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Erste Hilfe: Sportverletzungen

Jede Sportverletzung bedarf einer sofortigen Akuttherapie nach dem PECH-Schema.


Dieses Schema besteht aus Pause, Eiskühlung, Kompression und Hochlagerung. Der
Verletzte muß die Sportausübung unbedingt sofort unterbrechen, da sonst eine
Verschlimmerung des Beschwerdebildes droht. Als nächstes
sollte eine sofortige Kühlung mit Eiswasser erfolgen, hierdurch
wird die lokale Blutzirkulation verringert und der Ausbildung
eines Blutergusses entgegengewirkt. Die Kühlung sollte
mindestens 20 Min. andauern. Geeignete Mittel sind in einer
Plastiktüte schwimmende Eisstücke bzw. spezielle Kühlpäckchen.
Völlig ungeeignet dagegen ist Eisspray, welches zu lokalen
Erfrierungen führen kann. Durch die Kältewirkung kommt es
auch zu einer deutlichen Schmerzlinderung sowie einer
Minderung der Oedembildung und der Entzündungsreaktion. Bei
einer Verletzung kommt es immer zur Zerreißung von kleinen
Blutgefäßen, hieraus entsteht ein Bluterguß. Dieser kann durch
eine dosierte Kompression eingeschränkt werden. Hierzu wird
eine elastische Binde mit leichter Spannung angelegt. Der Kompressionsverband kann mit
der Eispackung kombiniert werden. Als vierte Maßnahme ist eine Hochlagerung
erforderlich, hierdurch wird ebenfalls die Schwellung und Blutungsneigung verringert. Bei
allen akuten Verletzungen sind Massagen sowie Wärmeanwendungen zu vermeiden.

1. Muskelkater
2. Schürfwunden
3. Platzwunde
4. Muskelfaserriss
5. Muskelzerrung
6. Bänderverletzung
7. Prellung / Verstauchung
8. Bruch
9. Wadenkrämpfe

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Erkennen / Hilfe / Sofortmaßnahmen

Muskelkater:
Was ist das?
Mikroverletzungen in der Muskulatur durch hohe oder ungewohnte Belastung.
Muskelkater ist eher lästig als eine wirkliche Verletzung.
Wie erkenne ich ihn?
Schmerz bei Bewegung, der einige Tage anhält.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Keine. Die Schmerzen kommen erst nach dem Spiel / Training.
Weitere Behandlung:
Leichtes Training steigert die Durchblutung und fördert so die Heilung. Dehnung verstärkt
die Verletzungen und macht es nur noch schlimmer! Die Zeit heilt hier alle Wunden.

Schürfwunden:
Was sind dies?
Die oberen Hautschichten sind abgescheuert.
Wie erkenne ich das?
Die Haut fehlt. Die Wunde nässt stark, blutet aber kaum. Typische Verletzung durch
Entlangschleifen auf dem Tennissand / Hallenboden.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Säuberung und Desinfektion der Wunde - mit Wasser und Desinfektionsmittel.
Weiterspielen ist möglich. Weitere Behandlung:
Die Wunde unbedingt desinfizieren! Größere Wunden
verbinden.
Später: Bei Schwellung, Eiterung und/oder Fieber hat
sich die Wunde entzündet: Unbedingt einen Arzt
aufsuchen!

Platzwunde:
Was ist das?
Durch einen Schlag platzt die Haut und das Gewebe
darunter auf.
Wie erkenne ich es?
Die Haut ist beschädigt, es blutet.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Verband anlegen - bei Verschmutzung Wunde auswaschen und evtl. desinfizieren.
Weitere Behandlung:
Wunde desinfizieren und sauber verbinden. Weiterspielen ist möglich.

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Muskelfaserriss:
Was ist das?
Starke Schwellung eines Muskels durch Blutansammlung. Verursacht durch starken Schlag
oder Sturz.
Wie erkenne ich das?
Schwer von einer Zerrung zu unterscheiden. Bei größeren Muskelfaserrissen sind leichte
Ausbuchtungen im Muskel spürbar.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Kompressionsverband, ruhig stellen und nicht weiter spielen! Unbedingt Arzt aufsuchen!
Weitere Behandlung:
Trainingspause einlegen. Muskelfaserrisse vernarben meist - es kann jedoch auch eine
Operation nötig sein! Auch hier kann man durch Stretching vorbeugen.

Muskelzerrung:
Was ist das?
Bei unangepasster Belastung kann es vorkommen, dass sich einige Muskelpartien nicht
mehr richtig entspannen.
Wie erkenne ich das?
Alle Bewegungen können noch ausgeführt werden, aber nur unter Schmerzen. Leichter
Druck auf dem Muskel erzeugt ebenso Schmerzen. Sofortmaßnahme auf dem Court:
Kompressionsverband anlegen. Muskel ruhig stellen.
Weitere Behandlung:
Massage, Wärme- und Elektro-Behandlung fördern die Heilung. Ohne Behandlung kann
sich eine Zerrung über einen langen Zeitraum hin ziehen. Weiterspielen ist möglich. Zur
Vorbeugung sind Dehnungsübungen zu empfehlen.

Bänderverletzung:
Was ist das?
Durch Überdehnung zerreißen feine Strukturen in den Bändern, die die Gelenke
stabilisieren. Dabei unterscheidet man Bänderzerrung (verheilt vollständig),
Bänderdehnung (führt zu Instabilität am betroffenen Gelenk) und Bänderriss (destabilisiert
das Gelenk völlig - muss oft operativ repariert werden).
Wie erkenne ich das?
Je stärker die Schwellung, umso schlimmer ist die Verletzung. Eine genaue Diagnose kann
nur ein Arzt stellen.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Kühlung und Kompression um die Schwellung einzudämmen und die Schmerzen zu
lindern.
Weitere Behandlung:
Ruhig stellen. Bei einer leichten Zerrung ist weiterspielen möglich. Bei schwereren
Verletzungen ist eine Spielpause angesagt, die mehrere Wochen dauern kann.

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Prellung / Verstauchung:
Was ist das?
Durch Schlag oder Sturz kommt es zur Prellung der Muskulatur oder Verstauchung eines
Gelenkes kommen. Auch hierbei reißen feine Strukturen in den betroffenen Regionen. Wie
erkenne ich das?
Schwellungen und Schmerzen. Der Körperteil kann aber bewegt werden.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Kühlung und evtl. Kompression der betreffenden Stelle. Bei stark beanspruchten Stellen
(Knie, Oberschenkel, Schlagarm) sollte das Spiel abgebrochen werden.
Weitere Behandlung:
Bewegung hilft bei der Heilung. Training bis zur Schmerzgrenze ist möglich. Einreiben mit
einer geeigneten Salbe kann Linderung verschaffen. Ein Arztbesuch ist nicht nötig.

Bruch:
Was ist das?
Ein Knochen ist gebrochen.
Wie erkenne ich das?
Starke Schwellung und starke Schmerzen. Das Körperteil kann nicht bewegt werden. Die
Stelle kann deformiert sein, sich in "unmögliche" Richtungen bewegen lassen oder
knirschende Geräusche von sich geben.
Sofortmaßnahme auf dem Court:
Ruhig stellen. Keinesfalls weiterspielen! Arzt oder Krankenhaus zum Röntgen aufsuchen!
Weitere Behandlung:
Heilung ist nur durch Ruhigstellung möglich, meist durch Gipsverband.

Wadenkrämpfe:
Ein ziehender Schmerz im Bein, der bis in die Zehenspitzen gehen kann. Auftreten
unmöglich!
Diagnose: Wadenkrämpfe.
Die Ursache:
Übermüdung, Stress, der den Körper mitsamt seinen Muskelfasern unter Strom und
Anspannung hält. Verstärkt werden die Verspannungen bei einem Mangel an
Magnesium. Von dem Mineralstoff geht beim Tenniseinsatz jede Menge verloren.
Krämpfe treten in der Nackenpartie auf oder in der Waden- und Oberschenkelmuskulatur,
weil durch Stress das Magnesium geradezu aufgefressen wird. Im Handumdrehen
entstehen aus eigentlich nur unangenehmen Muskelverspannungen kaum auszuhaltende
Schmerzattacken. Dabei handelt es sich um eine Verzahnung der kleinsten Muskelfasern -
eigentlich völlig ungefährlich.
Weitere Ursache der Muskelkrämpfe: Mangelnde Dehnung vor dem Spiel-Einsatz,
Unterkühlung, ungenügende Flüssigkeitszufuhr bei Ausdauerbelastungen, Hitze oder
Elektrolytmangel bei starkem Schwitzen. Wenn der Krampf erst einmal da ist müssen Sie
sofort die betroffene Muskulatur dehnen. Dabei sollte der Dehnreiz zwischen 30 und 40
Sekunden gehalten werden. Außerdem sollten Sie das Wasser- und Elektrolytdefizit
ausgleichen und als Regenerationsmaßnahme kurz und locker laufen sowie ein ausgiebiges
Stretching folgen lassen.

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