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Konzeptfussball-Adventskalender

Übungssammlung
Dreieckstore-Vierfelderspiel

REGELN UND ABLAUF:


 freies Spiel auf die Dreieckstore im 5vs5+2
 Tore werden erzielt durch:
o Durchdribbeln oder
o Durchpassen zum Mitspieler

ERWEITERUNGEN:
 Tore dürfen erst erzielt werden, nachdem in der Zone, wo das
Tor erzielt werden soll ein oder zwei Pässe gespielt wurden
 Tore zählen drei Punkte, Balleroberungen nach Ballverlust im
gleichen Feld, wo der Ball verloren wurde, zählen einen Punkt
 10 Pässe in Folgen ergeben einen Treffer

COACHINGPUNKTE:
Durch die vielen Tore, sowie die Unterzahl, wird das Team ohne Ball gezwungen
sehr schnell zu verschieben, da die Tore übers ganze Feld verteilt sind und nach
jeder Verlagerung direkt Gefahr für die eigenen Tore gegeben ist. Offensiv werden
schon durch die Regeln schnelle Verlagerungen als Hauptlösung ausgegeben, die
vor allem über die Nutzung der Überzahl erspielt werden sollen. Dazu müssen sich
aber auch die ballfernen Spieler clever positionieren. Außerdem sollen die Spieler
„offene“ Tore nach den Verlagerungen direkt attackieren (1. Kontakt → Dribbling;
Aufdrehen → Pässe; etc). Der Fokus beim Defensivteam liegt hauptsächlich auf
Intensität und kollektivem Verschieben.

von Nils Poker


Schulterblick-Rondo

REGELN UND ABLAUF:


 nach bestimmter Passanzahl muss über den Mittelspieler die
Seite gewechselt werden
 Ist der Felderwechsel vollbracht, rückt ein Verteidiger ins andere
Feld und unterstützt, während der andere den Mittelspieler
bewacht
 1 Felderwechsel = 1 Punkt; Gewinnt die verteidigende
Mannschaft den Ball kann sie entweder durch Rausdribbeln aus
dem Feld oder einer bestimmten Anzahl an Pässen einen Punkt
erzielen

COACHINGPUNKTE:
Aufgrund der Sechseckigen Form des Feldes entsteht eine natürliche Diagonalität
im Anbieten und Passspiel. Durch den Gegnerdruck des Verteidigers im Rücken,
der nach dem ersten Kontakt den Mittelspieler attackieren darf, wird implizit das
Umblickverhalten geschult. Mit der Regel, dass die verteidigende Mannschaft
durch Rausdribbeln oder Pässen einen Punkt erzielen kann, trainiert man
Gegenpressing. Mit anzuspielenden Minitoren außerhalb des Feldes kann man
das Gegenpressing passwegorientierter ausrichten. Offensiv stehen konstantes
Anbieten, Orientierung sowie das Suchen der Lücken zwischen den zwei
Verteidigern im Fokus. Ebenso wichtig ist das Spiel in den richtigen Fuß, hier soll
dem Pass einen „Nutzen“ oder eine „Absicht“ zu geben, es soll kein bloßer Pass
sein, um den Ball los zu werden.

von David Goigitzer


RM-RB-H-Rondo

REGELN UND ABLAUF:


 In der zentralen Zone formieren sich die Spieler in Ballbesitz zu
einer Raute
 Ziel ist Verlagerung von Endzone zu Endzone
 weitere Provokationsregeln und Variationsmöglichkeiten
o Flaches Spiel als Muss
o Drei Kontakte innerhalb oder freie Kontakte innerhalb
o Wandspieler-Wandspieler geht nur 1x
o Wandspieler direkt und Wandspieler zwei Kontakte

COACHINGPUNKTE:
Die Feldform entspricht einer Sanduhr. Dies ermöglicht es, dass man in den
Endzonen Breite und Tiefe in einer größeren Zone kreieren kann. Die engere
Mittelzone erzeugt Druck für Offensive und Defensive; beide werden sofort in
Pressingaktionen bzw. Reaktionen auf diese gezwungen. Die technotaktische
Umsetzung dieser kleinräumigen Fußballaktionen wird ebenso geschult wie
das Ausbrechen daraus (idealerweise mit flachen Verlagerungen in die Tiefe)
in weiträumigere Aktionen sowie eine weiträumigere Zirkulation innerhalb der
Endzonen. Zentral wurde vier gegen vier gespielt. Die vier Spieler in Ballbesitz
hatten hierbei die Aufgabe eine Raute herzustellen, welche sich je nach
Ballposition drehte. Ziel war es, dass in der Hälfte, wo der Ball sich befand, ein
Wandspieler eine vertikale Option bot, während der ballferne Wandspieler auf
der anderen Spielfeldseite eine diagonale Anspielstation darstellt. Nach
Ballverlust sollte der Ball möglichst schnell und aggressiv erobert werden. Im
von Rene Marić Defensivsiel standen Deckungsschattennutzung, Kreation von
Zugriffsmomenten, Antizipation von Umschaltmomenten und Verhinderung
von Verlagerungen im Fokus.
Multiple-4vs1-Chancecreation-Rondo

REGELN UND ABLAUF:


 Die Blauen müssten das 4vs1 „lösen“, in dem sie den Stürmer
(9) anspielen, woraufhin sie in den Strafraum eindringen
können. Dafür bekommen sie einen Punkt. Zwei weitere Punkte
gibt es, wenn sie auch ein Tor erzielen.
 Der zentrale Spieler des roten Teams kann drei Punkte erzielen,
wenn er es schafft nach einem Ballgewinn aus dem Feld
rauszudribbeln.
 Die roten Verteidiger (4) und (5) müssen außerhalb des Feldes
bleiben, können den blauen Stürmer (9) aber pressen, sobald er
den Ball berührt hat.
 Rot (6) kann rückwärtspressen, nachdem die Blauen in den
Strafraum eingedrungen sind.

COACHINGPUNKTE:
Die Konzeption der Übung ist auf zentrales Spiel über (6), (8) und (10)
ausgerichtet, allerdings können auch andere Szenarien gespielt werden. Der
Schwerpunkt liegt zum großen Teil auf dem Verhalten des Mittelspielers, der in
beiden Rondos teilnimmt. Er muss unglaublich effizient in seiner Wahrnehmung
sein, um möglichst gut über beide Rondons informiert zu sein. Positionierung,
Umblickverhalten und Körperorientierung sind daher Schlüsselfaktoren, um
Informationen aufzunehmen. Zusätzlich steigen auch die Anforderungen an die
restlichen Spieler des Ballbesitzteams. Sie müssen auch das andere Feld
aufmerksam betrachten, da dies Auswirkungen auf die Optionen in ihrem Feld hat.
Für das restliche Spiel liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Manipulation der
von Alex Lawrence Verteidiger durch den Ball. Dies wird in erster Linie durch schnelle Ballzirkulation
getan, um rot (6) aus der Passlinie zum blauen Stürmer zu bekommen.
4vs2-Umschaltrondo

REGELN UND ABLAUF:


 im 4vs2 versucht das Ballbesitzteam den Ball zu halten
 zwei Verteidiger bleiben passiv in der anderen Zone
 für eine gewisse Anzahl an erfolgreichen Pässe gibt es einen
Punkt
 erobern die zwei Verteidiger den Ball, gibt es drei Möglichkeiten:
o direktes Kontertor für drei Punkte
o ein Kontertor wird über den Mitspieler oder einen seitlich
aufrückenden Verteidiger erzielt, dies bringt zwei Punkte
o der Ball wird gesichert und in die andere Zone gebracht,
dort kann durch Passstaffetten ein Punkt erzielt werden
o Das Ballbesitzteam versucht dies durch Gegenpressing zu
verhindern

COACHINGPUNKTE:
Durch die Regeln dieser Spielform steht hauptsächlich das Umschalten in
beide Richtungen im Fokus. Die ballerobernde Mannschaft hat drei
verschiedene Möglichkeiten, wobei diese durch eine unterschiedliche
Punktebewertung geranked sind. So ist es am Wichtigsten, dass Spiel in die
Tiefe zu suchen. Der ballerobernde Spieler muss sich dementsprechend
orientieren und zuerst in die Tiefe blicken, ob der Weg zum Tor frei ist.
Danach folgen horizontale beziehungsweise diagonale Optionen durch den
zweiten zuvor pressenden beziehungsweise einem eventuellen aufziehenden,
zuvor inaktiven Spieler. Durch die drei Optionen werden Orientierung und
von Alex Belinger Entscheidungsfindung geschult, um zu bestimmen, wann es Sinn macht,
einen Konter zu starten oder den Ball zu sichern und sich für die
Ballbesitzphase neu zu organisieren.
7vs7+2 Diagonalitätsspiel

REGELN UND ABLAUF:


 ein 36 mal 50 Meter großes Feld wird aufgebaut und in drei
Drittel sowie Zentrum, Halbräume und Flügelzonen unterteilt
 Spieler können in jedes beliebige Feld passen, wenn sie dies mit
dem ersten Kontakt tun
 nutzen Spieler mehr als einen Kontakt, dürften sie nicht in ein
horizontal oder vertikal angrenzendes Feld spielen, nur diagonal
 neutrale Spieler haben nur einen Kontakt zur Verfügung. Sie
können dafür jederzeit und überall angespielt werden
 10 Pässe zählen ebenfalls als Tor.
 Spieler können stets aus ihrem Feld in ein anderes Feld dribbeln

COACHINGPUNKTE:
Diese Spielform hat die folgende positiven Auswirkungen: hoher Fokus auf
das Zentrum und die Halbräume durch deren höhere diagonale Bedeutung;
Gute Dreiecksbildung, durch die Notwendigkeit stets diagonale
Anspielstationen zu kreieren; One-touch-Fußball und generelleres
Kombinationsspiel werden fokussiert; offene Stellung bei der Annahme wurde
durch die Diagonalität implizit gefördert; Orientierung vor und nach der
Ballannahme wird fokussiert; Spieler achten mehr auf die Bewegung ohne Ball
und erkennen deren Bedeutung. Negativer Aspekt der Übung ist die
Schwierigkeit für die Spieler, sie zu verstehen und richtig umzusetzen. Für den
von Moritz Kossmann Trainer ist es zudem nicht einfach, stets auf die Einhaltung aller Regeln zu
achten. Zudem ist diese Spielform eher für fortgeschrittene Spieler zu
empfehlen, die Regeln können aber adaptiert werden.
Schnittstellenpassen vs Torejagd

REGELN UND ABLAUF:


 Weiß (Überzahlteam) erzielt Punkte übers Durchspielen des
zentralen Quadrates mittels Pässen und oder Dribblings
 Bei Pass auf einen der eigenen Spieler im Quadrat, sowie
erfolgreichen rausleiten in der Folgeaktion gibt es zwei Punkte
 Rot (Unterzahl) kontert nach Balleroberung auf die Minitore
 Bei Ausball geht es immer bei Weiß wieder los

ERWEITERUNGSMÖGLICHKEITEN:
 Weiß kann außerdem durch 10 Pässe am Stück einen Punkt
erzielen
 Rot muss nach der Balleroberung mindestens 1 (oder 2) Pässe
spielen bevor ein Tor erzielt werden darf

COACHINGPUNKTE:
Für Weiß steht das Spiel durch die Schnittstellen im Fokus. Hierzu muss nicht
nur der Pass gut gespielt werden, sondern auch das Anbieten der Mitspieler
„auf Lücke“ wird gefordert. Innerhalb dieses Fokus sollen die Spieler aber
auch stabil zirkulieren, um die Zahl der gegnerischen Konter gering zu halten.
Durch die kurzen Distanzen zu den Toren wird Weiß schon implizit zum
Gegenpressing nach Ballverlusten angehalten. Die Rolle der zentralen Spieler
bei Weiß ist wesentlich komplexer, als die der äußeren, da sie aus allen
Richtungen Druck bekommen können und der Raum für sie enger ist. Rot
wiederum muss intensiv verteidigen und verschieben und sich auch gut
von Nils Poker staffeln, um Passwege zu schließen und den Raum in der Mitte zu
kontrollieren. Hierzu müssen die Spieler sich clever positionieren und ihre
Deckungsschatten nutzen.
9v7 Pressingspielform

REGELN UND ABLAUF:


 Weiß bekommt einen Punkt, wenn sie ein Hütchentor bespielen
(durchdribbeln oder durchpassen)
 Weiß bekommt einen Punkt, wenn sie in ein Minitor schießen
 Rot bekommt einen Punkt, wenn sie ein Tor erzielen
 Im abgesteckten Flügelbereich darf sich pro Mannschaft nur ein
Spieler befinden
 Nach jedem gefallenen Tor beginnt Weiß mit einem Abstoß, der
flach ausgeführt werden muss
 Variation: Weiß darf erst ins Minitor schießen, wenn ein
Hütchentor bespielt wurde

COACHINGPUNKTE:
Die Flügelzone und die dazugehörige Regel soll dafür sorgen, dass sich die
Spieler primär im Zentrum und in den Halbräumen befinden und so bessere
Dreiecksbildung schaffen. Im defensiven Aspekt steht auch das Verteidigen
des Zentrums im Fokus. Die Passtore sind für die Mannschaft in Überzahl, die
sich im Aufbau befindet, das implizite Hilfsmittel, um den Spielaufbau durch
diese Zonen zu gestalten. Neben den drei horizontalen Passtoren gibt es auch
zwei diagonale. Dies soll die Flügelspieler zu Diagonalität im Passpiel anregen
und gleichzeitig den Ball so schnell wie möglich wieder ins Zentrum bringen.
Die Minitore in den Halbräumen und im Zentrum, geben ebenfalls die
bevorzugten Zonen für Angriffe vor. Für die Mannschaft in Unterzahl ist
Manndeckung kaum möglich, da prinzipiell immer ein Gegner frei wäre,
von David Goigitzer weshalb die Motivation den Raum zu decken größer ist. Zudem muss die
Mannschaft in Unterzahl nach Ballgewinn Angriffe schnell durchführen, da sie
nur mit dem Zeitfaktor gute Chancen haben einen Treffer zu erzielen.
7vs6+3vs2 Zonenspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Jeder Angriff startet (nach schneller Einnahme der Grundordnung)
beim Torwart von Team A.
 Aus dem 7v6 im braunen Feld versucht Team A einen Mitspieler im
grünen Feld anzuspielen, wo ein 3vs2 in Richtung Tor aufgelöst
werden soll. Team B versucht den Ball für die eigene Konteraktion zu
erobern.
 Keeper von Team A darf zwischen 1/3 + 2/3 pendeln, hat jedoch nur
2 (schnelle) Kontakte im 1/3
 erobert Team B den Ball, dann erweitert sich die Spielfläche auf das
schwarze Feld.
 innerhalb von 8-10 Sekunden nach Balleroberung muss der
Abschluss gesucht werden. Ein Treffer im großen Tor zählt 2x, in den
kleinen Außentoren 1x
 erobert Team A den Ball innerhalb der braunen Markierung zurück =
Spielfortsetzung; wird der Ball außerhalb zurückerobert = neuer
Angriff
 Stürmer (9) und Zehner (10) von Team A besetzen jeweils eine Zone;
die zwei Verteidiger dürfen die Zonen wechseln, jedoch nur einfach
besetzen. Angreifer + Verteidiger müssen die vordere & hintere Zone
(durch grüne gestrichelte Linie getrennt) immer besetzen haben
(dynamische Übergänge erwünscht)
 Tore zählen für Team A je nach Abschlusszone ein- oder zweifach
 erobert Team B den Ball, dann besteht (neben der Klärung) die
Möglichkeit einen Treffer in einem der kleinen Tore an den
Strafraumecken zu erzielen
von Christopher Toetz  Angriff endet bei Tor/Festmachen vom Keeper/Aus; ggf. Zeitvorgabe
Rhythmuswechselspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Phase I: –
o Weiß versucht den Ball im 7vs2 gegen Rot zu halten
o Rot bekommt einen Punkt wenn Weiß den Ball ins Aus
schießt oder Rot mit dem Ball aus dem Feld dribbelt
 Phase II: – Auf mein Kommando starten die Roten Spieler von
außerhalb des Feldes ein um den Ball zu erobern
o Weiß erhält nun für eine bestimmte Anzahl Pässe einen
Punkt, z.B. 7 Pässe=1 Punkt
o Rot erhält einen Punkt, wenn sie nach Balleroberung
erfolgreich aus dem Feld dribbeln (alternativ kann man
auch Minitore bespielen lassen)
 Variationsmöglichkeit:
o Regeln wie zuvor. Wechsel von 7vs2 auf 9vs5
o Rot erzielt in Phase II Punkte durch Treffer in die Minitore

COACHINGPUNKTE:
Das Besondere an dieser Spielform im Gegensatz zu im Grunde ähnlichen
Spielformen mit dem Prinzip „Überzahl-lässt-den-Ball-gegen-Unterzahl-laufen“
ist, der Rhythmuswechsel, der durch den Wechsel vom 7vs2 aufs 7vs4
entsteht. Es entsteht eine ganz neue Spielsituation, alle Spieler müssen sich
neu orientieren und der Gegnerdruck wird stark erhöht. So werden implizit
eine bessere Orientierung sowie Ruhe unter Druck bzw. Pressingresistenz
trainiert. Der Wechsel von 7vs2 auf 7vs4 sollte zumeist recht schnell erfolgen,
von Nils Poker
da es eben um diese Umstellung von wenig Druck auf viel Druck geht.
7vs2 Ballhalten

REGELN UND ABLAUF:


 7 Spieler verteilen sich mit je einem Ball im Feld
 2 Spieler sind Balljäger und versuchen alle Bälle aus dem Feld
zu befördern
 verliert ein Spieler seinen Ball, so dient er seinen Mitspielern als
Anspielstation
 ist nur noch ein Ball im Spiel, dann sollte eine
Kontaktbeschränkung eingeführt werden
 Das Spiel ist aus, sobald der letzte Ball aus dem Spielfeld
befördert wurde, danach werden die Verteidiger gewechselt

COACHINGPUNKTE:
Durch diese Übung können mit jüngeren Spielern einige Aspekte spielnah und in
einem Wettbewerb trainiert werden, Spaß- und Lernfaktor sind höher als bei
isoliertem Training. Jeder Spieler beginnt diese Spielform mit einem eigenen Ball
und hat so eine höhere Zahl von Ballkontakten. Dabei ist der Gegnerdruck bei
7vs2 zunächst eher gering, die Spieler müssen aber nicht intentionslos
irgendwelche Hütchen ausdribbeln, sondern die Verteidiger im Auge behalten und
sich anhand ihrer Position im Raum bewegen. Die Übersicht wird geschult, da
Spieler stets Ball, Gegen- und Mitspieler im Auge haben müssen. Dies wird
verstärkt, wenn nur noch zwei oder drei Bälle im Spiel sind und verstärkt
kombiniert wird. Dabei spielt auch die Kommunikation eine wesentliche Rolle, da
es öfters vorkommt, dass ein Spieler angespielt wird, aber auf einen anderen Ball
fokussiert ist und den Pass daher nicht kontrollieren kann. Oder aber es wird ein
von Alex Belinger Spieler gleichzeitig von zwei Kollegen angespielt. zwei Balljägern sollten
gemeinsam pressen.
Fünf-Zonen-Torhüter-Spiel

REGELN UND ABLAUF:


 Ein Torhüter ist im Strafraum (rot) positioniert. Er verteidigt ein
normales Tor. Sein Gegenüber steht im blauen Feld und
verteidigt zwei Seiten eines Dreieckstores (Seitenlänge ca. 3-5
Meter).
 Beide Torhüter spielen gemeinsam mit den im schwarzen Feld
befindlichen blauen Spielern im 8 gegen 6 gegen Team Schwarz
 Das Spiel startet nach jeder Unterbrechung abwechselnd bei
einem der beiden Torhüter. Ziel ist es erfolgreich von einem
Torhüter zum anderen durchzuspielen, ohne dass der Gegner
den Ball zwischenzeitlich kontrolliert. Hierfür gibt es einen
Punkt.
 Drei Punkte können durch ein direktes flaches Zuspiel von
Torwart zu Torwart erzielt werden. Im Rahmen der Ballzirkulation
darf jeweils ein Spieler das Feld ins seitliche gelbe Feld
verlassen.
 Schwarz versucht hingegen den Ball zu gewinnen und
anschließend zu kontern. Dies kann auf beide Tore geschehen:
In den roten Strafraum darf lediglich per (Schnittstellen-)pass
gespielt werden (Strafraumlinie = Abseitslinie), während die
blaue Zone nur per Dribbling zu erreichen ist. Ein Abschluss
muss dann innerhalb von 5 Sekunden erfolgen. Für jedes
erzielte Tor gibt es einen Punkt.

von Eduard Schmidt


6vs6+1-Dreizonenspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Jedes Team hat einen Verteidiger, vier Mittelfeldspieler und
einen Stürmer. Ein Joker unterstützt stets das Ballbesitzteam.
 Der Ball muss durch jedes Drittel gespielt werden, bevor ein Tor
zählt
 Die Spieler müssen sich entsprechend bewegen, um die Zonen
zu überladen. Mittelfeldspieler sollen also sich zum Beispiel ins
erste Drittel fallen lassen, um dem Verteidiger beim Ballvortrag
mittels Dribbling zu helfen.
 Um eine Torchance zu kreieren muss der Ball in den Fuß des
Stürmers gespielt werden. Erst wenn dieser den Ball
kontrollieren kann, darf ein Mittelfeldspieler ins letzte Drittel
aufrücken und dabei helfen einen Torschuss zu generieren.

COACHINGPUNKTE:
Die Intention hinter dieser Spielform ist es, die Wichtigkeit von
Überladungsbewegungen für einen sauberen Ballvortrag zu lehren, wofür auch
eine passende Raumaufteilung wesentlich ist. Wie bei den meisten solcher
spielnahen Übungen wird die Fähigkeit den Gegner zu analysieren implizit
trainiert. Vor allem in den ersten zwei Zonen ist dies von großer Wichtigkeit. In der
ersten Zone müssen die Verteidiger die Pressingläufe der Stürmer lesen. Wird
manngedeckt, so kann man durch Andribbeln einen freien Mann weiter vorne
kreieren. Gegen Raumdeckung sollte man einen größeren Fokus auf
Ballzirkulation legen. Eine weiterer Punkt ist die Nutzung des dritten Mannes als
Form der Torchancenkreation. Läufe der Mittelfeldspieler ins letzte Drittel sind
von Judah Davies implizit in dieser Übung eingebaut und forcieren die Nutzung von Pässen, um dem
Druck zu entfliehen, in dem man nach sich vertikaler Progression befindet.
9vs5 Pressingspiel mit Zentrumszone

REGELN UND ABLAUF:


 Jeder Durchgang beginnt mit einem Abstoß, den der Torwart von
der Mitte ausführen und jedes Mal einen anderen
Innenverteidiger zuspielen soll. Nachdem der Innenverteidiger
den Ball berührt darf Rot beginnen aus dem Zentrum heraus zu
attackieren.
 Blau kann einen Punkt ergattern, indem sie in ein Minitor
passen oder das Zentrum bespielen, indem der Ball reingepasst
oder reingedribbelt und wieder erfolgreich aus der Zone
herausgebracht wird.
 Rot kann durch einen Ballgewinn, ein Tor nach Ballgewinn oder
mit einem Seitenout (gegen Blau) einen Punkt gewinnen.
 Variation: Zeitlimit setzen. Dies fördert Intensität in der
Defensive und schnellere Ballzirkulation in der Offensive

COACHINGPUNKTE:
Durch diese Spielform wird das Spiel über das Zentrum forciert. Die Minitore sind
ebenfalls im Zentrum und in den strategisch wichtigen Halbräumen postiert. Sie
stehen etwas hinter der Grundlinie, damit der Pass ins Tor eine gewisse
Grunddistanz hat, dies erfordert mehr Genauigkeit. Die defensive Mannschaft
muss aus dem Zentrum starten, da auch im Match zuerst das Zentrum versperrt
sein soll. Die für Blau zu bespielende Zentrumszone soll zum stetigen Sichern des
Zentrums als Motivation dienen. Wird das Zentrum zu oft verlassen kann man 2
Punkte für das Bespielen geben. Dadurch, dass die Minitore außerhalb der
Grundlinie stehen müssen die roten ihre Deckungsschatten verwenden, um sie
von David Goigitzer abzudecken und können sich nicht einfach ins Tor stellen. Rot ist durch die
Unterzahl zu Raumdeckung und höherer Intensität gezwungen.
4v4 + Anspieler im Hexagon

REGELN UND ABLAUF:


 Im Zentrum wird 4vs4 gespielt, Außen gibt es pro Team zwei
Anspieler
 Ziel ist es, von Anspieler zu Anspieler durchzukombinieren
 ein Punkt kann auch durch 8 Pässe in Folge erreicht werden
 Die Anspieler sollen auf der ganzen Linie spielen und sich
dementsprechend bewegen
VARIATIONSMÖGLICHKEITEN:
 Anspieler dürfen mit ihrem 1. Kontakt ins Feld wechseln
 Dreieck neben dem Feld
o auf der Seite werden zwei Dreiecke aufgebaut und je ein
Neutraler Spieler eingesetzt
o auf diese Weise muss ein Angebot immer in „offener“
Stellung erfolgen
 Dreieck im Feld
o ein Zusatzpunkt wird erzielt, wenn ein Mitspieler über zwei
Linien durch das zentrale Dreieck angespielt wird.
 Raute im Zentrum
o ein Zusatzpunkt wird erzielt, wenn Mitspieler in der Raute
angespielt wird und dieser den Ball direkt weiterspielt
o die Raute darf von Verteidigern nicht betreten werden
COACHINGPUNKTE:
Mittels dieser Spielform sollen schnelle Passfolgen in diagonaler Richtung forciert
werden. Neben diesem Schwerpunkt werden durch den ganzheitlichen Ansatz
von Tim Stegmann viele weitere Aspekte trainiert, so etwa Freilaufverhalten bzw. Spiel ohne Ball,
Passspiel, Timing finden, Anzahl der Kontakte, enge Situationen lösen, aber auch
Verteidigen in engen Räumen gegen schnelles Passspiel.
Zielwechselspiel im 3vs3+1

REGELN UND ABLAUF:


 Team Rot spielt gegen Team Weiß, wobei Punkte durch das
Erzielen von Toren oder das Überqueren der Dribbellinien
erreicht werden
 Zu Beginn des Spiels soll erst einmal der Ball in den eigenen
Reihen gehalten werden. Nach einiger Zeit gibt der Trainer eine
Farbe vor und das damit verbundene Tor, sowie die Dribbellinie
frei.
 Das ballbesitzende Team hat nun die Möglichkeit so ein Punkt
zu erzielen. Sollte die verteidigende Mannschaft an den Ball
gelangen, geht das Spiel von vorne los.
 Variationen
o Die Tore und Dribbellinien werden für beide Mannschaften
für einen bestimmten Zeitraum (1 Minute) freigegeben,
um die Mannschaften unter Zeitdruck zu setzen.
o Die Farbe wird vom Trainer durch das Hochhalten eines
gleichfarbigen Hütchens bekanntgegeben, um den
akustischen Reiz durch einen visuellen zu ersetzen.
COACHINGPUNKTE
Im Spiel gelingt es einem nicht immer sich mit der zuerst gewählten
Herangehensweise eine Chance herauszuspielen. In diesen Situationen ergeben
sich jedoch neue Möglichkeiten. Diese zu erkennen, erfordert Gedanken- und
Handlungsschnelligkeit der Spieler und dort setzt diese Übung an. Die Spieler
müssen aus dem Ballbesitz ein sich veränderndes Ziel erreichen. Es ist dem
von Janik Aschenbrenner Trainer überlassen, in welcher Häufigkeit sich das Ziel ändert. An ihm ist es
zugleich gelegen, Situationen, die sich ihm bieten, rechtzeitig zu erkennen und die
Mannschaften aus immer anderen Ausgangslagen angreifen zu lassen.
Mittelzonenspiel

REGELN UND ABLAUF:


 9vs9 auf halbes Feld
 ein Tor zählt 5 Punkte
 1 Punkt für einen Pass innerhalb der Mittelzone mit
erfolgreicher Anschlussaktion
 1 Punkt für einen Pass in die Mittelzone und verlassen dieser
über eine andere Begrenzung der Mittelzone
 1 Punkt für einen Pass durch die Mittelzone hindurch

COACHINGPUNKTE:
In der Defensive werden die Teams stark gefordert, da sehr intensives kollektives
Pressing gefordert wird, um erfolgreiche gegnerische Aktionen durch und im
Zentrum zu verhindern. Hier ist auch der Trainer sehr gefordert, da dieses
Defensivverhalten durchgehend gecoacht werden muss. Durch die Mittelzone wird
von den Spielern Kompaktheit und Zentrumsfokus gefordert, zudem ist ein hohes
Pressing wichtig. Im Offensivspiel ist besonders ruhiges Aufbauspiel sowie
Positionsspiel wichtig, durch die Zone ergibt sich ein Zentrums- und
Halbraumfokus. Nach Ballverlusten steht natürlich das Gegenpressing im Fokus.

Diese sehr freie Spielform ist sehr abhängig vom Coaching, sowie von der
Tagesverfassung der Spieler, da höchste Konzentration und Intesität gefordert ist,
damit es gut läuft. Im Allgemeinen kann man wohl sagen, dass umso freier das
Spiel ist, umso wichtiger das Coaching zum Erreichen der Trainingsziele wird, da
es weniger Einschränkungen gibt, die die Ziele provozieren. Dafür hat man in
freien Spielen die höchste Spielnähe und sehr gute Trainingseffekte.
von Nils Poker
5vs3 Positionsspiel

REGELN UND ABLAUF:


 im 5vs3 soll der Ball gehalten werden
 Ziel ist es, von Grundlinie zu Grundlinie zu spielen
 die Zonen dienen nur zur Orientierung
o Regeln zur Zonenbesetzung können aber alternativ
aufgestellt werden

COACHINGPUNKTE:
Diese Übung ist ein simples Positionsspiel, das man für verschiedene Ziele
verwenden kann. Die Wichtigkeit jenes Positionsspiels liegt darin zugrunde, dass
es auf fundamentale Art und Weise die wichtigsten Ideen des Juego de Posición
vorstellt. Die zwei wichtigsten Konzepte der Übung sind zum einen die
Positionierung in einer dynamischen Struktur, zum anderen das Wiedererkennen
und das Verwenden von positioneller Überlegenheit, um mit Vorteilen den Ball
vorzutragen.

Wesentlich ist das Einnehmen von optimalen Distanzen zu den Mitspielern. Dies
ist notwendig, um die meiste Anzahl an möglichen Verbindungen zum
Ballführenden herzustellen, den Gegnern das Zustellen der Passwege zu
erschweren und zudem Dreiecke für das Passspiel zu kreieren. Diese Regel
konzeptionalisiert die Maximen des Juego de Posición: sich nicht den Mitspielern
zu nähern, die Distanzen zu respektieren und die Position zu halten. Dazu ist eine
gute Orientierung notwendig, die Positionierungen müssen zudem auch an die
Gegenspieler angepasst werden (Positionierung außerhalb des Sichtfeldes). Durch
eine optimale Körperstellung soll der Ballvortrag schneller vonstattengehen, die
erste Option ist dabei immer der am weitesten entferne Gegenspieler. Um solche
von feyre9251 Passwege zu öffnen, müssen die Verteidiger manipuliert werden.
Einseitiges 4v4+1-Aufbau- und Pressingspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Blau hat als Ziel einen Angriff vom Abstoß aus aufzubauen und
entweder im Jugendtor oder einem der Passtore abzuschließen
 Die gestrichelte Linie bezeichnet die Rückzugslinie, hinter die
sich die Mannschaft ohne Ball beim gegnerischen Abstoß
zurückziehen muss
 Der neutrale Spieler spielt stets bei der ballbesitzenden
Mannschaft

COACHINGPUNKTE:
Bestimmte Abläufe im Aufbau oder im Pressing zu trainieren erscheint als
Amateurtrainer manchmal nutzlos. Mal fehlt dieser Spieler, mal ist wer krank und
manchmal hat man nicht mal eine zweistellige Anzahl an Spielern zur Verfügung.
Da man fast immer zumindest ein, zwei Flügel-, Mittelfeld- und Abwehrspieler beim
Training hat, ist eine derartige Spielform eine sehr gute Möglichkeit, diese Spieler
gezielt zu trainieren.

Die Spielform ist generell sehr frei und das Feld ist sehr wettbewerbsgetreu
gestaltet. Um präzises Passspiel aus dem Mittelfeld und der Abwehr zu forcieren,
sind die Minitore außerhalb des Spielfelds aufgestellt. Die Rückzugslinie
ermöglicht einen ungestörten Abstoß und soll den Spielaufbau erleichtern, um das
Selbstvertrauen der Spieler in diesem Aspekt zu erhöhen.

von David Goigitzer


1vs1+1 Dribblingspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Ein 7x10 Meter großes Feld wird aufgebaut
 zwei Spieler duellieren sich, Ziel ist es die gegnerische
Grundlinie zu überspielen
 ein Wandspieler dient beiden als Unterstützung
 für jedes erfolgreiche Dribbling über die Grundlinie gibt es einen
Punkt, nach abgelaufener Zeit ist das Spiel zu Ende
 Variation:
o Spielformat mit Aufstieg und Abstieg
o wer ein Duell gewinnt, rückt ein Feld auf, wer verliert,
steigt ein Feld ab

COACHINGPUNKTE:
Das 1vs1 wird von vielen als besonders bedeutsam gesehen. Jedoch wird es
selten spielnah trainiert, isolierte 1vs1-Situationen kommen in einem Spiel aber
eigentlich nie vor. Durch den Wandspieler kann dem 1vs1 jedoch eine wichtige
Komponente hinzugefügt werden. Spieler, die keine Konfrontationsdribbler sind,
können durch den Wandspieler dennoch dominant agieren. Der verteidigende
Spieler hat durch den Wandspieler eine spielnähere Situation. Er muss nicht nur
den Ball beachten, sondern sollte sich auch um den Wandspieler kümmern und
den Passweg mit seinem Deckungsschatten schließen. Auch für den angreifenden
Spieler ist die Orientierung dadurch etwas komplexer und die Zahl an möglichen
Lösungen steigt. Für den Wandspieler und für den angreifenden Spieler sind
Bewegung raus aus dem Deckungsschatten entscheidende Aspekte.
von Moritz Kossmann
Rogerball-Dribblingübung

REGELN UND ABLAUF:


 ein Feld mit vier Zonen wird aufgebaut
 zwei Teams mit je 5 Spieler werden gebildet
 in der ersten Zone wird 2vs1 gespielt und der Ball soll in die
zweite Zone gebracht werden
 aus der zweiten Zone soll der Stürmer angespielt werden, der
auf einen Flügelspieler klatschen lässt
 im 3vs2 soll nun die Grundlinie überdribbelt werden, danach
wird in die andere Richtung gespielt
 Gewinnen die Verteidiger den Ball, so gegenpresst nur der
Stürmer und die Flügelspieler werden passiv.
 Gewinnt ein Stürmer im Pressing den Ball, so werden die
Flügelspieler sofort aktiv.

COACHINGPUNKTE:
Bei dieser Übung werden quasi gleichzeitig ein 2vs1 und ein 3vs2 trainiert. Es wird
auf engem Raum gespielt, wodurch der Druck für die ballbesitzenden Spieler
größer ist. Durch die Überzahl ist stets eine Anspieloption gegeben. Sowohl im
2vs1 als auch im 3vs2 liegt der Fokus darauf, freie Räume zu kreieren, diese zu
erkennen und mittels Dribbling auch zu nutzen. Das Dribbling ist daher nicht die
einzige Angriffsoption und muss richtig in Bezug zu Gegen- und Mitspielern
eingesetzt werden. Dabei sind durch das 2vs1 und das 3vs2 Situationen mit
unterschiedlicher Spieleranzahl und dabei unterschiedlicher Komplexität zu lösen.
Außerdem müssen die Spieler lernen, in Unterzahl zu verteidigen. Dadurch können
von Alex Belinger sie nicht manndecken und müssen geschickt Passoptionen schließen, während
sie Druck Richtung ballführenden Spieler ausüben.
Hexagonales-Sanduhr-Positionsspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Blau spielt gegen Rot
 Die gelben Neutralen spielen außerhalb und können jede der
drei Seiten auf ihrer Hälfte des Hexagons besetzen. Die gelben 1
und 2 können alle drei Seiten der oberen Hälften des Hexagons
besetzen, 3 und 4 die untere Hälfte
 Das Team im Ballbesitz kann einen Punkt erzielen, wenn sie den
Ball von einer der zentralen Zonen zur anderen bekommen

COACHINGPUNKTE:
Die Regeln des Spiels kreieren auf natürliche Art und Weise bestimmte
Verhaltensmuster bei beiden Teams. Das verteidigende Team muss die
Mittelzone, die gegenüberliegend von der bereits bespielten, intensiv zustellen –
so wird dem Spiel eine Richtung gegeben, während man dennoch den
Zentrumsfokus weiterhin bestehen hat. Die ballbesitzende Mannschaft muss nun
entweder dynamisch in das Zentrum durchbrechen, oder durch schnelle
Ballzirkulation das verteidigende Team in Bewegung bringen und Lücken
attackieren. Durch die Sanduhr-artige-Form mit enger Mitte muss jeder Angriff gut
unterstützt werden, da es hier weniger Platz gibt. Weniger Raum bedeutet
gezwungenermaßen schnellere und genauere Kombinationen mit guten
Verbindungen. Da die Zone an den Enden breiter gelegt ist, werden die Spieler so
zu „blind side-movements“ im Rücken der Gegenspieler ermutigt, um Verikalpässe
zu empfangen. Durch die Form wird vor allem auch das Anbieten in der Tiefe
gefördert, was ebenfalls ein zu wünschender Aspekt ist. Das Hexagon fördert
implizit Diagonalität weg vom Zentrum. Interessante Effekte können durch den
von Alex Lawrence Umstand, dass es mehr Seiten als Außenspieler gibt, generiert werden. Die
Außenspieler müssen gezielt die Seiten wählen, die sie besetzen möchten, und
beeinflussen dadurch auch den Rhythmus des Spiels.
7vs6+2 Konditionsspiel

REGELN UND ABLAUF:


 Die angreifende Mannschaft hat folgende Möglichkeiten, um
Punkte zu sammeln:
o Großes Tor in der Mitte – 3 Punkte
o Kleines Tor an der Seite – 1 Punkt
o 10 Pässe – 1 Punkt
 Die verteidigende Mannschaft hat folgende Möglichkeiten, um
Punkte zu sammeln:
o Ein Kontertor auf derselben Feldseite wie die Balleroberung
ergibt 2 Punkte.
o Ein Kontertor, das nach einer Verlagerung auf die andere
Feldseite erzielt wurde, ist 1 Punkt wert.
 Wenn die Joker für die angreifende Mannschaft spielen, haben
sie unbegrenzte Ballkontakte und dürfen Tore erzielen.
 Wenn die Joker für die verteidigende Mannschaft spielen, haben
diese nur einen Ballkontakt.

COACHINGPUNKTE:
Die verteidigende Mannschaft wird dazu gebracht mehr die Mitte zu verteidigen,
aber auch darauf zu achten, zu verschieben. Sie muss aktiv verteidigen, ansonsten
kann der Gegner ohne Druck 10 Pässe spielen und so punkten. Nach der
Balleroberung muss erkannt werden: Ist der direkte Pass nach vorne möglich?
Wenn nicht, kann ich verlagern und dann nach vorne passen? Die angreifende
Mannschaft muss erkennen, vor welches Problem sie gestellt wird und entscheiden,
von Mario Despotović wo sie angreift oder ob der Gegner vielleicht zu passiv ist und ein Punkt erzielt
werden kann, indem sie viele Verlagerungen hat und 10 Pässe macht.
Tropikondom in der Sanduhr

REGELN UND ABLAUF:


 in zwei Trapezen wird 3vs2 auf Ballhalten gespielt
 in der Mittelzone sind drei Spieler postiert, die an beiden
Rondos gleichzeitig teilnehmen
 Variationsmöglichkeiten
o andere Spielanzahl, etwa 4vs2 bzw 3+Zentrumssspieler
vs1
o Kontaktbeschränkungen, z.B 1 Kontakt für Mittelspieler, 2
oder 3 in den Trapezen
o Trapeze umdrehen

COACHINGPUNKTE:
Diese Übung ist für die Spieler in den Trapezen enorm fordernd aufgrund des
Drucks und der geringen Überzahl, wodurch die Einbindung der drei zentralen
Spieler erforderlich ist. Dies sorgt wiederum dafür, dass sich die zentralen Spieler
konstant und in höchstem Tempo orientieren müssen. Interessant ist hierbei nicht
nur das Training der visuellen Aufnahmefähigkeit, der Arbeitsgedächtniskapazität
und der taktotechnischen Aspekte der Orientierung und Situationseinschätzung,
sondern auch kognitive und motorische Aspekte in der Kommunikation mit
Spielern in unterschiedlichen Situationen (verbal wie nonverbal). Die seitlichen
Spieler benötigen „nur“ einen konstanten 180°-Blick, während der/die zentrale/n
Spieler in allerhöchstem Tempo sich um 360° orientieren müssen. Grundsätzliche
Coachingpunkte sind die Positionierung im Spiel mit Ball, die konstante und
richtige (Vor-)Orientierung, eine adäquate und dynamische Nachorientierung (ein
oft übersehener Punkt im Coaching!), das Spiel mit dem Rhythmus in der
Zirkulation, „La Pausa“ bei wenig Druck zwischen zwei Kontakten, speziell um
von Rene Marić Räume ballfern zu Öffnen durch das Anlocken der Gegenspieler, die technische
Präzision unter Druck sowie das Freilaufverhalten generell. Defensiv ist natürlich
das Pressing enorm wichtig.
4+1vs3 zu 5+2vs3 Rondo

REGELN UND ABLAUF:


 Das Spiel beginnt im 5vs3, eine Raute mit Zentrumsspieler wird
gebildet
 bei jedem Fehler wird gewechselt
 nach drei Pässen kann der erste Außenspieler und dessen
Zonen eingebunden werden
 nach weitere drei Pässen der nächste Außenspieler und dessen
Zone
 Variationsmöglichkeit
o im 7vs3 beginnen und auf 5vs3 wechseln

COACHINGPUNKTE:
Da zuerst im 4+1vs3 gespielt wird und das Feld mit Fortlauf größer wird und zwei
zusätzliche Spieler eingebunden werden, dient dies als Initiative für die Spieler
ohne Ball möglichst früh und möglichst aggressiv zu pressen, woraufhin die
Spieler im 4+1v3 sich enorm schnell und sauber bewegen müssen, um dies zu
umspielen. Die Spieler sollen neben dem Pressing in der Gruppe und dem
schnellen Kombinations- wie Bewegungsspiel auch lernen, wie man nach
schnellen Kombinationen in engem Raum in einen größeren Raum spielt, Gegner
dorthin anlockt und gegen die Anlaufrichtung der Gegner in dadurch geöffnete
Räume spielt – oder bei statischerem, passiveren, abwartendem Gegner (dies
kann durch eine Veränderung der Kontaktzahl zum Freispielen des nächsten
Spielers, gekoppelt an Punkte, wenn dies geschafft wird, erreicht werden) länger
zirkuliert und sich anders bewegt, um Räume für diese Schnittstellenpässe zu
von Rene Marić schaffen. In der Übung kann auch darauf hingewiesen werden – speziell, wenn
man vom 7v3 in dieses 5v3+2 übergeht –, wie sich mehr und weniger Raum
sowie das Bewegungsspiel auf die Kombinationssicherheit auswirken.
5vs2 zu 5vs2 mit 3 Teams

REGELN UND ABLAUF:


 drei Teams zu je fünf Spielern werden gebildet
 ein Team stellt zwei Pressingspieler ab, die restlichen drei
Spieler verteidigen die diagonale Linie
 nach vier Pässen im Rondo darf verlagert werden
 Verlagerungen gehen auf das Konto des Pressingteams
 das Team mit den wenigsten Punkten gewinnt
 nach drei Fehlern oder nach sauberer Balleroberung mit
anschließender Verlagerung wird gewechselt
 Es gibt hier keine Pause, das Spiel geht sofort weiter, wodurch
das Ansprinten in die andere Zone einen athletischen Effekt hat

COACHINGPUNKTE:
Ziel dieser Übung ist es, in Unterzahl effektiv zu pressen und zu leiten, während
die Mitspieler dahinter „absichern“, Passwege versperren und belauern, um eine
Zielzone zu verteidigen. Wird dennoch erfolgreich verlagert, müssen die Spieler
sich neu organisieren, in die Zielzone ansprinten, sich dort gemeinsam effektiv
bewegen, um Deckungsschatten aufzubauen und den Ball zu erobern. Der Fokus
auf eine saubere Balleroberung soll das individual- wie gruppentaktische Geschick
beim Ballerobern durch die Belohnung forcieren. Die Mannschaft in Ballbesitz
muss somit in engem Raum unter konstantem Druck kombinieren, bevor sie in
eine andere Zone verlagern kann. Dabei soll sie sich intelligent und schnell
bewegen (in einer Raute mit zentralem Spieler dazwischen), ohne unsauber im
von Rene Marić Passspiel zu werden. Kleinräumige Bewegungen in engen Räumen und das
schnelle Herstellen einer dementsprechenden Staffelung nach vorherigen
weiträumigen Verlagerungen werden forciert. Die andere Ballbesitzmannschaft
gegenüber soll sich hinter der Diagonallinie in den Lücken anbieten.
12-Felder-Spiel im 6+4vs6

REGELN UND ABLAUF:


 Torerzielungserlaubnis wird durch 4 Diagonalbälle bei
Ballbesitz oder innerhalb von 2 Pässen ins Tor nach
Balleroberung gewonnen
 Vertikal- oder Horizontalpässe sind erlaubt, führen aber
nicht zu einer Torerzielungserlaubnis
 jede Zone ist nur einfach besetzt
 Verteidiger können sich frei bewegen
 Ballbesitz wechselt bei sauberer Balleroberung oder drei
Fehlern der Ballbesitzmannschat (=geklärte Bälle, die
ins Out gehen)

COACHINGPUNKTE:
Dieses Rondo empfiehlt sich aus mehreren Gründen für vielerlei Aspekte.
Grundsätzlich ist es eigentlich ein klares Positionsspiel, welches durch die
Manipulation der Regeln, der Feldgrößen und des Coachings stärker die
statischen oder dynamischen Komponenten des Positionsspiels oder das Spiel
gegen den Ball und somit auch verstärkt das Umschalten fokussieren kann.
Außerdem ist es durch die Ausrichtung einerseits eine gute Übung, um eine
saubere Basis für das Positionsspiel wie für das Pressing zu legen. Je nach Ziel
kann das Feld horizontal oder vertikal aus einer positionsspezifischen Sicht
besetzt werden. Soll heißen: Entlang der ersten vier Längszonen kann sich die
Viererkette befinden oder entlang der ersten drei Querzonen kann sich
Außenverteidiger-Innenverteidiger-Außenverteidiger befinden. Aufgrund der Regeln
wird Diagonalität belohnt, ohne allerdings alle anderen Passmöglichkeiten zu
von Rene Marić verschmähen. Aus strategischer Perspektive wird nicht nur das Bilden von
Dreiecken und Rauten gelehrt, sondern ebenfalls die Asymmetrisierung dieser
Rauten in Richtung Mitte.
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