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Klaus-Dieter Arndt

Joachim Ihme
Heinrich Turk

Aufgabensammlung
zur Festigkeitslehre für
Wirtschaftsingenieure
Mit ausführlichen Lösungen
Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für
Wirtschaftsingenieure
Klaus-Dieter Arndt  Joachim Ihme 
Heinrich Turk

Aufgabensammlung zur
Festigkeitslehre für
Wirtschaftsingenieure
Mit ausführlichen Lösungen
Klaus-Dieter Arndt
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft
Wolfenbüttel, Deutschland

Joachim Ihme
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft
Wolfenbüttel, Deutschland

Heinrich Turk
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft
Wolfenbüttel, Deutschland

Ergänzendes Material zu diesem Buch finden Sie auf http://www.springer.com/de/book/9783658118891

ISBN 978-3-658-11889-1 ISBN 978-3-658-11890-7 (eBook)


DOI 10.1007/978-3-658-11890-7

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detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

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Lektorat: Thomas Zipsner

Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier.

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V

Vorwort

In den Grundlagenfächern technischer Disziplinen ist es zum Verstehen der Theorie not-
wendig, Aufgaben selbst zu rechnen. Für das Fach Festigkeitslehre im Maschinenbau soll
das vorliegende Buch dies unterstützen. Angepasst an das im selben Verlag erschienene
Lehrbuch „Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure“ bietet es eine Vielzahl von Übungs-
aufgaben, soweit sinnvoll mit wirtschaftlichen Aspekten. Die an das Lehrbuch angepasste
Einteilung des Stoffes bringt kapitelweise zunächst die Aufgaben. Die (numerischen) Er-
gebnisse findet man im separaten Kapitel 5. Gelingt einmal die Lösung einer Aufgabe
nicht, gibt es im Kapitel 6 Hinweise zum Lösungsweg mit Zwischenergebnissen. Der
Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist jeweils gekennzeichnet: (*) steht für leichte, (**) für
mittelschwierige und (***) für schwierige oder umfangreiche Aufgaben. Viele der hier
gesammelten Aufgaben stammen ursprünglich aus Klausuren, so dass das Lösen möglichst
vieler Aufgaben eine sehr gute Klausurvorbereitung darstellt.
Vor jedem Aufgabenteil sind die zum Lösen der Aufgaben benötigten Formeln und Tabel-
len aufgeführt, die dem Lehrbuch entnommen wurden.
Die Abbildungen wurden wie im Lehrbuch farblich gestaltet, mit folgender Bedeutung:
Kräfte und Durchsenkungen blau, innere Kräfte und Druck rot, Momente grün, Streckenlas-
ten und Schubspannungen rotbraun.
Im Internet kann auf der SpringerVieweg Seite beim Buch eine Excel-Tabelle herunterge-
laden werden. Mit dieser Excel-Tabelle kann auf einfache Weise für unterschiedliche Bie-
gebelastungen die Dimensionierung von Balkenprofilen vorgenommen werden. Außerdem
können die Verläufe der Biegelinien, Querkräfte, Momente und Spannungen dargestellt
werden.
Die Verfasser danken Herrn Dipl.-Ing. Thomas Zipsner und Frau Imke Zander vom Sprin-
ger Vieweg Verlag für die wiederum problemlose und angenehme Zusammenarbeit. Für
Anregungen aus dem Leserkreis und Hinweise auf Fehler sind die Autoren dankbar.

Wolfenbüttel, im Februar 2016 Klaus-Dieter Arndt


Joachim Ihme
Heinrich Turk
VII

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ......................................................................................................................... V

Verwendete Bezeichnungen und Indizes ....................................................................... IX

1 Einführung ............................................................................................................. 1
Vorgehensweise zum Lösen von Aufgaben der Festigkeitslehre ............................. 1

2 Einfache Beanspruchungen .................................................................................. 10


2.1 Zug- und Druckbeanspruchung ....................................................................... 10
2.2 Biegebeanspruchung ....................................................................................... 21
2.3 Schub- oder Scherbeanspruchung ................................................................... 38
2.4 Torsionsbeanspruchung .................................................................................. 43
2.5 Knickung ......................................................................................................... 53

3 Zusammengesetzte Beanspruchungen ................................................................. 64

4 Durchbiegung ......................................................................................................... 86

5 Ergebnisse ............................................................................................................... 104


5.1 Ergebnisse zu Kapitel 1 ................................................................................... 104
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 .................................................................................. 107
5.2.1 Ergebnisse zu Abschnitt 2.1 ................................................................ 107
5.2.2 Ergebnisse zu Abschnitt 2.2 ................................................................ 109
5.2.3 Ergebnisse zu Abschnitt 2.3 ................................................................ 113
5.2.4 Ergebnisse zu Abschnitt 2.4 ................................................................ 114
5.2.5 Ergebnisse zu Abschnitt 2.5 ................................................................ 116
5.3 Ergebnisse zu Kapitel 3 .................................................................................. 118
5.4 Ergebnisse zu Kapitel 4 .................................................................................. 126

6 Lösungshinweise .................................................................................................... 130


6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1 ........................................................................ 130
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 ........................................................................ 140
6.2.1 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.1 ...................................................... 140
6.2.2 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.2 ...................................................... 151
6.2.3 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.3 ...................................................... 165
6.2.4 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.4 ...................................................... 169
6.2.5 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.5 ...................................................... 176
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 ........................................................................ 182
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 ........................................................................ 202

Literatur ......................................................................................................................... 223


IX

Verwendete Bezeichnungen und Indizes

Verwendete Bezeichnungen

A Fläche, Bruchdehnung, Querschnitt


B Breite
a Nahtdicke
a, b Konstanten
a, b, c, h, l, s Abmessungen
C, c Celsius, Drehfederkonstante, Federkonstante, Integrationskonstante
D, d Durchmesser
d Differenzial
E Elastizitätsmodul
E·I Biegesteifigkeit
e Abstand, Exzentrizität, Randfaserabstand
F Kraft
G Gestalt, Gleit-/Schubmodul
g Erdbeschleunigung
GEH Gestaltänderungsenergiehypothese
G·I Torsionssteifigkeit
H Höhe, Flächenmoment 1. Grades (statisches Flächenmoment)
I Flächenmoment 2. Grades (Flächenträgheitsmoment)
i Trägheitsradius
K Kosten
k bezogene oder spezifische Kosten
L, l Länge
M Material, Moment, Mittelpunktkoordinaten, Schubmittelpunkt
m Masse, POISSON’sche Konstante, Steigung
m′ bezogene oder spezifische Masse
N Lastspiele, Newton
NH Normalspannungshypothese
n Anzahl, Drehzahl
P Leistung, Steigung des Gewindes
p Druck, Flächenpressung
q Streckenlast
R, r Radius
R Zugfestigkeit
Rb Randbedingung
X Verwendete Bezeichnungen und Indizes

S Schwerpunkt, Sicherheitsfaktor, Streckgrenze


s Abstand, Blechdicke, Wandstärke, Weg
SH Schubspannungshypothese
SW Schlüsselweite
T Temperatur, Torsionsmoment
Üb Übergangsbedingung
V Verteuerung, Volumen
v Geschwindigkeit
W Arbeit, Formänderungsarbeit, Widerstandsmoment
w Koordinate, Durchbiegung, spezifische Formänderungsarbeit
x, y, z Koordinaten
z Schenkellänge
α Korrekturfaktor, Winkel, Längenausdehnungskoeffizient
β Winkel
γ Winkel, Winkeländerung, spezifisches Gewicht
Δ,δ Differenz
ε Dehnung, Querkürzung
ϑ Temperatur
ϕ Anstrengungsverhältnis, Biegewinkel, Neigung Verdrehwinkel,
Winkeländerung
ζ, η Koordinaten, Korrekturfaktor
λ Schlankheitsgrad
µ Querkontraktionszahl (POISSON’sche Konstante), Reibwert
ρ Dichte, Krümmungsradius
σ Normalspannung, Spannung
τ Schubspannung, Tangentialspannung
ω Winkelgeschwindigkeit

Indizes

A Antrieb
A, B, C, D Eckpunkte, Schnittbezeichnung
Al Aluminium
a Abscheren, Ausschlagspannung, außen, axial
B Bruch
Bl Blech
b Biegung
bd Biegedruckspannung
bz Biegezugspannung
Verwendete Bezeichnungen und Indizes XI

CFK Carbonfaserverstärkter Kunststoff


Cu Kupfer
D Dauer
DFS Dauerfestigkeitsschaubild
d Druck
erf erforderlich
elast elastisch
F Fließen, Formänderung
f Formänderung
Flachst Flachstahl
G Gewicht
ges gesamt
Grenz Grenzspannung
H Horizontal, Hülse
h Hauptachse
I Doppel-T
i Zählindex, innen, innere
K Kern, Knickung, Kolben
L Winkel
l Lochleibung
M Material
m Mittelspannung, mechanisch, mittlere
max maximal
mech mechanisch
min minimal
N Normal
n Nenn, normal
o Oberspannung
off offen
P Proportionalitätsgrenze
p polar
plast plastisch
proj projiziert
q quer
R Reißlänge, Riemenscheibe
r radial
res resultierend
S Schraube, Schwerpunkt, Sägeblatt, Span, Stab, Stirnfläche
s Schub
Sch schwellend
St Stahl
XII Verwendete Bezeichnungen und Indizes

T Traglänge
t tangential, Torsion, Zeit
tat tatsächlich
therm thermisch
U Umhüllung
u Umfang, Unterspannung
v Vergleichsspannung, Vorspann
vorh vorhanden
W Wand, Wasser, wechselnd
x Koordinate
y Koordinate
z Zug, Koordinate
Zyl Zylinder
zd Zug-Druck-Spannung
zul zulässig
1

1 Einführung

Das Lösen von Aufgaben bereitet dem Anfänger oftmals Schwierigkeiten, es wird die fol-
gende Vorgehensweise empfohlen.

Vorgehensweise zum Lösen von Aufgaben der Festigkeitslehre


 Aufgabenstellung genau durchlesen und verstehen (nachdenken!)
 Welche Beanspruchungsarten bzw. Spannungsarten treten auf?
 Lösungsweg überlegen. Welche Gesetze bzw. Formeln wende ich an?
 Skizzen anfertigen, eventuell Teilsysteme betrachten
 Freimachen bzw. Freischneiden (Kräfte und Momente antragen, Richtungssinn
beachten)
 Beanspruchungen ermitteln (z. B. Auflagerkräfte, Momenten- und Kraftverläufe)
 Formeln einsetzen
 Beim Einsetzen von Zahlenwerten in Formeln auf Einheiten achten
 Rechengang übersichtlich und nachvollziehbar durchführen
 Ergebnisse überprüfen, eventuell korrigieren und nachrechnen
Der in der folgenden Abb. 1.1 dargestellte Ablauf für eine Festigkeitsberechnung ist dabei
zu beachten.
Je nach Aufgabenstellung und gegebenen Werten lassen sich
 die zulässige Belastung [Tragfähigkeits-Rechnung (Lastbegrenzung)], z. B.:
F = A · zul,
 die erforderlichen Abmessungen [Bemessungs-Rechnung (Dimensionierung)], z. B.:
F
A
 zul
 der erforderliche Werkstoffkennwert (Werkstoffwahl), z. B.: Rm = SB·v,

Re Rm
 die vorhandene Sicherheit SF = ; SB =
 zul  zul
berechnen. Darüber hinaus können je nach Erfordernis (z. B. Betriebs-/Dauerfestigkeit)
noch andere technische Berechnungsverfahren oder Normen herangezogen werden.

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016


K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7_1
2 1 Einführung

Ermittlung der Belastung Berechnung der zulässigen Spannung σzul


(Kräfte, Momente usw.) mithilfe der Werkstoffkennwerte
(Streckgrenze Re/Rp0,2, Zugfestigkeit Rm usw.)
und der Sicherheit (SF gegen Fließen, SB gegen
Bruch usw.)

Ermittlung von
Querschnitt A, Flächenmoment 2.
Grades I, Wanddicke s usw. aus Form
und Abmessungen

Berechnung der Spannungen


(Normal-, Tangentialspannungen,
Vergleichsspannungen)

Sicherheitsnachweis führen: σv ≤ σzul


(Vergleich der im Bauteil größten auftretenden Spannung bzw.
Vergleichsspannung mit der zulässigen Spannung)

Abb. 1.1 Ablauf für die Festigkeitsberechnung

Die notwendigen Gleichungen und Tabellen aus dem Lehrbuch zum Lösen der Aufgaben
für Kapitel 1 sind im Folgenden aufgeführt.
Definition der Spannung:

Fn
Normalspannung σ = mit Fn ⊥ A (1.4)
A
F
Tangentialspannung τ = t mit Ft || A (1.5)
A
∆l l − l0
ε
Dehnung = = (1.6)
l0 l0
HOOKE’sche Gesetz:
∆l
σ = E ⋅ε = E ⋅ (1.7)
l0
Zusammenhang zwischen Längenänderung und Kraft:
F ⋅ l0
∆l = (1.8)
E⋅A
1 Einführung 3

Tab. 1.1 Anhaltswerte ausgewählter Werkstoffgruppen (Re* bzw. Rp0,2/Rp0,1)

Werkstoff Rm in N/mm² Re* in N/mm² E in kN/mm² ρ in kg/dm³


unlegierte Stähle 290 – 830 185 – 360 210 7, 85
rostfreie Stähle 400 – 1100 210 – 660 210 7,85
Einsatzstähle 500 – 1200 310 – 850 210 8,10
Gusseisen GJL 100 – 450 100 – 285 78 – 143 7,10 – 7,30
Gusseisen GJS 350 – 900 250 – 600 169 – 176 7,25
Stahlguss 380 – 970 200 – 650 210 7,85
Messing 400 200 100 8,50
Kupfer 220 100 120 8,74
Aluminiumlegierung 140 – 540 80 – 470 60 – 80 2,75
Titanlegierung 900 – 1100 800 – 1000 110 4,43
PP 30 15 1 1,10
PVC 60 50 3 1,40
GFK 90 – 75 1,45
CFK 750 – 140 1,45
Holz 40 – 240 – 10 0,50
Beton 50 (nur für Druck) – 30 2,38
Glas 80 – 80 3,00

Querkürzung:
∆d d 0 – d
εq
= = (1.9)
d0 d0

Tab. 1.2 Querkontraktionszahlen ausgewählter Werkstoffgruppen

Werkstoff Querkontraktionszahl µ
Beton ≈0
Stähle und Stahlguss 0,30
Gusseisen mit Lamellengrafit 0,25 ... 0,27
Al und Al-Legierungen 0,33
Mg und Mg-Legierungen 0,30
Kupfer 0,34
Zink 0,29
Elastomere ≈ 0,5

Spezifische oder bezogene Formänderungsarbeit:


Wf 1
wf = = ⋅σ ⋅ ε (1.10)
V 2
4 1 Einführung

Formänderungsarbeit:

1 F2 l
Wf = ⋅ ⋅ (1.11)
2 A E
Zulässige Spannung und Sicherheit:
σ Grenz
Mindestsicherheit Smin = (1.12)
σ zulässig

Tab. 1.3 Mindestsicherheit in Abhängigkeit des Lastfalls

Lastfall I II, III


für alle
Werkstoff zäh mit Streckgrenze spröde ohne Streckgrenze
Werkstoffe
Zweckmäßige Streckgrenze Bruchfestigkeit Dauerfestigkeit
Grenzspannung Re Rm σD
Sicherheit Smin 1,5 … 3 2…4 2…4

σ Grenz
σ zul = (1.13)
Smin

σzul bei dynamischer Beanspruchung:


σD
σ zul = (1.14)
Smin

Aufgaben zu Kapitel 1

Aufgabe 1.1 (**)

Der geschweißte Trägerverband (Abb. 1.2) wird über die Endplatten durch Zugkräfte (F =
3,5 MN) beansprucht.
a) Wie groß sind die in den Schnitten A−A und B−B auftretenden Zugspannungen?

b) Welchen Werkstoff wählen Sie, damit eine Sicherheit gegen Fließen S F = 1,5 bei
schwellender Belastung gewährleistet ist (s. Tabelle zur Werkstoffwahl)?
c) Welche Masse m besitzt der Gitterverband und welche Materialkosten K M fallen an?
Hinweis: Die Schweißnähte und die beiden Endplatten sind bei der geforderten Berech-
nung zu vernachlässigen.
Gegeben: L EN 10056-1-130 × 130 × 12: Querschnitt A = 30 cm2; bezogene Masse
m′ = 23,6 kg/m; kFlach = 1,60 €/kg; kL = 1,80 €/kg.
1 Einführung 5

Tab. 1.4 Tabelle zur Werkstoffwahl

Werk- Werkst. Rm Re/Rp Fließgrenze Schwellfestigkeit Wechselfestigkeit


stoff Nr. N/mm2 N/mm² N/mm² N/mm² N/mm²

Biegung

Biegung

Biegung
Torsion

Torsion

Torsion
Druck

Druck

Druck
Zug/

Zug/

Zug/
S235JR 1.0037 360 235 235 280 165 225 270 160 140 180 105

S275JR 1.0044 430 275 275 330 190 270 320 190 170 215 125

S335JR 1.0045 510 355 355 425 245 325 380 245 205 255 150

E295 1.0050 490 295 295 355 205 295 355 205 195 245 145

E335 1.0060 590 335 335 400 230 335 400 230 325 290 180

E360 1.0070 690 360 360 430 250 360 430 250 275 345 205

S235JO 1.0114 360 235 235 280 165 225 270 160 140 180 105

S275JO 1.0143 430 275 330 190 190 270 320 190 170 215 125

E295 GC 1.0533 590 420 420 505 290 410 440 300 260 300 180

E335 GC 1.0543 690 490 490 590 340 470 520 350 300 350 210

E360 GC 1.0633 780 560 560 670 390 540 590 400 340 390 230

Schnitt A−A
100 500 500 500 500 600
A B
20

F F
600

A B 20
20000
20200 L 130x130x12

Abb. 1.2 Geschweißter Trägerverband


6 1 Einführung

Aufgabe 1.2 (**)

Ein Stab der Länge l = 0,8 m wird konstant gedehnt.


a) Wie groß ist die Dehnung ε wenn die Längenänderung Δl = 6 mm beträgt?
b) Wie groß ist die Längenänderung Δl bei einer gegebenen Dehnung ε = 0,15 %?

Aufgabe 1.3 (*)

Ein Stab der Länge l mit konstantem Querschnitt A (Abb. 1.3) wird durch eine Zugkraft F
belastet. Wie groß ist die Längenänderung Δl?
Gegeben: l = 3 m; F = 40 kN; E = 210.000 N/mm2

50

F
l
30

Abb. 1.3 Eingespannter Stab

Aufgabe 1.4 (**)

Ein Stahlzylinder 1 und ein GJS-Rohr 2 werden zwischen den starren Druckplatten (Abb.
1.4) einer Presse gemeinsam um den Betrag ∆h = 0,05 mm elastisch verformt.

Gegeben: E1 = 2,1·105 N/mm2; E2 = 1,7 · 105 N/mm2

F Zu ermitteln sind:
a) die Spannungen in den Bauteilen,
b) die Presskraft.
1
2
100

Ø 50

Ø 60
Ø 80

Abb. 1.4 Stahlzylinder und Hülse


1 Einführung 7

Aufgabe 1.5 (**)

Eine Hülse aus Stahl mit 3 mm Wanddicke wird mit geringem Spiel über eine Schraube
M20 × 2,5 geschoben (Abb. 1.5). Die aufgeschraubte Mutter wird nach beginnendem An-
schlag um ¼ Umdrehungen angezogen. Die Hülsen- und Schraubenlänge beträgt 200 mm.
Wie groß sind die Spannungen in der Hülse und im Schraubenschaft (Schraubenschaft ohne
Gewinde, Durchmesser 20 mm, E = 2,1 · 105 N/mm2)?
Hinweis: Betrachten Sie die Schraube als Zugstab (das Gewinde wird nicht berücksichtigt).

200
3

Abb. 1.5 Schraube M 20 × 2,5 mit Hülse

Aufgabe 1.6 (**)

Der geschweißte Profilträgerverband wird über die Endplatten (Abb. 1.6) durch Zugkräfte
(F = 8,5 MN) beansprucht.
a) Wie groß ist die auftretende Zugspannung im Schnitt A–A?
b) Welchen Werkstoff wählen Sie, damit eine Sicherheit gegen Fließen S F = 2 bei wech-
selnder Belastung gewährleistet ist (Tabelle Aufgabe 1.1)?
c) Welche Formänderungsarbeit kann der Verband aufnehmen?
d) Welche Masse m besitzt der Gitterverband und welche Materialkosten K M fallen an?
Gegeben: L EN 10056-1-150 × 150 × 15: Querschnitt A = 43 cm2; bezogene Masse
m′ = 33,8 kg/m; E = 2,1 · 105 N/mm2; kFlachst = 1,60 €/kg; kL–St = 1,80 €/kg
Hinweis: Die Schweißnähte und die beiden Endplatten sind bei der geforderten Berech-
nung zu vernachlässigen.
8 1 Einführung

600

530
A

20
F F

600

530
A 20

20000 L 150x150x15
Schnitt A−A

Abb. 1.6 Geschweißter Profilträgerverband

Aufgabe 1.7 (**)

Konstruieren Sie ein Dauerfestigkeitsschaubild (DFS) nach Smith für Stahl, wenn folgende
Daten bekannt sind: Rp0,2 = 570 N/mm2; σW = 330 N/mm2 und σSch = 520 N/mm2

Aufgabe 1.8 (**)

Konstruieren Sie ein Dauerfestigkeitsschaubild (DFS) nach Smith für folgende Werte:
Streckgrenze ReH = 900 N/mm²; Zugfestigkeit Rm = 1000 N/mm2; Wechselfestigkeit σW
= 500 N/mm2.

Wie groß ist die Schwellfestigkeit σSch, die zulässige Ausschlagspannung σazul bei einer
Mittelspannung σm = 650 N/mm² und einer Sicherheit von 2 gegen Dauerbruch?

Aufgabe 1.9 (**)

Ein Stab 120 × 30 DIN EN 10058 aus S275JR (Abb. 1.7) ist in einer Maschine einer Stoß-
belastung durch Zugkräfte wechselnder Höhe ausgesetzt. Diese schwankt zwischen den
Werten Fo = 210 kN und Fu = 90 kN. Wie groß ist die vorhandene Sicherheit SD vorh?

Gegeben: Rm = 430 N/mm2; Re = 275 N/mm2; σzW = 170 N/mm2; σzSch = 270 N/mm2
1 Einführung 9

Ø 40

120
25

Abb. 1.7 Stab mit wechselnder Belastung

Aufgabe 1.10 (***)

Eine Gelenkstange (Abb. 1.8) überträgt 100 kN wechselnd als Zug- und Druckkraft.
a) Die maximal auftretende Zug- und Druckspannung darf einen Wert von 125 N/mm2
nicht überschreiten. Für welchen Durchmesser ist die Gelenkstange auszulegen?
b) Wie groß ist die Sicherheit gegen Dauerbruch für diesen Belastungsfall?
c) Der wechselnden Belastung wird noch eine konstante Zugkraft von 120 kN überlagert.
Stellen Sie den zeitlichen Spannungsverlauf dar, der sich in der Gelenkstange ergibt.
Wie groß ist die maximal ertragbare Spannungsamplitude σ a für diesen Lastfall?
Wie groß ist nun die Sicherheit gegen Dauerbruch und gegen Fließen?
Gegeben: Materialkennwerte: σW = 400 N/mm2; σSch = 640 N/mm2; Rp0,2 = 680 N/mm2;
Rm = 1.000 N/mm2
Ød

F F

Abb. 1.8 Gelenkstange


10

2 Einfache Beanspruchungen

2.1 Zug- und Druckbeanspruchung

Die notwendigen Gleichungen und Tabellen aus dem Lehrbuch werden im Folgenden für
den Abschnitt 2.1 aufgeführt:
Zugspannung:
F
 (z)   konstant (2.1)
A
Bei leicht veränderlichem Querschnitt (für Zug und Druck):
F
 max  (2.2)
Amin

Druckspannung:
F F
 d   bzw.    (2.3)
A A
Festigkeitsbedingung:
F
    zul (2.4)
A
Tragfähigkeits-Rechnung (Lastbegrenzung):
F  Fzul  A   zul (2.5)

Bemessungs-Rechnung (Dimensionierung):
A  Aerf  F /  zul (2.6)

Spannungen in beliebigen Schnitten:

   0  cos2 (2.7)
1
  0  sin2 (2.8)
2
1
 45   0   max (2.9)
2

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K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7_2
2.1 Zug- und Druckbeanspruchung 11

Spannungen durch Eigengewicht:


σ zul σ zul
Traglänge
= lT = (2.10)
ρ ⋅g γ
Rm Rm
lR
Reißlänge= = (2.11)
ρ ⋅g γ
Wärmespannungen:

∆l = l0 ⋅ α ⋅ ∆ϑ mit ∆ϑ = ϑ1 − ϑ0 in K (Kelvin) (2.12)


l1 = l0 + ∆l = l0 + l0 ⋅ α ⋅ ∆ϑ = l0 (1 + α ⋅ ∆ϑ ) (2.13)

∆l l0 ⋅ α ⋅ ∆ϑ
ε therm
= ε=
ϑ = = α ⋅ ∆ϑ (2.14)
l0 l0

σ =−α ⋅ ∆ϑ ⋅ E (2.15)

Tab. 2.1 Längenausdehnungskoeffizienten ausgewählter Werkstoffe

Werkstoff α in 10–6 K–1


unlegierter Stahl 12
Edelstahl 16
Aluminium 24
Kupfer 17
Messing 20
PP 180
PVC 70
Glas 5
Quarzglas 0,5
Beton 10
Holz 4

Flächenpressung ebener und gekrümmter Flächen:


F
Flächenpressung
= p mit F ⊥ A (2.16)
A
FN F F
p
= = = (2.17)
A A ⋅ cosα b ⋅ l ⋅ cos α
12 2 Einfache Beanspruchungen

Tab. 2.2 Anhaltswerte für die zulässige Flächenpressung pzul (σdF = Quetschgrenze;
σdB = Druckfestigkeit)

Werkstoff Zulässige Flächenpressung pzul Belastung


σ dF
pzul ≈ bei ruhender Belastung
1,2
Zähe Werkstoffe
σ dF
pzul ≈ bei schwellender Belastung
2
σ dB
pzul ≈ bei ruhender Belastung
2
Spröde Werkstoffe
σ dB
pzul ≈ bei schwellender Belastung
3

F F
pm= p= = ≤ pzul (2.18)
Aproj d ⋅ b

F
Lochleibungsdruck oder Lochleibung pl = (2.19)
d ⋅s
F
pl =mit Aproj =
d ⋅ l oder d ⋅ s (2.20)
d ⋅l

Spannungen in zylindrischen Hohlkörpern:


p⋅d p⋅r
σt
= = (2.21)
2⋅s s

p⋅d p⋅r
σa
= = (2.22)
4⋅s 2⋅s

Spannungen durch Fliehkräfte:

σ =ρ ⋅ r2 ⋅ω2 (2.23)

σ = ρ ⋅v2 (2.24)

σ zul Rm
v Grenz = = (2.25)
ρ ρ ⋅ SB

Rm
vGrenz ρ ⋅ SB
n=
Grenz = (2.26)
2 ⋅π ⋅ r 2 ⋅π ⋅ r
2.1 Zug- und Druckbeanspruchung 13

Für den Fall des Reißens gilt SB = 1, dann wird Gl. (2.26):

Rm
ρ
nR = (2.27)
2 ⋅π ⋅ r

Aufgaben zu Abschnitt 2.1

Aufgabe 2.1.1 (*)

Ein Vierkantstab (Abb. 2.1) ist links fest eingespannt und wird am rechten Ende durch eine
Kraft F = 125 kN belastet.
a) Wie groß sind die Normalspannungen im Schnitt A−A und im Schnitt B−B?
b) Wie groß darf die Kraft F für den Stab höchstens sein, wenn die zulässige Spannung
von 180 N/mm2 für den Stab nicht überschritten werden darf?

A
B

B
A
Schnitt A−A
60 Schnitt B−B
40
60

40

Ø 30 Ø 24

Abb. 2.1 Abgesetzter Vierkantstab

Aufgabe 2.1.2 (**)

Ein Stahlseil (Rp0,2 = 950 N/mm2, EK = 210.000 N/mm2) mit einem Durchmesser von
60 mm und einer Länge von 100 m wurde zum Zweck des Korrosionsschutzes mit einer
thermoplastischen Schicht (EUm = 12.000 N/mm2) von 2,5 mm Dicke umhüllt (Abb. 2.2).
Stahlkern und Kunststoffummantelung können als fest miteinander verbunden angesehen
werden.
14 2 Einfache Beanspruchungen

Für eine Zugkraft von F = 1.500 kN ist die Verlängerung der Stahlseils sowie die Spannun-
gen im Stahlkern und der Kunststoffummantelung zu berechnen. Das Verhalten der Kunst-
stoffumhüllung kann als linear-elastisch angesehen werden.
A−A
A z
Stahlkern

F F Ummantelung
x
y

2,5
A Ø 60

Abb. 2.2 Kunststoffummanteltes Stahlseil

Aufgabe 2.1.3 (**)

Ein Stab mit einer Querschnittsfläche 30 × 40 mm wurde unter dem Winkel β = 35° ver-
schweißt (Abb. 2.3). Der Stab wird durch eine Kraft F= 180 kN auf Zug beansprucht.
Wie groß sind die Spannungen in der Schweißnaht?

40
β
F
l
30

Abb. 2.3 Verschweißter Stab

Aufgabe 2.1.4 (***)

Ein Wandkran, der aus einem Tragarm und einem Zugstab besteht, wird durch eine ange-
hängte Masse m beansprucht (Abb. 2.4). Als Werkstoff für den Zugstab soll Baustahl
S275JR verwendet werden.
Gegeben: Re = 275 N/mm2; Rm = 510 N/mm2; E = 210.000 N/mm2; da = 60 mm;
s = 5 mm; g = 9,81 m/s2
Gesucht:
a) Bestimmen Sie den Zusammenhang zwischen der Kraft F S im Zugstab und der ange-
hängten Masse m mit Hilfe einer Gleichgewichtsbedingung.
2.1 Zug- und Druckbeanspruchung 15

b) Wie groß ist die zulässige Masse m, wenn ein Abreißen des Zugstabes mit einer Sicher-
heit von S B = 2 ausgeschlossen sein soll?
c) Wie groß ist die zulässige Masse m*, wenn eine Verlängerung des Zugstabes von Δl =
2 mm nicht überschritten werden darf?
d) Ermitteln Sie die Materialkosten K M für die Masse m, wenn k St = 1.600 €/t beträgt.

D da
Zugstab s
a = 2000

A B C

m
b = 2250 c = 1500

Abb. 2.4 Wandkran

Aufgabe 2.1.5 (***)

Ein Stabstahl mit der Querschnittsfläche A (Abb. 2.5) ist oben fest eingespannt (1) und am
unteren Ende (2) durch eine angehängte Masse m belastet.
Gegeben: d = 30 mm; l = 12.500 mm; E = 2,1 · 105 N/mm2; ρ = 7.850 kg/m3; m = 250 kg

a) Ermitteln Sie den Spannungsverlauf σ(x) über l.


1
b) Wie groß ist die Spannung σ1 an der oberen Ein-
x spannstelle (1)?

Ø 30 c) Wie groß ist die Längenänderung ∆l des Stabes?


l

A, E, ρ

2
m
Abb. 2.5 Hängender Stab mit Masse m
16 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.1.6 (**)

Eine Schachtförderanlage wird über ein 1.200 m langes Stahldrahtseil befahren. Das Seil
hat einen tragenden Metallquerschnitt von 2.830 mm2 und ein Masse von 22,2 kg/m.
a) Wie groß muss die Zugfestigkeit sein, damit das Seil nicht aufgrund seines Eigenge-
wichts reißt?
b) Wie groß ist die Reißlänge des Seils bei einer Zugfestigkeit von 1.200 N/mm2 des
Stahls?
c) Wie groß darf die anzuhängende Last des Seiles bezogen auf die Zugfestigkeit von b)
bei einer Länge von 750 m sein, wenn unter Berücksichtigung des Seilgewichts eine
10fache Sicherheit gegen Bruch gefordert ist?

Aufgabe 2.1.7 (*)

Der Stab (Abb. 2.6) mit dem Querschnitt A wird von 20 °C auf 145 °C erwärmt. Wie groß
muss die aufzubringende Kraft F am rechten Ende sein, damit sich die Länge l nicht
ändert?
Gegeben: l = 1,75 m; A = 60 mm2; E = 70.000 N/mm2; α = 2,4∙10–5 K–1

x l

∆ϑ

Abb. 2.6 Stab unter Wärmeeinfluss

Aufgabe 2.1.8 (***)

Rohr 1 und Rohr 2 sind aus Stahl und sollen durch Aufschrumpfen (Abb. 2.7) miteinander
verbunden werden. Der Durchmesser von Rohr 1 ist vor dem Aufschrumpfen um den Be-
trag δ kleiner.
a) Wie groß sind die Spannungen σ 1 und σ 2 in den Rohren und der Pressdruck p im zu-
sammengefügten Zustand bei Raumtemperatur?
b) Welche Temperaturerhöhung Δ ϑ von Rohr 1 ist für die Montage nötig?

Gegeben: d = 160 mm; d1 = 140 mm; d2 = 120 mm; δ = 0,15 mm; E = 210.000 N/mm2;
α = 1,2 ∙ 10–5 K–1
2.1 Zug- und Druckbeanspruchung 17

1
2

d1
d2
d

Abb. 2.7 Rohrschrumpfverbindung

Aufgabe 2.1.9 (***)

Das Rechteckrohr (100 × 60 × 4) aus S 235 und die Feder sind anfangs entspannt (Abb.
2.8). Dann wird das Rohr erwärmt (nicht die Feder).
a) Bei welcher Temperaturdifferenz ∆ϑ würde das Rohr zu fließen beginnen, wenn es
nicht vorher ausknickt?
b) Bei welcher Temperaturdifferenz ∆ϑ würde das Rohr ausknicken, wenn es nicht vor-
her zu fließen beginnt?
Gegeben: E = 2,1 · 105 N/mm2; c = 125.000 N/mm; l = 2.000 mm; α = 1,2 · 10–5 K–1

100
l = 2000
4

60

Abb. 2.8 Rechteckrohr-Feder-Verbindung

Aufgabe 2.1.10 (***)

Das in Abb. 2.9 dargestellte Bauteil aus S235JR ist in A und B gelenkig gelagert. Bei 20°C
treten in A und B keine Lagerkräfte auf, d. h. das Bauteil ist spannungsfrei. Ein Knicken des
Systems ist auszuschließen.
a) Wie groß sind die horizontalen Lagerkräfte in A und B wenn das Bauteil auf ϑ1 = 375 K
erwärmt wird?
18 2 Einfache Beanspruchungen

b) Wie groß ist der Betrag, um den sich der Punkt C bei dieser Erwärmung verschiebt und
in welcher Richtung verschiebt er sich?
c) Wie groß ist die Spannung im Abschnitt 1 und 2?
Gegeben: E1 = E2 = E = 2,1·105 N/mm2; l1 = 400 mm; l2 = 600 mm; A1 = 252 mm2;
A2 = 302 mm2; α1 = α2 = α

A 1 C 2 B

l1 l2

Abb. 2.9 Abgesetztes Bauteil

Aufgabe 2.1.11 (**)

Eine Laschenverbindung (Abb. 2.10) aus Baustahl E335 (R e = 335 N/mm 2; R m = 590
N/mm2; τaB = 160 N/mm2) soll eine Kraft von F = 50 kN übertragen.
a) Wie groß muss der Durchmesser d des Bolzens sein, damit eine sichere Kraftübertra-
gung möglich ist (S B = 2)?
b) Wie groß ist die maximale Flächenpressung p in der Laschenverbindung?
25

F F
30
25

Abb. 2.10 Laschenverbindung


2.1 Zug- und Druckbeanspruchung 19

Aufgabe 2.1.12 (*)

Ein dünnwandiger Behälter mit halbkugelförmigen Böden (Abb. 2.11) wird durch einen
konstanten Innendruck pi belastet.
a) Wie groß sind die Spannungen im zylindrischen Behälterteil und in den Halbkugeln?
b) Wie groß sind die Materialkosten K M für den Behälter?
Gegeben: pi = 0,8 MPa; d = 1.500 mm; l = 2.500 mm; s = 8 mm; kSt = 1.600 €/t

s
d

Abb. 2.11 Behälter mit halbkugelförmigen Böden

Aufgabe 2.1.13 (**)

Ein Druckbehälter (Abb. 2.12) aus P355GH mit kugelkalottenförmigen Boden ist für einen
Innendruck von 35 bar auszulegen.
Gegeben: d = 2.500 mm; l = 4.000 mm; E = 2,1·105 N/mm2; S = 2; ReH = 350 N/mm2
Zu berechnen sind:
a) die Wanddicke s und der Radius r1,
b) die Spannungen im zylindrischen und im kugelförmigen Teil.
s

r1
d

Abb. 2.12 Druckbehälter


20 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.1.14 (***)

Ein Kupferkugelkessel wird von einer Stahlkugel umschlossen (Abb. 2.13). Bei einer Tem-
peratur ϑ0 und unbelastet berühren sich beide Kugeln, ohne Druck aufeinander auszuüben.
Durch den Innendruck pi dehnt sich der Kupferkessel aus. Der Stahlkessel stützt ihn in
diesem Fall, wobei ein Druck pa von außen auf den Kupferkessel ausgeübt wird.
Gegeben: pi = 8 bar; ϑ0 = 20° C; (r1 und r2 sind mittlere Radien).
Kupfer: r1 = 1.000 mm; s1 = 7 mm; E1 = 120 kN/mm2; α1 = 17·10–6 K–1;
kCu = 7.050 €/t
Stahl: r2 = 1.006 mm; s2 = 5 mm; E2 = 210 kN/mm2; α2 = 12·10–6 K–1;
kSt = 1.600 €/t
a) Stellen Sie eine Beziehung für den Druck pa auf.
b) Es sind die Spannungen in den Kesseln bei einem Druck pi im Kupferkessel für die
Temperatur ϑ0 zu ermitteln.
c) Bei welcher Temperatur ist der Stahlkessel spannungsfrei und wie groß ist die Span-
nung im Cu-Kessel?
d) Wie groß sind die Materialkosten für den Kupfer- und den Stahlkessel?

Kupfer Stahl

pa

pi pa

Abb. 2.13 Kugelkessel

Aufgabe 2.1.15 (***)

Das Hubschrauber-Rotorblatt aus CFK (Abb. 2.14) rotiert mit der max. Drehzahl n = 325
min–1 um den Punkt M. Die Querschnittsfläche A des Rotorblattes ist konstant.
Gegeben: l = 8,1 m; a = 15 cm; ρCFK = 1,6·10–6 kg/mm3; E-Modul = 88.000 N/mm2
a) Geben Sie den Verlauf der Normalspannung σ(x) in Abhängigkeit der Koordinate x an.
b) Wie groß ist die Spannung σ an der Stelle A?
c) Wie groß ist die Längenänderung ∆l des Rotorblattes?
Hinweis: Für die Belastung gilt: q(x)= ω2·ρ ·A·x.
2.2 Biegebeanspruchung 21

x l

M A

b
ω
a

Abb. 2.14 Hubschrauber-Rotorblatt

2.2 Biegebeanspruchung

Die notwendigen Gleichungen und Tabellen aus dem Lehrbuch werden im Folgenden für
den Abschnitt 2.2 aufgeführt:
Zusammenhang zwischen dem äußeren Biegemoment Mb in und der maximalen Biege-
spannung:

 z 2 dA 
M b = σ max 
∫  (2.33)
 zmax 
 
Widerstandsmomente W eines beliebigen Querschnittes bei Belastung um die y- bzw. z-
Achse:
2
Wy =
∫z dA
(2.34)
zmax
2
Wz =
∫y dA
(2.35)
ymax

Iy Iz
=Wy = und Wz (2.36)
zmax ymax

Grundgleichung der Biegung:


Mb
σ σ=
= z z (2.37)
Iy

Mb M
σ max = zmax  b (2.38)
Iy Wy
22 2 Einfache Beanspruchungen

Mb
σb = (2.39)
Wb
Flächenmomente 1. Grades oder statisches (lineares) Flächenmoment:

Hy = ∫ zdA Hz = ∫ ydA (2.40)


A A

Koordinaten des Schwerpunktes:


1 1
yS =
A
∫ ydA und zS = ∫ zdA
A
(2.41)

Bestimmung der Schwerpunkte für einfache, aus Teilflächen zusammengesetzte


Flächen:

1 n 1 n
=yS
Ages
∑ ( yi ⋅ Ai ) =
und zS ∑ ( zi ⋅ Ai )
Ages i =1
(2.42)
i =1

Axiale Flächenmomente 2. Grades (auch Flächenträgheitsmomente genannt):


I y = z 2 dA bezogen auf die y-Achse (2.43)

I z = ∫ y 2 dA bezogen auf die z-Achse (2.44)

Die Integration ist möglich, wenn die Fläche A von einfach erfassbaren mathematischen
Funktionen begrenzt ist. Ansonsten erfolgt eine Näherungslösung durch Summation ausge-
hend von Flächenstreifen parallel zur betrachteten Achse. An Stelle der Integration wird
eine Summenbildung vorgenommen:
n n
Iy
= ∑ zi 2 ⋅ Ai und=Iz ∑ yi 2 ⋅ Ai (2.45)
i =1 i =1

Für die Flächenmomente des Rechteckquerschnitts bezogen auf die Achsen gilt:
b ⋅ h3 b3 ⋅ h
Iy = und I z = (2.46)
12 12
und für die Widerstandsmomente:
I y b ⋅ h2 Iz b2 ⋅ h
W
=y = Wz =
und = (2.47)
h 6 b 6
2 2

b ⋅ h3
Iy = (2.48)
12
π 4
I=
y I=
z d (2.49)
64
2.2 Biegebeanspruchung 23

π 4
Vollkreis: I a = d (2.50)
64
π
=
Kreisring: Ia
64
(
D4 − d 4 ) (2.51)

Tab. 2.3 Flächenmomente 2. Grades und Widerstandsmomente geometrischer Flächen

Fläche Randfaser- Flächenmoment Widerstandsmoment


abstand

b ⋅ h3
Iy = b ⋅ h2
e1

S 2
y y e1 = h 36 W1 =
3 24
e2

1
1 b ⋅ h3
A b B e2 = h I AB = b ⋅ h2
3 12 W2 =
12

z
b ⋅ h3 b ⋅ h2
S Iy = Wy =
y y h 12 6
h

2 e=
2 h ⋅ b3 h ⋅ b2
z Iz = Wz =
12 6
b

D
e2

z a a3
e1 = 4
Wy =
2 a 6
e1

3 S I= I= I=
a y z D
12 a3
a

y y e2 =
2 WD = 2
z
12
D
a

H H 3 − h3 H 3 − h3
H

S
h

4 y y e1 = Iy = b Wy = b
2 12 6⋅ H
z
b

S
d π 4 π 3
5
y y e= I=
y I=
z I=
d d W=
y d= 0,1 ⋅ d 3
2 64 32
z
d
24 2 Einfache Beanspruchungen

Fläche Randfaser- Flächenmoment Widerstandsmoment


abstand

d
z
I=
y I=
z
π
64
(
D 4 − d 4 W=
y )
W
=z
π D4 − d 4
32 D
D
6 S e=
y y 2 D – d = 2·s, d. h. kleine Wandstärke
z
π 3 π 2
D Iy
= Dm ⋅ s Wy
= Dm ⋅ s
8 4

z e1= r − e2
= 0, 288 ⋅ d Iy
= 0,00686 ⋅ d 4
y
Iy
y
e1

7 S 4 r Wy =
e2= ⋅ π 4 e1
I AB
= I= d
e2

3 π z
A B 128
z = 0, 212 ⋅ d

z
π
Wy
= B ⋅ H2
32
a

π
y S y Iy
= B ⋅ H3
H ≈ 0,1 ⋅ B ⋅ H 2
H

64
8 e = a
=
2 π π
Iz
= H ⋅ B3 Wz
= H ⋅ B2
z 64 32
b
≈ 0,1 ⋅ H ⋅ B 2
B

z
s
S π
y y π Wy = s ⋅ H ( 3B + H )
H I y = s ⋅ H 2 ( 3B + H )
H

16
9 e= 32
2 π
π Wz = s ⋅ B ( 3H + B )
z I z = s ⋅ B 2 ( 3H + B ) 16
32
B

5⋅ 3 4
e

S 1 Iy
= ⋅R 5 3
R

10 y y e
= R⋅ 3 16 Wy= ⋅R
2 8
= 0,866 ⋅ R = 0, 5413 ⋅ R 4
R

z
2.2 Biegebeanspruchung 25

Fläche Randfaser- Flächenmoment Widerstandsmoment


abstand
z

R 5⋅ 3 4 5⋅ 3 3
S Iy
= ⋅R Wy
= ⋅R

R
11 y y e1 = R 16 16
R = 0, 5413 ⋅ R 4 = 0, 5413 ⋅ R 3

z
a
D z C h3  2ab 
Iy
= a + b + 
h ( a + 2b ) 36  a+b Iy
e1 = W1 =
e1

S 3( a + b ) h3 e1
12 y y h ( 2a + b ) I AB
= ( 3a + b ) Iy
e2 = 12 W2 =
e2

3( a + b ) 3 e2
h
A b z B I CD
= ( a + 3b )
12

Abhängigkeit der Flächenmomente von der Lage des Koordinatensystems (STEI-


NER’scher Satz):

I y = I y + zS 2 ⋅ A und I z = I z + yS 2 ⋅ A (2.52)

I = IS + s 2 ⋅ A (2.53)

Flächenmomente zusammengesetzter Querschnitte:


n n
I yges = ∑ I yi und I zges = ∑ I zi (2.54)
i =1 i =1

Vorgehensweise zur Bestimmung des Gesamtschwerpunktes und des Gesamtflächen-


momentes zusammengesetzter Querschnitte:
1. Wahl eines Bezugskoordinatensystems (Möglichkeiten s. Abb. 2.15).
Hier: Schwerpunkt S1 der Fläche A1
2. Aufteilung der Gesamtfläche (hier Profil) in 3 Teilflächen i = 1 … 3

1 n
=
3. Bestimmung des Gesamtschwerpunktes Sges: yS ∑
Ages i =1
( yi ⋅ Ai ) ;

1 n
=zS
Ages i =1
∑( zi ⋅ Ai )
26 2 Einfache Beanspruchungen

4. Ermittlung des Gesamtflächenmoments Iges bezogen auf die jeweilige Achse (y oder
n
z) mithilfe des STEINER’schen Satzes: I ges = ∑ ( Isi + si2 ⋅ Ai )
i =1

z
S1
y

1
S2

S3
Abb. 2.15 Möglichkeiten zur Wahl des Koordinatensystems

Grundsätzlich dürfen bei zusammengesetzten Querschnitten nur die Flächenmomente


2. Grades addiert oder subtrahiert werden, jedoch nie die Widerstandsmomente. Wi-
derstandmomente ergeben sich bei zusammengesetzten Querschnitten aus dem Gesamt-
Flächenmoment 2. Grades durch Division durch den größten Randabstand.

Aufgaben zu Abschnitt 2.2

Aufgabe 2.2.1 (**)

Eine Rohrleitung (Ø 406,4 × 12,5) mit Dehnungsstück (Abb. 2.16) wird in A durch eine
Wand geführt und durch die Kräfte F1 und F2 in B belastet. Ermitteln Sie die Biegemomen-
te und Biegespannungen für die Stellen 1 … 9 und die Materialkosten KM für das Deh-
nungsstück (Stelle 1 … 8).
Gegeben: F1 = 12,5 kN; F2 = 7,5 kN; kRohr = 2,60 €/kg
2.2 Biegebeanspruchung 27

5 4

700
6
3

2300
A
2
7

700
B
F2

9 8 1 F1
1300 700 700 1400 700 700 1800

Abb. 2.16 Rohrleitung mit Dehnungsstück

Aufgabe 2.2.2 (**)

Der in Abb. 2.17 dargestellte Träger (I 240 DIN 1025 – S235JR) wird durch das Biege-
moment Mby belastet.
Gegeben: Mby = 50 kNm; Iy = 3.890 cm4; Wy = 324 cm3; Iz = 284 cm4; Wz = 47,3 cm3;
Re = 235 N/mm2

a) Wie groß ist das Biegemoment in der b = 120


Randfaser? Mbz

b) Wie groß ist die Sicherheit S F gegen


Fließen?
c) Wie groß darf für die ermittelten Wer-
te das Biegemoment M bz sein, wenn es Mby
h= 240

allein auftritt? y

Abb. 2.17 I-Träger


28 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.2.3 (**)

Berechnen Sie für das U-Profil (Abb. 2.18).


a) den Schwerpunktabstand yS,
b) die Flächenmomente 2. Grades bezüglich des Schwerpunktes und
c) die Widerstandsmomente.

zS

9
7
S
120

yS

yS
9

55

Abb. 2.18 U-Profil

Aufgabe 2.2.4 (**)

Ermitteln Sie für das U-Profil (Abb. 2.19) den Schwerpunktabstand zS und die Flächenmo-
mente 2. Grades bezüglich der Schwerpunktachsen.

60
zS

yS
8

S
60

8 8

zS
Abb. 2.19 U-Profil
2.2 Biegebeanspruchung 29

Aufgabe 2.2.5 (***)

Ein gelenkig gelagertes U-Profil (Abb. 2.20) wird durch die im Flächenschwerpunkt angrei-
fende Kraft F (Abb. 2.20 unten) beansprucht.
a) Berechnen Sie die Lage des Flächenschwerpunktes (Maß z S ).
b) Berechnen Sie das axiale Flächenmoment 2. Grades des U-Profils bezüglich der y-
Achse.
c) Ermitteln Sie die Auflagerkräfte.
d) Skizzieren Sie den Biegemomentenverlauf.
e) Ermitteln Sie das maximale Biegemoment.
f) Berechnen Sie die maximale Normalspannung für den Balkenquerschnitt.
Gegeben: F; α; l; a; I y ; e o ; e u ; A
Hinweis: Die Lösungen zu den c), e) und f) sind nur formelmäßig anzugeben! Die Punkte
c) bis f) können unabhängig von a) und b) bearbeitet werden!

6 6
eo

S
45

y
eu
zS
6

80

α
A B C
F
l a

Abb. 2.20 Gelenkig gelagertes U-Profil


30 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.2.6 (**)

Ein Heimwerker will in seine Scheunenwand ein Garagentor mit der Breite b = 2,5 m ein-
bauen (Abb. 2.21). Die Streckenlast aus Wand und Decke über dem Torausschnitt soll
durch einen aus Flachstählen Fl 10 × 150-S-235JRG-2 geschweißten Träger aufgenommen
werden (Abb. 2.21; die Schweiß-Längsnähte sind nicht zu berechnen). Der Träger kann als
Balken auf zwei Stützen mit einer Streckenlast q = 25 kN/m bei einer Stützweite von 2,5 m
aufgefasst werden.
a) Ermitteln Sie das Flächenmoment 2. Grades des zusammengesetzten Biegeträgers!
b) Wie groß ist die maximale Biegespannung im Träger?
c) Ist sie zulässig, wenn eine Sicherheit gegen Fließen von S = 3 erforderlich ist?

Abb. 2.21 Stützträger


2.2 Biegebeanspruchung 31

Aufgabe 2.2.7 (***)

Der Brückenkran (Abb. 2.22) mit 6 m Spannweite besitzt eine Brücke aus einem I-Profil I
240-DIN1025-5. Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit sind im mittleren Bereich zwei Blech-
streifen von 10 mm Dicke mit Längs-Kehlnähten schubfest auf dem I-Träger verschweißt.
Gegeben: I-Profil I 240-DIN1025-5 mit: h = 240 mm; b = 120 mm; A = 39,1 cm²;
Iy = 3.890 cm4; Wy = 324 cm³; m‘ = 30,7 kg/m; kI = 1,85 €/kg; kFlach = 1,60 €/kg

a) Wie groß darf die Kraft F bei einer zulässigen Biegespannung von σb zul = 120 N/mm² in
Mittelstellung der Laufkatze sein?
b) Wie groß ist die Biegezugspannung im Querschnitt D−D des Brückenträgers?
c) Welche Materialkosten KM fallen für den Brückenträger an?

6000
5900
4000
2500 1500
D
C 1000

C
D
Kranschiene Laufkatze Brückenträger
F
Schnitt C−C
80
10

I−240 DIN 1025


10

100

Abb. 2.22 Brückenkran


32 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.2.8 (**)

Am Ende zweier einseitig eingespannter Doppel-T-Träger (Abb. 2.23) unterschiedlicher


Länge (l1 = 1.500 mm und l2 = 550 mm), mit gleichem Profil, wirkt eine Kraft F1 bzw. F2.
Ermitteln Sie die maximalen Kräfte F1 bzw. F2 für die vorgegebenen zulässigen Spannun-
gen. Für die zulässigen Biegespannungen unter Zug/Druck gelten: σz zul = 160 N/mm2;σd zul
= − 140 N/mm2.
Schubspannungen sind zu vernachlässigen.

F1
120

10
l1 = 1500
z

100
F2 y y
8

12
l2 = 550

Abb. 2.23 Doppel-T-Träger

Aufgabe 2.2.9 (**)

Der Profilträger (Abb. 2.24) wird durch zwei Massen m1 = 450 kg und m2 = 750 kg belastet.
Die Massen sind über Nutensteine mit dem Profil verschraubt.
a) Skizzieren Sie den Biegemomentenverlauf für den Profilträger mit Angabe des größten
Biegemoments.
b) Ermitteln Sie die Lage der Schwerpunktachse für das Profil.
c) Wie groß ist das axiale Flächenmoment 2. Grades bezogen auf die y-Achse.
d) Wie groß ist die maximale Biegespannung?
2.2 Biegebeanspruchung 33

Schnitt A−A z 150

3000

120
750 1000 80

70
A

30
m1 m2 y
A 30

Abb. 2.24 Profilträger

Aufgabe 2.2.10 (***)

In einer Leichtbaukonstruktion wird ein Hutprofil aus S235 (Abb. 2.25) mit einem Deck-
blech desselben Materials schubfest zu einem geschlossenen Profil verbunden. Für das
Hutprofil gibt der Hersteller ein Flächenmoment 2. Grades um die y -Achse (unterer Rand
des Profils) I y = 969.286 mm4 an. Der Schwerpunkt des Hutprofils liegt bei yS = 31,3 mm
(Abb. 2.25). Die Querschnittsfläche des Hutprofils beträgt AHut = 630 mm2. Das Profil
muss ein Biegemoment My = 925 Nm aufnehmen.

Schnitt A−A

z; z
92
A
3

Blech

3 Sges
y
62

SHut
z S ges

Hutprofil
31,3

y
A 48

Abb. 2.25 Hutprofil


34 2 Einfache Beanspruchungen

a) Berechnen Sie die Lage des Gesamtschwerpunktes z Sges des geschlossenen Profils.
b) Wie groß ist das Flächenmoment 2. Grades des Hutprofils um seine waagerechte
Schwerpunktachse?
c) Ermitteln Sie das Flächenmoment 2. Grades des Gesamtprofils für die y-Achse (Achse
des Gesamtschwerpunktes).
d) An welcher Stelle des Profilquerschnitts tritt die max. Biegespannung auf und wie groß
ist sie?

Aufgabe 2.2.11 (**)

Das Profil (Abb. 2.26) wird mit der Kraft F = 30 kN belastet. Die Masse des Profils ist zu
vernachlässigen. Zu ermittelt sind:
a) die Stelle, an der das größte Moment M b max auftritt und dessen Größe,
b) das Flächenmoment 2. Grades des Profils um die y-Achse,
c) die Spannungen in den Randfasern des Profils und
d) Wahl des Werkstoffes, wenn folgende zul. Spannungen nicht überschritten werden
dürfen:

Werkstoff S235 E295 E360


2
σb zul N/mm 110 150 220

4000
z
80
2500
30

F
130

Schnitt C−C
C
z y 10

x
20

y
140
A C B

Abb. 2.26 Profilträger


2.2 Biegebeanspruchung 35

Aufgabe 2.2.12 (**)

Das Strangpressprofil aus EN AW-6082 (Abb. 2.27) wird durch zwei Kräfte, die in der
Mitte des Profils angreifen, belastet.
Gegeben: F1 = 32 kN; F2 = 20 kN; Rm = 310 N/mm²; Rp0,2 = 255 N/mm2;
E-Modul = 70 kN/mm2; S = 1,5.
a) Wie groß ist für den Profilträger das max. Biegemoment?
b) Wie groß ist das axiale Flächenmoment 2. Grades bezogen auf die y-Achse?
c) Wie groß sind die Biegespannungen in den Randfasern?
d) Ist eine ausreichende Sicherheit gegen Fließen und Bruch gegeben?

Ø 40 z Schnitt C−C
1000 750

F1 F2 C
120
60

y
A B
x
C
4000 100
160

Abb. 2.27 Strangpressprofil

Aufgabe 2.2.13 (**)

Der geschweißte Kastenträger aus E335 (Abb. 2.28) wird durch zwei Kräfte F1 und F2 be-
lastet. Die zul. Biegespannung darf höchstens 40 % der Proportionalitätsgrenze σP betragen.
a) Skizzieren Sie den Biegemomentenverlauf. Wie groß ist das max. Biegemoment?
b) Wie groß ist die Biegespannung in den Randfasern?
c) Bestimmen Sie die Biegespannung in Höhe der Schweißnaht.
d) Wie groß ist die tatsächliche Sicherheit gegen Fließen SF?
e) Kalkulieren Sie die Materialkosten KM für den Kastenträger.
Gegeben: F1 = 15 kN; F2 = 6 kN; a = 2.350 mm; b = 3.100 mm; l = 7.400 mm;
kFlach = 1,70 €/kg
36 2 Einfache Beanspruchungen

a F1 F2
b
A

A
A l B

120

15
Ø 100

200
100 150 150

100 10
7400

Schnitt A –A

Abb. 2.28 Kastenträger

Aufgabe 2.2.14 (**)

Der konische Kastenträger gleicher Wandstärke (Abb. 2.29) wird am rechten freien Ende
mit einer Einzelkraft F = 400 kN belastet.

a) Wie groß sind die im Schnitt A−A und B−B auftretenden Biegespannungen?
b) Wählen Sie aus der Tabelle (Aufgabe 1.1) einen entsprechenden Werkstoff, der einer
schwellenden Belastung und einer geforderten Sicherheit von 1,5 genügt.
2.2 Biegebeanspruchung 37

3000
500 500 500
F
A B
600

300
A B

Schnitt A−A Schnitt B−B

15
15 15

Ø 100
15

Ø 250

Ø 250
600

Ø 100

400 400

Abb. 2.29 Konischer Kastenträger

Aufgabe 2.2.15 (**)

Der Träger (Abb. 2.30) wird wie dargestellt durch zwei Kräfte belastet.
Gegeben: F1 = 18 kN; F2 = 30 kN; a = 400 mm; b = 300 mm; l = 1.500 mm
a) Skizzieren Sie den Biegemomentenverlauf für den Profilträger mit Angabe des größten
Biegemoments.
b) Ermitteln Sie die Lage der Schwerpunktachse für das Profil im vorgegebenen Koordina-
tensystem.
c) Wie groß ist das axiale Flächenmoment 2. Grades bezogen auf die y-Achse?
d) Wie groß sind die Biegespannungen in den Randfasern?
38 2 Einfache Beanspruchungen

z b
a F2
F1 C

x
A l C B
z

12
Schnitt C−C
180

250
10 2

y
80 8

Abb. 2.30 Träger mit zwei Einzelkräften

2.3 Schub- oder Scherbeanspruchung

Die notwendigen Gleichungen und Tabellen aus dem Lehrbuch werden im Folgenden für
den Abschnitt 2.3 aufgeführt:

∆s
tanγ  ≈ γ = (2.55)
L
τ
τ= G ⋅ γ bzw. G= , [G] = N/mm² (2.56)
γ
m
=G ⋅E (2.57)
2(m + 1)

G = 0,384 · E (2.58)

F ⋅ ∆s τ 2 ⋅V
Wf
= = (2.59)
2 2⋅G
Scherspannung τa (Index a von „Abscheren“):
F
τa = (2.60)
A
2.3 Schub- oder Scherbeanspruchung 39

Anhaltswerte für zulässige Scherspannungen im Maschinenbau:


τa zul ≈ Re/1,5 bei ruhender Beanspruchung
τa zul ≈ Re/2,2 bei schwellender Beanspruchung
τa zul ≈ Re/3 bei wechselnder Beanspruchung
mit Re als Streckgrenze (bzw. Rp0,2 als 0,2-%-Dehngrenze).

Allgemeine Beziehung für die Schubspannungsverteilung:

Fq (x) ⋅ H (z )
τ (x,z ) = (2.64)
I ⋅b
Schubspannungsverteilung Rechteckquerschnitt:
Fq ⋅ 6 h2
τ (x,z ) = ⋅( − z2 ) (2.67)
b ⋅ h3 4

3 Fq
τ max= ⋅ (2.68)
2 b⋅h
Mittlere Schubspannung:
Fq Fq
τm = = (2.69)
A b⋅h
Schubspannungsverteilung Kreisquerschnitt:
4 ⋅ Fq
τ ( z) = (r 2 − z 2 ) (2.71)
4
3⋅π r
Größte Schubspannung für z = 0:

4 Fq
τ max= ⋅ (2.72)
3 π r2
Im Vergleich zur mittleren Schubspannung:
Fq Fq
τm = = (2.73)
A π r2
Für den Balken mit Kreisquerschnitt gilt:
4
τ max = τ m (2.74)
3
Dünnwandiges Kreisrohr:
τ max= 2 ⋅τ m (2.75)
40 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgaben zu Abschnitt 2.3

Aufgabe 2.3.1 (*)

Zwei Rohre werden wie in Abb. 2.31 dargestellt mit einem Scherstift verbunden.
a) Welche Zugkraft F kann die Rohrverbindung maximal übertragen, wenn die zulässige
Schubspannung im Stift 120 N/mm2 beträgt?
b) Wie groß muss bei gleicher Zugkraft F die Klebelänge l sein, wenn die Rohre miteinan-
der verklebt werden, und die zulässige Schubspannung des Klebstoffes 6 N/mm2 be-
trägt?

l
100

120
80

Ø 16

Abb. 2.31 Scherstiftverbindung

Aufgabe 2.3.2 (**)

Die dargestellte Konstruktion wird durch vier Schweißnähte (Abb. 2.32) gehalten. Wie
groß darf die Zugkraft F maximal sein, damit die zulässige Schubspannung τzul in der
Schweißnaht nicht überschritten wird? Der Kraterabzug ist zu vernachlässigen.
Hinweis: Die größte Schubspannung tritt in der kleinsten Querschnittsfläche auf, die unter
45° geneigt ist.
Gegeben: z = 4 mm; l = 150 mm; τzul = 120 N/mm2
2.3 Schub- oder Scherbeanspruchung 41

120 l

8 z
x

200
F

z
z

Abb. 2.32 Verschweißter Träger

Aufgabe 2.3.3 (**)

Das in Abb. 2.33 dargestellte Profil besteht aus einem Stegblech, an das zwei Gurtbleche
angeschweißt sind. Gesucht sind die Schubspannungen in den Schweißnähten für eine
Querkraft Fq = 50 kN.
Gegeben: a = 6 mm; b = 150 mm; h = 240 mm; t = 12 mm; s = 15 mm

s
t

y
h

z
a

b
t

Abb. 2.33 Profilträger

Aufgabe 2.3.4 (**)

Das in Abb. 2.34 dargestellte Profil ist an der Stelle 1 miteinander verklebt und wird durch
die Querkraft Fq = 15 kN belastet. Wie groß sind die Schubspannungen in der Klebnaht
(Stelle 1) und der Stelle 2?
42 2 Einfache Beanspruchungen

z
20 30 20
Fq

1
100

20 2 y
60

150

Abb. 2.34 Klebverbindung

Aufgabe 2.3.5 (***)

Der in Abb. 2.35 dargestellte Träger wird mit einer Querkraft Fq = 150 kN beansprucht.
Wie groß sind die Schubspannungen an den Stellen 0 bis 9?
Hinweis: Lösung mit Gl. 2.64

z
Fq
0
1
40

2a, b
160

40
280

4
5
S yS
150
100

240
50

7a, b
8
40

9
y

Abb. 2.35 Schubbeanspruchter Träger


2.4 Torsionsbeanspruchung 43

2.4 Torsionsbeanspruchung

Die notwendigen Gleichungen und Tabellen aus dem Lehrbuch werden im Folgenden für
den Abschnitt 2.4 aufgeführt:
Torsionsmoment:


T = r ⋅ τ ⋅ dA (2.76)

r
τ = τ max (2.77)
R
R
τ max 2
T=
R ∫r ⋅ dA (2.78)
0

Polares Flächenträgheitsmoment oder polares Flächenmoment 2. Grades:


R
I p = ∫ r 2 ⋅ dA (2.79)
0
Polares Widerstandsmoment Wp:
Ip
Wt = Wp = (2.80)
R
Grundgleichung der Torsion:
T T
τt = = mit τ t =τ max als Spannung in der Außenfaser. (2.81)
Wt Wp

Polares Flächenmoment für den Kreisringquerschnitt:


π
=Ip (da4 − di4 ) (2.83)
32
Polares Flächenmoment für den Vollkreisquerschnitt:
π
Ip = d4 (2.84)
32
Für die Torsionswiderstandsmomente (auch „polare Widerstandsmomente“ genannt)
erhält man aus den polaren Trägheitsmomenten für den Kreisringquerschnitt:

π d a4 − d i4 π D4 − d 4
Wp = ⋅ = ⋅ (2.85)
16 da 16 D
44 2 Einfache Beanspruchungen

und für den Vollkreisquerschnitt


π
Wp = ⋅d 3 (2.86)
16
Vordimensionierung von Vollwellen:

16 ⋅ T
d erf = 3 (2.87)
π ⋅τ t zul

ϕ ⋅r
s =ϕ ⋅ r = γ ⋅ l ⇒ γ = (2.88)
l
Das HOOKE’sche Gesetz lässt sich für Schiebung schreiben:
τ
τ =G ⋅γ ⇒ γ = (2.89)
G
T
γ= (2.90)
Wp ⋅ G
ϕ ⋅r T T ⋅l
= →ϕ= (2.91)
l Wp ⋅ G Wp ⋅ r ⋅ G
Verdrehwinkel ϕ (im Bogenmaß) am Endquerschnitt:
T ⋅l τ ⋅l
ϕ= bzw. ϕ= (2.92)
G ⋅ Ip r ⋅G

Verdreh- bzw. Torsionssteifigkeit einer Welle:


T G ⋅ Ip Nmm
C= = ; [C ] = (2.93)
ϕ l rad
Formänderungsarbeit:

W=
f ∫ T ⋅ dϕ (2.94)

Wf
= ∫ C·ϕ ⋅ dϕ (2.95)

1 1
Wf = ⋅ C ⋅ϕ 2 = ⋅ T ⋅ϕ (2.96)
2 2
l G ⋅ Ip 2 Ip ⋅ l
=Wf ⋅ T 2 und =
Wf ⋅ ϕ sowie
= Wf ⋅τ t2 (2.97)
2 ⋅ G ⋅ Ip 2⋅l 2 ⋅G ⋅ r2
2.4 Torsionsbeanspruchung 45

Torsion dünnwandiger Querschnitte


Torsionsmoment:
T = 2 ⋅τ ⋅ s ⋅ Am (2.98)
1. BREDT’sche Formel:
T
τ= (2.99)
2 ⋅ Am ⋅ s

Die größte Schubspannung τmax tritt an der Stelle mit der kleinsten Wandstärke smin auf:
T T
τ max
= = ≤τ zul (2.100)
2 ⋅ Am ⋅ smin Wt
Torsionswiderstandsmoment für beliebige dünnwandige geschlossene Querschnitte:
Wt = 2 ⋅ Am ⋅ smin (2.101)

Torsion nicht kreisförmiger Querschnitte


T T ⋅l
τt = und ϕ = (2.102)
Wt G ⋅ It

Tab. 2.5 Widerstands- und Flächenmomente bei Verdrehung beliebiger Querschnitte

Wt It Bemerkungen
Größte Spannung am
π 3 π 4 Umfang
3 4
1 d ≈ 0, 2d d ≈ 0,1d Wt = 2Wb
d

16 32
It = Ip

2
π d a4 − d i4 π 4
( 4
da − di ) Wie unter 1
da
di

16 d a 32

Für kleine Wanddicken Aa = Inhalt der von der


äußeren Umrisslinie
Am
um ( Aa + Ai ) smin 2 ( Aa + Ai ) s ⋅ begrenzten Fläche
um Ai = Inhalt der von der
inneren Umrisslinie
s 2 s begrenzten Fläche
3 ≈ 2 Am smin ≈ 4 Am
um Am = Inhalt der von der
Mittellinie umgrenzten
(BREDT’sche Formeln)
Fläche
um = Länge der Mittel-
linie (mittlere Umriss-
linie)
46 2 Einfache Beanspruchungen

Wt It Bemerkungen

4
3 a
0, 208a 0,141a 4 = Größte Spannungen in

a
4 7,11 den Mitten der Seiten.
In den Ecken ist τ = 0.
a

Größte Spannungen in
a
b

a>b ≤5 der Mitte der größten


5 Siehe Tabellenbücher
Seiten. In den Ecken ist
b
a τ = 0.
1,215
0, 208a ⋅ b1,785
Gleichseitiges Dreieck
3 3
a h 4 4 Größte Spannungen in
≈ a h
6 20 13 ≈ der Mitte der Seiten. In
h

46,19 26 den Ecken ist τ = 0.

a
Regelmäßiges Sechseck

1, 511ρ 3 Größte Spannungen in


7 1,847 ρ 4 der Mitte der Seiten

Regelmäßiges Achteck
3
1, 481ρ 4 Größte Spannungen in
8 1, 726 ρ der Mitte der Seiten

Dünnwandige Profile
η η
3bmax
∑ bi3hi 3
∑ bi3hi
h1

b2

b1
h2 Größte Spannungen in
der Mitte der Längssei-
9 h1 ten des Rechteckes mit
b1

der größten Dicke bmax

b2
h2
b3

h3
2.4 Torsionsbeanspruchung 47

Aufgaben zu Abschnitt 2.4

Aufgabe 2.4.1 (*)

Eine Vollwelle ist für ein Antriebsmoment TA = 80 Nm auszulegen. Wie groß muss ihr
Durchmesser d mindestens sein, damit die zulässige Schubspannung τzul = 35 N/mm2 nicht
überschritten wird? Der Durchmesser d ist auf ganzzahlige Werte aufzurunden.

Aufgabe 2.4.2 (*)

Die in Abb. 2.36 dargestellte Welle wird durch ein Torsionsmoment T = 12.000 Nm bean-
sprucht.
Gegeben: d = 100 mm; D = 1,2d; l = 120 mm; G = 81.000 N/mm2; kWe = 2,65 €/kg
a) Wie groß ist die größte Torsionsspannung und wo tritt sie auf?
b) Wie groß ist der Gesamtverdrehwinkel?
c) Welche Materialkosten K M fallen für die Welle an, wenn die Welle aus blankgezoge-
nem Material besteht und nur die beiden Zapfen gedreht werden? Für den Zuschnitt und
das Plandrehen der Wellenzapfen beträgt die Bearbeitungszugabe 10 mm.

l 12l 3l
D
d

T T
Abb. 2.36 Torsionsbeanspruchte Welle

Aufgabe 2.4.3 (***)

Das geschlossene Profil aus Aufgabe 2.2.10 (Abb. 2.25) muss zusätzlich zur Biegung auch
noch ein Torsionsmoment T = 900 Nm aufnehmen. Aus Versuchen ist bekannt, dass sich
das Torsionswiderstandsmoment Wt und das Flächenmoment 2. Grades für Torsion It mit
denjenigen eines Vierkantrohrs 65 × 48 × 3 vergleichen lassen.
Gegeben: G = 80.000 N/mm²; Re = 235 N/mm²; τtF = 150 N/mm²; σbSch = 280 N/mm²;
τtSch = 165 N/mm²; Smin = 1,5
a) Wie groß ist die Torsionsspannung?
b) Wie groß ist der Verdrehwinkel des Profils bei einer Länge von 3.500 mm?
c) Ermitteln Sie, ob das Profil aus S235 für eine Beanspruchung aus Biegung mit σb =
80 N/mm² und der Torsionsspannung aus a) ausreichend dimensioniert ist, wenn Bie-
gung und Torsion schwellend auftreten.
48 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.4.4 (**)

Zur Montage eines Dachgepäckträgers ist dem Teilesatz ein einfacher Drehmomentschlüs-
sel für Innensechskantschrauben SW 5 beigelegt (Abb. 2.37). Ein Sechskantstahl ist (links)
mit seinem abgewinkelten Ende in den Kunststoff-Handgriff eingespritzt. Ein angespitzter
Rundstab als Zeiger, der ebenfalls fest im Handgriff sitzt, zeigt auf eine in Nm kalibrierte
Skala, die drehfest auf dem Sechskant befestigt ist (Zeiger und Skala haben keine Verbin-
dung). Handgriff und Zeiger sowie Skala können als starr angesehen werden.
Gegeben: G = 80.000 N/mm²
a) Welcher Drehwinkel der Skala gehört zu einem Drehmoment von 9 Nm?
b) Wie groß ist dabei der Gesamtverdrehwinkel des Sechskants?
c) Wie groß ist die Spannung im Querschnitt B−B?
d) Schätzen Sie ab, ob die Spannung für E360 zulässig ist.

Abb. 2.37 Drehmomentenschlüssel

Aufgabe 2.4.5 (**)

Stabilisatoren sollen bei Kraftfahrzeugen die Aufbauneigung in Kurven vermindern. Abb.


2.38 zeigt links einen Stabilisator an der Vorderachse eines Nutzfahrzeugs und rechts die
für die Berechnung idealisierte Geometrie und deren Maße. Der mittlere Teil des Stabilisa-
tors wird bei seitlicher Neigung des Aufbaus bzw. des Rahmens verdreht.
Gegeben: G = 78.000 N/mm²

a) Legen Sie den Durchmesser des Stabilisators so fest, dass sich bei einer Kraft F = 10 kN
ein Verdrehwinkel von 10° einstellt.
2.4 Torsionsbeanspruchung 49

b) Ist die dabei auftretende Torsionsspannung zulässig (τ t zul = 750 N/mm²)?


c) Welche Spannungsart(en) tritt/treten im linken und rechten abgewinkelten Teil des Sta-
bilisators auf und wie groß ist/sind sie?

Abb. 2.38 Stabilisator

Aufgabe 2.4.6 (***)

Eine abgesetzte Welle ist an den Enden fest eingespannt. Sie wird gemäß Abb. 2.39 bean-
sprucht.
Zu ermitteln sind:
a) die Torsionsmomente in A und B,
b) die Spannung τt in A und B,
c) der Verdrehwinkel an der Stelle C.
Gegeben: d1 = 60 mm; d2 = 50 mm; d = 300 mm; l1 = 500 mm: l2 = 300 mm; F = 12 kN;
G = 81.000 N/mm2.
Hinweis: Die Verdrehwinkel für den rechten und den linken Teil der Welle sind im Punkt
C gleich!

F A C B
d

d2
d1

F l1 l2

Abb. 2.39 Abgesetzte Welle, links und rechts fest eingespannt


50 2 Einfache Beanspruchungen

Aufgabe 2.4.7 (**)

Die Hinterachse eines Kleinwagens wird als Verbundlenkerachse ausgeführt. Dabei werden
die Längslenker über eine Torsionsfeder der Länge l = 900 mm miteinander verbunden
(siehe Abb. 2.40 a). Bei unterschiedlichen Federwegen des rechten und linken Rades wird
die Torsionsfeder verdreht. Die Torsionsfeder entsteht durch Umformung eines Präzisions-
stahlrohres Ø 60 × 2-S355 (b) zu einem sichelförmigen, dünnwandigen geschlossenen
Querschnitt (c). Die Länge der Mittellinie (mittlerer Umfang) und die Querschnittsfläche
der Rohrwand bleiben bei der Umformung erhalten. Der sichelförmige Querschnitt besitzt
eine von der Außenfaser eingeschlossene Fläche [graue Fläche in d)] von A = 430 mm².
a) Ermitteln Sie das Verhältnis der Widerstandsmomente Wt Rohr/Wt Torsionsfeder.
b) Welche Spannung tritt in der Torsionsfeder bei einem Verdrehwinkel von 15° auf?

Abb. 2.40 PKW-Hinterachse schematisch

Aufgabe 2.4.8 (**)

Das in Abb. 2.41 dargestellte Profil 40 × 40 × 3; 600 mm lang, ist auf halber Länge ge-
schlitzt und wird mit einem Kräftepaar F beansprucht.
Gegeben: F = 4 kN; G = 80.000 N/mm2
a) Wie groß ist das Torsionsmoment T?
b) Wie groß sind der Verdrehwinkel ϕ voll am rechten Ende des geschlossenen Profils und
zwischen dessen linkem und rechtem Ende ϕ Schlitz sowie die Gesamtverdrehung ϕ ges ?

c) Wie groß ist die Spannungτ im geschlossenen und geschlitzten Profil?


2.4 Torsionsbeanspruchung 51

300 18,5

F
3

40
600
3

3
18,5
F
40
Abb. 2.41 Geschlitztes Profil

Aufgabe 2.4.9 (**)

Ein dünnwandiges Rechteckprofil (Abb. 2.42) der Länge l wird wie dargestellt belastet.

Gegeben: F = 5 kN; l = 2 m; E = 2,1·105 N/mm2; G = 81.000 N/mm2

45

a)
60

55

50

F
b)

l
10

Abb. 2.42 Rechteckprofil


52 2 Einfache Beanspruchungen

a) Wie groß ist die maximale Schubspannung für das geschlossene Profil?
b) Wie groß sind die maximale Schubspannung und der Torsionswinkel für das offene
Profil, wobei wegen der geringeren Torsionssteifigkeit die Belastung F und die Länge l
auf ein ¼ reduziert werden?

Aufgabe 2.4.10 (***)

Für das in Abb. 2.43 dargestellte U-förmige Profil ist zu ermitteln


a) das Drillflächenmoment It und das Drillwiderstandsmoment Wt,
b) das übertragbare Torsionsmoment T, wenn τ t zul = 35 N/mm2 nicht überschritten werden
darf.
Gegeben: h1 = h3 = 20 mm; h2 = 150 mm; r = 60 mm; s = 3 mm

h2
s

T r
h1

h3

Abb. 2.43 U-Profil

Aufgabe 2.4.11 (**)

Das in Abb. 2.44 dargestellte Dreikantrohr aus Stahl ist mit einem konstanten Torsionsmo-
ment T belastet. Im Fall a) handelt es sich um ein geschlossenes Profil und im Fall b) um
ein in Längsrichtung geschlitztes Profil.
Gegeben: a = 100 mm; s = 5 mm; l = 3.000 mm; τzul = 100 N/mm2
a) Berechnen Sie das zulässige Torsionsmoment für das geschlossene und das geschlitzte
Profil.
b) Ermitteln Sie die Verdrehwinkel der Endquerschnitte für die unter a) ermittelten Torsi-
onsmomente.
c) Wie groß ist das Verhältnis der beiden Drillflächenmomente 2. Grades?
2.5 Knickung 53

a) b)

a
T T

l a Schlitz

s
Abb. 2.44 Dreikantrohr

2.5 Knickung
Die notwendigen Gleichungen und Tabellen aus dem Lehrbuch werden im Folgenden für
den Abschnitt 2.5 aufgeführt:
Für die Knickkraft FK gilt:
E ⋅ I min
FK ~ (2.103)
lK 2
Bezieht man diese Knickkraft auf die Querschnittsfläche des Stabes, so erhält man die
Knickspannung σK:
FK E ⋅ I min
σK = ~ (2.104)
A A ⋅ lK 2
Trägheitsradius i (imin ist der Trägheitsradius für die Stabachse mit dem minimalen Flä-
chenmoment 2. Grades)

I min 2 I
imin = aus imin = min (2.105)
A A
Schlankheitsgrad λ eines Knickstabes:
lK lK
λ
= = (2.106)
imin I min
A
Knickspannung als Funktion des Schlankheitsgrades:
E ⋅ I min E 2 E
σK ~ = ⋅ imin = (2.107)
2 2
A ⋅ lK lK λ2
54 2 Einfache Beanspruchungen

Elastische Knickung nach EULER


Knickkraft FK, auch EULER-Last:
E ⋅ I min
FK = π 2 ⋅ (2.110)
2
lK

Aus der Knickkraft FK, der Querschnittsfläche A und dem Schlankheitsgrad λ kann die
EULER’sche Knickspannung ermitteln werden:

FK π 2 ⋅ E π 2 ⋅ E ⋅ I min
σK = = = (2.111)
A λ2 l K2 ⋅ A

E
λ min = π ⋅ (2.112)
σP

Tab. 2.6 EULER’sche Knickfälle, Knicklänge, Schlankheitsgrad. Knicklast, Knick-


spannung, Anwendung

F F F
F
lk ≈ 0,7l

lk = 0,5l
lK = 2l

lK = l

l
l
l

Fall 1 2 3 4
freie Knick-
2l l ≈ 0,7l 0,5l
länge lK
Schlankheits- 2⋅ l l 0,7 ⋅l 0,5⋅l
grad λ imin imin imin imin

π 2 ⋅ E ⋅ Imin E⋅I E⋅I E⋅I


Knicklast FK π2⋅ min 2π 2 ⋅ min 4π 2 ⋅ min
4 l2 l2 l2 l2
Knickspan- π 2 ⋅ E ⋅ Imin E⋅I E⋅I E⋅I
π2⋅ min 2π 2 ⋅ min 4π 2 ⋅ min
nung σK 4 l2 ⋅Α l2 ⋅Α l2 ⋅Α l2 ⋅Α
Säulen, Fach- Säulen und Stützen, die fest
Anwendung Masten und Stützen
werkstäbe* eingespannt sind
*deren Einspannungen nicht starr genug sind, um eine Verdrehung der Stabenden zu
verhindern.
2.5 Knickung 55

Knickkraft und die Knickspannung für alle vier Lagerungsfälle nach EULER (Tab. 2.6):

π 2 ⋅ E ⋅ I min π2 ⋅E
FK = und σK = (2.113)
l K2 λ2

Elastisch-plastische Knickung nach TETMAJER


Knickspannung σK in Abhängigkeit des Schlankheitsgrades λ für Werkstoffe des Maschi-
nenbaus:
N
S235: σ K = (310 − 1,14 ⋅ λ )
mm 2
N
E335: σ K = (335 − 0,62 ⋅ λ )
mm 2
N
EN-GJL200: σ K = (776 − 12 ⋅ λ + 0,053 ⋅ λ2 )
mm 2

Tab. 2.7 Knickspannungen in Abhängigkeit vom Schlankheitsgrad


Plastische Knickung nach TETMAJER Elastische Knickung nach EULER
Werk- Gültigkeits- Gleichung für σK Gültigkeits-
stoff π 2E
bereich bereich σK =
λ2
0 < λ < 65 σ K = 235
S235 λ > 104
65 < λ < 104 σ K = 310 − 1,14 ⋅ λ 207
σK =
E335 0 < λ < 88 σ K =335 − 0, 62 ⋅ λ λ > 88 ( λ /100)2
5% Ni-St 0 < λ < 86 σ K = 470 − 2, 30 ⋅ λ λ > 86
98, 7
EN-
GJL200
0 < λ < 80 σ K= (776 − 12 ⋅ λ + 0, 053 ⋅ λ )
2
λ > 80 σK =
( λ /100)2
9, 9
Bauholz 0 < λ < 100 σ K =29, 3 − 0,194 ⋅ λ λ > 100 σK =
( λ /100)2

Für die technische Berechnung können die zulässige Druckspannung und die zulässige
Druckkraft wie folgt ermittelt werden:
σK FK σ K ⋅ A
σ dzul = F=
dzul = (2.114)
Serf Serf Serf
σK ≈ 4 … 2 und zwar mit abnehmenden Schlankheitsgrad λ.
Aus Abb. 2.45 geht der Ablauf der Überprüfung hervor, wie beim elastischen Knicken nach
EULER oder beim elastisch-plastischen Knicken nach TETMAJER zu verfahren ist.
56 2 Einfache Beanspruchungen

Knickung nach EULER ODER TETMAJER

Ermittlung des minimalen Flächenmoments Imin und


der Querschnittsfläche A oder des erforderlichen
Flächenmoments 2.Grades nach EULER:
F ⋅ S ⋅ l2
I erf = K vorh2 K K
π ⋅E

Berechnung des Trägkeitsradius imin


I
imin = min
A

Lagerungsbedingung und Knicklänge lK nach Tab. 2.6

Schlankheitsgrad λ
l E
λvorh = K mit λmin= π ⋅
imin σP

λvorh ≥ λmin λvorh ≤ λmin

EULER TETMAJER

π 2 ⋅ E ⋅ I min
FK zul =
SK ⋅ lK2
FK zul
=
A
SK
(
a − bλ + cλ 2 )
Ermittlung der Knickspannung σK und Ermittlung der Knickspannung σK und
der Knicksicherheit SK nach EULER: der Knicksicherheit SK nach TETMAJER:
FK π 2 ⋅ E π 2 ⋅ E ⋅ I min σ K= a − bλ + cλ 2
σK = =2 = 2
A λ σ lK ⋅ A σK A ⋅ (a − bλ + cλ 2 )
SK = K SK = =
σ d vorh σ d vorh Fvorh

Ist die Sicherheit gegen Knicken nicht gegeben, müssen


die Stabparameter geändert werden (Fläche, Flächen-
moment 2.Grades, Länge, Lagerungsbedingungen; bei
unelastischer Knickung auch der Werkstoff) und der
Knicknachweis muss erneut durchgeführt werden,
solange bis die geforderte Sicherheit SK erf erreicht wird.

Abb. 2.45 Vorgehensweise zum Knicknachweis nach EULER oder TETMAJER


2.5 Knickung 57

Aufgaben zu Abschnitt 2.5

Aufgabe 2.5.1 (*)

Ein beidseitig gelenkig gelagerter Profilstab aus Baustahl S235JR mit einer Länge l = 2.000
mm und einer quadratischen Querschnittsfläche (Abb. 2.46) wird durch die im Flächen-
schwerpunkt angreifende, statisch wirkende Druckkraft F = 50 kN mittig beansprucht.
Werkstoffkennwerte: Re = 235 N/mm²; Rm = 360 N/mm²; E = 210.000 N/mm²
Berechnen Sie die Knickkraft FK, die Sicherheit gegen Knicken SK sowie die Sicherheit
gegen Fließen SF.

Schnitt A−A
l = 2000

z
50

y
50
A A

Abb. 2.46 Gelenkig gelagert Stab

Aufgabe 2.5.2 (**)

Die in Abb. 2.47 dargestellte Stütze hat einen Kreisringquerschnitt und soll eine axiale
Druckkraft von F = 120 kN aufnehmen. Die Länge der Stütze beträgt l = 1.300 mm und der
Außendurchmesser da = 80 mm. Die Stütze ist am unteren Ende fest eingespannt und am
oberen Enden frei beweglich.
Gegeben: Re = 275 N/mm2; Rm = 430 N/mm2; E = 210.000 N/mm2; kRohr = 2,20 €/kg
58 2 Einfache Beanspruchungen

Berechnen Sie die erforderliche Wandstärke s, damit die Belastung von F = 120 kN mit der
notwendigen Sicherheit (SF = 2 und SK = 3,5) ertragen werden kann. Die Druckkraft F
greift mittig an. Welche Materialkosten fallen für die Stütze an?

F F

A−A
z
l

y
A A
s
da

Abb. 2.47 Druckbelastete Stütze

Aufgabe 2.5.3 (**)

Hydraulikfahrstühle werden bei niedriger Hubhöhe bevorzugt, z. B. wenn ein Fahrstuhl


nachträglich in ein bestehendes Gebäude eingebaut werden muss. Die Kabine wird dabei
von einem im Boden eingelassenen Hydraulikzylinder bewegt. Die Kabine wird seitlich
durch Rollen in senkrechten Schienen im Fahrstuhlschacht geführt.
Die Kolbenstange aus E295 eines solchen Hydraulikfahrstuhls (Abb. 2.48) erreicht bei
voller Hubhöhe eine ausgefahrene Länge von l = 3.500 mm. Die Gewichtskraft der Fahr-
stuhlkabine beträgt bei voller Besetzung F = 4,5 kN. Die Kolbenstange ist am Kabinenbo-
den biegesteif befestigt. Ist die Kolbenstange knicksicher bei einem Durchmesser von d =
30 mm und bei einer erforderlichen Knicksicherheit von SK = 5,5?
2.5 Knickung 59

1. Stock-
werk

Kolbenstange

Erdge- 3500
schoss

Zylinder

Abb. 2.48 Hydraulikfahrstuhl

Aufgabe 2.5.4 (**)

Rohrstützen aus Stahl S235JR werden für ein Baugerüst verwendet (Abb. 2.49). Die Stüt-
zen werden auf Druck (statisch) beansprucht und können als beiderseits fest eingespannt
angesehen werden.

Gegeben: Re = 235 N/mm2; E = 210. 000 N/mm2; Rohr Ø 60,3 × 4,5; l = 3.800 mm
a) Wie groß ist die zulässige Druckkraft Fd auf die Rohrstütze, wenn Fließen mit einer
Sicherheit von SF = 1,5 ausgeschlossen sein soll?
b) Wie groß ist die zulässige Kraft F auf die Rohrstütze, wenn ein Ausknicken mit einer
Sicherheit von SK = 4 ausgeschlossen sein soll?
c) Berechnen Sie die Verkürzung Δl der Rohrstütze infolge der maximal zulässigen
Druckkraft.
60 2 Einfache Beanspruchungen

Fd

A−A
Rohrstütze

3800
A A 4,5
Ø 60,3

Abb. 2.49 Rohrstütze

Aufgabe 2.5.5 (**)

Bei einem Eisenbahn-Reisezugwagen mit Luftfederung wird das Drehgestell mit einer Zug-/
Druckstange (Koppelstange) am Wagenkasten angelenkt, da die Luftfeder keine Längskräf-
te übertragen kann (Abb. 2.50). Beim Bremsen tritt in der Koppelstange eine Druckkraft
von F = 32 kN auf. Die Koppelstange besteht aus Rohr Ø 60,3 × 2,6. Als Material für die
Koppelstange wird S355 verwendet.
Profildaten: A = 4,71 cm2; m′ = 3,70 kg/m; I = 19,7 cm4; W = 6,52 cm3; i = 2,04 cm;
a) Welcher Knickfall liegt für die Koppelstange vor?
b) Liegt elastisch-plastisches Knicken oder Euler-Knicken vor?
(Hinweis: Berechnen Sie hierzu den kleinsten Schlankheitsgrad für Euler-Knickung!)
c) Wie groß ist die vorhandene Spannung im Bauteil?
d) Wie groß ist die Sicherheit gegen Knicken?

Wagenkasten
Luftfederbalg

Kopp
elstan
ge Drehgestellrahmen

1800

Abb. 2.50 Reisezugwagen mit Luftfederung


2.5 Knickung 61

Aufgabe 2.5.6 (**)

Der in Abb. 2.51 dargestellte Körper wird durch zwei Stützen aus S235JR (Stab A gelenkig
gelagert, Stab B unten fest eingespannt) abgestützt.
Gegeben: I = 250 cm4; A = 25 cm2; E = 2,1·105 N/mm2; SK = 4
Wie groß darf die Masse des Körpers sein, wenn für beide Stäbe die gleiche Knicksicher-
heit gilt?

5000 3000 2000

4000
A FG B

Abb. 2.51 Körper auf zwei Stützen

Aufgabe 2.5.7 (***)

Für den Druckstab einer Presse aus EN-GJL-200 ist der Querschnitt (die Wanddicke s)
gemäß Abb. 2.52 auszulegen.
Gegeben: F = 125 kN, l = 750 mm; b = 5·s; S = 4
Für den E-Modul EN-GJL-200 ist mit dem Mittelwert zu rechnen.
Überprüfen Sie, ob die Sicherheit mit SK = 4 gegeben ist, und wenn nicht, welche Maßnah-
men schlagen Sie vor?
62 2 Einfache Beanspruchungen

A A
Schnitt A−A
5s

5s

s
s

Abb. 2.52 Druckstab

Aufgabe 2.5.8 (***)

Ein Gasversorger plant einen Kugelhochbehälter gemäß Abb. 2.53 aufzustellen. Der Behäl-
ter ist für einen Betriebsdruck p = 12 bar und einem Volumen V = 15.000 m3 auszulegen.
Die Spannung im Behälter darf σzul = 250 N/mm2 nicht überschreiten. Der Kugelbehälter ist
auf 8 Stützen aufgeständert.

D
20 m

Abb. 2.53 Kugelhochbehälter

a) Ermitteln Sie den Durchmesser D des Kugelbehälters und die erforderliche Wanddicke
s. Die Wanddicke s ist auf volle Zehnerwerte aufzurunden.
2.5 Knickung 63

b) Für die Stützen sollen Rohre Ø 406,4 × 12 aus E335 zum Einsatz kommen. Wie groß ist
die Sicherheit gegen Knicken, wenn Knickfall 4 vorliegt? Die Masse des Gases im Be-
hälter ist mit 130 t anzusetzen.
c) Kalkulieren Sie die Materialkosten für den Kugelbehälter und die 8 Rohrstützen.
k Rohr = 2,60 €/kg; k St = 1,80 €/kg

Aufgabe 2.5.9 (**)

Der in Abb. 2.54 dargestellte Wandkran ist gelenkig gelagert. Am rechten, freien Ende
greift eine Kraft F = 1,5 MN an. Der Ausleger wird durch einen Stützstab IPB 260 aus
E335 abgestützt und kann als beidseitig gelenkig gelagert angesehen werden.
Gegeben: Re = 335 N/mm2; E = 210.000 N/mm2; kI = 1,80 €/kg; m′ = 93 kg/m
a) Wie groß ist die Druckkraft Fd, die auf den Stützstab wirkt?
b) Wie groß sind für den Stützstab die Sicherheiten gegen Fließen und gegen Knicken und
sind sie ausreichend?
c) Kalkulieren Sie die Materialkosten für den Ausleger und den Stützstab, wenn der Stütz-
stab 3,7 m lang ist.

4200
4000
2500
300

Ausleger

F
IPB260
b
ta
s
tz
ü
St

35
35

45°

Abb. 2.54 Wandkran


64

3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Im Folgenden werden die wichtigsten Gleichungen für dieses Kapitel aus dem Lehrbuch [1]
aufgeführt.
Treten in einem Bauteil Zug- bzw. Druckspannungen sowie Biegespannungen gleichzeitig
auf, können diese addiert werden:

Biegung mit Zug: σ max = σ bz + σ z ; σ min = −σ bd + σ z (3.3)

Biegung mit Druck: σmax = −σbd − σd ; σmin = σbz − σd (3.4)


Für Tangentialspannungen – Schubspannungen aus Querkraft sowie Torsion – gilt dies ent-
sprechend; Schubspannungen müssen allerdings wie Vektoren behandelt werden. Die ma-
ximale Schubspannung tritt daher dort auf, wo Schubspannungen aus Querkraft und Tor-
sionsmoment dieselbe Richtung haben:

τ max = τ t + τ q
Maximal- und Minimalspannungen (Hauptspannungen) können beim zweiachsigen Span-
nungszustand aus dem MOHR’schen Spannungskreis berechnet werden. Dieser Kreis hat
die Mittelpunktskoordinaten

σ y +σ x
M 0 (3.17)
2

und den Radius

2
 σ y −σ x  2
r =   + τ yx
 (3.18)
 2 
Daraus ergeben sich folgende Beziehungen für die Hauptspannungen σmax und σmin:

2
σ y +σx σ y −σ x  2
σ max = σ M + r = +   + τ yx
 (3.19)
2  2 

2
σy +σx σ y −σx  2
σ min = σ M − r = −   + τ yx (3.20)
2 2 
 
Wenn Normalspannungen und Tangentialspannungen in einem Bauteil gleichzeitig vorhan-
den sind, muss für den Spannungsnachweis eine Vergleichsspannung ermittelt werden. Im
Folgenden werden die Vergleichsspannungsformeln für den im Maschinenbau häufigen

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016


K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7_3
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 65

Fall angegeben, dass in einem Bauteil Biegespannungen und Torsionsspannungen auftreten.


Je nach Werkstoffeigenschaften werden drei Hypothesen für die Ermittlung der Vergleichs-
spannung unterschieden.
1. Vergleichsspannung nach der Hypothese der größten Normalspannung (NH):

1
σ v =  σ b + σ b 2 + 4τ t 2  ≤ σ zul (3.25)
2 
Die Hypothese der größten Normalspannung liefert eine brauchbare und gute Überein-
stimmung zwischen Versuch und Berechnung bei (überwiegend ruhender) Beanspruchung
von spröden Werkstoffen. Sie wird auch bei Schweißnähten angewendet.
2. Vergleichsspannung nach der Hypothese der größten Schubspannung (SH):

σ v = σ b2 + 4τ t2 ≤ σ zul (3.29)

Die Hypothese der größten Schubspannung liefert eine brauchbare Übereinstimmung zwi-
schen Versuch und Berechnung bei (überwiegend ruhender) Beanspruchung von zähen
(duktilen) Werkstoffen mit ausgeprägter Streckgrenze (großer plastischer Verformbar-
keit).
3. Vergleichsspannung nach der Hypothese der größten Gestaltänderungsenergie
(GEH):

σ v = σ b2 + 3τ t 2 ≤ σ zul (3.30)

Die Hypothese der größten Gestaltänderungsenergie liefert eine gute Übereinstimmung


zwischen Versuch und Berechnung bei (überwiegend ruhender) Beanspruchung von dukti-
len Werkstoffen ohne ausgeprägte Fließgrenze (z. B. Tiefziehstähle: hohes Verfor-
mungsvermögen ohne ausgeprägte Streckgrenze: DC 06; DC 10) sowie insbesondere bei
dynamischer Beanspruchung.
Wenn Normalspannungen und Tangentialspannungen nicht im gleichen Belastungsfall nach
BACH (statisch, schwellend oder wechselnd; siehe [1], S. 165) auftreten, wird dies durch
das Anstrengungsverhältnis α0 berücksichtigt:

1 
σ v =  σ + σ 2 + 4(α0 τ )2  ≤ σ zul für NH (3.32)
2 

σ v = σ 2 + 4(α0 τ )2 ≤ σ zul für SH (3.33)

σ v = σ 2 + 3(α0 τ )2 ≤ σ zul für GEH (3.34)


Oft sind bei der Berechnung von Wellen statt Drehmomenten zu übertragende Leistungen
sowie Drehzahlen gegeben. Die Umrechnung ist mit folgender Beziehung möglich:
66 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

𝑃 = 𝑇∙𝜔
mit P = Leistung, ω = Drehwinkelgeschwindigkeit,
wobei gilt
𝜔 = (2𝜋 ∙ 𝑛)/60
mit n = Drehzahl in min–1.

Aufgaben zu zusammengesetzten Beanspruchungen

Aufgabe 3.1 (*)

Eine Autobahn-Wegweisertafel ist über zwei Halterungen an einem Mast aus Quadratrohr
200 × 200 × 5-S235 befestigt. Der Mast ist am unteren Ende einbetoniert. Zu ermitteln ist
die größte Spannung im Mast aufgrund der mittig auf der Wegweisertafel angreifenden
Windlast FWind = 6 kN. Vereinfachend kann davon ausgegangen werden, dass die Belastun-
gen je zur Hälfte durch die beiden Halterungen auf den Mast übertragen werden.

Abb. 3.1 Autobahn-Wegweisertafel unter Windlast


3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 67

Aufgabe 3.2 (*)

Ein abgewinkeltes Rohr 323,9 × 5,0 wird entsprechend Abb. 3.2 mit einer Streckenlast und
einer Einzelkraft belastet. Berechnen Sie die maximal auftretende Spannung.
Gegeben: F = 10 kN, q = 1 kN/m; l = 5 m

Abb. 3.2 Abgewinkeltes Rohr mit Streckenlast und Einzelkraft

Aufgabe 3.3 (*)

Die Hinterachswelle aus C40E eines Quad (vierrädriges, einsitziges offenes Freizeitfahr-
zeug) wird durch ein Torsionsmoment T = 960 Nm und eine in der Radmittelebene angrei-
fende Radlast FR = 1.800 N belastet. Die durchgehende Hinterachswelle besitzt kein Diffe-
renzialgetriebe. Sie ist mittig in zwei Rillenkugellagern gelagert, die eine feste Einspannung
für das Biegemoment darstellen. In Abb. 3.3 ist nur eine Achshälfte dargestellt. Das Torsi-
onsmoment T wird mittig über ein Kettenrad (Antreiben) bzw. eine Bremsscheibe (Brem-
sen) eingeleitet. Die Achswelle besitzt am Wälzlager eine Nut für einen Wellensicherungs-
ring DIN 471 (siehe Abb. 3.3). Führen Sie einen Sicherheitsnachweis gegen Fließen mit
SFmin = 1,8.

Abb. 3.3 (Halbe) Antriebswelle eines Quad


68 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Aufgabe 3.4 (*)

Mit dem in Abb. 3.4 gezeigten Kranhaken wird eine Last von F = 80 kN angehoben. Zu
ermitteln ist die Beanspruchung im schraffierten ellipsenförmigen Querschnitt.

Abb. 3.4 Kranhaken

Aufgabe 3.5 (***)

Für das in Abb. 3.5 dargestellte Bauteil aus


Vollmaterial sind die Normalspannungen in den
Schnitten C–C, D–D und E–E zu ermitteln und
grafisch darzustellen. Die Schnitte sollen un-
mittelbar am Verbindungspunkt zwischen senk-
rechtem und waagerechtem Balken liegen.
Gegeben: F, A, Wb, l

Abb. 3.5 Durch Einzelkraft belastetes


T-förmiges Bauteil
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 69

Aufgabe 3.6 (**)

Für den in Abb. 3.6 skizzierten Schiffspropeller soll der notwendige Durchmesser d der
Welle aus E335 ermittelt werden („glatten“ Wert wählen!). Auf der Länge l = 12 m darf
der Verdrehwinkel nicht größer als ϕmax = 6° werden. Der Propeller erzeugt bei einem
Drehmoment von T = 350.000 Nm eine Schubkraft F = 1.200.000 N. Zu ermitteln ist die
Sicherheit gegen unzulässige Verformung. Ist die Welle knicksicher (l1 = 10 m)?

Abb. 3.6 Schiffspropeller

Aufgabe 3.7 (**)

Eine Innensechskantschraube M8−8.8 wird mit einem entsprechenden Schlüssel der


Schlüsselweite s = 6 mm mit einer Kraft F = 100 N angezogen. Ermitteln Sie die Spannung
im Schlüsselwerkstoff direkt oberhalb des Schraubenkopfes. Wie groß ist die Sicherheit
gegen Fließen für den Werkstoff 42CrMo4 mit σbF ≈ 1.000 N/mm²?

Abb. 3.7 Schlüssel für Innensechskantschraube


70 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Aufgabe 3.8 (**)

Ein Quadratrohr 100 × 100 × 4-DIN EN-102102 ist mit einer Kehlnaht der Dicke a =
4 mm an einer senkrechten Platte angeschweißt, siehe Abb. 3.7. Zu ermitteln sind die
Spannungen in Bauteil und Schweißnaht.
Hinweis: Die Wurzellinie der Schweißnaht fällt mit der Außenkontur des Quadratrohrs
zusammen; d. h. die Schweißnaht liegt mit der halben Dicke im Bauteil, mit der anderen
Hälfte außerhalb (siehe Skizze der Schweißnahtfläche in Abb. 3.7).
Gegeben: F = 1.500 N; T = 1,2 kNm; l = 1.200 mm

Abb. 3.8 Angeschweißtes Quadratrohr

Aufgabe 3.9 (**)

Ein Hebel aus Flachstahl ist mit zwei Kehlnähten auf ein Rohr aufgeschweißt. Das Rohr
selbst ist linksseitig über eine Kehlnaht mit einer Platte verbunden, Abb. 3.9. Rohr und
Hebel bestehen aus Stahl.
a) Wie groß darf der Innendurchmesser di des Rohres maximal sein, wenn die Gestaltän-
derungsenergiehypothese zugrunde gelegt wird?
b) Wie groß ist die Schubspannung aufgrund des Torsionsmomentes in den Schweißnähten
am Hebel?
c) Wie groß ist die Spannung in der Schweißnaht an der Platte?
Hinweis: Die Schweißnähte (Kehlnähte) liegen mit ihrer Nahtwurzel auf der Außenkontur
des Rohres. Die Schweißnahtfläche (hier Kreisringfläche) wird je mit der halben Dicke
außerhalb bzw. innerhalb des angeschweißten Bauteils angenommen.
Gegeben: b = 150 mm; c = 400 mm; da = 30 mm; F = 300 N; σzul = 150 N/mm²
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 71

Abb. 3.9 Geschweißter Hebel

Aufgabe 3.10 (***)

Die Radsatzwelle aus E335 eines Eisenbahnwagens wird an den Radlagern mit je einer
senkrechten Kraft F = 100 kN aus dem Gewicht des Wagens belastet. Bei langsamer Fahrt
durch einen engen Gleisbogen greift am Spurkranz des linken Rades eine waagerechte
Kraft Fy = 20 kN an. An der mittigen Bremsscheibe wirkt ein Bremsmoment T = 30 kNm,
das sich auf beide Räder je zur Hälfte verteilen soll.
Gegeben: b = 2.000 mm; s = 1.500 mm; r = 500 mm; d = 150 mm; σzul = 150 N/mm²
Zu ermitteln sind
a) der Biegemomentenverlauf,
b) die größte Biegespannung und die größte Torsionsspannung an der Radsatzwelle,
c) die größte auftretende Vergleichsspannung. Wird die zulässige Spannung eingehalten?

Abb. 3.10 Eisenbahnradsatz mit äußeren Kräften und Bremsmoment


72 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Aufgabe 3.11 (**)

Ein Elektromotor mit einer Abgabeleistung P = 20 kW treibt das Ritzel eines Zahnradge-
triebes mit einer Drehzahl n = 120 min–1 an, Abb. 3.11. Das Großrad ist auf der Welle flie-
gend gelagert und hat eine Gewichtskraft von FG = 2,5 kN. Die Radialkraft am Zahneingriff
beträgt ein Drittel der Umfangskraft (Fr = Fu/3). Der Durchmesser der Welle am Großrad
ist nach der Gestaltänderungsenergiehypothese für ein Anstrengungsverhältnis α0 = 0,7 zu
bestimmen.
Gegeben: D1 = 200 mm; D2 = 750 mm; l = 350 mm; σzul = 120 N/mm²

Abb. 3.11 Zahnradgetriebe

Aufgabe 3.12 (*)

Eine Konsole aus Flachstahl (Länge l, Breite b, Höhe h) wird entsprechend Abb. 3.12 durch
eine Kraft F belastet. In der Konsole treten dadurch Normalspannungen infolge Biegung
und Schubspannungen infolge Querkraft auf.
a) Wie groß sind die Normal- und die Schubspannungen an den gekennzeichneten Ele-
menten 1 und 2 an der Einspannstelle (1 z = 0; 2 z = h/2)?
b) Skizzieren Sie qualitativ den jeweils zugehörigen MOHR‘schen Spannungskreis für das
Element 1 und das Element 2.
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 73

Abb. 3.12 Konsole

Aufgabe 3.13 (*)

Zu berechnen sind für die folgenden ebenen Spannungszustände die Hauptspannungen und
deren Hauptrichtungen. Die Ergebnisse sind im MOHR’schen Spannungskreis darzustellen.
a) σ x = 100 N/mm²; σ y = 150 N/mm²; σ yx = 60 N/mm²

b) σ x = 120 N/mm²; σ y = 280 N/mm²; σ yx = −150 N/mm²

Aufgabe 3.14 (**)

Ein dünnwandiges Rohr wird durch ein Biegemoment, ein Torsionsmoment sowie durch
Innendruck belastet. In den Punkten A und B wurden folgende Spannungen gemessen:
Punkt A: σx = 25 N/mm²; σφ = 50 N/mm²; τφx = 50 N/mm²
Punkt B: σx = –25 N/mm²; σφ = 50 N/mm²; τφx = 50 N/mm²
In den Punkten A und B liegt in guter Näherung ein ebener Spannungszustand vor, da das
Bauteil dünnwandig ist. Zu bestimmen sind für beide Punkte die Hauptspannungen, die
Hauptrichtungen und die maximale Schubspannung.

Abb. 3.13 Dünnwandiges Rohr mit ebenem Spannungszustand


74 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Aufgabe 3.15 (***)

Gegeben sei die Antriebswelle mit d = 10 mm aus 42CrMo4 einer Handkreissäge. Rechts
befindet sich das Sägeblatt. Auf der linken Seite ist als Antrieb eine Riemenscheibe
montiert.

Abb. 3.14 Kreissägewelle

Gegeben:
Antriebsleistung P = 1.800 W Durchmesser Riemenscheibe DR = 150 mm
Antriebsdrehzahl nA = 1.100 min–1 Durchmesser Sägeblatt DS = 315 mm
Axialkraft Fa = 50 N Abstand Sägeblatt – Lager l1 = 25 mm
Radialkraft Fr = 75 N Abstand Lager – Lager l2 = 100 mm
Vorspannkraft Fv = 700 N Abstand Lager – Riemenscheibe l3 = 50 mm
Wellendurchmesser d = 10 mm Wellenwerkstoff 42CrMo4
a) Ermitteln Sie die Beanspruchungsverläufe der auftretenden Belastungen.
b) Führen Sie für die am höchsten beanspruchte Stelle einen Festigkeitsnachweis (Sicher-
heit S erf = 2) durch.
c) Alternativ soll untersucht werden, ob eine Welle aus S235 kostengünstiger ist. Dazu
sind folgende Daten gegeben: Kosten Halbzeug 42CrMo4: k 1 = 3,80 €/kg; Kosten S235:
k 2 = 1,20 €/kg

Aufgabe 3.16 (**)

Eine schrägverzahnte Kegelgetriebewelle erfährt durch den Antrieb Radial-, Axial- und
Umfangskräfte. Ermitteln Sie für den Querschnitt A:
a) die größte resultierende Normalspannung,
b) die Vergleichsspannung σ v nach der GEH mit dem Anstrengungsverhältnis α o = 1 und
c) die Sicherheit gegen Fließen bei Verwendung von 38Cr2.
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 75

Gegeben: Axialkraft Fa = 3,6 kN; Radialkraft Fr = 3,6 kN; Umfangskraft Fu = 10 kN;


l = 40 mm; d = 50mm; d0 = 140 mm

Abb. 3.15 Getriebewelle

Aufgabe. 3.17 (*)

Aus nostalgischen Gründen besitzt ein Motorrad einen Kickstarter statt eines Anlassers.
Beim Anlassen beträgt die senkrecht angreifende Kraft F = 2.500 N. Die Kickstarterwelle
ist aus 34Cr4 gefertigt. Berechnen Sie den Durchmesser der Kickstarterwelle mit einer
Sicherheit gegen Fließen von SF min = 1,5. Die Hebellänge des Kickstarters beträgt l1 =
295 mm. Der Kraftangriffspunkt liegt axial l2 = 120 mm entfernt.

Abb. 3.16 Kickstarter

Aufgabe 3.18 (**)

Eine Schraubzwinge aus C40E spannt zwischen den Armen ein Werkstück. Mit einer ange-
nommenen Umfangskraft von Fu = 500 N soll folgendes berechnet werden:
a) Axiale Spannkraft,
b) Widerstandsmoment,
76 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

c) Normalspannung σ N in Querschnitt A,
d) Sicherheit gegen Fließen.
Abmessungen der Schraubzwinge: Steigungswinkel des Gewinde α = 20°; Reibwinkel
ρ = 6°; B = 10 mm; H = 30 mm; s1 = 3 mm; s2 = 2 mm; αo = 1.

Abb. 3.17 Schraubzwinge

Aufgabe 3.19 (**)

Am Handbremshebel eines Fahrrades kann eine Person eine Kraft F = 150 N aufbringen. Er
besteht aus EN AC-AlCu4MgTi. Skizzieren Sie qualitativ den Biegemomentenverlauf
beider Hebelarme A und B bis zu den Querschnitten C und D. Beide Hebelarme haben eine
Dicke von d = 8 mm; die Breiten der Hebelarme sind: bA = 8 mm; bB = 12 mm. Längen:
l1 = 82,5 mm; l2 = 27,5 mm; Abständen der Schnitte C und D: l3 = 75 mm; l4 = 20 mm. Sind
die Sicherheiten gegen Fließen von SF min = 5 in den Querschnitten C und D ausreichend?

Abb. 3.18 Handbremshebel


3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 77

Aufgabe 3.20 (*)

Beim Einsatz eines Küchenhandmixers, Einsätze aus S275JR, treten bei Zubereitung eines
Kuchenteiges folgende Kräfte auf: Axialkraft Fa = 25 N; Radialkraft Fr = 15 N und Um-
fangskraft Fu = 30 N ausgesetzt. Weitere Abmessungen: l = 120 mm; d = 8 mm; d0 =
50 mm. Bestimmen Sie die Vergleichsspannung σv nach der GEH mit einem Anstren-
gungsverhältnis αo = 0,7. Wie groß ist die Sicherheit gegen Fließen?

Abb. 3.19 Handmixereinsatz

Aufgabe. 3.21 (**)

An einer Monitorhalterung kann eine Masse von mmax = 35 kg angehängt werden. Bestim-
men Sie für die Winkel α = 0° und 90° die Vergleichsspannungen nach der GEH. Die Län-
gen der einzelnen Teile sind: l1 = 300 mm; l2 = 200 mm; l3 = 100 mm. Alle Teile bestehen
aus Rundrohr S235JR mit den Abmessungen: D = 30 mm; s = 2 mm. Wie groß ist die
Sicherheit gegen Fließen? Ist unter allen Umständen eine Sicherheit von SF min = 1,5 ge-
währleistet? Wenn nicht, welches Material müssten Sie dann wählen? Alternativ soll unter-
sucht werden, ob eine Ausführung mit einem Rechteckrohr kostengünstiger ist. Falls dies
der Fall ist, wie groß ist dann die prozentuale Ersparnis und wie groß wäre der Gewinn,
wenn eine Stückzahl von n = 25.000 Stück gefertigt werden würde? Wie groß sind die
Kosten KGesamt dann auf jeden Fall?
Folgende Daten für das Rechteckrohr sind gegeben: B = 20 mm; H = 30 mm; s= 3 mm.
Kosten S235JR: k1 = 1,20 €/kg; Kosten S275JR: k2 = 1,30 €/kg; Kosten S335JR: k3 =
1,40 €/kg
78 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Abb. 3.20 Monitorhalterung

Aufgabe 3.22 (***)

Zur Herstellung von Kunststoffteilen soll eine vorhandene Extruderschnecke aus 34Cr4
verwendet werden. Dazu muss geprüft werden, ob sie den Belastungen standhält. Die
Extruderschnecke wird durch den Herstellprozess einem radialen Druck von p1 = 50 bar
ausgesetzt. Der axiale Druck ergibt sich zu p2 = 250 bar. Der Reibwert µ kann mit 0,23
angenommen werden. Die Abmessungen der Extruderschnecke sind: d1= 120 mm; d2 =
80 mm; l = 800 mm. Als Vereinfachung darf angenommen werden, das der radiale Druck
auf einem mittleren Durchmesser gleichmäßig über die Länge angreift. Wegen des Tempe-
ratureinflusses soll eine Sicherheit gegen Fließen von SF min = 2,5 eingehalten werden. Kann
die vorhandene Extruderschnecke verwendet werden oder muss sie aus einem anderen
Material hergestellt werden?

Abb. 3.21 Extruderschnecke1

1
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:3Zoneneschnecke.jpg; aufgerufen am 12.10.2015; Foto:
Ban19
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 79

Aufgabe 3.23 (***)

Für die Zerkleinerung von Gestein wird ein Walzenbrecher mit Pyramidenspitzen einge-
setzt. Zur Einstellung der Korngröße können die beiden Walzen achsparallel verfahren
werden. Der Fußdurchmesser der Walzen beträgt d = 330 mm bei einer Walzenlänge von
l = 600 mm. Für den Durchmesser des Kraftangriffs können Sie mit d0 = 355 mm rechnen.
Die Belastung ergibt sich zu qu =10 kN/mm und qr =2/3 von qu. SF min = 1,5 muss eingehal-
ten werden. Um die Größe des zu zerkleinernden Gesteins zu erweitern, kann eine kleinere
Walze mit einem Durchmesser d = 290 mm (Kraftangriffspunkt d0 = 315 mm) bei sonst glei-
chen Abmessungen, Belastungen und Material verwendet werden. Welcher der folgenden
Werkstoffe kann die Anforderungen an die Walzen erfüllen? Die Berechnungen ergeben
sich nach der GEH mit αo = 1. Berechnen Sie die Vergleichsspannungen, die tatsächlichen
Sicherheiten und die Kosten der Walzenpaare für die gewählten Werkstoffe. Falls beide
Werkstoffe den Anforderungen standhalten, wie groß wäre dann eine prozentuale Ersparnis?
Als Materialien stehen C40E oder 46Cr2 zur Verfügung. Die Kosten betragen für C40E:
k1 = 3,30 €/kg; für 46Cr2: k2 = 4,10 €/kg.

Abb. 3.22 Walzenbrecher mit Pyramidenspitzen2 (nur eine Walze dargestellt)

2
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/Einlauf_Klumpenbrecher.JPG; aufgerufen
am 12.10.2015; Foto: Magnus Manske
80 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Aufgabe 3.24 (*)

Ein Leistungsprüfstand für Pkw besteht aus zwei Scheitelrollen (die antreibenden Räder
stehen dabei direkt oben auf der Scheitelrolle). Das Fahrzeug wird nach vorn und hinten so
abgespannt, dass die Position der Räder stabil bleibt. Der Leistungsprüfstand ist für eine
Achslast von F = 50 kN sowie einer max. Abtriebsleistung von P = 100 kW bei einer Dreh-
zahl n = 8.000 min–1 je Scheitelrolle ausgelegt. Die Welle der Scheitelrollen bestehen aus
E335; die Scheitelrolle hat einen Außendurchmesser von d0 = 400 mm (Rohrprofil). Der
Abtrieb zur Bremseinheit ist seitlich jeder Scheitelrolle über die Welle gewährleistet.
Bestimmen Sie den Durchmesser d der Welle bei einer zul. Spannung σzul = 100 N/mm²
nach der GEH. Vernachlässigen Sie dabei den geringen Einfluss des Querkraftschubes. Das
Rohr der Antriebsrolle ist am Ende mit einer Scheibe und der Welle verschweißt. Die
Scheitelrollen haben eine Länge l2 = 1.600 bei einem Lagerabstand l1 = 2.000 mm.

Abb. 3.23 Antriebsrolle eines Leistungsprüfstands

Aufgabe 3.25 (**)

Gegeben ist ein Schlegelmäher mit einem Mähwerk aus insgesamt 48 Einzelmessern. Diese
sind in vier Reihen à zwölf Messer am Umfang eines Stahlrohres angeordnet. Im Schnitt
sind somit zwölf Messer im Eingriff. Rechnen Sie dabei mit einer gleichmäßigen Belastung
über die Länge l2 = 1.300 mm der Messerreihen. Das Stahlrohr hat einen Außendurchmes-
ser von da = 100 mm, einen Innendurchmesser von di = 90 mm und besteht aus 34CrMo4.
Die zulässige Spannung σzul beträgt 180 N/mm². Durch die Konstruktion der Messer ist der
Kraftangriffspunkt am Umfang bei einem Durchmesser D0 = 300 mm gegeben. Der Ab-
stand der Lagerpunkte beträgt l1 = 1.500 mm. Da der Ort der max. Vergleichsspannung
nicht direkt berechnet werden kann, rechnen Sie die Belastungen für die Mitte des Schle-
gelmähers aus. Gehen Sie davon aus, dass immer nur eine Messerreihe im Eingriff ist.
Folgende Kräfte für eine Messerreihe sind gegeben: Radialkraft Fr = 6 kN; Umfangskraft
Fu = 24 kN; Axialkraft Fa = 4 kN.
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 81

a) Berechnen Sie die Streckenlast in radialer Richtung sowie in Umfangsrichtung.


b) Skizzieren Sie qualitativ den Verlauf der resultierenden Querkräfte und der resultieren-
den Momente (Biegung und Torsion) am Stahlrohr.
c) Berechnen Sie die vorhandene Spannung; ist das Bauteil sicher?

Abb. 3.24 Schlegelmäher

Aufgabe 3.26 (*)

Die Tretlagerwelle eines Fahrrades soll überprüft werden.


Gegeben: F = 2.000 N; Material: C50E; d = 25 mm; SF min = 1,5; l1 = 170 mm;
l2 = 90 mm.
Bestimmen Sie die vorhandene Sicherheit.

Abb. 3.25 Tretlagerwelle


82 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Aufgabe 3.27 (*)

In einer Schlagbohrmaschine ist ein Steinbohrer mit l1 = 500 mm eingespannt. Der Abstand
zur Lagerstelle, an der die Spannung berechnet werden soll, beträgt l2 = 100 mm. Die Kraft
des Bedieners erfolgt aufgrund der Geometrie der Schlagbohrmaschine außermittig. Da-
durch ergibt sich zusätzlich eine Querkraft. Kräfte sind: Fa = 1.000 N; Fr = 160 N; P =
750 W bei n = 2.000 min–1; d = 15 mm. Das Material der Spindel besteht aus C40E.Wie
groß ist die vorhandene Spannung, wenn die Bohrmaschine zum Stillstand (n = 0 min–1)
kommt?

Abb. 3.26 Schlagbohrmaschine

Aufgabe 3.28 (***)

Auf einer Triebwerkswelle befindet sich mittig ein Exzenter zum Antrieb einer Kesselspei-
sepumpe. Lagerabstand l = 400 mm; Pumpenkolbendurchmesser DK = 100 mm; Wasser-
druck pW = 16 bar. Kolbenhub hK = 200 mm; σzul = 40 N/mm²; τzul = 32 N/mm². Berech-
nen Sie:
a) die Stangenkraft = Kolbenkraft; Reibung mit 16 % Zuschlag,
b) das erforderliche Antriebsmoment mit einem Exzenterwirkungsgrad η = 0,7,
c) den Wellendurchmesser d.
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 83

Abb. 3.27 Kesselspeisepumpe

Aufgabe 3.29 (*)

Auf der Planscheibe einer Drehmaschine ist ein Werkstück (Buchse) aufgespannt. Der
Lagerzapfen aus 42CrMo4 hat einen Durchmesser d = 100 mm. Der Abstand des Lagerzap-
fens bis zur Einspannung des Werkstückes beträgt l1 = 200 mm; die max. Werkstücklänge
lW = 1.000 mm. Der Werkstückdurchmesser kann Dmax = 800 mm nicht überschreiten. Die
max. angreifende Spankraft unter 45° darf FS = 6 kN nicht überschreiten. Eine Axialkraft
von Fa = 2 kN darf ebenfalls auftreten. Berechnen Sie die vorhanden Spannungen σb, σN
und τ und berechnen Sie die Vergleichsspannung σV nach der GEH mit αo = 0,7.
84 3 Zusammengesetzte Beanspruchungen

Abb. 3.28 Drehmaschinenspindel

Aufgabe 3.30 (***)

Ein Kragarm liegt in zwei Profilvarianten vor (Rechteckrohr und Rundrohr). Für jede Pro-
filvariante stehen vier alternative Materialien zur Auswahl: S235JR, E335, 38Cr2 und
MgAl8Zn F31. Am Ende des in der Wand festgelegten Kragarmes greift eine Kraft F =
21 kN an. Die Kragarmlänge beträgt: l1 = 350 mm. Es soll immer eine Sicherheit gegen
Fließen von SF min = 1,5 eingehalten werden. Bestimmen Sie für die von Ihnen gewählten
Profile die Kosten aller Varianten für ein Stück und berechnen Sie die prozentuale Verteue-
rung zur günstigsten Variante. Um den Aufwand der umfangreichen Berechnung nicht
ausufern zu lassen, beschränken Sie sich dabei auf folgende Rechteckprofile:
a) B1 = 50 mm bei H 1 = 100 mm,
b) B2 = 60 mm bei H 2 = 100 mm,
c) B3 = 60 mm bei H 3 = 120 mm,
d) B4 = 80 mm bei H 4 = 120 mm,
e) B5 = 80 mm bei H 5 = 140 mm
sowie folgende Rundprofile:
f) d A1 = 42,4 mm,
g) d A2 = 48,3 mm,
h) d A3 = 60,4 mm,
i) d A4 = 76,1 mm.
aus den Tabellen.
3 Zusammengesetzte Beanspruchungen 85

Folgende Kosten sind gegeben: S235: k1 = 1,20 €/kg; E335: k2 = 1,80 €/kg; 38Cr2:
k3 = 2,60 €/kg; MgAl8Zn F31: k4 = 4,80 €/kg

Abb. 3.29 Kragarm mit zwei verschiedenen Profilvarianten


86

4 Durchbiegung

Die Vorgehensweise bei der Lösung von Aufgaben zur Durchbiegung zeigt die Abb. 4.1.

Abb. 4.1 Vorgehensweise bei der Lösung von Aufgaben

Im Folgenden werden die notwendigen Gleichungen aus dem Lehrbuch [1] für dieses Kapi-
tel aufgeführt.

M b (x )
⇒ w′′ = − (4.2)
E⋅I


Fq = − q ⋅ dx (4.3)


M b = Fq ⋅ dx (4.4)

Mb
ϕ=− ∫ EI dx (4.5)


w = ϕ ⋅ dx (4.6)

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016


K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7_4
4 Durchbiegung 87

Außerdem benötigt man oft Werte für Biegelinie, Durchsenkung und Tangentenneigung für
bestimmte Belastungs- und Lagerungsfälle aus Tab. 4.1.

Tab. 4.1 Biegelinien und Verformungen von Balken

Durchbiegungen w
Belastungsfall Gleichung der Biegelinie
Neigung φ

l
F ⋅ l3
Fl 3  3 x 1  x  
3
wF = wmax =
x w= 1 − +    3 ⋅ EI
1 3EI  2 l 2  l  
wmax w B  
Fl 2
φmax ϕmax =
A 2 EI
F

x l
2
Fl 3 x  4  x   F ⋅ l3
w= ⋅ 1−   wF = wmax =
l/2 16 EI l  3  l   48 ⋅ EI
2 W Wmax
 
A φA φ BB Fl 2
F l ϕA = ϕB =
für x ≤ 16 EI
2

2
Fl 3 a  b  x  l x2  2
Fl 3  a   b 
2
w= ⋅ ⋅   ⋅ 1 + −  wF = ⋅  ⋅ 
6 EI l  l  l  b a ⋅ b  3EI  l   l 
x l x1  
a b für x ≤ a
w1 1  l
3 wF ϕA = wF ⋅ 1 + 
2a  b 
A φA w φ BB 2
F Fl 3 b  a  x1  l x12 
w=
1 ⋅ ⋅   ⋅ 1 + −  1  l
6 EI l  l  l  a a ⋅ b  ϕ B = wF ⋅ 1 + 
2b  a 
für x1 ≤ b

Fl 3 a x   x  
2
2
w= ⋅ ⋅ 1 −    Fl 3  a   a 
6 EI l l   l   wF = ⋅   ⋅ 1 + 
x l   3EI  l   l 
a
für x ≤ l
4 φB Fl 2 a 1
A φA w B wF
Fl 3 x1  2a a x x  
2 ϕA = ⋅ = ⋅ϕB
w1 w1 = ⋅ +3 ⋅ 1 − 1   6 EI l 2
C φF 6 EI l  l l l  l  
 
F Fl 2 a  a
für x1 ≤ a ϕF = ⋅ 2 + 3 
6 EI l  l
88 4 Durchbiegung

Durchbiegungen w
Belastungsfall Gleichung der Biegelinie
Neigung φ

Kreisbogen mit dem Radius:

l
ρ=
EI Ml 2
wmax =
M 2 EI
5 x
Näherungsweise: Ml
M wmax w B ϕmax =
φ max 2 EI
Ml 2  x
A w= 1 − 
2 EI  l

l ql 4
wmax =
ql  4 x 1  x 
x 4 4
w 8EI
6 wmax w= 1 − ⋅ +   
B 8 EI  3 l 3  l  
φ max q   ql 3
ϕ max =
A 6 EI

l 5ql 4
wmax =
ql  x  x   x  
4 3 4
φA x wmax φB 384 EI
7 w w=  − 2 +
    
A B 24 EI  l  l   l  
q l/2 ql 3
ϕA = ϕB =
24 EI

M Al 2
l wmax =
9 3 EI
x
M l x 3 x 1 x 
2 2 3
M l
8 w= A  −   +    bei x =
A φA w φB B 3EI  l 2  l  2 l  
  3
MA l
ϕA = = −2ϕ B
3EI
4 Durchbiegung 89

Aufgaben zur Biegeverformung

Aufgabe 4.1 (**)

Ein Heimwerker der Masse m = 80 kg baut ein provisorisches Gerüst aus zwei Böcken und
einer flach darauf gelegten Leiter (zwei Holme, 14 Stufen), siehe Skizze.
Gegeben: g = 10 m/s²

Abb. 4.2 Provisorisches Gerüst mit Leiter

Die Leiterholme bestehen aus Rechteckrohr 50 × 30 × 2,6. Ein Kilogramm Rechteckrohr


hat in Stahl Kosten von 3,20 €, in Aluminium 9,20 €. Vereinfachend ist davon auszugehen,
dass die beiden Leiterholme das auftretende Biegemoment je zur Hälfte aufnehmen und die
die Holme verbindenden Stufen unbelastet sind.
a) Ermitteln Sie die Durchsenkung der Leiter in der Mitte, wenn die Holme aus Stahl und
alternativ aus Aluminium bestehen.
b) Wie hoch sind die maximalen Biegespannungen?
c) Welche Masse haben die beiden Holme aus Stahl bzw. Aluminium?
d) Wie hoch sind die Materialkosten für die Holme je nach Werkstoff?
e) Legen Sie die Leiter in Aluminium so aus, dass die Durchbiegung etwa gleich der Stahl-
leiter ist. Wie hoch ist die Biegespannung, wie hoch sind die Masse und die Kosten?
f) Vergleichen Sie Durchbiegung, Biegespannung, Gewicht und Kosten mit e), wenn die
Stahlholme aus Rechteckrohr 65 × 30 × 1,5 hergestellt werden.
90 4 Durchbiegung

Aufgabe 4.2 (*)

Ein Biegeträger aus zwei hochkant neben einander gestellten I-Profilen DIN1025-S235JR-
IPE400 (siehe Skizze) soll sich unter Streckenlast q in der Mitte um nicht mehr als w max =
L/300 durchbiegen.
a) Welche Streckenlast ist dabei erlaubt?
b) Wird die erforderliche Sicherheit gegen Fließen S F = 1,5 bei dieser Streckenlast ein-
gehalten?

Abb. 4.3 Biegeträger aus zwei I-Profilen mit Streckenlast

Aufgabe 4.3 (***)

Eine Hochwasserschutzwand besteht aus in den Boden einbetonierten IPB-Profilen aus


S235 und Holzbohlen, Abb. 4.5 links. Die maximale Wasserhöhe bis zum oberen Rand
beträgt h = 2 m. Aufgrund des Wasserdrucks ergibt sich eine dreieckförmige Streckenlast
auf die senkrechten IPB-Profile, Abb. 4.5, rechts. Zu ermitteln sind
a) die Gleichung der Biegelinie für die Profile,
b) das Biegemoment an der Einspannstelle,
c) ein geeignetes Profil IPB-DIN 1025-2 für eine zulässige Spannung σ b zul = 150 N/mm²,
d) die seitliche Verschiebung (Durchsenkung) des Profils am oberen Ende.
Gegeben: q0 = 40 N/mm
4 Durchbiegung 91

Abb. 4.4 Hochwasserschutzwand (links) und Streckenlast auf IPB-Profil (rechts)

Aufgabe 4.4 (**)

Für den skizzierten Balken mit der konstanten Biegesteifigkeit EI ist die Verschiebung des
Balkens im Punkt D zu ermitteln.
Gegeben: q, EI, l

Abb. 4.5 Einseitig eingespannter Biegebalken mit mittiger Streckenlast


92 4 Durchbiegung

Aufgabe 4.5 (**)

Für den dargestellten abgesetzten Balken ist die Durchsenkung im Punkt A zu berechnen.
Gegeben: F = 3 kN; a = 300 mm; b = 450 mm; EI1 = 140·109 Nmm²; EI2 = 420∙109 Nmm²

Abb. 4.6 Abgesetzter Biegeträger unter Einzellast

Aufgabe 4.6 (*)

Tiefladefahrzeuge werden wegen der erforderlichen Bodenfreiheit bei Beladung oft mit
Vorsprengung gebaut (siehe Abb. 4.7), d. h. die unbelastete Ladeplattform besitzt eine
Durchbiegung nach oben. Die abgewinkelten (gekröpften) Enden der Längsträger können
als biegestarr angenommen werden, d. h. die elastische Verformung findet zwischen den
Festpunkten A und B statt.
Gegeben: E = 2,1⋅105 N/mm²; I = 12.700 cm4; l = 8 m
a) Berechnen Sie die notwendige Vorsprengung wvor, wenn die Ladefläche über die gesam-
te Länge mit einer Streckenlast q = 20 kN/m beladen wird und die Längsträger verein-
facht als in den Punkten A und B gelagert angesehen werden.
b) Welche Einzellast dürfte maximal in Ladeflächenmitte wirken, wenn wvor aus Aufgaben-
teil a) nicht überschritten werden soll?

Abb. 4.7 Tiefladeanhänger mit Vorsprengung, schematisch


4 Durchbiegung 93

Aufgabe 4.7 (*)

Auf dem Sprungbrett eines Schwimmbades befindet sich im Punkt C eine Person mit der
Gewichtskraft F.
Ermitteln Sie:
a) die Tangente an die Biegelinie im Krafteinleitungspunkt C,
b) die Durchsenkung am rechten Ende des Brettes im Punkt D,
c) die Durchbiegung des Brettes in der Mitte zwischen den Auflagern A und B,
d) die zusätzliche Durchsenkung im Punkt D, wenn sich aus dem Wasser heraus eine Per-
son mit der Gewichtskraft F/2 im Punkt D an das Brett hängt.

Gegeben: F, EI, l, a, b

Abb. 4.8 Sprungbrett eines Schwimmbades

Aufgabe 4.8 (*)

Ein Bootsanhänger mit einer Zentraldeichsel der konstanten Biegesteifigkeit EI wird wie in
der Skizze dargestellt belastet.

a) Berechnen Sie die Durchsenkung der Deichsel im Punkt A.


b) Ermitteln Sie die Länge c für a = b = l/2 , wenn im Punkt A keine Durchsenkung der
Deichsel auftreten soll.
94 4 Durchbiegung

Abb. 4.9 Bootsanhänger und zu berechnendes Ersatzsystem

Aufgabe 4.9 (***)

Ein Träger ist gemäß Abb. 4.10 bei A fest eingespannt und bei B elastisch auf einer Feder
mit der Federkonstante c gelagert. Im unverformten Zustand liegen A und B auf gleicher
Höhe und die Feder ist spannungslos. Bestimmen Sie die Durchsenkung im Punkt B.
Gegeben: l = 3 m; a = 2 m; F = 18 kN; c = 1,2 kN/mm; E = 210.000 N/mm²;
Iy = 3.830 cm4

Abb. 4.10 Elastisch gestützter Träger

Aufgabe 4.10 (***)

Der beidseitig einbetonierte Träger mit der Länge l und der Biegesteifigkeit EI wird durch
die Streckenlast q belastet. Berechnen Sie die Durchsenkung in Balkenmitte.
Gegeben: q, l, EI
4 Durchbiegung 95

Abb. 4.11 Beidseitig eingespannter Träger mit Streckenlast

Aufgabe 4.11 (**)

Ein statisch bestimmt gestützter T-förmiger Rahmen aus Vierkantrohr (Abb. 4.12) mit der
Biegesteifigkeit EI wird an seinem Ende im Punkt P4 durch eine äußeres Biegemoment Mby
(um die y-Achse) sowie im Punkt P5 durch eine äußere Kraft F belastet. Die Auflager P1, P2
und P4 lassen keine Durchsenkung, aber eine Tangentenneigung und eine Verdrehung um
die Längsachse der Vierkantrohre zu. .Die Auflagerkräfte F1, F2 und F4 in den Punkten P1,
P2 und P4 sind gegeben.
Berechnen Sie die Durchsenkung des Punktes P5 (Angriffspunkt der äußeren Kraft F).
Gegeben: F; F1 = F2 = (2/3)⋅F; F4 = −F/3; Mby = (2/3)⋅F⋅ l; EI

Abb. 4.12 T-förmiger Rahmen unter Kraft- und Momentenbelastung


96 4 Durchbiegung

Aufgabe 4.12 (**)

In der Müllereitechnik werden so genannte Schwingsiebe verwendet, deren Prinzip in Abb.


4.13 dargestellt ist: Das eigentliche Sieb liegt waagerecht und stützt sich über senkrechte
Blattfedern ab. Die Federn sind am Fundament und am Siebrahmen biegesteif angeschlos-
sen. Ein Kurbeltrieb sorgt für eine oszillierende Bewegung des Siebes. Zu ermitteln ist die
Gleichung der Biegelinie sowie das Einspannmoment einer Blattfeder am Sieb, wenn pro
Feder eine waagerechte Kraft F am Sieb wirkt.

Abb. 4.13 Auf Blattfedern gelagertes Schwingsieb; rote und blaue gestrichelte Linien:
Verformungszustand der Blattfedern in den Endlagen des Siebes

Aufgabe 4.13 (*)

Für das in Abb. 4.13 dargestellte Schwingsieb soll der Antrieb ausgelegt werden. Welche
Kraft F ist je Blattfeder notwendig, wenn der Schwingweg f = ± 100 mm betragen soll?
Wird die zulässige Spannung eingehalten?
Gegeben: Blattfedern mit Rechteckquerschnitt, Dicke h = 3 mm, Breite b = 40 mm,
Länge l = 1.000 mm; Werkstoff: Federstahl 51CrV4 mit E = 2,06·105 N/mm²,
σb zul = 700 N/mm²

Aufgabe 4.14 (*)

Ein Autobahn-Wegweiser ist als 3 × 3 m große Tafel mittels zweier Halterungen an einem
Mast aus Quadratrohr 200 × 200 × 5-S235 befestigt, Abb. 4.14. Der Mast ist am unteren
Ende in einem Betonfundament eingespannt. Bei Sturm wird in Tafelmitte eine maximale
Kraft von FWind = 6 kN ausgeübt, die zu gleichen Teilen über die obere und untere Halte-
rung auf den Mast wirkt.
Zu ermitteln sind die Verschiebung des oberen Mastpunktes sowie die maximale Spannung
im Mast.
4 Durchbiegung 97

Abb. 4.14 Autobahn-Wegweiser mit Windlast

Aufgabe 4.15 (**)

Berechnen Sie die Verschiebungen (Durchsenkungen) des T-förmigen Balkens in den


Punkten B und C sowie die Verschiebung des Punktes D in waagerechter Richtung. Alle
Teilabschnitte besitzen die Länge l und die Biegesteifigkeit EI. Der Anschluss des senk-
rechten Trägers an den waagerechten ist biegesteif.
Gegeben: F; EI; l

Abb. 4.15 Eingespanntes Trägersystem mit Einzellast


98 4 Durchbiegung

Aufgabe 4.16 (*)

Ein bei C fest eingespannter Träger (I-Profil DIN 1025-S235JR-I240) der Länge l = 6.000
mm soll bei A auf einem Lager aufliegen. Dieses hat sich jedoch um den Betrag a gesenkt,
so dass der Träger im Punkt A nicht gestützt wird. Wie groß darf die Durchsenkung a ma-
ximal sein, ohne dass die zulässige Biegespannung σb zul = 150 N/mm² überschritten wird?

Abb. 4.16 Einseitig eingespannter Träger mit mittiger Einzellast

Aufgabe 4.17 (*)

Der dargestellte Träger IPE270-DIN1025-S235JR ist an der Stelle A fest eingespannt. Er


wird durch die Kräfte F1 und F2 und sein Eigengewicht belastet.
Gegeben: l = 3 m; a = 2,25 m; E = 210.000 N/mm²; F1 = 12 kN; F2 = 9 kN; g = 10 m/s²
Profilwerte für IPE270: m′ = 36,1 kg/m; Iy = 5.790 cm4; Wy = 429 cm³

Abb. 4.17 Einseitig eingespannter Träger mit zwei Einzellasten und Eigengewicht
4 Durchbiegung 99

a) Wie groß ist die Durchbiegung w B am rechten Trägerende im Punkt B?


b) Wie groß ist die Sicherheit gegen Fließen?

Aufgabe 4.18 (*)

Eine abgesetzte Welle ist in den Punkten A und B gelagert und durch zwei Einzelkräfte F1
und F2 belastet, siehe Abb. 4.18. Zu berechnen sind der Tangentenneigungswinkel im
Punkt B und die Durchsenkung im Punkt C.

Abb. 4.18 Abgesetzte Welle

Aufgabe 4.19 (**)

Für das abgewinkelte Rohr aus Aufgabe 3.2 soll die Durchsenkung im Punkt C berechnet
werden.
Gegeben: l, q, F, EI, GIp

Abb. 4.19 Abgewinkeltes Rohr


100 4 Durchbiegung

Aufgabe 4.20 (*)

Zwei eingespannte Träger sind durch ein Gelenk verbunden. Der linkere, längere Teil der
Länge 2l ist durch eine Streckenlast q belastet. Zu berechnen ist die Gelenkkraft FB und die
Durchsenkung im Gelenk wB.

Abb. 4.20 Gelenkig verbundene, eingespannte Träger

Aufgabe 4.21 (***)

Für den Rahmen einer Spindelpresse sollen die Schnittgrößen an der Krafteinleitungsstelle
sowie das Einspannmoment an der Grundplatte berechnet werden, Abb. 4.21. Vereinfa-
chend kann davon ausgegangen werden, dass der Rahmen durchgängig die Biegesteifigkeit
EI besitzt.

Abb. 4.21 Spindelpresse; links: Konstruktionsskizze (nach [2], Kap.8);


rechts: vereinfachter Rahmen für Berechnung
4 Durchbiegung 101

Aufgabe 4.22 (***)

Stadtbahn- und Straßenbahnwagen besitzen im Gegensatz zu Eisenbahnwagen oft innen


gelagerte Radsätze, Abb. 4.22, d. h. die Wälzlager befinden sich zwischen den Rädern eines
Radsatzes. Aufgrund der Verformung der Radsatzwelle verschiebt sich der Radaufstands-
punkt zwischen Rad und Schiene nach außen. Um Probleme bei der Spurführung zu ver-
meiden, ist diese Verschiebung Δs begrenzt. Für den dargestellten Radsatz ist der Mindest-
Durchmesser der Radsatzwelle bei statischer Beanspruchung zu ermitteln. Dabei soll pro
Radseite die maximale Verschiebung des Radaufstandspunktes Δs/2 = 2 mm eingehalten
werden. Die Radscheiben können als starr angenommen werden. Außerdem ist die maxima-
le Biegespannung für einen „glatt“ zu wählenden Durchmesser der Radsatzwelle als Voll-
welle zu berechnen. Schließlich ist die Durchsenkung der Radsatzwelle in der Mitte zu
ermitteln.

Gegeben: F = 30.000 N; a = 200 mm; b = 1.100 mm; r = 300 mm; s = 1.500 mm;
E = 2,1·105 N/mm²

Abb. 4.22 Radsatz eines Stadtbahnwagens


102 4 Durchbiegung

Aufgabe 4.23 (*)

Die beiden gelenkig verbundenen Balken werden spannungsfrei montiert. Dann wird ihre
Temperatur um Δϑ erhöht. Wie groß sind danach die Einspannmomente an den Stellen 1
und 2? Dehnungen infolge Normalkräften sollen vernachlässigt werden.
Gegeben: l = 1 m; ESt = 2,1·105 N/mm²; I = 120 cm4; Δϑ = 30 K; α = 1,4·105 K–1

Abb. 4.23 Gelenkig verbundene Balken

Aufgabe 4.24 (**)

Zwei Balken sind über ein verschiebliches Gelenklager aufeinander abgestützt, siehe Abb.
4.24. Beide Balken haben die skizzierte Hohlform. Wie groß ist die Durchbiegung an der
Kraftangriffsstelle?
Gegeben: l = 500 mm; B = 20 mm; b = 18 mm; H = 30 mm; h = 28 mm;
ESt = 2,1 ·105 N/mm²; F = 100 N

Abb. 4.24 Aufeinander abgestützte Balken (oben); Balkenquerschnitt (unten)


4 Durchbiegung 103

Aufgabe 4.25 (*)

In einem Großgetriebe ist die Zwischenwelle (Durchmesser d) dreifach gelagert, Abb. 4.25.
Aufgrund von Fertigungstoleranzen wird das mittlere Lager um 0,5 mm zu hoch eingebaut.
Die Lager in A und B sind Tonnenlager und erlauben eine Schrägstellung der Welle.
a) Welche Radiallasten erhalten dadurch die drei Lager?
b) Wie groß ist die Winkelstellung der Welle in den beiden äußeren Lagern?
c) Wie groß ist die durch den Einbau der Welle hervorgerufene Biegespannung?
Gegeben: d = 120 mm; l = 1.500 mm; E = 2,1·105 N/mm²

Abb. 4.25 Dreifach gelagerte Welle, Höhenversatz am mittleren Lager


104

5 Ergebnisse

5.1 Ergebnisse zu Kapitel 1

Aufgabe 1.1
a) σ A−A = 59,93 N/mm2; σ B−B = 291,67 N/mm2

b) σ zSch = 291,67 N/mm2·1,5 = 437,5 N/mm2, gewählt E335GC mit σ zSch = 470 N/mm2
c) m = 2.671,78 kg; K M = 4.656,22 €

Aufgabe 1.2
a) ε = 0,75 %
b) ∆l =1,2 mm

Aufgabe 1.3
∆l = 0,381 mm

Aufgabe 1.4
a) σ1 = 105 N/mm2; σ2 = 85 N/mm2
b) F = 393.091,78 N ≈ 393 kN

Aufgabe 1.5
∆l = 0,625 mm; F = 84.175 kN; σS ≈ 268 N/mm2; σH ≈ 388 N/mm2

Aufgabe 1.6
a) σ z = 142,62 N/mm2
b) Wahl des Werkstoffes bei wechselnder Belastung und einer Sicherheit gegen Fließen
von S F = 2: σ zW = σ z · S F = 285,24 N/mm2, gewählt nach Tabelle (Aufgabe 1.1)
E335GC mit σ zW = 300 N/mm2.
c) W f = 57,7 kNm
d) m = 12.061,2 kg; KM = 19.838,72 €

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016


K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7_5
5.1 Ergebnisse zu Kapitel 1 105

Aufgabe 1.7
Konstruktion des Dauerfestigkeitsdiagramms mit den gegebenen Werten Rp0,2 = 570
N/mm², σSch = 520 N/mm², und σW = 330 N/mm²

σD
N/mm2
6 5
Rp0,2 570
7
σSch 520

σa
400
1
σW 330

σa
200

100
45° 4
0 σm
100 200 3 300 400 500 Rp0,2
N/mm2
-100

-200

σW -330 2

½σSch

Abb. 5.1 Dauerfestigkeitsschaubild (DFS) nach Smith

Aufgabe 1.8
a) Konstruktion des Smith-Diagrammes mit den gegebenen Werten R eH = 900 N/mm2; R m
= 1.000 N/mm2 und σ W = 500 N/mm2 (Abb. 5.2).

b) Die Schwellfestigkeit beträgt σ Sch = 750 N/mm2 (σ min = 0 N/mm2, σ max = σ Sch = 750
N/mm2)
c) Bei der Mittelspannung σ m = 650 N/mm2 ergibt sich eine Ausschlagspannung σ a =
250 N/mm2. Mit einer Sicherheit S D = 2 folgt daraus σ a zul = 125 N/mm2.
106 5 Ergebnisse

σD
N/mm2
1
Rm 1000
2
ReH 900
4
σSch 750

σW 500

100 45°
0 σm
100 500 800 1000
-100 N/mm2

σW -500

Abb. 5.2 Dauerfestigkeitsschaubild (DFS) für ReH = 900 N/mm², Rm = 1.000 N/mm2,
σW = 500 N/mm2

Aufgabe 1.9
Konstruktion des DFS für den S235JR mit den gegebenen Werten. Ermittlung der Ober-
spannung σo, der Unterspannung σu, der Mittelspannung σm und der Ausschlagspannung
σa. Aus dem Dauerfestigkeitsschaubild (DFS, Abb. 6.5) ergibt sich eine Ausschlagsspan-
nung σa DFS = 150 N/mm2. Mit diesem Wert und der berechneten Ausschlagspannung σa =
30 N/mm2 errechnet sich die vorhandene Sicherheit zu SD vor = 5.

Aufgabe 1.10
a) Die Gelenkstange ist für einen Durchmesser d = 32 mm auszulegen.
b) Die Sicherheit gegen Dauerbruch ergibt sich, da es sich um eine rein wechselnde Bean-
spruchung handelt zu, S D = 3,2.
c) Die konstant wirkende Kraft verschiebt die Spannungskurve um σ ≈ 150 N/mm2 in den
Zugbereich. Es ergibt sich eine um 150 N/mm2 aus der Nulllage nach oben verschobene
Spannungskurve (Abb. 6.6) mit einer Amplitude (Ausschlagspannung σ a ) von 125
N/mm2.
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 107

Zur Bestimmung der maximal ertragbaren Ausschlagspannung ist ein Dauerfestigkeits-


schaubild aus den gegebenen Werten R m , R p0,2 , σ Sch und σ W zu konstruieren (Abb. 6.7).
Die Sicherheit gegen Dauerbruch kann mit folgenden Annahmen bestimmt werden:
Annahme 1: Nur die zeitlich veränderten Anteile der Belastung werden betrachtet. Bei
einer Mittelspannung von σm = 125 N/mm2 wird ein Wert σa zul = 370
N/mm2 aus dem DFS abgelesen. Damit ergibt sich SD = 2,96
Annahme 2: Bei einer Mittelspannung σm = 275 N/mm2 aus zeitlichem und konstanten
Wert wird σ′a zul = 335,5 N/mm2 aus dem DFS abgelesen. Damit ergibt
sich S′D = 2,68
Die Sicherheit gehen Fließen beträgt SF = 2,47.

5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2

5.2.1 Ergebnisse zu Abschnitt 2.1

Aufgabe 2.1.1
a) σ A−A = 43,21 N/mm2; σ B−B = 108,92 N/mm2

b) F = 206.570 N

Aufgabe 2.1.2
Der Stahlkern und die Kunststoffummantelung sind parallel angeordnet.
∆l = 250,15 mm, Zugspannung: σK = 525,32 N/mm2; σUm = 30 N/mm2

Aufgabe 2.1.3
Die Spannung in der Schweißnaht beträgt σ = 49,35 N/mm2 und τ = 70,5 N/mm2.

Aufgabe 2.1.4
a) F S = 24,61 (m/s2) ·m

b) m = 8.951,2 kg

c) m* = 4.897,42 kg

d) K M = 14.321,92 €
108 5 Ergebnisse

Aufgabe 2.1.5
a) σ(x) = ρ · g · l· [1 – (x/l)] + m · g/A

b) σ 1 = 4,43 N/mm2

c) ∆l = 0,235 mm

Aufgabe 2.1.6
a) σ = 95,35 N/mm2

b) l = 15.594 m

c) F max = 176.263,5 N

Aufgabe 2.1.7
F = 12.600 N

Aufgabe 2.1.8
σ1 = 129,75 N/mm2; σ2 = −111,125 N/mm2; p ≈ 18,5 N/mm2

Aufgabe 2.1.9
a) ∆ϑ = 188,5 K

b) ∆ϑ = 61,7 K

Aufgabe 2.1.10
a) F = 158,143 N

b) w C = −0,088 mm

c) σ 1 = 253 N/mm2; σ 2 = −175,7 N/mm2

Aufgabe 2.1.11
a) d = 20 mm

b) p = 83,33 Ν/mm2
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 109

Aufgabe 2.1.12
a) Spannungen im zylindrischen Behälterteil: σ t = 75 N/mm2; σ a = 37,5 N/mm2
Spannung im halbkugelförmigen Behälterteil: σ a = 37,5 N/mm2

b) Materialkosten K M = 1.894 €

Aufgabe 2.1.13
a) σ t = 175 N/mm2; s = 25 mm; r 1 = 2.500 mm
b) σ t = 175 N/mm2; σ a = 87,5 N/mm2; σ a1 = 175 N/mm2

Aufgabe 2.1.14

2 ⋅ s1 ⋅ E1
pi + (α1 − α 2 ) ∆ϑ
r1
a) pa =
r ⋅s ⋅E
1+ 2 1 1
r1 ⋅ s2 ⋅ E2

b) σ 1 = 25,5 N/mm2; σ 2 = 44,6 N/mm2


c) σ 1 = 57,14 N/mm2
d) K MCu = 5.420,11 €; K MSt = 800,26 €

Aufgabe 2.1.15

F ( x) 1 2 1   x 2 
a) σ ( x=
)
A
= ( )
ω ⋅ ρ l 2 − x 2= ω 2 ⋅ ρ ⋅ l 2 1 −   
2 2   l  
b) σ A = 1,54 N/mm2
c) ∆l = 0,092 mm

5.2.2 Ergebnisse zu Abschnitt 2.2

Aufgabe 2.2.1
Biegemomente und Biegespannungen

Stelle 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Mbi Nm 22,5 36,5 53,75 67,75 85,25 88,75 71,5 75 91,25
2
σbi N/mm 15,2 24,7 36,4 45,8 57,7 60 48,4 50,75 61,7

Materialkosten KM = 3.282,82 €
110 5 Ergebnisse

Aufgabe 2.2.2
a) σby = 154,24 N/mm2
b) SF = 1,52
c) Mbz = 7,3 kNm

Aufgabe 2.2.3
yS = 17,44 mm

Aufgabe 2.2.4
zS = 23,02 mm; Iy = 463.988,6 mm4; Iz = 710.869,34 mm4

Aufgabe 2.2.5
a) zS =14,11 mm
b) Iy = 180.721 mm4
a 
c) FAx= F ⋅ cos α ; FBz = F  + 1 sin α
l 
d) Siehe Abb. 6.15.
e) M b max = M bB = FAz ⋅ l = F ⋅ a ⋅ sin α
 a ⋅ sin α cos α 
σ max σ=
f)= zb + σ z F  ⋅ eo + 

 Iy A 

Aufgabe 2.2.6
a) Iy = 24.850.000 mm4
b) σb vorh ≈ 67 N/mm2
c) S = 3,5 > Serf = 3

Aufgabe 2.2.7
a) F ≈ 68,1 kN
b) σb D−D ≈ 82 N/mm2
c) KM = 479,26 €

Aufgabe 2.2.8
F1 ≈ 14,6 kN; F2 ≈ 39,7 kN
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 111

Aufgabe 2.2.9
a) Biegemomentenverlauf: M b max ≈ 6 kNm

Mb max

A B

b) zS = 65,22 mm
c) Iy ges = 18.585.186 mm4
d) σb max = 21,1 N/mm2

Aufgabe 2.2.10
a) zges = 41,1 mm

b) Iy ges = 542.279 mm4


c) σb max ≈ 70 N/mm2

Aufgabe 2.2.11
a) Mb max = 28,125 kNm
b) zS = 58,67 mm; Iy ges = 14.949.333,4 mm4
c) σbo = 134,2 N/mm2; σbu = 110,4 N/mm2
d) σbo = σb max = 134,2 N/mm2 < σb zul = 150 N/mm2, gewählt aus Tabelle (Aufgabe 1.1)
E295

Aufgabe 2.2.12
a) M b max

M b F1 = FA ⋅ l1 = 27.750 N ⋅1.000 mm = 27.750.000 Nmm = M b max


M b F2 = FB ⋅ l2 = 24.250 N ⋅ 750 mm = 18.187.500 Nmm
4
b) Flächenmoment 2. Grades I y = 17.887.788 mm
2
c) σ b = 93,1 N/mm
d) SF = 1,83 > 1,5 und SB = 2,22 > 2
112 5 Ergebnisse

Aufgabe 2.2.13
a) Biegemomentenverlauf und M bmax
M b max = FA ⋅ a = 12.750 N ⋅ 2.350 mm = 29.962.500 Nmm

A B

Mb max
2
b) Biegespannung in der Randfaser: σ b zul = 0,4 ⋅ 0,8 ⋅ Re = 107, 2 N / mm ;
I y = 37.391.666, 67 mm 4
2
=σ b 80, 13 N / mm= ≤ σ zul 107, 2 N / mm 2
c) Biegespannung in Höhe der Schweißnaht: σ bSch = 68,11 N/mm 2

d) Sicherheit gegen Fließen S vorh = 4,18

Aufgabe 2.2.14
a) Biegespannungen im Schnitt A−A und B−B:

I y A− A = 1.489.882.500 mm 4 und σ b A− A = 241, 63 N/mm 2

I y B− B = 956.632.500 mm 4 und σ b B− B = 287, 47 N/mm 2


b) Werkstoff, der einer schwellenden Belastung und der geforderten Sicherheit von 1,5
genügt.
σbSch = σb B−B ·S = 287,5 N/mm2·1,5 = 431,25 N/mm2
Gemäß Tabelle (Aufgabe 1.1) gewählt E295GC mit σbSch = 440 N/mm2

Aufgabe 2.2.15
a) M b max = 8.640.000 Nmm
b) zS = 159,31 mm
c) Iy ges = 44.130.798 mm4
d) σbo ≈ 18 N/mm2; σbu ≈ 31 N/mm2
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 113

5.2.3 Ergebnisse zu Abschnitt 2.3

Aufgabe 2.3.1
a) F = 48.255 N
b) l = 25,6 mm

Aufgabe 2.3.2
Die Kraft F verteilt sich auf 4 Schweißnahtflächen:
F = 203.646,75 N ≈ 204 kN

Aufgabe 2.3.3
Zur Berechnung der zu übertragenden Schubkraft pro Länge werden das Flächenträgheits-
moment Iy und das Flächenmoment H(z) benötigt.
2
Schubspannung τ ( z ) = 42,53 N/mm ;
2
Schubspannung in der Schweißnaht: τ s = 53,16 N/mm

Aufgabe 2.3.4
2
Schubspannung Stelle 1: τ ( z )1 = 1,44 N/mm ;
2
Schubspannung Stelle 2: τ ( z )2 = 2,03 N/mm

Aufgabe 2.3.5
Schubspannungen an den Stellen 0 – 9:
Gesamtschwerpunkt zS bezogen auf das vorgegebene y-z-Koordinatensystem:
zS =12,4 cm
4
Gesamtflächenmoment Iy = 25.305,6 cm .

Zur Berechnung der Schubspannungen an den Stellen 0 … 9 muss die jeweilige Restfläche
Ai und der dazugehörige Schwerpunktabstand z i ober- und unterhalb der Schwerpunktachse
yS bestimmt werden.
114 5 Ergebnisse

Stelle zi z i cm ∆Ai bi z i ⋅ ∆Αi z i ⋅ ∆Αi z i ⋅ ∆Αi τ


cm cm2 cm cm 3 τ = Fq N/mm2
I y ⋅ bi I y ⋅ bi
cm–2 N/cm2
0 15,6 15,6 0 16 0 0 0 0
1 13,6 14,6 32 16 467,2 0,00115 173 1,73
2a 11,6 13,6 64 16 870,4 0,00215 322 3,22
2b 11,6 13,6 64 4 870,4 0,00869 1.289,8 12,9
3 6,6 12,53 84 4 1.052,5 0,01039 1.559,7 15,6
4 1,6 10,91 104 4 1.134,6 0,01121 1.681,3 16,8
5 0 10,32 110,4 4 1.139,3 0,01126 1.688,3 16,9
6 –3,4 –9,62 116 4 1.116,4 0,01103 1.654,4 16,5
7a –8,4 –10,4 96 4 998,4 0,00986 1.479,5 14,8
7b –8,4 –10,4 96 24 998,4 0,00164 246,6 2,47
8 –10,4 –11,4 48 24 547,2 0,00009 135,1 1,35
9 –12,4 –12,4 0 24 0 0 0 0

5.2.4 Ergebnisse zu Abschnitt 2.4

Aufgabe 2.4.1
d 22,66
= mm, gewählt d 24 mm

Aufgabe 2.4.2
a) Die größte Torsionsspannung tritt in den dünneren Endteilen mit dem Durchmesser d
2
auf. τ t = 61,1 N/mm
b) ϕges 0,0181
= = rad 1,04°
c) K M = 454,07 €

Aufgabe 2.4.3
2
a) τ t ≈ 54 N/mm

b) ϕ 0,0902 rad ≈ 5,17°


=
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 115

c) Mit Hilfe der Vergleichsspannung (GEH; α 0 =1) soll untersucht werden, ob die Sicher-
heit ausreichend ist.

σ v ≈ 123 N/mm 2 ; S ≈ 2,28 > Smin =


1,5 ⇒ richtig bemessen!

Aufgabe 2.4.4
a) ϕ 0,1715
= = rad 9,83°

b) ϕges ≈ 21°
2
c) τ t = 381,2 N/mm ; Re ≈ 360 N/mm2 ⇒ τtF ≈ 0,65·360 N/mm2 ≈ 234 N/mm2 < 381
N/mm2. Gemäß Tabelle Aufgabe 1.1 würde ein E360 GC mit τtF = 390 N/mm2 die For-
derung erfüllen.

Aufgabe 2.4.5
a) d = 43,76 mm ⇒ gewählt d = 44 mm
2
750 N/mm 2
b) τ t ≈ 209 N/mm < τ t zul =

c) Es treten die Spannungsarten Biegung und Schub auf.


σ b = 418,5 N/mm 2 ; τ s = 6,6 N/mm 2 , τ s ist gegenüber σ b vernachlässigbar.

Aufgabe 2.4.6
a) Torsionsmomente in A und B. Es handelt sich um ein statisch unbestimmtes System.
Aus der Gleichgewichtsbedingung ΣT = 0 = T – TA – TB und der Bedingung ϕC gleich
dem Verdrehwinkel im rechten und linken Teil der Welle kann durch entsprechendes
umstellen TA oder TB berechnet werden.
TA = 1.995.836, 46 Nmm; TB = 1.604.163, 7 Nmm

2 2
b) Spannung τ t in A und B: τ tA = 47, 06 N/mm ; τ tB = 65,36 N/mm
c) Verdrehwinkel an der Stelle= C: ϕC 0,= 00968 0,555°

Aufgabe 2.4.7
WtR
a) Verhältnis der Widerstandsmomente: ≈ 10,78
WtT
N
b) τ t = 63,4
mm 2
116 5 Ergebnisse

Aufgabe 2.4.8
a) T = 148.000 Nmm

24,37°; ϕges ϕ=
b) ϕ voll = 0,21°; ϕSchlitz == voll + ϕSchlitz 24,58°

c) τ t voll 18
= N/mm 2 und τ t Schlitz 340,23 N/mm 2

Aufgabe 2.4.9
a) Geschlossenes Profil, Anwendung der BREDT’schen Formel:
2
T = 300.000 Nmm; τ t ≈ 22 N/mm

2
b) Offenes Profil: τ t = 180 N/mm
= ; ϕ 0, 444 rad ≈ 25,5°

Aufgabe 2.4.10
4
a) Drillflächenmoment und Drillwiderstandsmoment: I t = 3.815,2 mm ;

Wt = 1.271,7 mm3
b) Übertragbares Torsionsmoment T ≈ 44.510 Nmm

Aufgabe 2.4.11
=a) Ta 4.330.127
= Nmm 4,33 kNm und Tb = 250.000 Nmm

b) ϕa 0,128
= = und ϕb 0,741
rad 7,35°= = rad 42,44°
I
c) Vergleich der Drillflächenmomente: ta = 100
I tb

5.2.5 Ergebnisse zu Abschnitt 2.5

Aufgabe 2.5.1
Knickfall 2 mit lK = l; FK ≈ 270 kN ; SK =
5,36 ⇒ knicksicher und SF =
11,75

Aufgabe 2.5.2
Es muss gelten: σ d ≤ σ zul ; Versagensfall Knickung (Knickfall 1):
=s 9,95
= mm; s 10 mm gewählt
5.2 Ergebnisse zu Kapitel 2 117

Aufgabe 2.5.3
Es liegt Knickfall 4 vor ⇒ l K ==
0,5l: SK 5,94 > 5,5 ⇒ knicksicher .

Aufgabe 2.5.4
a) Fließen mit einer Sicherheit von S F = 1,5 soll ausgeschlossen sein, es gilt die Bedingung
σ d ≤ σ zul : F = 123.587 N
b) Ein Ausknicken mit einer Sicherheit von S K = 4 soll ausgeschlossen sein. Es liegt
Knickfall 4 mit l K = 0,5l vor. Es muss die Bedingung σ d ≤ σ zul = σ K / S K gelten,
F = 44.355 N
c) Verkürzung ∆l = −1,017 mm

Aufgabe 2.5.5
a) Es liegt Knickfall 2 mit l K = l vor.
; λ 88,2 ⇒ Knickung nach Euler
b) Minimaler Schlankheitsgrad λmin = 85,4 =
2
c) Druckspannung σ d ≈ 68 N mm
2
d) Sicherheit gegen Knicken: σ K = 266,4 N mm ⇒=
SK 3,92 ⇒ knicksicher!

Aufgabe 2.5.6
Stab B: Knickfall 3 mit lK = 0,7l = 2,8 m; λ = 88,6 < 104 ⇒ Knickung nach Tetmajer;
FG = 208.996 N am Stab B ist somit die zulässige Gewichtskraft und damit die zul. Masse
mzul des Körpers = 21.304 kg.

Aufgabe 2.5.7
Es liegt Knickfall 2 vor ⇒ lK = l = 750 mm. Mittelwert für den E-Modul nach Tab. 1.2:
=
EGJL = 110.000 N/mm2
. s 14 mm gewählt
= ⇒ b 70 mm
= und A 1.764 mm 2
=λ 49 < 80 ⇒ Rechnung der Spannung nach Tetmajer;
= SK 4,45 > 4 ⇒ knicksicher!

Aufgabe 2.5.8
D = 30,6 m; serf 36,72
a)= = mm, gewählt s 40 mm

b) λ 71,68 < 88 ⇒ Tetmajer;=


= SK 3,34 ⇒ knicksicher!

c) K M = K Kugel + K Rohr = 1.711.182,27 €


118 5 Ergebnisse

Aufgabe 2.5.9
a) Druckkraft Fd auf den Stützstab:
= Fd 2.791.211 N ≈ 2791 kN

b) Sicherheit gegen Fließen: Bedingung: σd ≤ σzul:


SF 1, 42 (nicht ausreichend, da SF < 1,5)
Sicherheit gegen Knickung (Knickfall 2): SK = 8,9 > 3. Gegen Druck ist der Stützstab
nicht ausreichend gesichert, alternativ entweder eine Stütze aus E360 oder einen IPB
280 (E335JR) einsetzen.
c) Materialkosten KM = 1.322,46 €

5.3 Ergebnisse zu Kapitel 3


Aufgabe 3.1 σv ≈ 118 N/mm²
Aufgabe 3.2 σv ≈ 102 N/mm²
Aufgabe 3.3 Es sind zwei Querschnitte zu betrachten:
N N
1) Radebene: 𝜏t ≈ 147 < 𝜏tF = 292 ; 𝑆F ≈ 1,98
mm2 mm2

2) Wellennut am Wälzlager:
N N
𝜎b ≈ 104 2
; 𝜏t ≈ 44
mm mm2
N N
𝜎v ≈ 129 < 𝑅p0,2 = 460
mm2 mm2
𝑆F ≈ 3,57 > 𝑆F min = 1,8
Aufgabe 3.4 Die Beanspruchung besteht aus Zug und Biegung:
Innenseite: σz res ≈ 291 N/mm²; Außenseite: σd res ≈ −226 N/mm²

Aufgabe 3.5 Die Spannungen sind in Abb. 5.3 dargestellt.


𝐹∙𝑙/2
Schnitt C–C: Es liegt eine Biegespannung der Größe 𝜎b C = vor (am rechten Rand
𝑊b
Biegezug).
Schnitt D–D: In diesem Schnitt überlagern sich Biegespannung und Druckspannung;
𝑙
𝐹 𝐹∙
die größte Spannung ist eine Druckspannung |𝜎d res D | = + 2
(am
𝐴 𝑊b
rechten Rand). Am linken Rand ergibt sich eine Zugspannung der Größe
𝑙
𝐹 𝐹∙
𝜎z res D = − 2
, wenn wie hier die Druckspannung σd D kleiner als die
𝐴 𝑊b
Biegespannung angenommen wird.
𝐹
Schnitt E–E: Die Biegespannung beträgt 𝜎b E = (Biegezug am oberen Rand).
𝑊b
5.3 Ergebnisse zu Kapitel 3 119

Abb. 5.3 Normalspannungen in den Querschnitten zu Aufgabe 3.5

Aufgabe 3.6 derf = 267 mm  gewählt: d = 270 mm


Druckspannung σd ≈ 21,0 N/mm²; Torsionsspannung τt ≈ 90,6 N/mm²;
Vergleichsspannung σv ≈ 158 N/mm²; Sicherheit gegen Fließen SF ≈ 2,12
Sicherheit gegen Knicken SK ≈ 1,83  nicht knicksicher

Aufgabe 3.7 Vergleichsspannung σv ≈ 384 N/mm²; SF ≈ 2,6

Aufgabe 3.8 Bauteil: σv ≈ 50 N/mm²; Schweißnaht: σwv ≈ 41 N/mm²

Aufgabe 3.9 a) di ≤ 27,27 mm; b) τwt ≈ 5,8 N/mm²; c) σwv ≈ 48,9 N/mm²

Aufgabe 3.10
a)

Abb. 5.4 Biegemomenten- und Torsionsmomentenverlauf an der Radsatzwelle


120 5 Ergebnisse

b) Größte Biegespannung in der Radsatzwelle: σ b max ≈ 106 N/mm² (Mitte linkes Rad);
größte Torsionsspannung: τ t max ≈ 45 N/mm² (in Radsatzmitte)
c) Größte Vergleichsspannung: σ v max ≈113 N/mm² (Mitte linkes Rad); zulässige Span-
nung wird eingehalten.

Aufgabe 3.11 Erforderlicher Wellendurchmesser: derf ≥ 86,0 mm

3𝐹 6𝐹𝑙
Aufgabe 3.12 a) 1 z=0→ 𝜏= ; σ = 0; 2 z = h/2 → 𝜎 = ; τ=0
2𝑏ℎ 𝑏ℎ²

b)

Abb. 5.5 MOHR’sche Spannungskreise für die Konsole


Aufgabe 3.13
τ
N/mm2
80
A
60
τmax = 65 N/mm2

τyx = 60 N/mm2

n
40 x σ mi
σ ma
n
20 σ mi x
σ ma
ϕh
0
20 40 80 2ϕh 160 180 200 σ
- 20 N/mm2

- 40
2
- 60 σmin = 60 Ν/mm

- 80 σx = 100 Ν/mm 2

σy = 150 Ν/mm 2

σmax = 190 Ν/mm 2

Abb. 5.6 MOHR’scher Spannungskreis zu Aufgabe 3.13 a)


5.3 Ergebnisse zu Kapitel 3 121

a) σ max = 190 N/mm²; σ min = 60 N/mm²; τ max = 65 N/mm²; α h = 33,7°

b) σ max = 370 N/mm²; σ min = 30 N/mm²; σ max = 170 N/mm²; α h = −30,96°

τ
N/mm2
160

τmax = 170 N/mm2


120

80

40

0
40 80 120 160 200 240 320 σ

τyx = - 150 N/mm2


- 40 σm
ϕh σm ax
2ϕh
N/mm2
in
- 80 σm
in

- 120 σm
ax
2
- 160 σmin = 30 Ν/mm
A
2
- 200 σx = 120 Ν/mm

- 220 σy = 280 Ν/mm 2

σmax = 370 Ν/mm 2

Abb. 5.7 MOHR’scher Spannungskreis zu Aufgabe 3.13 b)


122 5 Ergebnisse

Aufgabe 3.14
a) Punkt A: σ max = 89,04 N/mm²; σ min = −14,04 N/mm²; τ max = 51,54 N/mm²; α h = 38°

b) Punkt A: σ max = 75 N/mm²; σ min = −50 N/mm²; τ max = 62,5 N/mm²; α h = 26,57°

τ
N/mm2
A
50

40

τmax = 51,54 N/mm2


τϕx = 50 N/mm2
in
30 x
σm
σ ma

in
σm ax
20 σm

10
ϕh
2ϕh
0
- 20 - 10 10 20 30 40 50 60 70 80 σ
- 10 N/mm2
σx = 25 Ν/mm2
- 20
σϕ = 50 Ν/mm2
- 30

- 40

- 50
σmax = 89,04 Ν/mm2
2
σmin = - 14,04 Ν/mm

Abb. 5.8 MOHR’scher Spannungskreis zu Aufgabe 3.14 a); Spannungen im Punkt A


5.3 Ergebnisse zu Kapitel 3 123

τ
N/mm2

A
50

τmax = 62,5 N/mm2


40

τϕx = 50 N/mm2
30
σ max σ min
20
σ min
10
ϕh σ max 2ϕh
0
σ
- 40 - 30 - 20 - 10 10 20 30 40 50 60 70 80 N/mm2
- 10

- 20

σmin = − 50 Ν/mm2 - 30 σϕ = 50 Ν/mm2

- 40
σmax = 75 Ν/mm2
- 50

σx = − 25 Ν/mm2

Abb. 5.9 MOHR’scher Spannungskreis zu Aufgabe 3.14 b); Spannungen im Punkt B

Aufgabe 3.15
a) Beanspruchungsverläufe (siehe Abb. 5.10)
b) Vergleichsspannung im Lager A: σ v = 402,4 N/mm²; damit S F = 2,68
c) Kosten Welle aus 42CrMo4: K 1 ≈ 0,41 € (d = 10 mm); Kosten S235: K 2 ≈ 0,37 €
(d = 15 mm)
124 5 Ergebnisse

Abb. 5.10 Beanspruchungsverläufe für die Kreissägewelle aus Aufgabe 3.15

Aufgabe 3.16 Größte Normalspannung σN ≈ 35,5 N/mm²;


Vergleichsspannung σv ≈ 71,4 N/mm²; SF ≈ 7,7

Aufgabe 3.17 Durchmesser d = 25,08 mm

Aufgabe 3.18
a) Axiale Spannkraft F a ≈ 1025 N
b) Widerstandsmoment W b = 15068 mm³
c) Vergleichsspannung σ v ≈ 20,2 N/mm²
d) Sicherheit gegen Fließen S F ≈ 22,8

Aufgabe 3.19 Sicherheiten SF A ≈ 18,7 und SF B ≈ 5,9 sind größer als SF = 5


5.3 Ergebnisse zu Kapitel 3 125

Aufgabe 3.20 Sicherheit gegen Fließen SF ≈ 3,4

Aufgabe 3.21 Für Rundrohr und S235JR gilt: SF ≈ 1,3 < 1,5. Deshalb darf das Material
für das Rundrohrprofil nicht verwendet werden; S275JR erreicht die nöti-
ge Sicherheit mit SF ≈ 1,54.
Da Rechteckrohr bei beiden Winkeln erheblich größere Sicherheiten (SF ≈
2,6; SF ≈ 2,2) aufweist, ist es entsprechend teurer als das Rundrohr. Be-
rechnung laut Aufgabenstellung daher nicht erforderlich.

Aufgabe 3.22 Sicherheit SF ≈ 2,8 > 2,5, keine Änderungen nötig

Aufgabe 3.23 Für d = 330 mm können beide Werkstoffe verwendet werden;


für d = 290 mm nur 46Cr2.
Vergleichsspannung σv330 ≈ 305 N/mm²; σv290 ≈ 412 N/mm²;
SF330 C40E ≈ 1,51; SF330 46Cr2 ≈ 2,13; SF290 46Cr2 ≈ 1,58
Kosten pro Paar bei d = 330 mm: C40E ≈ 2.659 €; 46Cr2 ≈ 3.303 €
Kosten pro Paar bei d = 290 mm: 46Cr2 ≈ 2.551 €
Prozentuale Ersparnis für d = 330 mm ≈ 24,2 % bzw. 645 €

Aufgabe 3.24 Durchmesser d = 63,39 mm

Aufgabe 3.25

Abb. 5.11 Querkraft und Momentenverläufe für den Schlegelmäher aus Aufgabe 3.25
126 5 Ergebnisse

a) Streckenlast im Umfangsrichtung q u ≈ 18,5 N/mm; q r ≈ 4,6 N/mm


b) Querkraft-, Biegemomenten– und Torsionsmomentverlauf
c) Vergleichsspannung σ v ≈ 164 N/mm² < 180 N/mm²; Bauteil ist sicher

Aufgabe 3.26 SF ≈ 2,2

Aufgabe 3.27 Vergleichsspannung σv ≈ 296 N/mm²

Aufgabe 3.28
a) Stangenkraft F St ≈ 10,6kN
b) Antriebsmoment T ≈ 1510 Nm
c) Durchmesser d ≈ 81,5 mm

Aufgabe 3.29 Biegespannnung σb ≈ 73,3 N/mm²; Normalspannung σN ≈ 73,6 N/mm²;


Torsionsspannung τ ≈ 8,64 N/mm²;
Vergleichsspannung σv ≈ 74,3 N/mm²; SF ≈ 2,6

Aufgabe 3.30 Kosten Rechteckprofil:


KS235JR ≈ 5,0 €; KE335 ≈ 6,7 €; K38Cr2 ≈ 6,5 €; KMgAlZn F31 ≈ 5,1 €
Verteuerung Rechteckprofil:
VE335 ≈ 34,2 %; V38Cr2 ≈ 29,4 %; VMgAlZn F31 ≈ 1,3 %
Kosten Rundrohr:
KS235JR ≈ 5,7 €; KE335 ≈ 8,5 €; K38Cr2 ≈ 7,1 €; KMgAlZn F31 ≈ 5,2 €
Verteuerung Rundrohr:
VS235JR ≈ 9,2 %; VE335 ≈ 63,8 %; V38Cr2 ≈ 29, %

5.4 Ergebnisse zu Kapitel 4


Aufgabe 4.1
a) Durchsenkung in Stahl: 𝑤F St = 2,08 cm
Durchsenkung in Aluminium: 𝑤F Al = 3 ∙ 𝑤F St = 6,24 cm
b) Biegemoment: 𝑀bmax = 80.000 Ncm
N
Biegespannung: 𝜎bmax = 164
mm²
c) Masse in Stahl: m St = 24,0 kg; in Aluminium: m Al = 8,24 kg.
d) Kosten: K St = 76,80 € und K Al = 75,81 €
5.4 Ergebnisse zu Kapitel 4 127

e) Dieser Teil ist nur durch Probieren zu lösen. Mit einem Vierkantrohr 60 × 40 × 4 ergibt
sich für das Flächenmoment 2. Grades: 𝐼 = 34,5 cm4 ; Durchsenkung dafür w Al =
2,2 cm
Weitere Profilwerte: A = 7,36 cm²; m’ Al = 1,99 kg/m
Masse der neu ausgelegten Aluminium-Holme m AL = 15,92 kg; Halbzeugkosten K Al =
146,46 €
f) Zum Beispiel dünnwandiges Stahl-Rechteckrohr 65 × 30 × 1,5.
Dafür I x = 15,03 cm4; W x = 4,62 cm³; A = 2,76 cm²; m′ = 2,17 kg/m
Durchsenkung in der Mitte der Holme w St = 1,69 cm. Biegespannung beträgt σ b =
173 N/mm2
Masse der Holme m St = 17,36 kg, Halbzeugkosten K St = 55,55 €.

Aufgabe 4.2 a) q = 24,87 N/mm = 24,87 kN/m

b) S F = 1,75 < S F erf = 1,5

Aufgabe 4.3 a) Biegelinie:


𝑞0 ∙ ℎ4 𝑥 5 𝑥
𝑤(𝑥) = ∙ � 5 − 5 + 4�
120 𝐸𝐼 ℎ ℎ
b) Verschiebung des oberen Punktes: w = 6,72 mm

Aufgabe 4.4 Die Durchsenkung am Balkenende im Punkt D beträgt:


23 𝑞 ∙ 𝑙 4
𝑤D =
8 𝐸𝐼

Aufgabe 4.5 Die maximale Durchsenkung tritt im Punkt A auf.


Sie beträgt wmax = 1,13 mm.

Aufgabe 4.6 a) Für die gegebene Streckenlast muss die Vorsprengung wvor ≈ 40 mm
betragen.
b) Die Einzellast in Ladeplattformmitte ergibt sich zu F ≈ 100 kN.

𝐹∙𝑙 2 𝑎 𝑎
Aufgabe 4.7 a) 𝜑C = �2 +3 �
6 𝐸𝐼 𝑙 𝑙
2
𝐹∙𝑙 𝑎 𝑎 𝑎 𝑎
b) 𝑤D = � �2 + 3 � + 2 𝑙𝑏( )2 (1 + )�
6 𝐸𝐼 𝑙 𝑙 𝑙 𝑙
128 5 Ergebnisse

𝐹 ∙ 𝑙² ∙ 𝑎
c) 𝑤M =
16 𝐸𝐼
𝐹 ∙ 𝑙3 𝑎 + 𝑏 2 𝑎+𝑏
d) 𝑤D = ( ) ∙ �1 + �
6 𝐸𝐼 𝑙 𝑙
Aufgabe 4.8 a)
𝐹∙𝑎
𝑤A = [2𝑎𝑏² − 𝑐𝑙 2 + 𝑎²𝑐]
6 𝐸𝐼 ∙ 𝑙
oder mit b = l – a:
𝐹∙𝑎
𝑤F = [2𝑎(𝑙 − 𝑎)2 − 𝑐𝑙 2 + 𝑎²𝑐]
6 𝐸𝐼 ∙ 𝑙
b) 𝑐 = 𝑙/3

Aufgabe 4.9 wB = 4,46 mm

1 𝑞 ∙ 𝑙4
Aufgabe 4.10 𝑤M = ∙
384 𝐸𝐼

𝐹 𝑏3 4 ∙ 𝑙3
Aufgabe 4.11 𝑤5 = � + �
𝐸𝐼 54 81

𝐹 ∙ 𝑙³ 𝑥 𝑥
Aufgabe 4.12 𝑤(𝑥) = �3( )2 − 2( )3 �
12 𝐸𝐼 𝑙 𝑙
1 1
𝑀b (𝑥) = 𝐹 ∙ 𝑥 − 𝐹 ∙ 𝑙, daraus: 𝑀b (𝑥 = 𝑙) = 𝐹 ∙ 𝑙
2 2

Aufgabe 4.13 F = 22,2 N; σb ≈ 185 N/mm² < σb zul

7 𝐹 ∙ 𝑙³
Aufgabe 4.14 𝑤oben = ≈ 55 mm
16 𝐸𝐼
𝜎b ≈ 138 N/mm2

𝐹 ∙ 𝑙³ 𝐹 ∙ 𝑙³ 4 𝐹 ∙ 𝑙³
Aufgabe 4.15 𝑤B = ; 𝑤C = ; 𝑤D =
2 ∙ 𝐸𝐼 𝐸𝐼 3 𝐸𝐼

Aufgabe 4.16 a = 89,3 mm

Aufgabe 4.17 a) wB ≈ 12,58 mm; b) SF ≈ 1,81


5.4 Ergebnisse zu Kapitel 4 129

1
Aufgabe 4.18 𝜑B = (3 𝐹1 ∙ 𝑙12 − 32 𝐹2 ∙ 𝑙2 ∙ 𝑙1 )
48 𝐸𝐼1
1 𝐼1
𝑤C = (3 𝐹1 ∙ 𝑙12 ∙ 𝑙2 − 32 𝐹2 ∙ 𝑙22 ∙ 𝑙1 + 16 𝐹2 ∙ 𝑙22 ∙ )
48 𝐸𝐼1 𝐼2

𝑞 ∙ 𝑙4 9 𝐹 ∙ 𝑙3 𝐹 ∙ 𝑙3
Aufgabe 4.19 𝑤C = + +
8 𝐸𝐼 24 𝐸𝐼 4 𝐺𝐼p

Aufgabe 4.20 Gelenkkraft: 𝐹B = (2𝑞 ∙ 𝑙)/3


Durchsenkung im Gelenk: 𝑤B = (2𝑞 ∙ 𝑙 4 )/(9 𝐸𝐼)

Aufgabe 4.21 Waagerechte Schnittkraft am Krafteinleitungspunkt C:


3𝑎²
𝐹Cx = 𝐹
8𝑎𝑙 + 2𝑙²
Schnittmoment am Krafteinleitungspunkt C:
𝑎² 𝑎
𝑀C = 𝐹 � − �
4𝑎 + 𝑙 2

Einspannmoment im Punkt A an der Bodenplatte:


𝑎²
𝑀A = 𝐹 � �
8𝑎 + 2𝑙

Aufgabe 4.22 derf ≈ 86,8 mm


Mit einem gewählten d = 90 mm ergibt sich eine Spannung σb ≈ 84 N/mm².
Für d = 90 mm beträgt die Durchsenkung in Radsatzmitte w = 1,34 mm.

Aufgabe 4.23 M1 = M2 ≈ 317,5 Nm

Aufgabe 4.24 w = 1,46 mm

Aufgabe 4.25 a) FA = FB ≈ 7,6 kN; FC ≈ 15,2 kN


b) σb ≈ 33,6 N/mm² (in der Mitte der Welle)

c) ϕA = ϕB ≈ 0,001 rad ≈ 0,0573°


130

6 Lösungshinweise

6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1

Aufgabe 1.1
Der Trägerverband wird auf Zug beansprucht.
a) Die Spannungen in den Schnitten A−A und B−B errechnen sich zu:
F N N
σ A− A = = 59, 93 2
≈ 60 mit AA− A = 58.400 mm 2
AA− A mm mm 2
F N N
σ B−B = = 291, 67 2
≈ 292 mit AB − B = 12.000 mm 2
AB − B mm mm 2
b) Die Schwellfestigkeit σ zSch ergibt sich zu σ zSch = S F ·σ B–B = 1,5·291,67 N/mm2 = 437,51
N/mm2, gemäß Tabelle gewählt: E335GC mit σ zSch = 470 N/mm2.
c) Masse m des Verbandes:
m = m L + m Flach = 4· m′· l L + n · A Flach · l Flach · ρ St
= 4·23,6 kg/m·20,2 m + 46.400 mm2·21·100 mm·7,85 kg/dm3·10–6 dm3/mm3
= 1.906,88 kg + 764,90 kg
m = 2.671,78 kg
Materialkosten K M = k L · m L + k Flach · m Flach = 1,80 €/kg·1 .906,88 kg + 1,60 €/kg·764,9 kg
= 3.432,38 € + 1.223,84 € = 4.656,22 €

Aufgabe 1.2

∆l
ε
a) Dehnung gemäß Gl. (1.6): = ⋅100% = 0, 75 %
l

ε
b) Gl. (1.6) nach ∆l umstellen:
= ∆l ⋅ l = 1, 2 mm
100%

Aufgabe 1.3
Anwendung des HOOKE’sche Gesetzes, Gl. (1.7) und umstellen nach ∆l: Gl. (1.8): ∆l =
0,381 mm

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016


K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7_6
6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1 131

Aufgabe 1.4

a) Es handelt sich hier um eine Parallelschaltung von Stahlzylinder und GJS-Rohr, d. h.


die Längenänderungen sind gleich: ∆h = ∆h 1 = ∆h 2 = ∆l. Angewendet wird das HOOKE’
sche Gesetz, Gl. (1.7):
∆h N ∆h N
σ 1 = Ε 1 ⋅ ε1 = Ε 1 = 105 , σ 2 = Ε2 ⋅ε2 = Ε2 = 85
h mm 2 h mm 2
b) Die Gesamtpresskraft ergibt bei der Parallelschaltung aus der Addition der Einzelkräfte:
F = F 1 + F 2 = σ 1 ·A 1 + σ 2 ·A 2 = 206.167,02 N + 186.924,76 N = 393.091,78 N ≈ 393 kN

Aufgabe 1.5
Die Steigung des Gewindes beträgt P = 2,5 mm, bei einer ¼ Umdrehung ist ∆l = 2,5 mm·
¼ = 0,625 mm.
Die Schraube wird auf Zug beansprucht. Die Dehnung ε S der Schraube muss die ermittelte
Längenänderung ergeben:

σ F P F ⋅l P A ⋅E ⋅P
εS = = ; ε S ·l = ⇒ = ⇒ F= S S
ES AS ⋅ ES 4 AS ⋅ ES 4 4⋅l

Die Hülse hingegen wird zusammengedrückt mit der geometrischen Bedingung: ∆lS − ∆lH
= P/4.
Ferner gilt: Zugkraft Schraube = Druckkraft Hülse = F und damit:
F σ −F
ε=S und ε=
H =
AS ⋅ ES EH AH ⋅ EH
mit εS = Verlängerung, εH = Verkürzung sowie ES = EH
P  1 1 
l ⋅ εS − l ⋅ ε H = ⇒ F ⋅l  +  ⇒
4  AS ⋅ ES AH ⋅ EH 
P⋅E
F= = 84.174,7 N ≈ 84.175 N
 1 1 
4⋅l ⋅ + 
A
 S AH 

Die Spannungen in Schraube und Hülse betragen:

F 84.175 N N F 84.175 N N
σS = = 2
≈ 268 2
und σ H = = 2
≈ 388
AS 314,16 mm mm AH 216, 77 mm mm 2
132 6 Lösungshinweise

Aufgabe 1.6

a) Zugfestigkeit σ z im Schnitt A−A:


F N
σ z = mit A = 4·AL + 4·ABl = 17.200 mm 2 + 42.400 mm 2 = 59.600 mm 2 ⇒ σ z = 142, 62
A mm 2

b) Die Wechselfestigkeit σ zW ergibt sich zu σ zW = S F ·σ z = 2·142,62 N/mm2 = 285,24


N/mm2, gemäß Tabelle Aufgabe 1.1 gewählt: E335GC mit σ zW = 300 N/mm2.
c) Die Formänderungsarbeit des Verbandes lässt sich nach Gl. (1.11) bestimmen:

σ 2 1 F 2 ⋅ l 1 ( 8.500.000 N ) ⋅ 20.000 mm
2
1
Wf= ⋅V ⋅ = ⋅ = ⋅ = 57.726.110,58 Nmm= 57, 7 kNm
2 E 2 A ⋅ E 2 59.600 mm 2 ⋅ 210.000 N
2
mm
d) Masse m des Verbandes:
m = m L + m Bl = 4· m′· l L + A Bl ·l Bl ·ρ St
= 4·33,8 kg/m·20 m + 59. 600 mm2·20. 000 mm·7,85 kg/dm3·10–6 dm3/mm3
= 2.704 kg + 9.357,2 kg
m = 12.061,2 kg
Materialkosten K M = k L · m L + k Bl · m Bl = 1,80 €/kg·2.704 kg + 1,60 €/kg·9.357,2 kg =
4.867,2 € + 14.971,52 €; K M = 4.867,2 € + 14.971,52 € = 19.838,72 €

Aufgabe 1.7
Konstruktion des Dauerfestigkeitsschaubildes (DFS) nach Smith (Abb. 6.1):
Das Smith-Diagramm stellt die Abhängigkeit des Spannungsausschlags σa von der Mittel-
spannung σm dar.
Für die Dauerfestigkeit werden über der Mittelspannung σm die Oberspannung σo = σm + σa
und die Unterspannung σu = σm − σa aufgetragen. Die Oberspannung σo wird durch die
Streckgrenze (Re /Rp0,2) begrenzt.
Sind die Werte Re /Rp0,2 bzw. Rm, σSch und σW für einen Werkstoff bekannt, kann mit diesen
Daten das Smith-Diagramm wie folgt konstruiert werden:
− Koordinatensystem mit der Mittelspannung σ m (Abzisse) und der Dauerfestigkeit σ D
(Ordinate)
− Vom Ursprung (0;0) eine 45°-Gerade antragen
− Punkt 1: auf der Ordinate +σ W antragen
− Punkt 2: auf der Ordinate −σ W antragen
− Punkt 3: auf der Abzisse σ m = ½σ Sch antragen
− Punkt 5: Linie σ m = R p0,2 und Linie σ D = R p0,2 mit der 45°-Geraden zum Schnitt brin-
gen
− Punkt 7: σ m = ½σ Sch und σ D = σ Sch
− Punkt 6: Schnittpunkt der Geraden durch 1und 7 mit der Linie σ D = R p0,2
− Punkt 4: Senkrechte unter Punkt 6 mit der Geraden durch 23
6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1 133

σD
N/mm2
6 5
Rp0,2 570
7
σSch 520

σa
400
1
σW 330

σa
200

100
45° 4
0 σm
100 200 3 300 400 500 Rp0,2
N/mm2
-100

-200

σW -330 2

½σSch

Abb. 6.1 Dauerfestigkeitsschaubild (DFS)

Aufgabe 1.8
Eine weitere Möglichkeit zur Konstruktion des DFS gegenüber der in Aufgabe 1.7 be-
schriebenen Vorgehensweise wird im Folgenden gezeigt (Abb. 6.2):
a) Konstruktion des Dauerfestigkeitsschaubildes (DFS) nach Smith:
– Antragen der gegebenen Kenngrößen +σW, −σW, Re (Reh oder Rp0,2), Rm auf der senk-
rechten σD-Achse
– 45°-Gerade durch den Ursprung legen
– im Schnittpunkt der 45°-Geraden mit Rm wird ½σW in negativer Richtung nach links
angetragen (Punkt 1)
– Punkt 1 mit +σW auf der σD-Achse verbinden, der Schnittpunkt mit der ReH-Geraden
ergibt den Punkt 2
134 6 Lösungshinweise

– Abstand Punkt 2 zur 45°-Geraden nach unten abtragen, ergibt den Punkt 3
– +σW, mit Punkt 2, Punkt 4, Punkt 3 und −σW verbinden. Der eingeschlossene Be-
reich begrenzt das Dauerfestigkeitsgebiet. Alle σm − σa – Kombinationen, die außer-
halb dieses Bereiches liegen, führen zum Bruch.

σD ½σW
N/mm2
1
Rm 1000
2
ReH 900
4
σSch 750

σa
σW 500

σa
3

100 45°
0 σm
100 500 800 1000
-100 N/mm2

σW -500

Abb. 6.2 Dauerfestigkeitsschaubild (DFS) für ReH = 900 N/mm2; Rm = 1.000 N/mm2; σW =
500 N/mm2

b) Die Schwellfestigkeit σ Sch (Abb. 6.3) ergibt sich aus der unteren Spannung σ min = 0, der
Mittelspannung σ m = ½σ Sch und der Oberspannung σ max = σ Sch , sie beträgt σ Sch = 750
N/mm2.
6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1 135

σD
N/mm2
1000

σmax

500
σSch

½σSch
45°
σmin
0 σm
500 1000
N/mm2

- 500 ½σSch

Abb. 6.3 Ermittlung der Schwellfestigkeit σzSch

c) Die Ausschlagspannung σ a (Abb. 6.4) erhält man, indem bei der Mittelspannung σ m =
650 N/mm2 senkrecht nach oben gelotet wird. Aus dem senkrechten Abstand der R eh -
Geraden mit der 45°-Geraden ergibt sich die Ausschlagspannung σ a = 250 N/mm2. Mit
der geforderten Sicherheit S D = 2 folgt daraus σ a zul = 125 N/mm2.
136 6 Lösungshinweise

σD
N/mm2
1000

σa
σa
500

σm
45°
0 σm
500 1000
N/mm2

- 500

σm

Abb. 6.4 Ermittlung der Ausschlagspannung σa aus dem DFS

Aufgabe 1.9
Hierzu müssen folgende Spannungen bestimmt werden:
F 210.000 N N
Oberspannung σ o : σo = 0 = = 105
A (120 − 40 ) mm ⋅ 25mm mm 2
Fu 90.000 N N
Unterspannung σu: σu = = = 45
A (120 − 40 ) mm ⋅ 25mm mm 2
N
σ0 + σu (105 + 45) 2 N
Mittelspannung σm: =σm = mm
= 75
2 2 mm 2
N
σ0 −σu (105 − 45) 2 N
Ausschlagspannung σa=
: σa = mm
= 30
2 2 mm 2
6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1 137

σD
N/mm2

500

Rm 430

300

Re 275
σSch 270

σzW 170

σa
100
45°
0 σm
σa
75 200 300 500
N/mm2
-100

σzW -170

-300

Abb. 6.5 Dauerfestigkeitsschaubild S275JR für Zug/Druck

Aus dem Dauerfestigkeitsschaubild (DFS, Abb. 6.5) ergibt sich für σm = 75 N/mm2 eine
Ausschlagsspannung σa DFS = 150 N/mm2. Mit diesem Wert und der berechneten Aus-
schlagspannung σa = 30 N/mm2 errechnet sich die vorhandene Sicherheit SD vorh zu:
N
σ a DFS 150 mm 2
SD vorh = = = 5 , gegenüber einer geforderten Sicherheit S D = 2 … 4.
σa N
30
mm 2

Aufgabe 1.10
a) Der benötigte Querschnitt A berechnet sich aus
F F 100.000 N
σ = ⇒ A= = = 800 mm 2 und damit
A σ 125 N
mm 2
4⋅ A 4 ⋅ 800 mm 2
der Durchmesser
= d = = 31,91 mm, gewählt
= d 32 mm
π π
138 6 Lösungshinweise

b) Die Sicherheit gegen Dauerbruch ergibt sich, da es sich um eine rein wechselnde Bean-
spruchung handelt zu
N
400
σW mm 2
= SD = = 3,2
σ vorh 125 N
mm 2

c) Die konstant wirkende Kraft verschiebt die Spannungskurve um


F 120.000 N N
σ= = 2 ≈ 150 in den Zugbereich. Mit einer um 150 N/mm2 aus der
A 32 mm 2 ⋅ π mm 2
4
Nulllage nach oben verschobenen Spannungskurve (Abb. 6.6) mit der Amplitude (Aus-
schlagspannung σ a ) von σ a = 125 N/mm2.

σ
N/mm2
300
125

200
150
100
125

0
π π 3π
2π 5π
3π 7π

2 2 2 2
-100

-200

Abb. 6.6 Zeitlicher Spannungsverlauf

Zur Bestimmung der maximal ertragbaren Ausschlagspannung ist hierfür ein Dauerfes-
tigkeitsschaubild aus den gegebenen Werten Rm= 1.000 N/mm2; Rp0,2 = 680 N/mm2; σSch
= 640 N/mm2 und σW = 400 N/mm2 zu konstruieren.

Als ertragbare Amplitude bei einer Mittelspannung von σm = 150 N/mm2 (Punkt A,
Abb. 6.7) wird ein Wert σa zul = 362,5 N/mm2 abgelesen.
6.1 Lösungshinweise zu Kapitel 1 139

½σW
σD
N/mm2

Rm 1000

Rp0,2 680

σW

σSch = 640
400
275 C
45°
A
100 B
0 σm
100 500 800 1000
-100 N/mm2

σW -400 ½σSch

Abb. 6.7 DFS

Die Sicherheit gegen Dauerbruch kann mit folgenden Annahmen bestimmt werden:
Annahme 1: Nur die zeitlich veränderten Anteile der Belastung werden betrachtet. Bei
einer Mittelspannung von σm = 125 N/mm2 (Punkt B, Abb. 6.7) wird ein
Wert σa zul = 370 N/mm2 abgelesen. Damit ergibt sich
N
σ a zul 370 mm 2
SD
= = = 2,96
σ vorh 125 N
mm 2
Annahme 2: Bei einer Mittelspannung σm = 275 N/mm2 (Punkt C, Abb. 6.7) aus zeitli-
chem und konstanten Wert wird σ‘a zul = 335,5 N/mm2 abgelesen. Damit er-
gibt sich
N
σ a' zul 335,5 mm 2
SD'
= = = 2,68
σ vorh N
125
mm 2
140 6 Lösungshinweise

N
Rp0,2 680 mm 2
Die Sicherheit gehen Fließen beträgt=
SF = = 2,47 .
σm N
275
mm 2

6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2

6.2.1 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.1

Aufgabe 2.1.1
Es handelt sich um eine reine Zugbeanspruchung.
a) Die Zugspannung in den Querschnitten berechnet sich zu:

F F 125.000 N N
σ=
A− A = = = 43,21
AA− A d 2A- A ⋅ π 30 2
mm 2
⋅ π mm 2

a 2A− A − 602 mm 2 −
4 4
F F 125.000 N N
σ=
B− B = = = 108,92
AB− B d ⋅π
2
24 mm ⋅ π
2 2
mm 2
aB2 − B − B- B 402 mm 2 −
4 4
b) Gefährdet ist der Querschnitt B−B, da dort die größte Zugspannung auftritt:

 d 2 ⋅π   2 242 mm 2 ⋅ π  N
F = AB− B ⋅ σ zul =  aB2 − B − B - B  ⋅ σ zul =  40 mm −
2
 ⋅180 2
= 206.570 N
 4   4  mm

Aufgabe 2.1.2
Da Stahlkern und Kunststoffummantelung fest miteinander verbunden sind, handelt es sich
um eine Parallelschaltung. Für die Kraft F bei der Parallelschaltung gilt:
F = FK + FUm = EK·εK·AK + EUm·εUm·AUm mit εK = εUm = ε = ∆l/ l
∆l F ⋅l
F ( EK ·AK + EUm ·AUm ) ⇒ ∆l =
l ( EK ·AK + EUm ·AUm )
1.500.000 N ⋅100.000 mm
∆l = 250,15 mm
 N π N π 
 210.000
 mm 2
⋅ 602 mm 2 ⋅ + 12.000
4 mm 2 4
(
⋅ 652 − 602 mm 2 

)
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 141

Zugspannung im Stahlkern:

∆l N 250,15 mm N
=σ K E=
K ·ε E=
K· 210.000 2
⋅ 525,32
l mm 100.000 mm mm 2
Zugspannung in der Kunststoffummantelung:

∆l N 250,15 mm N
σ Um E=
= Um ·ε EUm · = 12.000 2
⋅ = 30
l mm 100.000 mm mm 2

Aufgabe 2.1.3
Die Schweißnaht unter dem Winkel β wird durch eine Normal- und Tangentialspannung
beansprucht. Anwendung der Gl. (2.7) und (2.8).
Normalspannung σ
F 180.000 N N
σ= σ 0 ⋅ cos 2 α = ⋅ cos 2 (90° − β ) = ⋅ cos 2 (90° − 35°) =
49,35
A0 40 mm ⋅ 30 mm mm 2
Tangentialspannung τ
1 1 F 1 180.000 N N
τ= ⋅ σ 0 ⋅ sin 2α= ⋅ sin 2(90° − β )= ⋅ ⋅ sin 2(90° − 35°)= 70,5
2 2 A0 2 40 mm ⋅ 30 mm mm 2

Aufgabe 2.1.4
a) Bestimmung der Stabkraft FS (Abb. 6.8):

b c
FS
z α
x A B C
m
Abb. 6.8 Kräfte am Tragarm

∑ M A = FS ⋅ sinα ⋅ b − m ⋅ g (b + c) = 0 ⇒
a a
tan α = ⇒ α = arctan ⇒ α = 41,63°
b b
m ⋅ g (b + c) m
FS= ⋅ = 2,51 ⋅ m ⋅ g= 24,61 ⋅ m ⋅  
sin α b  s2 
142 6 Lösungshinweise

b) Zulässige Masse m:

F R
σ = = m , FS =Rm ⋅
A SB
A
SB
π
( )
mit A = d a2 − di2 =863,94 mm 2
4
A sin α b A
m = Rm ⋅ ⋅ ⋅ = 0,0406 ⋅ Rm ⋅ = 8.951,2 kg
SB g b+c SB

c) Zulässige Masse m*:


FS ⋅ l ∆l ⋅ A ⋅ E ∆l ⋅ A ⋅ E
∆=
l ⇒ FS= = = 120.534 N
A⋅ E l a 2 + b2
FS ⋅ sin α ⋅ b
=m* = 4.897,42 kg
g (b + c)

d) KM = m·kSt = 8.951,2 kg·1,60 €/kg = 14.321,92 €

Aufgabe 2.1.5
a) Spannungsverlauf σ(x) über der Stablänge l:
An einem Volumenelement dV = A·dx greift die Gewichtskraft dFG = dm·g = dV·ρ ·g =
dF
ρ ·g ·A·dx an, damit gilt: G = q(x) = ρ ⋅ g ⋅ A = Streckenlast.
dx
Da die Querschnittsfläche A konstant ist, gilt für den Spannungsverlauf σ(x):

A⋅ =− ρ ⋅ g ⋅ A ⇒ d σ =− ρ ⋅ g ⋅ dx ⇒ σ =− ∫ ρ ⋅ g ⋅ dx = − ρ ⋅ g ⋅ x + C .
dx
Mit der Randbedingung σ(x = l)·A = m·g = ( − ρ · g · l + C)· A ⇒ C = ρ · g · l + m · g/A
und dem Spannungsverlauf:
σ(x) = − ρ · g · x + ρ · g · l + m·g/A = ρ · g · (l – x) + m · g/A = ρ · g · l·[1 – (x/l)] + m·g/A
b) Spannung an der Einspannstelle (1):
m
250 kg ⋅ 9,81
m⋅ g kg m m2 s 2 = 4,43 N
σ1 = ρ ⋅ g ⋅ l + = 7850 3 ⋅ 9,81 2 ⋅12,5 m ⋅10−6 +
A m s mm 2 302 mm 2 ⋅ π mm 2
4
c) Längenänderung ∆l:
Die Dehnung ε ergibt sich zu:
x= l
σ ( x) ρ ⋅ g ⋅l  x m⋅ g l⋅g 1 
ε=
( x) =
E E  1− l  + E ⋅ A ⇒ =
 
Δl ∫ ε ( x)dx
= 
E⋅A 2
⋅ ρ ⋅l ⋅ A + m

x =0
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 143

m
12.500 mm ⋅ 9,81 1 
s 2 kg 302 mm 2 ⋅ π ⋅ 10−6 m 2
Δl  ⋅ 7850 3 ⋅ 12,5 m ⋅ = + 250 kg 
N 30 mm ⋅ π  2
2 2
m 4 mm 2 
210.000 ⋅
mm 2 4
= 0,235 mm

Aufgabe 2.1.6
a) Das Seil reißt am höchsten Punkt, infolge des Eigengewichtes und bei Überschreiten der
Bruchfestigkeit. Es muss gelten:
kg m
1.200 m ⋅ 22,2 ⋅ 9,81 2 ⋅ N
F m ⋅ g l ⋅ m' ⋅ g m s N
Rm erf ≥ σ = G = = = = 92,35
A A A kg ⋅ m mm 2
2.830 mm 2
s2
b) Zugfestigkeit des Stahles Rm = 1.200 N/mm2. Vorstehende Gleichung nach l auflösen:
N
1.200 ⋅ 2.830 mm 2
Rm ⋅ A mm 2
=l = = 15.594 m
m' ⋅ g kg m N ⋅ s2
22, 2 ⋅ 9,81 2 ⋅
m s kg ⋅ m
c) Die Sicherheit gegen Bruch soll das Seilgewicht der Länge von 750 m einschließen.
Aus S B = 10 ergibt sich:
N
1.200
Rm mm=2 N FG + Fmax l ⋅ m' ⋅ g + Fmax
σ=
zul = 120 = =
SB 10 mm 2 A A
N kg m N ⋅ s2
Fmax= σ zul ⋅ A − l ⋅ m ' ⋅ g= 120 ⋅ 2830 mm 2
− 750 m ⋅ 22,2 ⋅ 9,81 ⋅
mm 2 m s2 kg ⋅ m
= 176.263,5 N

Dies entspricht einer Masse m = 17.968 kg.

Aufgabe 2.1.7
Für die Dehnung unter mechanischer und thermischer Beanspruchung gilt:
σ F
= ε ges ε mech
= + ε therm = + α ⋅ ∆ϑ + α ⋅ ∆ϑ
E A⋅ E
σ F
F ist entgegengesetzt gerichtet, damit wird ε ges = − + α ⋅ ∆ϑ =
− + α ⋅ ∆ϑ
E A⋅ E
Die Länge des Stabes ändert sich nicht, wenn εges = 0 ist ⇒
N
F = A ⋅ E ⋅ α ⋅ ∆ϑ = 60 mm 2 ⋅ 70.000 ⋅ 2, 4 ⋅10−5 K −1 ⋅125 K = 12.600 N
mm 2
144 6 Lösungshinweise

Aufgabe 2.1.8

a) Spannungen σ und Pressdruck p:


Im montierten Zustand ist der Radius von Rohr 1 um Δd 1 größer und der Radius von
∆d1 − ∆d 2
Rohr 2 um Δd 2 kleiner. Es muss gelten: δ = ∆d1 +∆
= d 2 mit ε1 = und ε 2 .
d1 d2
∆d1 ∆d 2
Für die Spannungen folgt: σ1 = E ⋅ ε1 = E ⋅ , σ 2 =E ⋅ ε 2 =− E ⋅
d1 d2
Beide Rohre werden durch den gleichen Pressdruck belastet, wobei der Pressdruck bei
Rohr 1 auf der Innenseite anliegt und nach außen gerichtet ist und bei Rohr 2 auf der
Außenseite anliegt und nach innen gerichtet ist. Für die Spannungen gilt auch die Kes-
selformel:
p ⋅ d1 p ⋅ d2 2 ⋅ s1 ⋅ σ1 2 ⋅ s2 ⋅ σ 2
σ1 = , σ2 = ⇒ p= = −
2 ⋅ s1 2 ⋅ s2 d1 d2
Einsetzen der Beziehungen für die Spannungen ergibt:
2
∆d1 ∆d 2 ∆d1 ∆d 2 s2  d1 
2E s=
1 2E s2 ⇒ s=
1 s ⇒ ∆d=   ⋅ ∆d 2
2 2 1
d12 d 22 d12 d2 s1  d 2 

Einsetzen in δ = ∆d1 + ∆d 2 ⇒

s 2  2
 d1  δ δ s2  d1 
=δ  2   + 1 ∆d 2 ⇒ ∆
= d2
2
∆d1
und =
2
⋅  
 s1  d2   s2  d1  s2  d1  s1  d2 
 
  +1   +1
s1  d 2  s1  d 2 
2 2
s2  d1  10 mm  140 mm 
=   = 1,361
s1  d 2  10 mm  120 mm 
0,15 mm
∆d 2 = 0,0635 mm und ∆d1 =⋅
= 1,361 0,0635 mm =
0,0865 mm
1,361 + 1
δ = 0,0865 mm + 0,0635 mm = 0,15 mm ( Kontrolle )

Spannungen σ1 und σ2 und Pressdruck p:


∆d1 N 0,0865 mm N
σ1 = E ⋅ ε1 = E ⋅ = 210.000
2
⋅ =129,75
d1 mm 140 mm mm 2
∆d N 0,0635 mm N
σ 2 =E ⋅ ε 2 =− E ⋅ 2 =−210.000 2
⋅ =−111,125
d2 mm 120 mm mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 145

N
2 ⋅10 mm ⋅129,75
2 ⋅ s1 ⋅ σ1 mm 2 ≈ 18,5 N
=p =
d1 140 mm mm 2
N
2 ⋅10 mm ⋅111,125
2 ⋅ s2 ⋅ σ 2 mm 2 ≈ 18,5 N
=p = (Kontrolle)
d2 120 mm mm 2

b) Temperaturerhöhung
Zum Montieren muss der Durchmesser des Rohres 1 um den Betrag δ vergrößert wer-
den, d. h.
δ δ 0,15 mm
ε= = α ⋅ ∆ϑ ⇒ ∆ϑ = = ≈ 90 K
d1 α ⋅ d1 1, 2 ⋅10−5 K −1 ⋅140 mm

Aufgabe 2.1.9

F ⋅l F
a) Es gilt die Bedingung ∆l = 0 = ∆ltherm + ∆lmech + ∆lFeder = l ⋅ α ⋅ ∆ϑ − −
E⋅A c
F  l 1 E ⋅ A + c ⋅l
=∆ϑ =  +  F , für die Fließgrenze gilt:
l ⋅α  E ⋅ A c E ⋅ A ⋅ c ⋅ l ⋅α
F
σF= ⇒ F = σ F ⋅ A = Re ⋅ A
A
mit A = B · H − b · h = 60 mm·100 mm − 52 mm · 92 mm = 1.216 mm2
N N
2,1 ⋅ 105 ⋅ 1.216 mm 2 + 125.000 ⋅ 2.000 mm
E ⋅ A + c ⋅l N mm 2 mm
=∆ϑ Re = 235 ⋅
E ⋅ c ⋅ l ⋅α mm 2 2,1 ⋅ 105 N ⋅ 125.000 N ⋅ 2.000 mm ⋅ 1, 2 ⋅ 10−5 K −1
mm 2 mm
= 188,5 K

b) Aufgrund der Einspannung handelt es sich um den Eulerfall1 mit lK = 2l


π 2 ⋅ E ⋅ I min
1 π 2 ⋅ E ⋅ I min E ⋅ A + c ⋅l π 2 ⋅ I min E ⋅ A + c ⋅ l
=FK = und ∆ϑ FK
= = ⋅
2
lK 4 l2 E ⋅ A ⋅ c ⋅ l ⋅α 4 ⋅l2 A ⋅ c ⋅ l ⋅α

B ⋅ H 3 − b ⋅ h3 100 ⋅ 603 mm 4 − 92 ⋅523 mm 4


=I min = = 722.005,33 mm 4
12 12
N N
2,1 ⋅105 ⋅1.216 mm 2 + 125.000 ⋅ 2.000 mm
π 2 ⋅ 722.005,33 mm 4 mm 2 mm
∆ϑ = ⋅ 61,7 K
=
4 ⋅ 2.0002 mm 2 N
1.216 mm 2 ⋅125.000 ⋅ 2.000 mm ⋅1,2 ⋅10−5 K −1
mm
146 6 Lösungshinweise

Aufgabe 2.1.10
a) Horizontale Lagerkräfte F A und F B :

FA FB

FA F
Abb. 6.9 Kräfte am Bauteil

∑ F = 0: FA − FB = 0 ⇒ FA = FB ; FA − F = 0 ⇒ FA = F
F ⋅ l1 F ⋅ l2
∆l1 = ∆lth 1 − ∆lel 1= α ⋅ l1 ⋅ ∆ϑ − und ∆l2 = ∆lth 2 − ∆lel 2 = α ⋅ l2 ⋅ ∆ϑ −
E ⋅ A1 E ⋅ A2
Es gilt die Bedingung: ∆l = ∆l1 + ∆l2 = 0
F ⋅ l1 F ⋅ l2 α ⋅ ∆ϑ ( l1 + l2 )
α ⋅ l1 ⋅ ∆ϑ − + α ⋅ l2 ⋅ ∆ϑ − =0 ⇒ F =
E ⋅ A1 E ⋅ A2 l1 l
+ 2
E ⋅ A1 E ⋅ A2
1, 2 ⋅10−5 K −1 ( 375 − 293) K ( 400 + 600 ) mm
F F=
= A F=
B = 158.143 N
400 mm ⋅ mm 2 600 mm ⋅ mm 2
+
2 ,1 ⋅105 N ⋅ 252 mm 2 2 ,1 ⋅105 N ⋅ 302 mm 2

b) Verschiebung des Punktes C:

l1
wc

Abb. 6.10 Verschiebung des Punktes C

F ⋅ l1 α ⋅ ∆ϑ ( l1 + l2 ) l1
wC = ∆l1 = α ⋅ l1 ⋅ ∆ϑ − = α ⋅ l1 ⋅ ∆ϑ − ⋅ =
E ⋅ A1 l1 l E ⋅ A1
+ 2
E ⋅ A1 E ⋅ A2
A1 − A2
= α ⋅ l1 ⋅ l2 ∆ϑ ⋅
l1 ⋅ A2 + l2 ⋅ A1
wC = − 0,088 mm; d. h. der Punkt C verschiebt sich nach links
c) Spannungen in 1 und 2:

F 158.143 N N
σ=
1 =
2
= 253
2
A1 25 mm mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 147

F 158.143 N N
σ=
2 =
2
= 175,71
2
A2 30 mm mm 2

Aufgabe 2.1.11
a) Berechnung der Schubspannung τ a (zweischnittige Verbindung):
F F 2⋅ F
τa
= = =
2⋅ A 2⋅π d2 π ⋅d2
4
2⋅ F τ
: τa
Festigkeitsbedingung: τa ≤ τa zul= = aB
π ⋅ d 2 SB
Damit folgt für den Durchmesser d:

2 ⋅ F ⋅ SB 2 ⋅ 50.000 N ⋅ 2
=d = = 19,94 mm , gewählt d = 20 mm
π ⋅τ aB N
π ⋅160
mm 2

b) Die maximale Flächenpressung p tritt in der mittleren Fläche auf.

F 50.000 N N
=p = = 83,33
b ⋅ d 30 mm ⋅ 20 mm mm 2

Aufgabe 2.1.12

pi ⋅ r pi ⋅ r
Anwendung der Kesselformeln Gl. (2.21) und
= (2.22): σ t = und σ a
s 2⋅s
a) Spannungen im Behälter:
Spannungen für den zylindrischen Behälterteil:
N
0,8 ⋅ 750 mm
pi ⋅ r mm 2 N pi ⋅ r
σt =
= = 75 2
σa =
und=
s 8 mm mm 2⋅s
N
0,8 ⋅ 750 mm
mm 2 N
= = 37,5
2 ⋅ 8 mm mm 2
Spannung für den halbkugelförmigen Behälterteil:
N
0,8 ⋅ 750 mm
pi ⋅ r mm 2 N
σa
= = = 37,5
2⋅s 2 ⋅ 8 mm mm 2
148 6 Lösungshinweise

b) Materialkosten K

K
= M (AKugel ⋅ s + AZyl ⋅ s ) ⋅ ρ ⋅=
kSt ( d + l ) ⋅ d ⋅ π ⋅ s ⋅ ρ ⋅ kSt
kg ⋅ dm3
=K M (1.500 + 2.500)mm ⋅1.500 mm ⋅ π ⋅ 8 mm ⋅ 7,85 = ⋅1,60 €/kg 1.894 €
dm3 ⋅106 mm3

Aufgabe 2.1.13
Es handelt sich um Spannungen in Behältern, d. h. Anwendung der Kesselformeln (Gl. 2.21
und 2.22):
a) 1 bar = 105 N/m2 = 0,1 N/mm2

N
350
pi ⋅ r pi ⋅ r ReH mm 2 N
σt
= σa
und= , σ=
zul = = 175
s 2⋅s S 2 mm 2
N
35 ⋅ 0,1 ⋅1.250 mm
p ⋅r mm 2
s≥ i
= = 25 mm
σ zul N
175
mm 2
N
175 ⋅ 2 ⋅ 25 mm
σ zul ⋅ 2 ⋅ s mm 2
r1 ≥ = = 2.500 mm
pi N
3,5
mm 2
b) Spannungen gemäß Gl. (2.21) und (2.22):

N
3,5 ⋅1.250 mm
pi ⋅ r mm 2 N
σt
= = = 175
s 25 mm mm 2

N
3,5 ⋅1.250 mm
pi ⋅ r mm 2 N
σa
= = = 87,5
2⋅s 2 ⋅ 25 mm mm 2

N
3,5 ⋅ 2.500 mm
pi ⋅ r mm 2 N
σ a1
= = = 175
2⋅ s 2 ⋅ 25 mm mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 149

Aufgabe 2.1.14

5 N N
1 bar 10
a)= = 0,1
2
m mm 2
i p ⋅r
ε ges =
ε mech + ε therm , mit σ =
E ⋅ ε und σ Kugel = (Kessselformel)
2⋅s
σ1 ∆ p ⋅ r1
ε1 = ε mech1 + ε therm1 = + α1 ⋅ ∆ϑ = + α1 ⋅ ∆ϑ
E1 2 ⋅ s1 ⋅ E1
σ2 pa ⋅ r2
ε 2 = ε mech2 + ε therm2 = + α 2 ⋅ ∆ϑ = + α 2 ⋅ ∆ϑ
E2 2 ⋅ s2 ⋅ E2
Es gilt: ε1 = ε 2
( pi − pa ) ⋅ r1
+ α1=
⋅ ∆ϑ
pa ⋅ r2
+ α 2 ⋅ ∆ϑ
2 ⋅ s1 ⋅ E1 2 ⋅ s2 ⋅ E2
pi ⋅ r1 pa ⋅ r1 pa ⋅ r2 2 ⋅ s1 ⋅ E1
+ (α1 − α 2 ) ∆ϑ
= +
2 ⋅ s1 ⋅ E1 2 ⋅ s1 ⋅ E1 2 ⋅ s2 ⋅ E2 r1
2 ⋅ s1 ⋅ E1
pi + (α1 − α 2 ) ∆ϑ
r1
pa =
r ⋅s ⋅E
1+ 2 1 1
r1 ⋅ s2 ⋅ E2
r ⋅s ⋅E 1.006 mm ⋅ 7 mm ⋅120 kN mm 2
=mit 2 1 1 = 0,805
r1 ⋅ s2 ⋅ E2 1.000 mm ⋅ 5 mm ⋅ 210 kN mm 2

b) Δϑ = 0
pi 8 bar N
=pa = = = 4, 43 bar 0, 443
1 + 0,805 1 + 0,805 mm 2
N
∆ p = pi − pa = 8 bar − 4, 43 bar = 3,57 bar = 0,357
mm 2
∆ p ⋅ r1 0,357 N ⋅1.000 mm N
σ1
= =
2
= 25,5
2 ⋅ s1 mm 2 ⋅ 7 mm mm 2
pa ⋅ r2 0, 443 N ⋅1.006 mm N
σ2
= =
2
= 44, 6
2 ⋅ s2 mm 2 ⋅ 5 mm mm 2
c) Der Stahlkessel ist für p a = 0 spannungsfrei.
r1 N 1.000 mm mm 2
∆ϑ =− pi ⋅ =− 0,8 ⋅ =
2 ⋅ s1 ⋅ E1 (α1 − α 2 ) mm 2 2 ⋅ 7 mm ⋅ 120.000 N (17 − 12 ) ⋅ 10−6 K –1
= − 95, 24 K
ϑ = ϑ0 + ∆ϑ = 293 K − 95, 24 K = 197, 76 K = − 75, 24 °C
150 6 Lösungshinweise

pi ⋅ r1 0,8 N ⋅1.000 mm N
σ1
= =
2
= 57,14
2 ⋅ s1 mm 2 ⋅ 7 mm mm 2

d) Materialkosten K M
K MCu = AKugel1 ⋅ s1 ⋅ ρCu ⋅ kCu = d12 ⋅ π ⋅ s1 ⋅ ρCu ⋅ kCu
kg ⋅ dm3 €
K MCu 2.0002 mm 2 ⋅ π ⋅ 7 mm ⋅ 8,74
= 7, 05
⋅= 5.420,11 €
3 6 3
kg
dm ⋅10 mm
K MSt = AKugel2 ⋅ s2 ⋅ ρSt ⋅ kSt = d 22 ⋅ π ⋅ s2 ⋅ ρSt ⋅ kSt

kg ⋅ dm3 €
K MSt 2.0142 mm 2 ⋅ π ⋅ 5 mm ⋅ 7,85
= ⋅1, 60
= 800,26 €
3 6 3
kg
dm ⋅10 mm

Aufgabe 2.1.15
a) Der Drehpunkt M des Rotorblattes wird als Ursprung der x-Achse gewählt. Für die
Streckenlast infolge der Fliehkraft gilt q(x) = ω2·ρ ·A·x (s. Streckenlast Aufgabe 2.1.5).
Aus der Stabgleichung
dF
=−q (x) =−ω 2 ⋅ ρ ⋅ Α ⋅ x folgt durch Integration F(x) = − ½·ω2·ρ ·A·x2 + C. Am
dx
äußeren Ende muss die Kraft null sein: F(x = l) = 0 = − ½·ω2·ρ ·A·l2 + C ⇒ C =
½·ω2·ρ ·A·l2. Somit gilt für die Kraft F(x) = ½·ω2·ρ ·A·(l2 – x2) und für die Spannung

F ( x) 1 2 1   x 2 
σ ( x=
)
A
= ( )
ω ⋅ ρ l 2 − x 2= ω 2 ⋅ ρ ⋅ l 2 1 −   
2 2   l  
Alternativlösung:

x l-x

a
M A F

ω
½(l + x)
l

Abb. 6.11 Angriffspunkt der Fliehkraft

l +x 2
ρ ⋅ A (l − x ) ⋅ ⋅ω   x 2 
F m ⋅ rS2 ⋅ ω 2
σ= =
A A
=
A
2 1
2
1
2
( )
= ⋅ ω 2 ⋅ ρ l 2 − x 2 = ⋅ ω 2 ⋅ ρ ⋅ l 2 1 −   
  l  
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 151

b) Spannung σ an der Stelle A:

1 2   a 2 
σ=
A ω ⋅ ρ ⋅ l 2 1 −   
2   l  
kg
3252 ⋅1, 6 ⋅ 8,12 m 2
N ⋅ s 2   150 mm  
3 2 2
1 dm 3
3 dm −6 m N
σA = ⋅ 2
⋅ 10 ⋅ 10 ⋅ 1 −   = 1,54
2  s  m3 mm 2 kg ⋅ m   8.100 mm   mm 2
 min⋅ 60 min 
 

c) Längenänderung ∆l des Rotorblattes:


σ ( x) 1 2 ρ 2
Für die Dehnung gilt: ε=
( x) =
E 2 E
(
ω ⋅ l − x 2 . Die Längenänderung berechnet)
sich zu

l
ω2 ρ 3  2 a 1  a  
l 3
ω2 ρ l 2 2 ω2 ρ  2 x3 
∆l = ∫ ε ( x) dx = ⋅ ∫ ( l − x ) dx = ⋅ l x −  = ⋅ ⋅l  − +   
a
2 Ea 2 E 3 a 2 E  3 l 3  l  
3252 1, 6 kg ⋅ 10−6 ⋅ dm3 ⋅ 10−3 m N s2
∆l ⋅ 8.1003 mm3
 s 
2
N mm kg m
2  min⋅ 60 dm3 ⋅ 88.000 mm3
 min  mm 2
 2 150 mm 1  150 mm 3 
 − +    ∆l = 0,092 mm
 3 8.100 mm 3  8.100 mm  

6.2.2 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.2

Aufgabe 2.2.1
M bi π da4 − di4
Momente: Mbi = F1·l1i + F2·l2i, Biegespannung σ bi = und Wb =
Wb 32 da

Wb
( 4
π 406, 4 − 381,4 mm
= 1.477.887 mm3
4
) 4

32 406, 4 mm
Stelle 1 2 3 4 5 6 7 8 9
l1i mm 1.800 2.500 2.500 3.200 4.600 5.300 5.300 6.000 7.300
l2i mm 0 700 3.000 3.700 3.700 3.000 700 0 0
Mbi kNm 22,5 36,5 53,75 67,75 85,25 88,75 71,5 75 91,25
2
σbi N/mm 15,2 24,7 36,4 45,8 57,7 60 48,4 50,75 61,7
152 6 Lösungshinweise

Materialkosten

K=
M
π
4
(d − d ) ⋅l ⋅ ρ ⋅ k
2
a
2
i ges Rohr

=KM
π
4
(406, 42 − 381, 42 ) mm2 ⋅ ( 2 ⋅ 2.300 + 1.400 + 2 ⋅ 700 ⋅π ) mm ⋅
kg ⋅ dm3 €
⋅7,85 ⋅ 2, 60 3.282,82 €
=
dm3106 mm3 kg

Aufgabe 2.2.2
M by M by 50.000.000 Nmm N
a) σ by = = e= ⋅120 mm = 154,24
4
Wb Iy 38.900.000 mm mm 2
N
235
Re mm 2
SF =
b) = = 1,52 > 1,5
σ by 154, 24 N
mm 2
N
c) M bz = σ by ⋅ Wz = 154,24 ⋅ 47.300 mm3 = 7.295.552 Nmm ≈ 7,3 kNm
mm 2

Aufgabe 2.2.3
Schwerpunktabstand yS:

S
2

1
y
yS

Abb. 6.12 Bezugssystem und Aufteilung der U-Profilfläche

=yS

=
Ai ⋅ yi 29.724 mm3
= 17,44 mm
Ages 1.704 mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 153

Ai ySi ySi· Ai
Teilfläche
mm2 mm mm3
1 55 · 9 = 495 27,5 13.612,5
2 7 · 102 = 714 3,5 2.499
3 55 · 9 = 495 27,5 13.612,5
Σ 1.704 29.724

Aufgabe 2.2.4
Schwerpunktabstand zS:

2
y Abb. 6.13 Bezugssystem und Aufteilung
der U-Profilfläche
zS

1 3

Ai zSi zSi· Ai
Teilfläche
mm2 mm mm3
1 52 · 8 = 416 34 14.144
2 60 · 8 = 480 4 1.920
3 52 · 8 = 416 34 14.144
Σ 1.312 30.208

=zS

=
Ai ⋅ zi 30.208 mm3
= 23,02 mm
Ages 1.312 mm 2
Flächenmomente Iy und Iz durch Anwendung des STEINER’schen Satzes:

1 2 3 Σ
Ai 416 480 416 1.312 mm2
ySi −26 0 26 mm
zSi 10,98 −19,02 10,98 mm
Iyi 93.738,67 2.560 93.738,67 190.037,34 mm4
Izi 2.218,67 144.000 2.218,67 148.437,34 mm4
zSi2·Ai 50.153,13 173.645 50.153,13 273.951,26 mm4
ySi2·Ai 281.216 0 281.216 562.432 mm4
154 6 Lösungshinweise

=Iy ∑ ( I yi + z=
Si ⋅ Ai )
2
190.037,34 mm 4 + 273.951, 26=
mm 4 463.988,6 mm 4

=Iz ∑ ( I zi + y=
Si ⋅ Ai )
2
148.437,34 mm 4 + 562.432=
mm 4 710.869,34 mm 4

Aufgabe 2.2.5
a) Schwerpunktabstand (z S bezogen auf die Unterseite des U-Profils):

=zS

=
Ai ⋅ zi ( 2 ⋅ 6 ⋅ 45 ⋅ 22,5 + 68 ⋅ 6 ⋅ 3) mm3
= 14,11 mm
Ages ( 2 ⋅ 6 ⋅ 45 + 68 ⋅ 6 ) mm2
b) Flächenmoment 2. Grades I y (Anwendung des STEINER’schen Satzes):

( )
2 I + A ⋅ z 2 + I + A ⋅ z2
Iy =

 6 ⋅ 453 2  68 ⋅ 63 
=Iy 2  + 6 ⋅ 45 ( 22,5 - 14,11)  mm 4 +  + 68 ⋅ 6 ⋅11,11
= 2
 mm
4
12  12 
   
= 180.721 mm 4

c) Auflagerkräfte

z
A B C
x FAx F·cosα
FAz FBz F·sinα

Abb. 6.14 Kräfte

∑ Fix =0= − FAx + F ⋅ cos α ⇒ FAx = F ⋅ cos α

∑ Fiz =0 =−FAz + FBz − F ⋅ sin α ⇒ FBz =FAz + F ⋅ sin α


a
∑ M=
B
FAz · l − F ⋅ sinα=
⋅a F
l
sin α

a a 
FBz F
= sin α + F ⋅ sin α ⇒
= FBz F  + 1 sin α
l l 

d) Maximales Biegemoment in B:

Mb
Abb. 6.15 Momentenverlauf
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 155

e) M b max= M bB= FAz ⋅ l = F ⋅ a ⋅ sin α


f) Maximale Biegezugspannung auf der Balkenoberseite
M b max F ⋅ a ⋅ sinα F F ⋅ cos α
σ b max = σ bz = ⋅ eo = ⋅ eo mit σ z = Ax =
Iy Iy A A

 a ⋅ sin α cos α 
σ max σ=
= bz + σ z F  ⋅ eo + 
I A 
 y 

Aufgabe 2.2.6
a) Flächenmoment 2. Grades um die waagerechte Symmetrieachse (Anwendung des STEI-
NER’schen Satzes):

h ⋅ b3 b ⋅ h3  10 ⋅ 1503 150 ⋅ 103 


=Iy 2 +=
2 + 2 ⋅ A ⋅ zS2 2  + + 10
= ⋅150 ⋅ 802  mm 4
12 12  
 12 12 
= 24.850.000 mm 4

q ⋅l q ⋅l q ⋅l2
=
b) Auflagerkräfte FA = , FB , größtes Biegemoment bei l /2: =
M b max
2 2 8
Iy 4
M b max 24.850.000 mm
σ b=
vorh Wb
,= = = 292.353 mm3
Wb zmax 85 mm

q ⋅ l 2 25 N ⋅ 25002 mm 2
M b=
max = = 19.531.250 Nmm
8 mm 8
M b max 19.531.250 Nmm N N
σ b vorh =
= = 66,8
3 2
≈ 67
Wb 292.353 mm mm mm 2

N
235
σ zul Re mm 2
=
c) S = = = 3,5 > Serf = 3
σ vorh σ vorh N
67
mm 2

Aufgabe 2.2.7
a) Biegemomentenverlauf:
F
M b max ⋅a
F 2
M b max = FA ⋅ a = ⋅ a und σ=
b ⋅e
= ⋅ e mit e = 14 cm
2 I ges I ges
≈0 ≈0
b ⋅ h3 b ⋅ h3
I ges I I + 2 ⋅ 1 1
= + 2 ⋅ A1 ⋅ z12 + 2⋅ 2 2 + 2 ⋅ A2 ⋅ z22
12 12
156 6 Lösungshinweise

I ges 3.890 cm 4 + 2 ⋅10 ⋅1 cm 2 ⋅12,52 cm 2 + 2 ⋅ 8 ⋅1 cm 2 ⋅13,52 cm 2 ≈ 9.931 cm 4


=
N
2 ⋅120 ⋅ 99.310.000 mm 4
2 ⋅ σ zul ⋅ I ges mm 2
=F = = 68.098 N ≈ 68,1 kN
a⋅e 2.500 mm ⋅140 mm

a
Mb max

½F ½F
FA FA = FB = ½F FB

Abb. 6.16 Kraft- und Momentenverlauf

F
b) M b D− D = 5.107.371,4 Ncm mit
⋅150 cm =
2
2 4 2 2 4
I D−=
D I I + 2 ⋅ A1 ⋅ z=
1 3.890 cm + 2 ⋅10 ⋅1 cm ⋅12,5 cm ≈ 7.015 cm
M b D-D 5.107.371,4 Ncm N N
σ b D-D= ⋅ eD-D=
4
⋅13 cm ≈ 9.404,8
2
, σ b D-D ≈ 95
I D-D 7.015 cm cm mm 2

c) Materialkosten K M = lI ⋅ m′ ⋅ kI + 2 ( l1 ⋅ b1 ⋅ h1 + l2 ⋅ b2 ⋅ h2 ) ρ ⋅ kFlach
kg €
K M= 5,9m ⋅ 30,1 ⋅ 1,85 + 2 ( 2.500 ⋅ 80 ⋅10 + 4.000 ⋅100 ⋅10 ) mm3 ⋅
m kg
kg ⋅ dm3 €
⋅ 7,85 3 6 3
⋅ 1, 60 479,26 €
=
dm 10 mm kg

Aufgabe 2.2.8

Gesamtschwerpunkt z S : zS =
∑ Ai ⋅ zi , gewähltes Bezugssystem obere Profilkante
Ages

Teilfläche Ai zi A i ·z i s i = |z i – z S | I yi = (b i ·h i 3)/12 z Si 2·A i


mm2 mm mm3 mm mm4 mm4
1.200 5 6.000 59,26 10.000 4.214.097,12
800 60 48.000 4,26 666.666,67 14.518,08
1.440 116 167.040 51,74 17.280 3.854.919,74
Σ 3.440 - 221.040 - 693.946,67 8.083.534,94
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 157

zS =
∑ Ai ⋅ zi =
221.040 mm3
= 64,26 mm
Ages 3.440 mm 2

Flächenmoment 2. Grades, durch Anwendung des STEINER’schen Satzes:

I y ges = I y1 + s12 ⋅ A1 + I y2 + s22 ⋅ A2 + I y3 + s32 ⋅ A3 = 8.777.481,6 mm 4

Widerstandsmomente am oberen und unteren Flansch:

I y ges 8.777.481,6 mm 4
Wyo = = = 136.593,2 mm3
eo 64, 26 mm
I y ges 8.777.481,6 mm 4
Wyu = = = 152.017,35 mm3
eu 57, 74 mm

Biegespannungen in den Randfasern:

M by F ⋅l M by F2 ⋅ l2
σ bo = = 1 1 und σ bu = =
Wyo Wyo Wyu Wyu
F ⋅l F ⋅l
σ bo1 = 1 1 und σ bu1 = 1 1
Wyo Wyu
F2 ⋅ l2 F ⋅l
σ bo2 = und σ bu2 = 2 2
Wyo Wyu

Maximal zulässige Kräfte:

σ o1 = σ zul (Zug), σ o2 = σ zul (Zug)


σ zul (Zug) ⋅ Wyo 160 N ⋅136.593,2 mm3
F1 = = = 14.569,94 N ≈ 14,6 kN
l1 mm 2 ⋅1.500 mm
σ zul (Zug) ⋅ Wyo 160 N ⋅136.593,2 mm3
F2 = = = 39.736,2 N ≈ 39,7 kN
l2 mm 2 ⋅ 550 mm

Aufgabe 2.2.9
a) Auflagerkräfte und Biegemomentenverlauf

∑ Fz = FA − F1 − F2 − FB = 0
m
F1 = m1 ⋅ g = 450 ⋅ 9,81 = 4.414,5 N
s2
m
F2 = m2 ⋅ g = 750 ⋅ 9,81 = 7.357,5 N
s2
158 6 Lösungshinweise

∑ M B = 0: − FA ⋅ l + F1 ⋅ a + F2 ⋅ b
4.414,5 N ⋅ 2.250 mm + 7.357,5 N ⋅1.000 mm
FA = = 5.763,375 N
3.000 mm
FB = F1 + F2 − FA = 4.414,5 N + 7.357,5 N − 5.763,375 N = 6.008,625 N
M b max = FB ⋅ b = 6.008,625 N ⋅1.000 mm = 6.008.625 Nmm ≈ 6 kNm
l
z
a
A B
x b
FA FB
F1 = m1·g
F2 = m2·g
Mb max

Abb. 6.17 Kraft- und Momentenverlauf

b) Lage der Schwerpunktachse

zS =
∑ Ai ⋅ zSi A ⋅ z − A ⋅ z − A3 ⋅ z3
= 1 1 2 2
z 150
Ages A1 − A2 − A3
1
120

2 80
70

3
30

y
30

Abb. 6.18 Bezugssystem und Flächenaufteilung

150 ⋅120 ⋅ 60 mm3 − 80 ⋅ 40 ⋅ 50 mm3 − 30 ⋅ 30 ⋅15 mm3 906.500 mm3


zS = = = 65,22 mm
2 2 2
150 ⋅120 mm − 30 ⋅ 30 mm − 80 ⋅ 40 mm 13.900 mm 2

c) Flächenmoment 2.Grades (Anwendung des STEINER’schen Satzes)

( ) (
I y ges = I1 + z12 ⋅ A1 − I 2 + z22 ⋅ A2 − I3 + z32 ⋅ A3 )
b1 ⋅ h12  b ⋅ h2   b ⋅ h2 
I y ges = + z12 ⋅ A1 −  2 2 + z22 ⋅ A2  −  3 3 + z32 ⋅ A3 
12  12   12 
   
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 159

150 ⋅ 1203
I y ges = mm 4 + 5,222 ⋅150 ⋅ 120 mm 4 −
12
 80 ⋅ 403 30 ⋅ 303 
−  mm 4 + 15,222 ⋅ 80 ⋅ 40 mm 4 + mm 4 + 50,222 ⋅ 30 ⋅ 30 mm 4 
 12 12 
 
I y ges = 18.585.186 mm 4

d) Maximale Biegespannung (e u = 65,22 mm, e o = 54,78 mm)


M b max 6.008.625 Nmm N
σ b max = ⋅ eu =
4
⋅ 65, 22 mm = 21,1
I y ges 18.585.186 mm mm 2

Aufgabe 2.2.10
a) Gesamtschwerpunkt

z Sges =
∑ Ai ⋅ zi =
630 mm 2 ⋅ 31,3 mm + 92 ⋅ 3 mm 2 ⋅ 63,5 mm
= 41,1 mm
Ages 630 mm 2 + 276 mm 2

b) Das Flächenmoment des Hutprofils um seine Schwerpunktachse muss ermittelt werden,


und zwar bezogen auf den unteren Rand, durch Anwendung des STEINER’schen Satzes:
2
IS Hut = I y Hut − AHut ⋅ zS = 960.286 mm 4 − 630 mm 2 ⋅ 31,32 mm 2 = 343.081 mm 4

( ) +I
2
I y ges = IS Hut + AHut z S − z S Blech + ABlech ⋅ zS2 Blech
ges

92 ⋅ 33
I y ges = 343.081 mm 4 + 630 mm 2 ⋅ 9,82 mm 2 + mm 4 + 276 ⋅ 22,42 mm 4 =
12
= 542.279 mm 4
c) Maximales σ b am unteren Rand (z u = 41,1 mm, z o = 24,9 mm)
My My 925.000 Nmm N
σ b max = = ⋅ zu =
4
⋅ 41,1 mm ≈ 70
Wb I ges 542.279 mm mm 2

Aufgabe 2.2.11
a) Maximales Biegemoment M b max

∑ Fz = 0 : FA + FB − F = 0
F ⋅a 30.000 N ⋅ 2,5 m
∑ M A = 0 : FB ⋅ l − F ⋅ a = 0 ⇒ FB =
l
=
4m
= 18.750 N

FA = F − FB = 11.250 N und M b max = FB ⋅ a = 18.750 N ⋅ 1.500 mm =


= 28.125.000 Nmm = 28,125 kNm
160 6 Lösungshinweise

b) zS =
∑ Ai ⋅ zi =
352.000 mm3
= 58,67 mm , y S = 0
Ages 6.000 mm 2

Teil- z Si = |z i – z Si 2·A i
Ai zi A i ·z i I yi = (b i ·h i 3)/12
fläche zS| mm4
mm2 mm mm3 mm4
mm
1 140·20 = 2.800 10 28.000 48,67 93.333,33 6.632.552,92
2 10·80 = 800 60 48.000 1,33 426.666,67 1.415,12
3 80·30 = 2.400 115 276.000 56,33 180.000 7.615.365,36
Σ 6.000 - 352.000 - 700.000 14.249.333,40
2 2 2
I yges = I y1 + zS1 ⋅ A1 + I y2 + zS2 ⋅ A2 + I y3 + zS3 ⋅ A3 =14.949.333,4 mm 4

c) Spannungen in den Randfasern


M b max 28.125.000 Nmm N
σ bo = ⋅ eo =
4
⋅ 71,33 mm = 134,2
I y ges 14.949.333,4 mm mm 2
I y ges 14.949.333,33 mm 4
Wbo = = = 209.579,9 mm3
eo 71,33 mm
M b max 28.125.000 Nmm N
σ bu = ⋅ eu =
4
⋅ 58, 67 mm = 110,4
I y ges 14.949.333,4 mm mm 2
I y ges 14.949.333,33 mm 4
Wbu = = = 254.803,7 mm3
eu 58, 67 mm

N N
d) σ bo = σ b max = 134,2 < σ b zul = 150 , gewählt E295
2
mm mm 2

Aufgabe 2.2.12
a) Auflagerkräfte und M b max

∑ Fz = 0 : FA + FB − F1 − F2 = 0
∑ M A = 0 : FB ⋅ l − F1 ⋅ l1 − F2 ⋅ l2 = 0
F1 ⋅ l1 + F2 ⋅ l2 32.000 N ⋅1.000 mm + 20.000 N ⋅ 3.250 mm
FB = = = 24.250 N
l 4.000 mm
FA = F1 + F2 − FB = 32.000 N + 20.000 N − 24.250 N = 27.750 N
M b F1 = FA ⋅ l1 = 27.750 N ⋅1.000 mm = 27.750.000 Nmm = M b max
M b F2 = FB ⋅ l2 = 24.250 N ⋅ 750 mm = 18.187.500 Nmm
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 161

b) Flächenmoment 2. Grades (Anwendung des STEINER’schen Satzes):

( )
I y = I y1 − I y2 − 4 ⋅ I y2 + s22 ⋅ A = I y1 − 5I y2 − 4 s22 ⋅ A

b1 ⋅ h13 π π
Iy = − 5 ⋅ d 4 − 4 ⋅ s22 ⋅ ⋅ d 2
12 64 4
160 mm ⋅1203 mm3 π
Iy = − 5 ⋅ 404 mm 4 − 302 mm 2 ⋅ π ⋅ 402 mm 2 = 17.887.788 mm 4
12 64

Mb M 27.750.000 Nmm N
c) σ b = = b ⋅e = ⋅ 60 mm = 93,1
4
Wb Iy 17.887.788 mm mm 2

N
255
Rp0,2 mm 2 = 1,83 > 1,5
d) SF = =
S ⋅σ b 1,5 ⋅ 93,1
N
310
Rm mm 2 = 2,22 > 2
SB = =
S ⋅σ b 1,5 ⋅ 93,1

Aufgabe 2.2.13
a) Biegemomentenverlauf und M b max

∑ Fz = 0 : FA + FB − F1 − F2 = 0
∑ M A = 0 : FB ⋅ l − F1 ⋅ a − F2 ⋅ ( l − b ) = 0
F1 ⋅ a + F2 ⋅ ( l − b )
15.000 N ⋅ 2.350 mm + 6.000 N ⋅ 4.300 mm
FB = = = 8.250 N
l 7.400 mm
FA = F1 + F2 − FB = 15.000 N + 6.000 N − 8.250 N = 12.750 N
M b max = FA ⋅ a = 12.750 N ⋅ 2.350 mm = 29.962.500 Nmm

A B

Abb. 6.19 Momentenverlauf

Mb max

b) Biegespannung in der Randfaser


40 % N N
σ b zul = ⋅ σ P = 0,4 ⋅ 0,8 ⋅ Re = 0,32 ⋅ 335
2
= 107, 2
100 % mm mm 2
Mb
σb = Es handelt sich um ein symmetr. Profil!
Wb
162 6 Lösungshinweise

I1 Abb. 6.20 Flächeneinteilung zur Flächenmoment-


berechnung (Anwendung des STEINER’schen Satzes)

I4
I2

I3

Iy = I1 – I2 – 2·I3 – 2·I4
b1 ⋅ h13 120 mm ⋅ 2003 mm3
=I1 = = 80.000.000 mm 4
12 12
b2 ⋅ h23 80 mm ⋅1703 mm3
=I2 = = 32.753.333,33 mm 4
12 12
b3 ⋅ h33 10 mm ⋅1703 mm3
=I3 = = 4.094.166,67 mm 4
12 12
b4 ⋅ h43 10 mm ⋅1003 mm3
=I4 = = 833.333,33 mm 4
12 12
I y = 37.391.666, 67 mm 4
e = eo = eu
M b max M b max 29.962.500 Nmm N
σb
= = = ⋅e 4
⋅ 100=
mm 80, 13 σ zul
≤=
Wb Iy 37.391.666, 67 mm mm 2
N
= 107, 2
mm 2

c) Biegespannung in Höhe der Schweißnaht σbSchw

M b max M b max 29.962.500 Nmm N


σ bSchw = = ⋅ eSchw =
4
⋅ 85 mm= 68,11
Wb Iy 37.391.666, 67 mm mm 2

d) Sicherheit gegen Fließen

N
335
Re mm 2= 4,18
S vorh
= =
σb N
80,13
mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 163

Aufgabe 2.2.14
a) Biegespannungen im Schnitt A−A und B−B:
M b A− A = F ⋅ l = 400.000 N ⋅ 3.000 mm = 1.200.000.000 Nmm = 1, 2 MNm
M b B− B = F ⋅ ( l − 500 mm ) = 400.000 N ⋅ 2 500 mm = 1.000.000.000 Nmm = 1MNm
M b A− A
σ b A− A = eA
I y A− A
3 3
B ⋅ H 3 b ⋅ h 3 400 mm ⋅ ( 600 mm ) 370 mm ⋅ ( 570 mm )
I y=
A− A −= − =
12 12 12 12
= 1.489.882.500 mm 4
1.200.000.000 Nmm N
=σ b A− A 4
=⋅ 300 mm 241, 63
1.489.882.500 mm mm 2
=H1 550 = mm, h1 520 mm
B ⋅ H13 b ⋅ h13 s ⋅ d13  d ⋅ s3 
I y B=
−B − −2 − 2 2 + s12 ⋅ d 2 ⋅ s 
12 12 12  12 
 
3 3 3
400 mm ⋅ ( 550 mm ) 370 mm ⋅ ( 520 mm ) 15 mm ⋅ ( 250 mm )
I y B− B = − −2 –
12 12 12
 100 mm ⋅153 mm3 
−2  + 267,52 mm 2 ⋅100 mm ⋅15 mm  =
956.632.500 mm 4
 12 
 
M b B− B 1.000.000.000 Nmm N
σ b B− B= eB
=
4
⋅ 275 mm
= 287, 47
I y B− B 956.632.500 mm mm 2

b) Werkstoff, der einer schwellenden Belastung und der geforderten Sicherheit von 1,5
genügt.
σbSch = σb B–B·S = 287,5 N/mm2·1,5 = 431,25 N/mm2
Gemäß Tabelle (Aufgabe 1.1) gewählt E295GC mit σ bSch = 440 N/mm2

Aufgabe 2.2.15
a) Ermittlung der Auflagerkräfte und des maximalen Biegemomentes

∑ F=z FA − F1 − F2 + F= B 0

∑ M= A 0: FB ⋅ l − F1 ⋅ a − F2 ⋅ ( l − b )

F1 ⋅ a + F2 ⋅ ( l − b ) 18.000 N ⋅ 400 mm + 30.000 N ⋅1.200 mm


=FB = = 28.800 N
l 1.500 mm
FA =
F1 + F2 − FB = 19.200 N
M b max = FB ⋅ b = 28.800 N ⋅ 300 mm = 8.640.000 Nmm
164 6 Lösungshinweise

z F1 F2
A B

x
FA FB
Mb max

Abb. 6.21 Kraft- und Momentenverlauf

b) Gesamtschwerpunkt z S

zS

=
Ai ⋅ zi
=
812.500 mm3
159,31 mm 4
Ages 2
5100 mm

Teil- Ai zi A i ·z i s i = |z S – z i | I yi = (b i ·h i 3)/12 z Si 2·A i


fläche mm2 mm mm3 mm mm4 mm4
1 80·8 = 640 4 2.560 155,31 3.413,33 15.437.565,5
2 10·230 = 2.300 123 282.900 36,31 10.139.166,67 3.032.357
3 180·12 = 2.160 244 527.040 84,69 25.920 15.492.375,58
Σ 5.100 - 812.500 - 10.168.500 33.962.298,08

c) Flächenmoment 2.Grades (Anwendung des STEINER’schen Satzes):

b1 ⋅ h13 2 b ⋅ h3 2 b ⋅ h3 2
I y ges
= + ( zS − z1 ) ⋅ A1 + 2 2 + ( zS − z2 ) ⋅ A2 + 3 3 + ( zS − z3 ) ⋅ A3
12 12 12
I y ges = 44.130.798 mm 4

d) Biegespannungen in den äußeren Randfasern

M b max 8.640.000 Nmm N N


σ=
bo ⋅ eo
=
4
⋅ 90, 7 mm
= 17,76
2
≈ 18
I y ges 44.130.798 mm mm mm 2
M b max 8.640.000 Nmm N N
σ=
bu ⋅ eu
=
4
⋅159,31 mm
= 31,2
2
≈ 31
I y ges 44.130.798 mm mm mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 165

6.2.3 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.3

Aufgabe 2.3.1
a) Die Kraft wird über zwei Scherflächen übertragen, es gilt:
F
τa = ≤ τ zul ⇒ F ≤ 2 ⋅τ zul ⋅ A
2A
N π
F ≤ 2 ⋅120 ⋅ ⋅162 mm 2 = 48.255 N
mm 2 4
AK
b) Für die Klebfläche gilt: AK = d ⋅ π ⋅ l ⇒ l =
d ⋅π
Schubspannung in der Klebung:
F F 48.255 N AK
τ= ≤ τ zul ⇒ AK= = = 8.042,5 mm 2 ⇒ l= =
AK τ zul N d ⋅π
6
mm 2
8.042,5 mm 2
= = 25,6 mm
100 mm ⋅ π

Aufgabe 2.3.2
2
Für die kleinste Schweißnahtfläche gilt: A = a ⋅ l = z ⋅ cos45° ⋅ l = ⋅ z ⋅l
2
Die Kraft F verteilt sich auf 4 Schweißnahtflächen:
N
F ≤ 4 ⋅ A ⋅τ zul = 2 2 ⋅ z ⋅ l ⋅τ zul = 2 2 ⋅ 4 mm ⋅150 mm ⋅120 = 203.646,75 N ≈ 204 kN
mm 2

Abb. 6.22 Schweißnahtgeometrie


a

45°
z

Aufgabe 2.3.3
Zur Berechnung der zu übertragenden Schubkraft pro Länge werden das Flächenträgheits-
moment Iy und das Flächenmoment H(z) benötigt.

s ⋅ h3  b ⋅ t3 h t 
Iy + 2 +  + ⋅b ⋅t
12  12 2 2 
166 6 Lösungshinweise

15 mm ⋅ 2403mm3  150 mm ⋅123mm3  240 mm 12 mm  


Iy + 2 = +  +  ⋅ 150 mm ⋅ 12 mm 
12  12  2 2  
= 17.776.800 mm 4
Flächenmoment 1.Grades für die untere und obere Schweißnaht:
h t  240 mm 12 mm 
H ( z )= H (− z )=  +  ⋅ b ⋅ t =  + ⋅150 mm ⋅12 mm= 226.800 mm3
2 2  2 2 
Schubspannung τ(x, z):
Fq ⋅ H ( z ) 50.000 N ⋅ 226.800 mm3 N
τ ( x, z )
= = = 42,53
4
s ⋅ Iy 15 mm ⋅17.776.800 mm mm 2

N N
z ) τ (x,z )=
Schubkraft pro Länge: q ( x,= ⋅ s 42,5 ⋅15 mm
= 637,9
2 mm
mm
N
637,9
q ( x, z ) mm N
Schubspannung in den Schweißnähten:
= τs = = 53,16
2⋅a 2 ⋅ 6 mm mm 2

Aufgabe 2.3.4
Fq ⋅ H ( z1 )
Schubspannung Stelle 1: τ ( z ) =
b ⋅ Iy

Fq

S
zS1

Sges y
1
Abb. 6.23 Schwerpunktabstand zs1 der Restfläche 1 vom Gesamtschwerpunkt

Flächenmoment 1. Grades:
 40 
H ( z )1 =b ⋅ h1 ⋅ zS1 =150 mm ⋅ 40 mm ⋅  + 10  mm =180.000 mm3
 2 
Gesamtflächenmoment:
b ⋅ h3 a 4 150 mm ⋅1003 mm3 204 mm 4
Iy = −2 = −2 = 12.473.333,3 mm 4
12 12 12 12
Fq ⋅ H ( z )1 15.000 N ⋅180.000 mm3 N
τ ( z )1 =
= = 1,44
4
b1 ⋅ I y 150 mm ⋅12.473.333,3 mm mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 167

Schubspannung Stelle 2:

z
Fq

S
zS2

Sges y
2
Abb. 6.24 Schwerpunktabstand der Restfläche 2 vom Gesamtschwerpunkt Sges

1 150 ⋅ 50 ⋅ 25 mm3 − 2 ⋅ 20 ⋅10 ⋅ 5 mm3


zS2
=
Ages
∑ zSi ⋅ Ai
= = 26,13 mm
(150 ⋅ 50 − 2 ⋅ 20 ⋅10 ) mm2
H ( z )2 = A2 ⋅ zS2 = (150 ⋅ 50 − 2 ⋅ 20 ⋅10 ) mm ⋅ 26,13 mm = 185.523 mm3
Fq ⋅ H ( z )2 15.000 N ⋅185.523 mm3 N
τ ( z )2
= = = 2,03
b2 ⋅ I y (150 − 2 ⋅ 20 ) mm ⋅12.473.333,3 mm 4
mm 2

Aufgabe 2.3.5
Fq ⋅ H ( zi )
Schubspannungen an den Stellen 0 – 9: τ ( zi ) =
bi ⋅ I y
Vorgehensweise:

=zS

=
zsi ⋅ Ai 24 ⋅ 4 ⋅ 2 cm3 + 4 ⋅ 20 ⋅14 cm3 + 16 ⋅ 4 ⋅ 26 cm3
= 12,4 cm
Ages 24 ⋅ 4 cm 2 + 4 ⋅ 20 cm 2 + 16 ⋅ 4 cm 2
Ermittlung des Gesamtflächenmoment Iy:
2 2 2
Iy =
I y1 + zS1 ⋅ A1 + I y2 + zS2 ⋅ A2 + I y3 + zS3 ⋅ A3

24 ⋅ 43 2 4 ⋅ 203 2
=Iy cm 4 + (12, 4 − 2 ) ( 24 ⋅ 4 ) cm 4 + cm 4 + (12, 4 − 14 ) ( 4 ⋅ 20 ) cm 4 +
12 12
16 ⋅ 43 2
+ cm 2 + (12, 4 − 26 ) ( 4 ⋅16 ) cm 4 =
25.305,6 cm 4
12
Zur Berechnung der Schubspannungen an den Stellen 0 … 9 muss die jeweilige Restfläche
Ai und der dazugehörige Schwerpunktabstand z i ober- und unterhalb der Schwerpunkt-
achse yS bestimmt werden. Die Rechnung zur Ermittlung der Schubspannungen an den
Stellen 0 .. 9 erfolgt in tabellarischer Form:
168 6 Lösungshinweise

Stelle zi zi ∆Ai bi z i ⋅ ∆Αi z i ⋅ ∆Αi z i ⋅ ∆Αi τ


cm cm cm 2
cm τ = Fq N/mm2
cm3 I y ⋅ bi I y ⋅ bi
cm–2 N/cm2
0 15,6 15,6 0 16 0 0 0 0
1 13,6 14,6 32 16 467,2 0,00115 173 1,73
2a 11,6 13,6 64 16 870,4 0,00215 322 3,22
2b 11,6 13,6 64 4 870,4 0,00869 1.289,8 12,9
3 6,6 12,53 84 4 1.052,5 0,01039 1.559,7 15,6
4 1,6 10,91 104 4 1.134,6 0,01121 1.681,3 16,8
5 0 10,32 110,4 4 1.139,3 0,01126 1.688,3 16,9
6 –3,4 –9,62 116 4 1.116,4 0,01103 1.654,4 16,5
7a –8,4 –10,4 96 4 998,4 0,00986 1.479,5 14,8
7b –8,4 –10,4 96 24 998,4 0,00164 246,6 2,47
8 –10,4 –11,4 48 24 547,2 0,00009 135,1 1,35
9 –12,4 –12,4 0 24 0 0 0 0

0
1
40

2a, b
160
3

2
40
280

4
5
yS
150

100

1
zS

240
50

7a, b
8
40

9
y
Abb. 6.25 Lage des Gesamtschwerpunktes zS bezogen auf das vorgegebene
y-z-Koordinatensystem
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 169

6.2.4 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.4

Aufgabe 2.4.1

T π ⋅d3 16 ⋅ T 16 ⋅ 80.000 Nmm


τt
= mit W=p ⇒ d≥ 3 = = 22,66 mm,
Wp 16 π ⋅τ t zul 3 π ⋅ 35 N
mm
gewählt d = 24 mm

Aufgabe 2.4.2
a) Die größte Torsionsspannung tritt in den dünneren Endteilen mit dem Durchmesser d
auf.

T π 3 π 12.000.000 Nmm
τt = mit Wp ⋅d = ⋅ 1003 mm3 = 196.349,5 mm3 ⇒ τ t = =
Wp 16 16 196.349,5 mm3
N
= 61,1
mm 2
T ⋅l π 4 π
b) ϕ = ; I p1 = I p3 = ⋅ d und I p2 = ⋅ D 4 ≈ 2 ⋅ I p1
G ⋅ Ip 32 32

T l 12l 3l  T ⋅ 10 ⋅ l
ϕ ges ϕ1 + ϕ=
= 2 + ϕ3  + +=  =

G  I p1 I p2 I p3  G ⋅ I p1
10 ⋅ 12.000.000 Nmm ⋅120 mm ⋅ 32
=
N
81.000 ⋅ π ⋅ 1004 mm 4
mm 2
=ϕges 0,0181
= rad 1,04°

c) Materialkosten der Welle:

π kg ⋅ dm3 €
K=
M ( lges + 10 mm ) ⋅ AWe ⋅ ρ ⋅ kWe= 1930 mm
4
⋅ 1202 mm 2 ⋅ 7,85 3 6
dm ⋅ 10 ⋅ mm
⋅ 2, 65 =
3 kg
= 454,07 €

Aufgabe 2.4.3
T
τt = mit Wt = 2 ⋅ Am ⋅ s = 2 ⋅ 62 mm ⋅ 45 mm ⋅ 3 mm = 16.740 mm3 ⇒ τ t =
Wt
a)
900.000 Nmm N
= 3
≈ 54
16.740 mm mm2
170 6 Lösungshinweise

T ⋅l s
b) ϕ = 2
mit I t =4 ⋅ Am ⋅ und um =2 ( 62 + 45 ) mm =214 mm
G ⋅ It um
3 mm
4 ⋅ 2.7902 mm 4 ⋅
It = ≈ 436.492 mm 4
214 mm
900.000 Nmm ⋅ 3.500 mm ⋅ mm 2
=ϕ = 0,0902 rad ≈ 5,17°
436.492 mm 4 ⋅ 80.000 N

c) Mit Hilfe der Vergleichsspannung (GEH; α 0 =1) soll untersucht werden, ob die Sicher-
heit ausreichend ist.

2 2
( )
2  N   N  N
σv
= σ b2 + 3 α 0 ⋅=
τ t2  80 2 
+ 3 ⋅  54  ≈ 123
 mm   mm 2  mm 2
N
280
σ bSch mm 2 ≈ 2,28 > S
S= = 1,5 ⇒ richtig bemessen!
min =
σv N
123
mm 2

Aufgabe 2.4.4
T ⋅l 4
ϕ= t 1,847 ⋅ ρ mit 2ρ
; I t aus Tabelle 2.5: I= = 5 mm ⇒ ρ
= 2,5 mm;
a) G ⋅ It
I t = 72,15 mm 4
9.000 Nmm ⋅110 mm
=ϕ = 0,1715 =rad 9,83°
N 4
80.000 ⋅ 72,15 mm
mm 2
235 mm
b) ϕges ϕ
= ≈ 21°
110 mm

T 3
c) τ t t aus Tabelle 2.5: Wt = 1,511 ⋅ ρ
mit W= 23,61 mm3
Wt
9.000 Nmm N
=τt = 381,2
3
23, 61 mm mm 2
R e ≈ 360 N/mm2 ⇒ τ tF ≈ 0,65·360 N/mm2 = 234 N/mm2 < 381 N/mm2, genügt nicht.
Gemäß Tabelle Aufgabe 1.1 würde ein E360 GC mit τ tF = 390 N/mm2 die Forderung er-
füllen.
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 171

Aufgabe 2.4.5
a) Gesucht Durchmesser d, wenn F = 10 kN und ϕ = 10°
T ⋅l π 3  π ⋅ϕ ° 32 ⋅180° ⋅ F ⋅ a ⋅ l
ϕ
= Ip
mit = d und= ϕ ⇒ d≥ 4
G ⋅ Ip 32 180° G ⋅ π 2 ⋅ϕ °
32 ⋅180° ⋅10.000 N ⋅ 350 mm ⋅1.400 mm
d≥ 43,76 mm ⇒ gewählt d = 44 mm
=
4 N 2
78.000 ⋅ π ⋅ 10°
mm 2

T π 3 16 ⋅ F ⋅ a 16 ⋅ 10.000 N ⋅ 350 mm
τ=t mit Wp= d ⇒ τ t= = ≈
Wp 16 π ⋅d3 π ⋅ 443 mm3
b)
N N
≈ 209 < τ t zul =
2
750
mm mm 2
c) Es treten die Spannungsarten Biegung und Schub auf.

M b 32 ⋅ F ⋅ a 32 ⋅10.000 N ⋅ 350 mm N
σb
= = =
3 3 3
= 418,5
Wb π ⋅d π ⋅ 44 mm mm 2
F 4⋅ F 4 ⋅10.000 N N
τ=
s = = = 6,6 , τs ist gegenüber σb vernachlässigbar.
A π ⋅d2 π ⋅ 44 2
mm 2

Aufgabe 2.4.6
a) Torsionsmomente in A und B.
Es handelt sich um ein statisch unbestimmtes System. Aus der Gleichgewichtsbedin-
gung ΣT = 0 = T – T A – T B und der Bedingung ϕ C gleich dem Verdrehwinkel im rech-
ten und linken Teil der Welle kann entsprechend umgestellt werden:
TA ⋅ l1 TB ⋅ l2 l I p2 l I p2
ϕC = = ⇒ TB = 1 ⋅ ⋅ TA ⇒ T − TA − 1 ⋅ ⋅ TA =
0
G ⋅ I p1 G ⋅ I p2 l2 I p1 l2 I p1
 l I p2  T T
T − TA 1 + 1 ⋅ =0 ⇒ TA = und TB =
 
l2 I p1  l I p2 l I p1
 1+ 1 ⋅ 1+ 2 ⋅
l2 I p1 l1 I p2
π
d4
l1 I p2 l1 32 2 l1 d 24 500 mm 504 mm 4
⋅ = ⋅ = ⋅ = ⋅ =0,803755
l2 I p1 l2 π d 4 l2 d14 300 mm 604 mm 4
1
32
π 4
d
l2 I p1 l2 32 1 l d 4 300 mm 604 mm 4
⋅ = ⋅ =2 ⋅ 1 = ⋅ =1,24416
l1 I 2 l1 π d 4 l1 d 24 500 mm 504 mm 4
2
32
172 6 Lösungshinweise

T F ⋅d 12.000 N ⋅ 300 mm 3.600.000 Nmm


=TA = = = =
l I p2 l I p2 1 + 0,803755 1,803755
1+ 1 ⋅ 1+ 1 ⋅
l2 I p1 l2 I p1
= 1.995.836, 46 Nmm
TB = 1.604.163, 7 Nmm

b) Spannung τ t in A und B:

TA TA 1.995.836, 46 Nmm N
τ=
tA = = = 47, 06
π 3
Wt1 π mm 2
⋅ d1 ⋅ 603 mm3
16 16
TB TB 1.604.163, 70 Nmm N
τ=
tB = = = 65,36
Wt2 π π mm 2
⋅ d 23 ⋅ 503 mm3
16 16
c) Verdrehwinkel an der Stelle C:

TA ⋅ l1 TA ⋅ l1 1.995.836, 46 Nmm ⋅ 500 mm


ϕC
= = = = 0, 00968
= 0,555°
G ⋅ I p1 G ⋅ π ⋅ d 4 81.000 N ⋅ π ⋅ 604 mm3
1
32 mm 2 32
TB ⋅ l2 TB ⋅ l2 1.604.163, 70 Nmm ⋅ 300 mm
=ϕC = = =
G ⋅ I p2 G ⋅ π ⋅ d 4 81.000 N ⋅ π ⋅ 504 mm3
2
32 mm 2 32
= 0,=00968 0,555° (Kontrolle)

Aufgabe 2.4.7
a) Widerstandsmomente gemäß BREDT’scher Formel: W t ≈ 2·A m ·s
π
Rohr: AmR = ⋅ 582 mm 2 =
2.642 mm 2 ; WtR =
2 ⋅ 2.642 mm 2 ⋅ 2 mm =
10.568 mm3
4
Torsionsfeder:

A=
mT Aproj −
π
4
(d 2
R )
2
− d=
m 430 mm 2 −
π
4
( 60 2
)
− 582 mm 2 ≈ 245 mm 2

Wt T ≈ 2 ⋅ 245 mm 2 ⋅ 2 mm ≈ 980 mm3


Wt R 10.568 mm3
≈ ≈ 10,78
Wt T 980 mm3

T ⋅l T τ ⋅W ⋅ l ϕ ⋅ G ⋅ It
b) ϕ = ; τt = ⇒ T = τ t ⋅ Wt ⇒ ϕ = t t ⇒ τ t =
G ⋅ IT Wt G ⋅ IT l ⋅ Wt
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 173

2 s
Wt =2 ⋅ Am ⋅ s; I t =4 ⋅ Am ⋅ mit U m =π ⋅ dm
Um
N
81.000 ⋅ 245 mm 2
G ⋅ Am mm 2 N
=τt = = 63,4
6 ⋅ l ⋅ dm 6 ⋅ 900 mm ⋅ 58 mm mm 2

Aufgabe 2.4.8
a
a) Torsionsmoment T = 2 ⋅ F ⋅ = F ⋅ a = 4.000 N ⋅ 37 mm = 148.000 Nmm
2

372 mm 2
=
b)
ϕ
T ⋅l
G ⋅ It
mit
=
A
Um
(
⋅ s ⋅ m 2 402 + 342 mm 2 ⋅ 3 mm ⋅ =
I t voll 2 ( Aa + Ai )= )
4 ⋅ 37 mm
= 152.958 mm 4
s
( )
2 2 3 mm
oder alternativ: I t voll ≈ 4 ⋅ Am ⋅ = 4 ⋅ 37 2 mm 4 ⋅ = 151.959 mm 4
Um 4 ⋅ 37 mm

I t Schlitz =
3
η
∑ bi3 ⋅ hi =
1
3
( )
2 ⋅ 33 ⋅ 18,5 + 2 ⋅ 33 ⋅ 34 + 33 ⋅ 40 mm 4 = 1.305 mm 4 ,

η = 1 gewählt
T ⋅l 148.000 Nmm ⋅ 300 mm
ϕ voll
= = = 0,00365
= rad 0,21°
G ⋅ I tvoll 80.000 N ⋅151.959 mm 4
mm 2
T ⋅l 148.000 Nmm ⋅ 300 mm
ϕSchlitz
= = = 0,425
= rad 24,37°
G ⋅ I tSchlitz 80.000 N ⋅1305 mm 4
mm 2
T ⋅l  1 1 
=ϕges ϕ=
voll + ϕSchlitz 24,58°
= oder ϕges  + 
G  I tvoll I tSchlitz 

T T
c) τ t = ; τ t voll = mit Wt voll = 2 ⋅ Am ⋅ s = 2 ⋅ 37 2 mm 2 ⋅ 3 mm = 8.214 mm3
Wt Wt voll
η I t Schlitz 1.305 mm 4
Wt Schlitz
=
3 ⋅ bmax
∑ b=3
i ⋅ hi =
bmax 3 mm
= 435 mm3

T 148.000 Nmm N T
= τ t voll
= = 3
18 2
und τ t =
Schlitz
Wt voll 8.214 mm mm Wt Schlitz
148.000 Nmm N
= = 340,23
435 mm3 mm 2
174 6 Lösungshinweise

Aufgabe 2.4.9
a) Geschlossenes Profil, Anwendung der BREDT’schen Formel:
T T a 60
τt
= = ; T = 2 ⋅ F ⋅ = 2 ⋅ 5.000 N ⋅ mm = 300.000 Nmm
Wt 2 ⋅ Am ⋅ s 2 2
Am = ( 60 − 2,5) mm ⋅ ( 50 − 2,5) mm = 2.731, 25 mm 2
T 300.000 Nmm N
=τt = ≈ 22
2 ⋅ Am ⋅ s 2 ⋅ 2.731, 25 mm 2 ⋅ 2,5 mm mm 2
b) Offenes Profil, Anwendung Tab. 2.5, Zeile 9

l 2.000 mm
loff = = = 500 mm ⇒ Toff = 1 ⋅ T = 1 ⋅ 300.000 Nmm =
4 4 4 4
= 75.000 Nmm
T η
τt =
Wt
; Wt =
3 ⋅ bmax
∑ bi3 ⋅ hi mit η = 1

h1

h4 = h5 = 22,5 mm
b1
h5

b5 b2
h2

b1 = b2 = b3 = b4=
b4 b5 = b = 2,5 mm
h4

b3

h3 = h1 = 50 mm

Abb. 6.26 Flächenaufteilung

∑ bi3 ⋅ hi =
2 ⋅ 2,53 mm3 ⋅ 50 mm + 2,53 mm3 ⋅ 55 mm + 2 ⋅ 2,53 mm3 ⋅ 22,5 mm
= 2,53 mm3 ( 2 ⋅ 50 mm + 55 mm + 2 ⋅ 22,5 mm )= 3.125 mm 4
η 1
Wt
=
3 ⋅ bmax
∑=
bi3 ⋅ hi
3 ⋅ 2,5 mm
mm 4 416, 67 mm3
⋅ 3.125=

T 75.000 Nmm N
τt
= = = 180
3
Wt 416, 67 mm mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 175

T ⋅l η 1
ϕ=
G ⋅ It
; mit I t =
3
∑ bi3 ⋅ hi = 3 ⋅ 3.125 mm4 = 1.041, 67 mm4
T ⋅l 75.000 Nmm ⋅ 500 mm
=ϕ = = 0, 444 rad ≈ 25,5°
G ⋅ I t 81.000 N ⋅1.041, 67 mm 4
mm 2

Aufgabe 2.4.10
a) Für das Drillflächenmoment gilt:
3
η η 3π  η ⋅ s
It
=
3
∑ bi3 ⋅ h=i 3 3 3
 s ⋅ h1 + s ⋅ h2 + s ⋅ h3 + 2 ⋅ s  ⋅ r =
3  2 

3
( 2 ⋅ h1 + h2 + π ⋅ r )

Da s für das Profil konstant ist, gilt für das Drillwiderstandsmoment:


It η ⋅ s2
Wt = = ( 2 ⋅ h1 + h2 + π ⋅ r ) mit η =
1,12 für ein U-förmiges Profil
s 3
1,12 ⋅ 33 mm3
=It ( 2 ⋅ 20 mm + 150 mm + π ⋅ 60=
mm ) 3.815,2 mm 4
3
I t 3.815,2 mm 4
W=
t = = 1.271,7 mm3
s 3 mm
b) Übertragbares Torsionsmoment T
T N
τt = ⇒ T = τ t zul ⋅ Wt = 35 ⋅1.271,7 mm3 ≈ 44.510 Nmm
Wt mm 2

Aufgabe 2.4.11
a) Es handelt sich um einen dünnwandigen geschlossenen Querschnitt, d. h. Anwendung
der BREDT’schen Formel:

2
Ta a ⋅h a a a2 1002 mm 2
τ t zul = mit Am = = a2 −   = 3= 3=
2 ⋅ Am ⋅ s 2 2 2 4 4
= 4.330,13 mm 2
N
a τ t zul ⋅ 2 ⋅ Am ⋅=
T= s 100 ⋅ 2 ⋅ 4.330,13 mm 2 ⋅ 5 mm
= 4.330.127 Nmm
= 4,33 kNm
2
mm
Geschlitztes Profil:
Tb η
τ t zul=
Wt b
mit Wtb=
3 ⋅ bmax
⋅ ∑ bi3 ⋅ hi (Tabelle 2.5, Zeile 9),
mit
= bi s und= ; η 1 gewählt.
hi a=
176 6 Lösungshinweise

1  a
Wt b =  2 ⋅ s3 ⋅ a + 2 ⋅ s3  = s 2 ⋅ a = 52 mm 2 ⋅100 mm = 2.500 mm3
3⋅ s  2
N
Tb = τ t zul ⋅ Wt b = 100 ⋅ 2.500 mm3 = 250.000 Nmm
2
mm
T ⋅l
( )
s 2 5 mm
2
b) ϕa = a mit I t a =4 ⋅ Am ⋅ =4 ⋅ 4.330,13 mm 2 ⋅ =1.250.000 mm 4
G ⋅ It a Um 3 ⋅100 mm

4.330.127 Nmm ⋅ 3.000 mm


=ϕa = 0,128 =rad 7,35°
N 4
81.000 ⋅ 1.250.000 mm
mm 2
η 1 a
It b = ⋅ ∑ bi3 ⋅ hi =  2 ⋅ s3 ⋅ a + 2 ⋅ s3  = s3 ⋅ a = 53 mm3 ⋅100 mm = 12.500 mm 4
3 3 2
250.000 Nmm ⋅ 3.000 mm
=ϕb = 0,741 =rad 42,44°
N 4
81.000 ⋅ 12.500 mm
mm 2
I t a 1.250.000 mm 4
c) Vergleich der Drillflächenmomente:
= = 100
It b 12.500 mm 4

6.2.5 Lösungshinweise zu Abschnitt 2.5


Aufgabe 2.5.1
Der Stab ist beidseitig gelenkig gelagert ⇒ Knickfall 2 mit lK = l
a4 I a
=I , A a 2 und damit wird der Trägkeitsradius
= = i =
12 A 2 3
l l
Schlankheitsgrad λ = K = =138,6 ≈ 139 ⇒ Euler-Knickung
i a
2 3
N
2 π 2 ⋅ 210.000
⋅ 504 mm 4
π ⋅E⋅I mm 2
=FK = = 269.872 N ≈ 270 kN
l2 mm 2 2.0002 mm 2 12
N
π 2 ⋅ 210.000
F 50.000 N N π2 ⋅E mm 2= 107,3 N
σ=
d =
2
= 20
2 2
und σ K=
2
=
2
A 50 mm mm λ 139 mm 2
N N
107,3 235
σK mm 2 Rp0,2 mm 2
SK = = =5,36 ⇒ knicksicher und SF = = 11,75
=
σd N σ d N
20 20
mm 2 mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 177

Aufgabe 2.5.2
Es muss gelten: σ d ≤ σ zul
F σ dF R F Re
= ≈ e ; σ dF ≈ Re ⇒ =
A SF SF π
4
⋅ da2 − di2 (
SF
)
4 ⋅ F ⋅ SF 4 ⋅120.000 N ⋅ 2 mm 2
da2
di =− =(80 mm )2 − =5.288,8 mm 2 =
72, 72 mm
π ⋅ Re π ⋅ 275 N

Erforderliche Wanddicke s:
da − di 80 mm − 72, 72 mm
=s = = 3, 64 mm
2 2
Versagensfall Knickung (Knickfall 1):

K σ
Festigkeitsbedingung: σ d ≤ σ zul =
SK

π 2 E ⋅ I min 1 π2 E π 4 π 3 ⋅ E da4 − di4 ( )


F
A
=
FK 1

A SK
⇒ F=
4

lK2

SK
= ⋅ ⋅
4 lK2 64
4
d a − di ⋅
1
SK
= ( )
256 ⋅ lK2 ⋅ SK
2
256 ⋅ F ⋅ lK ⋅ SK 256 ⋅120.000 N ⋅1.3002 mm 2 ⋅ 3,5
di = 4 da4 − = (80 mm )4 − N
= 60,11 mm
π3 ⋅E 4 3
π ⋅ 210.000
mm 2
da − di 80 mm − 60,11mm
=s = mm; s 10 mm gewählt
= 9,95=
2 2

Aufgabe 2.5.3
Es liegt Knickfall 4 vor ⇒ l K = 0,5l

π ⋅d4 π ⋅d2 I d
I= ,A= ⇒ Trägheitsradius i = =
64 4 A 4
lK 4 ⋅ 0,5l 2 ⋅ 3.500 mm
λ =
= = = 233,33 ⇒ Knickung nach Euler
i d 30 mm
π2 ⋅E N F 4.500 N N
σK = ≈ 38 und σ d = == 6,4
λ 2
mm 2 A π mm 2
⋅ 302 mm 2
4
N
38
σK 2
mm=
SK =
= 5,94 > 5,5 ⇒ knicksicher
σ d 6, 4 N
2
mm
178 6 Lösungshinweise

Aufgabe 2.5.4
a) Fließen mit einer Sicherheit von S F = 1,5 soll ausgeschlossen sein, es gilt die Bedingung
σ d ≤ σ zul :
F σ dF Re
=
A SF

SF
R
⇒ F= A e =
SF 4
π 2
( )R
D − d 2 e = 123.587 N
SF

b) Ein Ausknicken mit einer Sicherheit von S K = 4 soll ausgeschlossen sein. Es liegt
Knickfall 4 mit l K = 0,5l vor. Es muss die Bedingung σ d ≤ σ zul = σ K / S K gelten.

F
=
FK
mit FK =
π 2 ⋅ E ⋅ I min
⇒ F= = ⋅
4
π 2 ⋅ E ⋅ I min π 3 E D − d ( 4
)
= 44.355 N
A A ⋅ SK lK2 lK2 ⋅ SK 16 l 2 ⋅ SK

c) Verkürzung infolge der Druckkraft: Verkürzung ∆l:

∆l σ ⋅l F ⋅l
σ d =− E ⋅ ε =− E ⇒ ∆l =− d =− =−1,017 mm
l E A⋅ E

Aufgabe 2.5.5
Es liegt Knickfall 2 mit l K = l vor.

Minimaler Schlankheitsgrad λ min :

E N N
λmin =
π mit σ P ≈ 0,8 ⋅ Re =
0,8 ⋅ 355
2
284
= ⇒ λmin =
85,4
σP mm mm 2

i min = 20,4 mm gemäß Profiltabelle ⇒


lK 1.800 mm
=λ = = 88,2 ⇒ Knickung nach Euler
imin 20, 4 mm

F 32.000 N N
Druckspannung σ=
d = ≈ 68
A 471 mm 2 mm 2
Sicherheit gegen Knicken:
σK π2 ⋅E N
SK
= σK =
mit= 266,4 SK 3,92 ⇒ knicksicher!
⇒=
2
σd λ mm 2
6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 179

Aufgabe 2.5.6

Ermittlung der Kräfte in A und B: ∑ Fz = FG − FA − FB = 0 und


5 3
∑ M A =FG ⋅ 5 m − FB ⋅ 8 m =0 ⇒ FB = FG und FA = FG
8 8

I 250 cm 4
Stab A: Knickfall 2 mit lK = l = 4m, Trägheitsradius
= i = = 3,16 cm
A 25 cm 2
lK 400 cm
λ
= = = 126,6 > 104 ⇒ Knickung nach Euler
i 3,16 cm
N
2 π 2 ⋅ 210.000 ⋅ 2.500 mm 2
π ⋅E⋅A mm 2
FK = σ K ⋅ A = = = 323.290 N
λ2 126, 62
F FK 3
S K =K (mit S K = 4) ⇒ FA zul = = 80.822,5 N ⇒ FA zul = FG
FA zul SK 8
8
⇒ F= G FA zul
= 215.527 N
3
Stab B: Knickfall 3 mit lK = 0,7·l = 2,8 m

lK 280 cm
λ
= = = 88,6 < 104 ⇒ Knickung nach Tetmajer
i 3,16 cm
N
σ K = 310 − 1,14λ = 310 − 1,14 ⋅ 88,6 = 209
mm 2
N
FK = σ K ⋅ A = 209 ⋅ 2.500 mm 2 = 522.490 N
2
mm
FK 5 8
FB zul = = 130.622,5 N ⇒ FB zul = FG ⇒ FG = FB zul = 208.996 N
SK 8 5
FG am Stab B ist somit die zulässige Gewichtskraft und damit die zul. Masse mzul des Kör-
pers = 21.304 kg.

Aufgabe 2.5.7
Das Flächenmoment 2.Grades für das Kreuzprofil ist für die y- und z-Achse gleich, d. h.

b ⋅ h3 (b − s ) ⋅ h3 s ⋅ (5s )3 4 s ⋅ s3 s 4 (53 + 4)
I=
y I=
z + = + = = 10,75s 4
12 12 12 12 12
Es liegt Knickfall 2 vor ⇒ lK = l = 750 mm. Mittelwert für den E-Modul nach Tab. 1.2:
EGJL = 110.000 N/mm2
180 6 Lösungshinweise

π 2 ⋅ E ⋅ I min 2
FK ⋅ S K ⋅ lK
FK
= 2
I min
⇒= 2
= 259.060 mm 4 ⇒
S K ⋅ lK π ⋅E
259.060 mm 4
s 4= 12,46 mm
10,75
s =14 mm gewählt ⇒ b =5 ⋅ 14 mm =70 mm und
A = 70 mm ⋅ 14 mm + 56 mm ⋅ 14 mm = 1.764 mm 2
I= 10,75 ⋅ s 4= 10,75 ⋅144 mm 4= 412.972 mm 4
lK 750 mm
=λ = = 49 < 80 ⇒ Rechnung der Spannung nach Tetmajer
I 412.972 mm 4
A 1.764 mm 2
N
σ K = 776 − 12λ + 0,053λ 2 = 776 − 12 ⋅ 49 + 0,053 ⋅ 492 = 315,25
mm 2
F 125.000 N N
σ=
d = = 70,9 ⇒
A 1.764 mm 2 mm 2
N
315, 25
σK mm= 2
SK =
= 4,45 > 4 ⇒ knicksicher!
σd N
70,9
mm 2

Aufgabe 2.5.8
a) Volumen des Kugelbehälters:
4 π ⋅ D3 6 ⋅ V 3 6 ⋅15.000 m3
V= ⋅π ⋅ r3 = ⇒ D= 3 = = 30,6 m
3 6 π π
N N
1 bar
= 0,1 ⇒ 12 bar
= 1,2
2
mm mm 2

p⋅D p⋅D 1, 2 N ⋅ 30,6 m ⋅103 mm


σ= ⇒ serf = = = 36,72 mm, gewählt s = 40 mm
4⋅s 4 ⋅ σ zul N
mm 2 4 ⋅ 250 m
mm 2
b) V Kugel = A·s = π ·D2·s = π ·30,62 m2·0,04 m = 117,67 m3 ⇒ m Kugel ·ρ St =
3 3
117,67 m ·7,85 t/m = 923,682 t
F ges = (m 1 + m 2 )·g = (923.682 kg + 130.000 kg)·9,81 m/s2 = 10.336.620 N

F Stütze = ⅛ F ges = 1.292.078 N

Knickfall 4 mit l K = 0,5l = 0,5·20 m = 10 m


6.2 Lösungshinweise zu Kapitel 2 181

π 2 ⋅ E ⋅ I min FK ⋅ lK2 1.292.078 N ⋅10.0002 mm 2


FK= ⇒ I min= = = 62.340.415 mm 4
lK2 π2 ⋅E N
π 2 ⋅ 210.000
mm 2

IStütze
=
π
64
(D 4
)
− d 4=
π
64
( 406,4 4
)
− 382 , 44 mm=
4
289.370.135,75 mm 4

AStütze=
π
4
(D 2
) π4 ( 406,4
− d2= 2
)
− 382 , 42 mm 2= 14.868,53 mm 2

I 289.370.135,75 mm 4
=i = = 139,51 mm
A 14.868,53 mm 2
lK 10.000 mm
λ
mit = = = 71,68 < 88 ⇒ Tetmajer
i 139 ,51 mm
N
σK = 335 − 0,62λ = 335 − 0,62 ⋅ 71,68 = 290,56
mm 2
F 1.292.078 N N σK
σ=
d = = 86,9 SK =
mit = 3,34 ⇒ knicksicher!
A 14.868,53 mm 2 mm 2 σd

c) K Kugel = m Kugel ·k St = 953.682 kg·1,80 €/kg = 1.662.627,60 €


K Rohr = n ·A Rohr · l Rohr ·ρ St · k Rohr = n · ¼ ·π · (d a 2 – d i 2) · l Rohr ·ρ St ·k Rohr

= 8·¼·π·(406,42 – 382,42) mm2·20.000 mm·7,85 kg/dm3·10–6 dm3/mm3·2,60 €/kg


= 48.554,67 €

K M = K Kugel + K Rohr = 1.711.182,27 €

Aufgabe 2.5.9
a) Berechnung der Druckkraft Fd auf den Stützstab:

a = 5000
c =300

b = 3500

A Fdx
z
45° Fdz F
x
Fd
Abb. 6.27 Kräfte am Druckstab
182 6 Lösungshinweise

∑ MA = Fdz ⋅ b + Fdx ⋅ c − F ⋅ a = Fd ⋅ cosα ⋅ b + Fd ⋅ sinα ⋅ c − F ⋅ a = 0


F ⋅a F ⋅a 1.500.000 N ⋅ 5.000 mm
=Fd = = =
cosα ⋅ b + sinα ⋅ c cos45° ⋅ b + sin45° ⋅ c 1 2 3.500 mm + 300 mm
( )
2
= 2.791.211 N = 2.791 kN

b) Sicherheit gegen Fließen:


Bedingung: σd ≤ σzul
Fd σ dF Re
= ≈
A SF SF
Re ⋅ A 335 N ⋅11.800 mm 2
SF
= = = 1, 42 (nicht ausreichend, da SF < 1,5)
Fd mm 2 2.791.211 N

Sicherheit gegen Knickung (Knickfall 2):


σ F F
σ d ≤ σ zul = K ; d = K
SK A A ⋅ SK

FK π 2 ⋅ E ⋅ I min π 2 ⋅ 210.000 N ⋅149.200.000 mm 4


SK
= = = = 8,9 > 3
Fd l 2 ⋅ Fd mm 2 3.5352 mm 2 ⋅ 2.791.211 N

Gegen Druck ist der Stützstab nicht ausreichend gesichert, alternativ entweder eine
Stütze IPB 260 aus E360 oder IPB 280 (E335JR) verwenden.
c) Materialkosten K M = (l Ausl + l Stütz )·m′· k I = (4,2 m + 3,7 m) · 93 kg/m · 1,80 €/kg =
1.322,46 € (IPB 260/E360)

6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3

Aufgabe 3.1
Die größte Beanspruchung tritt im Einspannquerschnitt oberhalb des Betonfundaments auf.
Der Mast wird durch die Windlast an der Wegweisertafel auf Biegung und Torsion bean-
sprucht.
Biegemoment am Mastfuß resultierend aus zwei Kräften zu je 3 kN an den Halterungen: Mb
= 27 kNm
Torsionsmoment am Mastfuß: T = 9 kNm
Profilwerte aus Profiltabelle: A = 38,7 cm²; Wb = 245 cm³; Wt = 362 cm³
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 183

Spannungen am Mastfuß: σb ≈ 110 N/mm²; τt ≈ 25 N/mm². Die Schubspannung aus der


Querkraft beträgt τs ≈ 1,6 N/mm² und kann vernachlässigt werden.
Vergleichsspannung nach GEH (wegen Baustahl S235):

𝜎v = �𝜎b ² + 3 ∙ 𝜏t ² ≈ 118 N/mm²

Aufgabe 3.2
Die größte Spannung tritt im Einspannquerschnitt auf. Dort wird das Rohr auf Biegung,
Schub und Torsion beansprucht. Biegung wird durch die Streckenlast über A–B und die
Einzelkraft in C hervorgerufen; der Rohrabschnitt A–B wird außerdem auf Torsion durch
die mit dem Hebelarm l/2 angreifende Einzelkraft F beansprucht.
Auflagerreaktionen:
𝑞 ∙ 𝑙² 𝑙
𝑀b = + 𝐹 ∙ 𝑙 = 32,5 kNm; 𝑇 = 𝐹 ∙ = 25 kNm; 𝐹q = 𝑞 ∙ 𝑙 + 𝐹 = 15 kN
2 2
Profilwerte (aus Profiltabelle): A = 50,1 cm²; Wb = 393 cm³; Wt = 787 cm³
Spannungen:
𝜎b = 82,7 N/mm²; 𝜏t = 31,7 N/mm²; 𝜏s ≈ 3 N/mm²; 𝜏res ≈ 34,7 N/mm²
Vergleichsspannung nach GEH: σv ≈ 102 N/mm² (τs könnte auch vernachlässigt werden;
dann: σv ≈ 99 N/mm²)

Aufgabe 3.3
Die Antriebswelle wird auf Biegung und Torsion beansprucht. Gefährdete Querschnitte
sind einmal die Radmittelebene und zum zweiten die Nut für den Wellensicherungsring. In
der Radmittelebene tritt nur Torsion auf (den Querkraftschub mit an dieser Stelle τs ≈ 3,7
N/mm² kann man vernachlässigen). An der Stelle der Nut für den Wellensicherungsring
wird die Welle auf Biegung und Torsion (und wieder Querkraftschub) beansprucht. Für die
Berechnung der Spannungen benötigt man den Kerndurchmesser. Er ist in DIN 471 in
Abhängigkeit vom Wellendurchmesser gegeben (siehe z. B. [2], TB 9−7); dK = 37,5 mm.
Außerdem ist die Fließgrenze notwendig: Rp0,2 = 460 N/mm² ([2], TB 1−1).
1. Radebene:
Biegemoment in der Radebene: Mb = 0;
Profilwert: Wt = 3.068,0 mm³ ( d = 25 mm)
Spannung: τt ≈ 43,5 N/mm²
Torsionsfließgrenze: τtF ≈ 0,65·Rp0,2 ≈ 300 N/mm²
Sicherheit gegen Fließen: SF ≈ 2,04 > SF min = 1,8
184 6 Lösungshinweise

2. Wellennut:
Biegemoment am Wellensicherungsring: Mb max = 540.000 Nmm;
Profilwerte: Wb = 5.177,2 mm³; Wt = 10.354,4 mm³ (dK = 37,5 mm)
Spannungen: σb ≈ 104,3 N/mm²; τt ≈ 43,5 N/mm²; σv ≈ 128,7 N/mm² (nach GEH)
Sicherheit gegen Fließen: SF ≈ 3,57 > SF min = 1,8
Hinweis: Da die Welle wechselnd auf Biegung (Umlaufbiegung) beansprucht wird und die
Nut für den Sicherungsring eine hohe Kerbwirkung besitzt, ist in der Praxis auf jeden Fall
auch ein dynamischer Festigkeitsnachweis (Dauerfestigkeitsnachweis) notwendig.

Aufgabe 3.4
Der schraffierte Querschnitt wird auf Zug und Biegung beansprucht:
𝐹 𝜋
𝜎𝑧 = = 32,34 N/mm² mit 𝐴 = 𝐵 ∙ 𝐻 ≈ 2474 mm²
𝐴 4
𝑀𝑏 𝜋
𝜎𝑏 = = 258,70 N/mm² mit 𝑀𝑏 = 𝐹 ∙ 𝑎 (a = 70 mm) und 𝑊𝑏 = 𝐵 ∙ 𝐻2 ≈
𝑊𝑏 32
21.647 mm³ (für ellipsenförmigen Querschnitt; B = 45 mm, H = 70 mm; Biegeachse ist in
der gezeichneten Lage die senkrechte Symmetrieachse)
Auf der Innenseite ergibt sich eine Biegezugspannung, auf der Außenseite eine Biege-
druckspannung.
Zug- und Biegespannung können direkt überlagert werden:
Innenseite, Zugspannung: σz res = σz + σbz ≈ 291 N/mm²
Außenseite, Druckspannung: σd res = σz − σbd ≈ − 226 N/mm²

Aufgabe 3.5
Zunächst müssen die Auflagerreaktionen ermittelt
werden: FAx = − F/2; FBx = F/2; FBy = F, siehe
Abb. 6.28.

Abb. 6.28 Auflagerreaktionen


6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 185

Aus den Auflagerreaktionen lassen sich der Biegemomentenverlauf sowie der Längs- und
der Querkraftverlauf bestimmen, Abb. 6.29.

Abb. 6.29 Biegemomentverlauf, Längskraftverlauf und Querkraftverlauf

Aus den Biegemomenten an den zu betrachtenden Schnitten und aus dem Längskraftverlauf
können die Normalspannungen – Biegespannungen und Druckspannungen – berechnet
werden.

Aufgabe 3.6
Mit Hilfe der Gl. (2.92) ermittelt man durch Umstellen den erforderlichen Durchmesser der
Welle. Mit dem gewählten Wert d = 270 mm lassen sich die Spannungen berechnen (A ≈
57.256 mm²; Wp ≈ 3.864.748 mm³). Die Vergleichsspannung ergibt sich über GEH nach
Gl. (3.34). Für die Sicherheit gegen unzulässige Verformung – gleichbedeutend mit Sicher-
heit gegen Fließen – setzt man als Materialwert die Streckgrenze (Re = 335 N/mm²) ein.
Zum Knicknachweis berechnet man zunächst den Schlankheitsgrad (λ = 74,1). Der Knick-
nachweis hat wegen λ < 88 nach TETMAJER zu erfolgen. Die Knickspannung beträgt σK =
289 N/mm², so dass sich für die Sicherheit gegen Knicken ein zu kleiner Wert ergibt (Hin-
weis: Als vorhandene Spannung ist die Vergleichsspannung einzusetzen.). Die Knicksi-
cherheit sollte beim vorhandenen Schlankheitsgrad bei SK ≈ 3 liegen. Daher muss die Welle
entweder einen größeren Durchmesser erhalten oder es muss z. B. zwischen den vorhande-
nen Lagern ein weiteres Radiallager eingebaut werden. Eine andere Möglichkeit wäre, das
Axiallager direkt am Propeller anzuordnen. Damit würde der längere Teil der Welle nur auf
Torsion beansprucht.
186 6 Lösungshinweise

Aufgabe 3.7
Der waagerechte Teil des Schlüssels wird auf Biegung, der senkrechte Teil auf Biegung
und Torsion beansprucht. Im Querschnitt direkt oberhalb des Schraubenkopfes betragen das
Biegemoment Mb = 4.000 Nmm und das Torsionsmoment T = 8.000 Nmm. Der Sechskant-
querschnitt des Schlüssels wird um die in Abb. 3.7 eingezeichnete Achse x-x gebogen. Das
dafür vorhandene Widerstandsmoment geht nicht aus der Tab. 2.3 des Lehrbuches hervor;
es muss aus anderen Tabellenwerken entnommen werden und beträgt Wx = 0,5413 · R³ mit
R = Seitenlänge des Sechskants; hier: R = 3,46 mm. Damit ergibt sich für Wx =
22,42 mm³.
Für das Torsionswiderstandsmoment erhält man nach Tab. 2.5 Wt = 1,511 · ρ³, wobei s =
2 · ρ = 6 mm. Für die Spannungen errechnet man folgende Werte: σb ≈ 178,4 N/mm²; τt ≈
196,1 N/mm²; σv ≈ 383,7 N/mm² nach GEH. Zur Ermittlung der Sicherheit gegen Fließen
setzt man als Werkstoffgrenzwert die gegebene Biegefließgrenze σbF ein, da die Ver-
gleichsspannung wie eine im Bauteil vorhandene Normalspannung betrachtet wird und die
herrschende Normalspannung im Bauteil eine Biegespannung ist.

Aufgabe 3.8
Bauteil und Schweißnaht werden auf Biegung, Torsion und Schub beansprucht. Für die
Berechnung der Spannungen im Bauteil entnimmt man die Profilwerte z. B. aus [2], TB
1−13: A = 1.520 mm²; Wx = 46.400 mm³; Wt = 68.200 mm³. Das Biegemoment im An-
schlussquerschnitt direkt an der Schweißnaht beträgt Mb = 1.800.000 Nmm. Damit ergeben
sich folgende Spannungen:
σb ≈ 38,8 N/mm²; τt ≈ 17,6 Nmm²; τs ≈ 1,0 N/mm²; σv ≈ 50 N/mm² (nach GEH)
Für die Schweißnaht müssen die Fläche und die Widerstandsmomente berechnet werden:
A = 1.600 mm²; Wx ≈ 51.364 mm³ (über Flächenmoment 2. Grades:
Ix ≈ 2.670.933 mm4);
Wt = 80.000 mm³ (nach Bredt mit Am = 10.000 mm² und s ≙ a = Schweißnahtdicke)
Damit errechnen sich die Spannungen wie folgt:
σ b ≈ 35,0 N/mm²; τ t ≈ 15,0 Nmm²; τ s ≈ 0,9 N/mm²; σ v ≈ 41 N/mm² (nach NH, da
Schweißnähte als spröde angesehen werden)
Die Schubspannung τs hätte auch vernachlässigt werden können.

Aufgabe 3.9
a) Mit den Belastungen M b = 120.000 Nmm (Biegemoment des Rohres an der Platte) und
T = 45.000 Nmm (Torsionsmoment des Rohres) ergeben sich die Teilspannungen zu:
32 𝑑a 16 𝑑a
𝜎b = 𝐹 ∙ 𝑐 4 ) ; 𝜏t = 𝐹 ∙ 𝑏
4
𝜋(𝑑a − 𝑑i 𝜋(𝑑a4 − 𝑑i4 )
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 187

Daraus bildet man die Vergleichsspannung nach Gestaltänderungsenergiehypothese


(GEH):
16𝑑a
𝜎v GEH = 𝐹 �4𝑐² + 3𝑏² ≤ 𝜎zul
𝜋(𝑑a4 − 𝑑i4 )
Nach di umgestellt erhält man schließlich:

4 16 𝐹 𝑑a
𝑑i ≤ �𝑑a4 − �4𝑐² + 3𝑏²
𝜋 ∙ 𝜎zul

und als Zahlenwert di ≤ 27,27 mm.


b) Die Schweißnähte am Hebel haben einen Außendurchmesser d wa = 33 mm (Index „w“
für „welding“) und einen Innendurchmesser d wi = 27 mm (der mittlere Durchmesser
entspricht dem Rohrdurchmesser von d a = 30 mm). Damit ist das Widerstandsmoment
der beiden Schweißnähte zusammen W wt ≈ 7.788,3 mm³ und die Spannung beträgt τ wt ≈
5,8 N/mm².
c) Die Schweißnaht zwischen Rohr und Platte (links) wird auf Biegung, Torsion und
Querkraftschub beansprucht, wobei der Schub kleiner als 1 N/mm² ist und vernachläs-
sigt werden kann. Die Schweißnaht hat den Außendurchmesser d wa = 34 mm und den
Innendurchmesser d wi = 26 mm. Damit ergeben sich das Widerstandsmoment gegen
Biegung zu W wb = 2.539,1 mm³ und das Widerstandsmoment gegen Torsion zu W wt =
5.078,3 mm³. Die Biegespannung beträgt σ wb = 47,3 N/mm² und die Torsionsspannung
beträgt τ wt = 8,9 N/mm². Die Vergleichsspannung für Schweißnähte muss nach der
Normalspannungshypothese (NH) errechnet werden:

2 2
𝜎wv NH = 0,5 �𝜎wb + �𝜎wb + 4𝜏wt � ≈ 48,9 N/mm²

Aufgabe 3.10
Für die Berechnung des Biegemomentenverlaufs müssen zuerst die Auflagerkräfte (Rad-
𝑟 𝑟
aufstandskräfte auf den Schienen) ermittelt werden: 𝐹l = 𝐹 + 𝐹y ∙ ; 𝐹r = 𝐹 − 𝐹y ∙
𝑠 𝑠
Der Sprung im Biegemomentenverlauf in Radmitte links (Punkt B) ergibt sich, weil hier ein
Moment F y ·r aus der Seitenkraft am Spurkranz auftritt.
a) Das größte Biegemoment tritt also in Radmitte links auf: M bB = 35 kNm; damit ergibt
sich hier die Biegespannung zu σ bB = 105,6 N/mm². Das Torsionsmoment am linken
Rad ist T B = 15 kNm; mithin erhält man hier für die Torsionsspannung τ tB = 22,6
N/mm². Das größte Torsionsmoment (gleich Bremsmoment) wirkt am Sitz der Brems-
scheibe in Radsatzmitte: T C = 30 kNm, was zu einer Torsionsspannung von τ tC = 45,3
N/mm² führt. An dieser Stelle beträgt das Biegemoment M bC = 25 kNm und damit die
Biegespannung σ bC = 75,5 N/mm².
188 6 Lösungshinweise

b) Die Vergleichsspannung muss nach GEH (aufgrund E335) berechnet werden. Da auf
den ersten Blick nicht zu erkennen ist, wo die maximale Vergleichsspannung zu erwar-
ten ist, werden die Vergleichsspannungen für die Punkte B und C ermittelt: σ vB = 112,6
N/mm² und σ vC = 108,9 N/mm². Die größte Spannung liegt also am Punkt B vor.
Spannungen aus der Längskraft können vernachlässigt werden, da sie unter 1 N/mm²
liegen.
Hinweis: Hier wurde nur eine statische Berechnung durchgeführt. Da die Räder drehfest
auf der Radsatzwelle sitzen, tritt an der Radsatzwelle Umlaufbiegung auf. Die Biegespan-
nungen sind daher Wechselspannungen. Deshalb ist in der Praxis ein Dauerfestigkeitsnach-
weis für Radsatzwellen notwendig.

Aufgabe 3.11
Wir berechnen zuerst das Antriebsmoment des Elektromotors:
𝑃M ∙ 30
𝑃M = 𝑇M ∙ 𝜔 → 𝑇M = ≈ 1.591,5 Nm
𝜋𝑛
Damit ergeben sich die Kräfte im Getriebe:
𝑇M 𝐹u
𝐹u = ≈ 15.915 N ; 𝐹r = ≈ 5.305 N
𝐷1 /2 3
𝐷2
Das Torsionsmoment der Welle erhalten wir zu 𝑇 = 𝐹u ∙ ≈ 5.968,125 Nm.
2

Die Welle muss außerdem Biegemomente in zwei Ebenen aufnehmen:


um die y-Achse: 𝑀by = (𝐹r + 𝐹G ) ∙ 𝑙 ≈ 2.731,75 Nm
𝐷2
um die z-Achse: 𝑀bz = 𝐹u ∙ ≈ 5.968,125 Nm
2
Die Biegemomente kann man geometrisch addieren, da ihre Drehachsen senkrecht zuein-
ander stehen:

2 2
𝑀b = �𝑀by + 𝑀bz ≈ 6.563,6 Nm

Für die Vergleichsspannung nach GEH gilt Gl. (3.34): 𝜎v = �𝜎b2 + 3(𝛼0 ∙ 𝜏t )²

𝑀b 𝑇
Mit 𝜎b = und 𝜏t = ergibt sich schließlich:
𝑊b 𝑊t

1
𝜎v = �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋∙𝑑 3

Für den erforderlichen Durchmesser erhält man:

3 1
𝑑erf = � �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝜎zul
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 189

Aufgabe 3.12
a) Im Einspannquerschnitt der Konsole treten Biegespannungen sowie Schubspannungen
aus Querkraft auf. Die Biegespannungen sind im Element 1 null (neutrale Faser), wäh-
rend hier nach Gl. (2.68) die Schubspannung maximal ist und für einen Rechteckquer-
schnitt gilt:
3 3𝐹
𝑧 = 0 𝜎 = 0; 𝜏 = 𝜏m =
2 2𝑏ℎ
Im Element 2 am oberen Rand der Konsole ist die Biegespannung maximal und die
Schubspannung ist null (zu Letzterem siehe auch Abb. 2.78 im Lehrbuch):
ℎ 𝑀b 6𝐹𝑙
𝑧= : 𝜎= = ; 𝜏=0
2 𝑊b 𝑏ℎ²
b) Die MOHR’schen Spannungskreise lassen sich einfach konstruieren. Im Element 1 wird
die senkrechte Achse beim berechneten τ (da σ = 0) geschnitten und legt damit den
Kreis fest. Für das Element 2 ist das berechnete σ gleich dem Durchmesser des Span-
nungskreises, da hier τ = 0 ist.

Aufgabe 3.13
a) Zur Konstruktion des MOHR‘schen Spannungskreises tragen wir die Werte für σ y und
σ x auf der Abszisse (σ-Achse) ab. In den gefundenen Punkten (150|0) und (100|0) er-
richten wir die Lote der Länge τ yx in positiver (Endpunkt A) bzw. negativer Ordinaten-
richtung. Wir verbinden die Endpunkte der Lote und finden den Mittelpunkt des
MOHR’schen Spannungskreises als Schnittpunkt dieser Verbindung mit der Abszisse.
Die Länge dieser Verbindungsstrecke ergibt den Durchmesser des Kreises, den wir nun
einzeichnen können. Die Schnittpunkte des Kreises mit der Abszisse ergeben die Grö-
ßen der Hauptspannungen σ min und σ max ; der Radius des Kreises entspricht der Größe
von τ max . Den Hauptachsenwinkel α h lesen wir als Winkel zwischen der Verbindungs-
linie des Punktes A und dem linken Schnittpunkt des Kreises mit der Abszisse ab.
b) Wir gehen entsprechend wie im Teil a) vor. Da die Tangentialspannung negativ ist, wird
sie im Punkt (280|0) nach unten aufgetragen.

Aufgabe 3.14
Wir gehen entsprechend den Hinweisen zu Aufgabe 3.13 vor. Da für den Punkt B eine
negative Spannung σx vorliegt, liegt der linke Schnittpunkt des MOHR’schen Spannungs-
kreises auf der Abszisse in negativer Richtung.
190 6 Lösungshinweise

Aufgabe 3.15
a) Wir ermitteln zunächst das Antriebsmoment T An (= Abtriebsmoment T Ab ), aus dem die
Umfangskräfte berechnet werden können:
𝑃 𝑃∙60
Antriebsmoment: 𝑇An = 𝑇Ab = = = 15,63 Nm
𝜔 2𝜋∙𝑛A

𝐷R 𝐷S
Umfangskräfte: 𝐹uR ∙ = 𝐹uS ∙ = 𝑇An → 𝐹uR = 208,4 N ; 𝐹uS = 99,2 N
2 2

Die Axialkraft am Sägeblatt erzeugt ein Biegemoment am Wellenende:


𝐷S
𝑀ba = 𝐹a ∙ = 7,9 Nm
2
Wir tragen nun alle Kräfte und Momente an der Welle an und berechnen die Lagerkräfte
in A und B aus dem Kräfte- und Momentengleichgewicht, Abb. 6.30.

Abb. 6.30 Kräfte und Momente an der Kreissägewelle aus Aufgabe 3.15

Es ergeben sich folgende Auflagerkräfte:


Auflager A (Loslager): FAy = 410 N; FAz = 1.074,8 N
Auflager B (Festlager): FBx = 50 N; FBy = –276,6 N; FBz = –474 N
Als Nächstes berechnen wir die Beanspruchungsverläufe für Längskraft, Querkräfte und
Biegemomente jeweils in der x-y- und x-z-Ebene sowie für das Torsionsmoment. Dies
führen wir bereichsweise zwischen den Stellen 1-2, 2-3 und 3-4 durch. Das Ergebnis
zeigt Abb. 5.7.
b) Aus den Belastungsverläufen erkennt man, dass die größte Beanspruchung am Lager A
auftritt.

2 2
Gesamtquerkraft: 𝐹QA = �𝐹QyA + 𝐹QzA = 230,36 N

Mit der Querschnittsfläche der Welle A = 78,5 mm² ergibt sich daraus eine Schubspan-
nung τs = 9,3 N/mm².
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 191

2 2
Gesamtbiegemoment: 𝑀bA = �𝑀byA + 𝑀bzA = 36,5 Nm

Daraus erhält man mit dem Widerstandsmoment Wb = 98,17 mm³ eine Biegespannung
σb = 371,8 N/mm².
Die Torsionsspannung beträgt mit Wt = 196,35 mm³: τt = 79,6 N/mm², so dass die Tan-
gentialspannung insgesamt einen Wert von τres = 88,9 N/mm² hat.

Für die Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich damit zu σv = 402,4 N/mm².

Mit Re = 900 N/mm² ([2], TB 1-1) kann man die Biegefließgrenze zu σbF ≈ 1,2 · Re ≈
1.080 N/mm² abschätzen. Damit erhält man eine Sicherheit gegen Fließen von SF ≈ 2,68
> Serf = 2.
c) Zunächst muss der Durchmesser der Welle aus S235 ermittelt werden. Die Beanspru-
chungsverläufe aus Aufgabenteil a) gelten weiterhin.
Wir verwenden die Gl. (3.30) und setzen die Beziehungen für die Spannungen ein:

𝑀b 2 𝑇 2 32 𝑀b 2 16 𝑇 2
𝜎v = �𝜎b2 + 3𝜏t2 = �� � + 3 � � = �� � + 3 � � ≤ 𝜎zul
𝑊b 𝑊t 𝜋𝑑 3 𝜋𝑑 3

Diese Gleichung stellen wir nach dem erforderlichen d erf um:


3 1
𝑑erf ≥ � �(32 𝑀b )2 + 3(16 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝜎zul

Mit σ bF ≈ 1,2·R e ≈ 280 N/mm² wird σ zul = 140 N/mm². Für den Durchmesser erhalten
wir: d erf ≥ 14,15 mm. Wir wählen d = 15 mm.
Das Volumen, die Masse und die Halbzeugkosten der Wellen betragen:
42CrMo4 V 1 = 0,01374 dm³; m 1 = 0,108 kg; K 1 ≈ 0,41 €
S235 V 2 = 0,03922 dm³; m 2 = 0,308 kg; K 2 ≈ 0,37 €
Hinweis 1: Die Halbzeugkosten der Welle aus S235 sind also geringfügig niedriger als die
der Welle aus 42CrMo4. Auch die Bearbeitungskosten für S235 liegen aufgrund der gerin-
geren Festigkeitswerte niedriger. Allerdings erfordert der größere Wellendurchmesser auch
größere Lager mit höheren Kosten und dadurch mehr Platz im Gehäuse. Dies könnte sich
ungünstig auf die maximale Schnitttiefe der Kreissäge auswirken. Schließlich ist die Masse
der Welle aus S235 um ca. 200 g höher, was für eine Handkreissäge ungünstig ist. Die Ent-
scheidung über den einzusetzenden Werkstoff ist demnach von vielen Einflussgrößen ab-
hängig.
Hinweis 2: Die aus den Beanspruchungen ermittelten Durchmesser sind die erforderlichen
Kerndurchmesser. In der Praxis wäre außerdem noch der dynamische Festigkeitsnachweis
zu führen.
192 6 Lösungshinweise

Aufgabe 3.16
Die Getriebewelle wird auf Biegung, Schub, Torsion und Druck beansprucht. Für die Be-
rechnung der Biegespannung müssen erst die Biegemomente in den 90° zueinander stehen-
den Ebenen berechnet werden:
Mb1 ≈ 108 Nm aus Fa und Fr
Mb2 ≈ 400 Nm aus Fu
Vektorielle Addition der Biegemomente; Mbges ≈ 414 Nm; damit σb ≈ 33,8 N/mm²
Druckspannung σD ≈ 1,8 N/mm² ergibt sich aus Fa
Größte Normalspannung σN ≈ 36,6 N/mm²
Torsionsspannung aus Fu (τt ≈ 28,5 N/mm²) sowie
Querkraftschub aus Fa und Fr (τs ≈ 7,2 N/mm²) ergibt τres ≈ 37,7 N/mm²
Die Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 71,4 N/mm².
Die Sicherheit gegen Fließen SF ≈ 7,7 ergibt sich aus TB 1−1 mit Re = 550 N/mm² und der
Vergleichsspannung.

Aufgabe 3.17
Die größte Spannung tritt an der Kickstarterwelle auf. Es wirken Biegung und Torsion.
Biegemoment Mb ≈ 300 Nm
Torsionsmoment T ≈ 300 Nm
Biegespannung σb ≈ 33,8 N/mm²
Torsionsspannung τt ≈ 28,5 N/mm²

Für die Vergleichsspannung nach GEH gilt Gl. (3.34): 𝜎v = �𝜎b2 + 3(𝛼0 ∙ 𝜏t )²

𝑀b 𝑇
Mit 𝜎b = und 𝜏t = ergibt sich schließlich:
𝑊b 𝑊t

1
𝜎v = �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝑑3
Für den erforderlichen Durchmesser erhält man:

3 1
𝑑erf = � �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝜎𝑧𝑢𝑙

d erf = 25,08 mm
Hinweis: Schub τs ≈ 6,7 N/mm² kann vernachlässigt werden
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 193

Aufgabe 3.18
An der Schraubzwinge ergibt sich durch die Umfangskraft eine Axialkraft, die am Hebel zu
einem Biegemoment führt, so das Biegung und Druckbeanspruchung vorliegt.
𝐹u
a) Die axiale Spannkraft F a ≈ 1.025 N berechnet sich nach [2], Kap.8, aus 𝐹a = .
tan (𝜑+𝜌)

b) Widerstandsmoment W b = 15.068 mm³ nach der Formel aus Tab. 2.3


c) Biegemoment aus 𝑀b = 𝐹a ∙ 𝑙 ≈ 205 Nm
𝑀b
Mit 𝜎b = erhält man die Biegespannung σ b ≈ 13,6 N/mm²
𝑊b
𝐹𝑎
Mit 𝜎d = erhält man die Druckspannung σ d ≈ 6,6 N/mm²
𝐴
und damit die Normalspannung σ N ≈ 20,2 N/mm²

d) Die Sicherheit gegen Fließen S F ≈ 22,8 ergibt sich aus TB 1−1 mit R e = 460 N/mm² und
der Normalspannung

Aufgabe 3.19
Querschnitt C am Hebel A wird auf Biegung und Schub durch die Handkraft beansprucht.
Freischneiden am Querschnitt D am Hebel B ergibt eine Querkraft, die der Bowdenzug
entgegensetzt sowie eine Axialkraft, die der Handkraft entspricht; dadurch Biegung, Druck
und Schub.
Querschnitt C:
Biegemoment aus 𝑀b = 𝐹𝐻𝑎𝑛𝑑 ∙ 𝑙1 ≈ 11,25 Nm
𝑀b
Mit 𝜎b = erhält man die Biegespannung σb ≈ 33,0 N/mm²
𝑊b
𝐹𝐻𝑎𝑛𝑑
Mit 𝜏𝑠 = erhält man die Schubspannung τs ≈ 3,5 N/mm²
𝐴
Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 33,5 N/mm²
Querschnitt D:
Biegemoment aus 𝑀b = 𝐹𝐵𝑜𝑤𝑑𝑒𝑛 ∙ 𝑙4 ≈ 9,0 Nm
𝑀b
Mit 𝜎b = erhält man die Biegespannung σb ≈ 7,8 N/mm²
𝑊b
𝐹𝐵𝑜𝑤𝑑𝑒𝑛
Mit 𝜏𝑠 = erhält man die Schubspannung τs ≈ 7,0 N/mm²
𝐴
𝐹𝐻𝑎𝑛𝑑
Mit 𝜎d = erhält man die Druckspannung σd ≈ 2,3 N/mm²
𝐴
Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 15,9 N/mm²
Die Sicherheiten SFA ≈ 6,0 und SFB ≈ 12,6 sind größer als SF = 5.
194 6 Lösungshinweise

Aufgabe 3.20
Der Mixereinsatz wird auf Biegung, Torsion und Druck in der Einspannung (zwei kleine
abgeflachte Nasen) beansprucht. Für die Berechnung der Biegespannung müssen entweder
die Biegemomente in den 90° zueinander stehenden Ebenen berechnet oder die Kräfte Fu
und Fr zu einer resultierenden Biegekraft zusammengefasst werden (Vektorielle Addition):
Biegemoment: Mb ≈ 4.025 Nmm
Biegespannung: σb ≈ 80,0 N/mm²
Druckspannung: σd ≈ 0,5 N/mm²
Größte Normalspannung: σN ≈ 80,5 N/mm²
Torsionsspannung: τt ≈ 7,5 N/mm²
Die Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 81,1 N/mm².
Sicherheit gegen Fließen SF ≈ 3,4
Hinweis: Schub kann vernachlässigt werden, da < 1 N/mm².

Aufgabe 3.21
Für α = 90° ergibt sich Biegung und Torsion für den gefährdeten Querschnitt an der Wand.
Für α = 0° ergibt sich nur Biegung.

Berechnung für α = 90° und Profil als Rundrohr:


Biegemoment Mb ≈ 172 Nm
Torsionsmoment T ≈ 34,3 Nm
Biegespannung σb ≈ 149 N/mm²
Torsionsspannung τt ≈ 13,0 N/mm²
Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 150 N/mm²; SF ≈ 1,6

Berechnung für α = 90° und Profil als Rundrohr:


Biegemoment wie oben Mb ≈ 172 Nm
Biegespannung aber σb ≈ 178 N/mm²; SF ≈ 1,3
Fazit: Material erfüllt die Anforderungen nicht. Es müsste S275JR verwendet werden;
SF ≈1,54
Berechnung für α = 90° und Profil als Rechteckrohr:
Biegemoment größer als oben Mb ≈ 206 Nm
Torsionsmoment wie oben T ≈ 34,3 Nm
Biegespannung σb ≈ 89,2 N/mm²
Torsionsspannung τt ≈ 10,9 N/mm²
Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 91,2 N/mm²; SF ≈ 2,6
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 195

Berechnung für α = 0° und Profil als Rechteckrohr:


Biegemoment wie oben Mb ≈ 206 Nm
Biegespannung σb ≈ 107 N/mm²; SF ≈ 2,2
Fazit: Material erfüllt die Anforderungen
Da Rechteckrohr bei beiden Winkeln erheblich größere Sicherheiten (SF ≈ 2,6; SF ≈ 2,2)
aufweist, ist es entsprechend teurer als Rundrohr. Berechnung laut Aufgabenstellung nicht
erforderlich.
Der Vollständigkeit halber ist sie hier trotzdem angegeben: Bei Rundrohr und S275JR ge-
genüber Rechteckrohr und S235JR ergibt sich eine prozentuale Ersparnis ≈ 46,2 %; Ge-
samtkosten KGesamt S275JR ≈ 26.930 € gegenüber KGesamt S235JR ≈ 37.303 €; Gewinn somit ≈
10.373 €.

Aufgabe 3.22
Durch den Umgebungsdruck bei der Herstellung ergeben sich Axial- und Umfangskräfte an
der Extruderschnecke. Die Axialkraft verursacht eine Druckspannung; die Umfangskraft
verursacht Torsion. Diese wird gleichmäßig am Umfang angenommen. Es wird antriebssei-
tig gerechnet. Biegung und Schub entstehen nicht. Mittlerer Durchmesser d0 = (120 mm +
80 mm) /2 = 100 mm. Die Mantelfläche, auf der der Umfangsdruck anliegt, ist damit AM =
251.327 mm². Die Axialfläche ergibt sich zu AA = 6.283 mm².
𝐹𝑢 = 𝐹𝑁 ∙ µ = 𝑝 ∙ 𝐴 ∙ µ = 𝑝 ∙ 𝑑 ∙ 𝑙 ∙ µ = 289 kN
𝜋
𝐹𝑎 = 𝐹𝑁 ∙ µ = 𝑝 ∙ 𝐴 ∙ µ = 𝑝 ∙ 𝑑 2 ∙ ∙ µ = 36,1 kN
4
Damit ergeben sich folgende Momente und Spannungen:
Torsionsmoment mit d = 80 mm T ≈ 14.4513 Nm
Druckspannung σd ≈ 5,8 N/mm²
Torsionsspannung τt ≈ 143 N/mm²
Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 249 N/mm²
Sicherheit SF ≈ 2,8 > 2,5; damit kann die Extruderschnecke verwendet werden.

Aufgabe 3.23
Der Walzenbrecher wird auf Biegung, Zug bzw. Druck und Torsion beansprucht. Die Zug-
bzw. Druckbeanspruchung kann in beide Richtungen gehen, daher erfolgt die Berechnung
antriebsseitig. Für die Berechnung der Biegespannung müssen zuerst die Biegemomente in
den 90° zueinander stehenden Ebenen berechnet werden:
𝑞𝑟 ∙ 𝑙 2 𝐹𝑟 ∙ 𝑙
𝑀b1 = = = ≈ 300 kNm
8 8
196 6 Lösungshinweise

𝑞𝑢 ∙ 𝑙 2 𝐹𝑢 ∙ 𝑙
𝑀b2 = = = ≈ 450 kNm
8 8
Vektorielle Addition der Biegemomente Mb ges ≈ 540 kNm
𝑀b
Biegespannung aus 𝜎b = = ≈ 153 N/mm²
𝑊b
Torsion und Zug bzw. Druck sind durchmesserabhängig. Zunächst Berechnung für d =
330 mm:
𝑑0 𝑑0
Torsionsmoment 𝑇 = 𝐹𝑢 ∙ = 𝑞𝑢 ∙ 𝑙 ∙ ≈ 1065 𝑘Nm
2 2
Torsionsspannung aus τt ≈ 151 N/mm²
𝐹𝑎
Zug- bzw. Druckspannung aus 𝜎zd = ; σd ≈ 3,5 N/mm²
𝐴
Zusammen mit der Biegespannung ergibt sich die Vergleichsspannung nach GEH zu σv ≈
305 N/mm²
Sicherheiten: C40E: SF ≈ 1,51 und 46Cr2: SF ≈ 2,13

Fazit: Beide Materialien erfüllen die Anforderungen.


Berechnung für d = 290 mm:
𝑑0 𝑑0
Torsionsmoment 𝑇 = 𝐹𝑢 ∙ = 𝑞𝑢 ∙ 𝑙 ∙ ≈ 945 𝑘Nm
2 2
Torsionsspannung aus τt ≈ 197 N/mm²
𝐹𝑎
Zug bzw. Druckspannung aus 𝜎zd = ; σd ≈ 4,5 N/mm²
𝐴
Zusammen mit der Biegespannung ergibt sich die Vergleichsspannung nach GEH zu σv ≈
412 N/mm²
Sicherheiten: C40E: SF ≈ 1,12 und 46Cr2: SF ≈ 1,58
Fazit: Da für beide Walzenpaare das gleiche Material verwendet werden soll, ist die
Wirtschaftlichkeitsberechnung hinfällig. Falls dieser Umstand (gleiches Mate-
rial) aufgehoben werden könnte, ergäben sich folgende Kosten und Ersparnisse
bei d = 330 mm:
Kosten pro Paar bei d = 330 mm: C40E ≈ 2.659 €; 46Cr2 ≈ 3.303 €
prozentuale Ersparnis für d = 330 mm ≈ 24,2 % bzw. ≈ 645 €

Aufgabe 3.24
Die Scheitelrollen werden auf Biegung und Torsion beansprucht. Die Berechnung erfolgt
wegen des Torsionsmomentes auf der Abtriebsseite.
Abtriebsmoment einer Scheitelrolle:
𝑃 ∙ 30
𝑃 =𝑇∙𝜔 → 𝑇 = ≈ 59,7 Nm
𝜋𝑛
Die Auflagerberechnung ergibt:
1 2∙𝑇
𝐹r = 𝐹Achslast ∙ = 25 kN; 𝐹u = = 298,4 N
2 𝑑0
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 197

Die Welle muss Biegemomente in zwei Ebenen aufnehmen:


𝑙1 − 𝑙2
𝑀b1 = 𝐹r ∙ ≈ 2.500 Nm
4
𝑙1 − 𝑙2
𝑀b2 = 𝐹u ∙ ≈ 29,8 Nm
4
2 2
Biegemomente vektoriell addieren ergibt: 𝑀b = �𝑀b1 + 𝑀b2 ≈ 2.500,2 Nm
Alternativ kann das Biegemoment berechnet werden, indem zunächst die Kräfte vektoriell
addiert werden um danach mit dem Abstand multipliziert zu werden;

𝐹res = �𝐹𝑟2 + 𝐹u2 ≈ 2.5002 N

Für die Vergleichsspannung nach GEH gilt Gl. (3.34): 𝜎v = �𝜎b2 + 3(𝛼0 ∙ 𝜏t )²

𝑀b 𝑇
Mit 𝜎b = und 𝜏t = ergibt sich schließlich:
𝑊b 𝑊t

1
𝜎v = �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝑑3
Für den erforderlichen Durchmesser erhält man:

3 1
𝑑erf = � �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝜎𝑧𝑢𝑙

Durchmesser derf = 63,39 mm

Aufgabe 3.25
Die Streckenlasten ergeben sich zu:
𝐹𝑟 N 𝐹𝑢
𝑞r = = 4,62 ;𝑞 = = 18,46 N/mm
𝑙2 mm u 𝑙2
Der Schlegelmäher wird generell auf Biegung, Torsion, Zug bzw. Druck sowie Schub be-
ansprucht. Die Zug- bzw. eine Druckbeanspruchung wird durch die Axialkraft verursacht,
welche wechseln kann. Sie deckt lediglich Unwägbarkeiten ab und wird über den Quer-
schnitt als konstant angenommen. Es wird die Vergleichsspannung nach der GEH mit α = 1
für die Mitte des Schlegelmähers berechnet. Hierbei entfällt die Schubbeanspruchung, wie
man aus dem Verlauf der Querkraft erkennen kann. Das Torsionsmoment nimmt ab Beginn
der Streckenlasten linear bis zum Ende der Streckenlast ab. Damit ist das Torsionsmoment
in der Mitte nur halb so groß.
198 6 Lösungshinweise

Für die Berechnung der Biegespannung müssen erst die Biegemomente in den 90° zueinan-
der stehenden Ebenen berechnet werden; dabei ergeben sich zusätzliche Momente, weil die
Streckenlasten nicht bis zur Lagerstelle reichen.
𝑞𝑟 ∙ 𝑙 2 𝐹𝑟 ∙ (𝑙1 − 𝑙2 ) 𝐹𝑟 ∙ 𝑙 𝐹𝑟 ∙ (𝑙1 − 𝑙2 )
𝑀b1 = + = + = ≈ 1.575 Nm
8 4 8 4
𝑞𝑢 ∙ 𝑙 2 𝐹𝑢 ∙ (𝑙1 − 𝑙2 ) 𝐹𝑢 ∙ 𝑙 𝐹𝑟 ∙ (𝑙1 − 𝑙2 )
𝑀b2 = + = + ≈ 6.300 Nm
8 4 8 4
Vektorielle Addition der Biegemomente: Mb ≈ 6.494 Nm
Biegespannung: σb ≈ 157 N/mm²
Druckspannung σd ≈ 2,4 N/mm²
𝑇
Torsionsspannung: 𝜏t = ≈ 21,7 N/mm²
2∙𝑊t
Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 163,6 N/mm².
Damit ist die Vergleichsspannung kleiner als die zulässige Spannung und das Bauteil damit
sicher.

Aufgabe 3.26
Die max. Belastung für die Tretlagerwelle ergibt sich, wenn die Kraft F senkrecht zum
Pedal steht.
Sie wird dann auf Biegung und Torsion beansprucht.
Biegemoment Mb ≈ 180 Nm
Torsionsmoment T ≈ 340 Nm
Biegespannung σb ≈ 117,3 N/mm²
Torsionsspannung τt ≈ 110,8 N/mm²

Vergleichsspannung nach GEH gilt Gl. (3.34): 𝜎v = �𝜎b2 + 3(𝛼0 ∙ 𝜏t )² = 233 N/mm²
Die Sicherheit beträgt damit SF ≈ 2,2.

Aufgabe 3.27
Die Bohrmaschinenwelle an der Lagerstelle muss berechnet werden. Dazu müssen die Tor-
sionsspannung, die Biegespannung sowie die Druckspannung berechnet werden. Die ge-
ringfügige Schubbeanspruchung kann vernachlässigt werden. Das Torsionsmoment berech-
net sich aus der Leistungsangabe. Daraus kann dann die Torsionsspannung berechnet wer-
den.
𝑃 ∙ 30
𝑃 =𝑇∙𝜔 → 𝑇 = ≈ 3,58 Nm
𝜋𝑛
6.3 Lösungshinweise zu Kapitel 3 199

Für die Berechnung der Biegespannung müssen entweder die Biegemomente in den 90°
zueinander stehenden Ebenen berechnet, oder die Kräfte Fu und Fr zu einer resultierenden
Biegekraft zusammengefasst werden (Vektorielle Addition):
Biegemoment: Mb ≈ 96 Nmm
Biegespannung: σb ≈ 290 N/mm²
Druckspannung: σd ≈ 5,7 N/mm²
Torsionsspannung: τt ≈ 5,4 N/mm²
Die Vergleichsspannung nach GEH ergibt sich zu σv ≈ 296 N/mm²

Aufgabe 3.28
Zur Berechnung der Stangenkraft benötigen wir den Wasserduck und den Durchmesser des
Kolbens. Für die Umrechnung von bar auf Spannung gilt: 1 bar = 0,1 N/mm². Der Zu-
sammenhang zwischen Wasserdruck und Kolbengeometrie ist folgender:
𝐹 𝜋 ∙ 𝑑2
𝑝= → 𝐹 = 𝑝∙𝐴 =𝑝 ∙ ≈ 9.111 N
𝐴 4
Mit dem Zuschlag von 16 % ergibt sich die Stangenkraft FSt ≈10.568 N.
ℎ𝐾
Das Torsionsmoment ergibt sich aus: 𝑇 = 𝐹St∙ ≈ 1.057 Nm.
2
Zur Berechnung des erforderlichen Antriebsmomentes muss das Torsionsmoment durch
den Wirkungsgrad geteilt werden und ergibt sich dadurch zu: T ≈ 1.510 Nm. Das daraus
resultierende Torsionsmoment beträgt: τt ≈ 14,9 N/mm². Die Triebwerkswelle wird zudem
auf Biegung durch die Stangenkraft belastet. Hier ergibt sich durch die Lagerkraft und den
Abstand ein Biegemoment Mb ≈ 1.057 Nm. Die Biegespannung ist dann σb ≈ 20,9 N/mm².
Da die zulässigen Werte σb zul ≈ 40 N/mm² und τt zul ≈ 32 N/mm² sowie ϕ = 1,73 (GEH)
gegeben sind, kann das Anstrengungsverhältnis berechnet werden:
𝜎b zul
𝛼0 = ≈ 0,722 ([2], Kap. 3)
𝜑 ∙ 𝜏t zul

Für die Vergleichsspannung nach GEH gilt Gl. (3.34): 𝜎v = �𝜎b2 + 3(𝛼0 ∙ 𝜏t )²
𝑀b 𝑇
Mit 𝜎b = und 𝜏t = ergibt sich schließlich:
𝑊b 𝑊t

1
𝜎v = �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝑑3
Für den erforderlichen Durchmesser erhält man:

3 1
𝑑erf = � �(32 𝑀b )² + 3(𝛼0 ∙ 16 ∙ 𝑇)²
𝜋 ∙ 𝜎𝑧𝑢𝑙

Durchmesser d ≈ 81,5 mm
200 6 Lösungshinweise

Aufgabe 3.29
Der Lagerzapfen wird auf Biegung, Torsion und Druck beansprucht. Die Schubbeanspru-
chung liegt bei ca. 1 N/mm² und kann vernachlässigt werden. Da die Kräfte Fr und Fu je-
weils die einzigen Biegemomente in den Ebenen bilden, kann über die vektorielle Addition
eine resultierende Kraft berechnet und für die Biegebeanspruchung direkt verwendet wer-
den:

𝐹𝑟𝑒𝑠 = �𝐹𝑟2 + 𝐹𝑢 ² = 6kN

𝑀b 𝐹res ∙ (𝑙1 +𝑙𝑤 ) ∙ 32


Biegespannung: 𝜎b = = ≈ 73,3 N/mm²
𝑊b 𝜋∙𝑑 3
Druckspannung: σd ≈ 0,3 N/mm²
Normalspannung: σN = σb + σd ≈ 73,6 N/mm²
𝑇 𝐹𝑢 ∙ 16
Torsionsspannung: 𝜏t = = ≈ 8,6 N/mm²
𝑊t 𝜋 ∙ 𝑑3
Die Vergleichsspannung liegt dann bei σv ≈ 74,3 N/mm²

Aufgabe 3.30
An der Einspannung des Kragarmes tritt die größte Belastung durch Biegung und Quer-
kraftschub auf. Das Biegemoment ist an dieser Stelle Mb = 7.350 Nm. Die Biegespannung
und der Querkraftschub können erst nach Auswahl eines Profils berechnet werden. Danach
kann dann über die Vergleichsspannung die Sicherheit gegen Fließen ermittelt und festge-
stellt werden, ob das gewählte Profil den Anforderungen entspricht. Für die angegebenen
Rechteckprofile finden wir in den Tabellen (siehe z. B. [2], TB 1-13) die Widerstandsmo-
mente zu:
Wb1 = 23,2 cm³; Wb2 = 26,2 cm³; Wb3 = 41,5 cm³; Wb4 = 50,4 cm³; Wb5 = 62,9 cm³
sowie die Flächen:
A1 = 9,08 cm²; A2 = 9,72 cm²; A3 = 13,6 cm²; A4 = 15,2 cm²; A5 = 16,8 cm²
Mit diesen Werten können die Biegespannungen berechnet werden:
σb1 ≈ 317 N/mm²; σb2 ≈ 281 N/mm²; σb3 ≈ 177 N/mm²; σb4 ≈ 146 N/mm²; σb5 ≈ 117 N/mm²
Für den Querkraftschub rechnet man τs = 2 τm und die berechneten Werte dazu sind:
τs1 = 46,3 N/mm²; τs2 = 43,2 N/mm²; τs3 = 30,9 N/mm²; τs4 = 27,6 N/mm²; τs5 = 25 N/mm²
Nach Berechnung der Vergleichsspannungen stellen wir fest, welche Profile die Sicherhei-
ten der Materialien erfüllen. Gewählte Profile:
S235JR = Profil 4
E335 = Profil 3
38Cr2 = Profil 1
MgAl8Zn F31 = Profil 5
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 201

Damit ergeben sich die Kosten für die Rechteckprofile:


KS235JR ≈ 5,0 €; KE335 ≈ 6,7 €; K38Cr2 ≈ 6,5 €; KMgAlZn F31 ≈ 5,1 €;
günstigste Variante damit S235JR
Verteuerung Rechteckprofil zu S235JR:
VE335 ≈ 34,2 %; V38Cr2 ≈ 29,4 %; VMgAlZn F31 ≈ 1,3 %
Für das Rundrohr können wir analog vorgehen. Für die angegebenen Rundrohrprofile fin-
den wir in Tabellen (siehe z. B. [2], TB 1−13) die Widerstandsmomente zu:
Wb1 = 17,8 cm³; Wb2 = 23,6 cm³; Wb3 = 30,2 cm³; Wb4 = 56,2 cm³
sowie die Flächen:
A1 = 8,62 cm²; A2 = 9,9 cm²; A3 = 11,2 cm²; A4 = 17,1cm²
Mit diesen Werten können die Biegespannungen berechnet werden:
σb1 ≈ 413 N/mm²; σb2 ≈ 311 N/mm²; σb3 ≈ 243 N/mm²; σb4 ≈ 131 N/mm²
Für den Querkraftschub rechnet man wie angegeben mit τs = 2 τm und die berechneten
Werte dazu sind:
τs1 = 48,7 N/mm²; τs2 = 42,5 N/mm²; τs3 = 37,5 N/mm²; τs4 = 24,6 N/mm²
Nach Berechnung der Vergleichsspannungen stellen wir fest, welche Profile die Sicherhei-
ten der Materialien erfüllen. Gewählte Profile:
S235JR = Profil 4
E335 = Profil 4
38Cr2 = Profil 2
MgAl8Zn F31 = Profil 4
Damit ergeben sich die Kosten für die Rundrohre:
KS235JR ≈ 5,7 €; KE335 ≈ 8,5 €; K38Cr2 ≈ 7,1 €; KMgAlZn F31 ≈ 5,2 € ; günstigste Variante damit
MgAl8Zn F31
Verteuerung Rundrohr zu MgAl8Zn F31:
VS235JR ≈ 9,2 %; VE335 ≈ 63,8 %; V38Cr2 ≈ 29, %

6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4


Aufgabe 4.1
Schritt 1 Gesucht ist die Durchbiegung eines Trägers auf zwei Stützen mit mittiger Ein-
zelkraft und die Biegespannung. Dafür benötigen wir entsprechende Gleichungen. Die
übrigen Berechnungen sind mit dem „gesunden Menschenverstand“ zu bewältigen.
Schritt 2 Für die Durchbiegung bei unserem Lagerungs- und Belastungsfall finden wir die
Lösung in Tab. 4.1, Zeile 2:
202 6 Lösungshinweise

𝐹 ∙ 𝑙3
𝑤F =
48 𝐸𝐼
Für die Biegespannung gilt die Grundgleichung der Biegung:
𝑀b
𝜎b =
𝑊b
Aus Tab. 1.2 holen wir uns die benötigten Materialkonstanten:
ESt = 210 kN/mm² ≙ 2,1·105 N/mm² EAl = 70 kN/mm² ≙ 0,7·105 N/mm²
ρSt = 7,85 kg/dm³ ρAl = 2,75 kg/dm³
Schließlich benötigen wir noch die Profilwerte. Sie sind in [2], TB 1−13, tabelliert. Da laut
Abb. 4.2 die Vierkantrohre hochkant eingesetzt sind, gelten folgende Werte:
A = 3,82 cm² Wx = 4,87 cm³ Ix = 12,2 cm4 m′ = 3,0 kg/m (für Stahl)
Schritt 3 kann entfallen, da die Formeln für die gesuchten Größen vorhanden sind.
Schritt 4 Wir setzen für die Lösung a) die vorhandenen Größen in die Gleichung für die
Durchsenkung ein. Die Gewichtskraft beträgt F = 800 N. Nicht vergessen: Die Leiter hat
zwei Holme! Für Stahl gilt:

𝐹 ∙ 𝑙3 800 𝑁 ∙ (400 cm)³


𝑤F St = = = 2,08 cm
48 𝐸𝐼 N
48 ∙ 2,1 ∙ 107 2 ∙ 2 ∙ 12,2 cm4
cm

Für Aluminium könnten wir die Formel erneut durchrechnen. Da der Elastizitätsmodul für
Stahl dreimal so groß ist wie der für Aluminium, verdreifacht sich die Durchsenkung für
die gleichen Profile und dieselbe Belastung:
𝑤F Al = 3 ∙ 𝑤F St = 6,24 cm
Im Teil b) sollen die Biegespannungen berechnet werden. Spannungen sind nicht vom
Material abhängig; für beide Werkstoffe ergibt sich im vorliegenden Fall dieselbe Biege-
spannung. Um diese ermitteln zu können, brauchen wir zuerst das maximale Biegemoment.
In unserem Belastungsfall liegt es an der Stelle des Angriffspunktes der Gewichtskraft F.
Wir berechnen zunächst die Auflagerkräfte; aufgrund der Symmetrie beträgt jede der bei-
den Auflagerkräfte Flinks = Frechts = F/2. Damit können wir das Schnittmoment in Leitermitte
bestimmen; es beträgt
𝐹∙𝑙
𝑀b max = = 80.000 Ncm
4
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 203

Für die Biegespannung ergibt sich somit


𝑀b max 80.000 Ncm
𝜎b max = = = 16.427 N/cm² ≙ 164 N/mm²
𝑊x 4,87 cm³
Dieser Wert gilt wie gesagt für die Leiterholme aus Stahl wie aus Aluminium und wäre
z. B. sowohl für S235 als auch für bestimmte Aluminiumlegierungen zulässig.
Für den Aufgabenteil c) erstellen wir selbst zwei Formeln für die Masse:
𝑚 = 𝑚′ ∙ 𝑙 und 𝑚 =𝐴∙𝜌∙𝑙
Für die Stahlrohre ist die spezifische Masse m′ gegeben (s. o.): m′ = 3,0 kg/m. Mit l = 4 m
und unter Berücksichtigung zweier Holme ergibt sich:
mSt = 24,0 kg
Für Aluminium benötigen wir die Dichte ρ = 2,75 kg/dm³ und die Querschnittsfläche der
Rohre (A = 3,82 cm²) und erhalten damit
mAl = 8,24 kg.
Der Werkstoff Aluminium bietet hier also deutliche Gewichtsvorteile.
Zur Lösung des Teils d) multiplizieren wir die berechneten Massen mit den gegebenen
Kosten und erhalten:
KSt = 76,80 € und KAl = 75,81 €
Beide Werkstoffausführungen unterscheiden sich von den Halbzeugkosten her nur unwe-
sentlich.
Der Aufgabenteil e) ist nur durch Probieren zu lösen. Da die Durchbiegung der Aluminium-
Holme bei gleichem Flächenmoment 2. Grades dreimal so groß ist wie die der Stahl-
Holme, verdreifachen wir das Flächenmoment:
IAl,erf = 3 · I = 36,6 cm4
und suchen ein entsprechendes Vierkantrohr: Mit den Maßen 60 × 40 × 4 ergibt sich für das
Flächenmoment 2. Grades:
𝐵 ∙ 𝐻 3 𝑏 ∙ ℎ3 4 ∙ 63 3,2 ∙ 5,23
𝐼= − = − = 34,5 cm4
12 12 12 12
Die Durchsenkung dafür beträgt wAl = 2,2 cm, ist also ungefähr gleich der Durchsenkung
der Stahl-Leiter mit dem Ausgangsprofil. Für dieses Vierkantrohr ergeben sich folgende
weitere Profilwerte:
A = 7,36 cm²; m’Al = 1,99 kg/m
204 6 Lösungshinweise

Damit ist die Masse der neu ausgelegten Aluminium-Holme mAl = 15,92 kg; die Halbzeug-
kosten betragen jetzt KAl = 146,46 €. Die Masse der Aluminium-Holme liegt auch jetzt
noch deutlich unter der Masse der Stahl-Holme. Wird wie hier auf Steifigkeit und nicht auf
Festigkeit dimensioniert, braucht der Werkstoff Aluminium wegen seines kleineren Elasti-
zitätsmoduls größere Querschnitte als Stahl. Mit dem größeren Querschnitt erhöhen sich die
Halbzeugkosten. In diesem Fall hat die Aluminium-Ausführung gegenüber Stahl fast die
doppelten Kosten.
Aufgabenteil f) sieht ein dünnwandiges Stahlrohr größerer Querschnittshöhe vor (65 × 30 ×
1,5). Dafür ergeben sich nach den bereits angewendeten Formeln folgende Werte:
Ix = 15,03 cm4; Wx = 4,62 cm³; A = 2,76 cm²; m′ = 2,17 kg/m
Für die Durchsenkung in der Mitte der Holme erhält man wSt = 1,69 cm. Die Biegespan-
nung beträgt σb = 173 N/mm2, die Masse der Holme mSt = 17,36 kg und die Halbzeugkos-
ten betragen KSt = 55,55 €.
Mit dem dünnwandigen Stahl-Vierkantrohr mit größerer Höhe (günstig für Biegebeanspru-
chung!) erhält man eine leichte Konstruktion mit geringen Kosten. Die Stahl-Holme besit-
zen so nur wenig mehr Masse als die Aluminium-Holme aus Teil e), sind aber deutlich
steifer und deutlich kostengünstiger.

Aufgabe 4.2

Wir gehen vor entsprechend Abb. 4.1.


Schritt 1 Die Aufgabenstellung zeigt einen Biegeträger, der in zwei Gelenklagern statisch
bestimmt gestützt ist und eine Streckenlast aufzunehmen hat. Der Biegeträger besteht aus
zwei gleichen, parallel angeordneten I-Profilen. Gegeben sind die Profilgröße (IPE400) und
der Werkstoff (Stahl S235).
Gesucht ist im Teil a) die Streckenlast q, bei der sich der Biegeträger um L/300 seiner Län-
ge durchsenkt. Wir benötigen also einen Zusammenhang zwischen der Streckenlast und der
Durchsenkung für einen entsprechenden Biegeträger.
Schritt 2 Allgemein sind diese Beziehungen in Tab. 4.1 zu finden; Zeile 7 zeigt das pas-
sende Beispiel (Träger auf zwei Stützen mit konstanter Streckenlast):
5𝑞𝑙 4
𝑤max =
384 𝐸𝐼

Schritt 3 Diese Gleichung nach q umgestellt liefert das gewünschte Ergebnis, wobei wir
für w max den gegebenen Wert L/300 einsetzen:
384 𝐸𝐼 ∙ 𝐿 32 𝐸𝐼
𝑞= =
5 𝐿4 ∙ 300 125 𝐿3
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 205

Jetzt benötigen wir für das numerische Ergebnis noch den E-Modul von Stahl (Tab. 1.2 E
= 2,1 · 105 N/mm²) und das Flächenmoment 2. Grades. Diese findet man für IPE-Profile
z. B. in [2], TB 1−11: I = 23.130 cm4.
Schritt 4 Damit lässt sich die gesuchte Streckenlast berechnen:
q = 24,87 N/mm = 24,87 kN/m
Kommen wir nun zum Aufgabenteil b).
Schritt 1 Gesucht ist hier die Sicherheit gegen Fließen bei der gerade berechneten Stre-
ckenlast.
Schritt 2 Wir benötigen demnach die Gleichung zur Bestimmung der Sicherheit gegen
Fließen:
𝑅e 𝑅e
𝑆F = =
𝜎vorh 𝜎b

Als vorhandene Spannung ist die Biegespannung aufgrund der Streckenlast zu ermitteln:

𝑀b max
𝜎b =
𝑊b
Erforderlich ist das größte Biegemoment M b . Es tritt in der Mitte des Biegeträgers auf. Um
das Schnittmoment an dieser Stelle zu ermitteln, wird der Träger freigemacht und es wer-
den zunächst die Auflagerkräfte ermittelt, Abb. 6.31.
Für die Auflagerkräfte erhält man:
𝑞∙𝐿
𝐹A = 𝐹B =
2
und für das Schnittmoment
𝑀b − 𝐹A ∙ 𝑥 + 𝑞 ∙ 𝑥 = 0
𝑞∙𝐿∙𝑥
𝑀b =
4
Für das größte Biegemoment in Trägermitte (x = L/2) ergibt sich also: Mb = (q ∙ L²)/8 („Ar-
chitektenformel“). Wir benötigen jetzt noch das Widerstandsmoment für den IPE-Träger,
das wir wieder aus [2], TB 1−11, entnehmen: Wb = 1.160 cm³. Unser Biegeträger besteht
allerding aus zwei parallelen Profilen. Da beide gleich sind und beide mit ihrem Schwer-
punkt auf der Biegeachse liegen, können wir Wb einfach verdoppeln: Wb ges = 2.320 cm³ =
2.320.000 mm³. Dies wäre nicht zulässig bei unterschiedlichen Profilen und wenn die Ein-
zelschwerpunkte nicht auf der gemeinsamen Schwerpunktachse liegen. Dann müsste man
über die Flächenmomente 2. Grades (unter eventueller Berücksichtigung der Steiner-
Anteile) das Widerstandsmoment ermitteln.
206 6 Lösungshinweise

Abb. 6.31 Ermittlung der Auflagerkräfte und des Schnittmomentes

Schritt 3/Schritt 4 Wir erhalten schließlich

8 ∙ 𝑅e ∙ 𝑊b ges
𝑆F = ≤ 𝑆F erf = 1,5
𝑞 ∙ 𝐿2
und mit Zahlenwerten
SF = 1,75 < SF erf = 1,5

Aufgabe 4.3
Schritt 1 Die Aufgabenstellung zeigt einen einseitig eingespannten Biegeträger (unten) mit
einem freien Ende oben), der durch eine dreieckige Streckenlast belastet ist. Gesucht sind
die Gleichung der Biegelinie, das Einspannmoment, ein geeignetes IPB-Profil und die seit-
liche Verschiebung des Trägers am oberen Ende. Letztere kann man aus der Biegelinie
berechnen.
Schritt 2 Leider gibt die Tab. 4.1 aus dem Lehrbuch keine Lösung für eine dreieckige
Streckenlast, so dass wir die Gleichung der Biegelinie nach der Integrationsmethode ermit-
teln müssen. Dabei hilft uns die Gl. (4.2):
𝑀𝑏 (𝑥)
𝑤 ′′ = −
𝐸𝐼
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 207

Wir benötigen also den Biegemomentenverlauf Mb(x). Durch zweimalige Integration erhält
man hieraus die Biegelinie w(x). Geschickter Weise gehen wir dazu vom freien Ende aus
vor. Wir schneiden den Balken entsprechend Abb. 6.32 und setzen für die Dreieckslast die
resultierende Kraft an. Sie greift im Schwerpunkt des Dreiecks an, also bei 2/3·x vom freien
Ende aus gesehen. Die Resultierende aus der dreieckigen Streckenlast entspricht der Fläche
des Dreiecks, siehe Abb. 6.32. Zunächst benötigen wir noch eine mathematische Beschrei-
bung des Verlaufs der Streckenlast in Abhängigkeit der Längskoordinate x. Die Strecken-
last folgt vom freien Ende aus einer Geraden mit der Gleichung (m = Steigung)
𝑞0
𝑞(𝑥) = 𝑚 ∙ 𝑥 = ∙𝑥

Somit erhält man für die Resultierende F der Streckenlast:
𝑞0 𝑥 𝑞0
𝐹= ∙𝑥∙ = 𝑥²
ℎ 2 2ℎ

Abb. 6.32 Schnittgrößen am Profil nach Abb. 4.4

Aus dem Momentengleichgewicht am Teilbalken folgt:


𝑞0 1 𝑞0
𝑀b (𝑥) + ∙ 𝑥2 ∙ 𝑥 = 0 → 𝑀b (𝑥) = − ∙ 𝑥³
2ℎ 3 6ℎ
Mit der Gl. (4.2) gilt also:
𝑀b (𝑥) 𝑞0
𝑤 ′′ = − = 𝑥³
𝐸𝐼 6 ℎ ∙ 𝐸𝐼
𝑞0
𝑤 ′ (𝑥) = 𝑥 4 + 𝐶1
24 ℎ ∙ 𝐸𝐼
𝑞0
𝑤(𝑥) = 𝑥 5 + 𝐶1 𝑥 + 𝐶2
120 ℎ ∙ 𝐸𝐼
Die Integrationskonstanten C1 und C2 bestimmen wir über die Randbedingungen: Am Ein-
spannende ist die Durchsenkung w(x = h) = 0 und die Tangentenneigung (hier aus Sicht der
Balkenachse) ist ebenfalls null, w‘(x = h) = 0.
𝑞0 𝑞0
𝑤 ′ (𝑥 = ℎ) = 0 = ℎ4 + 𝐶1 → 𝐶1 = − ℎ³
24 ℎ ∙ 𝐸𝐼 24 𝐸𝐼
𝑞0 𝑞0 𝑞0 4𝑞0 4
𝑤(𝑥 = ℎ) = 0 = ℎ5 − 𝐶1 ℎ + 𝐶2 = ℎ4 − ℎ4 + 𝐶2 → 𝐶2 = ℎ
120 ℎ ∙ 𝐸𝐼 120 𝐸𝐼 24 ∙ 𝐸𝐼 120 𝐸𝐼
208 6 Lösungshinweise

Damit lautet die Gleichung der Biegelinie:


𝑞0 ∙ ℎ4 𝑥 5 𝑥
𝑤(𝑥) = ∙ � − 5 + 4�
120 𝐸𝐼 ℎ5 ℎ
Wir können diese Gleichung noch überprüfen für x = h; dort muss w = 0 sein:
𝑞0 ∙ ℎ4
𝑤(𝑥 = ℎ) = ∙ [1 − 5 + 4] = 0
120 𝐸𝐼
Somit haben wir den Aufgabenteil a) gelöst.
Für Teil b) benötigen wir keine weiteren Formeln. Wir setzen in die Formel für das
Schnittmoment x = h ein (Moment an der Einspannstelle). Das Einspannmoment ist gleich
dem negativen Schnittmoment an dieser Stelle. Mit den gegebenen Zahlenwerten erhalten
wir:
𝑞0 3 𝑞0 ℎ2 40 𝑁 ∙ (2000 mm)2
𝑀b (𝑥) = − ∙ 𝑥 → −𝑀b (𝑥 = ℎ) = =
6ℎ 6 mm ∙ 6
𝑀b = 2,67 ∙ 107 Nmm ≙ 2,67 ∙ 106 Ncm
Im Aufgabenteil c) wird ein geeignetes IPB-Profil gesucht. Dies kann man über das erfor-
derliche Biegewiderstandsmoment auswählen. Dazu benötigen wir die Grundgleichung der
Biegung und stellen diese nach Wb um:
𝑀b 𝑀b
𝜎b = → 𝑊b erf =
𝑊b 𝜎b zul
Da die Profiltabelle (siehe z. B. [2], TB 1−11) Profilwerte basierend auf der Einheit cm
bereithält, setzen wir die gegebenen Zahlenwerte entsprechend ein:
2,67 ∙ 106 Ncm ∙ cm²
𝑊b erf = = 178 cm³
1,5 ∙ 104 N
Wir wählen ein Profil mit einem Widerstandsmoment Wx ≥ 178 cm³ und finden:
IPB 140-DIN1025-2 mit Wx = 216 cm³.
Für den Unterpunkt d) der Aufgabe, in dem die (hier) seitliche Verschiebung des oberen
Trägerpunktes gesucht ist, verwenden wir die Gleichung der Biegelinie (s.o.) und setzen x =
0 ein:
𝑞0 ∙ ℎ4 𝑥 5 𝑥 𝑞0 ∙ ℎ4
𝑤(𝑥) = ∙ � 5 − 5 + 4� → 𝑤(𝑥 = 0) =
120 𝐸𝐼 ℎ ℎ 30 𝐸𝐼
Da es sich um den Werkstoff Stahl handelt, ist E = 210.000 N/mm² und für das Flächen-
moment 2. Grades des gewählten IPB-Profils finden wir Ix = 1.510 mm4.
Damit lautet das Ergebnis: w(x = 0) = 6,72 mm.
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 209

Aufgabe 4.4
Aus der Tab. 4.1 des Lehrbuchs ist keine entsprechende Lösung zu entnehmen. Es gibt
lediglich eine Formel für die Durchsenkung und die Tangentenneigung am Ende eines
einseitig eingespannten Balkens mit konstanter Streckenlast (Tab. 4.1, Zeile 6):
𝑞 ∙ 𝑙4 𝑞 ∙ 𝑙3
𝑤= ; 𝜑=
8 𝐸𝐼 6 𝐸𝐼
Die Durchsenkung im Punkt C erhält man, wenn man zunächst einen Träger der Länge 2·l
mit konstanter Streckenlast betrachtet. Davon subtrahiert man die Durchsenkung im Punkt
���� (Abb. 6.33):
C für einen Träger der Länge 2·l mit Streckenlast über dem Teilstück 𝐴𝐵

Abb. 6.33 Ermittlung der Durchsenkung für Aufgabe 4.4

41 𝑞 ∙ 𝑙 4
𝑤C = 𝑤C1 − 𝑤B2 − 𝜑B2 ∙ 𝑙 =
24 𝐸𝐼
���� im Punkt
Durch die Tangentenneigung im Punkt B ergibt sich bei der Streckenlast über 𝐴𝐵
C eine „starre“ Durchsenkung der Größe 𝜑𝐵2 ∙ 𝑙. Die Gesamt-Durchsenkung im Punkt D
erhält man schließlich als
𝑤D = 𝑤C + 𝜑C ∙ 𝑙 mit 𝜑C = 𝜑C1 − 𝜑C2
Für die Ermittlung des korrekten Ergebnisses muss man beachten, dass der Balken insge-
samt die Länge 3∙l hat, während die Werte aus der Tab. 4.1 immer für Balken der Länge l
gelten.

Aufgabe 4.5
Die maximale Durchsenkung tritt im Punkt A auf. Sie kann durch Superposition aus den
Durchsenkungen der Teilbalken ermittelt werden. Zu beachten ist, dass auf den rechten
Teilbalken sowohl die Kraft F wirkt und im Punkt B eine Durchsenkung hervorruft, als
210 6 Lösungshinweise

auch ein „Versatzmoment“ Mb = F ∙ a, das eine weitere Durchsenkung in B bewirkt. Durch


die Tangentenneigung im Punkt B ergibt sich im Punkt A zusätzlich eine „starre“ Verschie-
bung. Für die Gesamt-Durchsenkung im Punkt A lautet das formelmäßige Ergebnis:
𝐹 ∙ 𝑏³ (𝑎 + 𝑏) 𝑎 𝑎 𝐼2
𝑤A = �1 + 3 ∙ + ( )3 ∙ �
3 𝐸𝐼2 𝑏 𝑏 𝑏 𝐼1

Aufgabe 4.6
Für Aufgabenteil a) benutzt man die Formel für wmax aus Tab. 4.1, Zeile 7. Teil b) lässt sich
mit der Formel für wmax aus Tab. 4.1, Zeile 2, lösen. Man stellt die Formel nach der gesuch-
ten Kraft F um.

Aufgabe 4.7
Der Aufgabenteil a) ist direkt mithilfe Tab. 4.1, Zeile 4, zu lösen.
Für Teil b) gilt: 𝑤D = 𝑤C + 𝜑F ∙ 𝑏 mit wC = wF nach Tab. 4.1, Zeile 4.
Die Durchsenkung in der Mitte zwischen den Auflagern (Teil c) kann aus der in Tab. 4.1,
Zeile 4, angegebenen Gleichung für die Biegelinie durch Einsetzen von x = l/2 ermittelt
werden. Ein anderer Weg ist die Verwendung der Gleichung für die Biegelinie aus Tab.
4.1, Zeile 8, mit dem äußeren Moment M = F∙a sowie x = l/2.
Teil d) ergibt sich, da nur nach der zusätzlichen Durchsenkung gefragt ist, aus Tab. 4.1,
Zeile 4, durch Einsetzen von F/2.

Aufgabe 4.8
Die Lösung zum Aufgabenteil a) kann aus Tab. 4.1, Zeilen 3 und 4, ermittelt werden:
𝑤A = 𝑤F1 (Zeile 3) − 𝑤F2 (Zeile 4)
Für den Teil b) wird die Lösung aus a) nach der gesuchten Länge c umgestellt und a = l/2
eingesetzt.

Aufgabe 4.9
Der Träger ist einfach statisch überbestimmt gestützt. Wir entfernen das überflüssige Auf-
lager – die Feder im Punkt B. Dann ermitteln wir die Durchsenkung wF aufgrund F am
Trägerende bei B. Nun wird die Auflagerkraft FB als äußere Kraft eingesetzt und die da-
durch hervorgerufene Durchsenkung wB bestimmt. Die resultierende Durchsenkung w im
Punkt B ergibt sich aus der Differenz:
𝑤 = 𝑤F − 𝑤B
Abb. 6.34 erläutert die Vorgehensweise. Formeln zur Ermittlung der Durchsenkungen lie-
fert die Tab. 4.1.
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 211

Abb. 6.34 Vorgehensweise zur Lösung der Aufgabe 4.9

𝐹 ∙ 𝑎2
𝑤F = 𝑤1 + (𝑙 − 𝑎) ∙ 𝜑 = (3𝑙 − 𝑎)
6 𝐸𝐼
𝐹B ∙ 𝑙³
𝑤B =
3 𝐸𝐼
Die Feder wird um den Betrag w zusammengedrückt:
𝐹B
𝑤=
𝑐
Damit kann die Kraft FB bestimmt werden:
1 𝑎 𝑎
𝐹 ∙ ( )² ∙ (3 − )
𝐹B = 2 𝑙 𝑙 = 5.349,53 N
3 𝐸𝐼
1+
𝑐 ∙ 𝑙³
Schließlich ergibt sich w = FB/c = 4,46 mm.

Aufgabe 4.10
Der Träger ist zweifach statisch überbestimmt gelagert. Zur Lösung werden ein Hauptsys-
tem und zwei Nebensysteme benötigt, Abb. 6.35.

Abb. 6.35 Aufteilung des statisch zweifach überstimmt gestützten Trägers in Haupt-
system und Nebensysteme
212 6 Lösungshinweise

Für das Auflager rechts im Punkt B gilt: wB = 0 und ϕB = 0. Mit diesen beiden Bedingungen
bestimmt man die Auflagerreaktionen FB und MB:
1 1
𝐹B = 𝑞 ∙ 𝑙; 𝑀B = − 𝑞 ∙ 𝑙²
2 12
Die Durchsenkung in Balkenmitte ergibt sich schließlich zu:
𝑤M = 𝑤M (𝑞) − 𝑤M (𝐹B ) − 𝑤M (𝑀B )
Dabei ermittelt man die einzelnen Summanden aus den jeweiligen Gleichungen für die
Biegelinien mit x = l/2.

Aufgabe 4.11
Als erstes ermittelt man die Durchsenkung des Punktes P3. Hierfür benötigt man die Kraft
4
F3 in diesem Punkt: 𝐹3 = 𝐹. Zu dieser Kraft gehört die Durchsenkung (Balken auf zwei
3
Stützen mit mittiger Einzellast)
𝐹 ∙ 𝑏³
𝑤3 =
36 𝐸𝐼
Das gesuchte w5 setzt sich zusammen aus drei Anteilen:
 „starre“ Durchsenkung in P 5 aufgrund w 3  w 53
 Durchsenkung aufgrund Moment in P 4  w 5M
 Durchsenkung aufgrund F in P 5  w 5F
𝑤5 = 𝑤53 + 𝑤5M + 𝑤5F
𝐹 ∙ 𝑏³ 8 𝐹 ∙ 𝑙³ 4 𝐹 ∙ 𝑙³
𝑤53 = ; 𝑤5M = ; 𝑤5F =
54 𝐸𝐼 243 𝐸𝐼 243 𝐸𝐼

Aufgabe 4.12
Man verwendet für eine Blattfeder mit der dem Schwingsieb entsprechenden Lagerung das
Ersatzmodell entsprechend Abb. 6.36. Die Blattfeder ist am linken Ende fest eingespannt
und besitzt rechts eine Schiebehülse, die nur eine waagerechte Tangente der Biegelinie in
diesem Auflager zulässt, aber keine senkrechte Kraft aufnehmen kann. Dann ermittelt man
die Auflagerkraft im Punkt A sowie die daraus resultierende Querkraft Fq und integriert den
Querkraftverlauf Fq(x) dreimal entsprechend den Gln. (4.4) bis (4.6).
𝐹A = −𝐹
𝐹q (𝑥) = −𝐹A = 𝐹
Durch dreimalige Integration folgt:
𝐹 1
𝑤(𝑥) = − 𝑥 3 − 𝐶1 ∙ 𝑥 2 + 𝐶2 ∙ 𝑥 + 𝐶3
6 ∙ 𝐸𝐼 2
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 213

Über die Randbedingungen w(x = 0) = 0, w′(x = 0) = 0 und w′(x = l) = 0 erhält man die
Integrationskonstanten. Zweimaliges Ableiten der Biegelinie ergibt schließlich den Biege-
momentenverlauf, aus dem man das Moment am Sieb ermitteln kann.

Abb. 6.36 Ersatzmodell zur Berechnung der Biegefeder am Schwingsieb

Aufgabe 4.13
Man geht aus von der Biegelinie aus Aufgabe 4.12, aus der man die Durchsenkung am Sieb
(für x = l) ermittelt:
𝐹 ∙ 𝑙³
𝑤(𝑥 = 𝑙) = ≙𝑓
12 𝐸𝐼
𝑏∙ℎ³
mit 𝐼 = (für die Blattfeder mit Rechteckquerschnitt)
12
Durch Umstellen dieser Gleichung nach F und Einsetzen der gegebenen Werte erhält man
die gesuchte Kraft F.
Die Biegespannung ergibt sich aus
𝑀b 3 𝐹 ∙ 𝑙
𝜎b = =
𝑊b 𝑏 ∙ ℎ²
1 𝑏∙ℎ²
mit 𝑀𝑏 = 𝐹 ∙ 𝑙 aus Aufgabe 4.12 und 𝑊b = (für einen Rechteckquerschnitt)
2 6

Aufgabe 4.14
Man geht von folgendem Ersatzsystem aus (Abb. 6.37):

Abb. 6.37 Ersatzsystem zu Aufgabe 4.14 (Autobahnwegweiser mit Windlast)


214 6 Lösungshinweise

Die Durchsenkung im Punkt C setzt sich aus drei Anteilen zusammen:


𝑙
𝑤C = 𝑤B (𝐹1 ) + 𝜑B (𝐹1 ) ∙ + 𝑤C (𝐹2 )
2
Die Formeln für die Durchsenkungen und Tangentenneigungen kann man Tab. 4.1 entneh-
men. F1 und F2 sind gleich groß. Das Flächenmoment 2. Grades entnimmt man einer Profil-
tabelle (Ix = 2.445 cm4).
3
Das größte Biegemoment tritt am Mastfuß an der Einspannung auf: 𝑀𝐴 = 𝐹 ∙ 𝑙. Daraus
2
erhält man die größte Biegespannung mit Wb = 245 cm³ aus einer Profiltabelle.

Aufgabe 4.15
Abb. 6.38 erläutert die Verschiebungen der drei Punkte. Die im Punkt D wirkende Kraft F
führt zu einer Momentenbelastung M = F ·l des waagerechten Balkens im Punkt B. Daraus
resultieren die Verformungen wM und ϕM. Der Teilbalken B−C hat keine Verformung; er
verläuft nur mit der Tangentenneigung ϕM im Punkt B „starr“ nach unten. Der senkrechte
Teilbalken B−D wird um die Tangentenneigung in B „starr“ nach rechts gekippt und zusätz-
lich durch die Kraft F im Punkt D verformt. Die entsprechenden Verformungsgrößen ent-
nimmt man der Tab. 4.1.

Abb. 6.38 Verformungen und Verschiebungen des Balkens aus Aufgabe 4.15

Aufgabe 4.16
Der Träger ist solange statisch bestimmt gestützt, wie das linke Ende bei A nicht auf dem
Lager aufliegt. Daher kann man die Durchsenkung im Punkt B aus Tab. 4.1, Zeile 1 ermit-
teln:
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 215

𝑙
𝐹 ∙ ( )³
𝑤B = 2
3 𝐸𝐼
Mit der Tangentenneigung im Punkt B
𝑙
𝐹 ∙ ( )²
𝜑B = 2
2 𝐸𝐼
lässt sich die Durchsenkung des Punktes A berechnen:
𝑙 5 𝐹 ∙ 𝑙3
𝑤A = 𝑤B + 𝜑B ∙ = ≤𝑎
2 48 𝐸𝐼
Daraus ergibt sich für die Kraft F:
48 𝐸𝐼 ∙ 𝑎
𝐹 ≤
5 𝑙³
Das größte Biegemoment tritt im Punkt C (Einspannquerschnitt) auf:
𝑙
𝑀C = 𝐹 ∙
2
Die Biegespannung im Punkt C ist damit:
𝑀b 24 𝐸𝐼 ∙ 𝑎
𝜎b = =
𝑊b 5 𝑙² ∙ 𝑊b
Mithin erhalten wir die maximal zulässige Absenkung des linken Auflagers zu
𝜎b zul ∙ 5 ∙ 𝑙² ∙ 𝑊𝑏
𝑎≤
24 𝐸𝐼
Die notwendigen Profilwerte entnehmen wir z. B. [2], TB 1−11:
I = 4.250 cm4; Wb = 354 cm³.
Da der Träger lt. Aufgabenstellung aus Stahl besteht, gilt: E = 2,1·105 N/mm².
Hinweis: Man kann sich den Rechenaufwand vereinfachen, wenn man berücksichtigt, dass
𝐼
𝑊b =
ℎ⁄2
ist; in diesem Fall mit h/2 = 120 mm für das Profil I240. Dann erhält man für a:
𝜎b zul ∙ 5 ∙ 𝑙²
𝑎≤
12 𝐸 ∙ ℎ
Das Heraussuchen der Profilwerte entfällt damit auch.
216 6 Lösungshinweise

Aufgabe 4.17
a) Die Durchsenkung im Punkt B setzt sich aus vier Anteilen zusammen, die der Tab. 4.1
entnommen werden können:
Durchsenkung aufgrund Kraft F 1 an der Kraftangriffsstelle und „starre“ Durchsenkung
in B aufgrund Tangentenneigung im Kraftangriffspunkt:
𝐹1 ∙ 𝑎3 𝐹1 ∙ 𝑎2
𝑤BF1 = + (𝑙 − 𝑎)
3 𝐸𝐼 2 𝐸𝐼
Durchsenkung aufgrund Kraft F2:
𝐹2 ∙ 𝑙 3
𝑤BF2 =
3 𝐸𝐼
Durchsenkung aufgrund Balkenmasse (zu berücksichtigen wie Streckenlast):
𝑚′ ∙ 𝑔 ∙ 𝑙 4
𝑤m′ =
8 𝐸𝐼
b) Wir berechnen zunächst das Einspannmoment in A:
𝑚′ ∙ 𝑔 ∙ 𝑙 2
𝑀A = 𝐹2 ∙ 𝑙 + 𝐹1 ∙ 𝑎 + = 55,625 ∙ 106 Nmm
2
Damit und mit dem gegebenen Wy erhalten wir für die Biegespannung:
𝜎b = 129,662 N/mm² ≈ 130 N/mm²
Schließlich ergibt sich mit Re = 235 N/mm² (Fließgrenze): SF ≈ 1,81.

Aufgabe 4.18
Der linke Teil der Welle kann sich in den Lagern A und B nicht durchsenken. Es ergeben
sich in diesen Punkten aber jeweils Tangentenneigungen. Die Durchsenkung im Punkt C
erhält man aus der „starren“ Durchsenkung aufgrund der Tangentenneigung im Punkt B
und aus der Durchsenkung aufgrund der Kraft F2.
𝑤C = 𝜑B ∙ 𝑙2 + 𝑤CF2
Die Tangentenneigung im Punkt B berechnet man aus der Überlagerung der Tangentennei-
gung ϕBF1 aufgrund F1 sowie ϕBM2 aufgrund des Versatzmomentes M2 = F2·l2 im Punkt B.
Die Werte können der Tab. 4.1 entnommen werden:
𝐹1 ∙ 𝑙12
𝜑BF1 =
16 𝐸𝐼1
2 𝑀2 ∙ 𝑙1 2 𝐹2 ∙ 𝑙2 ∙ 𝑙1
𝜑BM2 = − = −
3 𝐸𝐼1 3 𝐸𝐼1
𝐹2 ∙ 𝑙23
𝑤CF2 =
3 𝐸𝐼2
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 217

Aufgabe 4.19
Die Durchsenkung im Punkt C setzt sich aus vier Anteilen zusammen: Durchsenkung wBq
aufgrund der Streckenlast über A−B, Durchsenkung wBF aufgrund der Kraft F über A−B,
Durchsenkung wCF in C aufgrund der Einzelkraft am Ende von B−C sowie Verdrehwinkel φ
aufgrund des Torsionsmomentes F·l/2 über A−B, was in C zu einer „starren“ Durchsenkung
wCφ führt:
𝑤C = 𝑤Bq + 𝑤BF + 𝑤CF + 𝑤Cφ
Dabei sind
𝑞 ∙ 𝑙4 𝐹 ∙ 𝑙3 𝐹 ∙ 𝑙3 𝐹 ∙ 𝑙2 𝐹 ∙ 𝑙3
𝑤Bq = ; 𝑤BF = ; 𝑤CF = ; 𝜑= → 𝑤Cφ =
8 𝐸𝐼 3 𝐸𝐼 24 𝐸𝐼 2 𝐺𝐼p 4 𝐺𝐼p
Die Tangentenneigung im Punkt B aufgrund der Streckenlast q über A−B spielt in diesem
Fall keine Rolle: Sie führt nur zu einer „starren“ Verdrehung des Rohrabschnitts B−C um
seine Längsachse.

Aufgabe 4.20
Wir schneiden das System am Gelenk und setzen die Gelenkkraft FB als äußere Kraft so-
wohl am linken als auch am rechten Teilbalken an. Für den linken Teilbalken der Länge 2l
können wir dann die Durchsenkung in B berechnen (Abb. 6.39):
2𝑞 ∙ 𝑙 4 8𝐹B ∙ 𝑙³
𝑤BI = 𝑤q + 𝑤B = −
𝐸𝐼 3 𝐸𝐼

Abb. 6.39 Schneiden der Teilbalken am Gelenk (oben), Haupt- und Nebensystem für
die Berechnung der Durchsenkung (unten)
218 6 Lösungshinweise

Die Durchsenkung des rechten Teilbalkens ergibt sich zu:


𝐹B ∙ 𝑙³
𝑤BII =
3 𝐸𝐼
Im Gelenk müssen die Durchsenkungen des linken und rechten Teilbalkens gleich sein: wBI
= wBII. Aus dieser Beziehung lässt sich die Gelenkkraft berechnen und mit der Gelenkkraft
auch die Durchsenkung in B.

Aufgabe 4.21
Der Rahmen der Spindelpresse ist dreifach statisch überbestimmt (sechs Lagerreaktionen).
Für die Lösung machen wir uns die Symmetrie zu Nutze, Abb. 6.40:

Abb. 6.40 Ausnutzung der Symmetrie des Rahmens zur Vereinfachung der Berechnung

Im Punkt C behält der Rahmen auch bei Verformung durch die Kraft F eine waagerechte
Tangente. Somit können wir uns den halben Rahmen als im Punkt C durch eine Schiebe-
hülse gelagert denken (Abb. 6.40, Mitte). Diese Schiebehülse kann ein Moment MC und
eine waagerechte Kraft FCx aufnehmen. Beide tragen wir mit der äußeren Kraft F zusam-
men als äußere Belastungen an. Jetzt können wir das Überlagerungsprinzip anwenden: Wir
ermitteln zunächst die Verformungen in B und C aufgrund der äußeren (Spindel-)Kraft F/2
(„Hauptsystem“). Dann setzen wir MC als äußeres Moment an und bestimmen dafür die
Verformungen in B und C („Nebensystem 1“). Schließlich wird die Kraft FCx als äußere
Belastung angenommen („Nebensystem 2“) und dafür werden die Verformungen in B und
C berechnet. Die Größe der Durchsenkungen und Tangentenwinkel für die Einzelbelastun-
gen entnimmt man der Tab. 4.1.
Die Schnittgrößen MC und FCx erhält man dann durch folgende Bedingungen: Die waage-
rechte Verschiebung des Punktes B muss null sein und in C muss eine waagerechte Tangen-
te an die Biegelinie vorliegen. Abb. 6.41 zeigt die zu überlagernden Verschiebungen.
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 219

Hauptsystem (beachte: Die äußere Kraft ist F/2!):


𝐹 ∙ 𝑎𝑙² 𝐹 ∙ 𝑎𝑙 𝐹 ∙ 𝑎³
𝑤BF = ; 𝜑BF = ; 𝑤CF =
4 𝐸𝐼 2 𝐸𝐼 6 𝐸𝐼
𝐹 ∙ 𝑎² 𝐹∙𝑎
𝑤CH = (3𝑙 + 𝑎) ; 𝜑CH = (2𝑙 + 𝑎)
6 𝐸𝐼 4 𝐸𝐼
Nebensystem 1:
𝑀C ∙ 𝑙² 𝑀C ∙ 𝑙 𝑀c ∙ 𝑎
𝑤BM = ; 𝜑𝐵M = ; 𝜑CM =
2 𝐸𝐼 𝐸𝐼 𝐸𝐼
𝑀c ∙ 𝑎 𝑀c
𝑤C1 = (2𝑙 + 𝑎) ; 𝜑C1 = (𝑙 + 𝑎)
2 𝐸𝐼 𝐸𝐼
Nebensystem 2:
𝐹Cx ∙ 𝑙 3 𝐹Cx ∙ 𝑙 2
𝑤BFCx = − ; 𝜑BFCx = − = 𝜑C2
3 𝐸𝐼 2 𝐸𝐼
𝐹Cx ∙ 𝑎𝑙²
𝑤C2 = −
2 𝐸𝐼
Mit den Bedingungen wB = 0 und φC = 0 (siehe oben) erhält man schließlich zwei
Gleichungen für die beiden Unbekannten MC und FCx.
Das Einspannmoment in A berechnen wir über die Gleichgewichtsbedingung
𝐹
𝑀(𝐴) = 0 = 𝑀A + 𝑎 + 𝑀C − 𝐹Cx 𝑙
2

Abb. 6.41 Verformungen im Hauptsystem und in den Nebensystemen 1 und 2


220 6 Lösungshinweise

Aufgabe 4.22
Die Verschiebung des Radaufstandspunktes ergibt sich aus dem Tangentenwinkel der Bie-
gelinie. Um diesen zu berechnen, gehen wir aus von Gl. (4.2):
𝑀b (𝑥)
𝑤 ′′ = −
𝐸𝐼
Zunächst benötigen wir demnach den Biegemomentenverlauf.

Abb. 6.42 Biegemomentenverlauf für die Radsatzwelle

Da der Biegemomentenverlauf eine unstetige Funktion ist, können wir nur bereichsweise
integrieren.
Bereich 1:
𝐹 ∙ 𝑥1 𝐹 ∙ 𝑥12 𝐹 ∙ 𝑥13
𝑤1′′ = − ; 𝑤1′ = − + 𝐶11 ; 𝑤1 = − + 𝐶11 ∙ 𝑥1 + 𝐶21
𝐸𝐼 2 𝐸𝐼 6 𝐸𝐼
An der Lagerstelle bei x1 = a ist die Durchsenkung null:
𝐹 ∙ 𝑎3
𝑤1 (𝑥1 = 𝑎) = 0 = − + 𝐶11 ∙ 𝑎 + 𝐶21 (1)
6 𝐸𝐼
Bereich 2:
𝐹∙𝑎 𝐹 ∙ 𝑎 ∙ 𝑥2 𝐹 ∙ 𝑎 ∙ 𝑥22
𝑤2′′ = − ; 𝑤2′ = − + 𝐶12 ; 𝑤2 = − + 𝐶12 ∙ 𝑥2 + 𝐶22
𝐸𝐼 𝐸𝐼 2 𝐸𝐼
An der Lagerstelle bei x2 = 0 ist die Durchsenkung null: C22 = 0
An der Lagerstelle sind die Tangentenneigungen im Bereich 1 und im Bereich 2 gleich:
𝐹 ∙ 𝑎2
𝑤1′ (𝑥1 = 𝑎) = 𝑤2′ (𝑥2 = 0) : − + 𝐶11 = 𝐶12 (2)
2 𝐸𝐼
Für x2 = b ist die Durchsenkung null (rechte Lagerstelle):
𝐹∙𝑎∙𝑏
𝐶12 = (3)
2 𝐸𝐼
(3) in (2) eingesetzt:
𝐹 ∙ 𝑎 (𝑎 + 𝑏)
𝐶11 =
2 𝐸𝐼
6.4 Lösungshinweise zu Kapitel 4 221

Damit gilt für w2:


𝐹 ∙ 𝑎 ∙ 𝑥22 𝐹 ∙ 𝑎 ∙ 𝑏
𝑤2 = − + ∙ 𝑥2 (4)
2 𝐸𝐼 2 𝐸𝐼
Die Neigung der Tangente der Radsatzwelle am Rad (x1 = 0) soll maximal sein:
∆𝑠 𝐹 ∙ 𝑎 (𝑎 + 𝑏)
𝑤1′ (𝑥1 = 0) = = (5)
2𝑟 2 𝐸𝐼
(5) umgestellt nach I:
𝐹 ∙ 𝑎 (𝑎 + 𝑏) 𝑟
𝐼erf =
∆𝑠 ∙ 𝐸
Für einen Vollkreisquerschnitt gilt:
𝜋 4
𝐼= 𝑑 ,
64
womit sich dann der notwendige Wellendurchmesser derf berechnen lässt.
𝑀b
Über die Gleichung 𝜎𝑏 = ergibt sich mit einem gewählten „glatten“ Wert d = 90 mm
𝑊b
die genannte Spannung. Sie ist relativ niedrig. In dieser Aufgabe wurde auch nur die stati-
sche Belastung berücksichtigt. In der Praxis gibt es dagegen zusätzliche dynamische Belas-
tungen aus den Vertikal- und Horizontal-Schwingungen des Fahrzeugs. Radsatzwellen
werden dauerfest ausgelegt, womit die zulässigen Spannungen deutlich niedriger sind als
bei statischer Belastung.
Die Durchsenkung der Radsatzwelle in der Mitte ergibt sich durch Einsetzen von x2 = b/2 in
(4):

𝑏 2
𝑏 𝐹∙𝑎∙� �
𝑤2 �𝑥2 = � = − 2 + 𝐹 ∙ 𝑎 ∙ 𝑏 ∙ 𝑏 = 𝐹 ∙ 𝑎 ∙ 𝑏²
2 2 𝐸𝐼 2 𝐸𝐼 2 8 𝐸𝐼

Aufgabe 4.23
Die Dehnungen infolge der Normalkräfte sollen vernachlässigt werden. Da das System
symmetrisch ist, ist die sich aufgrund der Temperaturerhöhung ergebende Verlängerung der
Balken 1 und 2 gleich. Das Verbindungsgelenk wird infolge der Wärmedehnung verscho-
ben; beide Balken werden um denselben Betrag verbogen.
Einspannmoment: M1 = M2 = F · l
Durchsenkung am Gelenk jeweils:
𝐹 ∙ 𝑙3 3 𝛼 ∙ ∆𝜗 ∙ 𝐸𝐼
𝑤 = ∆𝑙 = 𝑙 ∙ 𝛼 ∙ ∆𝜗 = → 𝐹= = 317,5 N
3 𝐸𝐼 𝑙2
222 6 Lösungshinweise

Aufgabe 4.24
Beide Balken erfahren am jeweiligen Ende dieselbe Durchsenkung w. Die dazu notwendi-
gen Kräfte F1 und F2 sind aber aufgrund der unterschiedlichen Steifigkeiten (unterschiedli-
che Länge l bei gleichem EI) unterschiedlich; ihre Summe ergibt die Gesamtkraft F:
F = F1 + F2
Allgemein gilt für die Durchsenkung eines einseitig eingespannten Balkens:
𝐹 ∙ 𝑙3
𝑤=
3 𝐸𝐼
und damit
𝐹1 ∙ 23 ∙ 𝑙³ 𝐹2 ∙ 𝑙³
𝑤1 = = 𝑤2 = → 8 ∙ 𝐹1 = 𝐹2 → 𝐹 = 𝐹1 + 8 ∙ 𝐹1 = 9 ∙ 𝐹1 → 𝐹1
3 𝐸𝐼 3 𝐸𝐼
𝐹
= = 11,11 N
9
Das Flächenmoment 2. Grades für die Balken ergibt sich zu
𝐵 ∙ 𝐻 3 − 𝑏 ∙ ℎ³
𝐼= = 12.072 mm4
12
Durch Einsetzen aller bekannten Werte in die Gleichung für w1 erhält man schließlich die
Lösung.

Aufgabe 4.25
a) Aufgrund des Höhenversatzes ergibt sich eine Durchbiegung der Welle. Dazu ist am
Lager C eine Kraft F C erforderlich. Aus dem Kräftegleichgewicht ergeben sich die La-
gerkräfte F A und F B :
F A = F B = 1/2 · F C
Die Kraft FC lässt sich über die gegebene Durchbiegung in Wellenmitte nach Tab. 4.1,
Zeile 2, ermitteln:
𝐹C ∙ 𝑙³ 48 𝑤C ∙ 𝐸𝐼
𝑤C = → 𝐹C =
48 𝐸𝐼 𝑙³
b) Das maximale Biegemoment (in Wellenmitte am Lager C) beträgt:
𝑙
𝑀b = 𝐹A ∙ = 5.700.750 Nmm
2
Für das Biege-Widerstandmoment erhält man: W b = 169.646 mm³.
c) Den Neigungswinkel der Tangenten in A und B ermittelt man nach Tab. 4.1, Zeile 2:
𝐹C ∙ 𝑙 2
𝜑A = 𝜑B =
16 𝐸𝐼
223

Literatur

[1] Arndt, K.-D.; Brüggemann, H.; Ihme, J.: Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure.
2. Aufl., Springer Vieweg, Wiesbaden (2014)
[2] Wittel, H.; Muhs, D.; Jannasch, D.; Voßiek, J.: Roloff/Matek Maschinenelemente.
Lehrbuch. Tabellenbuch. 22. Aufl., Springer Vieweg, Wiesbaden (2015)

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016


K.-D. Arndt, J. Ihme, H. Turk, Aufgabensammlung zur Festigkeitslehre für Wirtschaftsingenieure,
DOI 10.1007/978-3-658-11890-7