W Ü STE N R OT STI FTU N G

Wüstenrot Stiftung (Hrsg.)

RAUMPILOT
GR UNDL A GE N
Thomas Jocher Sigrid Loch

kraemerverlag

Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher, Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser, Carolin zur Brügge, Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung, Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer, Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske, Katja Fischer, Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout)

Herausgeber Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg Konzeption, Inhalt und Gestaltung Band Grundlagen Thomas Jocher, Sigrid Loch Mitarbeit Dominik Weitbrecht Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch, Tobias Haag Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Die Autoren, der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Nachdruck, Übersetzungen, elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung.

© 2012 Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. ISBN 978-3-7828-1551-2

Inhalt

Grundlagen
11 31 49 77 99 109 141 Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339

Wohnen
Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/ Literatur 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447

Arbeiten
Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/ Literatur 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567

Lernen
Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen, verteilen und flüchten Veranstalten und feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und verwalten Recherchieren und informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/ Literatur

Anhang
572 573 579 580 Abkürzungen Index Dank Autoren

Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Die Arbeits-, Lebens-, Organisations- und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Kulturelle, technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen, Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich, um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen; deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden, in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, in Industrie- und Gewerbebauten, die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen, oder in den Wirkungen neuer Konsum- und Freizeitmus­ ter sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen, an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen, leicht integrierbaren Dienstleistungen. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Parallel zu einer gebäudetyplogischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Die Gebäudelehre muss, um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können, intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden, die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der

Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dr. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen, mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Ziel dabei ist es, die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche, zukunftsgewandte Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit, in einen kreativen, künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beachtenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude, deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen, auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden, wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung, mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten, dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte, und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen, die den genannten Kriterien folgen kann. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert, das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.

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Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich mit Hilfe von einzelnen, phänomenologisch ausgerichteten und aufeinander abgestimmten Bausteinen auf eine anschauliche, die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Grundlagen der Gebäudelehre. Vier Bände behandeln wichtige Bereiche der Gebäudelehre: • „Raumpilot Grundlagen“ schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen sowie die spezifische Ausrichtung an den Nutzungsformen und -erfordernissen ein. • „Raumpilot Arbeiten“ stellt Gebäude mit Arbeitsplätzen in den Sektoren Verwaltung und Dienstleistungen, die unter dem Einfluss der wirtschaftsstrukturellen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und globalen Entwicklungen einer besonderen Dynamik des Wandels unterliegen, in den Mittelpunkt. • „Raumpilot Lernen“ behandelt den Bau von Schulen und von anderen Ausbildungsstätten, auf die eine Vielzahl von Faktoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einwirken. • „Raumpilot Wohnen“ konzentriert sich auf den Wohnungsbau, der in all seinen Formen unter dem Einfluss weitreichender, vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren, Hochschullehrern, Studierenden – für die engagierte, intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.

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Vorwort der Autoren

Der vorliegende Band vermittelt die „Grundlagen“ der vierteiligen Gebäudelehre „Raumpilot“ . Darauf aufbauend vertiefen die Folgebände „Arbeiten“ , „Lernen“ und „Wohnen“ die fachspezifischen gebäudekundlichen Anforderungen im Kontext des aktuellen gesellschaftlichen Wandels. Der römische Architekt und Gelehrte Vitruv beschreibt in seinen berühmten zehn Büchern, dass sich alle Architektur auf die Grundprinzipien firmitas (Festigkeit), utilitas (Nützlichkeit) und venustas (Anmut) gründet. Der Grundlagenband widmet sich der utilitas – der Nützlichkeit von Architektur in ihrem Gebrauch. Die wesentlichen Kriterien der Nützlichkeit bestimmt der Mensch. Er bildet mit seinen physischen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für die Planung räumlicher Umgebungen und Situationen. Diese elementaren Grundlagen – die menschlichen Körper- und Bewegungsmaße – bilden den Inhalt des ersten Kapitels dieses Planungshandbuchs. Abweichend von vielen früheren Planungslehren wird hierbei nicht nur ein Idealmaß des Menschen als Planungsbasis herangezogen. Eine Zielsetzung der vorliegenden Publikation ist es, die tatsächliche Vielfalt der Körpermaße und mögliche körperliche Einschränkungen stärker zu berücksichtigen und damit auch die Belange der barrierefreien Planung als eine selbstverständliche Planungsgrundlage zu integrieren. Eine weitere Zielsetzung dieser Gebäudelehre ist es, nicht „fertige“ Raum- oder Grundrissmuster, sondern einzelne Funktionsbereiche als Grundbausteine für Raumkonfigurationen in den Vordergrund zu stellen. So wird beispielsweise im Hauptkapitel „Wohnen“ nicht ein „Esszimmer“ als kopierfähiges Raummuster vorgegeben, sondern der Funktionsbereich „Essen“ ausführlich erläutert. Parallel zu diesem neuen Fokus auf die funktionalen Anforderungen und parallel zu der stärkeren Ausrichtung auf ein „Universal Design“ von Gebäuden schien es unerlässlich, in diesem Grundlagenbuch auch die minimalen Grenzwerte zu benennen, die sich aus den Mindestmaßen des Gebrauchs, aus rechtlichen Rahmenbedingungen und aus

weiteren gesellschaftlichen Vereinbarungen begründen. Denn das „Kennen und Verstehen“ dieser Basisparameter ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Anwendung von Planungsregeln, die im konkreten Fall auch „kreative Abweichungen“ erforderlich machen kann. Das Buch gliedert sich in vier Kapitel. Neben den funktionsübergreifenden allgemeinen Grundlagen im ersten Hauptkapitel sind die wesentlichen Planungsvorgaben für das Wohnen, Arbeiten und Lernen in drei weiteren Hauptkapiteln wiedergegeben. Da sich die Publikation in erster Linie an Studierende wendet, wurde eine klare und didaktisch einprägsame Informationsvermittlung angestrebt. Besonderer Wert wurde dabei auf die grafische Visualisierung von Inhalten gelegt, da Abbildungen und grafische Abstraktionen auf knappem Raum meist mehr Detailinformationen weitergeben und schneller erfasst werden können als textliche Erläuterungen. Die Erstellung dieser Publikation war nur durch die Zusammenarbeit vieler, auf ganz unterschiedliche Art und Weise beteiligter Akteure möglich. Wir danken den drei weiteren Autorenteams der Buchreihe von den Universitäten in Weimar, Darmstadt und Stuttgart für die kooperative Zusammenarbeit und den anregenden inhaltlichen Austausch. Daneben möchten wir auch den zahlreichen Institutsmitarbeitern und den externen Fachberatern für die wichtigen Hinweise und ihre inhaltliche Beratung und Unterstützung danken. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Studierenden, die sich mit großem Engagement eingebracht haben. Ohne ihre unermüdliche Hilfe hätte dieses Buch nicht entstehen können. Unser großer Dank gilt schließlich der Wüstenrot Stiftung für ihre Initiative zur Konzeption und Umsetzung dieser neuen Lehrbuchreihe „Raumpilot“ und insbesondere Herrn Georg Adlbert und Herrn Dr. Stefan Krämer für ihre engagierte Begleitung während aller Entwicklungsphasen dieses umfangreichen Projekts. Thomas Jocher und Sigrid Loch

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Grundlagen

11 31 49 77 99 109 141

Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Zum Aufbau des Kapitels „Grundlagen“ In dem folgenden Kapitel „Grundlagen“ sind die wesentlichen Planungsinformationen zusammengefasst, die für die Planung von Gebäuden unterschiedlicher Funktionen relevant sind. Das Kapitel gliedert sich in die sieben Unterkapitel „Anthropometrie“ , „Barrierefrei“ , „Treppe“ , „Aufzug“ , „Rettung“ , „Ruhender Verkehr“ und „Energie“ . Diese Basisinformationen werden in den drei nachfolgenden Hauptkapiteln durch spezifische Planungshinweise für das Wohnen, das Arbeiten und das Lernen ergänzt. Eine Besonderheit im Aufbau dieses Kapitels stellt die Struktur des Unterkapitels „Barrierefrei“ dar. Das Thema Barrierefreiheit wird nicht getrennt, sondern so weit wie möglich in den Themenkapiteln integriert dargestellt. Ziel dieser Konzeption ist eine Darstellung, die das Thema „Barrierefreiheit“ ein Stück weit „selbstverständlicher“ berücksichtigt. Im Kapitel „Grundlagen“ sind daher lediglich die wesentlichen Basisinformationen für die barrierefreie Planung zusammengefasst, auf die bei differenzierteren Planungsvorgaben immer wieder zurückgegriffen wird. Am Anfang dieses Kapitels wird in einem Überblick auf die weiteren vertiefenden Planungsinformationen verwiesen. Die Seiten mit diesen Detailangaben sind in den Themenkapiteln zur schnellen Auffindbarkeit zusätzlich durch

grafische Symbole am oberen Blattrand gekennzeichnet. Das letzte Unterkapitel des Grundlagenteils widmet sich dem Thema „Energie“ , das im Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung und dem Schwinden fossiler Brennstoffe in den vergangenen Jahren bei Planung, Bau und Unterhalt von Gebäuden erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Mittels wesentlicher Basisinformationen zur solaren Energieeinstrahlung soll in diese Thematik eingeführt und zu einer weitergehenden Vertiefung dieses wichtigen Themenbereichs angeregt werden.

Zu den Hinweisen auf Gesetze, Verordnungen und Planungsregeln MBO – LBO In den nachfolgenden Kapiteln wurde auf die Musterbauordnung (MBO 2002) und zusätzlich beispielhaft auf die Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO BW) verwiesen. Diese Angaben können von den Bauordnungen der anderen Bundesländer abweichen. Die hier vielfach zitierte LBO BW stammt in ihrer Originalfassung aus dem Jahr 1995 (zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 25. April 2007). Seit Mitte 2009 liegt ein Gesetzentwurf zur Novellierung der Landesbauordnung BadenWürttemberg vor, der voraussichtlich im Jahr 2010 wirksam wird.

Barrierefrei-Normen Bei Buchfertigstellung Ende 2009 sind die beiden Barrierefrei-Normen DIN 18024 (Teil 1 Januar 1998; Teil 2 November 1996) und die DIN 18025 (Teil 1 Dezember 1992; Teil 2 Dezember 1992) gültig. Seit Februar 2009 liegt aber bereits der Normenentwurf für die nachfolgende DIN 18040 vor, der voraussichtlich ab 2010 diese beiden Vorgängernormen ersetzen wird. Es werden daher in der ersten Hierarchieebene die Werte der Normen 18024 und 18025 aufgeführt, in einer zweiten Hierarchieebene werden zusätzlich die Werte des Normenentwurfs DIN 18040 berücksichtigt. Diese Angaben aus dem Normenentwurf können in der späteren Neufassung der DIN 18040 möglicherweise geändert sein.

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen Anthropometrie

13 13 13 14 14 15 16 18 20 22 24 25 26 28 30

Einleitung Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Verwendung von Perzentilen Hinweise für die Planung Körpermaße der Frau Körpermaße des Mannes Unterschiedliche Sitzpositionen Platzbedarf Erwachsener Körpermaße Kind 3 Jahre Körpermaße Kind 6 Jahre Körpermaße Kinder 3 bis 18 Jahre Bewegungsmaße Rollstuhlfahrer Planungsregeln/Literatur

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Einleitung
Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Der Mensch bildet mit all seinen physi­ schen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für Planungen. Neben dem spezifischen Behaglichkeitsempfinden stellen auch die menschliche Anatomie und die damit zusammenhängenden ergonomischen Kriterien wesentliche Planungsgrundlagen dar. Kenntnisse über die menschliche Physiologie, über die Körper- und Bewegungsmaße des Menschen und über den daraus resultierenden Raum- und Flächenbedarf sind daher für die Gestaltung einer dem Menschen angemessenen Architektur unerlässlich. Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Historische Proportionslehren bezogen sich vielfach auf einen idealisierten menschlichen Körper und dessen Proportionsverhältnisse. Die davon abgeleiteten Maßverhältnisse wurden zur Grundlage der Proportionsregeln für Kompositionen in der Kunst und Architektur. Ein exakt fixierter Proportionskanon auf Basis des menschlichen Körpers existierte bereits im alten Ägypten in der Zeit um etwa 3000 v. Chr.. Auch in der griechischen Antike und in der Renaissance wurden geometrische und numerische Ordnungssysteme von idealisier-

ten Körpermaßen des Menschen abgeleitet. Bekannt geworden sind darunter vor allem Leonardo da Vincis Proportionsfigur nach Vitruv (1485/90) und Albrecht Dürers Darstellung der menschlichen Proportionsverhältnisse aus dem Jahr 1528. Im 20. Jahrhundert zielte Le Corbusier mit seinen beiden architekturtheoretischen Abhandlungen zum „Modulor“ auf die „Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren Maßsystems im menschlichen Maßstab. “ (Untertitel von Le Corbusiers Modulor, 1956) Seine beiden Modulor-Reihen dokumentieren den Versuch, unter Miteinbeziehung des Goldenen Schnitts eine neue verbindliche, „objektive“ und zeitlose Maßordnung zu etablieren. Diese sollte als universelle Grundlage für Planungen anwendbar sein und speziell auch als Maßgrundlage für den Bereich der normierten industriellen Produktion dienen. All diese verschiedenen historischen Proportionsstudien beziehen sich auf ein idealisiertes Muster des menschlichen Körpers. Der Modulor beispielsweise baut in der zweiten Studie, die im Band „Modulor 2“ dargestellt ist, auf einer Körperhöhe von 183 cm auf (Le Corbusier, 1955). Von diesem angenommenen Idealmaß ausgehend, wurden unterschiedliche Teilungsmaße abgeleitet, wobei entsprechend den Zahlenreihen des Goldenen Schnitts wiederum idealisierte Proportionsverhältnisse des Körpers zu-

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Anthropometrie ist die Wissenschaft von den Maßen und den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers

Grundlagen

Leonardo da Vinci entwickelte einen Proportionskanon in Anlehnung an Vitruv 2260 1830

grunde gelegt wurden. Dieses „Nivellieren“ menschlicher Körpermaße auf ein Idealmaß stellt eine Vereinfachung dar und liefert einen – meist aus wirtschaftlichen Gründen – notwendigen Durchschnittswert als Basis für Planungen. Die Werte nehmen jedoch keinerlei Bezug auf die tatsächliche Vielfalt und Verschiedenartigkeit der individuellen Körpermaße. Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Die individuellen Körpermaße unterscheiden sich erheblich in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder physischen Besonderheiten. Eine Planung, die auf einer angenommenen Durch­ schnitts­ physiologie aufbaut, kann diese Vielfalt kaum berücksichtigen. Die Nutzbarkeit von räumlichen Umgebungen und Ausstat-

tungen kann dadurch für Personen mit vom Durchschnitt abweichenden Körpermaßen erschwert oder sogar ausgeschlossen werden. Verwendung von Perzentilen Die Verwendung von Perzentilen bietet eine Möglichkeit, die Unterschiedlichkeit der Körpermaße in der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Ein Perzentilwert gibt an, wieviel Prozent der Menschen in einer Bevölkerungsgruppe – in Bezug auf ein bestimmtes Maß – kleiner sind als der jeweils angegebene Wert. So liegt zum Beispiel das 95. Perzentil der Körperhöhe von 16- bis 60jährigen Männern bei 1841 mm. „Das besagt, dass 95 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe kleiner und fünf Prozent größer als 1841 mm sind. “ (DIN 33402-2, Beiblatt 1, Seite 1).

1130 863

Le Corbusiers Modulor 2 aus dem Jahr 1955 (Die erste Reihe entwickelte Le Corbusier 1948 ausgehend von einer Körpergöße von 175 cm)

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Berücksichtigt man beispielsweise bei Durchgangsmaßen und sonstigen Höhenmaßen nicht nur den Mittelwert, sondern auch das 95. Perzentil, dann deckt man damit einen Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung ab und nur für fünf Prozent der Bevölkerung wäre die geplante Öffnung zu niedrig bemessen. In diesem Kapitel werden bei den Abbildungen zu den Körpermaßen daher soweit möglich immer das 5. und das 95. Perzentil zusätzlich zum 50. Perzentil (Median) dargestellt. Bei der Kapitelbearbeitung wurde auf die Perzentilwerte der DIN 33402/12 2005 zurückgegriffen. Diese DIN dokumentiert die Ergebnisse statistischer Untersuchungen von Körpermaßen der deutschen Bevölkerung, wobei nach Geschlecht, Alter und nach ethnischer Herkunft unterschieden

wird. Die Daten der derzeit aktuellen Norm stammen aus dem Jahr 2005, allerdings wurden die Maße von Kindern seit dem Jahr 1986 nicht mehr angepasst (DIN 33402-2/1986). Deshalb wurde bei den Körpermaßen von Kindern auf die Werte von 1986 zurückgegriffen. Hinweise für die Planung In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, die angegebenen oberen und unteren Perzentilwerte zusätzlich zu berücksichtigen, damit Gebäude und Ausstattungen für eine möglichst große Bevölkerungsgruppe zugänglich und nutzbar sind. Besonders Wohnungsbauten sollten so gestaltet werden, dass sie „universell“ von allen genutzt werden können oder Anpassungen an auftretende körperliche Veränderungen im Alter oder bei Krankheit durch entsprechende Vorplanungen ermöglicht werden.
1300

1750

1629

1841

2100

5.

50.

95. Perzentil

Variationsbreite Verteilung der Körperhöhe erwachsener Männer (0. bis 100. Perzentil)

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen

Körpermaße der Frau entsprechend DIN 33402-2, M 1:20 5., 50. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil, Altersgruppe 18 bis 65 Jahre

MW 195 cm

MW 163 cm MW 152 cm

Reichweite nach oben 184 - 203 cm (Griffachse)

Körperhöhe 154 - 172 cm

Aughöhe 143 - 161 cm

5. Perzentil Schulterbreite 40 cm

50. Perzentil Schulterbreite 44 cm

95. Perzentil Schulterbreite 49 cm

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Raumpilot Grundlagen

75 cm (Griffachse) MW 69 cm Gesäß.136 cm Raumpilot Grundlagen Reichweite nach oben 149 .167 cm 17 Grundlagen .55 cm Aughöhe 109 -126 cm MW 42 cm Sitzhöhe 38-45 cm MW 69 cm Reichweite nach vorne 63 .64 cm Körperhöhe 119 .Knielänge 55 .Anthropometrie MW 160 cm MW 128 cm MW 118 cm MW 50 cm Kniehöhe 46 .

186 cm Aughöhe 153 .221 cm (Griffachse) Körperhöhe 165 .Grundlagen Körpermaße des Mannes entsprechend DIN 33402-2. Perzentil Schulterbreite 53 cm 18 Raumpilot Grundlagen . (MW = Medianwert) und 95.174 cm 5. M 1:20 5.. Altersgruppe 18 bis 65 Jahre MW 208 cm MW 175 cm MW 163 cm Reichweite nach oben 198 . Perzentil. 50. Perzentil Schulterbreite 44 cm 50. Perzentil Schulterbreite 49 cm 95.

59 cm Aughöhe sitzend 115 .MW 74 cm Reichweite nach vorne 69 .181 (Griffachse) Grundlagen .135 cm Körperhöhe 127 .Knielänge 57 .49 cm Kniehöhe 50 .66 cm MW 45 cm MW 54 cm Sitzflächenhöhe 41 .146 cm MW 125 cm MW 136 cm Anthropometrie Raumpilot Grundlagen MW 169 cm 19 Reichweite nach oben 160 .82 cm (Griffachse) MW 61 cm Gesäß.

98 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 17 cm Aughöhe ca. 81 cm 200 cm 180 cm 160 cm 140 cm 120 cm 100 cm 80 cm 60 cm 40 cm 20 cm 0 cm 20 Raumpilot Grundlagen . 53 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 78 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 135 cm Entspannt sitzen Sitzhöhe ca. 41 cm Aughöhe ca.Grundlagen Aufgerichtet liegen Sitzhöhe 0 cm Aughöhe ca. 133 cm Hocken Sitzhöhe ca.

64 cm . 78 cm Aughöhe ca.Anthropometrie Körpermaße eines erwachsenen Mannes in unterschiedlichen Sitzpositionen (Körpergröße 175 cm / 50. 123 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 103 cm Am Tisch sitzen Sitzhöhe ca. 116 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 158 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 44 cm Aughöhe ca. 77 cm Angelehnt stehen Sitzhöhe ca. 80 cm An der Bar sitzen Sitzhöhe ca. Perzentil). M 1:20 Raumpilot Grundlagen 21 Grundlagen Im Sessel sitzen Sitzhöhe ca. 155 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 41 cm Aughöhe ca. 80 cm Aughöhe ca.

und Bewegungsflächenbedarf von Erwachsenen mit durchschnittlichen Körpermaßen (ca. M 1:50 2050 1660 1320 1280 950 1250 580 535 860 1500 1100 625 1280 1100 1750 1250 2125 600 670 1000 900 1750 375 625 490 875 1000 1750 ≥ 1000 22 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Platz. Perzentil). 50.

2100 1120 ≥ 1150 Platzbedarf 2 Pers.Anthropometrie 1000 770 875 875 815 300 1330 625 875 1010 1330 1760 700 900 850 750 1100 1100 ca. ≥ 1700 Platzbedarf 3 Personen ≥ 2250 Platzbedarf 4 Personen ca. 6 Personen / m² Grundfläche entspricht Dichte im Aufzug Raumpilot Grundlagen 23 Grundlagen .

Knielänge 30 . Perzentil Schulterbreite 25 cm 50. Perzentil..111 cm MW 94 cm MW 25 cm Sitzflächenhöhe 19-28 cm Kniehöhe 25 . 50.) Körperhöhe 92 . Altersgruppe 3 Jahre MW 113 cm MW 101 cm MW 91 cm Reichweite nach oben 105 .33 cm 5.80 cm . Perzentil Schulterbreite 31 cm 95.106 cm (Griffa. (MW = Medianwert) und 95.Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986).99 cm Aughöhe 61 .127 cm (Griffachse) MW 94 cm MW 82 cm MW 71 cm Reichweite nach oben 85 .90 cm Aughöhe 85 . Perzentil Schulterbreite 35 cm MW 33cm Gesäß. M 1:20 5.36 cm 24 Raumpilot Grundlagen Körperhöhe 72 .

125 cm (Griffachse) MW 85 cm Reichweite nach oben 125 .103 cm Aughöhe 100 . Perzentil..120 cm Raumpilot Grundlagen 25 Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986). Perzentil Schulterbreite 32 cm 95.44 cm 5.Anthropometrie MW 139 cm MW 120 cm MW 114 cm MW 109 cm MW 95 cm Reichweite nach oben 100 .129 cm Körperhöhe 85 .151 cm (Griffachse) Aughöhe 75 .92 cm Kniehöhe 31 . Altersgruppe 6 Jahre . 50. M 1:20 5. Perzentil Schulterbreite 37 cm 50. Perzentil Schulterbreite 27 cm Körperhöhe 111 .Knielänge 33 . (MW = Medianwert) und 95.33 cm MW 36 cm MW 30 cm MW 39 cm Gesäß.40 cm Sitzflächenhöhe 25 .

Grundlagen Körperwachstum und Veränderung der Körperproportionen bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 18 Jahren entsprechend DIN 33402-2 (1986) M 1:20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 16 Jahre 18 Jahre 26 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 220 200 Greifhöhe nach oben 180 Körperhöhe Greifhöhe sitzend 160 Augenhöhe 140 Körperhöhe sitzend 120 Augenhöhe sitzend 100 80 Greifweite nach vorne 60 Gesäß-Knielänge Kniehöhe Sitzflächenhöhe Schulterbreite 40 20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 15 Jahre 18 Jahre Raumpilot Grundlagen 27 Grundlagen .

Grundlagen Greifraum Rollstuhlfahrer. M 1:20 Der Greifraum ist in Abhängigkeit von der Beweglichkeit des Oberkörpers unterschiedlich groß 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 40 20 0 20 40 60 80 100 120 28 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 20 0 20 40 60 80 100 120 40 20 0 20 40 60 80 100 Raumpilot Grundlagen 29 Grundlagen .

Daniela. New York 1999 Prigge. London. da die Altersgruppe 3 Jahre bis 17 Jahre in der neuen Ausgabe der DIN 33402 vom Dezember 2005 nicht mehr erfasst wurde) DIN 33402 Teil 3 / Oktober 1984 / Körpermaße des Menschen – Bewegungsraum bei verschiedenen Grundstellungen und Bewegungen Literatur Le Corbusier: Der Modulor. Köln 1996 Stemshorn. Pourat. Normierte Baukultur im 20. Science. HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. anpassbar. Stuttgart1955 (Originalausgabe 1955) Loeschcke. Architecture. Frankfurt am Main. Berlin.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. LeinfeldenEchterdingen 2003 Padovan. Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren harmonischen Maßes im menschlichen Maßstab. Gerhard. New York 1999 30 Raumpilot Grundlagen . Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. Walter: Ernst Neufert. Jahrhundert. integrativ. Axel (Hrsg. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Berichtigungen zu DIN 33402-2: 2005-12 DIN 33402-2 Beiblatt 1 / August 2006 / Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. Stuttgart 1956 (Originalausgabe 1948) Le Corbusier: Modulor 2. Philosophy.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 33402-1 / März 2008 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 1: Begriffe. Gerhard.): Universell. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. Pourat. Beiblatt 1: Anwendung von Körpermaßen in der Praxis DIN 33402 Teil 2 / Oktober 1986 / Körpermaße des Menschen – Werte/ zurückgezogen (es wurde hier auf diese DIN zurückgegriffen. Stuttgart. Meßverfahren DIN 33402-2 / Dezember 2005 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte DIN 33402-2 Berichtigung 1 / Mai 2007 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. Fortsetzung des ersten Buches „Der Modulor“ von 1948. Richard: Proportion.

Barrierefrei Raumpilot Grundlagen 31 Grundlagen .

75-90 max. 110 140 110 140 Aufzug barrierefrei Seite 84f. 190 Ankommen barrierefrei Seite 189f. Essen barrierefrei Seite 220f. 350 500 150 32 Raumpilot Grundlagen 150 Arbeiten barrierefrei Seite 258f. 150 90 75-90 Barrierefrei Seite 32f. 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei Seite 230f. 90 90 Ruhender Verkehr barrierefrei Seite 120f.Grundlagen Detailkapitel Barrierefrei – Übersicht Grundlagen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden und Wohngebäuden Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Anthropometrie barrierefrei Seite 28f. 150 120 Schlafen barrierefrei Seite 238f. 6% Treppe barrierefrei Seite 71f. Kochen barrierefrei Seite 208f. .

20m2+ 15m2+ 95 Reinigen und pflegen barrierefrei Seite 274f. Entsorgen barrierefrei Seite 302f.Barrierefrei Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Arbeiten/Lernen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden Grundlagen Raumpilot Grundlagen 95 150 180 150 95 200 150 150 Wirtschaften barrierefrei Seite 284f. 40 . Nutzungsneutral barrierefrei Seite 308f. 150 Nebenbereiche barrierefrei Seite 550f.140 Aufbewahren barrierefrei Seite 290f.140 40 . 33 . 85 60 Private Freibereiche barrierefrei Seite 318f.

Grundlagen Barrierefrei 35 36 37 39 40 40 40 41 41 41 42 42 42 43 44 46 47 Einleitung Gesetzliche Grundlagen Arten der Behinderung Allgemeine Planungsregeln DIN-Normen Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Erreichbarkeit/Schwellen Durchgangs. Form und Materialien Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Flurbreiten Planungshinweise/Literatur 34 Raumpilot Grundlagen .und Öffnungsbreiten Türhöhen Bedienhöhe Sicht-/Augenhöhe Greifraum Orientierung. Farben und Kontrast.

Seite 2) Der demografische Wandel trägt mit dem erheblich wachsenden Anteil älterer Personen dazu bei. Vor diesem Hintergrund muss eine zukunftsweisende Planung vor allem integrativ sein.90 70 70 70 . Eine entsprechende „integrative Planung“ bedeutet bauliche Umgebungen im Sinne eines „universellen Designs“ so zu gestalten. für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist und ein Qualitätsmerkmal darstellt. Auch für sie ist eine „barrierefreie“ räumliche Umgebung eine wesentliche Voraussetzung für ein möglichst selbstständiges Leben.85 65 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 210 35 Grundlagen . physische oder psychische Beeinträchtigungen anteils- mäßig zwar häufiger auf. doch auch jüngere Personen können durch Krankheiten oder Unfälle temporär oder langfristig betroffen sein. “ (Neumann 2005. 55 80 . dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich. dass sie möglichst für alle zugänglich und ohne fremde Hilfe nutzbar sind. dass die Unterschiede zwischen den individuellen physischen und psychischen Fähigkeiten innerhalb der Bevölkerung zukünftig noch weiter zunehmen werden. Personen „außerhalb der Norm“ dürfen nicht durch Sonderlösungen stigmatisiert werden.Barrierefrei Einleitung „So ist mittlerweile bekannt. Im Alter treten Mobilitäteinschränkungen und sonstige kognitive.

) zu den Schwerbehinderten (mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent). akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikations­ einrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche. Systeme der Informationsverarbeitung. Für diese Gruppe wurde 2005 folgende Verteilung ermittelt: Gesetzliche Grundlagen Die Forderung nach Integration ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unter Artikel 3. Art der Behinderung Körperliche Behinderung davon: Innere Organe Gliedmaße Wirbelsäule/Rumpf Blinde/Sehbehinderte Sprach-/Gehörgeschädigte zerebrale Störungen geistige/seelische Behind. technische Gebrauchsgegenstände.6 Mio. Eine Definition des Begriffs „Barrierefreiheit“ findet sich unter anderem in dem deutschen „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ unter § 4: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen. “ Mittels einer barrierefreien Planung sollen die Voraussetzungen für ein selbstständiges und unabhängiges Leben der Betroffenen geschaffen werden. 3 verankert: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise. 2005) 100 90 110 120 190 36 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Im Jahr 2005 war etwa jeder zehnte Einwohner Deutschlands (8. Davon zählte der größte Teil (6. sonstige Behinderungen Anteil 67 % 26 % 14 % 14 % 5% 4% 9% 9% 15 % (Statistisches Bundesamt. Abs.7 Mio. “ Diesem Anspruch will die bundesdeutsche Gesetzgebung auch mit Hilfe von konkreten baurechtlichen Vorgaben und weiteren Planungsempfehlungen für die sogenannte „barrierefreie Planung“ entsprechen. um ihnen eine weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Verkehrsmittel.) als behindert „amtlich anerkannt“ .

122 Raumpilot Grundlagen ca. geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.150 125 160 180 175 M 1:50 ca. Der Euroschlüssel des CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e. 167 37 Grundlagen Funktionen soweit beeinträchtigt sind. im Durchschnitt ca. – ist ein inzwischen europaweit einheitlich eingeführtes Schließsystem. 130 . öffentlichen Toiletten in Fußgängerzonen.Barrierefrei Arten der Behinderung Für den Begriff „Behinderung“ existiert keine universelle. seelischen oder geistigen In den meisten Auflistungen werden sieben Arten von Behinderungen unterschieden: – Körperliche Behinderungen – Sinnesbehinderungen – Sprachbehinderungen – Psychische Behinderung – Lernbehinderungen – Geistige Behinderungen – Multimorbidität (= paralleles Auftreten verschiedener Krankheiten beziehungsweise verschiedener Behinderungen). V. dass ihre unmittelbaren Lebensverrichtungen oder die Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert wird. wenn ihre körperliche Funktion. “ Ulrich Bleidick definiert den Begriff etwas abweichend: „Als behindert gelten Personen. selbstständig und kostenfrei Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten. Museen oder Behörden. das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht. “ (Bleidick 1997 . welche infolge einer Schädigung ihrer körperlichen. Seite 9) Euroschlüssel . Das deutsche Gleichstellungsgesetz definiert den Begriff beispielsweise unter § 3 wie folgt: „Menschen sind behindert. zum Beispiel in Bahnhofstoiletten. den verschiedenen Anwendungsgebieten gleichermaßen entsprechende Definition.

Eine barrierefreie Planung sollte diese Vielfalt in der Bevölkerung berücksichtigen.100 85 58 .120 25-32 65 . außergewöhnlich große Personen oder auch stark übergewichtige Personen ohne eine entsprechend berücksichtigende Planung sowohl im öffentlichen Bereich wie im privaten Wohnen auf „Barrieren“ oder „Grenzen“ stoßen.102 75 . dass auch die Körpermaße von Kindern räumliche Bedingungen und Ausstattungsmaße „außerhalb der Norm“ von Erwachsenen erfordern (siehe Kapitel Anthropometrie).Grundlagen Darüber hinaus werden Behinderungen auch entsprechend des Behinderungsgrads unterschieden: – Einfachbehinderung – Mehrfachbehinderung – Schwerbehinderung – Schwerstbehinderung Neben dauerhaften physischen oder psychischen Einschränkungen können auch temporäre Mobilitätseinschränkungen auftreten.65 90 .72 38 Raumpilot Grundlagen 89 . Oft wird vergessen. Prinzipiell kann schon das Mitführen von einem Kinderwagen oder großen Koffern erhebliche Mobilitätseinschränkungen mit sich bringen. Daneben können auch Kleinwüchsige. Rollator Sportrollstuhl Faltrollstuhl 75 . die fremde Hilfe oder entsprechende Anpassungen der räumlichen Bedingungen erforderlich machen.100 85 .100 105 .

In diesen Wohnungen müssen die Wohn.110 39 Grundlagen Kinderheime.77 102 . Kindertageseinrichtungen und Für Wohnbauplanungen wurde in der LBO BW unter § 35 (3) festgelegt: „In Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. “ (LBO BW 2006.65 90 .135 50 . falls durch die Umsetzung der barrierefreien Planung ein unverhältnismäßiger Mehraufwand entsteht (beispielsweise wenn dafür aufwendige Aufzugsanlagen notwendig wären). Hierzu zählen neben speziellen Wohnungen.60 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 105 . eine Toilette.110 85 . Verkaufsstätten. Begegnungsstätten und Schulen für behinderte oder/und alte Menschen unter anderem auch alle öffentlich zugänglichen Gebäude. .127 130 . Hotels und sonstige gewerblich genutzte Gebäude ab 1200 m² Nutzfläche und Großgaragen (siehe hierzu auch MBO § 50).140 55 . Hochschulen. Insbesondere werden aufgeführt: Verwaltungsgebäude. Bürogebäude. In der LBO BW ist unter § 39 „Barrierefreie Anlagen“ festgelegt. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Heimen. Versammlungsstät­­ ten. Krankenhäuser. Elektrorollstuhl Kinder. Volkshochschulen. § 35 (3)) Ausnahmen von dieser Festlegung sind möglich. Gaststätten. Museen. welche bauliche Anlagen bei Neuplanungen grundsätzlich barrierefrei zu gestaltet sind.und Schlafräume. Schulen. Kirchen.132 62 .Barrierefrei Allgemeine Planungsregeln Wesentliche Festlegungen zur barrierefreien Planung finden sich in der Musterbauordnung MBO und entsprechend auch in den Landesbauordnungen./Kombiwagen Buggy /Sportwagen 113 .

Dagegen sind die notwendigen Mindestmaße für die Rollstuhlnutzung sehr detail- 85 40 Raumpilot Grundlagen . Hierfür liegen jedoch noch keine detaillierten Planungsempfehlungen vor. Seit Februar 2009 liegt dazu der Normenentwurf für eine neue DIN 18040 (Entwurf) vor. Diese neue Norm soll langfristig beide derzeit noch gültigen DIN-Normen ersetzen. Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Zur Unterstützung bei Mobilitätseinschränkungen werden neben einfachen Gehhilfen wie Stöcken oder Krücken inzwischen auch sogenannte „Rollatoren“ verwendet. Die DIN 18024 widmet sich der barrierefreien Planung in öffentlichen Freiflächen (Teil 1) und in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten (Teil 2). für ihre Handhabung wird aber weit mehr Platz gebraucht. Rollatoren sind meist 60 cm bis 65 cm breit. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen. Die DIN 18025 gibt Empfehlungen zur barrierefreien Planung von Wohnungen. In Baden-Württemberg wurden die DIN 18024 Teil 2 und die DIN 18025 Teil 1 und 2 mit einigen Einschränkungen in die „Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB)“ übernommen und damit in diesem Bundesland bauaufsichtlich eingeführt.Grundlagen DIN-Normen Konkrete Planungsempfehlungen für eine barrierefreie Planung sind in Deutschland gegenwärtig in der DIN 18024 und in der DIN 18025 aufgeführt. diese Normen zu überarbeiten und um einige Aspekte zu erweitern.

Dies entspricht den Anforderungen von DIN 18024 und DIN 18025 Teil 1. im Außenbereich maximal 3 cm (DIN 18024). . Durchgangs. Erreichbarkeit/Schwellen Untere Türanschläge und -schwellen sind in der barrierefreien und rollstuhlgerechten Planung grundsätzlich zu vermeiden.Barrierefrei liert ermittelt. Hauseingangstüren. dürfen sie entsprechend DIN 18040 (Entwurf). Türhöhen Türöffnungen sollten entsprechend den Normen in der barrierefreien Planung grundsätzlich eine lichte Höhe von mindestens 210 cm nicht unterschreiten. sind zum sicheren Passieren von Entsprechend DIN 18025 Teil 2 genügt für die barrierefreie. Soweit Schwellen technisch unbedingt erforderlich sind. DIN 18024 und DIN 18025 nicht höher als maximal 2 cm sein. 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 41 Grundlagen Türöffnungen grundsätzlich mindestens 90 cm lichte Öffnungsbreite notwendig. Wohnungseingangstüren und Aufzugstüren müssen jedoch auch entsprechend Teil 2 grundsätzlich eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben. nicht rollstuhlgerechte Planung dagegen ein lichtes Türdurchgangsmaß von 80 cm.und Öffnungsbreiten Obwohl Rollstühle selten breiter als 70 cm sind. Die festgelegten Planungsmaße für die barrierefreie rollstuhlgerechte Planung sind grundsätzlich für die Nutzung eines Elektrorollstuhls ausgelegt (hierfür wurde angenommen: Rollstuhl mit 85 cm Breite und 120 cm Länge).

Sicht-/Augenhöhe Optische Informationen werden am besten in Augenhöhe gelesen. Der horizontale Greifbereich eines er- Alter 5-14 35-44 55-64 74-90 ≥ 210 ≥ 40 optimal 85 ≤ 140 ≥ 90 Aufwärtsbeweglichkeit der Augen in unterschiedlichen Altersstufen Greifhöhen ≥ 80 (≥ 90) Mindest-Durchgangsmaße entsprechend DIN 42 Raumpilot Grundlagen ≥ 210 . Die direkte Anfahrbarkeit sämtlicher Bedienungsvorrichtungen. Lichtschalter.und Balkonbrüs­ tungen nur bis zu einer Höhe von 60 cm massiv auszubilden.und Altersheimen gewünscht). Fenstergriffe und ähnliches in der durchschnittlich optimalen Bedienhöhe von 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens anzubringen. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. Bedienhöhe Entsprechend den Barrierefrei-Normen sind alle Bedienelemente wie Türklinken. wird empfohlen. Da die Augenhöhe bei Erwachsenen. Greifraum Der Greifraum eines Menschen hängt stark von der Beweglichkeit seines Oberkörpers ab.Grundlagen Bedienhöhe Die durchschnittlich optimale Bedienhöhe liegt bei 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens. (Die Türgriffhöhe von 105 cm wird häufig vom Personal in Pflege. die abweichende Dimensionierung von üblichen Möbeln und vor allem die Unterfahrbarkeit von Einrichtungen in Bad und Küche muss zusätzlich zur Bedienhöhe beachtet werden. Kindern und Rollstuhlbenutzern sehr unterschiedlich ist. wird eine Höhe von circa 130 cm bis 150 cm zum Anbringen von Informationen als eine Kompromisslösung angegeben. Um Kindern und Rollstuhlfahrern mit ihrer niedrigeren Augenhöhe auch Ausblick zu gewähren. Fenster. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. Auch für Personen mit Gehstock oder mit Rollator kann eine Türklinkenhöhe über 85 cm eventuell günstiger sein.

ca. . Für blinde Menschen bietet vor allem der Einsatz taktiler Elemente und/oder akus­ tischer Signale entsprechende zusätzliche Es wird daher empfohlen Türklinken. 80 ca.Barrierefrei Im vertikalen Greifbereich sind für ältere Menschen und für Rollstuhlfahrer drei Höhen von besonderer Bedeutung: die durchschnittlich mögliche niedrigste Greifhöhe bei 40 cm. dass sie parallel von zwei unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden können. ist die Formgebung von Ausstattungselementen von besonderer Bedeutung. Handläufe und Haltegriffe der Handform entsprechend ergonomisch anzupassen und diese nicht scharfkantig. die Greif- Orientierung. eckig oder zu hart auszubilden. 80 ca. Da besonders bei Kindern und älteren Menschen die Feinmotorik unterschiedlich ausgeprägt ist. Menschen mit eingeschränkter Hörfunktion sind dagegen je nach Schweregrad zusätzlich auf eine akustisch-visuelle oder rein visuelle Orientierung angewiesen. 60 ≥ 150 Mindestbewegungsfläche zum Wenden für Rollstuhlfahrer ≥ 150 ≥ 90 ≥ 120 Horizontaler Greifbereich. Form und Materialien Normalsichtige Menschen nutzen für ihre Orientierung bis zu 90 Prozent visuelle Informationen und Signale. Bei Sehbehinderungen sind stärkere Farbsignale und Kontraste sehr wichtig. Kommunikationsmöglichkeiten. links bei eingeschränkter. Farben und Kontrast. Daneben ist es sinnvoll. 60 ca. höhen beschränken sich dann auf einen Bereich zwischen 50 cm und 85 cm. rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers Mindestbewegungsfläche in Räumen (90 cm) und vor Möbeln (120 cm) M 1:50 Raumpilot Grundlagen 43 Grundlagen wachsenen Menschen beträgt bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers circa 80 cm. Informationen entsprechend dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ so zu vermitteln. bei eingeschränkter Beweglichkeit kann er sich erheblich verkleinern (Abbildung Seite 28-29). Mit einer Greifzange können eventuell noch höher liegende Gegenstände erreicht werden. Bei frontalem Anfahren wird das Greifen für einen Rollstuhlfahrer schwieriger. die durchschnittlich optimale Greifhöhe bei 85 cm und die durchschnittlich höchstmögliche Greifhöhe ohne Hilfsmittel bei etwa 140 cm.

nach innen öffnend Bewegungsablauf Drehflügeltür. M 1:100 Bewegungsablauf Drehflügeltür.Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen. nach außen öffnend Bewegungsablauf Schiebetür Bewegungsablauf Aufzugstür 44 Raumpilot Grundlagen .

► DIN EN 81-70 / September 2005 / „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“ legt wesentliche Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung im Bereich des Fahrkorbs fest. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. M 1:50 ≥ 110 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 50 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 150 Bewegungsflächen vor Drehflügeltüren. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Bewegungsflächen vor Aufzugstüren. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. damit Rollstuhlfahrer sie unbehindert durchfahren können .Barrierefrei Zum Anfahren des Türdrückers benötigt der Rollstuhlfahrer beidseitig der Tür eine Bewegungsfläche von 50 cm. Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. ob es sich um eine Drehflügel. 18025. . 18040 (Entwurf) ≥ 150 Raumpilot Grundlagen ≥ 140 45 Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Vor barrierefreien Aufzügen muss eine Mindestbewegungsfläche von 150 x 150 cm vorgesehen werden.oder Schiebetür handelt. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18025. Bei der Aufzugstür ist eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm erforderlich. wobei letztere für einen Rollstuhlfahrer meist leichter zu bedienen ist. Weitere detaillierte Angaben zur barrierefreien Aufzugsplanung sind im Kapitel „Aufzug“ auf den Seiten 96-97 aufgeführt. Dieses Maß gilt unabhängig davon. 18040 (Entwurf) Bewegungsflächen vor Schiebetüren. 18025. die baulich nicht eingeschränkt werden darf.

M 1:50 46 Raumpilot Grundlagen ≥ 180 . Hierbei ist eine Breite von 120 cm ausreichend. wenn mindestens einmal eine Bewegungsfläche von 150 x 150 cm zum Wenden vorhanden ist. die der Rollstuhlbenutzer ausschließlich vor. DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf). Die Bewegungsfläche von 150 x 150 cm muss in jedem Raum und auf Fluren als Wendemöglichkeit vorhanden sein. Für die Begegnung von Rollstuhlbenutzern muss eine Bewegungsfläche von mindes­ tens 180 cm x 180 cm vorhanden sein. bei langen Fluren muss diese Bewegungsfläche mindestens alle 15 m angeordnet werden (15 m-Angabe aus DIN 18040 Teil 2 (Entwurf)).Grundlagen Flurbreiten Bewegungsfläche für Rollstuhlbenutzer ohne Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen für Rollstuhlbenutzer bei Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen bei Begegnung von Rollstuhlbenutzern ≥ 120 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 180 Es genügt eine Flurbreite von 120 cm. Ausgenommen sind Räume. Rollstuhlgerechte Mindestflurbreiten entsprechend DIN 18024.und rückwärtsfahrend uneingeschränkt nutzen kann.

Plätze. § 8 Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr Musterbauordnung MBO 2002 DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Ausgabe 1987 modifiziert DIN 32975 / Entwurf Juni 2008 / Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung DIN 32981 / November 2002 / Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) .Anforderungen DIN 32984 / Mai 2000 / Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum DIN 77800 / September 2006 / Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ DIN-Fachbericht 124. 2 Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten für Menschen mit Behinderung Richtlinien VDI 6008 / August 2005 / Barrierefreie und behindertengerechte Lebensräume – Anforderungen an die Elektro. Deutsche Fassung EN 81-40:2008 / Gestaltung barrierefreier Produkte . Signalelemente und Zubehör.und Gütertransport – Teil 40: Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen. Artikel 3 Bürgerliches Gesetzbuch 2007 / Artikel 1 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG 2002) auch § 4 Barrierefreiheit (Definition). Bedienungs-. ISO 4190-5. Wege.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Öffentlich zugängliche Gebäude (geplant als Ersatz für DIN 18024) DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Wohnungen (geplant als Ersatz für DIN 18025) DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN EN 81-40 / April 2009 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Gesetze/Verordnungen Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (19.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN 15325 / Dezember 1990/ Aufzüge. öffentliche Verkehrs. März 2009).Barrierefrei Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Straßen.und Fördertechnik Raumpilot Grundlagen 47 Grundlagen Personen. Abs. Ausgabe: Januar 2003 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinien 2007 / § 3.

Stuttgart 1994 Rau. Axel (Hrsg. in: ECA Europäisches Konzept für Zugänglichkeit. Degenhart. Ulrich u. Berlin 2008 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.)): Universell.barrierefrei-portal.Grundlagen Literatur Bleidick. Maßen und Produkten der barrierefreien Planung (Zugriff 11. Susanne.): Handbuch und Planungshilfe barrierefreie Architektur. LeinfeldenEchterdingen 2003 Marx. Gerhard.): Barrierefreies Bauen und Gestalten für sehbehinderte Menschen. Fachingenieure und Bauherren zur DIN 18025 Teil 1 und Teil 2.de Informationen und Planungshilfen zu relevanten DIN. Bauen für die Zukunft.php Dachverband Integratives Planen und Bauen e. anpassbar.de/sub/de/barrierefrei_planen/normen/normen (Zugriff 11.dipb.org/infomaterial. integrativ.2009) 48 Raumpilot Grundlagen . Christine. Berlin 2005.06.V. Lerch.fdst.): Taktile.de/w/files/pdf/eca_ deutsch_internet. Ausgabe November 1996 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.und Bestandsumplanung (Zugriff 11. Dietmar (Hrsg.06. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. Ausgabe 1992 Internet Neumann. zur DIN 18024 Teil 2.2009)) http://nullbarriere. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. Hannover 2002 Böhringer.): Barrierefreies Bauen. Köln 1996 Stemshorn. Daniela (HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg.a. Meuser. Philipp (Hrsg. Fachingenieure.2009) http://www.): Barrierefrei. Helmut: Barrierearm – Realisierung eines neuen Begriffes: Kompendium kostengüns­ tiger Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von Barrieren im Wohnungsbestand.06. Ebe. Leitfaden für Architekten.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. akustische und optische Informationen im öffentlichen Bereich: Barrierefrei für Blinde und Sehbehinderte. Stuttgart. inklusive Checklisten für Neubau. Lentze. Peter. Bauherren. Berlin. Dietmar (Hrsg. Berlin 2009 Heiss. Ulrike (Hrsg. Christine.: Einführung in die Behindertenpädagogik Band I.pdf (Zugriff 11. Pourat. Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten. Hannover 2003 Edinger. Gerhard. Stuttgart1997 Böhringer.2009) http://www. München 2009 Loeschcke. Pourat. Stuttgart 2007 Fischer. 2 (http://www. Oliver.): Barrierefreie Wohnungen. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Johann: DETAIL Praxis Barrierefreies Bauen. Leitfaden für Architekten.06. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. Joachim. S.

Treppe Raumpilot Grundlagen 49 Grundlagen .

Grundlagen Treppe 51 51 52 53 54 55 56 58 59 60 62 63 64 65 65 67 68 71 73 74 Einleitung Notwendige und nicht notwendige Treppen Notwendige Treppen Treppenteile Steigungsverhältnis Treppenneigungen Nutzbare Treppenlaufbreite Treppenraumprofil Treppendurchgangshöhe Lauflinie und Gehbereich Treppenpodeste Krankentransporte Stufenschnitt im Podestbereich bei zweiläufiger massiverTreppe Unterschneidung Geländer Handlauf Treppenarten Barrierefreie Treppenplanung Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Planungsregeln/Literatur 50 Raumpilot Grundlagen .

§ 35 (2) schreibt vor. wenn ihre Nutzung ausreichend sicher ist und im Brandfall nicht gefährdet werden kann. natürlich belichtbare Treppen Einleitung Treppen dienen dem Überwinden von Höhenunterschieden. Mit Treppenlauf wird die ununterbrochene Folge von mindestens drei Treppenstufen (drei Steigungen) bezeichnet. wenn in jedem Geschoss ein anderer Rettungsweg erreicht werden kann. die aus mindestens einem Treppenlauf bestehen. Die Bauordnung unterscheidet zwischen notwendigen Treppen. Raumpilot Grundlagen 51 Grundlagen . Sofern der Ausgang eines notwendigen Treppenraums nicht unmittelbar ins Freie führt. Sie sind fest mit dem Bauwerk verbundene Bauteile. Entsprechend MBO § 35 (1) muss jede notwendige Treppe zur „Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen. Dagegen steht bei einer Fluchttreppe üblicherweise die schnelle Höhenüberwindung im Vordergrund. werden verschiedene Anforderungen an den Raumbereich zwischen notwendiger Treppe und Ausgang gestellt (Rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse et cetera). Notwendige und nicht notwendige Treppen Die einzelnen Landesbauordnungen regeln unter anderem den vorbeugenden Brandschutz. Innenliegende notwendige Treppen können gestattet werden. § 10. Die speziellen Anforderungen an die bauliche Ausführung notwendiger Treppen sind in der MBO (§ 34 und § 35) und entsprechend in den Landesbauordnungen (BadenWürttemberg: LBO BW § 28 und LBOAVO u. a. werden hierin Anforderungen an ihre Ausführung und Brandsicherheit beschrieben. Dies kann mit einer niedrigen Steigung und tiefem Auftritt erreicht werden. wenn im Brandfall keine Gefährdung durch Raucheintritt vorliegt. als Außentreppe. Entsprechend § 35 (3) müssen notwendige Treppen durchgehend an einer Außenwand geführt werden. dass von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses mindestens ein notwendiger Treppenraum oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 35 m Entfernung erreichbar sein muss. 3. für Gebäude der Gebäudeklasse 1 und 2 (Definition siehe MBO 2 „Begriffe“). (Definition entsprechend DIN 18065 „Gebäudetreppen“) Für die Planung einer Treppe ist neben der gestalterischen Absicht vor allem ihre Funktion innerhalb des Gebäudes von Bedeutung. § 11) aufgeführt. Ausnahmen von dieser Forderung sind möglich: 1. Bei einer repräsentativen Treppe in öffentlichen Gebäuden kann beispielsweise ein langsames Schreiten erwünscht sein. für die Verbindung von höchstens zwei Geschossen innerhalb einer Nutzungseinheit mit insgesamt nicht mehr als 200 m². die auch als Fluchtweg dienen sollen.Treppe Außenliegende „ Treppenlandschaft“ Außenliegende Treppe und Treppenturm Innenliegende. 2. und nicht notwendigen oder zusätzlichen Treppen. durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum). Da Treppen in vielen Fällen einen wichtigen Bestandteil von Fluchtwegen bilden.

die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! Max. höchstens 35 m (MBO) beziehungsweise 40 m (LBO BW) betragen. Richtlinien für Kindergärten. 30 m 35 m 35 m Die maximale Entfernung zur Fluchttreppe wird gerechnet vom äußersten Punkt des Raums bis zur Tür des Fluchttreppenhauses. HHR 52 Raumpilot Grundlagen . LBO. Zusätzlich ist ein zweiter Rettungsweg erforderlich. Für Hochhäuser (siehe MBO 2 (4) Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses höher als 22 m über Gelände­ oberfläche) gelten ebenfalls besondere Anforderungen. Geschäfts.und Warenhausverordnung. Bei Gebäuden mit mehr als 8 m Brüstungshöhe muss die Erreichbarkeit mit Hubrettungsfahrzeugen sichergestellt sein (MBO § 5). Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung tet werden. Fluchtwege / notwendige Treppen für Gebäude mit Aufenthaltsräumen. wenn in den notwendigen Treppenraum kein Feuer und Rauch eindringen kann (Sicherheitstreppenraum). Ein zweiter Rettungsweg kann eine von der Feuerwehr erreichbare Nutzungseinheit sein. Fluchtweg kann durch Hubrettungsfahrzeuge sichergestellt werden besondere Anforderungen an Treppenräume. Krankenhausbauverordnung. außer Sonderbauten Anzahl notwendiger Treppen Wohngebäude bis 2 WE Gebäude bis 7 m (LBO BW) Gebäude bis 22 m Gebäude über 22 m 1 1 2 sonstiges Innenliegende. u. Jedes vom umgebenden Gelände nicht betretbare Geschoss mit Aufenthaltsräumen muss über mindestens eine notwendige Treppe zugänglich sein. Entfernung 25 m 25 m 25 m 30 m 30 m Notwendige Treppen Die Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses bis zu mindestens einem Fluchtweg (Fluchttreppe) oder einem Ausgang ins Freie darf bei Gebäuden.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. Ein zweiter Rettungsweg ist nicht erforderlich. Hochhausrichtlinien et cetera.a.Grundlagen Maximale Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums zu einem notwendigen Treppenraum Gebäudeart Hochhäuser Gast. Fluchtweg kann durch Feuerwehrleitern sichergestellt werden Der 2. offene Treppen sind ausreichend Der 2. Schulbaurichtlinien. zum Beispiel beach­ Versammlungsstättenverordnung. die keine Sonderbauten nach LBO sind.

Treppe Treppenteile Definition entsprechend DIN 18065 A us tri tts tu fe t Trit stu fe fe tu igu ng s Se pp e tzs te ns Podestbreite Tr ep pe np od es t A Laufbreite/ Podestbreite nt rit Treppenlauflänge ts tu fe Tre pp Tr en ep lau pe na f uf Tre tri tt a Raumpilot Grundlagen 53 Grundlagen ► Hinweis: Seit September 2009 liegt ein Entwurf zur Überarbeitung der DIN 18065 vor. .

Grundlagen Steigungsverhältnis Die Beziehung zwischen der Steigungshöhe (s) und der Auftrittsbreite (a) wird als das Steigungsverhältnis bezeichnet und bezieht sich auf das menschliche Schrittmaß. M 1:50 54 Raumpilot Grundlagen s . Das Steigungsverhältnis (s/a) 17/29 gilt nach empirischen Untersuchungen als günstiges Durchschnittsmaß. Je nach Anforderung an die Treppe wird eine der folgenden Berechnungsformeln verwendet: Schrittmaßregel: 2 s + a = 63 cm Bequemlichkeitsregel: a – s = 12 cm Sicherheitsregel: a + s = 46 cm Entsprechend DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden. Als durchschnittlich günstiges Steigungsverhältnis gilt: s/a: 17/29 ca. 63 a Bewegungsablauf beim Treppensteigen. Die übliche angenommene Schrittlänge beträgt 63 cm.

5 (19°) Belagrampe: bis 10° befahrbar.Treppe Treppenneigung (allgemeine Empfehlungen) Grundlagen Raumpilot Grundlagen Leitern: bis 90° Leitertreppen: 45° . trittsicherer Belag Treppensteigungen (s) (allgemeine Empfehlungen) Freitreppen Versammlungsstätten Schulen öffentliche Gebäude Gewerbebauten 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm Verwaltungsbauten Wohnhäuser Bodentreppen Kellertreppen nicht notwendige Treppen 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm 55 .5 / 37 . noch trittsicher Flachrampe: bis 6° befahrbar.5°) Freitreppe: 12.75° steilste Wohnhaustreppe: 21 / 21 (≤ 45° / 100% Steigung) normale Wohnhaustreppe: 17 / 29 (30.

für drei Personen entsprechend 1.5 Orientierungswerte für Treppenbreiten entsprechend dem durchschnittlichen Bewegungsraum von Erwachsenen. Überschlägig kann für eine Person mindestens 0. Damit zwei Personen ungehindert aneinander vorbeilaufen können. Die Treppenbreite wird entsprechend der Anzahl der Nutzer bemessen.25 m Breite vorgesehen werden.Grundlagen Nutzbare Treppenlaufbreite Die nutzbare Treppenlaufbreite bezeichnet die waagrecht gemessene Laufbreite zwischen der Wandoberflächen und der Innenkante Handlauf beziehungsweise zwischen zwei Handläufen. Nutzbare Laufbreite zwischen Wandoberflächen Nutzbare Laufbreite zwischen den Innenkanten von Handläufen Nutzbare Treppenlaufbreite ≥ 75 ≥ 125 ≥ 187. sollte mindestens 1.75 m Breite als Mindestbewegungsraum angenommen werden.875 m. M 1:50 56 Raumpilot Grundlagen .

die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Sonstige Gebäude Alle Gebäude baurechtlich notwendige Treppen baurechtlich nicht notwendige Treppen Treppenlaufbreite min. dass insgesamt 26 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.50 m ≥ 2.25 m ≥ 1. dass insgesamt 24 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden. 5) Bei Stufen. 80 cm 80 cm 50 cm 100 cm 50 cm Treppensteigung s2) Treppenauftritt a3) max. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Bodentreppen. deren Treppenauftritt a unter 24 cm liegt.Treppe Grenzwerte Treppensteigung und Treppenbreite entsprechend DIN 18065 Gebäudeart Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen1) Treppenart Treppen.) ≤ 2.00 m MHHR .Muster-Hochhaus-Richtlinie VkVO .20 m ≤ 2.40 m ≥ 1. Treppenbreiten in besonderen Bautypen (nach den jeweiligen Vorschriften) Hochhäuser (MHHR) Verkaufsstätten < 500 m (VkVO) 2 ≥ 1. die zu Aufenthaltsräumen führen Kellertreppen.00 m ≥ 1.Versammlungsstättenverordnung (hier Baden-Württemberg) Raumpilot Grundlagen 57 Grundlagen Die DIN 18065 ist in der Regel eine bauaufsichtlich „eingeführte Norm“ .25 m Versammlungsstätten je 150 Personen (VStättVO BW) Schulen min. min.00 m ≥ 1. je 150 Personen (Schulbaurichtl. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. deren Treppenauftritt a unter 26 cm liegt. 20 cm 21 cm 21 cm 19 cm 21 cm 23 cm 21 cm 21 cm 26 cm 21 cm 1) schließt auch Maisonettewohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ein 2) aber nicht < 14 cm 3) aber nicht > 37 cm 4) Bei Stufen.Verkaufsstättenverordnung VStättVO .

Der Handlauf sollte ununterbrochen durchlaufen. Die Greifhöhe liegt zwischen 80 und 115 cm (DIN 18065). M 1:50 58 Raumpilot Grundlagen ≥ 200 ≥5 . Handlauf: Der Abstand zwischen Wand und Handlauf muss mindestens 5 cm betragen. ≥5 ≤6 ≥ 100 ≤6 ≥ 80 Lichtraumprofil und Seitenabstände.Grundlagen Erforderlicher Raumbedarf entsprechend DIN 18065 Treppenraumprofil Notwendige Treppen nach DIN 18065 ≥ 100 Sonstige Treppen nach DIN 18065 ≥ 80 ≤ 25 ≥ 50 ≤ 25 ≥ 200 ≤ 25 ≤ 15 ≤ 10 ≤ 15 ≤ 10 Der seitliche Abstand von Treppenläufen und Treppenpodesten zur Wand darf nicht mehr als 6 cm betragen.

Treppe Treppendurchgangshöhe Die lichte Durchgangshöhe von Treppen ist in DIN 18065 mit mindestens 200 cm festgelegt. Leuchte 3 Balken 4 Dachschräge. Leuchten et cetera dürfen in diesen Raum nicht hineinragen (Ausnahmen siehe: Treppenraumprofile). Deckenunterseite Grundlagen Raumpilot Grundlagen 4 3 2 2 1 lichte Treppendurchgangshöhe Messebenen für lichte Treppendurchgangshöhe ≥ 200 cm Zulässige lichte Treppendurchgangshöhe.) Bauteile wie Balken. (Wenn möglich sollte eine größere Höhe von mindestens 220 cm ausgeführt werden. Begrenzung der lichten Durchgangshöhe beispielsweise durch: 1 Unterseite eines darüberliegenden Treppenlaufs 2 Rohr. M 1:50 59 .

Krümmungsradien der Begrenzungslinie des Gehbereichs müssen mindestens 30 cm betragen.Grundlagen 30 Gehbereich 18 R 36 R 30 Gehbereich R 60 Gehbereich R 60 32 R 36 R 32 R 40 40 20 40 R 40 32 16 32 32 16 32 40 20 50 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten Lauflinie und Gehbereich Die Lauflinie ist eine gedachte Bewegungslinie.2). die sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergeben. Bei Wendeltreppen mit einer nutzbaren Treppenbreite < 100 cm liegt der Gehbereich mittig und beträgt 20 Prozent der nutzbaren Laufbreite. Im geraden Treppenbereich verläuft der Gehbereich in Treppenmitte. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten bis 100 cm hat der Gehbereich eine Breite von 20 Prozent der nutzberen Treppenlaufbreite und liegt im Mittelbereich der Treppe (DIN 18065/ 9. Der Abstand des Gehbereiches von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite beträgt 40 cm (DIN 18065/ 9. Bei gewendelten Treppen kann die Lauflinie (der Auftritt) innerhalb des Gehbereichs frei gewählt werden.1). 60 Raumpilot Grundlagen . Im Krümmungsbereich der Lauflinie ist der Auftritt gleich der Sehne. Der Auftritt wird innerhalb der Lauflinie gemessen. Sie liegt im Gehbereich. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten über 100 cm – außer bei Spindeltreppen – beträgt die Breite des Gehbereichs 20 cm. die den üblichen Weg eines Treppennutzers angibt.

Anton. Detaillierte Angaben hierzu siehe: Schuster. Seite 19f Pech. Franz: Treppen aus Stein. Andreas: Treppen/Stiegen. New York 2005. Holz und Eisen. Kolbitsch.Treppe Gehbereich Gehbereich Zum Verziehen von Treppenstufen gibt es verschiedene Konstruktionsmethoden. Seite 15ff 40 36 18 36 16 24 50% 20% 30% 80 40% 20% 40% 90 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Wendeltreppen Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Spindeltreppen 20 10 20 50 24 12 24 60 28 32 36 40 50 60 70 80 14 16 18 20 20 20 20 20 28 70 32 80 36 90 40 100 40 110 40 120 40 130 40 140 Seite der schmalen Stufenenden 70 21 80 90 27 24 16 14 35 60 18 12 10 50 15 30 25 40 45 50 55 Spindelseite 60 65 72 28 40 140 Handlaufseite 26 18 100 30 20 22 24 39 130 110 33 120 36 Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für gewendelte Treppen sowie für Treppen unterschiedlicher Breite. Wien. Stuttgart 1943. die sich aus geraden und gewendelten Laufteilen zusammensetzen Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für Spindeltreppen unterschiedlicher Breite Raumpilot Grundlagen 61 Grundlagen .

M 1:50 62 Raumpilot Grundlagen . Mit Zwischenpodest wird der Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen bezeichnet. Zwischenpodeste sollten so bemessen werden. 18 Stufen (max. dass der Bewegungsfluss entsprechend dem Schrittmaß nicht unterbrochen wird: Podestlänge = x Schrittmaß + 1 Auftritt Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen. Bei der Grafik wurde auf das gängige Durchschnittsmaß von 63 cm zurückgegriffen. Entsprechend DIN 18065 soll nach höchstens 18 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. In Versammlungsstätten sollte nach höchstens 14 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. Treppenpodeste Als Treppenpodest wird der Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufs bezeichnet. a 63 63 Zwischenpodest x*63cm + 1 Auftritt (a) a max. 14 Stufen bei Versammlungsstätten) Systemschnitt mit Treppenpodest.Grundlagen Nach DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden.

125 100 50 100 100 50 100 Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei offenem Treppenauge Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei geschlossenem Treppenauge 140 Raumpilot Grundlagen 63 .Treppe Krankentransporte im Podestbereich Grundlagen 250 250 Treppenanlagen/Treppenpodeste müssen in Gebäuden ohne entsprechende Aufzüge so ausgebildet werden. dass darin eine Krankentrage transportiert werden kann (Abmessungen Krankentrage mit klappbaren Holmen entsprechend DIN 13024-2/ April 1997: 2302 x 556 x 137 mm beziehungsweise entsprechend DIN EN 1865 wie im Entwurf DIN 18065 von September 2009 angegeben).

die jedoch geometrische. Die Lage des Handlaufs hängt ebenfalls von der Geometrie der Treppenanlage ab. das Podest kann daher mit geringerer Materialstärke ausgeführt werden als bei B und C.Grundlagen Stufenschnitt bei zweiläufiger massiver Treppe A B C D Schnitt Aufsicht Die Treppengeometrie von Treppe A hat Vorteile: Die Knicklinie der Treppenuntersicht liegt durchgehend in einer Linie. statische oder herstellungstechnische Nachteile haben. Die Zeichnungen B und C sind mögliche Alternativen. müssen die Steigungen versetzt anschließen (Zeichnung A). M 1:100 Um bei der Untersicht des Zwischenpodestes bei massiven Treppen eine durchlaufende Anschlusskante der beiden Treppenläufe zu erhalten. Die Alternative D weist durch ihre verspringende Knicklinie eine schwierige Geometrie in der Untersicht auf. Untersicht Stufenschnitte. 64 Raumpilot Grundlagen .

(DIN 18065. Um das Überklettern von Geländern durch Kleinkinder zu erschweren. Geschlossene Treppen mit Treppenauftritten a < 26 cm sind so weit zu unterschneiden. dass a + u ≥ 26 cm beträgt (DIN 18065. 6.Treppe Unterschneidung Treppen ohne Setzstufen (offene Treppen) müssen um mindestens 3 cm unterschnitten werden (DIN 18065.7 . bei einer Höhe von mehr als 12 cm nicht breiter als 12 cm sein dürfen. 6.2). dass Öffnungen in Umwehrungen 1. Unterschneidungen sind ebenfalls möglich.7 . Bei Treppen mit Setzstufen (geschlossene Treppen) können die Stufen bündig mit der Setzstufe abschließen. Der Abstand dieser Umwehrungen von der zu sichernden Fläche darf senkrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. darüber nicht mehr als 12 cm sein dürfen. bei einer Breite von mehr als 12 cm bis zu einer Höhe der Umwehrung von 60 cm nicht höher als 2 cm. darf entsprechend DIN 18065 der lichte Abstand von Geländerteilen in eine Richtung nicht mehr als 12 cm betragen (dies gilt nicht für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten).9) Die LBOAVO BW fordert darüber hinaus unter § 4. Die Höhe des Geländers wird lotrecht über der Stufenvorderkante beziehungsweise über der Oberkante des Podestbodens gemessen (geforderte Geländerhöhen siehe Tabelle nächste Seite).1). müssen die freien Seiten von Treppenläufen und Treppenpodesten durch Geländer gesichert werden. 6. 2. Über Treppenpodesten darf der lichte Abstand zur Geländerunterkante lotrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. ≤ 12 < 15 Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen und maximal zulässiger Abstand des Geländers über den Treppenstufen entsprechend DIN 18065 ≥3 ≤ 12 Unterschneidung geschlossene Treppe Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen entsprechend LBOAVO BW § 4 Umwehrungen ≥ 60 Raumpilot Grundlagen 65 ≤2 ≤ 12 Unterschneidung offene Treppe < 15 ≤ 12 Grundlagen In öffentlichen Gebäuden müssen die teilweise von der DIN beziehungsweise der LBO abweichenden Anforderungen der GUV (gesetzliche Unfallversicherung) für die Höhe und Gestaltung von Umwehrungen beachtet werden! . Geländer Um gegen Absturz zu sichern.

Grundlagen Handlauf Kinder 65 .75 Brüstungshöhe min. 90 cm 2) bis 12 m 1) über 12 m 1) 2) 3) 100 cm 3) 110 cm außerdem bei größeren Absturzhöhen.115 Treppengeländerhöhen für Erwachsene (DIN 18065) und Kinder (Orientierungswert) Treppengeländerhöhen nach DIN 18065 Absturzhöhen bis 12 m 1) Gebäudearten Wohngebäude und andere Gebäude. 90 . wenn das Treppenauge bis zu 20 cm breit ist nach Bauordnungsrecht nach Arbeitsschutzrecht 66 Raumpilot Grundlagen .110 (LBO) Handlauf Erwachsener 80 . die nicht der Arbeitsstättenverordnung unterliegen Arbeitsstätten für alle Gebäudearten Treppengeländerhöhe min.

muss ein zusätzlicher Zwischenhandlauf in der Mitte angeordnet werden. Empfehlung: Handlaufhöhe für Erwachsene etwa 85 cm. Bei nutzbarer Treppenbreite über 1. ≥5 Der Seitenabstand des Handlaufs von benachbarten Bauteilen muss mindestens 5 cm betragen 80 . dass der Handlauf ununterbrochen durchläuft und das Umgreifen nicht durch Befestigungselemente gestört wird. Durch einen Seitenabstand des Treppenhandlaufs zu benachbarten Bauteilen von mindestens 5 cm wird ein sicheres Umgreifen ermöglicht (DIN 18065). M 1:20 Raumpilot Grundlagen 67 Grundlagen . Die Höhe der „Umwehrung“ (Absturzsicherung) entspricht nicht immer der optimalen Handlaufhöhe. Bei der Planung sollte darauf geachtet werden. als Anhaltswert kann eine Höhe von 65 cm bis 75 cm genannt werden. Die DIN 18065 empfiehlt eine Höhe zwischen 80 cm und 115 cm. ist ein zusätzlicher tiefer liegender Handlauf sinnvoll. Wenn die Treppenbreite mehr als 4 m beträgt. die häufig von Kindern begangen werden.115 Handlauf.50 m müssen beide Treppenseiten mit Handläufen ausgerüstet werden. Für Treppen. Bei der Handlaufplanung ist auf eine angenehme Greifhöhe zu achten.Treppe Handlauf Treppenläufe ab vier Stufen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.

zweimal viertelgewendelte Treppe Einläufige. halbgewendelte Treppe 68 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Treppenarten Einläufige gerade Treppe Einläufige. im Antritt viertelgewendelte Treppe Einläufige.

Treppe Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest Dreiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Raumpilot Grundlagen 69 Grundlagen .

Grundlagen Bogentreppe. Treppe mit Treppenspindel Dreiläufige zweimal abgewinkelte Treppe mit Zwischenpodesten Wendeltreppe. zweiläufige gewendelte Treppe mit Zwischenpodest Spindeltreppe. Treppe mit Treppenauge 70 Raumpilot Grundlagen .

und Schlafräume. Bei Bedarf sind Aufzug oder Rampe zum Überwinden von Höhenunterschieden erforderlich. Stolpergefahr bei Stufenunterschneidung. In diesen Wohnungen müssen die Wohn. bei schrägen Setzstufen sind Unterschneidungen bis zu 2 cm zulässig. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. 1992 . entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und 2 dürfen Handläufe im Treppenauge und an Podesten nicht unterbrochen sein.5 cm Durchmesser gefordert. DIN 18025 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Handlauf – Beidseitige Handläufe auf 85 cm Höhe erforderlich (DIN 18024 und DIN 18025). eine Toilette. – Innerer Handlauf darf nicht unterbrochen sein (DIN 18024/DIN 18025). Treppen entsprechend DIN 18024.Treppe Barrierefrei Erreichbarkeit im Wohnungsbau Entsprechend LBO BW § 35 (3) müssen bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Gaststätten und Praxen die stufenlose Erreichbarkeit aller Gebäudeebenen gefordert. – Der Treppenlauf von Wohnungstreppen sollte in der barrierefreien Planung nicht gewendelt sein (DIN 18025 Teil 2). Treppenlauf – Notwendige Treppen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten dürfen nicht gewendelt sein (DIN 18024). daher sind Stufenunterschneidungen bei barrierefreien Treppen unzulässig (DIN 18024/DIN 18025) beziehungsweise nur bis 2 cm zulässig (DIN 18040 Entwurf) b 30 Die Trittstufen müssen durch taktiles Material erkennbar sein. 1996 DIN 18025 Teil 2/ Dez. – Entsprechend DIN 18040 Teil 1 und 2 (Entwurf) sind ab einem Innendurchmesser des Treppenauges von 200 cm auch gebogene Treppenläufe zulässig. – Handläufe sind mit 3 bis 4. Taktile Hilfen an Handläufen am Anfang und am Ende der Treppe informieren Blinde über den Beginn und das Ende des Treppenlaufs Orientierungshilfen sind für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wichtig! – Markierungen der Stufenvorderkanten (zumindest die erste und letzte Stufe sollte markiert sein) – Aufmerksamkeitsfeld vor der Treppe (Belagswechsel) Raumpilot Grundlagen 71 Grundlagen LBO BW § 35 (3) LBO BW § 39 DIN 18040 Teil 1/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18040 Teil 2/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18024 Teil 2/ Nov. Stufen – Stufenunterschneidungen sind unzulässig (DIN 18024/DIN 18025 Teil 2). die barrierefrei gestaltet werden müssen. – Äußerer Handlauf muss über das Treppenende hinaus 30 cm waagerecht in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm entsprechend DIN 18040 Entwurf) weitergeführt werden. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2 sind Handlaufhöhen zwischen 85 und 90 cm zugelassen. Trittstufen dürfen über die Setzstufen nicht vorkragen. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) sind frei in den Raum kragende Handlaufenden mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen. Erreichbarkeit in öffentlichen Gebäuden In LBO BW § 39 sind weitere bauliche Anlagen aufgelistet. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) müssen Treppen Setzstufen haben. Entsprechend § 39 und DIN 18024 Teil 2 (beziehungsweise 18040 Teil 1 (Entwurf)) ist für öffentlich zugängliche Gebäude wie unter anderem Bürogebäude.

90) . Entsprechend DIN 18024. Das Zwischenpodest kann jedoch schmäler sein als 150 cm.Grundlagen Barrierefreie Treppe Barrierefreie Treppen müssen beidseitige Handläufe besitzen mit 3 bis 4. siehe „ Treppenteile“) darf nicht dazugerechnet werden. DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 (Entwurf) ist eine 150 cm Bewegungsfläche vor der Treppe für Rollstuhlfahrer gefordert.4. (Bemaßung dieser Podestfläche entsprechend Forderungen der LBO und DIN 18065). M 1:50 72 Raumpilot Grundlagen Handlauf 85 (. die Absturzsicherung muss daher getrennt vom Handlauf in der geforderten Höhe angeordnet werden! Die Höhe des Handlaufs wird lotrecht über Stufenvorderkante beziehnungsweise über OFF der Podeste bis Oberkante Handlauf gemessen. Die oberste Stufe (Austrittsstufe.5 Umwehrung 90 . Äußere Handläufe müssen in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) 30 cm waagerecht über den Anfang und das Ende einer Treppe hinausragen.5 cm Durchmesser. Die rechtlichen Vorschriften über Brüs­ tungshöhen gelten unabhängig von der Forderung nach 85 cm (85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) Handlaufhöhe.110 ≥ 30 ≥ 30 ≥ 150 Barrierefreie Treppe. da es von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden kann. 3 .

Treppe max. bei Steilrampen zwischen 10 und 24 Prozent (nicht barrierefrei).50 m groß sein. 6% Rampen ermöglichen Gehbehinderten. falls Handläufe unterfahrbar. Nach maximal 6 m Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 1.85 m Höhe (0. >5 10 120 Steigung maximal 6 Prozent in der barrierefreien Rampenplanung ≥ 150 72 85 30 ≥ 150 ≥ 150 *) 120 30 ≤ 600 ≥ 150 ≤ 600 30 ≥ 150 ≥ 150 *) Rollstuhlgerechte Rampe entsprechend DIN 18024. *) 150 cm nur entsprechend DIN 18040 (Entwurf) ausreichend.50 m Länge erforderlich.90 m DIN 18040 (Entwurf) anzubringen und über die Rampe hinaus 30 cm über die Podestfläche zu führen.85 m bis 0. M 1:100 Raumpilot Grundlagen 73 85 Grundlagen Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Handläufe sind beidseitig mit 3. Rampen sind ab 3 Prozent Längsgefälle erforderlich.5 cm bis 4 cm Durchmesser auf 0. Bei der barrierefreien Rampenplanung ist eine Steigung bis maximal 6 Prozent möglich. bei Belagrampen (nicht barrierefrei) zwischen 6 und 10 Prozent. DIN 18025 und DIN 18040 Entwurf. .50 m x 1. Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen et cetera die ungehinderte Höhenüberwindung. Nicht-barrierefreie Rampen Rampen können alternativ oder zusätzlich zu Treppen oder Aufzügen als großzügige vertikale Erschließungselemente eingesetzt werden.20 m Breite gefordert. Die Bewegungsflächen am Anfang und am Ende der Rampe müssen mindestens 1. Die nutzbare Rampenbreite zwischen den mindestens 10 cm hohen Radabweisern ist mit mindestens 1. Die Neigung von Flachrampen liegt bei maximal 6 Prozent. 30 Frei auskragende Handlaufenden sind mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen (DIN 18040 Entwurf).

2 Verkehrswege Musterbauordnung (MBO) (2002) insbesondere: – § 14 Brandschutz – § 33 Erster und zweiter Rettungsweg – § 34 Treppen – § 35 Notwendige Treppenräume. Prüfung Gesetze/Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (12. Ausgänge Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Richtlinien Hochhausrichtlinien Versammlungsstättenverordnung Verkaufsstättenverordnung Krankenhausbauverordnung Geschäfts. Ein. Messregeln. Wege.und Warenhausverordnung Garagenverordnungen Schulbaurichtlinien Richtlinien für Kindergärten Unfallverhütungsvorschriften Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) 74 Raumpilot Grundlagen . Berichtigungen zu DIN 13024 Teil 1: 1997-04 DIN 13024 Teil 2 / April 1997 / Krankentrage – Teil 2: mit klappbaren Holmen – Maße.und Ausgänge. Prüfung DIN 13024 Teil 1 Berichtigung 1 / Mai 2008 / Krankentrage . Gänge. besonders: – ASR 7/3 Künstliche Beleuchtung – ASR 12/1-3 Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände – ASR 17/1. öffentliche Verkehrs. Hauptmaße DIN 18065 Entwurf / September 2009 / Gebäudetreppen – Begriffe.Grundlagen Normen DIN EN 1865 / Dezember 1999 / Festlegungen für Krankentragen und andere Krankentransportmittel im Krankenkraft­ wagen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Ausgänge – § 38 Umwehrungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2006). Anforderungen. Flure. Anforderungen. insbesondere: § 28 Treppen. Plätze. Rampen und LBOAVO: unter anderem § 4 Umwehrungen.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rie­ refreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 13024 Teil 1 / April 1997 / Krankentrage –Teil 1: mit starren Holmen – Maße. Prüfung. Maße.Teil 1: Mit starren Holmen. Messregeln. Hauptmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen.08. § 10 Treppen. § 11 Notwendige Treppenräume. Treppenräume. Anforderungen.2004) mit Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) (Oktober 1979).

Kon­ struktion und Gestaltung von großen und kleinen Treppenanlagen. Hannover 1993 Pracht. Franz: Treppen aus Stein. Siegele. Franz: Treppen – Entwurf. Holz und Eisen. Catherine: Treppenhäuser. Basel. Ursula. Thomas: Neue Treppen. Anton. Mün­ chen 2001 Meyer-Bohe. Andrea (Hrsg. Rysler. Stuttgart 1964 Slessor. gerade und gewendelt. Wien. Köln 2000 Ronner. Berlin 2008 Drexel. München 2000 Jiricna Eva: Moderne Treppen. Klaus: Treppen aus Metall. Klaus: Geländer. New York 2005 Raumpilot Grundlagen 75 Grundlagen Literatur Baus. Konstruktion und Design. Architektur – Konstruktion – Gestaltung. Leinfelden-Echterdingen 1983 Pech. Kölliker. Stuttgart 1998 Schuster. Klaus: Stahltreppen. Andreas: Treppen/ Stiegen. Fredi. Stuttgart 1943 . Stuttgart 2001 Mielke. Köln 2002 Pracht. Kolbitsch. Boston.Treppe Deplazes. Basel 1994 Schuster.): Architektur konstruieren. Walter: Elemente des Bauens. Gitter und Zäune aus Metall. Friedrich: Handbuch der Treppenkunde. Heinz. Emil: Baukonstruktion im Kontext des architektonischen Entwerfens: Zirkulation.

Grundlagen 76 Raumpilot Grundlagen .

Aufzug Raumpilot Grundlagen 77 Grundlagen .

Grundlagen Aufzug 79 79 80 81 82 82 82 82 83 83 83 84 86 88 90 91 92 92 93 93 94 96 98 Einleitung Planungsregeln Begriffe Fahrkorbvarianten Antriebsarten Seilaufzug Triebwerksraumloser Seilaufzug Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe Hydraulikaufzug Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Dimensionierung – Aufzugsgrößen Dimensionierung – Bewegungsflächen/ Wartezone/ Vorraum Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Dimensionierung – anhand von Tabellen Vorgaben der Landesbauordnung Hochhaus Aufzugsgruppen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Twin-System Feuerwehraufzug Barrierefrei Planungsregeln/Literatur 78 Raumpilot Grundlagen .

die – außer den repräsentativen Treppen in Foyerbereichen – oft nur als Fluchtwege (notwendige Treppen) ausgebildet sind und entsprechend selten genutzt werden. Von diesen Aufzügen muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen. Dieses Kapitel kann hierfür nur erste Planungshinweise geben. über der Geländeroberfläche im Mittel) von mehr als 13 m müssen Aufzüge in ausreichender Zahl haben. Es empfiehlt sich. 4 „Aufzüge“ an: „Gebäude mit einer Höhe nach § 2 Abs. . ► Anforderungen an die Aufzugsplanung der jeweiligen LBO beachten! ► Die hier beispielhaft zitierte LBO BW wird voraussichtlich 2010 novelliert. Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden. beispielsweise indem über die Förderleis­ tung die Aufzugs­ kapazität bestimmt wird (siehe „Dimensionierung“).oder Verwaltungsbauten eingesetzt werden. da sie Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Zugang zu allen Geschossen eines Gebäudes ermöglichen. Planungsregeln Die MBO 2002 führt unter § 39. Taiwan (Baujahr 2004) und erreicht in einer Richtung (!) eine Geschwindigkeit von 17 m/s.50 m Höhe des obersten Fußbodens über der Eingangsebene (Novellierung 2010 beachten!).Aufzug Einleitung Aufzüge dienen neben Treppen. Der Gesetzesentwurf zur Novellierung sieht für § 29 „Aufzugsanlagen“ Angleichungen an die Musterbauordnung MBO vor. Für die Projektierung von Aufzügen in größeren Gebäuden sind komplexe Verkehrsberechnungen schon während der Planungsphase erforderlich. Raumpilot Grundlagen 79 Grundlagen Der zur Zeit schnellste Personenaufzug befindet sich im Taipei Financial Center „Taipei 101“ in Taipeh. Bei der Planung barrierefreier Gebäude sind Aufzüge unverzichtbar. Fahrtreppen und Rampen der vertikalen Erschließung von Gebäuden. 3 Satz 2 (Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. Man unterscheidet für den Transport von Personen und Lasten verschiedene Aufzugsarten: – Personenaufzüge – Lastenaufzüge – Güteraufzüge – Feuerwehraufzüge. wie sie beispielsweise in Wohn. Für die Erschließung von Hochhäusern haben Aufzüge eine größere Bedeutung als Treppen. Rollstühle. Dieses Kapitel behandelt vorwiegend Personenaufzüge. bei der konkreten Projektierung frühzeitig einen Fachplaner mit einzubeziehen. “ Abweichend davon fordert die LBO BW unter § 29 entsprechende Aufzüge ab 12. dies entspricht 61 km/h.

Schemaschnitt. der Personen und Lasten befördert.50 160 380 220 500 ► Angaben zur Mindestschachtgrubentiefe und zur Mindestschachtkopfhöhe machen die DIN EN 81-1. Schachtkopf Teil des Schachtes zwischen der Fußbodenoberkante der obersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtdecke. in dem das Triebwerk und/oder die zum Aufzugsantrieb dazugehörigen technischen Einrichtungen wie Antrieb. entsprechend DIN 15306 (cm) Nenngeschwindigkeit (m/s) Mindestschachtgrubentiefe Mindestschachtkopfhöhe 0.Grundlagen Begriffe Triebwerksraum Triebwerk Triebwerksraum Raum. Gegengewicht Förderhöhe Aufzugsschacht Schachttürhöhe Fahrkorbhöhe Schachtkopf Fahrkorb Schachtgrube Dimensionierung Schachtkopf und Schachtgrube. Lasten. Zentral öffnende Schiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente mittig zu beiden Seiten geöffnet. Die DIN EN 81-1 beziehungsweise DIN EN 81-2 fordert für Personen-. Vorteilhaft ist die kürzere Öffnungsund Schließzeit. die DIN EN 81-2.63 1.60 m x 1 m Teleskopschiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente nebeneinander zu einer Seite hingeschoben. Schutzraum Der Schutzraum soll sowohl auf dem Fahrkorbdach als auch in der Schachtgrube eine gefahrlose Wartung sicherstellen. M 1:100 80 Raumpilot Grundlagen Puffer .50 m bei einer von Einbauten freien Fläche von mindestens 0. Steuerung und Regelung untergebracht werden.und Güteraufzüge oben: mindestens 1 m unten: mindestens 0.00 140 360 140 370 1.60 2. nachteilig ist die größere Fahrschachtbreite gegenüber der einseitig öffnende Teleskopschiebetür. Fahrkorb Teil des Aufzugs. die DIN 15306 und die DIN 15309. Von Vorteil ist die geringere lichte Schachtbreite als bei der zentral öffnenden Variante/Schiebetür. Schachtgrube Teil des Schachtes zwischen der untersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtsohle. In nebenstehender Tabelle werden beispielhaft einige Werte aus der DIN 15306 (Personenaufzüge für Wohngebäude) zitiert.

die die Investitionskosten für den Aufzug deutlich erhöhen. Ihr Einbau erfordert meist aufwendige Konstruktionen. zentral öffnende Schiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Standard-Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Fahrkorbtiefe Schachttiefe Fahrkorb einseitig öffnende Teleskopschiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Durchlader Übereckaufzug Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite einseitig öffnende Teleskopschiebetür M 1:50 Raumpilot Grundlagen 81 Grundlagen Fahrkorbvarianten Die am häufigsten ausgeführte Aufzugsvariante ist in der Abbildung oben rechts zu sehen. Die Übereck-Variante ist eine Sonderlösung. . Der Fahrkorb ist zentral angeordnet mit zentral öffnender Schiebetür.Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Der Durchlader ist unter anderem besonders für das Anfahren von Zwischengeschossen geeignet.

in dem sich der Antrieb und die Steuerung et cetera befinden. Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe In Einzelfällen ist es möglich. oben neben dem Aufzug oder unten neben dem Schacht angeordnet werden. Dieser Fall kann bei nachträglichen Aufzugseinbauten. Triebwerksraumloser Seilaufzug Bei diesen Konstruktionen werden wesentliche Triebwerkskomponenten innerhalb des Schachts angeordnet. da eine geringe Anzahl an Seilumlenkungen notwendig ist. zum Beispiel im Altbau eintreten. 82 Raumpilot Grundlagen . wodurch der Triebwerksraum entfällt. Die maximale Förderhöhe liegt im Jahr 2009 bei etwa 100 m. Allerdings ist die Wartung erschwert. kann über dem Aufzug.und Kostenersparnis. da die Antriebsanlage nur über den Fahrkorb zugänglich ist. Durch die längere Seilführung erhöht sich aber der Verschleiß und damit steigen auch die Wartungskosten. Die Anordnung direkt über dem Schacht ist meist die wirtschaftlichste Lösung und hat den besten Gesamtwirkungsgrad. das Triebwerk ist im Schacht über dem Fahrkorb angeordnet Seilaufzug ohne Triebwerksraum und reduzierter Schachtgrube Antriebsarten Seilaufzug Seilaufzüge sind in der Regel die kosten­ güns­ tigsten Aufzüge. Bei dieser Aufzugsart ist der Fahrkorb über Seile mit einem Gegengewicht verbunden. beispielsweise neben der obers­ ten oder untersten Schachttür von ­ außen zugänglich.und Lastentransport einsetzbar und ermöglichen große Förderhöhen. die geforderte Schachtgrubentiefe zu unterschreiten. sie wird durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme jedoch voraussichtlich noch weiter erhöht werden.Grundlagen Seilaufzug mit Triebwerksraum über dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum oben neben dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum unten neben dem Schacht Seilaufzug ohne Triebwerksraum. Der Triebwerksraum. Der Wegfall des Treibwerksraums bedeutet eine deutliche Raum. das heißt für Personen. Dadurch erhöhen sich bei Wartungsarbeiten meist auch die Ausfallzeiten. Bei vielen Systemen ist die Steuerung außerhalb des Schachts angeordnet. da damit die Gesamtbauhöhe verringert werden kann. Die Anordnung neben dem Schacht kann aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen von Vorteil sein. Diese Aufzüge verursachen einen geringeren Geräusch­ pegel und verbrauchen etwas weniger Energie als herkömmliche Seilaufzüge. Sie sind für alle Nutzungsarten. Die Seile werden üblicherweise über eine Treibscheibe mit Umlenkrolle geführt und von einer Antriebsmaschine in beide Richtungen gezogen.

Hydraulikaufzug Bei einem hydraulisch angetriebenen Aufzug wird der Fahrkorb mit einem ölhydraulischen Hubkolben bewegt. und sie gelten auch als wartungsintensiver.60 m Schachtkopfhöhe. so dass auch größere Höhen überwunden werden können. Bei diesen Systemen ist ein relativ hoher Energieaufwand nötig.50 m bis 2. Diese Aufzüge können komplett in übliche Geschosshöhen integriert werden. so dass zusätzliche Dachaufbauten entfallen. da ständig das gesamte Gewicht der Kabine bewegt werden muss. Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Bei diesen Aufzügen ist die Kabine ohne Umlenkungen.und Sicherheitsmaßnahmen ist zum Schutz vor auslaufendem Öl wichtig (Gewässerschutz). also direkt. Dies verhindert größere Energieverluste (und entsprechende Betriebskosten). um den Weg vom Aggregat zum Schacht möglichst gering zu halten. Der hydraulisch angetriebene Aufzug wird bevorzugt bei kleineren Förderhöhen (15–25 m) verwendet. Der Maschinenraum ist unter oder neben dem Aufzugsschacht angeordnet. Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Für größere Förderhöhen kann eine Kombination aus Seil. Eine korrekte Ausführung der geforderten Abdichtungs. für den Aufbau ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich). mit dem Kolben verbunden. Raumpilot Grundlagen 83 Grundlagen .Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit zentralem Druckkolben Daneben wurden zwischenzeitlich auch Aufzüge mit einer reduzierten Schachtkopfhöhe entwickelt (ab circa 2.und Hydraulikaufzug – der seilhydraulisch angetriebene Aufzug – einge- setzt werden. Das Seil wird mehrfach umgelenkt. Die Anschaffungskosten sind jedoch höher als bei üblichen Konstruktionen. Bei diesem seilhydraulischen Hubsystem wird der Hubkolben von einem Seil unterstützt.

da damit ein schnelleres Aus. verschiedene Hersteller unterschreiten diese Abmessungen bei ihren Fabrikaten geringfügig.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 Dimensionierung – Aufzugsgrößen Personenaufzüge für Wohngebäude entsprechend DIN 15306 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für normale Nutzung 200 110 240 160 150 Die angegebenen Schachtmaße entsprechen den Angaben der DIN 15306 / Juni 2002 beziehungsweise der DIN 15309 / Dezember 2002. Zukünftig müssen die Vorgaben der DIN 18040 beachtet werden. Ein breiterer Fahrkorb ist von Vorteil. sondern entsprechend auch in DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! 630 kg 90 170 110 1000 kg 90 100 150 210 140 320 kg 70 160 100 630 kg 90 200 135 1000 kg 110 250 200 120 170 220 140 1275 kg 110 140 450 kg 80 170 110 800 kg 90 160 110 140 190 210 80 220 160 260 140 210 260 1000 kg 90 1000 kg 90 84 Raumpilot Grundlagen 140 220 220 220 . Seite 45. Dies führt zur Erhöhung der Förderleistung.und Einsteigen möglich ist. Die Norm EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. Eine Mindestfahrkorbgröße von 110 cm x 140 cm und eine lichte Aufzugstüröffnung von mindestens 90 cm sind unter anderem Voraussetzung für einen rollstuhlgerechten Aufzug. ­ siehe hierzu auch Kapitel „Grundlagen Barrierefrei“ . ► Die Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert.

Türmaße 270 330 140 230 230 1275 kg 110 270 210 1275 kg 110 2500 kg 130 240 (260) 160 250 140 290 270 180 mögliche Bettenabmessungen: bei 1275 kg und 1600 kg: 90 cm x 200 cm bei 2000 kg: 100 cm x 230 cm 130 bei beiden 2500 kg: 100 cm x 230 cm 240 300 270 330 1600 kg 110 300 235 1600 kg 130 160 250 2500 kg 1800 kg 120 300 235 240 (260) 150 170 260 270 2000 kg 120 2000 kg 130 M 1:200 330 Raumpilot Grundlagen 85 Grundlagen Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für intensive Nutzung Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge entsprechend DIN 15309 – Bettenaufzüge DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße. Fahrkorbmaße. Fahrkorbmaße.Aufzug 110 140 110 140 90 90 260 200 210 120 270 180 DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. Türmaße .

mindes­ tens jedoch 1.50 m sein. Die DIN 15306 macht keine Angaben zu Mindestabständen bei gegenüberliegenden Aufzügen.5-fachen Fahrkorbtiefe und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. mindes­ tens aber 2.5-fachen der Fahrkorbtiefe (FKT) und der Schachtbreite (SBR).50 m x 1. mindestens jedoch einer Fläche von 1.50 m.5-fache der Fahrkorbtiefe (FKT) als Abstand zur gegenüberliegenden Wand eingehalten werden.Grundlagen Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Dimensionierung – Bewegungsflächen/Wartezone/ Vorraum Vor jedem Aufzug oder jeder Aufzugsgruppe sind Bewegungsflächen einzuplanen. Die Mindestfläche vor dem Aufzug ist das Produkt aus dem 1. Die nutzbare Mindestfläche soll dem Produkt aus Fahrkorbtiefe und Schachtbreite entsprechen. 150 x 150 Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) FKT (min. gemessen in Richtung Fahrkorbtiefe. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der Tiefe des tiefsten Fahrkorbs und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der 1. DIN 15306 Personenaufzüge für Wohngebäude Der Abstand zwischen Schachtwandtür und gegenüberliegender Wand muss der Fahrkorbtiefe (FKT) entsprechen. Maße des Stauraums zwischen gegenüberliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Die nutzbare Mindesttiefe zwischen den Schachtvorderwänden soll gleich der Summe der beiden gegenüberliegenden Fahrkorbtiefen.50 m betragen. Es empfiehlt sich.40 m betragen. Aufzugsgruppen mit gegenüberliegenden Aufzügen kommen allerdings in reinen Wohngebäuden nur selten zum Einsatz. hier ist jedoch ebenfalls mindestens 1. Bei mehreren nebeneinanderliegenden Aufzügen ist der tiefste Fahrkorb maßgeblich. DIN 15309 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude Maße des Raums vor dem Einzelaufzug (gilt nicht für Bettenaufzüge) Vor einem Einzelaufzug muss mindestens das 1. FKT x SBR.5-fache der Fahrkorbtiefe sein. das 1. 150) x SBR Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in Wohngebäuden entsprechend DIN 15306 86 Raumpilot Grundlagen .50 m Abstand gefordert. jedoch nicht größer als 4. in diesem Fall für Orientierungswerte auf die Bestimmungen der DIN 15309 (siehe rechts) zurückzugreifen. Maße des Raums vor nebeneinanderliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Bei nebeneinanderliegenden Aufzügen soll die nutzbare Mindesttiefe zwischen Schachttürwand und gegenüberliegender Wand. min.

5 FKT (min. Türmaße . 240) x SBR Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Fahrkorbtiefe (FKT) 1.5 FKT x SBR 1. 450) Raumpilot Grundlagen 87 Grundlagen DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße. Türmaße 1.Aufzug Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. Fahrkorbmaße. 240) x SBR (tiefste FKT maßgeblich) Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in „anderen als Wohngebäuden“ entsprechend DIN 15309 Fahrkorbtiefe FKT + FKT (max. Fahrkorbmaße.5 FKT (min.

wie viele Personen mit dem Aufzug innerhalb von fünf Minuten befördert werden können. 300 x P x n NZ = = [Personen/5 min. Förderleistung Die Förderleistung ist die entscheidende Komponente in der Dimensionierung von Aufzugsanlagen. Meist wird als Bewertungsmaßstab für die Förderleistung die „Fünf-Minuten-Leistung“ genannt. Sie wird auf der Basis von Umlaufzeit und mittlerer Wartezeit ermittelt. wenn die zu transportierenden Personen auf mehrere Aufzüge verteilt werden.Grundlagen Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Aufzug im Treppenauge Aufzug neben Treppe Anzahl der Aufzüge Um Anzahl und Größe benötigter Aufzüge zu bestimmen.] tu P = Kabinenbelegung n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit [Personen] [-] [s] Aufzug gegenüber Treppe Aufzug gegenüber Treppe außenliegend Aufzug neben neben Treppe Treppe im im Aufzug Gebäudeinnern mit Splitlevel Gebäudeinnern 88 Raumpilot Grundlagen . In Gebäuden mit starkem Vertikalverkehr ist es wichtig. Mehrere im Grundriss verteilte Aufzugsgruppen sind bei großflächigen Gebäuden von Vorteil. da sie eine zügige und flexible Personenbeförderung ermöglichen. kommt es bei einem Ausfall zu einem Verkehrsengpass. Sie gibt an. Ist nur ein Aufzug vorhanden. Die Kapazität der Aufzüge sollte so ausgelegt werden. muss die Menge der zu befördernden Personen bekannt sein. Eine flexible und schnelle Beförderung großer Personenzahlen ist möglich. dass auch in Stoßzeiten eine Wartezeit von 30 Sekunden nicht überschritten wird. Aufzugsgruppen können eine schnelle Abwicklung gewährleisten. die erforderliche Aufzugskapazität der gewünschten Förderleistung anzupassen. da keine Ausweichmöglichkeit besteht. außerdem die Frequentierung und die Höhe des Gebäudes.

5–10 max.Aufzug Kern zentral tu = Umlaufzeit tf = Fahrzeit to = Standzeit Die Umlaufzeit hängt im wesentlichen von der Steuerung und der Art der Türöffnung (Dauer des Aus.5 erf.und Einsteigens der Personen) ab. Sie sollte aus Komfortgründen 30 Sekunden nicht überschreiten. bis ein Fahrgast an einer Station abgeholt wird. Nebenräume und Küchen werden nicht mitgezählt je Bett je 10m2 Arbeitsfläche je 10 m2 Klassenzimmerfläche je Bett Personen 2 1 1 1 6 1. 5-min-Förderleistung [%] 7 .und Verwaltungsbau Schulgebäude Krankenhaus 12–15 15–20 15–20 25–30 30–50 30–50 30–50 30–40 Kerne zentral Thyssen Verwaltung Düsseldorf Raumpilot Grundlagen 89 Grundlagen Umlaufzeit Die Umlaufzeit ist der Zeitraum. zul. Einzelaufzug: tw= tu Aufzuggruppe: tw = tu / n Kern dezentral I = errechnete mittlere Wartezeit n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit Kern außerhalb Drei Kerne Commerzbank Frankfurt Orientierungswerte für die Bemessung von Aufzugsanlagen Gebäude Wohnhaus Ermittlung der Belegung eines Gebäudes je Wohnung für den ersten Wohnraum für jeden Wohnraum. um wieder an seine Ausgangsposition zu gelangen. ein Kern RWE Kerne Hauptverwaltung Essen außen Hotel Büro. den der Aufzug benötigt. . die durchschnittlich vergeht. Wartezeit [s] 80–120 Zwei intern. tu = tf + to [s] Mittlere Wartezeit Hierbei handelt es sich um die Zeit.

Ausgabe 2009: Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung und Kennzeichnung der Energieeffizienz von neuen Personen.oder Lastenaufzüge sind in den Diagrammen nicht berücksichtigt.und Lastenaufzügen. Dimensionierung anhand von Tabellen Zur überschlägigen Dimensionierung von Aufzugsanlagen in der ersten Planungsphase kann auf die Diagramme der FEM (Fédération Européene de la Manutention) für Wohngebäude beziehungsweise für komfortable Wohngebäude mit oder ohne Büronutzung zurückgegriffen werden. Für eine präzise Bestimmung des Förderbedarfs sind dieTabellenwerte jedoch nicht ausreichend. 20 G H 15 E F A B C 1 x 630 kg (8 Personen) 1 x 1000 kg (13 Personen) 1 x 450 kg (18 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 630 kg (29 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 1000 kg (26 Personen) 3 x 1000 kg (39 Personen) 10 ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) D CD D B 5 E F AB G H 1 0 100 200 ≥ Bewohner in allen Vollgeschossen 300 400 500 600 700 800 Anforderungen an die Förderleistung bei Wohngebäuden (FEM) 90 Raumpilot Grundlagen . Sie kann ebenfalls für die nachträgliche Feststellung der Energieeffizienz bestehender Aufzügen sowie für die Nachprüfung von Bedarfsangaben des Herstellers und die Ermittlung des voraussichtlichen Energieverbrauchs herangezogen werden. Zusätzlich notwendige Feuerwehr.Grundlagen ■ VDI 4707 Blatt 1. Aufzüge – Energieeffizienz.

) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers. Die notwendige Anzahl und Größe der Aufzüge ergibt sich dann aufgrund der zulässigen Personenzahl je Aufzug.und Lagertechnik) . 20 H G 15 F A B C ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) E 10 1x 630 kg (8 Pers. § 13 (5)). Hat ein Gebäude beispielsweise 280 Nutzer. dass auf 20 Gebäudenutzer je mindestens ein Platz im Aufzug zur Verfügung stehen muss (zum Beispiel LBO BW.) D CD 5 E AB F 1 0 100 200 300 ≥ Bewohner/ Beschäftigte in allen Vollgeschossen 400 500 600 700 800 G H Anforderungen an die Förderleistung bei komfortablen Wohngebäuden mit oder ohne Büronutzungen (FEM) Raumpilot Grundlagen 91 Grundlagen FEM Fédération Européene de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.) 1x 1000 kg 2x 1000 kg (26 Pers. Die so ermittelten Werte dienen nur einer groben Vordimensionierung.) 1x 1000 kg (13 Pers.Aufzug Vorgaben der Landesbauordnung Einzelne Landesbauordnungen fordern abweichend von der MBO § 39. LBOAVO Anhang I/1.) 1x 450 kg (18 Pers. so werden mindestens 280 : 20 = 14 Aufzugsplätze benötigt.) 1x 1000 kg 2x 630 kg (29 Pers.) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers.) 3x 1000 kg (39 Pers.

Aufzugsgruppen ab Eingangsebene Die Aufzugsgruppen werden in mehrere Zielzonen unterteilt.und Ferngruppe). In Gebäuden solcher Höhe ergeben sich besondere Anforderungen an die vertikale Erschließung und somit auch an die Aufzugsplanung. Eine solche Aufzugsgruppierung ermöglicht zwar eine komfortable Erschließung von Hochhäusern. Mittel. obere Ferngruppe obere Nahgruppe Skylobby obere Ferngruppe Ferngruppe mittlere Nahgruppe Expressgruppe Skylobby Eingang Nahgruppe Systeme mit Aufzugsgruppen in der Hochhausplanung 92 Raumpilot Grundlagen untere Nahgruppe untere Ferngruppe Mittelgruppe . Bei höheren Gebäuden ist die Aufteilung in mehrere Aufzugsgruppen sinnvoll. bei denen die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses. bei der jeder Aufzug alle Geschosse des Gebäudes anfährt.und Ferngruppe) und bei bis zu 60 Geschossen eine Unterteilung in vier Zielgruppen. Bei bis zu circa 25 Vollgeschossen kann eine Aufzugserschließung eingeplant werden. bei Gebäuden mit bis zu 45 Geschossen eine Unterteilung in drei Gruppen (Nah-. Bei Gebäuden bis circa 35 Geschossen empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Gruppen (Nah. da die Anzahl der Haltestellen eines Aufzugs reduziert wird. wird bei mehr als drei Gruppen aber auch sehr flächenverbrauchend. mehr als 22 m über der Geländeoberfläche im Mittel liegt. Dies erhöht die Förderleistung und reduziert die Wartezeiten.Grundlagen Hochhaus Die Musterbauordnung definiert unter § 2 Hochhäuser als Gebäude. in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist.

sogenannte „Skylobbys“ . Eine zusätzliche Expressgruppe befördert die Passagiere ohne Zwischenhalt in die Skylobby. um den Flächenbedarf der Aufzugsanlage zu reduzieren. . Von der Eingangsebene aus wird die untere Gebäudehälfte mit einer Nah. sollte bei Mehrkabinenanlagen mindestens ein konventioneller Aufzug in die Aufzugsgruppe integriert werden. Twin-System Eine Sonderlösung zur Verbesserung der Förderleistung bietet das Twin-System. Zusätzlich werden in solchen Gebäuden häufig Expressaufzüge für Sondernutzungen eingesetzt.Aufzug Aufzugsgruppen übereinander und Skylobby Bei Gebäuden ab einer Höhe von etwa 200 m werden Aufzugsgruppen übereinander angeordnet. Da in diesem Aufzugsschacht die Verbindung von der untersten zur höchsten Haltestelle nicht ohne Umsteigen möglich ist. Fast alle Hochhäuser mit mehr als 200 m Höhe werden auf diese Weise mit ein oder zwei Skylobbys erschlossen. In diesem Fall werden Umsteigegeschosse eingerichtet.und einer Ferngruppe direkt erschlossen. Hierbei werden in einem Schacht zwei Fahrkörbe übereinander angeordnet. Doppeldecker-Aufzug mit zweigeschossigem Fahrkorb Twin-System mit zwei unabhängigen Fahrkörben (ThyssenKrupp) Raumpilot Grundlagen 93 Grundlagen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Doppeldeckeraufzüge besitzen zweigeschossige Fahrkörbe und bedienen so zwei Haltestellen gleichzeitig. So kann zur gleichen Zeit in nur einem Schacht zum Beispiel ein Fahrkorb vom ersten in den vierten und der andere vom achten in den sechsten Stock fahren. Diese Aufzugsart ist nur für Expressaufzüge zu empfehlen. um Nutzergruppen voneinander zu trennen (zum Beispiel eine umstiegslose Verbindung von der Eingangsebene zu einer Aussichtsplattform oder einem Restaurant in den obersten Etagen). von wo aus die obere Gebäudehälfte ebenfalls mit einer Nah. Jeder Fahrkorb hat einen separaten Antrieb und kann unabhängig angesteuert werden.und Ferngruppe erschlossen wird.

Vom Feuerwehraufzug aus muss jeder Punkt eines Aufenthaltsraums in höchstens 50 m Entfernung erreichbar sein. mindestens einen Feuerwehraufzug in einem eigenen Schacht haben. Weitere Feuerwehraufzüge können verlangt werden bei Hochhäusern. Sie sollen der Feuerwehr den Zugang zum Brandherd erleichtern und gegebenenfalls auch als Rettungsaufzüge genutzt werden. Fahrkörbe von Feuerwehraufzügen in Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen sind so zu bemessen.40 m x 2.Entsprechend den Ausführungskriterien für den Bau und Betrieb von Feuerwehraufzügen muss der Fahrkorb mindestens 1. bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 30 m über der Geländeoberfläche liegt. die nutzbare Grundfläche muss jedoch mindestens 1.Grundlagen Feuerwehraufzug. In erster Linie dienen Feuerwehraufzüge der Brandbekämpfung.10 m x 2. der im Brandfall der Feuerwehr zur Verfügung steht (Feuerwehraufzug). DIN EN 81-72 Entsprechend den Landesbauordnungen und den Hochhausrichtlinien müssen Hochhäuser.10 m groß sein (gilt für den Main-Taunus-Kreis).oder Lastenaufzüge verwendet. Außerdem muss der Feuerwehraufzug von jedem Geschoss des Hochhauses zugänglich sein. dass Platz für mindestens ein Bett und zwei Begleitpersonen vorhanden ist. bei denen nach Art ihrer Nutzung im Brandfall mit größeren Gefahren zu rechnen ist. Ansonsten werden Feuerwehraufzüge im Normalbetrieb als Personen. 94 Raumpilot Grundlagen . Auch in mehrgeschossigen Krankenhäusern sollte mindestens einer der Bettenaufzüge als Feuerwehraufzug ausgebildet werden. Jeder Feuerwehraufzug ist in einem feuerbeständigen Fahrschacht (F90) anzuordnen. Bauliche Anforderungen Angaben zu den baulichen Anforderungen enthält die Europäische Norm EN 81-72 vom Mai 2003.40 m betragen.

In Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen müssen Vorräume eine Grundfläche von mindestens 2 m x 2. In einzelnen Bundesländern werden exakte Vorraumabmessungen vorgegeben. kann die gemeinsame Wartezone als brandgeschützter Vorraum ausgebildet werden. Aufzugsgruppen Ist der Feuerwehraufzug als Teil einer Aufzugsgruppe vorgesehen.Aufzug Vorraum Vorräume müssen mindestens so groß sein. dass eine belegte Krankentrage mit einer Breite von 0.26 m ungehindert in den Aufzug eingebracht werden kann.60 m und einer Transportlänge von 2. Alle Wände und Türen des Vorraums sowie alle Aufzugstüren müssen dann den Anforderungen an Vorräume von Feuerwehraufzügen genügen.50 m haben. Der Feuerwehraufzug ist in jedem Fall in einem eigenen Schacht anzuordnen F Feuerwehraufzug mit brandgeschütztem Vorraum Feuerwehraufzug in Aufzugsgruppe mit brandgeschütztem Vorraum Raumpilot Grundlagen 95 Grundlagen .

Europäische Regelungen haben grundsätzlich Vorrang vor nationalen Regelungen. Die Anforderungen an Aufzüge der DIN 18024 und DIN 18025 wurden damit durch die DIN EN 81-70 abgelöst und dadurch die geplanten Änderungen durch die DIN 18040 vorweggenommen. die nach einer festgelegten Übergangszeit zurückgezogen werden müssen. damit Rollstuhlfahrer die Türöffnung unbehindert durchfahren können. wurde der Ersatzvermerk in das nationale Vorwort der DIN EN 81-70 aufgenommen. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen.und Anzeigeelemente gestellt.und Fahrkorbgrößen sowie an die Gestaltung der Bedien. ► Die Anforderungen an barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert sondern entsprechend auch DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! Barrierefrei Für barrierefreie Aufzüge werden in der DIN EN 81-70 Anforderungen an Tür. Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 müssen barrierefreie Aufzüge in Wohnungen dem Typ 2 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. Spiegel (raumhoch) Innentableau ≥ 140 50 50 ≤ 10 85 ≥ 110 90 50 150 / 150 ► Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 müssen barrierefreie Aufzüge in öffentlich zugänglichen Gebäuden dem Typ 1 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. fühlbaren) Bezeichnungen der Taster die Bedienung. auch für Sehbehinderte. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. 96 Raumpilot Grundlagen . Eine Kabinengröße von mindestens 1. um Rollstuhlfahrern. Personen mit Gehhilfen. Da ein Zurückziehen der DIN 18024 und der DIN18025 aufgrund der Abdeckung zahlreicher weiterer Bereiche außer Aufzüge derzeit nicht möglich ist. Zusätzlich gelten für die Bemessung und Gestaltung der Vorbereiche die DIN 18024 und DIN 18025 beziehungsweise zukünftig DIN 18040.40 m Tiefe ist gefordert. Eine lichte Türbreite von 90 cm ist erforderlich.10 m Breite und 1. Eine waagerechte Anordnung des Innen­ tableaus erleichtert in Kombination mit kontrastreichen.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 ► Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu DIN 18024 und DIN 18025. Festlegungen für Aufzüge aus der DIN 18024 und aus der DIN 18025 wurden in diese EN-Norm übernommen. Personen mit Sehbehinderungen et cetera die selbstständige Aufzugsnutzung oder die Nutzung mit Begleitpersonen zu ermöglichen. taktilen (erhabenen.

aber trotzdem zu empfehlen). DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2). 1992 DIN 18025 Teil 2 / Dez. Ein raumhoher Spiegel an der Fahrkorbrückwand ermöglicht Rollstuhlfahrern die Orientierung beim Rückwärtsfahren im Fahrkorb und beim Verlassen des Aufzugs (nach DIN 81-70 nicht raumhoch erforderlich. 2005 DIN 18024 Teil 1 / Jan. 1998 DIN 18024 Teil 2 / Nov. DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. Warte. Neben dem äußeren Bedienungstableau muss ein seitlicher Abstand von mindestens 50 cm zur Wand oder zu einschränkenden Gegenständen freigehalten werden.Aufzug 110 140 110 140 90 90 Ein Handlauf unter dem Tableau verbessert die Nutzbarkeit (90 cm Höhe entsprechend DIN 81-70).und Bewegungszone vor dem Aufzug Damit das Wenden mit einem Rollstuhl möglich ist. muss die Bewegungsfläche vor der Aufzugstür mindestens 150 cm x 150 cm bemessen sein (DIN 18024 Teil 1 und Teil 2. 1992 DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 / Feb 2009 DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 / Feb 2009 LBO BW § 29 LBO BW § 35 LBO BW § 39 LBOAVO BW §13 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 97 Grundlagen . ≥ 150 DIN EN 81-70 / Sep. 1996 DIN 18025 Teil 1 / Dez. Alle Bedieneinrichtungen und Haltestangen für den Rollstuhlfahrer müssen auf einer Höhe von 85 cm angeordnet sein (DIN 18024 / DIN 18025). dass sich die 150 cm x 150 cm große Fläche vor dem Aufzug nicht mit Verkehrswegen oder anderen Bewegungsflächen überlagert. Die DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 verlangt zusätzlich für öffentlich zugängliche Gebäude.

ein Schacht. S. öffentliche Verkehrs. 70-73 Schöllkopf. Harro: Aufzüge. Fahrkorbmaße. In: DAB 2002/3. S. Fahrkorbmaße. Karl-Otto: Planungsgrundsätze für Aufzüge.Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN EN 81-1 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 1: Elektrisch betriebene Personen. Türmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. insbesondere § 39 Aufzüge Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Literatur Eisele. Johann. 526-527 Streng.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-1: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-1/A1 DIN EN 81-1/A2 DIN EN 81-1/A3 (Entwurf) DIN EN 81-2 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 2: Hydraulisch betriebene Personen. Plätze. Türmaße DIN 15309 / Dezember 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge – Baumaße. Neuheiten – Stand der Technik – Entwicklungstrends.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen . Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN EN 81-72 / November 2003 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. eine Fahrbahn. Ellen (Hrsg. 518-523 98 Raumpilot Grundlagen . München 2002 Reuter.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-2: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-2/A1 DIN EN 81-2/A2 DIN EN 81-2/A3 (Entwurf) DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen.): HochhausAtlas. S. 2004/5. in: Detail. In: Detail. Kloft.und Lastenaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge – Deutsche Fassung EN 81-72: 2003 Richtlinien Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richtlinie – MHHR) (18. 2004/5. Wege. Günter: Das Aufzugssystem Twinzwei Kabinen.Grundlagen Planungsregeln / Literatur Normen DIN 15306 / Juni 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für Wohngebäude – Baumaße. Aufzüge – Energieeffizienz Bauordnungen Musterbauordnung MBO 2002. April 2008) VDI 4707 / März 2009 / Blatt 1.

Rettung RHEW Raumpilot Grundlagen 99 Grundlagen .

und Durchgänge Zu.und Durchfahrten Aufstellflächen Bewegungsflächen Literatur/Planungsregeln 100 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Rettung 101 102 103 103 104 105 105 105 106 107 108 108 Rettungswege Notwendige Treppen Notwendiger Treppenraum Notwendige Flure Notwendige Fenster Sicherheitstreppenraum Rettungsgeräte der Feuerwehr Zu.

Rettung >6 0m Rettungswege Die Anforderungen an die Rettungswege in Gebäuden sind abhängig von der jeweiligen Gebäudeklasse. davon ein Sicherheits treppenhaus Grundlagen <6 0m 22 m 1. Rettungswege bei unterschiedlichen Gebäudehöhen (unterschiedliche Gebäudeklassen) Raumpilot Grundlagen 101 . 2. 1. 2.+ 1. 2. Die unterschiedlichen Gebäudeklassen sind in der Musterbauordnung (MBO. § 2) beziehungsweise in den Landesbauordnungen definiert. 1. – Höhe: maximal 7 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 3 – Höhe: maximal 22 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 5 – Höhe: maximal 60 m Hochhaus mit einem Sicherheitstreppenhaus – Höhe: über 60 m Hochhaus mit zwei Treppenhäusern. Zusätzlich sind in den Hochhausrichtlinien Angaben zu den besonderen Anforderungen an die Rettungswege in Hochhäusern enthalten (MHHR und andere). 7m 2.

Sicherheitstreppenraum mit vorgelagerter Sicherheitsschleuse Rettungswege in Gebäuden mit Aufenthaltsräumen gemäß § 15 (3) LBO BW . Er muss insbesondere so ausgebildet werden. Der zweite Rettungsweg kann über eine weitere notwendige Treppe führen oder alternativ über eine für die Rettungsgeräte der Feuerwehr erreichbare Stelle (zum Beispiel ein „notwendiges Fens­ ter. Davon abweichend fordern die MBO sowie die Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) maximal 35 m Entfernung.Grundlagen Rettungswege Die LBO BW fordert unter § 15. 102 Raumpilot Grundlagen A < 40m Notwendiger Flur 1. 3 nicht erforderlich. wenn ein „Sicherheitstreppenraum“ vorhanden ist. § 10). § 15 Abs. siehe Seite 104). Notwendige Treppe B 2. dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. Notwendige Treppe 2. werden an ihn viel höhere Anforderungen gestellt als an andere notwendige Treppen. Da dieser den einzigen Rettungsweg darstellt. die nicht zu ebener Erde liegen. die „notwendige Treppe“sein. Für verschiedene Gebäudenutzungen sind davon abweichende Fluchtweglängen gefordert (siehe Tabelle Seite 103). Notwendige Treppen Von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums muss eine notwendige Treppe oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 40 m Entfernung erreichbar sein (LBOAVO BW. Der zweite Rettungsweg ist nach LBO BW. Notwendige Treppe C < 40m Notwendiger Flur 1. Notwendiges Fenster - Rettungsgeräte der Feuerwehr < 40m Notwendiger Flur 1. Dabei muss der erste Rettungsweg in Nutzungseinheiten. dass jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsräumen über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein muss.

Zur Nutzfläche zählen alle Flächen. Der Weg ist bis zum Beginn des Treppenraums zu messen. die Geschäfts. Werden Belüftung. Entfernung Gast. nicht die Luftlinie.und Warenhausverordnung. Schulbaurichtlinien.Rettung Maßgebend ist die tatsächliche Länge des Weges. sowie die Fläche des Flures selbst. In notwendigen Treppenräumen von Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen und bei innenliegenden notwendigen Treppenräumen ist an der obersten Stelle des Treppenraums eine Rauchabzugsvorrichtung mit einem freien Querschnitt von mindestens 1 m² anzubringen. über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen zu notwendigen Treppenräumen oder zu Ausgängen ins Freie führen (LBOAVO BW. Einschubtreppen und Rolltreppen sind ungeeignet und deshalb als notwendige Treppen unzulässig (LBOAVO BW. § 11). An notwendige Treppenräume dürfen in einem Geschoss nicht mehr als sechs Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe unmittelbar angeschlossen sein (LBOAVO BW. die Krankenhausbauverordnung. § 12). § 12). die einer Büro. Notwendiger Treppenraum Notwendige Treppen müssen grundsätzlich in einem eigenen. § 11).oder Verwaltungsnutzung dienen und deren Nutzfläche in einem Geschoss nicht mehr als 400 m² beträgt“ (LBOAVO BW. durchgehenden Treppenraum liegen. Beleuchtung und Rauchabführung nicht durch Fenster. der nur der Aufnahme der Treppe dient und durch Wände und Türen von den übrigen Räumen eines Gebäudes abgetrennt ist. Die Treppenlaufbreite der Treppe muss in den meisten Nutzungen mindestens 1 m betragen. beispielsweise die Versammlungsstättenverordnung. Der Ausgang muss in der Regel mindestens so breit sein wie die zugehörigen notwendigen Treppen. Hochhausrichtlinien et cetera. Raumpilot Grundlagen 103 Grundlagen Maximale Entfernung jeder Stelle eines Aufenthaltsraums von einem notwendigen Treppenraum . Als notwendige Flure gelten keine „Flure innerhalb von Nutzungseinheiten. Notwendige Flure Notwendige Flure sind Flure. die durch den Flur erschlossen werden. § 10). Richtlinien für Kindergärten. Notwendige Treppen müssen an der Außenwand angeordnet sein und in jedem über dem Gelände liegenden Geschoss Fenster haben. die geöffnet werden können. also auch Teeküchen. Gabäudeart Hochhäuser Max. ist eine andere Ausführung der Treppenräume zugelassen.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. sondern durch andere Einrichtungen sichergestellt. die vom Eingangsgeschoss und der obersten Podestfläche zu öffnen sein muss (LBOAVO BW. Abstellräume und Sanitärräume. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! 25 m 30 m 35 m Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung beachtet werden.

Lichtes Mindestinnenmaß. Sie muss über diese Fluchtweganforderung hinaus eine für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichende Breite haben.25 m. 15 m Beispiel Bürogebäude Breite notwendiger Flur min. M 1:100 104 Raumpilot Grundlagen . Flure von mehr als 30 m Länge müssen mit Rauchschutztüren in Brandabschnitte unterteilt werden. 400 m² ≥ 90 ≤ 120 ≥ 90 Notwendiges Fenster (LBO BW). Abs. Abs. 40 m MBO: max. Rampen mit einer Neigung bis maximal 6 Prozent sind zulässig. Eine größere Breite kann deshalb bei baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung nach LBO BW. 5).90 m haben. In Bürogebäuden beträgt die Mindestflurbreite beispielsweise 1. Nr. Laufweglänge Notwendiger Flur LBO BW: max.Grundlagen Die Länge des notwendigen Flurs bemisst sich nach der höchstzulässigen Entfernung von 35 m (40 m) zwischen jeder Stelle eines Aufenthaltsraums und einer notwendigen Treppe.25 m Nutzungseinheiten von max. 1. § 38. 1. 35 m ASR: max.20 m über der Fußbodenoberkante sein. Die Unterkante der lichten Öffnung darf nicht mehr als 1. Notwendige Fenster Notwendige Fenster müssen zu öffentlichen Verkehrsflächen oder zu Flächen für die Feuerwehr hin angeordnet sein und im Lichten mindestens die Größe eines Quadrats mit Seitenlängen von 0. Je Nutzungseinheit muss mindestens ein notwendiges Fenster vorhanden sein (LBOAVO BW. 35 m Stichflurlänge Notwendiger Flur MBO: max. In notwendigen Fluren ist eine Folge von weniger als drei Stufen unzulässig. 6 im Einzelfall verlangt werden. § 14.

wenn das Eindringen von Feuer und Rauch gleichermaßen verhindert wird. § 11. da das Rettungsgerät tragbar ist (Höhe Fußboden des obersten Aufenthaltsraums maximal 7 m über Gelände). dass der Zugang über jedes Geschoss nur über eine Sicherheitsschleuse möglich ist. die gleiche Feuerwiderstandsklasse wie die Treppenräume besitzen und mit selbstschließenden. 6). Durchgänge müssen an jeder Stelle eine lichte Höhe von mindestens 2.1) ≥ 300 (350) ≥ 125 ≥ 100 ≥ 350 RHEWREUEF ≥ 220 Durchgang Türöffnung ≥ 200 Durchfahrt M 1:100 Raumpilot Grundlagen 105 Grundlagen . Die Führung des zweiten Rettungswegs über Rettungsgeräte der Feuerwehr ist nur für die Rettung einer begrenzten Personenzahl geeignet. für Türöffnungen genügt eine lichte Höhe von mindestens 2 m (DIN 14090. Rettungsgeräte der Feuerwehr Anstelle eines baulichen zweiten Rettungsweges – der zweiten notwendigen Treppe – sind auch Fluchtwege über Rettungsgeräte der Feuerwehr als zweite Rettungswege zulässig. § 12). Diese Schleuse muss mindestens 3 m lang sein. dass eine mit diesen Rettungsgeräten erreichbare Stelle vorhanden ist. Zu.Rettung Sicherheitstreppenraum Grundsätzlich müssen Sicherheitstreppenräume an der Außenwand liegen oder vom Gebäude abgesetzt sein und nur über einen offenen Gang zugänglich sein. Für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen genügt eine lichte Breite von mindestens 1 m. Abschnitt 4.20 m haben. Abs. mindestens feuerhemmenden Türen ausgestattet sein.und Durchgänge Bei Gebäuden niedriger Höhe genügt ein Zu. Der Sicherheitstreppenraum und die Sicherheitsschleusen müssen eine eigene Lüftungsanlage haben. Diese Lüftungsanlage muss von der allgemeinen Stromversorgung unabhängig sein (LBOAVO BW. dass im Brandfall durch Überdruck auch bei geöffneten Schleusentüren der Rauch nicht eindringen kann. Voraussetzung ist allerdings. Zugänge müssen geradlinig. Innenliegende Sicherheitstreppenräume kommen nur in Betracht. die so ausgebildet ist. damit Feuer und Rauch auch bei geöffneten Türen (beim Fluchtvorgang) nicht eindringen können (LBOAVO BW.oder Durchgang. Voraussetzung hierfür ist. Bei einer großen Personenzahl ist der für eine Rettung erforderliche Zeitaufwand zu groß.25 m breit sein. ebenerdig und mindestens 1.

50 m besitzen.oder -durchfahrt für die Drehleiter mit einer Einsatzlänge bis zur Hochhausgrenze erforderlich. müssen für die Kurvenbereiche bestimmte Mindestbreiten vorgesehen werden. Sie müssen direkt an den öffentlichen Verkehr angebunden sein. >3m nicht geradlinige Zufahrt Zum Einbiegen von der öffentlichen Verkehrsfläche in die Zufahrt ist ein Außenradius der Kurve von mindestens 10. Zusätzlich müssen vor und hinter Kurven auf einer Länge von mindestens 11 m Übergangsbereiche vorhanden sein (siehe Abbildung). Die Breite des Kurvenbereichs ist abhängig vom Kurvenradius. bei denen eine Anleiterbarkeit für den zweiten Rettungsweg nicht in ausreichendem Umfang von der öffentlichen Verkehrsfläche aus möglich ist. r Übergangsbereich > 11 m >3m M 1:500 .und Durchfahrten Bei höheren Gebäuden ist eine Feuerwehrzu.50 m unzulässig 10.50 m für jede Anfahrtrichtung gefordert (DIN 14090/ Abschnitt 4. bei einer Gebäudetiefe von mehr als 12 m mindestens 3.50 m 3m 106 Raumpilot Grundlagen Übergangsbereich > 11 m Zu.2). Hierfür sind Aufstellflächen herzustellen.50 bis 12 m über 12 bis 15 m über 15 bis 20 m über 20 bis 70 m über 70 m Breite der Zufahrt b 5m 4. Wenn Zufahrten nicht geradlinig geführt sind.50 m 4m 3. Die Zu. Diese Zufahrten sind nur erforderlich bei Gebäuden.oder Durchfahrt muss eine Mindestbreite von 3 m. Tabelle für nicht geradlinige Zufahrten Kurvenradius r bis 10. auszuweisen und ständig freizuhalten. Die Zufahrten dürfen eine Steigung von höchstens 10 Prozent ausweisen.50 m und eine lichte Höhe von mindestens 3.Grundlagen b Die Zufahrten zum Erreichen der Aufstellund Bewegungsflächen von Feuerwehrfahrzeugen sind als befestigte Flächen auf dem Grundstück gefordert.

0 ≥1 . bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen.0 ≥1 1. bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen. Aufstellflächen parallel zur Außenwand müssen mit ihrer.0 . der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Seite einen Abstand von mindestens 3 m zur Außenwand haben.Rettung Aufstellfläche parallel zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a ≥ 3 m bis ≤ 9 m ≥ 3 m bis ≤ 6 m Aufstellfläche rechtwinklig zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a <9m <6m Aufstellflächen Aufstellflächen sind nicht überbaute befes­ tigte Flächen auf dem Grundstück. 4. Der Abstand zwischen der Außenseite der Aufstellfläche und der entferntesten seitlichen Begrenzung der zum Anleitern bestimmten Stelle darf höchstens 9 m. Aufstellflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. Aufstellflächen rechtwinklig zu Außenwänden dürfen keinen größeren Abstand als 1 m zur Außenwand haben. dass alle zum Anleitern bestimmten Stellen erreicht werden können. Sie müssen mindestens 5 m x 11 m groß und so angeordnet sein.0 1. die dem Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen dienen und ständig freigehalten werden müssen.3). Der Abstand darf höchstens 9 m. ≥1 a ≥5 . Abs.0 ≥5 a Aufstellfläche parallel zur Außenwand Aufstellfläche rechtwinklig zur Außenwand Raumpilot Grundlagen 107 Grundlagen .

: Bauphysik Kalender 2006. Giertlova. Bewegungsflächen können gleichzeitig Aufstellflächen sein. letzte Änderung 2007 MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richt­ linie) April 2008. Sie sind durch Hinweisschilder (DIN 4066) mit der Aufschrift „Flächen für die Feuerwehr“ zu kennzeichnen. der Entnahme und Bereitstellung von Geräten und der Vorbereitung und Durchführung von Rettungs. Stuttgart 2009 Hausladen. Rainer: Der Brandschutzbeauftragte. Rettungswege – Anforderung und Gestaltung.4). Sonntag. Gerhard. Sonntag. Für jedes Feuerwehrfahrzeug ist in der Regel eine Bewegungsfläche von mindestens 7 m x 12 m erforderlich. Berlin 2006 Planungsregeln Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) LBOAVO Allgemeine Ausführungsverordnung des Wirtschaftsministeriums zur Landesbauordnung BW 1995. 4. Vor und hinter Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten sind mindestens 4 m lange Übergangsbereiche anzuordnen.und Löscheinsätzen dienen. Auch Bewegungsflächen sind ständig freizuhalten. Bewegungsflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. ASR Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ≥4 2 ≥1 ≥3 ≥7 ≥4 2 ≥1 ≥7 Bewegungsflächen Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten 108 Raumpilot Grundlagen . Wolfgang.Grundlagen Bewegungsflächen Bewegungsflächen sind befestigte Flächen auf dem Grundstück. die dem Aufstellen von Rettungsfahrzeugen. et al. Abs. Zufahrten dürfen nicht gleichzeitig Bewegungsfläche sein. Zuzana. München 2004 Fouad. Nabil. Rainer: Strategien für die ganzheitliche Gebäudeplanung. Literatur Friedl.

Ruhender Verkehr Raumpilot Grundlagen 109 Grundlagen .

GaVO BW Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs .EAR 2005 Kritische Parkierungsanlage Garagenklassifizierung – Kleingarage Garagenklassifizierung – Mittelgarage Garagenklassifizierung – Großgarage Rampen – EAR 2005 Schleppkurve Pkw Schleppkurve Lkw Wendeanlagen – RASt 2006 Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 Fahrradabstellflächen Planungsregeln/Literatur 110 Raumpilot Grundlagen .Ruhender Verkehr Grundlagen 111 111 112 114 118 119 120 122 124 125 126 127 128 132 133 134 136 138 140 Einleitung Vorschriften und Regeln Motorisierung Stellplatzbedarf Fahrgassenbreiten – EAR 2005 Fahrzeugabmessungen Garagenverordnung .

und Begegnungszuschläge. sowie die seitlichen Mindestabstände für die Zugänglichkeit der Parkplätze. Allerdings beruhen die Mindestmaße der GaVO auf Abmessungen von Pkw aus den 1970er Jahren und führen heute in der Anwendung häufig zu großen Problemen. einschließlich der Normen des Wege.und Verkehrswesen (FGSV): EAR 05 – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (2005) Die Angaben der EAR 05 entsprechen den aktuellen Anforderungen an Funktionsfähigkeit und Benutzer­ freundlichkeit von Parkierungsanlagen besser. Alle Anlagen des ruhenden Verkehrs außerhalb des öffentlichen Straßenraums unterliegen dem Bauplanungsrecht. die Bewegungs. Raumpilot Grundlagen 111 Grundlagen ► Die Garagenverordnung GaVO BW von 1997 ist rechtlich bindend. In den Bauordnungen der Länder sind die Bemessungskriterien für die notwendigen Stellplätze geregelt.und Bewegungsflächen zusammengestellt.Ruhender Verkehr Einleitung Zu den Anlagen des ruhenden Verkehrs gehören Abstellanlagen für Fahrräder. der zusätzliche Flächenbedarf bei Kurvenfahrten. die Sicherheitsabstände zu festen Hindernissen während der Fahrt. . Pkw.und Zivilrechts – im Bauordnungsrecht und – im Straßenverkehrsrecht. die Schutzabständen vor und hinter abgestellten Fahrzeugen. Lkw und Omnibusse. mit Bezug auf die entsprechenden Gesetze. – Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze: Garagenverordnung – GaVO BW (1997) – Forschungsgesellschaft für Straßen. wie die Art der Aufstellung der Fahrzeuge. Vorschriften und Regeln Die Rechtsgrundlagen für die Planung von Parkierungsanlagen finden sich: – im Bauplanungsrecht. Motorräder. Daneben müssen zahlreiche weitere Aspekte berücksichtigt werden. Die Breite der Fahrwege und die Größe der Parkierungsflächen wird auf Basis der Abmessungen und fahrgeometrischen Kenngrößen von Bemessungsfahrzeugen festgelegt. Empfehlungen und Richtlinien. ­ In diesem Kapitel werden wesentliche Hinweise für die Planung und Bemessung von Parkierungs.

Einkommen 1500 .Grundlagen Motorisierung < 500 € mtl. Er schwankt erheblich. Der tatsächliche Bedarf weicht davon aber ab. 0% Anzahl Anzahl PKW Pkw 112 Raumpilot Grundlagen . 25% 75% 50% Abhängigkeit zwischen dem Monatseinkommen und der Anzahl der Pkw im Haushalt. Auch der Standort hat erheblichen Einfluss: In großen Städten mit einem guten öffentlichen Personennahverkehr werden je Wohneinheit weniger Stellplätze benötigt als im ländlichen Raum. dass mehr als die Hälfte der Personen mit geringen Einkommen keinen Pkw besitzen. Im Gegensatz dazu belegen einkommensstarke Schichten teilweise drei Pkw-Stellplätze je Wohneinheit. Einkommen 100% Die Abbildungen zeigen den tatsächlichen Bedarf (Nachfrage) an PkwStellplätzen im Wohnungsbau. Einkommen > 3600 € mtl.2000 € mtl. Häufig wird baurechtlich ein PkwStellplatz je Wohneinheit gefordert. abhängig vom durchschnittlichen Einkommen und dem Wohnstandort. Die Darstellungen zeigen. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ) 2001/2002) in Deutschland.

Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ 2001/2002). Raumpilot Grundlagen 113 Grundlagen . in der BRD und in Baden-Württemberg.Ruhender Verkehr Berlin BRD Baden-Württemberg 100% 75% 50% 25% 0% Anzahl PKW Pkw Pkw pro Haushalt in Berlin.

) Verkaufsstätten Läden. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Nutzfläche 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. Reihenhäuser Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen Gebäude mit Altenwohnungen Wochenend.Grundlagen Stellplatzbedarf Richtzahlen und Orientierungswerte für den objektbezogenen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Wohngebäude Ein. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. mindestens jedoch 2 Stellplätze je Laden mit mehr als 700 m2 Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 10 bis 30 m Verkaufsnutzfläche 2 2 (1) 1 Stellplatz je 30 bis 40 m Büronutzfläche . mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 20 Betten. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Verkaufsnutzfläche. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze.5 Stellplätze je Wohnung 1 Stellplatz je Wohnung 1 Stellplatz je 8 bis 15 Betten.5 Stellplätze je Wohnung 0. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. Verwaltungs.und Praxisräumen Büro. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 Plätze.und Ferienhäuser Altenheime Behindertenwohnheime Kinder.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-.2 bis 0. mindestens 3 Stellplätze 1 bis 2 Stellplätze je Wohnung 0. Geschäftshäuser bis 700 m Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 30 bis 50 m Verkaufsnutzfläche . Abfertigungs. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze.7 bis 1. mindestens 2 Stellplätze je Laden mit geringem Besucherverkehr: 2 1 Stellplatz je 50 m Verkaufsnutzfläche 1 Stellplatz je 10 bis 20 m2 Verkaufsnutzfläche Verkaufsstätten. Geschäftshäuser Großflächige Einzelhandelsbetriebe außerhalb von Kerngebieten 114 Raumpilot Grundlagen .oder Beratungsräume.ä. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten. Arztpraxen o. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten.und Zweifamilienhäuser. mindestens 3 Stellplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Gebäude mit Büro-.und Jugendwohnheime Studentenwohnheime Schwesternwohnheime Arbeitnehmerwohnheime 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze.

zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Versammlungsstätten (außer Sportstätten). zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl.und Sporthallen 2 (3) 1 Stellplatz je 50 m Sportfläche . von überörtlicher Bedeutung. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Minigolfplätze Kegel. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze 2 (3) ohne Besucherplätze. Kantinen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl.und Bowlingbahnen Bootshäuser und Bootsliegeplätze Reitanlagen Raumpilot Grundlagen 115 Grundlagen . (2) Nicht zur Verkaufsnutzfläche werden gerechnet: Sozial. z.: 2 1 Stellplatz je 250 bis 400 m Sportfläche. 6 Stellplätze je Minigolfanlage 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 3 Boote 1 Stellplatz je 4 Pferdeeinstellplätze 2 bis 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 5 Liegeplätze Tennisplätze. Verkehrsflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Tennisanlagen 3 bis 4 Stellplätze je Spielfeld.B. Umkleideräume. ohne Besucherplätze: 2 bis 4 Stellplätze je Spielfeld mit Besucherplätzen: 4 Stellplätze je Spielfeld. 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. Ausstellungsflächen.B. ohne Besucherplätze: 2 1 Stellplatz je 50 bis 100 m Hallenfläche mit Besucherplätzen: 2 1 Stellplatz je 50 bis 80 m Hallenfläche. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Fitnesscenter Freibäder Hallenbäder 2 (3) 1 Stellplatz je 25 m Sportfläche 1 Stellplatz je 200 bis 300 m2 Grundstücksfläche Freibäder und Freiluftbäder: 2 1 Stellplatz je 200 bis 300 m Grundstücksfl. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. Freizeiteinrichtungen Sportplätze 1 Stellplatz je 250 m Sportfläche . Spiel. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze ohne Besucherplätze: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen mit Besucherplätzen: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. Lagerflächen. Konzerthäuser: 1 Stellplatz je 5 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 10 bis 20 Sitzplätze Gemeindekirchen: 1 Stellplatz je 20 bis 30 Sitzplätze Kirchen 1 Stellplatz je 10 bis 40 Stellplätze Sportstätten. (1) Nicht zur Büronutzfläche werden gerechnet: Sozial. Theater. Verkehrsflächen.und Sanitärräume.und Sanitärräume.und Sanitärräume. Trainingsplätze: 2 1 Stellplatz je 250 bis 300 m Sportfläche Sportplätze und Sportstadien mit Besucherpl. (3) Nicht zur Sportfläche werden gerechnet: Sozial. z. Geräteräume. Kirchen Versammlungsstätten 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweis zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. Verkehrsflächen.

Berufsfachschulen Sonderschulen für Behinderte Fachhochschulen.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 Schüler. Kindertagesstätten und dergleichen Jugendfreizeitheime und dergleichen Grund. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. Hochschulen. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche Grundschulen Sonstige allgemeinbildende Schulen Berufsschulen. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 15 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 4 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. Berufsakademien Kindergärten.Grundlagen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Universitätskliniken und ähnliche Lehrkrankenhäuser Krankenhäuser 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten von überörtlicher Bedeutung und Privatkliniken: 1 Stellplatz je 3 bis 4 Betten von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 4 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten 1 Stellplatz je 6 bis 10 Betten Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Kureinrichtungen Pflegeheime 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 bis 15 Betten. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 bis 20 Besucherplätze 116 Raumpilot Grundlagen . mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 Besucherplätze 1 Stellplatz je 15 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 6 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 20 Schüler. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. mindestens jedoch 3 Stellplätze Schulen.

und Industriebetriebe Lagerräume.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Gewerbliche Anlagen Handwerks. Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf und dienen lediglich als Anhalt. 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m2 Grundstücksfläche. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 3 Stellplätze je Waschplatz 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 4 bis 6 Stellplätze je Reparaturstand mit Pflegeplätzen: 2 bis 4 Stellplätze je Pflegeplatz automatische Kfz-Waschstraßen: 3 bis 5 Stellplätze je Waschstraße Kfz-Waschplätze zur Selbstbedienung: 3 Stellplätze je Waschplatz Kfz-Waschanlagen Reifenhandelsbetriebe mit Montageständen 2 bis 3 Stellplätze je Montagestand Gaststätten. Vergnügungsstätten Gaststätten Tanzlokale. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche(4). Kantinen. Funktionsflächen für betriebliche Anlagen. Beherbergungsbetriebe.und Verkaufsplätze Kfz-Werkstätten Tankstellen Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweise zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. mindestens jedoch 10 Stellplätze 2 1 Stellplatz je 6 bis 12 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 4 bis 8 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 10 bis 20 m Nutzfläche des Ausstellraumes. Ergibt sich dabei ein offensichtliches Missverhältnis zum tatsächlichen Stellplatzbedarf.oder Reparaturstand mit Wartungs. mindestens 1 je Betrieb 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 Hinweise zur EAR 05: In der Tabelle der EAR 05 sind die von den Bundesländern erlassenen Stellplatzrichtlinien zusammengefasst. mindestens 10 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 117 Grundlagen . Verkehrsflächen. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 8 bis 12 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung. (4) Nicht zur Nutzfläche werden gerechnet: Sozialund Sanitärräume. Pensionen.B. Lagerplätze Ausstellungs. z.oder Reparaturständen: 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche. Kurheime und andere Beherbergungsbetriebe Jugendherbergen Verschiedenes Kleingartenanlagen Friedhöfe 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m Grundstücksfläche. um die Zahl der üblicherweise erforderlichen Stellplätze oder Garagen zu bestimmen. (5) Der Stellplatzbedarf ist in der Regel nach der Nutzfläche zu berechnen. 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche(4) oder 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche oder (5) 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 120 m2 Nutzfläche(4). so ist die Zahl der Beschäftigten zugrunde zu legen. Die Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes sind zu beachten. Diskotheken Spielhallen Hotels. (5) oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 6 Stellplätze je Wartungs. Diskotheken: 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze 1 Stellplatz je 20 m Spielhallenfläche.

5 m Aufstellwinkel a Fahrgassenbreite 45 3.oder Zweirichtungsverkehr.und Ausparken nicht gewährleistet. Auf­ stell­ winkel kleiner als 45 Grad nicht empfohlen wegen schlecht nutzbarer Restflächen. – Schrägaufstellung Zügiges und bequemes Einparken.00 54 63 72 81 90 6.50 4. – Senkrechtaufstellung Wahlweise Ein.00 3. Parkstandbreite.00 4. Zügiges Ein. Fahrgassenbreite Aufstellwinkel.Grundlagen Fahrgassenbreiten – EAR 2005 a a a 25 250 0 a = 54° > 350 a = 72° > 450 a = 90° 250 > 600 Aufstellung – Längsaufstellung Vorwiegend für Parken und Be. Fahrweise und die seitlichen Bewegungsspielräume bestimmen die Breite der Fahrgasse.25 M 1:200 118 Raumpilot Grundlagen . für die Parkenstandbreite b = 2.oder Ent­ laden am Fahrbahnrand. Fahrgassenbreite [m] für Vorwärtseinparken in Abhängigkeit vom Aufstellwinkel [Grad]. Hoher Flächenverbrauch.50 5.

00 1.89 9.Ruhender Verkehr Fahrzeugabmessungen 270 155 Mini (Smart.35 9.85 7 .70 3.05 10.55 2.00 1. 2009) Kenngrößen der Bemessungsfahrzeuge für Parkflächen [m] nach EAR 05 .80 3.77 10.76 2.Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs Höhe Länge Breite (ohne Außenspiegel) Fahrrad Moped Kraftrad Pkw Transporter Kleine Lkw (2-achsig) Große Lkw (3-achsig) Bus Müllfahrzeug (2-achsig) 1.60 0.51 2.29 2.90 1.55 1. 2008) Raumpilot Grundlagen 119 390 355 270 Grundlagen 155 150 145 150 . 2009) 420 180 Kompaktklasse (Golf. 2009) Beispiele für Kfz-Kategorien Bemessungsfahrzeuge repräsentieren bestimmte Typen von Kraftfahrzeugen M 1:200 700 240 Transporter (Mercedes. 2009) 470 185 Mittelklasse (Audi A4.20 4. 2009) 510 190 Oberklasse (Mercedes S-Klasse. 2-achsig) Reisebus (Mercedes.55 2.70 1.60 0.40 1220 255 Wendekreisradius außen 790 250 Nutzfahrzeug (Müllfahrzeug.55 5.17 2.10 12.00 1.00 9.70 3.80 2.03 0.74 6.80 3.50 9.46 10.

Es empfiehlt sich. müssen mindestens 6 m lang sein. Einer der beiden Wagen muss dabei gegebenenfalls rückwärts einparken. die hintereinander und parallel zur Fahrgasse angeordnet werden.50 m. 500 ≥ 750 ≥ 150 350 200 200 ≥ 150 550 200 ≥ 350 600 600 600 M 1:200 230 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Garagenstellplätze.Grundlagen 500 350 Garagenverordnung – GaVO BW ► Die Grundmaße der Garagenverordnung sind knapp 40 Jahre alt. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. wenn jede Längsseite des Einstellplatzes im Abstand bis zu 10 cm durch Wände. für die Planung ab der gehobenen Pkw-Mittelklasse die Maße wesentlich zu überschreiten. In diesem Fall ergibt sich ein Maß von 5. 120 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 500 . andere Bauteile oder Einrichtungen begrenzt ist. Stützen. 230 230 ≥ 230 ≥ 240 ≥ 250 Parkstände für Rollstuhlbenutzer Die 1. Schräg.50 m.40 m. wenn keine Längsseite – 2.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein.50 m tiefe Bewegungsfläche vor der Längsseite des Pkw führt zu einer erforderlichen Gesamtstellplatzbreite von 3. wenn eine Längsseite – 2.50 m Breite für zwei Stellplätze.30 m. wenn sich die Bewegungsflächen zweier Behindertenstellplätze überlagern. Es kann unter Umständen Fläche gespart werden.

20 m2/Pkw 300 1550 Ø 19.Ruhender Verkehr 500 650 500 500 600 500 500 550 500 Die Senkrechtanordnung ist sinnvoll.90 m2/Pkw 240 300 240 45° 1360 Ø 20.90 m2/Pkw 350 1600 Ø 19.80 m2/PKW 780 Ø 23. wenn beim Ausparken eine gute Sicht auf den fließenden Verkehr erforderlich ist und auf Grund der Flächenverhältnisse keine Schrägoder Senkrechtparkstände möglich sind.und Ausparken bei beidseitiger Anordnung einfach ist und das spontane Betreten der Fahrbahn durch Fußgänger erschwert wird.90 m2/Pkw 250 300 250 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Die Längsaufstellung wird gewählt.80 m2/Pkw 230 300 230 45° 1350 Ø 19.40 m2/Pkw 300 Schrägaufstellung Schrägaufstellen ist an Anliegerstraßen zu empfehlen. weil das Ein. Die Schrägaufstellung ist bei einem Winkel von 60 Grad besonders flächensparend.00 m2/Pkw M 1:1000 600 50 0 250 Raumpilot Grundlagen 121 Grundlagen Senkrechtanordnung (senkrecht zur Fahrbahn) 23 0 24 0 25 0 . 0 50 0 50 45° 1385 Ø 19.40 m2/Pkw 800 Ø 24. Die Fahrgassenbreite ist abhängig von der Parkstandbreite! 230 240 1650 Ø 18. 600 600 760 Ø 22. wenn die Parkstände aus beiden Richtungen anfahrbahr sein sollen.

90 m. wenn eine ausreichende Bewegungsfläche mit mindestens 1. weil sie das Öffnen der Fahrzeuge behindern. 570 250 175 100 600 175 250 175 175 75 175 250 140 350 390 670 M 1:200 122 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 Randparkstände.50 m. Doppelparkstände. sollte die Parkstandlänge 6. wenn eine Längsseite – 2.70 m betragen. Hierzu zählen zum Beispiel auch Stützen auf halber Parkstandlänge. ≥ 500 . Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2.70 m aufweisen. bei denen sich die Bewegungsflächen überlagern. sind möglich.50 m und neben festen Einbauten 3. wenn keine Längsseite – 2. Parkstände in Regelbreite sind zulässig.Grundlagen 500 350 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 2005 ≤ 20 Schräg. zum Beispiel in Form eines Gehwegs. 175 Parkstände für Rollstuhlfahrer Die Parkstandbreite für Rollstuhlbenutzer beträgt 3. können auf 2. Sollte aus besonderen Gründen nur das Vorwärtseinparken möglich sein. wenn jede Längsseite durch aufgehende Bauwerksteile oder Absperrungen ganz oder teilweise begrenzt ist.85 m.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein.50 m Breite vorhanden ist.90 m. ≤ 60 ≤ 75 225 250 285 175 285 75 175 250 75 250 75 175 290 40 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Markierte Parkstände sollten eine Länge von mindestens 5.25 m reduziert werden. die an einer Längsseite durch Bordsteine begrenzt sind. Darin enthalten ist die Rollstuhlbewegungsfläche neben der Längsseite des Fahrzeugs.

40 m2/Pkw 250 Schrägaufstellung 45° 1270 Ø 20.30 m2/Pkw 670 750 Ø 21.00 m2/Pkw 200 325 200 200 350 200 Längsaufstellung rückwärts einparken vorwärts einparken 725 Ø 24.40 m2/Pkw M 1:1000 570 Raumpilot Grundlagen 123 Grundlagen ▲ Senkrechtanordnung 25 0 .Ruhender Verkehr 70 430 600 430 70 70 430 450 430 70 rückwärts einparken vorwärts einparken 250 1600 Ø 18.20 m2/Pkw 70 415 300 415 70 1450 Ø 16.

124 Raumpilot Grundlagen . Es lässt sich aber zum Beispiel durch breitere Stellplätze oder eine Fahrgassenverlängerung lösen. Die Regelmaße nach der GaVO reichen hier nicht aus. M 1:500 5. 1. 3. bei denen die Anbindung der Rampe fahrgeometrisch oft zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. wenn das Ende der Fahrgasse als Sackgasse ausgeführt ist. 2. 4. bei dem fahrgeometrische Erfordernisse nicht berücksichtigt wurden. In den Zeichnungen ist dargestellt. Dieses Problem besteht prinzipiell in allen Tiefgaragen mit der Parkplatzanordnung senkrecht zur Fahrgasse. um eine funktionsfähige und benutzerfreundliche Parkierungsanlage zu entwerfen. wie schwierig das Einparken am letzten Stellplatz ist. Dies ist besonders schwerwiegend bei beengten Kleingaragen.Grundlagen Kritische Parkierungsanlage Das Praxisbeispiel zeigt einen häufig anzutreffenden Planungsmangel.

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Kleingarage (bis 100 m2 Nutzfläche) Grundlagen (entsprechend LBO GaVO) 250 80 700 circa 50 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 500 M 1:1000 Raumpilot Grundlagen 125 275 .

Grundlagen Garagenklassifizierung – Mittelgarage (100 bis 1000 m2 Nutzfläche) 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 30 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 275 80 M 1:1000 126 Raumpilot Grundlagen ma x .3 0m .

30 m Raumpilot Grundlagen 127 275 80 .Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Großgarage (größer als 1000 m2 Nutzfläche) Grundlagen M 1:1000 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 25 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) max.

8% TK = HK 2 * SR 100 HW SR [%] = Rampenneigung HK [m] = Kuppelhalbmesser TK [m] = Tangentenlänge HW [m] = Wannenhalbmesser TW [m] = Tangentenlänge Wanne HW S = 0% TW TW Ausbildung Wanne SR = min. Kuppenausrundungen Halbmesser Hk = mindestens 15 m Wannenausrundungen Halbmesser Hw = mindestens 20 m Fahrbahnbreite Die Fahrbahnbreite gerader Rampen mit Richtungsverkehr beträgt 2.75 m. Bei Neigungswechseln sind Neigungsdifferenzen über 8 Prozent auszurunden oder abzuflachen. Einbauten und Verkehrszeichen vorhanden ist. Ausbildung Kuppe S = 0% HK TK TK HK SR = min. ist eine Fahrbahnbreite von 6 m empfehlenswert. Rampen im Freien sollen höchstens eine Steigung von 10 Prozent aufweisen. damit auch bei ungünstiger Witterung eine sichere Befahrbarkeit gewährleistet werden kann. um ein Aufsetzen der Fahrzeuge zu vermeiden.10 m betragen und bei Neigungswechseln auf Rampen mit einer Neigung von über 8 Prozent Steigung mindestens 2. Wenn die beiden Fahrstreifen durch einen Mittelleitbord geteilt sind. Innenrampen kleiner Parkbauten sowie kurze Rampen können in Ausnahmefällen bis zu 20 Prozent geneigt sein.30 m. dass die lichte Durchfahrtshöhe unter allen Bauteilen. bei Gegenverkehr 5.75 m.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Rampenneigung Die Rampenneigung soll nach EAR 2005 im Allgemeinen 15 Prozent und bei Parkrampen 6 Prozent nicht überschreiten. Lichte Höhe Die lichte Durchfahrtshöhe in Parkbauten soll mindestens 2. 8% TW = HW 2 * SR 100 M 1:200 128 Raumpilot Grundlagen . Es ist darauf zu achten.

00 41.75 Die Rampenneigung sollte bei Rampen im Freien 10 Prozent nicht überschreiten.00 26.00 30.00 21. Heizung oder Überdachung erreicht werden.75 1.50 15. Die sichere Befahrbarkeit muss auch bei ungünstiger Witterung gewährleistet sein.00 16. Rampeneinfahrt im Freien ≥ 230 h SR = ≤ 10% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 129 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 10% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .00 40.75 3.00 11.00 36.75 2.00 10.75 4.00 20.50 25.75 2.75 3.50 35.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 31. Dies kann zum Beispiel durch eine geriffelte Oberfläche.

63 2.00 6.50 16.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 15% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.30 1.00 22.00 12.00 26.50 10.30 Rampeneinfahrt Ausnahmefall h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge M 1:200 TK LR L TW 130 Raumpilot Grundlagen ≥ 230 h SR = ≤ 15% .67 19.96 2.33 15.00 13.67 9.00 20.50 23.30 3.33 25.96 4.67 29.63 3.

50 17 .50 7 . kurzen Rampen und bei einer übersichtlichen Ein.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 13.50 2.und Ausfahrt. Rampeneinfahrt Ausnahmefall ≥ 230 h SR = ≤ 20% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 131 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 20% (Ausnahmefall) Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .50 16.00 18.50 Rampeneinfahrt nur nach Zustimmung ► Die maximale Steigung von 20 Prozent ist ausnahmsweise (!) nur zulässig bei einer kleinen Nutzerzahl.00 5.50 21.00 3.00 2.00 20.50 11.00 8. Eine Überdachung der Rampe oder eine Beheizung der Fahrbahn ist zwingend erforderlich.50 1.00 15.00 4.00 23.50 3.00 10.50 12.

75 m Wi = 5.00 m M 1:200 132 Raumpilot Grundlagen .25 m einhalten. bei Fahrbahnen und gekrümmten Rampen 0. Bei Lkw sollte man auf Zuschläge von stets 0.50 m betragen.25 m und auf Rampen 0. dem Kurvenradius und dem Winkel der Fahrtrichtungsänderung. Auf Fahrgassen und geraden Rampen sollte man einen Abstand von 0.Grundlagen Schleppkurve Pkw Flächenbedarf bei Kurvenfahrt auf ebenen Parkierungsflächen Charakteristisch für den Bewegungsablauf eines mit den Vorderrädern gelenkten Fahrzeugs bei der Kurvenfahrt ist die sichelförmige Verbreiterung der überstrichenen Fläche durch das kurveninnere Hinterrad (Schleppkurve). 2001). 50 25 Ri = 335 Ra = 585 250 25 500 775 275 50 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 5.und Begegnungszuschläge Für Pkw soll dieser Zuschlag an allen Fahrzeugseiten oder -kanten auf Fahrbahnen 0. Bewegungs. Abstände Bei Ein.50 m. innerhalb von Fahrgassen genügt ein Zuschlag von 0.und Ausparkmanövern gelten die Bewegungszuschläge für ausreichend.125 m. Der Flächenbedarf ist abhängig von den maßgebenden Fahrzeugabmessungen.und Verkehrswesen (FGSV.85 m Wi = 3. Hinweise hierzu finden sich in „Bemessungsfahrzeuge und Schleppkurven zur Überprüfung der Befahrbarkeit von Verkehrsflächen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen.35 m M 1:200 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Rampen nach der GaVO : Wa = 7 .25 m zurückgreifen.

Ruhender Verkehr Schleppkurve Lkw Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Lastzug mit Anhänger für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 10.30 m Wi = 3.80 m 25 Ri = 380 Ra = 1030 650 25 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 133 Grundlagen .

500 450 100 450 400 500 475 550 500 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Fahrzeuge bis 9 m Länge (zweiachsiges Müllfahrzeug) 134 Raumpilot Grundlagen 550 100 325 400 450 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Pkw . aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Emissionsbelastung ungünstiger als Wendekreise und Wendeschleifen. Aus den angeführten Beispielen lässt sich jedoch auch erkennen. Aus lenktechnischen Gründen sollen Wendeanlagen asymmetrisch linksseitig angeordnet werden. zumindest bei regelmäßigem Lkw-Verkehr. Gehwege sind nicht dargestellt. welche in einem Zug befahren werden können. wenn Garagenflächen oder Gehwegüberfahrten für Wendevorgänge nicht mitbenutzt werden können. Wendehämmer erfordern Rangiermanöver und sind daher. dass Wendehämmer wesentlich platzsparender sind als Wendekreise. Alle Beispiele weisen eine Freihaltezone von 1 m auf.Grundlagen Wendeanlagen – RASt 2006 Wendeanlagen werden am Ende von Stichstraßen und Stichwegen beziehungsweise Stichstraßensperren angelegt.

1:500 Raumpilot Grundlagen 135 Grundlagen .Ruhender Verkehr 373 1170 373 900 Flächenbedarf für einen Wendekreis für ein zweiachsiges Müllfahrzeug 900 1050 550 600 250 Flächenbedarf für einen einseitigen und zweiseitigen Wendehammer für Fahrzeuge bis 10 m Länge (dreiachsiges Müllfahrzeug) 100 250 1550 250 1800 100 M.

Sie sollten ausreichend beleuchtet sein und so angeordnet werden.Grundlagen Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 20 100 20 20 60 20 Grundmaße für den Verkehrsraum des Radverkehrs. Bauordnungsrechtliche Hinweise Die Bauordnungen regeln die Anforderungen an den Bau von Fahrradstellplätzen. 136 Raumpilot Grundlagen 225 .und Anschließmöglichkeiten vorhanden sein. Zusätzlich sollten ausreichende Stütz. Einige Bauordnungen definieren zudem qualitative Anforderungen für die Erreichbarkeit und die Flächengrößen. Bei längerer Abstelldauer empfiehlt sich eine Überdachung. Freizeiteinrichtungen. Schieben und Fahren. dass sie ständig eingesehen werden können. Sportstätten und anderen öffentlichen Gebäuden und Plätzen sind Fahrradabstellplätze erforderlich. M 1:50 Unter anderem im Vorbereich von Schulen. Die geforderte Kapazität richtet sich nach der zu erwartenden Fahrradbelegung.

– Fahrradkleingaragen werden überwiegend für Wohngebäude geplant. diebstahlsichere Unterbringung eines Fahrrads sowie gegebenenfalls von Gepäck.Ruhender Verkehr 100 200 330 60 90 M 1:50 Grundtypen – Fahrradhalter. Raumpilot Grundlagen 137 Grundlagen . bieten ein Mindestmaß an Diebstahlschutz und Standsicherheit. – Teil. an denen sich der Rahmen oder ein Laufrad anschließen lassen. insbesondere an ÖPNV-Haltestellen.oder vollautomatische Fahrradbauten werden in stark frequentierten öffentlichen Bereichen wie beispielsweise an Bahnhöfen realisiert. – Geschlossene Fahrradräume werden häufig in Wohngebäuden. Schulen und Firmen eingesetzt. Sie werden meist im Langzeitparkbereich eingesetzt. – Fahrradboxen ermöglichen die individuelle. An Bahnhöfen erhalten die Nutzer für die abschließbaren Räume Schlüssel oder Chipkarten.

30 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 Ø 3. 100 M 1:100 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 1. Diese Aufstellungsart wird auf Grund des relativ hohen Flächenverbrauchs nur selten realisiert.80 m bei beengter und 1.50 m2/Fahrrad Höhenversetzte Aufstellung Durch den Höhenversatz wird Fläche eingespart. 80 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 2.75 m /Fahrrad 138 Raumpilot Grundlagen 120 120 . Ein seitliches Herantreten zum Abschließen ist nicht möglich.Grundlagen Fahrradabstellfächen EAR 2005 Höhengleiche Aufstellung Lenker. Allerdings entstehen Nachteile durch mögliches Verhaken der Lenker und/oder Beschädigungen des Zubehörs wie Kabel und Lampen.45 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 2 Ø 1.oder Vorderradhalter benötigen Achsabstände von 0.20 m bei bequemer Zugänglichkeit.

40 180 150 Höhenversetzte Aufstellung 150 Ø 1. Das Einund Ausparken ist in Richtung des gewählten Winkels begünstigt.75 m2/Fahrrad 60 Doppelaufstellung mit Vorradüberlappung Die Achsabstände richten sich nach den notwendigen Manövrierflächen beim Ein.und Ausparken der Fahrräder und nach den Ansprüchen an die seitliche Zugänglichkeit.20 m2/Fahrrad 150 180 Höhengleiche Aufstellung 150 Ø 1. 180 Höhengleiche Doppelaufstellung 350 180 350 180 Ø 2.10 m2/Fahrrad 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 139 Grundlagen . Entscheidend für den Achsabstand ist weiterhin die Breite von Fahrradkörben oder Kindersitzen. deren Breite vom Aufstellwinkel abhängig ist.Ruhender Verkehr 60 Schrägaufstellung 85 Vor dem Parkstand ist eine Verkehrsfläche notwendig.

Arbeitsgruppe Straßenentwurf: – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 2005) – Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 2006) 140 Raumpilot Grundlagen .und Verkehrswesen. voraussichtliche Änderung 2010) Empfehlungen Forschungsgesellschaft für Straßen. Juli 1997 .Grundlagen Planungsregeln Gesetze/Verordnungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (letzte Änderung 2007) Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung – GaVO). Baden-Württemberg (7 .

Energie Raumpilot Grundlagen 141 Grundlagen .

Grundlagen Energie 143 144 144 145 146 148 150 151 152 Besonnungsrichtung und Einfallwinkel der Sonne im Jahresverlauf Globalstrahlung Sonnenscheindauer Verschattung/Abstandsflächen Strahlung Wandfläche – Ostseite Strahlung Wandfläche – Südseite Solare Energieeinstrahlung – im gesamten Jahr Solare Energieeinstrahlung – nur im Winter Planungsregeln/Literatur 142 Raumpilot Grundlagen .

9° 11‘ Ost (Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart. Feb 15. Abteilung Stadtklimatologie. Jul 30° 20 40° 50° 15. Okt 14 Uhrzeit (MEZ) 13 12 11 10 15. in Fenstermitte.stadtklima-stuttgart. wenn Sonnenstrahlen bei einer Sonnenhöhe von mindestens 6 Grad in den Raum einfallen können. Apr 15. Sep West 270° 17 16 15 15. zumindest eines Raums der Wohnung am 17 . Ferner gilt eine Wohnung dann als ausreichend besonnt. Nov 21. wenn die mögliche Besonnungsdauer auf Brüstungshöhe. Geländeverlauf.de) Raumpilot Grundlagen 143 Grundlagen Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne im Jahresverlauf als Grundlage zur Berechnung von Abstandsflächen. Jan Süd 180° Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne am Beispiel Stuttgart 48° 47‘ Nord. Dez 60° 70° 80° 90° 9 8 7 Ost 90° 15. Aug 19 18 15. Ein Wohnraum gilt als besonnt. 15. Nachbargebäude oder Bäume können den Sonneneinfall behindern und Verschattungen erzeugen. Jun 15. Mrz 5 6 15. Verschattungen durch Bauwerke und durch Vegetation Nord 0° . Amt für Umweltschutz. www.Energie Sonnenhöhe 0° 10° 20° 21. Januar eine Stunde beträgt (DIN 5034). Mai Mit Hilfe des Diagramms können die Besonnungsdauer und der Tageslichteinfall von Wohnräumen und Arbeitsräumen berechnet werden.

Grundlagen Globalstrahlung Sonnenscheindauer Hamburg Bremen Berlin Hannover Bremen Hamburg Berlin Hannover Köln Erfurt Köln Erfurt Frankfurt Frankfurt Stuttgart München Stuttgart München Jährliche Globalstrahlung 1200 1150 1100 1050 1000 950 900 KWh/(m² x a) Durchschnittliche Sonnenscheindauer 1800-1900 1700-1800 1600-1700 1500-1600 1400-1500 Stunden pro Jahr 144 Raumpilot Grundlagen .

6 H 2 x 0. In Kerngebieten ist häufig nur 2 x 0. Juni: 12:00 38° 21. Die Musterbauordnung (MBO) schlägt 2 x 0. Die unteren Abbildungen verdeutlichen diesen Zusammenhang.2 H vor.4 H = 0. 65° 21.4 H 2 x 0.4 H erforderlich.2 H = 0. abhängig von der jeweiligen LBO.Energie Verschattung/Abständsflächen Die Forderung nach einer größerer Dichte im Städtebau kann durch eine Erhöhung der Gebäudetiefe und der Geschosszahl und durch eine Verringerung der Gebäudeabstände erreicht werden.und Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. sie hat auch großen Einfluss auf die Energiebilanz der Gebäude (Passivhäuser). Dez: 12:00 2xH 2 x 0.8 H oder sogar nur 2 x 0. Dies kann allerdings zu Belichtungsnachteilen in Gebäuden und auf Freiflächen führen. Läden und Lagerflächen. Sept / März: 12:00 17° 21. Verschiedene Landesbauordnungen fordern bei einer Wohnbebauung Abstandsflächen entsprechend 2 H (doppelte Wandhöhe). Gewerbe.6 H = 1. Mit den Mindestabstandsforderungen der Landesbauordnungen sollen Voraussetzungen für gesunde Wohn. Der höchste Besonnungsgrad wird für Wohnnutzungen gefordert. Die Besonnung ist nicht nicht nur für die Gesundheit. das Wohlbefinden und den Komfort der Nutzer von Bedeutung. danach folgen Büronutzungen.2 H Verschattungssituationen H Raumpilot Grundlagen 145 Grundlagen .

und Westseite ein wirksamer Sonnenschutz notwendig ist. Bei der Gestaltung des Sonnenschutzes muss der geringe Einstrahlwinkel beachtet werden. Strahlung Wandfläche – Ostseite 12:00 Uhr 63° 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 16 U hr 4U hr 4:30 Uhr 0° U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 146 Raumpilot Grundlagen . dass bei transparenten Bauteilen auf der Ost. der im Gebäude häufig zur „Kühllast“ wird. nur etwas geringer als auf der Südseite (800 W/­ m²).beziehungsweise Westseite eines Gebäudes sind in den Sommermonaten sehr hoch und können sogar höhere Werte (750 ­ W/­ m²) erreichen als auf der Südseite (600 W/­ m²)! Auch im Frühling und Herbst ist der Energiegewinn auf der Ostseite (600 W/m²). Die Werte der Grafik verdeutlichen auch. Dargestellt ist der Verlauf der Sonne am Vormittag von 4 Uhr bis 12 Uhr.Grundlagen Die Einstrahlwerte auf die Ost.

Energie Strahlung Wandfläche – Ostseite Grundlagen 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 6:00 Uhr 0° 12:00 Uhr 18° 12 10 8 6 4U hr 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 4U hr 12:00 Uhr 38° U 12 hr 8U hr U 12 hr 8:30 Uhr 0° 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 147 .

um in der winterlichen Heizperiode Wärme durch Solarenergie zu gewinnen. Für einen wirksamen Sonnenschutz ist der sehr geringe Einstrahlwinkel im Winter zu beachten.Grundlagen Die Einstrahlwerte auf der Südseite. sind überraschend: Die Spitzenwerte sind im Herbst und im Winter (800 W/m²) wesentlich höher als im Sommer (600 W/m²). Strahlung Wandfläche – Südseite 16:00 Uhr 41° 80 70 60 50 40 0 0 0 0 0 0 4U hr 16 U hr 30 20 0 10 0 16 14 8:00 Uhr 33° 12 10 8 U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 148 Raumpilot Grundlagen . beginnend von 8 Uhr bis 16 Uhr. Die Südseite ist gut geeignet.

Energie Strahlung Wandfläche – Südseite Grundlagen 80 70 60 50 16 16:00 Uhr 20° Uh r 40 30 20 0 0 0 0 0 0 h 4U r 16 U hr 16:00 Uhr 4° 80 70 60 50 40 30 20 0 0 0 0 0 0 0 4U hr 0 10 0 10 0 16 14 12 10 8 8:00 Uhr 15° hr 8U hr 8:30 Uhr 0° 8U 16 14 12 10 8 U 12 hr U 12 hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 149 .

Grundlagen 100 Prozent Energie (maximal) Neigung: 30° Süd 36 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 92 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – im gesamten Jahr We s t We rt No eW es tse rd ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t 150 Raumpilot Grundlagen .

Energie 25 Prozent Energie (maximal) Neigung: 45/60° Süd 8 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 19 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – nur im Winter We s t No We rt eW es rd tse ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t Raumpilot Grundlagen 151 Grundlagen .

Bruno.und des Jahresheiz­ energiebedarfs Literatur Daniels.a. u. Stuttgart 2006 Hausladen. Basel 1996 152 Raumpilot Grundlagen . Anton: Das Passivhaus – Wohnen ohne Heizung.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland. Berichtigungen zu DIN 4710: 2003-01 DIN 4710 Beiblatt 1 / Januar 2003 / Statis­ tiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz. München 2000 Wuppertal Institut für Klima. Rutz.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland – Korrelationen zwischen Lufttemperatur t und Wasserdampfgehalt x Gesetze/Verordnungen BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung). 1962.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5034-2 / Februar 1985 / Tageslicht in Innenräumen – Grundlagen DIN 5034-3 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 3: Berechnung DIN 5034-4 / September 1994 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 4: Vereinfachte Bestimmung von Mindestfenstergrößen für Wohnräume DIN 5034-5 Entwurf / September 2009 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 5: Messung DIN 5034-5 / Januar 1993 / Tageslicht in Innenräumen – Messung DIN 5034-6 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 6: Vereinfachte Bestimmung zweckmäßiger Abmessungen von Oberlichtöffnungen in Dachflächen DIN 4710 / Januar 2003 / Statistiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz. Stephan: Pinpoint. Klaus: Energy Design for Tomorrow.): Energieeffizienz von Gebäuden. letzte Änderung 1993 Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung EnEV).und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland DIN 4710 Berichtigung 1 / November 2006 / Statistiken meteorologischer Daten zur Be- rechnung des Energiebedarfs von heiz. Umwelt.: ClimaDesign. Zürich 2007 Wüstenrot Stiftung (Hrsg.: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren.a. Stuttgart. Energie. Fakten der Bauphysik. u. Gerhard. 2009 Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (zuletzt geändert 2007) Richtlinien VDI 4710 Blatt 1 / Dezember 2008 / Meteorologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung – Außereuropäische Klimadaten VDI 4710 Blatt 2 / Mai 2007 / Meteorologische Daten in der technischen Gebäudeausrüstung – Gradtage VDI 4710 Blatt 3 / August 2009 / Meteoro­ logische Grundlagen für die technische Gebäudeausrüstung VDI 2078 Blatt 1 / Februar 2003 / Berechnung der Kühllast klimatisierter Gebäude bei Raumkühlung über gekühlte Raumumschließungsflächen DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2004 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. London 2009 Keller. München 2005 Graf.

Wohnen 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339 Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 153 .

die flexibel für unterschiedliche Funktionen nutzbar sind.und Baunutzungskosten bei unterschiedlichen Gebäudetypen gegenübergestellt. Die räumliche Organisation dieser Einzelfunktionen kann je nach Grundrisskonzeption sehr unterschiedlich sein.und Raumbedarf als Grundbaustein für die Planung behandelt wird. Den dritten Abschnitt bilden die Kapitel „Ökonomie“ und „Schall“ .und Kochbereichen werden darüber hinaus aber auch Anordnungsvarianten mit ihren entsprechenden Raumabmessungen dargestellt. Bei diesem Kapitel geht es nicht um Detailinformationen zur Kostenplanung. Erschließungssysteme von Geschosswohnungsbauten und unterschiedliche Grundrisstypen jeweils in einem systematischen Überblick gezeigt. Im Kapitel „Ökonomie“ werden Hinweise auf die durchschnittliche Verteilung von Investitions. in denen jeder einzelnen Funktion ein spezifisch zugeschnittener Raum zugeordnet ist. Das Spektrum reicht von Zellengrundrissen. in denen die Wohnfunktionen als „Funktionsinseln“ frei und veränderbar im Raum angeordnet sind und Nutzungsbereiche sich teilweise überlagern. Das heißt. 154 Raumpilot Grundlagen . Planungsregeln MBO – LBO Zur Verwendung der Musterbauordnung. Barrierefrei-Normen Bei der Verwendung der Barrierefrei-Normen wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Die Nutzungsneutralität der Räume eröffnet Spielräume für die individuelle Nutzungsverteilung in der Wohneinheit. Ergänzt werden diese Funktionskapitel durch die Kapitel „Nutzungsneutral“ und „Private Freibereiche“ . Der zweite Abschnitt – die Kapitel von „Ankommen“ bis „Entsorgen“ – widmet sich den unterschiedlichen Wohnfunktionen. da hier durch viele Planungsparameter (Mindestabstände. dass primär die jeweilige Wohnfunktion mit dem für ihre Nutzung notwendigen Flächen. Verordnungen. bis hin zu großzügigen Einraumeinheiten (Loftwohnungen).Wohnen Zum Aufbau des Kapitels „Wohnen“ Das Kapitel „Wohnen“ gliedert sich inhaltlich in drei Abschnitte. Das letzte Kapitel „Schall“ liefert abschließend Grundinformationen über die Schallschutzanforderungen an unterschiedliche Bauteile im Wohnungsbau. Bei den Sanitär. der Landesbauordnung Baden-Württemberg und des Gesetzentwurfs zur Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Im Kapitel „Nutzungsneutral“ werden Mindestraummaße von Individualräumen aufgezeigt. sondern um einen groben Überblick über die Bedeutung der unterschiedlichen Kos­ tengruppen sowie über das Verhältnis von Kosten für den längerfristigen Bauunterhalt et cetera zu den einmaligen Investitionskosten. Um für diese Vielfalt von Grundrisstypen anwendbare Planungsgrundlagen erstellen zu können. die sich unter anderem in Zusammenhang mit dem Familienzyklus ergeben (zum Beispiel durch den Auszug der Kinder aus der elterlichen Wohnung). Mindestbewegungsflächen) bestimmte Anordnungsmuster für Mindestanforderungen vorgegeben sind. wurde die Funktion und nicht der Raum in den Vordergrund gestellt. Zu den Hinweisen auf Gesetze. Im nachfolgenden Kapitel „Private Freibereiche“ werden unterschiedliche Typen privater Außenräume mit wesentlichen Planungshinweisen aufgezeigt. Im ersten – den ers­ ten drei Kapiteln – werden städtebauliche Erscheinungsformen von Wohnungsbauten. ­ Darüber hinaus kann damit auf sich ändernde Nutzungsanforderungen reagiert werden.

Städtebau Raumpilot Grundlagen 155 Wohnen .

Wohnen Städtebau 157 161 162 164 Städtebau/Dichte GRZ und GFZ – Berechnung GRZ und GFZ – Beispiele Abstandsflächen 156 Raumpilot Grundlagen .

die jeweils auf einer angenommenen Grundstücksfläche von 100 m x 100 m (1 ha) untergebracht werden.9 m² (Quelle: Statistisches Bundesamt. Hinweis: Der tatsächliche Durch­ schnittswert des gesamten (bewohnten und nicht bewohnten) Wohnungsbaubestands in Deutschland liegt bei 42. Daraus ergibt sich eine gerundete Geschossfläche von 100 m² pro Wohneinheit.Städtebau Städtebau/Dichte Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Dichtewerte bei der Anordnung verschiedener Gebäudetypen. Stand 2008) Städtebauliche Konfigurationen – Schema Raumpilot Grundlagen 157 Wohnen . Pro Wohneinheit werden zwei Personen und ein Auto angenommen. Stand 2007).7 Personen (Quelle: Statistisches Bundesamt. In exemplarischen Berechnungen werden die Anzahl der Personen und Fahrzeuge ermittelt. beginnend vom freistehenden Einfamilienhaus bis hin zum Hochhaus. Durchschnittswerte für die Anzahl der Fahrzeuge/Personen: – 1 Kfz/2 Personen – 1 Pkw/1. Als Berechnungsgrundlage wird die durchschnittliche Größe der 2006 in Deutschland fertiggestellten Wohnungen (Geschosswohnungsbau) mit 79 m² Wohnfläche herangezogen.

Wohnen Städtebau/Dichte 100 Personen 0 Personen 100 Pkw 0 Pkw circa 70/ha circa 35/ha circa 80/ha circa 40/ha circa 90/ha circa 45/ha circa 140/ha circa 70/ha 158 Raumpilot Grundlagen .

Städtebau circa 160/ha circa 80/ha circa 220/ha circa 110/ha circa 320/ha circa 160/ha circa 380/ha circa 190/ha M 1:3000 Raumpilot Grundlagen 159 Wohnen .

Wohnen Städtebau/Dichte circa 420/ha circa 210/ha circa 1060/ha circa 530/ha circa 760/ha circa 380/ha 160 Raumpilot Grundlagen .

Städtebau GRZ und GFZ – Berechnung Vorgaben zur genauen Berechnung der Grundflächenzahl und der zulässigen Grundfläche enthält die Baunutzungsverordnung unter § 19 (BauNVO) 96 96 96 480 480 Berechnung der Grundflächenzahl GRZ Berechnung der Geschossflächenzahl GFZ GRZ = überbaute Grundstücksfläche gesamte Grundstücksfläche 96 480 GFZ = gesamte Geschossfläche gesamte Grundstücksfläche 96 + 96 480 GRZ = GFZ = GRZ = 0.4 Raumpilot Grundlagen 161 Wohnen .2 GFZ = 0.

6 Stadthaus Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0. wenn zum Beispiel besondere städtebauliche Gründe dies erfordern.2 GFZ = 0.2 – besondere Wohngebiete (WB) maximale GRZ = 0.2 Stadthaus Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.3 GFZ = 1.4 maximale GFZ = 1.8 162 Raumpilot Grundlagen .4 GFZ = 0.0 maximale GFZ = 3.4 GFZ = 0.3 GFZ = 1.4 Atriumhaus Beispiel: 1 Ebene GRZ = 0.0 Die Obergrenzen können überschritten werden.6 maximale GFZ = 1.4 GFZ = 0.8 Kettenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.3 Zeilenbebauung Beispiel: 4 Ebenen GRZ = 0.Wohnen GRZ und GFZ – Beispiele In einigen Beispielen sind Höchstwerte der GRZ und GFZ dargestellt. Die rechtlichen Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung sind in der BauNVO § 17 – klassifiziert nach Baugebieten – festgesetzt: Baugebiete (Beispiele): – reine Wohngebiete (WR) maximale GRZ = 0.2 GFZ = 0. Einfamilienhaus freistehend Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.2 GFZ = 1.8 Doppelhaushälfte Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.6 – Kerngebiete (MK) maximale GRZ = 1.4 Reihenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.

5 GFZ = 4.9 M 1:2000 Raumpilot Grundlagen 163 Wohnen .0 Wohnturm „Le Corbusier“ Beispiel: 49 Ebenen GRZ = 0.1 GFZ = 4.8 Blockrandbebauung Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.3 GFZ = 1.Städtebau aufgelöste Blockrandbebauung Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.

Dorfgebieten und in besonderen Wohngebieten 0.1 25 h h 25 0.Wohnen h Abstandsflächen Die Tiefe der Abstandsfläche bemisst sich nach der Wandhöhe.1 0.25 der Wandhöhe – in Gewerbegebieten und in Industriegebieten sowie in Sondergebieten.4 0.4 h 0.4 h • • h >7 0. voraussichtlich ab 2010): – allgemein 0.125 der Wandhöhe.4 und 0. Dachflächen und Giebelflächen werden je nach Neigung unterschiedlich angerechnet.125 variiert (LBO BW). die nicht der Erholung dienen. der je nach Baugebiet zwischen 0.4 ≤4 5° (h h 0.4 0. 0. 0.6 h • • • • • h • • h 0° h2 h >4 h1 5° h 0.4 164 Raumpilot Grundlagen • h • (h +X • h1) +X h2 ) • ( X h+ h2 ) • • • • .4 (h 0.4 +X h1 ) • 0. Als Wandhöhe gilt das Maß vom Schnittpunkt der Wand mit der Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand.2 5 h 0.2 5 0.4 der Wandhöhe – in Kerngebieten. sie wird senkrecht zur jeweiligen Wand gemessen.6 0. Die erforderliche Abstandsfläche ergibt sich durch einen in der LBO festgelegten Faktor. Die Tiefe der Abstandsflächen beträgt (LBO BW Novellierung.

Erschließung Raumpilot Grundlagen 165 Wohnen .

Wohnen Erschließung 167 167 168 168 169 169 169 170 170 173 Vertikal Einspänner Zweispänner Dreispänner Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Horizontal Außengangerschließung Innengangerschließung 166 Raumpilot Grundlagen .

Proportion und Orientierung der Wohneinheiten. Sichtkontakt zu Rettungskräften). Zwei. Typologisch können verschiedene Übergangstypen zwischen reiner Spännerund reiner Gangerschließung unterschieden werden. Entsprechend der Anzahl der jeweils an einen Erschließungskern angeschlossenen Wohneinheiten wird unterschieden in Ein-. Bei mehr als sechs angeschlossenen Wohneinheiten werden höhere Brandschutzanforderungen gestellt.bis x-Spänner. Beheizung. sozialer Raum – Wirtschaftlichkeit: die Anzahl der angeschlossenen Einheiten beeinflusst erheblich die Wirtschaftlichkeit – Anforderungen an Barrierefreiheit – Belichtung (natürlich/künstlich) – Belüftung (Luftqualität. Bei der Planung der Lage und Gestaltung des Erschließungskerns – in der Regel eine Treppe mit Lift – müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: – Räumliche Qualität: möglicher räumlicher Zusammenhang über viele Ebenen – Kommunikative Qualität: gemein­ schaft­ l­ icher Raum mehrerer Wohnparteien.Erschließung Vertikal Spännererschließungen sind die am häufigsten realisierte Erschließungsform in Wohnungsbauten. Lage an der Außenwand oder in Gebäudemitte. versetzte Ebenen Wohngeschoss/öffentliche Fläche) – Übergang zu Freiflächen (Hofzugang) – Untergeschoss (zum Beispiel Tiefgarage) – Größe: baurechtlich erforderliche Maße als Minimum – Baurecht: Lage an einer Außenwand zur Rettung eventuell gefordert (Rauchabzug. Hinweis: Weitere Angaben zu Fluchtwegen siehe Kapitel „Grundlagen – Rettung“ Einspänner Raumpilot Grundlagen 167 Wohnen . Anbindung zur Dachfläche) – Erdgeschoss (Eingangssituation. Die Anzahl der an einem Erschließungskern angeschlossenen Wohnungen beeinflusst die Größe. Ventilation) – Energie (Hüllfläche.

Wohnen Zweispänner Dreispänner 168 Raumpilot Grundlagen .

Erschließung Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Raumpilot Grundlagen 169 Wohnen .

Zudem ist bei der Anordnung eines offenen Außengangs ein ausreichender Witterungsschutz im Eingangsbereich jeder Wohnung erforderlich. Duplex. – Gang erschließt eine Ebene – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt eine Ebene 170 Raumpilot Grundlagen . dass viele (oftmals kleine oder mehrgeschossige) Wohnungen zumindest in der Eingangsebene mit einem Aufzug wirtschaftlich barrierefrei erschlossen werden können.Wohnen Horizontal Außengangerschließungen sind „Gehsteige zur Haustüre“ . Triplex) Gangerschließungen bieten den großen Vorteil. Gangerschließungen werden bei entsprechender Größe und Gestaltung auch zu Kommunikationsräumen. Damit verbindet sich aber auch ihr größter Nachteil: mangelnde Privatheit in den an den Gang angrenzenden Wohnräumen. Nebenstehender Schnitt zeigt die Prinzipien: – Außenflur unmittelbar am Gebäude – Außenflur vom Gebäude abgesetzt – Flur erschließt eine Ebene – Flur erschließt zwei und mehrere Ebenen (Maisonette. Sie werden auch Laubengang oder Laufgang (zu Beginn der Moderne) genannt. die den Gestaltungsspielraum einschränken. Außengangerschließung Schnitt M 1: 500 – Außengang unmittelbar am Gebäude. Insbesondere Wandöffnungen sind oft nur eingeschränkt möglich. Zusätzlich werden an die angrenzende Fassade häufig erhöhte Brandschutzanforderungen gestellt.

– Außengang eingezogen – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 171 Wohnen . dass der Durchblick nach unten und oben entlang der Außenwand eingeschränkt ist. – Abgesetzter Außengang: erhöhter Schutz der Privatheit. Die Lage des Außengangs kann prinzipiell variieren: – Eingezogener Außengang mit guter Flächenausnutzung. jedoch erheblicher baukonstruktiver und bauphysikalischer Belastung bei offenem. – Angesetzter Außengang: einfache und wirtschaftliche Form der Erschließung. wenn gesichert ist. „kaltem“ Gang. gestalterisch dominant.Erschließung Außengangerschließung Von einem Außengang aus können auch zweigeschossige Wohneinheiten (Maisonetten) erschlossen werden.

172 Raumpilot Grundlagen . Bei diesem System sind auch Kombinationen von dreigeschossigen Wohneinheiten mit weiteren ein. dann sind die Möglichkeiten für Öffnungen an der Außengangwand erheblich eingeschränkt.oder mehrgeschossigen Wohnungen möglich (Wohnungsvielfalt). Der Außengang erzwingt keine eindeutige Orientierung. Wenn nicht zwei bauliche (!) Rettungswege vorhanden sind.oder die Ostseite für die Erschließung gewählt. – Außengang eingezogen – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt drei Ebenen Bei der Außengangplanung müssen die besonderen Brandschutzanforderungen beachtet werden (LBO). es werden jedoch häufig die Nord.Wohnen Außengangerschließung Von einem Außengang aus können prinzipiell auch mehr als zwei Ebenen (zum Beispiel als „Triplex“) erschlossen werden.

Schnitt M 1: 500 – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 173 Wohnen . Positiv ist die hohe Wirtschaftlichkeit des Systems durch die geringere Hüllfläche. um ungleiche Lagequalitäten auszuschließen. Allerdings bietet sie eine hohe Variabilität bei der Kombination verschiedener Ebenen. da keine natürliche Belichtung und Belüftung möglich ist. Sie bedingt in der Regel eine West-Ost-Orientierung der Wohneinheiten.Erschließung Innengangerschließung Die Innengangerschließung ist eine selten angewandte Erschließungsform. falls keine besonderen Außenkontaktflächen (Wand/Dach) eingeplant werden. Nachteilig ist bei diesem System die räumliche Qualität des Gangs.

Wohnen 174 Raumpilot Grundlagen .

Typologie Raumpilot Grundlagen 175 Wohnen .

Wohnen Typologie 177 178 179 180 181 182 Gebäudetiefen Belichtung Orientierung im Blockrand Orientierung West-Ost Orientierung Nord-Süd Organisation 176 Raumpilot Grundlagen .

) Erschließung: Außengang.) Erschließung: Spänner VI. Stuttgart 2002 VI Raumpilot Grundlagen 177 Wohnen 12 20 10 13 911 811 68 48 . Zweiseitige Orientierung große.) im Gechosswohnungsbau bei linearerAnordnung Quelle: Faller. nicht belichtete Nebenraumzone Erschließung: Spänner III. Zweiseitige Orientierung „Normalfall“ .. geringe nicht belichtete Innenraumbereiche Erschließung: Spänner IV.. (Spänner) V. hoher Wohnwert Erschließung: Spänner I II III IV Haupträume V Nebenräume Gebäudetiefen (min. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz. Zweiseitige Orientierung „Durchwohnen“ ./ max. Zweiseitige Orientierung große..Typologie Gebäudetiefen I. nicht belichtete Nebenraumzonen Erschließung: Innengang II. Peter: „Der Wohngrundriss“ . Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz..

Wohnen Belichtung Wohnungsbelichtung von einer Seite – Wohnungstiefe begrenzt – keine natürliche Belichtung der innenliegenden Räume – Ausrichtung möglichst nach Süden. nach Nordosten ungünstig Wohnungsbelichtung von drei Seiten – meist Zeilenende – Ausrichtung in alle drei Richtungen möglich – sehr gute Belichtung der Räume Wohnungsbelichtung über Innenhof – Sonderform „Atrium“ – introvertiert. keine (wenige) Öffnungen nach außen – Belichtungsqualität von der Größe des Innenhofs abhängig Wohnungsbelichtung von vier Seiten – Sonderform „Penthouse“ – Ausrichtung in alle Richtungen möglich – Belichtung/Grundrissanordnung nutzungsabhängig 178 Raumpilot Grundlagen . Osten oder Westen Wohnungsbelichtung von zwei gegenüberliegenden Seiten – Wohnungstiefe bei Nord-Süd-Ausrichtung begrenzt – bei Ost-West-Ausrichtung größere Grundrisstiefen möglich Wohnungsbelichtung von zwei Seiten – „Eckwohnungen“ – Belichtung/Nutzung der innenliegenden Ecke schwierig – Ausrichtung nach Südwesten günstig.

Typologie Orientierung im Blockrand Orientierung zur Himmelsrichtung – Wohnungen soweit möglich nach Süden und Westen orientiert – Erschließung im Norden oder Osten – gute Belichtung der Wohnräume Orientierung zur Straße – Wohnungen orientieren sich zur Straße – Erschließung zeigt zum Innenhof – extrovertierte Wohnsituation Orientierung zum Innenhof – Wohnungen orientieren sich zum Innenhof – Erschließung zeigt zur Straße – introvertierte und private Wohnsituation – Emissionsschutz Raumpilot Grundlagen 179 Wohnen .

und Essbereich in einem Raum – zwei Installationsbereiche 4 – „Durchwohnen“-Prinzip – „Wohnen“ zweiseitig orientiert – Individualräume über „Wohnen“ erschlossen – Wohn. Individualräume im Osten – Erschließung der Individualräume über „Wohnen“ – zwei Installationsbereiche 3 – „Wohnen“ im Westen. Bereiche werden separat erschlossen – Wohn.und Essbereich zusammenhängend – zwei Installationsbereiche 1 2 3 4 180 Raumpilot Grundlagen . Individualräume im Osten.Wohnen Orientierung West–Ost Schemata zellenartig organisierter Grundrisse 1 – „Service“-Nebenräume in Gebäudemitte – Orientierung der Aufenthaltsräume nach Osten und Westen – tiefer Grundriss möglich – Bündelung der Installation 2 – „Wohnen“ im Westen.

„Service“Nebenräume im Norden – Erschließung über gemeinsamen Flur – Wohn. Service und Kochen im Norden – getrennte Schlafbereiche. zweiter Schlafbereich wird über „Durchwohnbereich“ erschlossen – zwei Installationsbereiche Serviceräume Individualraum Gemeinschaftsräume 1 2 3 3 – „Wohnen“ im Süden. Service und Kochen im Norden – zwei Schlafbereiche mit unterschiedlichen Orientierungen – Individualräume werden über „Wohnen“ erschlossen – Bündelung der Installation Raumpilot Grundlagen 181 Wohnen .und Essbereich in einem „Durchwohnbereich“ – Bündelung der Installation – geringe Grundrisstiefe 2 – Individualräume im Süden.Typologie Orientierung Nord–Süd Schemata zellenartig organisierte Grundrisse 1 – „Individualräume“ im Süden.

Berlin 1969 Architekt Jäger. London 1957 Architekt Alder. Basel 1992 Architekt O. Müller. „Hannibal“ . Ungers. schmal und/oder unbelichtet zoniert – Trennung zwischen gemeinschaftlichen Bereichen und Individualräumen – störungsfreie Erschließung der „Individualräume“ über getrennte Erschließungs­ zone Architekt Lyons. Stuttgart 1971 182 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Organisation linear – lineare Organisation der Individualräume und der Serviceräume entlang einer zentralen „Erschließungsachse“ – Endpunkt der Achse kann „Wohnen“ und/ oder Servicebereich sein – Flur häufig lang.M.

Paris 1967 Architekt Kairamo. Vormala.Typologie Architekt Aalto. Helsinki 1963 Raumpilot Grundlagen 183 Wohnen zentral (Wohnraum als Mittelpunkt) – „Wohnen“ als kommunikativer Mittelpunkt und Verteiler zugleich – Einsparung von Erschließungsfläche – geringere Abgrenzung der Privatsphäre zirkular (Umgang) – Erschließungsbereich aufgewertet. Bad) . van der Torre. „cruciformers“ . Egli. Ungers. Ammann. Berlin 1957 Architekt O. Amsterdam 1989 Architekt Schnebli.M. Weg schafft zusätzliche funktionale und räumliche Beziehungen – Verkehrsfläche sehr groß – große Außenwandfläche peripher (eingestellte Elemente) – großzügiger Raumeindruck – zusammenhängende Fläche kann flexibel mit „Funktionsinseln“ belegt werden – wenig/keine ausgewiesene Erschließungsfläche – eingestellte Elemente sind meist installierte Serviceräume (Küche. Zürich 1985 Architekt Suzuki. Rohr. Köln 1957 Architekt Duinker.

Wohnen 184 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Ankommen Raumpilot Grundlagen 185 Wohnen .

Wohnen Ankommen 187 188 190 190 190 190 190 190 190 191 192 Eingangsbereich Eingangsvarianten Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz (barrierefrei) Briefkastenanlage/Klingelanlage (barrierefrei) Hauseingang außen (barrierefrei) Hauseingang innen (barrierefrei) Gemeinschaftliche Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau Einbruchschutz 186 Raumpilot Grundlagen .

In den standardisierten Familiengrundrissen des 20. Mit der aktuellen Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen für das Wohnen verbindet sich auch eine Vielfalt an Gestaltungsansätzen für den Eingangsbereich. Darüber hinaus sollte ihr möglichst auch ein WC zugeordnet werden. Die Bedeutung als Repräsentationsraum verlagerte sich in diesen Wohnungen vor allem in das gemeinschaftliche Wohnzimmer. Jahrhunders wurde der Eingangsbereich jedoch auf einen funktional notwendigen minimierten Flur reduziert. Das Gestaltungsspektrum reicht von minimierten Windfängen bis hin zu repräsentativen „Vorräumen“ und großzügigen Eingangszonen. Möglichkeiten zum Abstellen von schweren Einkaufstaschen et cetera sind beispielsweise im Eingangsbereich sehr hilfreich. Prinzipiell sollte dieser Raumbereich genügend Platz für die verschiedenen Bewegungsabläufe und genügend Abstell- fläche bieten. zwischen privat und öffentlich und meist auch zwischen geregeltem Innenklima und wechselndem Außenklima. ist abhängig vom jeweiligen Wohn. In der Eingangszone sollte eine Garderobe zum Ablegen von Mänteln und Schirmen zugänglich sein.Ankommen Reinigen und pflegen Aufbewahren Ankommen Wirtschaften Essen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Kochen Arbeiten Funktionsbeziehungen Ankommen Eingangsbereich Eingangsbereiche bilden den Übergang zwischen innen und außen.und Grundrisskonzept. möglichst eine äußere und eine innere Tür besitzen (Windfang beispielsweise bei Wohnungen am Laubengang). In vielen Fällen wird dieser Bereich als eigene Raumzone ausgestaltet und dient als eine Art „Filterschicht“ zur Abschirmung der privateren Räume. Raumpilot Grundlagen 187 Wohnen . Welche konkreten Funktionen dem Eingangsbereich zugeordnet sind. Als Raumbereich des Ankommens und des Empfangens fungierte die Eingangszone in historischen Wohnformen häufig auch als ein wichtiger Repräsentationsraum der Wohnung. Der Eingangsbereich sollte bei Wohnungen. von denen aus man unmittelbar ins Freie gelangt. die direkt in die Gemeinschaftsbereiche der Wohnung übergehen.

Wohnen Eingangsvarianten ≥ 90 ≥ 125 ≥ 150 ≥ 200 ≥ 140 ≥ 140 ≥180 200 ≥ ≥ 210 ≥ 90 Empfohlene Mindestmaße für Eingangstüren: lichte Durchgangsbreite ≥ 90 cm. lichte Durchgangshöhe ≥ 210 cm Überdachter Eingang mit Glasfeld 40 Eingezogener Eingang mit Sitzgelegenheit und Ablage für Einkaufstaschen et cetera Eingezogener Eingang mit Glasfenster Eingezogener Eingang mit Kinderwagenabstellplatz Eingangsbereich mit Windfang und Garderobe 188 Raumpilot Grundlagen 105 ≥ 215 .

Ankommen 190 150 / 150 ≥ 290 190 ≥ 200 ≥ 150 ≥ 190 30 .40 50 ≥ 200 ≥ 150 150 150 ≥ 150 ≥ 300 85 Mindestmaße für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) Variante für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 67 Rollstuhlwechselplatz außen mit stirnseitiger unterfahrbarer Ablagefläche und Batterieladeplatz für Elektrorollstühle (entsprechend DIN VDE 0510 Teil 3) Vorraum beziehungsweise Eingangsbereich mit Garderobe und Rollstuhlwechselplatz innen entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 85 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 189 Wohnen .

M 1:200 190 Raumpilot Grundlagen . zum Umsteigen vom Straßenrollstuhl auf den Zimmerrollstuhl vorzusehen. Der Rollstuhlabstellplatz muss entsprechend DIN 18025 mindestens 190 cm breit und mindestens 150 cm tief sein. dass sie ohne Betreten des Gebäudes erreicht werden können. vorzugsweise im Eingangsbereich des Hauses oder vor der Wohnung.5 cm für den Quereinwurf eines C4-Umschlags. Die Hauptwege (Breite ≥ 120 cm) zum Hauseingang. Briefkästen nach DIN EN 13724 – Einwurfschlitzbreite mindestens 23 cm für den Längseinwurf eines C4-Umschlags – Einwurfschlitzbreite mindestens 32.5 ≥4 ≥ 40 ≥9 .5 cm betragen. Im Entwurf DIN 18040 wird der Rollstuhlabstellplatz mit einer Breite von 180 cm und einer Tiefe von 3 ≥ 23 / 32. Die Bedienhöhe sollte möglichst zwischen 85 cm und 105 cm liegen.7 Briefkasten und Zeitungsrolle. Briefkästen sollten so angebracht sein. zur Garage und zu den Müllsammelbehältern sollten auch bei ungünstiger Witterung gefahrlos begehbar sein. darf die Anbringung der Hausbriefkästen auch im Eingangsbereich. 150 cm angegeben.Wohnen Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Hausbriefkästen. Klingelanlagen et cetera sollten für Zusteller und Empfänger jederzeit zugänglich und griffgünstig angeordnet sein. Ablagefächer. Hauseingang innen Entsprechend dem Entwurf der DIN 18040 und der DIN 18025 Teil 1 muss die Wende­ fläche für Rollstuhlnutzer mindestens 150 cm breit und 150 cm tief sein (Detailangaben hierzu siehe Kapitel Barrierefrei). wobei Hausbriefkastenanlagen und einzelne Hausbriefkästen möglichst so angebracht sein sollten. Hauseingang außen Der Zugang sollte schwellenlos erfolgen. Beträgt der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und dem Eingang über 8 m. Briefkastenanlage/Klingelanlage Grundsätzlich sollten Briefkästen für Roll­ stuhlfahrer innerhalb des senkrechten Greifbereichs liegen und mit dem Rollstuhl anfahrbar sein. Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz Bei rollstuhlgerechten Wohnungen ist für jeden Rollstuhlbenutzer ein Rollstuhlabstellplatz. an der Außenseite des Hauses oder als Durchwurfanlage vorgesehen werden. Wohnhäuser mit mehr als vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit mehr als vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen oder die einzelnen Hausbriefkastenelemente am oder vor dem Haus anzubringen oder als Durchwurfanlage vorzusehen. dass der Abstand zwischen Unterkante Fußboden und Einwurfklappe nicht unter 50 cm beziehungsweise nicht über 170 cm beträgt. Entsprechend DIN 18025 sind in Ausnahmefällen Schwellen bis maximal 2 cm Höhe möglich. ≥ 12 Wohnhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit bis zu vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen und Ablagefächer an der Grundstücksgrenze anzubringen. Das Längsgefälle der Wege sollte für rollstuhlgerechte Planung ≤ 3 Prozent und das Quergefälle ≤ 2 Prozent betragen. Zur Ausstattung eines Batterieladeplatzes für Elektrorollstühle ist DIN VDE 0510 Teil 3 zu beachten. Einwurfschlitzhöhe mindestens 3 cm – Entnahmesicherung mindestens 1.5 cm tief und 80 Prozent der Einwurfsschlitzbreite – Der Abstand zwischen der Hinterkante der Entnahmesicherung und einem Poststapel mit einer Dicke von 4 cm muss mindestens 0.

Ankommen Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau ≥ 100 ≥ 600 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 220 ≥ 100 ≥ 100 ≥ ca. 230 ≥ 100 Beispiel für eine zweiläufige Treppe Beispiel für eine zweiläufige Treppe mit Aufzug Beispiel für eine einläufige Treppe mit Aufzug M 1:100 Raumpilot Grundlagen 191 ≥ 720 Wohnen .

Winkelschleifer ein 192 Raumpilot Grundlagen . vorwiegend Vandalismus . Stich.und Sicherheitsdienst Verhaltensmaßnahmen Zu den Verhaltenmaßnahmen gehört der Anwesenheitsschutz. Türen DIN EN 1627 Widerstandsklasse WK 1 WK 2 WK 3 WK 4 WK 5 WK 6 Widerstandszeit keine manuelle Prüfung 3 Minuten 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten Tätertyp/Vorgehensweise WK 1 bietet einen Grundschutz gegen Gelegenheitstäter. WK 2 setzt voraus. Stemmeisen. ergänzende Maßnahmen dazu können sein: – Zutrittskontrolle – Zaun – Wachhunde – gute Außenbeleuchtung – Wertsachenerfassung – Tresor/Wertbehältnis – Nachbarschaftshilfe – Haussitter – Wach. Kuhfuß et cetera benutzen Bei WK 4 setzt der erfahrene Täter zusätzlich Hammer. Eintreten.Prüfnorm für Fenster. B. Bei den so gesicherten Fenstern und Türen ist sichergestellt. körperliche Gewalt z. Akku-Bohrer et cetera ein Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeugen wie zum Beispiel Bohrmaschine. die einen Profischraubendreher. Weitere. Zu den Sicherungen gehören: – Aufbohrschutz – Fensterverriegelungen – Hinterhaken – Kastenschloss – Lichtschachtsicherung – Pilzkopfverriegelung – Querriegelschloss – einbruchhemmende Rollläden – Schutzbeschlag – Sicherheitsschloss – Stangenschloss – Türspion – angriffhemmende Verglasung – Vergitterung (DIN 18106) Elektronische Sicherung Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren beziehungsweise der Beobachtung von Orten. Herausreißen etc. dass es in der Gesamtkonstruktion (Rahmen. Sie sollen das Eindringen in ein Objekt verhindern beziehungsweise erheblich erschweren. Einbruchschutznorm .. Meißel. Mechanische Sicherung Mechanische Sicherungen sollten bei allen Sicherungsplanungen an oberster Stelle stehen.oder Säbelsäge. Schloss und Beschlag) keine Schwachpunkte gibt. Eine Vielzahl von Einbrüchen lässt sich durch Maßnahmen zum Einbruchschutz verhindern oder erschweren. dass ein Gelegenheitstäter einfache Werkzeuge wie zum Beispiel Schraubendreher.Wohnen Einbruchschutz Die DIN EN 1627 unterscheidet sechs Einbruchswiderstandsklassen entsprechend der jeweiligen Widerstandszeit. Keil benutzen WK 3 widersteht auch Tätern. Zu den Sicherungssystemen gehören: – Alarmglas – Einbruchsmeldeanlage (Alarmanlagen) – Überfallmeldeanlagen (ÜMA) – Videoüberwachung Sonstige Maßnahmen Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen optimiert den Einbruchschutz. Derartige Sicherungen schützen die Außenhaut des Objekts. Verglasung beziehungsweise Türblatt. Zange. Schlagaxt. Zarge. Beschlag.

Kochen Raumpilot Grundlagen 193 Wohnen .

Küche mit Essplatz Barrierefreie Küchenplanung Höhenverstellbare und flexible Möbel 194 Raumpilot Grundlagen .und Gefriergeräte Geräteabstellflächen Planerische Besonderheiten Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung Arbeitsdreieck Küchenformen Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Einzeilige Küche Zweizeilige Küche L-Küche U-Küche Küche mit Arbeitsinsel L.Kochen Wohnen 195 195 196 196 196 198 198 199 199 200 200 202 202 202 202 202 203 203 204 204 205 205 206 206 207 207 208 212 Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnung im Grundriss Orientierung Planungsregeln Küchendimensionierung Einrichtungsmaße Unterschränke und Unterbaugeräte Arbeitshöhe Schränke Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen Koch.und Backeinrichtungen Dunstabzug Kühl.

Keller. Unabhängig von Funktionsbeziehungen kann das Zusammenschalten von Küche und Bad an einen gemeinsamen Installationsschacht aus ökonomischen und schalltechnischen Gründen sinnvoll sein. Da in der Küche meist Lebensmittel aufbewahrt werden. Funktionsbeziehungen Innerhalb der Wohnung besteht eine enge Funktionsbeziehung zwischen Kochbereich. Raumpilot Grundlagen 195 Wohnen Entspannen und kommunizieren . Auch Möglichkeiten zur problemlosen Abfallentsorgung sind von Bedeutung. weiteren Wohnbereichen und Vorratslagerung (Vorratsraum. Darüber hinaus können in diesem Bereich noch weitere hauswirtschaftliche Funktionen integriert sein. Essplatz. Der Bereich Kochen kann als eigener Funktionsbereich räumlich abgeschlossen sein oder mit einem Essplatz oder weiteren Wohnfunktionen räumlich gekoppelt sein. ist eine Lage in der Nähe vom Wohnungseingang (bei sehr großen Wohnungen auch Anlieferungseingang) vorteilhaft. Garten). Dar­ über hinaus ist häufig ein Bezug zum privaten Außenbereich erwünscht. In vielen Wohnungen bildet dieser Funktionsbereich den räumlichen Mittelpunkt.Kochen Aufbewahren Entsorgen Reinigen und pflegen Ankommen Essen Kochen Wirtschaften Freibereiche Funktionsbeziehungen Kochen Funktionen Der Bereich Kochen dient der Zubereitung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln.

„Essküche“ – Kochbereich mit Essplatz 3. Fensterlose Küchen oder Kochnischen sind zulässig. da dadurch ein Aufheizen des Raums vermieden werden kann. Prinzipiell können vier unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten der Bereiche „Kochen“ .und Fensterlaibungen Abstände ≥ 120 cm ≥ 120 cm ≥ 3 cm ≥ 10 cm 196 Raumpilot Grundlagen . Bei der Orientierung dieses Raumbereichs müssen daher die unter­ schiedlichen Bedingungen und Funktionszusammenhänge abgewogen werden. kann die Besonnung jedoch erwünscht sein. Planungsregeln Die Musterbauordnung fordert unter § 48: „Jede Wohnung muss eine Küche oder Kochnische haben. Kommt ein Essplatz oder sonstige Aufenthaltsfunktionen dazu. Essplatz und Wohnfunktionen fließen in einem Raumbereich zusammen (zum Beispiel auch in Lofteinheiten) 4. „Wohnküche“ – Kochen.Wohnen ► Für einen zusätzlichen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m2 vorgesehen werden Zuordnung im Grundriss Küchen sind entweder selbstständige Räume oder der Kochbereich ist mit anderen Funktionen in größere Raumbereiche integriert. „Funktionsküche“ – nur Kochfunktionen 2. wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist“ (MBO Erforderliche Mindestabstände in Küchen (nicht rollstuhlgerecht) Erforderliche Mindestabstände zwischen Stellflächen und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Wänden anliegenden Wänden Tür. Orientierung Für eine reine Funktionsküche gilt eine Nordost.oder Faltwände temporär zusammengeschaltet oder getrennt werden.oder Nordwest-Orientierung als günstig. flexible Anordnung – Funktionsbereiche der Wohnküche können mittels flexibler Schiebe. „Essen“ und „Wohnen“ unterschieden werden (siehe entsprechende Grafik im Kapitel „Essen“ auf Seite 216): 1.

30 m und für Haushalte ab zwei Personen eine Lauflänge von 5. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 197 Wohnen .30 m Mindesthöhe gefordert und „2.Kochen 2002.50 m außer Betracht“ (LBO BW. 12-15 m2 Wohnküche. Da abgeschlossene Küchen als Aufenthaltsräume anzusehen sind. müssen sie entsprechend MBO § 47 über eine lichte Höhe von mindestens 2. min.bis Zwei-PersonenHaushalt mindestens eine Lauflänge von 3. § 34 „Aufenthaltsräume“). 1-2 Personen. 2 Personen.40 m verfügen.50 m2 Küche mit Essplatz. Über eine notwendige Mindestgrundfläche von Küchen macht die Bauordnung keine Angaben. ca.40 m gefordert.20 m über mindestens der Hälfte der Grundfläche. Die sogenannte Lauflänge wird entlang der frei zugänglichen Vorderkanten der Kücheneinrichtungen gemessen. wenn die Aufenthaltsräume ganz oder überwiegend im Dachraum liegen. 6. min.40 m2 Arbeitsküche. Als Orientierungswerte für die Planung werden hier beispielhaft die Festlegungen der Bayerischen Wohnbauförderbestimmungen herangezogen. In der LBO BW sind dagegen abweichend nur 2. Arbeitsküche. Darin wird für einen Ein. § 48 Wohnungen). 5. 20 m2 Schema Orientierungswerte Küchengrößen. dabei bleiben Raumteile mit einer lichten Raumhöhe bis 1.

erreichbare Fachhöhe 170 85 .90 80 . Im Jahr 2007 wurde die vorherige Planungsgrundlage DIN 18022 zurückgezogen. Die üblichen Breitenmaße betragen für Schränke 30. Einrichtungsmaße Grundlage für die bei der Küchenplanung üblichen Einrichtungsmaße der Küchenmöbel und Elektrogeräte ist die DIN EN 1116.90 Kochen Arbeiten Körpergröße 140 Spülen 155 165 198 Raumpilot Grundlagen 70 . Allerdings ist eine 120 cm breite Bewegungsfläche zwischen zwei Küchenzeilen nur für eine in der Küche arbeitende Person gerechnet.100 90 . ► Die abgebildeten Arbeitshöhen der unterschiedlichen Arbeitszentren wurden in Abhängigkeit von der Körpergröße als Idealmaße in ergonomischen Forschungsstudien ermittelt (mit Bezug auf die Angaben der AMK).95 70 95 . Für die Abmessungen der Schränke und Geräte wurden in der DIN EN 1116 Koordinationsmaße festgelegt. Eine Vergrößerung der Bewegungsfläche auf 150 cm Breite verbessert deutlich die Arbeitsbedingungen und ermöglicht darüber hinaus auch Rollstuhlfahrern die Benutzung (siehe Kapitelseiten für die barrierefreie Küchenplanung).95 80 . M 1:50 160 145 max. So sind häufig zusätzlich Breiten von 45 cm erhältlich. 120 und 150 cm und für Geräte 60 cm. Bereits eine zweite Person oder auch geöffnete Unterschränke können die Arbeit ein wenig behindern. 90.85 80 . 60.90 85 . 40. ► Die durchschnittlich gebräuchlichen Höhen von Arbeitsplatten liegen bei etwa 85 cm bis 95 cm.Wohnen Geschirrspülmaschine unterhalb der Arbeitsfläche (Abtropffläche) links neben dem Spülbecken Küchendimensionierung Als Mindestmaß für die Bewegungsfläche vor der Küchenzeile sind für die nicht rollstuhlgerechte Ausführung 120 cm empfohlen. Über diese Maße hinaus wird in Deutschland eine Vielzahl an Sonderlösungen auf dem Markt angeboten.

105 90 . 820. während die Arbeitshöhe des Kochbereichs tiefer liegen sollte. Während die 2007 zurückgezogene DIN 18022/ Abschnitt 3. Hier werden für unterschiedliche Tätigkeiten auch unterschiedliche Arbeitshöhen empfohlen.100 80 . besser 100 cm vorsehen. 175 185 195 95 .4 eine maximale Arbeitsflächenhöhe von 92 cm vorsah.100 95 . empfiehlt die AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.105 85 . Oberschränke bis unter die Decke schaffen zusätzlichen Stauraum. 870 und 920 mm. Zwischen Herd und Spüle mindestens 60 cm Arbeitsfläche. Eine solche Differenzierung der Arbeitshöhen ist beispielsweise bei einer Küche mit freistehendem Arbeitsblock möglich. Der Spülbereich kann dabei bis zu 15 cm über den normalen Arbeitsbereich angehoben werden.100 170 180 190 Raumpilot Grundlagen 199 > 105 105 105 Wohnen . Arbeitshöhe Als Bezugsmaß für die Arbeitshöhe gelten folgende Maße: 800 (0-50) mm 850 (0-50) mm 900 (0-50) mm 950 (0-50) mm Bei den Arbeitshöhen sollten Aspekte der Ergonomie berücksichtigt werden.Kochen Unterschränke und Unterbaugeräte Für die Höhe der Unterschränke beziehungsweise der Unterbaugeräte wurden in der DIN EN 1116 folgende Koordinationsmaße festgelegt: 770.V.100 80 .) eine ergonomisch an die Körpergröße der Nutzer angepasste Arbeitsflächenhöhe zwischen 70 cm und 105 cm (siehe Abbildungen unten). Abfallbehälter berücksichtigen (abhängig vom örtlichen Abfalltrennsystem).

den Sockels um circa 5 cm bis 7 cm einzurücken. Unterschränke Unterschränke sind günstig zur Unterbringung von schwerem Geschirr oder Vorräten sowie für die Integration von Einbaugeräten. die maximal 40 cm tiefen Oberschränke in einem Mindestabstand von 50 cm über der Arbeitsplatte anzubringen. Unterschrank und Geschirrspülmaschine ≥ 90 cm ≥ 120 cm 60 (45) cm ≥ 90 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 (≤ 90) cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm ≥ 40 cm ≥ 60 (120) cm ≥ 60 cm ≥ 30 cm ≥ 60 cm 60 cm 60 cm 30 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm Stellflächenbreite 30 . Hochschränke Hochschränke sind als Vorratsschränke oder Geschirrschränke geeignet. Mikrowelle.150 cm 60 cm Stellflächentiefe 60 cm ≤ 40 cm 60 cm Unterschränke sind in der Regel mit verstellbaren Füßen ausgestattet. um die Arbeitshöhe möglichst individuell anpassen zu können.und Gefrierkombination Gefrierschrank Arbeits-/Abstellflächen kleine (große) Arbeitsfläche Fläche für Kleingeräte Abstellfläche neben Herd/Spüle Abstell-/Abtropffläche neben Spüle Koch-/Backeinrichtungen Herd/Backofen (Glaskeramikkochfeld) Einbaubackofen mit Schrank Mikrowellenherd mit Schrank Spüleinrichtungen Einbeckenspüle mit Abtropffläche Doppelbeckenspüle mit Abtropffläche Geschirrspülmaschine Spülzentrum (Einbeckenspüle mit Abtropffläche. Über den Arbeitszentren Herd und Spüle sollte der Abstand zur Arbeitsfläche auf etwa 65 cm erhöht werden. Oberschränke Um die Tiefe der Arbeitsfläche von 60 cm voll auszunutzen.150 cm 30 . Für die rückenschonende und sichere Nutzung wird der Einbau von Backofen.und Gefriergeräte Kühl. wird empfohlen. Dampfgarer und Geschirrspülmaschine in Sichtund Griffhöhe in Hochschränken empfohlen.Wohnen Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen (Orientierungswerte) Schränke Unterschrank Oberschrank Hochschrank Kühl. 200 Raumpilot Grundlagen . Häufig wird dieser Sockelbereich verblendet. wird empfohlen. Um ein bequemes Stehen direkt vor der Arbeitsplatte zu ermöglichen.

Kochen

65

Greifhöhe ca. 180

65

Brüstungshöhe in Abhängigkeit von der Arbeitshöhe

10 - 15

30 - 40 60 120 240

5-7 60 M 1:20

85 - 92

> 50

Raumpilot Grundlagen

201

Wohnen

Wohnen

Koch- und Backeinrichtungen Die meisten Herde benötigen einen Starkstromanschluss (380 V). Dunstabzug Die Unterkante einer Dunstabzugshaube über der Kochstelle sollte oberhalb der Augenhöhe der Benutzer liegen. Kühl- und Gefriergeräte Für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte wird ein Kühlgerät mit 120 l bis 140 l Fassungsvermögen empfohlen. Für jede weitere Person im Haushalt sollten zusätzlich etwa 60 Liter Fassungsvermögen zuzüglich eines Gefrierfachs eingerechnet werden. Ergänzend kann ein getrennter Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe auch außerhalb der Küche in Lagerräumen untergebracht werden.

Gerätestellflächen Für das Aufstellen von Küchenkleingeräten, wie Kaffeemaschine oder ähnliches, sollte eine Gerätestellfläche von mindestens 60 cm x 60 cm vorgesehen werden. Planerische Besonderheiten Bei der Planung der Küche ist die Positionierung von Elektroanschlüssen wichtig. Für Einbaugeräte in den Unterschränken, wie Backofen oder Geschirrspülmaschine, sind Anschlüsse auf einer Höhe von 30 cm vorzusehen. Elektroanschlüsse für Geräte in den Oberschränken, wie Dunstabzug, werden üblicherweise auf einer Höhe von 165 cm angeordnet. Für Kleingeräte auf der Arbeitsfläche muss darüber hinaus eine ausreichende Anzahl von Steckdosen auf einer Höhe von 115 cm vorgesehen werden. Genauere Angaben über die Mindestanzahl an Steckdosen und Auslässen finden sich in der DIN 18015-2.

202

Raumpilot Grundlagen

Kochen

Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung
Arbeitsdreieck Der Küchenbenutzer bewegt sich zwischen verschiedenen Arbeitszentren der Lagerung (Frischvorrat, Kühlvorrat, Tiefkühlvorrat et cetera), der Vorbereitung (Arbeitsfläche, Geräteschrank), der Zubereitung (Herd, Backofen, Arbeitsfläche) und der Nachbereitung (Spüle, Abtropffläche, Geschirrspülmaschine, Abfallsammlung). Durch eine günstige Zuordnung dieser Arbeitszentren zueinander kann ein fließender Arbeitsablauf mit kurzen Wegen erreicht werden,

Lineare Anordnung Bei einer einzeiligen Kücheneinrichtung gilt für Rechtshänder die Lage der zentralen Funktionen in folgender Anordnung von rechts nach links als günstig: Abstellfläche, Herd, Arbeitsfläche, Spüle, Abstellfläche. Für Linkshänder gilt dies entsprechend spiegelverkehrt. Zweizeilige Anordnung In der zweizeiligen Anordnung bilden Herd, Spüle und der gegenüberliegende Kühlschrank das sogenannte „Arbeitsdreieck“ . Diese Anordnung führt zu einer Optimierung der notwendigen Weglängen im Arbeitsablauf. Herd und Spüle sollten möglichst wie in der linearen Anordnung durch eine Arbeitsfläche miteinander verbunden sein. L-förmige Anordnung Auch im Winkel angeordnet, bilden Kühlschrank, Herd und Spüle ein „Arbeitsdreieck“ . Herd und Spüle sollten entsprechend den vorangegangenen Beispielen nebeneinander liegen. Wohnen
Übersicht Küchenformen, M 1:200 Raumpilot Grundlagen

203

Wohnen

Küchenformen
Bei der Küchenanordnung können unterschiedliche Grundformen unterschieden werden: Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Hierbei handelt es sich um eine Minimallösung, bei der alle wesentlichen Küchenfunktionen auf kleinstem Raum kombiniert werden. Solche Minimalküchen werden häufig nur temporär eingebracht, oder in Ferienappartements oder in Büros genutzt. Für die üblichen Funktionsanforderungen größerer Haushalte sind sie nicht aus­ reichend.

210

14 0

178

10 4

100

Beispiel für eine minimierte Schrankküche

Beispiel für eine mobile Kofferküche

204

Raumpilot Grundlagen

10 4

127 66

66

70

Kochen

330 30 60 90 60 60 30

330 30 60 90 60 60 30
60

60

120

120

180

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

60

240

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

205

Wohnen

Einzeilige Küche Alle Schränke und Geräte werden linear in einer Zeile angeordnet. Diese Anordnung ist eher für kleine Haushalte geeignet. Für Mehrpersonenhaushalte wird eine frei zugängliche Vorderkante der Zeilen von mindestens 5,40 m Lauflänge empfohlen. Dies würde bei einer einzeiligen Küchenanordnung zu einer entsprechend großen und kaum sinnvollen Raumlänge mit ungüns­ tigen Raumproportionen führen.

Zweizeilige Küche Die zweizeilige Küche besteht aus zwei gegenüberliegend angeordneten Küchenzeilen, wobei eine meist die Funktion der Installationszeile übernimmt und die andere als Schrankzeile fungiert. Diese Anordnung ist flächensparend, da sich die Bewegungsflächen beider Zeilen überdecken. Um das Arbeitsdreieck zu optimieren, wird empfohlen, den Kühlschrank in die Schrankzeile zu integrieren.

Wohnen

L-Küche Bei der L-förmigen Küche ist die Möblierung winkelförmig angeordnet. Der sich ergebende Eckbereich ist nur schwer zugänglich, kann jedoch durch spezielle Schrank­ ausführungen sinnvoll genutzt werden.

U-Küche Wie bei der zweizeiligen Küche werden auch hier die Arbeitszentren Herd und Spüle an einer Seite installiert, um möglichst kurze Arbeitswege zu erhalten.

360 60 60 90 60 60 30 60 60 90

360 60 60 30

60

240

120

60

180

L-Küche

U-Küche

206

Raumpilot Grundlagen

60

240

Kochen

360 240 370 40 60 60 60 90 60
60

60

60

60

60

60

60

120

60

280

60

Küche mit Arbeitsinsel

40

L-Küche mit Essplatz

60

60

300

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

207

Wohnen

Küche mit Arbeitsinsel Die Arbeitsinsel kann als reine Arbeitsfläche dienen oder als Arbeitszentrum mit Kochfeld und eventuell auch Spülfunktion gestaltet werden. Diese Küchenformen haben einen relativ großen Platzbedarf, da vor allen Arbeitsseiten der Insel Bewegungsflächen eingeplant werden müssen. Insellösungen sind günstig für Küchen, in denen oft mehrere Personen gleichzeitig arbeiten.

L-Küche mit Essplatz Diese Essküche wird beispielhaft für die Kombination aus Arbeitsküche und Essbereich angeführt. Der Essbereich ist in diesem Fall als Imbissplatz gestaltet.

Wohnen
75-90

Barrierefreie Küchenplanung

≥ 150 ≥ 210

≥ 150 ≥ 270

≥ 150 ≥ 210

≥ 150

≥ 210

≥ 150 ≥ 270

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für Rollstuhlfahrer entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Die Unterfahrbarkeit muss mindestens über 90 cm Breite gewährleistet sein.

208

Raumpilot Grundlagen

Kochen
75-90

≥ 120 ≥ 180

≥ 120 ≥ 240

≥ 120 ≥ 180

≥ 120

≥ 180

≥ 120 ≥ 240

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für barrierefreie Planung entsprechend 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Ausreichende Beinfreiheit sollte beim Sitzen gewährleistet sein.

Raumpilot Grundlagen

209

Wohnen

Wohnen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

≥ 67

40 60 (unterfahrbar) 3 ≥ 150 ≥ 270 ≥ 15

40 ≤ 45 3

210

Raumpilot Grundlagen

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

Kochen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

40 60 3 ≥ 120 ≥ 240 60

40

3

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

211

Wohnen

Wohnen
75-90 Verschiedene höhenverstellbare und flexible Möbel für Rollstuhlfahrer, M 1:50 Design Rollstuhl: Natalie Chusainow und Matthias Högger, Diplomarbeit an der Fachhochschule Aargau, Studiengang Industrial Design, SS 2005

212

Raumpilot Grundlagen

Essen

Raumpilot Grundlagen

213

Wohnen

Wohnen Essen

215 215 216 217 217 218 220 221

Essbereiche Funktionsbeziehungen Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Mindestflächenbedarf von Essplätzen Essplätze rollstuhlgerecht Essplätze barrierefrei

214

Raumpilot Grundlagen

Essen

Kochen

Entspannen und kommunizieren Essen Arbeiten

Ankommen

WC

Private Freibereiche

Funktionsbeziehungen Essen

Essbereiche
Die Gestaltung und Nutzung des Essbereichs ist in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße und von individuellen Wohngewohnheiten sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht vom Stehtisch in der Küche für den schnellen Imbiss über den Esstisch für das tägliche gemeinsame Essen der Familie bis hin zur großzügigen Tafel für das ausgiebige Menü mit Gästen. In vielen Fällen bildet der Essbereich das soziale und kommunikative Zentrum der Wohnung.

Funktionsbeziehungen
Zwischen Küche, Essplatz und Wohnbereich bestehen enge funktionale Beziehungen. In der Grafik auf der folgenden Seite sind sechs unterschiedliche räumliche Anordnungsprinzipien dargestellt, die sich durch die jeweiligen Bereichsabgrenzungen der Funktionsbereiche unterscheiden.

Raumpilot Grundlagen

215

Wohnen

Wohnen

Kombinationsmöglichkeiten von Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich Essbereiche in der Küche Für einen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m² Fläche zusätzlich vorgesehen werden. Durch Anordnung einer Küchenzeile ohne Oberschränke in Richtung Essplatz wird der Blickkontakt zwischen Küche und Essplatz ermöglicht. Auch in Ein- bis Zwei-PersonenHaushalten sollte es möglich sein, den Essplatz bei Bedarf auch für größerere Personengruppen zu erweitern. Flexible Raumabgrenzungen Schiebe- oder Faltwände ermöglichen die räumliche Kopplung oder Trennung der Bereiche je nach Bedarf. Wohnküche mit Essplatz und Wohnzimmer getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Kochbereich flexibel abtrennbar Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einzelne Räume getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang

Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich, M 1:200

Wohnbereich mit Essplatz, Küche getrennt

Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Bereiche flexibel abtrennbar

216

Raumpilot Grundlagen

Essen

40

Raumdimensionierung
Überschlägig kann ein Mindestplatzbedarf von etwa 4 m² Grundfläche bei der Anord­ nung des Essplatzes für vier bis sechs Personen in der Küche angenommen werden.

Für Stühle sollten vor der Vorderkante des Tischs etwa 50 cm bis 55 cm Stell- und Bewegungsfläche eingerechnet werden. Zu Wänden sollten zusätzlich 30 cm und zu Möbeln zusätzlich 70 cm Abstandsfläche hinter der Stuhlfläche eingerechnet werden. Die Sitzhöhe von Essstühlen liegt durch­ schnittlich bei 42 cm bis 47 cm, sie sollte jedoch jeweils auf die spezifische Tischhöhe abgestimmt werden. Der Abstand zwischen Sitzfläche und Tischunterkante sollte bei Esstischen etwa 31 cm bis 34 cm betragen.

60 ca. 130

60

Platzbedarf Gedecke, M 1:50

40

≥ 80

Einrichtungsmaße
Grundlage der Essplatzbemaßung ist die Fläche eines Gedecks. Pro Person werden hierfür circa 60 cm x 40 cm Fläche gerechnet. Als Tisch-Ansitzbreite werden pro Person 65 cm bis 70 cm empfohlen.

Essplatz Mindeststellfläche für Tisch und Stühle Stellflächentiefe 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 Personen 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm Stellflächenbreite 130 cm 180 cm 180 cm 230 cm 240 cm

Raumpilot Grundlagen

217

Wohnen

Wohnen

Mindest-Platzbedarf von Essplätzen

70 - 75

70

50 - 55

≥ 80

50 - 55

30

42 - 47

70

50 - 55

90 - 120

50 - 55

30

Höhe Unterkante Leuchte über Augenhöhe der sitzenden Personen. Anhaltswert: etwa 60 cm Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante Leuchte (blendfrei!)

70 cm Abstand bis zum Möbel

50 - 55

30

70 cm Abstand bis zum Möbel

10

30 cm Abstand bis zur Wand

Stellfläche 180 - 185

70

50 - 55

≥ 80 Stellfläche 180 - 190 280 - 290

50 - 55

30

10

70

30 cm Abstand bis zur Wand

20 40 - 45

40 - 45

65

210 - 215

65

50 - 55

90 - 120 Stellfläche 190 - 230 290 - 330

50 - 55

30

Mindest-Platzbedarf beim eckigen und beim runden Essplatz, Schnitt und Grundriss

218

Raumpilot Grundlagen

42 - 47

70 - 75

Essen 110 .110 60 .92 70 .40 40 30 60 40 50 30 60 50 .92 60 45 25 30 .75 85 .115 80 .70 Imbissplätze: Essbar. Ausziehtisch und Ansatztisch 55 5 190 5 55 130 130 190 80 140 5 55 55 5 80 200 5 55 55 5 80 200 5 55 130 Platzsparende Sitzplatzanordnung: Eckbank. U-Bank und Doppelbank M 1:50 Raumpilot Grundlagen 219 Wohnen .75 70 .85 85 .

Schnitt und Grundriss 220 Raumpilot Grundlagen ≥ 120 50 ≥ 370 130 .75 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 150 / 150 Wendefläche 120 50 30 70 .Wohnen 150 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 70 .75 150 / 150 Wendefläche ≥ 120 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 Mindest-Platzbedarf rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.

Schnitt und Grundriss ≥ 90 50 ≥ 350 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 221 Wohnen 90 80 90 90 120 90 70 .75 .Essen 90 70 .75 260 300 120 90 130 ≥ 220 ≥ 90 90 80 260 90 90 120 300 90 Mindest-Platzbedarf barrierefrei entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.

Wohnen 222 Raumpilot Grundlagen .

Entspannen und kommunizieren Raumpilot Grundlagen 223 Wohnen .

Wohnen Entspannen und kommunizieren 225 226 227 228 229 229 229 230 Einleitung Mindestabmessung von „Wohnzimmern“ Platzbedarf Sessel und Sofa Augenabstand zum Bildschirm Billardtisch Tischfußball Klavier und Flügel Entspannen und kommunizieren barrierefrei 224 Raumpilot Grundlagen .

mit Fernseher. Radio und Plattenspieler. Entspannung und Kommunikation“ haben sich inzwischen zusätzlich auch in die anderen Raumbereiche verlagert. Ausgestattet war der Raum häufig mit Schränken. Das Zentrum bildete meist eine bequeme Sitzgruppe mit Einzelsesseln oder Sofas. häufig überlagern sie sich mit anderen Nutzungen. Aus diesem Grund werden auf den folgenden Seiten die Stellflächen verschiedener Ausstattungselemente als frei kombinierbare „Einzelbausteine“ dargestellt. Erholung. der Küche und dem Bad gewissermaßen übergeordnet. Entspannung und Kommunikation meist im Vordergrund standen. Raumpilot Grundlagen 225 Wohnen . in dem die Familienmitglieder einzeln oder gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit verbrachten. Regalen. Nach wie vor sind viele Grundrisse mit einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Wohnbereich organisiert. Jahrhunderts war das gemeinschaftliche Wohnzimmer von seiner Größe und auch von seiner Bedeutung her den Individualräumen. doch die Funktionen „Unterhaltung. in dem die Gäste empfangen wurden. Daneben war es vor allem der Raum. Diese Funktio­ nen können daher nicht eindeutig einem einzelnen Raumbereich zugeordnet werden. Das Wohnzimmer war in der Regel der „repräsentativste“ Raum der Wohnung. wobei Unterhaltung.Entspannen und kommunizieren Kochen WC Essen Ankommen Entspannen und kommunizieren Schlafen Arbeiten Private Freibereiche Funktionszusammenhänge Entspannen und kommunizieren Einleitung In den funktionalistischen Standardfamiliengrundrissen des 20.

M 1:50 Zur Information über die Größen von Mindeststandards werden hier die Angaben zu Mindestflächen von „Wohnzimmern“ aufgeführt. 160 . die in der DIN 18011 (zurückgezogen) entsprechend aufgeführt waren.240 ca. Entwurf: Verner Panton 226 Raumpilot Grundlagen 41 .5 60 104 83 50 61 Coconut Chair. Entwurf: Charles Nelson Panton Chair.200 ca.90 84 48 83 40 47.Wohnen Orientierungswerte/Mindestflächen von „Wohnzimmern“ Fläche Wohnzimmer ohne Essplatz für 1 Person 1–2 Personen Wohnzimmer mit Essplatz für 4 Personen 5 Personen 6 Personen für jede weitere Person ≥ 20 m² ≥ 22 m² ≥ 24 m² ≥ 2 m² ≥ 16 m² ≥ 18 m² ca. ca. 85 Standard-Sofagrößen. Ottomane Coconut Chair. 60 . 180 .

300 ca. 350 . 80 . 300 .400 ca. 270 .350 ca. Entwurf Ray und Charles Eames Lounge Chair mit Ottomane. 200 . 350 .300 ca.Entspannen und kommunizieren ca. 70 .100 ca.400 ca. Entwurf: Ray und Charles Eames Raumpilot Grundlagen 38 227 80 Wohnen .100 Platzbedarf Sessel und Sofas 50 87 84 200 90 155 65 84 44 64 68 90 M 1:50 Soft Pad Chaise ES 106. 80 . Entwurf Ray und Charles Eames La Chaise.100 ca.

Wohnen 60˚ Abstand: mindestens 3 .4 fache Bildschirmdiagonale Bildschirmdiagonale 90˚ Empfohlener Augenabstand zum Bildschirm. Entwurf: Le Corbusier Sessel LC 2. Pierre Jeanneret. M 1:50 62 160 Chaiselongue LC 4. Entwurf: Le Corbusier 228 Raumpilot Grundlagen 67 . Entwurf: Le Corbusier. Charlotte Perriand 73 99 70 76 Sessel LC 3.

5 ca. 120 . 143 ca.Entspannen und kommunizieren ca.167.310 Tischfußballspiel. Beim Billardtisch muss der große Bewegungsraum beachtet werden. 190 . 60 140-160 114 155 200 150 160 Klavier Stutzflügel Salonflügel Konzertflügel M 1:50 Raumpilot Grundlagen 229 275 Wohnen . Spielfeldhöhe zwischen circa 80 cm bis 88 cm. 74 ca. Spielhöhe bei circa 88 cm bis 92 cm Billardtisch. für private Zwecke und für Cafés übliche Außenabmessungen: 215 cm x 120 cm oder 225 cm x 125 cm.

Wohnen 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei ≥ 150 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 150 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 80 Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die rollstuhlgerechte Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die barrierefreie Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) 230 Raumpilot Grundlagen .

Schlafen Raumpilot Grundlagen 231 Wohnen .

Wohnen Schlafen 233 233 234 234 235 235 236 237 238 Schlafbereiche Funktionsbeziehungen Anordnungsmöglichkeiten Planungsregeln Orientierung Raumdimensionierung Bettsysteme Matratzengrößen Schlafen barrierefrei 232 Raumpilot Grundlagen .

Ein Teil der Funktionen. Fernsehen oder Freunde empfangen. wurden inzwischen auch in die Individualräume verlagert. Kommunikations-. sie können beispielsweise auch zum häuslichen Arbeitsplatz bestehen. Diese Individualräume für ein oder zwei Personen werden über das Schlafen hinaus auch als Rückzugs-. Aufenthalts-. Arbeits-. wie beispielsweise Musik hören. Raumpilot Grundlagen 233 Wohnen Freibereiche . Lese.und (Schiebe­ Wohnbereich sehr günstig sein. Weitere Funktionsbeziehungen sind vom individuellen Wohnverhalten abhängig.Schlafen Ankleiden Arbeiten Schlafen Reinigen und pflegen Entspannen und kommunizieren Kinder wohnen Funktionsbeziehungen Schlafen Schlafbereiche In größeren Wohneinheiten sind die Schlaf­ bereiche meist vom Gemeinschaftsbereich getrennt den Individualräumen der einzelnen Haushaltsmitglieder zugeordnet. Der Schlafbereich wird für die Betroffenen zum räumlichen Zentrum ihres Lebens. Funktionsbeziehungen Starke Funktionsbeziehungen bestehen zwischen dem Schlafbereich und dem Sanitär. Daneben können Funktionsbeziehungen zwischen Elternschlafzimmer und den Schlafräumen kleiner Kinder bestehen. da sie dem Bettlägrigen bei Bedarf eine „ Teilhabe“ am Wohngeschehen ermöglichen. Bedeutungswandel bei Bettlägrigkeit Die Bedeutung des Schlafbereichs kann sich im Krankheitsfall und/oder bei Bettlägrigkeit stark ändern.und Ankleidebereich. In freien Grundrissanordnungen und Lofteinheiten für kleinere Haushalte wird der Schlafbereich auch als „Funktionsinsel“ offen oder abgeschirmt in den zusammenhängenden Wohnraum integriert.und/oder Spielräume genutzt. In diesen Fällen können flexible Raumtrennungen wände) zwischen Schlaf. die noch vor einigen Jahrzehnten in vielen Wohneinheiten ausschließlich den Gemeinschaftsräumen zugeordnet waren.

mit Serviceinsel zoniert Schlafen im Loft. Die LBO BW § 34 fordert hiervon abweichend nur 2. M 1:200 Für Aufenthaltsräume.30 m lichte Raumhöhe beziehungsweise 2. nur mit Möbeln zoniert Anordungsmöglichkeiten des Schlafbereichs bei unterschiedlichen Grundrisstypen. wobei Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1. Ablage neben Bett/Ablagetisch Schrankflächen Kleiderschrank (eine Person) Kleiderschrank (zwei Personen) Sonstige Einrichtungsgegenstände Kleinkinderbett Schlafen im Loft. Für die flexibel abtrennbaren Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. wie Individualräume oder reine Schlafzimmer. flexibel abtrennbar. 234 Raumpilot Grundlagen .50 m nicht mitberücksichtigt werden.20 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche bei Dachräumen. mit einer Serviceinsel zoniert. Stellflächenbreite Betten Einzelbett Doppelbett Französisches Bett Schlafen in Individualräumen. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. getrennt.Wohnen Orientierungswerte für Mindest-Einrichtungsmaße Schlafen in Individualräumen. Kommode/Regal Arbeitstisch Stuhl Sessel circa 55–60 cm circa 30–50 cm ≥ 80 cm circa 45 cm ≥ 60 cm circa 100–120 cm circa 100 cm ≥ 55 cm circa 50 cm ≥ 60 cm ≥ 110 ≥ 220 60–65 cm 60–65 cm circa 90–140 cm circa 160–220 cm circa 140–160 cm circa 55–60 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 40 cm Stellflächentiefe Planungsregeln Schlafen im Loft.40 m als Mindestmaß. Verglaste Loggien und künstliche Beleuchtung werden unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Für die Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. gilt entsprechend der MBO § 44 eine lichte Höhe von 2. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung sollte etwa ein Achtel der Grundfläche des Raums betragen. Schlafbereich mittels Schiebewänden flexibel abtrennbar.

wenn die Flächen für Kleider. Flächenbedarf bei unterschiedlicher Anordnung der Möbel.455 ca.und Wäscheschränke und für das Ankleiden an anderer Stelle vorgesehen sind (zum Beispiel in einem getrennten Ankleideraum). empfohlener Bewegungsraum etwa 140 cm.210 5 ≥ 295 60 ca. 445 . ca. 415 .390 ca. 380 . M 1:100 ca. M 1:100 90 Orientierung Individualräume sollten Besonnung erhalten. Für die Orientierung der Räume ist daneben die Abschirmung von störendem Lärm und anderen Umwelteinflüssen zu beachten. M 1:50 70 Raumdimensionierung Für Individualräume sollte möglichst eine nutzungsneutrale Raumgröße mit mindestens 14 m² bis 15 m² eingeplant werden (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). Gestrichelt dargestellt ist die Mindestbewegungsfläche (70 cm) und zusätzlich die empfohlene Bewegungsfläche (90 cm) um das Bett und der daraus resultierende Platzbedarf.370 Raumpilot Grundlagen 235 Wohnen . 70 90 200 .425 Eine Verkleinerung um circa 2 m² ist möglich.und Bewegungsfläche beim Doppelbett. 140 60 Ankleideraum. 360 .210 ≥ 380 70 90 Stell.Schlafen 200 .

200 ca. 90 ca. 175 ca. Bettlänge einklappbar ca. 90 ca. Bettbreite einklappbar 236 Raumpilot Grundlagen ca. 90 ca. 200 ca. 160 ca. 35 ca. 100 ca. Anordnung mit 3 Betten ca. 240 ca. 90 ca. 200 ca. 200 . 200 ca. 75 ca. 150 ca. 125 ca. 35 Klappbett. 90 Eingebautes Bett (Alkovenbett) ca. 35 ca. 200 ca. 200 ca. 90 ca. 100 ca. 35 ca. 35 ca. 90 Einzelbett Doppelbett Hochbett Hochbett. 50 ca. 35 ca. 205 ca. 90 Klappbett.Wohnen ca. 200 ca. 100 ca. 35 ca. 170 ca. 75 ca. 170 ca.

120 ca. 72 ca. 70 ca.Schlafen ca. 190 ca. 72 ca. Varianten Klappsessel 90 10 0 90 10 0 70 12 0 14 0 16 0 Übliche Matratzengrößen. 72 ca. häufig verwendet: 90 cm x 200 cm Betten/Matratzengrößen 18 0 20 0 16 0 18 0 20 0 12 0 14 0 60 90 10 0 80 50 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 237 Wohnen ca. 70 ca. 190 Klappsofas. 90 ca. 160 ca. 190 ca. 70 ca. 70 ca. 160 ca. 72 ca. 70 ca. 190 ca. 120 ca. 70 ca. 160 ca. 160 ca. 90 ca. 190 ca. 190 22 0 10 20 0 1 4 1 0 19 20 0 0 .

200 . M 1:50 ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 Kleiderschrank mit herunterklappbarer Kleiderstange.210 ≥ 470 ≥ 120 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. M 1:50 238 Raumpilot Grundlagen 5 60 ≥ 150 ≥ 420 . damit der Rollstuhlfahrer auch diese Bettseite im Bedarfsfall anfahren kann.Wohnen 150 Schlafen barrierefrei Die Bewegungsfläche muss 150 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes (über die gesamte Bettlänge) und zusätzlich vor Schränken. Entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 120 cm breit sein.210 5 ≥ 150 200 .

5 ≥ 120 200 . M 1:50 5 60 ≥ 90 Raumpilot Grundlagen 239 Wohnen ≥ 360 .210 ≥ 410 ≥ 90 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2.Schlafen 120 200 . Vor Schränken und entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 90 cm breit sein.210 Die Bewegungsfläche muss 120 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes.

Wohnen 240 Raumpilot Grundlagen .

Kinder wohnen Raumpilot Grundlagen 241 Wohnen .

Wohnen Kinder wohnen 243 244 244 245 246 246 247 248 Funktionen Funktionsbeziehungen Orientierung Planungshinweise Stuhl.und Tischhöhen Bettabmessungen Raumdimensionierung Raumhöhen 242 Raumpilot Grundlagen .

Kinder wohnen Schlafen Eltern Reinigen und pflegen Spielen und schlafen Draußen spielen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen der Kinderbereiche Funktionen Der Raumbereich von Kindern beschränkt sich keinesfalls auf das Kinderzimmer. er umschließt die gesamte Wohnung und die zugehörigen Freibereiche. die Hausarbeiten. Kinderzimmer sind nicht nur Schlaf. Die Anforderungen an diese Räume und an deren Ausstattung ändern sich mit den verschiedenen Altersstufen der Kinder. essen . Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen und auch in Hinblick auf den langfristig vorhersehbaren Nutzungswechsel ist für Kinderzimmer ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt mit einer Raumgröße nicht unter 14 m² zu empfehlen (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). das Lesen. für Treffen mit Freunden. Raumpilot Grundlagen 243 Wohnen Kinder wohnen Kochen. Sie sind vielmehr multifunktionale Raumbereiche. Doch mit zunehmendem Alter gewinnt das „eigene Zimmer“ als individueller Raumbereich stärker an Bedeutung. das Basteln. zum Musik hören und für vieles mehr genutzt werden.und Rückzugsräume. die auch für das Spielen.

oder Westorientierung empfohlen. wäre daher ideal. Ab dem Alter von etwa acht bis zehn Jahren wird jedoch ein eigenes Zimmer für jedes Kind empfohlen. Anfänglich können sich auch zwei Kinder einen Raum teilen. wird eine Süd. Die Möglichkeit für Jugendliche einen separaten Wohnbereich mit eigenem Sanitärbereich und eigenem Eingang zu schaffen. Orientierung Da Kinderzimmer ab dem Kindergarten­ alter – beziehungsweise ab dem Schulalter – vor allem nachmittags genutzt werden. wenn das Kind in die Schule kommt.Wohnen Kind Bezugsperson Säugling 0 1 Kleinkind 6 Schulkind 12 Jugendlicher 18 Erwachsener Jahre 7 Physischer Leib Ätherleib 14 Astralleib 21 Ich 0 Raumbezug zwischen Kind und Bezugsperson im Zusammenhang mit den Entwicklungsphasen eines Kindes Oberer Zeitstrahl: nach Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e. Damit verändern sich auch die Anforderung an die Kopplung beziehungsweise Abgrenzung der Raumbereiche von Kind und Bezugspersonen. Für Säuglinge und Kleinkinder ist die räumliche Nähe zum Elternschlafbereich günstig. 244 Raumpilot Grundlagen . Für heranwachsende Jugendliche erhält das eigene Zimmer als individueller Rückzugsbereich große Bedeutung. Mit zunehmendem Alter gewinnen für Kinder Möglichkeiten zur Abgrenzung des eigenen Bereichs an Bedeutung. Eine direkte Kopplung der Raumbereiche kann in dieser Phase erwünscht sein. Ein eigener Arbeitsplatz wird spätestens dann erforderlich. Ein vom Elternschlafzimmer getrenntes eigenes Kinderzimmer wird erforderlich. Der Raum wird zu ihrer eigenen „Wohninsel“ in der Wohnung. – Wohnen mit Kindern Unterer Zeitstrahl: anthroposophischer Ansatz (Quelle: Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner) Funktionsbeziehungen Mit den Entwicklungsphasen eines Kindes lockert sich die anfänglich sehr enge Bindung zur Bezugsperson.V.

erhöhter Schallschutz Treppengeländer: Greifhöhe und Sicherheit Gebäudeschema mit Hinweisen für eine „Kinder berücksichtigende“ Planung . müssen zahlreiche Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Daneben sollten auch die besonderen Körpermaße bei Greifhöhen. Material Abstellflächen für Kinderwagen. M 1:200 Planungshinweise In Gebäuden und Wohnungen. Farbkontraste und gute Belichtung empfohlen. die ständig von Kindern genutzt werden. sich ihre Raumbereiche „anzueignen“ und gleichzeitig kreative Erfahrungen zu sammeln.oder gestaltbare Einrichtungen und auch abwaschbare. Für die Gestaltung von Bereichen für kleinere Kinder werden warme Farben. Raumpilot Grundlagen 245 Wohnen Sicherung von Außenraum (Gartenteiche/ giftige Pflanzen etc. Damit soll Kindern die Möglichkeit gegeben werden.und Blickbeziehungen nach außen Möblierung: Größe. Psychologen raten dazu. sondern bewusst veränderbare oder vom Kind selbst wähl. bemalbare Wandabschnitte vorzusehen. Fahrrad und Spielgeräte etc. Fensteröffnungshöhen. Roller. Farbe.Kinder wohnen Sicherung elektrischer Anlagen und Geräte Absturzsicherung Niedrige Brüstungshöhen von Fenstern ermöglichen Kindern Ausblick Niedrige Geschossigkeit ermöglicht Ruf. Möblierungen et cetera beachtet werden. Kinderzimmer nicht vollständig durchzuplanen.) und Spielbereichen .

ca.205 193 213 263 . M 1:50 246 Raumpilot Grundlagen 190 .Wohnen Orientierungswerte für Stuhl.160 163 .4 Jahre Kinderbett. 5 .233 Einzelbett. ca.8 Jahre Bettabmessungen mit Mindestbewegungsfläche in Abhängigkeit von Alter und Körpergröße von Kindern. 1 .und Tischhöhen in Abhängigkeit zur Körpergröße von Kindern (siehe auch Kapitel Lernen) Körpergröße ≤ 113 cm 113–127 cm 128–142 cm 143–157 cm 158–172 cm ≥ 173 cm Tischhöhe (a) 46 cm 52 cm 58 cm 64 cm 70 cm 76 cm Sitzflächenhöhe (b) 26 cm 30 cm 34 cm 38 cm a 42 cm 46 cm b 70 70 173 100 120 3 3 3 140 3 50 123 70 3 60 133 70 3 70 143 70 3 90 .278 70 70 3 .1 Jahre Kinderbett. 0 . ca. ca. ab 9 Jahren 70 Kinderbett.

Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 1 1 1 1 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Empfohlene Möbelstellflächen für ein Zwei-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank 2 1 2 Zusätzl. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 2 2 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 220 x 65 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Flächen für ein Kinderzimmer Empfohlen Ein-Personen-Zimmer Zwei-Personen-Zimmer (bis 6 Jahre) 14 .20 m2 Raumpilot Grundlagen 247 Wohnen . die laut Musterbauordnung 2002.Kinder wohnen Raumdimensionierung Kinderzimmer gelten als Aufenthaltsräume. § 47 eine lichte Höhe von mindestens 2. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung muss mindestens ein Achtel der Netto-Grundfläche des Raums einschließlich der Netto-Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben. § 34 ist abweichend bereits eine lichte Höhe von 2. Entsprechend LBO BW.40 m aufweisen müssen.16 m2 16 . 100 x 60 100 x 205 45 x 55 110 x 65 Empfohlene Möbelstellflächen für ein Ein-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank Zusätzl.30 m ausreichend.

Hochbett mit Leiter Möblierungsvariante mit erhöhtem Podest Kind mit Ball Altersgruppe 3 Jahre 66 . Ihr Blick bewegt sich nicht überwiegend in der Horizontalen.50 m bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Unterteilung in der Vertikalen.Wohnen Raumhöhen Die Wahrnehmung der dritten Dimension ist bei Kindern stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen. sondern stärker auch in der Vertikalen.78 Klettern Altersgruppe 3 Jahre 92 . Kleinere Kinder fühlen sich sicherer und geborgener. Räumliche Angebote für Kinder sollten daher auch Perspektivwechsel und Bewegungen in der Vertikalen ermöglichen.111 Spielende Kinder Altersgruppe 6 Jahre 248 Raumpilot Grundlagen 111 . Kleine Nischen und Höhlen sind willkommene Rückzugsbereiche.129 . Übliche Raumhöhen ab etwa 2. wenn die Raumhöhe ihrer Körpergröße angepasst ist.111 Kind mit Springseil Altersgruppe 3 Jahre 92 .

Ausbildung von Nischen und Podesten 111 .129 Springen Altersgruppe 6 Jahre Lesen Altersgruppe 6 Jahre Kinder mit Kaufladen Altersgruppe 6 Jahre 123 Kind mit Eisenbahn Altersgruppe 6 Jahre M 1:50 Raumpilot Grundlagen 249 Wohnen .Kinder wohnen Raummodulation für Kinder.

Wohnen 250 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten Raumpilot Grundlagen 251 Wohnen .

Arbeiten Wohnen 253 254 255 255 256 258 Wohnen und Arbeiten Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Arbeitsplatzgestaltung Beleuchtung Flächenbedarf Arbeitsplatz Arbeiten barrierefrei 252 Raumpilot Grundlagen .

8 Millionen Erwerbstätigen (2005). werden unbestimmter und verlieren ihre Eindeutigkeit. die komplett oder alternierend. mindestens jedoch einen Arbeitstag pro Woche zu Hause arbeiten. Unter den mobilen „teleworkers“ ermittelte die Studie für 2005 einen Anteil von 39 Prozent.8 Prozent aller Erwerbstätigen ermittelt.6 Millionen Teleheimarbeitern bei insgesamt 38. Mit der „ Telearbeit“ entwickelte sich eine neue häusliche Arbeitsform. die üblicherweise in einem Büro oder in einem Betrieb ausgeführt werden. wozu auch die überkommene Trennung zwischen Erwerbstätigkeit und Privatsphäre zählt. Die Technisierung der Arbeit durch die neuen Informations. Als „regular homeworking teleworkers“ . Raumpilot Grundlagen 253 Wohnen . die aber mittels IuK-Medien nun teilweise oder komplett zu Hause verrichtet werden. wie zwischen Arbeitszeit und Freizeit oder zwischen Wohnort und Arbeitsort. Mit diesem Begriff wird das Auflösen der Merkmale fordistisch-tayloristisch geprägter Arbeitsorganisationen beschrieben. der sich bis 2020 auf 81 Prozent deutlich erhöhen soll. Ihre Zahl soll entsprechend der Prognose bis 2020 auf 14.und Kommunikationsmedien (IuK) schuf die Voraussetzung für ortsunabhängiges Arbeiten – auch von zu Hause aus. Dies entsprach 2. die die englische tion“ 2005 Beratungsfirma „Future Founda­ im Auftrag der japanischen Firma „Brother“ erstellt hat.Arbeiten Schlafen Entspannen und kommunizieren Ankommen Arbeiten Essen WC Freibereiche Funktionsbeziehungen von einem häuslichen Arbeitsbereich. Über Jahrzehnte hinweg gewohnte „Grenzen“ . Neuere Zahlen zur Entwicklung der Telearbeit liefert eine Studie.9 Prozent steigen. die Funktionsbeziehungen können in Abhängigkeit von der konkreten Art der Arbeit stark differieren Wohnen und Arbeiten Arbeitswissenschaftler sprechen seit den 1990er Jahren in Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitsformen zunehmend von „Entgrenzungsprozessen“ (Gottschall/Voß 2005). wurden in Deutschland für 2005 6. Unter diesem Begriff werden informationstechnisch gestützte Erwerbstätigkeiten zusammengefasst.

Wohnen Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Die Abgrenzung der Bereiche Wohnen und Arbeiten ist abhängig vom genauen Typus der Arbeit und von persönlichen Vorlieben. es reicht vom Zusammenfließen und Überlagern der beiden Bereiche über den abgetrennten Arbeitsraum. Häufig markiert die Arbeit zu Hause nur die Gründungsphase eines Unternehmens. Nutzungsneutrale Raumzuschnitte oder Schalträume mit getrennten Eingängen können in Hinblick auf spätere Nutzungsänderungen für diesen Bereich sinnvoll sein. temporär einer der Wohneinheiten zuschaltbar oder getrennt nutzbar + Getrenntes Arbeitszimmer in der Wohneinheit Arbeitsplatz im Satellitenbüro im Gebäude oder im Quartier 254 Raumpilot Grundlagen . Es scheint gerade für Arbeitsräume und -bereiche sinnvoll. Wichtige. mit oder ohne eigenem Eingang. den Privatbereich eventuell „störende“ Einflussparameter der Arbeit stellen Kunden. Das Spektrum der räumlichen Kombinationsmöglichkeiten von Wohnen und Arbeiten spannt sich entsprechend weit auf. denn viele Selbstständige arbeiten nur phasenweise als „Teleheimarbeiter“ von zu Hause aus. temporär zuschaltbar Arbeitsplatz im externen Schaltraum. bis hin zum getrennten „Satellitenbüro“ an anderer Stelle im Wohngebäude oder im Quartier. spätere Nutzungswechsel miteinzuplanen. Mitarbeiter. mögliche Anlieferungen und eventuelle Störungen durch Lärm et cetera dar. Satellitenbüros können eventuell auch mit anderen Personen zusammen als Nachbarschaftsbüros genutzt werden. Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten und Wohnen überlagern sich Arbeitsplatz im internen Schaltraum mit direktem Zugang von außen Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten flexibel abtrenn­ bar Arbeitsplatz im flexiblen Möbelelement.

Einer angenehm hellen Raumwirkung steht vielfach ein diffuser. Beleuchtung – Am Arbeitsplatz werden zwischen 300 und 1000 Lux empfohlen. Raumpilot Grundlagen 255 Wohnen . Indirekte Beleuchtung Das Licht der Leuchte reflektiert über die Decke und Wände und strahlt von dort zum Arbeitsplatz zurück. durchschnittlich 500 Lux – Reflexionsgrad der Möbel und Wände beachten.30 35 300 . Es bleibt sichtbar. Durch die weitere Miniaturisierung des Arbeitsequipments ist Computerarbeit prinzipiell überall möglich und kann auch temporär in unterschiedlichen Wohn­ bereichen ohne besondere Zusatz­ aus­ stattung stattfinden. Beleuchtungsstärken in Lux Licht vom Sternenhimmel Licht vom Vollmond Nächtliche Straßenbeleuchtung Energiesparlampe 20 W in 2 m Abstand Gute Arbeitsbeleuchtung Trüber Wintertag Sommertag bei bedecktem Himmel Sommertag bei Sonnenschein 0. Das Licht wirkt angenehm mild.2000 3000 20. Indirekt-direkt-Beleuchtung Indirekt-direkt-Beleuchtungen kombinieren die beiden vorigen Konzepte. um Blendung zu vermeiden Direkte Beleuchtung Das Licht strahlt von der Leuchte direkt zum Arbeitsplatz. Dies schafft eine effektive Beleuchtungsstärke bei angenehmer Raumwirkung.24 1 .Arbeiten Arbeitsplatzgestaltung Die Dimensionierung häuslicher Arbeits­ plätze ist von der Art der Arbeit abhängig. schattenarmer Raumeindruck gegenüber. Schreibtischoberflächen sollten matt sein.01 0.000 100. Dem Vorteil der Effizienz auf der horizontalen Arbeitsebene stehen die Nachteile der meist ungenügenden Raumwirkung durch dunkle Decken und starke Schatten gegenüber.000 Konzept „mildes Licht“ Dieses Beleuchtungskonzept orientiert sich an der Charakteristik des Tageslichts.

80 ca. ca. 45 Zur Orientierung: Flächenaufteilung und notwendige Abstände bei einem Schreibtischarbeitsplatz in Arbeitsstätten. 200 ca. die eine Anpassung des Tisches an die jeweilige Körpergröße des Nutzers ermöglicht.Wohnen Als Orientierungswert für die Größe eines Arbeitstisches gilt 160 cm x 80 cm Arbeitsfläche. M 1:20 256 Raumpilot Grundlagen . Die Normhöhe eines Schreibtisches beträgt 72 cm. 180 ca. entsprechend DIN 4543/ Teil 1. wichtiger ist jedoch die Höhenverstellbarkeit (68 cm bis 76 cm). 160 ca. 90 ≥ 100 ca.

siehe auch DIN EN ISO 9241.Arbeiten Augen abstan d ca. 80 ≥ 100 Ansicht üblicher Arbeitsplatz mit Beinfreiraum (gestrichelt). entsprechend DIN 4543 Teil 1. 72 (individuell einstellbar) 65 62 55 12 20 45 60 ca. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 257 Wohnen .

Wohnen
150

150

Arbeiten barrierefrei

ca. 80 ca. 60

ca. 60

ca. 80

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich: links: horizontaler Greifbereich (links eingeschränkt, rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers, M 1:20

258

Raumpilot Grundlagen

Arbeiten
150

150

ca. 75 - 90 (individuell einstellbar)

UK Tisch ≥ 67

unterfahrbar

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich und vertikaler Greifbereich bei individuell einstellbarer Arbeitsplattenhöhe, unterfahrbare Bereiche müssen mindestens 90 cm breit sein, M 1:20

≥ 40

≤ 140

Raumpilot Grundlagen

259

Wohnen

Wohnen

260

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Raumpilot Grundlagen

261

Wohnen

Reinigen und pflegen Wohnen

263 263 264 265 265 266 266 266 267 267 267 267 267 267 267 268 269 274 275 276

Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnungen der Sanitärräume im Grundriss Planungsregeln Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Duschwannen Badewannen Toiletten Planerische Besonderheiten Installation Elektro Belichtung und Belüftung Schallschutz Oberflächen Sanitärraumarten Stell- und Bewegungsflächen Rollstuhlgerecht Reinigen und pflegen barrierefrei Beispiel rollstuhlgerechter Sanitärraum

262

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

WC Schlafen Reinigen und pflegen Kinder wohnen Wirtschaften Freibereiche Entspannen und kommunizieren

Kochen

Funktionsbeziehungen Reinigen und pflegen

Funktionen
Sanitärräume bieten den Raum und die Ausstattung für die Körperhygiene und für die Körper- und Gesundheitspflege. Die Größe und Gestaltung von Sanitärräumen im Wohnungsbau variiert in einem breiten Spektrum zwischen flächenoptimierten Funktionsräumen und großzügigen Raum­ bereichen mit Aufenthaltsqualitäten.

von Nutzungszusammenhängen wegen der möglichen Bünde­ lung der Installationen in einem gemeinsamen Schacht von Vorteil sein. Darüber hinaus besteht eine funktionale Beziehung zum hauswirtschaftlichen Bereich. Häufig werden auch hauswirtschaftliche Funktionen in das Bad integriert, insbesondere für das Waschen und Trocknen von Wäsche. Für die Zuordnung der Sanitärräume innerhalb einer Wohnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Jedem Individualraum eine eigene Nasszelle zuzuordnen, stellt eine aufwendige, für die Nutzung aber sehr günstige Lösung dar. Daneben können Nasszellen auch jeweils zwei Individual-

räumen mit direktem Zugang zugeordnet werden. Häufig wird aus ökonomischen Gründen jedoch ein gemeinsames Bad für den gesamten Schlafbereich vorgesehen. Werden Nasszellen direkt mit den Individualräumen gekoppelt, sollte möglichst noch ein weiteres Bad beziehungsweise ein getrenntes WC eingeplant werden, das von den übrigen Räumen aus erreicht werden kann. Aber auch im Fall eines gemeinsamen Bads ist grundsätzlich ein zweites WC (Gäste-WC) zu empfehlen.

Funktionsbeziehungen
Das Bad ist funktional stark an die Individualräume gekoppelt. Eine räumliche Anbindung an die Küche kann unabhängig

Raumpilot Grundlagen

263

Wohnen

Wohnen

Zuordnung der Sanitärräume im Grundriss

Jedem Individualraum ist direkt ein eigener Sanitärraum zugeordnet. Bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Die Beispiele unten zeigen eine Variante, bei der jeweils zwei Individualräumen ein Sanitärraum direkt zugeordnet ist. Auch bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Diese Reihe zeigt Anordnungsvarianten bei denen mehreren Individualräumen ein gemeinsamer Sanitärraum zugeordnet ist.

Die Beispiele dieser Reihe zeigen unterschiedliche Anordnungen von Sanitärräumen in Einraum-Wohneinheiten (Lofteinheiten).

264

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Planungsregeln
Entsprechend der Musterbauordnung muss jede Wohnung ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette besitzen (MBO § 48). Fensterlose Bäder sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist (MBO § 43). Bäder können nach Norden orientiert sein. Die LBO BW fordert unter § 36, dass jede Nutzungseinheit mindestens eine Toilette haben muss und dass diese eine ausreichende Lüftung aufweisen muss.

Raumdimensionierung
Im Jahr 2007 wurde die DIN 18022 zurückgezogen, die bisher als wesentliche Planungsgrundlage für die Stell- und Bewegungsflächen im Bad diente. Diese

Angaben zu Mindestmaßen für die Ausstattung von Sanitärräumen in Wohnungen macht die VDI-Richtlinie 6000 Blatt 1 / Februar 2008. Hierin werden detaillierte Hinweise zur Größe von Sanitärobjekten (Stellflächen), zu seitlichen Abstandsflächen zwischen den einzelnen Sanitärobjekten beziehungsweise zu Wänden sowie zu den notwendigen Mindestbewegungsflächen gegeben.

Anstelle eines zweiten Waschbeckens im Bad ist im Mehrpersonenhaushalt meist ein zweiter Waschplatz mit zusätzlicher Dusche an anderer Stelle zu empfehlen, um eine parallele Nutzung zu ermöglichen.

► Bei der Planung eines Sanitärraums müssen auch die Beheizung, die Beleuchtung, die Warmwasserversorgung und gegebenenfalls der Fliesenplan berücksichtigt werden.

Erforderliche Abstände von Sanitärraumausstattungen/Mindestwerte entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen oder Wänden und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Stellflächen von Waschmaschine/-trockner Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen für bewegliche Einrichtungen und anliegenden Wänden Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen und Türlaibungen ≥ 10 cm ≥ 3 cm Abstände ≥ 75 cm ≥ 90 cm

Raumpilot Grundlagen

265

Wohnen

Norm hatte die Anforderungen an eine barrierefreie Planung nicht berücksichtigt. Im Kontext des demografischen Wandels und im Sinne eines „Universal Design“ sollten aktuelle und zukünftige Planungen von Sanitärräumen nach Möglichkeit den Anforderungen der DIN 18025 beziehungsweise der nachfolgenden DIN 18040 entsprechen.

► Bei der Planung von WC- und Sanitärräumen sollten soweit möglich die Bewegungsmaße für die barrierefreie Badplanung zugrunde gelegt werden.

Wohnen

Einrichtungsmaße
Als Mindestbewegungsfläche vor Sanitär­ objekten sollten in der nicht barrierefreien Planung 75 cm vorgesehen werden. (Die Anforderungen in der VDI Richtlinie 6000 Blatt 1 liegen teilweise darunter). Vor Waschmaschinen und Wäschetrocknern muss auf der Bedienseite eine Fläche von 90 cm freigehalten werden. Die

Bewegungsflächen können sich allerdings sowohl seitlich als auch gegenüberliegend überdecken. Duschwannen Duschwannen sind aufgrund ihres geringen Flächenbedarfs geeignet für kleine Bäder. Wenn möglich sollte eine Duschwanne und zusätzlich eine Badewanne angeord­­ net werden. Die Wannenhöhen von

Standardduschwannen (80 cm x 80 cm oder 90 cm x 75 cm) liegen meist zwischen 6 cm und 26 cm. Für möglichst bodengleiche Duschbereiche können beispielsweise Flach­ wannen (1 bis 2 cm) eingesetzt werden. In der nicht barrierefreien Planung muss vor der Dusche ein Bewegungsraum von mindestens 75 cm x 90 cm vorhanden sein. Für die Einstiegsbreite sollten mindestens 70 cm vorgesehen werden.

Abstandsmaße verschiedener Sanitärobjekte untereinander und zu Wänden/entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Sanitäre Ausstattungsgegenstände Einzelwaschbecken Doppelwaschbecken Einbauwaschtisch mit einem Becken (EWT) 25 20 20 15 15 15 HandEinbauwaschtisch waschbecken mit zwei Becken (EDWT) 25 20 20 15 15 15 (HWB) 25 20 20 20 20 20 20 Sitzwaschbecken Klosettbecken, Spülung vor der Wand (WCa) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Klosettbecken, Spülung für Wandeinbau (WCu) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Urinalbecken Duschwanne Badewanne Badewanne

Kurzbezeichnung WB DWB EWT HWB SW WCa / WCu UR DU BW WM / TR Wand Vorwand-Installation Türbereich

WB 25 20 20 20 20 20 20

(DWB) 25 20 20 20 20 20 20

(SWB) 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25

(UB) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20

(DU) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 20 20 25 20 20 3 3 20

horizontale Leitungsführung: ab 17 cm, vertikale Leitungsführung: ab 25 cm (Maße gelten von Rohwand bis Vorderkante Beplankung, jedoch ohne Fließen) Abstand zu Türöffnungen/Türlaibungen: ≥ 10 cm

266

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Badewannen Neben Standardwannen (170 cm x 75 cm) sind diverse Sonderformen, wie zum Beispiel runde Badewannen oder Eckbadewannen erhältlich. In der nichtbarrierefreien Planung sollte vor der Wanne ein Bewegungsraum von 90 cm x 75 cm vorhanden sein. Toiletten Wandbecken sind aus hygienischen Gründen den Standbecken vorzuziehen, da sie eine bessere Reinigung ermöglichen. Spülkästen werden im Vergleich zu Druckspülungen aufgrund ihres geringeren Wasserverbrauchs und wegen ihres geringen Geräuschpegels empfohlen.

von etwa 25 cm Tiefe für die vertikale Leitungsführung. Prinzipiell sollten Leitungsführungen für spätere Reparaturen oder Veränderungen möglichst gut zugänglich sein (Revisionsöffnungen). Elektro In Räumen mit Badewanne oder Dusche sind die Schutzbereiche nach der DIN VDE 0100 Teil 701 zu beachten. Belichtung und Belüftung Die Luftqualität innenliegender Bäder und Toiletten kann nur durch mechanische Lüftungsanlagen (das heißt mit Ventila­ toren) nach DIN 18017 wirklich sichergestellt werden. Im hochwertigen Wohnungsbau werden für die einzelnen Wohneinheiten Einzellüftungsanlagen mit eigener Abluftleitung eingeplant. Bei geringerem Standard werden lediglich Einzellüftungsanlagen mit gemeinsamer Abluftleitung eingesetzt, die zwar einen geringeren Leitungsquerschnitt mit sich bringen, aber schalltechnisch nachteilig sind. Fensterlose WC-Räume sollten, wenn möglich, eine motorgesteuerte Sauglüftung erhalten, da eine Schachtlüftung je nach Jahreszeit und topografischer Lage nicht wirkungsvoll arbeitet. Schallschutz Bei der Planung von Sanitärräumen muss der Schallschutz berücksichtigt werden, da Fließgeräusche in den Leitungen und

Armaturen zu erheblichen Belästigungen führen können. Installationsleitungen sollten soweit möglich an Wänden zu weiteren Sanitär- oder Küchenräumen und nicht an Wänden zu Wohn- oder Schlafbereichen geführt werden (DIN 4109 berücksichtigen). Oberflächen Der Bodenbelag muss rutschsicher ausgeführt werden. Empfohlen wird eine Orientierung nach DIN 51130, die Rutschsicherheitswerte „R“ festlegt (R 9: gering; R 13: höchste Rutschsicherheitsklassen).

Planerische Besonderheiten
Installation Aus ökonomischen Gründen sollten die Installationsschächte der Nass­ räume in Wohnungen, wenn möglich, zusammengefasst werden. Bei mehr­ geschossigen Wohnbauten sollten die Bäder und Küchen möglichst an gemeinsamen vertikalen Installationssträngen angeschlos­ sen sein. Die Installationsführung innerhalb des Bads erfolgt üblicherweise entweder in der Wandebene oder in Form einer Vorwandinstallation. Bei letzterer ergibt sich ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 20 cm Tiefe für die horizontale und

Raumpilot Grundlagen

267

Wohnen

Wohnen

Sanitärraumarten/Standardtypen
Toilettenräume Toilettenräume sind mit Toilette und einem Handwaschbecken ausgestattet. Die Mindestgröße liegt bei circa 190 cm x 90 cm oder 165 cm x 115 cm. Duschbad Ein Duschbad wird in größeren Haushalten oft als Ergänzung zum Vollbad eingeplant. Das Duschbad ist meist mit Dusche und Waschtisch ausgestattet. Hierfür ist eine Mindestraumgröße von circa 110 cm x 170 cm notwendig. Duschbad mit Toilette Hierbei handelt es sich um ein Duschbad, (Dusche und Waschtisch), das mit einer Toilette ergänzt wird. Die Mindestgröße beträgt circa 185 cm x 195 cm beziehungsweise circa 165 cm x 200 cm. Wannenbad mit Toilette Ein Wannenbad umfasst eine Badwanne, einen Waschtisch und in der Regel auch eine Toilette. Vollbad mit Toilette Im sogenannten Vollbad sind ein Waschtisch, eine Toilette, eine Badewanne und auch eine Dusche integriert. Diese Ausstattung kann zusätzlich um ein Bidet ergänzt werden.

Einrichtungsmaße von Sanitärobjekten, Geräten und Möbeln/Standardmaße entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Waschtische Einzelwaschtisch Doppelwaschtisch Einbauwaschtisch, 1 Becken und Schrank Einbauwaschtisch, 2 Becken und Schrank Handwaschbecken Sitzwaschbecken (Bidet) Wannen Duschwanne Badewanne Toiletten Toiletten mit Vorwand-Spülkasten Toiletten mit Wandeinbau-Spülkasten Urinalbecken Wäschepflegegeräte Waschmaschine Wäschetrockner Badmöbel Hochschrank (Unter-/Oberschrank) ≥ 30 ≥ 40 60 60 60 60 40 40 40 75 60 40 ≥ 80 ≥ 170 ≥ 80 ≥ 75 Breite (cm) ≥ 60 ≥ 120 ≥ 70 ≥ 140 ≥ 45 40 Tiefe (cm) ≥ 55 ≥ 55 ≥ 60 ≥ 60 ≥ 30 60

268

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

45

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120 ► Falls kein Hausarbeitsraum geplant ist, müssen im Bad auch Stellflächen und Anschlüsse für Waschmaschine, Wäschetrockner sowie Platz für einen Schmutzwäschebehälter eingeplant werden.

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Handwaschbecken

Einzel- und Doppelwaschtisch

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► Vorgefertigte Sanitärzellen stellen eine mögliche Alternative zu individuell geplanten Sanitärräumen dar.

60 80 80

90

► In aktuellen Wohnbauplanungen werden Bäder mit Aufenthaltsqualitäten und Zusatzausstattungen, wie Sauna oder Whirlpool stärker berücksichtigt. Auch durch einen direkt zugeordneten, nicht einsehbaren Freibereich (z.B. Innenatrium) kann eine Aufwertung dieses Raumbereichs erfolgen.

60

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Badewanne

75

Bidet, WC, Urinal

Stell- und Bewegungsflächen M. 1:50 Werte in Klammern bei gegenüberliegender Anordnung von Sanitärgegenständen

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Raumpilot Grundlagen

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Wohnen

► Auch ein verschließbarer Arzneimittelschrank und Schrankraum für Handtücher und Reinigungsmittel sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

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WC-Räume, Varianten

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Duschbäder, mit und ohne Toilette, Varianten

Stell- und BewegungsflächenM. 1:50

270

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Reinigen und pflegen

75

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Wannenbäder, mit Toilette, Varianten „Vollbad“

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Wohnen

20

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85 - 105 40 - 60

55 - 60 160 - 180 80 - 100

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Raumpilot Grundlagen

0 - 30

Reinigen und pflegen

85 - 105

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50 Stell- und Bewegungsflächen, M 1:20

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Wohnen

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150 150 95

Reinigen und pflegen barrierefrei
≥ 150
≥ 20 ≥ 30

≥ 150

≥ 95 (≥ 90)

≥ 150

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≥ 150

≥ 150 ≥ 225

Rollstuhlgerechte Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

► Die hier gezeigten Mindestbewegungsflächen für die barrierfreie Sanitärraumplanungen sollten soweit möglich grundsätzlich bei Neu- oder Umbauplanungen berücksichtigt werden. Die Bewegungsflächen werden in diesen Abmessungen benötigt, damit sich Rollstuhlfahrer möglichst selbstständig im Sanitärraum bewegen können. ► In Wohnungen mit mehr als drei Personen ist ein zusätzlicher Sanitärraum mit WC und Waschbecken vorzusehen (DIN 18025 Teil 1 6.2) WC Die Sitzhöhe einschließlich Sitz sollte 48 cm über Oberkante Fertigfußboden (OFF) liegen (46 bis 48 cm, DIN 18040 Entwurf). Bei Bedarf muss Höhenanpassung möglich sein. Die Bewegungsfläche neben dem WC kann prinzipiell in Abhängigkeit von der individuellen Behinderung links oder rechts vom WC angeordnet werden. Waschtisch Der Waschtisch muss für die Belange des Nutzers in die ihm entsprechende Höhe montiert werden können. Er muss flach (15 bis 18 cm) und unterfahrbar sein. Er muss mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Duschplatz Der Sanitärrraum ist mit einem rollstuhlbefahrbaren (stufenlosen) Duschplatz auszustatten. Das nachträgliche Aufstellen einer „mit einem Lifter unterfahrbaren“ Badewanne im Bereich des Duschplatzes muss möglich sein. Lüftung Der Sanitärraum muss eine mechanische Lüftung entsprechend DIN 18017 Teil 3 erhalten. Wände und Decken Wände und Decken müssen zur bedarfsgerechten Befestigung von Halte-, Einrichtungs-, Stütz-, und Hebevorrichtungen tragfähig ausgebildet werden. Armaturen Einhebel-Mischbatterien mit Temperaturbegrenzern und schwenkbarem Auslauf müssen vorgesehen werden.

15

55

► Notwendige Zusatzausstattungen, wie Haltegriffe und Duschsitz sind in den nachfolgenden Schnitten M 1: 20 dargestellt.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:50

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Raumpilot Grundlagen

≥ 170

Reinigen und pflegen
180 200
≥ 20 ≥ 20 ≥ 120 ≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

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≥ 120

Barrierefreie Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

Duschplatz Auch in der barrierefreien Sanitärraumplanung entsprechend DIN 18025 Teil 2 sollte der Sanitärraum mit einem stufenlos begebaren Duschplatz ausgestattet sein. Das nachträgliche Aufstellen einer Badewanne im Bereich des Duschplatzes sollte möglich sein. Waschtisch Unter dem Waschtisch muss Beinfreiraum vorhanden sein. Er sollte mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 bzw. DIN 18040 (Entwurf), M 1:50

Raumpilot Grundlagen

275

Wohnen

Wohnen 150 150 95 Rollstuhlgerechter Sanitärraum entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 Teil 2 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:20 (28) (65 -) 70 ≥ 245 (≥ 240) 276 Raumpilot Grundlagen (46 -) 48 85 .

85 (≤ 80) ≥ 67 ≥ 35 (≤ 10) (≥ 30) (≤ 40) ≥ 55 ≥ 295 ≥ 50 85 Raumpilot Grundlagen 277 Wohnen .Reinigen und pflegen 150 150 95 82 .

Wohnen 278 Raumpilot Grundlagen .

Wirtschaften Raumpilot Grundlagen 279 Wohnen .

Wirtschaften Wohnen 281 281 281 282 282 282 282 284 Funktionen Zuordnung im Grundriss Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Waschen Trocknen Bügeln. Nähen Wirtschaften barrierefrei 280 Raumpilot Grundlagen .

In gemeinschaftlich orientierten Wohnmodellen werden teilweise auch gemeinschaftlich genutzte Wirtschaftsräume mit Waschmaschinen und Trocknern angeboten. Raumdimensionierung Die erforderliche Mindestfläche für einen Hausarbeitsraum beträgt etwa 7 bis 9 m². Kleidungs. Doch auch ein ausreichend belüfteter und beheizter Kellerraum kann für diese Funktionen genutzt werden. Dennoch ist im Geschosswohnungsbau ein eigener Hausarbeitsraum eher unüblich und wird meist nur in größeren und/oder exklusiveren Wohnbauten realisiert.oder Badbereich integriert.und Wohnungspflege notwendig. In kleineren Einheiten sind diese Funktionen meist in den Küchen. Ein direkter Ausgang in private Freibereiche ist günstig. Raumpilot Grundlagen 281 Wohnen . Zuordnung im Grundriss Die Verbindung zu Küche oder Bad ist organisatorisch und installationstechnisch sinnvoll. Eine Mindeststellfläche von 3.60 m Lauflänge wird empfohlen. Ein eigener funktional ausgestatteter Hausarbeitsbereich kann die Hausarbeit erleichtern.Wirtschaften Ankommen Aufbewahren Wirtschaften Reinigen und pflegen Private Freibereiche Kochen Funktionsbeziehungen Wirtschaften (Hausarbeiten) Funktionen Neben dem Kochbereich und dem Badezimmer sind in Wohnungen auch Flächen für die Wäsche-. Der Hausarbeitsbereich sollte möglichst durch Fenster ausreichend belichtet und belüftet sein.

Nähen Für das Bügeln und Nähen sind notwendige Stell. Schleudern der Wäsche und den „trockenen“ Hausarbeiten wie Bügeln.und Entlüftung gibt es unterschiedliche Gerätesysteme. Waschen Dieser Bereich umfasst in der Regel eine Waschmaschine mit einer Grundfläche von 60 cm x 60 cm.Wohnen Einrichtungsmaße Im Hausarbeitsbereich sind die gleichen Bewegungsmaße wie im Küchenbereich erforderlich (120 cm beziehungsweise 150 cm in der rollstuhlgerechten Planung). Trocknen Übliche Trockner haben ebenfalls eine Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Für die Be. Reinigen und Aufbewahren et cetera unterschieden. Nähen. Dar­ über hinaus wird eine Arbeitsfläche von 120 cm empfohlen. Günstig ist die Anordnung eines Waschbeckens mit einer Arbeitsflä- che direkt neben der Waschmaschine zum Sortieren und Vorbehandeln der Wäsche. Einrichtungsmaße Einrichtungsgegenstand Waschmaschine Wäschetrockner Arbeitsfläche zum Legen der Wäsche Unterschrank mit Waschbecken Platz für Schmutzwäschebehälter Schrankraum für Kleingeräte Stellfläche für Bügelbrett Stellfläche für Nähmaschine Stellflächenbreite 60 cm 60 cm 120 cm 60 cm 60 cm 60 cm 140 bis 170 cm 70 cm Stellflächentiefe 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 45 cm 45 cm 282 Raumpilot Grundlagen .und Lagerflächen wichtig. Trocknen. Bügeln. günstig ist die Möglichkeit zur Entlüftung nach außen. Zusätzlich sollten hier die Schmutzwäschebehälter untergebracht werden. Generell wird zwischen den „nassen“ Hausarbeiten wie Waschen. Der Hausarbeitsbereich kann ähnlich wie die Küche in mehrere Arbeitszentren organisiert werden.

Wirtschaften 360 60 60 60 60 120 60 180 120 160 40 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen 60 40 60 100 Schnitt Bügeln 250 140 120 70 60 60 120 180 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln M 1:50 Raumpilot Grundlagen 283 85 Wohnen .

M 1:50 284 Raumpilot Grundlagen ≥ 150 210 .Wohnen 150 Wirtschaften barrierefrei 360 60 60 60 60 120 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen rollstuhlgerecht. M 1:50 250 140 120 70 60 ≥ 150 210 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln rollstuhlgerecht.

Aufbewahren Raumpilot Grundlagen 285 Wohnen .

Wohnen Aufbewahren 287 288 290 Planungsgrundlagen Aufbewahrungsmöglichkeiten Aufbewahren barrierefrei 286 Raumpilot Grundlagen .

§ 35. 2). § 48. Im Gesetzentwurf zur Novellierung der LBO BW ist hier eine Änderung vorgesehen: „Bei Wohngebäuden mit mindestens 20 Wohnungen muss für jede Wohnung ein Abstellraum zur Verfügung stehen“ (Gesetzentwurf der Landesregierung zur Novellierung der LBO BW 2009). Davon sollte mindestens 1 m² innerhalb der Wohnung angeordnet sein.Aufbewahren Arbeiten Schlafen Ankommen Kochen Aufbewahren Essen Kinder wohnen Freiflächen Wirtschaften Funktionsbeziehungen Aufbewahren Planungsgrundlagen Bei der Planung von Wohnungen ist es wichtig. Abstellräume beziehungsweise Abstellmöglichkeiten für Sperriges und andere Gegenstände vorzusehen. ä. Hinweis: Die LBO BW fordert unter § 35 „Wohnungen“: Für jede Wohnung muss ein Abstellraum zur Verfügung stehen (LBO BW 2007 . 5). Orientierungswerte für Abstellräume in Wohnungen Raumpilot Grundlagen 287 Wohnen . Die neue MBO 2002 formuliert die Anforderung offener: „In Wohngebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 sind leicht erreichbare und zugängliche Abstellräume für Kinderwagen und Fahrräder sowie für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum herzustellen“ (MBO 2002. Die frühere MBO 1997 forderte unter § 45 Wohnungen für jede Wohnung einen Abstellraum mit 6 m² Mindestfläche. Abstellfläche 6 m² 1 m² in der Wohnung 5 m² im Keller o.

Wohnen Aufbewahrungsmöglichkeiten 500 Beispiel für einen Einbauschrank zum Abstellen von Reinigungsgeräten et cetera Ansicht Kellerabstellraum 5 m2 35 20 160 19 26 41 60 120 60 35 39 30 Unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten (Maßangaben sind nur Orientierungswerte) 288 Raumpilot Grundlagen 41 .

30 55 150 .150 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 289 Wohnen .Aufbewahren 17 .32 11 7 14 1 13 29 8 32 18 .33 20 .27 22 .180 85 60 60 76 60 40 140 140 .190 110 80 87 112 40 140 .24 28 .

Wohnen 40 .140 Aufbewahren barrierefrei ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 (120) ≥ 90 ≥ 150 (120) ≥ 90 M 1:50 Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) 290 Raumpilot Grundlagen ≥ 40 ≤ 140 .140 40 .

90 120 120 60 60 Varianten von Schranktüren M 1:50 60 Raumpilot Grundlagen 291 Wohnen .140 ≥ 150 Beispiel für einen Paternoster-Schrank.Aufbewahren 40 . der für Rollstuhlfahrer günstig ist 120 75 .

Wohnen 292 Raumpilot Grundlagen .

Entsorgen Raumpilot Grundlagen 293 Wohnen .

Wohnen Entsorgen 295 295 295 295 295 296 297 297 298 298 300 301 301 302 Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Begriffe Haushaltsabfälle Abfallbereitstellung und -entsorgung Allgemein geltende Verordnungen Dimensionierung der Abfallbehälter und Lage der Standplätze Allgemeine Planungshinweise Behälterarten Offene Abfallsammelbehälter Offene Abfallsammelbehälter mit Ummauerung Abfallbehälterschränke Abfallbehälterräume Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 294 Raumpilot Grundlagen .

24 kg pro Einwohner pro Tag. Hausmüll. Pappe. Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll). Haushaltsabfall und haushaltsähnlichen Gewerbeabfall. Doch mehr als 40. Der größte Anteil entfiel dabei auf Bau. Kunststoffe. Das kommunale Abfallgesetz gibt also die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Planung der Sammeleinrichtungen von Haushaltsabfällen vor. Verbunde. das entspricht circa 1. Bioabfälle. Abfallentsorgung 2006.und Abbruchabfälle (196. ► Als erster Orientierungswert für die Planung kann angenommen werden: 45 l Müllanfall = Restmüll + Biotonne pro Person pro Woche Raumpilot Grundlagen 295 Wohnen . Haushaltsabfälle Im Wohnbereich fallen täglich verschiedene Haushaltsabfälle an.) 11% Leichtverpackungen.und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ist das zentrale Gesetz des deutschen Abfallrechts. Der Oberbegriff „Hausabfall“ umfasst Sperrabfall (Sperrmüll). Es hat 1996 das frühere „Gesetz zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG)“ abgelöst und regelt seither den Umgang mit und die Entsorgung von Abfällen. Entsprechend diesem Gesetz und der DIN 30706-1 wird mit Hausabfall „beweglicher fester Abfall bestimmter Herkunft“ bezeichnet. Kartonagen Sonstiges (Metalle.8 Mio t 35% Biotonne 10% Garten-. Durch dieses System ergeben sich gewisse Anforderungen für die Abfallbereitstellung. das entspricht circa 1.8 Mil­ lionen Tonnen stammten 2006 aus Haushaltsabfällen.4 Millionen Tonnen). Textilien. Im Bereich der Haushaltsabfälle kann man folgende Abfallarten unterscheiden: Papier. Wiesbaden 2008) ► Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll). Metalle. ähnliche Gewerbeabfälle Sperrmüll 6% 9% 40. Kunststoffe Zusammensetzung der Haushaltsabfälle in Deutschland 2006 (Quelle: Statistisches Bundesamt.9 Millionen Tonnen produziert. Bei der Sammlung gilt das Prinzip der Abfalltrennung. Verbundverpackungen. Auf Landesebene gilt zusätzlich das jeweilige Landesabfallgesetz (LAbfG). Glas. Parkabfälle 40% Andere getrennt gesammelte Fraktionen 20% Glas 5% 4% Papier. Textilien usw.Entsorgen Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Entsprechend den Erhebungen des Statis­ tischen Bundesamts wurde von Bürgern und Industrie in Deutschland im Jahr 2006 ein Abfallaufkommen von insgesamt 340. Sondermüll und Restmüll. Die Sortierung wird auf kommunaler Ebene durch die jeweilige Abfallentsorgungssatzung festgelegt. Begriffe Das Kreislaufwirtschaft. Abfälle aus Produktion und Gewerbe (56 Millionen Tonnen) und Abfälle aus dem Bergbau (41.24 kg pro Einwohner pro Tag. Abfallbereitstellung und -entsorgung Der von den Haushalten bereitgestellte Abfall wird in Deutschland vom zuständigen Abfallentsorgungsunternehmen im sogenannten „Holsystem“ getrennt eingesammelt. Pappe. die in der Abfallentsorgungssatzung festgelegt sind.9 MillionenTonnen).

Wohnen Allgemein geltende Verordnungen Feste Abfälle haben eine hohe Brandlast und häufig geht von ihnen eine Geruchsbelästigung aus. wenn die Abfallsammelräume die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: 1. 3. Abfallsammelräume müssen eine ständig wirksame Lüftung haben. Abs. siehe hierzu auch LBO BW § 33. Öffnungen vom Gebäudeinnern zum Aufstellraum müssen feuerhemmende. dicht. 2. 4. Die Abfallbehälter müssen unmittelbar vom Freien entleert werden können.2) 97 75 54 36 20 33 22 54 36 20 Abmessungen verschiedener Müllbehälter für den Wohnbereich 296 Raumpilot Grundlagen 48 47 M 1:50 .und selbstschließende Abschlüsse haben. Die Musterbauordnung gibt daher unter § 45 vor: „Innerhalb von Gebäuden dürfen feste Abfallstoffe vorübergehend aufbewahrt werden. in Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 (Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen oder Nutzflächen von 400 m²) jedoch nur. (MBO § 45. Trennwände und Decken müssen als raumabschließende Bauteile die Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Wände besitzen.

Türen im Zugangsweg sollten mit einer Arretierung ausgestattet sein. Genauere Informationen gibt das zuständige Abfall­ entsorgungsunternehmen. Allgemeine Planungshinweise Der Flächenbedarf für den Standplatz von Abfallsammelbehältern sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. (Die individuell anfallende Abfallmenge kann jedoch sehr unterschiedlich sein). Die Durchgänge müssen mindestens 2 m hoch und 1 m breit sein. Seite 14-16).Entsorgen Dimensionierung der Abfallsammelbehälter und Lage der Standplätze Parameter zur Bestimmung der benötigten Anzahl an Abfallbehältern sind bei Wohnungsbauten die Bewohneranzahl und der Abfuhrturnus des Abfallentsorgungsunternehmens. Mithilfe des Orientierungswerts von etwa 45 Liter Restmüll plus Biotonne pro Einwohner und Woche lässt sich die Abfallmenge grob schätzen. bei Großmüllbehältern ist eine Wegbreite von 1.50 m erforderlich (Angaben entsprechend der Richtlinie GUV-VC 27 . Der Standplatz muss leicht erreichbar und gut zugänglich sowie möglichst witterungsgeschützt sein. Visuelle Störungen und Geruchsbelästigungen von Aufenthaltsräumen und privaten Freibereichen sollten möglichst vermieden werden. um den Transport der Behälter zu erleichtern. Außerdem ist eine ausreichende Beleuchtung erforderlich. Die Bewegungsfläche vor den Abfallbehälterreihen sollte mindestens 1. befestigt und trittsicher sein. Die Standplatzfläche sollte möglichst ebenerdig. Raumpilot Grundlagen 297 Wohnen .20 m breit sein. Der Standplatz sollte mit ausreichendem Abstand zu Aufenthaltsräumen und zu Grundstücksgrenzen angeordnet werden. Standplatz und Zugangswege müssen unfallsicher und vom Fahrweg her ohne Stufen ausgeführt werden. Der Standplatz sollte von der Zufahrtsstraße für das Sammelfahrzeug nicht weiter als 15 m entfernt liegen. (Die frühere MBO 1997 empfahl mindestens 5 m Abstand von Öffnungen in Aufenthaltsräumen und mindestens 2 m Abstand zur Grundstücksgrenze). denn oft werden zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Behälter aufgestellt.

1100 max. 100 l 472 ± 5 558 max. 975 max. die bei der Planung berücksichtigt werden müssen: – offene Behälterstandplätze im Freien – Abfallbehälterschränke – Abfallbehälterräume Offene Behälterstandplätze Die einfachste und kostengünstigste Lösung sind offene Behälterstände. 1021 max. 1005 max. 1115 max. 340 l 685 max.und Nachteile mit sich. aufgeführt. Sie werden zur Abschirmung häufig umpflanzt oder in Mauernischen integriert. 298 Raumpilot Grundlagen l h . Regen) ausgesetzt. Fahrbare Abfallsammelbehälter. 120 l 505 ± 5 555 max. 140 l 505 ± 5 555 max. 1100 max. 880 max. Ohne Überdachung sind die Behälter den Witterungseinflüssen (Einfrieren. Die DIN EN unterscheidet zwischen Behältern mit zwei oder vier Rädern. Es gibt im wesentlichen drei unterschiedliche Standplatzarten für Abfallsammelbehälter. 1095 max. 210 l 546 ± 5 730 max. 240 l 580 ± 5 740 max. h+l b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 1 V b l h 80 l 480 ± 5 555 max. Jede Ausführungsweise bringt spezifische Vor. 1021 max. 130 l 472 ± 5 558 max.Wohnen Behälterarten Abmessungen von Abfallsammelbehältern sind in der DIN EN 840-1 bis 4.

M 1:50 l Raumpilot Grundlagen 299 Wohnen h h . 1470 max. 1370 max. 1000 l 1370 ± 10 1190 max. 1425 max. 1250 max. 1300 l 1370 ± 10 1245 max. 1470 max. 660 l 1370 ± 10 850 max.Entsorgen h+l b b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 2 V b l h 500 l 1370 ± 10 740 max. l Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 3 V b l h 770 l 1370 ± 10 1100 max. 1480 max. 1170 max. 1470 max. 1100 l 1370 ± 10 1190 max. 1100 l 1370 ± 10 1245 max. 1200 l 1370 ± 10 1190 max. 1470 max. 770 l 1370 ± 10 870 max.

Wohnen Offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung 119 64 80 200 78 70 . 110 120 340 110 Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 240 l und 660 l 160 220 M 1:50 300 Raumpilot Grundlagen .90 80 ≥ 120 empf.

die sich in der Tür. damit er leicht gereinigt werden kann. Ausführungsanforderungen werden beschrieben in der DIN EN 15132/ Dezember 2006. An Abfallbehälterräume innerhalb von Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 werden aufgrund der hohen Brandgefahr von festen Abfällen besondere Anforderungen gestellt (MBO § 45). Ein solcher Raum muss durch Lüftungsöffnungen belüftet sein. dichtund selbstschließende Tür 110 120 340 110 Beispiel für einen Abfallbehälterraum M 1:50 Raumpilot Grundlagen 301 Wohnen Abfallbehälterschränke In Abfallbehälterschränken sind die Sammelbehälter besser geschützt als auf offenen Standplätzen und damit auch hygienischer untergebracht. .Entsorgen Abfallbehälterschränke und Abfallbehälterräume Ausgang unmittelbar ins Freie ständig wirksame Lüftung feuerbeständige Wände und Decken 80 Abfallbehälterräume Ein Abfallbehälterraum kann neben Garagen oder in Nebengebäuden angeordnet werden. Für die Reinigung ist ein Bodenablauf und ein Wasseranschluss vorzusehen. Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l. Der Fußboden sollte ein Gefälle von 2 Prozent haben. 320 160 80 feuerhemmende. Rückwand oder auf dem Dach befinden können.

85 ≥ 150 70 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Barrierefreie Planung.Wohnen 85 Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 25 70 . rollstuhlgerecht: Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze. rechts offen mit Sammelbehälter 240 l. links mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 660 l. M 1:50 302 Raumpilot Grundlagen .

Nutzungsneutral Raumpilot Grundlagen 303 Wohnen .

Nutzungsneutral Wohnen 305 306 307 308 309 Einleitung Quadratischer nutzungsneutraler Raum Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 (barrierefrei) 304 Raumpilot Grundlagen .

so dass für Nutzungswechsel Einschränkungen entstehen. Zur Bemessung der Mindestgröße wird die Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett als maßgebend angenommen. aber bei zu geringer Raumgröße oder ungünstigem Raumzuschnitt können alternativ gewünschte Raummöblierungen eventuell nicht in einem Raum untergebracht werden. Raumpilot Grundlagen 305 Wohnen . ein Esszimmer. Darüber hinaus sollen auch die Mindestabmessungen für einen nutzungsneutralen Raum in der barrierefreien Planung gezeigt werden: – nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht (entsprechend DIN 18025 Teil 1) – nutzungsneutraler Raum barrierefrei (entsprechend DIN 18025 Teil 2). ein Gästezimmer und bei entsprechender Installationsführung auch eine Küche beziehungsweise Essküche oder ein Bad eingerichtet werden. Den üblichen Nutzungsanforderungen an gemeinschaftliche Wohnräume können die hier betrachteten nutzungsneutralen Raumzuschnitte jedoch nur eingeschränkt entsprechen. Unter diesen Voraussetzungen kann in einem nutzungsneutralen Raum sowohl ein Elternzimmer. Die hier betrachteten Raumgrößen entsprechen eher Individualräumen und nicht Gemeinschaftsräumen. da das Doppelbett mit seinen notwendigen Bewegungsflächen üblicherweise das größte zu berücksichtigende Möblierungs­ element darstellt. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzungsneutralität eines Raums sind daher eine Raumgröße mit einem gewissen „Flächenüberschuss“ . so dass der Raum unterschiedlich möbliert werden kann. Die wesentlichen Planungsparameter sollen an Hand von zwei unterschiedlichen Raumproportionen betrachtet werden: – quadratischer nutzungsneutraler Raum – rechteckiger nutzungsneutraler Raum. ein Kinderzimmer. da hierfür meist größere Raumabmessungen benötigt werden. Zwar sind die meisten Räume bis zu einem gewissen Grad unterschiedlich nutzbar.Nutzungsneutral Einleitung Mit dem Begriff „Nutzungsneutralität“ wird die funktionale Offenheit von Einzelräumen bezeichnet. ein Arbeitszimmer. eine günstige Raumproportion und eine günstige Positionierung der Türen und Fenster.

≥ 380 .390 ≥ 350 .360 ≥ 350 .).390 ≥ 380 .390 200 .Wohnen ≥ 90 Quadratischer nutzungsneutraler Raum Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett und Schrank ergeben sich für einen nutzungsneutralen quadratischen Raum Mindestabmessungen für die Stell. Arbeitszimmer. 14m2 Als Mindesttiefe der Bewegungsfläche sind 70 cm erforderlich. Seite 22 f. Dies entspricht auch den Empfehlungen des Schweizer Wohnungs-Bewertungs-Systems WBS (Bundesamt für Wohnungswesen BWO.360 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.210 ≥ ca.390 ≥ 380 .360 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell. ≥ 90 200 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 306 Raumpilot Grundlagen . 2000.und Bewegungsfläche von 360 cm x 380 cm.360 ≥ 350 . Grundsätzlich wird jedoch zur langfristigen und möglichst universellen Nutzbarkeit eine 90 cm tiefe Bewegungsfläche empfohlen.210 ≥ 90 60 ≥ 350 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 380 .

Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) 60 ≥ 90 307 .300 M 1:100 Raumpilot Grundlagen ≥ 440 . 14m2 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 440 .450 ≥ 290 .300 ≥ 90 ≥ 440 . Wohnen 200 .450 ≥ 290 .210 ≥ 290 . Arbeitszimmer.300 ≥ 290 .450 200 .Nutzungsneutral ≥ 90 Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Bei einer rechteckigen Raumgeometrie ergeben sich entsprechend bei einer Bewegungsfläche von 90 cm Breite Mindestabmessungen der Stell.und Bewegungsfläche von 300 cm x 440 cm.450 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.210 ≥ ca.300 ≥ 440 .

und Bewegungsfläche von 420 cm x 470 cm.420 ≥ 470 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 150 ≥ 470 . entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 / Entwurf).420 ≥ 410 .210 ≥ 150 ≥ 410 . ≥ 90 200 .420 60 ≥ 470 .210 ≥ ca. damit der Rollstuhlfahrer wenden kann. Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 308 Raumpilot Grundlagen . Arbeitszimmer. 20m2 Die Bewegungsfläche vor Schränken muss mindestens 150 cm breit sein. Mindestabmessungen der Stell.480 ≥ 90 ≥ 410 .480 ≥ 90 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.480 200 .420 ≥ 90 ≥ 410 . Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers ergeben sich für einen rollstuhlgerechten nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell. Entlang der Betteinstiegsseite des NichtRollstuhlnutzers genügen 120 cm Breite (damit der Rollstuhlfahrer auch diese Seite anfahren kann.480 ≥ 470 .Wohnen 20m2+ ≥ 120 Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Die Bewegungsfläche entlang einer Längsseite des Bettes muss über die gesamte Bettlänge mindestens 150 cm breit sein.

Kommoden und Betten muss sie mindestens 90 cm tief sein.210 ≥ 90 ≥ ca.210 ≥ 90 60 ≥ 350 .360 ≥ 410 .und Bewegungsfläche von 360 cm x 410 cm.420 ≥ 80 ≥ 350 . vor Möbeln wie Schränken.Nutzungsneutral 15m2+ Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise nach DIN 18040-2 (Entwurf) Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit sein entlang einer Längsseite eines Bettes.360 ≥ 350 . Arbeitszimmer. ≥ 410 . Daraus ergeben sich für einen barrierefreien (nicht rollstuhlgerechten) nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell. Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 Raumpilot Grundlagen 309 Wohnen ≥ 120 .420 ≥ 80 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.360 Mindestabmessungen der Stell.360 ≥ 410 . 15m2 ≥ 80 200 . Regalen.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 410 .420 ≥ 80 ≥ 350 .420 200 .

Wohnen 310 Raumpilot Grundlagen .

Private Freibereiche Raumpilot Grundlagen 311 Wohnen .

Private Freibereiche Wohnen 313 313 313 313 314 315 315 315 316 318 Einleitung Den Wohnfunktionen zugeordnet Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Im Wohnungsvorbereich Grundtypen privater Freibereiche Einflussfaktoren auf die Planung Ausstattung Wohnflächenberechnung Geländer und Umwehrungen Private Freibereiche barrierefrei 312 Raumpilot Grundlagen .

Je nachdem. können Freibereiche unterschiedlichen Funktionen dienen: Den Wohnfunktionen zugeordnet Die den Wohn-.Private Freibereiche Ankommen Schlafen Private Freibereiche Wirtschaften Kochen Essen Kinder wohnen Arbeiten Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen Private Freibereiche Einleitung Private Außenräume bilden Schwellenräume am Übergang zwischen dem Innen. zum Wäschetrocknen et cetera genutzt werden. Sie können beispielsweise genutzt werden: – als Essplatz – als Arbeitsplatz – als Leseplatz – zum Entspannen und Sonnen – als Spielbereich der Kinder – zum Treffen und Feiern. Im Wohnungsvorbereich Ein Laubengang zum Beispiel kann eine Wohnung in den öffentlichen oder gemeinschaftlichen Raum hinein erweitern oder Raum für Nachbarschaftstreffs bieten. welchen Nutzungsbereichen sie zugeordnet sind. Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Daneben können Freiflächen auch den Küchen oder Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet sein und beispielsweise für Küchenarbeiten. unterschiedlich nutzbare Raumbereiche.und Arbeitsbereichen zugeordneten Freiflächen sind meist stärker nach außen abgeschirmt und erweitern in der wärmeren Jahreszeit die privaten Wohnräume um zusätzliche. Raumpilot Grundlagen 313 Wohnen . Ess. Sie können als zusätzliche Raumangebote den Wohnwert einer Wohnung erheblich erhöhen.und dem Außenbereich des Wohnens und damit auch an den Schnittstellen zwischen privater und öffentlicher Sphäre.

das heißt von zwei oder drei Seiten und nach oben umschlossen. Dachterrasse) oder auf dem Erdreich. Balkon Hängt als eigenes Bauelement vor der Fassade. Durch den vollständigen Witterungsschutz ermöglicht ein Wintergarten längere Nutzungsdauer im Jahresverlauf. Kann konstruktiv auskragend oder mit eigener Tragkonstruktion ausgeführt werden. Geschossrücksprung. Atrium Rundum raumhoch umschlossen. Mit entsprechender Zusatzheizung kann er energieaufwendig ganzjährig genutzt werden. Bei Terrassen über beheizten Geschoss sind entsprechende Dämm. 314 Raumpilot Grundlagen . Grundprinzipien M 1:750 Neben den hier gezeigten vier Grundtypen von privaten Freiflächen sind zahlreiche weitere Abwandlungen und Mischformen möglich. Liegt innerhalb des Grundrisses. Sie kann auch auf einem Geschoss aufgebaut sein (auf Garage. Eine Sonderform stellt der verglaste oder teilverglaste Wintergarten dar.und Abdichtungsmaßnahmen notwendig. Loggia Loggia-Außenraum ist in die Gebäudemasse „eingeschnitten“ . Terrasse Abweichend vom Balkon ist die Terrasse unterbaut. das heißt es ist von Räumen oder Fassadenelementen umschlossen. in der Regel nach oben offener Außenraum.Wohnen Grundtypen privater Freibereiche Freibereichstypen.

55 30 Einflussfaktoren auf die Planung – Himmelsrichtungen (Besonnungszeiten) – Witterungseinflüsse (Zugwind) – externe Störfaktoren (zum Beispiel Verkehrslärm oder die Einsehbarkeit von Nachbargebäuden) – Funktionsbeziehung (zum Beispiel Lage in Beziehung zu den Wohnfunktionen) – rechtliche Faktoren. – die Grundfläche von unbeheizten Wintergärten zur Hälfte. die Grundfläche von beheizten Wintergärten voll (siehe hierzu auch Kapitel „Wohnen – Ökonomie“). Wohnflächenberechnung Die Außenraumfläche kann je nach Art der Umschließung (umschlossen. Auf die Grundflächen werden angerechnet: – die Grundflächen von Balkonen. eventuell kann ein Stauschrank für das Abstellen von Gartenmöbeln et cetera sinnvoll sein – Stromanschluss – Wasseranschluss. Die Vorschriften der Wohnflächenverordnung (WoFlV gelten für Wohnflächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz.Private Freibereiche Stehende Person Sitzplatz für zwei Personen 80 80 70 70 90 65 30 50 . Loggien und Terrassen in der Regel zu einem Viertel. 135 Raumpilot Grundlagen 315 Wohnen . maximal jedoch bis zur Hälfte. überdacht) zu einem gewissen Teil in die Wohnflä- chenberechnung einbezogen werden.55 ≥ 80 240 50 . Bei der Planung müssen auch baurechtliche Vorgaben (Abstandsregel et cetera) beachtet werden (siehe Kapitel „Wohnen .Städtebau“) Ausstattung – Schrank.

80 m verringert werden.90 m.10 m. (Anforderungen an die Gestaltung von Geländern und Umwehrungen siehe Kapitel „Grundlagen – Treppe“ . wenn die Tiefe der Umwehrung mindestens 0. Die Höhe der Umwehrung darf auf 0. Umwehrungen von Flächen mit mehr als 12 m Absturzhöhe: 1. 316 Raumpilot Grundlagen 185 .20 m beträgt. Die MBO 2002 führt für Umwehrungen (außer Fensterbrüs­ tungen) unter § 38 (4) folgende Mindesthöhen auf: 1. Umwehrungen zur Sicherung von Öffnungen in begehbaren Decken und Dächern sowie Umwehrungen von Flächen mit einer Absturzhöhe von 1 m bis 12 m: 0.Wohnen Liegestuhl Sitzende Person 80 80 70 140 200 270 70 70 150 Geländer und Umwehrungen Anforderungen an Brüstungshöhen sind in der Musterbauordnung und in den Landesbauordnungen festgelegt. Seite 65).90 m hoch sein. 2. Entsprechend der LBOAVO § 4 „Umwehrungen“ gilt für Baden-Württemberg: (2) Bei einer Absturzhöhe von über 1 m muss die Umwehrung mindestens 0.

55 ≥ 80 240 50 .55 65 ≥ 230 ≥ 290 65 50 .55 200 65 30 70 30 50 .55 30 30 50 .55 30 30 50 .Private Freibereiche Sitzplatz für vier Personen Sitzplatz für sechs Personen 80 80 70 ≥ 130 bei 4 Personen 50 .55 ≥ 180 ≥ 80 65 ≥ 280 Raumpilot Grundlagen 317 Wohnen .

5 m² großer Freisitz (Terrasse. Brüstungen in mindestens einem Aufenthaltsraum der Wohnung und von Freisitzen sollten ab 60 cm Höhe durchsichtig sein (18025.55 80 ≥ 310 Bei Unterfahrbarkeit von Ausstattungsgegenständen und Tischen muss für den Rollstuhlfahrer jeweils mindestens 90 cm Anfahrbreite unterfahrbar sein! 150 ► Entsprechend DIN sollte jeder Wohnung ein mindestens 4. 318 Raumpilot Grundlagen 65 ≥ 215 80 . Teil 1 und Teil 2).Wohnen 60 Private Freibereiche barrierefrei Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 ≥ 150 70 ≥ 150 30 50 . Teil 1 und Teil 2). Loggia oder Balkon) zugeordnet werden (DIN 18025.

und Spritzwasserschutz durch Über­ dachung – Türrahmen mit Flanschkonstruktion – zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung“ (Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie. gegebenenfalls auch in Kombination.Private Freibereiche 60 Barrierefreier Terrassenausgang mit Schwelle ≤ 2 cm. 3). Deshalb sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. „Barrierefreie Übergänge erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen. zum Beispiel: – wannenförmiger Entwässerungsrost gegebenenfalls beheizbar mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung – Gefälle der wasserführenden Ebenen – Schlagregen. die zwischen Planer. Die Abdichtung allein kann die Dichtigkeit am Türanschluss nicht sicherstellen. 4. Oktober 2008. Vor der Tür ist eine Rinne mit Gitterrostabdeckung angeordnet. ≥ 200 Blickdurchlässigkeit der Brüstungen ab 60 cm Höhe beachten! ≥ 90 .4. Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind.110 85 M 1:10 Gitterrost 15 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 319 Wohnen .

Wohnen 320 Raumpilot Grundlagen .

Ökonomie Raumpilot Grundlagen 321 Wohnen .

Wohnen Ökonomie 323 324 325 326 327 328 330 Flächenberechnung nach Wohnflächenberechnung (WoFLV) Flächenberechnung nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) Flächenberechnung nach DIN 277 Wohnflächenberechnung Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baunutzungskosten Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche 322 Raumpilot Grundlagen .

Ökonomie Flächenberechnung Zur Flächenermittlung eines Gebäudes gibt es mehrere Berechnungsgrundlagen: – Wohnflächenverordnung (WoFlV) – Baunutzungsverordnung (BauNOV) – DIN 277 . bis zur Hälfte anrechenbar Flächenberechnung WoFlV Zur Ermittlung der genauen Wohnfläche wird im Wohnungsbau meist die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) herangezogen. Tür. Grundflächen werden vollständig (bei Räumen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m. Die Vorschriften der WoFlV gelten für Flächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. Wohnfläche. voll anrechenbar (enthält Laibungen größer 13 cm Tiefe) Wohnfläche. Flure) unterschiedlich angerechnet. Technische Funktionsflächen (Installationsschächte) und Verkehrsflächen (Treppenhaus. Flur) fließen hier nicht in die Wohnfläche ein.und Fensterlaibungen erst ab 13 cm Tiefe angerechnet werden. Abhängig von der Berechnungsmethode erhält man also für das gleiche Gebäude verschiedene Werte. In dieser Verordnung können beispielsweise der Balkon bis zur Hälfte. zur Hälfte bei Räumen mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m und weniger als 2 m angerechnet. Je nach Richtlinie oder Norm werden Elemente von Gebäuden (zum Beispiel Balkone. Raumpilot Grundlagen 323 Wohnen .

zulässige Grundfläche § 20 Vollgeschosse. Geschossfläche Mit der Geschossfläche (GF) wird die Geschossflächenzahl (GFZ).Wohnen Flächenberechnung BauNVO (Baunutzungsverordnung) In der Baunutzungsverordnung wird festgesetzt: § 19 Grundflächenzahl. Die Geschossfläche (GF) unterscheidet sich häufig geringfügig von der Grundfläche eines Gebäudes. Die Geschossfläche (GF) wird häufig mit der Brutto-Grundfläche (BGF) nach DIN 277 verwechselt! Grundfläche Geschossfläche (GF) 324 Raumpilot Grundlagen . Geschossflächenzahl. mit der Grundfläche (GR) die Grundflächenzahl (GRZ) ermittelt.

aber entscheidenden Einzelheiten ab (siehe Abbildungen). Sie ist die umfassendste Berechnungsgrundlage und wird beispielsweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes herangezogen. Konstruktions-Grundfläche (KGF) (enthält Tür.und Fensteröffnungen sowie Installationsschächte bis zu 1 m² Querschnitt) Nutzfläche (NF) Verkehrsfläche (VF) Technische Funktionsfläche (TF) Raumpilot Grundlagen 325 Wohnen .Ökonomie Flächenberechnung DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau Mit der DIN 277 werden alle Grundflächen und davon abgeleitet die Rauminhalte berechnet. Brutto-Grundfläche (BGF = KGF + NGF) Netto-Grundfläche (NGF = NF + TF + VF) Die Flächenberechnung der DIN 277 weicht von der Berechnung in der Baunutzungverordnung und der Wohnflächenberechnung in kleinen.

5 6. unterkellert hoher Standard Kosten: 1611 €/m² 76. 3% 54 € 80. 9% 40 € 70.7 % % 81 129 800 € 850 € 0€ KG 200: Herrichten und Erschließen [€/m² Fläche Baugrundstück] Die Kosten sind Näherungswerte in Anlehnung an Informationen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI) Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1040 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 1209 €/m² Einfamilienhaus. Die relevanten Kostengruppen der 1.66% % € 131 € 9 6 18. 4% 18 € 326 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baukosten In der nebenstehenden Grafik werden die pro Kostengruppe und Quadratmeter anfallenden Baukosten für ein Mehrfamilienhaus. 4 5.0 % % 81 € 224 € € 6€ 12. für ein Reihenhaus und für ein freistehendes Einfamilienhaus aufgeführt. Ebene sind: 161 1€ KG 700: Baunebenkosten [€/m² BGF] KG 500: Außenanlagen [€/m² Fläche Außenanlagen] KG 300 + 400: Bauwerk – Baukonstruktion Bauwerk – Technische Anlagen [€/m² BGF] 120 104 0€ 9€ 216 € 13. 6.

1 7€ € % 318 € Baunutzungskosten Baunutzungskosten Für Bauherren und Investoren sind nicht nur die reinen Erstellungskos­ ten eines Gebäudes von Interesse. 6% 46. Zu beachten ist. Betriebs. unterkellert hoher Standard Kosten: 3499 €/m² Raumpilot Grundlagen 327 Wohnen 11. 4% 57 1€ 1% 8% Die Baunutzungskosten.8 222 € 36. 3% 161 104 0€ 120 9€ 1€ Bauunterhaltskosten (Wartung/Instandhaltung) Betriebskosten (Energiekosten) 0€ 52. dass Bauunterhalts-. Diese Gesamtkosten werden als Baunutzungskosten bezeichnet. Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1984 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 2257 €/m² Einfamilienhaus. % 225 126 198 4€ 2€ 2% % 12. € 215 481 € 25.und Grundstückskosten in €/m² Wohnfläche. 4% 53. Dadurch können schon im Vorfeld Aussagen über die Wirtschaftlichkeit oder auch Unwirtschaftlichkeit eines Gebäudes getroffen werden. 255 € . 10.8 9. gliedern sich wie folgt: 24. sondern auch die weiteren Unterhalts. im Beispiel für 50 Jahre. Grundstückskosten 0% Erstellungskosten Die Kosten sind Näherungswerte aus einer Studie des Bundesbauministeriums (1990). Baukosten in €/m² BGF angegeben werden. 248 5% € 9.beziehungsweise Betriebskos­ ten. die von der Planung über die Erstellung bis hin zum Abriss anfallen.Ökonomie 349 9€ 308 8.

drei Außenflächen Geschosswohnungsbau Dachgeschoss. zwei Außenflächen 12 Geschosswohnungsbau Randlage Dachgeschoss. drei Außenflächen 328 Raumpilot Grundlagen . mittige Lage. vier Außenflächen Geschosswohnungsbau Randlage.Wohnen Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche 200 m² 158 m² 100 m² Hüllfläche 42 m² 58 m² Wohnfläche 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Geschosswohnungsbau große Gebäudetiefe. eine Außenfläche 20 12 12 12 Geschosswohnungsbau mittige Lage.

Ökonomie 256 m² 192 m² 108 m² 290 m² Die Hüllfläche bezieht sich in den Beispielen immer auf eine Wohnfläche von 100 m² und ein Raumvolumen von 300 m³. Der geschätzte Gegenwert dieser Gebäudetypen wird künftig hinsichtlich knapper Ressourcen zunehmend kritischer diskutiert werden. Die Hüllfläche als begrenzendes Bauteil zwischen dem Klima des Innen. Einfamilienhäuser (freistehend oder angebaut) und verdichtete Flachbauten führen daher zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Gebäudehüllen. 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Reihenhaus drei Außenflächen Reihenendhaus vier Außenflächen Freistehendes Einfamilienhaus fünf Außenflächen Freistehendes.und Außenraums hat besonders hohe Anforderungen zu erfüllen. winkelförmiges Einfamilienhaus fünf Außenflächen Raumpilot Grundlagen 329 Wohnen 12 12 12 7 . Sie ist das aufwendigste und kostenintensivste Bauteil eines Gebäudes. Eine geringe Hüllfläche ist ökonomisch und ökologisch wünschenswert. muss vorrangig der Energieverlust der Außenhülle (Wand/Dach) minimiert werden. Um den Energieverbrauch zu verringern. Ein energetischer Vorteil großer Gebäudehüllen könnte allein im Versuch der Energiegewinnung gesehen werden.

Je geringer die „Ausbeute“ der Wohnfläche je Quadratmeter Erschließungsfläche ausfällt. Das kalkulierte Beispiel stellt nur ein stark vereinfachtes Modell dar. zum Beispiel Belichtung. 1 100 100 100 Zweispänner 100 Einspänner 100 Dreispänner 50 100 100 Vierspänner 50 50 100 100 100 Fünfspänner 100 100 330 Raumpilot Grundlagen . Aber auch hier muss der Flächenverlust durch die zusätzliche interne Erschließung der zwei. desto höher sind die Erstellungskosten. Zumindest die Erschließung eingeschossiger Einheiten mit einem Außenflur ist flächenaufwendig. Eine Steigerung der Effizienz ist nur mit einem Innenflur und mehrgeschossigen Wohneinheiten zu erreichen.oder dreigeschossigen Wohneinheiten mit berücksichtigt werden. Einzig das Argument der Barrierefreiheit (nur ein Aufzug bis zur Hochhausgrenze) spricht für die in der Regel einhüftige Anordnung. Barrierefreiheit) gegenüber einer konkreten Planung differieren.Wohnen Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche Die nebenstehende Grafik zeigt das Verhältnis von Erschließungsaufwand (Treppenhaus Regelgeschoss) zu Wohnfläche. es wird nach Größe und Anforderungen (räumliche und funktionale Qualitäten. 7 13 17 20 25 1 1 1 1 Die Beispiele zeigen deutlich die große Effizienz der Vertikalerschließung (Spänner) und widerlegen die vermutete Wirtschaftlichkeit der Horizontalerschließung. Dadurch lassen sich schon in der ersten Planungsphase Rückschlüsse auf die zu erwartende Effizienz und die Baukosten ziehen.

Ökonomie 7 5 9 13 m2 erschlossene Wohnfläche 1 1 1 1 m2 Erschließungsfläche 290 100 100 140 140 140 140 140 140 140 140 290 100 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 100 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 290 140 140 140 140 40 1 140 140 140 290 Außenflurerschließung 6 WE Außenflurerschließung 10 WE Innenflurerschließung (1 Ebene) 20 WE Innenflurerschließung (3 Ebenen) 20 WE Raumpilot Grundlagen 331 Wohnen .

Wohnen 332 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 333 Wohnen .

Doppelund Reihenhäusern Anforderungen an den baulichen Schallschutz Schalldämmung von Wänden 334 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Schall 335 335 336 337 Schallschutzanforderungen Schallschutz bei Einfamilien-.

und Trittschallübertragung zwischen fremden Wohn.Schall Schallschutzanforderungen Die DIN 4109 / November 1989 regelt die Anforderungen an den Schutz gegen Luft. SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ . Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . es sollten die „erhöhten Anforderungen“ angewendet werden.und Arbeitsbereich fest.und Arbeitsräumen gegen Außenlärm sowie gegen Geräusche von haustechnischen Anlagen und aus baulich verbundenen Betrieben. Doppelund Reihenhäusern Die DIN 4109 legt für Wohngebäude Min- destanforderungen und erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Luft. Daneben macht auch die VDI-Richtlinie 4100 „Schallschutz von Wohnungen. ► Hinweis zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen. Anforderungen an den baulichen Schallschutz im Geschosswohnungsbau entsprechend DIN 4109 / Nov 1989 1 – sehr hoch 2 – hoch 3 – mittel 4 – niedrig 52 bis 55 dB 53 bis 55 dB 40 bis 47 dB 4 1 1 1 3 2 Schemagrundriss eines Wohngebäudes mit Hinweisen auf unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Schallschutz M 1:200 Raumpilot Grundlagen 335 Wohnen . Schallschutz bei Einfamilien-. Kriterien von Planung und Beurteilung“/ August 2007 Angaben über die Schallschutzanforderungen in Wohngebäuden.und Trittschallübertragung aus einem fremden Wohn. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100). Die „Mindestanforderungen“ entsprechen allerdings nicht mehr den heute üblichen Anforderungen.

Treppenpodeste und Decken unter Fluren Haus-/(Wohnungs-)Trennwände Mindestanforderung R‘ w 57 L ‘ n. Hinweis: SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ 55 55 54 53 52 55 27 37 40 53 46 53 53 53 58 53 53 - 55 55 55 55 37 37 47 46 46 46 46 46 46 46 - VDI Richtlinie 4100 „Schallschutz im Hochbau“ Art der Geräuschemission Laute Sprache Sprache mit angehobener Sprechweise Sprache mit normaler Sprechweise Gehgeräusche Geräusche aus Haustechnikanlagen Hausmusik. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . w 46 46 46 Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Einfamilien . w 48 53 erhöhte Anforderung R‘ w 67 L ‘ n.Reihenhäuser Bauteil Decken Treppen. Parties SSt 1 verstehbar im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar im Allgemeinen störend unzumutbare Belästigungen werden im Allg.Treppenräumen über Aufenthaltsräumen Decken über Durchfahrten – unter Aufenthaltsräumen – über Gemeinschaftsräumen Decken unter Terrassen und Loggien über Aufenthaltsräumen Decken unter Laubengängen Decken unter Bad und WC Treppen und Treppenpodeste – innerhalb von Wohnungen Decken unter Hausfluren Wohnungstrennwände Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren Wände neben Durchfahrten Türen von Hausfluren und Treppenräumen zu Fluren – zu Aufenthaltsräumen Wände zwischen „lauten“ und „leisen“ Räumen unterschiedlicher Nutzung innerhalb der Wohnung Mindestanforderung R‘ w 53 52 54 52 52 L ‘ n.) mit Arbeitsräumen Bauteil Decken unter begehbaren Dachräumen.Wohnen Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Geschosshäuser mit Wohnungen (Whg.und Fernsehgeräte. w 38 46 - Anmerkung zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen. zum Beispiel Böden – Gebäude mit zwei Wohnungen Wohnungstrenndecken und Wohnungstrenntreppen – Gebäude mit zwei Wohnungen Decken über Kellern. laut eingestellte Rundfunk. nicht mehr störend gelegentlich störend deutlich hörbar SSt 3 im Allg.Doppelhäuser und Einfamilien . w 53 63 53 53 53 erhöhte Anforderung R‘ w 55 55 55 L‘ n. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100). vermieden deutlich hörbar SSt 2 im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar nicht verstehbar im Allg. Hausfluren. nicht verstehbar nicht verstehbar nicht hörbar nicht störend nicht oder nur selten störend im Allgemeinen hörbar 336 Raumpilot Grundlagen .

0 cm 1.4 1.0 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.Schall Schalldämmung von Wandkonstruktionen Wanddicke / Rw.25 Gipsplatte 1.5 cm Mauerwerk.6 1.4 1.2 1.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 46 46 24 cm Mauerwerk.0 cm Gipsplatte 1. beidseitig 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.6 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 33 36 30 cm Mauerwerk.5 cm Putz 10.5 cm 20.0 10. beidseitig 1.5 cm 25.25 cm Gipsplatte 13.0 20.8 43 Wand aus Porenbeton – Plansteinen.5 cm Putz 22.5 cm 15.25 cm Gipsplatte 8.7 37 40 36. beidseitig 1 cm Putz 6.2 1.5 16.0 1.0 59 Wand aus Gipsplatten.0 1. R tiefe 8.25 cm Gipsplatte 1.8 2.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.8 2.6 1.8 2. beidseitig 1.0 1.5 cm Mauerwerk.0 cm 22.95 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte Holzständerkonstruktion 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 3 cm Trennfuge Holzständer 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 1.Rw.5 18.0 cm 46 49 51 53 54 56 57 42 44 45 46 47 46 48 49 50 51 50 51 53 54 55 52 54 55 56 57 54 56 57 59 60 35 38 39 42 44 35 39 44 Schalldämmung von Wandkonstruktionen Ständertiefe Gesamt.4 1.4 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.6 1.6 1.5 OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.0 1.2 1.0 cm Gipsplatte 1.R Rohdichte 10. beidseitig 1.5 cm 15.25 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 cm Mauerwerk.5 41 42 11.8 2.7 17 .5 cm OSB-Platte 0.5 36 40 Einschalige Innenwände Stahlbetonwand beidseitig Dünnputz Einschalige Innenwände 1.0 1.25 cm Gipsplatte 1.0 cm 10. beidseitig 1.0 1.0 1.25 cm Gipsplatte 1.0 cm 12.2 1.5 cm 15.5 cm Putz 9.5 cm Putz 9.0 8.5 cm OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.0 cm 6.2 1.0 cm 17 .0 cm 12.0 17 .0 1.5 cm Brettsperrholzelement Holzständer 8/8 cm mit 8 cm Dämmung 1. beidseitig Dünnputz Raumpilot Grundlagen 337 Wohnen .0 cm 8.5 cm Putz 17 .25 cm Gipsplatte 1.0 cm 17 .8 2.4 1.5 16.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.

Wohnen 338 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 339 Wohnen .

Wohnen Planungsregeln/Literatur 341 344 Planungsregeln Literatur 340 Raumpilot Grundlagen .

Deutsche Fassung EN 1022: 2005 DIN EN 1130-1 / Juli 1996 / Möbel – Krippen und Wiegen für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. für Schüttungen und Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 747-1: 2007 DIN EN 840-1 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 1: Behälter mit 2 Rädern und einem Nennvolumen bis 400 l für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. für Schüttungen mit Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 7161: 2008 DIN EN 747-1 / Juli 2007 / Möbel . Deutsche Fassung EN 840-5: 2004 DIN EN 840-6 / November 2008 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 6: Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN EN 527-1 / Juli 2000 / Büromöbel Büro-Arbeitstische – Teil 1: Maße. Deutsche Fassung EN 1130-1: 1996 Raumpilot Grundlagen 341 Wohnen . Rutschen und ähnliches Aktivitätsspielzeug für den häuslichen Gebrauch (Innen. Deutsche Fassung EN 840-3: 2004 DIN EN 840-4 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 4: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1700 l mit Flachdeckel(n). Deutsche Fassung EN 840-2: 2004 DIN EN 840-3 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 3: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Schiebedeckel(n). Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken in Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto-Grundfläche (Nutzflächen. Deutsche Fassung 1116: 2004. Deutsche Fassung EN 840-4: 2004 DIN EN 840-5 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 5: Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren.und Außenbereich). Deutsche Fassung EN 527-1: 2000 DIN EN 716-1 / September 2008 / Möbel – Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN EN 71-8 / September 2006 / Sicherheit von Spielzeug – Teil 8: Schaukeln. Deutsche Fassung EN 840-1: 2004 DIN EN 840-2 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 2: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Flachdeckel(n). Berichtigungen zu DIN EN 1116: 2004-09 DIN EN 1022 / September 2005 / Wohnmöbel – Sitzmöbel – Bestimmung der Standsicherheit. für breite Schüttungen mit Zapfenaufnahme oder BG-Schüttungen und/oder für breite Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Festigkeit und Dauerhaltbarkeit.Etagenbetten und Hochbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Anforderungen an die Sicherheit. Deutsche Fassung EN 840-6: 2004 + A1: 2008 DIN EN 1116 / September 2004 / Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Deutsche Fassung 1116: 2004 DIN EN 1116 Berichtigung 1 / Mai 2007/ Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Deutsche Fassung EN 71-8: 2003 + A1: 2006 + A2: 2005 DIN 276-1 / Dezember 2008 / Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe.

Lüftung DIN 4708 Teil 2 / April 1994 / Zentrale Wassererwärmungsanlagen – Regeln zur Ermittlung des Wärmebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser in Wohngebäuden DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN EN ISO 9241/ Februar 2009 / Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten DIN EN 12221-1 / August 2008 / Wickeleinrichtungen für den Hausgebrauch – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1930: 2000 + A1: 2005 DIN 1946-6 / Mai 2009 / Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1176-3:2008 DIN EN 1286 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Mechanisch einstellbare Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Empfehlungen und Prüfung DIN 31130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Trinkwassererwärmung. Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung – Deutsche Fassung ENV 1627: 1999 DIN EN 1930 / März 2006 / Artikel für Säuglinge und Kleinkinder – Kinderschutzgitter – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln – Sicherheitstechnische Anforderungen. Lüftung DIN V 4701-10 Beiblatt 1 / Februar 2007 / Energetische Bewertung heiz.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Lüftung. Prüfung DIN V 4701-10 / Vornorm August 2003 / Energetische Bewertung heiz. Deutsche Fassung EN 12221-1: 2008 DIN EN 12227-1 / April 2000 / Kinderlaufställe für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Beiblatt 1: Anlagenbeispiele DIN V 4701-10/A1 / Vornorm Dezember 2006 / Energetische Bewertung heiz. Deutsche Fassung EN 11761: 2008 DIN EN 1176-3 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 3: zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Rutschen. Deutsche Fassung EN 12464-1: 2002 342 Raumpilot Grundlagen . Ausführung und Kennzeichnung. Deutsche Fassung EN 1287: 1999 DIN EN 1627 / Entwurf April 2006 / Einbruchhemmende Bauprodukte (nicht für Betonfertigteile) – Anforderungen und Klassifizierung.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung.Wohnen DIN EN 1176-1 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Anforderungen zur Bemessung. Trinkwassererwärmung. Deutsche Fassung EN 12227-1: 1999 DIN EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen. Deutsche Fassung EN 1286: 1999 DIN EN 1287 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Thermostatische Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Türen. Trinkwassererwärmung. Deutsche Fassung prEN 1627: 2006 DIN V ENV 1627 / April 1999 / Fenster.

Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. Hinweise für Planung und Ausführung. Deutsche Fassung EN 12764: 2004 + A1: 2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Postalische Dienstleistungen – Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen – Deutsche Fassung EN 13724: 2002 DIN EN 13203-1 / November 2006 / Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch – Geräte. die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Litern Wasser nicht überschreiten – Teil 1: Be­ wertung der Leistung der Warmwasserbereitung. Deutsche Fassung EN 13203-1: 2006 DIN EN 14988-1 / Juni 2006 / Kinderhochstühle – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz. Deutsche Fassung EN 15132: 2006 DIN 18015-1 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 1: Planungsgrundlagen DIN 18015-2 / August 2004 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung DIN 18015-3 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel DIN 18015-3 Berichtigung 1 / Januar 2008 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel. Anforderungen und Nachweise DIN 4109 / November 1989 / Beiblatt 2 / Schallschutz im Hochbau. Planungsgrundsätze DIN 68881 / Februar 1979 / Begriffe für Küchenmöbel – Küchenschränke Raumpilot Grundlagen 343 Wohnen .und Arbeitsbereich DIN 66354 / Dezember 1986 / Kücheneinrichtungen . Deutsche Fassung EN 14988-1: 2006 DIN EN 15132 / Dezember 2006 / Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l – Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren.Formen.Planungsregeln/Literatur DIN EN 12764 / April 2008 / Sanitärausstattungsgegenstände – Anforderungen an Whirlwannen. Berichtigungen zu DIN 18015-3: 2007-09 DIN 18017 Teil 1 / Februar 1987 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Einzelschachtanlagen ohne Ventilatoren DIN 18017-3 / September 2009 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Teil 3: Lüftung mit Ventilatoren DIN 18106 / September 2003 / Einbruchhemmende Gitter – Anforderungen und Prüfverfahren DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 30706-1 / Dezember 2006 / Begriffe der Kommunalen Technik – Teil 1: Abfallentsorgung DIN 33408-1 / März 2008 / Körperumrissschablonen – Teil 1: Für Sitzplätze DIN 33408-1 Beiblatt 1 / Januar 1987 / Körperumrissschablonen für Sitzplätze – Anwendungsbeispiele DIN 4109 / November 1989/ Schallschutz im Hochbau.

beurteilen und vergleichen.09.): Arbeitshilfen zum Barrierefreien Bauen . Januar 2004 Richtlinien VDI Richtlinien 4100/ Aug. 2007/ Schallschutz von Wohnungen – Kriterien für Planung und Beurteilung VDI Richtlinie 6000 / Blatt 1 / Februar 2008 Ausstattung von und mit Sanitärräumen Wohnungen 344 Raumpilot Grundlagen . November 2003.):BKI Baukosten 2009.V.1994) Gesetz zur Neuordnung des Abfallrechts für Baden-Württemberg (Landesabfallgesetz LAbfG) (14. Wohnungs. zuletzt geändert 1993) Wohnflächenverordnung WoFlV vom 25. Prüfung DIN 68885 / Januar 1987 / Tische für den Wohnbereich – Anforderungen. Mannheim 2004 AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Prüfung DIN 68880 Blatt 1 / Oktober 1973 / Möbel – Begriffe DIN 68890 / Mai 2009 / Kleiderschränke im Wohnbereich – Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Prüfung DIN 68935 / Dezember 1999 / Koordinationsmaße für Badmöbel.: Ratgeber Küche. Stuttgart 2009 Gesetzte/ Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Baunutzungsverordnung BauNVO (1962. Grenchen 2000 BKI Baukosteninformationszentrum (Hrsg.10.B2 Barrierefreies Wohnen. Teil 1: Statis­ tische Kostenkennwerte für Gebäude. Wolf. Pohl. Reichert. Richard.BewertungsSystem WBS Ausgabe 2000.und Abfallgesetz – KrW-/AbfG) (27 . Geräte und Sanitärobjekte Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts. Reiner. Silvia: Wohnen mit Kindern. 1999 Bundesamt für Wohnungswesen BWO (Hrsg. München.V. Neue Küche – jetzt erleben.Wohnen DIN 68878 Teil 1 / Januar 1987 / Stühle für den Wohnbereich – Anforderungen.): Wohnbauten planen. Inkraftgetreten am 1. Stuttgart 1998 Behren-Wolpert. Karl. Hoffmann. Erstellt in Anlehnung an eine Studie der TH Darmstadt. Hubert: Mauerwerk Atlas.2008) GUV-V C 27 / Januar 1979 beziehungsweise 1997 / Unfallverhütungsvorschrift Müllbeseitigung Literatur AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Mannheim (Erscheinungsdatum unbekannt) Architektenkammer Baden-Württemberg (Hrsg.: Ergonomieplaner für Einbauküchen. Stuttgart 1985 Belz. Jenisch. Gösele. Walter.

München 2004 RWE Energie Aktiengesellschaft (Hrsg. Dittmann. Pourat. Natterer. Helmut. Tobias: Raumpilot Wohnen. Rossmann. Walter. Stuttgart. Grundwissen. Thomas. Winter. Röttgermann. Fischer. Peter: Der Wohngrundriss. Stuttgart 2005 Krebs. München 1996 Marx. Katja. Berlin 2004 Henz. Friederike: Grundrissatlas Wohnungsbau. Köln 1998 Gottschall. Staniek. Julius. Stuttgart 1996 Mack. Michael. Renate: Wohnen und Spielen mit Kindern. Alternativen zur familienfeindlichen Architektur. Zum Wandel der Beziehung von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag. München 2003 Keller. (Hrsg. Voß. Haag.): Bau-Handbuch. Joachim: Planungsatlas. Zürich 1994 Nußberger. G. Lorrie: Neue Wohn-Ideen für kreative Arbeitsplätze. Bruno. Bettina (Hrsg. Schweitzer. Stuttgart.Planungsregeln/Literatur Dessai. Stuttgart.Entwerfen und Wohnen. Heidelberg 1998 Rughöft.): BürobauAtlas. München und Mering 2005 Graf. Roland: Leitfaden barrierefreier Wohnungsbau. ETH Wohnforum. Stuttgart. Zürich 2010 Stemshorn. Jan: Basics . Peter: Bauplanung und Bauentwurf. Anton: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Jörg. Alt-Rosendahl. Herbert. Berlin. Zürich 2007 König. Karin. Berlin. Hannes: Anpassbare Wohnungen. Stephan: Pinpoint. Wolfgang: HolzbauAtlas. Elisabeth. Günter. Köln. Gerhard. München 2002 Fuhrmann. Basel 2007 Kuldschun. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. Rutz. Alexander. München 2005 Faller. Johann. Mainz 1987 Schneider. Volz. Axel: Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Das kompakte Planungsbuch für den Bauentwurf mit Projektbeispielen. Wien 1992 Heisel. Krohn. Elmar (Hrsg. Stuttgart. Erich: Planen und Bauen für Behinderte. Basel 2004 Stamm-Teske. Martin: Gebäudeausstattung.): Aktuelles Entwurfsund Planungsrecht für den wirtschaftlichen Wohnungsbau. Düsseldorf. Maria: Wohnen mit Kindern: Ein Erfahrungsbericht. Stuttgart 1992 Sauter. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Zürich 1995 Herzog. Ludwig. LeinfeldenEchterdingen 2003 Raumpilot Grundlagen 345 Wohnen . Augsburg 1996 (1994) Peukert. Wien 1976 Eisele. Henz. Lutz: Landesbauordnung für Baden-Württemberg. München 2000 Groh. Hans-Jürgen. Stuttgart 1974 Loeschcke. Sigrid: Wohnökologie. Roland.): Entgrenzung von Arbeit und Leben. Bergemann. Fakten der Bauphysik.

(Herausgeber): Schallschutz nach DIN 4109.2009) 346 Raumpilot Grundlagen .05.und Holzwirtschaft (Herausgeber): Informationsdienst Holz.Wohnen Internetquellen Absatzförderungsfonds der deutschen Forst.pdf) (Zugriff am 12.2009) Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.schlagmann.de/sonstiges/ downloads/schallschutz_waende_daecher.V.schallschutz-holzbau. 2006 (http://www.05. 08/2004 (http:// www.de/ downloads/DGfM_Schallschutz_2006. pdf) (Zugriff am 26.

Arbeiten 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447 Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 347 .

da es die Voraussetzungen für ruhiges. wurde beschlossen. Vorschriften Eine für die Planung bedeutende Vorschrift ist die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR). an dem sich die „white shirts“ wohlfühlen. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Möglichkeiten auf die Gestaltung sind im abschließenden Kapitel „Fassaden“ erläutert. Die Systematik der Gebäudestruktur beschränkt sich auf den Normalfall einer orthogonalen Organisation. konstruktives System) und räumlichen Aufteilungsvarianten werden aufgezeigt. werden inzwischen wieder beiseite gelegt. ein Bürogebäude so flexibel wie möglich zu planen. 348 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Aufbau des Kapitels „Arbeiten“ Zugegeben. die in den darauffolgenden Abschnitten „Schall“ . Wesentliche Hinweise auf den aktuellen Stand des Normenwerks. dass sich die Architekten jetzt in einem ungeklärten rechtlichen Raum bewegen müssen. bis Mitte 2010 – der Frist zur Überarbeitung der Richtlinie – die Werte der „alten“ ASR als „Stand der Technik“ zu übernehmen. „Luft“ und „Licht“ betrachtet werden. Dieser Sektor ist aber der weitaus größte Wirtschaftsbereich und deshalb von wesentlicher Bedeutung. die noch vor wenigen Jahren das Nonplusultra waren. Aus den differenzierten Nutzungsanforderungen dieses Grundbausteins leiten sich weitere Bedingungen ab. Der einzelne Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt des Kapitels.und Raummaße sind auslegungsoffene Begriffe wie „ausreichend“ getreten. und insbesondere die Büroarbeitswelt. Es ist deshalb wichtig. Abhängigkeiten zwischen baulichen Parametern (Raster. kann sie weiterentwickeln. „Business Club“ ergänzen inzwischen die früheren Organisationsformen vom Zellenbis zum Großraumbüro. Rechtsvorschriften sowie Literaturhinweise zu diesem Thema sind in dem abschließenden Abschnitt „Planungsregeln/Literatur“ zusammengestellt. Am Büroarbeitsplatz halten sich viele Menschen länger auf als in ihrer Wohnung! Die Arbeitswelt. konzentriertes Arbeiten bietet. Anstelle von genauen Zahlenangaben für Mindestflächen. ist motivierend und leistungsteigernd. Jeder Arbeitsplatz ist zugleich auch ein „Lebensraum“ . und an seine Planung werden hohe Anforderungen gestellt. Im folgenden Kapitel werden – ausgehend vom einzelnen Arbeitsplatz – die verschiedenen Organisationsformen der Büroarbeit und ihre jeweiligen räumlichen Nutzungsanforderungen systematisch betrachtet. Um eine vorübergehende Planungssicherheit wieder herzustellen. Die Organisationsformen werden weiterhin in einen Zusammenhang mit der Gebäudestruktur gestellt. in Frage stellen oder die Regeln auch brechen. um auf alle denkbaren Änderungen reagieren zu können. Anforderungen und Konzepte. Neben diesen neuen Organisationsideen ist das traditio­ nelle Zellenbüro nach wie vor von großer Bedeutung. first serve“ „nonterritorialer Arbeitsplatz“ . verändert sich permanent und rasant. allerdings mit der Konsequenz. Schlagworte wie „first come. hier wird nur ein sehr kleiner Teil von dem vorgestellt. Mit der Liberalisierung im Arbeitsmarkt soll unter anderem auch diese Richtlinie zurückgenommen werden. Ein guter Arbeitsplatz. Wer diese einfachen Regeln einmal verstanden hat. In diesem Kapitel wird ausschließlich der tertiäre Sektor (Jean Fourastié) betrachtet und davon lediglich der Büroarbeitsplatz. Mit zahlreichen baurechtlichen Forderungen soll die Gesundheit am Arbeitsplatz geschützt werden und auch Unfällen oder Verletzungen so weit wie möglich vorgebeugt werden. Solche komplexeren Anwendungsbeispiele werden detailliert im Aufbauband „Arbeiten“ behandelt. was der Begriff „arbeiten“ bedeutet.

Typologie Raumpilot Grundlagen 349 Arbeiten .

Arbeiten 351 353 Struktur Typologien 350 Raumpilot Grundlagen .

dem Trennwandras­ ter und der Positionierung der „statischen“ Elemente wie Stützen und Vertikalerschließungen ergeben. Um den Einzelarbeitsplatz ökonomisch organisieren zu können. sondern unterhalb des Gebäudes) beeinflusst erheblich die Konstruktion der darüberliegenden Normalgeschosse (Stützenstellung und Vertikalerschließung). Aufgrund von Erfahrungswerten werden für Verwaltungsbauten Gebäudetiefen zwischen 13. Einbund Gebäudetiefe 7 bis 10 m Zweibund Gebäudetiefe 12 bis 14 m Dreibund Gebäudetiefe 14 bis 20 m Gebäudestruktur Raumpilot Grundlagen 351 Arbeiten . da sie flexible Aufteilungen erlauben und als wirtschaftlich gelten. Von diesem Raummodul ausgehend.50 und 15 m empfohlen. Konstruktion und Erschließung definiert. in einem Zusammenhang betrachtet werden. Verschiedene Aufbaumuster der Grundstruktur haben sich in der Vergangenheit bewährt und werden daher häufig verwendet.Typologie Struktur Grundriss An Bürogebäude werden in der Regel hohe Effizienzanforderungen gestellt. die sich aus der Fassadenaufteilung. Mit der Wahl dieser Grundstrukturen werden jedoch auch zahlreiche Vorgaben für die Fassade. Auch die Struktur einer Tiefgarage (nicht neben. müssen die Abhängigkeiten. Der zentrale Parameter für die innere Raumaufteilung ist die Größe eines Büroarbeitsplatzes. ergeben sich durch Addition oder unterschiedliche Kombinationen die Festlegungen für die größeren Raumzusammenhänge.

Quelle: „Raumpilot Arbeiten“ 352 Raumpilot Grundlagen . Meist mit einem mittigen oder seitlich liegenden Erschließungskern organisiert.oder Dreibund ist der Flur in der Regel über weite Strecken nicht natürlich belichtet. Block Wirtschaftliches.Arbeiten Punkt Kompaktes Layout. häufig als Großraum­ büro genutzt. ruhigere Innenhofräume und nach außen orientierte Räume. Sehr gute Belichtung des Flurs beim Einbund. aber geringe Wirtschaftlichkeit. flächensparendes Layout. Vereint unterschiedliche Raumqualitäten: geschützte. Beim Zwei. Die Räume innerhalb des Blocks sind vor emissionsbelasteter Umgebung stärker geschützt. ermöglicht daneben auch die Organisation von Zellenstrukturen oder Kombibüros. Scheibe Erschließung in der Regel durch einen oder mehrere Flure in Längsrichtung.

Typologie Kamm Starke Untergliederung des Gebäudes in Teilbereiche und starker Außenraumbezug. Freiform Freiformen können als Reaktion auf einen spezifischen städtebaulichen Kontext ent­ stehen oder auch als freistehende Solitärbauten realisiert werden. Günstig zur Gestaltung spannungsvoller. aufgeweiteter Erschließungsräume (Kommunikationsräume). Flächen zwischen den „Kammzinken“ können eventuell zur energetischen Optimierung herangezogen werden (Überdachung). Freiformen erfordern unter Umständen eine spezifische Anpasssung des Innenausbaus. Netz/Pavillon Flächiges Layout. das nur bei geringer Gebäudehöhe oder großen Gebäudeabständen natürlich belichtet werden kann. Die Orientierung innerhalb des Gebäudes ist durch die Gleichwertigkeit der Bereiche erschwert. Raumpilot Grundlagen 353 Arbeiten .

Arbeiten 354 Raumpilot Grundlagen .

Programm Fitness Kantine Pause / Cafeteria Arbeiten 355 Meeting Foyer Arbeitsplätze PKW / Bus Raumpilot Grundlagen .

Programm Arbeiten 357 358 360 Nutzungsbereiche Raumprogramm Mietflächenberechnung MF-G 356 Raumpilot Grundlagen .

daneben werden Erschließungsbereiche und selbstverständlich die Arbeitsplätze – als Einzelarbeitsplätze oder für Arbeitsgruppen – gebraucht. Pausenräume und Nebenräume für Büroeinrichtungen wie Kopierer und Faxgeräte. Diese einzelnen Nutzungsbausteine können bei der Planung und Organisation des Gebäudes jeweils übergeordneten Nutzungsbereichen zugeordnet werden. Der Empfangsbereich oder die Eingangsflächen werden dagegen häufig flächenreduziert gestaltet.und Konferenzräume bilden die Kernfunktion und haben in der Regel den größten Flächenbedarf.15 m² 0. Je nach Größe und Konzeption der Unternehmen gibt es unterschiedlich gestaltete Eingangszonen oder Empfangsbereiche mit Rezeption. Die verschiedenen Funktionsbereiche erfordern teilweise sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen.02 bis 0. zum Beispiel zur Erholung oder für Essenspausen. sanitäre Einrichtungen und Lagerflächen benötigt.Programm Nutzungsbereiche In Bürogebäuden wird nicht nur gearbeitet. Arbeiten Raumpilot Grundlagen Anhand von Richtwerten aus den unteren Tabellen kann der Flächenbedarf grob geschätzt werden.05 m² Verknüpfungen an Erschließung gebunden möglichst zentral leichte Erreichbarkeit kurze Wege - Arbeitsplatz Stellung Geschäftsführer Abteilungsleiter Bereichsleiter Sachbearbeiter Flächenbedarf pro Anzahl Person 25 m² 15 m² 10 m² 10 m² 1 5 10 50 357 .1 bis 0. es werden auch Räume für andere Tätigkeiten. Die Büroarbeitsplätze und die zugehörigen Besprechungs. Nutzungsbereiche Funktion Ankommen Bürofläche Bürozusatzfläche Erschließung Sanitärräume Lager Flächenverhältnis 1 m² 0.3 bis 0. gebraucht.5 m² 0. Ergänzend werden Besprechungsräume.

die nicht unmittelbar in den Büroräumen untergebracht sind. wie beispielsweise betriebsinterne Kindertagesstätten. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Fitnessräume und zusätzliche Serviceangebote. Kindertagesstätte Empfang Büro Raumprogramm Die übergeordneten Funktionsbereiche des Programms setzen sich jeweils aus unterschiedlichen Einzelnutzungsbereichen zusammen. in Bürogebäude integriert. Cafeteria Foyer Aufenthaltsraum Teeküche Kantine Sanitär Raumprogramm „Arbeiten“ . und Lagerflächen. Besondere Bedeutung hat die Gestaltung der unterschiedlichen informellen Kommunikationsräume – wie beispielsweise die Erschließungsräume –.und Besprechungsräume. Im folgenden Abschnitt sind die wichtigsten Elemente eines Raumprogramms für Bürogebäude in einem Überblick zusammengestellt. die teil­ weise mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind.Arbeiten Meeting Bürotechnik Kopierer Lager Arbeitsplätze Fitnessraum. In kleineren Unternehmen werden meist Teeküchen genutzt. Pause. 358 Raumpilot Grundlagen . sondern auch Flächen für Bürotechnik. Neben Aufenthaltsräumen und einer Cafeteria verfügen viele größere Unternehmen zusätzlich über eine eigene Kantine. Zum Bereich „Arbeiten“ gehö­ ren beispielsweise nicht nur Büro. Die Nutzungsbereiche können jeweils weiter untergliedert werden. da sie den wichtigen zufälligen oder spontanen Informationsaustausch ermöglichen. Auch der Bereich des Erholens kann weiter untergliedert werden.

Umkleideräume und Duschmöglichkeiten für Fahrradfahrer und Jogger können das Raumangebot zusätzlich aufwerten. Lager/Sonstiges Lagerflächen werden für unterschiedliches Lagergut gebraucht. Sie dienen vorrangig zur Aufbewahrung von häufig gebrauchten Büromaterialien wie Papier. die informelle Begegnungen ermöglichen und fördern. häufig liegen sie an Schnittpunkten der horizontalen und vertikalen Erschließungsflächen. auch Räume mit Aufenthaltsqualitäten und Aufforderungcharakter zu schaffen. Untergeschossen) untergebracht. Diese werden in der Regel in unbelichteten Bereichen (Ecksituationen.Programm Eingang/Rezeption Der Eingang gilt als die „Visitenkarte“ eines Unternehmens. Büroräume sollten in der Regel möglichst viel Tageslicht erhalten. Projektarbeit und Abstimmungen und/oder Raumangebote für ungestörtes individuelles Arbeiten gebraucht. Kreative Gedanken entstehen häufig spontan in persönlichen Gesprächen. Er dient als zentraler Verteiler für alle weiteren Gebäudeteile. Gänge und erweiterte Bewegungszonen bilden die Erschließungsräume eines Bürogebäudes. Häufig werden Aktenund Materiallager in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz angeordnet. Arbeiten Die Organisation des Arbeitsbereichs kann in Abhängigkeit von den jeweiligen Arbeitsabläufen sehr unterschiedlich sein. Daneben werden in vielen Unternehmen auch größere Flächen für Altakten et cetera benötigt. Je nach Konzeption und Größe des Unternehmens sollte er auch einen Wartebereich für Besucher beinhalten und Informationen zur Orientierung im Gebäude bieten (Leitsys­ tem). Rolltreppen. Druckerpatronen et cetera. Flure. Erschließen Treppen. Deshalb ist es wichtig. Arbeiten Raumpilot Grundlagen 359 . die seltener gebraucht werden. WC/Dusche Die Sanitärräume sollten in der Nähe der Arbeitsplätze angeordnet werden. Je nach Organisationsform werden verschiedene Bereiche für Gruppenarbeit. sondern auch für die Begegnung und die Erholung. Die Erschließungsbereiche sind von zentraler Bedeutung für die Funktion des Gebäudes und sie beeinflussen auch seine Aufenthaltsqualität erheblich. Erholen: Kantine/Cafeteria Pausenräume und Kantinen sind nicht nur Raumbereiche für die Nahrungsaufnahme. Aufzüge.

60 m² Wc D 9.V.90 m² Galerie 48.10 m² Modellbau 37. zuzüglich TF mit individueller Mieteranforderung Beispiel Berechnung MF-0 Treppenlauf: 9. Die Flächenarten nach MF-G basieren auf der Brutto-Grundfläche (BGF) gemäß DIN 277 und sind wie folgt unterteilt: – MF-0 (keine Mietfläche!) technische Funktionsflächen Verkehrsflächen Konstruktionsgrundflächen – MF-G (Mietfläche nach gif) MF-G1 (exklusive Nutzung) und MF-G2 (gemeinschaftliche Nutzung) Mietfläche MF-G: BGF abzüglich MF-0.30 m² Treppenhaus 39.20 m² 2.) Seit 2004 gibt es eine Richtlinie für die Berechnung von Mietflächen sowie für den gewerblichen Raum (MF-G). herausgegeben von der gif.80 m² Büro 124.40 m² Beispiel Berechnung MF-G Alle Räume + Treppenhaus ohne Treppenlauf: = 276.60 m² + Grundflächen Bauteile + umschließende Wände 16.80 m² = = 26.50 m² Wc H 14.80 m² Luftraum Halle Beispiel Flächenberechnung Büro (Ausschnitt) nach MF-G 360 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Mietflächenberechnung MF-G Richtlinie zur Berechnung der Mietflächen für gewerblichen Raum (gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.00 m² Teeküche 15.80 m² Besprechung 20. zuzüglich VF mit individueller Mieteranforderung.

Ankommen Raumpilot Grundlagen 361 Arbeiten .

und Ausgänge Ankommen innen Eingangsbereich Türen Türarten Zutrittskontrolle Empfang Wartebereich Besucherstühle Garderobe Innere Erschließung 362 Raumpilot Grundlagen .und Entsorgung Übergang Außen/Innen Ein.Ankommen Arbeiten 363 363 364 365 365 366 366 366 367 367 369 370 372 373 374 375 375 376 Ankommen außen Erschließungsarten Fahrverkehr Stellplatzbedarf Ruhender Verkehr Ver.

Die Besucherzufahrten sollten vom öffentlichen Straßenraum aus eindeutig dem Gebäude zuzuordnen sein und sich zum Haupteingang hin orientieren. die Inhalte und Zielsetzungen nach außen kommuniziert. der durch seine Ausgestaltung auch die unternehmerische Haltung.und Ausfahrten für Mitarbeiter können durch Schlüssel oder Code-Karten gesichert werden. wird stark durch den Eingangsbereich geprägt. Entsprechende Ein. Eine direkte Vorfahrt mit Besucherparkplätzen am Haupteingang sollte bei größeren Verwaltungsgebäuden vorgesehen werden. Arbeiten Anlieferung Feuerwehr Personalparken Besucherparken Personal Gebäude Grundstück Individualverkehr Umgebung Erschließungsarten ÖPNV Raumpilot Grundlagen 363 . Der Eindruck. Erschließungsarten Die öffentliche Erschließung gibt gewisse Rahmenbedingungen für die Konzeption der internen Erschließungswege auf dem Grundstück des Unternehmens vor.Ankommen Ankommen außen Die Corporate Identity – dazu gehört auch das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens – ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente.und Radwegenetz Die Orientierung der internen Parkplätze zu einem gesonderten Mitarbeitereingang ist vorteilhaft. den ein Besucher von einem Gebäude erhält. Der Eingangsbereich wird vor diesem Hintergrund zu einem bedeutenden Repräsentationsbereich eines Unternehmens. Ein gut erschlossener Standort zeichnet sich aus durch: – direkte Zufahrtstraßen – Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel (Empfehlung: Entfernung zwischen Haltestelle und Büro nicht größer als 500 m) – gut ausgebautes Fußgänger.

muss ausreichend Platz für wartende Fahrzeuge vorhanden sein. In Abhängigkeit von den Begegnungsfällen und der Fahrgeschwindigkeit empfieht die EAE die in der Grafik unten dargestellten Fahrbahnbreiten. wenn die Verkehrsstärke sehr gering ist. die die Zufahrt zeitweilig behindern. Der Fahrverkehr kann tageszeitabhängig sehr unterschiedlich sein (viel Fahrverkehr meist morgens und abends).Arbeiten Fahrverkehr Die Anbindung an die öffentliche Verkehrsfläche muss so gestaltet sein. Vor Anlagen. dass der Verkehr beim Ein. Post. 1995 400 475 550 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 40 km/h 475 550 625 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 50 km/h Fahrbahnbreiten (cm) für mögliche Begegnungsfälle 364 Raumpilot Grundlagen . Seite 43). Kontrollen. Material. Besondere Anforderungen ergeben sich bei unterschiedlichem Andienungsverkehr (Personal. die Straße von Lastkraftwagen selten befahren wird und für Begegnungsfälle Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen (EAE 85/95.oder Ausfahren gut zu überblicken ist und wenig beeinträchtigt wird. Empfehlung für die Anlage von Erschließungsstraßen EAE 85/95. wie Schranken. Tore. et cetera. Küche et cetera). Eine geringe Breite von 4 m ist nur in Anliegerstraßen (auch im Gegenverkehr) möglich.

Notwendige Stellplätze können prinzipiell auch auf einem anderen Grundstück in der Nähe des Unternehmens untergebracht werden. Zahl der notwendigen Stellplätze entsprechend LBO BW. Eine besonders gute Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt zur Minderung der geforderten Stellplatzzahl. Die Ablösung von Stellplätzen durch Zahlung von Beiträgen zur Mitfinanzierung öffentlicher Parkmöglichkeiten ist dann denkbar. Mopeds und Fahrräder sind geschützte Unterbringungsmöglichkeiten. in VwV Stellplätze 10.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. Ruhender Verkehr Offene Stellplätze im Freien sind die wirtschaftlichste Art der Unterbringung. wenn nicht genug eigene Stellplätze geschaffen werden können. mindestens jedoch 3 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 365 Arbeiten .und Verwaltungsräumen durchschnittlich von folgenden Richtzahlen auszugehen: – 1 Stellplatz je 30 bis 40 m² Büronutzfläche. zu berücksichtigen. zu planen. Bauliche Anlagen unter dem Gelände oder Gebäude (Tiefgaragen) sind deshalb die Regel. Arztpraxen oder ähnliches) werden folgende Richtwerte genannt: – 1 Stellplatz je 20 bis 30 m² Büronutzfläche. Bei der Zahl der notwendigen Stellplätze ist für Gebäude mit Büro. möglichst in Zusammenhang mit den sons­ tigen Anlagen für den ruhenden Verkehr. wenn aufgrund räumlicher Zwänge und/ oder Gründungsproblemen keine andere Möglichkeit besteht. Sie erfordern jedoch eine große Grundstücksfläche. Die Einbindung des Standorts in das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist nach Tabelle der LBO BW. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. mindestens jedoch 3 Stellplätze. Anhang. Arztpraxen oder ähnliches) Zahl der Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Büronutzfläche. Für Gebäude mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. Genaue Angaben finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen (für LBO BW unter § 37 und in der VwV Stellplätze im Anhang). VwV Verkehrsquelle Büro. Parkdecks und Garagen in Obergeschossen werden meist nur realisiert.Ankommen Stellplatzbedarf Die Richtzahlen für den Stellplatzbedarf sind in den einzelnen Bundesländern und Kommunen unterschiedlich. die Tabelle dient daher nur als Orientierungshilfe. wenn sie bequem zu Fuß erreichbar sind. § 37 . Für Motorräder.

und ausgehenden Sendungen und Waren. werden besondere Anforderungen an ihren Brandschutz und ihre Verkehrssicherheit gestellt. Breiten für den Gehverkehr Anzahl der Personen bis 5 bis 20 bis 100 bis 250 bis 400 notwendige Flure Breite mindestens (* Baurichtmaß) 0. dass sie von behinderten Menschen zweckentsprechend und ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen). Ladehof Der Ladehof dient dem Ver.und Besucherverkehr sollte bei großen Bürogebäuden möglichst eine getrennte Einfahrt zum Grundstück vorhanden sein.00 m* 1.und Entsorgungsverkehr. die so herzustellen sind. Lagerräume (Hausdienste. Die Breite sollte entsprechend der Tabelle rechts bemessen werden.875 m* 1. Für die Planung ist die DIN 18024 beziehungsweise die DIN 18040 heranzuziehen. ein Garagentor oder eine Verladerampe sein. Abschnitt 2. Warenannahme Zentrale Verteilungsstelle für ein. Die baulichen Bestandteile von Ein. Folgende Bereiche sollten möglichst in der Nähe liegen: Müllräume Einschließlich der Flächen für Zerkleinern und Pressen: circa 90 bis 250 m².75 m 2. sind zu beachten (ASR 10/1.2 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. Spezielle Rangierflächen für das Be. Abstellräume. Stufenfolgen von weniger als drei Stufen sind in der Regel in Rettungswegen nicht zulässig und sollten auch ansonsten auf Grund der Stolpergefahr vermieden werden.5 m² je Arbeitsplatz. Er kann eine Eingangstür. § 39 zu den baulichen Anlagen.1 m² je Büroarbeitsplatz. Bürogebäude gehören nach LBO BW. Angestrebt wird die Kontinuität des Verkehrsablaufs. Verkleidungen.und Entladen der Fahrzeuge sind meist erforderlich.und Ausgänge Bestandteile von Rettungswegen im Gebäude sind.und Ausgänge Sie müssen für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen und die erforderlichen Rettungswege gewährleisten.und Ausgängen müssen der Feuerwiderstandsqualität von notwendigen Türen entsprechen (DIN 4102‑5).25 m 1. Dämmstoffe und Einbauten aus brennbaren Stoffen sind dann im Bereich von Ein. Verkehrsspitzen.2). die unterschiedlichen Anlieferungspunkte bei größeren Bürogebäuden in Anlieferungshöfen zusammenzufassen. Poststelle Übernimmt die Verteilung aller ein. Flächenbedarf: 0.25 m 366 Raumpilot Grundlagen .25 m 1. zum Beispiel bei Schichtwechsel. Es ist sinnvoll. damit 0. Papierlager für EDV) Übergang Außen/Innen Erschließungspunkt Der Erschließungspunkt bezeichnet den Wechselpunkt von der äußeren zur inneren Erschließung.und abgehende Waren. Ein. Fläche: 40 bis 100 m². Küchenlagerräume. Wenn Ein.Arbeiten Ver. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart.und Entsorgung Für Anlieferungs. soweit keine Sondervorschriften bestehen.2 bis 0.und Ausgängen unzulässig.4. als Richtwert kann 0.

Restaurant Bürobereiche Innere Erschließung Konferenz. Rezeption. Sekretariat – offene Besprechungsgruppen – Wartezone – Garderobe – Ausstellung. Empfang. Empfangshalle/-bereich – Theke. dem Besucherverkehr und dem Repräsentationsanspruch des Unternehmens. Als grober Richtwert kann für die Dimensionierung des Eingangsbereichs circa 0. Präsentation – Toiletten (für Mitarbeiter und Besucher) Cafeteria. Mögliche Funktionszonen im Eingangsbereich: – Foyer. Schulung Eingangszone WC Ausstellung Eingang Funktionsbeziehungen Eingangsbereich Raumpilot Grundlagen 367 Arbeiten Empfang Wartezone .Ankommen Ankommen innen Eingangsbereich Der Flächenbedarf für den Eingangsbereich ist abhängig von der Unternehmensgröße.6 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden.2 bis 0.

wenn beheizte Aufenthaltsräume direkt angrenzen.5 und 40 cm bei Quereinwurf sowie 23 und 28 cm bei Längseinwurf.und Ausgang vorgelagerter Windfang dient als Wärmepuffer. Baulicher Wärmeschutz im Hochbau). Innen 22. bevor die äußere geöffnet wird.Arbeiten Eingangsbereich Windfang Ein dem Ein. Tür-/ Seitenwand) – zwei verschiedene Einwurfgrößen (32. Briefkasten Anforderungen nach DIN EN 13724: – Einwurföffnungen (Außenbereich. müssen diese nach außen aufschlagen und dürfen die für Rettungswege vorgeschriebenen Breiten nicht einschränken.9 32. Einwurfhöhe 3. und umgekehrt Lauflänge auf Schmutzfangmatte min. Wenn die Türen des Windfangs im Zuge von Rettungswegen liegen. Innenbereich. bevor die äußere geöffnet wird – und umgekehrt. 2m Schmutzfangmatte Klingel / Ruftaste / Sprechanlage Hausnummer/ Name/ Information Briefkasten Beleuchtung / Lichtschalter Feuerwehrschlüsseldepot Außenliegender Schmutzfang Windfang Beleuchtung / Lichtschalter 2 70 . wenn ständige Arbeitsplätze im Eingangsbereich vorhanden sind (DIN 4108. Er ist erforderlich.4 beheizter Aufenthaltsraum Wärmepuffer so groß. Die Einbaurichtlinien der VdS Schadenverhütung (Vertrauen durch Sicherheit) sind zu beachten. aber nur dann zwingend. dass die innere Tür geschlossen werden kann.und Längseinwurf 368 Raumpilot Grundlagen Außen Windfang ≥ 200 .0 bis 3. Ein Windfang muss mindestens so groß sein. Durchwurf.170 1 4 3 Position Briefkasten 1 Außenbereich 2 Innenbereich 3 Durchwurf 4 Tür-/ Seitenwand Höhe Einwurföffnung Quer. Feuerwehrschlüsseldepot Aufbewahrungsort für den Objektschlüssel.5 cm). mit dem die Feuerwehr im Brandfall Zugang zum Gebäude erhält. dass die innere Tür geschlossen werden kann.

Windfang Raumpilot Grundlagen 369 Arbeiten .Ankommen Türen Türen in Rettungswegen müssen in Flucht­ richtung aufschlagen und im Notfall durch einfaches Aufstoßen geöffnet werden können. der es im Fluchtfall ermöglicht. dessen Drehachse bei Blickrichtung auf seiner Öffnungsfläche links liegt. Zutrittskontrolle Sicherheitsbeleuchtung Vordach. Ein Linksflügel ist als ein Flügel definiert. eine abgeschlossene Tür in Fluchtrichtung öffnen zu können. Zylinder und Griff. indem die Schiebetürflügel mit einem zusätzlichen Drehbeschlag ausgeführt wurden.und Kontaktgeber für Automatiktüren Nachtverschluss Notentriegelung Panikschloss Quetschgefahr Schleusenfunktion (Sicherheit und Schmutz) Schloss. Teil 2: Sicherheit an automatischen Türen) zu prüfen. DIN links. Die ersten Ausführungen von Schiebetüren waren sogenannte „Break Out“-Systeme. Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren. Bedienungsschalter Fluchtweg. Der Nachweis erfolgt über die Baumusterprüfung und beinhaltet bei den meisten Herstellern auch den Nachweis für den Einsatz in Flucht. In jedem Fall ist die Zulässigkeit nach DIN18650 (Schlösser und Baubeschläge – automatische Türsysteme. DIN rechts Laut DIN 107 „Bezeichnungen mit links und rechts im Bauwesen“ unterscheidet man bei Drehflügeltüren zwischen Linksund Rechtsflügeln. bei denen der Fluchtweg sichergestellt wurde.und Rettungswegfunktion Impuls. Dieser ermöglichte eine Notöffnung der Schiebetür durch Druck auf die Schiebeflügel. Bei umfangreichem Personenverkehr sind Türen mit sogenannten Panikverschlüssen nach EN 1125 gefordert. Unter Panikverschlüssen versteht man einen speziellen Türbeschlag aus Schloss. DIN links DIN rechts Drehflügeltür mit Links.und Rettungswegen gemäß AutSchR (Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen).beziehungsweise Rechtsflügel Türen-Checkliste Barrierefreier Zugang. welche dann über den Drehbeschlag nach außen geöffnet werden können.

und Rettungswegen: möglich Teleskopschiebetüren – großes lichtes Durchgangsmaß bei relativ kleiner Bauöffnung – in beide Richtungen: zwei (oder mehrere) Schiebetürflügel überlappen teleskopartig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Rundschiebetüren – ähnliche Grundkonstruktion wie Schiebetüren – Flachbogenschiebetür.und Rettungswegen: möglich Winkelschiebetüren – mit jedem Winkel > 90° < 180° realisierbar – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich 370 Raumpilot Grundlagen . Rundschiebetür – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: ohne spezielle Prüfung möglich Schiebetüren – ein.oder zweiflügelig – Einsatz in Flucht.Arbeiten Türarten Drehflügeltüren – einflügelig oder mehrflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Falttüren – Durchgang mit größtmöglicher Öffnungsweite bei engen Platzverhältnissen – Einsatz in Flucht.

Ankommen zweiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – einfacher Transport von Gegenständen – Durchgang für Rollstuhlfahrer möglich dreiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – Nachteil: kleine Eingangsöffnung vierflügelige Karusselltüren – große Eingangsöffnung von 90° – als Personenschleuse in Verbindung mit Zutrittskontrollen Karusselltüren. an der die Türflügel befestigt sind – Tür wird in Kammersegmente unterteilt – Rotation der Flügel gegen den Uhrzeigersinn – kein direkter Luftaustausch – keine Zugerscheinungen – Schöpfwirkung der Türflügel kann zu Luftaustausch und Energieverlust führen Raumpilot Grundlagen 371 Arbeiten . allgemein – aus gerundeten Seitenwänden und zentraler Achse.

Umsteigen Zutrittskontrolle Foyer Besucher Tiefgarage Besucher Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle durch Empfangspersonal im Foyer Durch spezielle Identifizierungssysteme können beispielsweise die Zugänge gesichert werden.Arbeiten Büros Büros Zutrittskontrolle Bürogebäude sind häufig hohen Sicherheitsanforderungen unterworfen. zum Beispiel durch einen Pförtner (personelle Zutrittskontrolle) oder durch eine automatische Zutrittskontrollanlage erfolgen. Gebäudeteile oder einzelne Räume kann durch Prüfung – der Systemzugehörigkeit des Identifika­ tionsmerkmalträgers – zeitliche Zutrittsbeschränkungen (Zeitzonen) – örtliche Zutrittsbeschränkungen (Raumzonen) ermittelt werden. Die Kontrolle aller in das Gebäude eintretenden Personen kann daher notwendig sein. Eine Zutrittsberechtigung für Gebäude. dass Besucher zunächst das Foyer mit der Rezeption und Zutrittskontrolle aufsuchen müssen. Die meisten hierfür eingesetzten Kontrollsysteme stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erschließungssystem. Eine Zutrittskontrolle kann in Abhängigkeit des Sicherheitsbedürfnisses rein visuell. Büros Zutritt nur begrenzt Büros Foyer Besucher Zutrittskontrolle Tiefgarage Zutrittskontrolle Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle sowie örtliche Zutrittsbeschränkungen mittels Identifizierungssystem 372 Raumpilot Grundlagen . Der Gebäudezugang aus der Tiefgarage oder dem Parkhaus wird aus Sicherheitsgründen häufig so organisiert.

M 1:50 65 .100 60 .48 60 .44 40 75 .160 100 Anordnungen des Empfangsbereichs Kundentheke mit angrenzendem Arbeitsplatz. 38 .Ankommen Empfang Größere Unternehmen mit viel Publikumsverkehr benötigen meist eine Rezeption. Diese sollte möglichst in einem Foyer im Bereich des Haupteingangs angeordnet werden. Von dieser Schnittstelle aus können sowohl die Zugänge zu den Stellplätzen und zum Gebäude überwacht wie auch die Besucher empfangen.125 120 .72 Raumpilot Grundlagen 373 Arbeiten 85 40 . Für wartende Besucher können in diesem Bereich eventuell auch Sitzgelegenheiten erforderlich sein. angemeldet und weitergeleitet werden.100 85 .

53 110 Kundentheke mit integriertem Schreibtisch.72 40 ca. 120 .48 ≥ 50 ca. M 1:50 374 Raumpilot Grundlagen 32 . 85 . In Fluchtwegezonen müssen die Sitzmöbel häufig in Brandklasse A ausgeführt werden.160 40 . 75 100 65 . Sie können – als Treffpunkte mit Ausblick ins Freie oder mit Einblick in mehrgeschossige Verkehrsinnenhallen – zur Bereicherung des räumlichen Angebots und zur Orientierung im Bereich der Erschließungswege beitragen.Arbeiten 38 .72 28 42 .40 65 .80 30 40 100 Wartebereich Warteflächen und Warteräume sind meist nur bei starkem Publikumsverkehr notwendig. In vielen Fällen werden hierfür Metallmöbel gewählt.44 60 .

Die Sitztiefe sollte mindestens 38 cm und höchstens 47 cm betragen. Sie sind auch für Einzelbüros empfehlenswert. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 375 Arbeiten . Garderobe Zur Unterbringung der Kleiderablage gibt es verschiedene Möglichkeiten: – Eine Zentralgarderobe im Eingangsbereich entlastet die Geschossflächen. Die lichte Weite zwischen den Armlehnen muss mindestens 46 cm betragen. um die Räume von Garderobenaufbewahrung zu entlasten.50 38 . – Geschossgarderoben an einem Festpunkt sind für Großraumbüros zweckmäßig.47 ≥ 110 ≥ 40 ≥ 40 ≥ 46 Besucherstuhl beispielhaft. Die Sitzhöhe dieser Stühle sollte zwischen 40 und 50 cm liegen.Ankommen Besucherstühle Angaben zu Besucherstühlen finden sich in der EN 13761. ≥ 46 ≥ 40 40 . Verstellbare Sitzhöhen müssen im Bereich zwischen 42 und 48 cm möglich sein. – Die Garderobenunterbringung in Kleider­ schränken direkt am Arbeitsplatz – ob im Groß­ raumbüro oder in den Einzelbüros – ist wegen der Erreichbarkeit und Überwachungsmöglichkeit die beliebteste Form der Garderobenunterbringung. Bei Arbeitsbeginn und -ende können aber möglicherweise Stauungen entstehen. Die Sitzfläche sollte mindestens 40 cm breit sein.

Rampen sind bis zu höchsten 6 Prozent Neigung möglich (siehe Kapitel „Treppe“ . Aufgrund der Barrierefrei-Forderung dürfen Höhenunterschiede im Flurbereich nicht durch Stufen überwunden werden. Fahrtreppen – Personenaufzüge.Abschnitt 2.und Ausgänge. Verkehrsspitzen. soweit keine Sondervorschriften bestehen. Verkehrswege als Orte der Kommuni­ kation Die notwendige Infrastruktur der Büro­ gebäude kann bei entsprechender Gestaltung zu Orten der Begegnung und Kommunikation aufgewertet werden.Arbeiten Innere Erschließung Verkehrsflächen der vertikalen und hori­ zontalen Erschließung setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: – Treppen.4. Meeting-Points und Pausenräumen. Gänge und Treppen – bieten die Möglichkeit. sind zu beachten (ASR 17/1. Seite 73). Verteilerfunktion Wesentliche Kriterien für Planung und Beurteilung von Erschließungswegen sind: – Weglänge und Wegzeit – Orientierbarkeit/Übersichtlichkeit – Attraktivität (Aufenthaltsqualität) und Sicherheit Vom Eingangsbereich ausgehend sollte den Besuchern und Nutzern eine gute Orientierung im Gebäude ermöglicht werden. Die Breite der Erschließungswege sollte nach derselben Tabelle bemessen werden wie für Ein. zum Beispiel bei Schichtwechsel. zu besonderen Treffund Erlebnisräumen des Unternehmens zu werden.2 .2). 376 Raumpilot Grundlagen . Die infrastrukturellen Knotenpunkte eignen sich besonders zur Anordnung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Teeküchen. Materialaufzüge – Flure. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. Gänge. Hierfür können spezielle Leitsysteme erforderlich sein. Gerade die Verkehrsadern – Flure.

Organisation Raumpilot Grundlagen 377 Arbeiten .

Organisation Arbeiten 379 380 382 383 384 385 386 Arbeitsplatz Bürotypen Zelle Kombi Gruppe Business Club Großraum 378 Raumpilot Grundlagen .

Der Abstand zur Fassade. Auf Basis dieser Mindestflächen können die Breite des Raums und das entsprechende Raumachsmaß festgelegt werden. Funktionsflächen.Organisation Arbeitsplatz Grundbaustein der Büroplanung ist der einzelne Arbeitsplatz.und Bewegungsflächen. Die spezifischen Arbeitsabläufe und Aufgabenstellungen definieren den Grundtypus des Arbeitsplatzes. als Nutzfläche vor dem Tisch werden mindestens 100 cm benötigt. Für die Festlegung von Raster und Gebäudetiefe ist daneben auch die Breite und Tiefe eines Doppelarbeitsplatzes mit der Mindestgröße von 8 m² wichtig. Dies ergibt eine Nettofläche von etwa 4 m². Aus diesen Maßen leiten sich effiziente Ausbau. Aus den geforderten Möblierungsmaßen ergibt sich eine Raumbreite von 220 cm. die Maße von Stell. Stauraumflächen sowie Zugangsbreiten et cetera definieren den Flächenbedarf und die Abmessungen des Arbeitsplatzes. Die Mindestgröße eines Schreibtischs beträgt 160 x 80 cm. 160 160 80 180 100 220 Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaße/Bewegungsfläche Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaß/Bewegungsfläche mit Schrank 360 450 20 160 270 40 100 80 20 160 180 180 100 Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 180 cm/450 cm Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 220 cm/350 cm 360 20 160 180 40 100 360 220 100 240 Raster 90 cm / Arbeitsplatzmodul 40 Raster 120 cm / Arbeitsplatzmodul Zellenbüro 120 120 80 Raumpilot Grundlagen 379 Arbeiten 80 220 80 . ein Sideboard wird mit 40 cm Tiefe angesetzt (DIN 4543).beziehungsweise Fassadenrastermaße zwischen 120 cm und 150 cm ab.

Bürotypen werden nach der unterschiedlichen Raumorganisation unterschieden.oder als Zweibundanlagen organisiert werden. • Großraumbüro: Großräumige Strukturen bestehen aus mittelgroßen bis geschossgroßen Räumen zur Unterbringung von fünf oder mehr Personen in einer Nutzungseinheit.50 < 50 m² Mindest-Raumhöhe in Abhängigkeit zur Grundfläche (Orientierungswerte entsprechend früheren ArbeitsstättenVerordnungen) Lichte Raumhöhe nach Arbeitsstättenverordnung Grundfläche ≤ 50 m² 50 m² bis 100 m² 100 m² bis 2000 m² ≥ 2000 m² Lichte Raumhöhe ≥ 2.0 Bürotypen Die Planung von Büroarbeitsräumen erfordert eine Analyse der spezifischen Arbeitsabläufe und Nutzungsanforderungen. Solche Strukturen sind besonders geeignet.Arbeiten ≥ 3.75 m ≥ 3. ≥ 2. • Kombibüro: Kombibüros besitzen eine offene. Bei dieser Grundrisstiefe ist sowohl eine zweibündige wie auch eine dreibündige Anordnung von Zellenbüros möglich. > 100 m² ≥ 2. Bei einer Raumhöhe von 3 m ist eine natürliche Belichtung und Belüftung bis zu einer Raumtiefe von circa 7 . Wird eine mittige Kommunikationszone ergänzt.00 m ≥ 3.100 m² 1. Prinzipiell können kleinräumige. großräumige und flexible Strukturen unterschieden werden. 2. variable Kommunikationszone für Austausch und Teamarbeit und zusätzlich kleine Arbeitszellen am Rand. wenn die spätere Nutzung eines Objekts bei Planung noch nicht bekannt ist und/oder langfristige Nutzungswandel ermöglicht werden sollen. Bei der Planung der Gebäudetiefe sind auch die Grenzwerte für natürliche Belichtung und Belüftung relevant.50 m entlang der Fassade möglich. • Zellenbüro:Einzelbüros ohne Kommunikationszone können als Einbund. so entsteht eine Dreibundanlage.50 m ≥ 2.75 50 . die Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes individuelles Arbeiten bieten. Flexible Strukturen lassen sowohl klein• räumige als auch großräumige Strukturen zu und ermöglichen eine flexible und reversible Unterteilung der Geschossflächen.25 m 380 Raumpilot Grundlagen .50 m Grundrisstiefe als Orientierungswert empfohlen. Für die Nutzungsflexibilität werden circa 13.

50 bis 5.30 bis 3 m 3.50 bis 4.50 m 2.50 bis 4 m reversibel 14 bis 16 m 8 bis 15 m² 3.30 bis 3 m 3.60 bis 4.50 bis 4.50 m ≥ 2.40 bis 3 m 3.60 bis 4. drei Achsen lichte Raumhöhe Zelle 7 bis 10 m (Einbund) Flur 10 bis 14 m² 3.40 bis 3 m 3.50 m ≥ 2.60 bis 4. zwei Achsen Doppelarbeitsplatz.50 m ≥3m Raumpilot Grundlagen 381 Arbeiten Entwurfsprinzip Bürotyp/Erschließungssystem .75 bis 3 m Gruppe 12 bis 24 m Flurzone 12 bis 15 m² 5 bis 15 m 3.50 bis 5.50 m Zelle 12 bis 14 m (Zweibund) Flur 10 bis 14 m² 3.50 bis 7 .50 m 2.50 m 2.Organisation Bürotyp Gebäudetiefe Erschließungstyp AP-Flächenmodul Raumtiefe Einzelarbeitsplatz.50 m 2.50 m 2.50 m Kombi 14 bis 20 m (Dreibund) Flurzone 8 bis 12 m² 3.

siehe Kapitel „Rettung“ . Zu unterscheiden sind Standardzellen mit nicht verschiebbaren und Komfortzellen mit verschiebbaren Bürotrennwänden. Das Zellenbüro bietet dem Nutzer einen ihm persönlich zugeordneten Arbeitsbereich. Ausstattung et cetera er individuell bestimmen kann.oder Dreibund. dunkle Erschließungsflure zur Folge hat. Raum­ klima.Arbeiten Zelle Das Zellenbüro – die „klassische“ Büroform – ermöglicht individuelles und konzentrier­ tes Arbeiten. Die Standardgröße liegt zwischen 10 und 14 m². Die Erschließung erfolgt meist über einen als Rettungsweg ausgebildeten Flur (notwendiger Flur. Fassadenraster und Raumtiefe bestimmen die genauen Abmessungen des Zellenbüros. 270 405 Zelle Vorteile hohe Individualität durch kleinere Bürogemeinschaften störungsfreies Arbeiten Kommunikation mit den Zimmerpartnern Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Zellenbüros individuelle Regulierung von Beleuchtung. 1320 450 420 450 135 Der Typus funktioniert als Ein-. über dessen Ablage.und Mehrpersonenbüros entlang der Fassade. Dadurch kann eine stärkere Identifikation mit dem Arbeitsplatz erfolgen als in Großraumstrukturen mit wechselnder Platzbelegung. Die innere Erschließung erfolgt meist über einen gemeinsamen. Das Fassadenraster bestimmt die Anschlussmöglichkeiten der Trennwände und fixiert damit ihre möglichen Positionen. oft nur künstlich beleuchteten Flur. wobei eine größere Gebäudetiefe unter Umständen schmale. Charakteristisch für Zellenbürostrukturen ist die Aneinanderreihung von Einzel. die nur über die Stirnseiten Licht erhalten. Zwei. Sonnenschutz und Raumklima Nachteile mangelnde Kommunikation der Mitarbeiter unterein­ ander schlechte Integration hoher Flächenverbrauch 382 Raumpilot Grundlagen . Seite 99108). Die Standardbelegung geht von einem gleichwertigen Mischverhältnis von Einzelräumen (1 Mitarbeiter) zu Mehrpersonenräumen (2 bis 5 Mitarbeiter) aus.

Die Wirtschaftlichkeit ist durch hohe Standardisierung der Arbeitsplätze und eine effiziente Flächenbelegung begründet. 360 110 400 110 360 Kombi Vorteile guter Kundenbereich hohe Nutzerakzeptanz Konzentration und Kommunikation möglich Wechsel zwischen Team-/ Projektarbeit und Einzelarbeit gut möglich Nachteile Durchgangsbereiche störende Transparenz seltene Nutzung der Gemeinschaftszone Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Kombibüros 270 Raumpilot Grundlagen 383 Arbeiten . wird eine Gebäudetiefe von mindestens 13. Die Mittelzone muss bezüglich Belichtung und Belüftung kontrolliert unterstützt werden. konzentrierte Einzelarbeit findet in den individuellen Zellen statt. Um ausreichend Platz für die Funktionen in der Mittelzone zu gewährleisten.50 m empfohlen. der Mittelbund wird durch einen offenen Gemeinschaftsbereich ersetzt. Diese Raumstruktur soll einen schnellen Wechsel zwischen konzentriertem Arbeiten und Kommunikation ermöglichen.Organisation Kombi Das Kombibüro soll die Vorteile von Zellenbüros und Großraumbüros kombinieren. Bei Bedarf kann sowohl konzentriertes individuelles Arbeiten wie auch Kommunikation mit anderen oder Gruppenarbeit ermöglicht werden. Der Anteil der natürlichen Belichtung und Belüftung liegt beim Einzelarbeitsplatz bei 80 bis 90 Prozent. Die Auslagerung von Funktionsbereichen in die Mittelzone erlaubt diese Platzersparnis. Strukturell ist das Kombibüro ein Dreibund: Entlang der Fassade reihen sich Standardarbeitsplätze in Raumzellen. Die ungestörte. die aufgrund reduzierter Raumtiefe deutlich kleiner sind als übliche Zellenbüros.

Wird die Versorgung mit technischer Infrastruktur durch einen Hohlraumboden flächendeckend gewährleistet. Kleingruppen. die zusammengehörige Organisati- onseinheiten.50 m ermöglichen natürliche Belichtung und Belüftung der Arbeitsplätze.bis dreibündigen Typologie mit großen Mehrpersonenzellen unterschieden. Das Gruppenbüro ist für Arbeitsabläufe konzipiert.50 bis 4 m erforderlich. Die Steuerung des Raumklimas kann meist weitgehend eigenständig im jeweiligen Gruppenbereich erfolgen.Arbeiten Gruppe Das Gruppenbüro ist eine Weiterentwicklung des Großraumbüros. Geringere Raumgrößen und Raumtiefen bis 7 . Die Büroeinheiten sind jedoch deutlich kleiner. ist eine Geschosshöhe von circa 3. Bei bis zu 25 Mitarbeitern pro Büroeinheit wird zwischen loftartigem. 700 650 Gruppe Vorteile spontane Kommunikation Teamarbeit Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Gruppenbüros kurze Wege Identifikationsmöglichkeit Nachteile gegenseitige Störung hoher Fassadenanteil Zwangsbindung 384 Raumpilot Grundlagen . üblicherweise arbeiten in einer Einheit maximal 25 Mitarbeiter. Die anzusetzende Fläche ist mit circa 21 m² pro Arbeitsplatz relativ gering.oder Teamarbeit mit spontaner Kommunikation erfordern. flurlosem Allraum und einer ein. Die Erstellungskosten von Gruppenbüros sind durch geringere technische Vorhaltungen eher geringer einzustufen als beim Großraumbüro.

vermehrt Gruppen. Lounges. Der Business Club wird teilweise als eine non-territoriale Büroorganisation realisiert. Die Anforderungen an die technische Ausstattung und Flexibilität der einzelnen Arbeitsplätze und der „Sonderzone“ sind hoch. die häufig über 100 m2 liegt.Organisation Business Club Der Business Club ist eine Weiterentwicklung des Kombibüros. Die Erschließungsfläche wird komplett als Nutzfläche angerechnet und erfordert wegen der Fläche. Die Grundstruktur ist nahezu die gleiche. entsprechende Investitionskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Gebäude. Der Verzicht auf feste Einzelarbeitsplätze und auf individuelle Ablageflächen erlaubt oft eine gewisse „Überbelegung“ . Besprechungsräume.und Steharbeits­ plätze. eine lichte Raumhöhe von mindes­ tens 3 m. Begegnungszonen und Lesebereiche. für die Sonderzone muss meist unterstützende Technik eingesetzt werden. sondern belegen projektbezogen temporäre Arbeitsplätze. Business Club Vorteile flächeneffizient offener Raumeindruck hohe Flexibilität der Arbeitsplätze hohe Präsentationsqualitäten Nachteile eingeschränkte Vertraulichkeit Durchgangsbereiche geringere Aneignungs­ potenziale geringe Nutzerakzeptanz Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Business Clubs 540 405 Raumpilot Grundlagen 385 Arbeiten 360 150 840 . Das Fassadenraster ist auf die Belegungsstruktur und Flexibilität der Zellen abzustimmen. Dies erlaubt eine Minimierung der Einzelarbeitsplatzfläche auf 8 m² zugunsten der „Sonderzone“ . das Raumangebot ist jedoch vielfältiger: weniger Standardarbeitsplätze. Je nach Gebäudetiefe ist der Anteil natürlich belichteter und belüfteter Arbeitsplätze unterschiedlich. Mitarbeiter besitzen keinen festen persönlichen Arbeitsplatz mehr.

Die Wirtschaftlichkeit des Großraumbüros ist angesichts der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und der erhöhten Betriebskosten für die Flexibilität kritisch zu bewerten. Vor allem bieten aber die gegenseitigen Störungen durch fehlende Abschirmung des einzelnen Arbeitsplatzes und die geringeren Möglichkeiten zur „Aneignung“ des persönlichen Arbeitsplatzes immer wieder Anlass zur Kritik. weitgehend stützenfreier Raum. Eine individuelle Steuerung des Raumklimas ist darüber hinaus kaum möglich.Arbeiten Großraum Charakteristisch für das Großraumbüro ist ein großer. Einzige feste Teile sind die Treppenkerne mit Aufzug. zwingt die erforderliche Versorgung mit Licht und Luft bei großen Raumtiefen zu einer erhöhten technischen Ausstattung. Vorteile des Großraumbüros sind der minimierte Platzbedarf für den Einzelarbeitsplatz und die Multifunktionalität der Fläche. Toiletten und Garderoben. Wenn sehr viele Mitarbeiter auf einer Ebene untergebracht werden. Die hohe Belegungsdichte erlaubt eine optimierte Fläche pro Mitarbeiter von unter 21 m². wie auch die Teeküchen. 1350 Großraum Vorteile intensive Kommunikation Teamarbeit möglich Nachteile Hierarchie von Fensterbereich zu Kernbereich geringe individuelle Steuerung des Raumklimas möglich keine Rückzugsmöglichkeiten. Nachteile können durch die erforderliche hohe technische Ausstattung entstehen. Das Fassadenraster spielt eine untergeordnete Rolle. Der durchschnittliche Arbeitsplatzbedarf pro Mitarbeiter wird mit circa 12 bis 15 m² angesetzt. von denen aus die Nutzfläche flurlos erschlossen wird. gegenseitige Störung (Lärmpegel) hohe Investitionskosten fließende Arbeitsabläufe Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Großraumbüros variable Flächenzuordnung 386 Raumpilot Grundlagen . die problemlos Umorganisa­ tionen erlaubt. da die Raumaufteilung über mobile Stellwände oder Raum-inRaum-Systeme erfolgt. der flexibel einteilbar ist.

Raster Raumpilot Grundlagen 387 Arbeiten .

20 m Rastermaß 1.und Konstruktionsraster Stützenstellung Tiefgarage Flächenmodule Rastermaß 1.Arbeiten 389 390 391 391 392 392 392 393 394 396 398 Raster Rastergrundmaß Rastermaße Modulordnung Ausbau.35 m Rastermaß 1.50 m 388 Raumpilot Grundlagen .

um eine wirtschaftliche Ausführung zu ermöglichen. Das Konstruktionsraster beziehungsweise Tragwerksraster bestimmt die Position der tragenden Teile (meist Stützen). Unterdecken und demontable Fußböden (beispielsweise Doppelböden) und die Position der Fassade vor. Ausbau. Auch bei der Positionierung des vertikalen Erschließungskerns muss die Organisation der Tiefgarage mitberücksichtigt werden. entfallen die Anschlussprobleme von Trennwänden an Stützen. Die kleinste Rastereinheit bildet normalerweise das Fassadenraster.Raster Raster Bei baulichen Rastern unterscheidet man zwischen: – Rastergrundmaß und – Rasterart. Bei der Rasterart unterscheidet man zwischen dem Konstruktionsraster.und Ausbauraster können entweder getrennt oder deckungsgleich ausgeführt werden. falls im Erdgeschoss keine Sicherheitskontrolle mit Wechsel der Vertikalerschließung geplant ist. Seite 401-406) Oft werden Bürogebäude nur in der Längsrichtung gerastert. Wird das Konstruktionsraster gegen das Ausbauraster versetzt angeordnet. dem Ausbauraster und dem Fassadenraster. um Trennwandanschlüsse an der Fassade zu ermöglichen. Bei Gebäuden mit Tiefgaragen muss das Konstruktionsraster (Stützenstellung) der oberen Bürogeschosse in Zusammenhang mit der Organisation und Stellplatzanordnung der Tiefgarage entwickelt werden.und Fassadenraster dagegen sollten sich möglichst überlagern. Aufgrund unterschiedlicher Lebenszyklen der Bauteile sollte ein anpassungsfähiges Rastermaß gewählt werden (siehe Kapitel „Flexibilität“ . Raumpilot Grundlagen 389 Arbeiten . Das Ausbauraster gibt die Grundmaße für die Ausbauelemente wie leichte Innenwände. Mit Rastergrundmaß – dem Achsmaß – bezeichnet man den Abstand zweier benachbarter Rasterachsen. Eine Rasterung in Gebäudequerrichtung kann aber bei einem freistehenden Gebäude oder bei Eckgebäuden von gleich großer Bedeutung sein. Allerdings verursacht die Stützenstellung im Raum einen gewissen Raumverlust in den Büroräumen. Konstruktions.

Größe und Standard werden durch die Arbeitsstruktur und die spezifischen Anforderungen des Unternehmens festgelegt. Anzahl Arbeitsplätze pro Büro 6.20 m und die minimale Tiefe 3. 5.40 m. Standardraumgeometrie Die Stell. die Lage des Erschließungskerns und die Gebäudetiefe. auf dem die Unterteilung der größeren Raumzusammenhänge aufbaut. Modul Standardbüro  Das Standardbüro bildet den kleinsten Flächenbaustein. Maximale Raumgröße 8. 3.Arbeiten Rastergrundmaß Bei der Entscheidung für ein Rastergrundmaß in der Planung eines Bürogebäudes sollten folgende Aspekte und Parameter berücksichtigt werden: 1. 390 Raumpilot Grundlagen . das Geschossmodul und die Organisation der Tiefgarage bedingen gemeinsam die Wahl des Rastergrundmaßes. Organisationsform Die Organisationsform ist abhängig von den spezifischen Arbeitsabläufen im Unternehmen. Die Fläche eines Arbeitsplatzes. Anzahl Standardräume pro Geschoss 7 . Geforderte lichte Raumhöhe 9. des Ausbaurasters und des Fassadenrasters. Gebäudestruktur 2. 4.und Bewegungsflächen der Möblierung und die Arbeitsabläufe bestimmen die Geometrie eines Raums. die Büroorganisationsform. Die minimale Breite beträgt 2.  Organisation der Tiefgarage Isometrie eines Bürogebäudes mit Darstellung des Konstruktionsrasters (Stützenstellung).

135 cm Gut geeignet für alle üblichen Bürotypen.30 m / 5. unter anderem weil die Zahl der Elemente (Fassadenteilung) und damit die Anschlüsse und die Montagekosten geringer sind.00 Fahrbahnbreite senkrecht/schräg 8.72 m2 10. dass sich aus zwei Achsen ein ausreichend großer EinpersonenArbeitsraum entwickeln lässt und dass auch die weiteren Raumgrößen für Zwei. 18 M (180 cm).Raster Tragwerk/ Tiefgarage Achsmaß [m] Aufstellung 9.50 m 3.00 m 6.40 m / 2.50 m2 .85 m2 13. Raumpilot Grundlagen 391 Arbeiten Rastermaße Das Büroachsmaß (Ausbauraster) bestimmt die möglichen Büroraumbreiten. Konstruktion (Fertigung der Fensterelemente) und Statik (Stützenraster) werden aus organisatorischen und flächenökonomischen Gründen meist folgende Raster gewählt: Raumtiefen von 3.40 m Stellplatzbreite senkrecht/schräg 3. das kleinräumige Anpassung ermöglicht.50 m2 15. da es feine Unterteilungen ermöglicht.20 x 10.80 7 . Die Anwendung dieses Rasters führt aufgrund seiner Kleinteiligkeit auch zu höheren Kosten. Arbeitsplatztiefe 2. In der Praxis übliche Raster sind: 9 M (90 cm). Das Maß 12 M wird bei Bauten mit vielen kleinen Räumen bevorzugt.40 m2 13.70 m / 2.20 m2 14.52 m2 13.90 m 3 1.72 m2 8.00 x 10. Achsmaß/Konstruktionsraster/Raumgröße Achsmaß Faktor Raumtiefe 3.50 m 9.96 m2 11.und Mehrpersonenbüros mit drei oder mehr Achsen günstig gebildet werden können.80 m2 9.60 m 2.50 m2 12.60 m2 12.00 m2 12. lichtes Raummaß bei 10 cm Wandstärke 4.80 7 . Das Maß 18 M gilt als wirtschaftlicher.64 m2 9. Unabhängig von den Faktoren Gestaltung (Fassadengliederung).85 m2 16.40 m / 2.70 m 6.80 m2 10.80 m2 12.40 m 2. Günstig für die Einrichtung einer wirtschaftlichen Tiefgarage.00 m / 2.80 9.15 m2 10.40 m 110 cm Kleines Achsmaß. Modulordnung Insbesondere für die Verwendung vorgefertigter Elemente im Innenausbau werden die Ausbauelemente mit Hilfe des Ausbaurasters koodiniert.20 m.00 m2 12.80 m 5.60 m 4.50 m2 12.20 m 8.50 m 2 10.20 m / 6. 12 M (120 cm).20 x 9. Alle drei bauen auf der Modulvorzugsreihe 3 M der DIN 18 000 auf.50 m 4.00 m / 2.35 m 2 1. ermöglicht zudem eine hohe Nutzungsflexibilität auch in kleinräumigen Strukturen.00 m / 3.00 10.20 m / 5.80 x 10.00 m 5. Gut geeignet für die Einrichtung einer Tiefgarage.00 m 4.80 m2 0.00 m2 14. In der Anwendung gilt es jedoch als teurer.80 m ermöglichen bei diesem Raster Platz für zusätzliche Registraturmöbel.40 m.50 m 2.00 x 9. da durch die Kleinteiligkeit relativ mehr Bauteile benötigt werden als bei größeren Achsabständen.15 m2 13.96 m2 14.20 m 2 1. 125 cm Dieses Achsmaß leitet sich aus dem oktametrischen Maßsystem des Mauerwerkbaus ab. 150 cm Wirtschaftlich günstig für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros. Achsmaße im Bereich zwischen 120 cm und 150 cm haben den Vorteil.40 m / 5.60 m 6. Die Koordinationsmaße sind in DIN 18 000 festgelegt.

a: Ausbau. Schnitt einfeldig zweifeldig symmetrisch zweifeldig asymmetrisch dreifeldig dreifeldig Grundriss Büroebene Zusammenhang von Stützenstellung Tiefgarage und Normalgeschoss 392 Raumpilot Grundlagen .und Konstruktionsraster Stützenstellung a: Konstruktionsachsen und Ausbauraster sind identisch: Bei diesem System müssen eventuell Anschlüsse der Trennwände an die Stützen hergestellt werden. b: Konstruktionsachsen und Ausbau­ ras­ ter sind nicht identisch: Die Stützen sind nach innen gerückt.Arbeiten Ausbau.und Konstruktionsraster identisch b: Ausbau.und Konstruktionsraster getrennt Tiefgarage Die Tiefgaragenfahrspur und die Stellplätze geben mögliche Stützenstellungen vor und beeinflussen dadurch die Tragstruktur der darüberliegenden Geschosse. es entstehen keine Anschlussprobleme zwischen Trennwänden und Stützen. Im Bereich der „freigestellten“ Stützen ist die Möblierbarkeit eingeschränkt.

Raster 400 Flächenmodule Der Einzelarbeitsplatz (EA) und der Doppelarbeitsplatz (DA) legen als Grundparameter die Flächenaufteilung fest. da schon drei Rasterfelder (4.20 m und 1. wodurch sich funktional nicht notwendige unwirtschaftliche Raumabmessungen ergeben.35 m und 1. Bei kleineren Rastermaßen (zum Beispiel bei 1.20 m.25 m) werden dagegen vier Rasterfelder benötigt.50 m gelten als die gängigsten Maße.und Ausbauraster.35 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 150 11. Rastermaße zwischen 1.30 cm erfordert.31 m² Verbindungsgang > 60 150 150 Arbeitsplatzmodul Raster 1.50 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 150 150 Raumpilot Grundlagen 393 Arbeiten .50 m erlauben die Übereinstimmung von Fassaden. das zuzüglich der Trennwandstärke von 10 cm ein minimales Raumachsmaß von 2.14 m² 135 135 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1. die aus einer Raumtiefe von minimal 3.50 m) ausreichen. 120 120 8.97 m² 120 120 120 120 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1. Als nachteilig erweisen sich die schlauchartigen Raumproportionen.50 m das wirtschaftlichste Modul. Die aus dem Faktor des Rastermaßes ableitbare Raumbreite und die Raumtiefe bestimmen das Flächenmodul des Standardarbeitsplatzes. 100 cm Bewegungsfläche und 40 cm für die Schranktiefe ergeben das Maß 2.20 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 135 135 135 135 10.60 m resultieren. Das Rastermaß 1. da sie reversible Strukturen und eine wirtschaftliche Anordnung der Tiefgarage ermöglichen. Für Doppelarbeitsplätze ist das Rastermaß 1.20 m leitet sich aus den Minimal­ anforderungen an den Einzelarbeitsplatz mit Schrank ab: 80 cm Schreibtischtiefe. Die Rastermaße 1.

Es ist somit bauteiloptimiert und gilt als wirtschaftlich.80 m angeordnet werden.80 m 1.20 m Das Rastermaß 1. minimale Einzelraumbreite von 2.40 m.80 m.20 m EA 2.80 m 2.20 m / 4.80 m 4.40 m x 5 m 6. Das Doppelte des Rastermaßes 1. Achsmaß 1. Diese Gebäudetiefe ist jedoch reversibel.Arbeiten 1680 480 720 480 Rastermaß 1.40 m Breite kann bei deckungsgleichem Ausbauund Konstruktionsraster in der Tiefgarage ein Stellplatz mit der Breite von 2.80 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. dass die Grenze von 15 m als Maximalmaß für natürliche Belichtung und Belüftung überschritten wird und zusätzliche Beleuchtung und Belüftung erforderlich werden. Nachteilig und unwirtschaftlich ist bei der Gebäudetiefe von 16. DA 4.40 m und eine Fahrgasse mit der Breite von 6.30 m (10 cm Wandstärke) und wird bei wirtschaftlichen Bauten mit vielen kleinen Zellenbüros bevorzugt. Bei dem Arbeitsplatzmodul von 2.20 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 720 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster 16.20 m entspricht dem Modulmaß 12 M der Vorzugsreihe 3 M der Modulordnung DIN 18 000.80 m / 7 . obwohl es ein kleines Rastermaß darstellt.20 m/Konstruktionsraster Rasterführung 500 680 500 300 240 Grundriss Konstruktionsraster/ Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 394 Raumpilot Grundlagen .20 m erlaubt eine sehr geringe. wobei sich bei einer reinen Zellenstruktur allerdings eine sehr tiefe Mittelzone ergibt.

Raster 480 7 20 480 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 120 120 120 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone. Erschließungskern peripher Raumpilot Grundlagen 395 Arbeiten .

da sich bei kleineren Rastermaßen oft ungünstigere schlauchartige Raumproportionen ergeben. es erlaubt eine Schreibtischtiefe von 90 cm und zusätzliche Möblierung.10 m / 4. Besonders vorteilhaft für die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes ist bei diesem Rastermaß eine Gebäudetiefe von 16.00 m 6.70 m. Gebäudestrukturen mit 1.05 m 2.20 m.70 m x 5.20 m 1.35 m Auch das Rastermaß 1. Als effizient und wirtschaftlich hat sich dieses Rastermaß beim Einzelzimmer des Kombibüros und beim Zellenbüro erwiesen.20 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. DA 4. das Raster erlaubt vielfältige Unterteilungsmöglichkeiten und lässt zusätzlich die wirtschaftliche Gestaltung einer Tiefgarage in den Untergeschossen zu. Die Stellplatzbreite von 2.70 m entspricht dabei der Breite des darüberliegenden Einzelarbeitsplatzes.05 m / 8.35 m-Rasterung möglich.35 m lässt sich aus den Anforderungen des Einzelarbeitsplatzes mit Schrank ableiten.35 m EA 2.35 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 810 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.Arbeiten 1620 405 810 405 Rastermaß 1.05 m 4.35 m-Raster sind sehr anpassungsfähig.35 m/Konstruktionsraster 500 620 500 270 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 396 Raumpilot Grundlagen 300 . Alle üblichen Arbeitsplatzabmessungen sind in der reversiblen 1. Grundriss Achsmaß 1.

Raster 405 810 405 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 135 135 135 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone Raumpilot Grundlagen 397 Arbeiten .

50 m/Konstruktionsraster 500 650 500 300 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 398 Raumpilot Grundlagen 300 . Eine Gebäudetiefe von 16.50 m als effizient und reversibel. Bei kleineren Rastermaßen erfordert das Doppelarbeitsplatzmodul mit 17 . Im europäischen Raum gelten Gebäudetiefen ab etwa 13.50 m ist besonders wirtschaftlich für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.Arbeiten 1650 450 7 50 450 Rastermaß 1. Abgeleitet von dieser Doppelarbeitsplatzbelegung einer Zellenstruktur ergibt sich beim Zweibund eine für Deutschland übliche Gebäudetiefe von 12 m bis 13 m. was unwirtschaftlicher ist. die verschiedene Bürotypen und Unterteilungen erlaubt.und Gebäudequerrichtung.50 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 900 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.50 m ergeben. Das Rastermaß 1.50 m 4.50 m vielfältige Unterteilungen der Bürogeschosse und zusätzlich auch eine wirtschaftliche Anordnung der Stellplätze in der darunter angeordneten Tiefgarage.00 m x 5.00 m 6. Der Anforderung nach Nutzungsneutralität kann mit dem Rastermaß 1.50 m Auf der Basis des Flächenmoduls für einen Doppelarbeitsplatz erlaubt das Rastermaß 1.50 m / 7 .50 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. DA 4. Grundriss Achsmaß 1. da geringere Tiefen nur bedingt für Kombibürostrukturen geeignet sind.50 m 3.00 m.50 m² jedoch vier Rastereinheiten.50 m 1.50 m offeriert eine Rasterung in Gebäudelängs. da drei Rastereinheiten eine Raumbreite von 4.50 m EA 3.50 / 4.50 m entsprochenwerden. die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes und eine reversible Büroform.

Raster 450 750 450 Großräumige Gruppen/ Großraumstruktur 150 150 150 Kleinräumige Zellen/ Kombi­ bürostruktur Mittelzone Raumpilot Grundlagen 399 Arbeiten .

Arbeiten 400 Raumpilot Grundlagen .

Flexibilität Raumpilot Grundlagen 401 Arbeiten .

Flexibilität Arbeiten 403 404 405 406 Flexibilität Rastermaß 1.50 m 402 Raumpilot Grundlagen .20 m Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.

In den folgenden Beispielen sind die möglichen Aufteilungsvarianten bei unterschiedlichen Achsrastern dargestellt. Hinweis: Gebäudeabschluss (Stirnseite).Flexibilität Flexibilität Das flexible sogenannte „reversible Büro“ soll für möglichst alle Büroorganisationsformen geeignet sein.40 m (2 Stellplätze mit Stütze) a = 150 cm – breites Achsmaß – seltenere Anwendung – gut geeignet für Doppelarbeitsplätze (Zelle) Das optimale Achsmaß ist von der jeweils vorrangig gewünschten Organisationsform (Zellen. Die Gebäudetiefe ist abhängig von der Größe des Arbeitsplatzes. Gebäudeanschlüsse (seitlich) und Drehung der Achsen um 90° bei winkelförmigen Anschlüssen (Kammbebauung oder Blockrandbebauung) beachten! Gruppenbüro mit offener Arbeitsfläche Zellenbüro Kombibüro Verhältnis von Raum/Erschließung blau: Nutzfläche (Haupt-/Nebennutzfläche) weiß: Erschließung Raumpilot Grundlagen 403 Arbeiten . Kombibüros wie auch Großraumbüros wirtschaftlich und sinnvoll untergebracht werden können.35 m = 5. der Büroorganisation und der Erschließung.50 m und 14 m Gebräuchlichste Achsmaße: a = 120 cm – kleines Achsmaß – seltenere Anwendung Großraumbüro a = 135 cm – mittelgroßes Achsmaß – sehr häufige Anwendung – gut kombinierbar mit Stellplatzraster in Tiefgaragen 4 x 1. die optimale Gebäudetiefe zu finden. in der sowohl Zellenbüros. Die Schwierigkeit besteht darin.oder Gruppenarbeitsplatz) und der Gebäudestruktur (zum Beispiel Tiefgaragenanordnung) abhängig. Dabei werden die Flexibilitätspotenziale bei drei Organisationsformen mit zwei verschiedenen Gebäudetiefen aufgezeigt: Gebäudetiefen: 12.

385 155 320 1400 155 385 120 360 130 270 1250 130 360 404 Raumpilot Grundlagen 120 120 Kombibüro 120 120 120 490 270 490 mit Einzel.Arbeiten Rastermaß 120 cm 120 120 120 120 120 120 120 mit drei.und Doppelzimmern. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. 860 155 385 120 120 120 120 120 120 120 120 120 mit Mittelzone. die erst ab 3. 540 320 540 120 120 120 120 120 Zellenbüro 120 120 120 650 150 450 120 120 Gruppenbüro 120 120 120 120 1250 120 120 Großraumbüro 120 120 120 120 120 120 .beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet.20 m genutzt werden kann. 1400 120 120 120 120 120 120 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.

20 m genutzt werden kann. 385 155 320 1400 155 385 135 360 130 270 1250 130 360 Raumpilot Grundlagen 405 135 135 135 135 135 490 270 490 135 135 135 135 Arbeiten 650 150 450 135 135 135 135 Gruppenbüro 135 135 135 135 1250 135 135 Großraumbüro 135 135 135 135 . die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. 860 155 385 135 135 135 135 135 Zellenbüro mit Einzel.und Doppelzimmern.Flexibilität Rastermaß 135 cm 135 135 135 135 135 mit drei.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die erst ab 3. 540 320 540 135 135 135 135 135 135 Kombibüro mit Mittelzone. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. 1400 135 135 135 135 135 135 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.

die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. 385 155 320 1400 155 385 150 360 130 270 1250 130 360 406 Raumpilot Grundlagen 150 150 150 150 150 515 220 515 150 150 150 150 650 150 450 150 150 Gruppenbüro 150 150 150 150 1250 150 150 Großraumbüro 150 150 . 1400 150 150 150 150 150 150 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.Arbeiten Rastermaß 150 cm 150 150 150 150 150 mit drei.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die erst ab 3.und Doppelzimmern. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. 540 320 540 150 150 150 150 150 150 150 Kombibüro mit Mittelzone.20 m genutzt werden kann. 860 155 385 150 150 150 150 Zellenbüro mit Einzel.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 407 Arbeiten .

Arbeiten 409 410 411 412 415 415 416 417 Einleitung Pausenraum Teeküche Toilettenanlagen Putzraum Erste Hilfe Liegeraum Kopierraum 408 Raumpilot Grundlagen .

Sie sind Bestandteil der „weichen“ Faktoren. Neben Kommunikationsräumen sind auch Raumangebote für die Erholung und Entspannung wichtig. Um die informelle Kommunikation bei zufälligen Treffen zu fördern. Genügend Ausgleich zur Arbeit und Erholung gelten als Voraussetzung für die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität am Arbeitsplatz. die Pausenräume und die Kantinen.und Nebenräumen erhöht die Attraktivität des Arbeitsplatzes. Auch im Foyer. die das Wohlbefinden der Beschäftigten beeinflussen und sich auch auf deren Arbeitsleistung und Produktivität positiv auswirken. Hierfür können in größeren Verwaltungsbauten spezielle Ruheräumen oder Ruhezonen angeboten werden. Hauptkommunikationspunkte sind traditionell die Teeküchen. Hier ist aufgrund der gegenseitigen Abschirmung im Einzelbüro der Kontakt zu Kollegen meist eingeschränkt. Damit Essenspausen und sonstige Arbeitspausen jederzeit auch individuell gestaltbar sind. im Flur oder im Kopierraum. müssen entsprechend attraktive Raumangebote auch im Bereich der Erschließung und der Nebenräume zur Verfügung stehen. Kommunikation kann prinzipiell aber überall stattfinden. Dies ist besonders wichtig bei Büroorganisationsformen mit vielen Einzelarbeitsplätzen.Nebenräume Einleitung Die Funktionen „Service und Erholung“ haben in den letzten Jahren in Verwaltungsbauten stark an Bedeutung gewonnen. Einzelarbeitsplatz Kommunikationsfläche Einzelarbeit Austausch von Informationen Gruppenbüro Teamarbeit offene Arbeitsfläche Prozessarbeit Interaktion Interaktion und Kommunikation innerhalb verschiedener Bereiche Raumpilot Grundlagen 409 Arbeiten . Ein Angebot an funktionalen und qualitätvoll gestalteten Pausen. Neben der thermischen. hygienischen (Luftqualität) und visuellen (gute Beleuchtung/ Blendschutz) Behaglichkeit beeinflusst auch die „Büro-Attraktivität“ (Gestal­ tungs­­ qualität) das Wohlbefinden der Beschäftigten. ist eine Lage der Teeküchen und Pausenräume in der Nähe der Arbeitspätze wichtig. Bei Gruppenbüros oder Großraumbüros kann dagegen der Informationsaustausch viel leichter und spontaner stattfinden.

Nässe. Bei Pausenräumen. Ein Pausenraum muss mit Tischen und Sitzmöglichkeiten in ausreichender Menge möbliert sein. zu denen üblicherweise auch Dritte (zum Beispiel Kunden) Zutritt haben – falls Beschäftigte Hitze. in denen sich bis zu 50 Arbeitnehmer gleichzeitig aufhalten sollen. Staub. Der Pausenbereich muss so gelegen sein. 1-4) und in der VDI Richtlinie 6000. Lärm oder gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind oder überwiegend im Freien arbeiten.und Gesundheitsgründe dies erfordern. in denen weniger als zehn Beschäftigte tätig sind. Pausenräume oder Pausenbereiche sind auch in Arbeitsstätten. den Mitarbeitern einen Pausenraum oder Pausenbereich zur Verfügung zu stellen.Arbeiten Pausenraum Die ArbStättV 2004 fordert vom Arbeitgeber bei mehr als zehn Beschäftigten oder wenn Sicherheits. Kälte. Bei Sitzbänken ist pro Person eine Sitzbreite von 60 cm einzuplanen. Eine Ausnahme ist möglich. die entsprechend der Zahl der Arbeitnehmer errechnete Grundfläche für ausreichende Verkehrswege um 10 Prozent zu vergrößern. > 20 m2 Pausenraum. Blatt 2 zu finden. wird empfohlen. in denen gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gegeben sind. 1 Person. zum Beispiel: – bei der Beschäftigung in Räumen ohne Sichtverbindung nach außen – bei der Beschäftigung in Räumen. Hinweise zu den Anforderungen an Pausenräume sind unter anderem in der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR §29. dass er innerhalb von fünf Minuten für jeden Beschäftigten zu erreichen ist. erforderliche Grundfläche entsprechend ASR § 29 M 1:100 410 Raumpilot Grundlagen . > 1 m2 20 Personen. Pro Person muss mindestens 1 m² Fläche zur Verfügung stehen. wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind. erforderlich.

mitgebrachte Speisen und Getränke kühl lagern und bei Bedarf aufwärmen zu können (ASR § 29). Zudem sollte ausreichend Stauraum für Geschirr und Vorräte vorhanden sein. beliebig erweiterbar. eine Herdplatte oder eine Mikrowelle integriert werden. ist ihre Größe und Beschaffenheit von der Anzahl und den Anforderungen der Nutzer abhängig. Die Ausstattung kann differieren. Zur Grundausstattung gehört ein Kühlschrank. müssen raumlufttechnische Anlagen in L90 vorhanden sein. eine Spüle mit Abtropffläche. muss mechanisch entlüftet werden (siehe DIN 68905). Bei Bedarf muss auch ein Herd. Um den Brandschutz sicherzustellen. Wenn eine Teeküche mit dem Pausenraum kombiniert wird. muss eine ausreichende Lüftung vorhanden sein. muss den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden. 40 40 60 65 215 . Falls sie angeboten werden. 60 60 210 90 85-95 Lüftung Da auch in einer Teeküche Gerüche und Dämpfe entstehen. Blatt 2 mindestens 1 m² Fläche je Person gefordert. Ansicht und Grundriss. eine Kaffeemaschine und ein Geschirrspüler. ist entsprechend ASR § 29 beziehungsweise VDI 6000. M 1:50 120 180 Raumpilot Grundlagen 411 Arbeiten Abfälle Der im Küchenbereich entstehende Abfall unterscheidet sich von den üblichen Abfällen im Arbeitszimmer. Falls keine Betriebskantine zur Verfügung steht. Die Größe der Einbaugeräte entspricht weitgehend den Maßen von Küchenausstattungen im Wohnungsbau. Wenn eine natürliche Lüftung nicht möglich ist. 60 60 60 210 90 Teeküche mit Grundausstattung. Eine integrierte Mülltrennung sollte berücksichtigt werden.Nebenräume Teeküche Teeküchen werden in der ArbeitsstättenRichtlinie nicht gefordert.

an Toiletten für Frauen und an Toiletten und Urinalbecken für Männer sind in den Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR. Blatt 2 festgelegt. 1:50 412 Raumpilot Grundlagen . die WC-Kabinen müssen abgesperrt werden können. Die Toilettenanlage darf von außen nicht einsehbar sein. Auf diesen kann nur verzichtet werden. außerdem muss ein Vorbereich vorgesehen werden. wenn es sich um eine einzelne Toilette mit direkt zugeordnetem Waschbecken handelt.Arbeiten Toilettenanlagen Die geforderte Anzahl an Waschbecken. 20 65 105 20 Mindestmaße Waschtisch Ab fünf Beschäftigten müssen getrennte Toiletten für Männer und Frauen vorhanden sein. 50 60 40 85 Mindestmaße WC-Sitz bei Türanschlag nach außen 65 125 20 75 125 Notwendige Menge an Sanitärelementen pro Anzahl Beschäftigte. Quelle: ASR § 37 Frauen WC-Sitze Waschtische 38 Männer WC-Sitze 98 60 Urinale Waschtische bis 5 1 1 bis 5 1 1 1 bis 10 1 1 bis 10 1 1 1 bis 20 2 1 bis 25 2 2 1 bis 35 3 1 bis 50 3 3 1 bis 50 4 1 bis 75 4 4 1 bis 65 5 1 bis 80 6 2 bis 100 bis 120 7 2 bis 160 7 7 2 8 2 bis 190 8 8 2 bis 140 9 2 bis 220 9 9 2 bis 160 10 2 bis 250 10 10 2 bis 100 bis 130 5 5 1 6 6 2 20 35 75 20 Mindestmaße Urinal M. Urinale für die Männer sollten mit Sichtschutzwänden versehen sein. § 37 – Gültigkeitsdauer beachten!) und in den VDI-Richtlinien 6000.

0 m² 26. Toiletten müssen gut erreichbar sein. Im Vorraum müssen für je zwei Waschtische ein Seifenspender und eine Handtrocknungsvorrichtung zugeordnet werden. Für ausreichende Lüftung und Belichtung ist zu sorgen.5 m² 38.8 m² 9. Die Anforderungen an Barrierefreiheit in Verwaltungsbauten müssen zusätzlich beachtet werden (barrierefreie Toiletten siehe Seite 550-551). eine natürliche Lüftung ist nicht zwingend erfoderlich.0 m² ► Zur Planung von barrierefreien öffentlichen Toiletten siehe Seite 550.6 m² 14.5 m² 11.0 m² .0 m² 15. Die ArbeitsstättenRichtlinien ASR gelten nur bis 2010.0 m² Männer 3. Waschtisch. Benötigte Quadratmeter für Toiletten (aufgerundet) Türaufschlag innen Einzelkabinen ohne Waschbecken 2 WC 4 WC 10 WC Türaufschlag außen Einzelkabinen ohne Waschbecken Einzelkabinen 2 WC 4 WC 10 WC Männer 10. 75 90 65 165 318 10 42 150 50 Urinal. aber empfehlenswert (siehe ASR § 37). WC-Kabine. Der Weg zwischen Arbeitsplatz und Toilette darf nicht über mehr als ein Stockwerk oder durchs Freie führen.551 190 ► VDI-Richtline 6000. Zur weiteren Ausstattung einer Toilettenanlage gehören Kleiderhaken.8 m² 17 .0 m² Frauen 1. Toilettenpapier und -halter in jeder Kabine.2 m² 18.3 m² 8.3 m² 40. Blatt 2 / November 2007 / Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Arbeitsstätten und Arbeitsplätze gibt Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten. sie dürfen nicht mehr als 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein.0 m² Frauen 1.1 m² 2.und sonstigen Aufenthaltsräumen angeordnet werden. Toilettenanlagen sollten möglichst in der Nähe zu Pausen. 150 cm Tiefe sind gefordert bei Türanschlag nach innen 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 413 Arbeiten 30.Nebenräume Für Toilettenanlagen und Vorräume sind bestimmte Mindestabmessungen gefordert (siehe Abbildungen).

320 ca. 320 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach innen mit gegenüberliegenden Urinalen 150 333 180 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen mit gegenüberliegenden Urinalen 125 353 225 85 120 Putzraum alternativ 120 85 Putzraum alternativ 85 85 WC-Kabinen zweibündige Anlage. Türaufschlag nach außen 125 200 456 125 85 150 125 431 150 85 M 1:100 414 Raumpilot Grundlagen . Türaufschlag nach innen WC-Kabinen zweibündige Anlage. 320 ca.Arbeiten 120 ca. 320 85 85 WC-Kabinen. Türaufschlag nach innen 150 268 115 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen 125 283 155 120 ca.

190 20 50 20 100 65 Raumpilot Grundlagen 130 415 Arbeiten Putzraum Möglichst auf jedem Geschoss sollte mindestens ein Putzraum vorhanden sein.1. Der Verbandkasten muss gut und schnell erreichbar und durch das Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Mittel gekennzeichnet sein. muss ein Sanitätsraum zur Verfügung stehen. Im Wagen sind sämtliche Reinigungsmittel und -geräte untergebracht. Die genauen Anforderungen sind in den VDI-Richtlinien 6000. Ansicht und Grundriss Mindestmaße. bei bis zu 300 Beschäftigten ist ein „Großer Verbandkasten“ gefordert. . Falls in jeder Geschoss­ ebene Müll gesammelt wird. M 1:50 65 Mülleimer In Büroräumen und in Gemeinschaftsräumen müssen ausreichend Abfallbehälter vorhanden sein. Sanitätsraum Bei Betrieben mit über 1000 Beschäftigten oder bei Beschäftigungen mit besonderer Unfallgefahr (bei Betrieben ab 100 Beschäftigten). Putzraum. ist ein separater Müllraum pro Geschoss oder eine zusätzliche Stellfläche im Putzraum notwendig. Ein Ausgussbecken ist notwendig. Blatt 2. Er kann direkt der Toilettenanlage zugeordnet werden. Für die Größe gibt es keine Vorgaben. dieses ist nach DIN 68906 mit Spritzwänden gegen Schmutzwasser und mit einem Rost für das Abstellen von Eimern auszustatten. In Pausenräumen oder Teeküchen muss mindestens ein Behälter mit Deckel zur Verfügung stehen (ASR § 29). 5. 65 100 Erste Hilfe Für Notfälle muss ein Erste-Hilfe-Kasten jederzeit leicht zugänglich sein. Für Putzwägen werden ausreichend Abstellflächen benötigt. gleiches gilt für die Toilettenräume (ASR § 37).3 beziehungsweise in der ArbeitsstättenRichtlinie ASR unter § 38 festgelegt.Nebenräume Müllabstellfläche Der anfallende Müll wird bei Bürogebäuden meist im Kellergeschoss oder außerhalb des Gebäudes in Containern gesammelt und zwischengelagert. In großen Betrieben sollte auch ein kleiner Aufenthaltsbereich für das Reinigungspersonal vorgesehen werden. Für bis zu 50 Beschäftigte reicht ein sogenannter „Kleiner Verbandkasten“ .

Die geforderte Anzahl ist in nebenstehender Tabelle aufgeführt. muss die Höhe zwischen 45 cm und 50 cm betragen. M 1:50 416 Raumpilot Grundlagen . Wenn nur eine einzige Liege erforderlich ist. Um das Liegen und Aufsitzen zu erleichtern. 190 200 200 > 190 > 70 250 Lagerraum Für Papier und andere häufig gebrauchte Büromaterialien ist ein Lagerraum in der Nähe der Arbeitsplätze sinnvoll. dass die Person im Bedarfsfall ungestört ist.20 m vor der Liege ergibt dies bei einer Raumhöhe von mindestens 2. Ansicht und Grundriss. Die Liege muss gepolstert und aus hygienischen Gründen mit einer waschbaren oder wegwerfbaren Oberfläche versehen sein. Die Liege kann in diesem Fall zum Beispiel in einem Pausenraum aufgestellt werden. Es muss aber gewährleistet sein. Notwendige Anzahl an Liegen pro beschäftigte Frauen (ASR § 31.1) bis 20 bis 50 bis 100 bis 300 bis 500 1 2 3 4 5 200 Mindestfläche Liegeraum.1. Die Mindestmaße für eine Liege betragen 1. Größere Vorräte an Büromaterialien und Altakten werden dagegen meistens in Kellergeschossen gelagert oder sogar ausgelagert. § 31) muss für schwangere Frauen und stillende Mütter eine Liegemöglichkeit zur Verfügung stehen. Pro Liege müssen zehn Kubikmeter Luftraum vorhanden sein.50 m für spezielle Liegeräume eine Raumbreite von mindestens 1. Mit einer Bewegungsfläche von 1.90 m Länge und 70 cm Tiefe.90 m. muss kein separater Liegeraum geplant werden.Arbeiten 45 50 Liegeraum Entsprechend der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR.

Da Papiermüll anfällt. Im Raum muss ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein. Checkliste Kopierraum Kopierer (Anzahl und Größe je nach Bedarf) Aktenvernichter Ablagefläche Papiereimer Lagerfläche für kleinere Papiermengen 29 35 30 Papiereimer 20 l 39 Aktenvernichter 29 58 300 30 100 100 55 60 55 65 110 55 65 130 30 100 160 30 30 160 220 30 30 160 30 80 Kopierer. Wegen möglicher Geräuschbelästigungen sollte der Kopierbereich beziehungsweise der Kopiererraum abgeschirmt liegen. Vor einem Kopiergerät werden circa 60 bis 70 cm Platz benötigt. Bei der Unterbringung von Möbeln wie Schränken und Tischen muss bei der Planung die Möbelfunktionsfläche (DIN 4543-1) beachtet werden. Für seine Größe gibt es keine Vorgaben. normale Größe Großkopierer. Ein Tisch zum Ablegen und Lagern von kleinen Papiervorräten ist sinnvoll. Kopierstation Möblierungsbeispiel für Kopierbereich.Nebenräume Kopierraum In vielen Büros wird nach wie vor ein Kopierraum gebraucht. sind entsprechende Abfallbehälter notwenig. zweizeilig Raumpilot Grundlagen 65 60 M 1:50 120 417 240 Arbeiten .

Arbeiten 418 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 419 Arbeiten .

Arbeiten 421 421 422 Schallschutz Schallpegel Schalldämmung 420 Raumpilot Grundlagen .

Mit verschiedenen Maßnahmen kann die schalldämmende Wirkung von Fassaden und von Trennwand. dann können interne Geräusche aus den benachbarten Räumen als besonders störend empfunden werden. Daneben beeinflussen auch die Anschlüsse der Trennwände und der Decken an die Fassade die Schallübertragung zwischen Raumbereichen oder zwischen benachbarten Räumen. Entsprechend der VDI-Richtlinie 2719 werden Fassaden nach ihren bewerteten Schalldämmmaßen in die Schallschutzklassen 1 bis 6 eingestuft (zwischen Schallschutzklasse 1: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w 25-29 dB und Schallschutzklasse 6: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w ≥50 dB). VDI Richtlinien 2058 Empfohlener Wertebereich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Tatsächliche Geräuschpegel verschiedener Szenarien und vorgeschriebene Richtwerte für den Geräuschpegel am Arbeitsplatz Raumpilot Grundlagen 421 Arbeiten Für die Schalldämm-Anforderungen in Bürogebäuden sind zwei unterschiedliche Werte relevant: – der Geräuschpegel im Innenraumbereich – der Außenlärmpegel. Schallpegel dB (A) 0 20 30 40 45 55 60 70 80 85 100 120 Hörgrenze Wald Wohnraum Unterhaltung Straßenverkehr Presslufthammer Wert für sonstige Tätigkeiten empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für einfache. Wichtig ist bei der Festlegung der Schalldämmmaße eine Abstimmung zwischen Fassadenwerten und den Werten der inneren Bauteile. 2004) . Eine gewisse Schalllängsleitung entwickelt sich über die Außenfassade selbst.Schall Schallschutz Hinweise zu den wesentlichen Schallschutzanforderungen an Fassaden in Verwaltungsbauten finden sich in der DIN 4109 beziehungsweise in der VDI-Richtlinie 2719 (Schalldämmung von Fenstern und deren Zusatzeinrichtungen). Eine Erhöhung des Schalengewichts und eine Erhöhung des Schalenabstands können sich weiterhin positiv auswirken. Falls die Fassade gegen Außenlärm einen höheren Schalldämmwert besitzt als die Raumtrennwände und die weiteren relevanten inneren Bauteilanschlüsse. mechanisierte Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für geistige Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15. (Weitere Informationen hierzu siehe Herzog/ Krippner/ Lang. Zu diesen Maßnahmen gehört die Ausführung einer zweischaligen Fassadenkonstruktion.und Deckenanschlüssen erhöht werde.

laut DIN 4109 Tabelle 8 maßgeblicher Außenlärmpegel dB (A) bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 71 bis 75 76 bis 80 ≥ 80 zu erreichende Gesamtschalldämmung des Außenbauteils dB (A) 30 30 35 40 45 50 Schalldämmung einer „Einfachfassade“ 80 dB(A) 30-50 dB(A) 80 dB(A) 65 dB(A) 30-35 dB(A) Schalldämmung einer schallschutztechnisch optimierten Fassade Schalldämmung über die Fassade Ziel der Schalldämmung der Fassade ist der Schutz der Gebäudenutzer vor störenden Schallbelastungen von außen. Die verschiedenen Schalldämmmaße bei unterschiedlichem Fensterflächenanteil von Fassaden sind unter der DIN 4109 aufgeführt. Mit einer vorgehängten zweiten Schale kann auch der Lärmeintrag bei geöffneten Fenstern in der inneren Schale deutlich verringert werden. Neben dem Gewicht beeinflusst auch der Glasflächenanteil das Schalldämmmaß von Fassaden.Arbeiten Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen. Mittels einer zweischaligen Fassadenausführung kann eine Verbesserung des Schalldämmmaßes um circa 15 dB im Wandbereich erreicht werden. 422 Raumpilot Grundlagen .

Luft Raumpilot Grundlagen 423 Arbeiten .

Luft Arbeiten 425 425 426 Lüftung über die Fassade Erforderliche Lüftung Lüftungstechnische Anlagen 424 Raumpilot Grundlagen .

Das entspricht bei üblichen Raumabmessungen (Raumhöhe zu Raumtiefe 1:2. Weiterhin wird zwischen vier unterschiedlichen Lüftungssystemen unterschieden: Fenster Funktion: Lüftung Schallschutz: gering Kastenfenster Funktion:  Lüftung Lärmschutz Luftvorwärmung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: sehr gut Lüftungsklappe Lüftungselement Funktion:  gesteuerte. Ein Nachteil der natür­ lichen Lüftung können unangenehme Zuglufterscheinungen bei ungünstiger Witterung sein. können sie auch außerhalb der Nutzungszeiten geöffnet bleiben und im Sommer zur nächtlichen Bauteilkühlung beitragen. Erforderliche Lüftung Wesentliche Angaben zur erforderlichen Lüftung von Arbeitsräumen finden sich in der Arbeitsstätten-Richtlinie 5. C (starke Geruchsbeläs­ tigung. Schächte oder Dachöffnungen. individuelle Lüftung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: gut Unterschiedliche Anordnungen von Lüftungsöffnungen in der Fassade Raumpilot Grundlagen 425 Arbeiten .Luft Lüftung über die Fassade Die natürliche Lüftung erfolgt in der Regel über Fenster. Falls die Lüftungsöffnungen vor Regen geschützt sind und kein Sicherheitsrisiko darstellen (Einbruch). Lüftungsklappen. schwere körperliche Tätigkeit). Die ASR 5 unterscheidet zwischen den drei (Arbeits-) Raumgruppen A (vorwiegend sitzende Tätigkeiten). sind mindestens 4 Prozent der Grundfläche als Lüftungsöffnungen erforderlich. in der DIN EN 15251 und in der DIN EN 13779. B (vorwiegend nicht sitzende Tätigkeiten).5) circa 10 Prozent der Fassadenfläche. Als grobe Faustregel für den hygienischen Luftwechsel gilt: Um einen Raum über die Fassade ausreichend zu belüften. Alternativ oder zusätzlich zu normalen Fenstern können in der Fassade auch spezielle Lüftungsöffnungen vorgesehen werden.

Person A Grundfläche des Raums in m² qB auf die Gebäudeemissionen bezoge- ne Lüftungsrate in l/s. Die DIN EN 15251 legt der Berechnung der erforderlichen Lüftungsrate weitere Parameter zu Grunde.und Abluftquerschnitt/ m² Bodenfläche (cm²/ m²) Raumgruppe A 200 120 80 80 Raumgruppe B 350 200 140 140 Raumgruppe C 500 300 200 200 426 Raumpilot Grundlagen . nicht schadstoffarm).5 x H bis 4 m 5. Die erforderlichen Lüftungsquerschnitte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Lüftungssystem. dass eine Verringerung der Lüftungsquerschnitte durch Verstellbarkeit (Klappen oder ähnliches) möglich sein muss.0 x H Maximal zulässige Raumtiefe (m) Zuluft. Die Arbeitsstätten-Richtlinie legt als Anforderung für lüftungstechnische Anlagen bestimmte Mindestaußenluftvolumenströme zugrunde. zum Beispiel die Komponente „Personen“ (Raucher/Nichtraucher) und die Komponente „Gebäude“ (sehr schadstoffarm. die Raumlage (zum Beispiel Tieflage) oder durch eine besondere Raumnutzung (zum Beispiel hohe Wärmebelastung) begründet sein. Dies kann durch die Raumgröße. Bei hoher Belastung der Raumluft (zum Beispiel durch belästigende Gerüche oder bei hohem Raucheranteil) ist der jeweils höhere Wert anzusetzen. zum Beispiel Kuppel. Nutzung je Person in l/s. Die ASR fordert zusätzlich. Empfohlener Außenluftstrom: 20 bis 40 m³/ h pro Person bei überwiegend sitzender Tätigkeit 40 bis 60 m³/ h pro Person bei überwiegend nicht sitzender Tätigkeit 65 m³/ h pro Person bei schwerer körperlicher Arbeit. der Raumhöhe und der Raumgruppe angegeben (siehe Tabelle unten). Wenn die freie Lüftung durch Ventilatoren unterstützt wird. m² Lüftungstechnische Anlagen Lüftungstechnische Anlagen sind erforderlich.0 x H bis 4 m 5. Die Gesamtlüftungsrate eines Raums wird entsprechend DIN EN 15251 anhand der folgenden Formel berechnet: q tot = n x qp + A x qB q tot Gesamtlüftungsrate des Raums in l/s n Auslegungswert für die Anzahl der Personen im Raum qp Lüftungsrate für die Belegung bzw. kann der Lüftungsquerschnitt um bis zu 50 Prozent verringert werden. Deflektor) und Öffnungen in einer Wand oder gegenüberliegenden Außenwänden (ASR 5). Laterne. Schachtquerschnitt mindestens 80 cm² und mindestens 4 m Höhe.Arbeiten System I: Einseitige Lüftung mit Öffnungen in einer Außenwand (Zu. Lüftungsquerschnitte für freie Lüftung/ASR 5 (Bezugsfläche: 6 m² je Arbeitnehmer) Lichte Raumhöhe H (m) System I System II System III System IV bis 4 m 2. schadstoffarm.plus Abluftquerschnitte) System II: Querlüftung mit Öffnungen in gegenüberliegenden Außenwänden oder Außenwand und Dachfläche System III: Querlüftung mit Öffnungen in einer Außen­­ wand und gegenüberliegendem Schacht oder Außenwand und Dachfläche. die erforderliche Lüftungsrate je Person und je Qudratmeter Grundfläche und die erforderliche Lüftungsrate auf der Grundlage einer Massenbilanz und der erforderlichen Kriterien für den CO2-Gehalt.0 x H über 4 m 5. Davon müssen mindestens 3 m innerhalb des Gebäudes liegen. System IV: Querlüftung mit Dachaufsätzen (Dachaufsatzlüftung. wenn freie Lüftung nicht möglich ist.

Licht Raumpilot Grundlagen 427 Arbeiten .

Arbeiten 429 430 431 433 Tageslicht Tageslichtquotient Tageslichtlenksysteme Sonnen-/Blendschutz 428 Raumpilot Grundlagen .

Brüstungshöhe max. dass der Strahlungseintrag im Sommer möglichst gering gehalten wird.9 m . Der Wärmeeintrag ist bei identischer Lichtausbeute bis zu zehnmal niedriger als bei Kunstlicht.3 m (auch bei Raumhöhen über 3. bis 0.Höhe Rohbauöffnung > 1. 0.Breite der durchsichtigen Fläche min. “ (ASR 7/1) Größe und Anordnung von Öffnungen Büros werden üblicherweise tagsüber genutzt. Einen erheblichen Einfluss hat der Tageslichtanteil auf den Energieverbrauch von Verwaltungsgebäuden. auch bei intensiver Tageslichtversorgung dürfen keine Beeinträchtigungen durch Blendung entstehen.5 m) . 55 % der Breite der Außenwand.Breite des durchsichtigen Fensterteils > 1m . Für einen Büroraum mit Fenstern in der Außenwand gilt für den Fensterflächenanteil: 50 % –  Erst ab einem Fensterflächenanteil von 50 Prozent kann eine Tageslichtautonomie von 30 Prozent erreicht werden. durchsichtige Türen oder Wandflächen den Ausblick aus dem jeweiligen Raum ins Freie ermöglichen. Sichtverbindung nach außen Neben der Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze ist auch die Sichtverbindung nach außen von Bedeutung. Daher wirkt sich eine Änderung des Tageslichteintrags sehr stark auf die resultierende „Tageslichtautonomie“ und den Strombedarf aus. . die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Nutzer von Arbeitsräumen.Fensteroberkante min. 60 % –  Ab 60 Prozent ist der Stättigungsbereich nahezu erreicht.Durchsichtiger Teil des Fensters max. Anforderungen an Flächen der Tageslichtversorgung in Büroräumen nach DIN 5034-1 und ASR 7/1 Raumpilot Grundlagen 429 Arbeiten . 65 % –  Maximale Ausbeute für Tageslichtautonomie und Stromeinsparung.95 m . Zugleich ist es jedoch wichtig. Eine Tageslichtautonomie auf der gesamten Hauptnutzfläche in Höhe von 30 Prozent kann als Grenzwert angnommen werden. Die Arbeitsstätten-Richtlinie fordert hierzu: „Die Sichtverbindung nach außen muss in Augenhöhe durch Fenster. 2. Gilt als Optimalwert! Eine Erhöhung des Fensterflächenanteils über 65 Prozent bringt keine weiteren Verbesserungen hinsichtlich dieser beiden Kriterien.2 m über Fußbodenoberkante.Licht Tageslicht Das Tageslicht beeinflusst das Wohlbefinden. . eine möglichst weitreichende Tageslichtnutzung ist hier vorteilhaft. Der Tageslichteintrag ist ausreichend. Die geforderte Nennbeleuchtungsstärke ist mit 500 lx relativ hoch. Durch Computerarbeit ergeben sich besondere funktionale Anforderungen an die Tageslichtnutzung in Arbeitsräumen.

5 1.3 4. damit eine Belichtung ausschließlich mit Tageslicht ausreicht. Der Tageslichtquotient bezieht sich in der Regel auf bedeckten Himmel mit einer Außenbeleuchtungsstärke von 10 000 lx.Minimum 20 > 3 Prozent – Tageslicht ausreichend < 3 Prozent – Kunstlichtbedarf 1 Prozent – Grenze für das absolute Minimum: zu einem Großteil der Nutzungsstunden wird die Einschaltgrenze von 75 lx erreicht (DIN 5034). Schreib.8 4.4 3. Bei Arbeitsplätzen in Fensternähe ist das möglich.9 2. Um in einem Büroraum mindestens 300 lx zu erreichen. sind je nach Beleuchtungsstärke außen verschiedene Tageslichtquotienten erforderlich (siehe Abbildung). an 50 Prozent sogar 300 lx.4 1. Bei einem Tageslichtquotienten von 3 Prozent werden an 90 Prozent der Tagesstunden 75 lx erreicht. Erforderlicher Tageslichtquotient (D) für 300 lx im Arbeitsraum je nach der Beleuchtung außen: 10 000 lx D = 3 % 5 000 lx D=6% 2 500 lx D = 12 % 15 10 5 0 0. Bei bedecktem Himmel wird in Mitteleuropa außen eine Beleuchtungsstärke von: – 10 000 lx an 50 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 5 000 lx an 75 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 2 500 lx an 90 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten.Arbeiten 3% .tageslichtorientiert 1% . Die DIN 5035 / EN 12464 fordert für „tageslichtorientierte Arbeitsplätze“ eine Beleuchtungsstärke von 500 lx (CAD-Arbeitsplatz.0 1.3 Tiefe der Tageslichtbeleuchtung bei einer Außen-Beleuchtungsstärke von 10 000 lx Tageslichtquotient Das Tageslichtangebot wird mit dem Tageslichtquotienten D beschrieben.und Lesetätigkeiten) beziehungs­ weise wenigstens 75 lx (subjektive Ein­­ schaltgrenze für Kunstlicht). Bei dieser Außenbeleuchtungsstärke muss der Tageslichtquotient mindestens 3 Prozent betragen.9 3. Oberlichtbereich: Wichtig für Tageslicht Mittlerer Bereich: Wichtig für Ausblick und Tageslicht Brüstungsbereich: Ohne nennenswerten Nutzen für Tageslicht Bereiche der Belichtung in der Fassade 430 Raumpilot Grundlagen .4 2. Dieser entspricht dem Verhältnis der Beleuchtungsstärke innen zur Beleuchtungsstärke außen.8 5. multipliziert mit dem Faktor 100.

beziehungsweise Blendschutzsystemen. Tageslichtlenksysteme Mittels Tageslichtlenksystemen kann die Tageslichtnutzung optimiert werden. hierfür wird ein Tageslichtquotient D > 3 Prozent empfohlen. Eine gute Lichtlenkung erfordert zusätzlich zum Fassadensystem im Raum helle. Beleuchtung Heizen und Lüften Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Bürogebäudes Beleuchtung Heizen und Lüften Warmwasser Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Wohngebäudes zum Vergleich Tageslichtorientierter Arbeitsplatz: Ein tageslichtorientierter Arbeitsplatz hat eine Tageslichtautonomie von mindestens 70 Prozent. Diese Systeme leiten einen Teil der Außenstrahlung in den Innenraum und reduzieren zugleich auch unerwünschte Blendungen oder störende Reflexionen. zwischen den Scheiben im Isolierglas oder außenliegend angeordnet werden. reflektierende Deckenoberflächen oder spezielle Reflektorelemente (siehe „Sonnenschutz. das heißt dass mindestens an 70 Prozent der Nutzungsstunden ausreichend Tageslicht vorhanden ist und kein Kunstlicht zugeschaltet werden muss. da in den meis­ ten Verwaltungsbauten ein großer Teil des gesamten Energiebedarfs für die Beleuchtung gebraucht wird. Dies entspricht einem Tageslichtquotienten von etwa 3 Prozent (Leitfaden Elektrische Energie LEE). Aufgrund der längeren Nutzungszeiten und vor allem wegen der höheren Nennbeleuchtungsstärke wird in Verwaltungsbauten der größte Energieanteil für Kunstlicht benötigt. Raumpilot Grundlagen 431 Arbeiten . die Hauptnutzflächen ausreichend mit Tageslicht zu versorgen. Die Systeme können prinzipiell innenliegend. Durch diese Umlenkung wird die Beleuchtung in Fensternähe etwas reduziert zugunsten einer besseren Beleuchtung der Raumtiefen.  Ein möglichst großer Teil der Nutzflächen sollte „tageslichtorientiert“ sein. Aus diesem Grund sollte bei der Planung von Verwaltungsgebäuden versucht werden.Licht Intelligente Tageslichtplanung Ein großer Vorteil der Tageslichtnutzung ist das Energieeinsparpotenzial. Diese Systeme lenken einen Teil des Tageslichts ins Rauminnere und verbessern dadurch die Tageslichtversorgung auch in großen Raumtiefen. Die Energieverbrauchsverteilung eines typischen Verwaltungsbaus mit gutem Dämmstandard unterscheidet sich deutlich von der eines entsprechend gedämmten Wohngebäudes. Im einfachsten Fall kann hierfür ein Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen eingesetzt werden. Reflexionsgrade“). Es gibt auch Kombinationen aus Tageslicht­ lenksystemen und Sonnen.

Spiegelprofile: Speziell geformte Profile lassen flacheinstrahlendes Licht durch. Laser Cut Panels: Starres System oder drehbare Elemente. System ist eine Kombination aus Sonnenschutz. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. System dient nur der Tageslichtlenkung nicht aber dem Sonnenschutz. Sie lenklen Sonnenlicht durch mit Laser hergestellte Einschnitte um. Lichtlenkglas Nutzung des Zwischenraums von Doppelglasscheiben Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Können auch innenliegend angebracht sein. während steil einfallende Strahlung ausgeblendet wird.bzw. 432 Raumpilot Grundlagen . Lichtschwerter: Lichtschwerter sind im oberen Drittel eines Fensters montiert und schützen den fensternahen Bereich vor direkter Sonnenstrahlung.Arbeiten Lichtlenksysteme Außenliegende Systeme zur Tageslichtlenkung Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Blendschutz und Tageslichtlenksystem. Jalousien: Jalousien deren Lamellen bereichsweise einstellbar sind.

Die Leuchtdichte wird durch die Beleuchtungsstärke und Reflexionsgrade der Oberflächen bestimmt (DIN EN 124641. Der innenliegende Sonnenschutz gibt die absorbierte Strahlung und einen Teil der reflektierten Strahlung als Wärme an den Innenraum ab. die unmittelbare Umgebung mit 300 lx. Raumpilot Grundlagen 433 Arbeiten . sind spezielle Blendschutzsysteme erforderlich. zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen und Reduzierung der Einschaltdauer von Kunstlicht. – Wärmeschutz: zur Redzuzierung der Wärmedurchgangskoeffizienten mit dem Ziel der Heizenergieeinsparung.und zurückziehbar sein. Durch den Blendschutz sollte der Blick nach außen jedoch möglichst wenig gestört werden. Bei einem außenliegenden System kann nur der Strahlungsanteil zu einer Aufwärmung des Raums beitragen.Licht Sonnen-/Blendschutz Funktionen von Sonnenschutzsystemen – Hitzeschutz: zur Reduzierung der Raumaufheizung und der damit verbundenen Kühllasten. – Blendschutz: zur Optimierung der Arbeitsplatzbedingungen insbesondere an Bildschirm­ arbeitsplätzen. – Lichtlenkung: zur optimierten Ausleuchtung von Räumen. Blendschutzsysteme sollten flexibel vor. Empfohlene Reflexionsgrade). Blendschutzaufgaben Wenn der Blendschutz nicht durch andere Systeme im erforderlichen Umfang gewährleistet werden kann. Der direkte Arbeitsbereich sollte mit einer Beleuchtungsstärke von 500 lx versorgt sein. Leuchtdichteverteilung Eine sinnvolle Leuchtdichteverteilung liegt bei 10:3:1 für die Bereiche der Sehaufgabe „unmittelbare Umgebung“ und „fernes Umfeld“ . Blendschutzsysteme werden meist innen am Fenster angeordnet. da sie die Tageslichtausleuchtung vermindern.

bei geringem Fensterflächenanteil Sonnenschutzglas sehr niedrig systemabhängig systemabhängig Lichtlenkung möglich.Arbeiten Sonnen-/Blendschutz Sonnenschutz Jalousie innen Wartungsaufwand Regelbarkeit Ausblick Tageslicht niedrig sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz erforderlich nur an Südfassaden sinnvoll Rollo außen hoch gut materialabhängig Ausblendung direkter Strahlung. Ausblick nur bedingt möglich wirkt als Blendschutz im Atrium und bei niedrigen Anforderungen Jalousie außen sehr hoch sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. variabler Lamellenwinkel Blendung an Lamellen­ unterseite niedrige Gebäude Blendung Einsatz 434 Raumpilot Grundlagen . Oberlichtbereich Vorbau + Blendschutz innen ohne Blendschutz uneingeschränkt Ausbildung als Lichtlenksys­ tem möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig Dachverglasung. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig bei Windexposition.

Fassade Raumpilot Grundlagen 435 Arbeiten .

Fassade Arbeiten 437 438 440 442 444 Fassade Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade 436 Raumpilot Grundlagen .

Blendschutz – Installation – Schallschutz – Brandschutz Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade Raumpilot Grundlagen 437 Arbeiten . Funktionale Anforderungen an die Fassade: – Konstruktion – Belichtung – Belüftung – Sonnenschutz. Bei besonders schwierigen Aufgaben wird dazu ein eigener Fassadenplaner hinzugezogen. Zur Ermittlung der ersten Grundlagen dient dieses Kapitel.Fassade Fassade Im Entwurf der Bürohausfassade vereinigen sich hochkomplexe Anforderungen.

50 m ca.Arbeiten Lochfassade Konstruktion – Fassade meist massiv und tragend.Minimum Schnitt ca. 150 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional begrenzt Sonnenschutz – Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes in Sturz und Fensterlaibung technisch einfach und witterungsgeschützt möglich. geringer solarer Strahlungseintrag Belüftung – die Art der Belüftung ist optional.tageslichtorientiert 1% . 150 438 Raumpilot Grundlagen . natürliche Lüftung mindert den Grad der erreichten Dämmwirkung –  Verbesserung duch Installation eines Kastenfensters Grundriss 3% . erfolgt aber meist aufgrund des höheren Nutzkomforts und des Einsatzes einzelner unabhängiger Fensterelemente auf natürlichem Weg Schallschutz – eingeschränkter Schallschutz. Fens­ ter  schließen ein „Loch“ in der Fläche Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 30 Prozent –  Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bereits ab einer Raum­ tiefe von ungefähr 1.

und Deckenbereiche bleiben frei.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum . Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.Brandschutz . Wand. Brüstungs-.größere Geschosshöhen . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.und Datenkabel. Elektro. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile – technisch einfache Konstruktion – gute Wärmedämmwerte aufgrund geringerer Verglasungsanteile erreichbar – individuelle Steuerung – einfache Pflege und Wartung Nachteile – eingebrachte Wärme kann nicht immer in ausreichendem Maße über natürliche Lüftung abgeführt werden – eingeschränkte Flexibilität im Innenausbau – Einsatz geeignet für Zellenbürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Kastenfenster .Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  erhöhte Installations.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.Akustikprobleme .Kosten für Installation und Reinigung .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 439 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .

Minimum Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca.Arbeiten Bandfassade Konstruktion –  aneinandergereihte Elemente bilden ein horizontales Fensterband mit Sturz und einer Brüstung Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 60 Prozent – Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bei einer Raumtiefe von circa 3 m –  Energieeinsparung gegenüber 30-prozentigen Verglasung durch geringere künstliche Beleuchtung von 30 bis 40 Prozent Sonnenschutz – außenliegend. 300 Trennwandanschluss technisch schwieriger funktional flexibel Grundriss Schnitt ca. bei Anordnung in Laibungsebene etwas windgeschützter – wartungsintensiv – erhöhter solarer Strahlungseintrag Belüftung – optional. 300 Schallschutz abhängig von Öffenbarkeit der Fenster – und Art der Zarge –  Verbesserung duch Installation einer Prallscheibe 440 Raumpilot Grundlagen . meist aber natürlich – hoher Wärmeverlust im Winter und Pro­ bleme bei erhöhten Windgeschwindigkeiten 3% .tageslichtorientiert 1% .

Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Prallscheibe –  Nachtauskühlung möglich –  erhöhte Installations.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppel-/Hohlraumboden Raumpilot Grundlagen 441 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen. Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile –  gute Tageslichtausnutzung –  individuelle Steuerung –  einfache Pflege –  technisch einfach –  hohe Flexibilität im Innenausbau Nachteile –  erhöhter Wartungsaufwand des Sonnenschutzes –  höhere Installationskosten –  Einsatz häufig in Kombibürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . Wandund Deckenbereich .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + freier Brüstungs-. Brüstungs-.größere Geschosshöhen . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro. Elektro.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich. Wand.Kosten für Installation und Reinigung Schallschutzverbesserung durch Prallscheibe .Akustikprobleme .und Datenkabel.und Deckenbereiche bleiben frei.

Arbeiten Pfosten-Riegel-Fassade Konstruktion – raumhohe Verglasung –  Konstruktion aus geschweißten. 325 442 Raumpilot Grundlagen . 325 Trennwandanschluss technisch schwierig funktional flexibel Grundriss 3% . Abfall der Belichtungsintensität in der Raumtiefe nahezu analog der nur zu 60 Prozent verglasten Bandfassade Sonnenschutz –  außenliegend schwierig. selbsttragend vor den Geschossdecken stehend oder von diesen abgehängt Belichtung – Fensterflächenanteil circa 90 Prozent –  Einfluss des verglasten Brüstungsbereichs auf Lichteintrag sehr gering. aber meist natürlich –  hoher Wärmeverlust im Winter Schallschutz –  aufgrund des hohen Verglasungsanteils stark abhängig von der Schalldämmqualität der Verglasung –  Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca.Minimum Schnitt ca.tageslichtorientiert 1% . meist als Kombination mit Blendschutz innenliegend –  hoher solarer Strahlungseintrag und hoher Kostenanteil Belüftung –  optional. geschraubten oder gesteckten Pfosten.und Riegelelementen –  statische Anforderungen.

hohe Flexibilität in der Raumaufteilung –  geeignet für alle Organisationsformen Nachteile –  hoher Wärmeeintrag beziehungsweise -verlust –  erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung –  hoher Konstruktionsaufwand Installationsführung in Doppelboden + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .und Datenkabelverteilung entlang der verglasten Brüstung schwierig.und Reinigungskos­ ten –  besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.und Deckenbereiche bleiben frei.und Datenkabel.verbauter Brüstungsbereich . Installation eines Quellluftbodens leicht möglich.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade –  erhöhte Installations. Wand.Akustikprobleme . Elektro. hohe Transparenz Bewertung Vorteile –  hohe Transparenz.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Raumpilot Grundlagen 443 Arbeiten .größere Geschosshöhen .Kosten für Installation und Reinigung . Brüstungs-.Brandschutz .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen .

Deckenkopfbekleidung und Fensterflächen als offene/opake und zu öffnende/geschlossene Felder. mindestens geschosshohe Elemente.Minimum Schnitt 250 Schallschutz – abhängig von Elementierung und damit von der Schalldämmqualität der einzelnen Bauteile 444 Raumpilot Grundlagen .tageslichtorientiert 1% . Situation ähnlich der Pfosten-Riegel-Fassade – Integration in Deckenkopfbekleidung möglich – bei hohen Windgeschwindigkeiten problematisch Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. oft aber aufgrund der Integrierbarkeit dezentraler Lüftungsanlagen und dem Einsatz im Hochhausbau mechanisch 3% . meist dem Rohbau vorgehängt –  Brüstung. auch technische Anlagen/Sonnenschutz integrierbar Belichtung – Tageslichteintrag und Ausblick sind über Elementierung/Verglasungsanteil steuerbar ca.Arbeiten Elementfassade Konstruktion –  Werkseitig vorgefertigte. 250 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional flexibel Grundriss Sonnenschutz –  Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes schwierig.

und Reinigungskos­ ten – besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung – Integralfassade übernimmt dezentral Heizund Lüftungsfunktion – keine Energieverluste beim Transport von vorkonditionierter Luft – den höheren Kosten beim Einbau stehen erhebliche Einsparungen beim Gesamt­ energieverbrauch eines Bürogebäudes gegenüber Bewertung Vorteile –  Adaption an spezifische Einbausituationen aufgrund der Elementierung gut möglich – Integration energiesparender Systeme – hohe Flexibilität in der Raumaufteilung – schnelle und einfache Montage vor Ort Nachteile – hoher technischer Aufwand.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 445 Arbeiten + Dezentrales Heizen und Lüften + keine Installationen im Raum .Brandschutz .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade .Akustikprobleme .Fassade – Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade – natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich – Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade – Nachtauskühlung möglich – erhöhte Installations. einheitlich gestaltete Fassadenflächen eignen – erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . weswegen sich Elementfassaden vor allem für großflächige.Kosten für Installation und Reinigung .und Wartungskosten .hohe Installations.größere Geschosshöhen .

Arbeiten 446 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 447 Arbeiten .

Planungsregeln/Literatur Arbeiten 449 451 451 451 Normen Richtlinien Verordnungen Literatur 448 Raumpilot Grundlagen .

Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN 1946-2 / 1994-01 / Raumlufttechnik. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto­ Grundfläche (Nutzflächen. Anforderungen.Planungsregeln/Literatur Planungsgrundlagen Normen DIN 107 / April 1974 / Bezeichnung mit links und rechts im Bauwesen DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe.und des Jahresheizenergiebedarfs DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2006 / Berichtigungen zu DIN V 4108­ 6:2003­ 06 DIN 4108-7 / Januar 2009 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 7: Luftdichtheit von Gebäuden. Anforderungen.R für den Nachweis der Eignung nach DIN 4109 aus Werten des im Labor ermittelten Schalldämm-Maßes Rw Raumpilot Grundlagen 449 Arbeiten .und Ausführungsempfehlungen sowie Beispiele DIN 4108-10 / Juni 2008 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe – Werkmäßig hergestellte Wärmedämmstoffe DIN 4108 Beiblatt 1 / April 1982 / Wärmeschutz im Hochbau – Inhaltsverzeichnisse. Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung DIN V 4108-4 / Juni 2007 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 4: Wärme. Planungs.und Ausführungsbeispiele DIN 4108-Berichtung 1 / April 2002 / Berichtigungen zu DIN 4108-3:2001-07 DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-1 / Oktober 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Anforderungen DIN 4109 Beiblatt 1 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 4109 Beiblatt 2 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Hinweise für Planung und Ausführung – Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz – Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. Stichwortverzeichnis DIN 4108 Beiblatt 2 / März 2006 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärmebrücken – Planungs. Gesundheitstechnische Anforderungen (VDI-Lüftungsregeln) ZURÜCKGEZOGEN s 600 DIN 4066 / Juli 1997 / Hinweisschilder für die Feuerwehr DIN 4102-5 / September 1977 / Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen – Feuerschutzabschlüsse DIN 4108-1 / August 1981 / Wärmeschutz im Hochbau – Größen und Einheiten DIN 4108-2 / Juli 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz DIN 4108-3 / Juli 2001 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz.und feuchteschutztechnische Bemessungswerte DIN V 4108-6 / Juni 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme.und Arbeitsbereich DIN 4109 Beiblatt 3 / Juni 1996 / Schallschutz im Hochbau – Berechnung von R‘ w.

Änderung A2 DIN 4109-11/A1 / September 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Änderung A1 DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln. Deutsche Fassung EN 1125:2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen EAE 85/95 / Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen (zurückgezogen) EN 13761 / 2002 / Bueromoebel. Prüfung DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5035-3 / Juli 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen DIN 5035-6 / November 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 6: Messung und Bewertung DIN 5035-7 / August 2004 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 7: Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Sicherheitstechnische Anforderungen.und Eignungsprüfung DIN 4109 Beiblatt 1/A1 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Ausgüsse – Begriffe DIN EN 1125 / April 2008 / Schlösser und Baubeschläge – Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen – Anforderungen und Prüfverfahren.Arbeiten DIN 4109/A1 / Januar 2001 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise – Änderung A1 DIN 4109 Berichtung 1 / August 1992 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-11 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Änderung A1 DIN 4109 Beiblatt 1/A2 / Februar 2006 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Besucherstuehle EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen – Deut­ sche Fassung EN 12464-1:2002 450 Raumpilot Grundlagen .und Eignungsprüfung. Empfehlungen und Prüfung DIN 14090 / Mai 2003 / Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken DIN EN 14090 / Oktober 2002 / Luft.und Raumfahrt – Raumfahrtproduktsicherung Brennverhaltenstest für die Auswahl von Raumfahrtmaterialien – Deutsche und Englische Fassung EN 14090:2002 DIN 18040-1 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 18650-1 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren DIN 18650-2 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 2: Sicherheit an automatischen Türsystemen DIN 68905 / Februar 1977 / Kücheneinrichtungen – Lüftungsgeräte – Begriffe DIN 68906 / September 1977 / Kücheneinrichtungen – Spülen.

die mit weniger Energie mehr leisten. Michael. Christoph: Lichtbuch. Mario: Raumpilot Arbeiten. München 2006 Hausladen. Tvrtković.. Berlin. Basel. Weg+Raum. lernen. Basel.2 / 1988-01 / Verkehrswege ASR  29/1-4 / 1977-05 / Pausenräume. Bad Münder 1997 Raumpilot Grundlagen 451 Arbeiten . Basel. München 2005 Gasser. Die Praxis der Lichtplanung.und Energiekonzepte für Gebäude. Liedl. Staniek. Berlin 2004 Knirsch. Simone. Jürgen: Eingang. Boston 2002 Hausladen. Leinfelden-Echterdingen 1998 Wilkhahn (Hrsg. Berlin 2003 Herzog. de Saldanha. Klauck. Carolin. Lang.): BürobauAtlas. Markus. Thomas..): konferieren.a.Planungsregeln/Literatur Richtlinien VDI-Richtlinie 2719 Schalldämmung von Fenstern und den Zusatzeinrichtungen. Berlin 2001 Eisele.): Entwurfsatlas Bürobau. Rainer. Krippner. 2009 Amtlich anerkannte technische Regeln und Richtlinien: Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ASR 10/1 / 1985-09 / Türen und Tore ASR 17/1. Jeska. zur Brügge. diskutieren. Gerhard: Einführung in die Bauklimatik. Konzepte für Gebäudehüllen. Blatt 3 Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung verschiedener Tätigkeiten Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) August 2004. Gerhard. Bettina (Hrsg. Petra: ClimaSkin. Boston. August 1987 VDI-Richtlinie 2058. Klima. Werner: Fassaden-Atlas. Ulrike. u. Stuttgart. Geissmar-Brandi. Literatur Brandi. Zürich 2010 Hascher.Einrichtungs-Handbuch für Kommunikationsräume. Roland. Johann. Birgit (Hrsg. geändert 2008 Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik – Leitlinien für Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) LV 40.

Arbeiten 452 Raumpilot Grundlagen .

Lernen 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567 Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen. Verteilen und Flüchten Veranstalten und Feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und Verwalten Recherchieren und Informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 453 .

abweichen! Als Grundlage für die Programmentwicklung von Schulen werden in Deutschland die 454 Raumpilot Grundlagen . von Bestandssanierungen und gleichzeitig auch von Neubauplanungen aufgrund der Nachfrage nach Schulangeboten mit alternativen pädagogischen Ausrichtungen. In den neuen Bundesländern soll sich dieser prophezeite Rückgang am stärks­ ten auswirken. Seit Juli 1998 gibt es eine Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Sie werden inzwischen in Hinblick auf zahlreiche Detailvorgaben diskutiert und auch hinterfragt. da sie nach wie vor für die Festlegung von Mindeststandards herangezogen werden.1 Millionen zurückgehen. Ganz andere Herausforderungen ergeben sich in diesem Bereich durch den demografischen Wandel. Architekten sind durch diese vielfältigen Wandlungsprozesse besonders gefordert. Die Schulbauempfehlungen der Länder stammen noch aus den 1980er Jahren (die ASE Baden-Württemberg stammen aus dem Jahr 1983). in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. Diese können in Einzelfällen von sonstigen Vorgaben.beziehungsweise Mindestanforderungen im Schulbau vermitteln. die sich auch auf die Schulgebäude bezieht. wobei bereits im Jahr 2010 mit 11. Diese Prognosen lassen in den kommenden Jahrzehnten Schulzusammen­ legungen und auch Schulschließungen erwarten. gewohnte Konzeptionen und Detailllösungen im Schulbau zu überdenken und gegebenenfalls auch ungewohnte. In BadenWürttemberg wurde im Februar 2006 eine neue Schulbauförderrichtlinie erlassen. Sinnvolle und qualitätvolle bauliche Lösungen für die geänderten Anforderungen im Schulbau könnnen möglicherweise einen „kreativen Umgang“ mit diesen Planungsvorgaben erfordern. Parallel wächst jedoch die Bedeutung von Schulumbauten für den Ganztagesbetrieb. Die schlechten Evaluationsergebnisse der beiden PISA-Studien scheinen mit Auslöser für die gegenwärtige kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem zu sein. Entsprechend den Modellrechnungen der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2007 wird die Zahl aller Schüler in Deutschland von knapp 12. §38. denn schon in naher Zukunft werden sinkende Schülerzahlen erwartet. Die ASE werden in diesem Kapitel dennoch als Planungsgrundlage zitiert.8 Prozent) auf knapp 10. beispielsweise von der LBO.5 Millionen ein neuer Tiefststand für das wiedervereinigte Deutschland erreicht sein wird. Bei der Planung von Schulgebäuden müssen auch die speziellen und teilweise sehr detaillierten Forderungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) berücksichtigt werden.3 Millionen im Jahr 2005 bis 2020 um 2.2 Millionen (17 . die gegenüber der früheren „Bauaufsichtlichen Richtlinie für Schulen (BASchulR 1976)“ erheblich gestrafft und gekürzt wurde. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Musterraumprogramme der Schulbauförderrichtlinien beziehungsweise Schulbaurichtlinien und für Orientierungswerte auch die Schulbauempfehlungen der einzelnen Bundesländer herangezogen. aber angemessene Lösungsvorschläge zu entwickeln. Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39 (11)). 2).Lernen Kaum eine andere Bauaufgabe ist in Deutschland derzeit so stark von den sich wandelnden Rahmenbedingungen und von der Suche nach Neuorientierung betroffen wie der Schulbau. der aktuellen Diskussion wird häufig Die folgenden Seiten sollen einen Überblick über diese Standard. Hinweise zu den Planungsvorgaben im Kapitel „Lernen“: Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ .

Schulsystem Raumpilot Grundlagen 455 3 4 5 6 1 7 3 2 8 9 4 10 5 Lernen 11 7 6 12 13 9 8 14 15 10 16 11 17 12 18 13 19 20 21 22 23 .

Schulsystem Lernen 457 Das deutsche Schulsystem 456 Raumpilot Grundlagen .

In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule abweichend die Klassenstufen 1 bis 6. (13) 12 11 10 9 8 7 6 5 4 Sekundarbereich II Primarstufe Die Primarstufe umfasst die Klassenstufen 1 bis 4 der Grundschule. bis zum 6. Kindergärten und in den zu Grundschulen gehörenden Vorklassen (bundeslandabhängig). Vorschulbereich 4 5 Primarbereich 7 8 9 Raumpilot Grundlagen 457 Lernen Lehre/Ausbild. auch gymnasiale Oberstufe genannt.Schulsystem Das deutsche Schulsystem Das deutsche Schulsystem ist in vier übergeordnete Stufen gegliedert: Elementarstufe Die Elementarstufe umfasst die vorschulische Erziehung vom 3. Die Klassenstufen 5 und 6 dieser beiden Länder werden als „schulartunabhängige Orientierungsstufe“ eingeordnet. Schuljahre 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Alter Studium Allg. Sekundarstufe I Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen. Berufsschulreife Mittlere Reife Hauptschule Realschule Gymnasium Sekundarbereich I 6 Grundschule Gesamtschule 3 2 1 3 Kindergarten Sekundarstufe II Die Sekundarstufe II. Hochschulreife Fachhochschulreife Lehre/Ausbild. In der Regel sind dies die Klassenstufen 5 bis 9 oder 10. die auf die Grundschule (Primarstufe) folgen und traditionell in gegliederten Bildungsgängen unterrichtet werden. Langfristig werden voraussichtlich alle Bundesländer die Schulzeit am Gymnasium auf 8 Jahre verkürzen (G8) und diese mit der Klassenstufe 12 beenden. Hochschulreife Fachhochschulreife Studium Allg. Lebensjahr in Kindertagesstätten. Tertiärer Bereich . umfasst die Klassen 11 bis 12 oder 13.

Lernen 458 Raumpilot Grundlagen .

Lage und Orientierung Raumpilot Grundlagen 459 Lernen .

Lernen Lage und Orientierung 461 461 461 462 462 Lage des Grundstücks Größe des Grundstücks Pausenflächen Orientierung Geschosszahl 460 Raumpilot Grundlagen .

Für die offenen überdeck­ ten Pausenflächen sind circa 0.3 m² je Schüler vorzusehen. Größe des Schulgrundstücks Die Größe des Schulgrundstücks sollte überschlägig circa 20 m² je Schüler entsprechen (ohne Sportgelände. Bei entsprechender Lage und den entsprechenden organisatorischen Voraussetzungen. Außenflächen und Orientierung von Schulen zusammengefasst. können geeignete öffentliche Parkflächen und sonstige öffentliche Anlagen auch als offene Pausenflächen mit angerechnet werden (ASE BW). damit sie von Schülern. Lehrern und Besuchern zu Fuß. wie Rauch. Gerüche oder Geräusche. angrenzende öffentliche Grün­ flächen oder sonstige außerschulische Einrichtungen (zum Beispiel eine Schwimmhalle) in den Nutzungsbereich der Schule mit einbezogen werden können. Entsprechend der Schulbauempfehlung für Baden-Württemberg sollten schwer bebaubare Grundstücke aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als Schulstandort möglichst vermieden werden (ASE BW). beeinträchtigt sein. mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr gut und gefahrlos erreicht werden können.10 m besitzen (ASE BW). Sportbauten und Wohnungen) (ASE BW). sie sollten eine lichte Höhe von mindestens 2. Grundsätzlich wird für Schulen eine möglichst verkehrsgünstige Lage empfohlen.Lage und Orientierung Lage des Grundstücks Mit der Wahl des Schulstandorts und dem Zuschnitt des Schulgrundstücks werden wesentliche Bedingungen für die Schulbauplanung festgelegt. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Band „Raumpilot Lernen“ . In diesem Kapitel werden wesentliche Planungsempfehlungen der ASE zu Lage. Das Grundstück sollte zugleich jedoch nicht durch Immissionen von außen. Raumpilot Grundlagen 461 Lernen . Auch aus diesem Grund wird eine möglichst zentrale Lage in einem Schuleinzugsgebiet gegenüber einer Orts. Pausenflächen Es sollten offene und zusätzlich auch offene überdeckte Pausenflächen zur Verfügung stehen. An offenen Pausenflächen sollten mindestens 3 bis 5 m² je Schüler ausgewiesen werden (bei Grundschulen mindestens 5 m² je Schüler). wenn angrenzende Sportflächen.oder Stadtrandlage empfohlen. Eine Schulanlage kann erheblich aufgewer­ tet werden. Staub.

mit bedacht werden. 5. wie die spezifische Grundstückslage. Für die Orientierung der Räume muss letztendlich jedoch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren.5) Geschosszahl Die Zahl der Geschosse sollte bei Schulen auf höchstens vier beschränkt sein. Speziell für Zeichensäle und Computerräume wird grundsätzlich eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung angestrebt und daher eine Nord-Orientierung empfohlen. die übergeordnete städtebauliche Konzeption und die Nutzungsverteilung in der Gesamtanlage. selbstständige Grundschulen sollten maximal zwei Geschosse besitzen. für selbstständige Grundschulen maximal zwei Vollgeschosse empfohlen (ASE. Schulgebäude allgemein ≤ 4 Geschosse Grundschulen Grundschule ≤ ≤2 2 Geschosse Geschosse Geschosszahl Für Schulgebäude werden maximal vier Vollgeschosse. Barrierefreiheit Schulanlagen sind entsprechend MBO § 50 (2) beziehungsweise LBO BW § 38 (2) grundsätzlich barrierefrei zu gestalten 462 Raumpilot Grundlagen .Lernen Orientierung Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Sonnenschutz) empfiehlt die ASE BW eine Nord-Süd-Orientierung der Hauptfassaden des Schulgebäudes.

Typologie Raumpilot Grundlagen 463 Lernen .

Lernen Typologie 465 465 465 466 466 466 467 467 468 468 Lineares System Winkel-System H-förmiges System U-förmiges System Kamm-System System mit zentralem Fokus Atrium-System Netz-System Kompaktes System Pavillon-System 464 Raumpilot Grundlagen .

Schule als Einheit räumlich erfassbar M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 465 Lernen . teilumschlossene Außenräume können gebildet werden Erschließung: übersichtlich Erweiterbarkeit: prinzipiell in beide Richtungen erweiterbar H-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: Ausbildung eines „Innenhofs“ mit Überdachung oder Teilüberdachung möglich Erschließung: Erschließungssystem mit zentralem Bereich. einfach. klar und übersichtlich Erweiterbarkeit: in Bauabschnitte unterteilbar. klar und übersichtlich Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit. prinzipiell in Längsrichtung erweiterbar Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit Winkel-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: städtebauliche Bezüge aufnehmbar.Typologie Lineares System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Erschließung: linear.

nach außen: Baukörper ermöglicht Gestaltung von drei unterschiedlichen Außenraumbereichen. übersichtlich Orientierung: gut und überschaubar. Schule als Einheit räumlich erfassbar Kamm-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. differenzierte. Verzahnung mit Umfeld oder Abgrenzung zum Beispiel mit Bepflanzung möglich Erschließung: U-förmige Erschließung. eventuell Ausbildung weiterer Außenraumkanten durch Bepflanzung et cetera sinnvoll Erschließung: lineare Erschließung vom Zentrum aus Orientierung: gute Orientierung und Überschaubarkeit durch Bezug zum Zentrum 466 Raumpilot Grundlagen . Schulgebäude „verzahnt“ mit dem Außenraum.und Querrichtung erweiterbar Orientierung: der Gleichwertigkeit der Kammstruktur kann durch unterschiedlich gestaltete Innenhöfe entgegengewirkt werden System mit zentralem Fokus Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: nach innen: zentrale Aula – Treffpunkt.Lernen U-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. gut proportionierte Außenraumbildung möglich Erweiterbarkeit: prinzipiell in Bauabschnitten realisierbar und in Längs.

ringförmig innen. offen für Veränderungen der Baustruktur nach außen Orientierung: aufgrund gleichwertiger Erschließungsflure ist die Orientierung schwieriger als bei den anderen Systemen M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 467 Lernen . Wechsel der Erschließung nach außen und Belichtung von Raumgruppen über den Innenhof bei genügend großem Innenhof prinzipiell möglich Orientierung: gut und überschaubar. Orientierung in vier verschiedene Himmelsrichtungen Städtebauliche Einbindung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: horizontale Erschließung.Typologie Atrium-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich. hoher Verkehrsflächenanteil Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich. Schule als Einheit räumlich erfassbar Netz-System Belichtung: über Innenhöfe können alle Klassenräume natürlich belichtet werden Erschließung: lange Erschließungsstraßen.

insgesamt jedoch sehr raumgreifende Anordnung (hoher Flächenverbrauch) Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich durch Addition weiterer Pavillons Besonderheit: starker Außenraumbezug. ermöglicht Identifikation der Schüler mit dem „eigenen“ ablesbaren Schulgebäude M 1:2500 468 Raumpilot Grundlagen .Lernen Kompaktes System Belichtung: je nach System tiefe Räume. über Innenhöfe oder Atrien können Klassenräume im inneren Bereich natürlich belichtet werden Raumbildung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: vertikale Erchließung. günstiger Gebäudemaßstab. horizontale Erschließung überlagert eventuell den „GroßraumUnterrichtsbereich“ Besonderheit: Klassenraum löst sich auf zugunsten einer offenen Lernlandschaft mit unterschiedlichen „Lern.und Funktionsinseln“ Pavillon-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume. Belichtung der Räume zusätzlich von mehreren Seiten möglich Raumbildung: raumbildende Gruppierung möglich.

Programm Kunst Verwaltung Musiksaal Bibliothek Lehrer Fachunterricht Foyer Aula Schulhof / Pausenhof UnterUnterrichtsräume richtsräume Gruppenräume Gruppenräume WC / Nebenräume Treffpunkt Ankommen / Fahrräder PKW / Bus Raumpilot Grundlagen 469 Lernen Information .

Lernen Programm 471 472 Raumprogramm Raumprogramm Gymnasien 470 Raumpilot Grundlagen .

entsprechend den Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) können in Baden-Württemberg seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. Mit den 40 Prozent Nebenflächen werden Verkehrsflächen (Treppenhäuser.und Geräteräume) ausgewiesen. Aufzüge). Entsprechend den Schulbauförderrichtlinien wird ein Verhältnis von der ausgewiesenen Programmfläche zu den Restflächen von 60 Prozent zu 40 Prozent als wirtschaftlich angesehen. Schule für geistig Behinderte.2%) Lernen Lehrer/ Verwaltung 330m² (4.6%) Informationsbereich 324m² (4. Realschule. Nebenräume.9%) Naturwissenschaftlicher Unterricht 1023m² (14.Programm Raumprogramm In den Schulbauförderrichtlinien der Länder (SchBauFR) sind detaillierte Modellraumprogramme festgelegt. Abstell. Putz-.3%) Aufenth. 138m² (1. Berufliche Schule) und nach Anzahl der Züge differenziert.5%) Beispielhaft ist das Raumprogramm eines allgemeinbildenden vierzügigen Gymnasiums in Baden-Württemberg dargestellt. Raumpilot Grundlagen 471 . Förderschule. Diese sind nach Schultyp (Grundschule.5%) Musisch-Technischer Bereich 537m² (7 . 40%) Allgemeiner Unterricht 1968m² (27 . Funktionsflächen (zum Beispiel Räume für Haustechnik) und Nebennutzflächen (zum Beispiel Sanitär-. Flure. Für das Verhältnis von umbautem Raum (m3) zu Programmfläche (m2) werden 7 : 1 als wirtschaftlich angegeben. Hauptschule. Erschließung 2880m² (ca. Gymnasium.

/ Sammlung Versuchs-. Schema zur Ermittlung des Raumbedarfs für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg (Stand 1. In BadenWürttemberg können seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. Quelle (Restfläche) Physik Prakt. März 2006) Allgem. Unterr. Hinweis: Die Raumprogrammvorgaben der SchBauFR werden inzwischen in verschiedenen Detailpunkten durchaus kritisch hinterfragt. *1. *5 *6 *1.Lernen Mittlere Klassenräume Beispielhaft werden für einen Überblick die Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg aufgeführt.Exper. *5 Bereichsgröße qm 2zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 3zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 4zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 5zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl 66 66 66 66 1104 60 54 84 90 6 10 1530 60 54 84 90 9 12 1968 60 54 84 90 12 16 2460 60 54 84 90 15 20 5 2 1 66 4 2 1 66 4 2 1 48 2 1 1 48 *6 *1.-Bereich(AUB) Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich (NUB) Biologie LÜ ./ Sammlung Physik Vorber.raum (Restfläche) *6 Große Klassenräume Kleine Klassenräume Anzahl der Züge Chemie Vorber. Physik LÜ Chemie LÜ Biologie Prakt./ Sammlung Neutr. *5 576-600 60 84 90 1 1 804-840 60 84 90 1 2 1 60 84 90 2 1 1 48 84 1 60 84 90 2 1 72 - 1002-1044 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 60 120 - 1008-1050 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 66 120 - 472 Raumpilot Grundlagen Biologie Vorber.

Lehrerzimmer mit Garderobe) Computerraum (einschließlich Nebenraum) Serverraum (Restfläche) Sekretariat und Registratur Elternsprech-.und Verwaltungsbereich (LVB) Informationsbereich (IB) Aufenthaltsbereich allg.Programm Lehrerbereich (z.B. Bei einer Standardgröße von 90 m² können hier in der Regel 32 Schüler unterrichtet werden. *6 Teilbar *7 Je nach örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen. Raum -Oberstufe*7 Musiksaal Stellvertreter 96-132 24 48 48 84 1 1 1 2556 2640 72 12 66 78 18 24 1 72 1 1 1 450-486 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 516-558 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 72 72 108-144 24 60 48 84 1 1 1 3456 3564 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4260 4380 522-564 72 24 66 78 2 1 2 18 24 1 72 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4854 4974 Raumpilot Grundlagen 473 Lernen . Aufenthaltsraum *1 Die Lehrübungsräume sollen als multifunktional nutzbare naturwissenschaftliche Fachräume gestaltet werden. können zusätzliche Flächen anerkannt werden. Gesamtprogrammfläche (GPF) Musisch-Technischer Bereich (MTB) Lehrer. *3 Eventuell als Podium mit Schränken *4 Je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen *5 Anstelle eines Lehrübungsraums kann je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen ein Lehrsaal (ansteigend) vorgesehen werden. sollten Übungszellen mit 6 m² Programmfläche zusätzlich vorgesehen werden. *2 Der Musikraum kann durch schalldichte Faltwände mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle verbunden sein (für Gemeinschaftsveranstaltungen). Sofern erforderlich. Falls eine Mensa (Küche und Speisesaal) eingerichtet wird. Krankenu. Der Aufenthaltsbereich kann auch als Cafeteria ausgestaltet sein. Fachraum für Bildende Kunst Nebenraum für Bildende Kunst Universalraum Hausmeister Schulbibliothek Kartenraum *2 *3 *4 306-330 234 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 282 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 330 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 378 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 258 24 18 48 18 12 186 18 54 1 1 1 1 1 1 366 54 30 1 216 24 18 42 18 12 156 18 48 1 1 1 1 1 1 1 324 48 30 1 174 24 18 36 18 12 126 18 42 1 1 1 1 1 1 1 282 42 30 1 132 24 18 30 18 12 96 18 36 240 36 30 Fotolabor Fotolbor *4 Kopierraum (Restfläche) Schulleiter Lehrmittel Lehrmittel Schülerarb. Arztzimmer Nebenraum Musik Schülermitverant.

Lernen 474 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Raumpilot Grundlagen 475 Lernen .

Lernen Ankommen 477 478 478 478 479 Ankommen außen Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Pkw-Stellplätze Platzbedarf an Bushaltestellen 476 Raumpilot Grundlagen .

dass Schüler und Schülerinnen nicht direkt in den Straßenverkehr laufen können. daher muss auf gefahrlose Wegefüh- rungen geachtet werden. § 13).Ankommen Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Veranstalten und Feiern Ankommen außen Essen und Freizeit verbringen Unterrichten allgemein Unterrichten fachbezogen Funktionsbeziehungen Ankommen außen Ankommen außen Je nach Lage der Schule können die Bedingungen für die Erschließung von außen und für die Gestaltung der Vorbereiche sehr unterschiedlich sein. Bei den Parkierungsflächen sollte darüber hinaus eine für den Schulbetrieb störungsfreie Lage vorgesehen werden. Zufahrten und Parkierungsflächen für Pkw und Stellplätze für Fahrräder eingeplant werden. § 13 und GUV-V S1. Die DIN empfiehlt hier eine Abtrennung entweder durch Geländer oder Pflanzstreifen zwischen dem Schulgrundstück und der Fahrbahn (DIN 58125. Grundsätzlich sollten die Parkierungsflächen von den Pausenhofflächen getrennt angeordnet werden. Im Zugangsbereich vieler Schulen müssen Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr (meist für Busse). Ausgänge von Schulgrundstücken sind so zu gestalten. Raumpilot Grundlagen 477 Lernen . Bei der Planung dieser Bereiche steht die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen an erster Stelle.

beispielsweise für öffentliche Abendveranstaltungen. § 74 (2)). § 14 und GUV-V S1. ► Die Inhalte der DIN 58125/ Juli 2002: Schulbau. Notwendige Rampen zu Fahrradstellplätzen dürfen maximal 25 Prozent Neigung besitzen. § 14). zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre Berufsschulen. Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsminis­ teriums für die Herstellung notwendiger Stellplätze (VwV Stellplätze) werden für Schulen folgende Stellplatzzahlen gefordert: Grund. Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der Pkw-Stellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ . Anhang I/5. mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 der Gesetzlichen Unfallversicherung 478 Raumpilot Grundlagen .Lernen ■ Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der PkwStellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Die geforderte Anzahl der Fahrradstellplätze wird in der Regel von den Gemeinden festgelegt (siehe zum Beispiel LBO BW. Berufsfachschulen: 1 Stellplatz je 20 Schüler.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler Sonstige allgemeinbildende Schulen: 1 Stellplatz je 25 Schüler. Fahrradstellplätze sollten getrennt von oder am Rand der Pausenhoffläche angeordnet werden.7 Stellplätze je Ausbildungsplatz in allgemeinbildenden Schulen. muss der zusätzliche Stellplatzbedarf entsprechend berücksichtig werden. Als Orientierungswert für die Anzahl der notwendigen Fahrradstellplätze gelten 0. Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen sind nahezu identisch mit den Inhalten der GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001. Pkw-Stellplätze Entsprechend der LBO BW. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre Sonderschulen für Behinderte: 1 Stellplatz je 15 Schüler Bei zusätzlicher außerschulischer Nutzung der Aula oder weiterer Räume der Schule. wobei ab 10 Prozent Neigung zusätzliche Gehstufen vorzusehen sind (DIN 58125.

dass die Schüler die Busse erreichen können. § 16). wenn für jeden wartenden Schüler 0. Die Wartebereiche auf Schulgrundstücken sind ausreichend bemessen. ohne die Fahrspur überqueren zu müssen. § 16 beziehungsweise GUV-V S1.Ankommen Äußere Hüllkurve (Leitlinie) 350 600 1200 250 255 295 3000 Platzbedarf an Bushaltestellen Haltestellen für Busse sollten deutlich von Pausenhofflächen getrennt sein und so angeordnet werden. 350 2500 625 1875 650 250 255 Linienbus und Gelenkbus Platzbedarf eines Busses bei einer 180°-Wende M 1:1000 300 295 480 2500 je nach Buslänge variabel 1500 400 Bushaltebucht Raumpilot Grundlagen 479 Lernen .5 m² zur Verfügung stehen (DIN 58125.

Lernen 480 Raumpilot Grundlagen .

verteilen und flüchten Raumpilot Grundlagen 481 Lernen .Erschließen.

verteilen und flüchten 483 483 484 485 485 485 485 486 486 486 486 486 486 486 488 488 488 Erschließen Flure und Türen Notwendige Flure Stufen in notwendigen Fluren Rettungswege aus Klassenräumen Rettungswege aus Fachräumen Rettungswege über Fenster Treppen Steigungsverhältnis Stufen Zwischenpodest Treppenläufe Bereiche unter Treppen Umwehrung Handlauf Rampen Breite notwendiger Treppen 482 Raumpilot Grundlagen .Lernen Erschließen.

Sie dürfen jedoch keinesfalls die notwendige Fluchtwegbreite verengen.Erschließen.oder Werkraum Flur ≥ 125 Türaufschlag nach innen und nach außen bei notwendigen Fluren.90 m in SchulBauR. > 40 Personen Chemie. Weitere detaillierte Hinweise zur Gestaltung von Erschließungsräumen in Schulen sind im Band „Raumpilot Lernen“ anhand von Projektanalysen zusammengestellt. Für Schulen. die nach den Vorgaben der alten GUV-Richtlinien 16. § 10 und GUV-V S1.3 (ersetzt im Mai 2001 durch die GUV-V S1) errichtet wurden. Flure und Türen Türe zu Räumen müssen so angeordnet sein. § 3). Bei den Türen müssen auch die Mindestanforderungen der Barrierefrei-Planung berücksichtigt werden. oder bei erhöhter Brandgefahr in Fluchtrichtung aufschlagen. verteilen und flüchten Flur Klassenraum < 40 Personen Klassenraum. dürfen sie in Endstellung einschließlich Türgriff maximal 20 cm in den Fluchtweg hineinragen. Raumpilot Grundlagen 483 Lernen . M 1:50 20 ≥ 125 Erschließen In diesem Unterkapitel sind wesentliche Hinweise für die Planung notwendiger Flure und Treppen in Schulen zusammengefasst. müssen die Türen erst bei Räumen.oder Werkunterricht) müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125. Türen zu Unterrichtsräumen sollten eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 1 m haben (gefordert 0. § 10). dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden können. die für mehr als 80 Personen ausgelegt sind. Wenn Türen in den Flur aufschlagen. Türen von Räumen mit mehr als 40 Benutzern oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Räume für Chemie.

≥ 10 m Klassenzimmer mit mehr als 200 Benutzern. Rettungsbalkone. Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen. 484 Raumpilot Grundlagen . Dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. Ausgänge zu notwendigen Fluren dürfen nicht breiter sein als der notwendige Flur. auf die mehr als 180 Benutzer angewiesen sind ≥ 2. In Schulen gelten jedoch zusätzlich folgende Mindestmaße: a) Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen ≥ 0.2)).90 m b) notwendige Flure. c) sonstige notwendige Flure d) notwendige Treppen (MSchulbauR (3.00 m Von jeder Stelle eines Unterrichtsraums muss in maximal 35 m Entfernung ein Ausgang ins Freie beziehungsweise in einen notwendigen Treppenraum vorhanden sein.Lernen ≥ 35 m Notwendige Flure Rettungswege dürfen in Schulgebäuden maximal 35 m lang sein. Stichflure (nur eine Rettungsrichtung) dürfen als Rettungsweg nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3. Einbauten oder Einrichtungen nicht eingeengt werden. Halle mit Rauchabzug Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen.3)). Die Rettungsweglänge ist in der Lauflinie zu messen. zusätzlich muss ein zweiter Fluchtweg vorhanden sein.3)).1)). Notwendige Flure mit nur einer Fluchtrichtung (Stichflure) dürfen nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3.25 m ≥ 35 m Außenbalkon Einer der beiden Rettungswege darf über Außentreppen ohne Treppenräume. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. gemessen von Abschlusstür Treppenraum bis entferntestem Arbeitsplatz im Raum (MBO 2002).4)) ≥1.25 m ≥ 1. Hierbei ist die Halle zu den angrenzenden Räumen brandschutztechnisch abzuschotten. wenn diese mit einer Rauchabzugsanlage ausgestattet ist (MSchulbauR (3. Die nutzbare Breite der Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen sowie der notwendigen Flure und notwendigen Treppen muss mindestens 1 m je 150 darauf angewiesene Nutzer betragen. Die erforderliche nutzbare Breite der notwendigen Flure und notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen. einer Grundfläche von mindestens 180 m2 oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Chemiesaal) benötigen einen zweiten Ausgang (GUV-SR 2001).

Als zweiter Ausgang ist auch der Ausstieg aus einem entsprechend gekennzeichneten und gestalteten Fenster zulässig. Daher sollten bei diesen Fachräumen (zum Beispiel Chemie) die Ausgänge möglichst weit auseinander liegen. Für die Überwindung geringer Höhenunterschiede eignen sich Rampen. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. 2). §36 (3)). Anstelle eines dieser Rettungswege darf ein Rettungsweg über Außentreppen ohne Treppenräume. Türen als Ausgänge müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125 §21. wenn die Halle eine Rauchabzugsanlage hat und brandschutztechnisch zu den angrenzenden Räumen abgeschottet ist (MSchulbauR (3. dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. §21). Notwendige Flure müssen in Rauchabschnitte von maximal 30 m Länge unterteilt werden (MBO 2002. die eine Steigung von 6 Prozent nicht übersteigen dürfen (LBOAVO). Raumpilot Grundlagen 485 Lernen . Rettungswege über Fenster (Anleitern) Rettungswege über Anleitern sind in Schulen nicht zugelassen. Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen.1)). In allen anderen Fluren müssen ­ solche Stufen deutlich gekennzeichnet werden. wenn dieser eine sichere Fluchtmöglichkeit bietet. Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen.Erschließen. Rettungswege aus Fachräumen Fachräume mit erhöhter Brandgefahr brauchen mindestens zwei sichere Fluchtmöglichkeiten. in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. § 38. verteilen und flüchten Treppe und Ausgänge aus notwendigen Treppenräumen müssen mindestens so breit sein wie die notwendige Treppe (Mus­ ter-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR (3)). da der Zeitaufwand für diesen Rettungsvorgang bei großen Personenzahlen zu hoch ist. Stufen in notwendigen Fluren In notwendigen Fluren dürfen keine Treppen von weniger als drei Stufen liegen (LBOAVO). GUV-V S1. dafür eignen sich Farben. Rettungswege aus Klassenräumen Für jeden Unterrichtsraum müssen in demselben Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege zu Ausgängen ins Freie oder zu notwendigen Treppenräumen vorhanden sein. Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . Rettungsbalkone. Änderung der Materialstruktur oder eine besonders geeignete Beleuchtung der Stufe (GUV-SR 2001). Alle Türen in notwendigen Fluren und in notwendigen Treppenräumen müssen in Fluchtrichtung des jeweils ersten Rettungswegs aufschlagen (MSchulbauR). das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden.2)).

Rutschen kann verhindert werden. Allgemeine Sicherheitsanforderungen).1). (GUV-I 561.1. Für die Abrundung der Stufenvorderkanten ist ein Radius von mindestens 2 mm gefordert (GUV-I 561). Ausgabe April 1992. 4..1. in den meisten Fällen durch Abrutschen von der Stufenkante. b 125 Treppe mit gebogenem Lauf 486 Raumpilot Grundlagen . Werden dennoch ausnahmsweise gewendelte Läufe eingebaut. indem die Abstände zwischen den inneren Umwehrungen am Treppenauge und den äußeren Umwehrungen sowie den Treppenhauswänden nicht größer als 20 cm sind. Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen (DIN18065.3) Umwehrung Treppenumwehrungen beziehungsweise Geländer müssen in Schulen mindestens 1. 4. (GUV-SR 2001. Zwischenpodest Nach höchstens 18 Stufen je Treppenlauf muss ein Zwischenpodest (Treppenabsatz) angeordnet werden. Bereiche unter Treppen Bereiche unter Treppen müssen bis zu einer Höhe von 2 m gegen unbeabsichtigtes Unterlaufen gesichert werden. Die Umwehrungen dürfen nicht zum Rutschen und Klettern oder zum Ablegen von Gegenständen verleiten.) Bei zu geringem Auftritt ragt der vordere Teil des Fußes über die Trittfläche hinaus oder der Treppenbenutzer muss ergonomisch ungünstig die Füße schräg auf setzen. Bei etwa einem Drittel der Fälle wurden Stufen mit weniger als 26 cm Auftrittsbreite festgestellt. “ Daneben wurde auch ein zu hohes Steigungsmaß und Unterschiede im Treppenverlauf als häufige Unfallursache genannt. Die GUV-I 561empfiehlt für Schulen: Auftritt (a): 29 cm bis 31 cm Steigung (s): 15 cm bis 17 cm Innerhalb eines Gebäudes sollten Treppen gleiche Auftritte und Steigungen aufweisen.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). gemessen von der inneren Treppenwange im Abstand von 1.Lernen Entsprechend der in der GUV-I 561 aufgeführten Unfallstatistik ereignen sich 80 Prozent der Treppenunfälle beim Abwärtsgehen. (.2. der Auftritt (a) nicht weniger als 28 cm betragen. das heißt die Treppe sollte als Links. 4.oder Rechtstreppe ausgebildet sein (GUV-I 561). Seite 9) Treppen Steigungsverhältnis Entsprechend der DIN 58125. „Bei Stufen mit weniger als 26 cm Auftritt kann der Fuß nicht vollständig aufgesetzt werden. aktualisierte Fassung März 2005. Bei gebogenen Läufen darf die geringste Auftrittsbreite der Stufen nicht kleiner als 23 cm und nicht größer als 40 cm sein. Treppenläufe In Schulen sollten möglichst Treppen mit geraden Läufen eingeplant werden. Unfallgeschehen. Stufen Treppen sollten mindestens vier Stufen am Stück haben. Einzelstufen sind zu vermeiden oder müssen deutlich gekennzeichnet werden (GUVSR 2001.8). Die Zwischenpodest- länge muss dem im Steigungsverhältnis berücksichtigten Schrittmaß angepasst sein (GUV-I 561.3. § 9 und der GUV-V S1. In Schulen sind Treppen ohne Setzstufen nicht zulässig (MSchulbauR (4)).1. § 9 darf die Steigung (s) von Treppen in Schulen nicht mehr als 17 cm. damit sie als Treppe wahrgenommen und nicht zur Stolperfalle werden.. Teil 2. dann sollte sich deren Lauflinie nur nach einer Richtung ändern. 6.25 m.

verteilen und flüchten Umw r 1 tuf 11 110 Han f Auftrit t f 1 B 200 Anforderungen an Treppen in Schulen. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 487 Lernen .Erschließen.

sollten also in Richtung Boden beziehungsweise in Richtung Wand enden (möglich ist auch eine schneckenförmige Ausführung oder eine Vollkugel mit mindestens 20 cm Durchmesser als Abschluss).5.00 m – Treppen dürfen maximal 2. GUV-I 561 Treppen. wenn der Abstand zwischen den Handläufen maximal 2. wenn sie als notwendige Treppen gelten – Die Treppen können breiter sein.50 m misst. Die Handläufe dürfen keine freien Enden haben. um ein sicheres Beschreiten der Treppen im Notfall zu gewährleisten (MSchulbauR. 3. durchgehenden Treppenraum liegen.50 m breit sein. damit unmittelbar und in einem Zug das Freie erreicht werden kann. nutzbare Breite von notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen nicht eingeengt werden.25 m – mehr als 180 Benutzer: 2. 125 125 Notwendiger Treppenraum.3 Anordnung und Gestaltung von Handläufen.Lernen Handlauf In Schulen sind beidseitig durchgängige Handläufe gefordert. Rampen Breite notwendiger Treppen Analog zur Mindestbreite von Fluren gilt auch für notwendige Treppen die Faustregel mit 1 m Breite pro 150 betroffenen Benutzern.5 Treppen. DIN 58125/ 3. MBO 2002 § 35). Eine notwendige Treppe muss in einem eigenen. Trotzdem muss die Nutzbarkeit dieser Treppe sicher und auch im Brandfalle gewährleistet sein (LBO § 28. Notwendige Treppen müssen gerade Läufe haben. 2002/07 . Diese liegt systembedingt nicht in einem Treppenraum. für Kinder ist ein zweiter Handlauf auf circa 65 cm bis 75 cm Höhe anzuordnen. Für Treppen in Unterrichtsbereichen gelten die folgenden Mindestmaße: – weniger als 180 Benutzer: 1. Jede notwendige Treppe muss in einem eigenen durchgehenden Treppenraum liegen. Din 58125. Ausgabe April 1992 Rampen Rampen gelten bis maximal 6 Prozent Neigung als sicher und für Rollstühle geeignet (siehe Kapitel „Barrierefrei“). M 1:100 Die erforderliche. 488 Raumpilot Grundlagen 125 125 . Ausnahme: Wenn die notwendige Treppe eine Außentreppe ist. § 4).

Ausgabe April 1992. aktualisierte Fassung März 2005 ≤ 250 Notwendige Treppen: Maximaler Abstand zwischen zwei Handläufen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 489 Lernen . die in Treppenrichtung aufschlägt. ≥ 125 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei weniger als 180 Nutzern ≥ 200 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei mehr als 180 Nutzern Treppen DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 GUV-I 561 „ Treppen“ . verteilen und flüchten Der Ausgang in einen notwendiges Treppenraum darf nur so breit wie die folgende Treppe sein.Erschließen. so dass er die gesamte aufschwingende Tür „aufnehmen“ kann (LBOAVO Baden-Württemberg. der mindestens so tief ist wie die Tür breit ist. Treppenstufen dürfen nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen. Zwischen Treppe und Tür muss ein Treppenabsatz liegen. § 10. § 11). um Engstellen im Fluchtfall zu vermeiden.

Lernen 490 Raumpilot Grundlagen .

Veranstalten und feiern Raumpilot Grundlagen 491 Lernen .

Lernen Veranstalten und feiern 493 494 Veranstalten und feiern Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula 492 Raumpilot Grundlagen .

Zur Ausstattung dieser Gemeinschaftszone gehören Nebenbereiche wie Garderoben. In größeren Schulen wird in der Regel ein eigener Raum – die Aula – dafür eingeplant. Unter Umständen kann auch eine mehrfach nutzbare Sporthalle für größere Schulveranstaltungen mitgenutzt werden. möglichst schalldichten Wänden – als Bereich für größere Veranstaltungen vorgesehen werden. Falls dieser Bereich auch außerschulisch genutzt werden soll.Veranstalten und feiern Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Veranstalten und feiern Veranstalten und feiern In jeder Schule wird ein Raumbereich für größere Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gebraucht. Durch eine flexible Wand kann zum Beispiel der Musikraum mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle zusammengeschaltet werden (SchulBauFR Baden-Württemberg 2006). Raumpilot Grundlagen 493 Lernen . ist die Einrichtung einer Bühne sinnvoll. Bei kleineren Schulanlagen können alternativ auch die erweiterten Verkehrsflächen im Eingangsbereich – eventuell in Kombination mit flexiblen. Toiletten und gegebenenfalls auch ein Stuhllager oder ein Requisitenlager.

angebunden Aula als eigenständiger Baukörper.Lernen Aula als eigener geschlossener beziehungsweise abgegrenzter Raum Aula als eigenständiger Baukörper. nicht direkt angebunden Aula als Erweiterung der Verkehrsflächen (Mehrfachnutzung) Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula Gliederungsquelle und weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung der Aula siehe Band „Raumpilot Lernen“ M 1:2500 494 Raumpilot Grundlagen .

Lernen Raumpilot Grundlagen 495 Lernen .

Lernen 497 497 498 499 500 501 Lernformationen Typ 1: Selbstunterricht Typ 2: Einzelunterricht Typ 3: Gespräch in der Gruppe Typ 4: Demonstration Typ 5: Informelles Lernen 496 Raumpilot Grundlagen .

Lernen Lernformationen Mit Bezug auf die Inhalte des Beitrags „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ von Otto Seydel (Buch „Raumpilot Lernen“ .und Arbeitsbereichen.) werden fünf wesentliche Lernforma­ tionen unterschieden. aktive Lernen am Nachmittag zusätzlich an Bedeutung. die im Prinzip in allen Schulformen. die Möglichkeiten zum ungestörten konzentrierten Arbeiten bieten. Basteln. Mit der zunehmenden Umstellung auf die Ganztagsschule gewinnen Raumangebote für das selbstständige. Seite 19f. in allen Fächern und in allen Altersstufen zum Einsatz kommen können. Malen oder eigene Texte schreiben. Kommunizieren. Typ 1: Selbstunterricht Selbstunterricht bedeutet eigenständiges Lernen durch Bücher lesen. Räumliche Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Angebot an Einzelarbeitsplätzen in gemeinschaftlichen Lern. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 497 Lernen . Zeichnen und Konstruieren am Computer. Seit einigen Jahren umfasst der Selbstunterricht zunehmend auch das Recherchieren. Daneben sollten auch stärker abgeschirmte Einzelarbeitsplätze vorgesehen werden. Das eigenständige Arbeiten ermöglicht ungestörtes Ausprobieren und Nachdenken. Dieses unabhängige aktive Arbeiten und Reflektieren ist sehr bedeutend für den Lernprozess. Schreiben.

Lernen Typ 2: Einzelunterricht Neben dem Selbstunterricht unterscheidet man als eine weitere Lernformation den Einzelunterricht. Gruppenräume. dann werden Erweiterungsmöglichkeiten wichtig. Nachfragen. In vielen Fällen sind die Klassenzimmer jedoch zu klein. Erkennen. entsprechend gestaltete Erschließungsräume oder sonstige Gemeinschaftszonen können geeignet sein. Der Einzelunterricht geschieht in Form von Nachdenken. in denen das gemeinsame laute oder leise Lernen von zwei Personen unabhängig vom Gruppenunterricht stattfinden kann. Er wird für die gezielte Förderung einzelner Kinder eingesetzt. Zuhören und Nachmachen und im Zweiergespräch. Einzelunterricht kann aber auch stattfinden. Hierfür kann schon das Auseinanderschieben der Schülertische in genügend großen Klassenzimmern ausreichen. indem sich ein Lehrer phasenweise während Stillarbeitszeiten mit einzelnen Schülern beschäftigt. Ähnlich wie beim Selbstunterricht werden hierfür Raumbereiche gebraucht. der Schüler vom Lehrer oder zwei Schüler erarbeiten sich in partnerschaftlicher Projektarbeit ein Wissensgebiet gemeinsam. 498 Raumpilot Grundlagen . Üblicherweise lernt dabei einer vom anderen.

Sprechen. Bei entsprechender Arbeitsweise und geringer Lautstärke können mehrere Gruppen in einem Raum gemeinsam lernen. die flexibel genutzt und frei eingeteilt und bei Bedarf bereichsweise abgeschirmt werden können. Für diese Formation werden Gruppengrößen zwischen vier und zwölf Teilnehmern empfohlen. Wenn die Gruppen unabhängiger agieren wollen. Basteln.Lernen Typ 3: Gespräch in der Gruppe Die dritte Lernformation betrifft das Zuhören. Lernen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 499 . um gegenseitige Störungen zu vermeiden. auf Stühlen sitzend oder auf dem Boden sitzend oder liegend stattfinden. im Kreis oder Halbkreis stehend. werden Abschirmungen nötig. Vorlesen. Vortragen. Auch für diese Lernformation sind Klassenerweiterungsflächen günstig. Das Lernen in der Gruppe kann je nach Aufgabe am Tisch sitzend. Werkeln oder Produzieren in der Gruppe.

Zu diesen vier Lernformationen gibt Otto Seydel in seinem Beitrag „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ zusammenfassend als Faustregel an.Lernen Typ 4: Demonstration Die „Demonstration“ ist ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten „Frontalunterrichts“ . Bei größeren Teilnehmergruppen ist eine ansteigende Bestuhlung günstig – Multifunktionalität und Nutzungsänderungen werden dadurch jedoch eingeschränkt. durch Zuschauen. 30 Prozent frontal. Zuhören und Mitschreiben. Filme oder durch das Durchführen von Experimenten. Arbeit an interaktiven Whiteboards (IAW). Wichtig sind eine gute Sicht und Hörbarkeit von allen Plätzen durch die entsprechenden optischen oder akustischen Voraussetzungen der Raumplanung. „wie die zeitliche Verteilung in der zukünftigen Schule aussehen könnte: 30 Prozent allein. 30 Prozent in der Kleingruppe (2 bis 6 Schüler). Die Schüler lernen vorwiegend rezeptiv durch das Aufnehmen des Vorgetragenen. Bei der Demonstra­ tion ist die Teilnehmerzahl nicht begrenzt. die Beamer-Präsentation.) 500 Raumpilot Grundlagen . 10 Prozent im Kreis (der Klasse). 2010. sonstige Vorführungen. “ (Otto Seydel in: „Raumpilot Lernen“ . Seite 23f. Bei dieser Formation erfolgt die Wissensvermittlung über den Vortrag.

oder Klassengemeinschaft über das Lernen in der Kleingruppe bis hin zum abgeschirmten Lernen alleine ermöglicht. das den Wechsel zwischen dem Lernen in der großen Schul. Besonders wichtig ist die vielfältige Nutzbarkeit und die flexible Aufteilbarkeit dieser Flächen. die Lerndauer und Lernförderung unsys­ tematisch ist und ungeplant stattfindet. um auf wechselnde Anforderungen reagieren zu können. Daneben bieten natürlich auch alle Gemeinschaftsräume wie die Aula oder die überdachten und nicht überdachten Schulhof­ flächen entsprechende Raumangebote für zufällige Treffs und den Austausch von Informationen. Besonders geeignet sind dafür in Schulgebäuden räumlich erweiterte Flure. Darunter fällt beispielsweise der Informa­ tionsaustausch auf dem Weg zur Schule. das Pausengespräch auf dem Schulhof oder die Diskussion beim Spielen und beim Sport am Nachmittag. Fazit Für die verschiedenen Lernformationen werden Flächen gebraucht. Informelles Lernen findet überall im täglichen Leben in vielfältigen Interaktionen mit unserer Umwelt statt und ist auch ein wesentlicher Bestandteil des lebenslangen Lernens Erwachsener. wo Raum zum Sitzen. Informelles Lernen ist überall möglich. mit denen die Klassenräume je nach Bedarf erweitert werden können – beispielsweise Erschließungsräume. Warten. Prinzipiell erfordern die unterschiedlichen Formationen sowohl große wie auch kleine Raumeinheiten – ein differenziertes Raumangebot. in denen sich die Erschließungsflächen mit Aufenthaltsflächen überlagern. Gruppenräume oder dafür vorgesehene Gemeinschaftsbereiche. Diese Räume besitzen einen unverbindlichen Aufforderungscharakter – man kann stehen bleiben und sich unterhalten. Treffen. Spazierengehen oder Spielen zur Verfügung steht. dass das Lernen in Bezug auf das Lernziel.Lernen Typ 5: Informelles Lernen Ein Großteil der Lernprozesse findet zusätzlich auf informelle Art statt. Treppen und Zugangsbereiche. aber man muss es nicht. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 501 Lernen . Informell bedeutet in diesem Zusammenhang.

Lernen 502 Raumpilot Grundlagen .

Sitzen Raumpilot Grundlagen 503 Lernen .

Lernen Sitzen 505 505 505 506 508 508 509 510 510 511 Einführung Schulmöbel Sicherheitsanforderungen Anforderungen der DIN EN 1729 und der DIN ISO 5970 Anpassung der Schulmöbel Der Computer am Schülerarbeitsplatz Ergonomische Sitzmöbel/ dynamisches Sitzen Sitzplatzanordnung Werkräume Sitzplatzanordnung allgemeiner Unterrichtsbereich Möblierungsbeispiele für rechteckige und quadratische Räume 504 Raumpilot Grundlagen .

dass gesundheitliche Schäden. berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:2006-09 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ von 2006 auch das dynamische Sitzen. zusätzlich noch gültig ist die internationale Norm DIN ISO 5970 / Januar 1981. Daneben entstehen durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsschulen geänderte Nutzungsanforderungen in den Schulräumen. Allgemeine Schulbauempfehlungen (ASE) für Baden-Württemberg: Das Gestühl soll beweglich und kombinierbar sein und so ausgebildet werden. Kanten. dass Tische und Stühle an die Körpergröße der Kinder angepasst werden. Da dauerndes „falsches“ Sitzen zu Haltungsschäden führen kann. Während die internationale Norm DIN ISO 5970 aus dem Jahr 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht. § 11). Die Hinweise der DIN ISO 5970 und der GUV-SI 8011 „Richtig sitzen in der Schule“ sollten hierbei beachtet werden (DIN 58125. Mindestanforderungen an Tische und Stühle in allgemein bildenden Schulen“ . die flexible Möblierungen erfordern. ausgeschlossen und Ermüdungserscheinungen vermieden werden. – bei dreieckigen Tischen und dazu gehörigen höhenverstellbaren Stühlen ist ein rascher Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen ohne großen Umbauaufwand möglich. § 11und GUV-V S1. ist es wichtig. die dem Stand der Technik entsprechen. Für Schüler sind auf ihre Körpergröße abgestimmte Stühle und Tische bereitzustellen. Raumpilot Grundlagen 505 Lernen . Darüber hinaus werden häufige Wechsel der Sitzpositionen empfohlen (dynamisches Sitzen). Gültig ist die europäische Norm DIN EN 1729 / September 2006. dass Schüler nicht verletzt werden. Seite 4). Die Oberfläche der Tische soll hell und matt sein. Möbel sollen an die Größe der Schüler angepasst sein und verschiedene Sitzhaltungen ermöglichen. Ecken und Haken von festen und beweglichen Einrichtungsgegenständen müssen entweder abgerundet (Radius ≥ 2 mm) oder entsprechend gefasst sein. Darüber hinaus werden die Größenklassen neu definiert und zusätzlich wird die Klasse 7 (Farbkennung „braun“) für sehr große Schüler eingeführt. aktualisierte Fassung Oktober 2008: „Richtig sitzen in der Schule. Hinweise zu den Anforderungen an Schulmöbel finden sich in der GUVInformation (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) GUV-SI 8011 / April 1999. Ecken und Haken von Einrichtungsgegenständen in Aufenthaltsbereichen sind bis zu einer Höhe von 2 m ab Oberkante Standfläche so auszubilden/zu sichern. Sicherheitsanforderungen und Empfehlungen Kanten. Auch Tische mit geneigten Tischplatten können von Vorteil sein (ergonomisches Mobiliar) (GUV-SI 8011.Sitzen Einführung Schüler verbringen die meiste Zeit in der Schule sitzend. Schulmöbel Wichtige Kriterien bei der Schulmöbelwahl sind: – normgerechte und sicherheitsgeprüfte Stühle und Tische – ausreichendes Größensortiment – Tische und Stühle aufeinander abgestimmt – in Fachräumen möglichst zwei Tischhöhen durch eine höhenverstellbare Tischplatte (GUV-SI 8011. Seite 5). insbesondere Haltungsschäden.

Doppeltisch 25 27 506 Raumpilot Grundlagen 120 130 70 29 34 32 Einzeltisch 24 60 60 28 60 35 . Doppeltisch pr EN 1 729-1 80 Körperhöhe 80-95cm Kennfarbe weiß Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 93 95 Größe 0 Körperhöhe 93-116cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 108 115 Größe 1 Größe 2 120 Körperhöhe 108-121cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 121 133 Größe 3 Körperhöhe 119-142cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 119 80 85 95 100 110 115 125 130 DIN ISO 5970 90 Körperhöhe 90cm Kennfarbe weiß 105 Körperhöhe 105cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 120 135 Größe 0 Größe 1 Größe 2 Körperhöhe 120cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 3 Körperhöhe 135cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 58 50 40 46 52 22 26 30 45 26 50 29 50 33 60 60 Einzeltisch 120 o. A. A.Lernen 40 46 53 59 21 50 25 26 50 27 31 50 30 120 120 0.

5 174 Größe 5 Körperhöhe 159-188cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 6 130 188 Körperhöhe 174-207cm Kennfarbe braun Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 7 142 400 207 205 60 60 140 145 155 160 170 175 38 185 190 195 150 165 180 200 Größe 4 Körperhöhe 150cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 5 Größe 6 Körperhöhe 165cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Körperhöhe 180cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 51 64 70 76 50 36 38 50 38 42 50 40 70 32 130 70 130 34 130 70 36 46 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 507 Lernen .5cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 176.Sitzen 64 71 46 82 76 50 34 38 50 48 43 50 42 50 46 60 60 34 36 130 130 130 Größe 4 Körperhöhe 133-159cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 146 159 Körperhöhe 146-176.

70 C D B A 38 . (GUV-SI 8011) Computer am Schülerarbeitsplatz Durch die zunehmende Nutzung von Computern im Unterricht hebt sich die Trennung von Klassenraum und Computerraum mehr und mehr auf. Auge n absta nd 45 . Eine ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes und eine sichere Geräteunterbringung mit abschließbarer Kabelführung müssen in der Planung beachtet werden. D Beinfreiraum: Zwischen Tischunterbau und Oberschenkel muss Bewegungsspielraum bleiben. C Tischhöhe: Die Ellenbogenspitze muss sich bei herunterhängenden Armen in Tischplattenhöhe befinden. Die Oberschenkel müssen waagerecht auf der Sitzfläche aufliegen.90 508 Raumpilot Grundlagen 72 .Lernen Anpassung der Schulmöbel Schulmöbel sollten möglichst halbjährig individuell angepasst werden. B Sitztiefe: Kniekehle und Unterschenkelrückseite dürfen die Vorderkante der Sitzfläche nicht berühren. A Sitzhöhe: Das Kind muss mit beiden Füßen den Boden vollständig berühren.50 80 .

Sitzen

Computertisch Tischtiefe mindestens 80 cm (besser 90 cm), Tischhöhe in der Primarstufe circa 64 cm, in der Sekundarstufe circa 72 cm. Unterschiedliche Körpergrößen sollten mit einem höhenverstellbaren Stuhl ausgeglichen werden. Blickrichtung/Blickhöhe Die Blickrichtung parallel zur Fensterfront reduziert die Direktblendung und Spiegelungen auf dem Bildschirm. Die Oberkante des Bildschirms sollte unter Augenhöhe sein (GUV-SI 8009).

Ergonomische Schulmöbel/ dynamisches Sitzen
Während die internationale Norm DIN ISO 5970 von 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht, berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:200609 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ aus dem Jahr 2006 auch das dynamische Sitzen durch unterschiedlich zulässige Sitzwinkel. Schulmöbel für dynamisches Sitzen passen sich dem natürlichen Sitz- und Bewegungs-

bedürfnis der Schüler an. Der durch diese Möbel erleichterte Wechsel zwischen unterschiedlich aktiven und passiven Sitzpositionen soll Haltungsschäden, die durch „Dauersitzen“ verursacht werden, entgegenwirken. Bei ergonomischen Tischen werden Höhenverstellbarkeit und eine geneigte Tischplatte empfohlen.

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

509

Lernen

Lernen

Sitzplatzanordnung
Allgemeiner Unterrichtsbereich Mindestmaße für Schülerplatze in regulären Unterrichtsräumen, hintereinander: Tischabstand seitlich 80 cm, Tischbreite Zweiertisch 120 cm bis 130 cm, Tischtiefe 50 cm, Tischabstand vorn/hinten 80 cm (OFD Baden-Württemberg). Größe und Proportion des Klassenraums sollten die Möglichkeit bieten, Tische und Stühle entsprechend der gewählten Unterrichtsform in unterschiedlicher Art aufstellen zu können. Für den Gruppenunterricht wird mehr Raum benötigt als für den Frontalunterricht.

Übungs- und Werkraum Mindestmaße für Schülerarbeitsplätze in Übungs- und Werkräumen und vergleichbar ausgestatteten Räumen, bei Rücken-anRücken-Anordnung: Tischabstand seitlich 100 cm, besser 120 cm (GUV-SI 8009), Tischbreite Zweiertisch 160 cm, Tischtiefe 80 cm (von Raumnutzung abhängig), Tischabstand 150 cm (DIN 58125, § 25 und. GUV-V S1, § 25 ). Abstand zwischen dem Experimentiertisch des Lehrers und den ersten Schülertischen mindestens 120 cm (DIN 58125, § 25 und GUV-V S1 § 25)

Hinweis ASE: Quadratische, dem Quadrat angenäherte oder polygonale Raumzuschnitte eignen sich für vielseitige Möblierungen. Recht­ eckige Raumzuschnitte schränken diese Möglichkeit ein, sind aber besser teilbar (ASE BW).

260 180 - 210 60 - 80 120 - 130
80

260 160 100 160

100

80 230

50

80

130

Platzanordnung im regulären Unterrichtsraum, hintereinander M. 1:100

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, Rücken an Rücken

150

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, hintereinander

510

Raumpilot Grundlagen

85

165

Sitzen

Möblierungsbeispiele für einen rechteckigen und einen quadratischen Unterrichtsraum

Frontalunterricht 32 Sitzplätze

Gruppenarbeit 32 Sitzplätze

freier Unterricht 32 Sitzplätze
Klassenraumgrößen 24 Schüler 30 Schüler 33 Schüler 36 Schüler (OFD BW) 54 m2 60 m2 66 m2 72 m2

In den Beispielen: rechteckiger Raum 7 ,10 m x 9,30 m = 66 m2 quadratischer Raum 8,10 m x 8,10 m = 65,5 m2

M 1:250

Raumpilot Grundlagen

511

Lernen

Lernen

512

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Raumpilot Grundlagen

513

Lernen

Lernen Allgemein unterrichten

515 517 518 519 520 521 521 521

Einführung Anordnungsvarianten für Klassenräume mit und ohne Gruppenraum ASE – Vorgaben zur Klassenraumgestaltung Klassenraumhöhen Natürliche Belichtung Künstliche Beleuchtung Schallschutz Schallschutz gegen Außengeräusche

514

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern

Arbeiten und verwalten Nebenräume

Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen

Freibereiche

Funktionsbeziehungen Allgemein unterrichten

Einführung
Der allgemeine Unterrichtsbereich umfasst die Klassenzimmer, gegebenenfalls auch Gruppenräume und zusätzliche Klassenraumerweiterungsflächen. Diesen Räumen sind Nebenräume wie einzelne Material-, und Kartenräume zugeordnet. Je nach pädagogischem Konzept kann die Gestaltung des Unterrichtsbereichs sehr unterschiedlich sein. Auch für die Anordnung der Gruppenräume in Bezug zu den Klassenräumen gibt es verschiedene Anordnungsvarianten. Auf der nachfolgenden Doppelseite sind unterschiedliche Grundprinzipien in einer Übersicht dargestellt.

Auf den folgenden Seiten sind weiterhin die detaillierten Mindestanforderungen an die Größe und Gestaltung von Klassenräumen entsprechend den Allgemeinen Schulbauempfehlungen Baden-Württembergs angegeben (ASE 1983).

Raumpilot Grundlagen

515

Lernen

Lernen

Anordnungsvarianten von Klassenräumen mit und ohne Gruppenraum

Reihung von Klassenräumen ohne Gruppenraum

Ein Gruppenraum für mehrere Klassenräume

Ein Gruppenraum pro Klassenraum/ Gruppenraum im Klassenraum integriert

Klassenraum Gruppenraum / Klassenraumerweiterung

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Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Gruppenraum überlagert mit Erschließungszone

„offene Lernlandschaft“

Klassenraumerweiterung in Freibereich

Weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung des Unterrichtsbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“

M 1:2500

Raumpilot Grundlagen

517

Lernen

Lernen

Raumtiefe: Die Raumtiefe soll im Allgemeinen bei 7 ,20 m liegen und kann bei Räumen ab 70 m2 bis 8,40 m betragen. Über 8,40 m hinausgehende Raumtiefen erfordern eine beidseitige Belichtung durch Fenster oder Oberlichter. Raumhöhe: Die lichte Raumhöhe soll bei natürlicher Beund Entlüftung mindestens 3,20 m und bei künstlicher Be- und Entlüftung mindestens 3 m betragen. Fensterfläche: Die Größe der wirksamen senkrechten Fensterfläche (reine Glasfläche) soll ein Fünftel der Raumgrundfläche nicht unterschreiten. Sichtabstand zur Tafel: Der Abstand eines Schülerarbeitsplatzes von der Wandtafel soll 2 m nicht unterschreiten und 9 m nicht überschreiten. Blickwinkel zur Tafel: Der ungünstigste Blickwinkel zur Tafel soll 30° nicht unterschreiten. Material- und Farbwahl der Oberflächen: Oberflächen sollen tageslichtaufhellend sein und Reflexionen vermeiden.

Lüftungsfläche: ≥ 0,3 m2 pro Schüler voll zu öffnende Lüftungsflügel Luftraum: ≥ 6 m2 pro Schüler

7 20

720

Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften Raumausstattung: Waschbecken, zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel, Projektionsfläche, (Einbau-)Schrank, Pinnwand, Tische und Stühle

maximaler Abstand zur Tafel 9,00 m

Fensterfläche: ≥ ein Fünftel der Grundfläche des Klassenraums

minimaler Abstand zur Tafel 2,00 m

30˚ Blickwinkel

Grundrissbeispiel, Klassenraum mit 60 m2 für 30 Schüler, M 1:100

518

Raumpilot Grundlagen

835

≥ 320 / ≥ 300

Die ASE enthalten detaillierte Planungsempfehlungen zur Gestaltung von Klassenräumen. Als Orientierungswerte sind hier die wesentlichen Angaben der ASE BW in einem Überblick zusammengefasst.

Tafelprojektionsfläche zentral

Allgemein unterrichten

Tafelprojektionsfläche seitlich ≥ 320 / ≥ 300

Lüftungsfläche: Je Schüler sollen 0,3 m2 Fensterfläche voll zu öffnen sein. Eine einseitige freie Fensterlüftung ist bis zu einer Raumtiefe von 8,40 m möglich, wenn die lichte Raumhöhe mindestens 3,20 m beträgt und die innere Raumzone in circa 1 m Tiefe nur als Verkehrsfläche genutzt wird. Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften
Türen: ≥ 40 Benutzer müssen Klassenraumtüren in Fluchtrichtung aufschlagen; Nach außen aufschlagende Türen dürfen in der Endstellung einschließlich Türgriff max. 20 cm in den Fluchtweg hineinragen

840

840

Garderoben: Garderoben können im Flur, im Klassenraum oder auch bereichsweise zusammengefasst angeordnet werden. Die ASE empfiehlt die Unterbringung im Flur (zusätzliche Brandlast beachten). Sofern Garderoben in Unterrichtsräumen vorgesehen werden, sind sie gut lüftbar anzuordnen. Raumausstattung: In jedem allgemeinen Unterrichtsraum sollte folgende Grundausstattung vorhanden sein: – ein Waschbecken – zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel – eine Projektionsfläche – ein (Einbau-)Schrank – eine Pinwand – Tische und Stühle.

860

100

Grundrissvariante, Klassenraum mit 72 m2 für 36 Schüler, M 1:100

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen

≥ 250 an niedrigster Stelle

320 bzw. 300 840

Raumhöhe bei künstlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3 m im Lichten Raumhöhe bei natürlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3,20 m im Lichten

M 1:100

520

Raumpilot Grundlagen

≥ 320

≥ 300

im Mittel

Raumhöhe bei nicht ebenen Decken: Bei nicht ebenen Decken sollten je nach Lüftungssystem 3,20 m im Mittel beziehungsweise 3 m im Mittel nicht überschritten werden, dabei muss an der niedrigsten Stelle ein Mindestmaß von 2,50 m eingehalten werden

Allgemein unterrichten

Natürliche Belichtung: Sämtliche Unterrichtsräume müssen Fens­ ter mit Ausblick ins Freie haben. (Lernmittelräume et cetera können fensterlos oder von oben belichtet sein.) Tageslicht von links und Südorientierung der Klassen­ räume sollten bevorzugt werden. Sonnen- und Blendschutz muss entsprechend der Orientierung vorgesehen werden. (Vergleiche hierzu DIN 5034 und Landesrecht) Künstliche Beleuchtung: Die künstliche Beleuchtung soll an die Nutzung ausgerichtet und blendfrei sein. Die Farbe der künstlichen Beleuchtung soll dem Tageslicht weitgehend entsprechen (vergleiche DIN 5035). Schallschutz: Die bauaufsichtlich verbindlichen Anforderungen an den Schallschutz in Schulen sind in der DIN 4109:1989-11 „Schallschutz im Hochbau“ , Tabelle 3 enthalten. Zusätzlich sind die Anforderungen der DIN 18041: 2005-4 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“ zu beachten. Differenzierte Nachhallzeit für Unterrichtsräume: DIN 18041 Schutz gegen Lärm aus benachbarten Räumen: Normgerechte Luft- und Trittschalldämmung der Decken, Wände und Türen entsprechend DIN 4109. (R`w: bewertetes Schalldämmmaß in dB mit Schallübertra-

gung über flankierende Bauteile) Decken zwischen Unterrichtsräumen und Sporthallen, Musikräumen, Werkräumen: erforderlich R`w 55 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 47 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern: erforderlich R`w 52 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „besonders lauten“ Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen: erforderlich R`w 55 dB Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 32 dB Schallschutz gegen Außengeräusche: Bei einem Außengeräuschpegel bis zu 65 dB(A) kann von Fensterlüftung ausgegangen werden und es ist keine besondere Anforderung an die Ausführung von Außenwänden und Fenstern zu stellen. Bei einem Außengeräuschpegel von über 65 dB(A) sollten die Fenster während des Unterrichts geschlossen bleiben und ein Luftschallschutzmaß von minus 12 dB erreichen. Hierbei kann der Einbau lüftungstechnischer Anlagen erforderlich werden.

Schallabsorptionsflächen

An der Decke in Raummitte: ungünstig für Frontalunterricht, da keine Schallreflektion über die Deckenmitte in die Raumtiefe möglich ist, günstig für Gruppenunterricht.

Oberer Teil Rückwand und seitliche Deckenstreifen: günstig für Frontalunterricht, da Schallreflexion des Redners über Deckenfläche in die Raumtiefe möglich ist. Rückwandreflexion

ungünstig ungünstig

günstig günstig

günstig Stark vereinfachte Schemata zur Wirkung von Schallabsorptions- und Reflektorflächen in Klassenräumen. Die Wirkung ist zusätzlich stark von der genauen Raumproportion, den Oberflächenmaterialien und der Oberflächengestaltung abhängig.

Raumpilot Grundlagen

521

Lernen

Lernen

522

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen Fachbezogen unterrichten

525 525 526 526 526 527 528 528 528 528 528 528 529 529

Einführung Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich Lehrsaal Lehr-/Übungsraum Vorbereitungs-/Sammlungsraum Grundrissbeispiel Physikraum Gymnasium Musischer Unterrichtsbereich Musikunterricht Kunstunterricht Werkstatträume Lage Anforderungen und Ausstattung Belichtung und Belüftung Bodenbelag

524

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten

Allgemein unterrichten

Fachbezogen unterrichten

Nebenräume

Freibereiche

Essen und Freizeit verbringen

Funktionsbeziehungen Fachbezogen unterrichten

Einführung
Zu den Fachklassen gehören die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, für Musik und Kunst, für die Computernutzung, unterschiedliche Werkräume und die Schullehrküchen für den Kochunterricht. Der Fachunterricht erfordert jeweils unterschiedliche spezielle technische Raumausstattungen und teilweise auch spezielle Raumgrößen und Raumhöhen, die sich von den Raumproportionen und Ausstattungen der allgemeinen Unterrichtsräume unterscheiden. Aus installationstechnischen und weiteren funktionalen Gründen wird empfohlen, die Fachklassen jeweils fächerbezogen räumlich zusammenzufassen.

Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich
Die naturwissenschaftlichen Fachbereiche umfassen Lehr- und Übungsräume, Sammlungs- und Vorbereitungsräume und eventuell zusätzliche spezielle Lagerräume (zum Beispiel Raum für brennbare Flüssigkeiten). In den naturwissenschaftlichen Unterrichtsbereichen für Biologie, Physik und Chemie und den Werk-/Technikräumen besteht aufgrund ihrer Ausstattung und aufgrund der verwendeten Chemikalien et cetera eine erhöhte Unfall- und zum Teil auch eine erhöhte Brandgefahr. Planungsvorgaben für diese Räume finden sich in der „Unfallverhütungsvorschrift Schulen“ (GUV-V S1) und in der DIN 58125. Lernen

Günstige Lage der Fluchtwege, sie sollen möglichst weit auseinanderliegen

Ungünstige Lage der Fluchtwege, sie sollen nicht in derselben Ecke liegen

Raumpilot Grundlagen

525

Lernen

Räume mit erhöhter Brandgefahr (Chemie und Holzwerkräume) müssen grundsätzlich über zwei getrennte sogenannte „sichere Fluchtwege“ verfügen, die möglichst in entgegengesetzte Fluchtrichtungen führen. Diese Anforderung gilt nicht als erfüllt, wenn der zweite Fluchtweg über den Sammlungs- oder Vorbereitungsraum führt und dessen Zugang in derselben Ecke liegt wie der Ausgang des Unterrichtsraums. Die Fluchttüren müssen in diesen Räumen in Fluchtrichtung aufschlagen. Der geforderte zweite Fluchtweg kann über ein Fenster erfolgen, allerdings nicht durch Anleitern der Feuerwehr, da die Flucht über Anleitern mit circa 3 Minuten je Person zu lange dauert. Hier werden also Außenbalkone, Terrassen und Außentreppen gefordert, über die Lehrer und Schüler selbstständig in einen sicheren Bereich flüchten können. Ist der Unterrichtsraum jedoch mit einer vollständigen Verdunkelung ausgestattet, darf der zweite Fluchtweg nicht über ein Fenster erfolgen. Lehrsaal In den Lehrsälen wird vorwiegend Demonstrationsunterricht durchgeführt. Um eine gute Sicht auf den Lehrerexperimentiertisch zu gewährleisten, werden die Lehrsäle des naturwissenschaftlichen Bereichs mit ansteigendem, fest installiertem Gestühl ausgestattet. Meist sind 2 bis 3 Podeststufen (circa 15 cm bis 17 cm Höhe) günstig. Bis zu einer Steigung von 10 Prozent

können Rampen zur Höhenüberwindung eingesetzt werden, bei höherer Steigung müssen Stufen ausgebildet werden. In der vordersten Reihe muss Barrierefreiheit gewährleistet sein. Lehr-/Übungsraum In Lehr- und Übungsräumen können Schüler Experimente unter Aufsicht selbst durchführen, ihnen steht daher mehr Arbeitsfläche zur Verfügung als in den Lehrsälen. Diese Räume sollten möglichst für unterschiedliche Unterrichtsformen geeignet sein. Sammlungs-/Vorbereitungsraum Die Sammlungs- und Vorbereitungsräume sollten den Lehrräumen möglichst direkt und ohne Stufen zugeordnet sein. Unter Umständen kann für diese Räume eine gesonderte Abluftanlage gefordert werden. Die Türen zu diesen Räumen und zu den Lehrsälen sollten für Transportgut circa 60 cm höher ausgebildet werden als Normtüren. Die Chemikalien und Gefahrstoffe sollten in einem eigenen Chemikalienraum mit circa 6 m2 bis 10 m2 Fläche untergebracht werden. Alternativ können entlüftete Chemikalienschränke für die jeweiligen Gefahrstoffgruppen eingesetzt werden (Gefahrenstoffe, siehe GUV-V S1, § 26).

526

Raumpilot Grundlagen

Wandtafel.90 m x 8.und Vorbereitungsraum Lehr. 2 bis 3 Podeststufen (je 15 cm bis 17 cm hoch) empfehlenswert Beispiel für die Gestaltung eines Physikraumbereichs an einem Gymnasium.und Vorbereitungsraum (beispielhaft) – Raummaße: 6. Schränke für Experimentiergeräte (mindestens 30 cm tief). Gas. Grundriss und Schnitt. Türen sollen möglichst direkt und ohne Stufen erreichbar sein.70 m x 8. 2 bis 3 Podeststufen mit 15 cm bis 17 cm Höhe.40 m – Raumausstattung: ausreichend Schrank­ raum.und Wasseranschluss. ausreichende Tiefe (40 cm) der Schreibgelegenheit Sammlungs. Chemikalien müssen in einem eigenen Chemikalienraum oder in abgeschlossenen Chemika­ lienschränken untergebracht werden Lehr.und Übungsraum Lehrsaal (beispielhaft) – Schülerzahl: 40 Schüler – Raummaße: 7 .und Übungsraum (beispielhaft) – Schülerzahl: 32 Schüler – Raummaße: 10 m x 8. M 1:200 Raumpilot Grundlagen 527 Lernen . Wandspüle.40 m – Fläche: 84 m2 bis 90 m² – Raumausstattung: Lehrer.und Wasseranschluss. Gas. Hörsaalgestühl.40 m – Fläche: 66 m² – Raumausstattung: Lehrerexperimentiertisch mit Strom. Absaugvorrichtung.Fachbezogen unterrichten ≥ 230 40 260 Lehrsaal Sammlungs. Projektionsmöglichkeit.und Schülerexperimentiertische mit Strom.

Kunstunterricht In Zeichensälen sollte eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet sein. Außerdem wird für Werkräume aufgrund der Materialandienung eine gut zugängliche Erdgeschosslage empfohlen. sollten sie im Schulgebäude so angeordnet werden. daher wird hierfür eine Nord-Orientierung empfohlen (siehe ASE BW). Auch Störungen nach außen müssen mittels schalldämmender Maßnahmen vermieden werden. Es ist zweckmäßig. In diesen Räumen sind ausreichend Stell. Tonträgern et cetera angegliedert. der Aula oder mit der Eingangshalle verbunden sein. Werkstatträume Lage Da in Werkräumen viel Arbeitslärm entsteht. Dazu gehören die im Kapitel „Sitzen“ erläuterten Mindestabstände zwischen Arbeitstischen in Werkräumen. An den Musiksaal ist ein Lehrmittelraum für die Lagerung von Instrumenten.Lernen Musische Unterrichtsbereiche Musikunterricht Der Musiksaal kann als abgeschlossener Raum ausgebildet werden. An Musikräume werden hohe raumakus­ tische Anforderungen gestellt. er kann aber auch mittels flexibler (möglichst schalldichter) Wände mit anderen Räumen.und Hängeflächen für Arbeitsmaterialien und Objekte/Bilder vorzusehen. dass der Unterricht in anderen Räumen durch sie nicht gestört wird (siehe ASE BW). da der Unterricht häufig vom selben Lehrer erteilt wird und die einzelnen Techniken wechselseitig eng verknüpft sind. Spülbecken müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein. Die DIN 4109 fordert für die Wände und für die Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und besonders lauten Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen R’w 55 dB. 528 Raumpilot Grundlagen . weil die Bearbeitungsmaschinen von den Schülern nur unter Aufsicht des Werklehrers benutzen werden dürfen.und Maschinen­ räume müssen unmittelbar von den Werk­ räumen zu erreichen sein. Anforderungen und Ausstattung Grundsätzlich sind die Richtlinien der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) einzuhalten. Bei Durchgängen zwischen zwei Arbeitstischen sind mindestens weitere 60 cm erforderlich. Die DIN 18041 macht genaue Angaben zu raumakustischen Anforderungen. wie beispielsweise zur Nachhallzeit. die Werkräume mit den Räumen für Kunstunterricht zusammenzufassen. Die zugehörigen Material. Verkehrsflächen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

80 m – Einbauschränke – Tafel und Projektionswand – Wasserbecken mit Ablage – Maschinen – Reihenwerkbänke – Brennofen – Trockenschrank (belüftet) – Absaugung – Lagerregale ≥ 100 160 Sichtfenster. 2.).00 x 1. 36 m2 Werkraum für 16 Schüler.Fachbezogen unterrichten Der Maschinenraum sollte jedoch vom Schülerübungsraum baulich getrennt sein. 3. § 21f.20 m x 0. Damit der Lehrer seine Aufsichtspflicht für beide Räume wahrnehmen kann. damit lärmintensive Maschinen wie Kreis­ säge oder Hobel nicht im Werkraum benutzt werden müssen. beziehungsweise GUV-V S1. zusammengestellt zu Vierer-Arbeitsplätzen – Lehrerarbeitstisch. § 23). Holzstaub darf nicht in gesundheitsgefährdender Konzentration auftreten (Absauganlagen). 42 m2 Maschinenraum.00 m 145 80 80 150 80 80 145 Fluchtmöglichkeit nach außen Materialraum. wobei ein Ausgang auch durch den Maschinenraum führen darf (DIN 58125. § 26). Grundriss Werkstatträume an einer Hauptschule (beispielhaft) ≥ 100 160 ≥ 100 ≥ 100 Ausstattung: – Schülerwerkbänke. § 23 und GUV-V S1. § 21f. Bodenbelag Für Werkräume müssen Bodenbeläge gewählt werden. Belichtung und Belüftung Die Räume müssen sachgemäß beleuchtet und belüftet sein. ist eine Sichtverbindung zwischen Maschinenraum und Schüler­ übungsraum vorzusehen. die auch bei Staubanfall ausreichend trittsicher sind (siehe DIN 58125. 66 m2 und 30 m2 Restfläche ≥ 100 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 529 Lernen . Werkräume sind grundsätzlich mit mindestens zwei möglichst weit auseinander liegenden Ausgängen zu versehen. Für Brennöfen in Aufenthaltsbereichen von Schülern muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen werden (DIN 58125. § 26 beziehungsweise GUV-V S1. ca.

Lernen 530 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten und verwalten Raumpilot Grundlagen 531 Lernen .

Lernen und verwalten Arbeiten 533 534 534 534 534 535 535 535 Einführung Varianten mit zentral angeordnetem Lehrerbereich Lage Schulsekretariat Rektorat Varianten mit dezentral angeordnetem Lehrerbereich Schulsekretariat Rektorat 532 Raumpilot Grundlagen .

Die Raumangebote sollten möglichst so gestaltet sein. . Damit die längere Arbeitszeit von Lehrern an der Schule sinnvoll genutzt werden kann. müssen jedoch nicht nur geeignete Arbeitsplätze vorhanden sein. bei Bedarf aber auch im Team arbeiten beziehungsweise Koordinationsgespräche in unterschiedlich großen Gruppen führen können. sondern auch entsprechende „Pausenräume“ zur Erholung und Kommunikation zur Verfügung stehen. Raumpilot Grundlagen 533 Lernen konzentrierte Einzelarbeit vorfinden.und Projektarbeit nehmen inzwischen einen weit größeren Teil ihrer Arbeitszeit ein als zuvor.Arbeiten und verwalten Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Arbeiten und verwalten Freibereiche Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Arbeiten und verwalten Einführung Die Arbeit von Lehrern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Aufenthaltszeiten an der Schule sind erheblich länger geworden und das Aufgabenspektrum wurde erweitert. Hierdurch entstehen neue Anforderungen an die Arbeitsplätze und auch an die Sozialräume der Lehrer. Zusätzlich verändern sich durch den Ausbau vieler Schulen zu Ganztagsschulen die Arbeitsbedingungen von Lehrern. dass Lehrer in der Schule sowohl räumliche Bedingungen für die Das traditionelle gemeinsame „Lehrerzimmer für alle“ kann kaum der angemessene Rahmen für diese unterschiedlichen Anforderungen sein. Team.

Es kann von Vorteil sein. 534 Raumpilot Grundlagen . Bei großen Schulanlagen ist eine dezentrale Anordnung des Lehrerbereichs zusammen mit der Unterbringung der Lehr.Lernen Lehrerbereich und Verwaltung zentral angeordnet Lage Prinzipiell können Lehrerbereich und Verwaltung räumlich zentral zusammengefasst oder aufgesplittet dezentral auf verschiedene Stellen im Schulgebäude verteilt werden. Statt einem großen Konferenztisch werden auch Einzeltische (Kleinschreibtische) eingesetzt. Informationsstafeln und einer Handbibliothek für Lehr. den Lehrerbereich dem Informationsbereich anzugliedern. Größe und Ausstattung Die Größe des Lehrerbereichs richtet sich nach dem Schultyp und der Anzahl der Lehrer.und Unterrichtsmaterial ausgestattet. Eine Lehrergarderobe und Lehrertoiletten sollten in der Nähe angeordnet sein. oder auch zu einem großen Konferenztisch zusammengestellt werden können. um eine gute Verbindung von Lehrer. die eine freie Gruppierung erlauben. Im traditionellen gemeinsamen Lehrerzimmer stehen jedem Lehrer (nur) etwa 3 m² als Arbeitsplatz zur Verfügung.und Schülerbücherei sowie Lehrerzimmer und Schülerarbeitsräumen zu schaffen.und Lernmittel bei den einzelnen Fachbereichen meist auch aus gesamtorganisatorischen Gründen sinnvoll (siehe ASE). Neben Arbeitstischen und Stühlen sind Lehrerzimmer meist auch mit Postfächern für jede Lehrkraft.

Eine Wartezone mit Sitzgelegenheit für Besucher im Flur vor dem Sekretariat gehört ebenso dazu wie eine kommunikative Gestaltung des gesamten Raums. Dieser Raumbereich sollte daher für Besucher leicht auffindbar sein. in dem vertrauliche Vorgänge bearbeitet werden können.Arbeiten und verwalten Lehrerbereich und Verwaltung dezentral angeordnet Lehrerbereich Verwaltung Schulsekretariat Das Sekretariat ist die erste Anlaufstelle für alle Besucher und auch für Eltern und Schüler. Doch es muss auch ein datentechnisch geschützter Bereich vorhanden sein. (Weitere Informationen zur Gestaltung des Lehrerbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“) Raumpilot Grundlagen 535 Lernen . Rektorat Die Räume für Schulleiter und Stellvertreter sollten möglichst in der Nähe der anderen Lehrerbereiche liegen. In diesen Räumen sollte jeweils auch ein kleinerer Besprechungsbereich (circa sechs Plätze) vorhanden sein.

Lernen 536 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren und informieren Raumpilot Grundlagen 537 Lernen .

Lernen Recherchieren und informieren 539 539 539 540 Bibliothek/Mediathek Lage Richtwerte für den Flächenbedarf Grundrissbeispiel 538 Raumpilot Grundlagen .

einer Registratur und Leseplätzen ausgestattet.und Sammlungsräumen. audio-visueller Bereich. Dieses Informationszentrum sollte möglichst über die Unterrichtszeiten hinaus geöffnet sein und auch außerschulischen Nutzern offenstehen.00 m2 Arbeitsraum für Bibliothekare 18. Gruppenarbeitsbereiche. Karten.00 m2 circa 6 Carells (Lesekabinen) 16.00 m2 Magazin 20.und Kommunikationsort an zentraler Stelle gut auffindbar untergebracht sein.55 m² je Schüler Lernen Für eine Schule mit 1000 Schülern werden als grobe Richtwerte vorgeschlagen: 10 000 Bände circa 4000 audiovisuelle Medien circa 50 Zeitschriften circa 40 Arbeitsplätze 80.00 m2 Raumpilot Grundlagen 539 . Lage Die Schulbibliothek sollte als Informations-. Ausstellungsbereich und eventuell ein Veranstaltungsbereich.4 m² bis 0. Schulbibliotheken sind mit Bücherregalen. Mediatheken erweitern die Sammlung um audiovisuelle Medien und entsprechende Hardware. möglichst zentral gelegenen Informationsbereich.und Lernmittelzimmer. Zu den Bibliotheksbereichen zählen prinzipiell: Thekenbereich. Oberstufen.80 m2 circa 1 Gruppenraum 50. Verwaltungsbereich und Regalzone. Richtwerte für den Flächenbedarf Bibliotheks-/Mediatheksfläche: circa 0. Schulstufenbezogen bestehen unterschiedliche Anforderungen.und Fachbereichsbibliotheken zu einem gemeinsamen. Mediathek. Lehr. Einzelarbeitsbereiche. Arbeits.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Recherchieren und Informieren Bibliothek/Mediathek Empfohlen wird das Zusammenfassen von Schulbibliothek.

Lernen 3 3 4 4 4 7 1 Beispiel für eine Schulbibliothek M 1:200 1 Ausleihe 2 Büro 3 Einzelarbeit 4 Gruppenarbeit 5 Hörkabinen 6 Computerarbeit 7 Bücherregale 8 Mehrzweckraum 2 8 5 6 540 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren Essen und Freizeit und informieren verbringen Raumpilot Grundlagen 541 Lernen .

Lernen Essen und Freizeit verbringen 543 544 544 544 544 Schulmensa und Freizeiträume Planungshinweise Speiseraum Küchen Personalbereich 542 Raumpilot Grundlagen .

Der notwendige Flächenbedarf für die zugehörige Küche und Ausgabe ist abhängig davon. Empfohlen wird die Planung von mehrfach nutzbaren Speiseräumen. VDI 6000. Kindertagesstätten und Schulen. Raumpilot Grundlagen 543 Lernen . Blatt 3 / November 2007 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlungsräumen. Blatt 6 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Kindergärten. ► Die VDI-Richlinie 6000. Bei größeren Schulen wird häufig für die schnelle Pausenverpflegung zusätzlich eine Ausgabetheke oder eine kleine Cafeteria für Snacks und Getränke eingeplant.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Freibereiche Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Essen und Freizeit verbringen Schulmensa und Freizeiträume Durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsbetrieb gewinnen die Räume für die Essensversorgung und für die Freizeit von Schülern und Lehrern stark an Bedeutung. ob die Speisen für das Mittagessen angeliefert und eventuell aufgewärmt werden oder ob das Essen vor Ort zubereitet und gekocht wird. Die Lage der Speiseräume sollte möglichst in der Nähe der Pausenhofflächen und in Kombination mit den weiteren Freizeiträumen vorgesehen werden. die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schulküche genutzt werden können.

Toiletten-. Personalbereich: Neben dem Speisesaal und der Küche sollten auch noch Räume für das Küchenpersonal eingeplant werden. von der Kochküche abtrennbarer Bereich vorgesehen werden (kein Spritzwasser auf den Speisen). 544 Raumpilot Grundlagen . wenn die Tabletts nicht auf einem Band direkt in die Spülküche transportiert werden. M 1:500 Speiseraum: Zur Bemessung des Speiseraums kann man überschlägig annehmen: Essensteilnehmer : Platzwechsel = Anzahl der Plätze Grundfläche circa 1. Spülküche: Für die Spülküche muss ein eigener. kann bei dreifachem Platzwechsel folgender Essplatzbedarf angenommen werden: 400 x 80 Prozent : 3 = 107 Plätze Bei Speiseräumen für mehr als 200 Perso­ nen sind die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu beachten.und Ruheräume vorgesehen werden.4 m² pro Platz beziehungsweise 1.Lernen Planungshinweise 15 15 14 14 10 4 5 13 11 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Küche Essensausgabe Essensbereich Geschirr-Rückgabe Spüle Vorbereitung Vorräte Kühlraum Tiefkühlraum Abfall Personal Umkleiden Abstellraum WC Freizeitraum 7 12 3 2 1 8 13 15 15 13 13 6 9 Beispiel für eine Schulmensa. Küchen: Bei der Planung von Großküchen muss in der Regel ein professioneller Küchenplaner mit einbezogen werden. Pausen. von denen 80 Prozent an der Schule essen. Im Eingangsbereich des Speisesaals sollten Garderoben (ein Haken pro Platz) und Toiletten in ausreichender Anzahl vorgesehen werden. Außerdem ist eine kurze Anbindung der Geschirr-Rückgabe von Vorteil. Lager und Anlieferung: Für die Lagerung beziehungsweise Kühlung von Lebensmitteln sollten Räume in ausreichender Größe vorgesehen werden. die von außen zugänglich und lüftbar sind. Entsprechend Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) und ASR müssen hierbei Umkleideräume sowie Wasch-.25 m² pro Platz bei Grundschulen Bei einer Schule mit 400 Schülern.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 545 Lernen .

und Lernmittelräume Personalräume Gebäudereinigung Abstellräume Öffentliche barrierefreie Toilette 546 Raumpilot Grundlagen .Lernen Nebenräume 547 547 548 549 549 549 549 549 549 549 549 549 550 Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Toilettenanlagen – Bemessung Hausmeisterdienstzimmer Erste-Hilfe-Raum Arzt-Raum Elternsprechzimmer Schülervertretung Lehr.

Zusätzlich sollten kleinere Toilettenanlagen möglichst in der Nähe der Unterrichtsräume liegen. Größere Toilettenanlagen im Pausen.Nebenräume Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Funktionsbeziehungen Nebenräume Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Je nach Gebäudekonzept und Schulgröße können die Toiletten für Schüler und Lehrer als Sammelanlagen zusammengefasst werden und geschossweise oder bereichsbezogen im Gebäude verteilt werden. Bemessung Für die Bemessung der Toilettenanlagen gibt die ASE BW an: 40 bis 50 Schüler 20 bis 25 Schülerinnen 10 Lehrer 5 Lehrerinnen rollstuhlgerechtes WC 1 Sitz und 2 Stände 1 Sitz 1 Sitz und 1 Stand 1 Sitz Lernen Raumpilot Grundlagen Pro 1 Sitz für Jungen und 2 Sitze für Mädchen ist ein Handwaschbecken vorzusehen.und Aulabereich sollten auch für die außerschulische Nutzung zur Verfügung stehen. 547 . Außerdem sollte in jedem Geschoss mindestens ein barrierefreies WC eingeplant werden.

Die einzelnen Sitze müssen mit mindestens 2 m hohen abwaschbaren Wänden abgetrennt werden. Blatt 6 gibt detaillierte Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Kindergärten. ► Bei Vorschulen und Grundschulen muss die Höhe der Sanitärobjekte und der Handwaschbecken der Körpergröße der Kinder entsprechend angepasst werden. 85 85 150 Toilettenanlage für circa 30 Lehrerinnen und 30 Lehrer mit barrierefreier Toilette 150 165 Toilettenanlage für circa 100 Schülerinnen und circa 100 Schüler mit barrierefreier Toilette Die WC-Anlagen werden grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt und mit Vorräumen versehen. Spiegel und Handwaschbecken auszustatten. Die Vorräume sind mit Seifenspendern. Kindertagesstätten und Schulen. 85 150 Beispiele für unterschiedliche Größen von Toilettenanlagen im Schulbau. M 1:200 125 150 150 125 150 Toilettenanlage für circa 300 Schülerinnen und circa 300 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 85 Toilettenanlage für circa 400 Schülerinnen und circa 400 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 548 Raumpilot Grundlagen 45 60 .Lernen ► Die Richtlinie VDI 6000. hygienisch einwandfreien Trockenmöglichkeiten.

Personalräume Personalräume werden für das Reinigungspersonal und gegebenenfalls für das Küchenpersonal gebraucht.und Lernmittelräume Für ein normales Schulgebäude sollten mindestens zwei Lehr. ist jedoch vom Schultyp und der Schulgröße abhängig. Dafür kann ein kleiner. Dieser sollte möglichst ebenerdig und zentral liegen und für den Rettungsdienst gut zugänglich sein (Türbreite mindestens 1. Günstig sind Fenster sowohl nach außen als auch zur Eingangshalle hin.und Toilettenraum beinhalten. dass dieser Raum an einen anderen Raum zum Auskleiden und für Allgemeinuntersuchungen angeschlossen ist. Lernen Raumpilot Grundlagen 549 .Nebenräume Hausmeisterdienstzimmer Der Hausmeisterraum sollte circa 12 m² groß sein und gut auffindbar im Eingangsbereich liegen. Der Raum sollte auch über ein Handwaschbecken sowie gute Beleuchtung und Belüftung verfügen (siehe ASE. Gebäudereinigung Stauraum für die Reinigungsgeräte et cetera mit Wasseranschluss (fugenfreie Hartboden­ beläge empfohlen). der Erste-HilfeRaum sowie der Arztraum können zu einem Raum zusammengefasst werden.und Lernmittelräume in zentraler Lage. Lehr. die sich dort aufhalten. Die Raumgröße ist abhängig vom Raumprogramm der Schule beziehungsweise von der Anzahl der Personen. Elternsprechzimmer Der 12 m² bis 18 m² große Raum sollte in Nähe des Lehrerbereichs liegen und für Besucher leicht auffindbar sein. Wichtig ist nur. Der Raum muss mit einer Krankentrage oder Liege ausgerüs­ tet sein und sollte über ein Waschbecken mit kaltem und warmem Wasser verfügen. eingeplant werden. früher GUV 20. 1983. Seite 619).beziehungsweise dem Hausmeisterdienstzimmer kombiniert werden. am besten in der Nähe des Lehrerbereichs. Die Raumbereiche sollten einen Umkleideraum sowie einen Wasch.26). ruhig gelegener (Kurs-)Raum verwendet werden. Schülervertretung Für die Schülervertretung muss ein eigener Raum vorgesehen werden. Die Größe liegt bei circa 18 m². In den Zugangsbereichen sollten möglichst barrierefreie Verkehrsflächen vorhanden sein. Für die Erste Hilfe kann entweder ein gesonderter Raum vorgesehen werden. Zu Planung von Erste-Hilfe-Raum. Erste-Hilfe-Raum In Schulen muss mindestens ein Raum vorhanden sein. oder er kann mit dem Elternsprech. Abstellräume Abstellräume sind in angemessener Größe und Lage vorzusehen. Arztraum Ein eigener Raum für schulärztliche Untersuchungen ist nicht erforderlich. in dem verletzte Schüler betreut werden können. wenn dort die erforderliche Ausrüstung vorhanden ist (GUV-SI 8065. Elternsprechzimmer und Arztraum Das Elternsprechzimmer.20 m). Die erforderliche Fläche liegt je nach Größe der Schule und Raumprogramm zwischen 24 m² und 60 m².

Lernen 150 150 95 95 ► Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39. die auch vom Boden aus erreichbar sind.50 m x 1. Damit der Rollstuhlfahrer auf den Toilettensitz umwechseln kann. Links und rechts vom Sitz sind Klappgriffe anzubringen.50 m (quadratisch. Wichtige Anforderung: Als Rangierfläche wird eine Fläche von 1. nicht kreisförmig!) benötigt. 20 18 (≥ 90) ≥ 95 6 1 (65-) 70 17 (≥ 220) ≥ 230 13 ≥ 150 (≥ 90) ≥ 95 9 19 20 ≥ 150 ≥ 220 220 150 150 230 ≥ 70 550 Raumpilot Grundlagen 90 1 . muss beidseitig von der Toilette eine Bewegungsfläche vorhanden sein. Bei der Planung muss der gegenüber nicht-barrierefreien Toilettenanlagen deutlich größere Platzbedarf beachtet werden. 11) Öffentliche barrierefreie Toilette Die Anforderungen an öffentliche behindertengerechte Toiletten sind in der DIN 18024 beziehungsweise zukünftig in der DIN 18040 (Entwurf) festgelegt. Die Greifhöhe liegt bei 85 cm. Zur besonderen Ausstattung zählen Notrufmelder. Der Waschtisch muss unterfahrbar sein.

lichtes Durchgangsmaß 90 cm 15 Beleuchtung 16 Mechanische Lüftung (auch bei vorhandenem Fenster) 17 Abfallkorb für gebrauchte Papierhandtücher 18 Ablagefläche 15 cm x 30 cm 19 Bodeneinlauf (entfällt) 20 Wasserventil mit Schlauch (entfällt) 21 Notrufauslösung durch Zugschalter 16 15 14 11 150 95 95 18 (28) (74-76) 85 12 8 ≤ 80 ≥ 67 2 8 85 3 4 21 5 17 (46-) 48 (≥ 35) 55 70 15 (≤ 10) ≥ 30 (40) 55 M 1:50 210 10 7 Raumpilot Grundlagen 551 Lernen .) dargestellt. geruchsverschlossen Waschbecken mit Unterputzsiphon. Beinfreiheit muss über 90 cm Breite gewährleistet sein) 7 Handtuchpapierspender oder Heißluft 8 Druckergarnitur mit Hebel zur Verriegelung 9 Querstange zum Zuziehen der Türe 10 Seifenspender mit Einhandbedienung 11 Spiegel.. Unterkante circa 95 cm bis 100 cm über Fußboden (Spiegelhöhe ≥ 100 cm) 12 Einhebelmischer mit langem Hebel (≤ 40 cm hinter Vorderkante Waschtisch) 13 Hänge-WC.. 150 cm. Beinfreiheit 67 cm bis 30 cm hinter Waschbecken-Vorderkante (Siphon- bereich darf maximal 10 cm tief.Nebenräume 150 Öffentliche. barrierefreie Toilette entsprechend DIN 180242 und DIN 18040-1 (Entwurf) Die in DIN 18040-1 (Entwurf) abweichenden Werte/Angaben sind in Klammern (. evtl. 180 cm Spülungsauslösung. ab 35 cm Höhe über Oberkante Fertigfußboden einschränken. mit Ellbogen möglich Vormauerung/Rückenstütze für Hänge-WC Abfallbehälter. 1 2 3 4 5 6 Haltestangen.und schwerelos klappbar. Höhe inklusive Sitz 48 cm über Fußboden 14 Türe. stufen. Notrufauslösung in Vorderseite integriert Kleiderhaken in drei Höhen: 90 cm.

Lernen 552 Raumpilot Grundlagen .

Freibereiche Raumpilot Grundlagen 553 Lernen .

Lernen Freibereiche 555 556 557 557 557 558 558 558 Schulhof Freiraum – Nutzungsbereiche Planungshinweise Wasserflächen Pflanzen Sitzgelegenheiten Einfriedigungen Bodenbeläge 554 Raumpilot Grundlagen .

Bei Grundschulen sollten 6 m2 je Schüler eingeplant werden. diese teilüberdachten Flächen der Wandelhöfe et cetera mit 0. Offene Pausenflächen sollten überschlägig mit 4 m2 bis 6 m2 Fläche je Schüler bemessen werden. damit auch bei schlechter Witterung ein Aufenthalt im Freien möglich ist. Die Schulfreiflächen dienen beispielsweise als Kommunikationsräume. Bei entsprechenden Voraussetzungen können auch angrenzende öffentliche Flächen anteilsmäßig als offene Pausenfläche mit angerechnet werden (ASE Baden-Württemberg). als Spiel. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen wird empfohlen. ► Dimensionierung Offene überdeckte Pausenhofflächen: 0.10 m lichter Höhe auszuführen. Es wird empfohlen. Dimensionierung Pausenhöfe sollten offene und offene über­ deckte Flächen besitzen. in den Außenflächen ein differenziertes Raumangebot mit unterschiedlich gestalteten Bereichen anzubieten.4 m² je Schüler mindestens 2.10 m lichte Höhe Offene Pausenhofflächen: 4 m² bis 6 m² je Schüler Bei Grundschulen: 6 m² je Schüler (ASE) Raumpilot Grundlagen 555 Lernen .4 m2 je Schüler auszuweisen und mit mindestens 2.und Erholungsflächen oder auch für den Außenunterricht in Freiklassen.Freibereiche Ankommen Allgemein unterrichten Nebenräume Fachbezogen unterrichten Freibereiche Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Funktionsbeziehungen Freibereiche Schulhof Allgemein In Pausenräumen und auf Schulhofflächen findet eine Vielzahl unterschiedliche Aktivitäten statt.

ausprobieren. streiten Begrünte Bereiche – Schulgarten. üben. Außenunterricht versammeln. treffen. Schülerarbeiten präsentieren Bewegungszonen – Ballspielzonen – Klettergeräte – Spielplatzflächen – Fahrradübungsgelände laufen.und Präsentationsbereiche – Aufstellfläche für Schülerarbeiten – freie Flächen für Versammlungen – Veranstaltungen. plaudern. essen.Lernen Rückzugsbereiche – überdachte Aufenthaltsbereiche – geschützte Sitzecken für kleine Gruppen mit Tisch – Lerngruppen – modelliertes Gelände mit Nischen und Sitzmöglichkeiten warten. sitzen. lernen. ausruhen. versammeln. sich austauschen Freiklassen. trinken. raufen. veranstalten. prügeln. Bäume. Hecken et cetera als Lernumgebung säen. treffen. pflegen. klettern. pflanzen. spielen. gärtnern. Teichanlage – Bepflanzungen. geschützt spielen oder sitzen Unterschiedliche Freiraum-Nutzungsbereiche 556 Raumpilot Grundlagen . sitzen.

Abfalleimer sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Speise. Sie sollten Bereiche enthalten. M 1:50 Planungshinweise Pausenhöfe sollten möglichst gut besonnt und windgeschützt sein.Freibereiche Vegetation als Puffer max. § 14 und GUV-V S1. § 14 und GUV-V S1. Hecken oder heckenartige Bepflanzung erfolgen (DIN 58125. Sitz.20 m sowie eine mindestens 1 m breite Flachwasserzone mit maximal 0. Wassertiefe 120 ≤ 40 ≥ 100 Teichanlage.und Spielbereichen (Ball. Sie sollten außerhalb von Lauf.und Naturbereiche beinhalten.40 m Tiefe am Rand aufweisen.50 m freigehalten werden und ausreichend tragfähig sein. Raumpilot Grundlagen 557 Lernen . Pausenhallen können mit Verbindungsgängen. Freiklassen sollten so orientiert und gestaltet werden. die zur Bewegung anregen. Müll.und Lieferfahrzeuge müssen auf einer Breite von mindestens 3. Die Zufahrten für Feuerwehr-. Wasserflächen Wasserflächen wie Teiche und Feuchtbio­ tope können in Schulgärten und Pausenhöfen zu Lernzwecken angelegt werden. dass bei ihrer Nutzung keine Störungen in den sonstigen Unterrichtsräumen entstehen.und Mehrzweckräumen kombiniert werden. § 14). Bei Grundschulen stehen Spielflächen und unterschiedliche Spielgeräte stärker im Vordergrund.und Bewegungsspiele) angeordnet sein und eine maximale Wassertiefe von 1. Bei großen Schulanlagen sollten den verschiedenen Altersstufen getrennte Pausenbereiche zugeteilt werden. Notwendige Verkehrswege und Treppen oder Hindernisse müssen mit mindestens 5 Lux nach DIN 5035-2 beleuchtet sein (DIN 58125. Eingangshallen. und möglichst Spiel-. Pflanzen Es dürfen grundsätzlich keine Giftpflanzen angepflanzt werden. § 14). Vorhandene Spielgeräte nach DIN 7926 sollten den Sicherheitsanforderungen nach DIN EN 1176-1 bis DIN EN 1176-7 gerecht werden. Ansonsten muss eine Sicherung des Uferbereichs durch Zäune. Pflanzen mit Dornen oder Allergie auslösende Pflanzen sind ebenfalls zu vermeiden.

§ 14 und GUV-V S1. Einfriedungen Zäune. 95 Abgestufte Sitzlandschaft. 80 ca. um Verletzungen zu vermeiden. Stufenanlagen und dergleichen zu variablem Sitzen in verschiedenen Positionen einladen. Bodenbeläge Die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Freien müssen auch bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. M 1:50 Sitzgelegenheiten Neben Bänken können auch raumlandschaftliche Elemente wie Podeste. 80 ca.oder Großgruppen Sitzgelegenheiten bieten. Gitter und sonstige Einfriedungen dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Teile besitzen. § 14). 558 Raumpilot Grundlagen .Lernen ca. Sie können sowohl einzelnen Schülern wie auch Klein. Diese sind weitgehend unabhängig von der Größe der Schüler nutzbar.

Bauausführung Raumpilot Grundlagen 559 Lernen .

Lernen Bauausführung 561 561 561 561 562 563 564 565 565 565 565 565 566 566 Planungsregeln. Normen und Verordnungen Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Abstreifmatten Rutschfestigkeit von Fußböden Bauteile. Oberflächen und Kanten Verglasungen Umwehrungen/Geländer Treppen und Rampen Außenbereiche Beleuchtung/Leuchtstärken Belüftung Türen Fenster 560 Raumpilot Grundlagen .

§ 5 sind in Schulgebäuden Stolperstellen und Einzelstufen grundsätzlich zu vermeiden. § 5 und GUV-V S1. Falls Einzelstufen unvermeidlich sind. ► Hinweis Wesentliche Planungsanforderungen finden sich unter anderem in der Mus­ ter-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR. § 5 ). Raumpilot Grundlagen 561 Lernen . die über die gesamte Durchgangsbreite mit mindestens 150 cm Tiefe stolperfrei (flächenbündig) verlegt sein müssen (DIN 58125. Auf den folgenden Seiten sind wesentliche Hinweise aus diesen Planungsvorgaben in einem Überblick zusammen­ gestellt. Handelsübliche Matten besitzen eine Bauhöhe von circa 25 mm bis 40 mm. Die Sicherheitsanforderungen im Schulbau sind teilweise höher als die sonstigen Standards wie sie beispielsweise für Wohngebäude gefordert werden. Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Entsprechend DIN 58125. müssen sie optisch von den angrenzenden Flächen deutlich abgesetzt werden. Abstreifmatten In Eingangsbereichen sind oberflächenbündige Abstreifmatten gefordert. Normen und Verordnungen In den Bauordnungen der Länder und in verschiedenen DIN Normen (vor allem DIN 58125 / Juli 2002 „Schulbau“). Juli 1998). Unfallverhütungsvorschriften der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). § 5 beziehungsweise GUV-V S1. Stand 10.Bauausführung Planungsregeln. in den Muster-Schulbau-Richtlinien und in den Schulbauempfehlungen finden sich detaillierte Planungsvorgaben und Planungsempfehlungen für Schulbauten. Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm. Richtlinien.

erfolgt die Einstufungen über die Kategorisierung A. Angaben zur Rutschhemmung in Nassräumen macht die GUV-I 8527 . wobei R 13 die höchste Rutschhemmung bezeichnet (siehe DIN 51130). Oktober 2003 „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ . R 10 R 9. Hinweis: Es wird empfohlen. evtl. § 14). Juli 1999 (aktualisiert 2007) „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“ . 2003) 562 Raumpilot Grundlagen . § 14 und GUV-V S1. R 10 R 9 bis R 12 R 9 bis R 13 Das „BGIA-Handbuch“ enthält eine ausführliche Liste über die Rutschfestigkeit von Fußbodenbelägen verschiedener Hersteller. Ist Barfußnutzung (Duschen et cetera) vorgesehen. B und C. wobei C die höchste Rutschhemmung bezeichnet. Rutschfestigkeit verschiedener Bodenbeläge 6° bis 10° R9 Erforderliche Rutschhemmung in Abhängigkeit von der Nutzung. Angaben entsprechend der GUV-R 181. im Eingangsbereich Bodenklasse R10 zu verwenden.: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin. An Chemieräume werden besondere Anforderungen gestellt. (Hrsg. B A R11 R10 R9 Sanitärräume Allgemein Duschräume Umkleiden Pausenhöfe Lehrküchen Klassenräume Werkräume Treppen Keramische Bodenbeläge Gitterroste PVC Elastomer Laminat Linoleum Textile Bodenbeläge Naturstein R 9 bis R 13 R 10 bis R 13 R 9 bis R 10 R 9 bis R 10 R 9.Lernen > ° 35 3 R1 bis 35 ° Rutschfestigkeit von Fußböden 2 R1 ° 28 20° bis 27° R11 is 11° b Zuordnung der Gesamtmittelwerte der Neigungswinkel zu den Bewertungsgruppen der Rutschhemmung (GUV-R 181) 10 19° R Für die verschiedenen Nutzungsbereiche werden in Schulen unterschiedliche rutschhemmende Eigenschaften in der Einstufung zwischen R 9 bis R 11 gefordert. evtl. Auch die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Außenbereich müssen bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125.

Oberflächen und Kanten r ≥ 2 mm Erforderliche Kantenrundung M 1:5 Um Verletzungsgefahren zu vermeiden. Je nach Material sollten Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet beziehungsweise gefast. müssen diesen Anforderungen entsprechen (DIN 58125. gebrochen oder bei Putzausführung mit gerundeten Eckputzschienen ausgeführt werden. wie Fensterbänke. § 6). ≥ 200 Aus Sicherheitsgründen (Verletzungsschutz) gelten besondere Anforderung an die Beschaffenheit von Wandoberflächen bis 2 m Höhe Raumpilot Grundlagen 563 Lernen . werden an die Oberflächen von Wänden und Stützen bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche besondere Anforderungen gestellt. Möbel werden bezüglich ihrer Ecken und Kanten wie Bauteile behandelt. Neben einer möglichst glatten Oberfläche ohne vorstehende Grate et cetera wird für deren Ecken und Kanten eine nicht scharfkantige Eckausführung gefordert.Bauausführung Bauteile. Türen. Auch sonstige Einrichtungen. Bedienungshebel et cetera. § 6 und GUV-V S1.

kein Drahtglas). bei denen die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und die Fensterbänke mindestens 20 cm tief sind. oder eine bepflanzte Schutzzone vor der Verglasung. § 7).Lernen Verglasungen In Aufenthaltsbereichen von Schülern müssen Verglasungen – auch die Verglasungen von Möbeln – bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche bruchsicher ausgeführt werden (Einscheibensicherheitsglas ESG beziehungsweise Verbund-Sicherheitsglas VSG. Als ausreichend umwehrt gelten auch Fenster. Gesicherte Kipp. das mindes­ tens 20 cm vor der Verglasung angebracht ist.und Schwingflügel ≥ 20 Diese Sicherheitsgläser sind nicht notwendig. Farbgebungen oder die Anordnung von Querriegeln et cetera auf Gläsern empfohlen (DIN 58125. § 7 und GUV-V S1. ≥ 100 Anforderungen an Verglasungen im Aufenthaltsbereich von Schülern 564 Raumpilot Grundlagen ≥ 80 . wenn die Verglasung ausreichend abgeschirmt ist. Für die Erkennbarkeit werden Strukturierungen. Als ausreichende Abschirmung gelten eine mindestens 1 m hohe Umwehrung oder ein Geländer. Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen müssen leicht erkennbar sein.

wenn durch andere Vorrichtungen. Treppen. von Flächen mit einer Absturzhöhe von mehr als 12 m mindestens 0. § 26 und GUV-V S1. § 8. Treppengeländer und Treppenbrüstungen in Schulen müssen jedoch mindestens 1. verteilen. Rampen Siehe Unterkapitel „Erschließen. müssen gesichert sein.30 m bis 1 m sind Sicherungen wie Pflanztröge. Beleuchtung/Leuchtstärken Eine ausreichende und gleichmäßige Ausleuchtung der Verkehrswege und der Aufenthaltsbereiche trägt wesentlich zur Unfallvermeidung bei. § 14 und GUV-V S1.80 m. Bei mehr als 12 m Absturzhöhe sind laut Musterbauordnung Geländer mit 1. § 26). Fensterbrüstungen von Flächen mit einer Absturzhöhe bis zu 12 m müssen mindes­ tens 0.Bauausführung Umwehrungen/Geländer Schüleraufenthaltsbereiche. Seite 519.10 m Mindesthöhe gefordert (MBO 2002. Bei höher liegenden Flächen mit einer Absturzhöhe von 0.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). Geringere Brüstungshöhen sind zulässig. § 38). Art der Nutzung Nennbeleuchtungsstärke 50 lx 100 lx 500 lx 300 lx 500 lx 500 lx 200 lx 500 lx 100 lx 5 lx Lüftung Siehe Unterkapitel „Allgemein unterrichten“ . Seite 486 bis 488. jedoch sind Umwehrungen oder Geländer mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m erforderlich (DIN 58125. GUVV S1. § 38).und Verwaltungsräume Werkräume Holz und Metall Maschinenräume Werkbereich Lehrküchen Speiseräume Informatikräume Toilettenräume Außenbereich . § 8). zum Beispiel Geländer.90 m hoch sein. In Schulen sollten alle Bereiche mit künstlicher Beleuchtung entsprechend der Anforderungen der DIN 5035-4 ausgestattet sein Außenbereiche Im Außenbereich ist auf rutschhemmende Bodenbeläge (auch bei Nässe) der Flächen und Wege und auf eine ausreichende Beleuchtung der Verkehrswege mit mindes­ tens 5 lx Nennbeleuchtungsstärke nach DIN 5032 -2 zu achten (DIN 58125. bei denen Absturzgefahr besteht. Pflanzstreifen. In vollständig verdunkelbaren Räumen sowie in den Fachräumen für Chemieunterricht und in den Werkstatträumen für die Holzverarbeitung kann der Einbau einer raumlufttechnischen Anlage notwendig sein (DIN 58125. flüchten“ . § 14). Bänke oder deutliche Markierungen ausreichend. die vorgeschriebenen Mindesthöhen eingehalten werden (MBO 2002. Raumpilot Grundlagen 565 Lernen Verkehrswege in Gebäuden Treppen in Gebäuden Klassen. Bei mehr als 1 m Absturzhöhe sind die Anforderungen der Bauordnungen der Länder zu beachten.

Die Forderung nach Barrierefreiheit muss hierbei zusätzlich beachtet werden. die den Schließvorgang abbremsen. Fenster dürfen beim Öffnen und Schließen sowie in geöffnetem Zustand niemanden gefährden. verteilen. Sinnvoll ist eine einheitliche Türbreite von 1 m. Bei Schiebefenstern sind Vorrichtungen notwendig.10 m betragen. In Ausnahmefällen können Werkstätten. Türen zu Räumen müssen so angeordnet sein. Lehr. Das kann erreicht werden. In diesem Fall dürfen die entsprechenden Fensterflügel natürlich nicht mit einer Sperrsicherung versehen sein. Dazu sind normalerweise Öffnungsbegrenzungen bei Schwingflügeln erforderlich und Sperrsicherungen an DrehKipp-Beschlägen. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden.Lernen Türen Siehe Angaben zu Türen im Unterkapitel „Erschließen. dass der zweite Rettungsweg über festgelegte Fensterflügel und die Feuerwehrleiter führt. Bei älteren Schulen (Baugenehmigung vor Januar 2001) kann das Rettungskonzept vorsehen. Ansonsten ist ein zweiter Fluchtweg über Anleitern der Feuerwehr in Schulen jedoch nicht erlaubt! 566 Raumpilot Grundlagen .90 m in SchulBauR). Türen zu Unterrichtsräumen sollten mindestens 1 m in der lichten Durchgangsbreite messen (gefordert 0. Seite 483. flüchten“ . § 10). Die lichte Höhe aller Türen sollte mindestens 2. in Nischen oder am Ende des Flurs angeordnet sind. Die Fensterbeschläge müssen gerundet sein. Die vollständige Lüftungsfunktion muss jedoch gewährleistet sein (DIN 58125. § 10 und GUV-V S1. Fenster Sämtliche dem Unterricht dienende Räume müssen Fenster mit Ausblick ins Freie haben.und Lernmittelräume sowie Sammlungs.und Putzräume fensterlos sein oder mit Tageslicht von oben belichtet werden (ASE BW). indem die Türen in die Räume aufschlagen.

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 567 Lernen .

Lernen Planungsregeln/Literatur 569 570 Planungsregeln Literatur 568 Raumpilot Grundlagen .

Juli 1983 Gesetze/Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Verordnung über die Förderung des Schulhausbaus bei Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulbauverordnung – VOSchuolBau) vom 28. öffentliche Verkehrs.89 und DIN 4109 Beiblatt 2/11.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Juli 1998 Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhausbaus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien – SchBauFR) vom 3. Kindergärten.89 Beiblatt 1 zu DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Plätze.89. Kindertagesstätten. DIN 4109 Beiblatt 1/11. Versammlungsstätten und Versammlungsräume VDI Richtlinie 6000 / Blatt 6 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Februar 2006 VDI Richtlinie 6000 / Blatt 3 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Januar 1977 . Wege. Änderungen 7 . Schulen Empfehlungen Allgemeine Schulbauempfehlungen für Baden-Württemberg (ASE) vom 8. Juni 1999 Verordnungen der Gesetzlichen Unfallversicherung GUV-V S1 / Mai 2001 / Unfallverhütungsvorschrift Schulen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-I 561 / April 1991 / Treppen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-R 181 / April 1994 / Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr GUV-I 8527 / Juli 1999 / Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche Raumpilot Grundlagen 569 Lernen . Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Stand 10.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise Berichtigung 1 zu DIN 4109 / August 1992 / Berichtigungen zu DIN 4109/11. Hauptmaße DIN 51130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaften – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Maßregeln.

Lernen Literatur Dudek. Arno. (DVD-Dokumentation). Zürich 1966 570 Raumpilot Grundlagen . Zürich 2010 Wüstenrot Stiftung (Hrsg. Alfred: The new schoolhouse. Pampe. Basel. Schulen und Kindergärten. Mark: Entwurfsatlas. Barbara: Raumpilot Lernen.): Schulen in Deutschland. Boston. Weinheim 2004 Lederer. Rotterdam 2008 Kahl. Stuttgart. Neubau und Revitalisierung. Zürich 2004 Roth. Stuttgart. Berlin 2007 Hertzberger. Herman: Space and Learning. Reinhard: Treibhäuser der Zukunft.

Anhang 572 573 579 Abkürzungen Index Danksagung Raumpilot Grundlagen 571 .

und Abfallgesetz) RASt Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen SchBauFR TG TRA VDI VkVO VStättVO WE WoFlV Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhaus- baus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien) Tiefgarage Technische Regeln für Aufzüge Verein Deutscher Ingenieure Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (Verkaufsstättenverordnung) Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung) Wohneinheit Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung) 572 Raumpilot Grundlagen .V. Index Abkürzungen ASE Allgemeine Schulbauempfeh lungen ASR Arbeitsstätten-Richtlinien ArbStättV Arbeitsstättenverordnung BGF Brutto.Grundfläche BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung) DIN Deutsches Institut für Normung (Deutsche Norm) DIN EN Europäische Norm.und Lagertechnik) FGSV Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen GaVO Verordnung des Wirtschafts ministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung. die vom Europäischen Komitee für Normung herausgegeben wird und von der nationalen Normungsorganisation als DIN EN übernommen wird EAE Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen EAR 05 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs 2005 EnEV Energieeinsparverordnung FEM Fédération Européenne de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder. Anhang I/4 der Landesbauord nung Baden-Württemberg) GFZ Geschossflächenzahl gif Gesellschaft für immobilienwirt schaftliche Forschung e. GRZ Grundflächenzahl GUV Deutsche Gesetzliche Unfall versicherung ISO Internationale Organisation für Normung ISO Norm Eine von der Internationalen Organisation für Normung herausgegebene Norm LAbfG Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen und die Behandlung von Altlasten in Baden-Württemberg (Landesab- fallgesetz) LBO Landesbauordnung LBO BW Landesbauordnung Baden Württemberg LBOAVO Allgemeine Ausführungsverord nung des Innenministeriums zur Landesbauordnung (Anhang I/1 der Landesbaourdnung Baden- Württemberg) MA Mitarbeiter MBO Musterbauordnung MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hoch häusern (Muster-Hochhaus- richtlinie) KrW-/ Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der AbfG umweltverträglichen Beseiti gung von Abfällen (Kreislaufwirt schaft.

.................................................... 234-239...............................................22 Bibliothek (Lernen)..................................................................................................539-540 Bidet...................................................... 477 Außengangerschließung........................170..................................................................561 Achsmaß (Arbeiten)......... 543 Chemiesaal.....................................................................................................................................................................327 Baunutzungsverordnung..............185-192............................287 ..............192 Essplatz.. 326......... 290........ 270 Dusche (Arbeiten)............351 Dunstabzug.............. 246 Bettenaufzug................................167 Einstrahlwert...253........531-535 Arbeitsdreieck Küche......256................547 .................................269 Drehflügeltür............................................ 518......119 Bepflanzung (Lernen)........................................268.................................... 368 Bruttogrundfläche.... 427-434....................................... 257 ....................................106 Durchgang Feuerwehr.......................................................363 Dichte....... 520 Atrium................................................. 293-302................................................................................................31-48 Bauausführung (Lernen) .................................................... 519 Bemessungsfahrzeug........................................................ 411 Abstandsfläche..........................45...........359 Duschwanne..........498 Einzelwaschtisch......218-221 Einbund.................................................................................558 Eingang........................314-319 Bandfassade.............267 Balkon..................163 Bodenbelag..........................................................................................................................................................................................................................370 Dreibund....................393 Doppelbett.......................................................................256.................................................................479 Business Club.............559 Baukosten...............................205 Einzelarbeitsplatz...............290-291 Aufstellfläche Rettungswagen................. 257 ................................................. 258.............. 518 Belüftung..................143 Besucherstuhl.........54 Besonnungsdauer.....................................................................433 Blockrandbebauung............................................108 Bewegungsflächenbedarf....................................:............................................................................................................. 565 Beleuchtungsstärke..........................................................11-30 Arbeiten.....................................................162 Doppelwaschtisch...426 Bad......................... 508 Corporate Identity..........185............................................266 Dynamisches Sitzen................................................................................261-277 Badewanne.325 Bügelbrett......380-406...............................................359....................................................................................................................505............55 Beleuchtung................................................................................................................................. 361-376 Einrichtungsmaße Schlafraum.........506 Einzelunterricht............................ 561..................................................................................37 Belagrampe..............................................309 Doppeldeckeraufzug......................255............157 Doppelarbeitsplatz.... 295............................................................................................................................................................................................................ 288 Bürogebäude........................389-405 Ausgang...................................................................................................................................................................................................................................... 475 Anthropometrie............................................. 327 Einfriedung (Lernen) .....................................347-451...................................................................................................................................................... 430 Belichtung.............285-291 Aufbewahren barrierefrei. 303.. 393 Arztraum (Lernen).....................................122 Einbruchschutz.................................................................................. 521....................269 Billard....................................................................526 Computer....................................................... 549 Abstreifmatte........................................................................................................................................................................239...................42 Behinderung.........................267 .......................Index Abfall....251-259 Arbeiten und verwalten (Lernen)..............................162...............................................................................................................................................85 Bewegungsflächen........233.......................549 ASE...............................525 Blendschutz.........................234 Einspänner.....................................................375 Bett........................... 519.............................................. 427-434................................................................. 172 Außenlärmpegel....... 423-426....255..................................................................................................................................................................................................366 Bürotypen.............................107 Aufzug............................................ 509 EAR.................................................314 Atriumhaus..................................269 Raumpilot Grundlagen 573 .............................229 Biologieunterricht.................................................... 267 ........................................................... 562 Briefkasten....... 77-98 Aufzug barrierefrei...........................255............................45...................................................202 Durchfahrt Feuerwehr.............556 Bequemlichkeitsregel............380-406 Bushaltestelle............. 246 Einzeltisch.............180 Duschbad.........................................................324 Bedienhöhe barrierefrei........................177 .......440 Barrierefrei.......................................326 Baunutzungskosten..........................................234-239...................203-209 Arbeitsplatz.........................................................513-521 Ankommen....................................................................................421 Außenluftqualität........92 Aula............................................................. 259................366.....................................................529................................................282-284..................................................................................105 Durchwohnen-Prinzip..............190................................351 Einfamilienhaus.......385 Cafeteria.........146-151 Einzeilige Küche.... 525 Chemikalienraum.. 361...... 265 Abstellraum............164. 518...............................93 Doppelhaushälfte......................................... 94-97 Aufzugsgruppe............491 Ausbauraster.........................................................162 Aufbewahren............................................................................. 379 Einzelbett..............................178...... 389 Allgemein unterrichten................ 379 Arbeitsplatzgestaltung................

............................415....................429...............................150 Entsorgen......................................... 553-558 Funktionsküche...................................................80 Fahrkorbvarianten...............................................359 Erschließen...................136-139 Fahrradabstellfläche..................................................................................................................................28 Großgarage.....................161 Gruppenbüro....................................................................................200 Horizontalerschließung.........380............................................................137-139....................................368 Flächenberechnung...................279-284 Haushaltsabfall..........................................190 Kochen........................................................................196 Fußboden rutschhemmend...................................................324-325 Flächenmodul...............................................................................................................523-529 Fahrbahnbreite........................................ 216 Essplatz.......................... 179......................................193-212 Kofferküche.202 Geräuschpegel.... 483 Förderleistung Aufzug.................................................................................................. 202 Hochhaus..........................................417 Körpermaße...........93 Fachbezogen unterrichten............................................... 481-489 Erschließen....... 383 Konstruktionsgrundfläche................................................493-494 Gerätestellfläche Küche..............119 Faltrollstuhl...................................................541-544 Essküche..483-489 Handlauf...........................................40 Gehbereich Treppe.............. 188 Kinderzimmer....................387-406 Kopierraum................................Index Elektrorollstuhl..................................................................................................... 518 Feuerwehr...............................................................................................481-489 Erschließungsarten....................... 549 Essen.88 Freibereich.401-406 Fluchtweg......234-235 Kleingarage...........................39 Elementfassade........................................................218-221 Esstisch.........................................................................................................................325 Konstruktionsraster...................................................................................................................................................................................................................311-319...................................... 435-445 Fassadenraster..........................................................118-139........421.............83 Kantine..................................................................... 477 ............................ 519 Gäste-WC...............................293-302 Entsorgen barrierefrei...............................67 ....63 Küche.............................................162 Kinder wohnen.......................................246 Kinderwagen....................................................................... 565 Gemeinschaftszone........................165-173..................................................196.......................138-139 Fahrradstellplatz................444 Elternsprechzimmer....................................................................241-249 Klassenraum.............................................................................118-139 Fahrkorb........................................................................... 316.........................................................................399 Grundflächenzahl...................................................... 384 GUV-Richtlinien.................................200.........................................................................................55 Flexibilität..........................................................................177 Gedeck....................................................................... verteilen und flüchten (Lernen).......302 Ergonomisches Mobiliar.. 364 Fahrgasse.......................................................................................... 486-487 ...........................................................................................................................................65-66.........................241-249 Kinderbett.............................39.....................193-212 Küche barrierefrei.81 Fahrrad........549 Empfang (Arbeiten). 488 Handwaschbecken............................................................................................... 483-484 Flügel.............................................................................425..................................549 Gebäudetiefe..............................................................393 Flachrampe...............................99-108 Feuerwehraufzug................................................................... 359...................................................................................................60 Geländer.................................... 363 Erschließungsfläche.......................144 Greifraum........52.............................................127 Großraumstruktur.562 Garagenverordnung................................................................................... 101-104........................................................................................................................................................................ 101 Hochschrank.......38 Fassade.........................................................................................................................................510-521 Klavier..............................................................170-173 Hüllfläche.................................................................................94 Feuerwehrschlüsseldepot...........................................120-121 Garderobe.................359....229 Flur........................................................................................................................................................................................................213-221 Essen und Freizeit verbringen............421 Geschossflächenzahl................549 Herd........263-264 Gebäudereinigung................................................................373 Energie...................................229 Kleiderschrank.............462 Gleichstellungsgesetz.........................293-302 Hausmeisterdienstzimmer.........................213-221 Expressaufzug..............................................................................................................................................................................269 Hausarbeitsraum..330 Erschließungssystem.................................................. 566 Fensterflächenanteil...........................................505............................................................................11-29 Krankentransport.......... 541-543 Kettenhaus................... 509 Erholen................36 Globalstrahlung......................................................389-399 Fenster...........................92.............................................................................. 478 Fahrzeuge.......161 Geschosszahl Schulen.................................................. solare.................................................................................141-152 Energie.................................................................................................................46.............................................523-529 Fachklasse............... 207 ......217 Geh-/Fahrhilfen..................................................189................................208-212 574 Raumpilot Grundlagen . 375..........................................................................381 Erste-Hilfe-Raum................................381........125 Klingelanlage.....................................165-173.......................................................... 425......................328-329 Hydraulikaufzug......204 Kombibüro.......................

................................................................................................................................................................................................................................................112-113 Müllabstellfläche.......................274-277 Rektorat.............................84 Perzentil................................ 329 Recherchieren und Informieren...............427-434 Liegeraum...........................478 Planungsregeln/Literatur (Anthropometrie)...................................108 Planungsregeln/Literatur (Treppe)..................................................................................................................... 549 Rampe.................526-527 Leitertreppe..............................................................................................................360 Mittelgarage.................... 565 Licht...................359........................................................................394...... .......................................................................................................................................................................................................................................................... 545 Nettogrundfläche........118...425 Luftschalldämmung................................101..........................................................453-570 Lernformationen.......................................355-360.........................................................................................................................................43................. 550-551 Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich.....................521.............................567-570 Planungsregeln/Literatur (Energie).................................................539 Mietflächenberechnung MF-G.............................................. 406 Raumakustik Klassenraum......................398........................................................ 73............................................................... 484 Notwendiger Stellplatz..................................................................... 365 NotwendigerTreppenraum........ 377-386 Orientierung...............................................................103.............261-277 ...........................126 Mobilitätseinschränkungen............................................................325 Nutzungsneutral.......................38 Raumpilot Grundlagen 575 ....................................... 415 Müllraum.296-302................................ 366 Musischer Unterrichtsbereich.................549 Personenaufzug........................................... 528 Nasszelle.............................................438-439 Loggia..................... 484 Rezeption......14-15.. 518 Raumprogramm...................................................................................................................422 Laubengang.....................................................396........422 Lüftung.........................................................................................................................469-473 Modulor.......................................................373-374 Kuppenausrundung..........................................................................................................................................................................537-540 Reinigen und Pflegen........447-451 Planungsregeln/Literatur (Aufzug)....................................415. 459-462 Parkdeck.......................................................................162.................................................................................................51...........47-48 Planungsregeln/Literatur (Lernen).........................................................................................525-527 Nebennutzfläche (Lernen)................................425 Luftwechselzahl.................................140 Planungsregeln/Literatur (Rettung)...........325 Notwendige Treppe.................................316 Lochfassade............471 Nebenräume...................318-319 Programm............426 Materialraum...................377................................495-501 Lernmittelraum...........................................................................................170-172...... 102...................528 Matratze.......74-75 Planungsregeln/Literatur (Wohnen)..........314 Luftbelastung...................................321-331 Organisation........................ 565 Lüftungsklappe.................................................................................................. 423-426......................................................................................................................................................................................311-319 Private Freibereiche barrierefrei.................................................................................................................... 488 Rampeneinfahrt....................... 407 .......182............... 469-473 Putzraum...................295 Lage und Orientierung (Lernen).....................................................200-201 Ökonomie............................................................................................................................365 Parkgarage...........................152 Planungsregeln (Ruhender Verkehr)..........98 Planungsregeln/Literatur (Barrierfei)..............................................................459-462 Ladehof (Arbeiten)..237 Mediathek......................................................................411.............128 LAbfG...30 Planungsregeln/Literatur (Arbeiten).............................................................................255..............60 Lehrerzimmer..... 416 Längsaufstellung..................................................38 Modellraumprogramm Schule................................... 129 Raster..................................................................................103 Notwendiges Fenster.........................................38 Rollstuhl....114-117 ..............13 Modulordnung.........................525 PKW-Stellplätze Schule........ 528 Raumhöhe...................549 Lehrsaal............549 Leuchtdichteverteilung...............366.......................366 Private Freibereiche........................Index Küchenformen.................................................... 553-558 Personalräume Schule..............................................................................55.............308-309 Oberschrank Küche...380............99-108 Rettungsgeräte....... 52.....................................433 Leuchtstärke.........................................................303-309 Nutzungsneutral barrierefrei ...... 313 LauflängeTreppe.................366 Lager (Arbeiten)..301.......................................203-207 Kundentheke.........................................................................118 Pausenfläche...................................................261-277 Reinigen und Pflegen barrierefrei............. 488 Notwendiger Flur.......................53 Lauflinie Treppe....359 Lagerraum................................ 121 Lärmeintrag............................................. 16-30 Physiksaal........ 469-473 Reihenhaus.....................................104 Nutzfläche....................... 404 Rastermaß 135 cm....................................... 484.....................................................................461...................................................................................355-360...............................................................128........................105 Rettungsweg....................406 Rastermaß 120 cm....................391 Motorisierung.................... 326......................................... 405 Rastermaß 150 cm.....55 Lernen.........................................................................531-535 Lehrmittelraum...535 Rettung.................................................................................................................337-346 Poststelle..........................416 Liegestuhl.................... 373 Rollator...........................

........541-544 Schulmöbel................................................................................................ 421.....................................................55......................................... 391-392 Tisch.............................................................................261-277 .................................................... 471 Verschattung.........................217 .........................................................................43 Seilaufzug......... 123 Schrankküche.........53 Trockner.............................................................. 379........................................................................................59 Treppenlauf..........145 Ver......................53-72.............................................................................................................. 486 Treppenlaufbreite...............................41 Sehbehinderung..........................................................................253 Terrasse..........................370 Rutschfestigkeit..... 553-558 Schulleitung........................................................................................................................................................................314 Tiefgarage.........................282 Twin-System.................. 365........................................132 Schrägaufstellung Parken........................54 Schulbibliothek..........433-434 Sonnenstandsdiagramm................................................................................................................................................510-511 Skylobby.557 Sportrollstuhl.....229 Tafel Klassenzimmer.......................562 Sammlungsraum........................... 521 Schallschutz......................................................................................................65........................... 526 Umwehrung.......................124................................226-230 Solare Einstrahlung.................................556-557 Schulgrundstück.................... 301-309 Schleppkurve....und Entsorgung......................................................534 Vollbad.................376 Vertikalerschließung....................................109-140 Ruheraum.............................68 Treppenbreite.................461 Schulhof................................................................................................................................................................................................................................................518 Tageslichtlenksystem...............................................................................472 Unterschneidung................................65 Unterschrank................................................................................................................................................................................................144 Sonnenschutz..................................................190 Ruhender Verkehr.... 359......................... 412-414......55 Treppenteile............................................................................................................................................................. 277 ................................................................. 478 Stichflur.............62 Treppenraumprofil.............................49-73....... 486 Treppenarten..........................................................104......461.549 Schulgarten...................................................................................................167-169 Speisesaal.544 Städtebau.................................. 509 Tischfußball....................................................................................557 Telearbeit............................... 123 Sessel.................................455-457 Schwellen barrierefrei... 484 Stufen.............................................................................................535 Schulmensa..............................................................................................................................................................227-230 Sicherheitsanforderungen Schule..............................................561-566 Sicherheitsregel................................................................. 365............ 276.............................................................................................. 505............................................................................ 565 Unterrichten........................................256-259..........................................325......................... 256................38 Spüle...................................105 Sichthöhe..................................155 Standplatz.....................................................................................................................................................................................................141-151 Sonnenscheindauer.............. 463 Übungsraum.526 Vorwandinstallation Bad.....................................................58 Treppensteigung..............................................535 Senkrechtaufstellung Parken....................... 349...............109-123 Stellplatzbedarf.........231-239 Schlafzimmer.......................431 Tageslichtquotient...........200 Spülküche (Lernen)..............................................121.....................93 Sofa..............................................................................392 Stutzflügel....................56 Treppenpodest...................................................... 550-551 Toilettenanlage..................................................................325 Teeküche..............56 Treppendurchgangshöhe..........271 Vorbereitungsraum..........254 Schall. 275........................................................................................416 Rundschiebetür...........................................................................267 576 Raumpilot Grundlagen ................................................................................................ 547 Treppe......................................................................................................... allgemein..................................................................54 Sicherheitstreppenraum................112-117 .......................................411 Teich Schulhof.............526 Sanitärraum.......... 419....167 Verwaltung...................................................118......................269 Veranstalten und Feiern..............................................................229 Toilette.........................................366 Verteilerfunktion...................................503-511 Schulstandort................................................................................................................................. 379 Schrittmaßregel.................................175..........................................................199 Urinal.............................................................82 Sekretariat Schule..............430 Technische Funktionsfläche.....................71.................... 486 Stellplatz..564 Verkehrsfläche................................204 Schreibtisch..335........................................... 487 .................544 Spielgeräte.......................................351......................................... 273 Toilette barrierefrei............................. 121....................537-540 Schülervertretung.143 Spänner......... 521 Schlafen..........333.....................266.........297 Steigungsverhältnis.....................................Index Rollstuhlabstellplatz............................................................................ 546-551 Satellitenbüro...........................461 Schulsystem..............412...............274..................................................................................................491 Verglasung...235-239...........42 Sitzen.................................................................................................... 269.................. 485-486.................. 316.............................................................................. 561 Stützenstellung.......................................513-529 Unterrichtsbereiche................................................................................................93 Typologie.........503-511 Sitzplatzanordnung..............................

..................................277 .. 528 Werkstattraum............269 Waschen...........................................................528 Windfang....157 .............................................................366 Wärmeschutz...............Index Wannenausrundung... 547 ............................. 359.....................................266...................................323 Wohnhaustreppe................................................................................................................ 382 Zentralgarderobe.................................525...............................................................374 Wartezeit..... 412................................... 323 Wohnflächenverordnung............284 Wohnen......................................... 550 WC barrierefrei....................................................................................................................................................................153-346 Wohnfläche.....................................................................128 Wannenbad..........266 Waschmaschine..................................................................................................... 282 Wasserflächen............................................................. 557 WC......................351 Raumpilot Grundlagen 577 ......................................................................................................................................................551 Wendekreis Lkw................................................................528 Zellenbüro.................... 550...............132 Wendeltreppe.......................................................................282 Wäschetrockner............................................281.......133 Wendekreis Pkw.................................................................................................................................................................................372 Zweibund...........70 Werkraum....................................................370 Wirtschaften.......................................................279-284 Wirtschaften barrierefrei.................375 Zutrittskontrolle................55 Zeichensaal...274........187 .....................................................................433 Wartebereich. 368 Winkelschiebetür..89 Waschtisch.................................................................................................271 Warenannahme.................269.............................................

der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen. Nicht geschlechterbezogene Sprache In dieser Publikation wurde auf die geschlechterbezogene sprachliche Differenzierung verzichtet. die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Vereinfachend wurden ausschließlich die männlichen Bezeichnungen genannt. 578 Raumpilot Grundlagen . Diese schließen aber ausdrücklich das weibliche Geschlecht immer mit ein.Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Die Autoren.

IWE Florian Gruner Universität Stuttgart. Mannheim Raumpilot Grundlagen 579 .und Kultusreferat der Landeshauptstadt München Andreas Holm Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen Achim Haberkorn Thyssen Krupp Aufzugswerke Gerhard Schiffner Thyssen Krupp Aufzugswerke Rainer Sonntag Brandschutzsachverständiger Ernst Wagner Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. IWE Hanno Ertl Universität Stuttgart. IWE Eberhard Wurst Universität Stuttgart. IWE Dorothee Strauss Universität Stuttgart.V. BAUÖK Elisabeth Beusker Universität Stuttgart.Wir danken folgenden Studierenden für ihre engagierte Mitarbeit bei der Erstellung dieser Publikation: Larissa Abdelhardi Christoph Abele Wilhem Aisenbrey Deniz Aktay Julia Baumann Stephanie Beck Ute Bednarz Antonia Blaer Sabrina Brenner Sarah Centgraf Britta Ehrig Volker Eisele Anja Eisenhardt Sebastian Ferroni Corinna Flad Marina Folter Franziska Friedrich Vincent Gabriel Gunda Geising Petra Gerhardt Daniel Gerber Michael Grausam Kerstin Großmann Carsten Güth Elena Hammerschmidt Albrecht Harder Martina Henke Florian Hagmüller Axel Heiser Bettina Heckenberger Stefanie Hickl Stefanie Hunold Park Hyo Ki Tamara Jechener Bärbel Jetter Sandra Stadler Wei Jiang Vathana Thorn Qian Jin Luis Eduardo Traesel Volker Kast Anna Treutler Julia Karl Anna Ulrichs Timo Kegel Mihriban Ünal Gagarin Kirill Max Vomhof Nadja Koch Sandra Waldecker Inna Kreimer Laura Walter Senada Kusturica Katharina Wanke Katharina Lang Niko Weidler Benjamin Lasshof Yuto Yamada Eike Lehnhoff Hu Yi Sebastian Lippert Fang Yue Eric Littlewood Kuo Yu-Mei Natalie Maras Huang Wan-Ting Sabine Marinescu Carolin Maurer Julia Meisel Daiana Mesaros Ünal Mihriban Alesa Mustar Chrissie Muhr Tina Muhr Ina Neusch Jakub Pakula Claudia Palumbo Julia Raff Dominik Raptis Jens Rehm Dennis Rothe Lars Offergeld Albine Oster Aline Otte Valentin Ott Yan Pei Julie Scheffler Isabel von Schmude Alexa Schmidbauer Roman Schieber Tobias Schwechheimer Simon Schleicher Kim Schopf Für ihre fachliche Beratung und Unterstützung danken wir: Petra Stojanik Universität Stuttgart. IWE Tilman Harlander Universität Stuttgart.. IBBTE Christian Stoy Universität Stuttgart. München Wir danken weiterhin für Ihre Beratung und Unterstützung: Vitra GmbH. IWE Peter Faller Universität Stuttgart. IBBTE Jürgen Schreiber Universität Stuttgart. BAUÖK Christine Degenhart Sprecherin der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen bei der Architektenkammer Bayern Franziska Messerschmidt Schul. IWE Simone Lörcher Universität Stuttgart. Weil am Rhein Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche AMK e.

Universität Stuttgart. Fakultät Architektur und Stadtplanung.-Ing.Autoren Thomas Jocher (Benediktbeuern. Akademische Mitarbeiterin Institut Wohnen und Entwerfen. 1963) Dr. Direktor Institut Wohnen und Entwerfen. Advisory Professor Tongji University Shanghai Sigrid Loch (Saarbrücken. Dr. Architektin. 1952) Prof. Architekt.-Ing. Universität Stuttgart 580 Raumpilot Grundlagen . Fakultät Architektur und Stadtplanung.

W Ü STE N R OT STI FTU N G .

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) RAUMPILOT W OHNE N Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag kraemerverlag 1 .Wüstenrot Stiftung (Hrsg.

Katja Fischer. Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Tobias Haag Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch. Carolin zur Brügge. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser. Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen. All rights reserved. ISBN 978-3-7828-1554-3 1 . Walter Stamm-Teske. elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung. Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout) Herausgeber Wüstenrot Stiftung. Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer. Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Ludwigsburg Redaktion. Ludwigsburg. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. © 2012 Wüstenrot Stiftung. Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen. Tobias Haag Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck.Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher. Katja Fischer. Konzept und Gestaltung Band Wohnen Prof. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen. und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. Übersetzungen.

Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung Kontext Einleitung Wohnen und Gesellschaft Wohnen und Ökonomie Wohnen und Ökologie Wohnen und Initiatoren Wohnen und Ort Grundriss Einleitung Grundrisstypen Gestaltungsprinzipien Bewohneranzahl Wohnungsgröße Veränderbarkeit Orientierung Geschossigkeit Zonierung Wohnfunktionen Erschließung Außenraum Konstruktion Projekte Einleitung Projektverzeichnis Projektsammlung Anhang 11 12 15 17 20 24 31 35 47 61 75 89 103 127 137 149 169 183 195 205 206 208 3 .

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Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen.und Freizeitmuster sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Dr. wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert. und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen. dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte. leicht integrierbaren Dienstleistungen. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum. das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Parallel zu einer gebäudetypologischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung. deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden. intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden. künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beach­ tenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude. zukunftsgerichtete Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit. oder in den Wirkungen neuer Konsum. an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen. um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können. in Industrie. die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen. Kulturelle. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Organisations. die den genannten Kriterien folgen kann.und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen. Ziel dabei ist es. Lebens-. 5 . in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten. die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen. mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten. mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden. Die Gebäudelehre muss.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Die Arbeits-. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich.und Gewerbebauten. in einen kreativen.

vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Der Band Grundlagen schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen ein. Studierenden – für die engagierte. Die anderen beiden Vertiefungsbände behandeln die Themen Arbeiten und Lernen. intensive Praxisbezug vervollständigen den gewählten Ansatz zur Vermittlung der verschiedenen Perspektiven im Entwurfsprozess. 6 . Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren. Hierzu wird die Wohnung selbst in den Mittelpunkt gestellt und in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von qualitätsvollen Grundrissen in allen wichtigen Facetten des Entwerfens erörtert. Hochschullehrern. einheitliche Darstellung von 101 ausgewählten Wohnungen und der über die Referenzprojekte mögliche. Die daraus entstandene Publikation ist in vier Bände unterteilt. die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Gebäudelehre. der in all seinen Formen unter dem Einfluss weit reichender. Eine aufwändige. Er konzentriert sich auf den Wohnungsbau. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich auf eine anschauliche. intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Der Band Wohnen ist einer von drei Vertiefungsbänden. die ergänzend zum Grundlagenband wichtige Bereiche der Gebäudelehre aufgreifen.

die in einem Grundlagenband die faktischen Informationen der einzelnen Fachdisziplinen bündelt und darauf aufbauend in drei Bänden zu den Themen „Wohnen“ . „Lernen“ und „Arbeiten“ die jeweils spezifischen Betrachtungsweisen formuliert. Die ursprüngliche Idee bestand darin. „städtisches Reihenhaus“ oder auch „Loft“ nur wenig für eine systematische Einordnung geeignet erscheinen. scheitern entweder an einer zu starken Abstraktion oder ihrer fachlichen Unpräzision. Universität Stuttgart) und Prof. Aus diesem Prozess heraus fiel die Entscheidung. die praktische Lehrtätigkeit der einzelnen Fachdisziplinen in Form von geeigneten Lehrmaterialien abzubilden und damit allgemein zugänglich zu machen. bei der Begriffe wie „Mehrfamilienhaus“ . bildete eine wichtige Basis zur Formulierung eines eigenen Konzepts. Universität Stuttgart). Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen. um die Vielfalt der Einflussgrößen im Wohnungsbau darzustellen. einen tendenziell vernachlässigten. In vielen gemeinsamen Arbeitstreffen entwickelte sich hieraus die Idee einer Buchreihe. die entwerferische Praxis im Lehrbetrieb beziehungsweise im Büro wieder als Ausgangspunkt für die Strukturierung zu verwenden. Es geht uns um ein Spektrum von Perspektiven. uns an einem gemeinsamen Buchprojekt mit Prof. morphologischen Eigenschaften oder nutzerspezifischen Kriterien. Diese intensive Ausein­ andersetzung mit den Optionen der Vermittlung des Themenfelds „Wohnen“ wurde letztendlich von der Analyse unserer praktischen Lehrtätigkeit geleitet. kommt dabei häufig zu kurz. mit denen im Entwurfsprozess die Aufgabe betrachtet wird. Der naheliegende. Ähnlich der Dynamik im 7 . wie die Architekturreflexion in den vielfältigen Publikationen verstärkt über das äußere Erscheinungsbild vorgenommen wird und auch die Architekturproduktion nicht selten der Gebäudehülle als wichtigem Marketinginstrument der Büros vorrangig Aufmerksamkeit schenkt. der gerade in der Vergleichsliteratur der 1980er Jahre verfolgt wurde. Arno Lederer (Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen. Der fachliche Diskurs und die Vernetzung der Einzeldisziplinen bildeten den Gegenstand der folgenden Arbeitstreffen sämtlicher beteiligter Professuren. angefangen bei der soziologischen Arbeit bis zum reinen Bildband. jedoch entscheidenden Themenbereich – die Wohnung selbst – in das Zentrum der Betrachtung zu stellen.Einleitung Wohnungsbaulehre Im Juli 2005 erhielten wir die Anfrage von der Wüstenrot Stiftung. erwies sich bei genauerer Betrachtung als ungeeignet. wissenschaftlich-systematische Ansatz. Hieraus ergab sich der Ansatz. Mit der Entscheidung für die Schwerpunktsetzung auf die Wohnung stellte sich die Folgefrage nach der geeigneten Struktur und Methodik. Dieser überaus fruchtbare Prozess der letzten Jahre führte zu dem nun vorliegenden Buch zum Thema „Wohnen“ . das überdimensionale Themenspektrum des Wohnens auf eine lehrbare und in Buchform kommunizierbare Größe zu kondensieren. um die Inhalte zu transportieren. Der qualitätsvolle Grundriss und damit das eigentliche Produkt. sei es nach städtebaulichen Typologien. Markus Gasser (Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Als Beispiel sei hier allein die diffuse Terminologie im Wohnungsbau angeführt. Welche Instrumente und Methoden haben sich bewährt? Was sind die geeigneten Formate der Vermittlung? Was erweist sich in der Entwurfspraxis als brauchbar? Auch die Analyse der vorhandenen und immer vielfältiger produzierten Literatur in unserem Fachgebiet und deren unterschiedliche Akzeptanz bei den Studierenden. Prof. Für uns bestand die Herausforderung. Technische Universität Darmstadt) zu beteiligen. Die generelle Tendenz der Kategorisierung mittels des meist unpräzise verwendeten Begriffs der Typologie bietet aus unserer Sicht nicht den geeigneten Ansatz. Die unternommenen Versuche der Kategorisierung von Wohnungsbauten. Diese einzelnen Betrachtungsweisen und deren entwerferisches Potenzial werden in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von ausgewählten Grundrissen erörtert. die Wohnung. Es erscheint uns auffällig. die Vielfalt der Aspekte im Wohnungsbau fassbar zu machen.

Stefan Krämer sei für seine Ausdauer und Übersicht ausdrücklich gedankt. Ganz besonders danken wir den zahlreichen Studierenden. der Innenausbau. Mit der Festlegung des Buchschwerpunkts auf die Wohnung entscheidet man sich automatisch gegen eine Vielzahl weiterer wichtiger Bereiche des Wohnungsbaus. Wir möchten zunächst der Wüstenrot Stiftung danken.und Anregungspunkte. Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag Bauhaus-Universität Weimar. sei es die Konfiguration des Gesamtgebäudes. die Konstruktion. der Städtebau. die Projekte zum Beispiel im Rahmen von Exkursionen direkt vor Ort zu besichtigen. dass diese Bereiche durch ein umfängliches Literaturangebot derzeit relativ gut abgedeckt werden. Den wesentlichen Inhalt bilden dabei die 101 ausgewählten Grundrisse. Die jeweilige Reflexion aus dem Blickwinkel der anderen Buchprojekte hat für uns eine wesentliche Bereicherung dargestellt. diese Vielschichtigkeit des Themas offenzulegen und eine Sensibilisierung für die kausalen Zusammenhänge im Entwurfsprozess zu ermöglichen. die im Rahmen von Seminararbeiten zum Gelingen des Buchs beigetragen haben. die Soziologie und vieles mehr. Auch hier wurden sämtliche Projekte durch neue Zeichnungen im Maßstab 1:500 und eine städtebauliche Vig­ nette im Maßstab 1:10. sondern bieten unterschiedliche Einstiegs. ist eine der wichtigsten Informationsquellen im Wohnungsbau. Für diese Zwecke wurde der Projektstandort jeweils als Information hinzugefügt. Wir glauben jedoch. Darüber hinaus bietet dies die Möglichkeit. als Referenz verwendet. Dieses System soll in den nächsten Jahren unter dem Titel „PlanLibre“ intensiv weiterentwickelt werden. Der Ansatz des Wissentransfers über die systematische Aufarbeitung wichtiger Referenzprojekte wird von unserem Lehrstuhl seit vielen Jahren verfolgt und führte unter anderem zu dem circa 600 Projekte umfassenden Datenbanksystem „Innovative Wohnbau­ aspekte“ . und unseren beiden studentischen Hilfskräften Leopold Mücke und Katrin Plescher für ihre geduldige Arbeit an den zahlreichen Zeichnungen. Des Weiteren möchten wir uns bei den beteiligten Professuren für den intensiven Gedankenaustausch bei den gemeinsamen Arbeitstreffen bedanken. Professur Entwerfen und Wohnungsbau 8 . die dem Einfluss der zahlreichen weiteren Paramter im Realisierungsprozess standhalten mussten. die – einheitlich im Maßstab 1:200 aufgearbeitet – eine direkte visuelle Vergleichbarkeit ermöglichen sollen und damit die eigentliche Sprache der Architekten repräsentieren. in seinem spezifischen Kontext und seiner alltäglichen Nutzung. In einem nachgestellten Kapitel „Projekte“ werden die Projekte zusätzlich in ihrem Gesamtkontext abgebildet.Einleitung Entwurfsprozess sind die Themen nicht linear zu verstehen. Diese Bewertung des Projekts vor Ort. Um den Praxisbezug zu stärken.000 in eine unmittelbare visuelle Vergleichbarkeit gebracht. die den lang gehegten Wunsch nach einem eigenen Lehrbuch ideell und finanziell erst möglich gemacht hat und damit eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrtätigkeit leistet. um eine zweite Vertiefungsebene der Projekte des Kernkapitels „Grundriss“ zu bieten. Insbesondere Herrn Dr. Durch das Voranstellen des Kapitels „Kontext“ beabsichtigen wir jedoch. Dieser Erkenntnis wird über die dem Semester jeweils vorangestellten Exkursionen Rechnung getragen. die Gebäudetechnik. wurden ausschließlich realisierte Projekte.

Kontext .

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Ähnlich den betrachteten Themenfeldern im Kapitel „Grundriss“ sind die folgenden Aspekte nicht linear zu verstehen. eine Stadt für mehrere zehntausend Bewohner innerhalb relativ überschaubarer Zeit zu konzipieren. Entsprechend ist es unausweichlich. einem roten Faden. die Komplexität der Einflussgrößen aufzuzeigen. vernetztes Spektrum von Einflussgrößen ab. Unsere eigenen Berufserfahrungen und Berichte unserer Absolventen aus den verschiedensten nationalen und internationalen Büros bestätigen diese ungeheure Verantwortung. wesentliche Zusammenhänge aufzuzeigen. sondern bilden ein parallel zu betrachtendes. die den Architekten in seiner gesellschaftlichen Verantwortung herausfordert und im zunächst wirtschaftlich orientierten Geschäft des Planungsbüros unterzugehen droht. wie häufig. erscheint es jedoch gleichzeitig notwendig.. stellt eine enorme Herausforderung dar. soll in fünf kurzen Kapiteln angerissen werden und zur Diskussion befähigen. Auf der Ebene des Nachdenkens über die Ausformulierung des konkreten Grundrisses (vgl. in dem die Projekte entstehen. bei der man sich als junger Entwerfer beispielsweise der Aufgabe gestellt sieht. Derzeit entstehen unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ parallel verschiedene Instrumente. dass die übergeordneten Themen zu kurz kommen. die bei der Konzeption und Evaluierung des Entwurfs wesentlich erscheinen. Diese Zertifizierungssysteme müssen jedoch ihre Objektivität und Praxistauglichkeit beweisen und dürfen nicht als reine Marketinginstrumente missbraucht werden. so dass viele Projekte über prägnante Konzepte auffallen. Einleitung Wie eingangs erwähnt. Diese Dimension veranschaulicht gleichzeitig die begrenzte Reichweite der dargestellten Themen auf den deutschsprachigen Raum und einige angrenzende Staaten. Die grundsätzlichen und radikalen Entwurfsansätze finden über eine Auseinandersetzung mit den hier aufgeführten Themenfeldern statt. Die genannten Zahlen und Fakten sowie deren Auswertung sind aus der Perspektive Deutschlands formuliert und weichen damit bei den strukturellen Angaben deutlich von anderen Ländern ab. Die richtige Gewichtung der Einzelaspekte und ihre Verknüpfung zu einem logischen Gesamtkonzept. Konzipiert als Lehrbuch. Aber selbst innerhalb Europas sind zum Beispiel die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vollständig unterschiedlich zu bewerten. die diesen ganzheitlichen Entwurfsansatz fördern. „Ökologie“ . Die immense planerische und politische Bedeutung der Themenfelder verführt jedoch gleichzeitig zu einer entwerferischen Fokussierung dieser Aspekte. Dieser Kontext. „Ökonomie“ . Das Ziel liegt. Die Kapitel erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenige dieser Projekte können im seltenen Realisierungsfall durch eine präzise Durcharbeitung im Wohngrundriss oder der materialgerechten Konstruktion überzeugen. Hier bei den übergeordneten Themen stellen sich vielfältige aber grundsätzliche Fragen: Gibt es überhaupt einen Bedarf für das Projekt? Kann ich das Projekt an dem vorgeschlagenen Standort vertreten? Für wen plane und baue ich? Diese Ebene der Betrachtung. die auf das Projekt einwirken. sind die Grundlage für ein gelungenes Entwurfsprojekt. in der ausgewogenen ganzheitlichen Betrachtung möglichst vieler Einflussgrößen vom Konzept bis zum Detail. die Frage des Wohnens von innen nach außen zu betrachten und die Wohnung über ihren Grundriss als dem wesentlichen Entwurfsgegenstand in den Mittelpunkt zu stellen.Wohnen und . 11 . Unter den Schlagwörtern „Gesellschaft“ . jedoch entweder als theoretische Modelle in den Schubladen lagern oder maximal zu Publikationszwecken eingesetzt werden. Kapitel „Grundriss“) ist bereits die wesentliche konzeptionelle Entwurfsarbeit geleistet. sondern beabsichtigen. wagt das Buch das Experiment.. In kaum einem anderen Berufsbild sind die Projektdimensionen und damit auch die gesellschaftlichen Auswirkungen auf einen relativ kleinen Entscheiderkreis konzentriert. „Initiatoren“ und „Ort“ versuchen wir einen ersten Überblick der komplexen Zusammenhänge herzustellen.

Immerhin ein deutlicher Anstieg um 40 %. Der Familie mit leiblichen Kindern steht heute eine große Zahl von Einpersonenhaushalten. Küche und Bad wurde in Gesetzen. Noch im Jahr 2005 hatte diese Bevölkerungsgruppe einen Anteil von 19 % an der gesamtdeutschen Bevölkerung. gegenüber. In den kommenden Jahren wird für Deutschland eine deutliche Veränderung der Einwohnerzahlen sowie der Bevölkerungsstruktur prognostiziert. deren Wohnwünsche erfüllt werden sollen. Noch 1900 waren Haushalte mit fünf und mehr Personen mit 44 % am stärksten vertreten. thematisiert. Privathaushalte alle anderen Haushaltsgrößen. zeigen für das Jahr 2030 mit rund 77 . Seit den 1970er Jahren ist der Wohnungsmarkt allerdings mit individuellen. Nicht zu vernachlässigen ist dabei. muss von Seiten der Planer und politischen Akteure reagiert werden. die Geburtenraten mit Sterbefällen abgleichen und Wanderungsbewegungen im Binnenbereich und über die Grenzen der Bundesrepublik berücksichtigen. standortspezifisch zu analysieren und gesamtgesellschaftliche Trends mit lokalen Entwicklungen abzugleichen. Im Zuge der Individualisierung spielt auch die Veränderung der Haushaltsstruktur eine entscheidende Rolle. Gemeinschaften unterschiedlichster Alters. im Jahr 2030 wird der Anteil auf 29 % gestiegen sein. Zuerst stellt sich daher die Frage nach den tatsächlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die angebotenen räumlichen Lösungen. gemeinschaftliche Wohnkonzepte erfragt. Unsere Gesellschaft altert. Richtlinien und Förderinstrumenten über viele Jahre festgeschrieben und wirkt bis heute träge und langlebig fort. die unter dem Begriff „demografischer Wandel“ allgegenwärtig ist. Vorausberechnungen unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. Gerade hier gilt es. Nun sollten die veränderten Rahmenbedingungen eingehend untersucht werden.und Sozialstrukturen.und Wohnvorstellungen einer breiten Masse.4 Mio. Einwohnern eine deutlich geringere Bevölkerungszahl als noch im Jahr 2005 mit 82. Dass sie wesentlichen Einfluss auf das Betätigungsfeld Wohnungsbau haben. Dieses Themenfeld ist dem aktuellen gesellschaftlichen Rahmen von Wohnen gewidmet und zeigt hierzu die wichtigsten Tendenzen auf. Seit Jahren werden diese Veränderungen in vielerlei Hinsicht.1 % der Privathaushalte in Deutschland. Lange Zeit war Wohnen klar umrissen und nur im gesellschaftlich legitimierten Modell der Kleinfamilie abgelegt.2 Mio.2 als dessen Ergebnis der Bedarf an spezifischen Wohnwünschen für diese Altersgruppe einen hohen Stellenwert auf dem Wohnungsmarkt einnehmen wird.4 Sinkende Haushaltsgrößen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl an Privathaushalten sowie vielschichtige Lebensformen und deren pluralistische Wohnvorstellungen stellen vermutlich die gegenwärtig größte Herausforderung an den Bestand sowie an neue Wohnkonzepte dar. um die richtigen Stellschrauben zu finden. In einem zweiten Schritt kann dann an der richtigen Stelle und mit den richtigen Mitteln darauf reagiert werden. Dagegen sind Haushalte mit fünf und mehr Personen lediglich noch mit 4 % der Privathaushalte in Deutschland vertreten. ist doch die Gesellschaft im Sinne des Nutzers diejenige. Verändern sich Lebens. Einwohnern. 12 . Das Ideal des Zusammenlebens ab den 1950er Jahren mit standardisiertem Wohnraumangebot von drei Zimmern. Die Zahl der über 65-Jährigen steigt stetig.Kontext Wohnen und Gesellschaft Unsere Gesellschaft verändert sich. Heute stellt sich die Situation weitaus differenzierter dar. unter anderem in der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. etc.1 Der Rückgang der Einwohnerzahl geht einher mit einer spürbaren strukturellen Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung. ist verständlich. dass die angesprochene Altersgruppe im Vergleich zu vor­ angegangenen Generationen länger aktiv und selbstständig ist und häufig kommunikative. Unsere Gesellschaft lebt individueller. der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug gerade mal 7 . spezifischen Wohnwünschen konfrontiert.3 Im Jahr 2006 dominierten bereits Einpersonenhaushalte mit 38 % der knapp 40 Mio. Feststellungen Unsere Gesellschaft schrumpft.

In diesem Zuge ist auch eine Veränderung des Images der Stadt wahrzunehmen. Ein passgenaues Angebot verringert also das Investitionsrisiko um ein Vielfaches und erhöht die Gewinnaussichten im selben Maße. der durch gemeinsam wohnende und wirtschaftende Menschen gebildet wird. das Einfamilienhaus vor der Stadt für Familien weniger attraktiv.. mit dem Verständnis der gesellschaftlichen Prozesse jedoch unabhängig vom Vermarktungstrend zu agieren. häufig serviceorientierter und städtischer Wohntypen aus. Gewohnheiten auch ästhetische 13 . begonnen beim Wohnumfeld bis zur Möbelplanung der Wohnung. sind soziostrukturelle und lebensphasenspezifische Charakteristika jedes Einzelnen. Zwar wird auch Wohnen in seinen Grundfunktionen regelmäßig in Wohnkonzepten der Zukunft hinterfragt. sondern vor allem aufgrund der hohen organisatorischen Anforderungen. Unsere Gesellschaft bevorzugt wieder verstärkt städtische Wohnmodelle. Lebensgemeinschaft oder allein erziehender Elternteil mit mindestens einem Kind. der im städtischen Kontext eher bedient wird als im suburbanen. wogegen der Wohngrundriss in seiner Raumkonzeption und -organistation häufig ein stabiles Gefüge darstellt. Klassifizierung Die Arten des unmittelbaren Zusammenlebens. egal welcher Altersgruppe. Die Gefahr von Fehlspekulationen liegt genau zwischen dem Pol des Käufers/Nutzers und dem des Bauträ- gers/Investors. die als Lebensform bezeichnet werden. Die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern Antworten bezüglich aktuell notwendiger Wohnkonzepte genauso wie Überlegungen zur Qualität. Was Lebensform und Privathaushalt nicht ausdrücken. Marketing Die Wohnungsbauvermarktung folgt deutlich den demografischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Land. Zum einen führt Individualisierung. Im Zuge einer alternden Gesellschaft ist ein besonderes Augenmerk auf barriere- freies Wohnen. Die Chance des Planers ist es. Die Vermarktungsebene im Sinne der produkthaften Benennung und Identität von Projekten. Das tägliche Pendeln beider Eltern ist nicht nur finanziell weniger interessant. zu einem höheren Bedarf an sozialem und infrastrukturellem Netzwerk. unter anderem im Zuge der Berufstätigkeit vieler Frauen. In der Bundesrepublik verringern sich die Haushaltsgrößen seit Jahren und im Ergebnis ist ein stetiger Anstieg der Wohnfläche zu verzeichnen. Viele Kommunen reagieren gegenwärtig auf diesen Bedarf mit innerstädtischen Flächenangeboten für private Wohnmodelle. der nachhaltig auf den Wohnungsmarkt einwirkt. Auch die Verschiebung der Haushaltsgrößen zu kleinen Haushalten löst eindeutige Entwicklungstrends im Bau und Umbau kleinerer.5 Die Lebensform steht in engem Verhältnis zum Privathaushalt. die aktuell auf den Wohnungsmarkt wirken.Wohnen und . zum Standort und zum Standard von Wohnungen. not­ wendig. spielen für die marktrelevante Klassifizierung von Nutzern eine erste bedeutende Rolle: Zum einen wird hier die Gesellschaft in Bezug zur Ehe. die diverse. Wohnmodelle und Gebäudetypen benennt. vermeintlich neue. Zum anderen wird. das heißt als Ehepaar. der oben genannte Bedarf löst jedoch nicht zwangsläufig Veränderungen in den Grundfunktionen des Wohnens und deren Zusammenspiel in der Wohneinheit aus. Genau deshalb widmen sich gerade die investierenden Akteure der präzisen Definition und Einordnung von Nutzergruppen. eröffnet bei genauerem Untersuchen selten innovative und neue Wohnkonzepte. die individuell und für sich persönlich den Wohnbedarf definieren und planen lassen. um im Ergebnis eindeutige Klientels zu benennen. Hier sind unterschiedliche Entwicklungen auszumachen. ist das Wissen um marktrelevante Nutzergruppen im Sinne der gesellschaftlichen Trends projektrelevant. Unabhängig vom Marktsegment der privaten Bauherren. Veränderte Ausstattungsstandards tragen dabei jedoch oft schon zur adäquaten Reaktion auf neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei.. die Neigungen. zum anderen im Zusammenleben mit Kindern klassifiziert. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik lebt nach wie vor in Familien zusammen.

14 . für die Mehrheit der Bevölkerung keine Bindung für die Ewigkeit dar. mit dem Ergebnis eines hochspezialisierten Wohnungsmarkts. die eine Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Schon seit langer Zeit beschäftigen sich zudem Architekten mit veränderbaren Wohnkonzepten. Lediglich die Schichten werden berücksichtigt. Diesen Konzepten wird allerdings teilweise die fehlende spezifische Grundrisskonfiguration mit unterschiedlich dimensionierten Räumen vorgeworfen. der nicht nur unterschiedliche Wohnkonzepte zulässt. Zum anderen führt die breite Debatte über eine alternde Gesellschaft zum Umdenken in vielen Bereichen. in denen der Markt für den Verkauf existiert und nachhaltig stabil bewertet wird. Sie werden in Lebensstilen zusammengeführt. ohne ein differenziertes und breites Spektrum zu entwickeln. um geeignete räumliche Antworten zu formulieren. was sie in der Kenntnis ihrer zukünftigen Einwohnerprognosen langfris­ tig handlungsfähig macht und regionale Schrumpfungs. folgt keiner ökonomischen Vernunft. Gleichzeitig wird über die Miete ein Betrag x vom Mieter übernommen. das langfristig in einem nicht abgefragten Überangebot enden muss. sondern bis zur Umnutzung einer Wohnung als Büroeinheit reicht. Auf die Vielzahl der Nutzergruppen oder Klassifikationen und ihre spezifischen Wohnwünsche baulich-räumlich zu reagieren. der Werte und Gewohnheiten stellt sich eine weitere grundsätzliche Frage im Zusammenhang mit der Entscheidung für das Wohnmodell: Miete oder Eigentum? Statistisch gesehen leben 43 % aller Privathaushalte in Deutschland in den eigenen vier Wänden. in einer globalisierten Arbeitswelt. Hierfür sind vor allem Überlegungen zur eventuell notwendigen Öffentlichkeit des Arbeitsplatzes in der Grundrisskonzeption beziehungsweise Gebäudeorganisation notwendig. Allein diese Tatsache forciert Lösungen. Wohnraum. unter anderem in der zukunftsfähigen Bedarfsdeckung mit geeignetem. wodurch das Gegenmodell in differenzierten Wohnangeboten mit simulierten individuellen Wohnangeboten ebenso vertreten ist. Gegenwärtige Entwicklungen Momentan lassen sich unterschiedliche Entwicklungen am Wohnungsmarkt erkennen. Für Architekten bietet die Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ein Verständnis zum gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungsgrößen und -typen sowie deren Anforderungsprofile.beziehungsweise Wachstumstendenzen berücksichtigt. Übergeordnet entwurfsrelevant sind sie entsprechend nicht.6 Das Mietverhältnis bietet gegenüber einer langfristigen Sicherheit des Eigentums die Chance zur kurzfristigen Veränderung. Dieses Wissen setzt allerdings auch voraus. Miete oder Eigentum Neben dem Einfluss der Lebensform. Zum einen führen Kommunen in integrierten Stadtentwicklungskonzepten Angebot und Nachfrage nach Wohnraum zusammen. Nutzungsneutrale Räume bieten hier wohl den nachhaltigsten Ansatz. dass Eigentum in Regionen erworben wird.Kontext Standards berücksichtigen. zumindest barrierefreiem. Wohneigentum stellt heute. der unter anderem Verwaltungstätigkeiten und Gewinnaussichten seines Wohnversorgers abdeckt und der im Eigentum nicht immer anfällt. gleichzeitig bindet es jedoch an den Standort und an die Größe der Wohnung. Diese Entwicklung folgt nicht nur der Individualisierungstendenz der gesamten Gesellschaft. um den verschiedenen Wohnbedürfnissen innerhalb der Lebensdauer eines Gebäudes gerecht zu werden. Auch eine Zunahme von Serviceangeboten in Wohngebäuden ist festzustellen. die in der Regel jedoch nicht die gesamte Gesellschaft abbilden. sondern hat auch einen Mehrwert für die ältere Generation. die repräsentativ für aktuelle gesellschaftliche Tendenzen stehen. Eigentum ermöglicht aufgrund der eigenen Dienstbarkeit einen flexibleren Umgang mit dem eigenen Wohnraum. Ein letzter Aspekt soll nicht unerwähnt bleiben: Im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt werden auch Konzepte erfragt. Ein Mietverhältnis lässt zudem eine Veränderung in der räumlichen Organisation nur selten zu. die zum einen nachhaltig sind und zum anderen auf den Bedarf eines Großteils der Gesellschaft reagieren.

Fazit des kurzen wirtschaftlichen Exkurses ist ganz klar: Deutschland ist gebaut. dass die spekulative Entwicklung auch für die wirtschaftliche Entwicklung verheerende Folgen haben kann.14 Auf unterschiedliche Weise kämpfen Interessengruppen für eine Wiederbelebung des Markts.11 2007 wurden lediglich 211. welchen herausragenden Stellenwert der Wohnungsbau für die Gesamtwirtschaft besitzt. sind diese rückläufigen oder stagnierenden Zah­ len dramatisch. der seit kurzem durch das neue WohnRiester-Programm kompensiert werden soll. Bauwirtschaft Über die wesentlichen wirtschaftlichen Strukturdaten kann man ein erstes Bild der Situation zeichnen. Ganzheitlich betrachtet lassen sich hinter dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation jedoch auch Chancen entdecken.und Zweifamilienhausbereich. Für die Wirtschaft. Generell wird der Wunsch zu Eigentumsbildung als einer der wichtigsten Entwicklungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau gesehen. fast halbiert10.12 Mit diesem Wert belegt Deutschland in Europa eindeutig den letzten Platz.000 Wohnungen gebaut. Für den entwerfenden Architekten ist jedoch zunächst weniger der Bestand von Interesse.6 Wohnungen je 1000 Einwohner und Jahr oder 0. Die größte Chance besteht in dem Zeitgewinn. verbunden mit einem entstprechenden Rückgang der Arbeitsplätze. Wohnen und Ökonomie Dieses Themenfeld muss auf zwei Ebenen betrachtet werden. Von 1995 bis 2005 hat sich der Umsatz im Baugewerbe von 133 Mrd. oder andersherum betrachtet.Wohnen und .15 Im Textabschnitt zum Thema Ökologie wird ebenfalls schnell klar. auf einem der letzten Plätze in Europa zu liegen.7 Dies entspricht circa 18 Mio. Wohnungen. dass Wachstum und der damit verbundene Flächenfraß negative Folgen hat. 40 % auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser. auf 77 Mrd.1 %) beziffert. So führt ein allgemein hoher Sättigungsgrad zu einem Nachdenken über Qualität.9 Damit wird deutlich. Bis 2015 wird von einem jährlichen Neubauvolumen von circa 275.. Wohngebäuden8 mit insgesamt 40 Mio. der durch die Verlangsamung oder Stagnation der Entwicklungsprozesse stattfindet. Der überwiegende Anteil am Gesamtgebäudebestand Deutschlands sind Wohngebäude.000 (0. die vom Wachstum lebt.7 % am Gesamtbestand. Angesichts der Zahlen ist offenkundig. weit hinter Spanien und Irland mit einer siebenfach höheren Neubauquote.13 Der jährliche Abgang von Wohnungen wird mit ca. sondern der zukünftige Bedarf an Wohnraum. Was bedeuten diese Zahlen jedoch für den Wohnungsbau aus Sicht des Architekten und Städteplaners? Betriebswirtschaftlich sind sie dort ebenfalls mehr als besorgniserregend und der schlechte Arbeitsmarkt für Architekten spiegelt die Situation klar wider. Aufgrund der immensen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Faktors werden hierfür regelmäßig statistische Zahlen erhoben. 15 . Ein wichtiges Instrument hierfür sind staatliche Programme. das entspricht einer Neubauquote von 2.. So ist es vielleicht nicht nur Negativ. 60 % entfallen dabei auf den Ein. 47 . Durch den Wegfall der Eigenheimzulage ist ein wichtiger Entwicklungsmotor ausgefallen. Gerade die jüngsten Entwicklungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zeigen. führte eine enorme Nachfrage wie zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit zu allgemein geringerer städtebaulicher und architektonischer Qualität. Es geht einerseits um die großmaßstäblichen wirtschaftlichen Zusammenhänge und auf der anderen Seite um die konkreten Auswirkungen auf das einzelne Wohnbauprojekt.5 Billionen Euro sind rund 82 % des Anlagevermögens der Deutschen in Bauten angelegt – davon entfallen knapp 5.000 Wohnungen ausgegangen.5 Billionen Euro also 57 % auf den Wohnungsbau. die entsprechende Investitionsanreize liefern. Zeit für das Nachdenken über neue Strategien im Wohnungsbau und im Umgang mit der Stadt. Mit knapp 9. dass die Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand und dem damit verbundenen Stadtumbau eines der zentralen Themenfelder für die Architektur im Allgemeinen und den Wohnungsbau im Besonderen einnimmt.

stagnierte dabei nach der Jahrtausendwende und legte in den beiden letzten Jahren mit zuletzt 7 . bleiben für den Architekten wenige Stellschrauben. sondern grundsätzlich über bestimmte Standards nachzudenken.17 Die Nettokaltmieten liegen im Bundes-durch­ schnitt bei 5. bezogen auf die Kosten. Die Kosten sind für den Architekten einer der zentralen Entwurfsfaktoren. es liegt damit doppelt so hoch wie zum Beispiel die Aufwendun­ gen für PKW oder Nahrungsmittel (vgl.19 Die allgemeine Preisentwicklung unterliegt dem Prinzip von Angebot und Nachfrage und kann nur begrenzt durch staatliche Maßnahmen wie zum Beispiel Schutz vor Mietwucher beeinflusst werden. wenngleich viel schwächere Instrument der Kostenregulierung. verbunden mit einer effektiven Grundrissplanung. Zum Beispiel können bei einer hochwertigen Rohbau­ aus­ führung bestimmte Flächen ohne zusätzliche Verkleidung oder Beläge auskommen.500 Euro. gewerblichem oder öffentlichem Interesse handelt. In der sorgfältigen Prüfung des Bedarfs. Gemeint ist hier nicht.000 bis 3.90 Euro/m² mit regionalen Ab­ wei­ chungen wie zum Beispiel einem durchschnittlichen Mietpreis von 7 . 16 . Das Instrument der Prämie für die Unterschreitung bestimmter Kosten wird derzeit zu wenig genutzt. Der Baupreisindex. wird der Wohnraum im selbst genutzten Neubau häufig viel zu großzügig bemessen und zum Beispiel die sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändernden Familienstrukturen nicht berücksichtigt. Die wichtigste ist die Bemessung des effektiven Bedarfs. unabhängig davon ob der Bauherr aus privatem.50 Euro/m² in Hamburg. Da viel Fläche im Allgemeinen mit viel Qualität verbunden wird. ist der Gebäudestandard. Regional differenziert liegen die Baukosten für den Quadratmeter Bruttogeschossfläche bei einem Einfamilienhaus zwischen 1. der Einsatz von vorfabrizierten Elementen an der richtigen Stelle. ist die unmittelbare Kopplung des Honorars an die Baukosten. Kapitel Wohnungsgröße). oder es kann ein einfaches Bad anstelle eines von der Sanitärindustrie gerne verkauften Designer-Wellnessbereichs mit Sauna realisiert werden. Angesichts der immensen finanziellen Belastung und einer meist langjährigen Finanzierung für den Bauherrn mit vielen Risiken steht der Architekt in einer besonderen Verantwortung im treuhänderischen Umgang mit dem ihm anvertrauten Kapital.16 Die Verkaufspreise liegen im Allgemeinen mit 2. Das zweite. Mit den Baukostenbegriffen und Bezugsgrößen wird zudem häufig unpräzise umgegangen so dass eine Vergleichbarkeit von Projekten ohne präzises Studium der Zusammenhänge kaum möglich ist. Grundsätzlich werden die Baukos­ ten durch die zwei Parameter „Fläche“ und „Standard“ bestimmt. Insbesondere im Hinblick auf einkommens- schwache Haushalte stellen die Wohnkosten eine erhebliche Belastung dar.Kontext Baukosten Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung sagt noch wenig aus über die ökonomischen Bedingungen bei einem konkreten Wohnbauvorhaben. standardisierte Bauteile und die Kommunikation der technischen Möglichkeiten der bauausführenden Firmen können zu weiteren Kostenvorteilen führen. die Qualität der Materialien zu Gunsten der Kosten zu senken. je höher desto mehr.000 Euro je Quadratmeter ziemlich genau beim Doppelten. Paradox an der Beratungsleistung des Architekten. der über die Entwicklung der Baupreise Aufschluss gibt.18 Circa 30 % des Haushalts­ einkommens werden in das Produkt „Woh­ nen“ investiert.000 und 1.und Küchenausstattung oder der Oberflächenqualitäten einen angemessenen und bezahlbaren Standard finden.8% im Jahr 2007 deutlich zu. Der Bauherr und der Architekt als sein Berater können jedoch über die Reflexion der tatsächlichen Notwendigkeiten beispielsweise der Sanitär. Ähnlich der Automobilindustrie wird hier durch die Arbeit der entsprechenden Interessengruppen der allgemeine Anspruch nach immer höheren Standards gefördert. Eine dritte Stellschraube resultiert aus dem Bereich der Gebäudekonstruktion. Hierzu wieder einige Zahlen und Fakten. kann ein wesentliches Einsparpoten­ zial geleistet werden. Da der Einfluss auf die allgemeinen Baupreise gering ist. Intelligente Bauweisen.

Trotz der offen und anschaulich geführten Diskussion der ökologischen Zusammenhänge und Folgen in allen Medien. die sich aus dem kalten und warmen Mietanteil summieren. doch im Zusammenhang mit der Einführung des Energieausweises für Gebäude und der Diskussion um Niedrig. Im Vergleich hierzu stehen die energieerzeugenden Anlagen mit circa 21 %. Wohnen und Ökologie Unter dem Stichwort „Ökologie“ wird ein weites Spektrum an Betrachtungsmöglichkeiten auf die Fragen des Wohnungsbaus eröffnet. So wird natürlich auch die Immobilien.. dass es sich in diesem Sektor um eine überdurchschnittliche Größe handelt. Treibhauseffekt. Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Größe dokumentiert sich allein über die allgemeine Abrechnungseinheit nach Quadratmeter. Die Zahlen zeigen jedoch eine sehr viel gleichmäßigere Verteilung innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren als die Diskussion den Eindruck vermittelt. Wirtschaft und Medien das Potenzial des Themas erkannt.und Nichtwohngebäude) an der Emission der Treib­ hausgase beträgt circa 10 %. um in dem massenwirksamen Markt der Endverbraucher konjunkturfördernde Investitionen auszulösen. Die Wohnnebenkosten sind ebenfalls in den letzten fünf Jahren um etwa 30 %21 gestiegen und haben zur Bildung des Begriffs der „zweiten Miete“ geführt.und Nullenergiehäuser wird der Eindruck erweckt. Die aus der Erdölkrise resultierende Ökologiediskussion der 1980er Jahre mit der Erkenntnis der begrenzten Ressourcen hat durch die unmittelbare Verknüpfung mit der Klimafrage eine völlig neue Dimension erhalten. einige Zahlen und Fak­ ten zu betrachten. Für den Wohnungsbau resultieren Folgen auf verschiedenen Ebenen.Wohnen und . Interessant ist die unmittelbare Verknüpfung der ökologischen Rahmenbedingungen mit den ökonomischen Faktoren.. Reduziert auf den Wohnungsbaubereich liegt der Anteil an der Gesamtemission bei circa 5 %. führen auf der übergeordneten Ebene zum Nachdenken über den grundsätzlich notwendigen Bedarf an Wohnraum.20 Dies sind durchaus beachtliche Zahlen. Um diese Diskussion in ihrer Relevanz auf den Wohnungsbau einzugrenzen. Es erscheint daher sinnvoll.5 %. Gründe hierfür sind eine bewusste Instrumentalisierung. der Transportbereich mit 14 % oder die Landwirtschaft mit 12. eine fokussierte Gliederung der Thematik vorzunehmen. Im Energiesparsektor hat sich entsprechend ein enormer Markt von Dämmstofflösungen über Solarkollektoren. die – ähnlich wie der Begriff „demografischer Wandel“ für den gesellschaftlichen Bereich – omnipräsent sind und sämtliche Wirtschaftsbereiche und Themenfelder durchdringen. Der Anteil der Immobilien (Wohn. Selbst in den diesbezüglich konservativ eingestellten USA wurde von Politik. Erst diese enorme finanzielle Belastung führt zu einem breiten Umdenken und einem unmittelbaren Bewusstsein für die Energie. 17 . Die Aufwendungen für die Wohnung. Erderwärmung sind Schlagwörter.und Wohnungswirtschaft von dieser Diskussion erfasst. Erst mit den deutlich erhöhten Rechnungen der Energieanbieter setzte ein Umdenkprozess beim Verbraucher ein. um bei aller Bedeutsamkeit des Themas zwischen der Instrumentalisierung durch verschiedene Interessengruppen und der Realität differenzieren zu können. um die Größenordnung der Beträge zu veranschaulichen. erscheint es notwendig. Wärmepumpen bis zu Photovoltaikelementen entwickelt.und damit auch Emissionsfragen. Unabhängig von der CO2-Diskussion sind aufgrund der begrenzten Ressourcen und der weltpolitischen Zusammenhänge die Energiepreise drastisch gestiegen. Klimawandel Klimawandel. sondern vielmehr eine zweite Komponente – die unmittelbare finanzielle Belastung für den Einzelnen. Hierüber entsteht ein Gegenpol zum jährlich wachsenden Wohnflächenkonsum. ist jedoch weniger ein gegenseitiges gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein der Auslöser für das Handeln.

Aber auch hier entstehen gestalterische Problemfelder. Dies sind insbesondere Flächen für den Güterverkehr der Bahn und diverse Hafengebiete. zum Beispiel durch den Abbruch und Ersatz alter Gebäude oder die Nachverdichtung vorhandener Strukturen. über die Reduktion des Wärmeverlusts zum Ziel zu gelangen. Die erste Strategie führt im Allgemeinen zu einer Ertüchtigung der Gebäudehülle über die Dämmung. so dass sich eine Fassadendämmung von außen als vergleichsweise kostengünstiger Standard durchgesetzt hat. In diesem Zusammenhang wird von grauer Energie.zur Dienstleis­ tungsgesellschaft werden entsprechende Flächen frei und können umgenutzt werden. die zweite Ebene durch energetisch optimierte beziehungsweise auf regenerative Energien zurückgreifende technische Anlagen einen Beitrag zu leisten. dem Transport. sind der Energieverbrauch und die Klimadiskussion grundsätzlich aneinander gekoppelt. Die gebäudetechnische Ertüchtigung kann in vielen Bereichen diskret in die Substanz oder Neubauarchitektur eingefügt werden. die die Dachlandschaft prägen und ein ähnliches Phänomen darstellen wie die allgegenwär- tigen Satellitenschüsseln an den Fassaden. sondern über den Energieverbrauch. Dabei geht es nicht nur um denkmalgeschützte Substanz. Diese Anforderung wird nahezu deckungsgleich im qualitätsvollen Entwurf vorausgesetzt und bietet damit auch eine Stärkung der Position des Architekten. Als Standard entwickelte sich die Betrachtung der Summe der energetischen Aufwendungen. Der Stadtumbau vollzieht sich jedoch auch in kleineren Dimensionen. die Nutzung und die Einflussgrößen des Kontextes zu unterschiedlich sind.und Verkehrsflächen circa 115 ha. Trotz einer stagnierenden oder rückläufigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs.Kontext Auf einer anderen Ebene geht es um die energetische Optimierung des Gebäudebestands oder von Neubauten. die in ein Bauteil fließen. Diese Tendenz deckt sich mit vielen weiteren Faktoren. Die erste Ebene versucht. Durch den Wandel von der Industrie. die das System Stadt wieder attraktiv werden lassen. Gesamt­ energiebilanz oder Ökobilanz gesprochen. da die Gebäudesubstanz. Für den Wohnungsbau bedeutet die Reduktion der Neuausweisung von Bauland eine automatische Konzentration auf die Ressourcen der Stadt. Zwei Strategien bieten sich dabei an. Die Sanierung muss häufig im bewohnten Zustand erfolgen. die konkrete Lösung jedoch fallabhängig am Einzelobjekt entwickelt werden muss. Bei aller Notwendigkeit der energetischen Optimierung entsteht hier die Gefahr des medienwirksamen Wettbewerbs um das am meisten optimierte Gebäude. Dies meint die gesamte Kette vom Herstellungsprozess. der Lagerung bis zur Entsorgung. Die ökologische Betrachtung von Gebäuden und Bauteilen wird dabei jedoch nicht über die abstrakte Form des CO2-Austauschs dargestellt.22 Im Rahmen eines Programms der Bundesregierung soll dieser bis 2020 auf 30 ha reduziert werden. da die Flächennutzung letztendlich die anderen ökologischen Faktoren als Folge produziert. Interessant ist. Energie Wie eingangs bereits erwähnt. 18 . Flächenverbrauch Auf der städtebaulichen beziehungsweise übergeordneten raumplanerischen Ebene wird das Thema der Ökologie häufig in Verbindung mit dem Flächenverbrauch dargestellt. dass die energetische Gebäudeoptimierung zwar auf allgemeine Erkenntnisse zurückgreifen kann. sondern auch um sorgfältige Alltagsarchitektur wie zum Beispiel die Backsteinfassaden im norddeutschen Raum. Die Folgen sind jedoch schon jetzt an vielen Orten und Gebäuden sichtbar. Hieraus entsteht eine der Hauptmotivationen für den Stadtumbau und unter diesem Begriff können die aktuellen städtebaulichen Bemühungen zusammengefasst werden. Beide Bereiche haben unmittelbaren Einfluss auf den Wohnungsbau. Die energetische Sanierung verdeckt häufig eine wertvolle Fassadengestaltung hinter einfachen Putzfassaden. wie zum Beispiel die additiv hinzugefügten Solarkollektoren. dass viele Studien zu dem Schluss kommen.

Wieder einige Zahlen.. liegen vor. da die Preisbildung viel weniger von den Rohstoffpreisen als vom Instrument des Angebots und der Nachfrage abhängt. sondern wirft auch bezüglich der gesundheitlichen Aspekte Fragen auf. kann man dennoch die Frage stellen.. Die Nachfrage nach gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen ist entsprechend deutlich gestiegen. zum Beispiel KfW-40 oder KfW-60. Gesundheit Neben den übergeordneten ökologischen Zusammenhängen gilt es noch die konkrete Ebene für den Wohnungsbau zu betrachten.24 Angesichts dieser Dimension ist der ganzheitliche energetische Betrachtungsansatz eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Gebäudeentwurf. 19 . Zusätzlich zu den üblichen Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes wurden über die entsprechenden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bestimmte energetische Standards definiert. Breiter angelegt ist das Instrument des bundesweit eingeführten Energieausweises. Aus den USA versucht sich zum Beispiel das sogenannte „Green Building Rating Sys­ tem“ mit Bronze-. um diesen Aspekt zu veranschaulichen: Ein Einfamilienhaus mit circa 150 m² Wohnfläche in Massivbauweise hat am Ende seiner Fertigstellung einen Energiebedarf von circa 350. In Deutschland scheint sich derzeit das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ mit ähnlichen Kriterien zu etablieren. die den entsprechenden Energieanteil in den Produkten für die Planung transparent machen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die vergleichende Betrachtung von Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen und Backsteinfassaden. Ein weiteres relativierendes Beispiel: Der Energieanteil von Styropor liegt bei circa 29 kWh/kg im Vergleich zu Zellulosefasern mit je 1 kWh/kg. Zahlreiche Studien. Bei der Betrachtung der lebenslangen energetischen und wirtschaftlichen Faktoren verschieben sich kurzfristige Investitionsersparnisse zu Gunsten werthaltiger. Die Komplexität der Materie und damit ihre schwierige Vergleichbarkeit führte zu verschiedenen Ansätzen einer Zertifizierung. ob natürliche und einfachere Baustoffe nicht den selben Zweck erfüllen können und vielleicht einen mehr werthaltigen und authentischeren Ausdruck entstehen lassen. Das oft entgegengebrachte Kostenargument ist dabei relativ. Silber-. Das Gesundheitsbewusstsein hat sich angesichts einer steigenden Anzahl von allergisch bedingten Krankheiten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert und hat einen wesentlichen Einfluss in der Baustoffdiskussion. Ohne die neuen Baustoffe unter Generalverdacht stellen zu wollen.000 kWh. scheint hier aus Sicht des Wohnungsbaus eine Schwelle überschritten zu werden. Die aktuelle Situation der vom Fußboden bis zur Küche durchlaminierten Innenwelt eines Wohngebäudes ist nicht nur aus ästhetischer Sicht schwer erträglich. sondern auch in der Benutzbarkeit der Wohnung.Wohnen und .23 Im Vergleich dazu liegt der Jahresenergieverbrauch eines aktuellen Einfamilienhauses (EnEV 2002 Standard) bei circa 15.000 kWh. Bei all diesen unterschiedlich motivierten Ansätzen ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht nur im Sinne der Ökobilanz abzuwägen. Als nächste Stufe kämpfen derzeit verschiedene Zertifizierungssys­ teme um ihre Bedeutung am Markt. Wenn das Öffnen der Fenster das energetische Gebäudekonzept gefährdet. langlebiger Baustoffe. Goldund Platin-Auszeichnungen in Europa durchzusetzen.

27 Die öffentlichen Wohnungsversorger können dabei aufgrund zurückgehender bereitgestellter Mittel ihren Aufgaben immer seltener nachkommen. stellt gegenwärtig das größere Aktionsfeld gegenüber der Neubautätigkeit im Wohnungsbau dar. Zwar sind regional und lokal differenzierte Prozesse zu beob­ achten. Sich ändernde beziehungsweise neue Handlungsräume sind für entwerfende Architekten gerade im Kontext einer geringen Wohnungsneubautätigkeit wichtige. Als Bestand ist dabei sowohl das umzunutzende städtische Gebäude gemeint als auch die Neubauplanung im städtischen Kontext.Kontext Wohnen und Initiatoren In den letzten Jahrzehnten und im Zuge einer sich verändernden Gesellschaft haben deutliche Entwicklungen eingesetzt. Von rund 24 Mio. Die folgenden Bezugsgrößen verdeutlichen die geringen Aktivitäten im Wohnungsneubau: Zwischen 1994 und 2007 sind die Baugenehmigungen für Wohnungsneubauten um knapp 75 % zurückgegangen25. Knapp drei Viertel des deutschen Wohnungsbestands. Die Steuerung des deutschen Wohnungsbestands. In Deutschland stehen nach wie vor wachsenden. in den rund 70 % des gesamten Wohnungsbauvolumens von Deutschland investiert werden. genossenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Wohnungsanbietern eine Vielzahl von Privatpersonen. Die Aufgaben des Sozialstaats sind im Rahmen der Notversorgung mit Wohnraum sozusagen abgeschlossen. Heute ist die Wohnraumnachfrage quantitativ längst gedeckt. finden heute nur noch in seltenen Fällen und mit geringen Realisierungschancen statt. der im Ergebnis eine Benachteiligung sozial Schwacher nicht ausschließt. einen Blick auf die Strukturen und Akteure der Wohnraumschaffung zu werfen. das mittels Förderung und Anreizen von Seiten des Staates nachhaltig gesteuert wurde. Mietwohnungen im Jahr 2006 in der Bundesrepublik26 werden rund 10 % durch öffentliche Wohnungsunternehmen der Kommunen. wirtschaftlich prosperierenden Regionen Standorte gegenüber. sind dabei neben den genannten öffentlichen. zum anderen auch aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Neubautätigkeit. Große öffentliche Wohnungsbauwettbewerbe. das heißt Selbstnutzer und private Kleinanbieter. die gezielt in den Rückbau von Wohnraum und die Stabilisierung des Bestands investieren müssen. Dagegen übernehmen sie im Bestand nach wie vor neben Wohnungsgenossenschaften eine wichtige Versorgerfunktion. praxisrelevante Bezüge. Der Verkauf von kommunalem Wohneigentum verhindert hier langfristig stadtplanerische Interventionsmöglichkeiten und die öffentliche Steuerungsmöglichkeit. Neben kommunalen beziehungsweise öffentlichen Anbietern und Wohnungsgenossenschaften stellten privatwirtschaftliche Investoren wichtige Wohnversorger im Mietwohnungsbau dar. Kommunen agieren dabei vermehrt als Projektinitiator. verallgemeinert lässt sich jedoch feststellen. ein Verlust an Handlungsfähigkeit. dass die Arbeit im städtischen Bestand heute mehr denn je Gegenstand von Wohnbauprojekten ist. Die Akteure der Wohnungspolitik im Bestand. 20 . Daneben förderte der Staat die Schaffung von privatem Wohneigentum. die es sinnvoll machen. sondern eine nächste Akquisephase am frei finanzierten Markt. Anbieter von Wohnraum In der Phase der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland ein auf unterschiedlichen Säulen funktionierendes soziales Wohnversorgersystem. der Länder und des Bundes verwaltet. aber auch im Neubau. Wohnungen29 in Deutschland gehören privaten Wohnungseigentümern. Die soziale Verantwortung des Staates im Wohnungswesen ist weiterhin gefordert. Oft winkt nach erfolgreicher Teilnahme nicht der Auftrag durch die öffentliche Hand. nämlich rund 30 der 40 Mio. um Anreiz zur Bildung von privatem Wohneigentum zu geben. noch vor einem Jahrzehnt klassisches Betätigungsfeld von Architekten. In dieser Betrachtung sollen daher vor dem Hintergrund der gemäßigten gesellschaftlichen Tendenz der Aktionsraum von Architekten in der Wohnbauplanung benannt werden und die betrachteten Aspekte gleichzeitig aktuelle Schwerpunkte in der Berufspraxis nachzeichnen. zum einen als Ergebnis des gedeckten Bedarfs.

Wohnungen. Gleichzeitig konzentrieren sich Neubauaktivitäten im Geschosswohnungsbau vorwiegend auf Angebote diesen Haushaltstyps. sind Bauherren in der Stadt mit teilweise schwierigen Eigentumsverhältnissen und häufig in Orientierung und Kontext anspruchsvollen und häufig zu großen Parzellen konfrontiert. Bestandsobjekte werden entsprechend regelmäßig in kleinere Strukturen unterteilt. Im städtischen Kontext entstehen nun Wohnformen. Wohnungen33 bei 32 % des deutschen Wohnungsbestands. Wohnungen. sind private Selbstnutzer ein interessantes Klientel für Architekten und nicht selten beginnt die selbstständige Berufspraxis mit dem Um. häufig spezifische Kenntnisse. Festzuhalten ist jedoch: Private Vermieter und Selbstnutzer nehmen im Zuge ihrer Anteile am deutschen Wohnungsbestand deutlichen Einfluss auf die Qualität und Standards der gebauten Umwelt und des Wohnungsmarkts und sollten als potenzielle Auftraggeber nicht vernachlässigt werden.3 m² Wohnfläche. Die aktuellen Tendenzen der Haushaltsgrößen führen jedoch vermehrt zur Nachfrage von anderen Wohnungsgrößen und -zuschnitten. Im Unterschied zum auf dem „Reißbrett“ geplanten Bauland im Umland als Idealplanung ohne kontextuelle Zwangspunkte. Nicht nur Fertighaushersteller sind dabei überfordert. das heißt privaten Wohnungseigentümern von Ein. langfristig zu wichtigen Akteuren für Kommunen werden und neben der Initiierung des Bauprojekts selbst nachhaltigen Einfluss auf den zu entwickelnden Standort ausüben. Private Selbstnutzer Städtisches Wohnen rückt im Zuge einer zurückgehenden Nachfrage nach dem Eigenheim auf der grünen Wiese für Privateigentümer wieder vermehrt ins Bewusstsein. Gegenüber rund 9 Mio. Fertighäuser mit vermeintlich individuellem Charakter haben den Neubauvorhaben dieser Gebäudetypen im städtischen Einzugsgebiet ihr Gesicht gegeben. für sie lohnt sich die Auseinandersetzung mit den diversen Einflussgrößen der Stadt erst ab einer bestimmten Grundstücksgröße und einer Projektdimension mit entsprechend zu erwartender Rendite. die wieder verstärkt im Aufgabenbereich von Architekten liegen. übernehmen private Kleinanbieter mit rund 14 Mio. Gleichzeitig fehlen diesen privaten Kleinanbietern. Wohnungsbestand Der Wohnungsbestand in Deutschland bemisst sich im Jahr 2007 auf rund 40 Mio.4 Räumen mit 86. die hier vorwiegend auf Neubauvorhaben bezogen sind.und Zweifamilienhäusern. lediglich das Lebensmodell in Form der Kleinfamilie mit pendelndem Alleinversorger ist heute rückläufig und damit deren Wohnvision am Stadtrand. verwalteten Wohnungen31 einen umfangreichen Anteil an der Zuständigkeit für den deutschen Mietwohnungsbestand.oder Neubau eines Einfamilienhauses.. Der Anteil von Selbstnutzern. die in der Verwaltung von professionell-gewerblichen Anbietern stehen30. am Wohnungsbestand in Deutschland liegt mit rund 16 Mio. jedoch auch auf die Arbeit im Wohnungsbestand übertragen werden können.Wohnen und . auch Investoren entwickeln diese ortspezifischen Situationen im seltensten Fall. Auch wenn der größere Teil der deutschen Bevölkerung zur Miete wohnt. der durch das differenzierte Angebot mit kleinteiliger Besitzstruktur charakterisiert wird. um auf die Einflüsse gesellschaftlicher Veränderungen im Wohnungsbestand reagieren zu können. Einzelbauherren oder Baugruppen können hier eher agieren.32 Diese Bestandsstruktur dokumentiert den jahrzehntelangen Bedarf an Familienwohnungen. Dabei wird nicht das Wohnideal des Einfamilienhauses in Frage gestellt. die als Selbstnutzer und/oder als Vermieter auftreten.. zum Beispiel die so genannten Townhouses. durch geminderte wirtschaftliche Potenz und Marktkenntnis. Der 21 . Einper- sonenhaushalte dominieren schon heute alle anderen Haushalte in Deutschland und ihr Anteil nimmt weiter zu. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Markt fast völlig dem Architekten entzogen. Durchschnittlich bestehen die Wohnungen aus 4. Nach diesem ersten Überblick über das Feld der Akteure und möglichen Auftraggeber von Wohnungsbauten interessieren nun neue beziehungsweise veränderte Handlungsfelder für Architekten.

Im Zusammenhang mit einem sehr vorsichtigen Investitionsverhalten zukünftiger Eigentümer sind diese Angebote nicht für alle Nutzer attraktiv. schlüsselfertige Wohnbauproduktion ohne individuell zugeschnittenes Resultat sind die Folge. zum anderen – ein heute an Attraktivität gewinnendes Modell – als private Genossenschaft oder Baugruppe. Der Vorteil in der Projektentwicklung und -planung liegt in der Selbstverantwortung des Einzelnen und der gleichzeitigen Sicherheit durch die Gemeinschaft. Dagegen zielt das Marketing auf kaufstarke Nutzergruppen. Als dritter Weg zwischen dem Wohneigentum und der Mietwohnung wird hier das private Kapital in ein gemeinwirtschaftliches Projekt investiert. sondern kostendeckend Wohnraum bereitstellen soll. das auf keine höchstmögliche Rendite abzielt. die lebenslanges Mietrecht zu einem vereinbarten Mietzins nach dem Erwerb der Genossenschaftsanteile anbieten. egal in welcher rechtlichen Form sie bestehen. Schon seit den 1980er Jahren versprechen individuell initiierte Wohnmodelle echte Alternativen gegenüber dem Angebot des Marktes. Gerade junge Architekturbüros realisieren über das Initiieren von Baugruppenprojekten zunehmend ihr erstes Projekt. Interessanterweise bieten diese Baugruppen. Bauträger Durch Bauträger finanzierte Projekte spielen hier eine nicht geringe Rolle. sozusagen Trendmilieus. Aktuelle städtische Wohnungsbauprojekte reichen von der Nachverdichtung und Standortentwicklung im Sinne eines neuen Quartiers bis zum einzelnen Versatzstück im gewachsenen Kontext. Bauträger agieren lokal. die ohne Renditeabsichten initiiert werden. mit stadtspezifischen Parametern besser umgehen zu können als Einzelbauherren. geplant wird vielmehr ein mit höchsten Renditeaussichten vermarktbares Produkt. Aktuell erfolgreiche Projekte weisen nicht selten Architekten als Projektmitglieder beziehungsweise als Initiatoren aus. Als marktwirtschaftliches Unternehmen verpflichten sich Bauträger lediglich dem Grundsatz: „Minimaler Einsatz bei maximalem Gewinn“ . Gerade diejenigen. Notwendig sind Architekten bei Baugruppenmodellen in jedem Fall. mit klaren Wohnwünschen. die das Eigenheim als individuelles Wohnziel definieren. Hohe Anschaffungskosten bei gleichzeitig geringem Eigenanteil und Steuerungsmöglichkeiten am Produkt oder. Bau. Je komplexer ein Vorhaben ist. Der Planer hat dabei selten mit den späteren Eigentümern oder Mietern Kontakt. werden mit seriell entwickelten Wohnungsangeboten im städtischen Umfeld nicht angesprochen. da städtische Parzellen in ihrer Größe häufig der von Mehrfamilienhäusern entsprechen 22 . Durch die Anzahl der „Bauherren“ ist nicht nur ihre planerische Kompetenz gefragt.und Bauprozesses in der Gruppe. Ausführung und Nutzung. Baugruppen Dem gegenüber stehen Projektmodelle.Kontext Blick auf die Neubautätigkeit in Deutschland erfolgte bereits im Kapitel „Wohnen und Ökonomie“ . Neben einer zurückgehenden Nachfrage für Wohnflächen im Umland ist die Stadt seit Jahren aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wieder in das Blickfeld der Politik und somit der Planer und Architekten gerückt. besser gesagt. reagieren spontan auf den Markt und bauen ohne wiederkehrende bauliche Standards. Die gerade einmal 211.000 neu gebauten Wohnungen in Deutschland im Jahr 200734 sind dabei vorwiegend im städtischen Kontext zu vermuten. Zum einen kann das in großen Wohnungsgenossenschaften passieren. Gerade der städtische Kontext ermöglicht heute einer privaten Baugruppe zudem eher den Grundstückserwerb als einer Einzelperson. die Chance.beziehungsweise erwerbsinteressierte Personen schließen sich zu einer Genossenschaft oder Baugruppe zum Bau und Betrieb eines Wohnbauvorhabens zusammen und gestalten aktiv und gemeinschaftlich die Planung. Dabei handelt es sich vorwiegend um großmaßstäbliche Wohnbauprojekte mit einer gesicherten Nachfrage an prosperierenden Standorten. desto wichtiger wird die Figur des Architekten und umso seltener die Aktivität des Investors. sondern vor allem die Moderation des Planungs.

Ein rasantes Wachstum des Wohnungsmarkts wird es trotz alledem in Deutschland auf absehbare Zeit kaum geben. um aufwandsgerechte Honorare kalkulieren und abrechnen zu können. Meist bilden sie eine Gemeinschaft nicht nur zum Zweck des Planens und Bauens der eigenen Wohnbedürfnisse. Gerade aufgrund dieses gleichzeitig entstehenden sozialen Netzwerks stellen private Baugruppen für das individuelle Bauen in der Stadt eine zunehmende Alternative für Bauherren zu anderen Eigentumsmodellen dar. Als Treuhänder des Bauherrn wird der Architekt in jeder Phase der Planung und Realisierung des Gebäudes die Interessen des Bauherrn vertreten. sind häufig erst durch die Initiative von Architekten erfolgreich. die entsprechend der Entwicklung der Haushaltsstruktur in Deutschland geeignete und ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Angebote darstellen. Aktuelle Aufgabenfelder Eine Chance für Architekten in der wirtschaftlich schwierigen Situation besteht in der Beteiligung und Begleitung von selbstorganisierten Initiativen und Projektformen im städtischen Wohnungsneubau und der Bestandsumnutzung. Häufig sind neben dem Wunsch der individuellen und kostengünstigen Realisierung auch gemeinsame Wohnideale ausschlaggebend für die Bildung einer privaten Baugruppe.. Projektdimensionen. Der Kontext Stadt wird nicht nur für Familien neu entdeckt. die bei der Grundstückssuche beginnen und bis zur Gründung der Projektgruppe reichen. Der „Maßanzug Wohnung“ kann dabei durchaus in der Stadt entstehen. des Weiteren weil sie aus der Mischung ihrer individuellen Wohnkonzepte Zweitnutzer und Veränderbarkeit von Grundrissen tendenziell mehr berücksichtigen als das marktorientierte Investorenmodell. Letztendlich führt dies zu einer höheren Projektqualität. Baugruppen verfolgen im Gegensatz zum Bauträger andere Organisationsziele als die finanzielle Gewinnsteigerung. 23 . und häufig entstehen aus ihrem Netzwerk heraus quartiersprägende soziale Angebote. eine Vielzahl realisierter Baugruppenprojekte beweist die hochwertige und intelligente Umnutzung und Neuplanung von städtischen Wohngebäuden. Zeiten mit vorsichtigem Investitionsverhalten führen jedoch immer zu einer Zunahme der Projektqualität. Gerade die schwierigen Anfangspfade von Baugruppenprojekten. und zudem ein spekulativer Druck auf dem Grundstückspreis liegt. die früher nur aus der Hand eines Investors vorstellbar waren. Generationenübergreifend wird ein Erneuerungsbedarf des städtischen Wohnungsangebots entstehen. wie sie von anonymer Investorenarchitektur selten erreicht werden. Lebensform und Kapitalausstattung gemischt zusammengesetzt. Die Veränderung und Aufweitung des klassischen Planerberufs muss entsprechend auch in den gültigen Gesetzen und Verordnungen fortgeschrieben werden. mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Agieren und einem hohen Maß an Eigeninitiative können aus diesen Netzwerken ganze Stadtteile entwickelt werden. Die Abhängigkeit der Wohnqualität von der Nachbarschaft ist eine wesentliche These im Wohnungsbau.. Die Potenz selbst organisierter Projektgruppen hört zudem nicht bei dem gemeinsam geplanten Gebäude auf. Sie sind vielfältig und häufig in Alter. Im Vergleich zum Investor sind sie sogar die bessere Wahl für Kommunen: einerseits weil sie lokal agieren und in der Regel ein stabiles Netzwerk aus den Eigentümern heraus für ein Quartier darstellen.Wohnen und . Die umfangreichen Leistungen in diesem Zusammenhang wurden jedoch in der Honorarordnung für Architekten noch nicht ausreichend berücksichtigt. sondern entwickeln langfristige Nachbarschaftsstrukturen. Im Vergleich zu Bauträgerprojekten sind mit der Projektbegleitung durch Architekten architektonisch anspruchsvolle und wertbeständige Gebäude gesichert. sei es im Nachdenken über die Verwendung energetisch sinnvoller Baustoffe oder über eine breite Diskussion zukünftiger Wohnmodelle. Bereits erläutert wurde der wachsende Bedarf an kleinen Wohneinheiten.

wie generell in der Architektur. geprägt. Urbanität. der gleichzeitig Übergang zum Kapitel „Grundriss“ ist sowie den inhaltlichen Zusammenhang zum Buchteil „Projekte“ aufzeigt. So fällt die Entscheidung für eine Wohnung häufig unmittelbar im Moment der Besichtigung des räumlichen Angebots beziehungsweise der Benennung der eigenen Wohnwünsche. Hier werden bauliche. eines Quartiers. der Projektzusammenhang des Wohngrundrisses zum Kontext. Ökologie und der Projektinitiatoren wird hier konkret auf Ansätze und Schwerpunkte im Wohnungsbauentwurf hingewiesen. ist der Rahmen unserer Arbeit und Basis für den Entwurf städtischer und zukunftsfähiger Wohnmodelle. Die Komplexität und der Umfang der Materie erlauben dabei lediglich das Anreißen des vielschichtigen Themenspektrums und gleichzeitig eine Gewichtung für deren Bedeutung im Entwurf. Das Themenfeld ist zugleich diffus wie konkret. der von einer ständigen Parallelität der Entscheidungen und Einflüsse geprägt ist. sie wird vielmehr aus diversen Einflüssen ihres Kontextes. Quartier und Gebäude zugeordnet. das heißt zum Gebäude. und gleichzeitig in der ständigen Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Öffentlichkeit und Privatheit. Nutzungsmischung und soziale Durchmischung. Stadt bietet nicht nur allen Lebensmodellen und Altersgruppen einer Gesellschaft langfristigen Lebensraum. sondern bildet gerade durch die soziale Durchmischung eine Basis für eine moderne Gesellschaft. Die Linearität und maßstäbliche Gliederung der Textform darf dabei nicht mit dem eigentlichen Entwurfsvorgang verwechselt werden. Damit ist jedoch keine Entwurfsmethode gemeint. das heißt den konkreten Standort des Wohnbauprojekts. Im Unterschied zu den Aspekten der Gesellschaft. ihrem Standard oder ihrer Größe ab.Kontext Wohnen und Ort Mit der Annäherung an den Wohnort. sie referenzieren sich jedoch gegenseitig und stehen im gesamten Entwurfprozess in einer ständigen Rückkopplung und Anpassung an die aktuelle Konzeptsituation. das heißt eine zusammenhängende. nutzbare und klar definierte öffentliche Räume. Der städtische Maßstab ist häufig die erste Annäherung an ein Entwurfsprojekt. der Ökonomie. historisch gewachsene Bebauungsstruktur. sozusagen von der Stadt zum Haus. letztendlich auch einer Stadt selbst. es werden lediglich Schlüsselthemen in der Bearbeitung von Wohnbauprojekten angerissen und für den eigenen Entwurfsprozess gewichtet. Die hier aufgeführten Entwurfsparameter stehen zwar letztlich in einer Entscheidungskette. Stadt Seit mehreren Jahren ist der Ruf von der Renaissance der Städte sowie der Wiederentdeckung von Urbanität zum Träger eines gesamtgesellschaftlichen Wandels im Wohnverständnis geworden. soziologisch wie entwurfsorientiert. Das sichere Agieren in den verschiedenen Maßstäben. auch im Wohnungsbauentwurf ständiger Gegenstand der eigenen Arbeit. Das Betätigungsfeld im Wohnungsbauentwurf beginnt damit in der Auseinandersetzung mit städtischen Strukturen und Räumen und endet in der Optimierung und Planung einzelner Möbel und Ausstattungsdetails. zum Quartier und zur Stadt wird jedoch bewusst ausgeblendet. entwurfspraktischen Aspekt. Hier nähern wir uns dagegen dem Wohnen und damit dem Wohnungsbauentwurf über die Entwurfsmaßstäbe. Die bisher erläuterten Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen von Wohnen sind gleichzeitig wirksam und immer Bestandteil des Entwurfsprozesses. Die Vielzahl der Einflussgrößen wird dazu den Maßstäben Stadt. räumliche. indirekt jedoch gleichzeitig im Wissen um die Qualitäten einer Nachbarschaft. das heißt ihrer Verortung. das Wissen um ihre Abhängigkeiten und das Abwägen der Einflussgrößen von Funktionalität und Gestaltungsabsicht sind. Die Qualität und Vermarktbarkeit einer Wohnung sowie ihr Wohnwert hängen nicht nur von deren Qualität. Das Kapitel „Grundriss“ zeigt die entwurfs­ entscheidenden Phänomene des Wohngrundrisses auf. kulturelle und topografische Eigenheiten aufgespürt und 24 . schließt die Serie der übergeordneten Themenfelder zum Wohnungsbau mit einem konkreten.

auch die Anbindung an lokale.. ein umzusetzendes Programm. um einem Großteil der aktuellen Lebensmodelle gerecht zu werden und langfristig als Wohnstandort eines Bewohners zu funktionieren. der genius loci. Die Komplexität des Entwurfsprozesses zu Beginn der Planung wird häufig durch einzelne Einflüsse besonders geprägt. Die Entwurfsentscheidungen innerhalb des Bezugsrahmens Quartier sind kaum von den Festlegungen im städtischen Kontext zu trennen. die sowohl aus dem lokalen städtischen Kontext als auch aus der Planungsaufgabe selbst entstehen können und zum Entwurfsgenerator werden. Städtebauliche Typen Je nach der Projektdimension kann die Vernetzung einer Wohneinheit oder einer Vielzahl von Wohnungen Gegenstand der Entwurfsarbeit werden. Zwar ist aus ökonomischer und oft gestalterischer Sicht die horizontale Verdichtungsform mit ihrer geringen Höhe seltener geeignet. Die Arbeit mit unterschiedlichen Medien zeichnet die Fülle der Eindrücke und Einflüsse nach und ermöglicht gleichzeitig die Reflexion des Gesehenen und Gehörten. um im städtischen 25 . das zwischen baurechtlichen Anforderun­ gen und gestalterischen Möglichkeiten den Entwurf auslotet. konkrete Entscheidungen können auf der Basis der bereits getroffenen Festlegungen erfolgen oder hinterfragen diese und fokussieren den Entwurf aufs Neue. ein bestimmtes Quartier wird sehr bewusst durch den Bewohner getroffen. Sich verändernde Wohnanforderungen können damit innerhalb der Nachbarschaft und nicht zwingend in veränderbaren Grundrissen aufgefangen werden. regionale und überregionale Verkehrsadern werden häufig zu wichtigen Entscheidungsgründen für einen Wohnort. Nicht zu vernachlässigen in dieser Phase ist der Umgang mit dem ruhenden Verkehr. Das Quartier hat oft einen höheren Stellenwert in der Identifikation des Bewohners als die Stadt selbst. egal ob vorgegeben oder selbst entwickelt. Das Quartier definiert sich über eine fußläufige Erreichbarkeit. Innerhalb des Quartiers kann das umfangreiche Angebot an Wohnungsgrößen und -typen geboten werden. Zwar bietet die Stadt ein übergeordnetes Angebot. Ein lebenswertes Quartier mit einem funktionierenden sozialen und infrastrukturellen Netzwerk kann für den Bewohner durchaus fehlende Qualitäten der Wohnung. sind dabei immer abhängig vom persönlichen Hintergrund des Betrachters. Eine gute Lage innerhalb einer Stadt zeichnet sich jedoch nicht nur über die Qualitäten vor Ort aus. das Quartier ist jedoch in der Annäherung an den privaten Raum der Wohnung eine wichtige öffentliche Bezugsgröße. Die Entscheidung für einen bestimmten Stadtteil. zum Beispiel fehlende private Außenräume. Grundlegende Dispositionen ermöglichen den Abgleich möglicher Orientierungen mit dem Nutzungsanspruch an die Gebäudestruktur. die persönliche Kontakte im Sinne eines sozialen Netzwerks ermöglicht. Die möglichen städtischen Bausteine reichen vom Reihenhaus bis zur verdichteten Teppichsiedlung in der horizontalen Verdichtung und vom kompakten Mehrparteienhaus bis zum hochverdichteten Wohnturm als vertikale Verdichtungsformen. strukturelle Annäherung über die Analyse der vorhandenen städtebaulichen Typen und deren Dimensionen bildet einen ersten und wichtigen Schritt. Dieses infrastrukturelle Netzwerk schließt öffentliche Flächen und Räume für die Naherholung ein. Entdeckte Standortqualitäten und Eigenheiten des Orts. Eine morphologische. als imaginäre Eckpunkte des Entwurfs fixiert. Materialisierung und Selbstverständnis zum öffentlichen Raum sowie ihr Nutzerspektrum sind elementarer Bestandteil dieser Auseinandersetzung.Wohnen und . innerhalb der ein täglich notwendiger Bedarf des Bewohners gedeckt wird.. der gerade für die Marktfähigkeit von städtischen Wohngebäuden von besonderer Bedeutung ist. Gleichzeitig wird die bauliche Dichte im Zusammenhang mit einem grob erfassten Flächenanspruch eruiert. Quartier Der Übergang der Einflüsse des städtischen Kontextes und der des Quartiers ist fließend. ausgleichen. Im Verlauf der Arbeit verdichtet sich die Fülle der Rahmenbedingungen. Gleichzeitig generieren die funktionalen Anforderungen der Aufgabe.

Kontext Umfeld eine gleichermaßen wirtschaftliche und stadträumliche Qualität zu entwickeln. die den Schwellenbereich betreffen. dass Versiegelung und Flächenfraß in den Städten und im Stadtumland nicht unbedingt von einem überlegten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zeugen. Ruhender Verkehr Eine Anforderung an das städtische Wohnen auf der Ebene des Quartiers beziehungsweise des Gebäudes selbst ist die Lösung der Stellplatznachfrage. Intelligente Nutzungsvorschläge und Dimensionierung der öffentlichen und halböffentlichen Zwischenräume ermöglichen bei Konzepten mit maximaler Ausnutzung des Grundstücks trotz alledem eine vollständige Privatsphäre der einzelnen Wohneinheiten. Gleichzeitig wird die Schwellensituation zur Wohnung selbst verlagert. Dichte allein ist jedoch kein Qualitätskriterium. Neben den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Die Beantwortung der Fragen: „Wo hört die Öffentlichkeit auf? Wo beginnt die Hausgemeinschaft beziehungsweise die Privatheit der Wohnung?“ führt zu wichtigen Entwurfsansätzen. Im Durchschnitt werden bei Neubauprojekten in Deutschland mindestens 1. Haushalten36 macht den Bedarf hierzulande deutlich. Wohngebäude mit einer hohen baulichen Dichte sind nur bei sorgfältigster Planung und in einem stabilen Quartier langfristig vermietbar. Die Position zum öffentlichen Raum führt entsprechend zu Überlegungen.5 Stellplätze je Wohneinheit gefordert. und andere Entwurfsanforderungen in den Hintergrund drängen. ein gemeinsames System dagegen gestattet Austausch. Die Berücksichtigung von Stellplätzen im Entwurf kann schnell entwurfsprägend werden. So wird der Wohnbauentwurf an einem mehrspurigen Boulevard in der Innenstadt auf anderen Schwerpunkten basieren als der an einer Wohnstraße im Stadterweiterungsgebiet. die mittlerweile entsprechend gelungene Gebäude zertifiziert. aber auch für eine ortsadäquate städtebauliche Reaktion zugrunde gelegt. Das Erschließungssystem ist der neuralgische Punkt von hybriden Nutzungskonzepten. Dabei wird die private Wohnnutzung erst in den Obergeschossen der Funktionshybride angeboten. Eine getrennte Erschließungsstruktur verstärkt die Entkopplung der Nutzungen. Die eigene Entwurfsentscheidung wird jedoch nicht nur durch die Art und Dimension der Nachbarbebauung geprägt. Egal ob ein radikalkonzeptioneller Umgang mit dem Bedarf an Stellplätzen vorgeschlagen wird oder ein klassisch integrativer. Die Zahl von 46 Mio. Alternativ können Gebäude mit Nutzungsunterlagerung im Erdgeschoss sinnvolle. der hohe Grad an Privatsphäre. konstruktiv wie auch gestalterisch. Ein bewusster Abstand zum öffentlichen Raum kann zum Beispiel durch eine halböffentliche Vorzone oder ein „Anheben“ des Gebäudes erzeugt werden. hat längst auch auf stadtplanerischer Ebene die Erkenntnis eingesetzt.und Kontaktaufnahme. Für die Vermarktung von Wohnbauprojekten sind vorhandene Stellplätze eindeutig verkaufs- 26 . auch die stadträumliche Situation hat weitreichenden Einfluss auf sie.oder Hochparterregeschoss damit überhaupt erst möglich. kontextgerechte Entwurfsreaktionen darstellen. die Stellplatzfrage ist regelmäßig ein entscheidender Diskussionspunkt in Wettbewerbsverfahren wie auch bei beauftragten Planungen. ist allerdings für einen Großteil der Bewohner ein wichtiges Kriterium in der Entscheidung für eine Wohnung. Oft wird eine Wohnnutzung im Erd. Nicht zuletzt bieten diese Wohnformen direkten städtischen Ersatz für das Einfamilienhaus vor der Stadt. PKW35 in Deutschland mit circa 39 Mio. Dichte Mit der morphologischen Entscheidung für eine bestimmte Gebäudekubatur beziehungsweise eine städtebauliche Typologie geht der adäquate Umgang mit baulicher Dichte einher. eine direkte Erschließung und lediglich seitlich angrenzende Nachbarbebauungen bieten. den die eigene Grundstücksfläche. ökonomische Planungen. Die als Geschossflächenzahl (GFZ) bezeichnete bauliche Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschossflächen aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche des Gebäudes und wird gerade im Wohnungsbau als das maßgebliche Kriterium für nachhaltige.

der Zeile und des Blocks das klassische städtebauliche Repertoire für eine Wohnnutzung. sondern auch auf modische Errungenschaften und eine sich abzeichnende Individualisierungstendenz verzichtet. Beide Entwurfsoptionen können über ihre Dimension und Typologie für einen oder mehrere Bewohner entworfen werden. Dort. Haus Der nächste Entwurfsschritt behandelt die unmittelbaren Entscheidungen bezüglich des Wohngebäudes selbst. Ebenso sollten eine intelligente Gebäudestruktur und die Materialisierung der Gebäudehülle sowie des Innenausbaus auf einer werthaltigen. Auch der Bedarf an barrierefreien Wohnangeboten für die Generation 50+. städtischen Entscheidung beruhen. das heißt Gebäude mit externer 27 . Gerade diese konkreten Entwurfsentscheidungen sind in einer Entscheidungsfolge mit sämtlichen übergeordneten Entwurfsfestlegungen zu sehen.. oftmals eine bessere Vernetzung im Kontext gelingt. die langfristig nutzbare Wohnformen sucht. im Sinne der Nachhaltigkeit. ist im Mehrparteienhaus eine Zwischenzone notwendig. So müsste. dass Konzepten. wo im Einparteienhaus die private Wohneinheit direkt am öffentlichen Raum beginnt. Ein gesellschaftlicher Trend findet sich eindeutig in der Zunahme der Einpersonenhaushalte wieder und damit in der Nachfrage nach kleinen Wohnungen. dagegen wird diese bei einem Nutzer in der Regel zum privaten Außenraum erklärt. die der Hausgemeinschaft zur halböffentlichen Erschließung der einzelnen Wohneinheiten dient. Die bereits erwähnten Verdichtungsformen im Wohnungsbau verpflichten sich zum einen dem individuellen Wohnen und zum anderen dem kollektiven. wird weiter wachsen. Im Folgenden wird vor allem die vertikale Verdichtungsform von Wohngebäuden betrachtet. Die Erfahrung zeigt zudem. in Eigenregie verwirklicht wurden oder ein vorhandenes Angebot flexibel nutzen. Eine Unterbringung der Stellplätze im Gebäude selbst lohnt sich jedoch erst ab einer Mindestzahl an Wohnungen. ist ein Bedarf nach zeitlich begrenzten Wohnformen zu erkennen. sondern zu einem großen Anteil auch mit der Sanierung und Neuordnung des Bestands gedeckt werden.. ebenso wie eine Spezifizierung am Markt durch Angebote für bestimmte Milieus entsteht. fördernd. Daneben wird es weiterhin eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnmodelle geben. Neben Wohnmodellen. Mit der Gebäudedimensionierung und -strukturierung werden erste wesentliche Festlegungen getroffen. die in Abwägung zur Bewohnerzahl und -charakterisierung einen Gebäudetyp generieren lassen. die bestimmte Altersgruppen ansprechen sollen. die nicht zwingend auf einem passgenauen Angebot basieren. auf die die Kosten für die Erstellung des Parkgeschosses anteilig verteilt werden können.Wohnen und . die nicht nur auf eine lange Lebensdauer der einzelnen Bauteile abzielt. Aktueller Wohnbedarf Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmodelle wird aktuell in einem differenzierten Immobilienmarkt repräsentiert. Die Entwurfsoptionen liegen damit zwischen der Entscheidung für gereihte beziehungsweise freistehende Häuser. sondern entweder individuell.und Programmzwänge. Gebäudetypen Je nach Größe des Projekts und der Kontextbebauung sind die Stadtbausteine des Punkthauses. Auch Überlegungen zur Dauerhaftigkeit des umzusetzenden Programms sollten in den Entwurfsprozess einfließen. Neben der Festlegung der Bandbreite von Wohnungstypen sollten hier der externen Erschließungsform und dem Umgang mit dem Erdgeschoss sowie dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit gegeben werden. die neben dem Neubau auch mit der Sanierung von vorhandener Bau- substanz arbeiten. eine flexibel geplante Struktur während der gesamten Lebensdauer eines Gebäudes dessen Nutzbarkeit garantieren. Auch die nicht bebaute Grundstücksfläche wird hier in aller Regel der Hausgemeinschaft gewidmet. gemeinschaftlichen Wohnen und erfüllen entsprechende Nutzer. Der zusätzlich notwendige Bedarf an spezifischem Wohnraum wird nicht nur über Neubauvorhaben.

Bauen in der Stadt kann nicht. Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang geschlossene Erdgeschossfassaden oder Garageneinfahrten. Unmittelbar mit der Konzeption der Erschließung ist das Nachdenken über die notwendigen Nebenflächen des Wohnhauses verknüpft. sondern gleichzeitig den Kommunikations. 28 . Je nach Maßgabe des Auftraggebers oder Investors kann diese Fläche mehr oder weniger kommunikativ geplant werden und ein entsprechendes Nutzungskonzept stärken. Für beide Verdichtungsformen gültig ist der Hinweis auf die Abhängigkeit der Tiefe der Bebauung von deren Orientierung. Der Eingangsbereich sollte der Anzahl der Bewohner und damit der Gebäudenutzung in seiner Repräsentanz und Größe entsprechen. wenn die natürliche Belichtung und eine entsprechende Raumgröße bewusst eingeplant werden.und Individualbereiche angelegt werden können. Zum einen soll eine eindeutige Adresse und Identifikation für den Hausbewohner gestaltet werden. gleichzeitig muss die Grenze im Übergang zur Privatheit des Wohngebäudes deutlich kommuniziert werden. das heißt Belichtungsmöglichkeit.und Interaktionsraum der Hausgemeinschaft dar. Auch die Gebäudeorientierung kann die Erschließungsform bedingen. Auch die Schwelle zwischen dem externen Erschließungsbereich und der Wohnung selbst sollte in der Planung umfassend bedacht werden. sondern um Fahrräder und Kinderwagen unkompliziert im eingangsnahen Bereich parken zu können. So kann die Vorzone einer Wohnung Aufenthaltsqualitäten bieten. Die Erschließungsform ist unmittelbar an die Bewohnerstruktur der daraus resultierenden Wohnungstypen gekoppelt. Sonderbelichtungsformen können zusätzlich für einen ausreichenden Tageslichteinfall sorgen. die besondere Aufmerksamkeit verlangen. Gleichzeitig bespielt der Eingangsbereich im Zusammenhang mit dem Erdgeschoss den öffentlichen Raum vor dem Gebäude. bei der in beiden Richtungen Wohn. Hier muss eine optimal nutzbare Ausrichtung des Gebäudes ausgearbeitet werden. nicht nur um Stellfläche für die Müllentsorgung anzubieten. Hier fallen in der Zwischenstufe zwischen privatem Wohnraum und öffentlichem Stadtraum einzelne Entwurfsentscheidungen. Abstellflächen sollten allerdings auch der Hausgemeinschaft gewidmet werden. Eingang und Erdgeschoss Der Eingangsbereich sowie das Erdgeschoss eines Wohnhauses übernehmen im Übergang zwischen öffentlichem Raum und halböffentlichem sowie privatem Raum eine besondere Rolle. Die Fassade des Gebäudes muss sich also in ihrer Orientierung zum öffentlichen Raum als Teil eines großen Ganzen begreifen und funktionale Notwendigkeiten aus der Gebäudestruktur heraus mit einem repräsentativen Auftritt zur Stadt abwägen. wie in der Siedlungsplanung üblich. Jeder Wohneinheit muss entsprechend ihres Nutzungstyps ausreichend Lagerraum zur Verfügung stehen. Ein Neubau soll vielmehr als Baustein im städtischen Gefüge den öffentlichen Zwischenraum bespielen und einen nutzbaren Raum mit städtischer Aufenthaltsqualität definieren.Kontext Erschließung und mehreren Wohnparteien. Diese halböffentlichen Bereiche eines Wohngebäudes sollten mit besonderer Sorgfalt geplant werden. Grundsätzlich richtet sich die Tiefe von Wohngebäuden nach deren Orientierung. so kann die Laubengangerschließung bei einer Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes gegenüber der Spännererschließung Vorteile in der Anordnung und Ausrichtung der einzelnen Wohneinheiten bieten. Das Einparteienhaus dagegen wird gleichermaßen wie die Wohnungen der Mehrparteienhäuser in ihren Entwurfs­ einflüssen im nächsten Kapitel detailliert erläutert. Die Tiefe einer nord-süd-orientierten Bebauung wird aufgrund der lediglich einseitig zu planenden Hauptfunktionen des Wohnens geringer ausfallen als bei einer Ost-West-Orientierung. Erschließung Externe Erschließungsformen sind neben der Spännererschließung der Laubengang als Außengang entlang der Fassade beziehungsweise der Innengang im Inneren der Gebäudestruktur. Bebauungs­ mus­ ter mit optimaler Orientierung generieren. Sie stellen nicht nur den funktionalen Erschließungsbereich der Hausbewohner.

Grundriss .

.

unabhängig vom betrachten Aspekt.und Lernziel. das Wahrnehmen einer charakteristischen Atmosphäre in ihrem urbanen Kontext ist uns ein zentrales Anliegen und wird über verschiedenste Lehrformate. Die gesellschaftlichen. sondern um die Verge- genwärtigung wesentlicher Entwurfsparameter anhand von ausgesuchten Beispielen. Interessanterweise scheint die Wahrnehmung und das Interesse der Nutzer und damit unserer eigentlichen Klientel ebenfalls viel stärker von der Wohninnenwelt heraus motiviert zu sein.Einleitung Im Rahmen der mittlerweile fünfzehnjährigen Lehrtätigkeit an der Professur für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus Universität in Weimar haben wir uns mit zahlreichen nationalen und internationalen Standorten von Stralsund bis Kuba auseinandergesetzt und mit den Studierenden versucht standortspezifische und nachhaltige Wohnkonzepte zu entwickeln. Da dieser Ansatz im Format des Lehrbuchs nicht kommunizierbar ist. ähnlich einem oszillierenden Gefäß. bei dem Ursache und Wirkung der einzelnen Entwurfsentscheidungen. als der eigentliche. Die Auftrennung des komplexen Entwurfsvorgangs in wesentliche Themenfelder soll eine Positionierung innerhalb des Entwurfsprozess ermöglichen und zu einer Gewichtung der Relevanz für die beabsichtigte Gesamtkonzeption des Entwurfs befähigen. Die Betonung liegt dabei auf dem Entwurf. Die Frage nach der Qualität des Wohnraums steht hingegen selten im Mittelpunkt. Dieses „Spüren“ des Ortes. Unabhängig von ihrer städtebaulichen Typologie werden 101 Wohngrundrisse dargestellt und an ihrem Beispiel wesentliche Einflussgrößen des Entwurfsprozesses erörtert. indem. der Wohnungsgrundriss jeweils vollständig abgebildet wird. dem Wohnzweck gewidmete Raum. da sämtliche Einflussgrößen im Entwurfsprozess bewusst oder unbewusst in das Ergebnis einfließen. Dabei können die ausgewählten Beispiele letztendlich aus der Thematik jedes einzelnen Kapitels betrachtet und analysiert werden. um möglichst objektive Lehraussagen treffen zu können. Diese Methode der Dekonstruktion und Abstraktion liefert uns einen wesentlichen didaktischen Ansatz in der Ausbildung. Die Wahrnehmung und Rezension von Architektur und Wohnbauarchitektur findet in der Fachöffentlichkeit jedoch leider allzu oft über die Gebäudehülle statt. Diese handwerkliche Grundvoraussetzung in der Wohnungsbauarchitektur erscheint uns jedoch als vorrangiges Lehr. Es geht nicht um die Verwissenschaftlichung der wohnungsbaurelevanten Themen. der praktischen Tätigkeit im studentischen Atelier oder professionellen Büro. Sicherlich ist jede Wohnung auch von den standortspezifischen Einflussgrößen geprägt. intensiv vermittelt. insbesondere den Exkursionen und Workshops vor Ort. Dabei lieferte nicht nur die richtige Methodik den Weg zum Ziel sondern vor allen Dingen das richtige „Gespür“ für den Ort war gefordert. bei der ausschließlich die Wohnung. städtebaulichen und politischen Rahmenbedingungen waren dabei jeweils völlig unterschiedlich und erforderten eine standortspezifische und sensible Interpretation. im Mittelpunkt steht. Sämtliche Grundrisse wurden über einen allgemein verständlichen und standardisierten Zeichenstil neu aufgearbeitet und sind einheitlich im Maßstab 1:200 31 . der von den spezifischen Standortparametern unabhängig ist. Dieses bewusste „Herauslösen“ der Wohnungen liefert die Leitidee für dieses Lehrbuch. sonst wäre der Erfolg der zahlreichen Einrichtungsmagazine nur schwer zu erklären. Die unmittelbaren Auswirkungen der einzelnen Entwurfsentscheidungen auf den gesamten Grundriss wird in diesem Buch Rechnung getragen. wurde ein aus unserer Sicht vernachlässigter Bereich gewählt. Der Wohngrundriss ist ein komplexes Gefüge. klimatischen. in der Konfiguration des Grundrisses sofort spürbar werden. Das „filetartige“ herauslösen der Wohnungen aus ihrem Kontext bietet jedoch gute Ansatzmöglichkeiten. Bestandteil jedes Semesterentwurfs ist eine dem Entwurf vorgeschaltete Übung.

Diese Dekonstruktion des komplexen Entwurfsprozesses ermöglicht darüber hinaus eine zunächst unabhängige Beurteilung der Einzelaspekte und liefert damit ein reichhaltiges Innovationspotential. beispielsweise aus der Konstruktion. sondern um das Aufzeigen konkreter Handlungsoptionen zur praktischen Umsetzung. Die Trennung der städtebaulichen Typologie von den implizierten Wohngrundrissen liefert einen reichen Fundus. Konstruktive Besonderheiten wurden zugunsten der Vergleichbarkeit der Projekte abstrahiert. So kann zum Beispiel ein Einfamilienhauskonzept unmittelbar in ein komplexes städtisches Wohngebäude transformiert werden. Der gewünschte Effekt dieses methodischen Ansatzes ist die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Wohnbedürfnissen und Wohnwünschen. Dadurch soll die Transformation der Wohnqualitäten in unterschiedlichste Gebäudezusammenhänge ermöglicht werden. visuelle Nutzungszuordnung und offenbart gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Grundrisses. das bei einer ganzheitlichen Betrachtung durch die eingeübten Lösungsansätze aus dem Blickfeld zu geraten droht. Sie repräsentieren Knotenpunkte im Entwurfsprozess. Die gewählte Reihenfolge der Themenfelder ist letztendlich irrelevant. 32 . unabhängig von einem konkreten Standort oder einer städtebaulichen Typologie. Darüber hinaus wurden sämtliche Grundrisse mit standardisierten Möbeln in Abhängigkeit zur Wohnungsgröße ausgestattet. dass es hier nicht um einen abstrakten konzeptionellen Ansatz geht. Diese Zeichnungen bilden den eigentlichen Inhalt des Buches und werden durch ihre thematische Zuordnung und die begleitenden Texte lediglich kommentiert. Ergebnis gerinnen. Zum einen sollten ausschließlich realisierte Projekte betrachtet werden. Zum anderen sollten sie als Referenzbeispiel geeignet sein. die neben dem Modell das elementare Kommunikationsmedium der Architektur darstellt. Entsprechend wurden für das Buch die Projekte sorgfältig neu umgezeichnet. Die Auswahl der Projekte erfolgte unter zwei Gesichtspunkten. um auf die im ständigen Wandel befindlichen Rahmenbedingungen zu reagieren und attraktive Wohnungsangebote zu entwickeln. Die Fachterminologie ist in der Architektur und speziell in der Wohnarchitektur häufig unpräzise und gekoppelt an die unterschiedlichen Wohnkonventionen (beispielsweise unserer ausländischen Studierenden) der Projektbeteiligten und führen zu diffusen Bildern und Missverständnissen. Dies ermöglicht eine einfache. Ein weiteres Medium ist das Festhalten der Eindrücke mittels der Fotografie oder Skizze und schließlich die Abstraktionsform der Zeichnung. die sich zu unterschiedlich stabilen Netzen fügen und meist in einem. durch den Faktor Zeit begrenzten. belegbare Beispiel kann hier die nötige Transparenz im Kommunikationsprozess erzeugen. um das jeweilige Thema möglichst anschaulich darzustellen. die sich im Prozess der Realisierung gegenüber einer Vielzahl von zusätzlichen Einflussgrößen. der verschiedene Entwurfsabsichten unabhängig vom jeweils zugeordneten Thema referenzieren lässt. Das konkrete. Bauklimatik oder Ökonomie behaupten mussten und damit ihre praktische Anwendbarkeit neben den zahlreichen publizierten Konzepten und Wettbewerbsentwürfen unter Beweis gestellt haben. Dabei ist es uns wichtig.Grundriss abgebildet. Die wichtigste ist sicherlich das gemeinsame Erleben der Bauwerke direkt vor Ort. Drei Ebenen im Umgang mit diesen Referenzarchitekturen bilden dabei die Gesprächsbasis und sind elementarer Bestandteil der Lehrtätigkeit. Damit bietet das Buch eine zweite Leseebene in Form eines Grundrisskatalogs. Gebäudetechnik.

Grundrisstypen 33 .

Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Christian Rapp Levantkade. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße. Basel (CH) 36 40 34 . Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Zellengrundriss [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Basel (CH) Offenes Wohnen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg.

die sich zudem durch große Schnittmengen auszeichnen. erscheint aufgrund der entstehenden Komplexität kaum möglich. Entwicklungslinien herauszuarbeiten und damit die Breite des Themenfelds Wohngrundriss in Teile aufzuschlüsseln und ein Weiterdenken vorhandener Ansätze zu forcieren. die der Vermarktungsebene folgt und damit eher auf den Bewohner zielt. Geschossigkeit. Größe. übergeordneten Grundriss­ typen abzubilden. Der Versuch. Die Summe der Einzelaspekte aber in logischen. räumlich getrennten Wohnmodellen ergeben sich letztendlich zwei mögliche Grundrissgruppen: eine. Diese Betrachtungen sind im Grundriss jedoch selten nachzuvollziehen oder sie spezifizieren einen Bedarf im Sinne einer marktwirtschaftlichen Einordnung. die zudem für den Entwurf eine relevante Entscheidung darstellt. Mehrgenerationenwohnen) oder nach Ausstattungsstilen (z. Die Themenfelder folgen der Charakteristik räumlicher Strukturen. 35 . Veränderbarkeit et cetera sind präzise für jede Wohnung festzustellen. Orientierung. die übergeordnete Grundrisstypen charakterisieren und ein dementsprechend breites Wohnverständnis vermitteln. ökologisches Wohnen). endet dabei regelmäßig in diffusen. Gleichzeitig hilft die Einordnung des eigenen Entwurfs in eine systematische Ordnung die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden beziehungsweise Architekt und Auftraggeber zu präzisieren.Grundrisstypen Einleitung Wohngrundrisse zeichnen sich häufig durch eine Vielzahl unterschiedlicher Grundriss­­ merkmale aus.B. Erst mit dem Versuch einer Gruppenzuordnung ist es möglich. Beide Gruppen wiederum beinhalten ein breites Spektrum von Beispielen. charakteri­ sie­ rende Gruppen für das breite Feld von Wohnungsgrundrissen festzulegen. Eine hier nicht vorgenomme Typenbildung. Für einzelne Grundrissaspekte selbst ist ein Ordnungssystem schnell gefunden. wobei die Organisation der Wohnfunktionen die Grundlage der Gruppenbildung darstellt. nicht vergleichbaren Kategorien. Themenfelder zu benennen. bei der die Wohnfunktionen räumlich getrennt in Form eines Zellengrundrisses angeordnet werden und als Gegenpol das offene Wohnen. benennt Wohnformen auf der Basis sozialer. Wohnen mit Kindern. Dieses Kapitel konzentriert sich in seiner Kategorisierung daher gezielt auf die räumliche Organisation der Grundrissstruktur. modernes Wohnen. Im Spannungsfeld von offenen bis öffentlichen und privaten. die den Typus in weichen Bildern und in der notwendigen Stufung des jeweiligen Aspekts nachzeichnen. nutzerspezifischer Aspekte (z. In der bereits erläuterten Erkenntnis wird damit der Versuch unternommen.B. bei dem zumeist die kommunikativen Wohnfunktionen zu einem gemeinsamen Bereich verbunden werden. Hier erfolgt dagegen bewusst eine strukturelle Annäherung.

dass zum Beispiel Kochen nicht weiter hinter verschlossene Türen verbannt. der die kommunikativen Räume von den individuellen Räumen trennt. bei denen jeder Wohnfunktion ein separater Raum zugeordnet wird. Koch. zweigeschossigen Erschließungsraum übergehen. Auch das gemeinsame Wohnen hat sich in einem Maße geändert. Der heutige Rückgriff im Entwurf von Wohnungsbauten auf speziell gewidmete Räume. Auf einem konsequenten Raumkonzept entwickelten Morger & Degelo die 79 m² große Wohnung im Klybeckquartier in Basel [001]. der Sanitärbereich sowie ein Abstellraum erschlossen. Aus diesem sind die beiden Individualräume mit vorgelagertem privaten Außenraum sowie der Sanitärbereich zugänglich. Diener & Diener ordneten am Riehenring in Basel [003] im Eingangsgeschoss neben dem Kochbereich zwei weitere kommunikative Räume vis-à-vis an. Über eine Diele werden die Küche. Im oberen Geschoss sind um die Erschließungsgalerie drei Individualräume sowie zwei Sanitärräume angeordnet.und Sanitärbereich einen mittigen Kern. die Inszenierung von deren Abfolge in Wohnungen mit hierachisiertem Raumangebot greift den Trend der individuellen. die sich nicht nur an einem geänderten Rollenbild der Frau festmachen. In der Geschosswohnung in Freiburg von pfeifer roser kuhn architekten [002] bilden der Erschließungs. Mit dem Prinzip. 36 . Diese Funktionstrennung steht in der Tradition des vormodernen Wohnungsbaus.und individuellem Bereich. spezifischen Nachfrage auf.Grundriss Zellengrundriss Der Begriff „Zellengrundriss“ beziehungsweise veraltet „Kammergrundriss“ bezeichnet Grundrissbeispiele. wird ein effizienter und flächensparender Erschließungsbereich ermöglicht. die durch großzügige Öffnungen in den zentralen. Gleichzeitig gerät dieser Grundrisstyp teilweise in Konflikt mit den veränderten gesellschaftlichen Werten. Für die Erschließung der einzelnen Räume wird bei diesem Grundrisstyp Erschließungsfläche in Form eines Flurs oder einer Diele notwendig. Nach dem zentralen Zugang fungiert ein Erschließungsraum als Verteiler zwischen Wohn-. Wohnfunktionen um einen zentralen Verteilerraum zu organisieren. Über einen zweiten Erschließungsflur werden die beiden Individualräume. Eine weitere Variante zeigt die beginnende Öffnung und Kombination der kommunikativen Funktionen Wohnen und Essen.und Essbereich und ein zweiter Verteilerraum erschlossen. sondern als wichtige kommunikative Funktion in den Mittelpunkt des eigenen Wohnverständnisses gestellt wird. Der zusätzliche Flächenbedarf für diese Verkehrsflächen bedeutet allerdings nicht immer einen größeren Flächenverbrauch gegenüber der integrierten Erschließung des offenen Wohnes. der Wohn.

0 m² Außenraum 11.0 m² Individualräume 2 Orientierung II 37 .Grundrisstypen [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Wohnfläche 79.

Grundriss [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Wohnfläche 94.2 m² Individualräume 2 Orientierung III 38 .0 m² Außenraum 10.

4 m² Außenraum 14.Grundrisstypen [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Wohnfläche 139.9 m² Individualräume 3 Orientierung II 39 .

und Arbeitsverhältnissen. sondern bildet klare Zonen zum Erschließen der Individualräume. Durch das Schließen zweier raumhoher Schiebetüren kann jedoch auch bei diesem Projekt privater Rückzugsbereich entstehen. Dieser Grundrisstyp kann ohne zusätzliche Erschließungsfläche organisiert werden. da diese häufig als integrierter Bestandteil des offenen Wohnbereichs geplant wird. Die eingestellte Funktionsbox im PiraeusGebäude von Hans Kollhoff und Christian Rapp in Amsterdam [005] nimmt sowohl die Koch. dass sowohl Türen als auch raumumschließende Wände nicht notwendig werden. 40 . Die Funktionen fließen ineinander. die auf der Kombination kommunikativer. Shigeru Ban ordnet im Furniture House I [006] mithilfe raumhoher Möbelschichten die einzelnen Funktionsbereiche so an. können die heterogene Nachfrage am Immobilienmarkt bei Weitem nicht mehr bedienen und finden im offenen Grundrisstyp eine wichtige Ergänzung.und Essbereich. Offene Wohngrundrisse stehen im Ergebnis einer sich verändernden Gesellschaft und deren Wohnverständnis ebenso wie von bautechnischen und funktionalen Entwicklungen. Die Box besetzt die kommunikative Fläche aus Koch-. zum Kochen genauso wie zum Essen und Wohnen. Wohnen wird zur Präsentationsplattform einer gewachsenen Individualität. Offenes Wohnen beginnt damit bei der kombinierten Wohn-/ Esssituation und endet im fließenden Grundriss oder im Loft. In Kilchberg entwarfen Gigon/Guyer Architekten Geschosswohnungen mit einem kombinierten Wohn. Dass heute verstärkt Wohnangebote nachgefragt werden. Lediglich der Erschließungskern mit angelagertem Sanitärbereich zoniert das sogenannte Loft. die repräsentativere. die über die Zusammenlegung einzelner Wohnfunktionen hoch kommunikativ sind. die durch die Orientierung der Möbelschichten gefasst und bespielt werden. Ess.und Wohnbereich jedoch nicht mittig. teilweise auch individueller Bereiche beruhen. liegt auch an den sich seit Jahrzehnten ändernden Lebens. öffentlichere Aufgaben übernehmen. die Familienstrukturen abbilden. In diesem Zuge verändern sich Wohnvorstellungen weg vom privaten Refugium zu Wohnkonzepten. Das Lofthaus in Basel von Buchner Bründler Architekten [007] zeigt die komplette Auflösung einzelner Funktionsbereiche zu einem Raum. gleichzeitig bilden sich klare Bereiche. Hierarchische Raumkonzepte.und Sanitärfunktion auf und ist gleichzeitig Raumteiler des offenen Kommunikationsbereichs. der fließend in den privaten Außenraum übergeht [004].Grundriss Offenes Wohnen Unter offenem Wohnen sind alle Entwurfsansätze gemeint.

Grundrisstypen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Wohnfläche 122.9 m² Individualräume 2 Orientierung III 41 .5 m² Außenraum 11.

8 m² Außenraum 12. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Wohnfläche 72.4 m² Individualräume 3 Orientierung II 42 .Grundriss [005] Hans Kollhoff.

Grundrisstypen [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Wohnfläche 108.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 43 .0 m² Außenraum 24.

0 m² Außenraum 26.Grundriss [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Wohnfläche 178.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 44 .

Gestaltungsprinzipien 45 .

Typologie [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Kontext. Berlin (DE) 48 52 Morphologie [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Zürich (CH) 55 46 . Sarnen (CH) Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Ort. Theorie Beda Dillier Kirchstraße. Brione-Minusio (CH) [011] [012] Stil.

Es sind letztendlich die gleichen Gestaltungsprinzipien und Methoden. Letztendlich stehen die beispielhaft gebildeten Kategorien für das Spektrum der Möglichkeiten. aus dem Bauch heraus. Viele der Gestaltungsprinzipien werden unbewusst. Eine weitere Gruppe lässt sich aus dem unstillbaren Interesse aller Gestalter an den grundsätzlichen form. so dass endlose Möglichkeiten bestehen. Der bewusste Umgang mit diesen Gestaltungswerkzeugen eröffnet dem Entwerfer ein reichhaltiges Repertoire an individuellen Ausdrucksmöglichkeiten im Wohnungsbau. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. dem freien Gestaltungswillen Ausdruck zu verleihen. Eine Kategorisierung dieser Gestaltungsprinzipien ist aufgrund ihrer Vielzahl und Komplexität nur schwer möglich. Die Gestaltungsprinzipien können dabei annähernd beliebig miteinander kombiniert werden. Es reicht vom freien künstlerischen Ausdruck bis hin zu konkreten Gestaltungstheorien. Das Spektrum dieser Faktoren kann daher hier nur beispielhaft angerissen werden.Gestaltungsprinzipien Einleitung Der Wohnungsbau stellt eine besondere Disziplin im Feld der Architektur dar. die über Standards. die durch Interpretation und Transformation zum individuellen Entwurf führen. Die erste folgt beispielsweise der Auseinandersetzung mit dem konkreten Entwurfsstandort. den individuellen Charakter eines Gebäudes oder einer Wohnung auszuprägen. In diesem Kapitel sollen beispielhaft drei Kategorien gebildet werden. Darüber könnte der Eindruck entstehen. ökonomischen und sozialen Faktoren. eingesetzt und entwickeln sich zur Handschrift des Entwerfers. Die letzte Gruppe repräsentiert Gestaltungsprinzipien. die sich in Form von Theorien manifestiert haben und darüber Einfluss in den Entwurf finden. Der bewusste Umgang mit diesen Prinzipien eröffnet den Zugang zu vergleichbaren Projekten und die Möglichkeit der Präzisierung der eigenen Ideen und Konzepte. dass Wohnungsbau unter Berücksichtigung dieser Regeln formelartig reproduzierbar wäre. so wie dies zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit häufig praktiziert wurde.beziehungsweise raumbildenden Elementen und Methoden ableiten. Richtlinien und Gesetze entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung ausüben. Der qualitätsvolle architektonische Wohnungsbauentwurf basiert auf einer Vielzahl von freien Gestaltungsfaktoren. das heißt dem Ort. Er ist geprägt von einer Vielzahl von funktionalen. 47 . die für die Architektur im Allgemeinen stehen.

einem völlig freistehenden Gebäude. Dieser Kontext umfasst das gesamte Maßstabsspektrum von der Makro. Der Architekt Michael Alder hat sich unter anderem durch seine Lehrtätigkeit intensiv mit Wohntypologien auseinandergesetzt. Aus der systematischen Analyse verschiedener Einfamilienhäuser der Region entwickelte er einen auf die Grundwesensmerkmale reduzierten Urtyp. eindeutige Merkmale. Das Gespür für diese individuelle Atmosphäre ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die qualifizierte Entwurfsarbeit.bis zu Mirkoebene. In manchen Orten oder Regionen haben sich entweder aus einer traditionsbetonten Entwicklungsgeschichte oder aus klaren städtebaulichen Vorgaben Gebäudeund damit meist auch Wohnungstypologien entwickelt. Kontext. hier eine verwinkelte Baulückensituation. zum Beispiel von der klimatischen Situation über die Struktur des gesamten Quartiers bis hin zur konkreten Materialität der unmittelbaren Nachbarbauten. die Identität des Orts.Grundriss Ort. Der Rückgriff und die Weiterentwicklung dieser Typologien ist gerade im akademischen Kontext eine wichtige Entwurfsmethode. Die Vielzahl der Einzelfaktoren und deren unterschiedliche Ausprägungen repräsentieren die Einzigartigkeit. 48 . erkennt man jedoch schnell. nutzt ihn als Erschließungsweg und inszeniert ihn zusätzlich durch einen großzügigen Freisitz am Ende. Am Beispiel einer städtischen Baulückensituation. Diese Typen haben ähnlich einem Produkt. Die Casa Kalmann [010] von Luigi Snozzi im Tessin ist konsequent aus dem Thema „ Topografie des Orts“ entwickelt und verbindet damit das Gebäude unverrückbar mit dem spezifischen Ort. Das Projekt von Antonio Cruz in Sevilla [009] ist geradezu exemplarisch für den unmittelbaren Einfluss des Orts. auf den Entwurf. so dass die Wohnung im Wesentlichen durch einen Patio belichtet und belüftet wird. Ein Beispiel hierfür ist das Wohnhaus in Itingen [008]. Typologie Auf den ersten Blick scheint sich die Dimension des Orts vor allen Dingen auf die städtebaulichen Maßstäbe des Entwurfs zu beziehen und daher nur indirekt auf den Grundriss Auswirkung zu haben. Der Ort wird häufig unter dem Begriff des Kontextes beschrieben. Die übrige Grundrissform ergibt sich aus den benachbarten Brandwänden. aber auch dem Gegenteil. wie unmittelbar der Ort im Grundriss verankert ist. die über die Zeit angepasst und optimiert wurden und sich darüber inhaltlich verdichtet haben. Die Rückwand des Gebäudes folgt exakt dem Höhenverlauf des Weinbergs. wie zum Beispiel einem PKW. Die klimatischen Bedingungen lassen eine geringere unmittelbare Belichtung zu.

7 m² Außenraum 12.Gestaltungsprinzipien [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Wohnfläche 188.5 m² Individualräume 5 Orientierung IV 49 .

Grundriss [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Wohnfläche 108.0 m² Individualräume 3 Orientierung I. Patio 50 .2 m² Außenraum 0.

1 m² Individualräume 2 Orientierung IV 51 .Gestaltungsprinzipien [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Wohnfläche 112.7 m² Außenraum 14.

Die Folge sind unterschiedlichste Konfigurationsmöglichkeiten der ansonsten gleich dimensionierten Wohnungen. die Eingangshalle mit der Treppenanlage oder die Enfilade. Typische Merkmale sind beispielsweise die spiegelsymmetrische Grundfigur. Zwei wichtige Stellvertreter hierfür sind der „Raumplan“ von Adolf Loos sowie der „plan libre“ von Le Corbusier. Stile werden dabei immer häufiger im bewussten Rückgriff eingesetzt. Die Gestaltungsmerkmale einer bestimmten Zeit werden in Stilen zusammengefasst. südorientierte Raum wird durch zwei tragende Stützen frei unterteilbar. Der längsgerichtete. die meist ein prägendes Merkmal der Stilentwicklung darstellen. Theorie Die gesamte Architekturreflexion ist eng verknüpft über die Einordnung in Stile und Stilepochen. um aus dessen Gestaltungsrepertoire die architektonischen Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten. die Säulen. Neben den gesicherten Stildefinitionen existieren zahlreiche Unterformen in Form von Ideologien. 52 . aber auch andere Stile mit ihrem reichhaltigen Fundus an Gestaltungsmerkmalen wie zum Beispiel Raumgliederung. Unsere heutige Zeit zeichnet sich durch die häufig als Pluralismus bezeichnete Vielfalt der Möglichkeiten aus. unbeeinflusst von diesen stilistischen oder theoretischen Ansätzen zu entwerfen. sondern auch den gesellschaftlichen Kontext transportieren. Bei dem Wohnhaus in Sarnen von Beda Dillier [011] wurde beispielsweise das Konzept des „plan libre“ interpretiert. Selbst in der Gegenreaktion findet eine entsprechende Auseinandersetzung statt. Strömungen oder auch nur modischen Erscheinungsbildern. die nicht nur die entsprechende Ästhetik. um ästhetische und zum Teil auch damit verbundene gesellschaftliche Werte zu transportieren. Zu diesen Formen könnte man auch Gestaltungstheorien zählen. Proportion. dass viele der hervorragenden Architekten ihre Entwurfsarbeit über einen theoretischen Kontext fundamentieren. Der Neubau einer Villa in Berlin Dahlem [012] von Petra und Paul Kahlfeldt setzt bewusst den stilistischen Rückgriff ein. Auch der Grundriss ist von dieser Entwurfshaltung geprägt. Es ist fast nicht möglich. Die Stile sind je nach ihrer Wirkungsdauer und ihrem geografischen Einflussbereich von unterschiedlicher Bedeutung.Grundriss Stil. Ornamentik oder Farbigkeit stellen wesentliche Bausteine für die Entwurfskonzeption zur Verfügung. In der zeitgenössischen Architektur stellt dabei die Moderne eine der einflussreichsten Stilgattungen dar. Interessant dabei ist.

Gestaltungsprinzipien [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Wohnfläche 108.0 m² Individualräume 2 Orientierung III 53 .0 m² Außenraum 20.

0 m² Außenraum 75.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 54 .Grundriss [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin-Dahlem (DE) Wohnfläche 600.

Einen ganz anderen Weg. Die eingeschriebene Kreuzform trennt die vier Individualräume und beinhaltet als raumhaltige Schicht die zusätzlichen dienenden und kommunikativen Funktionen. sondern ermöglicht die präzise Steuerung von Raumzusammenhängen und der Wirkung einzelner Räume. Aus der städtebaulichen Unabhängigkeit der Situation leitet sich die Auseinandersetzung mit einer geometrischen Grundfigur. diese Entwurfsansätze zunehmend in die Realität umzusetzen. Konsequenterweise wurden die übrigen Wohnbereiche aus der spiegelsymmetrischen Teilung des Quadrats entwickelt. Die Thematik beginnt beispielsweise bei den Fragen zu Symmetrie oder Asymmetrie oder der Linearität gegenüber den freien Formen. Einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor bei der Entwicklung der Gebäude oder Grundrissform bilden die geometrischen zwei.und Gebäudekonzeption. Auf ähnlich grundlegender Ebene stehen die Maßund Proportionssysteme. Demgegenüber stehen die sogenannten freien Formen. Als prägendes.Gestaltungsprinzipien Morphologie Die Auseinandersetzung mit der Form sowohl in der Zweidimensionalität als auch der räumlichen Dimension ist sicherlich eines der grundlegenden Gebiete der architektonischen Lehre. Das Studentenwohnheim von Geurst & Schulze [013] in Den Haag ist ein Beispiel für den aus der geometrischen Form des Kreises abgeleiteten Entwurfsansatz. plastisches Element wird hier die Wohnungstrennwand frei geformt und über die angegliederte Erschließung in Form einer Kaskadentreppe inszeniert. die meist über einen künstlerischen Ansatz entwickelt werden. hier dem Quadrat. Unter dem Einfluss einer baukonstruktiven Standardisierung und Normung entwickeln sich hieraus wiederum verschiedene Rastersysteme. Das Spektrum der Gestaltungsprinzipien in diesem Bereich ist extrem komplex. Einen ähnlichen Entwurfsansatz wählen Bearth & Deplazes für das an einem Berghang in Fanas [014] gelegene und nur temporär genutzte Wohnhaus.und dreidimensionalen Grundformen. ab. Die Anwendung der formbildenden Gestaltungsmethoden auf den Grundriss erlaubt nicht nur eine funktionale Erfüllung eines Raumprogramms. Der bautechnische Fortschritt erlaubt zudem. 55 . ist das Projekt für ein Doppelhaus von Christian Kerez [015]. die in jedem Entwurf bewusst oder unbewusst zur Anwendung kommen. Wieder ist die städtebauliche Freistellung des Baukörpers eine wichtige Vorraussetzung für diese Art der Grundriss. der jedoch auch aus dem freien Gestaltungswillen motiviert wurde.

0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 56 .0 m² Außenraum 12.Grundriss [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Wohnfläche 129.

5 m² Außenraum 15.0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 57 .Gestaltungsprinzipien [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Wohnfläche 51.

0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 58 .8 m² Außenraum 0.Grundriss [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Wohnfläche 117 .

Bewohneranzahl 59 .

Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Oberwil-Zug (CH) Drei und mehr Bewohner [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Mendrisio (CH) 62 66 69 60 . München (DE) Zwei Bewohner [019] Egon Eiermann Bartningallee. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Ein Bewohner [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße.

Da Individualräume zumindest von Paaren gemeinsam genutzt werden können. ab zwei Bewohnern handelt es sich um eine Wohngemeinschaft. der privaten Außenräume sowie die Grundrissorganisa­ tion dieser Wohnfunktionen sind Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Bewohnern selbst. Neben dem Wissen um dieses notwendige Raumangebot werden gleichzeitig die zusätzlichen Wohnfunktionen qualitativ und quantitativ umrissen. Privathaushalte mit mehreren Personen werden üblicherweise in Familien. verheiratete Personen unterschieden. Gleichzeitig findet eine Pluralisierung der Nachfrage von Wohnraum statt. besteht mindestens aus einer Person. Im Wohnungsbau verfolgen wir eine andere Lesart: Egal ob verwandte. sowie in Wohngemeinschaften. Auf den folgenden Seiten sollen daher die Projektbeispiele jeweils das Spektrum innerhalb einer Haushaltsgröße aufzeigen. überschneiden sich die Referenzbeispiele der hier benutzten Gliederung jeweils in ihrer maximalen und minimalen Bewohnerzahl. Je größer die Bewohneranzahl. verheiratete Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben oder nicht verwandte Personen. Die Bewohneranzahl verweist. Die Anzahl. 61 . Eine Unterscheidung ist nicht notwendig. Ein Haushalt. Aufgrund einer sich verändernden Altersstruktur und einer deutlichen Individualisierungstendenz der Gesellschaft wächst der Bedarf an Wohnungen für eine Person. das heißt eine Wirtschaftseinheit. Die Regeln der Rücksichtnahme sowie die Anordnung der kommunikativen und individuellen Bereiche haben für beide Wohnformen Gültigkeit. Der unmittelbare Bezug von Bewohneranzahl zur Wohnungsgröße ist eindeutig. wie erläutert. in der Regel nicht verwandte. verheiratete Personen. des Koch-/ Ess-/   Wohnbereichs. sondern hat auch mit einzelnen „harten Faktoren“ einen klaren Wohnbedarf.und Zweipersonenhaushalten. direkt auf die Haushaltsgröße. Im Ergebnis wird das als wesentliche Entwurfsvorgabe bekannte Raumprogramm durch den Bewohner und zu einem besonderen Teil durch die Bewohner­ anzahl definiert. umso ökonomischer werden dienende Funktio­ nen sowie Gemeinschaftsbereiche einer Wohnung. Die individuelle Wohnfläche und in diesem Zusammenhang die Flächen der zugehörigen Sanitärbereiche verändern sich dagegen direkt proportional zur wachsenden Bewohnerzahl. die als statistische Größe für Deutschland eine eindeutige Entwicklungstendenz formuliert: ein stetiger Anstieg von Ein. da sich aus ihr die Haushaltsgröße und unter anderem die Anzahl der notwendigen Individualräume ergibt. Die Anzahl der Bewohner hat also einen wesentlichen Einfluss auf den Grundrissentwurf. also verwandte. Dieselbe Nutzeranzahl bedingt also nicht zwingend dieselben Grundrissantworten. jedoch bei weitem nicht propor­ tional. Größe und Ausstattung der Sanitärbereiche.Bewohneranzahl Einleitung Der Bewohner definiert nicht nur seine persönlichen Wohnwünsche.

Damit verbrauchen Einpersonenhaushalte fast 50 % mehr Wohnfläche als mit 43 m² je Person in Deutschland üblich. nämlich ausreichende Abstellund Lagerfläche.4 m² liegt die Wohnung im Wohnturm auf der Theresienhöhe in München [018] noch unter der durchschnittlichen Wohnfläche eines Einpersonenhaushalts in Deutschland. der häufig in kleinen Wohnungen wenig Raum findet. der je nach Tageszeit und Nutzerwunsch alle Szenarien erfüllen muss. Trotz verbesserter Geräte und Heiztechnik führt unter anderem diese Entwicklung zum weiteren Anstieg des Energieverbrauchs von privaten Haushalten in Deutschland. die als Filterschicht die Appartements des Katholischen Gemeindezentrums in Stutt­ gart [016] vom Laubengang abschottet.und Sanitärsituation.3 m² wird auf zwei Ebenen verteilt. dessen Wohnfläche im Durchschnitt bei 62. Mit 52. wobei im Erdgeschoss neben dem Schlafbereich auch alle dienenden Funktionen angeordnet sind.Grundriss Ein Bewohner Egal wie viele Bewohner eine Wohnung nutzen. Die Wohnfläche von 23. zeigt das Beispiel des ehemaligen „Olympischen Frauendorfs“ in München [017]. bietet ein rund 28 m² großer Raum ausreichend Platz für die unterschiedlichen Tages. auch den privaten Rückzug ermöglicht. das momentan erneuert wird. Das ökonomische und ökologische Hinterfragen des Entwurfs sollte gerade in diesem Zusammenhang regelmäßig erfolgen. sie spiegeln sich in den einzelnen Wohnfunktionen wider. Das Spektrum reicht vom kompakten Einraumgrundriss bis zum mehrgeschossigen Haus für eine Person. Im Hinblick auf sinkende Energieressourcen muss hier zum Umdenken aufgefordert werden. Dass ein vollständiges Funktionsangebot für eine Person durchaus auch vertikal organisiert werden kann. Die Funktionsverdichtung im Grundriss. Im Fall des Einpersonenhaushalts ist die Abwägung zwischen vollständigem Funktionsangebot und dadurch entstehendem Flächenverbrauch eine entscheidende Entwurfskomponente. Nach einer kompakten Koch. Das Obergeschoss wird dem Arbeitsplatz mit Bezug zur Terrasse gewidmet. Die in drei Raumschichten gegliederte Wohneinheit bietet ein vollständig räumlich getrenntes Funktionsangebot. das heißt das Verschmelzen von Individualraum mit den kommunikativen Bereichen einer Wohnung zu einem Allraum. das neben einer repräsentativ-kommunikativen Nutzung. Mit 38 % der Privathaushalte ist der Einpersonenhaushalt heute der am stärksten vertretene Haushaltstyp in Deutschland. ist eine häufig angewendete Grundrissvariante für einen Nutzer. 62 .und Nachtnutzungen.5 m² liegt. Ein Aspekt. es werden grundlegend die selben Anforderungen an das Wohnen gestellt. durch die gleichzeitig erschlossen wird. ist hier im Erdgeschoss über einen begehbaren Schrank gelöst.

5 m² Außenraum 4.5 m² Individualräume 1 Orientierung II 63 .Bewohneranzahl [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Wohnfläche 38.

3  m² Außenraum 6.Grundriss [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Wohnfläche 23.9 m² Individualräume 1 Orientierung I 64 .

Bewohneranzahl [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Wohnfläche 52.4 m² Außenraum 11.7 m² Individualräume 1 Orientierung I 65 .

Das Projekt von Kuhn Fischer Partner Architekten in Oberwil bei Zug [020] stellt mit 76 m² Wohnfläche den klassischen Wohngrundriss für eine nachhaltige und leistungsfähige Wohnnutzung dar. Die Wohnung im Hansaviertel-Wohngebäude von Egon Eiermann [019] zeigt auf knapp 50 m² eine Funktionsverteilung in einen Wohn. Das Erschließen der Wohnung über einen Flur ermöglicht einen direkten. das eine privatere Erschließungszone entsteht. gemeinschaftliche Nutzung von einzelnen Funktionen. das heißt eine synergetische. Auch hier ermöglicht der Zugang über den Wohnungsflur eine Trennung der beiden gleich großen Individualräume sowie der zwei Sanitärbereiche vom kommunikativen Wohn-. die stufenweise. Die Funktionsreduktion auf den Allraum ist in dieser Kategorie daher nur noch für Lebenspartnerschaften vorstellbar und auch dann fehlt der persönliche Rückzugsbereich des Einzelnen beziehungsweise ein Gästebereich. dass keine gegenseitige Störung erfolgt. Daher stellen wir in diesem Kapitel nur Grundrisse mit mindestens einem Individualraum vor. Koch.und Essbereich mit offener Kochsituation sowie einen zusätzlichen Individualraum. Beide Räume sind vom kommunikativen Bereich der Wohnung zusätzlich durch einen Mauervorsprung im Flurbereich so getrennt. steht außer Frage. Das Gäste-WC ist dabei dem Eingang und den kommunikativen Bereichen der Wohnung zugeordnet. der den ungestörten Rückzug eines Bewohners möglich macht. ungestörten Zugang zum Individualraum.und Essbereich in einem Maße. Die kommunikativen und gemeinsamen Bereiche der Wohnung sollten zu den individuellen. noch individuell oder schon durch beide gemeinsam genutzt werden. privaten Bereichen im günstigsten Fall räumlich so angeordnet werden. 66 . je nach persönlicher Beziehung der Bewohner.Grundriss Zwei Bewohner Ab zwei Bewohnern beginnt das gemeinsame Wohnen. Der Sanitärbereich ist dem Individualraum zugeordnet. Dass dieser jeweils von einer Person oder von einem Paar genutzt werden kann.

3 m² Außenraum 6.Bewohneranzahl [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Wohnfläche 49.4 m² Individualräume 1 Orientierung II 67 .

Grundriss [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Wohnfläche 76.0 m² Außenraum 7 .1 m² Individualräume 2 Orientierung II 68 .

mit im Durchschnitt 8. Die interne Erschließung der Geschosswohnung erfolgt über den kommunikativen Bereich. Essen und Entspannen. die einen seriellen Umgang im Entwurf mit dem notwendigen Individualraumangebot erlaubt. Im Studentenwohnheim Casa dell`Accademia in Mendrisio [023] teilen sich vier Bewohner einen rund 40 m² großen Bereich zum gemeinsamen Kochen. zu dem geringen Flächenverbrauch von 25 m² je Person führt. Den drei Individualräumen werden die Sanitärbereiche vis-à-vis über den Flur zugeordnet. mit unterschiedlichen Faktoren zu tun: eine alternde Gesellschaft sowie individuelle Wohnvorstellungen unterschiedlicher Generationen finden im seltensten Fall noch im Modell von Mehrgenerationenhaushalten ihre Wohnwünsche repräsentiert. die auf einem stimmigen Verhältnis von kommunikativer zu individueller Fläche basieren.5 m² Wohnfläche. Die zwei Sanitärbereiche. Dies hat. Die Sanitärräume zonieren den langen Kommunikationsbereich zusätzlich und bieten darüber verschiedenen Nutzungen Raum. Der kompakte Flur erschließt neben den Individualräumen den Wohnund Essraum mit angeschlossenem Kochbereich. Ab drei Individualräumen ist zudem eine Anzahl erreicht.und Sanitärbereichs sowie der Erschließungs.Bewohneranzahl Drei und mehr Bewohner Die Zahl der Drei. Ressourcen und zuletzt auch Fläche in Mehrpersonenhaushalten sollte allerdings angemessen in der eigenen Entwurfsarbeit Berücksichtigung finden. Auf 87 m² schlagen Baumschlager Eberle in Dornbirn [021] eine effiziente und gut zonierte Grundrissstruktur vor. Ab drei Nutzern reduziert damit eine gemeinsame Nutzung des Koch-. 69 . was neben den flächenoptimierten Individualräumen.5 m² je Person.und Lagerflächen den Flächenverbrauch je Person um durchschnittlich rund ein Drittel. Wohn. Die Individualräume sind flächenoptimiert geplant und möbliert und entsprechen mit rund 11m² Wohnfläche der temporären Nutzungsdauer. Das Wissen um einen effizienteren Umgang mit Energie. Brendeland & Kristoffersen gliedern in Trondheim [022] die 116 m² große Wohnung in zwei Zonen: An einer kommunikativen Spur mit zwei Sanitärräumen reihen sich fünf Individualzimmer. Die durchschnittliche Wohnfläche von Haushalten ab drei Personen liegt heute bei 28.und Mehrpersonenhaushalte ging in den letzten zehn Jahren stetig zurück. Über diesen gemeinsamen Raum wird die Wohngemeinschaft gleichzeitig zentral erschlossen. wie schon angedeutet. werden von je zwei Studierenden aus ihren Individualräumen heraus genutzt. Ess-. jeweils zwischen Gemeinschaftsfläche und Individualräumen angeordnet. die von maximal vier Bewohnern genutzt werden kann. Die folgende Auswahl beschränkt sich hier auf „gemäßigte“ Referenzbeispiele.

0 m² Individualräume 3 Orientierung III 70 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Wohnfläche 87 .

Bewohneranzahl [022] Brendeland & Kristoffersen Strandveien Trondheim (NO) Wohnfläche 115.0 m² Individualräume 6 Orientierung III 71 .8 m² Außenraum 0.

9 m² Individualräume 4 Orientierung II 72 .8 m² Außenraum 27 .Grundriss [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendrisio (CH) Wohnfläche 94.

Wohnungsgröße 73 .

München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch-Ring. Basel (CH) Luxus-Wohnungen | XL [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Berlin (DE) 76 79 83 74 . Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-Kerschensteiner-Straße. L [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-Rupprecht-Straße. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Standard-Wohnungen | S. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende. Kleinst-Wohnungen | XS [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße. M.

die nur jeweils circa die Hälfte von diesem Betrag beanspruchen. wenn man die unterschiedlichen Ausbauqualitäten zunächst einmal ausblendet. In der Summe entwickeln diese Informationen jedoch eine erste Vorstellung von der Wohnung. 75 . Der durchschnittliche Flächenanspruch pro Kopf in Deutschland betrug im Jahr 2007 rund 43 m² mit einem anzunehmenden Wachstum von circa 0. Allgemein üblich ist die Definition über die Wohnfläche. Durch die unmittelbare Verknüpfung der Verkaufs. Das Wohnen hat sich jedoch von einer existentiellen Notwendigkeit zu einem zentralen Konsumprodukt weiterentwickelt.5-Zimmer-Wohnung“ verraten nur wenig über die tatsächliche Wohnungsgröße oder deren Funktionalität. sondern auch unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Größe das zentrale Merkmal einer Wohnung. zum Beispiel Nahrungsmittel oder der PKW. Dem gegenüber stehen.Wohnungsgröße Einleitung Nicht nur im repräsentativen Sinne. wie schon erwähnt. obwohl dieser Zusammenhang alles andere als zwingend ist. Aussagen wie „2. worin genau der Mehrwert bei zunehmender Größe besteht. Die durchschnittliche Wohnungsgröße wird derzeit mit circa 87 m² angegeben. Verschiedene Ansätze der Definition der Wohnungsgröße bieten sich an. da die tatsächliche Bewohnerzahl von der geplanten häufig abweicht. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst die Erfüllung des minimalen Wohnbedarfs im Vordergrund. Interessant zu beobachten ist dabei. das heißt die Anzahl der Bewohner statt. Eine weitere typische Definition der Wohnungsgröße findet über die Haushaltsgröße. Etwa 30 % des Nettohaushaltseinkommens werden in dieses Produkt investiert. Diese Angabe ist jedoch relativ unpräzise. die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) genau ermittelt werden kann. Ähnliches gilt für die am Wohnungsmarkt typische Einordnung über die Anzahl der Räume oder Zimmer.und Mietpreise mit der Wohnfläche werden die Wohnfläche und der Wert gleichgesetzt. Damit wird die Wohnungsgröße meist als das entscheidende Qualitätskriterium wahrgenommen. In den Beispielen soll das Spektrum von der Kleinstwohnung über die gemäßigten Standardwohnungsgrößen bis hin zum Luxuswohnen dargestellt werden.5 m²  pro  Jahr. Entsprechend waren die Wohnbauförderprogramme und -standards ausgelegt. Die Thematik der Wohnungsgröße und des Wohnungsbauentwurfs steht in engem Zusammenhang mit seiner historischen Entwicklung. Die daraus resultierenden Kenngrößen haben teilweise bis heute in Form von noch gültigen Richtlinien und Vorschriften Einfluss auf den Wohnungsbau.

Das Spektrum der Ansätze reicht von einfachsten Bauten aus Papierwerkstoffen bis hin zu hochintegrierten technischen Lösungen. Kochen oder Arbeiten wird meist über multifunktionale Einbauten erreicht. Die einzelnen Würfel können zu verschiedenen städtebaulichen Konstellationen angeordnet und gestapelt werden. In einem Würfel mit 2. indem es eine Minimalwohneinheit konzipiert. gehört die auf das Wesentlichste reduzierte Wohnform zu einem wichtigen Aufgabenfeld der Architekten. Der heutige Bedarf an dieser Wohnform besteht entweder aus einem experimentellen Interesse oder der Einsatzmöglichkeit für verschiedene Krisengebiete. Eines der jüngsten Projekte in diesem Themenfeld sind die O2-Studentenwohnhäuser [024] in München. Durch die Notwendigkeit der Verdichtung der einzelnen Wohnfunktionen auf minimalem Raum ist die entwerferische Auseinandersetzung immer auch stark von konstruktiven Aspekten geprägt. Spätestens seit dem CIAM-Kongress von 1930.Grundriss Kleinst-Wohnungen | XS Ein besonderes. der sich mit der Frage nach der „Wohnung für das Existenzminimum“ auseinandersetzte. 76 . die im Transportzustand kompakt ist und im Wohnzustand durch das streichholzschachtelartige Her­ ausziehen eines Raumteils auf die doppelte Größe erweitert werden kann. Bei der Entwicklung dieser Wohnungstypen sind neben der reinen Konstruktion die Themen der Vorfertigung. gerade im akademischen Kontext sehr beliebtes Feld der Auseinandersetzung im Wohnungsbau ist die Kleinstwohnung. Die Mehrfachnutzung der Räume beziehungsweise des einzigen Raums für die unterschiedlichen Wohnfunktionen wie zum Beispiel Schlafen. Das Projekt von Johannes Kaufmann [025] setzt sich mit der Frage von Mobilität und Größe auseinander. Logistik und Mobilität von zentraler Bedeutung.65 m Kantenlänge werden durch die multifunktionale Einrichtung verschiedenste Nutzungskonstellationen inklusive dem Aufenthalt von mehreren Gästen möglich.

7 m² Außenraum 0.Wohnungsgröße [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Wohnfläche 5.0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 77 .

Grundriss [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Wohnfläche 17 .0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 78 .0 m² Außenraum 0.

so dass auch in diesem individuelle Beschäftigung möglich wird.5 m² Flächenverbrauch liegt diese Haushaltsgröße um mehr als 50% über dem durchschnittlichen Wohnflächenverbrauch. bei denen der bewusste Umgang mit dem Flächenverbrauch innerhalb der Dimensionen von Standardwohnungen gut nachvollziehbar ist. Als Beispiel dienen drei Projekte. Der Grundriss ist um eine zentrale Diele mit eingestellter Sanitär. Die Gruppe der Einpersonenhaushalte ist mittlerweile mit 39 % am stärksten ausgeprägt.Wohnungsgröße Standard-Wohnungen | S. Entgegen der erwähnten Durchschnittsgröße für Einpersonenhaushalte ist die Wohnung im Projekt von Beyer + Dier Architekten [026] um 15 m² kleiner und organisiert dennoch sämtliche Wohnfunktionen zu einer großzügigen und klar gegliederten Wohnung. Die Wohnung [027] im Projekt von Fink + Jocher in Hannover zeichnet sich ebenfalls durch eine kompakte Organisation der Wohnfunktionen für einen Zwei. M. Drei vollwertige Individualräume bieten Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner. Verschiedene Faktoren erklären den relativ hohen Flächenverbrauch der Einzelhaushalte. Die Wohnung im Schwarzpark-Projekt [028] von Miller & Maranta in Basel ist mit 125 m² ein typischer Vertreter für eine große Standard-Wohnung. Die Wohnung liegt mit 75 m² knapp 20 m² unter dem statis­ tischen Durchschnitt in dieser Kategorie.und Abstelleinheit organisiert. Mit circa 68. In den seltensten Fällen wird der Wohnflächenbedarf bei einer Verringerung der Haushaltsgröße angepasst. Die Single-Haushalte sind relativ finanzkräftig und leisten sich bewusst die größere Wohnfläche.bis Dreipersonenhaushalt aus. Die Haushalte mit drei und mehr Personen haben einen Anteil von 27 % bei einer durchschnittlichen Größe von circa 107 m² (3 Personen). Ein weiteres Argument ist ein Mindestflächenbedarf. Die Zweipersonenhaushalte haben einen Anteil von derzeit 34 % am Wohnungsmarkt und beanspruchen eine durchschnittliche Wohnfläche von circa 94 m². L Das statistische Bundesamt ermittelt in regelmäßigen Abständen die Wohnsituation in Deutschland. 79 . der bei rund 43 m² liegt. Der Wohnungsmarkt bietet zudem nicht ausreichend kleine und gleichzeitig hochwertige Wohnungen. Der gemeinschaftliche Bereich ist ebenfalls großzügig bemessen und klar gegliedert. der vor allen Dingen über die dienenden Funktionen generiert wird.

3 m² Individualräume 1 Orientierung Il 80 .Grundriss [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE) Wohnfläche 52.5 m² Außenraum 8.

Wohnungsgröße [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE) Wohnfläche 70.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 81 .0 m² Außenraum 10.

0 m² Außenraum 17 .Grundriss [028] Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH) Wohnfläche 125.0 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 82 .

Dieses Segment wird jedoch nicht nur im Typus der freistehenden Villa angeboten. Jedem Bewohner wird im Erdgeschoss ein vollständiges Kleinappartement als Individualraum angeboten. Das Projekt der Architekten Allmann Sattler Wappner aus München [030] wurde als „Haus der Zukunft“ konzipiert. 83 . dass im bundesweiten Durchschnitt die Wohnfläche der Einfamilienhäuser lediglich bei 135 m² liegt und dies etwa einer typischen Vierpersonenwohnung entspricht und noch nicht als Luxuswohnen bezeichnet werden kann. Wesentliche Eigenschaft der Wohnungen ist dabei nicht die Erhöhung der Anzahl der Individualräume. Die großzügigen Individualräume sind lediglich über Schiebewände abgetrennt. Die großzügigen Gemeinschaftsräume befinden sich im darüberliegenden Geschoss und werden zusätzlich über die Terrassen erweitert. Der Typ des Einfamilienhauses repräsentiert dies in besonderer Weise. sondern gerade in den großen Ballungsräumen ist ein enormer Bedarf an überdurchschnittlich großen. Luxuswohnen beginnt erst oberhalb der Grenzen. Vier großzügige Terrassen in allen Himmelsrichtungen stellen jedoch das eigentliche Luxusmerkmal dar. Obwohl eine Wohnfläche von 230 m² zur Verfügung steht. Der Luxusaspekt wird durch den offenen Grundriss und die Ateliernutzung deutlich. die über die Multiplikation des Flächenanspruchs mit der Nutzeranzahl entstehen.Wohnungsgröße Luxus-Wohnungen | XL Wie eingangs beschrieben. Wohnungsgröße wird hier als direktes Qualitätsmerkmal zu Repräsentationszwecken vermarktet. ist nur eine geringe Bewohneranzahl vorgesehen. Bei dem städtischen Reihenhaus von Beyer-Schubert Architekten [031] in Berlin erstreckt sich die Wohnung über vier Geschosse und eine großzügige Dachterrasse. der Sanitärbereich ist offen integriert. innerstädtischen Wohnungen zu verzeichnen. Bei der Attikawohnung am Zürichsee [029] der Architekten burkhalter sumi wird das offene und allseitige Wohnen geradezu inszeniert. Die Idee besteht in der konsequenten Berücksichtigung des zunehmenden Anspruchs nach Individualität. hat sich das Wohnen von einer zwingenden Notwendigkeit zu einem Konsumprodukt gewandelt. Dabei ist es jedoch erstaunlich. sondern die großzüge Ausweitung der kommunikativen Flächen.

5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 84 .Grundriss [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH) Wohnfläche 221.4 m² Außenraum 134.

Wohnungsgröße [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Wohnfläche 219.3 m² Außenraum 130.1 m² Individualräume 6 Orientierung IV 85 .

8 m² Individualräume 3 Orientierung Il 86 .0 m² Außenraum 47 .Grundriss [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch Ring Berlin (DE) Wohnfläche 221.

Veränderbarkeit 87 .

Weimar (DE) Grundrissflexibilität [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße. Riehen (CH) 90 94 98 88 . Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Wien (AT) Grundrissvariabilität [035] Michael Alder Störzbachstraße. Nutzungsneutralität [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske.

im Sinne von wachsenden und schrumpfenden Wohnungen wird dabei die eigene Wohnfläche effektiv verändert. Die daraus resultierende pluralisierte Wohnraumnachfrage entsteht jedoch nicht nur durch unterschiedliche Lebensformen. zum anderen ermöglicht eine geplante baulichräumliche Variabilität eine Veränderung der Raumstruktur selbst. die zu einer unpräzisen und vor allem nicht vergleichbaren Kategorisierung führen. geplant werden.Veränderbarkeit Einleitung Der Entwurf von nachhaltig nutzbaren Wohngrundrissen ist eine besondere Herausforderung für den Entwerfer. 89 . Dabei geht es nicht nur um das Erfüllen der Wohnbedürfnisse eines Nutzers über einen längeren Zeitraum – immerhin wird in einer Mietwohnung in Deutschland durchschnittlich zwölf Jahre lang gewohnt –. Ein dif­ ferenziertes Angebot am Wohnungs. Anpassungsfähigkeit kann hier nur auf der Basis von festgelegten Rahmenbedingungen. Die Auseinandersetzung mit dem Zweitnutzer ist also ebenso relevant wie das Wissen um die sich ändernden Ansprüche durch ein und denselben Bewohner. Ein nachhaltiger Entwurfsansatz ist dabei ebenso entscheidend für den individuellen Eigentumserwerb wie für die Schaffung von Wohnraum durch private und öffentliche Wohnversorger. Zum einen kann eine nutzungsneutrale Grundrisskonzeption unterschiedlichen Nutzungsszenarien gerecht werden. sondern auch um eine stabile. In beiden Fällen mindert das Nachdenken über die Veränderbarkeit des Grundrisses und eine mögliche Nachnutzung das Investitionsrisiko. Dem Modell „Familie mit leiblichen Kindern“ steht heute eine große Zahl anderer Lebensmodelle gegenüber.und Immobilienmarkt bedient darüber hinaus umfangreich sich ändernde Rahmenbedingungen. Nachhaltig nutzbare Grundrisse. langfristige Vermarktbarkeit des Wohnraums selbst. Dieses Risiko ist im Laufe der letzten Jahrzehnte im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierung gewachsen. Alle drei Entwurfsvarianten basieren auf einer Grundstruktur. die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderbarkeit meint nun allerdings nicht. Ein dritter Ansatz bezieht sich auf die äußere Flexibilität von Wohneinheiten. zum Beispiel gleichbleibender Wohnungsgröße. sondern gleichzeitig langfristig nachgefragt werden. der nach dem Single-Dasein Platz für heranwachsende Kinder bietet und im Anschluss die Abtrennung eines separaten Appartements für Service und Pflege gestattet. sondern wird von einer zusätzlichen Vielfalt an nutzerspezifischen Faktoren verursacht. deren Veränderbarkeit geplant wird und die durch den Nutzer und dessen Wohnverständnis individuell interpretiert werden kann. dass jede Wohnung ein „Alleskönner“ sein muss. können auf drei unterschiedlichen Entwurfsansätzen basieren.

Ein zentraler Zugang sowie die mittig angeordnete Erschließungszone gestatten. der durch eine variabel nutzbare Möblierung alle Wohnfunktionen parallel oder nacheinander im selben Raum aufnimmt. eventuell mehrfach zugängliche Räume entsprochen werden. jeweils eine freie Anordnung der Wohnfunktion durch den Nutzer. dass in ihrer Größe neutrale Raumangebote unterschiedliche Nutzungs­ szenarien eher bedienen als in Größe und Funktionsanordnung spezifische und hierarchisierte Raumkonzepte. Zusätzlich zum großzügigen Außenraum am Wohn. Gäste. Das Spektrum von nutzungsneutralen Grundrissen reicht von gleichwertigen Individualräumen. Die Individualräume sind zusätzlich zum individuellen Zugang vom Flur durch eine innere. an dem jeweils auch ein Sanitärbereich angeordnet ist. Unterschiedlichen Wohnbedürfnissen soll durch gleichwertige. Die Grundrissanordnung ermöglicht zum Beispiel eine Nutzung der Räume im Südosten als Arbeitsbereich. Die Geschosswohnungen in der Grieshofgasse in Wien [034] von Helmut Wimmer bestehen aus vier gleichwertigen Räumen. bis auf die fixierte Badzelle. die eine Mindestmöblierbarkeit für verschiedene Nutzungen zulassen. Beide Raumpaare werden über einen Flur erschlossen.und Essbereich wird den vier Individualräumen jeweils ein schmaler Austritt zugeordnet.Grundriss Nutzungsneutralität Mit nutzungsneutralen Grundrissen wird nicht nur auf pluralistische Nachfragen am Wohnungsmarkt reagiert. der auch den Empfang von Kunden gestattet. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Nachnutzung beziehungsweise Zweitnutzung dar. die durch Schiebewände voneinander getrennt werden können. Im Lebenszyklus einer Wohnung ändern sich zum Teil mehrfach die Bedürfnisse ihrer Bewohner. sondern ein zweiter wesentlicher Aspekt entscheidend berücksichtigt: Wohnen ist keine Momentaufnahme und eine Wohnung keine gebaute Bestandsaufnahme einer Lebensphase. Jeweils zwei gleichwertige Individualräume umschließen den kommunikativen Bereich der Geschosswohnungen am Steinacker in Zürich [033] von Hasler Schlatter Partner. . die ein stufenweises Zuschalten der Räume zum kommunikativen Bereich der Wohnung ermöglichen. Das Projekt [032] in Nüziders von Baumschlager Eberle basiert auf dieser Grundüberlegung. durch eine Wohngemeinschaft von drei Personen oder durch zwei Bewohner mit 90 Bedarf für zusätzliche Arbeits-. So ist zum Beispiel bei drei gleich großen Individualräumen und entsprechender Zonierung des Gesamtgrundrisses eine Nutzung durch eine Familie mit zwei Kindern.oder Hobbyfläche vorstellbar. an der Fassade angeordnete Erschließungsspur mit Schiebetüren verbunden. über eine gleichwertige Raumstruktur aller Wohnfunktionen bis zum Ein-Raum-Grundriss. Das Angebot folgt dabei der Auffassung.

Veränderbarkeit [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT) Wohnfläche 120.5 m² Individualräume 3 Orientierung II 91 .1 m² Außenraum 17 .

6 m² Individualräume 4 Orientierung II 92 .Grundriss [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 133.2 m² Außenraum 24.

2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung II 93 .Veränderbarkeit [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT) Wohnfläche 90.

Die Lage der Treppe sowie ein obligatorischer zweiter Zugang bei jeder Wohneinheit ermöglichen zudem eine spätere Trennung von Erdgeschoss und Obergeschoss in zwei separate Wohneinheiten. Das Projekt zeichnet sich durch einen hohen Grad an Grundrissvariabilität aus. der als experimenteller Wohnungsbau im Zuge der IGA ‘93 in Stuttgart entstand. Die zwei angebotenen Räume können dabei aufgrund ihrer jeweils zwei Zugänge in bis zu vier Räume unterteilt werden. Die Entwicklung von Flachdecken aus Stahlbeton. Die zum Teil umfangreichen baulichen Eingriffe führen häufig dazu. Auch in den Wohnungen der Siedlung Lessingstraße in Weimar [037] können zwischen fixen Betonschotten Trennwände variabel. Neben dieser statischen Unabhängigkeit bedarf es eines sinnvollen Erschließungssystems. Die an beiden Belichtungsseiten vorgelagerten Loggien garantieren jedem der vier Räume einen individuellen Außenbereich. in der Praxis häufig lediglich einmal statt und zwar zu Beginn der Nutzung. Lediglich der mittige Kern mit Sanitär.und Abstellfunktion sowie der Küchenanschluss wurden in den Geschosswohnungen in Leipzig von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner [036] fest eingebaut. Der Umbau der Struktur findet. Jahrhunderts eine gängige Bauweise (plan libre). Mit einer minimalen Raumaufteilung von drei beziehungsweise einer maximalen Unterteilung von neun Räumen weist die 120 m² große Wohnung eine hohe Leistungsfähigkeit auf. je nach Nutzerbedarf. ist seit dem Beginn des 20. wodurch sowohl ein offener Allraum als auch bis zu sechs kleine Zimmer in der 98 m² großen Wohnung möglich werden. gesetzt werden. 94 . war das Trennen beziehungsweise Zusammenlegen von Räumen. dass Grundrissvariabilität zum reinen Verkaufsargument verkommt. das dem Erstnutzer eine flexible. Sämtliche Innenwände können ansonsten durch den Nutzer frei positioniert werden. wenn überhaupt. damit alle Wohnfunktionen in sämtlichen Grundriss­ konstellationen zugänglich sind. langfristig sichere Investition vorhält.Grundriss Grundrissvariabilität Variabilität des Grundrisses meint die Anpassung einer Raumstruktur an geänderte Nutzerbedürfnisse durch das freie Verändern von Wandpositionen. der verschiedensten Wohnformen entsprechen kann. Mögliche Wandachsen sind über drei Anschlussmöglichkeiten von Trennwänden entlang der Fensterfronten vordefiniert. Ausgangspunkt des Entwurfs von Michael Alder [035]. die durch regelmäßig angeordnete Stützen und aussteifende Kerne eine freie und von der Statik unabhängige Raumkonfiguration ermöglichen. Ausgangspunkt dieser Anpassungsfähigkeit ist die Trennung von Tragwerk und Ausbaustruktur des Projekts.

6 m² Außenraum 25.2 m² Individualräume 1 - 2 Orientierung II 95 .Veränderbarkeit [035] Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE) Wohnfläche 79.

8 m² Außenraum 0.Grundriss [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße Leipzig (DE) Wohnfläche 97 .0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung III 96 .

Veränderbarkeit [037] Walter Stamm-Teske.6 m² Außenraum 12. Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE) Wohnfläche 119.0 m² Individualräume 3 - 6 Orientierung II 97 .

Diese Gliederung ermöglicht durch Öffnen oder Trennen der Individualraumfolge ein variables System aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen. Auch ohne diese Maß­ nahme bie­­ tet der Grundriss durch gleichwertige. sondern es bedarf einer kontinuierlichen Nutzerkoordination. Erschließungsund Kochschicht sowie einer weiteren Zimmerschicht mit separatem Zugang. Die Wohnungen basieren auf einer klaren Schichtung von Außenraum. Grundrissflexibilität zeichnet sich im Unterschied zur Grundrissvariabilität. Bei der dreigeschossigen Wohneinheit in der Siedlung Vogelbach [039] entsteht Grundrissflexibilität durch einen zweiten Zugang zur Wohneinheit im 2. 98 . Unter einer aktiven Einbeziehung der Bewohner in die Projektplanung realisierten ADP Architekten in Zürich [038] das Projekt Hellmutstraße. Anbauen oder Abtrennen von Räumen oder Gebäudeteilen. das heißt dem Versetzen von Trennwänden oder dem Öffnen beziehungsweise Schließen verschiebbarer Elemente. Dadurch können die Räume dieses Geschosses abgetrennt und separat genutzt werden. Dabei reichen nicht nur eingeplante bauliche Sollbruchstellen in der Gebäudestruktur. Zimmerschicht mit zwei Erschließungsspuren. dienender Schicht. Obergeschoss. Die Grundrisse beziehen ihre Anpassbarkeit also aus dem effektiven Zuschalten beziehungsweise Verzicht von Raum und Fläche. durch langfristige Veränderungsintervalle aus. Auf Kosten der einen kann eine andere Wohneinheit vergrößert oder verkleinert werden. Der Eingriff bedeutet bei vollständiger Trennung der beiden unteren Geschosse vom obersten Geschoss aller­ dings den Rückbau der Treppe sowie den nachträglichen Verschluss der Decken­ ebene. Zumindest im verdichteten Wohnungsbau fordert diese Veränderung immer Interaktion. nutzungsneutrale Räume sowie den zweiten möglichen Zugang ein hohes Maß an Nutzungsflexibilität. Zuschalten.Grundriss Grundrissflexibilität Grundrissflexibilität meint die Erweiterung oder Verringerung der Wohnfläche durch Zusammenlegung.

9 - 225.7 m² - 45.Veränderbarkeit [038] ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH) Wohnfläche 44.7 m² Außenraum 4.0 m² Individualräume 1 - 4 Orientierung II 99 .

6 - 119.Grundriss [039] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 39.0 m² Individualräume 2 - 4 Orientierung II 100 .2 m² Außenraum 0.

Orientierung 101 .

Den Haag (NL) 121 Dreiseitige Orientierung 108 [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Weilheim (DE) Einseitige Orientierung [050] Johannes Kaufmann Brugg. Dresden (DE) 112 Zweiseitige Orientierung [046] Norbert Post . Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße. Bezau (AT) [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Vierseitige Orientierung [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Basel (CH) 117 102 . Breda (NL) 104 Sonderformen Orientierung [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße.

Das Kapitel gliedert sich in fünf mögliche Orientierungsvarianten: Begonnen bei der vierseitigen Orientierung werden bis zur einseitig orientierten Wohnung die unterschiedliche Anzahl der Belichtungsseiten und die daraus resultierenden Grundrissabhängigkeiten dargestellt. Größe und Lage der Öffnungen hat damit nicht nur den Zweck der ausreichenden Belichtung. Gleichzeitig spielen die Themenfelder der Lüftung.beziehungsweise Wohnungstiefe als auch die grundlegende Disposition der Wohnfunktionen im Grundriss basieren zu einem entscheidenden Teil auf dem Orientierungsaspekt und der Anzahl der Belichtungsseiten. nach wie vor müssen sie aber überlegt angeordnet werden. Gerade Ressourcen sparende Energiestandards für Gebäude beruhen immer auch auf einer entsprechenden Ausrichtung der Gebäude selbst. Tag.beziehungsweise Wohnungstiefe und damit auf einzelne Grundrissentscheidungen hat also bereits einen nicht zu vernachlässigenden Anteil im städtebaulichen Entwurfsprozess. des Schallschutzes sowie des Sonnen.und Wärmeschutzes eine Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Orientierung. die die Standards des Massenwohnungsbaus mit ausreichend Licht. Sowohl die Gebäude.Orientierung Einleitung Die Wohnungsorientierung wird häufig im Zuge der städtebaulichen Konzeption eines Projekts festgelegt. gemeint. wurde das Raumprogramm eindeutig Himmelsrichtungen zugeordnet. Die Anzahl. In der Moderne. So ist es zum Beispiel angebracht. 103 .und Abendnutzung wenn möglich nach Südwesten zu orientieren. Ein weiteres Kapitel betrachtet neben der Orientierung von Wohnraum nach „außen“ verschiedene Sonderbelichtungsformen nach „innen“ .und Nachtbereich und damit monofunktionale Räume zum Wohnen und Schlafen wurden definiert. Luft und Sonne definierte. Mit der Fassadenplanung findet also die Auseinandersetzung des Entwurfs mit dem Übergang zwischen Privatheit der Wohnung zur Öffentlichkeit davor und umgekehrt statt. im Sinne des Ausblicks und des Einblicks. Das Wissen um die direkte Abhängigkeit der Orientierung und Gebäude. Gleichzeitg kann im seltensten Fall im städtischen Kontext von einer idealen Orientierung der zu planenden Wohngebäude ausgegangen werden. sondern beeinflusst die Art des Wohnens zu einem wesentlichen Teil. In deren Ergebnis stehen sowohl die Gebäudestruktur als auch die Gebäudeausrichtung fest. Heute ist die Nutzung der Räume multifunktionaler. kommunikative Bereiche aufgrund ihrer intensiveren Tages. Auch eine Inszenierung des Lichteinfalls und daraus resultierenden Schattenspiels kann zum Entwurfsgegenstand werden. Mit dem Grundrissaspekt Orientierung ist jedoch nicht nur eine ausreichende Versorgung aller Wohnräume mit Tageslicht. sondern auch der sorgfältig geplante Bezug zum Außenraum.

zwingende Funktionsanordnung im Grundriss entsteht. großzügige Öffnungen belichtet. Die allseitig orientierte Wohnung mit einem hohen Öffnungsanteil ist in vier zimmertiefe Grundrissbereiche unterteilt. Bei der Variante der Etagenwohnung wurden die einzelnen Wohnfunktionen rotierend um den Kern angeordnet. Die Öffnung im Obergeschoss entlang der Treppe sorgt für einen zusätzlichen Lichteinfall im Erdgeschoss.Grundriss Vierseitige Orientierung Die optimale Belichtung über vier Seiten garantiert eine freie Grundrissgestaltung. Aufgrund der zwei geplanten Eingangstüren kann die Wohnung auch als Zweispänner organisiert werden. Mit einem häufig hohen Öffnungsanteil und weniger massiven Außenwandflächen erfüllen diese Wohnungstypen das vermarktungsrelevante Qualitätskriterium nach lichtdurchfluteten Räumen. Dabei bietet die allseitige Orientierung die Chance. Lediglich die Treppe sowie im Erdgeschoss ein Sanitär. die als gestapelte Räume konzipiert wurden. Xaveer de Geyter organisiert die großzügige Geschosswohnung in Breda [042] um einen zentralen Erschließungskern aus Lift und Treppenraum. auch die häufig im Kern angeordneten dienenden Sanitärfunktionen können hier an die Fassade rücken. ohne dass eine bestimmte. reagieren mit großflächigen Öffnungen in jedem Geschoss unterschiedlich auf den städtischen Kontext. zweigeschossige Einfamilienhaus von Bauart [040] wird auf beiden Geschossen durch wenige.und Abstellbereich gliedern die ansonsten freien Geschossebenen. Gleichzeitig kann dieser Wohnungstyp nahezu Einfamilienhausqualitäten im barrierefreien Geschosswohnungsbau bieten und bedient damit individuelle Wohnwünsche bis ins hohe Alter. oder im verdichteten Wohnungsbau als Penthouse beziehungsweise als gestapelte Wohneinheiten geplant. das heißt Einfamilienhäusern. Das flächenoptimierte. die jeweils eine Wohnfunktion aufnehmen. Allseitig orientierte Grundrisse werden häufig in freistehenden Gebäuden. Der Erschließungsaufwand im verdichteten Wohnungsbau mit einer Wohnung je Geschoss ist dabei allerdings extrem hoch. 104 . alle Bereiche natürlich zu belichten. Lediglich im Bereich der Sanitärräume musste dabei ein zusätzlicher Erschließungsflur angeordnet werden. Daher werden Wohnungen mit allseitiger Orientierung vorwiegend im Luxussegment umgesetzt und angeboten. Die vier Gebäudemodule von Ryue Nishizawa in Tokyo [041]. Mit vier bewusst gesetzten Fenstern orientiert sich die Wohnung in alle vier Himmelsrichtungen.

0 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 Orientierung IV 105 .Orientierung [040] Bauart Architekten mobiler Standort Wohnfläche 66.

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 106 .Grundriss [041] Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP) Wohnfläche 77 .5 m² Außenraum 0.

Orientierung [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL) Wohnfläche 298.8 m² Individualräume 3 Orientierung IV 107 .8 m² Außenraum 21.

In der Geschosswohnung von pool Architekten [044] in Zürich wurden die Individualräume sowie der Sanitärbereich entlang der Wohnungstrennwand angeordnet.Über die vorgeschaltete Diele gelangt man in alle Räume. den Eingangsbereich und die Verkehrsflächen des Hauses auf. Die Öffnungen in der Längsseite der Gebäude lassen damit auch die natürliche Belichtung und Belüftung der Wohnfunktionen im Kern der Gebäude zu. Die zweite Schicht wird über die Individualräume gebildet und öffnet sich von Osten nach Westen in drei Himmelsrichtungen. das um eine zusätzliche Fassadenseite ergänzt wurde. Nach dem Betreten der Wohnung durch die beschriebene Raumschicht öffnet sich ein in drei Himmelsrichtungen orientierter kommunikativer Bereich. Die Individualräume sind nach Süden beziehungsweise nach Norden orientiert. Gerade bei der Grundrissorganisation des Doppelhauses ist oft die Verwandtschaft zum Reihenhaus zu spüren.und Orientierungsqualitäten wie eine allseitig belichtete Wohnung. Der private Außenraum setzt anschließend konsequent den kommunikativen Bereich nach außen fort. Obergeschoss wird diese Schicht bis an die Fassade geführt und natürlich belichtet. Im Souterrain und im 1. Sowohl die Souterrainräume als auch der Sanitärbereich im Erdgeschoss sowie die Kochecke können dadurch von Süden natürlich belichtet werden. um jeden Bereich natürlich zu belichten. Die innere Schicht nimmt dabei die längs liegende Treppe. Über die Gebäudeseiten werden die Individualräume natürlich belichtet. definieren Doppelhäuser ihre Brandwand und Abgrenzung zum Nachbarn. Die Küche sowie der Wohn. Die Positionierung der Wohnfunktionen im Grundriss mit drei möglichen Belichtungsseiten bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten. Die Öffnungsmöglichkeit nach drei Seiten bietet dabei ähnliche Belichtungs. 108 . Wo im verdichteten Wohnungsbau der Wohnungseingang angeordnet ist. die auf der Gliederung in zwei Längsschichten beruht. Großzügige Verglasungen versorgen den langgestreckten Raum mit Tageslicht. Die Doppelhäuser von Daniele Marques in Luzern [043] folgen einer klaren Grundrissstruktur. wodurch im Unterschied zum Reihenhaus tiefere Grundrisse möglich werden. Auch im Lukasareal in Dresden von Thomas Müller und Ivan Reimann [045] wird die Geschosswohnung zentral erschlossen.Grundriss Dreiseitige Orientierung Dreiseitig orientierte Wohngrundrisse sind häufig in Doppelhäusern oder als Kopfwohnungen von Wohnzeilen angewendete Wohnungstypen.und Essbereich orientieren sich zum privaten Außenraum in Richtung Westen. über klare Funktionsschichten bis zur Reihung der Wohnfunktionen entlang der Fassade.

5 m² Individualräume 4 Orientierung III 109 .5 m² Außenraum 38.Orientierung [043] Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH) Wohnfläche 183.

Grundriss [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Wohnfläche 82.0 m² Individualräume 2 Orientierung III 110 .0 m² Außenraum 34.

Orientierung [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Wohnfläche 81.7 m² Außenraum 19.8 m² Individualräume 2 Orientierung III 111 .

die Küche sowie ein weiterer Individualraum im Obergeschoss sind nach Norden orientiert. Gerade für nord-südorientierte Wohnungen stellt dies allerdings eine geeignete Grundrissorganisation dar. nord-süd-orientierte Reihenhaus in Herdecke von Post und Welters [046] wurde auf einer flächenoptimierten Grundfläche geplant und setzt sich aus zwei unterschiedlich tiefen Raumschichten zusammen. Die Tiefe von ost-westorientierten Wohnungen liegt üblicherweise bei 10 m bis 14 m. hat die jeweilige Orientierung wesentlichen Einfluss auf die Gebäudetiefe. Im Geschosswohnungsbau werden die beiden Öffnungsseiten von Wohnungen sowohl übereck als auch vis-à-vis angewendet. bietet dagegen den Raumsituationen nur eine Blickrichtung und Besonnungssituation. die über einen kommunikativen Bereich. Das zweigeschossige. Der Wohn- / Essbereich. der die gesamte Wohnungstiefe ausnutzt. Stehen zwei Belichtungsseiten zur Verfügung. Neben der Erschließung aus einem externen Treppenhaus können sie auch am Laubengang angeordnet werden. In Laufenburg entwickelten burkhalter sumi architekten [048] Geschosswohnungen. Hier können über zwei gleichwertige Besonnungsseiten die kommunikativen und individuellen Raumschichten zu beiden Seiten angeordnet werden. ein Individualraum sowie der Sanitärbereich orientieren sich nach Süden. Der Zugang und Erschließungsbereich. Die drei Individualräume sind nach Osten. In den Kopfwohnungen der Wohnanlage in Weilheim von Fink + Jocher [049] wird die Übereck-Situation für eine zweiseitige SüdOst-Orientierung des kommunikativen Bereichs genutzt. 112 . Parallel dazu wurden zwei Individualräume mit zwischengeschaltetem Sanitärbereich angeordnet.Grundriss Zweiseitige Orientierung Zweiseitig orientierte Wohnungen zählen im Neubau auch aufgrund einer in der Regel wirtschaftlichen Erschließung zu den am häufigsten geplanten Wohnungstypen. einen offenen kommunikativen Bereich über die gesamte Gebäudetiefe anzuordnen und diesen damit in zwei Himmelsrichtungen zu orientieren. Zweiseitig orientierte Wohnungen bieten die Möglichkeit. der Wohnund Essbereich nach Westen orientiert. Nord-süd-orientierte Wohnungen oder Gebäude haben aufgrund lediglich einer direkten Besonnungsseite meist eine geringere Gebäudetiefe (zwischen 7 m bis 10 m) als ost-west-orientierte. der Sanitärbereich ist im Kern angeordnet. gegliedert. erschlossen werden.und Küchenbereich aufnimmt. die den Sanitär. Die Alternative. Die ost-west-orientierte Wohnung von Delugan Meissl Associated Architects in Wien [047] wird durch eine mittig angeordnete Servicezone. Die Individualräume und der Kochbereich orientieren sich nach Osten. das heißt den individuellen Bereich und den kommunikativen Bereich jeweils an einer Belichtungsseite anzuordnen.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Wohnfläche 76.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 113 .0 m² Außenraum 9.Orientierung [046] Norbert Post .

0 m² Außenraum 14.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 114 .Grundriss [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Wohnfläche 93.

0 m² Außenraum 8.Orientierung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Wohnfläche 59.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 115 .

9 m² Individualräume 2 Orientierung II 116 .8 m² Außenraum 10.Grundriss [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße Weilheim (DE) Wohnfläche 90.

An sie grenzt eine Serviceschicht. die den Koch.Orientierung Einseitige Orientierung Wohneinheiten an Brandwänden oder mit kleiner Wohnfläche werden unter ökonomischen Aspekten vorzugsweise als einseitig orientierte Wohnungen geplant. einseitige Ausblick kann aber auch für besonders prominente Lagen gewünscht sein und entsprechend inszeniert werden. bei denen sich die Wohnfunktionen an der Fassade aufreihen. Ein zweiter Zugang neben der Erschließung des Flurs aus dem Treppenraum führt am Ende des Erschließungsraums in den halböffentlichen Hofbereich der Wohnanlage. In Paris konzipierte Francis Soler [051] zweigeschossige. Einseitig orientierte Geschosswohnungen basieren daher in der Regel auf langgestreckten Grundrissen. Auch die einseitig belichteten Geschosswohnungen von Herzog & de Meuron in Basel [052] werden über einen an der Brandwand angeordneten Erschließungsflur organisiert. die gegebenenfalls über Oberlichter natürlich belichtet wird. nach Nordwesten orientierte Brandwandwohnungen. Sie folgen dem klassischen Grundrisstyp des Hotelzimmers mit innenliegendem Sanitärbereich an der Zugangssituation und dem sich anschließend öffnenden Raum zum Schlafen und kurzfristigen Aufenthalt. Alle Wohnfunktionen wurden daran aufgereiht und sind zusätzlich durch eine Außenraumspur über die gesamte Wohnungslänge an der Belichtungsseite der Räume erneut verbunden. Für temporäre Wohn­ formen. die über die kurze Seite belichtet sowie erschlossen werden. über Oberlichter begegnet werden. Die Tiefe einseitig orientierter Wohnungen ist aufgrund der einen Öffnungsseite stark eingeschränkt. wird aus ökonomischen Grün­ den vorwiegend auf tiefe Wohnmodule zurückgegriffen. Dem Problem der fehlenden Querlüftungsmöglichkeit von einseitig orientierten Wohnungen kann. wie Hotels und Studenten­ wohnheime.und Sanitärbereich mit der dafür notwendigen Installation aufnimmt und sich zur kommunikativen beziehungsweise Individualraumschicht öffnet. Die einläufige Treppe ist entlang der Brandwand angeordnet. wenn möglich. Die rund 27 m² großen Zimmerboxen des Hotel Extension in Bezau von Johannes Kaufmann [050] werden über einen Laubengang erschlossen und orientieren sich ausschließlich nach Westen. Zur natürlich belichteten Raumschicht kann maximal in der unbelichteten Zone eine Erschließungsbeziehungsweise eine Servicespur aus dienenden Funktionen addiert werden. 117 . Der gerichtete.

2 m² Individualräume 1 Orientierung I 118 .Grundriss [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Wohnfläche 26.6 m² Außenraum 7 .

0 m² Individualräume 2 Orientierung I 119 .7 m² Außenraum 0.Orientierung [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Wohnfläche 77 .

Grundriss [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Wohnfläche 114.2 m² Außenraum 12.5 m² Individualräume 3 Orientierung I 120 .

Die Dachterrasse im letzten Geschoss bietet dagegen einen öffentlicheren Bezug zum Quartier. die den Innenhof als zentralen und wichtigsten Wohnbereich ausbilden. Im Obergeschoss ist zusätzlich jedem Indivi­ dualraum eine Dachterrasse zugeordnet. entstand jedoch seltener aus städtebaulichen Orientierungszwängen. Die viergeschossigen Back-to-Back-Häuser werden neben dem Patio zusätzlich einseitig durch kleine Fenster beziehungsweise Austritte belichtet. Es gibt allerdings auch Situationen. Die Wohnungen selbst werden direkt über den Aufzug erschlossen. die ein Patio generiert. Die kommunikativen Bereiche gruppieren sich um den Patio. der gerade im verdichteten Wohnungsbau ein wertvoller Rückzugsraum abseits der pulsierenden Öffentlichkeit ist. wie zum Beispiel Patios oder Innenhöfe eine ausreichende Versorgung der Wohnungen mit Tageslicht. Gleichzeitig entsteht ein introvertierter Außenraum. Aus der frühen Geschichte sind Atrium. gut belichtet werden. Der heterogene und dichte Kontext der Wohn­ arche in Wien von Walter Stelzhammer [054] führte zur Konzeption eines mehrgeschossigen introvertierten Patiogebäudes. Die langgestreckten Wohneinheiten mit einer Tiefe von 5 m werden über den privaten Innenhof erschlossen.Orientierung Sonderformen Orientierung Gerade im innerstädtischen Wohnungsbau mit teilweise schwierigen Belichtungssituationen ermöglichen erst zusätzliche Belichtungsformen. Herzog & de Meuron können die Geschoss­ wohnungen in einer rund 25 m tiefen Baulücke in Basel [053] nur mithilfe eines Patios im zentralen Wohnbereich ausreichend belichten. Die bewusste Abgrenzung der Öffentlichkeit und ausschließliche Ausrichtung nach innen sollte dabei vor allem die Privatsphäre der Bewohner schützen und reagierte auf die klimatischen Bedingungen. Im 1. in dem auch ein kleiner privater Außenbereich angeordnet ist. in denen ausschließlich eine Belichtung über einen Innenhof möglich ist beziehungsweise der Nutzerwunsch nach einem introvertierten Wohnmodel existiert. Die zwei Individualräume orientieren sich zur Stadt in südwestlicher Richtung. Hinter der geschlossenen Außenwand an der Wohnungsrückseite ist die Fluchttreppe des Gebäudes angeordnet. Letztendlich übernimmt der zentrale Patio mit einer Grundfläche von 6 x 3 m die Hauptbelichtung der Wohnung. 121 . Die zweigeschossigen Gebäude der Teppichsiedlung „Patio-Island“ von MVRDV im Vinex-Areal in Ypenburg [055] werden ausschließlich über einen Patio belichtet. Entlang der nach Südosten vollständig verglasten Fassade sind alle Wohnfunktionen angeordnet. Tiefe NordSüd-Grundrisse können so durch eine zweite Südfassade. Obergeschoss wird der Wohnhof zum introvertierten Außenbereich der Bewohner.und Hofhäuser bekannte Wohntypologien.

Grundriss [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Wohnfläche 115.7 m² Individualräume 2 Orientierung I. Patio 122 .2 m² Außenraum 2.

Patio 123 .Orientierung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Wohnfläche 162.3 m² Individualräume 3 Orientierung I.6 m² Außenraum 53.

7 m² Individualräume 4 Orientierung Patio 124 .Grundriss [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Wohnfläche 144.4 m² Außenraum 164.

Geschossigkeit 125 .

Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Eingeschossige Wohnungen [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. Wien (AT) Mehrgeschossige Wohnungen [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Gifu (JP) 128 131 126 . Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata.

zudem wird der Erschließungsaufwand unverhältnismäßig hoch. Das Ziel ist dabei weniger ein Angebot von wechselnden Niveaus. sondern vielmehr eine baulich wirksame Zonierung der Funktionsbereiche. Die einschränkte Nachhaltigkeit in der Nutzung mehrgeschossiger Wohnungen durch die Notwendigkeit einzelner Steigungen beziehungsweise einer Treppe zur Erschließung der Geschosse sollte in der Entwurfsphase daher eine entscheidende Rolle spielen. Ab einer bestimmten Wohnungsgröße ist allerdings eine ausreichende Belichtung aller Wohnfunktionen auf einer Ebene problematisch.Geschossigkeit Einleitung Neben der Größe sowie dem Zonierungstyp spielen bei der Entscheidung für die Geschossigkeit einer Wohnung unter anderem die Gewichtung von Barrierefreiheit gegenüber der Umsetzung vertikaler Raumbeziehungen und verschiedener Wohnniveaus eine Rolle. Inwieweit drei. die Möglichkeit der vertikalen Raumbeziehung sowie das Erlebnis von Ausblick. sollte entwurfsspezifisch abgewägt werden. 127 . Dabei muss unter anderem der Aufwand der zusätzlich notwendigen externen Erschließung zur Größe des Gesamtprojekts einkalkuliert werden.und Austrittmöglichkeiten auf unterschiedlichen Geschossebenen. wird die mehrgeschossige Raumqualität häufig durch die Einschränkung der Veränderbarkeit des Grundrisses selbst erkauft. Unterschiedliche Geschosse und Niveaus innerhalb einer Wohnung sollten jedoch nicht unter Vernachlässigung des Aspekts der Barrierefreiheit geplant werden. das heißt mehrgeschossige Wohnformen. Mehrparteienhäuser bestehen vorrangig aus Geschosswohnungen und zweigeschossigen Maisonettes. Daher muss hier die Synergie gesucht werden. Da das Bauelement Treppe als starres Gefüge die Veränderung der Grundrissstruktur zu einem wesentlichen Teil verhindert. Das Verteilen der Wohnfunktionen auf eine oder auf mehrere Ebenen steht jedoch auch in einer Abhängigkeit zur Bauform und dem gewählten externen Erschließungstyp. Der konstruktive Aufwand von Niveauveränderungen in Geschosswohnungen wird dabei für das gesamte Gebäude wirksam und beschränkt sich nicht nur auf eine einzelne Wohneinheit.und mehrgeschossige Wohneinheiten in diesem Gebäudetyp noch wirtschaftlich sind. Niveauveränderungen sind allerdings auch im Geschosswohnungsbau ein angemessenes Mittel der Raumgestaltung. wobei die entstandenen Niveaus zusätzlich durch unterschiedliche Geschosshöhen charakterisiert werden können. Im Vergleich zur eingeschossigen Wohnung bieten Maisonettes. Dagegen ermöglicht die Funktionsverdichtung von kleinen Wohneinheiten selten eine optimierte Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche auf mehreren Geschossebenen und der zusätzlich notwendige Flächenbedarf für das Treppenelement widerspricht der angestrebten kompakten Grundrisslösung.

Dadurch wird in der ansonsten offen konzipierten Wohnung eine klare Zonierung möglich. Die Kapitel Zonierung und Erschließung beschreiben dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten und deren Besonderheiten. Mittels einer Rampe sowie einer langgezogenen Treppe im zentralen Grundrissbereich kann dieser Höhensprung vom Nutzer überwunden werden. als Loggia der Wohnung umgewidmet werden. sondern folgen einer vielfältigen Vernetzung. neben der Qualität der Grundrissstruktur selbst. Die Qualität der Grundrissgestaltung eingeschossiger Wohnungen beruht neben der Grundrissdimension und -struktur auf der Disposition der einzelnen Wohnfunktionen und deren Orientierung. Die ähnlich großen Raumbereiche sind nicht spezialisiert beziehungsweise funktional linear angeordnet. Der erhöhte Bereich kann dem Rückzug dienen. Im städtischen Kontext findet diese Gebäudeform. 128 .Grundriss Eingeschossige Wohnungen Ein wesentlicher Aspekt für die Vermarktbarkeit von eingeschossigen Wohnungen ist. Der Standort und Gebäudekontext stellen zudem wichtige Entscheidungskriterien dar. Mit bodengleichen Fens­ tern kann zusätzlich jeder Raum. Bereits erwähnt wurde die Möglichkeit. durch unterschiedliche Geschossniveaus beziehungsweise Geschosshöhen auch eingeschossige Wohnungen räumlich zu differenzieren. wodurch beispielsweise eine größere Geschosshöhe den kommunikativen Bereich einer Wohnung im Vergleich zu den individuellen und dienenden Bereichen räumlich betont. der am Laubengang anliegende ist öffentlicher und lässt bewusst die Kommunikation mit dem Erschließungsraum zu. Eingeschossige Wohnungen können selbstverständlich auch freistehend geplant werden. Im Luxussegment sind das Penthouse oder die Etagenwohnung im Sinne des privaten Geschosses entsprechend erfolgreiche Konzepte. jedoch selten Anwendung.und Pavillongebäude realisiert. je nach Nutzerwunsch. die Lage der Wohnung im Gebäude. gerade im Siedlungsbau werden häufig eingeschossige Hof. Breite Schiebetüren in Querrichtung sowie Falttüren in Längsrichtung der Wohnung ermöglichen dabei ein flexibles Zusammenschalten der einzelnen Raumschichten. Das Projekt „Miss Sargfabrik“ in Wien von BKK-3 [057] zeichnet sich durch eine Niveauveränderung innerhalb der Geschosswohnung aus. Die oberen Etagen eines Gebäudes können in der Regel aufgrund ihrer Aussicht sowie einer zunehmenden Privatheit der Erschließungsbereiche besser vermarktet werden. Das Grundrissprinzip der Geschosswohnung in Graz von Riegler Riewe [056] beruht auf einem hohen Grad an Nutzungsneutralität. unter anderem aufgrund ihrer geringen Dichte.

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 129 .5 m² Außenraum 0.Geschossigkeit [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße Graz (AT) Wohnfläche 66.

Grundriss [057] BKK-3 Goldschlagstraße Wien (AT) Wohnfläche 94.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 130 .2 m² Außenraum 0.

das 1. die sämtliche Wohnfunktionen der beiden Geschosse zu einem offenen. Obergeschoss nehmen drei Individualräume und zugeordnete Sanitärräume auf. In Gifu [060] schaltete Kazuyo Sejima gleichgroße Raummodule zu einer zweigeschossigen. Die mehrgeschossigen Wohnbereiche bieten nicht nur verschiedene Raumqualitäten innerhalb der Wohnung. Er sollte eindeutig den Öffentlichkeitsgrad der zu erschließenden Ebene definieren und darüber die Benutzbarkeit dokumentieren.Geschossigkeit Mehrgeschossige Wohnungen Die Anordnung der Wohnfunktionen auf mehreren Geschossen erlaubt das Aus­ bilden von Galerieebenen. Im Erdgeschoss sind die kommunikativen Bereiche angeordnet. sondern ermöglichen vertikale Sicht. Ohne vertikale Raumverbindungen organisiert Joachim Wendt das dreigeschossige Einfamilienhaus in Darmstadt [059]. Gerade Flächenoptimierungen führen jedoch häufig zu mehrgeschossigen Wohneinheiten ohne das Erlebnis der vertikalen Raumverbindung. was einen tieferen Lichteinfall im unteren Geschoss ermöglicht. da über mehr als zwei Geschosse verbundene Bereiche im seltensten Fall eine sinnvolle Grundrissgestaltung erlauben. fließenden Raum zusammenschließen.und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Funktionen. 131 . Die 19 m tiefe. welche Einflussgrößen die Mehrgeschossigkeit der Wohneinheit begründen und inwieweit diese in der Raumstruktur ablesbar sein sollen. Zueinander versetzte Geschosse (SplitLevel) oder einzelne erhöhte Bereiche stellen alternative Entwurfsansätze dar. Alle Raummodule sind über einen Laubengang in jedem Geschoss unabhängig voneinander erschließbar. Mehrgeschossige Raumgefüge müssen sich nicht zwingend nur durch gestapelte Vollgeschosse auszeichnen. Grundsätzlich stellt die zweigeschossige Verbindung von Räumen die am häufigsten angewendete Lösung dar. An beiden Belichtungsseiten sind Galerieebenen angeordnet. Die überhohen beziehungsweise mehrgeschossigen Bereiche können dabei sowohl an der Fassade angeordnet werden. der durch Art und Lage der zweiläufigen Treppe ohne Störung der Bewohner des Zwischengeschosses erreichbar ist. Eine Brücke im Obergeschoss dieses Moduls erlaubt dabei die Kommunikation zwischen den Ebenen. oder zentral im Sinne einer Empfangsoder Verteilerhalle. versetzten Wohneinheit zusammen. Hier sollte gewichtet werden. Obergeschoss der private Außenraum in Form einer Dachterrasse. zweigeschossige Maisonnettewohnung in Amsterdam von Bosch Architecten [058] ist als offener Grundriss organisiert. Zusätzlich befindet sich im 2. Im zweigeschossigen Eingangsmodul wird auch die Funktion der Küche aufnommen. Zusätzlich zum Luftraum hat der Treppentyp Einfluss auf die Verbindung zwischen den Ebenen. und 2.

Grundriss [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Wohnfläche 104.0 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 132 .

5 m² Individualräume 3 Orientierung IV 133 .Geschossigkeit [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Wohnfläche 142.5 m² Außenraum 37 .

Grundriss [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Wohnfläche 61.0 m² Außenraum 12.5 m² Individualräume 2 Orientierung II 134 .

Zonierung 135 .

Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße.P . Walter Ramseier Hohlstraße. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Baden (CH) 138 143 136 .D. Zürich (CH) [064] A. Horizontale Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Zürich (CH) Vertikale Zonierung [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Kaiserslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße.

137 . dienende Bereiche von bedienten zu unterscheiden und den räumlichen Zusammenhang der einzelnen Bereiche entsprechend ihrer Nutzung zu planen.Zonierung Einleitung Die Zonierung von Wohngrundrissen. Es gilt also sämtliche Funktionen des Wohngrundrisses in einer sinnvoll nutzbaren Struktur anzuordnen. die bei mehrgeschossigen Wohnungen alleine durch die Anordnung der einzelnen Wohnfunktionen auf mehreren Ebenen vielfältiger ausfallen. Zuletzt stehen der gesellschaftlichen Individualisierungstendenz tradierte Wohnvorstellungen entgegen. Hierzu bieten differenzierte Raumangebote in einer Wohnung geeignete Lösungsansätze. Hobbyraum etc. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierenden Wohnwünsche stehen heute in Teilen der geschilderten Grundrisszonierung entgegen. Eine gelungene Grundrisszonierung zeichnete sich lange dadurch aus. übt als Grundrissaspekt wesentlichen Einfluss auf die Benutzbarkeit einer Wohnung aus. wobei nicht nur die Stellung der kommunikativen Zonen zu den individuellen Räumen gemeint ist. Zum anderen führt der Wunsch nach nutzungsneutralen Räumen. Im besten Fall waren Individualräume direkt und ohne ein Queren der kommunikativen Bereiche vom Wohnungseingang aus zugänglich. Gerade die Lage der Sanitärbereiche und des Wohnungseingangs spielen für die Leistungsfähigkeit von Wohnungen eine entscheidende Rolle. die den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit der einzelnen Bewohner im seltensten Fall gerecht werden. dass Individualräume ungestört und entkoppelt von den kommunikativen Bereichen angeordnet wurden. Zum einen widerspricht die Erschließungssituation der gegenwärtig nachgefragten offenen Grundrisstypen dem ungestörten Zugang zum Individualbereich. dass die Widmung als ungestörter Individualraum mit entsprechender Anordnung im Grundriss weniger streng ist. die sowohl als privater Rückzugsraum als auch als Büro-. Gerade bei nichtfamiliären Wohnformen wird der private Rückzugsraum immer häufiger als voll funktionsfähiges Miniappartment mit eigenem Sanitärbereich und teilweise sogar mit eigenem Kochbereich konzipiert. sie findet in einer Vielzahl der Beispiele integriert aus dem kommunikativen Bereich statt. Hier gilt es die Multifunktionalität der Individualräume innerhalb der Grundrissanordnung zu fördern und gleichzeitig ungestörte Rückzugsoptionen zu erhalten. Besonders bei Geschosswohnungen spielt die Zonierung des Wohngrundrisses eine übergeordnete Rolle. Zonierung entspricht zu einem großen Teil dem Ordnungsprinzip des Grundrisses. genutzt werden können. dazu. das heißt das Bilden von Funktionszonen mit gleichen Eigenschaften und Anforderungen. Der Zugang zum Sanitärbereich sollte aus den Individualräumen ohne das Durchqueren der kommunikativen Zonen möglich sein.

Die horizontale Zonierung steht dabei in enger Abhängigkeit zur Orientierung. werden drei Individualräume und zwei Sanitärbereiche erschlossen. Die Entwicklung weg von Wohngrundrissen mit einem differenziertem Raumangebot zu Grundrisstypen mit einem offenen kommunikativen Wohn- / Essbereich. Jedem Individualraum wird zusätzlich ein voll ausgestatteter Sanitärraum zugeordnet. die jeweils an einer Belichtungsseite angeordnet werden. Die Wohnung wird über ihren offenen. zu erschließen. der zusätzlich seine Privatheit über eine um zwei Stufen verringerte Raumhöhe gegenüber dem kommunikativen Bereich dokumentiert. die die historische Entwicklung des Wohnungsbaus beschreibt und dabei auf eine räumlich wirksame Trennung von Tag. die Küche sowie die Garderobe auf und trennt gleichzeitig die tiefe Raumschicht vom Erschließungsflur. Durch die Anordnung der Flurbereiche am Patio werden beide 138 Erschließungsräume natürlich belichtet und können so weitere Funktionen übernehmen. Die Lage und Dimension der Küchenzeile ermöglicht in der Geschosswohnung von A.und Gemeinschaftsräume. Theo Hotz bildet in Zürich [061] getrennte Funktionsbereiche aus. der zudem häufig Erschließungsraum ist. bedeutet für die Zonierung der Wohnungen eine zusätzliche Herausforderung. ohne Queren des kommunikativen Bereichs. zwei versetzt angeordnete Individualräume ungestört. .und Nachtnutzung zielt. kommunikativen Bereich erschlossen.P in Zürich [064]. Die Wohnung im Pflegerinnenareal in Zürich [063] von Gigon/Guyer Architekten folgt einer klaren Grundrissstruktur. Dazwischen nimmt eine eingestellte Funktionsschicht die Sanitärfunktionen. Die klassische Funktionstrennung mittels Diele oder Flur. Burkard Meyer Architekten organisieren die Geschosswohnung in Baden [062] um den mittig angeordneten externen Erschließungsraum. Die Individualräume sind entlang eines schmalen Flurs im Rücken des Eingangsbereichs angeordnet. das heißt zu den möglichen Belichtungsseiten der Wohnung. Jeweils an den Belichtungsseiten liegen die Individual. der zusätzlich die Rückzugsmöglichkeit der einzelnen Bewohner fördert. ist heute oftmals aufgehoben. um sowohl für das Wohnmodell im Familienverband als auch für das nichtfamiliäre Wohnen ein langfristiges Angebot darzustellen. der vom Hauptflur abgetrennt wurde. Von einem zweiten Erschließungsbereich. Die Wohnungstiefe wird in vier unterschiedlich tiefe Zonen geglie­ dert.D.Grundriss Horizontale Zonierung Die Organisation der Wohnfunktionen auf einer Ebene erfolgt im Regelfall durch Flure oder im offeneren Grundrisstypus durch eingestellte Serviceboxen. Andere Mittel müssen für eine geringstmögliche Störung zwischen kommunikativem und individuellem Bereich sorgen. die die Trennung der Individualbereiche von den kommunikativen Zonen ermöglichen.

Patio 139 .Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Wohnfläche 110.5 m² Außenraum 11.5 m² Individualräume 3 Orientierung II.

1 m² Außenraum 22.4 m² Individualräume 4 Orientierung IV 140 .Grundriss [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Wohnfläche 135.

0 m² Außenraum 76.Zonierung [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 173.0 m² Individualräume 5 Orientierung III 141 .

7 m² Individualräume 3 Orientierung III 142 . Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Wohnfläche 119.D.0 m² Außenraum 14.Grundriss [064] A.P .

Koch. Eine andere Möglichkeit lässt vertikale Raumverbindungen zu und erfordert dann jeweils zusätzlich eine horizontale Zonierung der Geschossebenen. Die vertikale Verteilung der Bereiche kann dabei auf unterschiedlichen Lösungsansätzen basieren. von dem aus eine einläufige Treppe direkt in das Obergeschoss führt. Eingangsbereich.und Essfunktionen auf. zwischen Erdgeschoss und 1. um ein dauerhaftes Stören der Bewohner zu vermeiden. Im unteren Geschoss sind die beiden Individualräume durch zwei vorgeschaltete Sanitärbereiche vom Eingangs. bei der eine Wohnung über den kommunikativen Bereich erschlossen wird und in den darüberliegenden Geschossen die Individualräume angeordnet werden. Eine klassische Anordnung. Hier muss im Entwurf besonderes Augenmerk auf der Anordnung der Treppe liegen. Die Erlebbarkeit des mehrgeschossigen Wohnens geht bei dieser geschossweisen Zonierung allerdings häufig verloren. Zum einen können alle kommunikativen Funktionen auf einem Geschoss gebündelt und die Individualräume auf einem weiteren Geschoss angeordnet werden. Auch die Lage der einzelnen Funktionen im mehrgeschossigen Wohnungsbaustein gilt es zu prüfen.beziehungsweise Wohnbereich. in der sämtliche Individualräume.Zonierung Vertikale Zonierung Bei mehrgeschossigen Wohnungen können die Funktionsbereiche auf verschiedene Geschosse verteilt werden.und Ess. nach Norden ausgerichtet. Nach Süden sind alle drei Geschosse kommunikativ und offen geplant. Gleichzeitig zoniert die Servicebox den quadratischen Grundriss in Koch. Das zweigeschossige Einfamilienhaus in Ennetmoos [065] von Ken Architekten ­ basiert auf einem kommunikativen Erschließungsgeschoss und einem darüberliegenden Individualraumgeschoss. Die zweigeschossige Wohnung in Baden [067] wird über ein kleines Entree erschlossen. Eine eingestellte Box nimmt im Erdgeschoss die einläufige Treppe. 143 . hat zumindest bei einer Dachnutzung den Nachteil. Dieses nimmt die Wohn-.und Küchenfunktionen auf. Obergeschoss sind sie zudem über eine Galerie verbunden. Eine quer gestellte Treppe teilt das dreigeschossige Reihenhaus am Betzenberg [066] in zwei Grundrisszonen. geschossverbindendes Element wahrgenommen wird. liegt an deren Lage und dem verwendeten Treppentyp. Zwei Galeriesituationen im Obergeschoss verbinden die Geschosse visuell und akustisch. das Gäste-WC sowie Abstell.und Erschließungsbereich entkoppelt und bieten eine ungestörte Rückszugsmöglichkeit. Küche und Sanitärbereich liegen. dass die private Außenraumfläche auf dem Dach nicht aus dem kommunikativen Bereich erschlossen wird. Ob die Treppe als eindeutige Grenze oder als offenes. Im umgekehrten Fall wird über das Individualraumgeschoss die kommunikative Ebene erschlossen. Dabei wird eine Raumschicht.

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 144 .Grundriss [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Wohnfläche 175.5 m² Außenraum 0.

3 m² Individualräume 1 Orientierung II 145 .0 m² Außenraum 34.Zonierung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Wohnfläche 200.

6 m² Individualräume 2 Orientierung II 146 .1 m² Außenraum 25.Grundriss [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Wohnfläche 140.

Wohnfunktionen 147 .

Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Mainz (DE) 150 155 159 163 148 . Shizuoka (JP) Dienende Bereiche [075] blauraum Architekten Bogenallee. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. Zürich (CH) [080] 03 München Nackstraße. Sydney (AU) Zusätzliche Bereiche [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Kawagoe (JP) Kommunikative Bereiche [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Individuelle Bereiche [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße.

Über die elementaren Wohnfunktionen hinaus gibt es eine Reihe von zusätzlichen Funktionen. jedoch ermöglicht die Wandlung des Wohnens zum Konsumprodukt die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Funktionsanforderungen und damit ein enormes Entwurfspotenzial. Spielen. Schlafen. Möblierung. Orientierung und vielem mehr in vordefinierten Konfigurationen fixieren. Eine weitere besondere Position in diesem Zusammenhang nimmt der private Außenraum ein. die in den Wohngrundriss integriert werden und häufig den individuellen Charakter der Wohnung herausbilden. Dies mag aus der Sicht des am Minimum orientierten Wohnungsbaus der Nachkriegszeit noch notwendig erscheinen. zum Beispiel Essen. wie zum Beispiel Küche. Die einzelnen funktionalen Wohnungsanforderungen sind dabei letztendlich immer gleich. Arbeitszimmer und so weiter. der eine Teilmenge der einzelnen Funktionen im Freien abbildet und aufgrund seiner besonderen Bedeutung für den Wohnungsbau auch in einem eigenen Kapitel erörtert wird. Mindestabständen. Eine Ausnahme bildet die Erschließung. die innerhalb einer Wohnung verrichtet werden. im Entwurfsprozess von einzelnen Funktionsbereichen statt Räumen zu sprechen. Über die Entwicklungsgeschichte des Wohnungsbaus haben sich dabei Konventionen entwickelt. Im Zuge der veränderten Arbeitswelt finden zum Beispiel entsprechende Funktionsbereiche bei der Grundrisskonzeption verstärkt Berücksichtigung und besondere Hobbys werden nicht mehr nur im Kellergeschoss versteckt. Im Wesentlichen lassen sich die Funktionen in kommunikative. nur die unterschiedliche Gewichtung und Interpretation bildet das Spektrum für den individuellen Entwurf. Aufgrund dieser begrifflichen Vorbelastung erscheint es sinnvoll. Schlafzimmer. 149 . sondern bilden logische Konfigurationseinheiten. die diese Räume hinsichtlich Größe. sondern als wesentliche Wohnfunktion und Gestaltungselement entdeckt. individuelle und dienende Funktionsbereiche gliedern. Selbst der Begriff des „Raumprogramms“ impliziert die Verknüpfung der einzelnen Funktionen mit dem spezialisierten Raum. Arbeiten. die gewissermaßen als Rückgrat die einzelnen Funktionen miteinander verknüpft und deswegen gesondert betrachtet werden muss. so dass der Begriff zunehmend komplexer verstanden wird und nur noch reduziert als „Programm“ sämtliche Anforderungen an die Wohnung repräsentiert. Im Allgemeinen werden diese einzelnen Tätigkeiten unmittelbar mit einem speziell dafür gewidmeten Raum gleichgesetzt.Wohnfunktionen Einleitung Mit dem Begriff Wohnfunktionen sind letztendlich die einzelnen Tätigkeiten gemeint. Kommunizieren. Reinigen. Die einzelnen Funktionen stehen nicht unvermittelt nebeneinander.

eine Momentaufnahme seiner Lebenssituation als Grundrisskonfiguration zu fixieren. kommunikativen Bereich ausgelagert. Die räumliche Zuordnung der Individualräume zu den Sanitärräumen ist ein wesentliches Merkmal um die Privatheit innerhalb der Wohnung zu gewährleisten. Diese. Beim „Naked House“ [071] thematisiert Shigeru Ban die Individualräume in besonderer Weise.Grundriss Individuelle Bereiche Der Individualbereich wird selten so genannt. desto größer fällt im Allgemeinen der private Rückzugsbereich aus. Beim Projekt „Vier Gleichen“ [069] von Walter Stamm-Teske und AFF Architekten sind die Individualbereiche innerhalb des Einfamilienhauses ähnlich eines Schlafwagenabteils zugunsten der kommunikativen Flächen optimiert. Arbeits. Bei kleineren Wohnungen wird die Privatsphäre des Individualbereichs häufig nur durch ein Möbel in Form eines Regals oder Schranks hergestellt wie zum Beispiel beim „Wohnhaus für Betagte“ [068] von Peter Zumthor. Über einen eigenen Sanitärbereich ist jeder Bewohner relativ autark. aus dem traditionellen Familienbild stammenden Raumkonfigurationen. Allgemein kann man behaupten. 150 . prägen bis heute die allermeisten Wohngrundrisse. dass der Anspruch an einen spezifisch ausgeprägten Individualbereich mit zunehmendem Alter steigt. Das Spektrum der konkreten Umsetzung reicht von der offenen Integration in den Grundriss bis zum fast unabhängigen Appartement (zum Beispiel Einliegerwohnung) innerhalb der Wohnung. Je geringer die Bindung. Beim Studentenwohnheim [070] von Fink + Jocher gruppieren sich vier gleichwertige und relativ große Individualräume um die mittlere kommunikative Zone. Gerade in der Auseinandersetzung mit einem spezifischen Nutzer besteht das Risiko. meistens findet man ihn unter der Bezeichnung Elternschlafzimmer oder Kinderzimmer. indem diese als bewegliche Raumzellen frei in den kommunikativen Raum gestellt werden. Eine nachhaltige Betrachtung ermöglicht ganz andere Entwurfsansätze. Automatisch stellen sich damit die konventionellen Bilder und die damit verbundenen Raumkonfigurationen ein.und Spielflächen sind in den gemeinschaftlichen. Gleiches gilt für den Grad der persönlichen Bindung der Bewohner untereinander. Jeder Bewohner des Hauses erhält eine gleichwertige Rückzugsmöglichkeit. Längst haben sich jedoch die Lebensformen pluralisiert und auch innerhalb von Familien­ strukturen ist die gewohnte Raumkonfigu­ ration kritisch zu hinterfragen.

0 m² Außenraum 7 .Wohnfunktionen [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Wohnfläche 47 .0 m² Individualräume 1 Orientierung II 151 .

AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Wohnfläche 147 .Grundriss [069] Walter Stamm-Teske.0 m² Außenraum 109.0 m² Individualräume 5 Orientierung IV 152 .

2 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 153 .Wohnfunktionen [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Wohnfläche 87 .4 m² Außenraum 32.

5 m² Außenraum 34.Grundriss [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Wohnfläche 107 .2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 154 .

offenen Raum.Wohnfunktionen Kommunikative Bereiche Im Allgemeinen wird das „Wohnen“ oder das Wohnzimmer mit einer kommunikativen Funktion in Verbindung gebracht. Im Rahmen von Musterbauten für die Betonindustrie entstand der Wohnbau [072] von Adolf Krischanitz. Um einen zentralen Wohnraum gruppieren sich alle weiteren Wohnfunktionen.und Möblierungskonfigurationen hinterfragt. hier empfängt man Gäste. Einige innovativere Ansätze setzen sich mit der Thematik der neuen Esskultur auseinander und stellen die Essund Kochsituationen stärker in den Mittelpunkt des Geschehens. Die Gestaltung der kommunikativen Bereiche ist häufig die zentrale Motivation der Entwurfsarbeit und charakterbildend für die Wohnung. Hi-Fi-System) seine Entsprechung findet. Einer der Individualräume ist über eine Galerie mit dem Wohnraum verbunden. selten werden die Raum. dass das „Wohnen“ in Form einer Sitzgruppe und häufig einer Art Schrankwand mit den obligatorischen Medien (TV. so stellt man fest. Die Erschließung wird ebenfalls häufig zur räumlichen Erweiterung des Kommunikationsbereichs mit einbezogen. Reflektiert man die Einrichtungsstandards. Erneut bemerkt man den unterbewussten Einfluss der Wohntraditionen. Es ist ein Beispiel für die explizite Thematisierung der kommunikativen Wohnfunktionen. Diese Wirkung wird insbesondere durch die spezielle Tragkonstruktion ermöglicht. Das „Picture Window House“ von Shigeru Ban [074] bündelt sämtliche kommunikativen Funktionen zu einem großzügigen. hier repräsentiert sich die Wohnung. das Spektrum reicht von der völligen Trennung bis zur zentralen Thematisierung. In diesem Zusammenhang findet man auch oft die Funktion des Essens in Form einer größeren Tischgruppe. Die Integration der Funktion des „Kochens“ in diesen Bereich wird relativ unterschiedlich gehandhabt. Die privaten Wohnbereiche befinden sich im darüberliegenden Geschoss. Andere Beispiele fokussieren die medialen Komponenten und richten dahingehend die Möblierung aus. Der kommunikative Bereich bildet gleichzeitig den öffentlicheren Teil der Wohnung. 155 . Bei der „Unité d’habitation“ in Marseille [073] inszeniert Le Corbusier den kommunikativen Wohnbereich als überhohen Raum über zwei Geschosse.

Grundriss [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Wohnfläche 97 .0 m² Außenraum 8.1 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 156 .

Wohnfunktionen [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Wohnfläche 95.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 157 .7 m² Außenraum 13.

Grundriss [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Wohnfläche 276.7 m² Individualräume 4 Orientierung Il 158 .2 m² Außenraum 51.

In vielen Ländern. indem über die gesamte Wohnungstrennwand eine leistungsfähige Schrankschicht konzipiert wurde. die sogar eine Küchenzeile mit einschließt. Ehemals als Abort häufig außerhalb der Wohnung platziert. ab welcher Nutzeranzahl ein weiteres WC. 159 . Eine viel diskutierte Frage ist die notwendige Anzahl voneinander unabhängiger Sanitärbereiche.Wohnfunktionen Dienende Bereiche Zu den dienenden Bereichen einer Wohnung zählen im Wesentlichen die Sanitärräume und Abstellbereiche. Bei der Wohnanlage in Sydney [077] von Engelen und Moore wird die Abstell-Problematik thematisiert. Die Bereiche für das Abstellen und Lagern innerhalb einer Wohnung kommen häufig zu kurz. wie im vorangegangenen Kapitel bereits erwähnt. auf jeder Ebene einen Sanitärbereich vorzufinden. besteht häufig der Wunsch. verstärkt dem kommunikativen Bereich zugeordnet. wie zum Beispiel den USA. Das Kochen wird. ist ein begehbarer Kleiderschrank längst Standard und gewinnt auch in Europa beim Grundrissentwurf an Bedeutung. Bei Wohnungen. Dusche et cetera sinnvoll wird. wie zum Beispiel beim Projekt [076] von Atelier 5. die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Beim Hamburger Projekt [075] von blauraum Architekten wurde aus einem bestehenden Bürogebäude ein Wohnungsbau entwickelt. Das Lagern von Nahrungsmitteln ist angesichts einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit sämtlicher Waren ein Relikt aus vergangenen Tagen. wandelt sich dieser Bereich unter dem Einfluss eines zunehmenden Körperbewusstseins zu einer wichtigen Funktion. Es ist ein gutes Beispiel für eine typische Konfiguration aus vollwertigem Bad mit Dusche und Wanne sowie einem zusätzlichen WC. zum Beispiel für Gäste. Der Umgang mit dem Sanitärbereich hat sich in der historischen Entwicklung des Wohnungsbaus wesentlich verändert. So besteht die Frage. Gerade in Mehrfamilienhäusern fehlt oftmals ein ausreichender Stauraum im Keller. Damit wird eine unabhängige Nutzung der Etagen bis hin zur Nutzung als Einliegerwohnung ermöglicht. so dass Kinderwagen. Fahrräder und Getränkekisten nur schwer untergebracht werden können. also das Reinigen und Lagern. Das Spektrum reicht von der kompakten Nasszelle bis zum goßzügigen Wellnessbereich.

Grundriss [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Wohnfläche 105.7 m² Außenraum 10.6 m² Individualräume 3 Orientierung Il 160 .

6 m² Außenraum 25.1 m² Individualräume 4 Orientierung Il 161 .Wohnfunktionen [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Wohnfläche 121.

Grundriss [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Wohnfläche 107 .2 m² Außenraum 8.3 m² Individualräume 2 Orientierung Il 162 .

werden immer professioneller ausgelebt und entwickeln sich teilweise bis zur gewerblichen Nutzung. der vollständig dem Eingangsbereich zugeordnet ist. Gerade bei möglichem Kundenverkehr ist dabei die separate oder zumindest von der übrigen Wohnung weitestgehend ungestörte Erschließung eine wesentliche Anforderung. der vielfältige Funktionen vom Gästezimmer bis zum Arbeitsraum erfüllen kann. multifunktionaler Raum gewünscht. Häufiger wird jedoch ein zusätzlicher. Hier wäre beispielsweise eine Büronutzung mit gelegentlichem Kundenverkehr vorstellbar. die in den Wohngrundriss mit eingebunden werden können. aber im gleichen Gebäude. Diese zusätzlichen Funktionen können von so zentraler Rolle für den Entwurf sein. Durch die veränderte Arbeitswelt und eine vollständige Vernetzung ist beispielsweise ein Heimarbeitsplatz eine häufige Option. Da die unmittelbare Verbindung von Arbeitswelt und privater Welt häufig als problematisch eingestuft wird. Ähnliches gilt auch für den Freizeitbereich. Beim Projekt von Max Dudler [079] wurde aus der Reihe der Individualräume ein weiterer Raum entwickelt.Wohnfunktionen Zusätzliche Bereiche Neben den klassischen Wohnfunktionen gibt es verschiedene zusätzliche Funktionen. Beim Maisonette-Grundriss des Büros 03 München [080] steht die zusätzliche Wohnfunktion immer noch im Zusammenhang mit der übrigen Wohnung. Zahlreiche zusätzliche Nutzungen vom unabhängigen Büro über die Unterbringung einer nahestehenden und gegebenenfalls pflegebedürftigen Person bis hin zu einer professionellen Pflegekraft sind vorstellbar. temporär genutzt werden können. wird jedoch vollständig getrennt erschlossen. bei denen zusätzliche Räume losgelöst von der Wohnung. so dass aufgrund der Lage im Erdgeschoss Kundenverkehr gut möglich ist. Hobbys. dass sie beispielsweise wie bei einem Atelierhaus den gesamten Wohnungsentwurf prägen und die grundlegenden Wohnfunktionen in den Hintergrund treten lassen. Die Privatheit der übrigen Wohnung bleibt gewährleistet. Beim Wohngrundriss von Rapp + Rapp [078] wurde der Wohnung ein vollständiger Einliegerbereich zugeordnet. werden verstärkt flexible Konzepte entwickelt. da die Anforderungen an die räumlichen Dimensionen eines Arbeitsraums im Allgemeinen vergleichbar mit denen eines Individualraums sind und daher einer gleichwertigen Ausprägung wenig im Wege steht. Auch das Thema der Nutzungsneutralität spielt hier eine Rolle. ehemals in Kellerräumen provisorisch betrieben. 163 .

0 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 164 .Grundriss [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Wohnfläche 102.0 m² Außenraum 0.

Wohnfunktionen [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Wohnfläche 96.5 m² Außenraum 9.2 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 165 .

2 m² Außenraum 31.6 m² Individualräume 2 Orientierung I 166 .Grundriss [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Wohnfläche 82.

Erschließung 167 .

Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Horizontale Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Zürich (CH) Vertikale Erschließung [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße. Köln (DE) 170 175 168 . Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße.

Dies ist für die Funktionsverteilung von besonderer Bedeutung. wodurch die Bewegungsabläufe innerhalb des Grundrisses vervielfacht werden. Bei der Konzeption der Erschließung können unterschiedlichste Strategien verfolgt werden. Ebenso besteht jedoch die Option der mehrfachen Erschließung. Die Wahl der Erschließungstypologie und auch deren Änderung im Entwurfsprozess haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Grundrisskonzeption. Die Klarheit einer Grundrissgliederung kann betont oder bewusst komplex angelegt werden. Grundsätzlich wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Erschließung unterschieden. Im Allgemeinen definieren Erschließungssysteme innerhalb einer Wohnung einen Anfangs. An dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Privatheit „der Adresse“ ist es wesentlich. Erschließungsräume können automatisch in bestimmte Richtungen weisen oder diese versperren. Gerade im städtischen Kontext ist die sorgfältige Gestaltung dieser Pufferzone von besonderer Bedeutung. beginnend bei der optimierten monofunktionalen Widmung über die Erweiterung zu selbstständigen Aufenthaltsbereichen bis hin zur grundriss­ prägenden Inszenierung wie man dies zum Beispiel bei den Enfiladen gründerzeitlicher Grundrisse erleben kann. über die repräsentativen und funktionalen Anforderungen nachzudenken. Die Erschließungsthematik beinhaltet auch die Eingangssituation der Wohnung. Bei keiner anderen Grundrisskomponente wird das eingangs erwähnte Bild des Grundrisses als oszillierendes Gefäß deutlicher. Das Erschließungssystem bildet gewissermaßen das Skelett oder Gefäßsystem des Wohngrundrisses. 169 .Erschließung Einleitung Mit Erschließung wird die interne Verknüpfung der einzelnen Funktionsbereiche einer Wohnung bezeichnet. Die räumliche Ausprägung der Erschließung öffnet ein Spektrum unterschiedlicher Gestaltungsansätze. Erschließungssysteme können unterschiedlich präsent sein und damit zum Beispiel die privateren und öffentlicheren Wohnbereiche kennzeichnen. Funktional findet hier im Wesentlichen ein Wechsel von Kleidung und das Abstellen verschiedenster Utensilien bis hin zum Kinderwagen oder Fahrrad statt.und einen Endpunkt.

der unter enormem wirtschaftlichem Druck stattfand. Bei den Stadtvillen von Kollhoff & Timmermann [082] im Malchower Weg in Berlin wurde das klassische Thema der Diele als Erschließungsform wieder aufgegriffen. In der historischen Entwicklung ist vor allen Dingen die Diele als Erschließungselement im Wohnungsbau wiederzufinden. dass die Erschließung der privateren Wohnbereiche (Individualräume) auch möglich ist. Je höher die Anzahl der zu erschließenden Funktionsbereiche oder Räume. Bei Wohnungen mit mehreren Bewohnern und damit unterschiedlichen Bedürfnissen gilt es darauf zu achten. desto ausgeprägter die Erschließungsthematik. Der kommunikative Zentralraum dient gleichzeitig als Verteiler. Entlang des gut belichteten Flurs reihen sich die Individualräume und münden in den großzügigen kommunikativen Bereich. kann jedoch in unterschiedlicher Form ausgeprägt sein. Ähnlich wie bei vielen Entwürfen von Mies van der Rohe wird der offene Grundriss lediglich durch Wandscheiben gegliedert. die den klassischen Flurtyp repräsentieren. das aufgrund der dadurch entstehenden Störungen jedoch nur für eine geringe Nutzeranzahl sinnvoll erscheint.Grundriss Horizontale Erschließung Die horizontale Erschließung ist fester Bestandteil jeder Wohnung. 170 . der durch einen ebenso großzügigen Balkon ergänzt wird. Bei Wohnungen mit geringer Nutzeranzahl kann eine punktuelle beziehungsweise in die kommunikativen Wohnfunktionen integrierte Erschließung sinnvoll und ökonomisch sein. Ein Prinzip. Diese Widmung eines eigenständigen und wichtigen Raumes weist auf die repräsentative Bedeutung hin. Im Zuge des Massenwohnungsbaus der Nachkriegszeit. Die Erschließung der einzelnen Wohnbereiche erfolgt unmittelbar über die anderen Wohnfunktionen. Die Diele bietet gleichzeitig ausreichend Abstellmöglichkeiten. Beim Wohnhaus in der Forsterstraße in Zürich [084] von Christian Kerez wird das Thema der Erschließung in besonderer Weise inszeniert. Bei Alvar Aaltos Projekt für die IBA ‘57 in Berlin [083] wird die Erschließung zum eigentlichen Thema der Wohnung. Die Erschließung definiert die Wegeführung durch die Wohnung. Bei der Wohnsiedlung in Riehen realisierte Michael Alder unter anderem langgestreckte Geschosswohnungen [081]. Untergeordnete Nebenflure ermöglichen eine unabhängige Erschließung der Individualbereiche. ist dieser repräsentative Charakter in den Hintergrund getreten. Statt dessen wurde die Erschließung häufig auf einen knapp dimensionierten Flur reduziert. Eine ungestörte Zuwegung der kommunikativen und individuellen Wohnbereiche ist gewährleistet. ohne die kommunikativen Wohnbereiche zu durchqueren.

Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 112.5 m² Außenraum 18.7 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 171 .

6 m² Außenraum 6.6 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 172 .Grundriss [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Wohnfläche 67 .

8 m² Außenraum 10.Erschließung [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Wohnfläche 83.0 m² Individualräume 3 Orientierung Il 173 .

0 m² Außenraum 113.9 m² Individualräume 3 Orientierung IV 174 .Grundriss [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Wohnfläche 186.

Bei der Staffelung der Wohnung in Form zueinander versetzter Ebenen (SplitLevel) wird die Integration der Treppe im Raum besonders deutlich. Zwei grundsätzliche Dispositionen der Treppe im Grundriss sind möglich. dem Antritt und dem Austritt. Im Allgemeinen werden die einzelnen Ebenen über eine Treppe miteinander verbunden. Bei einer Split-Level-Erschließung werden die Wohngeschosse räumlich stärker miteinander verbunden. Eine Ausnahme bilden nord -süd-orientierte Grundrisse. zweiläufigen und dreiläufigen Treppen differenzieren. 175 . wird jedoch im Zusammenhang mit der Renaissance der städtischen Reihenhäuser und damit der Vielgeschossigkeit von Wohnungen wieder diskutiert. Die Kombination verschiedener Treppentypologien in einem Grundriss führt häufig zu einem enormen Flächenverbrauch und ist nur unter bewusster Verwendung sinnvoll.Erschließung Vertikale Erschließung Die vertikale Erschließung dient der Verbindung mehrerer Wohnebenen und kann verschieden ausgeprägt sein. wie zum Beispiel beim Projekt [088] von Rijnvos Voorwinde Architecten. Die Erschließung über wohnungsinterne Aufzüge ist relativ selten zu finden. Die dreiläufige Treppe bei den Doppelwohnhäusern von dmsw [087] spannt die Mittelzone zur Diele auf und wird durch ein Oberlicht zusätzlich in Szene gesetzt. Am häufigsten ist eine zentrale Lage im geringer belichteten Teil der Wohnung. die entweder zur Inszenierung des Themas oder aus Gründen der Barrierefreiheit Berücksichtigung findet. Neben der Lage im Grundriss entscheidet vor allem die Geometrie der Treppe über ihre Bedeutung im Grundriss. Beim Reihenhausprojekt in Darmstadt [085] wird das dreigeschossige Gebäude durch eine quergestellte Treppe erschlossen. Gestalterisch bieten sich zwei Strategien an: Die erste versucht die Treppe als Bestandteil der Gebäudestruktur zu betrachten. seltener ist die Positionierung an den Außenwänden. die zweite erklärt die Treppe zum eigenständigen. möbelartig in den Grundriss eingestellten Objekt. Eine effiziente Erschließung kann über eine Kaskadentreppe ereicht werden. Unabhängig von der Geometrie kann die Treppe in die Wohnfunktionen integriert sein oder als davon unabhängiges Element gestaltet werden. bei denen die Nordseite häufig relativ geschlossen ausgeführt wird. Die Treppe wird wie beim Projekt [089] zum räumlichen Bestandteil. Eine Ausnahme bildet die Erschließung über Rampen. Neben verschiedenen freien Formen kann man grundsätzlich zwischen einläufigen. Die zweiläufige Treppe eignet sich dahingegen für kompakte und schmale Grundrisse in besonderer Weise wie beim Projekt [086]. Die Gebäudebreite ergibt sich aus der Lauflänge.

Grundriss [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Wohnfläche 122.0 m² Außenraum 29.5 m² Individualräume 4 Orientierung Il 176 .

81 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 177 .1 m² Außenraum 8.Erschließung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Wohnfläche 124.

1 m² Individualräume 5 Orientierung Ill 178 .9 m² Außenraum 53.Grundriss [087] dmsw Architekten Albertinenstraße Berlin (DE) Wohnfläche 154.

Erschließung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Wohnfläche 85.4 m² Außenraum 5.8 m² Individualräume 3 Orientierung II 179 .

Grundriss [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Wohnfläche 220.0 m² Außenraum 67 .0 m² Individualräume 4 Orientierung Il 180 .

Privater Außenraum 181 .

Zürich (CH) Introvertierter Außenraum [094] Roland Rainer Mittelpromenade. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße. La Roche. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Schedler Architekten Kanzleistraße. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Extrovertierter Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Osaka (JP) 184 189 182 . Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße.

4000 m²) zur Selbstversorgung zur Verfügung stehen sollte. Historisch betrachtet entwickelte sich die Thematik aus einer städtebaulichen Grundsatzdiskussion über das richtige Verhältnis von Landschaft zur Stadt. so dass gekoppelt mit anderen positiven Faktoren die urbanen Standorte derzeit eine Renaissance erfahren. um eine weitere Vermietbarkeit zu gewährleisten. 183 . Damit entwickelt sich die eigentlich zusätzliche Funktion zu einer der zentralen Fragen des Wohnungsbaus. Eine grundsätzliche Kategorisierung soll über den Nutzungscharakter in extrovertierte und introvertierte Außenräume erfolgen. Während bei der Gartenstadt noch die Nutzung des Gartens zur Selbstversorgung im Vordergrund stand.Privater Außenraum Einleitung Die Entwicklung des Wohnungsbaus ist eng verknüpft mit der Frage nach dem notwendigen Maß des umgebenden Außenraums. bei der jedem Wohngebäude eine Fläche von einem „acre“ (ca. Die gegenteilige Situation im Berlin der Gründerzeit mit Wohnblockstrukturen in extremer Dichte führte zu Reformansätzen. die Aspekte von beiden Kategorien beinhaltet. So wird auch im Entwurf der private Außenraum zu einem der zentralen Entwurfsgeneratoren. zumal er einen wesentlichen Einfluss auf die plastische Erscheinung des Gesamtgebäudes hat. Dies ist jedoch nur möglich. Aus der Feststellung. Diese Aussage gilt auch für Außenräume. Dabei geht es zum einen um die großmaßstäbliche. wenn sowohl im Bestand als auch im Neubau ein qualitätsvolles Angebot an privatem Außenraum zur Verfügung gestellt wird. dass auch bei der Sanierung des Gebäudebestands die Ergänzung beziehungsweise Erweiterung des privaten Außenraums eine wesentliche Aufgabenstellung ist. So schienen für viele zunächst nur die suburbanen Agglomerationen von Einfamilienhäusern den Bedarf nach ausreichend Außenraum zu befriedigen. lässt sich die These aufstellen. dass ein Wohnungsbauentwurf ohne die Berücksichtigung dieser Thematik durchaus als unbrauchbar eingestuft werden muss. So plädierte beispielsweise Frank Lloyd Wright in seinem Buch „Broadacre City“ für eine offene Besiedelung der USA. Durch die vielerorts extrem schlechte städtebauliche Planung dieser Gebiete wurde jedoch selten die notwendige Privatheit erreicht. bei denen eine vernünftige Möblierbarkeit nicht gewährleistet ist. hat sich der private Außenraum heute zu einer reinen zusätzlichen Wohnfunktion entwickelt. die in der Gartenstadtbewegung oder den städtebaulichen Visionen Le Corbusiers mit punktuellen Verdichtungen innerhalb großzügiger Parkanlagen ihren Ausdruck fanden. Die Vernachlässigung der Stadt als Wohnstandort in den letzten Jahrzehnten steht in engem Zusammenhang mit dem Angebot an qualitätsvollem privaten Außenraum. städtebauliche Dimension und zum anderen um den privaten Außenraum als unmittelbaren Bestandteil der Wohnung. Wie häufig gibt es dabei eine Schnittmenge.

Bei dem Projekt im Kapellenweg von Baumschlager Eberle [090] wurde der private Außenraum als Loggia an der Gebäudeecke platziert. Beispiele. In den häufigsten Fällen orientieren sich die privaten Außenräume zur ruhigeren Innenseite und wenden sich damit von der Stadt ab. Das Fassadenthema wird zugunsten eines einheitlichen Erscheinungsbilds weitergeführt. 184 . Hier wurde eine großzügige Terrasse der Wohnung als Eingangssituation vorgelagert.Grundriss Extrovertierter Außenraum In unseren Breiten wird der private Außenraum in den häufigsten Fällen extrovertiert angeordnet. sondern das Verhältnis zum öffentlichen Raum gemeint. Der aus dem Einfamilienhaus abgeleitete unmittelbare Bezug zum Garten und seine meist als Terrasse ausgeprägte bauliche Erscheinung ist gewissermaßen der Urtyp des privaten Außenraums. die als Balkone und Loggien in unterschiedlichsten Formen ausgeprägt sind. Die Dimension der Loggia entwickelt sich klar aus der Grundrissstruktur. Neben dieser baulichen Ausprägung spielt im städtischen Kontext die Orientierung eine weitere Rolle. Die Privatheit wird durch das dazwischenliegende Treppenhaus gewährleistet. Aus der Typologie des Geschosswohnungsbaus bildet sich eine weitere Gruppe von Außenräumen. Zentrales Thema beim extrovertierten Außenraum ist jedoch die Gewährleistung einer maximalen. Dabei ist in erster Linie nicht die Himmelsrichtung. Beim Wohnhaus in der Choriner Straße in Berlin von Popp Planungen [091] wurden die beiden Belichtungsseiten vollständig verglast. Das turmartige Gebäude in der Kanzleistraße in Zürich [092] wird durch eine besondere Wohnung im Dachgeschoss abgeschlossen. die das Element des Außenraums ausschließlich bauplastisch einsetzen. Dies entsteht aus dem unmittelbaren Bedarf nach einer optimalen Besonnung. der Wohnung entsprechenden Privatheit. Die geringe Tiefe der Balkon­­ schicht wird durch eine niveaugleiche Ebene im Inneren kompensiert. Die letzte Gruppe bilden die Dachterrassen. Zwei großzügige Dachterrassen jeweils zur Stadt und zur Blockinnenseite werden zum gestaltprägenden Merkmal des Grundrisses. Der private Außenraum entwickelt sich entsprechend über die gesamte Gebäudebreite. die ähnliche Qualitäten wie Gartenterrassen aufweisen und durch die Entdeckung des Flachdachs als nutzbare Fläche insbesondere durch Le Corbusier gefördert wurden. Grundsätzlich stehen drei Typen von privaten Außenräumen zur Verfügung. vernachlässigen diesen Aspekt häufig. Eine besondere Form von privatem Außenraum wurde bei dem Züricher Projekt in der Sihlamtstraße [093] realisiert.

0 m² Individualräume 2 Orientierung II 185 .6 m² Außenraum 8.Privater Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Wohnfläche 80.

4 m² Außenraum 16.Grundriss [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Wohnfläche 74.5 m² Individualräume 1 Orientierung Il 186 .

La Roche.6 m² Außenraum 36. Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Wohnfläche 90.Privater Außenraum [092] Hauenstein.2 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 187 .

9 m² Außenraum 38.7 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 188 .Grundriss [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Wohnfläche 96.

der die einseitige Orientierung des Gebäudes und die damit schwierigen Belichtungsvrhältnisse kompensieren sollte. Die meist L - förmige Anordnung der Gebäude bildet dabei automatisch den Außenraum aus. Sämtliche Öffnungen orientieren sich zum Innenhof.Privater Außenraum Introvertierter Außenraum Private Außenräume. Eine extreme Haltung zur Stadt entwickelte Tadao Ando bei seinem städtischen Reihenhaus in Osaka [096]. Bei höheren Gebäuden ist diese Art von Außenraum nur im Dachgeschoss beziehungsweise bei Maisonettewohnungen maximal in den beiden obersten Geschossen sinnvoll.und Atriumhäusern oder Patiowohnungen. Bei städtebaulichen Konzeptionen mit hoher Dichte und niedriger Geschossigkeit hat dieser Typ von Außenraum eine hohe Verbreitung. um das darunterliegende kommunikative Geschoss ausreichend zu belichten. Eine bis auf den Eingang fensterlose Fassade präsentiert sich zur Stadt. bezeichnet man als introvertierte Außenräume. Auch bei dem Großsiedlungsprojekt in Puchenau [094] findet das Prinzip Verwendung. Als Bodenbelag des Patios verwendete er Glasbausteine. Josep Lluis Mateo entwickelte für sein Amsterdamer Projekt [095] einen zweigeschossigen Patio. Viele der Siedlungsentwürfe von Roland Rainer setzten sich mit dem Thema der absoluten Privatheit durch einen introvertierten Außenraum auseinander. Nur wenige Belüftungsfenster richten sich nach außen. Großzügige Glasflächen öffnen sich um den Innenhof. 189 . die innerhalb der Wohnung oder des Gebäudes integriert sind. In unseren Breiten resultiert die Introvertiertheit aus dem Wunsch nach der vollständigen Privatheit des Außenraums. wo nicht die unmittelbare Besonnung im Vordergrund steht. sondern der private Außenraum als verschatteter Bereich auch zur Klimatisierung und Belüftung beitragen soll. Diese radikale Haltung ist das Resultat aus der extremen Dichte der Stadt und wird als bewusster Kontrast eingesetzt. Gerade in städtischen Ballungsräumen mit hoher Dichte und entsprechenden Emissionen kann die extrovertierte Disposition unbefriedigend sein und eine introvertierte Konzeption eine spannungsvolle Alternative für die Entwurfskonzeption darstellen. Diese Ausprägung ist vor allen Dingen im Mittelmeerraum vorzufinden. wie beispielsweise bei Hof. das heißt die einzelnen Räume können nur über diesen offenen Zwischenraum betreten werden. Dabei wird der private Außenraum gleichzeitig als Erschließung genutzt.

Innenhof 190 .4 m² Individualräume 4 Orientierung I.0 m² Außenraum 50.Grundriss [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Wohnfläche 135.

7 m² Außenraum 43.7 m² Individualräume 3 Orientierung I.Privater Außenraum [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Wohnfläche 128. Patio 191 .

Grundriss [096] Tadao Ando Osaka Bay Street Osaka (JP) Wohnfläche 68.7 m² Individualräume 2 Orientierung Patio 192 .5 m² Außenraum 15.

Konstruktion 193 .

Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Münsingen (CH) Gebäudetechnik [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Baukonstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Nimes (FR) 196 200 194 .

Konstruktion Einleitung Die konstruktive und gebäudetechnische Logik eines Wohnungsentwurfs ist ein wesentlicher Aspekt. einen enormen Kostenanteil am Gesamtprojekt ausmacht. wie zum Beispiel die Raumdimensionen innerhalb der Wohnung. Dies führt trotz prinzipieller Machbarkeit jedoch im Allgemeinen zu äußerst unwirtschaftlichen Ergebnissen. Am Markt existieren zahlreiche Produkte. die einerseits den geforderten Standards genügen. erscheint als wichtige Voraussetzung für den gelungenen Entwurf. dass auf den ersten Blick auch eine konstruktiv unabhängige. da gerade die Gebäudestruktur. andererseits jedoch eigene konstruktive Abhängigkeiten produzieren. Die Baustoffqualitäten und Konstruktionsweisen sind heutzutage so weit entwickelt. ist der materialgerechte Entwurf. Neben der konzeptionellen Optimierung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den zu verwendenden Bausystemen und Baustoffen unumgänglich. soll anhand von konstruktiven beziehungsweise gebäudetechnisch optimierten Grundrissen dargestellt werden. Eine davon unabhängige Planung ist prinzipiell möglich. jedoch wird schnell die Abhängigkeit zum Grundriss klar. führt jedoch zu einer unwirtschaftlichen Ausnutzung des Materials und hohem Anpassungsund damit Zeit. Ein weiterer Anspruch. die eine gewisse Flexibilität aufweisen. die im Wohnungsbau für das Konstruktionssystem maßgebend sind. also der Rohbau. Beispiel hierfür sind eine Vielzahl von Fertigteilen und Baustoffen mit eigenen Maßabhängigkeiten oder sogar eigenen Modulordnungen wie zum Beispiel beim Mauerwerk.und Kostenaufwand. Gerade in größeren. 195 . zusätzlicher gewerblicher Nutzung und einer Tiefgarage wird dieser Aspekt deutlich. Vieles ist grundsätzlich machbar. Die sorgfältige Analyse der einzelnen Anforderungen ist daher die Grundlage für die Entwicklung von Koordinationsschemata. wie zum Beispiel die wirtschaftliche Anordnung der PKW-Stellplätze. hybriden Gebäuden mit vielfältigen Wohnungstypen. wenn nicht sogar der wesentliche. Zunächst könnte man davon ausgehen. die nur geringe Toleranzen gestatten. und andere. Dass die Entwurfskonzeption maßgeblich von diesen Parametern beinflusst werden kann. die die technischen und konstruktiven Anforderungen möglichst synergetisch zu einem optimierten Gebäudeentwurf führen. dass dieser Parameter aus den Überlegungen für das Gesamtgebäude und weniger aus der einzelnen Wohnung resultiert. Dabei gibt es Parameter. aber die logischen Abhängigkeiten und Möglichkeiten des jeweiligen Materials zu nutzen. auf die einzelnen Nutzungsbereiche optimierte Planung möglich erscheint und die Notwendigkeit zur Koordinierung der einzelnen maßlichen Anforderungen in den Hintergrund tritt. Auch wenn im Wohnungsbau die Rasterfrage keine so große Rolle spielt wie bei der Entwicklung von Bürogebäuden. so gibt es doch eine Vielzahl von Abhängigkeiten.

Grundriss Baukonstruktion Einer der wichtigsten baukonstruktiven Parameter ist die wirtschaftliche Dimensionierung der Deckenkonstruktion.und Gestaltungszwecken frei entworfen werden. Die Grundkonstruktion des Gebäudes besteht aus einem Skelettbau. Klare. Das Projekt [098] von Diener & Diener basiert konstruktiv auf der typischen holländischen Tunnelschalbauweise und erhebt diese gleichzeitig zum Thema des Entwurfs. Dieses Prinzip hat sich zum Beispiel im holländischen Wohnungsbau als Standard etabliert. Weitgehend unabhängig von der gewählten Bauweise liegen die wirtschaftlichen Spannweiten bei circa 6 m. Bei dem Wohnhaus Schärer [099] wurde das Stahlbausystem „Mini“ verwendet. Dies hat unmittelbaren Ein­ fluss auf die Grundrissgestaltung. versuchte in unterschiedlichsten Gebäudedimensionen konstruktiv vollständig durchentwickelte Bausysteme zu etablieren. Die Fassade trägt zunächst nur sich selbst beziehungsweise wird zur Aussteifung des Gebäudes herangezogen und kann nach Belichtungs. Fritz Haller. Die Tragrichtung der Decke ist bei additiven Bauweisen. wie zum Beispiel dem Holzbau. Trotz eines quadratischen Baukörpers folgen die tragenden Wände ausschließlich einer Richtung. Bei Betonkonstruktionen besteht über mögliche komplexe Bewehrungsstrukturen eine geringere Einschränkung. bei denen er die Möglichkeiten seines „plan libre“-Konzepts untersucht. 196 . Der Grundriss reagiert teilweise auf das Stützenraster und spielt sich gleichzeitig in anderen Bereichen bewusst frei. Die Grundrissgestaltung ordnet sich diesem Prinzip unter. um wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Der Entwurf der nichttragenden Bauteile ist unter Berücksichtigung der Qualitätsstandards (insbesondere Schallschutz) weitgehend frei. oder Fertigteilkonstruktionen in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Parameter. koordinierende Rasterstrukturen definieren die mögliche Lage der raumteilenden Elemente. Die Immeuble Clarté in Genf von Le Corbusier [097] ist eines von vielen Projekten. vor allen Dingen bekannt durch sein Regalsystem USM. Aus konstruktiver Sicht sollten eventuelle Treppen der Tragrichtung folgen. so dass die Lastabtragung meist entlang der unbelichteten Wohnungstrennwände erfolgt. Über vorgefertigte Tunnelschalungselemente sind dort Raumbreite und Höhe weitgehend vorbestimmt und schränken damit den entwerferischen Handlungsspielraum deutlich ein. Städtische Gebäude weisen häufig eine zweiseitige Orientierung auf.

6 m² Außenraum 19.Konstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Wohnfläche 197 .3 m² Individualräume 3 Orientierung II 197 .

0 m² Individualräume 2 Orientierung Il 198 .Grundriss [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Wohnfläche 102.0 m² Außenraum 10.

4 m² Außenraum 56.2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 199 .Konstruktion [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Wohnfläche 173.

die gebäudetechnischen Lösungsansätze. die gerade im Zuge der energetischen Optimierung von Gebäuden zunehmend eingesetzt werden. frühzeitig zu betrachten und zu integrieren. dass ohne erkennbaren Grund von diesem Prinzip abgewichen wird und Sonderlösungen gefunden werden müssen. die Räume mit besonderen Anforderungen an die Gebäudetechnik sowohl in der Vertikalen als auch Horizontalen zu bündeln und über einen gemeinsamen Schacht die Ver. aber nur wenige Lösungen ökonomisch und technisch sinnvoll sind. wobei auch hier ökonomische Lösungen vorzuziehen sind. Die Positionierung der Gebäudetechnik ist dabei nicht nur für den ursprünglichen Grundrissentwurf interessant. gefolgt von der Wasserversorgung. Einen wesentlichen Ansatzpunkt zum Umgang mit der Gebäudetechnik im Entwurfsprozess liefert die Vergegenwärtigung der Dimensionen der einzelnen Medien. dass es sinnvoll ist. Die nächste Kategorie bilden die Bauteile zur Abwasserentsorgung. insbesondere die Lage der vertikalen Schächte. im darüberliegenden Geschoss hingegen ein „konventioneller“ Grundriss mit außenliegendem Bad entwickelt. desto sorgfältiger sollte die Abhängigkeit zu anderen Räumen und Bereichen im Grundriss studiert werden. Beim sozialen Wohnungsbau von Jean Nouvel [101] wurde die Lage des Schachts für die Haustechnik präzise gesetzt.Grundriss Gebäudetechnik Selbst der absolute Laie weiß. Die Praxis zeigt jedoch. dass vieles machbar. Im dargestellten Grundriss wird auf der Erdgeschossebene eine Box platziert. Abwasser und Strom sind auf den Kernbereich konzentriert. Die Elektroversorgung nimmt aufgrund der geringen Querschnitte nur wenig Einfluss auf die Grundrissgestaltung. 200 . Je größer die gebäudetechnischen Bauteile sind. um unterschiedliche Grundrisskonfigurationen zuzulassen und über den gleichen Schacht ver. Die größten Querschnitte nehmen dabei luftführende Bauteile ein.und Entsorgung zu gewährleisten. Die umgebenden Räume beinhalten keine weitere technische Ausstattung. Ähnlich der Konstruktion gilt. Für den qualitativen Entwurf ist es wesentlich. Sämtliche Medien wie Wasser. sondern sollte perspektivisch veränderten Nutzungsbedürfnissen Rechnung tragen beziehungsweise bei größeren Wohngebäuden eine Grundrissvielfalt ermöglichen.und entsorgen zu können. Beim Wohnhaus von Helmut Wimmer [100] wird die Gebäudetechnik auf einen zentralen Kern konzentriert.

Konstruktion [100] Helmut Wimmar Kanalstraße Wien (AT) Wohnfläche 90.4 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 201 .2 m² Außenraum 15.

Grundriss [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Wohnfläche 108.5 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 202 .0 m² Außenraum 11.

Projekte .

.

bei der es ähnlich wie beim Altbau gilt. Die seitliche Spalte gibt Aufschluss über die wichtigsten Projektkenndaten und wurde um eine städtebauliche. Eine parallele Entwicklung beider Entwurfsstrategien würde bei entsprechender Erfahrung und Zeit den größten Erfolg versprechen. Die beigefügten Schnitte sind als Systemschnitt zu verstehen. Aus dem Ansatz. liefert dieses Kapitel erste Informationen für den Folgeschritt. ohne die ursprüngliche Idee zu gefährden.Einleitung Die Überführung der aus der Grundrissarbeit gewonnen Erkenntnisse in die Komplexität des Gesamtprojekts ist eine der wesentlichen Hürden im Entwurfsprozess. Aus dem beschriebenen „klassischen“ Ansatz kann dieses Kapitel jedoch ebenfalls betrachtet werden und katalogartig das Spektrum städtebaulicher Lösungen aufzeigen.000 ergänzt. Auch hier liefert dieses Kapitel einen reichhaltigen Fundus an Beispielen. genordete Vignette im Maßstab 1:10. Sämtliche 101 Projekte wurden zeichnerisch in Grundriss und Schnitt im Maßstab 1:500 nach einheitlichen grafischen Standards neu aufgearbeitet. die eine Beurteilung der Effizienz der einzelnen Systeme zulässt. der Konfiguration des Gebäudes. 205 . Die entwickelte Grundrisskonzeption muss den zahlreichen weiteren Einflussgrößen angepasst werden. Der angegebene Erschließungstyp bezieht sich auf die betrachtete Wohnung. die farbig markiert wurden. Die dunkle Gebäudemarkierung gibt den gewählten Grundrissausschnitt im Maßstab 1:500 an. Häufig sieht der Studierende sich dann mit der gefundenen Bauform mit einer Situation konfrontiert. Dieser letzte Buchteil versucht eine Brücke zwischen beiden Ansätzen zu schlagen. die mit dem Gebäude identisch sind. die eine Vorstellung von der baulichen Dichte des Kontexts liefern soll. Entsprechend der Reihenfolge ihres Erscheinens im Kapitel „Grundriss“ werden in diesem Kapitel die Grundrisse in ihren Gesamtzusammenhang gestellt. Im Sinne eines „Packschemas“ kann die räumliche Anordnung der einzelnen Wohneinheiten nachvollzogen werden. nachträglich adäquate Grundrisse einzufügen. Bei Grundrisskonfigurationen. die helle Markierung kennzeichnet das Gesamtprojekt. zum Beispiel bei Einfamilienhäusern. Unmittelbar mit dieser Frage verknüpft ist die Erschließungsform des Gebäudes. Die umgekehrte und als „klassisch“ zu bezeichnende Methodik der Annäherung im Entwurfsprozess über den städtebaulichen Maßstab bis hin zum Detail erscheint uns aus der praktischen Lehrerfahrung gerade bei wenig geübten Entwerfern für die Entwicklung qualitätsvoller Wohnungsbauarchitektur weniger geeignet. Dargestellt ist jeweils das Eingangsgeschoss der betrachteten Wohnungen. das Gebäude aus der Perspektive der Wohnung zu entwerfen. wurde auf diese Markierung verzichtet.

-Guggenmoser-Str. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Basel (CH) [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Reichenbachstraße. Wien (AT) [035] Michael Alder Störzbachstraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg Architekten Pfeffingerstraße. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher H. Zürich (CH) [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Basel (CH) [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Riehen (CH) [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Dresden (DE) [046] Norbert Post . Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien.-Kerschensteiner-Str. Sarnen (CH) [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Berlin (DE) [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Berlin (DE) [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten G. Weilheim (DE) [050] Johannes Kaufmann Brugg. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort [026] Beyer + Dier Architekten K..-und-H. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Mendriso (CH) [024] Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee Grasmeierstraße. Breda (NL) [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Basel (CH) [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Christian Rapp Levantkade. Bezau (AT) 206 . Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring.-Hirsch-Ring. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten A. München (DE) [019] Egon Eiermann Bartningallee. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße. Oberwil-Zug (CH) [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Brione-Minusio (CH) [011] Beda Dillier Kirchstraße. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta..Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße.-Rupprecht-Straße. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Weimar (DE) [038] ADP Architekten Hellmutstraße.

Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Köln (DE) [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Kawagoe (JP) [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Zürich (CH) [085] Zimmermann Leber Feilberg H. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Walter Ramseier [064] A. Münsingen (CH) [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Sydney (AU) [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Gifu (JP) [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße.P Hohlstraße. La Roche.. Wien (AT) [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Munz & B. Mainz (DE) [081] Michael Alder Friedhofweg. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Zürich (CH) [094] Roland Rainer Mittelpromenade. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Shizuoka (JP) [075] blauraum Architekten Bogenallee. Zürich (CH) . Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Kaierslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Zürich (CH) [080] [03 München Nackstraße. Nimes (FR) 207 .D. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Basel (CH) [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Zürich (CH) [065] Ken Architekten Vorsässstraße.Projektverzeichnis [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Den Haag (NL) [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Baden (CH) [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Senn Sihlamtstraße.-Mansbacher-Str. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit D. Osaka (JP) [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Schedler Kanzleistraße. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 208 .Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 29 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 209 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 210 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 74 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 211 . M 1:500 Grundriss.

Projekte [005] Hans Kollhoff. M 1:500 Grundriss. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 - 8 Anzahl Wohneinheiten 304 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 212 .

Projektsammlung [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 213 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 214 . M 1:500 Grundriss.Projekte [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Fertigstellung 1984 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 215 .

M 1:500 216 .Projekte [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Fertigstellung 1976 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 217 . M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 218 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 219 .Projektsammlung [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 19 Lageplan. M 1:500 220 .

M 1:500 221 .Projektsammlung [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 222 .Projekte [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 223 .

Projekte [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Fertigstellung 1972 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 800 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 224 .

M 1:500 225 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 15 Anzahl Wohneinheiten 66 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 226 .Projekte [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Fertigstellung 1961 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 96 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 227 .Projektsammlung [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projekte [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 228 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 229 .Projektsammlung [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien Trondheim (NO) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendriso (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 18 Lageplan. M 1:500 230 .

Projektsammlung [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 231 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 232 .

Projektsammlung

[026]
Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE)

Fertigstellung 2003 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 30

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

233

Projekte

[027]
Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 87

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

234

Projektsammlung

[028]
Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 31

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

235

Projekte

[029]
burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

236

Projektsammlung

[030]
Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

237

Projekte

[031]
Beyer - Schubert Architekten Alice-und Hella-Hirsch-Ring Berlin (DE)

Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 16

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

238

Projektsammlung

[032]
Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 14

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

239

Projekte

[033]
Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 73

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

240

Projektsammlung

[034]
Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 9

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

241

Projekte

[035]
Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE)

Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 12

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

242

Projektsammlung

[036]
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffigerstraße Leipzig (DE)

Fertigstellung 2000 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

243

Projekte

[037]
Walter Stamm-Teske, Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE)

Fertigstellung 1998 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

244

Projektsammlung

[038]
ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 1991 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 36

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

245

Projekte

[039]
Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH)

Fertigstellung 1992 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

246

Projektsammlung

[040]
Bauart Architekten und Planer mobiler Standort

Fertigstellung Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

247

Projekte

[041]
Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP)

Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 - 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

248

Projektsammlung

[042]
Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 13 Anzahl Wohneinheiten 143

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

249

Projekte

[043]
Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

250

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 251 .Projektsammlung [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 6 - 8 Anzahl Wohneinheiten 119 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 252 . M 1:500 Grundriss.Projekte [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 63 Lageplan.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 253 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [046] Norbert Post .

M 1:500 254 .Projekte [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 40 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 255 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 16 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 256 . M 1:500 Grundriss.Projekte [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Str. M 1:10 000 Schnitt. Weilheim (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 23 Lageplan.

M 1:500 257 .Projektsammlung [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 258 .Projekte [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Fertigstellung 1988 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 259 .

M 1:500 260 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 261 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 42 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:500 262 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 263 .Projektsammlung [056] Riegler Riewe Bahnhofstrasse Graz (AT) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 27 Lageplan.

Projekte [057] BKK-3 Goldschlagstrasse Wien (AT) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 39 Lageplan. M 1:500 264 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 265 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 28 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 266 .Projekte [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 107 Lageplan. M 1:500 267 .

Projekte [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 268 .

M 1:500 269 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

Projekte [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 2 - 5 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:500 270 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 126 Lageplan.Projektsammlung [064] A. M 1:10 000 Schnitt.D. M 1:500 271 .P . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projekte [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 272 .

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 273 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 274 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 21 Lageplan. M 1:500 275 .

M 1:500 276 . M 1:500 Grundriss.Projekte [069] Walter Stamm-Teske. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 277 .Projektsammlung [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 56 Lageplan.

Projekte [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 278 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 279 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Fertigstellung 2008 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan.

M 1:500 280 . M 1:500 Grundriss.Projekte [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Fertigstellung 1952 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 17 Anzahl Wohneinheiten 337 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 281 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

Projekte [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 15 Lageplan. M 1:500 282 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Fertigstellung 1990 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 93 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 283 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 284 .Projekte [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 25 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 - 13 Anzahl Wohneinheiten 486 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 285 .

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 286 .

Projektsammlung [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 31 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 287 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Fertigstellung 1992 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:500 288 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 289 .Projektsammlung [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 128 Lageplan.

Projekte [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Fertigstellung 1957 Erschließungstyp 5-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 78 Lageplan. M 1:500 290 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 291 . M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 33 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 292 . M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 293 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [087] dmsw Albertinenstraße Berlin (DE) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 294 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 295 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan.

M 1:500 296 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

Projektsammlung [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 297 .

M 1:500 Grundriss. M 1:500 298 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan.

M 1:500 299 .Projektsammlung [092] Hauenstein. Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 Grundriss. La Roche. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 300 . M 1:500 Grundriss.Projekte [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 64 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 301 .Projektsammlung [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Fertigstellung 1977 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 750 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 302 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 26 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 303 .Projektsammlung [096] Tadao Ando Sumiyoshi Osaka (JP) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Fertigstellung 1932 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 304 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 305 .Projektsammlung [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 306 .Projekte [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Fertigstellung 1969 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 307 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [100] Helmut Wimmer Kanalstraße Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 308 .Projekte [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Fertigstellung 1987 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 114 Lageplan.

Anhang .

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und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Wiesbaden 2009. Zuhause in Deutschland. 1998 Statistisches Bundesamt. Folge 15/2008.09. Wohnungs. Fachserie 5. (ifs). S. Wohnungs. Wiesbaden 2006. Institut für Städtebau. S.lbs.Quellennachweis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Statistische Ämter des Bundes und der Länder.mnp. Graue Energie von Baustoffen. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.09. Bonn 2007 . Wiesbaden 2006. 57 Institut für Städtebau (ifs). S. Reihe 3. Nutzung der Bodenfläche. TU-Darmstadt. Fachserie 5. Hausbau-Informationen. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Hausbau Informationen. Wiesbaden 2008 Ebd. S. Unternehmen. Umsatz und Investitionen im Baugewerbe Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Wiesbaden 2005 www.Preisentwicklungen in der Bauwirtschaft.schader-stiftung. Entwicklung der Privathaushalte bis 2025. Heft 1. demografischer Wandel . Wiesbaden 2006. Gegenüberstellung Massivhaus / Holzelementbauweise – Ökobilanzstudie. Demografischer Wandel in Deutschland. S. Beschäftigte.09. Wohnsituation in Deutschland 2006.und Immobilienmärkte 2006 – Kurzfassung. Bonn 2007 .V.2005.V. 22:00) Statistisches Bundesamt. Auszug aus Wirtschaft und Statistik. Fachserie 5. Wohnungs.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Wohnungsbau und Bausparwesen e.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. 398 vom 22. S. (ifs).php (16. 5 Institut für Massivbau. Berlin 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 8 Statistisches Bundesamt. Bruttoanlagevermögen nach Vermögensarten. S. Wohnungsbau und Bausparwesen e. 13 Institut für Städtebau.de/wohn_wandel/849. Ebd. 8 / S. Hausbau-Informationen. Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Folge 15/2008. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Bautätigkeit und Wohnungen. Statistisches Bundesamt. Auflage. Bonn 2001. S.11:49) Institut für Städtebau (ifs).. Folge 24/2008 2 2 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Statistisches Bundesamt. Bautätigkeit und Wohnungen. Wiesbaden 2007 . 23 Statistisches Bundesamt. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Reihe 3. 23 www. Pressemitteilung Nr. Leben in Deutschland. Auszug aus Wirtschaft und Statistik .03. S.V.-Gallen (Hrsg. Baugenehmigungen / Baufertigstellungen – Lange Reihen z. Bonn 2007 . 17:03) Statistisches Bundesamt.nl/edgar. 13 Ebd. 13 Statistisches Bundesamt. Wiesbaden 2008.. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. ab 1960. 23 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Wiesbaden 2007 Statistisches Bundesamt. Reihe 3. Hausbau Informationen. Wohnungs. S. Emission Database for Global Atmospheric Research (24. 19 Ebd. 118 Statistisches Bundesamt. Wohnungsprognose 2015. Hausbau Informationen.und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). S. Dezember 2006 Econum GmbH St. Verkehr in Deutschland. Wiesbaden 2007 .03. Folge 15/2008. S.03. 3 Statistisches Bundesamt. Institut für Städtebau.V. 2. Bonn 2007 . Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 30 311 . Februar 2009 Statistisches Bundesamt. S. Bautätigkeit und Wohnungen. Folge 13/2008.Bevölkerungs.09. S.). 13 Ebd.de/microsite-presse/lbs-research (17 . (ifs). Berlin 2008 www. Wiesbaden 2008.V. Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2007 .T. Baugewerbe in Deutschland.

München Andreas Muhs. Foto: Heinrich Helfenstein. Stuttgart Roger Frei. Wien unbekannt Hiroyuki Hirai blauraum Atelier 5/Croci & du Fesne. Zürich Jan Maly.mhfa. Andrea Helbling. München (www.com Geir Brendeland Walter Mair. Wien Heinrich Helfenstein. Wien unbekannt Rob ‘t Hart photography. Hasle-Rüegsau Christian Richters. Köln Eduard Hueber/archphoto.xdga.be Hannes Henz. Athen Gigon/Guyer Architekten. Zürich Michael Heinrich. Foto: Georges Fessy 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 Margherita Spiluttini. München Ignacio Martinez Florian Schreiber. München (www. Zürich Florian Holzherr. Berlin Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann Walter Mair. Wien Lena Heinkele HPP Architekten Walter Stamm-Teske ADP Architekten EHT BSA SIA AG. Andrea Helbling. Basel Heinrich Helfenstein. Zürich Hannes Henz. Prag E. München unbekannt Ulrich Schwarz. Zürich Hannes Henz. Malans Walter Mair. München Ignacio Martinez Francis Soler architect. Foto: Franziska Schmidt. Zürich Simone Rosenberg. Foto: Beat Jordi unbekannt Andreas Greber. Wien Margherita Spiluttini. Zürich Eduard Hueber/archphoto. Schwarz. Klagenfurt Duccio Malagamba Tadao Ando Eveline Perroud und Bundesamt für Kultur. Rotterdam Margherita Spiluttini.com Stefan Meyer. Zürich Roland Halbe.com Ralph Hut. Basel Ruedi Walti. Worblaufen Ross Honeysett unbekannt Walter Mair. Zürich Hendrik Gagstatter Piet Rook Ralph Feiner. Basel unbekannt Cruz y Ortiz Hans-Jürgen Breuning. Münster Gilbert Fastenaekens for www. Berlin.Bildnachweis 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 Ruedi Walti. München HUSS-MEDIEN GmbH. Aachen SHINKENCHIKU-SHA Photograph Division Peter Morf Erieta Attali. Zürich Heinrich Helfenstein. Zürich Sascha Kletzsch.de) Hiroyuki Hirai Pez Hejduk. Berlin Eduard Hueber/archphoto. Basel unbekannt Heinrich Helfenstein. Athen Hélène Binet. Schweiz Robert Held fritz haller bauen und forschen gmbh. Stuttgart unbekannt Stefan Müller-Naumann.mhfa. München Lukas Roth. Köln Ruedi Walti. Zürich Thomas Ott. Archiv: Post und Welters Margherita Spiluttini.de) Erieta Attali. Zürich Manfred Seidl. London Walter Stamm-Teske Michael Heinrich. Zürich Arazebra. Zürich Hiroyuki Hirai Ruedi Walti. Züric Peter Bonfig. Wien unbekannt van den Oever. Bern Manfrad Seidl. Wien Georges Fessy 312 . Zürich Eva Rubin. Berlin Hauenstein La Roche Schedler Christian Kurz. Zaaijer & Partners architecten Jörg Hempel. Potsdam Arazebra Fotografie. Mühltal Andrea Kroth Michael Müller/dmsw unbekannt Lukas Roth. Foto: Therese Beyeler.

................ 179/295 Scheuring und Partner......................... Helmut........................ Rapp.................. Tadao...............133/266 Wendt. .......................................................... Walter......................130/264 blauraum Architekten... ..................... ... La Roche. Christian..................152/276 Stamm-Teske....................162/284 Fink + Jocher...... HPP Hentrich-Petschnigg Architekten........................................................... mit Munz...... ................. Luigi.............63/223 Lederer + Ragnarsdóttir + Oei............96/243 Kahlfeldt.. 174/291 Könz Molo und Barchi Architekten................................................... Norbert ............... 41/211.............67/226 Engelen Moore.................. ................ Hartmut.............202/308 pfeifer roser kuhn architekten.........124/262 Nishizawa.................................................... ....71/229 Buchner Bründler Architekten............................ 198/305 Diener & Diener.............................. Hans....... 118/257 Ken Architekten... 177/293 .....................................86/238 BKK-3....37/208 Müller........Welters... 93/241................................ 113/253 ...........................................191/392 Miller & Maranta......77/231 Haller...............123/261 Straub Beutin Architekten.......... Fritz....... Ivan............................. 105/247 Baumschlager Eberle.......... Alvar Aalto.. 81/234.......... Thomas............................................................................132/265 Brendeland & Kristoffersen Arkitekter.. 154/278..........................111/252 MVRDV...................................................... 91/239.............................................................................................................................. Roland............................................................................................... Xaveer.........................145/273 Ban... Max.186/298 Post.......................................64/224 Zimmermann Leber Feilberg Architekten............................ Petra und Paul.................. 115/255 Cruz............ 58/222........... 176/292 Zumthor........ ............................70/228............................................................. 146/274 burkhalter sumi architekten........................................ 153/277 Geurst & Schulze architecten... Johannes.44/214 Burkard Meyer Architekten.................................. 84/236... .99/245 Alder................. Werner......... ......................................................... 95/242............................... 122/260 .......... Marques....................... Kazuyo............................................ Adolf........ .188/300 Stamm-Teske............. 157/280...................82/235 Morger & Degelo........... Beda........................................... 107/249 Delugan Meissl Associated Architects..........................................50/216 de Geyter.... 119/258 Spühler...187/299 Herzog & de Meuron....................................156/279 Kuhn Fischer Partner Architekten..... 158/281 Bauart Architekten und Planer........................................................................................D.......................................................................... Josep Lluis............56/220 Gigon/Guyer Architekten......129/263 Rijnvos Voorwinde Architecten...... 190/301 Rainer......................... 43/213........151/275 313 ........................................ 185/297 Bearth & Deplazes Architekten...................... ...................................97/244 Steidle + Partner................ Francis........................................... .......................38/209 pool Architekten.72/230 Kollhoff & Timmermann Architekten....192/303 Atelier 5................. 141/270 Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee ....Architektenregister 03 München.................................................................161/283 AV1 Architekten.............................................. 39/210.......... 142/271 ADP Architekten...............................................68/227 Le Corbusier. Rapp + Rapp..... ........................................... 172/289 Kollhoff....... Walter....................180/296 Sejima....................... Soler..... 116/256.................. Shigeru.199/306 Hasler Schlatter Partner............53/218 Dillier.............................. Joachim... . Jean................. 201/307 Wirsing... Wimmer..... Martin..54/219 Kaufmann.......... 173/290 Ando.............. Christian...........80/233 Beyer-Schubert Architekten...................... ..................................................................65/225 Stelzhammer....... 171/288 ... 110/251 Popp Planungen....................................... Michael.. 100/246...............160/282 Bosch architecten............................................ 49/215...................... dmsw........... 106/248 Nouvel......... .................. AFF Architekten...........................................165/286 Eiermann.......... ..............92/240 Hauenstein.................................................... Egon......... ....................................... 109/250 Mateo.......... Peter.....164/285 Riegler Riewe......... Bruno................................................ Schedler hls Architekten... 51/217 Snozzi............. Walter........................ 140/269...... 78/232.......139/268 Hotz....................... Antonio............................................................P ....57/221 Beyer + Dier Architekten.................... Ryue..................................... Walter Ramseier.....85/237 Allmann Sattler Wappner Architekten........................................................................... 114/254 ..................166/287 A...........................................................................................42/212 Krischanitz......................................... Daniele.......... ...134/267 .......................144/272 Kerez................... Schettler & Wittenberg....... 197/304 .............. 178/294 Dudler.. Theo.. 120/259............. David & Senn....... Reimann.. .......

...................93/241.....................................................58/222................................................................................ 51/217 Chur (CH).......50/216 Shizuoka (JP).........151/275 Darmstadt (DE)... 65/225........................... 177/293.................................................................................................. 109/250 Mainz (DE)........................................................................................ Luzern (CH)...................................................................80/233 Itingen (CH)................. 141/270.......... 165/286 ......................111/252 Ennetmoos (CH)....................... 119/258 .. 191/302..................202/308 Nüziders (AT).....43/213 ...................57/221 Feldkirch (AT)..................91/239 Oberwil-Zug (CH).. 41/211 Köln (DE)................. 164/285 Dornbirn (AT)............................................161/283 Nimes (FR)............................................................ .................................................... 82/235....... 39/210...71/229 Weilheim (DE)....................... ..................................................... 156/279.......... 114/254...........................160/282 Hannover (DE).......... ...................... .................................................49/215 Kaierslautern (DE)............................ 172/289...................................... .............................................................................................. 106/248 Trondheim (NO).......134/267 Graz (AT).................................96/243 Leipzig (DE).................166/287 Marseille (FR)...................................................... ............................... 95/242 Stuttgart (DE).............................................................................................. 92/240..........................................................................................................162/284 Tilburg (NL)...................................... .......................................... 188/300 314 ................ 37/208................................ 124/262........... 173/290 Berlin (DE)........... 152/276 Wien (AT)............................................ 54/219.....................................154/278 Kilchberg (CH).........................................................................................110/25..................199/306 Niederwangen (CH). Sydney (AU)...... 132/265................. 176/292 Den Haag (NL)....... 86/238.......................................................... .. 115/255 ....... 44/214...97/244........... 85/237 Münsingen (CH)................ ... 130/264 .......... 133/266...................................................... 42/212................. ...............144/272 Fanas (CH).........53/218 Sevilla (ES)..................64/224................................................................... 56/220............................................. .... 174/291...............Ortsregister Amsterdam (NL)........................................ ....145/273 Kawagoe (JP)....................................... Riehen (CH)......................81/234 Herdecke (DE)............. 178/294........................180/296 Laufenburg (CH)....................................................... 99/245 Zürich (CH)...................... 100/246...........................................................192/303 Paris (FR)................................187/299 ........................... ................ ........197/304 Gifu (JP)..........185/297 Freiburg (DE)...................158/281 ............................................................... 146/274 Basel (CH).............................................. 84/236........................ 186/298 Bezau (AT)................................... 123/261.. 118/257 ................. Brione-Minusio (CH)...............................63/223.......................................................... 201/307 Yamanashi (JP)..... 67/226..................72/230 München (DE).......................................... .......... .............. 107/249 Breda (NL). 142/271....................................................................................... 122/260 ..................................... ...............................68/227 Osaka (JP).........................................................129/263 Hamburg (DE)................................157/280 Mendrisio (CH).................................................................... 120/259......70/228 Dresden (DE)................................ ........................ 198/305 Baden (CH).............. 140/269.................. 116/256 Weimar (DE)...................................................................................... 139/268................. Genf (CH)............ 113/253 Ingolstadt (DE)........38/209 ................ 179/295 Tokyo (JP)... 77/231............... 171/288 Sarnen (CH).........................................153/277 Garching (DE)...... 190/301 Puchenau (AT)............................... ........................

-Ing. Bauhaus-Universität Weimar. 1971) Architekt.. Dipl. Fakultät Architektur. Büroinhaberin A21 architekten katja. freier Architekt walter. Bauhaus-Universität Weimar. die sich in verschiedener Form mit den betrachteten Inhalten auseinandersetzten. Arch. Zusätzlich zu den Seminarteilnehmern haben uns mehrere wissenschaftliche Hilfskräfte bei dem Projekt unterstützt. Mag..de Katja Fischer (Gera. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.stamm-teske@uni-weimar. Fakultät Architektur.Autoren Walter Stamm-Teske (Zürich.fischer@uni-weimar. Prof. Die hierüber entstandene Sammlung von fast 300 Projekten diente als Quelle für die Auswahl geeigneter Beispiele im Buch. Fakultät Architektur. Gemeinsame Grundlage war die intensive Recherche zu zahlreichen Referenzprojekten und deren zeichnerische Aufbereitung.haag@uni-weimar. Bauhaus-Universität Weimar. Den über 100 Seminarteilnehmern. Arne Kessler und Falk Merten möchten wir uns für ihre professionelle Mitarbeit bedanken. Insbesondere bei Katrin Plescher und Leopold Mücke sowie Lena Heinkele. 315 . 1978) Dipl. Inhaber der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit gedankt. 1948) Architekt. die damit die Grundlage für das Buch erstellt haben.de Tobias Haag (Konstanz.de Im Rahmen der Entwicklung des Buchs wurden von uns mehrere Seminare an der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet. Büroinhaber A21 architekten tobias.-Ing. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.

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