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Literatur des 20.

Jahrhunderts
• keine Abfolge literaturhistorischer Epochen
• Heterogenität von literarischen Konzepten, Strömungen und
ProgrammenStilpluralismus
• Orientierung an realpolitischen Entwicklungen der Zeit:
• die Literatur der Weimarer Republik
• Literatur des Nationalsozialismus
• Nachkriegsliteratur
• DDR-Literatur
• Literatur nach der Wende
Expressionismus (ca.1900-1920)
• Großstadterfahrung, Beschleunigung der Technik und
Medien, Kriegserfahrung  Ich- und Welt-Zertrümmerung,
Vereinsamung, Entfremdung, Ich-Verlust

• Gegensätzliche Themen: Technikbegeisterung und


Zivilisationskritik, Erlösungsglaube und Entfremdungsangst

• Jakob van Hoddis „Weltende“ Beispiel für die


apokalyptische Stimmung vor dem 1. Weltkrieg
Neue Sachlichkeit
• anti-expressionistische Tendenz; Gegenständlichkeit,
Gegenstandstreue, Darstellung alltäglicher Gegenstände,
aber auch der Verdinglichung des Menschen in der Moderne

• Präzision und Nüchternheit, Literatur als Nachahmung, exakte


Abbildung der Wirklichkeit

• Gattungen: Prosa, Reportagen, Sachbücher und Biographien

• Die Themen: Arbeitswelt, Technik, Anonymisierung in der


Gesellschaft
• Autoren: Egon Kisch, Hans Fallada, Erich Kästner, Bertolt
Brecht und Erwin Piscator

• politisch-satirisches Kabarett und satirische Zeitschriften:


Der Simplicissimus, Die Weltbühne Die Fackel (Karl Kraus)
 Kritik der politischen Lage

• Kriegsliteratur
• Ende der 20er Jahre thematisierung des Krieges
• Erich Maria Remarque: „Im Westen nichts Neues“
Abseits der Programme
• Thomas Mann: „Die Buddenbrooks“, Dekadenzthematik,
Generationenroman, Untergang einer bürgerlichen Familie,
„Der Zauberberg“ Untergang des europäischen Adels
• Franz Kafka: „Der Prozess“ „Das Schloss“, Entfremdung und
Isolation des Individuums
• Alfred Döblin: „Berlin Alexanderplatz“, Großstadtwirklichkeit und
Entfremdung, Montagetechnik
• Hermann Broch: „Die Schlafwandler“, Vorkriegsmentalität,
Verfallssymptome, Amoralität der Nachkriegszeit
• Robert Musil: „Der Mann ohne Eigenschaften“ Auflösung der
geschlossenen Prosaform, Exkurse und Reflexionen
Nationalsozialismus
• 1933 Machtergreifung der Nationalsozialisten
• Verfolgung, Verhaftung, Exil
• entartete Kunst, Bücherverbrennung

• Völkische Literatur: Blut-und-Boden-Ideologie

• Innere Emigration: unpolitische Literatur unter den


Nationalsozialisten; Ricarda Huch, Erich Kästner, Ernst Barlach

• Exil: Darstellung des Faschismus von Außen; Heinrich Mann,


Thomas Mann, Bertolt Brecht
NACH 1945
• Kapitulation 1945, zerstörte Infrastruktur, Zusammenbruch der
gesellschaftlichen Insitutionen, Schuld
• Umerziehung und Entnazifizierung durch die Siegermächte, zwei
politische Richtungen  Teilung Deutschlands 1949
• Zwei Staaten: Bunderrepublik Deutschland und Deutsche
Demokratische Republik
• Mauerbau, Kalter Krieg
• Literatur in der BRD und Literatur in der DDR
Vgl. Benedikt Jeßing: Neuere deutsche Literaturgeschichte, Tübingen: Gunter Narr
Verlag, 2008, S. 199-224