Sie sind auf Seite 1von 16

Vergleich Mitose – Meiose :

 Die Mitose läuft in den Körperzellen ab und dient dem Wachstum und der Regeneration. ( Die
Zellen können sich zu Gruppen zusammenschließen und Gewebe oder Organe bilden. Aufgrund
der Mitose wachsen auch im hohen Alter noch Haare oder Nägel, z. B. Fingernägel. ) aber der
Meiose dient der Bildung von Geschlechtszellen bei sexueller Vermehrung und dient der
Erhaltung des artspezifischen Chromosomensatzes ( also mit je 22 Einzelchromosomen und 1
Geschlechtschromosomen. Eizelle = 22 + X, Samenzelle = 22 + x oder 22 + Y)
 Der Chromosomensatz zu Beginn der Teilungsvorgänge ist bei der Mitose haploid , di- oder
polyploid ; bei der Meiose diploid .
 Bei der Mitose findet eine Teilung statt, bei der Meiose zwei.
 Während der Mitose erfolgt keine Chromosomenpaarung, während der Meiose erfolgt eine
Paarung väterlicher und mütterlicher Chromosomen.
 In der Mitose werden in der Anaphase die beiden Chromatiden getrennt, während in der
Anaphase I der Meiose ganze Chromosomen (die homologen Chromosomen) und in der
Anaphase II die beiden Chromatiden getrennt werden.
 Das Ergebnis einer Mitose sind 2 haploide , di- oder polyploide Zellen, die genetisch gleichwertig
sind, während das Ergebnis einer Meiose vier haploide , genetisch ungleichwertige Zellen sind.

Mitose
Die Mitose läuft in den Körperzellen ab und dient dem Wachstum und der Regeneration. Durch
Mitose entsteht zwei diploide Tochterzellen. Diese sind mit der Mutterzelle genetisch identisch.
Danach können sich Zellen zu Gruppen zusammenschließen und Gewebe oder Organe bilden.
Aufgrund der Mitose wachsen auch im hohen Alter noch Haare oder Nägel, z. B. Fingernägel.

Die Mitose läuft in den Phasen Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase ab.

Die Meiose
Die Meiose erfolgt hingegen in den Geschlechtszellen und dient der Erhaltung des
artspezifischen Chromosomensatzes, also mit je 22 Einzelchromosomen und 1
Geschlechtschromosomen. Eizelle = 22 + X, Samenzelle = 22 + x oder 22 + Y Durch die Meiose entsteht
vier haploide Tochterzellen. Diese sind genetisch mit der Mutterzelle nicht identisch.

Die Meiose läuft in den Phasen Prophase 1, Metaphase 1, Anaphase 1, Telophase 1, Prophase 2,
Metaphase 2, Anaphase 2 und Telophase 2 ab.

Die Zelle
 ist der Grundbaustein des menschlichen Körpers, sowie aller Tiere und Pflanzen
 ist die kleinste selbstständige lebende Einheit
 sie tritt als Einzeller & Mehrzeller auf
 sie besitzt i.d.R. ein einheitliches Grundmuster
 Zellen haben allerdings unterschiedliche Aufgaben
 die innerhalb eines Organismus erbrachten Leistungen jeder Zelle beruhen auf einer
speziellen genetischen Information

Zellmembran
Die Zellmembran bildet die Grenzfläche einer Zelle zu ihrer Umgebung. Sie besteht aus einer
doppelten Schicht von Fettmolekülen (Lipiden), die von Proteinen durchdrungen ist. Neben ihrer
Schutzfunktion kontrolliert die Zellmembran die Aufnahme und Abgabe von verschiedensten
Stoffen.

Zellplasma
Das von der Zellmembran umschlossene Zellplasma besteht zu rund 90% aus Wasser und enthält
verschiedene Zelleinschlüsse und Organellen. Das Zellplasma ist nicht statisch, sondern zeigt in
der lebendigen Zelle eine Strömungen.

Zellkern
Der Zellkern einer Zelle besteht aus der Zellkernhülle, dem Zellkern und dem
Zellkernkörperchen. Im Zellkern ist die Erbinformation einer Zelle in Form von DNA
gespeichert. Damit kommt dem Zellkern die Steuerungsfunktion für die Abläufe innerhalb der
Zelle zu.

Organellen
Organellen sind verschiedene durch Membranen abgegrenzte Gebilde im Zellplasma der Zelle.
Zu den Organellen gehören die Mitochondrien, die Lysosomen und die Ribosomen.

Mitochondrien

Mitochondrien sind kleine runde oder wurstförmige im Zellplasma gelegene Organellen, deren
Hauptfunktion die Energiebereitstellung für die Zelle ist. Jedes Mitochondrium wird durch zwei
Membranen begrenzt, zwischen denen sich ein mit Flüssigkeit gefüllter Raum befindet. Die
innere Membran ist in sogenannte Cristae gefaltet und besitzt dadurch eine grosse Oberfläche.
Auf der Oberfläche der Cristae befinden sich Enzyme, welche ihre Funktion in der
Energiegewinnung haben. Je nach Zelltyp und deren Energiebedarf variiert die Zahl der
Mitochondrien.

Lysosomen

Lysosomen sind sehr kleine, kugelförmige, mit Flüssigkeit gefüllte und von einer einzigen
Membran begrenzen Körperchen im Zellplasma der Zelle. Sie enthalten für den Aufbau und den
Abbau von Zellbestandteilen benötigte Enzyme, die auch eine Funktion in der Abwehr von
Bakterien, Viren und toxischen Substanzen haben.
Ribosomen

Ribosomen sind winzige Organellen, welche im Zellplasma, entweder frei oder an das
endoplasmatische Retikulum gebunden, aller tierischen Zellen gefunden werden. Sie bestehen
aus RNA und Proteinen und dienen als Proteinproduktionsstätten der Zelle.

Endoplasmatisches Retikulum
Das endoplasmatische Retikulum ist ein ausgedehntes Netzwerk von membranbegrenzten
Kanälen, welche das Zellplasma durchziehen und in der Zellkernhülle ihre Fortsetzung findet.
Zwei Typen des endoplasmatischen Retikulum werden unterschieden: das rauhe
endoplasmatische Retikulum besitzt aufgrund der Präsenz von Ribosomen eine rauhe
Oberflächenstruktur, während das glatte endoplasmatische Retikulum keine Ribosomen
aufweist. Die Membran des endoplasmatischen Retikulums dient als Kanal für den
Materialtransport in der Zelle, durch sie wird der Zellinhalt in verschiedene Kammern unterteilt.
Ausserdem bietet das endoplasmatische Retikulum Oberflächen für von der Zelle benötigten
chemischen Reaktionen.

Golgiapparat
Die im Zellplasma liegenden Golgiapparate bestehen aus Stapeln von abgeflachten,
membrangebundenen Taschen mit Gruppen von Bläschen (Vesikel) an deren Rändern. Der
Golgiapparat produziert Zellmembranen und Kohlenhydrate.

Vakuolen
Vakuolen sind flüssigkeitsgefüllte, membranumhüllte Blasen im Zellplasma. Grösse und
Funktion der Vakuole, wie etwa die Speicherung von Nährstoffen, variieren je nach Art der
Zelle.

Zentriolen
Die meisten tierische Zellen enthalten Zentriolen, kleine stäbchenförmige Strukturen, welche in
Paaren im Zellplasma in der Nähe der Zellkernmembran liegen. Zentriolen bestehen aus bis zu
neun ringförmig angeordneten Microtubulitrippeln. Während des Beginns der Zellteilung
bewegen sich die Zentriolen paarweise zu entgegengesetzten Polen des Zellkerns.

Zelleinschlüsse
Nichtlebende chemische Substanzen innerhalb der Zelle werden als Zelleinschlüsse bezeichnet.
Sie werden von keiner Membran umschlossen und sind entweder in den Vakuolen der Zelle
gelöst oder finden sich in ungelöster Form im Zellplasma. Zu den wichtigsten Zelleinschlüssen
gehören Kohlenhydrate, Proteine und Vitamine, Fette und Öle, Abfallprodukte, Mineralkristalle,
sowie Gase.

5 Indikationen der Händedesinfektion und Ihre Entsprechung in den Richtlinien der WHO
(WHO Guidelines on Hand Hygiene in Health Care 2009)
Diese 5 Indikationsgruppen sind in allen Bereichen des Gesundheitswesens anwendbar und sind eine
sinnvolle Hilfestellung für Mitarbeiter um Situationen, welche eine Händedesinfektion erfordern, sicher
zu erkennen. Dieses Modell geht inhaltlich konform mit den Richtlinien zur Händedesinfektion des
Robert-Koch-Institutes.

1. VOR Patientenkontakt
2. VOR aseptischen Tätigkeiten
3. NACH Kontakt mit potentiell
infektiösem Material
4. NACH Patientenkontakt
5. NACH Kontakt mit der direkten
Patientenumgebung

Indikationsgruppe Warum WHO Empfehlung


Um den Patienten vor
 VOR direktem Patientenkontakt,
Kolonisation mit Erregern,
VOR im Sinne eines direkten
welche die Hand der
Patientenkontakt Körperkontaktes (Kategorie IB)*
Mitarbeiter temporär
besiedeln, zu schützen
 VOR Konnektion / Diskonnektion
eines invasiven Devices
Um den Patienten vor dem
unabhängig vom Gebrauch von
Eintrag von potentiell
Handschuhen (Kategorie IB)*
pathogenen Erregern,
VOR aseptischen  Wechsel zwischen kolonisierten/
inklusive seiner eignen
Tätigkeiten kontaminierten und sauberen
Standortflora, in sterile/nicht
Körperbereichen während der
kolonisierte Körperbereiche
Patientenversorgung (Kategorie
zu schützen
IB)*

NACH Kontakt mit Schutz des Personals und  NACH Kontakt mit
potentiell infektiösen der erweiterten Körperflüssigkeiten und Exkreten,
Materialien Patientenumgebung vor Schleimhäuten, nicht intakter Haut
potentiell pathogenen oder Wundverbänden (Kategorie
Erregern, Schutz IA)*
nachfolgender Patienten  Wechsel zwischen kolonisierten/
kontaminierten und sauberen
Körperbereichen während der
Patientenversorgung (Kategorie
IB)*
 NACH dem Ausziehen der
Handschuhe
(Kategorie IB)*

Schutz des Personals und


 NACH direktem Patientenkontakt,
der erweiterten
im Sinne eines direkten
Patientenumgebung vor
Körperkontaktes (Kategorie IB)*
NACH potentiell pathogenen
 NACH dem Ausziehen der
Patientenkontakt Erregern, Schutz nach-
Handschuhe
folgender Patienten
(Kategorie IB)*
 
 NACH Kontakt mit Oberflächen
Schutz des Personals und und medizinischen Geräten in
NACH Kontakt mit
der erweiterten unmittelbarer Umgebung des
Oberflächen in
Patientenumgebung vor Patienten (Kategorie IB)*
unmittelbarer
potentiell pathogenen  NACH dem Ausziehen der
Umgebung des
Erregern, Schutz Handschuhe
Patienten
nachfolgender Patienten (Kategorie IB)*

* Diese Kategorien widerspiegeln den Grad der Evidenz, der hinter diesen Empfehlungen steht
Terminologie und Konzept der "5
Indikationen zur Händedesinfektion"
                                  
Indikation nicht-invasiv Indikation invasiv

Im medizinischen Bereich:

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind die Hände ausnahmslos bei den folgenden fünf
Indikationen („five moments“) zu desinfizieren:
 VOR direktem Patientenkontakt, vor allem mit geschwächten, infektionsgefährdeten
Patienten (z. B. bei Blutdruckmessen, Waschen, Physiotherapie, Palpieren)

 VOR aseptischen Tätigkeiten (z. B. Schleimhautkontakt, Zahnpflege, Wundversorgung,


Kontakt mit Eintrittsstellen von Kathetern, invasiven Eingriffen)

 NACH Kontakt mit potenziell infektiösem Material (z. B. bei Schleimhautkontakt,


Umgang mit Blut und Sekreten, Wundversorgung, Absaugen)

 NACH direktem Patientenkontakt (zumal jede/r potenziell infektiös sein kann)

 NACH Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung (z. B. Wechsel der


Bettwäsche, Kontakt mit Nachtschrank oder Gegenständen des Patienten)

Nicht vergessen!

 Vor dem Anlegen nicht steriler und steriler Einmalhandschuhe die Hände desinfizieren.
Der Grund: Der beste Handschuh bietet keinen 100%igen Schutz: Mikrorisse können
immer vorhanden sein. So können Erreger von den Händen des Personals zum Patienten
gelangen.
 Nach dem Ablegen der Handschuhe die Hände desinfizieren.
Der Grund: Durch Mikrorisse können Erreger des Patienten auf die Hände des Personals
gelangen. Darüber hinaus werden die Hände beim Ausziehen der Handschuhe häufig
kontaminiert.

Im Lebensmittelbereich

werden die Hände in folgenden Situationen desinfiziert:

 beim Betreten des Arbeitsbereichs,


 vor Umgang mit Lebensmitteln (z. B. bei jedem Arbeitsgang oder der Ausgabe),
 nach dem Umgang mit kritischen Lebensmitteln (z. B. Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier),
 nach Reinigungs- und Schmutzarbeiten,
 nach Toilettenbenutzung und dem Naseputzen,
 vor Anlegen und nach Ablegen von Handschuhen.

In Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. Kitas, Kinder- und Jugendeinrichtungen)

Auch hier ist auf die Einhaltung der Händedesinfektion zu achten, und zwar:

 vor und nach dem Wickeln von Kleinkindern,


 vor und nach Wundversorgung (Anlegen von Pflastern, Verbänden),
 vor Zubereitung und Ausgabe von Essen (s.o.),
 nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten (z. B. Blut) und Ausscheidungen (z. B. Stuhlgang,
Erbrochenes),
 nach Umgang mit infektiös erkrankten Kindern (z. B. bei Durchfall, Erbrechen,
Atemwegsinfekten),
 nach Reinigungsarbeiten im Sanitärbereich,
 vor Anlegen und nach Ablegen von Handschuhen.
Weibliche
Geschlechtsorgane
Innere:

 Eierstöcke (Ovarien)
 Eileiter (Tuben)
 Gebährmutter (Uterus)
 Scheide (Vagina)

Äußere:

 Scheidenvorhof (vastibulum vaginae)


 Bartholische Drüsen
 Große und kleine Schamlippen (major / minor labiles)
 Kitzler (Klitoris)

inneren Geschlechtsorgane: Samenleiter, Prostata,


Bläschendrüse, Hoden, Nebenhoden
äußere Geschlechtsorgane: Penis,
Skrotum
Fazit:

Die Mitose läuft in den Körperzellen ab und dient dem Wachstum und der Regeneration. Durch
einfache Teilung der Mutterzelle entstehen dabei zwei Tochterzellen mit identischem Erbgut.
Die Meiose erfolgt hingegen in den Geschlechtszellen und dient der Erhaltung des
artspezifischen Chromosomensatzes. Durch zweifache Teilung der Mutterzelle entstehen vier
Tochterzellen mit unterschiedlichem Erbgut.

Mitose:

 Ablauf: Die Mitose läuft in den Phasen Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase
ab.

 Was entsteht dabei? Zwei diploide Tochterzellen. Diese sind mit der Mutterzelle
genetisch identisch.

 Bedeutung: Vermehrung von Zellen. Die Tochterzellen sind dabei genetisch zur
Mutterzelle identisch.

Meiose:

 Ablauf: Die Meiose läuft in den Phasen Prophase 1, Metaphase 1, Anaphase 1,


Telophase 1, Prophase 2, Metaphase 2, Anaphase 2 und Telophase 2 ab.

 Was entsteht dabei? Vier haploide Tochterzellen. Diese sind genetisch mit der
Mutterzelle nicht identisch.

 Bedeutung: Bildung von Keimzellen. Erzeugt durch Neukombination des elterlichen


Erbguts die genetische Variabilität der Nachkommen.
 Die Vergleich von Mitose und Meiose
 Tabelle: Unterschiede Mitose und Meiose

Mitose Meiose
Funktion Vermehrung von Zellen Bildung von Geschlechtszellen
In den Keimdrüsen -> Oogenese und
Ort In allen wachsenden Zellen
Spermatogenese
Das Erbgut der Tochterzellen ist Das Erbgut der Tochterzellen unterscheidet sich
Erbgut
mit der Ausgangszelle identisch mit denen der Ausgangszelle
Zwei aufeinanderfolgende Kernteilungen: Meiose
I -> Prophase 1, Metaphase 1, Anaphase 1,
Eine Kernteilung: Prophase,
Telophase 1
Metaphase, Anaphase, Telophase
Meiose II -> Prophase 2, Metaphase 2, Anaphase
Ablauf
2, Telophase 2
keine intrachromosomale
Rekombination (crossing over)
Intrachromosomale Rekombination (crossing
over) während der Prophase I
Zwei Zellen mit diploidem
Ergebnis Vier Zellen mit haploidem Chromosomensatz
Chromosomensatz

Die Zelle
 ist der Grundbaustein des menschlichen Körpers, sowie aller Tiere und Pflanzen
 ist die kleinste selbstständige lebende Einheit
 sie tritt als Einzeller & Mehrzeller auf
 sie besitzt i.d.R. ein einheitliches Grundmuster
 Zellen haben allerdings unterschiedliche Aufgaben
 die innerhalb eines Organismus erbrachten Leistungen jeder Zelle beruhen auf einer
speziellen genetischen Information

Anzahl – Größe – Form & Eigenschaften von Zellen


 der menschenliche Körper besteht aus 75.000 Millarden Zellen
 davon sind allein 25.000 Millarden rote Blutkörperchen
 25.000 Millionen Zellen entfallen auf das Nervensystem
 die Größe der Zellen schwankt zw. 5µm (Bindegewebszellen) und 150µm (weibliche
Eizelle)
 Nervenzellen können mit ihrem Fortsatz bis zu 1m lang werden
 Zellen besitzen unterschiedliche Formen: rund (z.b. Eizelle)

mit Fortsatz (Bindegewebszelle)


spindelförmig (Muskelzelle)
platt
kubisch
hochprismatisch (Epithelzellen)

 unterschiedliche Größe und Form stehen häufig im engen Zusammenhang mit den
jeweiligen Eigenschaften der Zellen

Eigenschaften von Zellen


 Stoffwechsel & Energiegewinnung

jede Zelle hat einen Stoffwechsel die chem. Prozesse zur Energiegewinnung, die sich bei der
Umwandlung von Nährstoffen (Fette – Eiweiße – Kohlehydrate) abspielen, sind in allen Zellen
grundsätzlich gleich, genau wie die Abgabe der Endprodukte

 Vermehrung

fast alle Zellen haben die Fähigkeit sich zu teilen (wenige Ausnahmen) häufig wird diese
Eigenschaft lebenslang beibehalten
 Lebenserwartung

ist unterschiedlich – von wenigen Tagen (Blutzellen) bis zu lebenslang (Nerven & Muskelzellen)
die Anzahl der produzierten Zellen schwankt sehr

Reizaufnahmen & Reizbeantwortung


Fast alle Zellen stehen mit ihrer Umgebung in Verbindung (z.B. durch Rezeptoren) und können
unterschiedliche Reize aufnehmen – auswerten & beantworten. Neben diesen
Grundeigenschaften besitzen bestimmte Zellen spezielle Eigenschaften (können sich bewegen –
Stoffe aufnehmen & abgeben).
Und z. T. haben sie ein bestimmtes Oberflächenprofil.

Gemeinsamkeiten aller Zellen

 Zellleib (Zytoplasma)
 Zellkern (Nucleus)
 Zellmembran
 Zellorganellen

1. Zellmembran

 hält die Zelle zusammen


 besteht aus 3 Schichten: Fett(Lipid)doppelschicht

Poren für Wasser & Salzdurchlässigkeit


Rezeptoren zum erkennen (z.B. Hormone)

 ist durchlässig und reguliert den Durchtritt von Stoffen


 bestimmt den Ein & Austritt von Stoffen (ausgewählte – selektive – semi Permeabilität
–> Durchlässigkeit)
 schlechte Fettlöslichkeit ist auch ein Hindernis
 manche Substanzen werden mit Hilfe von Trägermolekülen in die Zelle transportiert
(z.B. Tunnelproteine – Tunneleiweiße)
 selektive Durchlässigkeit ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung

der Konzentrationsunterschiede vor & in der Zelle

2. Zytoplasma & Zellorganellen


 Zytoplasma umgibt den Zellkern und besteht aus Hyaloplasma oder Zytosol
(intrazelluläre Flüssigkeit)

 enthält die Zellorganellen –> die bestimmte Stoffwechselfunktionen

erfüllen und verschieden Zelleinschlüsse


(Paraplasma –> Stoffwechselprodukte der Zelle)

 intrazelluläre Flüssigkeit besteht aus wässriger Salzlösung und Proteinen, die die Form
und Festigkeit der Zelle bestimmen  (soge. Zytoskelett)
Zellorganellen werden unterschieden:
 endoplasmatisches Retikulum (ER)
 Ribosomen
 Golgi Aparat
 Lysosomen
 Zentriolen
 Mitrochondrien

Endoplasmatisches Retikulum (ER)

 verzweigtes membranumschlossenes Hohlraumsystem


 durchzieht die Zelle wie ein Kanalsystem
 ermöglicht den Stoff & Flüssigkeitstransport
 ermöglicht schnelle Stoffwechselreaktionen
 stellt Verbindung zw. den Zellorganellen & Zellkern her
 an vielen Stellen ist es mit Körnchenartigen Strukturen (Ribosomen) besetzt (rauhes ER –
> dienen der Eiweißsynthese –> Bsp: besonders
ausgeprägt in den Bauchspeicheldrüsenzellen)
 fehlen die Ribosomen, dann ist es das glatte ER (vorallem in hormon-  produzierenden
Zellen)
 mit Ausnahme der roten Blutkörperchen besitzen alle Zellen ER

Ribosomen

 zuständig für Eiweißsynthese – Eiweißherstellung Golgi Aparat


 setzt sich aus mehrerern Golgi-Feldern zusammen
 ist ein inneres Hohlraumsystem
 ist an Aufnahme & Ausschleusung von Stoffen beteiligt
 besitzt eine Aufnahme & Ausgabeseite
 ist an der Bildung der Lysosomen beteiligt
 besonders vorhanden in Zellen wo Hormone gebildet werden

Lysosome

 mehr oder weniger winzige membranumschlossene Blässchen


 sind die Verdauungsorgane der Zelle
 enthalten viele Enzyme
 können damit Stoffe abbauen und dem Stoffwechsel in Form vom
Ausgangsstoffenwieder zuführen

Zentriolen

 Zentralkörperchen – Hohlkörper(zylinder) mit offenen Ende derenWand besteht aus sog.


Mikrotubuli (starre-fadenförmige Eiweißkörper)
 wichtig bei der Zellteilung
Mitochondrien

 kleine 2-6µm fadenförmige-lange Gebilde die in wechselnder Menge (wenige bis über
1000) in allen Zellen (ausser roter Blutkörperchen) vorkommen
 jeden Zelle benötigt für den Stofftransport/Stoffwechsel Energie,diese wird in den
Mitochondieren (kraftwerk der Zelle) erzeugt
 erzeugen einen universellen biologischen Brennstoff –> ATP (Adenosintriphosphat)
 ATP besteht aus 3 chem. Grundsubstanzen: Adelin – Glukose – Phosphat

Zellkern

 jede Zelle besitzt einen (ausser rote Blutkörperchen)


 manche haben mehrere (2 oder mehr) z.B. Leberzelle oderKnochenfresszellen
(Osteoklasten), Muskelzellen
 Zellen ohne Zellkern können sich nicht mehr teilen
 Zellkern wird durch eine Membran von Zell(zyto)plasma getrennt, hat aber Verbindung
über die Kernporen mit dem ER
 im Zellkern befindet sich das Zellkörperchen
 im Zellkern können mehrere Zellkörperchen vorkommen
 die Aufgabe der Zellkörperchen ist die Produktion von RNA

Chromosome und Gene


 sind Träger der Eranlagen (Gene)
 menschliche Zellkern enthält 46 Chromosomen (diploider Chromosomensatz) in Form
von 23 Chromosomenpaaren (23 väterliche & 23 mütterliche)
 im einzelnen unterscheiden sie sich in der Länge der Chromosomenarme und der sog.
Einschnürungen, dadurch lassen sie sich bestimmten Gruppen zuordnen
 nach abnehmender Größe 1-22 (Autosome) durchnummeriert
 das 23.  (Gonosome–> heterologe Chromosome) bestimmt das Geschlecht
 die Autosome enthalten die Erbmerkmale
 weilbliche Chromosome enthalten XX
 männliche Chromosome enthalten XY
 bei Menschen enthalten die 23 Chromosomenpaare etwa 2×100.000 Erbmerkmale
 Keimzellen enthalten jeweils nur einen halben bzw. einfachen (hapoider)
Chromosomensatz
 männliche enthalten endweder ein X oder ein Y
 der genetische Code ist die Verschlüsslung der Erbinformationen
 träger des Codes ist die DNS–>Desoxyribonukleinsäure)
 oder DNA (engl.) –> desxyribonuclei acid –> dient zur Identitätsbestimmung

Vergleich Mitose – Meiose :

 Der Chromosomensatz zu Beginn der Teilungsvorgänge ist bei der Mitose haploid , di- oder
polyploid ; bei der Meiose diploid .
 Bei der Mitose findet eine Teilung statt, bei der Meiose zwei.
 Während der Mitose erfolgt keine Chromosomenpaarung, während der Meiose erfolgt eine
Paarung väterlicher und mütterlicher Chromosomen.
 In der Mitose werden in der Anaphase die beiden Chromatiden getrennt, während in der
Anaphase I der Meiose ganze Chromosomen (die homologen Chromosomen) und in der
Anaphase II die beiden Chromatiden getrennt werden.
 Das Ergebnis einer Mitose sind 2 haploide , di- oder polyploide Zellen, die genetisch gleichwertig
sind, während das Ergebnis einer Meiose vier haploide , genetisch ungleichwertige Zellen sind.

interchromosomale Rekombination : zufällige Verteilung der E und G Chromosomen


(homologen Chromosomen) in der Anaphase I der Meiose .

Die Meiose tritt bei der Bildung der Keimzellen auf. Sie verläuft in zwei Teilungsprozessen. Ergebnis sind
genetisch ungleichwertige Tochterzellen mit haploidem Chromosomensatz. Die Ausgangszelle ist
diploid ; dadurch wird bei der geschlechtliche Fortpflanzung der arttypische Chromosomensatz erhalten.

Mitose (= Zellteilung):

Bedeutung der Mitose :

Sicherung der unveränderten und vollständigen Weitergabe, der in den Chromosomen liegenden
Erbsubstanz von Zelle zu Zelle.

Die Kernteilung geht stets einer Zellteilung voraus. Die Mitose ist diejenige Form der Teilung,
die genetisch „gleichwertige“ Zellen zur Folge hat und bei der der Chromosomensatz dem der
Ausgangszelle entspricht.

( » gleichwertige Verteilung der Erbinformation auf die Tochterzellen)