Ansichten von keinen A. auf Schadenersatz haben; er hat A.
ken], die Trompete, die Feder, den Hobel, den A. an den Kongreß,; der Vorsitzende hielt eine A.
Dresden. 3. sichtbarer Teil: die vordere, seitliche
Bohrer a.; übertr.: wenn wir sie für uns gewin- 2. (bes. südd österr.) Aussprache Gespräch: er darauf, in dieser Sache gehört zu werden. * jmdn.
A. eines Schlosses. * zur Ansicht (zum Ansehen):
nen wollen, müssen wir [mit unseren Argumen- suchte die persönliche A ; sie hat wenig A. (U , etwas in Anspruch nehmen: a) (erfordern,
den Kunden Bücher, Waren zur A. schicken.
ten] woanders a.; den Hebel an der richtigen nterhaltung, Umgang). beanspruchen): die Arbeit nimmt mich sehr in A.;
Stelle a. (etwas richtig anpacken). 2. (etwas a.) das Projekt wird viele Monate in A. nehmen. b) (
an- von etwas Gebrauch machen): sie haben unsere
Gastfreundschaft in A. genommen; ich nehme
dieses Recht für mich in A.
anstacheln (jmdn, etwas a.): anspornen: den
Anstalt 72
73 Anteil

Eifer, den Ehrgeiz der Schüler [durch Lob) a.; der bel] a. 2. ([etwas] a.) anzapfen: ein Faß Bier a.; wir tieren); Beobachtungen a. (etwas beobachten); 2. (jmdn. a.) strahlend anblicken: er strahlte sie
Erfolg stachelte ihn zu neuen Taten an. Anstalt, haben eben frisch angestochen. dankbar an; ihre Augen strahlten ihn an.
anstecken: 1. <etwas a.> etwas an etwas stecken:
die: a) [öffentliche] einem bestimmten Zweck, bes. ein Abzeichen, eine Brosche [an das/(auch:) am gen a. etwasbe anstreben (geh.) (etwas a.): zu erreichen suchen:
der Erziehung dienende Einrichtung: wegen dieser Kleid] a.; (jmdm., sich etwas a.) er steckte seiner eine neue soziale Ordnung, die Wiedervereini-
Sache mußten zwei Gymnasiasten die A. gen a. gung a.; sie strebte eine bessere Stellung, ihre
verlassen; er kam in eine A. für schwer er- Braut den Ring an (an den Finger); sie steckte rechnen), Ober etwas Vergleiche a. Versetzung in eine andere Abteilung an.
ziehbare Kinder. b) Heilstätte: einen Trinker, ei- sich eine Rose an. 2. (ugs.) (etwas a.) anzünden: (etwas vergleichen). Überlegungen über etwas a. anstreichen: 1. (etwas a.) Farbe auf etwas strei-
nen Geisteskranken in eine [geschlossene] A. ein- das Licht, das Gas, die Kerzen, die Laternen a.; (etwas überlegen). b) (ugs.) (etwas a.> tun, machen: chen: ein Haus weiß a.; ich habe das Spielzeug [
liefern; er wurde in eine A. gegeben, eingewie- eine Scheune a. (in Brand stecken); (jmdm., sich ich habe alles nur Erdenkliche angestellt, um das mit Farbe] angestrichen. 2. (etwas a.) mit einem
sen, eingesperrt; er konnte nach einigen Mona- etwas a.> er steckte sich eine Zigarette an; Unbe- Geld zurückzubekommen; der Arzt hat mit ihm Strich hervorheben, kennzeichnen: einen Fehler [
ten aus der A. entlassen werden. c) Unternehmen, kannte haben ihm das Haus angesteckt. 3. a) ( alles mögliche angestellt; Unfug, Unsinn, etwas rot] a.; er hat einen Satz, eine Stelle mit Bleistift
Betrieb: eine kartographische A.; R e c h t s w . : jmdn., sich a.) eine Krankheit auf jmdn. übertra- Schlimmes a.; was haben die Kinder nun schon angestrichen; (sich (Dativ) etwas a.> ich habe mir
eine A. des öffentlichen Rechts (Verwaltungsein- gen, sich selbst zuziehen: er hat ihn [mit seiner wieder angestellt (angerichtet)? c) (ugs.) (etwas einige Buchtitel angestrichen (angemerkt).
richtung mit einem bestimmten Nutzungszweck). Grippe] angesteckt; ich habe mich bei ihm, im a.; mit Artangabe) etwas in einer bestimmten 3. (ugs. landsch.) (jmdm. etwas a.) heimzahlen:
*Anstalten machen /(Papierdt. :) treffen ( Betrieb angesteckt; fib e r t r . : jmdn. mit seiner Weise anfangen: ich weiß nicht, wie ich es a. soll; das werde ich dir schon a.! 4. (etwas a.) ein
Vorbereitungen treffen, sich anschicken, etwas zu Angst a.; sein Lachen steckte alle an. b) (etwas wie hast du es angestellt, hier wieder herauszu- Streichholz anzünden: ein Zündholz a.
tun): er machte [keine, keinerlei] A. steckt an) eine Krankheit überträgt sich: Grippe kommen?; er hat die Sache schlau, geschickt, anstrengen: 1. a) (sich a.> seine körperlichen
aufzubrechen; die Regierung hatte alle A. steckt an; diese Krankheit ist nicht ansteckend; dumm angestellt. 6. (ugs.) (sich a.; mit Artan- oder geistigen Kräfte zu besonderer Leistung stei-
getroffen, den Putsch zu verhindern. ü b e r t r . : Gähnen, Lachen steckt an. gabe) sich in einer bestimmten Weise verhalten: gern: sich sehr, bis zur Erschöpfung, nicht son-
Anstand, der: 1. gute Sitten, gutes Benehmen: das anstehen: 1. warten, bis man an die Reihe kommt: sich ungeschickt, dumm a.; er stellt sich so an, als derlich a.; du mußt dich in der Schule mehr a.;
fordert, verlangt, verbietet schon allein der A.; stundenlang, in einer langen Schlange, auf dem ob ...; stell dich nicht so an! (zier dich nicht so!). streng dich mal [ruhig] etwas an (gib dir mal
das erlaubt der A. nicht; er hat, besitzt keinen A.; Arbeitsamt, bei einer Behörde a.; wir ha-ben Anstellung, die: 1. das Einstellen, Einstellung: etwas Mühe); unsere Gastgeber haben sich sehr
den A. wahren, verletzen; Sitte und A. lernen; nach Eintrittskarten, um unsere Brotration zur Zeit erfolgt keine A. 2. Stellung: eine A. bei angestrengt (haben keine Mühe und Kasten
jmdm. A. beibringen (ugs.); etwas aus A. angestanden. 2. (geh.) <etwas steht an> etwas einer Behörde, in einer Firma suchen, finden, er- gescheut); angestrengt nachdenken, arbeiten. b) (
unterlassen; ihm fehlt jedes Gefühl für A.; das ist wartet auf Erledigung: viel Arbeit steht an; es halten; er hat keine feste A. etwas a.> zu einer besonderen Leistung steigern:
gegen allen A.; man muß auch mit A. (mit steht noch an (es bleibt noch zu tun übrig), anstiften: 1. (etwas a.) etwas Unheilvolles ins seinen Geist, sein Gedächtnis, seine Kräfte, sein
Würde) verlieren können; er hat sich mit A. (gut) glaubhaft zu machen, daß ...; er läßt die Werk setzen: ein Unheil, Unfug, Verschwörun- Gehör, seine Augen a.; streng mal deinen
aus der Affäre gezogen; er ist ein Mann von A. 2. Angelegenheit a. (schiebt sie hinaus). 3. ( gen a. 2. (jmdn. zu etwas a.> zu etwas verleiten: Verstand ein bißchen an! (überleg mal ein bißchen!
(südd., österr.) Schwierigkeit, Arger: ich will Rechtsspr.) (etwas steht an) etwas ist festgesetzt: jmdn. zum Verrat, zum Mord a.; (auch ohne ). 2. (jmdn., etwas a.> stark beanspruchen,
keine An-stände bei der Kontrolle, mit den ein Termin steht noch nicht an; die Verhandlung Präp.-Obj.) er stiftete die anderen an und blieb strapazieren: das Licht strengt die Augen an; sie,
Zollbeamten haben; es hat keinen A. gegeben. * steht auf Mittwoch an. 4. (geh.) (etwas steht selbst im Hintergrund. ihr Besuch, das Sprechen strengte den Patienten
(ugs. veraltend) [keinen] Anstand an etwas jmdm., einer Sache an; gewöhnlich mit anstimmen (etwas a.): 1. zu singen, zu spielen an; ein anstrengender Beruf; die Fahrt war
nehmen ([keinen] Anstoß nehmen, sich [nicht] an Artangabe) etwas ziemt sich für jmdn., paßt zu beginnen: ein Lied, die Nationalhymne a. 2. in et- anstrengend. 3. (Rechtsspr.) einen Prozeß o. ä.
etwas stören). etwas: die Begeisterung steht ihm gut an; es was ausbrechen: ein Gelächter, Geschrei a. einleiten: einen Prozeß, eine Klage [gegen jmdn.
anständig: 1. sittlich einwandfrei, den geltenden steht mir nicht an (es kommt mir nicht zu), Anstoß, der: 1. (Sport) erstes, spieleröffnendes ] a. Anstrengung, die: 1. das Anstrengen: alle
moralischen Begriffen entsprechend, gut: ein an- darüber zu richten. * (geh.:) nicht anstehen, Spielen des Balles: der A. erfolgt um 15 Uhr; die Anstrengungen waren vergeblich; seine
ständiger Mensch; sie ist ein anständiges Mäd- etwas zu tun (etwas ohne weiteres tun): er stand deutsche Mannschaft hat A.; der A. ist bereits Anstrengungen verdoppeln, vervielfachen; [
chen; er hat eine anständige Gesinnung; sie ha- nicht an zu behaupten, daß ... ausgeführt. 2. auslösende Wirkung, Impuls: der gemeinsame, verzweifelte, verstärkte]
ben a. gehandelt, sich a. benommen; sich a. (or- ansteigen (etwas steigt an): 1. etwas führt auf- erste A. zu dieser Aktion ging von ihm aus; dieses Anstrengungen machen/ (geh.:) unternehmen (
dentlich) kleiden. 2. (ugs.) zufriedenstellend, wärts: der Weg steigt sanft, allmählich an; das Ereignis gab den A. zur Revolution; es bedurfte sich [gemeinsam, verzweifelt, verstärkt]
durchaus genügend: eine anständige Bezahlung; Gelände, der Berg stieg steil an. 2. (etwas steigt eines neuen Anstoßes. * (geh.:) Anstoß erregen ( anstrengen, bemühen): mit äußerster A. etwas
an) etwas steigt höher[und nimmt zu]: das Wasser Mißbilligung hervorrufen): seine Rede hat A. er-
wir suchen eine halbwegs anständige Unter- steigt an; die Temperaturen sind angestiegen; erreichen; er ließ in seinen Anstrengungen nach;
kunft; das Essen war ganz a.; a. leben können ( regt . an etwas Anstoß nehmen (etwas mißbilligen): trotz aller Anstrengungen schaffte er es nicht;
sein Auskommen haben). 3. (ugs.) beträchtlich, ü b e r t r . : die Preise steigen an; die Zahl derTeil- er nahm an seinem Benehmen keinen A. eine Aufgabe nur unter großen Anstrengungen
ziemlich: eine anständige Tracht Prügel; wir nehmer stieg auf das Doppelte an. anstoßen: 1. a) (jmdn., etwas a.) einen kleinen bewältigen. 2. starke Beanspruchung, Strapaze:
mußten a. draufzahlen; ich habe mich a. gesto- anstelle: 1 Stelle. Stoß geben: das Pendel einer Uhr, eine Kugel a. ( unser Ausflug war eine einzige A.; sich von den
ßen; es regnet ganz a. (ziemlich stark). anstellen: 1. (etwas a.) etwas an etwas anstellen: durch einen Stoß in Bewegung setzen); jmdn. Anstrengungen erholen.
anstandslos (Adverb>: ohne Umstände, ohne eine Leiter an den/(seltener:) am Baum a. 2. (sich heimlich, verstohlen, mit dem Fuß [unter dem Anstrich, der: 1. a) das Anstreichen: ein neuer A.;
Schwierigkeiten zu machen, ohne weiteres: eine a.) sich in eine Reihe von Wartenden stellen, um be- Tisch] a. (durch einen Stoß auf etwas aufmerksam das Boot bekommt einen hellen A. (wird hell
Summe a. zahlen; die Ware a. zurücknehmen. dient oder abgefertigt zu werden: sich an der machen); er hat mich beim Schreiben angestoßen ( angestrichen). b) aufgetragene Farbe, Farbauf-
anstarren (jmdn., etwas a.): den Blick starr auf Kasse a.; Sie müssen sich hinten a.; er hatte sich mir versehentlich einen Stoß gegeben). b) (Sport) trag: der A. des Hauses gefällt mir. 2. Aussehen,
jmdn., auf etwas richten: die Wände a.; jmdn. ent- nach Karten angestellt. 3. (etwas a.) a) einschal- den Anstoß ausführen: die deutsche Mannschaft Note: sich einen gelehrten, vornehmen A. geben;
setzt, ungläubig, fassungslos, schweigend, aus ten, in Betrieb setzen: das Radio, den Fernsehap- stößt an, hat bereits angestoßen. 2. an etwas sto- das verleiht der Sache einen persönlichen A.
großen Augen, wie einen Geist a.; sie starrten parat, das Bügeleisen, den Motor a.; (ugs.:) er ßen, prallen: mit dem Tablett a.; das Kind ist mit Ansturm, der: das Heranstürmen; stürmisches
sich/(geh.:) einander feindselig an. stellte die Nachrichten an (stellte wegen der Nach- dem Kopf [an die Wand] angestoßen. 3. lispeln: Andrängen: den A. des Feindes auffangen; dem
anstatt: I. (Präp. mit Gen.) an Stelle: er nahm richten das Radio-, Fernsehgerät an). b) die Zu- er stößt leicht an; das Kind stößt beim Sprechen feindlichen A. standhalten; er konnte sich des
mich a. seines Bruders mit. H. (Konj.) statt, an fuhr von etwas ermöglichen: das Gas, das Wasser mit der Zunge an. 4. die gefüllten Gläser leicht ane Ansturms der Interessenten kaum erwehren.
Stelle: er schoß in die Luft a. auf den Flüchten- a. c) aufdrehen: den Haupthahn, die Dusche a.; inanderstoßen: sie stießen an und ließen das antasten: 1. (selten) (jmdn., etwas a.) anfühlen;
den; a. zu grüßen, blickte er weg; er trieb sich er hatte die Heizung nicht angestellt. 4. (jmdn. a.) Paar hochleben; auf jmds. Wohl, Gesundheit a. anrühren: einen ausgestellten Gegenstand a. 2. (
herum, a. zu arbeiten/(veraltend:) a. daß er arbei- a) einstellen: jmdn. aushilfsweise, fest, als Ver- 5. (mit Umstandsangabe) jmds. Unwillen hervor- etwas a.; gewöhnlich verneint) a) verletzen, be-
tete. i statt. käufer a.; wir mußten Aushilfskräfte a.; bei der rufen: beim Chef a.; er ist mit seiner Bemerkung a einträchtigen: jmds. Ehre, Würde, guten Namen [
anstechen: 1. (etwas a.) a) durch einen Stich ver- Behörde, im Ministerium angestellt sein. b) (ugs.) ngestoßen. 6. (etwas stößt an> etwas grenzt an, nicht] a.; der Staat darf die Freiheit des Indivi-
letzen, beschädigen: die Randalierer stachen die mit einer Arbeit beauftragen, beschäftigen: sie ist benachbart: unser Grundstück stößt unmittel- duums nicht a. b) zu verbrauchen beginnen: das
Autoreifen an; er brüllt wie ein angestochenes wollte mich zum Kartoffelschälen a.; der sucht bar [an den Wald] an; die anstoßenden Räume. Geld, die Vorräte [nicht] a.
an stößig : Anstoß erregend: anstößige Witze; eine
Schwein, rennt herum wie angestochen (ugs.; immer Leute, die er a. kann. 5. a) (etwas a.; in Anteil, der: 1. Teil, der jmdm. gehört oder zu-
wild, wütend); die Birnen sind alle angestochen ( Verbindung mit bestimmten Substantiven> vor- Filmszene a. finden; er benahm sich a. an kommt: der prozentuale A. beträgt ...; den A. der
madig). b) ein wenig in etwas hineinstechen: die nehmen /häufig verblaßt/: mit jmdm. ein Verhör strahlen: 1. (jmdn., etwas a.> Licht[strahlen] at Arbeiter am Sozialprodukt erhöhen; seinen A. an
Kartoffeln prüfend a.; den Braten [mit der Ga- a. (jmdn. verhören); Experimente a. (experimen- tfjmdn., auf etwas fallen lassen: eine Häuser-front, der Beute fordern; er hat auf seinen A. verzich-
einen Springbrunnen mit Scheinwerfern a,, von
der Sonne angestrahlte Berggipfel.
Anteilnahme Anwesenheit
74 75
tet; ich lasse mir meinen A. am Gewinn auszah- Sand a. 2. (etwas a.) durch Treten auf den Starthe- chend, e, ablehnende A.; diese A. genügt mir an; b i l d I .: eine Todesahnung wehte sie an. 2. a)
len. 2. (selten) [innere] Teilnahme, Beteiligung: bel in Gang bringen: das Motorrad a.; er hat die (etwas weht etwas an) etwas weht etwas auftür-
ohne inneren A.; er war voller A. (Interesse) für nicht befriedigt mich nicht; die A. blieb aus; die mend zusammen: der Wind hat den Sand, viel
Maschine angetreten. 3. (Sport) zu spurten begin. A. lautet(Lösungenfolgendermaßendie
alles, was um ihn geschah. * Anteil an etwas haben nen: rasch, plötzlich, kraftvoll a.; der Europa- Schnee angeweht. b) (etwas weht an> etwas wird
(an etwas beteiligt sein): er hat an diesem Erfolg meister trat an und lief dem Feld davon. 4. a) sici, auf heran-. zusammengeweht: Sand, Schnee weht an.
tätigen A., keinen A. . Anteil an etwas nehmen ( in einer Formation aufstellen: der Größe nach, in ) ; esPreisfragesind viele Antwor- anweisen /vgl. angewiesen/: 1. (jmdn. etwas a.)
sich an etwas beteiligen): er nahm an dem Ge- einer Reihe, zum Appell a.; die Rekruten a. las- ten eingegangen; p.: keine A. ist auch eine A.; zuweisen, zeigen und überlassen: jmdm. einen
spräch keinen A. mehr . Anteil an jmdm., an et- sen; die Mannschaften sind/stehen zum sportli- jmdm. keine A. geben; er erteilte ihm die Platz, sein Quartier a.; er wies mir eine Arbeit an.
was nehmen /zeigen/ (geh.:) bekunden: a) (sich für chen Wettkampf angetreten. b) (Sport) sich zum richtige A.; eine A. fordern, erwarten, von 2. (jmdn. a.; mit Infinitiv mit zu) beauftragen, be-
jmdn., etwas interessieren, Interesse zeigen): auch Wettkampf stellen: die Sportler aus Südafrika tre- jmdm. bekommen, erhalten; die passende A. fehlen: ich habe ihn angewiesen, die Sache sofort
im Alter nahm, zeigte er lebhaften A. an der Poli- ten nicht an; die deutsche Fußballmannschaft finden; auf alles eine A. wissen, haben; die A. auf zu erledigen; er ist angewiesen, uns sofort zu ver-
tik. b) (Mitgefühl, Anteilnahme für jmdn., etwas muß gegen die englische a. c) sich zu etwas ir- eine Frage schuldig bleiben, verweigern; seine ständigen. 3. (geh.) (jmdn. a.) anleiten: den Lehr-
zeigen): ich nehme [aufrichtigen, herzlichen] A. gendwo einfinden: wann tritt der Neue an?; zur A. bei sich behalten; sich (Dativ) eine A. ling bei der Arbeit, den Schüler im Unterricht a.;
an Ihrem schweren Verlust; er zeigte keinerlei A. Schicht a.; wir sind pünktlich zum Dienst ange- überlegen, zurechtlegen; es bedarf keiner A.; auf er weist den Neuen an. 4. (etwas a.) a) überwei-
an ihr, an ihrem Geschick. treten. 5. (etwas a.) sich zu etwas anschicken; mil A. warten; sich mit einer A. begnügen; nach sen: weisen Sie das Geld bitte durch die Post an;
Anteilnahme, die: 1. Beteiligung: die Beisetzung etwas, mit der Ubernahme, der Ausführung von et- einer A. suchen; er ist um eine A. nie verlegen. * ich habe ihm die gewünschte Summe angewie-
fand unter starker A. der Bevölkerung statt. 2. was beginnen: eine Reise, einen Flug, die Rück- [jmdm.] keine Antwort schuldig bleiben (nicht um sen. b) die Auszahlung von etwas veranlassen: das
innere Beteiligung, Mitgefühl: er zeigte aufrich- fahrt, den Heimweg, den Urlaub a.; er hat sein eine Antwort verlegen sein). Gehalt, ein Honorar a.
tige, innige, starke A. an ihrem Unglück; jmdm. fünfzigstes Lebensjahr angetreten (geh.); die Re- antworten: erwidern, auf eine Frage Auskunft Anweisung, die: 1. Zuweisung: auf die A. eines
seine A. (sein Beileid) aussprechen; sie verfolgten gierung, jmds. Nachfolge a. (auszuüben begin- erteilen: auf eine Anfrage umgehend, unverzüg- Bettes in der Klinik warten. 2. Anordnung, Be-
das Geschehen mit lebhafter A.; er war voller A. nen); er hat sein Erbe, sein Vermächtnis angetre- lich, schriftlich, zustimmend, ablehnend, nicht a. fehl: eine strenge A.; die letzten, nötigen Anwei-
Antenne, die: Vorrichtung zum Empfang oder zur ten (übernommen); eine Strafe a. (abzubüßen be- ; der Wahrheit gemäß, mit Ja oder Nein a.; ich sungen geben, erteilen; eine A. genau befolgen;
Ausstrahlung von Sendungen des Rundfunks, ginnen); einen Dienst, eine Stellung, seine Lehr- kann darauf nicht a.; (jmdm. a.) er hat ihm sie haben A., uns gut zu behandeln; auf A. des
Fernsehens o. ä.: eine A. auf dem Dach haben; zeit a. (aufnehmen); er will das Amt nicht a. (nicht freundlich, bereitwillig, unbefangen, verlegen, Ministeriums ... 3. Anleitung: eine A. ist dem Ge-
die A. erden. * (ugs.:) eine A. für etwas haben ( übernehmen). 6. (Sprachw.) (etwas tritt an etwas barsch geantwortet; antworte mir auf meine rät beigefügt; die ausführliche A. lesen, studie-
Gefühl, Gespür für etwas haben, etwas voraus- an) etwas tritt zu etwas hinzu: die Endung tritt an Frage!; (etwas a.) was hat er auf deine Frage ge- ren. 4. a) Uberweisung: um A. des Geldes auf das
ahnen). den Stamm an. antwortet?; sie antwortete etwas Unverständli- Bankkonto bitten. b) Anordnung zur Auszahlung:
Antlitz, das (geh.): Gesicht: ein edles A.; sie ver- Antrieb, der: 1. bewegende Kraft, Triebkraft: ches; ü b e r t r . : sie antwortete darauf mit einem die A. des Honorars, des Gehalts erfolgt fünf
barg, verhüllte, wandte ihr A. ab. diese Maschine hat elektrischen A.; den A. [ vielsagenden Blick, mit Achselzucken. Tage vor Monatsende. c) (Bank) Anweisungsauf-
Antrag, der: 1. a) Forderung, Gesuch: ein form- durch Riemen) übertragen; den A. (Antriebsmo- anvertrauen: 1. (jmdm., einer Sache jmdn., trag: eine A. auf/über 3 000 Mark ausstellen, aus-
loser, schriftlicher A.; einen A. auf ( n i c h t : um tor) drosseln, hemmen. 2. Anlaß, Impuls: ich fühle sich, etwas a.) vertrauensvoll übergeben, überlas- schreiben.
oder nach) Fahrpreisermäßigung stellen; einen nicht den geringsten A., mich zu rechtfertigen; sen: einer Persönlichkeit die Leitung des Unter- anwenden: 1. <etwas a . > für einen Zweck nutz-
A. einreichen, billigen, ablehnen; dem A. wurde der Erfolg gab ihm neuen A.; das wird den nehmens a.; ich habe ihm meine ganze Barschaft bar machen; gebrauchen: eine Technik richtig,
nicht stattgegeben (Papierdt.). b) Antragsformu- Verhandlungen neuen A. geben; aus eigenem A. anvertraut; sein Leben, sein Schicksal Gott a.; falsch, verkehrt, geschickt a.; eine Therapie, ein
lar: ich muß mir einen A. besorgen; Anträge gibt (von sich aus) handeln, etwas tun. wir haben uns seiner Führung anvertraut; bildl . [Heil]mittel, ein vereinfachtes Verfahren a.; die
es am Schalter 4. 2. zur Abstimmung eingereichter antrinken: 1. (gewöhnlich im 2. Part.) nicht aus- : sie vertrauten seine sterbliche Hülle der Erde Polizei mußte Gewalt a.; sie wandten/(auch:)
Entwurf, Vorschlag: der A. geht durch; einen A. trinken: den Wein nur a.; angetrunkene Bierfla- an (geh.; setzten ihn bei). 2. a) (jmdm. etwas a . > wendeten eine List an; wir haben viel Fleiß,
einbringen, zurückziehen, unterstützen, fallen- schen, Gläser. 2. (sich (Dativ) etwas a.) sich durch vertrauensvoll mitteilen: jmdm. ein Geheimnis, Mühe angewandt/(auch:) angewendet; a d j .
lassen, zum Beschluß erheben; auf A. des Se- Trinken verschaffen: sich einen Rausch a.; er hat seine Pläne [unter dem Siegel der Verschwiegen- P a r t . : praktisch verwertet: angewandte Mathe-
nats ...; für, gegen einen A. stimmen; über einen sich Mut angetrunken; a d j . P a r t . : leicht betrun- heit] a.; ich vertraue dir meine Entdeckung an/ ( matik, Chemie. 2. (etwas auf jmdn., auf etwas a.>
A. abstimmen. 3. (veraltend) Heiratsantrag: ei- ken: in angetrunkenem Zustand; der Fahrer war selten:) ich anvertraue dir meine Entdeckung. b) in Beziehung setzen, übertragen: ein Zitat auf ei-
nem Mädchen einen A. machen; viele Anträge angetrunken. * (ugs.:) sich (Dativ) einen antrinken (sich jmdm. a.) sich vertrauensvoll offenbaren: nen Menschen a.; einen Paragraphen auf einen
bekommen; sie nahm seinen A. an. (trinken, bis man einen Rausch hat). sich seinen Eltern, dem Pfarrer a. Fall a.; wir haben diese Prinzipien auf die Wirt-
antragen (geh.) (jmdm. etwas a.>: anbieten: antun /vgl. angetan/: 1. (jmdm., sich etwas a.> a) anwachsen (etwas wächst an): 1. a) etwas wächst schaft angewandt/(auch:) angewendet.
jmdm. ein Amt, den Vorsitz a.; er hat mir seine zuteil werden lassen, erweisen: einem Menschen fest: die transplantierte Haut ist angewachsen. b) Anwendung, die: 1. Gebrauch, Verwendung: bei
Dienste, seine Hilfe, das Du angetragen. Gutes, eine Wohltat a.; ich möchte mir auch et- etwas schlägt Wurzeln: die Bäume sind gut richtiger A. dieses Verfahrens ...; auf die A. von
antreffen (jmdn., etwas a.): vorfinden: jmdn. was Gutes a. (mir etwas gönnen); sie taten ihm die angewachsen. 2. etwas nimmt stetig zu: die Gewalt verzichten. 2. das In-Beziehung-Setzen,
nicht an seinem Platz, zu Hause, in seinem Zim- Ehre an und salutierten; tu mir die Liebe an (sei Bevölkerung, der Verkehr wächst an; seine Übertragung: die A. dieser Bestimmung auf
mer a.; ich habe ihn ganz verändert angetroffen; so lieb) und komm nicht so spät nach Hause! b) Schulden wuchsen sehr an. Ausländer ist nicht möglich. 3. therapeutische
die Situation, die ich antraf, ... zufügen: einem Menschen Böses, Schande, Anwalt, der: 1. Rechtsanwalt: zwei bekannte Maßnahme, Heilbehandlung bes. im Rahmen einer
antreiben: 1. a) (ein Tier a.> vorwärts treiben: Unrecht, ein Leid a.; das wirst du mir doch nicht Anwälte; sich als A. niederlassen; ich habe mir Kur: Sie bekommen noch drei Anwendungen,
die Pferde [mit der Peitsche] a. b) (jmdn. a.) an- a.! (ugs.; das wirst du doch wohl nicht tun!); tu dir einen A. genommen; er hat sich bei der Verhand- haben morgen Ihre letzte A.; der Arzt verschrieb
stacheln, zu höherer Leistung zwingen: die Posten keinen Zwang an! (ugs.; sei ganz ungeniert, mach lung von seinem A., durch seinen A. vertreten ihr noch einmal sechs Anwendungen. * (Papierdt.
treiben die Kriegsgefangenen [bei der Arbeit] an; es dir bequem!). 2. (veraltend) (es jmdm. a.) jmdn. lassen. 2. Verfechter, Fürsprecher: ein glühender :) etwas in/zur Anwendung bringen (anwenden) -
er hat uns zu immer größerer Eile angetrieben. c) anziehen, in seinen Bann zwingen, bezaubern: A. sozialer Reformen; als A. einer guten Sache (Papierdt.:) etwas kommt, gelangt zur
(etwas treibt jmdn. an> etwas bringt, beflügelt seine Sprache, sein Klavierspiel, sein Aussehen auftreten; er machte sich zum A. der Armen. Anwendung (etwas wird angewendet).
jmdn. zu etwas: die Neugier trieb ihn an, den tat es ihr an; sie hat es ihm mit ihren Liedern an- anwandeln (geh.) (etwas wandelt jmdn. an): et- anwesend: sich aus einem gegebenen Anlaß an
Raum zu betreten. 2. (etwas a . ) in Bewegung set- getan. 3. a) (ugs. landsch.) (etwas a.> anziehen: sie was erfaßt, befällt jmdn.: Ekel, Langeweile, eine einem bestimmten Ort befindend: alle anwesen-den
zen und halten: das Wasser treibt die Turbine an; hatte einen seidenen Hausanzug angetan; (jmdm. Laune wandelte ihn an; ein Gefühl der Entmuti- Personen; persönlich, selbst a. sein; der Chef ist
die Drehbank wird elektrisch, durch einen Motor , sich etwas a.) ich tu mir noch schnell die Jacke gung hatte sie angewandelt. nicht a.; s u b s t . : verehrte Anwesende (nicht:
angetrieben. 3. a) (etwas treibt jmdn., etwas an) an. b) (geh.) (jmdn., sich a.; mit Artangabe) in Anwandlung, die: plötzlich auftretendes Gefühl, Anwesenden)! /Begrüßungsanrede/; alle Anwe-
etwas schwemmt etwas an: die Wellen treiben die bestimmter Weise kleiden: sie hatte sich festlich, rasch verfliegende Stimmung: eine sentimentale senden; Anwesende ausgenommen (dieAnwesen-
Quallen [ans/am Ufer] an. b) angeschwemmt wer- mit einem neuen Kleid angetan. * (verhüll.:) sich A.; eine A. von Furcht, Heimweh überkam ihn; den sind nicht gemeint).
den, herantreiben: Wolken sind von Westen an- (Dativ) etwas antun (Selbstmord begehen). ihn befiel eine A. von Reue; sonderbare An- Anwesenheit, die: 1. das Zugegensein: jmds. A.
getrieben; Eisschollen treiben ans Ufer an; eine Antwort, die: Erlviderung, Entgegnung: eine wandlungen haben (sich merkwürdig benehmen); vermissen; die A. aller Teilnehmer feststellen;
Leiche ist angetrieben. höfliche, scharfe, bissige, freche, witzige, schlag- einer plötzlichen A. folgend ... jmdn. mit seiner A. erfreuen, beehren; bei, wäh-
antreten: 1. (etwas a . ) festtreten: die Erde, den fertige, kurze, falsche, dumme, kluge, auswei- Anwärter, der: aussichtsreicher Bewerber: A. rend meiner A. in Berlin; in A. der Königin. 2.
auf einen Posten, auf eine Medaille sein.
anwehen: 1. (geh.) (etwas weht jmdn. an) etwas
weht gegen jmdn.: ein kühler Hauch wehte ihn
anwidern 76 Arbeit
77
Vorhandensein: die A. eines Metalls, von Sauer- anzetteln (etwas a.): etwas Böses vorbereiten und anzünden (etwas a.>: zum Brennen bringen: ein reizen, wecken, stillen, befriedigen; frische Luft
macht, gibt A. [auf/(veraltend:) nach etwas]; den
stoff in einem Gas feststellen. ins Werk setzen: eine Schlägerei, eine Ver- Streichholz, eine Kerze, das (ins Brand stecken); A. verlieren; die Gäste brachten einen gesegne-
anwidern (jmdn. a.): zuwider sein, jmds. Ekel schwörung, einen Putsch a. ein Feuer r an; ein
er-regen: dieser Mensch, sein Anblick widert anziehen: I. a) (etwas a.> an sich, an den Körper (jmdm., sich etwas a.> sich eine Zigarette a. ten A. mit (ugs.); jmdm. den A. verderben; die
mich an; er fühlte sich von dem Treiben heranziehen: ein Bein, die Knie a.; mit fest ange- anzweifeln (etwas a.): nicht recht glauben, in Süßigkeiten haben mir den A. verlegt; etwas mit
angewidert. Anzahl, die: a) gewisse Zahl, zogenem Kinn. b) an sich ziehen: der Frage stellen: die Glaubwürdigkeit eines Zeugen A. essen; er aß ohne rechten A.; gesegneten A.!,
gewisse Menge: eine beträchtliche, große, Magnetstab zieht Eisenspäne an; Metall zieht a.; er hat die Echtheit des Bildes angezweifelt. guten A.! /Wunschformeln beim Essen/; R: der
unbedeutende A.; eine A. kostbare den Blitz an; das Salz zieht die Feuchtigkeit an apart: eigenartig und [angenehm] auffallend, A. kommt beim Essen; ü b e r t r . : ich habe A. (
Gegenstände/kostbarer Gegen-stände; er hat mit (saugt sie in sich auf); die Butter hat den Geruch reizvoll: ein apartes Aussehen, Gesicht; das Verlangen) nach Meeresluft; damit hat er uns A.
einer A. Abgeordneter/Abgeordneten von Seife an-gezogen (angenommen); (auch ohne Kleid ist sehr a.; das Mädchen sieht a. aus. gemacht auf eine solche Reise.
gesprochen; eine A. Schrauben lag/ (auch:) Akk.) die Lebensmittel ziehen an (nehmen den Apfel, der: a) Frucht des Apfelbaums: ein grüner, [ appetitlich: a) appetitanregend, zum Essen ver-
lagen im Kasten. b) [Gesamt]zahl: die A. der Geschmack, den Geruch von etwas an). c) <jmdn., un]reifer, rotbäckiger, saurer, wurmstichiger, lockend: a. angerichtete Speisen; die Wurst sieht
Teilnehmer, der Tage, Stunden. etwas a.> in den Bann ziehen, anlocken: er fühlte kandierter A.; dieser Apfel schmeckt gut; Äpfel nicht sehr a. aus. b) sauber, hygienisch: etwas a.
anzahlen (etwas a.): a) als ersten Teilbetrag sich von dem Fremden angezogen; die pflücken, [vom Baum] schütteln; einen A. schä- verpacken; ü b e r t r . : eine nicht sehr a. (nicht sehr
zah-/en: die Hälfte, 100 Mark a.; wieviel hat der Ausstellung, der Wettkampf hat viele Besucher len, mit der Schale essen, reiben; bildl.: ihm ist sauber) aussehende Person.
Kunde angezahlt? b) den ersten Teilbetrag für et- angezogen; adj. P a r t . : reizvoll: ein anziehendes der Erfolg wie ein reifer A. in den Schoß gefal- applaudieren: Beifall klatschen: lebhaft, begei-
was zahlen: die neuen Möbel a. Äußeres; das Mädchen ist sehr anziehend. 2. ( len; R: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm ( stert a.; das Publikum applaudierte dankbar für
Anzahlung, die: Zahlung des ersten Teilbetra- etwas a.) a) straffer spannen: die Zügel a.; er zog jmd. ist in den [negativen]Anlagen den Eltern sehr die Zugabe; (jmdm., einer Sache a.> man applau-
ges: eine A. leisten; etwas gegen eine kleine A., zwei Saiten leicht an. b) festziehen: eine ähnlich). b) Apfelbaum: die Äpfel blühen bereits. dierte ihm freundlich.
ohne A. kaufen, bekommen. Schraube a.; ich habe vergessen, die * Apfel mit Birnen vergleichen; Apfel mit Birnen Applaus, der: Beifall: ein stürmischer, don-
anzapfen: a) (etwas a.) eine Flüssigkeit aus etwas Handbremse anzuziehen; bildi.: der Staat hat zusammenzählen/addieren (Unvereinbares nernder, frenetischer, stehender (bei dem die Ap-
[zapfend] entnehmen, gewinnen: ein Faß a.; die Steuerschraube angezogen (erhebt Steuern). 3. zusammenbringen) • (ugs.:) für einen Apfel und plaudierenden sich von Ihren Plätzen erheben) A.
Bäume zur Harzgewinnung a.; (auch ohne Akk.) (ugs. landsch.) (etwas a.> bis auf einen Spalt ein Ei (sehr, viel zu billig): ich habe das Fahrrad ; der A. setzt ein, bricht los, verebbt, verrauscht;
der Wirt hat frisch angezapft (angestochen). b) ( schließen: die Tür a.; er hatte das Gartentor nur für einen A. und ein Ei gekauft, verkauft • in den A. bekommen, erhalten; es gab begeisterten A.
etwas a.) sich zum Abhören heimlich in etwas angezogen. 4. a) zu ziehen beginnen, sich in sauren Apfel beißen [müssen] (etwas für die Künstler.
einschalten: eine Leitung, einen Draht a. c) (ugs.) Bewegung setzen: die Pferde ziehen an; der Zug Unangenehmes notgedrungen tun) [müssen]). April, der: vierter Monat des Jahres: der unbe-
(jmdn. a.> von jmdm. Geld leihen: er wollte mich zog an und verließ langsam die Station. b) ( Apparat, der: 1. a) technisches Gerät, das be- ständige, wetterwendische, launische A.; heute
wieder a., hat mich [um 50 Mark] angezapft. veraltend) anrücken: das feindliche Heer zog stimmte Funktionen erfüllt: ein komplizierter A.; ist der erste A.; A., A.! /Ausruf, wenn man jeman-
Anzeichen, das: a) Vorzeichen: A. eines nahen- an. c) (Brettspiele) den ersten Zug aus-führen, der A. läuft; Apparate bauen, konstruieren, ein- den in den April geschickt hat/; veränderlich wie
den Gewitters, eines drohenden Krieges; es gibt das Spiel beginnen: Weiß zieht an, hat an-gezogen. schalten, abschalten, ausschalten. b) Telefonap- der A.; Anfang, Ende A.; im Laufe des Monats A.
keine Anzeichen für eine Krise; bei den ersten 5. a) (jmdn., sich a.> die Kleidung anlegen: sich parat: der A. klingelt, bleibt stumm; jmdn. am A. , des April[s]. * jmdn. in den April schicken (am 1.
Anzeichen (Symptomen) zum Arzt gehen; wenn warm, ordentlich, sportlich, standesgemäß, nur verlangen, an den A. holen; an den A. kommen, April mit etwas zum besten halten).
nicht alle Anzeichen täuschen, trügen, so wird notdürftig, sommerlich a.; die Mutter zog das gehen; am A. sein; bleiben Sie bitte am A.! c) Ra Äquivalent, das (geh.): Gegenwert, Ausgleich: das
bald eine Besserung eintreten. b) Zeichen, Merk- Kind an; ich bin schon fertig angezogen; sauber, dio: der A. spielt nicht mehr; den A. einschalten, war ein ungenügendes, angemessenes, kein A. für
mal: A. von Reue erkennen lassen; bei dem ge- altmodisch, zu leicht angezogen sein (gekleidet andrehen, auf Zimmerlautstärke stellen. d) Ra- seine große Mühe; ein A. finden, fordern; er bot
ringsten A. des Widerstands ... sein); eine elegant angezogene (gekleidete) Frau. sierapparat: mein A. ist kaputt; den A. nach der ihm als A. dafür die Benutzung seiner Ga-rage; es
Anzeige, die: 1. Meldung an eine Behörde: eine b) (etwas a.> über den Körper streifen, anlegen, Rasur säubern; eine neue Klinge in den A. einle- gibt für dieses englische Wort kein A. (kein
anonyme A.; bei der Staatsanwaltschaft ist eine umtun: den Mantel, das Kleid, die Ho-sen, die gen. e) Fotoapparat: ein guter, teurer A.; er macht entsprechendes Wort) im Deutschen.
A. eingegangen; eine A. verfolgen, niederschla- Schuhe a.; die Mütze, den Hut a. (ugs. landsch.; mit seinem einfachen A. die schönsten Bilder. 2. Ära, die: Zeitabschnitt, Epoche, [Amts]zeit: eine
gen; A. [wegen einer Sache] machen (jmdn. aufsetzen); ich habe nichts anzuziehen; (jmdm., a) Menschen und Hilfsmittel, die für eine be- neue Ä. zieht herauf, bricht an; die Wilhelmini-
anzeigen); wir haben gegen ihn bei der Polizei sich etwas a.) dem Kind frische Wäsche a. 6. ( stimmte größere Aufgabe benötigt werden: den sche A. (die Regierungszeit Kaiser Wilhelms I I ) ;
A. er-stattet (ihn angezeigt); er drohte mir mit Kaufmannsspr.) (etwas zieht an> etwas steigt (im ganzen A. der Verwaltung, des Gerichts, der Di- die A. der Eleonora Duse, Adolf Hitlers; die A.
einer A. Preis): die Preise, die Aktien ziehen an; plomatie in Bewegung setzen; Wagners Opern Adenauer ist vorbei; eine A. einleiten.
2. a) gedruckte Bekanntgabe eines privaten Ereig- Baumwolle hat angezogen. 7. a) (etwas zieht an; erfordern einen umständlichen szenischen A. b) Arbeit, die: 1. a) Tätigkeit, einzelne Verrichtung,
nisses: jmdm. eine A. schicken; wir haben die A. mit Artangabe) etwas beschleunigt in bestimmter (Fachspr.) Hilfsmittel (Bücher) für eine wissen- Ausführung eines Auftrages: eine leichte, schwere,
ihrer Vermählung erhalten. b) Inserat, Annonce: Weise: der Wagen zieht gut, schlecht an. b) ( schaftliche Arbeit: einen A. im Seminar auf- anstrengende, mühsame, interessante,
eine A. aufgeben, (Fachspr.:) schalten, in die Zei- Sport) das Tempo beschleunigen: der Europa- bauen; der kritische A. (Lesarten und Verbesse- qualifizierte, niedere, grobe, zeitraubende, lang-
tung setzen [lassen]; es hat sich niemand auf die meister zog gleich vom Start weg energisch an; rungen eines Textes). 3. (ugs.) etwas, was durch weilige, undankbare, notwendige, unnötige A.;
A. gemeldet. 3. a) ablesbarer Stand: die A. eines (etwas a.) einen Spurt a. (zu spurten beginnen). B. ( seine Größe oder Ausgefallenheit Staunen erregt: die Arbeiten ruhen, stocken, können beginnen;
Meßinstruments; auf die A. der Ergebnisse war- veraltend) (jmdn., etwas a.> zitieren: einen Au- ist das ein A.!; diese Birnen sind tolle Apparate! die A. am Staudamm geht voran, vorwärts; diese
ten. b) Anlage, die etwas anzeigt: die elektrische tor, eine Stelle a. Appell, der: 1. (militär.) [Antreten zur] Befehls- A. geht mir gut, leicht, schwer von der Hand;
A. funktioniert nicht, ist ausgefallen; die Zeiten Anzug, der: 1. aus Hose und Jacke bestehendes ausgabe, Überprüfung o. ä.: einen A. ansetzen, diese A. erfüllt ihn, gefällt ihm, sagt ihm zu,
des Endlaufs erscheinen auf der A. * (Papierdt.:) Kleidungsstück: ein eleganter, schäbiger, flotter, abhalten; zum A. antreten. 2. [mahnender] Auf- macht ihm Spaß, paßt ihm nicht, schmeckt (ugs.)
jmdn., etwas zur Anzeige bringen (anzeigen). sportlicher, zweireihiger, einfarbiger, karierter ruf, Aufforderung: ein beschwörender A. zur Ein- ihm nicht; die A. wächst uns über den Kopf,
anzeigen /vgl. angezeigt/: 1. (etwas zeigt etwas A.; der neue A. sitzt gut, steht mir gut; einen A. heit; einen A. an die Öffentlichkeit richten; der kommt nicht vom Fleck, bleibt liegen; die A.
an) etwas zeigt etwas, gibt den Stand von etwas an: von der Stange (einen Konfektionsanzug) kaufen; A. darf nicht ungehört verhallen. läuft uns nicht davon (scherzh.; wir brauchen uns
die Uhr zeigt fünf Minuten nach neun an; das ich habe mir einen A. bestellt, nach Maß anferti-
a ppellieren (an jmdn., an etwas a.): sich mit ei- nicht damit zu beeilen); das ist keine A. für eine
Barometer zeigte schönes Wetter an. 2. (jmdn., gen lassen; einen A. anprobieren, ändern lassen; nem Appel/ an jmdn. wenden: an die Bevölkerung, Frau; diese A. erfordert einen ganzen Mann; eine
etwas a.> einer Behörde melden, Strafanzeige er- den besten A. anziehen, tragen; er hat, besitzt an jeden einzelnen, an das Gewissen der ganzen W A. planen, anordnen, verteilen, vergeben,
statten: einen rücksichtslosen Autofahrer a.; sie mehrere Anzüge; er kam im dunklen A. 2. Be- elt, an jmds. Ehrgefühl, an die Vernunft a. überwachen, beaufsichtigen, leiten, organisieren,
haben den Diebstahl bei der Polizei angezeigt. schleunigungsvermögen: der Sportwagen hat ei-
A PPetit, der: Eßlust: der A. ist mir vergangen; übernehmen, fortführen, fortsetzen, ausführen,
3. (etwas a.): a) durch Anzeige bekanntgeben: nen kraftvollen A.; das Auto ist schlecht im A. r der A. des Kranken ist schlecht; jmdm. vergeht verrichten, bewältigen, beenden, abschließen,
seine Verlobung, die Geburt eines Kindes a.; der im Anzug sein (sich nähern): der Feind ist im A.; der A. (er hat plötzlich aus einem bestimmten Gr ablehnen, abbrechen, unterbrechen, auf-, hinaus-
Verlag hat die neuen Bücher angezeigt. b) mittei- ein Gewitter war im A.; Gefahr ist im A. (droht). und keinen ,Appetit mehr); bei dieser Vorstel- schieben; sie scheut keine A.; wir erledigen alle
vorkommenden Arbeiten; er hat seine A. ge-
len, ankündigen: die Sprengung durch ein Signal
a.; (jmdm. etwas a.) der Trainer zeigt der Mann-
anzüglich: 1. auf etwas Unangenehmes anspie-
lend: anzügliche Bemerkungen; werde nur nicht
bbekommen
kgokann einem der A. vergehen; A. [auf etwas]
haben; ich habe einen guten, schafft, liederlich gemacht; ich kann noch A. ab-
schaft an, daß noch zehn Minuten zu spielen a.!; er lächelte a. 2. zweideutig, anstößig: er er- gesunden, kräftigen, unbändigen A.; den A. geben (ich habe viel zu tun); man muß sich (Dativ)
sind; er hat uns seinen Besuch angezeigt (geh.; zählte anzügliche Witze, Geschichten. anregen,
sich zu einem Besuch angemeldet).
arbeiten 78 arm
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aus Bronze, in Marmor. ganze/gründliche Ar- tet leise, ruhig, gleichmäßig; die Anlage arbeitet kriegen; das gibt unnötigen A.; den A. hättest du
die A. einteilen; das Gerät erleichtert mir sehr die beit leisten, tun, (ugs.:) machen (etwas — meist dir ersparen können; mach ... [bloß] keinen A.!
A.; jmdm. eine A. geben, anvertrauen, übertra- vollautomatisch; das Herz des Patienten arbeitet ärgerlich: 1. voll Verdruß, verärgert, aufge-
gatives — so gründlich tun, daß nichts mehr zu tun
gen, zuweisen, abnehmen; sich einer A. widmen, übrigbleibt): die Einbrecher hatten ganze A. ge- normal; Teig Holztar(geht auf); beitt nochr (ist bracht: ein ärgerlicher Blick, Zuruf; er war,
er geht der A. aus dem Wege (arbeitet nicht gern); macht (hatten alles verwüstet, alles Wertvolle mit- Wein wurde sehr ä.; (auf/über jmdn., etwas ä. sein/
die Früchte der A. genießen; zu Hause liegt noch genommen o. ä.) . etwas in Arbeit geben (etwas an- werden) sie ist ä. auf mich; er war über den Miß-
ein ganzer Berg [mit] A.; an die A. gehen; er noch erfolg ä. (deswegen verärgert); ä. antworten, fort-
fertigen, machen lassen) . etwas in Arbeit nehmen
machte sich an die A.; Freude an der A. haben; (mit derAnfertigung beginnen) , etwas ist in Arbeit ar- gehen. 2. mißlich, unerfreulich, unangenehm: ein
jmdn. aus der A. herausreißen; bei einer A. sein; (an etwas wird gerade gearbeitet) • etwas in Arbeit beitet tet ( (g ); das ärgerlicher Vorfall; das ist eine ganz ärgerliche
sich in die A. stürzen, hineinknien; er vertieft haben (an etwas zur Zeit arbeiten) • jmdn. in Ar- nicht trocken, verzieht sich). 4. (etwas arbeitet in Sache, Geschichte; es ist ä., daß ...; s u b s t . : das
sich in seine A., flüchtet sich in seine A.; mit ei- beit nehmen (jmdn. einstellen) • [bei jmdm.l in jmdm.) etwas beschäftigt jmdn., macht ihm zu Ärgerliche an/bei der Sache ist, daß ...
ner A. beginnen, gut vorankommen, im Rück- Arbeit sein, stehen ([bei jmdm.] beschäftigt, schaffen: die Kränkung arbeitete heftig in ihr; er ärgern: 1. (jmdn. a . ) ärgerlich machen, aufbrin-
stand sein, fertig sein; ich bin mit A. überhäuft, angestellt sein) • Arbeit und Brot ( beobachtete, wie es in ihm arbeitete. 5. (Sport) gen: er hat mich mit seiner Bemerkung, mit sei-
eingedeckt; sich nicht nach einer A. drängen, rei- Erwerbsmöglichkeit) trainieren, die Leistungsfähigkeit steigern: mit den nem Verhalten sehr geärgert; das hat er nur ge-
ßen (ugs.); über einer A. sitzen, schwitzen (ugs.), (geh.:) von seiner Hände Arbeit leben (sich seinen Hanteln, am Sandsack a.; Spitzensportler müs- tan, um mich zu ä.; es ärgert mich, daß ...; jmdn.
von der A. aufblicken, ausruhen; ich bin von die- Lebensunterhalt selbst verdienen) - nur halbe Ar- sen hart a. 6. a) (sich a.; mit Artangabe> durch Ar- krank, zu Tode, ins Grab ä.; ihn ärgert die Fliege
ser A. freigestellt; sich vor A. nicht retten kön- beit machen (etwas nur unvollkommen ausführen). beit, durch körperliche Anstrengung in einen an der Wand (jede Kleinigkeit); die Jungen ärger-
nen; er drückte sich (ugs.) vor der A. b) das Arbei- arbeiten: 1. a) Arbeit leisten, tätig sein: fleißig, be-stimmten Zustand gelangen: sich warm, müde ten (reizten, neckten) den Hund. 2. (sich ä.) ärger-
ten, Schaffen, Beschäftigtsein mit etwas: die kör- emsig, flink, zügig, zielstrebig, angestrengt, kon- a.; seine Mutter hat sich krank gearbeitet. b) (sich lich, verstimmt sein: sich furchtbar, maßlos, sehr
perliche, geistige A.; eine entsagungsvolle, harte, zentriert, unermüdlich, hart, fieberhaft, mit (Dativ) etwas a.; mit Artangabe) so arbeiten, daß ä.; sich krank, zu Tode ä.; ich ärgere mich, daß ...
schöpferische A.; die A. fällt ihm schwer, wird Hochdruck, verbissen, lange, sorgfältig, gewis- ein Körperteil in einen bestimmten Zustand gerät: ; ich habe mich über ihn, über mich selbst, über
ihm sauer; die Maschinen ersetzen oft die senhaft, sauber, gut, nachlässig, liederlich, ehren- sich die Hände blutig a.; ich habe mir den Rük- den Fehler geärgert. * (ugs.:) sich schwarz/ grün
menschliche A.; das Parlament hat gute A. gelei- amtlich, körperlich, geistig, g e m a.; er hat den ken lahm gearbeitet. 7. (sich a.; mit Rauman- und blau/gelb und grün ärgern (sich sehr är-gern).
stet; er hat viel A. (mu[J viel arbeiten); seine A. ganzen Tag bis in die Nacht hinein, zeitlebens ge- gabe) einen Weg [zu einem Ziel] mühevoll zurück- Argernis, das: Unannehmlichkeit: a) etwas Ar-
tun, machen (so arbeiten, wie es sich gehört); sich ( arbeitet; seine Frau arbeitet nicht (übt keinen Be- legen: sich durch das Gebüsch a.; sie arbeiten sich gerliches. Anstößiges: dieser ständige Lärm ist ein
Dativ) die A. leichtmachen; der hat die A. auch ruf aus); als Kellner, als Schweißer a.; er arbeitet immer tiefer in den Schacht; ü b e r t r . : sich in die A. für die Anwohner; sein Verhalten erregt A. bei
nicht erfunden (scherzh.; er faulenzt gern); die am Schreibtisch, am Fließband, auf dem Bau, bei Höhe, nach oben a. (sich wirtschaftlich, sozial vielen; R e c h t s w . : Erregung öffentlichen Är-
Arbeiter gingen wieder an die A.; jmdm. bei der der Bahn, in einer Fabrik a.; wir arbeiten in drei hocharbeiten). B. (etwas a.) herstellen, anfertigen: gernisses (Verletzung des sittlichen Gefühls). b) Ar-
A. helfen; er mußte mit der A. aufhören; R: nach Schichten, im Akkord, acht Stunden am Tag; er ein Kostüm nach Maß, auf Taille a.; ein Gefäß in ger, Unannehmlichkeit: die kleinen Argernisse des
getaner A. ist gut ruh[e]n • kein Freund von [der] arbeitet für zwei (sehr viel); ich arbeite nur für/ge- Ton, in Silber a. Alltags; berufliche, private Ärgernisse.
A. sein (ugs.; nicht gern arbeiten); ü b e r t r . : das gen gute Bezahlung; er arbeitet für den Rund- Arbeiter, der: a) jmd., der körperlich oder geistig arglos (geh.): a) harmlos, ohne Arg: eine ganz
Herz nimmt seine A. wieder auf. c) beschwerliche funk; mit den Händen, mit dem Kopf a.; er ar- tätig ist: er ist ein gewissenhafter, langsamer A. arglose Bemerkung; er fragte ihn völlig a. nach
Arbeit, Anstrengung, Mühe: das war eine ziemli- beitet mit meinem Geld; nach einem bestimmten b) Arbeitnehmer, der überwiegend körperliche Ar- seiner Frau. b) nichts Böses ahnend: das Kind
che A.; sich [mit, durch etwas] A. machen; Gäste System a.; um Lohn a.; unter Tarif (zu billig) a.; beit leistet: ein ungelernter, qualifizierter A.; die folgte a. dem Fremden.
machen, bereiten, verursachen immer A.; mit er arbeitet unter ihm (ist ihm unterstellt); er arbei- Arbeiter streiken; neue Arbeiter einstellen; die Argument, das: Beweis[grund]: ein schwerwie-
jmdm., einer Sache viel A. haben; damit haben tet wie ein Pferd (ugs.), wie ein Wilder (ugs.); das Arbeiter am Gewinn beteiligen; Arbeiter freistel- gendes, [durch]schlagendes, scharfsinniges A.;
wir nur die halbe A. d) Berufsausübung, Erwerbs- Ministerium arbeitet von ... bis ...; das Büro, die len, umsetzen, entlassen; er vertritt die Interessen dieses A. überzeugt mich nicht, leuchtet mir nicht
tätigkeit: eine erträgliche, unterbezahlte A.; A. Börse arbeitet heute nicht; s u b s t . : an selbstän- der Arbeiter. ein; das A. ist unwiderleglich, unhaltbar; das ist
suchen, finden, bekommen, sich (Dativ) ver- diges Arbeiten gewöhnt sein; ü b e r t r . : sein Geld arbeitsam (geh. veraltend): a) fleißig und tüch- doch kein A.! (kein Grund für etwas Bestimmtes);
schaffen; seine A. aufgeben, hinschmeißen (ugs.) a. lassen (es gewinnbringend anlegen); (an etwas a. tig: ein arbeitsamer Mensch; dieses Volk ist sehr Argumente für/gegen etwas finden, anführen,
, verlieren; die A. wurde eingestellt, nieder- ) mit [der Herstellung von] etwas beschäftigt sein: a. b) von Arbeit erfüllt: ein arbeitsames Leben. vorbringen, geltend machen, ins Feld führen (geh.
gelegt, wiederaufgenommen; A. haben (nicht ar- an einem Roman, an einer Erfindung a.; an seiner arbeitslos: ohne Arbeitsplatz: arbeitslose Ju- ); etwas als A. gebrauchen; jmds. Argumente
beitslos sein); keine A. haben (arbeitslos sein); un- Karriere a. (etwas für seine Karriere tun); (an sich gendliche; a. werden, sein; die Stillegung der Ze- gelten lassen, widerlegen, entkräften; ich machte
sere Firma hat A. (hat Aufträge); das Arbeitsamt (Dativ) a.) sich um seine Weiterentwicklung che machte viele a. mir seine Argumente zu eigen.
vermittelt Arbeitsuchenden A.; der Meister gab bemühen: er muß noch viel an sich a.; die arg: 1. (geh.) schlimm, übel, böse: es war eine Argusaugen (geh.) (in der Verbindung) mit Ar-
ihm A. in seinem Betrieb; er nahm A. bei ihm; sie Sportler haben an sich gearbeitet; (für etwas a.) arge Zeit; das ist dann doch zu a.!; das Schicksal gusaugen: mit Aufmerksamkeit und Skepsis: eine
will sich (Dativ) wieder eine A. suchen; einer [ge- sich für etwas einsetzen: für eine bessere Zukunft, hat ihm a. mitgespielt; etwas noch ärger machen, Entwicklung mit A. verfolgen, beobachten; mit
regelten] A. nachgehen (berufstätig sein); jeder für den Frieden a.; (etwas arbeitet für jmdn., für als es schon ist; subst.: an nichts Arges denken; A. über etwas wachen.
Mensch hat das Recht auf A.; auf A. gehen (ugs.) etwas> die Zeit arbeitet für uns, für die Sache (die nichts Arges im Sinn haben; wir haben das Ärg- Argwohn, der (geh.): Mißtrauen, Verdacht: A.
; er geht in seiner A. ganz auf; sich nach A. verstreichende Zeit bewirkt eine günstige ste verhüten können. 2. (südd., österr., schweiz.) steigt in jmdm. auf; A. schöpfen, [gegen jmdn.]
erkundigen, umsehen (ugs.); ohne A. sein (ar- Entwicklung); (gegen jmdn., gegen etwas a.) zu a) unangenehm groß, stark, heftig: eine arge Ent- hegen, haben; jmds. A. zerstreuen; etwas [er]
beitslos sein); er kam von der A.; zur A. gehen, schaden suchen: gegen seinen Vorgesetzten a.; er täuschung; ein arger Spötter; ein arges Ge- weckt A. bei jmdm.; er betrachtete sie mit A.
fahren; R: erst die A., dann das Vergnügen 2. ( hat gegen das Regime gearbeitet; (mit etwas a.> dränge. b) sehr: es ist a. warm; er ist noch a. jung; argwöhnen (geh.) (etwas a.): befürchten, miß-
Sport) Training: die A. am Sandsack, mit der zur Erreichung eines Zieles anwenden: mit unlau- es sind a. viele Fehler; a. schwitzen; er hat sich a. trauisch vermuten: er argwöhnte eine Falle; er
Hantel; er beobachtete die A. an den Geräten. 3. teren Mitteln, mit allen Tricks a.; (über jmdn., gefreut. * etwas liegt im argen (etwas befindet sich hatte zunächst geargwöhnt, daß ...
Werk, Erzeugnis: eine schöne, ausgezeichnete, über etwas a.) sich mit jmdm., mit etwas befassen [ in Unordnung): unsere Politik liegt im a. argwöhnisch (geh.): mißtrauisch: ein argwöh-
gewissenhafte, sorgfältige, fleißige, grundle- und darüber schreiben]: er arbeitet über Brecht, Arg (geh. veraltend): (meist verneint in bestimm- nischer Blick; etwas a. beobachten; jmdn. a. mu-
gende, bahnbrechende A.; eine frühe A. dieses über den Expressionismus; (zu etwas a.> einen ten Wendungen) ohne Arg sein (ohne Falschheit, stern; er wurde a. gegen ihn; seine schlechten Er-
Künstlers; seine A. zeigt viele Schwächen, ent- Beitrag zu etwas liefern: er arbeitet zum Wohle Boshaftigkeit sein) - es ist kein Arg an/in jmdm. ( fahrungen hatten ihn a. gemacht.
hält viele Fehler; seine Arbeiten erregten Aufse- der Menschheit. b) (es arbeitet sich; mit Art- jmd. ist ohne Falschheit, Boshaftigkeit) - kein Arg arm: 1. a) mittellos, ohne genügend Geld: eine
hen; diese A. kann sich sehen lassen; die jungen angabe und Umstandsangabe) man kann in be- an etwas finden (nichts Böses an jmdm. finden). arme Familie; ein armer Schlucker (ugs.); ein ar-
Künstler stellen ihre Arbeiten aus; eine wissen- stimmter Weise arbeiten: es arbeitet sich gut in Arger, der: a) Verdruß, Unwille: berechtigter, auf mes Land (ohne Ressourcen); sie waren a., aber
schaftliche A. schreiben, abschließen, veröffent- diesem Betrieb, mit diesem Apparat. 2. (mit Art- gespeicherter A.; sein A. ließ nach, verflog; das glücklich; (ugs. scherzh.:) er war damals arm wie
lichen; der Lehrer sammelte die Arbeiten ein, gab angabe) alle Kräfte aufbieten, gegen etwas anzu- ist sein stiller, ständiger A.; seinen A. unter- eine Kirchenmaus (hatte kein Geld); (ugs.:) seit
uns die Arbeiten zurück; die schriftlichen kommen suchen: er arbeitet mächtig, um über die seine Frau nicht mehr da ist, ist er a. dran (geht es
Arbeiten korrigieren; der Lehrer läßt eine A. ( Mauer zu kommen; das Schiff arbeitet schwer in
drücken, verbergeugs.), (n, anhinj untem. drschlucken
ihm schlecht); ihre Verschwendungssucht hat ihn
Klassenarbeit) schreiben; eine keramische A.; das der Dünung. 3. (etwas arbeitet) etwas ist in Be- auslassen, ; in Asich
Tablett ist eine venezianische A.; eine edle A. trieb, in Funktion, in Bewegung: der Motor arbei-
hineinfressen m . [bei jmdm., mit
etwas] erregen; er machte seinem A. Luft, vor A.
platzen (ugs.), krank werden, s chwarz werden (
ugs.); zu seinem Ä. war alles umsonst. b)
Unannehmlichkeit, Ärgernis: der tägliche,
häusliche, berufliche A.; viel A. [mit jmdm.,
Arm 80 Atem
81
a. gemacht.; s u b s t . : Arm und Reich (die Armen jmdm., einer Sache in die Arme werfen (sich strenger verschärfter A.; eine Stunde A. (Nachsit-
und die Reichen); die Ärmsten der Armen; R ( sich an einen A. wenden; er schickte (veraltend),
jmdm., einer Sache ganz ergeben) . (ugs.:) jmdm. zen) haben; in/im A. sein, sitzen. 2. (Rechtsw.) verlangte nach dem A.; zum A. gehen. ärztlich:
ugs.): es trifft ja keinen Armen (er hat genug in die Arme laufen (jmdm. zufällig begegnen) Beschlagnahme: auf jmds. Vermögen A. legen;
Geld, so daß es ihn nicht so hart trifft). b) (a. an et- den Arzt betreffend; ... des Arztes, vom Arzt: eine
jmdn. jmdm., einer Sache in die Arme treiben etwas unter A. stellen,Wesemit An:. dasbelegen. ärztliche Untersuchung, Verordnung; er mußte
was sein) wenig von etwas haben, enthalten: die (bewirken, daß jmd. auf die Gegenseite tritt, sich ei- prt, die: 1. Eigenart, ist so seine A., nun einmal
Früchte sind a. an Vitaminen; sein Dasein war a. sich in ärztliche Behandlung begeben; er ist in
ner Sache ergibt) . jmdn. mit offenen Armen auf- seine A.; sie hat eine frische, leb-hafte, vornehme ärztlicher Behandlung; ein ärztliches Gutachten;
an Freude (war freudlos). c) (um jmdn., etwas är- nehmen/(geh.:) empfangen (jmdn. gern bei sich A.; ein Mensch dieser A., von solcher A. wird
mer sein/werden) jmdn., etwas verloren haben, die ärztliche Schweigepflicht; (geh.) ärztliche
aufnehmen, freudig willkommen heißen) . (veral- das gar nicht empfinden; das liegt in seiner A. 2. [ Hilfe in Anspruch nehmen müssen; der ärztliche
verlieren: wir sind um eine Illusion ärmer [gewor- tend:) per Arm gehen (eingehakt gehen) . (ugs.:) Verfahrens-, Handlungs-, Verhaltensweise: eine
den]. 2. (geh.) kümmerlich, unbefriedigend: ein ar- Beruf; für ärztliche Bemühungen liquidiere ich ..
jmdm. Imit etwas] unter die Arme greifen (jmdm. in höfliche, aufreizende, nette, merkwürdige A.; .; alle ärztliche Kunst war vergebens; sich ä.
mer Boden; um das auszudrücken, ist unsere einer Notlage helfen). diese A. stößt mich ab; das ist die beste, billigste,
Sprache zu a. 3. elend, bedauernswert: das arme behandeln, untersuchen lassen; das Prä-parat wird
Armee, die: 1. a) Heer, Streitkräfte: eine starke, einfachste A., sein Ziel zu er-reichen; seine A. zu ä. empfohlen.
Kind, Ding (ugs.); er ist ein armes Schwein (ugs.; schlagkräftige A.; eine A. aufstellen; die Mobil- leben gefiel ihr; er hat eine unangenehme A.,
bedauernswerter Mensch); quäl doch nicht das As, das: I. /eine Spielkarte/: alle Asse haben; den
machung der A. anordnen; der A. angehören; in Fragen zu stellen; auf geheimnisvolle A. König mit dem A. nehmen. 2. (ugs.) der Beste,
arme Tier!; s u b s t . : du Armer!; der Ärmste, was die A. eintreten; bei der A. sein. b) Heereseinheit, verschwinden; er hat es auf die richtige A. (
hat er [nicht] dulden müssen! * (veraltend:) arm Spitzenkönner: er ist das A. unter den Mode-
großer Truppenverband: die siegreiche A.; eine A. richtig) angefangen; auf die eine oder andere A. [ fotografen; der Mittelstürmer ist das A. seiner
und reich (alle Menschen ohne Unterschied). einkesseln, aufreiben, vernichten. 2. große An- und Weise] (so oder so); auf diese, irgendeine,
Arm, der: a) bes. zum Greifen und Halten die- Mannschaft; er ist ein A. in Mathematik. 3. (Ten-
zahl: eine A. eifriger/(selten:) eifrige Helfer alle mögliche, keine A.; er malt in der A. (im Stil) nis) unerreichbarer plazierter Aufschlag: ein A.
nende Gliedmaße: kräftige, starke, dicke, runde, stand/standen bereit; eine A. von Obern. von Picasso/in der A. Picassos; er schimpfte, daß
fleischige, behaarte, sehnige, muskulöse, lange schlagen; er servierte ihm ein A. * (ugs.:) ein As
Ärmel, der: den Arm bedeckendes Teil eines Klei- es [nur so] eine A. hatte (ugs.; tüchtig). 3. auf der Baßgeige sein (clever sein).
Arme; sein linker A. ist steif; die Arme erlahmen dungsstückes: ein langer, kurzer, weiter, ange- Verhalten, Benehmen: er hat keine A.; das ist
[vom Tragen], sinken, fallen [schlaff, müde] Asche, die: staubig pulveriger Rückstand eines
schnittener A.; die Armel einsetzen, kürzen, ei- doch keine A. [und Weise]!; was ist denn das für verbrannten Stoffes: graue, weiße, heiße A.; die
herab; die Arme aufstützen, ausstrecken, hoch- nen Zentimeter auslassen; die Arme] hochstrei- eine A.? (was soll das?); ist das [vielleicht] eine A.
halten, heben, hochreißen, fallen lassen, öffnen ( A. glüht noch; die A. [der Zigarre/von der Zi-
fen, hochschieben, umschlagen, hoch-, aufkrem- ? (gehört sich das?). 4. Gattung, Sorte: alle Arten garre] abstreifen; das Feuer glimmt unter der A.;
geh.), weit auf halten, ausbreiten, verschränken, [ peln, er zupfte, packte ihn am Ärmel; ein Kleid von Tulpen; diese A. stirbt bald aus; Anti-
über der Brust] kreuzen, anwinkeln; sie stemmte etwas zerfällt zu A.; * (meist scherzh.:) sich (Da-
mit Ärmeln, ohne Armel. * (ugs.:) [sich (Dativ)] quitäten aller A.; er ist ein Verbrecher übelster A. tiv) Asche aufs Haupt streuen (demütig bereuen) (
die Arme in die Hüften; jmds. A. nehmen (jmdn. etwas aus dem Ärmel, aus den Ärmeln schütteln ; jede A. von Gewaltanwendung ablehnen; einzig
unterhaken); (geh.) jmdm. den A. geben, reichen, geh.:) wie ein Phönix aus der Asche steigen/erste-
(etwas mit Leichtigkeit schaffen) . (ugs.:) [sich ( in seiner A. dastehen, sein; R: A. läßt nicht von A. hen (verjüngt, neubelebt wieder erstehen).
bieten, damit er sich einhaken kann; sie nahm Dativ)] die Ärmel hochkrempeln (sich anschicken, (besondere Charaktereigenschaften der El-tern
seinen A.; er schob seinen A. unter ihren; er legte Ast, der: 1. stärkerer Zweig eines Baumes: ein
bei einer Arbeit tüchtig zuzupacken). werden weitervererbt).* etwas, das ist nicht die dicker, knorriger A.; den A. eines Obstbaums ab-
seinen A. um ihre Schulter; sie schlang ihre Arme ärmlich: dürftig, kümmerlich: ärmliche Klei- feine [englische] Art (ist nicht fair, nicht ehren-
um seinen Hals; keinen A. frei haben (sehr be- stützen; ein Eichhörnchen hüpft von A. zu A.;
dung; in ärmlichen Verhältnissen leben; sie wa- haft) - nach Art (jmdm. entsprechend, wie es bei Med.: die Äste einer Arterie; M a t h . : die Äste
packt sein); beide Arme voll haben (sehr bepackt ren A. gekleidet; ä. wohnen. jmdm. üblich ist): nach Schweizer A.; Eintopf
sein); jmdm. den A. umdrehen (ugs.); er hat sich einer Parabel. 2. Stelle im Holz, an der früher ein
armselig: 1. sehr arm, elend; dürftig, kümmer- nach A. des Hauses - eine Art [von] (etwas Ähnli- Ast gewachsen ist: dieses Brett hat viele Aste. 3. (
(Dativ) den A. gebrochen, verrenkt, ausgekugelt; lich: eine armselige Mahlzeit; ein armseliges Ho- ches wie): eine A. italienischer Salat/(geh.:) italie-
dem Verunglückten mußte der rechte A. abge- ugs. landsch.) a) Rücken: den Rucksack auf den
tel; a. wirken, aussehen, leben. 2. als unzurei- nischen Salats/von italienischem Salat • aus der
nommen werden; den A. bandagieren, schienen, A. nehmen. b) krummer, verwachsener Rücken: ei-
chend empfunden: armselige Ausflüchte; die Art schlagen (anders als die übrigen nen A. haben, bekommen. * (ugs.:) einen Ast
abbinden; den A. in der Schlinge tragen (geh.); an armseligen paar Mark. Familienangehörigen sein) • in jmds. Art schlagen
jmds. A. gehen (untergehakt bei jmdm. gehen); sie durchsägen (laut schnarchen) . auf dem absteigen-
Armut, die: 1. das Armsein, Mittellosigkeit: tiefe, (einem seiner Verwandten ähneln). den Ast sein/sich befinden: a) (in schlechte
hing an seinem Arm; eine Dame am A. führen ( drückende A.; es herrschte bittere A. im Land; es artig: 1. folgsam, gut erzogen: artige Kinder; die
geh. veraltend); er nahm ihn am/beim A. und zog Lebensverhältnisse geraten). b) (in seinen
gibt eine neue (es gibt wieder) A.; in A. geraten; Mutter ermahnt die Kinder, a. zu sein; sich a. Leistungen nachlassen) . (ugs.:) sich (Dativ) einen
ihn beiseite; das Kind auf den A. nehmen, auf sie lebten, starben in bitterer A. 2. Dürftigkeit, verhalten. 2. (geh. veraltend) höflich, galant: mit
dem A. haben, tragen; sie löste (geh.), riß sich aus Ast lachen (sehr lachen) - den Ast absägen, auf
Kümmerlichkeit: diese Schrift verrät A. an Ge- artiger Verbeugung; jmdn. a. begrüßen. dem man sitzt (sich selbst schaden, sich seiner
seinen Armen und lief fort; jmdn. im A., in den danken, zeigt A. des Ausdrucks; die A. (der Man- Artikel, der: 1. Aufsatz, schriftlicher Beitrag: ein
Armen halten; jmdn. in die Arme nehmen, Lebensgrundlage berauben).
gel) eines Landes an Bodenschätzen. langer, interessanter A.; einen A. über etwas asten (ugs.): 1. sich sehr anstrengen: wir haben
schließen (geh.); sie sanken sich in die Arme, la- Armutszeugnis (nur in bestimmten Wendungen) schreiben; ich habe einen A. abgefaßt; in dem A.
gen sich gerührt in den Armen; sie gingen A. in ganz schön a. müssen. 2. (etwas a.; mit Rauman-
etwas ist ein A. für jmdn. (etwas beweist jmds. steht, daß ... 2. Abschnitt: A. I der Verfassung; gabe) etwas Schweres mit Mühe irgendwohin
A. (eingehakt); mit den Armen in der Luft herum- Unfähigkeit) . jmdm., sich (Dativ), einer Sache mit dieser A. besagt, daß ... 3. (Sprachw.) Geschlechts-
fuchteln (ugs.); er ruderte mit den Armen; sie schaffen: das Klavier in den 3. Stock a.
etwas ein A. ausstellen (jmdn., sich, etwas als wort: der bestimmte, unbestimmte A.; dieses Asyl, das: 1. Unterkunft für Menschen, die kein
kam mit einem A. voll Holz herein; den Mantel unfähig in bezug auf etwas hinstellen): eine Substantiv steht immer ohne A. 4. Handelsgegen-
über den A. nehmen, über dem A. tragen; er Heim haben: ein A. für Obdachlose; in einem A.
Regierung, die zu solchen Mitteln greift, stellt stand, Ware: ein gängiger, billiger A.; dieser A. übernachten. 2. Aufenthaltsrecht, das ein Staat ei-
preßte die Mappe unter den Arm; b i l d l . : der sich ein A. aus; damit stellst du dir ein A. aus. ist sehr gefragt, ist ausverkauft, geht nicht.
Baum breitet seine Arme (geh.; Aste) aus; der A. nem Flüchtling gewährt: er bat um politisches A.;
arrangieren: 1. (etwas a.> bewerkstelligen, orga- Arznei, die (veraltend): Medikament, Medizin: jmdm. A. geben, bieten, gewähren; A. beantragen,
des Gesetzes reicht weit; ü b e r t r . : Armartiges, nisieren: ein Fest, ein Treffen a.; er hatte eine eine A. anfertigen; jmdm. eine A. verschreiben,
Armförmiges: ein Kronleuchter mit acht Armen; erhalten; sich um A. bewerben; um A. nach-
Begegnung arrangiert; die Sache wird sich a. verordnen; seine A. einnehmen, schlucken; eine suchen.
der A. des Wegweisers zeigt in die falsche Rich- lassen. 2. (etwas a.) künstlerisch anordnen, A. gegen, für (ugs.) den Husten; die Kasse ersetzt
tung; die Arme (Fangkörperteile) des Polypen b) Atem, der: 1. das Atmen, Atmung: kurzer,
zusammenstellen, gestalten: Blumen, den alle Arzneien (Medikamente) und Sonderleistun- schneller, schwacher, keuchender A.; der A. setzt
Nebenlauf eines Flusses: ein toter (nicht weiterfüh Tischschmuck geschmackvoll, wirkungsvoll a. 3. gen; iibe rtr.: das ist eine bittere, heilsame A. (
render) A. des Rheins. c) (ugs.) Armel: ein Kleid aus, steht still, geht stoßweise, pfeifend, rasselnd;
(sich [mit jmdm., mit etwas] a.> sich trotz Lehre) für ihn. * die bittere A. schlucken müssen ( ihm stockte der A.; sein A. flog (geh.), so war er
mit kurzem, halbem, angeschnittenem A. * einen gegensätzlicher Stand-punkte einigen, eine mit etwas Unangenehmem fertig werden müssen).
langen/den längeren Arm haben (weitreichenden/ gelaufen. 2. ein- und ausgeatmete Luft: warmer,
Ubereinkunft treffen: wir ha-ben uns mit den Arzt, der: jmd., der nach dem Medizinstudium die dampfender, frischer A.; ihr A. riecht übel; [tief] A.
weiter reichenden Einfluß haben) . jmds. verlän- Vertretern der Gewerkschaften arrangiert; die staatliche Erlaubnis erhalten hat, Kranke zu be-ha
gerter A. sein (für einen anderen agieren, ihm holen; A. schöpfen (geh.); er hielt einige Au-
beiden haben sich [miteinander] arrangiert; du ndeln: ein praktischer A.; der leitende, dienst-ha genblicke den A. an; die Angst preßte, schnürte ihr
beiten) • (ugs.:) jmdn. am steifen Arm verhungern mußt dich [mit den Verhältnissen] a. 4. (Musik) ( bende, behandelnde A.; der A. hat einen Infarkt f
lassen (unnachgiebig sein) . (ugs.:) jmdn. auf den den A. ab; das Tempo benahm (geh.), verschlug,
etwas a.) ein Musikstück für andere Instrumente estgestellt, diagnostiziert (geh.); er arbeitet als A. raubte ihr den A.; außer A. kommen, geraten (geh.
Arm nehmen (jmdn. zum besten haben) . jmdm. in einrichten; instrumentieren: ein Stück [für eine Big ; den A. aufsuchen, holen, rufen [lassen], fragen,
den Arm fallen (imdn. an etwas hindern) . sich ), sein; die Frau rang nach A.; er kam allmählich
Band] a.; Lieder a. zu Rate ziehen (geh.), konsultieren (geh.); wieder zu A.; (ugs.:) da bleibt einem
Arrest, der: I . (früher) Heft: leichter, mittlerer,
atemberaubend 82 aufbauen
83
der A. weg! (da wundert man sich!). * (geh.:) Atem ten wurde ein A. verübt; ein A. verhindern, verei- bens-, Tätigkeitsbereich an/: er ist a. (in) seinem
teln; der Diktator fiel einem A. zum Opfer. * ( braucht 10 Liter auf 100 Kilometer. 7. <mit Akk.;
holen/schöpfen (eine Pause machen, um neue Zimmer; er ist a. der Universität (ist Student), zur Herstellung einer Beziehung) a. etwas achten,
Kraft zu schöpfen) einen langen Atem haben; den ugs. scherzh.:) ein Attentat auf jmdn. vorhaben ( noch a. der Schule (ist noch Schüler); die Anträge
jmdn. um einen Gefallen bitten wollen). sich a. etwas freuen; er ist böse a. mich; jeder hat
längeren Atem haben (es lange, länger als der gibt es a. (in, bei) der Post, a. dem Einwohnermel- das Recht a. Arbeit. ff. (Adverb; gewöhnlich im-
Gegner aushalten) • etwas verschlägt jmdm. den Attest, das: ärztliche Bescheinigung über einen
Krankheitsfall: ein A. benötigen, vorlegen; der perativisch oder elliptisch) 1. a) in die Höhe, nach
Atem (etwas macht jmdn. sprachlos) . jmdm. geht deamt; /gibt : tdie T Inahme ant: a. einer Hoch- oben: a.! (aufstehen!); Sprung a., marsch, marsch!
der Atem aus (/md. ist mit seiner Kraft, Arzt schreibt ein A. aus. zeit, zeieg a. einem Empfang, a. einem Fest sein; a. Pa-
attraktiv: a) reizvoll; anziehend durch sein an- /militär. Kommando/. b) los!, vorwärts!: a. zur
wirtschaftlich am Ende) . jmdn., etwas in Atem trouille sein; a. [der] Wanderschaft sein; er ist a. nächsten Stelle!; a., ans Werk!; a. geht's. 2. offen,
halten (in Spannung halten, nicht zur Ruhe sprechendesAußeres: ein attraktives Außeres; sie Urlaub, a. Besuch bei uns; er wurde a. (bei, wäh-
ist eine ausgesprochen attraktive Frau; sie ist geöffnet: Augen a. im Straßenverkehr!; Tür a.! (
kommen lassen) . in einem/im selben/im gleichen rend) der Jagd erschossen; der Dirigent starb a. ( aufmachen!). • auf und davon ([schnell] fort) . auf
Atem ([fast] gleich-zeitig): diese beiden Dinge sehr a., sieht sehr a. aus; ü b e r t r . : sie spielen at- bei, während) der Probe. b) <mit Akk.; zur An-
traktiven Fußball. b) einen Anreiz bietend: attrak- und ab: a) (nach oben und wieder nach unten). b)
kannst du doch nicht in einem A. nennen • gabe der Richtung) sich a. die Couch, auf den (hin und her) . auf und nieder: a) (auf und ab). b)
wieder zu Atem kommen (wieder zur Ruhe tive Bezahlung; ein Angebot nicht a. finden; das Boden legen; sich a. eine Bank setzen; die Vase
Gehalt ist wenig, nicht besonders a.; etwas für (veraltend:) (hin und her).
kommen). a. den Schrank stellen; sie hängt die Wäsche a. aufarbeiten <etwas a.>: 1. (Liegengebliebenes)
atemberaubend, (auch:) atemraubend: den jmdm. a., attraktiver machen. die Leine; jmdm. a, die Füße treten; a. den Markt
ätzen: 1. (etwas ä.> durch Säure o. ä. zerstören, erledigen, bewältigen: einen Stoß Briefe, Akten,
Atem nehmend, ungewöhnlich erregend: eine gehen; aufs Land ziehen; die Fischer fahren aufs die Korrespondenz a.; hast du alles aufgearbei-
atemberaubende Spannung; ein atemberauben- entfernen: Wundränder mit Höllenstein ä. 2. (et- Meer hinaus; er geht a. die Wand zu; der Läufer
was ätzt> (von Säuren, Laugen o. ä.) zerfressend tet? 2. erneuern, auffrischen: alte Kleider, Möbel,
des (sehr großes) Tempo; die Kunststücke der schiebt sich auf den 3. Platz vor; der Abstand hat Polster a. 3. geistig, kritisch verarbeiten: einen
Artisten waren a. wirken: die Salzsäure ätzt; a d j . P a r t . : ätzende sich a. 10 Meter verringert; der Umsatz ist a. das
Chemikalien; ätzender (beißender) Rauch; Konflikt, die Vergangenheit a.; dieses heikle
atemlos: 1. außer Atem: sie kamen a. auf dem Dreifache gestiegen; /gibt die Richtung in einem Thema muß noch aufgearbeitet werden.
Bahnhof an. 2. voller Spannung, Erregung: eine ü b e r t r . : ätzender Spott; eine ätzende Satire; et- Raum, in einem Seins-, Geschehens-, Tätigkeits-
was ist ätzend, sieht ätzend aus (ugs.; ist verab- aufatmen: 1. einmal tief hörbar atmen: merk-
atemlose Stille; a. lauschen. 3. schnell: ein atem- bereich an/: er geht a. (in) sein Zimmer; seine lich, befreit a. 2. erleichtert sein: erleichtert a.;
loses Tempo; in atemloser Folge. scheuenswert, sieht widerwärtig aus). 3. (etwas ä.; Tochter geht a. die Universität, noch a. die
mit Raumangabe) einätzen: etwas in, auf die ich werde a., wenn alles vorüber ist; nach
Atemzug, der: das Einziehen [und Ausstoßen] des Schule; jmdn. a. die (zur) Wache schleppen; diesem Sieg kann die Mannschaft erst einmal a.
Atems: tiefe, ruhige Atemzüge; er zögerte einen Kupferplatte ä. jmdn. a. die (zur) Post schicken; er hat sein Geld
auch: I. <Adverb> 1. ebenfalls, genauso: du bist a. Aufbau, der: 1. das Aufbauen: der A. der Tribü-
A. lang. «(geh.:) bis zum letzten Atemzug (bis zum a. (zur) die Bank gebracht; /gibt die Hinwendung nen; der A. der durch Bomber zerstörten Innen-
Tod) . im nächsten Atemzug (gleich danach) • in so, a. einer von denen; ich bin a. nur ein Mensch ( zur Teilnahme, den Antritt an!: a. eine Hochzeit,
mehr kann ich auch nicht tun); das wird ihm a. stadt; der A. von Mannheim nach dem Krieg;
einem/im selben/im gleichen Atemzug ([fast] a. einen Ball gehen; a. eine Tagung fahren; er den wirtschaftlichen A., den A. der Wirtschaft
gleichzeitig). nichts helfen; a. gut (damit bin ich ebenfalls ein- geht morgen a. Urlaub, a. Jagd. c) (mit Akk.; zur
verstanden); alle schwiegen, a. der Fahrer sprach beschleunigen; am, beim A. mitarbeiten; etwas
atmen: 1. Luft einziehen und ausstoßen: leicht, Angabe der Entfernung) a. 100 Meter (in einer ist noch im A. begriffen. 2. das Aufgebaute: ein
tief, schwer, mühsam a.; der Kranke hatte unre- kein Wort. 2. außerdem, überdies, im übrigen: ich Entfernung von 100 Metern); die Explosion war a.
kann nicht, ich will a. nicht; ich hatte a. [noch] turmartiger, kastenförmiger A.; Bauw.: aufge-
gelmäßig geatmet; durch den Mund, durch die 2 Kilometer Entfernung zu hören. 2. /zeitlich/ a) stockter Gebäudeteil; S c h i f f b a u : Bauteile, die
Nase a.; wir wagten [vor Angst] kaumau a.; der die Kosten zu zahlen. 3. selbst, sogar: a. die klein- (ugs. landsch.) (mit Akk.; zur Angabe des Zeit-
ste Freude wird einem verdorben; das habe ich sich über dem Hauptdeck befinden: die weißen
Verunglückte atmet (lebt) noch; solange ich noch punkts> a. den Abend (am Abend) Gäste bekom- Aufbauten des Schiffes glänzten in der Sonne. 3.
atme (geh.; lebe), ... 2. (etwas a.) einatmen: Ge- mir a. im Traum nicht einfallen lassen; er lebte men; a. Weihnachten (Weihnachten) verreisen
bescheiden, a. als er Geld hatte; er gab mir a. Gliederung, Art der Anlage, Bau: der musikali-
stank und Abgase a. müssen; er atmete gierig die wir; das Taxi ist a. (für) 16 Uhr bestellt; die Sit- sche, dramaturgische A.; man kann den [inneren]
frische Nachtluft. 3. <etwas atmet sich; mit Art- nicht (nicht einmal) einen Pfennig. II. (Ge- zung ist auf (für) Freitag, den 2. Mai, anberaumt;
sprächspartikel) I. /drückt gefühlsmäßige Anteil- A. eines Atoms durch ein Modell darstellen.
angabe> sich in bestimmter Weise atmen lassen: a. bald!; a. morgen! /Grußformeln/. b) (mit Akk.; aufbauen: 1. (etwas a.) a) (aus Einzelteilen) zu-
die Luft atmet sich schwer; (es atmet sich; mit nahme, Arger, Verwunderung o.ä. aus/: du bist zur Angabe der Zeitspanne) a. drei Jahre (drei
aber a. dumm!; warum stehst du a. hier herum?; sammenfügen, errichten: Zelte, Baracken a.; Bu-
Art- und Umstandsangabe) in dieser Luft, im Ge- Jahre lang); a. Jahre [hinaus] versorgt sein; a. Le den auf dem Marktplatz a.; die Kameras wurden
birge atmet es sich viel leichter. 4. (geh.) (etwas der ist a. überall dabei! 2. tatsächlich, wirklich, benszeit; a. ein paar Tage verreisen; /in
natürlich: sie sah krank aus, und sie war es a.; er für die Übertragung aufgebaut. b) Zerstörtes neu
atmet etwas) etwas strömt etwas aus, ist von etwas Verbindung mit einem Zweck/: zu jmdm. a. eine errichten, wiedererstehen lassen: die zerstörten
erfüllt: alles ringsum atmet Freude. r (geh.:) [wie- wartete auf einen Brief, der dann a. am Vormittag Tasse Kaffee gehen; er brachte zwei Kollegen
eintraf. 3. /drückt in einem Fragesatz Zweifel, Gebäude, Städte wurden wieder aufgebaut. c) an
der( frei atmen können (sich [wieder] sicher, a. ein Glas Bier mit. c) (mit Akk.; zur Angabe einer bestimmten Stelle aufstellen, arrangieren:
nicht [mehr] unterdrückt fühlen). Unsicherheit o. ä. aus/: darf ich es a. glauben?; des Über-gangs, des Nacheinanders, der
ist es a. warm genug? 4. a) /verallgemeinernd in Geschenke [auf dem Tisch] a.; ein kaltes Büfett
Atmosphäre, die: I. Lufthülle der Erde: die A. Aufeinander-folge) von Minute a. (zu) Minute a.; den Gabentisch a. (die Geschenke darauf an-
war mit Elektrizität geladen; das Gewitter hat die Verbindung mit Fragewörtern/: wer a. immer ... ( ändert sich das Bild; in der Nacht vom 4. auf den
jeder, der ...); was a. geschieht, ... (alles, was ge- ordnen). 2. <etwas a.> gestalten, schaffen, hervor-
A. gereinigt; Kohlendioxyd an die A. abgeben; 5. September; a. (nach) Regen folgt Sonne. d) bringen: einen Vortrag a.; ein Spionagenetz, eine
das Raumschiff tritt wieder in die A. ein 2. (von schieht, ...); wo er a. (überall, wo er) hinkommt, <mit Akk.; zwischen zwei gleichen
wird er jubelnd begrüßt; wie dem a. sei, ... (ob es Armee, eine Beziehung a.; <sich (Dativ) etwas a.>
Menschen erzeugte) Stimmung: eine gespannte, Substantiven zur Angabe der Wiederholung) ich habe mir eine neue Existenz aufgebaut. 3. a)
vergiftete, feindliche A.; es herrschte eine fro- falsch oder richtig ist, ...). b) /einräumend; in Ver- Welle a. Welle; es folgte Schlag a. Schlag. 3. (
bindung mit wenn und so oder wie!: er hat Angst, <etwas auf etwas a.> etwas als Grundlage, Voraus-
stige A.; eine A. des Vertrauens; die A. vergiften, mit Akk.; zur Angabe der Art und Weise) auf setzung für etwas nehmen: eine Theorie auf einer
auflockern. 3. Fluidum, eigenes Gepräge: dem wenn er auch das Gegenteil behauptet; sie war, solche, diese Weise; a. brutale Art; sich a.
wenn a. nicht krank, so doch völlig abgespannt; Annahme a.; die Anklage wurde auf diesem Gut-
Fest fehlte jede A.; eine A. von Behaglichkeit; deutsch unterhalten; a. Marken essen; a. leeren achten aufgebaut; alles ist auf Schwindel aufge-
die Kerzen verbreiten A.; die Stadt hat keine A.; es meldete sich niemand, sooft ich a. anrief; ( Magen Schnaps trinken; /vor dem Superlativ/:
ugs.:) wenn a.!; (das macht doch nichts!). baut. b) (etwas baut auf etwas auf) etwas fußt,
4. (Technik) /Maßeinheit für den Druck!: ein jmdn. a. das herzlichste (sehr herzlich) be-grüßen. gründet auf etwas: diese Lehre baut auf der Be-
Druck von 40 Atmosphären. auf /vgl. aufs/: I. (Präp. mit Dativ und Akk.> 1. 4. (mit Akk.; zur Angabe des Ziels, des Zwecks
/räumlich/ a) (mit Dativ; zur Angabe der Berüh- obachtung auf, daß ...; seine Darstellung der
Attacke, die: Angriff, den jmd. gegen einen an- oder Wunsches) die Mannschaft spielt a. Zeit; a. Epoche baut auf ganz neuen Quellen auf; auf diesen
deren, gegen andere führt: eine A. gegen die Re- rung von oben, der Lage) a. der Couch, a. dem jmds. Wohl, a. gute Zusammenarbeit an-stoßen;
Boden liegen; a. einer Bank sitzen; die Vase steht Grundkenntnissen kannst du a. c) (etwas baut sich
gierung; eine A. abwehren. eine Attacke gegen einen Aufsatz a. Fehler [hin] (im Hinblick auf auf etwas auf) etwas fußt, gründet sich auf etwas:
jmdn., gegen etwas reiten (sich scharf gegen jmdn., oben a. dem Schrank; die Wäsche hängt a. der Fehler) durchlesen; (fachspr.:) a. Hechte an-
Leine; der Zug fährt a. Gleis 6 ein, hält a. einer mein Plan baut sich auf folgenden Erwägungen
gegen etwas wenden). geln. 5. (mit Akk.; zur Angabe des Grundes, der auf. 4. (jmdn. a.) jmdn. fördern, auf eine Aufgabe
attackieren (jmdn., etwas a.): a) angreifen: er kleinen Station; a. dem Mond landen; a. dem Vor aussetzung) a. Veranlassung, Initiative von
Feld, a. dem Bau arbeiten; er lebt a. dem Lande; vorbereiten: einen Sanger, einen Sportler a.; die
wurde plötzlich von hinten attackiert. b) heftig sich a. ein Inserat melden; er ist a. meine Bitte Partei will ihn als Regierungschef a. 5. (etwas baut
kritisieren: die Regierung wurde von der Opposi- jmdm. a. der Straße, a. dem Markt begegnen; er (hin] zum Arzt gegangen. 6. (mit_ Akk.; zur An-
wurde auf den letzten Metern überholt; /gibt den sich auf) etwas entsteht, bildet sich: ein neues
tion scharf attackiert. gabe der bei der Aufteilung einer Menge zu- Hochdruckgebiet baut sich auf; dieser Stoff baut
Attentat, das: Mordanschlag: ein politisches A.; Aufenthalt in einem Raum, den Seins-, Gesche- grunde gelegten Einheit> a. jeden entfallen 100 M sich aus folgenden Elementen
ein A. vorbereiten, planen; auf den Präsiden- ark; 3 Eier auf 1 Pfund Mehl; der Wagen ver-
aufbäumen 84 85 auferlegen
sich etwas a.) ich mußte mir die Krawatte a. 2. (et- aufbrechen: 1. (etwas a.) a) gewaltsam öffnen:
auf (setzt sich aus ihnen zusammen). 6. (ugs.) a) ( was a.> hochbinden: Reben, die Heckenrosen a. 3. ( hatte sich fürchterlich aufgedonnert; eine aufge-
sich a.; mit Raum- oder Artangabe) sich ir- ugs. abwertend) (jmdm. etwas a.> weismachen: er donnerte Person.
gendwo, in einer bestimmten Haltung aufstellen: er die sen nd a.; auf; den
ein Schloß, die Tür,t ein Auto, einen Verkaufs-er brachdem aufdrängen: 1. (jmdm. etwas a.) nötigen, etwas
hat ihm eine Lüge aufgebunden; ich lasse mir Asphalt, den StStraßenbelagStemmei-sen se Preßluftbohrer
baute sich [drohend] vor ihm auf; sich der Größe diese Geschichte nicht a. a. b) (veraltend) [ohne Sorgfalt] öffnen: einen anzunehmen: jmdm. etwas zu essen, seine An-
nach a. b) (sich a.) strammstehen: die Ordonnanz aufblähen: 1. (etwas a.) [durch Gase] auftreiben. Brief a. c) (Jägerspr.) ausweiden: Wild a. 2. sichten a.; er hat mir seine Begleitung förmlich
baute sich auf und salutierte. durch Luft prall machen: Hülsenfrüchte blähen <etwas bricht auf> a) etwas bricht aus-einander, aufgedrängt. 2. (sich jmdm. a.) sich unaufgefor-
aufbäumen (sich a.): sich ruckartig hoch aufrich- den Leib auf; der Wind bläht die Segel auf.
öffnet sich: die Knospen brechen auf; die Wunde, dert zugesellen, seine Dienste anbieten: er drängt
ten: die Pferde bäumten sich auf; sich vor das Geschwür ist wieder aufgebrochen; die sich uns auf; allen Leuten hat er sich als Ratge-
ü b e r t r . : in unangemessener Weise vergrößern: Straßendecke war an verschiedenen Stellen
Schmerz a.; ü b e r t r . : sich auflehnen: sein Stolz den Beamtenapparat, eine Abteilung a. 2. (etwas aufgebrochen. b) (geh.) etwas tritt hervor, ist ber aufgedrängt; (auch ohne Dativ) ich will mich
bäumte sich auf; das Volk bäumte sich gegen sein bläht sich auf) wird prall: das Segel bläht sich auf. plötzlich da: ein Gegensatz war zwischen ihnen nicht a. 3. (etwas drängt sich jmdm. auf) etwas er-
Schicksal auf. aufgebrochen; in ihr brach eine Erinnerung, eine gibt sich für jmdn. zwangsläufig: ein Gedanke,
aufbauschen: 1. a) (etwas bauscht etwas auf) 3. (abwertend) (sich a.) sich wichtig tun: er bläht Sehnsucht auf. 3. einen Ort verlassen: in aller eine Ahnung drängte sich ihm auf; mir drängte
etwas bläht etwas auf: der Wind bauscht die Se- sich auf mit seinem Wissen. Frühe, heimlich, pünktlich, überstürzt a.; sie sind sich die Frage auf, ob er nur wegen des Geldes
aufblasen: 1. (etwas a.> durch Hineinblasen prall zu einer Expedition nach Afrika aufgebrochen.
gel auf. b) (etwas bauscht sich auf) etwas bläht
machen; anschwellen lassen: eine Tüte, einen aufbringen: 1. (etwas a.) beschaffen: das erfor- gekommen war; (häufig auch ohne Dativ> der
sich auf: die Segel, die Röcke bauschten sich auf. Luftballon, die Backen a. 2. (ugs. abwertend) ( derliche Geld, die notwendigen Mittel, die Ko- Verdacht drängt sich auf, daß ...
2. a) (etwas a.) einer Sache mehr Bedeutung bei- sich a.) sich wichtig tun: bias dich nicht so auf!;
sten für den Unterhalt a.; sie kann die Miete nicht aufdrehen: I. (etwas a.) a) durch Drehen öffnen:
messen, als ihr zukommt; übertreibend vergrößern: mehr a.; ü b e r t r . : Kraft, Energie, den Mut zu einen Verschluß, den Wasserhahn, die Ventile a.
ein aufgeblasener (eingebildeter) Kerl. etwas, den nötigen Humor a.; er hat das Ver-
etwas unnötig a.; den Vorfall zu einem Skandal a. aufbleiben: 1. (ugs.) (etwas bleibt aufl etwas ständnis dafür nicht aufgebracht. 2. (ugs.) (etwas b) lauter stellen: das Radio a. c) (südd., österr.)
b) (etwas bauscht sich auf> etwas nimmt unvor- bleibt offen: das Fenster soll nicht so lange a.; die a.) öffnen [können]: ich bringe die Tür, das an-, einschalten: das Licht, die Lampe a. d) (ugs.
hergesehene Ausmaße an: die Sache bauscht sich [ Schloß nicht auf. 3. (etwas a.) in Umlauf setzen: landsch.) aufziehen: ein Spielzeug a. 2. (ugs.) Gas
zu einer Krise] auf. Tür ist die ganze Nacht über aufgeblieben. ein Gerücht, eine Mode a.; wer hat denn nur die- geben, die Fahrt beschleunigen: auf der Autobahn
aufbegehren (geh.): sich auflehnen: dumpf a.; er 2. nicht zu Bett gehen: die halbe Nacht, bis 12 Uhr sen Schwindel aufgebracht? 4. a) (jmdn. a.> wü- mächtig, ordentlich, anständig a.; der Taxifahrer
a.; die Kinder durften noch a. (brauchten noch tend machen: der geringste Anlaß bringt ihn auf;
begehrte gegen sein Schicksal a.; niemand wagte nicht ins Bett zu gehen). er war darüber, durch diesen Vorfall sehr aufge- drehte auf; ü b e r t r . : das Tempo, die Leistung
[dagegen] aufzubegehren. aufblenden: 1. (etwas blendet auf) etwas scheint bracht. b) (jmdn. gegen jmdn. a.) aufwiegeln: man steigern: der Europameister dreht im Endspurt
aufbehalten (ugs.) (etwas a.): nicht abnehmen: brachte die Massen gegen die Regierung auf. 5. ( voll auf; in der zweiten Halbzeit hatte die Mann-
den Hut, die Brille a.; er behielt seine Mütze auf. mit voller Lichtstärke: die Scheinwerfer blenden Seemannsspr.) (etwas a.) kapern: feindliche schaft noch einmal aufgedreht. 3. (ugs.) in Stim-
aufbekommen (ugs.) (etwas a.): 1. öffnen [kön- auf. 2. (etwas a.) auf volle Lichtstärke, auf Fern- Schiffe a.; der Tanker wurde auf hoher See auf-
mung kommen: nach dem dritten Glas dreht er
licht einstellen: der Fahrer blendete das Fernlicht, gebracht. 6. (etwas a.) auf an etwas bringen: Far-
nen]: die Tür, eine Konservendose nicht a. die Scheinwerfer auf, raste mit aufgeblendeten ben a.; Creme auf das Gesicht a. (auftragen). mächtig auf; adj. P a r t . : sie ist heute sehr auf-
2. ganz aufessen [können]: das Kind bekommt die Scheinwerfern durch die Stadt; (ohne Akk.> der Aufbruch, der: 1. das Aufbrechen: ein eiliger, gedreht: (sehr angeregt, animiert). 4. (ugs.) (
Suppe nicht auf; ich habe alles aufbekommen. Wagen blendete auf (schaltete das Fernlicht ein). verspäteter A.; der A. zur Jagd vollzog sich rei- jmdm., sich etwas a.) die Haare auf Lockenwick-
3. (Hausaufgaben) zur Erledigung bekommen: die 3. (Fot.) ([etwas] a.> durch Größerstellen der bungslos; den A. verschieben; im A. begriffen ler wickeln: sie dreht sich die Haare auf.
Schüler haben für morgen nichts aufbekommen. Blende den Eintritt des Lichtes vergrößern: stär- sein; wir befanden uns im A.; zum A. rüsten, d aufdringlich: sich aufdrängend, lästig: eine
aufbereiten (etwas a.): 1. für eine [weitere] Ver- ker, auf Blende 4 a. 4. (Film) a) ([etwas] a.> eine ängen, mahnen; er gab das Zeichen zum A. aufdringliche Person; ein aufdringlicher Vertre-
wendung vorbereiten, geeignet machen: ein Mate- Aufnahme, eine Einstellung beginnen: eine Szene 2. aufgebrochene Stelle: die durch Frost entstan- ter; die Musik ist sehr a.; die Reklame wirkt a.;
rial für die Wiederverwendung a.; Trinkwasser a. denen Aufbrüche auf der Autobahn beseitigen. ü b e r t r . : ein aufdringliches Parfüm.
; die Erze, Salze werden aufbereitet (von uner- a.; bitte a.! b) (etwas blendet auf) ein Film[aus- aufdrücken: 1. (etwas a.) durch Drücken, durch
wünschten Bestandteilen geschieden). 2. auswer- schnitt] beginnt zu laufen: eine Szene aus dem al- 3. (Jägerspr.) Eingeweide des Wildes. Druck öffnen: die Tür a.; (auch ohne Akk.) kannst
ten: eine Erhebung statistisch a.; Zahlenwerte, ten Film blendete auf. aufbrühen (etwas a.): durch Übergießen mit ko- du mal a. (die Haus-, Wohnungstür durch
Belege a. 3. durch Bearbeitung erschließen: einen aufblicken: 1. den Blick nach oben, in die Höhe chendem Wasser bereiten: Kaffee, Tee a. Knopfdruck öffnen). 2. ([etwas] a.) fest, mit star-
alten Text, alte Quellen a. richten: erstaunt, verwirrt, erschrocken a.; sie aufbrummen (ugs.) (jmdm. etwas a.): als Strafe kem Druck aufsetzen: die Feder, mit der Feder
aufbessern (etwas a.) (in Qualität oder Quanti- blickte besorgt zum Himmel auf; er blickte von auferlegen: der Lehrer brummte den Schülern beim Schreiben zu sehr a.; du mußt stärker a. 3. (
tät) verbessern: den Lohn a.; seine Kenntnisse a.; seiner Arbeit auf; die Schüler wagten es nicht, eine Strafarbeit auf; sie haben ihm 2 Jahre [Ge- jmdm., einer Sache etwas a.) etwas aufjmdn., auf
sein Taschengeld, die Haushaltskasse durch, mit aufzublicken. 2. (zu jmdm. a.) bewundernd vereh- fängnis] aufgebrummt. etwas drücken: einem Schriftstück ein Siegel a. * (
Gelegenheitsarbeiten a. ren: ehrfürchtig, gläubig zu jmdm. a. aufbürden (jmdm., sich etwas a.): eine Bürde ugs.:) jmdm. einen aufdrücken (einen Kuß ge-
aufbewahren (etwas a.): in Verwahrung neh- aufblitzen: a) (etwas blitzt auf): etwas leuchtet auferlegen: jmdm. eine Schuld, die ganze Last ben).
men, sorgsam hüten, aufheben: die Papiere, Do- kurz, wie ein Blitz auf: eine Taschenlampe, Mün- der Verantwortung a.; ich habe mir zuviel aufge- aufeinander (Adverb): a) übereinander: a. lie-
kumente sorgfältig, in einem Safe, unter Ver- dungsfeuer blitzt auf; die Chromteile blitzten in bürdet. gen, nicht stehen. b) auf sich gegenseitig, einer auf
schluß a., etwas zum Andenken, für die Nach- der Sonne auf. b) (etwas blitzt in jmdm. auf) et- aufdecken: 1. a) (etwas a.) auflegen: ein fri- den anderen: a. angewiesen sein; a. losgehen; a.
welt a.; Wertsachen, Geld a.; würdest du meine was taucht plötzlich in jmdn. Bewußtsein auf: eine sches Tischtuch a. b) ([etwas] a.> decken: den warten; sich a. einstellen.
Uhr [für mich] a.?; die Medikamente sind kühl Idee, eine Erinnerung blitzte in ihm auf. Tisch a.; die Mutter hat schon aufgedeckt. 2. (et- Aufenthalt, der: 1. das Sichaufhalten: der A. im
aufzubewahren (zu lagern); ü b e r t r . : (geh.): et- aufblühen: 1. (etwas blüht aut.) (eine Blüte) ent- was a:) offen hinlegen: die Karten a.; b i l d l . : er Depot ist verboten; das war ein angenehmer A.;
was in seinem Gedächtnis a. faltet sich, geht auf: die Rosen fangen gerade an hat seine Karten noch nicht aufgedeckt (seine Ab- jmdm. den A. verschönern; den A. ausdehnen,
aufbieten: 1. (etwas a.) aufwenden: alle Kräfte, aufzublühen. 2. a) (etwas blüht auf etwas nimmt sichten noch nicht erkennen lassen). 3. <etwas a.> beenden; bei meinem A. in München; nach Iän-
seinen ganzen Verstand, seinen Einfluß a.; ich einen Aufschwung: das Land, der Handel blühte die Decke vom Bett zurückschlagen: das Bett a. gerem A. im Ausland kehrte er zurück; während
habe meine ganze Überredungskunst aufgeboten, auf; die aufblühende Industrie. b) erleichtert sein, 4. (ugs•) (sich a.) die Bettdecke wegschieben, so meines Aufenthalts. 2. Unterbrechung, Verzöge-
um ihn zu überzeugen. 2. (jmdn., etwas a.) für die aufleben: sie blühte richtig auf, als sie von der daß man nicht mehr ganz zugedeckt ist: das Kind rung: ich habe in Frankfurt zwei Stunden A.; wie
Erledigung einer Aufgabe einsetzen: Militär, Last der Verantwortung befreit war. hatte sich aufgedeckt. 4. (etwas a.> offenbar lange hat der Zug hier A.?; ohne A. (Halt) durch-
Polizei a.; ein Heer von Bediensteten war aufge- aufbrauchen (etwas a.): bis auf den letzten Rest machen, enthüllen: Mißstände, eine fahren; im Hotel gab es einen kleinen A. (geh.). 3.
boten worden. 3. (jmdn. a.) die beabsichtigte Hei- verbrauchen: alle Ersparnisse a.; wir haben alle Verschwörung, ein Verbrechen a.; wir haben den (geh.) Aufenthaltsort: Venedig ist ein schöner A.;
rat eines Paares öffentlich bekanntgeben: ein Vorräte aufgebraucht; ü b e r t r . : meine Kräfte Betrug aufgedeckt; Schwächen, Lücken, ich kenne nicht seinen A.; er ist ohne festen A. * (
Brautpaar a.; sind die beiden schon aufgeboten? sind aufgebraucht. Zusammenhänge a. aufdonnern (ugs. abwertend) geh. veraltend) Aufenthalt nehmen <mit
Aufbietung, die (in Verbindung mit bestimm- aufbrausen: 1. (etwas braust auf) etwas steigt (sich a.): sich übertrieben zurechtmachen, Raumangabe) (eine gewisse Zeit an einem be-
ten Präp.> Aufwendung, besondere Anspannung: brausend nach oben: das Brausepulver braust auf; auffallend kleiden: sie stimmten Ort verweilen): er nahm in Berlin A.
unter, mit, bei A. aller Kräfte gelang es. ü b e r t r . : Jubel brauste auf. 2. plötzlich in Zorn auferlegen (geh.) (jmdm., sich etwas a.): als
aufbinden: 1. (etwas a.) Zugebundenes lösen: geraten und seiner Erregung Ausdruck geben: Aufgabe, Bürde übertragen: jmdm. Lasten, eine
öffnen: die Schnürsenkel, eine Schleife, die schnell, leicht a.; er ist immer gleich aufge- Buße, Strafe, ein Opfer a.; dem Volk wurden neue
Schürze a.; die Frau band ihr Haar auf; (jmdm., braust; ein aufbrausendes Wesen haben. Steuern auferlegt; er erlegte ihm einen Eid
auffahren 86 87 aufgelegt
der A., daß ...; nach meiner A . ...; meiner A. nach . Aufführung, die: 1. das Spielen eines Stückes;
auf/(selten:) er auferlegte ihm einen Eid; sich ; zu der A. kommen, daß ...; was hat Sie zu die- Vorstellung: eine gelungene, mittelmäßige A.; die noch nicht aufgegeben; ich gebe es auf, ständig
keinen Zwang a. (sich zwanglos geben). ser A. gebracht? 2. (selten) Auffassungsgabe: er A, dieser Oper ist für den Winter vorgesehen, darüber nachzudenken; S p o r t : vorzeitig been-
auffahren: 1. (auf etwas a.) auf gegen etwas hat eine schwerfällige A. fällt aus; eine A. einstudieren, wiederholen, ab- den: den Kampf, das Rennen a. b) (jmdn., etwas
fahren: der Lastwagen fuhr auf den Pkw auf; das auffinden (jmdn., etwas a.): zufällig finden, ent- sagen; bei einer A. mitwirken; die Aufführungen a.) auf etwas verzichten, niederlegen: einen Plan,
Schiff ist auf ein Riff aufgefahren. 2. an den Da- decken: die Toten, die Überreste wurden erst waren nur schwach besucht. 2. das Nennen. An- Ansprüche, Grundsätze, liebe Gewohnheiten,
vorfahrenden heranfahren: der Fahrer des Pkw nach Jahren aufgefunden; er wurde tot a.; der f^hren: die A. der Ausgaben im Jahresbericht. * ( eine Laufbahn a.; er gab sein Amt auf; sie hat ih-
war [zu] dicht aufgefahren. 3. an eine bestimmte Schlüssel war nirgendwo aufzufinden. Papierdt.:) etwas zur Aufführung bringen (auf- ren Beruf als Schauspielerin aufgegeben; man
Stelle gefahren kommen, vorfahren: ständig fuh- aufflackern (etwas flackert auf): etwas leuchtet führen) • (Papierdt.:) etwas gelangt zur Auffüh- legte ihm nahe, das Mädchen aufzugeben (seine
ren Taxis vor dem Portal auf; Panzer, Geschütze flackernd, zuckend auf: das Feuer, die Kerze flak- rung (etwas wird aufgeführt): das Stück gelangt in Beziehung zu ihr abzubrechen); der Arzt hat seine
fahren auf (gehen in Stellung); auf dem Platz sind kert auf; ü b e r t r . : der Haß, Streit, Widerstand, der nächsten Spielzeit zur A. Praxis aufgegeben; ein Geschäft, eine Wohnung
Polizisten mit Wasserwerfern aufgefahren. 4. <et eine schwache Hoffnung flackert wieder auf (ent- Aufgabe, die: 1. a) Auftrag; Verpflichtung: eine a. (auflösen). c) nicht weitermachen, aufhören: wir
-was a.> an eine bestimmte Stelle fahren und in Stel- wickelt sich wieder, entsteht). leichte, schwere, schwierige A.; das ist eine dank- werden trotz aller Schwierigkeiten nicht a.;
lung bringen: Geschütze a.; die Regierung ließ auffliegen: 1. hoch- und wegfliegen: die Tauben bare, reizvolle, interessante, sinnvolle, verant- S p o r t : der Boxer gab auf; nach dem Sturz
Panzer auffahren; ü b e r t r . (ugs.): herbeischaf- fliegen auf; Staubwolken flogen (wirbelten) auf. wortungsvolle A.; das ist nicht meine A. (Pflicht, mußte sie a. 4. (jmdn., sich, etwas a.) als verloren
fen, auftischen: der Gastgeber ließ Sekt a. 5. (auf 2. (etwas fliegt auf) etwas öffnet sich schnell und Obliegenheit); wichtige Aufgaben stehen ihm be- ansehen, abschreiben: Bergsteiger, ein Schiff, ein
etwas a.) hinauffahren: auf Autobahnen darf nur heftig: die Tür flog auf. 3. (ugs.) a) <etwas fliegt vor; auf ihn warten große Aufgaben; meine A. Flugzeug a.; ich durfte mich nicht selbst a.
an den Anschlußstellen aufgefahren werden. 6. auf> etwas nimmt ein jähes Ende: die Versamm- als Lehrer ist es ...; es ist nicht die A. (Sinn, Aufgebot, das: 1. öffentliche Bekanntmachung
hochfahren, aufschrecken: verstört, erschreckt, lung ist aufgeflogen; eine Konferenz a. lassen. Zweck, Absicht) dieser, Darstellung ...; ich sehe es einer beabsichtigten Eheschließung: das standes-
wie von der Tarantel gestochen (ugs.) a.; er fuhr b) entdeckt und zur Aufgabe gebracht werden: der als meine A. an, die Öffentlichkeit zu unterrich- amtliche A.; das A. hängt aus; das A. bestellen.
aus dem Schlaf auf. 7. aufbrausen, zornig werden: Schwindel flog auf; willst du, daß alles auf- ten; eine A. übernehmen, bewältigen; er bekam, 2. das Aufgebotene: ein starkes A. von Polizei-
verärgert a.; er hat ein auffahrendes Wesen. fliegt?; los, weg hier, wir sind aufgeflogen. erhielt die A., das Geld zu beschaffen; dieses In- kräften riegelte den Platz ab; das deutsche A.
auffallen: 1. die Aufmerksamkeit auf sich lenken; auffordern: 1. (jmdn. zu etwas a . > ersuchen, et- strument hat die A. (Funktion), ...; er ist dieser A. wurde von den Kunstturnern angeführt; mit ei-
Aufsehen erregen: sein Benehmen, seine Klei- was zu tun: jmdn. zur Teilnahme, zur Mitarbeit, nicht gewachsen; vor einer A. stehen; ich halte es nem gewaltigen A. an Menschen und Material.
dung fiel auf; unangenehm, übel a.; nur nicht a.!; zum Verlassen des Saals a.; er forderte ihn wie- für meine A., das Amt zu übernehmen; vor eine aufgedunsen: ungesund aufgequollen: ein auf-
er fiel durch seinen Fleiß an der Schule auf; er derholt, dringend zur Zahlung des Betrages auf; A. gestellt werden; er ist von seiner A. ganz er- gedunsenes Gesicht; sein Leib war a.; seine Züge
fiel durch seine hohe Stimme/mit seiner hohen die Männer sind aufgefordert, sich zu ergeben. füllt; ihm fällt die A. zu (er soll), den Schaden zu sahen vom vielen Trinken a. aus.
Stimme überall auf; es fällt allgemein auf, daß ...; 2. (jmdn. a.) zum Tanz bitten: eine Dame zum beseitigen; ich habe es mir zur A. gemacht (als aufgehen: 1. (etwas geht auf> etwas tritt hervor,
auf fällt, daß ...; adj. P a r t . : auffällig: er ist eine Tanz a.; er forderte die Tochter seines Chefs auf. Zielgesetzt), Vorurteile abzubauen. b) (meist Plu- erscheint am Horizont: die Sonne, der Mond geht
auffallende Erscheinung; das Kleid ist zu auffal- Aufforderung, die: Ersuchen, etwas zu tun: eine ral) Schulaufgabe: mündliche, schriftliche Auf- auf. 2. (etwas geht auf) a) etwas öffnet sich: die
lend; er ist auffallend (sehr) blaß. 2. (jmdm. a.) energische, versteckte, offizielle A.; an die gaben; Aufgaben [für den nächsten Montag, zum Tür geht immer wieder auf; das Fenster geht
von jmdm. bemerkt werden: die Ähnlichkeit ist Bevölkerung erging die A., sich ruhig zu verhal- nächsten Montag] aufkriegen (ugs.), aufbekom- schwer auf (läßt sich schwer öffnen); der Vorhang
mir gleich aufgefallen; es fiel mir auf, daß der ten; eine A. zur Zahlung von 50 Mark erhalten; men, aufhaben (ugs.); die Kinder müssen noch ging auf, und die Vorstellung begann. b) aufplat-
Motor nicht gleichmäßig lief. 3. (sich (Dativ) et- einer A. folgen, nachkommen (geh.); auf meine ihre Aufgaben machen, erledigen. c) Rechenauf- zen: das Geschwür, die Unterlippe ist aufgegan-
was a.) durch Darauffallen verletzen: der Junge A. hin ...; er half ohne A. (von sich aus). * (ugs.:) gabe: eine komplizierte A.; eine A. lösen. 2. das gen. c) nicht zubleiben: der Verband, der Reißver-
hat sich die Knie aufgefallen. Aufforderung zum Tanz (Herausforderung). Aufgeben: die A. des Gepäcks; die A. einer An- schluß, der Schnürsenkel geht immer wieder auf;
auffällig: die Aufmerksamkeit auf sich ziehend: auffressen: 1. (jmdn., etwas a . ) bis auf den letz- nonce, eines Telegramms. 3. a) das Nichtfortset- das Weckglas ist aufgegangen (ist nicht mehr
ein auffälliges Benehmen; in auffälliger Weise; ten Rest fressen: die Katze hat das Futter aufge- zen, vorzeitige Beenden: die A. des Widerstands, dicht). d) sich entfalten: der Fallschirm ging nicht
es ist a., daß ...; er ist a. geworden (ist durch ein fressen; (derb /von Personen/:) der Kerl hat der Karriere; S p o r t : eine Verletzung zwang sie auf; die Knospen, die Blüten gehen auf. 3. (etwas
ungewöhnliches Verhalten aufgefallen); er ist a. ( doch wirklich alles aufgefressen!; ü b e r t r . (ugs. zur A. b) Verzicht, Niederlegung; das Sichtrennen geht auf) a) etwas keimt auf, kommt hervor: die
ungewöhnlich) oft bei ihr; sich a. kleiden. ): er fraß sie mit Blicken fast auf (verschlang sie von etwas: die A. von Plänen, Forderungen, Ge- Saat geht auf; die Radieschen sind nicht aufge-
auffangen: 1. (jmdn., etwas a.) im Fall, in einer fast); wenn die Sache schiefgeht, frißt er mich wohnheiten, persönlichen Zielen; nach der A. gangen; die Pocken gehen auf (die Impfung ver-
Bewegung fassen, festhalten: den Ball a.; der auf (ist er sehr ärgerlich auf mich); der Umzug seiner verschiedenen Ehrenämter; sich zur A. des läuft positiv). b) (geh.) (etwas geht in jmdm. auf)
Hund fängt den Bissen auf; er konnte den Mann hatte seine Ersparnisse aufgefressen (aufge- Geschäftes, der Wohnung entschließen. etwas entsteht in jmdm.: eine Ahnung, Hoffnung
a. (vor dem Sturz bewahren). 2. (etwas a.> in etwas braucht). 2. (ugs.) (etwas frißt jmdn. auf) etwas aufgabeln (ugs.) (jmdn. a.): treffen, kennenler- ging in ihm auf. 4. (etwas geht auf> etwas geht in
sammeln: Regenwasser [in einer Wanne] a.; der beansprucht jmdn. völlig: die Arbeit frißt mich nen [und irgendwohin mitnehmen]: die Matrosen die Höhe, dehnt sich aus: der Teig, der Kuchen ist
Brennspiegel fängt die einfallenden Strahlen auf. auf. auffrischen: 1. (etwas a.) wieder frisch, hatten zwei Mädchen aufgegabelt; wo hast du nicht aufgegangen; er ist aufgegangen wie ein
3. (etwas a.) a) abfangen: einen Sturz gerade wieder neu machen: die Politur, die verblichenen den aufgegabelt? Hefekloß/Pfannkuchen (ugs.: er ist sehr dick ge-
noch a. können; er fing den Hieb [mit dem Arm] Farben a.; ü b e r t r . : wieder lebendig machen, Aufgang, der: 1. das Aufgehen: den A. der Ge- worden). 5. <etwas geht jmdm. auf> etwas kommt
auf (wehrte ihn ab); übertr.: den aktivieren: Erinnerungen, sein Gedächtnis a.; er stirne, der Sonne beobachten. 2. aufwärts füh- jmdm. zu Bewußtsein, wird jmdm. klar: der Sinn
Konjunkturrückgang a. (abbremsen). b) [zufällig] hat seine Englischkenntnisse aufgefrischt. 2. rende Treppe: das Haus hat zwei Aufgänge; bitte seiner Worte ging ihr nicht auf; mir war noch
wahrnehmen: jmds. Blick, einen Blick von <etwas frischt auf> etwas wird stärker: die Brise den A. am anderen Ende benutzen! nicht aufgegangen, was es bedeuten sollte. 6. <et-
jmdm. a.; ein Amateur hat den Funkspruch hatte/war auf-gefrischt; stark auffrischender aufgeben: 1. (etwas a.) zur Weiterbeförderung, W was geht auf> nichts bleibt von etwas übrig: alle
aufgefangen. Wind. eiterbearbeitung o. ä. jmdm. übergeben: einen geraden Zahlen gehen durch 2 geteilt auf; diese
auffassen <etwas a.; mit Artangabe>: a) in einer aufführen: 1. <etwas a.> a) vor einem Publikum Brief, ein Telegramm [am Schalter, bei/auf der Aufgabe geht nicht, ohne Rest auf; die Patience
bestimmten Weise verstehen, auslegen: eine Be- spielen: ein Schauspiel, eine Oper a.; auf unserer Post], ein Gepäckstück a.; er gab ein Inserat auf; geht auf. 7. a) <in jmdm., in etwas a.) sich ganz
merkung falsch, wörtlich a.; er hat alles persön- Bühne, in unserem Theater werden auch mo- wir gaben unsere Koffer bei der Bahn, am/auf widmen: in der Familie, im Beruf a. b) (in etwas
lich aufgefaßt; etwas als Vorwurf, als Beleidi- derne Dramatiker (ihre Stücke) aufgeführt. b) dem Bahnhof auf; der Gast gab beim Ober seine aufgehen) sich in etwas auflösen: in blauen Dunst
gung a. b) begreifen, verstehen: einen Text vollführen: einen Ringkampf a. 2. <sich a.; mit Bestellung auf. 2. (jmdm. etwas a.) als Aufgabe a.; die kleineren Betriebe gingen in den größeren
schnell, leicht a.; er faßte alles richtig auf. Artangabe) sich in einer bestimmten Weise beneh- stellen: den Schülern Schularbeiten, ein Gedicht [ auf (wurden von ihnen geschluckt); er wollte nicht
Auffassung, die: 1. Vorstellung von etwas, Mei- men: sich gut, übel, schlecht, anständig a.; er hat zum Lernen] a.; die Sphinx gab den Vorüberge- in der Masse a. (darin verschwinden).
nung: eine herkömmliche A.; das ist eine irrige sich wie ein Verrückter, wie ein dummer Junge henden ein Rätsel auf; sein voreiliges Handeln aufgeklärt: frei von Aberglauben oder Vorurtei-
A.; diese A. geht auf Kant zurück; diese A. wird aufgeführt; (auch ohne Artangabe) er hat sich hat uns große Probleme aufgegeben; das Gericht !en: er ist ein aufgeklärter Geist; im aufgeklärten
nicht durchdringen; eine strenge, hohe A. von wieder einmal aufgeführt! (unpassend, skandalös hatte uns aufgegeben (geh.; auferlegt), die Woh- 20. Jahrhundert.
der Arbeit haben; eine A. vertreten; ich kann benommen). 3. (jmdn., etwas a.) nennen, anfüh- nung zu räumen. 3. a) (etwas a.) nicht fortsetzen: aufgelegt (in den Verbindungen) aufgelegt sein
diese A. nicht teilen; eine A. bestätigt finden; ren: jmdn. namentlich, als Zeugen a.; weitere das Rauchen a. (nicht mehr rauchen); die Verfol- (mit Artangabe) (in bestimmter Weise gelaunt
eine A. erhärten; seine A. von einer Sache/über Beispiele a.; die in der Rechnung aufgeführten gung, seinen Widerstand a.; er hat die Hoffnung sein): er war schlecht a.; sie fühlte sich heute
eine Sache vortragen, überprüfen, ändern; er ent- Posten prüfen. glänzend a.; (auch attributiv) der gut aufgelegte
sprach meiner A.; an einer A. festhalten; ich bin
aufgelöst 88
89
aufladen
wirkt nur hemmend auf alles). b) (sich mit jmdm., aufhellen: 1. (etwas a.) a) heller machen: ein
Lehrer hat uns heute keine Aufgaben aufgege- mit/bei etwas a.) zu ausführlich befassen: der restlosen A., hat noch keine A. gefunden (Pa-
ben; die glänzend aufgelegte (sich in glänzender Bild, das Haar a.; übe r t r.: die Stimmung aufzu- pierdt.; ist noch nicht aufgeklärt worden); das
Lehrer kann sich nicht mit jedem schwachen hellen (aufzuheitern) versuchen. b) Klarheit in et-
Form befindende) Australierin gewann den ersten Schüler a.; wir wollen uns nicht länger bei dielten trägt nicht gerade zur A. des Mißverständnisses
Satz - zu etwas aufgelegt sein (in der Stimmung was bringen: jmds. Vergangenheit, die Hinter- bei. b) (milit.) Erkundung, Auskundschaftung: die
Fragen, mit solchen Nebensächlichkeiten a. 4. ( gründe, ein Verbrechen a. 2. (etwas hellt sich a u )
sein, etwas zu tun): zum Feiern a. sein; sie war sich über jmdn., über etwas a.) sich aufregen: A. ergab starke Truppenkonzentrationen. 2. a)
nicht [dazu] a., Besuch zu empfangen. a) etwas wird heller: der Himmel, das Wetter Aufschluß, Auskunft, Unterrichtung: A. von
sich über jmdn., über jmds. Benehmen a. hellt sich auf; ü b e r t r . : seine Miene, sein
aufgelöst: außer sich, durcheinander: vor aufhängen: 1. (etwas a.) etwas auf etwas hän- jmdm. verlangen; jmdm. A. [über etwas, in be-
Schmerz, Freude ganz a. sein; sie war durch die- Gesicht hatte sich aufgehellt. b) etwas wird klar, stimmten Fragen] geben; die gewünschte A. er-
gen: den Hut a.; den Mantel auf einen Kleider- durch-schaubar: das Rätsel hellt sich auf.
sen Vorfall, über diese Nachricht völlig a. bügel a.; er hängte die Wäsche zum Trocknen halten; ich werde mir A. verschaffen; ich bitte
aufgeräumt: munter, gutgelaunt: in aufge- aufhetzen: a) (jmdn. a.) aufwiegeln: das Volk, um sofortige A.; die A. der Bevölkerung Ober
auf; Gardinen a.; er hat das Bild aufgehängt; den die Parteien gegeneinander a.; er hat meine Kin-
räumter Stimmung; er wurde noch aufgeräumter. Hörer a.; (auch ohne Akk.) sie hat aufgehängt ( Möglichkeiten der Geburtenregelung; A. durch
aufgeschlossen: offen, interessiert: sie machte der gegen mich aufgehetzt. b) (jmdn. zu etwas a.> die Medien. b) Unterrichtung über geschlechtliche
das Telefongespräch beendet). 2. (jmdn., sich a.) durch Hetze zu etwas bewegen: er hat die Matro-
einen aufgeschlossenen Eindruck; für politische erhängen: sie hängten die Mörder [an einem Vorgänge: sexuelle A.; wer übernimmt die A. der
Probleme a. sein; er ist jetzt aufgeschlossener ge- sen zur Meuterei, zu Gewalttaten aufgehetzt. Jugendlichen?; 3. von Rationalismus und Fort-
Baum] auf; er hat sich auf dem Dachboden, mit aufholen: 1.a) (etwas a.) gutmachen, wieder ein-
genüber dieser Frage als vorher. der Wäscheleine aufgehängt. 3. (etwas an etwas schrittsglauben bestimmte geistige Bewegung des
a u fg e s ch m i s s en (ugs.): hilflos, verloren: wenn bringen: der Dampfer, der Zug hat die Verspä- 18. Jahrhunderts: das Zeitalter der A.
a.) (von etwas ausgehend) entwickeln: sie hat die tung aufgeholt; wir müssen den Zeitverlust, den
er uns nicht hilft, sind wir a.; ohne ihn bin ich a. Darstellung des Rassenproblems an einem realen aufkleben (etwas a.): etwas auf etwas kleben: ein
a u f g e s c h o s s e n : t aufschießen. aufgeweckt: Rückstand a.; die Schülerin hat den versäumten Etikett a.; du mußt noch die Briefmarke [auf den
Fall aufgehängt. 4. (ugs. landsch. abwertend) ( Lehrstoff wieder aufgeholt. b) den Vorsprung ei-
von rascher Auffassungsgabe: ein aufgewecktes jmdm. etwas a.) a) andrehen: im Laden hat man Brief] a.
Kind; der Schüler ist sehr a. aufgießen (etwas a. nes anderen verringern: der finnische Läufer holt [ aufknöpfen <etwas a.>: etwas Zugeknöpftes öff-
ihm erfrorene Kartoffeln aufgehängt. b) etwas zusehends, mächtig, noch ein paar Meter] auf.
). a) aufbrühen: Kaffee, Tee a. b) auf, über etwas Unwahres erzählen: wer hat dir diese Geschichte nen: das Hemd, den Mantel a.; (jmdm., sich et-
gießen: sie goß langsam das kochende Wasser 2. (Seemannsspr.) (etwas a.) nach oben holen, in was a.) ich knöpfe mir die Bluse auf.
aufgehängt? c) aufbürden: der Chef hat ihm eine die Höhe ziehen: den Anker, die Segel a.
auf. neue Arbeit aufgehängt. aufkommen: 1. (etwas kommt auf) etwas ent-
aufgliedern: gliedernd aufteilen: die Studenten- aufhorchen: plötzlich aufmerksam werden: arg- wickelt sich, bildet sich aus, entsteht: Wind, Nebel
aufheben: 1. (jmdn., etwas a.) [vom Boden] wöhnisch, mißtrauisch a.; er horchte auf, als er
schaft soziologisch, in bestimmte Gruppen a.; et- hochnehmen: einen Stein, den Handschuh [vom kommt auf; tagsüber aufkommende Nieder-
was nach Alter, nach Sachgruppen a. die Summe hörte; ü b e r t r . : das Ergebnis, ihr schläge; fib e r t r . : keiner wußte, wie das Ge-
Boden] a.; sie hoben den reglosen Körper auf. Erstlingswerk ließ a. (erregte Aufmerksamkeit).
aufgreifen: 1. (jmdn. a.) jmdn., der umherstreift, 2. (etwas a.) aufbewahren: einen Gegenstand si- rücht aufgekommen war; Zweifel, Wünsche ka-
festnehmen: die Polizei hat den entsprungenen aufhören: a) (etwas hört auf) etwas endet: der men in ihr auf; es wollte keine rechte Stimmung,
cher, gut, sorgfältig, im Schreibtisch a.; Briefe Regen hört auf; plötzlich hörte der Wind auf; an
Häftling, den jugendlichen Ausreißer bei einer zur Erinnerung a.; sie hebt immer alles auf (wirft Freude a.; ich sage das, um keine Mißverständ-
Razzia aufgegriffen. 2. (etwas a.) aufnehmen; sich dieser Stelle hört der Weg auf; da hört die Ge- nisse a. zu lassen; er ließ keine Vertraulichkeit a.;
nie etwas weg); der Bäcker hat mir/für mich ein mütlichkeit auf (ugs. ; jetzt wird es ernst); das muß
wieder mit etwas befassen: einen Gedanken, ei- Brot aufgehoben (zurückgelegt); du hebst dir das in diesem Jahr kam das Fernsehen, die Mini-
nen Plan, den Faden der Erzählung a.; die Presse a.! (ugs.: das darf nicht so weitergehen!); R (ugs.): mode auf (wurde Mode). 2. (landsch.) (etwas
Beste immer bis zum Schluß auf; diese Besichti- da hört [sich] doch alles auf!; da hört's bei mir
hat den Fall aufgegriffen. gung hebe ich mir für später auf (behalte ich mir kommt auf) etwas wird entdeckt: der Schwindel
auf. b) eine Tätigkeit nicht fortsetzen, einstellen, kommt bestimmt auf; es ist alles aufgekommen.
aufgrund: Grund. für später vor). 3. a) <etwas a.> nicht länger beste- beenden: am nächsten Ersten [mit der Arbeit] a.;
aufhaben (ugs.): 1. (etwas a.) aufgesetzt haben: hen lassen: die Sitzung, die Belagerung a. (been- 3. <für jmdn., für etwas a.) einstehen, bürgen, Er-
hör doch endlich mit dem Rauchen, dem Alko- satz leisten: für den entstandenen Sachschaden a.
den Hut a.; er hat seine Brille nicht auf. 2. a) <et- den); die Absperrung, die Zensur, den Visum- hol, dem Geschrei auf!; es hat aufgehört zu
was a.> offenhalten: die Augen, den Mund a.; das zwang a. (beseitigen); die Todesstrafe a. (abschaf- ; wir mußten für alles selbst a.; ich komme für
schneien; das Herz hat zu schlagen aufgehört; er alles, für die Unkosten auf; die Firma muß für
Fenster, die Tür ein wenig a. (offenstehen haben). fen); ein Gesetz, ein Urteil, einen Haftbefehl, die hört auf zu spielen; aufhören! (Schluß machen!).
b) (etwas a.) aufbekommen haben: endlich einen Verlobung a. (für ungültig erklären); die den Verlust a.; die Eltern kommen für ihre Kin-
/aufkaufen (etwas a.): den Gesamtbestand von et- der, für den Unterhalt auf. 4. a) (gegen jmdn., ge-
Knoten a.; hast du den Koffer, die Kette immer Schwer-kraft a. (außer Kraft setzen); dadurch was, in großen Mengen kaufen: Getreide, Aktien,
noch nicht auf? c) (etwas a.) geöffnet, aufgemacht wird der Widerspruch aufgehoben (aufgelöst) b) gen etwas a.) etwas gegen jmdn., gegen etwas tun
eine Sammlung a. können, sich durchsetzen: gegen die japanische
haben: wir haben unser Geschäft samstags nicht (etwas hebt etwas auf) etwas gleicht etwas aus: aufklaren: 1. (etwas klart auf) etwas wird klar,
auf; der Bäcker hat seinen Laden noch auf; ( der Verlust hebt den Gewinn in anderen Konkurrenz nicht a. können; mit Argumenten
sonnig: es klart auf; der Himmel, das Wetter hat war dagegen nicht aufzukommen; sie konnte ge-
auch ohne Akk.) der Bäcker hat ab 7 Uhr auf. d) Bereichen wie-der auf; +2 und - 2 heben sich aufgeklart; örtlich aufklarend; s u b s t . : bei Auf-
(etwas hat auf) etwas ist geöffnet, zugänglich: die gegenseitig auf. * gut o. A. aufgehoben sein (mit gen ihn nicht a. b) (neben jmdm. a.; meist ver-
klaren Frostgefahr. 2. (Seemannsspr.) (etwas a.) neint) jmdm. gleichkommen: neben ihm kommt so
Bäckerei hat bis 18 Uhr auf; die Hauptpost hat Raumangabe> a) (in guter Obhut sein): dort ist das aufräumen, in Ordnung bringen: das Deck a.
auch abends auf. 3. (etwas a.) zu erledigen ha-ben: Kind gut aufgehoben; Geheimnisse sind bei ihm leicht keiner auf. 5. (Sport) aufholen, besser
aufklären /vgl. aufgeklärt/: 1. (etwas klärt sich werden: der dänische Marathonläufer kam auf
viel, wenig a.; haben wir etwas in Latein auf? 4. schlecht aufgehoben. b) (Sport: seine Fähigkeiten auf) etwas wird klar, sonnig: das Wetter, der Him-
(ugs. landsch.) (etwas a.) aufgegessen ha-ben: das nicht entfalten können): der Stürmerstar war bei den letzten Kilometern stark auf; die Mann-
mel klärt sich auf; ü b e r t r . : seine Miene, sein schaft kam in den Schlußminuten noch einmal
Kind hat den Brei noch nicht auf. dem kleinen Verteidiger gut aufgehoben. Gesicht klärte (heiterte) sich auf. 2. a) (etwas a.>
aufhalsen (ugs.) (jmdm., sich etwas a.): mit et- Aufheben (in bestimmten Wendungen) viel auf. 6. (Seemannsspr.) (etwas kommt auf) etwas
Klarheit in etwas bringen, entwirren, auflösen: ein wird sichtbar, nähert sich: das Schiff kommt
was belasten: er halst den anderen alle Arbeiten Aufheben[s], kein Aufheben von etwas, jmdm. F lugzeugunglück, ein Verbrechen, einen Fall a.;
auf; da habe ich mir etwas Schönes aufgehalst. machen (einer Sache [keine] große Bedeutung schnell auf. 7. (mit Umstandsangabe) beim
er klärte den Widerspruch, den Irrtum auf. Sprung oder Fall auftreffen: der Akrobat kam auf
aufhalten: 1. (ugs.) (etwas a.) geöffnet halten; beimessen) . ohne (jedes, großes[ Aufheben (geh.; b) (milit.) <etwas a.> erkunden, auskundschaften:
offenhalten: die Hände a.; die Augen kaum noch ohne irgendwelche, ohne große Umstände) - etwas Tru ppenansammlungen, feindliche Stellungen a. das/auf dem Netz auf; beim Doppelaxel ist sie
a. können; einen Sack a.; könnten Sie bitte die ist nicht des Aufhebens wert (geh.; etwas schlecht aufgekommen.
c) (etwas klärt sich auf) etwas wird klar, löst sich aufkrempeln (etwas a.) hochkrempeln: die Ar-
Tüte a.?; (jmdm. etwas a.) er hielt ihm die Tür rechtfertigt nicht das Aufsehen, das es erregt). auf: ein Mißverständnis klärt sich auf; es hat sich
auf. 2. (sich a.; mit Raumangabe) irgendwo sein, aufheitern: 1. (jmdn. a.) in eine heitere Stim- mel a.; (jmdm., sich etwas a.> ich habe mir das
alles aufgeklärt. 3. (jmdn. a.) a) jmdn. über etwas Hemd bei der Arbeit aufgekrempelt. aufkriegen:
vorübergehend leben: sich zu Hause, bei Freun- mung versetzen: es gelang ihm nicht, sie aufzu- unt errichten: jmdn. über den wahren Sachverhalt
den, im Ausland a.; wo hält er sich zur Zeit auf? heitern. 2. a) (etwas heitert sich auf> etwas wird a .; die Bevölkerung [politisch] a. b) über geschl t aufbekommen.
3. a) (jmdn., etwas a.) bewirken, daß jmd., etwas heiter: die Stimmung heiterte sich auf; sein Ge- aufkündigen (etwas a.): durch Kündigung für
echtliche Dinge unterrichten: wer hat dich auf-ge beendet, für ungültig erklären: ein Arbeitsverhält-
nicht mehr vorankommt: einen Fliehenden, die sicht hatte sich aufgeheitert. b) (etwas heitert sich klärt?; Kinder [über geschlechtliche Fragen, se
scheuenden Pferde a.; ich bin im Büro aufgehal- auf) etwas wird schön, klar: das Wetter, der nis, Tarifabkommen a.; übertr.: (jmdm. etwas a.)
xuell] a.; sie ist noch nicht aufgeklärt. Auf er hat mir die Freundschaft aufgekündigt.
ten worden; den Vormarsch des Feindes a.; den Himmel heitert sich auf; es heitert sich etwas klärung. die: 1. a) Klarstellung, Klärung, Au
ganzen Verkehr a.; ü b e r t r . : die Katastrophe, auf; (auch etwas heitert auf) der Himmel, es auflachen: ein Lachen hören lassen: hell, höh-
flösung: die A. eines Flugzeugabsturzes; das Ver nisch a.; sie lachte bei dem Gedanken auf.
eine Entwicklung, den Fortschritt nicht mehr a. heitert auf; allmählich aufheiternd. brechen steht kurz vor der A., harrt noch der
können; er hält nur den ganzen Betrieb auf (er aufladen: 1. a) (etwas a.) etwas auf etwas laden:
Auflage 90
91 aufnehmen
beim Anblick der Flasche Korn lebte er plötzlich ren); er hat sein Geschäft aufgelöst (aufgegeben);
Waren, Holz, Gepäck [auf einen Wagen] a. b) ( Menschenansammlungen a. (zerstreuen). b) (et- muß ihren Ruf a. 2. (jmdn., sich a.> aufmuntern:
jmdm., sich etwas a.) auf den Rücken, auf die auf (wurde er munter). b) (etwas lebt auf> etwas er versuchte, die anderen mit Späßen ein bißchen
beginnt von neuem: das Gespräch, das was löst sich au) etwas besteht nicht länger: die
Schulter packen: er lud sich den Koffer auf; ü b alten Ordnungen lösten sich auf; die Band shicaht aufzumöbeln; der Besuch, die Reise hat sie auf-
ertr.: er hat mir alle Schuld, die Sorge für die Gewehrfeuer lebte auf; ich ließ dieses Kapitel gemöbelt. 3. (jmdn., sich a.) beleben, aufputschen:
Kinder aufgeladen; sie hat sich viel Arbeit aufge- meines Lebens noch einmal in meiner Phantasie der Kaffee hat mich aufgemöbelt.
a. aufgelöst (zerstreut, verteilt). 4. a)s(twasta.) auf-
laden. 2. a) (etwas a.) elektrisch laden: eine Batte- aufmuntern: 1. (jmdn., etwas a.) a) munter ma-
rie a.; ü b e r t r . : eine emotional, ideologisch auf- auflegen /vgl. aufgelegt/: 1. <etwas a.) etwas auf klär
chen, heiter stimmen: er wollte die anderen mit
etwas legen: den Sattel, eine Decke a.; ein neues klären: ein Rätsel, eine Gleichung a. b) (etwas
geladene Diskussion. b) (etwas lädt sich auf> et- lustigen Geschichten a. b) beleben, aufputschen:
was lädt sich elektrisch: die Zellen laden sich Tischtuch a. (aufdecken); bitte legen Sie noch ein löst sich auf> etwas klärt sich auf: Mißverständ- der Alkohol munterte sie, die Stimmung ein biß-
durch die Sonnenenergie auf. Gedeck auf!; eine Schallplatte a. (zum Abspielen nisse lösen sich auf. * (ugs.:) etwas löst sich in chen auf. 2. (jmdn. a.) ermuntern: jmdn. [mit Zu-
Auflage, die: 1. a) etwas, was man auf etwas auf den Plattenteller legen); Rouge, Make-up a. ( seine Bestandteile auf (etwas fällt auseinander). rufen] zum Weitermachen a.; jmdm. aufmun-
legt: eine A. aus Schaumgummi für die Matrat- auftragen); (auch ohne Akk.) sie hat zu stark aufmachen: 1. (ugs.) a) (etwas a.) öffnen: die ternd zunicken.
zen. b) Schicht: die Bestecke haben eine A. aus aufgelegt (sich zu stark geschminkt) . Holz, Koh- Tür, das Fenster, den Koffer, ein Päckchen, ei- Aufnahme, die: 1. Beginn, Einleitung, Eröff-
Silber. 2. a) Gesamtzahl der auf einmal gedruckten len a. (aufs Feuer legen); (auch ohne Akk.) die nen Brief, eine Flasche a.; er mußte beim Zahn- nung: die A. von Verhandlungen, von diplomati-
Exemplare: wie hoch ist die A.?; die erste A. des Mutter hatte neu aufgelegt (nachgelegt) • den Te- arzt den Mund weit a.; den obersten Knopf, den schen Beziehungen; nach A. des Fernsprechver-
Werkes ist vergriffen; die Zeitung hat eine hohe lefonhörer a. (auf die Gabel legen); <auch ohne Gürtel, den Mantel a.; das Haar a. (lösen); ( kehrs. 2. a) Empfang, Unterbringung: die A. [in
A., eine A. von über einer Million; eine zweite, Akk.> er hat aufgelegt (das Telefongespräch been- jmdm., sich etwas a.) darf ich mir den Kragen a. der Familie] war überaus herzlich; er fand kühle
verbesserte A. vorbereiten; das Buch ist in riesi- det) • (jmdm., sich etwas a.> dem Pferd den Sattel ?; (jmdm. a.) er hat uns nicht aufgemacht (uns A. (wurde kühl aufgenommen); sie bereiteten ihm
gen Auflagen erschienen; Vorwort zur dritten A.; a.; der Priester legte ihm segnend die Hand auf. nicht eingelassen). b) die Geschäftszeit beginnen: eine begeisterte A. (nahmen ihn begeistert auf); er
2. <etwas a.> a) drucken lassen und auf den wann machen die Geschäfte auf?; wir machen
ü b e r t r . : bei der vierten A. des Bergrennens, des morgens um 8 Uhr auf. 2. (ugs.) a) (etwas a.) er- bedankte sich für die freundliche A.; ü b e r t r . :
Boxturniers. b) (Wirtsch.) Fertigungsmenge: die- Markt bringen: einen Roman neu a. b) mit der die A. eines Wortes ins Lexikon. b) Empfangs-
ses Modell ist in einer A. von 7000 Stück zu ha- Herstellung eines Fabrikats beginnen: eine neue öffnen, gründen: ein Geschäft, eine neue Filiale raum: die Kranken mußten in der A. warten. 3.
Serie von etwas a. 3. (Geldw.) (etwas a.> a.; er hat ein Transportunternehmen aufgemacht.
ben. 3. (Papierdt.) auferlegte Verpflichtung, Bedin- b) (etwas macht auf) etwas wird eröffnet, gegrün- Erteilung der Mitgliedschaft, Eintritt: die A. in
gung: jmdm. eine A. erteilen; er erhielt, hat die ausschreiben: eine Anleihe a. einen Verein beantragen; er bemühte sich um die
A., 200 Mark an das Rote Kreuz zu zahlen; die auflehnen: 1. (ugs. landsch.) <sich, etwas a.> det: in letzter Zeit haben hier viele neue Ge- A. seines Sohnes in das Internat. 4. das Leihen,
Mittel wurden mit der A. bereitgestellt, daß ...; aufstützen: er lehnte sich [auf das/auf dem Fen- schäfte aufgemacht. 3. (etwas a.) zurechtmachen, Inanspruchnahme: die A. von Geldern; die A. ei-
wir konnten ohne irgendwelche Auflagen fil- sterbrett] auf. 2. (sich gegen jmdn., gegen etwas effektvoll gestalten: Auslagen, ein Buch hübsch ner Anleihe beschließen. 5. Aufzeichnung, Nie-
a.) sich widersetzen, sich empören: sich gegen den a.; der Artikel war mit folgender Schlagzeile auf-
men; die Strafaussetzung ist mit Auflagen ver- gemacht (Zeitungsw.; als Blickfang versehen):...; derschrift: die A. eines Protokolls, eines Diktats,
bunden; man machte ihm dies zur A. Staat, die bestehende Ordnung, das Unabänder- eines Telegramms; zwei Polizisten waren mit der
auflassen: 1. (ugs.) <etwas a.> geöffnet lassen: liche a.; sie lehnte sich gegen ihr Schicksal auf. der Prozeß wurde von der Parteipresse groß auf- A. des Unfalls beschäftigt; die A. (kartographi-
die Tür, das Fenster, die Schublade a.; er ließ den auflesen: 1. (etwas a.) aufsammeln: Obst, gemacht; sie hatte sich auf jung aufgemacht ( sche Vermessung) eines Geländes. 6. a) das Foto-
Mantel auf. 2. (ugs.) (etwas a.) aufbehalten: den Steine, Papier a. 2. (ugs.) (jmdn. a.> begegnen und ugs.; zurechtgemacht); eine ordinär aufgemachte grafieren, Filmen: Achtung, A.!; bei der A. mit
Hut a. 3. (ugs.) (jmdn. a.) aufbleiben lassen: mitnehmen: wo hast du den bloß aufgelesen? Bardame. 4. (sich a.) sich auf den Weg machen, dem Apparat wackeln. b) Fotografie, Bild: eine
Weihnachten lassen wir die Kinder länger auf. 3. (ugs.) etwas a.> sich holen: eine Krankheit, aufbrechen: sie machten sich in aller Frühe auf; er schöne, [un]scharfe, verwackelte, künstlerische
4. (ugs.) (etwas a.) in die Höhe steigen lassen: ei- Ungeziefer a.; (sich (Dativ) etwas a.) ich habe hatte sich zu einem Spaziergang aufgemacht; A.; der Fotograf machte eine A. von dem Paar.
nen Drachen, Raketen a. 5. (Rechtsw.) (etwas a.) mir einen Schnupfen aufgelesen. sie machten sich endlich auf (schickten sich an), 7. a) Ubertragung auf Tonband, auf Schallplatte:
übereignen, übertragen: ein Grundstück, ein Ei- aufleuchten (etwas leuchtet auf): etwas leuchtet uns zu besuchen. 5. (ugs. landsch.) <et-was a.> die Aufnahmen dauerten drei Stunden; bei der
gentumsrecht a. 6. (bes. südd., österr.) (etwas a.) plötzlich, für kurze Zeit: das Objekt leuchtete auf anbringen, aufhängen: ein Plakat im Fenster a.; A. muß absolute Ruhe herrschen. b) Ton-, Musik-
stillegen: einen Betrieb a. dem Radarschirm auf; die Lampe hat/ist aufge- die Mutter macht die Gardinen auf. aufzeichnung: der Hörbericht wurde als A. gesen-
auflauern (jmdm. a.>: auf jmdn. lauern: er lau- leuchtet; b i l d l . : ihre Augen leuchteten vor Aufmachung, die: Gestaltung, Ausstattung: tne det; sich die A. eines Konzerts noch einmal an-
erte mir (nicht k o r r e k t : mich) auf; er hat ihm Freude auf; ein Gedanke leuchtete in ihr auf. teure A.; sie erschien in eleganter A.; die hören. B. Reaktion: wie war die A. beim Publi-
an der Straßenkreuzung aufgelauert. auflaufen: auflockern: 1. (etwas a.) locker machen: den Blätter berichteten darüber in großer A. kum?; die Sendung fand eine begeisterte A. (
1. a) auf etwas laufen, aufprallen: der Dampfer vertrockneten Boden [mit einer Hacke] a.; aufge- aufmerksam: 1. mit wachen Sinnen, mit Inter- wurde begeistert aufgenommen). 9. das In-sich-
ist [auf ein Riff, auf eine Sandbank] lockerte (leichte) Bewölkung. 2. <etwas a.> a) esse [folgend]: aufmerksame Zuhörer, Beobach- Aufnehmen: die A. der Nahrung.
aufgelaufen; er lief auf seinen Vordermann auf; wechslungsreicher machen: einen Text durch Illu- ter; ein aufmerksames Publikum; der Schüler ist aufnehmen: 1. a) (jmdn., etwas a.) hochnehmen,
Sport: er ließ seinen Gegenspieler a. (veranlaßte strationen a.; den Unterricht durch Gruppenar- immer sehr a.; a. zuhören; einer Darbietung a. aufheben: den Handschuh a.; die Träger hatten den
durch Stehenbleiben einen Zusammenstoß). b) ( beit a.; ein Wohngebiet mit Grünanlagen a.; eine folgen. 2. höflich, zuvorkommend: ein aufmerksa Sarg vom Boden aufgenommen; den Ruck-sack a. (
ugs.) Mißerfolg haben, auf Widerstand stoßen: mit aufgelockerte Bauweise. b) gelöster, unbeschwer- mer junger Mann; das ist sehr a. von Ihnen. * auf den Rücken nehmen); die Mutter nahm das
seinen Ideen lief er bei den Parteigenossen auf; ter machen: der Alkohol hatte die Stimmung auf- jmdn. auf jmdn., auf etwas aufmerksam machen ( Kind auf (nahm es auf den Arm). b) (nordd.) (etwas
wir haben unsere Lehrerin ganz schön a. las-sen. gelockert; er versuchte, durch einen Witz die ge- aufjmdn., auf etwas hinweisen): • [auf jmdn., auf a.) aufwischen: das Wasser mit dem Lappen a. c) (
2. (Sport) a) einlaufen: nur zehn Spieler sind spannte Atmosphäre aufzulockern; sie war auf- etwas] aufmerksam werden (jmdn., etwas bemer- Sport) <etwas a.> an sich nehmen: eine Flanke
aufgelaufen; ins Stadion, zum Training, in neuen gelockerter als sonst. 3. (sich a.) sich locker ma- ken, wahrnehmen). von links direkt a.; der Torwart konnte die
A ufmerksamkeit, die: 1. das Achten auf etwas,
Trikots a.; ü b er t r . (ugs.): er ist zu großer Form, chen: die Läuferlockern sich vor dem Start auf. Rückgabe ungehindert a. 2. (etwas a.> beginnen,
zu Hochform aufgelaufen (hat sich zu einer star- auflösen /vgl. aufgelöst/: 1. a) (etwas a.) zerge- Beachtung, Interesse: die A. der Zuhörer läßt einleiten, eröffnen: den Kampf, die Verfolgung a.;
ken Leistung gesteigert). b) aufrücken: im End- hen lassen: eine Tablette [in Wasser] a. b) (etwas nach; A. für etwas zeigen, bekunden (geh.); der die Spur, eine Fährte a. (zu verfolgen beginnen);
spurt lief er zur Spitzengruppe auf. 3. (sich (Da- löst sich auf) etwas zergeht: das Pulver, der Zuk- Vorfall erweckte, erregte meine A.; die A. auf et- Verhandlungen mit jmdm. a.; diplomatische
tiv) etwas a.) wund laufen: ich habe mir die Füße, ker löst sich in der Flüssigkeit auf; der Nebel hat was richten; jmds. A. fesseln, auf sich ziehen, auf Beziehungen zu einem Staat, mit einem Land a.; er
die Hacke aufgelaufen. 4. (etwas läuft auf) a) et- sich noch nicht aufgelöst. c) (etwas löst sich in et etwas lenken, ablenken; einer Entwicklung A. sc will mit uns Kontakt, Fühlung a.; der
was wächst an, steigt: das Guthaben, das Spar- -was auf> etwas geht in etwas über, verwandelt sich henken, seine A. zuwenden; die Angelegenheit f Fernsprechverkehr ist heute aufgenommen wor-
konto ist durch die Zinsen auf 2000 Mark aufge- in etwas: die Gestalt schien sich in Luft aufgelöst ordert, verlangt, verdient unsere volle, ganze A.; den; die Arbeit, das Training, den Betrieb, ein
laufen; während ihrer Abwesenheit ist die einge- zu haben; alles löste sich in eitel Freude auf. 2. es scheint Ihrer A. entgangen zu sein, daß ...; et- Studium, Gespräche a.; ein Thema (eines Musik-
gangene Post ziemlich aufgelaufen. b) (See- (geh.) a) <etwas a.> aufbinden, aufmachen: eine was mit besonderer, wachsender, erhöhter, ges stücks), einen Gedanken, eine Anregung a. (auf-
mannsspr.) etwas steigt[mit der Flut]: das Wasser Verschnürung, das Haar a.; sie saß da mit aufge- pannter A. verfolgen. 2. Höflichkeit, Zuvorkomm greifen und weiterführen). 3. (es mit jmdm., mit et-
läuft auf; auflaufendes Wasser. lösten Haaren. b) (etwas löst sich auf) etwas geht enheit: er umgab sie mit A. 3. kleines Geschenk: was a.) die Auseinandersetzung nicht scheuen, sich
aufleben: a) neues Leben, frische Kraft bekom- auf: die Schleife, ihre Frisur löste sich auf. 3. a) ( ich habe Ihnen eine kleine A. m.tgebracht. . messen: mit dem nehme ich es [im Trinken] noch
auf möbeln (ugs.): 1. (etwas a. instand setzen, au
men: die Pflanzen leben nach dem Regen auf; etwas a.) etwas nicht länger bestehen lassen: ei- allemal auf. 4. (jmdn. a.) empfangen, unterbringen:
der Kranke lebte durch den Besuch sichtlich auf; nen Haushalt, den Landtag a.; eine Verlobung a. ( fpolieren: einen alten Kahn a; iü b e r t r : seine jmdn. freundlich, höflich, liebenswürdig,
Italienis chkenntnisse wieder a ; . die Mannschaft
aufheben); einen Vertrag a. (für ungültig erklä-
aufoktroyieren 92 93 aufrührerisch

kühl a.; Flüchtlinge [bei sich, in seinem Haus] a.; was wühlt etwas auf: der Sturm peitscht das Reich a. 3. a) (jmdn. a.) trösten: einen Verzweifel
Meer, die Wellen auf. 2. (jmdn., sich, etwas a.) der Lärm, regen dieser Kerl egtimichr
in ein/in einem Krankenhaus aufgenommen wer- der auf; das braucht ten durch Zuspruch a.; diese Hoffnung richtete
den; er konnte in dem Hotel nicht mehr aufge- stark erregen: die Musik peitschte die Sinne auf; ihn auf. b) (sich a.) wieder Mut schöpfen: ich habe
nommen werden. 5. a) (jmdn. a.) die Mitglied- er peitschte sich mit/durch Kaffee auf; (auch dich nicht weiter aufzuregen (zu beunruhigen); mich an ihm, seinem Zuspruch aufgerichtet.
schaft gewähren; ein-, beitreten lassen: jmdn. als ohne Akk.) der harte Beat peitscht auf; aufpeit- ein aufregendes Erlebnis; der Film war nicht be- aufrichtig: ehrlich, dem innersten Gefühl, der ei-
Teilhaber in sein Geschäft a.; sein Sohn wurde in schende Reden. sonders aufregend (ugs.; nur mittelmäßig); vor genen Uberzeugung entsprechend: ein aufrichtiger
die Schule, in den Sportverein aufgenommen. b) aufpflanzen: 1. (etwas a.) a) aufstellen, aufrich- der Prüfung war sie sehr aufgeregt. 2. (sich a.> in Mensch; aufrichtige Anteilnahme, Bewunde-
(jmdn., etwas in etwas a.> in etwas mit hinein- ten: eine Fahne a. b) aufstecken: das Seitenge- Erregung geraten: sich entsetzlich a.; sich rung; dieses Ja war a.; er ist nicht immer ganz a.;
nehmen, mit einbeziehen: ein Stück in den Spiel- wehr a. 2. (ugs.) (sich a.; mit Raumangabe) sich künstlich (ugs.; ohne Grund, übertrieben) a.; der sich a. freuen; etwas a. bedauern; es a. mit jmdm.
plan a.; dieser Punkt ist in die Tagesordnung auf- großspurig hinstellen: er pflanzte sich vor ihm, am Kranke darf sich nicht a. 3. (sich über jmdn., meinen; es tut mir a. leid; a. gesprochen; (a. ge-
genommen worden; der Pfarrer nahm sie in sein Eingang des Saals auf. über etwas a.) sich ereifern und entrüsten: die gen jmdn./gegenüber jmdm./zu jmdm. s.) mir ge-
Gebet mit auf. 6. (etwas nimmt jmdn., etwas auf) aufplatzen (etwas platzt auf): etwas platzt aus- ganze Nachbarschaft regt sich über diesen genüber, zu mir war er immer a.
etwas bietet Platz für jmdn., für etwas, faßt etwas: einander: die Knospen platzen auf; die Naht, das Hausmeister, über diese Ruhestörungen auf. aufrollen: 1. a) (etwas a.) auf eine Rolle, zu einer
eine Gondel der Seilbahn nimmt 40 Personen Kleid ist aufgeplatzt. Aufregung, die: a) heftige Gefühlsbewegung, Rolle wickeln: ein Seil, ein Kabel a.; sie rollten
auf; ü b e r t r . : der Arbeitsmarkt nimmt noch aus- aufplustern: 1. a) (etwas a.> aufblähen: die Erregung: die Aufregungen der letzten Wochen den Teppich auf und trugen ihn weg; die Armel,
ländische Arbeitskräfte auf. 7. <etwas a.> in sein Henne plustert ihre Federn auf. b) (sich a.> die haben mich krank gemacht; nur keine A.! (ugs.); Hosenbeine a. (aufkrempeln); (jmdm., sich etwas
Bewußtsein dringen lassen, erfassen: ich wollte Federn aufblähen: die Vögel plustern sich auf. A. verursachen; Aufregungen durchmachen, a.> ich habe mir die Haare aufgerollt (auf Locken-
neue Eindrücke, die Atmosphäre [in mich/in mir] 2. (ugs. abwertend) (sich a.> sich wichtig tun: wie überstehen; alle Aufregungen von dem Patienten wickler aufgedreht). b) (etwas rollt sich auf) etwas
a.; das Gedächtnis der Kinder kann das alles so der sich wieder aufplustert. fernhalten; in A. versetzen, geraten; in der A. rollt sich zusammen: der Läufer hat sich aufge-
rasch gar nicht a.; (auch ohne Akk.) der Schüler aufprallen (auf jmdn., auf etwas a.): heftig auf- hatte ich alles vergessen; in großer, ängstlicher, rollt. 2. a) (etwas a.) auseinanderrollen: einen
nimmt leicht, schwer, schnell auf. S. (etwas a.> treffen: das Auto prallte auf den parkenden Lkw fieberhafter A. sein, sich befinden; vor A. stot- Stoffballen, einen Teppich a. b) (etwas rollt sich
et-was in sich hineinnehmen, aufgehen lassen: der auf; das Flugzeug war auf das/(seltener:) auf tern; kein Grund zur A. b) Unruhe, Durcheinan- auf> etwas rollt auseinander, entfaltet sich: der
Rasen hat das Wasser aufgenommen; die Zellen dem Wasser aufgeprallt und zerschellt. der: es herrschte große A.; alles war in heller A. Film, das Transparent hat sich aufgerollt. 3. (et-
nehmen aus der Gewebsflüssigkeit Sauerstoff aufprobieren (etwas a.): probeweise aufsetzen: aufreiben: 1. <sich (Dativ) etwas a.> sich etwas was a.> etwas in seiner Entwicklung verfolgen und
auf; der Kranke nimmt wieder Nahrung auf ( einen Hut, eine Sonnenbrille a. wund reiben: sich die Hände [beim Waschen], die zur Sprache bringen, klären: ein Problem, eine
nimmt sie wieder zu sich). 9. (etwas a.) leihen, aufpulvern (ugs.): a) (jmdn., etwas a.>: anregen: Hacken a. 2. (jmdn., etwas a.) vernichten, kampf- Frage a.; der Prozeß wurde vor dem Schwurge-
Geld in Anspruch nehmen: Geld, eine Anleihe a.; sie pulverten sich mit Kaffee, mit Tabletten auf; unfähig machen: die Truppen wurden in der richt noch einmal aufgerollt. 4. (militär.) (jmdn.,
eine Hypothek auf das Haus a. 10. (etwas a.; mit er wollte die Moral der Truppe a. (neu beleben). Schlacht völlig aufgerieben. 3. a) (jmdn., etwas a.) etwas a.) von der Seite her nehmen: die feindli-
Artangabe) in bestimmter Weise Stellung nehmen, b) (etwas pulvert auf) etwas wirkt anregend: Kaf- zermürben, aufzehren, zerstören: die Arbeit reibt chen Stellungen, Schützengräben a.; ü b e r t r . (
reagieren: einen Vorschlag freundlich, kühl, bei- fee pulvert auf. ihn, seine Kräfte, seine Gesundheit völlig auf; Sport): das Teilnehmerfeld von hinten a.
fällig, mit Zurückhaltung a.; die Rede wurde aufraffen: 1. (etwas a.) raffend aufnehmen: Pa- eine aufreibende Tätigkeit. b) (sich a.> seine aufrücken: 1. nachrücken, aufschließen: bitte a.!
übel aufgenommen; wie hat er es, die Nachricht, piere, Geldstücke [vom Boden] a.; den Rock a. Kräfte völlig verbrauchen: die Mutter reibt sich ; die anderen Wartenden rückten näher auf. 2.
das Ganze aufgenommen?; das Publikum nahm (hochraffen). 2. (sich a.) mühsam aufstehen: ob- mit der Sorge für die Kinder auf; du reibst dich aufsteigen: in eine höhere Klasse, zum Abtei-
das Stück wohlwollend auf. 11. a) (etwas a.) auf- wohl schwer verwundet, raffte er sich wieder auf [bei dieser Arbeit, in einem Beruf] auf. lungsleiter a.; er ist rasch aufgerückt.
zeichnen, niederschreiben, festhalten: ein Proto- und flüchtete. 3. (sich a.) seine Kräfte zusammen- aufreißen: 1. <etwas a.) ruckartig öffnen: das Aufruf, der: 1. das Aufrufen: Eintritt nur nach
koll, ein Diktat, ein Telegramm a.; der Polizist nehmen, um etwas zu tun; sich mühsam entschlie- Fenster, die Wagentür a.; (jmdm. etwas a.) er riß A.!; beim nächsten A. war er an der Reihe. 2. öf-
nahm seine Personalien, den Unfall auf; Waren- ßen: er raffte sich aus seinen Träumen auf; er ihm die Tür auf. b) (Verschlossenes) öffnen: einen fentliche Aufforderung: einen A. an die Bevölke-
bestände a.; ein Gelände [in einer genauen Karte] kann sich zu keiner Antwort, zu keiner Entschei- Brief, eine neue Schachtel Zigaretten a. c) rung erlassen, richten; an den Mauern waren
a. (kartographisch festhalten). b) (jmdn., etwas a.) dung a.; schließlich raffte sie sich dazu auf, doch chen: die Arbeiter rissen den Straßenbelag auf. Aufrufe angeschlagen.
fotografieren: das junge Paar, die siegreiche noch ans Telefon zu gehen; wir müssen uns end- d) auseinanderreißen, ein Loch in etwas reißen: aufrufen: 1. a) (jmdn., etwas a.) laut nennen, aus
Mannschaft [für die Zeitung] a.; ein Motiv a.; ich lich a. und zu einem Entschluß kommen. der Rumpf des Schiffes wurde aufgerissen; der einer Menge herausrufen: die Schüler dem
aufragen: in die Höhe ragen: die Türme der Wind reißt die Wolken, den Himmel auf; ( Alpha-bet nach, einzeln, in Gruppen a.; sein
habe mehrere Bilder aufgenommen. Stadt ragten [in den, zum Himmel] auf; der jmdm., sich etwas a.) er hat sich den Anorak auf-
c) (etwas a.) Name, seine Nummer wurde aufgerufen;
Stumpf hat etwa einen Meter hoch aufgeragt. gerissen. 2. (etwas reißt auf) etwas reißt auseinan- endlich wird unser Flug nach Rom aufgerufen.
auf einer Schallplatte, auf Tonband festhalten: ein aufräumen: 1. (etwas a.) a) Ordnung in etwas der: die Wunde, die Naht ist aufgerissen; die
Konzert a.; eine neue LP a.; die Telefongesprä- b) (Rechtsw.) (jmdn. a.) öffentlich auffordern,
bringen: ein Zimmer, den Keller a.; er räumte sei Wolkendecke reißt auf. 3. (Sport) (etwas a.) die sich zu melden: Zeugen, unbekannte Erben a. 2. (
che sind auf Band aufgenommen worden. nen Schreibtisch auf; (auch ohne Akk.) ich muß gegnerische Deckung auseinanderziehen: der Mit
aufoktroyieren (geh.) (jmdm., einer Sache et- jmdn. zu etwas a.) zu etwas öffentlich auffordern:
noch a. (Ordnung machen). b) wegräumen: die telfeldregisseur riß mit Direktpässen die Abwehr die Bevölkerung zu Spenden, zum Widerstand a.;
was a.): aufzwingen: dem Staat eine neue Verfas Kinder müssen noch die Spielsachen a. 2. (ugs.) auf. 4. (Technik) (etwas a.) einen Aufriß von
sung a.; er wollte mir seine Meinung a. er rief sie auf, die Aktion zu unterstützen. 3. (geh.)
Opfer fordern: die Seuche hat unter den Truppen etwas anfertigen: ein Haus a. 5. (etwas a.) in (etwas a.) wachrufen: das Interesse, neue Kräfte a.
aufopfern: 1. (sich a.): sich ohne Rücksicht auf furchtbar aufgeräumt. 3. (mit jmdm., mit etwas großen Zügen darstellen: ein Thema, ein Problem,
die eigene Person einsetzen: die Mutter opfert sich Aufruhr, der: 1. a) Aufgewühltsein, Bewegtheit:
a.) mit etwas Schluß machen: mit der Vergangen- eine Geschichte a. 6. (ugs.) a) (jmdn. a.) jmds.
für die Familie auf; adj. P a r t . : aufopfernde die ganze Natur war in A.; ein A. der Elemente (
heit, mit überholten Begriffen a.; wir wollen mit Bekanntschaft suchen, um geschlechtlich zu geh.; Unwetter) brach los. b) heftige Erregung:
Liebe, Freundschaft; aufopfernd für jmdn. sor- diesem Vorurteil a.; der Staat hat mit den Verbre- verkehren: wo können wir heute abend hingehen,
gen. 2. (selten) (jmdn., etwas a.) opfern, hingeben: jmdn. in A. versetzen, bringen; in einem A. der
chern, mit dem Rauschgifthandel aufgeräumt. um jemanden aufzureißen?; in der Disko hat er Leidenschaften; seine Gefühle gerieten in A. 2.
Tausende hat er für sein Machtstreben, hat er aufrecht: 1. aufgerichtet, gerade: ein aufrechter sich die letzte Tussi aufgerissen. b) (etwas a.)
den Zielen der Revolution aufgeopfert. Zusammenrottung gegen die Staatsgewalt; Empö-
Gang; in aufrechter Haltung; a. sitzen, stehen; er sich etwas verschaffen: einen Job, eine neue rung: der A. bricht los; den A. unterdrücken, er-
aufpassen: 1.a) aufmerksam sein, achtgeben: in hielt sich trotz seines hohen Alters sehr a. 2. ehr- Wohnung a.
der Schule, beim Unterricht, an der Straßenkreu- a ufreizen: 1. (jmdn. a.) aufwiegeln: zum Klas- sticken; das ganze Land kam, geriet in A.; das
lich, rechtschaffen: ein aufrechter Charakter, ein Land steht in offenem A.
zung a.; auf der Straße, im Straßenverkehr aufrechter Demokrat; eine aufrechte Gesinnung. senhaß a.; die Belegschaft a. 2. in herausfordern-
scharf, höllisch (ugs.), wie ein Schießhund (ugs.), aufrühren: 1. (etwas a.) rührend hochwirbeln:
sich nicht mehr/kaum noch aufrecht halten kön- der Weise erregen: sie reizt mit ihrem Benehmen Teeblätter, Schlamm a. 2. (geh.) a) (etwas a.) wek-
wie ein Luchs a.; auf die Verkehrszeichen a.; er nen (so erschöpft sein, daß man sich hinlegen oder die Männer auf; ein aufreizender Gang, Anblick.
paßte genau auf, daß alles klappte; aufgepaßt! ( auf richten: 1. (jmdn., sich, etwas a.) in die Höhe ken, hervorrufen: das Erlebnis rührte Leiden-
hinsetzen mu/3). schaften auf. b) (jmdn. a.) stark bewegen: der Be-
Achtung, Vorsicht!); paß auf (ugs.; du wirst se- aufrechterhalten <etwas a.>: bestehenbleiben ri chten: einen Gestürzten a.; den Oberkörper a.;
hen), das ändert sich. b) (auf jmdn., auf etwas a.) richt hat ihn im Innersten aufgerührt. 3. (etwas a.)
lassen, beibehalten: die [öffentliche] Ordnung a.; der Hund richtete die Ohren auf; sich mühsam, erneut zur Sprache bringen: die Vergangenheit,
achthaben: auf die Kinder a.; er sollte auf die Kontakte a.; er erhielt sein Angebot, seinen Ent- aus seiner gebückten Haltung, hoch, zu voller G
Gans im Ofen a. 2. (ugs. landsch.) (jmdm. a.> auf- eine dumme Geschichte a.
schluß, seine Behauptung aufrecht. röße, an jmds. Arm, mit fremder Hilfe a.; der K
lauern: er paßte ihm an der Ecke auf. ranke richtete sich im Bett auf. 2. (etwas a:> er-ri aufrührerisch: a) zum Aufruhr anstachelnd: ein
aufpeitschen: 1. (etwas peitscht etwas auf> et- chten: ein Gerüst, einen Wall a.; ü b e r t r . : ein
aufrunden 9 4 aufsitzen
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harter, weicher, angeschnittener A.; der A. ging — Aufschluß, beder: r AufkIdrung, Belehrung, tern aufgeschwungen. 3. (etwas schwingt auf> et-
aufrührerischer Geist; er hielt aufrührerische Re- Unter- was öffnet sich schwingend: die Tür zur Halle
den. b) in Aufruhr befindlich: aufrührerische Stu- ins Aus; A. haben; den A. abgeben, verlieren. 3.
denten, Volksmassen. umgeschlagener [aufgesetzter] Teil an Klei- richtung: jmdn., über jmds. schwang weit auf.
aufrunden (etwas a.): nach oben abrunden: eine dungsstücken: eine Uniform mit grünen Auf- erlangen, bekommen, erhalten; er gab Aufschwung, der: 1. (Sport) das Sichauf-
Summe a.; 98,5 auf 100 a. schlägen; Hosen ohne A.; die Aufschläge aus- ihm A. über seine Vermögensverhältnisse. schwingen: ein A. am Reck. 2. (geh.) innerer Auf-
aufrüsten ([etwas] a.>: die Kampfkraft erhöhen: bürsten. 4. Verteuerung eines Preises: Aufschläge aufschlüsseln (jmdn., etwas a.): nach einem trieb: ein A. der seelischen Kräfte; die Anerken-
Streitkräfte atomar a.; statt abgerüstet wurde für Luxusartikel; der A. beträgt 50%; bei Teilzah Schlüssel aufteilen, aufgliedern: Produktionsko- nung gab ihm [einen] neuen A. 3. lebhafte Auf-
weiter aufgerüstet; ü b e r t r . : die Ampeln muß- lung muß ein A. gezahlt werden. sten a.; wir haben die Wähler nach Alters- und wärtsentwicklung: ein lebhafter, ungeahnter A.
ten für etwa 100 Millionen Mark aufgerüstet wer aufschlagen: 1. im Fall hart, heftig auftreffen: Berufsgruppen aufgeschlüsselt. aufschlußreich: der Wirtschaft; der [wirtschaftliche] A. blieb aus;
-den; anläßlich des Jubiläums will die Stadt a. auf das/auf dem Wasser a.; er ist mit dem Hinter- informativ, lehrreich: eine aufschlußreiche die Naturwissenschaften nahmen, erlebten, er-
aufrütteln (jmdn. a.>: wachrütteln: er rüttelte kopf auf die/auf der Kante aufgeschlagen. Aufstellung, Statistik; Ihr Be- fuhren (geh.) einen rapiden, stürmischen A.
ihn [aus dem Schlaf] auf; ü b e r t r . : seinen 2. (Sport) mit einem Schlag das Spiel einleiten: aufsehen: 1. aufblicken: ärgerlich [zu jmdm.],
Freund aus der Gleichgültigkeit a.; er rüttelte mit hart, plaziert a.; unsere Mannschaft schlägt auf. verstohlen, verwundert a.; er sah von der Zeitung
seinen Worten das Gewissen der Welt auf. 3. a) (etwas a.) schlagend öffnen: ein Ei am auf; sie sieht nicht von der Arbeit auf (läßt sich
as schnappt auf> etwas nicht stören). 2. <zu jmdm. a.> bewundernd vereh-
aufs: auf das: a. Siegerpodest steigen; a. neue; Teller-rand, mit dem Löffel a.; die Kinder
ariuchfst cwhanr afüpr puenns: s1e. hr (eatw. ren: er ist doch noch tatsächlich der Meinung,
a. äußerste; bis a. Blut. schlugen das Eis auf (schlugen ein Loch in die
aufsagen: 1. (etwas a.) Auswendiggelerntes vor- Eisdecke). b) (jmdm., sich etwas a.) [durch einen die Frau müßte zu ihrem Mann a.; voll Dankbar-
Schlag] verletzen: ich habe mit das Knie springt auf: die Tür schnappt auf; das Koffer- keit, bewundernd zu seinem Lehrer a.
tragen: das Vaterunser, ein Gedicht, das Einmal- schloß ist aufgeschnappt. 2. (etwas a.) mit dem Aufsehen, das: große Verwunderung, Aufre-
eins a. 2. (geh.) (jmdm. etwas a.> für beendet aufgeschlagen; er schlug seinem Gegner die Maul auffangen: der Hund schnappte das Stück
erklären: er hat mir die Freundschaft aufgesagt; Augenbraue auf. 4. a) (etwas a.) öffnen: eine gung; allgemeine, starke Beachtung: es entstand
Zeitung, ein Buch a.; eine Stelle in einem Buch a. Wurst auf. 3. (ugs.) (etwas a.) zufällig hören, er- ein unliebsames A.; jedes A. scheuen, vermei-
sie haben ihm den Gehorsam aufgesagt ( fahren: eine Neuigkeit a. den; er hat mit seinem Buch ungeheures A. er-
verweigert). aufsammeln: 1. (etwas a . ) einzeln (aufblättern); das Bett a. (aufdecken); das Klavier aufschneiden: 1. (jmdn., etwas a . ) durch einen regt; der Prozeß machte einiges A., ging ohne A.
aufheben [und zusammentragen]: Papierfetzen, a. (den Klavierdeckel aufklappen); die Augen a.; Schnitt öffnen: einen Knoten [mit der Schere], ei-
Geldstücke a.; er sammelte die Stummel vom den Blick a. (nach oben richten). b) (etwas über die Bühne; seine Rede verursachte viel A.
Boden auf. 2. (ugs.) (jmdn. a.) auffinden und schlägt auf) etwas öffnet sich: die Fensterläden nen Gipsverband, ein Geschwür a.; (jmdm., sich aufsein (ugs.): 1. (etwas ist auf) etwas ist geöff-
schlugen auf. 5. (selten) (etwas a.> hoch-, etwas a.) einem Tier den Bauch a.; er hat sich an net: das Fenster, die Tür, der Schrank ist auf; die
mitnehmen: die Ausreißer wurden im der Scherbe den Fuß aufgeschnitten. 2. (etwas a.) Geschäfte sind heute nur bis 14 Uhr auf. 2. aufge-
Hafenviertel aufgesammelt; aus der Gosse hat umschlagen: bei der Arbeit die Armel a.; mit in Scheiben, in Stücke schneiden: Wurst, Schin-
sie ihn aufgesammelt. Aufsatz, der: 1. aufgeschlagenem Kragen. 6. (etwas a.> standen sein: ob die Kinder schon auf sind?; der
aufstellen, aufbauen: ein Bett auf dem Sofa, ken, Kuchen a.; aufgeschnittener Braten. 3. (ugs.) Kranke ist gestern aufgewesen; um 12 Uhr waren
aufgesetztes Stück, Aufbau: der A. des Büfetts. 2. prahlen: die Matrosen schnitten mächtig, fürch- wir noch auf (wach).
a) kürzere schriftliche Arbeit über ein vorn Lehrer einen Liegestuhl, ein Zelt, Gerüste a.; b i l d l . :
sein Quartier, seine Residenz irgendwo a.; er hat terlich auf; der hat aber aufgeschnitten! aufsetzen: 1. (etwas a.) a) etwas auf etwas set-
gestelltes Thema: der A. hat das Thema ...; einen
seinen Wohnsitz in Berlin aufgeschlagen (sich in aufschrauben (etwas a.): 1. a) etwas Zuge- zen: den Hut, die Brille, eine Maske a.; (jmdm.,
A. schreiben; der Lehrer korrigiert die schraubtes öffnen: das Marmeladenglas, die sich etwas a.) er hatte sich eine Maske aufgesetzt;
Aufsätze. b) [wissenschaftliche] Abhandlung: ein Berlin niedergelassen). 7. <etwas schlägt auf> Thermosflasche a. b) durch Schrauben lösen: den
wissenschaftlicher A. Ober die Jugend- etwas schlägt in die Höhe: Flammen schlugen aus ein Mantel mit aufgesetzten (aufgenähten) Ta-
dem Dach auf. B. (Kaufmannsspr.) a) ([etwas] a. Deckel a. 2. a) schraubend schließen: den Deckel schen; ü b e r t r . : ein Lächeln, eine strenge, feier-
kriminalität; für eine Fachzeitschrift einen A. [auf das Glas], einen Verschluß a. b) mit Hilfe von liche Miene a. (bewußt zeigen); eine aufgesetzte
schreiben, abfassen; einen A. in einer Zeitschrift > den Preis erhöhen: die Händler haben [die
Preise/mit den Preisen] wieder aufgeschlagen. b) Schrauben befestigen: der Tischler hat eine Leiste [ (unechte) Fröhlichkeit. b) auf den Herd stellen:
unterbringen, veröffentlichen. auf das Brett] aufgeschraubt. das Essen, einen Topf a. c) niedersetzen: den
aufsaugen: 1. (etwas saugt etwas auf> etwas (etwas auf etwas a.) als Aufschlag hinzurechnen: aufschreiben: 1. (etwas a.) schriftlich festhalten,
nimmt etwas [saugend] in sich auf: der Schwamm die Lager-gebühren werden auf diese Summe Tonarm [auf die Schallplatte] a.; den Fuß vor-
aufgeschlagen. c) (etwas schlägt auf) etwas niederschreiben: seine Beobachtungen, seine sichtig, fest a. d) auf die Erde, an Land bringen:
saugte die Flüssigkeit auf; ü b er tr .: die Kleinbe- Gedanken a.; ich habe alles, was ich erfahren der Pilot setzte die Maschine hart, weich, sicher
triebe wurden von den Großbetrieben aufgeso- verteuert sich, wird teurer: die Butter schlägt [ habe, aufgeschrieben; (jmdm., sich etwas a.) sich
gen/aufgesaugt; sie saugte den Wissensstoff be- um 10 Prozent] auf; die Preise haben/(seltener:) auf die Piste auf; S e e m a n n s s p r . : ein Boot a. (
sind aufgeschlagen. 9. (Stricken) (etwas a.) eine einen Namen, eine Telefonnummer a.; ich habe auf den Strand setzen). 2. auf etwas treffen, eine
gierig auf. 2. (geh.) (etwas saugt jmdn. auf> etwas dir die Abfahrtzeiten aufgeschrieben. 2. (ugs.) ( Unterlage, den Boden berühren: der Tonarm (des
nimmt jmdn. ganz in Anspruch, absorbiert jmdn.: bestimmte Anzahl Maschen als erste Reihe auf die jmdm. etwas a.> auf ein Rezept schreiben, verord-
die Arbeit sog/saugte mich auf. Nadel nehmen: für den Rücken einer Strickjacke Plattenspielers) setzt auf; das Auto setzte mit der
aufschließen nen: „Ich werden Ihnen mal etwas aufschreiben” Hinterachse auf; das Flugzeug hatte elegant auf
aufschauen: 1. (bes. südd., österr., schweiz.) 120 Maschen a. /vgl. , sagte der Arzt; der Doktor hat mir ein neues der/(seltener:) auf die Landebahn aufgesetzt. 3.
aufblicken: erstaunt, gedankenverloren a.; zum aufgeschlossen/: 1. <etwas a.> etwas Mittel aufgeschrieben. 3. (ugs.) (jmdn. a.) wegen
Himmel a.; er schaute von seinem Buch auf. 2. Verschlossenes öffnen, zugänglich machen: die (jmdn., sich a.) aufrichten und aufrecht hinsetzen:
Tür, den Schrank, die Kassette a.; er schloß das einer Übertretung jmds. Personalien notieren: der der Kranke setzte sich im Bett auf; die Mutter
<zu jmdm. a.> bewundernd verehren: er hatte im- Polizist schrieb ihn auf. 4. (landsch.) ([et. was) a.> hatte das Kind aufgesetzt. 4. (etwas a.> entwerfen,
mer zu seinem Vater aufgeschaut. Zimmer mit einem Nachschlüssel auf; (jmdm. bis zur Bezahlung notieren, anschreiben: wir
aufschieben (etwas a.): 1. a) durch Schieben öff- etwas a.) sie schloß ihrer Nachbarin die Tür auf; abfassen; niederschreiben: ein Schreiben, einen
ü b e r t r . : der Lehrer hat den Schülern den Sinn lassen a. Vertrag, den Text für eine Annonce a.; der
nen: eine Tür, eine Luke a. b) zurückschieben:
des Gedichts aufgeschlossen (geh.; er-klärt). 2. ( Aufschub, der: Zurückstellung, Verschiebung: ein Rechtsanwalt hatte das Testament aufgesetzt. 5. (
den Riegel a. 2. hinausschieben, zurückstellen: A. ist nicht möglich; A. der Wahl beantragen; A. Jägerspr.) ([etwas] a.) das neue Geweih bilden:
eine Reise a.; eine Entscheidung auf den, bis zum geh.) a) (jmdm. etwas a.) offenbaren, mitteilen: beim Gericht erwirken; die Sache duldet, ver-
nächsten Tag a.; die Sache läßt sich nicht länger einem Menschen sein Herz a.; er hat mir seine der Hirsch hat [ein neues Geweih] aufgesetzt.
geheimsten Gedanken aufgeschlossen. b) (sich trägt, leidet (geh.) keinen A.; einem Schuldner A. Aufsicht, die: 1. Beaufsichtigung, Kontrolle: die
a.; R: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. geben, bewilligen, gewähren; um einen A. von 4 A. Ober jmdn., über etwas haben; zwei Lehrer
aufschießen: 1. a) (etwas schießt auf) etwas be- jmdm. a.) sich erschließen, sich offenbaren: eine Wochen/um 4 Wochen A. bitten; wir mußten ihn ha-ben, führen [die] A. auf dem Schulhof; die
wegt sich rasch nach oben: Flammen schossen aus neue Welt schloß sich ihm auf; ich habe mich ohne A. (unverzüglich) bezahlen.
dem brennenden Dach auf; ein Wasserstrahl meinem Freund aufgeschlossen. 3. (Berg- a ufschwatzen (ugs.) (jmdm. etwas a.): jmdn.
A. übernehmen; die Kinder sind tagsüber ohne
I4 schießt auf. b) schnell wachsen, größer werden: mannsspr.) (etwas a.) erschließen: Erdgas, Uran- A.; unter polizeilicher A. stehen, sein; jmdn.
vorkommen a. 4. (etwas a.) a) (Hüttenwesen) auf- durch Zureden dazu bringen, daß er etwas kauft, ü unter ärztliche A. stellen. 2. aufsichtsführende
die Saat ist nach dem Regen aufgeschossen; ein bernimmt: sich nichts a. lassen; der Vertreter hat Person, Stelle: die A. auf dem Bahnsteig um
lang, hoch aufgeschossener Junge. c) hochfahren: bereiten: Erze a. b) (Biol., Chemie) löslich ma- mir einen Staubsauger aufgeschwatzt.
wütend schoß er von seinem Stuhl auf. 2. (geh.) ( chen, auflösen: Eiweiß a.; die Körpersäfte schlie- auf schwingen: 1. (sich a.) sich in die Höhe sc
Auskunft bitten; Leihscheine gibt es bei der A. im
etwas schießt in jmdn. auf.) etwas entsteht plötz- ßen die Nahrung auf. 5. an jmdn. heranrücken: Lesesaal. aufsitzen: 1. a) sich auf ein Reittier
bitte a.!; die Truppenabteilung schloß auf; hwingen: der Bussard schwingt sich [in die Luft] setzen: er saß auf und ritt los; die Abteilung war
'I lich: Angst schoß in ihm auf. auf. 2. (sich zu etwas a.) a) sich hocharbeiten: er aufgesessen. b) sich auf ein Fahrzeug setzen:
Aufschlag, der: 1. das Aufschlagen, Aufprall: ein S p o r t : der Europameister hat zu der Spitzen- hat sich zum Klassenbesten, zur Welt-klasse auf dem Rücksitz [des Motorrads] a.; er hat
dumpfer, harter A.; die Maschine explodierte gruppe aufgeschlossen; ü b e r t r . : wir bemühen aufgeschwungen. b) sich eigenmächtig zu etwas
beim A. 2. (Sport) spieleinleitender Schlag: ein uns, in der Hochtechnologie zu den Japanern seinen Freund
und Amerikanern aufzuschließen. machen: er will sich hier zum Richter a.; er hat
sich zum Wortführer aufgeschwungen. c) sich
aufraffen; sich zu einem Entschluß a.; mein
Freund hat sich endlich zu einem Besuch der El-
aufspannen 96 97 Auftrag
hinten a. lassen. 2. (ugs.) nicht zu Bett gehen, wach gen die fremden Truppen [mit Hetzreden] auf. b) diese Sache aufgestoßen. + (ugs.:) etwas stößt
bleiben: ich habe über meiner Arbeit nächtelang, (geh.) (jmdn., etwas a.) anspornen: der Lehrer gestuft . 5. (geh.) etwas fragt auf jmdm. sauer/übel auf (etwas verärgert jmdn.).
die ganze Nacht, bis zum Morgen aufgesessen. 3. stachelte den Ehrgeiz der Schüler auf; sie wollte gen auf. 5. (geh) <etwas steigt auf> ragt auf aufstreben: 1. (geh.) (etwas strebt auf) etwas
(ugs.) aufgerichtet sitzen: der Patient saß im Bett die Schüler zu größerem Eifer a. erhebt sich: ein Bergmassiv steigt gewaltig auf; steigt in die Höhe: überall strebten neue Bauten
auf. 4. (Seemannsspr.) auf Grund geraten, Aufstand, der: Empörung, Aufruhr, Erhebung: ein vor ihnen stieg die Fassade der Kathedrale auf. auf; ein steil aufstrebendes Bergmassiv. 2. (ge-
festsitzen: wir saßen [auf einer Sandbank] auf. 5. ( bewaffneter, organisierter A. des Volkes; ein A. aufstellen: 1. a) <etwas a.> hinstellen: eine Falle, wöhnlich im 1. Part.) vorwärtskommen: ein auf-
jmdm., einer Sache a.) sich täuschen /assen: einer droht, bricht aus, bricht los, scheitert; einen A. Tische und Stühle, die Kegel a. b) (etwas a.) auf- strebendes Entwicklungsland; eine aufstrebende
Lüge, einem Irrtum, Schwindel, einer Fälschung, planen, vorbereiten, niederschlagen; er gab das bauen: ein Gerüst, eine Baracke a. c) (jmdn., sich Stadt; aufstrebende Talente.
einem Gerücht a.; ich bin diesem Schwindler, Signal zum A. gegen den König; ü b e r t r . : wenn a , > postieren: sich paarweise, in Reih und Glied, aufstützen (sich, etwas a.): etwas auf etwas stüt-
Betrüger aufgesessen. 6. (jmdn. a. lassen) im der Chef das erfährt, macht er einen A. der Größe nach a.; er hatte sich mit seiner Frau zen: die Arme, sich [mit den Ellbogen] a.; sie
Stich lassen, vergeblich warten lassen; anführen: der aufständisch: im Aufstand befindlich: aufstän- vor dem Eingang aufgestellt; Wachen, Posten a. hatte den Kopf auf die/(selten:) auf der Tisch-
Handwerker hat uns a. lassen; seine Freundin ließ dische Bauern; s u b s t : gegen Aufständische 2. (etwas a.) hochstellen, aufrichten: den Mantel- kante aufgestützt.
ihn gehörig a. kämpfen. kragen a.; der Hund stellte die Ohren auf. b) (et- aufsuchen: 1. (jmdn., etwas a.) sich irgendwo-
aufspannen: (etwas a.> a) öffnen, ausbreiten und aufstechen (etwas a.): a) durch einen Stich öff- was stellt sich auf) etwas richtet sich auf: die Bor- hin, zu jmdm. hinbegeben: einen Bekannten a.; ei-
spannen: den Regenschirm a.; die Feuerwehrleute nen: ein Geschwür, eine Blase a.; (jmdm., sich et- sten stellten sich auf. 3. (etwas a.) zusammenstel- nen Arzt a. (konsultieren); den Friseur, die Toi-
spannten ein Sprungtuch auf. b) fest-spannen: ein was a.) aus Wut hat er seiner Vermieterin die Rei- len, formieren: ein Heer, eine schlagkräftige lette a.; Freunde in der fremden Stadt a. 2. (etwas
Blatt Papier [zum Zeichnen, auf das Zeichenbrett] fen aufgestochen. b) (ugs.) aufdecken, finden: Be- Truppe a.; der Trainer stellt die Mannschaft auf. a.) suchen, ausfindig machen: er hatte meine
a. trügereien a.; er hat einen Fehler in der Abrech- 4. (jmdn. a.) für die Wahl vorschlagen, benennen: Adresse im Telefonbuch aufgesucht.
aufsparen (etwas a.): für einen späteren Zeitpunkt nung aufgestochen. einen Kandidaten, jmdn. als Kandidaten a.; 14 auftakeln: 1. (Seemannsspr.) ([etwas] a.> mit Ta-
aufheben: Vorräte für den Winter a.; (sich (Dativ) a u f s t e c k e n : 1. (etwas a.) hochstecken: sie Personen sind für die Betriebsratswahl aufge- kelwerk versehen; Segel setzen: die Segelboote
etwas a.) ich spare mir die Reise für später auf; steckte ihr Haar [im Nacken, zu einem lockeren stellt worden. 5. (etwas a.) zusammenstellend nie- nach dem Winter a.; wenn wir aufgetakelt haben,
diese Flasche haben wir uns bis zum Schluß der Knoten] auf; (jmdm., sich etwas a.> sie steckte der derschreiben, festlegen; ausarbeiten /häufig ver- legen wir ab. 2. (ugs. abwertend) (sich a.) sich
Feier aufgespart. Kleinen die Zöpfe auf. 2. (etwas a.) etwas auf et- blaßt/: eine Rechnung, eine Liste, eine Statistik auf-fällig anziehen, zurechtmachen: sie hat sich
aufsperren (etwas a.): a) weit aufmachen, auf- was stecken: Kerzen [auf den Weihnachtsbaum] a.; er hat einen Plan aufgestellt; eine Regel, einen mächtig aufgetakelt; zu sehr aufgetakelt sein;
reißen: den Schnabel a.; das Krokodil sperrte den a.; den Stander a.; 3. (ugs.) (etwas a.) a) nicht wei- Lehrsatz a.; einen Rekord a. (erzielen); eine Be- eine auf-getakelte Bardame.
Rachen auf. b) (bes. südd., österr.) aufschließen, terführen: einen Plan a.; er hat das Studium auf- hauptung a. (behaupten); eine Forderung a. (for- Auftakt, der: I . (Musik) der ein Musikstück er-
öffnen: die Tür, die Wohnung a.; (auch ohne Akk. gesteckt. b) aufgeben: auch nach schweren dern); eine Vermutung a. (vermuten). öffnende unvollständige Takt: das Lied beginnt
) hast du aufgesperrt? Schicksalsschlägen steckte sie nicht auf. Aufstellung, die: 1. das Aufstellen: die A. einer mit einem A. 2. Beginn, Eröffnung: ein vielver-
aufspielen: 1. zum Tanz, zur Unterhaltung Musik aufstehen: I. a) sich erheben: nach einem Sturz Verkehrsampel, von Baracken, der Wachtposten. sprechender A. des Turniers; die Rede war der
machen: die Kapelle spielte [zum Tanz] auf. 2. ( nicht mehr a. können; der Mittelstürmer stand 2. das Zusammenstellen, Formierung: die A. einer A., bildete den A. zum Wahlkampf.
Sport) (mit Artangabe) in einer bestimmten Weise auf und spielte weiter; wütend von seinem Platz, Armee, eines Chors; die A. (Zusammensetzung) auftauchen: a) an die Wasseroberfläche kom-
spielen: die deutsche Mannschaft spielt groß, vom Tisch, vom Essen a.; ehrerbietig vor jmdm. der Mannschaft bekanntgeben; die englische men: wieder, nach einer Weile, nicht mehr a.; das
stark, glänzend auf. 3. (abwertend) a) (sich a.) a. b) das Bett verlassen: spät, früh, vor Sonnen- Mannschaft spielt in folgender A. ... 3. Vorschlag U-Boot ist aufgetaucht. b) [plötzlich, unerwartet]
sich wichtig tun: er spielt sich gem auf; spiel dich aufgang, um 7 Uhr, müde, völlig zerschlagen a.; für die Wahl, Nominierung: sich für die A. eines erscheinen, sich zeigen, auftreten: in der Ferne, am
doch nicht auf! b) (sich als jmd. a.) so tun, als ob der Kranke darf noch nicht a., ist heute zum er- Kandidaten aussprechen. 4. Festlegung, Ausar- Horizont tauchten Berge auf; plötzlich tauchte
man jmd. wäre: er spielt sich als Held/(veraltet:) sten Mal aufgestanden (vom Krankenlager); R ( beitung: die A. eines Lehrsatzes; an der A. einer ein Mann aus dem Dunkel auf; nach langer
als Helden auf. ugs.): da mußt du (muß er usw.) früher/eher Statistik arbeiten. + Aufstellung nehmen (sich auf- Abwesenheit war er auf einmal wieder aufge-
aufspießen: 1. a) (jmdn., etwas a.> durchbohren [ aufstehen (da mußt du dir schon etwas Besseres stellen): die Paare nahmen in der Mitte A. taucht; ü b e r t r . : der Verdacht tauchte auf;
und hochnehmen]: ein Stück Fleisch mit der Ga- einfallen lassen); da hättest du früher/eher auf- aufstemmen: I. (etwas a.) durch Stemmen öffnen: Zweifel, Gerüchte, Schwierigkeiten tauchten auf.
bel a.; der Stier hätte den Torero beinahe aufge- stehen müssen. c) sich auflehnen, sich empören: eine Kiste [mit dem Stemmeisen] a. 2. (et-was, auftauen: 1. (etwas a.) a) zum Tauen bringen:
spießt. b) (etwas a.> auf etwas Spitzes stecken: die Belegschaft stand wie ein Mann, gegen die sich a.> aufstützen: er stemmte die Ellbogen, sich Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe, ein Hähn-
Schmetterlinge, Kassenzettel a. 2. (etwas a.) (ugs. neuen Firmeninhaber auf. 2. (ugs.) (etwas steht mit den Ellbogen [auf die Unterlage] auf. chen a.; die Sonne hat den Schnee, das Eis aufge-
) öffentlich kritisieren, anprangern: in einem auf> etwas steht auf dem Boden: der eine Fuß Aufstieg, der: 1. das Aufsteigen: ein beschwer- taut. b) vom Eis befreien: die Sonne hat die Fen-
Artikel Mißstände in den Krankenhäusern a. steht nicht auf; der Tisch steht nur mit drei Bei- licher A.; der A. auf den Berg, zum Gipfel war sterscheiben aufgetaut; wir mußten die eingefro-
aufspringen: 1. hochspringen: erregt, entsetzt, nen auf. 3. (etwas steht auf) etwas steht offen: die sehr anstrengend. 2. a) das Vorwärtskommen, rene Wasserleitung a. 2. (etwas taut auf) a) etwas
jubelnd, vor Freude a.; sie sprang plötzlich von Tür, der Schrank, die Schublade steht auf; das Aufwärtsentwicklung: ein wirtschaftlicher, beruf- löst sich tauend auf: die Eisschicht taut auf. b) et-was
ihrem Stuhl auf. 2. auf etwas (Fahrendes o. ä.) Fenster hatte die ganze Nacht aufgestanden. licher, gesellschaftlicher, sozialer A.; der A. eines wird frei von Eis: die Windschutzscheibe ist noch
springen: auf die Straßenbahn a.; als der Zug an- aufsteigen: 1. a) auf etwas steigen: auf das Landes zur Weltmacht; die Produktion befindet nicht aufgetaut. 3. die Befangenheit verlieren,
ruckte, sprang er auf. 3. (etwas springt auf> a) et- Trittbrett, Fahrrad, Pferd a.; er stieg von links sich in einem ständigen A., ist im A. begriffen. b) gesprächig werden: es dauert eine Weile, bis er
was öffnet sich: die Tür, das Schloß ist aufge- auf. b) nach oben steigen: die Höhlenforscher (Sport) das Eingestuftwerden in die nächsthöhere auftaut.
sprungen; ein Rock mit aufspringenden (aufklaf- konnten nicht mehr a.; zur Hütte, zum Gipfel a.; Spielklasse: wir wollen den A. schaffen; der aufteilen: 1. (etwas a.) teilen und aus-, verteilen: das
fenden) Falten. b) etwas entfaltet sich: die Knos- ü b e rt r.: die aufsteigende Linie (Vorfahren). 2. a) Mannschaft gelang der A. in die Bundesliga. Land [an die Bauern] a.; die Männer teilten den
pen springen auf. c) etwas wird rissig, platzt auf: hochsteigen: der Rauch, die warme Luft steigt 3. aufwärts führender Weg: ein steiler, gefährli- Gewinn unter sich auf. 2. (jmdn., etwas a.)
die Haut springt von der Kälte auf; (etwas springt auf; der Nebel steigt [aus den Wiesen] auf; die cher A.; auf den Berg führen zwei Aufstiege. aufgliedern: einen Raum a.; ein Gelände in Par-
jmdm. auf> die Hände, die Lippen sind ihm Sonne stieg am Horizont auf (ging auf). b) sich in aufstöbern (jmdn., etwas a.): auffinden, entdek- zellen a.; die Teilnehmer wurden in Gruppen
aufgesprungen. 4. auf den Boden springen, die Höhe bewegen: Raketen stiegen in den Him- ken: der Hund hat einen Igel aufgestöbert; eine Ha aufgeteilt.
auftreffen: der Ball sprang vor ihm, hinter der mel auf; mit einem Ballon a.; der Pilot steigt [zur ndschrift, seltene Briefmarken a.; Detektive auftischen (jmdm. etwas a.): zum Essen auf den
Torlinie auf; der finnische Skispringer sprang Beobachtung] auf. 3. (geh.) (etwas steigt auf> et- stöberten den Gesuchten in Panama auf. a Tisch bringen: er tischte seinen Gästen die lecker-
weich, sicher, bei der 80-m-Marke auf. was taucht auf kommt hoch: Wünsche, Träume ufstoßen: 1. (etwas a.) durch einen Stoß, ruck-artig sten Speisen auf; (auch ohne Dativ) sie hatten
aufspüren (jmdn., etwas a.): ausfindig machen, steigen auf; die schrecklichen Erlebnisse stiegen öffnen: die Tür mit dem Fuß, die Fensterläden a. reichlich aufgetischt; übertr.: [den Leuten] Lügen,
entdecken: der Hund spürt das Wild, die Fährte, wieder vor ihr auf; in ihm stieg Haß, Ekel auf; 2. a) aus dem Magen hochgestiegenes Gas hörbar Märchen a.
das versteckte Rauschgift auf; die Polizisten hat- Tränen steigen in ihr auf; (etwas steigt jmdm. entweichen lassen: laut, kräftig a.; das Baby muß Auftrag, der: 1. Weisung, zur Erledigung über-
ten den Flüchtigen aufgespürt; unsere Reporte-rin auf) ihm stieg der Verdacht auf, daß ... 4. a) eine noch a.; er hat nach dem Essen aufgestoßen. b) ( tragene Aufgabe: ein geheimer, wichtiger,
hat den Star in Paris aufgespürt; ü b e r t r . : höhere Stellung erreichen: beruflich a.; aus der etwas stößt jmdm. auf) etwas steigt Imam. aus dem schwieriger A.; unser A. lautet, mit ihnen Verbin-
Mißstände, die Geheimnisse der Natur a. Arbeiterklasse a.; Frauen steigen selten auf; er ist Magen hoch: Bier stößt mir leicht auf; der billige dung aufzunehmen; jmdm. einen A. geben, erteilen;
aufstacheln: a) (jmdn. a.) aufhetzen, aufwiegeln: er zum Abteilungsleiter, in ein hohes Amt aufgestie- Sekt hat/ist mir dauernd aufgestoßen. 3. (ugs.) ( einen A. bekommen, erhalten, übernehmen,
stachelte die Leute zum Widerstand, ge- gen. b) (Sport) in die nächsthöhere Spielklasse ein- etwas stößt jmdm. auf> etwas fällt jmdm. negativ ausführen, erledigen, erfüllen; ich habe den eh-
auf: in dem Vortrag ist mir

3 Duden 2
auftragen 98 aufziehen
99

renvollen A., Sie willkommen zu heißen; sich ei- Auftrieb, der: 1. (Kaufmannsspr.) Menge der steh: der finanzielle A. war beträchtlich; der A. (sich zu jmdm. a.) sich eigenmächtig zu jmdm. ma-
nes Auftrages entledigen; in höherem A.; ich zum Verkauf auf den Markt gebrachten Schlacht- hat sich bezahlt gemacht. 2. übertrieben hohe chen: sich zum Richter a.; er hatte sich zu ihrem
handle im A. des Ministers; ich komme im A. tiere: der A. von/an Kälbern, Schweinen, Rin- Aus-gaben, Prunk: unnötigen A. [mit etwas] Beschützer aufgeworfen.
meiner Firma; jmdn. mit einem A. betrauen. 2. dern war genügend. 2. das Hinauftreiben des treiben; ohne A. leben. aufwerten (etwas a.): (eine Währung) in ihrem
Weisung, etwas herzustellen; Bestellung: ein Viehs auf die Bergweide: der A. ist im Frühjahr, aufwärmen: 1. (etwas a.): (von Speisen) wieder Wert erhöhen: die Mark, den Dollar a.; ü b e r t r . :
umfangreicher, großer A.; ein A. in Höhe von 1, wird mit einem Fest gefeiert. 3. (Physik) nach warm machen: die Suppe, das Essen a.; ü b e r t r . : die Familie im Bewußtsein der Menschen a.; ei-
2 Millionen Mark; ein A. über/(seltener:) auf 30 oben wirkende Kraft, Aufwärtsdruck: den A. [ei- ein alte Geschichte, einen Streit a. (ugs. abwer- nen Stadtteil durch Baumaßnahmen a.; sein An-
Kühltruhen; zahlreiche Aufträge sind bei uns nes Körpers im Wasser] messen; der Ballon hat, tend; wieder zur Sprache bringen, von neuem auf- sehen in der Partei wurde aufgewertet.
eingegangen; die Firma ist mit Aufträgen über- bekommt starken A. 4. Schwung, Elan: keinen A. leben lassen). 2. a) (sich a.) sich warm machen, aufwiegeln (jmdn. a.): jmdn. dazu bewegen, sich
häuft; einen A. erhalten, annehmen, ablehnen, haben; etwas gibt jmdm. A.; durch den Sieg be- wärmen: sich am Ofen, mit einem Grog a.; die aufzulehnen; aufhetzen: die Kollegen a.; er wie-
zurückziehen, stornieren (Kaufmannsspr.), her- kam die Mannschaft neuen A.; die Industrie er- Läufer wärmten sich vor dem Start auf (Sport; gelte das Volk gegen die Regierung, zum Wider-
einholen (Kaufmannsspr.), einbringen; jmdm. hielt starken A. (nahm Aufschwung). bereiteten sich durch Lockerungsübungen vor). b) ( stand auf.
einen A. geben, wegschnappen (ugs.); wir sehen Auftritt, der: 1. das In-Erscheinung-Treten, Be- sich (Dativ) etwas a.) wärmen: sich die Füße a. aufwiegen (etwas wiegt etwas aufi: etwas gleicht
Ihren weiteren Aufträgen gern entgegen (Kauf- treten eines Schauplatzes: ein glänzender, thea- aufwarten: 1. a) (geh. veraltend) <jmdm. mit et- etwas aus, bietet Ersatzfür etwas: die Vor-teile
mannsspr.). 3. Verpflichtung, Mission: einen ge- tralischer (geh.) A.; der Minister hatte, ver- was a.> anbieten, reichen: er wartete seinen Gä- wogen die Nachteile nicht auf; der Erfolg hatte
schichtlichen A. erfüllen; seinem gesellschaftli- schaffte sich einen großen A.; T h e a t e r : das sten mit einem Truthahn auf. b) (mit etwas a.) zu die langen Entbehrungen aufgewogen.
chen A. gerecht werden. * (Kaufmannsspr.:) et- Auftreten auf der Bühne: jetzt kam ihr A.; den A. bieten haben: mit einem Sonderangebot, mit ei- aufwirbeln: a) (etwas a.) hochwirbeln: der Wind
was in Auftrag geben (etwas bestellen). verpassen; sie wartete auf ihren A., auf das Zei- ner Neuigkeit a.; die Sportler warteten mit guten wirbelt die dürren Blätter, Schmutz auf. b) <etwas
auftragen: 1. (geh.) (etwas a.) zum Essen auf den chen zum A. 2. Teil eines Aufzugs, Szene: der Leistungen auf; damit kann ich nicht a. (nicht wirbelt auf> etwas wirbelt hoch, stiebt auf: Schnee,
Tisch bringen: die Speisen a.; es ist aufgetragen! dritte Akt hat, umfaßt vier Auftritte. 3. Auseinan dienen). 2. (geh.) bedienen: er wartete bei Tisch, Sand wirbelte auf.
2. (etwas a.) durch Tragen völlig abnutzen: eine dersetzung, Streit: ein häßlicher, heftiger A.; es bei dem Fest auf; (jmdm. a.) den Gästen a. 3. ( aufwischen <etwas a.>: a) wischend aufnehmen:
Hose zu Hause a.; er mußte die Sachen seines gab einen A. [mit dem Chef]; es kam zu einem veraltend) <jmdm. a.> einen Besuch abstatten: er Wasser, verschüttetes Bier a. b) mit einem feuch-
Bruders a. 3. (etwas trägt auf) etwas läßt dikker peinlichen A. wartete ihm auf. ten Lappen säubern: den Fußboden [feucht] a.;
erscheinen: die Wolljacke trägt nicht, kaum, auftrumpfen: seine Überlegenheit herauskehren: aufwärts (Adverb): nach oben: der Weg führt a. sie hatte die ganze Wohnung aufgewischt; <auch
stark auf. 4. (etwas a.> etwas auf etwas streichen: ordentlich, tüchtig a.; er wollte mit seinem ; die Enden haben sich a. gebogen; ü b e r t r . : ohne Akk.> ich muß noch a.
Farbe, Schminke a.; sie trug die Salbe leicht auf Wissen a.; er hat gegen ihn ganz schön aufge- vom Leutnant [an] a. aufwühlen: 1. <etwas a.> a) wühlend an die Ober-
die/(seltener:) auf der Wunde auf. 5. (jmdm. et- trumpft; der deutsche Meister trumpfte gleich zu Aufwartung, die: 1. Bedienung: sie versieht, fläche bringen: Steine, Wurzeln a. b) wühlend auf-
was a.) den Auftrag geben, etwas Bestimmtes zu Beginn des Spiels auf. besorgt, macht in dem Haus die A. 2. Frau, die im reißen: die Ketten der Panzer hatten den Boden
tun: sie trug ihm auf, die Fenster zu putzen; man auftun: 1. (geh. veraltend) (etwas a.) öffnen: die Haushalt hilft, Aufwartefrau: eine neue A. su- aufgewühlt. 2. (etwas a.) aufrühren: der Sturm
hat mir einen Gruß an dich aufgetragen. * (ugs. Tür, das Fenster a. 2. (geh.) (etwas tut sich auf) a) chen. 3. (veraltend) Höflichkeitsbesuch: mit jmdn. wühlt den See auf; die Badenden hatten den
abwertend:) dick/stark auftragen (übertreiben). etwas öffnet sich: die Pforte tat sich auf; b i l d l . : A. rechnen; jmdm. seine A. machen. Schlamm aufgewühlt; ü b e r t r . : die Musik
auftreiben: 1. a) (geh.) <etwas a.> hochtreiben: ein Abgrund hatte sich vor ihm aufgetan. b) etwas Aufwasch, der (nordd., ostmd.): 1. das Aufwa- wühlte ihn bis ins Innerste auf (erregte ihn stark);
der Wind treibt Staub, Blätter, die Wellen auf. erschließt sich jmdm.: ein Weg, ein Tal tat sich vor schen: wer macht heute den A.? 2. abzuwaschen- ein aufwühlendes (erregendes) Erlebnis.
b) (etwas a.) in die Höhe treiben, aufblähen: die uns auf; neue Möglichkeiten haben sich aufge- des Geschirr: in der Küche steht der ganze A. * ( aufzählen: 1. (etwas a.) einzeln angeben, nach-
Hefe treibt den Teig auf; sein Leib war aufgetrie- tan; (etwas tut sich jmdm. auf) eine neue Welt tat ugs.:) das ist ein Aufwasch; das geht/das ma- einander nennen: Namen, Daten, alle Möglich-
ben. 2. (ugs.) (jmdn., etwas a.) ausfindig machen [ sich ihm auf. 3. (etwas tut sich auf) etwas wird er- chen, erledigen wir in einem Aufwasch (das läßt keiten a.; seine Verdienste, Schandtaten a.;
und herbeischaffen], besorgen: ein Taxi, einen öffnet, gegründet: viele Geschäfte, neue Firmen sich gleichzeitig mit anderem erledigen). <jmdm., sich etwas a.> der Richter zählte ihm
Arzt a.; das Buch war schwer aufzutreiben; wo haben sich aufgetan. 4. (ugs.) (jmdn., etwas a.) aufwecken /vgl. aufgeweckt/ <jmdn. a.>: wach seine Vorstrafen auf. * (ugs.:) jmdm. eins
hast du das Geld aufgetrieben? ausfindig machen: ich habe einen guten Friseur, machen: die Kinder nicht a.; das ist ja ein Lärm, aufzählen (jmdm. Prügel verabreichen).
auftreten: 1. (gewöhnlich mit Artangabe) den ein nettes Lokal aufgetan. um Tote aufzuwecken. aufzäumen (ein Tier a.): den Zaum anlegen: ein
Fuß aufsetzen: leise, vorsichtig, fest, laut, mit der auftürmen: a) (etwas a.) etwas hoch aufschich- aufweichen: 1. (etwas a.) durch Feuchtigkeit Pferd a.; ü b e r t r . : er hat die Sache falsch, ver-
ganzen Sohle a.; er konnte [mit dem verstauchten ten, aufstapeln: der Wind türmte den Schnee zu weich machen: ein Brötchen in Milch a.; der Re- kehrt aufgezäumt (nicht richtig angepackt).
Fuß] nicht a. 2. (etwas a.> durch einen Tritt öffnen: hohen Wällen auf. b) (etwas türmt sich auf) etwas gen hatte den Boden aufgeweicht; ü b e r t r . : die aufzehren (geh): a) <etwas a.> aufbrauchen: alle
er trat die Stalltür auf. 3. a) in Erscheinung treten, häuft sich auf steigt turmartig auf: Wolken tür- starren Fronten a.; ein Bündnissystem a. (aus- Vorräte, Ersparnisse a.; der Marsch hatte seine
sich zeigen: als Sachverständiger, als Zeuge [vor men sich auf; das schmutzige Geschirr türmte höhlen, allmählich auflösen). 2. (etwas weicht auf) Kräfte völlig aufgezehrt. b) <sich a.> sich
Gericht], als Redner [in einer Versammlung] a.; sich in der Küche auf; b i l d l . : neue Schwierig- etwas wird weich: der Boden weichte auf. verbrauchen: seine Frau hatte sich [innerlich]
er tritt nicht gern öffentlich auf; wir werden ge- keiten haben sich aufgetürmt. aufweisen (etwas a.): a) auf etwas hinweisen: der aufgezehrt. aufzeichnen (etwas a.>:1. etwas auf
meinsam, geschlossen auftreten. b) vorkommen: aufwachen: wach werden: früh, spät, plötzlich, Redner wies neue Möglichkeiten auf. b) er- etwas zeichnen: ein Muster, einen Plan a. 2. a)
die Schädlinge treten in großen Massen auf; aus einem Traum, durch ein Geräusch, von kennen lassen: keinerlei Beschädigungen a.; die- aufschreiben, notieren: etwas gewissenhaft, aus
diese Krankheit tritt nur selten auf; falls Blutun- selbst, von/(selten:) über einem Geräusch, mitten ses Verfahren weist viele Vorzüge auf. * etwas der Erinnerung, wortwörtlich a.; er hatte seine
gen auftreten (einsetzen), muß der Arzt verstän- in der Nacht, mit schwerem Kopf a.; er wachte aufzuweisen haben (haben, über etwas verfügen): Gedanken, diese Ereignisse aufgezeichnet. b) (
digt werden; Widersprüche, neue Schwierigkei- aus der Narkose auf; ü b e r t r . : es wird Zeit, daß haben Sie Referenzen aufzuweisen? Fernsehen) auf einem Film, Magnetband
ten, Spannungen sind aufgetreten (haben sich er- ihr aufwacht (beginnt, die Verhältnisse richtig zu a ufwenden (etwas a.): aufbringen; für etwas
festhalten, speichern: eine Sendung a.
geben, sind aufgetaucht); (gegen etwas a.> gegen sehen). verwenden, einsetzen: Kräfte, Mühe, Fleiß, Geld, aufzeigen (etwas a.): zeigen, darlegen, nachwei-
eine Meinung, gegen die veraltete Hochschul- aufwachsen: 1. groß werden: auf dem Lande, in Kosten [für einen Plan] a.; er wendete/wandte sen: Fehler, Widersprüche, neue Wege, Alterna-
der Großstadt, in kleinbürgerlichen Verhält- seine ganze Beredsamkeit auf, ihn zu überzeu-
ordnung a. (sich dagegen wenden); (mit etwas a.) gen; wir haben alles aufgewendet/aufgewandt, tiven, Zusammenhänge a.; er zeigte an vielen
die Gegenpartei ist mit neuen Forderungen auf- nissen, als einziges Kind a.; wir sind zusammen Beispielen auf, wie schädlich Alkohol ist.
aufgewachsen; sie ist zu einem hübschen Mäd- ihm zu helfen.
getreten (hat sie geltend gemacht). c) <mit Artan- a ufwerten: 1. (etwas a.) nach oben, in die Höhe aufziehen: 1. (etwas a.) in die Höhe ziehen: den
gabe) sich in einer bestimmten Weise benehmen, chen aufgewachsen (geh.; herangewachsen). 2. ( Schlagbaum, die Zugbrücke a.; eine Fahne [am
geh.) <etwas wächst auf; mit Raumangabe) et-was werfen: die Schiffsschraube warf das Wasser auf;
verhalten: sicher, selbstbewußt, forsch, zaghaft den Kopf a. (ruckartig heben); die Lippen a. (s Mast], die Segel a. (hissen). 2. (etwas a.) ziehend
a.; er wußte nicht, wie er ihr gegenüber a. sollte; erhebt sich, ragt auf: aus dem Dunst wuchsen die öffnen: die Vorhänge, einen Reißverschluß a.; er
Masten der Schiffe auf. chürzen); ein aufgeworfener Mund. 2. <etwas a.>
su b st.: er hat ein sicheres, gewandtes Auftreten. etwas auf etwas werfen: noch ein paar Kohlen, S zog vorsichtig die Schublade auf; sie hatten
d) (als Schauspieler o. ä.) spielen: als Hamlet, in Aufwand, der: 1. a) das Aufwenden: ein großer schon einige Flaschen aufgezogen (entkorkt).
A. an Kraft, an Geld, an Menschen; der A. lohnt cheite a. (aufs Feuer werfen). 3. (etwas a.) auf-
einer großen Rolle, in einer Revue a.; der Sanger kaufen, aufschütten: Erde, einen Damm, einen 3. (etwas a.) etwas auf etwas spannen: eine neue
will nicht mehr a.; sie ist zum ersten Mal aufge- sich nicht; das erfordert einen A. von 2 Millionen Saite [auf die Geige] a.; Landkarten, Fotos auf
Mark; etwas mit geringem A., ohne großen A. an Wall a. 4. (etwas a. zur S rache bri
treten (hat debütiert); s u b s t . : ihr erstes Auftre- blem ä . c rde Leinwand, auf Pappe a. (aufkleben, befestigen).
ten in Berlin war ein großer Erfolg. Kosten erreichen. b) aufgewendete Mittel, Ko-
wu die rage aufgg>~ f n , - a . 4. a) (etwas a.> spannen: die Feder [eine Spiel-
. 5.

3*
Aufzug 10 101 Augenschein
dose] a. b) (etwas a.> die Feder von etwas spannen: 0 Augen/sehenden Auges ins Unglück rennen (eine
das Grammophon, ein Spielzeug a.; er zog seine ( hat die t Augen z m
hüll,;) die deAugen schließen r Gßvter deutlich erkennbare Gefahr nicht erkennen wollen) •
(sterben): zuge-
Uhr auf. c) (etwas zieht sich auf; mit Artangabe) gen; sie hätte ihm am liebsten die Augen ausge- macht • die Augen vor etwas verschließen (etwas mit offenen Augen durch die Welt gehen (alles
die Feder von etwas läßt sich in einer bestimmten kratzt; das Lesen bei schlechtem Licht strengt, nicht wahrhaben wollen): verschließt nicht vor unvoreingenommen betrachten, um daraus zu
Weise spannen: das Werk zieht sich leicht, schwer greift die Augen an; ich habe mir die Augen ver- dem sozialen Problem die Augen! • (ugs.:) ein lernen) • (ugs.:) mit offenen Augen schlafen (nicht
auf; die Uhr zieht sich selbsttätig auf. 5. (jmdn., ein dorben; der Anblick entzückte, beleidigte ihr A. ( Auge/beide Augen zudrücken (etwas nachsichtig, aufpassen) • (ugs.:) mit einem blauen Auge davon-
Tier a . ) großziehen: ein fremdes Kind [wie sein geh.); sie beschattete die Augen mit den Händen; wohlwollend übersehen) • (ugs.:) ein Auge riskie- kommen (glimpflich davonkommen) . jmdn., etwas
eigenes], ein Tier mit der Flasche a.; ein Kind im erstaunte, bittende Augen machen; scharfe (gute), ren (einen verstohlenen Blick aufjmdn. oder etwas mit anderen/mit neuen Augen lanlsehen/betrach-
christlichen Glauben a. 6. (ugs.) (etwas a . ) flinke, kalte Augen haben; Augen wie ein Luchs werfen) • (ugs.:) ein Auge auf jmdn., auf etwas ten (zu einem neuen Verständnis gelangen, eine
beginnen, ins Werk setzen: ein Unternehmen, einen haben; gute, schlechte Augen haben (gut, schlecht wer-fen (Gefallen an jmdm., an etwas finden) • ein neue Einstellung gewinnen) • (ugs.:) jmdn., etwas
Supermarkt a.; ein Fest, eine Veranstaltung a.; die sehen können); etwas an jmds. Augen ab-lesen Auge auf jmdn., auf etwas haben: a) (auf jmdn., mit den Augen verschlingen (mit begehrlichen Blik-
a u f
Sache war groß, geschickt, falsch aufgezogen ( können; auf einem A. blind sein; jmdn. aus etwas achten, aufpassen). b) (an jmdm., an et- ken ansehen) • (ugs.:) jmdn. mit den Augen auszie-
arrangiert); einen Prozeß politisch a. 7. (ugs.) ( großen Augen ansehen; er rieb sich den Schlaf was Gefallen finden, etwas gerne haben wollen) • ( hen (mit begehrlichen Blicken ansehen) . (ugs.:)
jmdn. a . > Scherz oder Spott mit jmdm. treiben: aus den Augen; sie konnte vor Müdigkeit nicht ugs.:) nur Augen für jmdn., für etwas haben ( jmdn., etwas mit scheelen Augen ansehen (voll Neid
jmdn. mit seinen abstehenden Ohren/wegen seiner mehr aus den Augen sehen; das ist etwas fürs A. ( jmdn., etwas ganz allein beachten) . ein Auge für betrachten) • etwas nicht Inurl um jmds. schöner,
abstehenden Ohren a.; sie haben den neuen Schüler es befriedigt das ästhetische Empfinden); sie etwas haben (das richtige Verständnis, das nötige blauer Augen willen/wegen jmds. schöner, blauer
mächtig aufgezogen. B. a) aufmarschieren, schauten sich/(geh.:) einander in die Augen; Urteilsvermögen haben in bezug auf etwas Be- Augen tun (nicht aus reiner Gefälligkeit tun) . un-
anrücken: die Wache, die Posten ziehen auf; die jmdm. fest ins A. sehen, blicken; ihm standen die stimmtes) • (ugs.:) kein Auge zutun (nicht schlafen [ ter vier Augen ((lhge Zeugen): ich möchte die An-
Ablösung ist aufgezogen. b) (etwas zieht auf) Tränen in den Augen; einen Fremdkörper im A. können]): ich habe die ganze Nacht kein A. zu- gelegenheit mit Ihnen unter vier Augen bespre-
etwas kommt auf nähert sich: ein Sturm, ein haben; jmdm. nicht in die Augen sehen können ( getan • (ugs.:) die Augen auf Null stellen (ster- chen • unter jmds. Augen (unter jmds. Aufsicht)
Gewitter zieht auf; schwarze Wolken waren auf- jmdn. nicht ansehen können, weil man ein schlech- ben) • (ugs.:) seine Augen überall/vorn und hinten jmdm. unter die Augen kommen, treten (sich bei
gezogen; ü b e r t r . : die aufziehende neue Zeit. 9. ( tes Gewissen ihm gegenüber hat); mir ist etwas ins haben (alles sehen) • (ugs.:) Augen im Kopf jmdm. sehen lassen): er darf ihm nach diesem
Med.) (etwas a.>: a) eine zur Injektion bestimmte A. gekommen, geflogen; der Rauch beißt mir/ haben: Krach nicht mehr unter die Augen treten • jmdm.
Flüssigkeit in eine Spritze einsaugen: eine Trau- mich in die Augen; mit den Augen zwinkern; ich a) (etwas durchschauen, beurteilen können): ich wird es schwarz vor den Augen (jmd. wird ohn-
benzuckerlösung a. b) eine Spritze durch Einsau- habe es mit eigenen Augen gesehen; jmdn. mit weiß, was los ist, ich habe doch Augen im Kopf. mächtig) . jmdm. etwas vor Augen führen/halten/
gen des flüssigen Präparates vorbereiten: eine den Augen durchbohren (ugs.; scharf und durch- b) (aufpassen): haben Sie keine Augen im Kopf? . stellen (jmdm. etwas deutlich zeigen, klarmachen):
Spritze a. dringend ansehen); dunkle Ringe um die Augen kein Auge von jmdm., von etwas lassen/ wenden der Film führt uns die furchtbaren Folgen eines
Aufzug, der: 1. Fahrstuhl: ein elektrischer, hy- haben; die Hände schützend vor die Augen hal- (unablässig ansehen, beobachten)• jmdm. die Atomkrieges vor Augen . sich (Dativ) etwas vor
draulischer, automatischer A.; wir benutzen den A. ten; vor aller Augen (vor allen, öffentlich); es war Augen öffnen (jmdn. darüber aufklären, wie Augen führen/halten/stellen (sich über etwas klar-
; ein A. für Personen, für Lasten; mit dem A. so dunkel, daß man die Hand nicht vor den Au- unerfreulich etwas in Wirklichkeit ist): ich muß dir werden) • etwas steht/schwebt jmdm. vor Augen (
fahren, steckenbleiben. 2. das Aufmarschieren, gen sehen konnte. b) Blick: die Augen senken ( einmal über deinen Freund die Augen öffnen sich etwas ist jmdm. deutlich in Erinnerung): das Bild
Anrücken: den A. der Wache beobachten, foto- geh.), niederschlagen (geh.), zu Boden schlagen ( (Dativ) die Augen ausweinen/aus dem Kopf steht, schwebt mir noch immer vor Augen.
grafieren; der A. (das Herankommen) größerer geh.), erheben (geh.), abwenden; er richtete sein weinen (sehr weinen) • (ugs.:) sich (Dativ) die Au- Augenblick, der: a) Zeitraum von sehr kurzer
Wolkenfelder. 3. äußere Erscheinung, Ausstaffie- A. auf ihn; sie fühlte seine Augen in ihrem Rük- gen nach jmdm., nach etwas ausgucken/aus dem Dauer, Moment: ein winziger, erhebender, ein-
rung: ein seltsamer, lächerlicher, ärmlicher, ver- ken; nichts entging seinen Augen; er folgte dem Kopf sehen/gucken (angestrengt Ausschau hal- zigartiger, geschichtlicher A.; es waren aufre-
wahrloster A.; er zeigte sich in einem ungewohn- Wärter mit den Augen; /milit. Kommandos/: ten) . (veraltend): etwas ruht/steht auf zwei Augen ( gende Augenblicke; ein A. des Schweigens; kei-
ten A.; in dem A. konnte ich mich vor ihr nicht Augen links!; Augen geradeaus! 2. a) Keim; etwas hängt von einem einzigen Menschen ab) nen A. warten, zögern; wir dürfen keinen A. ver-
sehen lassen. 4. (Theater) Akt: das Drama hat fünf Knospenansatz: die Augen [der Kartoffel] aus- jmdn., etwas nicht aus dem Auge/aus den Augen lieren; es dauert nur noch einen A.; einen A. bitte!;
Aufzüge. schälen, ausschneiden; einen Zweig mit Augen lassen (scharf beobachten) • jmdm. jmdn., etwas bitte gedulden Sie sich noch einen A.!; ha-ben Sie
aufzwingen: 1. (jmdm. etwas a . > zwingen, etwas zum Veredeln auswählen. b) Punkt (auf dem Wür- aus den Augen schaffen (wegschaffen, fortbrin- einen A. Zeit für mich?; er verstand, den A. zu
anzunehmen: einem Volk eine Staatsform a.; er fel), Zählwerk beim Spielen: er hat vier Augen ge- gen): schafft mir den Kerl, das Zeug aus den Au- nutzen. b) Zeitpunkt: im entscheidenden,
wollte mir seinen Willen a. 2. (geh.) (etwas zwingt worfen; wieviel Augen haben wir? c) Fetttropfen gen! • jmdn., etwas aus dem Auge/aus den Augen unpassenden, rechten, nächsten A.; sie erreichte
sich jmdm. auf) sich aufdrängen: ihm zwang sich auf einer Flüssigkeit: auf der Brühe schwimmen verlieren (die Verbindung mit jmdm. verlieren; et- den Zug im letzten A.; er hat den richtigen A. er-
der Gedanke auf, daß ... viele Augen. + (Rundf.:) magisches Auge (Abstim- was nicht verfolgen) • jmdm. aus den Augen kom- wischt, verpaßt; für den A. sind wir noch versorgt;
Auge, das: 1. a) Sehorgan: das rechte, linke A.; mungsanzeigeröhre des Rundfunkgerätes) . (geh.:) men (keine Verbindung mehr mit jmdm. haben) von diesem A. an ...; • (ugs.:) alle Augen-blicke (
große, mandelförmige, vorstehende, tiefliegende so weit das Auge reicht (so weit man sehen kann) jmdm. aus den Augen gehen (sich nicht mehr bei andauernd, immer wieder) - jeden Augen-blick (
Augen; entzündete, verweinte, rote, blutunter- (ugs.:) ganz Auge und Ohr sein (genau aufpas- jmdm. sehen lassen): geh mir aus den Augen! . et- schon im nächsten Augenblick, sofort): die
laufene, verquollene Augen; blaue Augen; Au-gen sen) . die, jmds. Augen sind größer als der Magen ( was im Auge haben (etwas im Sinn haben, vorha- Vorstellung muß jeden A. beginnen • im Augen-
voll Trauer, voller Schwermut; die Augen strahlen, jmd. häuft sich mehr auf den Teller, als er essen ben, anstreben): er hat nur seinen Vorteil im A., blick (jetzt, momentan) • einen lichten Augenblick
glänzen, leuchten auf, brennen, tränen, füllen sich kann) • jmdm. gehen die Augen über: a) (ugs.; hat ein Ziel fest im A. . jmdn., etwas im Auge be- haben: a) (vorübergehend bei klarem Verstand
mit Tränen; seine Augen weiteten sich vor jmd. ist durch einen Anblick überwältigt). b) (geh.; halten (beobachten, verfolgen) . in den Augen ... ( sein). b) (scherzh.; einen guten Einfall haben).
Entsetzen, traten hervor, blickten ihn vorwurfsvoll jmd. beginnt zu weinen) • (ugs.:) jmdm. gehen die nach Ansicht von ...): in den Augen der Polizei ist augenblicklich: 1. unverzüglich, sofort: eine
an, glitten über ihn hinweg, fielen ihm vor Augen auf (jmd. durchschaut plötzlich etwas) er der Täter • jmdm. Auge in Auge gegenüberste- augenblickliche Entscheidung fordern; ich werde
Müdigkeit zu; das A. gewöhnt sich an die (ugs.:) da bleibt kein Auge trocken: a) (alle weinen hen (ganz nah gegenüberstehen) • etwas fällt/ das a. erledigen. 2. momentan: die augen-
Dunkelheit; seine Augen richten sich auf jmdn., vor Rührung). b) (alle lachen Tränen). c) (keiner springt Ijmdm.l ins Auge/in die Augen (etwas fallt blickliche Lage; eine augenblickliche Notlage; er
folgen jmdm., ruhen auf jmdm.; R: vier Augen bleibt davon verschont) • (geh.:) jmds. Augen bre- auf, lenkt jmds. Aufmerksamkeit auf sich) . (ugs.:) folgte einer augenblicklichen (plötzlichen) Einge-
sehen mehr als zwei; ich hab' doch hinten keine chen (jmd. stirbt) • (ugs.:) seinen [eigenen) Augen etwas sticht jmdm. ins Auge/in die Augen (etwas bung; wo ist er a. beschäftigt?
Augen! (ich kann doch nicht sehen, was hinter mir nicht trauen (vor Uberraschung etwas nicht fas- gefällt jmdm. so sehr, daß er es haben möchte) • ei- Augenmerk, das: Aufmerksamkeit: wir werden
vorgeht!); aus den Augen, aus dem Sinn! (wer ab- sen): ich traute meinen Augen nicht, als ich ihn ner Sache ins Auge sehen/blicken (etwas Unange- das, unser A. mehr auf Wirtschaftsfragen richten,
wesend ist, wird leicht vergessen); A. um A., Zahn plötzlich daherkommen sah. • (ugs.:) [große) Au- nehmem gefaßt entgegensehen): er sah der Gefahr lenken; ihr A. galt den spielenden Kindern; er
um Zahn!; die Augen essen mit (es schmeckt be- gen machen (staunen, sich wundern): der hat Au- gelassen ins A. • jmdm. zu tief ins Auge, in die Au- hatte ein A. auf ihn, auf die Vorgänge; das A. von
sonders gut, wenn etwas schön angerichtet ist) . die gen gemacht, als ich mit einem Auto ankam gen sehen (sich in jmdn. verlieben) • etwas ins Auge f jmdm. abwenden (geh.).
Augen öffnen, aufschlagen (geh.), aufmachen, (ugs.:) jmdm. [schönel Augen machen (mit jmdm. kennen
geht assen
ins (erwägen;
Auge (etwas sich
gehtvornehmen) - (ugs.:)
übel aus, hat etwas
schlimme Augenschein, der: das Anschauen, die unmit-
entsetzt aufreißen, schließen, zu[sammen]kneifen, einen Flirt beginnen) - (ugs.:) jmdm. verliebte Au- Folgen) • mit bloßem Auge (ohne optisches telbare Wahrnehmung durch das Auge: der A.
[vor Wut] rollen; ein A. verpflanzen, übertragen; gen machen (jmdn. verliebt ansehen) • (ugs.:) die, Hilfsmittel): man kann die Larven mit bloßem A. kann trügen, spricht dagegen; wie der A. zeigt,
jmdm. die Augen verbinden; er drückte dem Toten seine Augen auftun/aufmachen/aufsperren (genau er- lehrt; der A. widerlegt das; der bloße A. genügt; (
die Augen zu; er rieb sich erstaunt die Au- auf das achten, was um einen herum vorgeht): ma- lachendenbetrüb bes. Rechtsw.:) einen A. vornehmen; dem A.
- - mit einem einemmit weinen
chen Sie doch Ihre Augen auf! . die Augen offen den Auge (teils erfreut, tei/s und t)•
offenen
haben/offenhalten (achtgeben, aufpassen) - (ver-
r 102
augenscheinlich 103 ausdehnen
nach ...; du kannst dich durch den A. davon über- ausbauen (etwas a.): 1. herausnehmen, ausmon- ten ihre Waren vor den Fremden aus; er breitete
zeugen. * jmdn., etwas in Augenschein nehmen tieren: den Motor, die Batterie, ein Türschloß a.; bitte mir Ruhe aus; das will ich, möchte ich mir die Karten auf dem Tisch aus. 2. (etwas a.) aus-
(genau und kritisch betrachten). augenscheinlich er baute den Zünder der Bombe aus. 2. erweitern, ausgebeten haben. einanderbreiten, entfalten: ein Tuch, einen Stadt-
(geh.): offensichtlich: das ist ein vergrößern: den Hafen, das Eisenbahnnetz a.; ausblasen (etwas a.): 1. durch Blasen zum Erlö- plan a.; sie hatte ihren Bademantel auf dem Ra-
augenscheinlicher Mangel, Nachteil; es war a., ü b e r t r . : das Land baute seine Machtstellung schen bringen: die Kerzen a. 2. a) herausblasen: sen ausgebreitet; ü b e r t r . : er breitete seine Le-
daß ...; der Fahrer war a. betrunken. August, weiter aus; den Handel a.; einen Vorsprung, eine den Rauch a. b) durch Blasen leer machen: ein Ei bensgeschichte, sein Wissen, seinen Plan vor uns
der: achter Monat des Jahres: ein heißer, Mehrheit a. 3. umbauen, ausgestalten: das Dach- a.; die Tanks des U-Bootes werden beim Auftau- aus. 3. (etwas a.) seitwärts ausstrecken: die Flügel
sonniger, verregneter A.; Anfang, Ende A.; im geschoß [zu Wohnungen] a.; einen Fluß zu einer/ chen ausgeblasen. c) durch Blasen säubern: den a.; er kam mit ausgebreiteten Armen auf sie zu.
Laufe des Monats A., des August[s]. als Schiffahrtsstraße a.; der Hafen war für den Kamm, den Hobel a. 4. <etwas breitet sich aus> a) etwas gewinnt Raum,
aus: I. <Präp. mit Dativ> 1. /räumlich; zur An- Überseehandel ausgebaut worden. ausbleiben: a) nicht kommen: der Nachschub, verbreitet sich: der Nebel breitet sich über dem/
gabe der Richtung von innen nach außen/: a. ausbedingen (geh.) (sich (Dativ) etwas a.): zur die Post bleibt aus; der Erfolg, die Katastrophe, über das Land aus; dieses Unkraut hat sich sehr
dem Hause gehen; a. dem Keller holen; a. der Bedingung machen: sich ein Mitspracherecht a.; die erhoffte Wirkung blieb aus (trat nicht ein); die ausgebreitet; der Wohlstand hat sich ausgebrei-
Nase bluten; a. der Flasche trinken; er nahm ihm ich habe mir ausbedungen, daß die Prüfung von Kunden, die Besucher bleiben aus (bleiben fern, tet; das Feuer, die Seuche breitet sich aus (greift
den Revolver a. der Hand; a. ihm spricht der mir vorgenommen wird. kommen nicht mehr); das bleibt ja nicht aus, um sich). b) etwas erstreckt sich: eine weite Ebene
Neid; /ohne räumliche Vorstellung/: a. einem ausbeißen (sich (Dativ) etwas a.): einen Zahn wenn ...; es konnte nicht a. (es mußte so kommen), breitete sich vor uns aus. 5. (geh.) (sich über et-
Traum erwachen; a. einer Laune heraus; a. der beim Beißen ab-, herausbrechen: ich habe mir [an daß er sich erkältete; die Folgen werden nicht a. ( was a.) weitschweifig erörtern: er hat sich stun-
Mode; er kam a. dem Gleichgewicht. 2. /zur An- dem Kirschkern] einen Zahn ausgebissen. zwangsläufig kommen). b) fortbleiben: er ist denlang über sein Lieblingsthema ausgebreitet.
gabe der Herkunft, des Ursprungs in räumlicher ausbessern (etwas a.): a) (schadhaft Gewordenes) lange, über Nacht ausgeblieben. ausbringen (etwas a.): 1. a) darbringen: Trink-
und zeitlicher Hinsicht/: er ist a. Berlin; a. weiter in Ordnung bringen, instand setzen: das Dach, die Ausblick, der: Blick in die Weite, Aussicht: ein sprüche a.; er brachte ein Hoch, einen Toast auf
Ferne kommen; a. großer Höhe abstürzen; a. al- Straße a.; Kleidungsstücke, Wäsche a. (flicken). schöner, herrlicher A.; den A. versperren; der den Jubilar aus. b) (selten) hochleben lassen: er
ler Herren Länder; a. der Kindheit, a. den Tagen, b) (eine schadhafte Stelle) beseitigen: die Turm bietet einen weiten A. auf die Stadt; von brachte das Wohl, die Gesundheit des Paares
da ...; das Bild stammt a. dem 15. Jh., a. dem Jahr schadhaften Stellen a. diesem Platz hat, genießt man einen schönen A.; aus. 2. (Seemannsspr.) zu Wasser lassen: die Ret-
1980; a. der Nähe; a. 100 m Entfernung; er Ausbeute, die: Gewinn, Ertrag: eine große, ge- übertr.: der Raumfahrt eröffnen sich grandiose tungsboote a. 3. (ugs.) nur mit Mühe ausziehen
stammt aus guter Familie; er las a. seinen Wer- ringe, magere A. an Uran; die wissenschaftliche Ausblicke; er gab in seinem Referat einen A. auf können: ich bringe die Schuhe nicht aus
ken; a. Erfahrung sprechen. 3. a) /zur Angabe des A. war bescheiden; die Grabungen lieferten, die weitere Entwicklung. Ausbruch, der: I . das Ausbrechen, Flucht: der
Stoffes/: ein Kleid a. Seide; eine Figur a. Holz brachten keine A. ausbooten: I. (Seemannsspr.) a) mit einem A. der Gefangenen; der A. glückte, mißlang; ei-
schnitzen; sie bereitete ein Gericht a. Fleisch ausbeuten: 1. (etwas a.> nutzen: eine Grube, ein Boot das Schiff verlassen und an Land gehen: die nen A . vorbereiten, entdecken, verhindern; ihr A.
und Zwiebeln. b) /zur Angabe des Erzvorkommen a.; seine Werke sind von an- Truppen booteten unter starkem Beschuß aus. aus der Ehe, aus der bürgerlichen Gesellschaft.
Ausgangspunkts, der ursprünglichen deren ausgebeutet (ausgeschrieben, ausgeschöpft) b) (jmdn. a.) von einem Schiff mit dem Boot an 2. das plötzliche Einsetzen, Beginn: der A. der Re-
Beschaffenheit/: a. einer Tüte eine Papiermütze worden. 2. (abwertend) (jmdn., etwas a.) skrupel- Land bringen: die Passagiere wurden ausgeboo- volution, der Krankheit, des Unwetters; bei, vor
machen; a. dieser Sache wird nichts; a. ihr wird los ausnutzen: jmdn., jmds. Arbeitskraft a.; ein tet. 2. (ugs.) (jmdn. a.) aus seiner Stellung entfer- A. des Krieges; der A. (die einsetzende Tätigkeit)
nie ein ordentlicher Mensch werden; a. der besetztes Land a.; er beutet seine Angestellten sy- nen: der Finanzminister wurde aus dem Kabinett des Vulkans; sie kannte seine Ausbrüche der Be-
Raupe wird ein Schmetterling. 4. /zur Angabe stematisch aus. ausgebootet. geisterung, von Verzweiflung. 3. Gefühlsentla-
des Grundes/: a. Mangel an Geld; er tat es a. ausbiegen (landsch.): ausweichen: rechtzeitig, ausbrechen: I. (etwas a.) a) herausbrechen: dung, Affekt: einen A. haben; sie fürchtete sich
Uberzeugung; er hat es nur a. Spaß gesagt; er nach links, zur Seite a.; er konnte nicht mehr a.; Steine [aus der Mauer] a.; /mit der Nebenvorstel- vor seinen unbeherrschten Ausbrüchen; sich in,
handelte a. einer Notlage heraus. IL (Adverb; (jmdm., einer Sache a.) er bog dem Radfahrer, lung des Unabsichtlichen/ (jmdm., sich etwas a.> mit einem A. Luft machen (ugs.). * etwas kommt
gewöhnlich imperativisch oder elliptisch) 1. ( dem Hindernis aus; ü b e r t r . : er biegt allen Fra- ich habe mir einen Zahn ausgebrochen. b) durch zum Ausbruch (etwas bricht aus): die Krankheit
ugs.) vorbei, zu Ende: der Motor blieb stehen, a.; gen aus. das Herausbrechen von etwas schaffen: ein Fen- kam nicht zum A.
a. der Traum von einem Sieg; ... sie-ben, acht, ausbilden: I. a) (jmdn. a.> auf einen Beruf eine ster, einen Notausgang a. 2. (etwas a.) erbrechen: ausbrüten: 1. a) (etwas a.) bebrüten, bis die Jun-
neun - a.! (beim Boxen); s u b s t . : in der fünften Tätigkeit vorbereiten, schulen: Lehrlinge, Kran- der Kranke hat den Tee, alles [wieder] ausgebro- gen aus den Eiern ausschlüpfen: Eier a. b) (einen
Runde kam das Aus. 2. Licht a.! (aus-drehen!). kenschwestern, Rekruten a.; jmdn. in einem chen. 3. a) aus einem Gewahrsam entkommen: der Vogel a.) (lunge Vögel) durch Bebrüten der Eier
aus sich heraus (unaufgefordert, von sich aus) . Fach, an der Drehbank a.; sie ließ sich als/zur Verbrecher ist wieder [aus dem Gefängnis] ausge zum Ausschlüpfen bringen: Enten a.; ü b e r t r . (
bei jmdm. aus und ein gehen (bei jmdm. oft sein, Kindergärtnerin a.; ich bin als Sanitäter ausge- brochen; die Löwen brachen aus dem Käfig aus; scherzh.): ich brüte einen Schnupfen aus. 2. (
mit jmdm. verkehren) • weder aus noch ein wissen; bildet; <auch ohne Akk.) in dieser Einrichtung übe rtr.: aus dem Alltag, aus der Ehe, aus der ugs.) ausdenken, ersinnen: einen Racheplan a.;
nicht aus noch ein wissen; nicht aus und ein wissen wird in verschiedenen Berufen ausgebildet. b) ( Gemeinschaft, aus einem Teufelskreis a. b) (Rei- was habt ihr da wieder ausgebrütet?
(völlig ratlos sein) • etwas ist aus und vorbei (etwas etwas a.) entwickeln, zur Entfaltung bringen: seine ten) die vorgegebene Richtung plötzlich verlassen: ausbügeln (etwas a.): 1. a) durch Bügeln entfer-
ist endgültig vorbei). Stimme a. lassen; er hatte seinen Verstand, seine vor dem Hindernis brach das Pferd aus. c) (etwas nen: Falten, Knicke, einen Stearinfleck [aus ei-
ausarbeiten: I. (etwas a.) erarbeiten, erstellen: Fähigkeiten ausgebildet. 2. a) (etwas a.) her- bricht aus) etwas gerät aus der Spur: der Wagen nem Kleidungsstück] a. b) durch Bügeln glätten:
einen Plan, einen Vortrag a.; ich habe ein Gut- vorbringen: die Pflanze bildet schmale und brei- bricht beim Bremsen leicht aus; in der Kurve den Rock a. 2. (ugs.) bereinigen: einen Fehler a.;
achten ausgearbeitet; etwas sorgfältig, im Detail tere Blätter aus. b) (etwas bildet sich aus) etwas brach das Auto seitlich, mit dem Heck aus. 4. (et- ich habe die Sache wieder ausgebügelt.
a. (in den Einzelheiten ausführen, was im Entwurf entwickelt sich, entsteht: die Blüten bilden sich was bricht aus) löst sich aus einer Verankerung: Ausbund, der: Inbegriff, Muster: ein A. an/von
bereits vorliegt). 2. (sich a.) sich durch körperliche sehr langsam aus; dieser Industriezweig hat sich der Haken ist [aus der Wand] ausgebrochen. 5. ( Temperament; er ist ein [wahrer] A. von Gelehr-
Arbeit Bewegung, einen Ausgleich verschaffen: in erst nach dem Krieg ausgebildet. 3. (etwas a.; mit etwas bricht aus) etwas beginnt plötzlich, setzt mit samkeit, ein A. von einem (ein großer) Filou.
den Ferien, nach Feierabend arbeite ich mich Artangabe> in bestimmter Weise gestalten: Kol- Heftigkeit ein: Krieg, eine Panik, ein Auf-stand, Ausdauer, die: Beharrlichkeit (bei der Arbeit o.
gern ein bißchen aus. benstangen hohl a.; die Mundpartie ist stark aus- eine Krise bricht aus; lauter Jubel brach aus; ä.): viel, wenig, große A. haben; er besitzt keine
ausarten: a) <etwas artet aus> etwas entwickelt gebildet. bei euch ist wohl der Wohlstand ausgebrochen ( A.; einen Plan mit A. verfolgen; mit A. arbeiten.
sich, steigert sich ins Negative: das Spiel artete Ausbildung, die: I . das Ausbilden, Schulung: eine scherzh.); ein Feuer ist ausgebrochen; eine K ausdehnen: 1. a) (etwas a.) den Umfang von et-
aus; das Fest begann in eine/zu einer Orgie aus- gründliche, umfassende, mangelhafte, tech- rankheit bricht aus (kommt zum Ausbruch); S was vergrößern; ausweiten: die Wärme dehnt das
zuarten; die Proteste arteten in/zu Straßen- nische, abgeschlossene A.; eine gute A. erhalten, euchen brechen aus (treten auf; der Vesuv ist Metall aus; übertr.: seine Macht, seine Herr-
schlachten aus. b) sich ungehörig benehmen: genießen (geh.), besitzen, haben; er hat seine A. aus gebrochen (in Tätigkeit getreten); (etwas b richt schaft a.; das Hochdruckgebiet hat seinen Ein-
wenn er getrunken hat, artet er immer aus. abgeschlossen, beendet; er ist, steht noch in der jmdm. aus) dem Kranken brach der Schweiß aus fluß ausgedehnt. b) (etwas dehnt sich aus) etwas
ausatmen ([etwas] a.>: den Atem aus der Lunge A. 2. Entwicklung, Entfaltung: die A. des politi- (trat ihm aus den Poren). 6. (in etwas a.) (in bezug vergrößert seinen Umfang, weitet sich aus: Wasser
entweichen lassen: kräftig, laut a.; die Luft durch schen Bewußtseins. auf eine Gefühlsäußerung) plötzlich in etwas dehnt sich beim Erhitzen aus; das Gummiband
den Mund, durch die Nase a. ausbitten <sich (Dativ) etwas a.>: a) (geh.) um verfallen: .in Weinen, in Tränen, in Wut, in Klagen hat sich ausgedehnt; übertr.: das Schlechtwet-
ausbaden (ugs.) (etwas a.; gewöhnlich in Ver- etwas bitten: sich von seinem Nachbarn die Zei- a.; er brach in Jubel, in einen Ruf des Ent tergebiet dehnt sich aus; der Krieg hatte sich
bindung mit müssen): die Folgen tragen: ihr habt tung a.; er hatte sich Bedenkzeit ausgebeten. b) zückens aus über das ganze Land ausgedehnt (ausgebreitet).
das angerichtet, und ich muß die Sache jetzt a. mit Nachdruck um etwas bitten, fordern: ich ausb reiten: I. (etwas a.) nebeneinander hinle-
/habe die Sache jetzt auszubaden. gen, auf einer Fläche verteilen: die Verkäufer brei-
Ausdehnung Ausfertigung
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2. a) (etwas a.> zeitlich in die Länge ziehen, verlän- drückt sich in etwas aus): in seinen Worten kam auseinandersetzen: 1. (jmdm. etwas a . ) darle- uninteressant. c) Verlust: große, beträchtliche
gern: seinen Besuch, Urlaub [über die geplante das Bedauern zum A. . (nachdrücklich:) etwas gen, erläutern: jdiemdmGrün. seine fürPläneetwas, Ausfälle erleiden, zu verzeichnen haben; ein A.
Zeit hinaus] a.; er hatte den Aufenthalt über Ge- zum Ausdruck bringen (etwas erkennen lassen, seine von mehreren tausend Mark; Ausfälle in der Pro-
bühr ausgedehnt; sie machten ausgedehnte Spa- ausdrücken): er brachte seine Dankbarkeit, seine . duktion vermeiden; der Stoßtrupp hatte keine
ziergänge; ein ausgedehntes Frühstück. b) (etwas Glückwünsche zum A. 2 Ausfälle; ü b e r t r . (ugs.): der Mittelstürmer war
dehnt sich aus; mit Zeitangabe) etwas zieht sich in ausdrücken: 1. (etwas a.) a) herauspressen: den ein glatter A. (versagte völlig). 3. a) (militär.) An-
die Länge, zieht sich hin: die Sitzung hat sich bis Saft [aus einer Zitrone] a.; sie drückte das Wasser . griff aus einer Umklammerung, Ausbruch: ein ver-
nach Mitternacht ausgedehnt. 3. <etwas dehnt aus dem Schwamm aus. b) auspressen: eine Zi- a Absich(sich- zweifelter A.; einen A. wagen, unternehmen, ver-
sich aus; mit Umstandsangabe) etwas erstreckt trone, Trauben, den Schwamm a.; sie hat sich, ten a.; jmdm. a) eiteln; die Belagerten machten einen A. aus der
sich: das Tal dehnt sich nach Norden aus; er be- dem Kind eine Apfelsine ausgedrückt; 2. (etwas mit jmdm., mit etwas a.) sich mit etwas kritisch be- Festung. b) (Fechten) Angriff einen A. parieren;
sitzt ausgedehnte (große) Ländereien. a.> durch Drücken zum Erlöschen bringen, ausma-
fassen, eingehend beschäftigen: sich mit einem er machte einen A. auf den Gegner. c) (geh.) aus-
Ausdehnung, die: 1. a) Vergrößerung, Auswei- chen: eine Fackel a.; er drückte die Zigarette, die problem, mit der Vergangenheit, mit dem Werk fällige Äußerung, Attacke: ein unbeherrschter,
tung: durch die A. des Gesteins ... b) Verlänge- Glut [im Aschenbecher] aus. 3. a) (etwas a.; mit eines Dichters a.; er hat sich lange mit diesem bissiger A.; seine Ausfälle ließen sie kalt; es kam
rung: die A. der Besprechungen. 2. Größe, Um- Artangabe) formulieren: einen Gedanken richtig, Philosophen (mit dem Werk des Philosophen) aus- zu einem A. gegen das Komitee.
fang: eine gewaltige A.; der Einfluß Chinas hat knapp, treffend a.; er konnte es in seiner Sprache einandergesetzt. b) (sich mit jmdm. a.) mit jmdm. ausfallen /vgl. ausfallend; ausgefallen/: 1. a) (
an A. gewonnen (Papierdt.; ist größer geworden). schwer a.; (etwas in etwas a.) einen Betrag in strittige Fragen klären: mit ihm muß ich mich we- etwas fällt aus) etwas fällt heraus: die Samenkör-
ausdenken (sich (Dativ) etwas a.): a) ersinnen: Mark, in Prozenten a. (angeben); wieviel macht gen dieser Sache, über diese Sache a. ner fallen bereits aus (aus der Samenkapsel her-
sich einen Scherz, ein Spiel, etwas als Überra- das in Dollar ausgedrückt? b) (sich a.; mit Artan Auseinandersetzung, die: 1. eingehende Be- aus); (etwas fällt jmdm. aus> ihm sind die Haare,
schung a.; ich hatte mir die Sache so schön aus- gabe) sich in bestimmter Weise äußern, eine be- schäftigung: wir kommen um eine A. mit diesen die Zähne ausgefallen. b) (ugs.) (sich (Dativ) et-
gedacht (ausgemalt); das hast du dir nur ausge- stimmte Redeweise haben: sich gewählt, klar, Ideen, mit dieser Lehre nicht herum. 2. [Streit]ge- was a.> bei einem Sturz ausbrechen: er hat sich bei
dacht (frei erfunden); R: da mußt du dir (muß er deutlich, verständlich a.; so ähnlich, so etwa spräch, Diskussion: eine angeregte, leidenschaft- dem Sturz zwei Zähne ausgefallen. 2. a) (etwas
sich usw.) schon etwas anderes a.! (das mußt du hatte er sich ausgedrückt; ... wenn ich mich so a. liche, politische A.; es gab eine A. über die Ver- fällt aus) etwas fallt weg: die Einnahmen fallen in
klüger anstellen); <auch ohne Dat.> neue Metho- darf; einfach ausgedrückt, heißt das ... 4. a) <et- leihung des Preises. 3. Streit: eine heftige, scharfe dieser Zeit aus. b) <etwas fällt aus> etwas findet
den, Systeme a. b) sich etwas ausmalen, vorstel- was a.> aussprechen: seinen Dank, seine Verwun- A.; wir hatten eine A.; es kam zu einer heftigen nicht statt: die Schule, der Unterricht, die Sitzung
len: ich hatte mir alles ganz anders ausgedacht. derung, sein Mißfallen a.; ich möchte mein Be- A. zwischen den Parteien. fällt aus; die beiden ersten Schulstunden sind
+ etwas ist nicht auszudenken (etwas ist unvorstell- dauern a., daß ...; (jmdm. etwas a.> er drückte ihm auserlesen (geh.): a) von ungewöhnlicher Güte, ausgefallen; er mußte den Vortrag wegen einer
bar): die Folgen sind nicht auszudenken; <ellip- sein Mitgefühl, seine Anerkennung aus. b) (etwas hervorragend: auserlesene Weine, Speisen; von Erkältung a. lassen; etwas fällt aus wegen Nebel
tisch:> nicht auszudenken, was alles hätte passie- drückt etwas aus) etwas läßt etwas erkennen, zeigt auserlesener Eleganz. b) sehr, überaus, beson- (ugs.; findet nicht statt); (scherzh.) dieses Jahr ist
ren können! etwas: seine Worte drücken Besorgnis, Schaden- ders: er kaufte einige a. schöne Stücke. der Winter ausgefallen (es ist nicht sehr kalt ge-
ausdienen (ugs.) (etwas hat ausgedient): etwas freude aus; ihre Augen drückten unendliche ausfahren: 1. hinausfahren: das Boot fährt zum worden). c) (etwas fällt aus) etwas funktioniert
ist (nach langem Gebrauch) unbrauchbar gewor- Trauer aus. c) (etwas drückt sich in etwas aus) Fang aus (fährt aufs Meer hinaus); die Leute plötzlich nicht mehr, setzt aus: das Licht, der
den: der Mantel, der Plattenspieler hat ausge- kommt in etwas zum Ausdruck: in seinem Verhal- winkten, als der Zug aus dem Bahnhof ausfuhr ( Strom, die Anlage, die Heizung fällt aus; der Mo-
dient; ausgediente Schuhe. ten drückte sich seine große, berechtigte Verärge aus dem Bahnhof hinausfuhr); Jägerspr.: der tor, das Triebwerk ist ausgefallen. d) ausschei-
ausdörren (jmdn., etwas a.>: dürr, trocken wer- rung aus. Fuchs ist ausgefahren (aus dem Bau herausge- den: zwei Rennwagen sind bereits durch Motor-
den lassen, austrocknen: die Sonne dörrt alles, die ausdrücklich: klar, eindeutig, unmißverständ- kommen); B e r g m a n n s s p r . : die erste Schicht schaden ausgefallen; der Mittelstürmer fällt we-
Erde aus; seine Kehle war von der Hitze ganz lich, entschieden: ein ausdrückliches Verbot; sein fährt aus (verläßt den Schacht); Rel.: der Dämon gen einer Verletzung für die nächsten Spiele aus.
ausgedörrt. ausdrücklicher Wunsch war es ...; etwas a. sagen; war aus dem Kranken ausgefahren (hatte den e) nicht verfügbar sein: er ist [wegen Krankheit]
ausdrehen (etwas a.): I . (ugs.) a) ausschalten: er wies a. auf die hohen Kosten hin. Körper des Besessenen verlassen). 2. a) spazie- wochenlang ausgefallen. 3. <etwas fällt aus; mit
das Radio, die Lampe, das Licht a. b) abstellen: auseinander (Adverb): 1. voneinander weg, ge- renfahren: am Wochenende fährt die ganze Fa- Artangabe) etwas gerät, geht in bestimmter Weise
das Gas a. 2. herausdrehen: die Sicherungen a. trennt: der Lehrer setzt die Schüler a.; sie woh- milie aus; der Vater ist mit den Kindern ausge- aus, hat ein bestimmtes Ergebnis: die Arbeit, Prü-
Ausdruck, der: 1. Wort, Bezeichnung; Wen-dung: nen sehr weit a.; die beiden Schwestern sind al- fahren. b) (jmdn. a.> ins Freie fahren, spazieren- fung fiel gut aus; die Wahl ist ungünstig ausge-
ein falscher, treffender, veralteter, moderner, tersmäßig fast sieben Jahre a. (ugs.); das schreibt fahren: einen Kranken im Rollstuhl a.; sie hat fallen; mein Anteil ist recht klein, nach Wunsch,
ordinärer, gewählter, fachsprachlicher A.; ein A. man a. (getrennt); (ugs.:) wir sind schon lange a. ( das Baby ausgefahren. 3. (etwas a.) mit dem Fahr- zu meiner Zufriedenheit ausgefallen; das Kleid
für etwas; der A. ist ironisch gemeint; den nicht mehr befreundet). 2. eins aus dem anderen: zeug ausliefern, verteilen: Heizöl, Brot, Kohlen fällt ein bißchen zu eng aus.
passenden A. suchen, nicht finden; sie ge- Theorien a. entwickeln; etwas a. ableiten. a.; als Junge hatte er mit dem Fahrrad Zeitungen ausfallend: beleidigend, unverschämt: ausfal-
brauchte einen häßlichen A.; Unflätigkeit, das ist auseinandergehen: 1. sich trennen, nicht länger ausgefahren. 4. <etwas a.; gewöhnlich im 2. Part.> lende Äußerungen; er wird leicht a.; er war sehr
der richtige A. dafür; R: das ist gar kein A.! (das zusammenbleiben: die Versammlung geht durch häufiges Befahren beschädigen, abnutzen: a. gegen ihn, ihm gegenüber.
ist noch viel zu schwach ausgedrückt) • er hat sich auseinander; sie sind im Zorn, erst spät in der die schweren Panzer haben die Wege ausgefah- ausfechten <etwas a.>: bis zur Entscheidung aus-
sehr im A. vergriffen (hat in unangemessenem Ton Nacht auseinandergegangen; ü b e r t r . : unsere ren; ausgefahrene Straßen; die Piste ist sehr aus- tragen: einen Streit, einen Prozeß, einen Kampf
gesprochen). 2. a) Ausdrucksweise, Stil: einen Wege gehen auseinander. 2. sich teilen und sich gefahren. 5. (etwas a.) auf der äußeren Seite a.; er soll die Angelegenheit mit seinem Kontra-
schlechten, guten A. haben; Gewandtheit im A. seitwärts zurückbewegen: der Vorhang ging aus- durchfahren: eine Kurve voll a. 6. <etwas a.> auf henten selbst a.; einen Strauß mit jmdm. a. (sich
b) Aussagekraft: seinem Gesang fehlt es an A.; einander. 3. <etwas geht auseinander) etwas fällt der Rennstrecke austragen: ein Rennen, eine Mei- mit jmdm. heftig auseinandersetzen).
sie spielt mit viel, ohne A. 3. Gesichtsausdruck, in einzelne Teile auseinander, geht entzwei: das sterschaft a.; am kommenden Sonntag wird der ausfegen (bes. nordd.) <etwas a.>: a) durch Fe-
Miene: ein schmerzlicher, sorgenvoller, ärgerli- Spielzeug, der Stuhl ist auseinandergegangen; Große Preis von Europa ausgefahren. 7. (etwas gen entfernen: den Schmutz a. b) durch Fegen säu-
cher, erwartungsvoller A. erschien auf seinem ü b e r t r . : ein Bündnis, eine Verlobung geht aus- a.) die Leistungsfähigkeit voll ausnutzen: den Mo- bern: die Stube, die Küche, den Flur a. ausfeilen
Gesicht; sein Gesicht hatte einen gespannten A., einander (löst sich auf). 4. <etwas geht auseinan- tor, den Wagen voll a. B. (etwas a.) ganz (etwas a.): a) zurechtfeilen: einen Schlüssel[bart]
nahm einen entsetzten A. an. 4. Kennzeichen: der) etwas ist verschieden, stimmt nicht überein: durchfahren: eine Strecke a. 9. a) (etwas a.) nach a.; übertr.: stärker ausformen, vervollkommnen:
Tempo ist der A. unserer Zeit; Monumentalität darüber gehen die Meinungen weit auseinander; außen be-wegen, herausbringen: das Fahrgestell, einen Aufsatz, eine Rede, eine Skizze a.; der
ist der A. für diese Epoche; etwas mit dem A. (der die Ansichten der Kritiker gehen in vielen Punk- eine Antenne a. b) (etwas fährt aus) etwas Hochspringer hat eine ausgefeilte Technik. b)
Bekundung) tiefen Bedauerns zurücknehmen ( ten auseinander. 5. (ugs.) dick werden: sie ist sehr bewegt sich nach außen: das Fahrgestell fährt durch Feilen herstellen: ein Loch a. ausfertigen (
geh.). * Ausdrücke gebrauchen/(geh.:) im Munde auseinandergegangen. aus. Papierdt.) (etwas a.): ausstellen: eine Urkunde,
führen/an sich haben (sich derb ausdrücken, auseinanderhalten (jmdn., etwas a.): vonein- A usfahrt, die: 1. das Ausfahren: die Boote bei ein Protokoll a.; der Reisepaß ist am 15. Mai
Schimpfwörter gebrauchen) . (geh.:) einer Sache ander unterscheiden: er kann die beiden Wörter, der A. beobachten; der Zug hat keine A. (darf ausgefertigt worden. Ausfertigung, die: 1. (
Ausdruck geben/verleihen (etwas zu erkennen die Zwillinge nicht a. noch nicht aus dem Bahnhof ausfahren). 2. (geh.) S Papierdt.) das Ausfertigen: die A. eines
geben, äußern): er gab seinem Wunsch, der auseinanderleben (sich a.): sich innerlich fremd pazierfahrt: eine A. machen, unternehmen. 3. a) Dokuments, eines Testaments. 2. ausgefertigtes
Hoffnung A., sie bald wiederzusehen • ( werden: die Studienfreunde, die Partner lebten Stelle, an der man die Autobahn verläßt: die A. Fr Schriftstück: einen Lebenslauf in einfacher, in
nachdrücklich) etwas kommt in etwas zum sich auseinander. ankfurt Nord nehmen; wir haben die A. nach Ma doppelter A. einreichen.
Ausdruck (etwas nnheim verpaßt. b) Stelle, an der ein Fahrzeug e
inen umgrenzten Raum verläßt: die A. des Ha-
fens; die A. freihalten.
Au sfall, der: 1. das Ausfallen: der A. der Federn,
der Haare, Zähne. 2. a) Wegfall: der A. der Ein
nahmen. b) das Ausscheiden: das Rennen Wurde
ausfindig 106 107 ausgesprochen
ausführlich: bis in alle Einzelheiten, eingehend, der hintere, seitliche A.; der Raum hat zwei Aus-
ausfindig (in der Verbindung) jmdn., etwas aus- breit: ein ausführlicher Brief, Bericht; die Be- von dem Platz gehen mehrere Straßen aus. b) (
findig machen: nach langem Suchen finden: eine änge; wir benutzen, nehmen den anderen A.; von etwas a.> etwas zugrunde legen: von der
schreibung ist sehr a.; etwas a. darstellen, schil- die Polizei bewachte, besetzte, schloß alle Aus-
Adresse, den Aufenthaltsort von jmdm., ein net- dern, beantworten. Tatsache, von der Annahme, von der Vorausset-
tes Urlaubsquartier a. machen. gänge; er strebte (geh.) dem A. zu; er wartete zung a., daß ...; gehen wir davon aus, wir könnten
Ausführung, die: 1. das Ausführen: die A. des am A. auf sie; ü b e r t r . : der A. des Magens; er
ausfliegen: 1. das Nest verlassen; fortfliegen: die Plans, des Vorhabens scheiterte; die A. aller an- den Umsatz steigern. c) (etwas geht von jmdm.,
Jungen werden bald a.; die Alten sind ausge- hat einen künstlichen A. (Med.: Darmausgang). von etwas aus> etwas rührt von jmdm., von etwas
fallenden Arbeiten übernehmen. 2. Machart, b) anderes Ende: am A. des Waldes; das Restau-
flogen, um Futter zu holen; ü b e r t r . : die ganze Herstellungsweise; Qualität: dieses Geschäft her: die Anregung, der Gedanke, die Einladung
Familie war ausgeflogen (hatte die Wohnung, das rant lag am A. der Ortschaft. 4. Ende, Schluß, Ab- ging vom Minister aus; das Gerücht war von Ba-
führt Anzüge in jeder, verschiedener, eleganter schluß: der A. des Verses, der Zeile; Spannungen
Haus verlassen). 2. a) aus einem Gebiet hinausflie- A.; Lederwaren, Textilien in bester A. 3. einge- racke 3 ausgegangen. d) (etwas geht von jmdm.,
gen: die feindlichen Bomber fliegen [aus unse- traten erst am A., gegen A. dieser Epoche auf; von etwas aus) etwas wird von jmdm., von etwas
hende Darlegung: langweilige, fesselnde Ausfüh- eine Krankheit mit tödlichem A.; der A. des
rem Luftraum] wieder aus. b) (jmdn., etwas a.) rungen; die Studenten folgten den Ausführungen ausgeströmt, ausgestrahlt: von dem Künstler geht
mit dem Flugzeug aus einem Gebiet wegbringen: Kampfes ist ungewiß; auf den A. (Ergebnis) der ein ungewöhnliches Fluidum aus; von jmdm.
des Vortragenden; er schloß seine Ausführungen Wahlen warten. 5. Ausgangspunkt: zum A. seines
die Verwundeten wurden aus dem Kessel ausge- mit den Worten ... * (nachdrücklich:) etwas geht Ruhe, Sicherheit aus; von dem Ofen ging
flogen. Gespräches, seiner Gedanken zurückkehren. * ( eine behagliche Wärme aus; die Schmerzen wa-
kommt/gelangt zur Ausführung (wird ausge- nachdrücklich:) etwas nimmt von etwas seinen
Ausflucht, die: Ausrede, Vorwand: das ist nur führt) • (nachdrücklich:) etwas zur Ausführung ren von der Wirbelsäule ausgegangen. 3. (auf et-
eine A.; Ausflüchte machen; er beschwichtigte Ausgang (etwas geht von etwas aus). was a.) bezwecken, beabsichtigen, es auf etwas ab-
bringen (ausführen). ausgeben: 1. (etwas a.) [in offizieller Funktion]
mich mit leeren, billigen Ausflüchten. Ausflug, ausfüllen: 1. (etwas a.) a) ganz füllen: ein Loch sehen: auf Abenteuer a.; er geht nur auf Gewinn,
der: 1. Wanderung, Fahrt durch die Natur: ein austeilen, verteilen: Verpflegung, warme Klei- Betrug aus; sein Plan geht nur darauf aus, die
mit Sand und Steinen a.; b i l d l . : die Lücke, die dung an die Flüchtlinge a.; der Koch gibt das Es-
gemeinsamer, kleiner, weiter A.; ein A. zu Fuß, er hinterlassen hat, wird schwer auszufüllen sein. Produktion zu steigern. 4. (etwas geht aus; mit
mit dem Dampfer, ins Grüne; einen A. machen, sen aus; die Spielkarten a.; G e l d w . : Aktien a. ( Umstandsangabe) etwas endet: das Wort geht auf
b) ganz beanspruchen, einnehmen: der Schrank zum Kauf anbieten); neue Banknoten a. (in Um-
unternehmen; S p o r t : ein weiter A. in die füllt die Ecke fast ganz aus. 2. (etwas a.> mit den einen Vokal aus; die Sache ging gut, schlecht, un
gegnerische Hälfte; b i l d l . : es war ein A. in die lauf bringen); ü b e r t r . : bekanntgeben, verkün- entschieden, mit einem Patt, wie das Hornberger
erforderlichen Eintragungen versehen: ein Formu- den: eine Parole, einen Befehl, Direktiven a.; von
Vergangenheit. 2. das Ausfliegen: der A. der lar, einen Fragebogen a.; füllen Sie bitte die An- Schießen (ergebnislos) aus; es hätte schlimmer a.
Bienen; der erste A. der Jungvögel. wem sind diese Instruktionen ausgegeben wor- können; wie ist das Spiel, die Unterredung aus-
meldung aus! 3. (etwas a.) hinbringen, den? 2. (ugs.) (etwas a . ) spendieren: eine Runde,
Ausfluß, der: 1. das Ausfließen, Ausströmen: den verbringen: die Stunden mit unnützen Spielereien gegangen? 5. (etwas geht aus> etwas erlischt, hört
A. des 01s stoppen. 2. Stelle, an der etwas einen Schnaps a.; gib mal einen aus! 3. (etwas a.) auf zu brennen: das Feuer, der Ofen (das Feuer im
a.; die Zeit bis zur Abfahrt a. 4. (etwas a.> einer Geld verbrauchen: viel [Geld] für eine Liebhabe-
ausfließt: der A. eines Sees; der A. des Beckens Sache gewachsen sein, etwas beherrschen: eine Ofen), die Kerze, die Zigarre geht aus; plötzlich
ist verstopft. 3. (Med.) ausfließende Absonderung: rei a.; er hat in kurzer Zeit alles, den letzten Pfen- ging im Saal das Licht aus. 6. (etwas geht aus) et-
Stellung gewissenhaft, gut a.; er füllt seinen nig, ein Vermögen ausgegeben; er gibt sein Geld
ein grünlicher, übelriechender A.; A. haben; an Posten aus. 5. (etwas füllt jmdn. aus> etwas was geht zu Ende, schwindet: die Vorräte, Kohlen
A. leiden. 4. (geh.) Auswirkung, Folge: es war nur mit vollen Händen aus (vergeudet es); sie gibt sind ausgegangen; der Treibstoff geht allmählich
nimmt jmdn. ganz in Anspruch, erfüllt jmdn.: sein gerne Geld aus (ist verschwenderisch); wieviel
ein A. seiner schlechten Laune, seiner überhitz- Beruf füllt ihn ganz aus; diese Aufgabe hat aus; (etwas geht jmdm., einer Sache aus); mir ist
ten Phantasie. hast du für das Bild ausgegeben (bezahlt)? 4. ( das Geld, die Geduld ausgegangen; ihm gehen
mich nicht ausgefüllt. sich a . ) sich verausgaben: die Läufer haben sich
ausfragen (jmdn. a.>: viele Fragen an jmdn. rich- Ausgabe, die: 1. a) das Ausgeben: die A. der die Haare aus (er verliert sie); a d j . P a r t . : im
ten, um etwas zu erfahren: jmdn. nach einem völlig, restlos ausgegeben; der Europameister ausgehenden Mittelalter. 7. (etwas geht aus) a) et-
Pässe, der Gutscheine erfolgt in der Zeit von ...; brauchte sich nicht voll auszugeben. 5. (jmdn.,
Sachverhalt, wegen einer Angelegenheit, über die A. von Proviant; G e l d w . : die A. von neuen was geht aus etwas heraus: die Farbe ist beim Wa-
eine Person a.; ich lasse mich nicht [von dir] a. sich, etwas als/für jmdn., etwas a.) behaupten zu schen [aus der Decke] ausgegangen. b) (landsch.)
Banknoten; die A. (Verkauf Emission) von Ak- sein; fälschlich bezeichnen: jmdn. als/für seinen
ausfressen: 1. (etwas a.> leer fressen: der Hund tien; ü b e r t r . : das Bekanntgeben: die A. eines etwas verblaßt: die Decke, der Stoff geht beim
hat seinen Napf ausgefressen. 2. (ugs.) (etwas a.> Bruder a.; ihre Freundin gab sich für jünger, für Waschen aus. B. (ugs.) (etwas geht aus; mit Art-
Befehls. I)) Stelle, wo etwas ausgegeben wird: die unverheiratet aus; er wollte das Gerät als seine
die Folgen tragen: wir sollen die Sache jetzt a. • A. für Berechtigungsscheine befindet sich im 2. angabe> etwas läßt sich ausziehen: die Gummi-
(ugs.:) etwas ausgefressen haben (etwas ange- Erfindung a. 6. (etwas a . > zur Bearbeitung wegge- handschuhe gehen schwer, leicht, gut aus.
Stock, ist geschlossen. 2. ausgegebenes Geld, ben, außer Haus geben: die Wäsche a.
stellt, verbrochen haben): er scheint schon wieder Kosten: sie scheuen diese große A.; eine einma- a u s g e l a s s e n : lustig [und wild], übermütig: aus-
etwas ausgefressen zu haben. ausgebucht: bis zum letzten Platz belegt: ein gelassene Schüler; eine ausgelassene Stimmung;
lige A.; ungewöhnliche, laufende Ausgaben; restlos ausgebuchtes Hotel; alle Flüge, die Fäh-
Ausfuhr, die: i Export. Ausgaben haben, bestreiten (geh.), scheuen; er das Fest war sehr a.; sie sangen laut und a.
ren sind auf Wochen a.; die Maschine ist bereits ausgemacht: 1. sicher, gewiß: das ist eine aus-
ausführen: 1. (jmdn. a.> a) spazierenführen: ei- hält die Ausgaben für den Lebensunterhalt nied- a.; ü b e r t r . : der Künstler ist volt ausgebucht (
nen Kranken, Blinden a.; er muß den Hund noch rig. 3. a) Abdruck eines Werkes; Form der Veröf- gemachte Sache; es ist noch nicht a., ob es wirk-
ugs.; hat keinen freien Termin mehr). lich so war; es galt doch als a., daß wir abreisen.
a. b) mit jmdm. ausgehen [und ihn freihalten]: je- fentlichung: eine broschierte, gebundene, ge- ausgefallen: extravagant, nicht alltäglich: ein
den Sonntag führt er seine Freundin aus; wir kürzte, verbesserte, erweiterte, dreibändige A.; 2. a) ausgesprochen, besonders groß: ein ausge-
ausgefallenes Muster; seine Ideen sind sehr a.; machter Dummkopf; das war ein ausgemachter
müssen den Besuch einmal a.; ü b e r t r . (ugs. eine vollständige A. der Werke Brechts; eine A. das klingt ausgefallener, als es wirklich ist a
scherzh.): sie führt heute ihr neues Kleid aus ( letzter Hand (letzte vom Autor selbst besorgte Aus- Betrug. b) (verstärkend vor Adjektiven) sehr,
usgeglichen: a) gleichbleibend, ohne Schwan- überaus: es war ihr a. unheimlich. ausgenommen
trägt es in der Öffentlichkeit). 2. (etwas a.) ins gabe); die Weimarer (in Weimar herausgebrachte) kungen: ein ausgeglichenes Klima; der Markt ist
Ausland verkaufen: Waren, Südfrüchte a.; unser A. der Werke Goethes. b) Nummer einer Zeitung: (Konj.): außer: ich muß dem ganzen Buch
a.; Sport: ein ausgeglichenes (in allen Positionen widersprechen, a. dem Schluß/den Schluß a.; es
Land führt hauptsächlich Maschinen aus. 3. (et- die heutige, gestrige A. des Lokalanzeigers; die gleich gut besetztes) Team; die ersten beiden
was a.) a) verwirklichen: einen Plan, eine Idee, ei- A. wurde beschlagnahmt, war sofort vergriffen; waren alle da, a. er/er a.; er kommt bestimmt, a.
Runden waren a. (brachten keinem der Spieler es gibt Glatteis.
nen Beschluß a.; er wollte seinen Vorsatz unbe- das steht in der letzten A. c) (in Rundfunk oder bzw. keiner Mannschaft Vorteile). b) harmonisch,
dingt a. b) vollziehen, auftragsgemäß erledigen: er Fernsehen) zu einer bestimmten Zeit des Tages re- ausgerechnet (Adverb) (ugs.): gerade /drückt
nicht von Stimmungen abhängig: ein ausgegliche- Unwillen, Ärger, seltener Bedauern aus/: a. jetzt
hat seine Anordnung, den Auftrag wunschgemäß gelmäßig gebrachte Sendung: eine A. der Nach- ner Mensch; er ist jetzt ausgeglichener als
ausgeführt; die ausführende Gewalt (Exekutive); richten, der Tagesschau. 4. Nachbildung von et- kommt er!; muß das a. heute sein?; mußte das a.
früher. mir passieren!
eine Arbeit, Reparaturen, eine Bestellung, Unter- was, Ausführung: eine viertürige A. dieses Mo- au sgehen: 1. a) die Wohnung verlassen,
suchungen, eine Operation a.; Bauten a.; eine dells; das ist eine verkleinerte A. des Originals. eine.,, n ausgeschlossen: unmöglich: jeder Irrtum ist a.;
Gang machen : die Mutter ist ausgegangen um es ist a., daß ...; ich halte das für ganz a.; a. [das
Bewegung, eine Drehung a. (vollführen, machen); Ausgang, der: 1.a) das Ausgehen: einen A. ma- einz ukaufen; meine Nachbarin ist eben ausge-
S p o r t : einen Straf-, Freistoß, eine Ecke a. 4. (et chen; vom A. zurückkehren; jmdn. zum A. abho- gangen. b)e zu Vergnügungen.Par gehen: häufig sel geht nicht]!
-was a.; mit Artangabe) in bestimmter Weise g e - len. b) Erlaubnis zum Ausgehen: den Soldaten ten, mit Freunden a.; heute gehen wir mal nett, ausgesprochen: a) besonders groß; ausgeprägt:
s t a l t e n , herstellen: ein Bild in 01, in Wasserfarben den A. sperren; die Rekruten haben, bekommen ganz groß (ugs.), schick (ugs.) aus. c) (etwas geht sie war eine ausgesprochene Schönheit; eine
a.; eine stromlinienförmig ausgeführte Karosse- keinen A. 2. (Bürow.) a) das Abschicken: die Post
aus : ge wöhnlich im 1 t.> etwas wird abge- ausgesprochene Vorliebe, Begabung, Abneigung;
sc hickt er hatte die Einladungen bereits a las- se n; er hatte ausgesprochenes Pech. b) (verstärkend
rie. 5. (etwas a . ) [eingehend] darlegen: der zum A. fertigmachen. b) zum Abschicken vorberei- :
Redner führte aus, daß ...; er hatte umständlich, tete Post: die Ausgänge erledigen. 3. a) Tür, Off
a
die usgehende Post. 2. a) (etwas geht von et-was vor Adjektiven> sehr, überaus: ein a. schöner
weitschweifig seine Gedanken ausgeführt. nung, durch die man einen Raum verlassen kann: aus> etwas nimmt seinen Ausgang, führt weg: Film; das ist a. gemein.
ausgesucht 108 1 0g
Auskunft
a u s g e s u c h t : 1. a) besonders groß: er begrüßte ausgraben (jmdn., etwas a.): durch Graben aus oder Sache, die sich vorteilhaft für jmdn. oder et-
der Erde herausholen: einen Toten wieder a.; sie stellen: eine Zahl, x a. 2. (jmdn., etwas a.) beiseite
ihn mit ausgesuchter Höflichkeit, Freundlich- was ausnimmt: er dient nur als A. für dieses Un- lassen, ausschließen: eine Frage, ein Thema, ein
keit. b) sehr, überaus: a. schöne Früchte; er ist ein gruben einige Kisten aus; Pflanzen [mit der Wur. ternehmen; wir können seinen Namen als A. be-
zel] a.; A r c h ä o l . : Tontafeln, eine Amphore a.; Problem a.; die Person des Erzählers ist dabei be-
a. höflicher Mensch. 2. erlesen, hervorragend: nutzen; er ist das A. des Vereins. wußt ausgeklammert worden.
ausgesuchte Weine; es war eine ausgesuchte Ge- sie gruben Teile eines Tempels aus (legten sie ausharren (geh.): geduldig warten und nicht fort-
frei); ü b e r t r . : Vergessenes wieder hervorholen: auskleiden: 1. (geh.) (jmdn., sich a.) ausziehen:
sellschaft. 3. nicht mehr viel Auswahl bietend: aus- gehen, aushalten: die Angehörigen harren am einen Kranken a.; sie hatte sich bereits ausgeklei-
gesuchte Waren; die Stoffe sind schon sehr a. eine alte Bestimmung a.; er grub eine Melodie Unglücksschacht aus; er hatte auf seinem Posten
aus den zwanziger Jahren aus. det. 2. (etwas a.> ausschlagen, mit etwas versehen:
a u s g e w a c h s e n : zur vollen Größe herangewach- bis zuletzt ausgeharrt. ein Zimmer mit einer Seidentapete a.; der Ofen
sen: ein ausgewachsener Bursche; ausgewach- aushaken: a) (etwas a.) loshaken: einen Fen- ausheben: 1. (etwas a.) aus einer Haltevorrich-
sterladen, eine Kette a.; der Reißverschluß ist ist mit Schamottesteinen ausgekleidet.
sene Bäume; die Tiere sind in wenigen Wochen tung heben, herausnehmen: eine Tür, einen Fen ausklingen (etwas klingt aus): 1. etwas ver-
a.; übertr. (ugs.): ein ausgewachsener (riesiger) ausgehakt. b) (etwas hakt sich aus> etwas hakt sterladen a. 2. (ugs.) (jmdm., sich etwas a.> verren
sich los: der Reißverschluß hat sich ausgehakt. * klingt: das Lied klingt aus; der Ton war/hatte
Skandal; ein ausgewachsener (fertiger) Jurist. ken: ich habe mir beim Turnen den Arm, die ausgeklungen. 2. etwas endet: das Fest klang har-
a u s g e w o g e n : sorgfältig abgestimmt, harmo- (ugs.:) es hakt bei jmdm. aus: a) (jmd. verliert die Schulter ausgehoben. 3. (etwas a.) a) aus dem
nisch: ein ausgewogenes Programm, Urteil; das Nerven). b) (fimd. hat kein Verständnis für die Nest nehmen: Eier, Junge a. b) durch das Heraus-
monisch, bei Einbruch der Dunkelheit aus; seine
Handlungsweise eines anderen) Rede klang aus in der Mahnung ...; sie ließen den
Orchester ist klanglich a. nehmen der Eier leer machen: ein Nest a.; b i I dl. Tag mit einer Serenade a.
a u s g e z e i c h n e t : ganz hervorragend: ein ausge- aushalten: 1. a) (etwas a.) in der Lage sein, et- : die Polizei hob das Verbrechernest aus;
was zu überstehen; ertragen: Strapazen leicht, ausklügeln (etwas a.): mit Scharfsinn ersinnen,
zeichneter Arzt, Autofahrer, Skiläufer; der Wein, übe rtr.: die Polizisten haben die Gangster, die ausdenken: einen Plan genau, sorgfältig, fein a.;
der Film ist a.; sie machte einen ausgezeichneten schwer, mit Mühe a., Hunger, Durst, Schmerzen, Bande ausgehoben (unschädlich gemacht). 4. (ver-
Spannungen a.; viel a. können; sie hielt seinen ein raffiniert ausgeklügeltes Verbrechen, System.
Eindruck; er kann a. kochen, tanzen. altet) (jmdn. a.> zum Soldatendienst einziehen: ausknipsen (ugs.) <etwas a.>: ausmachen: die
ausgiebig: 1. reichlich, beträchtlich; recht viel: Blick aus (hielt ihm stand); diese Ware hält den Rekruten, 5000 Mann a. 5. (etwas a.) a) grabend,
Vergleich mit der anderen aus (ist von gleicher Lampe, das Licht a.
ein ausgiebiges Frühstück; ein ausgiebiger Mit- schaufelnd aus der Erde holen: Erde, Sand a.; sie ausknobeln (etwas a.): 1. (ugs.) durch Knobeln,
tagsschlaf; er machte von dem Angebot ausgiebi- Güte); R: das hältst du nicht aus! (ugs.; das ist un- hatten die Bäume mit den Wurzeln ausgehoben.
gen Gebrauch; a. essen, spazierengehen; es hat a. glaublich!) (mit unpersönlichem es) es vor Hitze b) graben: ein Grab a.; die Soldaten hoben neue
Würfeln entscheiden: wir knobeln aus, wer bezah-
nicht a. können; er hält es nirgends lange aus ( len muß. 2. (ugs.) a) ersinnen: einen Plan a.; (sich
geregnet. 2. (veraltend) ergiebig: eine ausgiebige Schützengräben aus. 6. (ugs.) (jmdm. etwas a.> (Dativ) etwas a.> wer hat sich das bloß ausgekno-
Sorte; dieses Fett ist recht a. bleibt nirgendwo lange); hier läßt es sich a./kann auspumpen: dem Kranken den Magen a.
man es a. (hier ist es schön); mit ihm ist es in letz- belt? b) lösen: eine Aufgabe a.
ausgießen (etwas a.): 1. a) etwas aus etwas gie- aushecken (ugs.) (etwas a.): sich mit List aus- auskochen (etwas a.): 1. kochen lassen, um dar-
ßen; weggießen: das Wasser [aus dem Eimer] a.; ter Zeit nicht mehr auszuhalten; s u b s t . : es ist denken; ersinnen: Streiche, einen Scherz, einen
nicht zum Aushalten mit diesen Leuten. b) durch- aus eine Brühe zu gewinnen: Knochen, ein Stück
den Rest können wir a.; ü b e r t r . : ausschütten: Plan, ein Komplott a.; wer weiß, was sie wieder Suppenfleisch a. 2. a) durch Kochen vom Schmutz
sie gossen ihren Spott über ihn aus. b) durch das halten, [bis zum Ende] bleiben: tapfer, bis zum ausgeheckt haben.
letzten Mann a.; sie hat bei ihm ausgehalten, bis befreien: Hemden, ein Tischtuch a. b) durch Ko-
Ausgießen einer Flüssigkeit leer machen: den Ei- aushelfen: a) (jmdm. a.) aus einer momentanen chen steril machen: die Instrumente, die Baby-
mer, die Kanne a. 2. mit einer flüssigen, später er- er starb. 2. ugs. (jmdn. a.) jmds. Lebensunterhalt Notlage helfen: können Sie mir mit 50 Mark a.?;
bezahlen, den man damit von sich abhängig macht: fläschchen müssen ausgekocht werden. 3. (ugs.)
starrenden Masse füllen: Fußspuren a.; wir haben die Leute halfen sich [gegenseitig]/(geh.:) einan- etwas[Ubles] ersinnen: eine Betrügerei a.; ich bin
die Risse mit Zement, mit Teer ausgegossen. eine Geliebte a.; er läßt sich von der Witwe a.; der kameradschaftlich aus. b) (meist mit Um-
er wird von seiner Freundin ausgehalten. 3. ( gespannt, was die ausgekocht haben.
Ausgleich, der: das Ausgleichen: ein geschick- standsangabe) vorübergehend helfen, einspringen: auskommen: a) (mit etwas a.) so viel von etwas
ter, vernünftiger, sozialer, gerechter A.; ein A. etwas a.) eine bestimmte Zeit erklingen las-sen: in der Erntezeit auf dem Lande, beim Bauern a.;
einen Ton lange a. [können]. haben, daß es genügt: mit den Vorräten gut a.; er
kam nicht zustande; einen A. für etwas schaffen, er hilft zur Zeit im Ersatzteillager aus. ist mit seinem Geld nie ausgekommen. b) (mit
herbeiführen; er sah einen A. darin, daß ...; auf [ aushandeln (etwas a.): vereinbaren, festlegen: Aushilfe, die: a) das Aushelfen: jmdn. um A.
Bedingungen a.; den Preis, einen Vertrag, einen jmdm. a.) sich verstehen, sich vertragen: mit den
einen] A. bedacht sein; als A. für ...; er bemühte bitten; sie ist oft zur A. da. b) jmd., der Aushilfsar- Schülern, gut, schlecht, gar nicht a.; wir kommen
sich um einen A. der Gegensätze; es kam zu ei- Kompromiß a.; neue Tarife wurden zwischen beiten macht: sie ist in einem Warenhaus als A.
beiden Parteien ausgehandelt. glänzend miteinander aus; mit ihm ist nicht aus-
nem A. der Spannungen; als/zum A. (um etwas tätig; A. gesucht. zukommen. c) (ohne jmdn., ohne etwas a.> nicht
wettzumachen) treibt er regelmäßig Sport; aushändigen (jmdm. etwas a.>: [offiziell] über- ausholen: 1. mit einer schwungvollen Bewegung
geben: er händigte mir das Geld, die Quittung, brauchen, unabhängig sein: ohne fremde Hilfe a.;
K a u f m a n n s s p r . : zum/als A. (Begleichung, zu etwas ansetzen: mit der Hand, zum Schlag, ich komme ohne dich nicht aus.
Verrechnung) Ihrer Rechnung überweisen wir Ih- die Papiere aus; der Polizist ließ sich die Auto- zum Wurf a.; die Pferde holen aus (greifen aus);
schlüssel a.; (selten: an jmdn. etwas a.> er hän- Auskommen, das: Verdienst, Lebensunterhalt:
nen ...; S p o r t : Tor, das das Torverhältnis aus- adj. P a r t . : groß, raumgreifend: mit ausholen-den ein gutes, anständiges, reichliches A. haben; er
gleicht: der A. fiel kurz vor Spielschluß; der digte den Schlüssel an den Hausmeister aus. Schritten, Bewegungen; ü b e r t r . : zu etwas
Aushang, der: öffentlich ausgehängte Bekannt- hat sein A.; er fand ein sicheres A. * mit jmdm. ist
Mannschaft gelang der verdiente A.; den A. er- ansetzen: die Truppen holen zum Gegenschlag kein Auskommen (fimd. ist unverträglich).
zielen. machung: die neuen Aushänge lesen; einen A. aus. 2. mit sehr Entferntem beginnen, mit langer
machen; der genaue Termin wird durch A. be- auskosten (geh.) (etwas a.): 1. voll genießen: die
ausgleichen: 1. (etwas a.) a) durch Ausgleichen Vorgeschichte erzählen: der Professor holte weit Urlaubstage, die Freuden des Lebens, jede Se-
beseitigen: Unebenheiten, Niveauunterschiede a. kanntgegeben. aus. 3. (ugs. landsch.) (jmdn. a.) ausfragen: die
'aushängen, hing aus, ausgehangen (etwas kunde a.; er kostete seinen Sieg, seinen Triumph
b) Gegensätze durch Vermitteln o. ä. mildern oder Nachbarn a.; ich lasse mich doch nicht von dir a. aus. 2. (gewöhnlich in Verbindung mit müssen)
beseitigen: Spannungen, Differenzen, einen hängt aus): etwas ist [öffentlich] zur allgemeinen aushorchen (jmdn. a.>: ausfragen: die Leute a.;
Beachtung angebracht: der Zeitplan hängt am erleiden: den Schmerz bis zur Neige a. müssen.
Konflikt, soziale Unterschiede a.; den Mangel an jmdn. Ober etwas, über jmdn. a. auskratzen (etwas a.): a) durch Kratzen entfer-
Bewegung durch Gymnastik a. (wettmachen); Schwarzen Brett aus; das Aufgebot hängt im Ka- auskennen (sich a.; gewöhnlich mit Umstands-
sten aus. nen: Buchstaben, Schmierereien mit dem Messer
K a u f m a n n s s p r . : eine Rechnung a. (beglei- 2 aushängen, hängte aus, ausgehängt: 1. (etwas
angabe): vertraut sein, sich zurechtfinden: sich a. b) durch Kratzen von etwas befreien: die Brat-
chen); G e l d w . : ein Konto a. (Soll- und Haben- gut, schlecht, kaum in einer Stadt a.; ich kenne pfanne, die Schüssel a.
a.> öffentlich, an einem Aushangbrett anbringen: mich hier, in dieser Branche, mit diesen Maschi-
seite auf den gleichen Stand bringen); (ohne Akk.) auskundschaften (etwas a.): [heimlich] durch
S p o r t : das gleiche Torverhältnis herstellen: kurz Verordnungen, Bilder [im Schaufenster] a. 2. a) nen nicht aus; er kannte sich bei Frauen gut aus
(etwas a.> aus der Haltevorrichtung herausneh- Nachforschen herausfinden, erkunden: ein Ver-
vor dem Schlußpfiff hat der Gegner ausgegli- (wußte, wie man sie behandelt); mit ihm kenne ich steck, die feindlichen Stellungen, eine günstige
chen; er konnte zum 2:2 a. 2. (etwas gleicht sich men: die Tür a.; der Telefonhörer war ausge- mich nicht mehr aus (ich weiß nicht mehr, woran
hängt. b) (etwas hängt sich aus> etwas löst sich Gelegenheit a.; wir werden seine Meinung zu
aus) Gegensätzliches, Unterschiedliches, Nachteili- ich bei ihm bin); wer soll sich da noch a.! diesem Projekt auskundschaften.
ges hebt sich auf: Einnahmen und Ausgaben glei- aus einer Haltevorrichtung: der Fensterladen hat a uskippen <etwas a.>: a) ausschütten: die Ziga-
sich ausgehängt. 3. (ugs.) (jmdm., sich etwas a.> Auskunft, die: a) aufklärende Mitteilung, Unter-
chen sich aus; dieser Nachteil gleicht sich da- ret tenstummel, das Wasser a; er kippte.b) durch den In richtung, Antwort auf eine Anfrage: eine ausführ-
durch aus, daß ... verrenken: ich habe mir den Arm, das Kreuz -halt des Korbes auf den Boden . aus das Auss
ausgehängt. 4. (etwas hängt sich aus) etwas glättet liche, zuverlässige, vertrauliche, ungenügende
ausgleiten (geh.) 1. ausrutschen: er glitt auf den chütten des Inhalts leer machen: den Aschenbe A.; eine ungenaue A. erhalten, bekommen, ge-
feuchten Blättern aus. 2. (etwas gleitet jmdm. sich wieder durch Hängen: das Kleid hängt sich cher, den Eimer a.
wie-der aus, hat sich nicht ausgehängt. auskla mmern: 1. (Math.) (etwas a.) vor oder ben, erteilen (geh.); eine A. Ober eine Firma erbit-
aus) etwas rutscht jmdm. aus der Hand: der Ham- ten, einholen; er bat ihn um nähere Auskünfte;
mer, das Messer glitt ihm aus. Aushängeschild, das: vorgeschobene Person hinter die eingeklammerte algebraische Summe der Angeklagte verweigerte jede A. b) Stelle, wo
--IpPP''---
auskurieren Ausnahme
110 111
Auskünfte gegeben werden: wo ist hier die A.?; die Geschichte erzählt hatte. B. (ugs.) (etwas a.) a) ( (macht immer wieder neue Erfahrungen); adj. pa rt . die Lampe, das Licht, den Ventilator, das Radio a.;
A. ist geschlossen, nicht besetzt; er rief die A. an; ein Kleidungsstück) nicht anziehen: die Hand- : er ist ausgelernter Koch. ich habe vergessen, den Fernseher auszumachen.
sich bei/in der A. erkundigen. auskurieren (jmdn. schuhe, den Mantel a. b) nicht anstellen, nicht ein- 'auslesen (etwas a.>: a) aussondern: die faulen b) zum Erlöschen bringen: die Kerzen, das Feuer a.
, sich, etwas a.): vollständig heilen: einen Patienten, schalten, nicht in Gang setzen: den Motor, das Kartoffeln a. b) auswählen: die besten Früchte a. c) 4. a) (etwas a.) vereinbaren: einen Ter-min, einen
ein Leiden a.; der Arzt hat meinen Fuß wieder Radio a.; er ließ das Licht aus; den Ofen a. von den schlechten, unbrauchbaren Stücken be- Treffpunkt, ein Erkennungszeichen, einen Preis a.;
auskuriert; es dauerte einige Zeit, bis er sich auslaufen: 1. den Hafen verlassen, in See ste- freien: Erbsen, Bohnen a. rauslesen (etwas a.): das ist mit dem Betriebsrat, zwischen uns
wieder auskuriert hatte. auslachen (jmdn. a.): chen: wir laufen morgen, pünktlich, vom Über- zu Ende lesen: einen Roman a.; hast du das Buch ausgemacht worden; eine ausgemachte (
sich lachend überjmdn. lustig machen: jmdn. laut, seehafen aus; das Schiff ist bereits ausgelaufen. schon ausgelesen?; ausgelesene Zeitungen. beschlossene) Sache; es war, galt als aus-gemacht (
gründlich wegen seiner Haare a.; laß dich [mit 2. <etwas läuft aus> a) etwas fließt aus: das Ben- ausliefern: 1. (Kaufmannsspr.) ([etwas] a.) zum beschlossen). b) (etwas a.; gewöhnlich mit
deiner Ansicht] nicht a.! (mach dich nicht zin, die Kühlflüssigkeit läuft aus; das Wasser ist Verkauf an den Handel liefern: Bücher, Elektro- Umstandsangabe) austragen, klären: einen Streit
lächerlich [damit]!); lachen Sie mich an oder aus? aus dem Faß ausgelaufen. b) etwas läuft leer: der gerate a.; am 5. Mai liefern wir aus. 2. (jmdm./an vor Gericht a.; wir haben die Sache unter
'ausladen (jmdn., etwas a.): a) die Ladung, Fracht Topf, das Faß läuft aus; die Flasche fiel um und jmdn., einer Sache/an eine Sache jmdn., sich, et- uns/untereinander ausgemacht; etwas mit sich
herausnehmen: Kartoffeln, Kisten, Waren [aus lief aus; (etwas läuft jmdm. aus> mir ist die Par- was a.) [auf eine Forderung hin] übergeben: Unter- selbst, mit sich allein a. (mit etwas allein fertig
dem Waggon] a.; die Möbel müssen vorsichtig fümflasche ausgelaufen. 3. (etwas läuft aus) et- lagen dem Geheimdienst, an den Geheimdienst a.; werden). 5. (jmdn., etwas a.) [in der Ferne] erken-
ausgeladen werden; Truppen a. b) durch Her- was kommt zum Stillstand: er wartete, bis das einen Mörder dem Gericht, der Gerechtigkeit a. ( nen, entdecken: einen Dampfer, feindliche Flug-
ausnehmen der Ladung, Fracht leer machen: das Schwungrad ausgelaufen war; den Motor, die überantworten); sie hatten sich ohne Bedenken zeuge, Heringsschwärme a.; es läßt sich nicht mehr
Auto, den Möbelwagen, das Schiff a. Maschine a. lassen; S p o r t : die Geschwindigkeit dem Bergführer ausgeliefert; sie waren dem a. (feststellen), warum das Triebwerk nicht
'ausladen (ugs.) (jmdn. a.): die Einladung rück- nach dem Ziel abbremsen: er durchreißt als erster Erpresser, der feindlichen Macht wehrlos ausge- zündete; ein Quartier a. (veraltend; besorgen). 6. a)
gängig machen: nach dieser Sache haben wir die das Zielband und läuft locker aus. 4. a) (etwas liefert (preisgegeben, überlassen); an dem verlas- (jmdn., etwas a.) das sein, was das Wesen einer
beiden wieder ausgeladen. läuft aus) etwas geht zu Ende, endet: die Produk- senen Ort waren sie ihrem Schicksal ausgeliefert; ( Sache oder Person ist, ausmacht: darstellen,
ausladend: a) weit hervortretend: ausladende tion dieses Modells ist ausgelaufen; der Mietver- auch ohne Dat. oder Präp.-Obj.) dieses Land lie- bilden: Seen und Wälder machen den Zauber
Äste, Konsolen. b) ausholend: ausladende Ge- trag, seine Amtszeit läuft am 1. Mai, Ende April fert politische Flüchtlinge nicht aus. dieser Landschaft aus; die Mieteinnahmen machen
sten, Bewegungen. aus. b) (etwas läuft aus; mit Artangabe) etwas ausliegen (etwas liegt aus>: etwas ist [zur An- den Hauptanteil seines Einkommens aus; ihm
Auslage, die: 1. a) ausgestellte Ware: reichhal- nimmt einen bestimmten Ausgang: das Gespräch sicht, Einsichtnahme] hingelegt: im Schaufenster fehlte alles, was einen großen Künstler aus-macht.
tige, prächtige Auslagen; seine Frau bewunderte lief in einen bösen Streit aus; die Sache ist gut, liegen kostbare Schmuckstücke aus; wo liegen die b) (etwas macht etwas aus) etwas beträgt: die
die A. des Juweliers. b) Schaufenster, Schauka- unglücklich ausgelaufen. c) (etwas läuft aus; mit Wahllisten aus? Entfernung macht etwa 5 km aus; alles zusammen
sten: sie haben ein schönes Kleid in der A.; ich Artangabe) etwas mündet in etwas ein, geht in et- auslöffeln (etwas a.): a) mit dem Löffel heraus- macht 300 Mark aus. 7. (etwas macht et-was aus)
werde Ihnen das Stück aus der A. herausnehmen. was über: etwas läuft spitz, in eine Spitze aus. 5. ( essen: mißmutig, lustlos die Suppe a.; b i l d l . : sie etwas ist von Belang, spielt eine Rolle: die neue
2. (Plural) ausgelegtes Geld: die Auslagen sind sich a.) sich Bewegung verschaffen: ich laufe mich müssen a., was sie sich eingebrockt haben (ugs.; Tapete macht viel aus (ist sehr vorteilhaft); es
sehr hoch; er vergütete, erstattete, ersetzte ihm abends, nach Dienstschluß gern ein wenig aus; müssen die Folgen ihres Tuns tragen). b) mit dem macht nichts aus, wenn Sie etwas später kommen;
seine Auslagen. 3. (Sport) typische Körperhaltung, wir haben uns ordentlich ausgelaufen. 6. (et-was Löffel leer essen: einen Teller [Suppe] a. bei diesen Beträgen macht das kaum etwas aus; (
Stellung: in welcher A. boxt er?; der Fechter geht läuft aus> etwas verläuft, verwischt sich: die auslöschen: 1. (etwas a.> löschen, ausmachen: etwas macht jmdm., einer Sache etwas aus) würde
in die A. (Ausgangsstellung). Farbe, die Schrift läuft aus. das Feuer a.; sie löschte die Kerzen, das Licht aus. es Ihnen etwas a., wenn Sie sofort zahl-ten?; das
Ausland, das: außerhalb der eigenen Staatsgren- auslegen: 1. <etwas a.) hinlegen, in die für einen 2. (etwas a.> wegwischen: er löschte das Ge- macht mir nichts aus.
zen liegendes Gebiet: im A. arbeiten, leben; ins A. bestimmten Zweck notwendige Lage bringen: Tü- schriebene, die Zeichnung [an der Tafel] wieder ausmalen: 1. <etwas a.> a) mit Farbe ausfüllen,
reisen; er mußte ins A. gehen (mußte emigrieren); cher als Markierung für eine Abwurfstelle a. ( aus. 3. (geh.) (jmdn., etwas a.) verschwinden las- farbig machen: die Figuren (in einem Malbuch) a.
Waren aus dem A., für das A.; der Handel mit ausgebreitet hinlegen); neue Kabel a.; einen Kö- sen, beseitigen: alle Spuren a.; er wollte die b) die Innenseiten von etwas bemalen: einen Raum,
dem A.; ü b e r t r . : das A. (die Ausländer, auslän- der, Schlingen, Reusen a.; er hatte auf seinem Schmach a.; die Erinnerung an diesen Dichter ist das Theaterfoyer a. 2. (etwas a.) schildern: die
dische Regierungen) verhält sich neutral. Grundstück Rattengift ausgelegt; Schmuck-stücke ausgelöscht worden (aus dem Bewußtsein gedrängt Folgen breit, bis ins einzelne, anschaulich a.; (
Ausländer, der: Angehöriger eines fremden in einer Vitrine a. (zur Ansicht hinlegen, worden); ein Menschenleben a.; ganze Familien jmdm. etwas a.) er hatte ihm seine Erlebnisse in
Staates: naturalisierte A.; er ist A. ausländisch: ausstellen); eine Liste, Kondolenzliste a. 2. <et- wurden im Krieg ausgelöscht. den grellsten Farben ausgemalt. 3. (sich (Dativ)
das Ausland betreffend, aus dem Ausland: was a.> a) mit einer Auflage, einem Belag versehen; auslosen (jmdn., etwas a.>: durch Losen ermit- etwas a.) sich etwas vorstellen: ich male mir [in
ausländische Erzeugnisse; ausländische bedecken: eine Backform [mit Pergamentpapier] teln: die Reihenfolge, die Gewinner, die Teilneh- meiner Phantasie] den Urlaub aus; ich hatte mir
Arbeitnehmer, Mitbürger; er zahlte in aus- a.; den Schrank mit Papier a.; wir haben unsere mer a.; wir losen aus, wer beginnt. schon ausgemalt, wie es werden würde.
ländischer Währung. Wohnung [mit Teppichboden] a. lassen. b) durch auslösen: 1. (südd., österr.) <etwas a.> aus etwas Ausmaß, das: Größe, Ausdehnung: das gewaltige
auslassen /vgl. ausgelassen/: 1. (etwas a.) weg- Einlegearbeiten verzieren: eine Tischplatte mit El- herauslösen: die Knochen [aus dem Fleisch] a. 2. ( A. des Baugeländes; Berge von mächtigen
lassen: beim Abschreiben einen Satz versehent- fenbein a.; das Schachbrett war reich ausgelegt. veraltend) a) (jmdn. a.) loskaufen: Gefangene a. b) Ausmaßen; die Ausmaße der Fläche sind gigan-
lich a.; er ließ keinen Schüler bei der Verteilung 3. <etwas a.> vorläufig für etwas bezahlen: einen (etwas a.) einlösen: ein Pfand a.; sie löste den Ring tisch; übertr.: Größe, Umfang: das A. der Zer-
aus (überging keinen); eine gute Gelegenheit, eine Betrag, eine Summe a.; kannst du mir/für mich 50 im Pfandhaus aus. 3. a) (etwas a.> in Gang setzen, störung ist noch nicht bekannt; erschreckende
Chance a. (sich entgehen lassen). 2. (selten) (etwas Mark a.? 4. (etwas a.) deuten, erklären: eine Stelle betätigen: das Schlagwerk einer Uhr, den Ausmaße annehmen; bis zu einem bestimmten A.;
a.) herauslassen: Wasser, den Dampf [aus dem falsch, richtig a.; die Bibel, ein Gesetz a.; (jmdm. Verschluß eines Fotoapparates a.; er löste durch mit Wärmeverlust in diesem A. hatten wir nicht
Kessel] a. 3. (etwas an jmdm. a.) ungehemmt füh- etwas als etwas a.) jmdm. etwas als Feigheit a.; ( Knopfdruck den Alarm aus; der Pilot hatte die gerechnet; eine Katastrophe grauenvollen
len, entgelten lassen: sie ließ ihre Launen an den auch ohne Dat.) er hat meine Nachgiebigkeit als Bomben ausgelöst; ü b e r t r . : eine Kettenreaktion, Ausmaßes/von grauenvollem A.
Verkäuferinnen aus; er hat seine Wut, seinen Ar- Furcht ausgelegt. 5. (etwas a.; gewöhnlich mit ein Verkehrschaos, Proteste, Angst a. ( ausmerzen (etwas a.): a) ausrotten, vertilgen:
ger darüber an den Untergebenen ausgelassen. 4. ( Artangabe) anlegen: die Federung ist straff hervorrufen). b) (etwas löst sich aus> etwas kommt Schädlinge, Unkraut a. b) tilgen, beseitigen: Spu-
sich über jmdn., über etwas a.; gewöhnlich mit ausgelegt; die Kapazität des Werks ist auf 20000 in Gang: die Alarmanlage löst sich automatisch ren, Fehler, überflüssige Fremdwörter [aus einer
Artangabe) sich äußern: sich wohlwollend, lo- Fahrzeuge ausgelegt. aus. 4. (etwas löst etwas aus) weckt etwas, ruft etwas Arbeit] a.; die anstößigen Stellen sind ausgemerzt
bend, lang und breit (ugs.), weitläufig über jmds. ausleihen: 1. (jmdm./(selten:) an jmdn. etwas a. hervor: die Begegnung löste in ihr Erin- worden; übertr.: ich habe ihn aus meiner
Arbeit a.; er hat sich nicht näher über die Vor- > leihen: ich habe ihm den Plattenspieler, meine Erinnerung ausgemerzt.
fälle ausgelassen. 5. (etwas a.) durch Auftrennen Luftmatratze ausgeliehen; er lieh seine Platten an ausmessen (etwas a.): die Ausdehnung, die Maße
einer Naht länger, weiter machen: das Kleid, die seine Freunde aus; (auch ohne Dat.). sie leiht ihre nerungen, von etwas feststellen: eine Wand, den Balkon,
Ärmel a.; die Mutter ließ den Saum 5 Zentimeter Gefühle aus; Notd1 er hatte;Kartoffeln mit sei.)-
2seltsame Boden a.; übertr.: er maß mit schnellen Schritten
Sachen nicht aus; der Verein hat einen Spieler
aus. 6. (etwas a.) zergehen lassen: Butter, Speck a. ausgeliehen. 2. (sich (Dativ) etwas a.) sich lei- -ner Rede aa.Heiterkeitr Entrü.stung, das Zimmer aus (durchquerte es).
7. (südd., österr.) a) (jmdn., etwas a.> loslassen: hen: ich werde mir das Zelt [bei ihm, von ihm] Busmachenesorgni.> aus der s, Befriedigung Ausnahme, die: Sonderfall, Abweichung vom
der Hund ließ den Maulwurf aus. b) (jmdn. a.> in ausleihen. a /vgl. ausgemacht/,.>Beifall ausgelöst,uwestmd Ublichen, von der Regel: das ist eine große A.,
Ruhe lassen: er ließ mich erst aus, als ich ihm die auslernen: die Lehre beenden: er hat noch nicht <etwas , muß eine A. bleiben; R: Ausnahmen bestätigen die
ausgelernt; R: man lernt [im Leben] nie aus Begeisterungar(ft verrich
Regel . eine A. machen, zulassen, gelten las-
Rüben . (derb)
te n: hinter dem Schuppen hatte sich:jemand aus-
gemacht. 3. (etwas a.) a) ausschalten, abstellen:
ausnahmsweise 112 ausschalten
113
_--
nicht mit faulen eine (A. nicht verlegen senh einer A.
rollen: das Flugzeug rollt auf der Piste aus; war-
sen; wir machen bei ihm, mit ihm, für ihn eine A. sätze. b) (etwas prägt sich aus) etwas bildet sich suchen; ; um
(behandeln ihn, seinen Fall anders); die Anord- heraus: sein Organisationstalent prägte sich erst ausreden: 1. (jmdm. etwas a.) durch Reden von ten, bis der Wagen ausgerollt ist.
nung gestattet keine A.; Sie bilden da keine A.!; nach und nach aus. c) (etwas prägt sich in etwas etwas abbringen: seinem Freund einen Plan, Ge- ausrotten (jmdn., etwas a.): für immer vernich-
mit A. des Sonntags (Sonntag ausgenommen); mit aus) etwas drückt sich in etwas aus: seine Gesin- danken a.; das lasse ich mir nicht a.; /auch von ten, beseitigen: Stechmücken, Tier- und Pflan-
A. von Peter ...; alle Teilnehmer ohne A.; sie ka- nung prägt sich im Gesicht aus. Personen/: er versuchte seiner Tochter den jun- zenarten a.; ü b e r t r . : den Militarismus mit
men ohne A. (ausnahmslos); von gelegentlichen, auspressen (etwas a.): a) herauspressen: den gen Mann auszureden. 2. (veraltend) <sich a.> sich Stumpf und Stiel a.; das Übel ist nicht mit der
kleinen Ausnahmen abgesehen; er, sie gehört zu Saft [aus einer Apfelsine] a. b) durch Pressen herausreden: sich auszureden versuchen; er re- Wurzel ausgerottet worden.
den wenigen Ausnahmen. den Saft entziehen: Apfelsinen a.; ü b e r t r . : sie dete sich mit dem Nebel aus; sie hatte sich damit, ausrücken: I. sich in geschlossener Formation ir-
ausnahmsweise (Adverb): abweichend von der preßten das Land wie eine Zitrone aus; die darauf ausgeredet, daß ... 3. zu Ende reden: darf gendwohin begeben: die Feuerwehr rückt [zum
Regel: der Zug fährt a. von Bahnsteig 3 ab; ich Bevölkerung a. (ausbeuten); jmdn. a. ( ich erst einmal a.?!; er gehört zu denen, die nie- Großeinsatz] aus; die Truppen sind ins Manöver
werde es dir a. einmal erlauben; (mit Verbalsub- ausfragen). manden a. lassen. ausgerückt. 2. (ugs.) weglaufen, heimlich ver-
stantiven auch attributiv) eine ausnahmsweise auspumpen: 1. (etwas a.) a) herauspumpen: das ausreichen: 1. (etwas reicht aus> etwas genügt: schwinden: er ist von zu Hause, mit unserem
Aufhebung des Verbotes. Wasser [aus dem Keller] a. b) durch das Heraus- das Geld, der Stoff, die Zeit reicht nicht aus; Geld, vor dem Polizisten ausgerückt; (jmdm. a.)
ausnehmen /vgl. ausnehmend und ausgenom- pumpen von etwas leer machen: den Keller a.; ( seine Kenntnisse reichten für diese Arbeit, zu er ist seinen Eltern ausgerückt. 3. (etwas a.) vor
men/: I. a) (etwas a.) etwas aus etwas nehmen: jmdm. etwas a.) jmdm. den Magen a. 2. (ugs.) ( dem Vorhaben kaum aus; etwas ist in ausrei- den Zeilenbeginn oder hinter den rechten Zeilen-
Eier a. (aus dem Nest herausnehmen); der Imker jmdn. a.; meist im 2. Part.> erschöpfen: der Lauf chendem Maße vorhanden; das Essen ist ausrei- rand rücken: ein Wort a.; ich habe den Betrag
nimmt den Honig aus. b) (etwas a.) durch Heraus- hatte ihn völlig ausgepumpt; die Schwimmer wa- chend; sie wird ausreichend unterstützt; /als nach rechts ausgerückt.
nehmen des Inhalts leer machen: Nester von Vö- ren ausgepumpt. Zensur/: der Aufsatz ist „ausreichend”. 2. (mit Ausruf, der: laute Außerung (als Ausdruck einer
geln a. c) <ein Tier a.> die Eingeweide eines ge- ausquetschen: 1. (etwas a.) a) herausquet- etwas a.) auskommen: wir werden mit den Vorrä- Gemütsbewegung): ein A. der Freude, der Angst;
schlachteten Tiers entfernen: ein Huhn, eine Gans schen: den Saft [aus den Früchten] a. b) durch ten gut, nicht a. er hörte einen unterdrückten A.; etwas durch A.
a.; der Fisch muß noch ausgenommen werden. 2. ( Quetschen den Saft entziehen: Früchte, Beeren a. ausreifen (etwas reift aus): etwas wird völlig reif. (selten; Ausrufen) bekanntmachen.
ugs.) (jmdn. a.) das Geld abnehmen, ausplündern: 2. (ugs.) (jmdn. a.) ausfragen: sie haben mich in • die Früchte a. lassen; der Wein reift in den ausrufen: I. (jmdn., etwas a.) a) laut [rufend]
sie nahm ihre Liebhaber tüchtig aus; die Kerle der Prüfung, nach allem, was sie interessierte, Fässern aus (entwickelt sich zur vollen Reife); nennen, mitteilen: die Stationen a.; die Zeitungs-
haben mich beim Pokern [wie eine Weihnachts- stundenlang ausgequetscht. übertr.: wir lassen den Plan erst a.; der Roman ist verkäufer riefen die Schlagzeilen aus; vor dem
gans] ausgenommen. 3. (jmdn., sich, etwas a.) ausrangieren (ugs.) (etwas a.): als nicht mehr stilistisch ausgereift; diese Konstruktion ist Abflug ließ er seinen Namen, seinen Freund [
ausschließen, gesondert behandeln: alle haben brauchbar aussortieren: Hemden, eine wacklige technisch [noch nicht] ausgereift. über den Lautsprecher] a. b) öffentlich verkün-
Schuld, ich nehme mich nicht aus; Anlieger [sind Couch a.; ausrangierte Kleidungsstücke. ausreißen: 1. (etwas a.) a) herausreißen: Blu- den, proklamieren: einen Streik, den Notstand,
von dem Durchfahrverbot] ausgenommen. 4. ( ausräuchern: 1. a) (ein Tier a.) durch Rauch, men a.; (jmdm., sich etwas a.) er riß sich das erste Ausnahmezustand a.; die Republik wurde ausge-
geh.) (sich a.; mit Artangabe) wirken, einen be- Gas o. ä. vertreiben, vernichten: Ungeziefer a.; ei- graue Haar aus. b) (etwas reißt aus) etwas löst sich rufen; man rief ihn zum/als Sieger aus. 2. (etwas
stimmten Eindruck machen: das Bild nimmt sich nen Fuchs a.; ü b e r t r . : die Polizisten räucherten und reißt los: das Futter, der Aufhänger reißt aus; a.) spontan äußern: „Herrlich!” rief er aus.
hier gut, schlecht, prächtig aus; wie nimmt sie die Verbrecher in ihrem Versteck aus. b) <etwas das Knopfloch ist ausgerissen (eingerissen und ausruhen: 1. (etwas a.) ruhen lassen, nicht bean-
sich als Chefin aus? a.> durch Rauch, Gas o. ä. von etwas befreien: eine größer geworden). 2. (ugs.) weglaufen, heimlich spruchen: die Augen a.; ich muß meine müden
ausnehmend (geh.): a) besonders groß: eine verwanzte Wohnung, Brutstätten, ein Wespen- verschwinden: die Jungen wollten a.; er ist von zu Glieder a.; a d j . P a r t . : wir sind, fühlen uns aus-
Frau von ausnehmender Schönheit. b) überaus, nest a.; ü b e r t r . : das Versteck, den Schlupfwin- Hause, vor der Prüfung, nach Berlin, aus dem In- geruht (erholt). 2. a) <sich a.> ruhen: sich nach dem
sehr: es hat mir a. gut gefallen; sie ist a. klug. kel der Verbrecher a. (ausheben). ternat ausgerissen; (jmdm. a.) seinen Eltern a. Essen eine Weile a.; wir mußten uns von den
ausnutzen, (bes. südd., österr.:) ausnützen: 1. ausraufen (etwas a.): ausreißen: Gras, Unkraut ausrenken (jmdm., sich etwas a.): aus dem Ge- Strapazen a. b) sitzend verweilen: auf einer Bank
<etwas a.>: ganz nutzen: die [günstige] Gelegen- a.; (sich (Dativ) etwas a.) ich könnte mir die lenk drehen: sich den Kiefer, den Arm a.; ich a.
heit, die Konjunktur a.; er hat seinen Vorteil Haare a.! /Ausruf der Verärgerung/; b i l d l . : er habe mir fast den Hals ausgerenkt, um besser se- ausrüsten (jmdn., sich, etwas a.): mit etwas ver-
schamlos ausgenutzt; sie nutzte jede freie Minute raufte sich vor Wut die Haare aus (war wütend). hen zu können. sehen: Wanderer zünftig a.; eine Expedition a.;
für die Weiterbildung, zum Training aus (verwen- ausräumen: 1. (etwas a.) a) aus einem Raum ausrichten: I. a) (etwas a.) in eine bestimmte [ sie haben sich für den langen Marsch, mit den
dete sie dafür). 2. (jmdn., etwas a.) ausbeuten, für oder einem Behältnis herausschaffen: die Möbel einheitliche] Richtung, Aufstellung bringen: eine notwendigen Apparaten ausgerüstet; gut, kom-
seine Zwecke in Anspruch nehmen: die Angestell- a.; er hat alle Sachen aus dem Schreibtisch aus- Fahrzeugkolonne a.; die Sportler standen plett, modern ausgerüstet sein.
ten a.; er nutzte/nützte seinen Freund tüchtig, geräumt. b) durch das Ausräumen von etwas leer schnurgerade ausgerichtet in einer Reihe; ausrutschen: 1. den festen Halt mit den Füßen
gründlich, bedenkenlos aus; er hat ihre Leicht- machen: die Regale, den Schrank, die Wohnung übertr.: die Preise auf den zukünftigen Umsatz verlieren und beinahe hinfallen: auf einer Bana-
gläubigkeit ausgenutzt/ausgenützt. auspacken: a. 2. (ugs.) (etwas a.) ausrauben: die Ladenkasse, a. (einstellen); das Angebot an/nach den Bedürf- nenschale, mit dem linken Fuß a.; ü b e r t r . : er
1. (etwas a.) a) etwas Eingepacktes aus der den Tresor a.; (jmdm. etwas a.) die Einbrecher nissen a.; kommunistisch ausgerichtete (orien- rutscht manchmal aus (ugs.; benimmt sich
Verpackung, aus einem Behältnis heraus-nehmen: haben uns die Wohnung ausgeräumt. 3. <etwas tierte) Studentengruppe. b) (sich a.) sich in einer schlecht). 2. <etwas rutscht jmdm. aus> etwas
die Sachen [aus dem Koffer] a.; er packte das a.> beseitigen: alle Mißverständnisse sind nun bestimmten [einheitlichen] Richtung aufstellen: die rutscht jmdm. aus der Hand, rutscht ab: beim
Geschenk aus; (auch ohne Akk.) wir haben noch endlich ausgeräumt; wir konnten seinen Ver- Rekruten richteten sich aus; ü b e r t r . : sich ideo-Brotschneiden ist ihm das Messer ausgerutscht.
nicht ausgepackt. b) durch Heraus-nehmen des dacht, alle Bedenken, seine Zweifel a. logisch nicht a. lassen; der Handel richtet sich Aussage, die: 1. Außerung zur Klärung eines
Eingepackten leer machen: den Koffer, Kisten a.; ausrechnen /vgl. ausgerechnet/: a) (etwas a.) auf die Bedürfnisse der Verbraucher aus (stellt Tatbestandes: eine belastende, wichtige A.; seine
sie packte das Päckchen aus (entfernte die durch Rechnen lösen: ich habe alle Aufgaben aus sich darauf ein). 2. (etwas a.) übermitteln, bestel- A. war sachlich und klar; hier steht A. gegen A.;
Verpackung). 2. (ugs.) a) ((etwas] a.) be-richten, -gerechnet. b) errechnen: den Preis, die Kosten len: einen Gruß, einen Auftrag, eine Botschaft [ die A. verweigern; eine A. vor Gericht machen;
erzählen: seine Erlebnisse, viele Neuigkeiten a.; [mit der Rechenmaschine] a.; der Ober rechnete an einen Kongreß] a.; (jmdm. etwas a.> richten eine A. erzwingen, bekräftigen, zurücknehmen;
nun pack mal aus!; er drohte ihnen auszupacken aus, was ich zu zahlen hatte; (sich (Dativ) etwas Sie bitte Ihren Eltern herzliche Grüße von mir diese Aussagen können gegen ihn benutzt wer-den;
(Belastendes auszuplaudern). b) die Meinung a.) sie rechneten sich aus, daß die Sache zu teuer aus; er ließ ihm a., daß ... 3. (etwas a.) erreichen, einer A. etwas hinzufügen; er blieb bei seiner A.;
sagen: er hat ordentlich ausgepackt. würde; ü b e r t r . : du kannst dir a. (denken, vor- tun können: mit Geld kann man viel bei ihm a.; er nach A. zweier Zeugen ... 2. zum Ausdruck
ausplaudern (etwas a.): weitererzählen, verra- aussagen), was er sagen wird; sich Gewinnchan- hat nichts, einiges, viel [gegen ihn] a. können. 4. kommender geistiger Gehalt: das Bild hat eine
ten: einen Plan a.; er hat alles ausgeplaudert. cen, eine Medaille a. (etwas a.) vorberei... starke A.; seinem Frühwerk fehlt jede A.
ausposaunen (ugs. abwertend) <etwas a.>: in al- Ausrede, die: nicht zutreffender Grund, der als ten, arrangieren: eine Hochzeit, aussagen: 1. ([etwas] a.) eine Aussage machen: [
ler Öffentlichkeit weitererzählen: eine Neuigkeit Entschuldigung angegeben wird: eine dumme, bil- einen Empfang a.; die Olympischen Spiele wur- wissentlich] falsch, vor der Polizei, als Zeuge, in
überall a.; sie hat die Sache gleich ausposaunt. lige, lächerliche A.; diese A. verfängt (geh.) vonLä einer Sache, unter Eid a.; er hat gegen ihn ausge-
den Deutsch.
ausprägen: a) <etwas a.) herausbilden: beide nicht; mir fällt eine gute A. ein; eine A. suchen, sagt; über das Verbrechen selbst kann ich nichts,
Regierungsformen waren schon im Altertum aus- finden, erfinden, sich (Dativ) ausdenken, sich ( einiges a.; er sagte aus, daß ... 2. (etwas a.) sagen,
geprägt worden; a d j . P a r t . : er hat einen ausge- Dativ) zurechtlegen, gebrauchen; keine Ausre- ausdrücken: der Roman sagt über seine Zeit
prägten (markanten) Charakterkopf; ein ausge- den! (ugs.; versuche nicht, dich herauszureden!); a nichts aus.
prägter Familiensinn; scharf ausgeprägte Gegen- ich habe keine passende A.; das können wir als r land ausgerichtet; der ausrich- ausschalten: 1. <etwas a.> durch Bedienen eines
A. benutzen; auf eine A. verfallen; komm mir tende Verein ist
aus rollen
nen . 1. (etwas a.) a) flach auswalzen:
den Teig (zu einem Fladen] a. b)
auseinanderrollen: eiufe; für den Staatsbesuch den
roten TePPich a. 2. (etwas rollt aus) bis zum
Stillstand
Ausschau 114 115 aussehen

Schalters o. ä. abstellen: den Strom, das Licht, die Magnetnadel; K a u f m a n n s s p r . : Über-, Gutge- lebt a. für seine Familie; das betrifft a. dich. III. ( ses: der A. war sehr groß. 2. aus einer größeren
Lampe, das Radio a.; er schaltete die Maschine wicht: die Waage hat A. • den Ausschlag geben ( präp. mit Gen.) ohne, außer: die Kosten a. des Körperschaft ausgewählte Personengruppe: ein
aus. 2. (jmdn., sich, etwas a.) daran hindern, auf entscheidend für jmdn., etwas sein): seine bessere genannten Betrages; die Miete a. der Heizko- engerer, erweiterter, vorbereitender, ständiger A.
etwas Einfluß auszuüben: Fehlerquellen a. (aus- Kür gab den A. [für die Entscheidung der Jury], sten; (ein stark dekliniertes Substantiv im Singu- ; ein A. von Wissenschaftlern; ein A. konstitu-
schließen); jmdn. bei Verhandlungen a. (nicht teil- ausschlagen: 1. mit dem Hinterhuf stoßen, aus- lar bleibt im allgemeinen ungebeugt, wenn es iert sich, tagt, tritt zusammen; der A. setzt sich
nehmen lassen); S p o r t : er schaltete den Kon- keilen /gewöhnlich von Pferden/: das Pferd ohne Artikel oder Attribut steht) die Kosten a. aus 12 Vertretern zusammen; einen A. bilden,
kurrenten in zwei Sätzen aus (warf ihn aus dem schlägt gern aus. 2. (etwas a.) herausschlagen: ein Porto; (im Plural mit dem Dativ, wenn der Geni- gründen, wählen; er wurde in den A. gewählt. 3.
Tennisturnier); diesen Punkt wollen wir zunächst Stück aus einer Platte a.; (jmdm., sich etwas a.> er tiv nicht erkennbar ist) der Preis für die Mahlzei- minderwertige Ware: das ist alles A.
einmal a. (beiseite lassen). hat ihm, sich einen Zahn ausgeschlagen. 3. (et- ten a. Getränken. ausschütteln (etwas a.): a) herausschütteln: den
Ausschau <in der Verbindung) nach jmdm., was a . ) durch Schlagen von etwas befreien: die Ausschluß, der: das Ausschließen: den A. [aus Staub a. b) durch Schütteln von etwas be-freien: ein
nach etwas Ausschau halten (nachdrücklich): Mundharmonika a. (vom Speichel befreien); das der Partei] beantragen, beschließen; der Verein Staubtuch a.; sie schüttelte die Decke aus dem
ausschauen: er hielt nach den Gästen, nach dem Staubtuch a. (ausschütteln). 4. <etwas a.> durch drohte ihm mit dem A.; das Verfahren fand unter Fenster aus.
Schiff, nach einer passenden Gelegenheit A. Schlagen ersticken: ein Feuer a.; die Männer A. der Öffentlichkeit statt; unter A. des Rechts- ausschütten <etwas a.>: 1. a) etwas aus etwas
ausschauen: 1. a) (nach jmdm., nach etwas a.) zu schlugen die Flammen mit nassen Decken aus. 5,
weges.
schütten; wegschütten: Sand, schmutziges Was-
erspähen suchen, erwartungsvoll entgegensehen: (etwas a.; gewöhnlich mit Artangabe) auskleiden: ser, das abgestandene Bier a.; das Kind hat die
ein Zimmer, die Wände eines Zimmers mit Stoff ausschmücken (etwas a.): das Innere, die In- Milch ausgeschüttet (verschüttet). b) durch Aus-
nach jmdm. lange, vergeblich, sehnsüchtig a.; nenseiten von etwas schmücken: einen Raum a.;
ich habe lange nach dem Briefträger ausge- a.; zur Trauerfeier wurde der Raum schwarz, mit schütten des Inhalts leer machen: den Eimer, den
schwarzem Samt ausgeschlagen; Schubladen mit die Kirche ist mit Blumen ausgeschmückt wor- Sack, den Aschenbecher a.; er schüttete den Kü-
schaut. b) (südd., österr.) (nach etwas a.> sich um- den; ü b e r t r . : er hatte die Geschichte von sei-
sehen: nach einer Arbeit a. 2. (südd., österr.) (mit Schrankpapier a. 6. (jmdn., etwas a.) ablehnen, bel in den Rinnstein aus; b i l d l . : sie haben sich
zurückweisen: ein Geschenk, eine Erbschaft, ein nem Unfall ein bißchen ausgeschmückt (seiner ausgeschüttet vor Lachen (haben sehr gelacht). 2.
Artangabe) in einer bestimmten Weise aussehen: Phantasie beim Erzählen freien Lauf gelassen).
er schaute vergnügt, traurig aus. 3. (es schaut aus Angebot, eine Stellung, eine Einladung a. 7. (et- (etwas a . ) auszahlen, verteilen: Dividende, Er-
was schlägt aus) a) etwas gerät aus der Ruhe- ausschneiden (etwas a.): a) durch Schneiden träge, Prämien [an die Aktionäre] a.; im ersten
mit jmdm., mit etwas; mit Artangabe) es verhält herauslösen, heraustrennen: eine Annonce [aus
sich in bestimmter Weise: es schaut gut, schlecht oder Gleichgewichtslage: das Pendel, die Rang sind 320 000 Mark ausgeschüttet worden.
mit ihm, mit der Sache aus; (auch ohne Präp.- Wünschelrute schlägt aus; die Magnetnadel der Zeitung] a.; ich habe alle Kritiken, alle Bilder ausschweifend: das normale MO [ d e s Lebens-
ist/hat nach links, um zwei Striche ausgeschnitten; faulige Stellen [aus den Apfeln] genusses] überschreitend: ein ausschweifendes (
Obj.) wie schaut's aus?; es schaut gut aus. a. b) mit der Schere herstellen: Figuren, Blumen [
ausscheiden: 1. <etwas a.> von sich geben: der ausgeschlagen. b) etwas zeigt einen Ausschlag an:
aus Buntpapier] a. c) durch das Herausschneiden
sittenloses) Leben führen; sie hat eine aus-
Körper scheidet die Giftstoffe [mit dem Harn] der Geigerzähler hat/ist ausgeschlagen. B. ( schweifende Phantasie; a. leben.
aus; die Lösung hat Kristalle ausgeschieden. 2. a) etwas schlägt aus> etwas beginnt zu sprießen: die von etwas frei machen: einen angefaulten Apfel a.; ausschweigen <sich a.> beharrlich zu etwas
Sträucher schlagen aus; die Birken haben/sind Bäume a. (die überflüssigen Aste herausschneiden) schweigen, nicht Stellung nehmen: sich über etwas
(jmdn., etwas a.> aussondern: Waren mit Fabrika- .
tionsfehlern a. b) nicht in Betracht kommen: diese schon ausgeschlagen. 9. (selten) a) <etwas a.; der Minister schwieg sich aus.
schlägt aus) etwas tritt aus: Salpeter schlägt aus. Ausschnitt, der: 1. a) das Ausgeschnittene: ein ausschwitzen: a) (etwas a.) mit dem Schweiß
Möglichkeit scheidet aus; er scheidet dabei als A. aus einer Zeitung; einen A. aufheben. b) Teil-
Täter, für diesen Posten aus. 3. a) (aus etwas a.) b) (etwas schlägt [etwas] aus) etwas läßt etwas ausscheiden: eine Flüssigkeit a.; das Nikotin wird
austreten, schwitzt etwas aus: die Wände stück: ein A. aus einem Brief; einen A. aus einem im Schlaf weitgehend ausgeschwitzt; ü b e r t r . :
eine Gemeinschaft verlassen, eine Tätigkeit aufge- Film zeigen; sie kannte nur einen A. des engli-
ben: aus dem Dienst, aus einem Amt, aus dem schlagen [Salpeter] aus. 10. (etwas schlägt aus; die Wände schwitzen Feuchtigkeit aus (sondern
mit Artangabe) etwas entwickelt sich, wird zu schen Lebens; etwas nur in Ausschnitten kennen. sie ab); eine Erkältung, eine Grippe a. (durch
Erwerbsleben, aus der Firma a.; (auch ohne 2. ausgeschnittene Öffnung: ein Kleid mit tiefem,
Präp.-Obj.) er ist im vorigen Jahr ausgeschieden. etwas: die Sache ist gut, günstig, zu seinem Nach Schwitzen heraustreiben). b) (etwas schwitzt [aus
-teil ausgeschlagen. 11. (etwas hat rundem, spitzem A. etwas] aus) etwas tritt aus: aus den Wänden
b) die Teilnahme an einem Spiel, an einem Wett- ausschöpfen (etwas a.): 1. a) durch Schöpfen
kampf aufgeben müssen: nach einem Sturz, we- ausgeschlagen) etwas hat aufgehört zu schlagen: schwitzt Salpeter aus.
gen Verletzung, zu Beginn der zweiten Halbzeit die Turmuhr hatte ausgeschlagen. herausholen: das Wasser [aus der Tonne] a. b) leer aussehen: 1. a) (mit Artangabe> einen bestimm-
a.; der deutsche Teilnehmer ist ausgeschieden. ausschlaggebend: entscheidend, bestimmend: schöpfen: eine Tonne, einen Kahn a. 2. sich bis ins ten Anblick bieten; einen bestimmten Eindruck ma-
die Wahl war von ausschlaggebender Bedeu- letzte zunutze machen, ganz ausnutzen: alle Mög- chen; wirken: hübsch, gut, nicht übel, appetitlich,
ausscheren: sich aus einer Gruppe, Reihe lösen: lichkeiten, Mittel, Reserven, die Kapazität von
aus einer Fahrzeugkolonne [nach links] a.; drei tung; a. [bei der Sache, für seine Entscheidung] jung, gesund, wie das blühende Leben, krank, ab-
war der Umstand, daß ... etwas a.; wir haben den Geist des Werkes, das gespannt, bleich, heruntergekommen, verboten (
Schiffe scherten aus (verließen den Verband, nah-
ausschließen /vgl. ausgeschlossen/: 1. <jmdn. a. Werk noch längst nicht voll ausgeschöpft. ugs.) a.; so siehst du aus! (ugs.; da irrst du dich
men einen anderen Kurs); bei Glätte scheren die
> durch Verschließen der Tür das Betreten un-
ausschreiben: 1. (etwas a.) nicht abgekürzt aber!); sehe ich so/danach aus? (ugs.; hält man
Fahrzeuge leicht aus (geraten aus der Spur); schreiben: seinen Vornamen, ein Wort a. 2. (et-
ü b e r t r . : aus einem Bündnis a. (es verlassen). möglich machen: er konnte nicht ins Haus, man was a.) a) herausschreiben: eine Stelle [aus einem mich dafür?); im Zimmer sah es wie auf einem
ausschimpfen (jmdn. a.) tadeln: jmdn. [wegen hatte ihn ausgeschlossen. 2. (jmdn. aus etwas a.) Buch] a.; die Rollen eines Theaterstücks, die Schlachtfeld (ugs.; wüst, unordentlich) aus; sie
etwas] a.; wir wurden von ihr ausgeschimpft. aus einer Gemeinschaft entfernen: sie schlossen Stimmen [für die einzelnen Instrumente] aus ei- sieht älter aus, als sie ist; er sah traurig, schuldbe-
ner Partitur a. b) für seine Zwecke ausschöpfen,
ausschlachten: 1. (ein Tier a.) die Eingeweide ihn aus der Partei aus; er wurde aus dem Verein ausbeuten: eine wissenschaftliche Arbeit, einen wußt, völlig unverändert aus; der Fremde sah
von geschlachtetem Vieh herausnehmen: ein ausgeschlossen. 3. a) <jmdn., sich, etwas von et- Autor a. 3. <etwas a.> ausfüllen, ausfertigen, aus- zum Fürchten aus; die Verletzung sieht böse, ge-
Schwein a. 2. <etwas a.> die noch brauchbaren was a.> nicht teilhaben lassen: Arbeiter von der stellen: einen Scheck, eine Rechnung, ein Rezept,a fährlich aus; das Kleid sieht nach etwas, nach
Teile aus etwas ausbauen: alte Autos a.; das Vermögensbildung nicht a.; man hatte ihn von ein Attest a.; würden Sie mir bitte eine Quittung nichts aus (macht einen besonderen, keinen beson-
der Feier ausgeschlossen; Rel.: von der Gnade, usschreiben? 4. <etwas a.> öffentlich zur Kenntnis deren Eindruck); in dem Lokal sah es wüst aus;
Schiff wurde ausgeschlachtet und verschrottet. bri ngen, bekanntgeben . : einen Wettbewerb, eine
3. (ugs.) <etwas a.> für seine Zwecke [skrupellos] vom Heil ausgeschlossen sein; die Ausverkaufs- M eisterschaft a.; neue Steuern wurden ausge s ich kann mir denken, wie eine solche Maschine
ausnutzen: etwas kommerziell a.; einen Fall poli- ware ist vom Umtausch ausgeschlossen (kann chrieben; sich um eine ausgeschriebene Stelle b aussieht (beschaffen ist); die Sache sieht gut,
tisch [weidlich] a.; der Roman wurde von ihm zu nicht umgetauscht werden). b) (jmdn., sich, etwas ewerben nicht schlecht, nicht rosig (ugs.), faul (ugs.), gün-
a.> ausnehmen: alle Spieler hatten schlecht ge- aus schreiten (geh.): 1. (etwas a.) mit Schritten !c stig aus (scheint so zu sein); für mich sieht die Sa-
einem Film ausgeschlachtet.
ausschlafen: 1. schlafen, bis man sich erholt spielt, der Trainer schloß keinen aus; wir haben ushrmittes sen: eine Strecke. , den Weg bis che so aus, ...; es sieht wie Silber aus (scheint Sil-
fühlt: a) <sich a.> sich ordentlich, gründlich, rich- diese Möglichkeit ausgeschlossen. 4. (etwas a.) zum Tor a. . sich mit raumg reifenden Schritten ber zu sein); es sieht nach Regen aus (sieht aus, als
tig a.; ich konnte mich nicht ausschlafen. b) ein- unmöglich machen, ausschalten: jeden Zweifel, vorwärtsbeegen: eilig, forsch. , tüchtig a.; er gäbe es Regen); wie sieht es bei dir aus?; wie
mal richtig a.; ich habe völlig ausgeschlafen; er Irrtum a.; das eine schließt das andere nicht aus ( Wanderer sieht's aus?; es sieht so aus, als ob ...; das sieht
ist nicht ausgeschlafen. 2. (etwas a.) durch Schla- beides ist denkbar, möglich); man kann nicht a., rascher aus wie/nach Verrat aus (scheint Verrat zu sein); seine
fen überwinden: seinen Rausch a. daß er verunglückt ist. Auss chreitung, die: Übergriff, Gewalttätig-r: Aus Reise sah nach Flucht aus (deutete darauf hin);
Ausschlag, der: 1. Erkrankung der Haut: A. be- ausschließlich: I. (Adj.) alleinig, uneinge- schreitungen verhindern; es kam zu Ausschr Sport : gut, besser, schlecht a. (eine gute, bessere,
kommen, haben; er leidet an einem A. im Ge- schränkt: die Zeitung hat das ausschließliche eitungen schlechte Figur machen); der Meister hat gegen
sicht, an den Händen. 2. das Verlassen der Ruhe- Recht auf diese Veröffentlichung; sein Einfluß A schuß, der: 1. Austrittstelle eines Geschos ihn schlecht ausgesehen. b) (es sieht mit jmdm.,
oder Gleichgewichtslage: der A. des Pendels, der dominiert, wenn auch nicht mehr so a. wie frü- mit etwas aus; mit Artangabe) es ist in einer be-
her. II. (Adverb) nur: das ist a. sein Verdienst; er
Aussehen ausspielen
116 117
stimmten Weise um jmdn., um etwas bestellt: mit zigen entsinne ich mich der Vorfälle nicht mehr; stet Genauigkeit, Anstrengung; er war auf das Turm herunter; jmdm. die A. nehmen, versper-
unseren Vorräten sieht es nicht gut aus; mit ihm ich kenne hier niemanden a. ihn. * außer sich ( äußerste/aufs äußerste (sehr) erschrocken. b) ( ren, verbauen; Zimmer mit A. (Ausblick) auf das
sah es schlimm aus. 2. (nach jmdm., nach etwas Dativ) sein (sich nicht zu fassen wissen): ich bin verstärkend; bei Adjektiven) im höchsten Maße, Gebirge. 2. sich für die Zukunft zeigende Möglich-
a.) ausschauen: er sah nach den Gästen aus. ganz a. mir vor Freude . außer sich geraten (die überaus: ä. nervös, gesprächig, bescheiden sein; keit: A. auf Erfolg, auf Gewinn, auf eine Anstel-
Aussehen, das: äußere Erscheinung, Erschei- Selbstbeherrschung verlieren): ich geriet a. mich/ das ist eine ä. wertvolle Information. 3. letzt[ lung; es besteht keinerlei A. für die Zukunft; die
nungsbild: ein gesundes, blühendes, kränkliches, mir vor Wut. möglich]: der äußerste Termin ist der 1. Au-gust; A., daß ...; begründete, gute, glänzende Aussich-
vertrauenswürdiges A.; einer Sache ein harmlo- außerdem (Adverb): darüber hinaus, überdies: das ist mein äußerstes Angebot; welches ist der ten haben, gewählt zu werden; das sind ja schöne (
ses A. geben. * (veraltend:) dem Aussehen nach der Angeklagte ist a. vorbestraft; ... und a. ist es äußerste Preis? ( d e r . Preis, auf den jmd. herun- iron.; keine guten) Aussichten. * etwas in Aus-
(dem Anschein nach). gesünder. tergeht); s u b s t . : das ußerste wagen, tun, lei- sicht haben (mit etwas rechnen können) . jmdm. et-
aussein (ugs.): 1. (etwas ist aus) a) etwas ist zu äußere: a) sich außen befindend: die äußere sten; er geht bis zum Äußersten. 4. schlimmste: was in Aussicht stellen (versprechen) • jmdn., etwas
Ende: die Schule, das Kino, der Krieg ist aus. b) Schicht ablösen; es ist nur eine äußere Verlet- im äußersten Fall; s u b s t . : auf das Äußerste ge- für etwas in Aussicht nehmen (für etwas vorse-
etwas brennt nicht mehr: das Feuer, die Kerze ist zung. b) von außen kommend: ein äußerer Anlaß. faßt sein; er machte sich auf das Äußerste gefaßt. hen) • in Aussicht stehen (zu erwarten sein).
aus; der Ofen ist schon ausgewesen. c) etwas ist c) unmittelbar in Erscheinung tretend: der äußere außerstand[e] <in Verbindung mit bestimmten aussöhnen: a) (jmdn., sich a.> versöhnen: die
ab-. ausgeschaltet: die Lampe, das Licht, das Ra- Rahmen; die äußere Ähnlichkeit täuscht. d) aus- Verben>: nicht imstande, nicht in der Lage: er ist streitenden Parteien a.; unsere Völker haben sich
dio ist aus. 2. (es ist mit jmdm., mit etwas aus) es wärtig: die äußeren Angelegenheiten; s u b s t . : außerstande, sich zu verteidigen; sich außer- ausgesöhnt; wir haben uns wieder ausgesöhnt. b)
ist mit jmdm., mit etwas vorbei: es ist aus mit dem er war Minister des Äußeren. stande erklären zu kommen; ich sehe, fühle mich (geh.) (sich, jmdn. mit etwas a.) sich mit etwas
schönen Leben; mit ihm war es aus. 3. (auf et- Außere, das: äußere Erscheinung: ein gepfleg- leider außerstande, ...; ich halte ihn für außer- abfinden, jmdn. eine positive Einstellung gewinnen
was, jmdn. a . ) etwas haben wollen: auf Abenteuer tes, angenehmes Äußeres; auf sein Außeres hal- stande, das zu leisten; die Entscheidung hat ihn lassen: er hatte sich mit seinem Schicksal ausge-
a.; er war auf diesen Posten aus; er war darauf ten; auf das Äußere Wert legen; nach dem Auße- außerstand gesetzt, zu reisen. söhnt; die besseren Verdienstmöglichkeiten
aus, ...; er ist immer auf Mädchen ausgewesen; ren zu urteilen, ...; ein Herr von jugendlichem Äußerung, die: ausgesprochene Meinung, Stel- söhnten ihn mit dem ungeliebten Ort aus.
ich weiß nicht, ob er auf eine Belohnung aus ist. Außerem/(seltener:) Äußeren. lungnahme: eine unvorsichtige A.; seine Auße- aussondern (jmdn., etwas a.): aus einer Menge
4. (gewöhnlich in einer Zeit der Vergangenheit) außergewöhnlich: a) nicht in der üblichen Art: rungen waren beleidigend; eine A. tun, fallenlas- aussuchen und entfernen: schlechte Kartoffeln a.;
ausgegangen sein: wir sind gestern ausgewesen. ein außergewöhnlicher Umstand; er ist ein au- sen; ich enthalte mich jeder A. die kranken Tiere wurden ausgesondert.
außen (Adverb): auf der Außenseite: der Becher ßergewöhnlicher Mensch; dieser Fall ist ganz a.; aussetzen: 1. (jmdn. a . ) an einem bestimmten Ort ausspannen: 1. (etwas a.> weit auseinander-
ist a. und innen vergoldet; a. (Sport; auf d e r Au- s u b s t . : es gibt nichts Außergewöhnliches zu be absetzen [und sich selbst überlassen]: ein neu- spannen: ein Tuch, ein Netz a. 2. a) ([ein Tier] a.)
ßenbahn) laufen; die Tür geht nach a. auf; die -richten. b) über das gewohnte Maß hinausgehend, geborenes Kind a.; die Gefangenen wurden auf vom Wagen losschirren: die Pferde a.; der Kut-
Füße beim Gehen nach a. setzen; wir haben die außerordentlich: eine außergewöhnliche Bega- einer einsamen Insel ausgesetzt; Fische [zu scher hatte schon ausgespannt. b) ([etwas] a.) von
Kirche nur von a. gesehen; ü b e r t r . : hier muß bung. c) (verstärkend bei Adjektiven) sehr, über- Zuchtzwecken] in einem Teich a.; Passagiere a. ( einem Gespann lösen: die Kutsche, den Pflug a. 3.
Hilfe von a. (von [einem] Außenstehenden) kom- aus: es war a. heiß. in Booten an Land bringen). b) (kath. Rel.) <etwas (etwas a . ) etwas Eingespanntes herausnehmen: den
men; von a. betrachtet, sieht die Sache ganz an- außerhalb: I. (Präp. mit dem Gen.) a) nicht in a . > zur Anbetung auf dem Altar aufstellen: das Al- Bogen (aus der Schreibmaschine) a. 4. (ugs.) (
ders aus. * (ugs.:) außen vor (außer Betracht): et- einem bestimmten Raum: a. der Stadt, des Be- lerheiligste a. c) (Bürow.) (etwas a.) zum Verpak- jmdm. jmdn., etwas a.> abnehmen: den Schmuck
was a. vor lassen; etwas muß a. vor bleiben. zirks, der Landesgrenzen; a. Bayerns/Kölns; in ken vorbereiten: eine Sendung a. d) (Billard) (et- hatte sie ihrer Tante ausgespannt; er hat mir
aussenden: 1. (jmdn., etwas a . ) zur Erledigung und a. von Bayern/von Köln; übe rtr.: das ist a. was a.) zum Anspielen hinsetzen: die Kugel a. 2. ( meine Freundin ausgespannt (abspenstig ge-
eines Auftrags wegschicken: eine Patrouille [zur der Legalität. b) nicht in einem bestimmten Zeit- jmdn., sich, etwas einer Sache a . ) preisgeben: sich macht). 5. für einige Zeit mit einer Arbeit aufhören,
Erkundung] a.; sie sendeten/sandten eine Expe- raum: a. der Geschäftszeit, der Saison, der nicht den Blicken anderer a.; seinen Körper der um sich zu erholen: ein paar Tage a. müssen; der
dition aus; Boten wurden nach ihm ausgesendet/ Sprechstunden. II. (Adverb) nicht am Ort, nicht in Sonne a.; sich einer Gefahr, einem Verdacht a.; Arzt riet ihm, einmal gründlich auszuspannen.
ausgesandt. 2. <etwas a.> ausstrahlen, in die Weite der Stadt: er hat sein Geschäft in der Stadt, du setzt dich dem Gespött der Leute aus; der aussperren: 1. (jmdn., sich a.) ausschließen: sie
senden: radioaktive Stoffe senden Strahlen aus; wohnt aber a.; der Flugplatz liegt a.; er kommt Motor ist höchsten Beanspruchungen ausgesetzt; hatte ihn einfach ausgesperrt; die Tür schlug zu,
das Gerät sendet Signale aus. von a.; etwas nach a. verlegen. Anfeindungen, Pressionen, Vorwürfen ausge- und ich war ausgesperrt. 2. (jmdn. a . > in Streikab-
Außenstände, die (Plural): ausstehende Forde- äußerlich: a) an d e r Außenseite, außenfeststell- setzt sein; er sah sich heftigen Angriffen ausge- wehr von der Arbeit ausschließen: die Arbeiter der
rungen: A. haben; wir werden die A. einziehen, bar: eine Arznei für den äußerlichen Gebrauch setzt. 3. (etwas a.) für etwas in Aussicht stellen, ver- Werft wurden [vom Arbeitgeber] ausgesperrt.
eintreiben. (nicht zum Einnehmen); ä. war er gefaßt; die Ver- sprechen: eine Belohnung von 5 000 Mark für die ausspielen: 1. (Kartenspiel) a) (etwas a . ) zur
außer: I. (Präp.) 1. (mit dem Dativ> ausgenom- letzungen waren nur ä. b) (selten) oberflächlich: Ergreifung des Täters a.; für das beste Fernseh- Eröffnung des Spiels hinlegen: Pikas, einen Trumpf
men, abgesehen von: a. dir habe ich keinen ein äußerlicher Mensch. spiel wurde ein Preis ausgesetzt; er hat seinem a. b) das Spiel beginnen: klug, unüberlegt,
Freund; man hörte nichts a. dem Ticken der Uhr; Äußerlichkeit, die: etwas Äußerliches; [Um- Sohn/für seinen Sohn ein Erbteil von 50000 schlecht a.; wer hat ausgespielt?; ich habe mit
niemand weiß es a. mir allein[e]. 2. außerhalb, gangsjform:jede A. verachten; sie hängt sehr an, Mark ausgesetzt. 4. (etwas an jmdm., an etwas a.; Pikas ausgespielt. 2. (etwas a.) a) (Sport) um
nicht[mehr]in: a) (mit dem Dativ) a. Haus[e]sein, legt großen Wert auf Äußerlichkeiten. äußern: gewöhnlich im Infinitiv mit zu in Verbindung mit etwas spielen: einen Pokal a. b) als Spielgewinn
essen; er ist wieder a. Bett (veraltend; steht 1. (etwas ä.) aussprechen, kundtun: seine bestimmten Verben) nicht zufrieden sein, kritisie- festsetzen: 20 Millionen werden in der Lotterie
Ip wieder auf); a. Sicht, Hörweite, [aller] Gefahr Meinung, einen Wunsch, Bedenken [wegen einer ren: an der Organisation der Veranstaltung ha- ausgespielt; es wurden Geldpreise, Bücher und
sein; der Arzt nimmt keinen a. der Reihe ( Sache], Zweifel ä.; er äußerte sein Befremden ben wir nichts auszusetzen, gab es kaum etwas Schallplatten ausgespielt. 3. (Sport) (jmdn. a.)
gesondert) dran; du kannst auch a. der Zeit über ihr Verhalten; die Ansicht ä., daß ... 2. ( auszusetzen; es ist nichts daran auszusetzen; ( nicht an den Ball, zum Spiel kommen lassen: beide
kommen; er startet a. Konkurrenz; a. Dienst sich ä.; mit Umstandsangabe oder Präp.-Obj.> auch ohne Präp.-Obj.) es gab nichts auszusetzen. Verteidiger a. und einschießen; in der zweiten
sein; er ist Hauptmann außer Dienst (a. D.); die seine Meinung sagen, Stellung nehmen: sich frei- 5. a) (etwas setzt aus) etwas hört in seinem Fort- Halbzeit wurde die deutsche Mannschaft völlig
Fabrik ist jetzt a. Betrieb (arbeitet nicht mehr); mütig, unumwunden, zurückhaltend, vorsichtig gang auf: die Musik setzte aus; der Atem, der ausgespielt. 4. (Theater) (etwas a.) in allen Einzel-
etwas a. Betracht lassen; ich bin a. Atem ( ä.; sie äußerte sich dahin, daß ...; der Angeklagte Puls setzte aus (stockte); der Motor hatte ausge- heiten spielen: eine Szene a.; er spielte seine Rolle
atemlos); etwas ist a. Kurs (ist nicht mehr gültig); äußerte sich in diesem Sinne; sich über jmdn. ab setzt (war ausgefallen). b) (meist mit Umstands- breit, voll aus; 5. (etwas a.) zu seinen Gunsten ins
die Verfügung ist a. Kraft (nicht mehr gültig, -fällig, günstig, wohlwollend ä.; ich kann mich angabe) für eine gewisse Zeit eine Pause machen, a Spiel bringen, einsetzen: seine Erfahrung, seine
nicht mehr wirksam); das steht a. Frage, a. [ darüber, dazu nicht ä. 3. (etwas äußert sich; mit ufhören: wegen Krankheit a. müssen; ich habe v große Routine a.; kurz vor dem Ziel spielte der
jedem] Zweifel (gilt als sicher, steht fest). b) (mit Artangabe) etwas tritt in bestimmter Weise in Er- ierzehn Tage ausgesetzt; mit der Schule a.; beim Europameister seine Spurtstärke aus. 6. (jmdn.
dem Akk.) etwas a. [jeden] Zweifel stellen; das scheinung: die Krankheit äußert sich zunächst in, spiel einmal a. müssen (einmal übersprungen wer- gegen jmdn. a.> gegen jmdn. vorgehen lassen, um
Schiff wurde a. Dienst gestellt; a. Kurs setzen ( durch Schüttelfrost. den). 6. (etwas a.) a,) unterbrechen: die Kur auf ei- dadurch zu profitieren: sie versuchte, ihn gegen
für ungültig erklären); a. Gefecht setzen ( äußerst: 1. am weitesten entfernt: aus den äu- nige Zeit a. b) (Rechtsspr.) hinausschieben: die seinen Freund auszuspielen; er hat die beiden
kampfunfähig machen). c) (veraltend) (mit dem ßersten Bezirken; am äußersten Ende; sie leben Urteilsv erkündung Strafe zur Bewährung a Gruppen geschickt gegeneinander ausgespielt;
Gen.> a. Landes leben; er ist a. Landes ge- im äußersten (höchsten) Norden. 2. a) stärkste, übertr.: den Glauben gegen die Vernunft a. 7. (im
gangen. II. (Konj.) ausgenommen, es sei denn: wir größte: es ist äußerste Vorsicht geboten; ein Au- Aussi cht