W Ü STE N R OT STI FTU N G

Wüstenrot Stiftung (Hrsg.)

RAUMPILOT
GR UNDL A GE N
Thomas Jocher Sigrid Loch

kraemerverlag

Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher, Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser, Carolin zur Brügge, Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung, Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer, Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske, Katja Fischer, Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout)

Herausgeber Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg Konzeption, Inhalt und Gestaltung Band Grundlagen Thomas Jocher, Sigrid Loch Mitarbeit Dominik Weitbrecht Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch, Tobias Haag Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Die Autoren, der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Nachdruck, Übersetzungen, elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung.

© 2012 Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. ISBN 978-3-7828-1551-2

Inhalt

Grundlagen
11 31 49 77 99 109 141 Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339

Wohnen
Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/ Literatur 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447

Arbeiten
Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/ Literatur 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567

Lernen
Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen, verteilen und flüchten Veranstalten und feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und verwalten Recherchieren und informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/ Literatur

Anhang
572 573 579 580 Abkürzungen Index Dank Autoren

Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Die Arbeits-, Lebens-, Organisations- und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Kulturelle, technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen, Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich, um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen; deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden, in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, in Industrie- und Gewerbebauten, die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen, oder in den Wirkungen neuer Konsum- und Freizeitmus­ ter sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen, an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen, leicht integrierbaren Dienstleistungen. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Parallel zu einer gebäudetyplogischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Die Gebäudelehre muss, um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können, intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden, die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der

Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dr. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen, mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Ziel dabei ist es, die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche, zukunftsgewandte Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit, in einen kreativen, künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beachtenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude, deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen, auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden, wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung, mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten, dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte, und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen, die den genannten Kriterien folgen kann. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert, das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.

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Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich mit Hilfe von einzelnen, phänomenologisch ausgerichteten und aufeinander abgestimmten Bausteinen auf eine anschauliche, die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Grundlagen der Gebäudelehre. Vier Bände behandeln wichtige Bereiche der Gebäudelehre: • „Raumpilot Grundlagen“ schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen sowie die spezifische Ausrichtung an den Nutzungsformen und -erfordernissen ein. • „Raumpilot Arbeiten“ stellt Gebäude mit Arbeitsplätzen in den Sektoren Verwaltung und Dienstleistungen, die unter dem Einfluss der wirtschaftsstrukturellen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und globalen Entwicklungen einer besonderen Dynamik des Wandels unterliegen, in den Mittelpunkt. • „Raumpilot Lernen“ behandelt den Bau von Schulen und von anderen Ausbildungsstätten, auf die eine Vielzahl von Faktoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einwirken. • „Raumpilot Wohnen“ konzentriert sich auf den Wohnungsbau, der in all seinen Formen unter dem Einfluss weitreichender, vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren, Hochschullehrern, Studierenden – für die engagierte, intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.

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Vorwort der Autoren

Der vorliegende Band vermittelt die „Grundlagen“ der vierteiligen Gebäudelehre „Raumpilot“ . Darauf aufbauend vertiefen die Folgebände „Arbeiten“ , „Lernen“ und „Wohnen“ die fachspezifischen gebäudekundlichen Anforderungen im Kontext des aktuellen gesellschaftlichen Wandels. Der römische Architekt und Gelehrte Vitruv beschreibt in seinen berühmten zehn Büchern, dass sich alle Architektur auf die Grundprinzipien firmitas (Festigkeit), utilitas (Nützlichkeit) und venustas (Anmut) gründet. Der Grundlagenband widmet sich der utilitas – der Nützlichkeit von Architektur in ihrem Gebrauch. Die wesentlichen Kriterien der Nützlichkeit bestimmt der Mensch. Er bildet mit seinen physischen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für die Planung räumlicher Umgebungen und Situationen. Diese elementaren Grundlagen – die menschlichen Körper- und Bewegungsmaße – bilden den Inhalt des ersten Kapitels dieses Planungshandbuchs. Abweichend von vielen früheren Planungslehren wird hierbei nicht nur ein Idealmaß des Menschen als Planungsbasis herangezogen. Eine Zielsetzung der vorliegenden Publikation ist es, die tatsächliche Vielfalt der Körpermaße und mögliche körperliche Einschränkungen stärker zu berücksichtigen und damit auch die Belange der barrierefreien Planung als eine selbstverständliche Planungsgrundlage zu integrieren. Eine weitere Zielsetzung dieser Gebäudelehre ist es, nicht „fertige“ Raum- oder Grundrissmuster, sondern einzelne Funktionsbereiche als Grundbausteine für Raumkonfigurationen in den Vordergrund zu stellen. So wird beispielsweise im Hauptkapitel „Wohnen“ nicht ein „Esszimmer“ als kopierfähiges Raummuster vorgegeben, sondern der Funktionsbereich „Essen“ ausführlich erläutert. Parallel zu diesem neuen Fokus auf die funktionalen Anforderungen und parallel zu der stärkeren Ausrichtung auf ein „Universal Design“ von Gebäuden schien es unerlässlich, in diesem Grundlagenbuch auch die minimalen Grenzwerte zu benennen, die sich aus den Mindestmaßen des Gebrauchs, aus rechtlichen Rahmenbedingungen und aus

weiteren gesellschaftlichen Vereinbarungen begründen. Denn das „Kennen und Verstehen“ dieser Basisparameter ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Anwendung von Planungsregeln, die im konkreten Fall auch „kreative Abweichungen“ erforderlich machen kann. Das Buch gliedert sich in vier Kapitel. Neben den funktionsübergreifenden allgemeinen Grundlagen im ersten Hauptkapitel sind die wesentlichen Planungsvorgaben für das Wohnen, Arbeiten und Lernen in drei weiteren Hauptkapiteln wiedergegeben. Da sich die Publikation in erster Linie an Studierende wendet, wurde eine klare und didaktisch einprägsame Informationsvermittlung angestrebt. Besonderer Wert wurde dabei auf die grafische Visualisierung von Inhalten gelegt, da Abbildungen und grafische Abstraktionen auf knappem Raum meist mehr Detailinformationen weitergeben und schneller erfasst werden können als textliche Erläuterungen. Die Erstellung dieser Publikation war nur durch die Zusammenarbeit vieler, auf ganz unterschiedliche Art und Weise beteiligter Akteure möglich. Wir danken den drei weiteren Autorenteams der Buchreihe von den Universitäten in Weimar, Darmstadt und Stuttgart für die kooperative Zusammenarbeit und den anregenden inhaltlichen Austausch. Daneben möchten wir auch den zahlreichen Institutsmitarbeitern und den externen Fachberatern für die wichtigen Hinweise und ihre inhaltliche Beratung und Unterstützung danken. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Studierenden, die sich mit großem Engagement eingebracht haben. Ohne ihre unermüdliche Hilfe hätte dieses Buch nicht entstehen können. Unser großer Dank gilt schließlich der Wüstenrot Stiftung für ihre Initiative zur Konzeption und Umsetzung dieser neuen Lehrbuchreihe „Raumpilot“ und insbesondere Herrn Georg Adlbert und Herrn Dr. Stefan Krämer für ihre engagierte Begleitung während aller Entwicklungsphasen dieses umfangreichen Projekts. Thomas Jocher und Sigrid Loch

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Grundlagen

11 31 49 77 99 109 141

Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Zum Aufbau des Kapitels „Grundlagen“ In dem folgenden Kapitel „Grundlagen“ sind die wesentlichen Planungsinformationen zusammengefasst, die für die Planung von Gebäuden unterschiedlicher Funktionen relevant sind. Das Kapitel gliedert sich in die sieben Unterkapitel „Anthropometrie“ , „Barrierefrei“ , „Treppe“ , „Aufzug“ , „Rettung“ , „Ruhender Verkehr“ und „Energie“ . Diese Basisinformationen werden in den drei nachfolgenden Hauptkapiteln durch spezifische Planungshinweise für das Wohnen, das Arbeiten und das Lernen ergänzt. Eine Besonderheit im Aufbau dieses Kapitels stellt die Struktur des Unterkapitels „Barrierefrei“ dar. Das Thema Barrierefreiheit wird nicht getrennt, sondern so weit wie möglich in den Themenkapiteln integriert dargestellt. Ziel dieser Konzeption ist eine Darstellung, die das Thema „Barrierefreiheit“ ein Stück weit „selbstverständlicher“ berücksichtigt. Im Kapitel „Grundlagen“ sind daher lediglich die wesentlichen Basisinformationen für die barrierefreie Planung zusammengefasst, auf die bei differenzierteren Planungsvorgaben immer wieder zurückgegriffen wird. Am Anfang dieses Kapitels wird in einem Überblick auf die weiteren vertiefenden Planungsinformationen verwiesen. Die Seiten mit diesen Detailangaben sind in den Themenkapiteln zur schnellen Auffindbarkeit zusätzlich durch

grafische Symbole am oberen Blattrand gekennzeichnet. Das letzte Unterkapitel des Grundlagenteils widmet sich dem Thema „Energie“ , das im Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung und dem Schwinden fossiler Brennstoffe in den vergangenen Jahren bei Planung, Bau und Unterhalt von Gebäuden erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Mittels wesentlicher Basisinformationen zur solaren Energieeinstrahlung soll in diese Thematik eingeführt und zu einer weitergehenden Vertiefung dieses wichtigen Themenbereichs angeregt werden.

Zu den Hinweisen auf Gesetze, Verordnungen und Planungsregeln MBO – LBO In den nachfolgenden Kapiteln wurde auf die Musterbauordnung (MBO 2002) und zusätzlich beispielhaft auf die Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO BW) verwiesen. Diese Angaben können von den Bauordnungen der anderen Bundesländer abweichen. Die hier vielfach zitierte LBO BW stammt in ihrer Originalfassung aus dem Jahr 1995 (zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 25. April 2007). Seit Mitte 2009 liegt ein Gesetzentwurf zur Novellierung der Landesbauordnung BadenWürttemberg vor, der voraussichtlich im Jahr 2010 wirksam wird.

Barrierefrei-Normen Bei Buchfertigstellung Ende 2009 sind die beiden Barrierefrei-Normen DIN 18024 (Teil 1 Januar 1998; Teil 2 November 1996) und die DIN 18025 (Teil 1 Dezember 1992; Teil 2 Dezember 1992) gültig. Seit Februar 2009 liegt aber bereits der Normenentwurf für die nachfolgende DIN 18040 vor, der voraussichtlich ab 2010 diese beiden Vorgängernormen ersetzen wird. Es werden daher in der ersten Hierarchieebene die Werte der Normen 18024 und 18025 aufgeführt, in einer zweiten Hierarchieebene werden zusätzlich die Werte des Normenentwurfs DIN 18040 berücksichtigt. Diese Angaben aus dem Normenentwurf können in der späteren Neufassung der DIN 18040 möglicherweise geändert sein.

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen Anthropometrie

13 13 13 14 14 15 16 18 20 22 24 25 26 28 30

Einleitung Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Verwendung von Perzentilen Hinweise für die Planung Körpermaße der Frau Körpermaße des Mannes Unterschiedliche Sitzpositionen Platzbedarf Erwachsener Körpermaße Kind 3 Jahre Körpermaße Kind 6 Jahre Körpermaße Kinder 3 bis 18 Jahre Bewegungsmaße Rollstuhlfahrer Planungsregeln/Literatur

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Einleitung
Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Der Mensch bildet mit all seinen physi­ schen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für Planungen. Neben dem spezifischen Behaglichkeitsempfinden stellen auch die menschliche Anatomie und die damit zusammenhängenden ergonomischen Kriterien wesentliche Planungsgrundlagen dar. Kenntnisse über die menschliche Physiologie, über die Körper- und Bewegungsmaße des Menschen und über den daraus resultierenden Raum- und Flächenbedarf sind daher für die Gestaltung einer dem Menschen angemessenen Architektur unerlässlich. Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Historische Proportionslehren bezogen sich vielfach auf einen idealisierten menschlichen Körper und dessen Proportionsverhältnisse. Die davon abgeleiteten Maßverhältnisse wurden zur Grundlage der Proportionsregeln für Kompositionen in der Kunst und Architektur. Ein exakt fixierter Proportionskanon auf Basis des menschlichen Körpers existierte bereits im alten Ägypten in der Zeit um etwa 3000 v. Chr.. Auch in der griechischen Antike und in der Renaissance wurden geometrische und numerische Ordnungssysteme von idealisier-

ten Körpermaßen des Menschen abgeleitet. Bekannt geworden sind darunter vor allem Leonardo da Vincis Proportionsfigur nach Vitruv (1485/90) und Albrecht Dürers Darstellung der menschlichen Proportionsverhältnisse aus dem Jahr 1528. Im 20. Jahrhundert zielte Le Corbusier mit seinen beiden architekturtheoretischen Abhandlungen zum „Modulor“ auf die „Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren Maßsystems im menschlichen Maßstab. “ (Untertitel von Le Corbusiers Modulor, 1956) Seine beiden Modulor-Reihen dokumentieren den Versuch, unter Miteinbeziehung des Goldenen Schnitts eine neue verbindliche, „objektive“ und zeitlose Maßordnung zu etablieren. Diese sollte als universelle Grundlage für Planungen anwendbar sein und speziell auch als Maßgrundlage für den Bereich der normierten industriellen Produktion dienen. All diese verschiedenen historischen Proportionsstudien beziehen sich auf ein idealisiertes Muster des menschlichen Körpers. Der Modulor beispielsweise baut in der zweiten Studie, die im Band „Modulor 2“ dargestellt ist, auf einer Körperhöhe von 183 cm auf (Le Corbusier, 1955). Von diesem angenommenen Idealmaß ausgehend, wurden unterschiedliche Teilungsmaße abgeleitet, wobei entsprechend den Zahlenreihen des Goldenen Schnitts wiederum idealisierte Proportionsverhältnisse des Körpers zu-

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Anthropometrie ist die Wissenschaft von den Maßen und den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers

Grundlagen

Leonardo da Vinci entwickelte einen Proportionskanon in Anlehnung an Vitruv 2260 1830

grunde gelegt wurden. Dieses „Nivellieren“ menschlicher Körpermaße auf ein Idealmaß stellt eine Vereinfachung dar und liefert einen – meist aus wirtschaftlichen Gründen – notwendigen Durchschnittswert als Basis für Planungen. Die Werte nehmen jedoch keinerlei Bezug auf die tatsächliche Vielfalt und Verschiedenartigkeit der individuellen Körpermaße. Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Die individuellen Körpermaße unterscheiden sich erheblich in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder physischen Besonderheiten. Eine Planung, die auf einer angenommenen Durch­ schnitts­ physiologie aufbaut, kann diese Vielfalt kaum berücksichtigen. Die Nutzbarkeit von räumlichen Umgebungen und Ausstat-

tungen kann dadurch für Personen mit vom Durchschnitt abweichenden Körpermaßen erschwert oder sogar ausgeschlossen werden. Verwendung von Perzentilen Die Verwendung von Perzentilen bietet eine Möglichkeit, die Unterschiedlichkeit der Körpermaße in der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Ein Perzentilwert gibt an, wieviel Prozent der Menschen in einer Bevölkerungsgruppe – in Bezug auf ein bestimmtes Maß – kleiner sind als der jeweils angegebene Wert. So liegt zum Beispiel das 95. Perzentil der Körperhöhe von 16- bis 60jährigen Männern bei 1841 mm. „Das besagt, dass 95 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe kleiner und fünf Prozent größer als 1841 mm sind. “ (DIN 33402-2, Beiblatt 1, Seite 1).

1130 863

Le Corbusiers Modulor 2 aus dem Jahr 1955 (Die erste Reihe entwickelte Le Corbusier 1948 ausgehend von einer Körpergöße von 175 cm)

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Berücksichtigt man beispielsweise bei Durchgangsmaßen und sonstigen Höhenmaßen nicht nur den Mittelwert, sondern auch das 95. Perzentil, dann deckt man damit einen Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung ab und nur für fünf Prozent der Bevölkerung wäre die geplante Öffnung zu niedrig bemessen. In diesem Kapitel werden bei den Abbildungen zu den Körpermaßen daher soweit möglich immer das 5. und das 95. Perzentil zusätzlich zum 50. Perzentil (Median) dargestellt. Bei der Kapitelbearbeitung wurde auf die Perzentilwerte der DIN 33402/12 2005 zurückgegriffen. Diese DIN dokumentiert die Ergebnisse statistischer Untersuchungen von Körpermaßen der deutschen Bevölkerung, wobei nach Geschlecht, Alter und nach ethnischer Herkunft unterschieden

wird. Die Daten der derzeit aktuellen Norm stammen aus dem Jahr 2005, allerdings wurden die Maße von Kindern seit dem Jahr 1986 nicht mehr angepasst (DIN 33402-2/1986). Deshalb wurde bei den Körpermaßen von Kindern auf die Werte von 1986 zurückgegriffen. Hinweise für die Planung In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, die angegebenen oberen und unteren Perzentilwerte zusätzlich zu berücksichtigen, damit Gebäude und Ausstattungen für eine möglichst große Bevölkerungsgruppe zugänglich und nutzbar sind. Besonders Wohnungsbauten sollten so gestaltet werden, dass sie „universell“ von allen genutzt werden können oder Anpassungen an auftretende körperliche Veränderungen im Alter oder bei Krankheit durch entsprechende Vorplanungen ermöglicht werden.
1300

1750

1629

1841

2100

5.

50.

95. Perzentil

Variationsbreite Verteilung der Körperhöhe erwachsener Männer (0. bis 100. Perzentil)

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen

Körpermaße der Frau entsprechend DIN 33402-2, M 1:20 5., 50. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil, Altersgruppe 18 bis 65 Jahre

MW 195 cm

MW 163 cm MW 152 cm

Reichweite nach oben 184 - 203 cm (Griffachse)

Körperhöhe 154 - 172 cm

Aughöhe 143 - 161 cm

5. Perzentil Schulterbreite 40 cm

50. Perzentil Schulterbreite 44 cm

95. Perzentil Schulterbreite 49 cm

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Raumpilot Grundlagen

55 cm Aughöhe 109 -126 cm MW 42 cm Sitzhöhe 38-45 cm MW 69 cm Reichweite nach vorne 63 .75 cm (Griffachse) MW 69 cm Gesäß.Knielänge 55 .64 cm Körperhöhe 119 .Anthropometrie MW 160 cm MW 128 cm MW 118 cm MW 50 cm Kniehöhe 46 .136 cm Raumpilot Grundlagen Reichweite nach oben 149 .167 cm 17 Grundlagen .

174 cm 5. Perzentil Schulterbreite 53 cm 18 Raumpilot Grundlagen . 50.. Altersgruppe 18 bis 65 Jahre MW 208 cm MW 175 cm MW 163 cm Reichweite nach oben 198 . (MW = Medianwert) und 95. Perzentil Schulterbreite 49 cm 95.Grundlagen Körpermaße des Mannes entsprechend DIN 33402-2.186 cm Aughöhe 153 . Perzentil Schulterbreite 44 cm 50.221 cm (Griffachse) Körperhöhe 165 . Perzentil. M 1:20 5.

MW 74 cm Reichweite nach vorne 69 .66 cm MW 45 cm MW 54 cm Sitzflächenhöhe 41 .181 (Griffachse) Grundlagen .Knielänge 57 .59 cm Aughöhe sitzend 115 .135 cm Körperhöhe 127 .49 cm Kniehöhe 50 .146 cm MW 125 cm MW 136 cm Anthropometrie Raumpilot Grundlagen MW 169 cm 19 Reichweite nach oben 160 .82 cm (Griffachse) MW 61 cm Gesäß.

81 cm 200 cm 180 cm 160 cm 140 cm 120 cm 100 cm 80 cm 60 cm 40 cm 20 cm 0 cm 20 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Aufgerichtet liegen Sitzhöhe 0 cm Aughöhe ca. 17 cm Aughöhe ca. 135 cm Entspannt sitzen Sitzhöhe ca. 53 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 133 cm Hocken Sitzhöhe ca. 98 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 78 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 41 cm Aughöhe ca.

44 cm Aughöhe ca. 155 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 21 Grundlagen Im Sessel sitzen Sitzhöhe ca. 103 cm Am Tisch sitzen Sitzhöhe ca. 80 cm Aughöhe ca. 158 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. Perzentil). 64 cm . 78 cm Aughöhe ca. 123 cm Platzbedarf in der Tiefe ca.Anthropometrie Körpermaße eines erwachsenen Mannes in unterschiedlichen Sitzpositionen (Körpergröße 175 cm / 50. 80 cm An der Bar sitzen Sitzhöhe ca. 77 cm Angelehnt stehen Sitzhöhe ca. 116 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 41 cm Aughöhe ca.

Perzentil).und Bewegungsflächenbedarf von Erwachsenen mit durchschnittlichen Körpermaßen (ca. 50. M 1:50 2050 1660 1320 1280 950 1250 580 535 860 1500 1100 625 1280 1100 1750 1250 2125 600 670 1000 900 1750 375 625 490 875 1000 1750 ≥ 1000 22 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Platz.

2100 1120 ≥ 1150 Platzbedarf 2 Pers.Anthropometrie 1000 770 875 875 815 300 1330 625 875 1010 1330 1760 700 900 850 750 1100 1100 ca. ≥ 1700 Platzbedarf 3 Personen ≥ 2250 Platzbedarf 4 Personen ca. 6 Personen / m² Grundfläche entspricht Dichte im Aufzug Raumpilot Grundlagen 23 Grundlagen .

111 cm MW 94 cm MW 25 cm Sitzflächenhöhe 19-28 cm Kniehöhe 25 . Perzentil. Altersgruppe 3 Jahre MW 113 cm MW 101 cm MW 91 cm Reichweite nach oben 105 .) Körperhöhe 92 ..36 cm 24 Raumpilot Grundlagen Körperhöhe 72 .90 cm Aughöhe 85 .33 cm 5.Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986). 50. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil Schulterbreite 25 cm 50. Perzentil Schulterbreite 35 cm MW 33cm Gesäß.106 cm (Griffa.Knielänge 30 .80 cm .127 cm (Griffachse) MW 94 cm MW 82 cm MW 71 cm Reichweite nach oben 85 . M 1:20 5.99 cm Aughöhe 61 . Perzentil Schulterbreite 31 cm 95.

Perzentil Schulterbreite 37 cm 50. Perzentil Schulterbreite 27 cm Körperhöhe 111 . M 1:20 5. 50.Anthropometrie MW 139 cm MW 120 cm MW 114 cm MW 109 cm MW 95 cm Reichweite nach oben 100 . Perzentil.Knielänge 33 . Perzentil Schulterbreite 32 cm 95.129 cm Körperhöhe 85 .40 cm Sitzflächenhöhe 25 .44 cm 5.92 cm Kniehöhe 31 .33 cm MW 36 cm MW 30 cm MW 39 cm Gesäß.120 cm Raumpilot Grundlagen 25 Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986). (MW = Medianwert) und 95. Altersgruppe 6 Jahre .125 cm (Griffachse) MW 85 cm Reichweite nach oben 125 .151 cm (Griffachse) Aughöhe 75 ..103 cm Aughöhe 100 .

Grundlagen Körperwachstum und Veränderung der Körperproportionen bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 18 Jahren entsprechend DIN 33402-2 (1986) M 1:20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 16 Jahre 18 Jahre 26 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 220 200 Greifhöhe nach oben 180 Körperhöhe Greifhöhe sitzend 160 Augenhöhe 140 Körperhöhe sitzend 120 Augenhöhe sitzend 100 80 Greifweite nach vorne 60 Gesäß-Knielänge Kniehöhe Sitzflächenhöhe Schulterbreite 40 20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 15 Jahre 18 Jahre Raumpilot Grundlagen 27 Grundlagen .

M 1:20 Der Greifraum ist in Abhängigkeit von der Beweglichkeit des Oberkörpers unterschiedlich groß 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 40 20 0 20 40 60 80 100 120 28 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Greifraum Rollstuhlfahrer.

Anthropometrie 20 0 20 40 60 80 100 120 40 20 0 20 40 60 80 100 Raumpilot Grundlagen 29 Grundlagen .

): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Köln 1996 Stemshorn. Normierte Baukultur im 20. Stuttgart1955 (Originalausgabe 1955) Loeschcke.): Universell. Berichtigungen zu DIN 33402-2: 2005-12 DIN 33402-2 Beiblatt 1 / August 2006 / Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. anpassbar. HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. Architecture. LeinfeldenEchterdingen 2003 Padovan. Stuttgart. Axel (Hrsg. Jahrhundert. Walter: Ernst Neufert. integrativ. Richard: Proportion. New York 1999 Prigge. Gerhard. Stuttgart 1956 (Originalausgabe 1948) Le Corbusier: Modulor 2. Berlin. Pourat. Fortsetzung des ersten Buches „Der Modulor“ von 1948. Frankfurt am Main. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. Philosophy. da die Altersgruppe 3 Jahre bis 17 Jahre in der neuen Ausgabe der DIN 33402 vom Dezember 2005 nicht mehr erfasst wurde) DIN 33402 Teil 3 / Oktober 1984 / Körpermaße des Menschen – Bewegungsraum bei verschiedenen Grundstellungen und Bewegungen Literatur Le Corbusier: Der Modulor. Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren harmonischen Maßes im menschlichen Maßstab. New York 1999 30 Raumpilot Grundlagen . Pourat. Daniela. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. Meßverfahren DIN 33402-2 / Dezember 2005 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte DIN 33402-2 Berichtigung 1 / Mai 2007 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. Gerhard. Science. Beiblatt 1: Anwendung von Körpermaßen in der Praxis DIN 33402 Teil 2 / Oktober 1986 / Körpermaße des Menschen – Werte/ zurückgezogen (es wurde hier auf diese DIN zurückgegriffen. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. London.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 33402-1 / März 2008 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 1: Begriffe.

Barrierefrei Raumpilot Grundlagen 31 Grundlagen .

Grundlagen Detailkapitel Barrierefrei – Übersicht Grundlagen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden und Wohngebäuden Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Anthropometrie barrierefrei Seite 28f. 190 Ankommen barrierefrei Seite 189f. 90 90 Ruhender Verkehr barrierefrei Seite 120f. 150 120 Schlafen barrierefrei Seite 238f. Kochen barrierefrei Seite 208f. 6% Treppe barrierefrei Seite 71f. 110 140 110 140 Aufzug barrierefrei Seite 84f. . 150 90 75-90 Barrierefrei Seite 32f. 350 500 150 32 Raumpilot Grundlagen 150 Arbeiten barrierefrei Seite 258f. Essen barrierefrei Seite 220f. 75-90 max. 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei Seite 230f.

150 Nebenbereiche barrierefrei Seite 550f.140 40 . 40 .Barrierefrei Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Arbeiten/Lernen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden Grundlagen Raumpilot Grundlagen 95 150 180 150 95 200 150 150 Wirtschaften barrierefrei Seite 284f. 20m2+ 15m2+ 95 Reinigen und pflegen barrierefrei Seite 274f.140 Aufbewahren barrierefrei Seite 290f. Entsorgen barrierefrei Seite 302f. Nutzungsneutral barrierefrei Seite 308f. 33 . 85 60 Private Freibereiche barrierefrei Seite 318f.

Grundlagen Barrierefrei 35 36 37 39 40 40 40 41 41 41 42 42 42 43 44 46 47 Einleitung Gesetzliche Grundlagen Arten der Behinderung Allgemeine Planungsregeln DIN-Normen Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Erreichbarkeit/Schwellen Durchgangs.und Öffnungsbreiten Türhöhen Bedienhöhe Sicht-/Augenhöhe Greifraum Orientierung. Farben und Kontrast. Form und Materialien Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Flurbreiten Planungshinweise/Literatur 34 Raumpilot Grundlagen .

dass sie möglichst für alle zugänglich und ohne fremde Hilfe nutzbar sind.85 65 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 210 35 Grundlagen . dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich. dass die Unterschiede zwischen den individuellen physischen und psychischen Fähigkeiten innerhalb der Bevölkerung zukünftig noch weiter zunehmen werden. Vor diesem Hintergrund muss eine zukunftsweisende Planung vor allem integrativ sein. Seite 2) Der demografische Wandel trägt mit dem erheblich wachsenden Anteil älterer Personen dazu bei. Im Alter treten Mobilitäteinschränkungen und sonstige kognitive. für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist und ein Qualitätsmerkmal darstellt. 55 80 . Auch für sie ist eine „barrierefreie“ räumliche Umgebung eine wesentliche Voraussetzung für ein möglichst selbstständiges Leben. “ (Neumann 2005.90 70 70 70 . physische oder psychische Beeinträchtigungen anteils- mäßig zwar häufiger auf. doch auch jüngere Personen können durch Krankheiten oder Unfälle temporär oder langfristig betroffen sein.Barrierefrei Einleitung „So ist mittlerweile bekannt. Personen „außerhalb der Norm“ dürfen nicht durch Sonderlösungen stigmatisiert werden. Eine entsprechende „integrative Planung“ bedeutet bauliche Umgebungen im Sinne eines „universellen Designs“ so zu gestalten.

2005) 100 90 110 120 190 36 Raumpilot Grundlagen . “ Mittels einer barrierefreien Planung sollen die Voraussetzungen für ein selbstständiges und unabhängiges Leben der Betroffenen geschaffen werden. “ Diesem Anspruch will die bundesdeutsche Gesetzgebung auch mit Hilfe von konkreten baurechtlichen Vorgaben und weiteren Planungsempfehlungen für die sogenannte „barrierefreie Planung“ entsprechen.) als behindert „amtlich anerkannt“ . akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikations­ einrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche. technische Gebrauchsgegenstände. Abs. Für diese Gruppe wurde 2005 folgende Verteilung ermittelt: Gesetzliche Grundlagen Die Forderung nach Integration ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unter Artikel 3. ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Systeme der Informationsverarbeitung.7 Mio. Verkehrsmittel. Art der Behinderung Körperliche Behinderung davon: Innere Organe Gliedmaße Wirbelsäule/Rumpf Blinde/Sehbehinderte Sprach-/Gehörgeschädigte zerebrale Störungen geistige/seelische Behind. wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise.6 Mio.Grundlagen Im Jahr 2005 war etwa jeder zehnte Einwohner Deutschlands (8. sonstige Behinderungen Anteil 67 % 26 % 14 % 14 % 5% 4% 9% 9% 15 % (Statistisches Bundesamt. Davon zählte der größte Teil (6. 3 verankert: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Eine Definition des Begriffs „Barrierefreiheit“ findet sich unter anderem in dem deutschen „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ unter § 4: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen. um ihnen eine weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.) zu den Schwerbehinderten (mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent).

öffentlichen Toiletten in Fußgängerzonen. seelischen oder geistigen In den meisten Auflistungen werden sieben Arten von Behinderungen unterschieden: – Körperliche Behinderungen – Sinnesbehinderungen – Sprachbehinderungen – Psychische Behinderung – Lernbehinderungen – Geistige Behinderungen – Multimorbidität (= paralleles Auftreten verschiedener Krankheiten beziehungsweise verschiedener Behinderungen). Das deutsche Gleichstellungsgesetz definiert den Begriff beispielsweise unter § 3 wie folgt: „Menschen sind behindert. das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht. 122 Raumpilot Grundlagen ca.Barrierefrei Arten der Behinderung Für den Begriff „Behinderung“ existiert keine universelle. 130 .150 125 160 180 175 M 1:50 ca. – ist ein inzwischen europaweit einheitlich eingeführtes Schließsystem. zum Beispiel in Bahnhofstoiletten. V. im Durchschnitt ca. selbstständig und kostenfrei Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten. geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. wenn ihre körperliche Funktion. Museen oder Behörden. 167 37 Grundlagen Funktionen soweit beeinträchtigt sind. dass ihre unmittelbaren Lebensverrichtungen oder die Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert wird. Der Euroschlüssel des CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e. “ (Bleidick 1997 . den verschiedenen Anwendungsgebieten gleichermaßen entsprechende Definition. welche infolge einer Schädigung ihrer körperlichen. “ Ulrich Bleidick definiert den Begriff etwas abweichend: „Als behindert gelten Personen. Seite 9) Euroschlüssel .

72 38 Raumpilot Grundlagen 89 .102 75 .Grundlagen Darüber hinaus werden Behinderungen auch entsprechend des Behinderungsgrads unterschieden: – Einfachbehinderung – Mehrfachbehinderung – Schwerbehinderung – Schwerstbehinderung Neben dauerhaften physischen oder psychischen Einschränkungen können auch temporäre Mobilitätseinschränkungen auftreten. Rollator Sportrollstuhl Faltrollstuhl 75 .100 105 . Daneben können auch Kleinwüchsige. Eine barrierefreie Planung sollte diese Vielfalt in der Bevölkerung berücksichtigen. Prinzipiell kann schon das Mitführen von einem Kinderwagen oder großen Koffern erhebliche Mobilitätseinschränkungen mit sich bringen.120 25-32 65 . dass auch die Körpermaße von Kindern räumliche Bedingungen und Ausstattungsmaße „außerhalb der Norm“ von Erwachsenen erfordern (siehe Kapitel Anthropometrie). außergewöhnlich große Personen oder auch stark übergewichtige Personen ohne eine entsprechend berücksichtigende Planung sowohl im öffentlichen Bereich wie im privaten Wohnen auf „Barrieren“ oder „Grenzen“ stoßen.100 85 .100 85 58 . die fremde Hilfe oder entsprechende Anpassungen der räumlichen Bedingungen erforderlich machen.65 90 . Oft wird vergessen.

“ (LBO BW 2006. Heimen. Schulen.77 102 .60 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 105 . Museen. Elektrorollstuhl Kinder. . Hierzu zählen neben speziellen Wohnungen. Bürogebäude. Insbesondere werden aufgeführt: Verwaltungsgebäude.und Schlafräume. In der LBO BW ist unter § 39 „Barrierefreie Anlagen“ festgelegt. § 35 (3)) Ausnahmen von dieser Festlegung sind möglich. Volkshochschulen.127 130 .Barrierefrei Allgemeine Planungsregeln Wesentliche Festlegungen zur barrierefreien Planung finden sich in der Musterbauordnung MBO und entsprechend auch in den Landesbauordnungen. Gaststätten.132 62 . eine Toilette. Verkaufsstätten. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.140 55 . Kindertageseinrichtungen und Für Wohnbauplanungen wurde in der LBO BW unter § 35 (3) festgelegt: „In Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Hochschulen. In diesen Wohnungen müssen die Wohn. falls durch die Umsetzung der barrierefreien Planung ein unverhältnismäßiger Mehraufwand entsteht (beispielsweise wenn dafür aufwendige Aufzugsanlagen notwendig wären). Hotels und sonstige gewerblich genutzte Gebäude ab 1200 m² Nutzfläche und Großgaragen (siehe hierzu auch MBO § 50).110 85 . Begegnungsstätten und Schulen für behinderte oder/und alte Menschen unter anderem auch alle öffentlich zugänglichen Gebäude./Kombiwagen Buggy /Sportwagen 113 . Kirchen. welche bauliche Anlagen bei Neuplanungen grundsätzlich barrierefrei zu gestaltet sind.65 90 . Krankenhäuser.110 39 Grundlagen Kinderheime.135 50 . Versammlungsstät­­ ten.

Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Zur Unterstützung bei Mobilitätseinschränkungen werden neben einfachen Gehhilfen wie Stöcken oder Krücken inzwischen auch sogenannte „Rollatoren“ verwendet. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen. Die DIN 18025 gibt Empfehlungen zur barrierefreien Planung von Wohnungen.Grundlagen DIN-Normen Konkrete Planungsempfehlungen für eine barrierefreie Planung sind in Deutschland gegenwärtig in der DIN 18024 und in der DIN 18025 aufgeführt. Dagegen sind die notwendigen Mindestmaße für die Rollstuhlnutzung sehr detail- 85 40 Raumpilot Grundlagen . für ihre Handhabung wird aber weit mehr Platz gebraucht. In Baden-Württemberg wurden die DIN 18024 Teil 2 und die DIN 18025 Teil 1 und 2 mit einigen Einschränkungen in die „Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB)“ übernommen und damit in diesem Bundesland bauaufsichtlich eingeführt. Hierfür liegen jedoch noch keine detaillierten Planungsempfehlungen vor. Diese neue Norm soll langfristig beide derzeit noch gültigen DIN-Normen ersetzen. Seit Februar 2009 liegt dazu der Normenentwurf für eine neue DIN 18040 (Entwurf) vor. Die DIN 18024 widmet sich der barrierefreien Planung in öffentlichen Freiflächen (Teil 1) und in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten (Teil 2). diese Normen zu überarbeiten und um einige Aspekte zu erweitern. Rollatoren sind meist 60 cm bis 65 cm breit.

Barrierefrei liert ermittelt. . Soweit Schwellen technisch unbedingt erforderlich sind.und Öffnungsbreiten Obwohl Rollstühle selten breiter als 70 cm sind. nicht rollstuhlgerechte Planung dagegen ein lichtes Türdurchgangsmaß von 80 cm. Wohnungseingangstüren und Aufzugstüren müssen jedoch auch entsprechend Teil 2 grundsätzlich eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben. DIN 18024 und DIN 18025 nicht höher als maximal 2 cm sein. 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 41 Grundlagen Türöffnungen grundsätzlich mindestens 90 cm lichte Öffnungsbreite notwendig. Die festgelegten Planungsmaße für die barrierefreie rollstuhlgerechte Planung sind grundsätzlich für die Nutzung eines Elektrorollstuhls ausgelegt (hierfür wurde angenommen: Rollstuhl mit 85 cm Breite und 120 cm Länge). Hauseingangstüren. Erreichbarkeit/Schwellen Untere Türanschläge und -schwellen sind in der barrierefreien und rollstuhlgerechten Planung grundsätzlich zu vermeiden. im Außenbereich maximal 3 cm (DIN 18024). dürfen sie entsprechend DIN 18040 (Entwurf). Durchgangs. Dies entspricht den Anforderungen von DIN 18024 und DIN 18025 Teil 1. sind zum sicheren Passieren von Entsprechend DIN 18025 Teil 2 genügt für die barrierefreie. Türhöhen Türöffnungen sollten entsprechend den Normen in der barrierefreien Planung grundsätzlich eine lichte Höhe von mindestens 210 cm nicht unterschreiten.

Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. wird empfohlen. Sicht-/Augenhöhe Optische Informationen werden am besten in Augenhöhe gelesen. (Die Türgriffhöhe von 105 cm wird häufig vom Personal in Pflege. die abweichende Dimensionierung von üblichen Möbeln und vor allem die Unterfahrbarkeit von Einrichtungen in Bad und Küche muss zusätzlich zur Bedienhöhe beachtet werden. Greifraum Der Greifraum eines Menschen hängt stark von der Beweglichkeit seines Oberkörpers ab. Um Kindern und Rollstuhlfahrern mit ihrer niedrigeren Augenhöhe auch Ausblick zu gewähren.Grundlagen Bedienhöhe Die durchschnittlich optimale Bedienhöhe liegt bei 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens. Bedienhöhe Entsprechend den Barrierefrei-Normen sind alle Bedienelemente wie Türklinken.und Altersheimen gewünscht).und Balkonbrüs­ tungen nur bis zu einer Höhe von 60 cm massiv auszubilden. Auch für Personen mit Gehstock oder mit Rollator kann eine Türklinkenhöhe über 85 cm eventuell günstiger sein. Die direkte Anfahrbarkeit sämtlicher Bedienungsvorrichtungen. wird eine Höhe von circa 130 cm bis 150 cm zum Anbringen von Informationen als eine Kompromisslösung angegeben. Der horizontale Greifbereich eines er- Alter 5-14 35-44 55-64 74-90 ≥ 210 ≥ 40 optimal 85 ≤ 140 ≥ 90 Aufwärtsbeweglichkeit der Augen in unterschiedlichen Altersstufen Greifhöhen ≥ 80 (≥ 90) Mindest-Durchgangsmaße entsprechend DIN 42 Raumpilot Grundlagen ≥ 210 . Kindern und Rollstuhlbenutzern sehr unterschiedlich ist. Da die Augenhöhe bei Erwachsenen. Fenster. Lichtschalter. Fenstergriffe und ähnliches in der durchschnittlich optimalen Bedienhöhe von 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens anzubringen. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig.

ca. Bei Sehbehinderungen sind stärkere Farbsignale und Kontraste sehr wichtig.Barrierefrei Im vertikalen Greifbereich sind für ältere Menschen und für Rollstuhlfahrer drei Höhen von besonderer Bedeutung: die durchschnittlich mögliche niedrigste Greifhöhe bei 40 cm. 80 ca. ist die Formgebung von Ausstattungselementen von besonderer Bedeutung. Für blinde Menschen bietet vor allem der Einsatz taktiler Elemente und/oder akus­ tischer Signale entsprechende zusätzliche Es wird daher empfohlen Türklinken. 80 ca. Bei frontalem Anfahren wird das Greifen für einen Rollstuhlfahrer schwieriger. Handläufe und Haltegriffe der Handform entsprechend ergonomisch anzupassen und diese nicht scharfkantig. bei eingeschränkter Beweglichkeit kann er sich erheblich verkleinern (Abbildung Seite 28-29). die Greif- Orientierung. Daneben ist es sinnvoll. Kommunikationsmöglichkeiten. 60 ca. Menschen mit eingeschränkter Hörfunktion sind dagegen je nach Schweregrad zusätzlich auf eine akustisch-visuelle oder rein visuelle Orientierung angewiesen. höhen beschränken sich dann auf einen Bereich zwischen 50 cm und 85 cm. links bei eingeschränkter. . Farben und Kontrast. eckig oder zu hart auszubilden. dass sie parallel von zwei unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden können. Form und Materialien Normalsichtige Menschen nutzen für ihre Orientierung bis zu 90 Prozent visuelle Informationen und Signale. die durchschnittlich optimale Greifhöhe bei 85 cm und die durchschnittlich höchstmögliche Greifhöhe ohne Hilfsmittel bei etwa 140 cm. 60 ≥ 150 Mindestbewegungsfläche zum Wenden für Rollstuhlfahrer ≥ 150 ≥ 90 ≥ 120 Horizontaler Greifbereich. rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers Mindestbewegungsfläche in Räumen (90 cm) und vor Möbeln (120 cm) M 1:50 Raumpilot Grundlagen 43 Grundlagen wachsenen Menschen beträgt bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers circa 80 cm. Da besonders bei Kindern und älteren Menschen die Feinmotorik unterschiedlich ausgeprägt ist. Mit einer Greifzange können eventuell noch höher liegende Gegenstände erreicht werden. Informationen entsprechend dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ so zu vermitteln.

nach außen öffnend Bewegungsablauf Schiebetür Bewegungsablauf Aufzugstür 44 Raumpilot Grundlagen . M 1:100 Bewegungsablauf Drehflügeltür. nach innen öffnend Bewegungsablauf Drehflügeltür.Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen.

die baulich nicht eingeschränkt werden darf. 18025. 18025. wobei letztere für einen Rollstuhlfahrer meist leichter zu bedienen ist.oder Schiebetür handelt. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Bewegungsflächen vor Aufzugstüren. Bei der Aufzugstür ist eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm erforderlich. Weitere detaillierte Angaben zur barrierefreien Aufzugsplanung sind im Kapitel „Aufzug“ auf den Seiten 96-97 aufgeführt. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18040 (Entwurf) Bewegungsflächen vor Schiebetüren. Dieses Maß gilt unabhängig davon. damit Rollstuhlfahrer sie unbehindert durchfahren können . ob es sich um eine Drehflügel. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Raumpilot Grundlagen ≥ 140 45 Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Vor barrierefreien Aufzügen muss eine Mindestbewegungsfläche von 150 x 150 cm vorgesehen werden. 18025. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. ► DIN EN 81-70 / September 2005 / „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“ legt wesentliche Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung im Bereich des Fahrkorbs fest. . M 1:50 ≥ 110 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 50 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 150 Bewegungsflächen vor Drehflügeltüren.Barrierefrei Zum Anfahren des Türdrückers benötigt der Rollstuhlfahrer beidseitig der Tür eine Bewegungsfläche von 50 cm. Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025.

Grundlagen Flurbreiten Bewegungsfläche für Rollstuhlbenutzer ohne Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen für Rollstuhlbenutzer bei Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen bei Begegnung von Rollstuhlbenutzern ≥ 120 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 180 Es genügt eine Flurbreite von 120 cm. wenn mindestens einmal eine Bewegungsfläche von 150 x 150 cm zum Wenden vorhanden ist. Hierbei ist eine Breite von 120 cm ausreichend. bei langen Fluren muss diese Bewegungsfläche mindestens alle 15 m angeordnet werden (15 m-Angabe aus DIN 18040 Teil 2 (Entwurf)). M 1:50 46 Raumpilot Grundlagen ≥ 180 . die der Rollstuhlbenutzer ausschließlich vor. Rollstuhlgerechte Mindestflurbreiten entsprechend DIN 18024. Die Bewegungsfläche von 150 x 150 cm muss in jedem Raum und auf Fluren als Wendemöglichkeit vorhanden sein.und rückwärtsfahrend uneingeschränkt nutzen kann. Ausgenommen sind Räume. DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf). Für die Begegnung von Rollstuhlbenutzern muss eine Bewegungsfläche von mindes­ tens 180 cm x 180 cm vorhanden sein.

Anforderungen DIN 32984 / Mai 2000 / Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum DIN 77800 / September 2006 / Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ DIN-Fachbericht 124. Ausgabe: Januar 2003 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinien 2007 / § 3. Ausgabe 1987 modifiziert DIN 32975 / Entwurf Juni 2008 / Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung DIN 32981 / November 2002 / Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) . Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN 15325 / Dezember 1990/ Aufzüge.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Öffentlich zugängliche Gebäude (geplant als Ersatz für DIN 18024) DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Wohnungen (geplant als Ersatz für DIN 18025) DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN EN 81-40 / April 2009 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Gesetze/Verordnungen Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (19. Wege. öffentliche Verkehrs. Artikel 3 Bürgerliches Gesetzbuch 2007 / Artikel 1 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG 2002) auch § 4 Barrierefreiheit (Definition). März 2009). § 8 Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr Musterbauordnung MBO 2002 DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen.und Fördertechnik Raumpilot Grundlagen 47 Grundlagen Personen. Plätze. Deutsche Fassung EN 81-40:2008 / Gestaltung barrierefreier Produkte . Bedienungs-.und Gütertransport – Teil 40: Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen. 2 Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten für Menschen mit Behinderung Richtlinien VDI 6008 / August 2005 / Barrierefreie und behindertengerechte Lebensräume – Anforderungen an die Elektro. ISO 4190-5.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen.Barrierefrei Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Straßen. Signalelemente und Zubehör. Abs.

Lentze. Ulrich u. Christine. Stuttgart 1994 Rau. Dietmar (Hrsg. Joachim.org/infomaterial.de Informationen und Planungshilfen zu relevanten DIN. Ausgabe 1992 Internet Neumann.2009) http://www. Degenhart.): Taktile.und Bestandsumplanung (Zugriff 11.dipb. Daniela (HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg.): Barrierefrei.2009)) http://nullbarriere.06. Stuttgart1997 Böhringer. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen.php Dachverband Integratives Planen und Bauen e. Pourat. 2 (http://www. Stuttgart. anpassbar. akustische und optische Informationen im öffentlichen Bereich: Barrierefrei für Blinde und Sehbehinderte.pdf (Zugriff 11. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Bauen für die Zukunft. Leitfaden für Architekten. Stuttgart 2007 Fischer. Berlin.de/sub/de/barrierefrei_planen/normen/normen (Zugriff 11. Peter. Philipp (Hrsg. Hannover 2002 Böhringer. Berlin 2009 Heiss.): Barrierefreies Bauen und Gestalten für sehbehinderte Menschen.): Barrierefreies Bauen. inklusive Checklisten für Neubau.fdst. Dietmar (Hrsg. integrativ.de/w/files/pdf/eca_ deutsch_internet. Lerch. Hannover 2003 Edinger. Fachingenieure. Köln 1996 Stemshorn. Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten.2009) http://www. Christine.)): Universell. Gerhard. Bad Arolsen 2002 Loeschcke.06.): Handbuch und Planungshilfe barrierefreie Architektur. Berlin 2005. Gerhard.2009) 48 Raumpilot Grundlagen . Berlin 2008 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg. Leitfaden für Architekten.Grundlagen Literatur Bleidick. Susanne. in: ECA Europäisches Konzept für Zugänglichkeit. Oliver. zur DIN 18024 Teil 2.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte.): Barrierefreie Wohnungen. Helmut: Barrierearm – Realisierung eines neuen Begriffes: Kompendium kostengüns­ tiger Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von Barrieren im Wohnungsbestand. Ulrike (Hrsg. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. Meuser. Fachingenieure und Bauherren zur DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. S. Ausgabe November 1996 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.V. Pourat.06. LeinfeldenEchterdingen 2003 Marx. Axel (Hrsg. Bauherren. Maßen und Produkten der barrierefreien Planung (Zugriff 11.barrierefrei-portal. München 2009 Loeschcke.a.06. Johann: DETAIL Praxis Barrierefreies Bauen.: Einführung in die Behindertenpädagogik Band I. Ebe.

Treppe Raumpilot Grundlagen 49 Grundlagen .

Grundlagen Treppe 51 51 52 53 54 55 56 58 59 60 62 63 64 65 65 67 68 71 73 74 Einleitung Notwendige und nicht notwendige Treppen Notwendige Treppen Treppenteile Steigungsverhältnis Treppenneigungen Nutzbare Treppenlaufbreite Treppenraumprofil Treppendurchgangshöhe Lauflinie und Gehbereich Treppenpodeste Krankentransporte Stufenschnitt im Podestbereich bei zweiläufiger massiverTreppe Unterschneidung Geländer Handlauf Treppenarten Barrierefreie Treppenplanung Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Planungsregeln/Literatur 50 Raumpilot Grundlagen .

dass von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses mindestens ein notwendiger Treppenraum oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 35 m Entfernung erreichbar sein muss. und nicht notwendigen oder zusätzlichen Treppen. für die Verbindung von höchstens zwei Geschossen innerhalb einer Nutzungseinheit mit insgesamt nicht mehr als 200 m². Dagegen steht bei einer Fluchttreppe üblicherweise die schnelle Höhenüberwindung im Vordergrund. a. Bei einer repräsentativen Treppe in öffentlichen Gebäuden kann beispielsweise ein langsames Schreiten erwünscht sein. Innenliegende notwendige Treppen können gestattet werden. die auch als Fluchtweg dienen sollen. für Gebäude der Gebäudeklasse 1 und 2 (Definition siehe MBO 2 „Begriffe“). § 35 (2) schreibt vor. Sie sind fest mit dem Bauwerk verbundene Bauteile. Die speziellen Anforderungen an die bauliche Ausführung notwendiger Treppen sind in der MBO (§ 34 und § 35) und entsprechend in den Landesbauordnungen (BadenWürttemberg: LBO BW § 28 und LBOAVO u. Entsprechend MBO § 35 (1) muss jede notwendige Treppe zur „Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen. § 10. werden hierin Anforderungen an ihre Ausführung und Brandsicherheit beschrieben. Sofern der Ausgang eines notwendigen Treppenraums nicht unmittelbar ins Freie führt. als Außentreppe. Entsprechend § 35 (3) müssen notwendige Treppen durchgehend an einer Außenwand geführt werden. werden verschiedene Anforderungen an den Raumbereich zwischen notwendiger Treppe und Ausgang gestellt (Rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse et cetera). 2. (Definition entsprechend DIN 18065 „Gebäudetreppen“) Für die Planung einer Treppe ist neben der gestalterischen Absicht vor allem ihre Funktion innerhalb des Gebäudes von Bedeutung.Treppe Außenliegende „ Treppenlandschaft“ Außenliegende Treppe und Treppenturm Innenliegende. Dies kann mit einer niedrigen Steigung und tiefem Auftritt erreicht werden. natürlich belichtbare Treppen Einleitung Treppen dienen dem Überwinden von Höhenunterschieden. Notwendige und nicht notwendige Treppen Die einzelnen Landesbauordnungen regeln unter anderem den vorbeugenden Brandschutz. durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum). wenn in jedem Geschoss ein anderer Rettungsweg erreicht werden kann. Raumpilot Grundlagen 51 Grundlagen . Mit Treppenlauf wird die ununterbrochene Folge von mindestens drei Treppenstufen (drei Steigungen) bezeichnet. Ausnahmen von dieser Forderung sind möglich: 1. Da Treppen in vielen Fällen einen wichtigen Bestandteil von Fluchtwegen bilden. § 11) aufgeführt. wenn ihre Nutzung ausreichend sicher ist und im Brandfall nicht gefährdet werden kann. 3. wenn im Brandfall keine Gefährdung durch Raucheintritt vorliegt. die aus mindestens einem Treppenlauf bestehen. Die Bauordnung unterscheidet zwischen notwendigen Treppen.

außer Sonderbauten Anzahl notwendiger Treppen Wohngebäude bis 2 WE Gebäude bis 7 m (LBO BW) Gebäude bis 22 m Gebäude über 22 m 1 1 2 sonstiges Innenliegende. Fluchtwege / notwendige Treppen für Gebäude mit Aufenthaltsräumen. Zusätzlich ist ein zweiter Rettungsweg erforderlich. offene Treppen sind ausreichend Der 2. zum Beispiel beach­ Versammlungsstättenverordnung.und Warenhausverordnung. Jedes vom umgebenden Gelände nicht betretbare Geschoss mit Aufenthaltsräumen muss über mindestens eine notwendige Treppe zugänglich sein. u. Richtlinien für Kindergärten.Grundlagen Maximale Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums zu einem notwendigen Treppenraum Gebäudeart Hochhäuser Gast. LBO. wenn in den notwendigen Treppenraum kein Feuer und Rauch eindringen kann (Sicherheitstreppenraum). Schulbaurichtlinien. Bei Gebäuden mit mehr als 8 m Brüstungshöhe muss die Erreichbarkeit mit Hubrettungsfahrzeugen sichergestellt sein (MBO § 5). Fluchtweg kann durch Feuerwehrleitern sichergestellt werden Der 2. Entfernung 25 m 25 m 25 m 30 m 30 m Notwendige Treppen Die Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses bis zu mindestens einem Fluchtweg (Fluchttreppe) oder einem Ausgang ins Freie darf bei Gebäuden.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. Hochhausrichtlinien et cetera. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! Max.a. HHR 52 Raumpilot Grundlagen . die keine Sonderbauten nach LBO sind. höchstens 35 m (MBO) beziehungsweise 40 m (LBO BW) betragen. Ein zweiter Rettungsweg ist nicht erforderlich. Für Hochhäuser (siehe MBO 2 (4) Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses höher als 22 m über Gelände­ oberfläche) gelten ebenfalls besondere Anforderungen. 30 m 35 m 35 m Die maximale Entfernung zur Fluchttreppe wird gerechnet vom äußersten Punkt des Raums bis zur Tür des Fluchttreppenhauses. Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung tet werden. Geschäfts. Ein zweiter Rettungsweg kann eine von der Feuerwehr erreichbare Nutzungseinheit sein. Krankenhausbauverordnung. Fluchtweg kann durch Hubrettungsfahrzeuge sichergestellt werden besondere Anforderungen an Treppenräume.

Treppe Treppenteile Definition entsprechend DIN 18065 A us tri tts tu fe t Trit stu fe fe tu igu ng s Se pp e tzs te ns Podestbreite Tr ep pe np od es t A Laufbreite/ Podestbreite nt rit Treppenlauflänge ts tu fe Tre pp Tr en ep lau pe na f uf Tre tri tt a Raumpilot Grundlagen 53 Grundlagen ► Hinweis: Seit September 2009 liegt ein Entwurf zur Überarbeitung der DIN 18065 vor. .

Die übliche angenommene Schrittlänge beträgt 63 cm. M 1:50 54 Raumpilot Grundlagen s . Je nach Anforderung an die Treppe wird eine der folgenden Berechnungsformeln verwendet: Schrittmaßregel: 2 s + a = 63 cm Bequemlichkeitsregel: a – s = 12 cm Sicherheitsregel: a + s = 46 cm Entsprechend DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden.Grundlagen Steigungsverhältnis Die Beziehung zwischen der Steigungshöhe (s) und der Auftrittsbreite (a) wird als das Steigungsverhältnis bezeichnet und bezieht sich auf das menschliche Schrittmaß. 63 a Bewegungsablauf beim Treppensteigen. Das Steigungsverhältnis (s/a) 17/29 gilt nach empirischen Untersuchungen als günstiges Durchschnittsmaß. Als durchschnittlich günstiges Steigungsverhältnis gilt: s/a: 17/29 ca.

noch trittsicher Flachrampe: bis 6° befahrbar.5 (19°) Belagrampe: bis 10° befahrbar.75° steilste Wohnhaustreppe: 21 / 21 (≤ 45° / 100% Steigung) normale Wohnhaustreppe: 17 / 29 (30.Treppe Treppenneigung (allgemeine Empfehlungen) Grundlagen Raumpilot Grundlagen Leitern: bis 90° Leitertreppen: 45° .5 / 37 . trittsicherer Belag Treppensteigungen (s) (allgemeine Empfehlungen) Freitreppen Versammlungsstätten Schulen öffentliche Gebäude Gewerbebauten 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm Verwaltungsbauten Wohnhäuser Bodentreppen Kellertreppen nicht notwendige Treppen 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm 55 .5°) Freitreppe: 12.

Grundlagen Nutzbare Treppenlaufbreite Die nutzbare Treppenlaufbreite bezeichnet die waagrecht gemessene Laufbreite zwischen der Wandoberflächen und der Innenkante Handlauf beziehungsweise zwischen zwei Handläufen.875 m. sollte mindestens 1.25 m Breite vorgesehen werden. Nutzbare Laufbreite zwischen Wandoberflächen Nutzbare Laufbreite zwischen den Innenkanten von Handläufen Nutzbare Treppenlaufbreite ≥ 75 ≥ 125 ≥ 187.5 Orientierungswerte für Treppenbreiten entsprechend dem durchschnittlichen Bewegungsraum von Erwachsenen. Damit zwei Personen ungehindert aneinander vorbeilaufen können. Die Treppenbreite wird entsprechend der Anzahl der Nutzer bemessen.75 m Breite als Mindestbewegungsraum angenommen werden. für drei Personen entsprechend 1. M 1:50 56 Raumpilot Grundlagen . Überschlägig kann für eine Person mindestens 0.

50 m ≥ 2.Treppe Grenzwerte Treppensteigung und Treppenbreite entsprechend DIN 18065 Gebäudeart Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen1) Treppenart Treppen. die zu Aufenthaltsräumen führen Kellertreppen. dass insgesamt 26 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.00 m MHHR .Muster-Hochhaus-Richtlinie VkVO .00 m ≥ 1.) ≤ 2.20 m ≤ 2. Treppenbreiten in besonderen Bautypen (nach den jeweiligen Vorschriften) Hochhäuser (MHHR) Verkaufsstätten < 500 m (VkVO) 2 ≥ 1. 80 cm 80 cm 50 cm 100 cm 50 cm Treppensteigung s2) Treppenauftritt a3) max. dass insgesamt 24 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.25 m Versammlungsstätten je 150 Personen (VStättVO BW) Schulen min. je 150 Personen (Schulbaurichtl.Versammlungsstättenverordnung (hier Baden-Württemberg) Raumpilot Grundlagen 57 Grundlagen Die DIN 18065 ist in der Regel eine bauaufsichtlich „eingeführte Norm“ . die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Bodentreppen. min.Verkaufsstättenverordnung VStättVO . muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Sonstige Gebäude Alle Gebäude baurechtlich notwendige Treppen baurechtlich nicht notwendige Treppen Treppenlaufbreite min. deren Treppenauftritt a unter 26 cm liegt. 20 cm 21 cm 21 cm 19 cm 21 cm 23 cm 21 cm 21 cm 26 cm 21 cm 1) schließt auch Maisonettewohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ein 2) aber nicht < 14 cm 3) aber nicht > 37 cm 4) Bei Stufen.25 m ≥ 1. 5) Bei Stufen.00 m ≥ 1.40 m ≥ 1. deren Treppenauftritt a unter 24 cm liegt.

≥5 ≤6 ≥ 100 ≤6 ≥ 80 Lichtraumprofil und Seitenabstände. Handlauf: Der Abstand zwischen Wand und Handlauf muss mindestens 5 cm betragen. M 1:50 58 Raumpilot Grundlagen ≥ 200 ≥5 .Grundlagen Erforderlicher Raumbedarf entsprechend DIN 18065 Treppenraumprofil Notwendige Treppen nach DIN 18065 ≥ 100 Sonstige Treppen nach DIN 18065 ≥ 80 ≤ 25 ≥ 50 ≤ 25 ≥ 200 ≤ 25 ≤ 15 ≤ 10 ≤ 15 ≤ 10 Der seitliche Abstand von Treppenläufen und Treppenpodesten zur Wand darf nicht mehr als 6 cm betragen. Der Handlauf sollte ununterbrochen durchlaufen. Die Greifhöhe liegt zwischen 80 und 115 cm (DIN 18065).

Leuchten et cetera dürfen in diesen Raum nicht hineinragen (Ausnahmen siehe: Treppenraumprofile). Begrenzung der lichten Durchgangshöhe beispielsweise durch: 1 Unterseite eines darüberliegenden Treppenlaufs 2 Rohr.) Bauteile wie Balken.Treppe Treppendurchgangshöhe Die lichte Durchgangshöhe von Treppen ist in DIN 18065 mit mindestens 200 cm festgelegt. (Wenn möglich sollte eine größere Höhe von mindestens 220 cm ausgeführt werden. M 1:50 59 . Deckenunterseite Grundlagen Raumpilot Grundlagen 4 3 2 2 1 lichte Treppendurchgangshöhe Messebenen für lichte Treppendurchgangshöhe ≥ 200 cm Zulässige lichte Treppendurchgangshöhe. Leuchte 3 Balken 4 Dachschräge.

die sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergeben. Im geraden Treppenbereich verläuft der Gehbereich in Treppenmitte. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten bis 100 cm hat der Gehbereich eine Breite von 20 Prozent der nutzberen Treppenlaufbreite und liegt im Mittelbereich der Treppe (DIN 18065/ 9. Sie liegt im Gehbereich. Der Abstand des Gehbereiches von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite beträgt 40 cm (DIN 18065/ 9.2). Bei Wendeltreppen mit einer nutzbaren Treppenbreite < 100 cm liegt der Gehbereich mittig und beträgt 20 Prozent der nutzbaren Laufbreite. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten über 100 cm – außer bei Spindeltreppen – beträgt die Breite des Gehbereichs 20 cm. Krümmungsradien der Begrenzungslinie des Gehbereichs müssen mindestens 30 cm betragen. Der Auftritt wird innerhalb der Lauflinie gemessen. die den üblichen Weg eines Treppennutzers angibt. Im Krümmungsbereich der Lauflinie ist der Auftritt gleich der Sehne.1).Grundlagen 30 Gehbereich 18 R 36 R 30 Gehbereich R 60 Gehbereich R 60 32 R 36 R 32 R 40 40 20 40 R 40 32 16 32 32 16 32 40 20 50 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten Lauflinie und Gehbereich Die Lauflinie ist eine gedachte Bewegungslinie. Bei gewendelten Treppen kann die Lauflinie (der Auftritt) innerhalb des Gehbereichs frei gewählt werden. 60 Raumpilot Grundlagen .

Wien.Treppe Gehbereich Gehbereich Zum Verziehen von Treppenstufen gibt es verschiedene Konstruktionsmethoden. Seite 15ff 40 36 18 36 16 24 50% 20% 30% 80 40% 20% 40% 90 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Wendeltreppen Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Spindeltreppen 20 10 20 50 24 12 24 60 28 32 36 40 50 60 70 80 14 16 18 20 20 20 20 20 28 70 32 80 36 90 40 100 40 110 40 120 40 130 40 140 Seite der schmalen Stufenenden 70 21 80 90 27 24 16 14 35 60 18 12 10 50 15 30 25 40 45 50 55 Spindelseite 60 65 72 28 40 140 Handlaufseite 26 18 100 30 20 22 24 39 130 110 33 120 36 Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für gewendelte Treppen sowie für Treppen unterschiedlicher Breite. Andreas: Treppen/Stiegen. Holz und Eisen. Kolbitsch. die sich aus geraden und gewendelten Laufteilen zusammensetzen Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für Spindeltreppen unterschiedlicher Breite Raumpilot Grundlagen 61 Grundlagen . Stuttgart 1943. Franz: Treppen aus Stein. Anton. New York 2005. Detaillierte Angaben hierzu siehe: Schuster. Seite 19f Pech.

M 1:50 62 Raumpilot Grundlagen . Treppenpodeste Als Treppenpodest wird der Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufs bezeichnet. Bei der Grafik wurde auf das gängige Durchschnittsmaß von 63 cm zurückgegriffen. dass der Bewegungsfluss entsprechend dem Schrittmaß nicht unterbrochen wird: Podestlänge = x Schrittmaß + 1 Auftritt Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen. a 63 63 Zwischenpodest x*63cm + 1 Auftritt (a) a max.Grundlagen Nach DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden. 18 Stufen (max. Zwischenpodeste sollten so bemessen werden. In Versammlungsstätten sollte nach höchstens 14 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. Mit Zwischenpodest wird der Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen bezeichnet. Entsprechend DIN 18065 soll nach höchstens 18 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. 14 Stufen bei Versammlungsstätten) Systemschnitt mit Treppenpodest.

125 100 50 100 100 50 100 Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei offenem Treppenauge Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei geschlossenem Treppenauge 140 Raumpilot Grundlagen 63 .Treppe Krankentransporte im Podestbereich Grundlagen 250 250 Treppenanlagen/Treppenpodeste müssen in Gebäuden ohne entsprechende Aufzüge so ausgebildet werden. dass darin eine Krankentrage transportiert werden kann (Abmessungen Krankentrage mit klappbaren Holmen entsprechend DIN 13024-2/ April 1997: 2302 x 556 x 137 mm beziehungsweise entsprechend DIN EN 1865 wie im Entwurf DIN 18065 von September 2009 angegeben).

M 1:100 Um bei der Untersicht des Zwischenpodestes bei massiven Treppen eine durchlaufende Anschlusskante der beiden Treppenläufe zu erhalten. das Podest kann daher mit geringerer Materialstärke ausgeführt werden als bei B und C. 64 Raumpilot Grundlagen . müssen die Steigungen versetzt anschließen (Zeichnung A). die jedoch geometrische. Die Lage des Handlaufs hängt ebenfalls von der Geometrie der Treppenanlage ab. Die Zeichnungen B und C sind mögliche Alternativen. Die Alternative D weist durch ihre verspringende Knicklinie eine schwierige Geometrie in der Untersicht auf. Untersicht Stufenschnitte.Grundlagen Stufenschnitt bei zweiläufiger massiver Treppe A B C D Schnitt Aufsicht Die Treppengeometrie von Treppe A hat Vorteile: Die Knicklinie der Treppenuntersicht liegt durchgehend in einer Linie. statische oder herstellungstechnische Nachteile haben.

Geländer Um gegen Absturz zu sichern. 6. müssen die freien Seiten von Treppenläufen und Treppenpodesten durch Geländer gesichert werden. ≤ 12 < 15 Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen und maximal zulässiger Abstand des Geländers über den Treppenstufen entsprechend DIN 18065 ≥3 ≤ 12 Unterschneidung geschlossene Treppe Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen entsprechend LBOAVO BW § 4 Umwehrungen ≥ 60 Raumpilot Grundlagen 65 ≤2 ≤ 12 Unterschneidung offene Treppe < 15 ≤ 12 Grundlagen In öffentlichen Gebäuden müssen die teilweise von der DIN beziehungsweise der LBO abweichenden Anforderungen der GUV (gesetzliche Unfallversicherung) für die Höhe und Gestaltung von Umwehrungen beachtet werden! . 2. Bei Treppen mit Setzstufen (geschlossene Treppen) können die Stufen bündig mit der Setzstufe abschließen.2). Die Höhe des Geländers wird lotrecht über der Stufenvorderkante beziehungsweise über der Oberkante des Podestbodens gemessen (geforderte Geländerhöhen siehe Tabelle nächste Seite).Treppe Unterschneidung Treppen ohne Setzstufen (offene Treppen) müssen um mindestens 3 cm unterschnitten werden (DIN 18065. dass Öffnungen in Umwehrungen 1. Der Abstand dieser Umwehrungen von der zu sichernden Fläche darf senkrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. dass a + u ≥ 26 cm beträgt (DIN 18065.9) Die LBOAVO BW fordert darüber hinaus unter § 4.7 . bei einer Breite von mehr als 12 cm bis zu einer Höhe der Umwehrung von 60 cm nicht höher als 2 cm. 6. Geschlossene Treppen mit Treppenauftritten a < 26 cm sind so weit zu unterschneiden.7 .1). Über Treppenpodesten darf der lichte Abstand zur Geländerunterkante lotrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. 6. darüber nicht mehr als 12 cm sein dürfen. Um das Überklettern von Geländern durch Kleinkinder zu erschweren. (DIN 18065. darf entsprechend DIN 18065 der lichte Abstand von Geländerteilen in eine Richtung nicht mehr als 12 cm betragen (dies gilt nicht für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten). Unterschneidungen sind ebenfalls möglich. bei einer Höhe von mehr als 12 cm nicht breiter als 12 cm sein dürfen.

die nicht der Arbeitsstättenverordnung unterliegen Arbeitsstätten für alle Gebäudearten Treppengeländerhöhe min.Grundlagen Handlauf Kinder 65 . wenn das Treppenauge bis zu 20 cm breit ist nach Bauordnungsrecht nach Arbeitsschutzrecht 66 Raumpilot Grundlagen .115 Treppengeländerhöhen für Erwachsene (DIN 18065) und Kinder (Orientierungswert) Treppengeländerhöhen nach DIN 18065 Absturzhöhen bis 12 m 1) Gebäudearten Wohngebäude und andere Gebäude. 90 cm 2) bis 12 m 1) über 12 m 1) 2) 3) 100 cm 3) 110 cm außerdem bei größeren Absturzhöhen.75 Brüstungshöhe min.110 (LBO) Handlauf Erwachsener 80 . 90 .

Bei nutzbarer Treppenbreite über 1. Wenn die Treppenbreite mehr als 4 m beträgt. die häufig von Kindern begangen werden.115 Handlauf. Die DIN 18065 empfiehlt eine Höhe zwischen 80 cm und 115 cm. Bei der Planung sollte darauf geachtet werden. Für Treppen. als Anhaltswert kann eine Höhe von 65 cm bis 75 cm genannt werden. Empfehlung: Handlaufhöhe für Erwachsene etwa 85 cm. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 67 Grundlagen .Treppe Handlauf Treppenläufe ab vier Stufen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.50 m müssen beide Treppenseiten mit Handläufen ausgerüstet werden. Bei der Handlaufplanung ist auf eine angenehme Greifhöhe zu achten. ≥5 Der Seitenabstand des Handlaufs von benachbarten Bauteilen muss mindestens 5 cm betragen 80 . ist ein zusätzlicher tiefer liegender Handlauf sinnvoll. dass der Handlauf ununterbrochen durchläuft und das Umgreifen nicht durch Befestigungselemente gestört wird. muss ein zusätzlicher Zwischenhandlauf in der Mitte angeordnet werden. Durch einen Seitenabstand des Treppenhandlaufs zu benachbarten Bauteilen von mindestens 5 cm wird ein sicheres Umgreifen ermöglicht (DIN 18065). Die Höhe der „Umwehrung“ (Absturzsicherung) entspricht nicht immer der optimalen Handlaufhöhe.

im Antritt viertelgewendelte Treppe Einläufige. zweimal viertelgewendelte Treppe Einläufige.Grundlagen Treppenarten Einläufige gerade Treppe Einläufige. halbgewendelte Treppe 68 Raumpilot Grundlagen .

Treppe Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest Dreiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Raumpilot Grundlagen 69 Grundlagen .

Grundlagen Bogentreppe. Treppe mit Treppenauge 70 Raumpilot Grundlagen . Treppe mit Treppenspindel Dreiläufige zweimal abgewinkelte Treppe mit Zwischenpodesten Wendeltreppe. zweiläufige gewendelte Treppe mit Zwischenpodest Spindeltreppe.

daher sind Stufenunterschneidungen bei barrierefreien Treppen unzulässig (DIN 18024/DIN 18025) beziehungsweise nur bis 2 cm zulässig (DIN 18040 Entwurf) b 30 Die Trittstufen müssen durch taktiles Material erkennbar sein. entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und 2 dürfen Handläufe im Treppenauge und an Podesten nicht unterbrochen sein. – Der Treppenlauf von Wohnungstreppen sollte in der barrierefreien Planung nicht gewendelt sein (DIN 18025 Teil 2). Bei Bedarf sind Aufzug oder Rampe zum Überwinden von Höhenunterschieden erforderlich. 1992 . – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) sind frei in den Raum kragende Handlaufenden mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen. DIN 18025 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Handlauf – Beidseitige Handläufe auf 85 cm Höhe erforderlich (DIN 18024 und DIN 18025). – Äußerer Handlauf muss über das Treppenende hinaus 30 cm waagerecht in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm entsprechend DIN 18040 Entwurf) weitergeführt werden. – Entsprechend DIN 18040 Teil 1 und 2 (Entwurf) sind ab einem Innendurchmesser des Treppenauges von 200 cm auch gebogene Treppenläufe zulässig.Treppe Barrierefrei Erreichbarkeit im Wohnungsbau Entsprechend LBO BW § 35 (3) müssen bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Treppenlauf – Notwendige Treppen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten dürfen nicht gewendelt sein (DIN 18024). In diesen Wohnungen müssen die Wohn. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2 sind Handlaufhöhen zwischen 85 und 90 cm zugelassen. Trittstufen dürfen über die Setzstufen nicht vorkragen. Stolpergefahr bei Stufenunterschneidung. Erreichbarkeit in öffentlichen Gebäuden In LBO BW § 39 sind weitere bauliche Anlagen aufgelistet. Stufen – Stufenunterschneidungen sind unzulässig (DIN 18024/DIN 18025 Teil 2).und Schlafräume. – Innerer Handlauf darf nicht unterbrochen sein (DIN 18024/DIN 18025). eine Toilette. Entsprechend § 39 und DIN 18024 Teil 2 (beziehungsweise 18040 Teil 1 (Entwurf)) ist für öffentlich zugängliche Gebäude wie unter anderem Bürogebäude. 1996 DIN 18025 Teil 2/ Dez. bei schrägen Setzstufen sind Unterschneidungen bis zu 2 cm zulässig. Treppen entsprechend DIN 18024. – Handläufe sind mit 3 bis 4. Taktile Hilfen an Handläufen am Anfang und am Ende der Treppe informieren Blinde über den Beginn und das Ende des Treppenlaufs Orientierungshilfen sind für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wichtig! – Markierungen der Stufenvorderkanten (zumindest die erste und letzte Stufe sollte markiert sein) – Aufmerksamkeitsfeld vor der Treppe (Belagswechsel) Raumpilot Grundlagen 71 Grundlagen LBO BW § 35 (3) LBO BW § 39 DIN 18040 Teil 1/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18040 Teil 2/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18024 Teil 2/ Nov. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.5 cm Durchmesser gefordert. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) müssen Treppen Setzstufen haben. die barrierefrei gestaltet werden müssen. Gaststätten und Praxen die stufenlose Erreichbarkeit aller Gebäudeebenen gefordert.

90) . DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 (Entwurf) ist eine 150 cm Bewegungsfläche vor der Treppe für Rollstuhlfahrer gefordert. Äußere Handläufe müssen in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) 30 cm waagerecht über den Anfang und das Ende einer Treppe hinausragen. (Bemaßung dieser Podestfläche entsprechend Forderungen der LBO und DIN 18065). Die oberste Stufe (Austrittsstufe. da es von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden kann.4. M 1:50 72 Raumpilot Grundlagen Handlauf 85 (. Das Zwischenpodest kann jedoch schmäler sein als 150 cm. Entsprechend DIN 18024.Grundlagen Barrierefreie Treppe Barrierefreie Treppen müssen beidseitige Handläufe besitzen mit 3 bis 4.5 cm Durchmesser. 3 . siehe „ Treppenteile“) darf nicht dazugerechnet werden.5 Umwehrung 90 . die Absturzsicherung muss daher getrennt vom Handlauf in der geforderten Höhe angeordnet werden! Die Höhe des Handlaufs wird lotrecht über Stufenvorderkante beziehnungsweise über OFF der Podeste bis Oberkante Handlauf gemessen.110 ≥ 30 ≥ 30 ≥ 150 Barrierefreie Treppe. Die rechtlichen Vorschriften über Brüs­ tungshöhen gelten unabhängig von der Forderung nach 85 cm (85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) Handlaufhöhe.

Die nutzbare Rampenbreite zwischen den mindestens 10 cm hohen Radabweisern ist mit mindestens 1. 30 Frei auskragende Handlaufenden sind mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen (DIN 18040 Entwurf). .50 m groß sein. Nicht-barrierefreie Rampen Rampen können alternativ oder zusätzlich zu Treppen oder Aufzügen als großzügige vertikale Erschließungselemente eingesetzt werden. bei Steilrampen zwischen 10 und 24 Prozent (nicht barrierefrei). Bei der barrierefreien Rampenplanung ist eine Steigung bis maximal 6 Prozent möglich. Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen et cetera die ungehinderte Höhenüberwindung.90 m DIN 18040 (Entwurf) anzubringen und über die Rampe hinaus 30 cm über die Podestfläche zu führen. Nach maximal 6 m Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 1. Die Neigung von Flachrampen liegt bei maximal 6 Prozent. Die Bewegungsflächen am Anfang und am Ende der Rampe müssen mindestens 1. Rampen sind ab 3 Prozent Längsgefälle erforderlich. 6% Rampen ermöglichen Gehbehinderten. M 1:100 Raumpilot Grundlagen 73 85 Grundlagen Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Handläufe sind beidseitig mit 3. *) 150 cm nur entsprechend DIN 18040 (Entwurf) ausreichend. >5 10 120 Steigung maximal 6 Prozent in der barrierefreien Rampenplanung ≥ 150 72 85 30 ≥ 150 ≥ 150 *) 120 30 ≤ 600 ≥ 150 ≤ 600 30 ≥ 150 ≥ 150 *) Rollstuhlgerechte Rampe entsprechend DIN 18024. bei Belagrampen (nicht barrierefrei) zwischen 6 und 10 Prozent.Treppe max.5 cm bis 4 cm Durchmesser auf 0.20 m Breite gefordert.85 m Höhe (0.85 m bis 0.50 m Länge erforderlich.50 m x 1. DIN 18025 und DIN 18040 Entwurf. falls Handläufe unterfahrbar.

Anforderungen. Rampen und LBOAVO: unter anderem § 4 Umwehrungen. Maße. Prüfung Gesetze/Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (12. § 11 Notwendige Treppenräume. Hauptmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rie­ refreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 13024 Teil 1 / April 1997 / Krankentrage –Teil 1: mit starren Holmen – Maße. Wege. Hauptmaße DIN 18065 Entwurf / September 2009 / Gebäudetreppen – Begriffe. Ausgänge Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Richtlinien Hochhausrichtlinien Versammlungsstättenverordnung Verkaufsstättenverordnung Krankenhausbauverordnung Geschäfts.Teil 1: Mit starren Holmen. Ausgänge – § 38 Umwehrungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2006). Messregeln. Treppenräume.2004) mit Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) (Oktober 1979). Prüfung. Messregeln.und Ausgänge.2 Verkehrswege Musterbauordnung (MBO) (2002) insbesondere: – § 14 Brandschutz – § 33 Erster und zweiter Rettungsweg – § 34 Treppen – § 35 Notwendige Treppenräume. Gänge. Plätze. Anforderungen. besonders: – ASR 7/3 Künstliche Beleuchtung – ASR 12/1-3 Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände – ASR 17/1. öffentliche Verkehrs.Grundlagen Normen DIN EN 1865 / Dezember 1999 / Festlegungen für Krankentragen und andere Krankentransportmittel im Krankenkraft­ wagen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Ein. § 10 Treppen. Berichtigungen zu DIN 13024 Teil 1: 1997-04 DIN 13024 Teil 2 / April 1997 / Krankentrage – Teil 2: mit klappbaren Holmen – Maße. Prüfung DIN 13024 Teil 1 Berichtigung 1 / Mai 2008 / Krankentrage . insbesondere: § 28 Treppen. Anforderungen.und Warenhausverordnung Garagenverordnungen Schulbaurichtlinien Richtlinien für Kindergärten Unfallverhütungsvorschriften Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) 74 Raumpilot Grundlagen .08. Flure.

Basel 1994 Schuster. Rysler.): Architektur konstruieren. New York 2005 Raumpilot Grundlagen 75 Grundlagen Literatur Baus. Klaus: Geländer. Heinz. gerade und gewendelt. Kon­ struktion und Gestaltung von großen und kleinen Treppenanlagen. Köln 2000 Ronner. Wien. Architektur – Konstruktion – Gestaltung. Thomas: Neue Treppen. Stuttgart 1943 . Stuttgart 1964 Slessor. Leinfelden-Echterdingen 1983 Pech. Mün­ chen 2001 Meyer-Bohe. Friedrich: Handbuch der Treppenkunde. Berlin 2008 Drexel. Klaus: Treppen aus Metall. Anton. Stuttgart 2001 Mielke. Kölliker. Klaus: Stahltreppen. Walter: Elemente des Bauens. Siegele. Hannover 1993 Pracht. Franz: Treppen – Entwurf. Andreas: Treppen/ Stiegen. Fredi. Emil: Baukonstruktion im Kontext des architektonischen Entwerfens: Zirkulation. München 2000 Jiricna Eva: Moderne Treppen. Stuttgart 1998 Schuster. Köln 2002 Pracht. Ursula. Boston.Treppe Deplazes. Kolbitsch. Catherine: Treppenhäuser. Konstruktion und Design. Gitter und Zäune aus Metall. Holz und Eisen. Franz: Treppen aus Stein. Basel. Andrea (Hrsg.

Grundlagen 76 Raumpilot Grundlagen .

Aufzug Raumpilot Grundlagen 77 Grundlagen .

Grundlagen Aufzug 79 79 80 81 82 82 82 82 83 83 83 84 86 88 90 91 92 92 93 93 94 96 98 Einleitung Planungsregeln Begriffe Fahrkorbvarianten Antriebsarten Seilaufzug Triebwerksraumloser Seilaufzug Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe Hydraulikaufzug Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Dimensionierung – Aufzugsgrößen Dimensionierung – Bewegungsflächen/ Wartezone/ Vorraum Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Dimensionierung – anhand von Tabellen Vorgaben der Landesbauordnung Hochhaus Aufzugsgruppen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Twin-System Feuerwehraufzug Barrierefrei Planungsregeln/Literatur 78 Raumpilot Grundlagen .

Dieses Kapitel kann hierfür nur erste Planungshinweise geben. bei der konkreten Projektierung frühzeitig einen Fachplaner mit einzubeziehen. da sie Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Zugang zu allen Geschossen eines Gebäudes ermöglichen. die – außer den repräsentativen Treppen in Foyerbereichen – oft nur als Fluchtwege (notwendige Treppen) ausgebildet sind und entsprechend selten genutzt werden. Planungsregeln Die MBO 2002 führt unter § 39. Für die Erschließung von Hochhäusern haben Aufzüge eine größere Bedeutung als Treppen.50 m Höhe des obersten Fußbodens über der Eingangsebene (Novellierung 2010 beachten!). Von diesen Aufzügen muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen. Raumpilot Grundlagen 79 Grundlagen Der zur Zeit schnellste Personenaufzug befindet sich im Taipei Financial Center „Taipei 101“ in Taipeh. 4 „Aufzüge“ an: „Gebäude mit einer Höhe nach § 2 Abs. Man unterscheidet für den Transport von Personen und Lasten verschiedene Aufzugsarten: – Personenaufzüge – Lastenaufzüge – Güteraufzüge – Feuerwehraufzüge. Dieses Kapitel behandelt vorwiegend Personenaufzüge. beispielsweise indem über die Förderleis­ tung die Aufzugs­ kapazität bestimmt wird (siehe „Dimensionierung“).Aufzug Einleitung Aufzüge dienen neben Treppen. Der Gesetzesentwurf zur Novellierung sieht für § 29 „Aufzugsanlagen“ Angleichungen an die Musterbauordnung MBO vor. 3 Satz 2 (Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. Es empfiehlt sich. Taiwan (Baujahr 2004) und erreicht in einer Richtung (!) eine Geschwindigkeit von 17 m/s. dies entspricht 61 km/h. Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. ► Anforderungen an die Aufzugsplanung der jeweiligen LBO beachten! ► Die hier beispielhaft zitierte LBO BW wird voraussichtlich 2010 novelliert. wie sie beispielsweise in Wohn. Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden. Für die Projektierung von Aufzügen in größeren Gebäuden sind komplexe Verkehrsberechnungen schon während der Planungsphase erforderlich. Bei der Planung barrierefreier Gebäude sind Aufzüge unverzichtbar. . über der Geländeroberfläche im Mittel) von mehr als 13 m müssen Aufzüge in ausreichender Zahl haben. “ Abweichend davon fordert die LBO BW unter § 29 entsprechende Aufzüge ab 12. Fahrtreppen und Rampen der vertikalen Erschließung von Gebäuden. Rollstühle.oder Verwaltungsbauten eingesetzt werden.

60 m x 1 m Teleskopschiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente nebeneinander zu einer Seite hingeschoben.63 1. M 1:100 80 Raumpilot Grundlagen Puffer . Steuerung und Regelung untergebracht werden.60 2. Schutzraum Der Schutzraum soll sowohl auf dem Fahrkorbdach als auch in der Schachtgrube eine gefahrlose Wartung sicherstellen. Von Vorteil ist die geringere lichte Schachtbreite als bei der zentral öffnenden Variante/Schiebetür. entsprechend DIN 15306 (cm) Nenngeschwindigkeit (m/s) Mindestschachtgrubentiefe Mindestschachtkopfhöhe 0.und Güteraufzüge oben: mindestens 1 m unten: mindestens 0. Lasten. Schachtkopf Teil des Schachtes zwischen der Fußbodenoberkante der obersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtdecke. Gegengewicht Förderhöhe Aufzugsschacht Schachttürhöhe Fahrkorbhöhe Schachtkopf Fahrkorb Schachtgrube Dimensionierung Schachtkopf und Schachtgrube.50 160 380 220 500 ► Angaben zur Mindestschachtgrubentiefe und zur Mindestschachtkopfhöhe machen die DIN EN 81-1. in dem das Triebwerk und/oder die zum Aufzugsantrieb dazugehörigen technischen Einrichtungen wie Antrieb. In nebenstehender Tabelle werden beispielhaft einige Werte aus der DIN 15306 (Personenaufzüge für Wohngebäude) zitiert. Zentral öffnende Schiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente mittig zu beiden Seiten geöffnet. der Personen und Lasten befördert. nachteilig ist die größere Fahrschachtbreite gegenüber der einseitig öffnende Teleskopschiebetür. Die DIN EN 81-1 beziehungsweise DIN EN 81-2 fordert für Personen-. Schemaschnitt. Fahrkorb Teil des Aufzugs.Grundlagen Begriffe Triebwerksraum Triebwerk Triebwerksraum Raum. Schachtgrube Teil des Schachtes zwischen der untersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtsohle.00 140 360 140 370 1. Vorteilhaft ist die kürzere Öffnungsund Schließzeit.50 m bei einer von Einbauten freien Fläche von mindestens 0. die DIN EN 81-2. die DIN 15306 und die DIN 15309.

die die Investitionskosten für den Aufzug deutlich erhöhen. . zentral öffnende Schiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Standard-Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Fahrkorbtiefe Schachttiefe Fahrkorb einseitig öffnende Teleskopschiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Durchlader Übereckaufzug Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite einseitig öffnende Teleskopschiebetür M 1:50 Raumpilot Grundlagen 81 Grundlagen Fahrkorbvarianten Die am häufigsten ausgeführte Aufzugsvariante ist in der Abbildung oben rechts zu sehen. Die Übereck-Variante ist eine Sonderlösung. Ihr Einbau erfordert meist aufwendige Konstruktionen. Der Fahrkorb ist zentral angeordnet mit zentral öffnender Schiebetür.Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Der Durchlader ist unter anderem besonders für das Anfahren von Zwischengeschossen geeignet.

kann über dem Aufzug. Dieser Fall kann bei nachträglichen Aufzugseinbauten. Die Anordnung direkt über dem Schacht ist meist die wirtschaftlichste Lösung und hat den besten Gesamtwirkungsgrad. Der Wegfall des Treibwerksraums bedeutet eine deutliche Raum. sie wird durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme jedoch voraussichtlich noch weiter erhöht werden.und Kostenersparnis. Allerdings ist die Wartung erschwert.und Lastentransport einsetzbar und ermöglichen große Förderhöhen. Diese Aufzüge verursachen einen geringeren Geräusch­ pegel und verbrauchen etwas weniger Energie als herkömmliche Seilaufzüge. Durch die längere Seilführung erhöht sich aber der Verschleiß und damit steigen auch die Wartungskosten. Bei vielen Systemen ist die Steuerung außerhalb des Schachts angeordnet. die geforderte Schachtgrubentiefe zu unterschreiten. beispielsweise neben der obers­ ten oder untersten Schachttür von ­ außen zugänglich.Grundlagen Seilaufzug mit Triebwerksraum über dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum oben neben dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum unten neben dem Schacht Seilaufzug ohne Triebwerksraum. in dem sich der Antrieb und die Steuerung et cetera befinden. 82 Raumpilot Grundlagen . da die Antriebsanlage nur über den Fahrkorb zugänglich ist. Bei dieser Aufzugsart ist der Fahrkorb über Seile mit einem Gegengewicht verbunden. Die Anordnung neben dem Schacht kann aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen von Vorteil sein. Dadurch erhöhen sich bei Wartungsarbeiten meist auch die Ausfallzeiten. das Triebwerk ist im Schacht über dem Fahrkorb angeordnet Seilaufzug ohne Triebwerksraum und reduzierter Schachtgrube Antriebsarten Seilaufzug Seilaufzüge sind in der Regel die kosten­ güns­ tigsten Aufzüge. Die Seile werden üblicherweise über eine Treibscheibe mit Umlenkrolle geführt und von einer Antriebsmaschine in beide Richtungen gezogen. Triebwerksraumloser Seilaufzug Bei diesen Konstruktionen werden wesentliche Triebwerkskomponenten innerhalb des Schachts angeordnet. Die maximale Förderhöhe liegt im Jahr 2009 bei etwa 100 m. Der Triebwerksraum. das heißt für Personen. da damit die Gesamtbauhöhe verringert werden kann. Sie sind für alle Nutzungsarten. oben neben dem Aufzug oder unten neben dem Schacht angeordnet werden. Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe In Einzelfällen ist es möglich. wodurch der Triebwerksraum entfällt. zum Beispiel im Altbau eintreten. da eine geringe Anzahl an Seilumlenkungen notwendig ist.

und Hydraulikaufzug – der seilhydraulisch angetriebene Aufzug – einge- setzt werden.und Sicherheitsmaßnahmen ist zum Schutz vor auslaufendem Öl wichtig (Gewässerschutz). so dass zusätzliche Dachaufbauten entfallen.Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit zentralem Druckkolben Daneben wurden zwischenzeitlich auch Aufzüge mit einer reduzierten Schachtkopfhöhe entwickelt (ab circa 2. Diese Aufzüge können komplett in übliche Geschosshöhen integriert werden. Bei diesem seilhydraulischen Hubsystem wird der Hubkolben von einem Seil unterstützt. Der Maschinenraum ist unter oder neben dem Aufzugsschacht angeordnet. Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Bei diesen Aufzügen ist die Kabine ohne Umlenkungen. Hydraulikaufzug Bei einem hydraulisch angetriebenen Aufzug wird der Fahrkorb mit einem ölhydraulischen Hubkolben bewegt.60 m Schachtkopfhöhe. also direkt. Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Für größere Förderhöhen kann eine Kombination aus Seil. Eine korrekte Ausführung der geforderten Abdichtungs. Dies verhindert größere Energieverluste (und entsprechende Betriebskosten). da ständig das gesamte Gewicht der Kabine bewegt werden muss. für den Aufbau ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich). um den Weg vom Aggregat zum Schacht möglichst gering zu halten. Raumpilot Grundlagen 83 Grundlagen .50 m bis 2. Der hydraulisch angetriebene Aufzug wird bevorzugt bei kleineren Förderhöhen (15–25 m) verwendet. Bei diesen Systemen ist ein relativ hoher Energieaufwand nötig. Die Anschaffungskosten sind jedoch höher als bei üblichen Konstruktionen. mit dem Kolben verbunden. Das Seil wird mehrfach umgelenkt. und sie gelten auch als wartungsintensiver. so dass auch größere Höhen überwunden werden können.

da damit ein schnelleres Aus. Zukünftig müssen die Vorgaben der DIN 18040 beachtet werden.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 Dimensionierung – Aufzugsgrößen Personenaufzüge für Wohngebäude entsprechend DIN 15306 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für normale Nutzung 200 110 240 160 150 Die angegebenen Schachtmaße entsprechen den Angaben der DIN 15306 / Juni 2002 beziehungsweise der DIN 15309 / Dezember 2002. Seite 45. Ein breiterer Fahrkorb ist von Vorteil. ­ siehe hierzu auch Kapitel „Grundlagen Barrierefrei“ . sondern entsprechend auch in DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! 630 kg 90 170 110 1000 kg 90 100 150 210 140 320 kg 70 160 100 630 kg 90 200 135 1000 kg 110 250 200 120 170 220 140 1275 kg 110 140 450 kg 80 170 110 800 kg 90 160 110 140 190 210 80 220 160 260 140 210 260 1000 kg 90 1000 kg 90 84 Raumpilot Grundlagen 140 220 220 220 . verschiedene Hersteller unterschreiten diese Abmessungen bei ihren Fabrikaten geringfügig. Die Norm EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. ► Die Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert. Eine Mindestfahrkorbgröße von 110 cm x 140 cm und eine lichte Aufzugstüröffnung von mindestens 90 cm sind unter anderem Voraussetzung für einen rollstuhlgerechten Aufzug. Dies führt zur Erhöhung der Förderleistung.und Einsteigen möglich ist.

Türmaße .Aufzug 110 140 110 140 90 90 260 200 210 120 270 180 DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. Fahrkorbmaße. Türmaße 270 330 140 230 230 1275 kg 110 270 210 1275 kg 110 2500 kg 130 240 (260) 160 250 140 290 270 180 mögliche Bettenabmessungen: bei 1275 kg und 1600 kg: 90 cm x 200 cm bei 2000 kg: 100 cm x 230 cm 130 bei beiden 2500 kg: 100 cm x 230 cm 240 300 270 330 1600 kg 110 300 235 1600 kg 130 160 250 2500 kg 1800 kg 120 300 235 240 (260) 150 170 260 270 2000 kg 120 2000 kg 130 M 1:200 330 Raumpilot Grundlagen 85 Grundlagen Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für intensive Nutzung Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge entsprechend DIN 15309 – Bettenaufzüge DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße. Fahrkorbmaße.

mindes­ tens jedoch 1. Maße des Raums vor nebeneinanderliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Bei nebeneinanderliegenden Aufzügen soll die nutzbare Mindesttiefe zwischen Schachttürwand und gegenüberliegender Wand.Grundlagen Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Dimensionierung – Bewegungsflächen/Wartezone/ Vorraum Vor jedem Aufzug oder jeder Aufzugsgruppe sind Bewegungsflächen einzuplanen. FKT x SBR. DIN 15309 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude Maße des Raums vor dem Einzelaufzug (gilt nicht für Bettenaufzüge) Vor einem Einzelaufzug muss mindestens das 1.50 m sein. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der Tiefe des tiefsten Fahrkorbs und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein.5-fachen der Fahrkorbtiefe (FKT) und der Schachtbreite (SBR). mindes­ tens aber 2. mindestens jedoch einer Fläche von 1. Maße des Stauraums zwischen gegenüberliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Die nutzbare Mindesttiefe zwischen den Schachtvorderwänden soll gleich der Summe der beiden gegenüberliegenden Fahrkorbtiefen.50 m x 1. gemessen in Richtung Fahrkorbtiefe.50 m Abstand gefordert. 150) x SBR Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in Wohngebäuden entsprechend DIN 15306 86 Raumpilot Grundlagen . Bei mehreren nebeneinanderliegenden Aufzügen ist der tiefste Fahrkorb maßgeblich.5-fache der Fahrkorbtiefe (FKT) als Abstand zur gegenüberliegenden Wand eingehalten werden. hier ist jedoch ebenfalls mindestens 1. DIN 15306 Personenaufzüge für Wohngebäude Der Abstand zwischen Schachtwandtür und gegenüberliegender Wand muss der Fahrkorbtiefe (FKT) entsprechen.5-fachen Fahrkorbtiefe und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. Aufzugsgruppen mit gegenüberliegenden Aufzügen kommen allerdings in reinen Wohngebäuden nur selten zum Einsatz. Die nutzbare Mindestfläche soll dem Produkt aus Fahrkorbtiefe und Schachtbreite entsprechen. Es empfiehlt sich. in diesem Fall für Orientierungswerte auf die Bestimmungen der DIN 15309 (siehe rechts) zurückzugreifen. Die DIN 15306 macht keine Angaben zu Mindestabständen bei gegenüberliegenden Aufzügen. 150 x 150 Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) FKT (min. jedoch nicht größer als 4. min.50 m betragen. Die Mindestfläche vor dem Aufzug ist das Produkt aus dem 1.5-fache der Fahrkorbtiefe sein.50 m. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der 1.40 m betragen. das 1.

450) Raumpilot Grundlagen 87 Grundlagen DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße. Fahrkorbmaße. Türmaße 1. Fahrkorbmaße.5 FKT x SBR 1.5 FKT (min.5 FKT (min. Türmaße . 240) x SBR (tiefste FKT maßgeblich) Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in „anderen als Wohngebäuden“ entsprechend DIN 15309 Fahrkorbtiefe FKT + FKT (max. 240) x SBR Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Fahrkorbtiefe (FKT) 1.Aufzug Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße.

Sie wird auf der Basis von Umlaufzeit und mittlerer Wartezeit ermittelt. 300 x P x n NZ = = [Personen/5 min. Sie gibt an. Meist wird als Bewertungsmaßstab für die Förderleistung die „Fünf-Minuten-Leistung“ genannt. Aufzugsgruppen können eine schnelle Abwicklung gewährleisten. kommt es bei einem Ausfall zu einem Verkehrsengpass. die erforderliche Aufzugskapazität der gewünschten Förderleistung anzupassen. dass auch in Stoßzeiten eine Wartezeit von 30 Sekunden nicht überschritten wird.] tu P = Kabinenbelegung n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit [Personen] [-] [s] Aufzug gegenüber Treppe Aufzug gegenüber Treppe außenliegend Aufzug neben neben Treppe Treppe im im Aufzug Gebäudeinnern mit Splitlevel Gebäudeinnern 88 Raumpilot Grundlagen . Förderleistung Die Förderleistung ist die entscheidende Komponente in der Dimensionierung von Aufzugsanlagen. Eine flexible und schnelle Beförderung großer Personenzahlen ist möglich. da keine Ausweichmöglichkeit besteht. Die Kapazität der Aufzüge sollte so ausgelegt werden. Mehrere im Grundriss verteilte Aufzugsgruppen sind bei großflächigen Gebäuden von Vorteil.Grundlagen Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Aufzug im Treppenauge Aufzug neben Treppe Anzahl der Aufzüge Um Anzahl und Größe benötigter Aufzüge zu bestimmen. wie viele Personen mit dem Aufzug innerhalb von fünf Minuten befördert werden können. In Gebäuden mit starkem Vertikalverkehr ist es wichtig. außerdem die Frequentierung und die Höhe des Gebäudes. da sie eine zügige und flexible Personenbeförderung ermöglichen. wenn die zu transportierenden Personen auf mehrere Aufzüge verteilt werden. Ist nur ein Aufzug vorhanden. muss die Menge der zu befördernden Personen bekannt sein.

und Verwaltungsbau Schulgebäude Krankenhaus 12–15 15–20 15–20 25–30 30–50 30–50 30–50 30–40 Kerne zentral Thyssen Verwaltung Düsseldorf Raumpilot Grundlagen 89 Grundlagen Umlaufzeit Die Umlaufzeit ist der Zeitraum. den der Aufzug benötigt. Einzelaufzug: tw= tu Aufzuggruppe: tw = tu / n Kern dezentral I = errechnete mittlere Wartezeit n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit Kern außerhalb Drei Kerne Commerzbank Frankfurt Orientierungswerte für die Bemessung von Aufzugsanlagen Gebäude Wohnhaus Ermittlung der Belegung eines Gebäudes je Wohnung für den ersten Wohnraum für jeden Wohnraum. Nebenräume und Küchen werden nicht mitgezählt je Bett je 10m2 Arbeitsfläche je 10 m2 Klassenzimmerfläche je Bett Personen 2 1 1 1 6 1. . bis ein Fahrgast an einer Station abgeholt wird. Sie sollte aus Komfortgründen 30 Sekunden nicht überschreiten. Wartezeit [s] 80–120 Zwei intern. tu = tf + to [s] Mittlere Wartezeit Hierbei handelt es sich um die Zeit. 5-min-Förderleistung [%] 7 .5 erf.und Einsteigens der Personen) ab. ein Kern RWE Kerne Hauptverwaltung Essen außen Hotel Büro. die durchschnittlich vergeht. um wieder an seine Ausgangsposition zu gelangen.5–10 max.Aufzug Kern zentral tu = Umlaufzeit tf = Fahrzeit to = Standzeit Die Umlaufzeit hängt im wesentlichen von der Steuerung und der Art der Türöffnung (Dauer des Aus. zul.

Dimensionierung anhand von Tabellen Zur überschlägigen Dimensionierung von Aufzugsanlagen in der ersten Planungsphase kann auf die Diagramme der FEM (Fédération Européene de la Manutention) für Wohngebäude beziehungsweise für komfortable Wohngebäude mit oder ohne Büronutzung zurückgegriffen werden.oder Lastenaufzüge sind in den Diagrammen nicht berücksichtigt. Zusätzlich notwendige Feuerwehr. 20 G H 15 E F A B C 1 x 630 kg (8 Personen) 1 x 1000 kg (13 Personen) 1 x 450 kg (18 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 630 kg (29 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 1000 kg (26 Personen) 3 x 1000 kg (39 Personen) 10 ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) D CD D B 5 E F AB G H 1 0 100 200 ≥ Bewohner in allen Vollgeschossen 300 400 500 600 700 800 Anforderungen an die Förderleistung bei Wohngebäuden (FEM) 90 Raumpilot Grundlagen . Ausgabe 2009: Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung und Kennzeichnung der Energieeffizienz von neuen Personen. Aufzüge – Energieeffizienz.und Lastenaufzügen. Sie kann ebenfalls für die nachträgliche Feststellung der Energieeffizienz bestehender Aufzügen sowie für die Nachprüfung von Bedarfsangaben des Herstellers und die Ermittlung des voraussichtlichen Energieverbrauchs herangezogen werden. Für eine präzise Bestimmung des Förderbedarfs sind dieTabellenwerte jedoch nicht ausreichend.Grundlagen ■ VDI 4707 Blatt 1.

) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers. so werden mindestens 280 : 20 = 14 Aufzugsplätze benötigt. Die so ermittelten Werte dienen nur einer groben Vordimensionierung. Hat ein Gebäude beispielsweise 280 Nutzer.) 1x 1000 kg 2x 1000 kg (26 Pers. Die notwendige Anzahl und Größe der Aufzüge ergibt sich dann aufgrund der zulässigen Personenzahl je Aufzug.) 1x 1000 kg (13 Pers. LBOAVO Anhang I/1.Aufzug Vorgaben der Landesbauordnung Einzelne Landesbauordnungen fordern abweichend von der MBO § 39.und Lagertechnik) .) 3x 1000 kg (39 Pers. § 13 (5)).) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers.) 1x 1000 kg 2x 630 kg (29 Pers.) 1x 450 kg (18 Pers. 20 H G 15 F A B C ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) E 10 1x 630 kg (8 Pers. dass auf 20 Gebäudenutzer je mindestens ein Platz im Aufzug zur Verfügung stehen muss (zum Beispiel LBO BW.) D CD 5 E AB F 1 0 100 200 300 ≥ Bewohner/ Beschäftigte in allen Vollgeschossen 400 500 600 700 800 G H Anforderungen an die Förderleistung bei komfortablen Wohngebäuden mit oder ohne Büronutzungen (FEM) Raumpilot Grundlagen 91 Grundlagen FEM Fédération Européene de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.

bei der jeder Aufzug alle Geschosse des Gebäudes anfährt. obere Ferngruppe obere Nahgruppe Skylobby obere Ferngruppe Ferngruppe mittlere Nahgruppe Expressgruppe Skylobby Eingang Nahgruppe Systeme mit Aufzugsgruppen in der Hochhausplanung 92 Raumpilot Grundlagen untere Nahgruppe untere Ferngruppe Mittelgruppe . In Gebäuden solcher Höhe ergeben sich besondere Anforderungen an die vertikale Erschließung und somit auch an die Aufzugsplanung. bei denen die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses. Bei Gebäuden bis circa 35 Geschossen empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Gruppen (Nah. in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist.und Ferngruppe). Eine solche Aufzugsgruppierung ermöglicht zwar eine komfortable Erschließung von Hochhäusern.Grundlagen Hochhaus Die Musterbauordnung definiert unter § 2 Hochhäuser als Gebäude. Bei bis zu circa 25 Vollgeschossen kann eine Aufzugserschließung eingeplant werden. wird bei mehr als drei Gruppen aber auch sehr flächenverbrauchend. bei Gebäuden mit bis zu 45 Geschossen eine Unterteilung in drei Gruppen (Nah-. Aufzugsgruppen ab Eingangsebene Die Aufzugsgruppen werden in mehrere Zielzonen unterteilt. da die Anzahl der Haltestellen eines Aufzugs reduziert wird. mehr als 22 m über der Geländeoberfläche im Mittel liegt. Bei höheren Gebäuden ist die Aufteilung in mehrere Aufzugsgruppen sinnvoll.und Ferngruppe) und bei bis zu 60 Geschossen eine Unterteilung in vier Zielgruppen. Mittel. Dies erhöht die Förderleistung und reduziert die Wartezeiten.

In diesem Fall werden Umsteigegeschosse eingerichtet. Hierbei werden in einem Schacht zwei Fahrkörbe übereinander angeordnet. Diese Aufzugsart ist nur für Expressaufzüge zu empfehlen. sollte bei Mehrkabinenanlagen mindestens ein konventioneller Aufzug in die Aufzugsgruppe integriert werden. Eine zusätzliche Expressgruppe befördert die Passagiere ohne Zwischenhalt in die Skylobby. Fast alle Hochhäuser mit mehr als 200 m Höhe werden auf diese Weise mit ein oder zwei Skylobbys erschlossen. Doppeldecker-Aufzug mit zweigeschossigem Fahrkorb Twin-System mit zwei unabhängigen Fahrkörben (ThyssenKrupp) Raumpilot Grundlagen 93 Grundlagen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Doppeldeckeraufzüge besitzen zweigeschossige Fahrkörbe und bedienen so zwei Haltestellen gleichzeitig. Von der Eingangsebene aus wird die untere Gebäudehälfte mit einer Nah. Twin-System Eine Sonderlösung zur Verbesserung der Förderleistung bietet das Twin-System.und einer Ferngruppe direkt erschlossen. Da in diesem Aufzugsschacht die Verbindung von der untersten zur höchsten Haltestelle nicht ohne Umsteigen möglich ist. Jeder Fahrkorb hat einen separaten Antrieb und kann unabhängig angesteuert werden. um den Flächenbedarf der Aufzugsanlage zu reduzieren. sogenannte „Skylobbys“ . von wo aus die obere Gebäudehälfte ebenfalls mit einer Nah. um Nutzergruppen voneinander zu trennen (zum Beispiel eine umstiegslose Verbindung von der Eingangsebene zu einer Aussichtsplattform oder einem Restaurant in den obersten Etagen). . Zusätzlich werden in solchen Gebäuden häufig Expressaufzüge für Sondernutzungen eingesetzt. So kann zur gleichen Zeit in nur einem Schacht zum Beispiel ein Fahrkorb vom ersten in den vierten und der andere vom achten in den sechsten Stock fahren.und Ferngruppe erschlossen wird.Aufzug Aufzugsgruppen übereinander und Skylobby Bei Gebäuden ab einer Höhe von etwa 200 m werden Aufzugsgruppen übereinander angeordnet.

Auch in mehrgeschossigen Krankenhäusern sollte mindestens einer der Bettenaufzüge als Feuerwehraufzug ausgebildet werden.Grundlagen Feuerwehraufzug. DIN EN 81-72 Entsprechend den Landesbauordnungen und den Hochhausrichtlinien müssen Hochhäuser. der im Brandfall der Feuerwehr zur Verfügung steht (Feuerwehraufzug).oder Lastenaufzüge verwendet. Bauliche Anforderungen Angaben zu den baulichen Anforderungen enthält die Europäische Norm EN 81-72 vom Mai 2003. die nutzbare Grundfläche muss jedoch mindestens 1.40 m x 2. Außerdem muss der Feuerwehraufzug von jedem Geschoss des Hochhauses zugänglich sein. Sie sollen der Feuerwehr den Zugang zum Brandherd erleichtern und gegebenenfalls auch als Rettungsaufzüge genutzt werden. dass Platz für mindestens ein Bett und zwei Begleitpersonen vorhanden ist. bei denen nach Art ihrer Nutzung im Brandfall mit größeren Gefahren zu rechnen ist. In erster Linie dienen Feuerwehraufzüge der Brandbekämpfung. mindestens einen Feuerwehraufzug in einem eigenen Schacht haben. Fahrkörbe von Feuerwehraufzügen in Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen sind so zu bemessen. Weitere Feuerwehraufzüge können verlangt werden bei Hochhäusern.10 m groß sein (gilt für den Main-Taunus-Kreis). Ansonsten werden Feuerwehraufzüge im Normalbetrieb als Personen.Entsprechend den Ausführungskriterien für den Bau und Betrieb von Feuerwehraufzügen muss der Fahrkorb mindestens 1.40 m betragen. bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 30 m über der Geländeoberfläche liegt. Vom Feuerwehraufzug aus muss jeder Punkt eines Aufenthaltsraums in höchstens 50 m Entfernung erreichbar sein. Jeder Feuerwehraufzug ist in einem feuerbeständigen Fahrschacht (F90) anzuordnen. 94 Raumpilot Grundlagen .10 m x 2.

26 m ungehindert in den Aufzug eingebracht werden kann. Alle Wände und Türen des Vorraums sowie alle Aufzugstüren müssen dann den Anforderungen an Vorräume von Feuerwehraufzügen genügen.Aufzug Vorraum Vorräume müssen mindestens so groß sein.50 m haben. In Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen müssen Vorräume eine Grundfläche von mindestens 2 m x 2. kann die gemeinsame Wartezone als brandgeschützter Vorraum ausgebildet werden. Aufzugsgruppen Ist der Feuerwehraufzug als Teil einer Aufzugsgruppe vorgesehen. dass eine belegte Krankentrage mit einer Breite von 0.60 m und einer Transportlänge von 2. Der Feuerwehraufzug ist in jedem Fall in einem eigenen Schacht anzuordnen F Feuerwehraufzug mit brandgeschütztem Vorraum Feuerwehraufzug in Aufzugsgruppe mit brandgeschütztem Vorraum Raumpilot Grundlagen 95 Grundlagen . In einzelnen Bundesländern werden exakte Vorraumabmessungen vorgegeben.

Eine waagerechte Anordnung des Innen­ tableaus erleichtert in Kombination mit kontrastreichen. damit Rollstuhlfahrer die Türöffnung unbehindert durchfahren können. um Rollstuhlfahrern. Europäische Regelungen haben grundsätzlich Vorrang vor nationalen Regelungen. Da ein Zurückziehen der DIN 18024 und der DIN18025 aufgrund der Abdeckung zahlreicher weiterer Bereiche außer Aufzüge derzeit nicht möglich ist. fühlbaren) Bezeichnungen der Taster die Bedienung. Eine Kabinengröße von mindestens 1. Eine lichte Türbreite von 90 cm ist erforderlich. Die Anforderungen an Aufzüge der DIN 18024 und DIN 18025 wurden damit durch die DIN EN 81-70 abgelöst und dadurch die geplanten Änderungen durch die DIN 18040 vorweggenommen. Personen mit Sehbehinderungen et cetera die selbstständige Aufzugsnutzung oder die Nutzung mit Begleitpersonen zu ermöglichen. 96 Raumpilot Grundlagen . Personen mit Gehhilfen. Spiegel (raumhoch) Innentableau ≥ 140 50 50 ≤ 10 85 ≥ 110 90 50 150 / 150 ► Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 müssen barrierefreie Aufzüge in öffentlich zugänglichen Gebäuden dem Typ 1 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. die nach einer festgelegten Übergangszeit zurückgezogen werden müssen. Zusätzlich gelten für die Bemessung und Gestaltung der Vorbereiche die DIN 18024 und DIN 18025 beziehungsweise zukünftig DIN 18040. ► Die Anforderungen an barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert sondern entsprechend auch DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! Barrierefrei Für barrierefreie Aufzüge werden in der DIN EN 81-70 Anforderungen an Tür.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 ► Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu DIN 18024 und DIN 18025. auch für Sehbehinderte.und Anzeigeelemente gestellt. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 müssen barrierefreie Aufzüge in Wohnungen dem Typ 2 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen.10 m Breite und 1.40 m Tiefe ist gefordert. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. wurde der Ersatzvermerk in das nationale Vorwort der DIN EN 81-70 aufgenommen. Festlegungen für Aufzüge aus der DIN 18024 und aus der DIN 18025 wurden in diese EN-Norm übernommen. taktilen (erhabenen.und Fahrkorbgrößen sowie an die Gestaltung der Bedien.

DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2). Ein raumhoher Spiegel an der Fahrkorbrückwand ermöglicht Rollstuhlfahrern die Orientierung beim Rückwärtsfahren im Fahrkorb und beim Verlassen des Aufzugs (nach DIN 81-70 nicht raumhoch erforderlich. aber trotzdem zu empfehlen). 1992 DIN 18025 Teil 2 / Dez. 1996 DIN 18025 Teil 1 / Dez. 1992 DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 / Feb 2009 DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 / Feb 2009 LBO BW § 29 LBO BW § 35 LBO BW § 39 LBOAVO BW §13 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 97 Grundlagen .und Bewegungszone vor dem Aufzug Damit das Wenden mit einem Rollstuhl möglich ist. DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. Neben dem äußeren Bedienungstableau muss ein seitlicher Abstand von mindestens 50 cm zur Wand oder zu einschränkenden Gegenständen freigehalten werden. Die DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 verlangt zusätzlich für öffentlich zugängliche Gebäude. ≥ 150 DIN EN 81-70 / Sep.Aufzug 110 140 110 140 90 90 Ein Handlauf unter dem Tableau verbessert die Nutzbarkeit (90 cm Höhe entsprechend DIN 81-70). 2005 DIN 18024 Teil 1 / Jan. muss die Bewegungsfläche vor der Aufzugstür mindestens 150 cm x 150 cm bemessen sein (DIN 18024 Teil 1 und Teil 2. Warte. Alle Bedieneinrichtungen und Haltestangen für den Rollstuhlfahrer müssen auf einer Höhe von 85 cm angeordnet sein (DIN 18024 / DIN 18025). dass sich die 150 cm x 150 cm große Fläche vor dem Aufzug nicht mit Verkehrswegen oder anderen Bewegungsflächen überlagert. 1998 DIN 18024 Teil 2 / Nov.

70-73 Schöllkopf. München 2002 Reuter. In: DAB 2002/3. Fahrkorbmaße. 518-523 98 Raumpilot Grundlagen . In: Detail. in: Detail.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-1: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-1/A1 DIN EN 81-1/A2 DIN EN 81-1/A3 (Entwurf) DIN EN 81-2 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 2: Hydraulisch betriebene Personen. Türmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Günter: Das Aufzugssystem Twinzwei Kabinen.Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN EN 81-1 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 1: Elektrisch betriebene Personen. Türmaße DIN 15309 / Dezember 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge – Baumaße. Johann. Karl-Otto: Planungsgrundsätze für Aufzüge. Harro: Aufzüge.): HochhausAtlas. eine Fahrbahn. Ellen (Hrsg. S. S.Grundlagen Planungsregeln / Literatur Normen DIN 15306 / Juni 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für Wohngebäude – Baumaße. Wege. 2004/5. Kloft. Aufzüge – Energieeffizienz Bauordnungen Musterbauordnung MBO 2002. öffentliche Verkehrs. S. insbesondere § 39 Aufzüge Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Literatur Eisele. Neuheiten – Stand der Technik – Entwicklungstrends. April 2008) VDI 4707 / März 2009 / Blatt 1. 2004/5. ein Schacht.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen . 526-527 Streng.und Lastenaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge – Deutsche Fassung EN 81-72: 2003 Richtlinien Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richtlinie – MHHR) (18. Fahrkorbmaße.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-2: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-2/A1 DIN EN 81-2/A2 DIN EN 81-2/A3 (Entwurf) DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN EN 81-72 / November 2003 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Plätze.

Rettung RHEW Raumpilot Grundlagen 99 Grundlagen .

und Durchfahrten Aufstellflächen Bewegungsflächen Literatur/Planungsregeln 100 Raumpilot Grundlagen .und Durchgänge Zu.Grundlagen Rettung 101 102 103 103 104 105 105 105 106 107 108 108 Rettungswege Notwendige Treppen Notwendiger Treppenraum Notwendige Flure Notwendige Fenster Sicherheitstreppenraum Rettungsgeräte der Feuerwehr Zu.

Die unterschiedlichen Gebäudeklassen sind in der Musterbauordnung (MBO. 2.+ 1.Rettung >6 0m Rettungswege Die Anforderungen an die Rettungswege in Gebäuden sind abhängig von der jeweiligen Gebäudeklasse. Rettungswege bei unterschiedlichen Gebäudehöhen (unterschiedliche Gebäudeklassen) Raumpilot Grundlagen 101 . Zusätzlich sind in den Hochhausrichtlinien Angaben zu den besonderen Anforderungen an die Rettungswege in Hochhäusern enthalten (MHHR und andere). 1. 7m 2. § 2) beziehungsweise in den Landesbauordnungen definiert. 1. 2. – Höhe: maximal 7 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 3 – Höhe: maximal 22 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 5 – Höhe: maximal 60 m Hochhaus mit einem Sicherheitstreppenhaus – Höhe: über 60 m Hochhaus mit zwei Treppenhäusern. davon ein Sicherheits treppenhaus Grundlagen <6 0m 22 m 1. 2.

Dabei muss der erste Rettungsweg in Nutzungseinheiten. § 15 Abs. Notwendige Treppe 2. Da dieser den einzigen Rettungsweg darstellt. Sicherheitstreppenraum mit vorgelagerter Sicherheitsschleuse Rettungswege in Gebäuden mit Aufenthaltsräumen gemäß § 15 (3) LBO BW . Notwendige Treppe C < 40m Notwendiger Flur 1. Davon abweichend fordern die MBO sowie die Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) maximal 35 m Entfernung. Der zweite Rettungsweg kann über eine weitere notwendige Treppe führen oder alternativ über eine für die Rettungsgeräte der Feuerwehr erreichbare Stelle (zum Beispiel ein „notwendiges Fens­ ter. § 10). dass jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsräumen über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein muss. 102 Raumpilot Grundlagen A < 40m Notwendiger Flur 1. Notwendige Treppe B 2. siehe Seite 104). die „notwendige Treppe“sein. werden an ihn viel höhere Anforderungen gestellt als an andere notwendige Treppen.Grundlagen Rettungswege Die LBO BW fordert unter § 15. Er muss insbesondere so ausgebildet werden. Der zweite Rettungsweg ist nach LBO BW. die nicht zu ebener Erde liegen. dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. Notwendiges Fenster - Rettungsgeräte der Feuerwehr < 40m Notwendiger Flur 1. 3 nicht erforderlich. Notwendige Treppen Von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums muss eine notwendige Treppe oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 40 m Entfernung erreichbar sein (LBOAVO BW. Für verschiedene Gebäudenutzungen sind davon abweichende Fluchtweglängen gefordert (siehe Tabelle Seite 103). wenn ein „Sicherheitstreppenraum“ vorhanden ist.

die Geschäfts. also auch Teeküchen. die Krankenhausbauverordnung. Der Ausgang muss in der Regel mindestens so breit sein wie die zugehörigen notwendigen Treppen. In notwendigen Treppenräumen von Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen und bei innenliegenden notwendigen Treppenräumen ist an der obersten Stelle des Treppenraums eine Rauchabzugsvorrichtung mit einem freien Querschnitt von mindestens 1 m² anzubringen.Rettung Maßgebend ist die tatsächliche Länge des Weges. Notwendige Flure Notwendige Flure sind Flure. Schulbaurichtlinien. § 12). § 11). Der Weg ist bis zum Beginn des Treppenraums zu messen. Notwendiger Treppenraum Notwendige Treppen müssen grundsätzlich in einem eigenen. Abstellräume und Sanitärräume. Raumpilot Grundlagen 103 Grundlagen Maximale Entfernung jeder Stelle eines Aufenthaltsraums von einem notwendigen Treppenraum .oder Verwaltungsnutzung dienen und deren Nutzfläche in einem Geschoss nicht mehr als 400 m² beträgt“ (LBOAVO BW. über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen zu notwendigen Treppenräumen oder zu Ausgängen ins Freie führen (LBOAVO BW. Notwendige Treppen müssen an der Außenwand angeordnet sein und in jedem über dem Gelände liegenden Geschoss Fenster haben. An notwendige Treppenräume dürfen in einem Geschoss nicht mehr als sechs Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe unmittelbar angeschlossen sein (LBOAVO BW. § 12). § 11).und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. Die Treppenlaufbreite der Treppe muss in den meisten Nutzungen mindestens 1 m betragen. sondern durch andere Einrichtungen sichergestellt. Richtlinien für Kindergärten. Einschubtreppen und Rolltreppen sind ungeeignet und deshalb als notwendige Treppen unzulässig (LBOAVO BW. sowie die Fläche des Flures selbst. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! 25 m 30 m 35 m Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung beachtet werden. beispielsweise die Versammlungsstättenverordnung. die geöffnet werden können. Zur Nutzfläche zählen alle Flächen. die vom Eingangsgeschoss und der obersten Podestfläche zu öffnen sein muss (LBOAVO BW. die einer Büro. ist eine andere Ausführung der Treppenräume zugelassen. Beleuchtung und Rauchabführung nicht durch Fenster. Gabäudeart Hochhäuser Max. Als notwendige Flure gelten keine „Flure innerhalb von Nutzungseinheiten. die durch den Flur erschlossen werden. Werden Belüftung. § 10).und Warenhausverordnung. der nur der Aufnahme der Treppe dient und durch Wände und Türen von den übrigen Räumen eines Gebäudes abgetrennt ist. nicht die Luftlinie. durchgehenden Treppenraum liegen. Entfernung Gast. Hochhausrichtlinien et cetera.

Lichtes Mindestinnenmaß. 35 m Stichflurlänge Notwendiger Flur MBO: max. 400 m² ≥ 90 ≤ 120 ≥ 90 Notwendiges Fenster (LBO BW).25 m. Je Nutzungseinheit muss mindestens ein notwendiges Fenster vorhanden sein (LBOAVO BW. In Bürogebäuden beträgt die Mindestflurbreite beispielsweise 1. § 14.90 m haben. Eine größere Breite kann deshalb bei baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung nach LBO BW.20 m über der Fußbodenoberkante sein. 40 m MBO: max. Die Unterkante der lichten Öffnung darf nicht mehr als 1. 35 m ASR: max. Abs. M 1:100 104 Raumpilot Grundlagen . In notwendigen Fluren ist eine Folge von weniger als drei Stufen unzulässig. § 38. 6 im Einzelfall verlangt werden.25 m Nutzungseinheiten von max.Grundlagen Die Länge des notwendigen Flurs bemisst sich nach der höchstzulässigen Entfernung von 35 m (40 m) zwischen jeder Stelle eines Aufenthaltsraums und einer notwendigen Treppe. 5). Laufweglänge Notwendiger Flur LBO BW: max. 1. Notwendige Fenster Notwendige Fenster müssen zu öffentlichen Verkehrsflächen oder zu Flächen für die Feuerwehr hin angeordnet sein und im Lichten mindestens die Größe eines Quadrats mit Seitenlängen von 0. Flure von mehr als 30 m Länge müssen mit Rauchschutztüren in Brandabschnitte unterteilt werden. 1. Nr. Sie muss über diese Fluchtweganforderung hinaus eine für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichende Breite haben. 15 m Beispiel Bürogebäude Breite notwendiger Flur min. Abs. Rampen mit einer Neigung bis maximal 6 Prozent sind zulässig.

Abs. 6). Innenliegende Sicherheitstreppenräume kommen nur in Betracht. dass eine mit diesen Rettungsgeräten erreichbare Stelle vorhanden ist.25 m breit sein. § 12). Voraussetzung hierfür ist. Bei einer großen Personenzahl ist der für eine Rettung erforderliche Zeitaufwand zu groß. da das Rettungsgerät tragbar ist (Höhe Fußboden des obersten Aufenthaltsraums maximal 7 m über Gelände). wenn das Eindringen von Feuer und Rauch gleichermaßen verhindert wird.Rettung Sicherheitstreppenraum Grundsätzlich müssen Sicherheitstreppenräume an der Außenwand liegen oder vom Gebäude abgesetzt sein und nur über einen offenen Gang zugänglich sein. damit Feuer und Rauch auch bei geöffneten Türen (beim Fluchtvorgang) nicht eindringen können (LBOAVO BW.1) ≥ 300 (350) ≥ 125 ≥ 100 ≥ 350 RHEWREUEF ≥ 220 Durchgang Türöffnung ≥ 200 Durchfahrt M 1:100 Raumpilot Grundlagen 105 Grundlagen . Abschnitt 4. mindestens feuerhemmenden Türen ausgestattet sein. für Türöffnungen genügt eine lichte Höhe von mindestens 2 m (DIN 14090. Zugänge müssen geradlinig.und Durchgänge Bei Gebäuden niedriger Höhe genügt ein Zu. Durchgänge müssen an jeder Stelle eine lichte Höhe von mindestens 2. dass im Brandfall durch Überdruck auch bei geöffneten Schleusentüren der Rauch nicht eindringen kann. dass der Zugang über jedes Geschoss nur über eine Sicherheitsschleuse möglich ist. Zu.20 m haben. Die Führung des zweiten Rettungswegs über Rettungsgeräte der Feuerwehr ist nur für die Rettung einer begrenzten Personenzahl geeignet. Diese Lüftungsanlage muss von der allgemeinen Stromversorgung unabhängig sein (LBOAVO BW.oder Durchgang. die so ausgebildet ist. Der Sicherheitstreppenraum und die Sicherheitsschleusen müssen eine eigene Lüftungsanlage haben. die gleiche Feuerwiderstandsklasse wie die Treppenräume besitzen und mit selbstschließenden. Rettungsgeräte der Feuerwehr Anstelle eines baulichen zweiten Rettungsweges – der zweiten notwendigen Treppe – sind auch Fluchtwege über Rettungsgeräte der Feuerwehr als zweite Rettungswege zulässig. § 11. Voraussetzung ist allerdings. Diese Schleuse muss mindestens 3 m lang sein. Für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen genügt eine lichte Breite von mindestens 1 m. ebenerdig und mindestens 1.

>3m nicht geradlinige Zufahrt Zum Einbiegen von der öffentlichen Verkehrsfläche in die Zufahrt ist ein Außenradius der Kurve von mindestens 10. Zusätzlich müssen vor und hinter Kurven auf einer Länge von mindestens 11 m Übergangsbereiche vorhanden sein (siehe Abbildung). bei einer Gebäudetiefe von mehr als 12 m mindestens 3. müssen für die Kurvenbereiche bestimmte Mindestbreiten vorgesehen werden. Die Zufahrten dürfen eine Steigung von höchstens 10 Prozent ausweisen.oder -durchfahrt für die Drehleiter mit einer Einsatzlänge bis zur Hochhausgrenze erforderlich. Die Breite des Kurvenbereichs ist abhängig vom Kurvenradius.50 m und eine lichte Höhe von mindestens 3.oder Durchfahrt muss eine Mindestbreite von 3 m.50 bis 12 m über 12 bis 15 m über 15 bis 20 m über 20 bis 70 m über 70 m Breite der Zufahrt b 5m 4. Wenn Zufahrten nicht geradlinig geführt sind.und Durchfahrten Bei höheren Gebäuden ist eine Feuerwehrzu.50 m 4m 3. Sie müssen direkt an den öffentlichen Verkehr angebunden sein.2). Diese Zufahrten sind nur erforderlich bei Gebäuden.50 m besitzen.Grundlagen b Die Zufahrten zum Erreichen der Aufstellund Bewegungsflächen von Feuerwehrfahrzeugen sind als befestigte Flächen auf dem Grundstück gefordert. r Übergangsbereich > 11 m >3m M 1:500 . Hierfür sind Aufstellflächen herzustellen. Tabelle für nicht geradlinige Zufahrten Kurvenradius r bis 10. bei denen eine Anleiterbarkeit für den zweiten Rettungsweg nicht in ausreichendem Umfang von der öffentlichen Verkehrsfläche aus möglich ist.50 m für jede Anfahrtrichtung gefordert (DIN 14090/ Abschnitt 4.50 m 3m 106 Raumpilot Grundlagen Übergangsbereich > 11 m Zu. auszuweisen und ständig freizuhalten. Die Zu.50 m unzulässig 10.

0 ≥5 a Aufstellfläche parallel zur Außenwand Aufstellfläche rechtwinklig zur Außenwand Raumpilot Grundlagen 107 Grundlagen . der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Seite einen Abstand von mindestens 3 m zur Außenwand haben.Rettung Aufstellfläche parallel zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a ≥ 3 m bis ≤ 9 m ≥ 3 m bis ≤ 6 m Aufstellfläche rechtwinklig zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a <9m <6m Aufstellflächen Aufstellflächen sind nicht überbaute befes­ tigte Flächen auf dem Grundstück.0 .0 1.3). Aufstellflächen parallel zur Außenwand müssen mit ihrer. Aufstellflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. 4. Der Abstand darf höchstens 9 m. bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen. dass alle zum Anleitern bestimmten Stellen erreicht werden können.0 ≥1 1. Aufstellflächen rechtwinklig zu Außenwänden dürfen keinen größeren Abstand als 1 m zur Außenwand haben. ≥1 a ≥5 . bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen.0 ≥1 . die dem Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen dienen und ständig freigehalten werden müssen. Sie müssen mindestens 5 m x 11 m groß und so angeordnet sein. Der Abstand zwischen der Außenseite der Aufstellfläche und der entferntesten seitlichen Begrenzung der zum Anleitern bestimmten Stelle darf höchstens 9 m. Abs.

Literatur Friedl. ASR Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ≥4 2 ≥1 ≥3 ≥7 ≥4 2 ≥1 ≥7 Bewegungsflächen Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten 108 Raumpilot Grundlagen . Gerhard.: Bauphysik Kalender 2006.Grundlagen Bewegungsflächen Bewegungsflächen sind befestigte Flächen auf dem Grundstück. Rettungswege – Anforderung und Gestaltung. 4. Zuzana. Vor und hinter Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten sind mindestens 4 m lange Übergangsbereiche anzuordnen. Auch Bewegungsflächen sind ständig freizuhalten.4).und Löscheinsätzen dienen. Zufahrten dürfen nicht gleichzeitig Bewegungsfläche sein. Giertlova. Nabil. Sie sind durch Hinweisschilder (DIN 4066) mit der Aufschrift „Flächen für die Feuerwehr“ zu kennzeichnen. Für jedes Feuerwehrfahrzeug ist in der Regel eine Bewegungsfläche von mindestens 7 m x 12 m erforderlich. et al. Rainer: Strategien für die ganzheitliche Gebäudeplanung. Bewegungsflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. die dem Aufstellen von Rettungsfahrzeugen. Bewegungsflächen können gleichzeitig Aufstellflächen sein. Stuttgart 2009 Hausladen. letzte Änderung 2007 MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richt­ linie) April 2008. Rainer: Der Brandschutzbeauftragte. Sonntag. Abs. Sonntag. Berlin 2006 Planungsregeln Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) LBOAVO Allgemeine Ausführungsverordnung des Wirtschaftsministeriums zur Landesbauordnung BW 1995. Wolfgang. der Entnahme und Bereitstellung von Geräten und der Vorbereitung und Durchführung von Rettungs. München 2004 Fouad.

Ruhender Verkehr Raumpilot Grundlagen 109 Grundlagen .

GaVO BW Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs .EAR 2005 Kritische Parkierungsanlage Garagenklassifizierung – Kleingarage Garagenklassifizierung – Mittelgarage Garagenklassifizierung – Großgarage Rampen – EAR 2005 Schleppkurve Pkw Schleppkurve Lkw Wendeanlagen – RASt 2006 Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 Fahrradabstellflächen Planungsregeln/Literatur 110 Raumpilot Grundlagen .Ruhender Verkehr Grundlagen 111 111 112 114 118 119 120 122 124 125 126 127 128 132 133 134 136 138 140 Einleitung Vorschriften und Regeln Motorisierung Stellplatzbedarf Fahrgassenbreiten – EAR 2005 Fahrzeugabmessungen Garagenverordnung .

Motorräder.und Verkehrswesen (FGSV): EAR 05 – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (2005) Die Angaben der EAR 05 entsprechen den aktuellen Anforderungen an Funktionsfähigkeit und Benutzer­ freundlichkeit von Parkierungsanlagen besser. . Lkw und Omnibusse. ­ In diesem Kapitel werden wesentliche Hinweise für die Planung und Bemessung von Parkierungs. Vorschriften und Regeln Die Rechtsgrundlagen für die Planung von Parkierungsanlagen finden sich: – im Bauplanungsrecht.und Begegnungszuschläge. Raumpilot Grundlagen 111 Grundlagen ► Die Garagenverordnung GaVO BW von 1997 ist rechtlich bindend.und Zivilrechts – im Bauordnungsrecht und – im Straßenverkehrsrecht. die Sicherheitsabstände zu festen Hindernissen während der Fahrt. Allerdings beruhen die Mindestmaße der GaVO auf Abmessungen von Pkw aus den 1970er Jahren und führen heute in der Anwendung häufig zu großen Problemen. In den Bauordnungen der Länder sind die Bemessungskriterien für die notwendigen Stellplätze geregelt. wie die Art der Aufstellung der Fahrzeuge. Alle Anlagen des ruhenden Verkehrs außerhalb des öffentlichen Straßenraums unterliegen dem Bauplanungsrecht. einschließlich der Normen des Wege. Daneben müssen zahlreiche weitere Aspekte berücksichtigt werden. mit Bezug auf die entsprechenden Gesetze. Die Breite der Fahrwege und die Größe der Parkierungsflächen wird auf Basis der Abmessungen und fahrgeometrischen Kenngrößen von Bemessungsfahrzeugen festgelegt.Ruhender Verkehr Einleitung Zu den Anlagen des ruhenden Verkehrs gehören Abstellanlagen für Fahrräder. die Bewegungs. der zusätzliche Flächenbedarf bei Kurvenfahrten. sowie die seitlichen Mindestabstände für die Zugänglichkeit der Parkplätze.und Bewegungsflächen zusammengestellt. Pkw. – Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze: Garagenverordnung – GaVO BW (1997) – Forschungsgesellschaft für Straßen. Empfehlungen und Richtlinien. die Schutzabständen vor und hinter abgestellten Fahrzeugen.

25% 75% 50% Abhängigkeit zwischen dem Monatseinkommen und der Anzahl der Pkw im Haushalt.2000 € mtl. Häufig wird baurechtlich ein PkwStellplatz je Wohneinheit gefordert. abhängig vom durchschnittlichen Einkommen und dem Wohnstandort. dass mehr als die Hälfte der Personen mit geringen Einkommen keinen Pkw besitzen. Die Darstellungen zeigen.Grundlagen Motorisierung < 500 € mtl. 0% Anzahl Anzahl PKW Pkw 112 Raumpilot Grundlagen . Er schwankt erheblich. Einkommen > 3600 € mtl. Einkommen 100% Die Abbildungen zeigen den tatsächlichen Bedarf (Nachfrage) an PkwStellplätzen im Wohnungsbau. Auch der Standort hat erheblichen Einfluss: In großen Städten mit einem guten öffentlichen Personennahverkehr werden je Wohneinheit weniger Stellplätze benötigt als im ländlichen Raum. Der tatsächliche Bedarf weicht davon aber ab. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ) 2001/2002) in Deutschland. Einkommen 1500 . Im Gegensatz dazu belegen einkommensstarke Schichten teilweise drei Pkw-Stellplätze je Wohneinheit.

in der BRD und in Baden-Württemberg. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ 2001/2002).Ruhender Verkehr Berlin BRD Baden-Württemberg 100% 75% 50% 25% 0% Anzahl PKW Pkw Pkw pro Haushalt in Berlin. Raumpilot Grundlagen 113 Grundlagen .

mindestens jedoch 2 Stellplätze je Laden mit mehr als 700 m2 Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 10 bis 30 m Verkaufsnutzfläche 2 2 (1) 1 Stellplatz je 30 bis 40 m Büronutzfläche .und Jugendwohnheime Studentenwohnheime Schwesternwohnheime Arbeitnehmerwohnheime 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze.5 Stellplätze je Wohnung 1 Stellplatz je Wohnung 1 Stellplatz je 8 bis 15 Betten. mindestens 2 Stellplätze je Laden mit geringem Besucherverkehr: 2 1 Stellplatz je 50 m Verkaufsnutzfläche 1 Stellplatz je 10 bis 20 m2 Verkaufsnutzfläche Verkaufsstätten. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten.7 bis 1.Grundlagen Stellplatzbedarf Richtzahlen und Orientierungswerte für den objektbezogenen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Wohngebäude Ein.und Zweifamilienhäuser. Verwaltungs. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Verkaufsnutzfläche. Geschäftshäuser bis 700 m Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 30 bis 50 m Verkaufsnutzfläche .2 bis 0. Arztpraxen o. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-. Abfertigungs. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 Plätze.ä. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. Geschäftshäuser Großflächige Einzelhandelsbetriebe außerhalb von Kerngebieten 114 Raumpilot Grundlagen . mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Nutzfläche 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche.und Praxisräumen Büro.5 Stellplätze je Wohnung 0. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 20 Betten.und Ferienhäuser Altenheime Behindertenwohnheime Kinder. Reihenhäuser Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen Gebäude mit Altenwohnungen Wochenend. mindestens 3 Stellplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Gebäude mit Büro-. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten. mindestens 3 Stellplätze 1 bis 2 Stellplätze je Wohnung 0.) Verkaufsstätten Läden.oder Beratungsräume. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze.

Lagerflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Minigolfplätze Kegel. Kirchen Versammlungsstätten 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweis zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen.und Sanitärräume. ohne Besucherplätze: 2 1 Stellplatz je 50 bis 100 m Hallenfläche mit Besucherplätzen: 2 1 Stellplatz je 50 bis 80 m Hallenfläche.B. Verkehrsflächen. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. (2) Nicht zur Verkaufsnutzfläche werden gerechnet: Sozial. von überörtlicher Bedeutung. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl.und Sanitärräume.und Bowlingbahnen Bootshäuser und Bootsliegeplätze Reitanlagen Raumpilot Grundlagen 115 Grundlagen .und Sanitärräume. z. ohne Besucherplätze: 2 bis 4 Stellplätze je Spielfeld mit Besucherplätzen: 4 Stellplätze je Spielfeld.B. 6 Stellplätze je Minigolfanlage 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 3 Boote 1 Stellplatz je 4 Pferdeeinstellplätze 2 bis 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 5 Liegeplätze Tennisplätze. Theater. (1) Nicht zur Büronutzfläche werden gerechnet: Sozial. (3) Nicht zur Sportfläche werden gerechnet: Sozial. Umkleideräume. Freizeiteinrichtungen Sportplätze 1 Stellplatz je 250 m Sportfläche . Geräteräume. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Verkehrsflächen. Verkehrsflächen. Ausstellungsflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. Kantinen.und Sporthallen 2 (3) 1 Stellplatz je 50 m Sportfläche . zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Fitnesscenter Freibäder Hallenbäder 2 (3) 1 Stellplatz je 25 m Sportfläche 1 Stellplatz je 200 bis 300 m2 Grundstücksfläche Freibäder und Freiluftbäder: 2 1 Stellplatz je 200 bis 300 m Grundstücksfl. Trainingsplätze: 2 1 Stellplatz je 250 bis 300 m Sportfläche Sportplätze und Sportstadien mit Besucherpl. Konzerthäuser: 1 Stellplatz je 5 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 10 bis 20 Sitzplätze Gemeindekirchen: 1 Stellplatz je 20 bis 30 Sitzplätze Kirchen 1 Stellplatz je 10 bis 40 Stellplätze Sportstätten. Tennisanlagen 3 bis 4 Stellplätze je Spielfeld. Spiel. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze ohne Besucherplätze: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen mit Besucherplätzen: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. z.: 2 1 Stellplatz je 250 bis 400 m Sportfläche. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze 2 (3) ohne Besucherplätze.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Versammlungsstätten (außer Sportstätten). 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl.

zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler.Grundlagen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Universitätskliniken und ähnliche Lehrkrankenhäuser Krankenhäuser 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten von überörtlicher Bedeutung und Privatkliniken: 1 Stellplatz je 3 bis 4 Betten von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 4 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten 1 Stellplatz je 6 bis 10 Betten Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Kureinrichtungen Pflegeheime 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 bis 15 Betten. Berufsfachschulen Sonderschulen für Behinderte Fachhochschulen. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 Besucherplätze 1 Stellplatz je 15 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 6 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. mindestens jedoch 3 Stellplätze Schulen. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche Grundschulen Sonstige allgemeinbildende Schulen Berufsschulen. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 bis 20 Besucherplätze 116 Raumpilot Grundlagen . zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 15 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 4 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. Hochschulen. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. Berufsakademien Kindergärten. Kindertagesstätten und dergleichen Jugendfreizeitheime und dergleichen Grund.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 Schüler. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 20 Schüler.

Verkehrsflächen. Beherbergungsbetriebe. Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf und dienen lediglich als Anhalt. (5) oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 6 Stellplätze je Wartungs. Pensionen. z. Lagerplätze Ausstellungs. Vergnügungsstätten Gaststätten Tanzlokale. Kurheime und andere Beherbergungsbetriebe Jugendherbergen Verschiedenes Kleingartenanlagen Friedhöfe 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m Grundstücksfläche. 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche(4) oder 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche oder (5) 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 120 m2 Nutzfläche(4).und Verkaufsplätze Kfz-Werkstätten Tankstellen Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweise zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. Diskotheken: 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze 1 Stellplatz je 20 m Spielhallenfläche.und Industriebetriebe Lagerräume. 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m2 Grundstücksfläche. so ist die Zahl der Beschäftigten zugrunde zu legen. mindestens 10 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 117 Grundlagen . (4) Nicht zur Nutzfläche werden gerechnet: Sozialund Sanitärräume.oder Reparaturstand mit Wartungs. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche(4). Ergibt sich dabei ein offensichtliches Missverhältnis zum tatsächlichen Stellplatzbedarf. mindestens jedoch 10 Stellplätze 2 1 Stellplatz je 6 bis 12 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 4 bis 8 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 10 bis 20 m Nutzfläche des Ausstellraumes. (5) Der Stellplatzbedarf ist in der Regel nach der Nutzfläche zu berechnen. Kantinen. Diskotheken Spielhallen Hotels. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 8 bis 12 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung. mindestens 1 je Betrieb 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 Hinweise zur EAR 05: In der Tabelle der EAR 05 sind die von den Bundesländern erlassenen Stellplatzrichtlinien zusammengefasst. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 3 Stellplätze je Waschplatz 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 4 bis 6 Stellplätze je Reparaturstand mit Pflegeplätzen: 2 bis 4 Stellplätze je Pflegeplatz automatische Kfz-Waschstraßen: 3 bis 5 Stellplätze je Waschstraße Kfz-Waschplätze zur Selbstbedienung: 3 Stellplätze je Waschplatz Kfz-Waschanlagen Reifenhandelsbetriebe mit Montageständen 2 bis 3 Stellplätze je Montagestand Gaststätten.oder Reparaturständen: 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Gewerbliche Anlagen Handwerks. Funktionsflächen für betriebliche Anlagen. um die Zahl der üblicherweise erforderlichen Stellplätze oder Garagen zu bestimmen.B. Die Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes sind zu beachten.

Hoher Flächenverbrauch. Fahrgassenbreite [m] für Vorwärtseinparken in Abhängigkeit vom Aufstellwinkel [Grad].00 54 63 72 81 90 6. Fahrgassenbreite Aufstellwinkel.oder Zweirichtungsverkehr.00 3. Auf­ stell­ winkel kleiner als 45 Grad nicht empfohlen wegen schlecht nutzbarer Restflächen.und Ausparken nicht gewährleistet. Zügiges Ein.50 4. für die Parkenstandbreite b = 2.oder Ent­ laden am Fahrbahnrand. Parkstandbreite. – Senkrechtaufstellung Wahlweise Ein. Fahrweise und die seitlichen Bewegungsspielräume bestimmen die Breite der Fahrgasse.Grundlagen Fahrgassenbreiten – EAR 2005 a a a 25 250 0 a = 54° > 350 a = 72° > 450 a = 90° 250 > 600 Aufstellung – Längsaufstellung Vorwiegend für Parken und Be.50 5.00 4.5 m Aufstellwinkel a Fahrgassenbreite 45 3.25 M 1:200 118 Raumpilot Grundlagen . – Schrägaufstellung Zügiges und bequemes Einparken.

90 1.55 2.77 10.00 9.00 1. 2008) Raumpilot Grundlagen 119 390 355 270 Grundlagen 155 150 145 150 .40 1220 255 Wendekreisradius außen 790 250 Nutzfahrzeug (Müllfahrzeug.55 5.29 2.17 2. 2-achsig) Reisebus (Mercedes.51 2.76 2.Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs Höhe Länge Breite (ohne Außenspiegel) Fahrrad Moped Kraftrad Pkw Transporter Kleine Lkw (2-achsig) Große Lkw (3-achsig) Bus Müllfahrzeug (2-achsig) 1. 2009) 470 185 Mittelklasse (Audi A4.35 9. 2009) 420 180 Kompaktklasse (Golf.00 1.70 3. 2009) Beispiele für Kfz-Kategorien Bemessungsfahrzeuge repräsentieren bestimmte Typen von Kraftfahrzeugen M 1:200 700 240 Transporter (Mercedes.80 2.05 10.70 1.10 12.80 3.55 1.00 1.50 9.85 7 .60 0.89 9.80 3.60 0.55 2.74 6.70 3.Ruhender Verkehr Fahrzeugabmessungen 270 155 Mini (Smart.46 10.03 0. 2009) Kenngrößen der Bemessungsfahrzeuge für Parkflächen [m] nach EAR 05 . 2009) 510 190 Oberklasse (Mercedes S-Klasse.20 4.

wenn sich die Bewegungsflächen zweier Behindertenstellplätze überlagern. Einer der beiden Wagen muss dabei gegebenenfalls rückwärts einparken. Stützen. Schräg. andere Bauteile oder Einrichtungen begrenzt ist.30 m.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. 120 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 500 . die hintereinander und parallel zur Fahrgasse angeordnet werden. wenn eine Längsseite – 2.50 m Breite für zwei Stellplätze. 230 230 ≥ 230 ≥ 240 ≥ 250 Parkstände für Rollstuhlbenutzer Die 1. In diesem Fall ergibt sich ein Maß von 5.50 m. wenn jede Längsseite des Einstellplatzes im Abstand bis zu 10 cm durch Wände.50 m. wenn keine Längsseite – 2. Es empfiehlt sich. Es kann unter Umständen Fläche gespart werden. 500 ≥ 750 ≥ 150 350 200 200 ≥ 150 550 200 ≥ 350 600 600 600 M 1:200 230 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Garagenstellplätze.Grundlagen 500 350 Garagenverordnung – GaVO BW ► Die Grundmaße der Garagenverordnung sind knapp 40 Jahre alt. für die Planung ab der gehobenen Pkw-Mittelklasse die Maße wesentlich zu überschreiten. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2.50 m tiefe Bewegungsfläche vor der Längsseite des Pkw führt zu einer erforderlichen Gesamtstellplatzbreite von 3. müssen mindestens 6 m lang sein.40 m.

Die Schrägaufstellung ist bei einem Winkel von 60 Grad besonders flächensparend.80 m2/Pkw 230 300 230 45° 1350 Ø 19. weil das Ein.und Ausparken bei beidseitiger Anordnung einfach ist und das spontane Betreten der Fahrbahn durch Fußgänger erschwert wird. 0 50 0 50 45° 1385 Ø 19.40 m2/Pkw 300 Schrägaufstellung Schrägaufstellen ist an Anliegerstraßen zu empfehlen.20 m2/Pkw 300 1550 Ø 19. wenn beim Ausparken eine gute Sicht auf den fließenden Verkehr erforderlich ist und auf Grund der Flächenverhältnisse keine Schrägoder Senkrechtparkstände möglich sind.90 m2/Pkw 240 300 240 45° 1360 Ø 20.80 m2/PKW 780 Ø 23.00 m2/Pkw M 1:1000 600 50 0 250 Raumpilot Grundlagen 121 Grundlagen Senkrechtanordnung (senkrecht zur Fahrbahn) 23 0 24 0 25 0 .Ruhender Verkehr 500 650 500 500 600 500 500 550 500 Die Senkrechtanordnung ist sinnvoll. wenn die Parkstände aus beiden Richtungen anfahrbahr sein sollen.90 m2/Pkw 250 300 250 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Die Längsaufstellung wird gewählt. 600 600 760 Ø 22. Die Fahrgassenbreite ist abhängig von der Parkstandbreite! 230 240 1650 Ø 18.90 m2/Pkw 350 1600 Ø 19.40 m2/Pkw 800 Ø 24.

Parkstände in Regelbreite sind zulässig. die an einer Längsseite durch Bordsteine begrenzt sind.70 m betragen.25 m reduziert werden. 570 250 175 100 600 175 250 175 175 75 175 250 140 350 390 670 M 1:200 122 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 Randparkstände.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein.85 m. ≤ 60 ≤ 75 225 250 285 175 285 75 175 250 75 250 75 175 290 40 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Markierte Parkstände sollten eine Länge von mindestens 5.90 m.Grundlagen 500 350 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 2005 ≤ 20 Schräg. wenn eine ausreichende Bewegungsfläche mit mindestens 1. sollte die Parkstandlänge 6. weil sie das Öffnen der Fahrzeuge behindern.50 m. wenn eine Längsseite – 2. wenn keine Längsseite – 2. ≥ 500 . 175 Parkstände für Rollstuhlfahrer Die Parkstandbreite für Rollstuhlbenutzer beträgt 3. Darin enthalten ist die Rollstuhlbewegungsfläche neben der Längsseite des Fahrzeugs. Sollte aus besonderen Gründen nur das Vorwärtseinparken möglich sein. können auf 2. Doppelparkstände. Hierzu zählen zum Beispiel auch Stützen auf halber Parkstandlänge.50 m und neben festen Einbauten 3.70 m aufweisen. bei denen sich die Bewegungsflächen überlagern. wenn jede Längsseite durch aufgehende Bauwerksteile oder Absperrungen ganz oder teilweise begrenzt ist. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2.50 m Breite vorhanden ist.90 m. zum Beispiel in Form eines Gehwegs. sind möglich.

30 m2/Pkw 670 750 Ø 21.20 m2/Pkw 70 415 300 415 70 1450 Ø 16.40 m2/Pkw 250 Schrägaufstellung 45° 1270 Ø 20.40 m2/Pkw M 1:1000 570 Raumpilot Grundlagen 123 Grundlagen ▲ Senkrechtanordnung 25 0 .00 m2/Pkw 200 325 200 200 350 200 Längsaufstellung rückwärts einparken vorwärts einparken 725 Ø 24.Ruhender Verkehr 70 430 600 430 70 70 430 450 430 70 rückwärts einparken vorwärts einparken 250 1600 Ø 18.

wenn das Ende der Fahrgasse als Sackgasse ausgeführt ist. 3. bei dem fahrgeometrische Erfordernisse nicht berücksichtigt wurden. 4. 1. Es lässt sich aber zum Beispiel durch breitere Stellplätze oder eine Fahrgassenverlängerung lösen. 2. In den Zeichnungen ist dargestellt. um eine funktionsfähige und benutzerfreundliche Parkierungsanlage zu entwerfen. M 1:500 5. wie schwierig das Einparken am letzten Stellplatz ist. 124 Raumpilot Grundlagen . bei denen die Anbindung der Rampe fahrgeometrisch oft zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Dieses Problem besteht prinzipiell in allen Tiefgaragen mit der Parkplatzanordnung senkrecht zur Fahrgasse.Grundlagen Kritische Parkierungsanlage Das Praxisbeispiel zeigt einen häufig anzutreffenden Planungsmangel. Die Regelmaße nach der GaVO reichen hier nicht aus. Dies ist besonders schwerwiegend bei beengten Kleingaragen.

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Kleingarage (bis 100 m2 Nutzfläche) Grundlagen (entsprechend LBO GaVO) 250 80 700 circa 50 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 500 M 1:1000 Raumpilot Grundlagen 125 275 .

3 0m .Grundlagen Garagenklassifizierung – Mittelgarage (100 bis 1000 m2 Nutzfläche) 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 30 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 275 80 M 1:1000 126 Raumpilot Grundlagen ma x .

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Großgarage (größer als 1000 m2 Nutzfläche) Grundlagen M 1:1000 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 25 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) max. 30 m Raumpilot Grundlagen 127 275 80 .

Ausbildung Kuppe S = 0% HK TK TK HK SR = min.30 m. Es ist darauf zu achten.75 m. Bei Neigungswechseln sind Neigungsdifferenzen über 8 Prozent auszurunden oder abzuflachen.75 m. Wenn die beiden Fahrstreifen durch einen Mittelleitbord geteilt sind. damit auch bei ungünstiger Witterung eine sichere Befahrbarkeit gewährleistet werden kann.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Rampenneigung Die Rampenneigung soll nach EAR 2005 im Allgemeinen 15 Prozent und bei Parkrampen 6 Prozent nicht überschreiten. 8% TK = HK 2 * SR 100 HW SR [%] = Rampenneigung HK [m] = Kuppelhalbmesser TK [m] = Tangentenlänge HW [m] = Wannenhalbmesser TW [m] = Tangentenlänge Wanne HW S = 0% TW TW Ausbildung Wanne SR = min. 8% TW = HW 2 * SR 100 M 1:200 128 Raumpilot Grundlagen . Lichte Höhe Die lichte Durchfahrtshöhe in Parkbauten soll mindestens 2. Innenrampen kleiner Parkbauten sowie kurze Rampen können in Ausnahmefällen bis zu 20 Prozent geneigt sein. Kuppenausrundungen Halbmesser Hk = mindestens 15 m Wannenausrundungen Halbmesser Hw = mindestens 20 m Fahrbahnbreite Die Fahrbahnbreite gerader Rampen mit Richtungsverkehr beträgt 2. ist eine Fahrbahnbreite von 6 m empfehlenswert. Einbauten und Verkehrszeichen vorhanden ist. dass die lichte Durchfahrtshöhe unter allen Bauteilen. um ein Aufsetzen der Fahrzeuge zu vermeiden. Rampen im Freien sollen höchstens eine Steigung von 10 Prozent aufweisen.10 m betragen und bei Neigungswechseln auf Rampen mit einer Neigung von über 8 Prozent Steigung mindestens 2. bei Gegenverkehr 5.

00 26.00 20.50 35. Die sichere Befahrbarkeit muss auch bei ungünstiger Witterung gewährleistet sein.50 25.00 16.75 2.00 11.50 15.00 36.00 30. Dies kann zum Beispiel durch eine geriffelte Oberfläche.75 4.75 1.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 40. Heizung oder Überdachung erreicht werden.00 10.75 Die Rampenneigung sollte bei Rampen im Freien 10 Prozent nicht überschreiten.00 21.75 2.00 31.00 41.75 3.75 3. Rampeneinfahrt im Freien ≥ 230 h SR = ≤ 10% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 129 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 10% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .

63 2.30 3.00 13.00 22.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 15% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.63 3.00 26.96 4.50 16.33 25.96 2.50 10.67 19.00 6.30 Rampeneinfahrt Ausnahmefall h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge M 1:200 TK LR L TW 130 Raumpilot Grundlagen ≥ 230 h SR = ≤ 15% .33 15.00 20.67 29.30 1.00 12.50 23.67 9.

00 18.50 11.00 2.00 8.00 15.00 4.50 3.00 20.50 Rampeneinfahrt nur nach Zustimmung ► Die maximale Steigung von 20 Prozent ist ausnahmsweise (!) nur zulässig bei einer kleinen Nutzerzahl.50 1.00 13.und Ausfahrt.50 16.50 21.50 12.50 17 .00 10.00 5.50 2. kurzen Rampen und bei einer übersichtlichen Ein.00 3.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1. Rampeneinfahrt Ausnahmefall ≥ 230 h SR = ≤ 20% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 131 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 20% (Ausnahmefall) Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .50 7 .00 23. Eine Überdachung der Rampe oder eine Beheizung der Fahrbahn ist zwingend erforderlich.

85 m Wi = 3.und Verkehrswesen (FGSV.25 m und auf Rampen 0.35 m M 1:200 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Rampen nach der GaVO : Wa = 7 .50 m.75 m Wi = 5. Auf Fahrgassen und geraden Rampen sollte man einen Abstand von 0. Bei Lkw sollte man auf Zuschläge von stets 0.25 m einhalten.50 m betragen. 2001). Bewegungs. innerhalb von Fahrgassen genügt ein Zuschlag von 0. Der Flächenbedarf ist abhängig von den maßgebenden Fahrzeugabmessungen. bei Fahrbahnen und gekrümmten Rampen 0. 50 25 Ri = 335 Ra = 585 250 25 500 775 275 50 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 5.00 m M 1:200 132 Raumpilot Grundlagen . Abstände Bei Ein.25 m zurückgreifen. dem Kurvenradius und dem Winkel der Fahrtrichtungsänderung.und Ausparkmanövern gelten die Bewegungszuschläge für ausreichend.125 m. Hinweise hierzu finden sich in „Bemessungsfahrzeuge und Schleppkurven zur Überprüfung der Befahrbarkeit von Verkehrsflächen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen.und Begegnungszuschläge Für Pkw soll dieser Zuschlag an allen Fahrzeugseiten oder -kanten auf Fahrbahnen 0.Grundlagen Schleppkurve Pkw Flächenbedarf bei Kurvenfahrt auf ebenen Parkierungsflächen Charakteristisch für den Bewegungsablauf eines mit den Vorderrädern gelenkten Fahrzeugs bei der Kurvenfahrt ist die sichelförmige Verbreiterung der überstrichenen Fläche durch das kurveninnere Hinterrad (Schleppkurve).

80 m 25 Ri = 380 Ra = 1030 650 25 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 133 Grundlagen .30 m Wi = 3.Ruhender Verkehr Schleppkurve Lkw Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Lastzug mit Anhänger für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 10.

Wendehämmer erfordern Rangiermanöver und sind daher. Gehwege sind nicht dargestellt. 500 450 100 450 400 500 475 550 500 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Fahrzeuge bis 9 m Länge (zweiachsiges Müllfahrzeug) 134 Raumpilot Grundlagen 550 100 325 400 450 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Pkw . welche in einem Zug befahren werden können. Aus den angeführten Beispielen lässt sich jedoch auch erkennen. dass Wendehämmer wesentlich platzsparender sind als Wendekreise. Alle Beispiele weisen eine Freihaltezone von 1 m auf. aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Emissionsbelastung ungünstiger als Wendekreise und Wendeschleifen.Grundlagen Wendeanlagen – RASt 2006 Wendeanlagen werden am Ende von Stichstraßen und Stichwegen beziehungsweise Stichstraßensperren angelegt. wenn Garagenflächen oder Gehwegüberfahrten für Wendevorgänge nicht mitbenutzt werden können. Aus lenktechnischen Gründen sollen Wendeanlagen asymmetrisch linksseitig angeordnet werden. zumindest bei regelmäßigem Lkw-Verkehr.

1:500 Raumpilot Grundlagen 135 Grundlagen .Ruhender Verkehr 373 1170 373 900 Flächenbedarf für einen Wendekreis für ein zweiachsiges Müllfahrzeug 900 1050 550 600 250 Flächenbedarf für einen einseitigen und zweiseitigen Wendehammer für Fahrzeuge bis 10 m Länge (dreiachsiges Müllfahrzeug) 100 250 1550 250 1800 100 M.

dass sie ständig eingesehen werden können.Grundlagen Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 20 100 20 20 60 20 Grundmaße für den Verkehrsraum des Radverkehrs.und Anschließmöglichkeiten vorhanden sein. 136 Raumpilot Grundlagen 225 . Die geforderte Kapazität richtet sich nach der zu erwartenden Fahrradbelegung. Einige Bauordnungen definieren zudem qualitative Anforderungen für die Erreichbarkeit und die Flächengrößen. Zusätzlich sollten ausreichende Stütz. Sportstätten und anderen öffentlichen Gebäuden und Plätzen sind Fahrradabstellplätze erforderlich. Bauordnungsrechtliche Hinweise Die Bauordnungen regeln die Anforderungen an den Bau von Fahrradstellplätzen. Sie sollten ausreichend beleuchtet sein und so angeordnet werden. M 1:50 Unter anderem im Vorbereich von Schulen. Freizeiteinrichtungen. Schieben und Fahren. Bei längerer Abstelldauer empfiehlt sich eine Überdachung.

oder vollautomatische Fahrradbauten werden in stark frequentierten öffentlichen Bereichen wie beispielsweise an Bahnhöfen realisiert. An Bahnhöfen erhalten die Nutzer für die abschließbaren Räume Schlüssel oder Chipkarten. – Teil. an denen sich der Rahmen oder ein Laufrad anschließen lassen.Ruhender Verkehr 100 200 330 60 90 M 1:50 Grundtypen – Fahrradhalter. insbesondere an ÖPNV-Haltestellen. Raumpilot Grundlagen 137 Grundlagen . – Geschlossene Fahrradräume werden häufig in Wohngebäuden. bieten ein Mindestmaß an Diebstahlschutz und Standsicherheit. – Fahrradkleingaragen werden überwiegend für Wohngebäude geplant. – Fahrradboxen ermöglichen die individuelle. Schulen und Firmen eingesetzt. Sie werden meist im Langzeitparkbereich eingesetzt. diebstahlsichere Unterbringung eines Fahrrads sowie gegebenenfalls von Gepäck.

30 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 Ø 3. 100 M 1:100 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 1. Ein seitliches Herantreten zum Abschließen ist nicht möglich.oder Vorderradhalter benötigen Achsabstände von 0. 80 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 2. Allerdings entstehen Nachteile durch mögliches Verhaken der Lenker und/oder Beschädigungen des Zubehörs wie Kabel und Lampen.20 m bei bequemer Zugänglichkeit.75 m /Fahrrad 138 Raumpilot Grundlagen 120 120 .Grundlagen Fahrradabstellfächen EAR 2005 Höhengleiche Aufstellung Lenker.45 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 2 Ø 1.50 m2/Fahrrad Höhenversetzte Aufstellung Durch den Höhenversatz wird Fläche eingespart. Diese Aufstellungsart wird auf Grund des relativ hohen Flächenverbrauchs nur selten realisiert.80 m bei beengter und 1.

und Ausparken der Fahrräder und nach den Ansprüchen an die seitliche Zugänglichkeit. 180 Höhengleiche Doppelaufstellung 350 180 350 180 Ø 2.Ruhender Verkehr 60 Schrägaufstellung 85 Vor dem Parkstand ist eine Verkehrsfläche notwendig.10 m2/Fahrrad 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 139 Grundlagen . 40 180 150 Höhenversetzte Aufstellung 150 Ø 1. deren Breite vom Aufstellwinkel abhängig ist.75 m2/Fahrrad 60 Doppelaufstellung mit Vorradüberlappung Die Achsabstände richten sich nach den notwendigen Manövrierflächen beim Ein. Entscheidend für den Achsabstand ist weiterhin die Breite von Fahrradkörben oder Kindersitzen.20 m2/Fahrrad 150 180 Höhengleiche Aufstellung 150 Ø 1. Das Einund Ausparken ist in Richtung des gewählten Winkels begünstigt.

Grundlagen Planungsregeln Gesetze/Verordnungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (letzte Änderung 2007) Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung – GaVO).und Verkehrswesen. Juli 1997 . Baden-Württemberg (7 . Arbeitsgruppe Straßenentwurf: – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 2005) – Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 2006) 140 Raumpilot Grundlagen . voraussichtliche Änderung 2010) Empfehlungen Forschungsgesellschaft für Straßen.

Energie Raumpilot Grundlagen 141 Grundlagen .

Grundlagen Energie 143 144 144 145 146 148 150 151 152 Besonnungsrichtung und Einfallwinkel der Sonne im Jahresverlauf Globalstrahlung Sonnenscheindauer Verschattung/Abstandsflächen Strahlung Wandfläche – Ostseite Strahlung Wandfläche – Südseite Solare Energieeinstrahlung – im gesamten Jahr Solare Energieeinstrahlung – nur im Winter Planungsregeln/Literatur 142 Raumpilot Grundlagen .

Energie Sonnenhöhe 0° 10° 20° 21. wenn die mögliche Besonnungsdauer auf Brüstungshöhe. Geländeverlauf. Jan Süd 180° Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne am Beispiel Stuttgart 48° 47‘ Nord. in Fenstermitte. wenn Sonnenstrahlen bei einer Sonnenhöhe von mindestens 6 Grad in den Raum einfallen können. Amt für Umweltschutz. Mrz 5 6 15. Mai Mit Hilfe des Diagramms können die Besonnungsdauer und der Tageslichteinfall von Wohnräumen und Arbeitsräumen berechnet werden. Januar eine Stunde beträgt (DIN 5034). Nachbargebäude oder Bäume können den Sonneneinfall behindern und Verschattungen erzeugen. Ein Wohnraum gilt als besonnt. Sep West 270° 17 16 15 15. Aug 19 18 15. Feb 15. 9° 11‘ Ost (Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart. www. Jul 30° 20 40° 50° 15. Verschattungen durch Bauwerke und durch Vegetation Nord 0° . Dez 60° 70° 80° 90° 9 8 7 Ost 90° 15. Nov 21. Ferner gilt eine Wohnung dann als ausreichend besonnt.de) Raumpilot Grundlagen 143 Grundlagen Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne im Jahresverlauf als Grundlage zur Berechnung von Abstandsflächen.stadtklima-stuttgart. 15. Okt 14 Uhrzeit (MEZ) 13 12 11 10 15. Apr 15. Jun 15. zumindest eines Raums der Wohnung am 17 . Abteilung Stadtklimatologie.

Grundlagen Globalstrahlung Sonnenscheindauer Hamburg Bremen Berlin Hannover Bremen Hamburg Berlin Hannover Köln Erfurt Köln Erfurt Frankfurt Frankfurt Stuttgart München Stuttgart München Jährliche Globalstrahlung 1200 1150 1100 1050 1000 950 900 KWh/(m² x a) Durchschnittliche Sonnenscheindauer 1800-1900 1700-1800 1600-1700 1500-1600 1400-1500 Stunden pro Jahr 144 Raumpilot Grundlagen .

4 H = 0. danach folgen Büronutzungen. Der höchste Besonnungsgrad wird für Wohnnutzungen gefordert. Gewerbe. sie hat auch großen Einfluss auf die Energiebilanz der Gebäude (Passivhäuser).8 H oder sogar nur 2 x 0. das Wohlbefinden und den Komfort der Nutzer von Bedeutung. Die Musterbauordnung (MBO) schlägt 2 x 0. Die unteren Abbildungen verdeutlichen diesen Zusammenhang. Dies kann allerdings zu Belichtungsnachteilen in Gebäuden und auf Freiflächen führen.2 H Verschattungssituationen H Raumpilot Grundlagen 145 Grundlagen .6 H = 1. 65° 21. Läden und Lagerflächen. Juni: 12:00 38° 21. Mit den Mindestabstandsforderungen der Landesbauordnungen sollen Voraussetzungen für gesunde Wohn.Energie Verschattung/Abständsflächen Die Forderung nach einer größerer Dichte im Städtebau kann durch eine Erhöhung der Gebäudetiefe und der Geschosszahl und durch eine Verringerung der Gebäudeabstände erreicht werden. Sept / März: 12:00 17° 21.6 H 2 x 0. Dez: 12:00 2xH 2 x 0. Die Besonnung ist nicht nicht nur für die Gesundheit.2 H = 0.und Arbeitsverhältnisse geschaffen werden.4 H 2 x 0.4 H erforderlich. In Kerngebieten ist häufig nur 2 x 0. Verschiedene Landesbauordnungen fordern bei einer Wohnbebauung Abstandsflächen entsprechend 2 H (doppelte Wandhöhe).2 H vor. abhängig von der jeweiligen LBO.

und Westseite ein wirksamer Sonnenschutz notwendig ist. nur etwas geringer als auf der Südseite (800 W/­ m²).Grundlagen Die Einstrahlwerte auf die Ost.beziehungsweise Westseite eines Gebäudes sind in den Sommermonaten sehr hoch und können sogar höhere Werte (750 ­ W/­ m²) erreichen als auf der Südseite (600 W/­ m²)! Auch im Frühling und Herbst ist der Energiegewinn auf der Ostseite (600 W/m²). dass bei transparenten Bauteilen auf der Ost. Strahlung Wandfläche – Ostseite 12:00 Uhr 63° 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 16 U hr 4U hr 4:30 Uhr 0° U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 146 Raumpilot Grundlagen . Bei der Gestaltung des Sonnenschutzes muss der geringe Einstrahlwinkel beachtet werden. der im Gebäude häufig zur „Kühllast“ wird. Die Werte der Grafik verdeutlichen auch. Dargestellt ist der Verlauf der Sonne am Vormittag von 4 Uhr bis 12 Uhr.

Energie Strahlung Wandfläche – Ostseite Grundlagen 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 6:00 Uhr 0° 12:00 Uhr 18° 12 10 8 6 4U hr 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 4U hr 12:00 Uhr 38° U 12 hr 8U hr U 12 hr 8:30 Uhr 0° 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 147 .

sind überraschend: Die Spitzenwerte sind im Herbst und im Winter (800 W/m²) wesentlich höher als im Sommer (600 W/m²). Für einen wirksamen Sonnenschutz ist der sehr geringe Einstrahlwinkel im Winter zu beachten. Die Südseite ist gut geeignet. um in der winterlichen Heizperiode Wärme durch Solarenergie zu gewinnen. Strahlung Wandfläche – Südseite 16:00 Uhr 41° 80 70 60 50 40 0 0 0 0 0 0 4U hr 16 U hr 30 20 0 10 0 16 14 8:00 Uhr 33° 12 10 8 U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 148 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Die Einstrahlwerte auf der Südseite. beginnend von 8 Uhr bis 16 Uhr.

Energie Strahlung Wandfläche – Südseite Grundlagen 80 70 60 50 16 16:00 Uhr 20° Uh r 40 30 20 0 0 0 0 0 0 h 4U r 16 U hr 16:00 Uhr 4° 80 70 60 50 40 30 20 0 0 0 0 0 0 0 4U hr 0 10 0 10 0 16 14 12 10 8 8:00 Uhr 15° hr 8U hr 8:30 Uhr 0° 8U 16 14 12 10 8 U 12 hr U 12 hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 149 .

Grundlagen 100 Prozent Energie (maximal) Neigung: 30° Süd 36 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 92 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – im gesamten Jahr We s t We rt No eW es tse rd ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t 150 Raumpilot Grundlagen .

Energie 25 Prozent Energie (maximal) Neigung: 45/60° Süd 8 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 19 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – nur im Winter We s t No We rt eW es rd tse ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t Raumpilot Grundlagen 151 Grundlagen .

München 2005 Graf.): Energieeffizienz von Gebäuden. 1962. Stephan: Pinpoint. Klaus: Energy Design for Tomorrow. letzte Änderung 1993 Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung EnEV). Bruno.a. Fakten der Bauphysik.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland. Umwelt. London 2009 Keller. München 2000 Wuppertal Institut für Klima. Gerhard. Stuttgart. Rutz.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland – Korrelationen zwischen Lufttemperatur t und Wasserdampfgehalt x Gesetze/Verordnungen BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung).und des Jahresheiz­ energiebedarfs Literatur Daniels. 2009 Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (zuletzt geändert 2007) Richtlinien VDI 4710 Blatt 1 / Dezember 2008 / Meteorologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung – Außereuropäische Klimadaten VDI 4710 Blatt 2 / Mai 2007 / Meteorologische Daten in der technischen Gebäudeausrüstung – Gradtage VDI 4710 Blatt 3 / August 2009 / Meteoro­ logische Grundlagen für die technische Gebäudeausrüstung VDI 2078 Blatt 1 / Februar 2003 / Berechnung der Kühllast klimatisierter Gebäude bei Raumkühlung über gekühlte Raumumschließungsflächen DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2004 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. Berichtigungen zu DIN 4710: 2003-01 DIN 4710 Beiblatt 1 / Januar 2003 / Statis­ tiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.: ClimaDesign.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland DIN 4710 Berichtigung 1 / November 2006 / Statistiken meteorologischer Daten zur Be- rechnung des Energiebedarfs von heiz. Energie. u. Basel 1996 152 Raumpilot Grundlagen . u. Stuttgart 2006 Hausladen. Zürich 2007 Wüstenrot Stiftung (Hrsg.a. Anton: Das Passivhaus – Wohnen ohne Heizung.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5034-2 / Februar 1985 / Tageslicht in Innenräumen – Grundlagen DIN 5034-3 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 3: Berechnung DIN 5034-4 / September 1994 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 4: Vereinfachte Bestimmung von Mindestfenstergrößen für Wohnräume DIN 5034-5 Entwurf / September 2009 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 5: Messung DIN 5034-5 / Januar 1993 / Tageslicht in Innenräumen – Messung DIN 5034-6 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 6: Vereinfachte Bestimmung zweckmäßiger Abmessungen von Oberlichtöffnungen in Dachflächen DIN 4710 / Januar 2003 / Statistiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren.

Wohnen 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339 Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 153 .

Den dritten Abschnitt bilden die Kapitel „Ökonomie“ und „Schall“ . Das Spektrum reicht von Zellengrundrissen. 154 Raumpilot Grundlagen . Im nachfolgenden Kapitel „Private Freibereiche“ werden unterschiedliche Typen privater Außenräume mit wesentlichen Planungshinweisen aufgezeigt. bis hin zu großzügigen Einraumeinheiten (Loftwohnungen). Zu den Hinweisen auf Gesetze. Im ersten – den ers­ ten drei Kapiteln – werden städtebauliche Erscheinungsformen von Wohnungsbauten.und Kochbereichen werden darüber hinaus aber auch Anordnungsvarianten mit ihren entsprechenden Raumabmessungen dargestellt. Ergänzt werden diese Funktionskapitel durch die Kapitel „Nutzungsneutral“ und „Private Freibereiche“ . dass primär die jeweilige Wohnfunktion mit dem für ihre Nutzung notwendigen Flächen. Erschließungssysteme von Geschosswohnungsbauten und unterschiedliche Grundrisstypen jeweils in einem systematischen Überblick gezeigt. Mindestbewegungsflächen) bestimmte Anordnungsmuster für Mindestanforderungen vorgegeben sind. Bei diesem Kapitel geht es nicht um Detailinformationen zur Kostenplanung. sondern um einen groben Überblick über die Bedeutung der unterschiedlichen Kos­ tengruppen sowie über das Verhältnis von Kosten für den längerfristigen Bauunterhalt et cetera zu den einmaligen Investitionskosten. ­ Darüber hinaus kann damit auf sich ändernde Nutzungsanforderungen reagiert werden. Barrierefrei-Normen Bei der Verwendung der Barrierefrei-Normen wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Im Kapitel „Ökonomie“ werden Hinweise auf die durchschnittliche Verteilung von Investitions. Um für diese Vielfalt von Grundrisstypen anwendbare Planungsgrundlagen erstellen zu können. da hier durch viele Planungsparameter (Mindestabstände.und Baunutzungskosten bei unterschiedlichen Gebäudetypen gegenübergestellt. Verordnungen.Wohnen Zum Aufbau des Kapitels „Wohnen“ Das Kapitel „Wohnen“ gliedert sich inhaltlich in drei Abschnitte. Im Kapitel „Nutzungsneutral“ werden Mindestraummaße von Individualräumen aufgezeigt. wurde die Funktion und nicht der Raum in den Vordergrund gestellt. Der zweite Abschnitt – die Kapitel von „Ankommen“ bis „Entsorgen“ – widmet sich den unterschiedlichen Wohnfunktionen. die flexibel für unterschiedliche Funktionen nutzbar sind. Das heißt. der Landesbauordnung Baden-Württemberg und des Gesetzentwurfs zur Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Die räumliche Organisation dieser Einzelfunktionen kann je nach Grundrisskonzeption sehr unterschiedlich sein. Die Nutzungsneutralität der Räume eröffnet Spielräume für die individuelle Nutzungsverteilung in der Wohneinheit.und Raumbedarf als Grundbaustein für die Planung behandelt wird. die sich unter anderem in Zusammenhang mit dem Familienzyklus ergeben (zum Beispiel durch den Auszug der Kinder aus der elterlichen Wohnung). in denen die Wohnfunktionen als „Funktionsinseln“ frei und veränderbar im Raum angeordnet sind und Nutzungsbereiche sich teilweise überlagern. Das letzte Kapitel „Schall“ liefert abschließend Grundinformationen über die Schallschutzanforderungen an unterschiedliche Bauteile im Wohnungsbau. Bei den Sanitär. in denen jeder einzelnen Funktion ein spezifisch zugeschnittener Raum zugeordnet ist. Planungsregeln MBO – LBO Zur Verwendung der Musterbauordnung.

Städtebau Raumpilot Grundlagen 155 Wohnen .

Wohnen Städtebau 157 161 162 164 Städtebau/Dichte GRZ und GFZ – Berechnung GRZ und GFZ – Beispiele Abstandsflächen 156 Raumpilot Grundlagen .

Daraus ergibt sich eine gerundete Geschossfläche von 100 m² pro Wohneinheit. Pro Wohneinheit werden zwei Personen und ein Auto angenommen.Städtebau Städtebau/Dichte Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Dichtewerte bei der Anordnung verschiedener Gebäudetypen. beginnend vom freistehenden Einfamilienhaus bis hin zum Hochhaus. Hinweis: Der tatsächliche Durch­ schnittswert des gesamten (bewohnten und nicht bewohnten) Wohnungsbaubestands in Deutschland liegt bei 42.7 Personen (Quelle: Statistisches Bundesamt. Stand 2008) Städtebauliche Konfigurationen – Schema Raumpilot Grundlagen 157 Wohnen . die jeweils auf einer angenommenen Grundstücksfläche von 100 m x 100 m (1 ha) untergebracht werden. Stand 2007).9 m² (Quelle: Statistisches Bundesamt. Als Berechnungsgrundlage wird die durchschnittliche Größe der 2006 in Deutschland fertiggestellten Wohnungen (Geschosswohnungsbau) mit 79 m² Wohnfläche herangezogen. Durchschnittswerte für die Anzahl der Fahrzeuge/Personen: – 1 Kfz/2 Personen – 1 Pkw/1. In exemplarischen Berechnungen werden die Anzahl der Personen und Fahrzeuge ermittelt.

Wohnen Städtebau/Dichte 100 Personen 0 Personen 100 Pkw 0 Pkw circa 70/ha circa 35/ha circa 80/ha circa 40/ha circa 90/ha circa 45/ha circa 140/ha circa 70/ha 158 Raumpilot Grundlagen .

Städtebau circa 160/ha circa 80/ha circa 220/ha circa 110/ha circa 320/ha circa 160/ha circa 380/ha circa 190/ha M 1:3000 Raumpilot Grundlagen 159 Wohnen .

Wohnen Städtebau/Dichte circa 420/ha circa 210/ha circa 1060/ha circa 530/ha circa 760/ha circa 380/ha 160 Raumpilot Grundlagen .

4 Raumpilot Grundlagen 161 Wohnen .Städtebau GRZ und GFZ – Berechnung Vorgaben zur genauen Berechnung der Grundflächenzahl und der zulässigen Grundfläche enthält die Baunutzungsverordnung unter § 19 (BauNVO) 96 96 96 480 480 Berechnung der Grundflächenzahl GRZ Berechnung der Geschossflächenzahl GFZ GRZ = überbaute Grundstücksfläche gesamte Grundstücksfläche 96 480 GFZ = gesamte Geschossfläche gesamte Grundstücksfläche 96 + 96 480 GRZ = GFZ = GRZ = 0.2 GFZ = 0.

4 GFZ = 0.Wohnen GRZ und GFZ – Beispiele In einigen Beispielen sind Höchstwerte der GRZ und GFZ dargestellt.6 – Kerngebiete (MK) maximale GRZ = 1.8 Kettenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.6 maximale GFZ = 1.4 Reihenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0. Die rechtlichen Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung sind in der BauNVO § 17 – klassifiziert nach Baugebieten – festgesetzt: Baugebiete (Beispiele): – reine Wohngebiete (WR) maximale GRZ = 0.3 Zeilenbebauung Beispiel: 4 Ebenen GRZ = 0.6 Stadthaus Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.4 GFZ = 0.2 GFZ = 0. Einfamilienhaus freistehend Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.2 Stadthaus Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.4 Atriumhaus Beispiel: 1 Ebene GRZ = 0.3 GFZ = 1.3 GFZ = 1.2 – besondere Wohngebiete (WB) maximale GRZ = 0.8 Doppelhaushälfte Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.2 GFZ = 0.0 Die Obergrenzen können überschritten werden.0 maximale GFZ = 3.2 GFZ = 1.8 162 Raumpilot Grundlagen . wenn zum Beispiel besondere städtebauliche Gründe dies erfordern.4 GFZ = 0.4 maximale GFZ = 1.

0 Wohnturm „Le Corbusier“ Beispiel: 49 Ebenen GRZ = 0.5 GFZ = 4.3 GFZ = 1.1 GFZ = 4.Städtebau aufgelöste Blockrandbebauung Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.9 M 1:2000 Raumpilot Grundlagen 163 Wohnen .8 Blockrandbebauung Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.

1 0.4 ≤4 5° (h h 0.4 (h 0. Dachflächen und Giebelflächen werden je nach Neigung unterschiedlich angerechnet.4 der Wandhöhe – in Kerngebieten.4 h 0. 0.6 h • • • • • h • • h 0° h2 h >4 h1 5° h 0. 0.4 0.4 und 0. Dorfgebieten und in besonderen Wohngebieten 0.25 der Wandhöhe – in Gewerbegebieten und in Industriegebieten sowie in Sondergebieten. die nicht der Erholung dienen.4 0. Die erforderliche Abstandsfläche ergibt sich durch einen in der LBO festgelegten Faktor.6 0.4 164 Raumpilot Grundlagen • h • (h +X • h1) +X h2 ) • ( X h+ h2 ) • • • • .125 der Wandhöhe.125 variiert (LBO BW).1 25 h h 25 0. Die Tiefe der Abstandsflächen beträgt (LBO BW Novellierung. Als Wandhöhe gilt das Maß vom Schnittpunkt der Wand mit der Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand.2 5 h 0.4 h • • h >7 0.4 +X h1 ) • 0.Wohnen h Abstandsflächen Die Tiefe der Abstandsfläche bemisst sich nach der Wandhöhe. voraussichtlich ab 2010): – allgemein 0.2 5 0. der je nach Baugebiet zwischen 0. sie wird senkrecht zur jeweiligen Wand gemessen.

Erschließung Raumpilot Grundlagen 165 Wohnen .

Wohnen Erschließung 167 167 168 168 169 169 169 170 170 173 Vertikal Einspänner Zweispänner Dreispänner Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Horizontal Außengangerschließung Innengangerschließung 166 Raumpilot Grundlagen .

Lage an der Außenwand oder in Gebäudemitte. Anbindung zur Dachfläche) – Erdgeschoss (Eingangssituation. Typologisch können verschiedene Übergangstypen zwischen reiner Spännerund reiner Gangerschließung unterschieden werden. Proportion und Orientierung der Wohneinheiten. Entsprechend der Anzahl der jeweils an einen Erschließungskern angeschlossenen Wohneinheiten wird unterschieden in Ein-.bis x-Spänner. sozialer Raum – Wirtschaftlichkeit: die Anzahl der angeschlossenen Einheiten beeinflusst erheblich die Wirtschaftlichkeit – Anforderungen an Barrierefreiheit – Belichtung (natürlich/künstlich) – Belüftung (Luftqualität. Die Anzahl der an einem Erschließungskern angeschlossenen Wohnungen beeinflusst die Größe. Sichtkontakt zu Rettungskräften). Bei der Planung der Lage und Gestaltung des Erschließungskerns – in der Regel eine Treppe mit Lift – müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: – Räumliche Qualität: möglicher räumlicher Zusammenhang über viele Ebenen – Kommunikative Qualität: gemein­ schaft­ l­ icher Raum mehrerer Wohnparteien. Bei mehr als sechs angeschlossenen Wohneinheiten werden höhere Brandschutzanforderungen gestellt. Zwei. Ventilation) – Energie (Hüllfläche. Hinweis: Weitere Angaben zu Fluchtwegen siehe Kapitel „Grundlagen – Rettung“ Einspänner Raumpilot Grundlagen 167 Wohnen . Beheizung. versetzte Ebenen Wohngeschoss/öffentliche Fläche) – Übergang zu Freiflächen (Hofzugang) – Untergeschoss (zum Beispiel Tiefgarage) – Größe: baurechtlich erforderliche Maße als Minimum – Baurecht: Lage an einer Außenwand zur Rettung eventuell gefordert (Rauchabzug.Erschließung Vertikal Spännererschließungen sind die am häufigsten realisierte Erschließungsform in Wohnungsbauten.

Wohnen Zweispänner Dreispänner 168 Raumpilot Grundlagen .

Erschließung Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Raumpilot Grundlagen 169 Wohnen .

Zusätzlich werden an die angrenzende Fassade häufig erhöhte Brandschutzanforderungen gestellt. Duplex. Sie werden auch Laubengang oder Laufgang (zu Beginn der Moderne) genannt. Außengangerschließung Schnitt M 1: 500 – Außengang unmittelbar am Gebäude.Wohnen Horizontal Außengangerschließungen sind „Gehsteige zur Haustüre“ . dass viele (oftmals kleine oder mehrgeschossige) Wohnungen zumindest in der Eingangsebene mit einem Aufzug wirtschaftlich barrierefrei erschlossen werden können. die den Gestaltungsspielraum einschränken. Damit verbindet sich aber auch ihr größter Nachteil: mangelnde Privatheit in den an den Gang angrenzenden Wohnräumen. Triplex) Gangerschließungen bieten den großen Vorteil. Insbesondere Wandöffnungen sind oft nur eingeschränkt möglich. Zudem ist bei der Anordnung eines offenen Außengangs ein ausreichender Witterungsschutz im Eingangsbereich jeder Wohnung erforderlich. Gangerschließungen werden bei entsprechender Größe und Gestaltung auch zu Kommunikationsräumen. – Gang erschließt eine Ebene – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt eine Ebene 170 Raumpilot Grundlagen . Nebenstehender Schnitt zeigt die Prinzipien: – Außenflur unmittelbar am Gebäude – Außenflur vom Gebäude abgesetzt – Flur erschließt eine Ebene – Flur erschließt zwei und mehrere Ebenen (Maisonette.

wenn gesichert ist. – Angesetzter Außengang: einfache und wirtschaftliche Form der Erschließung. Die Lage des Außengangs kann prinzipiell variieren: – Eingezogener Außengang mit guter Flächenausnutzung. – Abgesetzter Außengang: erhöhter Schutz der Privatheit.Erschließung Außengangerschließung Von einem Außengang aus können auch zweigeschossige Wohneinheiten (Maisonetten) erschlossen werden. dass der Durchblick nach unten und oben entlang der Außenwand eingeschränkt ist. gestalterisch dominant. „kaltem“ Gang. – Außengang eingezogen – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 171 Wohnen . jedoch erheblicher baukonstruktiver und bauphysikalischer Belastung bei offenem.

es werden jedoch häufig die Nord. Der Außengang erzwingt keine eindeutige Orientierung. Wenn nicht zwei bauliche (!) Rettungswege vorhanden sind.oder mehrgeschossigen Wohnungen möglich (Wohnungsvielfalt). 172 Raumpilot Grundlagen .oder die Ostseite für die Erschließung gewählt. Bei diesem System sind auch Kombinationen von dreigeschossigen Wohneinheiten mit weiteren ein. dann sind die Möglichkeiten für Öffnungen an der Außengangwand erheblich eingeschränkt.Wohnen Außengangerschließung Von einem Außengang aus können prinzipiell auch mehr als zwei Ebenen (zum Beispiel als „Triplex“) erschlossen werden. – Außengang eingezogen – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt drei Ebenen Bei der Außengangplanung müssen die besonderen Brandschutzanforderungen beachtet werden (LBO).

um ungleiche Lagequalitäten auszuschließen. Sie bedingt in der Regel eine West-Ost-Orientierung der Wohneinheiten.Erschließung Innengangerschließung Die Innengangerschließung ist eine selten angewandte Erschließungsform. Allerdings bietet sie eine hohe Variabilität bei der Kombination verschiedener Ebenen. Positiv ist die hohe Wirtschaftlichkeit des Systems durch die geringere Hüllfläche. da keine natürliche Belichtung und Belüftung möglich ist. falls keine besonderen Außenkontaktflächen (Wand/Dach) eingeplant werden. Nachteilig ist bei diesem System die räumliche Qualität des Gangs. Schnitt M 1: 500 – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 173 Wohnen .

Wohnen 174 Raumpilot Grundlagen .

Typologie Raumpilot Grundlagen 175 Wohnen .

Wohnen Typologie 177 178 179 180 181 182 Gebäudetiefen Belichtung Orientierung im Blockrand Orientierung West-Ost Orientierung Nord-Süd Organisation 176 Raumpilot Grundlagen .

) Erschließung: Außengang. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz.Typologie Gebäudetiefen I. hoher Wohnwert Erschließung: Spänner I II III IV Haupträume V Nebenräume Gebäudetiefen (min. nicht belichtete Nebenraumzone Erschließung: Spänner III. Zweiseitige Orientierung große... (Spänner) V. Zweiseitige Orientierung „Normalfall“ . geringe nicht belichtete Innenraumbereiche Erschließung: Spänner IV. Stuttgart 2002 VI Raumpilot Grundlagen 177 Wohnen 12 20 10 13 911 811 68 48 . Zweiseitige Orientierung „Durchwohnen“ . Zweiseitige Orientierung große..) Erschließung: Spänner VI.) im Gechosswohnungsbau bei linearerAnordnung Quelle: Faller. Peter: „Der Wohngrundriss“ . Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz./ max. nicht belichtete Nebenraumzonen Erschließung: Innengang II..

nach Nordosten ungünstig Wohnungsbelichtung von drei Seiten – meist Zeilenende – Ausrichtung in alle drei Richtungen möglich – sehr gute Belichtung der Räume Wohnungsbelichtung über Innenhof – Sonderform „Atrium“ – introvertiert. keine (wenige) Öffnungen nach außen – Belichtungsqualität von der Größe des Innenhofs abhängig Wohnungsbelichtung von vier Seiten – Sonderform „Penthouse“ – Ausrichtung in alle Richtungen möglich – Belichtung/Grundrissanordnung nutzungsabhängig 178 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Belichtung Wohnungsbelichtung von einer Seite – Wohnungstiefe begrenzt – keine natürliche Belichtung der innenliegenden Räume – Ausrichtung möglichst nach Süden. Osten oder Westen Wohnungsbelichtung von zwei gegenüberliegenden Seiten – Wohnungstiefe bei Nord-Süd-Ausrichtung begrenzt – bei Ost-West-Ausrichtung größere Grundrisstiefen möglich Wohnungsbelichtung von zwei Seiten – „Eckwohnungen“ – Belichtung/Nutzung der innenliegenden Ecke schwierig – Ausrichtung nach Südwesten günstig.

Typologie Orientierung im Blockrand Orientierung zur Himmelsrichtung – Wohnungen soweit möglich nach Süden und Westen orientiert – Erschließung im Norden oder Osten – gute Belichtung der Wohnräume Orientierung zur Straße – Wohnungen orientieren sich zur Straße – Erschließung zeigt zum Innenhof – extrovertierte Wohnsituation Orientierung zum Innenhof – Wohnungen orientieren sich zum Innenhof – Erschließung zeigt zur Straße – introvertierte und private Wohnsituation – Emissionsschutz Raumpilot Grundlagen 179 Wohnen .

Bereiche werden separat erschlossen – Wohn.Wohnen Orientierung West–Ost Schemata zellenartig organisierter Grundrisse 1 – „Service“-Nebenräume in Gebäudemitte – Orientierung der Aufenthaltsräume nach Osten und Westen – tiefer Grundriss möglich – Bündelung der Installation 2 – „Wohnen“ im Westen. Individualräume im Osten. Individualräume im Osten – Erschließung der Individualräume über „Wohnen“ – zwei Installationsbereiche 3 – „Wohnen“ im Westen.und Essbereich zusammenhängend – zwei Installationsbereiche 1 2 3 4 180 Raumpilot Grundlagen .und Essbereich in einem Raum – zwei Installationsbereiche 4 – „Durchwohnen“-Prinzip – „Wohnen“ zweiseitig orientiert – Individualräume über „Wohnen“ erschlossen – Wohn.

und Essbereich in einem „Durchwohnbereich“ – Bündelung der Installation – geringe Grundrisstiefe 2 – Individualräume im Süden. Service und Kochen im Norden – getrennte Schlafbereiche.Typologie Orientierung Nord–Süd Schemata zellenartig organisierte Grundrisse 1 – „Individualräume“ im Süden. zweiter Schlafbereich wird über „Durchwohnbereich“ erschlossen – zwei Installationsbereiche Serviceräume Individualraum Gemeinschaftsräume 1 2 3 3 – „Wohnen“ im Süden. „Service“Nebenräume im Norden – Erschließung über gemeinsamen Flur – Wohn. Service und Kochen im Norden – zwei Schlafbereiche mit unterschiedlichen Orientierungen – Individualräume werden über „Wohnen“ erschlossen – Bündelung der Installation Raumpilot Grundlagen 181 Wohnen .

Stuttgart 1971 182 Raumpilot Grundlagen . Basel 1992 Architekt O. Müller. Berlin 1969 Architekt Jäger. London 1957 Architekt Alder. schmal und/oder unbelichtet zoniert – Trennung zwischen gemeinschaftlichen Bereichen und Individualräumen – störungsfreie Erschließung der „Individualräume“ über getrennte Erschließungs­ zone Architekt Lyons.Wohnen Organisation linear – lineare Organisation der Individualräume und der Serviceräume entlang einer zentralen „Erschließungsachse“ – Endpunkt der Achse kann „Wohnen“ und/ oder Servicebereich sein – Flur häufig lang. „Hannibal“ . Ungers.M.

Ungers. Paris 1967 Architekt Kairamo. „cruciformers“ . Berlin 1957 Architekt O. Köln 1957 Architekt Duinker. Egli. Bad) . Helsinki 1963 Raumpilot Grundlagen 183 Wohnen zentral (Wohnraum als Mittelpunkt) – „Wohnen“ als kommunikativer Mittelpunkt und Verteiler zugleich – Einsparung von Erschließungsfläche – geringere Abgrenzung der Privatsphäre zirkular (Umgang) – Erschließungsbereich aufgewertet.Typologie Architekt Aalto. Zürich 1985 Architekt Suzuki.M. Rohr. Vormala. Weg schafft zusätzliche funktionale und räumliche Beziehungen – Verkehrsfläche sehr groß – große Außenwandfläche peripher (eingestellte Elemente) – großzügiger Raumeindruck – zusammenhängende Fläche kann flexibel mit „Funktionsinseln“ belegt werden – wenig/keine ausgewiesene Erschließungsfläche – eingestellte Elemente sind meist installierte Serviceräume (Küche. Amsterdam 1989 Architekt Schnebli. van der Torre. Ammann.

Wohnen 184 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Ankommen Raumpilot Grundlagen 185 Wohnen .

Wohnen Ankommen 187 188 190 190 190 190 190 190 190 191 192 Eingangsbereich Eingangsvarianten Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz (barrierefrei) Briefkastenanlage/Klingelanlage (barrierefrei) Hauseingang außen (barrierefrei) Hauseingang innen (barrierefrei) Gemeinschaftliche Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau Einbruchschutz 186 Raumpilot Grundlagen .

von denen aus man unmittelbar ins Freie gelangt. In der Eingangszone sollte eine Garderobe zum Ablegen von Mänteln und Schirmen zugänglich sein. Darüber hinaus sollte ihr möglichst auch ein WC zugeordnet werden. Raumpilot Grundlagen 187 Wohnen . Die Bedeutung als Repräsentationsraum verlagerte sich in diesen Wohnungen vor allem in das gemeinschaftliche Wohnzimmer. Mit der aktuellen Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen für das Wohnen verbindet sich auch eine Vielfalt an Gestaltungsansätzen für den Eingangsbereich. die direkt in die Gemeinschaftsbereiche der Wohnung übergehen. Prinzipiell sollte dieser Raumbereich genügend Platz für die verschiedenen Bewegungsabläufe und genügend Abstell- fläche bieten. In vielen Fällen wird dieser Bereich als eigene Raumzone ausgestaltet und dient als eine Art „Filterschicht“ zur Abschirmung der privateren Räume. Jahrhunders wurde der Eingangsbereich jedoch auf einen funktional notwendigen minimierten Flur reduziert. Welche konkreten Funktionen dem Eingangsbereich zugeordnet sind. In den standardisierten Familiengrundrissen des 20. ist abhängig vom jeweiligen Wohn. Das Gestaltungsspektrum reicht von minimierten Windfängen bis hin zu repräsentativen „Vorräumen“ und großzügigen Eingangszonen. Möglichkeiten zum Abstellen von schweren Einkaufstaschen et cetera sind beispielsweise im Eingangsbereich sehr hilfreich. möglichst eine äußere und eine innere Tür besitzen (Windfang beispielsweise bei Wohnungen am Laubengang).Ankommen Reinigen und pflegen Aufbewahren Ankommen Wirtschaften Essen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Kochen Arbeiten Funktionsbeziehungen Ankommen Eingangsbereich Eingangsbereiche bilden den Übergang zwischen innen und außen.und Grundrisskonzept. Als Raumbereich des Ankommens und des Empfangens fungierte die Eingangszone in historischen Wohnformen häufig auch als ein wichtiger Repräsentationsraum der Wohnung. zwischen privat und öffentlich und meist auch zwischen geregeltem Innenklima und wechselndem Außenklima. Der Eingangsbereich sollte bei Wohnungen.

lichte Durchgangshöhe ≥ 210 cm Überdachter Eingang mit Glasfeld 40 Eingezogener Eingang mit Sitzgelegenheit und Ablage für Einkaufstaschen et cetera Eingezogener Eingang mit Glasfenster Eingezogener Eingang mit Kinderwagenabstellplatz Eingangsbereich mit Windfang und Garderobe 188 Raumpilot Grundlagen 105 ≥ 215 .Wohnen Eingangsvarianten ≥ 90 ≥ 125 ≥ 150 ≥ 200 ≥ 140 ≥ 140 ≥180 200 ≥ ≥ 210 ≥ 90 Empfohlene Mindestmaße für Eingangstüren: lichte Durchgangsbreite ≥ 90 cm.

Ankommen 190 150 / 150 ≥ 290 190 ≥ 200 ≥ 150 ≥ 190 30 .40 50 ≥ 200 ≥ 150 150 150 ≥ 150 ≥ 300 85 Mindestmaße für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) Variante für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 67 Rollstuhlwechselplatz außen mit stirnseitiger unterfahrbarer Ablagefläche und Batterieladeplatz für Elektrorollstühle (entsprechend DIN VDE 0510 Teil 3) Vorraum beziehungsweise Eingangsbereich mit Garderobe und Rollstuhlwechselplatz innen entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 85 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 189 Wohnen .

Briefkästen nach DIN EN 13724 – Einwurfschlitzbreite mindestens 23 cm für den Längseinwurf eines C4-Umschlags – Einwurfschlitzbreite mindestens 32. Das Längsgefälle der Wege sollte für rollstuhlgerechte Planung ≤ 3 Prozent und das Quergefälle ≤ 2 Prozent betragen.5 ≥4 ≥ 40 ≥9 . wobei Hausbriefkastenanlagen und einzelne Hausbriefkästen möglichst so angebracht sein sollten. dass der Abstand zwischen Unterkante Fußboden und Einwurfklappe nicht unter 50 cm beziehungsweise nicht über 170 cm beträgt. Die Bedienhöhe sollte möglichst zwischen 85 cm und 105 cm liegen. Der Rollstuhlabstellplatz muss entsprechend DIN 18025 mindestens 190 cm breit und mindestens 150 cm tief sein. Ablagefächer.Wohnen Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Hausbriefkästen. 150 cm angegeben. Klingelanlagen et cetera sollten für Zusteller und Empfänger jederzeit zugänglich und griffgünstig angeordnet sein. Beträgt der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und dem Eingang über 8 m. Hauseingang innen Entsprechend dem Entwurf der DIN 18040 und der DIN 18025 Teil 1 muss die Wende­ fläche für Rollstuhlnutzer mindestens 150 cm breit und 150 cm tief sein (Detailangaben hierzu siehe Kapitel Barrierefrei). zum Umsteigen vom Straßenrollstuhl auf den Zimmerrollstuhl vorzusehen.5 cm betragen. an der Außenseite des Hauses oder als Durchwurfanlage vorgesehen werden.5 cm tief und 80 Prozent der Einwurfsschlitzbreite – Der Abstand zwischen der Hinterkante der Entnahmesicherung und einem Poststapel mit einer Dicke von 4 cm muss mindestens 0. darf die Anbringung der Hausbriefkästen auch im Eingangsbereich. Wohnhäuser mit mehr als vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit mehr als vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen oder die einzelnen Hausbriefkastenelemente am oder vor dem Haus anzubringen oder als Durchwurfanlage vorzusehen. Entsprechend DIN 18025 sind in Ausnahmefällen Schwellen bis maximal 2 cm Höhe möglich. vorzugsweise im Eingangsbereich des Hauses oder vor der Wohnung. M 1:200 190 Raumpilot Grundlagen . Zur Ausstattung eines Batterieladeplatzes für Elektrorollstühle ist DIN VDE 0510 Teil 3 zu beachten. Im Entwurf DIN 18040 wird der Rollstuhlabstellplatz mit einer Breite von 180 cm und einer Tiefe von 3 ≥ 23 / 32. Briefkastenanlage/Klingelanlage Grundsätzlich sollten Briefkästen für Roll­ stuhlfahrer innerhalb des senkrechten Greifbereichs liegen und mit dem Rollstuhl anfahrbar sein. dass sie ohne Betreten des Gebäudes erreicht werden können. Hauseingang außen Der Zugang sollte schwellenlos erfolgen.5 cm für den Quereinwurf eines C4-Umschlags. Die Hauptwege (Breite ≥ 120 cm) zum Hauseingang. ≥ 12 Wohnhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit bis zu vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen und Ablagefächer an der Grundstücksgrenze anzubringen.7 Briefkasten und Zeitungsrolle. Briefkästen sollten so angebracht sein. Einwurfschlitzhöhe mindestens 3 cm – Entnahmesicherung mindestens 1. zur Garage und zu den Müllsammelbehältern sollten auch bei ungünstiger Witterung gefahrlos begehbar sein. Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz Bei rollstuhlgerechten Wohnungen ist für jeden Rollstuhlbenutzer ein Rollstuhlabstellplatz.

230 ≥ 100 Beispiel für eine zweiläufige Treppe Beispiel für eine zweiläufige Treppe mit Aufzug Beispiel für eine einläufige Treppe mit Aufzug M 1:100 Raumpilot Grundlagen 191 ≥ 720 Wohnen .Ankommen Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau ≥ 100 ≥ 600 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 220 ≥ 100 ≥ 100 ≥ ca.

Akku-Bohrer et cetera ein Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeugen wie zum Beispiel Bohrmaschine. Bei den so gesicherten Fenstern und Türen ist sichergestellt. körperliche Gewalt z. Winkelschleifer ein 192 Raumpilot Grundlagen . Eintreten. Meißel. Weitere. Sie sollen das Eindringen in ein Objekt verhindern beziehungsweise erheblich erschweren. Mechanische Sicherung Mechanische Sicherungen sollten bei allen Sicherungsplanungen an oberster Stelle stehen.Prüfnorm für Fenster. ergänzende Maßnahmen dazu können sein: – Zutrittskontrolle – Zaun – Wachhunde – gute Außenbeleuchtung – Wertsachenerfassung – Tresor/Wertbehältnis – Nachbarschaftshilfe – Haussitter – Wach. Derartige Sicherungen schützen die Außenhaut des Objekts. dass es in der Gesamtkonstruktion (Rahmen. die einen Profischraubendreher. Zange.Wohnen Einbruchschutz Die DIN EN 1627 unterscheidet sechs Einbruchswiderstandsklassen entsprechend der jeweiligen Widerstandszeit. Zu den Sicherungssystemen gehören: – Alarmglas – Einbruchsmeldeanlage (Alarmanlagen) – Überfallmeldeanlagen (ÜMA) – Videoüberwachung Sonstige Maßnahmen Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen optimiert den Einbruchschutz. Beschlag.. Türen DIN EN 1627 Widerstandsklasse WK 1 WK 2 WK 3 WK 4 WK 5 WK 6 Widerstandszeit keine manuelle Prüfung 3 Minuten 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten Tätertyp/Vorgehensweise WK 1 bietet einen Grundschutz gegen Gelegenheitstäter. vorwiegend Vandalismus . WK 2 setzt voraus. Schloss und Beschlag) keine Schwachpunkte gibt. Herausreißen etc.und Sicherheitsdienst Verhaltensmaßnahmen Zu den Verhaltenmaßnahmen gehört der Anwesenheitsschutz. Verglasung beziehungsweise Türblatt. Einbruchschutznorm . Keil benutzen WK 3 widersteht auch Tätern. Kuhfuß et cetera benutzen Bei WK 4 setzt der erfahrene Täter zusätzlich Hammer. Stemmeisen.oder Säbelsäge. dass ein Gelegenheitstäter einfache Werkzeuge wie zum Beispiel Schraubendreher. Schlagaxt. B. Zarge. Zu den Sicherungen gehören: – Aufbohrschutz – Fensterverriegelungen – Hinterhaken – Kastenschloss – Lichtschachtsicherung – Pilzkopfverriegelung – Querriegelschloss – einbruchhemmende Rollläden – Schutzbeschlag – Sicherheitsschloss – Stangenschloss – Türspion – angriffhemmende Verglasung – Vergitterung (DIN 18106) Elektronische Sicherung Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren beziehungsweise der Beobachtung von Orten. Stich. Eine Vielzahl von Einbrüchen lässt sich durch Maßnahmen zum Einbruchschutz verhindern oder erschweren.

Kochen Raumpilot Grundlagen 193 Wohnen .

und Gefriergeräte Geräteabstellflächen Planerische Besonderheiten Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung Arbeitsdreieck Küchenformen Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Einzeilige Küche Zweizeilige Küche L-Küche U-Küche Küche mit Arbeitsinsel L.Kochen Wohnen 195 195 196 196 196 198 198 199 199 200 200 202 202 202 202 202 203 203 204 204 205 205 206 206 207 207 208 212 Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnung im Grundriss Orientierung Planungsregeln Küchendimensionierung Einrichtungsmaße Unterschränke und Unterbaugeräte Arbeitshöhe Schränke Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen Koch.Küche mit Essplatz Barrierefreie Küchenplanung Höhenverstellbare und flexible Möbel 194 Raumpilot Grundlagen .und Backeinrichtungen Dunstabzug Kühl.

Dar­ über hinaus ist häufig ein Bezug zum privaten Außenbereich erwünscht. Keller. Unabhängig von Funktionsbeziehungen kann das Zusammenschalten von Küche und Bad an einen gemeinsamen Installationsschacht aus ökonomischen und schalltechnischen Gründen sinnvoll sein. Raumpilot Grundlagen 195 Wohnen Entspannen und kommunizieren . In vielen Wohnungen bildet dieser Funktionsbereich den räumlichen Mittelpunkt. Der Bereich Kochen kann als eigener Funktionsbereich räumlich abgeschlossen sein oder mit einem Essplatz oder weiteren Wohnfunktionen räumlich gekoppelt sein. Garten). weiteren Wohnbereichen und Vorratslagerung (Vorratsraum. Funktionsbeziehungen Innerhalb der Wohnung besteht eine enge Funktionsbeziehung zwischen Kochbereich. Da in der Küche meist Lebensmittel aufbewahrt werden.Kochen Aufbewahren Entsorgen Reinigen und pflegen Ankommen Essen Kochen Wirtschaften Freibereiche Funktionsbeziehungen Kochen Funktionen Der Bereich Kochen dient der Zubereitung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln. Darüber hinaus können in diesem Bereich noch weitere hauswirtschaftliche Funktionen integriert sein. ist eine Lage in der Nähe vom Wohnungseingang (bei sehr großen Wohnungen auch Anlieferungseingang) vorteilhaft. Essplatz. Auch Möglichkeiten zur problemlosen Abfallentsorgung sind von Bedeutung.

flexible Anordnung – Funktionsbereiche der Wohnküche können mittels flexibler Schiebe. Kommt ein Essplatz oder sonstige Aufenthaltsfunktionen dazu. wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist“ (MBO Erforderliche Mindestabstände in Küchen (nicht rollstuhlgerecht) Erforderliche Mindestabstände zwischen Stellflächen und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Wänden anliegenden Wänden Tür. Bei der Orientierung dieses Raumbereichs müssen daher die unter­ schiedlichen Bedingungen und Funktionszusammenhänge abgewogen werden. „Essen“ und „Wohnen“ unterschieden werden (siehe entsprechende Grafik im Kapitel „Essen“ auf Seite 216): 1.oder Faltwände temporär zusammengeschaltet oder getrennt werden. „Wohnküche“ – Kochen. Essplatz und Wohnfunktionen fließen in einem Raumbereich zusammen (zum Beispiel auch in Lofteinheiten) 4.Wohnen ► Für einen zusätzlichen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m2 vorgesehen werden Zuordnung im Grundriss Küchen sind entweder selbstständige Räume oder der Kochbereich ist mit anderen Funktionen in größere Raumbereiche integriert. Orientierung Für eine reine Funktionsküche gilt eine Nordost. Fensterlose Küchen oder Kochnischen sind zulässig. Planungsregeln Die Musterbauordnung fordert unter § 48: „Jede Wohnung muss eine Küche oder Kochnische haben. kann die Besonnung jedoch erwünscht sein. da dadurch ein Aufheizen des Raums vermieden werden kann.und Fensterlaibungen Abstände ≥ 120 cm ≥ 120 cm ≥ 3 cm ≥ 10 cm 196 Raumpilot Grundlagen . Prinzipiell können vier unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten der Bereiche „Kochen“ .oder Nordwest-Orientierung als günstig. „Funktionsküche“ – nur Kochfunktionen 2. „Essküche“ – Kochbereich mit Essplatz 3.

2 Personen.40 m verfügen.50 m2 Küche mit Essplatz. Arbeitsküche. Als Orientierungswerte für die Planung werden hier beispielhaft die Festlegungen der Bayerischen Wohnbauförderbestimmungen herangezogen. min.30 m Mindesthöhe gefordert und „2. 6. § 48 Wohnungen).20 m über mindestens der Hälfte der Grundfläche. Da abgeschlossene Küchen als Aufenthaltsräume anzusehen sind. In der LBO BW sind dagegen abweichend nur 2.40 m gefordert.50 m außer Betracht“ (LBO BW.40 m2 Arbeitsküche. dabei bleiben Raumteile mit einer lichten Raumhöhe bis 1.Kochen 2002. Darin wird für einen Ein. min. müssen sie entsprechend MBO § 47 über eine lichte Höhe von mindestens 2. Die sogenannte Lauflänge wird entlang der frei zugänglichen Vorderkanten der Kücheneinrichtungen gemessen. 1-2 Personen.bis Zwei-PersonenHaushalt mindestens eine Lauflänge von 3. 20 m2 Schema Orientierungswerte Küchengrößen. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 197 Wohnen . 12-15 m2 Wohnküche. § 34 „Aufenthaltsräume“).30 m und für Haushalte ab zwei Personen eine Lauflänge von 5. ca. Über eine notwendige Mindestgrundfläche von Küchen macht die Bauordnung keine Angaben. 5. wenn die Aufenthaltsräume ganz oder überwiegend im Dachraum liegen.

Einrichtungsmaße Grundlage für die bei der Küchenplanung üblichen Einrichtungsmaße der Küchenmöbel und Elektrogeräte ist die DIN EN 1116. 40. So sind häufig zusätzlich Breiten von 45 cm erhältlich.100 90 . Bereits eine zweite Person oder auch geöffnete Unterschränke können die Arbeit ein wenig behindern. erreichbare Fachhöhe 170 85 . ► Die durchschnittlich gebräuchlichen Höhen von Arbeitsplatten liegen bei etwa 85 cm bis 95 cm.95 80 . 60.85 80 .90 80 . Die üblichen Breitenmaße betragen für Schränke 30. 120 und 150 cm und für Geräte 60 cm. ► Die abgebildeten Arbeitshöhen der unterschiedlichen Arbeitszentren wurden in Abhängigkeit von der Körpergröße als Idealmaße in ergonomischen Forschungsstudien ermittelt (mit Bezug auf die Angaben der AMK).95 70 95 . Allerdings ist eine 120 cm breite Bewegungsfläche zwischen zwei Küchenzeilen nur für eine in der Küche arbeitende Person gerechnet. Über diese Maße hinaus wird in Deutschland eine Vielzahl an Sonderlösungen auf dem Markt angeboten.90 85 . M 1:50 160 145 max. 90.Wohnen Geschirrspülmaschine unterhalb der Arbeitsfläche (Abtropffläche) links neben dem Spülbecken Küchendimensionierung Als Mindestmaß für die Bewegungsfläche vor der Küchenzeile sind für die nicht rollstuhlgerechte Ausführung 120 cm empfohlen. Für die Abmessungen der Schränke und Geräte wurden in der DIN EN 1116 Koordinationsmaße festgelegt. Im Jahr 2007 wurde die vorherige Planungsgrundlage DIN 18022 zurückgezogen. Eine Vergrößerung der Bewegungsfläche auf 150 cm Breite verbessert deutlich die Arbeitsbedingungen und ermöglicht darüber hinaus auch Rollstuhlfahrern die Benutzung (siehe Kapitelseiten für die barrierefreie Küchenplanung).90 Kochen Arbeiten Körpergröße 140 Spülen 155 165 198 Raumpilot Grundlagen 70 .

Zwischen Herd und Spüle mindestens 60 cm Arbeitsfläche. 175 185 195 95 . Während die 2007 zurückgezogene DIN 18022/ Abschnitt 3. Hier werden für unterschiedliche Tätigkeiten auch unterschiedliche Arbeitshöhen empfohlen.100 80 .4 eine maximale Arbeitsflächenhöhe von 92 cm vorsah.100 170 180 190 Raumpilot Grundlagen 199 > 105 105 105 Wohnen . während die Arbeitshöhe des Kochbereichs tiefer liegen sollte.100 95 .100 80 . besser 100 cm vorsehen. 820. Eine solche Differenzierung der Arbeitshöhen ist beispielsweise bei einer Küche mit freistehendem Arbeitsblock möglich.V.) eine ergonomisch an die Körpergröße der Nutzer angepasste Arbeitsflächenhöhe zwischen 70 cm und 105 cm (siehe Abbildungen unten).105 85 . Arbeitshöhe Als Bezugsmaß für die Arbeitshöhe gelten folgende Maße: 800 (0-50) mm 850 (0-50) mm 900 (0-50) mm 950 (0-50) mm Bei den Arbeitshöhen sollten Aspekte der Ergonomie berücksichtigt werden. 870 und 920 mm.105 90 . empfiehlt die AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Oberschränke bis unter die Decke schaffen zusätzlichen Stauraum. Abfallbehälter berücksichtigen (abhängig vom örtlichen Abfalltrennsystem). Der Spülbereich kann dabei bis zu 15 cm über den normalen Arbeitsbereich angehoben werden.Kochen Unterschränke und Unterbaugeräte Für die Höhe der Unterschränke beziehungsweise der Unterbaugeräte wurden in der DIN EN 1116 folgende Koordinationsmaße festgelegt: 770.

Oberschränke Um die Tiefe der Arbeitsfläche von 60 cm voll auszunutzen. um die Arbeitshöhe möglichst individuell anpassen zu können. Unterschrank und Geschirrspülmaschine ≥ 90 cm ≥ 120 cm 60 (45) cm ≥ 90 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 (≤ 90) cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm ≥ 40 cm ≥ 60 (120) cm ≥ 60 cm ≥ 30 cm ≥ 60 cm 60 cm 60 cm 30 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm Stellflächenbreite 30 .und Gefriergeräte Kühl.und Gefrierkombination Gefrierschrank Arbeits-/Abstellflächen kleine (große) Arbeitsfläche Fläche für Kleingeräte Abstellfläche neben Herd/Spüle Abstell-/Abtropffläche neben Spüle Koch-/Backeinrichtungen Herd/Backofen (Glaskeramikkochfeld) Einbaubackofen mit Schrank Mikrowellenherd mit Schrank Spüleinrichtungen Einbeckenspüle mit Abtropffläche Doppelbeckenspüle mit Abtropffläche Geschirrspülmaschine Spülzentrum (Einbeckenspüle mit Abtropffläche. Mikrowelle. Dampfgarer und Geschirrspülmaschine in Sichtund Griffhöhe in Hochschränken empfohlen. wird empfohlen. die maximal 40 cm tiefen Oberschränke in einem Mindestabstand von 50 cm über der Arbeitsplatte anzubringen. 200 Raumpilot Grundlagen . den Sockels um circa 5 cm bis 7 cm einzurücken. Für die rückenschonende und sichere Nutzung wird der Einbau von Backofen. Häufig wird dieser Sockelbereich verblendet. Um ein bequemes Stehen direkt vor der Arbeitsplatte zu ermöglichen.Wohnen Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen (Orientierungswerte) Schränke Unterschrank Oberschrank Hochschrank Kühl.150 cm 60 cm Stellflächentiefe 60 cm ≤ 40 cm 60 cm Unterschränke sind in der Regel mit verstellbaren Füßen ausgestattet. wird empfohlen. Hochschränke Hochschränke sind als Vorratsschränke oder Geschirrschränke geeignet. Unterschränke Unterschränke sind günstig zur Unterbringung von schwerem Geschirr oder Vorräten sowie für die Integration von Einbaugeräten.150 cm 30 . Über den Arbeitszentren Herd und Spüle sollte der Abstand zur Arbeitsfläche auf etwa 65 cm erhöht werden.

Kochen

65

Greifhöhe ca. 180

65

Brüstungshöhe in Abhängigkeit von der Arbeitshöhe

10 - 15

30 - 40 60 120 240

5-7 60 M 1:20

85 - 92

> 50

Raumpilot Grundlagen

201

Wohnen

Wohnen

Koch- und Backeinrichtungen Die meisten Herde benötigen einen Starkstromanschluss (380 V). Dunstabzug Die Unterkante einer Dunstabzugshaube über der Kochstelle sollte oberhalb der Augenhöhe der Benutzer liegen. Kühl- und Gefriergeräte Für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte wird ein Kühlgerät mit 120 l bis 140 l Fassungsvermögen empfohlen. Für jede weitere Person im Haushalt sollten zusätzlich etwa 60 Liter Fassungsvermögen zuzüglich eines Gefrierfachs eingerechnet werden. Ergänzend kann ein getrennter Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe auch außerhalb der Küche in Lagerräumen untergebracht werden.

Gerätestellflächen Für das Aufstellen von Küchenkleingeräten, wie Kaffeemaschine oder ähnliches, sollte eine Gerätestellfläche von mindestens 60 cm x 60 cm vorgesehen werden. Planerische Besonderheiten Bei der Planung der Küche ist die Positionierung von Elektroanschlüssen wichtig. Für Einbaugeräte in den Unterschränken, wie Backofen oder Geschirrspülmaschine, sind Anschlüsse auf einer Höhe von 30 cm vorzusehen. Elektroanschlüsse für Geräte in den Oberschränken, wie Dunstabzug, werden üblicherweise auf einer Höhe von 165 cm angeordnet. Für Kleingeräte auf der Arbeitsfläche muss darüber hinaus eine ausreichende Anzahl von Steckdosen auf einer Höhe von 115 cm vorgesehen werden. Genauere Angaben über die Mindestanzahl an Steckdosen und Auslässen finden sich in der DIN 18015-2.

202

Raumpilot Grundlagen

Kochen

Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung
Arbeitsdreieck Der Küchenbenutzer bewegt sich zwischen verschiedenen Arbeitszentren der Lagerung (Frischvorrat, Kühlvorrat, Tiefkühlvorrat et cetera), der Vorbereitung (Arbeitsfläche, Geräteschrank), der Zubereitung (Herd, Backofen, Arbeitsfläche) und der Nachbereitung (Spüle, Abtropffläche, Geschirrspülmaschine, Abfallsammlung). Durch eine günstige Zuordnung dieser Arbeitszentren zueinander kann ein fließender Arbeitsablauf mit kurzen Wegen erreicht werden,

Lineare Anordnung Bei einer einzeiligen Kücheneinrichtung gilt für Rechtshänder die Lage der zentralen Funktionen in folgender Anordnung von rechts nach links als günstig: Abstellfläche, Herd, Arbeitsfläche, Spüle, Abstellfläche. Für Linkshänder gilt dies entsprechend spiegelverkehrt. Zweizeilige Anordnung In der zweizeiligen Anordnung bilden Herd, Spüle und der gegenüberliegende Kühlschrank das sogenannte „Arbeitsdreieck“ . Diese Anordnung führt zu einer Optimierung der notwendigen Weglängen im Arbeitsablauf. Herd und Spüle sollten möglichst wie in der linearen Anordnung durch eine Arbeitsfläche miteinander verbunden sein. L-förmige Anordnung Auch im Winkel angeordnet, bilden Kühlschrank, Herd und Spüle ein „Arbeitsdreieck“ . Herd und Spüle sollten entsprechend den vorangegangenen Beispielen nebeneinander liegen. Wohnen
Übersicht Küchenformen, M 1:200 Raumpilot Grundlagen

203

Wohnen

Küchenformen
Bei der Küchenanordnung können unterschiedliche Grundformen unterschieden werden: Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Hierbei handelt es sich um eine Minimallösung, bei der alle wesentlichen Küchenfunktionen auf kleinstem Raum kombiniert werden. Solche Minimalküchen werden häufig nur temporär eingebracht, oder in Ferienappartements oder in Büros genutzt. Für die üblichen Funktionsanforderungen größerer Haushalte sind sie nicht aus­ reichend.

210

14 0

178

10 4

100

Beispiel für eine minimierte Schrankküche

Beispiel für eine mobile Kofferküche

204

Raumpilot Grundlagen

10 4

127 66

66

70

Kochen

330 30 60 90 60 60 30

330 30 60 90 60 60 30
60

60

120

120

180

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

60

240

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

205

Wohnen

Einzeilige Küche Alle Schränke und Geräte werden linear in einer Zeile angeordnet. Diese Anordnung ist eher für kleine Haushalte geeignet. Für Mehrpersonenhaushalte wird eine frei zugängliche Vorderkante der Zeilen von mindestens 5,40 m Lauflänge empfohlen. Dies würde bei einer einzeiligen Küchenanordnung zu einer entsprechend großen und kaum sinnvollen Raumlänge mit ungüns­ tigen Raumproportionen führen.

Zweizeilige Küche Die zweizeilige Küche besteht aus zwei gegenüberliegend angeordneten Küchenzeilen, wobei eine meist die Funktion der Installationszeile übernimmt und die andere als Schrankzeile fungiert. Diese Anordnung ist flächensparend, da sich die Bewegungsflächen beider Zeilen überdecken. Um das Arbeitsdreieck zu optimieren, wird empfohlen, den Kühlschrank in die Schrankzeile zu integrieren.

Wohnen

L-Küche Bei der L-förmigen Küche ist die Möblierung winkelförmig angeordnet. Der sich ergebende Eckbereich ist nur schwer zugänglich, kann jedoch durch spezielle Schrank­ ausführungen sinnvoll genutzt werden.

U-Küche Wie bei der zweizeiligen Küche werden auch hier die Arbeitszentren Herd und Spüle an einer Seite installiert, um möglichst kurze Arbeitswege zu erhalten.

360 60 60 90 60 60 30 60 60 90

360 60 60 30

60

240

120

60

180

L-Küche

U-Küche

206

Raumpilot Grundlagen

60

240

Kochen

360 240 370 40 60 60 60 90 60
60

60

60

60

60

60

60

120

60

280

60

Küche mit Arbeitsinsel

40

L-Küche mit Essplatz

60

60

300

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

207

Wohnen

Küche mit Arbeitsinsel Die Arbeitsinsel kann als reine Arbeitsfläche dienen oder als Arbeitszentrum mit Kochfeld und eventuell auch Spülfunktion gestaltet werden. Diese Küchenformen haben einen relativ großen Platzbedarf, da vor allen Arbeitsseiten der Insel Bewegungsflächen eingeplant werden müssen. Insellösungen sind günstig für Küchen, in denen oft mehrere Personen gleichzeitig arbeiten.

L-Küche mit Essplatz Diese Essküche wird beispielhaft für die Kombination aus Arbeitsküche und Essbereich angeführt. Der Essbereich ist in diesem Fall als Imbissplatz gestaltet.

Wohnen
75-90

Barrierefreie Küchenplanung

≥ 150 ≥ 210

≥ 150 ≥ 270

≥ 150 ≥ 210

≥ 150

≥ 210

≥ 150 ≥ 270

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für Rollstuhlfahrer entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Die Unterfahrbarkeit muss mindestens über 90 cm Breite gewährleistet sein.

208

Raumpilot Grundlagen

Kochen
75-90

≥ 120 ≥ 180

≥ 120 ≥ 240

≥ 120 ≥ 180

≥ 120

≥ 180

≥ 120 ≥ 240

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für barrierefreie Planung entsprechend 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Ausreichende Beinfreiheit sollte beim Sitzen gewährleistet sein.

Raumpilot Grundlagen

209

Wohnen

Wohnen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

≥ 67

40 60 (unterfahrbar) 3 ≥ 150 ≥ 270 ≥ 15

40 ≤ 45 3

210

Raumpilot Grundlagen

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

Kochen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

40 60 3 ≥ 120 ≥ 240 60

40

3

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

211

Wohnen

Wohnen
75-90 Verschiedene höhenverstellbare und flexible Möbel für Rollstuhlfahrer, M 1:50 Design Rollstuhl: Natalie Chusainow und Matthias Högger, Diplomarbeit an der Fachhochschule Aargau, Studiengang Industrial Design, SS 2005

212

Raumpilot Grundlagen

Essen

Raumpilot Grundlagen

213

Wohnen

Wohnen Essen

215 215 216 217 217 218 220 221

Essbereiche Funktionsbeziehungen Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Mindestflächenbedarf von Essplätzen Essplätze rollstuhlgerecht Essplätze barrierefrei

214

Raumpilot Grundlagen

Essen

Kochen

Entspannen und kommunizieren Essen Arbeiten

Ankommen

WC

Private Freibereiche

Funktionsbeziehungen Essen

Essbereiche
Die Gestaltung und Nutzung des Essbereichs ist in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße und von individuellen Wohngewohnheiten sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht vom Stehtisch in der Küche für den schnellen Imbiss über den Esstisch für das tägliche gemeinsame Essen der Familie bis hin zur großzügigen Tafel für das ausgiebige Menü mit Gästen. In vielen Fällen bildet der Essbereich das soziale und kommunikative Zentrum der Wohnung.

Funktionsbeziehungen
Zwischen Küche, Essplatz und Wohnbereich bestehen enge funktionale Beziehungen. In der Grafik auf der folgenden Seite sind sechs unterschiedliche räumliche Anordnungsprinzipien dargestellt, die sich durch die jeweiligen Bereichsabgrenzungen der Funktionsbereiche unterscheiden.

Raumpilot Grundlagen

215

Wohnen

Wohnen

Kombinationsmöglichkeiten von Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich Essbereiche in der Küche Für einen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m² Fläche zusätzlich vorgesehen werden. Durch Anordnung einer Küchenzeile ohne Oberschränke in Richtung Essplatz wird der Blickkontakt zwischen Küche und Essplatz ermöglicht. Auch in Ein- bis Zwei-PersonenHaushalten sollte es möglich sein, den Essplatz bei Bedarf auch für größerere Personengruppen zu erweitern. Flexible Raumabgrenzungen Schiebe- oder Faltwände ermöglichen die räumliche Kopplung oder Trennung der Bereiche je nach Bedarf. Wohnküche mit Essplatz und Wohnzimmer getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Kochbereich flexibel abtrennbar Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einzelne Räume getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang

Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich, M 1:200

Wohnbereich mit Essplatz, Küche getrennt

Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Bereiche flexibel abtrennbar

216

Raumpilot Grundlagen

Essen

40

Raumdimensionierung
Überschlägig kann ein Mindestplatzbedarf von etwa 4 m² Grundfläche bei der Anord­ nung des Essplatzes für vier bis sechs Personen in der Küche angenommen werden.

Für Stühle sollten vor der Vorderkante des Tischs etwa 50 cm bis 55 cm Stell- und Bewegungsfläche eingerechnet werden. Zu Wänden sollten zusätzlich 30 cm und zu Möbeln zusätzlich 70 cm Abstandsfläche hinter der Stuhlfläche eingerechnet werden. Die Sitzhöhe von Essstühlen liegt durch­ schnittlich bei 42 cm bis 47 cm, sie sollte jedoch jeweils auf die spezifische Tischhöhe abgestimmt werden. Der Abstand zwischen Sitzfläche und Tischunterkante sollte bei Esstischen etwa 31 cm bis 34 cm betragen.

60 ca. 130

60

Platzbedarf Gedecke, M 1:50

40

≥ 80

Einrichtungsmaße
Grundlage der Essplatzbemaßung ist die Fläche eines Gedecks. Pro Person werden hierfür circa 60 cm x 40 cm Fläche gerechnet. Als Tisch-Ansitzbreite werden pro Person 65 cm bis 70 cm empfohlen.

Essplatz Mindeststellfläche für Tisch und Stühle Stellflächentiefe 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 Personen 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm Stellflächenbreite 130 cm 180 cm 180 cm 230 cm 240 cm

Raumpilot Grundlagen

217

Wohnen

Wohnen

Mindest-Platzbedarf von Essplätzen

70 - 75

70

50 - 55

≥ 80

50 - 55

30

42 - 47

70

50 - 55

90 - 120

50 - 55

30

Höhe Unterkante Leuchte über Augenhöhe der sitzenden Personen. Anhaltswert: etwa 60 cm Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante Leuchte (blendfrei!)

70 cm Abstand bis zum Möbel

50 - 55

30

70 cm Abstand bis zum Möbel

10

30 cm Abstand bis zur Wand

Stellfläche 180 - 185

70

50 - 55

≥ 80 Stellfläche 180 - 190 280 - 290

50 - 55

30

10

70

30 cm Abstand bis zur Wand

20 40 - 45

40 - 45

65

210 - 215

65

50 - 55

90 - 120 Stellfläche 190 - 230 290 - 330

50 - 55

30

Mindest-Platzbedarf beim eckigen und beim runden Essplatz, Schnitt und Grundriss

218

Raumpilot Grundlagen

42 - 47

70 - 75

92 70 .110 60 . U-Bank und Doppelbank M 1:50 Raumpilot Grundlagen 219 Wohnen .40 40 30 60 40 50 30 60 50 .70 Imbissplätze: Essbar.75 85 . Ausziehtisch und Ansatztisch 55 5 190 5 55 130 130 190 80 140 5 55 55 5 80 200 5 55 55 5 80 200 5 55 130 Platzsparende Sitzplatzanordnung: Eckbank.Essen 110 .75 70 .115 80 .85 85 .92 60 45 25 30 .

Schnitt und Grundriss 220 Raumpilot Grundlagen ≥ 120 50 ≥ 370 130 .75 150 / 150 Wendefläche ≥ 120 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 Mindest-Platzbedarf rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.75 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 150 / 150 Wendefläche 120 50 30 70 .Wohnen 150 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 70 .

75 260 300 120 90 130 ≥ 220 ≥ 90 90 80 260 90 90 120 300 90 Mindest-Platzbedarf barrierefrei entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.75 .Essen 90 70 . Schnitt und Grundriss ≥ 90 50 ≥ 350 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 221 Wohnen 90 80 90 90 120 90 70 .

Wohnen 222 Raumpilot Grundlagen .

Entspannen und kommunizieren Raumpilot Grundlagen 223 Wohnen .

Wohnen Entspannen und kommunizieren 225 226 227 228 229 229 229 230 Einleitung Mindestabmessung von „Wohnzimmern“ Platzbedarf Sessel und Sofa Augenabstand zum Bildschirm Billardtisch Tischfußball Klavier und Flügel Entspannen und kommunizieren barrierefrei 224 Raumpilot Grundlagen .

der Küche und dem Bad gewissermaßen übergeordnet. mit Fernseher. doch die Funktionen „Unterhaltung. in dem die Familienmitglieder einzeln oder gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit verbrachten. Das Wohnzimmer war in der Regel der „repräsentativste“ Raum der Wohnung. Daneben war es vor allem der Raum. Entspannung und Kommunikation“ haben sich inzwischen zusätzlich auch in die anderen Raumbereiche verlagert. Das Zentrum bildete meist eine bequeme Sitzgruppe mit Einzelsesseln oder Sofas. Radio und Plattenspieler. Ausgestattet war der Raum häufig mit Schränken. Nach wie vor sind viele Grundrisse mit einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Wohnbereich organisiert. Entspannung und Kommunikation meist im Vordergrund standen. Raumpilot Grundlagen 225 Wohnen . häufig überlagern sie sich mit anderen Nutzungen. Diese Funktio­ nen können daher nicht eindeutig einem einzelnen Raumbereich zugeordnet werden. Regalen. Erholung. Aus diesem Grund werden auf den folgenden Seiten die Stellflächen verschiedener Ausstattungselemente als frei kombinierbare „Einzelbausteine“ dargestellt. in dem die Gäste empfangen wurden. wobei Unterhaltung. Jahrhunderts war das gemeinschaftliche Wohnzimmer von seiner Größe und auch von seiner Bedeutung her den Individualräumen.Entspannen und kommunizieren Kochen WC Essen Ankommen Entspannen und kommunizieren Schlafen Arbeiten Private Freibereiche Funktionszusammenhänge Entspannen und kommunizieren Einleitung In den funktionalistischen Standardfamiliengrundrissen des 20.

ca.5 60 104 83 50 61 Coconut Chair.90 84 48 83 40 47. Entwurf: Verner Panton 226 Raumpilot Grundlagen 41 . Ottomane Coconut Chair. Entwurf: Charles Nelson Panton Chair. die in der DIN 18011 (zurückgezogen) entsprechend aufgeführt waren. 85 Standard-Sofagrößen. M 1:50 Zur Information über die Größen von Mindeststandards werden hier die Angaben zu Mindestflächen von „Wohnzimmern“ aufgeführt.Wohnen Orientierungswerte/Mindestflächen von „Wohnzimmern“ Fläche Wohnzimmer ohne Essplatz für 1 Person 1–2 Personen Wohnzimmer mit Essplatz für 4 Personen 5 Personen 6 Personen für jede weitere Person ≥ 20 m² ≥ 22 m² ≥ 24 m² ≥ 2 m² ≥ 16 m² ≥ 18 m² ca. 180 .200 ca. 60 . 160 .240 ca.

100 ca. 70 .100 Platzbedarf Sessel und Sofas 50 87 84 200 90 155 65 84 44 64 68 90 M 1:50 Soft Pad Chaise ES 106.300 ca. 350 . 200 .400 ca. 80 .400 ca. 300 .350 ca. Entwurf Ray und Charles Eames Lounge Chair mit Ottomane.Entspannen und kommunizieren ca. Entwurf: Ray und Charles Eames Raumpilot Grundlagen 38 227 80 Wohnen .100 ca.300 ca. 350 . 80 . 270 . Entwurf Ray und Charles Eames La Chaise.

Pierre Jeanneret. M 1:50 62 160 Chaiselongue LC 4. Entwurf: Le Corbusier Sessel LC 2. Entwurf: Le Corbusier 228 Raumpilot Grundlagen 67 .Wohnen 60˚ Abstand: mindestens 3 . Charlotte Perriand 73 99 70 76 Sessel LC 3. Entwurf: Le Corbusier.4 fache Bildschirmdiagonale Bildschirmdiagonale 90˚ Empfohlener Augenabstand zum Bildschirm.

Spielfeldhöhe zwischen circa 80 cm bis 88 cm. 60 140-160 114 155 200 150 160 Klavier Stutzflügel Salonflügel Konzertflügel M 1:50 Raumpilot Grundlagen 229 275 Wohnen .310 Tischfußballspiel.Entspannen und kommunizieren ca.167. Beim Billardtisch muss der große Bewegungsraum beachtet werden. 143 ca. 74 ca.5 ca. 120 . Spielhöhe bei circa 88 cm bis 92 cm Billardtisch. für private Zwecke und für Cafés übliche Außenabmessungen: 215 cm x 120 cm oder 225 cm x 125 cm. 190 .

Wohnen 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei ≥ 150 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 150 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 80 Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die rollstuhlgerechte Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die barrierefreie Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) 230 Raumpilot Grundlagen .

Schlafen Raumpilot Grundlagen 231 Wohnen .

Wohnen Schlafen 233 233 234 234 235 235 236 237 238 Schlafbereiche Funktionsbeziehungen Anordnungsmöglichkeiten Planungsregeln Orientierung Raumdimensionierung Bettsysteme Matratzengrößen Schlafen barrierefrei 232 Raumpilot Grundlagen .

und (Schiebe­ Wohnbereich sehr günstig sein. In diesen Fällen können flexible Raumtrennungen wände) zwischen Schlaf. Ein Teil der Funktionen. Weitere Funktionsbeziehungen sind vom individuellen Wohnverhalten abhängig. Bedeutungswandel bei Bettlägrigkeit Die Bedeutung des Schlafbereichs kann sich im Krankheitsfall und/oder bei Bettlägrigkeit stark ändern. Aufenthalts-. Raumpilot Grundlagen 233 Wohnen Freibereiche . wurden inzwischen auch in die Individualräume verlagert. Arbeits-. wie beispielsweise Musik hören.Schlafen Ankleiden Arbeiten Schlafen Reinigen und pflegen Entspannen und kommunizieren Kinder wohnen Funktionsbeziehungen Schlafen Schlafbereiche In größeren Wohneinheiten sind die Schlaf­ bereiche meist vom Gemeinschaftsbereich getrennt den Individualräumen der einzelnen Haushaltsmitglieder zugeordnet.und/oder Spielräume genutzt. die noch vor einigen Jahrzehnten in vielen Wohneinheiten ausschließlich den Gemeinschaftsräumen zugeordnet waren.und Ankleidebereich. sie können beispielsweise auch zum häuslichen Arbeitsplatz bestehen. Fernsehen oder Freunde empfangen. Diese Individualräume für ein oder zwei Personen werden über das Schlafen hinaus auch als Rückzugs-. In freien Grundrissanordnungen und Lofteinheiten für kleinere Haushalte wird der Schlafbereich auch als „Funktionsinsel“ offen oder abgeschirmt in den zusammenhängenden Wohnraum integriert. Kommunikations-. Funktionsbeziehungen Starke Funktionsbeziehungen bestehen zwischen dem Schlafbereich und dem Sanitär. Der Schlafbereich wird für die Betroffenen zum räumlichen Zentrum ihres Lebens. Lese. da sie dem Bettlägrigen bei Bedarf eine „ Teilhabe“ am Wohngeschehen ermöglichen. Daneben können Funktionsbeziehungen zwischen Elternschlafzimmer und den Schlafräumen kleiner Kinder bestehen.

30 m lichte Raumhöhe beziehungsweise 2. wobei Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1. Für die Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen.40 m als Mindestmaß. 234 Raumpilot Grundlagen . Für die flexibel abtrennbaren Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. Schlafbereich mittels Schiebewänden flexibel abtrennbar. Stellflächenbreite Betten Einzelbett Doppelbett Französisches Bett Schlafen in Individualräumen. Kommode/Regal Arbeitstisch Stuhl Sessel circa 55–60 cm circa 30–50 cm ≥ 80 cm circa 45 cm ≥ 60 cm circa 100–120 cm circa 100 cm ≥ 55 cm circa 50 cm ≥ 60 cm ≥ 110 ≥ 220 60–65 cm 60–65 cm circa 90–140 cm circa 160–220 cm circa 140–160 cm circa 55–60 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 40 cm Stellflächentiefe Planungsregeln Schlafen im Loft. Ablage neben Bett/Ablagetisch Schrankflächen Kleiderschrank (eine Person) Kleiderschrank (zwei Personen) Sonstige Einrichtungsgegenstände Kleinkinderbett Schlafen im Loft.50 m nicht mitberücksichtigt werden.20 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche bei Dachräumen. Die LBO BW § 34 fordert hiervon abweichend nur 2. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. gilt entsprechend der MBO § 44 eine lichte Höhe von 2. Verglaste Loggien und künstliche Beleuchtung werden unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. nur mit Möbeln zoniert Anordungsmöglichkeiten des Schlafbereichs bei unterschiedlichen Grundrisstypen. flexibel abtrennbar. getrennt. M 1:200 Für Aufenthaltsräume. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung sollte etwa ein Achtel der Grundfläche des Raums betragen.Wohnen Orientierungswerte für Mindest-Einrichtungsmaße Schlafen in Individualräumen. mit Serviceinsel zoniert Schlafen im Loft. wie Individualräume oder reine Schlafzimmer. mit einer Serviceinsel zoniert.

455 ca. 415 .Schlafen 200 .210 ≥ 380 70 90 Stell.und Wäscheschränke und für das Ankleiden an anderer Stelle vorgesehen sind (zum Beispiel in einem getrennten Ankleideraum). 70 90 200 . Gestrichelt dargestellt ist die Mindestbewegungsfläche (70 cm) und zusätzlich die empfohlene Bewegungsfläche (90 cm) um das Bett und der daraus resultierende Platzbedarf. Für die Orientierung der Räume ist daneben die Abschirmung von störendem Lärm und anderen Umwelteinflüssen zu beachten.390 ca.425 Eine Verkleinerung um circa 2 m² ist möglich. ca. M 1:100 ca. M 1:100 90 Orientierung Individualräume sollten Besonnung erhalten. empfohlener Bewegungsraum etwa 140 cm. 445 . M 1:50 70 Raumdimensionierung Für Individualräume sollte möglichst eine nutzungsneutrale Raumgröße mit mindestens 14 m² bis 15 m² eingeplant werden (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). 360 .210 5 ≥ 295 60 ca. 140 60 Ankleideraum.und Bewegungsfläche beim Doppelbett. 380 .370 Raumpilot Grundlagen 235 Wohnen . wenn die Flächen für Kleider. Flächenbedarf bei unterschiedlicher Anordnung der Möbel.

75 ca. 160 ca. Bettbreite einklappbar 236 Raumpilot Grundlagen ca.Wohnen ca. 175 ca. Anordnung mit 3 Betten ca. 150 ca. 35 Klappbett. 100 ca. 200 ca. 100 ca. 90 Klappbett. 200 ca. 205 ca. 75 ca. 35 ca. 35 ca. 170 ca. 125 ca. 90 ca. 35 ca. 200 ca. 90 ca. 240 ca. 200 . 35 ca. 200 ca. 200 ca. 90 ca. 35 ca. 90 Eingebautes Bett (Alkovenbett) ca. 35 ca. 90 ca. 200 ca. 90 Einzelbett Doppelbett Hochbett Hochbett. 100 ca. 90 ca. Bettlänge einklappbar ca. 50 ca. 200 ca. 170 ca.

70 ca. 70 ca. 190 ca. 120 ca. 160 ca. Varianten Klappsessel 90 10 0 90 10 0 70 12 0 14 0 16 0 Übliche Matratzengrößen. 160 ca. 190 Klappsofas. 190 22 0 10 20 0 1 4 1 0 19 20 0 0 . 120 ca. 70 ca. 190 ca. 90 ca. 70 ca. 190 ca. 72 ca. 160 ca. 90 ca. 70 ca. 190 ca.Schlafen ca. 72 ca. 70 ca. 160 ca. häufig verwendet: 90 cm x 200 cm Betten/Matratzengrößen 18 0 20 0 16 0 18 0 20 0 12 0 14 0 60 90 10 0 80 50 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 237 Wohnen ca. 72 ca. 72 ca.

M 1:50 238 Raumpilot Grundlagen 5 60 ≥ 150 ≥ 420 . 200 . Entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 120 cm breit sein.Wohnen 150 Schlafen barrierefrei Die Bewegungsfläche muss 150 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes (über die gesamte Bettlänge) und zusätzlich vor Schränken.210 ≥ 470 ≥ 120 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. damit der Rollstuhlfahrer auch diese Bettseite im Bedarfsfall anfahren kann. M 1:50 ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 Kleiderschrank mit herunterklappbarer Kleiderstange.210 5 ≥ 150 200 .

210 Die Bewegungsfläche muss 120 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes. Vor Schränken und entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 90 cm breit sein. M 1:50 5 60 ≥ 90 Raumpilot Grundlagen 239 Wohnen ≥ 360 .210 ≥ 410 ≥ 90 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2.Schlafen 120 200 . 5 ≥ 120 200 .

Wohnen 240 Raumpilot Grundlagen .

Kinder wohnen Raumpilot Grundlagen 241 Wohnen .

Wohnen Kinder wohnen 243 244 244 245 246 246 247 248 Funktionen Funktionsbeziehungen Orientierung Planungshinweise Stuhl.und Tischhöhen Bettabmessungen Raumdimensionierung Raumhöhen 242 Raumpilot Grundlagen .

Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen und auch in Hinblick auf den langfristig vorhersehbaren Nutzungswechsel ist für Kinderzimmer ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt mit einer Raumgröße nicht unter 14 m² zu empfehlen (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). Sie sind vielmehr multifunktionale Raumbereiche. Doch mit zunehmendem Alter gewinnt das „eigene Zimmer“ als individueller Raumbereich stärker an Bedeutung. für Treffen mit Freunden. er umschließt die gesamte Wohnung und die zugehörigen Freibereiche. das Lesen.und Rückzugsräume. die Hausarbeiten. zum Musik hören und für vieles mehr genutzt werden.Kinder wohnen Schlafen Eltern Reinigen und pflegen Spielen und schlafen Draußen spielen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen der Kinderbereiche Funktionen Der Raumbereich von Kindern beschränkt sich keinesfalls auf das Kinderzimmer. essen . Die Anforderungen an diese Räume und an deren Ausstattung ändern sich mit den verschiedenen Altersstufen der Kinder. die auch für das Spielen. Raumpilot Grundlagen 243 Wohnen Kinder wohnen Kochen. das Basteln. Kinderzimmer sind nicht nur Schlaf.

Die Möglichkeit für Jugendliche einen separaten Wohnbereich mit eigenem Sanitärbereich und eigenem Eingang zu schaffen.oder Westorientierung empfohlen. Orientierung Da Kinderzimmer ab dem Kindergarten­ alter – beziehungsweise ab dem Schulalter – vor allem nachmittags genutzt werden. Für heranwachsende Jugendliche erhält das eigene Zimmer als individueller Rückzugsbereich große Bedeutung. Ein eigener Arbeitsplatz wird spätestens dann erforderlich. Mit zunehmendem Alter gewinnen für Kinder Möglichkeiten zur Abgrenzung des eigenen Bereichs an Bedeutung. Eine direkte Kopplung der Raumbereiche kann in dieser Phase erwünscht sein. Anfänglich können sich auch zwei Kinder einen Raum teilen. wäre daher ideal. Für Säuglinge und Kleinkinder ist die räumliche Nähe zum Elternschlafbereich günstig.Wohnen Kind Bezugsperson Säugling 0 1 Kleinkind 6 Schulkind 12 Jugendlicher 18 Erwachsener Jahre 7 Physischer Leib Ätherleib 14 Astralleib 21 Ich 0 Raumbezug zwischen Kind und Bezugsperson im Zusammenhang mit den Entwicklungsphasen eines Kindes Oberer Zeitstrahl: nach Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e. 244 Raumpilot Grundlagen . Damit verändern sich auch die Anforderung an die Kopplung beziehungsweise Abgrenzung der Raumbereiche von Kind und Bezugspersonen. Der Raum wird zu ihrer eigenen „Wohninsel“ in der Wohnung.V. Ein vom Elternschlafzimmer getrenntes eigenes Kinderzimmer wird erforderlich. – Wohnen mit Kindern Unterer Zeitstrahl: anthroposophischer Ansatz (Quelle: Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner) Funktionsbeziehungen Mit den Entwicklungsphasen eines Kindes lockert sich die anfänglich sehr enge Bindung zur Bezugsperson. Ab dem Alter von etwa acht bis zehn Jahren wird jedoch ein eigenes Zimmer für jedes Kind empfohlen. wenn das Kind in die Schule kommt. wird eine Süd.

und Blickbeziehungen nach außen Möblierung: Größe.) und Spielbereichen . sondern bewusst veränderbare oder vom Kind selbst wähl. Farbkontraste und gute Belichtung empfohlen. Psychologen raten dazu. Fahrrad und Spielgeräte etc. Kinderzimmer nicht vollständig durchzuplanen. erhöhter Schallschutz Treppengeländer: Greifhöhe und Sicherheit Gebäudeschema mit Hinweisen für eine „Kinder berücksichtigende“ Planung .oder gestaltbare Einrichtungen und auch abwaschbare. M 1:200 Planungshinweise In Gebäuden und Wohnungen. Material Abstellflächen für Kinderwagen. müssen zahlreiche Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Farbe. sich ihre Raumbereiche „anzueignen“ und gleichzeitig kreative Erfahrungen zu sammeln.Kinder wohnen Sicherung elektrischer Anlagen und Geräte Absturzsicherung Niedrige Brüstungshöhen von Fenstern ermöglichen Kindern Ausblick Niedrige Geschossigkeit ermöglicht Ruf. die ständig von Kindern genutzt werden. Roller. Fensteröffnungshöhen. Raumpilot Grundlagen 245 Wohnen Sicherung von Außenraum (Gartenteiche/ giftige Pflanzen etc. Möblierungen et cetera beachtet werden. Daneben sollten auch die besonderen Körpermaße bei Greifhöhen. Damit soll Kindern die Möglichkeit gegeben werden. bemalbare Wandabschnitte vorzusehen. Für die Gestaltung von Bereichen für kleinere Kinder werden warme Farben.

ca. 5 . ab 9 Jahren 70 Kinderbett.und Tischhöhen in Abhängigkeit zur Körpergröße von Kindern (siehe auch Kapitel Lernen) Körpergröße ≤ 113 cm 113–127 cm 128–142 cm 143–157 cm 158–172 cm ≥ 173 cm Tischhöhe (a) 46 cm 52 cm 58 cm 64 cm 70 cm 76 cm Sitzflächenhöhe (b) 26 cm 30 cm 34 cm 38 cm a 42 cm 46 cm b 70 70 173 100 120 3 3 3 140 3 50 123 70 3 60 133 70 3 70 143 70 3 90 . 1 . ca.Wohnen Orientierungswerte für Stuhl. ca.160 163 .8 Jahre Bettabmessungen mit Mindestbewegungsfläche in Abhängigkeit von Alter und Körpergröße von Kindern.233 Einzelbett. M 1:50 246 Raumpilot Grundlagen 190 .278 70 70 3 .4 Jahre Kinderbett. ca. 0 .205 193 213 263 .1 Jahre Kinderbett.

20 m2 Raumpilot Grundlagen 247 Wohnen . Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 1 1 1 1 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Empfohlene Möbelstellflächen für ein Zwei-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank 2 1 2 Zusätzl. Entsprechend LBO BW. 100 x 60 100 x 205 45 x 55 110 x 65 Empfohlene Möbelstellflächen für ein Ein-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank Zusätzl.16 m2 16 . § 47 eine lichte Höhe von mindestens 2. § 34 ist abweichend bereits eine lichte Höhe von 2. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 2 2 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 220 x 65 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Flächen für ein Kinderzimmer Empfohlen Ein-Personen-Zimmer Zwei-Personen-Zimmer (bis 6 Jahre) 14 . Das Rohbaumaß der Fensteröffnung muss mindestens ein Achtel der Netto-Grundfläche des Raums einschließlich der Netto-Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben.30 m ausreichend.Kinder wohnen Raumdimensionierung Kinderzimmer gelten als Aufenthaltsräume. die laut Musterbauordnung 2002.40 m aufweisen müssen.

wenn die Raumhöhe ihrer Körpergröße angepasst ist. sondern stärker auch in der Vertikalen. Kleine Nischen und Höhlen sind willkommene Rückzugsbereiche.111 Spielende Kinder Altersgruppe 6 Jahre 248 Raumpilot Grundlagen 111 . Räumliche Angebote für Kinder sollten daher auch Perspektivwechsel und Bewegungen in der Vertikalen ermöglichen.129 . Hochbett mit Leiter Möblierungsvariante mit erhöhtem Podest Kind mit Ball Altersgruppe 3 Jahre 66 .111 Kind mit Springseil Altersgruppe 3 Jahre 92 . Kleinere Kinder fühlen sich sicherer und geborgener.50 m bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Unterteilung in der Vertikalen. Ihr Blick bewegt sich nicht überwiegend in der Horizontalen.Wohnen Raumhöhen Die Wahrnehmung der dritten Dimension ist bei Kindern stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen.78 Klettern Altersgruppe 3 Jahre 92 . Übliche Raumhöhen ab etwa 2.

Kinder wohnen Raummodulation für Kinder. Ausbildung von Nischen und Podesten 111 .129 Springen Altersgruppe 6 Jahre Lesen Altersgruppe 6 Jahre Kinder mit Kaufladen Altersgruppe 6 Jahre 123 Kind mit Eisenbahn Altersgruppe 6 Jahre M 1:50 Raumpilot Grundlagen 249 Wohnen .

Wohnen 250 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten Raumpilot Grundlagen 251 Wohnen .

Arbeiten Wohnen 253 254 255 255 256 258 Wohnen und Arbeiten Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Arbeitsplatzgestaltung Beleuchtung Flächenbedarf Arbeitsplatz Arbeiten barrierefrei 252 Raumpilot Grundlagen .

Neuere Zahlen zur Entwicklung der Telearbeit liefert eine Studie. die Funktionsbeziehungen können in Abhängigkeit von der konkreten Art der Arbeit stark differieren Wohnen und Arbeiten Arbeitswissenschaftler sprechen seit den 1990er Jahren in Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitsformen zunehmend von „Entgrenzungsprozessen“ (Gottschall/Voß 2005).6 Millionen Teleheimarbeitern bei insgesamt 38.und Kommunikationsmedien (IuK) schuf die Voraussetzung für ortsunabhängiges Arbeiten – auch von zu Hause aus.9 Prozent steigen. Raumpilot Grundlagen 253 Wohnen . werden unbestimmter und verlieren ihre Eindeutigkeit. Mit der „ Telearbeit“ entwickelte sich eine neue häusliche Arbeitsform. Dies entsprach 2. wie zwischen Arbeitszeit und Freizeit oder zwischen Wohnort und Arbeitsort. Über Jahrzehnte hinweg gewohnte „Grenzen“ . mindestens jedoch einen Arbeitstag pro Woche zu Hause arbeiten.Arbeiten Schlafen Entspannen und kommunizieren Ankommen Arbeiten Essen WC Freibereiche Funktionsbeziehungen von einem häuslichen Arbeitsbereich. Ihre Zahl soll entsprechend der Prognose bis 2020 auf 14. Die Technisierung der Arbeit durch die neuen Informations. die komplett oder alternierend. die üblicherweise in einem Büro oder in einem Betrieb ausgeführt werden. die die englische tion“ 2005 Beratungsfirma „Future Founda­ im Auftrag der japanischen Firma „Brother“ erstellt hat. Mit diesem Begriff wird das Auflösen der Merkmale fordistisch-tayloristisch geprägter Arbeitsorganisationen beschrieben. die aber mittels IuK-Medien nun teilweise oder komplett zu Hause verrichtet werden. der sich bis 2020 auf 81 Prozent deutlich erhöhen soll. Unter den mobilen „teleworkers“ ermittelte die Studie für 2005 einen Anteil von 39 Prozent.8 Prozent aller Erwerbstätigen ermittelt. Als „regular homeworking teleworkers“ . wurden in Deutschland für 2005 6.8 Millionen Erwerbstätigen (2005). wozu auch die überkommene Trennung zwischen Erwerbstätigkeit und Privatsphäre zählt. Unter diesem Begriff werden informationstechnisch gestützte Erwerbstätigkeiten zusammengefasst.

bis hin zum getrennten „Satellitenbüro“ an anderer Stelle im Wohngebäude oder im Quartier. es reicht vom Zusammenfließen und Überlagern der beiden Bereiche über den abgetrennten Arbeitsraum. temporär zuschaltbar Arbeitsplatz im externen Schaltraum. mögliche Anlieferungen und eventuelle Störungen durch Lärm et cetera dar. Es scheint gerade für Arbeitsräume und -bereiche sinnvoll. temporär einer der Wohneinheiten zuschaltbar oder getrennt nutzbar + Getrenntes Arbeitszimmer in der Wohneinheit Arbeitsplatz im Satellitenbüro im Gebäude oder im Quartier 254 Raumpilot Grundlagen . spätere Nutzungswechsel miteinzuplanen. Wichtige. mit oder ohne eigenem Eingang. Nutzungsneutrale Raumzuschnitte oder Schalträume mit getrennten Eingängen können in Hinblick auf spätere Nutzungsänderungen für diesen Bereich sinnvoll sein. Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten und Wohnen überlagern sich Arbeitsplatz im internen Schaltraum mit direktem Zugang von außen Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten flexibel abtrenn­ bar Arbeitsplatz im flexiblen Möbelelement. den Privatbereich eventuell „störende“ Einflussparameter der Arbeit stellen Kunden. Das Spektrum der räumlichen Kombinationsmöglichkeiten von Wohnen und Arbeiten spannt sich entsprechend weit auf.Wohnen Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Die Abgrenzung der Bereiche Wohnen und Arbeiten ist abhängig vom genauen Typus der Arbeit und von persönlichen Vorlieben. Satellitenbüros können eventuell auch mit anderen Personen zusammen als Nachbarschaftsbüros genutzt werden. Mitarbeiter. denn viele Selbstständige arbeiten nur phasenweise als „Teleheimarbeiter“ von zu Hause aus. Häufig markiert die Arbeit zu Hause nur die Gründungsphase eines Unternehmens.

Beleuchtung – Am Arbeitsplatz werden zwischen 300 und 1000 Lux empfohlen. durchschnittlich 500 Lux – Reflexionsgrad der Möbel und Wände beachten.000 100. Es bleibt sichtbar.01 0.000 Konzept „mildes Licht“ Dieses Beleuchtungskonzept orientiert sich an der Charakteristik des Tageslichts. Das Licht wirkt angenehm mild.Arbeiten Arbeitsplatzgestaltung Die Dimensionierung häuslicher Arbeits­ plätze ist von der Art der Arbeit abhängig. Schreibtischoberflächen sollten matt sein.24 1 . um Blendung zu vermeiden Direkte Beleuchtung Das Licht strahlt von der Leuchte direkt zum Arbeitsplatz. schattenarmer Raumeindruck gegenüber. Dies schafft eine effektive Beleuchtungsstärke bei angenehmer Raumwirkung. Indirekte Beleuchtung Das Licht der Leuchte reflektiert über die Decke und Wände und strahlt von dort zum Arbeitsplatz zurück. Dem Vorteil der Effizienz auf der horizontalen Arbeitsebene stehen die Nachteile der meist ungenügenden Raumwirkung durch dunkle Decken und starke Schatten gegenüber. Einer angenehm hellen Raumwirkung steht vielfach ein diffuser. Beleuchtungsstärken in Lux Licht vom Sternenhimmel Licht vom Vollmond Nächtliche Straßenbeleuchtung Energiesparlampe 20 W in 2 m Abstand Gute Arbeitsbeleuchtung Trüber Wintertag Sommertag bei bedecktem Himmel Sommertag bei Sonnenschein 0. Raumpilot Grundlagen 255 Wohnen .2000 3000 20.30 35 300 . Durch die weitere Miniaturisierung des Arbeitsequipments ist Computerarbeit prinzipiell überall möglich und kann auch temporär in unterschiedlichen Wohn­ bereichen ohne besondere Zusatz­ aus­ stattung stattfinden. Indirekt-direkt-Beleuchtung Indirekt-direkt-Beleuchtungen kombinieren die beiden vorigen Konzepte.

ca. 160 ca. M 1:20 256 Raumpilot Grundlagen . die eine Anpassung des Tisches an die jeweilige Körpergröße des Nutzers ermöglicht. 45 Zur Orientierung: Flächenaufteilung und notwendige Abstände bei einem Schreibtischarbeitsplatz in Arbeitsstätten. 200 ca. 80 ca. Die Normhöhe eines Schreibtisches beträgt 72 cm. 90 ≥ 100 ca. 180 ca. wichtiger ist jedoch die Höhenverstellbarkeit (68 cm bis 76 cm).Wohnen Als Orientierungswert für die Größe eines Arbeitstisches gilt 160 cm x 80 cm Arbeitsfläche. entsprechend DIN 4543/ Teil 1.

72 (individuell einstellbar) 65 62 55 12 20 45 60 ca. siehe auch DIN EN ISO 9241. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 257 Wohnen . 80 ≥ 100 Ansicht üblicher Arbeitsplatz mit Beinfreiraum (gestrichelt). entsprechend DIN 4543 Teil 1.Arbeiten Augen abstan d ca.

Wohnen
150

150

Arbeiten barrierefrei

ca. 80 ca. 60

ca. 60

ca. 80

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich: links: horizontaler Greifbereich (links eingeschränkt, rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers, M 1:20

258

Raumpilot Grundlagen

Arbeiten
150

150

ca. 75 - 90 (individuell einstellbar)

UK Tisch ≥ 67

unterfahrbar

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich und vertikaler Greifbereich bei individuell einstellbarer Arbeitsplattenhöhe, unterfahrbare Bereiche müssen mindestens 90 cm breit sein, M 1:20

≥ 40

≤ 140

Raumpilot Grundlagen

259

Wohnen

Wohnen

260

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Raumpilot Grundlagen

261

Wohnen

Reinigen und pflegen Wohnen

263 263 264 265 265 266 266 266 267 267 267 267 267 267 267 268 269 274 275 276

Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnungen der Sanitärräume im Grundriss Planungsregeln Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Duschwannen Badewannen Toiletten Planerische Besonderheiten Installation Elektro Belichtung und Belüftung Schallschutz Oberflächen Sanitärraumarten Stell- und Bewegungsflächen Rollstuhlgerecht Reinigen und pflegen barrierefrei Beispiel rollstuhlgerechter Sanitärraum

262

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

WC Schlafen Reinigen und pflegen Kinder wohnen Wirtschaften Freibereiche Entspannen und kommunizieren

Kochen

Funktionsbeziehungen Reinigen und pflegen

Funktionen
Sanitärräume bieten den Raum und die Ausstattung für die Körperhygiene und für die Körper- und Gesundheitspflege. Die Größe und Gestaltung von Sanitärräumen im Wohnungsbau variiert in einem breiten Spektrum zwischen flächenoptimierten Funktionsräumen und großzügigen Raum­ bereichen mit Aufenthaltsqualitäten.

von Nutzungszusammenhängen wegen der möglichen Bünde­ lung der Installationen in einem gemeinsamen Schacht von Vorteil sein. Darüber hinaus besteht eine funktionale Beziehung zum hauswirtschaftlichen Bereich. Häufig werden auch hauswirtschaftliche Funktionen in das Bad integriert, insbesondere für das Waschen und Trocknen von Wäsche. Für die Zuordnung der Sanitärräume innerhalb einer Wohnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Jedem Individualraum eine eigene Nasszelle zuzuordnen, stellt eine aufwendige, für die Nutzung aber sehr günstige Lösung dar. Daneben können Nasszellen auch jeweils zwei Individual-

räumen mit direktem Zugang zugeordnet werden. Häufig wird aus ökonomischen Gründen jedoch ein gemeinsames Bad für den gesamten Schlafbereich vorgesehen. Werden Nasszellen direkt mit den Individualräumen gekoppelt, sollte möglichst noch ein weiteres Bad beziehungsweise ein getrenntes WC eingeplant werden, das von den übrigen Räumen aus erreicht werden kann. Aber auch im Fall eines gemeinsamen Bads ist grundsätzlich ein zweites WC (Gäste-WC) zu empfehlen.

Funktionsbeziehungen
Das Bad ist funktional stark an die Individualräume gekoppelt. Eine räumliche Anbindung an die Küche kann unabhängig

Raumpilot Grundlagen

263

Wohnen

Wohnen

Zuordnung der Sanitärräume im Grundriss

Jedem Individualraum ist direkt ein eigener Sanitärraum zugeordnet. Bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Die Beispiele unten zeigen eine Variante, bei der jeweils zwei Individualräumen ein Sanitärraum direkt zugeordnet ist. Auch bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Diese Reihe zeigt Anordnungsvarianten bei denen mehreren Individualräumen ein gemeinsamer Sanitärraum zugeordnet ist.

Die Beispiele dieser Reihe zeigen unterschiedliche Anordnungen von Sanitärräumen in Einraum-Wohneinheiten (Lofteinheiten).

264

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Planungsregeln
Entsprechend der Musterbauordnung muss jede Wohnung ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette besitzen (MBO § 48). Fensterlose Bäder sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist (MBO § 43). Bäder können nach Norden orientiert sein. Die LBO BW fordert unter § 36, dass jede Nutzungseinheit mindestens eine Toilette haben muss und dass diese eine ausreichende Lüftung aufweisen muss.

Raumdimensionierung
Im Jahr 2007 wurde die DIN 18022 zurückgezogen, die bisher als wesentliche Planungsgrundlage für die Stell- und Bewegungsflächen im Bad diente. Diese

Angaben zu Mindestmaßen für die Ausstattung von Sanitärräumen in Wohnungen macht die VDI-Richtlinie 6000 Blatt 1 / Februar 2008. Hierin werden detaillierte Hinweise zur Größe von Sanitärobjekten (Stellflächen), zu seitlichen Abstandsflächen zwischen den einzelnen Sanitärobjekten beziehungsweise zu Wänden sowie zu den notwendigen Mindestbewegungsflächen gegeben.

Anstelle eines zweiten Waschbeckens im Bad ist im Mehrpersonenhaushalt meist ein zweiter Waschplatz mit zusätzlicher Dusche an anderer Stelle zu empfehlen, um eine parallele Nutzung zu ermöglichen.

► Bei der Planung eines Sanitärraums müssen auch die Beheizung, die Beleuchtung, die Warmwasserversorgung und gegebenenfalls der Fliesenplan berücksichtigt werden.

Erforderliche Abstände von Sanitärraumausstattungen/Mindestwerte entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen oder Wänden und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Stellflächen von Waschmaschine/-trockner Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen für bewegliche Einrichtungen und anliegenden Wänden Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen und Türlaibungen ≥ 10 cm ≥ 3 cm Abstände ≥ 75 cm ≥ 90 cm

Raumpilot Grundlagen

265

Wohnen

Norm hatte die Anforderungen an eine barrierefreie Planung nicht berücksichtigt. Im Kontext des demografischen Wandels und im Sinne eines „Universal Design“ sollten aktuelle und zukünftige Planungen von Sanitärräumen nach Möglichkeit den Anforderungen der DIN 18025 beziehungsweise der nachfolgenden DIN 18040 entsprechen.

► Bei der Planung von WC- und Sanitärräumen sollten soweit möglich die Bewegungsmaße für die barrierefreie Badplanung zugrunde gelegt werden.

Wohnen

Einrichtungsmaße
Als Mindestbewegungsfläche vor Sanitär­ objekten sollten in der nicht barrierefreien Planung 75 cm vorgesehen werden. (Die Anforderungen in der VDI Richtlinie 6000 Blatt 1 liegen teilweise darunter). Vor Waschmaschinen und Wäschetrocknern muss auf der Bedienseite eine Fläche von 90 cm freigehalten werden. Die

Bewegungsflächen können sich allerdings sowohl seitlich als auch gegenüberliegend überdecken. Duschwannen Duschwannen sind aufgrund ihres geringen Flächenbedarfs geeignet für kleine Bäder. Wenn möglich sollte eine Duschwanne und zusätzlich eine Badewanne angeord­­ net werden. Die Wannenhöhen von

Standardduschwannen (80 cm x 80 cm oder 90 cm x 75 cm) liegen meist zwischen 6 cm und 26 cm. Für möglichst bodengleiche Duschbereiche können beispielsweise Flach­ wannen (1 bis 2 cm) eingesetzt werden. In der nicht barrierefreien Planung muss vor der Dusche ein Bewegungsraum von mindestens 75 cm x 90 cm vorhanden sein. Für die Einstiegsbreite sollten mindestens 70 cm vorgesehen werden.

Abstandsmaße verschiedener Sanitärobjekte untereinander und zu Wänden/entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Sanitäre Ausstattungsgegenstände Einzelwaschbecken Doppelwaschbecken Einbauwaschtisch mit einem Becken (EWT) 25 20 20 15 15 15 HandEinbauwaschtisch waschbecken mit zwei Becken (EDWT) 25 20 20 15 15 15 (HWB) 25 20 20 20 20 20 20 Sitzwaschbecken Klosettbecken, Spülung vor der Wand (WCa) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Klosettbecken, Spülung für Wandeinbau (WCu) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Urinalbecken Duschwanne Badewanne Badewanne

Kurzbezeichnung WB DWB EWT HWB SW WCa / WCu UR DU BW WM / TR Wand Vorwand-Installation Türbereich

WB 25 20 20 20 20 20 20

(DWB) 25 20 20 20 20 20 20

(SWB) 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25

(UB) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20

(DU) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 20 20 25 20 20 3 3 20

horizontale Leitungsführung: ab 17 cm, vertikale Leitungsführung: ab 25 cm (Maße gelten von Rohwand bis Vorderkante Beplankung, jedoch ohne Fließen) Abstand zu Türöffnungen/Türlaibungen: ≥ 10 cm

266

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Badewannen Neben Standardwannen (170 cm x 75 cm) sind diverse Sonderformen, wie zum Beispiel runde Badewannen oder Eckbadewannen erhältlich. In der nichtbarrierefreien Planung sollte vor der Wanne ein Bewegungsraum von 90 cm x 75 cm vorhanden sein. Toiletten Wandbecken sind aus hygienischen Gründen den Standbecken vorzuziehen, da sie eine bessere Reinigung ermöglichen. Spülkästen werden im Vergleich zu Druckspülungen aufgrund ihres geringeren Wasserverbrauchs und wegen ihres geringen Geräuschpegels empfohlen.

von etwa 25 cm Tiefe für die vertikale Leitungsführung. Prinzipiell sollten Leitungsführungen für spätere Reparaturen oder Veränderungen möglichst gut zugänglich sein (Revisionsöffnungen). Elektro In Räumen mit Badewanne oder Dusche sind die Schutzbereiche nach der DIN VDE 0100 Teil 701 zu beachten. Belichtung und Belüftung Die Luftqualität innenliegender Bäder und Toiletten kann nur durch mechanische Lüftungsanlagen (das heißt mit Ventila­ toren) nach DIN 18017 wirklich sichergestellt werden. Im hochwertigen Wohnungsbau werden für die einzelnen Wohneinheiten Einzellüftungsanlagen mit eigener Abluftleitung eingeplant. Bei geringerem Standard werden lediglich Einzellüftungsanlagen mit gemeinsamer Abluftleitung eingesetzt, die zwar einen geringeren Leitungsquerschnitt mit sich bringen, aber schalltechnisch nachteilig sind. Fensterlose WC-Räume sollten, wenn möglich, eine motorgesteuerte Sauglüftung erhalten, da eine Schachtlüftung je nach Jahreszeit und topografischer Lage nicht wirkungsvoll arbeitet. Schallschutz Bei der Planung von Sanitärräumen muss der Schallschutz berücksichtigt werden, da Fließgeräusche in den Leitungen und

Armaturen zu erheblichen Belästigungen führen können. Installationsleitungen sollten soweit möglich an Wänden zu weiteren Sanitär- oder Küchenräumen und nicht an Wänden zu Wohn- oder Schlafbereichen geführt werden (DIN 4109 berücksichtigen). Oberflächen Der Bodenbelag muss rutschsicher ausgeführt werden. Empfohlen wird eine Orientierung nach DIN 51130, die Rutschsicherheitswerte „R“ festlegt (R 9: gering; R 13: höchste Rutschsicherheitsklassen).

Planerische Besonderheiten
Installation Aus ökonomischen Gründen sollten die Installationsschächte der Nass­ räume in Wohnungen, wenn möglich, zusammengefasst werden. Bei mehr­ geschossigen Wohnbauten sollten die Bäder und Küchen möglichst an gemeinsamen vertikalen Installationssträngen angeschlos­ sen sein. Die Installationsführung innerhalb des Bads erfolgt üblicherweise entweder in der Wandebene oder in Form einer Vorwandinstallation. Bei letzterer ergibt sich ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 20 cm Tiefe für die horizontale und

Raumpilot Grundlagen

267

Wohnen

Wohnen

Sanitärraumarten/Standardtypen
Toilettenräume Toilettenräume sind mit Toilette und einem Handwaschbecken ausgestattet. Die Mindestgröße liegt bei circa 190 cm x 90 cm oder 165 cm x 115 cm. Duschbad Ein Duschbad wird in größeren Haushalten oft als Ergänzung zum Vollbad eingeplant. Das Duschbad ist meist mit Dusche und Waschtisch ausgestattet. Hierfür ist eine Mindestraumgröße von circa 110 cm x 170 cm notwendig. Duschbad mit Toilette Hierbei handelt es sich um ein Duschbad, (Dusche und Waschtisch), das mit einer Toilette ergänzt wird. Die Mindestgröße beträgt circa 185 cm x 195 cm beziehungsweise circa 165 cm x 200 cm. Wannenbad mit Toilette Ein Wannenbad umfasst eine Badwanne, einen Waschtisch und in der Regel auch eine Toilette. Vollbad mit Toilette Im sogenannten Vollbad sind ein Waschtisch, eine Toilette, eine Badewanne und auch eine Dusche integriert. Diese Ausstattung kann zusätzlich um ein Bidet ergänzt werden.

Einrichtungsmaße von Sanitärobjekten, Geräten und Möbeln/Standardmaße entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Waschtische Einzelwaschtisch Doppelwaschtisch Einbauwaschtisch, 1 Becken und Schrank Einbauwaschtisch, 2 Becken und Schrank Handwaschbecken Sitzwaschbecken (Bidet) Wannen Duschwanne Badewanne Toiletten Toiletten mit Vorwand-Spülkasten Toiletten mit Wandeinbau-Spülkasten Urinalbecken Wäschepflegegeräte Waschmaschine Wäschetrockner Badmöbel Hochschrank (Unter-/Oberschrank) ≥ 30 ≥ 40 60 60 60 60 40 40 40 75 60 40 ≥ 80 ≥ 170 ≥ 80 ≥ 75 Breite (cm) ≥ 60 ≥ 120 ≥ 70 ≥ 140 ≥ 45 40 Tiefe (cm) ≥ 55 ≥ 55 ≥ 60 ≥ 60 ≥ 30 60

268

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

45

60

120 ► Falls kein Hausarbeitsraum geplant ist, müssen im Bad auch Stellflächen und Anschlüsse für Waschmaschine, Wäschetrockner sowie Platz für einen Schmutzwäschebehälter eingeplant werden.

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Handwaschbecken

Einzel- und Doppelwaschtisch

Duschwanne

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► Vorgefertigte Sanitärzellen stellen eine mögliche Alternative zu individuell geplanten Sanitärräumen dar.

60 80 80

90

► In aktuellen Wohnbauplanungen werden Bäder mit Aufenthaltsqualitäten und Zusatzausstattungen, wie Sauna oder Whirlpool stärker berücksichtigt. Auch durch einen direkt zugeordneten, nicht einsehbaren Freibereich (z.B. Innenatrium) kann eine Aufwertung dieses Raumbereichs erfolgen.

60

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Badewanne

75

Bidet, WC, Urinal

Stell- und Bewegungsflächen M. 1:50 Werte in Klammern bei gegenüberliegender Anordnung von Sanitärgegenständen

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60

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60

Raumpilot Grundlagen

269

Wohnen

► Auch ein verschließbarer Arzneimittelschrank und Schrankraum für Handtücher und Reinigungsmittel sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

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WC-Räume, Varianten

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Duschbäder, mit und ohne Toilette, Varianten

Stell- und BewegungsflächenM. 1:50

270

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165

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Reinigen und pflegen

75

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Wannenbäder, mit Toilette, Varianten „Vollbad“

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Raumpilot Grundlagen

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Wohnen

20

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85 - 105 40 - 60

55 - 60 160 - 180 80 - 100

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0 - 30

Reinigen und pflegen

85 - 105

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50 Stell- und Bewegungsflächen, M 1:20

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Wohnen

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150 150 95

Reinigen und pflegen barrierefrei
≥ 150
≥ 20 ≥ 30

≥ 150

≥ 95 (≥ 90)

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 70

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 150 ≥ 225

Rollstuhlgerechte Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

► Die hier gezeigten Mindestbewegungsflächen für die barrierfreie Sanitärraumplanungen sollten soweit möglich grundsätzlich bei Neu- oder Umbauplanungen berücksichtigt werden. Die Bewegungsflächen werden in diesen Abmessungen benötigt, damit sich Rollstuhlfahrer möglichst selbstständig im Sanitärraum bewegen können. ► In Wohnungen mit mehr als drei Personen ist ein zusätzlicher Sanitärraum mit WC und Waschbecken vorzusehen (DIN 18025 Teil 1 6.2) WC Die Sitzhöhe einschließlich Sitz sollte 48 cm über Oberkante Fertigfußboden (OFF) liegen (46 bis 48 cm, DIN 18040 Entwurf). Bei Bedarf muss Höhenanpassung möglich sein. Die Bewegungsfläche neben dem WC kann prinzipiell in Abhängigkeit von der individuellen Behinderung links oder rechts vom WC angeordnet werden. Waschtisch Der Waschtisch muss für die Belange des Nutzers in die ihm entsprechende Höhe montiert werden können. Er muss flach (15 bis 18 cm) und unterfahrbar sein. Er muss mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Duschplatz Der Sanitärrraum ist mit einem rollstuhlbefahrbaren (stufenlosen) Duschplatz auszustatten. Das nachträgliche Aufstellen einer „mit einem Lifter unterfahrbaren“ Badewanne im Bereich des Duschplatzes muss möglich sein. Lüftung Der Sanitärraum muss eine mechanische Lüftung entsprechend DIN 18017 Teil 3 erhalten. Wände und Decken Wände und Decken müssen zur bedarfsgerechten Befestigung von Halte-, Einrichtungs-, Stütz-, und Hebevorrichtungen tragfähig ausgebildet werden. Armaturen Einhebel-Mischbatterien mit Temperaturbegrenzern und schwenkbarem Auslauf müssen vorgesehen werden.

15

55

► Notwendige Zusatzausstattungen, wie Haltegriffe und Duschsitz sind in den nachfolgenden Schnitten M 1: 20 dargestellt.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:50

274

Raumpilot Grundlagen

≥ 170

Reinigen und pflegen
180 200
≥ 20 ≥ 20 ≥ 120 ≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

Barrierefreie Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

Duschplatz Auch in der barrierefreien Sanitärraumplanung entsprechend DIN 18025 Teil 2 sollte der Sanitärraum mit einem stufenlos begebaren Duschplatz ausgestattet sein. Das nachträgliche Aufstellen einer Badewanne im Bereich des Duschplatzes sollte möglich sein. Waschtisch Unter dem Waschtisch muss Beinfreiraum vorhanden sein. Er sollte mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 bzw. DIN 18040 (Entwurf), M 1:50

Raumpilot Grundlagen

275

Wohnen

M 1:20 (28) (65 -) 70 ≥ 245 (≥ 240) 276 Raumpilot Grundlagen (46 -) 48 85 . Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) abweichenden Werte.Wohnen 150 150 95 Rollstuhlgerechter Sanitärraum entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 Teil 2 (Entwurf).

85 (≤ 80) ≥ 67 ≥ 35 (≤ 10) (≥ 30) (≤ 40) ≥ 55 ≥ 295 ≥ 50 85 Raumpilot Grundlagen 277 Wohnen .Reinigen und pflegen 150 150 95 82 .

Wohnen 278 Raumpilot Grundlagen .

Wirtschaften Raumpilot Grundlagen 279 Wohnen .

Nähen Wirtschaften barrierefrei 280 Raumpilot Grundlagen .Wirtschaften Wohnen 281 281 281 282 282 282 282 284 Funktionen Zuordnung im Grundriss Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Waschen Trocknen Bügeln.

Zuordnung im Grundriss Die Verbindung zu Küche oder Bad ist organisatorisch und installationstechnisch sinnvoll.Wirtschaften Ankommen Aufbewahren Wirtschaften Reinigen und pflegen Private Freibereiche Kochen Funktionsbeziehungen Wirtschaften (Hausarbeiten) Funktionen Neben dem Kochbereich und dem Badezimmer sind in Wohnungen auch Flächen für die Wäsche-. Raumdimensionierung Die erforderliche Mindestfläche für einen Hausarbeitsraum beträgt etwa 7 bis 9 m².und Wohnungspflege notwendig. Ein eigener funktional ausgestatteter Hausarbeitsbereich kann die Hausarbeit erleichtern. Eine Mindeststellfläche von 3. Ein direkter Ausgang in private Freibereiche ist günstig. Kleidungs.60 m Lauflänge wird empfohlen. In kleineren Einheiten sind diese Funktionen meist in den Küchen. Der Hausarbeitsbereich sollte möglichst durch Fenster ausreichend belichtet und belüftet sein. Raumpilot Grundlagen 281 Wohnen .oder Badbereich integriert. Dennoch ist im Geschosswohnungsbau ein eigener Hausarbeitsraum eher unüblich und wird meist nur in größeren und/oder exklusiveren Wohnbauten realisiert. In gemeinschaftlich orientierten Wohnmodellen werden teilweise auch gemeinschaftlich genutzte Wirtschaftsräume mit Waschmaschinen und Trocknern angeboten. Doch auch ein ausreichend belüfteter und beheizter Kellerraum kann für diese Funktionen genutzt werden.

günstig ist die Möglichkeit zur Entlüftung nach außen.Wohnen Einrichtungsmaße Im Hausarbeitsbereich sind die gleichen Bewegungsmaße wie im Küchenbereich erforderlich (120 cm beziehungsweise 150 cm in der rollstuhlgerechten Planung).und Lagerflächen wichtig. Nähen. Trocknen Übliche Trockner haben ebenfalls eine Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Nähen Für das Bügeln und Nähen sind notwendige Stell. Zusätzlich sollten hier die Schmutzwäschebehälter untergebracht werden. Generell wird zwischen den „nassen“ Hausarbeiten wie Waschen. Trocknen. Der Hausarbeitsbereich kann ähnlich wie die Küche in mehrere Arbeitszentren organisiert werden. Für die Be. Waschen Dieser Bereich umfasst in der Regel eine Waschmaschine mit einer Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Einrichtungsmaße Einrichtungsgegenstand Waschmaschine Wäschetrockner Arbeitsfläche zum Legen der Wäsche Unterschrank mit Waschbecken Platz für Schmutzwäschebehälter Schrankraum für Kleingeräte Stellfläche für Bügelbrett Stellfläche für Nähmaschine Stellflächenbreite 60 cm 60 cm 120 cm 60 cm 60 cm 60 cm 140 bis 170 cm 70 cm Stellflächentiefe 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 45 cm 45 cm 282 Raumpilot Grundlagen . Bügeln. Dar­ über hinaus wird eine Arbeitsfläche von 120 cm empfohlen.und Entlüftung gibt es unterschiedliche Gerätesysteme. Schleudern der Wäsche und den „trockenen“ Hausarbeiten wie Bügeln. Günstig ist die Anordnung eines Waschbeckens mit einer Arbeitsflä- che direkt neben der Waschmaschine zum Sortieren und Vorbehandeln der Wäsche. Reinigen und Aufbewahren et cetera unterschieden.

Wirtschaften 360 60 60 60 60 120 60 180 120 160 40 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen 60 40 60 100 Schnitt Bügeln 250 140 120 70 60 60 120 180 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln M 1:50 Raumpilot Grundlagen 283 85 Wohnen .

M 1:50 284 Raumpilot Grundlagen ≥ 150 210 .Wohnen 150 Wirtschaften barrierefrei 360 60 60 60 60 120 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen rollstuhlgerecht. M 1:50 250 140 120 70 60 ≥ 150 210 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln rollstuhlgerecht.

Aufbewahren Raumpilot Grundlagen 285 Wohnen .

Wohnen Aufbewahren 287 288 290 Planungsgrundlagen Aufbewahrungsmöglichkeiten Aufbewahren barrierefrei 286 Raumpilot Grundlagen .

Im Gesetzentwurf zur Novellierung der LBO BW ist hier eine Änderung vorgesehen: „Bei Wohngebäuden mit mindestens 20 Wohnungen muss für jede Wohnung ein Abstellraum zur Verfügung stehen“ (Gesetzentwurf der Landesregierung zur Novellierung der LBO BW 2009). § 35. ä. Abstellräume beziehungsweise Abstellmöglichkeiten für Sperriges und andere Gegenstände vorzusehen.Aufbewahren Arbeiten Schlafen Ankommen Kochen Aufbewahren Essen Kinder wohnen Freiflächen Wirtschaften Funktionsbeziehungen Aufbewahren Planungsgrundlagen Bei der Planung von Wohnungen ist es wichtig. 5). Die frühere MBO 1997 forderte unter § 45 Wohnungen für jede Wohnung einen Abstellraum mit 6 m² Mindestfläche. Abstellfläche 6 m² 1 m² in der Wohnung 5 m² im Keller o. § 48. 2). Orientierungswerte für Abstellräume in Wohnungen Raumpilot Grundlagen 287 Wohnen . Hinweis: Die LBO BW fordert unter § 35 „Wohnungen“: Für jede Wohnung muss ein Abstellraum zur Verfügung stehen (LBO BW 2007 . Die neue MBO 2002 formuliert die Anforderung offener: „In Wohngebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 sind leicht erreichbare und zugängliche Abstellräume für Kinderwagen und Fahrräder sowie für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum herzustellen“ (MBO 2002. Davon sollte mindestens 1 m² innerhalb der Wohnung angeordnet sein.

Wohnen Aufbewahrungsmöglichkeiten 500 Beispiel für einen Einbauschrank zum Abstellen von Reinigungsgeräten et cetera Ansicht Kellerabstellraum 5 m2 35 20 160 19 26 41 60 120 60 35 39 30 Unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten (Maßangaben sind nur Orientierungswerte) 288 Raumpilot Grundlagen 41 .

180 85 60 60 76 60 40 140 140 .150 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 289 Wohnen .30 55 150 .24 28 .32 11 7 14 1 13 29 8 32 18 .27 22 .190 110 80 87 112 40 140 .Aufbewahren 17 .33 20 .

140 40 .140 Aufbewahren barrierefrei ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 (120) ≥ 90 ≥ 150 (120) ≥ 90 M 1:50 Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) 290 Raumpilot Grundlagen ≥ 40 ≤ 140 .Wohnen 40 .

der für Rollstuhlfahrer günstig ist 120 75 .90 120 120 60 60 Varianten von Schranktüren M 1:50 60 Raumpilot Grundlagen 291 Wohnen .140 ≥ 150 Beispiel für einen Paternoster-Schrank.Aufbewahren 40 .

Wohnen 292 Raumpilot Grundlagen .

Entsorgen Raumpilot Grundlagen 293 Wohnen .

Wohnen Entsorgen 295 295 295 295 295 296 297 297 298 298 300 301 301 302 Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Begriffe Haushaltsabfälle Abfallbereitstellung und -entsorgung Allgemein geltende Verordnungen Dimensionierung der Abfallbehälter und Lage der Standplätze Allgemeine Planungshinweise Behälterarten Offene Abfallsammelbehälter Offene Abfallsammelbehälter mit Ummauerung Abfallbehälterschränke Abfallbehälterräume Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 294 Raumpilot Grundlagen .

24 kg pro Einwohner pro Tag. Haushaltsabfälle Im Wohnbereich fallen täglich verschiedene Haushaltsabfälle an. Hausmüll. Wiesbaden 2008) ► Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll).und Abbruchabfälle (196. Durch dieses System ergeben sich gewisse Anforderungen für die Abfallbereitstellung. Begriffe Das Kreislaufwirtschaft. Glas.Entsorgen Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Entsprechend den Erhebungen des Statis­ tischen Bundesamts wurde von Bürgern und Industrie in Deutschland im Jahr 2006 ein Abfallaufkommen von insgesamt 340. die in der Abfallentsorgungssatzung festgelegt sind. Verbunde. ähnliche Gewerbeabfälle Sperrmüll 6% 9% 40. das entspricht circa 1. Abfälle aus Produktion und Gewerbe (56 Millionen Tonnen) und Abfälle aus dem Bergbau (41. ► Als erster Orientierungswert für die Planung kann angenommen werden: 45 l Müllanfall = Restmüll + Biotonne pro Person pro Woche Raumpilot Grundlagen 295 Wohnen .4 Millionen Tonnen). Bioabfälle. Pappe.8 Mio t 35% Biotonne 10% Garten-. Textilien usw. Der größte Anteil entfiel dabei auf Bau. Entsprechend diesem Gesetz und der DIN 30706-1 wird mit Hausabfall „beweglicher fester Abfall bestimmter Herkunft“ bezeichnet. Pappe. Der Oberbegriff „Hausabfall“ umfasst Sperrabfall (Sperrmüll). Kunststoffe Zusammensetzung der Haushaltsabfälle in Deutschland 2006 (Quelle: Statistisches Bundesamt. Abfallentsorgung 2006. Bei der Sammlung gilt das Prinzip der Abfalltrennung. Sondermüll und Restmüll. Textilien. Kartonagen Sonstiges (Metalle. Haushaltsabfall und haushaltsähnlichen Gewerbeabfall.9 MillionenTonnen). Abfallbereitstellung und -entsorgung Der von den Haushalten bereitgestellte Abfall wird in Deutschland vom zuständigen Abfallentsorgungsunternehmen im sogenannten „Holsystem“ getrennt eingesammelt. Metalle.24 kg pro Einwohner pro Tag. Doch mehr als 40.und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ist das zentrale Gesetz des deutschen Abfallrechts.8 Mil­ lionen Tonnen stammten 2006 aus Haushaltsabfällen. Die Sortierung wird auf kommunaler Ebene durch die jeweilige Abfallentsorgungssatzung festgelegt.9 Millionen Tonnen produziert. Auf Landesebene gilt zusätzlich das jeweilige Landesabfallgesetz (LAbfG). Kunststoffe. Parkabfälle 40% Andere getrennt gesammelte Fraktionen 20% Glas 5% 4% Papier. Verbundverpackungen. Im Bereich der Haushaltsabfälle kann man folgende Abfallarten unterscheiden: Papier.) 11% Leichtverpackungen. Es hat 1996 das frühere „Gesetz zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG)“ abgelöst und regelt seither den Umgang mit und die Entsorgung von Abfällen. Das kommunale Abfallgesetz gibt also die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Planung der Sammeleinrichtungen von Haushaltsabfällen vor. das entspricht circa 1. Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll).

3. Trennwände und Decken müssen als raumabschließende Bauteile die Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Wände besitzen. dicht. 2.und selbstschließende Abschlüsse haben. (MBO § 45. wenn die Abfallsammelräume die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: 1. 4.2) 97 75 54 36 20 33 22 54 36 20 Abmessungen verschiedener Müllbehälter für den Wohnbereich 296 Raumpilot Grundlagen 48 47 M 1:50 . Die Abfallbehälter müssen unmittelbar vom Freien entleert werden können. Die Musterbauordnung gibt daher unter § 45 vor: „Innerhalb von Gebäuden dürfen feste Abfallstoffe vorübergehend aufbewahrt werden. Öffnungen vom Gebäudeinnern zum Aufstellraum müssen feuerhemmende. in Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 (Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen oder Nutzflächen von 400 m²) jedoch nur. Abfallsammelräume müssen eine ständig wirksame Lüftung haben.Wohnen Allgemein geltende Verordnungen Feste Abfälle haben eine hohe Brandlast und häufig geht von ihnen eine Geruchsbelästigung aus. siehe hierzu auch LBO BW § 33. Abs.

(Die individuell anfallende Abfallmenge kann jedoch sehr unterschiedlich sein). denn oft werden zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Behälter aufgestellt. befestigt und trittsicher sein. Die Bewegungsfläche vor den Abfallbehälterreihen sollte mindestens 1.50 m erforderlich (Angaben entsprechend der Richtlinie GUV-VC 27 . bei Großmüllbehältern ist eine Wegbreite von 1. Visuelle Störungen und Geruchsbelästigungen von Aufenthaltsräumen und privaten Freibereichen sollten möglichst vermieden werden. Seite 14-16). Der Standplatz muss leicht erreichbar und gut zugänglich sowie möglichst witterungsgeschützt sein. Mithilfe des Orientierungswerts von etwa 45 Liter Restmüll plus Biotonne pro Einwohner und Woche lässt sich die Abfallmenge grob schätzen. Der Standplatz sollte mit ausreichendem Abstand zu Aufenthaltsräumen und zu Grundstücksgrenzen angeordnet werden. Standplatz und Zugangswege müssen unfallsicher und vom Fahrweg her ohne Stufen ausgeführt werden. Die Standplatzfläche sollte möglichst ebenerdig.Entsorgen Dimensionierung der Abfallsammelbehälter und Lage der Standplätze Parameter zur Bestimmung der benötigten Anzahl an Abfallbehältern sind bei Wohnungsbauten die Bewohneranzahl und der Abfuhrturnus des Abfallentsorgungsunternehmens. Allgemeine Planungshinweise Der Flächenbedarf für den Standplatz von Abfallsammelbehältern sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Außerdem ist eine ausreichende Beleuchtung erforderlich. Türen im Zugangsweg sollten mit einer Arretierung ausgestattet sein. Die Durchgänge müssen mindestens 2 m hoch und 1 m breit sein. um den Transport der Behälter zu erleichtern.20 m breit sein. Der Standplatz sollte von der Zufahrtsstraße für das Sammelfahrzeug nicht weiter als 15 m entfernt liegen. Genauere Informationen gibt das zuständige Abfall­ entsorgungsunternehmen. Raumpilot Grundlagen 297 Wohnen . (Die frühere MBO 1997 empfahl mindestens 5 m Abstand von Öffnungen in Aufenthaltsräumen und mindestens 2 m Abstand zur Grundstücksgrenze).

Regen) ausgesetzt. Ohne Überdachung sind die Behälter den Witterungseinflüssen (Einfrieren.Wohnen Behälterarten Abmessungen von Abfallsammelbehältern sind in der DIN EN 840-1 bis 4. 1005 max. Jede Ausführungsweise bringt spezifische Vor. 140 l 505 ± 5 555 max.und Nachteile mit sich. 880 max. 1100 max. die bei der Planung berücksichtigt werden müssen: – offene Behälterstandplätze im Freien – Abfallbehälterschränke – Abfallbehälterräume Offene Behälterstandplätze Die einfachste und kostengünstigste Lösung sind offene Behälterstände. 100 l 472 ± 5 558 max. Die DIN EN unterscheidet zwischen Behältern mit zwei oder vier Rädern. aufgeführt. 120 l 505 ± 5 555 max. 1021 max. 1115 max. 975 max. 1095 max. 298 Raumpilot Grundlagen l h . 210 l 546 ± 5 730 max. Es gibt im wesentlichen drei unterschiedliche Standplatzarten für Abfallsammelbehälter. 240 l 580 ± 5 740 max. 130 l 472 ± 5 558 max. Fahrbare Abfallsammelbehälter. 1021 max. h+l b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 1 V b l h 80 l 480 ± 5 555 max. Sie werden zur Abschirmung häufig umpflanzt oder in Mauernischen integriert. 340 l 685 max. 1100 max.

l Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 3 V b l h 770 l 1370 ± 10 1100 max. 1425 max. 1000 l 1370 ± 10 1190 max. 1170 max. 1300 l 1370 ± 10 1245 max. 770 l 1370 ± 10 870 max. 1480 max. 1470 max. 1470 max. 660 l 1370 ± 10 850 max. 1470 max. 1100 l 1370 ± 10 1245 max.Entsorgen h+l b b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 2 V b l h 500 l 1370 ± 10 740 max. 1100 l 1370 ± 10 1190 max. 1200 l 1370 ± 10 1190 max. 1370 max. M 1:50 l Raumpilot Grundlagen 299 Wohnen h h . 1250 max. 1470 max.

110 120 340 110 Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 240 l und 660 l 160 220 M 1:50 300 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung 119 64 80 200 78 70 .90 80 ≥ 120 empf.

320 160 80 feuerhemmende. Rückwand oder auf dem Dach befinden können. die sich in der Tür. Für die Reinigung ist ein Bodenablauf und ein Wasseranschluss vorzusehen. Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l. An Abfallbehälterräume innerhalb von Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 werden aufgrund der hohen Brandgefahr von festen Abfällen besondere Anforderungen gestellt (MBO § 45). Ein solcher Raum muss durch Lüftungsöffnungen belüftet sein. . Der Fußboden sollte ein Gefälle von 2 Prozent haben. Ausführungsanforderungen werden beschrieben in der DIN EN 15132/ Dezember 2006.Entsorgen Abfallbehälterschränke und Abfallbehälterräume Ausgang unmittelbar ins Freie ständig wirksame Lüftung feuerbeständige Wände und Decken 80 Abfallbehälterräume Ein Abfallbehälterraum kann neben Garagen oder in Nebengebäuden angeordnet werden. dichtund selbstschließende Tür 110 120 340 110 Beispiel für einen Abfallbehälterraum M 1:50 Raumpilot Grundlagen 301 Wohnen Abfallbehälterschränke In Abfallbehälterschränken sind die Sammelbehälter besser geschützt als auf offenen Standplätzen und damit auch hygienischer untergebracht. damit er leicht gereinigt werden kann.

85 ≥ 150 70 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Barrierefreie Planung. M 1:50 302 Raumpilot Grundlagen .Wohnen 85 Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 25 70 . rollstuhlgerecht: Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze. links mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 660 l. rechts offen mit Sammelbehälter 240 l.

Nutzungsneutral Raumpilot Grundlagen 303 Wohnen .

Nutzungsneutral Wohnen 305 306 307 308 309 Einleitung Quadratischer nutzungsneutraler Raum Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 (barrierefrei) 304 Raumpilot Grundlagen .

Raumpilot Grundlagen 305 Wohnen . Die wesentlichen Planungsparameter sollen an Hand von zwei unterschiedlichen Raumproportionen betrachtet werden: – quadratischer nutzungsneutraler Raum – rechteckiger nutzungsneutraler Raum. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzungsneutralität eines Raums sind daher eine Raumgröße mit einem gewissen „Flächenüberschuss“ . ein Gästezimmer und bei entsprechender Installationsführung auch eine Küche beziehungsweise Essküche oder ein Bad eingerichtet werden. Die hier betrachteten Raumgrößen entsprechen eher Individualräumen und nicht Gemeinschaftsräumen. ein Arbeitszimmer. so dass für Nutzungswechsel Einschränkungen entstehen. Den üblichen Nutzungsanforderungen an gemeinschaftliche Wohnräume können die hier betrachteten nutzungsneutralen Raumzuschnitte jedoch nur eingeschränkt entsprechen. da das Doppelbett mit seinen notwendigen Bewegungsflächen üblicherweise das größte zu berücksichtigende Möblierungs­ element darstellt. Zur Bemessung der Mindestgröße wird die Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett als maßgebend angenommen. Zwar sind die meisten Räume bis zu einem gewissen Grad unterschiedlich nutzbar. ein Esszimmer. eine günstige Raumproportion und eine günstige Positionierung der Türen und Fenster.Nutzungsneutral Einleitung Mit dem Begriff „Nutzungsneutralität“ wird die funktionale Offenheit von Einzelräumen bezeichnet. ein Kinderzimmer. so dass der Raum unterschiedlich möbliert werden kann. Unter diesen Voraussetzungen kann in einem nutzungsneutralen Raum sowohl ein Elternzimmer. aber bei zu geringer Raumgröße oder ungünstigem Raumzuschnitt können alternativ gewünschte Raummöblierungen eventuell nicht in einem Raum untergebracht werden. Darüber hinaus sollen auch die Mindestabmessungen für einen nutzungsneutralen Raum in der barrierefreien Planung gezeigt werden: – nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht (entsprechend DIN 18025 Teil 1) – nutzungsneutraler Raum barrierefrei (entsprechend DIN 18025 Teil 2). da hierfür meist größere Raumabmessungen benötigt werden.

2000.390 ≥ 350 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 380 .Wohnen ≥ 90 Quadratischer nutzungsneutraler Raum Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett und Schrank ergeben sich für einen nutzungsneutralen quadratischen Raum Mindestabmessungen für die Stell. Dies entspricht auch den Empfehlungen des Schweizer Wohnungs-Bewertungs-Systems WBS (Bundesamt für Wohnungswesen BWO.390 200 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 306 Raumpilot Grundlagen .360 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.360 ≥ 350 .).360 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.210 ≥ 90 60 ≥ 350 . Grundsätzlich wird jedoch zur langfristigen und möglichst universellen Nutzbarkeit eine 90 cm tiefe Bewegungsfläche empfohlen. 14m2 Als Mindesttiefe der Bewegungsfläche sind 70 cm erforderlich. Seite 22 f. ≥ 380 .390 ≥ 380 .360 ≥ 350 .390 ≥ 380 . ≥ 90 200 .und Bewegungsfläche von 360 cm x 380 cm.210 ≥ ca. Arbeitszimmer.

Wohnen 200 .450 ≥ 290 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) 60 ≥ 90 307 .Nutzungsneutral ≥ 90 Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Bei einer rechteckigen Raumgeometrie ergeben sich entsprechend bei einer Bewegungsfläche von 90 cm Breite Mindestabmessungen der Stell.450 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. 14m2 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.300 ≥ 290 .300 ≥ 440 .und Bewegungsfläche von 300 cm x 440 cm.210 ≥ 290 . Arbeitszimmer.210 ≥ ca.450 ≥ 290 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 440 .300 ≥ 90 ≥ 440 .450 200 .300 M 1:100 Raumpilot Grundlagen ≥ 440 .

480 200 . 20m2 Die Bewegungsfläche vor Schränken muss mindestens 150 cm breit sein.210 ≥ 150 ≥ 410 .und Bewegungsfläche von 420 cm x 470 cm. entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 / Entwurf). Arbeitszimmer.420 60 ≥ 470 .Wohnen 20m2+ ≥ 120 Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Die Bewegungsfläche entlang einer Längsseite des Bettes muss über die gesamte Bettlänge mindestens 150 cm breit sein. Mindestabmessungen der Stell.480 ≥ 90 ≥ 410 .480 ≥ 90 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.420 ≥ 470 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 150 ≥ 470 .210 ≥ ca. Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers ergeben sich für einen rollstuhlgerechten nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.420 ≥ 90 ≥ 410 .480 ≥ 470 . ≥ 90 200 . damit der Rollstuhlfahrer wenden kann. Entlang der Betteinstiegsseite des NichtRollstuhlnutzers genügen 120 cm Breite (damit der Rollstuhlfahrer auch diese Seite anfahren kann. Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 308 Raumpilot Grundlagen .420 ≥ 410 .

≥ 410 .420 200 . 15m2 ≥ 80 200 .360 Mindestabmessungen der Stell.210 ≥ 90 ≥ ca. Regalen.und Bewegungsfläche von 360 cm x 410 cm.360 ≥ 410 .420 ≥ 80 ≥ 350 . Arbeitszimmer.Nutzungsneutral 15m2+ Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise nach DIN 18040-2 (Entwurf) Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit sein entlang einer Längsseite eines Bettes. Kommoden und Betten muss sie mindestens 90 cm tief sein. Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 Raumpilot Grundlagen 309 Wohnen ≥ 120 . vor Möbeln wie Schränken.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 410 .210 ≥ 90 60 ≥ 350 .420 ≥ 80 ≥ 350 .420 ≥ 80 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.360 ≥ 410 .360 ≥ 350 . Daraus ergeben sich für einen barrierefreien (nicht rollstuhlgerechten) nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.

Wohnen 310 Raumpilot Grundlagen .

Private Freibereiche Raumpilot Grundlagen 311 Wohnen .

Private Freibereiche Wohnen 313 313 313 313 314 315 315 315 316 318 Einleitung Den Wohnfunktionen zugeordnet Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Im Wohnungsvorbereich Grundtypen privater Freibereiche Einflussfaktoren auf die Planung Ausstattung Wohnflächenberechnung Geländer und Umwehrungen Private Freibereiche barrierefrei 312 Raumpilot Grundlagen .

Im Wohnungsvorbereich Ein Laubengang zum Beispiel kann eine Wohnung in den öffentlichen oder gemeinschaftlichen Raum hinein erweitern oder Raum für Nachbarschaftstreffs bieten. zum Wäschetrocknen et cetera genutzt werden. welchen Nutzungsbereichen sie zugeordnet sind. Sie können als zusätzliche Raumangebote den Wohnwert einer Wohnung erheblich erhöhen.Private Freibereiche Ankommen Schlafen Private Freibereiche Wirtschaften Kochen Essen Kinder wohnen Arbeiten Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen Private Freibereiche Einleitung Private Außenräume bilden Schwellenräume am Übergang zwischen dem Innen. unterschiedlich nutzbare Raumbereiche. Ess. Je nachdem.und dem Außenbereich des Wohnens und damit auch an den Schnittstellen zwischen privater und öffentlicher Sphäre. Sie können beispielsweise genutzt werden: – als Essplatz – als Arbeitsplatz – als Leseplatz – zum Entspannen und Sonnen – als Spielbereich der Kinder – zum Treffen und Feiern.und Arbeitsbereichen zugeordneten Freiflächen sind meist stärker nach außen abgeschirmt und erweitern in der wärmeren Jahreszeit die privaten Wohnräume um zusätzliche. Raumpilot Grundlagen 313 Wohnen . können Freibereiche unterschiedlichen Funktionen dienen: Den Wohnfunktionen zugeordnet Die den Wohn-. Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Daneben können Freiflächen auch den Küchen oder Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet sein und beispielsweise für Küchenarbeiten.

Mit entsprechender Zusatzheizung kann er energieaufwendig ganzjährig genutzt werden. Durch den vollständigen Witterungsschutz ermöglicht ein Wintergarten längere Nutzungsdauer im Jahresverlauf. Grundprinzipien M 1:750 Neben den hier gezeigten vier Grundtypen von privaten Freiflächen sind zahlreiche weitere Abwandlungen und Mischformen möglich. Atrium Rundum raumhoch umschlossen. Bei Terrassen über beheizten Geschoss sind entsprechende Dämm. das heißt von zwei oder drei Seiten und nach oben umschlossen. Terrasse Abweichend vom Balkon ist die Terrasse unterbaut. Liegt innerhalb des Grundrisses. Geschossrücksprung. Loggia Loggia-Außenraum ist in die Gebäudemasse „eingeschnitten“ . in der Regel nach oben offener Außenraum. Sie kann auch auf einem Geschoss aufgebaut sein (auf Garage. 314 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Grundtypen privater Freibereiche Freibereichstypen. Kann konstruktiv auskragend oder mit eigener Tragkonstruktion ausgeführt werden. das heißt es ist von Räumen oder Fassadenelementen umschlossen. Eine Sonderform stellt der verglaste oder teilverglaste Wintergarten dar. Balkon Hängt als eigenes Bauelement vor der Fassade.und Abdichtungsmaßnahmen notwendig. Dachterrasse) oder auf dem Erdreich.

Loggien und Terrassen in der Regel zu einem Viertel. eventuell kann ein Stauschrank für das Abstellen von Gartenmöbeln et cetera sinnvoll sein – Stromanschluss – Wasseranschluss. maximal jedoch bis zur Hälfte. die Grundfläche von beheizten Wintergärten voll (siehe hierzu auch Kapitel „Wohnen – Ökonomie“). 135 Raumpilot Grundlagen 315 Wohnen . Wohnflächenberechnung Die Außenraumfläche kann je nach Art der Umschließung (umschlossen.Private Freibereiche Stehende Person Sitzplatz für zwei Personen 80 80 70 70 90 65 30 50 . Die Vorschriften der Wohnflächenverordnung (WoFlV gelten für Wohnflächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz.Städtebau“) Ausstattung – Schrank.55 ≥ 80 240 50 . Bei der Planung müssen auch baurechtliche Vorgaben (Abstandsregel et cetera) beachtet werden (siehe Kapitel „Wohnen . überdacht) zu einem gewissen Teil in die Wohnflä- chenberechnung einbezogen werden. – die Grundfläche von unbeheizten Wintergärten zur Hälfte. Auf die Grundflächen werden angerechnet: – die Grundflächen von Balkonen.55 30 Einflussfaktoren auf die Planung – Himmelsrichtungen (Besonnungszeiten) – Witterungseinflüsse (Zugwind) – externe Störfaktoren (zum Beispiel Verkehrslärm oder die Einsehbarkeit von Nachbargebäuden) – Funktionsbeziehung (zum Beispiel Lage in Beziehung zu den Wohnfunktionen) – rechtliche Faktoren.

80 m verringert werden.Wohnen Liegestuhl Sitzende Person 80 80 70 140 200 270 70 70 150 Geländer und Umwehrungen Anforderungen an Brüstungshöhen sind in der Musterbauordnung und in den Landesbauordnungen festgelegt. Umwehrungen von Flächen mit mehr als 12 m Absturzhöhe: 1. Die Höhe der Umwehrung darf auf 0. Seite 65). 2. (Anforderungen an die Gestaltung von Geländern und Umwehrungen siehe Kapitel „Grundlagen – Treppe“ . Entsprechend der LBOAVO § 4 „Umwehrungen“ gilt für Baden-Württemberg: (2) Bei einer Absturzhöhe von über 1 m muss die Umwehrung mindestens 0.10 m. 316 Raumpilot Grundlagen 185 .90 m.20 m beträgt. Umwehrungen zur Sicherung von Öffnungen in begehbaren Decken und Dächern sowie Umwehrungen von Flächen mit einer Absturzhöhe von 1 m bis 12 m: 0. wenn die Tiefe der Umwehrung mindestens 0. Die MBO 2002 führt für Umwehrungen (außer Fensterbrüs­ tungen) unter § 38 (4) folgende Mindesthöhen auf: 1.90 m hoch sein.

55 65 ≥ 230 ≥ 290 65 50 .55 30 30 50 .Private Freibereiche Sitzplatz für vier Personen Sitzplatz für sechs Personen 80 80 70 ≥ 130 bei 4 Personen 50 .55 200 65 30 70 30 50 .55 ≥ 80 240 50 .55 ≥ 180 ≥ 80 65 ≥ 280 Raumpilot Grundlagen 317 Wohnen .55 30 30 50 .

55 80 ≥ 310 Bei Unterfahrbarkeit von Ausstattungsgegenständen und Tischen muss für den Rollstuhlfahrer jeweils mindestens 90 cm Anfahrbreite unterfahrbar sein! 150 ► Entsprechend DIN sollte jeder Wohnung ein mindestens 4. Loggia oder Balkon) zugeordnet werden (DIN 18025. Brüstungen in mindestens einem Aufenthaltsraum der Wohnung und von Freisitzen sollten ab 60 cm Höhe durchsichtig sein (18025.5 m² großer Freisitz (Terrasse. Teil 1 und Teil 2). Teil 1 und Teil 2).Wohnen 60 Private Freibereiche barrierefrei Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 ≥ 150 70 ≥ 150 30 50 . 318 Raumpilot Grundlagen 65 ≥ 215 80 .

Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind. Oktober 2008.und Spritzwasserschutz durch Über­ dachung – Türrahmen mit Flanschkonstruktion – zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung“ (Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie. 3). 4. ≥ 200 Blickdurchlässigkeit der Brüstungen ab 60 cm Höhe beachten! ≥ 90 . Die Abdichtung allein kann die Dichtigkeit am Türanschluss nicht sicherstellen. Vor der Tür ist eine Rinne mit Gitterrostabdeckung angeordnet.Private Freibereiche 60 Barrierefreier Terrassenausgang mit Schwelle ≤ 2 cm.110 85 M 1:10 Gitterrost 15 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 319 Wohnen . „Barrierefreie Übergänge erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen.4. Deshalb sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. die zwischen Planer. gegebenenfalls auch in Kombination. zum Beispiel: – wannenförmiger Entwässerungsrost gegebenenfalls beheizbar mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung – Gefälle der wasserführenden Ebenen – Schlagregen.

Wohnen 320 Raumpilot Grundlagen .

Ökonomie Raumpilot Grundlagen 321 Wohnen .

Wohnen Ökonomie 323 324 325 326 327 328 330 Flächenberechnung nach Wohnflächenberechnung (WoFLV) Flächenberechnung nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) Flächenberechnung nach DIN 277 Wohnflächenberechnung Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baunutzungskosten Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche 322 Raumpilot Grundlagen .

Je nach Richtlinie oder Norm werden Elemente von Gebäuden (zum Beispiel Balkone.Ökonomie Flächenberechnung Zur Flächenermittlung eines Gebäudes gibt es mehrere Berechnungsgrundlagen: – Wohnflächenverordnung (WoFlV) – Baunutzungsverordnung (BauNOV) – DIN 277 . Abhängig von der Berechnungsmethode erhält man also für das gleiche Gebäude verschiedene Werte. Flure) unterschiedlich angerechnet. Die Vorschriften der WoFlV gelten für Flächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. Grundflächen werden vollständig (bei Räumen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m. Technische Funktionsflächen (Installationsschächte) und Verkehrsflächen (Treppenhaus. In dieser Verordnung können beispielsweise der Balkon bis zur Hälfte. Tür. zur Hälfte bei Räumen mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m und weniger als 2 m angerechnet.und Fensterlaibungen erst ab 13 cm Tiefe angerechnet werden. Wohnfläche. Raumpilot Grundlagen 323 Wohnen . bis zur Hälfte anrechenbar Flächenberechnung WoFlV Zur Ermittlung der genauen Wohnfläche wird im Wohnungsbau meist die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) herangezogen. voll anrechenbar (enthält Laibungen größer 13 cm Tiefe) Wohnfläche. Flur) fließen hier nicht in die Wohnfläche ein.

Die Geschossfläche (GF) unterscheidet sich häufig geringfügig von der Grundfläche eines Gebäudes. Geschossflächenzahl. zulässige Grundfläche § 20 Vollgeschosse. mit der Grundfläche (GR) die Grundflächenzahl (GRZ) ermittelt. Die Geschossfläche (GF) wird häufig mit der Brutto-Grundfläche (BGF) nach DIN 277 verwechselt! Grundfläche Geschossfläche (GF) 324 Raumpilot Grundlagen . Geschossfläche Mit der Geschossfläche (GF) wird die Geschossflächenzahl (GFZ).Wohnen Flächenberechnung BauNVO (Baunutzungsverordnung) In der Baunutzungsverordnung wird festgesetzt: § 19 Grundflächenzahl.

Ökonomie Flächenberechnung DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau Mit der DIN 277 werden alle Grundflächen und davon abgeleitet die Rauminhalte berechnet. Konstruktions-Grundfläche (KGF) (enthält Tür. Brutto-Grundfläche (BGF = KGF + NGF) Netto-Grundfläche (NGF = NF + TF + VF) Die Flächenberechnung der DIN 277 weicht von der Berechnung in der Baunutzungverordnung und der Wohnflächenberechnung in kleinen. aber entscheidenden Einzelheiten ab (siehe Abbildungen). Sie ist die umfassendste Berechnungsgrundlage und wird beispielsweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes herangezogen.und Fensteröffnungen sowie Installationsschächte bis zu 1 m² Querschnitt) Nutzfläche (NF) Verkehrsfläche (VF) Technische Funktionsfläche (TF) Raumpilot Grundlagen 325 Wohnen .

unterkellert hoher Standard Kosten: 1611 €/m² 76.7 % % 81 129 800 € 850 € 0€ KG 200: Herrichten und Erschließen [€/m² Fläche Baugrundstück] Die Kosten sind Näherungswerte in Anlehnung an Informationen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI) Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1040 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 1209 €/m² Einfamilienhaus.Wohnen Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baukosten In der nebenstehenden Grafik werden die pro Kostengruppe und Quadratmeter anfallenden Baukosten für ein Mehrfamilienhaus. 9% 40 € 70. Ebene sind: 161 1€ KG 700: Baunebenkosten [€/m² BGF] KG 500: Außenanlagen [€/m² Fläche Außenanlagen] KG 300 + 400: Bauwerk – Baukonstruktion Bauwerk – Technische Anlagen [€/m² BGF] 120 104 0€ 9€ 216 € 13. 4 5. 5 6. Die relevanten Kostengruppen der 1. 4% 18 € 326 Raumpilot Grundlagen . 6.0 % % 81 € 224 € € 6€ 12. 3% 54 € 80.66% % € 131 € 9 6 18. für ein Reihenhaus und für ein freistehendes Einfamilienhaus aufgeführt.

gliedern sich wie folgt: 24. Diese Gesamtkosten werden als Baunutzungskosten bezeichnet. 3% 161 104 0€ 120 9€ 1€ Bauunterhaltskosten (Wartung/Instandhaltung) Betriebskosten (Energiekosten) 0€ 52. % 225 126 198 4€ 2€ 2% % 12.8 222 € 36.8 9. 6% 46.Ökonomie 349 9€ 308 8. dass Bauunterhalts-. Baukosten in €/m² BGF angegeben werden. Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1984 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 2257 €/m² Einfamilienhaus. 4% 57 1€ 1% 8% Die Baunutzungskosten. Dadurch können schon im Vorfeld Aussagen über die Wirtschaftlichkeit oder auch Unwirtschaftlichkeit eines Gebäudes getroffen werden. Zu beachten ist. Betriebs.und Grundstückskosten in €/m² Wohnfläche. 10. unterkellert hoher Standard Kosten: 3499 €/m² Raumpilot Grundlagen 327 Wohnen 11. 248 5% € 9. Grundstückskosten 0% Erstellungskosten Die Kosten sind Näherungswerte aus einer Studie des Bundesbauministeriums (1990). € 215 481 € 25. sondern auch die weiteren Unterhalts. 255 € . 4% 53.beziehungsweise Betriebskos­ ten.1 7€ € % 318 € Baunutzungskosten Baunutzungskosten Für Bauherren und Investoren sind nicht nur die reinen Erstellungskos­ ten eines Gebäudes von Interesse. im Beispiel für 50 Jahre. die von der Planung über die Erstellung bis hin zum Abriss anfallen.

vier Außenflächen Geschosswohnungsbau Randlage. drei Außenflächen Geschosswohnungsbau Dachgeschoss. eine Außenfläche 20 12 12 12 Geschosswohnungsbau mittige Lage. mittige Lage. drei Außenflächen 328 Raumpilot Grundlagen . zwei Außenflächen 12 Geschosswohnungsbau Randlage Dachgeschoss.Wohnen Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche 200 m² 158 m² 100 m² Hüllfläche 42 m² 58 m² Wohnfläche 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Geschosswohnungsbau große Gebäudetiefe.

muss vorrangig der Energieverlust der Außenhülle (Wand/Dach) minimiert werden. Einfamilienhäuser (freistehend oder angebaut) und verdichtete Flachbauten führen daher zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Gebäudehüllen. Ein energetischer Vorteil großer Gebäudehüllen könnte allein im Versuch der Energiegewinnung gesehen werden.Ökonomie 256 m² 192 m² 108 m² 290 m² Die Hüllfläche bezieht sich in den Beispielen immer auf eine Wohnfläche von 100 m² und ein Raumvolumen von 300 m³. 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Reihenhaus drei Außenflächen Reihenendhaus vier Außenflächen Freistehendes Einfamilienhaus fünf Außenflächen Freistehendes. Die Hüllfläche als begrenzendes Bauteil zwischen dem Klima des Innen. Der geschätzte Gegenwert dieser Gebäudetypen wird künftig hinsichtlich knapper Ressourcen zunehmend kritischer diskutiert werden. winkelförmiges Einfamilienhaus fünf Außenflächen Raumpilot Grundlagen 329 Wohnen 12 12 12 7 . Eine geringe Hüllfläche ist ökonomisch und ökologisch wünschenswert.und Außenraums hat besonders hohe Anforderungen zu erfüllen. Sie ist das aufwendigste und kostenintensivste Bauteil eines Gebäudes. Um den Energieverbrauch zu verringern.

Dadurch lassen sich schon in der ersten Planungsphase Rückschlüsse auf die zu erwartende Effizienz und die Baukosten ziehen. es wird nach Größe und Anforderungen (räumliche und funktionale Qualitäten. Zumindest die Erschließung eingeschossiger Einheiten mit einem Außenflur ist flächenaufwendig. desto höher sind die Erstellungskosten. zum Beispiel Belichtung. Das kalkulierte Beispiel stellt nur ein stark vereinfachtes Modell dar.oder dreigeschossigen Wohneinheiten mit berücksichtigt werden. Je geringer die „Ausbeute“ der Wohnfläche je Quadratmeter Erschließungsfläche ausfällt.Wohnen Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche Die nebenstehende Grafik zeigt das Verhältnis von Erschließungsaufwand (Treppenhaus Regelgeschoss) zu Wohnfläche. Barrierefreiheit) gegenüber einer konkreten Planung differieren. 7 13 17 20 25 1 1 1 1 Die Beispiele zeigen deutlich die große Effizienz der Vertikalerschließung (Spänner) und widerlegen die vermutete Wirtschaftlichkeit der Horizontalerschließung. Einzig das Argument der Barrierefreiheit (nur ein Aufzug bis zur Hochhausgrenze) spricht für die in der Regel einhüftige Anordnung. 1 100 100 100 Zweispänner 100 Einspänner 100 Dreispänner 50 100 100 Vierspänner 50 50 100 100 100 Fünfspänner 100 100 330 Raumpilot Grundlagen . Aber auch hier muss der Flächenverlust durch die zusätzliche interne Erschließung der zwei. Eine Steigerung der Effizienz ist nur mit einem Innenflur und mehrgeschossigen Wohneinheiten zu erreichen.

Ökonomie 7 5 9 13 m2 erschlossene Wohnfläche 1 1 1 1 m2 Erschließungsfläche 290 100 100 140 140 140 140 140 140 140 140 290 100 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 100 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 290 140 140 140 140 40 1 140 140 140 290 Außenflurerschließung 6 WE Außenflurerschließung 10 WE Innenflurerschließung (1 Ebene) 20 WE Innenflurerschließung (3 Ebenen) 20 WE Raumpilot Grundlagen 331 Wohnen .

Wohnen 332 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 333 Wohnen .

Wohnen Schall 335 335 336 337 Schallschutzanforderungen Schallschutz bei Einfamilien-. Doppelund Reihenhäusern Anforderungen an den baulichen Schallschutz Schalldämmung von Wänden 334 Raumpilot Grundlagen .

Schallschutz bei Einfamilien-.Schall Schallschutzanforderungen Die DIN 4109 / November 1989 regelt die Anforderungen an den Schutz gegen Luft. Kriterien von Planung und Beurteilung“/ August 2007 Angaben über die Schallschutzanforderungen in Wohngebäuden.und Arbeitsbereich fest. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100).und Arbeitsräumen gegen Außenlärm sowie gegen Geräusche von haustechnischen Anlagen und aus baulich verbundenen Betrieben.und Trittschallübertragung aus einem fremden Wohn. Die „Mindestanforderungen“ entsprechen allerdings nicht mehr den heute üblichen Anforderungen. es sollten die „erhöhten Anforderungen“ angewendet werden. Doppelund Reihenhäusern Die DIN 4109 legt für Wohngebäude Min- destanforderungen und erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Luft. ► Hinweis zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen.und Trittschallübertragung zwischen fremden Wohn. Anforderungen an den baulichen Schallschutz im Geschosswohnungsbau entsprechend DIN 4109 / Nov 1989 1 – sehr hoch 2 – hoch 3 – mittel 4 – niedrig 52 bis 55 dB 53 bis 55 dB 40 bis 47 dB 4 1 1 1 3 2 Schemagrundriss eines Wohngebäudes mit Hinweisen auf unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Schallschutz M 1:200 Raumpilot Grundlagen 335 Wohnen . Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ . Daneben macht auch die VDI-Richtlinie 4100 „Schallschutz von Wohnungen.

Treppenräumen über Aufenthaltsräumen Decken über Durchfahrten – unter Aufenthaltsräumen – über Gemeinschaftsräumen Decken unter Terrassen und Loggien über Aufenthaltsräumen Decken unter Laubengängen Decken unter Bad und WC Treppen und Treppenpodeste – innerhalb von Wohnungen Decken unter Hausfluren Wohnungstrennwände Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren Wände neben Durchfahrten Türen von Hausfluren und Treppenräumen zu Fluren – zu Aufenthaltsräumen Wände zwischen „lauten“ und „leisen“ Räumen unterschiedlicher Nutzung innerhalb der Wohnung Mindestanforderung R‘ w 53 52 54 52 52 L ‘ n. laut eingestellte Rundfunk. vermieden deutlich hörbar SSt 2 im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar nicht verstehbar im Allg. w 53 63 53 53 53 erhöhte Anforderung R‘ w 55 55 55 L‘ n. Hinweis: SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ 55 55 54 53 52 55 27 37 40 53 46 53 53 53 58 53 53 - 55 55 55 55 37 37 47 46 46 46 46 46 46 46 - VDI Richtlinie 4100 „Schallschutz im Hochbau“ Art der Geräuschemission Laute Sprache Sprache mit angehobener Sprechweise Sprache mit normaler Sprechweise Gehgeräusche Geräusche aus Haustechnikanlagen Hausmusik. w 38 46 - Anmerkung zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen.Doppelhäuser und Einfamilien . nicht verstehbar nicht verstehbar nicht hörbar nicht störend nicht oder nur selten störend im Allgemeinen hörbar 336 Raumpilot Grundlagen . zum Beispiel Böden – Gebäude mit zwei Wohnungen Wohnungstrenndecken und Wohnungstrenntreppen – Gebäude mit zwei Wohnungen Decken über Kellern. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100). Hausfluren.Reihenhäuser Bauteil Decken Treppen.Wohnen Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Geschosshäuser mit Wohnungen (Whg.) mit Arbeitsräumen Bauteil Decken unter begehbaren Dachräumen. Treppenpodeste und Decken unter Fluren Haus-/(Wohnungs-)Trennwände Mindestanforderung R‘ w 57 L ‘ n. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . w 48 53 erhöhte Anforderung R‘ w 67 L ‘ n. Parties SSt 1 verstehbar im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar im Allgemeinen störend unzumutbare Belästigungen werden im Allg. w 46 46 46 Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Einfamilien .und Fernsehgeräte. nicht mehr störend gelegentlich störend deutlich hörbar SSt 3 im Allg.

beidseitig 1.5 cm 15.0 1.5 cm Putz 17 .8 2.2 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14. R tiefe 8.0 59 Wand aus Gipsplatten.2 1.0 1.0 1.8 2.7 17 .6 1.4 1.5 cm OSB-Platte 0.0 cm 17 .5 18.5 cm Mauerwerk.6 1.2 1.0 1.5 cm Putz 9.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 41 42 11.0 cm 10.0 cm 1.8 2.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 cm Putz 10.2 1.0 33 36 30 cm Mauerwerk.0 cm 12.4 1.25 cm Gipsplatte 1.0 1.Rw.0 cm 17 .0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.8 2.4 1.0 cm 46 49 51 53 54 56 57 42 44 45 46 47 46 48 49 50 51 50 51 53 54 55 52 54 55 56 57 54 56 57 59 60 35 38 39 42 44 35 39 44 Schalldämmung von Wandkonstruktionen Ständertiefe Gesamt.7 37 40 36.5 cm 15. beidseitig Dünnputz Raumpilot Grundlagen 337 Wohnen .5 cm Brettsperrholzelement Holzständer 8/8 cm mit 8 cm Dämmung 1.5 OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 cm 15.5 cm Mauerwerk.5 16.0 17 .0 cm 22. beidseitig 1 cm Putz 6.0 cm Gipsplatte 1. beidseitig 1. beidseitig 1. beidseitig 1.0 8.5 cm OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 16.0 1.5 36 40 Einschalige Innenwände Stahlbetonwand beidseitig Dünnputz Einschalige Innenwände 1.6 1.25 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte Holzständerkonstruktion 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 3 cm Trennfuge Holzständer 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 1.0 cm 8.6 1.0 1.0 cm Gipsplatte 1.95 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 cm Putz 22.0 cm 12.0 1.6 1.5 cm Mauerwerk.0 20.25 Gipsplatte 1.Schall Schalldämmung von Wandkonstruktionen Wanddicke / Rw.25 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte 13.4 1.R Rohdichte 10.5 cm 25.25 cm Gipsplatte 1.5 cm 20. beidseitig 1.8 43 Wand aus Porenbeton – Plansteinen.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.8 2.0 cm 6.2 1.0 1.5 46 46 24 cm Mauerwerk.5 cm Putz 9.4 1.25 cm Gipsplatte 8.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 10.

Wohnen 338 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 339 Wohnen .

Wohnen Planungsregeln/Literatur 341 344 Planungsregeln Literatur 340 Raumpilot Grundlagen .

Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN EN 527-1 / Juli 2000 / Büromöbel Büro-Arbeitstische – Teil 1: Maße. Deutsche Fassung EN 527-1: 2000 DIN EN 716-1 / September 2008 / Möbel – Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken in Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto-Grundfläche (Nutzflächen. für Schüttungen und Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-5: 2004 DIN EN 840-6 / November 2008 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 6: Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen.und Außenbereich). Rutschen und ähnliches Aktivitätsspielzeug für den häuslichen Gebrauch (Innen. Deutsche Fassung EN 747-1: 2007 DIN EN 840-1 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 1: Behälter mit 2 Rädern und einem Nennvolumen bis 400 l für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-3: 2004 DIN EN 840-4 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 4: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1700 l mit Flachdeckel(n). Deutsche Fassung EN 1022: 2005 DIN EN 1130-1 / Juli 1996 / Möbel – Krippen und Wiegen für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 840-2: 2004 DIN EN 840-3 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 3: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Schiebedeckel(n). Deutsche Fassung EN 840-4: 2004 DIN EN 840-5 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 5: Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Deutsche Fassung EN 71-8: 2003 + A1: 2006 + A2: 2005 DIN 276-1 / Dezember 2008 / Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. Deutsche Fassung EN 840-1: 2004 DIN EN 840-2 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 2: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Flachdeckel(n). Deutsche Fassung 1116: 2004. für Schüttungen mit Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. für breite Schüttungen mit Zapfenaufnahme oder BG-Schüttungen und/oder für breite Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-6: 2004 + A1: 2008 DIN EN 1116 / September 2004 / Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Berichtigungen zu DIN EN 1116: 2004-09 DIN EN 1022 / September 2005 / Wohnmöbel – Sitzmöbel – Bestimmung der Standsicherheit. Deutsche Fassung 1116: 2004 DIN EN 1116 Berichtigung 1 / Mai 2007/ Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Festigkeit und Dauerhaltbarkeit. Deutsche Fassung EN 1130-1: 1996 Raumpilot Grundlagen 341 Wohnen .Etagenbetten und Hochbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Anforderungen an die Sicherheit.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN EN 71-8 / September 2006 / Sicherheit von Spielzeug – Teil 8: Schaukeln. Deutsche Fassung EN 7161: 2008 DIN EN 747-1 / Juli 2007 / Möbel .

Deutsche Fassung EN 1176-3:2008 DIN EN 1286 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Mechanisch einstellbare Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Deutsche Fassung EN 12227-1: 1999 DIN EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen. Deutsche Fassung EN 11761: 2008 DIN EN 1176-3 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 3: zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Rutschen. Lüftung DIN 4708 Teil 2 / April 1994 / Zentrale Wassererwärmungsanlagen – Regeln zur Ermittlung des Wärmebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser in Wohngebäuden DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Trinkwassererwärmung.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Empfehlungen und Prüfung DIN 31130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Deutsche Fassung EN 1286: 1999 DIN EN 1287 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Thermostatische Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Deutsche Fassung EN 12464-1: 2002 342 Raumpilot Grundlagen . Deutsche Fassung prEN 1627: 2006 DIN V ENV 1627 / April 1999 / Fenster.Wohnen DIN EN 1176-1 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung – Deutsche Fassung ENV 1627: 1999 DIN EN 1930 / März 2006 / Artikel für Säuglinge und Kleinkinder – Kinderschutzgitter – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Ausführung und Kennzeichnung. Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln – Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1930: 2000 + A1: 2005 DIN 1946-6 / Mai 2009 / Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen. Trinkwassererwärmung.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Prüfung DIN V 4701-10 / Vornorm August 2003 / Energetische Bewertung heiz. Beiblatt 1: Anlagenbeispiele DIN V 4701-10/A1 / Vornorm Dezember 2006 / Energetische Bewertung heiz. Lüftung DIN V 4701-10 Beiblatt 1 / Februar 2007 / Energetische Bewertung heiz. Anforderungen zur Bemessung. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN EN ISO 9241/ Februar 2009 / Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten DIN EN 12221-1 / August 2008 / Wickeleinrichtungen für den Hausgebrauch – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Trinkwassererwärmung. Türen. Deutsche Fassung EN 1287: 1999 DIN EN 1627 / Entwurf April 2006 / Einbruchhemmende Bauprodukte (nicht für Betonfertigteile) – Anforderungen und Klassifizierung. Deutsche Fassung EN 12221-1: 2008 DIN EN 12227-1 / April 2000 / Kinderlaufställe für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Lüftung.

Formen. Hinweise für Planung und Ausführung. Anforderungen und Nachweise DIN 4109 / November 1989 / Beiblatt 2 / Schallschutz im Hochbau.und Arbeitsbereich DIN 66354 / Dezember 1986 / Kücheneinrichtungen . Deutsche Fassung EN 13203-1: 2006 DIN EN 14988-1 / Juni 2006 / Kinderhochstühle – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Planungsgrundsätze DIN 68881 / Februar 1979 / Begriffe für Küchenmöbel – Küchenschränke Raumpilot Grundlagen 343 Wohnen . Deutsche Fassung EN 14988-1: 2006 DIN EN 15132 / Dezember 2006 / Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l – Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz. Deutsche Fassung EN 15132: 2006 DIN 18015-1 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 1: Planungsgrundlagen DIN 18015-2 / August 2004 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung DIN 18015-3 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel DIN 18015-3 Berichtigung 1 / Januar 2008 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel. Berichtigungen zu DIN 18015-3: 2007-09 DIN 18017 Teil 1 / Februar 1987 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Einzelschachtanlagen ohne Ventilatoren DIN 18017-3 / September 2009 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Teil 3: Lüftung mit Ventilatoren DIN 18106 / September 2003 / Einbruchhemmende Gitter – Anforderungen und Prüfverfahren DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 30706-1 / Dezember 2006 / Begriffe der Kommunalen Technik – Teil 1: Abfallentsorgung DIN 33408-1 / März 2008 / Körperumrissschablonen – Teil 1: Für Sitzplätze DIN 33408-1 Beiblatt 1 / Januar 1987 / Körperumrissschablonen für Sitzplätze – Anwendungsbeispiele DIN 4109 / November 1989/ Schallschutz im Hochbau.Planungsregeln/Literatur DIN EN 12764 / April 2008 / Sanitärausstattungsgegenstände – Anforderungen an Whirlwannen. Deutsche Fassung EN 12764: 2004 + A1: 2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Postalische Dienstleistungen – Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen – Deutsche Fassung EN 13724: 2002 DIN EN 13203-1 / November 2006 / Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch – Geräte. Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Litern Wasser nicht überschreiten – Teil 1: Be­ wertung der Leistung der Warmwasserbereitung.

Pohl. Reichert.und Abfallgesetz – KrW-/AbfG) (27 . Januar 2004 Richtlinien VDI Richtlinien 4100/ Aug. Hubert: Mauerwerk Atlas.V.BewertungsSystem WBS Ausgabe 2000. beurteilen und vergleichen. Mannheim 2004 AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.B2 Barrierefreies Wohnen. zuletzt geändert 1993) Wohnflächenverordnung WoFlV vom 25. Richard. November 2003. Wohnungs. Reiner.2008) GUV-V C 27 / Januar 1979 beziehungsweise 1997 / Unfallverhütungsvorschrift Müllbeseitigung Literatur AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. München. Karl.: Ratgeber Küche.1994) Gesetz zur Neuordnung des Abfallrechts für Baden-Württemberg (Landesabfallgesetz LAbfG) (14. Silvia: Wohnen mit Kindern. Hoffmann.09.Wohnen DIN 68878 Teil 1 / Januar 1987 / Stühle für den Wohnbereich – Anforderungen.: Ergonomieplaner für Einbauküchen. Walter. 2007/ Schallschutz von Wohnungen – Kriterien für Planung und Beurteilung VDI Richtlinie 6000 / Blatt 1 / Februar 2008 Ausstattung von und mit Sanitärräumen Wohnungen 344 Raumpilot Grundlagen . Prüfung DIN 68880 Blatt 1 / Oktober 1973 / Möbel – Begriffe DIN 68890 / Mai 2009 / Kleiderschränke im Wohnbereich – Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Prüfung DIN 68935 / Dezember 1999 / Koordinationsmaße für Badmöbel. Neue Küche – jetzt erleben.V. Mannheim (Erscheinungsdatum unbekannt) Architektenkammer Baden-Württemberg (Hrsg.10.):BKI Baukosten 2009. Grenchen 2000 BKI Baukosteninformationszentrum (Hrsg. Teil 1: Statis­ tische Kostenkennwerte für Gebäude. Stuttgart 1998 Behren-Wolpert. Inkraftgetreten am 1. Prüfung DIN 68885 / Januar 1987 / Tische für den Wohnbereich – Anforderungen.): Wohnbauten planen. Wolf. Jenisch. 1999 Bundesamt für Wohnungswesen BWO (Hrsg. Geräte und Sanitärobjekte Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts. Stuttgart 2009 Gesetzte/ Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Baunutzungsverordnung BauNVO (1962. Erstellt in Anlehnung an eine Studie der TH Darmstadt. Gösele. Stuttgart 1985 Belz.): Arbeitshilfen zum Barrierefreien Bauen .

Roland: Leitfaden barrierefreier Wohnungsbau. Das kompakte Planungsbuch für den Bauentwurf mit Projektbeispielen. München und Mering 2005 Graf. ETH Wohnforum. Berlin. Stephan: Pinpoint. (Hrsg. Haag. München 2004 RWE Energie Aktiengesellschaft (Hrsg. Wien 1992 Heisel. Schweitzer. Maria: Wohnen mit Kindern: Ein Erfahrungsbericht. Herbert. Stuttgart 1992 Sauter. Alternativen zur familienfeindlichen Architektur. Wolfgang: HolzbauAtlas. Hans-Jürgen. Stuttgart. Alt-Rosendahl. München 1996 Marx. Augsburg 1996 (1994) Peukert.): Entgrenzung von Arbeit und Leben. Stuttgart 2005 Krebs. Röttgermann. Elmar (Hrsg. Friederike: Grundrissatlas Wohnungsbau. Renate: Wohnen und Spielen mit Kindern. Walter. Martin: Gebäudeausstattung. München 2005 Faller. Helmut. Rutz. G. Staniek.): Aktuelles Entwurfsund Planungsrecht für den wirtschaftlichen Wohnungsbau. Volz. Fischer. München 2000 Groh. Bruno. Katja. Thomas. Gerhard.Entwerfen und Wohnen. Axel: Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Lorrie: Neue Wohn-Ideen für kreative Arbeitsplätze. Dittmann. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. Bergemann. Erich: Planen und Bauen für Behinderte. Elisabeth. Fakten der Bauphysik. Günter. Rossmann. Voß. Julius. München 2003 Keller. Natterer. Stuttgart. Zürich 2010 Stemshorn. Winter. Berlin. Grundwissen. Zürich 2007 König. Berlin 2004 Henz. Basel 2007 Kuldschun. Johann. Peter: Bauplanung und Bauentwurf. Hannes: Anpassbare Wohnungen. Peter: Der Wohngrundriss. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Stuttgart 1974 Loeschcke. Düsseldorf. Basel 2004 Stamm-Teske. München 2002 Fuhrmann. Ludwig. Wien 1976 Eisele. Bettina (Hrsg. Stuttgart. Anton: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. Zürich 1995 Herzog. Karin. Stuttgart. Zürich 1994 Nußberger. Köln. Mainz 1987 Schneider. Jörg. Köln 1998 Gottschall. LeinfeldenEchterdingen 2003 Raumpilot Grundlagen 345 Wohnen . Heidelberg 1998 Rughöft.): BürobauAtlas. Stuttgart 1996 Mack. Alexander. Henz. Roland.): Bau-Handbuch. Lutz: Landesbauordnung für Baden-Württemberg. Jan: Basics . Pourat. Krohn. Tobias: Raumpilot Wohnen. Joachim: Planungsatlas. Stuttgart. Zum Wandel der Beziehung von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag. Michael.Planungsregeln/Literatur Dessai. Sigrid: Wohnökologie.

08/2004 (http:// www. (Herausgeber): Schallschutz nach DIN 4109.V.2009) 346 Raumpilot Grundlagen . pdf) (Zugriff am 26.05.und Holzwirtschaft (Herausgeber): Informationsdienst Holz.de/sonstiges/ downloads/schallschutz_waende_daecher.Wohnen Internetquellen Absatzförderungsfonds der deutschen Forst. 2006 (http://www.pdf) (Zugriff am 12.schlagmann.de/ downloads/DGfM_Schallschutz_2006.schallschutz-holzbau.2009) Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.05.

Arbeiten 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447 Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 347 .

ist motivierend und leistungsteigernd. an dem sich die „white shirts“ wohlfühlen. Rechtsvorschriften sowie Literaturhinweise zu diesem Thema sind in dem abschließenden Abschnitt „Planungsregeln/Literatur“ zusammengestellt. Dieser Sektor ist aber der weitaus größte Wirtschaftsbereich und deshalb von wesentlicher Bedeutung.Arbeiten Aufbau des Kapitels „Arbeiten“ Zugegeben. Solche komplexeren Anwendungsbeispiele werden detailliert im Aufbauband „Arbeiten“ behandelt. in Frage stellen oder die Regeln auch brechen. und insbesondere die Büroarbeitswelt. Am Büroarbeitsplatz halten sich viele Menschen länger auf als in ihrer Wohnung! Die Arbeitswelt. In diesem Kapitel wird ausschließlich der tertiäre Sektor (Jean Fourastié) betrachtet und davon lediglich der Büroarbeitsplatz. first serve“ „nonterritorialer Arbeitsplatz“ . Im folgenden Kapitel werden – ausgehend vom einzelnen Arbeitsplatz – die verschiedenen Organisationsformen der Büroarbeit und ihre jeweiligen räumlichen Nutzungsanforderungen systematisch betrachtet. kann sie weiterentwickeln. um auf alle denkbaren Änderungen reagieren zu können.und Raummaße sind auslegungsoffene Begriffe wie „ausreichend“ getreten. hier wird nur ein sehr kleiner Teil von dem vorgestellt. „Luft“ und „Licht“ betrachtet werden. was der Begriff „arbeiten“ bedeutet. „Business Club“ ergänzen inzwischen die früheren Organisationsformen vom Zellenbis zum Großraumbüro. Neben diesen neuen Organisationsideen ist das traditio­ nelle Zellenbüro nach wie vor von großer Bedeutung. Jeder Arbeitsplatz ist zugleich auch ein „Lebensraum“ . Mit zahlreichen baurechtlichen Forderungen soll die Gesundheit am Arbeitsplatz geschützt werden und auch Unfällen oder Verletzungen so weit wie möglich vorgebeugt werden. Mit der Liberalisierung im Arbeitsmarkt soll unter anderem auch diese Richtlinie zurückgenommen werden. Um eine vorübergehende Planungssicherheit wieder herzustellen. Abhängigkeiten zwischen baulichen Parametern (Raster. Aus den differenzierten Nutzungsanforderungen dieses Grundbausteins leiten sich weitere Bedingungen ab. Der einzelne Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt des Kapitels. Wer diese einfachen Regeln einmal verstanden hat. verändert sich permanent und rasant. und an seine Planung werden hohe Anforderungen gestellt. Anforderungen und Konzepte. Die Systematik der Gebäudestruktur beschränkt sich auf den Normalfall einer orthogonalen Organisation. Wesentliche Hinweise auf den aktuellen Stand des Normenwerks. die noch vor wenigen Jahren das Nonplusultra waren. Vorschriften Eine für die Planung bedeutende Vorschrift ist die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR). Die Organisationsformen werden weiterhin in einen Zusammenhang mit der Gebäudestruktur gestellt. da es die Voraussetzungen für ruhiges. konstruktives System) und räumlichen Aufteilungsvarianten werden aufgezeigt. Es ist deshalb wichtig. Anstelle von genauen Zahlenangaben für Mindestflächen. bis Mitte 2010 – der Frist zur Überarbeitung der Richtlinie – die Werte der „alten“ ASR als „Stand der Technik“ zu übernehmen. wurde beschlossen. Ein guter Arbeitsplatz. die in den darauffolgenden Abschnitten „Schall“ . 348 Raumpilot Grundlagen . dass sich die Architekten jetzt in einem ungeklärten rechtlichen Raum bewegen müssen. konzentriertes Arbeiten bietet. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Möglichkeiten auf die Gestaltung sind im abschließenden Kapitel „Fassaden“ erläutert. allerdings mit der Konsequenz. Schlagworte wie „first come. ein Bürogebäude so flexibel wie möglich zu planen. werden inzwischen wieder beiseite gelegt.

Typologie Raumpilot Grundlagen 349 Arbeiten .

Arbeiten 351 353 Struktur Typologien 350 Raumpilot Grundlagen .

die sich aus der Fassadenaufteilung. Der zentrale Parameter für die innere Raumaufteilung ist die Größe eines Büroarbeitsplatzes. Aufgrund von Erfahrungswerten werden für Verwaltungsbauten Gebäudetiefen zwischen 13. da sie flexible Aufteilungen erlauben und als wirtschaftlich gelten. Konstruktion und Erschließung definiert. sondern unterhalb des Gebäudes) beeinflusst erheblich die Konstruktion der darüberliegenden Normalgeschosse (Stützenstellung und Vertikalerschließung). in einem Zusammenhang betrachtet werden. Verschiedene Aufbaumuster der Grundstruktur haben sich in der Vergangenheit bewährt und werden daher häufig verwendet. Von diesem Raummodul ausgehend.Typologie Struktur Grundriss An Bürogebäude werden in der Regel hohe Effizienzanforderungen gestellt. Auch die Struktur einer Tiefgarage (nicht neben.50 und 15 m empfohlen. dem Trennwandras­ ter und der Positionierung der „statischen“ Elemente wie Stützen und Vertikalerschließungen ergeben. müssen die Abhängigkeiten. ergeben sich durch Addition oder unterschiedliche Kombinationen die Festlegungen für die größeren Raumzusammenhänge. Um den Einzelarbeitsplatz ökonomisch organisieren zu können. Mit der Wahl dieser Grundstrukturen werden jedoch auch zahlreiche Vorgaben für die Fassade. Einbund Gebäudetiefe 7 bis 10 m Zweibund Gebäudetiefe 12 bis 14 m Dreibund Gebäudetiefe 14 bis 20 m Gebäudestruktur Raumpilot Grundlagen 351 Arbeiten .

Quelle: „Raumpilot Arbeiten“ 352 Raumpilot Grundlagen . Block Wirtschaftliches. Meist mit einem mittigen oder seitlich liegenden Erschließungskern organisiert. Die Räume innerhalb des Blocks sind vor emissionsbelasteter Umgebung stärker geschützt.Arbeiten Punkt Kompaktes Layout. ruhigere Innenhofräume und nach außen orientierte Räume. ermöglicht daneben auch die Organisation von Zellenstrukturen oder Kombibüros. flächensparendes Layout. Sehr gute Belichtung des Flurs beim Einbund. Beim Zwei.oder Dreibund ist der Flur in der Regel über weite Strecken nicht natürlich belichtet. aber geringe Wirtschaftlichkeit. Vereint unterschiedliche Raumqualitäten: geschützte. häufig als Großraum­ büro genutzt. Scheibe Erschließung in der Regel durch einen oder mehrere Flure in Längsrichtung.

Freiformen erfordern unter Umständen eine spezifische Anpasssung des Innenausbaus. Raumpilot Grundlagen 353 Arbeiten . Günstig zur Gestaltung spannungsvoller. aufgeweiteter Erschließungsräume (Kommunikationsräume). das nur bei geringer Gebäudehöhe oder großen Gebäudeabständen natürlich belichtet werden kann. Die Orientierung innerhalb des Gebäudes ist durch die Gleichwertigkeit der Bereiche erschwert. Freiform Freiformen können als Reaktion auf einen spezifischen städtebaulichen Kontext ent­ stehen oder auch als freistehende Solitärbauten realisiert werden. Netz/Pavillon Flächiges Layout. Flächen zwischen den „Kammzinken“ können eventuell zur energetischen Optimierung herangezogen werden (Überdachung).Typologie Kamm Starke Untergliederung des Gebäudes in Teilbereiche und starker Außenraumbezug.

Arbeiten 354 Raumpilot Grundlagen .

Programm Fitness Kantine Pause / Cafeteria Arbeiten 355 Meeting Foyer Arbeitsplätze PKW / Bus Raumpilot Grundlagen .

Programm Arbeiten 357 358 360 Nutzungsbereiche Raumprogramm Mietflächenberechnung MF-G 356 Raumpilot Grundlagen .

Der Empfangsbereich oder die Eingangsflächen werden dagegen häufig flächenreduziert gestaltet. Je nach Größe und Konzeption der Unternehmen gibt es unterschiedlich gestaltete Eingangszonen oder Empfangsbereiche mit Rezeption. Arbeiten Raumpilot Grundlagen Anhand von Richtwerten aus den unteren Tabellen kann der Flächenbedarf grob geschätzt werden.3 bis 0.15 m² 0.05 m² Verknüpfungen an Erschließung gebunden möglichst zentral leichte Erreichbarkeit kurze Wege - Arbeitsplatz Stellung Geschäftsführer Abteilungsleiter Bereichsleiter Sachbearbeiter Flächenbedarf pro Anzahl Person 25 m² 15 m² 10 m² 10 m² 1 5 10 50 357 . es werden auch Räume für andere Tätigkeiten. daneben werden Erschließungsbereiche und selbstverständlich die Arbeitsplätze – als Einzelarbeitsplätze oder für Arbeitsgruppen – gebraucht. Nutzungsbereiche Funktion Ankommen Bürofläche Bürozusatzfläche Erschließung Sanitärräume Lager Flächenverhältnis 1 m² 0. Diese einzelnen Nutzungsbausteine können bei der Planung und Organisation des Gebäudes jeweils übergeordneten Nutzungsbereichen zugeordnet werden.5 m² 0.und Konferenzräume bilden die Kernfunktion und haben in der Regel den größten Flächenbedarf. zum Beispiel zur Erholung oder für Essenspausen. Ergänzend werden Besprechungsräume.1 bis 0. Pausenräume und Nebenräume für Büroeinrichtungen wie Kopierer und Faxgeräte.Programm Nutzungsbereiche In Bürogebäuden wird nicht nur gearbeitet. gebraucht. Die verschiedenen Funktionsbereiche erfordern teilweise sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen.02 bis 0. Die Büroarbeitsplätze und die zugehörigen Besprechungs. sanitäre Einrichtungen und Lagerflächen benötigt.

da sie den wichtigen zufälligen oder spontanen Informationsaustausch ermöglichen. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Fitnessräume und zusätzliche Serviceangebote. In kleineren Unternehmen werden meist Teeküchen genutzt. die nicht unmittelbar in den Büroräumen untergebracht sind. 358 Raumpilot Grundlagen . sondern auch Flächen für Bürotechnik.und Besprechungsräume. die teil­ weise mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind. Auch der Bereich des Erholens kann weiter untergliedert werden. Cafeteria Foyer Aufenthaltsraum Teeküche Kantine Sanitär Raumprogramm „Arbeiten“ . und Lagerflächen. Besondere Bedeutung hat die Gestaltung der unterschiedlichen informellen Kommunikationsräume – wie beispielsweise die Erschließungsräume –. Zum Bereich „Arbeiten“ gehö­ ren beispielsweise nicht nur Büro. Im folgenden Abschnitt sind die wichtigsten Elemente eines Raumprogramms für Bürogebäude in einem Überblick zusammengestellt. wie beispielsweise betriebsinterne Kindertagesstätten. in Bürogebäude integriert. Die Nutzungsbereiche können jeweils weiter untergliedert werden. Neben Aufenthaltsräumen und einer Cafeteria verfügen viele größere Unternehmen zusätzlich über eine eigene Kantine.Arbeiten Meeting Bürotechnik Kopierer Lager Arbeitsplätze Fitnessraum. Kindertagesstätte Empfang Büro Raumprogramm Die übergeordneten Funktionsbereiche des Programms setzen sich jeweils aus unterschiedlichen Einzelnutzungsbereichen zusammen. Pause.

Er dient als zentraler Verteiler für alle weiteren Gebäudeteile. Daneben werden in vielen Unternehmen auch größere Flächen für Altakten et cetera benötigt. Arbeiten Raumpilot Grundlagen 359 . Erholen: Kantine/Cafeteria Pausenräume und Kantinen sind nicht nur Raumbereiche für die Nahrungsaufnahme. die informelle Begegnungen ermöglichen und fördern. Rolltreppen. Büroräume sollten in der Regel möglichst viel Tageslicht erhalten. Häufig werden Aktenund Materiallager in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz angeordnet. Je nach Konzeption und Größe des Unternehmens sollte er auch einen Wartebereich für Besucher beinhalten und Informationen zur Orientierung im Gebäude bieten (Leitsys­ tem). Flure. Gänge und erweiterte Bewegungszonen bilden die Erschließungsräume eines Bürogebäudes. häufig liegen sie an Schnittpunkten der horizontalen und vertikalen Erschließungsflächen. Lager/Sonstiges Lagerflächen werden für unterschiedliches Lagergut gebraucht. Sie dienen vorrangig zur Aufbewahrung von häufig gebrauchten Büromaterialien wie Papier. Je nach Organisationsform werden verschiedene Bereiche für Gruppenarbeit. Arbeiten Die Organisation des Arbeitsbereichs kann in Abhängigkeit von den jeweiligen Arbeitsabläufen sehr unterschiedlich sein.Programm Eingang/Rezeption Der Eingang gilt als die „Visitenkarte“ eines Unternehmens. Druckerpatronen et cetera. sondern auch für die Begegnung und die Erholung. Deshalb ist es wichtig. Umkleideräume und Duschmöglichkeiten für Fahrradfahrer und Jogger können das Raumangebot zusätzlich aufwerten. Projektarbeit und Abstimmungen und/oder Raumangebote für ungestörtes individuelles Arbeiten gebraucht. Diese werden in der Regel in unbelichteten Bereichen (Ecksituationen. auch Räume mit Aufenthaltsqualitäten und Aufforderungcharakter zu schaffen. WC/Dusche Die Sanitärräume sollten in der Nähe der Arbeitsplätze angeordnet werden. Erschließen Treppen. Aufzüge. Kreative Gedanken entstehen häufig spontan in persönlichen Gesprächen. Untergeschossen) untergebracht. die seltener gebraucht werden. Die Erschließungsbereiche sind von zentraler Bedeutung für die Funktion des Gebäudes und sie beeinflussen auch seine Aufenthaltsqualität erheblich.

V. Die Flächenarten nach MF-G basieren auf der Brutto-Grundfläche (BGF) gemäß DIN 277 und sind wie folgt unterteilt: – MF-0 (keine Mietfläche!) technische Funktionsflächen Verkehrsflächen Konstruktionsgrundflächen – MF-G (Mietfläche nach gif) MF-G1 (exklusive Nutzung) und MF-G2 (gemeinschaftliche Nutzung) Mietfläche MF-G: BGF abzüglich MF-0.10 m² Modellbau 37.80 m² Büro 124. herausgegeben von der gif. zuzüglich TF mit individueller Mieteranforderung Beispiel Berechnung MF-0 Treppenlauf: 9.90 m² Galerie 48.80 m² Luftraum Halle Beispiel Flächenberechnung Büro (Ausschnitt) nach MF-G 360 Raumpilot Grundlagen .20 m² 2.40 m² Beispiel Berechnung MF-G Alle Räume + Treppenhaus ohne Treppenlauf: = 276.50 m² Wc H 14.00 m² Teeküche 15.30 m² Treppenhaus 39. zuzüglich VF mit individueller Mieteranforderung.) Seit 2004 gibt es eine Richtlinie für die Berechnung von Mietflächen sowie für den gewerblichen Raum (MF-G).80 m² Besprechung 20.60 m² + Grundflächen Bauteile + umschließende Wände 16.Arbeiten Mietflächenberechnung MF-G Richtlinie zur Berechnung der Mietflächen für gewerblichen Raum (gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.80 m² = = 26.60 m² Wc D 9.

Ankommen Raumpilot Grundlagen 361 Arbeiten .

Ankommen Arbeiten 363 363 364 365 365 366 366 366 367 367 369 370 372 373 374 375 375 376 Ankommen außen Erschließungsarten Fahrverkehr Stellplatzbedarf Ruhender Verkehr Ver.und Entsorgung Übergang Außen/Innen Ein.und Ausgänge Ankommen innen Eingangsbereich Türen Türarten Zutrittskontrolle Empfang Wartebereich Besucherstühle Garderobe Innere Erschließung 362 Raumpilot Grundlagen .

Ein gut erschlossener Standort zeichnet sich aus durch: – direkte Zufahrtstraßen – Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel (Empfehlung: Entfernung zwischen Haltestelle und Büro nicht größer als 500 m) – gut ausgebautes Fußgänger. Die Besucherzufahrten sollten vom öffentlichen Straßenraum aus eindeutig dem Gebäude zuzuordnen sein und sich zum Haupteingang hin orientieren. den ein Besucher von einem Gebäude erhält.und Radwegenetz Die Orientierung der internen Parkplätze zu einem gesonderten Mitarbeitereingang ist vorteilhaft.Ankommen Ankommen außen Die Corporate Identity – dazu gehört auch das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens – ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente. Entsprechende Ein. wird stark durch den Eingangsbereich geprägt.und Ausfahrten für Mitarbeiter können durch Schlüssel oder Code-Karten gesichert werden. Der Eindruck. Erschließungsarten Die öffentliche Erschließung gibt gewisse Rahmenbedingungen für die Konzeption der internen Erschließungswege auf dem Grundstück des Unternehmens vor. Eine direkte Vorfahrt mit Besucherparkplätzen am Haupteingang sollte bei größeren Verwaltungsgebäuden vorgesehen werden. der durch seine Ausgestaltung auch die unternehmerische Haltung. Der Eingangsbereich wird vor diesem Hintergrund zu einem bedeutenden Repräsentationsbereich eines Unternehmens. Arbeiten Anlieferung Feuerwehr Personalparken Besucherparken Personal Gebäude Grundstück Individualverkehr Umgebung Erschließungsarten ÖPNV Raumpilot Grundlagen 363 . die Inhalte und Zielsetzungen nach außen kommuniziert.

Arbeiten Fahrverkehr Die Anbindung an die öffentliche Verkehrsfläche muss so gestaltet sein. et cetera. Kontrollen. Vor Anlagen. muss ausreichend Platz für wartende Fahrzeuge vorhanden sein.oder Ausfahren gut zu überblicken ist und wenig beeinträchtigt wird. wenn die Verkehrsstärke sehr gering ist. Post. Tore. Seite 43). In Abhängigkeit von den Begegnungsfällen und der Fahrgeschwindigkeit empfieht die EAE die in der Grafik unten dargestellten Fahrbahnbreiten. 1995 400 475 550 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 40 km/h 475 550 625 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 50 km/h Fahrbahnbreiten (cm) für mögliche Begegnungsfälle 364 Raumpilot Grundlagen . wie Schranken. die Straße von Lastkraftwagen selten befahren wird und für Begegnungsfälle Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen (EAE 85/95. die die Zufahrt zeitweilig behindern. Empfehlung für die Anlage von Erschließungsstraßen EAE 85/95. dass der Verkehr beim Ein. Küche et cetera). Material. Eine geringe Breite von 4 m ist nur in Anliegerstraßen (auch im Gegenverkehr) möglich. Der Fahrverkehr kann tageszeitabhängig sehr unterschiedlich sein (viel Fahrverkehr meist morgens und abends). Besondere Anforderungen ergeben sich bei unterschiedlichem Andienungsverkehr (Personal.

Ruhender Verkehr Offene Stellplätze im Freien sind die wirtschaftlichste Art der Unterbringung. wenn sie bequem zu Fuß erreichbar sind. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. Parkdecks und Garagen in Obergeschossen werden meist nur realisiert. Eine besonders gute Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt zur Minderung der geforderten Stellplatzzahl. Arztpraxen oder ähnliches) Zahl der Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Büronutzfläche. Die Einbindung des Standorts in das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist nach Tabelle der LBO BW. Anhang. Für Gebäude mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. möglichst in Zusammenhang mit den sons­ tigen Anlagen für den ruhenden Verkehr. Genaue Angaben finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen (für LBO BW unter § 37 und in der VwV Stellplätze im Anhang).und Verwaltungsräumen durchschnittlich von folgenden Richtzahlen auszugehen: – 1 Stellplatz je 30 bis 40 m² Büronutzfläche. Bei der Zahl der notwendigen Stellplätze ist für Gebäude mit Büro. Die Ablösung von Stellplätzen durch Zahlung von Beiträgen zur Mitfinanzierung öffentlicher Parkmöglichkeiten ist dann denkbar. Sie erfordern jedoch eine große Grundstücksfläche. Für Motorräder. Notwendige Stellplätze können prinzipiell auch auf einem anderen Grundstück in der Nähe des Unternehmens untergebracht werden. wenn nicht genug eigene Stellplätze geschaffen werden können. zu planen. wenn aufgrund räumlicher Zwänge und/ oder Gründungsproblemen keine andere Möglichkeit besteht. mindestens jedoch 3 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 365 Arbeiten .Ankommen Stellplatzbedarf Die Richtzahlen für den Stellplatzbedarf sind in den einzelnen Bundesländern und Kommunen unterschiedlich. Bauliche Anlagen unter dem Gelände oder Gebäude (Tiefgaragen) sind deshalb die Regel. § 37 . VwV Verkehrsquelle Büro. mindestens jedoch 3 Stellplätze. die Tabelle dient daher nur als Orientierungshilfe. Zahl der notwendigen Stellplätze entsprechend LBO BW. Arztpraxen oder ähnliches) werden folgende Richtwerte genannt: – 1 Stellplatz je 20 bis 30 m² Büronutzfläche. in VwV Stellplätze 10.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. zu berücksichtigen. Mopeds und Fahrräder sind geschützte Unterbringungsmöglichkeiten.

Folgende Bereiche sollten möglichst in der Nähe liegen: Müllräume Einschließlich der Flächen für Zerkleinern und Pressen: circa 90 bis 250 m². Es ist sinnvoll.2 bis 0. dass sie von behinderten Menschen zweckentsprechend und ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen).und Besucherverkehr sollte bei großen Bürogebäuden möglichst eine getrennte Einfahrt zum Grundstück vorhanden sein.und ausgehenden Sendungen und Waren. Er kann eine Eingangstür. Warenannahme Zentrale Verteilungsstelle für ein.und Entsorgungsverkehr. Abstellräume. damit 0. Fläche: 40 bis 100 m². Lagerräume (Hausdienste.5 m² je Arbeitsplatz.und Ausgängen unzulässig.und Ausgänge Bestandteile von Rettungswegen im Gebäude sind. Für die Planung ist die DIN 18024 beziehungsweise die DIN 18040 heranzuziehen. Papierlager für EDV) Übergang Außen/Innen Erschließungspunkt Der Erschließungspunkt bezeichnet den Wechselpunkt von der äußeren zur inneren Erschließung.875 m* 1.und Entladen der Fahrzeuge sind meist erforderlich. als Richtwert kann 0. Stufenfolgen von weniger als drei Stufen sind in der Regel in Rettungswegen nicht zulässig und sollten auch ansonsten auf Grund der Stolpergefahr vermieden werden.2 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. die so herzustellen sind. ein Garagentor oder eine Verladerampe sein.und Entsorgung Für Anlieferungs. Die baulichen Bestandteile von Ein. Poststelle Übernimmt die Verteilung aller ein.75 m 2. Flächenbedarf: 0.25 m 1.und Ausgänge Sie müssen für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen und die erforderlichen Rettungswege gewährleisten. Verkehrsspitzen. Abschnitt 2.Arbeiten Ver. soweit keine Sondervorschriften bestehen. Küchenlagerräume.4. Angestrebt wird die Kontinuität des Verkehrsablaufs. Ein. zum Beispiel bei Schichtwechsel. sind zu beachten (ASR 10/1. Verkleidungen. die unterschiedlichen Anlieferungspunkte bei größeren Bürogebäuden in Anlieferungshöfen zusammenzufassen. § 39 zu den baulichen Anlagen.und Ausgängen müssen der Feuerwiderstandsqualität von notwendigen Türen entsprechen (DIN 4102‑5).00 m* 1. Die Breite sollte entsprechend der Tabelle rechts bemessen werden. Wenn Ein. Bürogebäude gehören nach LBO BW.25 m 1. Breiten für den Gehverkehr Anzahl der Personen bis 5 bis 20 bis 100 bis 250 bis 400 notwendige Flure Breite mindestens (* Baurichtmaß) 0. werden besondere Anforderungen an ihren Brandschutz und ihre Verkehrssicherheit gestellt. Ladehof Der Ladehof dient dem Ver.2). Spezielle Rangierflächen für das Be.1 m² je Büroarbeitsplatz.und abgehende Waren. Dämmstoffe und Einbauten aus brennbaren Stoffen sind dann im Bereich von Ein. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart.25 m 366 Raumpilot Grundlagen .

Restaurant Bürobereiche Innere Erschließung Konferenz. Sekretariat – offene Besprechungsgruppen – Wartezone – Garderobe – Ausstellung. dem Besucherverkehr und dem Repräsentationsanspruch des Unternehmens. Rezeption.2 bis 0.Ankommen Ankommen innen Eingangsbereich Der Flächenbedarf für den Eingangsbereich ist abhängig von der Unternehmensgröße. Empfang. Präsentation – Toiletten (für Mitarbeiter und Besucher) Cafeteria. Als grober Richtwert kann für die Dimensionierung des Eingangsbereichs circa 0. Schulung Eingangszone WC Ausstellung Eingang Funktionsbeziehungen Eingangsbereich Raumpilot Grundlagen 367 Arbeiten Empfang Wartezone . Empfangshalle/-bereich – Theke. Mögliche Funktionszonen im Eingangsbereich: – Foyer.6 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden.

Einwurfhöhe 3.Arbeiten Eingangsbereich Windfang Ein dem Ein. Die Einbaurichtlinien der VdS Schadenverhütung (Vertrauen durch Sicherheit) sind zu beachten. dass die innere Tür geschlossen werden kann.5 und 40 cm bei Quereinwurf sowie 23 und 28 cm bei Längseinwurf. Innen 22. Tür-/ Seitenwand) – zwei verschiedene Einwurfgrößen (32.und Längseinwurf 368 Raumpilot Grundlagen Außen Windfang ≥ 200 . Feuerwehrschlüsseldepot Aufbewahrungsort für den Objektschlüssel. bevor die äußere geöffnet wird – und umgekehrt. müssen diese nach außen aufschlagen und dürfen die für Rettungswege vorgeschriebenen Breiten nicht einschränken.9 32.4 beheizter Aufenthaltsraum Wärmepuffer so groß. bevor die äußere geöffnet wird. wenn ständige Arbeitsplätze im Eingangsbereich vorhanden sind (DIN 4108. 2m Schmutzfangmatte Klingel / Ruftaste / Sprechanlage Hausnummer/ Name/ Information Briefkasten Beleuchtung / Lichtschalter Feuerwehrschlüsseldepot Außenliegender Schmutzfang Windfang Beleuchtung / Lichtschalter 2 70 . Innenbereich.0 bis 3.170 1 4 3 Position Briefkasten 1 Außenbereich 2 Innenbereich 3 Durchwurf 4 Tür-/ Seitenwand Höhe Einwurföffnung Quer. Briefkasten Anforderungen nach DIN EN 13724: – Einwurföffnungen (Außenbereich. dass die innere Tür geschlossen werden kann. Ein Windfang muss mindestens so groß sein.5 cm). und umgekehrt Lauflänge auf Schmutzfangmatte min. mit dem die Feuerwehr im Brandfall Zugang zum Gebäude erhält. wenn beheizte Aufenthaltsräume direkt angrenzen. Wenn die Türen des Windfangs im Zuge von Rettungswegen liegen. Er ist erforderlich. Baulicher Wärmeschutz im Hochbau).und Ausgang vorgelagerter Windfang dient als Wärmepuffer. aber nur dann zwingend. Durchwurf.

dessen Drehachse bei Blickrichtung auf seiner Öffnungsfläche links liegt. Zylinder und Griff. Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren. Der Nachweis erfolgt über die Baumusterprüfung und beinhaltet bei den meisten Herstellern auch den Nachweis für den Einsatz in Flucht. Zutrittskontrolle Sicherheitsbeleuchtung Vordach. der es im Fluchtfall ermöglicht. bei denen der Fluchtweg sichergestellt wurde. In jedem Fall ist die Zulässigkeit nach DIN18650 (Schlösser und Baubeschläge – automatische Türsysteme. Windfang Raumpilot Grundlagen 369 Arbeiten .und Kontaktgeber für Automatiktüren Nachtverschluss Notentriegelung Panikschloss Quetschgefahr Schleusenfunktion (Sicherheit und Schmutz) Schloss. Dieser ermöglichte eine Notöffnung der Schiebetür durch Druck auf die Schiebeflügel. DIN rechts Laut DIN 107 „Bezeichnungen mit links und rechts im Bauwesen“ unterscheidet man bei Drehflügeltüren zwischen Linksund Rechtsflügeln. Teil 2: Sicherheit an automatischen Türen) zu prüfen. Bei umfangreichem Personenverkehr sind Türen mit sogenannten Panikverschlüssen nach EN 1125 gefordert. Bedienungsschalter Fluchtweg. Unter Panikverschlüssen versteht man einen speziellen Türbeschlag aus Schloss. eine abgeschlossene Tür in Fluchtrichtung öffnen zu können. Die ersten Ausführungen von Schiebetüren waren sogenannte „Break Out“-Systeme.beziehungsweise Rechtsflügel Türen-Checkliste Barrierefreier Zugang.und Rettungswegfunktion Impuls. Ein Linksflügel ist als ein Flügel definiert.Ankommen Türen Türen in Rettungswegen müssen in Flucht­ richtung aufschlagen und im Notfall durch einfaches Aufstoßen geöffnet werden können. welche dann über den Drehbeschlag nach außen geöffnet werden können. DIN links. DIN links DIN rechts Drehflügeltür mit Links.und Rettungswegen gemäß AutSchR (Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen). indem die Schiebetürflügel mit einem zusätzlichen Drehbeschlag ausgeführt wurden.

Rundschiebetür – Einsatz in Flucht.oder zweiflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: ohne spezielle Prüfung möglich Schiebetüren – ein.Arbeiten Türarten Drehflügeltüren – einflügelig oder mehrflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich 370 Raumpilot Grundlagen .und Rettungswegen: möglich Teleskopschiebetüren – großes lichtes Durchgangsmaß bei relativ kleiner Bauöffnung – in beide Richtungen: zwei (oder mehrere) Schiebetürflügel überlappen teleskopartig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Rundschiebetüren – ähnliche Grundkonstruktion wie Schiebetüren – Flachbogenschiebetür.und Rettungswegen: möglich Falttüren – Durchgang mit größtmöglicher Öffnungsweite bei engen Platzverhältnissen – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Winkelschiebetüren – mit jedem Winkel > 90° < 180° realisierbar – Einsatz in Flucht.

an der die Türflügel befestigt sind – Tür wird in Kammersegmente unterteilt – Rotation der Flügel gegen den Uhrzeigersinn – kein direkter Luftaustausch – keine Zugerscheinungen – Schöpfwirkung der Türflügel kann zu Luftaustausch und Energieverlust führen Raumpilot Grundlagen 371 Arbeiten . allgemein – aus gerundeten Seitenwänden und zentraler Achse.Ankommen zweiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – einfacher Transport von Gegenständen – Durchgang für Rollstuhlfahrer möglich dreiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – Nachteil: kleine Eingangsöffnung vierflügelige Karusselltüren – große Eingangsöffnung von 90° – als Personenschleuse in Verbindung mit Zutrittskontrollen Karusselltüren.

dass Besucher zunächst das Foyer mit der Rezeption und Zutrittskontrolle aufsuchen müssen. Büros Zutritt nur begrenzt Büros Foyer Besucher Zutrittskontrolle Tiefgarage Zutrittskontrolle Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle sowie örtliche Zutrittsbeschränkungen mittels Identifizierungssystem 372 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Büros Büros Zutrittskontrolle Bürogebäude sind häufig hohen Sicherheitsanforderungen unterworfen. Eine Zutrittskontrolle kann in Abhängigkeit des Sicherheitsbedürfnisses rein visuell. Gebäudeteile oder einzelne Räume kann durch Prüfung – der Systemzugehörigkeit des Identifika­ tionsmerkmalträgers – zeitliche Zutrittsbeschränkungen (Zeitzonen) – örtliche Zutrittsbeschränkungen (Raumzonen) ermittelt werden. Umsteigen Zutrittskontrolle Foyer Besucher Tiefgarage Besucher Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle durch Empfangspersonal im Foyer Durch spezielle Identifizierungssysteme können beispielsweise die Zugänge gesichert werden. Die meisten hierfür eingesetzten Kontrollsysteme stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erschließungssystem. Der Gebäudezugang aus der Tiefgarage oder dem Parkhaus wird aus Sicherheitsgründen häufig so organisiert. zum Beispiel durch einen Pförtner (personelle Zutrittskontrolle) oder durch eine automatische Zutrittskontrollanlage erfolgen. Die Kontrolle aller in das Gebäude eintretenden Personen kann daher notwendig sein. Eine Zutrittsberechtigung für Gebäude.

100 85 . M 1:50 65 .Ankommen Empfang Größere Unternehmen mit viel Publikumsverkehr benötigen meist eine Rezeption. Diese sollte möglichst in einem Foyer im Bereich des Haupteingangs angeordnet werden.48 60 . Von dieser Schnittstelle aus können sowohl die Zugänge zu den Stellplätzen und zum Gebäude überwacht wie auch die Besucher empfangen.125 120 . angemeldet und weitergeleitet werden.72 Raumpilot Grundlagen 373 Arbeiten 85 40 . 38 .100 60 .160 100 Anordnungen des Empfangsbereichs Kundentheke mit angrenzendem Arbeitsplatz.44 40 75 . Für wartende Besucher können in diesem Bereich eventuell auch Sitzgelegenheiten erforderlich sein.

Arbeiten 38 . 85 .40 65 .53 110 Kundentheke mit integriertem Schreibtisch. Sie können – als Treffpunkte mit Ausblick ins Freie oder mit Einblick in mehrgeschossige Verkehrsinnenhallen – zur Bereicherung des räumlichen Angebots und zur Orientierung im Bereich der Erschließungswege beitragen.80 30 40 100 Wartebereich Warteflächen und Warteräume sind meist nur bei starkem Publikumsverkehr notwendig.48 ≥ 50 ca.72 40 ca. In Fluchtwegezonen müssen die Sitzmöbel häufig in Brandklasse A ausgeführt werden. 120 . M 1:50 374 Raumpilot Grundlagen 32 . In vielen Fällen werden hierfür Metallmöbel gewählt. 75 100 65 .44 60 .72 28 42 .160 40 .

Ankommen Besucherstühle Angaben zu Besucherstühlen finden sich in der EN 13761. ≥ 46 ≥ 40 40 . Garderobe Zur Unterbringung der Kleiderablage gibt es verschiedene Möglichkeiten: – Eine Zentralgarderobe im Eingangsbereich entlastet die Geschossflächen. – Die Garderobenunterbringung in Kleider­ schränken direkt am Arbeitsplatz – ob im Groß­ raumbüro oder in den Einzelbüros – ist wegen der Erreichbarkeit und Überwachungsmöglichkeit die beliebteste Form der Garderobenunterbringung.50 38 . Sie sind auch für Einzelbüros empfehlenswert. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 375 Arbeiten . Bei Arbeitsbeginn und -ende können aber möglicherweise Stauungen entstehen. – Geschossgarderoben an einem Festpunkt sind für Großraumbüros zweckmäßig. Die Sitzhöhe dieser Stühle sollte zwischen 40 und 50 cm liegen. um die Räume von Garderobenaufbewahrung zu entlasten. Verstellbare Sitzhöhen müssen im Bereich zwischen 42 und 48 cm möglich sein.47 ≥ 110 ≥ 40 ≥ 40 ≥ 46 Besucherstuhl beispielhaft. Die Sitzfläche sollte mindestens 40 cm breit sein. Die lichte Weite zwischen den Armlehnen muss mindestens 46 cm betragen. Die Sitztiefe sollte mindestens 38 cm und höchstens 47 cm betragen.

376 Raumpilot Grundlagen . Hierfür können spezielle Leitsysteme erforderlich sein. soweit keine Sondervorschriften bestehen. Verkehrsspitzen. Aufgrund der Barrierefrei-Forderung dürfen Höhenunterschiede im Flurbereich nicht durch Stufen überwunden werden. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. Die infrastrukturellen Knotenpunkte eignen sich besonders zur Anordnung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Teeküchen.und Ausgänge. Verkehrswege als Orte der Kommuni­ kation Die notwendige Infrastruktur der Büro­ gebäude kann bei entsprechender Gestaltung zu Orten der Begegnung und Kommunikation aufgewertet werden. Gänge und Treppen – bieten die Möglichkeit. zu besonderen Treffund Erlebnisräumen des Unternehmens zu werden.2). zum Beispiel bei Schichtwechsel.Abschnitt 2. Materialaufzüge – Flure. Verteilerfunktion Wesentliche Kriterien für Planung und Beurteilung von Erschließungswegen sind: – Weglänge und Wegzeit – Orientierbarkeit/Übersichtlichkeit – Attraktivität (Aufenthaltsqualität) und Sicherheit Vom Eingangsbereich ausgehend sollte den Besuchern und Nutzern eine gute Orientierung im Gebäude ermöglicht werden. sind zu beachten (ASR 17/1. Gänge. Meeting-Points und Pausenräumen. Seite 73).Arbeiten Innere Erschließung Verkehrsflächen der vertikalen und hori­ zontalen Erschließung setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: – Treppen. Rampen sind bis zu höchsten 6 Prozent Neigung möglich (siehe Kapitel „Treppe“ . Gerade die Verkehrsadern – Flure.2 .4. Fahrtreppen – Personenaufzüge. Die Breite der Erschließungswege sollte nach derselben Tabelle bemessen werden wie für Ein.

Organisation Raumpilot Grundlagen 377 Arbeiten .

Organisation Arbeiten 379 380 382 383 384 385 386 Arbeitsplatz Bürotypen Zelle Kombi Gruppe Business Club Großraum 378 Raumpilot Grundlagen .

Aus diesen Maßen leiten sich effiziente Ausbau. ein Sideboard wird mit 40 cm Tiefe angesetzt (DIN 4543). Auf Basis dieser Mindestflächen können die Breite des Raums und das entsprechende Raumachsmaß festgelegt werden. die Maße von Stell. Die Mindestgröße eines Schreibtischs beträgt 160 x 80 cm.und Bewegungsflächen. 160 160 80 180 100 220 Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaße/Bewegungsfläche Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaß/Bewegungsfläche mit Schrank 360 450 20 160 270 40 100 80 20 160 180 180 100 Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 180 cm/450 cm Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 220 cm/350 cm 360 20 160 180 40 100 360 220 100 240 Raster 90 cm / Arbeitsplatzmodul 40 Raster 120 cm / Arbeitsplatzmodul Zellenbüro 120 120 80 Raumpilot Grundlagen 379 Arbeiten 80 220 80 . Stauraumflächen sowie Zugangsbreiten et cetera definieren den Flächenbedarf und die Abmessungen des Arbeitsplatzes. Funktionsflächen. Die spezifischen Arbeitsabläufe und Aufgabenstellungen definieren den Grundtypus des Arbeitsplatzes. als Nutzfläche vor dem Tisch werden mindestens 100 cm benötigt. Für die Festlegung von Raster und Gebäudetiefe ist daneben auch die Breite und Tiefe eines Doppelarbeitsplatzes mit der Mindestgröße von 8 m² wichtig.Organisation Arbeitsplatz Grundbaustein der Büroplanung ist der einzelne Arbeitsplatz. Der Abstand zur Fassade. Aus den geforderten Möblierungsmaßen ergibt sich eine Raumbreite von 220 cm.beziehungsweise Fassadenrastermaße zwischen 120 cm und 150 cm ab. Dies ergibt eine Nettofläche von etwa 4 m².

Bei der Planung der Gebäudetiefe sind auch die Grenzwerte für natürliche Belichtung und Belüftung relevant. Prinzipiell können kleinräumige. die Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes individuelles Arbeiten bieten.25 m 380 Raumpilot Grundlagen . wenn die spätere Nutzung eines Objekts bei Planung noch nicht bekannt ist und/oder langfristige Nutzungswandel ermöglicht werden sollen. Für die Nutzungsflexibilität werden circa 13.100 m² 1.oder als Zweibundanlagen organisiert werden.0 Bürotypen Die Planung von Büroarbeitsräumen erfordert eine Analyse der spezifischen Arbeitsabläufe und Nutzungsanforderungen. Solche Strukturen sind besonders geeignet.50 m Grundrisstiefe als Orientierungswert empfohlen. Bei dieser Grundrisstiefe ist sowohl eine zweibündige wie auch eine dreibündige Anordnung von Zellenbüros möglich. Wird eine mittige Kommunikationszone ergänzt. variable Kommunikationszone für Austausch und Teamarbeit und zusätzlich kleine Arbeitszellen am Rand. ≥ 2.50 < 50 m² Mindest-Raumhöhe in Abhängigkeit zur Grundfläche (Orientierungswerte entsprechend früheren ArbeitsstättenVerordnungen) Lichte Raumhöhe nach Arbeitsstättenverordnung Grundfläche ≤ 50 m² 50 m² bis 100 m² 100 m² bis 2000 m² ≥ 2000 m² Lichte Raumhöhe ≥ 2. so entsteht eine Dreibundanlage. großräumige und flexible Strukturen unterschieden werden.Arbeiten ≥ 3. • Zellenbüro:Einzelbüros ohne Kommunikationszone können als Einbund.00 m ≥ 3. • Großraumbüro: Großräumige Strukturen bestehen aus mittelgroßen bis geschossgroßen Räumen zur Unterbringung von fünf oder mehr Personen in einer Nutzungseinheit.50 m ≥ 2. • Kombibüro: Kombibüros besitzen eine offene. Flexible Strukturen lassen sowohl klein• räumige als auch großräumige Strukturen zu und ermöglichen eine flexible und reversible Unterteilung der Geschossflächen.50 m entlang der Fassade möglich.75 50 . 2. Bei einer Raumhöhe von 3 m ist eine natürliche Belichtung und Belüftung bis zu einer Raumtiefe von circa 7 . Bürotypen werden nach der unterschiedlichen Raumorganisation unterschieden. > 100 m² ≥ 2.75 m ≥ 3.

60 bis 4.50 m 2.75 bis 3 m Gruppe 12 bis 24 m Flurzone 12 bis 15 m² 5 bis 15 m 3.50 m ≥ 2.50 bis 4.50 bis 7 . zwei Achsen Doppelarbeitsplatz.Organisation Bürotyp Gebäudetiefe Erschließungstyp AP-Flächenmodul Raumtiefe Einzelarbeitsplatz.40 bis 3 m 3.50 m 2.50 m 2.50 m ≥ 2.50 bis 4.50 m 2.60 bis 4.50 m ≥3m Raumpilot Grundlagen 381 Arbeiten Entwurfsprinzip Bürotyp/Erschließungssystem .50 m 2.60 bis 4.50 m Kombi 14 bis 20 m (Dreibund) Flurzone 8 bis 12 m² 3. drei Achsen lichte Raumhöhe Zelle 7 bis 10 m (Einbund) Flur 10 bis 14 m² 3.50 bis 5.30 bis 3 m 3.50 bis 4 m reversibel 14 bis 16 m 8 bis 15 m² 3.30 bis 3 m 3.40 bis 3 m 3.50 m Zelle 12 bis 14 m (Zweibund) Flur 10 bis 14 m² 3.50 bis 5.

Fassadenraster und Raumtiefe bestimmen die genauen Abmessungen des Zellenbüros. siehe Kapitel „Rettung“ . Die Standardgröße liegt zwischen 10 und 14 m². wobei eine größere Gebäudetiefe unter Umständen schmale. Raum­ klima.oder Dreibund.und Mehrpersonenbüros entlang der Fassade. Das Fassadenraster bestimmt die Anschlussmöglichkeiten der Trennwände und fixiert damit ihre möglichen Positionen. Charakteristisch für Zellenbürostrukturen ist die Aneinanderreihung von Einzel. oft nur künstlich beleuchteten Flur. über dessen Ablage. Die Standardbelegung geht von einem gleichwertigen Mischverhältnis von Einzelräumen (1 Mitarbeiter) zu Mehrpersonenräumen (2 bis 5 Mitarbeiter) aus. 1320 450 420 450 135 Der Typus funktioniert als Ein-. Zu unterscheiden sind Standardzellen mit nicht verschiebbaren und Komfortzellen mit verschiebbaren Bürotrennwänden. Dadurch kann eine stärkere Identifikation mit dem Arbeitsplatz erfolgen als in Großraumstrukturen mit wechselnder Platzbelegung. die nur über die Stirnseiten Licht erhalten. Sonnenschutz und Raumklima Nachteile mangelnde Kommunikation der Mitarbeiter unterein­ ander schlechte Integration hoher Flächenverbrauch 382 Raumpilot Grundlagen . 270 405 Zelle Vorteile hohe Individualität durch kleinere Bürogemeinschaften störungsfreies Arbeiten Kommunikation mit den Zimmerpartnern Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Zellenbüros individuelle Regulierung von Beleuchtung. Seite 99108). Zwei.Arbeiten Zelle Das Zellenbüro – die „klassische“ Büroform – ermöglicht individuelles und konzentrier­ tes Arbeiten. Die innere Erschließung erfolgt meist über einen gemeinsamen. Ausstattung et cetera er individuell bestimmen kann. dunkle Erschließungsflure zur Folge hat. Die Erschließung erfolgt meist über einen als Rettungsweg ausgebildeten Flur (notwendiger Flur. Das Zellenbüro bietet dem Nutzer einen ihm persönlich zugeordneten Arbeitsbereich.

konzentrierte Einzelarbeit findet in den individuellen Zellen statt. Diese Raumstruktur soll einen schnellen Wechsel zwischen konzentriertem Arbeiten und Kommunikation ermöglichen. Die Wirtschaftlichkeit ist durch hohe Standardisierung der Arbeitsplätze und eine effiziente Flächenbelegung begründet. Die Mittelzone muss bezüglich Belichtung und Belüftung kontrolliert unterstützt werden. Bei Bedarf kann sowohl konzentriertes individuelles Arbeiten wie auch Kommunikation mit anderen oder Gruppenarbeit ermöglicht werden. Um ausreichend Platz für die Funktionen in der Mittelzone zu gewährleisten.Organisation Kombi Das Kombibüro soll die Vorteile von Zellenbüros und Großraumbüros kombinieren. Strukturell ist das Kombibüro ein Dreibund: Entlang der Fassade reihen sich Standardarbeitsplätze in Raumzellen. 360 110 400 110 360 Kombi Vorteile guter Kundenbereich hohe Nutzerakzeptanz Konzentration und Kommunikation möglich Wechsel zwischen Team-/ Projektarbeit und Einzelarbeit gut möglich Nachteile Durchgangsbereiche störende Transparenz seltene Nutzung der Gemeinschaftszone Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Kombibüros 270 Raumpilot Grundlagen 383 Arbeiten .50 m empfohlen. wird eine Gebäudetiefe von mindestens 13. der Mittelbund wird durch einen offenen Gemeinschaftsbereich ersetzt. Die Auslagerung von Funktionsbereichen in die Mittelzone erlaubt diese Platzersparnis. Der Anteil der natürlichen Belichtung und Belüftung liegt beim Einzelarbeitsplatz bei 80 bis 90 Prozent. Die ungestörte. die aufgrund reduzierter Raumtiefe deutlich kleiner sind als übliche Zellenbüros.

Die anzusetzende Fläche ist mit circa 21 m² pro Arbeitsplatz relativ gering.bis dreibündigen Typologie mit großen Mehrpersonenzellen unterschieden. Kleingruppen. Geringere Raumgrößen und Raumtiefen bis 7 . flurlosem Allraum und einer ein. die zusammengehörige Organisati- onseinheiten. ist eine Geschosshöhe von circa 3. Die Erstellungskosten von Gruppenbüros sind durch geringere technische Vorhaltungen eher geringer einzustufen als beim Großraumbüro.50 bis 4 m erforderlich.oder Teamarbeit mit spontaner Kommunikation erfordern. Das Gruppenbüro ist für Arbeitsabläufe konzipiert. üblicherweise arbeiten in einer Einheit maximal 25 Mitarbeiter. Wird die Versorgung mit technischer Infrastruktur durch einen Hohlraumboden flächendeckend gewährleistet. Die Steuerung des Raumklimas kann meist weitgehend eigenständig im jeweiligen Gruppenbereich erfolgen. 700 650 Gruppe Vorteile spontane Kommunikation Teamarbeit Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Gruppenbüros kurze Wege Identifikationsmöglichkeit Nachteile gegenseitige Störung hoher Fassadenanteil Zwangsbindung 384 Raumpilot Grundlagen . Die Büroeinheiten sind jedoch deutlich kleiner. Bei bis zu 25 Mitarbeitern pro Büroeinheit wird zwischen loftartigem.50 m ermöglichen natürliche Belichtung und Belüftung der Arbeitsplätze.Arbeiten Gruppe Das Gruppenbüro ist eine Weiterentwicklung des Großraumbüros.

Die Anforderungen an die technische Ausstattung und Flexibilität der einzelnen Arbeitsplätze und der „Sonderzone“ sind hoch. Business Club Vorteile flächeneffizient offener Raumeindruck hohe Flexibilität der Arbeitsplätze hohe Präsentationsqualitäten Nachteile eingeschränkte Vertraulichkeit Durchgangsbereiche geringere Aneignungs­ potenziale geringe Nutzerakzeptanz Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Business Clubs 540 405 Raumpilot Grundlagen 385 Arbeiten 360 150 840 . die häufig über 100 m2 liegt. Der Business Club wird teilweise als eine non-territoriale Büroorganisation realisiert. für die Sonderzone muss meist unterstützende Technik eingesetzt werden. Die Erschließungsfläche wird komplett als Nutzfläche angerechnet und erfordert wegen der Fläche. Die Grundstruktur ist nahezu die gleiche. entsprechende Investitionskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Gebäude. Dies erlaubt eine Minimierung der Einzelarbeitsplatzfläche auf 8 m² zugunsten der „Sonderzone“ . Lounges. Mitarbeiter besitzen keinen festen persönlichen Arbeitsplatz mehr.und Steharbeits­ plätze. das Raumangebot ist jedoch vielfältiger: weniger Standardarbeitsplätze. Besprechungsräume. Je nach Gebäudetiefe ist der Anteil natürlich belichteter und belüfteter Arbeitsplätze unterschiedlich. vermehrt Gruppen.Organisation Business Club Der Business Club ist eine Weiterentwicklung des Kombibüros. Begegnungszonen und Lesebereiche. sondern belegen projektbezogen temporäre Arbeitsplätze. Der Verzicht auf feste Einzelarbeitsplätze und auf individuelle Ablageflächen erlaubt oft eine gewisse „Überbelegung“ . Das Fassadenraster ist auf die Belegungsstruktur und Flexibilität der Zellen abzustimmen. eine lichte Raumhöhe von mindes­ tens 3 m.

Die hohe Belegungsdichte erlaubt eine optimierte Fläche pro Mitarbeiter von unter 21 m². gegenseitige Störung (Lärmpegel) hohe Investitionskosten fließende Arbeitsabläufe Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Großraumbüros variable Flächenzuordnung 386 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Großraum Charakteristisch für das Großraumbüro ist ein großer. Eine individuelle Steuerung des Raumklimas ist darüber hinaus kaum möglich. die problemlos Umorganisa­ tionen erlaubt. Das Fassadenraster spielt eine untergeordnete Rolle. Vorteile des Großraumbüros sind der minimierte Platzbedarf für den Einzelarbeitsplatz und die Multifunktionalität der Fläche. da die Raumaufteilung über mobile Stellwände oder Raum-inRaum-Systeme erfolgt. Toiletten und Garderoben. wie auch die Teeküchen. Vor allem bieten aber die gegenseitigen Störungen durch fehlende Abschirmung des einzelnen Arbeitsplatzes und die geringeren Möglichkeiten zur „Aneignung“ des persönlichen Arbeitsplatzes immer wieder Anlass zur Kritik. Der durchschnittliche Arbeitsplatzbedarf pro Mitarbeiter wird mit circa 12 bis 15 m² angesetzt. Nachteile können durch die erforderliche hohe technische Ausstattung entstehen. der flexibel einteilbar ist. zwingt die erforderliche Versorgung mit Licht und Luft bei großen Raumtiefen zu einer erhöhten technischen Ausstattung. Die Wirtschaftlichkeit des Großraumbüros ist angesichts der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und der erhöhten Betriebskosten für die Flexibilität kritisch zu bewerten. Einzige feste Teile sind die Treppenkerne mit Aufzug. 1350 Großraum Vorteile intensive Kommunikation Teamarbeit möglich Nachteile Hierarchie von Fensterbereich zu Kernbereich geringe individuelle Steuerung des Raumklimas möglich keine Rückzugsmöglichkeiten. weitgehend stützenfreier Raum. von denen aus die Nutzfläche flurlos erschlossen wird. Wenn sehr viele Mitarbeiter auf einer Ebene untergebracht werden.

Raster Raumpilot Grundlagen 387 Arbeiten .

50 m 388 Raumpilot Grundlagen .35 m Rastermaß 1.Arbeiten 389 390 391 391 392 392 392 393 394 396 398 Raster Rastergrundmaß Rastermaße Modulordnung Ausbau.20 m Rastermaß 1.und Konstruktionsraster Stützenstellung Tiefgarage Flächenmodule Rastermaß 1.

Bei der Rasterart unterscheidet man zwischen dem Konstruktionsraster. falls im Erdgeschoss keine Sicherheitskontrolle mit Wechsel der Vertikalerschließung geplant ist. Bei Gebäuden mit Tiefgaragen muss das Konstruktionsraster (Stützenstellung) der oberen Bürogeschosse in Zusammenhang mit der Organisation und Stellplatzanordnung der Tiefgarage entwickelt werden. Allerdings verursacht die Stützenstellung im Raum einen gewissen Raumverlust in den Büroräumen. Mit Rastergrundmaß – dem Achsmaß – bezeichnet man den Abstand zweier benachbarter Rasterachsen. dem Ausbauraster und dem Fassadenraster. Eine Rasterung in Gebäudequerrichtung kann aber bei einem freistehenden Gebäude oder bei Eckgebäuden von gleich großer Bedeutung sein. Auch bei der Positionierung des vertikalen Erschließungskerns muss die Organisation der Tiefgarage mitberücksichtigt werden. Raumpilot Grundlagen 389 Arbeiten . Das Konstruktionsraster beziehungsweise Tragwerksraster bestimmt die Position der tragenden Teile (meist Stützen).und Fassadenraster dagegen sollten sich möglichst überlagern. Das Ausbauraster gibt die Grundmaße für die Ausbauelemente wie leichte Innenwände. Aufgrund unterschiedlicher Lebenszyklen der Bauteile sollte ein anpassungsfähiges Rastermaß gewählt werden (siehe Kapitel „Flexibilität“ . um eine wirtschaftliche Ausführung zu ermöglichen.Raster Raster Bei baulichen Rastern unterscheidet man zwischen: – Rastergrundmaß und – Rasterart. entfallen die Anschlussprobleme von Trennwänden an Stützen.und Ausbauraster können entweder getrennt oder deckungsgleich ausgeführt werden. Ausbau. Seite 401-406) Oft werden Bürogebäude nur in der Längsrichtung gerastert. um Trennwandanschlüsse an der Fassade zu ermöglichen. Wird das Konstruktionsraster gegen das Ausbauraster versetzt angeordnet. Die kleinste Rastereinheit bildet normalerweise das Fassadenraster. Konstruktions. Unterdecken und demontable Fußböden (beispielsweise Doppelböden) und die Position der Fassade vor.

das Geschossmodul und die Organisation der Tiefgarage bedingen gemeinsam die Wahl des Rastergrundmaßes.20 m und die minimale Tiefe 3. Maximale Raumgröße 8.  Organisation der Tiefgarage Isometrie eines Bürogebäudes mit Darstellung des Konstruktionsrasters (Stützenstellung). des Ausbaurasters und des Fassadenrasters. Geforderte lichte Raumhöhe 9. 3. Modul Standardbüro  Das Standardbüro bildet den kleinsten Flächenbaustein. Die Fläche eines Arbeitsplatzes. auf dem die Unterteilung der größeren Raumzusammenhänge aufbaut. 4. Standardraumgeometrie Die Stell. Anzahl Standardräume pro Geschoss 7 .40 m. Organisationsform Die Organisationsform ist abhängig von den spezifischen Arbeitsabläufen im Unternehmen. die Büroorganisationsform. Die minimale Breite beträgt 2. 390 Raumpilot Grundlagen .und Bewegungsflächen der Möblierung und die Arbeitsabläufe bestimmen die Geometrie eines Raums. Anzahl Arbeitsplätze pro Büro 6. 5. die Lage des Erschließungskerns und die Gebäudetiefe. Gebäudestruktur 2. Größe und Standard werden durch die Arbeitsstruktur und die spezifischen Anforderungen des Unternehmens festgelegt.Arbeiten Rastergrundmaß Bei der Entscheidung für ein Rastergrundmaß in der Planung eines Bürogebäudes sollten folgende Aspekte und Parameter berücksichtigt werden: 1.

00 m / 3.00 10.40 m 110 cm Kleines Achsmaß.00 m 6.50 m 9.00 m / 2.90 m 3 1. unter anderem weil die Zahl der Elemente (Fassadenteilung) und damit die Anschlüsse und die Montagekosten geringer sind. Achsmaße im Bereich zwischen 120 cm und 150 cm haben den Vorteil. Arbeitsplatztiefe 2.72 m2 10.50 m2 12.00 m2 14.40 m2 13. Raumpilot Grundlagen 391 Arbeiten Rastermaße Das Büroachsmaß (Ausbauraster) bestimmt die möglichen Büroraumbreiten. Unabhängig von den Faktoren Gestaltung (Fassadengliederung). In der Anwendung gilt es jedoch als teurer. 125 cm Dieses Achsmaß leitet sich aus dem oktametrischen Maßsystem des Mauerwerkbaus ab.70 m 6.60 m 2.96 m2 14. Modulordnung Insbesondere für die Verwendung vorgefertigter Elemente im Innenausbau werden die Ausbauelemente mit Hilfe des Ausbaurasters koodiniert.52 m2 13.Raster Tragwerk/ Tiefgarage Achsmaß [m] Aufstellung 9.und Mehrpersonenbüros mit drei oder mehr Achsen günstig gebildet werden können. Gut geeignet für die Einrichtung einer Tiefgarage.40 m / 2.80 x 10. lichtes Raummaß bei 10 cm Wandstärke 4. Alle drei bauen auf der Modulvorzugsreihe 3 M der DIN 18 000 auf.60 m 6.00 m2 12. ermöglicht zudem eine hohe Nutzungsflexibilität auch in kleinräumigen Strukturen.40 m.96 m2 11.20 x 10. das kleinräumige Anpassung ermöglicht.20 m 2 1. Achsmaß/Konstruktionsraster/Raumgröße Achsmaß Faktor Raumtiefe 3.15 m2 10.20 m2 14.80 m ermöglichen bei diesem Raster Platz für zusätzliche Registraturmöbel.50 m 2 10. Das Maß 18 M gilt als wirtschaftlicher.20 m.50 m 2. 18 M (180 cm).85 m2 16. Die Koordinationsmaße sind in DIN 18 000 festgelegt.20 x 9. da es feine Unterteilungen ermöglicht.80 7 . In der Praxis übliche Raster sind: 9 M (90 cm).00 x 9.80 m2 10.30 m / 5. Günstig für die Einrichtung einer wirtschaftlichen Tiefgarage.60 m 4. dass sich aus zwei Achsen ein ausreichend großer EinpersonenArbeitsraum entwickeln lässt und dass auch die weiteren Raumgrößen für Zwei.80 7 .00 x 10.40 m / 5.64 m2 9.80 m2 0.00 m2 12. Konstruktion (Fertigung der Fensterelemente) und Statik (Stützenraster) werden aus organisatorischen und flächenökonomischen Gründen meist folgende Raster gewählt: Raumtiefen von 3.00 m 5.80 9.35 m 2 1.40 m 2. 135 cm Gut geeignet für alle üblichen Bürotypen.60 m2 12. da durch die Kleinteiligkeit relativ mehr Bauteile benötigt werden als bei größeren Achsabständen.20 m / 5.85 m2 13. Die Anwendung dieses Rasters führt aufgrund seiner Kleinteiligkeit auch zu höheren Kosten.15 m2 13. Das Maß 12 M wird bei Bauten mit vielen kleinen Räumen bevorzugt.20 m / 6.20 m 8.00 m / 2.80 m2 9.50 m2 12.50 m 3.80 m2 12.40 m Stellplatzbreite senkrecht/schräg 3.50 m2 .50 m 4.72 m2 8.40 m / 2.70 m / 2.50 m2 15. 12 M (120 cm). 150 cm Wirtschaftlich günstig für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.80 m 5.00 m 4.00 Fahrbahnbreite senkrecht/schräg 8.

Schnitt einfeldig zweifeldig symmetrisch zweifeldig asymmetrisch dreifeldig dreifeldig Grundriss Büroebene Zusammenhang von Stützenstellung Tiefgarage und Normalgeschoss 392 Raumpilot Grundlagen .und Konstruktionsraster Stützenstellung a: Konstruktionsachsen und Ausbauraster sind identisch: Bei diesem System müssen eventuell Anschlüsse der Trennwände an die Stützen hergestellt werden.und Konstruktionsraster identisch b: Ausbau. es entstehen keine Anschlussprobleme zwischen Trennwänden und Stützen. Im Bereich der „freigestellten“ Stützen ist die Möblierbarkeit eingeschränkt. b: Konstruktionsachsen und Ausbau­ ras­ ter sind nicht identisch: Die Stützen sind nach innen gerückt.Arbeiten Ausbau.und Konstruktionsraster getrennt Tiefgarage Die Tiefgaragenfahrspur und die Stellplätze geben mögliche Stützenstellungen vor und beeinflussen dadurch die Tragstruktur der darüberliegenden Geschosse. a: Ausbau.

35 m und 1. da schon drei Rasterfelder (4.25 m) werden dagegen vier Rasterfelder benötigt.20 m leitet sich aus den Minimal­ anforderungen an den Einzelarbeitsplatz mit Schrank ab: 80 cm Schreibtischtiefe.35 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 150 11.Raster 400 Flächenmodule Der Einzelarbeitsplatz (EA) und der Doppelarbeitsplatz (DA) legen als Grundparameter die Flächenaufteilung fest. die aus einer Raumtiefe von minimal 3.50 m) ausreichen. das zuzüglich der Trennwandstärke von 10 cm ein minimales Raumachsmaß von 2.30 cm erfordert.14 m² 135 135 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1.20 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 135 135 135 135 10. Das Rastermaß 1.50 m erlauben die Übereinstimmung von Fassaden.97 m² 120 120 120 120 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1. Als nachteilig erweisen sich die schlauchartigen Raumproportionen. wodurch sich funktional nicht notwendige unwirtschaftliche Raumabmessungen ergeben.20 m. Rastermaße zwischen 1.und Ausbauraster.50 m das wirtschaftlichste Modul.50 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 150 150 Raumpilot Grundlagen 393 Arbeiten . Die aus dem Faktor des Rastermaßes ableitbare Raumbreite und die Raumtiefe bestimmen das Flächenmodul des Standardarbeitsplatzes.31 m² Verbindungsgang > 60 150 150 Arbeitsplatzmodul Raster 1. Bei kleineren Rastermaßen (zum Beispiel bei 1. da sie reversible Strukturen und eine wirtschaftliche Anordnung der Tiefgarage ermöglichen. Die Rastermaße 1.60 m resultieren.20 m und 1. 100 cm Bewegungsfläche und 40 cm für die Schranktiefe ergeben das Maß 2. Für Doppelarbeitsplätze ist das Rastermaß 1. 120 120 8.50 m gelten als die gängigsten Maße.

80 m 1. DA 4.20 m erlaubt eine sehr geringe. Bei dem Arbeitsplatzmodul von 2.80 m angeordnet werden. Achsmaß 1.20 m/Konstruktionsraster Rasterführung 500 680 500 300 240 Grundriss Konstruktionsraster/ Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 394 Raumpilot Grundlagen .40 m x 5 m 6.80 m / 7 . obwohl es ein kleines Rastermaß darstellt. Diese Gebäudetiefe ist jedoch reversibel.20 m entspricht dem Modulmaß 12 M der Vorzugsreihe 3 M der Modulordnung DIN 18 000.80 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.30 m (10 cm Wandstärke) und wird bei wirtschaftlichen Bauten mit vielen kleinen Zellenbüros bevorzugt. Nachteilig und unwirtschaftlich ist bei der Gebäudetiefe von 16. dass die Grenze von 15 m als Maximalmaß für natürliche Belichtung und Belüftung überschritten wird und zusätzliche Beleuchtung und Belüftung erforderlich werden.40 m Breite kann bei deckungsgleichem Ausbauund Konstruktionsraster in der Tiefgarage ein Stellplatz mit der Breite von 2. Es ist somit bauteiloptimiert und gilt als wirtschaftlich.20 m / 4.20 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 720 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster 16. Das Doppelte des Rastermaßes 1.40 m.Arbeiten 1680 480 720 480 Rastermaß 1.20 m Das Rastermaß 1.80 m 4.80 m 2.80 m.40 m und eine Fahrgasse mit der Breite von 6.20 m EA 2. wobei sich bei einer reinen Zellenstruktur allerdings eine sehr tiefe Mittelzone ergibt. minimale Einzelraumbreite von 2.

Erschließungskern peripher Raumpilot Grundlagen 395 Arbeiten .Raster 480 7 20 480 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 120 120 120 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone.

DA 4.05 m 4. das Raster erlaubt vielfältige Unterteilungsmöglichkeiten und lässt zusätzlich die wirtschaftliche Gestaltung einer Tiefgarage in den Untergeschossen zu.10 m / 4. Grundriss Achsmaß 1.70 m x 5.05 m 2. Alle üblichen Arbeitsplatzabmessungen sind in der reversiblen 1.00 m 6. Als effizient und wirtschaftlich hat sich dieses Rastermaß beim Einzelzimmer des Kombibüros und beim Zellenbüro erwiesen.20 m 1.35 m-Raster sind sehr anpassungsfähig.70 m entspricht dabei der Breite des darüberliegenden Einzelarbeitsplatzes.35 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 810 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.20 m.70 m. Besonders vorteilhaft für die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes ist bei diesem Rastermaß eine Gebäudetiefe von 16. es erlaubt eine Schreibtischtiefe von 90 cm und zusätzliche Möblierung. Gebäudestrukturen mit 1. da sich bei kleineren Rastermaßen oft ungünstigere schlauchartige Raumproportionen ergeben.35 m lässt sich aus den Anforderungen des Einzelarbeitsplatzes mit Schrank ableiten.35 m-Rasterung möglich.35 m/Konstruktionsraster 500 620 500 270 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 396 Raumpilot Grundlagen 300 .05 m / 8. Die Stellplatzbreite von 2.20 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.35 m Auch das Rastermaß 1.35 m EA 2.Arbeiten 1620 405 810 405 Rastermaß 1.

Raster 405 810 405 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 135 135 135 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone Raumpilot Grundlagen 397 Arbeiten .

50 m ist besonders wirtschaftlich für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.50 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.50 m 1.50 m/Konstruktionsraster 500 650 500 300 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 398 Raumpilot Grundlagen 300 .50 m / 7 .50 m 4.50 m ergeben.Arbeiten 1650 450 7 50 450 Rastermaß 1. Grundriss Achsmaß 1. da drei Rastereinheiten eine Raumbreite von 4.50 m entsprochenwerden.50 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 900 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.und Gebäudequerrichtung.50 m 3. Das Rastermaß 1.00 m 6. DA 4.50 m Auf der Basis des Flächenmoduls für einen Doppelarbeitsplatz erlaubt das Rastermaß 1.50 m EA 3.50 / 4. Im europäischen Raum gelten Gebäudetiefen ab etwa 13. was unwirtschaftlicher ist. Eine Gebäudetiefe von 16. Der Anforderung nach Nutzungsneutralität kann mit dem Rastermaß 1.50 m offeriert eine Rasterung in Gebäudelängs. da geringere Tiefen nur bedingt für Kombibürostrukturen geeignet sind.00 m x 5. Abgeleitet von dieser Doppelarbeitsplatzbelegung einer Zellenstruktur ergibt sich beim Zweibund eine für Deutschland übliche Gebäudetiefe von 12 m bis 13 m. die verschiedene Bürotypen und Unterteilungen erlaubt.50 m vielfältige Unterteilungen der Bürogeschosse und zusätzlich auch eine wirtschaftliche Anordnung der Stellplätze in der darunter angeordneten Tiefgarage. Bei kleineren Rastermaßen erfordert das Doppelarbeitsplatzmodul mit 17 . die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes und eine reversible Büroform.50 m als effizient und reversibel.50 m² jedoch vier Rastereinheiten.00 m.

Raster 450 750 450 Großräumige Gruppen/ Großraumstruktur 150 150 150 Kleinräumige Zellen/ Kombi­ bürostruktur Mittelzone Raumpilot Grundlagen 399 Arbeiten .

Arbeiten 400 Raumpilot Grundlagen .

Flexibilität Raumpilot Grundlagen 401 Arbeiten .

Flexibilität Arbeiten 403 404 405 406 Flexibilität Rastermaß 1.20 m Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.50 m 402 Raumpilot Grundlagen .

In den folgenden Beispielen sind die möglichen Aufteilungsvarianten bei unterschiedlichen Achsrastern dargestellt.35 m = 5. die optimale Gebäudetiefe zu finden. der Büroorganisation und der Erschließung. in der sowohl Zellenbüros. Die Gebäudetiefe ist abhängig von der Größe des Arbeitsplatzes. Gebäudeanschlüsse (seitlich) und Drehung der Achsen um 90° bei winkelförmigen Anschlüssen (Kammbebauung oder Blockrandbebauung) beachten! Gruppenbüro mit offener Arbeitsfläche Zellenbüro Kombibüro Verhältnis von Raum/Erschließung blau: Nutzfläche (Haupt-/Nebennutzfläche) weiß: Erschließung Raumpilot Grundlagen 403 Arbeiten .40 m (2 Stellplätze mit Stütze) a = 150 cm – breites Achsmaß – seltenere Anwendung – gut geeignet für Doppelarbeitsplätze (Zelle) Das optimale Achsmaß ist von der jeweils vorrangig gewünschten Organisationsform (Zellen. Die Schwierigkeit besteht darin.50 m und 14 m Gebräuchlichste Achsmaße: a = 120 cm – kleines Achsmaß – seltenere Anwendung Großraumbüro a = 135 cm – mittelgroßes Achsmaß – sehr häufige Anwendung – gut kombinierbar mit Stellplatzraster in Tiefgaragen 4 x 1.oder Gruppenarbeitsplatz) und der Gebäudestruktur (zum Beispiel Tiefgaragenanordnung) abhängig.Flexibilität Flexibilität Das flexible sogenannte „reversible Büro“ soll für möglichst alle Büroorganisationsformen geeignet sein. Hinweis: Gebäudeabschluss (Stirnseite). Dabei werden die Flexibilitätspotenziale bei drei Organisationsformen mit zwei verschiedenen Gebäudetiefen aufgezeigt: Gebäudetiefen: 12. Kombibüros wie auch Großraumbüros wirtschaftlich und sinnvoll untergebracht werden können.

385 155 320 1400 155 385 120 360 130 270 1250 130 360 404 Raumpilot Grundlagen 120 120 Kombibüro 120 120 120 490 270 490 mit Einzel. 860 155 385 120 120 120 120 120 120 120 120 120 mit Mittelzone.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die erst ab 3. 540 320 540 120 120 120 120 120 Zellenbüro 120 120 120 650 150 450 120 120 Gruppenbüro 120 120 120 120 1250 120 120 Großraumbüro 120 120 120 120 120 120 . die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.20 m genutzt werden kann. 1400 120 120 120 120 120 120 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.Arbeiten Rastermaß 120 cm 120 120 120 120 120 120 120 mit drei.und Doppelzimmern. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung.

die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. 1400 135 135 135 135 135 135 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.Flexibilität Rastermaß 135 cm 135 135 135 135 135 mit drei. die erst ab 3. 860 155 385 135 135 135 135 135 Zellenbüro mit Einzel. 385 155 320 1400 155 385 135 360 130 270 1250 130 360 Raumpilot Grundlagen 405 135 135 135 135 135 490 270 490 135 135 135 135 Arbeiten 650 150 450 135 135 135 135 Gruppenbüro 135 135 135 135 1250 135 135 Großraumbüro 135 135 135 135 . 540 320 540 135 135 135 135 135 135 Kombibüro mit Mittelzone.20 m genutzt werden kann.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet.und Doppelzimmern.

die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. 385 155 320 1400 155 385 150 360 130 270 1250 130 360 406 Raumpilot Grundlagen 150 150 150 150 150 515 220 515 150 150 150 150 650 150 450 150 150 Gruppenbüro 150 150 150 150 1250 150 150 Großraumbüro 150 150 . 860 155 385 150 150 150 150 Zellenbüro mit Einzel.20 m genutzt werden kann.Arbeiten Rastermaß 150 cm 150 150 150 150 150 mit drei. 540 320 540 150 150 150 150 150 150 150 Kombibüro mit Mittelzone. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet.und Doppelzimmern. die erst ab 3. 1400 150 150 150 150 150 150 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 407 Arbeiten .

Arbeiten 409 410 411 412 415 415 416 417 Einleitung Pausenraum Teeküche Toilettenanlagen Putzraum Erste Hilfe Liegeraum Kopierraum 408 Raumpilot Grundlagen .

Auch im Foyer. die Pausenräume und die Kantinen. müssen entsprechend attraktive Raumangebote auch im Bereich der Erschließung und der Nebenräume zur Verfügung stehen. Bei Gruppenbüros oder Großraumbüros kann dagegen der Informationsaustausch viel leichter und spontaner stattfinden. hygienischen (Luftqualität) und visuellen (gute Beleuchtung/ Blendschutz) Behaglichkeit beeinflusst auch die „Büro-Attraktivität“ (Gestal­ tungs­­ qualität) das Wohlbefinden der Beschäftigten. Um die informelle Kommunikation bei zufälligen Treffen zu fördern.Nebenräume Einleitung Die Funktionen „Service und Erholung“ haben in den letzten Jahren in Verwaltungsbauten stark an Bedeutung gewonnen. Damit Essenspausen und sonstige Arbeitspausen jederzeit auch individuell gestaltbar sind.und Nebenräumen erhöht die Attraktivität des Arbeitsplatzes. die das Wohlbefinden der Beschäftigten beeinflussen und sich auch auf deren Arbeitsleistung und Produktivität positiv auswirken. Dies ist besonders wichtig bei Büroorganisationsformen mit vielen Einzelarbeitsplätzen. Neben Kommunikationsräumen sind auch Raumangebote für die Erholung und Entspannung wichtig. ist eine Lage der Teeküchen und Pausenräume in der Nähe der Arbeitspätze wichtig. Einzelarbeitsplatz Kommunikationsfläche Einzelarbeit Austausch von Informationen Gruppenbüro Teamarbeit offene Arbeitsfläche Prozessarbeit Interaktion Interaktion und Kommunikation innerhalb verschiedener Bereiche Raumpilot Grundlagen 409 Arbeiten . Kommunikation kann prinzipiell aber überall stattfinden. Hier ist aufgrund der gegenseitigen Abschirmung im Einzelbüro der Kontakt zu Kollegen meist eingeschränkt. Hierfür können in größeren Verwaltungsbauten spezielle Ruheräumen oder Ruhezonen angeboten werden. Ein Angebot an funktionalen und qualitätvoll gestalteten Pausen. Sie sind Bestandteil der „weichen“ Faktoren. Hauptkommunikationspunkte sind traditionell die Teeküchen. im Flur oder im Kopierraum. Genügend Ausgleich zur Arbeit und Erholung gelten als Voraussetzung für die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität am Arbeitsplatz. Neben der thermischen.

in denen gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gegeben sind. Bei Sitzbänken ist pro Person eine Sitzbreite von 60 cm einzuplanen. Der Pausenbereich muss so gelegen sein. Nässe. Ein Pausenraum muss mit Tischen und Sitzmöglichkeiten in ausreichender Menge möbliert sein.Arbeiten Pausenraum Die ArbStättV 2004 fordert vom Arbeitgeber bei mehr als zehn Beschäftigten oder wenn Sicherheits. wird empfohlen. erforderlich. erforderliche Grundfläche entsprechend ASR § 29 M 1:100 410 Raumpilot Grundlagen . Staub. > 1 m2 20 Personen. dass er innerhalb von fünf Minuten für jeden Beschäftigten zu erreichen ist.und Gesundheitsgründe dies erfordern. Pausenräume oder Pausenbereiche sind auch in Arbeitsstätten. Bei Pausenräumen. in denen sich bis zu 50 Arbeitnehmer gleichzeitig aufhalten sollen. 1 Person. den Mitarbeitern einen Pausenraum oder Pausenbereich zur Verfügung zu stellen. wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind. Hinweise zu den Anforderungen an Pausenräume sind unter anderem in der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR §29. die entsprechend der Zahl der Arbeitnehmer errechnete Grundfläche für ausreichende Verkehrswege um 10 Prozent zu vergrößern. 1-4) und in der VDI Richtlinie 6000. Pro Person muss mindestens 1 m² Fläche zur Verfügung stehen. > 20 m2 Pausenraum. Lärm oder gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind oder überwiegend im Freien arbeiten. Eine Ausnahme ist möglich. zum Beispiel: – bei der Beschäftigung in Räumen ohne Sichtverbindung nach außen – bei der Beschäftigung in Räumen. Blatt 2 zu finden. zu denen üblicherweise auch Dritte (zum Beispiel Kunden) Zutritt haben – falls Beschäftigte Hitze. Kälte. in denen weniger als zehn Beschäftigte tätig sind.

60 60 60 210 90 Teeküche mit Grundausstattung. eine Spüle mit Abtropffläche. Wenn eine natürliche Lüftung nicht möglich ist. muss mechanisch entlüftet werden (siehe DIN 68905). Falls sie angeboten werden. Zudem sollte ausreichend Stauraum für Geschirr und Vorräte vorhanden sein. eine Herdplatte oder eine Mikrowelle integriert werden. ist ihre Größe und Beschaffenheit von der Anzahl und den Anforderungen der Nutzer abhängig. mitgebrachte Speisen und Getränke kühl lagern und bei Bedarf aufwärmen zu können (ASR § 29). Falls keine Betriebskantine zur Verfügung steht. Die Ausstattung kann differieren. M 1:50 120 180 Raumpilot Grundlagen 411 Arbeiten Abfälle Der im Küchenbereich entstehende Abfall unterscheidet sich von den üblichen Abfällen im Arbeitszimmer. müssen raumlufttechnische Anlagen in L90 vorhanden sein. muss eine ausreichende Lüftung vorhanden sein. muss den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden. Zur Grundausstattung gehört ein Kühlschrank. Blatt 2 mindestens 1 m² Fläche je Person gefordert. Ansicht und Grundriss. beliebig erweiterbar. Die Größe der Einbaugeräte entspricht weitgehend den Maßen von Küchenausstattungen im Wohnungsbau. ist entsprechend ASR § 29 beziehungsweise VDI 6000. 60 60 210 90 85-95 Lüftung Da auch in einer Teeküche Gerüche und Dämpfe entstehen. Eine integrierte Mülltrennung sollte berücksichtigt werden. Bei Bedarf muss auch ein Herd. Um den Brandschutz sicherzustellen. 40 40 60 65 215 . Wenn eine Teeküche mit dem Pausenraum kombiniert wird. eine Kaffeemaschine und ein Geschirrspüler.Nebenräume Teeküche Teeküchen werden in der ArbeitsstättenRichtlinie nicht gefordert.

Quelle: ASR § 37 Frauen WC-Sitze Waschtische 38 Männer WC-Sitze 98 60 Urinale Waschtische bis 5 1 1 bis 5 1 1 1 bis 10 1 1 bis 10 1 1 1 bis 20 2 1 bis 25 2 2 1 bis 35 3 1 bis 50 3 3 1 bis 50 4 1 bis 75 4 4 1 bis 65 5 1 bis 80 6 2 bis 100 bis 120 7 2 bis 160 7 7 2 8 2 bis 190 8 8 2 bis 140 9 2 bis 220 9 9 2 bis 160 10 2 bis 250 10 10 2 bis 100 bis 130 5 5 1 6 6 2 20 35 75 20 Mindestmaße Urinal M. an Toiletten für Frauen und an Toiletten und Urinalbecken für Männer sind in den Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR. Auf diesen kann nur verzichtet werden. Urinale für die Männer sollten mit Sichtschutzwänden versehen sein. 20 65 105 20 Mindestmaße Waschtisch Ab fünf Beschäftigten müssen getrennte Toiletten für Männer und Frauen vorhanden sein. Die Toilettenanlage darf von außen nicht einsehbar sein. 50 60 40 85 Mindestmaße WC-Sitz bei Türanschlag nach außen 65 125 20 75 125 Notwendige Menge an Sanitärelementen pro Anzahl Beschäftigte. wenn es sich um eine einzelne Toilette mit direkt zugeordnetem Waschbecken handelt. außerdem muss ein Vorbereich vorgesehen werden.Arbeiten Toilettenanlagen Die geforderte Anzahl an Waschbecken. Blatt 2 festgelegt. § 37 – Gültigkeitsdauer beachten!) und in den VDI-Richtlinien 6000. die WC-Kabinen müssen abgesperrt werden können. 1:50 412 Raumpilot Grundlagen .

0 m² Frauen 1.und sonstigen Aufenthaltsräumen angeordnet werden.5 m² 38.6 m² 14.0 m² 26.0 m² 15.3 m² 40. Zur weiteren Ausstattung einer Toilettenanlage gehören Kleiderhaken. Benötigte Quadratmeter für Toiletten (aufgerundet) Türaufschlag innen Einzelkabinen ohne Waschbecken 2 WC 4 WC 10 WC Türaufschlag außen Einzelkabinen ohne Waschbecken Einzelkabinen 2 WC 4 WC 10 WC Männer 10.8 m² 9.2 m² 18. Toilettenpapier und -halter in jeder Kabine.551 190 ► VDI-Richtline 6000. WC-Kabine.0 m² ► Zur Planung von barrierefreien öffentlichen Toiletten siehe Seite 550. Die ArbeitsstättenRichtlinien ASR gelten nur bis 2010.8 m² 17 .5 m² 11.Nebenräume Für Toilettenanlagen und Vorräume sind bestimmte Mindestabmessungen gefordert (siehe Abbildungen). Für ausreichende Lüftung und Belichtung ist zu sorgen. Die Anforderungen an Barrierefreiheit in Verwaltungsbauten müssen zusätzlich beachtet werden (barrierefreie Toiletten siehe Seite 550-551). eine natürliche Lüftung ist nicht zwingend erfoderlich. 75 90 65 165 318 10 42 150 50 Urinal.0 m² .1 m² 2. Waschtisch. Toilettenanlagen sollten möglichst in der Nähe zu Pausen.0 m² Frauen 1. aber empfehlenswert (siehe ASR § 37). Im Vorraum müssen für je zwei Waschtische ein Seifenspender und eine Handtrocknungsvorrichtung zugeordnet werden. sie dürfen nicht mehr als 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein. 150 cm Tiefe sind gefordert bei Türanschlag nach innen 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 413 Arbeiten 30.3 m² 8. Der Weg zwischen Arbeitsplatz und Toilette darf nicht über mehr als ein Stockwerk oder durchs Freie führen. Blatt 2 / November 2007 / Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Arbeitsstätten und Arbeitsplätze gibt Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten. Toiletten müssen gut erreichbar sein.0 m² Männer 3.

Türaufschlag nach innen WC-Kabinen zweibündige Anlage. 320 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach innen mit gegenüberliegenden Urinalen 150 333 180 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen mit gegenüberliegenden Urinalen 125 353 225 85 120 Putzraum alternativ 120 85 Putzraum alternativ 85 85 WC-Kabinen zweibündige Anlage. 320 ca. Türaufschlag nach innen 150 268 115 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen 125 283 155 120 ca. Türaufschlag nach außen 125 200 456 125 85 150 125 431 150 85 M 1:100 414 Raumpilot Grundlagen . 320 ca. 320 85 85 WC-Kabinen.Arbeiten 120 ca.

190 20 50 20 100 65 Raumpilot Grundlagen 130 415 Arbeiten Putzraum Möglichst auf jedem Geschoss sollte mindestens ein Putzraum vorhanden sein. Für die Größe gibt es keine Vorgaben. gleiches gilt für die Toilettenräume (ASR § 37). Sanitätsraum Bei Betrieben mit über 1000 Beschäftigten oder bei Beschäftigungen mit besonderer Unfallgefahr (bei Betrieben ab 100 Beschäftigten). Im Wagen sind sämtliche Reinigungsmittel und -geräte untergebracht. Die genauen Anforderungen sind in den VDI-Richtlinien 6000. 65 100 Erste Hilfe Für Notfälle muss ein Erste-Hilfe-Kasten jederzeit leicht zugänglich sein. Der Verbandkasten muss gut und schnell erreichbar und durch das Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Mittel gekennzeichnet sein. M 1:50 65 Mülleimer In Büroräumen und in Gemeinschaftsräumen müssen ausreichend Abfallbehälter vorhanden sein. 5. Für Putzwägen werden ausreichend Abstellflächen benötigt.Nebenräume Müllabstellfläche Der anfallende Müll wird bei Bürogebäuden meist im Kellergeschoss oder außerhalb des Gebäudes in Containern gesammelt und zwischengelagert. Er kann direkt der Toilettenanlage zugeordnet werden. Blatt 2. Falls in jeder Geschoss­ ebene Müll gesammelt wird.3 beziehungsweise in der ArbeitsstättenRichtlinie ASR unter § 38 festgelegt. In großen Betrieben sollte auch ein kleiner Aufenthaltsbereich für das Reinigungspersonal vorgesehen werden. Ansicht und Grundriss Mindestmaße. Ein Ausgussbecken ist notwendig. dieses ist nach DIN 68906 mit Spritzwänden gegen Schmutzwasser und mit einem Rost für das Abstellen von Eimern auszustatten. bei bis zu 300 Beschäftigten ist ein „Großer Verbandkasten“ gefordert. . Putzraum. muss ein Sanitätsraum zur Verfügung stehen. Für bis zu 50 Beschäftigte reicht ein sogenannter „Kleiner Verbandkasten“ . ist ein separater Müllraum pro Geschoss oder eine zusätzliche Stellfläche im Putzraum notwendig. In Pausenräumen oder Teeküchen muss mindestens ein Behälter mit Deckel zur Verfügung stehen (ASR § 29).1.

20 m vor der Liege ergibt dies bei einer Raumhöhe von mindestens 2. Die Mindestmaße für eine Liege betragen 1. Die Liege kann in diesem Fall zum Beispiel in einem Pausenraum aufgestellt werden. § 31) muss für schwangere Frauen und stillende Mütter eine Liegemöglichkeit zur Verfügung stehen.1. muss kein separater Liegeraum geplant werden.50 m für spezielle Liegeräume eine Raumbreite von mindestens 1.1) bis 20 bis 50 bis 100 bis 300 bis 500 1 2 3 4 5 200 Mindestfläche Liegeraum. M 1:50 416 Raumpilot Grundlagen .90 m. Die geforderte Anzahl ist in nebenstehender Tabelle aufgeführt. Pro Liege müssen zehn Kubikmeter Luftraum vorhanden sein. muss die Höhe zwischen 45 cm und 50 cm betragen. Mit einer Bewegungsfläche von 1. dass die Person im Bedarfsfall ungestört ist. Um das Liegen und Aufsitzen zu erleichtern.90 m Länge und 70 cm Tiefe.Arbeiten 45 50 Liegeraum Entsprechend der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR. Es muss aber gewährleistet sein. Größere Vorräte an Büromaterialien und Altakten werden dagegen meistens in Kellergeschossen gelagert oder sogar ausgelagert. Notwendige Anzahl an Liegen pro beschäftigte Frauen (ASR § 31. Wenn nur eine einzige Liege erforderlich ist. Ansicht und Grundriss. Die Liege muss gepolstert und aus hygienischen Gründen mit einer waschbaren oder wegwerfbaren Oberfläche versehen sein. 190 200 200 > 190 > 70 250 Lagerraum Für Papier und andere häufig gebrauchte Büromaterialien ist ein Lagerraum in der Nähe der Arbeitsplätze sinnvoll.

zweizeilig Raumpilot Grundlagen 65 60 M 1:50 120 417 240 Arbeiten . Checkliste Kopierraum Kopierer (Anzahl und Größe je nach Bedarf) Aktenvernichter Ablagefläche Papiereimer Lagerfläche für kleinere Papiermengen 29 35 30 Papiereimer 20 l 39 Aktenvernichter 29 58 300 30 100 100 55 60 55 65 110 55 65 130 30 100 160 30 30 160 220 30 30 160 30 80 Kopierer. Bei der Unterbringung von Möbeln wie Schränken und Tischen muss bei der Planung die Möbelfunktionsfläche (DIN 4543-1) beachtet werden. Ein Tisch zum Ablegen und Lagern von kleinen Papiervorräten ist sinnvoll. Für seine Größe gibt es keine Vorgaben. Vor einem Kopiergerät werden circa 60 bis 70 cm Platz benötigt. Kopierstation Möblierungsbeispiel für Kopierbereich. Wegen möglicher Geräuschbelästigungen sollte der Kopierbereich beziehungsweise der Kopiererraum abgeschirmt liegen. sind entsprechende Abfallbehälter notwenig. normale Größe Großkopierer. Da Papiermüll anfällt. Im Raum muss ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein.Nebenräume Kopierraum In vielen Büros wird nach wie vor ein Kopierraum gebraucht.

Arbeiten 418 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 419 Arbeiten .

Arbeiten 421 421 422 Schallschutz Schallpegel Schalldämmung 420 Raumpilot Grundlagen .

Schallpegel dB (A) 0 20 30 40 45 55 60 70 80 85 100 120 Hörgrenze Wald Wohnraum Unterhaltung Straßenverkehr Presslufthammer Wert für sonstige Tätigkeiten empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für einfache. Falls die Fassade gegen Außenlärm einen höheren Schalldämmwert besitzt als die Raumtrennwände und die weiteren relevanten inneren Bauteilanschlüsse. Zu diesen Maßnahmen gehört die Ausführung einer zweischaligen Fassadenkonstruktion. dann können interne Geräusche aus den benachbarten Räumen als besonders störend empfunden werden. Daneben beeinflussen auch die Anschlüsse der Trennwände und der Decken an die Fassade die Schallübertragung zwischen Raumbereichen oder zwischen benachbarten Räumen. Eine Erhöhung des Schalengewichts und eine Erhöhung des Schalenabstands können sich weiterhin positiv auswirken. Mit verschiedenen Maßnahmen kann die schalldämmende Wirkung von Fassaden und von Trennwand. Wichtig ist bei der Festlegung der Schalldämmmaße eine Abstimmung zwischen Fassadenwerten und den Werten der inneren Bauteile. Entsprechend der VDI-Richtlinie 2719 werden Fassaden nach ihren bewerteten Schalldämmmaßen in die Schallschutzklassen 1 bis 6 eingestuft (zwischen Schallschutzklasse 1: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w 25-29 dB und Schallschutzklasse 6: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w ≥50 dB). VDI Richtlinien 2058 Empfohlener Wertebereich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Tatsächliche Geräuschpegel verschiedener Szenarien und vorgeschriebene Richtwerte für den Geräuschpegel am Arbeitsplatz Raumpilot Grundlagen 421 Arbeiten Für die Schalldämm-Anforderungen in Bürogebäuden sind zwei unterschiedliche Werte relevant: – der Geräuschpegel im Innenraumbereich – der Außenlärmpegel. mechanisierte Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für geistige Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15. (Weitere Informationen hierzu siehe Herzog/ Krippner/ Lang. 2004) .Schall Schallschutz Hinweise zu den wesentlichen Schallschutzanforderungen an Fassaden in Verwaltungsbauten finden sich in der DIN 4109 beziehungsweise in der VDI-Richtlinie 2719 (Schalldämmung von Fenstern und deren Zusatzeinrichtungen). Eine gewisse Schalllängsleitung entwickelt sich über die Außenfassade selbst.und Deckenanschlüssen erhöht werde.

Mit einer vorgehängten zweiten Schale kann auch der Lärmeintrag bei geöffneten Fenstern in der inneren Schale deutlich verringert werden. Neben dem Gewicht beeinflusst auch der Glasflächenanteil das Schalldämmmaß von Fassaden. laut DIN 4109 Tabelle 8 maßgeblicher Außenlärmpegel dB (A) bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 71 bis 75 76 bis 80 ≥ 80 zu erreichende Gesamtschalldämmung des Außenbauteils dB (A) 30 30 35 40 45 50 Schalldämmung einer „Einfachfassade“ 80 dB(A) 30-50 dB(A) 80 dB(A) 65 dB(A) 30-35 dB(A) Schalldämmung einer schallschutztechnisch optimierten Fassade Schalldämmung über die Fassade Ziel der Schalldämmung der Fassade ist der Schutz der Gebäudenutzer vor störenden Schallbelastungen von außen. Mittels einer zweischaligen Fassadenausführung kann eine Verbesserung des Schalldämmmaßes um circa 15 dB im Wandbereich erreicht werden.Arbeiten Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen. 422 Raumpilot Grundlagen . Die verschiedenen Schalldämmmaße bei unterschiedlichem Fensterflächenanteil von Fassaden sind unter der DIN 4109 aufgeführt.

Luft Raumpilot Grundlagen 423 Arbeiten .

Luft Arbeiten 425 425 426 Lüftung über die Fassade Erforderliche Lüftung Lüftungstechnische Anlagen 424 Raumpilot Grundlagen .

individuelle Lüftung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: gut Unterschiedliche Anordnungen von Lüftungsöffnungen in der Fassade Raumpilot Grundlagen 425 Arbeiten . Schächte oder Dachöffnungen. Ein Nachteil der natür­ lichen Lüftung können unangenehme Zuglufterscheinungen bei ungünstiger Witterung sein. Das entspricht bei üblichen Raumabmessungen (Raumhöhe zu Raumtiefe 1:2. C (starke Geruchsbeläs­ tigung.5) circa 10 Prozent der Fassadenfläche. Weiterhin wird zwischen vier unterschiedlichen Lüftungssystemen unterschieden: Fenster Funktion: Lüftung Schallschutz: gering Kastenfenster Funktion:  Lüftung Lärmschutz Luftvorwärmung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: sehr gut Lüftungsklappe Lüftungselement Funktion:  gesteuerte. Erforderliche Lüftung Wesentliche Angaben zur erforderlichen Lüftung von Arbeitsräumen finden sich in der Arbeitsstätten-Richtlinie 5. Die ASR 5 unterscheidet zwischen den drei (Arbeits-) Raumgruppen A (vorwiegend sitzende Tätigkeiten). sind mindestens 4 Prozent der Grundfläche als Lüftungsöffnungen erforderlich. schwere körperliche Tätigkeit).Luft Lüftung über die Fassade Die natürliche Lüftung erfolgt in der Regel über Fenster. können sie auch außerhalb der Nutzungszeiten geöffnet bleiben und im Sommer zur nächtlichen Bauteilkühlung beitragen. Alternativ oder zusätzlich zu normalen Fenstern können in der Fassade auch spezielle Lüftungsöffnungen vorgesehen werden. Als grobe Faustregel für den hygienischen Luftwechsel gilt: Um einen Raum über die Fassade ausreichend zu belüften. B (vorwiegend nicht sitzende Tätigkeiten). Lüftungsklappen. in der DIN EN 15251 und in der DIN EN 13779. Falls die Lüftungsöffnungen vor Regen geschützt sind und kein Sicherheitsrisiko darstellen (Einbruch).

Lüftungsquerschnitte für freie Lüftung/ASR 5 (Bezugsfläche: 6 m² je Arbeitnehmer) Lichte Raumhöhe H (m) System I System II System III System IV bis 4 m 2. Laterne.plus Abluftquerschnitte) System II: Querlüftung mit Öffnungen in gegenüberliegenden Außenwänden oder Außenwand und Dachfläche System III: Querlüftung mit Öffnungen in einer Außen­­ wand und gegenüberliegendem Schacht oder Außenwand und Dachfläche. Davon müssen mindestens 3 m innerhalb des Gebäudes liegen. Empfohlener Außenluftstrom: 20 bis 40 m³/ h pro Person bei überwiegend sitzender Tätigkeit 40 bis 60 m³/ h pro Person bei überwiegend nicht sitzender Tätigkeit 65 m³/ h pro Person bei schwerer körperlicher Arbeit. Dies kann durch die Raumgröße. Die Gesamtlüftungsrate eines Raums wird entsprechend DIN EN 15251 anhand der folgenden Formel berechnet: q tot = n x qp + A x qB q tot Gesamtlüftungsrate des Raums in l/s n Auslegungswert für die Anzahl der Personen im Raum qp Lüftungsrate für die Belegung bzw. kann der Lüftungsquerschnitt um bis zu 50 Prozent verringert werden. nicht schadstoffarm). der Raumhöhe und der Raumgruppe angegeben (siehe Tabelle unten).0 x H über 4 m 5. zum Beispiel die Komponente „Personen“ (Raucher/Nichtraucher) und die Komponente „Gebäude“ (sehr schadstoffarm. Deflektor) und Öffnungen in einer Wand oder gegenüberliegenden Außenwänden (ASR 5). Bei hoher Belastung der Raumluft (zum Beispiel durch belästigende Gerüche oder bei hohem Raucheranteil) ist der jeweils höhere Wert anzusetzen.5 x H bis 4 m 5. Person A Grundfläche des Raums in m² qB auf die Gebäudeemissionen bezoge- ne Lüftungsrate in l/s. Wenn die freie Lüftung durch Ventilatoren unterstützt wird. Die Arbeitsstätten-Richtlinie legt als Anforderung für lüftungstechnische Anlagen bestimmte Mindestaußenluftvolumenströme zugrunde. wenn freie Lüftung nicht möglich ist. die Raumlage (zum Beispiel Tieflage) oder durch eine besondere Raumnutzung (zum Beispiel hohe Wärmebelastung) begründet sein. Schachtquerschnitt mindestens 80 cm² und mindestens 4 m Höhe. Die ASR fordert zusätzlich.0 x H Maximal zulässige Raumtiefe (m) Zuluft. die erforderliche Lüftungsrate je Person und je Qudratmeter Grundfläche und die erforderliche Lüftungsrate auf der Grundlage einer Massenbilanz und der erforderlichen Kriterien für den CO2-Gehalt.0 x H bis 4 m 5. Die DIN EN 15251 legt der Berechnung der erforderlichen Lüftungsrate weitere Parameter zu Grunde.Arbeiten System I: Einseitige Lüftung mit Öffnungen in einer Außenwand (Zu. m² Lüftungstechnische Anlagen Lüftungstechnische Anlagen sind erforderlich.und Abluftquerschnitt/ m² Bodenfläche (cm²/ m²) Raumgruppe A 200 120 80 80 Raumgruppe B 350 200 140 140 Raumgruppe C 500 300 200 200 426 Raumpilot Grundlagen . Nutzung je Person in l/s. System IV: Querlüftung mit Dachaufsätzen (Dachaufsatzlüftung. zum Beispiel Kuppel. dass eine Verringerung der Lüftungsquerschnitte durch Verstellbarkeit (Klappen oder ähnliches) möglich sein muss. schadstoffarm. Die erforderlichen Lüftungsquerschnitte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Lüftungssystem.

Licht Raumpilot Grundlagen 427 Arbeiten .

Arbeiten 429 430 431 433 Tageslicht Tageslichtquotient Tageslichtlenksysteme Sonnen-/Blendschutz 428 Raumpilot Grundlagen .

Durchsichtiger Teil des Fensters max. Anforderungen an Flächen der Tageslichtversorgung in Büroräumen nach DIN 5034-1 und ASR 7/1 Raumpilot Grundlagen 429 Arbeiten . durchsichtige Türen oder Wandflächen den Ausblick aus dem jeweiligen Raum ins Freie ermöglichen. Einen erheblichen Einfluss hat der Tageslichtanteil auf den Energieverbrauch von Verwaltungsgebäuden. Die geforderte Nennbeleuchtungsstärke ist mit 500 lx relativ hoch. Der Tageslichteintrag ist ausreichend. . Daher wirkt sich eine Änderung des Tageslichteintrags sehr stark auf die resultierende „Tageslichtautonomie“ und den Strombedarf aus. 0. bis 0. 60 % –  Ab 60 Prozent ist der Stättigungsbereich nahezu erreicht. Sichtverbindung nach außen Neben der Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze ist auch die Sichtverbindung nach außen von Bedeutung.2 m über Fußbodenoberkante. Durch Computerarbeit ergeben sich besondere funktionale Anforderungen an die Tageslichtnutzung in Arbeitsräumen. 65 % –  Maximale Ausbeute für Tageslichtautonomie und Stromeinsparung. Zugleich ist es jedoch wichtig. Für einen Büroraum mit Fenstern in der Außenwand gilt für den Fensterflächenanteil: 50 % –  Erst ab einem Fensterflächenanteil von 50 Prozent kann eine Tageslichtautonomie von 30 Prozent erreicht werden.5 m) . Die Arbeitsstätten-Richtlinie fordert hierzu: „Die Sichtverbindung nach außen muss in Augenhöhe durch Fenster. dass der Strahlungseintrag im Sommer möglichst gering gehalten wird. 55 % der Breite der Außenwand.Breite der durchsichtigen Fläche min. eine möglichst weitreichende Tageslichtnutzung ist hier vorteilhaft.Licht Tageslicht Das Tageslicht beeinflusst das Wohlbefinden. die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Nutzer von Arbeitsräumen.9 m . 2. Eine Tageslichtautonomie auf der gesamten Hauptnutzfläche in Höhe von 30 Prozent kann als Grenzwert angnommen werden.Fensteroberkante min. Der Wärmeeintrag ist bei identischer Lichtausbeute bis zu zehnmal niedriger als bei Kunstlicht.3 m (auch bei Raumhöhen über 3. auch bei intensiver Tageslichtversorgung dürfen keine Beeinträchtigungen durch Blendung entstehen. Gilt als Optimalwert! Eine Erhöhung des Fensterflächenanteils über 65 Prozent bringt keine weiteren Verbesserungen hinsichtlich dieser beiden Kriterien. “ (ASR 7/1) Größe und Anordnung von Öffnungen Büros werden üblicherweise tagsüber genutzt.Breite des durchsichtigen Fensterteils > 1m .Brüstungshöhe max.95 m .Höhe Rohbauöffnung > 1. .

Bei Arbeitsplätzen in Fensternähe ist das möglich. Erforderlicher Tageslichtquotient (D) für 300 lx im Arbeitsraum je nach der Beleuchtung außen: 10 000 lx D = 3 % 5 000 lx D=6% 2 500 lx D = 12 % 15 10 5 0 0. Oberlichtbereich: Wichtig für Tageslicht Mittlerer Bereich: Wichtig für Ausblick und Tageslicht Brüstungsbereich: Ohne nennenswerten Nutzen für Tageslicht Bereiche der Belichtung in der Fassade 430 Raumpilot Grundlagen . Der Tageslichtquotient bezieht sich in der Regel auf bedeckten Himmel mit einer Außenbeleuchtungsstärke von 10 000 lx. sind je nach Beleuchtungsstärke außen verschiedene Tageslichtquotienten erforderlich (siehe Abbildung). Schreib.8 4. Bei bedecktem Himmel wird in Mitteleuropa außen eine Beleuchtungsstärke von: – 10 000 lx an 50 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 5 000 lx an 75 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 2 500 lx an 90 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten.8 5.tageslichtorientiert 1% .4 3.0 1. an 50 Prozent sogar 300 lx. damit eine Belichtung ausschließlich mit Tageslicht ausreicht.4 2.und Lesetätigkeiten) beziehungs­ weise wenigstens 75 lx (subjektive Ein­­ schaltgrenze für Kunstlicht). Bei einem Tageslichtquotienten von 3 Prozent werden an 90 Prozent der Tagesstunden 75 lx erreicht. Die DIN 5035 / EN 12464 fordert für „tageslichtorientierte Arbeitsplätze“ eine Beleuchtungsstärke von 500 lx (CAD-Arbeitsplatz. multipliziert mit dem Faktor 100.3 4.9 3. Dieser entspricht dem Verhältnis der Beleuchtungsstärke innen zur Beleuchtungsstärke außen.Arbeiten 3% . Um in einem Büroraum mindestens 300 lx zu erreichen.5 1.3 Tiefe der Tageslichtbeleuchtung bei einer Außen-Beleuchtungsstärke von 10 000 lx Tageslichtquotient Das Tageslichtangebot wird mit dem Tageslichtquotienten D beschrieben. Bei dieser Außenbeleuchtungsstärke muss der Tageslichtquotient mindestens 3 Prozent betragen.Minimum 20 > 3 Prozent – Tageslicht ausreichend < 3 Prozent – Kunstlichtbedarf 1 Prozent – Grenze für das absolute Minimum: zu einem Großteil der Nutzungsstunden wird die Einschaltgrenze von 75 lx erreicht (DIN 5034).9 2.4 1.

da in den meis­ ten Verwaltungsbauten ein großer Teil des gesamten Energiebedarfs für die Beleuchtung gebraucht wird. zwischen den Scheiben im Isolierglas oder außenliegend angeordnet werden. Aufgrund der längeren Nutzungszeiten und vor allem wegen der höheren Nennbeleuchtungsstärke wird in Verwaltungsbauten der größte Energieanteil für Kunstlicht benötigt. Die Energieverbrauchsverteilung eines typischen Verwaltungsbaus mit gutem Dämmstandard unterscheidet sich deutlich von der eines entsprechend gedämmten Wohngebäudes. Es gibt auch Kombinationen aus Tageslicht­ lenksystemen und Sonnen.Licht Intelligente Tageslichtplanung Ein großer Vorteil der Tageslichtnutzung ist das Energieeinsparpotenzial. Beleuchtung Heizen und Lüften Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Bürogebäudes Beleuchtung Heizen und Lüften Warmwasser Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Wohngebäudes zum Vergleich Tageslichtorientierter Arbeitsplatz: Ein tageslichtorientierter Arbeitsplatz hat eine Tageslichtautonomie von mindestens 70 Prozent. Reflexionsgrade“). Aus diesem Grund sollte bei der Planung von Verwaltungsgebäuden versucht werden. Diese Systeme leiten einen Teil der Außenstrahlung in den Innenraum und reduzieren zugleich auch unerwünschte Blendungen oder störende Reflexionen. reflektierende Deckenoberflächen oder spezielle Reflektorelemente (siehe „Sonnenschutz. das heißt dass mindestens an 70 Prozent der Nutzungsstunden ausreichend Tageslicht vorhanden ist und kein Kunstlicht zugeschaltet werden muss. Durch diese Umlenkung wird die Beleuchtung in Fensternähe etwas reduziert zugunsten einer besseren Beleuchtung der Raumtiefen. Eine gute Lichtlenkung erfordert zusätzlich zum Fassadensystem im Raum helle.beziehungsweise Blendschutzsystemen. Raumpilot Grundlagen 431 Arbeiten . Tageslichtlenksysteme Mittels Tageslichtlenksystemen kann die Tageslichtnutzung optimiert werden. Diese Systeme lenken einen Teil des Tageslichts ins Rauminnere und verbessern dadurch die Tageslichtversorgung auch in großen Raumtiefen. Die Systeme können prinzipiell innenliegend. hierfür wird ein Tageslichtquotient D > 3 Prozent empfohlen. die Hauptnutzflächen ausreichend mit Tageslicht zu versorgen. Dies entspricht einem Tageslichtquotienten von etwa 3 Prozent (Leitfaden Elektrische Energie LEE). Im einfachsten Fall kann hierfür ein Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen eingesetzt werden.  Ein möglichst großer Teil der Nutzflächen sollte „tageslichtorientiert“ sein.

System dient nur der Tageslichtlenkung nicht aber dem Sonnenschutz. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann.Arbeiten Lichtlenksysteme Außenliegende Systeme zur Tageslichtlenkung Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. System ist eine Kombination aus Sonnenschutz. Jalousien: Jalousien deren Lamellen bereichsweise einstellbar sind. 432 Raumpilot Grundlagen .bzw. Spiegelprofile: Speziell geformte Profile lassen flacheinstrahlendes Licht durch. Laser Cut Panels: Starres System oder drehbare Elemente. Können auch innenliegend angebracht sein. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. Lichtschwerter: Lichtschwerter sind im oberen Drittel eines Fensters montiert und schützen den fensternahen Bereich vor direkter Sonnenstrahlung. Blendschutz und Tageslichtlenksystem. Sie lenklen Sonnenlicht durch mit Laser hergestellte Einschnitte um. während steil einfallende Strahlung ausgeblendet wird. Lichtlenkglas Nutzung des Zwischenraums von Doppelglasscheiben Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert.

Der innenliegende Sonnenschutz gibt die absorbierte Strahlung und einen Teil der reflektierten Strahlung als Wärme an den Innenraum ab.Licht Sonnen-/Blendschutz Funktionen von Sonnenschutzsystemen – Hitzeschutz: zur Reduzierung der Raumaufheizung und der damit verbundenen Kühllasten. zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen und Reduzierung der Einschaltdauer von Kunstlicht. da sie die Tageslichtausleuchtung vermindern. Raumpilot Grundlagen 433 Arbeiten . Blendschutzsysteme werden meist innen am Fenster angeordnet. – Blendschutz: zur Optimierung der Arbeitsplatzbedingungen insbesondere an Bildschirm­ arbeitsplätzen. Blendschutzsysteme sollten flexibel vor. sind spezielle Blendschutzsysteme erforderlich.und zurückziehbar sein. Blendschutzaufgaben Wenn der Blendschutz nicht durch andere Systeme im erforderlichen Umfang gewährleistet werden kann. Bei einem außenliegenden System kann nur der Strahlungsanteil zu einer Aufwärmung des Raums beitragen. die unmittelbare Umgebung mit 300 lx. – Wärmeschutz: zur Redzuzierung der Wärmedurchgangskoeffizienten mit dem Ziel der Heizenergieeinsparung. Der direkte Arbeitsbereich sollte mit einer Beleuchtungsstärke von 500 lx versorgt sein. Empfohlene Reflexionsgrade). – Lichtlenkung: zur optimierten Ausleuchtung von Räumen. Durch den Blendschutz sollte der Blick nach außen jedoch möglichst wenig gestört werden. Leuchtdichteverteilung Eine sinnvolle Leuchtdichteverteilung liegt bei 10:3:1 für die Bereiche der Sehaufgabe „unmittelbare Umgebung“ und „fernes Umfeld“ . Die Leuchtdichte wird durch die Beleuchtungsstärke und Reflexionsgrade der Oberflächen bestimmt (DIN EN 124641.

bei geringem Fensterflächenanteil Sonnenschutzglas sehr niedrig systemabhängig systemabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig bei Windexposition. variabler Lamellenwinkel Blendung an Lamellen­ unterseite niedrige Gebäude Blendung Einsatz 434 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Sonnen-/Blendschutz Sonnenschutz Jalousie innen Wartungsaufwand Regelbarkeit Ausblick Tageslicht niedrig sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig Dachverglasung. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz erforderlich nur an Südfassaden sinnvoll Rollo außen hoch gut materialabhängig Ausblendung direkter Strahlung. Ausblick nur bedingt möglich wirkt als Blendschutz im Atrium und bei niedrigen Anforderungen Jalousie außen sehr hoch sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. Oberlichtbereich Vorbau + Blendschutz innen ohne Blendschutz uneingeschränkt Ausbildung als Lichtlenksys­ tem möglich.

Fassade Raumpilot Grundlagen 435 Arbeiten .

Fassade Arbeiten 437 438 440 442 444 Fassade Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade 436 Raumpilot Grundlagen .

Fassade Fassade Im Entwurf der Bürohausfassade vereinigen sich hochkomplexe Anforderungen. Funktionale Anforderungen an die Fassade: – Konstruktion – Belichtung – Belüftung – Sonnenschutz. Zur Ermittlung der ersten Grundlagen dient dieses Kapitel. Blendschutz – Installation – Schallschutz – Brandschutz Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade Raumpilot Grundlagen 437 Arbeiten . Bei besonders schwierigen Aufgaben wird dazu ein eigener Fassadenplaner hinzugezogen.

150 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional begrenzt Sonnenschutz – Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes in Sturz und Fensterlaibung technisch einfach und witterungsgeschützt möglich.50 m ca. 150 438 Raumpilot Grundlagen . Fens­ ter  schließen ein „Loch“ in der Fläche Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 30 Prozent –  Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bereits ab einer Raum­ tiefe von ungefähr 1. geringer solarer Strahlungseintrag Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. natürliche Lüftung mindert den Grad der erreichten Dämmwirkung –  Verbesserung duch Installation eines Kastenfensters Grundriss 3% .tageslichtorientiert 1% . erfolgt aber meist aufgrund des höheren Nutzkomforts und des Einsatzes einzelner unabhängiger Fensterelemente auf natürlichem Weg Schallschutz – eingeschränkter Schallschutz.Arbeiten Lochfassade Konstruktion – Fassade meist massiv und tragend.Minimum Schnitt ca.

Brandschutz . Elektro.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  erhöhte Installations. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile – technisch einfache Konstruktion – gute Wärmedämmwerte aufgrund geringerer Verglasungsanteile erreichbar – individuelle Steuerung – einfache Pflege und Wartung Nachteile – eingebrachte Wärme kann nicht immer in ausreichendem Maße über natürliche Lüftung abgeführt werden – eingeschränkte Flexibilität im Innenausbau – Einsatz geeignet für Zellenbürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Kastenfenster . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.Kosten für Installation und Reinigung .Akustikprobleme . Wand. Brüstungs-. Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.größere Geschosshöhen .und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 439 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .und Deckenbereiche bleiben frei.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.und Datenkabel.

bei Anordnung in Laibungsebene etwas windgeschützter – wartungsintensiv – erhöhter solarer Strahlungseintrag Belüftung – optional. 300 Schallschutz abhängig von Öffenbarkeit der Fenster – und Art der Zarge –  Verbesserung duch Installation einer Prallscheibe 440 Raumpilot Grundlagen . 300 Trennwandanschluss technisch schwieriger funktional flexibel Grundriss Schnitt ca. meist aber natürlich – hoher Wärmeverlust im Winter und Pro­ bleme bei erhöhten Windgeschwindigkeiten 3% .tageslichtorientiert 1% .Arbeiten Bandfassade Konstruktion –  aneinandergereihte Elemente bilden ein horizontales Fensterband mit Sturz und einer Brüstung Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 60 Prozent – Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bei einer Raumtiefe von circa 3 m –  Energieeinsparung gegenüber 30-prozentigen Verglasung durch geringere künstliche Beleuchtung von 30 bis 40 Prozent Sonnenschutz – außenliegend.Minimum Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca.

Kosten für Installation und Reinigung Schallschutzverbesserung durch Prallscheibe . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro. Wand. Elektro.und Deckenbereiche bleiben frei.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppel-/Hohlraumboden Raumpilot Grundlagen 441 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .und Datenkabel. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile –  gute Tageslichtausnutzung –  individuelle Steuerung –  einfache Pflege –  technisch einfach –  hohe Flexibilität im Innenausbau Nachteile –  erhöhter Wartungsaufwand des Sonnenschutzes –  höhere Installationskosten –  Einsatz häufig in Kombibürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . Brüstungs-. Wandund Deckenbereich .größere Geschosshöhen .Akustikprobleme .und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + freier Brüstungs-. Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Prallscheibe –  Nachtauskühlung möglich –  erhöhte Installations.

325 442 Raumpilot Grundlagen .tageslichtorientiert 1% . 325 Trennwandanschluss technisch schwierig funktional flexibel Grundriss 3% . selbsttragend vor den Geschossdecken stehend oder von diesen abgehängt Belichtung – Fensterflächenanteil circa 90 Prozent –  Einfluss des verglasten Brüstungsbereichs auf Lichteintrag sehr gering. meist als Kombination mit Blendschutz innenliegend –  hoher solarer Strahlungseintrag und hoher Kostenanteil Belüftung –  optional.Arbeiten Pfosten-Riegel-Fassade Konstruktion – raumhohe Verglasung –  Konstruktion aus geschweißten. aber meist natürlich –  hoher Wärmeverlust im Winter Schallschutz –  aufgrund des hohen Verglasungsanteils stark abhängig von der Schalldämmqualität der Verglasung –  Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca.und Riegelelementen –  statische Anforderungen.Minimum Schnitt ca. geschraubten oder gesteckten Pfosten. Abfall der Belichtungsintensität in der Raumtiefe nahezu analog der nur zu 60 Prozent verglasten Bandfassade Sonnenschutz –  außenliegend schwierig.

Brüstungs-.und Datenkabelverteilung entlang der verglasten Brüstung schwierig. hohe Transparenz Bewertung Vorteile –  hohe Transparenz. hohe Flexibilität in der Raumaufteilung –  geeignet für alle Organisationsformen Nachteile –  hoher Wärmeeintrag beziehungsweise -verlust –  erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung –  hoher Konstruktionsaufwand Installationsführung in Doppelboden + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . Elektro.Kosten für Installation und Reinigung .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Raumpilot Grundlagen 443 Arbeiten .und Reinigungskos­ ten –  besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.Akustikprobleme .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum . Installation eines Quellluftbodens leicht möglich.Brandschutz . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.größere Geschosshöhen .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen .und Deckenbereiche bleiben frei.verbauter Brüstungsbereich .und Datenkabel.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade –  erhöhte Installations. Wand.

oft aber aufgrund der Integrierbarkeit dezentraler Lüftungsanlagen und dem Einsatz im Hochhausbau mechanisch 3% . auch technische Anlagen/Sonnenschutz integrierbar Belichtung – Tageslichteintrag und Ausblick sind über Elementierung/Verglasungsanteil steuerbar ca. 250 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional flexibel Grundriss Sonnenschutz –  Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes schwierig. Deckenkopfbekleidung und Fensterflächen als offene/opake und zu öffnende/geschlossene Felder. Situation ähnlich der Pfosten-Riegel-Fassade – Integration in Deckenkopfbekleidung möglich – bei hohen Windgeschwindigkeiten problematisch Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. meist dem Rohbau vorgehängt –  Brüstung. mindestens geschosshohe Elemente.Arbeiten Elementfassade Konstruktion –  Werkseitig vorgefertigte.Minimum Schnitt 250 Schallschutz – abhängig von Elementierung und damit von der Schalldämmqualität der einzelnen Bauteile 444 Raumpilot Grundlagen .tageslichtorientiert 1% .

einheitlich gestaltete Fassadenflächen eignen – erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .Fassade – Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade – natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich – Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade – Nachtauskühlung möglich – erhöhte Installations. weswegen sich Elementfassaden vor allem für großflächige.größere Geschosshöhen .Brandschutz .und Wartungskosten .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 445 Arbeiten + Dezentrales Heizen und Lüften + keine Installationen im Raum .hohe Installations.Kosten für Installation und Reinigung .und Reinigungskos­ ten – besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung – Integralfassade übernimmt dezentral Heizund Lüftungsfunktion – keine Energieverluste beim Transport von vorkonditionierter Luft – den höheren Kosten beim Einbau stehen erhebliche Einsparungen beim Gesamt­ energieverbrauch eines Bürogebäudes gegenüber Bewertung Vorteile –  Adaption an spezifische Einbausituationen aufgrund der Elementierung gut möglich – Integration energiesparender Systeme – hohe Flexibilität in der Raumaufteilung – schnelle und einfache Montage vor Ort Nachteile – hoher technischer Aufwand.Akustikprobleme .

Arbeiten 446 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 447 Arbeiten .

Planungsregeln/Literatur Arbeiten 449 451 451 451 Normen Richtlinien Verordnungen Literatur 448 Raumpilot Grundlagen .

und des Jahresheizenergiebedarfs DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2006 / Berichtigungen zu DIN V 4108­ 6:2003­ 06 DIN 4108-7 / Januar 2009 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 7: Luftdichtheit von Gebäuden. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN 1946-2 / 1994-01 / Raumlufttechnik. Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung DIN V 4108-4 / Juni 2007 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 4: Wärme. Anforderungen.R für den Nachweis der Eignung nach DIN 4109 aus Werten des im Labor ermittelten Schalldämm-Maßes Rw Raumpilot Grundlagen 449 Arbeiten .und feuchteschutztechnische Bemessungswerte DIN V 4108-6 / Juni 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme.und Ausführungsempfehlungen sowie Beispiele DIN 4108-10 / Juni 2008 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe – Werkmäßig hergestellte Wärmedämmstoffe DIN 4108 Beiblatt 1 / April 1982 / Wärmeschutz im Hochbau – Inhaltsverzeichnisse. Planungs.und Ausführungsbeispiele DIN 4108-Berichtung 1 / April 2002 / Berichtigungen zu DIN 4108-3:2001-07 DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-1 / Oktober 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Anforderungen DIN 4109 Beiblatt 1 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 4109 Beiblatt 2 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Hinweise für Planung und Ausführung – Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz – Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn.Planungsregeln/Literatur Planungsgrundlagen Normen DIN 107 / April 1974 / Bezeichnung mit links und rechts im Bauwesen DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. Anforderungen.und Arbeitsbereich DIN 4109 Beiblatt 3 / Juni 1996 / Schallschutz im Hochbau – Berechnung von R‘ w. Gesundheitstechnische Anforderungen (VDI-Lüftungsregeln) ZURÜCKGEZOGEN s 600 DIN 4066 / Juli 1997 / Hinweisschilder für die Feuerwehr DIN 4102-5 / September 1977 / Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen – Feuerschutzabschlüsse DIN 4108-1 / August 1981 / Wärmeschutz im Hochbau – Größen und Einheiten DIN 4108-2 / Juli 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz DIN 4108-3 / Juli 2001 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz. Stichwortverzeichnis DIN 4108 Beiblatt 2 / März 2006 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärmebrücken – Planungs. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto­ Grundfläche (Nutzflächen.

und Eignungsprüfung DIN 4109 Beiblatt 1/A1 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren.Arbeiten DIN 4109/A1 / Januar 2001 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise – Änderung A1 DIN 4109 Berichtung 1 / August 1992 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-11 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Empfehlungen und Prüfung DIN 14090 / Mai 2003 / Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken DIN EN 14090 / Oktober 2002 / Luft. Besucherstuehle EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen – Deut­ sche Fassung EN 12464-1:2002 450 Raumpilot Grundlagen . Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1125:2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen EAE 85/95 / Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen (zurückgezogen) EN 13761 / 2002 / Bueromoebel. Änderung A2 DIN 4109-11/A1 / September 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte.und Eignungsprüfung.und Raumfahrt – Raumfahrtproduktsicherung Brennverhaltenstest für die Auswahl von Raumfahrtmaterialien – Deutsche und Englische Fassung EN 14090:2002 DIN 18040-1 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 18650-1 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren DIN 18650-2 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 2: Sicherheit an automatischen Türsystemen DIN 68905 / Februar 1977 / Kücheneinrichtungen – Lüftungsgeräte – Begriffe DIN 68906 / September 1977 / Kücheneinrichtungen – Spülen. Änderung A1 DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln. Änderung A1 DIN 4109 Beiblatt 1/A2 / Februar 2006 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Prüfung DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5035-3 / Juli 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen DIN 5035-6 / November 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 6: Messung und Bewertung DIN 5035-7 / August 2004 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 7: Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Ausgüsse – Begriffe DIN EN 1125 / April 2008 / Schlösser und Baubeschläge – Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen – Anforderungen und Prüfverfahren.

diskutieren. Leinfelden-Echterdingen 1998 Wilkhahn (Hrsg. Zürich 2010 Hascher. die mit weniger Energie mehr leisten.a. Ulrike. Klauck. Tvrtković.. Basel. Bad Münder 1997 Raumpilot Grundlagen 451 Arbeiten . Jürgen: Eingang. Jeska. Christoph: Lichtbuch. Blatt 3 Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung verschiedener Tätigkeiten Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) August 2004. Stuttgart.Planungsregeln/Literatur Richtlinien VDI-Richtlinie 2719 Schalldämmung von Fenstern und den Zusatzeinrichtungen. Lang. lernen. Krippner. Mario: Raumpilot Arbeiten. Staniek.2 / 1988-01 / Verkehrswege ASR  29/1-4 / 1977-05 / Pausenräume. Basel. München 2006 Hausladen.und Energiekonzepte für Gebäude. Die Praxis der Lichtplanung. Weg+Raum. Roland. Birgit (Hrsg. Boston 2002 Hausladen. Johann. Werner: Fassaden-Atlas. de Saldanha. Simone. Markus. Michael.. Basel. Berlin. Bettina (Hrsg. August 1987 VDI-Richtlinie 2058. Berlin 2001 Eisele. u. zur Brügge. Boston.): BürobauAtlas. Gerhard: Einführung in die Bauklimatik. Berlin 2003 Herzog.): konferieren. Carolin. Rainer. Konzepte für Gebäudehüllen. Gerhard.Einrichtungs-Handbuch für Kommunikationsräume. Liedl. München 2005 Gasser. Klima. Petra: ClimaSkin. Literatur Brandi. Berlin 2004 Knirsch.): Entwurfsatlas Bürobau. 2009 Amtlich anerkannte technische Regeln und Richtlinien: Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ASR 10/1 / 1985-09 / Türen und Tore ASR 17/1. Geissmar-Brandi. Thomas. geändert 2008 Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik – Leitlinien für Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) LV 40.

Arbeiten 452 Raumpilot Grundlagen .

Lernen 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567 Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen. Verteilen und Flüchten Veranstalten und Feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und Verwalten Recherchieren und Informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 453 .

Entsprechend den Modellrechnungen der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2007 wird die Zahl aller Schüler in Deutschland von knapp 12. Seit Juli 1998 gibt es eine Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Bei der Planung von Schulgebäuden müssen auch die speziellen und teilweise sehr detaillierten Forderungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) berücksichtigt werden. beispielsweise von der LBO. wobei bereits im Jahr 2010 mit 11. Musterraumprogramme der Schulbauförderrichtlinien beziehungsweise Schulbaurichtlinien und für Orientierungswerte auch die Schulbauempfehlungen der einzelnen Bundesländer herangezogen. 2). Die Schulbauempfehlungen der Länder stammen noch aus den 1980er Jahren (die ASE Baden-Württemberg stammen aus dem Jahr 1983). Ganz andere Herausforderungen ergeben sich in diesem Bereich durch den demografischen Wandel. Die ASE werden in diesem Kapitel dennoch als Planungsgrundlage zitiert.5 Millionen ein neuer Tiefststand für das wiedervereinigte Deutschland erreicht sein wird. aber angemessene Lösungsvorschläge zu entwickeln. Die schlechten Evaluationsergebnisse der beiden PISA-Studien scheinen mit Auslöser für die gegenwärtige kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem zu sein. abweichen! Als Grundlage für die Programmentwicklung von Schulen werden in Deutschland die 454 Raumpilot Grundlagen . da sie nach wie vor für die Festlegung von Mindeststandards herangezogen werden. Diese Prognosen lassen in den kommenden Jahrzehnten Schulzusammen­ legungen und auch Schulschließungen erwarten. Diese können in Einzelfällen von sonstigen Vorgaben. Architekten sind durch diese vielfältigen Wandlungsprozesse besonders gefordert. in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39 (11)). das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Sinnvolle und qualitätvolle bauliche Lösungen für die geänderten Anforderungen im Schulbau könnnen möglicherweise einen „kreativen Umgang“ mit diesen Planungsvorgaben erfordern. die sich auch auf die Schulgebäude bezieht. In den neuen Bundesländern soll sich dieser prophezeite Rückgang am stärks­ ten auswirken. §38.8 Prozent) auf knapp 10. In BadenWürttemberg wurde im Februar 2006 eine neue Schulbauförderrichtlinie erlassen.2 Millionen (17 .beziehungsweise Mindestanforderungen im Schulbau vermitteln. Sie werden inzwischen in Hinblick auf zahlreiche Detailvorgaben diskutiert und auch hinterfragt.Lernen Kaum eine andere Bauaufgabe ist in Deutschland derzeit so stark von den sich wandelnden Rahmenbedingungen und von der Suche nach Neuorientierung betroffen wie der Schulbau. Hinweise zu den Planungsvorgaben im Kapitel „Lernen“: Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . denn schon in naher Zukunft werden sinkende Schülerzahlen erwartet. der aktuellen Diskussion wird häufig Die folgenden Seiten sollen einen Überblick über diese Standard.3 Millionen im Jahr 2005 bis 2020 um 2. gewohnte Konzeptionen und Detailllösungen im Schulbau zu überdenken und gegebenenfalls auch ungewohnte. die gegenüber der früheren „Bauaufsichtlichen Richtlinie für Schulen (BASchulR 1976)“ erheblich gestrafft und gekürzt wurde. Parallel wächst jedoch die Bedeutung von Schulumbauten für den Ganztagesbetrieb. von Bestandssanierungen und gleichzeitig auch von Neubauplanungen aufgrund der Nachfrage nach Schulangeboten mit alternativen pädagogischen Ausrichtungen.1 Millionen zurückgehen.

Schulsystem Raumpilot Grundlagen 455 3 4 5 6 1 7 3 2 8 9 4 10 5 Lernen 11 7 6 12 13 9 8 14 15 10 16 11 17 12 18 13 19 20 21 22 23 .

Schulsystem Lernen 457 Das deutsche Schulsystem 456 Raumpilot Grundlagen .

Schulsystem Das deutsche Schulsystem Das deutsche Schulsystem ist in vier übergeordnete Stufen gegliedert: Elementarstufe Die Elementarstufe umfasst die vorschulische Erziehung vom 3. bis zum 6. die auf die Grundschule (Primarstufe) folgen und traditionell in gegliederten Bildungsgängen unterrichtet werden. Langfristig werden voraussichtlich alle Bundesländer die Schulzeit am Gymnasium auf 8 Jahre verkürzen (G8) und diese mit der Klassenstufe 12 beenden. umfasst die Klassen 11 bis 12 oder 13. Berufsschulreife Mittlere Reife Hauptschule Realschule Gymnasium Sekundarbereich I 6 Grundschule Gesamtschule 3 2 1 3 Kindergarten Sekundarstufe II Die Sekundarstufe II. Vorschulbereich 4 5 Primarbereich 7 8 9 Raumpilot Grundlagen 457 Lernen Lehre/Ausbild. Tertiärer Bereich . Schuljahre 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Alter Studium Allg. Lebensjahr in Kindertagesstätten. auch gymnasiale Oberstufe genannt. Die Klassenstufen 5 und 6 dieser beiden Länder werden als „schulartunabhängige Orientierungsstufe“ eingeordnet. Sekundarstufe I Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen. (13) 12 11 10 9 8 7 6 5 4 Sekundarbereich II Primarstufe Die Primarstufe umfasst die Klassenstufen 1 bis 4 der Grundschule. Hochschulreife Fachhochschulreife Lehre/Ausbild. In der Regel sind dies die Klassenstufen 5 bis 9 oder 10. Hochschulreife Fachhochschulreife Studium Allg. Kindergärten und in den zu Grundschulen gehörenden Vorklassen (bundeslandabhängig). In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule abweichend die Klassenstufen 1 bis 6.

Lernen 458 Raumpilot Grundlagen .

Lage und Orientierung Raumpilot Grundlagen 459 Lernen .

Lernen Lage und Orientierung 461 461 461 462 462 Lage des Grundstücks Größe des Grundstücks Pausenflächen Orientierung Geschosszahl 460 Raumpilot Grundlagen .

Gerüche oder Geräusche. Für die offenen überdeck­ ten Pausenflächen sind circa 0. beeinträchtigt sein. In diesem Kapitel werden wesentliche Planungsempfehlungen der ASE zu Lage. Außenflächen und Orientierung von Schulen zusammengefasst.oder Stadtrandlage empfohlen. Bei entsprechender Lage und den entsprechenden organisatorischen Voraussetzungen. wenn angrenzende Sportflächen.10 m besitzen (ASE BW). Größe des Schulgrundstücks Die Größe des Schulgrundstücks sollte überschlägig circa 20 m² je Schüler entsprechen (ohne Sportgelände. Das Grundstück sollte zugleich jedoch nicht durch Immissionen von außen. Eine Schulanlage kann erheblich aufgewer­ tet werden. Lehrern und Besuchern zu Fuß. damit sie von Schülern. sie sollten eine lichte Höhe von mindestens 2. Raumpilot Grundlagen 461 Lernen . Staub. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Band „Raumpilot Lernen“ . Auch aus diesem Grund wird eine möglichst zentrale Lage in einem Schuleinzugsgebiet gegenüber einer Orts. wie Rauch. mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr gut und gefahrlos erreicht werden können. Entsprechend der Schulbauempfehlung für Baden-Württemberg sollten schwer bebaubare Grundstücke aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als Schulstandort möglichst vermieden werden (ASE BW). Sportbauten und Wohnungen) (ASE BW). Grundsätzlich wird für Schulen eine möglichst verkehrsgünstige Lage empfohlen. An offenen Pausenflächen sollten mindestens 3 bis 5 m² je Schüler ausgewiesen werden (bei Grundschulen mindestens 5 m² je Schüler). Pausenflächen Es sollten offene und zusätzlich auch offene überdeckte Pausenflächen zur Verfügung stehen.3 m² je Schüler vorzusehen. können geeignete öffentliche Parkflächen und sonstige öffentliche Anlagen auch als offene Pausenflächen mit angerechnet werden (ASE BW).Lage und Orientierung Lage des Grundstücks Mit der Wahl des Schulstandorts und dem Zuschnitt des Schulgrundstücks werden wesentliche Bedingungen für die Schulbauplanung festgelegt. angrenzende öffentliche Grün­ flächen oder sonstige außerschulische Einrichtungen (zum Beispiel eine Schwimmhalle) in den Nutzungsbereich der Schule mit einbezogen werden können.

Speziell für Zeichensäle und Computerräume wird grundsätzlich eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung angestrebt und daher eine Nord-Orientierung empfohlen. Für die Orientierung der Räume muss letztendlich jedoch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren. wie die spezifische Grundstückslage. Schulgebäude allgemein ≤ 4 Geschosse Grundschulen Grundschule ≤ ≤2 2 Geschosse Geschosse Geschosszahl Für Schulgebäude werden maximal vier Vollgeschosse. mit bedacht werden. Barrierefreiheit Schulanlagen sind entsprechend MBO § 50 (2) beziehungsweise LBO BW § 38 (2) grundsätzlich barrierefrei zu gestalten 462 Raumpilot Grundlagen . 5. selbstständige Grundschulen sollten maximal zwei Geschosse besitzen.Lernen Orientierung Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Sonnenschutz) empfiehlt die ASE BW eine Nord-Süd-Orientierung der Hauptfassaden des Schulgebäudes.5) Geschosszahl Die Zahl der Geschosse sollte bei Schulen auf höchstens vier beschränkt sein. die übergeordnete städtebauliche Konzeption und die Nutzungsverteilung in der Gesamtanlage. für selbstständige Grundschulen maximal zwei Vollgeschosse empfohlen (ASE.

Typologie Raumpilot Grundlagen 463 Lernen .

Lernen Typologie 465 465 465 466 466 466 467 467 468 468 Lineares System Winkel-System H-förmiges System U-förmiges System Kamm-System System mit zentralem Fokus Atrium-System Netz-System Kompaktes System Pavillon-System 464 Raumpilot Grundlagen .

klar und übersichtlich Erweiterbarkeit: in Bauabschnitte unterteilbar. Schule als Einheit räumlich erfassbar M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 465 Lernen . klar und übersichtlich Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit. prinzipiell in Längsrichtung erweiterbar Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit Winkel-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: städtebauliche Bezüge aufnehmbar. teilumschlossene Außenräume können gebildet werden Erschließung: übersichtlich Erweiterbarkeit: prinzipiell in beide Richtungen erweiterbar H-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: Ausbildung eines „Innenhofs“ mit Überdachung oder Teilüberdachung möglich Erschließung: Erschließungssystem mit zentralem Bereich.Typologie Lineares System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Erschließung: linear. einfach.

und Querrichtung erweiterbar Orientierung: der Gleichwertigkeit der Kammstruktur kann durch unterschiedlich gestaltete Innenhöfe entgegengewirkt werden System mit zentralem Fokus Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: nach innen: zentrale Aula – Treffpunkt. Schule als Einheit räumlich erfassbar Kamm-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. nach außen: Baukörper ermöglicht Gestaltung von drei unterschiedlichen Außenraumbereichen.Lernen U-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. übersichtlich Orientierung: gut und überschaubar. Schulgebäude „verzahnt“ mit dem Außenraum. eventuell Ausbildung weiterer Außenraumkanten durch Bepflanzung et cetera sinnvoll Erschließung: lineare Erschließung vom Zentrum aus Orientierung: gute Orientierung und Überschaubarkeit durch Bezug zum Zentrum 466 Raumpilot Grundlagen . Verzahnung mit Umfeld oder Abgrenzung zum Beispiel mit Bepflanzung möglich Erschließung: U-förmige Erschließung. differenzierte. gut proportionierte Außenraumbildung möglich Erweiterbarkeit: prinzipiell in Bauabschnitten realisierbar und in Längs.

Typologie Atrium-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich. ringförmig innen. hoher Verkehrsflächenanteil Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich. Schule als Einheit räumlich erfassbar Netz-System Belichtung: über Innenhöfe können alle Klassenräume natürlich belichtet werden Erschließung: lange Erschließungsstraßen. offen für Veränderungen der Baustruktur nach außen Orientierung: aufgrund gleichwertiger Erschließungsflure ist die Orientierung schwieriger als bei den anderen Systemen M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 467 Lernen . Wechsel der Erschließung nach außen und Belichtung von Raumgruppen über den Innenhof bei genügend großem Innenhof prinzipiell möglich Orientierung: gut und überschaubar. Orientierung in vier verschiedene Himmelsrichtungen Städtebauliche Einbindung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: horizontale Erschließung.

über Innenhöfe oder Atrien können Klassenräume im inneren Bereich natürlich belichtet werden Raumbildung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: vertikale Erchließung. horizontale Erschließung überlagert eventuell den „GroßraumUnterrichtsbereich“ Besonderheit: Klassenraum löst sich auf zugunsten einer offenen Lernlandschaft mit unterschiedlichen „Lern. günstiger Gebäudemaßstab.und Funktionsinseln“ Pavillon-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume.Lernen Kompaktes System Belichtung: je nach System tiefe Räume. insgesamt jedoch sehr raumgreifende Anordnung (hoher Flächenverbrauch) Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich durch Addition weiterer Pavillons Besonderheit: starker Außenraumbezug. Belichtung der Räume zusätzlich von mehreren Seiten möglich Raumbildung: raumbildende Gruppierung möglich. ermöglicht Identifikation der Schüler mit dem „eigenen“ ablesbaren Schulgebäude M 1:2500 468 Raumpilot Grundlagen .

Programm Kunst Verwaltung Musiksaal Bibliothek Lehrer Fachunterricht Foyer Aula Schulhof / Pausenhof UnterUnterrichtsräume richtsräume Gruppenräume Gruppenräume WC / Nebenräume Treffpunkt Ankommen / Fahrräder PKW / Bus Raumpilot Grundlagen 469 Lernen Information .

Lernen Programm 471 472 Raumprogramm Raumprogramm Gymnasien 470 Raumpilot Grundlagen .

Raumpilot Grundlagen 471 . Diese sind nach Schultyp (Grundschule. Erschließung 2880m² (ca. Aufzüge).6%) Informationsbereich 324m² (4. entsprechend den Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) können in Baden-Württemberg seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. Förderschule.5%) Musisch-Technischer Bereich 537m² (7 . Hauptschule. Funktionsflächen (zum Beispiel Räume für Haustechnik) und Nebennutzflächen (zum Beispiel Sanitär-.9%) Naturwissenschaftlicher Unterricht 1023m² (14. Mit den 40 Prozent Nebenflächen werden Verkehrsflächen (Treppenhäuser.3%) Aufenth. Abstell. Entsprechend den Schulbauförderrichtlinien wird ein Verhältnis von der ausgewiesenen Programmfläche zu den Restflächen von 60 Prozent zu 40 Prozent als wirtschaftlich angesehen.5%) Beispielhaft ist das Raumprogramm eines allgemeinbildenden vierzügigen Gymnasiums in Baden-Württemberg dargestellt. Nebenräume. Schule für geistig Behinderte. 40%) Allgemeiner Unterricht 1968m² (27 . Berufliche Schule) und nach Anzahl der Züge differenziert. 138m² (1. Realschule.2%) Lernen Lehrer/ Verwaltung 330m² (4.und Geräteräume) ausgewiesen. Flure. Putz-.Programm Raumprogramm In den Schulbauförderrichtlinien der Länder (SchBauFR) sind detaillierte Modellraumprogramme festgelegt. Für das Verhältnis von umbautem Raum (m3) zu Programmfläche (m2) werden 7 : 1 als wirtschaftlich angegeben. Gymnasium.

*5 576-600 60 84 90 1 1 804-840 60 84 90 1 2 1 60 84 90 2 1 1 48 84 1 60 84 90 2 1 72 - 1002-1044 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 60 120 - 1008-1050 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 66 120 - 472 Raumpilot Grundlagen Biologie Vorber. Unterr. *5 *6 *1.raum (Restfläche) *6 Große Klassenräume Kleine Klassenräume Anzahl der Züge Chemie Vorber.Lernen Mittlere Klassenräume Beispielhaft werden für einen Überblick die Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg aufgeführt./ Sammlung Physik Vorber./ Sammlung Versuchs-. *5 Bereichsgröße qm 2zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 3zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 4zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 5zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl 66 66 66 66 1104 60 54 84 90 6 10 1530 60 54 84 90 9 12 1968 60 54 84 90 12 16 2460 60 54 84 90 15 20 5 2 1 66 4 2 1 66 4 2 1 48 2 1 1 48 *6 *1. Quelle (Restfläche) Physik Prakt.Exper. März 2006) Allgem. In BadenWürttemberg können seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden./ Sammlung Neutr. Physik LÜ Chemie LÜ Biologie Prakt. Schema zur Ermittlung des Raumbedarfs für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg (Stand 1.-Bereich(AUB) Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich (NUB) Biologie LÜ . *1. Hinweis: Die Raumprogrammvorgaben der SchBauFR werden inzwischen in verschiedenen Detailpunkten durchaus kritisch hinterfragt.

*2 Der Musikraum kann durch schalldichte Faltwände mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle verbunden sein (für Gemeinschaftsveranstaltungen). *6 Teilbar *7 Je nach örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen. Arztzimmer Nebenraum Musik Schülermitverant.B. Fachraum für Bildende Kunst Nebenraum für Bildende Kunst Universalraum Hausmeister Schulbibliothek Kartenraum *2 *3 *4 306-330 234 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 282 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 330 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 378 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 258 24 18 48 18 12 186 18 54 1 1 1 1 1 1 366 54 30 1 216 24 18 42 18 12 156 18 48 1 1 1 1 1 1 1 324 48 30 1 174 24 18 36 18 12 126 18 42 1 1 1 1 1 1 1 282 42 30 1 132 24 18 30 18 12 96 18 36 240 36 30 Fotolabor Fotolbor *4 Kopierraum (Restfläche) Schulleiter Lehrmittel Lehrmittel Schülerarb. können zusätzliche Flächen anerkannt werden. *3 Eventuell als Podium mit Schränken *4 Je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen *5 Anstelle eines Lehrübungsraums kann je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen ein Lehrsaal (ansteigend) vorgesehen werden. Bei einer Standardgröße von 90 m² können hier in der Regel 32 Schüler unterrichtet werden. Lehrerzimmer mit Garderobe) Computerraum (einschließlich Nebenraum) Serverraum (Restfläche) Sekretariat und Registratur Elternsprech-. Sofern erforderlich. Falls eine Mensa (Küche und Speisesaal) eingerichtet wird. Aufenthaltsraum *1 Die Lehrübungsräume sollen als multifunktional nutzbare naturwissenschaftliche Fachräume gestaltet werden. Raum -Oberstufe*7 Musiksaal Stellvertreter 96-132 24 48 48 84 1 1 1 2556 2640 72 12 66 78 18 24 1 72 1 1 1 450-486 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 516-558 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 72 72 108-144 24 60 48 84 1 1 1 3456 3564 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4260 4380 522-564 72 24 66 78 2 1 2 18 24 1 72 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4854 4974 Raumpilot Grundlagen 473 Lernen . Krankenu. Der Aufenthaltsbereich kann auch als Cafeteria ausgestaltet sein. Gesamtprogrammfläche (GPF) Musisch-Technischer Bereich (MTB) Lehrer.und Verwaltungsbereich (LVB) Informationsbereich (IB) Aufenthaltsbereich allg.Programm Lehrerbereich (z. sollten Übungszellen mit 6 m² Programmfläche zusätzlich vorgesehen werden.

Lernen 474 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Raumpilot Grundlagen 475 Lernen .

Lernen Ankommen 477 478 478 478 479 Ankommen außen Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Pkw-Stellplätze Platzbedarf an Bushaltestellen 476 Raumpilot Grundlagen .

dass Schüler und Schülerinnen nicht direkt in den Straßenverkehr laufen können. Bei den Parkierungsflächen sollte darüber hinaus eine für den Schulbetrieb störungsfreie Lage vorgesehen werden. daher muss auf gefahrlose Wegefüh- rungen geachtet werden. Grundsätzlich sollten die Parkierungsflächen von den Pausenhofflächen getrennt angeordnet werden. Ausgänge von Schulgrundstücken sind so zu gestalten. § 13 und GUV-V S1.Ankommen Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Veranstalten und Feiern Ankommen außen Essen und Freizeit verbringen Unterrichten allgemein Unterrichten fachbezogen Funktionsbeziehungen Ankommen außen Ankommen außen Je nach Lage der Schule können die Bedingungen für die Erschließung von außen und für die Gestaltung der Vorbereiche sehr unterschiedlich sein. § 13). Die DIN empfiehlt hier eine Abtrennung entweder durch Geländer oder Pflanzstreifen zwischen dem Schulgrundstück und der Fahrbahn (DIN 58125. Im Zugangsbereich vieler Schulen müssen Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr (meist für Busse). Bei der Planung dieser Bereiche steht die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen an erster Stelle. Zufahrten und Parkierungsflächen für Pkw und Stellplätze für Fahrräder eingeplant werden. Raumpilot Grundlagen 477 Lernen .

Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsminis­ teriums für die Herstellung notwendiger Stellplätze (VwV Stellplätze) werden für Schulen folgende Stellplatzzahlen gefordert: Grund.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler Sonstige allgemeinbildende Schulen: 1 Stellplatz je 25 Schüler. beispielsweise für öffentliche Abendveranstaltungen. Pkw-Stellplätze Entsprechend der LBO BW. Anhang I/5. muss der zusätzliche Stellplatzbedarf entsprechend berücksichtig werden. Als Orientierungswert für die Anzahl der notwendigen Fahrradstellplätze gelten 0. § 14). Berufsfachschulen: 1 Stellplatz je 20 Schüler. Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der Pkw-Stellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ . wobei ab 10 Prozent Neigung zusätzliche Gehstufen vorzusehen sind (DIN 58125. Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen sind nahezu identisch mit den Inhalten der GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre Sonderschulen für Behinderte: 1 Stellplatz je 15 Schüler Bei zusätzlicher außerschulischer Nutzung der Aula oder weiterer Räume der Schule. ► Die Inhalte der DIN 58125/ Juli 2002: Schulbau.7 Stellplätze je Ausbildungsplatz in allgemeinbildenden Schulen. Fahrradstellplätze sollten getrennt von oder am Rand der Pausenhoffläche angeordnet werden. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre Berufsschulen. § 14 und GUV-V S1. § 74 (2)).Lernen ■ Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der PkwStellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Die geforderte Anzahl der Fahrradstellplätze wird in der Regel von den Gemeinden festgelegt (siehe zum Beispiel LBO BW. Notwendige Rampen zu Fahrradstellplätzen dürfen maximal 25 Prozent Neigung besitzen. mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 der Gesetzlichen Unfallversicherung 478 Raumpilot Grundlagen .

5 m² zur Verfügung stehen (DIN 58125.Ankommen Äußere Hüllkurve (Leitlinie) 350 600 1200 250 255 295 3000 Platzbedarf an Bushaltestellen Haltestellen für Busse sollten deutlich von Pausenhofflächen getrennt sein und so angeordnet werden. dass die Schüler die Busse erreichen können. Die Wartebereiche auf Schulgrundstücken sind ausreichend bemessen. 350 2500 625 1875 650 250 255 Linienbus und Gelenkbus Platzbedarf eines Busses bei einer 180°-Wende M 1:1000 300 295 480 2500 je nach Buslänge variabel 1500 400 Bushaltebucht Raumpilot Grundlagen 479 Lernen . ohne die Fahrspur überqueren zu müssen. § 16 beziehungsweise GUV-V S1. wenn für jeden wartenden Schüler 0. § 16).

Lernen 480 Raumpilot Grundlagen .

Erschließen. verteilen und flüchten Raumpilot Grundlagen 481 Lernen .

Lernen Erschließen. verteilen und flüchten 483 483 484 485 485 485 485 486 486 486 486 486 486 486 488 488 488 Erschließen Flure und Türen Notwendige Flure Stufen in notwendigen Fluren Rettungswege aus Klassenräumen Rettungswege aus Fachräumen Rettungswege über Fenster Treppen Steigungsverhältnis Stufen Zwischenpodest Treppenläufe Bereiche unter Treppen Umwehrung Handlauf Rampen Breite notwendiger Treppen 482 Raumpilot Grundlagen .

Türen von Räumen mit mehr als 40 Benutzern oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Räume für Chemie. Türen zu Unterrichtsräumen sollten eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 1 m haben (gefordert 0.Erschließen. § 3). Für Schulen. müssen die Türen erst bei Räumen. Wenn Türen in den Flur aufschlagen. Raumpilot Grundlagen 483 Lernen . oder bei erhöhter Brandgefahr in Fluchtrichtung aufschlagen. Bei den Türen müssen auch die Mindestanforderungen der Barrierefrei-Planung berücksichtigt werden. die für mehr als 80 Personen ausgelegt sind.3 (ersetzt im Mai 2001 durch die GUV-V S1) errichtet wurden. die nach den Vorgaben der alten GUV-Richtlinien 16.oder Werkunterricht) müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125. verteilen und flüchten Flur Klassenraum < 40 Personen Klassenraum. > 40 Personen Chemie. Weitere detaillierte Hinweise zur Gestaltung von Erschließungsräumen in Schulen sind im Band „Raumpilot Lernen“ anhand von Projektanalysen zusammengestellt.oder Werkraum Flur ≥ 125 Türaufschlag nach innen und nach außen bei notwendigen Fluren. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden können. dürfen sie in Endstellung einschließlich Türgriff maximal 20 cm in den Fluchtweg hineinragen.90 m in SchulBauR. M 1:50 20 ≥ 125 Erschließen In diesem Unterkapitel sind wesentliche Hinweise für die Planung notwendiger Flure und Treppen in Schulen zusammengefasst. Flure und Türen Türe zu Räumen müssen so angeordnet sein. § 10). Sie dürfen jedoch keinesfalls die notwendige Fluchtwegbreite verengen. § 10 und GUV-V S1.

gemessen von Abschlusstür Treppenraum bis entferntestem Arbeitsplatz im Raum (MBO 2002). einer Grundfläche von mindestens 180 m2 oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Chemiesaal) benötigen einen zweiten Ausgang (GUV-SR 2001).00 m Von jeder Stelle eines Unterrichtsraums muss in maximal 35 m Entfernung ein Ausgang ins Freie beziehungsweise in einen notwendigen Treppenraum vorhanden sein. wenn diese mit einer Rauchabzugsanlage ausgestattet ist (MSchulbauR (3. Einbauten oder Einrichtungen nicht eingeengt werden.1)). wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. Die Rettungsweglänge ist in der Lauflinie zu messen. Stichflure (nur eine Rettungsrichtung) dürfen als Rettungsweg nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3.90 m b) notwendige Flure.3)). ≥ 10 m Klassenzimmer mit mehr als 200 Benutzern. Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen.2)). Notwendige Flure mit nur einer Fluchtrichtung (Stichflure) dürfen nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3. c) sonstige notwendige Flure d) notwendige Treppen (MSchulbauR (3.25 m ≥ 1. 484 Raumpilot Grundlagen . zusätzlich muss ein zweiter Fluchtweg vorhanden sein. auf die mehr als 180 Benutzer angewiesen sind ≥ 2. Die nutzbare Breite der Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen sowie der notwendigen Flure und notwendigen Treppen muss mindestens 1 m je 150 darauf angewiesene Nutzer betragen.Lernen ≥ 35 m Notwendige Flure Rettungswege dürfen in Schulgebäuden maximal 35 m lang sein. Hierbei ist die Halle zu den angrenzenden Räumen brandschutztechnisch abzuschotten. In Schulen gelten jedoch zusätzlich folgende Mindestmaße: a) Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen ≥ 0. Halle mit Rauchabzug Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen. Ausgänge zu notwendigen Fluren dürfen nicht breiter sein als der notwendige Flur. Dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3.4)) ≥1.3)).25 m ≥ 35 m Außenbalkon Einer der beiden Rettungswege darf über Außentreppen ohne Treppenräume. Rettungsbalkone. Die erforderliche nutzbare Breite der notwendigen Flure und notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen.

GUV-V S1. Alle Türen in notwendigen Fluren und in notwendigen Treppenräumen müssen in Fluchtrichtung des jeweils ersten Rettungswegs aufschlagen (MSchulbauR). § 38. wenn dieser eine sichere Fluchtmöglichkeit bietet. Änderung der Materialstruktur oder eine besonders geeignete Beleuchtung der Stufe (GUV-SR 2001). Für die Überwindung geringer Höhenunterschiede eignen sich Rampen. dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. Türen als Ausgänge müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125 §21. Als zweiter Ausgang ist auch der Ausstieg aus einem entsprechend gekennzeichneten und gestalteten Fenster zulässig. 2). Rettungsbalkone. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. Stufen in notwendigen Fluren In notwendigen Fluren dürfen keine Treppen von weniger als drei Stufen liegen (LBOAVO). Notwendige Flure müssen in Rauchabschnitte von maximal 30 m Länge unterteilt werden (MBO 2002. in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. Rettungswege aus Fachräumen Fachräume mit erhöhter Brandgefahr brauchen mindestens zwei sichere Fluchtmöglichkeiten. §21). Rettungswege über Fenster (Anleitern) Rettungswege über Anleitern sind in Schulen nicht zugelassen. §36 (3)). Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen.Erschließen. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Daher sollten bei diesen Fachräumen (zum Beispiel Chemie) die Ausgänge möglichst weit auseinander liegen. die eine Steigung von 6 Prozent nicht übersteigen dürfen (LBOAVO).2)).1)). Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen. verteilen und flüchten Treppe und Ausgänge aus notwendigen Treppenräumen müssen mindestens so breit sein wie die notwendige Treppe (Mus­ ter-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR (3)). In allen anderen Fluren müssen ­ solche Stufen deutlich gekennzeichnet werden. Anstelle eines dieser Rettungswege darf ein Rettungsweg über Außentreppen ohne Treppenräume. wenn die Halle eine Rauchabzugsanlage hat und brandschutztechnisch zu den angrenzenden Räumen abgeschottet ist (MSchulbauR (3. da der Zeitaufwand für diesen Rettungsvorgang bei großen Personenzahlen zu hoch ist. dafür eignen sich Farben. Raumpilot Grundlagen 485 Lernen . Rettungswege aus Klassenräumen Für jeden Unterrichtsraum müssen in demselben Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege zu Ausgängen ins Freie oder zu notwendigen Treppenräumen vorhanden sein. Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ .

Seite 9) Treppen Steigungsverhältnis Entsprechend der DIN 58125. in den meisten Fällen durch Abrutschen von der Stufenkante.25 m. damit sie als Treppe wahrgenommen und nicht zur Stolperfalle werden. dann sollte sich deren Lauflinie nur nach einer Richtung ändern. 6. Treppenläufe In Schulen sollten möglichst Treppen mit geraden Läufen eingeplant werden. das heißt die Treppe sollte als Links.. aktualisierte Fassung März 2005. Werden dennoch ausnahmsweise gewendelte Läufe eingebaut. Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen (DIN18065. Teil 2.1).8).oder Rechtstreppe ausgebildet sein (GUV-I 561). 4. Bereiche unter Treppen Bereiche unter Treppen müssen bis zu einer Höhe von 2 m gegen unbeabsichtigtes Unterlaufen gesichert werden. Unfallgeschehen. Die Umwehrungen dürfen nicht zum Rutschen und Klettern oder zum Ablegen von Gegenständen verleiten. Zwischenpodest Nach höchstens 18 Stufen je Treppenlauf muss ein Zwischenpodest (Treppenabsatz) angeordnet werden. § 9 und der GUV-V S1. (GUV-I 561..10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). „Bei Stufen mit weniger als 26 cm Auftritt kann der Fuß nicht vollständig aufgesetzt werden. der Auftritt (a) nicht weniger als 28 cm betragen. “ Daneben wurde auch ein zu hohes Steigungsmaß und Unterschiede im Treppenverlauf als häufige Unfallursache genannt.Lernen Entsprechend der in der GUV-I 561 aufgeführten Unfallstatistik ereignen sich 80 Prozent der Treppenunfälle beim Abwärtsgehen.3) Umwehrung Treppenumwehrungen beziehungsweise Geländer müssen in Schulen mindestens 1. Stufen Treppen sollten mindestens vier Stufen am Stück haben.) Bei zu geringem Auftritt ragt der vordere Teil des Fußes über die Trittfläche hinaus oder der Treppenbenutzer muss ergonomisch ungünstig die Füße schräg auf setzen. Bei etwa einem Drittel der Fälle wurden Stufen mit weniger als 26 cm Auftrittsbreite festgestellt. Für die Abrundung der Stufenvorderkanten ist ein Radius von mindestens 2 mm gefordert (GUV-I 561). In Schulen sind Treppen ohne Setzstufen nicht zulässig (MSchulbauR (4)). 4. Die Zwischenpodest- länge muss dem im Steigungsverhältnis berücksichtigten Schrittmaß angepasst sein (GUV-I 561. Allgemeine Sicherheitsanforderungen). (. gemessen von der inneren Treppenwange im Abstand von 1. Ausgabe April 1992. Bei gebogenen Läufen darf die geringste Auftrittsbreite der Stufen nicht kleiner als 23 cm und nicht größer als 40 cm sein. 4.2. (GUV-SR 2001.1.3. Einzelstufen sind zu vermeiden oder müssen deutlich gekennzeichnet werden (GUVSR 2001. Die GUV-I 561empfiehlt für Schulen: Auftritt (a): 29 cm bis 31 cm Steigung (s): 15 cm bis 17 cm Innerhalb eines Gebäudes sollten Treppen gleiche Auftritte und Steigungen aufweisen.1. Rutschen kann verhindert werden. b 125 Treppe mit gebogenem Lauf 486 Raumpilot Grundlagen . indem die Abstände zwischen den inneren Umwehrungen am Treppenauge und den äußeren Umwehrungen sowie den Treppenhauswänden nicht größer als 20 cm sind.1. § 9 darf die Steigung (s) von Treppen in Schulen nicht mehr als 17 cm.

Erschließen. verteilen und flüchten Umw r 1 tuf 11 110 Han f Auftrit t f 1 B 200 Anforderungen an Treppen in Schulen. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 487 Lernen .

um ein sicheres Beschreiten der Treppen im Notfall zu gewährleisten (MSchulbauR.5. Rampen Breite notwendiger Treppen Analog zur Mindestbreite von Fluren gilt auch für notwendige Treppen die Faustregel mit 1 m Breite pro 150 betroffenen Benutzern. Jede notwendige Treppe muss in einem eigenen durchgehenden Treppenraum liegen. sollten also in Richtung Boden beziehungsweise in Richtung Wand enden (möglich ist auch eine schneckenförmige Ausführung oder eine Vollkugel mit mindestens 20 cm Durchmesser als Abschluss). Din 58125. 488 Raumpilot Grundlagen 125 125 .50 m misst. 125 125 Notwendiger Treppenraum. Ausnahme: Wenn die notwendige Treppe eine Außentreppe ist. DIN 58125/ 3. Für Treppen in Unterrichtsbereichen gelten die folgenden Mindestmaße: – weniger als 180 Benutzer: 1. Trotzdem muss die Nutzbarkeit dieser Treppe sicher und auch im Brandfalle gewährleistet sein (LBO § 28. § 4). Eine notwendige Treppe muss in einem eigenen.50 m breit sein. Die Handläufe dürfen keine freien Enden haben. damit unmittelbar und in einem Zug das Freie erreicht werden kann. Diese liegt systembedingt nicht in einem Treppenraum. GUV-I 561 Treppen.00 m – Treppen dürfen maximal 2. Notwendige Treppen müssen gerade Läufe haben. durchgehenden Treppenraum liegen. wenn sie als notwendige Treppen gelten – Die Treppen können breiter sein.3 Anordnung und Gestaltung von Handläufen. M 1:100 Die erforderliche. 2002/07 . für Kinder ist ein zweiter Handlauf auf circa 65 cm bis 75 cm Höhe anzuordnen. nutzbare Breite von notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen nicht eingeengt werden. wenn der Abstand zwischen den Handläufen maximal 2. 3.Lernen Handlauf In Schulen sind beidseitig durchgängige Handläufe gefordert.25 m – mehr als 180 Benutzer: 2. MBO 2002 § 35).5 Treppen. Ausgabe April 1992 Rampen Rampen gelten bis maximal 6 Prozent Neigung als sicher und für Rollstühle geeignet (siehe Kapitel „Barrierefrei“).

≥ 125 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei weniger als 180 Nutzern ≥ 200 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei mehr als 180 Nutzern Treppen DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 GUV-I 561 „ Treppen“ . der mindestens so tief ist wie die Tür breit ist. verteilen und flüchten Der Ausgang in einen notwendiges Treppenraum darf nur so breit wie die folgende Treppe sein. Ausgabe April 1992. um Engstellen im Fluchtfall zu vermeiden. die in Treppenrichtung aufschlägt. so dass er die gesamte aufschwingende Tür „aufnehmen“ kann (LBOAVO Baden-Württemberg.Erschließen. Treppenstufen dürfen nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen. Zwischen Treppe und Tür muss ein Treppenabsatz liegen. § 11). aktualisierte Fassung März 2005 ≤ 250 Notwendige Treppen: Maximaler Abstand zwischen zwei Handläufen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 489 Lernen . § 10.

Lernen 490 Raumpilot Grundlagen .

Veranstalten und feiern Raumpilot Grundlagen 491 Lernen .

Lernen Veranstalten und feiern 493 494 Veranstalten und feiern Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula 492 Raumpilot Grundlagen .

Zur Ausstattung dieser Gemeinschaftszone gehören Nebenbereiche wie Garderoben. Bei kleineren Schulanlagen können alternativ auch die erweiterten Verkehrsflächen im Eingangsbereich – eventuell in Kombination mit flexiblen.Veranstalten und feiern Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Veranstalten und feiern Veranstalten und feiern In jeder Schule wird ein Raumbereich für größere Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gebraucht. möglichst schalldichten Wänden – als Bereich für größere Veranstaltungen vorgesehen werden. Falls dieser Bereich auch außerschulisch genutzt werden soll. ist die Einrichtung einer Bühne sinnvoll. Unter Umständen kann auch eine mehrfach nutzbare Sporthalle für größere Schulveranstaltungen mitgenutzt werden. Toiletten und gegebenenfalls auch ein Stuhllager oder ein Requisitenlager. Raumpilot Grundlagen 493 Lernen . In größeren Schulen wird in der Regel ein eigener Raum – die Aula – dafür eingeplant. Durch eine flexible Wand kann zum Beispiel der Musikraum mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle zusammengeschaltet werden (SchulBauFR Baden-Württemberg 2006).

Lernen Aula als eigener geschlossener beziehungsweise abgegrenzter Raum Aula als eigenständiger Baukörper. angebunden Aula als eigenständiger Baukörper. nicht direkt angebunden Aula als Erweiterung der Verkehrsflächen (Mehrfachnutzung) Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula Gliederungsquelle und weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung der Aula siehe Band „Raumpilot Lernen“ M 1:2500 494 Raumpilot Grundlagen .

Lernen Raumpilot Grundlagen 495 Lernen .

Lernen 497 497 498 499 500 501 Lernformationen Typ 1: Selbstunterricht Typ 2: Einzelunterricht Typ 3: Gespräch in der Gruppe Typ 4: Demonstration Typ 5: Informelles Lernen 496 Raumpilot Grundlagen .

die Möglichkeiten zum ungestörten konzentrierten Arbeiten bieten. aktive Lernen am Nachmittag zusätzlich an Bedeutung. Schreiben. Basteln. Räumliche Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Angebot an Einzelarbeitsplätzen in gemeinschaftlichen Lern. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 497 Lernen .) werden fünf wesentliche Lernforma­ tionen unterschieden. Seit einigen Jahren umfasst der Selbstunterricht zunehmend auch das Recherchieren. Kommunizieren. in allen Fächern und in allen Altersstufen zum Einsatz kommen können. die im Prinzip in allen Schulformen. Zeichnen und Konstruieren am Computer. Seite 19f. Typ 1: Selbstunterricht Selbstunterricht bedeutet eigenständiges Lernen durch Bücher lesen. Das eigenständige Arbeiten ermöglicht ungestörtes Ausprobieren und Nachdenken.Lernen Lernformationen Mit Bezug auf die Inhalte des Beitrags „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ von Otto Seydel (Buch „Raumpilot Lernen“ . Dieses unabhängige aktive Arbeiten und Reflektieren ist sehr bedeutend für den Lernprozess. Mit der zunehmenden Umstellung auf die Ganztagsschule gewinnen Raumangebote für das selbstständige.und Arbeitsbereichen. Malen oder eigene Texte schreiben. Daneben sollten auch stärker abgeschirmte Einzelarbeitsplätze vorgesehen werden.

entsprechend gestaltete Erschließungsräume oder sonstige Gemeinschaftszonen können geeignet sein.Lernen Typ 2: Einzelunterricht Neben dem Selbstunterricht unterscheidet man als eine weitere Lernformation den Einzelunterricht. Üblicherweise lernt dabei einer vom anderen. Hierfür kann schon das Auseinanderschieben der Schülertische in genügend großen Klassenzimmern ausreichen. der Schüler vom Lehrer oder zwei Schüler erarbeiten sich in partnerschaftlicher Projektarbeit ein Wissensgebiet gemeinsam. In vielen Fällen sind die Klassenzimmer jedoch zu klein. Ähnlich wie beim Selbstunterricht werden hierfür Raumbereiche gebraucht. Gruppenräume. Der Einzelunterricht geschieht in Form von Nachdenken. Einzelunterricht kann aber auch stattfinden. Erkennen. Er wird für die gezielte Förderung einzelner Kinder eingesetzt. in denen das gemeinsame laute oder leise Lernen von zwei Personen unabhängig vom Gruppenunterricht stattfinden kann. 498 Raumpilot Grundlagen . Nachfragen. indem sich ein Lehrer phasenweise während Stillarbeitszeiten mit einzelnen Schülern beschäftigt. Zuhören und Nachmachen und im Zweiergespräch. dann werden Erweiterungsmöglichkeiten wichtig.

werden Abschirmungen nötig. Bei entsprechender Arbeitsweise und geringer Lautstärke können mehrere Gruppen in einem Raum gemeinsam lernen. Lernen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 499 . auf Stühlen sitzend oder auf dem Boden sitzend oder liegend stattfinden. Werkeln oder Produzieren in der Gruppe. Sprechen. Auch für diese Lernformation sind Klassenerweiterungsflächen günstig. Vorlesen. Wenn die Gruppen unabhängiger agieren wollen.Lernen Typ 3: Gespräch in der Gruppe Die dritte Lernformation betrifft das Zuhören. Das Lernen in der Gruppe kann je nach Aufgabe am Tisch sitzend. die flexibel genutzt und frei eingeteilt und bei Bedarf bereichsweise abgeschirmt werden können. Für diese Formation werden Gruppengrößen zwischen vier und zwölf Teilnehmern empfohlen. Basteln. im Kreis oder Halbkreis stehend. Vortragen. um gegenseitige Störungen zu vermeiden.

) 500 Raumpilot Grundlagen . “ (Otto Seydel in: „Raumpilot Lernen“ . 2010. Arbeit an interaktiven Whiteboards (IAW). 10 Prozent im Kreis (der Klasse).Lernen Typ 4: Demonstration Die „Demonstration“ ist ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten „Frontalunterrichts“ . „wie die zeitliche Verteilung in der zukünftigen Schule aussehen könnte: 30 Prozent allein. Bei dieser Formation erfolgt die Wissensvermittlung über den Vortrag. Wichtig sind eine gute Sicht und Hörbarkeit von allen Plätzen durch die entsprechenden optischen oder akustischen Voraussetzungen der Raumplanung. 30 Prozent in der Kleingruppe (2 bis 6 Schüler). Zuhören und Mitschreiben. Zu diesen vier Lernformationen gibt Otto Seydel in seinem Beitrag „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ zusammenfassend als Faustregel an. durch Zuschauen. Die Schüler lernen vorwiegend rezeptiv durch das Aufnehmen des Vorgetragenen. Bei der Demonstra­ tion ist die Teilnehmerzahl nicht begrenzt. Bei größeren Teilnehmergruppen ist eine ansteigende Bestuhlung günstig – Multifunktionalität und Nutzungsänderungen werden dadurch jedoch eingeschränkt. die Beamer-Präsentation. 30 Prozent frontal. sonstige Vorführungen. Filme oder durch das Durchführen von Experimenten. Seite 23f.

Besonders wichtig ist die vielfältige Nutzbarkeit und die flexible Aufteilbarkeit dieser Flächen. Besonders geeignet sind dafür in Schulgebäuden räumlich erweiterte Flure. Darunter fällt beispielsweise der Informa­ tionsaustausch auf dem Weg zur Schule. Treppen und Zugangsbereiche. Treffen. Informelles Lernen findet überall im täglichen Leben in vielfältigen Interaktionen mit unserer Umwelt statt und ist auch ein wesentlicher Bestandteil des lebenslangen Lernens Erwachsener. dass das Lernen in Bezug auf das Lernziel. Informelles Lernen ist überall möglich. Daneben bieten natürlich auch alle Gemeinschaftsräume wie die Aula oder die überdachten und nicht überdachten Schulhof­ flächen entsprechende Raumangebote für zufällige Treffs und den Austausch von Informationen. wo Raum zum Sitzen. Fazit Für die verschiedenen Lernformationen werden Flächen gebraucht.Lernen Typ 5: Informelles Lernen Ein Großteil der Lernprozesse findet zusätzlich auf informelle Art statt. aber man muss es nicht. Prinzipiell erfordern die unterschiedlichen Formationen sowohl große wie auch kleine Raumeinheiten – ein differenziertes Raumangebot.oder Klassengemeinschaft über das Lernen in der Kleingruppe bis hin zum abgeschirmten Lernen alleine ermöglicht. um auf wechselnde Anforderungen reagieren zu können. mit denen die Klassenräume je nach Bedarf erweitert werden können – beispielsweise Erschließungsräume. Spazierengehen oder Spielen zur Verfügung steht. Informell bedeutet in diesem Zusammenhang. das Pausengespräch auf dem Schulhof oder die Diskussion beim Spielen und beim Sport am Nachmittag. das den Wechsel zwischen dem Lernen in der großen Schul. in denen sich die Erschließungsflächen mit Aufenthaltsflächen überlagern. die Lerndauer und Lernförderung unsys­ tematisch ist und ungeplant stattfindet. Diese Räume besitzen einen unverbindlichen Aufforderungscharakter – man kann stehen bleiben und sich unterhalten. Gruppenräume oder dafür vorgesehene Gemeinschaftsbereiche. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 501 Lernen . Warten.

Lernen 502 Raumpilot Grundlagen .

Sitzen Raumpilot Grundlagen 503 Lernen .

Lernen Sitzen 505 505 505 506 508 508 509 510 510 511 Einführung Schulmöbel Sicherheitsanforderungen Anforderungen der DIN EN 1729 und der DIN ISO 5970 Anpassung der Schulmöbel Der Computer am Schülerarbeitsplatz Ergonomische Sitzmöbel/ dynamisches Sitzen Sitzplatzanordnung Werkräume Sitzplatzanordnung allgemeiner Unterrichtsbereich Möblierungsbeispiele für rechteckige und quadratische Räume 504 Raumpilot Grundlagen .

Seite 4). Gültig ist die europäische Norm DIN EN 1729 / September 2006. zusätzlich noch gültig ist die internationale Norm DIN ISO 5970 / Januar 1981. Da dauerndes „falsches“ Sitzen zu Haltungsschäden führen kann. Seite 5). Ecken und Haken von festen und beweglichen Einrichtungsgegenständen müssen entweder abgerundet (Radius ≥ 2 mm) oder entsprechend gefasst sein. Hinweise zu den Anforderungen an Schulmöbel finden sich in der GUVInformation (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) GUV-SI 8011 / April 1999. – bei dreieckigen Tischen und dazu gehörigen höhenverstellbaren Stühlen ist ein rascher Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen ohne großen Umbauaufwand möglich. § 11und GUV-V S1. die flexible Möblierungen erfordern. Darüber hinaus werden die Größenklassen neu definiert und zusätzlich wird die Klasse 7 (Farbkennung „braun“) für sehr große Schüler eingeführt. Kanten. ausgeschlossen und Ermüdungserscheinungen vermieden werden. Allgemeine Schulbauempfehlungen (ASE) für Baden-Württemberg: Das Gestühl soll beweglich und kombinierbar sein und so ausgebildet werden. Die Oberfläche der Tische soll hell und matt sein. Auch Tische mit geneigten Tischplatten können von Vorteil sein (ergonomisches Mobiliar) (GUV-SI 8011. Während die internationale Norm DIN ISO 5970 aus dem Jahr 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht. aktualisierte Fassung Oktober 2008: „Richtig sitzen in der Schule. dass Tische und Stühle an die Körpergröße der Kinder angepasst werden. Schulmöbel Wichtige Kriterien bei der Schulmöbelwahl sind: – normgerechte und sicherheitsgeprüfte Stühle und Tische – ausreichendes Größensortiment – Tische und Stühle aufeinander abgestimmt – in Fachräumen möglichst zwei Tischhöhen durch eine höhenverstellbare Tischplatte (GUV-SI 8011. § 11). die dem Stand der Technik entsprechen. berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:2006-09 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ von 2006 auch das dynamische Sitzen. Raumpilot Grundlagen 505 Lernen . Mindestanforderungen an Tische und Stühle in allgemein bildenden Schulen“ . Ecken und Haken von Einrichtungsgegenständen in Aufenthaltsbereichen sind bis zu einer Höhe von 2 m ab Oberkante Standfläche so auszubilden/zu sichern. Darüber hinaus werden häufige Wechsel der Sitzpositionen empfohlen (dynamisches Sitzen).Sitzen Einführung Schüler verbringen die meiste Zeit in der Schule sitzend. ist es wichtig. Die Hinweise der DIN ISO 5970 und der GUV-SI 8011 „Richtig sitzen in der Schule“ sollten hierbei beachtet werden (DIN 58125. dass gesundheitliche Schäden. Möbel sollen an die Größe der Schüler angepasst sein und verschiedene Sitzhaltungen ermöglichen. Daneben entstehen durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsschulen geänderte Nutzungsanforderungen in den Schulräumen. insbesondere Haltungsschäden. Für Schüler sind auf ihre Körpergröße abgestimmte Stühle und Tische bereitzustellen. Sicherheitsanforderungen und Empfehlungen Kanten. dass Schüler nicht verletzt werden.

Doppeltisch 25 27 506 Raumpilot Grundlagen 120 130 70 29 34 32 Einzeltisch 24 60 60 28 60 35 . Doppeltisch pr EN 1 729-1 80 Körperhöhe 80-95cm Kennfarbe weiß Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 93 95 Größe 0 Körperhöhe 93-116cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 108 115 Größe 1 Größe 2 120 Körperhöhe 108-121cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 121 133 Größe 3 Körperhöhe 119-142cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 119 80 85 95 100 110 115 125 130 DIN ISO 5970 90 Körperhöhe 90cm Kennfarbe weiß 105 Körperhöhe 105cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 120 135 Größe 0 Größe 1 Größe 2 Körperhöhe 120cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 3 Körperhöhe 135cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 58 50 40 46 52 22 26 30 45 26 50 29 50 33 60 60 Einzeltisch 120 o. A. A.Lernen 40 46 53 59 21 50 25 26 50 27 31 50 30 120 120 0.

5 174 Größe 5 Körperhöhe 159-188cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 6 130 188 Körperhöhe 174-207cm Kennfarbe braun Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 7 142 400 207 205 60 60 140 145 155 160 170 175 38 185 190 195 150 165 180 200 Größe 4 Körperhöhe 150cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 5 Größe 6 Körperhöhe 165cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Körperhöhe 180cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 51 64 70 76 50 36 38 50 38 42 50 40 70 32 130 70 130 34 130 70 36 46 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 507 Lernen .Sitzen 64 71 46 82 76 50 34 38 50 48 43 50 42 50 46 60 60 34 36 130 130 130 Größe 4 Körperhöhe 133-159cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 146 159 Körperhöhe 146-176.5cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 176.

Auge n absta nd 45 . C Tischhöhe: Die Ellenbogenspitze muss sich bei herunterhängenden Armen in Tischplattenhöhe befinden. Eine ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes und eine sichere Geräteunterbringung mit abschließbarer Kabelführung müssen in der Planung beachtet werden.70 C D B A 38 . A Sitzhöhe: Das Kind muss mit beiden Füßen den Boden vollständig berühren.Lernen Anpassung der Schulmöbel Schulmöbel sollten möglichst halbjährig individuell angepasst werden. Die Oberschenkel müssen waagerecht auf der Sitzfläche aufliegen. D Beinfreiraum: Zwischen Tischunterbau und Oberschenkel muss Bewegungsspielraum bleiben. (GUV-SI 8011) Computer am Schülerarbeitsplatz Durch die zunehmende Nutzung von Computern im Unterricht hebt sich die Trennung von Klassenraum und Computerraum mehr und mehr auf.50 80 .90 508 Raumpilot Grundlagen 72 . B Sitztiefe: Kniekehle und Unterschenkelrückseite dürfen die Vorderkante der Sitzfläche nicht berühren.

Sitzen

Computertisch Tischtiefe mindestens 80 cm (besser 90 cm), Tischhöhe in der Primarstufe circa 64 cm, in der Sekundarstufe circa 72 cm. Unterschiedliche Körpergrößen sollten mit einem höhenverstellbaren Stuhl ausgeglichen werden. Blickrichtung/Blickhöhe Die Blickrichtung parallel zur Fensterfront reduziert die Direktblendung und Spiegelungen auf dem Bildschirm. Die Oberkante des Bildschirms sollte unter Augenhöhe sein (GUV-SI 8009).

Ergonomische Schulmöbel/ dynamisches Sitzen
Während die internationale Norm DIN ISO 5970 von 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht, berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:200609 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ aus dem Jahr 2006 auch das dynamische Sitzen durch unterschiedlich zulässige Sitzwinkel. Schulmöbel für dynamisches Sitzen passen sich dem natürlichen Sitz- und Bewegungs-

bedürfnis der Schüler an. Der durch diese Möbel erleichterte Wechsel zwischen unterschiedlich aktiven und passiven Sitzpositionen soll Haltungsschäden, die durch „Dauersitzen“ verursacht werden, entgegenwirken. Bei ergonomischen Tischen werden Höhenverstellbarkeit und eine geneigte Tischplatte empfohlen.

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

509

Lernen

Lernen

Sitzplatzanordnung
Allgemeiner Unterrichtsbereich Mindestmaße für Schülerplatze in regulären Unterrichtsräumen, hintereinander: Tischabstand seitlich 80 cm, Tischbreite Zweiertisch 120 cm bis 130 cm, Tischtiefe 50 cm, Tischabstand vorn/hinten 80 cm (OFD Baden-Württemberg). Größe und Proportion des Klassenraums sollten die Möglichkeit bieten, Tische und Stühle entsprechend der gewählten Unterrichtsform in unterschiedlicher Art aufstellen zu können. Für den Gruppenunterricht wird mehr Raum benötigt als für den Frontalunterricht.

Übungs- und Werkraum Mindestmaße für Schülerarbeitsplätze in Übungs- und Werkräumen und vergleichbar ausgestatteten Räumen, bei Rücken-anRücken-Anordnung: Tischabstand seitlich 100 cm, besser 120 cm (GUV-SI 8009), Tischbreite Zweiertisch 160 cm, Tischtiefe 80 cm (von Raumnutzung abhängig), Tischabstand 150 cm (DIN 58125, § 25 und. GUV-V S1, § 25 ). Abstand zwischen dem Experimentiertisch des Lehrers und den ersten Schülertischen mindestens 120 cm (DIN 58125, § 25 und GUV-V S1 § 25)

Hinweis ASE: Quadratische, dem Quadrat angenäherte oder polygonale Raumzuschnitte eignen sich für vielseitige Möblierungen. Recht­ eckige Raumzuschnitte schränken diese Möglichkeit ein, sind aber besser teilbar (ASE BW).

260 180 - 210 60 - 80 120 - 130
80

260 160 100 160

100

80 230

50

80

130

Platzanordnung im regulären Unterrichtsraum, hintereinander M. 1:100

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, Rücken an Rücken

150

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, hintereinander

510

Raumpilot Grundlagen

85

165

Sitzen

Möblierungsbeispiele für einen rechteckigen und einen quadratischen Unterrichtsraum

Frontalunterricht 32 Sitzplätze

Gruppenarbeit 32 Sitzplätze

freier Unterricht 32 Sitzplätze
Klassenraumgrößen 24 Schüler 30 Schüler 33 Schüler 36 Schüler (OFD BW) 54 m2 60 m2 66 m2 72 m2

In den Beispielen: rechteckiger Raum 7 ,10 m x 9,30 m = 66 m2 quadratischer Raum 8,10 m x 8,10 m = 65,5 m2

M 1:250

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen

512

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Raumpilot Grundlagen

513

Lernen

Lernen Allgemein unterrichten

515 517 518 519 520 521 521 521

Einführung Anordnungsvarianten für Klassenräume mit und ohne Gruppenraum ASE – Vorgaben zur Klassenraumgestaltung Klassenraumhöhen Natürliche Belichtung Künstliche Beleuchtung Schallschutz Schallschutz gegen Außengeräusche

514

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern

Arbeiten und verwalten Nebenräume

Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen

Freibereiche

Funktionsbeziehungen Allgemein unterrichten

Einführung
Der allgemeine Unterrichtsbereich umfasst die Klassenzimmer, gegebenenfalls auch Gruppenräume und zusätzliche Klassenraumerweiterungsflächen. Diesen Räumen sind Nebenräume wie einzelne Material-, und Kartenräume zugeordnet. Je nach pädagogischem Konzept kann die Gestaltung des Unterrichtsbereichs sehr unterschiedlich sein. Auch für die Anordnung der Gruppenräume in Bezug zu den Klassenräumen gibt es verschiedene Anordnungsvarianten. Auf der nachfolgenden Doppelseite sind unterschiedliche Grundprinzipien in einer Übersicht dargestellt.

Auf den folgenden Seiten sind weiterhin die detaillierten Mindestanforderungen an die Größe und Gestaltung von Klassenräumen entsprechend den Allgemeinen Schulbauempfehlungen Baden-Württembergs angegeben (ASE 1983).

Raumpilot Grundlagen

515

Lernen

Lernen

Anordnungsvarianten von Klassenräumen mit und ohne Gruppenraum

Reihung von Klassenräumen ohne Gruppenraum

Ein Gruppenraum für mehrere Klassenräume

Ein Gruppenraum pro Klassenraum/ Gruppenraum im Klassenraum integriert

Klassenraum Gruppenraum / Klassenraumerweiterung

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Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Gruppenraum überlagert mit Erschließungszone

„offene Lernlandschaft“

Klassenraumerweiterung in Freibereich

Weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung des Unterrichtsbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“

M 1:2500

Raumpilot Grundlagen

517

Lernen

Lernen

Raumtiefe: Die Raumtiefe soll im Allgemeinen bei 7 ,20 m liegen und kann bei Räumen ab 70 m2 bis 8,40 m betragen. Über 8,40 m hinausgehende Raumtiefen erfordern eine beidseitige Belichtung durch Fenster oder Oberlichter. Raumhöhe: Die lichte Raumhöhe soll bei natürlicher Beund Entlüftung mindestens 3,20 m und bei künstlicher Be- und Entlüftung mindestens 3 m betragen. Fensterfläche: Die Größe der wirksamen senkrechten Fensterfläche (reine Glasfläche) soll ein Fünftel der Raumgrundfläche nicht unterschreiten. Sichtabstand zur Tafel: Der Abstand eines Schülerarbeitsplatzes von der Wandtafel soll 2 m nicht unterschreiten und 9 m nicht überschreiten. Blickwinkel zur Tafel: Der ungünstigste Blickwinkel zur Tafel soll 30° nicht unterschreiten. Material- und Farbwahl der Oberflächen: Oberflächen sollen tageslichtaufhellend sein und Reflexionen vermeiden.

Lüftungsfläche: ≥ 0,3 m2 pro Schüler voll zu öffnende Lüftungsflügel Luftraum: ≥ 6 m2 pro Schüler

7 20

720

Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften Raumausstattung: Waschbecken, zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel, Projektionsfläche, (Einbau-)Schrank, Pinnwand, Tische und Stühle

maximaler Abstand zur Tafel 9,00 m

Fensterfläche: ≥ ein Fünftel der Grundfläche des Klassenraums

minimaler Abstand zur Tafel 2,00 m

30˚ Blickwinkel

Grundrissbeispiel, Klassenraum mit 60 m2 für 30 Schüler, M 1:100

518

Raumpilot Grundlagen

835

≥ 320 / ≥ 300

Die ASE enthalten detaillierte Planungsempfehlungen zur Gestaltung von Klassenräumen. Als Orientierungswerte sind hier die wesentlichen Angaben der ASE BW in einem Überblick zusammengefasst.

Tafelprojektionsfläche zentral

Allgemein unterrichten

Tafelprojektionsfläche seitlich ≥ 320 / ≥ 300

Lüftungsfläche: Je Schüler sollen 0,3 m2 Fensterfläche voll zu öffnen sein. Eine einseitige freie Fensterlüftung ist bis zu einer Raumtiefe von 8,40 m möglich, wenn die lichte Raumhöhe mindestens 3,20 m beträgt und die innere Raumzone in circa 1 m Tiefe nur als Verkehrsfläche genutzt wird. Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften
Türen: ≥ 40 Benutzer müssen Klassenraumtüren in Fluchtrichtung aufschlagen; Nach außen aufschlagende Türen dürfen in der Endstellung einschließlich Türgriff max. 20 cm in den Fluchtweg hineinragen

840

840

Garderoben: Garderoben können im Flur, im Klassenraum oder auch bereichsweise zusammengefasst angeordnet werden. Die ASE empfiehlt die Unterbringung im Flur (zusätzliche Brandlast beachten). Sofern Garderoben in Unterrichtsräumen vorgesehen werden, sind sie gut lüftbar anzuordnen. Raumausstattung: In jedem allgemeinen Unterrichtsraum sollte folgende Grundausstattung vorhanden sein: – ein Waschbecken – zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel – eine Projektionsfläche – ein (Einbau-)Schrank – eine Pinwand – Tische und Stühle.

860

100

Grundrissvariante, Klassenraum mit 72 m2 für 36 Schüler, M 1:100

Raumpilot Grundlagen

519

Lernen

Lernen

≥ 250 an niedrigster Stelle

320 bzw. 300 840

Raumhöhe bei künstlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3 m im Lichten Raumhöhe bei natürlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3,20 m im Lichten

M 1:100

520

Raumpilot Grundlagen

≥ 320

≥ 300

im Mittel

Raumhöhe bei nicht ebenen Decken: Bei nicht ebenen Decken sollten je nach Lüftungssystem 3,20 m im Mittel beziehungsweise 3 m im Mittel nicht überschritten werden, dabei muss an der niedrigsten Stelle ein Mindestmaß von 2,50 m eingehalten werden

Allgemein unterrichten

Natürliche Belichtung: Sämtliche Unterrichtsräume müssen Fens­ ter mit Ausblick ins Freie haben. (Lernmittelräume et cetera können fensterlos oder von oben belichtet sein.) Tageslicht von links und Südorientierung der Klassen­ räume sollten bevorzugt werden. Sonnen- und Blendschutz muss entsprechend der Orientierung vorgesehen werden. (Vergleiche hierzu DIN 5034 und Landesrecht) Künstliche Beleuchtung: Die künstliche Beleuchtung soll an die Nutzung ausgerichtet und blendfrei sein. Die Farbe der künstlichen Beleuchtung soll dem Tageslicht weitgehend entsprechen (vergleiche DIN 5035). Schallschutz: Die bauaufsichtlich verbindlichen Anforderungen an den Schallschutz in Schulen sind in der DIN 4109:1989-11 „Schallschutz im Hochbau“ , Tabelle 3 enthalten. Zusätzlich sind die Anforderungen der DIN 18041: 2005-4 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“ zu beachten. Differenzierte Nachhallzeit für Unterrichtsräume: DIN 18041 Schutz gegen Lärm aus benachbarten Räumen: Normgerechte Luft- und Trittschalldämmung der Decken, Wände und Türen entsprechend DIN 4109. (R`w: bewertetes Schalldämmmaß in dB mit Schallübertra-

gung über flankierende Bauteile) Decken zwischen Unterrichtsräumen und Sporthallen, Musikräumen, Werkräumen: erforderlich R`w 55 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 47 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern: erforderlich R`w 52 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „besonders lauten“ Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen: erforderlich R`w 55 dB Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 32 dB Schallschutz gegen Außengeräusche: Bei einem Außengeräuschpegel bis zu 65 dB(A) kann von Fensterlüftung ausgegangen werden und es ist keine besondere Anforderung an die Ausführung von Außenwänden und Fenstern zu stellen. Bei einem Außengeräuschpegel von über 65 dB(A) sollten die Fenster während des Unterrichts geschlossen bleiben und ein Luftschallschutzmaß von minus 12 dB erreichen. Hierbei kann der Einbau lüftungstechnischer Anlagen erforderlich werden.

Schallabsorptionsflächen

An der Decke in Raummitte: ungünstig für Frontalunterricht, da keine Schallreflektion über die Deckenmitte in die Raumtiefe möglich ist, günstig für Gruppenunterricht.

Oberer Teil Rückwand und seitliche Deckenstreifen: günstig für Frontalunterricht, da Schallreflexion des Redners über Deckenfläche in die Raumtiefe möglich ist. Rückwandreflexion

ungünstig ungünstig

günstig günstig

günstig Stark vereinfachte Schemata zur Wirkung von Schallabsorptions- und Reflektorflächen in Klassenräumen. Die Wirkung ist zusätzlich stark von der genauen Raumproportion, den Oberflächenmaterialien und der Oberflächengestaltung abhängig.

Raumpilot Grundlagen

521

Lernen

Lernen

522

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen Fachbezogen unterrichten

525 525 526 526 526 527 528 528 528 528 528 528 529 529

Einführung Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich Lehrsaal Lehr-/Übungsraum Vorbereitungs-/Sammlungsraum Grundrissbeispiel Physikraum Gymnasium Musischer Unterrichtsbereich Musikunterricht Kunstunterricht Werkstatträume Lage Anforderungen und Ausstattung Belichtung und Belüftung Bodenbelag

524

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten

Allgemein unterrichten

Fachbezogen unterrichten

Nebenräume

Freibereiche

Essen und Freizeit verbringen

Funktionsbeziehungen Fachbezogen unterrichten

Einführung
Zu den Fachklassen gehören die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, für Musik und Kunst, für die Computernutzung, unterschiedliche Werkräume und die Schullehrküchen für den Kochunterricht. Der Fachunterricht erfordert jeweils unterschiedliche spezielle technische Raumausstattungen und teilweise auch spezielle Raumgrößen und Raumhöhen, die sich von den Raumproportionen und Ausstattungen der allgemeinen Unterrichtsräume unterscheiden. Aus installationstechnischen und weiteren funktionalen Gründen wird empfohlen, die Fachklassen jeweils fächerbezogen räumlich zusammenzufassen.

Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich
Die naturwissenschaftlichen Fachbereiche umfassen Lehr- und Übungsräume, Sammlungs- und Vorbereitungsräume und eventuell zusätzliche spezielle Lagerräume (zum Beispiel Raum für brennbare Flüssigkeiten). In den naturwissenschaftlichen Unterrichtsbereichen für Biologie, Physik und Chemie und den Werk-/Technikräumen besteht aufgrund ihrer Ausstattung und aufgrund der verwendeten Chemikalien et cetera eine erhöhte Unfall- und zum Teil auch eine erhöhte Brandgefahr. Planungsvorgaben für diese Räume finden sich in der „Unfallverhütungsvorschrift Schulen“ (GUV-V S1) und in der DIN 58125. Lernen

Günstige Lage der Fluchtwege, sie sollen möglichst weit auseinanderliegen

Ungünstige Lage der Fluchtwege, sie sollen nicht in derselben Ecke liegen

Raumpilot Grundlagen

525

Lernen

Räume mit erhöhter Brandgefahr (Chemie und Holzwerkräume) müssen grundsätzlich über zwei getrennte sogenannte „sichere Fluchtwege“ verfügen, die möglichst in entgegengesetzte Fluchtrichtungen führen. Diese Anforderung gilt nicht als erfüllt, wenn der zweite Fluchtweg über den Sammlungs- oder Vorbereitungsraum führt und dessen Zugang in derselben Ecke liegt wie der Ausgang des Unterrichtsraums. Die Fluchttüren müssen in diesen Räumen in Fluchtrichtung aufschlagen. Der geforderte zweite Fluchtweg kann über ein Fenster erfolgen, allerdings nicht durch Anleitern der Feuerwehr, da die Flucht über Anleitern mit circa 3 Minuten je Person zu lange dauert. Hier werden also Außenbalkone, Terrassen und Außentreppen gefordert, über die Lehrer und Schüler selbstständig in einen sicheren Bereich flüchten können. Ist der Unterrichtsraum jedoch mit einer vollständigen Verdunkelung ausgestattet, darf der zweite Fluchtweg nicht über ein Fenster erfolgen. Lehrsaal In den Lehrsälen wird vorwiegend Demonstrationsunterricht durchgeführt. Um eine gute Sicht auf den Lehrerexperimentiertisch zu gewährleisten, werden die Lehrsäle des naturwissenschaftlichen Bereichs mit ansteigendem, fest installiertem Gestühl ausgestattet. Meist sind 2 bis 3 Podeststufen (circa 15 cm bis 17 cm Höhe) günstig. Bis zu einer Steigung von 10 Prozent

können Rampen zur Höhenüberwindung eingesetzt werden, bei höherer Steigung müssen Stufen ausgebildet werden. In der vordersten Reihe muss Barrierefreiheit gewährleistet sein. Lehr-/Übungsraum In Lehr- und Übungsräumen können Schüler Experimente unter Aufsicht selbst durchführen, ihnen steht daher mehr Arbeitsfläche zur Verfügung als in den Lehrsälen. Diese Räume sollten möglichst für unterschiedliche Unterrichtsformen geeignet sein. Sammlungs-/Vorbereitungsraum Die Sammlungs- und Vorbereitungsräume sollten den Lehrräumen möglichst direkt und ohne Stufen zugeordnet sein. Unter Umständen kann für diese Räume eine gesonderte Abluftanlage gefordert werden. Die Türen zu diesen Räumen und zu den Lehrsälen sollten für Transportgut circa 60 cm höher ausgebildet werden als Normtüren. Die Chemikalien und Gefahrstoffe sollten in einem eigenen Chemikalienraum mit circa 6 m2 bis 10 m2 Fläche untergebracht werden. Alternativ können entlüftete Chemikalienschränke für die jeweiligen Gefahrstoffgruppen eingesetzt werden (Gefahrenstoffe, siehe GUV-V S1, § 26).

526

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten ≥ 230 40 260 Lehrsaal Sammlungs. Hörsaalgestühl. Wandtafel.40 m – Raumausstattung: ausreichend Schrank­ raum. Türen sollen möglichst direkt und ohne Stufen erreichbar sein.und Vorbereitungsraum Lehr.und Übungsraum (beispielhaft) – Schülerzahl: 32 Schüler – Raummaße: 10 m x 8. Projektionsmöglichkeit.40 m – Fläche: 66 m² – Raumausstattung: Lehrerexperimentiertisch mit Strom. M 1:200 Raumpilot Grundlagen 527 Lernen .90 m x 8. Gas. 2 bis 3 Podeststufen mit 15 cm bis 17 cm Höhe. 2 bis 3 Podeststufen (je 15 cm bis 17 cm hoch) empfehlenswert Beispiel für die Gestaltung eines Physikraumbereichs an einem Gymnasium.70 m x 8. Absaugvorrichtung. ausreichende Tiefe (40 cm) der Schreibgelegenheit Sammlungs.und Schülerexperimentiertische mit Strom.und Wasseranschluss.und Übungsraum Lehrsaal (beispielhaft) – Schülerzahl: 40 Schüler – Raummaße: 7 . Grundriss und Schnitt. Gas.und Wasseranschluss. Schränke für Experimentiergeräte (mindestens 30 cm tief).und Vorbereitungsraum (beispielhaft) – Raummaße: 6. Wandspüle.40 m – Fläche: 84 m2 bis 90 m² – Raumausstattung: Lehrer. Chemikalien müssen in einem eigenen Chemikalienraum oder in abgeschlossenen Chemika­ lienschränken untergebracht werden Lehr.

Spülbecken müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein. der Aula oder mit der Eingangshalle verbunden sein. dass der Unterricht in anderen Räumen durch sie nicht gestört wird (siehe ASE BW). Die zugehörigen Material. Die DIN 4109 fordert für die Wände und für die Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und besonders lauten Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen R’w 55 dB. An den Musiksaal ist ein Lehrmittelraum für die Lagerung von Instrumenten. Außerdem wird für Werkräume aufgrund der Materialandienung eine gut zugängliche Erdgeschosslage empfohlen. Kunstunterricht In Zeichensälen sollte eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet sein. Die DIN 18041 macht genaue Angaben zu raumakustischen Anforderungen. 528 Raumpilot Grundlagen . er kann aber auch mittels flexibler (möglichst schalldichter) Wände mit anderen Räumen.und Hängeflächen für Arbeitsmaterialien und Objekte/Bilder vorzusehen. Auch Störungen nach außen müssen mittels schalldämmender Maßnahmen vermieden werden. da der Unterricht häufig vom selben Lehrer erteilt wird und die einzelnen Techniken wechselseitig eng verknüpft sind. die Werkräume mit den Räumen für Kunstunterricht zusammenzufassen. Verkehrsflächen sind dabei noch nicht berücksichtigt.und Maschinen­ räume müssen unmittelbar von den Werk­ räumen zu erreichen sein. Werkstatträume Lage Da in Werkräumen viel Arbeitslärm entsteht. Es ist zweckmäßig. Dazu gehören die im Kapitel „Sitzen“ erläuterten Mindestabstände zwischen Arbeitstischen in Werkräumen. sollten sie im Schulgebäude so angeordnet werden. daher wird hierfür eine Nord-Orientierung empfohlen (siehe ASE BW). wie beispielsweise zur Nachhallzeit. Bei Durchgängen zwischen zwei Arbeitstischen sind mindestens weitere 60 cm erforderlich. Anforderungen und Ausstattung Grundsätzlich sind die Richtlinien der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) einzuhalten. An Musikräume werden hohe raumakus­ tische Anforderungen gestellt. Tonträgern et cetera angegliedert.Lernen Musische Unterrichtsbereiche Musikunterricht Der Musiksaal kann als abgeschlossener Raum ausgebildet werden. In diesen Räumen sind ausreichend Stell. weil die Bearbeitungsmaschinen von den Schülern nur unter Aufsicht des Werklehrers benutzen werden dürfen.

§ 21f.80 m – Einbauschränke – Tafel und Projektionswand – Wasserbecken mit Ablage – Maschinen – Reihenwerkbänke – Brennofen – Trockenschrank (belüftet) – Absaugung – Lagerregale ≥ 100 160 Sichtfenster. § 26). beziehungsweise GUV-V S1. 3. zusammengestellt zu Vierer-Arbeitsplätzen – Lehrerarbeitstisch. ist eine Sichtverbindung zwischen Maschinenraum und Schüler­ übungsraum vorzusehen. ca.00 x 1. Damit der Lehrer seine Aufsichtspflicht für beide Räume wahrnehmen kann. Belichtung und Belüftung Die Räume müssen sachgemäß beleuchtet und belüftet sein. § 21f. Bodenbelag Für Werkräume müssen Bodenbeläge gewählt werden.). Holzstaub darf nicht in gesundheitsgefährdender Konzentration auftreten (Absauganlagen). Grundriss Werkstatträume an einer Hauptschule (beispielhaft) ≥ 100 160 ≥ 100 ≥ 100 Ausstattung: – Schülerwerkbänke. Für Brennöfen in Aufenthaltsbereichen von Schülern muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen werden (DIN 58125. 42 m2 Maschinenraum. damit lärmintensive Maschinen wie Kreis­ säge oder Hobel nicht im Werkraum benutzt werden müssen. 2. die auch bei Staubanfall ausreichend trittsicher sind (siehe DIN 58125. Werkräume sind grundsätzlich mit mindestens zwei möglichst weit auseinander liegenden Ausgängen zu versehen. § 23 und GUV-V S1. § 23). 66 m2 und 30 m2 Restfläche ≥ 100 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 529 Lernen .20 m x 0.Fachbezogen unterrichten Der Maschinenraum sollte jedoch vom Schülerübungsraum baulich getrennt sein. § 26 beziehungsweise GUV-V S1. wobei ein Ausgang auch durch den Maschinenraum führen darf (DIN 58125.00 m 145 80 80 150 80 80 145 Fluchtmöglichkeit nach außen Materialraum. 36 m2 Werkraum für 16 Schüler.

Lernen 530 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten und verwalten Raumpilot Grundlagen 531 Lernen .

Lernen und verwalten Arbeiten 533 534 534 534 534 535 535 535 Einführung Varianten mit zentral angeordnetem Lehrerbereich Lage Schulsekretariat Rektorat Varianten mit dezentral angeordnetem Lehrerbereich Schulsekretariat Rektorat 532 Raumpilot Grundlagen .

. Team. Raumpilot Grundlagen 533 Lernen konzentrierte Einzelarbeit vorfinden. Die Raumangebote sollten möglichst so gestaltet sein. bei Bedarf aber auch im Team arbeiten beziehungsweise Koordinationsgespräche in unterschiedlich großen Gruppen führen können. dass Lehrer in der Schule sowohl räumliche Bedingungen für die Das traditionelle gemeinsame „Lehrerzimmer für alle“ kann kaum der angemessene Rahmen für diese unterschiedlichen Anforderungen sein.und Projektarbeit nehmen inzwischen einen weit größeren Teil ihrer Arbeitszeit ein als zuvor. Hierdurch entstehen neue Anforderungen an die Arbeitsplätze und auch an die Sozialräume der Lehrer. Damit die längere Arbeitszeit von Lehrern an der Schule sinnvoll genutzt werden kann. Die Aufenthaltszeiten an der Schule sind erheblich länger geworden und das Aufgabenspektrum wurde erweitert.Arbeiten und verwalten Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Arbeiten und verwalten Freibereiche Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Arbeiten und verwalten Einführung Die Arbeit von Lehrern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. müssen jedoch nicht nur geeignete Arbeitsplätze vorhanden sein. sondern auch entsprechende „Pausenräume“ zur Erholung und Kommunikation zur Verfügung stehen. Zusätzlich verändern sich durch den Ausbau vieler Schulen zu Ganztagsschulen die Arbeitsbedingungen von Lehrern.

um eine gute Verbindung von Lehrer.und Unterrichtsmaterial ausgestattet.und Schülerbücherei sowie Lehrerzimmer und Schülerarbeitsräumen zu schaffen. den Lehrerbereich dem Informationsbereich anzugliedern.und Lernmittel bei den einzelnen Fachbereichen meist auch aus gesamtorganisatorischen Gründen sinnvoll (siehe ASE). 534 Raumpilot Grundlagen . die eine freie Gruppierung erlauben.Lernen Lehrerbereich und Verwaltung zentral angeordnet Lage Prinzipiell können Lehrerbereich und Verwaltung räumlich zentral zusammengefasst oder aufgesplittet dezentral auf verschiedene Stellen im Schulgebäude verteilt werden. oder auch zu einem großen Konferenztisch zusammengestellt werden können. Bei großen Schulanlagen ist eine dezentrale Anordnung des Lehrerbereichs zusammen mit der Unterbringung der Lehr. Informationsstafeln und einer Handbibliothek für Lehr. Größe und Ausstattung Die Größe des Lehrerbereichs richtet sich nach dem Schultyp und der Anzahl der Lehrer. Es kann von Vorteil sein. Neben Arbeitstischen und Stühlen sind Lehrerzimmer meist auch mit Postfächern für jede Lehrkraft. Im traditionellen gemeinsamen Lehrerzimmer stehen jedem Lehrer (nur) etwa 3 m² als Arbeitsplatz zur Verfügung. Eine Lehrergarderobe und Lehrertoiletten sollten in der Nähe angeordnet sein. Statt einem großen Konferenztisch werden auch Einzeltische (Kleinschreibtische) eingesetzt.

Doch es muss auch ein datentechnisch geschützter Bereich vorhanden sein.Arbeiten und verwalten Lehrerbereich und Verwaltung dezentral angeordnet Lehrerbereich Verwaltung Schulsekretariat Das Sekretariat ist die erste Anlaufstelle für alle Besucher und auch für Eltern und Schüler. In diesen Räumen sollte jeweils auch ein kleinerer Besprechungsbereich (circa sechs Plätze) vorhanden sein. Eine Wartezone mit Sitzgelegenheit für Besucher im Flur vor dem Sekretariat gehört ebenso dazu wie eine kommunikative Gestaltung des gesamten Raums. Dieser Raumbereich sollte daher für Besucher leicht auffindbar sein. in dem vertrauliche Vorgänge bearbeitet werden können. Rektorat Die Räume für Schulleiter und Stellvertreter sollten möglichst in der Nähe der anderen Lehrerbereiche liegen. (Weitere Informationen zur Gestaltung des Lehrerbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“) Raumpilot Grundlagen 535 Lernen .

Lernen 536 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren und informieren Raumpilot Grundlagen 537 Lernen .

Lernen Recherchieren und informieren 539 539 539 540 Bibliothek/Mediathek Lage Richtwerte für den Flächenbedarf Grundrissbeispiel 538 Raumpilot Grundlagen .

55 m² je Schüler Lernen Für eine Schule mit 1000 Schülern werden als grobe Richtwerte vorgeschlagen: 10 000 Bände circa 4000 audiovisuelle Medien circa 50 Zeitschriften circa 40 Arbeitsplätze 80. Zu den Bibliotheksbereichen zählen prinzipiell: Thekenbereich. Einzelarbeitsbereiche. einer Registratur und Leseplätzen ausgestattet.und Sammlungsräumen. Mediatheken erweitern die Sammlung um audiovisuelle Medien und entsprechende Hardware. Oberstufen. möglichst zentral gelegenen Informationsbereich. Karten. Lehr.und Lernmittelzimmer.00 m2 Raumpilot Grundlagen 539 . Dieses Informationszentrum sollte möglichst über die Unterrichtszeiten hinaus geöffnet sein und auch außerschulischen Nutzern offenstehen.00 m2 circa 6 Carells (Lesekabinen) 16. Schulbibliotheken sind mit Bücherregalen.und Kommunikationsort an zentraler Stelle gut auffindbar untergebracht sein. Mediathek.00 m2 Magazin 20. Ausstellungsbereich und eventuell ein Veranstaltungsbereich. Gruppenarbeitsbereiche. Lage Die Schulbibliothek sollte als Informations-. Verwaltungsbereich und Regalzone. Arbeits.00 m2 Arbeitsraum für Bibliothekare 18. Schulstufenbezogen bestehen unterschiedliche Anforderungen. audio-visueller Bereich. Richtwerte für den Flächenbedarf Bibliotheks-/Mediatheksfläche: circa 0.4 m² bis 0.80 m2 circa 1 Gruppenraum 50.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Recherchieren und Informieren Bibliothek/Mediathek Empfohlen wird das Zusammenfassen von Schulbibliothek.und Fachbereichsbibliotheken zu einem gemeinsamen.

Lernen 3 3 4 4 4 7 1 Beispiel für eine Schulbibliothek M 1:200 1 Ausleihe 2 Büro 3 Einzelarbeit 4 Gruppenarbeit 5 Hörkabinen 6 Computerarbeit 7 Bücherregale 8 Mehrzweckraum 2 8 5 6 540 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren Essen und Freizeit und informieren verbringen Raumpilot Grundlagen 541 Lernen .

Lernen Essen und Freizeit verbringen 543 544 544 544 544 Schulmensa und Freizeiträume Planungshinweise Speiseraum Küchen Personalbereich 542 Raumpilot Grundlagen .

Blatt 6 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Kindergärten. Empfohlen wird die Planung von mehrfach nutzbaren Speiseräumen. Raumpilot Grundlagen 543 Lernen . VDI 6000. ob die Speisen für das Mittagessen angeliefert und eventuell aufgewärmt werden oder ob das Essen vor Ort zubereitet und gekocht wird.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Freibereiche Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Essen und Freizeit verbringen Schulmensa und Freizeiträume Durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsbetrieb gewinnen die Räume für die Essensversorgung und für die Freizeit von Schülern und Lehrern stark an Bedeutung. ► Die VDI-Richlinie 6000. Die Lage der Speiseräume sollte möglichst in der Nähe der Pausenhofflächen und in Kombination mit den weiteren Freizeiträumen vorgesehen werden. Kindertagesstätten und Schulen. die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schulküche genutzt werden können. Blatt 3 / November 2007 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlungsräumen. Bei größeren Schulen wird häufig für die schnelle Pausenverpflegung zusätzlich eine Ausgabetheke oder eine kleine Cafeteria für Snacks und Getränke eingeplant. Der notwendige Flächenbedarf für die zugehörige Küche und Ausgabe ist abhängig davon.

die von außen zugänglich und lüftbar sind. Personalbereich: Neben dem Speisesaal und der Küche sollten auch noch Räume für das Küchenpersonal eingeplant werden. Im Eingangsbereich des Speisesaals sollten Garderoben (ein Haken pro Platz) und Toiletten in ausreichender Anzahl vorgesehen werden. von denen 80 Prozent an der Schule essen. Spülküche: Für die Spülküche muss ein eigener.und Ruheräume vorgesehen werden. Außerdem ist eine kurze Anbindung der Geschirr-Rückgabe von Vorteil. Pausen. Toiletten-. Entsprechend Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) und ASR müssen hierbei Umkleideräume sowie Wasch-.Lernen Planungshinweise 15 15 14 14 10 4 5 13 11 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Küche Essensausgabe Essensbereich Geschirr-Rückgabe Spüle Vorbereitung Vorräte Kühlraum Tiefkühlraum Abfall Personal Umkleiden Abstellraum WC Freizeitraum 7 12 3 2 1 8 13 15 15 13 13 6 9 Beispiel für eine Schulmensa. kann bei dreifachem Platzwechsel folgender Essplatzbedarf angenommen werden: 400 x 80 Prozent : 3 = 107 Plätze Bei Speiseräumen für mehr als 200 Perso­ nen sind die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu beachten. Lager und Anlieferung: Für die Lagerung beziehungsweise Kühlung von Lebensmitteln sollten Räume in ausreichender Größe vorgesehen werden. M 1:500 Speiseraum: Zur Bemessung des Speiseraums kann man überschlägig annehmen: Essensteilnehmer : Platzwechsel = Anzahl der Plätze Grundfläche circa 1. 544 Raumpilot Grundlagen . Küchen: Bei der Planung von Großküchen muss in der Regel ein professioneller Küchenplaner mit einbezogen werden.4 m² pro Platz beziehungsweise 1. von der Kochküche abtrennbarer Bereich vorgesehen werden (kein Spritzwasser auf den Speisen). wenn die Tabletts nicht auf einem Band direkt in die Spülküche transportiert werden.25 m² pro Platz bei Grundschulen Bei einer Schule mit 400 Schülern.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 545 Lernen .

Lernen Nebenräume 547 547 548 549 549 549 549 549 549 549 549 549 550 Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Toilettenanlagen – Bemessung Hausmeisterdienstzimmer Erste-Hilfe-Raum Arzt-Raum Elternsprechzimmer Schülervertretung Lehr.und Lernmittelräume Personalräume Gebäudereinigung Abstellräume Öffentliche barrierefreie Toilette 546 Raumpilot Grundlagen .

Außerdem sollte in jedem Geschoss mindestens ein barrierefreies WC eingeplant werden.Nebenräume Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Funktionsbeziehungen Nebenräume Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Je nach Gebäudekonzept und Schulgröße können die Toiletten für Schüler und Lehrer als Sammelanlagen zusammengefasst werden und geschossweise oder bereichsbezogen im Gebäude verteilt werden.und Aulabereich sollten auch für die außerschulische Nutzung zur Verfügung stehen. 547 . Zusätzlich sollten kleinere Toilettenanlagen möglichst in der Nähe der Unterrichtsräume liegen. Bemessung Für die Bemessung der Toilettenanlagen gibt die ASE BW an: 40 bis 50 Schüler 20 bis 25 Schülerinnen 10 Lehrer 5 Lehrerinnen rollstuhlgerechtes WC 1 Sitz und 2 Stände 1 Sitz 1 Sitz und 1 Stand 1 Sitz Lernen Raumpilot Grundlagen Pro 1 Sitz für Jungen und 2 Sitze für Mädchen ist ein Handwaschbecken vorzusehen. Größere Toilettenanlagen im Pausen.

Kindertagesstätten und Schulen. M 1:200 125 150 150 125 150 Toilettenanlage für circa 300 Schülerinnen und circa 300 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 85 Toilettenanlage für circa 400 Schülerinnen und circa 400 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 548 Raumpilot Grundlagen 45 60 . Die einzelnen Sitze müssen mit mindestens 2 m hohen abwaschbaren Wänden abgetrennt werden.Lernen ► Die Richtlinie VDI 6000. 85 85 150 Toilettenanlage für circa 30 Lehrerinnen und 30 Lehrer mit barrierefreier Toilette 150 165 Toilettenanlage für circa 100 Schülerinnen und circa 100 Schüler mit barrierefreier Toilette Die WC-Anlagen werden grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt und mit Vorräumen versehen. 85 150 Beispiele für unterschiedliche Größen von Toilettenanlagen im Schulbau. Die Vorräume sind mit Seifenspendern. hygienisch einwandfreien Trockenmöglichkeiten. Blatt 6 gibt detaillierte Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Kindergärten. Spiegel und Handwaschbecken auszustatten. ► Bei Vorschulen und Grundschulen muss die Höhe der Sanitärobjekte und der Handwaschbecken der Körpergröße der Kinder entsprechend angepasst werden.

Elternsprechzimmer Der 12 m² bis 18 m² große Raum sollte in Nähe des Lehrerbereichs liegen und für Besucher leicht auffindbar sein.26). Lehr. Der Raum sollte auch über ein Handwaschbecken sowie gute Beleuchtung und Belüftung verfügen (siehe ASE. in dem verletzte Schüler betreut werden können. Arztraum Ein eigener Raum für schulärztliche Untersuchungen ist nicht erforderlich. früher GUV 20. Die Raumbereiche sollten einen Umkleideraum sowie einen Wasch. Zu Planung von Erste-Hilfe-Raum. ist jedoch vom Schultyp und der Schulgröße abhängig. Dafür kann ein kleiner. Die erforderliche Fläche liegt je nach Größe der Schule und Raumprogramm zwischen 24 m² und 60 m². die sich dort aufhalten. Gebäudereinigung Stauraum für die Reinigungsgeräte et cetera mit Wasseranschluss (fugenfreie Hartboden­ beläge empfohlen). Elternsprechzimmer und Arztraum Das Elternsprechzimmer. Wichtig ist nur.beziehungsweise dem Hausmeisterdienstzimmer kombiniert werden. Günstig sind Fenster sowohl nach außen als auch zur Eingangshalle hin. eingeplant werden. ruhig gelegener (Kurs-)Raum verwendet werden. Personalräume Personalräume werden für das Reinigungspersonal und gegebenenfalls für das Küchenpersonal gebraucht. Abstellräume Abstellräume sind in angemessener Größe und Lage vorzusehen. Erste-Hilfe-Raum In Schulen muss mindestens ein Raum vorhanden sein.Nebenräume Hausmeisterdienstzimmer Der Hausmeisterraum sollte circa 12 m² groß sein und gut auffindbar im Eingangsbereich liegen. Die Raumgröße ist abhängig vom Raumprogramm der Schule beziehungsweise von der Anzahl der Personen. 1983. In den Zugangsbereichen sollten möglichst barrierefreie Verkehrsflächen vorhanden sein. dass dieser Raum an einen anderen Raum zum Auskleiden und für Allgemeinuntersuchungen angeschlossen ist.und Toilettenraum beinhalten. Dieser sollte möglichst ebenerdig und zentral liegen und für den Rettungsdienst gut zugänglich sein (Türbreite mindestens 1. der Erste-HilfeRaum sowie der Arztraum können zu einem Raum zusammengefasst werden.und Lernmittelräume in zentraler Lage. Für die Erste Hilfe kann entweder ein gesonderter Raum vorgesehen werden. Lernen Raumpilot Grundlagen 549 .und Lernmittelräume Für ein normales Schulgebäude sollten mindestens zwei Lehr. am besten in der Nähe des Lehrerbereichs. Der Raum muss mit einer Krankentrage oder Liege ausgerüs­ tet sein und sollte über ein Waschbecken mit kaltem und warmem Wasser verfügen. wenn dort die erforderliche Ausrüstung vorhanden ist (GUV-SI 8065.20 m). Die Größe liegt bei circa 18 m². Schülervertretung Für die Schülervertretung muss ein eigener Raum vorgesehen werden. Seite 619). oder er kann mit dem Elternsprech.

Die Greifhöhe liegt bei 85 cm. 20 18 (≥ 90) ≥ 95 6 1 (65-) 70 17 (≥ 220) ≥ 230 13 ≥ 150 (≥ 90) ≥ 95 9 19 20 ≥ 150 ≥ 220 220 150 150 230 ≥ 70 550 Raumpilot Grundlagen 90 1 . Damit der Rollstuhlfahrer auf den Toilettensitz umwechseln kann. Zur besonderen Ausstattung zählen Notrufmelder.50 m x 1.Lernen 150 150 95 95 ► Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39. Wichtige Anforderung: Als Rangierfläche wird eine Fläche von 1. Bei der Planung muss der gegenüber nicht-barrierefreien Toilettenanlagen deutlich größere Platzbedarf beachtet werden.50 m (quadratisch. nicht kreisförmig!) benötigt. die auch vom Boden aus erreichbar sind. 11) Öffentliche barrierefreie Toilette Die Anforderungen an öffentliche behindertengerechte Toiletten sind in der DIN 18024 beziehungsweise zukünftig in der DIN 18040 (Entwurf) festgelegt. muss beidseitig von der Toilette eine Bewegungsfläche vorhanden sein. Der Waschtisch muss unterfahrbar sein. Links und rechts vom Sitz sind Klappgriffe anzubringen.

) dargestellt. ab 35 cm Höhe über Oberkante Fertigfußboden einschränken. stufen. Notrufauslösung in Vorderseite integriert Kleiderhaken in drei Höhen: 90 cm. barrierefreie Toilette entsprechend DIN 180242 und DIN 18040-1 (Entwurf) Die in DIN 18040-1 (Entwurf) abweichenden Werte/Angaben sind in Klammern (. Unterkante circa 95 cm bis 100 cm über Fußboden (Spiegelhöhe ≥ 100 cm) 12 Einhebelmischer mit langem Hebel (≤ 40 cm hinter Vorderkante Waschtisch) 13 Hänge-WC.und schwerelos klappbar. mit Ellbogen möglich Vormauerung/Rückenstütze für Hänge-WC Abfallbehälter. geruchsverschlossen Waschbecken mit Unterputzsiphon.. Höhe inklusive Sitz 48 cm über Fußboden 14 Türe. 150 cm. Beinfreiheit muss über 90 cm Breite gewährleistet sein) 7 Handtuchpapierspender oder Heißluft 8 Druckergarnitur mit Hebel zur Verriegelung 9 Querstange zum Zuziehen der Türe 10 Seifenspender mit Einhandbedienung 11 Spiegel. lichtes Durchgangsmaß 90 cm 15 Beleuchtung 16 Mechanische Lüftung (auch bei vorhandenem Fenster) 17 Abfallkorb für gebrauchte Papierhandtücher 18 Ablagefläche 15 cm x 30 cm 19 Bodeneinlauf (entfällt) 20 Wasserventil mit Schlauch (entfällt) 21 Notrufauslösung durch Zugschalter 16 15 14 11 150 95 95 18 (28) (74-76) 85 12 8 ≤ 80 ≥ 67 2 8 85 3 4 21 5 17 (46-) 48 (≥ 35) 55 70 15 (≤ 10) ≥ 30 (40) 55 M 1:50 210 10 7 Raumpilot Grundlagen 551 Lernen .Nebenräume 150 Öffentliche. 180 cm Spülungsauslösung. evtl. Beinfreiheit 67 cm bis 30 cm hinter Waschbecken-Vorderkante (Siphon- bereich darf maximal 10 cm tief. 1 2 3 4 5 6 Haltestangen..

Lernen 552 Raumpilot Grundlagen .

Freibereiche Raumpilot Grundlagen 553 Lernen .

Lernen Freibereiche 555 556 557 557 557 558 558 558 Schulhof Freiraum – Nutzungsbereiche Planungshinweise Wasserflächen Pflanzen Sitzgelegenheiten Einfriedigungen Bodenbeläge 554 Raumpilot Grundlagen .

Dimensionierung Pausenhöfe sollten offene und offene über­ deckte Flächen besitzen. in den Außenflächen ein differenziertes Raumangebot mit unterschiedlich gestalteten Bereichen anzubieten. ► Dimensionierung Offene überdeckte Pausenhofflächen: 0. Bei Grundschulen sollten 6 m2 je Schüler eingeplant werden. damit auch bei schlechter Witterung ein Aufenthalt im Freien möglich ist. Offene Pausenflächen sollten überschlägig mit 4 m2 bis 6 m2 Fläche je Schüler bemessen werden. Bei entsprechenden Voraussetzungen können auch angrenzende öffentliche Flächen anteilsmäßig als offene Pausenfläche mit angerechnet werden (ASE Baden-Württemberg). Es wird empfohlen. Die Schulfreiflächen dienen beispielsweise als Kommunikationsräume.4 m² je Schüler mindestens 2.10 m lichte Höhe Offene Pausenhofflächen: 4 m² bis 6 m² je Schüler Bei Grundschulen: 6 m² je Schüler (ASE) Raumpilot Grundlagen 555 Lernen . Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen wird empfohlen.10 m lichter Höhe auszuführen.4 m2 je Schüler auszuweisen und mit mindestens 2. als Spiel. diese teilüberdachten Flächen der Wandelhöfe et cetera mit 0.und Erholungsflächen oder auch für den Außenunterricht in Freiklassen.Freibereiche Ankommen Allgemein unterrichten Nebenräume Fachbezogen unterrichten Freibereiche Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Funktionsbeziehungen Freibereiche Schulhof Allgemein In Pausenräumen und auf Schulhofflächen findet eine Vielzahl unterschiedliche Aktivitäten statt.

spielen. üben.Lernen Rückzugsbereiche – überdachte Aufenthaltsbereiche – geschützte Sitzecken für kleine Gruppen mit Tisch – Lerngruppen – modelliertes Gelände mit Nischen und Sitzmöglichkeiten warten. lernen. geschützt spielen oder sitzen Unterschiedliche Freiraum-Nutzungsbereiche 556 Raumpilot Grundlagen . sitzen. trinken. ausprobieren. pflanzen. klettern. ausruhen. raufen. versammeln. Außenunterricht versammeln. treffen. treffen. gärtnern. Teichanlage – Bepflanzungen. plaudern. pflegen. streiten Begrünte Bereiche – Schulgarten. sitzen. sich austauschen Freiklassen.und Präsentationsbereiche – Aufstellfläche für Schülerarbeiten – freie Flächen für Versammlungen – Veranstaltungen. Bäume. Hecken et cetera als Lernumgebung säen. veranstalten. prügeln. essen. Schülerarbeiten präsentieren Bewegungszonen – Ballspielzonen – Klettergeräte – Spielplatzflächen – Fahrradübungsgelände laufen.

Pflanzen mit Dornen oder Allergie auslösende Pflanzen sind ebenfalls zu vermeiden. § 14). die zur Bewegung anregen.und Lieferfahrzeuge müssen auf einer Breite von mindestens 3. Freiklassen sollten so orientiert und gestaltet werden. Pausenhallen können mit Verbindungsgängen. Wassertiefe 120 ≤ 40 ≥ 100 Teichanlage. § 14).50 m freigehalten werden und ausreichend tragfähig sein. Abfalleimer sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Pflanzen Es dürfen grundsätzlich keine Giftpflanzen angepflanzt werden. M 1:50 Planungshinweise Pausenhöfe sollten möglichst gut besonnt und windgeschützt sein. Eingangshallen. Müll. Raumpilot Grundlagen 557 Lernen . Bei großen Schulanlagen sollten den verschiedenen Altersstufen getrennte Pausenbereiche zugeteilt werden. Wasserflächen Wasserflächen wie Teiche und Feuchtbio­ tope können in Schulgärten und Pausenhöfen zu Lernzwecken angelegt werden. Notwendige Verkehrswege und Treppen oder Hindernisse müssen mit mindestens 5 Lux nach DIN 5035-2 beleuchtet sein (DIN 58125. § 14 und GUV-V S1. Vorhandene Spielgeräte nach DIN 7926 sollten den Sicherheitsanforderungen nach DIN EN 1176-1 bis DIN EN 1176-7 gerecht werden. Sie sollten Bereiche enthalten. Die Zufahrten für Feuerwehr-. und möglichst Spiel-. Sitz. Hecken oder heckenartige Bepflanzung erfolgen (DIN 58125. Speise. Sie sollten außerhalb von Lauf. dass bei ihrer Nutzung keine Störungen in den sonstigen Unterrichtsräumen entstehen.und Mehrzweckräumen kombiniert werden.20 m sowie eine mindestens 1 m breite Flachwasserzone mit maximal 0.40 m Tiefe am Rand aufweisen.und Bewegungsspiele) angeordnet sein und eine maximale Wassertiefe von 1. Bei Grundschulen stehen Spielflächen und unterschiedliche Spielgeräte stärker im Vordergrund. § 14 und GUV-V S1. Ansonsten muss eine Sicherung des Uferbereichs durch Zäune.und Spielbereichen (Ball.Freibereiche Vegetation als Puffer max.und Naturbereiche beinhalten.

Diese sind weitgehend unabhängig von der Größe der Schüler nutzbar. Stufenanlagen und dergleichen zu variablem Sitzen in verschiedenen Positionen einladen. 95 Abgestufte Sitzlandschaft. § 14). 80 ca. 80 ca.Lernen ca. Sie können sowohl einzelnen Schülern wie auch Klein.oder Großgruppen Sitzgelegenheiten bieten. 558 Raumpilot Grundlagen . um Verletzungen zu vermeiden. Einfriedungen Zäune. M 1:50 Sitzgelegenheiten Neben Bänken können auch raumlandschaftliche Elemente wie Podeste. Bodenbeläge Die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Freien müssen auch bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. § 14 und GUV-V S1. Gitter und sonstige Einfriedungen dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Teile besitzen.

Bauausführung Raumpilot Grundlagen 559 Lernen .

Lernen Bauausführung 561 561 561 561 562 563 564 565 565 565 565 565 566 566 Planungsregeln. Normen und Verordnungen Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Abstreifmatten Rutschfestigkeit von Fußböden Bauteile. Oberflächen und Kanten Verglasungen Umwehrungen/Geländer Treppen und Rampen Außenbereiche Beleuchtung/Leuchtstärken Belüftung Türen Fenster 560 Raumpilot Grundlagen .

§ 5 und GUV-V S1. Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Entsprechend DIN 58125. ► Hinweis Wesentliche Planungsanforderungen finden sich unter anderem in der Mus­ ter-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR. Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm. Die Sicherheitsanforderungen im Schulbau sind teilweise höher als die sonstigen Standards wie sie beispielsweise für Wohngebäude gefordert werden. Auf den folgenden Seiten sind wesentliche Hinweise aus diesen Planungsvorgaben in einem Überblick zusammen­ gestellt. Juli 1998). Handelsübliche Matten besitzen eine Bauhöhe von circa 25 mm bis 40 mm. Richtlinien. Unfallverhütungsvorschriften der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). Normen und Verordnungen In den Bauordnungen der Länder und in verschiedenen DIN Normen (vor allem DIN 58125 / Juli 2002 „Schulbau“). § 5 beziehungsweise GUV-V S1. in den Muster-Schulbau-Richtlinien und in den Schulbauempfehlungen finden sich detaillierte Planungsvorgaben und Planungsempfehlungen für Schulbauten. Falls Einzelstufen unvermeidlich sind. Raumpilot Grundlagen 561 Lernen . § 5 ). Stand 10. müssen sie optisch von den angrenzenden Flächen deutlich abgesetzt werden.Bauausführung Planungsregeln. die über die gesamte Durchgangsbreite mit mindestens 150 cm Tiefe stolperfrei (flächenbündig) verlegt sein müssen (DIN 58125. § 5 sind in Schulgebäuden Stolperstellen und Einzelstufen grundsätzlich zu vermeiden. Abstreifmatten In Eingangsbereichen sind oberflächenbündige Abstreifmatten gefordert.

wobei R 13 die höchste Rutschhemmung bezeichnet (siehe DIN 51130). im Eingangsbereich Bodenklasse R10 zu verwenden. Hinweis: Es wird empfohlen. § 14). R 10 R 9 bis R 12 R 9 bis R 13 Das „BGIA-Handbuch“ enthält eine ausführliche Liste über die Rutschfestigkeit von Fußbodenbelägen verschiedener Hersteller. Juli 1999 (aktualisiert 2007) „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“ . evtl.: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin.Lernen > ° 35 3 R1 bis 35 ° Rutschfestigkeit von Fußböden 2 R1 ° 28 20° bis 27° R11 is 11° b Zuordnung der Gesamtmittelwerte der Neigungswinkel zu den Bewertungsgruppen der Rutschhemmung (GUV-R 181) 10 19° R Für die verschiedenen Nutzungsbereiche werden in Schulen unterschiedliche rutschhemmende Eigenschaften in der Einstufung zwischen R 9 bis R 11 gefordert. Oktober 2003 „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ . (Hrsg. § 14 und GUV-V S1. B und C. B A R11 R10 R9 Sanitärräume Allgemein Duschräume Umkleiden Pausenhöfe Lehrküchen Klassenräume Werkräume Treppen Keramische Bodenbeläge Gitterroste PVC Elastomer Laminat Linoleum Textile Bodenbeläge Naturstein R 9 bis R 13 R 10 bis R 13 R 9 bis R 10 R 9 bis R 10 R 9. 2003) 562 Raumpilot Grundlagen . wobei C die höchste Rutschhemmung bezeichnet. erfolgt die Einstufungen über die Kategorisierung A. Ist Barfußnutzung (Duschen et cetera) vorgesehen. R 10 R 9. An Chemieräume werden besondere Anforderungen gestellt. Auch die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Außenbereich müssen bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. Angaben entsprechend der GUV-R 181. Rutschfestigkeit verschiedener Bodenbeläge 6° bis 10° R9 Erforderliche Rutschhemmung in Abhängigkeit von der Nutzung. Angaben zur Rutschhemmung in Nassräumen macht die GUV-I 8527 . evtl.

Türen. Oberflächen und Kanten r ≥ 2 mm Erforderliche Kantenrundung M 1:5 Um Verletzungsgefahren zu vermeiden. Je nach Material sollten Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet beziehungsweise gefast. müssen diesen Anforderungen entsprechen (DIN 58125.Bauausführung Bauteile. Bedienungshebel et cetera. Auch sonstige Einrichtungen. werden an die Oberflächen von Wänden und Stützen bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche besondere Anforderungen gestellt. § 6 und GUV-V S1. Neben einer möglichst glatten Oberfläche ohne vorstehende Grate et cetera wird für deren Ecken und Kanten eine nicht scharfkantige Eckausführung gefordert. ≥ 200 Aus Sicherheitsgründen (Verletzungsschutz) gelten besondere Anforderung an die Beschaffenheit von Wandoberflächen bis 2 m Höhe Raumpilot Grundlagen 563 Lernen . gebrochen oder bei Putzausführung mit gerundeten Eckputzschienen ausgeführt werden. Möbel werden bezüglich ihrer Ecken und Kanten wie Bauteile behandelt. wie Fensterbänke. § 6).

wenn die Verglasung ausreichend abgeschirmt ist. Als ausreichende Abschirmung gelten eine mindestens 1 m hohe Umwehrung oder ein Geländer. § 7 und GUV-V S1. § 7). Als ausreichend umwehrt gelten auch Fenster. Für die Erkennbarkeit werden Strukturierungen. Gesicherte Kipp. Farbgebungen oder die Anordnung von Querriegeln et cetera auf Gläsern empfohlen (DIN 58125. ≥ 100 Anforderungen an Verglasungen im Aufenthaltsbereich von Schülern 564 Raumpilot Grundlagen ≥ 80 .und Schwingflügel ≥ 20 Diese Sicherheitsgläser sind nicht notwendig.Lernen Verglasungen In Aufenthaltsbereichen von Schülern müssen Verglasungen – auch die Verglasungen von Möbeln – bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche bruchsicher ausgeführt werden (Einscheibensicherheitsglas ESG beziehungsweise Verbund-Sicherheitsglas VSG. Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen müssen leicht erkennbar sein. oder eine bepflanzte Schutzzone vor der Verglasung. das mindes­ tens 20 cm vor der Verglasung angebracht ist. kein Drahtglas). bei denen die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und die Fensterbänke mindestens 20 cm tief sind.

Bänke oder deutliche Markierungen ausreichend.30 m bis 1 m sind Sicherungen wie Pflanztröge. GUVV S1. jedoch sind Umwehrungen oder Geländer mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m erforderlich (DIN 58125. § 14). § 38). von Flächen mit einer Absturzhöhe von mehr als 12 m mindestens 0. Treppengeländer und Treppenbrüstungen in Schulen müssen jedoch mindestens 1. verteilen. bei denen Absturzgefahr besteht. die vorgeschriebenen Mindesthöhen eingehalten werden (MBO 2002. Seite 486 bis 488. § 8).80 m.Bauausführung Umwehrungen/Geländer Schüleraufenthaltsbereiche.und Verwaltungsräume Werkräume Holz und Metall Maschinenräume Werkbereich Lehrküchen Speiseräume Informatikräume Toilettenräume Außenbereich . § 26).10 m Mindesthöhe gefordert (MBO 2002. Seite 519. Bei mehr als 12 m Absturzhöhe sind laut Musterbauordnung Geländer mit 1. § 8. In Schulen sollten alle Bereiche mit künstlicher Beleuchtung entsprechend der Anforderungen der DIN 5035-4 ausgestattet sein Außenbereiche Im Außenbereich ist auf rutschhemmende Bodenbeläge (auch bei Nässe) der Flächen und Wege und auf eine ausreichende Beleuchtung der Verkehrswege mit mindes­ tens 5 lx Nennbeleuchtungsstärke nach DIN 5032 -2 zu achten (DIN 58125. § 26 und GUV-V S1. Beleuchtung/Leuchtstärken Eine ausreichende und gleichmäßige Ausleuchtung der Verkehrswege und der Aufenthaltsbereiche trägt wesentlich zur Unfallvermeidung bei. Pflanzstreifen. wenn durch andere Vorrichtungen. zum Beispiel Geländer. Bei mehr als 1 m Absturzhöhe sind die Anforderungen der Bauordnungen der Länder zu beachten. flüchten“ . In vollständig verdunkelbaren Räumen sowie in den Fachräumen für Chemieunterricht und in den Werkstatträumen für die Holzverarbeitung kann der Einbau einer raumlufttechnischen Anlage notwendig sein (DIN 58125. Treppen.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). Rampen Siehe Unterkapitel „Erschließen. Geringere Brüstungshöhen sind zulässig. Art der Nutzung Nennbeleuchtungsstärke 50 lx 100 lx 500 lx 300 lx 500 lx 500 lx 200 lx 500 lx 100 lx 5 lx Lüftung Siehe Unterkapitel „Allgemein unterrichten“ . § 38). § 14 und GUV-V S1. Fensterbrüstungen von Flächen mit einer Absturzhöhe bis zu 12 m müssen mindes­ tens 0. Raumpilot Grundlagen 565 Lernen Verkehrswege in Gebäuden Treppen in Gebäuden Klassen. müssen gesichert sein.90 m hoch sein. Bei höher liegenden Flächen mit einer Absturzhöhe von 0.

Die Forderung nach Barrierefreiheit muss hierbei zusätzlich beachtet werden. Die Fensterbeschläge müssen gerundet sein. flüchten“ . In Ausnahmefällen können Werkstätten. Türen zu Räumen müssen so angeordnet sein. Türen zu Unterrichtsräumen sollten mindestens 1 m in der lichten Durchgangsbreite messen (gefordert 0. Sinnvoll ist eine einheitliche Türbreite von 1 m. Bei Schiebefenstern sind Vorrichtungen notwendig.10 m betragen. Fenster Sämtliche dem Unterricht dienende Räume müssen Fenster mit Ausblick ins Freie haben. § 10). indem die Türen in die Räume aufschlagen. Dazu sind normalerweise Öffnungsbegrenzungen bei Schwingflügeln erforderlich und Sperrsicherungen an DrehKipp-Beschlägen.Lernen Türen Siehe Angaben zu Türen im Unterkapitel „Erschließen. dass der zweite Rettungsweg über festgelegte Fensterflügel und die Feuerwehrleiter führt. Fenster dürfen beim Öffnen und Schließen sowie in geöffnetem Zustand niemanden gefährden. Die vollständige Lüftungsfunktion muss jedoch gewährleistet sein (DIN 58125. die den Schließvorgang abbremsen. § 10 und GUV-V S1.und Putzräume fensterlos sein oder mit Tageslicht von oben belichtet werden (ASE BW). Seite 483. Das kann erreicht werden.90 m in SchulBauR). Ansonsten ist ein zweiter Fluchtweg über Anleitern der Feuerwehr in Schulen jedoch nicht erlaubt! 566 Raumpilot Grundlagen . Die lichte Höhe aller Türen sollte mindestens 2. In diesem Fall dürfen die entsprechenden Fensterflügel natürlich nicht mit einer Sperrsicherung versehen sein. Lehr.und Lernmittelräume sowie Sammlungs. Bei älteren Schulen (Baugenehmigung vor Januar 2001) kann das Rettungskonzept vorsehen. verteilen. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden. in Nischen oder am Ende des Flurs angeordnet sind.

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 567 Lernen .

Lernen Planungsregeln/Literatur 569 570 Planungsregeln Literatur 568 Raumpilot Grundlagen .

Kindertagesstätten. Juli 1983 Gesetze/Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Verordnung über die Förderung des Schulhausbaus bei Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulbauverordnung – VOSchuolBau) vom 28. Juli 1998 Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhausbaus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien – SchBauFR) vom 3. Schulen Empfehlungen Allgemeine Schulbauempfehlungen für Baden-Württemberg (ASE) vom 8.89 Beiblatt 1 zu DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Maßregeln. Wege.89. Januar 1977 . Juni 1999 Verordnungen der Gesetzlichen Unfallversicherung GUV-V S1 / Mai 2001 / Unfallverhütungsvorschrift Schulen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-I 561 / April 1991 / Treppen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-R 181 / April 1994 / Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr GUV-I 8527 / Juli 1999 / Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche Raumpilot Grundlagen 569 Lernen . Plätze. Änderungen 7 . Februar 2006 VDI Richtlinie 6000 / Blatt 3 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. öffentliche Verkehrs. Hauptmaße DIN 51130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaften – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise Berichtigung 1 zu DIN 4109 / August 1992 / Berichtigungen zu DIN 4109/11. Versammlungsstätten und Versammlungsräume VDI Richtlinie 6000 / Blatt 6 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. DIN 4109 Beiblatt 1/11. Stand 10.89 und DIN 4109 Beiblatt 2/11. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Kindergärten.

Reinhard: Treibhäuser der Zukunft. Zürich 1966 570 Raumpilot Grundlagen .Lernen Literatur Dudek.): Schulen in Deutschland. Herman: Space and Learning. Stuttgart. (DVD-Dokumentation). Rotterdam 2008 Kahl. Arno. Schulen und Kindergärten. Mark: Entwurfsatlas. Alfred: The new schoolhouse. Pampe. Boston. Zürich 2010 Wüstenrot Stiftung (Hrsg. Basel. Barbara: Raumpilot Lernen. Zürich 2004 Roth. Berlin 2007 Hertzberger. Stuttgart. Weinheim 2004 Lederer. Neubau und Revitalisierung.

Anhang 572 573 579 Abkürzungen Index Danksagung Raumpilot Grundlagen 571 .

Grundfläche BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung) DIN Deutsches Institut für Normung (Deutsche Norm) DIN EN Europäische Norm.V. die vom Europäischen Komitee für Normung herausgegeben wird und von der nationalen Normungsorganisation als DIN EN übernommen wird EAE Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen EAR 05 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs 2005 EnEV Energieeinsparverordnung FEM Fédération Européenne de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.und Lagertechnik) FGSV Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen GaVO Verordnung des Wirtschafts ministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung.und Abfallgesetz) RASt Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen SchBauFR TG TRA VDI VkVO VStättVO WE WoFlV Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhaus- baus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien) Tiefgarage Technische Regeln für Aufzüge Verein Deutscher Ingenieure Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (Verkaufsstättenverordnung) Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung) Wohneinheit Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung) 572 Raumpilot Grundlagen . GRZ Grundflächenzahl GUV Deutsche Gesetzliche Unfall versicherung ISO Internationale Organisation für Normung ISO Norm Eine von der Internationalen Organisation für Normung herausgegebene Norm LAbfG Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen und die Behandlung von Altlasten in Baden-Württemberg (Landesab- fallgesetz) LBO Landesbauordnung LBO BW Landesbauordnung Baden Württemberg LBOAVO Allgemeine Ausführungsverord nung des Innenministeriums zur Landesbauordnung (Anhang I/1 der Landesbaourdnung Baden- Württemberg) MA Mitarbeiter MBO Musterbauordnung MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hoch häusern (Muster-Hochhaus- richtlinie) KrW-/ Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der AbfG umweltverträglichen Beseiti gung von Abfällen (Kreislaufwirt schaft. Index Abkürzungen ASE Allgemeine Schulbauempfeh lungen ASR Arbeitsstätten-Richtlinien ArbStättV Arbeitsstättenverordnung BGF Brutto. Anhang I/4 der Landesbauord nung Baden-Württemberg) GFZ Geschossflächenzahl gif Gesellschaft für immobilienwirt schaftliche Forschung e.

............... 475 Anthropometrie...................................255.. 257 .......................... 246 Bettenaufzug..................................................421 Außenluftqualität. 518............................................................................................ 258............................................................205 Einzelarbeitsplatz.......................................267 ..........426 Bad.....185-192..239......................................................................................... 267 .........45...................................................................................351 Dunstabzug.......326 Baunutzungskosten.................................................................................................45..................................................234 Einspänner..................... 389 Allgemein unterrichten........................................................................ 543 Chemiesaal......559 Baukosten.........................11-30 Arbeiten.........................................................505...................366..............................................................................................267 Balkon.......................................................................... 549 Abstreifmatte..547 .................. 326.................................. 430 Belichtung................................................................. 565 Beleuchtungsstärke.......................:.325 Bügelbrett..........................................................................................................................269 Billard.......................................37 Belagrampe..................................................................................................... 246 Einzeltisch.......................................167 Einstrahlwert..........................309 Doppeldeckeraufzug...............370 Dreibund.327 Baunutzungsverordnung..85 Bewegungsflächen................................................... 257 .......... 519............539-540 Bidet......................203-209 Arbeitsplatz............................................ 518 Belüftung...........................................................363 Dichte..................... 427-434................................................................285-291 Aufbewahren barrierefrei..............359 Duschwanne..................................................................................................................................268...............................................178..........................................................218-221 Einbund......................234-239.......... 562 Briefkasten................................. 77-98 Aufzug barrierefrei.................92 Aula................................................................................... 361-376 Einrichtungsmaße Schlafraum............................................................................................................................... 519 Bemessungsfahrzeug................................ 361...163 Bodenbelag..... 477 Außengangerschließung..................................................................................................................................Index Abfall.............................347-451............................. 303.......393 Doppelbett................... 520 Atrium................................380-406 Bushaltestelle........................................................................ 509 EAR......................253..................................................................................................................................................479 Business Club.........................................................................................................................................................................233..255................269 Raumpilot Grundlagen 573 .......................................................................................................................................................................202 Durchfahrt Feuerwehr.433 Blockrandbebauung.............................256.................................................................................................................................... 172 Außenlärmpegel..177 .................................282-284................................................................... 327 Einfriedung (Lernen) ...................558 Eingang................................314-319 Bandfassade.....55 Beleuchtung............................................................................................................................................................................................................ 234-239......................................................143 Besucherstuhl........................................................................105 Durchwohnen-Prinzip..........................................180 Duschbad................. 379 Arbeitsplatzgestaltung.......................................... 518...................................................324 Bedienhöhe barrierefrei............. 94-97 Aufzugsgruppe.............389-405 Ausgang.......................... 379 Einzelbett........ 521........................93 Doppelhaushälfte............................ 525 Chemikalienraum..269 Drehflügeltür................................................................ 368 Bruttogrundfläche.........255...........................................................................314 Atriumhaus.................................................................................................................................................366 Bürotypen................ 288 Bürogebäude.....157 Doppelarbeitsplatz... 393 Arztraum (Lernen).....................359.........................................170.................526 Computer.440 Barrierefrei......................................290-291 Aufstellfläche Rettungswagen.......22 Bibliothek (Lernen)................................................................561 Achsmaß (Arbeiten)...............185....................................351 Einfamilienhaus................122 Einbruchschutz.......................................549 ASE.266 Dynamisches Sitzen..................................................256.....................................251-259 Arbeiten und verwalten (Lernen)........................................ 290.................................. 259...106 Durchgang Feuerwehr..513-521 Ankommen......................................................................... 508 Corporate Identity................................ 561......................146-151 Einzeilige Küche......................................................................385 Cafeteria.........................................................................529.....31-48 Bauausführung (Lernen) ..................... 295.............556 Bequemlichkeitsregel.............................. 265 Abstellraum.................192 Essplatz............................................162 Aufbewahren.................................................108 Bewegungsflächenbedarf........................................................................................................................................................................380-406...........525 Blendschutz.. 423-426........498 Einzelwaschtisch......................................................................................................................506 Einzelunterricht.............119 Bepflanzung (Lernen)...........162...................261-277 Badewanne............. 411 Abstandsfläche.......................................................229 Biologieunterricht........................................................................................................ 293-302................42 Behinderung...................................190................................................................375 Bett..............................287 .....54 Besonnungsdauer.................................................................162 Doppelwaschtisch...................491 Ausbauraster...............................107 Aufzug........... 427-434. 270 Dusche (Arbeiten)....................531-535 Arbeitsdreieck Küche...........................................................................164...............................

...............................................229 Kleiderschrank.....................................................................................................................................................325 Konstruktionsraster................. solare..... 425...........................................................................Index Elektrorollstuhl..........549 Gebäudetiefe...................................................162 Kinder wohnen.......204 Kombibüro.................523-529 Fahrbahnbreite............................................................................................213-221 Expressaufzug............................................................................................................................150 Entsorgen..................................99-108 Feuerwehraufzug.120-121 Garderobe...................... 488 Handwaschbecken......................................200..........................505.........................165-173......241-249 Klassenraum.............. 549 Essen................................170-173 Hüllfläche.................... 101 Hochschrank............................................................................................................ 481-489 Erschließen....................................................................119 Faltrollstuhl........................................196 Fußboden rutschhemmend...208-212 574 Raumpilot Grundlagen ............................................444 Elternsprechzimmer............................................................................................................................... 541-543 Kettenhaus....................................................................................................................................................246 Kinderwagen........................................................... 383 Konstruktionsgrundfläche...........................................................141-152 Energie...........................................229 Flur.... 477 ...................328-329 Hydraulikaufzug.......................193-212 Küche barrierefrei.............................380......................................................55 Flexibilität............................. 483-484 Flügel..........................................11-29 Krankentransport.........................213-221 Essen und Freizeit verbringen.................................................217 Geh-/Fahrhilfen................................144 Greifraum.........................................................118-139........ 316................................................ 207 ........................................................................269 Hausarbeitsraum..........................................................................................................60 Geländer..........417 Körpermaße.......38 Fassade.....421 Geschossflächenzahl....324-325 Flächenmodul......88 Freibereich............................ 486-487 ....................118-139 Fahrkorb..................359 Erschließen...................................311-319...............................................................................293-302 Entsorgen barrierefrei.. 188 Kinderzimmer................ 375............................................................................................. 179.......................381..................368 Flächenberechnung.............429...........................................................................................28 Großgarage...........................................241-249 Kinderbett........................562 Garagenverordnung...............549 Herd....................................................................218-221 Esstisch...165-173.....................................401-406 Fluchtweg................................. 364 Fahrgasse.................................................................................................................................. 518 Feuerwehr............. 359......................................................... 565 Gemeinschaftszone...................... 384 GUV-Richtlinien.......................................................................................138-139 Fahrradstellplatz...............................63 Küche..... 509 Erholen........523-529 Fachklasse..................40 Gehbereich Treppe............. 202 Hochhaus...........137-139.............39.......46.......................................................... 519 Gäste-WC..............................................................399 Grundflächenzahl................................................................................................. 216 Essplatz.....................................234-235 Kleingarage...............................................................................................................65-66............. 363 Erschließungsfläche.......................94 Feuerwehrschlüsseldepot..........381 Erste-Hilfe-Raum.............................80 Fahrkorbvarianten...................................................... 101-104...189.................................................................................92.................................................................................177 Gedeck.................................................190 Kochen................................................................... verteilen und flüchten (Lernen).......................................................................462 Gleichstellungsgesetz...................................279-284 Haushaltsabfall...............510-521 Klavier.....................................302 Ergonomisches Mobiliar.............................................................483-489 Handlauf................................................359......193-212 Kofferküche.............................93 Fachbezogen unterrichten...............................67 ..................................................................................................................................................393 Flachrampe.......................................................................................36 Globalstrahlung...............................................................................373 Energie............................................200 Horizontalerschließung....................................................136-139 Fahrradabstellfläche................................................................................................................................................................................................................................. 435-445 Fassadenraster............................................................................................ 553-558 Funktionsküche.......................................293-302 Hausmeisterdienstzimmer.389-399 Fenster............421..541-544 Essküche............. 566 Fensterflächenanteil........................................................83 Kantine.................263-264 Gebäudereinigung........................................................................330 Erschließungssystem.....................................................................................415.......481-489 Erschließungsarten.......493-494 Gerätestellfläche Küche..........161 Gruppenbüro....202 Geräuschpegel..........................387-406 Kopierraum.............................................................................................................................................125 Klingelanlage......................................................................................................................... 478 Fahrzeuge..........................................................................................................................................................................................................................................................39 Elementfassade..81 Fahrrad............................. 483 Förderleistung Aufzug....................196.............................425...........................127 Großraumstruktur..549 Empfang (Arbeiten).....................................................52...............161 Geschosszahl Schulen.............................................................................................................................................................................................................................................

.........128 LAbfG............................... 377-386 Orientierung............................................................................549 Personenaufzug.........................359........... 488 Notwendiger Flur............................................ 102....................422 Lüftung.......................................... 469-473 Reihenhaus..................296-302.........128.................................................................140 Planungsregeln/Literatur (Rettung)...............................................398...................103.......................521.......................182...............................................................377......438-439 Loggia.............. 549 Rampe.................................................. .......................................426 Materialraum.....................................................................308-309 Oberschrank Küche........433 Leuchtstärke..................539 Mietflächenberechnung MF-G............. 129 Raster........................526-527 Leitertreppe............................................................200-201 Ökonomie........... 313 LauflängeTreppe...........................114-117 ........................................103 Notwendiges Fenster........................................................................................................101.....................................................126 Mobilitätseinschränkungen......................459-462 Ladehof (Arbeiten)....... 459-462 Parkdeck............321-331 Organisation.....................................453-570 Lernformationen.....................................................................537-540 Reinigen und Pflegen....................................................................................................... 416 Längsaufstellung................................................................................................ 16-30 Physiksaal.............................549 Leuchtdichteverteilung.....................................................................................................38 Modellraumprogramm Schule..................................... 484 Notwendiger Stellplatz...............261-277 Reinigen und Pflegen barrierefrei................. 528 Nasszelle. 52........ 545 Nettogrundfläche.... 365 NotwendigerTreppenraum..................................................447-451 Planungsregeln/Literatur (Aufzug)...........................................................................................415...............396.....................................................................301.....366 Private Freibereiche..255............................................................................... 415 Müllraum.................. 373 Rollator...................... 406 Raumakustik Klassenraum..................................................................... 518 Raumprogramm................................................................................237 Mediathek..............................261-277 ........................................................60 Lehrerzimmer.....................................................................................................469-473 Modulor..................................104 Nutzfläche................................416 Liegestuhl...............380...............................................................162......................................................................................112-113 Müllabstellfläche.......................................425 Luftwechselzahl...................303-309 Nutzungsneutral barrierefrei ...............................................................................................................................................................................427-434 Liegeraum.................................................................................................................................................. 404 Rastermaß 135 cm..............................................................................13 Modulordnung.........................................................................................................................................118 Pausenfläche................................................................................ 121 Lärmeintrag.... 565 Licht....314 Luftbelastung..478 Planungsregeln/Literatur (Anthropometrie)........................................................................................................................... 366 Musischer Unterrichtsbereich.................535 Rettung.......................................................14-15....................422 Laubengang.....................................................................................................................................................................................................274-277 Rektorat..........311-319 Private Freibereiche barrierefrei................152 Planungsregeln (Ruhender Verkehr).........355-360...................................................... 405 Rastermaß 150 cm......................................495-501 Lernmittelraum..........................98 Planungsregeln/Literatur (Barrierfei)........411......................................................................74-75 Planungsregeln/Literatur (Wohnen)........................................................................................................................... 484...................Index Küchenformen...............391 Motorisierung..................................525-527 Nebennutzfläche (Lernen).394....55 Lernen.360 Mittelgarage................99-108 Rettungsgeräte.........................................................................................................................................................................................366 Lager (Arbeiten)..........................................................84 Perzentil................................ 407 ..316 Lochfassade...................................................................................43...................... 484 Rezeption.....................................................................................................................................................318-319 Programm........... 488 Rampeneinfahrt...................... 565 Lüftungsklappe.........................567-570 Planungsregeln/Literatur (Energie).............365 Parkgarage.................................406 Rastermaß 120 cm.............................................. 423-426....................203-207 Kundentheke.........................................................................................38 Raumpilot Grundlagen 575 ....................325 Nutzungsneutral......531-535 Lehrmittelraum......... 326.............................................................528 Matratze................................30 Planungsregeln/Literatur (Arbeiten)......................................................... 329 Recherchieren und Informieren......................55.........................366...................................................................................51.......425 Luftschalldämmung......... 528 Raumhöhe................................. 550-551 Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich................38 Rollstuhl..........53 Lauflinie Treppe............549 Lehrsaal..................................................................337-346 Poststelle..............................359 Lagerraum.................................................................118..........355-360..........................................105 Rettungsweg.................... 469-473 Putzraum............295 Lage und Orientierung (Lernen).......461.............170-172......................................................108 Planungsregeln/Literatur (Treppe)..............................................................................................................525 PKW-Stellplätze Schule.47-48 Planungsregeln/Literatur (Lernen)............................................... 553-558 Personalräume Schule....................................325 Notwendige Treppe........471 Nebenräume.......................373-374 Kuppenausrundung..... 73........................

.........................................................557 Sportrollstuhl............................................217 ...... 365...................................... 485-486.......................................................................................................................................... 349..... 478 Stichflur...........526 Sanitärraum.....................................................................................................................................................132 Schrägaufstellung Parken............................. 421.....199 Urinal................... 471 Verschattung...........121...................................................................................................................................54 Schulbibliothek...........................................105 Sichthöhe........564 Verkehrsfläche....271 Vorbereitungsraum............................................................... 505...............................58 Treppensteigung.................. 301-309 Schleppkurve.........................................................................49-73....................................534 Vollbad.................................................55 Treppenteile.............................461 Schulsystem.....190 Ruhender Verkehr.................................................................................................537-540 Schülervertretung............................. 487 ............................... 121................................................................ 486 Stellplatz.......... 486 Treppenarten............................................544 Städtebau.......... 521 Schallschutz.....................................253 Terrasse.................. 316..................544 Spielgeräte........................ 550-551 Toilettenanlage.....................................510-511 Skylobby..........................................................................325 Teeküche.......................................................................461...................................................376 Vertikalerschließung......... 547 Treppe................................416 Rundschiebetür.....................................................433-434 Sonnenstandsdiagramm...............................351..............................................................................................................562 Sammlungsraum....................................................................................................................412..............42 Sitzen...................................................................................541-544 Schulmöbel..................... 123 Schrankküche..........325.274...................................................93 Typologie.............................................................................................................. 509 Tischfußball.................................................518 Tageslichtlenksystem....... 419..............549 Schulgarten............................................................. 365........................................................................................................................145 Ver... 256......................231-239 Schlafzimmer..... 391-392 Tisch..............................................................................................................................................................................................................104.....................56 Treppendurchgangshöhe.....392 Stutzflügel..................430 Technische Funktionsfläche............................................................556-557 Schulgrundstück......................431 Tageslichtquotient...............................................................................................................................................314 Tiefgarage..................43 Seilaufzug..229 Tafel Klassenzimmer........................ allgemein...........269 Veranstalten und Feiern...........................................................................112-117 ....................................472 Unterschneidung......................... 484 Stufen. 276..............................................................................282 Twin-System....................................................41 Sehbehinderung......................65...............................................................................557 Telearbeit..............366 Verteilerfunktion.......38 Spüle.....Index Rollstuhlabstellplatz.....109-123 Stellplatzbedarf....................526 Vorwandinstallation Bad................................................................................266..............................297 Steigungsverhältnis... 359............ 412-414........ 269.......................................... 526 Umwehrung...................62 Treppenraumprofil........................56 Treppenpodest......................155 Standplatz...............................200 Spülküche (Lernen)...............455-457 Schwellen barrierefrei........226-230 Solare Einstrahlung................................................................411 Teich Schulhof.............235-239.................... 486 Treppenlaufbreite.............513-529 Unterrichtsbereiche.............................................................................................................93 Sofa.....................53 Trockner.................229 Toilette.......261-277 ..................................... 273 Toilette barrierefrei..................................53-72.............................................................................71................... 521 Schlafen...............................167-169 Speisesaal..........................................................................................................................................................................................................................und Entsorgung..................................................................54 Sicherheitstreppenraum...................................................................109-140 Ruheraum.................................................................175........................503-511 Schulstandort......................82 Sekretariat Schule............................................ 553-558 Schulleitung....................................503-511 Sitzplatzanordnung..............................561-566 Sicherheitsregel.......................................227-230 Sicherheitsanforderungen Schule........................................................... 277 ........................... 463 Übungsraum..................................................................................141-151 Sonnenscheindauer.............................535 Senkrechtaufstellung Parken...................................335.........................................333............167 Verwaltung..............................143 Spänner..........................................................................370 Rutschfestigkeit...................256-259.......................................................... 123 Sessel............................................................................................................................ 546-551 Satellitenbüro................................................................................................................118............ 379 Schrittmaßregel............................................................124.................................................................................................................461 Schulhof................ 275...............491 Verglasung..........204 Schreibtisch..............................................................................68 Treppenbreite...............................................................................................................................65 Unterschrank............. 561 Stützenstellung.........................................144 Sonnenschutz................... 379.....................................................................535 Schulmensa.............267 576 Raumpilot Grundlagen ..............................................59 Treppenlauf............ 565 Unterrichten.......................................................254 Schall..............................................................................................................................55....................................................................

................................................... 550................................................................................................................528 Windfang.............................277 ...........................................................157 .......................................................................................................... 359. 412...................................................133 Wendekreis Pkw..........528 Zellenbüro... 382 Zentralgarderobe...............................55 Zeichensaal...........370 Wirtschaften.................................................................................................... 557 WC............284 Wohnen.......................................................70 Werkraum......187 .....................................................................282 Wäschetrockner.........................281..........366 Wärmeschutz.....372 Zweibund......................................89 Waschtisch...................................................... 550 WC barrierefrei............... 528 Werkstattraum.........................271 Warenannahme..........274............................551 Wendekreis Lkw...................351 Raumpilot Grundlagen 577 ...................323 Wohnhaustreppe..................132 Wendeltreppe....................................525.............................................................................................................................................374 Wartezeit......................................................................266..........................................................................................................................................279-284 Wirtschaften barrierefrei...........................................................................................................128 Wannenbad................. 368 Winkelschiebetür...........269 Waschen..................................................................... 282 Wasserflächen..................................................269.................. 323 Wohnflächenverordnung......................................... 547 ..............Index Wannenausrundung.................................................................433 Wartebereich.........................266 Waschmaschine...............................153-346 Wohnfläche....................................................................................................................375 Zutrittskontrolle.......................................

Nicht geschlechterbezogene Sprache In dieser Publikation wurde auf die geschlechterbezogene sprachliche Differenzierung verzichtet. 578 Raumpilot Grundlagen . Die Autoren. Diese schließen aber ausdrücklich das weibliche Geschlecht immer mit ein. der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen.Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Vereinfachend wurden ausschließlich die männlichen Bezeichnungen genannt.

IBBTE Christian Stoy Universität Stuttgart. IBBTE Jürgen Schreiber Universität Stuttgart.. IWE Florian Gruner Universität Stuttgart. IWE Simone Lörcher Universität Stuttgart.Wir danken folgenden Studierenden für ihre engagierte Mitarbeit bei der Erstellung dieser Publikation: Larissa Abdelhardi Christoph Abele Wilhem Aisenbrey Deniz Aktay Julia Baumann Stephanie Beck Ute Bednarz Antonia Blaer Sabrina Brenner Sarah Centgraf Britta Ehrig Volker Eisele Anja Eisenhardt Sebastian Ferroni Corinna Flad Marina Folter Franziska Friedrich Vincent Gabriel Gunda Geising Petra Gerhardt Daniel Gerber Michael Grausam Kerstin Großmann Carsten Güth Elena Hammerschmidt Albrecht Harder Martina Henke Florian Hagmüller Axel Heiser Bettina Heckenberger Stefanie Hickl Stefanie Hunold Park Hyo Ki Tamara Jechener Bärbel Jetter Sandra Stadler Wei Jiang Vathana Thorn Qian Jin Luis Eduardo Traesel Volker Kast Anna Treutler Julia Karl Anna Ulrichs Timo Kegel Mihriban Ünal Gagarin Kirill Max Vomhof Nadja Koch Sandra Waldecker Inna Kreimer Laura Walter Senada Kusturica Katharina Wanke Katharina Lang Niko Weidler Benjamin Lasshof Yuto Yamada Eike Lehnhoff Hu Yi Sebastian Lippert Fang Yue Eric Littlewood Kuo Yu-Mei Natalie Maras Huang Wan-Ting Sabine Marinescu Carolin Maurer Julia Meisel Daiana Mesaros Ünal Mihriban Alesa Mustar Chrissie Muhr Tina Muhr Ina Neusch Jakub Pakula Claudia Palumbo Julia Raff Dominik Raptis Jens Rehm Dennis Rothe Lars Offergeld Albine Oster Aline Otte Valentin Ott Yan Pei Julie Scheffler Isabel von Schmude Alexa Schmidbauer Roman Schieber Tobias Schwechheimer Simon Schleicher Kim Schopf Für ihre fachliche Beratung und Unterstützung danken wir: Petra Stojanik Universität Stuttgart. Weil am Rhein Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche AMK e. IWE Dorothee Strauss Universität Stuttgart. Mannheim Raumpilot Grundlagen 579 . IWE Tilman Harlander Universität Stuttgart. IWE Eberhard Wurst Universität Stuttgart. BAUÖK Christine Degenhart Sprecherin der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen bei der Architektenkammer Bayern Franziska Messerschmidt Schul.V. BAUÖK Elisabeth Beusker Universität Stuttgart. München Wir danken weiterhin für Ihre Beratung und Unterstützung: Vitra GmbH. IWE Hanno Ertl Universität Stuttgart. IWE Peter Faller Universität Stuttgart.und Kultusreferat der Landeshauptstadt München Andreas Holm Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen Achim Haberkorn Thyssen Krupp Aufzugswerke Gerhard Schiffner Thyssen Krupp Aufzugswerke Rainer Sonntag Brandschutzsachverständiger Ernst Wagner Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung.

Fakultät Architektur und Stadtplanung. 1963) Dr. Architektin. Universität Stuttgart.Autoren Thomas Jocher (Benediktbeuern. Akademische Mitarbeiterin Institut Wohnen und Entwerfen. Architekt. 1952) Prof. Universität Stuttgart 580 Raumpilot Grundlagen . Fakultät Architektur und Stadtplanung.-Ing. Direktor Institut Wohnen und Entwerfen. Dr.-Ing. Advisory Professor Tongji University Shanghai Sigrid Loch (Saarbrücken.

W Ü STE N R OT STI FTU N G .

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Wüstenrot Stiftung (Hrsg.) RAUMPILOT W OHNE N Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag kraemerverlag 1 .

Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen. und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. Ludwigsburg. Katja Fischer. Walter Stamm-Teske. elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske. Übersetzungen. Nachdruck. Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen. Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout) Herausgeber Wüstenrot Stiftung. All rights reserved. Ludwigsburg Redaktion. Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung. ISBN 978-3-7828-1554-3 1 . Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser. Katja Fischer. Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Konzept und Gestaltung Band Wohnen Prof.Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher. Tobias Haag Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Tobias Haag Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen. Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. © 2012 Wüstenrot Stiftung. Carolin zur Brügge.

Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung Kontext Einleitung Wohnen und Gesellschaft Wohnen und Ökonomie Wohnen und Ökologie Wohnen und Initiatoren Wohnen und Ort Grundriss Einleitung Grundrisstypen Gestaltungsprinzipien Bewohneranzahl Wohnungsgröße Veränderbarkeit Orientierung Geschossigkeit Zonierung Wohnfunktionen Erschließung Außenraum Konstruktion Projekte Einleitung Projektverzeichnis Projektsammlung Anhang 11 12 15 17 20 24 31 35 47 61 75 89 103 127 137 149 169 183 195 205 206 208 3 .

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und Gewerbebauten. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche. die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert. 5 . Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen. Lebens-. intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden. um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung.und Freizeitmuster sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden. mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten. das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden. Organisations. die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Parallel zu einer gebäudetypologischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Ziel dabei ist es. dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte. mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen. und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen. zukunftsgerichtete Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen. auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beach­ tenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. oder in den Wirkungen neuer Konsum. Dr. in Industrie. deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen. Die Gebäudelehre muss. die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können.und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum. leicht integrierbaren Dienstleistungen. die den genannten Kriterien folgen kann. in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten.und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen. Kulturelle.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Die Arbeits-. in einen kreativen. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude. um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können.

Vorwort der Wüstenrot Stiftung Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich auf eine anschauliche. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können. die ergänzend zum Grundlagenband wichtige Bereiche der Gebäudelehre aufgreifen. vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Der Band Wohnen ist einer von drei Vertiefungsbänden. Die daraus entstandene Publikation ist in vier Bände unterteilt. Der Band Grundlagen schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen ein. die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Gebäudelehre. der in all seinen Formen unter dem Einfluss weit reichender. Eine aufwändige. Studierenden – für die engagierte. Hochschullehrern. Die anderen beiden Vertiefungsbände behandeln die Themen Arbeiten und Lernen. 6 . einheitliche Darstellung von 101 ausgewählten Wohnungen und der über die Referenzprojekte mögliche. intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren. Er konzentriert sich auf den Wohnungsbau. Hierzu wird die Wohnung selbst in den Mittelpunkt gestellt und in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von qualitätsvollen Grundrissen in allen wichtigen Facetten des Entwerfens erörtert. intensive Praxisbezug vervollständigen den gewählten Ansatz zur Vermittlung der verschiedenen Perspektiven im Entwurfsprozess.

Der fachliche Diskurs und die Vernetzung der Einzeldisziplinen bildeten den Gegenstand der folgenden Arbeitstreffen sämtlicher beteiligter Professuren. Markus Gasser (Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Arno Lederer (Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen. Die generelle Tendenz der Kategorisierung mittels des meist unpräzise verwendeten Begriffs der Typologie bietet aus unserer Sicht nicht den geeigneten Ansatz. scheitern entweder an einer zu starken Abstraktion oder ihrer fachlichen Unpräzision. Universität Stuttgart) und Prof. Für uns bestand die Herausforderung. die in einem Grundlagenband die faktischen Informationen der einzelnen Fachdisziplinen bündelt und darauf aufbauend in drei Bänden zu den Themen „Wohnen“ . die praktische Lehrtätigkeit der einzelnen Fachdisziplinen in Form von geeigneten Lehrmaterialien abzubilden und damit allgemein zugänglich zu machen. Welche Instrumente und Methoden haben sich bewährt? Was sind die geeigneten Formate der Vermittlung? Was erweist sich in der Entwurfspraxis als brauchbar? Auch die Analyse der vorhandenen und immer vielfältiger produzierten Literatur in unserem Fachgebiet und deren unterschiedliche Akzeptanz bei den Studierenden. uns an einem gemeinsamen Buchprojekt mit Prof. Prof. „Lernen“ und „Arbeiten“ die jeweils spezifischen Betrachtungsweisen formuliert. die Wohnung. das überdimensionale Themenspektrum des Wohnens auf eine lehrbare und in Buchform kommunizierbare Größe zu kondensieren. der gerade in der Vergleichsliteratur der 1980er Jahre verfolgt wurde. Der qualitätsvolle Grundriss und damit das eigentliche Produkt. In vielen gemeinsamen Arbeitstreffen entwickelte sich hieraus die Idee einer Buchreihe. Universität Stuttgart). kommt dabei häufig zu kurz. bildete eine wichtige Basis zur Formulierung eines eigenen Konzepts. wissenschaftlich-systematische Ansatz. um die Vielfalt der Einflussgrößen im Wohnungsbau darzustellen. bei der Begriffe wie „Mehrfamilienhaus“ . Die unternommenen Versuche der Kategorisierung von Wohnungsbauten. die Vielfalt der Aspekte im Wohnungsbau fassbar zu machen. Aus diesem Prozess heraus fiel die Entscheidung. Ähnlich der Dynamik im 7 . angefangen bei der soziologischen Arbeit bis zum reinen Bildband. Die ursprüngliche Idee bestand darin. einen tendenziell vernachlässigten. Dieser überaus fruchtbare Prozess der letzten Jahre führte zu dem nun vorliegenden Buch zum Thema „Wohnen“ . um die Inhalte zu transportieren. Als Beispiel sei hier allein die diffuse Terminologie im Wohnungsbau angeführt. „städtisches Reihenhaus“ oder auch „Loft“ nur wenig für eine systematische Einordnung geeignet erscheinen. sei es nach städtebaulichen Typologien. Diese einzelnen Betrachtungsweisen und deren entwerferisches Potenzial werden in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von ausgewählten Grundrissen erörtert. Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen. die entwerferische Praxis im Lehrbetrieb beziehungsweise im Büro wieder als Ausgangspunkt für die Strukturierung zu verwenden. Hieraus ergab sich der Ansatz. Der naheliegende. Mit der Entscheidung für die Schwerpunktsetzung auf die Wohnung stellte sich die Folgefrage nach der geeigneten Struktur und Methodik. wie die Architekturreflexion in den vielfältigen Publikationen verstärkt über das äußere Erscheinungsbild vorgenommen wird und auch die Architekturproduktion nicht selten der Gebäudehülle als wichtigem Marketinginstrument der Büros vorrangig Aufmerksamkeit schenkt. jedoch entscheidenden Themenbereich – die Wohnung selbst – in das Zentrum der Betrachtung zu stellen. erwies sich bei genauerer Betrachtung als ungeeignet. Diese intensive Ausein­ andersetzung mit den Optionen der Vermittlung des Themenfelds „Wohnen“ wurde letztendlich von der Analyse unserer praktischen Lehrtätigkeit geleitet. Technische Universität Darmstadt) zu beteiligen. Es geht uns um ein Spektrum von Perspektiven. mit denen im Entwurfsprozess die Aufgabe betrachtet wird. morphologischen Eigenschaften oder nutzerspezifischen Kriterien.Einleitung Wohnungsbaulehre Im Juli 2005 erhielten wir die Anfrage von der Wüstenrot Stiftung. Es erscheint uns auffällig.

000 in eine unmittelbare visuelle Vergleichbarkeit gebracht. Der Ansatz des Wissentransfers über die systematische Aufarbeitung wichtiger Referenzprojekte wird von unserem Lehrstuhl seit vielen Jahren verfolgt und führte unter anderem zu dem circa 600 Projekte umfassenden Datenbanksystem „Innovative Wohnbau­ aspekte“ . wurden ausschließlich realisierte Projekte. dass diese Bereiche durch ein umfängliches Literaturangebot derzeit relativ gut abgedeckt werden. die Soziologie und vieles mehr. Auch hier wurden sämtliche Projekte durch neue Zeichnungen im Maßstab 1:500 und eine städtebauliche Vig­ nette im Maßstab 1:10. die dem Einfluss der zahlreichen weiteren Paramter im Realisierungsprozess standhalten mussten. Für diese Zwecke wurde der Projektstandort jeweils als Information hinzugefügt. Darüber hinaus bietet dies die Möglichkeit. In einem nachgestellten Kapitel „Projekte“ werden die Projekte zusätzlich in ihrem Gesamtkontext abgebildet. der Städtebau. Wir möchten zunächst der Wüstenrot Stiftung danken. sondern bieten unterschiedliche Einstiegs. diese Vielschichtigkeit des Themas offenzulegen und eine Sensibilisierung für die kausalen Zusammenhänge im Entwurfsprozess zu ermöglichen. um eine zweite Vertiefungsebene der Projekte des Kernkapitels „Grundriss“ zu bieten. Die jeweilige Reflexion aus dem Blickwinkel der anderen Buchprojekte hat für uns eine wesentliche Bereicherung dargestellt. Professur Entwerfen und Wohnungsbau 8 . die Gebäudetechnik. Dieser Erkenntnis wird über die dem Semester jeweils vorangestellten Exkursionen Rechnung getragen. Ganz besonders danken wir den zahlreichen Studierenden. die im Rahmen von Seminararbeiten zum Gelingen des Buchs beigetragen haben. Den wesentlichen Inhalt bilden dabei die 101 ausgewählten Grundrisse. Insbesondere Herrn Dr. die Projekte zum Beispiel im Rahmen von Exkursionen direkt vor Ort zu besichtigen. Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag Bauhaus-Universität Weimar. als Referenz verwendet. die Konstruktion. Durch das Voranstellen des Kapitels „Kontext“ beabsichtigen wir jedoch. Wir glauben jedoch. die den lang gehegten Wunsch nach einem eigenen Lehrbuch ideell und finanziell erst möglich gemacht hat und damit eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrtätigkeit leistet. Dieses System soll in den nächsten Jahren unter dem Titel „PlanLibre“ intensiv weiterentwickelt werden. die – einheitlich im Maßstab 1:200 aufgearbeitet – eine direkte visuelle Vergleichbarkeit ermöglichen sollen und damit die eigentliche Sprache der Architekten repräsentieren. und unseren beiden studentischen Hilfskräften Leopold Mücke und Katrin Plescher für ihre geduldige Arbeit an den zahlreichen Zeichnungen. Stefan Krämer sei für seine Ausdauer und Übersicht ausdrücklich gedankt. Des Weiteren möchten wir uns bei den beteiligten Professuren für den intensiven Gedankenaustausch bei den gemeinsamen Arbeitstreffen bedanken.und Anregungspunkte. Diese Bewertung des Projekts vor Ort. Um den Praxisbezug zu stärken. Mit der Festlegung des Buchschwerpunkts auf die Wohnung entscheidet man sich automatisch gegen eine Vielzahl weiterer wichtiger Bereiche des Wohnungsbaus.Einleitung Entwurfsprozess sind die Themen nicht linear zu verstehen. ist eine der wichtigsten Informationsquellen im Wohnungsbau. in seinem spezifischen Kontext und seiner alltäglichen Nutzung. sei es die Konfiguration des Gesamtgebäudes. der Innenausbau.

Kontext .

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Entsprechend ist es unausweichlich. 11 . „Ökonomie“ . Unter den Schlagwörtern „Gesellschaft“ . Ähnlich den betrachteten Themenfeldern im Kapitel „Grundriss“ sind die folgenden Aspekte nicht linear zu verstehen. Derzeit entstehen unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ parallel verschiedene Instrumente. Auf der Ebene des Nachdenkens über die Ausformulierung des konkreten Grundrisses (vgl.. Das Ziel liegt. einem roten Faden. eine Stadt für mehrere zehntausend Bewohner innerhalb relativ überschaubarer Zeit zu konzipieren. wagt das Buch das Experiment. vernetztes Spektrum von Einflussgrößen ab. wie häufig. Die richtige Gewichtung der Einzelaspekte und ihre Verknüpfung zu einem logischen Gesamtkonzept. bei der man sich als junger Entwerfer beispielsweise der Aufgabe gestellt sieht. Diese Zertifizierungssysteme müssen jedoch ihre Objektivität und Praxistauglichkeit beweisen und dürfen nicht als reine Marketinginstrumente missbraucht werden. sind die Grundlage für ein gelungenes Entwurfsprojekt. soll in fünf kurzen Kapiteln angerissen werden und zur Diskussion befähigen. in der ausgewogenen ganzheitlichen Betrachtung möglichst vieler Einflussgrößen vom Konzept bis zum Detail. wesentliche Zusammenhänge aufzuzeigen. Die grundsätzlichen und radikalen Entwurfsansätze finden über eine Auseinandersetzung mit den hier aufgeführten Themenfeldern statt. Die genannten Zahlen und Fakten sowie deren Auswertung sind aus der Perspektive Deutschlands formuliert und weichen damit bei den strukturellen Angaben deutlich von anderen Ländern ab. Aber selbst innerhalb Europas sind zum Beispiel die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vollständig unterschiedlich zu bewerten. die Frage des Wohnens von innen nach außen zu betrachten und die Wohnung über ihren Grundriss als dem wesentlichen Entwurfsgegenstand in den Mittelpunkt zu stellen. Konzipiert als Lehrbuch. Diese Dimension veranschaulicht gleichzeitig die begrenzte Reichweite der dargestellten Themen auf den deutschsprachigen Raum und einige angrenzende Staaten.Wohnen und . Kapitel „Grundriss“) ist bereits die wesentliche konzeptionelle Entwurfsarbeit geleistet. die Komplexität der Einflussgrößen aufzuzeigen. so dass viele Projekte über prägnante Konzepte auffallen. In kaum einem anderen Berufsbild sind die Projektdimensionen und damit auch die gesellschaftlichen Auswirkungen auf einen relativ kleinen Entscheiderkreis konzentriert. jedoch entweder als theoretische Modelle in den Schubladen lagern oder maximal zu Publikationszwecken eingesetzt werden. sondern bilden ein parallel zu betrachtendes. stellt eine enorme Herausforderung dar. „Initiatoren“ und „Ort“ versuchen wir einen ersten Überblick der komplexen Zusammenhänge herzustellen. die bei der Konzeption und Evaluierung des Entwurfs wesentlich erscheinen. die auf das Projekt einwirken. sondern beabsichtigen. Hier bei den übergeordneten Themen stellen sich vielfältige aber grundsätzliche Fragen: Gibt es überhaupt einen Bedarf für das Projekt? Kann ich das Projekt an dem vorgeschlagenen Standort vertreten? Für wen plane und baue ich? Diese Ebene der Betrachtung. Dieser Kontext. Die immense planerische und politische Bedeutung der Themenfelder verführt jedoch gleichzeitig zu einer entwerferischen Fokussierung dieser Aspekte. in dem die Projekte entstehen. Wenige dieser Projekte können im seltenen Realisierungsfall durch eine präzise Durcharbeitung im Wohngrundriss oder der materialgerechten Konstruktion überzeugen. Die Kapitel erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. erscheint es jedoch gleichzeitig notwendig. die den Architekten in seiner gesellschaftlichen Verantwortung herausfordert und im zunächst wirtschaftlich orientierten Geschäft des Planungsbüros unterzugehen droht. Einleitung Wie eingangs erwähnt. die diesen ganzheitlichen Entwurfsansatz fördern. dass die übergeordneten Themen zu kurz kommen. „Ökologie“ . Unsere eigenen Berufserfahrungen und Berichte unserer Absolventen aus den verschiedensten nationalen und internationalen Büros bestätigen diese ungeheure Verantwortung..

Kontext Wohnen und Gesellschaft Unsere Gesellschaft verändert sich. Vorausberechnungen unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. standortspezifisch zu analysieren und gesamtgesellschaftliche Trends mit lokalen Entwicklungen abzugleichen. die Geburtenraten mit Sterbefällen abgleichen und Wanderungsbewegungen im Binnenbereich und über die Grenzen der Bundesrepublik berücksichtigen. Dagegen sind Haushalte mit fünf und mehr Personen lediglich noch mit 4 % der Privathaushalte in Deutschland vertreten. muss von Seiten der Planer und politischen Akteure reagiert werden. spezifischen Wohnwünschen konfrontiert. Einwohnern. Unsere Gesellschaft lebt individueller. Dass sie wesentlichen Einfluss auf das Betätigungsfeld Wohnungsbau haben. Lange Zeit war Wohnen klar umrissen und nur im gesellschaftlich legitimierten Modell der Kleinfamilie abgelegt.4 Sinkende Haushaltsgrößen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl an Privathaushalten sowie vielschichtige Lebensformen und deren pluralistische Wohnvorstellungen stellen vermutlich die gegenwärtig größte Herausforderung an den Bestand sowie an neue Wohnkonzepte dar. Heute stellt sich die Situation weitaus differenzierter dar. Einwohnern eine deutlich geringere Bevölkerungszahl als noch im Jahr 2005 mit 82. der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug gerade mal 7 . ist verständlich. Privathaushalte alle anderen Haushaltsgrößen. Seit Jahren werden diese Veränderungen in vielerlei Hinsicht. gemeinschaftliche Wohnkonzepte erfragt.und Sozialstrukturen. Im Zuge der Individualisierung spielt auch die Veränderung der Haushaltsstruktur eine entscheidende Rolle. etc. Gerade hier gilt es. In den kommenden Jahren wird für Deutschland eine deutliche Veränderung der Einwohnerzahlen sowie der Bevölkerungsstruktur prognostiziert.2 Mio. Das Ideal des Zusammenlebens ab den 1950er Jahren mit standardisiertem Wohnraumangebot von drei Zimmern. Unsere Gesellschaft altert.1 % der Privathaushalte in Deutschland. Gemeinschaften unterschiedlichster Alters. 12 . Immerhin ein deutlicher Anstieg um 40 %. deren Wohnwünsche erfüllt werden sollen. Nicht zu vernachlässigen ist dabei.4 Mio.1 Der Rückgang der Einwohnerzahl geht einher mit einer spürbaren strukturellen Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung. gegenüber. Noch 1900 waren Haushalte mit fünf und mehr Personen mit 44 % am stärksten vertreten.und Wohnvorstellungen einer breiten Masse. Seit den 1970er Jahren ist der Wohnungsmarkt allerdings mit individuellen. Verändern sich Lebens. Richtlinien und Förderinstrumenten über viele Jahre festgeschrieben und wirkt bis heute träge und langlebig fort.2 als dessen Ergebnis der Bedarf an spezifischen Wohnwünschen für diese Altersgruppe einen hohen Stellenwert auf dem Wohnungsmarkt einnehmen wird. Zuerst stellt sich daher die Frage nach den tatsächlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die angebotenen räumlichen Lösungen. Die Zahl der über 65-Jährigen steigt stetig. dass die angesprochene Altersgruppe im Vergleich zu vor­ angegangenen Generationen länger aktiv und selbstständig ist und häufig kommunikative. Noch im Jahr 2005 hatte diese Bevölkerungsgruppe einen Anteil von 19 % an der gesamtdeutschen Bevölkerung. im Jahr 2030 wird der Anteil auf 29 % gestiegen sein. Feststellungen Unsere Gesellschaft schrumpft. unter anderem in der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme.3 Im Jahr 2006 dominierten bereits Einpersonenhaushalte mit 38 % der knapp 40 Mio. Der Familie mit leiblichen Kindern steht heute eine große Zahl von Einpersonenhaushalten. die unter dem Begriff „demografischer Wandel“ allgegenwärtig ist. um die richtigen Stellschrauben zu finden. Dieses Themenfeld ist dem aktuellen gesellschaftlichen Rahmen von Wohnen gewidmet und zeigt hierzu die wichtigsten Tendenzen auf. ist doch die Gesellschaft im Sinne des Nutzers diejenige. zeigen für das Jahr 2030 mit rund 77 . Nun sollten die veränderten Rahmenbedingungen eingehend untersucht werden. thematisiert. Küche und Bad wurde in Gesetzen. In einem zweiten Schritt kann dann an der richtigen Stelle und mit den richtigen Mitteln darauf reagiert werden.

Im Zuge einer alternden Gesellschaft ist ein besonderes Augenmerk auf barriere- freies Wohnen. Die Chance des Planers ist es. Auch die Verschiebung der Haushaltsgrößen zu kleinen Haushalten löst eindeutige Entwicklungstrends im Bau und Umbau kleinerer. Gewohnheiten auch ästhetische 13 . das Einfamilienhaus vor der Stadt für Familien weniger attraktiv. Wohnmodelle und Gebäudetypen benennt. spielen für die marktrelevante Klassifizierung von Nutzern eine erste bedeutende Rolle: Zum einen wird hier die Gesellschaft in Bezug zur Ehe. der nachhaltig auf den Wohnungsmarkt einwirkt. zu einem höheren Bedarf an sozialem und infrastrukturellem Netzwerk. Viele Kommunen reagieren gegenwärtig auf diesen Bedarf mit innerstädtischen Flächenangeboten für private Wohnmodelle. Marketing Die Wohnungsbauvermarktung folgt deutlich den demografischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Land. die diverse.Wohnen und . vermeintlich neue. Zum einen führt Individualisierung. Die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern Antworten bezüglich aktuell notwendiger Wohnkonzepte genauso wie Überlegungen zur Qualität. Zum anderen wird. die als Lebensform bezeichnet werden.. Unabhängig vom Marktsegment der privaten Bauherren. Klassifizierung Die Arten des unmittelbaren Zusammenlebens. wogegen der Wohngrundriss in seiner Raumkonzeption und -organistation häufig ein stabiles Gefüge darstellt. häufig serviceorientierter und städtischer Wohntypen aus. das heißt als Ehepaar. not­ wendig. zum anderen im Zusammenleben mit Kindern klassifiziert. In der Bundesrepublik verringern sich die Haushaltsgrößen seit Jahren und im Ergebnis ist ein stetiger Anstieg der Wohnfläche zu verzeichnen. der oben genannte Bedarf löst jedoch nicht zwangsläufig Veränderungen in den Grundfunktionen des Wohnens und deren Zusammenspiel in der Wohneinheit aus. In diesem Zuge ist auch eine Veränderung des Images der Stadt wahrzunehmen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik lebt nach wie vor in Familien zusammen. Unsere Gesellschaft bevorzugt wieder verstärkt städtische Wohnmodelle. Veränderte Ausstattungsstandards tragen dabei jedoch oft schon zur adäquaten Reaktion auf neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei. begonnen beim Wohnumfeld bis zur Möbelplanung der Wohnung. mit dem Verständnis der gesellschaftlichen Prozesse jedoch unabhängig vom Vermarktungstrend zu agieren. egal welcher Altersgruppe. zum Standort und zum Standard von Wohnungen. die individuell und für sich persönlich den Wohnbedarf definieren und planen lassen. Ein passgenaues Angebot verringert also das Investitionsrisiko um ein Vielfaches und erhöht die Gewinnaussichten im selben Maße.. Das tägliche Pendeln beider Eltern ist nicht nur finanziell weniger interessant. eröffnet bei genauerem Untersuchen selten innovative und neue Wohnkonzepte. ist das Wissen um marktrelevante Nutzergruppen im Sinne der gesellschaftlichen Trends projektrelevant.5 Die Lebensform steht in engem Verhältnis zum Privathaushalt. der durch gemeinsam wohnende und wirtschaftende Menschen gebildet wird. die aktuell auf den Wohnungsmarkt wirken. die Neigungen. sind soziostrukturelle und lebensphasenspezifische Charakteristika jedes Einzelnen. Die Vermarktungsebene im Sinne der produkthaften Benennung und Identität von Projekten. sondern vor allem aufgrund der hohen organisatorischen Anforderungen. Was Lebensform und Privathaushalt nicht ausdrücken. unter anderem im Zuge der Berufstätigkeit vieler Frauen. um im Ergebnis eindeutige Klientels zu benennen. Zwar wird auch Wohnen in seinen Grundfunktionen regelmäßig in Wohnkonzepten der Zukunft hinterfragt. der im städtischen Kontext eher bedient wird als im suburbanen. Die Gefahr von Fehlspekulationen liegt genau zwischen dem Pol des Käufers/Nutzers und dem des Bauträ- gers/Investors. Hier sind unterschiedliche Entwicklungen auszumachen. Genau deshalb widmen sich gerade die investierenden Akteure der präzisen Definition und Einordnung von Nutzergruppen. Lebensgemeinschaft oder allein erziehender Elternteil mit mindestens einem Kind.

die repräsentativ für aktuelle gesellschaftliche Tendenzen stehen. Wohneigentum stellt heute. in denen der Markt für den Verkauf existiert und nachhaltig stabil bewertet wird. Ein Mietverhältnis lässt zudem eine Veränderung in der räumlichen Organisation nur selten zu. Eigentum ermöglicht aufgrund der eigenen Dienstbarkeit einen flexibleren Umgang mit dem eigenen Wohnraum. unter anderem in der zukunftsfähigen Bedarfsdeckung mit geeignetem. Hierfür sind vor allem Überlegungen zur eventuell notwendigen Öffentlichkeit des Arbeitsplatzes in der Grundrisskonzeption beziehungsweise Gebäudeorganisation notwendig. Wohnraum. Sie werden in Lebensstilen zusammengeführt. Ein letzter Aspekt soll nicht unerwähnt bleiben: Im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt werden auch Konzepte erfragt. Allein diese Tatsache forciert Lösungen. das langfristig in einem nicht abgefragten Überangebot enden muss. Für Architekten bietet die Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ein Verständnis zum gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungsgrößen und -typen sowie deren Anforderungsprofile. Gegenwärtige Entwicklungen Momentan lassen sich unterschiedliche Entwicklungen am Wohnungsmarkt erkennen. Zum einen führen Kommunen in integrierten Stadtentwicklungskonzepten Angebot und Nachfrage nach Wohnraum zusammen. Schon seit langer Zeit beschäftigen sich zudem Architekten mit veränderbaren Wohnkonzepten. die in der Regel jedoch nicht die gesamte Gesellschaft abbilden.6 Das Mietverhältnis bietet gegenüber einer langfristigen Sicherheit des Eigentums die Chance zur kurzfristigen Veränderung. gleichzeitig bindet es jedoch an den Standort und an die Größe der Wohnung. der unter anderem Verwaltungstätigkeiten und Gewinnaussichten seines Wohnversorgers abdeckt und der im Eigentum nicht immer anfällt. der Werte und Gewohnheiten stellt sich eine weitere grundsätzliche Frage im Zusammenhang mit der Entscheidung für das Wohnmodell: Miete oder Eigentum? Statistisch gesehen leben 43 % aller Privathaushalte in Deutschland in den eigenen vier Wänden. Nutzungsneutrale Räume bieten hier wohl den nachhaltigsten Ansatz. was sie in der Kenntnis ihrer zukünftigen Einwohnerprognosen langfris­ tig handlungsfähig macht und regionale Schrumpfungs. um geeignete räumliche Antworten zu formulieren. die zum einen nachhaltig sind und zum anderen auf den Bedarf eines Großteils der Gesellschaft reagieren. um den verschiedenen Wohnbedürfnissen innerhalb der Lebensdauer eines Gebäudes gerecht zu werden. in einer globalisierten Arbeitswelt. mit dem Ergebnis eines hochspezialisierten Wohnungsmarkts. Gleichzeitig wird über die Miete ein Betrag x vom Mieter übernommen. Diesen Konzepten wird allerdings teilweise die fehlende spezifische Grundrisskonfiguration mit unterschiedlich dimensionierten Räumen vorgeworfen. Übergeordnet entwurfsrelevant sind sie entsprechend nicht. dass Eigentum in Regionen erworben wird. zumindest barrierefreiem. 14 . wodurch das Gegenmodell in differenzierten Wohnangeboten mit simulierten individuellen Wohnangeboten ebenso vertreten ist. Auch eine Zunahme von Serviceangeboten in Wohngebäuden ist festzustellen. für die Mehrheit der Bevölkerung keine Bindung für die Ewigkeit dar. der nicht nur unterschiedliche Wohnkonzepte zulässt. Dieses Wissen setzt allerdings auch voraus. Diese Entwicklung folgt nicht nur der Individualisierungstendenz der gesamten Gesellschaft. sondern bis zur Umnutzung einer Wohnung als Büroeinheit reicht. Zum anderen führt die breite Debatte über eine alternde Gesellschaft zum Umdenken in vielen Bereichen. die eine Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Auf die Vielzahl der Nutzergruppen oder Klassifikationen und ihre spezifischen Wohnwünsche baulich-räumlich zu reagieren. ohne ein differenziertes und breites Spektrum zu entwickeln.Kontext Standards berücksichtigen.beziehungsweise Wachstumstendenzen berücksichtigt. folgt keiner ökonomischen Vernunft. Lediglich die Schichten werden berücksichtigt. sondern hat auch einen Mehrwert für die ältere Generation. Miete oder Eigentum Neben dem Einfluss der Lebensform.

fast halbiert10. Wohngebäuden8 mit insgesamt 40 Mio. sind diese rückläufigen oder stagnierenden Zah­ len dramatisch. 60 % entfallen dabei auf den Ein. Der überwiegende Anteil am Gesamtgebäudebestand Deutschlands sind Wohngebäude. die vom Wachstum lebt. dass die Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand und dem damit verbundenen Stadtumbau eines der zentralen Themenfelder für die Architektur im Allgemeinen und den Wohnungsbau im Besonderen einnimmt. oder andersherum betrachtet. führte eine enorme Nachfrage wie zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit zu allgemein geringerer städtebaulicher und architektonischer Qualität. verbunden mit einem entstprechenden Rückgang der Arbeitsplätze. Von 1995 bis 2005 hat sich der Umsatz im Baugewerbe von 133 Mrd.5 Billionen Euro sind rund 82 % des Anlagevermögens der Deutschen in Bauten angelegt – davon entfallen knapp 5. sondern der zukünftige Bedarf an Wohnraum. Die größte Chance besteht in dem Zeitgewinn. Ganzheitlich betrachtet lassen sich hinter dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation jedoch auch Chancen entdecken. der seit kurzem durch das neue WohnRiester-Programm kompensiert werden soll.. So führt ein allgemein hoher Sättigungsgrad zu einem Nachdenken über Qualität.. Generell wird der Wunsch zu Eigentumsbildung als einer der wichtigsten Entwicklungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau gesehen.000 Wohnungen ausgegangen. auf 77 Mrd. 47 . 40 % auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser.000 (0.Wohnen und . So ist es vielleicht nicht nur Negativ. die entsprechende Investitionsanreize liefern. dass die spekulative Entwicklung auch für die wirtschaftliche Entwicklung verheerende Folgen haben kann. Es geht einerseits um die großmaßstäblichen wirtschaftlichen Zusammenhänge und auf der anderen Seite um die konkreten Auswirkungen auf das einzelne Wohnbauprojekt. Wohnen und Ökonomie Dieses Themenfeld muss auf zwei Ebenen betrachtet werden. Zeit für das Nachdenken über neue Strategien im Wohnungsbau und im Umgang mit der Stadt.1 %) beziffert. dass Wachstum und der damit verbundene Flächenfraß negative Folgen hat. Aufgrund der immensen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Faktors werden hierfür regelmäßig statistische Zahlen erhoben. Für den entwerfenden Architekten ist jedoch zunächst weniger der Bestand von Interesse. Wohnungen. der durch die Verlangsamung oder Stagnation der Entwicklungsprozesse stattfindet. das entspricht einer Neubauquote von 2.und Zweifamilienhausbereich.15 Im Textabschnitt zum Thema Ökologie wird ebenfalls schnell klar.7 Dies entspricht circa 18 Mio.000 Wohnungen gebaut. Durch den Wegfall der Eigenheimzulage ist ein wichtiger Entwicklungsmotor ausgefallen. Bauwirtschaft Über die wesentlichen wirtschaftlichen Strukturdaten kann man ein erstes Bild der Situation zeichnen. auf einem der letzten Plätze in Europa zu liegen. Bis 2015 wird von einem jährlichen Neubauvolumen von circa 275. weit hinter Spanien und Irland mit einer siebenfach höheren Neubauquote. welchen herausragenden Stellenwert der Wohnungsbau für die Gesamtwirtschaft besitzt.14 Auf unterschiedliche Weise kämpfen Interessengruppen für eine Wiederbelebung des Markts.11 2007 wurden lediglich 211. 15 . Mit knapp 9. Was bedeuten diese Zahlen jedoch für den Wohnungsbau aus Sicht des Architekten und Städteplaners? Betriebswirtschaftlich sind sie dort ebenfalls mehr als besorgniserregend und der schlechte Arbeitsmarkt für Architekten spiegelt die Situation klar wider.7 % am Gesamtbestand.9 Damit wird deutlich.6 Wohnungen je 1000 Einwohner und Jahr oder 0. Ein wichtiges Instrument hierfür sind staatliche Programme.12 Mit diesem Wert belegt Deutschland in Europa eindeutig den letzten Platz. Fazit des kurzen wirtschaftlichen Exkurses ist ganz klar: Deutschland ist gebaut.13 Der jährliche Abgang von Wohnungen wird mit ca. Gerade die jüngsten Entwicklungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zeigen. Für die Wirtschaft.5 Billionen Euro also 57 % auf den Wohnungsbau. Angesichts der Zahlen ist offenkundig.

Grundsätzlich werden die Baukos­ ten durch die zwei Parameter „Fläche“ und „Standard“ bestimmt. Die Kosten sind für den Architekten einer der zentralen Entwurfsfaktoren. standardisierte Bauteile und die Kommunikation der technischen Möglichkeiten der bauausführenden Firmen können zu weiteren Kostenvorteilen führen. der Einsatz von vorfabrizierten Elementen an der richtigen Stelle. kann ein wesentliches Einsparpoten­ zial geleistet werden. oder es kann ein einfaches Bad anstelle eines von der Sanitärindustrie gerne verkauften Designer-Wellnessbereichs mit Sauna realisiert werden.19 Die allgemeine Preisentwicklung unterliegt dem Prinzip von Angebot und Nachfrage und kann nur begrenzt durch staatliche Maßnahmen wie zum Beispiel Schutz vor Mietwucher beeinflusst werden. stagnierte dabei nach der Jahrtausendwende und legte in den beiden letzten Jahren mit zuletzt 7 .Kontext Baukosten Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung sagt noch wenig aus über die ökonomischen Bedingungen bei einem konkreten Wohnbauvorhaben. ist die unmittelbare Kopplung des Honorars an die Baukosten. ist der Gebäudestandard. je höher desto mehr.000 Euro je Quadratmeter ziemlich genau beim Doppelten. Gemeint ist hier nicht.500 Euro. Ähnlich der Automobilindustrie wird hier durch die Arbeit der entsprechenden Interessengruppen der allgemeine Anspruch nach immer höheren Standards gefördert. Die wichtigste ist die Bemessung des effektiven Bedarfs. Das zweite. Intelligente Bauweisen. bleiben für den Architekten wenige Stellschrauben. sondern grundsätzlich über bestimmte Standards nachzudenken.90 Euro/m² mit regionalen Ab­ wei­ chungen wie zum Beispiel einem durchschnittlichen Mietpreis von 7 . der über die Entwicklung der Baupreise Aufschluss gibt. Insbesondere im Hinblick auf einkommens- schwache Haushalte stellen die Wohnkosten eine erhebliche Belastung dar. Da viel Fläche im Allgemeinen mit viel Qualität verbunden wird. In der sorgfältigen Prüfung des Bedarfs. Der Baupreisindex. gewerblichem oder öffentlichem Interesse handelt.50 Euro/m² in Hamburg. Da der Einfluss auf die allgemeinen Baupreise gering ist.000 und 1.und Küchenausstattung oder der Oberflächenqualitäten einen angemessenen und bezahlbaren Standard finden. die Qualität der Materialien zu Gunsten der Kosten zu senken. wird der Wohnraum im selbst genutzten Neubau häufig viel zu großzügig bemessen und zum Beispiel die sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändernden Familienstrukturen nicht berücksichtigt. Zum Beispiel können bei einer hochwertigen Rohbau­ aus­ führung bestimmte Flächen ohne zusätzliche Verkleidung oder Beläge auskommen. wenngleich viel schwächere Instrument der Kostenregulierung. Der Bauherr und der Architekt als sein Berater können jedoch über die Reflexion der tatsächlichen Notwendigkeiten beispielsweise der Sanitär. Paradox an der Beratungsleistung des Architekten. unabhängig davon ob der Bauherr aus privatem. Regional differenziert liegen die Baukosten für den Quadratmeter Bruttogeschossfläche bei einem Einfamilienhaus zwischen 1. bezogen auf die Kosten. Hierzu wieder einige Zahlen und Fakten.18 Circa 30 % des Haushalts­ einkommens werden in das Produkt „Woh­ nen“ investiert. verbunden mit einer effektiven Grundrissplanung. 16 .8% im Jahr 2007 deutlich zu.16 Die Verkaufspreise liegen im Allgemeinen mit 2. Kapitel Wohnungsgröße).000 bis 3. es liegt damit doppelt so hoch wie zum Beispiel die Aufwendun­ gen für PKW oder Nahrungsmittel (vgl. Das Instrument der Prämie für die Unterschreitung bestimmter Kosten wird derzeit zu wenig genutzt. Mit den Baukostenbegriffen und Bezugsgrößen wird zudem häufig unpräzise umgegangen so dass eine Vergleichbarkeit von Projekten ohne präzises Studium der Zusammenhänge kaum möglich ist. Angesichts der immensen finanziellen Belastung und einer meist langjährigen Finanzierung für den Bauherrn mit vielen Risiken steht der Architekt in einer besonderen Verantwortung im treuhänderischen Umgang mit dem ihm anvertrauten Kapital.17 Die Nettokaltmieten liegen im Bundes-durch­ schnitt bei 5. Eine dritte Stellschraube resultiert aus dem Bereich der Gebäudekonstruktion.

Wärmepumpen bis zu Photovoltaikelementen entwickelt.20 Dies sind durchaus beachtliche Zahlen. der Transportbereich mit 14 % oder die Landwirtschaft mit 12. Für den Wohnungsbau resultieren Folgen auf verschiedenen Ebenen. erscheint es notwendig. Es erscheint daher sinnvoll. eine fokussierte Gliederung der Thematik vorzunehmen.Wohnen und . Um diese Diskussion in ihrer Relevanz auf den Wohnungsbau einzugrenzen. Wirtschaft und Medien das Potenzial des Themas erkannt. Wohnen und Ökologie Unter dem Stichwort „Ökologie“ wird ein weites Spektrum an Betrachtungsmöglichkeiten auf die Fragen des Wohnungsbaus eröffnet. Selbst in den diesbezüglich konservativ eingestellten USA wurde von Politik. um die Größenordnung der Beträge zu veranschaulichen. um in dem massenwirksamen Markt der Endverbraucher konjunkturfördernde Investitionen auszulösen. Hierüber entsteht ein Gegenpol zum jährlich wachsenden Wohnflächenkonsum. Interessant ist die unmittelbare Verknüpfung der ökologischen Rahmenbedingungen mit den ökonomischen Faktoren. Die aus der Erdölkrise resultierende Ökologiediskussion der 1980er Jahre mit der Erkenntnis der begrenzten Ressourcen hat durch die unmittelbare Verknüpfung mit der Klimafrage eine völlig neue Dimension erhalten. Der Anteil der Immobilien (Wohn. Im Vergleich hierzu stehen die energieerzeugenden Anlagen mit circa 21 %. führen auf der übergeordneten Ebene zum Nachdenken über den grundsätzlich notwendigen Bedarf an Wohnraum. einige Zahlen und Fak­ ten zu betrachten. die – ähnlich wie der Begriff „demografischer Wandel“ für den gesellschaftlichen Bereich – omnipräsent sind und sämtliche Wirtschaftsbereiche und Themenfelder durchdringen. So wird natürlich auch die Immobilien. Die Wohnnebenkosten sind ebenfalls in den letzten fünf Jahren um etwa 30 %21 gestiegen und haben zur Bildung des Begriffs der „zweiten Miete“ geführt. Erderwärmung sind Schlagwörter. Erst diese enorme finanzielle Belastung führt zu einem breiten Umdenken und einem unmittelbaren Bewusstsein für die Energie. Gründe hierfür sind eine bewusste Instrumentalisierung. sondern vielmehr eine zweite Komponente – die unmittelbare finanzielle Belastung für den Einzelnen. ist jedoch weniger ein gegenseitiges gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein der Auslöser für das Handeln. Die Aufwendungen für die Wohnung.5 %.und Nichtwohngebäude) an der Emission der Treib­ hausgase beträgt circa 10 %. dass es sich in diesem Sektor um eine überdurchschnittliche Größe handelt. Treibhauseffekt. die sich aus dem kalten und warmen Mietanteil summieren..und Nullenergiehäuser wird der Eindruck erweckt.. Reduziert auf den Wohnungsbaubereich liegt der Anteil an der Gesamtemission bei circa 5 %. um bei aller Bedeutsamkeit des Themas zwischen der Instrumentalisierung durch verschiedene Interessengruppen und der Realität differenzieren zu können. Erst mit den deutlich erhöhten Rechnungen der Energieanbieter setzte ein Umdenkprozess beim Verbraucher ein.und Wohnungswirtschaft von dieser Diskussion erfasst.und damit auch Emissionsfragen. Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Größe dokumentiert sich allein über die allgemeine Abrechnungseinheit nach Quadratmeter. Die Zahlen zeigen jedoch eine sehr viel gleichmäßigere Verteilung innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren als die Diskussion den Eindruck vermittelt. doch im Zusammenhang mit der Einführung des Energieausweises für Gebäude und der Diskussion um Niedrig. Im Energiesparsektor hat sich entsprechend ein enormer Markt von Dämmstofflösungen über Solarkollektoren. Trotz der offen und anschaulich geführten Diskussion der ökologischen Zusammenhänge und Folgen in allen Medien. Unabhängig von der CO2-Diskussion sind aufgrund der begrenzten Ressourcen und der weltpolitischen Zusammenhänge die Energiepreise drastisch gestiegen. 17 . Klimawandel Klimawandel.

Dies meint die gesamte Kette vom Herstellungsprozess. der Lagerung bis zur Entsorgung. Diese Anforderung wird nahezu deckungsgleich im qualitätsvollen Entwurf vorausgesetzt und bietet damit auch eine Stärkung der Position des Architekten. Der Stadtumbau vollzieht sich jedoch auch in kleineren Dimensionen. Die ökologische Betrachtung von Gebäuden und Bauteilen wird dabei jedoch nicht über die abstrakte Form des CO2-Austauschs dargestellt. Die erste Strategie führt im Allgemeinen zu einer Ertüchtigung der Gebäudehülle über die Dämmung. dem Transport. In diesem Zusammenhang wird von grauer Energie. Die erste Ebene versucht. die zweite Ebene durch energetisch optimierte beziehungsweise auf regenerative Energien zurückgreifende technische Anlagen einen Beitrag zu leisten. Die gebäudetechnische Ertüchtigung kann in vielen Bereichen diskret in die Substanz oder Neubauarchitektur eingefügt werden. Zwei Strategien bieten sich dabei an. wie zum Beispiel die additiv hinzugefügten Solarkollektoren.und Verkehrsflächen circa 115 ha. Als Standard entwickelte sich die Betrachtung der Summe der energetischen Aufwendungen. die das System Stadt wieder attraktiv werden lassen. da die Flächennutzung letztendlich die anderen ökologischen Faktoren als Folge produziert. Interessant ist. Flächenverbrauch Auf der städtebaulichen beziehungsweise übergeordneten raumplanerischen Ebene wird das Thema der Ökologie häufig in Verbindung mit dem Flächenverbrauch dargestellt. Die Sanierung muss häufig im bewohnten Zustand erfolgen.Kontext Auf einer anderen Ebene geht es um die energetische Optimierung des Gebäudebestands oder von Neubauten. zum Beispiel durch den Abbruch und Ersatz alter Gebäude oder die Nachverdichtung vorhandener Strukturen. so dass sich eine Fassadendämmung von außen als vergleichsweise kostengünstiger Standard durchgesetzt hat. die konkrete Lösung jedoch fallabhängig am Einzelobjekt entwickelt werden muss. sondern auch um sorgfältige Alltagsarchitektur wie zum Beispiel die Backsteinfassaden im norddeutschen Raum. da die Gebäudesubstanz.zur Dienstleis­ tungsgesellschaft werden entsprechende Flächen frei und können umgenutzt werden. 18 . Trotz einer stagnierenden oder rückläufigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs. über die Reduktion des Wärmeverlusts zum Ziel zu gelangen. Energie Wie eingangs bereits erwähnt. die die Dachlandschaft prägen und ein ähnliches Phänomen darstellen wie die allgegenwär- tigen Satellitenschüsseln an den Fassaden. Die energetische Sanierung verdeckt häufig eine wertvolle Fassadengestaltung hinter einfachen Putzfassaden. Gesamt­ energiebilanz oder Ökobilanz gesprochen. Durch den Wandel von der Industrie. die Nutzung und die Einflussgrößen des Kontextes zu unterschiedlich sind. Dabei geht es nicht nur um denkmalgeschützte Substanz. Bei aller Notwendigkeit der energetischen Optimierung entsteht hier die Gefahr des medienwirksamen Wettbewerbs um das am meisten optimierte Gebäude. Hieraus entsteht eine der Hauptmotivationen für den Stadtumbau und unter diesem Begriff können die aktuellen städtebaulichen Bemühungen zusammengefasst werden.22 Im Rahmen eines Programms der Bundesregierung soll dieser bis 2020 auf 30 ha reduziert werden. sondern über den Energieverbrauch. Für den Wohnungsbau bedeutet die Reduktion der Neuausweisung von Bauland eine automatische Konzentration auf die Ressourcen der Stadt. sind der Energieverbrauch und die Klimadiskussion grundsätzlich aneinander gekoppelt. Diese Tendenz deckt sich mit vielen weiteren Faktoren. Dies sind insbesondere Flächen für den Güterverkehr der Bahn und diverse Hafengebiete. Aber auch hier entstehen gestalterische Problemfelder. Beide Bereiche haben unmittelbaren Einfluss auf den Wohnungsbau. dass viele Studien zu dem Schluss kommen. dass die energetische Gebäudeoptimierung zwar auf allgemeine Erkenntnisse zurückgreifen kann. die in ein Bauteil fließen. Die Folgen sind jedoch schon jetzt an vielen Orten und Gebäuden sichtbar.

Als nächste Stufe kämpfen derzeit verschiedene Zertifizierungssys­ teme um ihre Bedeutung am Markt. 19 . Bei der Betrachtung der lebenslangen energetischen und wirtschaftlichen Faktoren verschieben sich kurzfristige Investitionsersparnisse zu Gunsten werthaltiger. Zahlreiche Studien. scheint hier aus Sicht des Wohnungsbaus eine Schwelle überschritten zu werden.. Die aktuelle Situation der vom Fußboden bis zur Küche durchlaminierten Innenwelt eines Wohngebäudes ist nicht nur aus ästhetischer Sicht schwer erträglich. Zusätzlich zu den üblichen Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes wurden über die entsprechenden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bestimmte energetische Standards definiert. liegen vor. da die Preisbildung viel weniger von den Rohstoffpreisen als vom Instrument des Angebots und der Nachfrage abhängt..23 Im Vergleich dazu liegt der Jahresenergieverbrauch eines aktuellen Einfamilienhauses (EnEV 2002 Standard) bei circa 15. Bei all diesen unterschiedlich motivierten Ansätzen ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht nur im Sinne der Ökobilanz abzuwägen.000 kWh. Die Nachfrage nach gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen ist entsprechend deutlich gestiegen.000 kWh. Ohne die neuen Baustoffe unter Generalverdacht stellen zu wollen. um diesen Aspekt zu veranschaulichen: Ein Einfamilienhaus mit circa 150 m² Wohnfläche in Massivbauweise hat am Ende seiner Fertigstellung einen Energiebedarf von circa 350. sondern wirft auch bezüglich der gesundheitlichen Aspekte Fragen auf. Silber-. Breiter angelegt ist das Instrument des bundesweit eingeführten Energieausweises. Gesundheit Neben den übergeordneten ökologischen Zusammenhängen gilt es noch die konkrete Ebene für den Wohnungsbau zu betrachten. sondern auch in der Benutzbarkeit der Wohnung. In Deutschland scheint sich derzeit das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ mit ähnlichen Kriterien zu etablieren. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die vergleichende Betrachtung von Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen und Backsteinfassaden. Ein weiteres relativierendes Beispiel: Der Energieanteil von Styropor liegt bei circa 29 kWh/kg im Vergleich zu Zellulosefasern mit je 1 kWh/kg. Das oft entgegengebrachte Kostenargument ist dabei relativ.24 Angesichts dieser Dimension ist der ganzheitliche energetische Betrachtungsansatz eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Gebäudeentwurf. Goldund Platin-Auszeichnungen in Europa durchzusetzen. Wenn das Öffnen der Fenster das energetische Gebäudekonzept gefährdet. kann man dennoch die Frage stellen. Das Gesundheitsbewusstsein hat sich angesichts einer steigenden Anzahl von allergisch bedingten Krankheiten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert und hat einen wesentlichen Einfluss in der Baustoffdiskussion. Die Komplexität der Materie und damit ihre schwierige Vergleichbarkeit führte zu verschiedenen Ansätzen einer Zertifizierung. langlebiger Baustoffe. ob natürliche und einfachere Baustoffe nicht den selben Zweck erfüllen können und vielleicht einen mehr werthaltigen und authentischeren Ausdruck entstehen lassen. Wieder einige Zahlen. Aus den USA versucht sich zum Beispiel das sogenannte „Green Building Rating Sys­ tem“ mit Bronze-.Wohnen und . die den entsprechenden Energieanteil in den Produkten für die Planung transparent machen. zum Beispiel KfW-40 oder KfW-60.

noch vor einem Jahrzehnt klassisches Betätigungsfeld von Architekten. Oft winkt nach erfolgreicher Teilnahme nicht der Auftrag durch die öffentliche Hand. ein Verlust an Handlungsfähigkeit. Anbieter von Wohnraum In der Phase der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland ein auf unterschiedlichen Säulen funktionierendes soziales Wohnversorgersystem. zum einen als Ergebnis des gedeckten Bedarfs. sondern eine nächste Akquisephase am frei finanzierten Markt. Die folgenden Bezugsgrößen verdeutlichen die geringen Aktivitäten im Wohnungsneubau: Zwischen 1994 und 2007 sind die Baugenehmigungen für Wohnungsneubauten um knapp 75 % zurückgegangen25. In Deutschland stehen nach wie vor wachsenden. 20 . nämlich rund 30 der 40 Mio. stellt gegenwärtig das größere Aktionsfeld gegenüber der Neubautätigkeit im Wohnungsbau dar. dass die Arbeit im städtischen Bestand heute mehr denn je Gegenstand von Wohnbauprojekten ist. das mittels Förderung und Anreizen von Seiten des Staates nachhaltig gesteuert wurde. Dagegen übernehmen sie im Bestand nach wie vor neben Wohnungsgenossenschaften eine wichtige Versorgerfunktion. die gezielt in den Rückbau von Wohnraum und die Stabilisierung des Bestands investieren müssen. Mietwohnungen im Jahr 2006 in der Bundesrepublik26 werden rund 10 % durch öffentliche Wohnungsunternehmen der Kommunen. wirtschaftlich prosperierenden Regionen Standorte gegenüber. verallgemeinert lässt sich jedoch feststellen. Knapp drei Viertel des deutschen Wohnungsbestands. Neben kommunalen beziehungsweise öffentlichen Anbietern und Wohnungsgenossenschaften stellten privatwirtschaftliche Investoren wichtige Wohnversorger im Mietwohnungsbau dar. um Anreiz zur Bildung von privatem Wohneigentum zu geben. der Länder und des Bundes verwaltet.27 Die öffentlichen Wohnungsversorger können dabei aufgrund zurückgehender bereitgestellter Mittel ihren Aufgaben immer seltener nachkommen. Von rund 24 Mio. die es sinnvoll machen. Große öffentliche Wohnungsbauwettbewerbe. genossenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Wohnungsanbietern eine Vielzahl von Privatpersonen. aber auch im Neubau. Die Aufgaben des Sozialstaats sind im Rahmen der Notversorgung mit Wohnraum sozusagen abgeschlossen. Die soziale Verantwortung des Staates im Wohnungswesen ist weiterhin gefordert. einen Blick auf die Strukturen und Akteure der Wohnraumschaffung zu werfen. der im Ergebnis eine Benachteiligung sozial Schwacher nicht ausschließt. praxisrelevante Bezüge. zum anderen auch aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Neubautätigkeit. Der Verkauf von kommunalem Wohneigentum verhindert hier langfristig stadtplanerische Interventionsmöglichkeiten und die öffentliche Steuerungsmöglichkeit. In dieser Betrachtung sollen daher vor dem Hintergrund der gemäßigten gesellschaftlichen Tendenz der Aktionsraum von Architekten in der Wohnbauplanung benannt werden und die betrachteten Aspekte gleichzeitig aktuelle Schwerpunkte in der Berufspraxis nachzeichnen. Die Akteure der Wohnungspolitik im Bestand.Kontext Wohnen und Initiatoren In den letzten Jahrzehnten und im Zuge einer sich verändernden Gesellschaft haben deutliche Entwicklungen eingesetzt. Kommunen agieren dabei vermehrt als Projektinitiator. Daneben förderte der Staat die Schaffung von privatem Wohneigentum. sind dabei neben den genannten öffentlichen. Die Steuerung des deutschen Wohnungsbestands. Heute ist die Wohnraumnachfrage quantitativ längst gedeckt. Wohnungen29 in Deutschland gehören privaten Wohnungseigentümern. finden heute nur noch in seltenen Fällen und mit geringen Realisierungschancen statt. in den rund 70 % des gesamten Wohnungsbauvolumens von Deutschland investiert werden. Sich ändernde beziehungsweise neue Handlungsräume sind für entwerfende Architekten gerade im Kontext einer geringen Wohnungsneubautätigkeit wichtige. Als Bestand ist dabei sowohl das umzunutzende städtische Gebäude gemeint als auch die Neubauplanung im städtischen Kontext. Zwar sind regional und lokal differenzierte Prozesse zu beob­ achten. das heißt Selbstnutzer und private Kleinanbieter.

Im Unterschied zum auf dem „Reißbrett“ geplanten Bauland im Umland als Idealplanung ohne kontextuelle Zwangspunkte. Bestandsobjekte werden entsprechend regelmäßig in kleinere Strukturen unterteilt. die hier vorwiegend auf Neubauvorhaben bezogen sind. Festzuhalten ist jedoch: Private Vermieter und Selbstnutzer nehmen im Zuge ihrer Anteile am deutschen Wohnungsbestand deutlichen Einfluss auf die Qualität und Standards der gebauten Umwelt und des Wohnungsmarkts und sollten als potenzielle Auftraggeber nicht vernachlässigt werden. der durch das differenzierte Angebot mit kleinteiliger Besitzstruktur charakterisiert wird. für sie lohnt sich die Auseinandersetzung mit den diversen Einflussgrößen der Stadt erst ab einer bestimmten Grundstücksgröße und einer Projektdimension mit entsprechend zu erwartender Rendite. Der Anteil von Selbstnutzern. Nach diesem ersten Überblick über das Feld der Akteure und möglichen Auftraggeber von Wohnungsbauten interessieren nun neue beziehungsweise veränderte Handlungsfelder für Architekten. Auch wenn der größere Teil der deutschen Bevölkerung zur Miete wohnt. Fertighäuser mit vermeintlich individuellem Charakter haben den Neubauvorhaben dieser Gebäudetypen im städtischen Einzugsgebiet ihr Gesicht gegeben. sind Bauherren in der Stadt mit teilweise schwierigen Eigentumsverhältnissen und häufig in Orientierung und Kontext anspruchsvollen und häufig zu großen Parzellen konfrontiert. um auf die Einflüsse gesellschaftlicher Veränderungen im Wohnungsbestand reagieren zu können.oder Neubau eines Einfamilienhauses. Wohnungsbestand Der Wohnungsbestand in Deutschland bemisst sich im Jahr 2007 auf rund 40 Mio. Dabei wird nicht das Wohnideal des Einfamilienhauses in Frage gestellt. Einzelbauherren oder Baugruppen können hier eher agieren.. Der 21 . Gleichzeitig konzentrieren sich Neubauaktivitäten im Geschosswohnungsbau vorwiegend auf Angebote diesen Haushaltstyps. die als Selbstnutzer und/oder als Vermieter auftreten. zum Beispiel die so genannten Townhouses. Wohnungen. die in der Verwaltung von professionell-gewerblichen Anbietern stehen30. Wohnungen33 bei 32 % des deutschen Wohnungsbestands. am Wohnungsbestand in Deutschland liegt mit rund 16 Mio.Wohnen und . sind private Selbstnutzer ein interessantes Klientel für Architekten und nicht selten beginnt die selbstständige Berufspraxis mit dem Um. Einper- sonenhaushalte dominieren schon heute alle anderen Haushalte in Deutschland und ihr Anteil nimmt weiter zu.32 Diese Bestandsstruktur dokumentiert den jahrzehntelangen Bedarf an Familienwohnungen. jedoch auch auf die Arbeit im Wohnungsbestand übertragen werden können. verwalteten Wohnungen31 einen umfangreichen Anteil an der Zuständigkeit für den deutschen Mietwohnungsbestand. Gegenüber rund 9 Mio. Private Selbstnutzer Städtisches Wohnen rückt im Zuge einer zurückgehenden Nachfrage nach dem Eigenheim auf der grünen Wiese für Privateigentümer wieder vermehrt ins Bewusstsein.. Die aktuellen Tendenzen der Haushaltsgrößen führen jedoch vermehrt zur Nachfrage von anderen Wohnungsgrößen und -zuschnitten.3 m² Wohnfläche. auch Investoren entwickeln diese ortspezifischen Situationen im seltensten Fall. die wieder verstärkt im Aufgabenbereich von Architekten liegen. Gleichzeitig fehlen diesen privaten Kleinanbietern.und Zweifamilienhäusern. Im städtischen Kontext entstehen nun Wohnformen. häufig spezifische Kenntnisse. Wohnungen.4 Räumen mit 86. lediglich das Lebensmodell in Form der Kleinfamilie mit pendelndem Alleinversorger ist heute rückläufig und damit deren Wohnvision am Stadtrand. Nicht nur Fertighaushersteller sind dabei überfordert. übernehmen private Kleinanbieter mit rund 14 Mio. langfristig zu wichtigen Akteuren für Kommunen werden und neben der Initiierung des Bauprojekts selbst nachhaltigen Einfluss auf den zu entwickelnden Standort ausüben. das heißt privaten Wohnungseigentümern von Ein. Durchschnittlich bestehen die Wohnungen aus 4. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Markt fast völlig dem Architekten entzogen. durch geminderte wirtschaftliche Potenz und Marktkenntnis.

besser gesagt. Gerade junge Architekturbüros realisieren über das Initiieren von Baugruppenprojekten zunehmend ihr erstes Projekt. Notwendig sind Architekten bei Baugruppenmodellen in jedem Fall. zum anderen – ein heute an Attraktivität gewinnendes Modell – als private Genossenschaft oder Baugruppe. Gerade der städtische Kontext ermöglicht heute einer privaten Baugruppe zudem eher den Grundstückserwerb als einer Einzelperson. reagieren spontan auf den Markt und bauen ohne wiederkehrende bauliche Standards. sondern kostendeckend Wohnraum bereitstellen soll. da städtische Parzellen in ihrer Größe häufig der von Mehrfamilienhäusern entsprechen 22 . mit stadtspezifischen Parametern besser umgehen zu können als Einzelbauherren. Durch die Anzahl der „Bauherren“ ist nicht nur ihre planerische Kompetenz gefragt. Als dritter Weg zwischen dem Wohneigentum und der Mietwohnung wird hier das private Kapital in ein gemeinwirtschaftliches Projekt investiert. Interessanterweise bieten diese Baugruppen. die Chance. Dagegen zielt das Marketing auf kaufstarke Nutzergruppen. egal in welcher rechtlichen Form sie bestehen.beziehungsweise erwerbsinteressierte Personen schließen sich zu einer Genossenschaft oder Baugruppe zum Bau und Betrieb eines Wohnbauvorhabens zusammen und gestalten aktiv und gemeinschaftlich die Planung. Bau. mit klaren Wohnwünschen. sozusagen Trendmilieus. Bauträger agieren lokal. geplant wird vielmehr ein mit höchsten Renditeaussichten vermarktbares Produkt. Neben einer zurückgehenden Nachfrage für Wohnflächen im Umland ist die Stadt seit Jahren aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wieder in das Blickfeld der Politik und somit der Planer und Architekten gerückt. werden mit seriell entwickelten Wohnungsangeboten im städtischen Umfeld nicht angesprochen.und Bauprozesses in der Gruppe. schlüsselfertige Wohnbauproduktion ohne individuell zugeschnittenes Resultat sind die Folge. Im Zusammenhang mit einem sehr vorsichtigen Investitionsverhalten zukünftiger Eigentümer sind diese Angebote nicht für alle Nutzer attraktiv. sondern vor allem die Moderation des Planungs.000 neu gebauten Wohnungen in Deutschland im Jahr 200734 sind dabei vorwiegend im städtischen Kontext zu vermuten. Aktuelle städtische Wohnungsbauprojekte reichen von der Nachverdichtung und Standortentwicklung im Sinne eines neuen Quartiers bis zum einzelnen Versatzstück im gewachsenen Kontext. Ausführung und Nutzung. Die gerade einmal 211. Je komplexer ein Vorhaben ist. Bauträger Durch Bauträger finanzierte Projekte spielen hier eine nicht geringe Rolle. das auf keine höchstmögliche Rendite abzielt. die lebenslanges Mietrecht zu einem vereinbarten Mietzins nach dem Erwerb der Genossenschaftsanteile anbieten. Dabei handelt es sich vorwiegend um großmaßstäbliche Wohnbauprojekte mit einer gesicherten Nachfrage an prosperierenden Standorten. Zum einen kann das in großen Wohnungsgenossenschaften passieren. die das Eigenheim als individuelles Wohnziel definieren. desto wichtiger wird die Figur des Architekten und umso seltener die Aktivität des Investors. Als marktwirtschaftliches Unternehmen verpflichten sich Bauträger lediglich dem Grundsatz: „Minimaler Einsatz bei maximalem Gewinn“ .Kontext Blick auf die Neubautätigkeit in Deutschland erfolgte bereits im Kapitel „Wohnen und Ökonomie“ . Der Vorteil in der Projektentwicklung und -planung liegt in der Selbstverantwortung des Einzelnen und der gleichzeitigen Sicherheit durch die Gemeinschaft. Der Planer hat dabei selten mit den späteren Eigentümern oder Mietern Kontakt. Aktuell erfolgreiche Projekte weisen nicht selten Architekten als Projektmitglieder beziehungsweise als Initiatoren aus. Baugruppen Dem gegenüber stehen Projektmodelle. Hohe Anschaffungskosten bei gleichzeitig geringem Eigenanteil und Steuerungsmöglichkeiten am Produkt oder. Schon seit den 1980er Jahren versprechen individuell initiierte Wohnmodelle echte Alternativen gegenüber dem Angebot des Marktes. die ohne Renditeabsichten initiiert werden. Gerade diejenigen.

wie sie von anonymer Investorenarchitektur selten erreicht werden. Die Abhängigkeit der Wohnqualität von der Nachbarschaft ist eine wesentliche These im Wohnungsbau. die bei der Grundstückssuche beginnen und bis zur Gründung der Projektgruppe reichen. die entsprechend der Entwicklung der Haushaltsstruktur in Deutschland geeignete und ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Angebote darstellen. Baugruppen verfolgen im Gegensatz zum Bauträger andere Organisationsziele als die finanzielle Gewinnsteigerung. Lebensform und Kapitalausstattung gemischt zusammengesetzt. eine Vielzahl realisierter Baugruppenprojekte beweist die hochwertige und intelligente Umnutzung und Neuplanung von städtischen Wohngebäuden. Sie sind vielfältig und häufig in Alter. Gerade aufgrund dieses gleichzeitig entstehenden sozialen Netzwerks stellen private Baugruppen für das individuelle Bauen in der Stadt eine zunehmende Alternative für Bauherren zu anderen Eigentumsmodellen dar. und zudem ein spekulativer Druck auf dem Grundstückspreis liegt. um aufwandsgerechte Honorare kalkulieren und abrechnen zu können. Gerade die schwierigen Anfangspfade von Baugruppenprojekten. Die Potenz selbst organisierter Projektgruppen hört zudem nicht bei dem gemeinsam geplanten Gebäude auf. Häufig sind neben dem Wunsch der individuellen und kostengünstigen Realisierung auch gemeinsame Wohnideale ausschlaggebend für die Bildung einer privaten Baugruppe. Bereits erläutert wurde der wachsende Bedarf an kleinen Wohneinheiten.. Zeiten mit vorsichtigem Investitionsverhalten führen jedoch immer zu einer Zunahme der Projektqualität. Ein rasantes Wachstum des Wohnungsmarkts wird es trotz alledem in Deutschland auf absehbare Zeit kaum geben. 23 . des Weiteren weil sie aus der Mischung ihrer individuellen Wohnkonzepte Zweitnutzer und Veränderbarkeit von Grundrissen tendenziell mehr berücksichtigen als das marktorientierte Investorenmodell.. Aktuelle Aufgabenfelder Eine Chance für Architekten in der wirtschaftlich schwierigen Situation besteht in der Beteiligung und Begleitung von selbstorganisierten Initiativen und Projektformen im städtischen Wohnungsneubau und der Bestandsumnutzung.Wohnen und . die früher nur aus der Hand eines Investors vorstellbar waren. Die Veränderung und Aufweitung des klassischen Planerberufs muss entsprechend auch in den gültigen Gesetzen und Verordnungen fortgeschrieben werden. Der Kontext Stadt wird nicht nur für Familien neu entdeckt. mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Agieren und einem hohen Maß an Eigeninitiative können aus diesen Netzwerken ganze Stadtteile entwickelt werden. Der „Maßanzug Wohnung“ kann dabei durchaus in der Stadt entstehen. Meist bilden sie eine Gemeinschaft nicht nur zum Zweck des Planens und Bauens der eigenen Wohnbedürfnisse. Generationenübergreifend wird ein Erneuerungsbedarf des städtischen Wohnungsangebots entstehen. Im Vergleich zu Bauträgerprojekten sind mit der Projektbegleitung durch Architekten architektonisch anspruchsvolle und wertbeständige Gebäude gesichert. Als Treuhänder des Bauherrn wird der Architekt in jeder Phase der Planung und Realisierung des Gebäudes die Interessen des Bauherrn vertreten. und häufig entstehen aus ihrem Netzwerk heraus quartiersprägende soziale Angebote. Projektdimensionen. sondern entwickeln langfristige Nachbarschaftsstrukturen. Letztendlich führt dies zu einer höheren Projektqualität. Die umfangreichen Leistungen in diesem Zusammenhang wurden jedoch in der Honorarordnung für Architekten noch nicht ausreichend berücksichtigt. Im Vergleich zum Investor sind sie sogar die bessere Wahl für Kommunen: einerseits weil sie lokal agieren und in der Regel ein stabiles Netzwerk aus den Eigentümern heraus für ein Quartier darstellen. sind häufig erst durch die Initiative von Architekten erfolgreich. sei es im Nachdenken über die Verwendung energetisch sinnvoller Baustoffe oder über eine breite Diskussion zukünftiger Wohnmodelle.

sondern bildet gerade durch die soziale Durchmischung eine Basis für eine moderne Gesellschaft. der Projektzusammenhang des Wohngrundrisses zum Kontext. schließt die Serie der übergeordneten Themenfelder zum Wohnungsbau mit einem konkreten. Das Betätigungsfeld im Wohnungsbauentwurf beginnt damit in der Auseinandersetzung mit städtischen Strukturen und Räumen und endet in der Optimierung und Planung einzelner Möbel und Ausstattungsdetails. Der städtische Maßstab ist häufig die erste Annäherung an ein Entwurfsprojekt. sozusagen von der Stadt zum Haus. sie referenzieren sich jedoch gegenseitig und stehen im gesamten Entwurfprozess in einer ständigen Rückkopplung und Anpassung an die aktuelle Konzeptsituation. entwurfspraktischen Aspekt. kulturelle und topografische Eigenheiten aufgespürt und 24 . zum Quartier und zur Stadt wird jedoch bewusst ausgeblendet. das Wissen um ihre Abhängigkeiten und das Abwägen der Einflussgrößen von Funktionalität und Gestaltungsabsicht sind. eines Quartiers. Die Komplexität und der Umfang der Materie erlauben dabei lediglich das Anreißen des vielschichtigen Themenspektrums und gleichzeitig eine Gewichtung für deren Bedeutung im Entwurf. Stadt bietet nicht nur allen Lebensmodellen und Altersgruppen einer Gesellschaft langfristigen Lebensraum. Urbanität. wie generell in der Architektur. indirekt jedoch gleichzeitig im Wissen um die Qualitäten einer Nachbarschaft. der von einer ständigen Parallelität der Entscheidungen und Einflüsse geprägt ist. Die Linearität und maßstäbliche Gliederung der Textform darf dabei nicht mit dem eigentlichen Entwurfsvorgang verwechselt werden. Die bisher erläuterten Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen von Wohnen sind gleichzeitig wirksam und immer Bestandteil des Entwurfsprozesses. nutzbare und klar definierte öffentliche Räume. Die Qualität und Vermarktbarkeit einer Wohnung sowie ihr Wohnwert hängen nicht nur von deren Qualität.Kontext Wohnen und Ort Mit der Annäherung an den Wohnort. Das Kapitel „Grundriss“ zeigt die entwurfs­ entscheidenden Phänomene des Wohngrundrisses auf. Quartier und Gebäude zugeordnet. Nutzungsmischung und soziale Durchmischung. So fällt die Entscheidung für eine Wohnung häufig unmittelbar im Moment der Besichtigung des räumlichen Angebots beziehungsweise der Benennung der eigenen Wohnwünsche. Hier nähern wir uns dagegen dem Wohnen und damit dem Wohnungsbauentwurf über die Entwurfsmaßstäbe. es werden lediglich Schlüsselthemen in der Bearbeitung von Wohnbauprojekten angerissen und für den eigenen Entwurfsprozess gewichtet. Das Themenfeld ist zugleich diffus wie konkret. räumliche. geprägt. historisch gewachsene Bebauungsstruktur. Die Vielzahl der Einflussgrößen wird dazu den Maßstäben Stadt. auch im Wohnungsbauentwurf ständiger Gegenstand der eigenen Arbeit. ihrem Standard oder ihrer Größe ab. der Ökonomie. Damit ist jedoch keine Entwurfsmethode gemeint. Im Unterschied zu den Aspekten der Gesellschaft. und gleichzeitig in der ständigen Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Öffentlichkeit und Privatheit. letztendlich auch einer Stadt selbst. das heißt den konkreten Standort des Wohnbauprojekts. Das sichere Agieren in den verschiedenen Maßstäben. Hier werden bauliche. das heißt eine zusammenhängende. das heißt ihrer Verortung. sie wird vielmehr aus diversen Einflüssen ihres Kontextes. der gleichzeitig Übergang zum Kapitel „Grundriss“ ist sowie den inhaltlichen Zusammenhang zum Buchteil „Projekte“ aufzeigt. Stadt Seit mehreren Jahren ist der Ruf von der Renaissance der Städte sowie der Wiederentdeckung von Urbanität zum Träger eines gesamtgesellschaftlichen Wandels im Wohnverständnis geworden. das heißt zum Gebäude. ist der Rahmen unserer Arbeit und Basis für den Entwurf städtischer und zukunftsfähiger Wohnmodelle. Die hier aufgeführten Entwurfsparameter stehen zwar letztlich in einer Entscheidungskette. soziologisch wie entwurfsorientiert. Ökologie und der Projektinitiatoren wird hier konkret auf Ansätze und Schwerpunkte im Wohnungsbauentwurf hingewiesen.

Dieses infrastrukturelle Netzwerk schließt öffentliche Flächen und Räume für die Naherholung ein. ein umzusetzendes Programm. um im städtischen 25 . Das Quartier definiert sich über eine fußläufige Erreichbarkeit. Ein lebenswertes Quartier mit einem funktionierenden sozialen und infrastrukturellen Netzwerk kann für den Bewohner durchaus fehlende Qualitäten der Wohnung. Sich verändernde Wohnanforderungen können damit innerhalb der Nachbarschaft und nicht zwingend in veränderbaren Grundrissen aufgefangen werden. Innerhalb des Quartiers kann das umfangreiche Angebot an Wohnungsgrößen und -typen geboten werden. ausgleichen. das Quartier ist jedoch in der Annäherung an den privaten Raum der Wohnung eine wichtige öffentliche Bezugsgröße. Eine gute Lage innerhalb einer Stadt zeichnet sich jedoch nicht nur über die Qualitäten vor Ort aus. Grundlegende Dispositionen ermöglichen den Abgleich möglicher Orientierungen mit dem Nutzungsanspruch an die Gebäudestruktur.. Das Quartier hat oft einen höheren Stellenwert in der Identifikation des Bewohners als die Stadt selbst. Quartier Der Übergang der Einflüsse des städtischen Kontextes und der des Quartiers ist fließend. auch die Anbindung an lokale. die persönliche Kontakte im Sinne eines sozialen Netzwerks ermöglicht. die sowohl aus dem lokalen städtischen Kontext als auch aus der Planungsaufgabe selbst entstehen können und zum Entwurfsgenerator werden.Wohnen und . konkrete Entscheidungen können auf der Basis der bereits getroffenen Festlegungen erfolgen oder hinterfragen diese und fokussieren den Entwurf aufs Neue. Die möglichen städtischen Bausteine reichen vom Reihenhaus bis zur verdichteten Teppichsiedlung in der horizontalen Verdichtung und vom kompakten Mehrparteienhaus bis zum hochverdichteten Wohnturm als vertikale Verdichtungsformen. zum Beispiel fehlende private Außenräume. der gerade für die Marktfähigkeit von städtischen Wohngebäuden von besonderer Bedeutung ist.. Die Entwurfsentscheidungen innerhalb des Bezugsrahmens Quartier sind kaum von den Festlegungen im städtischen Kontext zu trennen. Gleichzeitig generieren die funktionalen Anforderungen der Aufgabe. Entdeckte Standortqualitäten und Eigenheiten des Orts. um einem Großteil der aktuellen Lebensmodelle gerecht zu werden und langfristig als Wohnstandort eines Bewohners zu funktionieren. Die Entscheidung für einen bestimmten Stadtteil. als imaginäre Eckpunkte des Entwurfs fixiert. Städtebauliche Typen Je nach der Projektdimension kann die Vernetzung einer Wohneinheit oder einer Vielzahl von Wohnungen Gegenstand der Entwurfsarbeit werden. ein bestimmtes Quartier wird sehr bewusst durch den Bewohner getroffen. Die Komplexität des Entwurfsprozesses zu Beginn der Planung wird häufig durch einzelne Einflüsse besonders geprägt. Die Arbeit mit unterschiedlichen Medien zeichnet die Fülle der Eindrücke und Einflüsse nach und ermöglicht gleichzeitig die Reflexion des Gesehenen und Gehörten. Zwar bietet die Stadt ein übergeordnetes Angebot. regionale und überregionale Verkehrsadern werden häufig zu wichtigen Entscheidungsgründen für einen Wohnort. egal ob vorgegeben oder selbst entwickelt. strukturelle Annäherung über die Analyse der vorhandenen städtebaulichen Typen und deren Dimensionen bildet einen ersten und wichtigen Schritt. Materialisierung und Selbstverständnis zum öffentlichen Raum sowie ihr Nutzerspektrum sind elementarer Bestandteil dieser Auseinandersetzung. Nicht zu vernachlässigen in dieser Phase ist der Umgang mit dem ruhenden Verkehr. Im Verlauf der Arbeit verdichtet sich die Fülle der Rahmenbedingungen. sind dabei immer abhängig vom persönlichen Hintergrund des Betrachters. Zwar ist aus ökonomischer und oft gestalterischer Sicht die horizontale Verdichtungsform mit ihrer geringen Höhe seltener geeignet. der genius loci. das zwischen baurechtlichen Anforderun­ gen und gestalterischen Möglichkeiten den Entwurf auslotet. Gleichzeitig wird die bauliche Dichte im Zusammenhang mit einem grob erfassten Flächenanspruch eruiert. innerhalb der ein täglich notwendiger Bedarf des Bewohners gedeckt wird. Eine morphologische.

Im Durchschnitt werden bei Neubauprojekten in Deutschland mindestens 1. Die als Geschossflächenzahl (GFZ) bezeichnete bauliche Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschossflächen aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche des Gebäudes und wird gerade im Wohnungsbau als das maßgebliche Kriterium für nachhaltige. dass Versiegelung und Flächenfraß in den Städten und im Stadtumland nicht unbedingt von einem überlegten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zeugen. Dichte Mit der morphologischen Entscheidung für eine bestimmte Gebäudekubatur beziehungsweise eine städtebauliche Typologie geht der adäquate Umgang mit baulicher Dichte einher. aber auch für eine ortsadäquate städtebauliche Reaktion zugrunde gelegt. Die Berücksichtigung von Stellplätzen im Entwurf kann schnell entwurfsprägend werden. eine direkte Erschließung und lediglich seitlich angrenzende Nachbarbebauungen bieten. ein gemeinsames System dagegen gestattet Austausch. Wohngebäude mit einer hohen baulichen Dichte sind nur bei sorgfältigster Planung und in einem stabilen Quartier langfristig vermietbar.und Kontaktaufnahme. Gleichzeitig wird die Schwellensituation zur Wohnung selbst verlagert. Die Position zum öffentlichen Raum führt entsprechend zu Überlegungen. Neben den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. den die eigene Grundstücksfläche. Dichte allein ist jedoch kein Qualitätskriterium. So wird der Wohnbauentwurf an einem mehrspurigen Boulevard in der Innenstadt auf anderen Schwerpunkten basieren als der an einer Wohnstraße im Stadterweiterungsgebiet.oder Hochparterregeschoss damit überhaupt erst möglich. Die Beantwortung der Fragen: „Wo hört die Öffentlichkeit auf? Wo beginnt die Hausgemeinschaft beziehungsweise die Privatheit der Wohnung?“ führt zu wichtigen Entwurfsansätzen. Ruhender Verkehr Eine Anforderung an das städtische Wohnen auf der Ebene des Quartiers beziehungsweise des Gebäudes selbst ist die Lösung der Stellplatznachfrage. kontextgerechte Entwurfsreaktionen darstellen. Ein bewusster Abstand zum öffentlichen Raum kann zum Beispiel durch eine halböffentliche Vorzone oder ein „Anheben“ des Gebäudes erzeugt werden. Das Erschließungssystem ist der neuralgische Punkt von hybriden Nutzungskonzepten. Egal ob ein radikalkonzeptioneller Umgang mit dem Bedarf an Stellplätzen vorgeschlagen wird oder ein klassisch integrativer. ökonomische Planungen. ist allerdings für einen Großteil der Bewohner ein wichtiges Kriterium in der Entscheidung für eine Wohnung. die mittlerweile entsprechend gelungene Gebäude zertifiziert. Für die Vermarktung von Wohnbauprojekten sind vorhandene Stellplätze eindeutig verkaufs- 26 . die Stellplatzfrage ist regelmäßig ein entscheidender Diskussionspunkt in Wettbewerbsverfahren wie auch bei beauftragten Planungen. Die eigene Entwurfsentscheidung wird jedoch nicht nur durch die Art und Dimension der Nachbarbebauung geprägt. Nicht zuletzt bieten diese Wohnformen direkten städtischen Ersatz für das Einfamilienhaus vor der Stadt. der hohe Grad an Privatsphäre. hat längst auch auf stadtplanerischer Ebene die Erkenntnis eingesetzt. konstruktiv wie auch gestalterisch. Eine getrennte Erschließungsstruktur verstärkt die Entkopplung der Nutzungen. auch die stadträumliche Situation hat weitreichenden Einfluss auf sie.Kontext Umfeld eine gleichermaßen wirtschaftliche und stadträumliche Qualität zu entwickeln.5 Stellplätze je Wohneinheit gefordert. Dabei wird die private Wohnnutzung erst in den Obergeschossen der Funktionshybride angeboten. Haushalten36 macht den Bedarf hierzulande deutlich. die den Schwellenbereich betreffen. und andere Entwurfsanforderungen in den Hintergrund drängen. PKW35 in Deutschland mit circa 39 Mio. Die Zahl von 46 Mio. Oft wird eine Wohnnutzung im Erd. Intelligente Nutzungsvorschläge und Dimensionierung der öffentlichen und halböffentlichen Zwischenräume ermöglichen bei Konzepten mit maximaler Ausnutzung des Grundstücks trotz alledem eine vollständige Privatsphäre der einzelnen Wohneinheiten. Alternativ können Gebäude mit Nutzungsunterlagerung im Erdgeschoss sinnvolle.

oftmals eine bessere Vernetzung im Kontext gelingt. Mit der Gebäudedimensionierung und -strukturierung werden erste wesentliche Festlegungen getroffen. in Eigenregie verwirklicht wurden oder ein vorhandenes Angebot flexibel nutzen. das heißt Gebäude mit externer 27 .. ebenso wie eine Spezifizierung am Markt durch Angebote für bestimmte Milieus entsteht. sondern auch auf modische Errungenschaften und eine sich abzeichnende Individualisierungstendenz verzichtet. Ebenso sollten eine intelligente Gebäudestruktur und die Materialisierung der Gebäudehülle sowie des Innenausbaus auf einer werthaltigen. So müsste. Die Erfahrung zeigt zudem. Ein gesellschaftlicher Trend findet sich eindeutig in der Zunahme der Einpersonenhaushalte wieder und damit in der Nachfrage nach kleinen Wohnungen. Neben der Festlegung der Bandbreite von Wohnungstypen sollten hier der externen Erschließungsform und dem Umgang mit dem Erdgeschoss sowie dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit gegeben werden. Auch die nicht bebaute Grundstücksfläche wird hier in aller Regel der Hausgemeinschaft gewidmet. dass Konzepten. städtischen Entscheidung beruhen. Die bereits erwähnten Verdichtungsformen im Wohnungsbau verpflichten sich zum einen dem individuellen Wohnen und zum anderen dem kollektiven. Auch Überlegungen zur Dauerhaftigkeit des umzusetzenden Programms sollten in den Entwurfsprozess einfließen.. ist im Mehrparteienhaus eine Zwischenzone notwendig. Gerade diese konkreten Entwurfsentscheidungen sind in einer Entscheidungsfolge mit sämtlichen übergeordneten Entwurfsfestlegungen zu sehen. die neben dem Neubau auch mit der Sanierung von vorhandener Bau- substanz arbeiten. Auch der Bedarf an barrierefreien Wohnangeboten für die Generation 50+. die nicht zwingend auf einem passgenauen Angebot basieren. die in Abwägung zur Bewohnerzahl und -charakterisierung einen Gebäudetyp generieren lassen. ist ein Bedarf nach zeitlich begrenzten Wohnformen zu erkennen. dagegen wird diese bei einem Nutzer in der Regel zum privaten Außenraum erklärt. Haus Der nächste Entwurfsschritt behandelt die unmittelbaren Entscheidungen bezüglich des Wohngebäudes selbst. Der zusätzlich notwendige Bedarf an spezifischem Wohnraum wird nicht nur über Neubauvorhaben. Neben Wohnmodellen. Aktueller Wohnbedarf Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmodelle wird aktuell in einem differenzierten Immobilienmarkt repräsentiert. die der Hausgemeinschaft zur halböffentlichen Erschließung der einzelnen Wohneinheiten dient. Im Folgenden wird vor allem die vertikale Verdichtungsform von Wohngebäuden betrachtet. wird weiter wachsen. Die Entwurfsoptionen liegen damit zwischen der Entscheidung für gereihte beziehungsweise freistehende Häuser. die nicht nur auf eine lange Lebensdauer der einzelnen Bauteile abzielt. fördernd. die bestimmte Altersgruppen ansprechen sollen. Beide Entwurfsoptionen können über ihre Dimension und Typologie für einen oder mehrere Bewohner entworfen werden. Gebäudetypen Je nach Größe des Projekts und der Kontextbebauung sind die Stadtbausteine des Punkthauses. eine flexibel geplante Struktur während der gesamten Lebensdauer eines Gebäudes dessen Nutzbarkeit garantieren. auf die die Kosten für die Erstellung des Parkgeschosses anteilig verteilt werden können. die langfristig nutzbare Wohnformen sucht. im Sinne der Nachhaltigkeit. gemeinschaftlichen Wohnen und erfüllen entsprechende Nutzer. der Zeile und des Blocks das klassische städtebauliche Repertoire für eine Wohnnutzung.und Programmzwänge. Eine Unterbringung der Stellplätze im Gebäude selbst lohnt sich jedoch erst ab einer Mindestzahl an Wohnungen. wo im Einparteienhaus die private Wohneinheit direkt am öffentlichen Raum beginnt.Wohnen und . Dort. sondern entweder individuell. Daneben wird es weiterhin eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnmodelle geben. sondern zu einem großen Anteil auch mit der Sanierung und Neuordnung des Bestands gedeckt werden.

sondern um Fahrräder und Kinderwagen unkompliziert im eingangsnahen Bereich parken zu können. Auch die Gebäudeorientierung kann die Erschließungsform bedingen. Für beide Verdichtungsformen gültig ist der Hinweis auf die Abhängigkeit der Tiefe der Bebauung von deren Orientierung. gleichzeitig muss die Grenze im Übergang zur Privatheit des Wohngebäudes deutlich kommuniziert werden. Die Tiefe einer nord-süd-orientierten Bebauung wird aufgrund der lediglich einseitig zu planenden Hauptfunktionen des Wohnens geringer ausfallen als bei einer Ost-West-Orientierung. Der Eingangsbereich sollte der Anzahl der Bewohner und damit der Gebäudenutzung in seiner Repräsentanz und Größe entsprechen. Die Fassade des Gebäudes muss sich also in ihrer Orientierung zum öffentlichen Raum als Teil eines großen Ganzen begreifen und funktionale Notwendigkeiten aus der Gebäudestruktur heraus mit einem repräsentativen Auftritt zur Stadt abwägen. Bauen in der Stadt kann nicht. Das Einparteienhaus dagegen wird gleichermaßen wie die Wohnungen der Mehrparteienhäuser in ihren Entwurfs­ einflüssen im nächsten Kapitel detailliert erläutert. So kann die Vorzone einer Wohnung Aufenthaltsqualitäten bieten. Sie stellen nicht nur den funktionalen Erschließungsbereich der Hausbewohner. Jeder Wohneinheit muss entsprechend ihres Nutzungstyps ausreichend Lagerraum zur Verfügung stehen. so kann die Laubengangerschließung bei einer Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes gegenüber der Spännererschließung Vorteile in der Anordnung und Ausrichtung der einzelnen Wohneinheiten bieten. Hier muss eine optimal nutzbare Ausrichtung des Gebäudes ausgearbeitet werden. Erschließung Externe Erschließungsformen sind neben der Spännererschließung der Laubengang als Außengang entlang der Fassade beziehungsweise der Innengang im Inneren der Gebäudestruktur. Hier fallen in der Zwischenstufe zwischen privatem Wohnraum und öffentlichem Stadtraum einzelne Entwurfsentscheidungen. Auch die Schwelle zwischen dem externen Erschließungsbereich und der Wohnung selbst sollte in der Planung umfassend bedacht werden. Abstellflächen sollten allerdings auch der Hausgemeinschaft gewidmet werden. Bebauungs­ mus­ ter mit optimaler Orientierung generieren.und Individualbereiche angelegt werden können. wenn die natürliche Belichtung und eine entsprechende Raumgröße bewusst eingeplant werden. Zum einen soll eine eindeutige Adresse und Identifikation für den Hausbewohner gestaltet werden.und Interaktionsraum der Hausgemeinschaft dar. Grundsätzlich richtet sich die Tiefe von Wohngebäuden nach deren Orientierung. bei der in beiden Richtungen Wohn. Unmittelbar mit der Konzeption der Erschließung ist das Nachdenken über die notwendigen Nebenflächen des Wohnhauses verknüpft. sondern gleichzeitig den Kommunikations. das heißt Belichtungsmöglichkeit. 28 . Die Erschließungsform ist unmittelbar an die Bewohnerstruktur der daraus resultierenden Wohnungstypen gekoppelt. Je nach Maßgabe des Auftraggebers oder Investors kann diese Fläche mehr oder weniger kommunikativ geplant werden und ein entsprechendes Nutzungskonzept stärken. Gleichzeitig bespielt der Eingangsbereich im Zusammenhang mit dem Erdgeschoss den öffentlichen Raum vor dem Gebäude. Eingang und Erdgeschoss Der Eingangsbereich sowie das Erdgeschoss eines Wohnhauses übernehmen im Übergang zwischen öffentlichem Raum und halböffentlichem sowie privatem Raum eine besondere Rolle. Ein Neubau soll vielmehr als Baustein im städtischen Gefüge den öffentlichen Zwischenraum bespielen und einen nutzbaren Raum mit städtischer Aufenthaltsqualität definieren. Diese halböffentlichen Bereiche eines Wohngebäudes sollten mit besonderer Sorgfalt geplant werden. Sonderbelichtungsformen können zusätzlich für einen ausreichenden Tageslichteinfall sorgen. wie in der Siedlungsplanung üblich.Kontext Erschließung und mehreren Wohnparteien. die besondere Aufmerksamkeit verlangen. nicht nur um Stellfläche für die Müllentsorgung anzubieten. Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang geschlossene Erdgeschossfassaden oder Garageneinfahrten.

Grundriss .

.

das Wahrnehmen einer charakteristischen Atmosphäre in ihrem urbanen Kontext ist uns ein zentrales Anliegen und wird über verschiedenste Lehrformate. der Wohnungsgrundriss jeweils vollständig abgebildet wird. wurde ein aus unserer Sicht vernachlässigter Bereich gewählt. in der Konfiguration des Grundrisses sofort spürbar werden. sondern um die Verge- genwärtigung wesentlicher Entwurfsparameter anhand von ausgesuchten Beispielen. indem. Interessanterweise scheint die Wahrnehmung und das Interesse der Nutzer und damit unserer eigentlichen Klientel ebenfalls viel stärker von der Wohninnenwelt heraus motiviert zu sein. Die gesellschaftlichen. Die Wahrnehmung und Rezension von Architektur und Wohnbauarchitektur findet in der Fachöffentlichkeit jedoch leider allzu oft über die Gebäudehülle statt. bei dem Ursache und Wirkung der einzelnen Entwurfsentscheidungen. Die Betonung liegt dabei auf dem Entwurf. städtebaulichen und politischen Rahmenbedingungen waren dabei jeweils völlig unterschiedlich und erforderten eine standortspezifische und sensible Interpretation. Diese Methode der Dekonstruktion und Abstraktion liefert uns einen wesentlichen didaktischen Ansatz in der Ausbildung. unabhängig vom betrachten Aspekt. Dabei können die ausgewählten Beispiele letztendlich aus der Thematik jedes einzelnen Kapitels betrachtet und analysiert werden. im Mittelpunkt steht. Es geht nicht um die Verwissenschaftlichung der wohnungsbaurelevanten Themen. Sicherlich ist jede Wohnung auch von den standortspezifischen Einflussgrößen geprägt. der praktischen Tätigkeit im studentischen Atelier oder professionellen Büro. insbesondere den Exkursionen und Workshops vor Ort. Die Auftrennung des komplexen Entwurfsvorgangs in wesentliche Themenfelder soll eine Positionierung innerhalb des Entwurfsprozess ermöglichen und zu einer Gewichtung der Relevanz für die beabsichtigte Gesamtkonzeption des Entwurfs befähigen.und Lernziel. Der Wohngrundriss ist ein komplexes Gefüge. der von den spezifischen Standortparametern unabhängig ist.Einleitung Im Rahmen der mittlerweile fünfzehnjährigen Lehrtätigkeit an der Professur für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus Universität in Weimar haben wir uns mit zahlreichen nationalen und internationalen Standorten von Stralsund bis Kuba auseinandergesetzt und mit den Studierenden versucht standortspezifische und nachhaltige Wohnkonzepte zu entwickeln. Unabhängig von ihrer städtebaulichen Typologie werden 101 Wohngrundrisse dargestellt und an ihrem Beispiel wesentliche Einflussgrößen des Entwurfsprozesses erörtert. um möglichst objektive Lehraussagen treffen zu können. Die unmittelbaren Auswirkungen der einzelnen Entwurfsentscheidungen auf den gesamten Grundriss wird in diesem Buch Rechnung getragen. ähnlich einem oszillierenden Gefäß. Das „filetartige“ herauslösen der Wohnungen aus ihrem Kontext bietet jedoch gute Ansatzmöglichkeiten. sonst wäre der Erfolg der zahlreichen Einrichtungsmagazine nur schwer zu erklären. dem Wohnzweck gewidmete Raum. Bestandteil jedes Semesterentwurfs ist eine dem Entwurf vorgeschaltete Übung. Dabei lieferte nicht nur die richtige Methodik den Weg zum Ziel sondern vor allen Dingen das richtige „Gespür“ für den Ort war gefordert. Die Frage nach der Qualität des Wohnraums steht hingegen selten im Mittelpunkt. als der eigentliche. da sämtliche Einflussgrößen im Entwurfsprozess bewusst oder unbewusst in das Ergebnis einfließen. Da dieser Ansatz im Format des Lehrbuchs nicht kommunizierbar ist. Diese handwerkliche Grundvoraussetzung in der Wohnungsbauarchitektur erscheint uns jedoch als vorrangiges Lehr. intensiv vermittelt. Dieses bewusste „Herauslösen“ der Wohnungen liefert die Leitidee für dieses Lehrbuch. Sämtliche Grundrisse wurden über einen allgemein verständlichen und standardisierten Zeichenstil neu aufgearbeitet und sind einheitlich im Maßstab 1:200 31 . Dieses „Spüren“ des Ortes. bei der ausschließlich die Wohnung. klimatischen.

Ergebnis gerinnen. Der gewünschte Effekt dieses methodischen Ansatzes ist die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Wohnbedürfnissen und Wohnwünschen. Darüber hinaus wurden sämtliche Grundrisse mit standardisierten Möbeln in Abhängigkeit zur Wohnungsgröße ausgestattet. Die Trennung der städtebaulichen Typologie von den implizierten Wohngrundrissen liefert einen reichen Fundus. Gebäudetechnik. unabhängig von einem konkreten Standort oder einer städtebaulichen Typologie. Entsprechend wurden für das Buch die Projekte sorgfältig neu umgezeichnet. dass es hier nicht um einen abstrakten konzeptionellen Ansatz geht. Dabei ist es uns wichtig. belegbare Beispiel kann hier die nötige Transparenz im Kommunikationsprozess erzeugen. visuelle Nutzungszuordnung und offenbart gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Grundrisses. Dies ermöglicht eine einfache. 32 . die neben dem Modell das elementare Kommunikationsmedium der Architektur darstellt. durch den Faktor Zeit begrenzten. Das konkrete. Die Auswahl der Projekte erfolgte unter zwei Gesichtspunkten. Dadurch soll die Transformation der Wohnqualitäten in unterschiedlichste Gebäudezusammenhänge ermöglicht werden. Sie repräsentieren Knotenpunkte im Entwurfsprozess. Damit bietet das Buch eine zweite Leseebene in Form eines Grundrisskatalogs. Ein weiteres Medium ist das Festhalten der Eindrücke mittels der Fotografie oder Skizze und schließlich die Abstraktionsform der Zeichnung. Konstruktive Besonderheiten wurden zugunsten der Vergleichbarkeit der Projekte abstrahiert. Die wichtigste ist sicherlich das gemeinsame Erleben der Bauwerke direkt vor Ort. Bauklimatik oder Ökonomie behaupten mussten und damit ihre praktische Anwendbarkeit neben den zahlreichen publizierten Konzepten und Wettbewerbsentwürfen unter Beweis gestellt haben. Die gewählte Reihenfolge der Themenfelder ist letztendlich irrelevant. So kann zum Beispiel ein Einfamilienhauskonzept unmittelbar in ein komplexes städtisches Wohngebäude transformiert werden. Zum anderen sollten sie als Referenzbeispiel geeignet sein. die sich im Prozess der Realisierung gegenüber einer Vielzahl von zusätzlichen Einflussgrößen. Drei Ebenen im Umgang mit diesen Referenzarchitekturen bilden dabei die Gesprächsbasis und sind elementarer Bestandteil der Lehrtätigkeit. der verschiedene Entwurfsabsichten unabhängig vom jeweils zugeordneten Thema referenzieren lässt. um auf die im ständigen Wandel befindlichen Rahmenbedingungen zu reagieren und attraktive Wohnungsangebote zu entwickeln. sondern um das Aufzeigen konkreter Handlungsoptionen zur praktischen Umsetzung. die sich zu unterschiedlich stabilen Netzen fügen und meist in einem.Grundriss abgebildet. Diese Zeichnungen bilden den eigentlichen Inhalt des Buches und werden durch ihre thematische Zuordnung und die begleitenden Texte lediglich kommentiert. Die Fachterminologie ist in der Architektur und speziell in der Wohnarchitektur häufig unpräzise und gekoppelt an die unterschiedlichen Wohnkonventionen (beispielsweise unserer ausländischen Studierenden) der Projektbeteiligten und führen zu diffusen Bildern und Missverständnissen. um das jeweilige Thema möglichst anschaulich darzustellen. das bei einer ganzheitlichen Betrachtung durch die eingeübten Lösungsansätze aus dem Blickfeld zu geraten droht. Zum einen sollten ausschließlich realisierte Projekte betrachtet werden. Diese Dekonstruktion des komplexen Entwurfsprozesses ermöglicht darüber hinaus eine zunächst unabhängige Beurteilung der Einzelaspekte und liefert damit ein reichhaltiges Innovationspotential. beispielsweise aus der Konstruktion.

Grundrisstypen 33 .

Basel (CH) Offenes Wohnen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Christian Rapp Levantkade. Zellengrundriss [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Basel (CH) 36 40 34 . Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße.

bei dem zumeist die kommunikativen Wohnfunktionen zu einem gemeinsamen Bereich verbunden werden. nutzerspezifischer Aspekte (z. räumlich getrennten Wohnmodellen ergeben sich letztendlich zwei mögliche Grundrissgruppen: eine. Für einzelne Grundrissaspekte selbst ist ein Ordnungssystem schnell gefunden. nicht vergleichbaren Kategorien. Entwicklungslinien herauszuarbeiten und damit die Breite des Themenfelds Wohngrundriss in Teile aufzuschlüsseln und ein Weiterdenken vorhandener Ansätze zu forcieren. Beide Gruppen wiederum beinhalten ein breites Spektrum von Beispielen. Eine hier nicht vorgenomme Typenbildung. Größe. Themenfelder zu benennen.B. bei der die Wohnfunktionen räumlich getrennt in Form eines Zellengrundrisses angeordnet werden und als Gegenpol das offene Wohnen. übergeordneten Grundriss­ typen abzubilden. In der bereits erläuterten Erkenntnis wird damit der Versuch unternommen. Hier erfolgt dagegen bewusst eine strukturelle Annäherung. Gleichzeitig hilft die Einordnung des eigenen Entwurfs in eine systematische Ordnung die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden beziehungsweise Architekt und Auftraggeber zu präzisieren. benennt Wohnformen auf der Basis sozialer. modernes Wohnen. Erst mit dem Versuch einer Gruppenzuordnung ist es möglich. Im Spannungsfeld von offenen bis öffentlichen und privaten. Die Summe der Einzelaspekte aber in logischen. Orientierung. Geschossigkeit. Diese Betrachtungen sind im Grundriss jedoch selten nachzuvollziehen oder sie spezifizieren einen Bedarf im Sinne einer marktwirtschaftlichen Einordnung. die zudem für den Entwurf eine relevante Entscheidung darstellt. Wohnen mit Kindern. Dieses Kapitel konzentriert sich in seiner Kategorisierung daher gezielt auf die räumliche Organisation der Grundrissstruktur. die der Vermarktungsebene folgt und damit eher auf den Bewohner zielt. die den Typus in weichen Bildern und in der notwendigen Stufung des jeweiligen Aspekts nachzeichnen. Der Versuch. erscheint aufgrund der entstehenden Komplexität kaum möglich. Mehrgenerationenwohnen) oder nach Ausstattungsstilen (z. Die Themenfelder folgen der Charakteristik räumlicher Strukturen. wobei die Organisation der Wohnfunktionen die Grundlage der Gruppenbildung darstellt. die sich zudem durch große Schnittmengen auszeichnen. Veränderbarkeit et cetera sind präzise für jede Wohnung festzustellen. charakteri­ sie­ rende Gruppen für das breite Feld von Wohnungsgrundrissen festzulegen. endet dabei regelmäßig in diffusen.Grundrisstypen Einleitung Wohngrundrisse zeichnen sich häufig durch eine Vielzahl unterschiedlicher Grundriss­­ merkmale aus. ökologisches Wohnen).B. die übergeordnete Grundrisstypen charakterisieren und ein dementsprechend breites Wohnverständnis vermitteln. 35 .

Mit dem Prinzip. der Sanitärbereich sowie ein Abstellraum erschlossen. Für die Erschließung der einzelnen Räume wird bei diesem Grundrisstyp Erschließungsfläche in Form eines Flurs oder einer Diele notwendig.und Essbereich und ein zweiter Verteilerraum erschlossen. die durch großzügige Öffnungen in den zentralen. spezifischen Nachfrage auf. bei denen jeder Wohnfunktion ein separater Raum zugeordnet wird. die Inszenierung von deren Abfolge in Wohnungen mit hierachisiertem Raumangebot greift den Trend der individuellen. der Wohn. In der Geschosswohnung in Freiburg von pfeifer roser kuhn architekten [002] bilden der Erschließungs.Grundriss Zellengrundriss Der Begriff „Zellengrundriss“ beziehungsweise veraltet „Kammergrundriss“ bezeichnet Grundrissbeispiele.und individuellem Bereich. Über einen zweiten Erschließungsflur werden die beiden Individualräume. Nach dem zentralen Zugang fungiert ein Erschließungsraum als Verteiler zwischen Wohn-. zweigeschossigen Erschließungsraum übergehen. sondern als wichtige kommunikative Funktion in den Mittelpunkt des eigenen Wohnverständnisses gestellt wird. Aus diesem sind die beiden Individualräume mit vorgelagertem privaten Außenraum sowie der Sanitärbereich zugänglich. Im oberen Geschoss sind um die Erschließungsgalerie drei Individualräume sowie zwei Sanitärräume angeordnet. 36 . Über eine Diele werden die Küche. Wohnfunktionen um einen zentralen Verteilerraum zu organisieren. Gleichzeitig gerät dieser Grundrisstyp teilweise in Konflikt mit den veränderten gesellschaftlichen Werten. wird ein effizienter und flächensparender Erschließungsbereich ermöglicht. der die kommunikativen Räume von den individuellen Räumen trennt. die sich nicht nur an einem geänderten Rollenbild der Frau festmachen. dass zum Beispiel Kochen nicht weiter hinter verschlossene Türen verbannt. Eine weitere Variante zeigt die beginnende Öffnung und Kombination der kommunikativen Funktionen Wohnen und Essen. Koch. Auch das gemeinsame Wohnen hat sich in einem Maße geändert. Der heutige Rückgriff im Entwurf von Wohnungsbauten auf speziell gewidmete Räume. Diese Funktionstrennung steht in der Tradition des vormodernen Wohnungsbaus.und Sanitärbereich einen mittigen Kern. Der zusätzliche Flächenbedarf für diese Verkehrsflächen bedeutet allerdings nicht immer einen größeren Flächenverbrauch gegenüber der integrierten Erschließung des offenen Wohnes. Auf einem konsequenten Raumkonzept entwickelten Morger & Degelo die 79 m² große Wohnung im Klybeckquartier in Basel [001]. Diener & Diener ordneten am Riehenring in Basel [003] im Eingangsgeschoss neben dem Kochbereich zwei weitere kommunikative Räume vis-à-vis an.

0 m² Außenraum 11.Grundrisstypen [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Wohnfläche 79.0 m² Individualräume 2 Orientierung II 37 .

0 m² Außenraum 10.Grundriss [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Wohnfläche 94.2 m² Individualräume 2 Orientierung III 38 .

4 m² Außenraum 14.Grundrisstypen [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Wohnfläche 139.9 m² Individualräume 3 Orientierung II 39 .

der fließend in den privaten Außenraum übergeht [004]. Dieser Grundrisstyp kann ohne zusätzliche Erschließungsfläche organisiert werden. die Familienstrukturen abbilden. Lediglich der Erschließungskern mit angelagertem Sanitärbereich zoniert das sogenannte Loft. teilweise auch individueller Bereiche beruhen.und Sanitärfunktion auf und ist gleichzeitig Raumteiler des offenen Kommunikationsbereichs.und Wohnbereich jedoch nicht mittig. Die Funktionen fließen ineinander. sondern bildet klare Zonen zum Erschließen der Individualräume. Dass heute verstärkt Wohnangebote nachgefragt werden. 40 . da diese häufig als integrierter Bestandteil des offenen Wohnbereichs geplant wird. Offene Wohngrundrisse stehen im Ergebnis einer sich verändernden Gesellschaft und deren Wohnverständnis ebenso wie von bautechnischen und funktionalen Entwicklungen. In Kilchberg entwarfen Gigon/Guyer Architekten Geschosswohnungen mit einem kombinierten Wohn. Wohnen wird zur Präsentationsplattform einer gewachsenen Individualität. Das Lofthaus in Basel von Buchner Bründler Architekten [007] zeigt die komplette Auflösung einzelner Funktionsbereiche zu einem Raum. Die eingestellte Funktionsbox im PiraeusGebäude von Hans Kollhoff und Christian Rapp in Amsterdam [005] nimmt sowohl die Koch. Shigeru Ban ordnet im Furniture House I [006] mithilfe raumhoher Möbelschichten die einzelnen Funktionsbereiche so an. die auf der Kombination kommunikativer. liegt auch an den sich seit Jahrzehnten ändernden Lebens. In diesem Zuge verändern sich Wohnvorstellungen weg vom privaten Refugium zu Wohnkonzepten.und Arbeitsverhältnissen. die durch die Orientierung der Möbelschichten gefasst und bespielt werden. können die heterogene Nachfrage am Immobilienmarkt bei Weitem nicht mehr bedienen und finden im offenen Grundrisstyp eine wichtige Ergänzung. dass sowohl Türen als auch raumumschließende Wände nicht notwendig werden. Offenes Wohnen beginnt damit bei der kombinierten Wohn-/ Esssituation und endet im fließenden Grundriss oder im Loft.und Essbereich. Durch das Schließen zweier raumhoher Schiebetüren kann jedoch auch bei diesem Projekt privater Rückzugsbereich entstehen. gleichzeitig bilden sich klare Bereiche. die über die Zusammenlegung einzelner Wohnfunktionen hoch kommunikativ sind. zum Kochen genauso wie zum Essen und Wohnen. Die Box besetzt die kommunikative Fläche aus Koch-. Ess. öffentlichere Aufgaben übernehmen. die repräsentativere.Grundriss Offenes Wohnen Unter offenem Wohnen sind alle Entwurfsansätze gemeint. Hierarchische Raumkonzepte.

9 m² Individualräume 2 Orientierung III 41 .5 m² Außenraum 11.Grundrisstypen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Wohnfläche 122.

Grundriss [005] Hans Kollhoff. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Wohnfläche 72.4 m² Individualräume 3 Orientierung II 42 .8 m² Außenraum 12.

0 m² Außenraum 24.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 43 .Grundrisstypen [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Wohnfläche 108.

Grundriss [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Wohnfläche 178.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 44 .0 m² Außenraum 26.

Gestaltungsprinzipien 45 .

Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Sarnen (CH) Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Brione-Minusio (CH) [011] [012] Stil. Berlin (DE) 48 52 Morphologie [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Zürich (CH) 55 46 . Ort. Kontext. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Theorie Beda Dillier Kirchstraße. Typologie [008] Michael Alder Hinter den Gärten.

Es reicht vom freien künstlerischen Ausdruck bis hin zu konkreten Gestaltungstheorien. dass Wohnungsbau unter Berücksichtigung dieser Regeln formelartig reproduzierbar wäre. Er ist geprägt von einer Vielzahl von funktionalen. aus dem Bauch heraus. dem freien Gestaltungswillen Ausdruck zu verleihen. Eine weitere Gruppe lässt sich aus dem unstillbaren Interesse aller Gestalter an den grundsätzlichen form. Letztendlich stehen die beispielhaft gebildeten Kategorien für das Spektrum der Möglichkeiten. In diesem Kapitel sollen beispielhaft drei Kategorien gebildet werden. ökonomischen und sozialen Faktoren. die durch Interpretation und Transformation zum individuellen Entwurf führen. Der bewusste Umgang mit diesen Prinzipien eröffnet den Zugang zu vergleichbaren Projekten und die Möglichkeit der Präzisierung der eigenen Ideen und Konzepte. die sich in Form von Theorien manifestiert haben und darüber Einfluss in den Entwurf finden. die für die Architektur im Allgemeinen stehen. Die erste folgt beispielsweise der Auseinandersetzung mit dem konkreten Entwurfsstandort. das heißt dem Ort. Das Spektrum dieser Faktoren kann daher hier nur beispielhaft angerissen werden. die über Standards. Eine Kategorisierung dieser Gestaltungsprinzipien ist aufgrund ihrer Vielzahl und Komplexität nur schwer möglich.beziehungsweise raumbildenden Elementen und Methoden ableiten. eingesetzt und entwickeln sich zur Handschrift des Entwerfers. so wie dies zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit häufig praktiziert wurde. Die Gestaltungsprinzipien können dabei annähernd beliebig miteinander kombiniert werden. den individuellen Charakter eines Gebäudes oder einer Wohnung auszuprägen. Viele der Gestaltungsprinzipien werden unbewusst. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die letzte Gruppe repräsentiert Gestaltungsprinzipien. so dass endlose Möglichkeiten bestehen. Der qualitätsvolle architektonische Wohnungsbauentwurf basiert auf einer Vielzahl von freien Gestaltungsfaktoren. Darüber könnte der Eindruck entstehen.Gestaltungsprinzipien Einleitung Der Wohnungsbau stellt eine besondere Disziplin im Feld der Architektur dar. Richtlinien und Gesetze entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung ausüben. Es sind letztendlich die gleichen Gestaltungsprinzipien und Methoden. Der bewusste Umgang mit diesen Gestaltungswerkzeugen eröffnet dem Entwerfer ein reichhaltiges Repertoire an individuellen Ausdrucksmöglichkeiten im Wohnungsbau. 47 .

Der Architekt Michael Alder hat sich unter anderem durch seine Lehrtätigkeit intensiv mit Wohntypologien auseinandergesetzt. Die übrige Grundrissform ergibt sich aus den benachbarten Brandwänden. eindeutige Merkmale. die über die Zeit angepasst und optimiert wurden und sich darüber inhaltlich verdichtet haben. Aus der systematischen Analyse verschiedener Einfamilienhäuser der Region entwickelte er einen auf die Grundwesensmerkmale reduzierten Urtyp. nutzt ihn als Erschließungsweg und inszeniert ihn zusätzlich durch einen großzügigen Freisitz am Ende. Der Rückgriff und die Weiterentwicklung dieser Typologien ist gerade im akademischen Kontext eine wichtige Entwurfsmethode. Dieser Kontext umfasst das gesamte Maßstabsspektrum von der Makro. Am Beispiel einer städtischen Baulückensituation. Die Rückwand des Gebäudes folgt exakt dem Höhenverlauf des Weinbergs. erkennt man jedoch schnell. 48 .Grundriss Ort. In manchen Orten oder Regionen haben sich entweder aus einer traditionsbetonten Entwicklungsgeschichte oder aus klaren städtebaulichen Vorgaben Gebäudeund damit meist auch Wohnungstypologien entwickelt. aber auch dem Gegenteil.bis zu Mirkoebene. auf den Entwurf. Kontext. hier eine verwinkelte Baulückensituation. Die Casa Kalmann [010] von Luigi Snozzi im Tessin ist konsequent aus dem Thema „ Topografie des Orts“ entwickelt und verbindet damit das Gebäude unverrückbar mit dem spezifischen Ort. Ein Beispiel hierfür ist das Wohnhaus in Itingen [008]. Die klimatischen Bedingungen lassen eine geringere unmittelbare Belichtung zu. so dass die Wohnung im Wesentlichen durch einen Patio belichtet und belüftet wird. einem völlig freistehenden Gebäude. wie zum Beispiel einem PKW. Das Gespür für diese individuelle Atmosphäre ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die qualifizierte Entwurfsarbeit. Die Vielzahl der Einzelfaktoren und deren unterschiedliche Ausprägungen repräsentieren die Einzigartigkeit. wie unmittelbar der Ort im Grundriss verankert ist. Der Ort wird häufig unter dem Begriff des Kontextes beschrieben. Typologie Auf den ersten Blick scheint sich die Dimension des Orts vor allen Dingen auf die städtebaulichen Maßstäbe des Entwurfs zu beziehen und daher nur indirekt auf den Grundriss Auswirkung zu haben. die Identität des Orts. Diese Typen haben ähnlich einem Produkt. zum Beispiel von der klimatischen Situation über die Struktur des gesamten Quartiers bis hin zur konkreten Materialität der unmittelbaren Nachbarbauten. Das Projekt von Antonio Cruz in Sevilla [009] ist geradezu exemplarisch für den unmittelbaren Einfluss des Orts.

Gestaltungsprinzipien [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Wohnfläche 188.5 m² Individualräume 5 Orientierung IV 49 .7 m² Außenraum 12.

Patio 50 .2 m² Außenraum 0.Grundriss [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Wohnfläche 108.0 m² Individualräume 3 Orientierung I.

7 m² Außenraum 14.1 m² Individualräume 2 Orientierung IV 51 .Gestaltungsprinzipien [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Wohnfläche 112.

Die Folge sind unterschiedlichste Konfigurationsmöglichkeiten der ansonsten gleich dimensionierten Wohnungen.Grundriss Stil. 52 . Stile werden dabei immer häufiger im bewussten Rückgriff eingesetzt. um aus dessen Gestaltungsrepertoire die architektonischen Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten. Zu diesen Formen könnte man auch Gestaltungstheorien zählen. Bei dem Wohnhaus in Sarnen von Beda Dillier [011] wurde beispielsweise das Konzept des „plan libre“ interpretiert. Ornamentik oder Farbigkeit stellen wesentliche Bausteine für die Entwurfskonzeption zur Verfügung. Strömungen oder auch nur modischen Erscheinungsbildern. Die Gestaltungsmerkmale einer bestimmten Zeit werden in Stilen zusammengefasst. Zwei wichtige Stellvertreter hierfür sind der „Raumplan“ von Adolf Loos sowie der „plan libre“ von Le Corbusier. Theorie Die gesamte Architekturreflexion ist eng verknüpft über die Einordnung in Stile und Stilepochen. Typische Merkmale sind beispielsweise die spiegelsymmetrische Grundfigur. Der längsgerichtete. dass viele der hervorragenden Architekten ihre Entwurfsarbeit über einen theoretischen Kontext fundamentieren. Es ist fast nicht möglich. südorientierte Raum wird durch zwei tragende Stützen frei unterteilbar. die Säulen. Proportion. Der Neubau einer Villa in Berlin Dahlem [012] von Petra und Paul Kahlfeldt setzt bewusst den stilistischen Rückgriff ein. Unsere heutige Zeit zeichnet sich durch die häufig als Pluralismus bezeichnete Vielfalt der Möglichkeiten aus. sondern auch den gesellschaftlichen Kontext transportieren. unbeeinflusst von diesen stilistischen oder theoretischen Ansätzen zu entwerfen. die nicht nur die entsprechende Ästhetik. Neben den gesicherten Stildefinitionen existieren zahlreiche Unterformen in Form von Ideologien. Interessant dabei ist. die Eingangshalle mit der Treppenanlage oder die Enfilade. Die Stile sind je nach ihrer Wirkungsdauer und ihrem geografischen Einflussbereich von unterschiedlicher Bedeutung. aber auch andere Stile mit ihrem reichhaltigen Fundus an Gestaltungsmerkmalen wie zum Beispiel Raumgliederung. Selbst in der Gegenreaktion findet eine entsprechende Auseinandersetzung statt. die meist ein prägendes Merkmal der Stilentwicklung darstellen. In der zeitgenössischen Architektur stellt dabei die Moderne eine der einflussreichsten Stilgattungen dar. Auch der Grundriss ist von dieser Entwurfshaltung geprägt. um ästhetische und zum Teil auch damit verbundene gesellschaftliche Werte zu transportieren.

0 m² Außenraum 20.0 m² Individualräume 2 Orientierung III 53 .Gestaltungsprinzipien [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Wohnfläche 108.

Grundriss [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin-Dahlem (DE) Wohnfläche 600.0 m² Außenraum 75.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 54 .

die in jedem Entwurf bewusst oder unbewusst zur Anwendung kommen. ist das Projekt für ein Doppelhaus von Christian Kerez [015].und dreidimensionalen Grundformen. Einen ganz anderen Weg. Das Studentenwohnheim von Geurst & Schulze [013] in Den Haag ist ein Beispiel für den aus der geometrischen Form des Kreises abgeleiteten Entwurfsansatz. Demgegenüber stehen die sogenannten freien Formen. die meist über einen künstlerischen Ansatz entwickelt werden. hier dem Quadrat. Auf ähnlich grundlegender Ebene stehen die Maßund Proportionssysteme. Das Spektrum der Gestaltungsprinzipien in diesem Bereich ist extrem komplex. Einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor bei der Entwicklung der Gebäude oder Grundrissform bilden die geometrischen zwei. 55 . Aus der städtebaulichen Unabhängigkeit der Situation leitet sich die Auseinandersetzung mit einer geometrischen Grundfigur. der jedoch auch aus dem freien Gestaltungswillen motiviert wurde.Gestaltungsprinzipien Morphologie Die Auseinandersetzung mit der Form sowohl in der Zweidimensionalität als auch der räumlichen Dimension ist sicherlich eines der grundlegenden Gebiete der architektonischen Lehre. Wieder ist die städtebauliche Freistellung des Baukörpers eine wichtige Vorraussetzung für diese Art der Grundriss. sondern ermöglicht die präzise Steuerung von Raumzusammenhängen und der Wirkung einzelner Räume. Als prägendes.und Gebäudekonzeption. Einen ähnlichen Entwurfsansatz wählen Bearth & Deplazes für das an einem Berghang in Fanas [014] gelegene und nur temporär genutzte Wohnhaus. Unter dem Einfluss einer baukonstruktiven Standardisierung und Normung entwickeln sich hieraus wiederum verschiedene Rastersysteme. ab. diese Entwurfsansätze zunehmend in die Realität umzusetzen. Konsequenterweise wurden die übrigen Wohnbereiche aus der spiegelsymmetrischen Teilung des Quadrats entwickelt. Die Thematik beginnt beispielsweise bei den Fragen zu Symmetrie oder Asymmetrie oder der Linearität gegenüber den freien Formen. Der bautechnische Fortschritt erlaubt zudem. Die Anwendung der formbildenden Gestaltungsmethoden auf den Grundriss erlaubt nicht nur eine funktionale Erfüllung eines Raumprogramms. Die eingeschriebene Kreuzform trennt die vier Individualräume und beinhaltet als raumhaltige Schicht die zusätzlichen dienenden und kommunikativen Funktionen. plastisches Element wird hier die Wohnungstrennwand frei geformt und über die angegliederte Erschließung in Form einer Kaskadentreppe inszeniert.

0 m² Außenraum 12.Grundriss [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Wohnfläche 129.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 56 .

5 m² Außenraum 15.Gestaltungsprinzipien [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Wohnfläche 51.0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 57 .

8 m² Außenraum 0.Grundriss [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Wohnfläche 117 .0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 58 .

Bewohneranzahl 59 .

Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. München (DE) Zwei Bewohner [019] Egon Eiermann Bartningallee. Mendrisio (CH) 62 66 69 60 . Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Ein Bewohner [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Oberwil-Zug (CH) Drei und mehr Bewohner [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg.

und Zweipersonenhaushalten. in der Regel nicht verwandte. verheiratete Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben oder nicht verwandte Personen. Dieselbe Nutzeranzahl bedingt also nicht zwingend dieselben Grundrissantworten. wie erläutert. Neben dem Wissen um dieses notwendige Raumangebot werden gleichzeitig die zusätzlichen Wohnfunktionen qualitativ und quantitativ umrissen. Die Anzahl. jedoch bei weitem nicht propor­ tional. Größe und Ausstattung der Sanitärbereiche. Die Regeln der Rücksichtnahme sowie die Anordnung der kommunikativen und individuellen Bereiche haben für beide Wohnformen Gültigkeit. der privaten Außenräume sowie die Grundrissorganisa­ tion dieser Wohnfunktionen sind Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Bewohnern selbst. sowie in Wohngemeinschaften. direkt auf die Haushaltsgröße. verheiratete Personen unterschieden. ab zwei Bewohnern handelt es sich um eine Wohngemeinschaft. Privathaushalte mit mehreren Personen werden üblicherweise in Familien. besteht mindestens aus einer Person. Gleichzeitig findet eine Pluralisierung der Nachfrage von Wohnraum statt. die als statistische Größe für Deutschland eine eindeutige Entwicklungstendenz formuliert: ein stetiger Anstieg von Ein. umso ökonomischer werden dienende Funktio­ nen sowie Gemeinschaftsbereiche einer Wohnung. Im Ergebnis wird das als wesentliche Entwurfsvorgabe bekannte Raumprogramm durch den Bewohner und zu einem besonderen Teil durch die Bewohner­ anzahl definiert. Die Bewohneranzahl verweist. Aufgrund einer sich verändernden Altersstruktur und einer deutlichen Individualisierungstendenz der Gesellschaft wächst der Bedarf an Wohnungen für eine Person. verheiratete Personen. Da Individualräume zumindest von Paaren gemeinsam genutzt werden können. des Koch-/ Ess-/   Wohnbereichs. Auf den folgenden Seiten sollen daher die Projektbeispiele jeweils das Spektrum innerhalb einer Haushaltsgröße aufzeigen. Im Wohnungsbau verfolgen wir eine andere Lesart: Egal ob verwandte. überschneiden sich die Referenzbeispiele der hier benutzten Gliederung jeweils in ihrer maximalen und minimalen Bewohnerzahl. Ein Haushalt. 61 . Eine Unterscheidung ist nicht notwendig. Die Anzahl der Bewohner hat also einen wesentlichen Einfluss auf den Grundrissentwurf. da sich aus ihr die Haushaltsgröße und unter anderem die Anzahl der notwendigen Individualräume ergibt.Bewohneranzahl Einleitung Der Bewohner definiert nicht nur seine persönlichen Wohnwünsche. also verwandte. sondern hat auch mit einzelnen „harten Faktoren“ einen klaren Wohnbedarf. Die individuelle Wohnfläche und in diesem Zusammenhang die Flächen der zugehörigen Sanitärbereiche verändern sich dagegen direkt proportional zur wachsenden Bewohnerzahl. das heißt eine Wirtschaftseinheit. Der unmittelbare Bezug von Bewohneranzahl zur Wohnungsgröße ist eindeutig. Je größer die Bewohneranzahl.

Trotz verbesserter Geräte und Heiztechnik führt unter anderem diese Entwicklung zum weiteren Anstieg des Energieverbrauchs von privaten Haushalten in Deutschland. auch den privaten Rückzug ermöglicht. Mit 38 % der Privathaushalte ist der Einpersonenhaushalt heute der am stärksten vertretene Haushaltstyp in Deutschland. Das Obergeschoss wird dem Arbeitsplatz mit Bezug zur Terrasse gewidmet. der häufig in kleinen Wohnungen wenig Raum findet. Im Fall des Einpersonenhaushalts ist die Abwägung zwischen vollständigem Funktionsangebot und dadurch entstehendem Flächenverbrauch eine entscheidende Entwurfskomponente. dessen Wohnfläche im Durchschnitt bei 62. es werden grundlegend die selben Anforderungen an das Wohnen gestellt. Damit verbrauchen Einpersonenhaushalte fast 50 % mehr Wohnfläche als mit 43 m² je Person in Deutschland üblich.3 m² wird auf zwei Ebenen verteilt. nämlich ausreichende Abstellund Lagerfläche. Nach einer kompakten Koch. wobei im Erdgeschoss neben dem Schlafbereich auch alle dienenden Funktionen angeordnet sind. die als Filterschicht die Appartements des Katholischen Gemeindezentrums in Stutt­ gart [016] vom Laubengang abschottet. durch die gleichzeitig erschlossen wird. 62 . ist eine häufig angewendete Grundrissvariante für einen Nutzer. ist hier im Erdgeschoss über einen begehbaren Schrank gelöst. das heißt das Verschmelzen von Individualraum mit den kommunikativen Bereichen einer Wohnung zu einem Allraum. Die Wohnfläche von 23.Grundriss Ein Bewohner Egal wie viele Bewohner eine Wohnung nutzen.5 m² liegt. das neben einer repräsentativ-kommunikativen Nutzung. Mit 52.und Sanitärsituation. bietet ein rund 28 m² großer Raum ausreichend Platz für die unterschiedlichen Tages. der je nach Tageszeit und Nutzerwunsch alle Szenarien erfüllen muss. das momentan erneuert wird. sie spiegeln sich in den einzelnen Wohnfunktionen wider. Das ökonomische und ökologische Hinterfragen des Entwurfs sollte gerade in diesem Zusammenhang regelmäßig erfolgen. Ein Aspekt.4 m² liegt die Wohnung im Wohnturm auf der Theresienhöhe in München [018] noch unter der durchschnittlichen Wohnfläche eines Einpersonenhaushalts in Deutschland. Die in drei Raumschichten gegliederte Wohneinheit bietet ein vollständig räumlich getrenntes Funktionsangebot. Die Funktionsverdichtung im Grundriss.und Nachtnutzungen. zeigt das Beispiel des ehemaligen „Olympischen Frauendorfs“ in München [017]. Dass ein vollständiges Funktionsangebot für eine Person durchaus auch vertikal organisiert werden kann. Im Hinblick auf sinkende Energieressourcen muss hier zum Umdenken aufgefordert werden. Das Spektrum reicht vom kompakten Einraumgrundriss bis zum mehrgeschossigen Haus für eine Person.

Bewohneranzahl [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Wohnfläche 38.5 m² Außenraum 4.5 m² Individualräume 1 Orientierung II 63 .

9 m² Individualräume 1 Orientierung I 64 .3  m² Außenraum 6.Grundriss [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Wohnfläche 23.

4 m² Außenraum 11.Bewohneranzahl [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Wohnfläche 52.7 m² Individualräume 1 Orientierung I 65 .

Das Projekt von Kuhn Fischer Partner Architekten in Oberwil bei Zug [020] stellt mit 76 m² Wohnfläche den klassischen Wohngrundriss für eine nachhaltige und leistungsfähige Wohnnutzung dar. dass keine gegenseitige Störung erfolgt. gemeinschaftliche Nutzung von einzelnen Funktionen. Beide Räume sind vom kommunikativen Bereich der Wohnung zusätzlich durch einen Mauervorsprung im Flurbereich so getrennt. die stufenweise.und Essbereich mit offener Kochsituation sowie einen zusätzlichen Individualraum. Die Wohnung im Hansaviertel-Wohngebäude von Egon Eiermann [019] zeigt auf knapp 50 m² eine Funktionsverteilung in einen Wohn. Das Gäste-WC ist dabei dem Eingang und den kommunikativen Bereichen der Wohnung zugeordnet. das eine privatere Erschließungszone entsteht. Die kommunikativen und gemeinsamen Bereiche der Wohnung sollten zu den individuellen.und Essbereich in einem Maße. Der Sanitärbereich ist dem Individualraum zugeordnet.Grundriss Zwei Bewohner Ab zwei Bewohnern beginnt das gemeinsame Wohnen. das heißt eine synergetische. 66 . ungestörten Zugang zum Individualraum. Koch. Die Funktionsreduktion auf den Allraum ist in dieser Kategorie daher nur noch für Lebenspartnerschaften vorstellbar und auch dann fehlt der persönliche Rückzugsbereich des Einzelnen beziehungsweise ein Gästebereich. Daher stellen wir in diesem Kapitel nur Grundrisse mit mindestens einem Individualraum vor. Auch hier ermöglicht der Zugang über den Wohnungsflur eine Trennung der beiden gleich großen Individualräume sowie der zwei Sanitärbereiche vom kommunikativen Wohn-. je nach persönlicher Beziehung der Bewohner. Dass dieser jeweils von einer Person oder von einem Paar genutzt werden kann. Das Erschließen der Wohnung über einen Flur ermöglicht einen direkten. steht außer Frage. noch individuell oder schon durch beide gemeinsam genutzt werden. der den ungestörten Rückzug eines Bewohners möglich macht. privaten Bereichen im günstigsten Fall räumlich so angeordnet werden.

4 m² Individualräume 1 Orientierung II 67 .Bewohneranzahl [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Wohnfläche 49.3 m² Außenraum 6.

0 m² Außenraum 7 .1 m² Individualräume 2 Orientierung II 68 .Grundriss [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Wohnfläche 76.

und Sanitärbereichs sowie der Erschließungs. Die folgende Auswahl beschränkt sich hier auf „gemäßigte“ Referenzbeispiele. Den drei Individualräumen werden die Sanitärbereiche vis-à-vis über den Flur zugeordnet. Die zwei Sanitärbereiche. die von maximal vier Bewohnern genutzt werden kann. Ressourcen und zuletzt auch Fläche in Mehrpersonenhaushalten sollte allerdings angemessen in der eigenen Entwurfsarbeit Berücksichtigung finden. Das Wissen um einen effizienteren Umgang mit Energie. Auf 87 m² schlagen Baumschlager Eberle in Dornbirn [021] eine effiziente und gut zonierte Grundrissstruktur vor. wie schon angedeutet. jeweils zwischen Gemeinschaftsfläche und Individualräumen angeordnet. Die interne Erschließung der Geschosswohnung erfolgt über den kommunikativen Bereich. Die Sanitärräume zonieren den langen Kommunikationsbereich zusätzlich und bieten darüber verschiedenen Nutzungen Raum. Ab drei Nutzern reduziert damit eine gemeinsame Nutzung des Koch-. mit im Durchschnitt 8. Im Studentenwohnheim Casa dell`Accademia in Mendrisio [023] teilen sich vier Bewohner einen rund 40 m² großen Bereich zum gemeinsamen Kochen. was neben den flächenoptimierten Individualräumen. 69 . Wohn.und Lagerflächen den Flächenverbrauch je Person um durchschnittlich rund ein Drittel. die auf einem stimmigen Verhältnis von kommunikativer zu individueller Fläche basieren. Ess-.und Mehrpersonenhaushalte ging in den letzten zehn Jahren stetig zurück. Brendeland & Kristoffersen gliedern in Trondheim [022] die 116 m² große Wohnung in zwei Zonen: An einer kommunikativen Spur mit zwei Sanitärräumen reihen sich fünf Individualzimmer. Essen und Entspannen. Die durchschnittliche Wohnfläche von Haushalten ab drei Personen liegt heute bei 28.5 m² je Person.5 m² Wohnfläche. zu dem geringen Flächenverbrauch von 25 m² je Person führt.Bewohneranzahl Drei und mehr Bewohner Die Zahl der Drei. Die Individualräume sind flächenoptimiert geplant und möbliert und entsprechen mit rund 11m² Wohnfläche der temporären Nutzungsdauer. werden von je zwei Studierenden aus ihren Individualräumen heraus genutzt. Der kompakte Flur erschließt neben den Individualräumen den Wohnund Essraum mit angeschlossenem Kochbereich. die einen seriellen Umgang im Entwurf mit dem notwendigen Individualraumangebot erlaubt. Dies hat. Ab drei Individualräumen ist zudem eine Anzahl erreicht. Über diesen gemeinsamen Raum wird die Wohngemeinschaft gleichzeitig zentral erschlossen. mit unterschiedlichen Faktoren zu tun: eine alternde Gesellschaft sowie individuelle Wohnvorstellungen unterschiedlicher Generationen finden im seltensten Fall noch im Modell von Mehrgenerationenhaushalten ihre Wohnwünsche repräsentiert.

0 m² Individualräume 3 Orientierung III 70 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Wohnfläche 87 .

Bewohneranzahl [022] Brendeland & Kristoffersen Strandveien Trondheim (NO) Wohnfläche 115.0 m² Individualräume 6 Orientierung III 71 .8 m² Außenraum 0.

9 m² Individualräume 4 Orientierung II 72 .8 m² Außenraum 27 .Grundriss [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendrisio (CH) Wohnfläche 94.

Wohnungsgröße 73 .

Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-Kerschensteiner-Straße. Basel (CH) Luxus-Wohnungen | XL [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. M. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch-Ring. Kleinst-Wohnungen | XS [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Standard-Wohnungen | S. Berlin (DE) 76 79 83 74 . L [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-Rupprecht-Straße.

obwohl dieser Zusammenhang alles andere als zwingend ist. die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) genau ermittelt werden kann. Verschiedene Ansätze der Definition der Wohnungsgröße bieten sich an. das heißt die Anzahl der Bewohner statt. Interessant zu beobachten ist dabei. da die tatsächliche Bewohnerzahl von der geplanten häufig abweicht. sondern auch unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Größe das zentrale Merkmal einer Wohnung. die nur jeweils circa die Hälfte von diesem Betrag beanspruchen. Allgemein üblich ist die Definition über die Wohnfläche. 75 . In den Beispielen soll das Spektrum von der Kleinstwohnung über die gemäßigten Standardwohnungsgrößen bis hin zum Luxuswohnen dargestellt werden. Aussagen wie „2. Der durchschnittliche Flächenanspruch pro Kopf in Deutschland betrug im Jahr 2007 rund 43 m² mit einem anzunehmenden Wachstum von circa 0. wenn man die unterschiedlichen Ausbauqualitäten zunächst einmal ausblendet. zum Beispiel Nahrungsmittel oder der PKW. Etwa 30 % des Nettohaushaltseinkommens werden in dieses Produkt investiert. Entsprechend waren die Wohnbauförderprogramme und -standards ausgelegt. Damit wird die Wohnungsgröße meist als das entscheidende Qualitätskriterium wahrgenommen. Eine weitere typische Definition der Wohnungsgröße findet über die Haushaltsgröße.und Mietpreise mit der Wohnfläche werden die Wohnfläche und der Wert gleichgesetzt. Die Thematik der Wohnungsgröße und des Wohnungsbauentwurfs steht in engem Zusammenhang mit seiner historischen Entwicklung. Die durchschnittliche Wohnungsgröße wird derzeit mit circa 87 m² angegeben. Durch die unmittelbare Verknüpfung der Verkaufs. Ähnliches gilt für die am Wohnungsmarkt typische Einordnung über die Anzahl der Räume oder Zimmer. Diese Angabe ist jedoch relativ unpräzise.5 m²  pro  Jahr. wie schon erwähnt. Das Wohnen hat sich jedoch von einer existentiellen Notwendigkeit zu einem zentralen Konsumprodukt weiterentwickelt.Wohnungsgröße Einleitung Nicht nur im repräsentativen Sinne.5-Zimmer-Wohnung“ verraten nur wenig über die tatsächliche Wohnungsgröße oder deren Funktionalität. In der Summe entwickeln diese Informationen jedoch eine erste Vorstellung von der Wohnung. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst die Erfüllung des minimalen Wohnbedarfs im Vordergrund. Dem gegenüber stehen. worin genau der Mehrwert bei zunehmender Größe besteht. Die daraus resultierenden Kenngrößen haben teilweise bis heute in Form von noch gültigen Richtlinien und Vorschriften Einfluss auf den Wohnungsbau.

Das Spektrum der Ansätze reicht von einfachsten Bauten aus Papierwerkstoffen bis hin zu hochintegrierten technischen Lösungen. Durch die Notwendigkeit der Verdichtung der einzelnen Wohnfunktionen auf minimalem Raum ist die entwerferische Auseinandersetzung immer auch stark von konstruktiven Aspekten geprägt. indem es eine Minimalwohneinheit konzipiert. gehört die auf das Wesentlichste reduzierte Wohnform zu einem wichtigen Aufgabenfeld der Architekten. Kochen oder Arbeiten wird meist über multifunktionale Einbauten erreicht. Das Projekt von Johannes Kaufmann [025] setzt sich mit der Frage von Mobilität und Größe auseinander. der sich mit der Frage nach der „Wohnung für das Existenzminimum“ auseinandersetzte. Bei der Entwicklung dieser Wohnungstypen sind neben der reinen Konstruktion die Themen der Vorfertigung. Eines der jüngsten Projekte in diesem Themenfeld sind die O2-Studentenwohnhäuser [024] in München. Die einzelnen Würfel können zu verschiedenen städtebaulichen Konstellationen angeordnet und gestapelt werden. In einem Würfel mit 2. 76 . Der heutige Bedarf an dieser Wohnform besteht entweder aus einem experimentellen Interesse oder der Einsatzmöglichkeit für verschiedene Krisengebiete. die im Transportzustand kompakt ist und im Wohnzustand durch das streichholzschachtelartige Her­ ausziehen eines Raumteils auf die doppelte Größe erweitert werden kann. gerade im akademischen Kontext sehr beliebtes Feld der Auseinandersetzung im Wohnungsbau ist die Kleinstwohnung. Logistik und Mobilität von zentraler Bedeutung.65 m Kantenlänge werden durch die multifunktionale Einrichtung verschiedenste Nutzungskonstellationen inklusive dem Aufenthalt von mehreren Gästen möglich. Die Mehrfachnutzung der Räume beziehungsweise des einzigen Raums für die unterschiedlichen Wohnfunktionen wie zum Beispiel Schlafen. Spätestens seit dem CIAM-Kongress von 1930.Grundriss Kleinst-Wohnungen | XS Ein besonderes.

Wohnungsgröße [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Wohnfläche 5.7 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 77 .

Grundriss [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Wohnfläche 17 .0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 78 .0 m² Außenraum 0.

79 . Die Wohnung im Schwarzpark-Projekt [028] von Miller & Maranta in Basel ist mit 125 m² ein typischer Vertreter für eine große Standard-Wohnung. Mit circa 68. Entgegen der erwähnten Durchschnittsgröße für Einpersonenhaushalte ist die Wohnung im Projekt von Beyer + Dier Architekten [026] um 15 m² kleiner und organisiert dennoch sämtliche Wohnfunktionen zu einer großzügigen und klar gegliederten Wohnung. Die Wohnung liegt mit 75 m² knapp 20 m² unter dem statis­ tischen Durchschnitt in dieser Kategorie. Verschiedene Faktoren erklären den relativ hohen Flächenverbrauch der Einzelhaushalte. Ein weiteres Argument ist ein Mindestflächenbedarf.5 m² Flächenverbrauch liegt diese Haushaltsgröße um mehr als 50% über dem durchschnittlichen Wohnflächenverbrauch.Wohnungsgröße Standard-Wohnungen | S. Der gemeinschaftliche Bereich ist ebenfalls großzügig bemessen und klar gegliedert.und Abstelleinheit organisiert. Die Wohnung [027] im Projekt von Fink + Jocher in Hannover zeichnet sich ebenfalls durch eine kompakte Organisation der Wohnfunktionen für einen Zwei. Als Beispiel dienen drei Projekte. Der Wohnungsmarkt bietet zudem nicht ausreichend kleine und gleichzeitig hochwertige Wohnungen. der bei rund 43 m² liegt. Der Grundriss ist um eine zentrale Diele mit eingestellter Sanitär. Die Gruppe der Einpersonenhaushalte ist mittlerweile mit 39 % am stärksten ausgeprägt. Die Zweipersonenhaushalte haben einen Anteil von derzeit 34 % am Wohnungsmarkt und beanspruchen eine durchschnittliche Wohnfläche von circa 94 m².bis Dreipersonenhaushalt aus. L Das statistische Bundesamt ermittelt in regelmäßigen Abständen die Wohnsituation in Deutschland. der vor allen Dingen über die dienenden Funktionen generiert wird. Die Haushalte mit drei und mehr Personen haben einen Anteil von 27 % bei einer durchschnittlichen Größe von circa 107 m² (3 Personen). so dass auch in diesem individuelle Beschäftigung möglich wird. Drei vollwertige Individualräume bieten Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner. Die Single-Haushalte sind relativ finanzkräftig und leisten sich bewusst die größere Wohnfläche. bei denen der bewusste Umgang mit dem Flächenverbrauch innerhalb der Dimensionen von Standardwohnungen gut nachvollziehbar ist. M. In den seltensten Fällen wird der Wohnflächenbedarf bei einer Verringerung der Haushaltsgröße angepasst.

3 m² Individualräume 1 Orientierung Il 80 .5 m² Außenraum 8.Grundriss [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE) Wohnfläche 52.

0 m² Außenraum 10.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 81 .Wohnungsgröße [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE) Wohnfläche 70.

0 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 82 .Grundriss [028] Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH) Wohnfläche 125.0 m² Außenraum 17 .

Die Idee besteht in der konsequenten Berücksichtigung des zunehmenden Anspruchs nach Individualität. der Sanitärbereich ist offen integriert. Luxuswohnen beginnt erst oberhalb der Grenzen. hat sich das Wohnen von einer zwingenden Notwendigkeit zu einem Konsumprodukt gewandelt. Vier großzügige Terrassen in allen Himmelsrichtungen stellen jedoch das eigentliche Luxusmerkmal dar. Die großzügigen Individualräume sind lediglich über Schiebewände abgetrennt. Jedem Bewohner wird im Erdgeschoss ein vollständiges Kleinappartement als Individualraum angeboten. sondern gerade in den großen Ballungsräumen ist ein enormer Bedarf an überdurchschnittlich großen. 83 . Dieses Segment wird jedoch nicht nur im Typus der freistehenden Villa angeboten. sondern die großzüge Ausweitung der kommunikativen Flächen. dass im bundesweiten Durchschnitt die Wohnfläche der Einfamilienhäuser lediglich bei 135 m² liegt und dies etwa einer typischen Vierpersonenwohnung entspricht und noch nicht als Luxuswohnen bezeichnet werden kann. Obwohl eine Wohnfläche von 230 m² zur Verfügung steht. Bei dem städtischen Reihenhaus von Beyer-Schubert Architekten [031] in Berlin erstreckt sich die Wohnung über vier Geschosse und eine großzügige Dachterrasse. Das Projekt der Architekten Allmann Sattler Wappner aus München [030] wurde als „Haus der Zukunft“ konzipiert. Dabei ist es jedoch erstaunlich.Wohnungsgröße Luxus-Wohnungen | XL Wie eingangs beschrieben. ist nur eine geringe Bewohneranzahl vorgesehen. innerstädtischen Wohnungen zu verzeichnen. Bei der Attikawohnung am Zürichsee [029] der Architekten burkhalter sumi wird das offene und allseitige Wohnen geradezu inszeniert. Wohnungsgröße wird hier als direktes Qualitätsmerkmal zu Repräsentationszwecken vermarktet. Der Luxusaspekt wird durch den offenen Grundriss und die Ateliernutzung deutlich. Wesentliche Eigenschaft der Wohnungen ist dabei nicht die Erhöhung der Anzahl der Individualräume. Die großzügigen Gemeinschaftsräume befinden sich im darüberliegenden Geschoss und werden zusätzlich über die Terrassen erweitert. die über die Multiplikation des Flächenanspruchs mit der Nutzeranzahl entstehen. Der Typ des Einfamilienhauses repräsentiert dies in besonderer Weise.

Grundriss [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH) Wohnfläche 221.4 m² Außenraum 134.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 84 .

Wohnungsgröße [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Wohnfläche 219.1 m² Individualräume 6 Orientierung IV 85 .3 m² Außenraum 130.

8 m² Individualräume 3 Orientierung Il 86 .Grundriss [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch Ring Berlin (DE) Wohnfläche 221.0 m² Außenraum 47 .

Veränderbarkeit 87 .

Weimar (DE) Grundrissflexibilität [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Nutzungsneutralität [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Wien (AT) Grundrissvariabilität [035] Michael Alder Störzbachstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Riehen (CH) 90 94 98 88 .

können auf drei unterschiedlichen Entwurfsansätzen basieren.Veränderbarkeit Einleitung Der Entwurf von nachhaltig nutzbaren Wohngrundrissen ist eine besondere Herausforderung für den Entwerfer. Anpassungsfähigkeit kann hier nur auf der Basis von festgelegten Rahmenbedingungen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderbarkeit meint nun allerdings nicht. Die Auseinandersetzung mit dem Zweitnutzer ist also ebenso relevant wie das Wissen um die sich ändernden Ansprüche durch ein und denselben Bewohner. die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen. Nachhaltig nutzbare Grundrisse. Alle drei Entwurfsvarianten basieren auf einer Grundstruktur. der nach dem Single-Dasein Platz für heranwachsende Kinder bietet und im Anschluss die Abtrennung eines separaten Appartements für Service und Pflege gestattet. Ein nachhaltiger Entwurfsansatz ist dabei ebenso entscheidend für den individuellen Eigentumserwerb wie für die Schaffung von Wohnraum durch private und öffentliche Wohnversorger. die zu einer unpräzisen und vor allem nicht vergleichbaren Kategorisierung führen. zum Beispiel gleichbleibender Wohnungsgröße. Ein dritter Ansatz bezieht sich auf die äußere Flexibilität von Wohneinheiten. dass jede Wohnung ein „Alleskönner“ sein muss. Dabei geht es nicht nur um das Erfüllen der Wohnbedürfnisse eines Nutzers über einen längeren Zeitraum – immerhin wird in einer Mietwohnung in Deutschland durchschnittlich zwölf Jahre lang gewohnt –. Ein dif­ ferenziertes Angebot am Wohnungs. Dieses Risiko ist im Laufe der letzten Jahrzehnte im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierung gewachsen. geplant werden. In beiden Fällen mindert das Nachdenken über die Veränderbarkeit des Grundrisses und eine mögliche Nachnutzung das Investitionsrisiko. deren Veränderbarkeit geplant wird und die durch den Nutzer und dessen Wohnverständnis individuell interpretiert werden kann. sondern gleichzeitig langfristig nachgefragt werden. langfristige Vermarktbarkeit des Wohnraums selbst. Die daraus resultierende pluralisierte Wohnraumnachfrage entsteht jedoch nicht nur durch unterschiedliche Lebensformen.und Immobilienmarkt bedient darüber hinaus umfangreich sich ändernde Rahmenbedingungen. sondern wird von einer zusätzlichen Vielfalt an nutzerspezifischen Faktoren verursacht. zum anderen ermöglicht eine geplante baulichräumliche Variabilität eine Veränderung der Raumstruktur selbst. im Sinne von wachsenden und schrumpfenden Wohnungen wird dabei die eigene Wohnfläche effektiv verändert. sondern auch um eine stabile. Dem Modell „Familie mit leiblichen Kindern“ steht heute eine große Zahl anderer Lebensmodelle gegenüber. 89 . Zum einen kann eine nutzungsneutrale Grundrisskonzeption unterschiedlichen Nutzungsszenarien gerecht werden.

Im Lebenszyklus einer Wohnung ändern sich zum Teil mehrfach die Bedürfnisse ihrer Bewohner. Das Angebot folgt dabei der Auffassung. an der Fassade angeordnete Erschließungsspur mit Schiebetüren verbunden. der durch eine variabel nutzbare Möblierung alle Wohnfunktionen parallel oder nacheinander im selben Raum aufnimmt. Zusätzlich zum großzügigen Außenraum am Wohn. über eine gleichwertige Raumstruktur aller Wohnfunktionen bis zum Ein-Raum-Grundriss. Ein zentraler Zugang sowie die mittig angeordnete Erschließungszone gestatten. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Nachnutzung beziehungsweise Zweitnutzung dar. die durch Schiebewände voneinander getrennt werden können. die eine Mindestmöblierbarkeit für verschiedene Nutzungen zulassen.Grundriss Nutzungsneutralität Mit nutzungsneutralen Grundrissen wird nicht nur auf pluralistische Nachfragen am Wohnungsmarkt reagiert. . Die Grundrissanordnung ermöglicht zum Beispiel eine Nutzung der Räume im Südosten als Arbeitsbereich. der auch den Empfang von Kunden gestattet. Die Geschosswohnungen in der Grieshofgasse in Wien [034] von Helmut Wimmer bestehen aus vier gleichwertigen Räumen. Das Spektrum von nutzungsneutralen Grundrissen reicht von gleichwertigen Individualräumen. Gäste. sondern ein zweiter wesentlicher Aspekt entscheidend berücksichtigt: Wohnen ist keine Momentaufnahme und eine Wohnung keine gebaute Bestandsaufnahme einer Lebensphase. Beide Raumpaare werden über einen Flur erschlossen. durch eine Wohngemeinschaft von drei Personen oder durch zwei Bewohner mit 90 Bedarf für zusätzliche Arbeits-. Das Projekt [032] in Nüziders von Baumschlager Eberle basiert auf dieser Grundüberlegung. dass in ihrer Größe neutrale Raumangebote unterschiedliche Nutzungs­ szenarien eher bedienen als in Größe und Funktionsanordnung spezifische und hierarchisierte Raumkonzepte.oder Hobbyfläche vorstellbar. die ein stufenweises Zuschalten der Räume zum kommunikativen Bereich der Wohnung ermöglichen. eventuell mehrfach zugängliche Räume entsprochen werden. bis auf die fixierte Badzelle. Unterschiedlichen Wohnbedürfnissen soll durch gleichwertige. Die Individualräume sind zusätzlich zum individuellen Zugang vom Flur durch eine innere. an dem jeweils auch ein Sanitärbereich angeordnet ist. So ist zum Beispiel bei drei gleich großen Individualräumen und entsprechender Zonierung des Gesamtgrundrisses eine Nutzung durch eine Familie mit zwei Kindern.und Essbereich wird den vier Individualräumen jeweils ein schmaler Austritt zugeordnet. jeweils eine freie Anordnung der Wohnfunktion durch den Nutzer. Jeweils zwei gleichwertige Individualräume umschließen den kommunikativen Bereich der Geschosswohnungen am Steinacker in Zürich [033] von Hasler Schlatter Partner.

5 m² Individualräume 3 Orientierung II 91 .1 m² Außenraum 17 .Veränderbarkeit [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT) Wohnfläche 120.

6 m² Individualräume 4 Orientierung II 92 .Grundriss [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 133.2 m² Außenraum 24.

2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung II 93 .Veränderbarkeit [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT) Wohnfläche 90.

Grundriss Grundrissvariabilität Variabilität des Grundrisses meint die Anpassung einer Raumstruktur an geänderte Nutzerbedürfnisse durch das freie Verändern von Wandpositionen. wenn überhaupt. dass Grundrissvariabilität zum reinen Verkaufsargument verkommt. in der Praxis häufig lediglich einmal statt und zwar zu Beginn der Nutzung. langfristig sichere Investition vorhält. der verschiedensten Wohnformen entsprechen kann. Mit einer minimalen Raumaufteilung von drei beziehungsweise einer maximalen Unterteilung von neun Räumen weist die 120 m² große Wohnung eine hohe Leistungsfähigkeit auf. war das Trennen beziehungsweise Zusammenlegen von Räumen. Der Umbau der Struktur findet. der als experimenteller Wohnungsbau im Zuge der IGA ‘93 in Stuttgart entstand. Lediglich der mittige Kern mit Sanitär. wodurch sowohl ein offener Allraum als auch bis zu sechs kleine Zimmer in der 98 m² großen Wohnung möglich werden. ist seit dem Beginn des 20. Ausgangspunkt dieser Anpassungsfähigkeit ist die Trennung von Tragwerk und Ausbaustruktur des Projekts. Die zwei angebotenen Räume können dabei aufgrund ihrer jeweils zwei Zugänge in bis zu vier Räume unterteilt werden. gesetzt werden. Sämtliche Innenwände können ansonsten durch den Nutzer frei positioniert werden. je nach Nutzerbedarf. Auch in den Wohnungen der Siedlung Lessingstraße in Weimar [037] können zwischen fixen Betonschotten Trennwände variabel. die durch regelmäßig angeordnete Stützen und aussteifende Kerne eine freie und von der Statik unabhängige Raumkonfiguration ermöglichen. Das Projekt zeichnet sich durch einen hohen Grad an Grundrissvariabilität aus. Ausgangspunkt des Entwurfs von Michael Alder [035]. Jahrhunderts eine gängige Bauweise (plan libre). Die Entwicklung von Flachdecken aus Stahlbeton. Die zum Teil umfangreichen baulichen Eingriffe führen häufig dazu. Mögliche Wandachsen sind über drei Anschlussmöglichkeiten von Trennwänden entlang der Fensterfronten vordefiniert. Die an beiden Belichtungsseiten vorgelagerten Loggien garantieren jedem der vier Räume einen individuellen Außenbereich. das dem Erstnutzer eine flexible. damit alle Wohnfunktionen in sämtlichen Grundriss­ konstellationen zugänglich sind. Die Lage der Treppe sowie ein obligatorischer zweiter Zugang bei jeder Wohneinheit ermöglichen zudem eine spätere Trennung von Erdgeschoss und Obergeschoss in zwei separate Wohneinheiten. Neben dieser statischen Unabhängigkeit bedarf es eines sinnvollen Erschließungssystems. 94 .und Abstellfunktion sowie der Küchenanschluss wurden in den Geschosswohnungen in Leipzig von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner [036] fest eingebaut.

Veränderbarkeit [035] Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE) Wohnfläche 79.6 m² Außenraum 25.2 m² Individualräume 1 - 2 Orientierung II 95 .

Grundriss [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße Leipzig (DE) Wohnfläche 97 .8 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung III 96 .

0 m² Individualräume 3 - 6 Orientierung II 97 .Veränderbarkeit [037] Walter Stamm-Teske.6 m² Außenraum 12. Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE) Wohnfläche 119.

 Obergeschoss. Diese Gliederung ermöglicht durch Öffnen oder Trennen der Individualraumfolge ein variables System aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen. Erschließungsund Kochschicht sowie einer weiteren Zimmerschicht mit separatem Zugang. Dadurch können die Räume dieses Geschosses abgetrennt und separat genutzt werden. dienender Schicht. nutzungsneutrale Räume sowie den zweiten möglichen Zugang ein hohes Maß an Nutzungsflexibilität.Grundriss Grundrissflexibilität Grundrissflexibilität meint die Erweiterung oder Verringerung der Wohnfläche durch Zusammenlegung. Die Wohnungen basieren auf einer klaren Schichtung von Außenraum. Der Eingriff bedeutet bei vollständiger Trennung der beiden unteren Geschosse vom obersten Geschoss aller­ dings den Rückbau der Treppe sowie den nachträglichen Verschluss der Decken­ ebene. Auch ohne diese Maß­ nahme bie­­ tet der Grundriss durch gleichwertige. Zuschalten. Zimmerschicht mit zwei Erschließungsspuren. Grundrissflexibilität zeichnet sich im Unterschied zur Grundrissvariabilität. sondern es bedarf einer kontinuierlichen Nutzerkoordination. 98 . Unter einer aktiven Einbeziehung der Bewohner in die Projektplanung realisierten ADP Architekten in Zürich [038] das Projekt Hellmutstraße. Dabei reichen nicht nur eingeplante bauliche Sollbruchstellen in der Gebäudestruktur. Anbauen oder Abtrennen von Räumen oder Gebäudeteilen. Die Grundrisse beziehen ihre Anpassbarkeit also aus dem effektiven Zuschalten beziehungsweise Verzicht von Raum und Fläche. das heißt dem Versetzen von Trennwänden oder dem Öffnen beziehungsweise Schließen verschiebbarer Elemente. durch langfristige Veränderungsintervalle aus. Bei der dreigeschossigen Wohneinheit in der Siedlung Vogelbach [039] entsteht Grundrissflexibilität durch einen zweiten Zugang zur Wohneinheit im 2. Auf Kosten der einen kann eine andere Wohneinheit vergrößert oder verkleinert werden. Zumindest im verdichteten Wohnungsbau fordert diese Veränderung immer Interaktion.

7 m² Außenraum 4.9 - 225.7 m² - 45.0 m² Individualräume 1 - 4 Orientierung II 99 .Veränderbarkeit [038] ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH) Wohnfläche 44.

6 - 119.2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 - 4 Orientierung II 100 .Grundriss [039] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 39.

Orientierung 101 .

Weilheim (DE) Einseitige Orientierung [050] Johannes Kaufmann Brugg. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Den Haag (NL) 121 Dreiseitige Orientierung 108 [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Breda (NL) 104 Sonderformen Orientierung [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Bezau (AT) [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße. Dresden (DE) 112 Zweiseitige Orientierung [046] Norbert Post . Vierseitige Orientierung [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße. Basel (CH) 117 102 . Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater.

im Sinne des Ausblicks und des Einblicks.beziehungsweise Wohnungstiefe als auch die grundlegende Disposition der Wohnfunktionen im Grundriss basieren zu einem entscheidenden Teil auf dem Orientierungsaspekt und der Anzahl der Belichtungsseiten.und Abendnutzung wenn möglich nach Südwesten zu orientieren. sondern beeinflusst die Art des Wohnens zu einem wesentlichen Teil. 103 . Die Anzahl. die die Standards des Massenwohnungsbaus mit ausreichend Licht. Tag. wurde das Raumprogramm eindeutig Himmelsrichtungen zugeordnet. Das Wissen um die direkte Abhängigkeit der Orientierung und Gebäude. In deren Ergebnis stehen sowohl die Gebäudestruktur als auch die Gebäudeausrichtung fest. nach wie vor müssen sie aber überlegt angeordnet werden. gemeint. In der Moderne. Das Kapitel gliedert sich in fünf mögliche Orientierungsvarianten: Begonnen bei der vierseitigen Orientierung werden bis zur einseitig orientierten Wohnung die unterschiedliche Anzahl der Belichtungsseiten und die daraus resultierenden Grundrissabhängigkeiten dargestellt. des Schallschutzes sowie des Sonnen. Auch eine Inszenierung des Lichteinfalls und daraus resultierenden Schattenspiels kann zum Entwurfsgegenstand werden.beziehungsweise Wohnungstiefe und damit auf einzelne Grundrissentscheidungen hat also bereits einen nicht zu vernachlässigenden Anteil im städtebaulichen Entwurfsprozess. sondern auch der sorgfältig geplante Bezug zum Außenraum. Gleichzeitig spielen die Themenfelder der Lüftung. Mit der Fassadenplanung findet also die Auseinandersetzung des Entwurfs mit dem Übergang zwischen Privatheit der Wohnung zur Öffentlichkeit davor und umgekehrt statt.Orientierung Einleitung Die Wohnungsorientierung wird häufig im Zuge der städtebaulichen Konzeption eines Projekts festgelegt. Luft und Sonne definierte. Mit dem Grundrissaspekt Orientierung ist jedoch nicht nur eine ausreichende Versorgung aller Wohnräume mit Tageslicht. Gerade Ressourcen sparende Energiestandards für Gebäude beruhen immer auch auf einer entsprechenden Ausrichtung der Gebäude selbst. Sowohl die Gebäude.und Nachtbereich und damit monofunktionale Räume zum Wohnen und Schlafen wurden definiert. So ist es zum Beispiel angebracht. kommunikative Bereiche aufgrund ihrer intensiveren Tages. Heute ist die Nutzung der Räume multifunktionaler. Gleichzeitg kann im seltensten Fall im städtischen Kontext von einer idealen Orientierung der zu planenden Wohngebäude ausgegangen werden.und Wärmeschutzes eine Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Orientierung. Ein weiteres Kapitel betrachtet neben der Orientierung von Wohnraum nach „außen“ verschiedene Sonderbelichtungsformen nach „innen“ . Größe und Lage der Öffnungen hat damit nicht nur den Zweck der ausreichenden Belichtung.

großzügige Öffnungen belichtet. Bei der Variante der Etagenwohnung wurden die einzelnen Wohnfunktionen rotierend um den Kern angeordnet. reagieren mit großflächigen Öffnungen in jedem Geschoss unterschiedlich auf den städtischen Kontext. das heißt Einfamilienhäusern. Lediglich im Bereich der Sanitärräume musste dabei ein zusätzlicher Erschließungsflur angeordnet werden. Xaveer de Geyter organisiert die großzügige Geschosswohnung in Breda [042] um einen zentralen Erschließungskern aus Lift und Treppenraum. Mit einem häufig hohen Öffnungsanteil und weniger massiven Außenwandflächen erfüllen diese Wohnungstypen das vermarktungsrelevante Qualitätskriterium nach lichtdurchfluteten Räumen. die jeweils eine Wohnfunktion aufnehmen.und Abstellbereich gliedern die ansonsten freien Geschossebenen. Dabei bietet die allseitige Orientierung die Chance. Daher werden Wohnungen mit allseitiger Orientierung vorwiegend im Luxussegment umgesetzt und angeboten. Die Öffnung im Obergeschoss entlang der Treppe sorgt für einen zusätzlichen Lichteinfall im Erdgeschoss. 104 . auch die häufig im Kern angeordneten dienenden Sanitärfunktionen können hier an die Fassade rücken. Die vier Gebäudemodule von Ryue Nishizawa in Tokyo [041]. Aufgrund der zwei geplanten Eingangstüren kann die Wohnung auch als Zweispänner organisiert werden. die als gestapelte Räume konzipiert wurden. zwingende Funktionsanordnung im Grundriss entsteht. Allseitig orientierte Grundrisse werden häufig in freistehenden Gebäuden. Die allseitig orientierte Wohnung mit einem hohen Öffnungsanteil ist in vier zimmertiefe Grundrissbereiche unterteilt. oder im verdichteten Wohnungsbau als Penthouse beziehungsweise als gestapelte Wohneinheiten geplant.Grundriss Vierseitige Orientierung Die optimale Belichtung über vier Seiten garantiert eine freie Grundrissgestaltung. zweigeschossige Einfamilienhaus von Bauart [040] wird auf beiden Geschossen durch wenige. Lediglich die Treppe sowie im Erdgeschoss ein Sanitär. Der Erschließungsaufwand im verdichteten Wohnungsbau mit einer Wohnung je Geschoss ist dabei allerdings extrem hoch. Das flächenoptimierte. alle Bereiche natürlich zu belichten. Gleichzeitig kann dieser Wohnungstyp nahezu Einfamilienhausqualitäten im barrierefreien Geschosswohnungsbau bieten und bedient damit individuelle Wohnwünsche bis ins hohe Alter. Mit vier bewusst gesetzten Fenstern orientiert sich die Wohnung in alle vier Himmelsrichtungen. ohne dass eine bestimmte.

Orientierung [040] Bauart Architekten mobiler Standort Wohnfläche 66.0 m² Individualräume 2 Orientierung IV 105 .0 m² Außenraum 0.

5 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 106 .Grundriss [041] Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP) Wohnfläche 77 .

8 m² Außenraum 21.Orientierung [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL) Wohnfläche 298.8 m² Individualräume 3 Orientierung IV 107 .

Die Öffnungen in der Längsseite der Gebäude lassen damit auch die natürliche Belichtung und Belüftung der Wohnfunktionen im Kern der Gebäude zu. In der Geschosswohnung von pool Architekten [044] in Zürich wurden die Individualräume sowie der Sanitärbereich entlang der Wohnungstrennwand angeordnet. Die Öffnungsmöglichkeit nach drei Seiten bietet dabei ähnliche Belichtungs. Wo im verdichteten Wohnungsbau der Wohnungseingang angeordnet ist. über klare Funktionsschichten bis zur Reihung der Wohnfunktionen entlang der Fassade. Der private Außenraum setzt anschließend konsequent den kommunikativen Bereich nach außen fort. die auf der Gliederung in zwei Längsschichten beruht. Über die Gebäudeseiten werden die Individualräume natürlich belichtet. wodurch im Unterschied zum Reihenhaus tiefere Grundrisse möglich werden. Sowohl die Souterrainräume als auch der Sanitärbereich im Erdgeschoss sowie die Kochecke können dadurch von Süden natürlich belichtet werden. Gerade bei der Grundrissorganisation des Doppelhauses ist oft die Verwandtschaft zum Reihenhaus zu spüren. Die zweite Schicht wird über die Individualräume gebildet und öffnet sich von Osten nach Westen in drei Himmelsrichtungen. das um eine zusätzliche Fassadenseite ergänzt wurde. den Eingangsbereich und die Verkehrsflächen des Hauses auf. Die innere Schicht nimmt dabei die längs liegende Treppe. Die Positionierung der Wohnfunktionen im Grundriss mit drei möglichen Belichtungsseiten bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten. Die Doppelhäuser von Daniele Marques in Luzern [043] folgen einer klaren Grundrissstruktur.Über die vorgeschaltete Diele gelangt man in alle Räume. definieren Doppelhäuser ihre Brandwand und Abgrenzung zum Nachbarn. 108 .und Orientierungsqualitäten wie eine allseitig belichtete Wohnung. Obergeschoss wird diese Schicht bis an die Fassade geführt und natürlich belichtet. um jeden Bereich natürlich zu belichten.Grundriss Dreiseitige Orientierung Dreiseitig orientierte Wohngrundrisse sind häufig in Doppelhäusern oder als Kopfwohnungen von Wohnzeilen angewendete Wohnungstypen.und Essbereich orientieren sich zum privaten Außenraum in Richtung Westen. Die Individualräume sind nach Süden beziehungsweise nach Norden orientiert. Großzügige Verglasungen versorgen den langgestreckten Raum mit Tageslicht. Auch im Lukasareal in Dresden von Thomas Müller und Ivan Reimann [045] wird die Geschosswohnung zentral erschlossen. Die Küche sowie der Wohn. Im Souterrain und im 1. Nach dem Betreten der Wohnung durch die beschriebene Raumschicht öffnet sich ein in drei Himmelsrichtungen orientierter kommunikativer Bereich.

5 m² Außenraum 38.Orientierung [043] Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH) Wohnfläche 183.5 m² Individualräume 4 Orientierung III 109 .

0 m² Individualräume 2 Orientierung III 110 .Grundriss [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Wohnfläche 82.0 m² Außenraum 34.

8 m² Individualräume 2 Orientierung III 111 .Orientierung [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Wohnfläche 81.7 m² Außenraum 19.

erschlossen werden. Der Zugang und Erschließungsbereich.und Küchenbereich aufnimmt. Der Wohn- / Essbereich. der Sanitärbereich ist im Kern angeordnet. Die Individualräume und der Kochbereich orientieren sich nach Osten. die über einen kommunikativen Bereich. Neben der Erschließung aus einem externen Treppenhaus können sie auch am Laubengang angeordnet werden. Zweiseitig orientierte Wohnungen bieten die Möglichkeit. gegliedert. einen offenen kommunikativen Bereich über die gesamte Gebäudetiefe anzuordnen und diesen damit in zwei Himmelsrichtungen zu orientieren. Im Geschosswohnungsbau werden die beiden Öffnungsseiten von Wohnungen sowohl übereck als auch vis-à-vis angewendet. Das zweigeschossige. Die Tiefe von ost-westorientierten Wohnungen liegt üblicherweise bei 10 m bis 14 m. nord-süd-orientierte Reihenhaus in Herdecke von Post und Welters [046] wurde auf einer flächenoptimierten Grundfläche geplant und setzt sich aus zwei unterschiedlich tiefen Raumschichten zusammen. hat die jeweilige Orientierung wesentlichen Einfluss auf die Gebäudetiefe. Die ost-west-orientierte Wohnung von Delugan Meissl Associated Architects in Wien [047] wird durch eine mittig angeordnete Servicezone. Gerade für nord-südorientierte Wohnungen stellt dies allerdings eine geeignete Grundrissorganisation dar.Grundriss Zweiseitige Orientierung Zweiseitig orientierte Wohnungen zählen im Neubau auch aufgrund einer in der Regel wirtschaftlichen Erschließung zu den am häufigsten geplanten Wohnungstypen. Hier können über zwei gleichwertige Besonnungsseiten die kommunikativen und individuellen Raumschichten zu beiden Seiten angeordnet werden. Nord-süd-orientierte Wohnungen oder Gebäude haben aufgrund lediglich einer direkten Besonnungsseite meist eine geringere Gebäudetiefe (zwischen 7 m bis 10 m) als ost-west-orientierte. Die drei Individualräume sind nach Osten. der Wohnund Essbereich nach Westen orientiert. In Laufenburg entwickelten burkhalter sumi architekten [048] Geschosswohnungen. 112 . die Küche sowie ein weiterer Individualraum im Obergeschoss sind nach Norden orientiert. Parallel dazu wurden zwei Individualräume mit zwischengeschaltetem Sanitärbereich angeordnet. der die gesamte Wohnungstiefe ausnutzt. das heißt den individuellen Bereich und den kommunikativen Bereich jeweils an einer Belichtungsseite anzuordnen. Stehen zwei Belichtungsseiten zur Verfügung. In den Kopfwohnungen der Wohnanlage in Weilheim von Fink + Jocher [049] wird die Übereck-Situation für eine zweiseitige SüdOst-Orientierung des kommunikativen Bereichs genutzt. bietet dagegen den Raumsituationen nur eine Blickrichtung und Besonnungssituation. ein Individualraum sowie der Sanitärbereich orientieren sich nach Süden. die den Sanitär. Die Alternative.

Orientierung [046] Norbert Post .0 m² Außenraum 9.Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Wohnfläche 76.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 113 .

0 m² Außenraum 14.Grundriss [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Wohnfläche 93.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 114 .

0 m² Außenraum 8.Orientierung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Wohnfläche 59.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 115 .

Grundriss [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße Weilheim (DE) Wohnfläche 90.9 m² Individualräume 2 Orientierung II 116 .8 m² Außenraum 10.

Die Tiefe einseitig orientierter Wohnungen ist aufgrund der einen Öffnungsseite stark eingeschränkt. In Paris konzipierte Francis Soler [051] zweigeschossige. wie Hotels und Studenten­ wohnheime. Die rund 27 m² großen Zimmerboxen des Hotel Extension in Bezau von Johannes Kaufmann [050] werden über einen Laubengang erschlossen und orientieren sich ausschließlich nach Westen. 117 . die über die kurze Seite belichtet sowie erschlossen werden. wenn möglich. wird aus ökonomischen Grün­ den vorwiegend auf tiefe Wohnmodule zurückgegriffen. nach Nordwesten orientierte Brandwandwohnungen. Für temporäre Wohn­ formen. Einseitig orientierte Geschosswohnungen basieren daher in der Regel auf langgestreckten Grundrissen. Auch die einseitig belichteten Geschosswohnungen von Herzog & de Meuron in Basel [052] werden über einen an der Brandwand angeordneten Erschließungsflur organisiert. An sie grenzt eine Serviceschicht. Ein zweiter Zugang neben der Erschließung des Flurs aus dem Treppenraum führt am Ende des Erschließungsraums in den halböffentlichen Hofbereich der Wohnanlage. Der gerichtete. Dem Problem der fehlenden Querlüftungsmöglichkeit von einseitig orientierten Wohnungen kann. Zur natürlich belichteten Raumschicht kann maximal in der unbelichteten Zone eine Erschließungsbeziehungsweise eine Servicespur aus dienenden Funktionen addiert werden. Sie folgen dem klassischen Grundrisstyp des Hotelzimmers mit innenliegendem Sanitärbereich an der Zugangssituation und dem sich anschließend öffnenden Raum zum Schlafen und kurzfristigen Aufenthalt. bei denen sich die Wohnfunktionen an der Fassade aufreihen. die den Koch.und Sanitärbereich mit der dafür notwendigen Installation aufnimmt und sich zur kommunikativen beziehungsweise Individualraumschicht öffnet. einseitige Ausblick kann aber auch für besonders prominente Lagen gewünscht sein und entsprechend inszeniert werden. Alle Wohnfunktionen wurden daran aufgereiht und sind zusätzlich durch eine Außenraumspur über die gesamte Wohnungslänge an der Belichtungsseite der Räume erneut verbunden.Orientierung Einseitige Orientierung Wohneinheiten an Brandwänden oder mit kleiner Wohnfläche werden unter ökonomischen Aspekten vorzugsweise als einseitig orientierte Wohnungen geplant. die gegebenenfalls über Oberlichter natürlich belichtet wird. Die einläufige Treppe ist entlang der Brandwand angeordnet. über Oberlichter begegnet werden.

2 m² Individualräume 1 Orientierung I 118 .6 m² Außenraum 7 .Grundriss [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Wohnfläche 26.

0 m² Individualräume 2 Orientierung I 119 .7 m² Außenraum 0.Orientierung [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Wohnfläche 77 .

Grundriss [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Wohnfläche 114.2 m² Außenraum 12.5 m² Individualräume 3 Orientierung I 120 .

die den Innenhof als zentralen und wichtigsten Wohnbereich ausbilden. entstand jedoch seltener aus städtebaulichen Orientierungszwängen. Entlang der nach Südosten vollständig verglasten Fassade sind alle Wohnfunktionen angeordnet. Die zwei Individualräume orientieren sich zur Stadt in südwestlicher Richtung. Im Obergeschoss ist zusätzlich jedem Indivi­ dualraum eine Dachterrasse zugeordnet. Es gibt allerdings auch Situationen. gut belichtet werden. Letztendlich übernimmt der zentrale Patio mit einer Grundfläche von 6 x 3 m die Hauptbelichtung der Wohnung. Die bewusste Abgrenzung der Öffentlichkeit und ausschließliche Ausrichtung nach innen sollte dabei vor allem die Privatsphäre der Bewohner schützen und reagierte auf die klimatischen Bedingungen. Die langgestreckten Wohneinheiten mit einer Tiefe von 5 m werden über den privaten Innenhof erschlossen. wie zum Beispiel Patios oder Innenhöfe eine ausreichende Versorgung der Wohnungen mit Tageslicht.und Hofhäuser bekannte Wohntypologien. Die Dachterrasse im letzten Geschoss bietet dagegen einen öffentlicheren Bezug zum Quartier. Die zweigeschossigen Gebäude der Teppichsiedlung „Patio-Island“ von MVRDV im Vinex-Areal in Ypenburg [055] werden ausschließlich über einen Patio belichtet. Aus der frühen Geschichte sind Atrium. Obergeschoss wird der Wohnhof zum introvertierten Außenbereich der Bewohner. Die Wohnungen selbst werden direkt über den Aufzug erschlossen. Hinter der geschlossenen Außenwand an der Wohnungsrückseite ist die Fluchttreppe des Gebäudes angeordnet. Die viergeschossigen Back-to-Back-Häuser werden neben dem Patio zusätzlich einseitig durch kleine Fenster beziehungsweise Austritte belichtet. in denen ausschließlich eine Belichtung über einen Innenhof möglich ist beziehungsweise der Nutzerwunsch nach einem introvertierten Wohnmodel existiert.Orientierung Sonderformen Orientierung Gerade im innerstädtischen Wohnungsbau mit teilweise schwierigen Belichtungssituationen ermöglichen erst zusätzliche Belichtungsformen. der gerade im verdichteten Wohnungsbau ein wertvoller Rückzugsraum abseits der pulsierenden Öffentlichkeit ist. Herzog & de Meuron können die Geschoss­ wohnungen in einer rund 25 m tiefen Baulücke in Basel [053] nur mithilfe eines Patios im zentralen Wohnbereich ausreichend belichten. Gleichzeitig entsteht ein introvertierter Außenraum. Der heterogene und dichte Kontext der Wohn­ arche in Wien von Walter Stelzhammer [054] führte zur Konzeption eines mehrgeschossigen introvertierten Patiogebäudes. Im 1. die ein Patio generiert. in dem auch ein kleiner privater Außenbereich angeordnet ist. Tiefe NordSüd-Grundrisse können so durch eine zweite Südfassade. Die kommunikativen Bereiche gruppieren sich um den Patio. 121 .

7 m² Individualräume 2 Orientierung I. Patio 122 .Grundriss [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Wohnfläche 115.2 m² Außenraum 2.

Patio 123 .6 m² Außenraum 53.Orientierung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Wohnfläche 162.3 m² Individualräume 3 Orientierung I.

4 m² Außenraum 164.Grundriss [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Wohnfläche 144.7 m² Individualräume 4 Orientierung Patio 124 .

Geschossigkeit 125 .

Gifu (JP) 128 131 126 . Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Wien (AT) Mehrgeschossige Wohnungen [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Eingeschossige Wohnungen [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße.

Da das Bauelement Treppe als starres Gefüge die Veränderung der Grundrissstruktur zu einem wesentlichen Teil verhindert. Niveauveränderungen sind allerdings auch im Geschosswohnungsbau ein angemessenes Mittel der Raumgestaltung.Geschossigkeit Einleitung Neben der Größe sowie dem Zonierungstyp spielen bei der Entscheidung für die Geschossigkeit einer Wohnung unter anderem die Gewichtung von Barrierefreiheit gegenüber der Umsetzung vertikaler Raumbeziehungen und verschiedener Wohnniveaus eine Rolle. die Möglichkeit der vertikalen Raumbeziehung sowie das Erlebnis von Ausblick. wobei die entstandenen Niveaus zusätzlich durch unterschiedliche Geschosshöhen charakterisiert werden können. Dagegen ermöglicht die Funktionsverdichtung von kleinen Wohneinheiten selten eine optimierte Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche auf mehreren Geschossebenen und der zusätzlich notwendige Flächenbedarf für das Treppenelement widerspricht der angestrebten kompakten Grundrisslösung. Das Verteilen der Wohnfunktionen auf eine oder auf mehrere Ebenen steht jedoch auch in einer Abhängigkeit zur Bauform und dem gewählten externen Erschließungstyp. zudem wird der Erschließungsaufwand unverhältnismäßig hoch. sollte entwurfsspezifisch abgewägt werden. sondern vielmehr eine baulich wirksame Zonierung der Funktionsbereiche. wird die mehrgeschossige Raumqualität häufig durch die Einschränkung der Veränderbarkeit des Grundrisses selbst erkauft. Dabei muss unter anderem der Aufwand der zusätzlich notwendigen externen Erschließung zur Größe des Gesamtprojekts einkalkuliert werden. das heißt mehrgeschossige Wohnformen. Inwieweit drei. Das Ziel ist dabei weniger ein Angebot von wechselnden Niveaus. 127 . Daher muss hier die Synergie gesucht werden. Die einschränkte Nachhaltigkeit in der Nutzung mehrgeschossiger Wohnungen durch die Notwendigkeit einzelner Steigungen beziehungsweise einer Treppe zur Erschließung der Geschosse sollte in der Entwurfsphase daher eine entscheidende Rolle spielen.und Austrittmöglichkeiten auf unterschiedlichen Geschossebenen. Der konstruktive Aufwand von Niveauveränderungen in Geschosswohnungen wird dabei für das gesamte Gebäude wirksam und beschränkt sich nicht nur auf eine einzelne Wohneinheit. Mehrparteienhäuser bestehen vorrangig aus Geschosswohnungen und zweigeschossigen Maisonettes. Im Vergleich zur eingeschossigen Wohnung bieten Maisonettes.und mehrgeschossige Wohneinheiten in diesem Gebäudetyp noch wirtschaftlich sind. Ab einer bestimmten Wohnungsgröße ist allerdings eine ausreichende Belichtung aller Wohnfunktionen auf einer Ebene problematisch. Unterschiedliche Geschosse und Niveaus innerhalb einer Wohnung sollten jedoch nicht unter Vernachlässigung des Aspekts der Barrierefreiheit geplant werden.

gerade im Siedlungsbau werden häufig eingeschossige Hof. Dadurch wird in der ansonsten offen konzipierten Wohnung eine klare Zonierung möglich. Im Luxussegment sind das Penthouse oder die Etagenwohnung im Sinne des privaten Geschosses entsprechend erfolgreiche Konzepte. Der Standort und Gebäudekontext stellen zudem wichtige Entscheidungskriterien dar. der am Laubengang anliegende ist öffentlicher und lässt bewusst die Kommunikation mit dem Erschließungsraum zu. durch unterschiedliche Geschossniveaus beziehungsweise Geschosshöhen auch eingeschossige Wohnungen räumlich zu differenzieren. Mittels einer Rampe sowie einer langgezogenen Treppe im zentralen Grundrissbereich kann dieser Höhensprung vom Nutzer überwunden werden. Im städtischen Kontext findet diese Gebäudeform. neben der Qualität der Grundrissstruktur selbst. Die Qualität der Grundrissgestaltung eingeschossiger Wohnungen beruht neben der Grundrissdimension und -struktur auf der Disposition der einzelnen Wohnfunktionen und deren Orientierung. Breite Schiebetüren in Querrichtung sowie Falttüren in Längsrichtung der Wohnung ermöglichen dabei ein flexibles Zusammenschalten der einzelnen Raumschichten. Das Grundrissprinzip der Geschosswohnung in Graz von Riegler Riewe [056] beruht auf einem hohen Grad an Nutzungsneutralität. Das Projekt „Miss Sargfabrik“ in Wien von BKK-3 [057] zeichnet sich durch eine Niveauveränderung innerhalb der Geschosswohnung aus. Der erhöhte Bereich kann dem Rückzug dienen. Mit bodengleichen Fens­ tern kann zusätzlich jeder Raum. wodurch beispielsweise eine größere Geschosshöhe den kommunikativen Bereich einer Wohnung im Vergleich zu den individuellen und dienenden Bereichen räumlich betont. unter anderem aufgrund ihrer geringen Dichte. Die oberen Etagen eines Gebäudes können in der Regel aufgrund ihrer Aussicht sowie einer zunehmenden Privatheit der Erschließungsbereiche besser vermarktet werden.und Pavillongebäude realisiert. Die Kapitel Zonierung und Erschließung beschreiben dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten und deren Besonderheiten. sondern folgen einer vielfältigen Vernetzung. Bereits erwähnt wurde die Möglichkeit.Grundriss Eingeschossige Wohnungen Ein wesentlicher Aspekt für die Vermarktbarkeit von eingeschossigen Wohnungen ist. die Lage der Wohnung im Gebäude. Die ähnlich großen Raumbereiche sind nicht spezialisiert beziehungsweise funktional linear angeordnet. als Loggia der Wohnung umgewidmet werden. Eingeschossige Wohnungen können selbstverständlich auch freistehend geplant werden. je nach Nutzerwunsch. 128 . jedoch selten Anwendung.

5 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 129 .Geschossigkeit [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße Graz (AT) Wohnfläche 66.

0 m² Individualräume 1 Orientierung II 130 .Grundriss [057] BKK-3 Goldschlagstraße Wien (AT) Wohnfläche 94.2 m² Außenraum 0.

Eine Brücke im Obergeschoss dieses Moduls erlaubt dabei die Kommunikation zwischen den Ebenen. In Gifu [060] schaltete Kazuyo Sejima gleichgroße Raummodule zu einer zweigeschossigen. Die überhohen beziehungsweise mehrgeschossigen Bereiche können dabei sowohl an der Fassade angeordnet werden.und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Funktionen. Gerade Flächenoptimierungen führen jedoch häufig zu mehrgeschossigen Wohneinheiten ohne das Erlebnis der vertikalen Raumverbindung. und 2. Hier sollte gewichtet werden. Alle Raummodule sind über einen Laubengang in jedem Geschoss unabhängig voneinander erschließbar. der durch Art und Lage der zweiläufigen Treppe ohne Störung der Bewohner des Zwischengeschosses erreichbar ist. zweigeschossige Maisonnettewohnung in Amsterdam von Bosch Architecten [058] ist als offener Grundriss organisiert. Ohne vertikale Raumverbindungen organisiert Joachim Wendt das dreigeschossige Einfamilienhaus in Darmstadt [059]. oder zentral im Sinne einer Empfangsoder Verteilerhalle. das 1.Geschossigkeit Mehrgeschossige Wohnungen Die Anordnung der Wohnfunktionen auf mehreren Geschossen erlaubt das Aus­ bilden von Galerieebenen. versetzten Wohneinheit zusammen. Zusätzlich befindet sich im 2. Die mehrgeschossigen Wohnbereiche bieten nicht nur verschiedene Raumqualitäten innerhalb der Wohnung. sondern ermöglichen vertikale Sicht. Im zweigeschossigen Eingangsmodul wird auch die Funktion der Küche aufnommen. da über mehr als zwei Geschosse verbundene Bereiche im seltensten Fall eine sinnvolle Grundrissgestaltung erlauben. An beiden Belichtungsseiten sind Galerieebenen angeordnet. Zusätzlich zum Luftraum hat der Treppentyp Einfluss auf die Verbindung zwischen den Ebenen. die sämtliche Wohnfunktionen der beiden Geschosse zu einem offenen. was einen tieferen Lichteinfall im unteren Geschoss ermöglicht. Er sollte eindeutig den Öffentlichkeitsgrad der zu erschließenden Ebene definieren und darüber die Benutzbarkeit dokumentieren. Zueinander versetzte Geschosse (SplitLevel) oder einzelne erhöhte Bereiche stellen alternative Entwurfsansätze dar. fließenden Raum zusammenschließen. Im Erdgeschoss sind die kommunikativen Bereiche angeordnet. Die 19 m tiefe. Grundsätzlich stellt die zweigeschossige Verbindung von Räumen die am häufigsten angewendete Lösung dar. welche Einflussgrößen die Mehrgeschossigkeit der Wohneinheit begründen und inwieweit diese in der Raumstruktur ablesbar sein sollen. Mehrgeschossige Raumgefüge müssen sich nicht zwingend nur durch gestapelte Vollgeschosse auszeichnen. 131 . Obergeschoss der private Außenraum in Form einer Dachterrasse. Obergeschoss nehmen drei Individualräume und zugeordnete Sanitärräume auf.

Grundriss [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Wohnfläche 104.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 132 .0 m² Außenraum 0.

5 m² Außenraum 37 .5 m² Individualräume 3 Orientierung IV 133 .Geschossigkeit [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Wohnfläche 142.

5 m² Individualräume 2 Orientierung II 134 .0 m² Außenraum 12.Grundriss [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Wohnfläche 61.

Zonierung 135 .

Walter Ramseier Hohlstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Zürich (CH) [064] A.D.P . Kaiserslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Baden (CH) 138 143 136 . Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Horizontale Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Zürich (CH) Vertikale Zonierung [065] Ken Architekten Vorsässstraße.

Es gilt also sämtliche Funktionen des Wohngrundrisses in einer sinnvoll nutzbaren Struktur anzuordnen. Hobbyraum etc.Zonierung Einleitung Die Zonierung von Wohngrundrissen. Der Zugang zum Sanitärbereich sollte aus den Individualräumen ohne das Durchqueren der kommunikativen Zonen möglich sein. Eine gelungene Grundrisszonierung zeichnete sich lange dadurch aus. Zum anderen führt der Wunsch nach nutzungsneutralen Räumen. die sowohl als privater Rückzugsraum als auch als Büro-. sie findet in einer Vielzahl der Beispiele integriert aus dem kommunikativen Bereich statt. dass Individualräume ungestört und entkoppelt von den kommunikativen Bereichen angeordnet wurden. dass die Widmung als ungestörter Individualraum mit entsprechender Anordnung im Grundriss weniger streng ist. Hier gilt es die Multifunktionalität der Individualräume innerhalb der Grundrissanordnung zu fördern und gleichzeitig ungestörte Rückzugsoptionen zu erhalten. Zonierung entspricht zu einem großen Teil dem Ordnungsprinzip des Grundrisses. übt als Grundrissaspekt wesentlichen Einfluss auf die Benutzbarkeit einer Wohnung aus. Im besten Fall waren Individualräume direkt und ohne ein Queren der kommunikativen Bereiche vom Wohnungseingang aus zugänglich. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierenden Wohnwünsche stehen heute in Teilen der geschilderten Grundrisszonierung entgegen. Zum einen widerspricht die Erschließungssituation der gegenwärtig nachgefragten offenen Grundrisstypen dem ungestörten Zugang zum Individualbereich. dazu. Hierzu bieten differenzierte Raumangebote in einer Wohnung geeignete Lösungsansätze. Besonders bei Geschosswohnungen spielt die Zonierung des Wohngrundrisses eine übergeordnete Rolle. Zuletzt stehen der gesellschaftlichen Individualisierungstendenz tradierte Wohnvorstellungen entgegen. genutzt werden können. wobei nicht nur die Stellung der kommunikativen Zonen zu den individuellen Räumen gemeint ist. Gerade die Lage der Sanitärbereiche und des Wohnungseingangs spielen für die Leistungsfähigkeit von Wohnungen eine entscheidende Rolle. Gerade bei nichtfamiliären Wohnformen wird der private Rückzugsraum immer häufiger als voll funktionsfähiges Miniappartment mit eigenem Sanitärbereich und teilweise sogar mit eigenem Kochbereich konzipiert. die bei mehrgeschossigen Wohnungen alleine durch die Anordnung der einzelnen Wohnfunktionen auf mehreren Ebenen vielfältiger ausfallen. dienende Bereiche von bedienten zu unterscheiden und den räumlichen Zusammenhang der einzelnen Bereiche entsprechend ihrer Nutzung zu planen. das heißt das Bilden von Funktionszonen mit gleichen Eigenschaften und Anforderungen. die den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit der einzelnen Bewohner im seltensten Fall gerecht werden. 137 .

bedeutet für die Zonierung der Wohnungen eine zusätzliche Herausforderung. Die horizontale Zonierung steht dabei in enger Abhängigkeit zur Orientierung. Jedem Individualraum wird zusätzlich ein voll ausgestatteter Sanitärraum zugeordnet. Die Lage und Dimension der Küchenzeile ermöglicht in der Geschosswohnung von A. Die klassische Funktionstrennung mittels Diele oder Flur. Theo Hotz bildet in Zürich [061] getrennte Funktionsbereiche aus. der zusätzlich seine Privatheit über eine um zwei Stufen verringerte Raumhöhe gegenüber dem kommunikativen Bereich dokumentiert. Die Wohnungstiefe wird in vier unterschiedlich tiefe Zonen geglie­ dert. um sowohl für das Wohnmodell im Familienverband als auch für das nichtfamiliäre Wohnen ein langfristiges Angebot darzustellen. Burkard Meyer Architekten organisieren die Geschosswohnung in Baden [062] um den mittig angeordneten externen Erschließungsraum. Die Wohnung im Pflegerinnenareal in Zürich [063] von Gigon/Guyer Architekten folgt einer klaren Grundrissstruktur. Jeweils an den Belichtungsseiten liegen die Individual. Die Entwicklung weg von Wohngrundrissen mit einem differenziertem Raumangebot zu Grundrisstypen mit einem offenen kommunikativen Wohn- / Essbereich. zwei versetzt angeordnete Individualräume ungestört. der zusätzlich die Rückzugsmöglichkeit der einzelnen Bewohner fördert. Die Individualräume sind entlang eines schmalen Flurs im Rücken des Eingangsbereichs angeordnet. werden drei Individualräume und zwei Sanitärbereiche erschlossen. der vom Hauptflur abgetrennt wurde. Dazwischen nimmt eine eingestellte Funktionsschicht die Sanitärfunktionen. Die Wohnung wird über ihren offenen. das heißt zu den möglichen Belichtungsseiten der Wohnung. ist heute oftmals aufgehoben. Durch die Anordnung der Flurbereiche am Patio werden beide 138 Erschließungsräume natürlich belichtet und können so weitere Funktionen übernehmen. die die historische Entwicklung des Wohnungsbaus beschreibt und dabei auf eine räumlich wirksame Trennung von Tag. der zudem häufig Erschließungsraum ist. die Küche sowie die Garderobe auf und trennt gleichzeitig die tiefe Raumschicht vom Erschließungsflur.und Gemeinschaftsräume. Andere Mittel müssen für eine geringstmögliche Störung zwischen kommunikativem und individuellem Bereich sorgen.Grundriss Horizontale Zonierung Die Organisation der Wohnfunktionen auf einer Ebene erfolgt im Regelfall durch Flure oder im offeneren Grundrisstypus durch eingestellte Serviceboxen. die jeweils an einer Belichtungsseite angeordnet werden.P in Zürich [064].D. zu erschließen. . ohne Queren des kommunikativen Bereichs. die die Trennung der Individualbereiche von den kommunikativen Zonen ermöglichen.und Nachtnutzung zielt. kommunikativen Bereich erschlossen. Von einem zweiten Erschließungsbereich.

5 m² Individualräume 3 Orientierung II.Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Wohnfläche 110. Patio 139 .5 m² Außenraum 11.

Grundriss [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Wohnfläche 135.4 m² Individualräume 4 Orientierung IV 140 .1 m² Außenraum 22.

0 m² Außenraum 76.0 m² Individualräume 5 Orientierung III 141 .Zonierung [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 173.

0 m² Außenraum 14.D.P . Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Wohnfläche 119.7 m² Individualräume 3 Orientierung III 142 .Grundriss [064] A.

Im umgekehrten Fall wird über das Individualraumgeschoss die kommunikative Ebene erschlossen. von dem aus eine einläufige Treppe direkt in das Obergeschoss führt. Die Erlebbarkeit des mehrgeschossigen Wohnens geht bei dieser geschossweisen Zonierung allerdings häufig verloren. Das zweigeschossige Einfamilienhaus in Ennetmoos [065] von Ken Architekten ­ basiert auf einem kommunikativen Erschließungsgeschoss und einem darüberliegenden Individualraumgeschoss. Eine quer gestellte Treppe teilt das dreigeschossige Reihenhaus am Betzenberg [066] in zwei Grundrisszonen. nach Norden ausgerichtet. hat zumindest bei einer Dachnutzung den Nachteil. Obergeschoss sind sie zudem über eine Galerie verbunden. Dieses nimmt die Wohn-. liegt an deren Lage und dem verwendeten Treppentyp.Zonierung Vertikale Zonierung Bei mehrgeschossigen Wohnungen können die Funktionsbereiche auf verschiedene Geschosse verteilt werden. zwischen Erdgeschoss und 1. Die vertikale Verteilung der Bereiche kann dabei auf unterschiedlichen Lösungsansätzen basieren.beziehungsweise Wohnbereich.und Erschließungsbereich entkoppelt und bieten eine ungestörte Rückszugsmöglichkeit. Zwei Galeriesituationen im Obergeschoss verbinden die Geschosse visuell und akustisch. dass die private Außenraumfläche auf dem Dach nicht aus dem kommunikativen Bereich erschlossen wird.und Küchenfunktionen auf. in der sämtliche Individualräume.und Essfunktionen auf. Eine klassische Anordnung. das Gäste-WC sowie Abstell.und Ess. Küche und Sanitärbereich liegen. Hier muss im Entwurf besonderes Augenmerk auf der Anordnung der Treppe liegen. Dabei wird eine Raumschicht. Eine andere Möglichkeit lässt vertikale Raumverbindungen zu und erfordert dann jeweils zusätzlich eine horizontale Zonierung der Geschossebenen. Die zweigeschossige Wohnung in Baden [067] wird über ein kleines Entree erschlossen. 143 . Eingangsbereich. Nach Süden sind alle drei Geschosse kommunikativ und offen geplant. Zum einen können alle kommunikativen Funktionen auf einem Geschoss gebündelt und die Individualräume auf einem weiteren Geschoss angeordnet werden. bei der eine Wohnung über den kommunikativen Bereich erschlossen wird und in den darüberliegenden Geschossen die Individualräume angeordnet werden. Ob die Treppe als eindeutige Grenze oder als offenes. Im unteren Geschoss sind die beiden Individualräume durch zwei vorgeschaltete Sanitärbereiche vom Eingangs. Gleichzeitig zoniert die Servicebox den quadratischen Grundriss in Koch. Auch die Lage der einzelnen Funktionen im mehrgeschossigen Wohnungsbaustein gilt es zu prüfen. Koch. geschossverbindendes Element wahrgenommen wird. Eine eingestellte Box nimmt im Erdgeschoss die einläufige Treppe. um ein dauerhaftes Stören der Bewohner zu vermeiden.

5 m² Außenraum 0.Grundriss [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Wohnfläche 175.0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 144 .

3 m² Individualräume 1 Orientierung II 145 .Zonierung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Wohnfläche 200.0 m² Außenraum 34.

6 m² Individualräume 2 Orientierung II 146 .Grundriss [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Wohnfläche 140.1 m² Außenraum 25.

Wohnfunktionen 147 .

Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Shizuoka (JP) Dienende Bereiche [075] blauraum Architekten Bogenallee. Sydney (AU) Zusätzliche Bereiche [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Kawagoe (JP) Kommunikative Bereiche [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Mainz (DE) 150 155 159 163 148 . Individuelle Bereiche [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Zürich (CH) [080] 03 München Nackstraße.

Kommunizieren. Im Allgemeinen werden diese einzelnen Tätigkeiten unmittelbar mit einem speziell dafür gewidmeten Raum gleichgesetzt. individuelle und dienende Funktionsbereiche gliedern. Arbeiten. Spielen. Über die elementaren Wohnfunktionen hinaus gibt es eine Reihe von zusätzlichen Funktionen. Aufgrund dieser begrifflichen Vorbelastung erscheint es sinnvoll. sondern als wesentliche Wohnfunktion und Gestaltungselement entdeckt. so dass der Begriff zunehmend komplexer verstanden wird und nur noch reduziert als „Programm“ sämtliche Anforderungen an die Wohnung repräsentiert. Im Wesentlichen lassen sich die Funktionen in kommunikative. Möblierung. Schlafzimmer. die innerhalb einer Wohnung verrichtet werden. Die einzelnen Funktionen stehen nicht unvermittelt nebeneinander. die gewissermaßen als Rückgrat die einzelnen Funktionen miteinander verknüpft und deswegen gesondert betrachtet werden muss. jedoch ermöglicht die Wandlung des Wohnens zum Konsumprodukt die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Funktionsanforderungen und damit ein enormes Entwurfspotenzial. zum Beispiel Essen. die in den Wohngrundriss integriert werden und häufig den individuellen Charakter der Wohnung herausbilden. Selbst der Begriff des „Raumprogramms“ impliziert die Verknüpfung der einzelnen Funktionen mit dem spezialisierten Raum. der eine Teilmenge der einzelnen Funktionen im Freien abbildet und aufgrund seiner besonderen Bedeutung für den Wohnungsbau auch in einem eigenen Kapitel erörtert wird. Orientierung und vielem mehr in vordefinierten Konfigurationen fixieren. im Entwurfsprozess von einzelnen Funktionsbereichen statt Räumen zu sprechen. Eine weitere besondere Position in diesem Zusammenhang nimmt der private Außenraum ein. Im Zuge der veränderten Arbeitswelt finden zum Beispiel entsprechende Funktionsbereiche bei der Grundrisskonzeption verstärkt Berücksichtigung und besondere Hobbys werden nicht mehr nur im Kellergeschoss versteckt. die diese Räume hinsichtlich Größe. Reinigen. Die einzelnen funktionalen Wohnungsanforderungen sind dabei letztendlich immer gleich. wie zum Beispiel Küche. Eine Ausnahme bildet die Erschließung. Dies mag aus der Sicht des am Minimum orientierten Wohnungsbaus der Nachkriegszeit noch notwendig erscheinen. nur die unterschiedliche Gewichtung und Interpretation bildet das Spektrum für den individuellen Entwurf. sondern bilden logische Konfigurationseinheiten. Arbeitszimmer und so weiter. Über die Entwicklungsgeschichte des Wohnungsbaus haben sich dabei Konventionen entwickelt. 149 . Schlafen.Wohnfunktionen Einleitung Mit dem Begriff Wohnfunktionen sind letztendlich die einzelnen Tätigkeiten gemeint. Mindestabständen.

aus dem traditionellen Familienbild stammenden Raumkonfigurationen. Beim Projekt „Vier Gleichen“ [069] von Walter Stamm-Teske und AFF Architekten sind die Individualbereiche innerhalb des Einfamilienhauses ähnlich eines Schlafwagenabteils zugunsten der kommunikativen Flächen optimiert. meistens findet man ihn unter der Bezeichnung Elternschlafzimmer oder Kinderzimmer. dass der Anspruch an einen spezifisch ausgeprägten Individualbereich mit zunehmendem Alter steigt. Über einen eigenen Sanitärbereich ist jeder Bewohner relativ autark. Allgemein kann man behaupten. Jeder Bewohner des Hauses erhält eine gleichwertige Rückzugsmöglichkeit. 150 . Automatisch stellen sich damit die konventionellen Bilder und die damit verbundenen Raumkonfigurationen ein.und Spielflächen sind in den gemeinschaftlichen. Die räumliche Zuordnung der Individualräume zu den Sanitärräumen ist ein wesentliches Merkmal um die Privatheit innerhalb der Wohnung zu gewährleisten. Gerade in der Auseinandersetzung mit einem spezifischen Nutzer besteht das Risiko. Das Spektrum der konkreten Umsetzung reicht von der offenen Integration in den Grundriss bis zum fast unabhängigen Appartement (zum Beispiel Einliegerwohnung) innerhalb der Wohnung. Eine nachhaltige Betrachtung ermöglicht ganz andere Entwurfsansätze. Beim „Naked House“ [071] thematisiert Shigeru Ban die Individualräume in besonderer Weise. Je geringer die Bindung. Diese. desto größer fällt im Allgemeinen der private Rückzugsbereich aus. Bei kleineren Wohnungen wird die Privatsphäre des Individualbereichs häufig nur durch ein Möbel in Form eines Regals oder Schranks hergestellt wie zum Beispiel beim „Wohnhaus für Betagte“ [068] von Peter Zumthor.Grundriss Individuelle Bereiche Der Individualbereich wird selten so genannt. prägen bis heute die allermeisten Wohngrundrisse. Arbeits. indem diese als bewegliche Raumzellen frei in den kommunikativen Raum gestellt werden. kommunikativen Bereich ausgelagert. Längst haben sich jedoch die Lebensformen pluralisiert und auch innerhalb von Familien­ strukturen ist die gewohnte Raumkonfigu­ ration kritisch zu hinterfragen. eine Momentaufnahme seiner Lebenssituation als Grundrisskonfiguration zu fixieren. Gleiches gilt für den Grad der persönlichen Bindung der Bewohner untereinander. Beim Studentenwohnheim [070] von Fink + Jocher gruppieren sich vier gleichwertige und relativ große Individualräume um die mittlere kommunikative Zone.

0 m² Außenraum 7 .0 m² Individualräume 1 Orientierung II 151 .Wohnfunktionen [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Wohnfläche 47 .

Grundriss [069] Walter Stamm-Teske.0 m² Außenraum 109. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Wohnfläche 147 .0 m² Individualräume 5 Orientierung IV 152 .

Wohnfunktionen [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Wohnfläche 87 .2 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 153 .4 m² Außenraum 32.

5 m² Außenraum 34.Grundriss [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Wohnfläche 107 .2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 154 .

und Möblierungskonfigurationen hinterfragt. Um einen zentralen Wohnraum gruppieren sich alle weiteren Wohnfunktionen. Im Rahmen von Musterbauten für die Betonindustrie entstand der Wohnbau [072] von Adolf Krischanitz. Die privaten Wohnbereiche befinden sich im darüberliegenden Geschoss. dass das „Wohnen“ in Form einer Sitzgruppe und häufig einer Art Schrankwand mit den obligatorischen Medien (TV. selten werden die Raum. Bei der „Unité d’habitation“ in Marseille [073] inszeniert Le Corbusier den kommunikativen Wohnbereich als überhohen Raum über zwei Geschosse. Erneut bemerkt man den unterbewussten Einfluss der Wohntraditionen. Die Gestaltung der kommunikativen Bereiche ist häufig die zentrale Motivation der Entwurfsarbeit und charakterbildend für die Wohnung.Wohnfunktionen Kommunikative Bereiche Im Allgemeinen wird das „Wohnen“ oder das Wohnzimmer mit einer kommunikativen Funktion in Verbindung gebracht. so stellt man fest. Diese Wirkung wird insbesondere durch die spezielle Tragkonstruktion ermöglicht. Einige innovativere Ansätze setzen sich mit der Thematik der neuen Esskultur auseinander und stellen die Essund Kochsituationen stärker in den Mittelpunkt des Geschehens. Der kommunikative Bereich bildet gleichzeitig den öffentlicheren Teil der Wohnung. Die Integration der Funktion des „Kochens“ in diesen Bereich wird relativ unterschiedlich gehandhabt. In diesem Zusammenhang findet man auch oft die Funktion des Essens in Form einer größeren Tischgruppe. Reflektiert man die Einrichtungsstandards. offenen Raum. Andere Beispiele fokussieren die medialen Komponenten und richten dahingehend die Möblierung aus. Einer der Individualräume ist über eine Galerie mit dem Wohnraum verbunden. hier empfängt man Gäste. Hi-Fi-System) seine Entsprechung findet. Die Erschließung wird ebenfalls häufig zur räumlichen Erweiterung des Kommunikationsbereichs mit einbezogen. 155 . Es ist ein Beispiel für die explizite Thematisierung der kommunikativen Wohnfunktionen. das Spektrum reicht von der völligen Trennung bis zur zentralen Thematisierung. Das „Picture Window House“ von Shigeru Ban [074] bündelt sämtliche kommunikativen Funktionen zu einem großzügigen. hier repräsentiert sich die Wohnung.

1 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 156 .0 m² Außenraum 8.Grundriss [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Wohnfläche 97 .

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 157 .7 m² Außenraum 13.Wohnfunktionen [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Wohnfläche 95.

2 m² Außenraum 51.7 m² Individualräume 4 Orientierung Il 158 .Grundriss [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Wohnfläche 276.

Die Bereiche für das Abstellen und Lagern innerhalb einer Wohnung kommen häufig zu kurz. So besteht die Frage. Fahrräder und Getränkekisten nur schwer untergebracht werden können. Das Spektrum reicht von der kompakten Nasszelle bis zum goßzügigen Wellnessbereich. Das Kochen wird. auf jeder Ebene einen Sanitärbereich vorzufinden. Das Lagern von Nahrungsmitteln ist angesichts einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit sämtlicher Waren ein Relikt aus vergangenen Tagen. Es ist ein gutes Beispiel für eine typische Konfiguration aus vollwertigem Bad mit Dusche und Wanne sowie einem zusätzlichen WC. also das Reinigen und Lagern.Wohnfunktionen Dienende Bereiche Zu den dienenden Bereichen einer Wohnung zählen im Wesentlichen die Sanitärräume und Abstellbereiche. indem über die gesamte Wohnungstrennwand eine leistungsfähige Schrankschicht konzipiert wurde. Gerade in Mehrfamilienhäusern fehlt oftmals ein ausreichender Stauraum im Keller. 159 . zum Beispiel für Gäste. Ehemals als Abort häufig außerhalb der Wohnung platziert. ab welcher Nutzeranzahl ein weiteres WC. die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Dusche et cetera sinnvoll wird. die sogar eine Küchenzeile mit einschließt. Eine viel diskutierte Frage ist die notwendige Anzahl voneinander unabhängiger Sanitärbereiche. besteht häufig der Wunsch. Beim Hamburger Projekt [075] von blauraum Architekten wurde aus einem bestehenden Bürogebäude ein Wohnungsbau entwickelt. verstärkt dem kommunikativen Bereich zugeordnet. Bei Wohnungen. ist ein begehbarer Kleiderschrank längst Standard und gewinnt auch in Europa beim Grundrissentwurf an Bedeutung. Bei der Wohnanlage in Sydney [077] von Engelen und Moore wird die Abstell-Problematik thematisiert. so dass Kinderwagen. wie zum Beispiel beim Projekt [076] von Atelier 5. Damit wird eine unabhängige Nutzung der Etagen bis hin zur Nutzung als Einliegerwohnung ermöglicht. wie im vorangegangenen Kapitel bereits erwähnt. wie zum Beispiel den USA. wandelt sich dieser Bereich unter dem Einfluss eines zunehmenden Körperbewusstseins zu einer wichtigen Funktion. Der Umgang mit dem Sanitärbereich hat sich in der historischen Entwicklung des Wohnungsbaus wesentlich verändert. In vielen Ländern.

7 m² Außenraum 10.6 m² Individualräume 3 Orientierung Il 160 .Grundriss [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Wohnfläche 105.

Wohnfunktionen [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Wohnfläche 121.1 m² Individualräume 4 Orientierung Il 161 .6 m² Außenraum 25.

2 m² Außenraum 8.3 m² Individualräume 2 Orientierung Il 162 .Grundriss [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Wohnfläche 107 .

multifunktionaler Raum gewünscht. der vollständig dem Eingangsbereich zugeordnet ist. Häufiger wird jedoch ein zusätzlicher. die in den Wohngrundriss mit eingebunden werden können. aber im gleichen Gebäude. Hobbys. Beim Projekt von Max Dudler [079] wurde aus der Reihe der Individualräume ein weiterer Raum entwickelt. Zahlreiche zusätzliche Nutzungen vom unabhängigen Büro über die Unterbringung einer nahestehenden und gegebenenfalls pflegebedürftigen Person bis hin zu einer professionellen Pflegekraft sind vorstellbar. so dass aufgrund der Lage im Erdgeschoss Kundenverkehr gut möglich ist. dass sie beispielsweise wie bei einem Atelierhaus den gesamten Wohnungsentwurf prägen und die grundlegenden Wohnfunktionen in den Hintergrund treten lassen. da die Anforderungen an die räumlichen Dimensionen eines Arbeitsraums im Allgemeinen vergleichbar mit denen eines Individualraums sind und daher einer gleichwertigen Ausprägung wenig im Wege steht. Durch die veränderte Arbeitswelt und eine vollständige Vernetzung ist beispielsweise ein Heimarbeitsplatz eine häufige Option. werden verstärkt flexible Konzepte entwickelt. Diese zusätzlichen Funktionen können von so zentraler Rolle für den Entwurf sein. Beim Maisonette-Grundriss des Büros 03 München [080] steht die zusätzliche Wohnfunktion immer noch im Zusammenhang mit der übrigen Wohnung. wird jedoch vollständig getrennt erschlossen. Die Privatheit der übrigen Wohnung bleibt gewährleistet. Auch das Thema der Nutzungsneutralität spielt hier eine Rolle. Ähnliches gilt auch für den Freizeitbereich. Hier wäre beispielsweise eine Büronutzung mit gelegentlichem Kundenverkehr vorstellbar. bei denen zusätzliche Räume losgelöst von der Wohnung. Beim Wohngrundriss von Rapp + Rapp [078] wurde der Wohnung ein vollständiger Einliegerbereich zugeordnet. temporär genutzt werden können. ehemals in Kellerräumen provisorisch betrieben. der vielfältige Funktionen vom Gästezimmer bis zum Arbeitsraum erfüllen kann.Wohnfunktionen Zusätzliche Bereiche Neben den klassischen Wohnfunktionen gibt es verschiedene zusätzliche Funktionen. werden immer professioneller ausgelebt und entwickeln sich teilweise bis zur gewerblichen Nutzung. Gerade bei möglichem Kundenverkehr ist dabei die separate oder zumindest von der übrigen Wohnung weitestgehend ungestörte Erschließung eine wesentliche Anforderung. 163 . Da die unmittelbare Verbindung von Arbeitswelt und privater Welt häufig als problematisch eingestuft wird.

Grundriss [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Wohnfläche 102.0 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 164 .0 m² Außenraum 0.

2 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 165 .5 m² Außenraum 9.Wohnfunktionen [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Wohnfläche 96.

Grundriss [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Wohnfläche 82.2 m² Außenraum 31.6 m² Individualräume 2 Orientierung I 166 .

Erschließung 167 .

Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Horizontale Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg. Zürich (CH) Vertikale Erschließung [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Köln (DE) 170 175 168 .

Funktional findet hier im Wesentlichen ein Wechsel von Kleidung und das Abstellen verschiedenster Utensilien bis hin zum Kinderwagen oder Fahrrad statt. Erschließungssysteme können unterschiedlich präsent sein und damit zum Beispiel die privateren und öffentlicheren Wohnbereiche kennzeichnen. Bei keiner anderen Grundrisskomponente wird das eingangs erwähnte Bild des Grundrisses als oszillierendes Gefäß deutlicher. beginnend bei der optimierten monofunktionalen Widmung über die Erweiterung zu selbstständigen Aufenthaltsbereichen bis hin zur grundriss­ prägenden Inszenierung wie man dies zum Beispiel bei den Enfiladen gründerzeitlicher Grundrisse erleben kann. Die Wahl der Erschließungstypologie und auch deren Änderung im Entwurfsprozess haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Grundrisskonzeption. An dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Privatheit „der Adresse“ ist es wesentlich. Grundsätzlich wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Erschließung unterschieden. Dies ist für die Funktionsverteilung von besonderer Bedeutung. Die Klarheit einer Grundrissgliederung kann betont oder bewusst komplex angelegt werden. wodurch die Bewegungsabläufe innerhalb des Grundrisses vervielfacht werden.Erschließung Einleitung Mit Erschließung wird die interne Verknüpfung der einzelnen Funktionsbereiche einer Wohnung bezeichnet. Die räumliche Ausprägung der Erschließung öffnet ein Spektrum unterschiedlicher Gestaltungsansätze. Erschließungsräume können automatisch in bestimmte Richtungen weisen oder diese versperren. Gerade im städtischen Kontext ist die sorgfältige Gestaltung dieser Pufferzone von besonderer Bedeutung. Die Erschließungsthematik beinhaltet auch die Eingangssituation der Wohnung. Das Erschließungssystem bildet gewissermaßen das Skelett oder Gefäßsystem des Wohngrundrisses.und einen Endpunkt. Bei der Konzeption der Erschließung können unterschiedlichste Strategien verfolgt werden. über die repräsentativen und funktionalen Anforderungen nachzudenken. 169 . Ebenso besteht jedoch die Option der mehrfachen Erschließung. Im Allgemeinen definieren Erschließungssysteme innerhalb einer Wohnung einen Anfangs.

Ein Prinzip. Die Erschließung definiert die Wegeführung durch die Wohnung. Statt dessen wurde die Erschließung häufig auf einen knapp dimensionierten Flur reduziert. desto ausgeprägter die Erschließungsthematik. Entlang des gut belichteten Flurs reihen sich die Individualräume und münden in den großzügigen kommunikativen Bereich. Bei Wohnungen mit geringer Nutzeranzahl kann eine punktuelle beziehungsweise in die kommunikativen Wohnfunktionen integrierte Erschließung sinnvoll und ökonomisch sein.Grundriss Horizontale Erschließung Die horizontale Erschließung ist fester Bestandteil jeder Wohnung. der unter enormem wirtschaftlichem Druck stattfand. Beim Wohnhaus in der Forsterstraße in Zürich [084] von Christian Kerez wird das Thema der Erschließung in besonderer Weise inszeniert. Je höher die Anzahl der zu erschließenden Funktionsbereiche oder Räume. Im Zuge des Massenwohnungsbaus der Nachkriegszeit. Bei Wohnungen mit mehreren Bewohnern und damit unterschiedlichen Bedürfnissen gilt es darauf zu achten. der durch einen ebenso großzügigen Balkon ergänzt wird. Der kommunikative Zentralraum dient gleichzeitig als Verteiler. 170 . In der historischen Entwicklung ist vor allen Dingen die Diele als Erschließungselement im Wohnungsbau wiederzufinden. dass die Erschließung der privateren Wohnbereiche (Individualräume) auch möglich ist. das aufgrund der dadurch entstehenden Störungen jedoch nur für eine geringe Nutzeranzahl sinnvoll erscheint. Diese Widmung eines eigenständigen und wichtigen Raumes weist auf die repräsentative Bedeutung hin. Untergeordnete Nebenflure ermöglichen eine unabhängige Erschließung der Individualbereiche. Die Diele bietet gleichzeitig ausreichend Abstellmöglichkeiten. die den klassischen Flurtyp repräsentieren. Bei der Wohnsiedlung in Riehen realisierte Michael Alder unter anderem langgestreckte Geschosswohnungen [081]. ist dieser repräsentative Charakter in den Hintergrund getreten. Eine ungestörte Zuwegung der kommunikativen und individuellen Wohnbereiche ist gewährleistet. ohne die kommunikativen Wohnbereiche zu durchqueren. Bei den Stadtvillen von Kollhoff & Timmermann [082] im Malchower Weg in Berlin wurde das klassische Thema der Diele als Erschließungsform wieder aufgegriffen. Die Erschließung der einzelnen Wohnbereiche erfolgt unmittelbar über die anderen Wohnfunktionen. Bei Alvar Aaltos Projekt für die IBA ‘57 in Berlin [083] wird die Erschließung zum eigentlichen Thema der Wohnung. kann jedoch in unterschiedlicher Form ausgeprägt sein. Ähnlich wie bei vielen Entwürfen von Mies van der Rohe wird der offene Grundriss lediglich durch Wandscheiben gegliedert.

5 m² Außenraum 18.7 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 171 .Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 112.

6 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 172 .6 m² Außenraum 6.Grundriss [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Wohnfläche 67 .

Erschließung [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Wohnfläche 83.0 m² Individualräume 3 Orientierung Il 173 .8 m² Außenraum 10.

Grundriss [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Wohnfläche 186.9 m² Individualräume 3 Orientierung IV 174 .0 m² Außenraum 113.

wie zum Beispiel beim Projekt [088] von Rijnvos Voorwinde Architecten. Am häufigsten ist eine zentrale Lage im geringer belichteten Teil der Wohnung. Die Kombination verschiedener Treppentypologien in einem Grundriss führt häufig zu einem enormen Flächenverbrauch und ist nur unter bewusster Verwendung sinnvoll. Bei einer Split-Level-Erschließung werden die Wohngeschosse räumlich stärker miteinander verbunden. Gestalterisch bieten sich zwei Strategien an: Die erste versucht die Treppe als Bestandteil der Gebäudestruktur zu betrachten. Eine Ausnahme bilden nord -süd-orientierte Grundrisse. die entweder zur Inszenierung des Themas oder aus Gründen der Barrierefreiheit Berücksichtigung findet. bei denen die Nordseite häufig relativ geschlossen ausgeführt wird. Zwei grundsätzliche Dispositionen der Treppe im Grundriss sind möglich. Die dreiläufige Treppe bei den Doppelwohnhäusern von dmsw [087] spannt die Mittelzone zur Diele auf und wird durch ein Oberlicht zusätzlich in Szene gesetzt. wird jedoch im Zusammenhang mit der Renaissance der städtischen Reihenhäuser und damit der Vielgeschossigkeit von Wohnungen wieder diskutiert. Eine effiziente Erschließung kann über eine Kaskadentreppe ereicht werden. Die Erschließung über wohnungsinterne Aufzüge ist relativ selten zu finden. zweiläufigen und dreiläufigen Treppen differenzieren. Bei der Staffelung der Wohnung in Form zueinander versetzter Ebenen (SplitLevel) wird die Integration der Treppe im Raum besonders deutlich. dem Antritt und dem Austritt. Neben der Lage im Grundriss entscheidet vor allem die Geometrie der Treppe über ihre Bedeutung im Grundriss. Die Gebäudebreite ergibt sich aus der Lauflänge. Eine Ausnahme bildet die Erschließung über Rampen. möbelartig in den Grundriss eingestellten Objekt. Die Treppe wird wie beim Projekt [089] zum räumlichen Bestandteil. Neben verschiedenen freien Formen kann man grundsätzlich zwischen einläufigen. Im Allgemeinen werden die einzelnen Ebenen über eine Treppe miteinander verbunden.Erschließung Vertikale Erschließung Die vertikale Erschließung dient der Verbindung mehrerer Wohnebenen und kann verschieden ausgeprägt sein. Die zweiläufige Treppe eignet sich dahingegen für kompakte und schmale Grundrisse in besonderer Weise wie beim Projekt [086]. seltener ist die Positionierung an den Außenwänden. die zweite erklärt die Treppe zum eigenständigen. 175 . Unabhängig von der Geometrie kann die Treppe in die Wohnfunktionen integriert sein oder als davon unabhängiges Element gestaltet werden. Beim Reihenhausprojekt in Darmstadt [085] wird das dreigeschossige Gebäude durch eine quergestellte Treppe erschlossen.

Grundriss [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Wohnfläche 122.0 m² Außenraum 29.5 m² Individualräume 4 Orientierung Il 176 .

81 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 177 .Erschließung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Wohnfläche 124.1 m² Außenraum 8.

1 m² Individualräume 5 Orientierung Ill 178 .Grundriss [087] dmsw Architekten Albertinenstraße Berlin (DE) Wohnfläche 154.9 m² Außenraum 53.

Erschließung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Wohnfläche 85.8 m² Individualräume 3 Orientierung II 179 .4 m² Außenraum 5.

Grundriss [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Wohnfläche 220.0 m² Außenraum 67 .0 m² Individualräume 4 Orientierung Il 180 .

Privater Außenraum 181 .

Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße. Schedler Architekten Kanzleistraße. Extrovertierter Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Zürich (CH) Introvertierter Außenraum [094] Roland Rainer Mittelpromenade. La Roche. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Osaka (JP) 184 189 182 . Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße.

Aus der Feststellung. Historisch betrachtet entwickelte sich die Thematik aus einer städtebaulichen Grundsatzdiskussion über das richtige Verhältnis von Landschaft zur Stadt. 183 . Damit entwickelt sich die eigentlich zusätzliche Funktion zu einer der zentralen Fragen des Wohnungsbaus. wenn sowohl im Bestand als auch im Neubau ein qualitätsvolles Angebot an privatem Außenraum zur Verfügung gestellt wird. die Aspekte von beiden Kategorien beinhaltet. Wie häufig gibt es dabei eine Schnittmenge. die in der Gartenstadtbewegung oder den städtebaulichen Visionen Le Corbusiers mit punktuellen Verdichtungen innerhalb großzügiger Parkanlagen ihren Ausdruck fanden. So schienen für viele zunächst nur die suburbanen Agglomerationen von Einfamilienhäusern den Bedarf nach ausreichend Außenraum zu befriedigen. hat sich der private Außenraum heute zu einer reinen zusätzlichen Wohnfunktion entwickelt. 4000 m²) zur Selbstversorgung zur Verfügung stehen sollte. Durch die vielerorts extrem schlechte städtebauliche Planung dieser Gebiete wurde jedoch selten die notwendige Privatheit erreicht. Eine grundsätzliche Kategorisierung soll über den Nutzungscharakter in extrovertierte und introvertierte Außenräume erfolgen.Privater Außenraum Einleitung Die Entwicklung des Wohnungsbaus ist eng verknüpft mit der Frage nach dem notwendigen Maß des umgebenden Außenraums. zumal er einen wesentlichen Einfluss auf die plastische Erscheinung des Gesamtgebäudes hat. Dies ist jedoch nur möglich. lässt sich die These aufstellen. Diese Aussage gilt auch für Außenräume. städtebauliche Dimension und zum anderen um den privaten Außenraum als unmittelbaren Bestandteil der Wohnung. dass ein Wohnungsbauentwurf ohne die Berücksichtigung dieser Thematik durchaus als unbrauchbar eingestuft werden muss. bei denen eine vernünftige Möblierbarkeit nicht gewährleistet ist. Während bei der Gartenstadt noch die Nutzung des Gartens zur Selbstversorgung im Vordergrund stand. Dabei geht es zum einen um die großmaßstäbliche. so dass gekoppelt mit anderen positiven Faktoren die urbanen Standorte derzeit eine Renaissance erfahren. So plädierte beispielsweise Frank Lloyd Wright in seinem Buch „Broadacre City“ für eine offene Besiedelung der USA. dass auch bei der Sanierung des Gebäudebestands die Ergänzung beziehungsweise Erweiterung des privaten Außenraums eine wesentliche Aufgabenstellung ist. um eine weitere Vermietbarkeit zu gewährleisten. So wird auch im Entwurf der private Außenraum zu einem der zentralen Entwurfsgeneratoren. Die Vernachlässigung der Stadt als Wohnstandort in den letzten Jahrzehnten steht in engem Zusammenhang mit dem Angebot an qualitätsvollem privaten Außenraum. Die gegenteilige Situation im Berlin der Gründerzeit mit Wohnblockstrukturen in extremer Dichte führte zu Reformansätzen. bei der jedem Wohngebäude eine Fläche von einem „acre“ (ca.

In den häufigsten Fällen orientieren sich die privaten Außenräume zur ruhigeren Innenseite und wenden sich damit von der Stadt ab. Hier wurde eine großzügige Terrasse der Wohnung als Eingangssituation vorgelagert. Die geringe Tiefe der Balkon­­ schicht wird durch eine niveaugleiche Ebene im Inneren kompensiert. Der private Außenraum entwickelt sich entsprechend über die gesamte Gebäudebreite. die ähnliche Qualitäten wie Gartenterrassen aufweisen und durch die Entdeckung des Flachdachs als nutzbare Fläche insbesondere durch Le Corbusier gefördert wurden. Eine besondere Form von privatem Außenraum wurde bei dem Züricher Projekt in der Sihlamtstraße [093] realisiert. Beispiele. Bei dem Projekt im Kapellenweg von Baumschlager Eberle [090] wurde der private Außenraum als Loggia an der Gebäudeecke platziert. Dies entsteht aus dem unmittelbaren Bedarf nach einer optimalen Besonnung. Zentrales Thema beim extrovertierten Außenraum ist jedoch die Gewährleistung einer maximalen. Der aus dem Einfamilienhaus abgeleitete unmittelbare Bezug zum Garten und seine meist als Terrasse ausgeprägte bauliche Erscheinung ist gewissermaßen der Urtyp des privaten Außenraums.Grundriss Extrovertierter Außenraum In unseren Breiten wird der private Außenraum in den häufigsten Fällen extrovertiert angeordnet. Dabei ist in erster Linie nicht die Himmelsrichtung. Das turmartige Gebäude in der Kanzleistraße in Zürich [092] wird durch eine besondere Wohnung im Dachgeschoss abgeschlossen. vernachlässigen diesen Aspekt häufig. Das Fassadenthema wird zugunsten eines einheitlichen Erscheinungsbilds weitergeführt. Aus der Typologie des Geschosswohnungsbaus bildet sich eine weitere Gruppe von Außenräumen. Die Privatheit wird durch das dazwischenliegende Treppenhaus gewährleistet. die als Balkone und Loggien in unterschiedlichsten Formen ausgeprägt sind. Zwei großzügige Dachterrassen jeweils zur Stadt und zur Blockinnenseite werden zum gestaltprägenden Merkmal des Grundrisses. 184 . Die letzte Gruppe bilden die Dachterrassen. die das Element des Außenraums ausschließlich bauplastisch einsetzen. sondern das Verhältnis zum öffentlichen Raum gemeint. der Wohnung entsprechenden Privatheit. Die Dimension der Loggia entwickelt sich klar aus der Grundrissstruktur. Beim Wohnhaus in der Choriner Straße in Berlin von Popp Planungen [091] wurden die beiden Belichtungsseiten vollständig verglast. Neben dieser baulichen Ausprägung spielt im städtischen Kontext die Orientierung eine weitere Rolle. Grundsätzlich stehen drei Typen von privaten Außenräumen zur Verfügung.

6 m² Außenraum 8.0 m² Individualräume 2 Orientierung II 185 .Privater Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Wohnfläche 80.

4 m² Außenraum 16.5 m² Individualräume 1 Orientierung Il 186 .Grundriss [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Wohnfläche 74.

Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Wohnfläche 90.Privater Außenraum [092] Hauenstein.2 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 187 . La Roche.6 m² Außenraum 36.

7 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 188 .9 m² Außenraum 38.Grundriss [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Wohnfläche 96.

189 . Auch bei dem Großsiedlungsprojekt in Puchenau [094] findet das Prinzip Verwendung. Eine bis auf den Eingang fensterlose Fassade präsentiert sich zur Stadt. die innerhalb der Wohnung oder des Gebäudes integriert sind. Dabei wird der private Außenraum gleichzeitig als Erschließung genutzt. Diese radikale Haltung ist das Resultat aus der extremen Dichte der Stadt und wird als bewusster Kontrast eingesetzt. Nur wenige Belüftungsfenster richten sich nach außen. bezeichnet man als introvertierte Außenräume. wie beispielsweise bei Hof. der die einseitige Orientierung des Gebäudes und die damit schwierigen Belichtungsvrhältnisse kompensieren sollte.Privater Außenraum Introvertierter Außenraum Private Außenräume. Josep Lluis Mateo entwickelte für sein Amsterdamer Projekt [095] einen zweigeschossigen Patio. wo nicht die unmittelbare Besonnung im Vordergrund steht. Großzügige Glasflächen öffnen sich um den Innenhof. Viele der Siedlungsentwürfe von Roland Rainer setzten sich mit dem Thema der absoluten Privatheit durch einen introvertierten Außenraum auseinander. Eine extreme Haltung zur Stadt entwickelte Tadao Ando bei seinem städtischen Reihenhaus in Osaka [096]. Diese Ausprägung ist vor allen Dingen im Mittelmeerraum vorzufinden. Gerade in städtischen Ballungsräumen mit hoher Dichte und entsprechenden Emissionen kann die extrovertierte Disposition unbefriedigend sein und eine introvertierte Konzeption eine spannungsvolle Alternative für die Entwurfskonzeption darstellen. sondern der private Außenraum als verschatteter Bereich auch zur Klimatisierung und Belüftung beitragen soll. Die meist L - förmige Anordnung der Gebäude bildet dabei automatisch den Außenraum aus. das heißt die einzelnen Räume können nur über diesen offenen Zwischenraum betreten werden. Sämtliche Öffnungen orientieren sich zum Innenhof. um das darunterliegende kommunikative Geschoss ausreichend zu belichten. In unseren Breiten resultiert die Introvertiertheit aus dem Wunsch nach der vollständigen Privatheit des Außenraums.und Atriumhäusern oder Patiowohnungen. Bei höheren Gebäuden ist diese Art von Außenraum nur im Dachgeschoss beziehungsweise bei Maisonettewohnungen maximal in den beiden obersten Geschossen sinnvoll. Als Bodenbelag des Patios verwendete er Glasbausteine. Bei städtebaulichen Konzeptionen mit hoher Dichte und niedriger Geschossigkeit hat dieser Typ von Außenraum eine hohe Verbreitung.

4 m² Individualräume 4 Orientierung I. Innenhof 190 .Grundriss [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Wohnfläche 135.0 m² Außenraum 50.

7 m² Individualräume 3 Orientierung I.7 m² Außenraum 43.Privater Außenraum [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Wohnfläche 128. Patio 191 .

Grundriss [096] Tadao Ando Osaka Bay Street Osaka (JP) Wohnfläche 68.7 m² Individualräume 2 Orientierung Patio 192 .5 m² Außenraum 15.

Konstruktion 193 .

Baukonstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Nimes (FR) 196 200 194 . Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Münsingen (CH) Gebäudetechnik [100] Helmut Wimmer Kanalstraße.

Eine davon unabhängige Planung ist prinzipiell möglich. Neben der konzeptionellen Optimierung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den zu verwendenden Bausystemen und Baustoffen unumgänglich. Dies führt trotz prinzipieller Machbarkeit jedoch im Allgemeinen zu äußerst unwirtschaftlichen Ergebnissen. Die sorgfältige Analyse der einzelnen Anforderungen ist daher die Grundlage für die Entwicklung von Koordinationsschemata. und andere. Vieles ist grundsätzlich machbar. wenn nicht sogar der wesentliche. einen enormen Kostenanteil am Gesamtprojekt ausmacht. wie zum Beispiel die wirtschaftliche Anordnung der PKW-Stellplätze. ist der materialgerechte Entwurf.und Kostenaufwand. jedoch wird schnell die Abhängigkeit zum Grundriss klar. die eine gewisse Flexibilität aufweisen. dass auf den ersten Blick auch eine konstruktiv unabhängige. die die technischen und konstruktiven Anforderungen möglichst synergetisch zu einem optimierten Gebäudeentwurf führen. die im Wohnungsbau für das Konstruktionssystem maßgebend sind. Dabei gibt es Parameter. also der Rohbau. da gerade die Gebäudestruktur. andererseits jedoch eigene konstruktive Abhängigkeiten produzieren. aber die logischen Abhängigkeiten und Möglichkeiten des jeweiligen Materials zu nutzen. Zunächst könnte man davon ausgehen. Beispiel hierfür sind eine Vielzahl von Fertigteilen und Baustoffen mit eigenen Maßabhängigkeiten oder sogar eigenen Modulordnungen wie zum Beispiel beim Mauerwerk. wie zum Beispiel die Raumdimensionen innerhalb der Wohnung. Ein weiterer Anspruch. soll anhand von konstruktiven beziehungsweise gebäudetechnisch optimierten Grundrissen dargestellt werden. die nur geringe Toleranzen gestatten. Gerade in größeren. auf die einzelnen Nutzungsbereiche optimierte Planung möglich erscheint und die Notwendigkeit zur Koordinierung der einzelnen maßlichen Anforderungen in den Hintergrund tritt. dass dieser Parameter aus den Überlegungen für das Gesamtgebäude und weniger aus der einzelnen Wohnung resultiert. so gibt es doch eine Vielzahl von Abhängigkeiten. hybriden Gebäuden mit vielfältigen Wohnungstypen.Konstruktion Einleitung Die konstruktive und gebäudetechnische Logik eines Wohnungsentwurfs ist ein wesentlicher Aspekt. erscheint als wichtige Voraussetzung für den gelungenen Entwurf. Die Baustoffqualitäten und Konstruktionsweisen sind heutzutage so weit entwickelt. führt jedoch zu einer unwirtschaftlichen Ausnutzung des Materials und hohem Anpassungsund damit Zeit. zusätzlicher gewerblicher Nutzung und einer Tiefgarage wird dieser Aspekt deutlich. Am Markt existieren zahlreiche Produkte. Dass die Entwurfskonzeption maßgeblich von diesen Parametern beinflusst werden kann. 195 . die einerseits den geforderten Standards genügen. Auch wenn im Wohnungsbau die Rasterfrage keine so große Rolle spielt wie bei der Entwicklung von Bürogebäuden.

so dass die Lastabtragung meist entlang der unbelichteten Wohnungstrennwände erfolgt. Bei Betonkonstruktionen besteht über mögliche komplexe Bewehrungsstrukturen eine geringere Einschränkung. Der Grundriss reagiert teilweise auf das Stützenraster und spielt sich gleichzeitig in anderen Bereichen bewusst frei. um wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Bei dem Wohnhaus Schärer [099] wurde das Stahlbausystem „Mini“ verwendet. Trotz eines quadratischen Baukörpers folgen die tragenden Wände ausschließlich einer Richtung. Aus konstruktiver Sicht sollten eventuelle Treppen der Tragrichtung folgen. Die Tragrichtung der Decke ist bei additiven Bauweisen. Fritz Haller. Das Projekt [098] von Diener & Diener basiert konstruktiv auf der typischen holländischen Tunnelschalbauweise und erhebt diese gleichzeitig zum Thema des Entwurfs. wie zum Beispiel dem Holzbau. 196 . Städtische Gebäude weisen häufig eine zweiseitige Orientierung auf.Grundriss Baukonstruktion Einer der wichtigsten baukonstruktiven Parameter ist die wirtschaftliche Dimensionierung der Deckenkonstruktion. Die Fassade trägt zunächst nur sich selbst beziehungsweise wird zur Aussteifung des Gebäudes herangezogen und kann nach Belichtungs. oder Fertigteilkonstruktionen in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Parameter. Weitgehend unabhängig von der gewählten Bauweise liegen die wirtschaftlichen Spannweiten bei circa 6 m. bei denen er die Möglichkeiten seines „plan libre“-Konzepts untersucht. Über vorgefertigte Tunnelschalungselemente sind dort Raumbreite und Höhe weitgehend vorbestimmt und schränken damit den entwerferischen Handlungsspielraum deutlich ein.und Gestaltungszwecken frei entworfen werden. Die Grundkonstruktion des Gebäudes besteht aus einem Skelettbau. Klare. Der Entwurf der nichttragenden Bauteile ist unter Berücksichtigung der Qualitätsstandards (insbesondere Schallschutz) weitgehend frei. Die Immeuble Clarté in Genf von Le Corbusier [097] ist eines von vielen Projekten. Dieses Prinzip hat sich zum Beispiel im holländischen Wohnungsbau als Standard etabliert. versuchte in unterschiedlichsten Gebäudedimensionen konstruktiv vollständig durchentwickelte Bausysteme zu etablieren. Dies hat unmittelbaren Ein­ fluss auf die Grundrissgestaltung. Die Grundrissgestaltung ordnet sich diesem Prinzip unter. vor allen Dingen bekannt durch sein Regalsystem USM. koordinierende Rasterstrukturen definieren die mögliche Lage der raumteilenden Elemente.

Konstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Wohnfläche 197 .3 m² Individualräume 3 Orientierung II 197 .6 m² Außenraum 19.

Grundriss [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Wohnfläche 102.0 m² Außenraum 10.0 m² Individualräume 2 Orientierung Il 198 .

4 m² Außenraum 56.Konstruktion [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Wohnfläche 173.2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 199 .

im darüberliegenden Geschoss hingegen ein „konventioneller“ Grundriss mit außenliegendem Bad entwickelt. insbesondere die Lage der vertikalen Schächte.und entsorgen zu können. aber nur wenige Lösungen ökonomisch und technisch sinnvoll sind. Beim Wohnhaus von Helmut Wimmer [100] wird die Gebäudetechnik auf einen zentralen Kern konzentriert. Für den qualitativen Entwurf ist es wesentlich. Die größten Querschnitte nehmen dabei luftführende Bauteile ein. dass ohne erkennbaren Grund von diesem Prinzip abgewichen wird und Sonderlösungen gefunden werden müssen. Abwasser und Strom sind auf den Kernbereich konzentriert. die gerade im Zuge der energetischen Optimierung von Gebäuden zunehmend eingesetzt werden. Die Positionierung der Gebäudetechnik ist dabei nicht nur für den ursprünglichen Grundrissentwurf interessant. um unterschiedliche Grundrisskonfigurationen zuzulassen und über den gleichen Schacht ver. wobei auch hier ökonomische Lösungen vorzuziehen sind.Grundriss Gebäudetechnik Selbst der absolute Laie weiß. Ähnlich der Konstruktion gilt. Die Elektroversorgung nimmt aufgrund der geringen Querschnitte nur wenig Einfluss auf die Grundrissgestaltung. Im dargestellten Grundriss wird auf der Erdgeschossebene eine Box platziert. die Räume mit besonderen Anforderungen an die Gebäudetechnik sowohl in der Vertikalen als auch Horizontalen zu bündeln und über einen gemeinsamen Schacht die Ver. Die nächste Kategorie bilden die Bauteile zur Abwasserentsorgung. desto sorgfältiger sollte die Abhängigkeit zu anderen Räumen und Bereichen im Grundriss studiert werden. Sämtliche Medien wie Wasser. die gebäudetechnischen Lösungsansätze. Einen wesentlichen Ansatzpunkt zum Umgang mit der Gebäudetechnik im Entwurfsprozess liefert die Vergegenwärtigung der Dimensionen der einzelnen Medien. 200 . Beim sozialen Wohnungsbau von Jean Nouvel [101] wurde die Lage des Schachts für die Haustechnik präzise gesetzt. dass es sinnvoll ist. Die Praxis zeigt jedoch. Je größer die gebäudetechnischen Bauteile sind.und Entsorgung zu gewährleisten. Die umgebenden Räume beinhalten keine weitere technische Ausstattung. gefolgt von der Wasserversorgung. dass vieles machbar. frühzeitig zu betrachten und zu integrieren. sondern sollte perspektivisch veränderten Nutzungsbedürfnissen Rechnung tragen beziehungsweise bei größeren Wohngebäuden eine Grundrissvielfalt ermöglichen.

2 m² Außenraum 15.Konstruktion [100] Helmut Wimmar Kanalstraße Wien (AT) Wohnfläche 90.4 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 201 .

0 m² Außenraum 11.Grundriss [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Wohnfläche 108.5 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 202 .

Projekte .

.

der Konfiguration des Gebäudes. Die umgekehrte und als „klassisch“ zu bezeichnende Methodik der Annäherung im Entwurfsprozess über den städtebaulichen Maßstab bis hin zum Detail erscheint uns aus der praktischen Lehrerfahrung gerade bei wenig geübten Entwerfern für die Entwicklung qualitätsvoller Wohnungsbauarchitektur weniger geeignet. zum Beispiel bei Einfamilienhäusern. Unmittelbar mit dieser Frage verknüpft ist die Erschließungsform des Gebäudes. Die dunkle Gebäudemarkierung gibt den gewählten Grundrissausschnitt im Maßstab 1:500 an. Entsprechend der Reihenfolge ihres Erscheinens im Kapitel „Grundriss“ werden in diesem Kapitel die Grundrisse in ihren Gesamtzusammenhang gestellt.Einleitung Die Überführung der aus der Grundrissarbeit gewonnen Erkenntnisse in die Komplexität des Gesamtprojekts ist eine der wesentlichen Hürden im Entwurfsprozess. nachträglich adäquate Grundrisse einzufügen. die helle Markierung kennzeichnet das Gesamtprojekt. Die seitliche Spalte gibt Aufschluss über die wichtigsten Projektkenndaten und wurde um eine städtebauliche. ohne die ursprüngliche Idee zu gefährden. Die beigefügten Schnitte sind als Systemschnitt zu verstehen. Im Sinne eines „Packschemas“ kann die räumliche Anordnung der einzelnen Wohneinheiten nachvollzogen werden. die mit dem Gebäude identisch sind. Aus dem Ansatz.000 ergänzt. bei der es ähnlich wie beim Altbau gilt. Auch hier liefert dieses Kapitel einen reichhaltigen Fundus an Beispielen. die eine Beurteilung der Effizienz der einzelnen Systeme zulässt. Dargestellt ist jeweils das Eingangsgeschoss der betrachteten Wohnungen. 205 . Sämtliche 101 Projekte wurden zeichnerisch in Grundriss und Schnitt im Maßstab 1:500 nach einheitlichen grafischen Standards neu aufgearbeitet. Aus dem beschriebenen „klassischen“ Ansatz kann dieses Kapitel jedoch ebenfalls betrachtet werden und katalogartig das Spektrum städtebaulicher Lösungen aufzeigen. genordete Vignette im Maßstab 1:10. liefert dieses Kapitel erste Informationen für den Folgeschritt. wurde auf diese Markierung verzichtet. die farbig markiert wurden. Häufig sieht der Studierende sich dann mit der gefundenen Bauform mit einer Situation konfrontiert. Der angegebene Erschließungstyp bezieht sich auf die betrachtete Wohnung. Bei Grundrisskonfigurationen. das Gebäude aus der Perspektive der Wohnung zu entwerfen. Eine parallele Entwicklung beider Entwurfsstrategien würde bei entsprechender Erfahrung und Zeit den größten Erfolg versprechen. die eine Vorstellung von der baulichen Dichte des Kontexts liefern soll. Die entwickelte Grundrisskonzeption muss den zahlreichen weiteren Einflussgrößen angepasst werden. Dieser letzte Buchteil versucht eine Brücke zwischen beiden Ansätzen zu schlagen.

Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Berlin (DE) [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. München (DE) [019] Egon Eiermann Bartningallee. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Brione-Minusio (CH) [011] Beda Dillier Kirchstraße. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten G. Mendriso (CH) [024] Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee Grasmeierstraße. Basel (CH) [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg..-Rupprecht-Straße.-Guggenmoser-Str. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten A. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße.-Hirsch-Ring. Weimar (DE) [038] ADP Architekten Hellmutstraße.Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Sarnen (CH) [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Riehen (CH) [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Breda (NL) [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg Architekten Pfeffingerstraße. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Bezau (AT) 206 . München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort [026] Beyer + Dier Architekten K. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher H. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff.. Wien (AT) [035] Michael Alder Störzbachstraße. Basel (CH) [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Basel (CH) [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Weilheim (DE) [050] Johannes Kaufmann Brugg. Berlin (DE) [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Dresden (DE) [046] Norbert Post . Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka.-und-H. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Reichenbachstraße. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. Christian Rapp Levantkade. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Oberwil-Zug (CH) [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Zürich (CH) [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße.-Kerschensteiner-Str. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße.

Projektverzeichnis [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit D. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Senn Sihlamtstraße. Nimes (FR) 207 . La Roche. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße.. Schedler Kanzleistraße. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Wien (AT) [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Baden (CH) [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße.-Mansbacher-Str. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg.D. Den Haag (NL) [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Köln (DE) [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Shizuoka (JP) [075] blauraum Architekten Bogenallee. Zürich (CH) [080] [03 München Nackstraße. Osaka (JP) [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Basel (CH) [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Zürich (CH) [085] Zimmermann Leber Feilberg H. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Mainz (DE) [081] Michael Alder Friedhofweg. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Kawagoe (JP) [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Munz & B. Kaierslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Zürich (CH) [065] Ken Architekten Vorsässstraße.P Hohlstraße. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Sydney (AU) [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Walter Ramseier [064] A. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Zürich (CH) [094] Roland Rainer Mittelpromenade. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Münsingen (CH) [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Zürich (CH) . Gifu (JP) [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße.

M 1:500 208 .Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 29 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 209 .Projektsammlung [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 74 Lageplan. M 1:500 210 .

Projektsammlung [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 211 .

M 1:500 212 .Projekte [005] Hans Kollhoff. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 - 8 Anzahl Wohneinheiten 304 Lageplan.

M 1:500 213 .Projektsammlung [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 214 . M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Fertigstellung 1984 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 215 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 216 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Fertigstellung 1976 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan.

Projektsammlung [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 217 . M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 218 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 219 .

Projekte [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 19 Lageplan. M 1:500 220 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 221 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 222 .Projekte [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 223 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan.

Projekte [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Fertigstellung 1972 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 800 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 224 .

Projektsammlung [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 15 Anzahl Wohneinheiten 66 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 225 .

M 1:500 Grundriss. M 1:500 226 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Fertigstellung 1961 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 96 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan. M 1:500 227 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 228 . M 1:500 Grundriss.Projekte [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien Trondheim (NO) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 229 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendriso (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 18 Lageplan. M 1:500 230 .

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 231 .Projektsammlung [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 232 .Projekte [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung

[026]
Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE)

Fertigstellung 2003 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 30

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

233

Projekte

[027]
Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 87

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

234

Projektsammlung

[028]
Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 31

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

235

Projekte

[029]
burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

236

Projektsammlung

[030]
Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

237

Projekte

[031]
Beyer - Schubert Architekten Alice-und Hella-Hirsch-Ring Berlin (DE)

Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 16

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

238

Projektsammlung

[032]
Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 14

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

239

Projekte

[033]
Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 73

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

240

Projektsammlung

[034]
Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 9

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

241

Projekte

[035]
Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE)

Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 12

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

242

Projektsammlung

[036]
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffigerstraße Leipzig (DE)

Fertigstellung 2000 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

243

Projekte

[037]
Walter Stamm-Teske, Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE)

Fertigstellung 1998 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

244

Projektsammlung

[038]
ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 1991 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 36

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

245

Projekte

[039]
Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH)

Fertigstellung 1992 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

246

Projektsammlung

[040]
Bauart Architekten und Planer mobiler Standort

Fertigstellung Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

247

Projekte

[041]
Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP)

Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 - 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

248

Projektsammlung

[042]
Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 13 Anzahl Wohneinheiten 143

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

249

Projekte

[043]
Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

250

M 1:500 251 .Projektsammlung [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 6 - 8 Anzahl Wohneinheiten 119 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 252 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 63 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [046] Norbert Post .Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 253 .

M 1:500 254 .Projekte [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 40 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 16 Lageplan. M 1:500 255 .

Weilheim (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 23 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 256 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Str.

Projektsammlung [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 257 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 258 .Projekte [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan.

M 1:500 259 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Fertigstellung 1988 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 260 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 261 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 42 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 262 . M 1:500 Grundriss.Projekte [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 263 .Projektsammlung [056] Riegler Riewe Bahnhofstrasse Graz (AT) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 27 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [057] BKK-3 Goldschlagstrasse Wien (AT) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 39 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 264 .

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 28 Lageplan. M 1:500 265 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projekte [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 266 .

M 1:500 267 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 107 Lageplan.

M 1:500 268 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan.

M 1:500 269 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 270 .Projekte [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 2 - 5 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 126 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.D.P .Projektsammlung [064] A. M 1:500 271 .

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 272 .Projekte [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 273 .Projektsammlung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 274 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 275 .Projektsammlung [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 21 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 276 .Projekte [069] Walter Stamm-Teske. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 56 Lageplan. M 1:500 277 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 278 . M 1:500 Grundriss.Projekte [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

Projektsammlung [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Fertigstellung 2008 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 279 . M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Fertigstellung 1952 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 17 Anzahl Wohneinheiten 337 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 280 .

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 281 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 282 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 15 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Fertigstellung 1990 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 93 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 283 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 25 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 284 .

Projektsammlung [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 - 13 Anzahl Wohneinheiten 486 Lageplan. M 1:500 285 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 286 .Projekte [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan.

Projektsammlung [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 31 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 287 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 288 . M 1:500 Grundriss.Projekte [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Fertigstellung 1992 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 128 Lageplan. M 1:500 289 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 290 .Projekte [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Fertigstellung 1957 Erschließungstyp 5-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 78 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 291 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 292 . M 1:500 Grundriss.Projekte [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 33 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 293 .

Projekte [087] dmsw Albertinenstraße Berlin (DE) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 294 . M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 295 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projekte [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 296 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 297 .Projektsammlung [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan. M 1:500 298 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 299 . M 1:500 Grundriss. Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. La Roche.Projektsammlung [092] Hauenstein.

Projekte [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 64 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 300 .

Projektsammlung [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Fertigstellung 1977 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 750 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 301 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projekte [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 26 Lageplan. M 1:500 302 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 303 .Projektsammlung [096] Tadao Ando Sumiyoshi Osaka (JP) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 304 . M 1:500 Grundriss.Projekte [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Fertigstellung 1932 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan.

M 1:500 305 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 306 .Projekte [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Fertigstellung 1969 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [100] Helmut Wimmer Kanalstraße Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:500 307 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 308 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Fertigstellung 1987 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 114 Lageplan.

Anhang .

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Auszug aus Wirtschaft und Statistik. S. Institut für Städtebau. Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Hausbau Informationen. (ifs). Wohnungsbau und Bausparwesen e. ab 1960. Hausbau Informationen. Wiesbaden 2006.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. 13 Statistisches Bundesamt. Unternehmen. Leben in Deutschland. Folge 24/2008 2 2 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Statistisches Bundesamt. 3 Statistisches Bundesamt.. Wohnungs.nl/edgar. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. Wiesbaden 2005 www. 8 Statistisches Bundesamt. Beschäftigte. Pressemitteilung Nr. S. 23 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. S. Wohnungs. S. Verkehr in Deutschland. Baugewerbe in Deutschland.mnp.T. Fachserie 5. 398 vom 22.php (16. 13 Ebd.09.Quellennachweis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Februar 2009 Statistisches Bundesamt. (ifs). Bonn 2007 . Wiesbaden 2007 . 57 Institut für Städtebau (ifs).und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung.03. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. 1998 Statistisches Bundesamt. Reihe 3. Wiesbaden 2007 Statistisches Bundesamt.09. Hausbau-Informationen. Berlin 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).und Immobilienmärkte 2006 – Kurzfassung.lbs. S. S. 23 Statistisches Bundesamt. 13 Institut für Städtebau. Fachserie 5. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). S. 5 Institut für Massivbau. S. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 23 www.V.09.Bevölkerungs. Wohnungsprognose 2015.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Emission Database for Global Atmospheric Research (24. Bonn 2007 . Wiesbaden 2006.03.V. Auszug aus Wirtschaft und Statistik .Preisentwicklungen in der Bauwirtschaft. Hausbau-Informationen. Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2007 . Folge 15/2008. Ebd. Bautätigkeit und Wohnungen. Heft 1.2005. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Folge 15/2008. S.11:49) Institut für Städtebau (ifs). Zuhause in Deutschland.und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. Bonn 2001.09. Folge 13/2008.03. Wiesbaden 2008. Entwicklung der Privathaushalte bis 2025. Institut für Städtebau.de/wohn_wandel/849. Reihe 3. 118 Statistisches Bundesamt. demografischer Wandel . Wiesbaden 2006.. Bonn 2007 . Graue Energie von Baustoffen. Demografischer Wandel in Deutschland. Berlin 2008 www. Statistisches Bundesamt.V. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt.V. S. S. Wohnungs. Gegenüberstellung Massivhaus / Holzelementbauweise – Ökobilanzstudie. Dezember 2006 Econum GmbH St. Nutzung der Bodenfläche. S.). 22:00) Statistisches Bundesamt.de/microsite-presse/lbs-research (17 . (ifs). 30 311 . Wohnungs. 13 Ebd. Wohnsituation in Deutschland 2006. S. Wiesbaden 2009. Wohnungsbau und Bausparwesen e. 19 Ebd. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Bonn 2007 . Reihe 3. Wiesbaden 2007 .-Gallen (Hrsg. Auflage. Folge 15/2008. S. Baugenehmigungen / Baufertigstellungen – Lange Reihen z.V. Wohnungsbau und Bausparwesen e.schader-stiftung. Fachserie 5. TU-Darmstadt. Bautätigkeit und Wohnungen. Bautätigkeit und Wohnungen. 8 / S. 17:03) Statistisches Bundesamt. Umsatz und Investitionen im Baugewerbe Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Wiesbaden 2008. Bruttoanlagevermögen nach Vermögensarten. Hausbau Informationen. 2. Wiesbaden 2008 Ebd.

Zürich Hannes Henz. Wien unbekannt van den Oever. Andrea Helbling. München Ignacio Martinez Francis Soler architect. Berlin. Züric Peter Bonfig. Münster Gilbert Fastenaekens for www. Wien Margherita Spiluttini. Köln Eduard Hueber/archphoto. Wien Heinrich Helfenstein. Stuttgart Roger Frei. Malans Walter Mair. München HUSS-MEDIEN GmbH. Zürich Michael Heinrich. Berlin Hauenstein La Roche Schedler Christian Kurz. Zürich Heinrich Helfenstein. Zürich Manfred Seidl. Potsdam Arazebra Fotografie. München Ignacio Martinez Florian Schreiber. München unbekannt Ulrich Schwarz. Foto: Therese Beyeler. Zürich Jan Maly.mhfa.com Ralph Hut. London Walter Stamm-Teske Michael Heinrich. Zürich Sascha Kletzsch. Zürich Hannes Henz. Zürich Eduard Hueber/archphoto. Aachen SHINKENCHIKU-SHA Photograph Division Peter Morf Erieta Attali. Foto: Georges Fessy 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 Margherita Spiluttini. Zürich Eva Rubin. Basel unbekannt Heinrich Helfenstein. Berlin Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann Walter Mair. Zürich Hendrik Gagstatter Piet Rook Ralph Feiner. Hasle-Rüegsau Christian Richters. Wien Lena Heinkele HPP Architekten Walter Stamm-Teske ADP Architekten EHT BSA SIA AG. Andrea Helbling. Zürich Thomas Ott. Basel Ruedi Walti.Bildnachweis 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 Ruedi Walti.de) Hiroyuki Hirai Pez Hejduk. Zürich Simone Rosenberg. Schwarz. Foto: Beat Jordi unbekannt Andreas Greber. Zürich Florian Holzherr. Zaaijer & Partners architecten Jörg Hempel. Prag E. Foto: Heinrich Helfenstein. Mühltal Andrea Kroth Michael Müller/dmsw unbekannt Lukas Roth. Berlin Eduard Hueber/archphoto. Wien unbekannt Rob ‘t Hart photography. Zürich Roland Halbe.com Stefan Meyer. München (www. Rotterdam Margherita Spiluttini. Basel unbekannt Cruz y Ortiz Hans-Jürgen Breuning.xdga. München Lukas Roth. Wien Georges Fessy 312 . München (www. Wien unbekannt Hiroyuki Hirai blauraum Atelier 5/Croci & du Fesne. Bern Manfrad Seidl.de) Erieta Attali.be Hannes Henz. Athen Gigon/Guyer Architekten. Köln Ruedi Walti. Basel Heinrich Helfenstein. Stuttgart unbekannt Stefan Müller-Naumann. Worblaufen Ross Honeysett unbekannt Walter Mair. Athen Hélène Binet. Zürich Arazebra. Foto: Franziska Schmidt. Klagenfurt Duccio Malagamba Tadao Ando Eveline Perroud und Bundesamt für Kultur.mhfa. Archiv: Post und Welters Margherita Spiluttini. Zürich Hiroyuki Hirai Ruedi Walti. München Andreas Muhs.com Geir Brendeland Walter Mair. Schweiz Robert Held fritz haller bauen und forschen gmbh.

.. Michael...........................................................70/228................ 153/277 Geurst & Schulze architecten....... Luigi................................. 142/271 ADP Architekten............ Antonio. Johannes.. 81/234................ 43/213..................................37/208 Müller.......................................144/272 Kerez...... 179/295 Scheuring und Partner...................... . Marques.......... 178/294 Dudler..................................151/275 313 . Ryue.......D................................................ 140/269............................. ...................................................132/265 Brendeland & Kristoffersen Arkitekter........191/392 Miller & Maranta.................................................................44/214 Burkard Meyer Architekten........ 158/281 Bauart Architekten und Planer............ Rapp....................................... dmsw.... La Roche................................................. Petra und Paul........... Ivan........................................... ..............85/237 Allmann Sattler Wappner Architekten................... ....................... 113/253 ........................................133/266 Wendt......... 177/293 ..................................186/298 Post................................ 190/301 Rainer................................. Christian........... .. ..... 141/270 Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee ........38/209 pool Architekten...................................................... 109/250 Mateo...... ........................ 114/254 .......... 197/304 ............................................. ....................................92/240 Hauenstein........................................... .............................. Kazuyo.................................... Rapp + Rapp... 93/241......65/225 Stelzhammer............. 173/290 Ando........ 106/248 Nouvel......... Peter.............. Helmut.......50/216 de Geyter......................72/230 Kollhoff & Timmermann Architekten.................P .............165/286 Eiermann................... Reimann.................................156/279 Kuhn Fischer Partner Architekten..... 91/239.53/218 Dillier... 58/222......164/285 Riegler Riewe.............. 110/251 Popp Planungen.....57/221 Beyer + Dier Architekten. AFF Architekten.................. Beda.....161/283 AV1 Architekten.................................56/220 Gigon/Guyer Architekten..................202/308 pfeifer roser kuhn architekten.... 201/307 Wirsing......................................... .................................................. Christian.............. 154/278................................86/238 BKK-3.......... 122/260 ................................................. Adolf............................................................................................ .............................. Tadao.................. .................Welters.... 118/257 Ken Architekten.............139/268 Hotz.................................................... Walter........... 120/259.................77/231 Haller......................166/287 A.................. Hartmut.........130/264 blauraum Architekten......... Wimmer........................................................................ ...160/282 Bosch architecten.....................188/300 Stamm-Teske.......... Joachim............................80/233 Beyer-Schubert Architekten........ Roland.................................................................180/296 Sejima...................................................... 198/305 Diener & Diener....................... 119/258 Spühler....................Architektenregister 03 München....................... ....................................................................97/244 Steidle + Partner............99/245 Alder...111/252 MVRDV..................... 107/249 Delugan Meissl Associated Architects.......................................................124/262 Nishizawa........ 115/255 Cruz........................................ Xaveer.........................129/263 Rijnvos Voorwinde Architecten...............67/226 Engelen Moore....................................192/303 Atelier 5.... Max......................... 41/211.................. 172/289 Kollhoff...........64/224 Zimmermann Leber Feilberg Architekten......................... .............187/299 Herzog & de Meuron.............................. 95/242....... Walter...... 116/256........... Josep Lluis... Norbert . Thomas................ 49/215............ ... ................... 174/291 Könz Molo und Barchi Architekten............... 185/297 Bearth & Deplazes Architekten............................................................68/227 Le Corbusier.............................................. Walter Ramseier................................. Bruno......... 78/232....... David & Senn............................................145/273 Ban......................................... 39/210........................................... Francis........63/223 Lederer + Ragnarsdóttir + Oei............ 84/236............. 146/274 burkhalter sumi architekten.................................................................. Theo............ Schedler hls Architekten.... Werner.............................................. Martin..................... Jean...............123/261 Straub Beutin Architekten...134/267 . Fritz.......82/235 Morger & Degelo...........162/284 Fink + Jocher...................................42/212 Krischanitz................. HPP Hentrich-Petschnigg Architekten...... 157/280...................... Walter..... Soler.............96/243 Kahlfeldt............ 176/292 Zumthor......... ................................. Egon............ Daniele........ 171/288 ..............................................71/229 Buchner Bründler Architekten.199/306 Hasler Schlatter Partner.......... ...... Alvar Aalto................ mit Munz........ 105/247 Baumschlager Eberle........................ Hans......... ..54/219 Kaufmann..................... Schettler & Wittenberg......................... 100/246................................ 51/217 Snozzi.......................152/276 Stamm-Teske.................................. Shigeru..................................

......................................................... Riehen (CH)........................................................................... 141/270.................. 95/242 Stuttgart (DE)........ 116/256 Weimar (DE)....154/278 Kilchberg (CH)................................. 107/249 Breda (NL)....71/229 Weilheim (DE)......160/282 Hannover (DE)........ 92/240.......................................................................................................................................................... 86/238.........................144/272 Fanas (CH)..................................................................... 171/288 Sarnen (CH)... 124/262.......................................................................................................................145/273 Kawagoe (JP).......................................... 67/226............192/303 Paris (FR).....80/233 Itingen (CH)................. 113/253 Ingolstadt (DE)........ 44/214....... 172/289........... 115/255 ....................................................................................................................... ........................ Genf (CH).. 186/298 Bezau (AT)............ 156/279...............................................161/283 Nimes (FR).. 37/208....................................... 130/264 ...................................................... 176/292 Den Haag (NL)...........153/277 Garching (DE).......... 133/266..........................63/223.. ......................96/243 Leipzig (DE)...................................134/267 Graz (AT)............. 146/274 Basel (CH).................................. 85/237 Münsingen (CH).........57/221 Feldkirch (AT).............................68/227 Osaka (JP)............................ ........................................................................43/213 ................................................... ................... 106/248 Trondheim (NO).................... 123/261.......................................... 142/271........49/215 Kaierslautern (DE)....................... 173/290 Berlin (DE)........111/252 Ennetmoos (CH).................... 191/302............................................ 42/212.......................... 174/291.................. ..151/275 Darmstadt (DE)...................................... 82/235.........................162/284 Tilburg (NL)...........................................185/297 Freiburg (DE)...................72/230 München (DE)................................... 39/210...... .....53/218 Sevilla (ES).................180/296 Laufenburg (CH)................... 77/231.............93/241...............................................................81/234 Herdecke (DE).................................. Sydney (AU).............................. ........ 164/285 Dornbirn (AT)........ 54/219.......... ......................................................97/244...................................................................... Luzern (CH)............. 100/246..129/263 Hamburg (DE)............................. ................................................................................... 120/259.............................................................. 179/295 Tokyo (JP)..................166/287 Marseille (FR)............................. 201/307 Yamanashi (JP).........................................50/216 Shizuoka (JP).......................... 122/260 ............................ 152/276 Wien (AT)................ ...................................... 51/217 Chur (CH).......................................................................................................................... 56/220................ 132/265................ 177/293.........................38/209 .........91/239 Oberwil-Zug (CH)....................... 140/269.................. ..................................................... Brione-Minusio (CH).... ......202/308 Nüziders (AT)..........58/222..................... 190/301 Puchenau (AT)......................................................................Ortsregister Amsterdam (NL)........ .................................. 139/268.......................................... 198/305 Baden (CH).................................. 41/211 Köln (DE).........................................70/228 Dresden (DE).................................... 109/250 Mainz (DE)........ ....................................................................... 114/254................ ... ............... 99/245 Zürich (CH)...................................... 118/257 ............................... 188/300 314 .......................... 165/286 ...............................110/25................................. .. ........................ ..........197/304 Gifu (JP)......................187/299 ....199/306 Niederwangen (CH).................157/280 Mendrisio (CH).. 84/236............................................................... 178/294........................................158/281 ........... 119/258 ................................. 65/225....................................................................64/224................

Dipl. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.-Ing. Gemeinsame Grundlage war die intensive Recherche zu zahlreichen Referenzprojekten und deren zeichnerische Aufbereitung. 1978) Dipl. Arne Kessler und Falk Merten möchten wir uns für ihre professionelle Mitarbeit bedanken.stamm-teske@uni-weimar. die sich in verschiedener Form mit den betrachteten Inhalten auseinandersetzten.de Katja Fischer (Gera.-Ing. Fakultät Architektur.. Inhaber der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. 1971) Architekt.de Tobias Haag (Konstanz. Bauhaus-Universität Weimar. Fakultät Architektur. Bauhaus-Universität Weimar. freier Architekt walter. Bauhaus-Universität Weimar.haag@uni-weimar.de Im Rahmen der Entwicklung des Buchs wurden von uns mehrere Seminare an der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet. Die hierüber entstandene Sammlung von fast 300 Projekten diente als Quelle für die Auswahl geeigneter Beispiele im Buch. 1948) Architekt..Autoren Walter Stamm-Teske (Zürich. Büroinhaberin A21 architekten katja. Mag. Insbesondere bei Katrin Plescher und Leopold Mücke sowie Lena Heinkele. Arch. Büroinhaber A21 architekten tobias. sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit gedankt. 315 . Den über 100 Seminarteilnehmern. Zusätzlich zu den Seminarteilnehmern haben uns mehrere wissenschaftliche Hilfskräfte bei dem Projekt unterstützt.fischer@uni-weimar. Fakultät Architektur. die damit die Grundlage für das Buch erstellt haben. Prof.

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