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Service Training Elektronik Roland 900

Farbwerk 9

9 Farbwerk

9.1 Walzenplan..................................................................................

9.2 Farbduktorantrieb........................................................................

9.3 Druck An- und Abstellung.............................................................

9.4 Farbheber....................................................................................

9.5 Verreibungseinsatzzeitpunkt.......................................................

9.6 Farbschieber................................................................................

9.7 Walzen An-/Abstellung................................................................

9.8 Farbwerktemperierung................................................................

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9 Farbwerk

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Farbwerk 9

9.1 Walzenplan

D 61
H71

Ü94
R514

Z82
Ü93

Ü91 R513

Z83 Ü92
R512

453
452 R511
454
11.5
11.4
451

402

31
21

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9 Farbwerk

9.1 Walzenplan

Farbwerk: Walzenschema

Walzenbenennung NennØ Oberfläche Material

451 Auftragwalze 1 93mm Gummi


452 Auftragwalze 2 112mm Gummi
453 Auftragwalze 3 90mm Gummi
454 Auftragwalze 4 127mm Gummi

Z83 Zwischenwalze 88mm Plastik

Ü91 Übertragwalze 93mm Gummi


Ü92 Übertragwalze 93mm Gummi
Ü93 Übertragwalze 93mm Gummi
Ü94 Übertragwalze 93mm Gummi

Z82 Zwischenwalze 88mm Plastik

H71 Farbheber 94mm Gummi

D61 Farbduktor 125mm Stahl

R511 Farbreiber 120,5mm Plastik


R512 Farbreiber 120,5mm Plastik
R513 Farbreiber 120,5mm Plastik
R514 Farbreiber 120,5mm Plastik

Feuchtwerk: Walzenschema

Walzenbenennung NennØ Oberfläche Material

21 Feuchtduktor 125mm Stahl

31 Feuchtdosierwalze 120,5mm Gummi

402 Feuchtauftragswalze 132mm Gummi

11.5 Brückenwalze 66mm Plastik

11.4 Tandemwalze 70mm Stahl

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Farbwerk 9

9.2 Farbduktorantrieb

Controller Farbduktorantrieb

Aufgaben des Controllers Farbduktorantrieb sind:


- Umsetzen des Heberstreifensollwertes in eine Farbduktordrehzahl.
- Steuerung der Farbduktorrückdrehung nach LEITSTAND Vorgaben, Rückdrehweg und -intervall.
- Übergabe des MMS-Signales Hauptschütz EIN (Farbduktorantrieb EIN).
- Überwachen der Kommunikation zum Antrieb und gegebenfalls Stillsetzen des Antriebes im
Fehlerfall, mit Störmeldung an den LEITSTAND.

vom Knotenrechner
(-A351, -X4)

zum Farbduktorantrieb
(-U003, -B5) Störmeldesignal
Farbduktor
Byte 9, Bit 0
0V und -24V

B2 B3
Farbduktor EIN
B1
B5 B4 Byte 20, Bit 7
B19
B6 Farbduktor Rückmeldung
B7 Byte 2, Bit 3
B8 B9
B30 B10 B11
(Controller-Farbduktorantrieb)
Unterknotenrechner 2
Netzteil +15V/2A

zum Farbduktorantrieb
(-U003, -B11)

Prozessrack -A351/A
Näherungsschalter
(-B097)

Slot 15
-A351/B
PROZESSFARBDUKTOR1.PRZ

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9 Farbwerk

9.2 Farbduktorantrieb

Controller Farbduktorantrieb

Unterknotenrechner 2, -A351/B :

Kommunikationsfehler, Störung Antrieb (D1) (D2) blinkt, wenn Prozessor o.k.


SPS-Input, Byte 9, Bit 0
Maschinenstillstand erkannt (D3) (D4) Antrieb STOP, wegen Fehler:
'Antrieb dreht irregulär zurück'
Fehler Antriebskarte (D5) (D6) Kommunikationsfehler zum Antrieb
BUM 617
Antrieb STOP (D7) (D8) Rückdrehimpuls
an BUM 617
Hauptschütz Farbduktor EIN (D9) (D10)
SPS-Output, Byte 20, Bit 7
Farbheber am Farbduktor, über -B097 (D11) (D12) Rückmeldung Hauptschütz Farbduktor EIN
SPS-Input, Byte 2, Bit 3
(D13) (D14)

S1
0

S2
0

S3
0

S1, S2 und S3 sind Hex. Adressschalter = 0 hex

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Farbwerk 9

9.2 Farbduktorantrieb

BAUMÜLLER Wechselstromrichter BUM 617

Aufgaben des Stromrichters sind:


- Antreiben des Farbduktors, durch Drehzahlsollwertvorgabe vom Controller Farbduktorantrieb.
- Ausführen der Farbduktorrückdrehung, durch Vorgaben vom Controller Farbduktorantrieb.

BUM 617, -U003 :

Blindplatte
Stromversorgung Farbduktormotor
3x 400V~ -M001
(-Q124)
B1 B2

6 pol. METRIMET 6 pol. METRIMET

PE
nach -B1, -A351/B

9-pol. D-Sub Resolver (Istwertgeber)


-M001

B4 B5 B6
Schnittstelle RS232
9-pol. D-Sub
für PARAFIN
15-pol. D-Sub
2-pol.
Pin 1 und 2 gebrückt
B7 B8

4-pol. 9-pol. D-Sub

2-pol.

B9 B10 B11

nach -B8, -A351/B


B12 B13 10-pol. Latch

4-pol. 4-pol.
BUM617.PRZ

SPS-Input, Byte 4, Bit 2


'Betrieb Farbduktor'

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9 Farbwerk

9.2 Farbduktorantrieb

Parametrierung des Wechselstromrichters BUM 617

HINWEIS : siehe hierzu Unterlagen


Service Training Elektronik Leitstand TOOLS
Kapitel 3 PARAFIN

BAUMÜLLER BUM 617

Das Parametrieren erfolgt bei dem Baumüller-Antrieb über die Serviceschnittstelle an der Frontplatte.
Diese ist als normale RS232-Schnittstelle ausgeführt. Bei dem BUM617 sind mehrere Anschlüsse
zugänglich. Hier muß die Buchse mit der Bezeichnung B8 verwendet werden. Zum Anschluß genügt ein
einfaches 9pol 1:1-Kabel.

BUM619
BUM617

Personal
Computer RS232

B8
9pol-1:1-cable

Abb: Anschluß an die Baumüller BUM617 und 619 (an R900 nicht genutzt)

Nach einem Security Download und anschließender Comparison, Masterfile mit Umrichterfile, ergeben
sich 2 Differenzen: P2 und P120.
Diese beiden Parameter werden vom Umrichter im Betrieb direkt überschrieben, d.h. diese beiden
Differenzen sind normal!

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Farbwerk 9

9.2 Farbduktorantrieb

Farbduktorrückdrehung

Warum Farbduktorrückdrehung?
- Weil die Farbschieber durch Schmutzpartikel, die sich an der Farbschieberspitze festsetzen,
Riefen im Farbfilm verursachen können.
- Weil dadurch ein sogenanntes Durchsuppen der Farbe weitgehend vermieden werden kann.

Was bedeutet Farbduktorrückdrehung?


In einem vorgegebenem Zyklus dreht der Farbduktormotor für kurze Zeit Rückwärts und 'reinigt' die
Farbschieberspitzen von Schmutzpartikeln.
Durch Zurückdrehen der Farbe wird der Effekt des Durchsuppens zumindest stark reduziert.

Am LEITSTAND kann über Menü 'Vorwahl', Untermenü 'Kennlinien Einstellungen' 'Farbwerk' der
Rückdrehimpuls aktiviert/deaktiviert werden.
Vorwählbar sind auch: - Rückdrehintervall 20.....60 sec.
- Rückdrehweg 5....15 mm.

Der Rückdrehimpuls wird durch ein Ansteuersignal des Controller Farbduktorantrieb vom
Drehstrommotor ausgeführt.
Die Farbduktorrückdrehung ist auch bei Farbheber AUS und Maschinenstillstand aktiv.

-B097
Sensor: Heber
am Duktor

Rückdrehimpuls

Rückdrehzyklus:
20 .... 60 s
HEB_3_4.PRE

Warten, bis Heber vom Rückdrehdauer:


Duktor ist 5 .... 15 mm

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9
Standard Rack
Byte 9 Byte 20 Byte 2 3 x 230V
Bit 0 Bit 7 Bit 3
(über -T100, -Q124)
Rückmeldung Farbduktor
3

-K1 auf -B1


Farbwerk

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-A342(UWR)
+
-B3 Hauptschütz EIN
9.2 Farbduktorantrieb

-B8 -B11
(Farbduktor EIN) K1
- -B2 -X2 4
Störmeldesignal:
M
Farbduktor
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-B2 3~

Data Base Documentation


-B7
3
-B6 -X6 10
-B5

-B097 -B11
Rückmeldung
Sensor: Heber am
Duktor AD0...15 -B8 Hauptschütz EIN K1

80C32
-M001
-B8 -B11
Rückdrehimpuls

Pin 1 Resolver und


Thermoüber-
-B7
wachung
Pin 2
-B1 -B5

Erstellt am:
5
RS485:
Sollwertvorgabe
Ansteuerung des Farbduktormotor -M001

Steuersignale

Letzte Änderung:
82C50
Fehlermeldungen

-A351/B BUM 617, -U003


-B4

RS485
von LEITSTAND:

FARBDUK.PRE
- Heberstreifensollwert

(Unterknoten 2)
- Rückdrehzyklus (20...60 s)
- Rückdrehdauer (5...15 mm)
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Farbwerk 9

9.2 Farbduktorantrieb

Mit dem Farbheber H71 wird Farbe vom Farbduktor abgenommen und auf den Farbreiber R514 über-
tragen.
Eine Möglichkeit, die Menge der zu übertragenden Farbe zu verändern, ist die sogenannte Farb-
heberstreifenbreite.
Die Heberstreifenbreite kann vom LEITSTAND über folgendes Menü fernverstellt werden:
- Menü 'Wasser/Farbe', Untermenü 'Heberbreite' kontinuierlich von 0....99%.
- über die RCI Tastatur, kontinuierlich von 0....99%.

Farbheberstreifeneinstellung über Farbduktordrehzahl:

Farbheber-
streifensollwert [%]

99

80

60

40

20

2 Farbduktordrehzahl
0,48 [1/min.]
10 20 30 40 50 60

Farbheber1.PRZ

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9 Farbwerk

9.3 Druck An- und Abstellung

Druck An/Ab
Stufe 2:
Zylinder-Ventilkombination
Dämpfer

Pneumatikzylinder

Druck An/Ab
Stufe 1 :

Magnetventil

DRUCK12.PRE

Druckluft Zufuhr

Steuerung der Druck An- und Abstellung durch den RTR, über Stufenschaltung.
Im RTR-Parameter 483 ist festgelegt, daß üblicherweise bis zu einer Bedruckstoffdicke von 0,5 mm, erst
Stufe 1 und dann Stufe 2 geschaltet wird.
Bei dickerem Bedruckstoff werden beide Stufen gleichzeitig angesteuert.

Stufe 1, Magnetventil -Y025 : Druck AN zwischen Platten- und Gummituchzylinder,


Stufe 2, Magnetventil -Y026 : Druck AN zwischen Gummituch- und Gegendruckzylinder;

Druck AB: erst Stufe 2, dann Stufe 1.

Hinweis: Beide MV können nicht über RODIMO SPS-Standardstation im Editiermodus


angesteuert werden.
Kontrollmöglichkeit in RODIMO RTR, SPS-Output Byte 1...3.

Beide Pneumatikzylinder werden Positionsüberwacht. Induktive Näherungsschalter erfassen die


Ruheposition des Kolbens.
Stufe 1: Sensor Pneumatikzylinder Stufe 1 -B014 : Input Byte 9, Bit 1.
Stufe 2: Sensor Pneumatikzylinder Stufe 2 -B015 : Input Byte 9, Bit 2.

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Farbwerk 9

9.4 Farbheber

Im Kapitel 9.2 wird über die LEITSTAND Vorgabe Heberstreifen, die Geschwindigkeit des Farbduktors
vorgegeben. Die Drehzahl des Farbduktors bleibt somit konstant, unabhängig von einer Änderung der
Maschinendrehzahl. Da aber bei Änderung der Maschinendrehzahl die benötigte Farbmenge
unterschiedlich groß ist, muß diese durch geeignete Maßnahmen korregiert werden.
Das geschieht durch die automatische Anpassung des Heberstreifenanlagewinkels bei
Maschinendrehzahländerungen im LEITSTAND-Programm.

Heberstreifenbreite-Anpassung während BETRIEB:

Heberstreifen-
anlagewinkel [°]

140 dieser Punkt ist FEST!


Maximum: 125°

120

100

Maximum: 15000 Bg/h


80 keine Produktion
möglich
60

40

20
Maschinen-
geschwindigkeit
-5
~
~ 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000 16000 [Bg/h]
Alpha-Null

+5
ACHTUNG: diese Kennlinien stellen die Maschinenverhältnisse vereinfacht dar
Färbungs- und können nicht als Referenz dienen!
kompensation HEBERSTREIFEN1.PRZ

Über einen Bezugspunkt (Alpha-Null) wird automatisch die korrekte Kennlinie zur Heberstreifenbreite-
Anpassung berechnet und eingestellt.
Die automatische Nachführung erfolgt mit einem Positionier-Motor.
Der Alpha-Nullwinkel beträgt 46° und sollte nicht verändert werden.

Tritt über den gesamten Bereich Maschinengeschwindigkeit trotzdem eine Farbdichtezu-/abnahme auf,
kann der Drucker die Kennlinie am LEITSTAND ändern:

- in Vorwahlebene DRUCKEN, Menü „VORWAHL”, „KENNL EINST”, „FARBWERK”:


Färbungskompensation: +/- 5 (wobei 1 Skalierung = 2° entsprechen, also 5 = 10° wären)

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9 Farbwerk

9.4 Farbheber

Farbhebergetriebe

1 Farbheberwelle
2 Heberexzenter statisch
1
3 Heberexzenter einstellbar
4 Kurvenrolle

2
4

HEBSTRE3.PRE

Einstellung Positionierantrieb Anlagewinkel

Sollvorgabe: Beide Heberexzenter (im Hebergetriebe) sollen bei einem Farbheber-Anlagewinkel


von 100% deckungsgleich sein.
Die gelb gekennzeichneten Markierungen [Einkerbung] der Heberexzenter
stehen exakt hintereinander.

Einstellung: 1. Mit ‘Reset’ des Unterknotenrechners das Handterminal (HT) in den AKTIV-Modus
bringen. Positionierantrieb Anlagewinkel mittels HT auf 100% fahren.
2. Maschine im Tippbetrieb verfahren, bis die Markierung des hinteren Heberexzenters
zu sehen ist.
3. Sind die beiden Markierungen (der Heberexenter) bei 100% Anlagewinkel nicht
deckungsgleich, mittels HT den Positionierantrieb ‘Farbheber-Anlagewinkel’
verfahren, bis die Markierungen der Heberexzenter exakt hintereinander stehen.
è Wichtig, da 1° Markierungsversatz, eine Verschiebung in Umfangrichtung des Heber-
exzenters (3) um ca. 1,3 mm bewirkt.
4. Potentiometer am Positionierantrieb ‘Farbheber-Anlagewinkel’ "per Hand" verstellen,
bis am HT der Istwert 100% angezeigt wird.

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Farbwerk 9

9.4 Farbheber
Farbhebergetriebe

Aufgabe: Das Hebergetriebe soll die Färbung auf dem Druckbogen unabhängig von der
Maschinendrehzahl konstant halten.
Der Heberstreifen wird dafür so nachgeführt, daß seine Länge bei steigender
Maschinengeschwindigkeit zunimmt.

6 HEBSTRE4.PRE

1 Seitenständer A-Seite
2 Kurvenrollen mit Steuerhebel
3 Anlagewinkelverstellung über Kettentrieb und Servomotor
4 Exzenterwelle
5 Heberexzenter einstellbar
6 Heberexzenter statisch
7 Farbheberwelle
8 Antriebszahnrad zur Maschine

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9 Farbwerk

9.4 Farbheber

Kontrolle des Heberstreifens

Sollvorgabe: Die folgenden Angaben beziehen sich auf Alpha-Null von 46° und
Färbungskompensation = 0!

Heberstreifensollwert von 50% = Heberstreifenbreite zwischen 45 und 60 mm.


Heberstreifensollwert von 99% = Heberstreifenbreite zwischen 90 und 120mm.

Wichtig ist, daß bei einer bestimmten Maschinendrehzahl, in allen Druckwerken,


die abgebildetete Heberstreifenbreite in etwa gleich ist.

Kontrolle: 1. Vorbereitende Arbeiten:


a) der Farbduktor muß sauber sein (blank),
b) die Farbwalzen müssen eingefärbt sein,
c) keine Farbe im Farbkasten,
d) die Farbschieber sollen geöffnet sein, damit sie nicht den auf dem Farbduktor
abgebildeten Heberstreifen abrakeln.
2. Für die Kontrolle der minimalen Heberstreifenbreite,
Heberstreifensollwert im Menü „WASSER/FARBE” = 0%,
die Maschine im Schleichgang laufen lassen (für die Überprüfung der minimalen
Heberstreifenbreite, ist es wichtig, die Maschine so langsam wie möglich drehen zu lassen), Farbduktor
ist AUS, den Farbheber am gewünschten Farbwerk einschalten.
Achtung: Der Farbheber kann nur nach Vorwahl ‘Farbwerk’ und ARBEITSSTELLUNG
aktiviert werden.
3. Sobald der Farbheber nach einem Hebertakt vom Farbduktor getrennt ist, die
Maschine durch Stop-Halt-Sicher anhalten, so daß der Heberstreifen gut zu sehen ist.
4. Heberstreifen kontrollieren (nur bei stehendem Farbduktor),
indem man einen Papierstreifen auf den abgebildeten Heberstreifen auflegt und den
sich auf dem Papier abzeichnenden Farbstreifen mit einem Maßband ausmißt.
5. Der Abdruck soll auf der A- und B-Seite je 4 mm breit sein.
Ist das nicht der Fall, so müssen die mechanischen Grundeinstellungen (siehe Handbuch
„Service Training Mechanik R900”) kontrolliert und korrigiert werden.
. 6. Den Heberstreifensollwert im Menü „WASSER/FARBE” auf 99% einstellen, Hebertakt
mit 1:9 oder 1:18 vorwählen, die Maschine mit 8.000 Bg/h drehen lassen.
7. Den Farbheber am gewünschten Farbwerk einschalten, Farbduktor einschalten.
8. Sobald der Farbheber nach einem Hebertakt vom Farbduktor getrennt ist,
die Maschine durch Stop-Halt-Sicher anhalten, und den Farbduktor am Druckwerk
abschalten, so daß der Heberstreifen gut zu sehen ist.
9. Heberstreifen kontrollieren (nur bei stehendem Farbduktor),
indem man einen Papierstreifen auf den abgebildeten Heberstreifen auflegt und den
sich auf dem Papier abzeichnenden Farbstreifen mit einem Maßband ausmißt.
Die Heberstreifenbreite soll zwischen 90 und 120 mm betragen.
Der Streifen kann für die weiteren Druckwerke als Referenz dienen.
10. Die Toleranz der Heberstreifenbreite zwischen den einzelnen Druckwerken soll
+/- 10% nicht überschreiten.
Zum Beispiel: 4 DW’s, gemessen: 85 mm, 90 mm, 105mm, 100mm, Mittelwert = 95mm, 10% von 95 = 9,5mm,
beim Heberstreifen 85mm gerade noch im Toleranzbereich.
11. Liegen die gemessenen Werte außerhalb der erlaubten Toleranzen, so muß eine QM
erstellt werden!
12. Punkte 6 bis 11 wiederholen, aber mit Maschinendrehzahl = 12.000 Bg/h (restliche
Einstellungen bleiben).
Die Heberstreifenbreite muß sich sichtbar vergrößern (wegen Erhöhung der
Maschinendrehzahl)!

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Farbwerk 9

9.4 Farbheber

Hebertakt/Hebersperre

Der Farbübertrag, vom Farbduktor zum Farbreiber, läßt sich mit der Farbhebersperre zeitlich verändern
oder ganz sperren.
Der Hebertakt ist über das Menü 'Wasser/Farbe', Untermenü 'Hebertakt' einstellbar. Grundtakt ist 1 : 3.
Anwählbar sind die Hebertaktverhältnisse:1:6, 1:9, 1:18 und als Hebersperre (d.h. kein Farbübertrag)
1:0.

2
1

1 Farbheberwelle
2 Farbreiber 514
3 Sensor -B097 Rückdrehung
4 Sperrklinke
5
5 Sensor -B002 Hebertakt
6 Hubmagnet Hebersperre -Y105
6
HEBSPERR.PRE

Im Hebertakt 1:3 (Grundeinstellung) ist der Hubmagnet -Y105 immer bestromt (Voraussetzung: Vorwahl
„Farbheber An”). Bei Stromausfall ist der Hubmagnet stromlos und sperrt den Farbübertrag.
Im Taktverhältnis z.B. 1:9 sperrt der Hubmagnet den Farbheber solange, bis die Anzahl Maschinen-
umdrehungen (hier: 9) erreicht sind. Der Sensor -B002 dient zum Rücksetzen/Setzen eines Maschinen-
umdrehungszählers in der MMS.
Sensor -B097 wird benötigt, um einen Rückdrehimpuls, während der Farbheber sich am Farbduktor
befindet, zu verhindern. Der Rückdrehimpuls wird entsprechend zeitverzögert ausgeführt.

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9 Farbwerk

9.5 Verreibungseinsatzzeitpunkt
Zum Übertrag einer gleichmäßigen Farbschichtdicke auf den Bedruckstoff, in Umfangsrichtung gesehen,
dient die Verreibungseinsatzzeitpunktverstellung.
4 Farbreiber pro DW führen über Kurvenrollen und Umlenkhebel angesteuert, eine axiale Bewegung
aus.
Im Menü 'Vorwahl', Untermenü 'Wasser/Farbe' kann der Verreibungseinsatz von 0°.....360° in Schritten
von 30° verändert werden.

VERREIB.PRE

Zur Kontrolle der Grundeinstellung, wird DW 1 auf 235° gefahren, die 3. Farbauftragswalze steht am
Druckplattenanfang. Die Leitstand-Einstellung Verreibungseinsatz steht auf 0°. Korrekt ist, wenn der
Farbreiber 511 die axiale Bewegung von der B-Seite zur A-Seite beginnt.
Zur Kontrolle der folgenden DW, wird die entsprechende Maschinenposition durch Addition von 88°
angefahren. Zum Bsp.: DW3 = 235° + 88° + 88° = 51°.

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Farbwerk 9

9.6 Farbschieber

Position der Farbschieber im Farbkasten :

1 Abdeckblech
2 Istwertpotentiometer
3 Stellmotor Farbschieber
1 4 Auffangwanne
5 Farbschieberspitze
FARBSCH1.PRE 6 Farbkasten

Die Farbschieber dienen zum Steuern der Farbschichtdicke auf dem Bedruckstoff (parallel zur
Druckplattenzylinderachse).
Die Farbzonenbreite = Farbschieberspitzenbreite beträgt 30 mm. Im Format 6B sind das 48 Farbzonen.
Der Stellbereich der Farbschieber ist von -32µm bis 500µm.
Die Farbschieber können vom LEITSTAND über folgende Menü fernverstellt werden:
- Menü 'Wasser/Farbe', Untermenü 'Parallel' kontinuierlich von 0...250, d.h. 250 = 500µm.
- Menü 'Wasser/Farbe', Untermenü 'Prozent' in 0..25 % vom momentanen Wert.
- über die RCI Tastatur, jeder Schieber einzeln, kontinuierlich von 0...250;
oder 'Prozent' in 0..25 % vom momentanen Wert.

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9 Farbwerk

9.6 Farbschieber
Trennen der elektrischen Einheit des Farbschiebers von der mechanischen Einheit

7
1
4

1 Farbschieberspitze
3
2 Farbschieberstellmotor
3 Handrädchen zum manuellen Stellen
2 des Farbschiebers
4 Welle des Istwertpotentiometers
5 Sicherungsclip
6 Elektonikplatine
7 Istwertpotentiometer
8 Halteclip

8
FARBSCH2.PRE

Ist der Wechsel einer elektrischen Farbschieber-Einheit notwendig, ist das betreffende Farbwerk
stromlos zu schalten (Motorschutzschalter -Q138 & -Q139 oder Hauptschalter).
Abdeckblech entfernen. Stecker (am Flachbandkabel) vom defekten Farbschiebers abziehen. Entfernen
des Sicherungsclip nach lösen der Schraube (Vorsicht: Bogen in Farbkasten einlegen, damit Teile nicht
in die Maschine fallen können).
Halteclips zusammendrücken, das Flachbandkabel hochhalten (damit die Steckerpins nicht verbogen
werden) und Farbschieber vorsichtig nach vorne rausziehen.
Hinweis: Die Halteclips sind nur in horizontaler Richtung flexibel.
In umgekehrter Reihenfolge die Teile wieder zusammenbauen.
Korrekte Farbschieberadresse beachten !
Farbschieber-Nulljustage durchführen (siehe Kapitel 6.3 Prozeß Rack).

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Farbwerk 9

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9 Farbwerk

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