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Raumpilot - Wohnen

Raumpilot - Wohnen

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W Ü STE N R OT STI FTU N G

Wüstenrot Stiftung (Hrsg.)

RAUMPILOT
GR UNDL A GE N
Thomas Jocher Sigrid Loch

kraemerverlag

Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher, Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser, Carolin zur Brügge, Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung, Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer, Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske, Katja Fischer, Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout)

Herausgeber Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg Konzeption, Inhalt und Gestaltung Band Grundlagen Thomas Jocher, Sigrid Loch Mitarbeit Dominik Weitbrecht Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch, Tobias Haag Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Die Autoren, der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Nachdruck, Übersetzungen, elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung.

© 2012 Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. ISBN 978-3-7828-1551-2

Inhalt

Grundlagen
11 31 49 77 99 109 141 Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339

Wohnen
Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/ Literatur 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447

Arbeiten
Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/ Literatur 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567

Lernen
Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen, verteilen und flüchten Veranstalten und feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und verwalten Recherchieren und informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/ Literatur

Anhang
572 573 579 580 Abkürzungen Index Dank Autoren

Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Die Arbeits-, Lebens-, Organisations- und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Kulturelle, technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen, Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich, um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen; deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden, in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, in Industrie- und Gewerbebauten, die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen, oder in den Wirkungen neuer Konsum- und Freizeitmus­ ter sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen, an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen, leicht integrierbaren Dienstleistungen. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Parallel zu einer gebäudetyplogischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Die Gebäudelehre muss, um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können, intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden, die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der

Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dr. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen, mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Ziel dabei ist es, die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche, zukunftsgewandte Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit, in einen kreativen, künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beachtenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude, deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen, auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden, wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung, mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten, dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte, und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen, die den genannten Kriterien folgen kann. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert, das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.

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Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich mit Hilfe von einzelnen, phänomenologisch ausgerichteten und aufeinander abgestimmten Bausteinen auf eine anschauliche, die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Grundlagen der Gebäudelehre. Vier Bände behandeln wichtige Bereiche der Gebäudelehre: • „Raumpilot Grundlagen“ schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen sowie die spezifische Ausrichtung an den Nutzungsformen und -erfordernissen ein. • „Raumpilot Arbeiten“ stellt Gebäude mit Arbeitsplätzen in den Sektoren Verwaltung und Dienstleistungen, die unter dem Einfluss der wirtschaftsstrukturellen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und globalen Entwicklungen einer besonderen Dynamik des Wandels unterliegen, in den Mittelpunkt. • „Raumpilot Lernen“ behandelt den Bau von Schulen und von anderen Ausbildungsstätten, auf die eine Vielzahl von Faktoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einwirken. • „Raumpilot Wohnen“ konzentriert sich auf den Wohnungsbau, der in all seinen Formen unter dem Einfluss weitreichender, vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren, Hochschullehrern, Studierenden – für die engagierte, intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.

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Vorwort der Autoren

Der vorliegende Band vermittelt die „Grundlagen“ der vierteiligen Gebäudelehre „Raumpilot“ . Darauf aufbauend vertiefen die Folgebände „Arbeiten“ , „Lernen“ und „Wohnen“ die fachspezifischen gebäudekundlichen Anforderungen im Kontext des aktuellen gesellschaftlichen Wandels. Der römische Architekt und Gelehrte Vitruv beschreibt in seinen berühmten zehn Büchern, dass sich alle Architektur auf die Grundprinzipien firmitas (Festigkeit), utilitas (Nützlichkeit) und venustas (Anmut) gründet. Der Grundlagenband widmet sich der utilitas – der Nützlichkeit von Architektur in ihrem Gebrauch. Die wesentlichen Kriterien der Nützlichkeit bestimmt der Mensch. Er bildet mit seinen physischen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für die Planung räumlicher Umgebungen und Situationen. Diese elementaren Grundlagen – die menschlichen Körper- und Bewegungsmaße – bilden den Inhalt des ersten Kapitels dieses Planungshandbuchs. Abweichend von vielen früheren Planungslehren wird hierbei nicht nur ein Idealmaß des Menschen als Planungsbasis herangezogen. Eine Zielsetzung der vorliegenden Publikation ist es, die tatsächliche Vielfalt der Körpermaße und mögliche körperliche Einschränkungen stärker zu berücksichtigen und damit auch die Belange der barrierefreien Planung als eine selbstverständliche Planungsgrundlage zu integrieren. Eine weitere Zielsetzung dieser Gebäudelehre ist es, nicht „fertige“ Raum- oder Grundrissmuster, sondern einzelne Funktionsbereiche als Grundbausteine für Raumkonfigurationen in den Vordergrund zu stellen. So wird beispielsweise im Hauptkapitel „Wohnen“ nicht ein „Esszimmer“ als kopierfähiges Raummuster vorgegeben, sondern der Funktionsbereich „Essen“ ausführlich erläutert. Parallel zu diesem neuen Fokus auf die funktionalen Anforderungen und parallel zu der stärkeren Ausrichtung auf ein „Universal Design“ von Gebäuden schien es unerlässlich, in diesem Grundlagenbuch auch die minimalen Grenzwerte zu benennen, die sich aus den Mindestmaßen des Gebrauchs, aus rechtlichen Rahmenbedingungen und aus

weiteren gesellschaftlichen Vereinbarungen begründen. Denn das „Kennen und Verstehen“ dieser Basisparameter ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Anwendung von Planungsregeln, die im konkreten Fall auch „kreative Abweichungen“ erforderlich machen kann. Das Buch gliedert sich in vier Kapitel. Neben den funktionsübergreifenden allgemeinen Grundlagen im ersten Hauptkapitel sind die wesentlichen Planungsvorgaben für das Wohnen, Arbeiten und Lernen in drei weiteren Hauptkapiteln wiedergegeben. Da sich die Publikation in erster Linie an Studierende wendet, wurde eine klare und didaktisch einprägsame Informationsvermittlung angestrebt. Besonderer Wert wurde dabei auf die grafische Visualisierung von Inhalten gelegt, da Abbildungen und grafische Abstraktionen auf knappem Raum meist mehr Detailinformationen weitergeben und schneller erfasst werden können als textliche Erläuterungen. Die Erstellung dieser Publikation war nur durch die Zusammenarbeit vieler, auf ganz unterschiedliche Art und Weise beteiligter Akteure möglich. Wir danken den drei weiteren Autorenteams der Buchreihe von den Universitäten in Weimar, Darmstadt und Stuttgart für die kooperative Zusammenarbeit und den anregenden inhaltlichen Austausch. Daneben möchten wir auch den zahlreichen Institutsmitarbeitern und den externen Fachberatern für die wichtigen Hinweise und ihre inhaltliche Beratung und Unterstützung danken. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Studierenden, die sich mit großem Engagement eingebracht haben. Ohne ihre unermüdliche Hilfe hätte dieses Buch nicht entstehen können. Unser großer Dank gilt schließlich der Wüstenrot Stiftung für ihre Initiative zur Konzeption und Umsetzung dieser neuen Lehrbuchreihe „Raumpilot“ und insbesondere Herrn Georg Adlbert und Herrn Dr. Stefan Krämer für ihre engagierte Begleitung während aller Entwicklungsphasen dieses umfangreichen Projekts. Thomas Jocher und Sigrid Loch

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Grundlagen

11 31 49 77 99 109 141

Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Zum Aufbau des Kapitels „Grundlagen“ In dem folgenden Kapitel „Grundlagen“ sind die wesentlichen Planungsinformationen zusammengefasst, die für die Planung von Gebäuden unterschiedlicher Funktionen relevant sind. Das Kapitel gliedert sich in die sieben Unterkapitel „Anthropometrie“ , „Barrierefrei“ , „Treppe“ , „Aufzug“ , „Rettung“ , „Ruhender Verkehr“ und „Energie“ . Diese Basisinformationen werden in den drei nachfolgenden Hauptkapiteln durch spezifische Planungshinweise für das Wohnen, das Arbeiten und das Lernen ergänzt. Eine Besonderheit im Aufbau dieses Kapitels stellt die Struktur des Unterkapitels „Barrierefrei“ dar. Das Thema Barrierefreiheit wird nicht getrennt, sondern so weit wie möglich in den Themenkapiteln integriert dargestellt. Ziel dieser Konzeption ist eine Darstellung, die das Thema „Barrierefreiheit“ ein Stück weit „selbstverständlicher“ berücksichtigt. Im Kapitel „Grundlagen“ sind daher lediglich die wesentlichen Basisinformationen für die barrierefreie Planung zusammengefasst, auf die bei differenzierteren Planungsvorgaben immer wieder zurückgegriffen wird. Am Anfang dieses Kapitels wird in einem Überblick auf die weiteren vertiefenden Planungsinformationen verwiesen. Die Seiten mit diesen Detailangaben sind in den Themenkapiteln zur schnellen Auffindbarkeit zusätzlich durch

grafische Symbole am oberen Blattrand gekennzeichnet. Das letzte Unterkapitel des Grundlagenteils widmet sich dem Thema „Energie“ , das im Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung und dem Schwinden fossiler Brennstoffe in den vergangenen Jahren bei Planung, Bau und Unterhalt von Gebäuden erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Mittels wesentlicher Basisinformationen zur solaren Energieeinstrahlung soll in diese Thematik eingeführt und zu einer weitergehenden Vertiefung dieses wichtigen Themenbereichs angeregt werden.

Zu den Hinweisen auf Gesetze, Verordnungen und Planungsregeln MBO – LBO In den nachfolgenden Kapiteln wurde auf die Musterbauordnung (MBO 2002) und zusätzlich beispielhaft auf die Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO BW) verwiesen. Diese Angaben können von den Bauordnungen der anderen Bundesländer abweichen. Die hier vielfach zitierte LBO BW stammt in ihrer Originalfassung aus dem Jahr 1995 (zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 25. April 2007). Seit Mitte 2009 liegt ein Gesetzentwurf zur Novellierung der Landesbauordnung BadenWürttemberg vor, der voraussichtlich im Jahr 2010 wirksam wird.

Barrierefrei-Normen Bei Buchfertigstellung Ende 2009 sind die beiden Barrierefrei-Normen DIN 18024 (Teil 1 Januar 1998; Teil 2 November 1996) und die DIN 18025 (Teil 1 Dezember 1992; Teil 2 Dezember 1992) gültig. Seit Februar 2009 liegt aber bereits der Normenentwurf für die nachfolgende DIN 18040 vor, der voraussichtlich ab 2010 diese beiden Vorgängernormen ersetzen wird. Es werden daher in der ersten Hierarchieebene die Werte der Normen 18024 und 18025 aufgeführt, in einer zweiten Hierarchieebene werden zusätzlich die Werte des Normenentwurfs DIN 18040 berücksichtigt. Diese Angaben aus dem Normenentwurf können in der späteren Neufassung der DIN 18040 möglicherweise geändert sein.

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen Anthropometrie

13 13 13 14 14 15 16 18 20 22 24 25 26 28 30

Einleitung Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Verwendung von Perzentilen Hinweise für die Planung Körpermaße der Frau Körpermaße des Mannes Unterschiedliche Sitzpositionen Platzbedarf Erwachsener Körpermaße Kind 3 Jahre Körpermaße Kind 6 Jahre Körpermaße Kinder 3 bis 18 Jahre Bewegungsmaße Rollstuhlfahrer Planungsregeln/Literatur

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Einleitung
Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Der Mensch bildet mit all seinen physi­ schen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für Planungen. Neben dem spezifischen Behaglichkeitsempfinden stellen auch die menschliche Anatomie und die damit zusammenhängenden ergonomischen Kriterien wesentliche Planungsgrundlagen dar. Kenntnisse über die menschliche Physiologie, über die Körper- und Bewegungsmaße des Menschen und über den daraus resultierenden Raum- und Flächenbedarf sind daher für die Gestaltung einer dem Menschen angemessenen Architektur unerlässlich. Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Historische Proportionslehren bezogen sich vielfach auf einen idealisierten menschlichen Körper und dessen Proportionsverhältnisse. Die davon abgeleiteten Maßverhältnisse wurden zur Grundlage der Proportionsregeln für Kompositionen in der Kunst und Architektur. Ein exakt fixierter Proportionskanon auf Basis des menschlichen Körpers existierte bereits im alten Ägypten in der Zeit um etwa 3000 v. Chr.. Auch in der griechischen Antike und in der Renaissance wurden geometrische und numerische Ordnungssysteme von idealisier-

ten Körpermaßen des Menschen abgeleitet. Bekannt geworden sind darunter vor allem Leonardo da Vincis Proportionsfigur nach Vitruv (1485/90) und Albrecht Dürers Darstellung der menschlichen Proportionsverhältnisse aus dem Jahr 1528. Im 20. Jahrhundert zielte Le Corbusier mit seinen beiden architekturtheoretischen Abhandlungen zum „Modulor“ auf die „Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren Maßsystems im menschlichen Maßstab. “ (Untertitel von Le Corbusiers Modulor, 1956) Seine beiden Modulor-Reihen dokumentieren den Versuch, unter Miteinbeziehung des Goldenen Schnitts eine neue verbindliche, „objektive“ und zeitlose Maßordnung zu etablieren. Diese sollte als universelle Grundlage für Planungen anwendbar sein und speziell auch als Maßgrundlage für den Bereich der normierten industriellen Produktion dienen. All diese verschiedenen historischen Proportionsstudien beziehen sich auf ein idealisiertes Muster des menschlichen Körpers. Der Modulor beispielsweise baut in der zweiten Studie, die im Band „Modulor 2“ dargestellt ist, auf einer Körperhöhe von 183 cm auf (Le Corbusier, 1955). Von diesem angenommenen Idealmaß ausgehend, wurden unterschiedliche Teilungsmaße abgeleitet, wobei entsprechend den Zahlenreihen des Goldenen Schnitts wiederum idealisierte Proportionsverhältnisse des Körpers zu-

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Anthropometrie ist die Wissenschaft von den Maßen und den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers

Grundlagen

Leonardo da Vinci entwickelte einen Proportionskanon in Anlehnung an Vitruv 2260 1830

grunde gelegt wurden. Dieses „Nivellieren“ menschlicher Körpermaße auf ein Idealmaß stellt eine Vereinfachung dar und liefert einen – meist aus wirtschaftlichen Gründen – notwendigen Durchschnittswert als Basis für Planungen. Die Werte nehmen jedoch keinerlei Bezug auf die tatsächliche Vielfalt und Verschiedenartigkeit der individuellen Körpermaße. Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Die individuellen Körpermaße unterscheiden sich erheblich in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder physischen Besonderheiten. Eine Planung, die auf einer angenommenen Durch­ schnitts­ physiologie aufbaut, kann diese Vielfalt kaum berücksichtigen. Die Nutzbarkeit von räumlichen Umgebungen und Ausstat-

tungen kann dadurch für Personen mit vom Durchschnitt abweichenden Körpermaßen erschwert oder sogar ausgeschlossen werden. Verwendung von Perzentilen Die Verwendung von Perzentilen bietet eine Möglichkeit, die Unterschiedlichkeit der Körpermaße in der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Ein Perzentilwert gibt an, wieviel Prozent der Menschen in einer Bevölkerungsgruppe – in Bezug auf ein bestimmtes Maß – kleiner sind als der jeweils angegebene Wert. So liegt zum Beispiel das 95. Perzentil der Körperhöhe von 16- bis 60jährigen Männern bei 1841 mm. „Das besagt, dass 95 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe kleiner und fünf Prozent größer als 1841 mm sind. “ (DIN 33402-2, Beiblatt 1, Seite 1).

1130 863

Le Corbusiers Modulor 2 aus dem Jahr 1955 (Die erste Reihe entwickelte Le Corbusier 1948 ausgehend von einer Körpergöße von 175 cm)

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Berücksichtigt man beispielsweise bei Durchgangsmaßen und sonstigen Höhenmaßen nicht nur den Mittelwert, sondern auch das 95. Perzentil, dann deckt man damit einen Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung ab und nur für fünf Prozent der Bevölkerung wäre die geplante Öffnung zu niedrig bemessen. In diesem Kapitel werden bei den Abbildungen zu den Körpermaßen daher soweit möglich immer das 5. und das 95. Perzentil zusätzlich zum 50. Perzentil (Median) dargestellt. Bei der Kapitelbearbeitung wurde auf die Perzentilwerte der DIN 33402/12 2005 zurückgegriffen. Diese DIN dokumentiert die Ergebnisse statistischer Untersuchungen von Körpermaßen der deutschen Bevölkerung, wobei nach Geschlecht, Alter und nach ethnischer Herkunft unterschieden

wird. Die Daten der derzeit aktuellen Norm stammen aus dem Jahr 2005, allerdings wurden die Maße von Kindern seit dem Jahr 1986 nicht mehr angepasst (DIN 33402-2/1986). Deshalb wurde bei den Körpermaßen von Kindern auf die Werte von 1986 zurückgegriffen. Hinweise für die Planung In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, die angegebenen oberen und unteren Perzentilwerte zusätzlich zu berücksichtigen, damit Gebäude und Ausstattungen für eine möglichst große Bevölkerungsgruppe zugänglich und nutzbar sind. Besonders Wohnungsbauten sollten so gestaltet werden, dass sie „universell“ von allen genutzt werden können oder Anpassungen an auftretende körperliche Veränderungen im Alter oder bei Krankheit durch entsprechende Vorplanungen ermöglicht werden.
1300

1750

1629

1841

2100

5.

50.

95. Perzentil

Variationsbreite Verteilung der Körperhöhe erwachsener Männer (0. bis 100. Perzentil)

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen

Körpermaße der Frau entsprechend DIN 33402-2, M 1:20 5., 50. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil, Altersgruppe 18 bis 65 Jahre

MW 195 cm

MW 163 cm MW 152 cm

Reichweite nach oben 184 - 203 cm (Griffachse)

Körperhöhe 154 - 172 cm

Aughöhe 143 - 161 cm

5. Perzentil Schulterbreite 40 cm

50. Perzentil Schulterbreite 44 cm

95. Perzentil Schulterbreite 49 cm

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie MW 160 cm MW 128 cm MW 118 cm MW 50 cm Kniehöhe 46 .64 cm Körperhöhe 119 .136 cm Raumpilot Grundlagen Reichweite nach oben 149 .167 cm 17 Grundlagen .Knielänge 55 .55 cm Aughöhe 109 -126 cm MW 42 cm Sitzhöhe 38-45 cm MW 69 cm Reichweite nach vorne 63 .75 cm (Griffachse) MW 69 cm Gesäß.

M 1:20 5. Perzentil Schulterbreite 53 cm 18 Raumpilot Grundlagen . Perzentil.Grundlagen Körpermaße des Mannes entsprechend DIN 33402-2.186 cm Aughöhe 153 . 50..174 cm 5. Perzentil Schulterbreite 49 cm 95.221 cm (Griffachse) Körperhöhe 165 . (MW = Medianwert) und 95. Perzentil Schulterbreite 44 cm 50. Altersgruppe 18 bis 65 Jahre MW 208 cm MW 175 cm MW 163 cm Reichweite nach oben 198 .

82 cm (Griffachse) MW 61 cm Gesäß.66 cm MW 45 cm MW 54 cm Sitzflächenhöhe 41 .49 cm Kniehöhe 50 .MW 74 cm Reichweite nach vorne 69 .146 cm MW 125 cm MW 136 cm Anthropometrie Raumpilot Grundlagen MW 169 cm 19 Reichweite nach oben 160 .Knielänge 57 .135 cm Körperhöhe 127 .181 (Griffachse) Grundlagen .59 cm Aughöhe sitzend 115 .

17 cm Aughöhe ca. 53 cm Platzbedarf in der Tiefe ca.Grundlagen Aufgerichtet liegen Sitzhöhe 0 cm Aughöhe ca. 78 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 81 cm 200 cm 180 cm 160 cm 140 cm 120 cm 100 cm 80 cm 60 cm 40 cm 20 cm 0 cm 20 Raumpilot Grundlagen . 133 cm Hocken Sitzhöhe ca. 41 cm Aughöhe ca. 135 cm Entspannt sitzen Sitzhöhe ca. 98 cm Platzbedarf in der Tiefe ca.

77 cm Angelehnt stehen Sitzhöhe ca. 41 cm Aughöhe ca. 103 cm Am Tisch sitzen Sitzhöhe ca. 80 cm An der Bar sitzen Sitzhöhe ca. 64 cm . 44 cm Aughöhe ca. 78 cm Aughöhe ca. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 21 Grundlagen Im Sessel sitzen Sitzhöhe ca. 116 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 80 cm Aughöhe ca. 158 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 123 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 155 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. Perzentil).Anthropometrie Körpermaße eines erwachsenen Mannes in unterschiedlichen Sitzpositionen (Körpergröße 175 cm / 50.

und Bewegungsflächenbedarf von Erwachsenen mit durchschnittlichen Körpermaßen (ca. Perzentil). M 1:50 2050 1660 1320 1280 950 1250 580 535 860 1500 1100 625 1280 1100 1750 1250 2125 600 670 1000 900 1750 375 625 490 875 1000 1750 ≥ 1000 22 Raumpilot Grundlagen . 50.Grundlagen Platz.

2100 1120 ≥ 1150 Platzbedarf 2 Pers. 6 Personen / m² Grundfläche entspricht Dichte im Aufzug Raumpilot Grundlagen 23 Grundlagen .Anthropometrie 1000 770 875 875 815 300 1330 625 875 1010 1330 1760 700 900 850 750 1100 1100 ca. ≥ 1700 Platzbedarf 3 Personen ≥ 2250 Platzbedarf 4 Personen ca.

50. Perzentil Schulterbreite 31 cm 95. (MW = Medianwert) und 95.Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986). M 1:20 5.80 cm .111 cm MW 94 cm MW 25 cm Sitzflächenhöhe 19-28 cm Kniehöhe 25 . Altersgruppe 3 Jahre MW 113 cm MW 101 cm MW 91 cm Reichweite nach oben 105 . Perzentil.99 cm Aughöhe 61 .90 cm Aughöhe 85 . Perzentil Schulterbreite 35 cm MW 33cm Gesäß.36 cm 24 Raumpilot Grundlagen Körperhöhe 72 . Perzentil Schulterbreite 25 cm 50.Knielänge 30 .127 cm (Griffachse) MW 94 cm MW 82 cm MW 71 cm Reichweite nach oben 85 .106 cm (Griffa.) Körperhöhe 92 ..33 cm 5.

. Perzentil.103 cm Aughöhe 100 .151 cm (Griffachse) Aughöhe 75 .92 cm Kniehöhe 31 . Perzentil Schulterbreite 32 cm 95. Altersgruppe 6 Jahre .Knielänge 33 .129 cm Körperhöhe 85 .120 cm Raumpilot Grundlagen 25 Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986).44 cm 5. Perzentil Schulterbreite 27 cm Körperhöhe 111 . 50. M 1:20 5. Perzentil Schulterbreite 37 cm 50.40 cm Sitzflächenhöhe 25 .125 cm (Griffachse) MW 85 cm Reichweite nach oben 125 . (MW = Medianwert) und 95.33 cm MW 36 cm MW 30 cm MW 39 cm Gesäß.Anthropometrie MW 139 cm MW 120 cm MW 114 cm MW 109 cm MW 95 cm Reichweite nach oben 100 .

Grundlagen Körperwachstum und Veränderung der Körperproportionen bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 18 Jahren entsprechend DIN 33402-2 (1986) M 1:20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 16 Jahre 18 Jahre 26 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 220 200 Greifhöhe nach oben 180 Körperhöhe Greifhöhe sitzend 160 Augenhöhe 140 Körperhöhe sitzend 120 Augenhöhe sitzend 100 80 Greifweite nach vorne 60 Gesäß-Knielänge Kniehöhe Sitzflächenhöhe Schulterbreite 40 20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 15 Jahre 18 Jahre Raumpilot Grundlagen 27 Grundlagen .

Grundlagen Greifraum Rollstuhlfahrer. M 1:20 Der Greifraum ist in Abhängigkeit von der Beweglichkeit des Oberkörpers unterschiedlich groß 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 40 20 0 20 40 60 80 100 120 28 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 20 0 20 40 60 80 100 120 40 20 0 20 40 60 80 100 Raumpilot Grundlagen 29 Grundlagen .

Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. Gerhard. Gerhard. Köln 1996 Stemshorn.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 33402-1 / März 2008 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 1: Begriffe. Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren harmonischen Maßes im menschlichen Maßstab. Richard: Proportion. Jahrhundert. Stuttgart 1956 (Originalausgabe 1948) Le Corbusier: Modulor 2. New York 1999 Prigge. integrativ.): Universell. anpassbar. Stuttgart. Frankfurt am Main. HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. Axel (Hrsg. Berlin. Science. Architecture. Meßverfahren DIN 33402-2 / Dezember 2005 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte DIN 33402-2 Berichtigung 1 / Mai 2007 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Pourat. da die Altersgruppe 3 Jahre bis 17 Jahre in der neuen Ausgabe der DIN 33402 vom Dezember 2005 nicht mehr erfasst wurde) DIN 33402 Teil 3 / Oktober 1984 / Körpermaße des Menschen – Bewegungsraum bei verschiedenen Grundstellungen und Bewegungen Literatur Le Corbusier: Der Modulor. New York 1999 30 Raumpilot Grundlagen .): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Pourat. Berichtigungen zu DIN 33402-2: 2005-12 DIN 33402-2 Beiblatt 1 / August 2006 / Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. LeinfeldenEchterdingen 2003 Padovan. London. Stuttgart1955 (Originalausgabe 1955) Loeschcke. Philosophy. Fortsetzung des ersten Buches „Der Modulor“ von 1948. Beiblatt 1: Anwendung von Körpermaßen in der Praxis DIN 33402 Teil 2 / Oktober 1986 / Körpermaße des Menschen – Werte/ zurückgezogen (es wurde hier auf diese DIN zurückgegriffen. Normierte Baukultur im 20. Daniela. Walter: Ernst Neufert.

Barrierefrei Raumpilot Grundlagen 31 Grundlagen .

6% Treppe barrierefrei Seite 71f. .Grundlagen Detailkapitel Barrierefrei – Übersicht Grundlagen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden und Wohngebäuden Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Anthropometrie barrierefrei Seite 28f. 75-90 max. 150 120 Schlafen barrierefrei Seite 238f. 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei Seite 230f. 350 500 150 32 Raumpilot Grundlagen 150 Arbeiten barrierefrei Seite 258f. 190 Ankommen barrierefrei Seite 189f. Kochen barrierefrei Seite 208f. 110 140 110 140 Aufzug barrierefrei Seite 84f. 150 90 75-90 Barrierefrei Seite 32f. Essen barrierefrei Seite 220f. 90 90 Ruhender Verkehr barrierefrei Seite 120f.

Barrierefrei Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Arbeiten/Lernen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden Grundlagen Raumpilot Grundlagen 95 150 180 150 95 200 150 150 Wirtschaften barrierefrei Seite 284f. 85 60 Private Freibereiche barrierefrei Seite 318f.140 Aufbewahren barrierefrei Seite 290f. 150 Nebenbereiche barrierefrei Seite 550f. 40 . Entsorgen barrierefrei Seite 302f.140 40 . 33 . 20m2+ 15m2+ 95 Reinigen und pflegen barrierefrei Seite 274f. Nutzungsneutral barrierefrei Seite 308f.

Farben und Kontrast. Form und Materialien Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Flurbreiten Planungshinweise/Literatur 34 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Barrierefrei 35 36 37 39 40 40 40 41 41 41 42 42 42 43 44 46 47 Einleitung Gesetzliche Grundlagen Arten der Behinderung Allgemeine Planungsregeln DIN-Normen Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Erreichbarkeit/Schwellen Durchgangs.und Öffnungsbreiten Türhöhen Bedienhöhe Sicht-/Augenhöhe Greifraum Orientierung.

dass sie möglichst für alle zugänglich und ohne fremde Hilfe nutzbar sind. doch auch jüngere Personen können durch Krankheiten oder Unfälle temporär oder langfristig betroffen sein. 55 80 . “ (Neumann 2005. Auch für sie ist eine „barrierefreie“ räumliche Umgebung eine wesentliche Voraussetzung für ein möglichst selbstständiges Leben. Eine entsprechende „integrative Planung“ bedeutet bauliche Umgebungen im Sinne eines „universellen Designs“ so zu gestalten.85 65 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 210 35 Grundlagen .90 70 70 70 . für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist und ein Qualitätsmerkmal darstellt. Im Alter treten Mobilitäteinschränkungen und sonstige kognitive. dass die Unterschiede zwischen den individuellen physischen und psychischen Fähigkeiten innerhalb der Bevölkerung zukünftig noch weiter zunehmen werden. physische oder psychische Beeinträchtigungen anteils- mäßig zwar häufiger auf. Personen „außerhalb der Norm“ dürfen nicht durch Sonderlösungen stigmatisiert werden.Barrierefrei Einleitung „So ist mittlerweile bekannt. dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich. Seite 2) Der demografische Wandel trägt mit dem erheblich wachsenden Anteil älterer Personen dazu bei. Vor diesem Hintergrund muss eine zukunftsweisende Planung vor allem integrativ sein.

technische Gebrauchsgegenstände.) als behindert „amtlich anerkannt“ . sonstige Behinderungen Anteil 67 % 26 % 14 % 14 % 5% 4% 9% 9% 15 % (Statistisches Bundesamt. Davon zählte der größte Teil (6. “ Diesem Anspruch will die bundesdeutsche Gesetzgebung auch mit Hilfe von konkreten baurechtlichen Vorgaben und weiteren Planungsempfehlungen für die sogenannte „barrierefreie Planung“ entsprechen.) zu den Schwerbehinderten (mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent). Für diese Gruppe wurde 2005 folgende Verteilung ermittelt: Gesetzliche Grundlagen Die Forderung nach Integration ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unter Artikel 3. um ihnen eine weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise. akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikations­ einrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche.6 Mio. ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Verkehrsmittel. “ Mittels einer barrierefreien Planung sollen die Voraussetzungen für ein selbstständiges und unabhängiges Leben der Betroffenen geschaffen werden. Art der Behinderung Körperliche Behinderung davon: Innere Organe Gliedmaße Wirbelsäule/Rumpf Blinde/Sehbehinderte Sprach-/Gehörgeschädigte zerebrale Störungen geistige/seelische Behind.Grundlagen Im Jahr 2005 war etwa jeder zehnte Einwohner Deutschlands (8. 2005) 100 90 110 120 190 36 Raumpilot Grundlagen .7 Mio. Systeme der Informationsverarbeitung. Abs. 3 verankert: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Eine Definition des Begriffs „Barrierefreiheit“ findet sich unter anderem in dem deutschen „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ unter § 4: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen.

welche infolge einer Schädigung ihrer körperlichen. Seite 9) Euroschlüssel . Das deutsche Gleichstellungsgesetz definiert den Begriff beispielsweise unter § 3 wie folgt: „Menschen sind behindert. 130 . zum Beispiel in Bahnhofstoiletten. dass ihre unmittelbaren Lebensverrichtungen oder die Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert wird. das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht. selbstständig und kostenfrei Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten. 167 37 Grundlagen Funktionen soweit beeinträchtigt sind. im Durchschnitt ca. seelischen oder geistigen In den meisten Auflistungen werden sieben Arten von Behinderungen unterschieden: – Körperliche Behinderungen – Sinnesbehinderungen – Sprachbehinderungen – Psychische Behinderung – Lernbehinderungen – Geistige Behinderungen – Multimorbidität (= paralleles Auftreten verschiedener Krankheiten beziehungsweise verschiedener Behinderungen). Museen oder Behörden. den verschiedenen Anwendungsgebieten gleichermaßen entsprechende Definition. geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. – ist ein inzwischen europaweit einheitlich eingeführtes Schließsystem. Der Euroschlüssel des CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e.Barrierefrei Arten der Behinderung Für den Begriff „Behinderung“ existiert keine universelle. wenn ihre körperliche Funktion. “ Ulrich Bleidick definiert den Begriff etwas abweichend: „Als behindert gelten Personen. 122 Raumpilot Grundlagen ca. V. öffentlichen Toiletten in Fußgängerzonen. “ (Bleidick 1997 .150 125 160 180 175 M 1:50 ca.

100 105 . außergewöhnlich große Personen oder auch stark übergewichtige Personen ohne eine entsprechend berücksichtigende Planung sowohl im öffentlichen Bereich wie im privaten Wohnen auf „Barrieren“ oder „Grenzen“ stoßen.102 75 .100 85 58 .72 38 Raumpilot Grundlagen 89 .120 25-32 65 .100 85 . Daneben können auch Kleinwüchsige. Rollator Sportrollstuhl Faltrollstuhl 75 . dass auch die Körpermaße von Kindern räumliche Bedingungen und Ausstattungsmaße „außerhalb der Norm“ von Erwachsenen erfordern (siehe Kapitel Anthropometrie). Oft wird vergessen.Grundlagen Darüber hinaus werden Behinderungen auch entsprechend des Behinderungsgrads unterschieden: – Einfachbehinderung – Mehrfachbehinderung – Schwerbehinderung – Schwerstbehinderung Neben dauerhaften physischen oder psychischen Einschränkungen können auch temporäre Mobilitätseinschränkungen auftreten. die fremde Hilfe oder entsprechende Anpassungen der räumlichen Bedingungen erforderlich machen. Prinzipiell kann schon das Mitführen von einem Kinderwagen oder großen Koffern erhebliche Mobilitätseinschränkungen mit sich bringen. Eine barrierefreie Planung sollte diese Vielfalt in der Bevölkerung berücksichtigen.65 90 .

77 102 . Gaststätten.110 39 Grundlagen Kinderheime. Kindertageseinrichtungen und Für Wohnbauplanungen wurde in der LBO BW unter § 35 (3) festgelegt: „In Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein.60 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 105 . ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.140 55 . Kirchen. Verkaufsstätten. Hochschulen. Bürogebäude.65 90 . Begegnungsstätten und Schulen für behinderte oder/und alte Menschen unter anderem auch alle öffentlich zugänglichen Gebäude.135 50 . Elektrorollstuhl Kinder. Insbesondere werden aufgeführt: Verwaltungsgebäude. Museen.132 62 .110 85 . welche bauliche Anlagen bei Neuplanungen grundsätzlich barrierefrei zu gestaltet sind. Volkshochschulen. Schulen. Heimen. eine Toilette. In diesen Wohnungen müssen die Wohn./Kombiwagen Buggy /Sportwagen 113 .Barrierefrei Allgemeine Planungsregeln Wesentliche Festlegungen zur barrierefreien Planung finden sich in der Musterbauordnung MBO und entsprechend auch in den Landesbauordnungen. “ (LBO BW 2006.127 130 . In der LBO BW ist unter § 39 „Barrierefreie Anlagen“ festgelegt. . Versammlungsstät­­ ten. Hotels und sonstige gewerblich genutzte Gebäude ab 1200 m² Nutzfläche und Großgaragen (siehe hierzu auch MBO § 50). falls durch die Umsetzung der barrierefreien Planung ein unverhältnismäßiger Mehraufwand entsteht (beispielsweise wenn dafür aufwendige Aufzugsanlagen notwendig wären).und Schlafräume. Krankenhäuser. § 35 (3)) Ausnahmen von dieser Festlegung sind möglich. Hierzu zählen neben speziellen Wohnungen.

Grundlagen DIN-Normen Konkrete Planungsempfehlungen für eine barrierefreie Planung sind in Deutschland gegenwärtig in der DIN 18024 und in der DIN 18025 aufgeführt. Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Zur Unterstützung bei Mobilitätseinschränkungen werden neben einfachen Gehhilfen wie Stöcken oder Krücken inzwischen auch sogenannte „Rollatoren“ verwendet. Diese neue Norm soll langfristig beide derzeit noch gültigen DIN-Normen ersetzen. Hierfür liegen jedoch noch keine detaillierten Planungsempfehlungen vor. Seit Februar 2009 liegt dazu der Normenentwurf für eine neue DIN 18040 (Entwurf) vor. Rollatoren sind meist 60 cm bis 65 cm breit. diese Normen zu überarbeiten und um einige Aspekte zu erweitern. Dagegen sind die notwendigen Mindestmaße für die Rollstuhlnutzung sehr detail- 85 40 Raumpilot Grundlagen . Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen. Die DIN 18025 gibt Empfehlungen zur barrierefreien Planung von Wohnungen. Die DIN 18024 widmet sich der barrierefreien Planung in öffentlichen Freiflächen (Teil 1) und in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten (Teil 2). für ihre Handhabung wird aber weit mehr Platz gebraucht. In Baden-Württemberg wurden die DIN 18024 Teil 2 und die DIN 18025 Teil 1 und 2 mit einigen Einschränkungen in die „Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB)“ übernommen und damit in diesem Bundesland bauaufsichtlich eingeführt.

Barrierefrei liert ermittelt. Hauseingangstüren. Erreichbarkeit/Schwellen Untere Türanschläge und -schwellen sind in der barrierefreien und rollstuhlgerechten Planung grundsätzlich zu vermeiden. DIN 18024 und DIN 18025 nicht höher als maximal 2 cm sein. . 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 41 Grundlagen Türöffnungen grundsätzlich mindestens 90 cm lichte Öffnungsbreite notwendig. im Außenbereich maximal 3 cm (DIN 18024). Durchgangs. sind zum sicheren Passieren von Entsprechend DIN 18025 Teil 2 genügt für die barrierefreie. nicht rollstuhlgerechte Planung dagegen ein lichtes Türdurchgangsmaß von 80 cm. Dies entspricht den Anforderungen von DIN 18024 und DIN 18025 Teil 1. Türhöhen Türöffnungen sollten entsprechend den Normen in der barrierefreien Planung grundsätzlich eine lichte Höhe von mindestens 210 cm nicht unterschreiten. Die festgelegten Planungsmaße für die barrierefreie rollstuhlgerechte Planung sind grundsätzlich für die Nutzung eines Elektrorollstuhls ausgelegt (hierfür wurde angenommen: Rollstuhl mit 85 cm Breite und 120 cm Länge).und Öffnungsbreiten Obwohl Rollstühle selten breiter als 70 cm sind. dürfen sie entsprechend DIN 18040 (Entwurf). Wohnungseingangstüren und Aufzugstüren müssen jedoch auch entsprechend Teil 2 grundsätzlich eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben. Soweit Schwellen technisch unbedingt erforderlich sind.

Sicht-/Augenhöhe Optische Informationen werden am besten in Augenhöhe gelesen. Da die Augenhöhe bei Erwachsenen. Der horizontale Greifbereich eines er- Alter 5-14 35-44 55-64 74-90 ≥ 210 ≥ 40 optimal 85 ≤ 140 ≥ 90 Aufwärtsbeweglichkeit der Augen in unterschiedlichen Altersstufen Greifhöhen ≥ 80 (≥ 90) Mindest-Durchgangsmaße entsprechend DIN 42 Raumpilot Grundlagen ≥ 210 . Fenster. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. Die direkte Anfahrbarkeit sämtlicher Bedienungsvorrichtungen. Auch für Personen mit Gehstock oder mit Rollator kann eine Türklinkenhöhe über 85 cm eventuell günstiger sein. wird empfohlen.und Altersheimen gewünscht). wird eine Höhe von circa 130 cm bis 150 cm zum Anbringen von Informationen als eine Kompromisslösung angegeben.und Balkonbrüs­ tungen nur bis zu einer Höhe von 60 cm massiv auszubilden. Lichtschalter.Grundlagen Bedienhöhe Die durchschnittlich optimale Bedienhöhe liegt bei 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens. Kindern und Rollstuhlbenutzern sehr unterschiedlich ist. die abweichende Dimensionierung von üblichen Möbeln und vor allem die Unterfahrbarkeit von Einrichtungen in Bad und Küche muss zusätzlich zur Bedienhöhe beachtet werden. (Die Türgriffhöhe von 105 cm wird häufig vom Personal in Pflege. Fenstergriffe und ähnliches in der durchschnittlich optimalen Bedienhöhe von 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens anzubringen. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. Bedienhöhe Entsprechend den Barrierefrei-Normen sind alle Bedienelemente wie Türklinken. Greifraum Der Greifraum eines Menschen hängt stark von der Beweglichkeit seines Oberkörpers ab. Um Kindern und Rollstuhlfahrern mit ihrer niedrigeren Augenhöhe auch Ausblick zu gewähren.

ist die Formgebung von Ausstattungselementen von besonderer Bedeutung. ca. die durchschnittlich optimale Greifhöhe bei 85 cm und die durchschnittlich höchstmögliche Greifhöhe ohne Hilfsmittel bei etwa 140 cm. 80 ca. Mit einer Greifzange können eventuell noch höher liegende Gegenstände erreicht werden. Kommunikationsmöglichkeiten. Daneben ist es sinnvoll. bei eingeschränkter Beweglichkeit kann er sich erheblich verkleinern (Abbildung Seite 28-29). Handläufe und Haltegriffe der Handform entsprechend ergonomisch anzupassen und diese nicht scharfkantig. Bei Sehbehinderungen sind stärkere Farbsignale und Kontraste sehr wichtig. 60 ≥ 150 Mindestbewegungsfläche zum Wenden für Rollstuhlfahrer ≥ 150 ≥ 90 ≥ 120 Horizontaler Greifbereich. Form und Materialien Normalsichtige Menschen nutzen für ihre Orientierung bis zu 90 Prozent visuelle Informationen und Signale. rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers Mindestbewegungsfläche in Räumen (90 cm) und vor Möbeln (120 cm) M 1:50 Raumpilot Grundlagen 43 Grundlagen wachsenen Menschen beträgt bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers circa 80 cm. links bei eingeschränkter.Barrierefrei Im vertikalen Greifbereich sind für ältere Menschen und für Rollstuhlfahrer drei Höhen von besonderer Bedeutung: die durchschnittlich mögliche niedrigste Greifhöhe bei 40 cm. Menschen mit eingeschränkter Hörfunktion sind dagegen je nach Schweregrad zusätzlich auf eine akustisch-visuelle oder rein visuelle Orientierung angewiesen. . Bei frontalem Anfahren wird das Greifen für einen Rollstuhlfahrer schwieriger. Farben und Kontrast. 80 ca. Für blinde Menschen bietet vor allem der Einsatz taktiler Elemente und/oder akus­ tischer Signale entsprechende zusätzliche Es wird daher empfohlen Türklinken. eckig oder zu hart auszubilden. die Greif- Orientierung. Da besonders bei Kindern und älteren Menschen die Feinmotorik unterschiedlich ausgeprägt ist. Informationen entsprechend dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ so zu vermitteln. höhen beschränken sich dann auf einen Bereich zwischen 50 cm und 85 cm. 60 ca. dass sie parallel von zwei unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden können.

Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen. nach innen öffnend Bewegungsablauf Drehflügeltür. nach außen öffnend Bewegungsablauf Schiebetür Bewegungsablauf Aufzugstür 44 Raumpilot Grundlagen . M 1:100 Bewegungsablauf Drehflügeltür.

18040 (Entwurf) ≥ 150 Bewegungsflächen vor Aufzugstüren. die baulich nicht eingeschränkt werden darf. 18025.Barrierefrei Zum Anfahren des Türdrückers benötigt der Rollstuhlfahrer beidseitig der Tür eine Bewegungsfläche von 50 cm. . Dieses Maß gilt unabhängig davon. ob es sich um eine Drehflügel. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Raumpilot Grundlagen ≥ 140 45 Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Vor barrierefreien Aufzügen muss eine Mindestbewegungsfläche von 150 x 150 cm vorgesehen werden. ► DIN EN 81-70 / September 2005 / „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“ legt wesentliche Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung im Bereich des Fahrkorbs fest. damit Rollstuhlfahrer sie unbehindert durchfahren können .oder Schiebetür handelt. Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. Bei der Aufzugstür ist eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm erforderlich. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18040 (Entwurf) Bewegungsflächen vor Schiebetüren. 18025. M 1:50 ≥ 110 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 50 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 150 Bewegungsflächen vor Drehflügeltüren. Weitere detaillierte Angaben zur barrierefreien Aufzugsplanung sind im Kapitel „Aufzug“ auf den Seiten 96-97 aufgeführt. wobei letztere für einen Rollstuhlfahrer meist leichter zu bedienen ist. 18025.

Für die Begegnung von Rollstuhlbenutzern muss eine Bewegungsfläche von mindes­ tens 180 cm x 180 cm vorhanden sein.und rückwärtsfahrend uneingeschränkt nutzen kann. Rollstuhlgerechte Mindestflurbreiten entsprechend DIN 18024. wenn mindestens einmal eine Bewegungsfläche von 150 x 150 cm zum Wenden vorhanden ist. die der Rollstuhlbenutzer ausschließlich vor. M 1:50 46 Raumpilot Grundlagen ≥ 180 . Ausgenommen sind Räume. DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf). Die Bewegungsfläche von 150 x 150 cm muss in jedem Raum und auf Fluren als Wendemöglichkeit vorhanden sein. bei langen Fluren muss diese Bewegungsfläche mindestens alle 15 m angeordnet werden (15 m-Angabe aus DIN 18040 Teil 2 (Entwurf)).Grundlagen Flurbreiten Bewegungsfläche für Rollstuhlbenutzer ohne Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen für Rollstuhlbenutzer bei Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen bei Begegnung von Rollstuhlbenutzern ≥ 120 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 180 Es genügt eine Flurbreite von 120 cm. Hierbei ist eine Breite von 120 cm ausreichend.

und Gütertransport – Teil 40: Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen.Anforderungen DIN 32984 / Mai 2000 / Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum DIN 77800 / September 2006 / Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ DIN-Fachbericht 124. § 8 Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr Musterbauordnung MBO 2002 DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN 15325 / Dezember 1990/ Aufzüge.und Fördertechnik Raumpilot Grundlagen 47 Grundlagen Personen. ISO 4190-5. Ausgabe 1987 modifiziert DIN 32975 / Entwurf Juni 2008 / Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung DIN 32981 / November 2002 / Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) . Wege.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen. Ausgabe: Januar 2003 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinien 2007 / § 3. 2 Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten für Menschen mit Behinderung Richtlinien VDI 6008 / August 2005 / Barrierefreie und behindertengerechte Lebensräume – Anforderungen an die Elektro. Plätze. Abs. März 2009). Deutsche Fassung EN 81-40:2008 / Gestaltung barrierefreier Produkte .und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Öffentlich zugängliche Gebäude (geplant als Ersatz für DIN 18024) DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Wohnungen (geplant als Ersatz für DIN 18025) DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN EN 81-40 / April 2009 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Gesetze/Verordnungen Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (19. Signalelemente und Zubehör. Bedienungs-. Artikel 3 Bürgerliches Gesetzbuch 2007 / Artikel 1 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG 2002) auch § 4 Barrierefreiheit (Definition). öffentliche Verkehrs.Barrierefrei Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Straßen.

2009) 48 Raumpilot Grundlagen .V.): Barrierefreies Bauen und Gestalten für sehbehinderte Menschen.): Handbuch und Planungshilfe barrierefreie Architektur. Helmut: Barrierearm – Realisierung eines neuen Begriffes: Kompendium kostengüns­ tiger Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von Barrieren im Wohnungsbestand. Johann: DETAIL Praxis Barrierefreies Bauen.fdst.de/sub/de/barrierefrei_planen/normen/normen (Zugriff 11. Hannover 2003 Edinger. Ulrike (Hrsg. Leitfaden für Architekten. Axel (Hrsg. Fachingenieure. in: ECA Europäisches Konzept für Zugänglichkeit.barrierefrei-portal.2009) http://www. Köln 1996 Stemshorn. anpassbar. Ausgabe 1992 Internet Neumann.de/w/files/pdf/eca_ deutsch_internet. Philipp (Hrsg.Grundlagen Literatur Bleidick. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Lentze. Peter. Christine.06. Ulrich u. Oliver. Lerch.dipb. Stuttgart1997 Böhringer. S. Christine.a. akustische und optische Informationen im öffentlichen Bereich: Barrierefrei für Blinde und Sehbehinderte. Gerhard.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte.06. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. Fachingenieure und Bauherren zur DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. Ebe.2009)) http://nullbarriere. Berlin 2008 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg. integrativ. Joachim.): Barrierefreie Wohnungen.2009) http://www. Degenhart. Stuttgart 2007 Fischer. Dietmar (Hrsg.): Barrierefrei. Dietmar (Hrsg. Hannover 2002 Böhringer.06. Pourat.: Einführung in die Behindertenpädagogik Band I. Stuttgart 1994 Rau. Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten.org/infomaterial. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen.06.php Dachverband Integratives Planen und Bauen e. Pourat.und Bestandsumplanung (Zugriff 11.): Barrierefreies Bauen. LeinfeldenEchterdingen 2003 Marx.de Informationen und Planungshilfen zu relevanten DIN. Bauherren. zur DIN 18024 Teil 2. Berlin 2009 Heiss. Daniela (HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. Susanne. Bauen für die Zukunft. Meuser. Stuttgart. 2 (http://www. Maßen und Produkten der barrierefreien Planung (Zugriff 11. München 2009 Loeschcke. Berlin 2005. Leitfaden für Architekten. Ausgabe November 1996 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Taktile. Berlin.)): Universell. inklusive Checklisten für Neubau.pdf (Zugriff 11. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. Gerhard.

Treppe Raumpilot Grundlagen 49 Grundlagen .

Grundlagen Treppe 51 51 52 53 54 55 56 58 59 60 62 63 64 65 65 67 68 71 73 74 Einleitung Notwendige und nicht notwendige Treppen Notwendige Treppen Treppenteile Steigungsverhältnis Treppenneigungen Nutzbare Treppenlaufbreite Treppenraumprofil Treppendurchgangshöhe Lauflinie und Gehbereich Treppenpodeste Krankentransporte Stufenschnitt im Podestbereich bei zweiläufiger massiverTreppe Unterschneidung Geländer Handlauf Treppenarten Barrierefreie Treppenplanung Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Planungsregeln/Literatur 50 Raumpilot Grundlagen .

Notwendige und nicht notwendige Treppen Die einzelnen Landesbauordnungen regeln unter anderem den vorbeugenden Brandschutz. als Außentreppe. (Definition entsprechend DIN 18065 „Gebäudetreppen“) Für die Planung einer Treppe ist neben der gestalterischen Absicht vor allem ihre Funktion innerhalb des Gebäudes von Bedeutung.Treppe Außenliegende „ Treppenlandschaft“ Außenliegende Treppe und Treppenturm Innenliegende. werden verschiedene Anforderungen an den Raumbereich zwischen notwendiger Treppe und Ausgang gestellt (Rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse et cetera). Entsprechend § 35 (3) müssen notwendige Treppen durchgehend an einer Außenwand geführt werden. 2. Mit Treppenlauf wird die ununterbrochene Folge von mindestens drei Treppenstufen (drei Steigungen) bezeichnet. werden hierin Anforderungen an ihre Ausführung und Brandsicherheit beschrieben. § 10. Raumpilot Grundlagen 51 Grundlagen . § 11) aufgeführt. für die Verbindung von höchstens zwei Geschossen innerhalb einer Nutzungseinheit mit insgesamt nicht mehr als 200 m². 3. Die speziellen Anforderungen an die bauliche Ausführung notwendiger Treppen sind in der MBO (§ 34 und § 35) und entsprechend in den Landesbauordnungen (BadenWürttemberg: LBO BW § 28 und LBOAVO u. natürlich belichtbare Treppen Einleitung Treppen dienen dem Überwinden von Höhenunterschieden. Entsprechend MBO § 35 (1) muss jede notwendige Treppe zur „Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen. § 35 (2) schreibt vor. Ausnahmen von dieser Forderung sind möglich: 1. a. wenn im Brandfall keine Gefährdung durch Raucheintritt vorliegt. die aus mindestens einem Treppenlauf bestehen. Dies kann mit einer niedrigen Steigung und tiefem Auftritt erreicht werden. Sie sind fest mit dem Bauwerk verbundene Bauteile. Die Bauordnung unterscheidet zwischen notwendigen Treppen. Innenliegende notwendige Treppen können gestattet werden. und nicht notwendigen oder zusätzlichen Treppen. die auch als Fluchtweg dienen sollen. Sofern der Ausgang eines notwendigen Treppenraums nicht unmittelbar ins Freie führt. für Gebäude der Gebäudeklasse 1 und 2 (Definition siehe MBO 2 „Begriffe“). Dagegen steht bei einer Fluchttreppe üblicherweise die schnelle Höhenüberwindung im Vordergrund. wenn in jedem Geschoss ein anderer Rettungsweg erreicht werden kann. Da Treppen in vielen Fällen einen wichtigen Bestandteil von Fluchtwegen bilden. wenn ihre Nutzung ausreichend sicher ist und im Brandfall nicht gefährdet werden kann. dass von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses mindestens ein notwendiger Treppenraum oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 35 m Entfernung erreichbar sein muss. Bei einer repräsentativen Treppe in öffentlichen Gebäuden kann beispielsweise ein langsames Schreiten erwünscht sein. durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum).

höchstens 35 m (MBO) beziehungsweise 40 m (LBO BW) betragen. Jedes vom umgebenden Gelände nicht betretbare Geschoss mit Aufenthaltsräumen muss über mindestens eine notwendige Treppe zugänglich sein. wenn in den notwendigen Treppenraum kein Feuer und Rauch eindringen kann (Sicherheitstreppenraum). LBO. Ein zweiter Rettungsweg kann eine von der Feuerwehr erreichbare Nutzungseinheit sein. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! Max. Richtlinien für Kindergärten.a.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. Krankenhausbauverordnung. zum Beispiel beach­ Versammlungsstättenverordnung.und Warenhausverordnung.Grundlagen Maximale Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums zu einem notwendigen Treppenraum Gebäudeart Hochhäuser Gast. HHR 52 Raumpilot Grundlagen . Für Hochhäuser (siehe MBO 2 (4) Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses höher als 22 m über Gelände­ oberfläche) gelten ebenfalls besondere Anforderungen. außer Sonderbauten Anzahl notwendiger Treppen Wohngebäude bis 2 WE Gebäude bis 7 m (LBO BW) Gebäude bis 22 m Gebäude über 22 m 1 1 2 sonstiges Innenliegende. Hochhausrichtlinien et cetera. Fluchtwege / notwendige Treppen für Gebäude mit Aufenthaltsräumen. Geschäfts. Fluchtweg kann durch Feuerwehrleitern sichergestellt werden Der 2. Ein zweiter Rettungsweg ist nicht erforderlich. die keine Sonderbauten nach LBO sind. offene Treppen sind ausreichend Der 2. Zusätzlich ist ein zweiter Rettungsweg erforderlich. Fluchtweg kann durch Hubrettungsfahrzeuge sichergestellt werden besondere Anforderungen an Treppenräume. Entfernung 25 m 25 m 25 m 30 m 30 m Notwendige Treppen Die Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses bis zu mindestens einem Fluchtweg (Fluchttreppe) oder einem Ausgang ins Freie darf bei Gebäuden. u. Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung tet werden. Bei Gebäuden mit mehr als 8 m Brüstungshöhe muss die Erreichbarkeit mit Hubrettungsfahrzeugen sichergestellt sein (MBO § 5). Schulbaurichtlinien. 30 m 35 m 35 m Die maximale Entfernung zur Fluchttreppe wird gerechnet vom äußersten Punkt des Raums bis zur Tür des Fluchttreppenhauses.

Treppe Treppenteile Definition entsprechend DIN 18065 A us tri tts tu fe t Trit stu fe fe tu igu ng s Se pp e tzs te ns Podestbreite Tr ep pe np od es t A Laufbreite/ Podestbreite nt rit Treppenlauflänge ts tu fe Tre pp Tr en ep lau pe na f uf Tre tri tt a Raumpilot Grundlagen 53 Grundlagen ► Hinweis: Seit September 2009 liegt ein Entwurf zur Überarbeitung der DIN 18065 vor. .

Die übliche angenommene Schrittlänge beträgt 63 cm. Das Steigungsverhältnis (s/a) 17/29 gilt nach empirischen Untersuchungen als günstiges Durchschnittsmaß.Grundlagen Steigungsverhältnis Die Beziehung zwischen der Steigungshöhe (s) und der Auftrittsbreite (a) wird als das Steigungsverhältnis bezeichnet und bezieht sich auf das menschliche Schrittmaß. Je nach Anforderung an die Treppe wird eine der folgenden Berechnungsformeln verwendet: Schrittmaßregel: 2 s + a = 63 cm Bequemlichkeitsregel: a – s = 12 cm Sicherheitsregel: a + s = 46 cm Entsprechend DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden. 63 a Bewegungsablauf beim Treppensteigen. M 1:50 54 Raumpilot Grundlagen s . Als durchschnittlich günstiges Steigungsverhältnis gilt: s/a: 17/29 ca.

5 (19°) Belagrampe: bis 10° befahrbar. noch trittsicher Flachrampe: bis 6° befahrbar.75° steilste Wohnhaustreppe: 21 / 21 (≤ 45° / 100% Steigung) normale Wohnhaustreppe: 17 / 29 (30.5°) Freitreppe: 12.5 / 37 .Treppe Treppenneigung (allgemeine Empfehlungen) Grundlagen Raumpilot Grundlagen Leitern: bis 90° Leitertreppen: 45° . trittsicherer Belag Treppensteigungen (s) (allgemeine Empfehlungen) Freitreppen Versammlungsstätten Schulen öffentliche Gebäude Gewerbebauten 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm Verwaltungsbauten Wohnhäuser Bodentreppen Kellertreppen nicht notwendige Treppen 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm 55 .

Die Treppenbreite wird entsprechend der Anzahl der Nutzer bemessen. für drei Personen entsprechend 1. sollte mindestens 1.875 m.5 Orientierungswerte für Treppenbreiten entsprechend dem durchschnittlichen Bewegungsraum von Erwachsenen. Nutzbare Laufbreite zwischen Wandoberflächen Nutzbare Laufbreite zwischen den Innenkanten von Handläufen Nutzbare Treppenlaufbreite ≥ 75 ≥ 125 ≥ 187. M 1:50 56 Raumpilot Grundlagen .25 m Breite vorgesehen werden.75 m Breite als Mindestbewegungsraum angenommen werden. Überschlägig kann für eine Person mindestens 0. Damit zwei Personen ungehindert aneinander vorbeilaufen können.Grundlagen Nutzbare Treppenlaufbreite Die nutzbare Treppenlaufbreite bezeichnet die waagrecht gemessene Laufbreite zwischen der Wandoberflächen und der Innenkante Handlauf beziehungsweise zwischen zwei Handläufen.

) ≤ 2.25 m Versammlungsstätten je 150 Personen (VStättVO BW) Schulen min.25 m ≥ 1. 80 cm 80 cm 50 cm 100 cm 50 cm Treppensteigung s2) Treppenauftritt a3) max. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. 20 cm 21 cm 21 cm 19 cm 21 cm 23 cm 21 cm 21 cm 26 cm 21 cm 1) schließt auch Maisonettewohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ein 2) aber nicht < 14 cm 3) aber nicht > 37 cm 4) Bei Stufen. je 150 Personen (Schulbaurichtl.40 m ≥ 1.00 m ≥ 1. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Sonstige Gebäude Alle Gebäude baurechtlich notwendige Treppen baurechtlich nicht notwendige Treppen Treppenlaufbreite min.00 m ≥ 1. dass insgesamt 26 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.Treppe Grenzwerte Treppensteigung und Treppenbreite entsprechend DIN 18065 Gebäudeart Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen1) Treppenart Treppen.Versammlungsstättenverordnung (hier Baden-Württemberg) Raumpilot Grundlagen 57 Grundlagen Die DIN 18065 ist in der Regel eine bauaufsichtlich „eingeführte Norm“ .00 m MHHR . deren Treppenauftritt a unter 24 cm liegt. die zu Aufenthaltsräumen führen Kellertreppen.Verkaufsstättenverordnung VStättVO . min. deren Treppenauftritt a unter 26 cm liegt. 5) Bei Stufen.50 m ≥ 2. Treppenbreiten in besonderen Bautypen (nach den jeweiligen Vorschriften) Hochhäuser (MHHR) Verkaufsstätten < 500 m (VkVO) 2 ≥ 1.Muster-Hochhaus-Richtlinie VkVO . dass insgesamt 24 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.20 m ≤ 2. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Bodentreppen. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein.

Handlauf: Der Abstand zwischen Wand und Handlauf muss mindestens 5 cm betragen. M 1:50 58 Raumpilot Grundlagen ≥ 200 ≥5 . Der Handlauf sollte ununterbrochen durchlaufen. Die Greifhöhe liegt zwischen 80 und 115 cm (DIN 18065). ≥5 ≤6 ≥ 100 ≤6 ≥ 80 Lichtraumprofil und Seitenabstände.Grundlagen Erforderlicher Raumbedarf entsprechend DIN 18065 Treppenraumprofil Notwendige Treppen nach DIN 18065 ≥ 100 Sonstige Treppen nach DIN 18065 ≥ 80 ≤ 25 ≥ 50 ≤ 25 ≥ 200 ≤ 25 ≤ 15 ≤ 10 ≤ 15 ≤ 10 Der seitliche Abstand von Treppenläufen und Treppenpodesten zur Wand darf nicht mehr als 6 cm betragen.

Begrenzung der lichten Durchgangshöhe beispielsweise durch: 1 Unterseite eines darüberliegenden Treppenlaufs 2 Rohr. Leuchte 3 Balken 4 Dachschräge.) Bauteile wie Balken.Treppe Treppendurchgangshöhe Die lichte Durchgangshöhe von Treppen ist in DIN 18065 mit mindestens 200 cm festgelegt. (Wenn möglich sollte eine größere Höhe von mindestens 220 cm ausgeführt werden. Deckenunterseite Grundlagen Raumpilot Grundlagen 4 3 2 2 1 lichte Treppendurchgangshöhe Messebenen für lichte Treppendurchgangshöhe ≥ 200 cm Zulässige lichte Treppendurchgangshöhe. M 1:50 59 . Leuchten et cetera dürfen in diesen Raum nicht hineinragen (Ausnahmen siehe: Treppenraumprofile).

1). Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten über 100 cm – außer bei Spindeltreppen – beträgt die Breite des Gehbereichs 20 cm. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten bis 100 cm hat der Gehbereich eine Breite von 20 Prozent der nutzberen Treppenlaufbreite und liegt im Mittelbereich der Treppe (DIN 18065/ 9. Bei gewendelten Treppen kann die Lauflinie (der Auftritt) innerhalb des Gehbereichs frei gewählt werden. die den üblichen Weg eines Treppennutzers angibt.Grundlagen 30 Gehbereich 18 R 36 R 30 Gehbereich R 60 Gehbereich R 60 32 R 36 R 32 R 40 40 20 40 R 40 32 16 32 32 16 32 40 20 50 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten Lauflinie und Gehbereich Die Lauflinie ist eine gedachte Bewegungslinie. Bei Wendeltreppen mit einer nutzbaren Treppenbreite < 100 cm liegt der Gehbereich mittig und beträgt 20 Prozent der nutzbaren Laufbreite. Im Krümmungsbereich der Lauflinie ist der Auftritt gleich der Sehne. Sie liegt im Gehbereich. Im geraden Treppenbereich verläuft der Gehbereich in Treppenmitte.2). Krümmungsradien der Begrenzungslinie des Gehbereichs müssen mindestens 30 cm betragen. Der Auftritt wird innerhalb der Lauflinie gemessen. 60 Raumpilot Grundlagen . die sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergeben. Der Abstand des Gehbereiches von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite beträgt 40 cm (DIN 18065/ 9.

Kolbitsch. Seite 15ff 40 36 18 36 16 24 50% 20% 30% 80 40% 20% 40% 90 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Wendeltreppen Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Spindeltreppen 20 10 20 50 24 12 24 60 28 32 36 40 50 60 70 80 14 16 18 20 20 20 20 20 28 70 32 80 36 90 40 100 40 110 40 120 40 130 40 140 Seite der schmalen Stufenenden 70 21 80 90 27 24 16 14 35 60 18 12 10 50 15 30 25 40 45 50 55 Spindelseite 60 65 72 28 40 140 Handlaufseite 26 18 100 30 20 22 24 39 130 110 33 120 36 Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für gewendelte Treppen sowie für Treppen unterschiedlicher Breite. Wien. Franz: Treppen aus Stein. Andreas: Treppen/Stiegen. Detaillierte Angaben hierzu siehe: Schuster. Stuttgart 1943. Holz und Eisen. New York 2005. Anton. Seite 19f Pech. die sich aus geraden und gewendelten Laufteilen zusammensetzen Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für Spindeltreppen unterschiedlicher Breite Raumpilot Grundlagen 61 Grundlagen .Treppe Gehbereich Gehbereich Zum Verziehen von Treppenstufen gibt es verschiedene Konstruktionsmethoden.

dass der Bewegungsfluss entsprechend dem Schrittmaß nicht unterbrochen wird: Podestlänge = x Schrittmaß + 1 Auftritt Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen. Treppenpodeste Als Treppenpodest wird der Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufs bezeichnet. 18 Stufen (max. Bei der Grafik wurde auf das gängige Durchschnittsmaß von 63 cm zurückgegriffen. In Versammlungsstätten sollte nach höchstens 14 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden.Grundlagen Nach DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden. M 1:50 62 Raumpilot Grundlagen . a 63 63 Zwischenpodest x*63cm + 1 Auftritt (a) a max. Mit Zwischenpodest wird der Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen bezeichnet. Entsprechend DIN 18065 soll nach höchstens 18 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. Zwischenpodeste sollten so bemessen werden. 14 Stufen bei Versammlungsstätten) Systemschnitt mit Treppenpodest.

Treppe Krankentransporte im Podestbereich Grundlagen 250 250 Treppenanlagen/Treppenpodeste müssen in Gebäuden ohne entsprechende Aufzüge so ausgebildet werden. 125 100 50 100 100 50 100 Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei offenem Treppenauge Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei geschlossenem Treppenauge 140 Raumpilot Grundlagen 63 . dass darin eine Krankentrage transportiert werden kann (Abmessungen Krankentrage mit klappbaren Holmen entsprechend DIN 13024-2/ April 1997: 2302 x 556 x 137 mm beziehungsweise entsprechend DIN EN 1865 wie im Entwurf DIN 18065 von September 2009 angegeben).

Die Alternative D weist durch ihre verspringende Knicklinie eine schwierige Geometrie in der Untersicht auf. das Podest kann daher mit geringerer Materialstärke ausgeführt werden als bei B und C. 64 Raumpilot Grundlagen . statische oder herstellungstechnische Nachteile haben. müssen die Steigungen versetzt anschließen (Zeichnung A). die jedoch geometrische. M 1:100 Um bei der Untersicht des Zwischenpodestes bei massiven Treppen eine durchlaufende Anschlusskante der beiden Treppenläufe zu erhalten.Grundlagen Stufenschnitt bei zweiläufiger massiver Treppe A B C D Schnitt Aufsicht Die Treppengeometrie von Treppe A hat Vorteile: Die Knicklinie der Treppenuntersicht liegt durchgehend in einer Linie. Die Zeichnungen B und C sind mögliche Alternativen. Untersicht Stufenschnitte. Die Lage des Handlaufs hängt ebenfalls von der Geometrie der Treppenanlage ab.

müssen die freien Seiten von Treppenläufen und Treppenpodesten durch Geländer gesichert werden.Treppe Unterschneidung Treppen ohne Setzstufen (offene Treppen) müssen um mindestens 3 cm unterschnitten werden (DIN 18065. 6. 6. 6. 2. Der Abstand dieser Umwehrungen von der zu sichernden Fläche darf senkrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. Geländer Um gegen Absturz zu sichern. bei einer Höhe von mehr als 12 cm nicht breiter als 12 cm sein dürfen. Geschlossene Treppen mit Treppenauftritten a < 26 cm sind so weit zu unterschneiden. (DIN 18065. darf entsprechend DIN 18065 der lichte Abstand von Geländerteilen in eine Richtung nicht mehr als 12 cm betragen (dies gilt nicht für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten).1). Um das Überklettern von Geländern durch Kleinkinder zu erschweren.9) Die LBOAVO BW fordert darüber hinaus unter § 4. bei einer Breite von mehr als 12 cm bis zu einer Höhe der Umwehrung von 60 cm nicht höher als 2 cm. Unterschneidungen sind ebenfalls möglich.7 . Über Treppenpodesten darf der lichte Abstand zur Geländerunterkante lotrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen.2). dass Öffnungen in Umwehrungen 1. dass a + u ≥ 26 cm beträgt (DIN 18065.7 . Die Höhe des Geländers wird lotrecht über der Stufenvorderkante beziehungsweise über der Oberkante des Podestbodens gemessen (geforderte Geländerhöhen siehe Tabelle nächste Seite). darüber nicht mehr als 12 cm sein dürfen. ≤ 12 < 15 Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen und maximal zulässiger Abstand des Geländers über den Treppenstufen entsprechend DIN 18065 ≥3 ≤ 12 Unterschneidung geschlossene Treppe Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen entsprechend LBOAVO BW § 4 Umwehrungen ≥ 60 Raumpilot Grundlagen 65 ≤2 ≤ 12 Unterschneidung offene Treppe < 15 ≤ 12 Grundlagen In öffentlichen Gebäuden müssen die teilweise von der DIN beziehungsweise der LBO abweichenden Anforderungen der GUV (gesetzliche Unfallversicherung) für die Höhe und Gestaltung von Umwehrungen beachtet werden! . Bei Treppen mit Setzstufen (geschlossene Treppen) können die Stufen bündig mit der Setzstufe abschließen.

110 (LBO) Handlauf Erwachsener 80 . 90 .75 Brüstungshöhe min. die nicht der Arbeitsstättenverordnung unterliegen Arbeitsstätten für alle Gebäudearten Treppengeländerhöhe min.Grundlagen Handlauf Kinder 65 . wenn das Treppenauge bis zu 20 cm breit ist nach Bauordnungsrecht nach Arbeitsschutzrecht 66 Raumpilot Grundlagen .115 Treppengeländerhöhen für Erwachsene (DIN 18065) und Kinder (Orientierungswert) Treppengeländerhöhen nach DIN 18065 Absturzhöhen bis 12 m 1) Gebäudearten Wohngebäude und andere Gebäude. 90 cm 2) bis 12 m 1) über 12 m 1) 2) 3) 100 cm 3) 110 cm außerdem bei größeren Absturzhöhen.

muss ein zusätzlicher Zwischenhandlauf in der Mitte angeordnet werden. Empfehlung: Handlaufhöhe für Erwachsene etwa 85 cm. Wenn die Treppenbreite mehr als 4 m beträgt. Die Höhe der „Umwehrung“ (Absturzsicherung) entspricht nicht immer der optimalen Handlaufhöhe. dass der Handlauf ununterbrochen durchläuft und das Umgreifen nicht durch Befestigungselemente gestört wird. Bei der Planung sollte darauf geachtet werden. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 67 Grundlagen .50 m müssen beide Treppenseiten mit Handläufen ausgerüstet werden. Für Treppen. Die DIN 18065 empfiehlt eine Höhe zwischen 80 cm und 115 cm. als Anhaltswert kann eine Höhe von 65 cm bis 75 cm genannt werden. Durch einen Seitenabstand des Treppenhandlaufs zu benachbarten Bauteilen von mindestens 5 cm wird ein sicheres Umgreifen ermöglicht (DIN 18065). ≥5 Der Seitenabstand des Handlaufs von benachbarten Bauteilen muss mindestens 5 cm betragen 80 . die häufig von Kindern begangen werden.Treppe Handlauf Treppenläufe ab vier Stufen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.115 Handlauf. ist ein zusätzlicher tiefer liegender Handlauf sinnvoll. Bei nutzbarer Treppenbreite über 1. Bei der Handlaufplanung ist auf eine angenehme Greifhöhe zu achten.

im Antritt viertelgewendelte Treppe Einläufige. zweimal viertelgewendelte Treppe Einläufige.Grundlagen Treppenarten Einläufige gerade Treppe Einläufige. halbgewendelte Treppe 68 Raumpilot Grundlagen .

Treppe Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest Dreiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Raumpilot Grundlagen 69 Grundlagen .

Treppe mit Treppenauge 70 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Bogentreppe. Treppe mit Treppenspindel Dreiläufige zweimal abgewinkelte Treppe mit Zwischenpodesten Wendeltreppe. zweiläufige gewendelte Treppe mit Zwischenpodest Spindeltreppe.

ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.und Schlafräume. Treppenlauf – Notwendige Treppen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten dürfen nicht gewendelt sein (DIN 18024). 1992 . entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und 2 dürfen Handläufe im Treppenauge und an Podesten nicht unterbrochen sein. Entsprechend § 39 und DIN 18024 Teil 2 (beziehungsweise 18040 Teil 1 (Entwurf)) ist für öffentlich zugängliche Gebäude wie unter anderem Bürogebäude.Treppe Barrierefrei Erreichbarkeit im Wohnungsbau Entsprechend LBO BW § 35 (3) müssen bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Stufen – Stufenunterschneidungen sind unzulässig (DIN 18024/DIN 18025 Teil 2). 1996 DIN 18025 Teil 2/ Dez. – Entsprechend DIN 18040 Teil 1 und 2 (Entwurf) sind ab einem Innendurchmesser des Treppenauges von 200 cm auch gebogene Treppenläufe zulässig. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) müssen Treppen Setzstufen haben. In diesen Wohnungen müssen die Wohn. – Handläufe sind mit 3 bis 4. – Äußerer Handlauf muss über das Treppenende hinaus 30 cm waagerecht in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm entsprechend DIN 18040 Entwurf) weitergeführt werden. Gaststätten und Praxen die stufenlose Erreichbarkeit aller Gebäudeebenen gefordert. Taktile Hilfen an Handläufen am Anfang und am Ende der Treppe informieren Blinde über den Beginn und das Ende des Treppenlaufs Orientierungshilfen sind für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wichtig! – Markierungen der Stufenvorderkanten (zumindest die erste und letzte Stufe sollte markiert sein) – Aufmerksamkeitsfeld vor der Treppe (Belagswechsel) Raumpilot Grundlagen 71 Grundlagen LBO BW § 35 (3) LBO BW § 39 DIN 18040 Teil 1/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18040 Teil 2/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18024 Teil 2/ Nov. Bei Bedarf sind Aufzug oder Rampe zum Überwinden von Höhenunterschieden erforderlich. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2 sind Handlaufhöhen zwischen 85 und 90 cm zugelassen. daher sind Stufenunterschneidungen bei barrierefreien Treppen unzulässig (DIN 18024/DIN 18025) beziehungsweise nur bis 2 cm zulässig (DIN 18040 Entwurf) b 30 Die Trittstufen müssen durch taktiles Material erkennbar sein. die barrierefrei gestaltet werden müssen. bei schrägen Setzstufen sind Unterschneidungen bis zu 2 cm zulässig. Erreichbarkeit in öffentlichen Gebäuden In LBO BW § 39 sind weitere bauliche Anlagen aufgelistet. Stolpergefahr bei Stufenunterschneidung. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) sind frei in den Raum kragende Handlaufenden mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen.5 cm Durchmesser gefordert. – Der Treppenlauf von Wohnungstreppen sollte in der barrierefreien Planung nicht gewendelt sein (DIN 18025 Teil 2). – Innerer Handlauf darf nicht unterbrochen sein (DIN 18024/DIN 18025). DIN 18025 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Handlauf – Beidseitige Handläufe auf 85 cm Höhe erforderlich (DIN 18024 und DIN 18025). eine Toilette. Trittstufen dürfen über die Setzstufen nicht vorkragen. Treppen entsprechend DIN 18024.

Die rechtlichen Vorschriften über Brüs­ tungshöhen gelten unabhängig von der Forderung nach 85 cm (85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) Handlaufhöhe. Das Zwischenpodest kann jedoch schmäler sein als 150 cm. DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 (Entwurf) ist eine 150 cm Bewegungsfläche vor der Treppe für Rollstuhlfahrer gefordert. M 1:50 72 Raumpilot Grundlagen Handlauf 85 (.5 cm Durchmesser.4. Äußere Handläufe müssen in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) 30 cm waagerecht über den Anfang und das Ende einer Treppe hinausragen. Die oberste Stufe (Austrittsstufe. die Absturzsicherung muss daher getrennt vom Handlauf in der geforderten Höhe angeordnet werden! Die Höhe des Handlaufs wird lotrecht über Stufenvorderkante beziehnungsweise über OFF der Podeste bis Oberkante Handlauf gemessen. (Bemaßung dieser Podestfläche entsprechend Forderungen der LBO und DIN 18065).90) . Entsprechend DIN 18024. 3 . siehe „ Treppenteile“) darf nicht dazugerechnet werden. da es von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden kann.5 Umwehrung 90 .110 ≥ 30 ≥ 30 ≥ 150 Barrierefreie Treppe.Grundlagen Barrierefreie Treppe Barrierefreie Treppen müssen beidseitige Handläufe besitzen mit 3 bis 4.

Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen et cetera die ungehinderte Höhenüberwindung. falls Handläufe unterfahrbar. Rampen sind ab 3 Prozent Längsgefälle erforderlich. Die Bewegungsflächen am Anfang und am Ende der Rampe müssen mindestens 1. bei Steilrampen zwischen 10 und 24 Prozent (nicht barrierefrei).50 m groß sein. Bei der barrierefreien Rampenplanung ist eine Steigung bis maximal 6 Prozent möglich. bei Belagrampen (nicht barrierefrei) zwischen 6 und 10 Prozent.50 m Länge erforderlich.85 m Höhe (0. Die Neigung von Flachrampen liegt bei maximal 6 Prozent. Nicht-barrierefreie Rampen Rampen können alternativ oder zusätzlich zu Treppen oder Aufzügen als großzügige vertikale Erschließungselemente eingesetzt werden. >5 10 120 Steigung maximal 6 Prozent in der barrierefreien Rampenplanung ≥ 150 72 85 30 ≥ 150 ≥ 150 *) 120 30 ≤ 600 ≥ 150 ≤ 600 30 ≥ 150 ≥ 150 *) Rollstuhlgerechte Rampe entsprechend DIN 18024. 30 Frei auskragende Handlaufenden sind mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen (DIN 18040 Entwurf). . *) 150 cm nur entsprechend DIN 18040 (Entwurf) ausreichend.90 m DIN 18040 (Entwurf) anzubringen und über die Rampe hinaus 30 cm über die Podestfläche zu führen. Nach maximal 6 m Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 1.Treppe max. Die nutzbare Rampenbreite zwischen den mindestens 10 cm hohen Radabweisern ist mit mindestens 1. 6% Rampen ermöglichen Gehbehinderten.85 m bis 0.50 m x 1. DIN 18025 und DIN 18040 Entwurf. M 1:100 Raumpilot Grundlagen 73 85 Grundlagen Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Handläufe sind beidseitig mit 3.5 cm bis 4 cm Durchmesser auf 0.20 m Breite gefordert.

und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rie­ refreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 13024 Teil 1 / April 1997 / Krankentrage –Teil 1: mit starren Holmen – Maße. Rampen und LBOAVO: unter anderem § 4 Umwehrungen. besonders: – ASR 7/3 Künstliche Beleuchtung – ASR 12/1-3 Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände – ASR 17/1.Teil 1: Mit starren Holmen. insbesondere: § 28 Treppen. Gänge. Prüfung DIN 13024 Teil 1 Berichtigung 1 / Mai 2008 / Krankentrage . Ausgänge – § 38 Umwehrungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2006). Prüfung.Grundlagen Normen DIN EN 1865 / Dezember 1999 / Festlegungen für Krankentragen und andere Krankentransportmittel im Krankenkraft­ wagen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Prüfung Gesetze/Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (12.2 Verkehrswege Musterbauordnung (MBO) (2002) insbesondere: – § 14 Brandschutz – § 33 Erster und zweiter Rettungsweg – § 34 Treppen – § 35 Notwendige Treppenräume. Plätze. öffentliche Verkehrs. Ein. Anforderungen. Anforderungen. Treppenräume.und Ausgänge.und Warenhausverordnung Garagenverordnungen Schulbaurichtlinien Richtlinien für Kindergärten Unfallverhütungsvorschriften Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) 74 Raumpilot Grundlagen .2004) mit Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) (Oktober 1979).08. Hauptmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Anforderungen. Messregeln. Ausgänge Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Richtlinien Hochhausrichtlinien Versammlungsstättenverordnung Verkaufsstättenverordnung Krankenhausbauverordnung Geschäfts. Berichtigungen zu DIN 13024 Teil 1: 1997-04 DIN 13024 Teil 2 / April 1997 / Krankentrage – Teil 2: mit klappbaren Holmen – Maße. Maße. Messregeln. Flure. Hauptmaße DIN 18065 Entwurf / September 2009 / Gebäudetreppen – Begriffe. § 11 Notwendige Treppenräume. Wege. § 10 Treppen.

Klaus: Stahltreppen. Berlin 2008 Drexel. New York 2005 Raumpilot Grundlagen 75 Grundlagen Literatur Baus. Holz und Eisen. München 2000 Jiricna Eva: Moderne Treppen. Ursula. Wien. Andreas: Treppen/ Stiegen. Kolbitsch. Friedrich: Handbuch der Treppenkunde. Franz: Treppen aus Stein. Kölliker.Treppe Deplazes. Rysler. Konstruktion und Design. Franz: Treppen – Entwurf. Klaus: Treppen aus Metall. Stuttgart 2001 Mielke. Heinz. Anton. Catherine: Treppenhäuser. gerade und gewendelt. Fredi. Siegele. Boston. Thomas: Neue Treppen. Gitter und Zäune aus Metall. Andrea (Hrsg. Köln 2002 Pracht. Walter: Elemente des Bauens. Architektur – Konstruktion – Gestaltung. Kon­ struktion und Gestaltung von großen und kleinen Treppenanlagen. Stuttgart 1964 Slessor. Stuttgart 1998 Schuster. Klaus: Geländer. Emil: Baukonstruktion im Kontext des architektonischen Entwerfens: Zirkulation. Hannover 1993 Pracht. Köln 2000 Ronner. Basel. Mün­ chen 2001 Meyer-Bohe. Leinfelden-Echterdingen 1983 Pech.): Architektur konstruieren. Basel 1994 Schuster. Stuttgart 1943 .

Grundlagen 76 Raumpilot Grundlagen .

Aufzug Raumpilot Grundlagen 77 Grundlagen .

Grundlagen Aufzug 79 79 80 81 82 82 82 82 83 83 83 84 86 88 90 91 92 92 93 93 94 96 98 Einleitung Planungsregeln Begriffe Fahrkorbvarianten Antriebsarten Seilaufzug Triebwerksraumloser Seilaufzug Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe Hydraulikaufzug Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Dimensionierung – Aufzugsgrößen Dimensionierung – Bewegungsflächen/ Wartezone/ Vorraum Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Dimensionierung – anhand von Tabellen Vorgaben der Landesbauordnung Hochhaus Aufzugsgruppen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Twin-System Feuerwehraufzug Barrierefrei Planungsregeln/Literatur 78 Raumpilot Grundlagen .

Aufzug Einleitung Aufzüge dienen neben Treppen. Für die Projektierung von Aufzügen in größeren Gebäuden sind komplexe Verkehrsberechnungen schon während der Planungsphase erforderlich. dies entspricht 61 km/h. Rollstühle. bei der konkreten Projektierung frühzeitig einen Fachplaner mit einzubeziehen. Man unterscheidet für den Transport von Personen und Lasten verschiedene Aufzugsarten: – Personenaufzüge – Lastenaufzüge – Güteraufzüge – Feuerwehraufzüge. Von diesen Aufzügen muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen. “ Abweichend davon fordert die LBO BW unter § 29 entsprechende Aufzüge ab 12. die – außer den repräsentativen Treppen in Foyerbereichen – oft nur als Fluchtwege (notwendige Treppen) ausgebildet sind und entsprechend selten genutzt werden.50 m Höhe des obersten Fußbodens über der Eingangsebene (Novellierung 2010 beachten!). Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden. 3 Satz 2 (Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. 4 „Aufzüge“ an: „Gebäude mit einer Höhe nach § 2 Abs. da sie Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Zugang zu allen Geschossen eines Gebäudes ermöglichen. Dieses Kapitel kann hierfür nur erste Planungshinweise geben. wie sie beispielsweise in Wohn. Der Gesetzesentwurf zur Novellierung sieht für § 29 „Aufzugsanlagen“ Angleichungen an die Musterbauordnung MBO vor. Dieses Kapitel behandelt vorwiegend Personenaufzüge. ► Anforderungen an die Aufzugsplanung der jeweiligen LBO beachten! ► Die hier beispielhaft zitierte LBO BW wird voraussichtlich 2010 novelliert. Es empfiehlt sich. Taiwan (Baujahr 2004) und erreicht in einer Richtung (!) eine Geschwindigkeit von 17 m/s. über der Geländeroberfläche im Mittel) von mehr als 13 m müssen Aufzüge in ausreichender Zahl haben.oder Verwaltungsbauten eingesetzt werden. Fahrtreppen und Rampen der vertikalen Erschließung von Gebäuden. Raumpilot Grundlagen 79 Grundlagen Der zur Zeit schnellste Personenaufzug befindet sich im Taipei Financial Center „Taipei 101“ in Taipeh. beispielsweise indem über die Förderleis­ tung die Aufzugs­ kapazität bestimmt wird (siehe „Dimensionierung“). Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. Planungsregeln Die MBO 2002 führt unter § 39. . Für die Erschließung von Hochhäusern haben Aufzüge eine größere Bedeutung als Treppen. Bei der Planung barrierefreier Gebäude sind Aufzüge unverzichtbar.

Fahrkorb Teil des Aufzugs.Grundlagen Begriffe Triebwerksraum Triebwerk Triebwerksraum Raum. Zentral öffnende Schiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente mittig zu beiden Seiten geöffnet.00 140 360 140 370 1.60 m x 1 m Teleskopschiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente nebeneinander zu einer Seite hingeschoben. Von Vorteil ist die geringere lichte Schachtbreite als bei der zentral öffnenden Variante/Schiebetür. entsprechend DIN 15306 (cm) Nenngeschwindigkeit (m/s) Mindestschachtgrubentiefe Mindestschachtkopfhöhe 0. die DIN 15306 und die DIN 15309. In nebenstehender Tabelle werden beispielhaft einige Werte aus der DIN 15306 (Personenaufzüge für Wohngebäude) zitiert. Vorteilhaft ist die kürzere Öffnungsund Schließzeit. die DIN EN 81-2. nachteilig ist die größere Fahrschachtbreite gegenüber der einseitig öffnende Teleskopschiebetür.50 m bei einer von Einbauten freien Fläche von mindestens 0. der Personen und Lasten befördert. Schachtgrube Teil des Schachtes zwischen der untersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtsohle. Steuerung und Regelung untergebracht werden. Die DIN EN 81-1 beziehungsweise DIN EN 81-2 fordert für Personen-.60 2. Schutzraum Der Schutzraum soll sowohl auf dem Fahrkorbdach als auch in der Schachtgrube eine gefahrlose Wartung sicherstellen. Gegengewicht Förderhöhe Aufzugsschacht Schachttürhöhe Fahrkorbhöhe Schachtkopf Fahrkorb Schachtgrube Dimensionierung Schachtkopf und Schachtgrube. Schachtkopf Teil des Schachtes zwischen der Fußbodenoberkante der obersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtdecke.63 1. Lasten.und Güteraufzüge oben: mindestens 1 m unten: mindestens 0. in dem das Triebwerk und/oder die zum Aufzugsantrieb dazugehörigen technischen Einrichtungen wie Antrieb. M 1:100 80 Raumpilot Grundlagen Puffer .50 160 380 220 500 ► Angaben zur Mindestschachtgrubentiefe und zur Mindestschachtkopfhöhe machen die DIN EN 81-1. Schemaschnitt.

Die Übereck-Variante ist eine Sonderlösung. Ihr Einbau erfordert meist aufwendige Konstruktionen. die die Investitionskosten für den Aufzug deutlich erhöhen.Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Der Durchlader ist unter anderem besonders für das Anfahren von Zwischengeschossen geeignet. Der Fahrkorb ist zentral angeordnet mit zentral öffnender Schiebetür. zentral öffnende Schiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Standard-Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Fahrkorbtiefe Schachttiefe Fahrkorb einseitig öffnende Teleskopschiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Durchlader Übereckaufzug Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite einseitig öffnende Teleskopschiebetür M 1:50 Raumpilot Grundlagen 81 Grundlagen Fahrkorbvarianten Die am häufigsten ausgeführte Aufzugsvariante ist in der Abbildung oben rechts zu sehen. .

beispielsweise neben der obers­ ten oder untersten Schachttür von ­ außen zugänglich. Bei vielen Systemen ist die Steuerung außerhalb des Schachts angeordnet. Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe In Einzelfällen ist es möglich. das heißt für Personen. Bei dieser Aufzugsart ist der Fahrkorb über Seile mit einem Gegengewicht verbunden. wodurch der Triebwerksraum entfällt. das Triebwerk ist im Schacht über dem Fahrkorb angeordnet Seilaufzug ohne Triebwerksraum und reduzierter Schachtgrube Antriebsarten Seilaufzug Seilaufzüge sind in der Regel die kosten­ güns­ tigsten Aufzüge. sie wird durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme jedoch voraussichtlich noch weiter erhöht werden. kann über dem Aufzug. Die Anordnung direkt über dem Schacht ist meist die wirtschaftlichste Lösung und hat den besten Gesamtwirkungsgrad. oben neben dem Aufzug oder unten neben dem Schacht angeordnet werden. Die Seile werden üblicherweise über eine Treibscheibe mit Umlenkrolle geführt und von einer Antriebsmaschine in beide Richtungen gezogen. da die Antriebsanlage nur über den Fahrkorb zugänglich ist. Triebwerksraumloser Seilaufzug Bei diesen Konstruktionen werden wesentliche Triebwerkskomponenten innerhalb des Schachts angeordnet. Der Wegfall des Treibwerksraums bedeutet eine deutliche Raum. Sie sind für alle Nutzungsarten.und Lastentransport einsetzbar und ermöglichen große Förderhöhen. Der Triebwerksraum. da eine geringe Anzahl an Seilumlenkungen notwendig ist. die geforderte Schachtgrubentiefe zu unterschreiten. Durch die längere Seilführung erhöht sich aber der Verschleiß und damit steigen auch die Wartungskosten. Allerdings ist die Wartung erschwert. zum Beispiel im Altbau eintreten.und Kostenersparnis. 82 Raumpilot Grundlagen . Dieser Fall kann bei nachträglichen Aufzugseinbauten. in dem sich der Antrieb und die Steuerung et cetera befinden. Dadurch erhöhen sich bei Wartungsarbeiten meist auch die Ausfallzeiten. Die Anordnung neben dem Schacht kann aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen von Vorteil sein. Diese Aufzüge verursachen einen geringeren Geräusch­ pegel und verbrauchen etwas weniger Energie als herkömmliche Seilaufzüge. Die maximale Förderhöhe liegt im Jahr 2009 bei etwa 100 m. da damit die Gesamtbauhöhe verringert werden kann.Grundlagen Seilaufzug mit Triebwerksraum über dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum oben neben dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum unten neben dem Schacht Seilaufzug ohne Triebwerksraum.

Die Anschaffungskosten sind jedoch höher als bei üblichen Konstruktionen. Bei diesem seilhydraulischen Hubsystem wird der Hubkolben von einem Seil unterstützt.50 m bis 2. und sie gelten auch als wartungsintensiver. um den Weg vom Aggregat zum Schacht möglichst gering zu halten. Hydraulikaufzug Bei einem hydraulisch angetriebenen Aufzug wird der Fahrkorb mit einem ölhydraulischen Hubkolben bewegt. Dies verhindert größere Energieverluste (und entsprechende Betriebskosten).und Sicherheitsmaßnahmen ist zum Schutz vor auslaufendem Öl wichtig (Gewässerschutz). Der Maschinenraum ist unter oder neben dem Aufzugsschacht angeordnet. so dass auch größere Höhen überwunden werden können. Der hydraulisch angetriebene Aufzug wird bevorzugt bei kleineren Förderhöhen (15–25 m) verwendet. Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Bei diesen Aufzügen ist die Kabine ohne Umlenkungen. also direkt.60 m Schachtkopfhöhe. Diese Aufzüge können komplett in übliche Geschosshöhen integriert werden. Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Für größere Förderhöhen kann eine Kombination aus Seil. Raumpilot Grundlagen 83 Grundlagen .und Hydraulikaufzug – der seilhydraulisch angetriebene Aufzug – einge- setzt werden. Bei diesen Systemen ist ein relativ hoher Energieaufwand nötig. so dass zusätzliche Dachaufbauten entfallen. Eine korrekte Ausführung der geforderten Abdichtungs.Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit zentralem Druckkolben Daneben wurden zwischenzeitlich auch Aufzüge mit einer reduzierten Schachtkopfhöhe entwickelt (ab circa 2. mit dem Kolben verbunden. da ständig das gesamte Gewicht der Kabine bewegt werden muss. für den Aufbau ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich). Das Seil wird mehrfach umgelenkt.

Ein breiterer Fahrkorb ist von Vorteil. da damit ein schnelleres Aus. Zukünftig müssen die Vorgaben der DIN 18040 beachtet werden. ► Die Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 Dimensionierung – Aufzugsgrößen Personenaufzüge für Wohngebäude entsprechend DIN 15306 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für normale Nutzung 200 110 240 160 150 Die angegebenen Schachtmaße entsprechen den Angaben der DIN 15306 / Juni 2002 beziehungsweise der DIN 15309 / Dezember 2002. Seite 45. Eine Mindestfahrkorbgröße von 110 cm x 140 cm und eine lichte Aufzugstüröffnung von mindestens 90 cm sind unter anderem Voraussetzung für einen rollstuhlgerechten Aufzug. ­ siehe hierzu auch Kapitel „Grundlagen Barrierefrei“ . Dies führt zur Erhöhung der Förderleistung. verschiedene Hersteller unterschreiten diese Abmessungen bei ihren Fabrikaten geringfügig. sondern entsprechend auch in DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! 630 kg 90 170 110 1000 kg 90 100 150 210 140 320 kg 70 160 100 630 kg 90 200 135 1000 kg 110 250 200 120 170 220 140 1275 kg 110 140 450 kg 80 170 110 800 kg 90 160 110 140 190 210 80 220 160 260 140 210 260 1000 kg 90 1000 kg 90 84 Raumpilot Grundlagen 140 220 220 220 .und Einsteigen möglich ist. Die Norm EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025.

Fahrkorbmaße.Aufzug 110 140 110 140 90 90 260 200 210 120 270 180 DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. Fahrkorbmaße. Türmaße . Türmaße 270 330 140 230 230 1275 kg 110 270 210 1275 kg 110 2500 kg 130 240 (260) 160 250 140 290 270 180 mögliche Bettenabmessungen: bei 1275 kg und 1600 kg: 90 cm x 200 cm bei 2000 kg: 100 cm x 230 cm 130 bei beiden 2500 kg: 100 cm x 230 cm 240 300 270 330 1600 kg 110 300 235 1600 kg 130 160 250 2500 kg 1800 kg 120 300 235 240 (260) 150 170 260 270 2000 kg 120 2000 kg 130 M 1:200 330 Raumpilot Grundlagen 85 Grundlagen Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für intensive Nutzung Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge entsprechend DIN 15309 – Bettenaufzüge DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße.

in diesem Fall für Orientierungswerte auf die Bestimmungen der DIN 15309 (siehe rechts) zurückzugreifen.50 m.5-fachen Fahrkorbtiefe und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. mindes­ tens jedoch 1.5-fachen der Fahrkorbtiefe (FKT) und der Schachtbreite (SBR). Aufzugsgruppen mit gegenüberliegenden Aufzügen kommen allerdings in reinen Wohngebäuden nur selten zum Einsatz. DIN 15309 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude Maße des Raums vor dem Einzelaufzug (gilt nicht für Bettenaufzüge) Vor einem Einzelaufzug muss mindestens das 1. DIN 15306 Personenaufzüge für Wohngebäude Der Abstand zwischen Schachtwandtür und gegenüberliegender Wand muss der Fahrkorbtiefe (FKT) entsprechen. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der Tiefe des tiefsten Fahrkorbs und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein.5-fache der Fahrkorbtiefe (FKT) als Abstand zur gegenüberliegenden Wand eingehalten werden. Maße des Stauraums zwischen gegenüberliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Die nutzbare Mindesttiefe zwischen den Schachtvorderwänden soll gleich der Summe der beiden gegenüberliegenden Fahrkorbtiefen. Es empfiehlt sich. das 1.50 m x 1. 150) x SBR Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in Wohngebäuden entsprechend DIN 15306 86 Raumpilot Grundlagen . FKT x SBR. 150 x 150 Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) FKT (min. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der 1.50 m Abstand gefordert.50 m betragen.5-fache der Fahrkorbtiefe sein.40 m betragen. hier ist jedoch ebenfalls mindestens 1. Die Mindestfläche vor dem Aufzug ist das Produkt aus dem 1. Die nutzbare Mindestfläche soll dem Produkt aus Fahrkorbtiefe und Schachtbreite entsprechen. jedoch nicht größer als 4.Grundlagen Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Dimensionierung – Bewegungsflächen/Wartezone/ Vorraum Vor jedem Aufzug oder jeder Aufzugsgruppe sind Bewegungsflächen einzuplanen. mindestens jedoch einer Fläche von 1.50 m sein. Bei mehreren nebeneinanderliegenden Aufzügen ist der tiefste Fahrkorb maßgeblich. gemessen in Richtung Fahrkorbtiefe. Maße des Raums vor nebeneinanderliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Bei nebeneinanderliegenden Aufzügen soll die nutzbare Mindesttiefe zwischen Schachttürwand und gegenüberliegender Wand. min. mindes­ tens aber 2. Die DIN 15306 macht keine Angaben zu Mindestabständen bei gegenüberliegenden Aufzügen.

Fahrkorbmaße. 240) x SBR (tiefste FKT maßgeblich) Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in „anderen als Wohngebäuden“ entsprechend DIN 15309 Fahrkorbtiefe FKT + FKT (max.5 FKT x SBR 1. Fahrkorbmaße. Türmaße 1. 450) Raumpilot Grundlagen 87 Grundlagen DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße.5 FKT (min.5 FKT (min. Türmaße . 240) x SBR Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Fahrkorbtiefe (FKT) 1.Aufzug Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße.

Förderleistung Die Förderleistung ist die entscheidende Komponente in der Dimensionierung von Aufzugsanlagen. Eine flexible und schnelle Beförderung großer Personenzahlen ist möglich. 300 x P x n NZ = = [Personen/5 min. wenn die zu transportierenden Personen auf mehrere Aufzüge verteilt werden. Mehrere im Grundriss verteilte Aufzugsgruppen sind bei großflächigen Gebäuden von Vorteil.Grundlagen Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Aufzug im Treppenauge Aufzug neben Treppe Anzahl der Aufzüge Um Anzahl und Größe benötigter Aufzüge zu bestimmen.] tu P = Kabinenbelegung n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit [Personen] [-] [s] Aufzug gegenüber Treppe Aufzug gegenüber Treppe außenliegend Aufzug neben neben Treppe Treppe im im Aufzug Gebäudeinnern mit Splitlevel Gebäudeinnern 88 Raumpilot Grundlagen . Meist wird als Bewertungsmaßstab für die Förderleistung die „Fünf-Minuten-Leistung“ genannt. wie viele Personen mit dem Aufzug innerhalb von fünf Minuten befördert werden können. da keine Ausweichmöglichkeit besteht. In Gebäuden mit starkem Vertikalverkehr ist es wichtig. Sie gibt an. die erforderliche Aufzugskapazität der gewünschten Förderleistung anzupassen. außerdem die Frequentierung und die Höhe des Gebäudes. Ist nur ein Aufzug vorhanden. kommt es bei einem Ausfall zu einem Verkehrsengpass. Sie wird auf der Basis von Umlaufzeit und mittlerer Wartezeit ermittelt. da sie eine zügige und flexible Personenbeförderung ermöglichen. Die Kapazität der Aufzüge sollte so ausgelegt werden. Aufzugsgruppen können eine schnelle Abwicklung gewährleisten. dass auch in Stoßzeiten eine Wartezeit von 30 Sekunden nicht überschritten wird. muss die Menge der zu befördernden Personen bekannt sein.

um wieder an seine Ausgangsposition zu gelangen. 5-min-Förderleistung [%] 7 . bis ein Fahrgast an einer Station abgeholt wird.und Verwaltungsbau Schulgebäude Krankenhaus 12–15 15–20 15–20 25–30 30–50 30–50 30–50 30–40 Kerne zentral Thyssen Verwaltung Düsseldorf Raumpilot Grundlagen 89 Grundlagen Umlaufzeit Die Umlaufzeit ist der Zeitraum. Einzelaufzug: tw= tu Aufzuggruppe: tw = tu / n Kern dezentral I = errechnete mittlere Wartezeit n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit Kern außerhalb Drei Kerne Commerzbank Frankfurt Orientierungswerte für die Bemessung von Aufzugsanlagen Gebäude Wohnhaus Ermittlung der Belegung eines Gebäudes je Wohnung für den ersten Wohnraum für jeden Wohnraum. zul.5–10 max. ein Kern RWE Kerne Hauptverwaltung Essen außen Hotel Büro. den der Aufzug benötigt.und Einsteigens der Personen) ab. die durchschnittlich vergeht. Sie sollte aus Komfortgründen 30 Sekunden nicht überschreiten.5 erf. .Aufzug Kern zentral tu = Umlaufzeit tf = Fahrzeit to = Standzeit Die Umlaufzeit hängt im wesentlichen von der Steuerung und der Art der Türöffnung (Dauer des Aus. Wartezeit [s] 80–120 Zwei intern. tu = tf + to [s] Mittlere Wartezeit Hierbei handelt es sich um die Zeit. Nebenräume und Küchen werden nicht mitgezählt je Bett je 10m2 Arbeitsfläche je 10 m2 Klassenzimmerfläche je Bett Personen 2 1 1 1 6 1.

20 G H 15 E F A B C 1 x 630 kg (8 Personen) 1 x 1000 kg (13 Personen) 1 x 450 kg (18 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 630 kg (29 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 1000 kg (26 Personen) 3 x 1000 kg (39 Personen) 10 ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) D CD D B 5 E F AB G H 1 0 100 200 ≥ Bewohner in allen Vollgeschossen 300 400 500 600 700 800 Anforderungen an die Förderleistung bei Wohngebäuden (FEM) 90 Raumpilot Grundlagen . Dimensionierung anhand von Tabellen Zur überschlägigen Dimensionierung von Aufzugsanlagen in der ersten Planungsphase kann auf die Diagramme der FEM (Fédération Européene de la Manutention) für Wohngebäude beziehungsweise für komfortable Wohngebäude mit oder ohne Büronutzung zurückgegriffen werden.oder Lastenaufzüge sind in den Diagrammen nicht berücksichtigt. Aufzüge – Energieeffizienz. Ausgabe 2009: Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung und Kennzeichnung der Energieeffizienz von neuen Personen. Zusätzlich notwendige Feuerwehr. Sie kann ebenfalls für die nachträgliche Feststellung der Energieeffizienz bestehender Aufzügen sowie für die Nachprüfung von Bedarfsangaben des Herstellers und die Ermittlung des voraussichtlichen Energieverbrauchs herangezogen werden.Grundlagen ■ VDI 4707 Blatt 1.und Lastenaufzügen. Für eine präzise Bestimmung des Förderbedarfs sind dieTabellenwerte jedoch nicht ausreichend.

) D CD 5 E AB F 1 0 100 200 300 ≥ Bewohner/ Beschäftigte in allen Vollgeschossen 400 500 600 700 800 G H Anforderungen an die Förderleistung bei komfortablen Wohngebäuden mit oder ohne Büronutzungen (FEM) Raumpilot Grundlagen 91 Grundlagen FEM Fédération Européene de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder. Die so ermittelten Werte dienen nur einer groben Vordimensionierung. § 13 (5)).) 1x 1000 kg 2x 1000 kg (26 Pers. Hat ein Gebäude beispielsweise 280 Nutzer. so werden mindestens 280 : 20 = 14 Aufzugsplätze benötigt.) 1x 1000 kg (13 Pers.) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers.) 1x 450 kg (18 Pers. LBOAVO Anhang I/1. Die notwendige Anzahl und Größe der Aufzüge ergibt sich dann aufgrund der zulässigen Personenzahl je Aufzug. 20 H G 15 F A B C ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) E 10 1x 630 kg (8 Pers.) 3x 1000 kg (39 Pers.Aufzug Vorgaben der Landesbauordnung Einzelne Landesbauordnungen fordern abweichend von der MBO § 39. dass auf 20 Gebäudenutzer je mindestens ein Platz im Aufzug zur Verfügung stehen muss (zum Beispiel LBO BW.) 1x 1000 kg 2x 630 kg (29 Pers.und Lagertechnik) .) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers.

Mittel. Bei höheren Gebäuden ist die Aufteilung in mehrere Aufzugsgruppen sinnvoll. bei der jeder Aufzug alle Geschosse des Gebäudes anfährt. bei Gebäuden mit bis zu 45 Geschossen eine Unterteilung in drei Gruppen (Nah-. Bei Gebäuden bis circa 35 Geschossen empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Gruppen (Nah. wird bei mehr als drei Gruppen aber auch sehr flächenverbrauchend. bei denen die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses. mehr als 22 m über der Geländeoberfläche im Mittel liegt. da die Anzahl der Haltestellen eines Aufzugs reduziert wird. Bei bis zu circa 25 Vollgeschossen kann eine Aufzugserschließung eingeplant werden. In Gebäuden solcher Höhe ergeben sich besondere Anforderungen an die vertikale Erschließung und somit auch an die Aufzugsplanung. Aufzugsgruppen ab Eingangsebene Die Aufzugsgruppen werden in mehrere Zielzonen unterteilt. Eine solche Aufzugsgruppierung ermöglicht zwar eine komfortable Erschließung von Hochhäusern. obere Ferngruppe obere Nahgruppe Skylobby obere Ferngruppe Ferngruppe mittlere Nahgruppe Expressgruppe Skylobby Eingang Nahgruppe Systeme mit Aufzugsgruppen in der Hochhausplanung 92 Raumpilot Grundlagen untere Nahgruppe untere Ferngruppe Mittelgruppe .Grundlagen Hochhaus Die Musterbauordnung definiert unter § 2 Hochhäuser als Gebäude.und Ferngruppe) und bei bis zu 60 Geschossen eine Unterteilung in vier Zielgruppen. Dies erhöht die Förderleistung und reduziert die Wartezeiten. in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist.und Ferngruppe).

Doppeldecker-Aufzug mit zweigeschossigem Fahrkorb Twin-System mit zwei unabhängigen Fahrkörben (ThyssenKrupp) Raumpilot Grundlagen 93 Grundlagen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Doppeldeckeraufzüge besitzen zweigeschossige Fahrkörbe und bedienen so zwei Haltestellen gleichzeitig. von wo aus die obere Gebäudehälfte ebenfalls mit einer Nah. Von der Eingangsebene aus wird die untere Gebäudehälfte mit einer Nah. sollte bei Mehrkabinenanlagen mindestens ein konventioneller Aufzug in die Aufzugsgruppe integriert werden. sogenannte „Skylobbys“ .und einer Ferngruppe direkt erschlossen. um den Flächenbedarf der Aufzugsanlage zu reduzieren. So kann zur gleichen Zeit in nur einem Schacht zum Beispiel ein Fahrkorb vom ersten in den vierten und der andere vom achten in den sechsten Stock fahren. Twin-System Eine Sonderlösung zur Verbesserung der Förderleistung bietet das Twin-System. um Nutzergruppen voneinander zu trennen (zum Beispiel eine umstiegslose Verbindung von der Eingangsebene zu einer Aussichtsplattform oder einem Restaurant in den obersten Etagen). Zusätzlich werden in solchen Gebäuden häufig Expressaufzüge für Sondernutzungen eingesetzt. Jeder Fahrkorb hat einen separaten Antrieb und kann unabhängig angesteuert werden. Da in diesem Aufzugsschacht die Verbindung von der untersten zur höchsten Haltestelle nicht ohne Umsteigen möglich ist. . Fast alle Hochhäuser mit mehr als 200 m Höhe werden auf diese Weise mit ein oder zwei Skylobbys erschlossen.Aufzug Aufzugsgruppen übereinander und Skylobby Bei Gebäuden ab einer Höhe von etwa 200 m werden Aufzugsgruppen übereinander angeordnet. Hierbei werden in einem Schacht zwei Fahrkörbe übereinander angeordnet. In diesem Fall werden Umsteigegeschosse eingerichtet. Diese Aufzugsart ist nur für Expressaufzüge zu empfehlen.und Ferngruppe erschlossen wird. Eine zusätzliche Expressgruppe befördert die Passagiere ohne Zwischenhalt in die Skylobby.

10 m groß sein (gilt für den Main-Taunus-Kreis). 94 Raumpilot Grundlagen . Außerdem muss der Feuerwehraufzug von jedem Geschoss des Hochhauses zugänglich sein. Weitere Feuerwehraufzüge können verlangt werden bei Hochhäusern. Fahrkörbe von Feuerwehraufzügen in Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen sind so zu bemessen. Jeder Feuerwehraufzug ist in einem feuerbeständigen Fahrschacht (F90) anzuordnen.Grundlagen Feuerwehraufzug. mindestens einen Feuerwehraufzug in einem eigenen Schacht haben. DIN EN 81-72 Entsprechend den Landesbauordnungen und den Hochhausrichtlinien müssen Hochhäuser.40 m betragen. Auch in mehrgeschossigen Krankenhäusern sollte mindestens einer der Bettenaufzüge als Feuerwehraufzug ausgebildet werden.oder Lastenaufzüge verwendet. Vom Feuerwehraufzug aus muss jeder Punkt eines Aufenthaltsraums in höchstens 50 m Entfernung erreichbar sein. dass Platz für mindestens ein Bett und zwei Begleitpersonen vorhanden ist.10 m x 2. In erster Linie dienen Feuerwehraufzüge der Brandbekämpfung. Bauliche Anforderungen Angaben zu den baulichen Anforderungen enthält die Europäische Norm EN 81-72 vom Mai 2003. bei denen nach Art ihrer Nutzung im Brandfall mit größeren Gefahren zu rechnen ist. bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 30 m über der Geländeoberfläche liegt. Sie sollen der Feuerwehr den Zugang zum Brandherd erleichtern und gegebenenfalls auch als Rettungsaufzüge genutzt werden. die nutzbare Grundfläche muss jedoch mindestens 1.40 m x 2. Ansonsten werden Feuerwehraufzüge im Normalbetrieb als Personen.Entsprechend den Ausführungskriterien für den Bau und Betrieb von Feuerwehraufzügen muss der Fahrkorb mindestens 1. der im Brandfall der Feuerwehr zur Verfügung steht (Feuerwehraufzug).

dass eine belegte Krankentrage mit einer Breite von 0.26 m ungehindert in den Aufzug eingebracht werden kann. Aufzugsgruppen Ist der Feuerwehraufzug als Teil einer Aufzugsgruppe vorgesehen.50 m haben. Alle Wände und Türen des Vorraums sowie alle Aufzugstüren müssen dann den Anforderungen an Vorräume von Feuerwehraufzügen genügen. Der Feuerwehraufzug ist in jedem Fall in einem eigenen Schacht anzuordnen F Feuerwehraufzug mit brandgeschütztem Vorraum Feuerwehraufzug in Aufzugsgruppe mit brandgeschütztem Vorraum Raumpilot Grundlagen 95 Grundlagen .Aufzug Vorraum Vorräume müssen mindestens so groß sein. kann die gemeinsame Wartezone als brandgeschützter Vorraum ausgebildet werden. In einzelnen Bundesländern werden exakte Vorraumabmessungen vorgegeben. In Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen müssen Vorräume eine Grundfläche von mindestens 2 m x 2.60 m und einer Transportlänge von 2.

fühlbaren) Bezeichnungen der Taster die Bedienung. auch für Sehbehinderte. Eine lichte Türbreite von 90 cm ist erforderlich. Die Anforderungen an Aufzüge der DIN 18024 und DIN 18025 wurden damit durch die DIN EN 81-70 abgelöst und dadurch die geplanten Änderungen durch die DIN 18040 vorweggenommen. Da ein Zurückziehen der DIN 18024 und der DIN18025 aufgrund der Abdeckung zahlreicher weiterer Bereiche außer Aufzüge derzeit nicht möglich ist.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 ► Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu DIN 18024 und DIN 18025.und Fahrkorbgrößen sowie an die Gestaltung der Bedien. Personen mit Sehbehinderungen et cetera die selbstständige Aufzugsnutzung oder die Nutzung mit Begleitpersonen zu ermöglichen. damit Rollstuhlfahrer die Türöffnung unbehindert durchfahren können. ► Die Anforderungen an barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert sondern entsprechend auch DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! Barrierefrei Für barrierefreie Aufzüge werden in der DIN EN 81-70 Anforderungen an Tür. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Spiegel (raumhoch) Innentableau ≥ 140 50 50 ≤ 10 85 ≥ 110 90 50 150 / 150 ► Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 müssen barrierefreie Aufzüge in öffentlich zugänglichen Gebäuden dem Typ 1 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 müssen barrierefreie Aufzüge in Wohnungen dem Typ 2 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. taktilen (erhabenen. Eine Kabinengröße von mindestens 1. Europäische Regelungen haben grundsätzlich Vorrang vor nationalen Regelungen.und Anzeigeelemente gestellt.40 m Tiefe ist gefordert. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Festlegungen für Aufzüge aus der DIN 18024 und aus der DIN 18025 wurden in diese EN-Norm übernommen. wurde der Ersatzvermerk in das nationale Vorwort der DIN EN 81-70 aufgenommen. die nach einer festgelegten Übergangszeit zurückgezogen werden müssen. Eine waagerechte Anordnung des Innen­ tableaus erleichtert in Kombination mit kontrastreichen. Personen mit Gehhilfen. 96 Raumpilot Grundlagen . Zusätzlich gelten für die Bemessung und Gestaltung der Vorbereiche die DIN 18024 und DIN 18025 beziehungsweise zukünftig DIN 18040.10 m Breite und 1. um Rollstuhlfahrern.

1992 DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 / Feb 2009 DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 / Feb 2009 LBO BW § 29 LBO BW § 35 LBO BW § 39 LBOAVO BW §13 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 97 Grundlagen . Ein raumhoher Spiegel an der Fahrkorbrückwand ermöglicht Rollstuhlfahrern die Orientierung beim Rückwärtsfahren im Fahrkorb und beim Verlassen des Aufzugs (nach DIN 81-70 nicht raumhoch erforderlich. 1992 DIN 18025 Teil 2 / Dez. muss die Bewegungsfläche vor der Aufzugstür mindestens 150 cm x 150 cm bemessen sein (DIN 18024 Teil 1 und Teil 2. ≥ 150 DIN EN 81-70 / Sep. 1998 DIN 18024 Teil 2 / Nov. Neben dem äußeren Bedienungstableau muss ein seitlicher Abstand von mindestens 50 cm zur Wand oder zu einschränkenden Gegenständen freigehalten werden.und Bewegungszone vor dem Aufzug Damit das Wenden mit einem Rollstuhl möglich ist. aber trotzdem zu empfehlen). Warte. Die DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 verlangt zusätzlich für öffentlich zugängliche Gebäude. dass sich die 150 cm x 150 cm große Fläche vor dem Aufzug nicht mit Verkehrswegen oder anderen Bewegungsflächen überlagert. Alle Bedieneinrichtungen und Haltestangen für den Rollstuhlfahrer müssen auf einer Höhe von 85 cm angeordnet sein (DIN 18024 / DIN 18025). DIN 18025 Teil 1 und Teil 2.Aufzug 110 140 110 140 90 90 Ein Handlauf unter dem Tableau verbessert die Nutzbarkeit (90 cm Höhe entsprechend DIN 81-70). DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2). 1996 DIN 18025 Teil 1 / Dez. 2005 DIN 18024 Teil 1 / Jan.

Türmaße DIN 15309 / Dezember 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge – Baumaße.Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN EN 81-1 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 1: Elektrisch betriebene Personen. insbesondere § 39 Aufzüge Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Literatur Eisele.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen. Kloft. Harro: Aufzüge.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-1: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-1/A1 DIN EN 81-1/A2 DIN EN 81-1/A3 (Entwurf) DIN EN 81-2 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 2: Hydraulisch betriebene Personen. S.und Lastenaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge – Deutsche Fassung EN 81-72: 2003 Richtlinien Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richtlinie – MHHR) (18. in: Detail. April 2008) VDI 4707 / März 2009 / Blatt 1.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-2: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-2/A1 DIN EN 81-2/A2 DIN EN 81-2/A3 (Entwurf) DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. 526-527 Streng. Aufzüge – Energieeffizienz Bauordnungen Musterbauordnung MBO 2002. Fahrkorbmaße.Grundlagen Planungsregeln / Literatur Normen DIN 15306 / Juni 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für Wohngebäude – Baumaße. Ellen (Hrsg. S. eine Fahrbahn. Fahrkorbmaße. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN EN 81-72 / November 2003 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. 2004/5.): HochhausAtlas. Johann. öffentliche Verkehrs. ein Schacht. Karl-Otto: Planungsgrundsätze für Aufzüge. 70-73 Schöllkopf. S. 2004/5. 518-523 98 Raumpilot Grundlagen . München 2002 Reuter. In: Detail. Neuheiten – Stand der Technik – Entwicklungstrends. Plätze. Türmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Günter: Das Aufzugssystem Twinzwei Kabinen.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen . In: DAB 2002/3. Wege.

Rettung RHEW Raumpilot Grundlagen 99 Grundlagen .

und Durchgänge Zu.und Durchfahrten Aufstellflächen Bewegungsflächen Literatur/Planungsregeln 100 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Rettung 101 102 103 103 104 105 105 105 106 107 108 108 Rettungswege Notwendige Treppen Notwendiger Treppenraum Notwendige Flure Notwendige Fenster Sicherheitstreppenraum Rettungsgeräte der Feuerwehr Zu.

+ 1. 2. 1. Zusätzlich sind in den Hochhausrichtlinien Angaben zu den besonderen Anforderungen an die Rettungswege in Hochhäusern enthalten (MHHR und andere). 7m 2. Die unterschiedlichen Gebäudeklassen sind in der Musterbauordnung (MBO. – Höhe: maximal 7 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 3 – Höhe: maximal 22 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 5 – Höhe: maximal 60 m Hochhaus mit einem Sicherheitstreppenhaus – Höhe: über 60 m Hochhaus mit zwei Treppenhäusern. 1. 2. 2. § 2) beziehungsweise in den Landesbauordnungen definiert. davon ein Sicherheits treppenhaus Grundlagen <6 0m 22 m 1. Rettungswege bei unterschiedlichen Gebäudehöhen (unterschiedliche Gebäudeklassen) Raumpilot Grundlagen 101 .Rettung >6 0m Rettungswege Die Anforderungen an die Rettungswege in Gebäuden sind abhängig von der jeweiligen Gebäudeklasse.

die nicht zu ebener Erde liegen. Sicherheitstreppenraum mit vorgelagerter Sicherheitsschleuse Rettungswege in Gebäuden mit Aufenthaltsräumen gemäß § 15 (3) LBO BW . dass jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsräumen über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein muss. werden an ihn viel höhere Anforderungen gestellt als an andere notwendige Treppen. Dabei muss der erste Rettungsweg in Nutzungseinheiten. die „notwendige Treppe“sein. Davon abweichend fordern die MBO sowie die Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) maximal 35 m Entfernung. Notwendige Treppe B 2. 102 Raumpilot Grundlagen A < 40m Notwendiger Flur 1. 3 nicht erforderlich. Notwendige Treppen Von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums muss eine notwendige Treppe oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 40 m Entfernung erreichbar sein (LBOAVO BW.Grundlagen Rettungswege Die LBO BW fordert unter § 15. Da dieser den einzigen Rettungsweg darstellt. Er muss insbesondere so ausgebildet werden. Notwendige Treppe C < 40m Notwendiger Flur 1. Der zweite Rettungsweg kann über eine weitere notwendige Treppe führen oder alternativ über eine für die Rettungsgeräte der Feuerwehr erreichbare Stelle (zum Beispiel ein „notwendiges Fens­ ter. Für verschiedene Gebäudenutzungen sind davon abweichende Fluchtweglängen gefordert (siehe Tabelle Seite 103). § 15 Abs. Der zweite Rettungsweg ist nach LBO BW. wenn ein „Sicherheitstreppenraum“ vorhanden ist. Notwendige Treppe 2. siehe Seite 104). dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. Notwendiges Fenster - Rettungsgeräte der Feuerwehr < 40m Notwendiger Flur 1. § 10).

oder Verwaltungsnutzung dienen und deren Nutzfläche in einem Geschoss nicht mehr als 400 m² beträgt“ (LBOAVO BW. die durch den Flur erschlossen werden. Die Treppenlaufbreite der Treppe muss in den meisten Nutzungen mindestens 1 m betragen. Schulbaurichtlinien. § 12). durchgehenden Treppenraum liegen. der nur der Aufnahme der Treppe dient und durch Wände und Türen von den übrigen Räumen eines Gebäudes abgetrennt ist. ist eine andere Ausführung der Treppenräume zugelassen. Notwendiger Treppenraum Notwendige Treppen müssen grundsätzlich in einem eigenen. Abstellräume und Sanitärräume. An notwendige Treppenräume dürfen in einem Geschoss nicht mehr als sechs Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe unmittelbar angeschlossen sein (LBOAVO BW. Raumpilot Grundlagen 103 Grundlagen Maximale Entfernung jeder Stelle eines Aufenthaltsraums von einem notwendigen Treppenraum . Der Ausgang muss in der Regel mindestens so breit sein wie die zugehörigen notwendigen Treppen. Werden Belüftung. Notwendige Treppen müssen an der Außenwand angeordnet sein und in jedem über dem Gelände liegenden Geschoss Fenster haben. die vom Eingangsgeschoss und der obersten Podestfläche zu öffnen sein muss (LBOAVO BW. Entfernung Gast. § 12). Hochhausrichtlinien et cetera. Zur Nutzfläche zählen alle Flächen. § 11).und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! 25 m 30 m 35 m Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung beachtet werden. § 10). die Krankenhausbauverordnung. Gabäudeart Hochhäuser Max.und Warenhausverordnung. Einschubtreppen und Rolltreppen sind ungeeignet und deshalb als notwendige Treppen unzulässig (LBOAVO BW. die geöffnet werden können. die einer Büro. § 11). Notwendige Flure Notwendige Flure sind Flure. über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen zu notwendigen Treppenräumen oder zu Ausgängen ins Freie führen (LBOAVO BW. Der Weg ist bis zum Beginn des Treppenraums zu messen. also auch Teeküchen. Als notwendige Flure gelten keine „Flure innerhalb von Nutzungseinheiten. sondern durch andere Einrichtungen sichergestellt. Richtlinien für Kindergärten. nicht die Luftlinie. sowie die Fläche des Flures selbst. Beleuchtung und Rauchabführung nicht durch Fenster.Rettung Maßgebend ist die tatsächliche Länge des Weges. die Geschäfts. beispielsweise die Versammlungsstättenverordnung. In notwendigen Treppenräumen von Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen und bei innenliegenden notwendigen Treppenräumen ist an der obersten Stelle des Treppenraums eine Rauchabzugsvorrichtung mit einem freien Querschnitt von mindestens 1 m² anzubringen.

In Bürogebäuden beträgt die Mindestflurbreite beispielsweise 1. 35 m Stichflurlänge Notwendiger Flur MBO: max.Grundlagen Die Länge des notwendigen Flurs bemisst sich nach der höchstzulässigen Entfernung von 35 m (40 m) zwischen jeder Stelle eines Aufenthaltsraums und einer notwendigen Treppe. Notwendige Fenster Notwendige Fenster müssen zu öffentlichen Verkehrsflächen oder zu Flächen für die Feuerwehr hin angeordnet sein und im Lichten mindestens die Größe eines Quadrats mit Seitenlängen von 0. 400 m² ≥ 90 ≤ 120 ≥ 90 Notwendiges Fenster (LBO BW). Laufweglänge Notwendiger Flur LBO BW: max. § 14. 1. Nr.20 m über der Fußbodenoberkante sein. Eine größere Breite kann deshalb bei baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung nach LBO BW. Abs. Abs. Lichtes Mindestinnenmaß.25 m. Rampen mit einer Neigung bis maximal 6 Prozent sind zulässig. 35 m ASR: max. M 1:100 104 Raumpilot Grundlagen . 40 m MBO: max. Sie muss über diese Fluchtweganforderung hinaus eine für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichende Breite haben. 5). 6 im Einzelfall verlangt werden. Je Nutzungseinheit muss mindestens ein notwendiges Fenster vorhanden sein (LBOAVO BW.25 m Nutzungseinheiten von max. In notwendigen Fluren ist eine Folge von weniger als drei Stufen unzulässig.90 m haben. § 38. Die Unterkante der lichten Öffnung darf nicht mehr als 1. 15 m Beispiel Bürogebäude Breite notwendiger Flur min. Flure von mehr als 30 m Länge müssen mit Rauchschutztüren in Brandabschnitte unterteilt werden. 1.

und Durchgänge Bei Gebäuden niedriger Höhe genügt ein Zu. Abschnitt 4. ebenerdig und mindestens 1.oder Durchgang. Rettungsgeräte der Feuerwehr Anstelle eines baulichen zweiten Rettungsweges – der zweiten notwendigen Treppe – sind auch Fluchtwege über Rettungsgeräte der Feuerwehr als zweite Rettungswege zulässig. mindestens feuerhemmenden Türen ausgestattet sein. Diese Lüftungsanlage muss von der allgemeinen Stromversorgung unabhängig sein (LBOAVO BW. für Türöffnungen genügt eine lichte Höhe von mindestens 2 m (DIN 14090. dass eine mit diesen Rettungsgeräten erreichbare Stelle vorhanden ist. Zu. dass im Brandfall durch Überdruck auch bei geöffneten Schleusentüren der Rauch nicht eindringen kann.25 m breit sein. wenn das Eindringen von Feuer und Rauch gleichermaßen verhindert wird. die gleiche Feuerwiderstandsklasse wie die Treppenräume besitzen und mit selbstschließenden. Innenliegende Sicherheitstreppenräume kommen nur in Betracht. Die Führung des zweiten Rettungswegs über Rettungsgeräte der Feuerwehr ist nur für die Rettung einer begrenzten Personenzahl geeignet. da das Rettungsgerät tragbar ist (Höhe Fußboden des obersten Aufenthaltsraums maximal 7 m über Gelände). Voraussetzung hierfür ist. dass der Zugang über jedes Geschoss nur über eine Sicherheitsschleuse möglich ist. Für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen genügt eine lichte Breite von mindestens 1 m. § 12). Bei einer großen Personenzahl ist der für eine Rettung erforderliche Zeitaufwand zu groß.20 m haben. Diese Schleuse muss mindestens 3 m lang sein. § 11. Voraussetzung ist allerdings. 6). Der Sicherheitstreppenraum und die Sicherheitsschleusen müssen eine eigene Lüftungsanlage haben. Zugänge müssen geradlinig. die so ausgebildet ist. Durchgänge müssen an jeder Stelle eine lichte Höhe von mindestens 2. Abs.1) ≥ 300 (350) ≥ 125 ≥ 100 ≥ 350 RHEWREUEF ≥ 220 Durchgang Türöffnung ≥ 200 Durchfahrt M 1:100 Raumpilot Grundlagen 105 Grundlagen .Rettung Sicherheitstreppenraum Grundsätzlich müssen Sicherheitstreppenräume an der Außenwand liegen oder vom Gebäude abgesetzt sein und nur über einen offenen Gang zugänglich sein. damit Feuer und Rauch auch bei geöffneten Türen (beim Fluchtvorgang) nicht eindringen können (LBOAVO BW.

oder -durchfahrt für die Drehleiter mit einer Einsatzlänge bis zur Hochhausgrenze erforderlich. Die Zufahrten dürfen eine Steigung von höchstens 10 Prozent ausweisen.oder Durchfahrt muss eine Mindestbreite von 3 m.50 bis 12 m über 12 bis 15 m über 15 bis 20 m über 20 bis 70 m über 70 m Breite der Zufahrt b 5m 4. Tabelle für nicht geradlinige Zufahrten Kurvenradius r bis 10.50 m für jede Anfahrtrichtung gefordert (DIN 14090/ Abschnitt 4.2). bei denen eine Anleiterbarkeit für den zweiten Rettungsweg nicht in ausreichendem Umfang von der öffentlichen Verkehrsfläche aus möglich ist. Die Zu. r Übergangsbereich > 11 m >3m M 1:500 . Sie müssen direkt an den öffentlichen Verkehr angebunden sein. müssen für die Kurvenbereiche bestimmte Mindestbreiten vorgesehen werden.und Durchfahrten Bei höheren Gebäuden ist eine Feuerwehrzu.Grundlagen b Die Zufahrten zum Erreichen der Aufstellund Bewegungsflächen von Feuerwehrfahrzeugen sind als befestigte Flächen auf dem Grundstück gefordert. Hierfür sind Aufstellflächen herzustellen.50 m unzulässig 10. >3m nicht geradlinige Zufahrt Zum Einbiegen von der öffentlichen Verkehrsfläche in die Zufahrt ist ein Außenradius der Kurve von mindestens 10.50 m 3m 106 Raumpilot Grundlagen Übergangsbereich > 11 m Zu. bei einer Gebäudetiefe von mehr als 12 m mindestens 3. Zusätzlich müssen vor und hinter Kurven auf einer Länge von mindestens 11 m Übergangsbereiche vorhanden sein (siehe Abbildung).50 m und eine lichte Höhe von mindestens 3. Wenn Zufahrten nicht geradlinig geführt sind. Diese Zufahrten sind nur erforderlich bei Gebäuden. Die Breite des Kurvenbereichs ist abhängig vom Kurvenradius. auszuweisen und ständig freizuhalten.50 m 4m 3.50 m besitzen.

Aufstellflächen parallel zur Außenwand müssen mit ihrer. Abs. ≥1 a ≥5 . Der Abstand zwischen der Außenseite der Aufstellfläche und der entferntesten seitlichen Begrenzung der zum Anleitern bestimmten Stelle darf höchstens 9 m.0 1. 4.0 ≥5 a Aufstellfläche parallel zur Außenwand Aufstellfläche rechtwinklig zur Außenwand Raumpilot Grundlagen 107 Grundlagen . bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen. Aufstellflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090.3).0 . Der Abstand darf höchstens 9 m. Aufstellflächen rechtwinklig zu Außenwänden dürfen keinen größeren Abstand als 1 m zur Außenwand haben. der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Seite einen Abstand von mindestens 3 m zur Außenwand haben. bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen.0 ≥1 . die dem Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen dienen und ständig freigehalten werden müssen.0 ≥1 1. Sie müssen mindestens 5 m x 11 m groß und so angeordnet sein. dass alle zum Anleitern bestimmten Stellen erreicht werden können.Rettung Aufstellfläche parallel zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a ≥ 3 m bis ≤ 9 m ≥ 3 m bis ≤ 6 m Aufstellfläche rechtwinklig zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a <9m <6m Aufstellflächen Aufstellflächen sind nicht überbaute befes­ tigte Flächen auf dem Grundstück.

Sonntag. Zuzana. der Entnahme und Bereitstellung von Geräten und der Vorbereitung und Durchführung von Rettungs. Rainer: Strategien für die ganzheitliche Gebäudeplanung. München 2004 Fouad. Literatur Friedl. Auch Bewegungsflächen sind ständig freizuhalten. et al.: Bauphysik Kalender 2006. Stuttgart 2009 Hausladen. Nabil. Vor und hinter Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten sind mindestens 4 m lange Übergangsbereiche anzuordnen. 4.und Löscheinsätzen dienen.Grundlagen Bewegungsflächen Bewegungsflächen sind befestigte Flächen auf dem Grundstück. Für jedes Feuerwehrfahrzeug ist in der Regel eine Bewegungsfläche von mindestens 7 m x 12 m erforderlich. Bewegungsflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. Berlin 2006 Planungsregeln Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) LBOAVO Allgemeine Ausführungsverordnung des Wirtschaftsministeriums zur Landesbauordnung BW 1995. Gerhard. Wolfgang. Rainer: Der Brandschutzbeauftragte. letzte Änderung 2007 MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richt­ linie) April 2008. Sonntag. Rettungswege – Anforderung und Gestaltung. Sie sind durch Hinweisschilder (DIN 4066) mit der Aufschrift „Flächen für die Feuerwehr“ zu kennzeichnen. ASR Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ≥4 2 ≥1 ≥3 ≥7 ≥4 2 ≥1 ≥7 Bewegungsflächen Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten 108 Raumpilot Grundlagen . Abs. Zufahrten dürfen nicht gleichzeitig Bewegungsfläche sein. Bewegungsflächen können gleichzeitig Aufstellflächen sein.4). die dem Aufstellen von Rettungsfahrzeugen. Giertlova.

Ruhender Verkehr Raumpilot Grundlagen 109 Grundlagen .

EAR 2005 Kritische Parkierungsanlage Garagenklassifizierung – Kleingarage Garagenklassifizierung – Mittelgarage Garagenklassifizierung – Großgarage Rampen – EAR 2005 Schleppkurve Pkw Schleppkurve Lkw Wendeanlagen – RASt 2006 Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 Fahrradabstellflächen Planungsregeln/Literatur 110 Raumpilot Grundlagen .Ruhender Verkehr Grundlagen 111 111 112 114 118 119 120 122 124 125 126 127 128 132 133 134 136 138 140 Einleitung Vorschriften und Regeln Motorisierung Stellplatzbedarf Fahrgassenbreiten – EAR 2005 Fahrzeugabmessungen Garagenverordnung .GaVO BW Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs .

Die Breite der Fahrwege und die Größe der Parkierungsflächen wird auf Basis der Abmessungen und fahrgeometrischen Kenngrößen von Bemessungsfahrzeugen festgelegt. der zusätzliche Flächenbedarf bei Kurvenfahrten.Ruhender Verkehr Einleitung Zu den Anlagen des ruhenden Verkehrs gehören Abstellanlagen für Fahrräder. die Schutzabständen vor und hinter abgestellten Fahrzeugen. In den Bauordnungen der Länder sind die Bemessungskriterien für die notwendigen Stellplätze geregelt. die Sicherheitsabstände zu festen Hindernissen während der Fahrt. Alle Anlagen des ruhenden Verkehrs außerhalb des öffentlichen Straßenraums unterliegen dem Bauplanungsrecht. Raumpilot Grundlagen 111 Grundlagen ► Die Garagenverordnung GaVO BW von 1997 ist rechtlich bindend. Allerdings beruhen die Mindestmaße der GaVO auf Abmessungen von Pkw aus den 1970er Jahren und führen heute in der Anwendung häufig zu großen Problemen. Empfehlungen und Richtlinien. Lkw und Omnibusse. mit Bezug auf die entsprechenden Gesetze. Daneben müssen zahlreiche weitere Aspekte berücksichtigt werden. wie die Art der Aufstellung der Fahrzeuge.und Begegnungszuschläge. einschließlich der Normen des Wege. Pkw. Motorräder. ­ In diesem Kapitel werden wesentliche Hinweise für die Planung und Bemessung von Parkierungs.und Verkehrswesen (FGSV): EAR 05 – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (2005) Die Angaben der EAR 05 entsprechen den aktuellen Anforderungen an Funktionsfähigkeit und Benutzer­ freundlichkeit von Parkierungsanlagen besser. die Bewegungs. – Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze: Garagenverordnung – GaVO BW (1997) – Forschungsgesellschaft für Straßen.und Zivilrechts – im Bauordnungsrecht und – im Straßenverkehrsrecht. . Vorschriften und Regeln Die Rechtsgrundlagen für die Planung von Parkierungsanlagen finden sich: – im Bauplanungsrecht. sowie die seitlichen Mindestabstände für die Zugänglichkeit der Parkplätze.und Bewegungsflächen zusammengestellt.

Die Darstellungen zeigen. Der tatsächliche Bedarf weicht davon aber ab. abhängig vom durchschnittlichen Einkommen und dem Wohnstandort. 0% Anzahl Anzahl PKW Pkw 112 Raumpilot Grundlagen . Häufig wird baurechtlich ein PkwStellplatz je Wohneinheit gefordert.Grundlagen Motorisierung < 500 € mtl. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ) 2001/2002) in Deutschland. Einkommen > 3600 € mtl. dass mehr als die Hälfte der Personen mit geringen Einkommen keinen Pkw besitzen. Einkommen 100% Die Abbildungen zeigen den tatsächlichen Bedarf (Nachfrage) an PkwStellplätzen im Wohnungsbau.2000 € mtl. Er schwankt erheblich. Auch der Standort hat erheblichen Einfluss: In großen Städten mit einem guten öffentlichen Personennahverkehr werden je Wohneinheit weniger Stellplätze benötigt als im ländlichen Raum. Einkommen 1500 . 25% 75% 50% Abhängigkeit zwischen dem Monatseinkommen und der Anzahl der Pkw im Haushalt. Im Gegensatz dazu belegen einkommensstarke Schichten teilweise drei Pkw-Stellplätze je Wohneinheit.

Ruhender Verkehr Berlin BRD Baden-Württemberg 100% 75% 50% 25% 0% Anzahl PKW Pkw Pkw pro Haushalt in Berlin. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ 2001/2002). in der BRD und in Baden-Württemberg. Raumpilot Grundlagen 113 Grundlagen .

und Zweifamilienhäuser. Geschäftshäuser Großflächige Einzelhandelsbetriebe außerhalb von Kerngebieten 114 Raumpilot Grundlagen . mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze.2 bis 0. mindestens 3 Stellplätze 1 bis 2 Stellplätze je Wohnung 0. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 20 Betten.5 Stellplätze je Wohnung 0. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Verkaufsnutzfläche.und Jugendwohnheime Studentenwohnheime Schwesternwohnheime Arbeitnehmerwohnheime 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze.5 Stellplätze je Wohnung 1 Stellplatz je Wohnung 1 Stellplatz je 8 bis 15 Betten.und Praxisräumen Büro. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 Plätze.) Verkaufsstätten Läden. Arztpraxen o. Reihenhäuser Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen Gebäude mit Altenwohnungen Wochenend. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. mindestens 2 Stellplätze je Laden mit geringem Besucherverkehr: 2 1 Stellplatz je 50 m Verkaufsnutzfläche 1 Stellplatz je 10 bis 20 m2 Verkaufsnutzfläche Verkaufsstätten. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Nutzfläche 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-. Verwaltungs.7 bis 1. mindestens jedoch 2 Stellplätze je Laden mit mehr als 700 m2 Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 10 bis 30 m Verkaufsnutzfläche 2 2 (1) 1 Stellplatz je 30 bis 40 m Büronutzfläche . mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten. Geschäftshäuser bis 700 m Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 30 bis 50 m Verkaufsnutzfläche .Grundlagen Stellplatzbedarf Richtzahlen und Orientierungswerte für den objektbezogenen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Wohngebäude Ein. Abfertigungs.ä. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. mindestens 3 Stellplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Gebäude mit Büro-.und Ferienhäuser Altenheime Behindertenwohnheime Kinder.oder Beratungsräume.

B. Umkleideräume. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. (3) Nicht zur Sportfläche werden gerechnet: Sozial. Trainingsplätze: 2 1 Stellplatz je 250 bis 300 m Sportfläche Sportplätze und Sportstadien mit Besucherpl. Freizeiteinrichtungen Sportplätze 1 Stellplatz je 250 m Sportfläche . Kantinen. (2) Nicht zur Verkaufsnutzfläche werden gerechnet: Sozial.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Versammlungsstätten (außer Sportstätten).B. Ausstellungsflächen. Theater.und Sporthallen 2 (3) 1 Stellplatz je 50 m Sportfläche . zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze 2 (3) ohne Besucherplätze. z. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Tennisanlagen 3 bis 4 Stellplätze je Spielfeld. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Kirchen Versammlungsstätten 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweis zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. Verkehrsflächen.: 2 1 Stellplatz je 250 bis 400 m Sportfläche. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen.und Sanitärräume. 6 Stellplätze je Minigolfanlage 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 3 Boote 1 Stellplatz je 4 Pferdeeinstellplätze 2 bis 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 5 Liegeplätze Tennisplätze. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze ohne Besucherplätze: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen mit Besucherplätzen: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. ohne Besucherplätze: 2 1 Stellplatz je 50 bis 100 m Hallenfläche mit Besucherplätzen: 2 1 Stellplatz je 50 bis 80 m Hallenfläche.und Sanitärräume. Geräteräume. ohne Besucherplätze: 2 bis 4 Stellplätze je Spielfeld mit Besucherplätzen: 4 Stellplätze je Spielfeld. 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. Konzerthäuser: 1 Stellplatz je 5 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 10 bis 20 Sitzplätze Gemeindekirchen: 1 Stellplatz je 20 bis 30 Sitzplätze Kirchen 1 Stellplatz je 10 bis 40 Stellplätze Sportstätten. von überörtlicher Bedeutung. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Fitnesscenter Freibäder Hallenbäder 2 (3) 1 Stellplatz je 25 m Sportfläche 1 Stellplatz je 200 bis 300 m2 Grundstücksfläche Freibäder und Freiluftbäder: 2 1 Stellplatz je 200 bis 300 m Grundstücksfl. Lagerflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Minigolfplätze Kegel. Verkehrsflächen.und Sanitärräume. (1) Nicht zur Büronutzfläche werden gerechnet: Sozial. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen.und Bowlingbahnen Bootshäuser und Bootsliegeplätze Reitanlagen Raumpilot Grundlagen 115 Grundlagen . Spiel. Verkehrsflächen. z. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen.

zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler.Grundlagen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Universitätskliniken und ähnliche Lehrkrankenhäuser Krankenhäuser 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten von überörtlicher Bedeutung und Privatkliniken: 1 Stellplatz je 3 bis 4 Betten von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 4 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten 1 Stellplatz je 6 bis 10 Betten Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Kureinrichtungen Pflegeheime 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 bis 15 Betten. mindestens jedoch 3 Stellplätze Schulen. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 bis 20 Besucherplätze 116 Raumpilot Grundlagen . Berufsfachschulen Sonderschulen für Behinderte Fachhochschulen. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 15 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 4 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche Grundschulen Sonstige allgemeinbildende Schulen Berufsschulen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 20 Schüler.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 Schüler. Hochschulen. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 Besucherplätze 1 Stellplatz je 15 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 6 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. Kindertagesstätten und dergleichen Jugendfreizeitheime und dergleichen Grund. Berufsakademien Kindergärten.

Pensionen. Die Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes sind zu beachten. Funktionsflächen für betriebliche Anlagen.B. mindestens 10 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 117 Grundlagen . Ergibt sich dabei ein offensichtliches Missverhältnis zum tatsächlichen Stellplatzbedarf. Verkehrsflächen. 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche(4) oder 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche oder (5) 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 120 m2 Nutzfläche(4). um die Zahl der üblicherweise erforderlichen Stellplätze oder Garagen zu bestimmen. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 3 Stellplätze je Waschplatz 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 4 bis 6 Stellplätze je Reparaturstand mit Pflegeplätzen: 2 bis 4 Stellplätze je Pflegeplatz automatische Kfz-Waschstraßen: 3 bis 5 Stellplätze je Waschstraße Kfz-Waschplätze zur Selbstbedienung: 3 Stellplätze je Waschplatz Kfz-Waschanlagen Reifenhandelsbetriebe mit Montageständen 2 bis 3 Stellplätze je Montagestand Gaststätten.und Industriebetriebe Lagerräume.oder Reparaturstand mit Wartungs. (5) oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 6 Stellplätze je Wartungs. Lagerplätze Ausstellungs. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 8 bis 12 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung. Beherbergungsbetriebe. z. (4) Nicht zur Nutzfläche werden gerechnet: Sozialund Sanitärräume. Kantinen.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Gewerbliche Anlagen Handwerks. mindestens jedoch 10 Stellplätze 2 1 Stellplatz je 6 bis 12 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 4 bis 8 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 10 bis 20 m Nutzfläche des Ausstellraumes.oder Reparaturständen: 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche. Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf und dienen lediglich als Anhalt. so ist die Zahl der Beschäftigten zugrunde zu legen. (5) Der Stellplatzbedarf ist in der Regel nach der Nutzfläche zu berechnen. Vergnügungsstätten Gaststätten Tanzlokale. 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m2 Grundstücksfläche. Diskotheken Spielhallen Hotels. Diskotheken: 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze 1 Stellplatz je 20 m Spielhallenfläche. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche(4). mindestens 1 je Betrieb 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 Hinweise zur EAR 05: In der Tabelle der EAR 05 sind die von den Bundesländern erlassenen Stellplatzrichtlinien zusammengefasst. Kurheime und andere Beherbergungsbetriebe Jugendherbergen Verschiedenes Kleingartenanlagen Friedhöfe 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m Grundstücksfläche.und Verkaufsplätze Kfz-Werkstätten Tankstellen Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweise zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen.

oder Ent­ laden am Fahrbahnrand. Fahrweise und die seitlichen Bewegungsspielräume bestimmen die Breite der Fahrgasse. für die Parkenstandbreite b = 2. Fahrgassenbreite [m] für Vorwärtseinparken in Abhängigkeit vom Aufstellwinkel [Grad].00 4.50 5. – Schrägaufstellung Zügiges und bequemes Einparken.50 4. Hoher Flächenverbrauch.Grundlagen Fahrgassenbreiten – EAR 2005 a a a 25 250 0 a = 54° > 350 a = 72° > 450 a = 90° 250 > 600 Aufstellung – Längsaufstellung Vorwiegend für Parken und Be. – Senkrechtaufstellung Wahlweise Ein.oder Zweirichtungsverkehr. Zügiges Ein.5 m Aufstellwinkel a Fahrgassenbreite 45 3.00 3. Parkstandbreite. Auf­ stell­ winkel kleiner als 45 Grad nicht empfohlen wegen schlecht nutzbarer Restflächen.25 M 1:200 118 Raumpilot Grundlagen .und Ausparken nicht gewährleistet. Fahrgassenbreite Aufstellwinkel.00 54 63 72 81 90 6.

80 2.51 2. 2009) 470 185 Mittelklasse (Audi A4.03 0.46 10. 2009) 510 190 Oberklasse (Mercedes S-Klasse.60 0.17 2.76 2.55 2.55 5.Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs Höhe Länge Breite (ohne Außenspiegel) Fahrrad Moped Kraftrad Pkw Transporter Kleine Lkw (2-achsig) Große Lkw (3-achsig) Bus Müllfahrzeug (2-achsig) 1.Ruhender Verkehr Fahrzeugabmessungen 270 155 Mini (Smart.05 10.40 1220 255 Wendekreisradius außen 790 250 Nutzfahrzeug (Müllfahrzeug. 2009) Beispiele für Kfz-Kategorien Bemessungsfahrzeuge repräsentieren bestimmte Typen von Kraftfahrzeugen M 1:200 700 240 Transporter (Mercedes.00 9.10 12.89 9. 2009) 420 180 Kompaktklasse (Golf. 2008) Raumpilot Grundlagen 119 390 355 270 Grundlagen 155 150 145 150 . 2-achsig) Reisebus (Mercedes.55 2.70 3.00 1.55 1.74 6.50 9.70 1.00 1.80 3.29 2.90 1.00 1.77 10.85 7 . 2009) Kenngrößen der Bemessungsfahrzeuge für Parkflächen [m] nach EAR 05 .70 3.60 0.80 3.20 4.35 9.

Einer der beiden Wagen muss dabei gegebenenfalls rückwärts einparken.50 m Breite für zwei Stellplätze. wenn keine Längsseite – 2. Es kann unter Umständen Fläche gespart werden. andere Bauteile oder Einrichtungen begrenzt ist. wenn sich die Bewegungsflächen zweier Behindertenstellplätze überlagern.50 m tiefe Bewegungsfläche vor der Längsseite des Pkw führt zu einer erforderlichen Gesamtstellplatzbreite von 3. wenn jede Längsseite des Einstellplatzes im Abstand bis zu 10 cm durch Wände. 120 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 500 . die hintereinander und parallel zur Fahrgasse angeordnet werden.50 m. müssen mindestens 6 m lang sein. Schräg. für die Planung ab der gehobenen Pkw-Mittelklasse die Maße wesentlich zu überschreiten. 500 ≥ 750 ≥ 150 350 200 200 ≥ 150 550 200 ≥ 350 600 600 600 M 1:200 230 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Garagenstellplätze.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein.30 m. Es empfiehlt sich.40 m.50 m.Grundlagen 500 350 Garagenverordnung – GaVO BW ► Die Grundmaße der Garagenverordnung sind knapp 40 Jahre alt. In diesem Fall ergibt sich ein Maß von 5. Stützen. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. wenn eine Längsseite – 2. 230 230 ≥ 230 ≥ 240 ≥ 250 Parkstände für Rollstuhlbenutzer Die 1.

Die Fahrgassenbreite ist abhängig von der Parkstandbreite! 230 240 1650 Ø 18.90 m2/Pkw 240 300 240 45° 1360 Ø 20.40 m2/Pkw 800 Ø 24.40 m2/Pkw 300 Schrägaufstellung Schrägaufstellen ist an Anliegerstraßen zu empfehlen. weil das Ein. Die Schrägaufstellung ist bei einem Winkel von 60 Grad besonders flächensparend.80 m2/PKW 780 Ø 23.20 m2/Pkw 300 1550 Ø 19.90 m2/Pkw 350 1600 Ø 19.Ruhender Verkehr 500 650 500 500 600 500 500 550 500 Die Senkrechtanordnung ist sinnvoll. 0 50 0 50 45° 1385 Ø 19. wenn beim Ausparken eine gute Sicht auf den fließenden Verkehr erforderlich ist und auf Grund der Flächenverhältnisse keine Schrägoder Senkrechtparkstände möglich sind.00 m2/Pkw M 1:1000 600 50 0 250 Raumpilot Grundlagen 121 Grundlagen Senkrechtanordnung (senkrecht zur Fahrbahn) 23 0 24 0 25 0 .und Ausparken bei beidseitiger Anordnung einfach ist und das spontane Betreten der Fahrbahn durch Fußgänger erschwert wird. 600 600 760 Ø 22.80 m2/Pkw 230 300 230 45° 1350 Ø 19. wenn die Parkstände aus beiden Richtungen anfahrbahr sein sollen.90 m2/Pkw 250 300 250 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Die Längsaufstellung wird gewählt.

50 m. ≤ 60 ≤ 75 225 250 285 175 285 75 175 250 75 250 75 175 290 40 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Markierte Parkstände sollten eine Länge von mindestens 5.70 m betragen.85 m. die an einer Längsseite durch Bordsteine begrenzt sind.25 m reduziert werden. Sollte aus besonderen Gründen nur das Vorwärtseinparken möglich sein.50 m und neben festen Einbauten 3.90 m. sind möglich. können auf 2.Grundlagen 500 350 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 2005 ≤ 20 Schräg. weil sie das Öffnen der Fahrzeuge behindern. 175 Parkstände für Rollstuhlfahrer Die Parkstandbreite für Rollstuhlbenutzer beträgt 3. Parkstände in Regelbreite sind zulässig.50 m Breite vorhanden ist. 570 250 175 100 600 175 250 175 175 75 175 250 140 350 390 670 M 1:200 122 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 Randparkstände. wenn jede Längsseite durch aufgehende Bauwerksteile oder Absperrungen ganz oder teilweise begrenzt ist. wenn keine Längsseite – 2. Doppelparkstände. Darin enthalten ist die Rollstuhlbewegungsfläche neben der Längsseite des Fahrzeugs. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. zum Beispiel in Form eines Gehwegs. bei denen sich die Bewegungsflächen überlagern.70 m aufweisen. Hierzu zählen zum Beispiel auch Stützen auf halber Parkstandlänge.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. sollte die Parkstandlänge 6. wenn eine Längsseite – 2. wenn eine ausreichende Bewegungsfläche mit mindestens 1.90 m. ≥ 500 .

Ruhender Verkehr 70 430 600 430 70 70 430 450 430 70 rückwärts einparken vorwärts einparken 250 1600 Ø 18.00 m2/Pkw 200 325 200 200 350 200 Längsaufstellung rückwärts einparken vorwärts einparken 725 Ø 24.40 m2/Pkw M 1:1000 570 Raumpilot Grundlagen 123 Grundlagen ▲ Senkrechtanordnung 25 0 .40 m2/Pkw 250 Schrägaufstellung 45° 1270 Ø 20.20 m2/Pkw 70 415 300 415 70 1450 Ø 16.30 m2/Pkw 670 750 Ø 21.

bei denen die Anbindung der Rampe fahrgeometrisch oft zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. 2. um eine funktionsfähige und benutzerfreundliche Parkierungsanlage zu entwerfen. 124 Raumpilot Grundlagen . wie schwierig das Einparken am letzten Stellplatz ist. M 1:500 5. bei dem fahrgeometrische Erfordernisse nicht berücksichtigt wurden.Grundlagen Kritische Parkierungsanlage Das Praxisbeispiel zeigt einen häufig anzutreffenden Planungsmangel. 1. Es lässt sich aber zum Beispiel durch breitere Stellplätze oder eine Fahrgassenverlängerung lösen. In den Zeichnungen ist dargestellt. Die Regelmaße nach der GaVO reichen hier nicht aus. 3. 4. Dieses Problem besteht prinzipiell in allen Tiefgaragen mit der Parkplatzanordnung senkrecht zur Fahrgasse. wenn das Ende der Fahrgasse als Sackgasse ausgeführt ist. Dies ist besonders schwerwiegend bei beengten Kleingaragen.

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Kleingarage (bis 100 m2 Nutzfläche) Grundlagen (entsprechend LBO GaVO) 250 80 700 circa 50 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 500 M 1:1000 Raumpilot Grundlagen 125 275 .

Grundlagen Garagenklassifizierung – Mittelgarage (100 bis 1000 m2 Nutzfläche) 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 30 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 275 80 M 1:1000 126 Raumpilot Grundlagen ma x .3 0m .

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Großgarage (größer als 1000 m2 Nutzfläche) Grundlagen M 1:1000 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 25 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) max. 30 m Raumpilot Grundlagen 127 275 80 .

30 m. Innenrampen kleiner Parkbauten sowie kurze Rampen können in Ausnahmefällen bis zu 20 Prozent geneigt sein. Ausbildung Kuppe S = 0% HK TK TK HK SR = min.10 m betragen und bei Neigungswechseln auf Rampen mit einer Neigung von über 8 Prozent Steigung mindestens 2. bei Gegenverkehr 5. Rampen im Freien sollen höchstens eine Steigung von 10 Prozent aufweisen. 8% TK = HK 2 * SR 100 HW SR [%] = Rampenneigung HK [m] = Kuppelhalbmesser TK [m] = Tangentenlänge HW [m] = Wannenhalbmesser TW [m] = Tangentenlänge Wanne HW S = 0% TW TW Ausbildung Wanne SR = min. 8% TW = HW 2 * SR 100 M 1:200 128 Raumpilot Grundlagen . damit auch bei ungünstiger Witterung eine sichere Befahrbarkeit gewährleistet werden kann. Es ist darauf zu achten. dass die lichte Durchfahrtshöhe unter allen Bauteilen. Kuppenausrundungen Halbmesser Hk = mindestens 15 m Wannenausrundungen Halbmesser Hw = mindestens 20 m Fahrbahnbreite Die Fahrbahnbreite gerader Rampen mit Richtungsverkehr beträgt 2.75 m. Lichte Höhe Die lichte Durchfahrtshöhe in Parkbauten soll mindestens 2. Wenn die beiden Fahrstreifen durch einen Mittelleitbord geteilt sind. Bei Neigungswechseln sind Neigungsdifferenzen über 8 Prozent auszurunden oder abzuflachen. um ein Aufsetzen der Fahrzeuge zu vermeiden.75 m.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Rampenneigung Die Rampenneigung soll nach EAR 2005 im Allgemeinen 15 Prozent und bei Parkrampen 6 Prozent nicht überschreiten. ist eine Fahrbahnbreite von 6 m empfehlenswert. Einbauten und Verkehrszeichen vorhanden ist.

00 20.00 40.00 10.00 26.00 11.75 2.75 2.00 31.00 30. Heizung oder Überdachung erreicht werden.75 3.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.75 1.50 35.75 3. Die sichere Befahrbarkeit muss auch bei ungünstiger Witterung gewährleistet sein.75 4.75 Die Rampenneigung sollte bei Rampen im Freien 10 Prozent nicht überschreiten. Dies kann zum Beispiel durch eine geriffelte Oberfläche. Rampeneinfahrt im Freien ≥ 230 h SR = ≤ 10% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 129 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 10% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .50 15.00 36.00 41.00 21.00 16.50 25.

67 19.00 26.33 25.96 4.50 16.00 13.00 20.50 23.33 15.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 15% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.96 2.30 3.63 2.63 3.50 10.30 1.67 29.67 9.00 12.30 Rampeneinfahrt Ausnahmefall h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge M 1:200 TK LR L TW 130 Raumpilot Grundlagen ≥ 230 h SR = ≤ 15% .00 22.00 6.

50 1.00 15.00 10.00 23.00 20.und Ausfahrt.00 3.50 16.00 8.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.50 11.50 21.00 18.00 5.50 3.50 7 .00 13.50 12. Rampeneinfahrt Ausnahmefall ≥ 230 h SR = ≤ 20% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 131 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 20% (Ausnahmefall) Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m . Eine Überdachung der Rampe oder eine Beheizung der Fahrbahn ist zwingend erforderlich.00 4.50 17 .50 Rampeneinfahrt nur nach Zustimmung ► Die maximale Steigung von 20 Prozent ist ausnahmsweise (!) nur zulässig bei einer kleinen Nutzerzahl.00 2. kurzen Rampen und bei einer übersichtlichen Ein.50 2.

Bei Lkw sollte man auf Zuschläge von stets 0. Abstände Bei Ein.25 m und auf Rampen 0. Auf Fahrgassen und geraden Rampen sollte man einen Abstand von 0. Hinweise hierzu finden sich in „Bemessungsfahrzeuge und Schleppkurven zur Überprüfung der Befahrbarkeit von Verkehrsflächen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen.25 m zurückgreifen.50 m.50 m betragen.und Verkehrswesen (FGSV.und Begegnungszuschläge Für Pkw soll dieser Zuschlag an allen Fahrzeugseiten oder -kanten auf Fahrbahnen 0. 50 25 Ri = 335 Ra = 585 250 25 500 775 275 50 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 5. dem Kurvenradius und dem Winkel der Fahrtrichtungsänderung. innerhalb von Fahrgassen genügt ein Zuschlag von 0.und Ausparkmanövern gelten die Bewegungszuschläge für ausreichend. 2001). Bewegungs.Grundlagen Schleppkurve Pkw Flächenbedarf bei Kurvenfahrt auf ebenen Parkierungsflächen Charakteristisch für den Bewegungsablauf eines mit den Vorderrädern gelenkten Fahrzeugs bei der Kurvenfahrt ist die sichelförmige Verbreiterung der überstrichenen Fläche durch das kurveninnere Hinterrad (Schleppkurve). Der Flächenbedarf ist abhängig von den maßgebenden Fahrzeugabmessungen.35 m M 1:200 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Rampen nach der GaVO : Wa = 7 .75 m Wi = 5.85 m Wi = 3.25 m einhalten.00 m M 1:200 132 Raumpilot Grundlagen .125 m. bei Fahrbahnen und gekrümmten Rampen 0.

30 m Wi = 3.80 m 25 Ri = 380 Ra = 1030 650 25 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 133 Grundlagen .Ruhender Verkehr Schleppkurve Lkw Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Lastzug mit Anhänger für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 10.

Gehwege sind nicht dargestellt. Alle Beispiele weisen eine Freihaltezone von 1 m auf. Wendehämmer erfordern Rangiermanöver und sind daher. welche in einem Zug befahren werden können. Aus den angeführten Beispielen lässt sich jedoch auch erkennen. 500 450 100 450 400 500 475 550 500 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Fahrzeuge bis 9 m Länge (zweiachsiges Müllfahrzeug) 134 Raumpilot Grundlagen 550 100 325 400 450 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Pkw .Grundlagen Wendeanlagen – RASt 2006 Wendeanlagen werden am Ende von Stichstraßen und Stichwegen beziehungsweise Stichstraßensperren angelegt. aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Emissionsbelastung ungünstiger als Wendekreise und Wendeschleifen. wenn Garagenflächen oder Gehwegüberfahrten für Wendevorgänge nicht mitbenutzt werden können. Aus lenktechnischen Gründen sollen Wendeanlagen asymmetrisch linksseitig angeordnet werden. zumindest bei regelmäßigem Lkw-Verkehr. dass Wendehämmer wesentlich platzsparender sind als Wendekreise.

1:500 Raumpilot Grundlagen 135 Grundlagen .Ruhender Verkehr 373 1170 373 900 Flächenbedarf für einen Wendekreis für ein zweiachsiges Müllfahrzeug 900 1050 550 600 250 Flächenbedarf für einen einseitigen und zweiseitigen Wendehammer für Fahrzeuge bis 10 m Länge (dreiachsiges Müllfahrzeug) 100 250 1550 250 1800 100 M.

M 1:50 Unter anderem im Vorbereich von Schulen. Sportstätten und anderen öffentlichen Gebäuden und Plätzen sind Fahrradabstellplätze erforderlich. Die geforderte Kapazität richtet sich nach der zu erwartenden Fahrradbelegung. Schieben und Fahren. Sie sollten ausreichend beleuchtet sein und so angeordnet werden.Grundlagen Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 20 100 20 20 60 20 Grundmaße für den Verkehrsraum des Radverkehrs. 136 Raumpilot Grundlagen 225 . dass sie ständig eingesehen werden können. Einige Bauordnungen definieren zudem qualitative Anforderungen für die Erreichbarkeit und die Flächengrößen.und Anschließmöglichkeiten vorhanden sein. Bauordnungsrechtliche Hinweise Die Bauordnungen regeln die Anforderungen an den Bau von Fahrradstellplätzen. Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich sollten ausreichende Stütz. Bei längerer Abstelldauer empfiehlt sich eine Überdachung.

bieten ein Mindestmaß an Diebstahlschutz und Standsicherheit. insbesondere an ÖPNV-Haltestellen. – Geschlossene Fahrradräume werden häufig in Wohngebäuden. Schulen und Firmen eingesetzt. – Teil. diebstahlsichere Unterbringung eines Fahrrads sowie gegebenenfalls von Gepäck. – Fahrradkleingaragen werden überwiegend für Wohngebäude geplant. Sie werden meist im Langzeitparkbereich eingesetzt.oder vollautomatische Fahrradbauten werden in stark frequentierten öffentlichen Bereichen wie beispielsweise an Bahnhöfen realisiert. – Fahrradboxen ermöglichen die individuelle. Raumpilot Grundlagen 137 Grundlagen . an denen sich der Rahmen oder ein Laufrad anschließen lassen. An Bahnhöfen erhalten die Nutzer für die abschließbaren Räume Schlüssel oder Chipkarten.Ruhender Verkehr 100 200 330 60 90 M 1:50 Grundtypen – Fahrradhalter.

80 m bei beengter und 1.50 m2/Fahrrad Höhenversetzte Aufstellung Durch den Höhenversatz wird Fläche eingespart.Grundlagen Fahrradabstellfächen EAR 2005 Höhengleiche Aufstellung Lenker.75 m /Fahrrad 138 Raumpilot Grundlagen 120 120 .45 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 2 Ø 1. Diese Aufstellungsart wird auf Grund des relativ hohen Flächenverbrauchs nur selten realisiert.30 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 Ø 3.20 m bei bequemer Zugänglichkeit. Allerdings entstehen Nachteile durch mögliches Verhaken der Lenker und/oder Beschädigungen des Zubehörs wie Kabel und Lampen. 100 M 1:100 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 1. 80 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 2.oder Vorderradhalter benötigen Achsabstände von 0. Ein seitliches Herantreten zum Abschließen ist nicht möglich.

75 m2/Fahrrad 60 Doppelaufstellung mit Vorradüberlappung Die Achsabstände richten sich nach den notwendigen Manövrierflächen beim Ein.Ruhender Verkehr 60 Schrägaufstellung 85 Vor dem Parkstand ist eine Verkehrsfläche notwendig.20 m2/Fahrrad 150 180 Höhengleiche Aufstellung 150 Ø 1. Das Einund Ausparken ist in Richtung des gewählten Winkels begünstigt. 180 Höhengleiche Doppelaufstellung 350 180 350 180 Ø 2.und Ausparken der Fahrräder und nach den Ansprüchen an die seitliche Zugänglichkeit. 40 180 150 Höhenversetzte Aufstellung 150 Ø 1. Entscheidend für den Achsabstand ist weiterhin die Breite von Fahrradkörben oder Kindersitzen. deren Breite vom Aufstellwinkel abhängig ist.10 m2/Fahrrad 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 139 Grundlagen .

voraussichtliche Änderung 2010) Empfehlungen Forschungsgesellschaft für Straßen. Arbeitsgruppe Straßenentwurf: – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 2005) – Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 2006) 140 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Planungsregeln Gesetze/Verordnungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (letzte Änderung 2007) Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung – GaVO). Baden-Württemberg (7 .und Verkehrswesen. Juli 1997 .

Energie Raumpilot Grundlagen 141 Grundlagen .

Grundlagen Energie 143 144 144 145 146 148 150 151 152 Besonnungsrichtung und Einfallwinkel der Sonne im Jahresverlauf Globalstrahlung Sonnenscheindauer Verschattung/Abstandsflächen Strahlung Wandfläche – Ostseite Strahlung Wandfläche – Südseite Solare Energieeinstrahlung – im gesamten Jahr Solare Energieeinstrahlung – nur im Winter Planungsregeln/Literatur 142 Raumpilot Grundlagen .

Energie Sonnenhöhe 0° 10° 20° 21. Jul 30° 20 40° 50° 15. Dez 60° 70° 80° 90° 9 8 7 Ost 90° 15. Jan Süd 180° Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne am Beispiel Stuttgart 48° 47‘ Nord. Mai Mit Hilfe des Diagramms können die Besonnungsdauer und der Tageslichteinfall von Wohnräumen und Arbeitsräumen berechnet werden. Apr 15. Jun 15. Ferner gilt eine Wohnung dann als ausreichend besonnt.stadtklima-stuttgart. Okt 14 Uhrzeit (MEZ) 13 12 11 10 15. Nov 21. Januar eine Stunde beträgt (DIN 5034). wenn Sonnenstrahlen bei einer Sonnenhöhe von mindestens 6 Grad in den Raum einfallen können. 15. Feb 15. Abteilung Stadtklimatologie. wenn die mögliche Besonnungsdauer auf Brüstungshöhe. Mrz 5 6 15. Sep West 270° 17 16 15 15. zumindest eines Raums der Wohnung am 17 . Nachbargebäude oder Bäume können den Sonneneinfall behindern und Verschattungen erzeugen.de) Raumpilot Grundlagen 143 Grundlagen Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne im Jahresverlauf als Grundlage zur Berechnung von Abstandsflächen. Geländeverlauf. in Fenstermitte. 9° 11‘ Ost (Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart. Amt für Umweltschutz. Verschattungen durch Bauwerke und durch Vegetation Nord 0° . Ein Wohnraum gilt als besonnt. www. Aug 19 18 15.

Grundlagen Globalstrahlung Sonnenscheindauer Hamburg Bremen Berlin Hannover Bremen Hamburg Berlin Hannover Köln Erfurt Köln Erfurt Frankfurt Frankfurt Stuttgart München Stuttgart München Jährliche Globalstrahlung 1200 1150 1100 1050 1000 950 900 KWh/(m² x a) Durchschnittliche Sonnenscheindauer 1800-1900 1700-1800 1600-1700 1500-1600 1400-1500 Stunden pro Jahr 144 Raumpilot Grundlagen .

4 H = 0. Dez: 12:00 2xH 2 x 0.2 H vor.6 H = 1.2 H = 0. das Wohlbefinden und den Komfort der Nutzer von Bedeutung. Juni: 12:00 38° 21. Mit den Mindestabstandsforderungen der Landesbauordnungen sollen Voraussetzungen für gesunde Wohn. Gewerbe. Die unteren Abbildungen verdeutlichen diesen Zusammenhang. Sept / März: 12:00 17° 21. Verschiedene Landesbauordnungen fordern bei einer Wohnbebauung Abstandsflächen entsprechend 2 H (doppelte Wandhöhe).8 H oder sogar nur 2 x 0.Energie Verschattung/Abständsflächen Die Forderung nach einer größerer Dichte im Städtebau kann durch eine Erhöhung der Gebäudetiefe und der Geschosszahl und durch eine Verringerung der Gebäudeabstände erreicht werden.4 H erforderlich.4 H 2 x 0. danach folgen Büronutzungen. 65° 21.6 H 2 x 0. Läden und Lagerflächen. abhängig von der jeweiligen LBO. In Kerngebieten ist häufig nur 2 x 0.2 H Verschattungssituationen H Raumpilot Grundlagen 145 Grundlagen .und Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. Der höchste Besonnungsgrad wird für Wohnnutzungen gefordert. Dies kann allerdings zu Belichtungsnachteilen in Gebäuden und auf Freiflächen führen. Die Musterbauordnung (MBO) schlägt 2 x 0. sie hat auch großen Einfluss auf die Energiebilanz der Gebäude (Passivhäuser). Die Besonnung ist nicht nicht nur für die Gesundheit.

beziehungsweise Westseite eines Gebäudes sind in den Sommermonaten sehr hoch und können sogar höhere Werte (750 ­ W/­ m²) erreichen als auf der Südseite (600 W/­ m²)! Auch im Frühling und Herbst ist der Energiegewinn auf der Ostseite (600 W/m²).Grundlagen Die Einstrahlwerte auf die Ost. Bei der Gestaltung des Sonnenschutzes muss der geringe Einstrahlwinkel beachtet werden. Dargestellt ist der Verlauf der Sonne am Vormittag von 4 Uhr bis 12 Uhr.und Westseite ein wirksamer Sonnenschutz notwendig ist. nur etwas geringer als auf der Südseite (800 W/­ m²). der im Gebäude häufig zur „Kühllast“ wird. Die Werte der Grafik verdeutlichen auch. dass bei transparenten Bauteilen auf der Ost. Strahlung Wandfläche – Ostseite 12:00 Uhr 63° 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 16 U hr 4U hr 4:30 Uhr 0° U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 146 Raumpilot Grundlagen .

Energie Strahlung Wandfläche – Ostseite Grundlagen 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 6:00 Uhr 0° 12:00 Uhr 18° 12 10 8 6 4U hr 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 4U hr 12:00 Uhr 38° U 12 hr 8U hr U 12 hr 8:30 Uhr 0° 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 147 .

Für einen wirksamen Sonnenschutz ist der sehr geringe Einstrahlwinkel im Winter zu beachten.Grundlagen Die Einstrahlwerte auf der Südseite. beginnend von 8 Uhr bis 16 Uhr. Die Südseite ist gut geeignet. um in der winterlichen Heizperiode Wärme durch Solarenergie zu gewinnen. sind überraschend: Die Spitzenwerte sind im Herbst und im Winter (800 W/m²) wesentlich höher als im Sommer (600 W/m²). Strahlung Wandfläche – Südseite 16:00 Uhr 41° 80 70 60 50 40 0 0 0 0 0 0 4U hr 16 U hr 30 20 0 10 0 16 14 8:00 Uhr 33° 12 10 8 U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 148 Raumpilot Grundlagen .

Energie Strahlung Wandfläche – Südseite Grundlagen 80 70 60 50 16 16:00 Uhr 20° Uh r 40 30 20 0 0 0 0 0 0 h 4U r 16 U hr 16:00 Uhr 4° 80 70 60 50 40 30 20 0 0 0 0 0 0 0 4U hr 0 10 0 10 0 16 14 12 10 8 8:00 Uhr 15° hr 8U hr 8:30 Uhr 0° 8U 16 14 12 10 8 U 12 hr U 12 hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 149 .

Grundlagen 100 Prozent Energie (maximal) Neigung: 30° Süd 36 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 92 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – im gesamten Jahr We s t We rt No eW es tse rd ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t 150 Raumpilot Grundlagen .

Energie 25 Prozent Energie (maximal) Neigung: 45/60° Süd 8 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 19 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – nur im Winter We s t No We rt eW es rd tse ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t Raumpilot Grundlagen 151 Grundlagen .

London 2009 Keller. 2009 Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (zuletzt geändert 2007) Richtlinien VDI 4710 Blatt 1 / Dezember 2008 / Meteorologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung – Außereuropäische Klimadaten VDI 4710 Blatt 2 / Mai 2007 / Meteorologische Daten in der technischen Gebäudeausrüstung – Gradtage VDI 4710 Blatt 3 / August 2009 / Meteoro­ logische Grundlagen für die technische Gebäudeausrüstung VDI 2078 Blatt 1 / Februar 2003 / Berechnung der Kühllast klimatisierter Gebäude bei Raumkühlung über gekühlte Raumumschließungsflächen DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2004 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. letzte Änderung 1993 Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung EnEV). Basel 1996 152 Raumpilot Grundlagen .a. München 2000 Wuppertal Institut für Klima. 1962. Rutz. Gerhard.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland. Stuttgart 2006 Hausladen. Zürich 2007 Wüstenrot Stiftung (Hrsg.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5034-2 / Februar 1985 / Tageslicht in Innenräumen – Grundlagen DIN 5034-3 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 3: Berechnung DIN 5034-4 / September 1994 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 4: Vereinfachte Bestimmung von Mindestfenstergrößen für Wohnräume DIN 5034-5 Entwurf / September 2009 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 5: Messung DIN 5034-5 / Januar 1993 / Tageslicht in Innenräumen – Messung DIN 5034-6 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 6: Vereinfachte Bestimmung zweckmäßiger Abmessungen von Oberlichtöffnungen in Dachflächen DIN 4710 / Januar 2003 / Statistiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz. Bruno. Umwelt.: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren.a. Klaus: Energy Design for Tomorrow. Anton: Das Passivhaus – Wohnen ohne Heizung.und des Jahresheiz­ energiebedarfs Literatur Daniels. München 2005 Graf. Stephan: Pinpoint. Stuttgart.): Energieeffizienz von Gebäuden.: ClimaDesign. Fakten der Bauphysik. u. Energie.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland – Korrelationen zwischen Lufttemperatur t und Wasserdampfgehalt x Gesetze/Verordnungen BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung). u. Berichtigungen zu DIN 4710: 2003-01 DIN 4710 Beiblatt 1 / Januar 2003 / Statis­ tiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland DIN 4710 Berichtigung 1 / November 2006 / Statistiken meteorologischer Daten zur Be- rechnung des Energiebedarfs von heiz.

Wohnen 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339 Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 153 .

die flexibel für unterschiedliche Funktionen nutzbar sind. Um für diese Vielfalt von Grundrisstypen anwendbare Planungsgrundlagen erstellen zu können. Bei diesem Kapitel geht es nicht um Detailinformationen zur Kostenplanung. bis hin zu großzügigen Einraumeinheiten (Loftwohnungen).und Raumbedarf als Grundbaustein für die Planung behandelt wird.und Kochbereichen werden darüber hinaus aber auch Anordnungsvarianten mit ihren entsprechenden Raumabmessungen dargestellt. Die räumliche Organisation dieser Einzelfunktionen kann je nach Grundrisskonzeption sehr unterschiedlich sein. Im Kapitel „Ökonomie“ werden Hinweise auf die durchschnittliche Verteilung von Investitions. die sich unter anderem in Zusammenhang mit dem Familienzyklus ergeben (zum Beispiel durch den Auszug der Kinder aus der elterlichen Wohnung). der Landesbauordnung Baden-Württemberg und des Gesetzentwurfs zur Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Das heißt. ­ Darüber hinaus kann damit auf sich ändernde Nutzungsanforderungen reagiert werden. sondern um einen groben Überblick über die Bedeutung der unterschiedlichen Kos­ tengruppen sowie über das Verhältnis von Kosten für den längerfristigen Bauunterhalt et cetera zu den einmaligen Investitionskosten. Erschließungssysteme von Geschosswohnungsbauten und unterschiedliche Grundrisstypen jeweils in einem systematischen Überblick gezeigt. Im nachfolgenden Kapitel „Private Freibereiche“ werden unterschiedliche Typen privater Außenräume mit wesentlichen Planungshinweisen aufgezeigt. in denen die Wohnfunktionen als „Funktionsinseln“ frei und veränderbar im Raum angeordnet sind und Nutzungsbereiche sich teilweise überlagern. Verordnungen. da hier durch viele Planungsparameter (Mindestabstände. Der zweite Abschnitt – die Kapitel von „Ankommen“ bis „Entsorgen“ – widmet sich den unterschiedlichen Wohnfunktionen. Zu den Hinweisen auf Gesetze.und Baunutzungskosten bei unterschiedlichen Gebäudetypen gegenübergestellt. Das Spektrum reicht von Zellengrundrissen. Ergänzt werden diese Funktionskapitel durch die Kapitel „Nutzungsneutral“ und „Private Freibereiche“ . 154 Raumpilot Grundlagen . Das letzte Kapitel „Schall“ liefert abschließend Grundinformationen über die Schallschutzanforderungen an unterschiedliche Bauteile im Wohnungsbau. in denen jeder einzelnen Funktion ein spezifisch zugeschnittener Raum zugeordnet ist. Mindestbewegungsflächen) bestimmte Anordnungsmuster für Mindestanforderungen vorgegeben sind.Wohnen Zum Aufbau des Kapitels „Wohnen“ Das Kapitel „Wohnen“ gliedert sich inhaltlich in drei Abschnitte. Die Nutzungsneutralität der Räume eröffnet Spielräume für die individuelle Nutzungsverteilung in der Wohneinheit. Barrierefrei-Normen Bei der Verwendung der Barrierefrei-Normen wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Im Kapitel „Nutzungsneutral“ werden Mindestraummaße von Individualräumen aufgezeigt. Bei den Sanitär. Planungsregeln MBO – LBO Zur Verwendung der Musterbauordnung. Den dritten Abschnitt bilden die Kapitel „Ökonomie“ und „Schall“ . Im ersten – den ers­ ten drei Kapiteln – werden städtebauliche Erscheinungsformen von Wohnungsbauten. wurde die Funktion und nicht der Raum in den Vordergrund gestellt. dass primär die jeweilige Wohnfunktion mit dem für ihre Nutzung notwendigen Flächen.

Städtebau Raumpilot Grundlagen 155 Wohnen .

Wohnen Städtebau 157 161 162 164 Städtebau/Dichte GRZ und GFZ – Berechnung GRZ und GFZ – Beispiele Abstandsflächen 156 Raumpilot Grundlagen .

beginnend vom freistehenden Einfamilienhaus bis hin zum Hochhaus.7 Personen (Quelle: Statistisches Bundesamt. Stand 2007). In exemplarischen Berechnungen werden die Anzahl der Personen und Fahrzeuge ermittelt. Pro Wohneinheit werden zwei Personen und ein Auto angenommen.9 m² (Quelle: Statistisches Bundesamt. Hinweis: Der tatsächliche Durch­ schnittswert des gesamten (bewohnten und nicht bewohnten) Wohnungsbaubestands in Deutschland liegt bei 42.Städtebau Städtebau/Dichte Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Dichtewerte bei der Anordnung verschiedener Gebäudetypen. Stand 2008) Städtebauliche Konfigurationen – Schema Raumpilot Grundlagen 157 Wohnen . Daraus ergibt sich eine gerundete Geschossfläche von 100 m² pro Wohneinheit. Als Berechnungsgrundlage wird die durchschnittliche Größe der 2006 in Deutschland fertiggestellten Wohnungen (Geschosswohnungsbau) mit 79 m² Wohnfläche herangezogen. Durchschnittswerte für die Anzahl der Fahrzeuge/Personen: – 1 Kfz/2 Personen – 1 Pkw/1. die jeweils auf einer angenommenen Grundstücksfläche von 100 m x 100 m (1 ha) untergebracht werden.

Wohnen Städtebau/Dichte 100 Personen 0 Personen 100 Pkw 0 Pkw circa 70/ha circa 35/ha circa 80/ha circa 40/ha circa 90/ha circa 45/ha circa 140/ha circa 70/ha 158 Raumpilot Grundlagen .

Städtebau circa 160/ha circa 80/ha circa 220/ha circa 110/ha circa 320/ha circa 160/ha circa 380/ha circa 190/ha M 1:3000 Raumpilot Grundlagen 159 Wohnen .

Wohnen Städtebau/Dichte circa 420/ha circa 210/ha circa 1060/ha circa 530/ha circa 760/ha circa 380/ha 160 Raumpilot Grundlagen .

2 GFZ = 0.4 Raumpilot Grundlagen 161 Wohnen .Städtebau GRZ und GFZ – Berechnung Vorgaben zur genauen Berechnung der Grundflächenzahl und der zulässigen Grundfläche enthält die Baunutzungsverordnung unter § 19 (BauNVO) 96 96 96 480 480 Berechnung der Grundflächenzahl GRZ Berechnung der Geschossflächenzahl GFZ GRZ = überbaute Grundstücksfläche gesamte Grundstücksfläche 96 480 GFZ = gesamte Geschossfläche gesamte Grundstücksfläche 96 + 96 480 GRZ = GFZ = GRZ = 0.

0 Die Obergrenzen können überschritten werden.2 Stadthaus Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.0 maximale GFZ = 3. Einfamilienhaus freistehend Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.4 GFZ = 0.4 GFZ = 0.6 – Kerngebiete (MK) maximale GRZ = 1.6 maximale GFZ = 1.3 Zeilenbebauung Beispiel: 4 Ebenen GRZ = 0.6 Stadthaus Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.3 GFZ = 1.3 GFZ = 1.Wohnen GRZ und GFZ – Beispiele In einigen Beispielen sind Höchstwerte der GRZ und GFZ dargestellt.2 – besondere Wohngebiete (WB) maximale GRZ = 0.8 Kettenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.4 GFZ = 0.2 GFZ = 0.8 162 Raumpilot Grundlagen .4 Reihenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.2 GFZ = 1.4 Atriumhaus Beispiel: 1 Ebene GRZ = 0. Die rechtlichen Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung sind in der BauNVO § 17 – klassifiziert nach Baugebieten – festgesetzt: Baugebiete (Beispiele): – reine Wohngebiete (WR) maximale GRZ = 0.4 maximale GFZ = 1.2 GFZ = 0. wenn zum Beispiel besondere städtebauliche Gründe dies erfordern.8 Doppelhaushälfte Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.

5 GFZ = 4.1 GFZ = 4.8 Blockrandbebauung Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.3 GFZ = 1.0 Wohnturm „Le Corbusier“ Beispiel: 49 Ebenen GRZ = 0.9 M 1:2000 Raumpilot Grundlagen 163 Wohnen .Städtebau aufgelöste Blockrandbebauung Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.

Wohnen h Abstandsflächen Die Tiefe der Abstandsfläche bemisst sich nach der Wandhöhe.6 0.1 25 h h 25 0. Die erforderliche Abstandsfläche ergibt sich durch einen in der LBO festgelegten Faktor. Dorfgebieten und in besonderen Wohngebieten 0. Als Wandhöhe gilt das Maß vom Schnittpunkt der Wand mit der Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand. der je nach Baugebiet zwischen 0.4 und 0.125 variiert (LBO BW).4 h 0.1 0.6 h • • • • • h • • h 0° h2 h >4 h1 5° h 0.25 der Wandhöhe – in Gewerbegebieten und in Industriegebieten sowie in Sondergebieten.4 h • • h >7 0. sie wird senkrecht zur jeweiligen Wand gemessen. voraussichtlich ab 2010): – allgemein 0.2 5 h 0.4 (h 0. Dachflächen und Giebelflächen werden je nach Neigung unterschiedlich angerechnet.4 0.125 der Wandhöhe. 0. 0. die nicht der Erholung dienen.4 ≤4 5° (h h 0.4 +X h1 ) • 0.4 164 Raumpilot Grundlagen • h • (h +X • h1) +X h2 ) • ( X h+ h2 ) • • • • . Die Tiefe der Abstandsflächen beträgt (LBO BW Novellierung.2 5 0.4 der Wandhöhe – in Kerngebieten.4 0.

Erschließung Raumpilot Grundlagen 165 Wohnen .

Wohnen Erschließung 167 167 168 168 169 169 169 170 170 173 Vertikal Einspänner Zweispänner Dreispänner Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Horizontal Außengangerschließung Innengangerschließung 166 Raumpilot Grundlagen .

Hinweis: Weitere Angaben zu Fluchtwegen siehe Kapitel „Grundlagen – Rettung“ Einspänner Raumpilot Grundlagen 167 Wohnen . Ventilation) – Energie (Hüllfläche. Sichtkontakt zu Rettungskräften). Anbindung zur Dachfläche) – Erdgeschoss (Eingangssituation. Bei mehr als sechs angeschlossenen Wohneinheiten werden höhere Brandschutzanforderungen gestellt. sozialer Raum – Wirtschaftlichkeit: die Anzahl der angeschlossenen Einheiten beeinflusst erheblich die Wirtschaftlichkeit – Anforderungen an Barrierefreiheit – Belichtung (natürlich/künstlich) – Belüftung (Luftqualität. versetzte Ebenen Wohngeschoss/öffentliche Fläche) – Übergang zu Freiflächen (Hofzugang) – Untergeschoss (zum Beispiel Tiefgarage) – Größe: baurechtlich erforderliche Maße als Minimum – Baurecht: Lage an einer Außenwand zur Rettung eventuell gefordert (Rauchabzug. Zwei. Die Anzahl der an einem Erschließungskern angeschlossenen Wohnungen beeinflusst die Größe. Lage an der Außenwand oder in Gebäudemitte.bis x-Spänner. Bei der Planung der Lage und Gestaltung des Erschließungskerns – in der Regel eine Treppe mit Lift – müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: – Räumliche Qualität: möglicher räumlicher Zusammenhang über viele Ebenen – Kommunikative Qualität: gemein­ schaft­ l­ icher Raum mehrerer Wohnparteien.Erschließung Vertikal Spännererschließungen sind die am häufigsten realisierte Erschließungsform in Wohnungsbauten. Entsprechend der Anzahl der jeweils an einen Erschließungskern angeschlossenen Wohneinheiten wird unterschieden in Ein-. Beheizung. Typologisch können verschiedene Übergangstypen zwischen reiner Spännerund reiner Gangerschließung unterschieden werden. Proportion und Orientierung der Wohneinheiten.

Wohnen Zweispänner Dreispänner 168 Raumpilot Grundlagen .

Erschließung Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Raumpilot Grundlagen 169 Wohnen .

Nebenstehender Schnitt zeigt die Prinzipien: – Außenflur unmittelbar am Gebäude – Außenflur vom Gebäude abgesetzt – Flur erschließt eine Ebene – Flur erschließt zwei und mehrere Ebenen (Maisonette. Zusätzlich werden an die angrenzende Fassade häufig erhöhte Brandschutzanforderungen gestellt. Sie werden auch Laubengang oder Laufgang (zu Beginn der Moderne) genannt. dass viele (oftmals kleine oder mehrgeschossige) Wohnungen zumindest in der Eingangsebene mit einem Aufzug wirtschaftlich barrierefrei erschlossen werden können.Wohnen Horizontal Außengangerschließungen sind „Gehsteige zur Haustüre“ . Gangerschließungen werden bei entsprechender Größe und Gestaltung auch zu Kommunikationsräumen. Triplex) Gangerschließungen bieten den großen Vorteil. Damit verbindet sich aber auch ihr größter Nachteil: mangelnde Privatheit in den an den Gang angrenzenden Wohnräumen. Zudem ist bei der Anordnung eines offenen Außengangs ein ausreichender Witterungsschutz im Eingangsbereich jeder Wohnung erforderlich. Duplex. die den Gestaltungsspielraum einschränken. Insbesondere Wandöffnungen sind oft nur eingeschränkt möglich. – Gang erschließt eine Ebene – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt eine Ebene 170 Raumpilot Grundlagen . Außengangerschließung Schnitt M 1: 500 – Außengang unmittelbar am Gebäude.

jedoch erheblicher baukonstruktiver und bauphysikalischer Belastung bei offenem. gestalterisch dominant. wenn gesichert ist. „kaltem“ Gang. dass der Durchblick nach unten und oben entlang der Außenwand eingeschränkt ist. Die Lage des Außengangs kann prinzipiell variieren: – Eingezogener Außengang mit guter Flächenausnutzung. – Abgesetzter Außengang: erhöhter Schutz der Privatheit.Erschließung Außengangerschließung Von einem Außengang aus können auch zweigeschossige Wohneinheiten (Maisonetten) erschlossen werden. – Außengang eingezogen – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 171 Wohnen . – Angesetzter Außengang: einfache und wirtschaftliche Form der Erschließung.

es werden jedoch häufig die Nord. dann sind die Möglichkeiten für Öffnungen an der Außengangwand erheblich eingeschränkt. Der Außengang erzwingt keine eindeutige Orientierung.Wohnen Außengangerschließung Von einem Außengang aus können prinzipiell auch mehr als zwei Ebenen (zum Beispiel als „Triplex“) erschlossen werden. Bei diesem System sind auch Kombinationen von dreigeschossigen Wohneinheiten mit weiteren ein. Wenn nicht zwei bauliche (!) Rettungswege vorhanden sind.oder die Ostseite für die Erschließung gewählt. 172 Raumpilot Grundlagen .oder mehrgeschossigen Wohnungen möglich (Wohnungsvielfalt). – Außengang eingezogen – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt drei Ebenen Bei der Außengangplanung müssen die besonderen Brandschutzanforderungen beachtet werden (LBO).

Nachteilig ist bei diesem System die räumliche Qualität des Gangs. Positiv ist die hohe Wirtschaftlichkeit des Systems durch die geringere Hüllfläche.Erschließung Innengangerschließung Die Innengangerschließung ist eine selten angewandte Erschließungsform. Sie bedingt in der Regel eine West-Ost-Orientierung der Wohneinheiten. Allerdings bietet sie eine hohe Variabilität bei der Kombination verschiedener Ebenen. da keine natürliche Belichtung und Belüftung möglich ist. Schnitt M 1: 500 – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 173 Wohnen . um ungleiche Lagequalitäten auszuschließen. falls keine besonderen Außenkontaktflächen (Wand/Dach) eingeplant werden.

Wohnen 174 Raumpilot Grundlagen .

Typologie Raumpilot Grundlagen 175 Wohnen .

Wohnen Typologie 177 178 179 180 181 182 Gebäudetiefen Belichtung Orientierung im Blockrand Orientierung West-Ost Orientierung Nord-Süd Organisation 176 Raumpilot Grundlagen .

nicht belichtete Nebenraumzone Erschließung: Spänner III. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz.) Erschließung: Spänner VI.. geringe nicht belichtete Innenraumbereiche Erschließung: Spänner IV. Zweiseitige Orientierung große. Stuttgart 2002 VI Raumpilot Grundlagen 177 Wohnen 12 20 10 13 911 811 68 48 . hoher Wohnwert Erschließung: Spänner I II III IV Haupträume V Nebenräume Gebäudetiefen (min.. (Spänner) V./ max. Zweiseitige Orientierung „Durchwohnen“ .) Erschließung: Außengang. Zweiseitige Orientierung große.Typologie Gebäudetiefen I.) im Gechosswohnungsbau bei linearerAnordnung Quelle: Faller. nicht belichtete Nebenraumzonen Erschließung: Innengang II. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz.. Zweiseitige Orientierung „Normalfall“ .. Peter: „Der Wohngrundriss“ .

Wohnen Belichtung Wohnungsbelichtung von einer Seite – Wohnungstiefe begrenzt – keine natürliche Belichtung der innenliegenden Räume – Ausrichtung möglichst nach Süden. nach Nordosten ungünstig Wohnungsbelichtung von drei Seiten – meist Zeilenende – Ausrichtung in alle drei Richtungen möglich – sehr gute Belichtung der Räume Wohnungsbelichtung über Innenhof – Sonderform „Atrium“ – introvertiert. keine (wenige) Öffnungen nach außen – Belichtungsqualität von der Größe des Innenhofs abhängig Wohnungsbelichtung von vier Seiten – Sonderform „Penthouse“ – Ausrichtung in alle Richtungen möglich – Belichtung/Grundrissanordnung nutzungsabhängig 178 Raumpilot Grundlagen . Osten oder Westen Wohnungsbelichtung von zwei gegenüberliegenden Seiten – Wohnungstiefe bei Nord-Süd-Ausrichtung begrenzt – bei Ost-West-Ausrichtung größere Grundrisstiefen möglich Wohnungsbelichtung von zwei Seiten – „Eckwohnungen“ – Belichtung/Nutzung der innenliegenden Ecke schwierig – Ausrichtung nach Südwesten günstig.

Typologie Orientierung im Blockrand Orientierung zur Himmelsrichtung – Wohnungen soweit möglich nach Süden und Westen orientiert – Erschließung im Norden oder Osten – gute Belichtung der Wohnräume Orientierung zur Straße – Wohnungen orientieren sich zur Straße – Erschließung zeigt zum Innenhof – extrovertierte Wohnsituation Orientierung zum Innenhof – Wohnungen orientieren sich zum Innenhof – Erschließung zeigt zur Straße – introvertierte und private Wohnsituation – Emissionsschutz Raumpilot Grundlagen 179 Wohnen .

Individualräume im Osten – Erschließung der Individualräume über „Wohnen“ – zwei Installationsbereiche 3 – „Wohnen“ im Westen. Bereiche werden separat erschlossen – Wohn.und Essbereich in einem Raum – zwei Installationsbereiche 4 – „Durchwohnen“-Prinzip – „Wohnen“ zweiseitig orientiert – Individualräume über „Wohnen“ erschlossen – Wohn.Wohnen Orientierung West–Ost Schemata zellenartig organisierter Grundrisse 1 – „Service“-Nebenräume in Gebäudemitte – Orientierung der Aufenthaltsräume nach Osten und Westen – tiefer Grundriss möglich – Bündelung der Installation 2 – „Wohnen“ im Westen.und Essbereich zusammenhängend – zwei Installationsbereiche 1 2 3 4 180 Raumpilot Grundlagen . Individualräume im Osten.

zweiter Schlafbereich wird über „Durchwohnbereich“ erschlossen – zwei Installationsbereiche Serviceräume Individualraum Gemeinschaftsräume 1 2 3 3 – „Wohnen“ im Süden.Typologie Orientierung Nord–Süd Schemata zellenartig organisierte Grundrisse 1 – „Individualräume“ im Süden. Service und Kochen im Norden – zwei Schlafbereiche mit unterschiedlichen Orientierungen – Individualräume werden über „Wohnen“ erschlossen – Bündelung der Installation Raumpilot Grundlagen 181 Wohnen . Service und Kochen im Norden – getrennte Schlafbereiche. „Service“Nebenräume im Norden – Erschließung über gemeinsamen Flur – Wohn.und Essbereich in einem „Durchwohnbereich“ – Bündelung der Installation – geringe Grundrisstiefe 2 – Individualräume im Süden.

Müller.Wohnen Organisation linear – lineare Organisation der Individualräume und der Serviceräume entlang einer zentralen „Erschließungsachse“ – Endpunkt der Achse kann „Wohnen“ und/ oder Servicebereich sein – Flur häufig lang. „Hannibal“ . Basel 1992 Architekt O. schmal und/oder unbelichtet zoniert – Trennung zwischen gemeinschaftlichen Bereichen und Individualräumen – störungsfreie Erschließung der „Individualräume“ über getrennte Erschließungs­ zone Architekt Lyons. London 1957 Architekt Alder. Ungers.M. Stuttgart 1971 182 Raumpilot Grundlagen . Berlin 1969 Architekt Jäger.

Helsinki 1963 Raumpilot Grundlagen 183 Wohnen zentral (Wohnraum als Mittelpunkt) – „Wohnen“ als kommunikativer Mittelpunkt und Verteiler zugleich – Einsparung von Erschließungsfläche – geringere Abgrenzung der Privatsphäre zirkular (Umgang) – Erschließungsbereich aufgewertet. Amsterdam 1989 Architekt Schnebli. Rohr. Köln 1957 Architekt Duinker. Ammann.Typologie Architekt Aalto. van der Torre.M. Berlin 1957 Architekt O. Paris 1967 Architekt Kairamo. Weg schafft zusätzliche funktionale und räumliche Beziehungen – Verkehrsfläche sehr groß – große Außenwandfläche peripher (eingestellte Elemente) – großzügiger Raumeindruck – zusammenhängende Fläche kann flexibel mit „Funktionsinseln“ belegt werden – wenig/keine ausgewiesene Erschließungsfläche – eingestellte Elemente sind meist installierte Serviceräume (Küche. Vormala. Zürich 1985 Architekt Suzuki. „cruciformers“ . Ungers. Bad) . Egli.

Wohnen 184 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Ankommen Raumpilot Grundlagen 185 Wohnen .

Wohnen Ankommen 187 188 190 190 190 190 190 190 190 191 192 Eingangsbereich Eingangsvarianten Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz (barrierefrei) Briefkastenanlage/Klingelanlage (barrierefrei) Hauseingang außen (barrierefrei) Hauseingang innen (barrierefrei) Gemeinschaftliche Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau Einbruchschutz 186 Raumpilot Grundlagen .

Darüber hinaus sollte ihr möglichst auch ein WC zugeordnet werden. Prinzipiell sollte dieser Raumbereich genügend Platz für die verschiedenen Bewegungsabläufe und genügend Abstell- fläche bieten. Raumpilot Grundlagen 187 Wohnen . ist abhängig vom jeweiligen Wohn.und Grundrisskonzept. In den standardisierten Familiengrundrissen des 20. Die Bedeutung als Repräsentationsraum verlagerte sich in diesen Wohnungen vor allem in das gemeinschaftliche Wohnzimmer. Möglichkeiten zum Abstellen von schweren Einkaufstaschen et cetera sind beispielsweise im Eingangsbereich sehr hilfreich. die direkt in die Gemeinschaftsbereiche der Wohnung übergehen. Welche konkreten Funktionen dem Eingangsbereich zugeordnet sind. Jahrhunders wurde der Eingangsbereich jedoch auf einen funktional notwendigen minimierten Flur reduziert. In der Eingangszone sollte eine Garderobe zum Ablegen von Mänteln und Schirmen zugänglich sein. möglichst eine äußere und eine innere Tür besitzen (Windfang beispielsweise bei Wohnungen am Laubengang). In vielen Fällen wird dieser Bereich als eigene Raumzone ausgestaltet und dient als eine Art „Filterschicht“ zur Abschirmung der privateren Räume. Das Gestaltungsspektrum reicht von minimierten Windfängen bis hin zu repräsentativen „Vorräumen“ und großzügigen Eingangszonen. Der Eingangsbereich sollte bei Wohnungen. zwischen privat und öffentlich und meist auch zwischen geregeltem Innenklima und wechselndem Außenklima. Mit der aktuellen Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen für das Wohnen verbindet sich auch eine Vielfalt an Gestaltungsansätzen für den Eingangsbereich. Als Raumbereich des Ankommens und des Empfangens fungierte die Eingangszone in historischen Wohnformen häufig auch als ein wichtiger Repräsentationsraum der Wohnung. von denen aus man unmittelbar ins Freie gelangt.Ankommen Reinigen und pflegen Aufbewahren Ankommen Wirtschaften Essen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Kochen Arbeiten Funktionsbeziehungen Ankommen Eingangsbereich Eingangsbereiche bilden den Übergang zwischen innen und außen.

lichte Durchgangshöhe ≥ 210 cm Überdachter Eingang mit Glasfeld 40 Eingezogener Eingang mit Sitzgelegenheit und Ablage für Einkaufstaschen et cetera Eingezogener Eingang mit Glasfenster Eingezogener Eingang mit Kinderwagenabstellplatz Eingangsbereich mit Windfang und Garderobe 188 Raumpilot Grundlagen 105 ≥ 215 .Wohnen Eingangsvarianten ≥ 90 ≥ 125 ≥ 150 ≥ 200 ≥ 140 ≥ 140 ≥180 200 ≥ ≥ 210 ≥ 90 Empfohlene Mindestmaße für Eingangstüren: lichte Durchgangsbreite ≥ 90 cm.

Ankommen 190 150 / 150 ≥ 290 190 ≥ 200 ≥ 150 ≥ 190 30 .40 50 ≥ 200 ≥ 150 150 150 ≥ 150 ≥ 300 85 Mindestmaße für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) Variante für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 67 Rollstuhlwechselplatz außen mit stirnseitiger unterfahrbarer Ablagefläche und Batterieladeplatz für Elektrorollstühle (entsprechend DIN VDE 0510 Teil 3) Vorraum beziehungsweise Eingangsbereich mit Garderobe und Rollstuhlwechselplatz innen entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 85 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 189 Wohnen .

M 1:200 190 Raumpilot Grundlagen . Hauseingang innen Entsprechend dem Entwurf der DIN 18040 und der DIN 18025 Teil 1 muss die Wende­ fläche für Rollstuhlnutzer mindestens 150 cm breit und 150 cm tief sein (Detailangaben hierzu siehe Kapitel Barrierefrei). darf die Anbringung der Hausbriefkästen auch im Eingangsbereich. Briefkästen sollten so angebracht sein. Einwurfschlitzhöhe mindestens 3 cm – Entnahmesicherung mindestens 1. Hauseingang außen Der Zugang sollte schwellenlos erfolgen. vorzugsweise im Eingangsbereich des Hauses oder vor der Wohnung. zur Garage und zu den Müllsammelbehältern sollten auch bei ungünstiger Witterung gefahrlos begehbar sein.5 ≥4 ≥ 40 ≥9 . Im Entwurf DIN 18040 wird der Rollstuhlabstellplatz mit einer Breite von 180 cm und einer Tiefe von 3 ≥ 23 / 32. dass der Abstand zwischen Unterkante Fußboden und Einwurfklappe nicht unter 50 cm beziehungsweise nicht über 170 cm beträgt. Briefkastenanlage/Klingelanlage Grundsätzlich sollten Briefkästen für Roll­ stuhlfahrer innerhalb des senkrechten Greifbereichs liegen und mit dem Rollstuhl anfahrbar sein. Ablagefächer. Klingelanlagen et cetera sollten für Zusteller und Empfänger jederzeit zugänglich und griffgünstig angeordnet sein. Der Rollstuhlabstellplatz muss entsprechend DIN 18025 mindestens 190 cm breit und mindestens 150 cm tief sein. wobei Hausbriefkastenanlagen und einzelne Hausbriefkästen möglichst so angebracht sein sollten. Wohnhäuser mit mehr als vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit mehr als vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen oder die einzelnen Hausbriefkastenelemente am oder vor dem Haus anzubringen oder als Durchwurfanlage vorzusehen. ≥ 12 Wohnhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit bis zu vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen und Ablagefächer an der Grundstücksgrenze anzubringen.7 Briefkasten und Zeitungsrolle. Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz Bei rollstuhlgerechten Wohnungen ist für jeden Rollstuhlbenutzer ein Rollstuhlabstellplatz. Entsprechend DIN 18025 sind in Ausnahmefällen Schwellen bis maximal 2 cm Höhe möglich. 150 cm angegeben. Die Hauptwege (Breite ≥ 120 cm) zum Hauseingang. dass sie ohne Betreten des Gebäudes erreicht werden können. zum Umsteigen vom Straßenrollstuhl auf den Zimmerrollstuhl vorzusehen.5 cm für den Quereinwurf eines C4-Umschlags. an der Außenseite des Hauses oder als Durchwurfanlage vorgesehen werden.5 cm tief und 80 Prozent der Einwurfsschlitzbreite – Der Abstand zwischen der Hinterkante der Entnahmesicherung und einem Poststapel mit einer Dicke von 4 cm muss mindestens 0.5 cm betragen. Die Bedienhöhe sollte möglichst zwischen 85 cm und 105 cm liegen. Briefkästen nach DIN EN 13724 – Einwurfschlitzbreite mindestens 23 cm für den Längseinwurf eines C4-Umschlags – Einwurfschlitzbreite mindestens 32. Das Längsgefälle der Wege sollte für rollstuhlgerechte Planung ≤ 3 Prozent und das Quergefälle ≤ 2 Prozent betragen.Wohnen Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Hausbriefkästen. Beträgt der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und dem Eingang über 8 m. Zur Ausstattung eines Batterieladeplatzes für Elektrorollstühle ist DIN VDE 0510 Teil 3 zu beachten.

Ankommen Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau ≥ 100 ≥ 600 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 220 ≥ 100 ≥ 100 ≥ ca. 230 ≥ 100 Beispiel für eine zweiläufige Treppe Beispiel für eine zweiläufige Treppe mit Aufzug Beispiel für eine einläufige Treppe mit Aufzug M 1:100 Raumpilot Grundlagen 191 ≥ 720 Wohnen .

dass ein Gelegenheitstäter einfache Werkzeuge wie zum Beispiel Schraubendreher. Beschlag. Sie sollen das Eindringen in ein Objekt verhindern beziehungsweise erheblich erschweren. Türen DIN EN 1627 Widerstandsklasse WK 1 WK 2 WK 3 WK 4 WK 5 WK 6 Widerstandszeit keine manuelle Prüfung 3 Minuten 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten Tätertyp/Vorgehensweise WK 1 bietet einen Grundschutz gegen Gelegenheitstäter. WK 2 setzt voraus.Wohnen Einbruchschutz Die DIN EN 1627 unterscheidet sechs Einbruchswiderstandsklassen entsprechend der jeweiligen Widerstandszeit. Schlagaxt.Prüfnorm für Fenster. Herausreißen etc. Winkelschleifer ein 192 Raumpilot Grundlagen . dass es in der Gesamtkonstruktion (Rahmen. Zarge.oder Säbelsäge. Zu den Sicherungssystemen gehören: – Alarmglas – Einbruchsmeldeanlage (Alarmanlagen) – Überfallmeldeanlagen (ÜMA) – Videoüberwachung Sonstige Maßnahmen Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen optimiert den Einbruchschutz..und Sicherheitsdienst Verhaltensmaßnahmen Zu den Verhaltenmaßnahmen gehört der Anwesenheitsschutz. körperliche Gewalt z. Eine Vielzahl von Einbrüchen lässt sich durch Maßnahmen zum Einbruchschutz verhindern oder erschweren. Akku-Bohrer et cetera ein Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeugen wie zum Beispiel Bohrmaschine. Schloss und Beschlag) keine Schwachpunkte gibt. Keil benutzen WK 3 widersteht auch Tätern. Derartige Sicherungen schützen die Außenhaut des Objekts. vorwiegend Vandalismus . Zu den Sicherungen gehören: – Aufbohrschutz – Fensterverriegelungen – Hinterhaken – Kastenschloss – Lichtschachtsicherung – Pilzkopfverriegelung – Querriegelschloss – einbruchhemmende Rollläden – Schutzbeschlag – Sicherheitsschloss – Stangenschloss – Türspion – angriffhemmende Verglasung – Vergitterung (DIN 18106) Elektronische Sicherung Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren beziehungsweise der Beobachtung von Orten. Verglasung beziehungsweise Türblatt. ergänzende Maßnahmen dazu können sein: – Zutrittskontrolle – Zaun – Wachhunde – gute Außenbeleuchtung – Wertsachenerfassung – Tresor/Wertbehältnis – Nachbarschaftshilfe – Haussitter – Wach. Meißel. Bei den so gesicherten Fenstern und Türen ist sichergestellt. Eintreten. Einbruchschutznorm . B. Weitere. Stich. die einen Profischraubendreher. Stemmeisen. Mechanische Sicherung Mechanische Sicherungen sollten bei allen Sicherungsplanungen an oberster Stelle stehen. Zange. Kuhfuß et cetera benutzen Bei WK 4 setzt der erfahrene Täter zusätzlich Hammer.

Kochen Raumpilot Grundlagen 193 Wohnen .

Kochen Wohnen 195 195 196 196 196 198 198 199 199 200 200 202 202 202 202 202 203 203 204 204 205 205 206 206 207 207 208 212 Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnung im Grundriss Orientierung Planungsregeln Küchendimensionierung Einrichtungsmaße Unterschränke und Unterbaugeräte Arbeitshöhe Schränke Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen Koch.und Backeinrichtungen Dunstabzug Kühl.und Gefriergeräte Geräteabstellflächen Planerische Besonderheiten Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung Arbeitsdreieck Küchenformen Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Einzeilige Küche Zweizeilige Küche L-Küche U-Küche Küche mit Arbeitsinsel L.Küche mit Essplatz Barrierefreie Küchenplanung Höhenverstellbare und flexible Möbel 194 Raumpilot Grundlagen .

weiteren Wohnbereichen und Vorratslagerung (Vorratsraum. Keller. Raumpilot Grundlagen 195 Wohnen Entspannen und kommunizieren . Auch Möglichkeiten zur problemlosen Abfallentsorgung sind von Bedeutung. Unabhängig von Funktionsbeziehungen kann das Zusammenschalten von Küche und Bad an einen gemeinsamen Installationsschacht aus ökonomischen und schalltechnischen Gründen sinnvoll sein.Kochen Aufbewahren Entsorgen Reinigen und pflegen Ankommen Essen Kochen Wirtschaften Freibereiche Funktionsbeziehungen Kochen Funktionen Der Bereich Kochen dient der Zubereitung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln. Garten). Darüber hinaus können in diesem Bereich noch weitere hauswirtschaftliche Funktionen integriert sein. ist eine Lage in der Nähe vom Wohnungseingang (bei sehr großen Wohnungen auch Anlieferungseingang) vorteilhaft. In vielen Wohnungen bildet dieser Funktionsbereich den räumlichen Mittelpunkt. Essplatz. Da in der Küche meist Lebensmittel aufbewahrt werden. Funktionsbeziehungen Innerhalb der Wohnung besteht eine enge Funktionsbeziehung zwischen Kochbereich. Der Bereich Kochen kann als eigener Funktionsbereich räumlich abgeschlossen sein oder mit einem Essplatz oder weiteren Wohnfunktionen räumlich gekoppelt sein. Dar­ über hinaus ist häufig ein Bezug zum privaten Außenbereich erwünscht.

wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist“ (MBO Erforderliche Mindestabstände in Küchen (nicht rollstuhlgerecht) Erforderliche Mindestabstände zwischen Stellflächen und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Wänden anliegenden Wänden Tür. Essplatz und Wohnfunktionen fließen in einem Raumbereich zusammen (zum Beispiel auch in Lofteinheiten) 4. Fensterlose Küchen oder Kochnischen sind zulässig. „Wohnküche“ – Kochen. Orientierung Für eine reine Funktionsküche gilt eine Nordost. Bei der Orientierung dieses Raumbereichs müssen daher die unter­ schiedlichen Bedingungen und Funktionszusammenhänge abgewogen werden. Kommt ein Essplatz oder sonstige Aufenthaltsfunktionen dazu. „Essen“ und „Wohnen“ unterschieden werden (siehe entsprechende Grafik im Kapitel „Essen“ auf Seite 216): 1. „Essküche“ – Kochbereich mit Essplatz 3. flexible Anordnung – Funktionsbereiche der Wohnküche können mittels flexibler Schiebe. Prinzipiell können vier unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten der Bereiche „Kochen“ .Wohnen ► Für einen zusätzlichen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m2 vorgesehen werden Zuordnung im Grundriss Küchen sind entweder selbstständige Räume oder der Kochbereich ist mit anderen Funktionen in größere Raumbereiche integriert. Planungsregeln Die Musterbauordnung fordert unter § 48: „Jede Wohnung muss eine Küche oder Kochnische haben. „Funktionsküche“ – nur Kochfunktionen 2.oder Faltwände temporär zusammengeschaltet oder getrennt werden. da dadurch ein Aufheizen des Raums vermieden werden kann. kann die Besonnung jedoch erwünscht sein.und Fensterlaibungen Abstände ≥ 120 cm ≥ 120 cm ≥ 3 cm ≥ 10 cm 196 Raumpilot Grundlagen .oder Nordwest-Orientierung als günstig.

1-2 Personen. Da abgeschlossene Küchen als Aufenthaltsräume anzusehen sind. 12-15 m2 Wohnküche.50 m2 Küche mit Essplatz. min.bis Zwei-PersonenHaushalt mindestens eine Lauflänge von 3. 6. dabei bleiben Raumteile mit einer lichten Raumhöhe bis 1. In der LBO BW sind dagegen abweichend nur 2.40 m2 Arbeitsküche. min.Kochen 2002.30 m und für Haushalte ab zwei Personen eine Lauflänge von 5. Arbeitsküche. Darin wird für einen Ein. 5.20 m über mindestens der Hälfte der Grundfläche.40 m gefordert. müssen sie entsprechend MBO § 47 über eine lichte Höhe von mindestens 2.40 m verfügen. Als Orientierungswerte für die Planung werden hier beispielhaft die Festlegungen der Bayerischen Wohnbauförderbestimmungen herangezogen.30 m Mindesthöhe gefordert und „2. 20 m2 Schema Orientierungswerte Küchengrößen. Die sogenannte Lauflänge wird entlang der frei zugänglichen Vorderkanten der Kücheneinrichtungen gemessen. § 34 „Aufenthaltsräume“). wenn die Aufenthaltsräume ganz oder überwiegend im Dachraum liegen. ca.50 m außer Betracht“ (LBO BW. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 197 Wohnen . 2 Personen. § 48 Wohnungen). Über eine notwendige Mindestgrundfläche von Küchen macht die Bauordnung keine Angaben.

85 80 . M 1:50 160 145 max. 40. ► Die abgebildeten Arbeitshöhen der unterschiedlichen Arbeitszentren wurden in Abhängigkeit von der Körpergröße als Idealmaße in ergonomischen Forschungsstudien ermittelt (mit Bezug auf die Angaben der AMK).90 80 .100 90 . 60.95 70 95 . Im Jahr 2007 wurde die vorherige Planungsgrundlage DIN 18022 zurückgezogen. ► Die durchschnittlich gebräuchlichen Höhen von Arbeitsplatten liegen bei etwa 85 cm bis 95 cm. Einrichtungsmaße Grundlage für die bei der Küchenplanung üblichen Einrichtungsmaße der Küchenmöbel und Elektrogeräte ist die DIN EN 1116. Über diese Maße hinaus wird in Deutschland eine Vielzahl an Sonderlösungen auf dem Markt angeboten. Die üblichen Breitenmaße betragen für Schränke 30. 90. Für die Abmessungen der Schränke und Geräte wurden in der DIN EN 1116 Koordinationsmaße festgelegt.90 Kochen Arbeiten Körpergröße 140 Spülen 155 165 198 Raumpilot Grundlagen 70 . Eine Vergrößerung der Bewegungsfläche auf 150 cm Breite verbessert deutlich die Arbeitsbedingungen und ermöglicht darüber hinaus auch Rollstuhlfahrern die Benutzung (siehe Kapitelseiten für die barrierefreie Küchenplanung).Wohnen Geschirrspülmaschine unterhalb der Arbeitsfläche (Abtropffläche) links neben dem Spülbecken Küchendimensionierung Als Mindestmaß für die Bewegungsfläche vor der Küchenzeile sind für die nicht rollstuhlgerechte Ausführung 120 cm empfohlen.90 85 . erreichbare Fachhöhe 170 85 . 120 und 150 cm und für Geräte 60 cm.95 80 . So sind häufig zusätzlich Breiten von 45 cm erhältlich. Allerdings ist eine 120 cm breite Bewegungsfläche zwischen zwei Küchenzeilen nur für eine in der Küche arbeitende Person gerechnet. Bereits eine zweite Person oder auch geöffnete Unterschränke können die Arbeit ein wenig behindern.

100 95 . Hier werden für unterschiedliche Tätigkeiten auch unterschiedliche Arbeitshöhen empfohlen.100 80 . empfiehlt die AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Während die 2007 zurückgezogene DIN 18022/ Abschnitt 3.100 80 . 820. Der Spülbereich kann dabei bis zu 15 cm über den normalen Arbeitsbereich angehoben werden. 175 185 195 95 .) eine ergonomisch an die Körpergröße der Nutzer angepasste Arbeitsflächenhöhe zwischen 70 cm und 105 cm (siehe Abbildungen unten). Oberschränke bis unter die Decke schaffen zusätzlichen Stauraum. besser 100 cm vorsehen. Arbeitshöhe Als Bezugsmaß für die Arbeitshöhe gelten folgende Maße: 800 (0-50) mm 850 (0-50) mm 900 (0-50) mm 950 (0-50) mm Bei den Arbeitshöhen sollten Aspekte der Ergonomie berücksichtigt werden. Zwischen Herd und Spüle mindestens 60 cm Arbeitsfläche.100 170 180 190 Raumpilot Grundlagen 199 > 105 105 105 Wohnen . 870 und 920 mm. Abfallbehälter berücksichtigen (abhängig vom örtlichen Abfalltrennsystem). während die Arbeitshöhe des Kochbereichs tiefer liegen sollte.105 90 .V.105 85 . Eine solche Differenzierung der Arbeitshöhen ist beispielsweise bei einer Küche mit freistehendem Arbeitsblock möglich.4 eine maximale Arbeitsflächenhöhe von 92 cm vorsah.Kochen Unterschränke und Unterbaugeräte Für die Höhe der Unterschränke beziehungsweise der Unterbaugeräte wurden in der DIN EN 1116 folgende Koordinationsmaße festgelegt: 770.

Über den Arbeitszentren Herd und Spüle sollte der Abstand zur Arbeitsfläche auf etwa 65 cm erhöht werden.150 cm 30 . um die Arbeitshöhe möglichst individuell anpassen zu können. die maximal 40 cm tiefen Oberschränke in einem Mindestabstand von 50 cm über der Arbeitsplatte anzubringen.Wohnen Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen (Orientierungswerte) Schränke Unterschrank Oberschrank Hochschrank Kühl.und Gefriergeräte Kühl. Häufig wird dieser Sockelbereich verblendet. Um ein bequemes Stehen direkt vor der Arbeitsplatte zu ermöglichen. Für die rückenschonende und sichere Nutzung wird der Einbau von Backofen. Unterschrank und Geschirrspülmaschine ≥ 90 cm ≥ 120 cm 60 (45) cm ≥ 90 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 (≤ 90) cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm ≥ 40 cm ≥ 60 (120) cm ≥ 60 cm ≥ 30 cm ≥ 60 cm 60 cm 60 cm 30 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm Stellflächenbreite 30 . den Sockels um circa 5 cm bis 7 cm einzurücken. Unterschränke Unterschränke sind günstig zur Unterbringung von schwerem Geschirr oder Vorräten sowie für die Integration von Einbaugeräten. Hochschränke Hochschränke sind als Vorratsschränke oder Geschirrschränke geeignet. Dampfgarer und Geschirrspülmaschine in Sichtund Griffhöhe in Hochschränken empfohlen.150 cm 60 cm Stellflächentiefe 60 cm ≤ 40 cm 60 cm Unterschränke sind in der Regel mit verstellbaren Füßen ausgestattet. Oberschränke Um die Tiefe der Arbeitsfläche von 60 cm voll auszunutzen. wird empfohlen.und Gefrierkombination Gefrierschrank Arbeits-/Abstellflächen kleine (große) Arbeitsfläche Fläche für Kleingeräte Abstellfläche neben Herd/Spüle Abstell-/Abtropffläche neben Spüle Koch-/Backeinrichtungen Herd/Backofen (Glaskeramikkochfeld) Einbaubackofen mit Schrank Mikrowellenherd mit Schrank Spüleinrichtungen Einbeckenspüle mit Abtropffläche Doppelbeckenspüle mit Abtropffläche Geschirrspülmaschine Spülzentrum (Einbeckenspüle mit Abtropffläche. 200 Raumpilot Grundlagen . Mikrowelle. wird empfohlen.

Kochen

65

Greifhöhe ca. 180

65

Brüstungshöhe in Abhängigkeit von der Arbeitshöhe

10 - 15

30 - 40 60 120 240

5-7 60 M 1:20

85 - 92

> 50

Raumpilot Grundlagen

201

Wohnen

Wohnen

Koch- und Backeinrichtungen Die meisten Herde benötigen einen Starkstromanschluss (380 V). Dunstabzug Die Unterkante einer Dunstabzugshaube über der Kochstelle sollte oberhalb der Augenhöhe der Benutzer liegen. Kühl- und Gefriergeräte Für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte wird ein Kühlgerät mit 120 l bis 140 l Fassungsvermögen empfohlen. Für jede weitere Person im Haushalt sollten zusätzlich etwa 60 Liter Fassungsvermögen zuzüglich eines Gefrierfachs eingerechnet werden. Ergänzend kann ein getrennter Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe auch außerhalb der Küche in Lagerräumen untergebracht werden.

Gerätestellflächen Für das Aufstellen von Küchenkleingeräten, wie Kaffeemaschine oder ähnliches, sollte eine Gerätestellfläche von mindestens 60 cm x 60 cm vorgesehen werden. Planerische Besonderheiten Bei der Planung der Küche ist die Positionierung von Elektroanschlüssen wichtig. Für Einbaugeräte in den Unterschränken, wie Backofen oder Geschirrspülmaschine, sind Anschlüsse auf einer Höhe von 30 cm vorzusehen. Elektroanschlüsse für Geräte in den Oberschränken, wie Dunstabzug, werden üblicherweise auf einer Höhe von 165 cm angeordnet. Für Kleingeräte auf der Arbeitsfläche muss darüber hinaus eine ausreichende Anzahl von Steckdosen auf einer Höhe von 115 cm vorgesehen werden. Genauere Angaben über die Mindestanzahl an Steckdosen und Auslässen finden sich in der DIN 18015-2.

202

Raumpilot Grundlagen

Kochen

Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung
Arbeitsdreieck Der Küchenbenutzer bewegt sich zwischen verschiedenen Arbeitszentren der Lagerung (Frischvorrat, Kühlvorrat, Tiefkühlvorrat et cetera), der Vorbereitung (Arbeitsfläche, Geräteschrank), der Zubereitung (Herd, Backofen, Arbeitsfläche) und der Nachbereitung (Spüle, Abtropffläche, Geschirrspülmaschine, Abfallsammlung). Durch eine günstige Zuordnung dieser Arbeitszentren zueinander kann ein fließender Arbeitsablauf mit kurzen Wegen erreicht werden,

Lineare Anordnung Bei einer einzeiligen Kücheneinrichtung gilt für Rechtshänder die Lage der zentralen Funktionen in folgender Anordnung von rechts nach links als günstig: Abstellfläche, Herd, Arbeitsfläche, Spüle, Abstellfläche. Für Linkshänder gilt dies entsprechend spiegelverkehrt. Zweizeilige Anordnung In der zweizeiligen Anordnung bilden Herd, Spüle und der gegenüberliegende Kühlschrank das sogenannte „Arbeitsdreieck“ . Diese Anordnung führt zu einer Optimierung der notwendigen Weglängen im Arbeitsablauf. Herd und Spüle sollten möglichst wie in der linearen Anordnung durch eine Arbeitsfläche miteinander verbunden sein. L-förmige Anordnung Auch im Winkel angeordnet, bilden Kühlschrank, Herd und Spüle ein „Arbeitsdreieck“ . Herd und Spüle sollten entsprechend den vorangegangenen Beispielen nebeneinander liegen. Wohnen
Übersicht Küchenformen, M 1:200 Raumpilot Grundlagen

203

Wohnen

Küchenformen
Bei der Küchenanordnung können unterschiedliche Grundformen unterschieden werden: Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Hierbei handelt es sich um eine Minimallösung, bei der alle wesentlichen Küchenfunktionen auf kleinstem Raum kombiniert werden. Solche Minimalküchen werden häufig nur temporär eingebracht, oder in Ferienappartements oder in Büros genutzt. Für die üblichen Funktionsanforderungen größerer Haushalte sind sie nicht aus­ reichend.

210

14 0

178

10 4

100

Beispiel für eine minimierte Schrankküche

Beispiel für eine mobile Kofferküche

204

Raumpilot Grundlagen

10 4

127 66

66

70

Kochen

330 30 60 90 60 60 30

330 30 60 90 60 60 30
60

60

120

120

180

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

60

240

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

205

Wohnen

Einzeilige Küche Alle Schränke und Geräte werden linear in einer Zeile angeordnet. Diese Anordnung ist eher für kleine Haushalte geeignet. Für Mehrpersonenhaushalte wird eine frei zugängliche Vorderkante der Zeilen von mindestens 5,40 m Lauflänge empfohlen. Dies würde bei einer einzeiligen Küchenanordnung zu einer entsprechend großen und kaum sinnvollen Raumlänge mit ungüns­ tigen Raumproportionen führen.

Zweizeilige Küche Die zweizeilige Küche besteht aus zwei gegenüberliegend angeordneten Küchenzeilen, wobei eine meist die Funktion der Installationszeile übernimmt und die andere als Schrankzeile fungiert. Diese Anordnung ist flächensparend, da sich die Bewegungsflächen beider Zeilen überdecken. Um das Arbeitsdreieck zu optimieren, wird empfohlen, den Kühlschrank in die Schrankzeile zu integrieren.

Wohnen

L-Küche Bei der L-förmigen Küche ist die Möblierung winkelförmig angeordnet. Der sich ergebende Eckbereich ist nur schwer zugänglich, kann jedoch durch spezielle Schrank­ ausführungen sinnvoll genutzt werden.

U-Küche Wie bei der zweizeiligen Küche werden auch hier die Arbeitszentren Herd und Spüle an einer Seite installiert, um möglichst kurze Arbeitswege zu erhalten.

360 60 60 90 60 60 30 60 60 90

360 60 60 30

60

240

120

60

180

L-Küche

U-Küche

206

Raumpilot Grundlagen

60

240

Kochen

360 240 370 40 60 60 60 90 60
60

60

60

60

60

60

60

120

60

280

60

Küche mit Arbeitsinsel

40

L-Küche mit Essplatz

60

60

300

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

207

Wohnen

Küche mit Arbeitsinsel Die Arbeitsinsel kann als reine Arbeitsfläche dienen oder als Arbeitszentrum mit Kochfeld und eventuell auch Spülfunktion gestaltet werden. Diese Küchenformen haben einen relativ großen Platzbedarf, da vor allen Arbeitsseiten der Insel Bewegungsflächen eingeplant werden müssen. Insellösungen sind günstig für Küchen, in denen oft mehrere Personen gleichzeitig arbeiten.

L-Küche mit Essplatz Diese Essküche wird beispielhaft für die Kombination aus Arbeitsküche und Essbereich angeführt. Der Essbereich ist in diesem Fall als Imbissplatz gestaltet.

Wohnen
75-90

Barrierefreie Küchenplanung

≥ 150 ≥ 210

≥ 150 ≥ 270

≥ 150 ≥ 210

≥ 150

≥ 210

≥ 150 ≥ 270

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für Rollstuhlfahrer entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Die Unterfahrbarkeit muss mindestens über 90 cm Breite gewährleistet sein.

208

Raumpilot Grundlagen

Kochen
75-90

≥ 120 ≥ 180

≥ 120 ≥ 240

≥ 120 ≥ 180

≥ 120

≥ 180

≥ 120 ≥ 240

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für barrierefreie Planung entsprechend 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Ausreichende Beinfreiheit sollte beim Sitzen gewährleistet sein.

Raumpilot Grundlagen

209

Wohnen

Wohnen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

≥ 67

40 60 (unterfahrbar) 3 ≥ 150 ≥ 270 ≥ 15

40 ≤ 45 3

210

Raumpilot Grundlagen

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

Kochen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

40 60 3 ≥ 120 ≥ 240 60

40

3

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

211

Wohnen

Wohnen
75-90 Verschiedene höhenverstellbare und flexible Möbel für Rollstuhlfahrer, M 1:50 Design Rollstuhl: Natalie Chusainow und Matthias Högger, Diplomarbeit an der Fachhochschule Aargau, Studiengang Industrial Design, SS 2005

212

Raumpilot Grundlagen

Essen

Raumpilot Grundlagen

213

Wohnen

Wohnen Essen

215 215 216 217 217 218 220 221

Essbereiche Funktionsbeziehungen Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Mindestflächenbedarf von Essplätzen Essplätze rollstuhlgerecht Essplätze barrierefrei

214

Raumpilot Grundlagen

Essen

Kochen

Entspannen und kommunizieren Essen Arbeiten

Ankommen

WC

Private Freibereiche

Funktionsbeziehungen Essen

Essbereiche
Die Gestaltung und Nutzung des Essbereichs ist in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße und von individuellen Wohngewohnheiten sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht vom Stehtisch in der Küche für den schnellen Imbiss über den Esstisch für das tägliche gemeinsame Essen der Familie bis hin zur großzügigen Tafel für das ausgiebige Menü mit Gästen. In vielen Fällen bildet der Essbereich das soziale und kommunikative Zentrum der Wohnung.

Funktionsbeziehungen
Zwischen Küche, Essplatz und Wohnbereich bestehen enge funktionale Beziehungen. In der Grafik auf der folgenden Seite sind sechs unterschiedliche räumliche Anordnungsprinzipien dargestellt, die sich durch die jeweiligen Bereichsabgrenzungen der Funktionsbereiche unterscheiden.

Raumpilot Grundlagen

215

Wohnen

Wohnen

Kombinationsmöglichkeiten von Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich Essbereiche in der Küche Für einen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m² Fläche zusätzlich vorgesehen werden. Durch Anordnung einer Küchenzeile ohne Oberschränke in Richtung Essplatz wird der Blickkontakt zwischen Küche und Essplatz ermöglicht. Auch in Ein- bis Zwei-PersonenHaushalten sollte es möglich sein, den Essplatz bei Bedarf auch für größerere Personengruppen zu erweitern. Flexible Raumabgrenzungen Schiebe- oder Faltwände ermöglichen die räumliche Kopplung oder Trennung der Bereiche je nach Bedarf. Wohnküche mit Essplatz und Wohnzimmer getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Kochbereich flexibel abtrennbar Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einzelne Räume getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang

Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich, M 1:200

Wohnbereich mit Essplatz, Küche getrennt

Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Bereiche flexibel abtrennbar

216

Raumpilot Grundlagen

Essen

40

Raumdimensionierung
Überschlägig kann ein Mindestplatzbedarf von etwa 4 m² Grundfläche bei der Anord­ nung des Essplatzes für vier bis sechs Personen in der Küche angenommen werden.

Für Stühle sollten vor der Vorderkante des Tischs etwa 50 cm bis 55 cm Stell- und Bewegungsfläche eingerechnet werden. Zu Wänden sollten zusätzlich 30 cm und zu Möbeln zusätzlich 70 cm Abstandsfläche hinter der Stuhlfläche eingerechnet werden. Die Sitzhöhe von Essstühlen liegt durch­ schnittlich bei 42 cm bis 47 cm, sie sollte jedoch jeweils auf die spezifische Tischhöhe abgestimmt werden. Der Abstand zwischen Sitzfläche und Tischunterkante sollte bei Esstischen etwa 31 cm bis 34 cm betragen.

60 ca. 130

60

Platzbedarf Gedecke, M 1:50

40

≥ 80

Einrichtungsmaße
Grundlage der Essplatzbemaßung ist die Fläche eines Gedecks. Pro Person werden hierfür circa 60 cm x 40 cm Fläche gerechnet. Als Tisch-Ansitzbreite werden pro Person 65 cm bis 70 cm empfohlen.

Essplatz Mindeststellfläche für Tisch und Stühle Stellflächentiefe 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 Personen 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm Stellflächenbreite 130 cm 180 cm 180 cm 230 cm 240 cm

Raumpilot Grundlagen

217

Wohnen

Wohnen

Mindest-Platzbedarf von Essplätzen

70 - 75

70

50 - 55

≥ 80

50 - 55

30

42 - 47

70

50 - 55

90 - 120

50 - 55

30

Höhe Unterkante Leuchte über Augenhöhe der sitzenden Personen. Anhaltswert: etwa 60 cm Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante Leuchte (blendfrei!)

70 cm Abstand bis zum Möbel

50 - 55

30

70 cm Abstand bis zum Möbel

10

30 cm Abstand bis zur Wand

Stellfläche 180 - 185

70

50 - 55

≥ 80 Stellfläche 180 - 190 280 - 290

50 - 55

30

10

70

30 cm Abstand bis zur Wand

20 40 - 45

40 - 45

65

210 - 215

65

50 - 55

90 - 120 Stellfläche 190 - 230 290 - 330

50 - 55

30

Mindest-Platzbedarf beim eckigen und beim runden Essplatz, Schnitt und Grundriss

218

Raumpilot Grundlagen

42 - 47

70 - 75

Ausziehtisch und Ansatztisch 55 5 190 5 55 130 130 190 80 140 5 55 55 5 80 200 5 55 55 5 80 200 5 55 130 Platzsparende Sitzplatzanordnung: Eckbank.70 Imbissplätze: Essbar.110 60 . U-Bank und Doppelbank M 1:50 Raumpilot Grundlagen 219 Wohnen .Essen 110 .75 70 .40 40 30 60 40 50 30 60 50 .85 85 .92 70 .75 85 .115 80 .92 60 45 25 30 .

75 150 / 150 Wendefläche ≥ 120 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 Mindest-Platzbedarf rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz. Schnitt und Grundriss 220 Raumpilot Grundlagen ≥ 120 50 ≥ 370 130 .75 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 150 / 150 Wendefläche 120 50 30 70 .Wohnen 150 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 70 .

75 260 300 120 90 130 ≥ 220 ≥ 90 90 80 260 90 90 120 300 90 Mindest-Platzbedarf barrierefrei entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.75 . Schnitt und Grundriss ≥ 90 50 ≥ 350 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 221 Wohnen 90 80 90 90 120 90 70 .Essen 90 70 .

Wohnen 222 Raumpilot Grundlagen .

Entspannen und kommunizieren Raumpilot Grundlagen 223 Wohnen .

Wohnen Entspannen und kommunizieren 225 226 227 228 229 229 229 230 Einleitung Mindestabmessung von „Wohnzimmern“ Platzbedarf Sessel und Sofa Augenabstand zum Bildschirm Billardtisch Tischfußball Klavier und Flügel Entspannen und kommunizieren barrierefrei 224 Raumpilot Grundlagen .

der Küche und dem Bad gewissermaßen übergeordnet. Aus diesem Grund werden auf den folgenden Seiten die Stellflächen verschiedener Ausstattungselemente als frei kombinierbare „Einzelbausteine“ dargestellt. wobei Unterhaltung. Raumpilot Grundlagen 225 Wohnen . Nach wie vor sind viele Grundrisse mit einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Wohnbereich organisiert. Das Zentrum bildete meist eine bequeme Sitzgruppe mit Einzelsesseln oder Sofas. Diese Funktio­ nen können daher nicht eindeutig einem einzelnen Raumbereich zugeordnet werden. doch die Funktionen „Unterhaltung. Daneben war es vor allem der Raum. in dem die Familienmitglieder einzeln oder gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit verbrachten. Das Wohnzimmer war in der Regel der „repräsentativste“ Raum der Wohnung. Radio und Plattenspieler.Entspannen und kommunizieren Kochen WC Essen Ankommen Entspannen und kommunizieren Schlafen Arbeiten Private Freibereiche Funktionszusammenhänge Entspannen und kommunizieren Einleitung In den funktionalistischen Standardfamiliengrundrissen des 20. Ausgestattet war der Raum häufig mit Schränken. mit Fernseher. häufig überlagern sie sich mit anderen Nutzungen. Entspannung und Kommunikation“ haben sich inzwischen zusätzlich auch in die anderen Raumbereiche verlagert. Regalen. Entspannung und Kommunikation meist im Vordergrund standen. Jahrhunderts war das gemeinschaftliche Wohnzimmer von seiner Größe und auch von seiner Bedeutung her den Individualräumen. Erholung. in dem die Gäste empfangen wurden.

ca. M 1:50 Zur Information über die Größen von Mindeststandards werden hier die Angaben zu Mindestflächen von „Wohnzimmern“ aufgeführt. 85 Standard-Sofagrößen. Entwurf: Charles Nelson Panton Chair.90 84 48 83 40 47. 60 . 160 . die in der DIN 18011 (zurückgezogen) entsprechend aufgeführt waren.240 ca.5 60 104 83 50 61 Coconut Chair. Ottomane Coconut Chair. Entwurf: Verner Panton 226 Raumpilot Grundlagen 41 .200 ca. 180 .Wohnen Orientierungswerte/Mindestflächen von „Wohnzimmern“ Fläche Wohnzimmer ohne Essplatz für 1 Person 1–2 Personen Wohnzimmer mit Essplatz für 4 Personen 5 Personen 6 Personen für jede weitere Person ≥ 20 m² ≥ 22 m² ≥ 24 m² ≥ 2 m² ≥ 16 m² ≥ 18 m² ca.

300 .100 Platzbedarf Sessel und Sofas 50 87 84 200 90 155 65 84 44 64 68 90 M 1:50 Soft Pad Chaise ES 106. 80 . 70 . Entwurf: Ray und Charles Eames Raumpilot Grundlagen 38 227 80 Wohnen .100 ca. 80 .300 ca.300 ca. Entwurf Ray und Charles Eames La Chaise.100 ca. 200 .Entspannen und kommunizieren ca.400 ca. 350 .400 ca. 350 . Entwurf Ray und Charles Eames Lounge Chair mit Ottomane.350 ca. 270 .

Wohnen 60˚ Abstand: mindestens 3 . Entwurf: Le Corbusier 228 Raumpilot Grundlagen 67 . Entwurf: Le Corbusier. M 1:50 62 160 Chaiselongue LC 4.4 fache Bildschirmdiagonale Bildschirmdiagonale 90˚ Empfohlener Augenabstand zum Bildschirm. Charlotte Perriand 73 99 70 76 Sessel LC 3. Pierre Jeanneret. Entwurf: Le Corbusier Sessel LC 2.

5 ca. 120 .Entspannen und kommunizieren ca. Spielhöhe bei circa 88 cm bis 92 cm Billardtisch. 190 . Spielfeldhöhe zwischen circa 80 cm bis 88 cm.310 Tischfußballspiel. für private Zwecke und für Cafés übliche Außenabmessungen: 215 cm x 120 cm oder 225 cm x 125 cm. Beim Billardtisch muss der große Bewegungsraum beachtet werden.167. 74 ca. 60 140-160 114 155 200 150 160 Klavier Stutzflügel Salonflügel Konzertflügel M 1:50 Raumpilot Grundlagen 229 275 Wohnen . 143 ca.

Wohnen 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei ≥ 150 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 150 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 80 Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die rollstuhlgerechte Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die barrierefreie Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) 230 Raumpilot Grundlagen .

Schlafen Raumpilot Grundlagen 231 Wohnen .

Wohnen Schlafen 233 233 234 234 235 235 236 237 238 Schlafbereiche Funktionsbeziehungen Anordnungsmöglichkeiten Planungsregeln Orientierung Raumdimensionierung Bettsysteme Matratzengrößen Schlafen barrierefrei 232 Raumpilot Grundlagen .

Bedeutungswandel bei Bettlägrigkeit Die Bedeutung des Schlafbereichs kann sich im Krankheitsfall und/oder bei Bettlägrigkeit stark ändern. Arbeits-.und/oder Spielräume genutzt. Weitere Funktionsbeziehungen sind vom individuellen Wohnverhalten abhängig. Daneben können Funktionsbeziehungen zwischen Elternschlafzimmer und den Schlafräumen kleiner Kinder bestehen. Fernsehen oder Freunde empfangen. Raumpilot Grundlagen 233 Wohnen Freibereiche .Schlafen Ankleiden Arbeiten Schlafen Reinigen und pflegen Entspannen und kommunizieren Kinder wohnen Funktionsbeziehungen Schlafen Schlafbereiche In größeren Wohneinheiten sind die Schlaf­ bereiche meist vom Gemeinschaftsbereich getrennt den Individualräumen der einzelnen Haushaltsmitglieder zugeordnet. Aufenthalts-. Der Schlafbereich wird für die Betroffenen zum räumlichen Zentrum ihres Lebens. In freien Grundrissanordnungen und Lofteinheiten für kleinere Haushalte wird der Schlafbereich auch als „Funktionsinsel“ offen oder abgeschirmt in den zusammenhängenden Wohnraum integriert. die noch vor einigen Jahrzehnten in vielen Wohneinheiten ausschließlich den Gemeinschaftsräumen zugeordnet waren. sie können beispielsweise auch zum häuslichen Arbeitsplatz bestehen. da sie dem Bettlägrigen bei Bedarf eine „ Teilhabe“ am Wohngeschehen ermöglichen. wie beispielsweise Musik hören. Kommunikations-. wurden inzwischen auch in die Individualräume verlagert.und Ankleidebereich.und (Schiebe­ Wohnbereich sehr günstig sein. In diesen Fällen können flexible Raumtrennungen wände) zwischen Schlaf. Funktionsbeziehungen Starke Funktionsbeziehungen bestehen zwischen dem Schlafbereich und dem Sanitär. Diese Individualräume für ein oder zwei Personen werden über das Schlafen hinaus auch als Rückzugs-. Ein Teil der Funktionen. Lese.

Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. Für die flexibel abtrennbaren Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen.Wohnen Orientierungswerte für Mindest-Einrichtungsmaße Schlafen in Individualräumen. wobei Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1. 234 Raumpilot Grundlagen .40 m als Mindestmaß. getrennt. mit einer Serviceinsel zoniert. Die LBO BW § 34 fordert hiervon abweichend nur 2. Schlafbereich mittels Schiebewänden flexibel abtrennbar. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung sollte etwa ein Achtel der Grundfläche des Raums betragen. flexibel abtrennbar. gilt entsprechend der MBO § 44 eine lichte Höhe von 2.30 m lichte Raumhöhe beziehungsweise 2.50 m nicht mitberücksichtigt werden. nur mit Möbeln zoniert Anordungsmöglichkeiten des Schlafbereichs bei unterschiedlichen Grundrisstypen. wie Individualräume oder reine Schlafzimmer. Stellflächenbreite Betten Einzelbett Doppelbett Französisches Bett Schlafen in Individualräumen. Für die Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. mit Serviceinsel zoniert Schlafen im Loft. M 1:200 Für Aufenthaltsräume. Verglaste Loggien und künstliche Beleuchtung werden unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Kommode/Regal Arbeitstisch Stuhl Sessel circa 55–60 cm circa 30–50 cm ≥ 80 cm circa 45 cm ≥ 60 cm circa 100–120 cm circa 100 cm ≥ 55 cm circa 50 cm ≥ 60 cm ≥ 110 ≥ 220 60–65 cm 60–65 cm circa 90–140 cm circa 160–220 cm circa 140–160 cm circa 55–60 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 40 cm Stellflächentiefe Planungsregeln Schlafen im Loft. Ablage neben Bett/Ablagetisch Schrankflächen Kleiderschrank (eine Person) Kleiderschrank (zwei Personen) Sonstige Einrichtungsgegenstände Kleinkinderbett Schlafen im Loft.20 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche bei Dachräumen.

210 ≥ 380 70 90 Stell.und Wäscheschränke und für das Ankleiden an anderer Stelle vorgesehen sind (zum Beispiel in einem getrennten Ankleideraum). Für die Orientierung der Räume ist daneben die Abschirmung von störendem Lärm und anderen Umwelteinflüssen zu beachten. empfohlener Bewegungsraum etwa 140 cm.370 Raumpilot Grundlagen 235 Wohnen . 445 . ca. Gestrichelt dargestellt ist die Mindestbewegungsfläche (70 cm) und zusätzlich die empfohlene Bewegungsfläche (90 cm) um das Bett und der daraus resultierende Platzbedarf.und Bewegungsfläche beim Doppelbett. 415 .210 5 ≥ 295 60 ca. 70 90 200 . 360 .390 ca. 140 60 Ankleideraum. 380 . wenn die Flächen für Kleider. M 1:100 ca.425 Eine Verkleinerung um circa 2 m² ist möglich.Schlafen 200 . M 1:50 70 Raumdimensionierung Für Individualräume sollte möglichst eine nutzungsneutrale Raumgröße mit mindestens 14 m² bis 15 m² eingeplant werden (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). M 1:100 90 Orientierung Individualräume sollten Besonnung erhalten. Flächenbedarf bei unterschiedlicher Anordnung der Möbel.455 ca.

200 ca. Anordnung mit 3 Betten ca. 125 ca. 90 ca. 90 ca. 35 ca. 150 ca.Wohnen ca. 200 ca. 35 ca. 200 ca. 35 Klappbett. 100 ca. 170 ca. 240 ca. 100 ca. 35 ca. 205 ca. 90 Einzelbett Doppelbett Hochbett Hochbett. 100 ca. 90 ca. 35 ca. 200 ca. 75 ca. 50 ca. 200 . 75 ca. 90 ca. Bettbreite einklappbar 236 Raumpilot Grundlagen ca. 200 ca. 200 ca. 200 ca. 175 ca. 90 Klappbett. Bettlänge einklappbar ca. 35 ca. 90 ca. 170 ca. 90 Eingebautes Bett (Alkovenbett) ca. 35 ca. 160 ca.

72 ca. 160 ca. 90 ca. 72 ca. 190 ca. Varianten Klappsessel 90 10 0 90 10 0 70 12 0 14 0 16 0 Übliche Matratzengrößen. 70 ca. 120 ca. 190 ca. häufig verwendet: 90 cm x 200 cm Betten/Matratzengrößen 18 0 20 0 16 0 18 0 20 0 12 0 14 0 60 90 10 0 80 50 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 237 Wohnen ca.Schlafen ca. 70 ca. 190 22 0 10 20 0 1 4 1 0 19 20 0 0 . 160 ca. 70 ca. 90 ca. 72 ca. 70 ca. 70 ca. 120 ca. 190 Klappsofas. 72 ca. 160 ca. 70 ca. 160 ca. 190 ca. 190 ca.

210 5 ≥ 150 200 . M 1:50 ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 Kleiderschrank mit herunterklappbarer Kleiderstange. 200 .Wohnen 150 Schlafen barrierefrei Die Bewegungsfläche muss 150 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes (über die gesamte Bettlänge) und zusätzlich vor Schränken. Entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 120 cm breit sein. damit der Rollstuhlfahrer auch diese Bettseite im Bedarfsfall anfahren kann.210 ≥ 470 ≥ 120 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. M 1:50 238 Raumpilot Grundlagen 5 60 ≥ 150 ≥ 420 .

210 ≥ 410 ≥ 90 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. Vor Schränken und entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 90 cm breit sein. M 1:50 5 60 ≥ 90 Raumpilot Grundlagen 239 Wohnen ≥ 360 . 5 ≥ 120 200 .Schlafen 120 200 .210 Die Bewegungsfläche muss 120 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes.

Wohnen 240 Raumpilot Grundlagen .

Kinder wohnen Raumpilot Grundlagen 241 Wohnen .

und Tischhöhen Bettabmessungen Raumdimensionierung Raumhöhen 242 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Kinder wohnen 243 244 244 245 246 246 247 248 Funktionen Funktionsbeziehungen Orientierung Planungshinweise Stuhl.

zum Musik hören und für vieles mehr genutzt werden. er umschließt die gesamte Wohnung und die zugehörigen Freibereiche. das Lesen. die Hausarbeiten. Doch mit zunehmendem Alter gewinnt das „eigene Zimmer“ als individueller Raumbereich stärker an Bedeutung. für Treffen mit Freunden. essen . Die Anforderungen an diese Räume und an deren Ausstattung ändern sich mit den verschiedenen Altersstufen der Kinder. die auch für das Spielen. Raumpilot Grundlagen 243 Wohnen Kinder wohnen Kochen. das Basteln.Kinder wohnen Schlafen Eltern Reinigen und pflegen Spielen und schlafen Draußen spielen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen der Kinderbereiche Funktionen Der Raumbereich von Kindern beschränkt sich keinesfalls auf das Kinderzimmer.und Rückzugsräume. Sie sind vielmehr multifunktionale Raumbereiche. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen und auch in Hinblick auf den langfristig vorhersehbaren Nutzungswechsel ist für Kinderzimmer ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt mit einer Raumgröße nicht unter 14 m² zu empfehlen (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). Kinderzimmer sind nicht nur Schlaf.

Der Raum wird zu ihrer eigenen „Wohninsel“ in der Wohnung. Ein vom Elternschlafzimmer getrenntes eigenes Kinderzimmer wird erforderlich.oder Westorientierung empfohlen. Für heranwachsende Jugendliche erhält das eigene Zimmer als individueller Rückzugsbereich große Bedeutung. 244 Raumpilot Grundlagen . Eine direkte Kopplung der Raumbereiche kann in dieser Phase erwünscht sein. Damit verändern sich auch die Anforderung an die Kopplung beziehungsweise Abgrenzung der Raumbereiche von Kind und Bezugspersonen. Orientierung Da Kinderzimmer ab dem Kindergarten­ alter – beziehungsweise ab dem Schulalter – vor allem nachmittags genutzt werden. wird eine Süd. – Wohnen mit Kindern Unterer Zeitstrahl: anthroposophischer Ansatz (Quelle: Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner) Funktionsbeziehungen Mit den Entwicklungsphasen eines Kindes lockert sich die anfänglich sehr enge Bindung zur Bezugsperson. Anfänglich können sich auch zwei Kinder einen Raum teilen.Wohnen Kind Bezugsperson Säugling 0 1 Kleinkind 6 Schulkind 12 Jugendlicher 18 Erwachsener Jahre 7 Physischer Leib Ätherleib 14 Astralleib 21 Ich 0 Raumbezug zwischen Kind und Bezugsperson im Zusammenhang mit den Entwicklungsphasen eines Kindes Oberer Zeitstrahl: nach Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e. wenn das Kind in die Schule kommt. Die Möglichkeit für Jugendliche einen separaten Wohnbereich mit eigenem Sanitärbereich und eigenem Eingang zu schaffen. wäre daher ideal.V. Mit zunehmendem Alter gewinnen für Kinder Möglichkeiten zur Abgrenzung des eigenen Bereichs an Bedeutung. Ein eigener Arbeitsplatz wird spätestens dann erforderlich. Für Säuglinge und Kleinkinder ist die räumliche Nähe zum Elternschlafbereich günstig. Ab dem Alter von etwa acht bis zehn Jahren wird jedoch ein eigenes Zimmer für jedes Kind empfohlen.

) und Spielbereichen . Für die Gestaltung von Bereichen für kleinere Kinder werden warme Farben. Psychologen raten dazu. Möblierungen et cetera beachtet werden. Roller.oder gestaltbare Einrichtungen und auch abwaschbare. Raumpilot Grundlagen 245 Wohnen Sicherung von Außenraum (Gartenteiche/ giftige Pflanzen etc. Fahrrad und Spielgeräte etc. erhöhter Schallschutz Treppengeländer: Greifhöhe und Sicherheit Gebäudeschema mit Hinweisen für eine „Kinder berücksichtigende“ Planung . Farbkontraste und gute Belichtung empfohlen. Kinderzimmer nicht vollständig durchzuplanen. Material Abstellflächen für Kinderwagen. sondern bewusst veränderbare oder vom Kind selbst wähl. Damit soll Kindern die Möglichkeit gegeben werden. sich ihre Raumbereiche „anzueignen“ und gleichzeitig kreative Erfahrungen zu sammeln. müssen zahlreiche Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden.Kinder wohnen Sicherung elektrischer Anlagen und Geräte Absturzsicherung Niedrige Brüstungshöhen von Fenstern ermöglichen Kindern Ausblick Niedrige Geschossigkeit ermöglicht Ruf.und Blickbeziehungen nach außen Möblierung: Größe. die ständig von Kindern genutzt werden. Fensteröffnungshöhen. M 1:200 Planungshinweise In Gebäuden und Wohnungen. Daneben sollten auch die besonderen Körpermaße bei Greifhöhen. Farbe. bemalbare Wandabschnitte vorzusehen.

160 163 .und Tischhöhen in Abhängigkeit zur Körpergröße von Kindern (siehe auch Kapitel Lernen) Körpergröße ≤ 113 cm 113–127 cm 128–142 cm 143–157 cm 158–172 cm ≥ 173 cm Tischhöhe (a) 46 cm 52 cm 58 cm 64 cm 70 cm 76 cm Sitzflächenhöhe (b) 26 cm 30 cm 34 cm 38 cm a 42 cm 46 cm b 70 70 173 100 120 3 3 3 140 3 50 123 70 3 60 133 70 3 70 143 70 3 90 .278 70 70 3 . M 1:50 246 Raumpilot Grundlagen 190 .4 Jahre Kinderbett. 1 .205 193 213 263 . ca.Wohnen Orientierungswerte für Stuhl. ab 9 Jahren 70 Kinderbett.233 Einzelbett. ca. 5 . ca.8 Jahre Bettabmessungen mit Mindestbewegungsfläche in Abhängigkeit von Alter und Körpergröße von Kindern.1 Jahre Kinderbett. 0 . ca.

Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 2 2 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 220 x 65 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Flächen für ein Kinderzimmer Empfohlen Ein-Personen-Zimmer Zwei-Personen-Zimmer (bis 6 Jahre) 14 . § 34 ist abweichend bereits eine lichte Höhe von 2. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 1 1 1 1 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Empfohlene Möbelstellflächen für ein Zwei-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank 2 1 2 Zusätzl. § 47 eine lichte Höhe von mindestens 2. die laut Musterbauordnung 2002. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein.Kinder wohnen Raumdimensionierung Kinderzimmer gelten als Aufenthaltsräume.40 m aufweisen müssen. Entsprechend LBO BW. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung muss mindestens ein Achtel der Netto-Grundfläche des Raums einschließlich der Netto-Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben. 100 x 60 100 x 205 45 x 55 110 x 65 Empfohlene Möbelstellflächen für ein Ein-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank Zusätzl.30 m ausreichend.20 m2 Raumpilot Grundlagen 247 Wohnen .16 m2 16 .

Wohnen Raumhöhen Die Wahrnehmung der dritten Dimension ist bei Kindern stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen.111 Kind mit Springseil Altersgruppe 3 Jahre 92 . Kleinere Kinder fühlen sich sicherer und geborgener. Kleine Nischen und Höhlen sind willkommene Rückzugsbereiche. wenn die Raumhöhe ihrer Körpergröße angepasst ist. Räumliche Angebote für Kinder sollten daher auch Perspektivwechsel und Bewegungen in der Vertikalen ermöglichen.111 Spielende Kinder Altersgruppe 6 Jahre 248 Raumpilot Grundlagen 111 . Übliche Raumhöhen ab etwa 2. Ihr Blick bewegt sich nicht überwiegend in der Horizontalen.129 . sondern stärker auch in der Vertikalen. Hochbett mit Leiter Möblierungsvariante mit erhöhtem Podest Kind mit Ball Altersgruppe 3 Jahre 66 .50 m bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Unterteilung in der Vertikalen.78 Klettern Altersgruppe 3 Jahre 92 .

129 Springen Altersgruppe 6 Jahre Lesen Altersgruppe 6 Jahre Kinder mit Kaufladen Altersgruppe 6 Jahre 123 Kind mit Eisenbahn Altersgruppe 6 Jahre M 1:50 Raumpilot Grundlagen 249 Wohnen .Kinder wohnen Raummodulation für Kinder. Ausbildung von Nischen und Podesten 111 .

Wohnen 250 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten Raumpilot Grundlagen 251 Wohnen .

Arbeiten Wohnen 253 254 255 255 256 258 Wohnen und Arbeiten Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Arbeitsplatzgestaltung Beleuchtung Flächenbedarf Arbeitsplatz Arbeiten barrierefrei 252 Raumpilot Grundlagen .

die Funktionsbeziehungen können in Abhängigkeit von der konkreten Art der Arbeit stark differieren Wohnen und Arbeiten Arbeitswissenschaftler sprechen seit den 1990er Jahren in Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitsformen zunehmend von „Entgrenzungsprozessen“ (Gottschall/Voß 2005). die aber mittels IuK-Medien nun teilweise oder komplett zu Hause verrichtet werden. wurden in Deutschland für 2005 6. der sich bis 2020 auf 81 Prozent deutlich erhöhen soll. Über Jahrzehnte hinweg gewohnte „Grenzen“ . wozu auch die überkommene Trennung zwischen Erwerbstätigkeit und Privatsphäre zählt. die die englische tion“ 2005 Beratungsfirma „Future Founda­ im Auftrag der japanischen Firma „Brother“ erstellt hat.9 Prozent steigen. Dies entsprach 2. Mit diesem Begriff wird das Auflösen der Merkmale fordistisch-tayloristisch geprägter Arbeitsorganisationen beschrieben. Als „regular homeworking teleworkers“ .und Kommunikationsmedien (IuK) schuf die Voraussetzung für ortsunabhängiges Arbeiten – auch von zu Hause aus. Mit der „ Telearbeit“ entwickelte sich eine neue häusliche Arbeitsform. mindestens jedoch einen Arbeitstag pro Woche zu Hause arbeiten.Arbeiten Schlafen Entspannen und kommunizieren Ankommen Arbeiten Essen WC Freibereiche Funktionsbeziehungen von einem häuslichen Arbeitsbereich. werden unbestimmter und verlieren ihre Eindeutigkeit. Unter den mobilen „teleworkers“ ermittelte die Studie für 2005 einen Anteil von 39 Prozent. die komplett oder alternierend. Raumpilot Grundlagen 253 Wohnen .8 Prozent aller Erwerbstätigen ermittelt.6 Millionen Teleheimarbeitern bei insgesamt 38.8 Millionen Erwerbstätigen (2005). wie zwischen Arbeitszeit und Freizeit oder zwischen Wohnort und Arbeitsort. Neuere Zahlen zur Entwicklung der Telearbeit liefert eine Studie. die üblicherweise in einem Büro oder in einem Betrieb ausgeführt werden. Die Technisierung der Arbeit durch die neuen Informations. Unter diesem Begriff werden informationstechnisch gestützte Erwerbstätigkeiten zusammengefasst. Ihre Zahl soll entsprechend der Prognose bis 2020 auf 14.

Satellitenbüros können eventuell auch mit anderen Personen zusammen als Nachbarschaftsbüros genutzt werden. den Privatbereich eventuell „störende“ Einflussparameter der Arbeit stellen Kunden. mögliche Anlieferungen und eventuelle Störungen durch Lärm et cetera dar. Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten und Wohnen überlagern sich Arbeitsplatz im internen Schaltraum mit direktem Zugang von außen Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten flexibel abtrenn­ bar Arbeitsplatz im flexiblen Möbelelement. spätere Nutzungswechsel miteinzuplanen. temporär einer der Wohneinheiten zuschaltbar oder getrennt nutzbar + Getrenntes Arbeitszimmer in der Wohneinheit Arbeitsplatz im Satellitenbüro im Gebäude oder im Quartier 254 Raumpilot Grundlagen . Nutzungsneutrale Raumzuschnitte oder Schalträume mit getrennten Eingängen können in Hinblick auf spätere Nutzungsänderungen für diesen Bereich sinnvoll sein. Es scheint gerade für Arbeitsräume und -bereiche sinnvoll. denn viele Selbstständige arbeiten nur phasenweise als „Teleheimarbeiter“ von zu Hause aus. temporär zuschaltbar Arbeitsplatz im externen Schaltraum. Mitarbeiter.Wohnen Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Die Abgrenzung der Bereiche Wohnen und Arbeiten ist abhängig vom genauen Typus der Arbeit und von persönlichen Vorlieben. es reicht vom Zusammenfließen und Überlagern der beiden Bereiche über den abgetrennten Arbeitsraum. Häufig markiert die Arbeit zu Hause nur die Gründungsphase eines Unternehmens. bis hin zum getrennten „Satellitenbüro“ an anderer Stelle im Wohngebäude oder im Quartier. Wichtige. Das Spektrum der räumlichen Kombinationsmöglichkeiten von Wohnen und Arbeiten spannt sich entsprechend weit auf. mit oder ohne eigenem Eingang.

Es bleibt sichtbar. Einer angenehm hellen Raumwirkung steht vielfach ein diffuser.Arbeiten Arbeitsplatzgestaltung Die Dimensionierung häuslicher Arbeits­ plätze ist von der Art der Arbeit abhängig.01 0. Beleuchtung – Am Arbeitsplatz werden zwischen 300 und 1000 Lux empfohlen. Dem Vorteil der Effizienz auf der horizontalen Arbeitsebene stehen die Nachteile der meist ungenügenden Raumwirkung durch dunkle Decken und starke Schatten gegenüber. Dies schafft eine effektive Beleuchtungsstärke bei angenehmer Raumwirkung. Das Licht wirkt angenehm mild. Schreibtischoberflächen sollten matt sein. um Blendung zu vermeiden Direkte Beleuchtung Das Licht strahlt von der Leuchte direkt zum Arbeitsplatz. Durch die weitere Miniaturisierung des Arbeitsequipments ist Computerarbeit prinzipiell überall möglich und kann auch temporär in unterschiedlichen Wohn­ bereichen ohne besondere Zusatz­ aus­ stattung stattfinden.000 100. Beleuchtungsstärken in Lux Licht vom Sternenhimmel Licht vom Vollmond Nächtliche Straßenbeleuchtung Energiesparlampe 20 W in 2 m Abstand Gute Arbeitsbeleuchtung Trüber Wintertag Sommertag bei bedecktem Himmel Sommertag bei Sonnenschein 0. Raumpilot Grundlagen 255 Wohnen .30 35 300 .000 Konzept „mildes Licht“ Dieses Beleuchtungskonzept orientiert sich an der Charakteristik des Tageslichts. Indirekte Beleuchtung Das Licht der Leuchte reflektiert über die Decke und Wände und strahlt von dort zum Arbeitsplatz zurück.24 1 .2000 3000 20. Indirekt-direkt-Beleuchtung Indirekt-direkt-Beleuchtungen kombinieren die beiden vorigen Konzepte. schattenarmer Raumeindruck gegenüber. durchschnittlich 500 Lux – Reflexionsgrad der Möbel und Wände beachten.

M 1:20 256 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Als Orientierungswert für die Größe eines Arbeitstisches gilt 160 cm x 80 cm Arbeitsfläche. ca. 90 ≥ 100 ca. entsprechend DIN 4543/ Teil 1. 160 ca. 180 ca. wichtiger ist jedoch die Höhenverstellbarkeit (68 cm bis 76 cm). 80 ca. 200 ca. 45 Zur Orientierung: Flächenaufteilung und notwendige Abstände bei einem Schreibtischarbeitsplatz in Arbeitsstätten. die eine Anpassung des Tisches an die jeweilige Körpergröße des Nutzers ermöglicht. Die Normhöhe eines Schreibtisches beträgt 72 cm.

siehe auch DIN EN ISO 9241. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 257 Wohnen . 80 ≥ 100 Ansicht üblicher Arbeitsplatz mit Beinfreiraum (gestrichelt). 72 (individuell einstellbar) 65 62 55 12 20 45 60 ca.Arbeiten Augen abstan d ca. entsprechend DIN 4543 Teil 1.

Wohnen
150

150

Arbeiten barrierefrei

ca. 80 ca. 60

ca. 60

ca. 80

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich: links: horizontaler Greifbereich (links eingeschränkt, rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers, M 1:20

258

Raumpilot Grundlagen

Arbeiten
150

150

ca. 75 - 90 (individuell einstellbar)

UK Tisch ≥ 67

unterfahrbar

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich und vertikaler Greifbereich bei individuell einstellbarer Arbeitsplattenhöhe, unterfahrbare Bereiche müssen mindestens 90 cm breit sein, M 1:20

≥ 40

≤ 140

Raumpilot Grundlagen

259

Wohnen

Wohnen

260

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Raumpilot Grundlagen

261

Wohnen

Reinigen und pflegen Wohnen

263 263 264 265 265 266 266 266 267 267 267 267 267 267 267 268 269 274 275 276

Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnungen der Sanitärräume im Grundriss Planungsregeln Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Duschwannen Badewannen Toiletten Planerische Besonderheiten Installation Elektro Belichtung und Belüftung Schallschutz Oberflächen Sanitärraumarten Stell- und Bewegungsflächen Rollstuhlgerecht Reinigen und pflegen barrierefrei Beispiel rollstuhlgerechter Sanitärraum

262

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

WC Schlafen Reinigen und pflegen Kinder wohnen Wirtschaften Freibereiche Entspannen und kommunizieren

Kochen

Funktionsbeziehungen Reinigen und pflegen

Funktionen
Sanitärräume bieten den Raum und die Ausstattung für die Körperhygiene und für die Körper- und Gesundheitspflege. Die Größe und Gestaltung von Sanitärräumen im Wohnungsbau variiert in einem breiten Spektrum zwischen flächenoptimierten Funktionsräumen und großzügigen Raum­ bereichen mit Aufenthaltsqualitäten.

von Nutzungszusammenhängen wegen der möglichen Bünde­ lung der Installationen in einem gemeinsamen Schacht von Vorteil sein. Darüber hinaus besteht eine funktionale Beziehung zum hauswirtschaftlichen Bereich. Häufig werden auch hauswirtschaftliche Funktionen in das Bad integriert, insbesondere für das Waschen und Trocknen von Wäsche. Für die Zuordnung der Sanitärräume innerhalb einer Wohnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Jedem Individualraum eine eigene Nasszelle zuzuordnen, stellt eine aufwendige, für die Nutzung aber sehr günstige Lösung dar. Daneben können Nasszellen auch jeweils zwei Individual-

räumen mit direktem Zugang zugeordnet werden. Häufig wird aus ökonomischen Gründen jedoch ein gemeinsames Bad für den gesamten Schlafbereich vorgesehen. Werden Nasszellen direkt mit den Individualräumen gekoppelt, sollte möglichst noch ein weiteres Bad beziehungsweise ein getrenntes WC eingeplant werden, das von den übrigen Räumen aus erreicht werden kann. Aber auch im Fall eines gemeinsamen Bads ist grundsätzlich ein zweites WC (Gäste-WC) zu empfehlen.

Funktionsbeziehungen
Das Bad ist funktional stark an die Individualräume gekoppelt. Eine räumliche Anbindung an die Küche kann unabhängig

Raumpilot Grundlagen

263

Wohnen

Wohnen

Zuordnung der Sanitärräume im Grundriss

Jedem Individualraum ist direkt ein eigener Sanitärraum zugeordnet. Bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Die Beispiele unten zeigen eine Variante, bei der jeweils zwei Individualräumen ein Sanitärraum direkt zugeordnet ist. Auch bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Diese Reihe zeigt Anordnungsvarianten bei denen mehreren Individualräumen ein gemeinsamer Sanitärraum zugeordnet ist.

Die Beispiele dieser Reihe zeigen unterschiedliche Anordnungen von Sanitärräumen in Einraum-Wohneinheiten (Lofteinheiten).

264

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Planungsregeln
Entsprechend der Musterbauordnung muss jede Wohnung ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette besitzen (MBO § 48). Fensterlose Bäder sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist (MBO § 43). Bäder können nach Norden orientiert sein. Die LBO BW fordert unter § 36, dass jede Nutzungseinheit mindestens eine Toilette haben muss und dass diese eine ausreichende Lüftung aufweisen muss.

Raumdimensionierung
Im Jahr 2007 wurde die DIN 18022 zurückgezogen, die bisher als wesentliche Planungsgrundlage für die Stell- und Bewegungsflächen im Bad diente. Diese

Angaben zu Mindestmaßen für die Ausstattung von Sanitärräumen in Wohnungen macht die VDI-Richtlinie 6000 Blatt 1 / Februar 2008. Hierin werden detaillierte Hinweise zur Größe von Sanitärobjekten (Stellflächen), zu seitlichen Abstandsflächen zwischen den einzelnen Sanitärobjekten beziehungsweise zu Wänden sowie zu den notwendigen Mindestbewegungsflächen gegeben.

Anstelle eines zweiten Waschbeckens im Bad ist im Mehrpersonenhaushalt meist ein zweiter Waschplatz mit zusätzlicher Dusche an anderer Stelle zu empfehlen, um eine parallele Nutzung zu ermöglichen.

► Bei der Planung eines Sanitärraums müssen auch die Beheizung, die Beleuchtung, die Warmwasserversorgung und gegebenenfalls der Fliesenplan berücksichtigt werden.

Erforderliche Abstände von Sanitärraumausstattungen/Mindestwerte entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen oder Wänden und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Stellflächen von Waschmaschine/-trockner Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen für bewegliche Einrichtungen und anliegenden Wänden Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen und Türlaibungen ≥ 10 cm ≥ 3 cm Abstände ≥ 75 cm ≥ 90 cm

Raumpilot Grundlagen

265

Wohnen

Norm hatte die Anforderungen an eine barrierefreie Planung nicht berücksichtigt. Im Kontext des demografischen Wandels und im Sinne eines „Universal Design“ sollten aktuelle und zukünftige Planungen von Sanitärräumen nach Möglichkeit den Anforderungen der DIN 18025 beziehungsweise der nachfolgenden DIN 18040 entsprechen.

► Bei der Planung von WC- und Sanitärräumen sollten soweit möglich die Bewegungsmaße für die barrierefreie Badplanung zugrunde gelegt werden.

Wohnen

Einrichtungsmaße
Als Mindestbewegungsfläche vor Sanitär­ objekten sollten in der nicht barrierefreien Planung 75 cm vorgesehen werden. (Die Anforderungen in der VDI Richtlinie 6000 Blatt 1 liegen teilweise darunter). Vor Waschmaschinen und Wäschetrocknern muss auf der Bedienseite eine Fläche von 90 cm freigehalten werden. Die

Bewegungsflächen können sich allerdings sowohl seitlich als auch gegenüberliegend überdecken. Duschwannen Duschwannen sind aufgrund ihres geringen Flächenbedarfs geeignet für kleine Bäder. Wenn möglich sollte eine Duschwanne und zusätzlich eine Badewanne angeord­­ net werden. Die Wannenhöhen von

Standardduschwannen (80 cm x 80 cm oder 90 cm x 75 cm) liegen meist zwischen 6 cm und 26 cm. Für möglichst bodengleiche Duschbereiche können beispielsweise Flach­ wannen (1 bis 2 cm) eingesetzt werden. In der nicht barrierefreien Planung muss vor der Dusche ein Bewegungsraum von mindestens 75 cm x 90 cm vorhanden sein. Für die Einstiegsbreite sollten mindestens 70 cm vorgesehen werden.

Abstandsmaße verschiedener Sanitärobjekte untereinander und zu Wänden/entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Sanitäre Ausstattungsgegenstände Einzelwaschbecken Doppelwaschbecken Einbauwaschtisch mit einem Becken (EWT) 25 20 20 15 15 15 HandEinbauwaschtisch waschbecken mit zwei Becken (EDWT) 25 20 20 15 15 15 (HWB) 25 20 20 20 20 20 20 Sitzwaschbecken Klosettbecken, Spülung vor der Wand (WCa) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Klosettbecken, Spülung für Wandeinbau (WCu) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Urinalbecken Duschwanne Badewanne Badewanne

Kurzbezeichnung WB DWB EWT HWB SW WCa / WCu UR DU BW WM / TR Wand Vorwand-Installation Türbereich

WB 25 20 20 20 20 20 20

(DWB) 25 20 20 20 20 20 20

(SWB) 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25

(UB) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20

(DU) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 20 20 25 20 20 3 3 20

horizontale Leitungsführung: ab 17 cm, vertikale Leitungsführung: ab 25 cm (Maße gelten von Rohwand bis Vorderkante Beplankung, jedoch ohne Fließen) Abstand zu Türöffnungen/Türlaibungen: ≥ 10 cm

266

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Badewannen Neben Standardwannen (170 cm x 75 cm) sind diverse Sonderformen, wie zum Beispiel runde Badewannen oder Eckbadewannen erhältlich. In der nichtbarrierefreien Planung sollte vor der Wanne ein Bewegungsraum von 90 cm x 75 cm vorhanden sein. Toiletten Wandbecken sind aus hygienischen Gründen den Standbecken vorzuziehen, da sie eine bessere Reinigung ermöglichen. Spülkästen werden im Vergleich zu Druckspülungen aufgrund ihres geringeren Wasserverbrauchs und wegen ihres geringen Geräuschpegels empfohlen.

von etwa 25 cm Tiefe für die vertikale Leitungsführung. Prinzipiell sollten Leitungsführungen für spätere Reparaturen oder Veränderungen möglichst gut zugänglich sein (Revisionsöffnungen). Elektro In Räumen mit Badewanne oder Dusche sind die Schutzbereiche nach der DIN VDE 0100 Teil 701 zu beachten. Belichtung und Belüftung Die Luftqualität innenliegender Bäder und Toiletten kann nur durch mechanische Lüftungsanlagen (das heißt mit Ventila­ toren) nach DIN 18017 wirklich sichergestellt werden. Im hochwertigen Wohnungsbau werden für die einzelnen Wohneinheiten Einzellüftungsanlagen mit eigener Abluftleitung eingeplant. Bei geringerem Standard werden lediglich Einzellüftungsanlagen mit gemeinsamer Abluftleitung eingesetzt, die zwar einen geringeren Leitungsquerschnitt mit sich bringen, aber schalltechnisch nachteilig sind. Fensterlose WC-Räume sollten, wenn möglich, eine motorgesteuerte Sauglüftung erhalten, da eine Schachtlüftung je nach Jahreszeit und topografischer Lage nicht wirkungsvoll arbeitet. Schallschutz Bei der Planung von Sanitärräumen muss der Schallschutz berücksichtigt werden, da Fließgeräusche in den Leitungen und

Armaturen zu erheblichen Belästigungen führen können. Installationsleitungen sollten soweit möglich an Wänden zu weiteren Sanitär- oder Küchenräumen und nicht an Wänden zu Wohn- oder Schlafbereichen geführt werden (DIN 4109 berücksichtigen). Oberflächen Der Bodenbelag muss rutschsicher ausgeführt werden. Empfohlen wird eine Orientierung nach DIN 51130, die Rutschsicherheitswerte „R“ festlegt (R 9: gering; R 13: höchste Rutschsicherheitsklassen).

Planerische Besonderheiten
Installation Aus ökonomischen Gründen sollten die Installationsschächte der Nass­ räume in Wohnungen, wenn möglich, zusammengefasst werden. Bei mehr­ geschossigen Wohnbauten sollten die Bäder und Küchen möglichst an gemeinsamen vertikalen Installationssträngen angeschlos­ sen sein. Die Installationsführung innerhalb des Bads erfolgt üblicherweise entweder in der Wandebene oder in Form einer Vorwandinstallation. Bei letzterer ergibt sich ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 20 cm Tiefe für die horizontale und

Raumpilot Grundlagen

267

Wohnen

Wohnen

Sanitärraumarten/Standardtypen
Toilettenräume Toilettenräume sind mit Toilette und einem Handwaschbecken ausgestattet. Die Mindestgröße liegt bei circa 190 cm x 90 cm oder 165 cm x 115 cm. Duschbad Ein Duschbad wird in größeren Haushalten oft als Ergänzung zum Vollbad eingeplant. Das Duschbad ist meist mit Dusche und Waschtisch ausgestattet. Hierfür ist eine Mindestraumgröße von circa 110 cm x 170 cm notwendig. Duschbad mit Toilette Hierbei handelt es sich um ein Duschbad, (Dusche und Waschtisch), das mit einer Toilette ergänzt wird. Die Mindestgröße beträgt circa 185 cm x 195 cm beziehungsweise circa 165 cm x 200 cm. Wannenbad mit Toilette Ein Wannenbad umfasst eine Badwanne, einen Waschtisch und in der Regel auch eine Toilette. Vollbad mit Toilette Im sogenannten Vollbad sind ein Waschtisch, eine Toilette, eine Badewanne und auch eine Dusche integriert. Diese Ausstattung kann zusätzlich um ein Bidet ergänzt werden.

Einrichtungsmaße von Sanitärobjekten, Geräten und Möbeln/Standardmaße entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Waschtische Einzelwaschtisch Doppelwaschtisch Einbauwaschtisch, 1 Becken und Schrank Einbauwaschtisch, 2 Becken und Schrank Handwaschbecken Sitzwaschbecken (Bidet) Wannen Duschwanne Badewanne Toiletten Toiletten mit Vorwand-Spülkasten Toiletten mit Wandeinbau-Spülkasten Urinalbecken Wäschepflegegeräte Waschmaschine Wäschetrockner Badmöbel Hochschrank (Unter-/Oberschrank) ≥ 30 ≥ 40 60 60 60 60 40 40 40 75 60 40 ≥ 80 ≥ 170 ≥ 80 ≥ 75 Breite (cm) ≥ 60 ≥ 120 ≥ 70 ≥ 140 ≥ 45 40 Tiefe (cm) ≥ 55 ≥ 55 ≥ 60 ≥ 60 ≥ 30 60

268

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

45

60

120 ► Falls kein Hausarbeitsraum geplant ist, müssen im Bad auch Stellflächen und Anschlüsse für Waschmaschine, Wäschetrockner sowie Platz für einen Schmutzwäschebehälter eingeplant werden.

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Handwaschbecken

Einzel- und Doppelwaschtisch

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► Vorgefertigte Sanitärzellen stellen eine mögliche Alternative zu individuell geplanten Sanitärräumen dar.

60 80 80

90

► In aktuellen Wohnbauplanungen werden Bäder mit Aufenthaltsqualitäten und Zusatzausstattungen, wie Sauna oder Whirlpool stärker berücksichtigt. Auch durch einen direkt zugeordneten, nicht einsehbaren Freibereich (z.B. Innenatrium) kann eine Aufwertung dieses Raumbereichs erfolgen.

60

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Badewanne

75

Bidet, WC, Urinal

Stell- und Bewegungsflächen M. 1:50 Werte in Klammern bei gegenüberliegender Anordnung von Sanitärgegenständen

(75)

60

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60

Raumpilot Grundlagen

269

Wohnen

► Auch ein verschließbarer Arzneimittelschrank und Schrankraum für Handtücher und Reinigungsmittel sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

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WC-Räume, Varianten

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Duschbäder, mit und ohne Toilette, Varianten

Stell- und BewegungsflächenM. 1:50

270

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Reinigen und pflegen

75

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Wannenbäder, mit Toilette, Varianten „Vollbad“

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Wohnen

20

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85 - 105 40 - 60

55 - 60 160 - 180 80 - 100

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Raumpilot Grundlagen

0 - 30

Reinigen und pflegen

85 - 105

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50 Stell- und Bewegungsflächen, M 1:20

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Wohnen

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150 150 95

Reinigen und pflegen barrierefrei
≥ 150
≥ 20 ≥ 30

≥ 150

≥ 95 (≥ 90)

≥ 150

≥ 150

≥ 150

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≥ 70

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 150 ≥ 225

Rollstuhlgerechte Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

► Die hier gezeigten Mindestbewegungsflächen für die barrierfreie Sanitärraumplanungen sollten soweit möglich grundsätzlich bei Neu- oder Umbauplanungen berücksichtigt werden. Die Bewegungsflächen werden in diesen Abmessungen benötigt, damit sich Rollstuhlfahrer möglichst selbstständig im Sanitärraum bewegen können. ► In Wohnungen mit mehr als drei Personen ist ein zusätzlicher Sanitärraum mit WC und Waschbecken vorzusehen (DIN 18025 Teil 1 6.2) WC Die Sitzhöhe einschließlich Sitz sollte 48 cm über Oberkante Fertigfußboden (OFF) liegen (46 bis 48 cm, DIN 18040 Entwurf). Bei Bedarf muss Höhenanpassung möglich sein. Die Bewegungsfläche neben dem WC kann prinzipiell in Abhängigkeit von der individuellen Behinderung links oder rechts vom WC angeordnet werden. Waschtisch Der Waschtisch muss für die Belange des Nutzers in die ihm entsprechende Höhe montiert werden können. Er muss flach (15 bis 18 cm) und unterfahrbar sein. Er muss mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Duschplatz Der Sanitärrraum ist mit einem rollstuhlbefahrbaren (stufenlosen) Duschplatz auszustatten. Das nachträgliche Aufstellen einer „mit einem Lifter unterfahrbaren“ Badewanne im Bereich des Duschplatzes muss möglich sein. Lüftung Der Sanitärraum muss eine mechanische Lüftung entsprechend DIN 18017 Teil 3 erhalten. Wände und Decken Wände und Decken müssen zur bedarfsgerechten Befestigung von Halte-, Einrichtungs-, Stütz-, und Hebevorrichtungen tragfähig ausgebildet werden. Armaturen Einhebel-Mischbatterien mit Temperaturbegrenzern und schwenkbarem Auslauf müssen vorgesehen werden.

15

55

► Notwendige Zusatzausstattungen, wie Haltegriffe und Duschsitz sind in den nachfolgenden Schnitten M 1: 20 dargestellt.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:50

274

Raumpilot Grundlagen

≥ 170

Reinigen und pflegen
180 200
≥ 20 ≥ 20 ≥ 120 ≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

Barrierefreie Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

Duschplatz Auch in der barrierefreien Sanitärraumplanung entsprechend DIN 18025 Teil 2 sollte der Sanitärraum mit einem stufenlos begebaren Duschplatz ausgestattet sein. Das nachträgliche Aufstellen einer Badewanne im Bereich des Duschplatzes sollte möglich sein. Waschtisch Unter dem Waschtisch muss Beinfreiraum vorhanden sein. Er sollte mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 bzw. DIN 18040 (Entwurf), M 1:50

Raumpilot Grundlagen

275

Wohnen

Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:20 (28) (65 -) 70 ≥ 245 (≥ 240) 276 Raumpilot Grundlagen (46 -) 48 85 .Wohnen 150 150 95 Rollstuhlgerechter Sanitärraum entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 Teil 2 (Entwurf).

Reinigen und pflegen 150 150 95 82 .85 (≤ 80) ≥ 67 ≥ 35 (≤ 10) (≥ 30) (≤ 40) ≥ 55 ≥ 295 ≥ 50 85 Raumpilot Grundlagen 277 Wohnen .

Wohnen 278 Raumpilot Grundlagen .

Wirtschaften Raumpilot Grundlagen 279 Wohnen .

Wirtschaften Wohnen 281 281 281 282 282 282 282 284 Funktionen Zuordnung im Grundriss Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Waschen Trocknen Bügeln. Nähen Wirtschaften barrierefrei 280 Raumpilot Grundlagen .

Doch auch ein ausreichend belüfteter und beheizter Kellerraum kann für diese Funktionen genutzt werden.60 m Lauflänge wird empfohlen.oder Badbereich integriert. In gemeinschaftlich orientierten Wohnmodellen werden teilweise auch gemeinschaftlich genutzte Wirtschaftsräume mit Waschmaschinen und Trocknern angeboten. Raumdimensionierung Die erforderliche Mindestfläche für einen Hausarbeitsraum beträgt etwa 7 bis 9 m². Kleidungs. Zuordnung im Grundriss Die Verbindung zu Küche oder Bad ist organisatorisch und installationstechnisch sinnvoll. Dennoch ist im Geschosswohnungsbau ein eigener Hausarbeitsraum eher unüblich und wird meist nur in größeren und/oder exklusiveren Wohnbauten realisiert. Ein eigener funktional ausgestatteter Hausarbeitsbereich kann die Hausarbeit erleichtern.Wirtschaften Ankommen Aufbewahren Wirtschaften Reinigen und pflegen Private Freibereiche Kochen Funktionsbeziehungen Wirtschaften (Hausarbeiten) Funktionen Neben dem Kochbereich und dem Badezimmer sind in Wohnungen auch Flächen für die Wäsche-. Raumpilot Grundlagen 281 Wohnen .und Wohnungspflege notwendig. Der Hausarbeitsbereich sollte möglichst durch Fenster ausreichend belichtet und belüftet sein. Ein direkter Ausgang in private Freibereiche ist günstig. Eine Mindeststellfläche von 3. In kleineren Einheiten sind diese Funktionen meist in den Küchen.

Dar­ über hinaus wird eine Arbeitsfläche von 120 cm empfohlen. Zusätzlich sollten hier die Schmutzwäschebehälter untergebracht werden. Bügeln.Wohnen Einrichtungsmaße Im Hausarbeitsbereich sind die gleichen Bewegungsmaße wie im Küchenbereich erforderlich (120 cm beziehungsweise 150 cm in der rollstuhlgerechten Planung). Trocknen Übliche Trockner haben ebenfalls eine Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Trocknen.und Entlüftung gibt es unterschiedliche Gerätesysteme. Waschen Dieser Bereich umfasst in der Regel eine Waschmaschine mit einer Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Günstig ist die Anordnung eines Waschbeckens mit einer Arbeitsflä- che direkt neben der Waschmaschine zum Sortieren und Vorbehandeln der Wäsche.und Lagerflächen wichtig. Nähen Für das Bügeln und Nähen sind notwendige Stell. Nähen. Für die Be. Generell wird zwischen den „nassen“ Hausarbeiten wie Waschen. Reinigen und Aufbewahren et cetera unterschieden. Schleudern der Wäsche und den „trockenen“ Hausarbeiten wie Bügeln. Einrichtungsmaße Einrichtungsgegenstand Waschmaschine Wäschetrockner Arbeitsfläche zum Legen der Wäsche Unterschrank mit Waschbecken Platz für Schmutzwäschebehälter Schrankraum für Kleingeräte Stellfläche für Bügelbrett Stellfläche für Nähmaschine Stellflächenbreite 60 cm 60 cm 120 cm 60 cm 60 cm 60 cm 140 bis 170 cm 70 cm Stellflächentiefe 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 45 cm 45 cm 282 Raumpilot Grundlagen . Der Hausarbeitsbereich kann ähnlich wie die Küche in mehrere Arbeitszentren organisiert werden. günstig ist die Möglichkeit zur Entlüftung nach außen.

Wirtschaften 360 60 60 60 60 120 60 180 120 160 40 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen 60 40 60 100 Schnitt Bügeln 250 140 120 70 60 60 120 180 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln M 1:50 Raumpilot Grundlagen 283 85 Wohnen .

M 1:50 250 140 120 70 60 ≥ 150 210 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln rollstuhlgerecht. M 1:50 284 Raumpilot Grundlagen ≥ 150 210 .Wohnen 150 Wirtschaften barrierefrei 360 60 60 60 60 120 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen rollstuhlgerecht.

Aufbewahren Raumpilot Grundlagen 285 Wohnen .

Wohnen Aufbewahren 287 288 290 Planungsgrundlagen Aufbewahrungsmöglichkeiten Aufbewahren barrierefrei 286 Raumpilot Grundlagen .

5). 2). § 48.Aufbewahren Arbeiten Schlafen Ankommen Kochen Aufbewahren Essen Kinder wohnen Freiflächen Wirtschaften Funktionsbeziehungen Aufbewahren Planungsgrundlagen Bei der Planung von Wohnungen ist es wichtig. Davon sollte mindestens 1 m² innerhalb der Wohnung angeordnet sein. Abstellräume beziehungsweise Abstellmöglichkeiten für Sperriges und andere Gegenstände vorzusehen. Die neue MBO 2002 formuliert die Anforderung offener: „In Wohngebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 sind leicht erreichbare und zugängliche Abstellräume für Kinderwagen und Fahrräder sowie für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum herzustellen“ (MBO 2002. Im Gesetzentwurf zur Novellierung der LBO BW ist hier eine Änderung vorgesehen: „Bei Wohngebäuden mit mindestens 20 Wohnungen muss für jede Wohnung ein Abstellraum zur Verfügung stehen“ (Gesetzentwurf der Landesregierung zur Novellierung der LBO BW 2009). § 35. Hinweis: Die LBO BW fordert unter § 35 „Wohnungen“: Für jede Wohnung muss ein Abstellraum zur Verfügung stehen (LBO BW 2007 . Die frühere MBO 1997 forderte unter § 45 Wohnungen für jede Wohnung einen Abstellraum mit 6 m² Mindestfläche. ä. Orientierungswerte für Abstellräume in Wohnungen Raumpilot Grundlagen 287 Wohnen . Abstellfläche 6 m² 1 m² in der Wohnung 5 m² im Keller o.

Wohnen Aufbewahrungsmöglichkeiten 500 Beispiel für einen Einbauschrank zum Abstellen von Reinigungsgeräten et cetera Ansicht Kellerabstellraum 5 m2 35 20 160 19 26 41 60 120 60 35 39 30 Unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten (Maßangaben sind nur Orientierungswerte) 288 Raumpilot Grundlagen 41 .

30 55 150 .190 110 80 87 112 40 140 .24 28 .180 85 60 60 76 60 40 140 140 .27 22 .33 20 .150 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 289 Wohnen .32 11 7 14 1 13 29 8 32 18 .Aufbewahren 17 .

Wohnen 40 .140 40 .140 Aufbewahren barrierefrei ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 (120) ≥ 90 ≥ 150 (120) ≥ 90 M 1:50 Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) 290 Raumpilot Grundlagen ≥ 40 ≤ 140 .

der für Rollstuhlfahrer günstig ist 120 75 .90 120 120 60 60 Varianten von Schranktüren M 1:50 60 Raumpilot Grundlagen 291 Wohnen .Aufbewahren 40 .140 ≥ 150 Beispiel für einen Paternoster-Schrank.

Wohnen 292 Raumpilot Grundlagen .

Entsorgen Raumpilot Grundlagen 293 Wohnen .

Wohnen Entsorgen 295 295 295 295 295 296 297 297 298 298 300 301 301 302 Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Begriffe Haushaltsabfälle Abfallbereitstellung und -entsorgung Allgemein geltende Verordnungen Dimensionierung der Abfallbehälter und Lage der Standplätze Allgemeine Planungshinweise Behälterarten Offene Abfallsammelbehälter Offene Abfallsammelbehälter mit Ummauerung Abfallbehälterschränke Abfallbehälterräume Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 294 Raumpilot Grundlagen .

das entspricht circa 1. Kunststoffe Zusammensetzung der Haushaltsabfälle in Deutschland 2006 (Quelle: Statistisches Bundesamt. Sondermüll und Restmüll. Textilien. Verbundverpackungen. Metalle. Abfallbereitstellung und -entsorgung Der von den Haushalten bereitgestellte Abfall wird in Deutschland vom zuständigen Abfallentsorgungsunternehmen im sogenannten „Holsystem“ getrennt eingesammelt.8 Mil­ lionen Tonnen stammten 2006 aus Haushaltsabfällen. Im Bereich der Haushaltsabfälle kann man folgende Abfallarten unterscheiden: Papier.) 11% Leichtverpackungen. Pappe. Abfälle aus Produktion und Gewerbe (56 Millionen Tonnen) und Abfälle aus dem Bergbau (41. Der größte Anteil entfiel dabei auf Bau. Wiesbaden 2008) ► Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll). Die Sortierung wird auf kommunaler Ebene durch die jeweilige Abfallentsorgungssatzung festgelegt. Haushaltsabfall und haushaltsähnlichen Gewerbeabfall. Der Oberbegriff „Hausabfall“ umfasst Sperrabfall (Sperrmüll). ► Als erster Orientierungswert für die Planung kann angenommen werden: 45 l Müllanfall = Restmüll + Biotonne pro Person pro Woche Raumpilot Grundlagen 295 Wohnen .9 MillionenTonnen). Parkabfälle 40% Andere getrennt gesammelte Fraktionen 20% Glas 5% 4% Papier.24 kg pro Einwohner pro Tag. Auf Landesebene gilt zusätzlich das jeweilige Landesabfallgesetz (LAbfG).und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ist das zentrale Gesetz des deutschen Abfallrechts. Verbunde. Bioabfälle. ähnliche Gewerbeabfälle Sperrmüll 6% 9% 40. Es hat 1996 das frühere „Gesetz zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG)“ abgelöst und regelt seither den Umgang mit und die Entsorgung von Abfällen.9 Millionen Tonnen produziert. die in der Abfallentsorgungssatzung festgelegt sind. Hausmüll. Pappe.und Abbruchabfälle (196.4 Millionen Tonnen). Bei der Sammlung gilt das Prinzip der Abfalltrennung. Begriffe Das Kreislaufwirtschaft. Haushaltsabfälle Im Wohnbereich fallen täglich verschiedene Haushaltsabfälle an. Entsprechend diesem Gesetz und der DIN 30706-1 wird mit Hausabfall „beweglicher fester Abfall bestimmter Herkunft“ bezeichnet.24 kg pro Einwohner pro Tag.Entsorgen Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Entsprechend den Erhebungen des Statis­ tischen Bundesamts wurde von Bürgern und Industrie in Deutschland im Jahr 2006 ein Abfallaufkommen von insgesamt 340. Durch dieses System ergeben sich gewisse Anforderungen für die Abfallbereitstellung.8 Mio t 35% Biotonne 10% Garten-. Glas. Abfallentsorgung 2006. Kartonagen Sonstiges (Metalle. Doch mehr als 40. Kunststoffe. das entspricht circa 1. Textilien usw. Das kommunale Abfallgesetz gibt also die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Planung der Sammeleinrichtungen von Haushaltsabfällen vor. Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll).

4. Öffnungen vom Gebäudeinnern zum Aufstellraum müssen feuerhemmende. Trennwände und Decken müssen als raumabschließende Bauteile die Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Wände besitzen. Abfallsammelräume müssen eine ständig wirksame Lüftung haben. Die Musterbauordnung gibt daher unter § 45 vor: „Innerhalb von Gebäuden dürfen feste Abfallstoffe vorübergehend aufbewahrt werden. 2. Abs. (MBO § 45. wenn die Abfallsammelräume die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: 1. dicht.2) 97 75 54 36 20 33 22 54 36 20 Abmessungen verschiedener Müllbehälter für den Wohnbereich 296 Raumpilot Grundlagen 48 47 M 1:50 . Die Abfallbehälter müssen unmittelbar vom Freien entleert werden können.Wohnen Allgemein geltende Verordnungen Feste Abfälle haben eine hohe Brandlast und häufig geht von ihnen eine Geruchsbelästigung aus. 3. siehe hierzu auch LBO BW § 33. in Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 (Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen oder Nutzflächen von 400 m²) jedoch nur.und selbstschließende Abschlüsse haben.

Mithilfe des Orientierungswerts von etwa 45 Liter Restmüll plus Biotonne pro Einwohner und Woche lässt sich die Abfallmenge grob schätzen. Die Bewegungsfläche vor den Abfallbehälterreihen sollte mindestens 1. Genauere Informationen gibt das zuständige Abfall­ entsorgungsunternehmen. Die Standplatzfläche sollte möglichst ebenerdig. Der Standplatz sollte mit ausreichendem Abstand zu Aufenthaltsräumen und zu Grundstücksgrenzen angeordnet werden. Türen im Zugangsweg sollten mit einer Arretierung ausgestattet sein. befestigt und trittsicher sein. Der Standplatz muss leicht erreichbar und gut zugänglich sowie möglichst witterungsgeschützt sein. bei Großmüllbehältern ist eine Wegbreite von 1.50 m erforderlich (Angaben entsprechend der Richtlinie GUV-VC 27 . denn oft werden zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Behälter aufgestellt. Die Durchgänge müssen mindestens 2 m hoch und 1 m breit sein. Allgemeine Planungshinweise Der Flächenbedarf für den Standplatz von Abfallsammelbehältern sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Visuelle Störungen und Geruchsbelästigungen von Aufenthaltsräumen und privaten Freibereichen sollten möglichst vermieden werden. um den Transport der Behälter zu erleichtern. Seite 14-16).20 m breit sein. Außerdem ist eine ausreichende Beleuchtung erforderlich. Der Standplatz sollte von der Zufahrtsstraße für das Sammelfahrzeug nicht weiter als 15 m entfernt liegen. Standplatz und Zugangswege müssen unfallsicher und vom Fahrweg her ohne Stufen ausgeführt werden. (Die frühere MBO 1997 empfahl mindestens 5 m Abstand von Öffnungen in Aufenthaltsräumen und mindestens 2 m Abstand zur Grundstücksgrenze). Raumpilot Grundlagen 297 Wohnen . (Die individuell anfallende Abfallmenge kann jedoch sehr unterschiedlich sein).Entsorgen Dimensionierung der Abfallsammelbehälter und Lage der Standplätze Parameter zur Bestimmung der benötigten Anzahl an Abfallbehältern sind bei Wohnungsbauten die Bewohneranzahl und der Abfuhrturnus des Abfallentsorgungsunternehmens.

aufgeführt. 1100 max.und Nachteile mit sich. h+l b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 1 V b l h 80 l 480 ± 5 555 max. die bei der Planung berücksichtigt werden müssen: – offene Behälterstandplätze im Freien – Abfallbehälterschränke – Abfallbehälterräume Offene Behälterstandplätze Die einfachste und kostengünstigste Lösung sind offene Behälterstände. 1115 max. 1005 max. 240 l 580 ± 5 740 max. Es gibt im wesentlichen drei unterschiedliche Standplatzarten für Abfallsammelbehälter. 140 l 505 ± 5 555 max. Jede Ausführungsweise bringt spezifische Vor. 120 l 505 ± 5 555 max. Die DIN EN unterscheidet zwischen Behältern mit zwei oder vier Rädern. 1095 max. 100 l 472 ± 5 558 max. 298 Raumpilot Grundlagen l h . 130 l 472 ± 5 558 max. Ohne Überdachung sind die Behälter den Witterungseinflüssen (Einfrieren. Regen) ausgesetzt. 1021 max. 210 l 546 ± 5 730 max.Wohnen Behälterarten Abmessungen von Abfallsammelbehältern sind in der DIN EN 840-1 bis 4. 1021 max. Sie werden zur Abschirmung häufig umpflanzt oder in Mauernischen integriert. 1100 max. 975 max. 340 l 685 max. Fahrbare Abfallsammelbehälter. 880 max.

1100 l 1370 ± 10 1190 max. 1370 max. 1470 max. 1480 max. 1250 max.Entsorgen h+l b b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 2 V b l h 500 l 1370 ± 10 740 max. 660 l 1370 ± 10 850 max. 1300 l 1370 ± 10 1245 max. 770 l 1370 ± 10 870 max. 1000 l 1370 ± 10 1190 max. l Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 3 V b l h 770 l 1370 ± 10 1100 max. 1100 l 1370 ± 10 1245 max. 1470 max. 1170 max. 1425 max. M 1:50 l Raumpilot Grundlagen 299 Wohnen h h . 1470 max. 1200 l 1370 ± 10 1190 max. 1470 max.

110 120 340 110 Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 240 l und 660 l 160 220 M 1:50 300 Raumpilot Grundlagen .90 80 ≥ 120 empf.Wohnen Offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung 119 64 80 200 78 70 .

damit er leicht gereinigt werden kann. Für die Reinigung ist ein Bodenablauf und ein Wasseranschluss vorzusehen.Entsorgen Abfallbehälterschränke und Abfallbehälterräume Ausgang unmittelbar ins Freie ständig wirksame Lüftung feuerbeständige Wände und Decken 80 Abfallbehälterräume Ein Abfallbehälterraum kann neben Garagen oder in Nebengebäuden angeordnet werden. 320 160 80 feuerhemmende. Rückwand oder auf dem Dach befinden können. die sich in der Tür. Ein solcher Raum muss durch Lüftungsöffnungen belüftet sein. Der Fußboden sollte ein Gefälle von 2 Prozent haben. Ausführungsanforderungen werden beschrieben in der DIN EN 15132/ Dezember 2006. dichtund selbstschließende Tür 110 120 340 110 Beispiel für einen Abfallbehälterraum M 1:50 Raumpilot Grundlagen 301 Wohnen Abfallbehälterschränke In Abfallbehälterschränken sind die Sammelbehälter besser geschützt als auf offenen Standplätzen und damit auch hygienischer untergebracht. . An Abfallbehälterräume innerhalb von Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 werden aufgrund der hohen Brandgefahr von festen Abfällen besondere Anforderungen gestellt (MBO § 45). Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l.

85 ≥ 150 70 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Barrierefreie Planung. links mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 660 l. rollstuhlgerecht: Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze. M 1:50 302 Raumpilot Grundlagen .Wohnen 85 Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 25 70 . rechts offen mit Sammelbehälter 240 l.

Nutzungsneutral Raumpilot Grundlagen 303 Wohnen .

Nutzungsneutral Wohnen 305 306 307 308 309 Einleitung Quadratischer nutzungsneutraler Raum Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 (barrierefrei) 304 Raumpilot Grundlagen .

ein Gästezimmer und bei entsprechender Installationsführung auch eine Küche beziehungsweise Essküche oder ein Bad eingerichtet werden. eine günstige Raumproportion und eine günstige Positionierung der Türen und Fenster. so dass für Nutzungswechsel Einschränkungen entstehen. so dass der Raum unterschiedlich möbliert werden kann. Die hier betrachteten Raumgrößen entsprechen eher Individualräumen und nicht Gemeinschaftsräumen. Den üblichen Nutzungsanforderungen an gemeinschaftliche Wohnräume können die hier betrachteten nutzungsneutralen Raumzuschnitte jedoch nur eingeschränkt entsprechen. ein Kinderzimmer. da hierfür meist größere Raumabmessungen benötigt werden. Unter diesen Voraussetzungen kann in einem nutzungsneutralen Raum sowohl ein Elternzimmer. da das Doppelbett mit seinen notwendigen Bewegungsflächen üblicherweise das größte zu berücksichtigende Möblierungs­ element darstellt. ein Arbeitszimmer.Nutzungsneutral Einleitung Mit dem Begriff „Nutzungsneutralität“ wird die funktionale Offenheit von Einzelräumen bezeichnet. Zur Bemessung der Mindestgröße wird die Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett als maßgebend angenommen. Zwar sind die meisten Räume bis zu einem gewissen Grad unterschiedlich nutzbar. aber bei zu geringer Raumgröße oder ungünstigem Raumzuschnitt können alternativ gewünschte Raummöblierungen eventuell nicht in einem Raum untergebracht werden. Darüber hinaus sollen auch die Mindestabmessungen für einen nutzungsneutralen Raum in der barrierefreien Planung gezeigt werden: – nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht (entsprechend DIN 18025 Teil 1) – nutzungsneutraler Raum barrierefrei (entsprechend DIN 18025 Teil 2). ein Esszimmer. Raumpilot Grundlagen 305 Wohnen . Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzungsneutralität eines Raums sind daher eine Raumgröße mit einem gewissen „Flächenüberschuss“ . Die wesentlichen Planungsparameter sollen an Hand von zwei unterschiedlichen Raumproportionen betrachtet werden: – quadratischer nutzungsneutraler Raum – rechteckiger nutzungsneutraler Raum.

und Bewegungsfläche von 360 cm x 380 cm.390 ≥ 380 . Grundsätzlich wird jedoch zur langfristigen und möglichst universellen Nutzbarkeit eine 90 cm tiefe Bewegungsfläche empfohlen.390 200 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 306 Raumpilot Grundlagen . Dies entspricht auch den Empfehlungen des Schweizer Wohnungs-Bewertungs-Systems WBS (Bundesamt für Wohnungswesen BWO. ≥ 90 200 . 14m2 Als Mindesttiefe der Bewegungsfläche sind 70 cm erforderlich.210 ≥ ca.390 ≥ 380 .360 ≥ 350 .360 ≥ 350 .360 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell. 2000. Arbeitszimmer.390 ≥ 350 . ≥ 380 .Wohnen ≥ 90 Quadratischer nutzungsneutraler Raum Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett und Schrank ergeben sich für einen nutzungsneutralen quadratischen Raum Mindestabmessungen für die Stell.210 ≥ 90 60 ≥ 350 .).und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 380 .360 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. Seite 22 f.

450 ≥ 290 .300 ≥ 290 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) 60 ≥ 90 307 .Nutzungsneutral ≥ 90 Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Bei einer rechteckigen Raumgeometrie ergeben sich entsprechend bei einer Bewegungsfläche von 90 cm Breite Mindestabmessungen der Stell.300 M 1:100 Raumpilot Grundlagen ≥ 440 . Wohnen 200 .300 ≥ 440 . Arbeitszimmer.210 ≥ 290 .450 ≥ 290 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 440 .300 ≥ 90 ≥ 440 .450 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.450 200 .210 ≥ ca. 14m2 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.und Bewegungsfläche von 300 cm x 440 cm.

Wohnen 20m2+ ≥ 120 Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Die Bewegungsfläche entlang einer Längsseite des Bettes muss über die gesamte Bettlänge mindestens 150 cm breit sein.420 ≥ 410 . entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 / Entwurf).und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 150 ≥ 470 . damit der Rollstuhlfahrer wenden kann.und Bewegungsfläche von 420 cm x 470 cm.480 ≥ 470 .480 ≥ 90 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.420 ≥ 470 .480 ≥ 90 ≥ 410 . Entlang der Betteinstiegsseite des NichtRollstuhlnutzers genügen 120 cm Breite (damit der Rollstuhlfahrer auch diese Seite anfahren kann.210 ≥ 150 ≥ 410 . Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers ergeben sich für einen rollstuhlgerechten nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell. Arbeitszimmer.420 ≥ 90 ≥ 410 . ≥ 90 200 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 308 Raumpilot Grundlagen .480 200 . Mindestabmessungen der Stell. 20m2 Die Bewegungsfläche vor Schränken muss mindestens 150 cm breit sein.420 60 ≥ 470 .210 ≥ ca.

Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 Raumpilot Grundlagen 309 Wohnen ≥ 120 .360 ≥ 410 .und Bewegungsfläche von 360 cm x 410 cm.210 ≥ 90 ≥ ca.360 ≥ 410 .420 ≥ 80 ≥ 350 . Regalen. vor Möbeln wie Schränken. Kommoden und Betten muss sie mindestens 90 cm tief sein.Nutzungsneutral 15m2+ Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise nach DIN 18040-2 (Entwurf) Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit sein entlang einer Längsseite eines Bettes.210 ≥ 90 60 ≥ 350 .420 200 . Daraus ergeben sich für einen barrierefreien (nicht rollstuhlgerechten) nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.360 ≥ 350 .420 ≥ 80 ≥ 350 . 15m2 ≥ 80 200 .420 ≥ 80 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. Arbeitszimmer.360 Mindestabmessungen der Stell.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 410 . ≥ 410 .

Wohnen 310 Raumpilot Grundlagen .

Private Freibereiche Raumpilot Grundlagen 311 Wohnen .

Private Freibereiche Wohnen 313 313 313 313 314 315 315 315 316 318 Einleitung Den Wohnfunktionen zugeordnet Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Im Wohnungsvorbereich Grundtypen privater Freibereiche Einflussfaktoren auf die Planung Ausstattung Wohnflächenberechnung Geländer und Umwehrungen Private Freibereiche barrierefrei 312 Raumpilot Grundlagen .

Sie können beispielsweise genutzt werden: – als Essplatz – als Arbeitsplatz – als Leseplatz – zum Entspannen und Sonnen – als Spielbereich der Kinder – zum Treffen und Feiern. Raumpilot Grundlagen 313 Wohnen . unterschiedlich nutzbare Raumbereiche. Ess.und Arbeitsbereichen zugeordneten Freiflächen sind meist stärker nach außen abgeschirmt und erweitern in der wärmeren Jahreszeit die privaten Wohnräume um zusätzliche. Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Daneben können Freiflächen auch den Küchen oder Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet sein und beispielsweise für Küchenarbeiten. welchen Nutzungsbereichen sie zugeordnet sind. können Freibereiche unterschiedlichen Funktionen dienen: Den Wohnfunktionen zugeordnet Die den Wohn-. Im Wohnungsvorbereich Ein Laubengang zum Beispiel kann eine Wohnung in den öffentlichen oder gemeinschaftlichen Raum hinein erweitern oder Raum für Nachbarschaftstreffs bieten. Je nachdem. zum Wäschetrocknen et cetera genutzt werden. Sie können als zusätzliche Raumangebote den Wohnwert einer Wohnung erheblich erhöhen.und dem Außenbereich des Wohnens und damit auch an den Schnittstellen zwischen privater und öffentlicher Sphäre.Private Freibereiche Ankommen Schlafen Private Freibereiche Wirtschaften Kochen Essen Kinder wohnen Arbeiten Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen Private Freibereiche Einleitung Private Außenräume bilden Schwellenräume am Übergang zwischen dem Innen.

Dachterrasse) oder auf dem Erdreich. in der Regel nach oben offener Außenraum. das heißt es ist von Räumen oder Fassadenelementen umschlossen. Kann konstruktiv auskragend oder mit eigener Tragkonstruktion ausgeführt werden. Sie kann auch auf einem Geschoss aufgebaut sein (auf Garage. Eine Sonderform stellt der verglaste oder teilverglaste Wintergarten dar. Durch den vollständigen Witterungsschutz ermöglicht ein Wintergarten längere Nutzungsdauer im Jahresverlauf. 314 Raumpilot Grundlagen . Mit entsprechender Zusatzheizung kann er energieaufwendig ganzjährig genutzt werden. Terrasse Abweichend vom Balkon ist die Terrasse unterbaut. Liegt innerhalb des Grundrisses. Balkon Hängt als eigenes Bauelement vor der Fassade. das heißt von zwei oder drei Seiten und nach oben umschlossen. Geschossrücksprung. Atrium Rundum raumhoch umschlossen. Grundprinzipien M 1:750 Neben den hier gezeigten vier Grundtypen von privaten Freiflächen sind zahlreiche weitere Abwandlungen und Mischformen möglich. Bei Terrassen über beheizten Geschoss sind entsprechende Dämm.und Abdichtungsmaßnahmen notwendig.Wohnen Grundtypen privater Freibereiche Freibereichstypen. Loggia Loggia-Außenraum ist in die Gebäudemasse „eingeschnitten“ .

Bei der Planung müssen auch baurechtliche Vorgaben (Abstandsregel et cetera) beachtet werden (siehe Kapitel „Wohnen .55 ≥ 80 240 50 . Loggien und Terrassen in der Regel zu einem Viertel. 135 Raumpilot Grundlagen 315 Wohnen . die Grundfläche von beheizten Wintergärten voll (siehe hierzu auch Kapitel „Wohnen – Ökonomie“). – die Grundfläche von unbeheizten Wintergärten zur Hälfte. Wohnflächenberechnung Die Außenraumfläche kann je nach Art der Umschließung (umschlossen.Städtebau“) Ausstattung – Schrank.Private Freibereiche Stehende Person Sitzplatz für zwei Personen 80 80 70 70 90 65 30 50 . Auf die Grundflächen werden angerechnet: – die Grundflächen von Balkonen. überdacht) zu einem gewissen Teil in die Wohnflä- chenberechnung einbezogen werden. maximal jedoch bis zur Hälfte. Die Vorschriften der Wohnflächenverordnung (WoFlV gelten für Wohnflächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz.55 30 Einflussfaktoren auf die Planung – Himmelsrichtungen (Besonnungszeiten) – Witterungseinflüsse (Zugwind) – externe Störfaktoren (zum Beispiel Verkehrslärm oder die Einsehbarkeit von Nachbargebäuden) – Funktionsbeziehung (zum Beispiel Lage in Beziehung zu den Wohnfunktionen) – rechtliche Faktoren. eventuell kann ein Stauschrank für das Abstellen von Gartenmöbeln et cetera sinnvoll sein – Stromanschluss – Wasseranschluss.

(Anforderungen an die Gestaltung von Geländern und Umwehrungen siehe Kapitel „Grundlagen – Treppe“ .20 m beträgt. wenn die Tiefe der Umwehrung mindestens 0. 2. Umwehrungen zur Sicherung von Öffnungen in begehbaren Decken und Dächern sowie Umwehrungen von Flächen mit einer Absturzhöhe von 1 m bis 12 m: 0. Entsprechend der LBOAVO § 4 „Umwehrungen“ gilt für Baden-Württemberg: (2) Bei einer Absturzhöhe von über 1 m muss die Umwehrung mindestens 0. Die Höhe der Umwehrung darf auf 0.90 m hoch sein.80 m verringert werden.90 m. Seite 65). Umwehrungen von Flächen mit mehr als 12 m Absturzhöhe: 1. Die MBO 2002 führt für Umwehrungen (außer Fensterbrüs­ tungen) unter § 38 (4) folgende Mindesthöhen auf: 1.Wohnen Liegestuhl Sitzende Person 80 80 70 140 200 270 70 70 150 Geländer und Umwehrungen Anforderungen an Brüstungshöhen sind in der Musterbauordnung und in den Landesbauordnungen festgelegt. 316 Raumpilot Grundlagen 185 .10 m.

55 200 65 30 70 30 50 .55 30 30 50 .55 65 ≥ 230 ≥ 290 65 50 .55 ≥ 80 240 50 .55 ≥ 180 ≥ 80 65 ≥ 280 Raumpilot Grundlagen 317 Wohnen .55 30 30 50 .Private Freibereiche Sitzplatz für vier Personen Sitzplatz für sechs Personen 80 80 70 ≥ 130 bei 4 Personen 50 .

55 80 ≥ 310 Bei Unterfahrbarkeit von Ausstattungsgegenständen und Tischen muss für den Rollstuhlfahrer jeweils mindestens 90 cm Anfahrbreite unterfahrbar sein! 150 ► Entsprechend DIN sollte jeder Wohnung ein mindestens 4. Loggia oder Balkon) zugeordnet werden (DIN 18025. 318 Raumpilot Grundlagen 65 ≥ 215 80 . Teil 1 und Teil 2). Teil 1 und Teil 2). Brüstungen in mindestens einem Aufenthaltsraum der Wohnung und von Freisitzen sollten ab 60 cm Höhe durchsichtig sein (18025.5 m² großer Freisitz (Terrasse.Wohnen 60 Private Freibereiche barrierefrei Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 ≥ 150 70 ≥ 150 30 50 .

4. Deshalb sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Die Abdichtung allein kann die Dichtigkeit am Türanschluss nicht sicherstellen. Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind. 3).Private Freibereiche 60 Barrierefreier Terrassenausgang mit Schwelle ≤ 2 cm. Vor der Tür ist eine Rinne mit Gitterrostabdeckung angeordnet. 4.110 85 M 1:10 Gitterrost 15 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 319 Wohnen .und Spritzwasserschutz durch Über­ dachung – Türrahmen mit Flanschkonstruktion – zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung“ (Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie. ≥ 200 Blickdurchlässigkeit der Brüstungen ab 60 cm Höhe beachten! ≥ 90 . „Barrierefreie Übergänge erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen. gegebenenfalls auch in Kombination. zum Beispiel: – wannenförmiger Entwässerungsrost gegebenenfalls beheizbar mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung – Gefälle der wasserführenden Ebenen – Schlagregen. Oktober 2008. die zwischen Planer.

Wohnen 320 Raumpilot Grundlagen .

Ökonomie Raumpilot Grundlagen 321 Wohnen .

Wohnen Ökonomie 323 324 325 326 327 328 330 Flächenberechnung nach Wohnflächenberechnung (WoFLV) Flächenberechnung nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) Flächenberechnung nach DIN 277 Wohnflächenberechnung Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baunutzungskosten Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche 322 Raumpilot Grundlagen .

Flur) fließen hier nicht in die Wohnfläche ein. Technische Funktionsflächen (Installationsschächte) und Verkehrsflächen (Treppenhaus. Grundflächen werden vollständig (bei Räumen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m. Flure) unterschiedlich angerechnet. Tür. Je nach Richtlinie oder Norm werden Elemente von Gebäuden (zum Beispiel Balkone.und Fensterlaibungen erst ab 13 cm Tiefe angerechnet werden. In dieser Verordnung können beispielsweise der Balkon bis zur Hälfte.Ökonomie Flächenberechnung Zur Flächenermittlung eines Gebäudes gibt es mehrere Berechnungsgrundlagen: – Wohnflächenverordnung (WoFlV) – Baunutzungsverordnung (BauNOV) – DIN 277 . Abhängig von der Berechnungsmethode erhält man also für das gleiche Gebäude verschiedene Werte. bis zur Hälfte anrechenbar Flächenberechnung WoFlV Zur Ermittlung der genauen Wohnfläche wird im Wohnungsbau meist die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) herangezogen. voll anrechenbar (enthält Laibungen größer 13 cm Tiefe) Wohnfläche. Die Vorschriften der WoFlV gelten für Flächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. zur Hälfte bei Räumen mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m und weniger als 2 m angerechnet. Raumpilot Grundlagen 323 Wohnen . Wohnfläche.

Wohnen Flächenberechnung BauNVO (Baunutzungsverordnung) In der Baunutzungsverordnung wird festgesetzt: § 19 Grundflächenzahl. Geschossfläche Mit der Geschossfläche (GF) wird die Geschossflächenzahl (GFZ). Geschossflächenzahl. Die Geschossfläche (GF) wird häufig mit der Brutto-Grundfläche (BGF) nach DIN 277 verwechselt! Grundfläche Geschossfläche (GF) 324 Raumpilot Grundlagen . Die Geschossfläche (GF) unterscheidet sich häufig geringfügig von der Grundfläche eines Gebäudes. zulässige Grundfläche § 20 Vollgeschosse. mit der Grundfläche (GR) die Grundflächenzahl (GRZ) ermittelt.

aber entscheidenden Einzelheiten ab (siehe Abbildungen).Ökonomie Flächenberechnung DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau Mit der DIN 277 werden alle Grundflächen und davon abgeleitet die Rauminhalte berechnet. Brutto-Grundfläche (BGF = KGF + NGF) Netto-Grundfläche (NGF = NF + TF + VF) Die Flächenberechnung der DIN 277 weicht von der Berechnung in der Baunutzungverordnung und der Wohnflächenberechnung in kleinen. Konstruktions-Grundfläche (KGF) (enthält Tür. Sie ist die umfassendste Berechnungsgrundlage und wird beispielsweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes herangezogen.und Fensteröffnungen sowie Installationsschächte bis zu 1 m² Querschnitt) Nutzfläche (NF) Verkehrsfläche (VF) Technische Funktionsfläche (TF) Raumpilot Grundlagen 325 Wohnen .

5 6.Wohnen Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baukosten In der nebenstehenden Grafik werden die pro Kostengruppe und Quadratmeter anfallenden Baukosten für ein Mehrfamilienhaus. 9% 40 € 70. für ein Reihenhaus und für ein freistehendes Einfamilienhaus aufgeführt.0 % % 81 € 224 € € 6€ 12. unterkellert hoher Standard Kosten: 1611 €/m² 76. Die relevanten Kostengruppen der 1. 4% 18 € 326 Raumpilot Grundlagen . 3% 54 € 80. 4 5. Ebene sind: 161 1€ KG 700: Baunebenkosten [€/m² BGF] KG 500: Außenanlagen [€/m² Fläche Außenanlagen] KG 300 + 400: Bauwerk – Baukonstruktion Bauwerk – Technische Anlagen [€/m² BGF] 120 104 0€ 9€ 216 € 13.7 % % 81 129 800 € 850 € 0€ KG 200: Herrichten und Erschließen [€/m² Fläche Baugrundstück] Die Kosten sind Näherungswerte in Anlehnung an Informationen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI) Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1040 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 1209 €/m² Einfamilienhaus.66% % € 131 € 9 6 18. 6.

und Grundstückskosten in €/m² Wohnfläche. im Beispiel für 50 Jahre. Baukosten in €/m² BGF angegeben werden.8 9.8 222 € 36. die von der Planung über die Erstellung bis hin zum Abriss anfallen.Ökonomie 349 9€ 308 8. gliedern sich wie folgt: 24. Dadurch können schon im Vorfeld Aussagen über die Wirtschaftlichkeit oder auch Unwirtschaftlichkeit eines Gebäudes getroffen werden. € 215 481 € 25. 255 € .1 7€ € % 318 € Baunutzungskosten Baunutzungskosten Für Bauherren und Investoren sind nicht nur die reinen Erstellungskos­ ten eines Gebäudes von Interesse. unterkellert hoher Standard Kosten: 3499 €/m² Raumpilot Grundlagen 327 Wohnen 11. sondern auch die weiteren Unterhalts. 10. 4% 57 1€ 1% 8% Die Baunutzungskosten. Betriebs. Diese Gesamtkosten werden als Baunutzungskosten bezeichnet. Zu beachten ist. Grundstückskosten 0% Erstellungskosten Die Kosten sind Näherungswerte aus einer Studie des Bundesbauministeriums (1990). 4% 53.beziehungsweise Betriebskos­ ten. % 225 126 198 4€ 2€ 2% % 12. 248 5% € 9. Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1984 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 2257 €/m² Einfamilienhaus. 3% 161 104 0€ 120 9€ 1€ Bauunterhaltskosten (Wartung/Instandhaltung) Betriebskosten (Energiekosten) 0€ 52. dass Bauunterhalts-. 6% 46.

zwei Außenflächen 12 Geschosswohnungsbau Randlage Dachgeschoss. eine Außenfläche 20 12 12 12 Geschosswohnungsbau mittige Lage. drei Außenflächen Geschosswohnungsbau Dachgeschoss. vier Außenflächen Geschosswohnungsbau Randlage. mittige Lage. drei Außenflächen 328 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche 200 m² 158 m² 100 m² Hüllfläche 42 m² 58 m² Wohnfläche 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Geschosswohnungsbau große Gebäudetiefe.

Einfamilienhäuser (freistehend oder angebaut) und verdichtete Flachbauten führen daher zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Gebäudehüllen. 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Reihenhaus drei Außenflächen Reihenendhaus vier Außenflächen Freistehendes Einfamilienhaus fünf Außenflächen Freistehendes. winkelförmiges Einfamilienhaus fünf Außenflächen Raumpilot Grundlagen 329 Wohnen 12 12 12 7 . muss vorrangig der Energieverlust der Außenhülle (Wand/Dach) minimiert werden. Um den Energieverbrauch zu verringern.und Außenraums hat besonders hohe Anforderungen zu erfüllen. Sie ist das aufwendigste und kostenintensivste Bauteil eines Gebäudes. Ein energetischer Vorteil großer Gebäudehüllen könnte allein im Versuch der Energiegewinnung gesehen werden. Die Hüllfläche als begrenzendes Bauteil zwischen dem Klima des Innen. Eine geringe Hüllfläche ist ökonomisch und ökologisch wünschenswert.Ökonomie 256 m² 192 m² 108 m² 290 m² Die Hüllfläche bezieht sich in den Beispielen immer auf eine Wohnfläche von 100 m² und ein Raumvolumen von 300 m³. Der geschätzte Gegenwert dieser Gebäudetypen wird künftig hinsichtlich knapper Ressourcen zunehmend kritischer diskutiert werden.

oder dreigeschossigen Wohneinheiten mit berücksichtigt werden. Barrierefreiheit) gegenüber einer konkreten Planung differieren. Das kalkulierte Beispiel stellt nur ein stark vereinfachtes Modell dar. 1 100 100 100 Zweispänner 100 Einspänner 100 Dreispänner 50 100 100 Vierspänner 50 50 100 100 100 Fünfspänner 100 100 330 Raumpilot Grundlagen . Einzig das Argument der Barrierefreiheit (nur ein Aufzug bis zur Hochhausgrenze) spricht für die in der Regel einhüftige Anordnung. Aber auch hier muss der Flächenverlust durch die zusätzliche interne Erschließung der zwei.Wohnen Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche Die nebenstehende Grafik zeigt das Verhältnis von Erschließungsaufwand (Treppenhaus Regelgeschoss) zu Wohnfläche. Je geringer die „Ausbeute“ der Wohnfläche je Quadratmeter Erschließungsfläche ausfällt. Dadurch lassen sich schon in der ersten Planungsphase Rückschlüsse auf die zu erwartende Effizienz und die Baukosten ziehen. es wird nach Größe und Anforderungen (räumliche und funktionale Qualitäten. desto höher sind die Erstellungskosten. Zumindest die Erschließung eingeschossiger Einheiten mit einem Außenflur ist flächenaufwendig. zum Beispiel Belichtung. Eine Steigerung der Effizienz ist nur mit einem Innenflur und mehrgeschossigen Wohneinheiten zu erreichen. 7 13 17 20 25 1 1 1 1 Die Beispiele zeigen deutlich die große Effizienz der Vertikalerschließung (Spänner) und widerlegen die vermutete Wirtschaftlichkeit der Horizontalerschließung.

Ökonomie 7 5 9 13 m2 erschlossene Wohnfläche 1 1 1 1 m2 Erschließungsfläche 290 100 100 140 140 140 140 140 140 140 140 290 100 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 100 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 290 140 140 140 140 40 1 140 140 140 290 Außenflurerschließung 6 WE Außenflurerschließung 10 WE Innenflurerschließung (1 Ebene) 20 WE Innenflurerschließung (3 Ebenen) 20 WE Raumpilot Grundlagen 331 Wohnen .

Wohnen 332 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 333 Wohnen .

Doppelund Reihenhäusern Anforderungen an den baulichen Schallschutz Schalldämmung von Wänden 334 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Schall 335 335 336 337 Schallschutzanforderungen Schallschutz bei Einfamilien-.

und Trittschallübertragung zwischen fremden Wohn.Schall Schallschutzanforderungen Die DIN 4109 / November 1989 regelt die Anforderungen an den Schutz gegen Luft. Doppelund Reihenhäusern Die DIN 4109 legt für Wohngebäude Min- destanforderungen und erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Luft. Die „Mindestanforderungen“ entsprechen allerdings nicht mehr den heute üblichen Anforderungen. Anforderungen an den baulichen Schallschutz im Geschosswohnungsbau entsprechend DIN 4109 / Nov 1989 1 – sehr hoch 2 – hoch 3 – mittel 4 – niedrig 52 bis 55 dB 53 bis 55 dB 40 bis 47 dB 4 1 1 1 3 2 Schemagrundriss eines Wohngebäudes mit Hinweisen auf unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Schallschutz M 1:200 Raumpilot Grundlagen 335 Wohnen .und Arbeitsräumen gegen Außenlärm sowie gegen Geräusche von haustechnischen Anlagen und aus baulich verbundenen Betrieben. es sollten die „erhöhten Anforderungen“ angewendet werden. SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ . Daneben macht auch die VDI-Richtlinie 4100 „Schallschutz von Wohnungen.und Arbeitsbereich fest. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . ► Hinweis zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen.und Trittschallübertragung aus einem fremden Wohn. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100). Schallschutz bei Einfamilien-. Kriterien von Planung und Beurteilung“/ August 2007 Angaben über die Schallschutzanforderungen in Wohngebäuden.

Treppenräumen über Aufenthaltsräumen Decken über Durchfahrten – unter Aufenthaltsräumen – über Gemeinschaftsräumen Decken unter Terrassen und Loggien über Aufenthaltsräumen Decken unter Laubengängen Decken unter Bad und WC Treppen und Treppenpodeste – innerhalb von Wohnungen Decken unter Hausfluren Wohnungstrennwände Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren Wände neben Durchfahrten Türen von Hausfluren und Treppenräumen zu Fluren – zu Aufenthaltsräumen Wände zwischen „lauten“ und „leisen“ Räumen unterschiedlicher Nutzung innerhalb der Wohnung Mindestanforderung R‘ w 53 52 54 52 52 L ‘ n. Hausfluren. w 38 46 - Anmerkung zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen. w 48 53 erhöhte Anforderung R‘ w 67 L ‘ n.Reihenhäuser Bauteil Decken Treppen. nicht mehr störend gelegentlich störend deutlich hörbar SSt 3 im Allg.Doppelhäuser und Einfamilien .und Fernsehgeräte. Parties SSt 1 verstehbar im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar im Allgemeinen störend unzumutbare Belästigungen werden im Allg. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . w 53 63 53 53 53 erhöhte Anforderung R‘ w 55 55 55 L‘ n. Treppenpodeste und Decken unter Fluren Haus-/(Wohnungs-)Trennwände Mindestanforderung R‘ w 57 L ‘ n. nicht verstehbar nicht verstehbar nicht hörbar nicht störend nicht oder nur selten störend im Allgemeinen hörbar 336 Raumpilot Grundlagen .) mit Arbeitsräumen Bauteil Decken unter begehbaren Dachräumen. laut eingestellte Rundfunk.Wohnen Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Geschosshäuser mit Wohnungen (Whg. zum Beispiel Böden – Gebäude mit zwei Wohnungen Wohnungstrenndecken und Wohnungstrenntreppen – Gebäude mit zwei Wohnungen Decken über Kellern. w 46 46 46 Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Einfamilien . Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100). vermieden deutlich hörbar SSt 2 im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar nicht verstehbar im Allg. Hinweis: SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ 55 55 54 53 52 55 27 37 40 53 46 53 53 53 58 53 53 - 55 55 55 55 37 37 47 46 46 46 46 46 46 46 - VDI Richtlinie 4100 „Schallschutz im Hochbau“ Art der Geräuschemission Laute Sprache Sprache mit angehobener Sprechweise Sprache mit normaler Sprechweise Gehgeräusche Geräusche aus Haustechnikanlagen Hausmusik.

0 cm 8.5 OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 18.4 1.6 1.5 cm 25.25 cm Gipsplatte 8.5 cm Mauerwerk.0 cm 17 .5 cm 15.0 cm 12.6 1.5 cm Putz 10.0 cm 6. beidseitig Dünnputz Raumpilot Grundlagen 337 Wohnen .8 43 Wand aus Porenbeton – Plansteinen.25 cm Gipsplatte 1. beidseitig 1.5 cm OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.0 1.0 1.0 cm Gipsplatte 1.R Rohdichte 10.5 cm 15.0 cm 1.0 33 36 30 cm Mauerwerk.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.0 17 .6 1.25 cm Gipsplatte 1.0 cm 17 .5 16.4 1.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6. beidseitig 1.25 cm Gipsplatte Holzständerkonstruktion 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 3 cm Trennfuge Holzständer 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 1.0 cm Gipsplatte 1.Schall Schalldämmung von Wandkonstruktionen Wanddicke / Rw.25 cm Gipsplatte 1.5 cm Putz 17 .7 17 .5 36 40 Einschalige Innenwände Stahlbetonwand beidseitig Dünnputz Einschalige Innenwände 1.25 cm Gipsplatte 1.2 1.7 37 40 36.0 8.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.5 cm Mauerwerk.2 1.0 1.0 1.6 1.5 cm Putz 9.95 cm Gipsplatte 1.5 46 46 24 cm Mauerwerk. beidseitig 1.2 1. beidseitig 1.5 cm OSB-Platte 0.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 1.5 cm 15.25 Gipsplatte 1.0 59 Wand aus Gipsplatten.8 2.8 2.4 1.0 1.2 1.8 2. R tiefe 8.25 cm Gipsplatte 1.0 cm 10.4 1.0 10.5 cm Putz 9.4 1. beidseitig 1 cm Putz 6.8 2. beidseitig 1.5 cm Brettsperrholzelement Holzständer 8/8 cm mit 8 cm Dämmung 1.0 cm 12.0 cm 22.5 41 42 11.2 1.5 cm Mauerwerk.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 20.0 1.6 1.5 cm Putz 22.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.5 16.25 cm Gipsplatte 13.5 cm 20.0 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 1.Rw.8 2.0 cm 46 49 51 53 54 56 57 42 44 45 46 47 46 48 49 50 51 50 51 53 54 55 52 54 55 56 57 54 56 57 59 60 35 38 39 42 44 35 39 44 Schalldämmung von Wandkonstruktionen Ständertiefe Gesamt.

Wohnen 338 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 339 Wohnen .

Wohnen Planungsregeln/Literatur 341 344 Planungsregeln Literatur 340 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN EN 71-8 / September 2006 / Sicherheit von Spielzeug – Teil 8: Schaukeln. Deutsche Fassung EN 7161: 2008 DIN EN 747-1 / Juli 2007 / Möbel . Deutsche Fassung EN 71-8: 2003 + A1: 2006 + A2: 2005 DIN 276-1 / Dezember 2008 / Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN EN 527-1 / Juli 2000 / Büromöbel Büro-Arbeitstische – Teil 1: Maße. Rutschen und ähnliches Aktivitätsspielzeug für den häuslichen Gebrauch (Innen. für Schüttungen mit Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung 1116: 2004 DIN EN 1116 Berichtigung 1 / Mai 2007/ Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken in Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto-Grundfläche (Nutzflächen. Deutsche Fassung EN 527-1: 2000 DIN EN 716-1 / September 2008 / Möbel – Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1130-1: 1996 Raumpilot Grundlagen 341 Wohnen . Deutsche Fassung EN 747-1: 2007 DIN EN 840-1 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 1: Behälter mit 2 Rädern und einem Nennvolumen bis 400 l für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-6: 2004 + A1: 2008 DIN EN 1116 / September 2004 / Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte.und Außenbereich). für breite Schüttungen mit Zapfenaufnahme oder BG-Schüttungen und/oder für breite Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Festigkeit und Dauerhaltbarkeit. Deutsche Fassung EN 840-5: 2004 DIN EN 840-6 / November 2008 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 6: Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen. Deutsche Fassung EN 840-1: 2004 DIN EN 840-2 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 2: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Flachdeckel(n). für Schüttungen und Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-2: 2004 DIN EN 840-3 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 3: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Schiebedeckel(n). Deutsche Fassung EN 840-4: 2004 DIN EN 840-5 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 5: Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Berichtigungen zu DIN EN 1116: 2004-09 DIN EN 1022 / September 2005 / Wohnmöbel – Sitzmöbel – Bestimmung der Standsicherheit. Deutsche Fassung 1116: 2004. Deutsche Fassung EN 1022: 2005 DIN EN 1130-1 / Juli 1996 / Möbel – Krippen und Wiegen für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 840-3: 2004 DIN EN 840-4 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 4: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1700 l mit Flachdeckel(n).Etagenbetten und Hochbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Anforderungen an die Sicherheit.

Lüftung DIN V 4701-10 Beiblatt 1 / Februar 2007 / Energetische Bewertung heiz. Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung – Deutsche Fassung ENV 1627: 1999 DIN EN 1930 / März 2006 / Artikel für Säuglinge und Kleinkinder – Kinderschutzgitter – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Lüftung. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN EN ISO 9241/ Februar 2009 / Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten DIN EN 12221-1 / August 2008 / Wickeleinrichtungen für den Hausgebrauch – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln – Sicherheitstechnische Anforderungen. Ausführung und Kennzeichnung. Beiblatt 1: Anlagenbeispiele DIN V 4701-10/A1 / Vornorm Dezember 2006 / Energetische Bewertung heiz. Deutsche Fassung EN 12221-1: 2008 DIN EN 12227-1 / April 2000 / Kinderlaufställe für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Lüftung DIN 4708 Teil 2 / April 1994 / Zentrale Wassererwärmungsanlagen – Regeln zur Ermittlung des Wärmebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser in Wohngebäuden DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Trinkwassererwärmung. Deutsche Fassung EN 11761: 2008 DIN EN 1176-3 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 3: zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Rutschen. Prüfung DIN V 4701-10 / Vornorm August 2003 / Energetische Bewertung heiz. Deutsche Fassung EN 1176-3:2008 DIN EN 1286 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Mechanisch einstellbare Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Deutsche Fassung EN 12227-1: 1999 DIN EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Türen.Wohnen DIN EN 1176-1 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Trinkwassererwärmung.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Trinkwassererwärmung. Deutsche Fassung EN 1287: 1999 DIN EN 1627 / Entwurf April 2006 / Einbruchhemmende Bauprodukte (nicht für Betonfertigteile) – Anforderungen und Klassifizierung. Deutsche Fassung EN 12464-1: 2002 342 Raumpilot Grundlagen .und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Deutsche Fassung EN 1930: 2000 + A1: 2005 DIN 1946-6 / Mai 2009 / Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen. Empfehlungen und Prüfung DIN 31130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Deutsche Fassung EN 1286: 1999 DIN EN 1287 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Thermostatische Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Deutsche Fassung prEN 1627: 2006 DIN V ENV 1627 / April 1999 / Fenster. Anforderungen zur Bemessung.

Formen. Hinweise für Planung und Ausführung. Deutsche Fassung EN 14988-1: 2006 DIN EN 15132 / Dezember 2006 / Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l – Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Deutsche Fassung EN 13203-1: 2006 DIN EN 14988-1 / Juni 2006 / Kinderhochstühle – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen.Planungsregeln/Literatur DIN EN 12764 / April 2008 / Sanitärausstattungsgegenstände – Anforderungen an Whirlwannen. Planungsgrundsätze DIN 68881 / Februar 1979 / Begriffe für Küchenmöbel – Küchenschränke Raumpilot Grundlagen 343 Wohnen . Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. Deutsche Fassung EN 12764: 2004 + A1: 2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Postalische Dienstleistungen – Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen – Deutsche Fassung EN 13724: 2002 DIN EN 13203-1 / November 2006 / Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch – Geräte. Berichtigungen zu DIN 18015-3: 2007-09 DIN 18017 Teil 1 / Februar 1987 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Einzelschachtanlagen ohne Ventilatoren DIN 18017-3 / September 2009 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Teil 3: Lüftung mit Ventilatoren DIN 18106 / September 2003 / Einbruchhemmende Gitter – Anforderungen und Prüfverfahren DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 30706-1 / Dezember 2006 / Begriffe der Kommunalen Technik – Teil 1: Abfallentsorgung DIN 33408-1 / März 2008 / Körperumrissschablonen – Teil 1: Für Sitzplätze DIN 33408-1 Beiblatt 1 / Januar 1987 / Körperumrissschablonen für Sitzplätze – Anwendungsbeispiele DIN 4109 / November 1989/ Schallschutz im Hochbau. Deutsche Fassung EN 15132: 2006 DIN 18015-1 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 1: Planungsgrundlagen DIN 18015-2 / August 2004 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung DIN 18015-3 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel DIN 18015-3 Berichtigung 1 / Januar 2008 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel. die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Litern Wasser nicht überschreiten – Teil 1: Be­ wertung der Leistung der Warmwasserbereitung.und Arbeitsbereich DIN 66354 / Dezember 1986 / Kücheneinrichtungen . Anforderungen und Nachweise DIN 4109 / November 1989 / Beiblatt 2 / Schallschutz im Hochbau. Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz.

Jenisch. Reichert.09. Pohl. Silvia: Wohnen mit Kindern. Januar 2004 Richtlinien VDI Richtlinien 4100/ Aug. Karl.Wohnen DIN 68878 Teil 1 / Januar 1987 / Stühle für den Wohnbereich – Anforderungen. 2007/ Schallschutz von Wohnungen – Kriterien für Planung und Beurteilung VDI Richtlinie 6000 / Blatt 1 / Februar 2008 Ausstattung von und mit Sanitärräumen Wohnungen 344 Raumpilot Grundlagen . zuletzt geändert 1993) Wohnflächenverordnung WoFlV vom 25. Prüfung DIN 68880 Blatt 1 / Oktober 1973 / Möbel – Begriffe DIN 68890 / Mai 2009 / Kleiderschränke im Wohnbereich – Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Prüfung DIN 68935 / Dezember 1999 / Koordinationsmaße für Badmöbel. Stuttgart 1985 Belz. Geräte und Sanitärobjekte Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts. Neue Küche – jetzt erleben. 1999 Bundesamt für Wohnungswesen BWO (Hrsg. Prüfung DIN 68885 / Januar 1987 / Tische für den Wohnbereich – Anforderungen.): Arbeitshilfen zum Barrierefreien Bauen . Inkraftgetreten am 1.): Wohnbauten planen. Wohnungs. Wolf.):BKI Baukosten 2009.V.B2 Barrierefreies Wohnen.: Ergonomieplaner für Einbauküchen.BewertungsSystem WBS Ausgabe 2000. Stuttgart 2009 Gesetzte/ Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Baunutzungsverordnung BauNVO (1962. Teil 1: Statis­ tische Kostenkennwerte für Gebäude. Stuttgart 1998 Behren-Wolpert.2008) GUV-V C 27 / Januar 1979 beziehungsweise 1997 / Unfallverhütungsvorschrift Müllbeseitigung Literatur AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. November 2003. Reiner. Hoffmann. beurteilen und vergleichen. Erstellt in Anlehnung an eine Studie der TH Darmstadt. Mannheim 2004 AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Hubert: Mauerwerk Atlas.V. Mannheim (Erscheinungsdatum unbekannt) Architektenkammer Baden-Württemberg (Hrsg.: Ratgeber Küche.und Abfallgesetz – KrW-/AbfG) (27 . Gösele.10. Walter.1994) Gesetz zur Neuordnung des Abfallrechts für Baden-Württemberg (Landesabfallgesetz LAbfG) (14. Richard. Grenchen 2000 BKI Baukosteninformationszentrum (Hrsg. München.

Bettina (Hrsg. Herbert. Alt-Rosendahl. Zürich 2010 Stemshorn. Winter. München 2004 RWE Energie Aktiengesellschaft (Hrsg. Ludwig. Basel 2007 Kuldschun. München 2005 Faller. Roland. Stuttgart. LeinfeldenEchterdingen 2003 Raumpilot Grundlagen 345 Wohnen . Anton: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach.): Aktuelles Entwurfsund Planungsrecht für den wirtschaftlichen Wohnungsbau. Karin. G. Rossmann. Krohn. Erich: Planen und Bauen für Behinderte. Henz. Bruno. (Hrsg. Günter. Das kompakte Planungsbuch für den Bauentwurf mit Projektbeispielen. Axel: Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Berlin. Zürich 1995 Herzog. Basel 2004 Stamm-Teske. Rutz. Sigrid: Wohnökologie. Katja. Julius. Bergemann. Zürich 1994 Nußberger. Peter: Der Wohngrundriss. Hannes: Anpassbare Wohnungen. Haag.Entwerfen und Wohnen. Hans-Jürgen. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. Zürich 2007 König. Michael. München 1996 Marx. München 2003 Keller. Stuttgart. Johann.): BürobauAtlas. Alternativen zur familienfeindlichen Architektur. Dittmann. Zum Wandel der Beziehung von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag. Wien 1976 Eisele. Tobias: Raumpilot Wohnen. Düsseldorf. Lorrie: Neue Wohn-Ideen für kreative Arbeitsplätze.): Bau-Handbuch.Planungsregeln/Literatur Dessai. Walter. Stuttgart. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Stuttgart 2005 Krebs. Pourat. Stuttgart 1996 Mack. Stuttgart. Köln. Schweitzer. Fischer. Alexander. Fakten der Bauphysik. Roland: Leitfaden barrierefreier Wohnungsbau. Wolfgang: HolzbauAtlas. ETH Wohnforum. Renate: Wohnen und Spielen mit Kindern. Maria: Wohnen mit Kindern: Ein Erfahrungsbericht. Volz. Köln 1998 Gottschall. Natterer. Voß. Joachim: Planungsatlas. Mainz 1987 Schneider. München 2002 Fuhrmann. Stephan: Pinpoint. Thomas. München und Mering 2005 Graf. Staniek. München 2000 Groh.): Entgrenzung von Arbeit und Leben. Martin: Gebäudeausstattung. Augsburg 1996 (1994) Peukert. Grundwissen. Friederike: Grundrissatlas Wohnungsbau. Gerhard. Wien 1992 Heisel. Jörg. Stuttgart. Stuttgart 1992 Sauter. Helmut. Heidelberg 1998 Rughöft. Lutz: Landesbauordnung für Baden-Württemberg. Elisabeth. Berlin. Röttgermann. Stuttgart 1974 Loeschcke. Berlin 2004 Henz. Jan: Basics . Peter: Bauplanung und Bauentwurf. Elmar (Hrsg.

schlagmann.und Holzwirtschaft (Herausgeber): Informationsdienst Holz. 08/2004 (http:// www.de/sonstiges/ downloads/schallschutz_waende_daecher.05.V.2009) 346 Raumpilot Grundlagen . pdf) (Zugriff am 26. (Herausgeber): Schallschutz nach DIN 4109. 2006 (http://www.2009) Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.schallschutz-holzbau.05.Wohnen Internetquellen Absatzförderungsfonds der deutschen Forst.de/ downloads/DGfM_Schallschutz_2006.pdf) (Zugriff am 12.

Arbeiten 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447 Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 347 .

Schlagworte wie „first come. konstruktives System) und räumlichen Aufteilungsvarianten werden aufgezeigt. Die Organisationsformen werden weiterhin in einen Zusammenhang mit der Gebäudestruktur gestellt. konzentriertes Arbeiten bietet. wurde beschlossen. Neben diesen neuen Organisationsideen ist das traditio­ nelle Zellenbüro nach wie vor von großer Bedeutung. um auf alle denkbaren Änderungen reagieren zu können. da es die Voraussetzungen für ruhiges. Anstelle von genauen Zahlenangaben für Mindestflächen. Aus den differenzierten Nutzungsanforderungen dieses Grundbausteins leiten sich weitere Bedingungen ab. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Möglichkeiten auf die Gestaltung sind im abschließenden Kapitel „Fassaden“ erläutert. first serve“ „nonterritorialer Arbeitsplatz“ .Arbeiten Aufbau des Kapitels „Arbeiten“ Zugegeben. werden inzwischen wieder beiseite gelegt. Anforderungen und Konzepte. Solche komplexeren Anwendungsbeispiele werden detailliert im Aufbauband „Arbeiten“ behandelt. Um eine vorübergehende Planungssicherheit wieder herzustellen. an dem sich die „white shirts“ wohlfühlen. die in den darauffolgenden Abschnitten „Schall“ . die noch vor wenigen Jahren das Nonplusultra waren. Vorschriften Eine für die Planung bedeutende Vorschrift ist die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR). bis Mitte 2010 – der Frist zur Überarbeitung der Richtlinie – die Werte der „alten“ ASR als „Stand der Technik“ zu übernehmen. Ein guter Arbeitsplatz. Wesentliche Hinweise auf den aktuellen Stand des Normenwerks. Mit der Liberalisierung im Arbeitsmarkt soll unter anderem auch diese Richtlinie zurückgenommen werden. „Luft“ und „Licht“ betrachtet werden. Wer diese einfachen Regeln einmal verstanden hat. verändert sich permanent und rasant. Abhängigkeiten zwischen baulichen Parametern (Raster. in Frage stellen oder die Regeln auch brechen. was der Begriff „arbeiten“ bedeutet. Der einzelne Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt des Kapitels. Rechtsvorschriften sowie Literaturhinweise zu diesem Thema sind in dem abschließenden Abschnitt „Planungsregeln/Literatur“ zusammengestellt. Jeder Arbeitsplatz ist zugleich auch ein „Lebensraum“ . und insbesondere die Büroarbeitswelt. ist motivierend und leistungsteigernd. Dieser Sektor ist aber der weitaus größte Wirtschaftsbereich und deshalb von wesentlicher Bedeutung. 348 Raumpilot Grundlagen . Im folgenden Kapitel werden – ausgehend vom einzelnen Arbeitsplatz – die verschiedenen Organisationsformen der Büroarbeit und ihre jeweiligen räumlichen Nutzungsanforderungen systematisch betrachtet. allerdings mit der Konsequenz. „Business Club“ ergänzen inzwischen die früheren Organisationsformen vom Zellenbis zum Großraumbüro. Es ist deshalb wichtig. und an seine Planung werden hohe Anforderungen gestellt. hier wird nur ein sehr kleiner Teil von dem vorgestellt. dass sich die Architekten jetzt in einem ungeklärten rechtlichen Raum bewegen müssen. Mit zahlreichen baurechtlichen Forderungen soll die Gesundheit am Arbeitsplatz geschützt werden und auch Unfällen oder Verletzungen so weit wie möglich vorgebeugt werden. Am Büroarbeitsplatz halten sich viele Menschen länger auf als in ihrer Wohnung! Die Arbeitswelt. ein Bürogebäude so flexibel wie möglich zu planen. In diesem Kapitel wird ausschließlich der tertiäre Sektor (Jean Fourastié) betrachtet und davon lediglich der Büroarbeitsplatz.und Raummaße sind auslegungsoffene Begriffe wie „ausreichend“ getreten. kann sie weiterentwickeln. Die Systematik der Gebäudestruktur beschränkt sich auf den Normalfall einer orthogonalen Organisation.

Typologie Raumpilot Grundlagen 349 Arbeiten .

Arbeiten 351 353 Struktur Typologien 350 Raumpilot Grundlagen .

Um den Einzelarbeitsplatz ökonomisch organisieren zu können. müssen die Abhängigkeiten. sondern unterhalb des Gebäudes) beeinflusst erheblich die Konstruktion der darüberliegenden Normalgeschosse (Stützenstellung und Vertikalerschließung). da sie flexible Aufteilungen erlauben und als wirtschaftlich gelten.50 und 15 m empfohlen. Auch die Struktur einer Tiefgarage (nicht neben. Von diesem Raummodul ausgehend. Konstruktion und Erschließung definiert. Verschiedene Aufbaumuster der Grundstruktur haben sich in der Vergangenheit bewährt und werden daher häufig verwendet.Typologie Struktur Grundriss An Bürogebäude werden in der Regel hohe Effizienzanforderungen gestellt. Mit der Wahl dieser Grundstrukturen werden jedoch auch zahlreiche Vorgaben für die Fassade. Der zentrale Parameter für die innere Raumaufteilung ist die Größe eines Büroarbeitsplatzes. ergeben sich durch Addition oder unterschiedliche Kombinationen die Festlegungen für die größeren Raumzusammenhänge. dem Trennwandras­ ter und der Positionierung der „statischen“ Elemente wie Stützen und Vertikalerschließungen ergeben. in einem Zusammenhang betrachtet werden. Aufgrund von Erfahrungswerten werden für Verwaltungsbauten Gebäudetiefen zwischen 13. die sich aus der Fassadenaufteilung. Einbund Gebäudetiefe 7 bis 10 m Zweibund Gebäudetiefe 12 bis 14 m Dreibund Gebäudetiefe 14 bis 20 m Gebäudestruktur Raumpilot Grundlagen 351 Arbeiten .

Die Räume innerhalb des Blocks sind vor emissionsbelasteter Umgebung stärker geschützt. aber geringe Wirtschaftlichkeit. ermöglicht daneben auch die Organisation von Zellenstrukturen oder Kombibüros. Sehr gute Belichtung des Flurs beim Einbund. Quelle: „Raumpilot Arbeiten“ 352 Raumpilot Grundlagen . Meist mit einem mittigen oder seitlich liegenden Erschließungskern organisiert. Beim Zwei. Scheibe Erschließung in der Regel durch einen oder mehrere Flure in Längsrichtung. häufig als Großraum­ büro genutzt.oder Dreibund ist der Flur in der Regel über weite Strecken nicht natürlich belichtet.Arbeiten Punkt Kompaktes Layout. Block Wirtschaftliches. ruhigere Innenhofräume und nach außen orientierte Räume. Vereint unterschiedliche Raumqualitäten: geschützte. flächensparendes Layout.

Flächen zwischen den „Kammzinken“ können eventuell zur energetischen Optimierung herangezogen werden (Überdachung). das nur bei geringer Gebäudehöhe oder großen Gebäudeabständen natürlich belichtet werden kann. Freiform Freiformen können als Reaktion auf einen spezifischen städtebaulichen Kontext ent­ stehen oder auch als freistehende Solitärbauten realisiert werden. Netz/Pavillon Flächiges Layout. Raumpilot Grundlagen 353 Arbeiten . aufgeweiteter Erschließungsräume (Kommunikationsräume). Freiformen erfordern unter Umständen eine spezifische Anpasssung des Innenausbaus. Die Orientierung innerhalb des Gebäudes ist durch die Gleichwertigkeit der Bereiche erschwert. Günstig zur Gestaltung spannungsvoller.Typologie Kamm Starke Untergliederung des Gebäudes in Teilbereiche und starker Außenraumbezug.

Arbeiten 354 Raumpilot Grundlagen .

Programm Fitness Kantine Pause / Cafeteria Arbeiten 355 Meeting Foyer Arbeitsplätze PKW / Bus Raumpilot Grundlagen .

Programm Arbeiten 357 358 360 Nutzungsbereiche Raumprogramm Mietflächenberechnung MF-G 356 Raumpilot Grundlagen .

02 bis 0.1 bis 0. Nutzungsbereiche Funktion Ankommen Bürofläche Bürozusatzfläche Erschließung Sanitärräume Lager Flächenverhältnis 1 m² 0.15 m² 0. daneben werden Erschließungsbereiche und selbstverständlich die Arbeitsplätze – als Einzelarbeitsplätze oder für Arbeitsgruppen – gebraucht. Diese einzelnen Nutzungsbausteine können bei der Planung und Organisation des Gebäudes jeweils übergeordneten Nutzungsbereichen zugeordnet werden.5 m² 0. gebraucht. Ergänzend werden Besprechungsräume.und Konferenzräume bilden die Kernfunktion und haben in der Regel den größten Flächenbedarf.Programm Nutzungsbereiche In Bürogebäuden wird nicht nur gearbeitet. sanitäre Einrichtungen und Lagerflächen benötigt. Die verschiedenen Funktionsbereiche erfordern teilweise sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen. Die Büroarbeitsplätze und die zugehörigen Besprechungs.05 m² Verknüpfungen an Erschließung gebunden möglichst zentral leichte Erreichbarkeit kurze Wege - Arbeitsplatz Stellung Geschäftsführer Abteilungsleiter Bereichsleiter Sachbearbeiter Flächenbedarf pro Anzahl Person 25 m² 15 m² 10 m² 10 m² 1 5 10 50 357 . es werden auch Räume für andere Tätigkeiten. Je nach Größe und Konzeption der Unternehmen gibt es unterschiedlich gestaltete Eingangszonen oder Empfangsbereiche mit Rezeption. Arbeiten Raumpilot Grundlagen Anhand von Richtwerten aus den unteren Tabellen kann der Flächenbedarf grob geschätzt werden. Pausenräume und Nebenräume für Büroeinrichtungen wie Kopierer und Faxgeräte. zum Beispiel zur Erholung oder für Essenspausen.3 bis 0. Der Empfangsbereich oder die Eingangsflächen werden dagegen häufig flächenreduziert gestaltet.

da sie den wichtigen zufälligen oder spontanen Informationsaustausch ermöglichen. 358 Raumpilot Grundlagen . Cafeteria Foyer Aufenthaltsraum Teeküche Kantine Sanitär Raumprogramm „Arbeiten“ . Neben Aufenthaltsräumen und einer Cafeteria verfügen viele größere Unternehmen zusätzlich über eine eigene Kantine. in Bürogebäude integriert.und Besprechungsräume. Besondere Bedeutung hat die Gestaltung der unterschiedlichen informellen Kommunikationsräume – wie beispielsweise die Erschließungsräume –. wie beispielsweise betriebsinterne Kindertagesstätten.Arbeiten Meeting Bürotechnik Kopierer Lager Arbeitsplätze Fitnessraum. In kleineren Unternehmen werden meist Teeküchen genutzt. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Fitnessräume und zusätzliche Serviceangebote. sondern auch Flächen für Bürotechnik. Die Nutzungsbereiche können jeweils weiter untergliedert werden. Pause. und Lagerflächen. die teil­ weise mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind. Im folgenden Abschnitt sind die wichtigsten Elemente eines Raumprogramms für Bürogebäude in einem Überblick zusammengestellt. die nicht unmittelbar in den Büroräumen untergebracht sind. Auch der Bereich des Erholens kann weiter untergliedert werden. Zum Bereich „Arbeiten“ gehö­ ren beispielsweise nicht nur Büro. Kindertagesstätte Empfang Büro Raumprogramm Die übergeordneten Funktionsbereiche des Programms setzen sich jeweils aus unterschiedlichen Einzelnutzungsbereichen zusammen.

Je nach Organisationsform werden verschiedene Bereiche für Gruppenarbeit. Flure. Umkleideräume und Duschmöglichkeiten für Fahrradfahrer und Jogger können das Raumangebot zusätzlich aufwerten. Kreative Gedanken entstehen häufig spontan in persönlichen Gesprächen. Büroräume sollten in der Regel möglichst viel Tageslicht erhalten. Gänge und erweiterte Bewegungszonen bilden die Erschließungsräume eines Bürogebäudes. Druckerpatronen et cetera. Projektarbeit und Abstimmungen und/oder Raumangebote für ungestörtes individuelles Arbeiten gebraucht. Diese werden in der Regel in unbelichteten Bereichen (Ecksituationen.Programm Eingang/Rezeption Der Eingang gilt als die „Visitenkarte“ eines Unternehmens. Je nach Konzeption und Größe des Unternehmens sollte er auch einen Wartebereich für Besucher beinhalten und Informationen zur Orientierung im Gebäude bieten (Leitsys­ tem). die seltener gebraucht werden. auch Räume mit Aufenthaltsqualitäten und Aufforderungcharakter zu schaffen. Aufzüge. Häufig werden Aktenund Materiallager in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz angeordnet. Erschließen Treppen. Daneben werden in vielen Unternehmen auch größere Flächen für Altakten et cetera benötigt. die informelle Begegnungen ermöglichen und fördern. Arbeiten Raumpilot Grundlagen 359 . sondern auch für die Begegnung und die Erholung. häufig liegen sie an Schnittpunkten der horizontalen und vertikalen Erschließungsflächen. Erholen: Kantine/Cafeteria Pausenräume und Kantinen sind nicht nur Raumbereiche für die Nahrungsaufnahme. Deshalb ist es wichtig. Die Erschließungsbereiche sind von zentraler Bedeutung für die Funktion des Gebäudes und sie beeinflussen auch seine Aufenthaltsqualität erheblich. Untergeschossen) untergebracht. Arbeiten Die Organisation des Arbeitsbereichs kann in Abhängigkeit von den jeweiligen Arbeitsabläufen sehr unterschiedlich sein. WC/Dusche Die Sanitärräume sollten in der Nähe der Arbeitsplätze angeordnet werden. Rolltreppen. Er dient als zentraler Verteiler für alle weiteren Gebäudeteile. Lager/Sonstiges Lagerflächen werden für unterschiedliches Lagergut gebraucht. Sie dienen vorrangig zur Aufbewahrung von häufig gebrauchten Büromaterialien wie Papier.

50 m² Wc H 14.20 m² 2.Arbeiten Mietflächenberechnung MF-G Richtlinie zur Berechnung der Mietflächen für gewerblichen Raum (gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.40 m² Beispiel Berechnung MF-G Alle Räume + Treppenhaus ohne Treppenlauf: = 276.00 m² Teeküche 15. herausgegeben von der gif. zuzüglich VF mit individueller Mieteranforderung. Die Flächenarten nach MF-G basieren auf der Brutto-Grundfläche (BGF) gemäß DIN 277 und sind wie folgt unterteilt: – MF-0 (keine Mietfläche!) technische Funktionsflächen Verkehrsflächen Konstruktionsgrundflächen – MF-G (Mietfläche nach gif) MF-G1 (exklusive Nutzung) und MF-G2 (gemeinschaftliche Nutzung) Mietfläche MF-G: BGF abzüglich MF-0.10 m² Modellbau 37.80 m² Besprechung 20.80 m² Luftraum Halle Beispiel Flächenberechnung Büro (Ausschnitt) nach MF-G 360 Raumpilot Grundlagen .) Seit 2004 gibt es eine Richtlinie für die Berechnung von Mietflächen sowie für den gewerblichen Raum (MF-G). zuzüglich TF mit individueller Mieteranforderung Beispiel Berechnung MF-0 Treppenlauf: 9.60 m² Wc D 9.80 m² = = 26.V.60 m² + Grundflächen Bauteile + umschließende Wände 16.90 m² Galerie 48.30 m² Treppenhaus 39.80 m² Büro 124.

Ankommen Raumpilot Grundlagen 361 Arbeiten .

und Entsorgung Übergang Außen/Innen Ein.Ankommen Arbeiten 363 363 364 365 365 366 366 366 367 367 369 370 372 373 374 375 375 376 Ankommen außen Erschließungsarten Fahrverkehr Stellplatzbedarf Ruhender Verkehr Ver.und Ausgänge Ankommen innen Eingangsbereich Türen Türarten Zutrittskontrolle Empfang Wartebereich Besucherstühle Garderobe Innere Erschließung 362 Raumpilot Grundlagen .

und Radwegenetz Die Orientierung der internen Parkplätze zu einem gesonderten Mitarbeitereingang ist vorteilhaft. die Inhalte und Zielsetzungen nach außen kommuniziert. Entsprechende Ein. Die Besucherzufahrten sollten vom öffentlichen Straßenraum aus eindeutig dem Gebäude zuzuordnen sein und sich zum Haupteingang hin orientieren. Arbeiten Anlieferung Feuerwehr Personalparken Besucherparken Personal Gebäude Grundstück Individualverkehr Umgebung Erschließungsarten ÖPNV Raumpilot Grundlagen 363 . Erschließungsarten Die öffentliche Erschließung gibt gewisse Rahmenbedingungen für die Konzeption der internen Erschließungswege auf dem Grundstück des Unternehmens vor. wird stark durch den Eingangsbereich geprägt.und Ausfahrten für Mitarbeiter können durch Schlüssel oder Code-Karten gesichert werden. Der Eindruck. Der Eingangsbereich wird vor diesem Hintergrund zu einem bedeutenden Repräsentationsbereich eines Unternehmens. Ein gut erschlossener Standort zeichnet sich aus durch: – direkte Zufahrtstraßen – Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel (Empfehlung: Entfernung zwischen Haltestelle und Büro nicht größer als 500 m) – gut ausgebautes Fußgänger. der durch seine Ausgestaltung auch die unternehmerische Haltung. Eine direkte Vorfahrt mit Besucherparkplätzen am Haupteingang sollte bei größeren Verwaltungsgebäuden vorgesehen werden. den ein Besucher von einem Gebäude erhält.Ankommen Ankommen außen Die Corporate Identity – dazu gehört auch das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens – ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente.

wie Schranken. die Straße von Lastkraftwagen selten befahren wird und für Begegnungsfälle Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen (EAE 85/95. Material. In Abhängigkeit von den Begegnungsfällen und der Fahrgeschwindigkeit empfieht die EAE die in der Grafik unten dargestellten Fahrbahnbreiten. Seite 43). dass der Verkehr beim Ein. Kontrollen. wenn die Verkehrsstärke sehr gering ist. Post. Küche et cetera). die die Zufahrt zeitweilig behindern. et cetera.oder Ausfahren gut zu überblicken ist und wenig beeinträchtigt wird. 1995 400 475 550 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 40 km/h 475 550 625 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 50 km/h Fahrbahnbreiten (cm) für mögliche Begegnungsfälle 364 Raumpilot Grundlagen . Der Fahrverkehr kann tageszeitabhängig sehr unterschiedlich sein (viel Fahrverkehr meist morgens und abends).Arbeiten Fahrverkehr Die Anbindung an die öffentliche Verkehrsfläche muss so gestaltet sein. Eine geringe Breite von 4 m ist nur in Anliegerstraßen (auch im Gegenverkehr) möglich. Besondere Anforderungen ergeben sich bei unterschiedlichem Andienungsverkehr (Personal. Vor Anlagen. Empfehlung für die Anlage von Erschließungsstraßen EAE 85/95. muss ausreichend Platz für wartende Fahrzeuge vorhanden sein. Tore.

Zahl der notwendigen Stellplätze entsprechend LBO BW. § 37 . Die Einbindung des Standorts in das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist nach Tabelle der LBO BW. Sie erfordern jedoch eine große Grundstücksfläche. wenn sie bequem zu Fuß erreichbar sind. Die Ablösung von Stellplätzen durch Zahlung von Beiträgen zur Mitfinanzierung öffentlicher Parkmöglichkeiten ist dann denkbar. wenn nicht genug eigene Stellplätze geschaffen werden können. zu planen. Notwendige Stellplätze können prinzipiell auch auf einem anderen Grundstück in der Nähe des Unternehmens untergebracht werden. wenn aufgrund räumlicher Zwänge und/ oder Gründungsproblemen keine andere Möglichkeit besteht. Mopeds und Fahrräder sind geschützte Unterbringungsmöglichkeiten. Ruhender Verkehr Offene Stellplätze im Freien sind die wirtschaftlichste Art der Unterbringung. in VwV Stellplätze 10. Eine besonders gute Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt zur Minderung der geforderten Stellplatzzahl. Parkdecks und Garagen in Obergeschossen werden meist nur realisiert. mindestens jedoch 3 Stellplätze. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche.Ankommen Stellplatzbedarf Die Richtzahlen für den Stellplatzbedarf sind in den einzelnen Bundesländern und Kommunen unterschiedlich. Anhang. Für Gebäude mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. Bei der Zahl der notwendigen Stellplätze ist für Gebäude mit Büro. Arztpraxen oder ähnliches) werden folgende Richtwerte genannt: – 1 Stellplatz je 20 bis 30 m² Büronutzfläche. zu berücksichtigen. VwV Verkehrsquelle Büro. mindestens jedoch 3 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 365 Arbeiten . Genaue Angaben finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen (für LBO BW unter § 37 und in der VwV Stellplätze im Anhang). Arztpraxen oder ähnliches) Zahl der Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Büronutzfläche. möglichst in Zusammenhang mit den sons­ tigen Anlagen für den ruhenden Verkehr. Für Motorräder.und Verwaltungsräumen durchschnittlich von folgenden Richtzahlen auszugehen: – 1 Stellplatz je 30 bis 40 m² Büronutzfläche.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. Bauliche Anlagen unter dem Gelände oder Gebäude (Tiefgaragen) sind deshalb die Regel. die Tabelle dient daher nur als Orientierungshilfe.

25 m 1.und Ausgänge Sie müssen für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen und die erforderlichen Rettungswege gewährleisten.und Entladen der Fahrzeuge sind meist erforderlich. Die baulichen Bestandteile von Ein.Arbeiten Ver. Abstellräume.und Entsorgung Für Anlieferungs. Verkleidungen.2 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. Küchenlagerräume.und Ausgängen müssen der Feuerwiderstandsqualität von notwendigen Türen entsprechen (DIN 4102‑5). Für die Planung ist die DIN 18024 beziehungsweise die DIN 18040 heranzuziehen.und Ausgängen unzulässig. als Richtwert kann 0. werden besondere Anforderungen an ihren Brandschutz und ihre Verkehrssicherheit gestellt. Wenn Ein. Flächenbedarf: 0. Warenannahme Zentrale Verteilungsstelle für ein.25 m 366 Raumpilot Grundlagen .00 m* 1. Fläche: 40 bis 100 m².und abgehende Waren.1 m² je Büroarbeitsplatz. Ladehof Der Ladehof dient dem Ver.4. Dämmstoffe und Einbauten aus brennbaren Stoffen sind dann im Bereich von Ein. die unterschiedlichen Anlieferungspunkte bei größeren Bürogebäuden in Anlieferungshöfen zusammenzufassen.875 m* 1. soweit keine Sondervorschriften bestehen.2 bis 0. Abschnitt 2. damit 0. Ein. Angestrebt wird die Kontinuität des Verkehrsablaufs. zum Beispiel bei Schichtwechsel.und ausgehenden Sendungen und Waren.2). Papierlager für EDV) Übergang Außen/Innen Erschließungspunkt Der Erschließungspunkt bezeichnet den Wechselpunkt von der äußeren zur inneren Erschließung. sind zu beachten (ASR 10/1. § 39 zu den baulichen Anlagen.und Besucherverkehr sollte bei großen Bürogebäuden möglichst eine getrennte Einfahrt zum Grundstück vorhanden sein.25 m 1. Es ist sinnvoll. Verkehrsspitzen. Er kann eine Eingangstür.und Ausgänge Bestandteile von Rettungswegen im Gebäude sind. Spezielle Rangierflächen für das Be. Bürogebäude gehören nach LBO BW. Poststelle Übernimmt die Verteilung aller ein. Folgende Bereiche sollten möglichst in der Nähe liegen: Müllräume Einschließlich der Flächen für Zerkleinern und Pressen: circa 90 bis 250 m².5 m² je Arbeitsplatz. dass sie von behinderten Menschen zweckentsprechend und ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen). Breiten für den Gehverkehr Anzahl der Personen bis 5 bis 20 bis 100 bis 250 bis 400 notwendige Flure Breite mindestens (* Baurichtmaß) 0. die so herzustellen sind. ein Garagentor oder eine Verladerampe sein. Stufenfolgen von weniger als drei Stufen sind in der Regel in Rettungswegen nicht zulässig und sollten auch ansonsten auf Grund der Stolpergefahr vermieden werden. Die Breite sollte entsprechend der Tabelle rechts bemessen werden.75 m 2.und Entsorgungsverkehr. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. Lagerräume (Hausdienste.

Sekretariat – offene Besprechungsgruppen – Wartezone – Garderobe – Ausstellung. Empfangshalle/-bereich – Theke.2 bis 0. dem Besucherverkehr und dem Repräsentationsanspruch des Unternehmens. Restaurant Bürobereiche Innere Erschließung Konferenz. Präsentation – Toiletten (für Mitarbeiter und Besucher) Cafeteria. Rezeption.Ankommen Ankommen innen Eingangsbereich Der Flächenbedarf für den Eingangsbereich ist abhängig von der Unternehmensgröße. Schulung Eingangszone WC Ausstellung Eingang Funktionsbeziehungen Eingangsbereich Raumpilot Grundlagen 367 Arbeiten Empfang Wartezone . Mögliche Funktionszonen im Eingangsbereich: – Foyer. Als grober Richtwert kann für die Dimensionierung des Eingangsbereichs circa 0.6 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. Empfang.

Innenbereich. wenn ständige Arbeitsplätze im Eingangsbereich vorhanden sind (DIN 4108. aber nur dann zwingend. mit dem die Feuerwehr im Brandfall Zugang zum Gebäude erhält.und Längseinwurf 368 Raumpilot Grundlagen Außen Windfang ≥ 200 . dass die innere Tür geschlossen werden kann.Arbeiten Eingangsbereich Windfang Ein dem Ein. Wenn die Türen des Windfangs im Zuge von Rettungswegen liegen.und Ausgang vorgelagerter Windfang dient als Wärmepuffer. Tür-/ Seitenwand) – zwei verschiedene Einwurfgrößen (32.0 bis 3. dass die innere Tür geschlossen werden kann.5 und 40 cm bei Quereinwurf sowie 23 und 28 cm bei Längseinwurf. bevor die äußere geöffnet wird – und umgekehrt.9 32.170 1 4 3 Position Briefkasten 1 Außenbereich 2 Innenbereich 3 Durchwurf 4 Tür-/ Seitenwand Höhe Einwurföffnung Quer. und umgekehrt Lauflänge auf Schmutzfangmatte min. 2m Schmutzfangmatte Klingel / Ruftaste / Sprechanlage Hausnummer/ Name/ Information Briefkasten Beleuchtung / Lichtschalter Feuerwehrschlüsseldepot Außenliegender Schmutzfang Windfang Beleuchtung / Lichtschalter 2 70 .4 beheizter Aufenthaltsraum Wärmepuffer so groß.5 cm). müssen diese nach außen aufschlagen und dürfen die für Rettungswege vorgeschriebenen Breiten nicht einschränken. Feuerwehrschlüsseldepot Aufbewahrungsort für den Objektschlüssel. Baulicher Wärmeschutz im Hochbau). Die Einbaurichtlinien der VdS Schadenverhütung (Vertrauen durch Sicherheit) sind zu beachten. Durchwurf. Er ist erforderlich. Briefkasten Anforderungen nach DIN EN 13724: – Einwurföffnungen (Außenbereich. wenn beheizte Aufenthaltsräume direkt angrenzen. Innen 22. Ein Windfang muss mindestens so groß sein. Einwurfhöhe 3. bevor die äußere geöffnet wird.

bei denen der Fluchtweg sichergestellt wurde. welche dann über den Drehbeschlag nach außen geöffnet werden können.und Kontaktgeber für Automatiktüren Nachtverschluss Notentriegelung Panikschloss Quetschgefahr Schleusenfunktion (Sicherheit und Schmutz) Schloss. Bei umfangreichem Personenverkehr sind Türen mit sogenannten Panikverschlüssen nach EN 1125 gefordert. Teil 2: Sicherheit an automatischen Türen) zu prüfen. DIN links. DIN links DIN rechts Drehflügeltür mit Links. Dieser ermöglichte eine Notöffnung der Schiebetür durch Druck auf die Schiebeflügel. der es im Fluchtfall ermöglicht. Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren. Ein Linksflügel ist als ein Flügel definiert. dessen Drehachse bei Blickrichtung auf seiner Öffnungsfläche links liegt. Windfang Raumpilot Grundlagen 369 Arbeiten . Zylinder und Griff.und Rettungswegfunktion Impuls. Unter Panikverschlüssen versteht man einen speziellen Türbeschlag aus Schloss.Ankommen Türen Türen in Rettungswegen müssen in Flucht­ richtung aufschlagen und im Notfall durch einfaches Aufstoßen geöffnet werden können.und Rettungswegen gemäß AutSchR (Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen). Der Nachweis erfolgt über die Baumusterprüfung und beinhaltet bei den meisten Herstellern auch den Nachweis für den Einsatz in Flucht.beziehungsweise Rechtsflügel Türen-Checkliste Barrierefreier Zugang. Die ersten Ausführungen von Schiebetüren waren sogenannte „Break Out“-Systeme. Bedienungsschalter Fluchtweg. DIN rechts Laut DIN 107 „Bezeichnungen mit links und rechts im Bauwesen“ unterscheidet man bei Drehflügeltüren zwischen Linksund Rechtsflügeln. In jedem Fall ist die Zulässigkeit nach DIN18650 (Schlösser und Baubeschläge – automatische Türsysteme. indem die Schiebetürflügel mit einem zusätzlichen Drehbeschlag ausgeführt wurden. Zutrittskontrolle Sicherheitsbeleuchtung Vordach. eine abgeschlossene Tür in Fluchtrichtung öffnen zu können.

Rundschiebetür – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Winkelschiebetüren – mit jedem Winkel > 90° < 180° realisierbar – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Falttüren – Durchgang mit größtmöglicher Öffnungsweite bei engen Platzverhältnissen – Einsatz in Flucht.Arbeiten Türarten Drehflügeltüren – einflügelig oder mehrflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich 370 Raumpilot Grundlagen .und Rettungswegen: möglich Rundschiebetüren – ähnliche Grundkonstruktion wie Schiebetüren – Flachbogenschiebetür.oder zweiflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: ohne spezielle Prüfung möglich Schiebetüren – ein.und Rettungswegen: möglich Teleskopschiebetüren – großes lichtes Durchgangsmaß bei relativ kleiner Bauöffnung – in beide Richtungen: zwei (oder mehrere) Schiebetürflügel überlappen teleskopartig – Einsatz in Flucht.

allgemein – aus gerundeten Seitenwänden und zentraler Achse. an der die Türflügel befestigt sind – Tür wird in Kammersegmente unterteilt – Rotation der Flügel gegen den Uhrzeigersinn – kein direkter Luftaustausch – keine Zugerscheinungen – Schöpfwirkung der Türflügel kann zu Luftaustausch und Energieverlust führen Raumpilot Grundlagen 371 Arbeiten .Ankommen zweiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – einfacher Transport von Gegenständen – Durchgang für Rollstuhlfahrer möglich dreiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – Nachteil: kleine Eingangsöffnung vierflügelige Karusselltüren – große Eingangsöffnung von 90° – als Personenschleuse in Verbindung mit Zutrittskontrollen Karusselltüren.

Büros Zutritt nur begrenzt Büros Foyer Besucher Zutrittskontrolle Tiefgarage Zutrittskontrolle Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle sowie örtliche Zutrittsbeschränkungen mittels Identifizierungssystem 372 Raumpilot Grundlagen . Umsteigen Zutrittskontrolle Foyer Besucher Tiefgarage Besucher Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle durch Empfangspersonal im Foyer Durch spezielle Identifizierungssysteme können beispielsweise die Zugänge gesichert werden. Der Gebäudezugang aus der Tiefgarage oder dem Parkhaus wird aus Sicherheitsgründen häufig so organisiert. Gebäudeteile oder einzelne Räume kann durch Prüfung – der Systemzugehörigkeit des Identifika­ tionsmerkmalträgers – zeitliche Zutrittsbeschränkungen (Zeitzonen) – örtliche Zutrittsbeschränkungen (Raumzonen) ermittelt werden. Eine Zutrittsberechtigung für Gebäude.Arbeiten Büros Büros Zutrittskontrolle Bürogebäude sind häufig hohen Sicherheitsanforderungen unterworfen. Eine Zutrittskontrolle kann in Abhängigkeit des Sicherheitsbedürfnisses rein visuell. Die meisten hierfür eingesetzten Kontrollsysteme stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erschließungssystem. zum Beispiel durch einen Pförtner (personelle Zutrittskontrolle) oder durch eine automatische Zutrittskontrollanlage erfolgen. dass Besucher zunächst das Foyer mit der Rezeption und Zutrittskontrolle aufsuchen müssen. Die Kontrolle aller in das Gebäude eintretenden Personen kann daher notwendig sein.

72 Raumpilot Grundlagen 373 Arbeiten 85 40 . Von dieser Schnittstelle aus können sowohl die Zugänge zu den Stellplätzen und zum Gebäude überwacht wie auch die Besucher empfangen.44 40 75 .48 60 . Diese sollte möglichst in einem Foyer im Bereich des Haupteingangs angeordnet werden.100 60 .100 85 .125 120 . 38 . angemeldet und weitergeleitet werden. Für wartende Besucher können in diesem Bereich eventuell auch Sitzgelegenheiten erforderlich sein.Ankommen Empfang Größere Unternehmen mit viel Publikumsverkehr benötigen meist eine Rezeption.160 100 Anordnungen des Empfangsbereichs Kundentheke mit angrenzendem Arbeitsplatz. M 1:50 65 .

M 1:50 374 Raumpilot Grundlagen 32 . 75 100 65 .53 110 Kundentheke mit integriertem Schreibtisch.72 28 42 .40 65 .72 40 ca.Arbeiten 38 . In Fluchtwegezonen müssen die Sitzmöbel häufig in Brandklasse A ausgeführt werden. 120 . Sie können – als Treffpunkte mit Ausblick ins Freie oder mit Einblick in mehrgeschossige Verkehrsinnenhallen – zur Bereicherung des räumlichen Angebots und zur Orientierung im Bereich der Erschließungswege beitragen.80 30 40 100 Wartebereich Warteflächen und Warteräume sind meist nur bei starkem Publikumsverkehr notwendig. In vielen Fällen werden hierfür Metallmöbel gewählt.48 ≥ 50 ca.44 60 .160 40 . 85 .

– Die Garderobenunterbringung in Kleider­ schränken direkt am Arbeitsplatz – ob im Groß­ raumbüro oder in den Einzelbüros – ist wegen der Erreichbarkeit und Überwachungsmöglichkeit die beliebteste Form der Garderobenunterbringung.50 38 . Die Sitztiefe sollte mindestens 38 cm und höchstens 47 cm betragen.Ankommen Besucherstühle Angaben zu Besucherstühlen finden sich in der EN 13761. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 375 Arbeiten . Die Sitzfläche sollte mindestens 40 cm breit sein. Die Sitzhöhe dieser Stühle sollte zwischen 40 und 50 cm liegen. Sie sind auch für Einzelbüros empfehlenswert. ≥ 46 ≥ 40 40 . Die lichte Weite zwischen den Armlehnen muss mindestens 46 cm betragen. Bei Arbeitsbeginn und -ende können aber möglicherweise Stauungen entstehen. Garderobe Zur Unterbringung der Kleiderablage gibt es verschiedene Möglichkeiten: – Eine Zentralgarderobe im Eingangsbereich entlastet die Geschossflächen. – Geschossgarderoben an einem Festpunkt sind für Großraumbüros zweckmäßig. um die Räume von Garderobenaufbewahrung zu entlasten. Verstellbare Sitzhöhen müssen im Bereich zwischen 42 und 48 cm möglich sein.47 ≥ 110 ≥ 40 ≥ 40 ≥ 46 Besucherstuhl beispielhaft.

und Ausgänge.Abschnitt 2. Die infrastrukturellen Knotenpunkte eignen sich besonders zur Anordnung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Teeküchen. Die Breite der Erschließungswege sollte nach derselben Tabelle bemessen werden wie für Ein. Hierfür können spezielle Leitsysteme erforderlich sein. soweit keine Sondervorschriften bestehen.2). Verkehrsspitzen. Meeting-Points und Pausenräumen. Gänge. Fahrtreppen – Personenaufzüge. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. Aufgrund der Barrierefrei-Forderung dürfen Höhenunterschiede im Flurbereich nicht durch Stufen überwunden werden. Verkehrswege als Orte der Kommuni­ kation Die notwendige Infrastruktur der Büro­ gebäude kann bei entsprechender Gestaltung zu Orten der Begegnung und Kommunikation aufgewertet werden. Seite 73). Materialaufzüge – Flure. 376 Raumpilot Grundlagen . Gerade die Verkehrsadern – Flure. Gänge und Treppen – bieten die Möglichkeit. Verteilerfunktion Wesentliche Kriterien für Planung und Beurteilung von Erschließungswegen sind: – Weglänge und Wegzeit – Orientierbarkeit/Übersichtlichkeit – Attraktivität (Aufenthaltsqualität) und Sicherheit Vom Eingangsbereich ausgehend sollte den Besuchern und Nutzern eine gute Orientierung im Gebäude ermöglicht werden. sind zu beachten (ASR 17/1. zum Beispiel bei Schichtwechsel.Arbeiten Innere Erschließung Verkehrsflächen der vertikalen und hori­ zontalen Erschließung setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: – Treppen.2 .4. Rampen sind bis zu höchsten 6 Prozent Neigung möglich (siehe Kapitel „Treppe“ . zu besonderen Treffund Erlebnisräumen des Unternehmens zu werden.

Organisation Raumpilot Grundlagen 377 Arbeiten .

Organisation Arbeiten 379 380 382 383 384 385 386 Arbeitsplatz Bürotypen Zelle Kombi Gruppe Business Club Großraum 378 Raumpilot Grundlagen .

als Nutzfläche vor dem Tisch werden mindestens 100 cm benötigt.beziehungsweise Fassadenrastermaße zwischen 120 cm und 150 cm ab. Die Mindestgröße eines Schreibtischs beträgt 160 x 80 cm. Stauraumflächen sowie Zugangsbreiten et cetera definieren den Flächenbedarf und die Abmessungen des Arbeitsplatzes. Die spezifischen Arbeitsabläufe und Aufgabenstellungen definieren den Grundtypus des Arbeitsplatzes. Dies ergibt eine Nettofläche von etwa 4 m².und Bewegungsflächen. Aus diesen Maßen leiten sich effiziente Ausbau. Auf Basis dieser Mindestflächen können die Breite des Raums und das entsprechende Raumachsmaß festgelegt werden. 160 160 80 180 100 220 Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaße/Bewegungsfläche Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaß/Bewegungsfläche mit Schrank 360 450 20 160 270 40 100 80 20 160 180 180 100 Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 180 cm/450 cm Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 220 cm/350 cm 360 20 160 180 40 100 360 220 100 240 Raster 90 cm / Arbeitsplatzmodul 40 Raster 120 cm / Arbeitsplatzmodul Zellenbüro 120 120 80 Raumpilot Grundlagen 379 Arbeiten 80 220 80 . die Maße von Stell.Organisation Arbeitsplatz Grundbaustein der Büroplanung ist der einzelne Arbeitsplatz. Aus den geforderten Möblierungsmaßen ergibt sich eine Raumbreite von 220 cm. Für die Festlegung von Raster und Gebäudetiefe ist daneben auch die Breite und Tiefe eines Doppelarbeitsplatzes mit der Mindestgröße von 8 m² wichtig. Der Abstand zur Fassade. ein Sideboard wird mit 40 cm Tiefe angesetzt (DIN 4543). Funktionsflächen.

• Zellenbüro:Einzelbüros ohne Kommunikationszone können als Einbund. die Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes individuelles Arbeiten bieten. Prinzipiell können kleinräumige. > 100 m² ≥ 2. Bei der Planung der Gebäudetiefe sind auch die Grenzwerte für natürliche Belichtung und Belüftung relevant. wenn die spätere Nutzung eines Objekts bei Planung noch nicht bekannt ist und/oder langfristige Nutzungswandel ermöglicht werden sollen. Bürotypen werden nach der unterschiedlichen Raumorganisation unterschieden.00 m ≥ 3.50 < 50 m² Mindest-Raumhöhe in Abhängigkeit zur Grundfläche (Orientierungswerte entsprechend früheren ArbeitsstättenVerordnungen) Lichte Raumhöhe nach Arbeitsstättenverordnung Grundfläche ≤ 50 m² 50 m² bis 100 m² 100 m² bis 2000 m² ≥ 2000 m² Lichte Raumhöhe ≥ 2.50 m entlang der Fassade möglich. Bei dieser Grundrisstiefe ist sowohl eine zweibündige wie auch eine dreibündige Anordnung von Zellenbüros möglich. Für die Nutzungsflexibilität werden circa 13.100 m² 1. • Großraumbüro: Großräumige Strukturen bestehen aus mittelgroßen bis geschossgroßen Räumen zur Unterbringung von fünf oder mehr Personen in einer Nutzungseinheit.75 m ≥ 3.oder als Zweibundanlagen organisiert werden.75 50 . Bei einer Raumhöhe von 3 m ist eine natürliche Belichtung und Belüftung bis zu einer Raumtiefe von circa 7 . so entsteht eine Dreibundanlage.50 m Grundrisstiefe als Orientierungswert empfohlen. Wird eine mittige Kommunikationszone ergänzt. variable Kommunikationszone für Austausch und Teamarbeit und zusätzlich kleine Arbeitszellen am Rand. • Kombibüro: Kombibüros besitzen eine offene. Flexible Strukturen lassen sowohl klein• räumige als auch großräumige Strukturen zu und ermöglichen eine flexible und reversible Unterteilung der Geschossflächen.25 m 380 Raumpilot Grundlagen . ≥ 2. Solche Strukturen sind besonders geeignet. großräumige und flexible Strukturen unterschieden werden.Arbeiten ≥ 3.0 Bürotypen Die Planung von Büroarbeitsräumen erfordert eine Analyse der spezifischen Arbeitsabläufe und Nutzungsanforderungen.50 m ≥ 2. 2.

50 m Kombi 14 bis 20 m (Dreibund) Flurzone 8 bis 12 m² 3.50 m 2.40 bis 3 m 3. zwei Achsen Doppelarbeitsplatz.60 bis 4.50 m 2.50 m 2.50 bis 4.50 m ≥ 2.50 m 2.50 m ≥ 2.75 bis 3 m Gruppe 12 bis 24 m Flurzone 12 bis 15 m² 5 bis 15 m 3. drei Achsen lichte Raumhöhe Zelle 7 bis 10 m (Einbund) Flur 10 bis 14 m² 3.50 bis 4.60 bis 4.Organisation Bürotyp Gebäudetiefe Erschließungstyp AP-Flächenmodul Raumtiefe Einzelarbeitsplatz.50 m ≥3m Raumpilot Grundlagen 381 Arbeiten Entwurfsprinzip Bürotyp/Erschließungssystem .50 bis 7 .50 bis 5.50 bis 5.50 m Zelle 12 bis 14 m (Zweibund) Flur 10 bis 14 m² 3.30 bis 3 m 3.50 m 2.40 bis 3 m 3.50 bis 4 m reversibel 14 bis 16 m 8 bis 15 m² 3.30 bis 3 m 3.60 bis 4.

Sonnenschutz und Raumklima Nachteile mangelnde Kommunikation der Mitarbeiter unterein­ ander schlechte Integration hoher Flächenverbrauch 382 Raumpilot Grundlagen . Das Fassadenraster bestimmt die Anschlussmöglichkeiten der Trennwände und fixiert damit ihre möglichen Positionen.oder Dreibund. 1320 450 420 450 135 Der Typus funktioniert als Ein-. über dessen Ablage. Zwei. 270 405 Zelle Vorteile hohe Individualität durch kleinere Bürogemeinschaften störungsfreies Arbeiten Kommunikation mit den Zimmerpartnern Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Zellenbüros individuelle Regulierung von Beleuchtung. Ausstattung et cetera er individuell bestimmen kann. oft nur künstlich beleuchteten Flur. Seite 99108). Fassadenraster und Raumtiefe bestimmen die genauen Abmessungen des Zellenbüros. Die innere Erschließung erfolgt meist über einen gemeinsamen.und Mehrpersonenbüros entlang der Fassade. Die Standardbelegung geht von einem gleichwertigen Mischverhältnis von Einzelräumen (1 Mitarbeiter) zu Mehrpersonenräumen (2 bis 5 Mitarbeiter) aus. die nur über die Stirnseiten Licht erhalten. Raum­ klima. Das Zellenbüro bietet dem Nutzer einen ihm persönlich zugeordneten Arbeitsbereich.Arbeiten Zelle Das Zellenbüro – die „klassische“ Büroform – ermöglicht individuelles und konzentrier­ tes Arbeiten. wobei eine größere Gebäudetiefe unter Umständen schmale. siehe Kapitel „Rettung“ . Die Erschließung erfolgt meist über einen als Rettungsweg ausgebildeten Flur (notwendiger Flur. dunkle Erschließungsflure zur Folge hat. Dadurch kann eine stärkere Identifikation mit dem Arbeitsplatz erfolgen als in Großraumstrukturen mit wechselnder Platzbelegung. Zu unterscheiden sind Standardzellen mit nicht verschiebbaren und Komfortzellen mit verschiebbaren Bürotrennwänden. Charakteristisch für Zellenbürostrukturen ist die Aneinanderreihung von Einzel. Die Standardgröße liegt zwischen 10 und 14 m².

Bei Bedarf kann sowohl konzentriertes individuelles Arbeiten wie auch Kommunikation mit anderen oder Gruppenarbeit ermöglicht werden. 360 110 400 110 360 Kombi Vorteile guter Kundenbereich hohe Nutzerakzeptanz Konzentration und Kommunikation möglich Wechsel zwischen Team-/ Projektarbeit und Einzelarbeit gut möglich Nachteile Durchgangsbereiche störende Transparenz seltene Nutzung der Gemeinschaftszone Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Kombibüros 270 Raumpilot Grundlagen 383 Arbeiten . Diese Raumstruktur soll einen schnellen Wechsel zwischen konzentriertem Arbeiten und Kommunikation ermöglichen. der Mittelbund wird durch einen offenen Gemeinschaftsbereich ersetzt.Organisation Kombi Das Kombibüro soll die Vorteile von Zellenbüros und Großraumbüros kombinieren. Die Auslagerung von Funktionsbereichen in die Mittelzone erlaubt diese Platzersparnis. die aufgrund reduzierter Raumtiefe deutlich kleiner sind als übliche Zellenbüros. Die Wirtschaftlichkeit ist durch hohe Standardisierung der Arbeitsplätze und eine effiziente Flächenbelegung begründet. Der Anteil der natürlichen Belichtung und Belüftung liegt beim Einzelarbeitsplatz bei 80 bis 90 Prozent. Die Mittelzone muss bezüglich Belichtung und Belüftung kontrolliert unterstützt werden. Strukturell ist das Kombibüro ein Dreibund: Entlang der Fassade reihen sich Standardarbeitsplätze in Raumzellen.50 m empfohlen. wird eine Gebäudetiefe von mindestens 13. konzentrierte Einzelarbeit findet in den individuellen Zellen statt. Die ungestörte. Um ausreichend Platz für die Funktionen in der Mittelzone zu gewährleisten.

oder Teamarbeit mit spontaner Kommunikation erfordern. Das Gruppenbüro ist für Arbeitsabläufe konzipiert.bis dreibündigen Typologie mit großen Mehrpersonenzellen unterschieden.50 m ermöglichen natürliche Belichtung und Belüftung der Arbeitsplätze. Die Steuerung des Raumklimas kann meist weitgehend eigenständig im jeweiligen Gruppenbereich erfolgen. Bei bis zu 25 Mitarbeitern pro Büroeinheit wird zwischen loftartigem. Kleingruppen. üblicherweise arbeiten in einer Einheit maximal 25 Mitarbeiter. Geringere Raumgrößen und Raumtiefen bis 7 .50 bis 4 m erforderlich. flurlosem Allraum und einer ein. die zusammengehörige Organisati- onseinheiten. ist eine Geschosshöhe von circa 3. Wird die Versorgung mit technischer Infrastruktur durch einen Hohlraumboden flächendeckend gewährleistet. 700 650 Gruppe Vorteile spontane Kommunikation Teamarbeit Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Gruppenbüros kurze Wege Identifikationsmöglichkeit Nachteile gegenseitige Störung hoher Fassadenanteil Zwangsbindung 384 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Gruppe Das Gruppenbüro ist eine Weiterentwicklung des Großraumbüros. Die Erstellungskosten von Gruppenbüros sind durch geringere technische Vorhaltungen eher geringer einzustufen als beim Großraumbüro. Die anzusetzende Fläche ist mit circa 21 m² pro Arbeitsplatz relativ gering. Die Büroeinheiten sind jedoch deutlich kleiner.

Das Fassadenraster ist auf die Belegungsstruktur und Flexibilität der Zellen abzustimmen. vermehrt Gruppen. Besprechungsräume. Dies erlaubt eine Minimierung der Einzelarbeitsplatzfläche auf 8 m² zugunsten der „Sonderzone“ . eine lichte Raumhöhe von mindes­ tens 3 m. Begegnungszonen und Lesebereiche.Organisation Business Club Der Business Club ist eine Weiterentwicklung des Kombibüros. Die Erschließungsfläche wird komplett als Nutzfläche angerechnet und erfordert wegen der Fläche. das Raumangebot ist jedoch vielfältiger: weniger Standardarbeitsplätze. entsprechende Investitionskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Gebäude. Die Grundstruktur ist nahezu die gleiche. die häufig über 100 m2 liegt. für die Sonderzone muss meist unterstützende Technik eingesetzt werden. Die Anforderungen an die technische Ausstattung und Flexibilität der einzelnen Arbeitsplätze und der „Sonderzone“ sind hoch. Je nach Gebäudetiefe ist der Anteil natürlich belichteter und belüfteter Arbeitsplätze unterschiedlich. sondern belegen projektbezogen temporäre Arbeitsplätze.und Steharbeits­ plätze. Mitarbeiter besitzen keinen festen persönlichen Arbeitsplatz mehr. Business Club Vorteile flächeneffizient offener Raumeindruck hohe Flexibilität der Arbeitsplätze hohe Präsentationsqualitäten Nachteile eingeschränkte Vertraulichkeit Durchgangsbereiche geringere Aneignungs­ potenziale geringe Nutzerakzeptanz Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Business Clubs 540 405 Raumpilot Grundlagen 385 Arbeiten 360 150 840 . Der Business Club wird teilweise als eine non-territoriale Büroorganisation realisiert. Der Verzicht auf feste Einzelarbeitsplätze und auf individuelle Ablageflächen erlaubt oft eine gewisse „Überbelegung“ . Lounges.

Toiletten und Garderoben. Wenn sehr viele Mitarbeiter auf einer Ebene untergebracht werden. Vor allem bieten aber die gegenseitigen Störungen durch fehlende Abschirmung des einzelnen Arbeitsplatzes und die geringeren Möglichkeiten zur „Aneignung“ des persönlichen Arbeitsplatzes immer wieder Anlass zur Kritik. Der durchschnittliche Arbeitsplatzbedarf pro Mitarbeiter wird mit circa 12 bis 15 m² angesetzt. 1350 Großraum Vorteile intensive Kommunikation Teamarbeit möglich Nachteile Hierarchie von Fensterbereich zu Kernbereich geringe individuelle Steuerung des Raumklimas möglich keine Rückzugsmöglichkeiten. von denen aus die Nutzfläche flurlos erschlossen wird. wie auch die Teeküchen. der flexibel einteilbar ist. Vorteile des Großraumbüros sind der minimierte Platzbedarf für den Einzelarbeitsplatz und die Multifunktionalität der Fläche.Arbeiten Großraum Charakteristisch für das Großraumbüro ist ein großer. zwingt die erforderliche Versorgung mit Licht und Luft bei großen Raumtiefen zu einer erhöhten technischen Ausstattung. die problemlos Umorganisa­ tionen erlaubt. weitgehend stützenfreier Raum. Das Fassadenraster spielt eine untergeordnete Rolle. Eine individuelle Steuerung des Raumklimas ist darüber hinaus kaum möglich. Einzige feste Teile sind die Treppenkerne mit Aufzug. Nachteile können durch die erforderliche hohe technische Ausstattung entstehen. Die hohe Belegungsdichte erlaubt eine optimierte Fläche pro Mitarbeiter von unter 21 m². gegenseitige Störung (Lärmpegel) hohe Investitionskosten fließende Arbeitsabläufe Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Großraumbüros variable Flächenzuordnung 386 Raumpilot Grundlagen . da die Raumaufteilung über mobile Stellwände oder Raum-inRaum-Systeme erfolgt. Die Wirtschaftlichkeit des Großraumbüros ist angesichts der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und der erhöhten Betriebskosten für die Flexibilität kritisch zu bewerten.

Raster Raumpilot Grundlagen 387 Arbeiten .

50 m 388 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten 389 390 391 391 392 392 392 393 394 396 398 Raster Rastergrundmaß Rastermaße Modulordnung Ausbau.und Konstruktionsraster Stützenstellung Tiefgarage Flächenmodule Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.20 m Rastermaß 1.

Aufgrund unterschiedlicher Lebenszyklen der Bauteile sollte ein anpassungsfähiges Rastermaß gewählt werden (siehe Kapitel „Flexibilität“ . um Trennwandanschlüsse an der Fassade zu ermöglichen. Wird das Konstruktionsraster gegen das Ausbauraster versetzt angeordnet. Mit Rastergrundmaß – dem Achsmaß – bezeichnet man den Abstand zweier benachbarter Rasterachsen.und Fassadenraster dagegen sollten sich möglichst überlagern. um eine wirtschaftliche Ausführung zu ermöglichen. Auch bei der Positionierung des vertikalen Erschließungskerns muss die Organisation der Tiefgarage mitberücksichtigt werden. dem Ausbauraster und dem Fassadenraster. Unterdecken und demontable Fußböden (beispielsweise Doppelböden) und die Position der Fassade vor.Raster Raster Bei baulichen Rastern unterscheidet man zwischen: – Rastergrundmaß und – Rasterart. Die kleinste Rastereinheit bildet normalerweise das Fassadenraster. Seite 401-406) Oft werden Bürogebäude nur in der Längsrichtung gerastert. Raumpilot Grundlagen 389 Arbeiten . Eine Rasterung in Gebäudequerrichtung kann aber bei einem freistehenden Gebäude oder bei Eckgebäuden von gleich großer Bedeutung sein. falls im Erdgeschoss keine Sicherheitskontrolle mit Wechsel der Vertikalerschließung geplant ist. Ausbau. Konstruktions. Bei Gebäuden mit Tiefgaragen muss das Konstruktionsraster (Stützenstellung) der oberen Bürogeschosse in Zusammenhang mit der Organisation und Stellplatzanordnung der Tiefgarage entwickelt werden.und Ausbauraster können entweder getrennt oder deckungsgleich ausgeführt werden. Das Konstruktionsraster beziehungsweise Tragwerksraster bestimmt die Position der tragenden Teile (meist Stützen). Das Ausbauraster gibt die Grundmaße für die Ausbauelemente wie leichte Innenwände. Allerdings verursacht die Stützenstellung im Raum einen gewissen Raumverlust in den Büroräumen. Bei der Rasterart unterscheidet man zwischen dem Konstruktionsraster. entfallen die Anschlussprobleme von Trennwänden an Stützen.

5. 390 Raumpilot Grundlagen .40 m.20 m und die minimale Tiefe 3. des Ausbaurasters und des Fassadenrasters. Modul Standardbüro  Das Standardbüro bildet den kleinsten Flächenbaustein.Arbeiten Rastergrundmaß Bei der Entscheidung für ein Rastergrundmaß in der Planung eines Bürogebäudes sollten folgende Aspekte und Parameter berücksichtigt werden: 1. 3. 4. die Lage des Erschließungskerns und die Gebäudetiefe. Gebäudestruktur 2. Anzahl Standardräume pro Geschoss 7 . Maximale Raumgröße 8. Geforderte lichte Raumhöhe 9. Die minimale Breite beträgt 2. die Büroorganisationsform. Organisationsform Die Organisationsform ist abhängig von den spezifischen Arbeitsabläufen im Unternehmen. Größe und Standard werden durch die Arbeitsstruktur und die spezifischen Anforderungen des Unternehmens festgelegt.  Organisation der Tiefgarage Isometrie eines Bürogebäudes mit Darstellung des Konstruktionsrasters (Stützenstellung).und Bewegungsflächen der Möblierung und die Arbeitsabläufe bestimmen die Geometrie eines Raums. Die Fläche eines Arbeitsplatzes. Standardraumgeometrie Die Stell. Anzahl Arbeitsplätze pro Büro 6. auf dem die Unterteilung der größeren Raumzusammenhänge aufbaut. das Geschossmodul und die Organisation der Tiefgarage bedingen gemeinsam die Wahl des Rastergrundmaßes.

20 m.00 m2 12.40 m / 5.64 m2 9.80 9.52 m2 13.00 m 6.80 m 5. 18 M (180 cm).96 m2 14. Günstig für die Einrichtung einer wirtschaftlichen Tiefgarage. Das Maß 18 M gilt als wirtschaftlicher. Alle drei bauen auf der Modulvorzugsreihe 3 M der DIN 18 000 auf.80 x 10.72 m2 10. 12 M (120 cm).00 m 5.50 m 2 10. Raumpilot Grundlagen 391 Arbeiten Rastermaße Das Büroachsmaß (Ausbauraster) bestimmt die möglichen Büroraumbreiten. Modulordnung Insbesondere für die Verwendung vorgefertigter Elemente im Innenausbau werden die Ausbauelemente mit Hilfe des Ausbaurasters koodiniert. Arbeitsplatztiefe 2.00 Fahrbahnbreite senkrecht/schräg 8.80 m2 12.Raster Tragwerk/ Tiefgarage Achsmaß [m] Aufstellung 9.60 m 4. dass sich aus zwei Achsen ein ausreichend großer EinpersonenArbeitsraum entwickeln lässt und dass auch die weiteren Raumgrößen für Zwei.85 m2 13.40 m 110 cm Kleines Achsmaß.20 x 10.50 m2 12.35 m 2 1.15 m2 13.20 m / 5. Achsmaß/Konstruktionsraster/Raumgröße Achsmaß Faktor Raumtiefe 3.85 m2 16. das kleinräumige Anpassung ermöglicht.00 m / 2.20 m 8.60 m 6. Konstruktion (Fertigung der Fensterelemente) und Statik (Stützenraster) werden aus organisatorischen und flächenökonomischen Gründen meist folgende Raster gewählt: Raumtiefen von 3.30 m / 5.00 m2 14.00 m / 2.20 x 9.70 m 6. ermöglicht zudem eine hohe Nutzungsflexibilität auch in kleinräumigen Strukturen.96 m2 11. In der Anwendung gilt es jedoch als teurer.70 m / 2.und Mehrpersonenbüros mit drei oder mehr Achsen günstig gebildet werden können. 125 cm Dieses Achsmaß leitet sich aus dem oktametrischen Maßsystem des Mauerwerkbaus ab.50 m 4. lichtes Raummaß bei 10 cm Wandstärke 4. 150 cm Wirtschaftlich günstig für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.80 m2 10.15 m2 10.40 m 2. Das Maß 12 M wird bei Bauten mit vielen kleinen Räumen bevorzugt.80 7 .00 m 4. da durch die Kleinteiligkeit relativ mehr Bauteile benötigt werden als bei größeren Achsabständen.00 m2 12.80 7 .50 m 2.50 m 3.80 m2 0.60 m2 12.20 m / 6. Achsmaße im Bereich zwischen 120 cm und 150 cm haben den Vorteil.60 m 2.50 m2 .50 m2 15. Unabhängig von den Faktoren Gestaltung (Fassadengliederung).80 m2 9.20 m2 14.00 x 10. unter anderem weil die Zahl der Elemente (Fassadenteilung) und damit die Anschlüsse und die Montagekosten geringer sind.72 m2 8.90 m 3 1.40 m / 2.50 m 9. da es feine Unterteilungen ermöglicht.40 m2 13. In der Praxis übliche Raster sind: 9 M (90 cm).40 m / 2.40 m Stellplatzbreite senkrecht/schräg 3. Die Koordinationsmaße sind in DIN 18 000 festgelegt. Gut geeignet für die Einrichtung einer Tiefgarage.00 x 9.00 m / 3.50 m2 12.20 m 2 1.00 10. 135 cm Gut geeignet für alle üblichen Bürotypen.80 m ermöglichen bei diesem Raster Platz für zusätzliche Registraturmöbel.40 m. Die Anwendung dieses Rasters führt aufgrund seiner Kleinteiligkeit auch zu höheren Kosten.

es entstehen keine Anschlussprobleme zwischen Trennwänden und Stützen. Schnitt einfeldig zweifeldig symmetrisch zweifeldig asymmetrisch dreifeldig dreifeldig Grundriss Büroebene Zusammenhang von Stützenstellung Tiefgarage und Normalgeschoss 392 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Ausbau.und Konstruktionsraster getrennt Tiefgarage Die Tiefgaragenfahrspur und die Stellplätze geben mögliche Stützenstellungen vor und beeinflussen dadurch die Tragstruktur der darüberliegenden Geschosse. Im Bereich der „freigestellten“ Stützen ist die Möblierbarkeit eingeschränkt. b: Konstruktionsachsen und Ausbau­ ras­ ter sind nicht identisch: Die Stützen sind nach innen gerückt.und Konstruktionsraster Stützenstellung a: Konstruktionsachsen und Ausbauraster sind identisch: Bei diesem System müssen eventuell Anschlüsse der Trennwände an die Stützen hergestellt werden.und Konstruktionsraster identisch b: Ausbau. a: Ausbau.

120 120 8.20 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 135 135 135 135 10.20 m und 1.50 m das wirtschaftlichste Modul. da sie reversible Strukturen und eine wirtschaftliche Anordnung der Tiefgarage ermöglichen. Die aus dem Faktor des Rastermaßes ableitbare Raumbreite und die Raumtiefe bestimmen das Flächenmodul des Standardarbeitsplatzes.60 m resultieren.50 m gelten als die gängigsten Maße.25 m) werden dagegen vier Rasterfelder benötigt.50 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 150 150 Raumpilot Grundlagen 393 Arbeiten . Das Rastermaß 1. Rastermaße zwischen 1.Raster 400 Flächenmodule Der Einzelarbeitsplatz (EA) und der Doppelarbeitsplatz (DA) legen als Grundparameter die Flächenaufteilung fest.30 cm erfordert.50 m erlauben die Übereinstimmung von Fassaden. Für Doppelarbeitsplätze ist das Rastermaß 1.50 m) ausreichen. Als nachteilig erweisen sich die schlauchartigen Raumproportionen. das zuzüglich der Trennwandstärke von 10 cm ein minimales Raumachsmaß von 2.und Ausbauraster. Bei kleineren Rastermaßen (zum Beispiel bei 1.35 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 150 11.35 m und 1. 100 cm Bewegungsfläche und 40 cm für die Schranktiefe ergeben das Maß 2. da schon drei Rasterfelder (4. Die Rastermaße 1.31 m² Verbindungsgang > 60 150 150 Arbeitsplatzmodul Raster 1. wodurch sich funktional nicht notwendige unwirtschaftliche Raumabmessungen ergeben.97 m² 120 120 120 120 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1.20 m.20 m leitet sich aus den Minimal­ anforderungen an den Einzelarbeitsplatz mit Schrank ab: 80 cm Schreibtischtiefe. die aus einer Raumtiefe von minimal 3.14 m² 135 135 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1.

dass die Grenze von 15 m als Maximalmaß für natürliche Belichtung und Belüftung überschritten wird und zusätzliche Beleuchtung und Belüftung erforderlich werden. Diese Gebäudetiefe ist jedoch reversibel.20 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 720 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster 16. Nachteilig und unwirtschaftlich ist bei der Gebäudetiefe von 16.20 m / 4.40 m. DA 4.20 m EA 2. minimale Einzelraumbreite von 2.80 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.80 m 2.20 m erlaubt eine sehr geringe.40 m und eine Fahrgasse mit der Breite von 6.80 m 1.40 m Breite kann bei deckungsgleichem Ausbauund Konstruktionsraster in der Tiefgarage ein Stellplatz mit der Breite von 2. wobei sich bei einer reinen Zellenstruktur allerdings eine sehr tiefe Mittelzone ergibt.20 m/Konstruktionsraster Rasterführung 500 680 500 300 240 Grundriss Konstruktionsraster/ Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 394 Raumpilot Grundlagen .80 m 4. obwohl es ein kleines Rastermaß darstellt.Arbeiten 1680 480 720 480 Rastermaß 1.30 m (10 cm Wandstärke) und wird bei wirtschaftlichen Bauten mit vielen kleinen Zellenbüros bevorzugt.80 m / 7 .20 m entspricht dem Modulmaß 12 M der Vorzugsreihe 3 M der Modulordnung DIN 18 000.80 m.80 m angeordnet werden. Bei dem Arbeitsplatzmodul von 2. Das Doppelte des Rastermaßes 1.40 m x 5 m 6. Achsmaß 1.20 m Das Rastermaß 1. Es ist somit bauteiloptimiert und gilt als wirtschaftlich.

Erschließungskern peripher Raumpilot Grundlagen 395 Arbeiten .Raster 480 7 20 480 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 120 120 120 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone.

35 m-Rasterung möglich.Arbeiten 1620 405 810 405 Rastermaß 1. Grundriss Achsmaß 1.35 m/Konstruktionsraster 500 620 500 270 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 396 Raumpilot Grundlagen 300 .70 m. DA 4.35 m lässt sich aus den Anforderungen des Einzelarbeitsplatzes mit Schrank ableiten. Alle üblichen Arbeitsplatzabmessungen sind in der reversiblen 1. da sich bei kleineren Rastermaßen oft ungünstigere schlauchartige Raumproportionen ergeben.35 m Auch das Rastermaß 1.05 m 2.20 m. Besonders vorteilhaft für die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes ist bei diesem Rastermaß eine Gebäudetiefe von 16.10 m / 4. Die Stellplatzbreite von 2.20 m 1.70 m entspricht dabei der Breite des darüberliegenden Einzelarbeitsplatzes. Als effizient und wirtschaftlich hat sich dieses Rastermaß beim Einzelzimmer des Kombibüros und beim Zellenbüro erwiesen.35 m EA 2.20 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.05 m 4.35 m-Raster sind sehr anpassungsfähig.70 m x 5. das Raster erlaubt vielfältige Unterteilungsmöglichkeiten und lässt zusätzlich die wirtschaftliche Gestaltung einer Tiefgarage in den Untergeschossen zu. Gebäudestrukturen mit 1.00 m 6.35 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 810 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16. es erlaubt eine Schreibtischtiefe von 90 cm und zusätzliche Möblierung.05 m / 8.

Raster 405 810 405 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 135 135 135 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone Raumpilot Grundlagen 397 Arbeiten .

die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes und eine reversible Büroform. die verschiedene Bürotypen und Unterteilungen erlaubt.50 m ergeben. Der Anforderung nach Nutzungsneutralität kann mit dem Rastermaß 1.50 m 1.50 / 4.00 m 6.00 m x 5. Abgeleitet von dieser Doppelarbeitsplatzbelegung einer Zellenstruktur ergibt sich beim Zweibund eine für Deutschland übliche Gebäudetiefe von 12 m bis 13 m. Das Rastermaß 1. DA 4. Grundriss Achsmaß 1.und Gebäudequerrichtung.50 m / 7 . Bei kleineren Rastermaßen erfordert das Doppelarbeitsplatzmodul mit 17 . was unwirtschaftlicher ist.50 m EA 3.50 m/Konstruktionsraster 500 650 500 300 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 398 Raumpilot Grundlagen 300 .50 m als effizient und reversibel.50 m Auf der Basis des Flächenmoduls für einen Doppelarbeitsplatz erlaubt das Rastermaß 1.50 m² jedoch vier Rastereinheiten.50 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 900 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.50 m entsprochenwerden.50 m vielfältige Unterteilungen der Bürogeschosse und zusätzlich auch eine wirtschaftliche Anordnung der Stellplätze in der darunter angeordneten Tiefgarage. Im europäischen Raum gelten Gebäudetiefen ab etwa 13. da geringere Tiefen nur bedingt für Kombibürostrukturen geeignet sind.Arbeiten 1650 450 7 50 450 Rastermaß 1.50 m 3.50 m 4.50 m offeriert eine Rasterung in Gebäudelängs.00 m.50 m ist besonders wirtschaftlich für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros. Eine Gebäudetiefe von 16.50 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. da drei Rastereinheiten eine Raumbreite von 4.

Raster 450 750 450 Großräumige Gruppen/ Großraumstruktur 150 150 150 Kleinräumige Zellen/ Kombi­ bürostruktur Mittelzone Raumpilot Grundlagen 399 Arbeiten .

Arbeiten 400 Raumpilot Grundlagen .

Flexibilität Raumpilot Grundlagen 401 Arbeiten .

20 m Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.Flexibilität Arbeiten 403 404 405 406 Flexibilität Rastermaß 1.50 m 402 Raumpilot Grundlagen .

in der sowohl Zellenbüros.35 m = 5. die optimale Gebäudetiefe zu finden.oder Gruppenarbeitsplatz) und der Gebäudestruktur (zum Beispiel Tiefgaragenanordnung) abhängig.40 m (2 Stellplätze mit Stütze) a = 150 cm – breites Achsmaß – seltenere Anwendung – gut geeignet für Doppelarbeitsplätze (Zelle) Das optimale Achsmaß ist von der jeweils vorrangig gewünschten Organisationsform (Zellen. In den folgenden Beispielen sind die möglichen Aufteilungsvarianten bei unterschiedlichen Achsrastern dargestellt. Hinweis: Gebäudeabschluss (Stirnseite). Dabei werden die Flexibilitätspotenziale bei drei Organisationsformen mit zwei verschiedenen Gebäudetiefen aufgezeigt: Gebäudetiefen: 12. der Büroorganisation und der Erschließung.Flexibilität Flexibilität Das flexible sogenannte „reversible Büro“ soll für möglichst alle Büroorganisationsformen geeignet sein. Die Gebäudetiefe ist abhängig von der Größe des Arbeitsplatzes. Gebäudeanschlüsse (seitlich) und Drehung der Achsen um 90° bei winkelförmigen Anschlüssen (Kammbebauung oder Blockrandbebauung) beachten! Gruppenbüro mit offener Arbeitsfläche Zellenbüro Kombibüro Verhältnis von Raum/Erschließung blau: Nutzfläche (Haupt-/Nebennutzfläche) weiß: Erschließung Raumpilot Grundlagen 403 Arbeiten . Kombibüros wie auch Großraumbüros wirtschaftlich und sinnvoll untergebracht werden können. Die Schwierigkeit besteht darin.50 m und 14 m Gebräuchlichste Achsmaße: a = 120 cm – kleines Achsmaß – seltenere Anwendung Großraumbüro a = 135 cm – mittelgroßes Achsmaß – sehr häufige Anwendung – gut kombinierbar mit Stellplatzraster in Tiefgaragen 4 x 1.

die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. 540 320 540 120 120 120 120 120 Zellenbüro 120 120 120 650 150 450 120 120 Gruppenbüro 120 120 120 120 1250 120 120 Großraumbüro 120 120 120 120 120 120 . die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. 860 155 385 120 120 120 120 120 120 120 120 120 mit Mittelzone. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.Arbeiten Rastermaß 120 cm 120 120 120 120 120 120 120 mit drei.beziehungsweise vierreihiger Möblierung.20 m genutzt werden kann.und Doppelzimmern. die erst ab 3. 385 155 320 1400 155 385 120 360 130 270 1250 130 360 404 Raumpilot Grundlagen 120 120 Kombibüro 120 120 120 490 270 490 mit Einzel. 1400 120 120 120 120 120 120 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.

Flexibilität Rastermaß 135 cm 135 135 135 135 135 mit drei.20 m genutzt werden kann. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die erst ab 3. 860 155 385 135 135 135 135 135 Zellenbüro mit Einzel. 385 155 320 1400 155 385 135 360 130 270 1250 130 360 Raumpilot Grundlagen 405 135 135 135 135 135 490 270 490 135 135 135 135 Arbeiten 650 150 450 135 135 135 135 Gruppenbüro 135 135 135 135 1250 135 135 Großraumbüro 135 135 135 135 . 540 320 540 135 135 135 135 135 135 Kombibüro mit Mittelzone.und Doppelzimmern. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. 1400 135 135 135 135 135 135 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung.

540 320 540 150 150 150 150 150 150 150 Kombibüro mit Mittelzone.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. 860 155 385 150 150 150 150 Zellenbüro mit Einzel. die erst ab 3. 1400 150 150 150 150 150 150 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche. 385 155 320 1400 155 385 150 360 130 270 1250 130 360 406 Raumpilot Grundlagen 150 150 150 150 150 515 220 515 150 150 150 150 650 150 450 150 150 Gruppenbüro 150 150 150 150 1250 150 150 Großraumbüro 150 150 .und Doppelzimmern. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet.20 m genutzt werden kann.Arbeiten Rastermaß 150 cm 150 150 150 150 150 mit drei. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 407 Arbeiten .

Arbeiten 409 410 411 412 415 415 416 417 Einleitung Pausenraum Teeküche Toilettenanlagen Putzraum Erste Hilfe Liegeraum Kopierraum 408 Raumpilot Grundlagen .

Auch im Foyer. Genügend Ausgleich zur Arbeit und Erholung gelten als Voraussetzung für die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität am Arbeitsplatz. ist eine Lage der Teeküchen und Pausenräume in der Nähe der Arbeitspätze wichtig. Neben Kommunikationsräumen sind auch Raumangebote für die Erholung und Entspannung wichtig. hygienischen (Luftqualität) und visuellen (gute Beleuchtung/ Blendschutz) Behaglichkeit beeinflusst auch die „Büro-Attraktivität“ (Gestal­ tungs­­ qualität) das Wohlbefinden der Beschäftigten. Bei Gruppenbüros oder Großraumbüros kann dagegen der Informationsaustausch viel leichter und spontaner stattfinden. Dies ist besonders wichtig bei Büroorganisationsformen mit vielen Einzelarbeitsplätzen. die Pausenräume und die Kantinen. Kommunikation kann prinzipiell aber überall stattfinden. die das Wohlbefinden der Beschäftigten beeinflussen und sich auch auf deren Arbeitsleistung und Produktivität positiv auswirken. Hier ist aufgrund der gegenseitigen Abschirmung im Einzelbüro der Kontakt zu Kollegen meist eingeschränkt. Hierfür können in größeren Verwaltungsbauten spezielle Ruheräumen oder Ruhezonen angeboten werden. Hauptkommunikationspunkte sind traditionell die Teeküchen. im Flur oder im Kopierraum.und Nebenräumen erhöht die Attraktivität des Arbeitsplatzes. Um die informelle Kommunikation bei zufälligen Treffen zu fördern. müssen entsprechend attraktive Raumangebote auch im Bereich der Erschließung und der Nebenräume zur Verfügung stehen. Damit Essenspausen und sonstige Arbeitspausen jederzeit auch individuell gestaltbar sind. Sie sind Bestandteil der „weichen“ Faktoren. Einzelarbeitsplatz Kommunikationsfläche Einzelarbeit Austausch von Informationen Gruppenbüro Teamarbeit offene Arbeitsfläche Prozessarbeit Interaktion Interaktion und Kommunikation innerhalb verschiedener Bereiche Raumpilot Grundlagen 409 Arbeiten . Ein Angebot an funktionalen und qualitätvoll gestalteten Pausen. Neben der thermischen.Nebenräume Einleitung Die Funktionen „Service und Erholung“ haben in den letzten Jahren in Verwaltungsbauten stark an Bedeutung gewonnen.

und Gesundheitsgründe dies erfordern. den Mitarbeitern einen Pausenraum oder Pausenbereich zur Verfügung zu stellen. Nässe. wird empfohlen. Kälte. Lärm oder gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind oder überwiegend im Freien arbeiten. > 20 m2 Pausenraum. in denen sich bis zu 50 Arbeitnehmer gleichzeitig aufhalten sollen. Blatt 2 zu finden.Arbeiten Pausenraum Die ArbStättV 2004 fordert vom Arbeitgeber bei mehr als zehn Beschäftigten oder wenn Sicherheits. Bei Sitzbänken ist pro Person eine Sitzbreite von 60 cm einzuplanen. in denen weniger als zehn Beschäftigte tätig sind. die entsprechend der Zahl der Arbeitnehmer errechnete Grundfläche für ausreichende Verkehrswege um 10 Prozent zu vergrößern. zum Beispiel: – bei der Beschäftigung in Räumen ohne Sichtverbindung nach außen – bei der Beschäftigung in Räumen. 1-4) und in der VDI Richtlinie 6000. zu denen üblicherweise auch Dritte (zum Beispiel Kunden) Zutritt haben – falls Beschäftigte Hitze. 1 Person. erforderliche Grundfläche entsprechend ASR § 29 M 1:100 410 Raumpilot Grundlagen . Eine Ausnahme ist möglich. > 1 m2 20 Personen. Ein Pausenraum muss mit Tischen und Sitzmöglichkeiten in ausreichender Menge möbliert sein. Der Pausenbereich muss so gelegen sein. wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind. Bei Pausenräumen. Pro Person muss mindestens 1 m² Fläche zur Verfügung stehen. Hinweise zu den Anforderungen an Pausenräume sind unter anderem in der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR §29. dass er innerhalb von fünf Minuten für jeden Beschäftigten zu erreichen ist. Pausenräume oder Pausenbereiche sind auch in Arbeitsstätten. Staub. erforderlich. in denen gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gegeben sind.

Blatt 2 mindestens 1 m² Fläche je Person gefordert. muss eine ausreichende Lüftung vorhanden sein. Falls sie angeboten werden. Falls keine Betriebskantine zur Verfügung steht. Die Größe der Einbaugeräte entspricht weitgehend den Maßen von Küchenausstattungen im Wohnungsbau. muss den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden. Wenn eine Teeküche mit dem Pausenraum kombiniert wird. Zur Grundausstattung gehört ein Kühlschrank. eine Herdplatte oder eine Mikrowelle integriert werden. eine Spüle mit Abtropffläche.Nebenräume Teeküche Teeküchen werden in der ArbeitsstättenRichtlinie nicht gefordert. eine Kaffeemaschine und ein Geschirrspüler. ist entsprechend ASR § 29 beziehungsweise VDI 6000. Ansicht und Grundriss. müssen raumlufttechnische Anlagen in L90 vorhanden sein. muss mechanisch entlüftet werden (siehe DIN 68905). 60 60 210 90 85-95 Lüftung Da auch in einer Teeküche Gerüche und Dämpfe entstehen. Eine integrierte Mülltrennung sollte berücksichtigt werden. Zudem sollte ausreichend Stauraum für Geschirr und Vorräte vorhanden sein. Die Ausstattung kann differieren. Um den Brandschutz sicherzustellen. beliebig erweiterbar. 60 60 60 210 90 Teeküche mit Grundausstattung. ist ihre Größe und Beschaffenheit von der Anzahl und den Anforderungen der Nutzer abhängig. M 1:50 120 180 Raumpilot Grundlagen 411 Arbeiten Abfälle Der im Küchenbereich entstehende Abfall unterscheidet sich von den üblichen Abfällen im Arbeitszimmer. Wenn eine natürliche Lüftung nicht möglich ist. mitgebrachte Speisen und Getränke kühl lagern und bei Bedarf aufwärmen zu können (ASR § 29). Bei Bedarf muss auch ein Herd. 40 40 60 65 215 .

Auf diesen kann nur verzichtet werden. die WC-Kabinen müssen abgesperrt werden können. Quelle: ASR § 37 Frauen WC-Sitze Waschtische 38 Männer WC-Sitze 98 60 Urinale Waschtische bis 5 1 1 bis 5 1 1 1 bis 10 1 1 bis 10 1 1 1 bis 20 2 1 bis 25 2 2 1 bis 35 3 1 bis 50 3 3 1 bis 50 4 1 bis 75 4 4 1 bis 65 5 1 bis 80 6 2 bis 100 bis 120 7 2 bis 160 7 7 2 8 2 bis 190 8 8 2 bis 140 9 2 bis 220 9 9 2 bis 160 10 2 bis 250 10 10 2 bis 100 bis 130 5 5 1 6 6 2 20 35 75 20 Mindestmaße Urinal M. außerdem muss ein Vorbereich vorgesehen werden. wenn es sich um eine einzelne Toilette mit direkt zugeordnetem Waschbecken handelt. 50 60 40 85 Mindestmaße WC-Sitz bei Türanschlag nach außen 65 125 20 75 125 Notwendige Menge an Sanitärelementen pro Anzahl Beschäftigte. Die Toilettenanlage darf von außen nicht einsehbar sein. an Toiletten für Frauen und an Toiletten und Urinalbecken für Männer sind in den Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR.Arbeiten Toilettenanlagen Die geforderte Anzahl an Waschbecken. 1:50 412 Raumpilot Grundlagen . Urinale für die Männer sollten mit Sichtschutzwänden versehen sein. Blatt 2 festgelegt. 20 65 105 20 Mindestmaße Waschtisch Ab fünf Beschäftigten müssen getrennte Toiletten für Männer und Frauen vorhanden sein. § 37 – Gültigkeitsdauer beachten!) und in den VDI-Richtlinien 6000.

Benötigte Quadratmeter für Toiletten (aufgerundet) Türaufschlag innen Einzelkabinen ohne Waschbecken 2 WC 4 WC 10 WC Türaufschlag außen Einzelkabinen ohne Waschbecken Einzelkabinen 2 WC 4 WC 10 WC Männer 10.3 m² 40.5 m² 11.2 m² 18.0 m² ► Zur Planung von barrierefreien öffentlichen Toiletten siehe Seite 550. eine natürliche Lüftung ist nicht zwingend erfoderlich. Die ArbeitsstättenRichtlinien ASR gelten nur bis 2010. 75 90 65 165 318 10 42 150 50 Urinal.und sonstigen Aufenthaltsräumen angeordnet werden. Waschtisch. Für ausreichende Lüftung und Belichtung ist zu sorgen. WC-Kabine. Toilettenpapier und -halter in jeder Kabine. Die Anforderungen an Barrierefreiheit in Verwaltungsbauten müssen zusätzlich beachtet werden (barrierefreie Toiletten siehe Seite 550-551). aber empfehlenswert (siehe ASR § 37). Der Weg zwischen Arbeitsplatz und Toilette darf nicht über mehr als ein Stockwerk oder durchs Freie führen.0 m² . Im Vorraum müssen für je zwei Waschtische ein Seifenspender und eine Handtrocknungsvorrichtung zugeordnet werden.1 m² 2.0 m² Frauen 1. Toilettenanlagen sollten möglichst in der Nähe zu Pausen.3 m² 8.5 m² 38.8 m² 17 . Zur weiteren Ausstattung einer Toilettenanlage gehören Kleiderhaken.6 m² 14. 150 cm Tiefe sind gefordert bei Türanschlag nach innen 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 413 Arbeiten 30.551 190 ► VDI-Richtline 6000.8 m² 9.0 m² 15.Nebenräume Für Toilettenanlagen und Vorräume sind bestimmte Mindestabmessungen gefordert (siehe Abbildungen). sie dürfen nicht mehr als 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein.0 m² Männer 3.0 m² 26. Blatt 2 / November 2007 / Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Arbeitsstätten und Arbeitsplätze gibt Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten.0 m² Frauen 1. Toiletten müssen gut erreichbar sein.

320 ca. 320 ca. Türaufschlag nach innen 150 268 115 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen 125 283 155 120 ca. 320 85 85 WC-Kabinen. Türaufschlag nach außen 125 200 456 125 85 150 125 431 150 85 M 1:100 414 Raumpilot Grundlagen . 320 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach innen mit gegenüberliegenden Urinalen 150 333 180 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen mit gegenüberliegenden Urinalen 125 353 225 85 120 Putzraum alternativ 120 85 Putzraum alternativ 85 85 WC-Kabinen zweibündige Anlage.Arbeiten 120 ca. Türaufschlag nach innen WC-Kabinen zweibündige Anlage.

Sanitätsraum Bei Betrieben mit über 1000 Beschäftigten oder bei Beschäftigungen mit besonderer Unfallgefahr (bei Betrieben ab 100 Beschäftigten). ist ein separater Müllraum pro Geschoss oder eine zusätzliche Stellfläche im Putzraum notwendig. 190 20 50 20 100 65 Raumpilot Grundlagen 130 415 Arbeiten Putzraum Möglichst auf jedem Geschoss sollte mindestens ein Putzraum vorhanden sein. Der Verbandkasten muss gut und schnell erreichbar und durch das Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Mittel gekennzeichnet sein.1. dieses ist nach DIN 68906 mit Spritzwänden gegen Schmutzwasser und mit einem Rost für das Abstellen von Eimern auszustatten. Die genauen Anforderungen sind in den VDI-Richtlinien 6000. Blatt 2.Nebenräume Müllabstellfläche Der anfallende Müll wird bei Bürogebäuden meist im Kellergeschoss oder außerhalb des Gebäudes in Containern gesammelt und zwischengelagert. 65 100 Erste Hilfe Für Notfälle muss ein Erste-Hilfe-Kasten jederzeit leicht zugänglich sein. Er kann direkt der Toilettenanlage zugeordnet werden. Für Putzwägen werden ausreichend Abstellflächen benötigt. muss ein Sanitätsraum zur Verfügung stehen. bei bis zu 300 Beschäftigten ist ein „Großer Verbandkasten“ gefordert. Ein Ausgussbecken ist notwendig. Putzraum. . In Pausenräumen oder Teeküchen muss mindestens ein Behälter mit Deckel zur Verfügung stehen (ASR § 29). Für bis zu 50 Beschäftigte reicht ein sogenannter „Kleiner Verbandkasten“ . Falls in jeder Geschoss­ ebene Müll gesammelt wird. gleiches gilt für die Toilettenräume (ASR § 37). Im Wagen sind sämtliche Reinigungsmittel und -geräte untergebracht. In großen Betrieben sollte auch ein kleiner Aufenthaltsbereich für das Reinigungspersonal vorgesehen werden. Ansicht und Grundriss Mindestmaße. 5. M 1:50 65 Mülleimer In Büroräumen und in Gemeinschaftsräumen müssen ausreichend Abfallbehälter vorhanden sein.3 beziehungsweise in der ArbeitsstättenRichtlinie ASR unter § 38 festgelegt. Für die Größe gibt es keine Vorgaben.

50 m für spezielle Liegeräume eine Raumbreite von mindestens 1. Die Liege muss gepolstert und aus hygienischen Gründen mit einer waschbaren oder wegwerfbaren Oberfläche versehen sein. muss die Höhe zwischen 45 cm und 50 cm betragen. Größere Vorräte an Büromaterialien und Altakten werden dagegen meistens in Kellergeschossen gelagert oder sogar ausgelagert. 190 200 200 > 190 > 70 250 Lagerraum Für Papier und andere häufig gebrauchte Büromaterialien ist ein Lagerraum in der Nähe der Arbeitsplätze sinnvoll. Um das Liegen und Aufsitzen zu erleichtern. Die geforderte Anzahl ist in nebenstehender Tabelle aufgeführt. Wenn nur eine einzige Liege erforderlich ist. Notwendige Anzahl an Liegen pro beschäftigte Frauen (ASR § 31.90 m. dass die Person im Bedarfsfall ungestört ist.1.1) bis 20 bis 50 bis 100 bis 300 bis 500 1 2 3 4 5 200 Mindestfläche Liegeraum. muss kein separater Liegeraum geplant werden. Es muss aber gewährleistet sein. M 1:50 416 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten 45 50 Liegeraum Entsprechend der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR. Mit einer Bewegungsfläche von 1. Die Mindestmaße für eine Liege betragen 1. Ansicht und Grundriss. Die Liege kann in diesem Fall zum Beispiel in einem Pausenraum aufgestellt werden. § 31) muss für schwangere Frauen und stillende Mütter eine Liegemöglichkeit zur Verfügung stehen.20 m vor der Liege ergibt dies bei einer Raumhöhe von mindestens 2.90 m Länge und 70 cm Tiefe. Pro Liege müssen zehn Kubikmeter Luftraum vorhanden sein.

Vor einem Kopiergerät werden circa 60 bis 70 cm Platz benötigt. Im Raum muss ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein. Für seine Größe gibt es keine Vorgaben. Bei der Unterbringung von Möbeln wie Schränken und Tischen muss bei der Planung die Möbelfunktionsfläche (DIN 4543-1) beachtet werden. Ein Tisch zum Ablegen und Lagern von kleinen Papiervorräten ist sinnvoll. normale Größe Großkopierer. Da Papiermüll anfällt. sind entsprechende Abfallbehälter notwenig. Checkliste Kopierraum Kopierer (Anzahl und Größe je nach Bedarf) Aktenvernichter Ablagefläche Papiereimer Lagerfläche für kleinere Papiermengen 29 35 30 Papiereimer 20 l 39 Aktenvernichter 29 58 300 30 100 100 55 60 55 65 110 55 65 130 30 100 160 30 30 160 220 30 30 160 30 80 Kopierer. Kopierstation Möblierungsbeispiel für Kopierbereich.Nebenräume Kopierraum In vielen Büros wird nach wie vor ein Kopierraum gebraucht. zweizeilig Raumpilot Grundlagen 65 60 M 1:50 120 417 240 Arbeiten . Wegen möglicher Geräuschbelästigungen sollte der Kopierbereich beziehungsweise der Kopiererraum abgeschirmt liegen.

Arbeiten 418 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 419 Arbeiten .

Arbeiten 421 421 422 Schallschutz Schallpegel Schalldämmung 420 Raumpilot Grundlagen .

Eine Erhöhung des Schalengewichts und eine Erhöhung des Schalenabstands können sich weiterhin positiv auswirken. 2004) . Zu diesen Maßnahmen gehört die Ausführung einer zweischaligen Fassadenkonstruktion.und Deckenanschlüssen erhöht werde. VDI Richtlinien 2058 Empfohlener Wertebereich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Tatsächliche Geräuschpegel verschiedener Szenarien und vorgeschriebene Richtwerte für den Geräuschpegel am Arbeitsplatz Raumpilot Grundlagen 421 Arbeiten Für die Schalldämm-Anforderungen in Bürogebäuden sind zwei unterschiedliche Werte relevant: – der Geräuschpegel im Innenraumbereich – der Außenlärmpegel. mechanisierte Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für geistige Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15. Falls die Fassade gegen Außenlärm einen höheren Schalldämmwert besitzt als die Raumtrennwände und die weiteren relevanten inneren Bauteilanschlüsse. Entsprechend der VDI-Richtlinie 2719 werden Fassaden nach ihren bewerteten Schalldämmmaßen in die Schallschutzklassen 1 bis 6 eingestuft (zwischen Schallschutzklasse 1: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w 25-29 dB und Schallschutzklasse 6: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w ≥50 dB). Eine gewisse Schalllängsleitung entwickelt sich über die Außenfassade selbst. Daneben beeinflussen auch die Anschlüsse der Trennwände und der Decken an die Fassade die Schallübertragung zwischen Raumbereichen oder zwischen benachbarten Räumen.Schall Schallschutz Hinweise zu den wesentlichen Schallschutzanforderungen an Fassaden in Verwaltungsbauten finden sich in der DIN 4109 beziehungsweise in der VDI-Richtlinie 2719 (Schalldämmung von Fenstern und deren Zusatzeinrichtungen). dann können interne Geräusche aus den benachbarten Räumen als besonders störend empfunden werden. Mit verschiedenen Maßnahmen kann die schalldämmende Wirkung von Fassaden und von Trennwand. Wichtig ist bei der Festlegung der Schalldämmmaße eine Abstimmung zwischen Fassadenwerten und den Werten der inneren Bauteile. (Weitere Informationen hierzu siehe Herzog/ Krippner/ Lang. Schallpegel dB (A) 0 20 30 40 45 55 60 70 80 85 100 120 Hörgrenze Wald Wohnraum Unterhaltung Straßenverkehr Presslufthammer Wert für sonstige Tätigkeiten empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für einfache.

Mittels einer zweischaligen Fassadenausführung kann eine Verbesserung des Schalldämmmaßes um circa 15 dB im Wandbereich erreicht werden. laut DIN 4109 Tabelle 8 maßgeblicher Außenlärmpegel dB (A) bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 71 bis 75 76 bis 80 ≥ 80 zu erreichende Gesamtschalldämmung des Außenbauteils dB (A) 30 30 35 40 45 50 Schalldämmung einer „Einfachfassade“ 80 dB(A) 30-50 dB(A) 80 dB(A) 65 dB(A) 30-35 dB(A) Schalldämmung einer schallschutztechnisch optimierten Fassade Schalldämmung über die Fassade Ziel der Schalldämmung der Fassade ist der Schutz der Gebäudenutzer vor störenden Schallbelastungen von außen.Arbeiten Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen. Neben dem Gewicht beeinflusst auch der Glasflächenanteil das Schalldämmmaß von Fassaden. Mit einer vorgehängten zweiten Schale kann auch der Lärmeintrag bei geöffneten Fenstern in der inneren Schale deutlich verringert werden. 422 Raumpilot Grundlagen . Die verschiedenen Schalldämmmaße bei unterschiedlichem Fensterflächenanteil von Fassaden sind unter der DIN 4109 aufgeführt.

Luft Raumpilot Grundlagen 423 Arbeiten .

Luft Arbeiten 425 425 426 Lüftung über die Fassade Erforderliche Lüftung Lüftungstechnische Anlagen 424 Raumpilot Grundlagen .

individuelle Lüftung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: gut Unterschiedliche Anordnungen von Lüftungsöffnungen in der Fassade Raumpilot Grundlagen 425 Arbeiten . Lüftungsklappen. Erforderliche Lüftung Wesentliche Angaben zur erforderlichen Lüftung von Arbeitsräumen finden sich in der Arbeitsstätten-Richtlinie 5. Das entspricht bei üblichen Raumabmessungen (Raumhöhe zu Raumtiefe 1:2. schwere körperliche Tätigkeit). C (starke Geruchsbeläs­ tigung. können sie auch außerhalb der Nutzungszeiten geöffnet bleiben und im Sommer zur nächtlichen Bauteilkühlung beitragen. in der DIN EN 15251 und in der DIN EN 13779. B (vorwiegend nicht sitzende Tätigkeiten). Alternativ oder zusätzlich zu normalen Fenstern können in der Fassade auch spezielle Lüftungsöffnungen vorgesehen werden. Als grobe Faustregel für den hygienischen Luftwechsel gilt: Um einen Raum über die Fassade ausreichend zu belüften. sind mindestens 4 Prozent der Grundfläche als Lüftungsöffnungen erforderlich. Falls die Lüftungsöffnungen vor Regen geschützt sind und kein Sicherheitsrisiko darstellen (Einbruch). Schächte oder Dachöffnungen. Weiterhin wird zwischen vier unterschiedlichen Lüftungssystemen unterschieden: Fenster Funktion: Lüftung Schallschutz: gering Kastenfenster Funktion:  Lüftung Lärmschutz Luftvorwärmung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: sehr gut Lüftungsklappe Lüftungselement Funktion:  gesteuerte.Luft Lüftung über die Fassade Die natürliche Lüftung erfolgt in der Regel über Fenster. Ein Nachteil der natür­ lichen Lüftung können unangenehme Zuglufterscheinungen bei ungünstiger Witterung sein. Die ASR 5 unterscheidet zwischen den drei (Arbeits-) Raumgruppen A (vorwiegend sitzende Tätigkeiten).5) circa 10 Prozent der Fassadenfläche.

Empfohlener Außenluftstrom: 20 bis 40 m³/ h pro Person bei überwiegend sitzender Tätigkeit 40 bis 60 m³/ h pro Person bei überwiegend nicht sitzender Tätigkeit 65 m³/ h pro Person bei schwerer körperlicher Arbeit. zum Beispiel die Komponente „Personen“ (Raucher/Nichtraucher) und die Komponente „Gebäude“ (sehr schadstoffarm. kann der Lüftungsquerschnitt um bis zu 50 Prozent verringert werden. Lüftungsquerschnitte für freie Lüftung/ASR 5 (Bezugsfläche: 6 m² je Arbeitnehmer) Lichte Raumhöhe H (m) System I System II System III System IV bis 4 m 2.Arbeiten System I: Einseitige Lüftung mit Öffnungen in einer Außenwand (Zu. wenn freie Lüftung nicht möglich ist. dass eine Verringerung der Lüftungsquerschnitte durch Verstellbarkeit (Klappen oder ähnliches) möglich sein muss. zum Beispiel Kuppel. Nutzung je Person in l/s. Die erforderlichen Lüftungsquerschnitte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Lüftungssystem. Laterne. Die DIN EN 15251 legt der Berechnung der erforderlichen Lüftungsrate weitere Parameter zu Grunde. Davon müssen mindestens 3 m innerhalb des Gebäudes liegen. die Raumlage (zum Beispiel Tieflage) oder durch eine besondere Raumnutzung (zum Beispiel hohe Wärmebelastung) begründet sein. Wenn die freie Lüftung durch Ventilatoren unterstützt wird. Dies kann durch die Raumgröße. Die Arbeitsstätten-Richtlinie legt als Anforderung für lüftungstechnische Anlagen bestimmte Mindestaußenluftvolumenströme zugrunde. System IV: Querlüftung mit Dachaufsätzen (Dachaufsatzlüftung. Deflektor) und Öffnungen in einer Wand oder gegenüberliegenden Außenwänden (ASR 5). Bei hoher Belastung der Raumluft (zum Beispiel durch belästigende Gerüche oder bei hohem Raucheranteil) ist der jeweils höhere Wert anzusetzen.0 x H bis 4 m 5. schadstoffarm. m² Lüftungstechnische Anlagen Lüftungstechnische Anlagen sind erforderlich. nicht schadstoffarm). der Raumhöhe und der Raumgruppe angegeben (siehe Tabelle unten).0 x H über 4 m 5. Schachtquerschnitt mindestens 80 cm² und mindestens 4 m Höhe. Die Gesamtlüftungsrate eines Raums wird entsprechend DIN EN 15251 anhand der folgenden Formel berechnet: q tot = n x qp + A x qB q tot Gesamtlüftungsrate des Raums in l/s n Auslegungswert für die Anzahl der Personen im Raum qp Lüftungsrate für die Belegung bzw. Die ASR fordert zusätzlich. Person A Grundfläche des Raums in m² qB auf die Gebäudeemissionen bezoge- ne Lüftungsrate in l/s.plus Abluftquerschnitte) System II: Querlüftung mit Öffnungen in gegenüberliegenden Außenwänden oder Außenwand und Dachfläche System III: Querlüftung mit Öffnungen in einer Außen­­ wand und gegenüberliegendem Schacht oder Außenwand und Dachfläche. die erforderliche Lüftungsrate je Person und je Qudratmeter Grundfläche und die erforderliche Lüftungsrate auf der Grundlage einer Massenbilanz und der erforderlichen Kriterien für den CO2-Gehalt.0 x H Maximal zulässige Raumtiefe (m) Zuluft.5 x H bis 4 m 5.und Abluftquerschnitt/ m² Bodenfläche (cm²/ m²) Raumgruppe A 200 120 80 80 Raumgruppe B 350 200 140 140 Raumgruppe C 500 300 200 200 426 Raumpilot Grundlagen .

Licht Raumpilot Grundlagen 427 Arbeiten .

Arbeiten 429 430 431 433 Tageslicht Tageslichtquotient Tageslichtlenksysteme Sonnen-/Blendschutz 428 Raumpilot Grundlagen .

Einen erheblichen Einfluss hat der Tageslichtanteil auf den Energieverbrauch von Verwaltungsgebäuden. dass der Strahlungseintrag im Sommer möglichst gering gehalten wird. Die Arbeitsstätten-Richtlinie fordert hierzu: „Die Sichtverbindung nach außen muss in Augenhöhe durch Fenster. . Die geforderte Nennbeleuchtungsstärke ist mit 500 lx relativ hoch.5 m) .2 m über Fußbodenoberkante. eine möglichst weitreichende Tageslichtnutzung ist hier vorteilhaft. Der Tageslichteintrag ist ausreichend. Der Wärmeeintrag ist bei identischer Lichtausbeute bis zu zehnmal niedriger als bei Kunstlicht. bis 0.Fensteroberkante min. Daher wirkt sich eine Änderung des Tageslichteintrags sehr stark auf die resultierende „Tageslichtautonomie“ und den Strombedarf aus.Licht Tageslicht Das Tageslicht beeinflusst das Wohlbefinden.3 m (auch bei Raumhöhen über 3.Brüstungshöhe max. 60 % –  Ab 60 Prozent ist der Stättigungsbereich nahezu erreicht. auch bei intensiver Tageslichtversorgung dürfen keine Beeinträchtigungen durch Blendung entstehen. Zugleich ist es jedoch wichtig. 2. Anforderungen an Flächen der Tageslichtversorgung in Büroräumen nach DIN 5034-1 und ASR 7/1 Raumpilot Grundlagen 429 Arbeiten . . durchsichtige Türen oder Wandflächen den Ausblick aus dem jeweiligen Raum ins Freie ermöglichen. Gilt als Optimalwert! Eine Erhöhung des Fensterflächenanteils über 65 Prozent bringt keine weiteren Verbesserungen hinsichtlich dieser beiden Kriterien. Für einen Büroraum mit Fenstern in der Außenwand gilt für den Fensterflächenanteil: 50 % –  Erst ab einem Fensterflächenanteil von 50 Prozent kann eine Tageslichtautonomie von 30 Prozent erreicht werden.Breite des durchsichtigen Fensterteils > 1m .Durchsichtiger Teil des Fensters max. 0.9 m . 65 % –  Maximale Ausbeute für Tageslichtautonomie und Stromeinsparung.95 m . die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Nutzer von Arbeitsräumen.Breite der durchsichtigen Fläche min. “ (ASR 7/1) Größe und Anordnung von Öffnungen Büros werden üblicherweise tagsüber genutzt. Eine Tageslichtautonomie auf der gesamten Hauptnutzfläche in Höhe von 30 Prozent kann als Grenzwert angnommen werden. Durch Computerarbeit ergeben sich besondere funktionale Anforderungen an die Tageslichtnutzung in Arbeitsräumen.Höhe Rohbauöffnung > 1. 55 % der Breite der Außenwand. Sichtverbindung nach außen Neben der Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze ist auch die Sichtverbindung nach außen von Bedeutung.

damit eine Belichtung ausschließlich mit Tageslicht ausreicht.tageslichtorientiert 1% . Dieser entspricht dem Verhältnis der Beleuchtungsstärke innen zur Beleuchtungsstärke außen. Die DIN 5035 / EN 12464 fordert für „tageslichtorientierte Arbeitsplätze“ eine Beleuchtungsstärke von 500 lx (CAD-Arbeitsplatz. Erforderlicher Tageslichtquotient (D) für 300 lx im Arbeitsraum je nach der Beleuchtung außen: 10 000 lx D = 3 % 5 000 lx D=6% 2 500 lx D = 12 % 15 10 5 0 0. sind je nach Beleuchtungsstärke außen verschiedene Tageslichtquotienten erforderlich (siehe Abbildung). multipliziert mit dem Faktor 100.4 2.4 3. an 50 Prozent sogar 300 lx.4 1. Bei Arbeitsplätzen in Fensternähe ist das möglich.3 4.Arbeiten 3% .und Lesetätigkeiten) beziehungs­ weise wenigstens 75 lx (subjektive Ein­­ schaltgrenze für Kunstlicht). Bei einem Tageslichtquotienten von 3 Prozent werden an 90 Prozent der Tagesstunden 75 lx erreicht.3 Tiefe der Tageslichtbeleuchtung bei einer Außen-Beleuchtungsstärke von 10 000 lx Tageslichtquotient Das Tageslichtangebot wird mit dem Tageslichtquotienten D beschrieben. Um in einem Büroraum mindestens 300 lx zu erreichen.8 5. Oberlichtbereich: Wichtig für Tageslicht Mittlerer Bereich: Wichtig für Ausblick und Tageslicht Brüstungsbereich: Ohne nennenswerten Nutzen für Tageslicht Bereiche der Belichtung in der Fassade 430 Raumpilot Grundlagen .9 3.8 4. Bei dieser Außenbeleuchtungsstärke muss der Tageslichtquotient mindestens 3 Prozent betragen. Schreib.Minimum 20 > 3 Prozent – Tageslicht ausreichend < 3 Prozent – Kunstlichtbedarf 1 Prozent – Grenze für das absolute Minimum: zu einem Großteil der Nutzungsstunden wird die Einschaltgrenze von 75 lx erreicht (DIN 5034).9 2.0 1.5 1. Der Tageslichtquotient bezieht sich in der Regel auf bedeckten Himmel mit einer Außenbeleuchtungsstärke von 10 000 lx. Bei bedecktem Himmel wird in Mitteleuropa außen eine Beleuchtungsstärke von: – 10 000 lx an 50 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 5 000 lx an 75 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 2 500 lx an 90 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten.

Dies entspricht einem Tageslichtquotienten von etwa 3 Prozent (Leitfaden Elektrische Energie LEE).Licht Intelligente Tageslichtplanung Ein großer Vorteil der Tageslichtnutzung ist das Energieeinsparpotenzial. zwischen den Scheiben im Isolierglas oder außenliegend angeordnet werden. reflektierende Deckenoberflächen oder spezielle Reflektorelemente (siehe „Sonnenschutz.beziehungsweise Blendschutzsystemen. Die Energieverbrauchsverteilung eines typischen Verwaltungsbaus mit gutem Dämmstandard unterscheidet sich deutlich von der eines entsprechend gedämmten Wohngebäudes. Es gibt auch Kombinationen aus Tageslicht­ lenksystemen und Sonnen. Im einfachsten Fall kann hierfür ein Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen eingesetzt werden. hierfür wird ein Tageslichtquotient D > 3 Prozent empfohlen. Aufgrund der längeren Nutzungszeiten und vor allem wegen der höheren Nennbeleuchtungsstärke wird in Verwaltungsbauten der größte Energieanteil für Kunstlicht benötigt. Aus diesem Grund sollte bei der Planung von Verwaltungsgebäuden versucht werden. Raumpilot Grundlagen 431 Arbeiten .  Ein möglichst großer Teil der Nutzflächen sollte „tageslichtorientiert“ sein. das heißt dass mindestens an 70 Prozent der Nutzungsstunden ausreichend Tageslicht vorhanden ist und kein Kunstlicht zugeschaltet werden muss. Beleuchtung Heizen und Lüften Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Bürogebäudes Beleuchtung Heizen und Lüften Warmwasser Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Wohngebäudes zum Vergleich Tageslichtorientierter Arbeitsplatz: Ein tageslichtorientierter Arbeitsplatz hat eine Tageslichtautonomie von mindestens 70 Prozent. Eine gute Lichtlenkung erfordert zusätzlich zum Fassadensystem im Raum helle. da in den meis­ ten Verwaltungsbauten ein großer Teil des gesamten Energiebedarfs für die Beleuchtung gebraucht wird. Diese Systeme lenken einen Teil des Tageslichts ins Rauminnere und verbessern dadurch die Tageslichtversorgung auch in großen Raumtiefen. Diese Systeme leiten einen Teil der Außenstrahlung in den Innenraum und reduzieren zugleich auch unerwünschte Blendungen oder störende Reflexionen. Tageslichtlenksysteme Mittels Tageslichtlenksystemen kann die Tageslichtnutzung optimiert werden. Reflexionsgrade“). die Hauptnutzflächen ausreichend mit Tageslicht zu versorgen. Die Systeme können prinzipiell innenliegend. Durch diese Umlenkung wird die Beleuchtung in Fensternähe etwas reduziert zugunsten einer besseren Beleuchtung der Raumtiefen.

Lichtschwerter: Lichtschwerter sind im oberen Drittel eines Fensters montiert und schützen den fensternahen Bereich vor direkter Sonnenstrahlung. 432 Raumpilot Grundlagen . Spiegelprofile: Speziell geformte Profile lassen flacheinstrahlendes Licht durch. Laser Cut Panels: Starres System oder drehbare Elemente. Können auch innenliegend angebracht sein. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. Blendschutz und Tageslichtlenksystem. System dient nur der Tageslichtlenkung nicht aber dem Sonnenschutz.Arbeiten Lichtlenksysteme Außenliegende Systeme zur Tageslichtlenkung Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Sie lenklen Sonnenlicht durch mit Laser hergestellte Einschnitte um. während steil einfallende Strahlung ausgeblendet wird. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. System ist eine Kombination aus Sonnenschutz.bzw. Lichtlenkglas Nutzung des Zwischenraums von Doppelglasscheiben Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Jalousien: Jalousien deren Lamellen bereichsweise einstellbar sind.

Der direkte Arbeitsbereich sollte mit einer Beleuchtungsstärke von 500 lx versorgt sein. – Blendschutz: zur Optimierung der Arbeitsplatzbedingungen insbesondere an Bildschirm­ arbeitsplätzen.und zurückziehbar sein. Die Leuchtdichte wird durch die Beleuchtungsstärke und Reflexionsgrade der Oberflächen bestimmt (DIN EN 124641. Empfohlene Reflexionsgrade). die unmittelbare Umgebung mit 300 lx. Leuchtdichteverteilung Eine sinnvolle Leuchtdichteverteilung liegt bei 10:3:1 für die Bereiche der Sehaufgabe „unmittelbare Umgebung“ und „fernes Umfeld“ . Durch den Blendschutz sollte der Blick nach außen jedoch möglichst wenig gestört werden. da sie die Tageslichtausleuchtung vermindern.Licht Sonnen-/Blendschutz Funktionen von Sonnenschutzsystemen – Hitzeschutz: zur Reduzierung der Raumaufheizung und der damit verbundenen Kühllasten. – Lichtlenkung: zur optimierten Ausleuchtung von Räumen. Blendschutzsysteme sollten flexibel vor. sind spezielle Blendschutzsysteme erforderlich. Blendschutzsysteme werden meist innen am Fenster angeordnet. zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen und Reduzierung der Einschaltdauer von Kunstlicht. Der innenliegende Sonnenschutz gibt die absorbierte Strahlung und einen Teil der reflektierten Strahlung als Wärme an den Innenraum ab. Bei einem außenliegenden System kann nur der Strahlungsanteil zu einer Aufwärmung des Raums beitragen. – Wärmeschutz: zur Redzuzierung der Wärmedurchgangskoeffizienten mit dem Ziel der Heizenergieeinsparung. Blendschutzaufgaben Wenn der Blendschutz nicht durch andere Systeme im erforderlichen Umfang gewährleistet werden kann. Raumpilot Grundlagen 433 Arbeiten .

bei geringem Fensterflächenanteil Sonnenschutzglas sehr niedrig systemabhängig systemabhängig Lichtlenkung möglich. variabler Lamellenwinkel Blendung an Lamellen­ unterseite niedrige Gebäude Blendung Einsatz 434 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Sonnen-/Blendschutz Sonnenschutz Jalousie innen Wartungsaufwand Regelbarkeit Ausblick Tageslicht niedrig sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig Dachverglasung. Ausblick nur bedingt möglich wirkt als Blendschutz im Atrium und bei niedrigen Anforderungen Jalousie außen sehr hoch sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz erforderlich nur an Südfassaden sinnvoll Rollo außen hoch gut materialabhängig Ausblendung direkter Strahlung. Oberlichtbereich Vorbau + Blendschutz innen ohne Blendschutz uneingeschränkt Ausbildung als Lichtlenksys­ tem möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig bei Windexposition.

Fassade Raumpilot Grundlagen 435 Arbeiten .

Fassade Arbeiten 437 438 440 442 444 Fassade Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade 436 Raumpilot Grundlagen .

Fassade Fassade Im Entwurf der Bürohausfassade vereinigen sich hochkomplexe Anforderungen. Bei besonders schwierigen Aufgaben wird dazu ein eigener Fassadenplaner hinzugezogen. Blendschutz – Installation – Schallschutz – Brandschutz Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade Raumpilot Grundlagen 437 Arbeiten . Funktionale Anforderungen an die Fassade: – Konstruktion – Belichtung – Belüftung – Sonnenschutz. Zur Ermittlung der ersten Grundlagen dient dieses Kapitel.

Fens­ ter  schließen ein „Loch“ in der Fläche Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 30 Prozent –  Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bereits ab einer Raum­ tiefe von ungefähr 1. 150 438 Raumpilot Grundlagen . natürliche Lüftung mindert den Grad der erreichten Dämmwirkung –  Verbesserung duch Installation eines Kastenfensters Grundriss 3% . erfolgt aber meist aufgrund des höheren Nutzkomforts und des Einsatzes einzelner unabhängiger Fensterelemente auf natürlichem Weg Schallschutz – eingeschränkter Schallschutz.tageslichtorientiert 1% .50 m ca. geringer solarer Strahlungseintrag Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. 150 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional begrenzt Sonnenschutz – Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes in Sturz und Fensterlaibung technisch einfach und witterungsgeschützt möglich.Minimum Schnitt ca.Arbeiten Lochfassade Konstruktion – Fassade meist massiv und tragend.

Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Kastenfenster . Brüstungs-.Kosten für Installation und Reinigung . Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.Akustikprobleme .und Datenkabel. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile – technisch einfache Konstruktion – gute Wärmedämmwerte aufgrund geringerer Verglasungsanteile erreichbar – individuelle Steuerung – einfache Pflege und Wartung Nachteile – eingebrachte Wärme kann nicht immer in ausreichendem Maße über natürliche Lüftung abgeführt werden – eingeschränkte Flexibilität im Innenausbau – Einsatz geeignet für Zellenbürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .und Deckenbereiche bleiben frei. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro. Wand.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 439 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  erhöhte Installations.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .größere Geschosshöhen . Elektro.Brandschutz .

tageslichtorientiert 1% . 300 Schallschutz abhängig von Öffenbarkeit der Fenster – und Art der Zarge –  Verbesserung duch Installation einer Prallscheibe 440 Raumpilot Grundlagen . meist aber natürlich – hoher Wärmeverlust im Winter und Pro­ bleme bei erhöhten Windgeschwindigkeiten 3% . bei Anordnung in Laibungsebene etwas windgeschützter – wartungsintensiv – erhöhter solarer Strahlungseintrag Belüftung – optional.Arbeiten Bandfassade Konstruktion –  aneinandergereihte Elemente bilden ein horizontales Fensterband mit Sturz und einer Brüstung Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 60 Prozent – Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bei einer Raumtiefe von circa 3 m –  Energieeinsparung gegenüber 30-prozentigen Verglasung durch geringere künstliche Beleuchtung von 30 bis 40 Prozent Sonnenschutz – außenliegend.Minimum Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca. 300 Trennwandanschluss technisch schwieriger funktional flexibel Grundriss Schnitt ca.

Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile –  gute Tageslichtausnutzung –  individuelle Steuerung –  einfache Pflege –  technisch einfach –  hohe Flexibilität im Innenausbau Nachteile –  erhöhter Wartungsaufwand des Sonnenschutzes –  höhere Installationskosten –  Einsatz häufig in Kombibürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .größere Geschosshöhen . Brüstungs-.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + freier Brüstungs-.Kosten für Installation und Reinigung Schallschutzverbesserung durch Prallscheibe .und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich. Wand. Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.und Datenkabel. Elektro.und Deckenbereiche bleiben frei.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Prallscheibe –  Nachtauskühlung möglich –  erhöhte Installations.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen. Wandund Deckenbereich . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.Akustikprobleme .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppel-/Hohlraumboden Raumpilot Grundlagen 441 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .

325 442 Raumpilot Grundlagen . geschraubten oder gesteckten Pfosten. selbsttragend vor den Geschossdecken stehend oder von diesen abgehängt Belichtung – Fensterflächenanteil circa 90 Prozent –  Einfluss des verglasten Brüstungsbereichs auf Lichteintrag sehr gering. aber meist natürlich –  hoher Wärmeverlust im Winter Schallschutz –  aufgrund des hohen Verglasungsanteils stark abhängig von der Schalldämmqualität der Verglasung –  Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca. 325 Trennwandanschluss technisch schwierig funktional flexibel Grundriss 3% .Arbeiten Pfosten-Riegel-Fassade Konstruktion – raumhohe Verglasung –  Konstruktion aus geschweißten.Minimum Schnitt ca.und Riegelelementen –  statische Anforderungen.tageslichtorientiert 1% . Abfall der Belichtungsintensität in der Raumtiefe nahezu analog der nur zu 60 Prozent verglasten Bandfassade Sonnenschutz –  außenliegend schwierig. meist als Kombination mit Blendschutz innenliegend –  hoher solarer Strahlungseintrag und hoher Kostenanteil Belüftung –  optional.

und Reinigungskos­ ten –  besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro. Installation eines Quellluftbodens leicht möglich.Akustikprobleme .größere Geschosshöhen .Kosten für Installation und Reinigung .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen .Brandschutz . hohe Flexibilität in der Raumaufteilung –  geeignet für alle Organisationsformen Nachteile –  hoher Wärmeeintrag beziehungsweise -verlust –  erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung –  hoher Konstruktionsaufwand Installationsführung in Doppelboden + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . Brüstungs-. Elektro.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Raumpilot Grundlagen 443 Arbeiten . Wand.und Deckenbereiche bleiben frei.und Datenkabelverteilung entlang der verglasten Brüstung schwierig. hohe Transparenz Bewertung Vorteile –  hohe Transparenz.und Datenkabel.verbauter Brüstungsbereich .Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade –  erhöhte Installations.

250 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional flexibel Grundriss Sonnenschutz –  Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes schwierig. oft aber aufgrund der Integrierbarkeit dezentraler Lüftungsanlagen und dem Einsatz im Hochhausbau mechanisch 3% .Arbeiten Elementfassade Konstruktion –  Werkseitig vorgefertigte.Minimum Schnitt 250 Schallschutz – abhängig von Elementierung und damit von der Schalldämmqualität der einzelnen Bauteile 444 Raumpilot Grundlagen . auch technische Anlagen/Sonnenschutz integrierbar Belichtung – Tageslichteintrag und Ausblick sind über Elementierung/Verglasungsanteil steuerbar ca. mindestens geschosshohe Elemente. Deckenkopfbekleidung und Fensterflächen als offene/opake und zu öffnende/geschlossene Felder.tageslichtorientiert 1% . Situation ähnlich der Pfosten-Riegel-Fassade – Integration in Deckenkopfbekleidung möglich – bei hohen Windgeschwindigkeiten problematisch Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. meist dem Rohbau vorgehängt –  Brüstung.

hohe Installations.Fassade – Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade – natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich – Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade – Nachtauskühlung möglich – erhöhte Installations.größere Geschosshöhen . einheitlich gestaltete Fassadenflächen eignen – erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade .Kosten für Installation und Reinigung .und Reinigungskos­ ten – besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung – Integralfassade übernimmt dezentral Heizund Lüftungsfunktion – keine Energieverluste beim Transport von vorkonditionierter Luft – den höheren Kosten beim Einbau stehen erhebliche Einsparungen beim Gesamt­ energieverbrauch eines Bürogebäudes gegenüber Bewertung Vorteile –  Adaption an spezifische Einbausituationen aufgrund der Elementierung gut möglich – Integration energiesparender Systeme – hohe Flexibilität in der Raumaufteilung – schnelle und einfache Montage vor Ort Nachteile – hoher technischer Aufwand. weswegen sich Elementfassaden vor allem für großflächige.Brandschutz .Akustikprobleme .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 445 Arbeiten + Dezentrales Heizen und Lüften + keine Installationen im Raum .und Wartungskosten .

Arbeiten 446 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 447 Arbeiten .

Planungsregeln/Literatur Arbeiten 449 451 451 451 Normen Richtlinien Verordnungen Literatur 448 Raumpilot Grundlagen .

Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN 1946-2 / 1994-01 / Raumlufttechnik.Planungsregeln/Literatur Planungsgrundlagen Normen DIN 107 / April 1974 / Bezeichnung mit links und rechts im Bauwesen DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. Planungs. Stichwortverzeichnis DIN 4108 Beiblatt 2 / März 2006 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärmebrücken – Planungs. Anforderungen.und Ausführungsempfehlungen sowie Beispiele DIN 4108-10 / Juni 2008 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe – Werkmäßig hergestellte Wärmedämmstoffe DIN 4108 Beiblatt 1 / April 1982 / Wärmeschutz im Hochbau – Inhaltsverzeichnisse.und Arbeitsbereich DIN 4109 Beiblatt 3 / Juni 1996 / Schallschutz im Hochbau – Berechnung von R‘ w. Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung DIN V 4108-4 / Juni 2007 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 4: Wärme.R für den Nachweis der Eignung nach DIN 4109 aus Werten des im Labor ermittelten Schalldämm-Maßes Rw Raumpilot Grundlagen 449 Arbeiten . Anforderungen.und Ausführungsbeispiele DIN 4108-Berichtung 1 / April 2002 / Berichtigungen zu DIN 4108-3:2001-07 DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-1 / Oktober 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Anforderungen DIN 4109 Beiblatt 1 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 4109 Beiblatt 2 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Hinweise für Planung und Ausführung – Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz – Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn.und feuchteschutztechnische Bemessungswerte DIN V 4108-6 / Juni 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. Gesundheitstechnische Anforderungen (VDI-Lüftungsregeln) ZURÜCKGEZOGEN s 600 DIN 4066 / Juli 1997 / Hinweisschilder für die Feuerwehr DIN 4102-5 / September 1977 / Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen – Feuerschutzabschlüsse DIN 4108-1 / August 1981 / Wärmeschutz im Hochbau – Größen und Einheiten DIN 4108-2 / Juli 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz DIN 4108-3 / Juli 2001 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz.und des Jahresheizenergiebedarfs DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2006 / Berichtigungen zu DIN V 4108­ 6:2003­ 06 DIN 4108-7 / Januar 2009 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 7: Luftdichtheit von Gebäuden. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto­ Grundfläche (Nutzflächen.

Deutsche Fassung EN 1125:2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen EAE 85/95 / Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen (zurückgezogen) EN 13761 / 2002 / Bueromoebel.Arbeiten DIN 4109/A1 / Januar 2001 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise – Änderung A1 DIN 4109 Berichtung 1 / August 1992 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-11 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte.und Eignungsprüfung.und Raumfahrt – Raumfahrtproduktsicherung Brennverhaltenstest für die Auswahl von Raumfahrtmaterialien – Deutsche und Englische Fassung EN 14090:2002 DIN 18040-1 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 18650-1 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren DIN 18650-2 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 2: Sicherheit an automatischen Türsystemen DIN 68905 / Februar 1977 / Kücheneinrichtungen – Lüftungsgeräte – Begriffe DIN 68906 / September 1977 / Kücheneinrichtungen – Spülen. Ausgüsse – Begriffe DIN EN 1125 / April 2008 / Schlösser und Baubeschläge – Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen – Anforderungen und Prüfverfahren.und Eignungsprüfung DIN 4109 Beiblatt 1/A1 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Empfehlungen und Prüfung DIN 14090 / Mai 2003 / Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken DIN EN 14090 / Oktober 2002 / Luft. Sicherheitstechnische Anforderungen. Prüfung DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5035-3 / Juli 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen DIN 5035-6 / November 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 6: Messung und Bewertung DIN 5035-7 / August 2004 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 7: Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Änderung A1 DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln. Änderung A2 DIN 4109-11/A1 / September 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Änderung A1 DIN 4109 Beiblatt 1/A2 / Februar 2006 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Besucherstuehle EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen – Deut­ sche Fassung EN 12464-1:2002 450 Raumpilot Grundlagen .

Basel. August 1987 VDI-Richtlinie 2058. Zürich 2010 Hascher.Planungsregeln/Literatur Richtlinien VDI-Richtlinie 2719 Schalldämmung von Fenstern und den Zusatzeinrichtungen. München 2006 Hausladen.): BürobauAtlas. Konzepte für Gebäudehüllen. Gerhard. Berlin. Basel. u. Birgit (Hrsg. Leinfelden-Echterdingen 1998 Wilkhahn (Hrsg. Jürgen: Eingang.a. München 2005 Gasser. Basel. Jeska. Boston. Carolin. Stuttgart.): konferieren. Werner: Fassaden-Atlas. Weg+Raum. Bettina (Hrsg.. Petra: ClimaSkin. die mit weniger Energie mehr leisten. Lang. Berlin 2004 Knirsch. lernen. Rainer. Berlin 2001 Eisele. Blatt 3 Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung verschiedener Tätigkeiten Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) August 2004. Liedl. Bad Münder 1997 Raumpilot Grundlagen 451 Arbeiten . Boston 2002 Hausladen. de Saldanha. Markus. geändert 2008 Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik – Leitlinien für Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) LV 40. Ulrike. zur Brügge. Johann. Gerhard: Einführung in die Bauklimatik.. Geissmar-Brandi. Staniek. diskutieren. Klauck. Thomas. Klima.2 / 1988-01 / Verkehrswege ASR  29/1-4 / 1977-05 / Pausenräume. Berlin 2003 Herzog. Mario: Raumpilot Arbeiten. Krippner. Literatur Brandi. Tvrtković. Christoph: Lichtbuch.): Entwurfsatlas Bürobau. 2009 Amtlich anerkannte technische Regeln und Richtlinien: Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ASR 10/1 / 1985-09 / Türen und Tore ASR 17/1.und Energiekonzepte für Gebäude. Die Praxis der Lichtplanung. Simone. Michael. Roland.Einrichtungs-Handbuch für Kommunikationsräume.

Arbeiten 452 Raumpilot Grundlagen .

Lernen 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567 Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen. Verteilen und Flüchten Veranstalten und Feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und Verwalten Recherchieren und Informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 453 .

Entsprechend den Modellrechnungen der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2007 wird die Zahl aller Schüler in Deutschland von knapp 12. der aktuellen Diskussion wird häufig Die folgenden Seiten sollen einen Überblick über diese Standard. Parallel wächst jedoch die Bedeutung von Schulumbauten für den Ganztagesbetrieb. In BadenWürttemberg wurde im Februar 2006 eine neue Schulbauförderrichtlinie erlassen. Die schlechten Evaluationsergebnisse der beiden PISA-Studien scheinen mit Auslöser für die gegenwärtige kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem zu sein. da sie nach wie vor für die Festlegung von Mindeststandards herangezogen werden. abweichen! Als Grundlage für die Programmentwicklung von Schulen werden in Deutschland die 454 Raumpilot Grundlagen .2 Millionen (17 . denn schon in naher Zukunft werden sinkende Schülerzahlen erwartet. aber angemessene Lösungsvorschläge zu entwickeln.Lernen Kaum eine andere Bauaufgabe ist in Deutschland derzeit so stark von den sich wandelnden Rahmenbedingungen und von der Suche nach Neuorientierung betroffen wie der Schulbau. In den neuen Bundesländern soll sich dieser prophezeite Rückgang am stärks­ ten auswirken. von Bestandssanierungen und gleichzeitig auch von Neubauplanungen aufgrund der Nachfrage nach Schulangeboten mit alternativen pädagogischen Ausrichtungen. Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39 (11)). Die ASE werden in diesem Kapitel dennoch als Planungsgrundlage zitiert. Sie werden inzwischen in Hinblick auf zahlreiche Detailvorgaben diskutiert und auch hinterfragt.1 Millionen zurückgehen.3 Millionen im Jahr 2005 bis 2020 um 2. Seit Juli 1998 gibt es eine Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). §38. gewohnte Konzeptionen und Detailllösungen im Schulbau zu überdenken und gegebenenfalls auch ungewohnte. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Diese können in Einzelfällen von sonstigen Vorgaben. die sich auch auf die Schulgebäude bezieht.8 Prozent) auf knapp 10. Bei der Planung von Schulgebäuden müssen auch die speziellen und teilweise sehr detaillierten Forderungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) berücksichtigt werden. die gegenüber der früheren „Bauaufsichtlichen Richtlinie für Schulen (BASchulR 1976)“ erheblich gestrafft und gekürzt wurde. wobei bereits im Jahr 2010 mit 11.5 Millionen ein neuer Tiefststand für das wiedervereinigte Deutschland erreicht sein wird. beispielsweise von der LBO. Sinnvolle und qualitätvolle bauliche Lösungen für die geänderten Anforderungen im Schulbau könnnen möglicherweise einen „kreativen Umgang“ mit diesen Planungsvorgaben erfordern. 2).beziehungsweise Mindestanforderungen im Schulbau vermitteln. Diese Prognosen lassen in den kommenden Jahrzehnten Schulzusammen­ legungen und auch Schulschließungen erwarten. Hinweise zu den Planungsvorgaben im Kapitel „Lernen“: Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. Architekten sind durch diese vielfältigen Wandlungsprozesse besonders gefordert. Ganz andere Herausforderungen ergeben sich in diesem Bereich durch den demografischen Wandel. Die Schulbauempfehlungen der Länder stammen noch aus den 1980er Jahren (die ASE Baden-Württemberg stammen aus dem Jahr 1983). Musterraumprogramme der Schulbauförderrichtlinien beziehungsweise Schulbaurichtlinien und für Orientierungswerte auch die Schulbauempfehlungen der einzelnen Bundesländer herangezogen.

Schulsystem Raumpilot Grundlagen 455 3 4 5 6 1 7 3 2 8 9 4 10 5 Lernen 11 7 6 12 13 9 8 14 15 10 16 11 17 12 18 13 19 20 21 22 23 .

Schulsystem Lernen 457 Das deutsche Schulsystem 456 Raumpilot Grundlagen .

Hochschulreife Fachhochschulreife Studium Allg.Schulsystem Das deutsche Schulsystem Das deutsche Schulsystem ist in vier übergeordnete Stufen gegliedert: Elementarstufe Die Elementarstufe umfasst die vorschulische Erziehung vom 3. (13) 12 11 10 9 8 7 6 5 4 Sekundarbereich II Primarstufe Die Primarstufe umfasst die Klassenstufen 1 bis 4 der Grundschule. Tertiärer Bereich . Langfristig werden voraussichtlich alle Bundesländer die Schulzeit am Gymnasium auf 8 Jahre verkürzen (G8) und diese mit der Klassenstufe 12 beenden. umfasst die Klassen 11 bis 12 oder 13. Sekundarstufe I Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen. Kindergärten und in den zu Grundschulen gehörenden Vorklassen (bundeslandabhängig). Hochschulreife Fachhochschulreife Lehre/Ausbild. die auf die Grundschule (Primarstufe) folgen und traditionell in gegliederten Bildungsgängen unterrichtet werden. auch gymnasiale Oberstufe genannt. Vorschulbereich 4 5 Primarbereich 7 8 9 Raumpilot Grundlagen 457 Lernen Lehre/Ausbild. In der Regel sind dies die Klassenstufen 5 bis 9 oder 10. bis zum 6. Berufsschulreife Mittlere Reife Hauptschule Realschule Gymnasium Sekundarbereich I 6 Grundschule Gesamtschule 3 2 1 3 Kindergarten Sekundarstufe II Die Sekundarstufe II. Lebensjahr in Kindertagesstätten. In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule abweichend die Klassenstufen 1 bis 6. Die Klassenstufen 5 und 6 dieser beiden Länder werden als „schulartunabhängige Orientierungsstufe“ eingeordnet. Schuljahre 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Alter Studium Allg.

Lernen 458 Raumpilot Grundlagen .

Lage und Orientierung Raumpilot Grundlagen 459 Lernen .

Lernen Lage und Orientierung 461 461 461 462 462 Lage des Grundstücks Größe des Grundstücks Pausenflächen Orientierung Geschosszahl 460 Raumpilot Grundlagen .

An offenen Pausenflächen sollten mindestens 3 bis 5 m² je Schüler ausgewiesen werden (bei Grundschulen mindestens 5 m² je Schüler).oder Stadtrandlage empfohlen. Grundsätzlich wird für Schulen eine möglichst verkehrsgünstige Lage empfohlen. Entsprechend der Schulbauempfehlung für Baden-Württemberg sollten schwer bebaubare Grundstücke aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als Schulstandort möglichst vermieden werden (ASE BW).3 m² je Schüler vorzusehen. Für die offenen überdeck­ ten Pausenflächen sind circa 0. Auch aus diesem Grund wird eine möglichst zentrale Lage in einem Schuleinzugsgebiet gegenüber einer Orts. wie Rauch. Das Grundstück sollte zugleich jedoch nicht durch Immissionen von außen. können geeignete öffentliche Parkflächen und sonstige öffentliche Anlagen auch als offene Pausenflächen mit angerechnet werden (ASE BW). Sportbauten und Wohnungen) (ASE BW). Gerüche oder Geräusche. Außenflächen und Orientierung von Schulen zusammengefasst. Lehrern und Besuchern zu Fuß. sie sollten eine lichte Höhe von mindestens 2.Lage und Orientierung Lage des Grundstücks Mit der Wahl des Schulstandorts und dem Zuschnitt des Schulgrundstücks werden wesentliche Bedingungen für die Schulbauplanung festgelegt. Pausenflächen Es sollten offene und zusätzlich auch offene überdeckte Pausenflächen zur Verfügung stehen. Raumpilot Grundlagen 461 Lernen . beeinträchtigt sein. wenn angrenzende Sportflächen. Eine Schulanlage kann erheblich aufgewer­ tet werden. Staub. Bei entsprechender Lage und den entsprechenden organisatorischen Voraussetzungen. mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr gut und gefahrlos erreicht werden können. damit sie von Schülern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Band „Raumpilot Lernen“ . Größe des Schulgrundstücks Die Größe des Schulgrundstücks sollte überschlägig circa 20 m² je Schüler entsprechen (ohne Sportgelände. angrenzende öffentliche Grün­ flächen oder sonstige außerschulische Einrichtungen (zum Beispiel eine Schwimmhalle) in den Nutzungsbereich der Schule mit einbezogen werden können. In diesem Kapitel werden wesentliche Planungsempfehlungen der ASE zu Lage.10 m besitzen (ASE BW).

wie die spezifische Grundstückslage. für selbstständige Grundschulen maximal zwei Vollgeschosse empfohlen (ASE. Schulgebäude allgemein ≤ 4 Geschosse Grundschulen Grundschule ≤ ≤2 2 Geschosse Geschosse Geschosszahl Für Schulgebäude werden maximal vier Vollgeschosse. Barrierefreiheit Schulanlagen sind entsprechend MBO § 50 (2) beziehungsweise LBO BW § 38 (2) grundsätzlich barrierefrei zu gestalten 462 Raumpilot Grundlagen . Speziell für Zeichensäle und Computerräume wird grundsätzlich eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung angestrebt und daher eine Nord-Orientierung empfohlen.5) Geschosszahl Die Zahl der Geschosse sollte bei Schulen auf höchstens vier beschränkt sein. 5. Für die Orientierung der Räume muss letztendlich jedoch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren. selbstständige Grundschulen sollten maximal zwei Geschosse besitzen. die übergeordnete städtebauliche Konzeption und die Nutzungsverteilung in der Gesamtanlage.Lernen Orientierung Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Sonnenschutz) empfiehlt die ASE BW eine Nord-Süd-Orientierung der Hauptfassaden des Schulgebäudes. mit bedacht werden.

Typologie Raumpilot Grundlagen 463 Lernen .

Lernen Typologie 465 465 465 466 466 466 467 467 468 468 Lineares System Winkel-System H-förmiges System U-förmiges System Kamm-System System mit zentralem Fokus Atrium-System Netz-System Kompaktes System Pavillon-System 464 Raumpilot Grundlagen .

einfach. klar und übersichtlich Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit. klar und übersichtlich Erweiterbarkeit: in Bauabschnitte unterteilbar. prinzipiell in Längsrichtung erweiterbar Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit Winkel-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: städtebauliche Bezüge aufnehmbar. Schule als Einheit räumlich erfassbar M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 465 Lernen .Typologie Lineares System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Erschließung: linear. teilumschlossene Außenräume können gebildet werden Erschließung: übersichtlich Erweiterbarkeit: prinzipiell in beide Richtungen erweiterbar H-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: Ausbildung eines „Innenhofs“ mit Überdachung oder Teilüberdachung möglich Erschließung: Erschließungssystem mit zentralem Bereich.

Schulgebäude „verzahnt“ mit dem Außenraum. gut proportionierte Außenraumbildung möglich Erweiterbarkeit: prinzipiell in Bauabschnitten realisierbar und in Längs. übersichtlich Orientierung: gut und überschaubar.und Querrichtung erweiterbar Orientierung: der Gleichwertigkeit der Kammstruktur kann durch unterschiedlich gestaltete Innenhöfe entgegengewirkt werden System mit zentralem Fokus Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: nach innen: zentrale Aula – Treffpunkt. Schule als Einheit räumlich erfassbar Kamm-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. nach außen: Baukörper ermöglicht Gestaltung von drei unterschiedlichen Außenraumbereichen. differenzierte. Verzahnung mit Umfeld oder Abgrenzung zum Beispiel mit Bepflanzung möglich Erschließung: U-förmige Erschließung. eventuell Ausbildung weiterer Außenraumkanten durch Bepflanzung et cetera sinnvoll Erschließung: lineare Erschließung vom Zentrum aus Orientierung: gute Orientierung und Überschaubarkeit durch Bezug zum Zentrum 466 Raumpilot Grundlagen .Lernen U-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum.

offen für Veränderungen der Baustruktur nach außen Orientierung: aufgrund gleichwertiger Erschließungsflure ist die Orientierung schwieriger als bei den anderen Systemen M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 467 Lernen . ringförmig innen. Wechsel der Erschließung nach außen und Belichtung von Raumgruppen über den Innenhof bei genügend großem Innenhof prinzipiell möglich Orientierung: gut und überschaubar. Schule als Einheit räumlich erfassbar Netz-System Belichtung: über Innenhöfe können alle Klassenräume natürlich belichtet werden Erschließung: lange Erschließungsstraßen. Orientierung in vier verschiedene Himmelsrichtungen Städtebauliche Einbindung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: horizontale Erschließung. hoher Verkehrsflächenanteil Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich.Typologie Atrium-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich.

horizontale Erschließung überlagert eventuell den „GroßraumUnterrichtsbereich“ Besonderheit: Klassenraum löst sich auf zugunsten einer offenen Lernlandschaft mit unterschiedlichen „Lern. über Innenhöfe oder Atrien können Klassenräume im inneren Bereich natürlich belichtet werden Raumbildung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: vertikale Erchließung.Lernen Kompaktes System Belichtung: je nach System tiefe Räume. ermöglicht Identifikation der Schüler mit dem „eigenen“ ablesbaren Schulgebäude M 1:2500 468 Raumpilot Grundlagen .und Funktionsinseln“ Pavillon-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume. insgesamt jedoch sehr raumgreifende Anordnung (hoher Flächenverbrauch) Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich durch Addition weiterer Pavillons Besonderheit: starker Außenraumbezug. günstiger Gebäudemaßstab. Belichtung der Räume zusätzlich von mehreren Seiten möglich Raumbildung: raumbildende Gruppierung möglich.

Programm Kunst Verwaltung Musiksaal Bibliothek Lehrer Fachunterricht Foyer Aula Schulhof / Pausenhof UnterUnterrichtsräume richtsräume Gruppenräume Gruppenräume WC / Nebenräume Treffpunkt Ankommen / Fahrräder PKW / Bus Raumpilot Grundlagen 469 Lernen Information .

Lernen Programm 471 472 Raumprogramm Raumprogramm Gymnasien 470 Raumpilot Grundlagen .

5%) Musisch-Technischer Bereich 537m² (7 . Funktionsflächen (zum Beispiel Räume für Haustechnik) und Nebennutzflächen (zum Beispiel Sanitär-. Für das Verhältnis von umbautem Raum (m3) zu Programmfläche (m2) werden 7 : 1 als wirtschaftlich angegeben. Hauptschule. Entsprechend den Schulbauförderrichtlinien wird ein Verhältnis von der ausgewiesenen Programmfläche zu den Restflächen von 60 Prozent zu 40 Prozent als wirtschaftlich angesehen. Nebenräume.9%) Naturwissenschaftlicher Unterricht 1023m² (14. Förderschule. Erschließung 2880m² (ca.6%) Informationsbereich 324m² (4. Abstell. 138m² (1. Gymnasium. Flure.2%) Lernen Lehrer/ Verwaltung 330m² (4. Realschule.Programm Raumprogramm In den Schulbauförderrichtlinien der Länder (SchBauFR) sind detaillierte Modellraumprogramme festgelegt. Aufzüge). 40%) Allgemeiner Unterricht 1968m² (27 . entsprechend den Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) können in Baden-Württemberg seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. Putz-. Schule für geistig Behinderte. Berufliche Schule) und nach Anzahl der Züge differenziert.5%) Beispielhaft ist das Raumprogramm eines allgemeinbildenden vierzügigen Gymnasiums in Baden-Württemberg dargestellt. Diese sind nach Schultyp (Grundschule.3%) Aufenth. Mit den 40 Prozent Nebenflächen werden Verkehrsflächen (Treppenhäuser.und Geräteräume) ausgewiesen. Raumpilot Grundlagen 471 .

/ Sammlung Versuchs-.-Bereich(AUB) Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich (NUB) Biologie LÜ . In BadenWürttemberg können seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. *5 *6 *1. Schema zur Ermittlung des Raumbedarfs für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg (Stand 1.Exper./ Sammlung Neutr. *5 Bereichsgröße qm 2zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 3zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 4zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 5zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl 66 66 66 66 1104 60 54 84 90 6 10 1530 60 54 84 90 9 12 1968 60 54 84 90 12 16 2460 60 54 84 90 15 20 5 2 1 66 4 2 1 66 4 2 1 48 2 1 1 48 *6 *1.raum (Restfläche) *6 Große Klassenräume Kleine Klassenräume Anzahl der Züge Chemie Vorber. Physik LÜ Chemie LÜ Biologie Prakt. März 2006) Allgem. Hinweis: Die Raumprogrammvorgaben der SchBauFR werden inzwischen in verschiedenen Detailpunkten durchaus kritisch hinterfragt. *1. Unterr. Quelle (Restfläche) Physik Prakt. *5 576-600 60 84 90 1 1 804-840 60 84 90 1 2 1 60 84 90 2 1 1 48 84 1 60 84 90 2 1 72 - 1002-1044 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 60 120 - 1008-1050 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 66 120 - 472 Raumpilot Grundlagen Biologie Vorber.Lernen Mittlere Klassenräume Beispielhaft werden für einen Überblick die Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg aufgeführt./ Sammlung Physik Vorber.

*2 Der Musikraum kann durch schalldichte Faltwände mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle verbunden sein (für Gemeinschaftsveranstaltungen). Lehrerzimmer mit Garderobe) Computerraum (einschließlich Nebenraum) Serverraum (Restfläche) Sekretariat und Registratur Elternsprech-. Fachraum für Bildende Kunst Nebenraum für Bildende Kunst Universalraum Hausmeister Schulbibliothek Kartenraum *2 *3 *4 306-330 234 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 282 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 330 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 378 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 258 24 18 48 18 12 186 18 54 1 1 1 1 1 1 366 54 30 1 216 24 18 42 18 12 156 18 48 1 1 1 1 1 1 1 324 48 30 1 174 24 18 36 18 12 126 18 42 1 1 1 1 1 1 1 282 42 30 1 132 24 18 30 18 12 96 18 36 240 36 30 Fotolabor Fotolbor *4 Kopierraum (Restfläche) Schulleiter Lehrmittel Lehrmittel Schülerarb. *6 Teilbar *7 Je nach örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen. Krankenu.Programm Lehrerbereich (z. können zusätzliche Flächen anerkannt werden. Arztzimmer Nebenraum Musik Schülermitverant. Gesamtprogrammfläche (GPF) Musisch-Technischer Bereich (MTB) Lehrer. sollten Übungszellen mit 6 m² Programmfläche zusätzlich vorgesehen werden.B. Der Aufenthaltsbereich kann auch als Cafeteria ausgestaltet sein. *3 Eventuell als Podium mit Schränken *4 Je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen *5 Anstelle eines Lehrübungsraums kann je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen ein Lehrsaal (ansteigend) vorgesehen werden. Sofern erforderlich. Bei einer Standardgröße von 90 m² können hier in der Regel 32 Schüler unterrichtet werden.und Verwaltungsbereich (LVB) Informationsbereich (IB) Aufenthaltsbereich allg. Aufenthaltsraum *1 Die Lehrübungsräume sollen als multifunktional nutzbare naturwissenschaftliche Fachräume gestaltet werden. Raum -Oberstufe*7 Musiksaal Stellvertreter 96-132 24 48 48 84 1 1 1 2556 2640 72 12 66 78 18 24 1 72 1 1 1 450-486 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 516-558 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 72 72 108-144 24 60 48 84 1 1 1 3456 3564 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4260 4380 522-564 72 24 66 78 2 1 2 18 24 1 72 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4854 4974 Raumpilot Grundlagen 473 Lernen . Falls eine Mensa (Küche und Speisesaal) eingerichtet wird.

Lernen 474 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Raumpilot Grundlagen 475 Lernen .

Lernen Ankommen 477 478 478 478 479 Ankommen außen Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Pkw-Stellplätze Platzbedarf an Bushaltestellen 476 Raumpilot Grundlagen .

Die DIN empfiehlt hier eine Abtrennung entweder durch Geländer oder Pflanzstreifen zwischen dem Schulgrundstück und der Fahrbahn (DIN 58125. daher muss auf gefahrlose Wegefüh- rungen geachtet werden. Im Zugangsbereich vieler Schulen müssen Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr (meist für Busse).Ankommen Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Veranstalten und Feiern Ankommen außen Essen und Freizeit verbringen Unterrichten allgemein Unterrichten fachbezogen Funktionsbeziehungen Ankommen außen Ankommen außen Je nach Lage der Schule können die Bedingungen für die Erschließung von außen und für die Gestaltung der Vorbereiche sehr unterschiedlich sein. Ausgänge von Schulgrundstücken sind so zu gestalten. Zufahrten und Parkierungsflächen für Pkw und Stellplätze für Fahrräder eingeplant werden. Bei den Parkierungsflächen sollte darüber hinaus eine für den Schulbetrieb störungsfreie Lage vorgesehen werden. Grundsätzlich sollten die Parkierungsflächen von den Pausenhofflächen getrennt angeordnet werden. § 13 und GUV-V S1. Bei der Planung dieser Bereiche steht die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen an erster Stelle. § 13). Raumpilot Grundlagen 477 Lernen . dass Schüler und Schülerinnen nicht direkt in den Straßenverkehr laufen können.

Fahrradstellplätze sollten getrennt von oder am Rand der Pausenhoffläche angeordnet werden. Berufsfachschulen: 1 Stellplatz je 20 Schüler. Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsminis­ teriums für die Herstellung notwendiger Stellplätze (VwV Stellplätze) werden für Schulen folgende Stellplatzzahlen gefordert: Grund. ► Die Inhalte der DIN 58125/ Juli 2002: Schulbau. beispielsweise für öffentliche Abendveranstaltungen.Lernen ■ Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der PkwStellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Die geforderte Anzahl der Fahrradstellplätze wird in der Regel von den Gemeinden festgelegt (siehe zum Beispiel LBO BW. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre Berufsschulen. mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 der Gesetzlichen Unfallversicherung 478 Raumpilot Grundlagen . Notwendige Rampen zu Fahrradstellplätzen dürfen maximal 25 Prozent Neigung besitzen. muss der zusätzliche Stellplatzbedarf entsprechend berücksichtig werden.7 Stellplätze je Ausbildungsplatz in allgemeinbildenden Schulen. § 14). wobei ab 10 Prozent Neigung zusätzliche Gehstufen vorzusehen sind (DIN 58125. Anhang I/5. Als Orientierungswert für die Anzahl der notwendigen Fahrradstellplätze gelten 0. § 74 (2)). Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen sind nahezu identisch mit den Inhalten der GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler Sonstige allgemeinbildende Schulen: 1 Stellplatz je 25 Schüler. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre Sonderschulen für Behinderte: 1 Stellplatz je 15 Schüler Bei zusätzlicher außerschulischer Nutzung der Aula oder weiterer Räume der Schule. § 14 und GUV-V S1. Pkw-Stellplätze Entsprechend der LBO BW. Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der Pkw-Stellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ .

Die Wartebereiche auf Schulgrundstücken sind ausreichend bemessen.5 m² zur Verfügung stehen (DIN 58125. 350 2500 625 1875 650 250 255 Linienbus und Gelenkbus Platzbedarf eines Busses bei einer 180°-Wende M 1:1000 300 295 480 2500 je nach Buslänge variabel 1500 400 Bushaltebucht Raumpilot Grundlagen 479 Lernen . dass die Schüler die Busse erreichen können. ohne die Fahrspur überqueren zu müssen. § 16). wenn für jeden wartenden Schüler 0. § 16 beziehungsweise GUV-V S1.Ankommen Äußere Hüllkurve (Leitlinie) 350 600 1200 250 255 295 3000 Platzbedarf an Bushaltestellen Haltestellen für Busse sollten deutlich von Pausenhofflächen getrennt sein und so angeordnet werden.

Lernen 480 Raumpilot Grundlagen .

verteilen und flüchten Raumpilot Grundlagen 481 Lernen .Erschließen.

verteilen und flüchten 483 483 484 485 485 485 485 486 486 486 486 486 486 486 488 488 488 Erschließen Flure und Türen Notwendige Flure Stufen in notwendigen Fluren Rettungswege aus Klassenräumen Rettungswege aus Fachräumen Rettungswege über Fenster Treppen Steigungsverhältnis Stufen Zwischenpodest Treppenläufe Bereiche unter Treppen Umwehrung Handlauf Rampen Breite notwendiger Treppen 482 Raumpilot Grundlagen .Lernen Erschließen.

M 1:50 20 ≥ 125 Erschließen In diesem Unterkapitel sind wesentliche Hinweise für die Planung notwendiger Flure und Treppen in Schulen zusammengefasst. die für mehr als 80 Personen ausgelegt sind. verteilen und flüchten Flur Klassenraum < 40 Personen Klassenraum. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden können. § 3).3 (ersetzt im Mai 2001 durch die GUV-V S1) errichtet wurden. Wenn Türen in den Flur aufschlagen. Türen zu Unterrichtsräumen sollten eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 1 m haben (gefordert 0. Flure und Türen Türe zu Räumen müssen so angeordnet sein. dürfen sie in Endstellung einschließlich Türgriff maximal 20 cm in den Fluchtweg hineinragen. oder bei erhöhter Brandgefahr in Fluchtrichtung aufschlagen. Weitere detaillierte Hinweise zur Gestaltung von Erschließungsräumen in Schulen sind im Band „Raumpilot Lernen“ anhand von Projektanalysen zusammengestellt.oder Werkunterricht) müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125.oder Werkraum Flur ≥ 125 Türaufschlag nach innen und nach außen bei notwendigen Fluren.Erschließen. > 40 Personen Chemie. Bei den Türen müssen auch die Mindestanforderungen der Barrierefrei-Planung berücksichtigt werden. Sie dürfen jedoch keinesfalls die notwendige Fluchtwegbreite verengen. § 10 und GUV-V S1. § 10). müssen die Türen erst bei Räumen. Raumpilot Grundlagen 483 Lernen . die nach den Vorgaben der alten GUV-Richtlinien 16.90 m in SchulBauR. Für Schulen. Türen von Räumen mit mehr als 40 Benutzern oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Räume für Chemie.

In Schulen gelten jedoch zusätzlich folgende Mindestmaße: a) Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen ≥ 0.00 m Von jeder Stelle eines Unterrichtsraums muss in maximal 35 m Entfernung ein Ausgang ins Freie beziehungsweise in einen notwendigen Treppenraum vorhanden sein.25 m ≥ 1.Lernen ≥ 35 m Notwendige Flure Rettungswege dürfen in Schulgebäuden maximal 35 m lang sein.25 m ≥ 35 m Außenbalkon Einer der beiden Rettungswege darf über Außentreppen ohne Treppenräume.3)). Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen. Ausgänge zu notwendigen Fluren dürfen nicht breiter sein als der notwendige Flur. gemessen von Abschlusstür Treppenraum bis entferntestem Arbeitsplatz im Raum (MBO 2002). auf die mehr als 180 Benutzer angewiesen sind ≥ 2. Dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. c) sonstige notwendige Flure d) notwendige Treppen (MSchulbauR (3. zusätzlich muss ein zweiter Fluchtweg vorhanden sein. Einbauten oder Einrichtungen nicht eingeengt werden. Stichflure (nur eine Rettungsrichtung) dürfen als Rettungsweg nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3. ≥ 10 m Klassenzimmer mit mehr als 200 Benutzern.4)) ≥1. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. Notwendige Flure mit nur einer Fluchtrichtung (Stichflure) dürfen nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3. wenn diese mit einer Rauchabzugsanlage ausgestattet ist (MSchulbauR (3. Rettungsbalkone.1)).90 m b) notwendige Flure.2)). Die Rettungsweglänge ist in der Lauflinie zu messen. Die nutzbare Breite der Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen sowie der notwendigen Flure und notwendigen Treppen muss mindestens 1 m je 150 darauf angewiesene Nutzer betragen. einer Grundfläche von mindestens 180 m2 oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Chemiesaal) benötigen einen zweiten Ausgang (GUV-SR 2001). Hierbei ist die Halle zu den angrenzenden Räumen brandschutztechnisch abzuschotten. 484 Raumpilot Grundlagen .3)). Die erforderliche nutzbare Breite der notwendigen Flure und notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen. Halle mit Rauchabzug Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen.

§36 (3)). Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen. Für die Überwindung geringer Höhenunterschiede eignen sich Rampen. Daher sollten bei diesen Fachräumen (zum Beispiel Chemie) die Ausgänge möglichst weit auseinander liegen. Rettungswege über Fenster (Anleitern) Rettungswege über Anleitern sind in Schulen nicht zugelassen.1)). § 38. GUV-V S1. dafür eignen sich Farben. Rettungsbalkone. Rettungswege aus Fachräumen Fachräume mit erhöhter Brandgefahr brauchen mindestens zwei sichere Fluchtmöglichkeiten. Als zweiter Ausgang ist auch der Ausstieg aus einem entsprechend gekennzeichneten und gestalteten Fenster zulässig. wenn dieser eine sichere Fluchtmöglichkeit bietet. verteilen und flüchten Treppe und Ausgänge aus notwendigen Treppenräumen müssen mindestens so breit sein wie die notwendige Treppe (Mus­ ter-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR (3)). wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. wenn die Halle eine Rauchabzugsanlage hat und brandschutztechnisch zu den angrenzenden Räumen abgeschottet ist (MSchulbauR (3. Anstelle eines dieser Rettungswege darf ein Rettungsweg über Außentreppen ohne Treppenräume. Raumpilot Grundlagen 485 Lernen .Erschließen. Änderung der Materialstruktur oder eine besonders geeignete Beleuchtung der Stufe (GUV-SR 2001). in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. da der Zeitaufwand für diesen Rettungsvorgang bei großen Personenzahlen zu hoch ist. §21). die eine Steigung von 6 Prozent nicht übersteigen dürfen (LBOAVO). Alle Türen in notwendigen Fluren und in notwendigen Treppenräumen müssen in Fluchtrichtung des jeweils ersten Rettungswegs aufschlagen (MSchulbauR). 2). Notwendige Flure müssen in Rauchabschnitte von maximal 30 m Länge unterteilt werden (MBO 2002.2)). In allen anderen Fluren müssen ­ solche Stufen deutlich gekennzeichnet werden. Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. Rettungswege aus Klassenräumen Für jeden Unterrichtsraum müssen in demselben Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege zu Ausgängen ins Freie oder zu notwendigen Treppenräumen vorhanden sein. Türen als Ausgänge müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125 §21. Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Stufen in notwendigen Fluren In notwendigen Fluren dürfen keine Treppen von weniger als drei Stufen liegen (LBOAVO).

2. Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen (DIN18065. Seite 9) Treppen Steigungsverhältnis Entsprechend der DIN 58125.1.oder Rechtstreppe ausgebildet sein (GUV-I 561). 4. gemessen von der inneren Treppenwange im Abstand von 1. Die Umwehrungen dürfen nicht zum Rutschen und Klettern oder zum Ablegen von Gegenständen verleiten. Bei gebogenen Läufen darf die geringste Auftrittsbreite der Stufen nicht kleiner als 23 cm und nicht größer als 40 cm sein. Zwischenpodest Nach höchstens 18 Stufen je Treppenlauf muss ein Zwischenpodest (Treppenabsatz) angeordnet werden. Stufen Treppen sollten mindestens vier Stufen am Stück haben. Die GUV-I 561empfiehlt für Schulen: Auftritt (a): 29 cm bis 31 cm Steigung (s): 15 cm bis 17 cm Innerhalb eines Gebäudes sollten Treppen gleiche Auftritte und Steigungen aufweisen.. Die Zwischenpodest- länge muss dem im Steigungsverhältnis berücksichtigten Schrittmaß angepasst sein (GUV-I 561.3. Rutschen kann verhindert werden. Bereiche unter Treppen Bereiche unter Treppen müssen bis zu einer Höhe von 2 m gegen unbeabsichtigtes Unterlaufen gesichert werden.8). Werden dennoch ausnahmsweise gewendelte Läufe eingebaut. “ Daneben wurde auch ein zu hohes Steigungsmaß und Unterschiede im Treppenverlauf als häufige Unfallursache genannt.Lernen Entsprechend der in der GUV-I 561 aufgeführten Unfallstatistik ereignen sich 80 Prozent der Treppenunfälle beim Abwärtsgehen. 6.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). dann sollte sich deren Lauflinie nur nach einer Richtung ändern. b 125 Treppe mit gebogenem Lauf 486 Raumpilot Grundlagen . Teil 2. In Schulen sind Treppen ohne Setzstufen nicht zulässig (MSchulbauR (4)). § 9 und der GUV-V S1. Einzelstufen sind zu vermeiden oder müssen deutlich gekennzeichnet werden (GUVSR 2001. 4. 4. „Bei Stufen mit weniger als 26 cm Auftritt kann der Fuß nicht vollständig aufgesetzt werden.1). (GUV-I 561. das heißt die Treppe sollte als Links. Allgemeine Sicherheitsanforderungen).. (.25 m. Bei etwa einem Drittel der Fälle wurden Stufen mit weniger als 26 cm Auftrittsbreite festgestellt. aktualisierte Fassung März 2005. indem die Abstände zwischen den inneren Umwehrungen am Treppenauge und den äußeren Umwehrungen sowie den Treppenhauswänden nicht größer als 20 cm sind. der Auftritt (a) nicht weniger als 28 cm betragen. Für die Abrundung der Stufenvorderkanten ist ein Radius von mindestens 2 mm gefordert (GUV-I 561). Unfallgeschehen. damit sie als Treppe wahrgenommen und nicht zur Stolperfalle werden.) Bei zu geringem Auftritt ragt der vordere Teil des Fußes über die Trittfläche hinaus oder der Treppenbenutzer muss ergonomisch ungünstig die Füße schräg auf setzen. (GUV-SR 2001. Treppenläufe In Schulen sollten möglichst Treppen mit geraden Läufen eingeplant werden. Ausgabe April 1992.3) Umwehrung Treppenumwehrungen beziehungsweise Geländer müssen in Schulen mindestens 1.1. in den meisten Fällen durch Abrutschen von der Stufenkante. § 9 darf die Steigung (s) von Treppen in Schulen nicht mehr als 17 cm.1.

M 1:50 Raumpilot Grundlagen 487 Lernen . verteilen und flüchten Umw r 1 tuf 11 110 Han f Auftrit t f 1 B 200 Anforderungen an Treppen in Schulen.Erschließen.

Notwendige Treppen müssen gerade Läufe haben. M 1:100 Die erforderliche.25 m – mehr als 180 Benutzer: 2. Für Treppen in Unterrichtsbereichen gelten die folgenden Mindestmaße: – weniger als 180 Benutzer: 1. Din 58125. nutzbare Breite von notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen nicht eingeengt werden. DIN 58125/ 3.5. Trotzdem muss die Nutzbarkeit dieser Treppe sicher und auch im Brandfalle gewährleistet sein (LBO § 28. wenn sie als notwendige Treppen gelten – Die Treppen können breiter sein.5 Treppen. Diese liegt systembedingt nicht in einem Treppenraum. Ausnahme: Wenn die notwendige Treppe eine Außentreppe ist. GUV-I 561 Treppen. damit unmittelbar und in einem Zug das Freie erreicht werden kann. wenn der Abstand zwischen den Handläufen maximal 2. § 4).00 m – Treppen dürfen maximal 2.50 m breit sein. Die Handläufe dürfen keine freien Enden haben. um ein sicheres Beschreiten der Treppen im Notfall zu gewährleisten (MSchulbauR.Lernen Handlauf In Schulen sind beidseitig durchgängige Handläufe gefordert. 3. MBO 2002 § 35). Rampen Breite notwendiger Treppen Analog zur Mindestbreite von Fluren gilt auch für notwendige Treppen die Faustregel mit 1 m Breite pro 150 betroffenen Benutzern. 2002/07 .50 m misst. Ausgabe April 1992 Rampen Rampen gelten bis maximal 6 Prozent Neigung als sicher und für Rollstühle geeignet (siehe Kapitel „Barrierefrei“). sollten also in Richtung Boden beziehungsweise in Richtung Wand enden (möglich ist auch eine schneckenförmige Ausführung oder eine Vollkugel mit mindestens 20 cm Durchmesser als Abschluss). durchgehenden Treppenraum liegen. 488 Raumpilot Grundlagen 125 125 . für Kinder ist ein zweiter Handlauf auf circa 65 cm bis 75 cm Höhe anzuordnen.3 Anordnung und Gestaltung von Handläufen. Eine notwendige Treppe muss in einem eigenen. Jede notwendige Treppe muss in einem eigenen durchgehenden Treppenraum liegen. 125 125 Notwendiger Treppenraum.

so dass er die gesamte aufschwingende Tür „aufnehmen“ kann (LBOAVO Baden-Württemberg. Ausgabe April 1992. um Engstellen im Fluchtfall zu vermeiden.Erschließen. Zwischen Treppe und Tür muss ein Treppenabsatz liegen. Treppenstufen dürfen nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen. der mindestens so tief ist wie die Tür breit ist. § 10. aktualisierte Fassung März 2005 ≤ 250 Notwendige Treppen: Maximaler Abstand zwischen zwei Handläufen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 489 Lernen . ≥ 125 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei weniger als 180 Nutzern ≥ 200 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei mehr als 180 Nutzern Treppen DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 GUV-I 561 „ Treppen“ . § 11). die in Treppenrichtung aufschlägt. verteilen und flüchten Der Ausgang in einen notwendiges Treppenraum darf nur so breit wie die folgende Treppe sein.

Lernen 490 Raumpilot Grundlagen .

Veranstalten und feiern Raumpilot Grundlagen 491 Lernen .

Lernen Veranstalten und feiern 493 494 Veranstalten und feiern Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula 492 Raumpilot Grundlagen .

Bei kleineren Schulanlagen können alternativ auch die erweiterten Verkehrsflächen im Eingangsbereich – eventuell in Kombination mit flexiblen. Durch eine flexible Wand kann zum Beispiel der Musikraum mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle zusammengeschaltet werden (SchulBauFR Baden-Württemberg 2006). Toiletten und gegebenenfalls auch ein Stuhllager oder ein Requisitenlager. Unter Umständen kann auch eine mehrfach nutzbare Sporthalle für größere Schulveranstaltungen mitgenutzt werden. ist die Einrichtung einer Bühne sinnvoll. In größeren Schulen wird in der Regel ein eigener Raum – die Aula – dafür eingeplant. möglichst schalldichten Wänden – als Bereich für größere Veranstaltungen vorgesehen werden.Veranstalten und feiern Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Veranstalten und feiern Veranstalten und feiern In jeder Schule wird ein Raumbereich für größere Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gebraucht. Zur Ausstattung dieser Gemeinschaftszone gehören Nebenbereiche wie Garderoben. Falls dieser Bereich auch außerschulisch genutzt werden soll. Raumpilot Grundlagen 493 Lernen .

angebunden Aula als eigenständiger Baukörper. nicht direkt angebunden Aula als Erweiterung der Verkehrsflächen (Mehrfachnutzung) Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula Gliederungsquelle und weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung der Aula siehe Band „Raumpilot Lernen“ M 1:2500 494 Raumpilot Grundlagen .Lernen Aula als eigener geschlossener beziehungsweise abgegrenzter Raum Aula als eigenständiger Baukörper.

Lernen Raumpilot Grundlagen 495 Lernen .

Lernen 497 497 498 499 500 501 Lernformationen Typ 1: Selbstunterricht Typ 2: Einzelunterricht Typ 3: Gespräch in der Gruppe Typ 4: Demonstration Typ 5: Informelles Lernen 496 Raumpilot Grundlagen .

die im Prinzip in allen Schulformen.und Arbeitsbereichen. Typ 1: Selbstunterricht Selbstunterricht bedeutet eigenständiges Lernen durch Bücher lesen. Schreiben. in allen Fächern und in allen Altersstufen zum Einsatz kommen können. Seite 19f. Malen oder eigene Texte schreiben. aktive Lernen am Nachmittag zusätzlich an Bedeutung. Basteln. Seit einigen Jahren umfasst der Selbstunterricht zunehmend auch das Recherchieren. Mit der zunehmenden Umstellung auf die Ganztagsschule gewinnen Raumangebote für das selbstständige. die Möglichkeiten zum ungestörten konzentrierten Arbeiten bieten. Zeichnen und Konstruieren am Computer.) werden fünf wesentliche Lernforma­ tionen unterschieden.Lernen Lernformationen Mit Bezug auf die Inhalte des Beitrags „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ von Otto Seydel (Buch „Raumpilot Lernen“ . Räumliche Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Angebot an Einzelarbeitsplätzen in gemeinschaftlichen Lern. Daneben sollten auch stärker abgeschirmte Einzelarbeitsplätze vorgesehen werden. Kommunizieren. Das eigenständige Arbeiten ermöglicht ungestörtes Ausprobieren und Nachdenken. Dieses unabhängige aktive Arbeiten und Reflektieren ist sehr bedeutend für den Lernprozess. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 497 Lernen .

Erkennen. Hierfür kann schon das Auseinanderschieben der Schülertische in genügend großen Klassenzimmern ausreichen.Lernen Typ 2: Einzelunterricht Neben dem Selbstunterricht unterscheidet man als eine weitere Lernformation den Einzelunterricht. Gruppenräume. der Schüler vom Lehrer oder zwei Schüler erarbeiten sich in partnerschaftlicher Projektarbeit ein Wissensgebiet gemeinsam. dann werden Erweiterungsmöglichkeiten wichtig. In vielen Fällen sind die Klassenzimmer jedoch zu klein. Nachfragen. Ähnlich wie beim Selbstunterricht werden hierfür Raumbereiche gebraucht. in denen das gemeinsame laute oder leise Lernen von zwei Personen unabhängig vom Gruppenunterricht stattfinden kann. entsprechend gestaltete Erschließungsräume oder sonstige Gemeinschaftszonen können geeignet sein. indem sich ein Lehrer phasenweise während Stillarbeitszeiten mit einzelnen Schülern beschäftigt. Einzelunterricht kann aber auch stattfinden. Üblicherweise lernt dabei einer vom anderen. 498 Raumpilot Grundlagen . Er wird für die gezielte Förderung einzelner Kinder eingesetzt. Zuhören und Nachmachen und im Zweiergespräch. Der Einzelunterricht geschieht in Form von Nachdenken.

Lernen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 499 . auf Stühlen sitzend oder auf dem Boden sitzend oder liegend stattfinden. Wenn die Gruppen unabhängiger agieren wollen. Vorlesen. Für diese Formation werden Gruppengrößen zwischen vier und zwölf Teilnehmern empfohlen. Werkeln oder Produzieren in der Gruppe. Bei entsprechender Arbeitsweise und geringer Lautstärke können mehrere Gruppen in einem Raum gemeinsam lernen. um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Vortragen. Auch für diese Lernformation sind Klassenerweiterungsflächen günstig. im Kreis oder Halbkreis stehend.Lernen Typ 3: Gespräch in der Gruppe Die dritte Lernformation betrifft das Zuhören. die flexibel genutzt und frei eingeteilt und bei Bedarf bereichsweise abgeschirmt werden können. werden Abschirmungen nötig. Basteln. Sprechen. Das Lernen in der Gruppe kann je nach Aufgabe am Tisch sitzend.

Arbeit an interaktiven Whiteboards (IAW). Bei dieser Formation erfolgt die Wissensvermittlung über den Vortrag.) 500 Raumpilot Grundlagen . sonstige Vorführungen.Lernen Typ 4: Demonstration Die „Demonstration“ ist ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten „Frontalunterrichts“ . 30 Prozent frontal. „wie die zeitliche Verteilung in der zukünftigen Schule aussehen könnte: 30 Prozent allein. Wichtig sind eine gute Sicht und Hörbarkeit von allen Plätzen durch die entsprechenden optischen oder akustischen Voraussetzungen der Raumplanung. Zuhören und Mitschreiben. 30 Prozent in der Kleingruppe (2 bis 6 Schüler). 10 Prozent im Kreis (der Klasse). Filme oder durch das Durchführen von Experimenten. Die Schüler lernen vorwiegend rezeptiv durch das Aufnehmen des Vorgetragenen. 2010. Seite 23f. die Beamer-Präsentation. durch Zuschauen. Zu diesen vier Lernformationen gibt Otto Seydel in seinem Beitrag „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ zusammenfassend als Faustregel an. Bei der Demonstra­ tion ist die Teilnehmerzahl nicht begrenzt. Bei größeren Teilnehmergruppen ist eine ansteigende Bestuhlung günstig – Multifunktionalität und Nutzungsänderungen werden dadurch jedoch eingeschränkt. “ (Otto Seydel in: „Raumpilot Lernen“ .

die Lerndauer und Lernförderung unsys­ tematisch ist und ungeplant stattfindet. Besonders geeignet sind dafür in Schulgebäuden räumlich erweiterte Flure. Informelles Lernen findet überall im täglichen Leben in vielfältigen Interaktionen mit unserer Umwelt statt und ist auch ein wesentlicher Bestandteil des lebenslangen Lernens Erwachsener. das Pausengespräch auf dem Schulhof oder die Diskussion beim Spielen und beim Sport am Nachmittag. aber man muss es nicht. Spazierengehen oder Spielen zur Verfügung steht. Informelles Lernen ist überall möglich. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 501 Lernen . mit denen die Klassenräume je nach Bedarf erweitert werden können – beispielsweise Erschließungsräume. Prinzipiell erfordern die unterschiedlichen Formationen sowohl große wie auch kleine Raumeinheiten – ein differenziertes Raumangebot. Fazit Für die verschiedenen Lernformationen werden Flächen gebraucht. Treppen und Zugangsbereiche.oder Klassengemeinschaft über das Lernen in der Kleingruppe bis hin zum abgeschirmten Lernen alleine ermöglicht. um auf wechselnde Anforderungen reagieren zu können. das den Wechsel zwischen dem Lernen in der großen Schul. dass das Lernen in Bezug auf das Lernziel. Informell bedeutet in diesem Zusammenhang. Gruppenräume oder dafür vorgesehene Gemeinschaftsbereiche. Diese Räume besitzen einen unverbindlichen Aufforderungscharakter – man kann stehen bleiben und sich unterhalten. Daneben bieten natürlich auch alle Gemeinschaftsräume wie die Aula oder die überdachten und nicht überdachten Schulhof­ flächen entsprechende Raumangebote für zufällige Treffs und den Austausch von Informationen. Warten. wo Raum zum Sitzen. Treffen. Darunter fällt beispielsweise der Informa­ tionsaustausch auf dem Weg zur Schule. in denen sich die Erschließungsflächen mit Aufenthaltsflächen überlagern.Lernen Typ 5: Informelles Lernen Ein Großteil der Lernprozesse findet zusätzlich auf informelle Art statt. Besonders wichtig ist die vielfältige Nutzbarkeit und die flexible Aufteilbarkeit dieser Flächen.

Lernen 502 Raumpilot Grundlagen .

Sitzen Raumpilot Grundlagen 503 Lernen .

Lernen Sitzen 505 505 505 506 508 508 509 510 510 511 Einführung Schulmöbel Sicherheitsanforderungen Anforderungen der DIN EN 1729 und der DIN ISO 5970 Anpassung der Schulmöbel Der Computer am Schülerarbeitsplatz Ergonomische Sitzmöbel/ dynamisches Sitzen Sitzplatzanordnung Werkräume Sitzplatzanordnung allgemeiner Unterrichtsbereich Möblierungsbeispiele für rechteckige und quadratische Räume 504 Raumpilot Grundlagen .

ist es wichtig. Raumpilot Grundlagen 505 Lernen . Gültig ist die europäische Norm DIN EN 1729 / September 2006. Für Schüler sind auf ihre Körpergröße abgestimmte Stühle und Tische bereitzustellen. § 11und GUV-V S1. – bei dreieckigen Tischen und dazu gehörigen höhenverstellbaren Stühlen ist ein rascher Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen ohne großen Umbauaufwand möglich. Die Hinweise der DIN ISO 5970 und der GUV-SI 8011 „Richtig sitzen in der Schule“ sollten hierbei beachtet werden (DIN 58125. Darüber hinaus werden häufige Wechsel der Sitzpositionen empfohlen (dynamisches Sitzen). Daneben entstehen durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsschulen geänderte Nutzungsanforderungen in den Schulräumen. Da dauerndes „falsches“ Sitzen zu Haltungsschäden führen kann. die flexible Möblierungen erfordern. berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:2006-09 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ von 2006 auch das dynamische Sitzen. insbesondere Haltungsschäden. Mindestanforderungen an Tische und Stühle in allgemein bildenden Schulen“ . Darüber hinaus werden die Größenklassen neu definiert und zusätzlich wird die Klasse 7 (Farbkennung „braun“) für sehr große Schüler eingeführt. Allgemeine Schulbauempfehlungen (ASE) für Baden-Württemberg: Das Gestühl soll beweglich und kombinierbar sein und so ausgebildet werden. dass Schüler nicht verletzt werden. Sicherheitsanforderungen und Empfehlungen Kanten. Während die internationale Norm DIN ISO 5970 aus dem Jahr 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht. Schulmöbel Wichtige Kriterien bei der Schulmöbelwahl sind: – normgerechte und sicherheitsgeprüfte Stühle und Tische – ausreichendes Größensortiment – Tische und Stühle aufeinander abgestimmt – in Fachräumen möglichst zwei Tischhöhen durch eine höhenverstellbare Tischplatte (GUV-SI 8011.Sitzen Einführung Schüler verbringen die meiste Zeit in der Schule sitzend. dass gesundheitliche Schäden. Ecken und Haken von Einrichtungsgegenständen in Aufenthaltsbereichen sind bis zu einer Höhe von 2 m ab Oberkante Standfläche so auszubilden/zu sichern. Hinweise zu den Anforderungen an Schulmöbel finden sich in der GUVInformation (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) GUV-SI 8011 / April 1999. Seite 5). Kanten. Ecken und Haken von festen und beweglichen Einrichtungsgegenständen müssen entweder abgerundet (Radius ≥ 2 mm) oder entsprechend gefasst sein. ausgeschlossen und Ermüdungserscheinungen vermieden werden. dass Tische und Stühle an die Körpergröße der Kinder angepasst werden. Möbel sollen an die Größe der Schüler angepasst sein und verschiedene Sitzhaltungen ermöglichen. zusätzlich noch gültig ist die internationale Norm DIN ISO 5970 / Januar 1981. Seite 4). aktualisierte Fassung Oktober 2008: „Richtig sitzen in der Schule. Auch Tische mit geneigten Tischplatten können von Vorteil sein (ergonomisches Mobiliar) (GUV-SI 8011. § 11). die dem Stand der Technik entsprechen. Die Oberfläche der Tische soll hell und matt sein.

A.Lernen 40 46 53 59 21 50 25 26 50 27 31 50 30 120 120 0. A. Doppeltisch pr EN 1 729-1 80 Körperhöhe 80-95cm Kennfarbe weiß Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 93 95 Größe 0 Körperhöhe 93-116cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 108 115 Größe 1 Größe 2 120 Körperhöhe 108-121cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 121 133 Größe 3 Körperhöhe 119-142cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 119 80 85 95 100 110 115 125 130 DIN ISO 5970 90 Körperhöhe 90cm Kennfarbe weiß 105 Körperhöhe 105cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 120 135 Größe 0 Größe 1 Größe 2 Körperhöhe 120cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 3 Körperhöhe 135cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 58 50 40 46 52 22 26 30 45 26 50 29 50 33 60 60 Einzeltisch 120 o. Doppeltisch 25 27 506 Raumpilot Grundlagen 120 130 70 29 34 32 Einzeltisch 24 60 60 28 60 35 .

5cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 176.5 174 Größe 5 Körperhöhe 159-188cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 6 130 188 Körperhöhe 174-207cm Kennfarbe braun Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 7 142 400 207 205 60 60 140 145 155 160 170 175 38 185 190 195 150 165 180 200 Größe 4 Körperhöhe 150cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 5 Größe 6 Körperhöhe 165cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Körperhöhe 180cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 51 64 70 76 50 36 38 50 38 42 50 40 70 32 130 70 130 34 130 70 36 46 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 507 Lernen .Sitzen 64 71 46 82 76 50 34 38 50 48 43 50 42 50 46 60 60 34 36 130 130 130 Größe 4 Körperhöhe 133-159cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 146 159 Körperhöhe 146-176.

Eine ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes und eine sichere Geräteunterbringung mit abschließbarer Kabelführung müssen in der Planung beachtet werden. C Tischhöhe: Die Ellenbogenspitze muss sich bei herunterhängenden Armen in Tischplattenhöhe befinden. A Sitzhöhe: Das Kind muss mit beiden Füßen den Boden vollständig berühren. B Sitztiefe: Kniekehle und Unterschenkelrückseite dürfen die Vorderkante der Sitzfläche nicht berühren.50 80 .70 C D B A 38 .Lernen Anpassung der Schulmöbel Schulmöbel sollten möglichst halbjährig individuell angepasst werden. Auge n absta nd 45 .90 508 Raumpilot Grundlagen 72 . D Beinfreiraum: Zwischen Tischunterbau und Oberschenkel muss Bewegungsspielraum bleiben. (GUV-SI 8011) Computer am Schülerarbeitsplatz Durch die zunehmende Nutzung von Computern im Unterricht hebt sich die Trennung von Klassenraum und Computerraum mehr und mehr auf. Die Oberschenkel müssen waagerecht auf der Sitzfläche aufliegen.

Sitzen

Computertisch Tischtiefe mindestens 80 cm (besser 90 cm), Tischhöhe in der Primarstufe circa 64 cm, in der Sekundarstufe circa 72 cm. Unterschiedliche Körpergrößen sollten mit einem höhenverstellbaren Stuhl ausgeglichen werden. Blickrichtung/Blickhöhe Die Blickrichtung parallel zur Fensterfront reduziert die Direktblendung und Spiegelungen auf dem Bildschirm. Die Oberkante des Bildschirms sollte unter Augenhöhe sein (GUV-SI 8009).

Ergonomische Schulmöbel/ dynamisches Sitzen
Während die internationale Norm DIN ISO 5970 von 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht, berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:200609 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ aus dem Jahr 2006 auch das dynamische Sitzen durch unterschiedlich zulässige Sitzwinkel. Schulmöbel für dynamisches Sitzen passen sich dem natürlichen Sitz- und Bewegungs-

bedürfnis der Schüler an. Der durch diese Möbel erleichterte Wechsel zwischen unterschiedlich aktiven und passiven Sitzpositionen soll Haltungsschäden, die durch „Dauersitzen“ verursacht werden, entgegenwirken. Bei ergonomischen Tischen werden Höhenverstellbarkeit und eine geneigte Tischplatte empfohlen.

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

509

Lernen

Lernen

Sitzplatzanordnung
Allgemeiner Unterrichtsbereich Mindestmaße für Schülerplatze in regulären Unterrichtsräumen, hintereinander: Tischabstand seitlich 80 cm, Tischbreite Zweiertisch 120 cm bis 130 cm, Tischtiefe 50 cm, Tischabstand vorn/hinten 80 cm (OFD Baden-Württemberg). Größe und Proportion des Klassenraums sollten die Möglichkeit bieten, Tische und Stühle entsprechend der gewählten Unterrichtsform in unterschiedlicher Art aufstellen zu können. Für den Gruppenunterricht wird mehr Raum benötigt als für den Frontalunterricht.

Übungs- und Werkraum Mindestmaße für Schülerarbeitsplätze in Übungs- und Werkräumen und vergleichbar ausgestatteten Räumen, bei Rücken-anRücken-Anordnung: Tischabstand seitlich 100 cm, besser 120 cm (GUV-SI 8009), Tischbreite Zweiertisch 160 cm, Tischtiefe 80 cm (von Raumnutzung abhängig), Tischabstand 150 cm (DIN 58125, § 25 und. GUV-V S1, § 25 ). Abstand zwischen dem Experimentiertisch des Lehrers und den ersten Schülertischen mindestens 120 cm (DIN 58125, § 25 und GUV-V S1 § 25)

Hinweis ASE: Quadratische, dem Quadrat angenäherte oder polygonale Raumzuschnitte eignen sich für vielseitige Möblierungen. Recht­ eckige Raumzuschnitte schränken diese Möglichkeit ein, sind aber besser teilbar (ASE BW).

260 180 - 210 60 - 80 120 - 130
80

260 160 100 160

100

80 230

50

80

130

Platzanordnung im regulären Unterrichtsraum, hintereinander M. 1:100

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, Rücken an Rücken

150

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, hintereinander

510

Raumpilot Grundlagen

85

165

Sitzen

Möblierungsbeispiele für einen rechteckigen und einen quadratischen Unterrichtsraum

Frontalunterricht 32 Sitzplätze

Gruppenarbeit 32 Sitzplätze

freier Unterricht 32 Sitzplätze
Klassenraumgrößen 24 Schüler 30 Schüler 33 Schüler 36 Schüler (OFD BW) 54 m2 60 m2 66 m2 72 m2

In den Beispielen: rechteckiger Raum 7 ,10 m x 9,30 m = 66 m2 quadratischer Raum 8,10 m x 8,10 m = 65,5 m2

M 1:250

Raumpilot Grundlagen

511

Lernen

Lernen

512

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Raumpilot Grundlagen

513

Lernen

Lernen Allgemein unterrichten

515 517 518 519 520 521 521 521

Einführung Anordnungsvarianten für Klassenräume mit und ohne Gruppenraum ASE – Vorgaben zur Klassenraumgestaltung Klassenraumhöhen Natürliche Belichtung Künstliche Beleuchtung Schallschutz Schallschutz gegen Außengeräusche

514

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern

Arbeiten und verwalten Nebenräume

Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen

Freibereiche

Funktionsbeziehungen Allgemein unterrichten

Einführung
Der allgemeine Unterrichtsbereich umfasst die Klassenzimmer, gegebenenfalls auch Gruppenräume und zusätzliche Klassenraumerweiterungsflächen. Diesen Räumen sind Nebenräume wie einzelne Material-, und Kartenräume zugeordnet. Je nach pädagogischem Konzept kann die Gestaltung des Unterrichtsbereichs sehr unterschiedlich sein. Auch für die Anordnung der Gruppenräume in Bezug zu den Klassenräumen gibt es verschiedene Anordnungsvarianten. Auf der nachfolgenden Doppelseite sind unterschiedliche Grundprinzipien in einer Übersicht dargestellt.

Auf den folgenden Seiten sind weiterhin die detaillierten Mindestanforderungen an die Größe und Gestaltung von Klassenräumen entsprechend den Allgemeinen Schulbauempfehlungen Baden-Württembergs angegeben (ASE 1983).

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen

Anordnungsvarianten von Klassenräumen mit und ohne Gruppenraum

Reihung von Klassenräumen ohne Gruppenraum

Ein Gruppenraum für mehrere Klassenräume

Ein Gruppenraum pro Klassenraum/ Gruppenraum im Klassenraum integriert

Klassenraum Gruppenraum / Klassenraumerweiterung

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Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Gruppenraum überlagert mit Erschließungszone

„offene Lernlandschaft“

Klassenraumerweiterung in Freibereich

Weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung des Unterrichtsbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“

M 1:2500

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen

Raumtiefe: Die Raumtiefe soll im Allgemeinen bei 7 ,20 m liegen und kann bei Räumen ab 70 m2 bis 8,40 m betragen. Über 8,40 m hinausgehende Raumtiefen erfordern eine beidseitige Belichtung durch Fenster oder Oberlichter. Raumhöhe: Die lichte Raumhöhe soll bei natürlicher Beund Entlüftung mindestens 3,20 m und bei künstlicher Be- und Entlüftung mindestens 3 m betragen. Fensterfläche: Die Größe der wirksamen senkrechten Fensterfläche (reine Glasfläche) soll ein Fünftel der Raumgrundfläche nicht unterschreiten. Sichtabstand zur Tafel: Der Abstand eines Schülerarbeitsplatzes von der Wandtafel soll 2 m nicht unterschreiten und 9 m nicht überschreiten. Blickwinkel zur Tafel: Der ungünstigste Blickwinkel zur Tafel soll 30° nicht unterschreiten. Material- und Farbwahl der Oberflächen: Oberflächen sollen tageslichtaufhellend sein und Reflexionen vermeiden.

Lüftungsfläche: ≥ 0,3 m2 pro Schüler voll zu öffnende Lüftungsflügel Luftraum: ≥ 6 m2 pro Schüler

7 20

720

Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften Raumausstattung: Waschbecken, zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel, Projektionsfläche, (Einbau-)Schrank, Pinnwand, Tische und Stühle

maximaler Abstand zur Tafel 9,00 m

Fensterfläche: ≥ ein Fünftel der Grundfläche des Klassenraums

minimaler Abstand zur Tafel 2,00 m

30˚ Blickwinkel

Grundrissbeispiel, Klassenraum mit 60 m2 für 30 Schüler, M 1:100

518

Raumpilot Grundlagen

835

≥ 320 / ≥ 300

Die ASE enthalten detaillierte Planungsempfehlungen zur Gestaltung von Klassenräumen. Als Orientierungswerte sind hier die wesentlichen Angaben der ASE BW in einem Überblick zusammengefasst.

Tafelprojektionsfläche zentral

Allgemein unterrichten

Tafelprojektionsfläche seitlich ≥ 320 / ≥ 300

Lüftungsfläche: Je Schüler sollen 0,3 m2 Fensterfläche voll zu öffnen sein. Eine einseitige freie Fensterlüftung ist bis zu einer Raumtiefe von 8,40 m möglich, wenn die lichte Raumhöhe mindestens 3,20 m beträgt und die innere Raumzone in circa 1 m Tiefe nur als Verkehrsfläche genutzt wird. Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften
Türen: ≥ 40 Benutzer müssen Klassenraumtüren in Fluchtrichtung aufschlagen; Nach außen aufschlagende Türen dürfen in der Endstellung einschließlich Türgriff max. 20 cm in den Fluchtweg hineinragen

840

840

Garderoben: Garderoben können im Flur, im Klassenraum oder auch bereichsweise zusammengefasst angeordnet werden. Die ASE empfiehlt die Unterbringung im Flur (zusätzliche Brandlast beachten). Sofern Garderoben in Unterrichtsräumen vorgesehen werden, sind sie gut lüftbar anzuordnen. Raumausstattung: In jedem allgemeinen Unterrichtsraum sollte folgende Grundausstattung vorhanden sein: – ein Waschbecken – zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel – eine Projektionsfläche – ein (Einbau-)Schrank – eine Pinwand – Tische und Stühle.

860

100

Grundrissvariante, Klassenraum mit 72 m2 für 36 Schüler, M 1:100

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen

≥ 250 an niedrigster Stelle

320 bzw. 300 840

Raumhöhe bei künstlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3 m im Lichten Raumhöhe bei natürlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3,20 m im Lichten

M 1:100

520

Raumpilot Grundlagen

≥ 320

≥ 300

im Mittel

Raumhöhe bei nicht ebenen Decken: Bei nicht ebenen Decken sollten je nach Lüftungssystem 3,20 m im Mittel beziehungsweise 3 m im Mittel nicht überschritten werden, dabei muss an der niedrigsten Stelle ein Mindestmaß von 2,50 m eingehalten werden

Allgemein unterrichten

Natürliche Belichtung: Sämtliche Unterrichtsräume müssen Fens­ ter mit Ausblick ins Freie haben. (Lernmittelräume et cetera können fensterlos oder von oben belichtet sein.) Tageslicht von links und Südorientierung der Klassen­ räume sollten bevorzugt werden. Sonnen- und Blendschutz muss entsprechend der Orientierung vorgesehen werden. (Vergleiche hierzu DIN 5034 und Landesrecht) Künstliche Beleuchtung: Die künstliche Beleuchtung soll an die Nutzung ausgerichtet und blendfrei sein. Die Farbe der künstlichen Beleuchtung soll dem Tageslicht weitgehend entsprechen (vergleiche DIN 5035). Schallschutz: Die bauaufsichtlich verbindlichen Anforderungen an den Schallschutz in Schulen sind in der DIN 4109:1989-11 „Schallschutz im Hochbau“ , Tabelle 3 enthalten. Zusätzlich sind die Anforderungen der DIN 18041: 2005-4 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“ zu beachten. Differenzierte Nachhallzeit für Unterrichtsräume: DIN 18041 Schutz gegen Lärm aus benachbarten Räumen: Normgerechte Luft- und Trittschalldämmung der Decken, Wände und Türen entsprechend DIN 4109. (R`w: bewertetes Schalldämmmaß in dB mit Schallübertra-

gung über flankierende Bauteile) Decken zwischen Unterrichtsräumen und Sporthallen, Musikräumen, Werkräumen: erforderlich R`w 55 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 47 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern: erforderlich R`w 52 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „besonders lauten“ Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen: erforderlich R`w 55 dB Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 32 dB Schallschutz gegen Außengeräusche: Bei einem Außengeräuschpegel bis zu 65 dB(A) kann von Fensterlüftung ausgegangen werden und es ist keine besondere Anforderung an die Ausführung von Außenwänden und Fenstern zu stellen. Bei einem Außengeräuschpegel von über 65 dB(A) sollten die Fenster während des Unterrichts geschlossen bleiben und ein Luftschallschutzmaß von minus 12 dB erreichen. Hierbei kann der Einbau lüftungstechnischer Anlagen erforderlich werden.

Schallabsorptionsflächen

An der Decke in Raummitte: ungünstig für Frontalunterricht, da keine Schallreflektion über die Deckenmitte in die Raumtiefe möglich ist, günstig für Gruppenunterricht.

Oberer Teil Rückwand und seitliche Deckenstreifen: günstig für Frontalunterricht, da Schallreflexion des Redners über Deckenfläche in die Raumtiefe möglich ist. Rückwandreflexion

ungünstig ungünstig

günstig günstig

günstig Stark vereinfachte Schemata zur Wirkung von Schallabsorptions- und Reflektorflächen in Klassenräumen. Die Wirkung ist zusätzlich stark von der genauen Raumproportion, den Oberflächenmaterialien und der Oberflächengestaltung abhängig.

Raumpilot Grundlagen

521

Lernen

Lernen

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Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen Fachbezogen unterrichten

525 525 526 526 526 527 528 528 528 528 528 528 529 529

Einführung Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich Lehrsaal Lehr-/Übungsraum Vorbereitungs-/Sammlungsraum Grundrissbeispiel Physikraum Gymnasium Musischer Unterrichtsbereich Musikunterricht Kunstunterricht Werkstatträume Lage Anforderungen und Ausstattung Belichtung und Belüftung Bodenbelag

524

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten

Allgemein unterrichten

Fachbezogen unterrichten

Nebenräume

Freibereiche

Essen und Freizeit verbringen

Funktionsbeziehungen Fachbezogen unterrichten

Einführung
Zu den Fachklassen gehören die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, für Musik und Kunst, für die Computernutzung, unterschiedliche Werkräume und die Schullehrküchen für den Kochunterricht. Der Fachunterricht erfordert jeweils unterschiedliche spezielle technische Raumausstattungen und teilweise auch spezielle Raumgrößen und Raumhöhen, die sich von den Raumproportionen und Ausstattungen der allgemeinen Unterrichtsräume unterscheiden. Aus installationstechnischen und weiteren funktionalen Gründen wird empfohlen, die Fachklassen jeweils fächerbezogen räumlich zusammenzufassen.

Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich
Die naturwissenschaftlichen Fachbereiche umfassen Lehr- und Übungsräume, Sammlungs- und Vorbereitungsräume und eventuell zusätzliche spezielle Lagerräume (zum Beispiel Raum für brennbare Flüssigkeiten). In den naturwissenschaftlichen Unterrichtsbereichen für Biologie, Physik und Chemie und den Werk-/Technikräumen besteht aufgrund ihrer Ausstattung und aufgrund der verwendeten Chemikalien et cetera eine erhöhte Unfall- und zum Teil auch eine erhöhte Brandgefahr. Planungsvorgaben für diese Räume finden sich in der „Unfallverhütungsvorschrift Schulen“ (GUV-V S1) und in der DIN 58125. Lernen

Günstige Lage der Fluchtwege, sie sollen möglichst weit auseinanderliegen

Ungünstige Lage der Fluchtwege, sie sollen nicht in derselben Ecke liegen

Raumpilot Grundlagen

525

Lernen

Räume mit erhöhter Brandgefahr (Chemie und Holzwerkräume) müssen grundsätzlich über zwei getrennte sogenannte „sichere Fluchtwege“ verfügen, die möglichst in entgegengesetzte Fluchtrichtungen führen. Diese Anforderung gilt nicht als erfüllt, wenn der zweite Fluchtweg über den Sammlungs- oder Vorbereitungsraum führt und dessen Zugang in derselben Ecke liegt wie der Ausgang des Unterrichtsraums. Die Fluchttüren müssen in diesen Räumen in Fluchtrichtung aufschlagen. Der geforderte zweite Fluchtweg kann über ein Fenster erfolgen, allerdings nicht durch Anleitern der Feuerwehr, da die Flucht über Anleitern mit circa 3 Minuten je Person zu lange dauert. Hier werden also Außenbalkone, Terrassen und Außentreppen gefordert, über die Lehrer und Schüler selbstständig in einen sicheren Bereich flüchten können. Ist der Unterrichtsraum jedoch mit einer vollständigen Verdunkelung ausgestattet, darf der zweite Fluchtweg nicht über ein Fenster erfolgen. Lehrsaal In den Lehrsälen wird vorwiegend Demonstrationsunterricht durchgeführt. Um eine gute Sicht auf den Lehrerexperimentiertisch zu gewährleisten, werden die Lehrsäle des naturwissenschaftlichen Bereichs mit ansteigendem, fest installiertem Gestühl ausgestattet. Meist sind 2 bis 3 Podeststufen (circa 15 cm bis 17 cm Höhe) günstig. Bis zu einer Steigung von 10 Prozent

können Rampen zur Höhenüberwindung eingesetzt werden, bei höherer Steigung müssen Stufen ausgebildet werden. In der vordersten Reihe muss Barrierefreiheit gewährleistet sein. Lehr-/Übungsraum In Lehr- und Übungsräumen können Schüler Experimente unter Aufsicht selbst durchführen, ihnen steht daher mehr Arbeitsfläche zur Verfügung als in den Lehrsälen. Diese Räume sollten möglichst für unterschiedliche Unterrichtsformen geeignet sein. Sammlungs-/Vorbereitungsraum Die Sammlungs- und Vorbereitungsräume sollten den Lehrräumen möglichst direkt und ohne Stufen zugeordnet sein. Unter Umständen kann für diese Räume eine gesonderte Abluftanlage gefordert werden. Die Türen zu diesen Räumen und zu den Lehrsälen sollten für Transportgut circa 60 cm höher ausgebildet werden als Normtüren. Die Chemikalien und Gefahrstoffe sollten in einem eigenen Chemikalienraum mit circa 6 m2 bis 10 m2 Fläche untergebracht werden. Alternativ können entlüftete Chemikalienschränke für die jeweiligen Gefahrstoffgruppen eingesetzt werden (Gefahrenstoffe, siehe GUV-V S1, § 26).

526

Raumpilot Grundlagen

Chemikalien müssen in einem eigenen Chemikalienraum oder in abgeschlossenen Chemika­ lienschränken untergebracht werden Lehr.40 m – Fläche: 66 m² – Raumausstattung: Lehrerexperimentiertisch mit Strom.40 m – Raumausstattung: ausreichend Schrank­ raum. Schränke für Experimentiergeräte (mindestens 30 cm tief). ausreichende Tiefe (40 cm) der Schreibgelegenheit Sammlungs.40 m – Fläche: 84 m2 bis 90 m² – Raumausstattung: Lehrer. M 1:200 Raumpilot Grundlagen 527 Lernen .70 m x 8.und Schülerexperimentiertische mit Strom. Hörsaalgestühl. Wandspüle. Gas. 2 bis 3 Podeststufen mit 15 cm bis 17 cm Höhe.und Übungsraum Lehrsaal (beispielhaft) – Schülerzahl: 40 Schüler – Raummaße: 7 .90 m x 8.Fachbezogen unterrichten ≥ 230 40 260 Lehrsaal Sammlungs. Wandtafel.und Übungsraum (beispielhaft) – Schülerzahl: 32 Schüler – Raummaße: 10 m x 8. Grundriss und Schnitt. Türen sollen möglichst direkt und ohne Stufen erreichbar sein.und Wasseranschluss. Absaugvorrichtung.und Vorbereitungsraum (beispielhaft) – Raummaße: 6.und Vorbereitungsraum Lehr.und Wasseranschluss. Gas. 2 bis 3 Podeststufen (je 15 cm bis 17 cm hoch) empfehlenswert Beispiel für die Gestaltung eines Physikraumbereichs an einem Gymnasium. Projektionsmöglichkeit.

Lernen Musische Unterrichtsbereiche Musikunterricht Der Musiksaal kann als abgeschlossener Raum ausgebildet werden. Dazu gehören die im Kapitel „Sitzen“ erläuterten Mindestabstände zwischen Arbeitstischen in Werkräumen. An den Musiksaal ist ein Lehrmittelraum für die Lagerung von Instrumenten. daher wird hierfür eine Nord-Orientierung empfohlen (siehe ASE BW). Es ist zweckmäßig. Die DIN 18041 macht genaue Angaben zu raumakustischen Anforderungen.und Maschinen­ räume müssen unmittelbar von den Werk­ räumen zu erreichen sein. die Werkräume mit den Räumen für Kunstunterricht zusammenzufassen. Bei Durchgängen zwischen zwei Arbeitstischen sind mindestens weitere 60 cm erforderlich. Verkehrsflächen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Spülbecken müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein. weil die Bearbeitungsmaschinen von den Schülern nur unter Aufsicht des Werklehrers benutzen werden dürfen. Die DIN 4109 fordert für die Wände und für die Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und besonders lauten Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen R’w 55 dB. dass der Unterricht in anderen Räumen durch sie nicht gestört wird (siehe ASE BW). Tonträgern et cetera angegliedert. der Aula oder mit der Eingangshalle verbunden sein. Kunstunterricht In Zeichensälen sollte eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet sein. In diesen Räumen sind ausreichend Stell. Die zugehörigen Material. Auch Störungen nach außen müssen mittels schalldämmender Maßnahmen vermieden werden. Werkstatträume Lage Da in Werkräumen viel Arbeitslärm entsteht. sollten sie im Schulgebäude so angeordnet werden. An Musikräume werden hohe raumakus­ tische Anforderungen gestellt.und Hängeflächen für Arbeitsmaterialien und Objekte/Bilder vorzusehen. da der Unterricht häufig vom selben Lehrer erteilt wird und die einzelnen Techniken wechselseitig eng verknüpft sind. Anforderungen und Ausstattung Grundsätzlich sind die Richtlinien der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) einzuhalten. 528 Raumpilot Grundlagen . Außerdem wird für Werkräume aufgrund der Materialandienung eine gut zugängliche Erdgeschosslage empfohlen. wie beispielsweise zur Nachhallzeit. er kann aber auch mittels flexibler (möglichst schalldichter) Wände mit anderen Räumen.

§ 23 und GUV-V S1. Werkräume sind grundsätzlich mit mindestens zwei möglichst weit auseinander liegenden Ausgängen zu versehen. Damit der Lehrer seine Aufsichtspflicht für beide Räume wahrnehmen kann. 42 m2 Maschinenraum. die auch bei Staubanfall ausreichend trittsicher sind (siehe DIN 58125. 2. 66 m2 und 30 m2 Restfläche ≥ 100 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 529 Lernen . 36 m2 Werkraum für 16 Schüler. § 21f.00 m 145 80 80 150 80 80 145 Fluchtmöglichkeit nach außen Materialraum. Belichtung und Belüftung Die Räume müssen sachgemäß beleuchtet und belüftet sein.80 m – Einbauschränke – Tafel und Projektionswand – Wasserbecken mit Ablage – Maschinen – Reihenwerkbänke – Brennofen – Trockenschrank (belüftet) – Absaugung – Lagerregale ≥ 100 160 Sichtfenster.Fachbezogen unterrichten Der Maschinenraum sollte jedoch vom Schülerübungsraum baulich getrennt sein. 3. beziehungsweise GUV-V S1. Bodenbelag Für Werkräume müssen Bodenbeläge gewählt werden. Holzstaub darf nicht in gesundheitsgefährdender Konzentration auftreten (Absauganlagen).). wobei ein Ausgang auch durch den Maschinenraum führen darf (DIN 58125. § 26 beziehungsweise GUV-V S1. ist eine Sichtverbindung zwischen Maschinenraum und Schüler­ übungsraum vorzusehen. Für Brennöfen in Aufenthaltsbereichen von Schülern muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen werden (DIN 58125. zusammengestellt zu Vierer-Arbeitsplätzen – Lehrerarbeitstisch.00 x 1. § 23).20 m x 0. damit lärmintensive Maschinen wie Kreis­ säge oder Hobel nicht im Werkraum benutzt werden müssen. ca. Grundriss Werkstatträume an einer Hauptschule (beispielhaft) ≥ 100 160 ≥ 100 ≥ 100 Ausstattung: – Schülerwerkbänke. § 26). § 21f.

Lernen 530 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten und verwalten Raumpilot Grundlagen 531 Lernen .

Lernen und verwalten Arbeiten 533 534 534 534 534 535 535 535 Einführung Varianten mit zentral angeordnetem Lehrerbereich Lage Schulsekretariat Rektorat Varianten mit dezentral angeordnetem Lehrerbereich Schulsekretariat Rektorat 532 Raumpilot Grundlagen .

und Projektarbeit nehmen inzwischen einen weit größeren Teil ihrer Arbeitszeit ein als zuvor. Die Raumangebote sollten möglichst so gestaltet sein. Zusätzlich verändern sich durch den Ausbau vieler Schulen zu Ganztagsschulen die Arbeitsbedingungen von Lehrern. Team.Arbeiten und verwalten Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Arbeiten und verwalten Freibereiche Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Arbeiten und verwalten Einführung Die Arbeit von Lehrern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. sondern auch entsprechende „Pausenräume“ zur Erholung und Kommunikation zur Verfügung stehen. Damit die längere Arbeitszeit von Lehrern an der Schule sinnvoll genutzt werden kann. Die Aufenthaltszeiten an der Schule sind erheblich länger geworden und das Aufgabenspektrum wurde erweitert. . dass Lehrer in der Schule sowohl räumliche Bedingungen für die Das traditionelle gemeinsame „Lehrerzimmer für alle“ kann kaum der angemessene Rahmen für diese unterschiedlichen Anforderungen sein. müssen jedoch nicht nur geeignete Arbeitsplätze vorhanden sein. Raumpilot Grundlagen 533 Lernen konzentrierte Einzelarbeit vorfinden. bei Bedarf aber auch im Team arbeiten beziehungsweise Koordinationsgespräche in unterschiedlich großen Gruppen führen können. Hierdurch entstehen neue Anforderungen an die Arbeitsplätze und auch an die Sozialräume der Lehrer.

und Unterrichtsmaterial ausgestattet. Statt einem großen Konferenztisch werden auch Einzeltische (Kleinschreibtische) eingesetzt. oder auch zu einem großen Konferenztisch zusammengestellt werden können.und Lernmittel bei den einzelnen Fachbereichen meist auch aus gesamtorganisatorischen Gründen sinnvoll (siehe ASE). 534 Raumpilot Grundlagen . Informationsstafeln und einer Handbibliothek für Lehr. Neben Arbeitstischen und Stühlen sind Lehrerzimmer meist auch mit Postfächern für jede Lehrkraft. Eine Lehrergarderobe und Lehrertoiletten sollten in der Nähe angeordnet sein. Im traditionellen gemeinsamen Lehrerzimmer stehen jedem Lehrer (nur) etwa 3 m² als Arbeitsplatz zur Verfügung. Bei großen Schulanlagen ist eine dezentrale Anordnung des Lehrerbereichs zusammen mit der Unterbringung der Lehr.und Schülerbücherei sowie Lehrerzimmer und Schülerarbeitsräumen zu schaffen.Lernen Lehrerbereich und Verwaltung zentral angeordnet Lage Prinzipiell können Lehrerbereich und Verwaltung räumlich zentral zusammengefasst oder aufgesplittet dezentral auf verschiedene Stellen im Schulgebäude verteilt werden. Es kann von Vorteil sein. die eine freie Gruppierung erlauben. Größe und Ausstattung Die Größe des Lehrerbereichs richtet sich nach dem Schultyp und der Anzahl der Lehrer. den Lehrerbereich dem Informationsbereich anzugliedern. um eine gute Verbindung von Lehrer.

In diesen Räumen sollte jeweils auch ein kleinerer Besprechungsbereich (circa sechs Plätze) vorhanden sein. Doch es muss auch ein datentechnisch geschützter Bereich vorhanden sein. Eine Wartezone mit Sitzgelegenheit für Besucher im Flur vor dem Sekretariat gehört ebenso dazu wie eine kommunikative Gestaltung des gesamten Raums. (Weitere Informationen zur Gestaltung des Lehrerbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“) Raumpilot Grundlagen 535 Lernen .Arbeiten und verwalten Lehrerbereich und Verwaltung dezentral angeordnet Lehrerbereich Verwaltung Schulsekretariat Das Sekretariat ist die erste Anlaufstelle für alle Besucher und auch für Eltern und Schüler. Rektorat Die Räume für Schulleiter und Stellvertreter sollten möglichst in der Nähe der anderen Lehrerbereiche liegen. Dieser Raumbereich sollte daher für Besucher leicht auffindbar sein. in dem vertrauliche Vorgänge bearbeitet werden können.

Lernen 536 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren und informieren Raumpilot Grundlagen 537 Lernen .

Lernen Recherchieren und informieren 539 539 539 540 Bibliothek/Mediathek Lage Richtwerte für den Flächenbedarf Grundrissbeispiel 538 Raumpilot Grundlagen .

Ausstellungsbereich und eventuell ein Veranstaltungsbereich. Lage Die Schulbibliothek sollte als Informations-. möglichst zentral gelegenen Informationsbereich.und Kommunikationsort an zentraler Stelle gut auffindbar untergebracht sein.00 m2 Raumpilot Grundlagen 539 .und Lernmittelzimmer.00 m2 Magazin 20. Dieses Informationszentrum sollte möglichst über die Unterrichtszeiten hinaus geöffnet sein und auch außerschulischen Nutzern offenstehen. Mediathek.4 m² bis 0.00 m2 circa 6 Carells (Lesekabinen) 16. Arbeits. Richtwerte für den Flächenbedarf Bibliotheks-/Mediatheksfläche: circa 0. audio-visueller Bereich. Mediatheken erweitern die Sammlung um audiovisuelle Medien und entsprechende Hardware. Karten.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Recherchieren und Informieren Bibliothek/Mediathek Empfohlen wird das Zusammenfassen von Schulbibliothek.und Sammlungsräumen. einer Registratur und Leseplätzen ausgestattet. Oberstufen. Verwaltungsbereich und Regalzone. Schulbibliotheken sind mit Bücherregalen. Gruppenarbeitsbereiche.55 m² je Schüler Lernen Für eine Schule mit 1000 Schülern werden als grobe Richtwerte vorgeschlagen: 10 000 Bände circa 4000 audiovisuelle Medien circa 50 Zeitschriften circa 40 Arbeitsplätze 80. Zu den Bibliotheksbereichen zählen prinzipiell: Thekenbereich. Lehr.80 m2 circa 1 Gruppenraum 50. Schulstufenbezogen bestehen unterschiedliche Anforderungen.und Fachbereichsbibliotheken zu einem gemeinsamen. Einzelarbeitsbereiche.00 m2 Arbeitsraum für Bibliothekare 18.

Lernen 3 3 4 4 4 7 1 Beispiel für eine Schulbibliothek M 1:200 1 Ausleihe 2 Büro 3 Einzelarbeit 4 Gruppenarbeit 5 Hörkabinen 6 Computerarbeit 7 Bücherregale 8 Mehrzweckraum 2 8 5 6 540 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren Essen und Freizeit und informieren verbringen Raumpilot Grundlagen 541 Lernen .

Lernen Essen und Freizeit verbringen 543 544 544 544 544 Schulmensa und Freizeiträume Planungshinweise Speiseraum Küchen Personalbereich 542 Raumpilot Grundlagen .

ob die Speisen für das Mittagessen angeliefert und eventuell aufgewärmt werden oder ob das Essen vor Ort zubereitet und gekocht wird. Raumpilot Grundlagen 543 Lernen . Der notwendige Flächenbedarf für die zugehörige Küche und Ausgabe ist abhängig davon. Blatt 6 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Kindergärten. ► Die VDI-Richlinie 6000.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Freibereiche Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Essen und Freizeit verbringen Schulmensa und Freizeiträume Durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsbetrieb gewinnen die Räume für die Essensversorgung und für die Freizeit von Schülern und Lehrern stark an Bedeutung. Kindertagesstätten und Schulen. Die Lage der Speiseräume sollte möglichst in der Nähe der Pausenhofflächen und in Kombination mit den weiteren Freizeiträumen vorgesehen werden. die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schulküche genutzt werden können. Bei größeren Schulen wird häufig für die schnelle Pausenverpflegung zusätzlich eine Ausgabetheke oder eine kleine Cafeteria für Snacks und Getränke eingeplant. VDI 6000. Empfohlen wird die Planung von mehrfach nutzbaren Speiseräumen. Blatt 3 / November 2007 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlungsräumen.

wenn die Tabletts nicht auf einem Band direkt in die Spülküche transportiert werden. die von außen zugänglich und lüftbar sind. Toiletten-. 544 Raumpilot Grundlagen . von denen 80 Prozent an der Schule essen.25 m² pro Platz bei Grundschulen Bei einer Schule mit 400 Schülern. kann bei dreifachem Platzwechsel folgender Essplatzbedarf angenommen werden: 400 x 80 Prozent : 3 = 107 Plätze Bei Speiseräumen für mehr als 200 Perso­ nen sind die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu beachten. Personalbereich: Neben dem Speisesaal und der Küche sollten auch noch Räume für das Küchenpersonal eingeplant werden.Lernen Planungshinweise 15 15 14 14 10 4 5 13 11 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Küche Essensausgabe Essensbereich Geschirr-Rückgabe Spüle Vorbereitung Vorräte Kühlraum Tiefkühlraum Abfall Personal Umkleiden Abstellraum WC Freizeitraum 7 12 3 2 1 8 13 15 15 13 13 6 9 Beispiel für eine Schulmensa.und Ruheräume vorgesehen werden. Außerdem ist eine kurze Anbindung der Geschirr-Rückgabe von Vorteil. Entsprechend Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) und ASR müssen hierbei Umkleideräume sowie Wasch-. Lager und Anlieferung: Für die Lagerung beziehungsweise Kühlung von Lebensmitteln sollten Räume in ausreichender Größe vorgesehen werden. Küchen: Bei der Planung von Großküchen muss in der Regel ein professioneller Küchenplaner mit einbezogen werden. Im Eingangsbereich des Speisesaals sollten Garderoben (ein Haken pro Platz) und Toiletten in ausreichender Anzahl vorgesehen werden. Pausen. von der Kochküche abtrennbarer Bereich vorgesehen werden (kein Spritzwasser auf den Speisen). Spülküche: Für die Spülküche muss ein eigener.4 m² pro Platz beziehungsweise 1. M 1:500 Speiseraum: Zur Bemessung des Speiseraums kann man überschlägig annehmen: Essensteilnehmer : Platzwechsel = Anzahl der Plätze Grundfläche circa 1.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 545 Lernen .

Lernen Nebenräume 547 547 548 549 549 549 549 549 549 549 549 549 550 Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Toilettenanlagen – Bemessung Hausmeisterdienstzimmer Erste-Hilfe-Raum Arzt-Raum Elternsprechzimmer Schülervertretung Lehr.und Lernmittelräume Personalräume Gebäudereinigung Abstellräume Öffentliche barrierefreie Toilette 546 Raumpilot Grundlagen .

Zusätzlich sollten kleinere Toilettenanlagen möglichst in der Nähe der Unterrichtsräume liegen. 547 . Außerdem sollte in jedem Geschoss mindestens ein barrierefreies WC eingeplant werden. Bemessung Für die Bemessung der Toilettenanlagen gibt die ASE BW an: 40 bis 50 Schüler 20 bis 25 Schülerinnen 10 Lehrer 5 Lehrerinnen rollstuhlgerechtes WC 1 Sitz und 2 Stände 1 Sitz 1 Sitz und 1 Stand 1 Sitz Lernen Raumpilot Grundlagen Pro 1 Sitz für Jungen und 2 Sitze für Mädchen ist ein Handwaschbecken vorzusehen. Größere Toilettenanlagen im Pausen.und Aulabereich sollten auch für die außerschulische Nutzung zur Verfügung stehen.Nebenräume Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Funktionsbeziehungen Nebenräume Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Je nach Gebäudekonzept und Schulgröße können die Toiletten für Schüler und Lehrer als Sammelanlagen zusammengefasst werden und geschossweise oder bereichsbezogen im Gebäude verteilt werden.

Die einzelnen Sitze müssen mit mindestens 2 m hohen abwaschbaren Wänden abgetrennt werden. Blatt 6 gibt detaillierte Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Kindergärten. ► Bei Vorschulen und Grundschulen muss die Höhe der Sanitärobjekte und der Handwaschbecken der Körpergröße der Kinder entsprechend angepasst werden. 85 85 150 Toilettenanlage für circa 30 Lehrerinnen und 30 Lehrer mit barrierefreier Toilette 150 165 Toilettenanlage für circa 100 Schülerinnen und circa 100 Schüler mit barrierefreier Toilette Die WC-Anlagen werden grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt und mit Vorräumen versehen.Lernen ► Die Richtlinie VDI 6000. Spiegel und Handwaschbecken auszustatten. Kindertagesstätten und Schulen. Die Vorräume sind mit Seifenspendern. M 1:200 125 150 150 125 150 Toilettenanlage für circa 300 Schülerinnen und circa 300 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 85 Toilettenanlage für circa 400 Schülerinnen und circa 400 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 548 Raumpilot Grundlagen 45 60 . hygienisch einwandfreien Trockenmöglichkeiten. 85 150 Beispiele für unterschiedliche Größen von Toilettenanlagen im Schulbau.

wenn dort die erforderliche Ausrüstung vorhanden ist (GUV-SI 8065. Die erforderliche Fläche liegt je nach Größe der Schule und Raumprogramm zwischen 24 m² und 60 m². Der Raum sollte auch über ein Handwaschbecken sowie gute Beleuchtung und Belüftung verfügen (siehe ASE. Zu Planung von Erste-Hilfe-Raum. Arztraum Ein eigener Raum für schulärztliche Untersuchungen ist nicht erforderlich. oder er kann mit dem Elternsprech. Die Größe liegt bei circa 18 m². Schülervertretung Für die Schülervertretung muss ein eigener Raum vorgesehen werden. Abstellräume Abstellräume sind in angemessener Größe und Lage vorzusehen. In den Zugangsbereichen sollten möglichst barrierefreie Verkehrsflächen vorhanden sein. Wichtig ist nur. 1983. Dafür kann ein kleiner.20 m). Die Raumbereiche sollten einen Umkleideraum sowie einen Wasch. der Erste-HilfeRaum sowie der Arztraum können zu einem Raum zusammengefasst werden. dass dieser Raum an einen anderen Raum zum Auskleiden und für Allgemeinuntersuchungen angeschlossen ist. Lernen Raumpilot Grundlagen 549 . Gebäudereinigung Stauraum für die Reinigungsgeräte et cetera mit Wasseranschluss (fugenfreie Hartboden­ beläge empfohlen). Dieser sollte möglichst ebenerdig und zentral liegen und für den Rettungsdienst gut zugänglich sein (Türbreite mindestens 1. Lehr. in dem verletzte Schüler betreut werden können. Elternsprechzimmer Der 12 m² bis 18 m² große Raum sollte in Nähe des Lehrerbereichs liegen und für Besucher leicht auffindbar sein. Günstig sind Fenster sowohl nach außen als auch zur Eingangshalle hin. am besten in der Nähe des Lehrerbereichs. eingeplant werden. ruhig gelegener (Kurs-)Raum verwendet werden. früher GUV 20.und Toilettenraum beinhalten. Personalräume Personalräume werden für das Reinigungspersonal und gegebenenfalls für das Küchenpersonal gebraucht.26).Nebenräume Hausmeisterdienstzimmer Der Hausmeisterraum sollte circa 12 m² groß sein und gut auffindbar im Eingangsbereich liegen. die sich dort aufhalten. ist jedoch vom Schultyp und der Schulgröße abhängig. Für die Erste Hilfe kann entweder ein gesonderter Raum vorgesehen werden.und Lernmittelräume Für ein normales Schulgebäude sollten mindestens zwei Lehr. Erste-Hilfe-Raum In Schulen muss mindestens ein Raum vorhanden sein. Der Raum muss mit einer Krankentrage oder Liege ausgerüs­ tet sein und sollte über ein Waschbecken mit kaltem und warmem Wasser verfügen. Die Raumgröße ist abhängig vom Raumprogramm der Schule beziehungsweise von der Anzahl der Personen.und Lernmittelräume in zentraler Lage.beziehungsweise dem Hausmeisterdienstzimmer kombiniert werden. Elternsprechzimmer und Arztraum Das Elternsprechzimmer. Seite 619).

50 m (quadratisch. 20 18 (≥ 90) ≥ 95 6 1 (65-) 70 17 (≥ 220) ≥ 230 13 ≥ 150 (≥ 90) ≥ 95 9 19 20 ≥ 150 ≥ 220 220 150 150 230 ≥ 70 550 Raumpilot Grundlagen 90 1 .Lernen 150 150 95 95 ► Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39.50 m x 1. Damit der Rollstuhlfahrer auf den Toilettensitz umwechseln kann. Wichtige Anforderung: Als Rangierfläche wird eine Fläche von 1. nicht kreisförmig!) benötigt. Die Greifhöhe liegt bei 85 cm. Der Waschtisch muss unterfahrbar sein. Bei der Planung muss der gegenüber nicht-barrierefreien Toilettenanlagen deutlich größere Platzbedarf beachtet werden. 11) Öffentliche barrierefreie Toilette Die Anforderungen an öffentliche behindertengerechte Toiletten sind in der DIN 18024 beziehungsweise zukünftig in der DIN 18040 (Entwurf) festgelegt. Links und rechts vom Sitz sind Klappgriffe anzubringen. die auch vom Boden aus erreichbar sind. Zur besonderen Ausstattung zählen Notrufmelder. muss beidseitig von der Toilette eine Bewegungsfläche vorhanden sein.

Beinfreiheit 67 cm bis 30 cm hinter Waschbecken-Vorderkante (Siphon- bereich darf maximal 10 cm tief. evtl. Unterkante circa 95 cm bis 100 cm über Fußboden (Spiegelhöhe ≥ 100 cm) 12 Einhebelmischer mit langem Hebel (≤ 40 cm hinter Vorderkante Waschtisch) 13 Hänge-WC. Beinfreiheit muss über 90 cm Breite gewährleistet sein) 7 Handtuchpapierspender oder Heißluft 8 Druckergarnitur mit Hebel zur Verriegelung 9 Querstange zum Zuziehen der Türe 10 Seifenspender mit Einhandbedienung 11 Spiegel.und schwerelos klappbar. 180 cm Spülungsauslösung. Notrufauslösung in Vorderseite integriert Kleiderhaken in drei Höhen: 90 cm. Höhe inklusive Sitz 48 cm über Fußboden 14 Türe. 150 cm. geruchsverschlossen Waschbecken mit Unterputzsiphon. mit Ellbogen möglich Vormauerung/Rückenstütze für Hänge-WC Abfallbehälter. stufen. barrierefreie Toilette entsprechend DIN 180242 und DIN 18040-1 (Entwurf) Die in DIN 18040-1 (Entwurf) abweichenden Werte/Angaben sind in Klammern (..) dargestellt.Nebenräume 150 Öffentliche. ab 35 cm Höhe über Oberkante Fertigfußboden einschränken. lichtes Durchgangsmaß 90 cm 15 Beleuchtung 16 Mechanische Lüftung (auch bei vorhandenem Fenster) 17 Abfallkorb für gebrauchte Papierhandtücher 18 Ablagefläche 15 cm x 30 cm 19 Bodeneinlauf (entfällt) 20 Wasserventil mit Schlauch (entfällt) 21 Notrufauslösung durch Zugschalter 16 15 14 11 150 95 95 18 (28) (74-76) 85 12 8 ≤ 80 ≥ 67 2 8 85 3 4 21 5 17 (46-) 48 (≥ 35) 55 70 15 (≤ 10) ≥ 30 (40) 55 M 1:50 210 10 7 Raumpilot Grundlagen 551 Lernen .. 1 2 3 4 5 6 Haltestangen.

Lernen 552 Raumpilot Grundlagen .

Freibereiche Raumpilot Grundlagen 553 Lernen .

Lernen Freibereiche 555 556 557 557 557 558 558 558 Schulhof Freiraum – Nutzungsbereiche Planungshinweise Wasserflächen Pflanzen Sitzgelegenheiten Einfriedigungen Bodenbeläge 554 Raumpilot Grundlagen .

4 m2 je Schüler auszuweisen und mit mindestens 2. diese teilüberdachten Flächen der Wandelhöfe et cetera mit 0.10 m lichte Höhe Offene Pausenhofflächen: 4 m² bis 6 m² je Schüler Bei Grundschulen: 6 m² je Schüler (ASE) Raumpilot Grundlagen 555 Lernen .Freibereiche Ankommen Allgemein unterrichten Nebenräume Fachbezogen unterrichten Freibereiche Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Funktionsbeziehungen Freibereiche Schulhof Allgemein In Pausenräumen und auf Schulhofflächen findet eine Vielzahl unterschiedliche Aktivitäten statt. Die Schulfreiflächen dienen beispielsweise als Kommunikationsräume. Bei Grundschulen sollten 6 m2 je Schüler eingeplant werden.und Erholungsflächen oder auch für den Außenunterricht in Freiklassen. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen wird empfohlen. Bei entsprechenden Voraussetzungen können auch angrenzende öffentliche Flächen anteilsmäßig als offene Pausenfläche mit angerechnet werden (ASE Baden-Württemberg).10 m lichter Höhe auszuführen. Offene Pausenflächen sollten überschlägig mit 4 m2 bis 6 m2 Fläche je Schüler bemessen werden. damit auch bei schlechter Witterung ein Aufenthalt im Freien möglich ist. in den Außenflächen ein differenziertes Raumangebot mit unterschiedlich gestalteten Bereichen anzubieten.4 m² je Schüler mindestens 2. Es wird empfohlen. als Spiel. Dimensionierung Pausenhöfe sollten offene und offene über­ deckte Flächen besitzen. ► Dimensionierung Offene überdeckte Pausenhofflächen: 0.

sich austauschen Freiklassen. streiten Begrünte Bereiche – Schulgarten.und Präsentationsbereiche – Aufstellfläche für Schülerarbeiten – freie Flächen für Versammlungen – Veranstaltungen. essen. spielen. Teichanlage – Bepflanzungen.Lernen Rückzugsbereiche – überdachte Aufenthaltsbereiche – geschützte Sitzecken für kleine Gruppen mit Tisch – Lerngruppen – modelliertes Gelände mit Nischen und Sitzmöglichkeiten warten. ausprobieren. versammeln. veranstalten. pflegen. Außenunterricht versammeln. üben. geschützt spielen oder sitzen Unterschiedliche Freiraum-Nutzungsbereiche 556 Raumpilot Grundlagen . trinken. sitzen. pflanzen. plaudern. Hecken et cetera als Lernumgebung säen. ausruhen. sitzen. Schülerarbeiten präsentieren Bewegungszonen – Ballspielzonen – Klettergeräte – Spielplatzflächen – Fahrradübungsgelände laufen. treffen. Bäume. klettern. prügeln. treffen. lernen. raufen. gärtnern.

und Bewegungsspiele) angeordnet sein und eine maximale Wassertiefe von 1. § 14 und GUV-V S1. die zur Bewegung anregen. Bei großen Schulanlagen sollten den verschiedenen Altersstufen getrennte Pausenbereiche zugeteilt werden. Pausenhallen können mit Verbindungsgängen. § 14 und GUV-V S1. Freiklassen sollten so orientiert und gestaltet werden. Vorhandene Spielgeräte nach DIN 7926 sollten den Sicherheitsanforderungen nach DIN EN 1176-1 bis DIN EN 1176-7 gerecht werden. Speise.40 m Tiefe am Rand aufweisen. Wasserflächen Wasserflächen wie Teiche und Feuchtbio­ tope können in Schulgärten und Pausenhöfen zu Lernzwecken angelegt werden. Abfalleimer sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein.und Mehrzweckräumen kombiniert werden. § 14). Notwendige Verkehrswege und Treppen oder Hindernisse müssen mit mindestens 5 Lux nach DIN 5035-2 beleuchtet sein (DIN 58125. Sie sollten Bereiche enthalten.und Lieferfahrzeuge müssen auf einer Breite von mindestens 3. Bei Grundschulen stehen Spielflächen und unterschiedliche Spielgeräte stärker im Vordergrund. Raumpilot Grundlagen 557 Lernen .20 m sowie eine mindestens 1 m breite Flachwasserzone mit maximal 0.Freibereiche Vegetation als Puffer max.50 m freigehalten werden und ausreichend tragfähig sein. § 14). Pflanzen Es dürfen grundsätzlich keine Giftpflanzen angepflanzt werden.und Naturbereiche beinhalten. Wassertiefe 120 ≤ 40 ≥ 100 Teichanlage. M 1:50 Planungshinweise Pausenhöfe sollten möglichst gut besonnt und windgeschützt sein. Sitz. Hecken oder heckenartige Bepflanzung erfolgen (DIN 58125. Ansonsten muss eine Sicherung des Uferbereichs durch Zäune. Die Zufahrten für Feuerwehr-. Eingangshallen.und Spielbereichen (Ball. dass bei ihrer Nutzung keine Störungen in den sonstigen Unterrichtsräumen entstehen. Müll. Pflanzen mit Dornen oder Allergie auslösende Pflanzen sind ebenfalls zu vermeiden. Sie sollten außerhalb von Lauf. und möglichst Spiel-.

Bodenbeläge Die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Freien müssen auch bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. M 1:50 Sitzgelegenheiten Neben Bänken können auch raumlandschaftliche Elemente wie Podeste.Lernen ca. 80 ca. Stufenanlagen und dergleichen zu variablem Sitzen in verschiedenen Positionen einladen. um Verletzungen zu vermeiden. Einfriedungen Zäune.oder Großgruppen Sitzgelegenheiten bieten. Sie können sowohl einzelnen Schülern wie auch Klein. 80 ca. § 14). Diese sind weitgehend unabhängig von der Größe der Schüler nutzbar. 95 Abgestufte Sitzlandschaft. Gitter und sonstige Einfriedungen dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Teile besitzen. 558 Raumpilot Grundlagen . § 14 und GUV-V S1.

Bauausführung Raumpilot Grundlagen 559 Lernen .

Lernen Bauausführung 561 561 561 561 562 563 564 565 565 565 565 565 566 566 Planungsregeln. Normen und Verordnungen Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Abstreifmatten Rutschfestigkeit von Fußböden Bauteile. Oberflächen und Kanten Verglasungen Umwehrungen/Geländer Treppen und Rampen Außenbereiche Beleuchtung/Leuchtstärken Belüftung Türen Fenster 560 Raumpilot Grundlagen .

Die Sicherheitsanforderungen im Schulbau sind teilweise höher als die sonstigen Standards wie sie beispielsweise für Wohngebäude gefordert werden. Stand 10. § 5 ). Juli 1998). Richtlinien. in den Muster-Schulbau-Richtlinien und in den Schulbauempfehlungen finden sich detaillierte Planungsvorgaben und Planungsempfehlungen für Schulbauten. § 5 und GUV-V S1. Normen und Verordnungen In den Bauordnungen der Länder und in verschiedenen DIN Normen (vor allem DIN 58125 / Juli 2002 „Schulbau“). Raumpilot Grundlagen 561 Lernen . die über die gesamte Durchgangsbreite mit mindestens 150 cm Tiefe stolperfrei (flächenbündig) verlegt sein müssen (DIN 58125. Handelsübliche Matten besitzen eine Bauhöhe von circa 25 mm bis 40 mm. Unfallverhütungsvorschriften der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm. Abstreifmatten In Eingangsbereichen sind oberflächenbündige Abstreifmatten gefordert. § 5 sind in Schulgebäuden Stolperstellen und Einzelstufen grundsätzlich zu vermeiden.Bauausführung Planungsregeln. Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Entsprechend DIN 58125. Auf den folgenden Seiten sind wesentliche Hinweise aus diesen Planungsvorgaben in einem Überblick zusammen­ gestellt. Falls Einzelstufen unvermeidlich sind. ► Hinweis Wesentliche Planungsanforderungen finden sich unter anderem in der Mus­ ter-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR. müssen sie optisch von den angrenzenden Flächen deutlich abgesetzt werden. § 5 beziehungsweise GUV-V S1.

wobei R 13 die höchste Rutschhemmung bezeichnet (siehe DIN 51130). (Hrsg. 2003) 562 Raumpilot Grundlagen . Auch die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Außenbereich müssen bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. § 14). Rutschfestigkeit verschiedener Bodenbeläge 6° bis 10° R9 Erforderliche Rutschhemmung in Abhängigkeit von der Nutzung. evtl. Oktober 2003 „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ . B und C. im Eingangsbereich Bodenklasse R10 zu verwenden. R 10 R 9. An Chemieräume werden besondere Anforderungen gestellt.Lernen > ° 35 3 R1 bis 35 ° Rutschfestigkeit von Fußböden 2 R1 ° 28 20° bis 27° R11 is 11° b Zuordnung der Gesamtmittelwerte der Neigungswinkel zu den Bewertungsgruppen der Rutschhemmung (GUV-R 181) 10 19° R Für die verschiedenen Nutzungsbereiche werden in Schulen unterschiedliche rutschhemmende Eigenschaften in der Einstufung zwischen R 9 bis R 11 gefordert. erfolgt die Einstufungen über die Kategorisierung A. Angaben entsprechend der GUV-R 181. wobei C die höchste Rutschhemmung bezeichnet.: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin. evtl. Ist Barfußnutzung (Duschen et cetera) vorgesehen. Juli 1999 (aktualisiert 2007) „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“ . R 10 R 9 bis R 12 R 9 bis R 13 Das „BGIA-Handbuch“ enthält eine ausführliche Liste über die Rutschfestigkeit von Fußbodenbelägen verschiedener Hersteller. § 14 und GUV-V S1. Hinweis: Es wird empfohlen. B A R11 R10 R9 Sanitärräume Allgemein Duschräume Umkleiden Pausenhöfe Lehrküchen Klassenräume Werkräume Treppen Keramische Bodenbeläge Gitterroste PVC Elastomer Laminat Linoleum Textile Bodenbeläge Naturstein R 9 bis R 13 R 10 bis R 13 R 9 bis R 10 R 9 bis R 10 R 9. Angaben zur Rutschhemmung in Nassräumen macht die GUV-I 8527 .

Neben einer möglichst glatten Oberfläche ohne vorstehende Grate et cetera wird für deren Ecken und Kanten eine nicht scharfkantige Eckausführung gefordert.Bauausführung Bauteile. § 6). müssen diesen Anforderungen entsprechen (DIN 58125. Je nach Material sollten Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet beziehungsweise gefast. ≥ 200 Aus Sicherheitsgründen (Verletzungsschutz) gelten besondere Anforderung an die Beschaffenheit von Wandoberflächen bis 2 m Höhe Raumpilot Grundlagen 563 Lernen . Oberflächen und Kanten r ≥ 2 mm Erforderliche Kantenrundung M 1:5 Um Verletzungsgefahren zu vermeiden. Auch sonstige Einrichtungen. werden an die Oberflächen von Wänden und Stützen bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche besondere Anforderungen gestellt. Bedienungshebel et cetera. gebrochen oder bei Putzausführung mit gerundeten Eckputzschienen ausgeführt werden. § 6 und GUV-V S1. wie Fensterbänke. Möbel werden bezüglich ihrer Ecken und Kanten wie Bauteile behandelt. Türen.

≥ 100 Anforderungen an Verglasungen im Aufenthaltsbereich von Schülern 564 Raumpilot Grundlagen ≥ 80 . Als ausreichend umwehrt gelten auch Fenster. § 7). Farbgebungen oder die Anordnung von Querriegeln et cetera auf Gläsern empfohlen (DIN 58125.und Schwingflügel ≥ 20 Diese Sicherheitsgläser sind nicht notwendig. Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen müssen leicht erkennbar sein. oder eine bepflanzte Schutzzone vor der Verglasung. kein Drahtglas).Lernen Verglasungen In Aufenthaltsbereichen von Schülern müssen Verglasungen – auch die Verglasungen von Möbeln – bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche bruchsicher ausgeführt werden (Einscheibensicherheitsglas ESG beziehungsweise Verbund-Sicherheitsglas VSG. bei denen die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und die Fensterbänke mindestens 20 cm tief sind. wenn die Verglasung ausreichend abgeschirmt ist. § 7 und GUV-V S1. Für die Erkennbarkeit werden Strukturierungen. das mindes­ tens 20 cm vor der Verglasung angebracht ist. Als ausreichende Abschirmung gelten eine mindestens 1 m hohe Umwehrung oder ein Geländer. Gesicherte Kipp.

90 m hoch sein. In vollständig verdunkelbaren Räumen sowie in den Fachräumen für Chemieunterricht und in den Werkstatträumen für die Holzverarbeitung kann der Einbau einer raumlufttechnischen Anlage notwendig sein (DIN 58125. jedoch sind Umwehrungen oder Geländer mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m erforderlich (DIN 58125.10 m Mindesthöhe gefordert (MBO 2002. Treppengeländer und Treppenbrüstungen in Schulen müssen jedoch mindestens 1. Geringere Brüstungshöhen sind zulässig. Seite 519. § 26). GUVV S1. Fensterbrüstungen von Flächen mit einer Absturzhöhe bis zu 12 m müssen mindes­ tens 0. In Schulen sollten alle Bereiche mit künstlicher Beleuchtung entsprechend der Anforderungen der DIN 5035-4 ausgestattet sein Außenbereiche Im Außenbereich ist auf rutschhemmende Bodenbeläge (auch bei Nässe) der Flächen und Wege und auf eine ausreichende Beleuchtung der Verkehrswege mit mindes­ tens 5 lx Nennbeleuchtungsstärke nach DIN 5032 -2 zu achten (DIN 58125. Beleuchtung/Leuchtstärken Eine ausreichende und gleichmäßige Ausleuchtung der Verkehrswege und der Aufenthaltsbereiche trägt wesentlich zur Unfallvermeidung bei. von Flächen mit einer Absturzhöhe von mehr als 12 m mindestens 0. Seite 486 bis 488. § 38). müssen gesichert sein. Bei mehr als 1 m Absturzhöhe sind die Anforderungen der Bauordnungen der Länder zu beachten. Rampen Siehe Unterkapitel „Erschließen.Bauausführung Umwehrungen/Geländer Schüleraufenthaltsbereiche. § 14 und GUV-V S1.80 m. Art der Nutzung Nennbeleuchtungsstärke 50 lx 100 lx 500 lx 300 lx 500 lx 500 lx 200 lx 500 lx 100 lx 5 lx Lüftung Siehe Unterkapitel „Allgemein unterrichten“ . § 26 und GUV-V S1. Bei höher liegenden Flächen mit einer Absturzhöhe von 0. Raumpilot Grundlagen 565 Lernen Verkehrswege in Gebäuden Treppen in Gebäuden Klassen. die vorgeschriebenen Mindesthöhen eingehalten werden (MBO 2002. Treppen. flüchten“ . zum Beispiel Geländer. Bänke oder deutliche Markierungen ausreichend.30 m bis 1 m sind Sicherungen wie Pflanztröge. § 8). Pflanzstreifen. § 38). Bei mehr als 12 m Absturzhöhe sind laut Musterbauordnung Geländer mit 1. § 14). verteilen. § 8. bei denen Absturzgefahr besteht.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)).und Verwaltungsräume Werkräume Holz und Metall Maschinenräume Werkbereich Lehrküchen Speiseräume Informatikräume Toilettenräume Außenbereich . wenn durch andere Vorrichtungen.

Die Fensterbeschläge müssen gerundet sein. Fenster Sämtliche dem Unterricht dienende Räume müssen Fenster mit Ausblick ins Freie haben. Ansonsten ist ein zweiter Fluchtweg über Anleitern der Feuerwehr in Schulen jedoch nicht erlaubt! 566 Raumpilot Grundlagen . Türen zu Unterrichtsräumen sollten mindestens 1 m in der lichten Durchgangsbreite messen (gefordert 0. Das kann erreicht werden. Seite 483. flüchten“ .und Putzräume fensterlos sein oder mit Tageslicht von oben belichtet werden (ASE BW).und Lernmittelräume sowie Sammlungs. Türen zu Räumen müssen so angeordnet sein. § 10 und GUV-V S1. Dazu sind normalerweise Öffnungsbegrenzungen bei Schwingflügeln erforderlich und Sperrsicherungen an DrehKipp-Beschlägen. Die vollständige Lüftungsfunktion muss jedoch gewährleistet sein (DIN 58125.Lernen Türen Siehe Angaben zu Türen im Unterkapitel „Erschließen. die den Schließvorgang abbremsen. Die Forderung nach Barrierefreiheit muss hierbei zusätzlich beachtet werden. Lehr. Bei älteren Schulen (Baugenehmigung vor Januar 2001) kann das Rettungskonzept vorsehen. In diesem Fall dürfen die entsprechenden Fensterflügel natürlich nicht mit einer Sperrsicherung versehen sein. § 10). verteilen. Fenster dürfen beim Öffnen und Schließen sowie in geöffnetem Zustand niemanden gefährden. Bei Schiebefenstern sind Vorrichtungen notwendig. Sinnvoll ist eine einheitliche Türbreite von 1 m. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden.90 m in SchulBauR). dass der zweite Rettungsweg über festgelegte Fensterflügel und die Feuerwehrleiter führt. In Ausnahmefällen können Werkstätten. indem die Türen in die Räume aufschlagen. in Nischen oder am Ende des Flurs angeordnet sind. Die lichte Höhe aller Türen sollte mindestens 2.10 m betragen.

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 567 Lernen .

Lernen Planungsregeln/Literatur 569 570 Planungsregeln Literatur 568 Raumpilot Grundlagen .

Juli 1998 Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhausbaus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien – SchBauFR) vom 3. Versammlungsstätten und Versammlungsräume VDI Richtlinie 6000 / Blatt 6 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Schulen Empfehlungen Allgemeine Schulbauempfehlungen für Baden-Württemberg (ASE) vom 8.89. Juli 1983 Gesetze/Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Verordnung über die Förderung des Schulhausbaus bei Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulbauverordnung – VOSchuolBau) vom 28. Plätze. Kindergärten. Maßregeln. Stand 10. öffentliche Verkehrs.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise Berichtigung 1 zu DIN 4109 / August 1992 / Berichtigungen zu DIN 4109/11. Juni 1999 Verordnungen der Gesetzlichen Unfallversicherung GUV-V S1 / Mai 2001 / Unfallverhütungsvorschrift Schulen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-I 561 / April 1991 / Treppen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-R 181 / April 1994 / Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr GUV-I 8527 / Juli 1999 / Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche Raumpilot Grundlagen 569 Lernen . Januar 1977 .89 Beiblatt 1 zu DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Februar 2006 VDI Richtlinie 6000 / Blatt 3 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Wege. Hauptmaße DIN 51130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaften – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Kindertagesstätten. DIN 4109 Beiblatt 1/11.89 und DIN 4109 Beiblatt 2/11. Änderungen 7 .

Arno. Zürich 1966 570 Raumpilot Grundlagen . Stuttgart.Lernen Literatur Dudek. Berlin 2007 Hertzberger. Weinheim 2004 Lederer. (DVD-Dokumentation). Neubau und Revitalisierung. Rotterdam 2008 Kahl. Zürich 2004 Roth. Basel. Reinhard: Treibhäuser der Zukunft. Zürich 2010 Wüstenrot Stiftung (Hrsg.): Schulen in Deutschland. Schulen und Kindergärten. Herman: Space and Learning. Mark: Entwurfsatlas. Pampe. Stuttgart. Boston. Alfred: The new schoolhouse. Barbara: Raumpilot Lernen.

Anhang 572 573 579 Abkürzungen Index Danksagung Raumpilot Grundlagen 571 .

Grundfläche BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung) DIN Deutsches Institut für Normung (Deutsche Norm) DIN EN Europäische Norm. die vom Europäischen Komitee für Normung herausgegeben wird und von der nationalen Normungsorganisation als DIN EN übernommen wird EAE Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen EAR 05 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs 2005 EnEV Energieeinsparverordnung FEM Fédération Européenne de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.V.und Lagertechnik) FGSV Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen GaVO Verordnung des Wirtschafts ministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung. Anhang I/4 der Landesbauord nung Baden-Württemberg) GFZ Geschossflächenzahl gif Gesellschaft für immobilienwirt schaftliche Forschung e. GRZ Grundflächenzahl GUV Deutsche Gesetzliche Unfall versicherung ISO Internationale Organisation für Normung ISO Norm Eine von der Internationalen Organisation für Normung herausgegebene Norm LAbfG Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen und die Behandlung von Altlasten in Baden-Württemberg (Landesab- fallgesetz) LBO Landesbauordnung LBO BW Landesbauordnung Baden Württemberg LBOAVO Allgemeine Ausführungsverord nung des Innenministeriums zur Landesbauordnung (Anhang I/1 der Landesbaourdnung Baden- Württemberg) MA Mitarbeiter MBO Musterbauordnung MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hoch häusern (Muster-Hochhaus- richtlinie) KrW-/ Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der AbfG umweltverträglichen Beseiti gung von Abfällen (Kreislaufwirt schaft. Index Abkürzungen ASE Allgemeine Schulbauempfeh lungen ASR Arbeitsstätten-Richtlinien ArbStättV Arbeitsstättenverordnung BGF Brutto.und Abfallgesetz) RASt Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen SchBauFR TG TRA VDI VkVO VStättVO WE WoFlV Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhaus- baus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien) Tiefgarage Technische Regeln für Aufzüge Verein Deutscher Ingenieure Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (Verkaufsstättenverordnung) Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung) Wohneinheit Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung) 572 Raumpilot Grundlagen .

......................375 Bett.................. 525 Chemikalienraum...........................................................54 Besonnungsdauer.............................426 Bad.513-521 Ankommen............................................................................................170.................................268..................................................................................................................................................107 Aufzug................................................256.........................................................................................93 Doppelhaushälfte..................................................................................................................................................506 Einzelunterricht.......................................................433 Blockrandbebauung................... 379 Arbeitsplatzgestaltung..............................................................85 Bewegungsflächen.............................................363 Dichte...... 246 Bettenaufzug............................................................................................................................ 543 Chemiesaal.........................................................................162............ 234-239.....................................................539-540 Bidet..................................................................................... 519............. 295.............105 Durchwohnen-Prinzip...............................................................531-535 Arbeitsdreieck Küche............................................ 508 Corporate Identity....................526 Computer.......163 Bodenbelag..............................234-239......................................................... 549 Abstreifmatte.......................... 270 Dusche (Arbeiten)........... 423-426.........................................................178...................................................................................................................314 Atriumhaus....... 257 .351 Dunstabzug.................................................................359 Duschwanne.............................................................................................................. 326......................347-451...... 259......143 Besucherstuhl.............................. 257 ........................... 565 Beleuchtungsstärke................................ 518.............119 Bepflanzung (Lernen)........................................................................................................................................................................................ 267 ..............325 Bügelbrett.............................................108 Bewegungsflächenbedarf...........................................................192 Essplatz................................................................................ 265 Abstellraum... 427-434...................................269 Raumpilot Grundlagen 573 ...324 Bedienhöhe barrierefrei....................................................180 Duschbad..................366 Bürotypen................................................. 361-376 Einrichtungsmaße Schlafraum............218-221 Einbund...177 ............................................327 Baunutzungsverordnung..Index Abfall.............205 Einzelarbeitsplatz................................................................................37 Belagrampe................421 Außenluftqualität.........................................................162 Doppelwaschtisch...........269 Billard.......................................................162 Aufbewahren...................................380-406................................................................190..........................................185......................167 Einstrahlwert...................... 327 Einfriedung (Lernen) ............................... 290.......................................................164................................ 368 Bruttogrundfläche......................................................203-209 Arbeitsplatz..............................................282-284............491 Ausbauraster........................505.157 Doppelarbeitsplatz.........................440 Barrierefrei.......................................31-48 Bauausführung (Lernen) ............................................549 ASE.......................................... 521....................393 Doppelbett........................................55 Beleuchtung...................................................................................................................................................................389-405 Ausgang......558 Eingang...............255.......... 389 Allgemein unterrichten................122 Einbruchschutz..............146-151 Einzeilige Küche........................................................................................267 Balkon............................... 475 Anthropometrie................................................................................................................................... 258..........................................256....................................................285-291 Aufbewahren barrierefrei......................... 379 Einzelbett....... 520 Atrium..............................................................22 Bibliothek (Lernen)...... 361........................229 Biologieunterricht.................................................................... 393 Arztraum (Lernen)..............385 Cafeteria.....:................................................................479 Business Club.............................................. 509 EAR..................................................................253.........................309 Doppeldeckeraufzug.....................106 Durchgang Feuerwehr.............................290-291 Aufstellfläche Rettungswagen............................251-259 Arbeiten und verwalten (Lernen).................................................................................................................................... 430 Belichtung........561 Achsmaß (Arbeiten)..........45... 411 Abstandsfläche... 246 Einzeltisch........................................................11-30 Arbeiten......................... 172 Außenlärmpegel...........................................239.................92 Aula....................................................................255......................................233.......................................287 .............351 Einfamilienhaus..........................................................................525 Blendschutz........ 561.................266 Dynamisches Sitzen................. 518................559 Baukosten..........................................................366................................................................556 Bequemlichkeitsregel...................................................................................370 Dreibund.......................................................................... 519 Bemessungsfahrzeug. 562 Briefkasten...........42 Behinderung........................................... 77-98 Aufzug barrierefrei.................................................................................................................................................................. 293-302...................547 ......................................................................185-192......................314-319 Bandfassade.....................267 .....................359....................326 Baunutzungskosten......................................................................... 518 Belüftung.................................................................380-406 Bushaltestelle......................................234 Einspänner............... 303........................ 94-97 Aufzugsgruppe............45.................................... 427-434...............................529.....................261-277 Badewanne........................269 Drehflügeltür.......... 288 Bürogebäude....................202 Durchfahrt Feuerwehr.................. 477 Außengangerschließung...............498 Einzelwaschtisch.....................................................................................................255.......

...............193-212 Küche barrierefrei.......... 483 Förderleistung Aufzug............381.............................................................118-139........................................368 Flächenberechnung.... 435-445 Fassadenraster................................................................. 101-104..............................................................................................493-494 Gerätestellfläche Küche.................................................................................................................................................................94 Feuerwehrschlüsseldepot.....................549 Gebäudetiefe..........................................................40 Gehbereich Treppe........................399 Grundflächenzahl..........................92..................................293-302 Entsorgen barrierefrei.......................................................359 Erschließen.............................................................................208-212 574 Raumpilot Grundlagen .......541-544 Essküche...............................505...........189..................................241-249 Klassenraum............................................ 383 Konstruktionsgrundfläche..............................................................................................213-221 Expressaufzug...........549 Empfang (Arbeiten)........................................................................................................................................................................241-249 Kinderbett................................................................................................................. 101 Hochschrank.........401-406 Fluchtweg.................... 316...............279-284 Haushaltsabfall............................... 359................... 384 GUV-Richtlinien..........................................................................................................................................293-302 Hausmeisterdienstzimmer............................................................................................................................................................ 375.................429.................................................549 Herd............... 509 Erholen.............................................. 566 Fensterflächenanteil........................................................330 Erschließungssystem.............................387-406 Kopierraum.................................. 207 ........................ 488 Handwaschbecken...........523-529 Fachklasse...................................................................................................................................................................... 202 Hochhaus..........................263-264 Gebäudereinigung......55 Flexibilität...............................................................196.........................161 Gruppenbüro.............................................................................................................. 179.............................................................165-173................................... 216 Essplatz. 477 ..........................................................127 Großraumstruktur..............................................67 .... verteilen und flüchten (Lernen)......562 Garagenverordnung...137-139.............................................. 363 Erschließungsfläche.......................................................................................................................................234-235 Kleingarage..............................................................36 Globalstrahlung.............Index Elektrorollstuhl..150 Entsorgen......................................523-529 Fahrbahnbreite........................ 549 Essen.............................218-221 Esstisch.............................................. 541-543 Kettenhaus...........................................................................................213-221 Essen und Freizeit verbringen....................................170-173 Hüllfläche......................83 Kantine................................................................................136-139 Fahrradabstellfläche....144 Greifraum...............................217 Geh-/Fahrhilfen........63 Küche......................................................................................................................................................... 518 Feuerwehr.................................81 Fahrrad.......88 Freibereich..........................202 Geräuschpegel...................................................................................161 Geschosszahl Schulen.................... 481-489 Erschließen........................120-121 Garderobe.311-319.....................................................................302 Ergonomisches Mobiliar............................................................269 Hausarbeitsraum...................................................................................................11-29 Krankentransport....................................200 Horizontalerschließung... 483-484 Flügel...... solare................................................415...........65-66.................................................................................................................. 519 Gäste-WC.......................................... 553-558 Funktionsküche..............................................................................................................................381 Erste-Hilfe-Raum...................................................................................196 Fußboden rutschhemmend........................................ 565 Gemeinschaftszone...............................................39..........93 Fachbezogen unterrichten.118-139 Fahrkorb......................380.......................359............................................421......................................................138-139 Fahrradstellplatz............... 486-487 .............................................................373 Energie..................................................... 188 Kinderzimmer....................229 Flur................................................................190 Kochen................................165-173.................. 478 Fahrzeuge............................................................................................................ 364 Fahrgasse............................28 Großgarage...177 Gedeck..............................................................328-329 Hydraulikaufzug................229 Kleiderschrank.............................393 Flachrampe...............................................................................................................................325 Konstruktionsraster....................................................................462 Gleichstellungsgesetz...............444 Elternsprechzimmer...........60 Geländer.......193-212 Kofferküche......................................417 Körpermaße.............................................................................425..................80 Fahrkorbvarianten............141-152 Energie.......................200...........483-489 Handlauf.................................................................................................52.................................................510-521 Klavier....................................................................................324-325 Flächenmodul.......................................................................................389-399 Fenster..................................................38 Fassade..............................................................................246 Kinderwagen............................... 425.....................46...................................................................................................................204 Kombibüro.................................421 Geschossflächenzahl...............................................................................................................................481-489 Erschließungsarten....39 Elementfassade.........................162 Kinder wohnen......................................99-108 Feuerwehraufzug..........125 Klingelanlage........................................119 Faltrollstuhl..................

................... ......... 423-426..............................261-277 ..525-527 Nebennutzfläche (Lernen)................................................................................ 326.......................................................531-535 Lehrmittelraum.............................................118......................................................................................................................447-451 Planungsregeln/Literatur (Aufzug).....539 Mietflächenberechnung MF-G....................................................................337-346 Poststelle..................................... 407 .........................................................162......................................................... 16-30 Physiksaal......................365 Parkgarage........................................................................103.................................................416 Liegestuhl...........38 Rollstuhl........................................................................................... 484..........................................................359 Lagerraum................................. 313 LauflängeTreppe...........318-319 Programm.................394............................ 102.. 459-462 Parkdeck....303-309 Nutzungsneutral barrierefrei .................53 Lauflinie Treppe........................................................................................................................................................................ 545 Nettogrundfläche.....567-570 Planungsregeln/Literatur (Energie).............................104 Nutzfläche..............................525 PKW-Stellplätze Schule............................521.............549 Leuchtdichteverteilung....................355-360....................................................549 Lehrsaal.........................................................55........................................................................105 Rettungsweg.......................................................453-570 Lernformationen................................................................................................ 484 Notwendiger Stellplatz.............. 405 Rastermaß 150 cm.................................. 553-558 Personalräume Schule............................................. 377-386 Orientierung.......................... 469-473 Putzraum.........................325 Notwendige Treppe.. 469-473 Reihenhaus......................................................................................................................... 373 Rollator..........74-75 Planungsregeln/Literatur (Wohnen).............................. 416 Längsaufstellung.....................411....203-207 Kundentheke.....................237 Mediathek..........................................................................................38 Modellraumprogramm Schule....471 Nebenräume...............261-277 Reinigen und Pflegen barrierefrei................................314 Luftbelastung... 329 Recherchieren und Informieren................................................................................526-527 Leitertreppe...........................................................182.................................. 121 Lärmeintrag...............325 Nutzungsneutral...........................................438-439 Loggia......................................60 Lehrerzimmer.........308-309 Oberschrank Küche...........427-434 Liegeraum.................. 366 Musischer Unterrichtsbereich.............................. 518 Raumprogramm............................................................................................295 Lage und Orientierung (Lernen)............. 528 Nasszelle................................321-331 Organisation......459-462 Ladehof (Arbeiten)........38 Raumpilot Grundlagen 575 ..... 549 Rampe...... 488 Rampeneinfahrt...406 Rastermaß 120 cm.......128 LAbfG.............Index Küchenformen.....................422 Laubengang.........................................425 Luftschalldämmung................................................................................................................................................................. 129 Raster...............................................................................................373-374 Kuppenausrundung.........................................................................274-277 Rektorat............................13 Modulordnung.....................................118 Pausenfläche......................................................................................................................................................................................................................................200-201 Ökonomie.......528 Matratze................98 Planungsregeln/Literatur (Barrierfei)................152 Planungsregeln (Ruhender Verkehr)..........103 Notwendiges Fenster.......................................................255.................................... 404 Rastermaß 135 cm............................................ 484 Rezeption................................549 Personenaufzug........... 52............................360 Mittelgarage...................................537-540 Reinigen und Pflegen........495-501 Lernmittelraum...........................................469-473 Modulor............................101..... 73................366...........140 Planungsregeln/Literatur (Rettung)........................................................................433 Leuchtstärke............................................................................................................84 Perzentil...............108 Planungsregeln/Literatur (Treppe).................................................128........... 550-551 Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich...........................................................................................................................................................................................................................................................391 Motorisierung.........415.....................................................................................366 Lager (Arbeiten).............377............................................................................................ 488 Notwendiger Flur............................................................................ 406 Raumakustik Klassenraum.............................................................................170-172.............................................478 Planungsregeln/Literatur (Anthropometrie)........................................................ 528 Raumhöhe.....................................................................14-15....................426 Materialraum.................................................................................112-113 Müllabstellfläche...............................................43........47-48 Planungsregeln/Literatur (Lernen).......................... 415 Müllraum............................................................................461.................... 365 NotwendigerTreppenraum..................................................366 Private Freibereiche.....................355-360......................................................................................316 Lochfassade................425 Luftwechselzahl........359................................................................................................535 Rettung........................................................................55 Lernen..........99-108 Rettungsgeräte..........................398........................................126 Mobilitätseinschränkungen..422 Lüftung......................396................................................................... 565 Licht.................................301....................................................296-302........30 Planungsregeln/Literatur (Arbeiten)................................. 565 Lüftungsklappe......114-117 ..........................................380.............311-319 Private Freibereiche barrierefrei......51..................................................................................................

............................................................................................................58 Treppensteigung......................53-72..........................................335............................269 Veranstalten und Feiern..................................................................... 121..... 486 Treppenarten..........................................................................................................................................................503-511 Schulstandort........................................................................................Index Rollstuhlabstellplatz.............. 301-309 Schleppkurve................................................................... 486 Treppenlaufbreite................................................118...... 365....................................................65 Unterschrank...................510-511 Skylobby.................................. 419............................93 Sofa................................................................ 275............. 349.................199 Urinal. 391-392 Tisch...................................55.........62 Treppenraumprofil.......................556-557 Schulgrundstück......................................54 Schulbibliothek........................... 561 Stützenstellung........................ 547 Treppe...........................................................................................325..................562 Sammlungsraum....................................................................................... 484 Stufen................................55 Treppenteile..................... 565 Unterrichten..................................143 Spänner..................................................................................................................................................................455-457 Schwellen barrierefrei............................ 123 Schrankküche............................................................................38 Spüle................. 379...503-511 Sitzplatzanordnung.............261-277 ..........................................................................564 Verkehrsfläche.....200 Spülküche (Lernen).......................................412.....................................................................................................461 Schulsystem...124..................................56 Treppendurchgangshöhe...........................................................................und Entsorgung...........................................................................145 Ver............................................................. 521 Schallschutz....................................................................................................................................266.............................................537-540 Schülervertretung............................................................274...............................................549 Schulgarten.............................. 421..........................................141-151 Sonnenscheindauer................................................ 412-414..........................518 Tageslichtlenksystem................267 576 Raumpilot Grundlagen ................................................................................................................................................ 256...................................109-123 Stellplatzbedarf....................... 509 Tischfußball......................... 553-558 Schulleitung.........411 Teich Schulhof....... 486 Stellplatz.........................526 Vorwandinstallation Bad....43 Seilaufzug......................461..491 Verglasung..................351.....................59 Treppenlauf.................... allgemein................................................... 276.....................461 Schulhof.... 550-551 Toilettenanlage.......333..................534 Vollbad.....................................................254 Schall.......................................................................................................82 Sekretariat Schule......................................................... 269.................................................256-259.....................................................................................................................................................................................431 Tageslichtquotient...........325 Teeküche.........................................................................................................................271 Vorbereitungsraum.......................93 Typologie..............................................282 Twin-System......227-230 Sicherheitsanforderungen Schule................................ 316.231-239 Schlafzimmer...................... 526 Umwehrung....................190 Ruhender Verkehr................................226-230 Solare Einstrahlung.....513-529 Unterrichtsbereiche....................... 505......................................41 Sehbehinderung.........................235-239.............................................557 Sportrollstuhl.................................... 471 Verschattung................................112-117 ..................................................................................................................................433-434 Sonnenstandsdiagramm...370 Rutschfestigkeit................................................................ 478 Stichflur........................297 Steigungsverhältnis................................... 487 .................................................................................................. 273 Toilette barrierefrei............... 277 .................535 Senkrechtaufstellung Parken..............376 Vertikalerschließung..........................472 Unterschneidung....................229 Tafel Klassenzimmer.............204 Schreibtisch........229 Toilette..........................................................................................................................................................104..................561-566 Sicherheitsregel...............526 Sanitärraum..............................167 Verwaltung............................... 546-551 Satellitenbüro....................................... 485-486.......................49-73...... 521 Schlafen.........109-140 Ruheraum......68 Treppenbreite...............................167-169 Speisesaal.......................................................................................................42 Sitzen.......................................................................................................... 379 Schrittmaßregel............366 Verteilerfunktion........................................................ 463 Übungsraum....121...............................................175..............................................................................................................................................................................................................................56 Treppenpodest..................155 Standplatz........................................................ 365............................................................................557 Telearbeit...54 Sicherheitstreppenraum..253 Terrasse.........................................217 ...............53 Trockner..............................................................................................................................314 Tiefgarage..........................................105 Sichthöhe...........................132 Schrägaufstellung Parken.............................................................544 Städtebau.............................................416 Rundschiebetür.................................535 Schulmensa..........544 Spielgeräte...........................................................................................................................................................................................392 Stutzflügel........................144 Sonnenschutz.....................71......65...............541-544 Schulmöbel...... 359.................................................................. 123 Sessel.................................................................................................................................430 Technische Funktionsfläche...................................................................................................................

........................................................................271 Warenannahme...........................................................................525..........................551 Wendekreis Lkw...........................266............................................................. 359............................................266 Waschmaschine..................................................................................................................................269 Waschen....................55 Zeichensaal...............187 ...................................279-284 Wirtschaften barrierefrei...............................................................................................................................128 Wannenbad.................................................Index Wannenausrundung................................................370 Wirtschaften..............................................................282 Wäschetrockner.......... 550......................................................................................................................351 Raumpilot Grundlagen 577 ..............................................277 .................................................... 368 Winkelschiebetür.........433 Wartebereich........................281...............................................................269..............................................366 Wärmeschutz.............................................................133 Wendekreis Pkw........................................................................................ 382 Zentralgarderobe.........284 Wohnen.............528 Windfang.........375 Zutrittskontrolle........................................ 282 Wasserflächen................................................................................................... 547 ............132 Wendeltreppe....................................................................... 557 WC.............................157 ................... 528 Werkstattraum...372 Zweibund................................89 Waschtisch....153-346 Wohnfläche... 412........70 Werkraum..........................................................274......323 Wohnhaustreppe................................. 550 WC barrierefrei... 323 Wohnflächenverordnung....................................374 Wartezeit................528 Zellenbüro.....................................................................................................................................................

Die Autoren. Nicht geschlechterbezogene Sprache In dieser Publikation wurde auf die geschlechterbezogene sprachliche Differenzierung verzichtet. Diese schließen aber ausdrücklich das weibliche Geschlecht immer mit ein.Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen. Vereinfachend wurden ausschließlich die männlichen Bezeichnungen genannt. 578 Raumpilot Grundlagen . die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht.

BAUÖK Christine Degenhart Sprecherin der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen bei der Architektenkammer Bayern Franziska Messerschmidt Schul. IWE Tilman Harlander Universität Stuttgart. IBBTE Jürgen Schreiber Universität Stuttgart.V. IWE Simone Lörcher Universität Stuttgart. München Wir danken weiterhin für Ihre Beratung und Unterstützung: Vitra GmbH.und Kultusreferat der Landeshauptstadt München Andreas Holm Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen Achim Haberkorn Thyssen Krupp Aufzugswerke Gerhard Schiffner Thyssen Krupp Aufzugswerke Rainer Sonntag Brandschutzsachverständiger Ernst Wagner Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. IWE Hanno Ertl Universität Stuttgart. Weil am Rhein Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche AMK e. IWE Eberhard Wurst Universität Stuttgart.. IWE Florian Gruner Universität Stuttgart. IWE Peter Faller Universität Stuttgart.Wir danken folgenden Studierenden für ihre engagierte Mitarbeit bei der Erstellung dieser Publikation: Larissa Abdelhardi Christoph Abele Wilhem Aisenbrey Deniz Aktay Julia Baumann Stephanie Beck Ute Bednarz Antonia Blaer Sabrina Brenner Sarah Centgraf Britta Ehrig Volker Eisele Anja Eisenhardt Sebastian Ferroni Corinna Flad Marina Folter Franziska Friedrich Vincent Gabriel Gunda Geising Petra Gerhardt Daniel Gerber Michael Grausam Kerstin Großmann Carsten Güth Elena Hammerschmidt Albrecht Harder Martina Henke Florian Hagmüller Axel Heiser Bettina Heckenberger Stefanie Hickl Stefanie Hunold Park Hyo Ki Tamara Jechener Bärbel Jetter Sandra Stadler Wei Jiang Vathana Thorn Qian Jin Luis Eduardo Traesel Volker Kast Anna Treutler Julia Karl Anna Ulrichs Timo Kegel Mihriban Ünal Gagarin Kirill Max Vomhof Nadja Koch Sandra Waldecker Inna Kreimer Laura Walter Senada Kusturica Katharina Wanke Katharina Lang Niko Weidler Benjamin Lasshof Yuto Yamada Eike Lehnhoff Hu Yi Sebastian Lippert Fang Yue Eric Littlewood Kuo Yu-Mei Natalie Maras Huang Wan-Ting Sabine Marinescu Carolin Maurer Julia Meisel Daiana Mesaros Ünal Mihriban Alesa Mustar Chrissie Muhr Tina Muhr Ina Neusch Jakub Pakula Claudia Palumbo Julia Raff Dominik Raptis Jens Rehm Dennis Rothe Lars Offergeld Albine Oster Aline Otte Valentin Ott Yan Pei Julie Scheffler Isabel von Schmude Alexa Schmidbauer Roman Schieber Tobias Schwechheimer Simon Schleicher Kim Schopf Für ihre fachliche Beratung und Unterstützung danken wir: Petra Stojanik Universität Stuttgart. Mannheim Raumpilot Grundlagen 579 . BAUÖK Elisabeth Beusker Universität Stuttgart. IWE Dorothee Strauss Universität Stuttgart. IBBTE Christian Stoy Universität Stuttgart.

Autoren Thomas Jocher (Benediktbeuern. Direktor Institut Wohnen und Entwerfen. Fakultät Architektur und Stadtplanung. Advisory Professor Tongji University Shanghai Sigrid Loch (Saarbrücken. 1952) Prof. Fakultät Architektur und Stadtplanung.-Ing. Architekt. Universität Stuttgart. Dr. Architektin. 1963) Dr. Akademische Mitarbeiterin Institut Wohnen und Entwerfen. Universität Stuttgart 580 Raumpilot Grundlagen .-Ing.

W Ü STE N R OT STI FTU N G .

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Wüstenrot Stiftung (Hrsg.) RAUMPILOT W OHNE N Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag kraemerverlag 1 .

Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen. Carolin zur Brügge. Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske. elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser. Konzept und Gestaltung Band Wohnen Prof. und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Tobias Haag Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch. ISBN 978-3-7828-1554-3 1 . Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen. Ludwigsburg. Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Ludwigsburg Redaktion. All rights reserved. Katja Fischer. Nachdruck. © 2012 Wüstenrot Stiftung. Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer. Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout) Herausgeber Wüstenrot Stiftung. Katja Fischer. Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen.Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher. Übersetzungen. Walter Stamm-Teske. Tobias Haag Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.

Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung Kontext Einleitung Wohnen und Gesellschaft Wohnen und Ökonomie Wohnen und Ökologie Wohnen und Initiatoren Wohnen und Ort Grundriss Einleitung Grundrisstypen Gestaltungsprinzipien Bewohneranzahl Wohnungsgröße Veränderbarkeit Orientierung Geschossigkeit Zonierung Wohnfunktionen Erschließung Außenraum Konstruktion Projekte Einleitung Projektverzeichnis Projektsammlung Anhang 11 12 15 17 20 24 31 35 47 61 75 89 103 127 137 149 169 183 195 205 206 208 3 .

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die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen. 5 . Lebens-. deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung. die den genannten Kriterien folgen kann. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert. zukunftsgerichtete Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit. intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden. in Industrie. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude. wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Dr.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Die Arbeits-. Organisations. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden.und Gewerbebauten. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich. Parallel zu einer gebäudetypologischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund.und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen. deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen. Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen. technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen. Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. in einen kreativen. Die Gebäudelehre muss. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche. oder in den Wirkungen neuer Konsum. mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen. auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. leicht integrierbaren Dienstleistungen. dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte.und Freizeitmuster sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Ziel dabei ist es. die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat. mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten. um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können. künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beach­ tenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Kulturelle.und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert.

Die anderen beiden Vertiefungsbände behandeln die Themen Arbeiten und Lernen. einheitliche Darstellung von 101 ausgewählten Wohnungen und der über die Referenzprojekte mögliche. Eine aufwändige. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren. Hierzu wird die Wohnung selbst in den Mittelpunkt gestellt und in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von qualitätsvollen Grundrissen in allen wichtigen Facetten des Entwerfens erörtert. die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Gebäudelehre.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich auf eine anschauliche. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können. die ergänzend zum Grundlagenband wichtige Bereiche der Gebäudelehre aufgreifen. Hochschullehrern. 6 . Er konzentriert sich auf den Wohnungsbau. Der Band Grundlagen schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen ein. Studierenden – für die engagierte. Die daraus entstandene Publikation ist in vier Bände unterteilt. intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. intensive Praxisbezug vervollständigen den gewählten Ansatz zur Vermittlung der verschiedenen Perspektiven im Entwurfsprozess. Der Band Wohnen ist einer von drei Vertiefungsbänden. der in all seinen Formen unter dem Einfluss weit reichender.

Aus diesem Prozess heraus fiel die Entscheidung. Die unternommenen Versuche der Kategorisierung von Wohnungsbauten. uns an einem gemeinsamen Buchprojekt mit Prof. Prof. angefangen bei der soziologischen Arbeit bis zum reinen Bildband. Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen. die Vielfalt der Aspekte im Wohnungsbau fassbar zu machen. „Lernen“ und „Arbeiten“ die jeweils spezifischen Betrachtungsweisen formuliert. Der fachliche Diskurs und die Vernetzung der Einzeldisziplinen bildeten den Gegenstand der folgenden Arbeitstreffen sämtlicher beteiligter Professuren. Dieser überaus fruchtbare Prozess der letzten Jahre führte zu dem nun vorliegenden Buch zum Thema „Wohnen“ . Für uns bestand die Herausforderung. um die Vielfalt der Einflussgrößen im Wohnungsbau darzustellen. Markus Gasser (Entwerfen und Siedlungsentwicklung. kommt dabei häufig zu kurz. Als Beispiel sei hier allein die diffuse Terminologie im Wohnungsbau angeführt. wie die Architekturreflexion in den vielfältigen Publikationen verstärkt über das äußere Erscheinungsbild vorgenommen wird und auch die Architekturproduktion nicht selten der Gebäudehülle als wichtigem Marketinginstrument der Büros vorrangig Aufmerksamkeit schenkt. bildete eine wichtige Basis zur Formulierung eines eigenen Konzepts. scheitern entweder an einer zu starken Abstraktion oder ihrer fachlichen Unpräzision. bei der Begriffe wie „Mehrfamilienhaus“ . morphologischen Eigenschaften oder nutzerspezifischen Kriterien. Die generelle Tendenz der Kategorisierung mittels des meist unpräzise verwendeten Begriffs der Typologie bietet aus unserer Sicht nicht den geeigneten Ansatz. mit denen im Entwurfsprozess die Aufgabe betrachtet wird. das überdimensionale Themenspektrum des Wohnens auf eine lehrbare und in Buchform kommunizierbare Größe zu kondensieren. wissenschaftlich-systematische Ansatz. Universität Stuttgart). die praktische Lehrtätigkeit der einzelnen Fachdisziplinen in Form von geeigneten Lehrmaterialien abzubilden und damit allgemein zugänglich zu machen. der gerade in der Vergleichsliteratur der 1980er Jahre verfolgt wurde. Der qualitätsvolle Grundriss und damit das eigentliche Produkt. Diese intensive Ausein­ andersetzung mit den Optionen der Vermittlung des Themenfelds „Wohnen“ wurde letztendlich von der Analyse unserer praktischen Lehrtätigkeit geleitet. In vielen gemeinsamen Arbeitstreffen entwickelte sich hieraus die Idee einer Buchreihe. Diese einzelnen Betrachtungsweisen und deren entwerferisches Potenzial werden in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von ausgewählten Grundrissen erörtert. jedoch entscheidenden Themenbereich – die Wohnung selbst – in das Zentrum der Betrachtung zu stellen. Mit der Entscheidung für die Schwerpunktsetzung auf die Wohnung stellte sich die Folgefrage nach der geeigneten Struktur und Methodik. einen tendenziell vernachlässigten. Es erscheint uns auffällig. die in einem Grundlagenband die faktischen Informationen der einzelnen Fachdisziplinen bündelt und darauf aufbauend in drei Bänden zu den Themen „Wohnen“ . Die ursprüngliche Idee bestand darin. die entwerferische Praxis im Lehrbetrieb beziehungsweise im Büro wieder als Ausgangspunkt für die Strukturierung zu verwenden. die Wohnung. Es geht uns um ein Spektrum von Perspektiven. Der naheliegende. erwies sich bei genauerer Betrachtung als ungeeignet.Einleitung Wohnungsbaulehre Im Juli 2005 erhielten wir die Anfrage von der Wüstenrot Stiftung. Arno Lederer (Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen. sei es nach städtebaulichen Typologien. Ähnlich der Dynamik im 7 . Technische Universität Darmstadt) zu beteiligen. „städtisches Reihenhaus“ oder auch „Loft“ nur wenig für eine systematische Einordnung geeignet erscheinen. um die Inhalte zu transportieren. Welche Instrumente und Methoden haben sich bewährt? Was sind die geeigneten Formate der Vermittlung? Was erweist sich in der Entwurfspraxis als brauchbar? Auch die Analyse der vorhandenen und immer vielfältiger produzierten Literatur in unserem Fachgebiet und deren unterschiedliche Akzeptanz bei den Studierenden. Universität Stuttgart) und Prof. Hieraus ergab sich der Ansatz.

Durch das Voranstellen des Kapitels „Kontext“ beabsichtigen wir jedoch. ist eine der wichtigsten Informationsquellen im Wohnungsbau. die den lang gehegten Wunsch nach einem eigenen Lehrbuch ideell und finanziell erst möglich gemacht hat und damit eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrtätigkeit leistet. diese Vielschichtigkeit des Themas offenzulegen und eine Sensibilisierung für die kausalen Zusammenhänge im Entwurfsprozess zu ermöglichen. Wir glauben jedoch. Um den Praxisbezug zu stärken. Stefan Krämer sei für seine Ausdauer und Übersicht ausdrücklich gedankt. in seinem spezifischen Kontext und seiner alltäglichen Nutzung. Diese Bewertung des Projekts vor Ort. Den wesentlichen Inhalt bilden dabei die 101 ausgewählten Grundrisse. Darüber hinaus bietet dies die Möglichkeit. die Soziologie und vieles mehr. sondern bieten unterschiedliche Einstiegs. die Projekte zum Beispiel im Rahmen von Exkursionen direkt vor Ort zu besichtigen. der Innenausbau. die im Rahmen von Seminararbeiten zum Gelingen des Buchs beigetragen haben. Des Weiteren möchten wir uns bei den beteiligten Professuren für den intensiven Gedankenaustausch bei den gemeinsamen Arbeitstreffen bedanken.Einleitung Entwurfsprozess sind die Themen nicht linear zu verstehen. Dieser Erkenntnis wird über die dem Semester jeweils vorangestellten Exkursionen Rechnung getragen. um eine zweite Vertiefungsebene der Projekte des Kernkapitels „Grundriss“ zu bieten. In einem nachgestellten Kapitel „Projekte“ werden die Projekte zusätzlich in ihrem Gesamtkontext abgebildet. Dieses System soll in den nächsten Jahren unter dem Titel „PlanLibre“ intensiv weiterentwickelt werden. Professur Entwerfen und Wohnungsbau 8 . Ganz besonders danken wir den zahlreichen Studierenden. Wir möchten zunächst der Wüstenrot Stiftung danken. der Städtebau. die Konstruktion.und Anregungspunkte. Mit der Festlegung des Buchschwerpunkts auf die Wohnung entscheidet man sich automatisch gegen eine Vielzahl weiterer wichtiger Bereiche des Wohnungsbaus. Auch hier wurden sämtliche Projekte durch neue Zeichnungen im Maßstab 1:500 und eine städtebauliche Vig­ nette im Maßstab 1:10. dass diese Bereiche durch ein umfängliches Literaturangebot derzeit relativ gut abgedeckt werden. sei es die Konfiguration des Gesamtgebäudes. Die jeweilige Reflexion aus dem Blickwinkel der anderen Buchprojekte hat für uns eine wesentliche Bereicherung dargestellt. wurden ausschließlich realisierte Projekte. Für diese Zwecke wurde der Projektstandort jeweils als Information hinzugefügt. und unseren beiden studentischen Hilfskräften Leopold Mücke und Katrin Plescher für ihre geduldige Arbeit an den zahlreichen Zeichnungen. die – einheitlich im Maßstab 1:200 aufgearbeitet – eine direkte visuelle Vergleichbarkeit ermöglichen sollen und damit die eigentliche Sprache der Architekten repräsentieren.000 in eine unmittelbare visuelle Vergleichbarkeit gebracht. Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag Bauhaus-Universität Weimar. als Referenz verwendet. Insbesondere Herrn Dr. die Gebäudetechnik. Der Ansatz des Wissentransfers über die systematische Aufarbeitung wichtiger Referenzprojekte wird von unserem Lehrstuhl seit vielen Jahren verfolgt und führte unter anderem zu dem circa 600 Projekte umfassenden Datenbanksystem „Innovative Wohnbau­ aspekte“ . die dem Einfluss der zahlreichen weiteren Paramter im Realisierungsprozess standhalten mussten.

Kontext .

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wesentliche Zusammenhänge aufzuzeigen. so dass viele Projekte über prägnante Konzepte auffallen. erscheint es jedoch gleichzeitig notwendig. dass die übergeordneten Themen zu kurz kommen. Einleitung Wie eingangs erwähnt. die den Architekten in seiner gesellschaftlichen Verantwortung herausfordert und im zunächst wirtschaftlich orientierten Geschäft des Planungsbüros unterzugehen droht.. einem roten Faden. bei der man sich als junger Entwerfer beispielsweise der Aufgabe gestellt sieht. in der ausgewogenen ganzheitlichen Betrachtung möglichst vieler Einflussgrößen vom Konzept bis zum Detail. die Komplexität der Einflussgrößen aufzuzeigen. Aber selbst innerhalb Europas sind zum Beispiel die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vollständig unterschiedlich zu bewerten. Unsere eigenen Berufserfahrungen und Berichte unserer Absolventen aus den verschiedensten nationalen und internationalen Büros bestätigen diese ungeheure Verantwortung. vernetztes Spektrum von Einflussgrößen ab. sondern beabsichtigen. „Ökologie“ . Ähnlich den betrachteten Themenfeldern im Kapitel „Grundriss“ sind die folgenden Aspekte nicht linear zu verstehen. Diese Zertifizierungssysteme müssen jedoch ihre Objektivität und Praxistauglichkeit beweisen und dürfen nicht als reine Marketinginstrumente missbraucht werden. die bei der Konzeption und Evaluierung des Entwurfs wesentlich erscheinen. Wenige dieser Projekte können im seltenen Realisierungsfall durch eine präzise Durcharbeitung im Wohngrundriss oder der materialgerechten Konstruktion überzeugen. die Frage des Wohnens von innen nach außen zu betrachten und die Wohnung über ihren Grundriss als dem wesentlichen Entwurfsgegenstand in den Mittelpunkt zu stellen. jedoch entweder als theoretische Modelle in den Schubladen lagern oder maximal zu Publikationszwecken eingesetzt werden. „Ökonomie“ . die auf das Projekt einwirken. Die genannten Zahlen und Fakten sowie deren Auswertung sind aus der Perspektive Deutschlands formuliert und weichen damit bei den strukturellen Angaben deutlich von anderen Ländern ab. Auf der Ebene des Nachdenkens über die Ausformulierung des konkreten Grundrisses (vgl. soll in fünf kurzen Kapiteln angerissen werden und zur Diskussion befähigen. Die grundsätzlichen und radikalen Entwurfsansätze finden über eine Auseinandersetzung mit den hier aufgeführten Themenfeldern statt. Die immense planerische und politische Bedeutung der Themenfelder verführt jedoch gleichzeitig zu einer entwerferischen Fokussierung dieser Aspekte. 11 . Das Ziel liegt. Hier bei den übergeordneten Themen stellen sich vielfältige aber grundsätzliche Fragen: Gibt es überhaupt einen Bedarf für das Projekt? Kann ich das Projekt an dem vorgeschlagenen Standort vertreten? Für wen plane und baue ich? Diese Ebene der Betrachtung. Die richtige Gewichtung der Einzelaspekte und ihre Verknüpfung zu einem logischen Gesamtkonzept.Wohnen und . eine Stadt für mehrere zehntausend Bewohner innerhalb relativ überschaubarer Zeit zu konzipieren. Derzeit entstehen unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ parallel verschiedene Instrumente. Kapitel „Grundriss“) ist bereits die wesentliche konzeptionelle Entwurfsarbeit geleistet. „Initiatoren“ und „Ort“ versuchen wir einen ersten Überblick der komplexen Zusammenhänge herzustellen. Unter den Schlagwörtern „Gesellschaft“ . Konzipiert als Lehrbuch. in dem die Projekte entstehen. stellt eine enorme Herausforderung dar. sondern bilden ein parallel zu betrachtendes. Die Kapitel erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In kaum einem anderen Berufsbild sind die Projektdimensionen und damit auch die gesellschaftlichen Auswirkungen auf einen relativ kleinen Entscheiderkreis konzentriert. wie häufig. wagt das Buch das Experiment. Diese Dimension veranschaulicht gleichzeitig die begrenzte Reichweite der dargestellten Themen auf den deutschsprachigen Raum und einige angrenzende Staaten. sind die Grundlage für ein gelungenes Entwurfsprojekt.. Dieser Kontext. Entsprechend ist es unausweichlich. die diesen ganzheitlichen Entwurfsansatz fördern.

4 Mio. Vorausberechnungen unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. deren Wohnwünsche erfüllt werden sollen. Zuerst stellt sich daher die Frage nach den tatsächlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die angebotenen räumlichen Lösungen. Gemeinschaften unterschiedlichster Alters.Kontext Wohnen und Gesellschaft Unsere Gesellschaft verändert sich. Seit den 1970er Jahren ist der Wohnungsmarkt allerdings mit individuellen. Einwohnern eine deutlich geringere Bevölkerungszahl als noch im Jahr 2005 mit 82. etc. Noch im Jahr 2005 hatte diese Bevölkerungsgruppe einen Anteil von 19 % an der gesamtdeutschen Bevölkerung. Nun sollten die veränderten Rahmenbedingungen eingehend untersucht werden. Verändern sich Lebens. gegenüber. thematisiert.1 % der Privathaushalte in Deutschland. zeigen für das Jahr 2030 mit rund 77 . Küche und Bad wurde in Gesetzen. Lange Zeit war Wohnen klar umrissen und nur im gesellschaftlich legitimierten Modell der Kleinfamilie abgelegt. Noch 1900 waren Haushalte mit fünf und mehr Personen mit 44 % am stärksten vertreten. Das Ideal des Zusammenlebens ab den 1950er Jahren mit standardisiertem Wohnraumangebot von drei Zimmern. muss von Seiten der Planer und politischen Akteure reagiert werden. standortspezifisch zu analysieren und gesamtgesellschaftliche Trends mit lokalen Entwicklungen abzugleichen. dass die angesprochene Altersgruppe im Vergleich zu vor­ angegangenen Generationen länger aktiv und selbstständig ist und häufig kommunikative. Nicht zu vernachlässigen ist dabei. 12 .2 als dessen Ergebnis der Bedarf an spezifischen Wohnwünschen für diese Altersgruppe einen hohen Stellenwert auf dem Wohnungsmarkt einnehmen wird. Die Zahl der über 65-Jährigen steigt stetig. In einem zweiten Schritt kann dann an der richtigen Stelle und mit den richtigen Mitteln darauf reagiert werden. ist verständlich. Dagegen sind Haushalte mit fünf und mehr Personen lediglich noch mit 4 % der Privathaushalte in Deutschland vertreten. Heute stellt sich die Situation weitaus differenzierter dar. Einwohnern. Dieses Themenfeld ist dem aktuellen gesellschaftlichen Rahmen von Wohnen gewidmet und zeigt hierzu die wichtigsten Tendenzen auf. Der Familie mit leiblichen Kindern steht heute eine große Zahl von Einpersonenhaushalten. Immerhin ein deutlicher Anstieg um 40 %. Im Zuge der Individualisierung spielt auch die Veränderung der Haushaltsstruktur eine entscheidende Rolle. Seit Jahren werden diese Veränderungen in vielerlei Hinsicht.4 Sinkende Haushaltsgrößen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl an Privathaushalten sowie vielschichtige Lebensformen und deren pluralistische Wohnvorstellungen stellen vermutlich die gegenwärtig größte Herausforderung an den Bestand sowie an neue Wohnkonzepte dar. Richtlinien und Förderinstrumenten über viele Jahre festgeschrieben und wirkt bis heute träge und langlebig fort. Dass sie wesentlichen Einfluss auf das Betätigungsfeld Wohnungsbau haben. die Geburtenraten mit Sterbefällen abgleichen und Wanderungsbewegungen im Binnenbereich und über die Grenzen der Bundesrepublik berücksichtigen. Unsere Gesellschaft lebt individueller. um die richtigen Stellschrauben zu finden. ist doch die Gesellschaft im Sinne des Nutzers diejenige.1 Der Rückgang der Einwohnerzahl geht einher mit einer spürbaren strukturellen Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung.2 Mio.und Sozialstrukturen. unter anderem in der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug gerade mal 7 . im Jahr 2030 wird der Anteil auf 29 % gestiegen sein.und Wohnvorstellungen einer breiten Masse. spezifischen Wohnwünschen konfrontiert. Privathaushalte alle anderen Haushaltsgrößen. die unter dem Begriff „demografischer Wandel“ allgegenwärtig ist. gemeinschaftliche Wohnkonzepte erfragt. Gerade hier gilt es.3 Im Jahr 2006 dominierten bereits Einpersonenhaushalte mit 38 % der knapp 40 Mio. Unsere Gesellschaft altert. Feststellungen Unsere Gesellschaft schrumpft. In den kommenden Jahren wird für Deutschland eine deutliche Veränderung der Einwohnerzahlen sowie der Bevölkerungsstruktur prognostiziert.

sondern vor allem aufgrund der hohen organisatorischen Anforderungen. Im Zuge einer alternden Gesellschaft ist ein besonderes Augenmerk auf barriere- freies Wohnen. Unabhängig vom Marktsegment der privaten Bauherren. sind soziostrukturelle und lebensphasenspezifische Charakteristika jedes Einzelnen. Die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern Antworten bezüglich aktuell notwendiger Wohnkonzepte genauso wie Überlegungen zur Qualität. die diverse. zum Standort und zum Standard von Wohnungen. häufig serviceorientierter und städtischer Wohntypen aus. die individuell und für sich persönlich den Wohnbedarf definieren und planen lassen. begonnen beim Wohnumfeld bis zur Möbelplanung der Wohnung. Gewohnheiten auch ästhetische 13 . der durch gemeinsam wohnende und wirtschaftende Menschen gebildet wird. die als Lebensform bezeichnet werden. Die Gefahr von Fehlspekulationen liegt genau zwischen dem Pol des Käufers/Nutzers und dem des Bauträ- gers/Investors. um im Ergebnis eindeutige Klientels zu benennen. Was Lebensform und Privathaushalt nicht ausdrücken. Zum einen führt Individualisierung. Unsere Gesellschaft bevorzugt wieder verstärkt städtische Wohnmodelle. In diesem Zuge ist auch eine Veränderung des Images der Stadt wahrzunehmen. ist das Wissen um marktrelevante Nutzergruppen im Sinne der gesellschaftlichen Trends projektrelevant. zu einem höheren Bedarf an sozialem und infrastrukturellem Netzwerk. Veränderte Ausstattungsstandards tragen dabei jedoch oft schon zur adäquaten Reaktion auf neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei. Viele Kommunen reagieren gegenwärtig auf diesen Bedarf mit innerstädtischen Flächenangeboten für private Wohnmodelle..5 Die Lebensform steht in engem Verhältnis zum Privathaushalt. der nachhaltig auf den Wohnungsmarkt einwirkt. not­ wendig. Klassifizierung Die Arten des unmittelbaren Zusammenlebens. die aktuell auf den Wohnungsmarkt wirken. In der Bundesrepublik verringern sich die Haushaltsgrößen seit Jahren und im Ergebnis ist ein stetiger Anstieg der Wohnfläche zu verzeichnen. unter anderem im Zuge der Berufstätigkeit vieler Frauen. Die Vermarktungsebene im Sinne der produkthaften Benennung und Identität von Projekten. die Neigungen. Genau deshalb widmen sich gerade die investierenden Akteure der präzisen Definition und Einordnung von Nutzergruppen. Zwar wird auch Wohnen in seinen Grundfunktionen regelmäßig in Wohnkonzepten der Zukunft hinterfragt. vermeintlich neue. egal welcher Altersgruppe. Die Chance des Planers ist es. eröffnet bei genauerem Untersuchen selten innovative und neue Wohnkonzepte. Das tägliche Pendeln beider Eltern ist nicht nur finanziell weniger interessant. der im städtischen Kontext eher bedient wird als im suburbanen. wogegen der Wohngrundriss in seiner Raumkonzeption und -organistation häufig ein stabiles Gefüge darstellt. das heißt als Ehepaar. Marketing Die Wohnungsbauvermarktung folgt deutlich den demografischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Land.. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik lebt nach wie vor in Familien zusammen. Auch die Verschiebung der Haushaltsgrößen zu kleinen Haushalten löst eindeutige Entwicklungstrends im Bau und Umbau kleinerer. Wohnmodelle und Gebäudetypen benennt. Ein passgenaues Angebot verringert also das Investitionsrisiko um ein Vielfaches und erhöht die Gewinnaussichten im selben Maße.Wohnen und . zum anderen im Zusammenleben mit Kindern klassifiziert. Zum anderen wird. der oben genannte Bedarf löst jedoch nicht zwangsläufig Veränderungen in den Grundfunktionen des Wohnens und deren Zusammenspiel in der Wohneinheit aus. mit dem Verständnis der gesellschaftlichen Prozesse jedoch unabhängig vom Vermarktungstrend zu agieren. Hier sind unterschiedliche Entwicklungen auszumachen. spielen für die marktrelevante Klassifizierung von Nutzern eine erste bedeutende Rolle: Zum einen wird hier die Gesellschaft in Bezug zur Ehe. Lebensgemeinschaft oder allein erziehender Elternteil mit mindestens einem Kind. das Einfamilienhaus vor der Stadt für Familien weniger attraktiv.

14 . der Werte und Gewohnheiten stellt sich eine weitere grundsätzliche Frage im Zusammenhang mit der Entscheidung für das Wohnmodell: Miete oder Eigentum? Statistisch gesehen leben 43 % aller Privathaushalte in Deutschland in den eigenen vier Wänden. Auf die Vielzahl der Nutzergruppen oder Klassifikationen und ihre spezifischen Wohnwünsche baulich-räumlich zu reagieren. in denen der Markt für den Verkauf existiert und nachhaltig stabil bewertet wird. Diese Entwicklung folgt nicht nur der Individualisierungstendenz der gesamten Gesellschaft.Kontext Standards berücksichtigen. Gleichzeitig wird über die Miete ein Betrag x vom Mieter übernommen. der unter anderem Verwaltungstätigkeiten und Gewinnaussichten seines Wohnversorgers abdeckt und der im Eigentum nicht immer anfällt. Schon seit langer Zeit beschäftigen sich zudem Architekten mit veränderbaren Wohnkonzepten. folgt keiner ökonomischen Vernunft. Diesen Konzepten wird allerdings teilweise die fehlende spezifische Grundrisskonfiguration mit unterschiedlich dimensionierten Räumen vorgeworfen. der nicht nur unterschiedliche Wohnkonzepte zulässt. mit dem Ergebnis eines hochspezialisierten Wohnungsmarkts. unter anderem in der zukunftsfähigen Bedarfsdeckung mit geeignetem. was sie in der Kenntnis ihrer zukünftigen Einwohnerprognosen langfris­ tig handlungsfähig macht und regionale Schrumpfungs. um geeignete räumliche Antworten zu formulieren. Nutzungsneutrale Räume bieten hier wohl den nachhaltigsten Ansatz. sondern bis zur Umnutzung einer Wohnung als Büroeinheit reicht. Allein diese Tatsache forciert Lösungen. gleichzeitig bindet es jedoch an den Standort und an die Größe der Wohnung. die eine Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Lediglich die Schichten werden berücksichtigt. Gegenwärtige Entwicklungen Momentan lassen sich unterschiedliche Entwicklungen am Wohnungsmarkt erkennen. Zum anderen führt die breite Debatte über eine alternde Gesellschaft zum Umdenken in vielen Bereichen. Für Architekten bietet die Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ein Verständnis zum gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungsgrößen und -typen sowie deren Anforderungsprofile. die repräsentativ für aktuelle gesellschaftliche Tendenzen stehen. Hierfür sind vor allem Überlegungen zur eventuell notwendigen Öffentlichkeit des Arbeitsplatzes in der Grundrisskonzeption beziehungsweise Gebäudeorganisation notwendig. Eigentum ermöglicht aufgrund der eigenen Dienstbarkeit einen flexibleren Umgang mit dem eigenen Wohnraum. wodurch das Gegenmodell in differenzierten Wohnangeboten mit simulierten individuellen Wohnangeboten ebenso vertreten ist. Übergeordnet entwurfsrelevant sind sie entsprechend nicht. das langfristig in einem nicht abgefragten Überangebot enden muss. sondern hat auch einen Mehrwert für die ältere Generation. Auch eine Zunahme von Serviceangeboten in Wohngebäuden ist festzustellen. in einer globalisierten Arbeitswelt. Ein letzter Aspekt soll nicht unerwähnt bleiben: Im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt werden auch Konzepte erfragt. zumindest barrierefreiem.6 Das Mietverhältnis bietet gegenüber einer langfristigen Sicherheit des Eigentums die Chance zur kurzfristigen Veränderung. Miete oder Eigentum Neben dem Einfluss der Lebensform. Ein Mietverhältnis lässt zudem eine Veränderung in der räumlichen Organisation nur selten zu. die zum einen nachhaltig sind und zum anderen auf den Bedarf eines Großteils der Gesellschaft reagieren. dass Eigentum in Regionen erworben wird. Wohneigentum stellt heute. Zum einen führen Kommunen in integrierten Stadtentwicklungskonzepten Angebot und Nachfrage nach Wohnraum zusammen. ohne ein differenziertes und breites Spektrum zu entwickeln. um den verschiedenen Wohnbedürfnissen innerhalb der Lebensdauer eines Gebäudes gerecht zu werden. Sie werden in Lebensstilen zusammengeführt.beziehungsweise Wachstumstendenzen berücksichtigt. Wohnraum. für die Mehrheit der Bevölkerung keine Bindung für die Ewigkeit dar. Dieses Wissen setzt allerdings auch voraus. die in der Regel jedoch nicht die gesamte Gesellschaft abbilden.

Bis 2015 wird von einem jährlichen Neubauvolumen von circa 275.12 Mit diesem Wert belegt Deutschland in Europa eindeutig den letzten Platz. auf einem der letzten Plätze in Europa zu liegen. die entsprechende Investitionsanreize liefern.5 Billionen Euro sind rund 82 % des Anlagevermögens der Deutschen in Bauten angelegt – davon entfallen knapp 5. auf 77 Mrd.9 Damit wird deutlich. der durch die Verlangsamung oder Stagnation der Entwicklungsprozesse stattfindet. Ganzheitlich betrachtet lassen sich hinter dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation jedoch auch Chancen entdecken. Angesichts der Zahlen ist offenkundig.000 Wohnungen ausgegangen. So führt ein allgemein hoher Sättigungsgrad zu einem Nachdenken über Qualität. verbunden mit einem entstprechenden Rückgang der Arbeitsplätze. Was bedeuten diese Zahlen jedoch für den Wohnungsbau aus Sicht des Architekten und Städteplaners? Betriebswirtschaftlich sind sie dort ebenfalls mehr als besorgniserregend und der schlechte Arbeitsmarkt für Architekten spiegelt die Situation klar wider. Die größte Chance besteht in dem Zeitgewinn. Gerade die jüngsten Entwicklungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zeigen. weit hinter Spanien und Irland mit einer siebenfach höheren Neubauquote.. 40 % auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser. sondern der zukünftige Bedarf an Wohnraum.1 %) beziffert. Für die Wirtschaft. Fazit des kurzen wirtschaftlichen Exkurses ist ganz klar: Deutschland ist gebaut.13 Der jährliche Abgang von Wohnungen wird mit ca.und Zweifamilienhausbereich. Der überwiegende Anteil am Gesamtgebäudebestand Deutschlands sind Wohngebäude. Es geht einerseits um die großmaßstäblichen wirtschaftlichen Zusammenhänge und auf der anderen Seite um die konkreten Auswirkungen auf das einzelne Wohnbauprojekt. Bauwirtschaft Über die wesentlichen wirtschaftlichen Strukturdaten kann man ein erstes Bild der Situation zeichnen. fast halbiert10.000 Wohnungen gebaut. dass die Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand und dem damit verbundenen Stadtumbau eines der zentralen Themenfelder für die Architektur im Allgemeinen und den Wohnungsbau im Besonderen einnimmt. Wohnungen.Wohnen und .6 Wohnungen je 1000 Einwohner und Jahr oder 0. Aufgrund der immensen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Faktors werden hierfür regelmäßig statistische Zahlen erhoben.11 2007 wurden lediglich 211. der seit kurzem durch das neue WohnRiester-Programm kompensiert werden soll.7 Dies entspricht circa 18 Mio. 60 % entfallen dabei auf den Ein. die vom Wachstum lebt. So ist es vielleicht nicht nur Negativ. 47 . Wohngebäuden8 mit insgesamt 40 Mio.7 % am Gesamtbestand. Generell wird der Wunsch zu Eigentumsbildung als einer der wichtigsten Entwicklungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau gesehen. oder andersherum betrachtet.. 15 .15 Im Textabschnitt zum Thema Ökologie wird ebenfalls schnell klar. führte eine enorme Nachfrage wie zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit zu allgemein geringerer städtebaulicher und architektonischer Qualität. das entspricht einer Neubauquote von 2. welchen herausragenden Stellenwert der Wohnungsbau für die Gesamtwirtschaft besitzt. Ein wichtiges Instrument hierfür sind staatliche Programme. Mit knapp 9. Für den entwerfenden Architekten ist jedoch zunächst weniger der Bestand von Interesse.14 Auf unterschiedliche Weise kämpfen Interessengruppen für eine Wiederbelebung des Markts.000 (0. Von 1995 bis 2005 hat sich der Umsatz im Baugewerbe von 133 Mrd. dass Wachstum und der damit verbundene Flächenfraß negative Folgen hat. Zeit für das Nachdenken über neue Strategien im Wohnungsbau und im Umgang mit der Stadt. Wohnen und Ökonomie Dieses Themenfeld muss auf zwei Ebenen betrachtet werden. dass die spekulative Entwicklung auch für die wirtschaftliche Entwicklung verheerende Folgen haben kann. Durch den Wegfall der Eigenheimzulage ist ein wichtiger Entwicklungsmotor ausgefallen.5 Billionen Euro also 57 % auf den Wohnungsbau. sind diese rückläufigen oder stagnierenden Zah­ len dramatisch.

000 bis 3. Zum Beispiel können bei einer hochwertigen Rohbau­ aus­ führung bestimmte Flächen ohne zusätzliche Verkleidung oder Beläge auskommen. In der sorgfältigen Prüfung des Bedarfs. bezogen auf die Kosten.90 Euro/m² mit regionalen Ab­ wei­ chungen wie zum Beispiel einem durchschnittlichen Mietpreis von 7 . Da der Einfluss auf die allgemeinen Baupreise gering ist. Gemeint ist hier nicht.500 Euro. stagnierte dabei nach der Jahrtausendwende und legte in den beiden letzten Jahren mit zuletzt 7 . oder es kann ein einfaches Bad anstelle eines von der Sanitärindustrie gerne verkauften Designer-Wellnessbereichs mit Sauna realisiert werden. Das zweite.17 Die Nettokaltmieten liegen im Bundes-durch­ schnitt bei 5. Grundsätzlich werden die Baukos­ ten durch die zwei Parameter „Fläche“ und „Standard“ bestimmt. Regional differenziert liegen die Baukosten für den Quadratmeter Bruttogeschossfläche bei einem Einfamilienhaus zwischen 1. Intelligente Bauweisen. Da viel Fläche im Allgemeinen mit viel Qualität verbunden wird. je höher desto mehr. Die wichtigste ist die Bemessung des effektiven Bedarfs.16 Die Verkaufspreise liegen im Allgemeinen mit 2. Der Baupreisindex. unabhängig davon ob der Bauherr aus privatem. kann ein wesentliches Einsparpoten­ zial geleistet werden. Mit den Baukostenbegriffen und Bezugsgrößen wird zudem häufig unpräzise umgegangen so dass eine Vergleichbarkeit von Projekten ohne präzises Studium der Zusammenhänge kaum möglich ist.000 Euro je Quadratmeter ziemlich genau beim Doppelten.8% im Jahr 2007 deutlich zu. Insbesondere im Hinblick auf einkommens- schwache Haushalte stellen die Wohnkosten eine erhebliche Belastung dar. der über die Entwicklung der Baupreise Aufschluss gibt. Ähnlich der Automobilindustrie wird hier durch die Arbeit der entsprechenden Interessengruppen der allgemeine Anspruch nach immer höheren Standards gefördert. wenngleich viel schwächere Instrument der Kostenregulierung. 16 . bleiben für den Architekten wenige Stellschrauben. Kapitel Wohnungsgröße). wird der Wohnraum im selbst genutzten Neubau häufig viel zu großzügig bemessen und zum Beispiel die sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändernden Familienstrukturen nicht berücksichtigt. Das Instrument der Prämie für die Unterschreitung bestimmter Kosten wird derzeit zu wenig genutzt.50 Euro/m² in Hamburg. standardisierte Bauteile und die Kommunikation der technischen Möglichkeiten der bauausführenden Firmen können zu weiteren Kostenvorteilen führen. ist die unmittelbare Kopplung des Honorars an die Baukosten. der Einsatz von vorfabrizierten Elementen an der richtigen Stelle.und Küchenausstattung oder der Oberflächenqualitäten einen angemessenen und bezahlbaren Standard finden. Eine dritte Stellschraube resultiert aus dem Bereich der Gebäudekonstruktion.Kontext Baukosten Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung sagt noch wenig aus über die ökonomischen Bedingungen bei einem konkreten Wohnbauvorhaben.19 Die allgemeine Preisentwicklung unterliegt dem Prinzip von Angebot und Nachfrage und kann nur begrenzt durch staatliche Maßnahmen wie zum Beispiel Schutz vor Mietwucher beeinflusst werden. die Qualität der Materialien zu Gunsten der Kosten zu senken.18 Circa 30 % des Haushalts­ einkommens werden in das Produkt „Woh­ nen“ investiert. Die Kosten sind für den Architekten einer der zentralen Entwurfsfaktoren. gewerblichem oder öffentlichem Interesse handelt. es liegt damit doppelt so hoch wie zum Beispiel die Aufwendun­ gen für PKW oder Nahrungsmittel (vgl. Hierzu wieder einige Zahlen und Fakten. ist der Gebäudestandard. Der Bauherr und der Architekt als sein Berater können jedoch über die Reflexion der tatsächlichen Notwendigkeiten beispielsweise der Sanitär. Paradox an der Beratungsleistung des Architekten. sondern grundsätzlich über bestimmte Standards nachzudenken.000 und 1. verbunden mit einer effektiven Grundrissplanung. Angesichts der immensen finanziellen Belastung und einer meist langjährigen Finanzierung für den Bauherrn mit vielen Risiken steht der Architekt in einer besonderen Verantwortung im treuhänderischen Umgang mit dem ihm anvertrauten Kapital.

Selbst in den diesbezüglich konservativ eingestellten USA wurde von Politik.und Nichtwohngebäude) an der Emission der Treib­ hausgase beträgt circa 10 %. Erst diese enorme finanzielle Belastung führt zu einem breiten Umdenken und einem unmittelbaren Bewusstsein für die Energie. um die Größenordnung der Beträge zu veranschaulichen. Für den Wohnungsbau resultieren Folgen auf verschiedenen Ebenen. Um diese Diskussion in ihrer Relevanz auf den Wohnungsbau einzugrenzen. Die aus der Erdölkrise resultierende Ökologiediskussion der 1980er Jahre mit der Erkenntnis der begrenzten Ressourcen hat durch die unmittelbare Verknüpfung mit der Klimafrage eine völlig neue Dimension erhalten. erscheint es notwendig. Gründe hierfür sind eine bewusste Instrumentalisierung. So wird natürlich auch die Immobilien. Die Zahlen zeigen jedoch eine sehr viel gleichmäßigere Verteilung innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren als die Diskussion den Eindruck vermittelt. Erst mit den deutlich erhöhten Rechnungen der Energieanbieter setzte ein Umdenkprozess beim Verbraucher ein. Unabhängig von der CO2-Diskussion sind aufgrund der begrenzten Ressourcen und der weltpolitischen Zusammenhänge die Energiepreise drastisch gestiegen. Treibhauseffekt. Reduziert auf den Wohnungsbaubereich liegt der Anteil an der Gesamtemission bei circa 5 %. Die Aufwendungen für die Wohnung. Trotz der offen und anschaulich geführten Diskussion der ökologischen Zusammenhänge und Folgen in allen Medien. Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Größe dokumentiert sich allein über die allgemeine Abrechnungseinheit nach Quadratmeter.und Nullenergiehäuser wird der Eindruck erweckt. Interessant ist die unmittelbare Verknüpfung der ökologischen Rahmenbedingungen mit den ökonomischen Faktoren. Im Vergleich hierzu stehen die energieerzeugenden Anlagen mit circa 21 %. um in dem massenwirksamen Markt der Endverbraucher konjunkturfördernde Investitionen auszulösen.Wohnen und . Wirtschaft und Medien das Potenzial des Themas erkannt. die sich aus dem kalten und warmen Mietanteil summieren. der Transportbereich mit 14 % oder die Landwirtschaft mit 12. führen auf der übergeordneten Ebene zum Nachdenken über den grundsätzlich notwendigen Bedarf an Wohnraum..5 %. Hierüber entsteht ein Gegenpol zum jährlich wachsenden Wohnflächenkonsum. dass es sich in diesem Sektor um eine überdurchschnittliche Größe handelt. doch im Zusammenhang mit der Einführung des Energieausweises für Gebäude und der Diskussion um Niedrig. Wohnen und Ökologie Unter dem Stichwort „Ökologie“ wird ein weites Spektrum an Betrachtungsmöglichkeiten auf die Fragen des Wohnungsbaus eröffnet. einige Zahlen und Fak­ ten zu betrachten. um bei aller Bedeutsamkeit des Themas zwischen der Instrumentalisierung durch verschiedene Interessengruppen und der Realität differenzieren zu können.und damit auch Emissionsfragen. Wärmepumpen bis zu Photovoltaikelementen entwickelt. Die Wohnnebenkosten sind ebenfalls in den letzten fünf Jahren um etwa 30 %21 gestiegen und haben zur Bildung des Begriffs der „zweiten Miete“ geführt. die – ähnlich wie der Begriff „demografischer Wandel“ für den gesellschaftlichen Bereich – omnipräsent sind und sämtliche Wirtschaftsbereiche und Themenfelder durchdringen. Im Energiesparsektor hat sich entsprechend ein enormer Markt von Dämmstofflösungen über Solarkollektoren. Klimawandel Klimawandel. Es erscheint daher sinnvoll. ist jedoch weniger ein gegenseitiges gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein der Auslöser für das Handeln.20 Dies sind durchaus beachtliche Zahlen. sondern vielmehr eine zweite Komponente – die unmittelbare finanzielle Belastung für den Einzelnen. 17 . eine fokussierte Gliederung der Thematik vorzunehmen.. Der Anteil der Immobilien (Wohn.und Wohnungswirtschaft von dieser Diskussion erfasst. Erderwärmung sind Schlagwörter.

Dies meint die gesamte Kette vom Herstellungsprozess. so dass sich eine Fassadendämmung von außen als vergleichsweise kostengünstiger Standard durchgesetzt hat. Als Standard entwickelte sich die Betrachtung der Summe der energetischen Aufwendungen. Dies sind insbesondere Flächen für den Güterverkehr der Bahn und diverse Hafengebiete. Zwei Strategien bieten sich dabei an.zur Dienstleis­ tungsgesellschaft werden entsprechende Flächen frei und können umgenutzt werden. sondern auch um sorgfältige Alltagsarchitektur wie zum Beispiel die Backsteinfassaden im norddeutschen Raum. wie zum Beispiel die additiv hinzugefügten Solarkollektoren. Die energetische Sanierung verdeckt häufig eine wertvolle Fassadengestaltung hinter einfachen Putzfassaden. zum Beispiel durch den Abbruch und Ersatz alter Gebäude oder die Nachverdichtung vorhandener Strukturen. über die Reduktion des Wärmeverlusts zum Ziel zu gelangen. Interessant ist. 18 . Die erste Ebene versucht. Diese Anforderung wird nahezu deckungsgleich im qualitätsvollen Entwurf vorausgesetzt und bietet damit auch eine Stärkung der Position des Architekten.Kontext Auf einer anderen Ebene geht es um die energetische Optimierung des Gebäudebestands oder von Neubauten. Die ökologische Betrachtung von Gebäuden und Bauteilen wird dabei jedoch nicht über die abstrakte Form des CO2-Austauschs dargestellt.und Verkehrsflächen circa 115 ha. sind der Energieverbrauch und die Klimadiskussion grundsätzlich aneinander gekoppelt. Energie Wie eingangs bereits erwähnt. sondern über den Energieverbrauch. die das System Stadt wieder attraktiv werden lassen. Die erste Strategie führt im Allgemeinen zu einer Ertüchtigung der Gebäudehülle über die Dämmung. dass die energetische Gebäudeoptimierung zwar auf allgemeine Erkenntnisse zurückgreifen kann. dem Transport. Die Sanierung muss häufig im bewohnten Zustand erfolgen. Aber auch hier entstehen gestalterische Problemfelder. Diese Tendenz deckt sich mit vielen weiteren Faktoren. die konkrete Lösung jedoch fallabhängig am Einzelobjekt entwickelt werden muss. die die Dachlandschaft prägen und ein ähnliches Phänomen darstellen wie die allgegenwär- tigen Satellitenschüsseln an den Fassaden. der Lagerung bis zur Entsorgung. die Nutzung und die Einflussgrößen des Kontextes zu unterschiedlich sind. Hieraus entsteht eine der Hauptmotivationen für den Stadtumbau und unter diesem Begriff können die aktuellen städtebaulichen Bemühungen zusammengefasst werden. Durch den Wandel von der Industrie. Gesamt­ energiebilanz oder Ökobilanz gesprochen. dass viele Studien zu dem Schluss kommen. Trotz einer stagnierenden oder rückläufigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs. Bei aller Notwendigkeit der energetischen Optimierung entsteht hier die Gefahr des medienwirksamen Wettbewerbs um das am meisten optimierte Gebäude. da die Flächennutzung letztendlich die anderen ökologischen Faktoren als Folge produziert. In diesem Zusammenhang wird von grauer Energie. Der Stadtumbau vollzieht sich jedoch auch in kleineren Dimensionen. die in ein Bauteil fließen. Beide Bereiche haben unmittelbaren Einfluss auf den Wohnungsbau. da die Gebäudesubstanz. Flächenverbrauch Auf der städtebaulichen beziehungsweise übergeordneten raumplanerischen Ebene wird das Thema der Ökologie häufig in Verbindung mit dem Flächenverbrauch dargestellt. Dabei geht es nicht nur um denkmalgeschützte Substanz. die zweite Ebene durch energetisch optimierte beziehungsweise auf regenerative Energien zurückgreifende technische Anlagen einen Beitrag zu leisten. Die gebäudetechnische Ertüchtigung kann in vielen Bereichen diskret in die Substanz oder Neubauarchitektur eingefügt werden.22 Im Rahmen eines Programms der Bundesregierung soll dieser bis 2020 auf 30 ha reduziert werden. Die Folgen sind jedoch schon jetzt an vielen Orten und Gebäuden sichtbar. Für den Wohnungsbau bedeutet die Reduktion der Neuausweisung von Bauland eine automatische Konzentration auf die Ressourcen der Stadt.

sondern wirft auch bezüglich der gesundheitlichen Aspekte Fragen auf. Breiter angelegt ist das Instrument des bundesweit eingeführten Energieausweises. Silber-. zum Beispiel KfW-40 oder KfW-60. Zusätzlich zu den üblichen Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes wurden über die entsprechenden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bestimmte energetische Standards definiert. Bei all diesen unterschiedlich motivierten Ansätzen ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht nur im Sinne der Ökobilanz abzuwägen. Wenn das Öffnen der Fenster das energetische Gebäudekonzept gefährdet. Ohne die neuen Baustoffe unter Generalverdacht stellen zu wollen. da die Preisbildung viel weniger von den Rohstoffpreisen als vom Instrument des Angebots und der Nachfrage abhängt. Bei der Betrachtung der lebenslangen energetischen und wirtschaftlichen Faktoren verschieben sich kurzfristige Investitionsersparnisse zu Gunsten werthaltiger. Die Nachfrage nach gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen ist entsprechend deutlich gestiegen.23 Im Vergleich dazu liegt der Jahresenergieverbrauch eines aktuellen Einfamilienhauses (EnEV 2002 Standard) bei circa 15. scheint hier aus Sicht des Wohnungsbaus eine Schwelle überschritten zu werden.. Goldund Platin-Auszeichnungen in Europa durchzusetzen. Die aktuelle Situation der vom Fußboden bis zur Küche durchlaminierten Innenwelt eines Wohngebäudes ist nicht nur aus ästhetischer Sicht schwer erträglich. Aus den USA versucht sich zum Beispiel das sogenannte „Green Building Rating Sys­ tem“ mit Bronze-.Wohnen und . In Deutschland scheint sich derzeit das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ mit ähnlichen Kriterien zu etablieren. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die vergleichende Betrachtung von Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen und Backsteinfassaden. Als nächste Stufe kämpfen derzeit verschiedene Zertifizierungssys­ teme um ihre Bedeutung am Markt. sondern auch in der Benutzbarkeit der Wohnung.24 Angesichts dieser Dimension ist der ganzheitliche energetische Betrachtungsansatz eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Gebäudeentwurf. um diesen Aspekt zu veranschaulichen: Ein Einfamilienhaus mit circa 150 m² Wohnfläche in Massivbauweise hat am Ende seiner Fertigstellung einen Energiebedarf von circa 350. langlebiger Baustoffe. ob natürliche und einfachere Baustoffe nicht den selben Zweck erfüllen können und vielleicht einen mehr werthaltigen und authentischeren Ausdruck entstehen lassen.000 kWh. Das oft entgegengebrachte Kostenargument ist dabei relativ.. Gesundheit Neben den übergeordneten ökologischen Zusammenhängen gilt es noch die konkrete Ebene für den Wohnungsbau zu betrachten.000 kWh. 19 . die den entsprechenden Energieanteil in den Produkten für die Planung transparent machen. Ein weiteres relativierendes Beispiel: Der Energieanteil von Styropor liegt bei circa 29 kWh/kg im Vergleich zu Zellulosefasern mit je 1 kWh/kg. Das Gesundheitsbewusstsein hat sich angesichts einer steigenden Anzahl von allergisch bedingten Krankheiten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert und hat einen wesentlichen Einfluss in der Baustoffdiskussion. Zahlreiche Studien. liegen vor. Wieder einige Zahlen. kann man dennoch die Frage stellen. Die Komplexität der Materie und damit ihre schwierige Vergleichbarkeit führte zu verschiedenen Ansätzen einer Zertifizierung.

genossenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Wohnungsanbietern eine Vielzahl von Privatpersonen. zum einen als Ergebnis des gedeckten Bedarfs. Die Steuerung des deutschen Wohnungsbestands. Große öffentliche Wohnungsbauwettbewerbe. wirtschaftlich prosperierenden Regionen Standorte gegenüber. der Länder und des Bundes verwaltet. Anbieter von Wohnraum In der Phase der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland ein auf unterschiedlichen Säulen funktionierendes soziales Wohnversorgersystem. Mietwohnungen im Jahr 2006 in der Bundesrepublik26 werden rund 10 % durch öffentliche Wohnungsunternehmen der Kommunen. nämlich rund 30 der 40 Mio. Daneben förderte der Staat die Schaffung von privatem Wohneigentum. ein Verlust an Handlungsfähigkeit. Zwar sind regional und lokal differenzierte Prozesse zu beob­ achten. stellt gegenwärtig das größere Aktionsfeld gegenüber der Neubautätigkeit im Wohnungsbau dar. Heute ist die Wohnraumnachfrage quantitativ längst gedeckt. das heißt Selbstnutzer und private Kleinanbieter. In dieser Betrachtung sollen daher vor dem Hintergrund der gemäßigten gesellschaftlichen Tendenz der Aktionsraum von Architekten in der Wohnbauplanung benannt werden und die betrachteten Aspekte gleichzeitig aktuelle Schwerpunkte in der Berufspraxis nachzeichnen. sind dabei neben den genannten öffentlichen. Neben kommunalen beziehungsweise öffentlichen Anbietern und Wohnungsgenossenschaften stellten privatwirtschaftliche Investoren wichtige Wohnversorger im Mietwohnungsbau dar. die es sinnvoll machen.Kontext Wohnen und Initiatoren In den letzten Jahrzehnten und im Zuge einer sich verändernden Gesellschaft haben deutliche Entwicklungen eingesetzt. um Anreiz zur Bildung von privatem Wohneigentum zu geben. Der Verkauf von kommunalem Wohneigentum verhindert hier langfristig stadtplanerische Interventionsmöglichkeiten und die öffentliche Steuerungsmöglichkeit. verallgemeinert lässt sich jedoch feststellen. finden heute nur noch in seltenen Fällen und mit geringen Realisierungschancen statt. Sich ändernde beziehungsweise neue Handlungsräume sind für entwerfende Architekten gerade im Kontext einer geringen Wohnungsneubautätigkeit wichtige. praxisrelevante Bezüge. die gezielt in den Rückbau von Wohnraum und die Stabilisierung des Bestands investieren müssen. Die soziale Verantwortung des Staates im Wohnungswesen ist weiterhin gefordert. Dagegen übernehmen sie im Bestand nach wie vor neben Wohnungsgenossenschaften eine wichtige Versorgerfunktion. der im Ergebnis eine Benachteiligung sozial Schwacher nicht ausschließt. einen Blick auf die Strukturen und Akteure der Wohnraumschaffung zu werfen. aber auch im Neubau. dass die Arbeit im städtischen Bestand heute mehr denn je Gegenstand von Wohnbauprojekten ist. das mittels Förderung und Anreizen von Seiten des Staates nachhaltig gesteuert wurde. Die Aufgaben des Sozialstaats sind im Rahmen der Notversorgung mit Wohnraum sozusagen abgeschlossen. noch vor einem Jahrzehnt klassisches Betätigungsfeld von Architekten. 20 . Wohnungen29 in Deutschland gehören privaten Wohnungseigentümern. In Deutschland stehen nach wie vor wachsenden. Die folgenden Bezugsgrößen verdeutlichen die geringen Aktivitäten im Wohnungsneubau: Zwischen 1994 und 2007 sind die Baugenehmigungen für Wohnungsneubauten um knapp 75 % zurückgegangen25. Knapp drei Viertel des deutschen Wohnungsbestands.27 Die öffentlichen Wohnungsversorger können dabei aufgrund zurückgehender bereitgestellter Mittel ihren Aufgaben immer seltener nachkommen. Von rund 24 Mio. in den rund 70 % des gesamten Wohnungsbauvolumens von Deutschland investiert werden. zum anderen auch aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Neubautätigkeit. Als Bestand ist dabei sowohl das umzunutzende städtische Gebäude gemeint als auch die Neubauplanung im städtischen Kontext. Kommunen agieren dabei vermehrt als Projektinitiator. Oft winkt nach erfolgreicher Teilnahme nicht der Auftrag durch die öffentliche Hand. sondern eine nächste Akquisephase am frei finanzierten Markt. Die Akteure der Wohnungspolitik im Bestand.

Wohnungen. die in der Verwaltung von professionell-gewerblichen Anbietern stehen30. um auf die Einflüsse gesellschaftlicher Veränderungen im Wohnungsbestand reagieren zu können..32 Diese Bestandsstruktur dokumentiert den jahrzehntelangen Bedarf an Familienwohnungen. Dabei wird nicht das Wohnideal des Einfamilienhauses in Frage gestellt. Nach diesem ersten Überblick über das Feld der Akteure und möglichen Auftraggeber von Wohnungsbauten interessieren nun neue beziehungsweise veränderte Handlungsfelder für Architekten. Durchschnittlich bestehen die Wohnungen aus 4.4 Räumen mit 86. sind private Selbstnutzer ein interessantes Klientel für Architekten und nicht selten beginnt die selbstständige Berufspraxis mit dem Um. Einper- sonenhaushalte dominieren schon heute alle anderen Haushalte in Deutschland und ihr Anteil nimmt weiter zu. Einzelbauherren oder Baugruppen können hier eher agieren. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Markt fast völlig dem Architekten entzogen. Auch wenn der größere Teil der deutschen Bevölkerung zur Miete wohnt. Wohnungsbestand Der Wohnungsbestand in Deutschland bemisst sich im Jahr 2007 auf rund 40 Mio. Gleichzeitig konzentrieren sich Neubauaktivitäten im Geschosswohnungsbau vorwiegend auf Angebote diesen Haushaltstyps. die wieder verstärkt im Aufgabenbereich von Architekten liegen. sind Bauherren in der Stadt mit teilweise schwierigen Eigentumsverhältnissen und häufig in Orientierung und Kontext anspruchsvollen und häufig zu großen Parzellen konfrontiert. Die aktuellen Tendenzen der Haushaltsgrößen führen jedoch vermehrt zur Nachfrage von anderen Wohnungsgrößen und -zuschnitten. Nicht nur Fertighaushersteller sind dabei überfordert. für sie lohnt sich die Auseinandersetzung mit den diversen Einflussgrößen der Stadt erst ab einer bestimmten Grundstücksgröße und einer Projektdimension mit entsprechend zu erwartender Rendite. am Wohnungsbestand in Deutschland liegt mit rund 16 Mio. die hier vorwiegend auf Neubauvorhaben bezogen sind. auch Investoren entwickeln diese ortspezifischen Situationen im seltensten Fall. Gegenüber rund 9 Mio. Festzuhalten ist jedoch: Private Vermieter und Selbstnutzer nehmen im Zuge ihrer Anteile am deutschen Wohnungsbestand deutlichen Einfluss auf die Qualität und Standards der gebauten Umwelt und des Wohnungsmarkts und sollten als potenzielle Auftraggeber nicht vernachlässigt werden. übernehmen private Kleinanbieter mit rund 14 Mio.und Zweifamilienhäusern. lediglich das Lebensmodell in Form der Kleinfamilie mit pendelndem Alleinversorger ist heute rückläufig und damit deren Wohnvision am Stadtrand. häufig spezifische Kenntnisse.3 m² Wohnfläche. durch geminderte wirtschaftliche Potenz und Marktkenntnis. Private Selbstnutzer Städtisches Wohnen rückt im Zuge einer zurückgehenden Nachfrage nach dem Eigenheim auf der grünen Wiese für Privateigentümer wieder vermehrt ins Bewusstsein. das heißt privaten Wohnungseigentümern von Ein. Gleichzeitig fehlen diesen privaten Kleinanbietern. Im städtischen Kontext entstehen nun Wohnformen.. langfristig zu wichtigen Akteuren für Kommunen werden und neben der Initiierung des Bauprojekts selbst nachhaltigen Einfluss auf den zu entwickelnden Standort ausüben. jedoch auch auf die Arbeit im Wohnungsbestand übertragen werden können. Der 21 . die als Selbstnutzer und/oder als Vermieter auftreten. Fertighäuser mit vermeintlich individuellem Charakter haben den Neubauvorhaben dieser Gebäudetypen im städtischen Einzugsgebiet ihr Gesicht gegeben. verwalteten Wohnungen31 einen umfangreichen Anteil an der Zuständigkeit für den deutschen Mietwohnungsbestand. Wohnungen33 bei 32 % des deutschen Wohnungsbestands.oder Neubau eines Einfamilienhauses. Bestandsobjekte werden entsprechend regelmäßig in kleinere Strukturen unterteilt. Der Anteil von Selbstnutzern. zum Beispiel die so genannten Townhouses. der durch das differenzierte Angebot mit kleinteiliger Besitzstruktur charakterisiert wird.Wohnen und . Im Unterschied zum auf dem „Reißbrett“ geplanten Bauland im Umland als Idealplanung ohne kontextuelle Zwangspunkte. Wohnungen.

Je komplexer ein Vorhaben ist. Als dritter Weg zwischen dem Wohneigentum und der Mietwohnung wird hier das private Kapital in ein gemeinwirtschaftliches Projekt investiert. Aktuelle städtische Wohnungsbauprojekte reichen von der Nachverdichtung und Standortentwicklung im Sinne eines neuen Quartiers bis zum einzelnen Versatzstück im gewachsenen Kontext. desto wichtiger wird die Figur des Architekten und umso seltener die Aktivität des Investors. Gerade der städtische Kontext ermöglicht heute einer privaten Baugruppe zudem eher den Grundstückserwerb als einer Einzelperson. werden mit seriell entwickelten Wohnungsangeboten im städtischen Umfeld nicht angesprochen. Der Planer hat dabei selten mit den späteren Eigentümern oder Mietern Kontakt. die das Eigenheim als individuelles Wohnziel definieren. reagieren spontan auf den Markt und bauen ohne wiederkehrende bauliche Standards. Baugruppen Dem gegenüber stehen Projektmodelle. Im Zusammenhang mit einem sehr vorsichtigen Investitionsverhalten zukünftiger Eigentümer sind diese Angebote nicht für alle Nutzer attraktiv. Neben einer zurückgehenden Nachfrage für Wohnflächen im Umland ist die Stadt seit Jahren aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wieder in das Blickfeld der Politik und somit der Planer und Architekten gerückt. die lebenslanges Mietrecht zu einem vereinbarten Mietzins nach dem Erwerb der Genossenschaftsanteile anbieten. schlüsselfertige Wohnbauproduktion ohne individuell zugeschnittenes Resultat sind die Folge. Schon seit den 1980er Jahren versprechen individuell initiierte Wohnmodelle echte Alternativen gegenüber dem Angebot des Marktes. Ausführung und Nutzung.000 neu gebauten Wohnungen in Deutschland im Jahr 200734 sind dabei vorwiegend im städtischen Kontext zu vermuten. geplant wird vielmehr ein mit höchsten Renditeaussichten vermarktbares Produkt. Gerade junge Architekturbüros realisieren über das Initiieren von Baugruppenprojekten zunehmend ihr erstes Projekt. das auf keine höchstmögliche Rendite abzielt. sondern vor allem die Moderation des Planungs. Notwendig sind Architekten bei Baugruppenmodellen in jedem Fall.Kontext Blick auf die Neubautätigkeit in Deutschland erfolgte bereits im Kapitel „Wohnen und Ökonomie“ . Durch die Anzahl der „Bauherren“ ist nicht nur ihre planerische Kompetenz gefragt. mit klaren Wohnwünschen. Zum einen kann das in großen Wohnungsgenossenschaften passieren. Aktuell erfolgreiche Projekte weisen nicht selten Architekten als Projektmitglieder beziehungsweise als Initiatoren aus. Bauträger agieren lokal. Dabei handelt es sich vorwiegend um großmaßstäbliche Wohnbauprojekte mit einer gesicherten Nachfrage an prosperierenden Standorten.beziehungsweise erwerbsinteressierte Personen schließen sich zu einer Genossenschaft oder Baugruppe zum Bau und Betrieb eines Wohnbauvorhabens zusammen und gestalten aktiv und gemeinschaftlich die Planung. mit stadtspezifischen Parametern besser umgehen zu können als Einzelbauherren. sondern kostendeckend Wohnraum bereitstellen soll. die Chance. zum anderen – ein heute an Attraktivität gewinnendes Modell – als private Genossenschaft oder Baugruppe. egal in welcher rechtlichen Form sie bestehen. Bau. Dagegen zielt das Marketing auf kaufstarke Nutzergruppen. die ohne Renditeabsichten initiiert werden.und Bauprozesses in der Gruppe. Der Vorteil in der Projektentwicklung und -planung liegt in der Selbstverantwortung des Einzelnen und der gleichzeitigen Sicherheit durch die Gemeinschaft. Bauträger Durch Bauträger finanzierte Projekte spielen hier eine nicht geringe Rolle. Die gerade einmal 211. da städtische Parzellen in ihrer Größe häufig der von Mehrfamilienhäusern entsprechen 22 . sozusagen Trendmilieus. Gerade diejenigen. Hohe Anschaffungskosten bei gleichzeitig geringem Eigenanteil und Steuerungsmöglichkeiten am Produkt oder. besser gesagt. Als marktwirtschaftliches Unternehmen verpflichten sich Bauträger lediglich dem Grundsatz: „Minimaler Einsatz bei maximalem Gewinn“ . Interessanterweise bieten diese Baugruppen.

Zeiten mit vorsichtigem Investitionsverhalten führen jedoch immer zu einer Zunahme der Projektqualität. sondern entwickeln langfristige Nachbarschaftsstrukturen. Die Veränderung und Aufweitung des klassischen Planerberufs muss entsprechend auch in den gültigen Gesetzen und Verordnungen fortgeschrieben werden. Die umfangreichen Leistungen in diesem Zusammenhang wurden jedoch in der Honorarordnung für Architekten noch nicht ausreichend berücksichtigt. und zudem ein spekulativer Druck auf dem Grundstückspreis liegt. Aktuelle Aufgabenfelder Eine Chance für Architekten in der wirtschaftlich schwierigen Situation besteht in der Beteiligung und Begleitung von selbstorganisierten Initiativen und Projektformen im städtischen Wohnungsneubau und der Bestandsumnutzung. Gerade aufgrund dieses gleichzeitig entstehenden sozialen Netzwerks stellen private Baugruppen für das individuelle Bauen in der Stadt eine zunehmende Alternative für Bauherren zu anderen Eigentumsmodellen dar. Ein rasantes Wachstum des Wohnungsmarkts wird es trotz alledem in Deutschland auf absehbare Zeit kaum geben. des Weiteren weil sie aus der Mischung ihrer individuellen Wohnkonzepte Zweitnutzer und Veränderbarkeit von Grundrissen tendenziell mehr berücksichtigen als das marktorientierte Investorenmodell. 23 . Die Potenz selbst organisierter Projektgruppen hört zudem nicht bei dem gemeinsam geplanten Gebäude auf. Sie sind vielfältig und häufig in Alter. die bei der Grundstückssuche beginnen und bis zur Gründung der Projektgruppe reichen. um aufwandsgerechte Honorare kalkulieren und abrechnen zu können. Lebensform und Kapitalausstattung gemischt zusammengesetzt. Als Treuhänder des Bauherrn wird der Architekt in jeder Phase der Planung und Realisierung des Gebäudes die Interessen des Bauherrn vertreten. eine Vielzahl realisierter Baugruppenprojekte beweist die hochwertige und intelligente Umnutzung und Neuplanung von städtischen Wohngebäuden. Meist bilden sie eine Gemeinschaft nicht nur zum Zweck des Planens und Bauens der eigenen Wohnbedürfnisse. Die Abhängigkeit der Wohnqualität von der Nachbarschaft ist eine wesentliche These im Wohnungsbau. sind häufig erst durch die Initiative von Architekten erfolgreich.. die früher nur aus der Hand eines Investors vorstellbar waren. Letztendlich führt dies zu einer höheren Projektqualität. Der Kontext Stadt wird nicht nur für Familien neu entdeckt. Im Vergleich zu Bauträgerprojekten sind mit der Projektbegleitung durch Architekten architektonisch anspruchsvolle und wertbeständige Gebäude gesichert. und häufig entstehen aus ihrem Netzwerk heraus quartiersprägende soziale Angebote. Im Vergleich zum Investor sind sie sogar die bessere Wahl für Kommunen: einerseits weil sie lokal agieren und in der Regel ein stabiles Netzwerk aus den Eigentümern heraus für ein Quartier darstellen. Projektdimensionen. Generationenübergreifend wird ein Erneuerungsbedarf des städtischen Wohnungsangebots entstehen.Wohnen und . mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Agieren und einem hohen Maß an Eigeninitiative können aus diesen Netzwerken ganze Stadtteile entwickelt werden. Der „Maßanzug Wohnung“ kann dabei durchaus in der Stadt entstehen. sei es im Nachdenken über die Verwendung energetisch sinnvoller Baustoffe oder über eine breite Diskussion zukünftiger Wohnmodelle. Bereits erläutert wurde der wachsende Bedarf an kleinen Wohneinheiten. Gerade die schwierigen Anfangspfade von Baugruppenprojekten. wie sie von anonymer Investorenarchitektur selten erreicht werden. die entsprechend der Entwicklung der Haushaltsstruktur in Deutschland geeignete und ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Angebote darstellen. Baugruppen verfolgen im Gegensatz zum Bauträger andere Organisationsziele als die finanzielle Gewinnsteigerung. Häufig sind neben dem Wunsch der individuellen und kostengünstigen Realisierung auch gemeinsame Wohnideale ausschlaggebend für die Bildung einer privaten Baugruppe..

das heißt den konkreten Standort des Wohnbauprojekts. der Projektzusammenhang des Wohngrundrisses zum Kontext. schließt die Serie der übergeordneten Themenfelder zum Wohnungsbau mit einem konkreten. das heißt zum Gebäude. es werden lediglich Schlüsselthemen in der Bearbeitung von Wohnbauprojekten angerissen und für den eigenen Entwurfsprozess gewichtet. Der städtische Maßstab ist häufig die erste Annäherung an ein Entwurfsprojekt. Hier nähern wir uns dagegen dem Wohnen und damit dem Wohnungsbauentwurf über die Entwurfsmaßstäbe. Das sichere Agieren in den verschiedenen Maßstäben. räumliche. der gleichzeitig Übergang zum Kapitel „Grundriss“ ist sowie den inhaltlichen Zusammenhang zum Buchteil „Projekte“ aufzeigt. eines Quartiers. Im Unterschied zu den Aspekten der Gesellschaft. Das Betätigungsfeld im Wohnungsbauentwurf beginnt damit in der Auseinandersetzung mit städtischen Strukturen und Räumen und endet in der Optimierung und Planung einzelner Möbel und Ausstattungsdetails. historisch gewachsene Bebauungsstruktur. Hier werden bauliche. sozusagen von der Stadt zum Haus. das heißt ihrer Verortung. Damit ist jedoch keine Entwurfsmethode gemeint.Kontext Wohnen und Ort Mit der Annäherung an den Wohnort. der Ökonomie. Die Qualität und Vermarktbarkeit einer Wohnung sowie ihr Wohnwert hängen nicht nur von deren Qualität. Ökologie und der Projektinitiatoren wird hier konkret auf Ansätze und Schwerpunkte im Wohnungsbauentwurf hingewiesen. wie generell in der Architektur. ist der Rahmen unserer Arbeit und Basis für den Entwurf städtischer und zukunftsfähiger Wohnmodelle. Die Vielzahl der Einflussgrößen wird dazu den Maßstäben Stadt. Das Themenfeld ist zugleich diffus wie konkret. indirekt jedoch gleichzeitig im Wissen um die Qualitäten einer Nachbarschaft. und gleichzeitig in der ständigen Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Öffentlichkeit und Privatheit. Nutzungsmischung und soziale Durchmischung. Urbanität. Stadt bietet nicht nur allen Lebensmodellen und Altersgruppen einer Gesellschaft langfristigen Lebensraum. Quartier und Gebäude zugeordnet. soziologisch wie entwurfsorientiert. So fällt die Entscheidung für eine Wohnung häufig unmittelbar im Moment der Besichtigung des räumlichen Angebots beziehungsweise der Benennung der eigenen Wohnwünsche. das heißt eine zusammenhängende. Die hier aufgeführten Entwurfsparameter stehen zwar letztlich in einer Entscheidungskette. Die Komplexität und der Umfang der Materie erlauben dabei lediglich das Anreißen des vielschichtigen Themenspektrums und gleichzeitig eine Gewichtung für deren Bedeutung im Entwurf. letztendlich auch einer Stadt selbst. ihrem Standard oder ihrer Größe ab. Stadt Seit mehreren Jahren ist der Ruf von der Renaissance der Städte sowie der Wiederentdeckung von Urbanität zum Träger eines gesamtgesellschaftlichen Wandels im Wohnverständnis geworden. auch im Wohnungsbauentwurf ständiger Gegenstand der eigenen Arbeit. sie referenzieren sich jedoch gegenseitig und stehen im gesamten Entwurfprozess in einer ständigen Rückkopplung und Anpassung an die aktuelle Konzeptsituation. der von einer ständigen Parallelität der Entscheidungen und Einflüsse geprägt ist. sie wird vielmehr aus diversen Einflüssen ihres Kontextes. sondern bildet gerade durch die soziale Durchmischung eine Basis für eine moderne Gesellschaft. kulturelle und topografische Eigenheiten aufgespürt und 24 . Die bisher erläuterten Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen von Wohnen sind gleichzeitig wirksam und immer Bestandteil des Entwurfsprozesses. Das Kapitel „Grundriss“ zeigt die entwurfs­ entscheidenden Phänomene des Wohngrundrisses auf. entwurfspraktischen Aspekt. Die Linearität und maßstäbliche Gliederung der Textform darf dabei nicht mit dem eigentlichen Entwurfsvorgang verwechselt werden. das Wissen um ihre Abhängigkeiten und das Abwägen der Einflussgrößen von Funktionalität und Gestaltungsabsicht sind. geprägt. nutzbare und klar definierte öffentliche Räume. zum Quartier und zur Stadt wird jedoch bewusst ausgeblendet.

Gleichzeitig generieren die funktionalen Anforderungen der Aufgabe. Die Entwurfsentscheidungen innerhalb des Bezugsrahmens Quartier sind kaum von den Festlegungen im städtischen Kontext zu trennen.Wohnen und . auch die Anbindung an lokale. Nicht zu vernachlässigen in dieser Phase ist der Umgang mit dem ruhenden Verkehr. Entdeckte Standortqualitäten und Eigenheiten des Orts. zum Beispiel fehlende private Außenräume. Das Quartier hat oft einen höheren Stellenwert in der Identifikation des Bewohners als die Stadt selbst. Die Komplexität des Entwurfsprozesses zu Beginn der Planung wird häufig durch einzelne Einflüsse besonders geprägt. Die möglichen städtischen Bausteine reichen vom Reihenhaus bis zur verdichteten Teppichsiedlung in der horizontalen Verdichtung und vom kompakten Mehrparteienhaus bis zum hochverdichteten Wohnturm als vertikale Verdichtungsformen. Im Verlauf der Arbeit verdichtet sich die Fülle der Rahmenbedingungen. um einem Großteil der aktuellen Lebensmodelle gerecht zu werden und langfristig als Wohnstandort eines Bewohners zu funktionieren. Sich verändernde Wohnanforderungen können damit innerhalb der Nachbarschaft und nicht zwingend in veränderbaren Grundrissen aufgefangen werden. Zwar ist aus ökonomischer und oft gestalterischer Sicht die horizontale Verdichtungsform mit ihrer geringen Höhe seltener geeignet. Das Quartier definiert sich über eine fußläufige Erreichbarkeit. sind dabei immer abhängig vom persönlichen Hintergrund des Betrachters. das zwischen baurechtlichen Anforderun­ gen und gestalterischen Möglichkeiten den Entwurf auslotet... Zwar bietet die Stadt ein übergeordnetes Angebot. als imaginäre Eckpunkte des Entwurfs fixiert. die sowohl aus dem lokalen städtischen Kontext als auch aus der Planungsaufgabe selbst entstehen können und zum Entwurfsgenerator werden. Innerhalb des Quartiers kann das umfangreiche Angebot an Wohnungsgrößen und -typen geboten werden. der genius loci. ein bestimmtes Quartier wird sehr bewusst durch den Bewohner getroffen. konkrete Entscheidungen können auf der Basis der bereits getroffenen Festlegungen erfolgen oder hinterfragen diese und fokussieren den Entwurf aufs Neue. Materialisierung und Selbstverständnis zum öffentlichen Raum sowie ihr Nutzerspektrum sind elementarer Bestandteil dieser Auseinandersetzung. Quartier Der Übergang der Einflüsse des städtischen Kontextes und der des Quartiers ist fließend. ausgleichen. Eine gute Lage innerhalb einer Stadt zeichnet sich jedoch nicht nur über die Qualitäten vor Ort aus. Gleichzeitig wird die bauliche Dichte im Zusammenhang mit einem grob erfassten Flächenanspruch eruiert. Ein lebenswertes Quartier mit einem funktionierenden sozialen und infrastrukturellen Netzwerk kann für den Bewohner durchaus fehlende Qualitäten der Wohnung. Eine morphologische. das Quartier ist jedoch in der Annäherung an den privaten Raum der Wohnung eine wichtige öffentliche Bezugsgröße. Die Arbeit mit unterschiedlichen Medien zeichnet die Fülle der Eindrücke und Einflüsse nach und ermöglicht gleichzeitig die Reflexion des Gesehenen und Gehörten. Städtebauliche Typen Je nach der Projektdimension kann die Vernetzung einer Wohneinheit oder einer Vielzahl von Wohnungen Gegenstand der Entwurfsarbeit werden. die persönliche Kontakte im Sinne eines sozialen Netzwerks ermöglicht. Die Entscheidung für einen bestimmten Stadtteil. der gerade für die Marktfähigkeit von städtischen Wohngebäuden von besonderer Bedeutung ist. innerhalb der ein täglich notwendiger Bedarf des Bewohners gedeckt wird. um im städtischen 25 . ein umzusetzendes Programm. egal ob vorgegeben oder selbst entwickelt. regionale und überregionale Verkehrsadern werden häufig zu wichtigen Entscheidungsgründen für einen Wohnort. Dieses infrastrukturelle Netzwerk schließt öffentliche Flächen und Räume für die Naherholung ein. strukturelle Annäherung über die Analyse der vorhandenen städtebaulichen Typen und deren Dimensionen bildet einen ersten und wichtigen Schritt. Grundlegende Dispositionen ermöglichen den Abgleich möglicher Orientierungen mit dem Nutzungsanspruch an die Gebäudestruktur.

dass Versiegelung und Flächenfraß in den Städten und im Stadtumland nicht unbedingt von einem überlegten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zeugen.und Kontaktaufnahme. Nicht zuletzt bieten diese Wohnformen direkten städtischen Ersatz für das Einfamilienhaus vor der Stadt. Eine getrennte Erschließungsstruktur verstärkt die Entkopplung der Nutzungen. Haushalten36 macht den Bedarf hierzulande deutlich. Oft wird eine Wohnnutzung im Erd. Die Beantwortung der Fragen: „Wo hört die Öffentlichkeit auf? Wo beginnt die Hausgemeinschaft beziehungsweise die Privatheit der Wohnung?“ führt zu wichtigen Entwurfsansätzen. So wird der Wohnbauentwurf an einem mehrspurigen Boulevard in der Innenstadt auf anderen Schwerpunkten basieren als der an einer Wohnstraße im Stadterweiterungsgebiet. Neben den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. eine direkte Erschließung und lediglich seitlich angrenzende Nachbarbebauungen bieten. die Stellplatzfrage ist regelmäßig ein entscheidender Diskussionspunkt in Wettbewerbsverfahren wie auch bei beauftragten Planungen. Ein bewusster Abstand zum öffentlichen Raum kann zum Beispiel durch eine halböffentliche Vorzone oder ein „Anheben“ des Gebäudes erzeugt werden. aber auch für eine ortsadäquate städtebauliche Reaktion zugrunde gelegt. und andere Entwurfsanforderungen in den Hintergrund drängen. Das Erschließungssystem ist der neuralgische Punkt von hybriden Nutzungskonzepten. Wohngebäude mit einer hohen baulichen Dichte sind nur bei sorgfältigster Planung und in einem stabilen Quartier langfristig vermietbar. Dichte allein ist jedoch kein Qualitätskriterium.5 Stellplätze je Wohneinheit gefordert. auch die stadträumliche Situation hat weitreichenden Einfluss auf sie. Die eigene Entwurfsentscheidung wird jedoch nicht nur durch die Art und Dimension der Nachbarbebauung geprägt. ist allerdings für einen Großteil der Bewohner ein wichtiges Kriterium in der Entscheidung für eine Wohnung.oder Hochparterregeschoss damit überhaupt erst möglich. Intelligente Nutzungsvorschläge und Dimensionierung der öffentlichen und halböffentlichen Zwischenräume ermöglichen bei Konzepten mit maximaler Ausnutzung des Grundstücks trotz alledem eine vollständige Privatsphäre der einzelnen Wohneinheiten.Kontext Umfeld eine gleichermaßen wirtschaftliche und stadträumliche Qualität zu entwickeln. Dichte Mit der morphologischen Entscheidung für eine bestimmte Gebäudekubatur beziehungsweise eine städtebauliche Typologie geht der adäquate Umgang mit baulicher Dichte einher. Egal ob ein radikalkonzeptioneller Umgang mit dem Bedarf an Stellplätzen vorgeschlagen wird oder ein klassisch integrativer. Die Position zum öffentlichen Raum führt entsprechend zu Überlegungen. Dabei wird die private Wohnnutzung erst in den Obergeschossen der Funktionshybride angeboten. konstruktiv wie auch gestalterisch. Alternativ können Gebäude mit Nutzungsunterlagerung im Erdgeschoss sinnvolle. Ruhender Verkehr Eine Anforderung an das städtische Wohnen auf der Ebene des Quartiers beziehungsweise des Gebäudes selbst ist die Lösung der Stellplatznachfrage. ökonomische Planungen. kontextgerechte Entwurfsreaktionen darstellen. der hohe Grad an Privatsphäre. ein gemeinsames System dagegen gestattet Austausch. Für die Vermarktung von Wohnbauprojekten sind vorhandene Stellplätze eindeutig verkaufs- 26 . Im Durchschnitt werden bei Neubauprojekten in Deutschland mindestens 1. Die Zahl von 46 Mio. die den Schwellenbereich betreffen. die mittlerweile entsprechend gelungene Gebäude zertifiziert. den die eigene Grundstücksfläche. Die als Geschossflächenzahl (GFZ) bezeichnete bauliche Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschossflächen aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche des Gebäudes und wird gerade im Wohnungsbau als das maßgebliche Kriterium für nachhaltige. hat längst auch auf stadtplanerischer Ebene die Erkenntnis eingesetzt. Gleichzeitig wird die Schwellensituation zur Wohnung selbst verlagert. PKW35 in Deutschland mit circa 39 Mio. Die Berücksichtigung von Stellplätzen im Entwurf kann schnell entwurfsprägend werden.

ist ein Bedarf nach zeitlich begrenzten Wohnformen zu erkennen. Ein gesellschaftlicher Trend findet sich eindeutig in der Zunahme der Einpersonenhaushalte wieder und damit in der Nachfrage nach kleinen Wohnungen. die neben dem Neubau auch mit der Sanierung von vorhandener Bau- substanz arbeiten. fördernd. Neben Wohnmodellen. eine flexibel geplante Struktur während der gesamten Lebensdauer eines Gebäudes dessen Nutzbarkeit garantieren. gemeinschaftlichen Wohnen und erfüllen entsprechende Nutzer. sondern entweder individuell. Der zusätzlich notwendige Bedarf an spezifischem Wohnraum wird nicht nur über Neubauvorhaben. auf die die Kosten für die Erstellung des Parkgeschosses anteilig verteilt werden können. Auch die nicht bebaute Grundstücksfläche wird hier in aller Regel der Hausgemeinschaft gewidmet.Wohnen und . Ebenso sollten eine intelligente Gebäudestruktur und die Materialisierung der Gebäudehülle sowie des Innenausbaus auf einer werthaltigen. ist im Mehrparteienhaus eine Zwischenzone notwendig. das heißt Gebäude mit externer 27 . sondern auch auf modische Errungenschaften und eine sich abzeichnende Individualisierungstendenz verzichtet. dass Konzepten. Gebäudetypen Je nach Größe des Projekts und der Kontextbebauung sind die Stadtbausteine des Punkthauses.. die nicht nur auf eine lange Lebensdauer der einzelnen Bauteile abzielt. Eine Unterbringung der Stellplätze im Gebäude selbst lohnt sich jedoch erst ab einer Mindestzahl an Wohnungen. sondern zu einem großen Anteil auch mit der Sanierung und Neuordnung des Bestands gedeckt werden. ebenso wie eine Spezifizierung am Markt durch Angebote für bestimmte Milieus entsteht. Auch Überlegungen zur Dauerhaftigkeit des umzusetzenden Programms sollten in den Entwurfsprozess einfließen. die in Abwägung zur Bewohnerzahl und -charakterisierung einen Gebäudetyp generieren lassen. Daneben wird es weiterhin eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnmodelle geben. Neben der Festlegung der Bandbreite von Wohnungstypen sollten hier der externen Erschließungsform und dem Umgang mit dem Erdgeschoss sowie dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit gegeben werden. wo im Einparteienhaus die private Wohneinheit direkt am öffentlichen Raum beginnt. im Sinne der Nachhaltigkeit. Die Entwurfsoptionen liegen damit zwischen der Entscheidung für gereihte beziehungsweise freistehende Häuser. wird weiter wachsen. oftmals eine bessere Vernetzung im Kontext gelingt. die der Hausgemeinschaft zur halböffentlichen Erschließung der einzelnen Wohneinheiten dient. Gerade diese konkreten Entwurfsentscheidungen sind in einer Entscheidungsfolge mit sämtlichen übergeordneten Entwurfsfestlegungen zu sehen. Mit der Gebäudedimensionierung und -strukturierung werden erste wesentliche Festlegungen getroffen.und Programmzwänge. Dort. Beide Entwurfsoptionen können über ihre Dimension und Typologie für einen oder mehrere Bewohner entworfen werden. So müsste. Haus Der nächste Entwurfsschritt behandelt die unmittelbaren Entscheidungen bezüglich des Wohngebäudes selbst. der Zeile und des Blocks das klassische städtebauliche Repertoire für eine Wohnnutzung. die bestimmte Altersgruppen ansprechen sollen. Die bereits erwähnten Verdichtungsformen im Wohnungsbau verpflichten sich zum einen dem individuellen Wohnen und zum anderen dem kollektiven. Aktueller Wohnbedarf Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmodelle wird aktuell in einem differenzierten Immobilienmarkt repräsentiert. dagegen wird diese bei einem Nutzer in der Regel zum privaten Außenraum erklärt. die langfristig nutzbare Wohnformen sucht. Auch der Bedarf an barrierefreien Wohnangeboten für die Generation 50+. in Eigenregie verwirklicht wurden oder ein vorhandenes Angebot flexibel nutzen. Im Folgenden wird vor allem die vertikale Verdichtungsform von Wohngebäuden betrachtet.. die nicht zwingend auf einem passgenauen Angebot basieren. Die Erfahrung zeigt zudem. städtischen Entscheidung beruhen.

Gleichzeitig bespielt der Eingangsbereich im Zusammenhang mit dem Erdgeschoss den öffentlichen Raum vor dem Gebäude. Die Erschließungsform ist unmittelbar an die Bewohnerstruktur der daraus resultierenden Wohnungstypen gekoppelt. Die Tiefe einer nord-süd-orientierten Bebauung wird aufgrund der lediglich einseitig zu planenden Hauptfunktionen des Wohnens geringer ausfallen als bei einer Ost-West-Orientierung. Erschließung Externe Erschließungsformen sind neben der Spännererschließung der Laubengang als Außengang entlang der Fassade beziehungsweise der Innengang im Inneren der Gebäudestruktur. Auch die Gebäudeorientierung kann die Erschließungsform bedingen. Grundsätzlich richtet sich die Tiefe von Wohngebäuden nach deren Orientierung. wie in der Siedlungsplanung üblich. Hier muss eine optimal nutzbare Ausrichtung des Gebäudes ausgearbeitet werden. Eingang und Erdgeschoss Der Eingangsbereich sowie das Erdgeschoss eines Wohnhauses übernehmen im Übergang zwischen öffentlichem Raum und halböffentlichem sowie privatem Raum eine besondere Rolle. das heißt Belichtungsmöglichkeit. Die Fassade des Gebäudes muss sich also in ihrer Orientierung zum öffentlichen Raum als Teil eines großen Ganzen begreifen und funktionale Notwendigkeiten aus der Gebäudestruktur heraus mit einem repräsentativen Auftritt zur Stadt abwägen. Ein Neubau soll vielmehr als Baustein im städtischen Gefüge den öffentlichen Zwischenraum bespielen und einen nutzbaren Raum mit städtischer Aufenthaltsqualität definieren. Auch die Schwelle zwischen dem externen Erschließungsbereich und der Wohnung selbst sollte in der Planung umfassend bedacht werden. Hier fallen in der Zwischenstufe zwischen privatem Wohnraum und öffentlichem Stadtraum einzelne Entwurfsentscheidungen. bei der in beiden Richtungen Wohn. 28 . Jeder Wohneinheit muss entsprechend ihres Nutzungstyps ausreichend Lagerraum zur Verfügung stehen. Unmittelbar mit der Konzeption der Erschließung ist das Nachdenken über die notwendigen Nebenflächen des Wohnhauses verknüpft. Das Einparteienhaus dagegen wird gleichermaßen wie die Wohnungen der Mehrparteienhäuser in ihren Entwurfs­ einflüssen im nächsten Kapitel detailliert erläutert.und Individualbereiche angelegt werden können. Je nach Maßgabe des Auftraggebers oder Investors kann diese Fläche mehr oder weniger kommunikativ geplant werden und ein entsprechendes Nutzungskonzept stärken. die besondere Aufmerksamkeit verlangen.Kontext Erschließung und mehreren Wohnparteien. Abstellflächen sollten allerdings auch der Hausgemeinschaft gewidmet werden. wenn die natürliche Belichtung und eine entsprechende Raumgröße bewusst eingeplant werden. Zum einen soll eine eindeutige Adresse und Identifikation für den Hausbewohner gestaltet werden. Bauen in der Stadt kann nicht. nicht nur um Stellfläche für die Müllentsorgung anzubieten. sondern gleichzeitig den Kommunikations. Bebauungs­ mus­ ter mit optimaler Orientierung generieren. Für beide Verdichtungsformen gültig ist der Hinweis auf die Abhängigkeit der Tiefe der Bebauung von deren Orientierung. Sie stellen nicht nur den funktionalen Erschließungsbereich der Hausbewohner. Sonderbelichtungsformen können zusätzlich für einen ausreichenden Tageslichteinfall sorgen. Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang geschlossene Erdgeschossfassaden oder Garageneinfahrten. Der Eingangsbereich sollte der Anzahl der Bewohner und damit der Gebäudenutzung in seiner Repräsentanz und Größe entsprechen. so kann die Laubengangerschließung bei einer Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes gegenüber der Spännererschließung Vorteile in der Anordnung und Ausrichtung der einzelnen Wohneinheiten bieten. So kann die Vorzone einer Wohnung Aufenthaltsqualitäten bieten. Diese halböffentlichen Bereiche eines Wohngebäudes sollten mit besonderer Sorgfalt geplant werden. gleichzeitig muss die Grenze im Übergang zur Privatheit des Wohngebäudes deutlich kommuniziert werden. sondern um Fahrräder und Kinderwagen unkompliziert im eingangsnahen Bereich parken zu können.und Interaktionsraum der Hausgemeinschaft dar.

Grundriss .

.

da sämtliche Einflussgrößen im Entwurfsprozess bewusst oder unbewusst in das Ergebnis einfließen. dem Wohnzweck gewidmete Raum. der Wohnungsgrundriss jeweils vollständig abgebildet wird. indem. Dabei können die ausgewählten Beispiele letztendlich aus der Thematik jedes einzelnen Kapitels betrachtet und analysiert werden. Dieses „Spüren“ des Ortes. unabhängig vom betrachten Aspekt. Bestandteil jedes Semesterentwurfs ist eine dem Entwurf vorgeschaltete Übung. Die gesellschaftlichen. Die unmittelbaren Auswirkungen der einzelnen Entwurfsentscheidungen auf den gesamten Grundriss wird in diesem Buch Rechnung getragen. Interessanterweise scheint die Wahrnehmung und das Interesse der Nutzer und damit unserer eigentlichen Klientel ebenfalls viel stärker von der Wohninnenwelt heraus motiviert zu sein. als der eigentliche. Sicherlich ist jede Wohnung auch von den standortspezifischen Einflussgrößen geprägt. Die Frage nach der Qualität des Wohnraums steht hingegen selten im Mittelpunkt. sonst wäre der Erfolg der zahlreichen Einrichtungsmagazine nur schwer zu erklären. um möglichst objektive Lehraussagen treffen zu können. bei dem Ursache und Wirkung der einzelnen Entwurfsentscheidungen. Unabhängig von ihrer städtebaulichen Typologie werden 101 Wohngrundrisse dargestellt und an ihrem Beispiel wesentliche Einflussgrößen des Entwurfsprozesses erörtert.Einleitung Im Rahmen der mittlerweile fünfzehnjährigen Lehrtätigkeit an der Professur für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus Universität in Weimar haben wir uns mit zahlreichen nationalen und internationalen Standorten von Stralsund bis Kuba auseinandergesetzt und mit den Studierenden versucht standortspezifische und nachhaltige Wohnkonzepte zu entwickeln. wurde ein aus unserer Sicht vernachlässigter Bereich gewählt. das Wahrnehmen einer charakteristischen Atmosphäre in ihrem urbanen Kontext ist uns ein zentrales Anliegen und wird über verschiedenste Lehrformate. Die Auftrennung des komplexen Entwurfsvorgangs in wesentliche Themenfelder soll eine Positionierung innerhalb des Entwurfsprozess ermöglichen und zu einer Gewichtung der Relevanz für die beabsichtigte Gesamtkonzeption des Entwurfs befähigen. Es geht nicht um die Verwissenschaftlichung der wohnungsbaurelevanten Themen. Der Wohngrundriss ist ein komplexes Gefüge. im Mittelpunkt steht. der von den spezifischen Standortparametern unabhängig ist. Die Betonung liegt dabei auf dem Entwurf. Da dieser Ansatz im Format des Lehrbuchs nicht kommunizierbar ist. städtebaulichen und politischen Rahmenbedingungen waren dabei jeweils völlig unterschiedlich und erforderten eine standortspezifische und sensible Interpretation. intensiv vermittelt. Dieses bewusste „Herauslösen“ der Wohnungen liefert die Leitidee für dieses Lehrbuch. Dabei lieferte nicht nur die richtige Methodik den Weg zum Ziel sondern vor allen Dingen das richtige „Gespür“ für den Ort war gefordert. Die Wahrnehmung und Rezension von Architektur und Wohnbauarchitektur findet in der Fachöffentlichkeit jedoch leider allzu oft über die Gebäudehülle statt. Das „filetartige“ herauslösen der Wohnungen aus ihrem Kontext bietet jedoch gute Ansatzmöglichkeiten. Diese handwerkliche Grundvoraussetzung in der Wohnungsbauarchitektur erscheint uns jedoch als vorrangiges Lehr. Diese Methode der Dekonstruktion und Abstraktion liefert uns einen wesentlichen didaktischen Ansatz in der Ausbildung. insbesondere den Exkursionen und Workshops vor Ort. ähnlich einem oszillierenden Gefäß. Sämtliche Grundrisse wurden über einen allgemein verständlichen und standardisierten Zeichenstil neu aufgearbeitet und sind einheitlich im Maßstab 1:200 31 . in der Konfiguration des Grundrisses sofort spürbar werden. sondern um die Verge- genwärtigung wesentlicher Entwurfsparameter anhand von ausgesuchten Beispielen.und Lernziel. klimatischen. der praktischen Tätigkeit im studentischen Atelier oder professionellen Büro. bei der ausschließlich die Wohnung.

Die wichtigste ist sicherlich das gemeinsame Erleben der Bauwerke direkt vor Ort. Dadurch soll die Transformation der Wohnqualitäten in unterschiedlichste Gebäudezusammenhänge ermöglicht werden. Konstruktive Besonderheiten wurden zugunsten der Vergleichbarkeit der Projekte abstrahiert. Die Fachterminologie ist in der Architektur und speziell in der Wohnarchitektur häufig unpräzise und gekoppelt an die unterschiedlichen Wohnkonventionen (beispielsweise unserer ausländischen Studierenden) der Projektbeteiligten und führen zu diffusen Bildern und Missverständnissen. Darüber hinaus wurden sämtliche Grundrisse mit standardisierten Möbeln in Abhängigkeit zur Wohnungsgröße ausgestattet. So kann zum Beispiel ein Einfamilienhauskonzept unmittelbar in ein komplexes städtisches Wohngebäude transformiert werden. Diese Dekonstruktion des komplexen Entwurfsprozesses ermöglicht darüber hinaus eine zunächst unabhängige Beurteilung der Einzelaspekte und liefert damit ein reichhaltiges Innovationspotential. die sich im Prozess der Realisierung gegenüber einer Vielzahl von zusätzlichen Einflussgrößen. Diese Zeichnungen bilden den eigentlichen Inhalt des Buches und werden durch ihre thematische Zuordnung und die begleitenden Texte lediglich kommentiert. Zum anderen sollten sie als Referenzbeispiel geeignet sein. beispielsweise aus der Konstruktion. um auf die im ständigen Wandel befindlichen Rahmenbedingungen zu reagieren und attraktive Wohnungsangebote zu entwickeln. sondern um das Aufzeigen konkreter Handlungsoptionen zur praktischen Umsetzung. belegbare Beispiel kann hier die nötige Transparenz im Kommunikationsprozess erzeugen. Gebäudetechnik. Die Trennung der städtebaulichen Typologie von den implizierten Wohngrundrissen liefert einen reichen Fundus. Dabei ist es uns wichtig. Das konkrete. Die gewählte Reihenfolge der Themenfelder ist letztendlich irrelevant. Zum einen sollten ausschließlich realisierte Projekte betrachtet werden. 32 . dass es hier nicht um einen abstrakten konzeptionellen Ansatz geht. der verschiedene Entwurfsabsichten unabhängig vom jeweils zugeordneten Thema referenzieren lässt. das bei einer ganzheitlichen Betrachtung durch die eingeübten Lösungsansätze aus dem Blickfeld zu geraten droht. durch den Faktor Zeit begrenzten. unabhängig von einem konkreten Standort oder einer städtebaulichen Typologie. Der gewünschte Effekt dieses methodischen Ansatzes ist die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Wohnbedürfnissen und Wohnwünschen. die sich zu unterschiedlich stabilen Netzen fügen und meist in einem. um das jeweilige Thema möglichst anschaulich darzustellen. Bauklimatik oder Ökonomie behaupten mussten und damit ihre praktische Anwendbarkeit neben den zahlreichen publizierten Konzepten und Wettbewerbsentwürfen unter Beweis gestellt haben. Dies ermöglicht eine einfache. die neben dem Modell das elementare Kommunikationsmedium der Architektur darstellt. Sie repräsentieren Knotenpunkte im Entwurfsprozess. Damit bietet das Buch eine zweite Leseebene in Form eines Grundrisskatalogs.Grundriss abgebildet. Drei Ebenen im Umgang mit diesen Referenzarchitekturen bilden dabei die Gesprächsbasis und sind elementarer Bestandteil der Lehrtätigkeit. Ergebnis gerinnen. Ein weiteres Medium ist das Festhalten der Eindrücke mittels der Fotografie oder Skizze und schließlich die Abstraktionsform der Zeichnung. Die Auswahl der Projekte erfolgte unter zwei Gesichtspunkten. Entsprechend wurden für das Buch die Projekte sorgfältig neu umgezeichnet. visuelle Nutzungszuordnung und offenbart gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Grundrisses.

Grundrisstypen 33 .

Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Basel (CH) Offenes Wohnen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Christian Rapp Levantkade. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Zellengrundriss [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Basel (CH) 36 40 34 .

B. charakteri­ sie­ rende Gruppen für das breite Feld von Wohnungsgrundrissen festzulegen. Der Versuch. bei dem zumeist die kommunikativen Wohnfunktionen zu einem gemeinsamen Bereich verbunden werden.B. die zudem für den Entwurf eine relevante Entscheidung darstellt. nutzerspezifischer Aspekte (z. endet dabei regelmäßig in diffusen. Diese Betrachtungen sind im Grundriss jedoch selten nachzuvollziehen oder sie spezifizieren einen Bedarf im Sinne einer marktwirtschaftlichen Einordnung. erscheint aufgrund der entstehenden Komplexität kaum möglich. Die Themenfelder folgen der Charakteristik räumlicher Strukturen. die sich zudem durch große Schnittmengen auszeichnen. Für einzelne Grundrissaspekte selbst ist ein Ordnungssystem schnell gefunden. Geschossigkeit. nicht vergleichbaren Kategorien. die übergeordnete Grundrisstypen charakterisieren und ein dementsprechend breites Wohnverständnis vermitteln. Entwicklungslinien herauszuarbeiten und damit die Breite des Themenfelds Wohngrundriss in Teile aufzuschlüsseln und ein Weiterdenken vorhandener Ansätze zu forcieren. 35 . Die Summe der Einzelaspekte aber in logischen. Größe. Eine hier nicht vorgenomme Typenbildung. Wohnen mit Kindern. modernes Wohnen. In der bereits erläuterten Erkenntnis wird damit der Versuch unternommen. Mehrgenerationenwohnen) oder nach Ausstattungsstilen (z. Veränderbarkeit et cetera sind präzise für jede Wohnung festzustellen. Dieses Kapitel konzentriert sich in seiner Kategorisierung daher gezielt auf die räumliche Organisation der Grundrissstruktur. Hier erfolgt dagegen bewusst eine strukturelle Annäherung. räumlich getrennten Wohnmodellen ergeben sich letztendlich zwei mögliche Grundrissgruppen: eine. benennt Wohnformen auf der Basis sozialer. ökologisches Wohnen). wobei die Organisation der Wohnfunktionen die Grundlage der Gruppenbildung darstellt. Themenfelder zu benennen. übergeordneten Grundriss­ typen abzubilden. die den Typus in weichen Bildern und in der notwendigen Stufung des jeweiligen Aspekts nachzeichnen. die der Vermarktungsebene folgt und damit eher auf den Bewohner zielt. Erst mit dem Versuch einer Gruppenzuordnung ist es möglich. Beide Gruppen wiederum beinhalten ein breites Spektrum von Beispielen. Im Spannungsfeld von offenen bis öffentlichen und privaten.Grundrisstypen Einleitung Wohngrundrisse zeichnen sich häufig durch eine Vielzahl unterschiedlicher Grundriss­­ merkmale aus. bei der die Wohnfunktionen räumlich getrennt in Form eines Zellengrundrisses angeordnet werden und als Gegenpol das offene Wohnen. Orientierung. Gleichzeitig hilft die Einordnung des eigenen Entwurfs in eine systematische Ordnung die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden beziehungsweise Architekt und Auftraggeber zu präzisieren.

wird ein effizienter und flächensparender Erschließungsbereich ermöglicht.und Essbereich und ein zweiter Verteilerraum erschlossen. Der heutige Rückgriff im Entwurf von Wohnungsbauten auf speziell gewidmete Räume. 36 .Grundriss Zellengrundriss Der Begriff „Zellengrundriss“ beziehungsweise veraltet „Kammergrundriss“ bezeichnet Grundrissbeispiele. Aus diesem sind die beiden Individualräume mit vorgelagertem privaten Außenraum sowie der Sanitärbereich zugänglich. dass zum Beispiel Kochen nicht weiter hinter verschlossene Türen verbannt. die sich nicht nur an einem geänderten Rollenbild der Frau festmachen. Mit dem Prinzip. der Sanitärbereich sowie ein Abstellraum erschlossen. Auf einem konsequenten Raumkonzept entwickelten Morger & Degelo die 79 m² große Wohnung im Klybeckquartier in Basel [001]. Auch das gemeinsame Wohnen hat sich in einem Maße geändert. Eine weitere Variante zeigt die beginnende Öffnung und Kombination der kommunikativen Funktionen Wohnen und Essen. Für die Erschließung der einzelnen Räume wird bei diesem Grundrisstyp Erschließungsfläche in Form eines Flurs oder einer Diele notwendig. Koch. Der zusätzliche Flächenbedarf für diese Verkehrsflächen bedeutet allerdings nicht immer einen größeren Flächenverbrauch gegenüber der integrierten Erschließung des offenen Wohnes. Diese Funktionstrennung steht in der Tradition des vormodernen Wohnungsbaus. Diener & Diener ordneten am Riehenring in Basel [003] im Eingangsgeschoss neben dem Kochbereich zwei weitere kommunikative Räume vis-à-vis an. Gleichzeitig gerät dieser Grundrisstyp teilweise in Konflikt mit den veränderten gesellschaftlichen Werten. Wohnfunktionen um einen zentralen Verteilerraum zu organisieren. der Wohn. Im oberen Geschoss sind um die Erschließungsgalerie drei Individualräume sowie zwei Sanitärräume angeordnet. Über einen zweiten Erschließungsflur werden die beiden Individualräume.und individuellem Bereich. zweigeschossigen Erschließungsraum übergehen. bei denen jeder Wohnfunktion ein separater Raum zugeordnet wird. Nach dem zentralen Zugang fungiert ein Erschließungsraum als Verteiler zwischen Wohn-. spezifischen Nachfrage auf. die durch großzügige Öffnungen in den zentralen.und Sanitärbereich einen mittigen Kern. die Inszenierung von deren Abfolge in Wohnungen mit hierachisiertem Raumangebot greift den Trend der individuellen. der die kommunikativen Räume von den individuellen Räumen trennt. In der Geschosswohnung in Freiburg von pfeifer roser kuhn architekten [002] bilden der Erschließungs. sondern als wichtige kommunikative Funktion in den Mittelpunkt des eigenen Wohnverständnisses gestellt wird. Über eine Diele werden die Küche.

Grundrisstypen [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Wohnfläche 79.0 m² Außenraum 11.0 m² Individualräume 2 Orientierung II 37 .

Grundriss [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Wohnfläche 94.2 m² Individualräume 2 Orientierung III 38 .0 m² Außenraum 10.

Grundrisstypen [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Wohnfläche 139.4 m² Außenraum 14.9 m² Individualräume 3 Orientierung II 39 .

Grundriss Offenes Wohnen Unter offenem Wohnen sind alle Entwurfsansätze gemeint. die repräsentativere. Die Box besetzt die kommunikative Fläche aus Koch-.und Wohnbereich jedoch nicht mittig. Wohnen wird zur Präsentationsplattform einer gewachsenen Individualität. Die Funktionen fließen ineinander. Shigeru Ban ordnet im Furniture House I [006] mithilfe raumhoher Möbelschichten die einzelnen Funktionsbereiche so an. die durch die Orientierung der Möbelschichten gefasst und bespielt werden. In Kilchberg entwarfen Gigon/Guyer Architekten Geschosswohnungen mit einem kombinierten Wohn. liegt auch an den sich seit Jahrzehnten ändernden Lebens. öffentlichere Aufgaben übernehmen. Offene Wohngrundrisse stehen im Ergebnis einer sich verändernden Gesellschaft und deren Wohnverständnis ebenso wie von bautechnischen und funktionalen Entwicklungen. 40 . teilweise auch individueller Bereiche beruhen. sondern bildet klare Zonen zum Erschließen der Individualräume. Ess. dass sowohl Türen als auch raumumschließende Wände nicht notwendig werden. der fließend in den privaten Außenraum übergeht [004]. Dass heute verstärkt Wohnangebote nachgefragt werden. Die eingestellte Funktionsbox im PiraeusGebäude von Hans Kollhoff und Christian Rapp in Amsterdam [005] nimmt sowohl die Koch.und Sanitärfunktion auf und ist gleichzeitig Raumteiler des offenen Kommunikationsbereichs. Lediglich der Erschließungskern mit angelagertem Sanitärbereich zoniert das sogenannte Loft. In diesem Zuge verändern sich Wohnvorstellungen weg vom privaten Refugium zu Wohnkonzepten. Durch das Schließen zweier raumhoher Schiebetüren kann jedoch auch bei diesem Projekt privater Rückzugsbereich entstehen. Das Lofthaus in Basel von Buchner Bründler Architekten [007] zeigt die komplette Auflösung einzelner Funktionsbereiche zu einem Raum. die Familienstrukturen abbilden. Offenes Wohnen beginnt damit bei der kombinierten Wohn-/ Esssituation und endet im fließenden Grundriss oder im Loft. da diese häufig als integrierter Bestandteil des offenen Wohnbereichs geplant wird. Hierarchische Raumkonzepte.und Arbeitsverhältnissen.und Essbereich. Dieser Grundrisstyp kann ohne zusätzliche Erschließungsfläche organisiert werden. gleichzeitig bilden sich klare Bereiche. zum Kochen genauso wie zum Essen und Wohnen. die auf der Kombination kommunikativer. können die heterogene Nachfrage am Immobilienmarkt bei Weitem nicht mehr bedienen und finden im offenen Grundrisstyp eine wichtige Ergänzung. die über die Zusammenlegung einzelner Wohnfunktionen hoch kommunikativ sind.

Grundrisstypen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Wohnfläche 122.5 m² Außenraum 11.9 m² Individualräume 2 Orientierung III 41 .

Grundriss [005] Hans Kollhoff. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Wohnfläche 72.8 m² Außenraum 12.4 m² Individualräume 3 Orientierung II 42 .

Grundrisstypen [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Wohnfläche 108.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 43 .0 m² Außenraum 24.

Grundriss [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Wohnfläche 178.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 44 .0 m² Außenraum 26.

Gestaltungsprinzipien 45 .

Zürich (CH) 55 46 . Brione-Minusio (CH) [011] [012] Stil. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Theorie Beda Dillier Kirchstraße. Ort. Kontext. Sarnen (CH) Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Typologie [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Berlin (DE) 48 52 Morphologie [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat.

die über Standards. dass Wohnungsbau unter Berücksichtigung dieser Regeln formelartig reproduzierbar wäre. Eine Kategorisierung dieser Gestaltungsprinzipien ist aufgrund ihrer Vielzahl und Komplexität nur schwer möglich. Viele der Gestaltungsprinzipien werden unbewusst. Es reicht vom freien künstlerischen Ausdruck bis hin zu konkreten Gestaltungstheorien. die sich in Form von Theorien manifestiert haben und darüber Einfluss in den Entwurf finden. 47 . Der bewusste Umgang mit diesen Prinzipien eröffnet den Zugang zu vergleichbaren Projekten und die Möglichkeit der Präzisierung der eigenen Ideen und Konzepte. In diesem Kapitel sollen beispielhaft drei Kategorien gebildet werden. Eine weitere Gruppe lässt sich aus dem unstillbaren Interesse aller Gestalter an den grundsätzlichen form. Das Spektrum dieser Faktoren kann daher hier nur beispielhaft angerissen werden. Er ist geprägt von einer Vielzahl von funktionalen.beziehungsweise raumbildenden Elementen und Methoden ableiten. das heißt dem Ort. Es sind letztendlich die gleichen Gestaltungsprinzipien und Methoden. ökonomischen und sozialen Faktoren. Richtlinien und Gesetze entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung ausüben. Darüber könnte der Eindruck entstehen.Gestaltungsprinzipien Einleitung Der Wohnungsbau stellt eine besondere Disziplin im Feld der Architektur dar. eingesetzt und entwickeln sich zur Handschrift des Entwerfers. Letztendlich stehen die beispielhaft gebildeten Kategorien für das Spektrum der Möglichkeiten. die für die Architektur im Allgemeinen stehen. Die Gestaltungsprinzipien können dabei annähernd beliebig miteinander kombiniert werden. Der qualitätsvolle architektonische Wohnungsbauentwurf basiert auf einer Vielzahl von freien Gestaltungsfaktoren. die durch Interpretation und Transformation zum individuellen Entwurf führen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. dem freien Gestaltungswillen Ausdruck zu verleihen. Die letzte Gruppe repräsentiert Gestaltungsprinzipien. aus dem Bauch heraus. Der bewusste Umgang mit diesen Gestaltungswerkzeugen eröffnet dem Entwerfer ein reichhaltiges Repertoire an individuellen Ausdrucksmöglichkeiten im Wohnungsbau. den individuellen Charakter eines Gebäudes oder einer Wohnung auszuprägen. so dass endlose Möglichkeiten bestehen. Die erste folgt beispielsweise der Auseinandersetzung mit dem konkreten Entwurfsstandort. so wie dies zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit häufig praktiziert wurde.

bis zu Mirkoebene. eindeutige Merkmale. Der Ort wird häufig unter dem Begriff des Kontextes beschrieben. einem völlig freistehenden Gebäude. Der Rückgriff und die Weiterentwicklung dieser Typologien ist gerade im akademischen Kontext eine wichtige Entwurfsmethode. hier eine verwinkelte Baulückensituation. wie unmittelbar der Ort im Grundriss verankert ist. In manchen Orten oder Regionen haben sich entweder aus einer traditionsbetonten Entwicklungsgeschichte oder aus klaren städtebaulichen Vorgaben Gebäudeund damit meist auch Wohnungstypologien entwickelt. Das Projekt von Antonio Cruz in Sevilla [009] ist geradezu exemplarisch für den unmittelbaren Einfluss des Orts. zum Beispiel von der klimatischen Situation über die Struktur des gesamten Quartiers bis hin zur konkreten Materialität der unmittelbaren Nachbarbauten. Am Beispiel einer städtischen Baulückensituation. Aus der systematischen Analyse verschiedener Einfamilienhäuser der Region entwickelte er einen auf die Grundwesensmerkmale reduzierten Urtyp. Die Vielzahl der Einzelfaktoren und deren unterschiedliche Ausprägungen repräsentieren die Einzigartigkeit. erkennt man jedoch schnell. wie zum Beispiel einem PKW. auf den Entwurf. die Identität des Orts. nutzt ihn als Erschließungsweg und inszeniert ihn zusätzlich durch einen großzügigen Freisitz am Ende. Die Rückwand des Gebäudes folgt exakt dem Höhenverlauf des Weinbergs. Die Casa Kalmann [010] von Luigi Snozzi im Tessin ist konsequent aus dem Thema „ Topografie des Orts“ entwickelt und verbindet damit das Gebäude unverrückbar mit dem spezifischen Ort. Typologie Auf den ersten Blick scheint sich die Dimension des Orts vor allen Dingen auf die städtebaulichen Maßstäbe des Entwurfs zu beziehen und daher nur indirekt auf den Grundriss Auswirkung zu haben. Die übrige Grundrissform ergibt sich aus den benachbarten Brandwänden.Grundriss Ort. Der Architekt Michael Alder hat sich unter anderem durch seine Lehrtätigkeit intensiv mit Wohntypologien auseinandergesetzt. Kontext. 48 . Die klimatischen Bedingungen lassen eine geringere unmittelbare Belichtung zu. so dass die Wohnung im Wesentlichen durch einen Patio belichtet und belüftet wird. Diese Typen haben ähnlich einem Produkt. die über die Zeit angepasst und optimiert wurden und sich darüber inhaltlich verdichtet haben. Das Gespür für diese individuelle Atmosphäre ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die qualifizierte Entwurfsarbeit. Ein Beispiel hierfür ist das Wohnhaus in Itingen [008]. aber auch dem Gegenteil. Dieser Kontext umfasst das gesamte Maßstabsspektrum von der Makro.

5 m² Individualräume 5 Orientierung IV 49 .7 m² Außenraum 12.Gestaltungsprinzipien [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Wohnfläche 188.

Grundriss [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Wohnfläche 108. Patio 50 .0 m² Individualräume 3 Orientierung I.2 m² Außenraum 0.

1 m² Individualräume 2 Orientierung IV 51 .Gestaltungsprinzipien [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Wohnfläche 112.7 m² Außenraum 14.

um ästhetische und zum Teil auch damit verbundene gesellschaftliche Werte zu transportieren. die Säulen. Der Neubau einer Villa in Berlin Dahlem [012] von Petra und Paul Kahlfeldt setzt bewusst den stilistischen Rückgriff ein. Typische Merkmale sind beispielsweise die spiegelsymmetrische Grundfigur. die Eingangshalle mit der Treppenanlage oder die Enfilade. Proportion. Bei dem Wohnhaus in Sarnen von Beda Dillier [011] wurde beispielsweise das Konzept des „plan libre“ interpretiert. um aus dessen Gestaltungsrepertoire die architektonischen Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten. In der zeitgenössischen Architektur stellt dabei die Moderne eine der einflussreichsten Stilgattungen dar.Grundriss Stil. Theorie Die gesamte Architekturreflexion ist eng verknüpft über die Einordnung in Stile und Stilepochen. Strömungen oder auch nur modischen Erscheinungsbildern. Stile werden dabei immer häufiger im bewussten Rückgriff eingesetzt. 52 . Zu diesen Formen könnte man auch Gestaltungstheorien zählen. die nicht nur die entsprechende Ästhetik. Interessant dabei ist. Die Folge sind unterschiedlichste Konfigurationsmöglichkeiten der ansonsten gleich dimensionierten Wohnungen. Der längsgerichtete. aber auch andere Stile mit ihrem reichhaltigen Fundus an Gestaltungsmerkmalen wie zum Beispiel Raumgliederung. Neben den gesicherten Stildefinitionen existieren zahlreiche Unterformen in Form von Ideologien. dass viele der hervorragenden Architekten ihre Entwurfsarbeit über einen theoretischen Kontext fundamentieren. unbeeinflusst von diesen stilistischen oder theoretischen Ansätzen zu entwerfen. Die Stile sind je nach ihrer Wirkungsdauer und ihrem geografischen Einflussbereich von unterschiedlicher Bedeutung. Es ist fast nicht möglich. Unsere heutige Zeit zeichnet sich durch die häufig als Pluralismus bezeichnete Vielfalt der Möglichkeiten aus. Die Gestaltungsmerkmale einer bestimmten Zeit werden in Stilen zusammengefasst. sondern auch den gesellschaftlichen Kontext transportieren. Ornamentik oder Farbigkeit stellen wesentliche Bausteine für die Entwurfskonzeption zur Verfügung. Selbst in der Gegenreaktion findet eine entsprechende Auseinandersetzung statt. Zwei wichtige Stellvertreter hierfür sind der „Raumplan“ von Adolf Loos sowie der „plan libre“ von Le Corbusier. Auch der Grundriss ist von dieser Entwurfshaltung geprägt. südorientierte Raum wird durch zwei tragende Stützen frei unterteilbar. die meist ein prägendes Merkmal der Stilentwicklung darstellen.

Gestaltungsprinzipien [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Wohnfläche 108.0 m² Individualräume 2 Orientierung III 53 .0 m² Außenraum 20.

Grundriss [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin-Dahlem (DE) Wohnfläche 600.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 54 .0 m² Außenraum 75.

sondern ermöglicht die präzise Steuerung von Raumzusammenhängen und der Wirkung einzelner Räume. Die Anwendung der formbildenden Gestaltungsmethoden auf den Grundriss erlaubt nicht nur eine funktionale Erfüllung eines Raumprogramms. Auf ähnlich grundlegender Ebene stehen die Maßund Proportionssysteme. Die Thematik beginnt beispielsweise bei den Fragen zu Symmetrie oder Asymmetrie oder der Linearität gegenüber den freien Formen. Der bautechnische Fortschritt erlaubt zudem.Gestaltungsprinzipien Morphologie Die Auseinandersetzung mit der Form sowohl in der Zweidimensionalität als auch der räumlichen Dimension ist sicherlich eines der grundlegenden Gebiete der architektonischen Lehre. Einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor bei der Entwicklung der Gebäude oder Grundrissform bilden die geometrischen zwei. Unter dem Einfluss einer baukonstruktiven Standardisierung und Normung entwickeln sich hieraus wiederum verschiedene Rastersysteme. Demgegenüber stehen die sogenannten freien Formen. ist das Projekt für ein Doppelhaus von Christian Kerez [015]. Die eingeschriebene Kreuzform trennt die vier Individualräume und beinhaltet als raumhaltige Schicht die zusätzlichen dienenden und kommunikativen Funktionen. Das Studentenwohnheim von Geurst & Schulze [013] in Den Haag ist ein Beispiel für den aus der geometrischen Form des Kreises abgeleiteten Entwurfsansatz. die meist über einen künstlerischen Ansatz entwickelt werden. Das Spektrum der Gestaltungsprinzipien in diesem Bereich ist extrem komplex. Als prägendes. Einen ähnlichen Entwurfsansatz wählen Bearth & Deplazes für das an einem Berghang in Fanas [014] gelegene und nur temporär genutzte Wohnhaus. plastisches Element wird hier die Wohnungstrennwand frei geformt und über die angegliederte Erschließung in Form einer Kaskadentreppe inszeniert. Konsequenterweise wurden die übrigen Wohnbereiche aus der spiegelsymmetrischen Teilung des Quadrats entwickelt.und Gebäudekonzeption. hier dem Quadrat. Einen ganz anderen Weg. die in jedem Entwurf bewusst oder unbewusst zur Anwendung kommen.und dreidimensionalen Grundformen. Wieder ist die städtebauliche Freistellung des Baukörpers eine wichtige Vorraussetzung für diese Art der Grundriss. ab. 55 . der jedoch auch aus dem freien Gestaltungswillen motiviert wurde. Aus der städtebaulichen Unabhängigkeit der Situation leitet sich die Auseinandersetzung mit einer geometrischen Grundfigur. diese Entwurfsansätze zunehmend in die Realität umzusetzen.

0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 56 .0 m² Außenraum 12.Grundriss [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Wohnfläche 129.

Gestaltungsprinzipien [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Wohnfläche 51.5 m² Außenraum 15.0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 57 .

8 m² Außenraum 0.Grundriss [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Wohnfläche 117 .0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 58 .

Bewohneranzahl 59 .

Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Oberwil-Zug (CH) Drei und mehr Bewohner [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. München (DE) Zwei Bewohner [019] Egon Eiermann Bartningallee. Ein Bewohner [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Mendrisio (CH) 62 66 69 60 .

in der Regel nicht verwandte. direkt auf die Haushaltsgröße. Eine Unterscheidung ist nicht notwendig. überschneiden sich die Referenzbeispiele der hier benutzten Gliederung jeweils in ihrer maximalen und minimalen Bewohnerzahl. wie erläutert. Je größer die Bewohneranzahl. Die Anzahl. das heißt eine Wirtschaftseinheit. Im Wohnungsbau verfolgen wir eine andere Lesart: Egal ob verwandte. Aufgrund einer sich verändernden Altersstruktur und einer deutlichen Individualisierungstendenz der Gesellschaft wächst der Bedarf an Wohnungen für eine Person. Die Regeln der Rücksichtnahme sowie die Anordnung der kommunikativen und individuellen Bereiche haben für beide Wohnformen Gültigkeit. sowie in Wohngemeinschaften.und Zweipersonenhaushalten. Die Bewohneranzahl verweist.Bewohneranzahl Einleitung Der Bewohner definiert nicht nur seine persönlichen Wohnwünsche. der privaten Außenräume sowie die Grundrissorganisa­ tion dieser Wohnfunktionen sind Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Bewohnern selbst. Auf den folgenden Seiten sollen daher die Projektbeispiele jeweils das Spektrum innerhalb einer Haushaltsgröße aufzeigen. besteht mindestens aus einer Person. verheiratete Personen unterschieden. Der unmittelbare Bezug von Bewohneranzahl zur Wohnungsgröße ist eindeutig. Die Anzahl der Bewohner hat also einen wesentlichen Einfluss auf den Grundrissentwurf. Neben dem Wissen um dieses notwendige Raumangebot werden gleichzeitig die zusätzlichen Wohnfunktionen qualitativ und quantitativ umrissen. des Koch-/ Ess-/   Wohnbereichs. 61 . umso ökonomischer werden dienende Funktio­ nen sowie Gemeinschaftsbereiche einer Wohnung. die als statistische Größe für Deutschland eine eindeutige Entwicklungstendenz formuliert: ein stetiger Anstieg von Ein. jedoch bei weitem nicht propor­ tional. ab zwei Bewohnern handelt es sich um eine Wohngemeinschaft. verheiratete Personen. Privathaushalte mit mehreren Personen werden üblicherweise in Familien. Ein Haushalt. Da Individualräume zumindest von Paaren gemeinsam genutzt werden können. Im Ergebnis wird das als wesentliche Entwurfsvorgabe bekannte Raumprogramm durch den Bewohner und zu einem besonderen Teil durch die Bewohner­ anzahl definiert. Dieselbe Nutzeranzahl bedingt also nicht zwingend dieselben Grundrissantworten. also verwandte. Gleichzeitig findet eine Pluralisierung der Nachfrage von Wohnraum statt. sondern hat auch mit einzelnen „harten Faktoren“ einen klaren Wohnbedarf. da sich aus ihr die Haushaltsgröße und unter anderem die Anzahl der notwendigen Individualräume ergibt. verheiratete Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben oder nicht verwandte Personen. Die individuelle Wohnfläche und in diesem Zusammenhang die Flächen der zugehörigen Sanitärbereiche verändern sich dagegen direkt proportional zur wachsenden Bewohnerzahl. Größe und Ausstattung der Sanitärbereiche.

der häufig in kleinen Wohnungen wenig Raum findet. Nach einer kompakten Koch. Die Wohnfläche von 23. es werden grundlegend die selben Anforderungen an das Wohnen gestellt. Damit verbrauchen Einpersonenhaushalte fast 50 % mehr Wohnfläche als mit 43 m² je Person in Deutschland üblich.und Sanitärsituation. durch die gleichzeitig erschlossen wird. Mit 38 % der Privathaushalte ist der Einpersonenhaushalt heute der am stärksten vertretene Haushaltstyp in Deutschland. Dass ein vollständiges Funktionsangebot für eine Person durchaus auch vertikal organisiert werden kann.Grundriss Ein Bewohner Egal wie viele Bewohner eine Wohnung nutzen. dessen Wohnfläche im Durchschnitt bei 62.5 m² liegt. 62 . nämlich ausreichende Abstellund Lagerfläche. das momentan erneuert wird. Im Fall des Einpersonenhaushalts ist die Abwägung zwischen vollständigem Funktionsangebot und dadurch entstehendem Flächenverbrauch eine entscheidende Entwurfskomponente. Das ökonomische und ökologische Hinterfragen des Entwurfs sollte gerade in diesem Zusammenhang regelmäßig erfolgen. ist hier im Erdgeschoss über einen begehbaren Schrank gelöst. ist eine häufig angewendete Grundrissvariante für einen Nutzer. Ein Aspekt. Das Spektrum reicht vom kompakten Einraumgrundriss bis zum mehrgeschossigen Haus für eine Person. das heißt das Verschmelzen von Individualraum mit den kommunikativen Bereichen einer Wohnung zu einem Allraum. Die in drei Raumschichten gegliederte Wohneinheit bietet ein vollständig räumlich getrenntes Funktionsangebot. wobei im Erdgeschoss neben dem Schlafbereich auch alle dienenden Funktionen angeordnet sind.und Nachtnutzungen. Im Hinblick auf sinkende Energieressourcen muss hier zum Umdenken aufgefordert werden.3 m² wird auf zwei Ebenen verteilt. auch den privaten Rückzug ermöglicht. bietet ein rund 28 m² großer Raum ausreichend Platz für die unterschiedlichen Tages. Das Obergeschoss wird dem Arbeitsplatz mit Bezug zur Terrasse gewidmet. Trotz verbesserter Geräte und Heiztechnik führt unter anderem diese Entwicklung zum weiteren Anstieg des Energieverbrauchs von privaten Haushalten in Deutschland. Mit 52.4 m² liegt die Wohnung im Wohnturm auf der Theresienhöhe in München [018] noch unter der durchschnittlichen Wohnfläche eines Einpersonenhaushalts in Deutschland. zeigt das Beispiel des ehemaligen „Olympischen Frauendorfs“ in München [017]. der je nach Tageszeit und Nutzerwunsch alle Szenarien erfüllen muss. das neben einer repräsentativ-kommunikativen Nutzung. Die Funktionsverdichtung im Grundriss. sie spiegeln sich in den einzelnen Wohnfunktionen wider. die als Filterschicht die Appartements des Katholischen Gemeindezentrums in Stutt­ gart [016] vom Laubengang abschottet.

5 m² Individualräume 1 Orientierung II 63 .Bewohneranzahl [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Wohnfläche 38.5 m² Außenraum 4.

9 m² Individualräume 1 Orientierung I 64 .3  m² Außenraum 6.Grundriss [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Wohnfläche 23.

4 m² Außenraum 11.Bewohneranzahl [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Wohnfläche 52.7 m² Individualräume 1 Orientierung I 65 .

Beide Räume sind vom kommunikativen Bereich der Wohnung zusätzlich durch einen Mauervorsprung im Flurbereich so getrennt. gemeinschaftliche Nutzung von einzelnen Funktionen. steht außer Frage.Grundriss Zwei Bewohner Ab zwei Bewohnern beginnt das gemeinsame Wohnen.und Essbereich in einem Maße. die stufenweise. Die Wohnung im Hansaviertel-Wohngebäude von Egon Eiermann [019] zeigt auf knapp 50 m² eine Funktionsverteilung in einen Wohn. das eine privatere Erschließungszone entsteht. je nach persönlicher Beziehung der Bewohner. Das Projekt von Kuhn Fischer Partner Architekten in Oberwil bei Zug [020] stellt mit 76 m² Wohnfläche den klassischen Wohngrundriss für eine nachhaltige und leistungsfähige Wohnnutzung dar. Das Gäste-WC ist dabei dem Eingang und den kommunikativen Bereichen der Wohnung zugeordnet. Dass dieser jeweils von einer Person oder von einem Paar genutzt werden kann. das heißt eine synergetische. privaten Bereichen im günstigsten Fall räumlich so angeordnet werden. Auch hier ermöglicht der Zugang über den Wohnungsflur eine Trennung der beiden gleich großen Individualräume sowie der zwei Sanitärbereiche vom kommunikativen Wohn-. noch individuell oder schon durch beide gemeinsam genutzt werden. Der Sanitärbereich ist dem Individualraum zugeordnet. Die kommunikativen und gemeinsamen Bereiche der Wohnung sollten zu den individuellen. Die Funktionsreduktion auf den Allraum ist in dieser Kategorie daher nur noch für Lebenspartnerschaften vorstellbar und auch dann fehlt der persönliche Rückzugsbereich des Einzelnen beziehungsweise ein Gästebereich. Das Erschließen der Wohnung über einen Flur ermöglicht einen direkten. Daher stellen wir in diesem Kapitel nur Grundrisse mit mindestens einem Individualraum vor. 66 . Koch. der den ungestörten Rückzug eines Bewohners möglich macht. ungestörten Zugang zum Individualraum.und Essbereich mit offener Kochsituation sowie einen zusätzlichen Individualraum. dass keine gegenseitige Störung erfolgt.

4 m² Individualräume 1 Orientierung II 67 .Bewohneranzahl [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Wohnfläche 49.3 m² Außenraum 6.

Grundriss [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Wohnfläche 76.1 m² Individualräume 2 Orientierung II 68 .0 m² Außenraum 7 .

Brendeland & Kristoffersen gliedern in Trondheim [022] die 116 m² große Wohnung in zwei Zonen: An einer kommunikativen Spur mit zwei Sanitärräumen reihen sich fünf Individualzimmer. Die Sanitärräume zonieren den langen Kommunikationsbereich zusätzlich und bieten darüber verschiedenen Nutzungen Raum. 69 . Der kompakte Flur erschließt neben den Individualräumen den Wohnund Essraum mit angeschlossenem Kochbereich. Dies hat. werden von je zwei Studierenden aus ihren Individualräumen heraus genutzt.5 m² Wohnfläche. zu dem geringen Flächenverbrauch von 25 m² je Person führt. Ess-. mit unterschiedlichen Faktoren zu tun: eine alternde Gesellschaft sowie individuelle Wohnvorstellungen unterschiedlicher Generationen finden im seltensten Fall noch im Modell von Mehrgenerationenhaushalten ihre Wohnwünsche repräsentiert.Bewohneranzahl Drei und mehr Bewohner Die Zahl der Drei. die einen seriellen Umgang im Entwurf mit dem notwendigen Individualraumangebot erlaubt. mit im Durchschnitt 8. Wohn. Auf 87 m² schlagen Baumschlager Eberle in Dornbirn [021] eine effiziente und gut zonierte Grundrissstruktur vor. Die zwei Sanitärbereiche. Ab drei Individualräumen ist zudem eine Anzahl erreicht. jeweils zwischen Gemeinschaftsfläche und Individualräumen angeordnet. wie schon angedeutet.5 m² je Person. was neben den flächenoptimierten Individualräumen. Die folgende Auswahl beschränkt sich hier auf „gemäßigte“ Referenzbeispiele. Ab drei Nutzern reduziert damit eine gemeinsame Nutzung des Koch-.und Lagerflächen den Flächenverbrauch je Person um durchschnittlich rund ein Drittel. Im Studentenwohnheim Casa dell`Accademia in Mendrisio [023] teilen sich vier Bewohner einen rund 40 m² großen Bereich zum gemeinsamen Kochen.und Sanitärbereichs sowie der Erschließungs. Die durchschnittliche Wohnfläche von Haushalten ab drei Personen liegt heute bei 28. die auf einem stimmigen Verhältnis von kommunikativer zu individueller Fläche basieren. Ressourcen und zuletzt auch Fläche in Mehrpersonenhaushalten sollte allerdings angemessen in der eigenen Entwurfsarbeit Berücksichtigung finden. die von maximal vier Bewohnern genutzt werden kann. Die interne Erschließung der Geschosswohnung erfolgt über den kommunikativen Bereich.und Mehrpersonenhaushalte ging in den letzten zehn Jahren stetig zurück. Den drei Individualräumen werden die Sanitärbereiche vis-à-vis über den Flur zugeordnet. Das Wissen um einen effizienteren Umgang mit Energie. Die Individualräume sind flächenoptimiert geplant und möbliert und entsprechen mit rund 11m² Wohnfläche der temporären Nutzungsdauer. Essen und Entspannen. Über diesen gemeinsamen Raum wird die Wohngemeinschaft gleichzeitig zentral erschlossen.

0 m² Individualräume 3 Orientierung III 70 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Wohnfläche 87 .

Bewohneranzahl [022] Brendeland & Kristoffersen Strandveien Trondheim (NO) Wohnfläche 115.0 m² Individualräume 6 Orientierung III 71 .8 m² Außenraum 0.

Grundriss [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendrisio (CH) Wohnfläche 94.9 m² Individualräume 4 Orientierung II 72 .8 m² Außenraum 27 .

Wohnungsgröße 73 .

L [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-Rupprecht-Straße. Berlin (DE) 76 79 83 74 . M. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. Basel (CH) Luxus-Wohnungen | XL [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-Kerschensteiner-Straße. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Standard-Wohnungen | S. Kleinst-Wohnungen | XS [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch-Ring. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende.

Interessant zu beobachten ist dabei. wie schon erwähnt. wenn man die unterschiedlichen Ausbauqualitäten zunächst einmal ausblendet. Diese Angabe ist jedoch relativ unpräzise. Dem gegenüber stehen. Ähnliches gilt für die am Wohnungsmarkt typische Einordnung über die Anzahl der Räume oder Zimmer. Die daraus resultierenden Kenngrößen haben teilweise bis heute in Form von noch gültigen Richtlinien und Vorschriften Einfluss auf den Wohnungsbau. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst die Erfüllung des minimalen Wohnbedarfs im Vordergrund. sondern auch unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Größe das zentrale Merkmal einer Wohnung. Die durchschnittliche Wohnungsgröße wird derzeit mit circa 87 m² angegeben. Allgemein üblich ist die Definition über die Wohnfläche. da die tatsächliche Bewohnerzahl von der geplanten häufig abweicht. Der durchschnittliche Flächenanspruch pro Kopf in Deutschland betrug im Jahr 2007 rund 43 m² mit einem anzunehmenden Wachstum von circa 0. die nur jeweils circa die Hälfte von diesem Betrag beanspruchen.5 m²  pro  Jahr. In den Beispielen soll das Spektrum von der Kleinstwohnung über die gemäßigten Standardwohnungsgrößen bis hin zum Luxuswohnen dargestellt werden. das heißt die Anzahl der Bewohner statt. In der Summe entwickeln diese Informationen jedoch eine erste Vorstellung von der Wohnung. Durch die unmittelbare Verknüpfung der Verkaufs. Damit wird die Wohnungsgröße meist als das entscheidende Qualitätskriterium wahrgenommen. die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) genau ermittelt werden kann. worin genau der Mehrwert bei zunehmender Größe besteht. Verschiedene Ansätze der Definition der Wohnungsgröße bieten sich an. Eine weitere typische Definition der Wohnungsgröße findet über die Haushaltsgröße. Das Wohnen hat sich jedoch von einer existentiellen Notwendigkeit zu einem zentralen Konsumprodukt weiterentwickelt.und Mietpreise mit der Wohnfläche werden die Wohnfläche und der Wert gleichgesetzt. 75 . Etwa 30 % des Nettohaushaltseinkommens werden in dieses Produkt investiert.5-Zimmer-Wohnung“ verraten nur wenig über die tatsächliche Wohnungsgröße oder deren Funktionalität. obwohl dieser Zusammenhang alles andere als zwingend ist. Aussagen wie „2. Entsprechend waren die Wohnbauförderprogramme und -standards ausgelegt. zum Beispiel Nahrungsmittel oder der PKW. Die Thematik der Wohnungsgröße und des Wohnungsbauentwurfs steht in engem Zusammenhang mit seiner historischen Entwicklung.Wohnungsgröße Einleitung Nicht nur im repräsentativen Sinne.

die im Transportzustand kompakt ist und im Wohnzustand durch das streichholzschachtelartige Her­ ausziehen eines Raumteils auf die doppelte Größe erweitert werden kann. der sich mit der Frage nach der „Wohnung für das Existenzminimum“ auseinandersetzte. gehört die auf das Wesentlichste reduzierte Wohnform zu einem wichtigen Aufgabenfeld der Architekten. In einem Würfel mit 2. Das Spektrum der Ansätze reicht von einfachsten Bauten aus Papierwerkstoffen bis hin zu hochintegrierten technischen Lösungen. Die einzelnen Würfel können zu verschiedenen städtebaulichen Konstellationen angeordnet und gestapelt werden. Durch die Notwendigkeit der Verdichtung der einzelnen Wohnfunktionen auf minimalem Raum ist die entwerferische Auseinandersetzung immer auch stark von konstruktiven Aspekten geprägt.65 m Kantenlänge werden durch die multifunktionale Einrichtung verschiedenste Nutzungskonstellationen inklusive dem Aufenthalt von mehreren Gästen möglich. Logistik und Mobilität von zentraler Bedeutung. Kochen oder Arbeiten wird meist über multifunktionale Einbauten erreicht. gerade im akademischen Kontext sehr beliebtes Feld der Auseinandersetzung im Wohnungsbau ist die Kleinstwohnung. Eines der jüngsten Projekte in diesem Themenfeld sind die O2-Studentenwohnhäuser [024] in München. 76 . indem es eine Minimalwohneinheit konzipiert. Die Mehrfachnutzung der Räume beziehungsweise des einzigen Raums für die unterschiedlichen Wohnfunktionen wie zum Beispiel Schlafen. Bei der Entwicklung dieser Wohnungstypen sind neben der reinen Konstruktion die Themen der Vorfertigung. Spätestens seit dem CIAM-Kongress von 1930. Der heutige Bedarf an dieser Wohnform besteht entweder aus einem experimentellen Interesse oder der Einsatzmöglichkeit für verschiedene Krisengebiete.Grundriss Kleinst-Wohnungen | XS Ein besonderes. Das Projekt von Johannes Kaufmann [025] setzt sich mit der Frage von Mobilität und Größe auseinander.

7 m² Außenraum 0.Wohnungsgröße [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Wohnfläche 5.0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 77 .

0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 78 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Wohnfläche 17 .

so dass auch in diesem individuelle Beschäftigung möglich wird. Als Beispiel dienen drei Projekte. L Das statistische Bundesamt ermittelt in regelmäßigen Abständen die Wohnsituation in Deutschland. Drei vollwertige Individualräume bieten Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner. Die Haushalte mit drei und mehr Personen haben einen Anteil von 27 % bei einer durchschnittlichen Größe von circa 107 m² (3 Personen).bis Dreipersonenhaushalt aus. Mit circa 68. Verschiedene Faktoren erklären den relativ hohen Flächenverbrauch der Einzelhaushalte. Die Gruppe der Einpersonenhaushalte ist mittlerweile mit 39 % am stärksten ausgeprägt.5 m² Flächenverbrauch liegt diese Haushaltsgröße um mehr als 50% über dem durchschnittlichen Wohnflächenverbrauch.und Abstelleinheit organisiert. In den seltensten Fällen wird der Wohnflächenbedarf bei einer Verringerung der Haushaltsgröße angepasst. Entgegen der erwähnten Durchschnittsgröße für Einpersonenhaushalte ist die Wohnung im Projekt von Beyer + Dier Architekten [026] um 15 m² kleiner und organisiert dennoch sämtliche Wohnfunktionen zu einer großzügigen und klar gegliederten Wohnung. Die Single-Haushalte sind relativ finanzkräftig und leisten sich bewusst die größere Wohnfläche. der bei rund 43 m² liegt. Der gemeinschaftliche Bereich ist ebenfalls großzügig bemessen und klar gegliedert. M.Wohnungsgröße Standard-Wohnungen | S. Die Wohnung im Schwarzpark-Projekt [028] von Miller & Maranta in Basel ist mit 125 m² ein typischer Vertreter für eine große Standard-Wohnung. Ein weiteres Argument ist ein Mindestflächenbedarf. der vor allen Dingen über die dienenden Funktionen generiert wird. Der Wohnungsmarkt bietet zudem nicht ausreichend kleine und gleichzeitig hochwertige Wohnungen. bei denen der bewusste Umgang mit dem Flächenverbrauch innerhalb der Dimensionen von Standardwohnungen gut nachvollziehbar ist. Die Wohnung [027] im Projekt von Fink + Jocher in Hannover zeichnet sich ebenfalls durch eine kompakte Organisation der Wohnfunktionen für einen Zwei. Der Grundriss ist um eine zentrale Diele mit eingestellter Sanitär. Die Zweipersonenhaushalte haben einen Anteil von derzeit 34 % am Wohnungsmarkt und beanspruchen eine durchschnittliche Wohnfläche von circa 94 m². 79 . Die Wohnung liegt mit 75 m² knapp 20 m² unter dem statis­ tischen Durchschnitt in dieser Kategorie.

3 m² Individualräume 1 Orientierung Il 80 .Grundriss [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE) Wohnfläche 52.5 m² Außenraum 8.

Wohnungsgröße [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE) Wohnfläche 70.0 m² Außenraum 10.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 81 .

0 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 82 .0 m² Außenraum 17 .Grundriss [028] Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH) Wohnfläche 125.

Die großzügigen Gemeinschaftsräume befinden sich im darüberliegenden Geschoss und werden zusätzlich über die Terrassen erweitert.Wohnungsgröße Luxus-Wohnungen | XL Wie eingangs beschrieben. der Sanitärbereich ist offen integriert. Dabei ist es jedoch erstaunlich. Dieses Segment wird jedoch nicht nur im Typus der freistehenden Villa angeboten. 83 . Der Luxusaspekt wird durch den offenen Grundriss und die Ateliernutzung deutlich. Das Projekt der Architekten Allmann Sattler Wappner aus München [030] wurde als „Haus der Zukunft“ konzipiert. Wohnungsgröße wird hier als direktes Qualitätsmerkmal zu Repräsentationszwecken vermarktet. dass im bundesweiten Durchschnitt die Wohnfläche der Einfamilienhäuser lediglich bei 135 m² liegt und dies etwa einer typischen Vierpersonenwohnung entspricht und noch nicht als Luxuswohnen bezeichnet werden kann. sondern gerade in den großen Ballungsräumen ist ein enormer Bedarf an überdurchschnittlich großen. Die Idee besteht in der konsequenten Berücksichtigung des zunehmenden Anspruchs nach Individualität. innerstädtischen Wohnungen zu verzeichnen. Bei der Attikawohnung am Zürichsee [029] der Architekten burkhalter sumi wird das offene und allseitige Wohnen geradezu inszeniert. Luxuswohnen beginnt erst oberhalb der Grenzen. Die großzügigen Individualräume sind lediglich über Schiebewände abgetrennt. sondern die großzüge Ausweitung der kommunikativen Flächen. Vier großzügige Terrassen in allen Himmelsrichtungen stellen jedoch das eigentliche Luxusmerkmal dar. die über die Multiplikation des Flächenanspruchs mit der Nutzeranzahl entstehen. Obwohl eine Wohnfläche von 230 m² zur Verfügung steht. ist nur eine geringe Bewohneranzahl vorgesehen. Bei dem städtischen Reihenhaus von Beyer-Schubert Architekten [031] in Berlin erstreckt sich die Wohnung über vier Geschosse und eine großzügige Dachterrasse. Der Typ des Einfamilienhauses repräsentiert dies in besonderer Weise. Wesentliche Eigenschaft der Wohnungen ist dabei nicht die Erhöhung der Anzahl der Individualräume. Jedem Bewohner wird im Erdgeschoss ein vollständiges Kleinappartement als Individualraum angeboten. hat sich das Wohnen von einer zwingenden Notwendigkeit zu einem Konsumprodukt gewandelt.

5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 84 .4 m² Außenraum 134.Grundriss [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH) Wohnfläche 221.

1 m² Individualräume 6 Orientierung IV 85 .3 m² Außenraum 130.Wohnungsgröße [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Wohnfläche 219.

Grundriss [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch Ring Berlin (DE) Wohnfläche 221.0 m² Außenraum 47 .8 m² Individualräume 3 Orientierung Il 86 .

Veränderbarkeit 87 .

Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Wien (AT) Grundrissvariabilität [035] Michael Alder Störzbachstraße. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Weimar (DE) Grundrissflexibilität [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Riehen (CH) 90 94 98 88 . Nutzungsneutralität [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße.

Die Auseinandersetzung mit dem Zweitnutzer ist also ebenso relevant wie das Wissen um die sich ändernden Ansprüche durch ein und denselben Bewohner. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderbarkeit meint nun allerdings nicht. der nach dem Single-Dasein Platz für heranwachsende Kinder bietet und im Anschluss die Abtrennung eines separaten Appartements für Service und Pflege gestattet. Zum einen kann eine nutzungsneutrale Grundrisskonzeption unterschiedlichen Nutzungsszenarien gerecht werden. Die daraus resultierende pluralisierte Wohnraumnachfrage entsteht jedoch nicht nur durch unterschiedliche Lebensformen. deren Veränderbarkeit geplant wird und die durch den Nutzer und dessen Wohnverständnis individuell interpretiert werden kann. sondern auch um eine stabile. Alle drei Entwurfsvarianten basieren auf einer Grundstruktur. Dabei geht es nicht nur um das Erfüllen der Wohnbedürfnisse eines Nutzers über einen längeren Zeitraum – immerhin wird in einer Mietwohnung in Deutschland durchschnittlich zwölf Jahre lang gewohnt –. 89 . zum Beispiel gleichbleibender Wohnungsgröße. sondern gleichzeitig langfristig nachgefragt werden. die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen. dass jede Wohnung ein „Alleskönner“ sein muss. geplant werden. Dem Modell „Familie mit leiblichen Kindern“ steht heute eine große Zahl anderer Lebensmodelle gegenüber. Nachhaltig nutzbare Grundrisse. sondern wird von einer zusätzlichen Vielfalt an nutzerspezifischen Faktoren verursacht. können auf drei unterschiedlichen Entwurfsansätzen basieren. Anpassungsfähigkeit kann hier nur auf der Basis von festgelegten Rahmenbedingungen. zum anderen ermöglicht eine geplante baulichräumliche Variabilität eine Veränderung der Raumstruktur selbst. Dieses Risiko ist im Laufe der letzten Jahrzehnte im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierung gewachsen. im Sinne von wachsenden und schrumpfenden Wohnungen wird dabei die eigene Wohnfläche effektiv verändert. Ein dif­ ferenziertes Angebot am Wohnungs.Veränderbarkeit Einleitung Der Entwurf von nachhaltig nutzbaren Wohngrundrissen ist eine besondere Herausforderung für den Entwerfer. langfristige Vermarktbarkeit des Wohnraums selbst. Ein nachhaltiger Entwurfsansatz ist dabei ebenso entscheidend für den individuellen Eigentumserwerb wie für die Schaffung von Wohnraum durch private und öffentliche Wohnversorger. Ein dritter Ansatz bezieht sich auf die äußere Flexibilität von Wohneinheiten. die zu einer unpräzisen und vor allem nicht vergleichbaren Kategorisierung führen.und Immobilienmarkt bedient darüber hinaus umfangreich sich ändernde Rahmenbedingungen. In beiden Fällen mindert das Nachdenken über die Veränderbarkeit des Grundrisses und eine mögliche Nachnutzung das Investitionsrisiko.

der durch eine variabel nutzbare Möblierung alle Wohnfunktionen parallel oder nacheinander im selben Raum aufnimmt. jeweils eine freie Anordnung der Wohnfunktion durch den Nutzer. Ein zentraler Zugang sowie die mittig angeordnete Erschließungszone gestatten. . Das Spektrum von nutzungsneutralen Grundrissen reicht von gleichwertigen Individualräumen. der auch den Empfang von Kunden gestattet. Das Angebot folgt dabei der Auffassung. sondern ein zweiter wesentlicher Aspekt entscheidend berücksichtigt: Wohnen ist keine Momentaufnahme und eine Wohnung keine gebaute Bestandsaufnahme einer Lebensphase. an der Fassade angeordnete Erschließungsspur mit Schiebetüren verbunden. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Nachnutzung beziehungsweise Zweitnutzung dar. Unterschiedlichen Wohnbedürfnissen soll durch gleichwertige. bis auf die fixierte Badzelle. an dem jeweils auch ein Sanitärbereich angeordnet ist. Das Projekt [032] in Nüziders von Baumschlager Eberle basiert auf dieser Grundüberlegung. die durch Schiebewände voneinander getrennt werden können. die eine Mindestmöblierbarkeit für verschiedene Nutzungen zulassen. Gäste. die ein stufenweises Zuschalten der Räume zum kommunikativen Bereich der Wohnung ermöglichen. Zusätzlich zum großzügigen Außenraum am Wohn. durch eine Wohngemeinschaft von drei Personen oder durch zwei Bewohner mit 90 Bedarf für zusätzliche Arbeits-. Die Grundrissanordnung ermöglicht zum Beispiel eine Nutzung der Räume im Südosten als Arbeitsbereich. Beide Raumpaare werden über einen Flur erschlossen. dass in ihrer Größe neutrale Raumangebote unterschiedliche Nutzungs­ szenarien eher bedienen als in Größe und Funktionsanordnung spezifische und hierarchisierte Raumkonzepte.und Essbereich wird den vier Individualräumen jeweils ein schmaler Austritt zugeordnet. Die Individualräume sind zusätzlich zum individuellen Zugang vom Flur durch eine innere. Im Lebenszyklus einer Wohnung ändern sich zum Teil mehrfach die Bedürfnisse ihrer Bewohner. Die Geschosswohnungen in der Grieshofgasse in Wien [034] von Helmut Wimmer bestehen aus vier gleichwertigen Räumen.Grundriss Nutzungsneutralität Mit nutzungsneutralen Grundrissen wird nicht nur auf pluralistische Nachfragen am Wohnungsmarkt reagiert. über eine gleichwertige Raumstruktur aller Wohnfunktionen bis zum Ein-Raum-Grundriss.oder Hobbyfläche vorstellbar. Jeweils zwei gleichwertige Individualräume umschließen den kommunikativen Bereich der Geschosswohnungen am Steinacker in Zürich [033] von Hasler Schlatter Partner. So ist zum Beispiel bei drei gleich großen Individualräumen und entsprechender Zonierung des Gesamtgrundrisses eine Nutzung durch eine Familie mit zwei Kindern. eventuell mehrfach zugängliche Räume entsprochen werden.

1 m² Außenraum 17 .5 m² Individualräume 3 Orientierung II 91 .Veränderbarkeit [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT) Wohnfläche 120.

Grundriss [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 133.6 m² Individualräume 4 Orientierung II 92 .2 m² Außenraum 24.

Veränderbarkeit [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT) Wohnfläche 90.2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung II 93 .

war das Trennen beziehungsweise Zusammenlegen von Räumen. in der Praxis häufig lediglich einmal statt und zwar zu Beginn der Nutzung. der verschiedensten Wohnformen entsprechen kann. 94 . Jahrhunderts eine gängige Bauweise (plan libre). Ausgangspunkt des Entwurfs von Michael Alder [035]. Lediglich der mittige Kern mit Sanitär. Die Lage der Treppe sowie ein obligatorischer zweiter Zugang bei jeder Wohneinheit ermöglichen zudem eine spätere Trennung von Erdgeschoss und Obergeschoss in zwei separate Wohneinheiten. wenn überhaupt. Sämtliche Innenwände können ansonsten durch den Nutzer frei positioniert werden. Auch in den Wohnungen der Siedlung Lessingstraße in Weimar [037] können zwischen fixen Betonschotten Trennwände variabel. Die zum Teil umfangreichen baulichen Eingriffe führen häufig dazu. gesetzt werden. die durch regelmäßig angeordnete Stützen und aussteifende Kerne eine freie und von der Statik unabhängige Raumkonfiguration ermöglichen. dass Grundrissvariabilität zum reinen Verkaufsargument verkommt.und Abstellfunktion sowie der Küchenanschluss wurden in den Geschosswohnungen in Leipzig von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner [036] fest eingebaut. Der Umbau der Struktur findet. wodurch sowohl ein offener Allraum als auch bis zu sechs kleine Zimmer in der 98 m² großen Wohnung möglich werden. langfristig sichere Investition vorhält. Mit einer minimalen Raumaufteilung von drei beziehungsweise einer maximalen Unterteilung von neun Räumen weist die 120 m² große Wohnung eine hohe Leistungsfähigkeit auf. das dem Erstnutzer eine flexible. Neben dieser statischen Unabhängigkeit bedarf es eines sinnvollen Erschließungssystems. Ausgangspunkt dieser Anpassungsfähigkeit ist die Trennung von Tragwerk und Ausbaustruktur des Projekts. Mögliche Wandachsen sind über drei Anschlussmöglichkeiten von Trennwänden entlang der Fensterfronten vordefiniert.Grundriss Grundrissvariabilität Variabilität des Grundrisses meint die Anpassung einer Raumstruktur an geänderte Nutzerbedürfnisse durch das freie Verändern von Wandpositionen. Das Projekt zeichnet sich durch einen hohen Grad an Grundrissvariabilität aus. damit alle Wohnfunktionen in sämtlichen Grundriss­ konstellationen zugänglich sind. je nach Nutzerbedarf. Die zwei angebotenen Räume können dabei aufgrund ihrer jeweils zwei Zugänge in bis zu vier Räume unterteilt werden. ist seit dem Beginn des 20. der als experimenteller Wohnungsbau im Zuge der IGA ‘93 in Stuttgart entstand. Die Entwicklung von Flachdecken aus Stahlbeton. Die an beiden Belichtungsseiten vorgelagerten Loggien garantieren jedem der vier Räume einen individuellen Außenbereich.

6 m² Außenraum 25.Veränderbarkeit [035] Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE) Wohnfläche 79.2 m² Individualräume 1 - 2 Orientierung II 95 .

8 m² Außenraum 0.Grundriss [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße Leipzig (DE) Wohnfläche 97 .0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung III 96 .

0 m² Individualräume 3 - 6 Orientierung II 97 .6 m² Außenraum 12.Veränderbarkeit [037] Walter Stamm-Teske. Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE) Wohnfläche 119.

Anbauen oder Abtrennen von Räumen oder Gebäudeteilen. das heißt dem Versetzen von Trennwänden oder dem Öffnen beziehungsweise Schließen verschiebbarer Elemente.Grundriss Grundrissflexibilität Grundrissflexibilität meint die Erweiterung oder Verringerung der Wohnfläche durch Zusammenlegung. Zimmerschicht mit zwei Erschließungsspuren. Die Wohnungen basieren auf einer klaren Schichtung von Außenraum. Unter einer aktiven Einbeziehung der Bewohner in die Projektplanung realisierten ADP Architekten in Zürich [038] das Projekt Hellmutstraße. Die Grundrisse beziehen ihre Anpassbarkeit also aus dem effektiven Zuschalten beziehungsweise Verzicht von Raum und Fläche. Dadurch können die Räume dieses Geschosses abgetrennt und separat genutzt werden. Dabei reichen nicht nur eingeplante bauliche Sollbruchstellen in der Gebäudestruktur. Auch ohne diese Maß­ nahme bie­­ tet der Grundriss durch gleichwertige. dienender Schicht. Zumindest im verdichteten Wohnungsbau fordert diese Veränderung immer Interaktion. Auf Kosten der einen kann eine andere Wohneinheit vergrößert oder verkleinert werden. Der Eingriff bedeutet bei vollständiger Trennung der beiden unteren Geschosse vom obersten Geschoss aller­ dings den Rückbau der Treppe sowie den nachträglichen Verschluss der Decken­ ebene. nutzungsneutrale Räume sowie den zweiten möglichen Zugang ein hohes Maß an Nutzungsflexibilität. 98 . Grundrissflexibilität zeichnet sich im Unterschied zur Grundrissvariabilität. Diese Gliederung ermöglicht durch Öffnen oder Trennen der Individualraumfolge ein variables System aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen. sondern es bedarf einer kontinuierlichen Nutzerkoordination. Bei der dreigeschossigen Wohneinheit in der Siedlung Vogelbach [039] entsteht Grundrissflexibilität durch einen zweiten Zugang zur Wohneinheit im 2. Obergeschoss. Zuschalten. Erschließungsund Kochschicht sowie einer weiteren Zimmerschicht mit separatem Zugang. durch langfristige Veränderungsintervalle aus.

9 - 225.7 m² Außenraum 4.Veränderbarkeit [038] ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH) Wohnfläche 44.0 m² Individualräume 1 - 4 Orientierung II 99 .7 m² - 45.

Grundriss [039] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 39.2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 - 4 Orientierung II 100 .6 - 119.

Orientierung 101 .

Basel (CH) 117 102 . Weilheim (DE) Einseitige Orientierung [050] Johannes Kaufmann Brugg. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Vierseitige Orientierung [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Breda (NL) 104 Sonderformen Orientierung [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Den Haag (NL) 121 Dreiseitige Orientierung 108 [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Bezau (AT) [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Dresden (DE) 112 Zweiseitige Orientierung [046] Norbert Post . Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse.

beziehungsweise Wohnungstiefe und damit auf einzelne Grundrissentscheidungen hat also bereits einen nicht zu vernachlässigenden Anteil im städtebaulichen Entwurfsprozess.Orientierung Einleitung Die Wohnungsorientierung wird häufig im Zuge der städtebaulichen Konzeption eines Projekts festgelegt. die die Standards des Massenwohnungsbaus mit ausreichend Licht. Das Kapitel gliedert sich in fünf mögliche Orientierungsvarianten: Begonnen bei der vierseitigen Orientierung werden bis zur einseitig orientierten Wohnung die unterschiedliche Anzahl der Belichtungsseiten und die daraus resultierenden Grundrissabhängigkeiten dargestellt. In der Moderne. im Sinne des Ausblicks und des Einblicks. des Schallschutzes sowie des Sonnen. Luft und Sonne definierte. Das Wissen um die direkte Abhängigkeit der Orientierung und Gebäude. Gerade Ressourcen sparende Energiestandards für Gebäude beruhen immer auch auf einer entsprechenden Ausrichtung der Gebäude selbst. Ein weiteres Kapitel betrachtet neben der Orientierung von Wohnraum nach „außen“ verschiedene Sonderbelichtungsformen nach „innen“ . nach wie vor müssen sie aber überlegt angeordnet werden. 103 .beziehungsweise Wohnungstiefe als auch die grundlegende Disposition der Wohnfunktionen im Grundriss basieren zu einem entscheidenden Teil auf dem Orientierungsaspekt und der Anzahl der Belichtungsseiten.und Nachtbereich und damit monofunktionale Räume zum Wohnen und Schlafen wurden definiert. Die Anzahl. gemeint. kommunikative Bereiche aufgrund ihrer intensiveren Tages. Mit dem Grundrissaspekt Orientierung ist jedoch nicht nur eine ausreichende Versorgung aller Wohnräume mit Tageslicht. Gleichzeitig spielen die Themenfelder der Lüftung. wurde das Raumprogramm eindeutig Himmelsrichtungen zugeordnet. Sowohl die Gebäude. In deren Ergebnis stehen sowohl die Gebäudestruktur als auch die Gebäudeausrichtung fest. So ist es zum Beispiel angebracht.und Wärmeschutzes eine Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Orientierung. Größe und Lage der Öffnungen hat damit nicht nur den Zweck der ausreichenden Belichtung. Heute ist die Nutzung der Räume multifunktionaler. Tag. sondern auch der sorgfältig geplante Bezug zum Außenraum. Mit der Fassadenplanung findet also die Auseinandersetzung des Entwurfs mit dem Übergang zwischen Privatheit der Wohnung zur Öffentlichkeit davor und umgekehrt statt. Auch eine Inszenierung des Lichteinfalls und daraus resultierenden Schattenspiels kann zum Entwurfsgegenstand werden. Gleichzeitg kann im seltensten Fall im städtischen Kontext von einer idealen Orientierung der zu planenden Wohngebäude ausgegangen werden.und Abendnutzung wenn möglich nach Südwesten zu orientieren. sondern beeinflusst die Art des Wohnens zu einem wesentlichen Teil.

das heißt Einfamilienhäusern. ohne dass eine bestimmte. reagieren mit großflächigen Öffnungen in jedem Geschoss unterschiedlich auf den städtischen Kontext. Mit vier bewusst gesetzten Fenstern orientiert sich die Wohnung in alle vier Himmelsrichtungen. Dabei bietet die allseitige Orientierung die Chance. 104 .Grundriss Vierseitige Orientierung Die optimale Belichtung über vier Seiten garantiert eine freie Grundrissgestaltung. auch die häufig im Kern angeordneten dienenden Sanitärfunktionen können hier an die Fassade rücken. Aufgrund der zwei geplanten Eingangstüren kann die Wohnung auch als Zweispänner organisiert werden. großzügige Öffnungen belichtet. Gleichzeitig kann dieser Wohnungstyp nahezu Einfamilienhausqualitäten im barrierefreien Geschosswohnungsbau bieten und bedient damit individuelle Wohnwünsche bis ins hohe Alter. die als gestapelte Räume konzipiert wurden. Mit einem häufig hohen Öffnungsanteil und weniger massiven Außenwandflächen erfüllen diese Wohnungstypen das vermarktungsrelevante Qualitätskriterium nach lichtdurchfluteten Räumen. Die vier Gebäudemodule von Ryue Nishizawa in Tokyo [041].und Abstellbereich gliedern die ansonsten freien Geschossebenen. alle Bereiche natürlich zu belichten. Daher werden Wohnungen mit allseitiger Orientierung vorwiegend im Luxussegment umgesetzt und angeboten. zwingende Funktionsanordnung im Grundriss entsteht. Lediglich die Treppe sowie im Erdgeschoss ein Sanitär. Der Erschließungsaufwand im verdichteten Wohnungsbau mit einer Wohnung je Geschoss ist dabei allerdings extrem hoch. Xaveer de Geyter organisiert die großzügige Geschosswohnung in Breda [042] um einen zentralen Erschließungskern aus Lift und Treppenraum. Die allseitig orientierte Wohnung mit einem hohen Öffnungsanteil ist in vier zimmertiefe Grundrissbereiche unterteilt. zweigeschossige Einfamilienhaus von Bauart [040] wird auf beiden Geschossen durch wenige. Das flächenoptimierte. Bei der Variante der Etagenwohnung wurden die einzelnen Wohnfunktionen rotierend um den Kern angeordnet. Allseitig orientierte Grundrisse werden häufig in freistehenden Gebäuden. Lediglich im Bereich der Sanitärräume musste dabei ein zusätzlicher Erschließungsflur angeordnet werden. Die Öffnung im Obergeschoss entlang der Treppe sorgt für einen zusätzlichen Lichteinfall im Erdgeschoss. die jeweils eine Wohnfunktion aufnehmen. oder im verdichteten Wohnungsbau als Penthouse beziehungsweise als gestapelte Wohneinheiten geplant.

0 m² Individualräume 2 Orientierung IV 105 .Orientierung [040] Bauart Architekten mobiler Standort Wohnfläche 66.0 m² Außenraum 0.

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 106 .5 m² Außenraum 0.Grundriss [041] Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP) Wohnfläche 77 .

8 m² Individualräume 3 Orientierung IV 107 .8 m² Außenraum 21.Orientierung [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL) Wohnfläche 298.

Die Öffnungen in der Längsseite der Gebäude lassen damit auch die natürliche Belichtung und Belüftung der Wohnfunktionen im Kern der Gebäude zu. das um eine zusätzliche Fassadenseite ergänzt wurde. Die Küche sowie der Wohn. Die innere Schicht nimmt dabei die längs liegende Treppe. Die Positionierung der Wohnfunktionen im Grundriss mit drei möglichen Belichtungsseiten bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten.Grundriss Dreiseitige Orientierung Dreiseitig orientierte Wohngrundrisse sind häufig in Doppelhäusern oder als Kopfwohnungen von Wohnzeilen angewendete Wohnungstypen. Über die Gebäudeseiten werden die Individualräume natürlich belichtet. Die Individualräume sind nach Süden beziehungsweise nach Norden orientiert. Die Öffnungsmöglichkeit nach drei Seiten bietet dabei ähnliche Belichtungs. wodurch im Unterschied zum Reihenhaus tiefere Grundrisse möglich werden. Nach dem Betreten der Wohnung durch die beschriebene Raumschicht öffnet sich ein in drei Himmelsrichtungen orientierter kommunikativer Bereich. Großzügige Verglasungen versorgen den langgestreckten Raum mit Tageslicht.und Essbereich orientieren sich zum privaten Außenraum in Richtung Westen. Die zweite Schicht wird über die Individualräume gebildet und öffnet sich von Osten nach Westen in drei Himmelsrichtungen.und Orientierungsqualitäten wie eine allseitig belichtete Wohnung. Der private Außenraum setzt anschließend konsequent den kommunikativen Bereich nach außen fort.Über die vorgeschaltete Diele gelangt man in alle Räume. über klare Funktionsschichten bis zur Reihung der Wohnfunktionen entlang der Fassade. Die Doppelhäuser von Daniele Marques in Luzern [043] folgen einer klaren Grundrissstruktur. Obergeschoss wird diese Schicht bis an die Fassade geführt und natürlich belichtet. um jeden Bereich natürlich zu belichten. den Eingangsbereich und die Verkehrsflächen des Hauses auf. Auch im Lukasareal in Dresden von Thomas Müller und Ivan Reimann [045] wird die Geschosswohnung zentral erschlossen. Wo im verdichteten Wohnungsbau der Wohnungseingang angeordnet ist. Gerade bei der Grundrissorganisation des Doppelhauses ist oft die Verwandtschaft zum Reihenhaus zu spüren. Sowohl die Souterrainräume als auch der Sanitärbereich im Erdgeschoss sowie die Kochecke können dadurch von Süden natürlich belichtet werden. definieren Doppelhäuser ihre Brandwand und Abgrenzung zum Nachbarn. die auf der Gliederung in zwei Längsschichten beruht. In der Geschosswohnung von pool Architekten [044] in Zürich wurden die Individualräume sowie der Sanitärbereich entlang der Wohnungstrennwand angeordnet. 108 . Im Souterrain und im 1.

5 m² Individualräume 4 Orientierung III 109 .5 m² Außenraum 38.Orientierung [043] Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH) Wohnfläche 183.

0 m² Außenraum 34.Grundriss [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Wohnfläche 82.0 m² Individualräume 2 Orientierung III 110 .

Orientierung [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Wohnfläche 81.8 m² Individualräume 2 Orientierung III 111 .7 m² Außenraum 19.

Gerade für nord-südorientierte Wohnungen stellt dies allerdings eine geeignete Grundrissorganisation dar. die den Sanitär. das heißt den individuellen Bereich und den kommunikativen Bereich jeweils an einer Belichtungsseite anzuordnen. einen offenen kommunikativen Bereich über die gesamte Gebäudetiefe anzuordnen und diesen damit in zwei Himmelsrichtungen zu orientieren. bietet dagegen den Raumsituationen nur eine Blickrichtung und Besonnungssituation. Der Zugang und Erschließungsbereich. Das zweigeschossige. Hier können über zwei gleichwertige Besonnungsseiten die kommunikativen und individuellen Raumschichten zu beiden Seiten angeordnet werden. Die Individualräume und der Kochbereich orientieren sich nach Osten. der Sanitärbereich ist im Kern angeordnet. Die drei Individualräume sind nach Osten. der die gesamte Wohnungstiefe ausnutzt. Im Geschosswohnungsbau werden die beiden Öffnungsseiten von Wohnungen sowohl übereck als auch vis-à-vis angewendet. ein Individualraum sowie der Sanitärbereich orientieren sich nach Süden. hat die jeweilige Orientierung wesentlichen Einfluss auf die Gebäudetiefe. erschlossen werden. Der Wohn- / Essbereich. Zweiseitig orientierte Wohnungen bieten die Möglichkeit. Parallel dazu wurden zwei Individualräume mit zwischengeschaltetem Sanitärbereich angeordnet. Die Tiefe von ost-westorientierten Wohnungen liegt üblicherweise bei 10 m bis 14 m. 112 . die über einen kommunikativen Bereich. In Laufenburg entwickelten burkhalter sumi architekten [048] Geschosswohnungen. Stehen zwei Belichtungsseiten zur Verfügung.Grundriss Zweiseitige Orientierung Zweiseitig orientierte Wohnungen zählen im Neubau auch aufgrund einer in der Regel wirtschaftlichen Erschließung zu den am häufigsten geplanten Wohnungstypen. Die Alternative.und Küchenbereich aufnimmt. gegliedert. In den Kopfwohnungen der Wohnanlage in Weilheim von Fink + Jocher [049] wird die Übereck-Situation für eine zweiseitige SüdOst-Orientierung des kommunikativen Bereichs genutzt. der Wohnund Essbereich nach Westen orientiert. die Küche sowie ein weiterer Individualraum im Obergeschoss sind nach Norden orientiert. Neben der Erschließung aus einem externen Treppenhaus können sie auch am Laubengang angeordnet werden. Nord-süd-orientierte Wohnungen oder Gebäude haben aufgrund lediglich einer direkten Besonnungsseite meist eine geringere Gebäudetiefe (zwischen 7 m bis 10 m) als ost-west-orientierte. Die ost-west-orientierte Wohnung von Delugan Meissl Associated Architects in Wien [047] wird durch eine mittig angeordnete Servicezone. nord-süd-orientierte Reihenhaus in Herdecke von Post und Welters [046] wurde auf einer flächenoptimierten Grundfläche geplant und setzt sich aus zwei unterschiedlich tiefen Raumschichten zusammen.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Wohnfläche 76.0 m² Außenraum 9.Orientierung [046] Norbert Post .6 m² Individualräume 2 Orientierung II 113 .

Grundriss [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Wohnfläche 93.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 114 .0 m² Außenraum 14.

Orientierung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Wohnfläche 59.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 115 .0 m² Außenraum 8.

8 m² Außenraum 10.Grundriss [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße Weilheim (DE) Wohnfläche 90.9 m² Individualräume 2 Orientierung II 116 .

Zur natürlich belichteten Raumschicht kann maximal in der unbelichteten Zone eine Erschließungsbeziehungsweise eine Servicespur aus dienenden Funktionen addiert werden. nach Nordwesten orientierte Brandwandwohnungen. die über die kurze Seite belichtet sowie erschlossen werden. die den Koch. Ein zweiter Zugang neben der Erschließung des Flurs aus dem Treppenraum führt am Ende des Erschließungsraums in den halböffentlichen Hofbereich der Wohnanlage. Auch die einseitig belichteten Geschosswohnungen von Herzog & de Meuron in Basel [052] werden über einen an der Brandwand angeordneten Erschließungsflur organisiert. bei denen sich die Wohnfunktionen an der Fassade aufreihen. Sie folgen dem klassischen Grundrisstyp des Hotelzimmers mit innenliegendem Sanitärbereich an der Zugangssituation und dem sich anschließend öffnenden Raum zum Schlafen und kurzfristigen Aufenthalt. Einseitig orientierte Geschosswohnungen basieren daher in der Regel auf langgestreckten Grundrissen. wird aus ökonomischen Grün­ den vorwiegend auf tiefe Wohnmodule zurückgegriffen. einseitige Ausblick kann aber auch für besonders prominente Lagen gewünscht sein und entsprechend inszeniert werden. In Paris konzipierte Francis Soler [051] zweigeschossige. wie Hotels und Studenten­ wohnheime. die gegebenenfalls über Oberlichter natürlich belichtet wird. Für temporäre Wohn­ formen. Dem Problem der fehlenden Querlüftungsmöglichkeit von einseitig orientierten Wohnungen kann. wenn möglich. Alle Wohnfunktionen wurden daran aufgereiht und sind zusätzlich durch eine Außenraumspur über die gesamte Wohnungslänge an der Belichtungsseite der Räume erneut verbunden.Orientierung Einseitige Orientierung Wohneinheiten an Brandwänden oder mit kleiner Wohnfläche werden unter ökonomischen Aspekten vorzugsweise als einseitig orientierte Wohnungen geplant. Die einläufige Treppe ist entlang der Brandwand angeordnet. Die rund 27 m² großen Zimmerboxen des Hotel Extension in Bezau von Johannes Kaufmann [050] werden über einen Laubengang erschlossen und orientieren sich ausschließlich nach Westen. Die Tiefe einseitig orientierter Wohnungen ist aufgrund der einen Öffnungsseite stark eingeschränkt. Der gerichtete. 117 . An sie grenzt eine Serviceschicht. über Oberlichter begegnet werden.und Sanitärbereich mit der dafür notwendigen Installation aufnimmt und sich zur kommunikativen beziehungsweise Individualraumschicht öffnet.

6 m² Außenraum 7 .Grundriss [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Wohnfläche 26.2 m² Individualräume 1 Orientierung I 118 .

7 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 Orientierung I 119 .Orientierung [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Wohnfläche 77 .

2 m² Außenraum 12.Grundriss [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Wohnfläche 114.5 m² Individualräume 3 Orientierung I 120 .

und Hofhäuser bekannte Wohntypologien. Entlang der nach Südosten vollständig verglasten Fassade sind alle Wohnfunktionen angeordnet. Die kommunikativen Bereiche gruppieren sich um den Patio. Herzog & de Meuron können die Geschoss­ wohnungen in einer rund 25 m tiefen Baulücke in Basel [053] nur mithilfe eines Patios im zentralen Wohnbereich ausreichend belichten. Gleichzeitig entsteht ein introvertierter Außenraum. Die Dachterrasse im letzten Geschoss bietet dagegen einen öffentlicheren Bezug zum Quartier. die den Innenhof als zentralen und wichtigsten Wohnbereich ausbilden.Orientierung Sonderformen Orientierung Gerade im innerstädtischen Wohnungsbau mit teilweise schwierigen Belichtungssituationen ermöglichen erst zusätzliche Belichtungsformen. der gerade im verdichteten Wohnungsbau ein wertvoller Rückzugsraum abseits der pulsierenden Öffentlichkeit ist. Die langgestreckten Wohneinheiten mit einer Tiefe von 5 m werden über den privaten Innenhof erschlossen. Die zwei Individualräume orientieren sich zur Stadt in südwestlicher Richtung. entstand jedoch seltener aus städtebaulichen Orientierungszwängen. die ein Patio generiert. Es gibt allerdings auch Situationen. wie zum Beispiel Patios oder Innenhöfe eine ausreichende Versorgung der Wohnungen mit Tageslicht. Letztendlich übernimmt der zentrale Patio mit einer Grundfläche von 6 x 3 m die Hauptbelichtung der Wohnung. Die Wohnungen selbst werden direkt über den Aufzug erschlossen. in denen ausschließlich eine Belichtung über einen Innenhof möglich ist beziehungsweise der Nutzerwunsch nach einem introvertierten Wohnmodel existiert. Tiefe NordSüd-Grundrisse können so durch eine zweite Südfassade. gut belichtet werden. Hinter der geschlossenen Außenwand an der Wohnungsrückseite ist die Fluchttreppe des Gebäudes angeordnet. Der heterogene und dichte Kontext der Wohn­ arche in Wien von Walter Stelzhammer [054] führte zur Konzeption eines mehrgeschossigen introvertierten Patiogebäudes. Die viergeschossigen Back-to-Back-Häuser werden neben dem Patio zusätzlich einseitig durch kleine Fenster beziehungsweise Austritte belichtet. in dem auch ein kleiner privater Außenbereich angeordnet ist. Die zweigeschossigen Gebäude der Teppichsiedlung „Patio-Island“ von MVRDV im Vinex-Areal in Ypenburg [055] werden ausschließlich über einen Patio belichtet. Im 1. Obergeschoss wird der Wohnhof zum introvertierten Außenbereich der Bewohner. Im Obergeschoss ist zusätzlich jedem Indivi­ dualraum eine Dachterrasse zugeordnet. Aus der frühen Geschichte sind Atrium. Die bewusste Abgrenzung der Öffentlichkeit und ausschließliche Ausrichtung nach innen sollte dabei vor allem die Privatsphäre der Bewohner schützen und reagierte auf die klimatischen Bedingungen. 121 .

7 m² Individualräume 2 Orientierung I.2 m² Außenraum 2.Grundriss [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Wohnfläche 115. Patio 122 .

Orientierung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Wohnfläche 162.3 m² Individualräume 3 Orientierung I. Patio 123 .6 m² Außenraum 53.

4 m² Außenraum 164.Grundriss [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Wohnfläche 144.7 m² Individualräume 4 Orientierung Patio 124 .

Geschossigkeit 125 .

Wien (AT) Mehrgeschossige Wohnungen [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Gifu (JP) 128 131 126 . Eingeschossige Wohnungen [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße.

das heißt mehrgeschossige Wohnformen. Die einschränkte Nachhaltigkeit in der Nutzung mehrgeschossiger Wohnungen durch die Notwendigkeit einzelner Steigungen beziehungsweise einer Treppe zur Erschließung der Geschosse sollte in der Entwurfsphase daher eine entscheidende Rolle spielen. Das Verteilen der Wohnfunktionen auf eine oder auf mehrere Ebenen steht jedoch auch in einer Abhängigkeit zur Bauform und dem gewählten externen Erschließungstyp. zudem wird der Erschließungsaufwand unverhältnismäßig hoch. wobei die entstandenen Niveaus zusätzlich durch unterschiedliche Geschosshöhen charakterisiert werden können. Dabei muss unter anderem der Aufwand der zusätzlich notwendigen externen Erschließung zur Größe des Gesamtprojekts einkalkuliert werden. sondern vielmehr eine baulich wirksame Zonierung der Funktionsbereiche.und Austrittmöglichkeiten auf unterschiedlichen Geschossebenen. die Möglichkeit der vertikalen Raumbeziehung sowie das Erlebnis von Ausblick. Das Ziel ist dabei weniger ein Angebot von wechselnden Niveaus. Ab einer bestimmten Wohnungsgröße ist allerdings eine ausreichende Belichtung aller Wohnfunktionen auf einer Ebene problematisch. Niveauveränderungen sind allerdings auch im Geschosswohnungsbau ein angemessenes Mittel der Raumgestaltung. Der konstruktive Aufwand von Niveauveränderungen in Geschosswohnungen wird dabei für das gesamte Gebäude wirksam und beschränkt sich nicht nur auf eine einzelne Wohneinheit. wird die mehrgeschossige Raumqualität häufig durch die Einschränkung der Veränderbarkeit des Grundrisses selbst erkauft. 127 . sollte entwurfsspezifisch abgewägt werden. Da das Bauelement Treppe als starres Gefüge die Veränderung der Grundrissstruktur zu einem wesentlichen Teil verhindert.und mehrgeschossige Wohneinheiten in diesem Gebäudetyp noch wirtschaftlich sind. Mehrparteienhäuser bestehen vorrangig aus Geschosswohnungen und zweigeschossigen Maisonettes. Dagegen ermöglicht die Funktionsverdichtung von kleinen Wohneinheiten selten eine optimierte Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche auf mehreren Geschossebenen und der zusätzlich notwendige Flächenbedarf für das Treppenelement widerspricht der angestrebten kompakten Grundrisslösung. Im Vergleich zur eingeschossigen Wohnung bieten Maisonettes. Inwieweit drei. Daher muss hier die Synergie gesucht werden. Unterschiedliche Geschosse und Niveaus innerhalb einer Wohnung sollten jedoch nicht unter Vernachlässigung des Aspekts der Barrierefreiheit geplant werden.Geschossigkeit Einleitung Neben der Größe sowie dem Zonierungstyp spielen bei der Entscheidung für die Geschossigkeit einer Wohnung unter anderem die Gewichtung von Barrierefreiheit gegenüber der Umsetzung vertikaler Raumbeziehungen und verschiedener Wohnniveaus eine Rolle.

Im Luxussegment sind das Penthouse oder die Etagenwohnung im Sinne des privaten Geschosses entsprechend erfolgreiche Konzepte. Die Qualität der Grundrissgestaltung eingeschossiger Wohnungen beruht neben der Grundrissdimension und -struktur auf der Disposition der einzelnen Wohnfunktionen und deren Orientierung.und Pavillongebäude realisiert. wodurch beispielsweise eine größere Geschosshöhe den kommunikativen Bereich einer Wohnung im Vergleich zu den individuellen und dienenden Bereichen räumlich betont. Die Kapitel Zonierung und Erschließung beschreiben dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten und deren Besonderheiten. gerade im Siedlungsbau werden häufig eingeschossige Hof. Mit bodengleichen Fens­ tern kann zusätzlich jeder Raum. durch unterschiedliche Geschossniveaus beziehungsweise Geschosshöhen auch eingeschossige Wohnungen räumlich zu differenzieren. Die oberen Etagen eines Gebäudes können in der Regel aufgrund ihrer Aussicht sowie einer zunehmenden Privatheit der Erschließungsbereiche besser vermarktet werden. Im städtischen Kontext findet diese Gebäudeform. Die ähnlich großen Raumbereiche sind nicht spezialisiert beziehungsweise funktional linear angeordnet. Der erhöhte Bereich kann dem Rückzug dienen. Das Projekt „Miss Sargfabrik“ in Wien von BKK-3 [057] zeichnet sich durch eine Niveauveränderung innerhalb der Geschosswohnung aus. als Loggia der Wohnung umgewidmet werden. sondern folgen einer vielfältigen Vernetzung. unter anderem aufgrund ihrer geringen Dichte. Das Grundrissprinzip der Geschosswohnung in Graz von Riegler Riewe [056] beruht auf einem hohen Grad an Nutzungsneutralität.Grundriss Eingeschossige Wohnungen Ein wesentlicher Aspekt für die Vermarktbarkeit von eingeschossigen Wohnungen ist. Mittels einer Rampe sowie einer langgezogenen Treppe im zentralen Grundrissbereich kann dieser Höhensprung vom Nutzer überwunden werden. Dadurch wird in der ansonsten offen konzipierten Wohnung eine klare Zonierung möglich. 128 . der am Laubengang anliegende ist öffentlicher und lässt bewusst die Kommunikation mit dem Erschließungsraum zu. neben der Qualität der Grundrissstruktur selbst. Der Standort und Gebäudekontext stellen zudem wichtige Entscheidungskriterien dar. Breite Schiebetüren in Querrichtung sowie Falttüren in Längsrichtung der Wohnung ermöglichen dabei ein flexibles Zusammenschalten der einzelnen Raumschichten. Eingeschossige Wohnungen können selbstverständlich auch freistehend geplant werden. je nach Nutzerwunsch. jedoch selten Anwendung. die Lage der Wohnung im Gebäude. Bereits erwähnt wurde die Möglichkeit.

5 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 129 .Geschossigkeit [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße Graz (AT) Wohnfläche 66.

2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 130 .Grundriss [057] BKK-3 Goldschlagstraße Wien (AT) Wohnfläche 94.

was einen tieferen Lichteinfall im unteren Geschoss ermöglicht. Die überhohen beziehungsweise mehrgeschossigen Bereiche können dabei sowohl an der Fassade angeordnet werden. der durch Art und Lage der zweiläufigen Treppe ohne Störung der Bewohner des Zwischengeschosses erreichbar ist. Die 19 m tiefe. da über mehr als zwei Geschosse verbundene Bereiche im seltensten Fall eine sinnvolle Grundrissgestaltung erlauben. Gerade Flächenoptimierungen führen jedoch häufig zu mehrgeschossigen Wohneinheiten ohne das Erlebnis der vertikalen Raumverbindung. Obergeschoss der private Außenraum in Form einer Dachterrasse. Im zweigeschossigen Eingangsmodul wird auch die Funktion der Küche aufnommen.Geschossigkeit Mehrgeschossige Wohnungen Die Anordnung der Wohnfunktionen auf mehreren Geschossen erlaubt das Aus­ bilden von Galerieebenen. Zueinander versetzte Geschosse (SplitLevel) oder einzelne erhöhte Bereiche stellen alternative Entwurfsansätze dar. sondern ermöglichen vertikale Sicht. 131 . Obergeschoss nehmen drei Individualräume und zugeordnete Sanitärräume auf.und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Funktionen. oder zentral im Sinne einer Empfangsoder Verteilerhalle. Die mehrgeschossigen Wohnbereiche bieten nicht nur verschiedene Raumqualitäten innerhalb der Wohnung. Ohne vertikale Raumverbindungen organisiert Joachim Wendt das dreigeschossige Einfamilienhaus in Darmstadt [059]. Hier sollte gewichtet werden. das 1. zweigeschossige Maisonnettewohnung in Amsterdam von Bosch Architecten [058] ist als offener Grundriss organisiert. An beiden Belichtungsseiten sind Galerieebenen angeordnet. Eine Brücke im Obergeschoss dieses Moduls erlaubt dabei die Kommunikation zwischen den Ebenen. Zusätzlich befindet sich im 2. die sämtliche Wohnfunktionen der beiden Geschosse zu einem offenen. Zusätzlich zum Luftraum hat der Treppentyp Einfluss auf die Verbindung zwischen den Ebenen. welche Einflussgrößen die Mehrgeschossigkeit der Wohneinheit begründen und inwieweit diese in der Raumstruktur ablesbar sein sollen. versetzten Wohneinheit zusammen. Mehrgeschossige Raumgefüge müssen sich nicht zwingend nur durch gestapelte Vollgeschosse auszeichnen. Im Erdgeschoss sind die kommunikativen Bereiche angeordnet. Alle Raummodule sind über einen Laubengang in jedem Geschoss unabhängig voneinander erschließbar. Grundsätzlich stellt die zweigeschossige Verbindung von Räumen die am häufigsten angewendete Lösung dar. und 2. In Gifu [060] schaltete Kazuyo Sejima gleichgroße Raummodule zu einer zweigeschossigen. fließenden Raum zusammenschließen. Er sollte eindeutig den Öffentlichkeitsgrad der zu erschließenden Ebene definieren und darüber die Benutzbarkeit dokumentieren.

0 m² Außenraum 0.Grundriss [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Wohnfläche 104.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 132 .

5 m² Individualräume 3 Orientierung IV 133 .Geschossigkeit [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Wohnfläche 142.5 m² Außenraum 37 .

Grundriss [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Wohnfläche 61.0 m² Außenraum 12.5 m² Individualräume 2 Orientierung II 134 .

Zonierung 135 .

Walter Ramseier Hohlstraße. Kaiserslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Horizontale Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße.D. Zürich (CH) [064] A. Baden (CH) 138 143 136 .P . Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Zürich (CH) Vertikale Zonierung [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg.

Eine gelungene Grundrisszonierung zeichnete sich lange dadurch aus. Es gilt also sämtliche Funktionen des Wohngrundrisses in einer sinnvoll nutzbaren Struktur anzuordnen. Gerade bei nichtfamiliären Wohnformen wird der private Rückzugsraum immer häufiger als voll funktionsfähiges Miniappartment mit eigenem Sanitärbereich und teilweise sogar mit eigenem Kochbereich konzipiert. dass Individualräume ungestört und entkoppelt von den kommunikativen Bereichen angeordnet wurden. Zonierung entspricht zu einem großen Teil dem Ordnungsprinzip des Grundrisses. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierenden Wohnwünsche stehen heute in Teilen der geschilderten Grundrisszonierung entgegen. sie findet in einer Vielzahl der Beispiele integriert aus dem kommunikativen Bereich statt. Im besten Fall waren Individualräume direkt und ohne ein Queren der kommunikativen Bereiche vom Wohnungseingang aus zugänglich. übt als Grundrissaspekt wesentlichen Einfluss auf die Benutzbarkeit einer Wohnung aus. 137 . Hier gilt es die Multifunktionalität der Individualräume innerhalb der Grundrissanordnung zu fördern und gleichzeitig ungestörte Rückzugsoptionen zu erhalten. dazu. Hierzu bieten differenzierte Raumangebote in einer Wohnung geeignete Lösungsansätze. wobei nicht nur die Stellung der kommunikativen Zonen zu den individuellen Räumen gemeint ist. Der Zugang zum Sanitärbereich sollte aus den Individualräumen ohne das Durchqueren der kommunikativen Zonen möglich sein. Zum anderen führt der Wunsch nach nutzungsneutralen Räumen.Zonierung Einleitung Die Zonierung von Wohngrundrissen. dienende Bereiche von bedienten zu unterscheiden und den räumlichen Zusammenhang der einzelnen Bereiche entsprechend ihrer Nutzung zu planen. dass die Widmung als ungestörter Individualraum mit entsprechender Anordnung im Grundriss weniger streng ist. Hobbyraum etc. die den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit der einzelnen Bewohner im seltensten Fall gerecht werden. die sowohl als privater Rückzugsraum als auch als Büro-. Gerade die Lage der Sanitärbereiche und des Wohnungseingangs spielen für die Leistungsfähigkeit von Wohnungen eine entscheidende Rolle. die bei mehrgeschossigen Wohnungen alleine durch die Anordnung der einzelnen Wohnfunktionen auf mehreren Ebenen vielfältiger ausfallen. Besonders bei Geschosswohnungen spielt die Zonierung des Wohngrundrisses eine übergeordnete Rolle. Zum einen widerspricht die Erschließungssituation der gegenwärtig nachgefragten offenen Grundrisstypen dem ungestörten Zugang zum Individualbereich. Zuletzt stehen der gesellschaftlichen Individualisierungstendenz tradierte Wohnvorstellungen entgegen. das heißt das Bilden von Funktionszonen mit gleichen Eigenschaften und Anforderungen. genutzt werden können.

und Gemeinschaftsräume. zwei versetzt angeordnete Individualräume ungestört. Andere Mittel müssen für eine geringstmögliche Störung zwischen kommunikativem und individuellem Bereich sorgen.und Nachtnutzung zielt.Grundriss Horizontale Zonierung Die Organisation der Wohnfunktionen auf einer Ebene erfolgt im Regelfall durch Flure oder im offeneren Grundrisstypus durch eingestellte Serviceboxen. der vom Hauptflur abgetrennt wurde. Die Wohnung im Pflegerinnenareal in Zürich [063] von Gigon/Guyer Architekten folgt einer klaren Grundrissstruktur. die die Trennung der Individualbereiche von den kommunikativen Zonen ermöglichen.D. der zudem häufig Erschließungsraum ist. kommunikativen Bereich erschlossen. Jedem Individualraum wird zusätzlich ein voll ausgestatteter Sanitärraum zugeordnet. Dazwischen nimmt eine eingestellte Funktionsschicht die Sanitärfunktionen. Durch die Anordnung der Flurbereiche am Patio werden beide 138 Erschließungsräume natürlich belichtet und können so weitere Funktionen übernehmen. Die klassische Funktionstrennung mittels Diele oder Flur. Die Wohnungstiefe wird in vier unterschiedlich tiefe Zonen geglie­ dert. um sowohl für das Wohnmodell im Familienverband als auch für das nichtfamiliäre Wohnen ein langfristiges Angebot darzustellen.P in Zürich [064]. zu erschließen. ohne Queren des kommunikativen Bereichs. Die Entwicklung weg von Wohngrundrissen mit einem differenziertem Raumangebot zu Grundrisstypen mit einem offenen kommunikativen Wohn- / Essbereich. der zusätzlich seine Privatheit über eine um zwei Stufen verringerte Raumhöhe gegenüber dem kommunikativen Bereich dokumentiert. Die Lage und Dimension der Küchenzeile ermöglicht in der Geschosswohnung von A. das heißt zu den möglichen Belichtungsseiten der Wohnung. die die historische Entwicklung des Wohnungsbaus beschreibt und dabei auf eine räumlich wirksame Trennung von Tag. Burkard Meyer Architekten organisieren die Geschosswohnung in Baden [062] um den mittig angeordneten externen Erschließungsraum. Die Wohnung wird über ihren offenen. Die Individualräume sind entlang eines schmalen Flurs im Rücken des Eingangsbereichs angeordnet. die Küche sowie die Garderobe auf und trennt gleichzeitig die tiefe Raumschicht vom Erschließungsflur. . Von einem zweiten Erschließungsbereich. Jeweils an den Belichtungsseiten liegen die Individual. die jeweils an einer Belichtungsseite angeordnet werden. ist heute oftmals aufgehoben. bedeutet für die Zonierung der Wohnungen eine zusätzliche Herausforderung. Theo Hotz bildet in Zürich [061] getrennte Funktionsbereiche aus. der zusätzlich die Rückzugsmöglichkeit der einzelnen Bewohner fördert. werden drei Individualräume und zwei Sanitärbereiche erschlossen. Die horizontale Zonierung steht dabei in enger Abhängigkeit zur Orientierung.

Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Wohnfläche 110.5 m² Außenraum 11.5 m² Individualräume 3 Orientierung II. Patio 139 .

1 m² Außenraum 22.Grundriss [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Wohnfläche 135.4 m² Individualräume 4 Orientierung IV 140 .

Zonierung [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 173.0 m² Außenraum 76.0 m² Individualräume 5 Orientierung III 141 .

7 m² Individualräume 3 Orientierung III 142 .0 m² Außenraum 14.P .Grundriss [064] A. Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Wohnfläche 119.D.

Koch. Eine quer gestellte Treppe teilt das dreigeschossige Reihenhaus am Betzenberg [066] in zwei Grundrisszonen.und Küchenfunktionen auf. Im umgekehrten Fall wird über das Individualraumgeschoss die kommunikative Ebene erschlossen. Eine eingestellte Box nimmt im Erdgeschoss die einläufige Treppe. 143 . von dem aus eine einläufige Treppe direkt in das Obergeschoss führt. Dabei wird eine Raumschicht. Zwei Galeriesituationen im Obergeschoss verbinden die Geschosse visuell und akustisch. geschossverbindendes Element wahrgenommen wird. um ein dauerhaftes Stören der Bewohner zu vermeiden. Nach Süden sind alle drei Geschosse kommunikativ und offen geplant. Zum einen können alle kommunikativen Funktionen auf einem Geschoss gebündelt und die Individualräume auf einem weiteren Geschoss angeordnet werden. nach Norden ausgerichtet. Obergeschoss sind sie zudem über eine Galerie verbunden. bei der eine Wohnung über den kommunikativen Bereich erschlossen wird und in den darüberliegenden Geschossen die Individualräume angeordnet werden. Auch die Lage der einzelnen Funktionen im mehrgeschossigen Wohnungsbaustein gilt es zu prüfen. zwischen Erdgeschoss und 1. Dieses nimmt die Wohn-.und Essfunktionen auf. Eingangsbereich.und Ess. in der sämtliche Individualräume. Küche und Sanitärbereich liegen. Hier muss im Entwurf besonderes Augenmerk auf der Anordnung der Treppe liegen.beziehungsweise Wohnbereich.Zonierung Vertikale Zonierung Bei mehrgeschossigen Wohnungen können die Funktionsbereiche auf verschiedene Geschosse verteilt werden.und Erschließungsbereich entkoppelt und bieten eine ungestörte Rückszugsmöglichkeit. hat zumindest bei einer Dachnutzung den Nachteil. Eine andere Möglichkeit lässt vertikale Raumverbindungen zu und erfordert dann jeweils zusätzlich eine horizontale Zonierung der Geschossebenen. Das zweigeschossige Einfamilienhaus in Ennetmoos [065] von Ken Architekten ­ basiert auf einem kommunikativen Erschließungsgeschoss und einem darüberliegenden Individualraumgeschoss. Ob die Treppe als eindeutige Grenze oder als offenes. liegt an deren Lage und dem verwendeten Treppentyp. Eine klassische Anordnung. Die Erlebbarkeit des mehrgeschossigen Wohnens geht bei dieser geschossweisen Zonierung allerdings häufig verloren. Die vertikale Verteilung der Bereiche kann dabei auf unterschiedlichen Lösungsansätzen basieren. Gleichzeitig zoniert die Servicebox den quadratischen Grundriss in Koch. dass die private Außenraumfläche auf dem Dach nicht aus dem kommunikativen Bereich erschlossen wird. Die zweigeschossige Wohnung in Baden [067] wird über ein kleines Entree erschlossen. Im unteren Geschoss sind die beiden Individualräume durch zwei vorgeschaltete Sanitärbereiche vom Eingangs. das Gäste-WC sowie Abstell.

Grundriss [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Wohnfläche 175.5 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 144 .

3 m² Individualräume 1 Orientierung II 145 .0 m² Außenraum 34.Zonierung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Wohnfläche 200.

1 m² Außenraum 25.Grundriss [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Wohnfläche 140.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 146 .

Wohnfunktionen 147 .

Shizuoka (JP) Dienende Bereiche [075] blauraum Architekten Bogenallee. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Sydney (AU) Zusätzliche Bereiche [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Zürich (CH) [080] 03 München Nackstraße. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Kawagoe (JP) Kommunikative Bereiche [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Mainz (DE) 150 155 159 163 148 . Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Individuelle Bereiche [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet.

der eine Teilmenge der einzelnen Funktionen im Freien abbildet und aufgrund seiner besonderen Bedeutung für den Wohnungsbau auch in einem eigenen Kapitel erörtert wird. die in den Wohngrundriss integriert werden und häufig den individuellen Charakter der Wohnung herausbilden. Reinigen. Aufgrund dieser begrifflichen Vorbelastung erscheint es sinnvoll. Schlafen. die diese Räume hinsichtlich Größe. Über die elementaren Wohnfunktionen hinaus gibt es eine Reihe von zusätzlichen Funktionen. Selbst der Begriff des „Raumprogramms“ impliziert die Verknüpfung der einzelnen Funktionen mit dem spezialisierten Raum. im Entwurfsprozess von einzelnen Funktionsbereichen statt Räumen zu sprechen. wie zum Beispiel Küche. so dass der Begriff zunehmend komplexer verstanden wird und nur noch reduziert als „Programm“ sämtliche Anforderungen an die Wohnung repräsentiert. sondern bilden logische Konfigurationseinheiten. Möblierung. die innerhalb einer Wohnung verrichtet werden. 149 . Eine weitere besondere Position in diesem Zusammenhang nimmt der private Außenraum ein. Im Wesentlichen lassen sich die Funktionen in kommunikative. die gewissermaßen als Rückgrat die einzelnen Funktionen miteinander verknüpft und deswegen gesondert betrachtet werden muss. Die einzelnen funktionalen Wohnungsanforderungen sind dabei letztendlich immer gleich. nur die unterschiedliche Gewichtung und Interpretation bildet das Spektrum für den individuellen Entwurf. Die einzelnen Funktionen stehen nicht unvermittelt nebeneinander. jedoch ermöglicht die Wandlung des Wohnens zum Konsumprodukt die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Funktionsanforderungen und damit ein enormes Entwurfspotenzial. Arbeiten. individuelle und dienende Funktionsbereiche gliedern. Mindestabständen. Dies mag aus der Sicht des am Minimum orientierten Wohnungsbaus der Nachkriegszeit noch notwendig erscheinen. sondern als wesentliche Wohnfunktion und Gestaltungselement entdeckt.Wohnfunktionen Einleitung Mit dem Begriff Wohnfunktionen sind letztendlich die einzelnen Tätigkeiten gemeint. Orientierung und vielem mehr in vordefinierten Konfigurationen fixieren. Im Allgemeinen werden diese einzelnen Tätigkeiten unmittelbar mit einem speziell dafür gewidmeten Raum gleichgesetzt. Kommunizieren. Schlafzimmer. Über die Entwicklungsgeschichte des Wohnungsbaus haben sich dabei Konventionen entwickelt. Spielen. Im Zuge der veränderten Arbeitswelt finden zum Beispiel entsprechende Funktionsbereiche bei der Grundrisskonzeption verstärkt Berücksichtigung und besondere Hobbys werden nicht mehr nur im Kellergeschoss versteckt. Arbeitszimmer und so weiter. Eine Ausnahme bildet die Erschließung. zum Beispiel Essen.

Bei kleineren Wohnungen wird die Privatsphäre des Individualbereichs häufig nur durch ein Möbel in Form eines Regals oder Schranks hergestellt wie zum Beispiel beim „Wohnhaus für Betagte“ [068] von Peter Zumthor. Längst haben sich jedoch die Lebensformen pluralisiert und auch innerhalb von Familien­ strukturen ist die gewohnte Raumkonfigu­ ration kritisch zu hinterfragen. Eine nachhaltige Betrachtung ermöglicht ganz andere Entwurfsansätze. Diese.Grundriss Individuelle Bereiche Der Individualbereich wird selten so genannt. eine Momentaufnahme seiner Lebenssituation als Grundrisskonfiguration zu fixieren. 150 . Beim Studentenwohnheim [070] von Fink + Jocher gruppieren sich vier gleichwertige und relativ große Individualräume um die mittlere kommunikative Zone. Beim „Naked House“ [071] thematisiert Shigeru Ban die Individualräume in besonderer Weise. Gleiches gilt für den Grad der persönlichen Bindung der Bewohner untereinander. Je geringer die Bindung. desto größer fällt im Allgemeinen der private Rückzugsbereich aus. Arbeits. Gerade in der Auseinandersetzung mit einem spezifischen Nutzer besteht das Risiko. Das Spektrum der konkreten Umsetzung reicht von der offenen Integration in den Grundriss bis zum fast unabhängigen Appartement (zum Beispiel Einliegerwohnung) innerhalb der Wohnung. Jeder Bewohner des Hauses erhält eine gleichwertige Rückzugsmöglichkeit. Automatisch stellen sich damit die konventionellen Bilder und die damit verbundenen Raumkonfigurationen ein. Über einen eigenen Sanitärbereich ist jeder Bewohner relativ autark. meistens findet man ihn unter der Bezeichnung Elternschlafzimmer oder Kinderzimmer. prägen bis heute die allermeisten Wohngrundrisse. indem diese als bewegliche Raumzellen frei in den kommunikativen Raum gestellt werden. Die räumliche Zuordnung der Individualräume zu den Sanitärräumen ist ein wesentliches Merkmal um die Privatheit innerhalb der Wohnung zu gewährleisten. Allgemein kann man behaupten.und Spielflächen sind in den gemeinschaftlichen. kommunikativen Bereich ausgelagert. Beim Projekt „Vier Gleichen“ [069] von Walter Stamm-Teske und AFF Architekten sind die Individualbereiche innerhalb des Einfamilienhauses ähnlich eines Schlafwagenabteils zugunsten der kommunikativen Flächen optimiert. dass der Anspruch an einen spezifisch ausgeprägten Individualbereich mit zunehmendem Alter steigt. aus dem traditionellen Familienbild stammenden Raumkonfigurationen.

0 m² Außenraum 7 .Wohnfunktionen [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Wohnfläche 47 .0 m² Individualräume 1 Orientierung II 151 .

0 m² Außenraum 109. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Wohnfläche 147 .Grundriss [069] Walter Stamm-Teske.0 m² Individualräume 5 Orientierung IV 152 .

Wohnfunktionen [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Wohnfläche 87 .4 m² Außenraum 32.2 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 153 .

2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 154 .Grundriss [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Wohnfläche 107 .5 m² Außenraum 34.

Einer der Individualräume ist über eine Galerie mit dem Wohnraum verbunden. Die privaten Wohnbereiche befinden sich im darüberliegenden Geschoss. Im Rahmen von Musterbauten für die Betonindustrie entstand der Wohnbau [072] von Adolf Krischanitz. so stellt man fest. Es ist ein Beispiel für die explizite Thematisierung der kommunikativen Wohnfunktionen. hier empfängt man Gäste. das Spektrum reicht von der völligen Trennung bis zur zentralen Thematisierung. Diese Wirkung wird insbesondere durch die spezielle Tragkonstruktion ermöglicht. Die Gestaltung der kommunikativen Bereiche ist häufig die zentrale Motivation der Entwurfsarbeit und charakterbildend für die Wohnung. Die Integration der Funktion des „Kochens“ in diesen Bereich wird relativ unterschiedlich gehandhabt. dass das „Wohnen“ in Form einer Sitzgruppe und häufig einer Art Schrankwand mit den obligatorischen Medien (TV. In diesem Zusammenhang findet man auch oft die Funktion des Essens in Form einer größeren Tischgruppe. Der kommunikative Bereich bildet gleichzeitig den öffentlicheren Teil der Wohnung. Reflektiert man die Einrichtungsstandards.Wohnfunktionen Kommunikative Bereiche Im Allgemeinen wird das „Wohnen“ oder das Wohnzimmer mit einer kommunikativen Funktion in Verbindung gebracht. selten werden die Raum. Hi-Fi-System) seine Entsprechung findet. Bei der „Unité d’habitation“ in Marseille [073] inszeniert Le Corbusier den kommunikativen Wohnbereich als überhohen Raum über zwei Geschosse. offenen Raum. 155 . Andere Beispiele fokussieren die medialen Komponenten und richten dahingehend die Möblierung aus. Die Erschließung wird ebenfalls häufig zur räumlichen Erweiterung des Kommunikationsbereichs mit einbezogen.und Möblierungskonfigurationen hinterfragt. hier repräsentiert sich die Wohnung. Das „Picture Window House“ von Shigeru Ban [074] bündelt sämtliche kommunikativen Funktionen zu einem großzügigen. Um einen zentralen Wohnraum gruppieren sich alle weiteren Wohnfunktionen. Einige innovativere Ansätze setzen sich mit der Thematik der neuen Esskultur auseinander und stellen die Essund Kochsituationen stärker in den Mittelpunkt des Geschehens. Erneut bemerkt man den unterbewussten Einfluss der Wohntraditionen.

Grundriss [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Wohnfläche 97 .1 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 156 .0 m² Außenraum 8.

Wohnfunktionen [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Wohnfläche 95.7 m² Außenraum 13.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 157 .

7 m² Individualräume 4 Orientierung Il 158 .Grundriss [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Wohnfläche 276.2 m² Außenraum 51.

so dass Kinderwagen. wie im vorangegangenen Kapitel bereits erwähnt. auf jeder Ebene einen Sanitärbereich vorzufinden. Gerade in Mehrfamilienhäusern fehlt oftmals ein ausreichender Stauraum im Keller. Es ist ein gutes Beispiel für eine typische Konfiguration aus vollwertigem Bad mit Dusche und Wanne sowie einem zusätzlichen WC. Damit wird eine unabhängige Nutzung der Etagen bis hin zur Nutzung als Einliegerwohnung ermöglicht. wie zum Beispiel den USA. Das Lagern von Nahrungsmitteln ist angesichts einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit sämtlicher Waren ein Relikt aus vergangenen Tagen. Dusche et cetera sinnvoll wird. die sogar eine Küchenzeile mit einschließt. Ehemals als Abort häufig außerhalb der Wohnung platziert. So besteht die Frage. zum Beispiel für Gäste. Fahrräder und Getränkekisten nur schwer untergebracht werden können. Beim Hamburger Projekt [075] von blauraum Architekten wurde aus einem bestehenden Bürogebäude ein Wohnungsbau entwickelt.Wohnfunktionen Dienende Bereiche Zu den dienenden Bereichen einer Wohnung zählen im Wesentlichen die Sanitärräume und Abstellbereiche. ab welcher Nutzeranzahl ein weiteres WC. Das Spektrum reicht von der kompakten Nasszelle bis zum goßzügigen Wellnessbereich. Bei der Wohnanlage in Sydney [077] von Engelen und Moore wird die Abstell-Problematik thematisiert. ist ein begehbarer Kleiderschrank längst Standard und gewinnt auch in Europa beim Grundrissentwurf an Bedeutung. 159 . wie zum Beispiel beim Projekt [076] von Atelier 5. Bei Wohnungen. die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Der Umgang mit dem Sanitärbereich hat sich in der historischen Entwicklung des Wohnungsbaus wesentlich verändert. Das Kochen wird. Eine viel diskutierte Frage ist die notwendige Anzahl voneinander unabhängiger Sanitärbereiche. wandelt sich dieser Bereich unter dem Einfluss eines zunehmenden Körperbewusstseins zu einer wichtigen Funktion. besteht häufig der Wunsch. also das Reinigen und Lagern. indem über die gesamte Wohnungstrennwand eine leistungsfähige Schrankschicht konzipiert wurde. verstärkt dem kommunikativen Bereich zugeordnet. In vielen Ländern. Die Bereiche für das Abstellen und Lagern innerhalb einer Wohnung kommen häufig zu kurz.

6 m² Individualräume 3 Orientierung Il 160 .Grundriss [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Wohnfläche 105.7 m² Außenraum 10.

6 m² Außenraum 25.Wohnfunktionen [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Wohnfläche 121.1 m² Individualräume 4 Orientierung Il 161 .

2 m² Außenraum 8.3 m² Individualräume 2 Orientierung Il 162 .Grundriss [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Wohnfläche 107 .

Durch die veränderte Arbeitswelt und eine vollständige Vernetzung ist beispielsweise ein Heimarbeitsplatz eine häufige Option. da die Anforderungen an die räumlichen Dimensionen eines Arbeitsraums im Allgemeinen vergleichbar mit denen eines Individualraums sind und daher einer gleichwertigen Ausprägung wenig im Wege steht. temporär genutzt werden können. Zahlreiche zusätzliche Nutzungen vom unabhängigen Büro über die Unterbringung einer nahestehenden und gegebenenfalls pflegebedürftigen Person bis hin zu einer professionellen Pflegekraft sind vorstellbar. multifunktionaler Raum gewünscht. Gerade bei möglichem Kundenverkehr ist dabei die separate oder zumindest von der übrigen Wohnung weitestgehend ungestörte Erschließung eine wesentliche Anforderung. Auch das Thema der Nutzungsneutralität spielt hier eine Rolle. dass sie beispielsweise wie bei einem Atelierhaus den gesamten Wohnungsentwurf prägen und die grundlegenden Wohnfunktionen in den Hintergrund treten lassen. Beim Wohngrundriss von Rapp + Rapp [078] wurde der Wohnung ein vollständiger Einliegerbereich zugeordnet. Hier wäre beispielsweise eine Büronutzung mit gelegentlichem Kundenverkehr vorstellbar. Beim Maisonette-Grundriss des Büros 03 München [080] steht die zusätzliche Wohnfunktion immer noch im Zusammenhang mit der übrigen Wohnung. Beim Projekt von Max Dudler [079] wurde aus der Reihe der Individualräume ein weiterer Raum entwickelt. bei denen zusätzliche Räume losgelöst von der Wohnung. Hobbys. aber im gleichen Gebäude. Häufiger wird jedoch ein zusätzlicher. Diese zusätzlichen Funktionen können von so zentraler Rolle für den Entwurf sein. Die Privatheit der übrigen Wohnung bleibt gewährleistet. der vollständig dem Eingangsbereich zugeordnet ist. der vielfältige Funktionen vom Gästezimmer bis zum Arbeitsraum erfüllen kann. die in den Wohngrundriss mit eingebunden werden können. ehemals in Kellerräumen provisorisch betrieben. 163 .Wohnfunktionen Zusätzliche Bereiche Neben den klassischen Wohnfunktionen gibt es verschiedene zusätzliche Funktionen. werden verstärkt flexible Konzepte entwickelt. Ähnliches gilt auch für den Freizeitbereich. werden immer professioneller ausgelebt und entwickeln sich teilweise bis zur gewerblichen Nutzung. so dass aufgrund der Lage im Erdgeschoss Kundenverkehr gut möglich ist. wird jedoch vollständig getrennt erschlossen. Da die unmittelbare Verbindung von Arbeitswelt und privater Welt häufig als problematisch eingestuft wird.

0 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 164 .Grundriss [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Wohnfläche 102.0 m² Außenraum 0.

5 m² Außenraum 9.Wohnfunktionen [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Wohnfläche 96.2 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 165 .

6 m² Individualräume 2 Orientierung I 166 .2 m² Außenraum 31.Grundriss [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Wohnfläche 82.

Erschließung 167 .

Horizontale Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Zürich (CH) Vertikale Erschließung [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Köln (DE) 170 175 168 . Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße.

Grundsätzlich wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Erschließung unterschieden.Erschließung Einleitung Mit Erschließung wird die interne Verknüpfung der einzelnen Funktionsbereiche einer Wohnung bezeichnet. Gerade im städtischen Kontext ist die sorgfältige Gestaltung dieser Pufferzone von besonderer Bedeutung. Ebenso besteht jedoch die Option der mehrfachen Erschließung. Bei der Konzeption der Erschließung können unterschiedlichste Strategien verfolgt werden. Funktional findet hier im Wesentlichen ein Wechsel von Kleidung und das Abstellen verschiedenster Utensilien bis hin zum Kinderwagen oder Fahrrad statt. Bei keiner anderen Grundrisskomponente wird das eingangs erwähnte Bild des Grundrisses als oszillierendes Gefäß deutlicher. Im Allgemeinen definieren Erschließungssysteme innerhalb einer Wohnung einen Anfangs. Das Erschließungssystem bildet gewissermaßen das Skelett oder Gefäßsystem des Wohngrundrisses. Erschließungssysteme können unterschiedlich präsent sein und damit zum Beispiel die privateren und öffentlicheren Wohnbereiche kennzeichnen. über die repräsentativen und funktionalen Anforderungen nachzudenken. An dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Privatheit „der Adresse“ ist es wesentlich. wodurch die Bewegungsabläufe innerhalb des Grundrisses vervielfacht werden. Die Klarheit einer Grundrissgliederung kann betont oder bewusst komplex angelegt werden.und einen Endpunkt. 169 . Dies ist für die Funktionsverteilung von besonderer Bedeutung. Die Erschließungsthematik beinhaltet auch die Eingangssituation der Wohnung. beginnend bei der optimierten monofunktionalen Widmung über die Erweiterung zu selbstständigen Aufenthaltsbereichen bis hin zur grundriss­ prägenden Inszenierung wie man dies zum Beispiel bei den Enfiladen gründerzeitlicher Grundrisse erleben kann. Die räumliche Ausprägung der Erschließung öffnet ein Spektrum unterschiedlicher Gestaltungsansätze. Erschließungsräume können automatisch in bestimmte Richtungen weisen oder diese versperren. Die Wahl der Erschließungstypologie und auch deren Änderung im Entwurfsprozess haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Grundrisskonzeption.

Ein Prinzip.Grundriss Horizontale Erschließung Die horizontale Erschließung ist fester Bestandteil jeder Wohnung. Im Zuge des Massenwohnungsbaus der Nachkriegszeit. dass die Erschließung der privateren Wohnbereiche (Individualräume) auch möglich ist. Untergeordnete Nebenflure ermöglichen eine unabhängige Erschließung der Individualbereiche. Die Diele bietet gleichzeitig ausreichend Abstellmöglichkeiten. die den klassischen Flurtyp repräsentieren. Beim Wohnhaus in der Forsterstraße in Zürich [084] von Christian Kerez wird das Thema der Erschließung in besonderer Weise inszeniert. desto ausgeprägter die Erschließungsthematik. der unter enormem wirtschaftlichem Druck stattfand. das aufgrund der dadurch entstehenden Störungen jedoch nur für eine geringe Nutzeranzahl sinnvoll erscheint. der durch einen ebenso großzügigen Balkon ergänzt wird. Diese Widmung eines eigenständigen und wichtigen Raumes weist auf die repräsentative Bedeutung hin. In der historischen Entwicklung ist vor allen Dingen die Diele als Erschließungselement im Wohnungsbau wiederzufinden. Bei Wohnungen mit mehreren Bewohnern und damit unterschiedlichen Bedürfnissen gilt es darauf zu achten. ist dieser repräsentative Charakter in den Hintergrund getreten. Bei den Stadtvillen von Kollhoff & Timmermann [082] im Malchower Weg in Berlin wurde das klassische Thema der Diele als Erschließungsform wieder aufgegriffen. 170 . Die Erschließung der einzelnen Wohnbereiche erfolgt unmittelbar über die anderen Wohnfunktionen. Ähnlich wie bei vielen Entwürfen von Mies van der Rohe wird der offene Grundriss lediglich durch Wandscheiben gegliedert. Je höher die Anzahl der zu erschließenden Funktionsbereiche oder Räume. Bei Alvar Aaltos Projekt für die IBA ‘57 in Berlin [083] wird die Erschließung zum eigentlichen Thema der Wohnung. Bei der Wohnsiedlung in Riehen realisierte Michael Alder unter anderem langgestreckte Geschosswohnungen [081]. ohne die kommunikativen Wohnbereiche zu durchqueren. kann jedoch in unterschiedlicher Form ausgeprägt sein. Bei Wohnungen mit geringer Nutzeranzahl kann eine punktuelle beziehungsweise in die kommunikativen Wohnfunktionen integrierte Erschließung sinnvoll und ökonomisch sein. Der kommunikative Zentralraum dient gleichzeitig als Verteiler. Die Erschließung definiert die Wegeführung durch die Wohnung. Statt dessen wurde die Erschließung häufig auf einen knapp dimensionierten Flur reduziert. Entlang des gut belichteten Flurs reihen sich die Individualräume und münden in den großzügigen kommunikativen Bereich. Eine ungestörte Zuwegung der kommunikativen und individuellen Wohnbereiche ist gewährleistet.

Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 112.7 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 171 .5 m² Außenraum 18.

6 m² Außenraum 6.6 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 172 .Grundriss [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Wohnfläche 67 .

8 m² Außenraum 10.Erschließung [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Wohnfläche 83.0 m² Individualräume 3 Orientierung Il 173 .

0 m² Außenraum 113.Grundriss [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Wohnfläche 186.9 m² Individualräume 3 Orientierung IV 174 .

Eine Ausnahme bilden nord -süd-orientierte Grundrisse. die zweite erklärt die Treppe zum eigenständigen. wird jedoch im Zusammenhang mit der Renaissance der städtischen Reihenhäuser und damit der Vielgeschossigkeit von Wohnungen wieder diskutiert. Beim Reihenhausprojekt in Darmstadt [085] wird das dreigeschossige Gebäude durch eine quergestellte Treppe erschlossen. Die Erschließung über wohnungsinterne Aufzüge ist relativ selten zu finden. die entweder zur Inszenierung des Themas oder aus Gründen der Barrierefreiheit Berücksichtigung findet. dem Antritt und dem Austritt. 175 . wie zum Beispiel beim Projekt [088] von Rijnvos Voorwinde Architecten. Unabhängig von der Geometrie kann die Treppe in die Wohnfunktionen integriert sein oder als davon unabhängiges Element gestaltet werden. Die Gebäudebreite ergibt sich aus der Lauflänge. Die Kombination verschiedener Treppentypologien in einem Grundriss führt häufig zu einem enormen Flächenverbrauch und ist nur unter bewusster Verwendung sinnvoll. Am häufigsten ist eine zentrale Lage im geringer belichteten Teil der Wohnung. Neben verschiedenen freien Formen kann man grundsätzlich zwischen einläufigen. Neben der Lage im Grundriss entscheidet vor allem die Geometrie der Treppe über ihre Bedeutung im Grundriss. Eine Ausnahme bildet die Erschließung über Rampen. Bei der Staffelung der Wohnung in Form zueinander versetzter Ebenen (SplitLevel) wird die Integration der Treppe im Raum besonders deutlich.Erschließung Vertikale Erschließung Die vertikale Erschließung dient der Verbindung mehrerer Wohnebenen und kann verschieden ausgeprägt sein. Im Allgemeinen werden die einzelnen Ebenen über eine Treppe miteinander verbunden. bei denen die Nordseite häufig relativ geschlossen ausgeführt wird. Eine effiziente Erschließung kann über eine Kaskadentreppe ereicht werden. Zwei grundsätzliche Dispositionen der Treppe im Grundriss sind möglich. seltener ist die Positionierung an den Außenwänden. Gestalterisch bieten sich zwei Strategien an: Die erste versucht die Treppe als Bestandteil der Gebäudestruktur zu betrachten. Bei einer Split-Level-Erschließung werden die Wohngeschosse räumlich stärker miteinander verbunden. möbelartig in den Grundriss eingestellten Objekt. Die dreiläufige Treppe bei den Doppelwohnhäusern von dmsw [087] spannt die Mittelzone zur Diele auf und wird durch ein Oberlicht zusätzlich in Szene gesetzt. Die Treppe wird wie beim Projekt [089] zum räumlichen Bestandteil. zweiläufigen und dreiläufigen Treppen differenzieren. Die zweiläufige Treppe eignet sich dahingegen für kompakte und schmale Grundrisse in besonderer Weise wie beim Projekt [086].

Grundriss [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Wohnfläche 122.0 m² Außenraum 29.5 m² Individualräume 4 Orientierung Il 176 .

81 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 177 .Erschließung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Wohnfläche 124.1 m² Außenraum 8.

Grundriss [087] dmsw Architekten Albertinenstraße Berlin (DE) Wohnfläche 154.1 m² Individualräume 5 Orientierung Ill 178 .9 m² Außenraum 53.

4 m² Außenraum 5.Erschließung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Wohnfläche 85.8 m² Individualräume 3 Orientierung II 179 .

Grundriss [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Wohnfläche 220.0 m² Individualräume 4 Orientierung Il 180 .0 m² Außenraum 67 .

Privater Außenraum 181 .

Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Zürich (CH) Introvertierter Außenraum [094] Roland Rainer Mittelpromenade. La Roche. Osaka (JP) 184 189 182 . Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Schedler Architekten Kanzleistraße. Extrovertierter Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg.

wenn sowohl im Bestand als auch im Neubau ein qualitätsvolles Angebot an privatem Außenraum zur Verfügung gestellt wird. bei der jedem Wohngebäude eine Fläche von einem „acre“ (ca. So schienen für viele zunächst nur die suburbanen Agglomerationen von Einfamilienhäusern den Bedarf nach ausreichend Außenraum zu befriedigen. Durch die vielerorts extrem schlechte städtebauliche Planung dieser Gebiete wurde jedoch selten die notwendige Privatheit erreicht. So plädierte beispielsweise Frank Lloyd Wright in seinem Buch „Broadacre City“ für eine offene Besiedelung der USA. städtebauliche Dimension und zum anderen um den privaten Außenraum als unmittelbaren Bestandteil der Wohnung. Während bei der Gartenstadt noch die Nutzung des Gartens zur Selbstversorgung im Vordergrund stand. Aus der Feststellung. Die Vernachlässigung der Stadt als Wohnstandort in den letzten Jahrzehnten steht in engem Zusammenhang mit dem Angebot an qualitätsvollem privaten Außenraum. um eine weitere Vermietbarkeit zu gewährleisten. lässt sich die These aufstellen. 183 . dass auch bei der Sanierung des Gebäudebestands die Ergänzung beziehungsweise Erweiterung des privaten Außenraums eine wesentliche Aufgabenstellung ist. die Aspekte von beiden Kategorien beinhaltet. zumal er einen wesentlichen Einfluss auf die plastische Erscheinung des Gesamtgebäudes hat. Diese Aussage gilt auch für Außenräume. Historisch betrachtet entwickelte sich die Thematik aus einer städtebaulichen Grundsatzdiskussion über das richtige Verhältnis von Landschaft zur Stadt. Dies ist jedoch nur möglich. hat sich der private Außenraum heute zu einer reinen zusätzlichen Wohnfunktion entwickelt. Eine grundsätzliche Kategorisierung soll über den Nutzungscharakter in extrovertierte und introvertierte Außenräume erfolgen. Wie häufig gibt es dabei eine Schnittmenge. dass ein Wohnungsbauentwurf ohne die Berücksichtigung dieser Thematik durchaus als unbrauchbar eingestuft werden muss. bei denen eine vernünftige Möblierbarkeit nicht gewährleistet ist. Dabei geht es zum einen um die großmaßstäbliche. die in der Gartenstadtbewegung oder den städtebaulichen Visionen Le Corbusiers mit punktuellen Verdichtungen innerhalb großzügiger Parkanlagen ihren Ausdruck fanden. So wird auch im Entwurf der private Außenraum zu einem der zentralen Entwurfsgeneratoren.Privater Außenraum Einleitung Die Entwicklung des Wohnungsbaus ist eng verknüpft mit der Frage nach dem notwendigen Maß des umgebenden Außenraums. so dass gekoppelt mit anderen positiven Faktoren die urbanen Standorte derzeit eine Renaissance erfahren. Die gegenteilige Situation im Berlin der Gründerzeit mit Wohnblockstrukturen in extremer Dichte führte zu Reformansätzen. Damit entwickelt sich die eigentlich zusätzliche Funktion zu einer der zentralen Fragen des Wohnungsbaus. 4000 m²) zur Selbstversorgung zur Verfügung stehen sollte.

Bei dem Projekt im Kapellenweg von Baumschlager Eberle [090] wurde der private Außenraum als Loggia an der Gebäudeecke platziert. Grundsätzlich stehen drei Typen von privaten Außenräumen zur Verfügung. Die geringe Tiefe der Balkon­­ schicht wird durch eine niveaugleiche Ebene im Inneren kompensiert. Die Privatheit wird durch das dazwischenliegende Treppenhaus gewährleistet. Beim Wohnhaus in der Choriner Straße in Berlin von Popp Planungen [091] wurden die beiden Belichtungsseiten vollständig verglast. In den häufigsten Fällen orientieren sich die privaten Außenräume zur ruhigeren Innenseite und wenden sich damit von der Stadt ab. Zentrales Thema beim extrovertierten Außenraum ist jedoch die Gewährleistung einer maximalen. sondern das Verhältnis zum öffentlichen Raum gemeint. Beispiele. Das turmartige Gebäude in der Kanzleistraße in Zürich [092] wird durch eine besondere Wohnung im Dachgeschoss abgeschlossen. Zwei großzügige Dachterrassen jeweils zur Stadt und zur Blockinnenseite werden zum gestaltprägenden Merkmal des Grundrisses. Eine besondere Form von privatem Außenraum wurde bei dem Züricher Projekt in der Sihlamtstraße [093] realisiert. Die Dimension der Loggia entwickelt sich klar aus der Grundrissstruktur. Dies entsteht aus dem unmittelbaren Bedarf nach einer optimalen Besonnung. 184 . Der private Außenraum entwickelt sich entsprechend über die gesamte Gebäudebreite. die das Element des Außenraums ausschließlich bauplastisch einsetzen. die ähnliche Qualitäten wie Gartenterrassen aufweisen und durch die Entdeckung des Flachdachs als nutzbare Fläche insbesondere durch Le Corbusier gefördert wurden. Die letzte Gruppe bilden die Dachterrassen. der Wohnung entsprechenden Privatheit. Neben dieser baulichen Ausprägung spielt im städtischen Kontext die Orientierung eine weitere Rolle. die als Balkone und Loggien in unterschiedlichsten Formen ausgeprägt sind. Aus der Typologie des Geschosswohnungsbaus bildet sich eine weitere Gruppe von Außenräumen. Der aus dem Einfamilienhaus abgeleitete unmittelbare Bezug zum Garten und seine meist als Terrasse ausgeprägte bauliche Erscheinung ist gewissermaßen der Urtyp des privaten Außenraums. Dabei ist in erster Linie nicht die Himmelsrichtung. Das Fassadenthema wird zugunsten eines einheitlichen Erscheinungsbilds weitergeführt. vernachlässigen diesen Aspekt häufig.Grundriss Extrovertierter Außenraum In unseren Breiten wird der private Außenraum in den häufigsten Fällen extrovertiert angeordnet. Hier wurde eine großzügige Terrasse der Wohnung als Eingangssituation vorgelagert.

0 m² Individualräume 2 Orientierung II 185 .Privater Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Wohnfläche 80.6 m² Außenraum 8.

4 m² Außenraum 16.5 m² Individualräume 1 Orientierung Il 186 .Grundriss [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Wohnfläche 74.

6 m² Außenraum 36. La Roche.2 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 187 . Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Wohnfläche 90.Privater Außenraum [092] Hauenstein.

7 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 188 .Grundriss [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Wohnfläche 96.9 m² Außenraum 38.

Als Bodenbelag des Patios verwendete er Glasbausteine. Josep Lluis Mateo entwickelte für sein Amsterdamer Projekt [095] einen zweigeschossigen Patio. sondern der private Außenraum als verschatteter Bereich auch zur Klimatisierung und Belüftung beitragen soll. Dabei wird der private Außenraum gleichzeitig als Erschließung genutzt. der die einseitige Orientierung des Gebäudes und die damit schwierigen Belichtungsvrhältnisse kompensieren sollte. Die meist L - förmige Anordnung der Gebäude bildet dabei automatisch den Außenraum aus. wie beispielsweise bei Hof. Eine extreme Haltung zur Stadt entwickelte Tadao Ando bei seinem städtischen Reihenhaus in Osaka [096]. Nur wenige Belüftungsfenster richten sich nach außen. Gerade in städtischen Ballungsräumen mit hoher Dichte und entsprechenden Emissionen kann die extrovertierte Disposition unbefriedigend sein und eine introvertierte Konzeption eine spannungsvolle Alternative für die Entwurfskonzeption darstellen. Diese radikale Haltung ist das Resultat aus der extremen Dichte der Stadt und wird als bewusster Kontrast eingesetzt. die innerhalb der Wohnung oder des Gebäudes integriert sind. das heißt die einzelnen Räume können nur über diesen offenen Zwischenraum betreten werden. Auch bei dem Großsiedlungsprojekt in Puchenau [094] findet das Prinzip Verwendung. Bei höheren Gebäuden ist diese Art von Außenraum nur im Dachgeschoss beziehungsweise bei Maisonettewohnungen maximal in den beiden obersten Geschossen sinnvoll. Viele der Siedlungsentwürfe von Roland Rainer setzten sich mit dem Thema der absoluten Privatheit durch einen introvertierten Außenraum auseinander. Eine bis auf den Eingang fensterlose Fassade präsentiert sich zur Stadt. In unseren Breiten resultiert die Introvertiertheit aus dem Wunsch nach der vollständigen Privatheit des Außenraums. Diese Ausprägung ist vor allen Dingen im Mittelmeerraum vorzufinden. Großzügige Glasflächen öffnen sich um den Innenhof. bezeichnet man als introvertierte Außenräume. wo nicht die unmittelbare Besonnung im Vordergrund steht. 189 . um das darunterliegende kommunikative Geschoss ausreichend zu belichten. Sämtliche Öffnungen orientieren sich zum Innenhof. Bei städtebaulichen Konzeptionen mit hoher Dichte und niedriger Geschossigkeit hat dieser Typ von Außenraum eine hohe Verbreitung.Privater Außenraum Introvertierter Außenraum Private Außenräume.und Atriumhäusern oder Patiowohnungen.

4 m² Individualräume 4 Orientierung I.0 m² Außenraum 50. Innenhof 190 .Grundriss [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Wohnfläche 135.

7 m² Individualräume 3 Orientierung I.Privater Außenraum [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Wohnfläche 128.7 m² Außenraum 43. Patio 191 .

5 m² Außenraum 15.7 m² Individualräume 2 Orientierung Patio 192 .Grundriss [096] Tadao Ando Osaka Bay Street Osaka (JP) Wohnfläche 68.

Konstruktion 193 .

Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Baukonstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Münsingen (CH) Gebäudetechnik [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Nimes (FR) 196 200 194 .

195 . Ein weiterer Anspruch. führt jedoch zu einer unwirtschaftlichen Ausnutzung des Materials und hohem Anpassungsund damit Zeit. Die sorgfältige Analyse der einzelnen Anforderungen ist daher die Grundlage für die Entwicklung von Koordinationsschemata. Am Markt existieren zahlreiche Produkte. Auch wenn im Wohnungsbau die Rasterfrage keine so große Rolle spielt wie bei der Entwicklung von Bürogebäuden. dass dieser Parameter aus den Überlegungen für das Gesamtgebäude und weniger aus der einzelnen Wohnung resultiert. Dabei gibt es Parameter. wenn nicht sogar der wesentliche. Dass die Entwurfskonzeption maßgeblich von diesen Parametern beinflusst werden kann. die nur geringe Toleranzen gestatten.und Kostenaufwand. so gibt es doch eine Vielzahl von Abhängigkeiten. jedoch wird schnell die Abhängigkeit zum Grundriss klar. die die technischen und konstruktiven Anforderungen möglichst synergetisch zu einem optimierten Gebäudeentwurf führen. Zunächst könnte man davon ausgehen. die einerseits den geforderten Standards genügen. aber die logischen Abhängigkeiten und Möglichkeiten des jeweiligen Materials zu nutzen. da gerade die Gebäudestruktur. Die Baustoffqualitäten und Konstruktionsweisen sind heutzutage so weit entwickelt. hybriden Gebäuden mit vielfältigen Wohnungstypen. Dies führt trotz prinzipieller Machbarkeit jedoch im Allgemeinen zu äußerst unwirtschaftlichen Ergebnissen. ist der materialgerechte Entwurf. wie zum Beispiel die Raumdimensionen innerhalb der Wohnung. erscheint als wichtige Voraussetzung für den gelungenen Entwurf. wie zum Beispiel die wirtschaftliche Anordnung der PKW-Stellplätze. andererseits jedoch eigene konstruktive Abhängigkeiten produzieren. die eine gewisse Flexibilität aufweisen. einen enormen Kostenanteil am Gesamtprojekt ausmacht. die im Wohnungsbau für das Konstruktionssystem maßgebend sind. zusätzlicher gewerblicher Nutzung und einer Tiefgarage wird dieser Aspekt deutlich. und andere. Gerade in größeren. Beispiel hierfür sind eine Vielzahl von Fertigteilen und Baustoffen mit eigenen Maßabhängigkeiten oder sogar eigenen Modulordnungen wie zum Beispiel beim Mauerwerk. soll anhand von konstruktiven beziehungsweise gebäudetechnisch optimierten Grundrissen dargestellt werden. Neben der konzeptionellen Optimierung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den zu verwendenden Bausystemen und Baustoffen unumgänglich. also der Rohbau. dass auf den ersten Blick auch eine konstruktiv unabhängige.Konstruktion Einleitung Die konstruktive und gebäudetechnische Logik eines Wohnungsentwurfs ist ein wesentlicher Aspekt. auf die einzelnen Nutzungsbereiche optimierte Planung möglich erscheint und die Notwendigkeit zur Koordinierung der einzelnen maßlichen Anforderungen in den Hintergrund tritt. Vieles ist grundsätzlich machbar. Eine davon unabhängige Planung ist prinzipiell möglich.

Fritz Haller. Über vorgefertigte Tunnelschalungselemente sind dort Raumbreite und Höhe weitgehend vorbestimmt und schränken damit den entwerferischen Handlungsspielraum deutlich ein. Das Projekt [098] von Diener & Diener basiert konstruktiv auf der typischen holländischen Tunnelschalbauweise und erhebt diese gleichzeitig zum Thema des Entwurfs. Bei Betonkonstruktionen besteht über mögliche komplexe Bewehrungsstrukturen eine geringere Einschränkung.Grundriss Baukonstruktion Einer der wichtigsten baukonstruktiven Parameter ist die wirtschaftliche Dimensionierung der Deckenkonstruktion. bei denen er die Möglichkeiten seines „plan libre“-Konzepts untersucht. wie zum Beispiel dem Holzbau. Städtische Gebäude weisen häufig eine zweiseitige Orientierung auf. Dies hat unmittelbaren Ein­ fluss auf die Grundrissgestaltung. versuchte in unterschiedlichsten Gebäudedimensionen konstruktiv vollständig durchentwickelte Bausysteme zu etablieren. Aus konstruktiver Sicht sollten eventuelle Treppen der Tragrichtung folgen. koordinierende Rasterstrukturen definieren die mögliche Lage der raumteilenden Elemente. Die Tragrichtung der Decke ist bei additiven Bauweisen. 196 . Der Entwurf der nichttragenden Bauteile ist unter Berücksichtigung der Qualitätsstandards (insbesondere Schallschutz) weitgehend frei. vor allen Dingen bekannt durch sein Regalsystem USM. Bei dem Wohnhaus Schärer [099] wurde das Stahlbausystem „Mini“ verwendet. so dass die Lastabtragung meist entlang der unbelichteten Wohnungstrennwände erfolgt. Der Grundriss reagiert teilweise auf das Stützenraster und spielt sich gleichzeitig in anderen Bereichen bewusst frei. Klare. Trotz eines quadratischen Baukörpers folgen die tragenden Wände ausschließlich einer Richtung. Weitgehend unabhängig von der gewählten Bauweise liegen die wirtschaftlichen Spannweiten bei circa 6 m. um wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen.und Gestaltungszwecken frei entworfen werden. Die Fassade trägt zunächst nur sich selbst beziehungsweise wird zur Aussteifung des Gebäudes herangezogen und kann nach Belichtungs. Dieses Prinzip hat sich zum Beispiel im holländischen Wohnungsbau als Standard etabliert. Die Grundkonstruktion des Gebäudes besteht aus einem Skelettbau. oder Fertigteilkonstruktionen in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Parameter. Die Grundrissgestaltung ordnet sich diesem Prinzip unter. Die Immeuble Clarté in Genf von Le Corbusier [097] ist eines von vielen Projekten.

6 m² Außenraum 19.Konstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Wohnfläche 197 .3 m² Individualräume 3 Orientierung II 197 .

Grundriss [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Wohnfläche 102.0 m² Individualräume 2 Orientierung Il 198 .0 m² Außenraum 10.

2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 199 .4 m² Außenraum 56.Konstruktion [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Wohnfläche 173.

die gerade im Zuge der energetischen Optimierung von Gebäuden zunehmend eingesetzt werden. Die Praxis zeigt jedoch. Sämtliche Medien wie Wasser. im darüberliegenden Geschoss hingegen ein „konventioneller“ Grundriss mit außenliegendem Bad entwickelt. die gebäudetechnischen Lösungsansätze.Grundriss Gebäudetechnik Selbst der absolute Laie weiß. wobei auch hier ökonomische Lösungen vorzuziehen sind. gefolgt von der Wasserversorgung. die Räume mit besonderen Anforderungen an die Gebäudetechnik sowohl in der Vertikalen als auch Horizontalen zu bündeln und über einen gemeinsamen Schacht die Ver. Beim Wohnhaus von Helmut Wimmer [100] wird die Gebäudetechnik auf einen zentralen Kern konzentriert. insbesondere die Lage der vertikalen Schächte. sondern sollte perspektivisch veränderten Nutzungsbedürfnissen Rechnung tragen beziehungsweise bei größeren Wohngebäuden eine Grundrissvielfalt ermöglichen. Die größten Querschnitte nehmen dabei luftführende Bauteile ein. Je größer die gebäudetechnischen Bauteile sind. dass vieles machbar. Im dargestellten Grundriss wird auf der Erdgeschossebene eine Box platziert.und entsorgen zu können. Abwasser und Strom sind auf den Kernbereich konzentriert. aber nur wenige Lösungen ökonomisch und technisch sinnvoll sind. Die Elektroversorgung nimmt aufgrund der geringen Querschnitte nur wenig Einfluss auf die Grundrissgestaltung. Die Positionierung der Gebäudetechnik ist dabei nicht nur für den ursprünglichen Grundrissentwurf interessant. Einen wesentlichen Ansatzpunkt zum Umgang mit der Gebäudetechnik im Entwurfsprozess liefert die Vergegenwärtigung der Dimensionen der einzelnen Medien. Beim sozialen Wohnungsbau von Jean Nouvel [101] wurde die Lage des Schachts für die Haustechnik präzise gesetzt. 200 . frühzeitig zu betrachten und zu integrieren. dass ohne erkennbaren Grund von diesem Prinzip abgewichen wird und Sonderlösungen gefunden werden müssen. desto sorgfältiger sollte die Abhängigkeit zu anderen Räumen und Bereichen im Grundriss studiert werden. Die nächste Kategorie bilden die Bauteile zur Abwasserentsorgung. Die umgebenden Räume beinhalten keine weitere technische Ausstattung. um unterschiedliche Grundrisskonfigurationen zuzulassen und über den gleichen Schacht ver. dass es sinnvoll ist.und Entsorgung zu gewährleisten. Ähnlich der Konstruktion gilt. Für den qualitativen Entwurf ist es wesentlich.

2 m² Außenraum 15.4 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 201 .Konstruktion [100] Helmut Wimmar Kanalstraße Wien (AT) Wohnfläche 90.

0 m² Außenraum 11.5 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 202 .Grundriss [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Wohnfläche 108.

Projekte .

.

die helle Markierung kennzeichnet das Gesamtprojekt. liefert dieses Kapitel erste Informationen für den Folgeschritt. Aus dem Ansatz. Auch hier liefert dieses Kapitel einen reichhaltigen Fundus an Beispielen. ohne die ursprüngliche Idee zu gefährden. zum Beispiel bei Einfamilienhäusern. das Gebäude aus der Perspektive der Wohnung zu entwerfen. Die entwickelte Grundrisskonzeption muss den zahlreichen weiteren Einflussgrößen angepasst werden. Dieser letzte Buchteil versucht eine Brücke zwischen beiden Ansätzen zu schlagen. Sämtliche 101 Projekte wurden zeichnerisch in Grundriss und Schnitt im Maßstab 1:500 nach einheitlichen grafischen Standards neu aufgearbeitet. die eine Vorstellung von der baulichen Dichte des Kontexts liefern soll. Im Sinne eines „Packschemas“ kann die räumliche Anordnung der einzelnen Wohneinheiten nachvollzogen werden. Eine parallele Entwicklung beider Entwurfsstrategien würde bei entsprechender Erfahrung und Zeit den größten Erfolg versprechen. die eine Beurteilung der Effizienz der einzelnen Systeme zulässt.000 ergänzt. Aus dem beschriebenen „klassischen“ Ansatz kann dieses Kapitel jedoch ebenfalls betrachtet werden und katalogartig das Spektrum städtebaulicher Lösungen aufzeigen. die mit dem Gebäude identisch sind. Die beigefügten Schnitte sind als Systemschnitt zu verstehen. Unmittelbar mit dieser Frage verknüpft ist die Erschließungsform des Gebäudes. nachträglich adäquate Grundrisse einzufügen. Häufig sieht der Studierende sich dann mit der gefundenen Bauform mit einer Situation konfrontiert. bei der es ähnlich wie beim Altbau gilt. Die umgekehrte und als „klassisch“ zu bezeichnende Methodik der Annäherung im Entwurfsprozess über den städtebaulichen Maßstab bis hin zum Detail erscheint uns aus der praktischen Lehrerfahrung gerade bei wenig geübten Entwerfern für die Entwicklung qualitätsvoller Wohnungsbauarchitektur weniger geeignet. Die dunkle Gebäudemarkierung gibt den gewählten Grundrissausschnitt im Maßstab 1:500 an. Entsprechend der Reihenfolge ihres Erscheinens im Kapitel „Grundriss“ werden in diesem Kapitel die Grundrisse in ihren Gesamtzusammenhang gestellt.Einleitung Die Überführung der aus der Grundrissarbeit gewonnen Erkenntnisse in die Komplexität des Gesamtprojekts ist eine der wesentlichen Hürden im Entwurfsprozess. wurde auf diese Markierung verzichtet. Dargestellt ist jeweils das Eingangsgeschoss der betrachteten Wohnungen. der Konfiguration des Gebäudes. Bei Grundrisskonfigurationen. 205 . genordete Vignette im Maßstab 1:10. die farbig markiert wurden. Der angegebene Erschließungstyp bezieht sich auf die betrachtete Wohnung. Die seitliche Spalte gibt Aufschluss über die wichtigsten Projektkenndaten und wurde um eine städtebauliche.

Mendriso (CH) [024] Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee Grasmeierstraße. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift.-Hirsch-Ring. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Riehen (CH) [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Weilheim (DE) [050] Johannes Kaufmann Brugg. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort [026] Beyer + Dier Architekten K.. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße.-und-H.. Basel (CH) [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Berlin (DE) [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. München (DE) [019] Egon Eiermann Bartningallee. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Zürich (CH) [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Berlin (DE) [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten G.-Rupprecht-Straße. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel.Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Reichenbachstraße. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Basel (CH) [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Weimar (DE) [038] ADP Architekten Hellmutstraße. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten A. Wien (AT) [035] Michael Alder Störzbachstraße. Christian Rapp Levantkade. Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher H. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg Architekten Pfeffingerstraße. Breda (NL) [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße.-Kerschensteiner-Str.-Guggenmoser-Str. Bezau (AT) 206 . Oberwil-Zug (CH) [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Sarnen (CH) [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Dresden (DE) [046] Norbert Post . Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Brione-Minusio (CH) [011] Beda Dillier Kirchstraße.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Basel (CH) [008] Michael Alder Hinter den Gärten.

Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße.P Hohlstraße. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit D. Zürich (CH) [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Walter Ramseier [064] A. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Zürich (CH) . Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Zürich (CH) [094] Roland Rainer Mittelpromenade. Mainz (DE) [081] Michael Alder Friedhofweg. Wien (AT) [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Munz & B. Shizuoka (JP) [075] blauraum Architekten Bogenallee. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu..Projektverzeichnis [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Nimes (FR) 207 . Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Sydney (AU) [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg.-Mansbacher-Str. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Baden (CH) [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Münsingen (CH) [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Den Haag (NL) [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. Kaierslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Basel (CH) [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Zürich (CH) [085] Zimmermann Leber Feilberg H. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Gifu (JP) [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Köln (DE) [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. Osaka (JP) [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Kawagoe (JP) [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße.D. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Schedler Kanzleistraße. Senn Sihlamtstraße. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Zürich (CH) [080] [03 München Nackstraße. La Roche. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 208 . M 1:500 Grundriss.Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 29 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 209 .

M 1:500 Grundriss.Projekte [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 74 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 210 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 211 .Projektsammlung [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 - 8 Anzahl Wohneinheiten 304 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 212 .Projekte [005] Hans Kollhoff. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 213 .

Projekte [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 214 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Fertigstellung 1984 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 215 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Fertigstellung 1976 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:500 216 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 217 .Projektsammlung [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

Projekte [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 218 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 219 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 220 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 19 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 221 .

M 1:500 222 .Projekte [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 223 .Projektsammlung [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan.

Projekte [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Fertigstellung 1972 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 800 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 224 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 15 Anzahl Wohneinheiten 66 Lageplan. M 1:500 225 .

Projekte [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Fertigstellung 1961 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 96 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 226 .

Projektsammlung [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 227 .

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:500 228 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien Trondheim (NO) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 229 .

M 1:500 230 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendriso (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 18 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 231 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 232 .Projekte [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung

[026]
Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE)

Fertigstellung 2003 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 30

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

233

Projekte

[027]
Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 87

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

234

Projektsammlung

[028]
Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 31

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

235

Projekte

[029]
burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

236

Projektsammlung

[030]
Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

237

Projekte

[031]
Beyer - Schubert Architekten Alice-und Hella-Hirsch-Ring Berlin (DE)

Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 16

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

238

Projektsammlung

[032]
Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 14

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

239

Projekte

[033]
Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 73

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

240

Projektsammlung

[034]
Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 9

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

241

Projekte

[035]
Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE)

Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 12

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

242

Projektsammlung

[036]
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffigerstraße Leipzig (DE)

Fertigstellung 2000 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

243

Projekte

[037]
Walter Stamm-Teske, Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE)

Fertigstellung 1998 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

244

Projektsammlung

[038]
ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 1991 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 36

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

245

Projekte

[039]
Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH)

Fertigstellung 1992 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

246

Projektsammlung

[040]
Bauart Architekten und Planer mobiler Standort

Fertigstellung Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

247

Projekte

[041]
Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP)

Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 - 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

248

Projektsammlung

[042]
Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 13 Anzahl Wohneinheiten 143

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

249

Projekte

[043]
Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

250

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 6 - 8 Anzahl Wohneinheiten 119 Lageplan. M 1:500 251 .

Projekte [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 63 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 252 . M 1:10 000 Schnitt.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [046] Norbert Post . M 1:500 Grundriss. M 1:500 253 .

Projekte [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 40 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 254 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 255 .Projektsammlung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 16 Lageplan.

M 1:500 256 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. Weilheim (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 23 Lageplan.Projekte [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Str.

M 1:500 257 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 258 .Projekte [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 259 .Projektsammlung [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Fertigstellung 1988 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 260 .

M 1:500 261 .Projektsammlung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 42 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 262 . M 1:500 Grundriss.Projekte [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [056] Riegler Riewe Bahnhofstrasse Graz (AT) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 27 Lageplan. M 1:500 263 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 264 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [057] BKK-3 Goldschlagstrasse Wien (AT) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 39 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 28 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 265 .

Projekte [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 266 .

Projektsammlung [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 107 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 267 .

M 1:500 268 . M 1:500 Grundriss.Projekte [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 269 .Projektsammlung [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 270 . M 1:500 Grundriss.Projekte [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 2 - 5 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.P .Projektsammlung [064] A.D. M 1:500 271 . Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 126 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 272 . M 1:500 Grundriss.Projekte [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

Projektsammlung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 273 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 274 .

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 21 Lageplan. M 1:500 275 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 276 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan.Projekte [069] Walter Stamm-Teske.

Projektsammlung [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 56 Lageplan. M 1:500 277 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projekte [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 278 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Fertigstellung 2008 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 279 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Fertigstellung 1952 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 17 Anzahl Wohneinheiten 337 Lageplan. M 1:500 280 . M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 281 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projekte [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 15 Lageplan. M 1:500 282 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Fertigstellung 1990 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 93 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 283 .

Projekte [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 25 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 284 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 - 13 Anzahl Wohneinheiten 486 Lageplan. M 1:500 285 .

M 1:500 286 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 31 Lageplan. M 1:500 287 .

Projekte [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Fertigstellung 1992 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 288 .

M 1:500 Grundriss. M 1:500 289 .Projektsammlung [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 128 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Fertigstellung 1957 Erschließungstyp 5-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 78 Lageplan. M 1:500 290 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 291 .Projektsammlung [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 292 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 33 Lageplan.

M 1:500 293 .Projektsammlung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 294 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [087] dmsw Albertinenstraße Berlin (DE) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan.

M 1:500 295 .Projektsammlung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projekte [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 296 . M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 297 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 298 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

La Roche. M 1:500 299 . Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan.Projektsammlung [092] Hauenstein. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 300 .Projekte [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 64 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 301 .Projektsammlung [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Fertigstellung 1977 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 750 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 26 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 302 .

Projektsammlung [096] Tadao Ando Sumiyoshi Osaka (JP) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 303 .

M 1:500 304 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Fertigstellung 1932 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 305 . M 1:500 Grundriss.

Projekte [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Fertigstellung 1969 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 306 . M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [100] Helmut Wimmer Kanalstraße Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:500 307 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projekte [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Fertigstellung 1987 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 114 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 308 .

Anhang .

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Nutzung der Bodenfläche. Heft 1. Wiesbaden 2007 . S. Hausbau-Informationen. ab 1960.de/wohn_wandel/849. S. S.Bevölkerungs. Zuhause in Deutschland. Wiesbaden 2007 .mnp.03.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Folge 15/2008. S.09. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 118 Statistisches Bundesamt. Entwicklung der Privathaushalte bis 2025.Quellennachweis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. Berlin 2008 www. Wiesbaden 2008. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 30 311 . 398 vom 22. Statistisches Bundesamt. Gegenüberstellung Massivhaus / Holzelementbauweise – Ökobilanzstudie. Auflage. Auszug aus Wirtschaft und Statistik .V. Folge 15/2008. 3 Statistisches Bundesamt. Bonn 2007 . Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.V. Wiesbaden 2006. Bautätigkeit und Wohnungen.und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern.und Immobilienmärkte 2006 – Kurzfassung. Pressemitteilung Nr. Wohnungs. Berlin 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 23 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. S. Wiesbaden 2005 www. Wiesbaden 2008. Folge 15/2008.schader-stiftung. S. Bautätigkeit und Wohnungen.V. Unternehmen. Umsatz und Investitionen im Baugewerbe Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Wohnungsprognose 2015. S. S. Bautätigkeit und Wohnungen. 22:00) Statistisches Bundesamt. 13 Statistisches Bundesamt. Beschäftigte.V. Verkehr in Deutschland. Institut für Städtebau.03.). Hausbau-Informationen. 13 Ebd. Auszug aus Wirtschaft und Statistik. Hausbau Informationen. 57 Institut für Städtebau (ifs).Preisentwicklungen in der Bauwirtschaft.lbs. Bonn 2007 . Wohnungsbau und Bausparwesen e. Baugewerbe in Deutschland. Wohnungsbau und Bausparwesen e.-Gallen (Hrsg. Emission Database for Global Atmospheric Research (24. Reihe 3. Wiesbaden 2009.de/microsite-presse/lbs-research (17 . 8 / S. Fachserie 5. Ebd. S. 2. 23 www.nl/edgar.2005.09. 5 Institut für Massivbau. Hausbau Informationen. Wiesbaden 2008 Ebd. Wohnungsbau und Bausparwesen e. S. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Wohnsituation in Deutschland 2006. Institut für Städtebau. Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2007 . 17:03) Statistisches Bundesamt. Wohnungs. Fachserie 5. Ergebnisse des Mikrozensus 2005. (ifs). Reihe 3. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. Baugenehmigungen / Baufertigstellungen – Lange Reihen z. S. Bruttoanlagevermögen nach Vermögensarten. (ifs).php (16. Graue Energie von Baustoffen. Dezember 2006 Econum GmbH St. Demografischer Wandel in Deutschland. TU-Darmstadt. Wiesbaden 2006. S. Fachserie 5. 13 Ebd.V.09. Bonn 2007 . 1998 Statistisches Bundesamt. Wohnungs. 8 Statistisches Bundesamt.03.. 19 Ebd. Wiesbaden 2006. Folge 13/2008. Hausbau Informationen.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. 13 Institut für Städtebau. Wohnungs. Wiesbaden 2007 Statistisches Bundesamt. Februar 2009 Statistisches Bundesamt. (ifs).und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. S. 23 Statistisches Bundesamt. S. Reihe 3.09. demografischer Wandel . Folge 24/2008 2 2 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Statistisches Bundesamt.11:49) Institut für Städtebau (ifs). Leben in Deutschland. Bonn 2007 .T. Wohnungsbau und Bausparwesen e.. Bonn 2001.

Wien unbekannt van den Oever. München unbekannt Ulrich Schwarz. Zürich Hiroyuki Hirai Ruedi Walti. München (www. Zürich Eduard Hueber/archphoto. Wien Lena Heinkele HPP Architekten Walter Stamm-Teske ADP Architekten EHT BSA SIA AG. Züric Peter Bonfig. Wien unbekannt Hiroyuki Hirai blauraum Atelier 5/Croci & du Fesne. Zürich Michael Heinrich.xdga. Rotterdam Margherita Spiluttini. München (www. Münster Gilbert Fastenaekens for www. Basel Heinrich Helfenstein. Foto: Therese Beyeler. Archiv: Post und Welters Margherita Spiluttini. Berlin Hauenstein La Roche Schedler Christian Kurz. Berlin Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann Walter Mair. Zürich Hendrik Gagstatter Piet Rook Ralph Feiner.be Hannes Henz. Wien Heinrich Helfenstein. Köln Eduard Hueber/archphoto.mhfa. Prag E. Schwarz.com Geir Brendeland Walter Mair. Andrea Helbling. Hasle-Rüegsau Christian Richters. Stuttgart Roger Frei. Zürich Arazebra. München HUSS-MEDIEN GmbH. Berlin Eduard Hueber/archphoto. Wien Georges Fessy 312 . Zürich Heinrich Helfenstein. Foto: Heinrich Helfenstein. Köln Ruedi Walti.de) Hiroyuki Hirai Pez Hejduk. Zürich Sascha Kletzsch. Zürich Manfred Seidl. Basel unbekannt Heinrich Helfenstein. London Walter Stamm-Teske Michael Heinrich.com Ralph Hut. Basel Ruedi Walti.Bildnachweis 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 Ruedi Walti. München Lukas Roth. Foto: Georges Fessy 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 Margherita Spiluttini. Athen Gigon/Guyer Architekten. Mühltal Andrea Kroth Michael Müller/dmsw unbekannt Lukas Roth. Zürich Simone Rosenberg. Zürich Eva Rubin. Zaaijer & Partners architecten Jörg Hempel. Berlin. Stuttgart unbekannt Stefan Müller-Naumann. München Andreas Muhs. Zürich Jan Maly. Worblaufen Ross Honeysett unbekannt Walter Mair. Klagenfurt Duccio Malagamba Tadao Ando Eveline Perroud und Bundesamt für Kultur.de) Erieta Attali. Athen Hélène Binet. Wien Margherita Spiluttini. Foto: Beat Jordi unbekannt Andreas Greber. Zürich Hannes Henz. Basel unbekannt Cruz y Ortiz Hans-Jürgen Breuning. Andrea Helbling. Wien unbekannt Rob ‘t Hart photography. Potsdam Arazebra Fotografie.com Stefan Meyer. München Ignacio Martinez Francis Soler architect. Malans Walter Mair. Bern Manfrad Seidl. Zürich Florian Holzherr. Aachen SHINKENCHIKU-SHA Photograph Division Peter Morf Erieta Attali. Zürich Hannes Henz. Zürich Thomas Ott. Zürich Roland Halbe. München Ignacio Martinez Florian Schreiber.mhfa. Foto: Franziska Schmidt. Schweiz Robert Held fritz haller bauen und forschen gmbh.

...............42/212 Krischanitz.................44/214 Burkard Meyer Architekten............. 109/250 Mateo...........130/264 blauraum Architekten......................................... Joachim.........................................37/208 Müller................ 158/281 Bauart Architekten und Planer.................................................. Martin............................56/220 Gigon/Guyer Architekten............. Hartmut......99/245 Alder.....53/218 Dillier...........199/306 Hasler Schlatter Partner..............................156/279 Kuhn Fischer Partner Architekten...................................................................... Shigeru....... Bruno....................................................................... Peter.......................................................................... 118/257 Ken Architekten.................145/273 Ban........................111/252 MVRDV.................................................................... .............................................82/235 Morger & Degelo.....................Welters.............. ................. David & Senn.......... Christian................................ Theo.....64/224 Zimmermann Leber Feilberg Architekten....... Christian..... 140/269.............. Michael....................... Wimmer.........................................................151/275 313 ..... 113/253 ................................................................ Roland......... 93/241............................................ ..........67/226 Engelen Moore....................................... Daniele......................D............................165/286 Eiermann..... 197/304 ....72/230 Kollhoff & Timmermann Architekten................................................... Walter Ramseier...50/216 de Geyter.....85/237 Allmann Sattler Wappner Architekten......................................... Kazuyo.................. dmsw................. 110/251 Popp Planungen...................................... Fritz...........63/223 Lederer + Ragnarsdóttir + Oei.................. 84/236..........68/227 Le Corbusier. 176/292 Zumthor......152/276 Stamm-Teske.......................................92/240 Hauenstein.............................................. 173/290 Ando... Thomas.............202/308 pfeifer roser kuhn architekten...................... Max................166/287 A............. 171/288 ...38/209 pool Architekten........ ..................123/261 Straub Beutin Architekten................144/272 Kerez.............. 49/215.......... 177/293 .................... Walter......... mit Munz............................................................192/303 Atelier 5...................................................................................................................................... .132/265 Brendeland & Kristoffersen Arkitekter..............................P .....................97/244 Steidle + Partner................................71/229 Buchner Bründler Architekten........................................................... ..... La Roche....................... 81/234..................186/298 Post............................. Petra und Paul......................191/392 Miller & Maranta..... Luigi.....57/221 Beyer + Dier Architekten............133/266 Wendt.................... 115/255 Cruz.................. Josep Lluis......... 95/242..... 105/247 Baumschlager Eberle..... 43/213...................... 51/217 Snozzi............................. Tadao... Johannes........... .. Norbert ...... ...... 179/295 Scheuring und Partner................ Walter..................... 41/211.. ............................ ....77/231 Haller................................80/233 Beyer-Schubert Architekten......129/263 Rijnvos Voorwinde Architecten.......... Rapp......... 58/222.......134/267 .............................. Beda. Xaveer............................ . 178/294 Dudler......................70/228.................... ..... 146/274 burkhalter sumi architekten...................... Egon......................... ....................... Marques............................................................................. 153/277 Geurst & Schulze architecten............................................................................ 39/210.............................. 154/278... ....180/296 Sejima..187/299 Herzog & de Meuron........................ HPP Hentrich-Petschnigg Architekten......54/219 Kaufmann.............................. 157/280...... 190/301 Rainer................. 78/232... Rapp + Rapp.............. Alvar Aalto......... Soler............ ..... Ryue... Antonio........................................................ Reimann.................................... ................................... Jean....................65/225 Stelzhammer.............................................86/238 BKK-3......................... 107/249 Delugan Meissl Associated Architects. 172/289 Kollhoff............. 198/305 Diener & Diener...................................................... 106/248 Nouvel......................................124/262 Nishizawa...... Walter........... 201/307 Wirsing...........162/284 Fink + Jocher.......... 116/256.........................................96/243 Kahlfeldt...........................160/282 Bosch architecten................................. ........... 185/297 Bearth & Deplazes Architekten........... Schedler hls Architekten......................................139/268 Hotz........... 141/270 Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee .... 122/260 .......164/285 Riegler Riewe..... Adolf......... Hans..188/300 Stamm-Teske................................. Schettler & Wittenberg...................................................161/283 AV1 Architekten... 114/254 ............. .............. Werner..... 119/258 Spühler....................... Ivan....Architektenregister 03 München.. 120/259.................................................... ................ Helmut............................ 91/239.............. ................................. 100/246.... AFF Architekten.......................................... 174/291 Könz Molo und Barchi Architekten............................................. Francis.............. 142/271 ADP Architekten....

................. Brione-Minusio (CH)................................................... Sydney (AU).. 42/212.............. 85/237 Münsingen (CH).................199/306 Niederwangen (CH)................49/215 Kaierslautern (DE)............. 119/258 ...... .............................................. 152/276 Wien (AT)....... 156/279....................... ................................................................................. 177/293..........................185/297 Freiburg (DE)... 106/248 Trondheim (NO)............................Ortsregister Amsterdam (NL)............... 174/291.............................93/241. ...................................... 122/260 ................................. 132/265..................................................................................................................... 201/307 Yamanashi (JP)................................. ............................................................................. .............................. 178/294..... 54/219...158/281 ........153/277 Garching (DE)........................................202/308 Nüziders (AT)....... 95/242 Stuttgart (DE).. 191/302................58/222.............................................................96/243 Leipzig (DE)............................. 173/290 Berlin (DE).............................144/272 Fanas (CH)........................................................................ 139/268................ 100/246............................................................ Luzern (CH)........................ 39/210.......91/239 Oberwil-Zug (CH)... . 165/286 ...72/230 München (DE)........ 123/261...................................................57/221 Feldkirch (AT)....145/273 Kawagoe (JP)....... 171/288 Sarnen (CH).....................154/278 Kilchberg (CH).................................................................................................................................110/25..................................... 86/238...................................................................................43/213 ................... 124/262................................71/229 Weilheim (DE)..... ................. Riehen (CH)...........................50/216 Shizuoka (JP)......................161/283 Nimes (FR).... 176/292 Den Haag (NL)........... 142/271........80/233 Itingen (CH)..... 141/270........160/282 Hannover (DE)............................................................................................................................ 172/289.. 198/305 Baden (CH)......... 107/249 Breda (NL)...... 84/236..... 67/226............................................ ............................... .................................................................................................................................................................................................. 186/298 Bezau (AT). 133/266.......................................... 190/301 Puchenau (AT).. 37/208.............................................. 114/254.....70/228 Dresden (DE)... ...................129/263 Hamburg (DE)....... 99/245 Zürich (CH)..........................................63/223..................................... 115/255 ............134/267 Graz (AT)............. ..68/227 Osaka (JP)...................197/304 Gifu (JP)....53/218 Sevilla (ES)................................................................... 120/259......... 130/264 ......................... 146/274 Basel (CH)........................................... 51/217 Chur (CH)......................................................................................64/224............................... 179/295 Tokyo (JP)..................................38/209 .................... 109/250 Mainz (DE)...........162/284 Tilburg (NL)................ .......... ..... ... 77/231....................... .................................. 65/225......................................... 188/300 314 ........................................................... 44/214........................187/299 ..............157/280 Mendrisio (CH)......................................................111/252 Ennetmoos (CH).....................................97/244..................................... 56/220.............................166/287 Marseille (FR)......151/275 Darmstadt (DE).......................................... 92/240......... 113/253 Ingolstadt (DE)............................................... 41/211 Köln (DE)...................................... ........................................................................................ ............................................................ .............................................. 116/256 Weimar (DE)................... ............................... 164/285 Dornbirn (AT).......................................................................................... 118/257 ................................... Genf (CH).....................180/296 Laufenburg (CH)........81/234 Herdecke (DE).........................192/303 Paris (FR)................................. 140/269.......... 82/235..............

Die hierüber entstandene Sammlung von fast 300 Projekten diente als Quelle für die Auswahl geeigneter Beispiele im Buch.de Tobias Haag (Konstanz.Autoren Walter Stamm-Teske (Zürich. die damit die Grundlage für das Buch erstellt haben. die sich in verschiedener Form mit den betrachteten Inhalten auseinandersetzten. 1978) Dipl. Büroinhaberin A21 architekten katja. Insbesondere bei Katrin Plescher und Leopold Mücke sowie Lena Heinkele.-Ing. Bauhaus-Universität Weimar.stamm-teske@uni-weimar. Bauhaus-Universität Weimar. Dipl. freier Architekt walter. Arch. Arne Kessler und Falk Merten möchten wir uns für ihre professionelle Mitarbeit bedanken.. Gemeinsame Grundlage war die intensive Recherche zu zahlreichen Referenzprojekten und deren zeichnerische Aufbereitung. 1971) Architekt. Mag. 315 .-Ing. Bauhaus-Universität Weimar.de Katja Fischer (Gera. Büroinhaber A21 architekten tobias. Inhaber der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Prof. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit gedankt.fischer@uni-weimar. Fakultät Architektur.de Im Rahmen der Entwicklung des Buchs wurden von uns mehrere Seminare an der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet. Fakultät Architektur. Den über 100 Seminarteilnehmern.. Fakultät Architektur. Zusätzlich zu den Seminarteilnehmern haben uns mehrere wissenschaftliche Hilfskräfte bei dem Projekt unterstützt. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. 1948) Architekt.haag@uni-weimar.

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