Sie sind auf Seite 1von 28

Analysis I #1 prüfungsrelevant Analysis I #2 prüfungsrelevant

2.18 Definition: induktive Teilmenge 2.19 Definition der natürlichen Zahlen

Analysis I #3 prüfungsrelevant Analysis I #4 prüfungsrelevant

2.21 Satz: Prinzip der Vollständigen 2.28 Definition der rationalen Zahlen
Induktion

Analysis I #5 prüfungsrelevant Analysis I #6 prüfungsrelevant

2.29 Satz von Archimedes 2.31 Satz:Dichtheitseigenschaft der


rationalen Zahlen

Analysis I #7 prüfungsrelevant Analysis I #8 prüfungsrelevant

√ √
2.37 Existenz von c 2.38 Existenz von n
c
#2 Antwort #1 Antwort

(i) Die Menge N der natürlichen Zahlen ist der Durch- Eine Teilmenge M von R heißt induktiv, falls
schnitt aller induktiven Teilmengen von R
(i) 0 ∈ M
(ii) Die Menge N der natürlichen Zahlen ist definiert durch:
(ii) falls x ∈ M , so ist auch x + 1 ∈ M
N := {n ∈ No : n ≥ 1}

(iii) Die Menge Z der ganzen Zahlen ist definiert durch:

Z := {..., −1, 0, 1, ...}

#4 Antwort #3 Antwort

Die rationalen Zahlen Q sind definiert durch: Sei für jedes n ∈ No eine Aussage (Bn ) gegeben
Q ={ mn , m ∈ Z, n ∈ N} und gelte

(i) (Bo ) ist wahr

(ii) Falls (Bn ) für ein beliebiges n ∈ No richtig ist, dann


ist (Bn+1 ) richtig. Dann ist also (Bn ) wahr für alle
n ∈ No

#6 Antwort #5 Antwort

Seien x, y ∈ R mit x < y . (i) Zu jedem x ∈ R∃n ∈ N ,sodass n > x.


Dann ∃y ∈ Q mit x < q < y. (“Q liegt dicht in R”)
(ii) Zu jedem x ∈ R∃z ∈ N ,sodass z < x.
1
(iii) Zu jedem x ∈ R∃n ∈ N , sodass n < x.

Ein Körper mit diesen Eigenschaften heißt


archimedischer Körper

#8 Antwort #7 Antwort

Sei n ∈ N. Für jedes c ≥ 0, c ∈ R∃x ∈ R : x ≥ 0, sodass x2 = c.


√ 1
Dann existiert zu c ≥ 0 genau ein x ∈ R, x > 0, Wir schreiben dann x = c = c 2
sodass x2 = c.
√ 1
Wir setzen dann x = n c = c n
Analysis I #9 prüfungsrelevant Analysis I # 10 prüfungsrelevant

2.39 Rechenregeln für Potenzen mit 2.40 Definition: Binomialkoeffizienten


rationalen Exponenten

Analysis I # 11 prüfungsrelevant Analysis I # 12 prüfungsrelevant

2.41 Satz über die Anzahl von


Teilmengen und Anordnungen endlicher 2.43 Binomische Formeln
Mengen

Analysis I # 13 prüfungsrelevant Analysis I # 14 prüfungsrelevant

3.1 Definition: Der Absolutbetrag 3.2 Die eigenschaften des


Absolutbetrags

Analysis I # 15 prüfungsrelevant Analysis I # 16 prüfungsrelevant

3.4 Definition: Abstand 3.6 Definition Zahlenfolge


# 10 Antwort #9 Antwort
 p
Für n∈No definieren wir nk .
 1 p
Für x ≥ 0 und p, q ∈ N, setzen wir x = x q q

−p p
Wir lesen “n über k” Für x > 0 setzen wir x q = ( x1 ) q .
Dann gilt ∀r, s ∈ Q:
n n! 1..n

k = k!(n−k)! = (1..k)(1..n−k)
xr+s = xr xs
n n n n
xrs (xr )s
   
Insbesondere 0 = 1, n = 1, k = n−k
=
(xy)r = xr + y r

# 12 Antwort # 11 Antwort

Für x, y ∈ R und n ∈ N gilt: (i) Es gibt 2n Teilmengen von {1, 2, ..., n}


n
(x + y)n =
P n n−k k
 Teilmengen sind ungeordnet, d.h. {1, 2} =
k x y
k=0 {2, 1}
Ø ist Teilmenge von jeder Menge

(ii) Es gibt n! Anordnungen von {1, 2, ..., n}


Anordnungen berücksichtigen die Reihen-
folge, d.h. {1, 2} =
6 {2, 1}
n!
(iii) Es gibt (n−k)! Anordnungen von k Elementen
n

(iv) Es gibt k k-element. Teilm. von {1, 2, ..., n}

# 14 Antwort # 13 Antwort
(
(i) |x| ≥ 0 und |x| = 0 genau dann, wenn x = 0 x, falls x ≥ 0
|x|:=
−x, falls x < 0
(ii) |x · y| = |x| · |y|

(iii) |x + y| ≤ |x| + |y|

# 16 Antwort # 15 Antwort

Zahlenfolge (am )m∈N Zu x, y ∈ R heißt |x − y| Abstand von x und y


ist Abbildung N → R, n ∈ N 7→ an ∈ R
(i) |x − y| ≥ 0
|x − y| = 0 ⇔ x = y

(ii) Symmetrie: |x − y| = |y − x|

(iii) Dreiecksungleichung: |x + y| ≤ |x + z| + |z − y|
Analysis I # 17 prüfungsrelevant Analysis I # 18 prüfungsrelevant

3.9 Definition: Konvergenz einer Folge 3.10 Die epsilon-Umgebung

Analysis I # 19 prüfungsrelevant Analysis I # 20 prüfungsrelevant

3.11 Definition: Divergente Folge 3.13 Definition: beschränkte Folgen

Analysis I # 21 prüfungsrelevant Analysis I # 22 prüfungsrelevant

3.14 Satz: Konvergente Folgen sind 3.16 Grenzwert einer Folge


beschränkt

Analysis I # 23 prüfungsrelevant Analysis I # 24 prüfungsrelevant

3.17 Summe und Produkt konvergenter 3.19 Satz: Quotient konvergenter Folgen
Folgen
# 18 Antwort # 17 Antwort

Sei  > 0, a ∈ R (am )m∈N sei konvergent gegen a ∈ R , falls ∀ > 0∃N ∈
(a − , a + ) = {x ∈ R : a −  < x < a + } N mit |an − a| < ∀n ≥ N
Dann bedeutet die Konvergenz von (an )n∈N gegen a, dass Falls (am )m∈N konvergent gegen a schreiben wir:
für eine beliebige −Umgebung von a“fast alle”Folgeglieder
in der −Umgebung liegen (alle bis auf endlich viele)
Für große n liegt an in der -Umgebung lim an = a
n→∞

an : n ≥ N
an −→ a (n → ∞)
a3 a− a a +  a1 a2

an n
−−→ ∞
→a
−−−

# 20 Antwort # 19 Antwort

Eine Folge (an )n∈N heißt beschränkt, falls ein k > 0 ex- Eine Folge die nicht konvergiert heißt divergent
istiert, sodass
|an | ≤ k∀n ∈ N

(an )n∈N heißt nach oben beschränkt, falls ein k > 0 ex-
istiert, sodass
an ≤ k∀n ∈ N

(an )n∈N heißt nach unten beschränkt, falls ein k > 0 ex-
istiert, sodass
an ≥ −k∀n ∈ N

# 22 Antwort # 21 Antwort

Der Grenzwert einer konvergenten Folge ist eindeutig. Jede konvergente Folge ist beschränkt.

# 24 Antwort # 23 Antwort

Seien (an )n∈N , (bn )n∈N konvergent, Seien (an )n∈N , (bn )n∈N konvergente Folgen
an n
−−→
−−∞→ a, bn n −−→−−∞
→b an −
n−→
−−∞
→ a und bn n −−→
−−∞
→b
und sei b 6=0 , 
dann ∃no ∈ N , sodass bn 6= 0∀n ≥ no .
an an a
(i) Dann konvergiert (an + bn )n∈N und
Weiter ist bn und lim =
n→∞ bn b
an + bn n
n∈N,n≥no −−→ ∞
→a + b
−−−
(ii) Weiter konvergiert auch (an · bn )n∈N
und an · bn n
−−→ ∞
→a · b
−−−
Analysis I # 25 prüfungsrelevant Analysis I # 26 prüfungsrelevant

3.20 Satz: Größenvergleich konvergenter 3.22 Definition: Bestimmt divergent


Folgen

Analysis I # 27 prüfungsrelevant Analysis I # 28 prüfungsrelevant

3.24 Satz: Kehrwert bestimmter


divergenter Folgen. Kehrwert von 3.25 Definition: Intervalle
Nullfolgen

Analysis I # 29 prüfungsrelevant Analysis I # 30 prüfungsrelevant

3.26 Definition: Intervallschachtelung 3.27 Satz: Intervallschachtelungen


erfassen genau einen Punkt

Analysis I # 31 prüfungsrelevant Analysis I # 32 prüfungsrelevant

3.30 Darstellung reeller Zahlen 3.32 Satz zur Intervallschachtelung


bezüglich einer Basis
# 26 Antwort # 25 Antwort

Eine Folge (an )n∈N heißt bestimmt divergent gegen +∞ Falls an → a (n → ∞) und bn → b (n → ∞) gelte
, falls zu jedem k > 0 ein N ∈ N exisitert, sodass an ≥ weiter an ≤ bn ∀n ∈ N. Dann folgt a ≤ b
k ∀n ≥ N
(an ) heißt bestimmt divergent gegen −∞ , falls (−an )n∈N
bestimmt divergent gegen +∞ ist.
Wir schreiben in diesen Fällen:
an → +∞ (n → ∞) bzw. an → −∞ (n → ∞)

# 28 Antwort # 27 Antwort

Seien a, b ∈ R, a < b , dann definieren wir folgende In- (i) (an )n∈N sei bestimmt divergent gegen +∞ bzw.
tervalle: [a, b] gegen −∞
  ∃no ∈ N,sodass an 6= 0∀n ≥ no und
Dann
[a, b] := {x ∈ R : a ≤ x ≤ b}(“geschlossen”) 1
ist Nullfolge.
an
(a, b) := {x ∈ R : a < x < b}(“offen”) n∈N,n≥no
[a, b) := {x ∈ R : a ≤ x < b}(“halboffen”)
(a, b] := {x ∈ R : a < x ≤ b}(“halboffen”) (ii) Sei (an )n∈N Nullfolge. Falls  an ≥ 0 und
 dann
1
an 6= 0∀n ∈ N , dann ist an bestimmt
Sei I eines dieser Intervalle, dann definiere: n∈N
divergent gegen +∞.
Intervalllänge: | I | := b − a
Mitte des Intervalls: a+b 2

# 30 Antwort # 29 Antwort

Sei (In )n∈N Intervallschachtelung , dann existiert genau Eine Intervallschachtelung ist eine Folge (In )n∈N von
ein x ∈ R, sodass x ∈ In ∀n ∈ N Intervallen der Form In = [an , bn ], an < bn mit der Eigen-
schaft
I1 ⊃ I2 ⊃ ... und
| I | = bn − an −→ 0 (n → ∞)

# 32 Antwort # 31 Antwort

Sei (xi )i∈N Folge mit xi ∈ No , xi ≤ B − 1 und setze Sei B ∈ N, B ≥ 2


n n
an :=
P
xi B −i und bn :=
P
xi B −i +B −n . Dann definiert Zu 0 ≤ x < 1 existiert (xi )i∈N mit xi ∈ No , xi ≤ B − 1,
i=1 i=1 sodass ∀n ∈ N gilt:

In := [an , bn ] n n
xi B −i ≤ x ≤ xi B −i + B −n
P P
i=1 i=1
eine Intervallschachtelung
Analysis I # 33 prüfungsrelevant Analysis I # 34 prüfungsrelevant

3.33 Dichtheit der rationalen Zahlen in 3.34 Definition: Teilfolge


den reellen Zahlen

Analysis I # 35 prüfungsrelevant Analysis I # 36 prüfungsrelevant

3.35 Definition Häufungspunkt 3.36 Proposition: Charakterisierung von


Häufungspunkten

Analysis I # 37 prüfungsrelevant Analysis I # 38 prüfungsrelevant

3.38 Definition: (streng) Monoton


3.37 Satz von Bolzano-Weierstraß wachsende, (streng) monoton fallende
Folgen

Analysis I # 39 prüfungsrelevant Analysis I # 40 prüfungsrelevant

3.39 Monotone Konvergenz 3.40 Definition:Cauchy-Folgen


# 34 Antwort # 33 Antwort

Eine Folge (a0k )k∈N heißt Teilfolge von (an )n∈N , falls Jede reelle Zahl wird durch eine Intervallschachtelung
eine Folge (nk )k∈N mit nk ∈ N , sodass mit rationalen Randpunkten erfasst.
n1 < n2 < n3 < ... und Insbesondere: Jede reelle Zahl kann beliebig gut durch
a0k = ank ∀k ∈ N rationale Zahlen approximiert werden.
”Q liegt dicht in R”

# 36 Antwort # 35 Antwort

a ist genau dann Häufungspunkt von (an )n∈R falls gilt: a ∈ R heißt Häufungspunkt einer Folge (an )n∈N , falls
∀ > 0 ∀N ∈ N ∃n ≥ N : |an − a| <  eine Teilfolge (a0k )k∈N existiert mit
a0k −→ a (k → ∞)

# 38 Antwort # 37 Antwort

(an )n∈N heißt monoton wachsend, falls Jede beschränkte Folge besitzt einen Häufungspunkt.
a1 ≤ a2 ≤ a3 ≤ ...

(an )n∈N heißt streng monoton wachsend, falls


a1 < a2 < a3 < ...

(an )n∈N heißt monoton fallend, falls


a1 ≥ a2 ≥ a3 ≥ ...

(an )n∈N heißt streng monoton fallend, falls


a1 > a2 > a3 > ...

# 40 Antwort # 39 Antwort

(an )n∈N heißt Cauchy-Folge, falls: Sei (an )n∈N monoton steigend, dann konvergiert (an )n∈N
∀ > 0∃N ∈ N, sodass |an − am | <  ∀n, m ≥ N genau dann, wenn (an )n∈N beschränkt ist.
Analysis I # 41 prüfungsrelevant Analysis I # 42 prüfungsrelevant

3.41 Satz: Eigenschaften von 3.42 Satz: Cauchy


Cauchy-Folgen Konvergenz-kriterium

Analysis I # 43 prüfungsrelevant Analysis I # 44 prüfungsrelevant

3.44 Korollar: In welchem


Zusammenhang stehen Häufungspunkt 3.45 Definition: unendliche Reihen
und Beschränktheit einer Folge ?

Analysis I # 45 prüfungsrelevant Analysis I # 46 prüfungsrelevant

3.46 Definition: Konvergenz von Reihen 3.47 Geometrische Reihe

Analysis I # 47 prüfungsrelevant Analysis I # 48 prüfungsrelevant

3.47 Harmonische Reihe 3.48 Satz: Linearkombination


konvergenter Reihen
# 42 Antwort # 41 Antwort

Eine Folge (an )n∈N konvergiert genau dann, wenn sie Sei (an )n∈N Cauchy-Folge. Dann ist (an )n∈N beschränkt
Cauchy-Folge ist.

# 44 Antwort # 43 Antwort

Sei (an )n∈N Folge. Betrachte dann die Folge (sn )n∈N der Sei (an )n∈N beschränkt. Dann gilt: (an )n∈N hat genau
n
Partialsummen sn := a1 + ... + an =
P
ai . einen Häufungspunkt ⇔ (an )n∈N ist konvergent.
i=1

P
Wir nennen (sn )n∈N Reihe und wir schreiben dafür: ai
. i=1

# 46 Antwort # 45 Antwort

Sei q ∈ R,|q| < 1 und setze ai := q i , i ∈ No . Dann heißt Die Reihe
P
ai heißt konvergent, falls (sn )n∈N konver-

P i i=1
q geometrische Reihe (zu q). gent. Falls dann s = lim sn , so setzen wir
i=0 n→∞
n ∞
ai = 1 + q + q 2 + ... + q n
P
sn =
P
ai = s (trotz der Doppeldeutigkeit)
i=0 i=1
q · sn = q + q 2 + ... + q n + q n+1
1−q n+1
Damit (1 − q) · sn = 1 − q n+1 , also sn = 1−q −→
1
1−q (n → ∞).

1
q i = 1−q
P
Damit
i=0

# 48 Antwort # 47 Antwort
∞ ∞ ∞
P P 1 P 1
Sei ai und bi konvergent, und seien weiter λ, µ ∈ Setze ai = i, i ∈ N. Dann heißt i harmonische
i=1 i=1 i=1

 
P Reihe.(sn )n∈N ist divergent, denn ∀n ∈ N
R. Dann ist die Reihe λai + µbi konvergent und 1 1 1
i=1 s2n − sn = + + ... +
∞ ∞ ∞ n + 1 n + 2 2n
 
P P P
λai + µbi = λ ai + µ bi | {z }
1
i=1 i=1 i=1 n Summanden alle ≤ 2n
n 1
Damit: s2n − sn ≥ 2n = 2 . Damit ist (sn )n∈N keine
Cauchy-Folge. Mit Cauchy Konvergenzkriterium 3.42 folgt
(sn )n∈N divergent, sogar bestimmt divergent gegen +∞.

P
Wir sagen dann ai bestimmt divergent gegen +∞ und
i=1

P
schreiben ai = +∞
i=1
Analysis I # 49 prüfungsrelevant Analysis I # 50 prüfungsrelevant

3.50 Cauchy Konvergenzkriterium für 3.52 Satz: Leibnitz Konvergenzkriterium


Reihen für alternierende Reihe

Analysis I # 51 prüfungsrelevant Analysis I # 52 prüfungsrelevant

3.54 Definition: Absolut konvergente 3.56 Satz: Majorantenkriterium für die


Reihen absolute Konvergenz einer Reihe

Analysis I # 53 prüfungsrelevant Analysis I # 54 prüfungsrelevant

3.57 Satz: Quotientenkriterium für die 3.59 Satz: Wurzelkriterium für die
absolute Konvergenz einer Reihe absolute Konvergrenz einer Reihe

Analysis I # 55 prüfungsrelevant Analysis I # 56 prüfungsrelevant

3.61 Satz: Umordnungen einer absolut


konvergenten Reihe sind absolut 3.63 Satz: Doppelreihensatz
konvergent
# 50 Antwort # 49 Antwort

Ist (ai )i∈N monoton fallend mit ai → 0 (i −→ ∞) Eine Reihe
P
ai ist genau dann konvergent, wenn gilt:
Dann konvergiert die “alternierende Reihe” a1 −a2 +a3 − i=0
∞ ~ Zu jedem  > 0 ∃n ∈ N, sodass n, m ∈ N, m > n
(−1)i+1 ai
P
a4 + ...− = Pm
i=1
ai < 
i=n+1
Beispiel:
Die alternierden harmonische Reihe 1− 21 + 13 − 14 +...−...

# 52 Antwort # 51 Antwort

P ∞
P ∞
P
Sei ai eine Reihe und ci eine konvergente Reihe Eine Reihe ai heißt absolut konvergent, falls die Reihe
i=1 i=1 i=1
mit |ai | ≤ ci ∀i
> i0 ∞
P
P∞ |ai | konvergiert.
Dann folgt, dass ai absolut konvergent ist. i=1
 ∞ i=1  Beispiel: Die alternierende harmonische Reihe ist konver-
P gent, aber nicht absolut konvergent.
ci (konvergente) ”Majorante” P∞
i=1 Eine absolut konvergente Reihe ai ist insbesondere
i=1
konvergent und
∞ ∞

P P

ai ≤ |ai |
i=1 i=1

# 54 Antwort # 53 Antwort

P p ∞
P
i
Sei ai Reihe. Es gebe i ∈ N und 0 < q < 1, sodass |ai | ≤ Sei ai mit ai 6= 0 ∀i ∈ N . Es gebe i0 ∈ N und
i=1 i=1
∞ ∞

P ai+1
q ∀i ≥ i0 Dann ist ai absolut konvergent.
P
0 < q < 1 , sodass ai ≤ q ∀i ≥ i0 . Dann ist
ai
i=1 i=1
absolut konvergent.

# 56 Antwort # 55 Antwort

Sei aij ∈ R, i, j ∈ N gegeben. Es gebe eine Aufzählung Sei
P
ai absolut konvergente Reihe und sei ϕN → N

P i=1
(ci )i∈N aller Elemente aij , sodass ci abolsut konvergent
i=1 (d.h. zu jedem j ∈ N existiert ein i = ϕ−1 ∈ N, sodass
ist. Dann gilt: ϕ(i) = j )
P ∞
P
(i) Die Zeilensummen zi = aij konvergiert ab- Dann ist auch die ungeordnete Reihe aϕ(i) = aϕ(1) +
j∈N i=1
∞ ∞
solut. P P
aϕ(2) +...+ absolut konvergent und aϕ(i) = ai .
P i=1 i=1
(ii) Die Spaltensummen sj = aij konvergiert
i∈N
absolut.

P ∞
P ∞
P ∞
P
(iii) Es gilt zi = sj = ci = aij
i=1 j=1 i=1 i,j=1
Analysis I # 57 prüfungsrelevant Analysis I # 58 prüfungsrelevant

3.65 Satz: Produkt absolut konvergenter 3.66 Satz:Die Exponentialreihe zu x ist


Reihen für alle x ∈ R absolut konvergent.

Analysis I # 59 prüfungsrelevant Analysis I # 60 prüfungsrelevant

3.67 Definition: Zahl e 3.68 Satz: Additionstheorem der


Exponentialfunktion

Analysis I # 61 prüfungsrelevant Analysis I # 62 prüfungsrelevant

3.71 Dezimaldarstellung durch


3.70 Satz: exp(q · x) = exp(x)q für
unendliche ReihePeriodische
rationale q
Dezimalzahlen

Analysis I # 63 prüfungsrelevant Analysis I # 64 prüfungsrelevant

3.72 Proposition: Charakterisierung der


4.1 Definition: Abbildung,
Uneindeutigkeit der Dezimaldarstellung
Definitionsbereich, Wertebereich
einer rellen Zahl als unendliche Reihe
# 58 Antwort # 57 Antwort
∞ ∞
Für jedes x ∈ R konvergiert die Exponentialreihe Seien
P
bi ,
P
cj absolut konvergent. Setze dann di :=
i=1 j=1
∞ i ∞
X 1 i P
bj ci−j+1 Dann konvergiert
P
di absolut und es gilt
exp(x) := x
i! j=1 i=1
i=0 ∞
 ∞   ∞  ∞
P P P P
S := di = bi · cj = bi cj
i=1 i=1 j=1 i,j=1

# 60 Antwort # 59 Antwort

∀ x, y ∈ R gilt Wir definieren die Eulersche Zahl


exp(x + y) = exp(x) · exp(y) e := exp(1) = 1 + 1 + 12 + 16 + ...
Es ist ∀x ∈ R Bemerkung: n
Man erhält e = limn→∞ 1 + n1
(i) exp(x) > 0
1
(ii) exp(−x) = exp(x)

# 62 Antwort # 61 Antwort

In 3.30: ∀x ∈ R und ∀y ∈ Q gilt exp(qx) = exp(x)q


Zu 0 ≤ x < 1 , existieren (xi )i∈N , xi ∈ {0, ..., 9},
∞ n
so dass ∀n ∈ N
P
xi · 10−i ≤ x <
P
10−i + 10−n Insbesondere exp(q) = eq (setze x = 1)
i=1 i=1

xi 10−i = x
P
Insbesondere:
i=1

Wir schreiben
x = 0, x1 , x2 , x3 ,...

# 64 Antwort # 63 Antwort

Seien M, N Mengen und eine Abbildung f : M → N Seien 0 ≤ x ≤ 1 , 0 ≤ y ≤ 1 mit Dezimaldarsellungen


ordnet jedem Element von M ein Element aus N zu. x ∈
∞ ∞
M → f (x) ∈ N xi 10−i und y = y0 + yi 10−i
P P
x = x0 +
f hat Definitionsbereich M und Wertebereich N. i=1 i=1
mit x0 , y0 ∈ {0, 1}, xi yi ∈ {0, ..., 9}.

Seien (xi )i∈N0 und (yi )i∈N0 unterschiedlich mit i0 = min{i ∈


N0 , xi 6= yi } und xi0 < yi0
Dann x = y genau dann, wenn xi0 = yi0 + 1
xi =0 ∀i ≥ i0 + 1
yi =9 ∀i ≥ io + 1
Analysis I # 65 prüfungsrelevant Analysis I # 66 prüfungsrelevant

4.2 Definition: Injektive, surjektive,


4.3 Definition: Komposition von
bijektive Abbildung; Umkehrabbildung
Abbildungen
einer bijektiven Abbildung

Analysis I # 67 prüfungsrelevant Analysis I # 68 prüfungsrelevant

4.5 Satz: Teilmengen höchstens


4.4 Definition: Gleichmächtigkeit von
abzählbarer Mengen sind höchstens
Mengen endliche, abzählbar
abzählbar. Die Vereinigung höchstens
(unendliche), höchstens abzählbare,
abzählbar vieler höchstens abzählbarer
überabzählbare Mengen
Mengen ist höchsten abzählbar.

Analysis I # 69 prüfungsrelevant Analysis I # 70 prüfungsrelevant

4.6 Korollar: Z und Q sind abzählbar 4.7 Satz: Die Menge der Folgen in {0,1}
ist überabzählbar

Analysis I # 71 prüfungsrelevant Analysis I # 72 prüfungsrelevant

4.8 Satz: R ist überabzählbar 4.9 Definition: Reellwertige Funktion,


Graph einer Funktion
# 66 Antwort # 65 Antwort

Seien M, N, L Mengen und f : M → N , g : N → L (i) f heißt injektiv, falls zu jedem y ∈ N höchstens


Dann definieren wir die Komposition g ◦ f :M → L ein Element existiert, so dass f (x) = y

(g ◦ f )(x) := g(f (x)) (ii) f heißt surjektiv, falls zu jedem y ∈ M ein x ∈


M existiert, so dass f (x) = y

(iii) f heißt bijektiv, falls zu jedem y ∈ M genau ein


x ∈ M existiert, so dass f (x) = y.
In diesem Fall definieren wir die Umkehrfunk-
tion(Inverse) von f
f −1 : N → M f −1 (y) = x

# 68 Antwort # 67 Antwort

(1) Jede Teilmenge einer höchstens abzählbaren Menge M und N heißen gleichmächtig,falls eine bijektive Ab-
ist höchstens abzählbar. bildung f : M → N existiert. M heißt endlich mit
Kardinalität n ∈ N, falls M gleichmächtig ist zur Menge
(2) Die Vereinigung höchstens abzählbarer vieler 1, 2, .., n. Die leere Menge definieren wir als endlich mit
höchstens abzählbarer Mengen ist höchstens Kardinalität 0. M heißt unendlich, falls M nicht endlich ist.
abzählbar. M heißt abzählbar(unendlich), falls M gleichmächtig
M1 M2 , .., Mi jeweils höchstens abzählbar. Dann mit N ist.Dann ist (ai )i∈N mit ai = f (i) ∈ M Aufzählung
M2 ∪ M3 ∪ ... der Elemente von M. M heißt höchstens abzählbar, falls
M endlich oder abzählbar ist. M heißt überabzählbar,
falls M weder endlich noch abzählbar ist.

# 70 Antwort # 69 Antwort

Die Menge der Folgen (ai )i∈N mit ai ∈ {0, 1}∀i ∈ N ist Z und Q sind abzählbar
überabzählbar..

# 72 Antwort # 71 Antwort

Sei D ⊂ R. Unter einer reellwertigen (reellen) Funk- R ist überabzählbar


tion f auf D verstehen wir eine Abbildung.

f : D→R

Der Graph von f ist die Menge

graph(f ) := {(x, y) : x ∈ D, y ∈ R, y = f (x)}


Analysis I # 73 prüfungsrelevant Analysis I # 74 prüfungsrelevant

4.12 Definition: Verknüpfungen von


4.13 Definition: Häufungspunkt einer
Funktionen: Summe, Vielfaches,
Menge D ⊂ R
Produkt, Quotient

Analysis I # 75 prüfungsrelevant Analysis I # 76 prüfungsrelevant

4.14 Definition: Konvergenz einer 4.15 Satz: Äquivalente


Funktion an einem Punkt Charakterisierung mit ’ − δ Kriterium’

Analysis I # 77 prüfungsrelevant Analysis I # 78 prüfungsrelevant

4.17 Definition: Rechts- und 4.19 Definition: Stetigkeit


linksseitiger Grenzwert

Analysis I # 79 prüfungsrelevant Analysis I # 80 prüfungsrelevant

4.23 Satz: Summe, skalares Vielfaches


und Produkt stetiger Funktionen gibt
4.24 Definition: Polynome und rationale
wieder eine stetige Funktion. Der
Funktionen
Quotient stetiger Funktionen ist stetig
auf seinem Definitionsbereich
# 74 Antwort # 73 Antwort

Sei D ⊂ R . x0 ∈ R heißt Häufungspunkt von D, falls Seien f, g : D → R, D ⊂ R, λ ∈ R Dann definieren wir


eine Folge (xk )k∈N in D (d.h. x ∈ D ∀k ∈ N) existiert, so
dass (f + g) (x) := f (x) + g(x)
xk → x0 (k → ∞)
(f · g) (x) := f (x) · g(x)

(λf ) (x) := λf (x)

f + g, f · g, λf jeweils Funktionen auf D. Setze D := {x ∈


D : g(x) 6= 0}  
Dann definiere fg : D → R , fg (x) := fg(x)
(x)

# 76 Antwort # 75 Antwort

Sei D ⊂ R, x0 Häufungspunkt von D. Dann sind Sei D ⊂ R, f : D → R und sei x0 ∈ R Häufungspunkt


in D. Dann zeigen wir
1) f (x) → a (x → x0 )

2) ”-δ” - Kriterium f (x) konvergiert gegen n ∈ R , falls x “ gegen x0 in D “


Zu jedem  > 0 existiert δ > 0 , so dass ∀x ∈ D falls: Für jede Folge (xk )k∈N in D gilt.
mit |x − x0 | < δ gilt, das |f (x) − a| <  f (xk ) → a (k → ∞)

Wir schreiben dann


f (x) → a (x → x0 , x ∈ D)
oder
lim f (x) := a
x→x 0
x∈D

# 78 Antwort # 77 Antwort

Sei f : D → R, x0 ∈ D . Sei x0 ∈ R Häufungspunkt von D ∈ R und f : D → R


Dann heißt f stetig an x0 , falls x→x
lim f (x) = f (x0 ) . f ist Dann ist
0
x∈D
stetig in D, falls f stetig an x0 ∀x0 ∈ D. (i) für f (x) = c
x & x0 bedeutet, dass für alle Folgen (xk )k∈N
mit xk ∈ D und xk > x0 ∀k ∈ N folgt

f (xk ) → c (k → ∞)

lim f (x) heißt rechtsseitiger Limes


x&x0

(ii) lim = c ...heißt linksseitiger Limes


x%x0

# 80 Antwort # 79 Antwort

(1) Ein Polynom auf R ist eine FunktionP : R → Seien f, g : D → R stetig und sei λ ∈ R , dann sind auch
R der Form p(x) := an xn +an−1 xn−1 +a1 x+a0 die Funktionen f + g, f · g, λ · f : D → R stetig.
mit Koeffizienten a0 , . . . , an ∈ R , n ∈ N0
f
Falls a 6= 0, so heißt P Polynom vom Grad Für D’:= {x ∈ D : g(x) 6= 0} gilt g : D0 → R ist stetig.
n.

(2) Eine rationale Funktion r : D → R ist in der


Gestalt r(x) := Pq(x)
(x)
∀x ∈ D , wobei P,q Poly-
nome und q(x) 6= 0 ∀x ∈ D
Analysis I # 81 prüfungsrelevant Analysis I # 82 prüfungsrelevant

4.25 Korollar: Rationale Funktionen 4.26 Stetigkeit ist lokale Eigenschaft


sind stetig

Analysis I # 83 prüfungsrelevant Analysis I # 84 prüfungsrelevant

4.27 Satz: Komposition stetiger 4.28 Zwischenwertsatz (Nullstellensatz)


Funktionen ist stetig

Analysis I # 85 prüfungsrelevant Analysis I # 86 prüfungsrelevant

4.29 Korollar: Zwischenwertsatz 4.30 Beispiel: Polynome ungeraden


(allgemeine Version) Grades besitzen mindestens eine
Nullstelle

Analysis I # 87 prüfungsrelevant Analysis I # 88 prüfungsrelevant

4.32 Proposition: Stetige Abbildungen


4.31 Definition: Uneigentliche Intervalle bilden Intervalle (evtl. uneigentlich) auf
Intervalle (evtl. uneigentlich) ab
# 82 Antwort # 81 Antwort

Seien f, g : D → R und x0 ∈ D. Falls für ein  > 0 gilt: Polynome und rationale Funktionen sind stetig
f (x) = g(x) ∀x ∈ D mit |x − x0 | < δ (“f und g stimmen
lokal überein”) , so ist f genau dann stetig an x0 , falls g Beweis: Zeige, dass die konstante Funktion f (x) = c ∀x ∈
stetig an x0 ist (“Stetigkeit ist lokale Eigenschaft”). R eine stetige Funktion definiert, genauso dass idR :R → R
x 7→ x stetig ist. Dann lässt sich jedes Polynom und
jede rationale Funktion erzeugen durch Addition, Multip-
likation, Skalarmultiplikation und Division. Die Stetigkeit
folgt dann aus 4.23.

# 84 Antwort # 83 Antwort

Sei f : [a, b] → R stetig, a < b , und gelte f (a) < 0 und Sei f : D → R stetig in D ⊂ R . Sei g : E → R stetig,
f (b) > 0 E ⊂ R, gelte f (D) := {f (x) : x ∈ D} ⊂ E . Dann ist
Dann existiert x0 ∈ (a, b) , sodass f (x0 ) = 0
g · f : D → R stetig.
Y Axis

a x0 b

a b
X Achis

# 86 Antwort # 85 Antwort

Sei p : R →R Polynom vom Grad n, n = 2k − 1 für ein Sei f : [a, b] → R stetig und f (a) 6= f (b).
k ∈ N . Dann besitzt p mindestens eine Nullstelle Dann existiert zu jedem c ∈ R echt zwischen f(x) und f(b)
ein x ∈ [a, b], sodass f (x0 ) = 0

# 88 Antwort # 87 Antwort

Sei I ⊂ R Intervall (evtl. uneigentlich). Wir definieren die uneigentlichen Intervalle


Sei f : I → R stetig.
Dann ist f (I) ein Intervall (evtl. uneigentlich) [a, ∞) := {x ∈ R : x ≥ a}

Bemerkung: Klassisches Intervall (“eigentliches Intervall”) (a, ∞) := {x ∈ R : x > a}


kann auf uneigentliches Intervall abgebildet werden. (−∞, a] := {x ∈ R : x ≤ a}
1 (−∞, a) := {x ∈ R : x < a}
f (x) := , I = (0, 1]
x (−∞, +∞) := R

dann f stetig, f (I) = [1, ∞)


Analysis I # 89 prüfungsrelevant Analysis I # 90 prüfungsrelevant

4.34 Satz: Eine stetige Funktion auf


4.33 Definition: Beschränkte Funktionen einem abgeschlossenem Intervall nimmt
ihr Maximum und ihr Minimum an

Analysis I # 91 prüfungsrelevant Analysis I # 92 prüfungsrelevant

4.36 Satz: Stetige Funktionen auf einem


4.35 Definition: Gleichmäßig stetige
abgeschlossenem Intervall sind
Funktionen
gleichmäßig stetig

Analysis I # 93 prüfungsrelevant Analysis I # 94 prüfungsrelevant

4.39 Satz: Eine stetige, streng monoton


4.38 Definition: (Streng) monoton wachsende Funktion auf einem reellen
wachsende, (streng) monoton fallende Intervall ist bijektiv auf ihr Bild. Die
Funktionen Umkehrfunktion ist stetig und streng
monoton wachsend

Analysis I # 95 prüfungsrelevant Analysis I # 96 prüfungsrelevant

4.40 Satz/Definition:
log := exp−1 : (0, ∞) → R ist stetig,
4.41 Definition: Exponentialfunktion
streng monoton wachsend und erfüllt
zur Basis a>0.
∀x, y ∈ R die Funktionsgleichung
log (xy) = log x + log y
# 90 Antwort # 89 Antwort

Sei f : [a, b] → R stetig. Dann nimmt f sein Maximum Eine Funktion f : D → R heißt beschränkt (nach un-
und Minimum an, d.h. es existieren ten beschränkt, bzw nach oben beschränkt) , falls f (D)
eine beschränkte (nach unten beschränkte, bzw nach oben
x+ , x− ∈ [a, b] beschränkte) Menge ist.

sodass
f (x+ ) = sup{f (x) : x ∈ [a, b]}
f (x− ) = inf {f (x) : x ∈ [a, b]}

# 92 Antwort # 91 Antwort

Sei f : [a, b] → R stetig, dann ist f gleichmäßig stetig. Eine Funktion f : D → R ist gleichmäßig stetig in
D, falls:
Ersetzen wir in 4.36 das abgeschlossene Intervall [a, b] Zu jedem  > 0∃δ > 0 , sodass für alle Punkte im Defini-
durch ein Intervall von einem anderen Typ, so ist die Aus- tionbereich x, y ∈ D mit |x − y| < δ folgt dass |f (x) − f (y)| <
sage in 4.36 im Allgemeinen falsch. 

# 94 Antwort # 93 Antwort

Sei f : I → R , I (evtl. uneingeschränkt) Intervall. f : D → R heißt monoton wachsend, falls gilt:


Sei f stetig und streng monoton wachsend.
x < y, x, y ∈ D ⇒ f (x) ≤ f (y)
Dann ist auch I 0 = f (I) Intervall (evtl. uneigentlich) und
f : I → I 0 ist bijektiv. f : D → R heißt streng monoton wachsend, falls gilt:
Weiter ist f −1 : I 0 → I stetig und außerdem streng mono-
x < y, x, y ∈ D ⇒ f (x) < f (y)
ton wachsend.
f : D → R heißt monoton fallend, falls gilt:
x > y, x, y ∈ D ⇒ f (x) ≥ f (y)
f : D → R heißt streng monoton fallend, falls gilt:
x > y, x, y ∈ D ⇒ f (x) > f (y)

# 96 Antwort # 95 Antwort

Sei a > 0
Die Funktion expa (x) := exp (x log a) heißt Exponential- exp : R → (0, ∞)
funktion zur Basis a.
ist bijektiv, streng monoton wachsend und stetig.
Die Umkehrfunktion
log = exp−1
log : (0, ∞) → R ist stetig, streng monoton steigend, bi-
jektiv und es gilt
log (xy) = log x + log y ∀x, y > 0
Wir nenen log die Logarithmusfunktion .
Analysis I # 97 prüfungsrelevant Analysis I # 98 prüfungsrelevant

4.42 Satz: Eigenschaft der


4.43 Definition: Allgemeine Potenz ax
Exponentialfunktion zu einer
für a > 0, x ∈ R
allgemeinen Basis

Analysis I # 99 prüfungsrelevant Analysis I # 100 prüfungsrelevant

4.44 Proposition: Rechenregeln für 5.1 Definition: Der Körper der


allgemeine Potenzen komplexen Zahlen C

Analysis I # 101 prüfungsrelevant Analysis I # 102 prüfungsrelevant

5.2 Bemerkung 1: Identifizierung von R 5.2 Bemerkung 2: Identifizierung von R


als Teilmenge von C; imaginäre Einheit als Teilmenge von C; imaginäre Einheit
i ∈ C; Realteil und Imaginärteil von i ∈ C; Realteil und Imaginärteil von
z∈C z∈C

Analysis I # 103 prüfungsrelevant Analysis I # 104 prüfungsrelevant

5.3 Satz: i2 = −1 5.4 Satz: C ist Körper


# 98 Antwort # 97 Antwort

∀a > 0, x ∈ R definiere: expa : R → (0, ∞) ist stetig und es gilt:

ax := expa (x) = exp (xloga) (i) expa (x + y) = expa (x) · expa (y)

(ii) expa (q) = aq für alle q ∈ Q


Damit insbesondere Beweis:
ex = expe (x) = exp (x log e) = exp(x) ∀x ∈ R (i) folgt aus Funktionsgleichung von exp

(ii) expa (q) = exp(q · log a) = (exp (log a))q = aq

# 100 Antwort # 99 Antwort

Der Körper C der komplexen Zahlen ist definiert als ∀a, b > 0 , x, y ∈ R gilt:
die Menge C := {(x, y) : x, y ∈ R} = R × R
mit den Verknüpfungen +, · : C × C → C (i) ax ay = ax+y
die für z = (x, y) , w = (u, v) mit x, y, u, v ∈ R (ii) (ax )y = axy
definiert sind als
(iii) ax bx = (ab)x
Add + C×C→C (x, w) 7→ (x + u, y + v)
1 x
= a−x

Mult · C×C→C (z, w) 7→ (xu − yv, xv + yu) (iv) a

# 102 Antwort # 101 Antwort

3) 1) Wir identifizieren x ∈ R mit (x, 0) ∈ C


Für z = (x, y) ∈ C setzen wir
Re z:=x und Im z:=y In dieser Weise vestehen wir R als Teilmenge von C
4) Dann für x, u ∈ R mit der Multiplikation in C.
Mit diesen Schreibweisen gilt für z = (x, y) ∈ C, dass x · u = (x, 0) · (u, 0) = (xu, 0) = xu
z = x + iy.
Dann: 2) Die imaginäre Einheit ist i := (0, 1)
x + iy = (x, 0) + i · (y, 0) = (x, y) = z Dann gilt für z ∈ C , z = (x, y)
iz = (0, 1) · (x, y) = (−y, x)
Also Mutiplikation mit i entspricht einer Drehung in der
x,y-Ebene um 90° (gegen den Uhrzeigersinn).

# 104 Antwort # 103 Antwort

C mit (+, ·) wie in 5.1 ist Körper Es gilt


Mit dem Distributivgesetz und i2 = −1 erhalten wir i2 = i · i = −1 = (−i)2
−yv
z}|{ Beweis:
(x + iy) · (u + iv) = xu + xiv + iyu + iyiv = (xu − yv) + i2 = (0, 1) · (0, 1) = (−1, 0) = −1
i (xv + yu)
Es gibt keine Relation “<” auf C , so dass Anordnungs-
und Körperaxiome erfüllt sind.
Analysis I # 105 prüfungsrelevant Analysis I # 106 prüfungsrelevant

5.6 Definition: Komplex Konjugierte 5.7 Lemma: Eigenschaft der komplexen


und Betrag von z ∈ C Konjugation

Analysis I # 107 prüfungsrelevant Analysis I # 108 prüfungsrelevant

5.8 Lemma: Eigenschaft des Betrags, 5.10 Definition: Konvergenz einer Folge
insbesondere Dreiecksungleichung komplexer Zahlen

Analysis I # 109 prüfungsrelevant Analysis I # 110 prüfungsrelevant

5.11 Satz: Charakterisierung der


5.12 Korollar: Konvergenz einer Folge
Konvergenz in C. Äquivalenz mit
und der Folge der komplex Konjugierten
Konvergenz der beiden Folge der
Folgeglieder
Realteile und Imaginärteile

Analysis I # 111 prüfungsrelevant

Bernoullische Ungleichung (Beweis war


Übung)
# 106 Antwort # 105 Antwort

Seien z, w ∈ C Sei z ∈ C mit z = (x, y) = x + iy

(1) (z) = z (1) z := x − iy heißt komplex konjugiert zu z.


p
(2) 2 · Re z = z + z (2) |z| := x2 + y 2
2 · Im z = −i (z − z) |·| : C → R+
0 heißt Betrag oder Norm von z.

(3) z = z ⇔ z ist reell, also Im z = 0


Beweis: Nachrechnen

# 108 Antwort # 107 Antwort

Eine Folge (Cn )n∈N komplexer Zahlen heißt konvergent Für z, w ∈ C gilt:
gegen c ∈ C , falls :
(1) |z|2 = zz, |z| = |z|
Zu jedem  > 0∃N ∈ N : |cn − c| <  ∀n ≥ N
(2) |z| = 0 ⇔ z = 0
(3) |zw| = |z| |w|
(4) |Re z| ≤ |z| und |Im z| ≤ |z| und (z + w) =
z+w
(5) |z + w| ≤ |z| + |w| (DGL) und (zw) = zw
(6) |z| ≤ |Im z| + |Re z|

# 110 Antwort # 109 Antwort

Sei (cn )n∈N Folge in C . Dann gilt Sei (cn )n∈N Folge in C ,
(cn )n∈N konvergent ⇔ (cn )n∈N konvergent.
Im Falle der Konvergenz: cn = xn + iyn , xn , yn ∈ R

lim cn = lim cn
n→∞ n→∞
Dann konvergiert (cn )n∈N in C genau dann, wenn beide
Folgen (xn )n∈N , (yn )n∈N in R konvergieren.
Falls (cn )n∈N konvergiert, so ist

lim cn = lim xn + i lim yn


x→∞ n→∞ n→∞

# 111 Antwort

Sei x ≥ (−1), x ∈ R und sei n ≥ 0, n ∈ N,


dann gilt die Bernoullische Ungleichung

(1 + x)n ≥ 1 + nx
mit der sich eine Potenzfunktion nach unten abschätzen
lässt.