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Grammatik kommunikativ

I. NOMEN - das GENUS

1. MONSTERWÖRTER: Nomen mit diesen Endungen sind immer

maskulin

der Ig-ling-or-(i)smus

Dieser Bazillus ist für die vielen Artikel in der deutschen


Sprache verantwortlich!

Beispiele:

- ig: der Honig, der König; auch – ich: der Rettich, der Sittich
- ling: der Feigling, der Engerling
- or: der Generator, der Reaktor, der Autor
- (i)smus: der Organismus, der Kommunismus, der Idealismus

feminin

Diese Frau ist Wissenschaftlerin am Instiut für


die Heit-ung-keit-ei-schaft-tion-(i)tät-ik.

Dort forscht sie an einem Impfstoff gegen den Iglingorismus.

Beispiele:

- heit: die Dummheit


- ung: die Zeitung, die Verantwortung
- keit: die Heiterkeit
- ei: die Raserei
- schaft: die Bereitschaft
- tion: die Lektion
- (i)tät: die Identität
- ik: die Elektrik, die Klinik
neutral
das Tum-chen-ma-ment-um-lein

Wie Sie sehen, ist dieses Quasi-Wort viel kürzer


und somit noch leichter zu lernen.

Beispiele:

- tum: das Brauchtum


- chen: das Kaninchen, das Pflänzchen, das Mädchen
- ma: das Stigma, das Dogma
- ment: das Firmament
- um: das Zentrum
- lein: das Fräulein (Achtung: natürliches, biologisches und grammatisches Geschlecht
müssen nicht immer übereinstimmen; und...)

Zusatz: Einige Nomen, bezeichnen Menschen, ohne auf das biologische Geschlecht
einzugehen, d.h. meinen sowohl weibliche als auch männliche Personen:

der Neuling, der Gast, der Mensch, der Engel


die Geisel, die Person, die Fachkraft
das Kind, das Individuum, das Mitglied

hier: Zeit Magazin „Wo überwiegt das Weibliche, wo das Männliche?, 24.10.13

2. KATEGORIEN für Nomen (ohne bestimmte Endungen, mit folgender Bedeutung):

maskulin – der:
- männliche Personen (der Mann, der Student) und Berufe (der Professor)
- Tageszeiten (aber: die Nacht), Wochentage, Monate, Jahreszeiten
- alles, was vom Himmel kommt (der Blitz, der Donner, aber: die Wolke), Himmelsrichtungen
- Mineralien (der Stein, der Achat, der Malachit)
- Automarken
- Alkohol (aber: das Bier)

feminin – die:
- weibliche Personen und Berufe (i.d.R. Endung –in, die Professorin; siehe generisches
Maskulin und geschlechtergerechtes Formulieren)
- die (Schnitt-) Blumen
- Zigarettensorten, Motorradmarken, Schiffsnamen
- Kardinalzahlen (die Eins, die Zwei, die Dreien auf dem Zeugnis ...)
neutral – das:
- Farben, chemische Elemente (Aluminium)
- Buchstaben
- Namen von Hotels, Cafés, Kinos, Theatern
- substantivierte Verben

3. AKTIVITÄTEN in der zweiten Sitzung (!)

- Nennen Sie 10 Nomen mit dem Artikel „der“, „die“, „das“.

- Schreiben Sie eine kurze Geschichte, in der möglichst viele Wörter aus diesem Bild
und aus den Kategorien für maskuline Nomen vorkommen:
An diesem Morgen, als Robert seines Auto genommen hat, schien die Sonne. Eine
halbe Stunde später begann es zu regnen. Es gab viele Blitze und Schnee. Robert
hatte Angst und er hat den Stein nicht gesehen. Leider hat er einen Unfall.

- Schreiben Sie eine Geschichte mit möglichst vielen Nomen, die weiblich sind.

- Schreiben Sie eine Geschichte mit möglichst viel neutralen Nomen.

4. BESONDERHEITEN (siehe Übungsblatt, S. 2 und 3)

a) Genus/Geschlecht von zusammengesetzten Nomen:

Das Genus (und auch Kasus sowie Numerus/Numeri) richtet sich nach dem letzten Wort,
dem Grundwort.

b) Unterschiedliche Genera – nach Bedeutung, Wortausgängen, zwei Genera


c) Geographie ( siehe Übungsblatt Besonderheiten, S. 4)

5. „AUSSICHTEN“

Nomen – der Numerus, die Numeri


Nomen – der Kasus, die Kasus: Genitiv und n-Deklination