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Tabelle Wahlsysteme

Ein tabellarischer Vergleich von Wahlsystemen, anhand von unterschiedlichen Kriterien

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Vergleich von Wahlsystemen

Mehrheitswahl Verhältniswahl Personalisierte Verhältniswahl

Repräsentation -Stimmen der unterlegenen +Alle Gruppen werden repräsentiert in einem + Alle Gruppen werden repräsentiert in
Wahlkreiskandidaten verfallen, werden nicht Mehrparteiensystem (z.B. 13 Parteien in einem Mehrparteiensystem und dann im
repräsentiert. The winner takes ist all (relative Südafrika) und dann im Parlament; Integration von Parlament
Mehrheitswahl, GB), z.B. Minderheiten, die Minderheiten, Befriedung gespaltener +Föderale Repräsentation möglich (via
über das Land verteilt sind, haben keine Gesellschaften Landesliste)
Chance einen Wahlkreis zu gewinnen +Föderale Repräsentation möglich +Wenige Stimmen gehen verloren,
+Wahlkreise nach Bevölkerungsstärke +Keine Stimmen gehen verloren, gleicher Wert gleicher Wert der Stimmen
eingeteilt der Stimmen (Wahlrechtsgrundsatz gleich, Art. 38 (Wahlrechtsgrundsatz gleich)
+Regionalparteien können Wahlkreise GG z.B.) -Stimmen für Parteien, die nicht 5%
gewinnen und so ins Parlament einziehen, Bsp. -Falls Hürden für Parteigründung hoch, dann Hürde schaffen, gehen verloren (im
Schottland Zugang erschwert, aber in der Regel niedrig Schnitt 8% der Stimmen, 2013 aber
+Große Parteien integrieren, bündeln viele +kleine und neue Parteien haben Chancen ins 15%)
Interessen (Volksparteien) Parlament einzuziehen, Bsp. Südafrika, AfD 2017 + für Minderheiten, die die 5% Hürde
-> Repräsentation ist das größte Minus, weil BT, 2013 gegründet nicht bewältigen könnten, Hürde
Stimmen verfallen und somit große Teile der -> Repräsentation ist das größte Plus, weil alle ausgesetzt (Südschleswigscher
Bevölkerung (unterlegene Minderheit) nicht Gruppen in Bevölkerung die Chance auf Wählerverband)
repräsentiert werden. Repräsentation haben, auch kleine Minderheiten +Durch Grundmandatsklausel auch für
können z.B. als Juniorpartei an Regierung in regionale Parteien Einzug ins Parlament
Koalition mitwirken. (Bsp. FDP) möglich (Bsp: Die Linke 2021)
-> Demokratieverständnis, das Hauptaufgabe von +kleinere und neue Parteien haben
Wahlen in der Repräsentation der Chancen ins Parlament einzuziehen
Wählerinteressen und des Wählerwillens sieht. (Bsp. Afd 2017)
+lokale Interessen durch
Wahlkreiskandidaten repräsentiert
->großer Vorteil der personalisierten
Verhältniswahl, außer viele Parteien
scheitern an 5% Hürde
Mehrheitswahl Verhältniswahl Personalisierte Verhältniswahl

Partizipation +Wahl von Kandidaten in Wahlkreisen, wo -Parteilisten werden gewählt, auf deren +Wahl von Kandidaten in Wahlkreisen,
sich auch unabhängige Kandidaten aufstellen Zusammensetzung der Wähler keinen Einfluss hat. wo sich auch unabhängige Kandidaten
lassen können. Der Wähler kann eine Person -Parteien haben bei der Auswahl des Personals, aufstellen lassen können. Der Wähler
wählen, die ihn dann vertritt. Sehr direkt. Aufstellung des Programms eine große Macht, kann eine Person wählen, die ihn dann
+Die Wahlkreisabgeordneten sind von ihrer was angesichts der geringen vertritt, -> sehr direkt
Partei unabhängiger und können mehr nach Mitgliederzahl/Mitgliederschwund problematisch +Man kann wählen zwischen Kandidaten
ihrem Gewissen entscheiden und lokale ist und Partei (bzw. Kandidat und Partei
Interessenihres Wahlkreises und ihrer -Listenkandidaten sind von der Unterstützung wählen, Stimmensplitting). Der Wähler
Wählerschaft berücksichtigen (z.B. freies ihrer Partei abhängig, entscheiden daher eher nach kann seinen Willen differenziert
Mandat GG 38,2) Parteilinie als unabhängig ausdrücken.
-Man kann nicht wählen zwischen Kandidaten -Keine Personenwahl möglich, so dass der Wähler -meist Aufstellung der Kandidaten durch
und Partei und ist so in seinen nicht seine lokalen Interessen im Wahlkreis durch Parteien, Wahlkreiskandidaten häufig
Wahlmöglichkeiten eingeschränkt. Z.B. Person seines Vertrauens repräsentieren lassen zusätzlich durch Liste abgesichert, so
Kandidaten möchte man nicht, aber Partei und kann. dass der Wähler doch wieder keinen
umgedreht. -> Nachteil der VW, dass Wahl über Parteien nicht wirklichen Einfluss hat
-Aufstellung der Kandidaten in der Regel so direkt ist, wie bei MW (Art. 38 -Wähler hat kein Einfluss auf Parteilisten
durch Parteien, allerdings müssen Chancen im Wahlrechtsgrundsatz unmittelbar) ->Der Wähler kann sich für einen
Wahlkreis berücksichtigt werden. einzelnen Kandidaten, als auch für eine
-Parteihochburgen werden im Wahlkampf Partei entscheiden (Stimmensplitting);
vernachlässigt, da es sich hier nicht lohnt, um Wählerwille wird so genau abgebildet
Stimmen zu werben. -> Politische Verödung
-Mehrheitsparteien haben Vorteil, Wähler
daher nicht wirklich eine Wahl auch
Kandidaten kleiner Parteien oder Unabhängige
zu wählen
-> Großer Vorteil der Mehrheitswahl ist die
direkte Auswahl der Abgeordneten durch den
Wähler, das Volk
Konzentration +Klare Mehrheiten, Gewinner stellt die -Viele Parteien im Parlament, viele verschiedene -Viele Parteien im Parlament, viele
Regierung, für Wähler ist Verantwortung klar Meinungen -> (Mehr-) Parteienregierung mit verschiedene Meinungen ->(Mehr-)
zuzuordnen, z.B. GB Wechsel der großen vielen Kompromissen, evtl. Instabilität, viele Parteienregierung mit vielen
Parteien an Regierung Labour Neuwahlen (z.B. Israel) Kompromissen, evtl. Instabilität
(Sozialdemokraten), Tories (Conservatives) +Sofern es gesellschaftlich eine oder zwei große Bsp. Lange Regierungsbildung z. B.
+Tendenz zum Zweiparteiensystem Parteien gibt mit Juniorpartner, ist die 2017 172 Tage
-Sofern das Parteiensystem gesellschaftlich Konzentration auch sehr hoch (z.B. D bis 98) - Politik der kleinen Schritte (kein
sehr differenziert ist, wird es keine so starke -Lange Regierungsbildung (in Durchregieren), z.B. Klimapolitik 2021
Konzentration geben und evtl. Auch Koalitionsverhandlungen), D 2017 (Scheitern -Deutsches Parlament ist zweitgrößtes
Koalitionsregierungen notwendig sein. Jamaika, dann Groko, März 2018 stand der Welt mit 736 hinter China -> hohe
Mehrheitswahl Verhältniswahl Personalisierte Verhältniswahl

-> großer Vorteil der MW, dass stabile und Regierung) Kosten, Arbeitsfähigkeit schwieriger
funktionsfähige Regierungen gebildet werden -Politik der kleinen Schritte (kein Durchregieren, +sehr abhängig von
und eine effektive Gesetzgebung im Parlament große Politikumschwünge, sondern Parteienkonstellation (bis 98 immer nur
durch klare Mehrheiten möglich ist. Anderes Kompromisse), z.B. Klimapolitik 2021 zwei große Parteien mit Juniorpartner
Demokratieverständnis, das Funktionierende -> Großer Nachteil der Verhältniswahl, wenn sie mit klarer Koalitionsaussage)
Regierung als Hauptaufgabe von Wahlen sieht. in polarisierten Vielparteiensystemen mit ->die Konzentration ist Schwachpunkt
Vielparteienkoalitionen Anwendung findet der personalisierten Verhältniswahl
(insbesondere in Mehrparteiensystem
seit 1998 und besonders 2017, 2021)
Einfachheit/Transparenz +Hohe Transparenz, wie Stimme wirkt und +sehr transparent, wer ins Parlament einzieht +bei Erststimme sehr transparent, wer
wen man wählt. Man kann sich gut über +In Parteiensystemen mit zwei großen Parteien ins Parlament einzieht
Kandidaten informieren. und einem oder zwei Juniorpartnern mit klaren -Regierung bis zu den
-Wähler muss sich über Chancen der Koalitionspräferenzen, -aussagen (Bsp. Koalitionsverhandlungen nicht klar für
Kandidaten informieren, um seine Stimme Bundesrepublik bis 1998) ist die Wähler (Bsp. 2017, 2021), außer es gibt
nicht zu verschenken. Regierungsbildung meist unproblematisch, die vorher Koalitionsaussagen
-Wahlkreisgeometrie: Einteilung der Regierungen stabil und für den Wähler vorab - 2-Stimmen- System kompliziert zu
Wahlkreise kann politisch manipuliert werden transparent. verstehen für Wähler; evtl. Verzerrung
(Gerrymandering), so dass eine Partei Vorteile -Regierung aber nicht klar für Wähler, des Wählerwillens durch Unkenntnis
hat. Z.B. Zerschneiden von Hochburgen der insbesondere bei Mehrparteiensystemen (Bsp. -negatives Stimmengewicht für Wähler
Konkurrenzpartei. Bundesrepublik ab 2017), außer es gibt vorher schwer zu durchschauen. Nur wenige
Koalitionsaussagen. Wahlrechtsexperten verstehen
Wahlsystem.
-> Wahlsystem sehr kompliziert und
schwer durchschaubar für Wähler
(Normenklarheit fehlt)
Legitimität -Wähler von strukturellen Minderheiten sind +Jede Stimme eines Wählers wird repräsentiert +Alle Gruppen/Parteien nach ihrem
unzufrieden, weil sie keine Chance auf und ist gleichwertig. (Art. 38 Stimmengleichheit Anteil in der Bevölkerung repräsentiert
Repräsentation haben. Kann in Staaten mit GG). +zweifache Stimmenabgabe bietet
strukturellen Minderheiten, wie z.B. +Alle Parteien haben die gleichen Chancen ins bessere Abbildung der Interessen
Bürgerkrieg in Liberia, zu heftigen Konflikten Parlament zu kommen (Art. 21 GG). +Konsens und Akzeptanz in
in der Gesellschaft führen. +Minderheiten haben die Chance auf Bevölkerung der Bundesrepublik hoch
-Stimmen zählen nicht gleich, weil viele Regierungsbeteiligung in Koalitionsregierung -insgesamt sehr kompliziert (z.B. Effekte
Stimmen verloren gehen. Die unterlegene (FDP, Grüne). wie negatives Stimmgewicht treten auf)
Minderheit wird nicht repräsentiert in der +Kompromisse fördern die Integration -übergroßes Parlament (Kosten,
Regierung. verschiedener Interessen Arbeitsfähigkeit)
-Minderheit der Stimmen können Mehrheit im -Politik der kleinen Schritte führt nicht immer zu -Legalität: Verfassungskonformität des
Parlament stellen (Bias/Disproportionalität), sachangemessenen Lösungen und Reformen aktuellen Wahlrechts in der
Mehrheitswahl Verhältniswahl Personalisierte Verhältniswahl

z.B. US-Wahl Clinton/Trump dauern sehr lange. (Bsp. Klimapolitik) Bundesrepublik nicht geklärt (Verfahren
+Mehrheit wird repräsentiert (Mehrheitsprinzip vor BVG anhängig)
als Teil der Demokratie), wie in GB, wo das
akzeptiert ist.
+Anerkennungswürdig sind die Ergebnisse der
Mehrheitswahl da, wo es zwei in etwa gleich
große Parteien gibt, die viele Interessen
bündeln (Tories und Labour in GB) und
abwechselnd ähnlich gute Chancen haben bei
Wahlen einen Sieg zu gewinnen. Bsp. GB

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