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Juni 2009

Gesellschaft

Könizer zeitung

86

Der SenSetaler

Verstrahlte schweiz?!

Die ergebnisse einer Messkampagne der universitäten Bern und Basel

Erstmals haben Forschende gemessen, welcher hochfrequenten elektro- magnetischen Strahlung die Bevölkerung in der Schweiz ausgesetzt ist. Der Hauptteil dieser Strahlung ist selbst verursacht und geht von Mobil- und Schnurlostele- fonen aus. Die durchschnitt- liche Stärke der Strahlung ist zwar stark gestiegen, liegt aber noch immer deut- lich unter den Grenzwerten.

Die neuen auf Funk – also hoch- frequenten elektromagnetischen Wellen – basierenden Kommu- nikationstechnologien sind kaum mehr aus unserem Alltag weg- zudenken. Gleichzeitig jedoch kursieren in der Bevölkerung diffuse Ängste vor gesundheitli- chen Schäden, die möglicherwei- se durch solche Strahlung ent- stehen, auch wenn bisher keine Schäden wissenschaftlich nach- gewiesen worden sind.

In der Schweiz haben Forschende der Institute für Sozial- und Prä- ventivmedizin der Universitäten Basel und Bern erstmals gemes- sen, wie stark diese Strahlungs- quellen alltäglich auf uns ein- wirken. Mithilfe von neuartigen, tragbaren Messgeräten und Tage-

Mithilfe von neuartigen, tragbaren Messgeräten und Tage- Gute Neuigkeiten: Durch das eigene Konsumverhalten kann die

Gute Neuigkeiten: Durch das eigene Konsumverhalten kann die persönliche

strahlenbelastung beeinflusst werden.

Foto: P.-G. Meister / PIXELIO

buchdaten hat das Team um Mar- tin Röösli die Strahlenexposition bei 166 Studienteilnehmern aus der Region Basel bestimmt.

Zehnmal mehr strahlung Die zunehmende Verbreitung von Mobiltelefonie, Wireless LAN und anderen Funkanwen- dungen hat in den letzten zwan- zig Jahren zu einem ungefähr zehnfachen Anstieg der hoch- frequenten elektromagnetischen Strahlung in der Umwelt geführt. Trotzdem liegt die durchschnitt- liche Stärke dieser hochfrequen- ten Strahlung mit 0.22 Volt pro Meter immer noch deutlich unter den in der Schweiz geltenden Grenzwerten. Die Strahlen stam- men dabei vor allem von Mobil-

telefonen, Mobilfunkbasissta- tionen und Schnurlostelefonen. Andere Quellen wie Radio-, Fernsehstationen und Wireless LAN spielen meist eine unterge- ordnete Rolle.

Oft selbst verursacht Wer seine persönliche Strahlen- belastung reduzieren möchte, erreicht dies mit einfachen Mass- nahmen. «Ein grosser Teil der auf uns einwirkenden Strahlung ist selbst verursacht», sagt Mar- tin Röösli. Wer zu Hause auf den Besitz eines Schnurlostelefons verzichte und das Telefonieren mit dem Mobiltelefon auf ein Minimum beschränke, sei deut- lich weniger Strahlen ausgesetzt. Bisher gibt es weltweit nur weni-

ge Studien, welche die langfristi- gen gesundheitlichen Auswirkun- gen der alltäglichen Einwirkung der elektromagnetischen Strahlen erforschen. Die in einer interna- tionalen Kooperation durchge- führte Messkampagne bildet nun eine solide Grundlage, um den Einfluss der Strahlung auf die gesundheitsbezogene Lebens- qualität und den Schlaf zu unter- suchen. Resultate dazu sind Ende Jahr zu erwarten.

BI

Nationales forschungsprogramm «Nichtionisierende strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NfP 57)

Durch die zunehmende anwendung neuer Kommunikationstechnologien sind Menschen und umwelt ver- mehrt nichtionisierender Strahlung (niS) ausgesetzt. Dazu gehört die niederfrequente Strahlung, die zum Beispiel durch Stromleitungen und elektrische geräte im Haushalt er- zeugt wird, sowie die hochfrequente Strahlung, die etwa von Sendestatio- nen für radio und Fernsehen, für Mo- bilfunk, sowie von Wireless lan und geräten wie Handys oder schnurlo- sen telefonen ausgeht. Das nationale Forschungsprogramm nFP 57 unter- sucht die möglichen gesundheit- lichen auswirkungen dieser elek- tromagnetischen Strahlungen auf Menschen und umwelt. Mehr in- formationen dazu im internet unter:

www.nfp57.ch

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