W Ü STE N R OT STI FTU N G

Wüstenrot Stiftung (Hrsg.)

RAUMPILOT
GR UNDL A GE N
Thomas Jocher Sigrid Loch

kraemerverlag

Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher, Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser, Carolin zur Brügge, Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung, Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer, Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske, Katja Fischer, Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout)

Herausgeber Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg Konzeption, Inhalt und Gestaltung Band Grundlagen Thomas Jocher, Sigrid Loch Mitarbeit Dominik Weitbrecht Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch, Tobias Haag Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Die Autoren, der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Nachdruck, Übersetzungen, elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung.

© 2012 Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. ISBN 978-3-7828-1551-2

Inhalt

Grundlagen
11 31 49 77 99 109 141 Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339

Wohnen
Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/ Literatur 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447

Arbeiten
Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/ Literatur 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567

Lernen
Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen, verteilen und flüchten Veranstalten und feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und verwalten Recherchieren und informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/ Literatur

Anhang
572 573 579 580 Abkürzungen Index Dank Autoren

Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Die Arbeits-, Lebens-, Organisations- und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Kulturelle, technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen, Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich, um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen; deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden, in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, in Industrie- und Gewerbebauten, die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen, oder in den Wirkungen neuer Konsum- und Freizeitmus­ ter sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen, an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen, leicht integrierbaren Dienstleistungen. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Parallel zu einer gebäudetyplogischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Die Gebäudelehre muss, um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können, intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden, die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der

Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dr. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen, mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Ziel dabei ist es, die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche, zukunftsgewandte Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit, in einen kreativen, künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beachtenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude, deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen, auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden, wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung, mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten, dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte, und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen, die den genannten Kriterien folgen kann. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert, das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.

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Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich mit Hilfe von einzelnen, phänomenologisch ausgerichteten und aufeinander abgestimmten Bausteinen auf eine anschauliche, die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Grundlagen der Gebäudelehre. Vier Bände behandeln wichtige Bereiche der Gebäudelehre: • „Raumpilot Grundlagen“ schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen sowie die spezifische Ausrichtung an den Nutzungsformen und -erfordernissen ein. • „Raumpilot Arbeiten“ stellt Gebäude mit Arbeitsplätzen in den Sektoren Verwaltung und Dienstleistungen, die unter dem Einfluss der wirtschaftsstrukturellen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und globalen Entwicklungen einer besonderen Dynamik des Wandels unterliegen, in den Mittelpunkt. • „Raumpilot Lernen“ behandelt den Bau von Schulen und von anderen Ausbildungsstätten, auf die eine Vielzahl von Faktoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einwirken. • „Raumpilot Wohnen“ konzentriert sich auf den Wohnungsbau, der in all seinen Formen unter dem Einfluss weitreichender, vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren, Hochschullehrern, Studierenden – für die engagierte, intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.

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Vorwort der Autoren

Der vorliegende Band vermittelt die „Grundlagen“ der vierteiligen Gebäudelehre „Raumpilot“ . Darauf aufbauend vertiefen die Folgebände „Arbeiten“ , „Lernen“ und „Wohnen“ die fachspezifischen gebäudekundlichen Anforderungen im Kontext des aktuellen gesellschaftlichen Wandels. Der römische Architekt und Gelehrte Vitruv beschreibt in seinen berühmten zehn Büchern, dass sich alle Architektur auf die Grundprinzipien firmitas (Festigkeit), utilitas (Nützlichkeit) und venustas (Anmut) gründet. Der Grundlagenband widmet sich der utilitas – der Nützlichkeit von Architektur in ihrem Gebrauch. Die wesentlichen Kriterien der Nützlichkeit bestimmt der Mensch. Er bildet mit seinen physischen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für die Planung räumlicher Umgebungen und Situationen. Diese elementaren Grundlagen – die menschlichen Körper- und Bewegungsmaße – bilden den Inhalt des ersten Kapitels dieses Planungshandbuchs. Abweichend von vielen früheren Planungslehren wird hierbei nicht nur ein Idealmaß des Menschen als Planungsbasis herangezogen. Eine Zielsetzung der vorliegenden Publikation ist es, die tatsächliche Vielfalt der Körpermaße und mögliche körperliche Einschränkungen stärker zu berücksichtigen und damit auch die Belange der barrierefreien Planung als eine selbstverständliche Planungsgrundlage zu integrieren. Eine weitere Zielsetzung dieser Gebäudelehre ist es, nicht „fertige“ Raum- oder Grundrissmuster, sondern einzelne Funktionsbereiche als Grundbausteine für Raumkonfigurationen in den Vordergrund zu stellen. So wird beispielsweise im Hauptkapitel „Wohnen“ nicht ein „Esszimmer“ als kopierfähiges Raummuster vorgegeben, sondern der Funktionsbereich „Essen“ ausführlich erläutert. Parallel zu diesem neuen Fokus auf die funktionalen Anforderungen und parallel zu der stärkeren Ausrichtung auf ein „Universal Design“ von Gebäuden schien es unerlässlich, in diesem Grundlagenbuch auch die minimalen Grenzwerte zu benennen, die sich aus den Mindestmaßen des Gebrauchs, aus rechtlichen Rahmenbedingungen und aus

weiteren gesellschaftlichen Vereinbarungen begründen. Denn das „Kennen und Verstehen“ dieser Basisparameter ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Anwendung von Planungsregeln, die im konkreten Fall auch „kreative Abweichungen“ erforderlich machen kann. Das Buch gliedert sich in vier Kapitel. Neben den funktionsübergreifenden allgemeinen Grundlagen im ersten Hauptkapitel sind die wesentlichen Planungsvorgaben für das Wohnen, Arbeiten und Lernen in drei weiteren Hauptkapiteln wiedergegeben. Da sich die Publikation in erster Linie an Studierende wendet, wurde eine klare und didaktisch einprägsame Informationsvermittlung angestrebt. Besonderer Wert wurde dabei auf die grafische Visualisierung von Inhalten gelegt, da Abbildungen und grafische Abstraktionen auf knappem Raum meist mehr Detailinformationen weitergeben und schneller erfasst werden können als textliche Erläuterungen. Die Erstellung dieser Publikation war nur durch die Zusammenarbeit vieler, auf ganz unterschiedliche Art und Weise beteiligter Akteure möglich. Wir danken den drei weiteren Autorenteams der Buchreihe von den Universitäten in Weimar, Darmstadt und Stuttgart für die kooperative Zusammenarbeit und den anregenden inhaltlichen Austausch. Daneben möchten wir auch den zahlreichen Institutsmitarbeitern und den externen Fachberatern für die wichtigen Hinweise und ihre inhaltliche Beratung und Unterstützung danken. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Studierenden, die sich mit großem Engagement eingebracht haben. Ohne ihre unermüdliche Hilfe hätte dieses Buch nicht entstehen können. Unser großer Dank gilt schließlich der Wüstenrot Stiftung für ihre Initiative zur Konzeption und Umsetzung dieser neuen Lehrbuchreihe „Raumpilot“ und insbesondere Herrn Georg Adlbert und Herrn Dr. Stefan Krämer für ihre engagierte Begleitung während aller Entwicklungsphasen dieses umfangreichen Projekts. Thomas Jocher und Sigrid Loch

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Grundlagen

11 31 49 77 99 109 141

Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Zum Aufbau des Kapitels „Grundlagen“ In dem folgenden Kapitel „Grundlagen“ sind die wesentlichen Planungsinformationen zusammengefasst, die für die Planung von Gebäuden unterschiedlicher Funktionen relevant sind. Das Kapitel gliedert sich in die sieben Unterkapitel „Anthropometrie“ , „Barrierefrei“ , „Treppe“ , „Aufzug“ , „Rettung“ , „Ruhender Verkehr“ und „Energie“ . Diese Basisinformationen werden in den drei nachfolgenden Hauptkapiteln durch spezifische Planungshinweise für das Wohnen, das Arbeiten und das Lernen ergänzt. Eine Besonderheit im Aufbau dieses Kapitels stellt die Struktur des Unterkapitels „Barrierefrei“ dar. Das Thema Barrierefreiheit wird nicht getrennt, sondern so weit wie möglich in den Themenkapiteln integriert dargestellt. Ziel dieser Konzeption ist eine Darstellung, die das Thema „Barrierefreiheit“ ein Stück weit „selbstverständlicher“ berücksichtigt. Im Kapitel „Grundlagen“ sind daher lediglich die wesentlichen Basisinformationen für die barrierefreie Planung zusammengefasst, auf die bei differenzierteren Planungsvorgaben immer wieder zurückgegriffen wird. Am Anfang dieses Kapitels wird in einem Überblick auf die weiteren vertiefenden Planungsinformationen verwiesen. Die Seiten mit diesen Detailangaben sind in den Themenkapiteln zur schnellen Auffindbarkeit zusätzlich durch

grafische Symbole am oberen Blattrand gekennzeichnet. Das letzte Unterkapitel des Grundlagenteils widmet sich dem Thema „Energie“ , das im Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung und dem Schwinden fossiler Brennstoffe in den vergangenen Jahren bei Planung, Bau und Unterhalt von Gebäuden erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Mittels wesentlicher Basisinformationen zur solaren Energieeinstrahlung soll in diese Thematik eingeführt und zu einer weitergehenden Vertiefung dieses wichtigen Themenbereichs angeregt werden.

Zu den Hinweisen auf Gesetze, Verordnungen und Planungsregeln MBO – LBO In den nachfolgenden Kapiteln wurde auf die Musterbauordnung (MBO 2002) und zusätzlich beispielhaft auf die Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO BW) verwiesen. Diese Angaben können von den Bauordnungen der anderen Bundesländer abweichen. Die hier vielfach zitierte LBO BW stammt in ihrer Originalfassung aus dem Jahr 1995 (zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 25. April 2007). Seit Mitte 2009 liegt ein Gesetzentwurf zur Novellierung der Landesbauordnung BadenWürttemberg vor, der voraussichtlich im Jahr 2010 wirksam wird.

Barrierefrei-Normen Bei Buchfertigstellung Ende 2009 sind die beiden Barrierefrei-Normen DIN 18024 (Teil 1 Januar 1998; Teil 2 November 1996) und die DIN 18025 (Teil 1 Dezember 1992; Teil 2 Dezember 1992) gültig. Seit Februar 2009 liegt aber bereits der Normenentwurf für die nachfolgende DIN 18040 vor, der voraussichtlich ab 2010 diese beiden Vorgängernormen ersetzen wird. Es werden daher in der ersten Hierarchieebene die Werte der Normen 18024 und 18025 aufgeführt, in einer zweiten Hierarchieebene werden zusätzlich die Werte des Normenentwurfs DIN 18040 berücksichtigt. Diese Angaben aus dem Normenentwurf können in der späteren Neufassung der DIN 18040 möglicherweise geändert sein.

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen Anthropometrie

13 13 13 14 14 15 16 18 20 22 24 25 26 28 30

Einleitung Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Verwendung von Perzentilen Hinweise für die Planung Körpermaße der Frau Körpermaße des Mannes Unterschiedliche Sitzpositionen Platzbedarf Erwachsener Körpermaße Kind 3 Jahre Körpermaße Kind 6 Jahre Körpermaße Kinder 3 bis 18 Jahre Bewegungsmaße Rollstuhlfahrer Planungsregeln/Literatur

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Einleitung
Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Der Mensch bildet mit all seinen physi­ schen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für Planungen. Neben dem spezifischen Behaglichkeitsempfinden stellen auch die menschliche Anatomie und die damit zusammenhängenden ergonomischen Kriterien wesentliche Planungsgrundlagen dar. Kenntnisse über die menschliche Physiologie, über die Körper- und Bewegungsmaße des Menschen und über den daraus resultierenden Raum- und Flächenbedarf sind daher für die Gestaltung einer dem Menschen angemessenen Architektur unerlässlich. Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Historische Proportionslehren bezogen sich vielfach auf einen idealisierten menschlichen Körper und dessen Proportionsverhältnisse. Die davon abgeleiteten Maßverhältnisse wurden zur Grundlage der Proportionsregeln für Kompositionen in der Kunst und Architektur. Ein exakt fixierter Proportionskanon auf Basis des menschlichen Körpers existierte bereits im alten Ägypten in der Zeit um etwa 3000 v. Chr.. Auch in der griechischen Antike und in der Renaissance wurden geometrische und numerische Ordnungssysteme von idealisier-

ten Körpermaßen des Menschen abgeleitet. Bekannt geworden sind darunter vor allem Leonardo da Vincis Proportionsfigur nach Vitruv (1485/90) und Albrecht Dürers Darstellung der menschlichen Proportionsverhältnisse aus dem Jahr 1528. Im 20. Jahrhundert zielte Le Corbusier mit seinen beiden architekturtheoretischen Abhandlungen zum „Modulor“ auf die „Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren Maßsystems im menschlichen Maßstab. “ (Untertitel von Le Corbusiers Modulor, 1956) Seine beiden Modulor-Reihen dokumentieren den Versuch, unter Miteinbeziehung des Goldenen Schnitts eine neue verbindliche, „objektive“ und zeitlose Maßordnung zu etablieren. Diese sollte als universelle Grundlage für Planungen anwendbar sein und speziell auch als Maßgrundlage für den Bereich der normierten industriellen Produktion dienen. All diese verschiedenen historischen Proportionsstudien beziehen sich auf ein idealisiertes Muster des menschlichen Körpers. Der Modulor beispielsweise baut in der zweiten Studie, die im Band „Modulor 2“ dargestellt ist, auf einer Körperhöhe von 183 cm auf (Le Corbusier, 1955). Von diesem angenommenen Idealmaß ausgehend, wurden unterschiedliche Teilungsmaße abgeleitet, wobei entsprechend den Zahlenreihen des Goldenen Schnitts wiederum idealisierte Proportionsverhältnisse des Körpers zu-

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Anthropometrie ist die Wissenschaft von den Maßen und den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers

Grundlagen

Leonardo da Vinci entwickelte einen Proportionskanon in Anlehnung an Vitruv 2260 1830

grunde gelegt wurden. Dieses „Nivellieren“ menschlicher Körpermaße auf ein Idealmaß stellt eine Vereinfachung dar und liefert einen – meist aus wirtschaftlichen Gründen – notwendigen Durchschnittswert als Basis für Planungen. Die Werte nehmen jedoch keinerlei Bezug auf die tatsächliche Vielfalt und Verschiedenartigkeit der individuellen Körpermaße. Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Die individuellen Körpermaße unterscheiden sich erheblich in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder physischen Besonderheiten. Eine Planung, die auf einer angenommenen Durch­ schnitts­ physiologie aufbaut, kann diese Vielfalt kaum berücksichtigen. Die Nutzbarkeit von räumlichen Umgebungen und Ausstat-

tungen kann dadurch für Personen mit vom Durchschnitt abweichenden Körpermaßen erschwert oder sogar ausgeschlossen werden. Verwendung von Perzentilen Die Verwendung von Perzentilen bietet eine Möglichkeit, die Unterschiedlichkeit der Körpermaße in der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Ein Perzentilwert gibt an, wieviel Prozent der Menschen in einer Bevölkerungsgruppe – in Bezug auf ein bestimmtes Maß – kleiner sind als der jeweils angegebene Wert. So liegt zum Beispiel das 95. Perzentil der Körperhöhe von 16- bis 60jährigen Männern bei 1841 mm. „Das besagt, dass 95 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe kleiner und fünf Prozent größer als 1841 mm sind. “ (DIN 33402-2, Beiblatt 1, Seite 1).

1130 863

Le Corbusiers Modulor 2 aus dem Jahr 1955 (Die erste Reihe entwickelte Le Corbusier 1948 ausgehend von einer Körpergöße von 175 cm)

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Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Berücksichtigt man beispielsweise bei Durchgangsmaßen und sonstigen Höhenmaßen nicht nur den Mittelwert, sondern auch das 95. Perzentil, dann deckt man damit einen Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung ab und nur für fünf Prozent der Bevölkerung wäre die geplante Öffnung zu niedrig bemessen. In diesem Kapitel werden bei den Abbildungen zu den Körpermaßen daher soweit möglich immer das 5. und das 95. Perzentil zusätzlich zum 50. Perzentil (Median) dargestellt. Bei der Kapitelbearbeitung wurde auf die Perzentilwerte der DIN 33402/12 2005 zurückgegriffen. Diese DIN dokumentiert die Ergebnisse statistischer Untersuchungen von Körpermaßen der deutschen Bevölkerung, wobei nach Geschlecht, Alter und nach ethnischer Herkunft unterschieden

wird. Die Daten der derzeit aktuellen Norm stammen aus dem Jahr 2005, allerdings wurden die Maße von Kindern seit dem Jahr 1986 nicht mehr angepasst (DIN 33402-2/1986). Deshalb wurde bei den Körpermaßen von Kindern auf die Werte von 1986 zurückgegriffen. Hinweise für die Planung In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, die angegebenen oberen und unteren Perzentilwerte zusätzlich zu berücksichtigen, damit Gebäude und Ausstattungen für eine möglichst große Bevölkerungsgruppe zugänglich und nutzbar sind. Besonders Wohnungsbauten sollten so gestaltet werden, dass sie „universell“ von allen genutzt werden können oder Anpassungen an auftretende körperliche Veränderungen im Alter oder bei Krankheit durch entsprechende Vorplanungen ermöglicht werden.
1300

1750

1629

1841

2100

5.

50.

95. Perzentil

Variationsbreite Verteilung der Körperhöhe erwachsener Männer (0. bis 100. Perzentil)

Raumpilot Grundlagen

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Grundlagen

Grundlagen

Körpermaße der Frau entsprechend DIN 33402-2, M 1:20 5., 50. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil, Altersgruppe 18 bis 65 Jahre

MW 195 cm

MW 163 cm MW 152 cm

Reichweite nach oben 184 - 203 cm (Griffachse)

Körperhöhe 154 - 172 cm

Aughöhe 143 - 161 cm

5. Perzentil Schulterbreite 40 cm

50. Perzentil Schulterbreite 44 cm

95. Perzentil Schulterbreite 49 cm

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Raumpilot Grundlagen

55 cm Aughöhe 109 -126 cm MW 42 cm Sitzhöhe 38-45 cm MW 69 cm Reichweite nach vorne 63 .64 cm Körperhöhe 119 .Anthropometrie MW 160 cm MW 128 cm MW 118 cm MW 50 cm Kniehöhe 46 .136 cm Raumpilot Grundlagen Reichweite nach oben 149 .75 cm (Griffachse) MW 69 cm Gesäß.Knielänge 55 .167 cm 17 Grundlagen .

Grundlagen Körpermaße des Mannes entsprechend DIN 33402-2.174 cm 5. Perzentil. (MW = Medianwert) und 95. 50. Altersgruppe 18 bis 65 Jahre MW 208 cm MW 175 cm MW 163 cm Reichweite nach oben 198 . Perzentil Schulterbreite 49 cm 95. Perzentil Schulterbreite 44 cm 50.186 cm Aughöhe 153 .. Perzentil Schulterbreite 53 cm 18 Raumpilot Grundlagen .221 cm (Griffachse) Körperhöhe 165 . M 1:20 5.

66 cm MW 45 cm MW 54 cm Sitzflächenhöhe 41 .59 cm Aughöhe sitzend 115 .146 cm MW 125 cm MW 136 cm Anthropometrie Raumpilot Grundlagen MW 169 cm 19 Reichweite nach oben 160 .Knielänge 57 .181 (Griffachse) Grundlagen .135 cm Körperhöhe 127 .49 cm Kniehöhe 50 .82 cm (Griffachse) MW 61 cm Gesäß.MW 74 cm Reichweite nach vorne 69 .

133 cm Hocken Sitzhöhe ca. 17 cm Aughöhe ca. 78 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 41 cm Aughöhe ca. 53 cm Platzbedarf in der Tiefe ca.Grundlagen Aufgerichtet liegen Sitzhöhe 0 cm Aughöhe ca. 98 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 81 cm 200 cm 180 cm 160 cm 140 cm 120 cm 100 cm 80 cm 60 cm 40 cm 20 cm 0 cm 20 Raumpilot Grundlagen . 135 cm Entspannt sitzen Sitzhöhe ca.

78 cm Aughöhe ca. 41 cm Aughöhe ca. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 21 Grundlagen Im Sessel sitzen Sitzhöhe ca. 155 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 44 cm Aughöhe ca. 123 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 64 cm .Anthropometrie Körpermaße eines erwachsenen Mannes in unterschiedlichen Sitzpositionen (Körpergröße 175 cm / 50. 80 cm Aughöhe ca. 116 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 158 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. Perzentil). 80 cm An der Bar sitzen Sitzhöhe ca. 77 cm Angelehnt stehen Sitzhöhe ca. 103 cm Am Tisch sitzen Sitzhöhe ca.

M 1:50 2050 1660 1320 1280 950 1250 580 535 860 1500 1100 625 1280 1100 1750 1250 2125 600 670 1000 900 1750 375 625 490 875 1000 1750 ≥ 1000 22 Raumpilot Grundlagen . Perzentil).Grundlagen Platz.und Bewegungsflächenbedarf von Erwachsenen mit durchschnittlichen Körpermaßen (ca. 50.

2100 1120 ≥ 1150 Platzbedarf 2 Pers.Anthropometrie 1000 770 875 875 815 300 1330 625 875 1010 1330 1760 700 900 850 750 1100 1100 ca. ≥ 1700 Platzbedarf 3 Personen ≥ 2250 Platzbedarf 4 Personen ca. 6 Personen / m² Grundfläche entspricht Dichte im Aufzug Raumpilot Grundlagen 23 Grundlagen .

33 cm 5. M 1:20 5. Perzentil. Altersgruppe 3 Jahre MW 113 cm MW 101 cm MW 91 cm Reichweite nach oben 105 . Perzentil Schulterbreite 35 cm MW 33cm Gesäß. 50.) Körperhöhe 92 .90 cm Aughöhe 85 .127 cm (Griffachse) MW 94 cm MW 82 cm MW 71 cm Reichweite nach oben 85 .36 cm 24 Raumpilot Grundlagen Körperhöhe 72 .106 cm (Griffa.80 cm . Perzentil Schulterbreite 31 cm 95. (MW = Medianwert) und 95.111 cm MW 94 cm MW 25 cm Sitzflächenhöhe 19-28 cm Kniehöhe 25 .Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986). Perzentil Schulterbreite 25 cm 50.Knielänge 30 .99 cm Aughöhe 61 ..

103 cm Aughöhe 100 . Perzentil Schulterbreite 27 cm Körperhöhe 111 . M 1:20 5. Altersgruppe 6 Jahre . Perzentil Schulterbreite 32 cm 95.120 cm Raumpilot Grundlagen 25 Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986).. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil. 50. Perzentil Schulterbreite 37 cm 50.Knielänge 33 .151 cm (Griffachse) Aughöhe 75 .92 cm Kniehöhe 31 .40 cm Sitzflächenhöhe 25 .33 cm MW 36 cm MW 30 cm MW 39 cm Gesäß.129 cm Körperhöhe 85 .44 cm 5.125 cm (Griffachse) MW 85 cm Reichweite nach oben 125 .Anthropometrie MW 139 cm MW 120 cm MW 114 cm MW 109 cm MW 95 cm Reichweite nach oben 100 .

Grundlagen Körperwachstum und Veränderung der Körperproportionen bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 18 Jahren entsprechend DIN 33402-2 (1986) M 1:20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 16 Jahre 18 Jahre 26 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 220 200 Greifhöhe nach oben 180 Körperhöhe Greifhöhe sitzend 160 Augenhöhe 140 Körperhöhe sitzend 120 Augenhöhe sitzend 100 80 Greifweite nach vorne 60 Gesäß-Knielänge Kniehöhe Sitzflächenhöhe Schulterbreite 40 20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 15 Jahre 18 Jahre Raumpilot Grundlagen 27 Grundlagen .

Grundlagen Greifraum Rollstuhlfahrer. M 1:20 Der Greifraum ist in Abhängigkeit von der Beweglichkeit des Oberkörpers unterschiedlich groß 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 40 20 0 20 40 60 80 100 120 28 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 20 0 20 40 60 80 100 120 40 20 0 20 40 60 80 100 Raumpilot Grundlagen 29 Grundlagen .

Pourat. Philosophy. Stuttgart. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. Pourat. Normierte Baukultur im 20.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 33402-1 / März 2008 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 1: Begriffe. Meßverfahren DIN 33402-2 / Dezember 2005 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte DIN 33402-2 Berichtigung 1 / Mai 2007 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte.): Universell. Jahrhundert. Fortsetzung des ersten Buches „Der Modulor“ von 1948. Stuttgart 1956 (Originalausgabe 1948) Le Corbusier: Modulor 2. Frankfurt am Main. LeinfeldenEchterdingen 2003 Padovan. Gerhard.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. da die Altersgruppe 3 Jahre bis 17 Jahre in der neuen Ausgabe der DIN 33402 vom Dezember 2005 nicht mehr erfasst wurde) DIN 33402 Teil 3 / Oktober 1984 / Körpermaße des Menschen – Bewegungsraum bei verschiedenen Grundstellungen und Bewegungen Literatur Le Corbusier: Der Modulor. Berichtigungen zu DIN 33402-2: 2005-12 DIN 33402-2 Beiblatt 1 / August 2006 / Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. Berlin. New York 1999 30 Raumpilot Grundlagen . Beiblatt 1: Anwendung von Körpermaßen in der Praxis DIN 33402 Teil 2 / Oktober 1986 / Körpermaße des Menschen – Werte/ zurückgezogen (es wurde hier auf diese DIN zurückgegriffen. Walter: Ernst Neufert. anpassbar. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. London. integrativ. Science. Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren harmonischen Maßes im menschlichen Maßstab. New York 1999 Prigge. Architecture. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Daniela. Köln 1996 Stemshorn. Gerhard. Axel (Hrsg. Richard: Proportion. Stuttgart1955 (Originalausgabe 1955) Loeschcke.

Barrierefrei Raumpilot Grundlagen 31 Grundlagen .

Essen barrierefrei Seite 220f. 110 140 110 140 Aufzug barrierefrei Seite 84f. 150 120 Schlafen barrierefrei Seite 238f. 6% Treppe barrierefrei Seite 71f. 150 90 75-90 Barrierefrei Seite 32f. 75-90 max. 190 Ankommen barrierefrei Seite 189f. 350 500 150 32 Raumpilot Grundlagen 150 Arbeiten barrierefrei Seite 258f. 90 90 Ruhender Verkehr barrierefrei Seite 120f. 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei Seite 230f.Grundlagen Detailkapitel Barrierefrei – Übersicht Grundlagen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden und Wohngebäuden Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Anthropometrie barrierefrei Seite 28f. Kochen barrierefrei Seite 208f. .

Nutzungsneutral barrierefrei Seite 308f. 20m2+ 15m2+ 95 Reinigen und pflegen barrierefrei Seite 274f. 150 Nebenbereiche barrierefrei Seite 550f.140 40 .Barrierefrei Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Arbeiten/Lernen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden Grundlagen Raumpilot Grundlagen 95 150 180 150 95 200 150 150 Wirtschaften barrierefrei Seite 284f. 40 .140 Aufbewahren barrierefrei Seite 290f. 33 . 85 60 Private Freibereiche barrierefrei Seite 318f. Entsorgen barrierefrei Seite 302f.

Grundlagen Barrierefrei 35 36 37 39 40 40 40 41 41 41 42 42 42 43 44 46 47 Einleitung Gesetzliche Grundlagen Arten der Behinderung Allgemeine Planungsregeln DIN-Normen Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Erreichbarkeit/Schwellen Durchgangs. Form und Materialien Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Flurbreiten Planungshinweise/Literatur 34 Raumpilot Grundlagen . Farben und Kontrast.und Öffnungsbreiten Türhöhen Bedienhöhe Sicht-/Augenhöhe Greifraum Orientierung.

Personen „außerhalb der Norm“ dürfen nicht durch Sonderlösungen stigmatisiert werden. dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich. Vor diesem Hintergrund muss eine zukunftsweisende Planung vor allem integrativ sein. doch auch jüngere Personen können durch Krankheiten oder Unfälle temporär oder langfristig betroffen sein. Im Alter treten Mobilitäteinschränkungen und sonstige kognitive. Auch für sie ist eine „barrierefreie“ räumliche Umgebung eine wesentliche Voraussetzung für ein möglichst selbstständiges Leben.85 65 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 210 35 Grundlagen . “ (Neumann 2005. dass sie möglichst für alle zugänglich und ohne fremde Hilfe nutzbar sind. für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist und ein Qualitätsmerkmal darstellt. 55 80 .90 70 70 70 . physische oder psychische Beeinträchtigungen anteils- mäßig zwar häufiger auf.Barrierefrei Einleitung „So ist mittlerweile bekannt. Seite 2) Der demografische Wandel trägt mit dem erheblich wachsenden Anteil älterer Personen dazu bei. Eine entsprechende „integrative Planung“ bedeutet bauliche Umgebungen im Sinne eines „universellen Designs“ so zu gestalten. dass die Unterschiede zwischen den individuellen physischen und psychischen Fähigkeiten innerhalb der Bevölkerung zukünftig noch weiter zunehmen werden.

Für diese Gruppe wurde 2005 folgende Verteilung ermittelt: Gesetzliche Grundlagen Die Forderung nach Integration ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unter Artikel 3. “ Diesem Anspruch will die bundesdeutsche Gesetzgebung auch mit Hilfe von konkreten baurechtlichen Vorgaben und weiteren Planungsempfehlungen für die sogenannte „barrierefreie Planung“ entsprechen. Eine Definition des Begriffs „Barrierefreiheit“ findet sich unter anderem in dem deutschen „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ unter § 4: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen. Abs. technische Gebrauchsgegenstände.6 Mio. um ihnen eine weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Davon zählte der größte Teil (6. 2005) 100 90 110 120 190 36 Raumpilot Grundlagen . Verkehrsmittel. ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Art der Behinderung Körperliche Behinderung davon: Innere Organe Gliedmaße Wirbelsäule/Rumpf Blinde/Sehbehinderte Sprach-/Gehörgeschädigte zerebrale Störungen geistige/seelische Behind. sonstige Behinderungen Anteil 67 % 26 % 14 % 14 % 5% 4% 9% 9% 15 % (Statistisches Bundesamt.Grundlagen Im Jahr 2005 war etwa jeder zehnte Einwohner Deutschlands (8. 3 verankert: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.) zu den Schwerbehinderten (mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent). “ Mittels einer barrierefreien Planung sollen die Voraussetzungen für ein selbstständiges und unabhängiges Leben der Betroffenen geschaffen werden. Systeme der Informationsverarbeitung.7 Mio. akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikations­ einrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche.) als behindert „amtlich anerkannt“ . wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise.

130 . im Durchschnitt ca. selbstständig und kostenfrei Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten. wenn ihre körperliche Funktion. “ Ulrich Bleidick definiert den Begriff etwas abweichend: „Als behindert gelten Personen. öffentlichen Toiletten in Fußgängerzonen. 167 37 Grundlagen Funktionen soweit beeinträchtigt sind. 122 Raumpilot Grundlagen ca. “ (Bleidick 1997 . zum Beispiel in Bahnhofstoiletten. – ist ein inzwischen europaweit einheitlich eingeführtes Schließsystem.Barrierefrei Arten der Behinderung Für den Begriff „Behinderung“ existiert keine universelle. Der Euroschlüssel des CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e. welche infolge einer Schädigung ihrer körperlichen. dass ihre unmittelbaren Lebensverrichtungen oder die Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert wird. V. das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht. seelischen oder geistigen In den meisten Auflistungen werden sieben Arten von Behinderungen unterschieden: – Körperliche Behinderungen – Sinnesbehinderungen – Sprachbehinderungen – Psychische Behinderung – Lernbehinderungen – Geistige Behinderungen – Multimorbidität (= paralleles Auftreten verschiedener Krankheiten beziehungsweise verschiedener Behinderungen).150 125 160 180 175 M 1:50 ca. Museen oder Behörden. Seite 9) Euroschlüssel . geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. den verschiedenen Anwendungsgebieten gleichermaßen entsprechende Definition. Das deutsche Gleichstellungsgesetz definiert den Begriff beispielsweise unter § 3 wie folgt: „Menschen sind behindert.

100 85 58 .100 105 . dass auch die Körpermaße von Kindern räumliche Bedingungen und Ausstattungsmaße „außerhalb der Norm“ von Erwachsenen erfordern (siehe Kapitel Anthropometrie).Grundlagen Darüber hinaus werden Behinderungen auch entsprechend des Behinderungsgrads unterschieden: – Einfachbehinderung – Mehrfachbehinderung – Schwerbehinderung – Schwerstbehinderung Neben dauerhaften physischen oder psychischen Einschränkungen können auch temporäre Mobilitätseinschränkungen auftreten. Oft wird vergessen.65 90 . Rollator Sportrollstuhl Faltrollstuhl 75 . Prinzipiell kann schon das Mitführen von einem Kinderwagen oder großen Koffern erhebliche Mobilitätseinschränkungen mit sich bringen. Daneben können auch Kleinwüchsige.120 25-32 65 .72 38 Raumpilot Grundlagen 89 .100 85 . außergewöhnlich große Personen oder auch stark übergewichtige Personen ohne eine entsprechend berücksichtigende Planung sowohl im öffentlichen Bereich wie im privaten Wohnen auf „Barrieren“ oder „Grenzen“ stoßen.102 75 . Eine barrierefreie Planung sollte diese Vielfalt in der Bevölkerung berücksichtigen. die fremde Hilfe oder entsprechende Anpassungen der räumlichen Bedingungen erforderlich machen.

127 130 . Heimen. Kindertageseinrichtungen und Für Wohnbauplanungen wurde in der LBO BW unter § 35 (3) festgelegt: „In Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. “ (LBO BW 2006. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Kirchen.132 62 . eine Toilette. Hotels und sonstige gewerblich genutzte Gebäude ab 1200 m² Nutzfläche und Großgaragen (siehe hierzu auch MBO § 50). Volkshochschulen.65 90 .110 85 .77 102 . In diesen Wohnungen müssen die Wohn. Versammlungsstät­­ ten. § 35 (3)) Ausnahmen von dieser Festlegung sind möglich./Kombiwagen Buggy /Sportwagen 113 . Verkaufsstätten. Hochschulen. Begegnungsstätten und Schulen für behinderte oder/und alte Menschen unter anderem auch alle öffentlich zugänglichen Gebäude. Gaststätten. Schulen. Elektrorollstuhl Kinder. . welche bauliche Anlagen bei Neuplanungen grundsätzlich barrierefrei zu gestaltet sind.60 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 105 . Krankenhäuser.Barrierefrei Allgemeine Planungsregeln Wesentliche Festlegungen zur barrierefreien Planung finden sich in der Musterbauordnung MBO und entsprechend auch in den Landesbauordnungen. Bürogebäude.140 55 . In der LBO BW ist unter § 39 „Barrierefreie Anlagen“ festgelegt.135 50 .110 39 Grundlagen Kinderheime. Museen. falls durch die Umsetzung der barrierefreien Planung ein unverhältnismäßiger Mehraufwand entsteht (beispielsweise wenn dafür aufwendige Aufzugsanlagen notwendig wären). Insbesondere werden aufgeführt: Verwaltungsgebäude. Hierzu zählen neben speziellen Wohnungen.und Schlafräume.

Die DIN 18024 widmet sich der barrierefreien Planung in öffentlichen Freiflächen (Teil 1) und in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten (Teil 2). für ihre Handhabung wird aber weit mehr Platz gebraucht. Hierfür liegen jedoch noch keine detaillierten Planungsempfehlungen vor. Dagegen sind die notwendigen Mindestmaße für die Rollstuhlnutzung sehr detail- 85 40 Raumpilot Grundlagen . Rollatoren sind meist 60 cm bis 65 cm breit. Seit Februar 2009 liegt dazu der Normenentwurf für eine neue DIN 18040 (Entwurf) vor.Grundlagen DIN-Normen Konkrete Planungsempfehlungen für eine barrierefreie Planung sind in Deutschland gegenwärtig in der DIN 18024 und in der DIN 18025 aufgeführt. diese Normen zu überarbeiten und um einige Aspekte zu erweitern. Diese neue Norm soll langfristig beide derzeit noch gültigen DIN-Normen ersetzen. Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Zur Unterstützung bei Mobilitätseinschränkungen werden neben einfachen Gehhilfen wie Stöcken oder Krücken inzwischen auch sogenannte „Rollatoren“ verwendet. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen. In Baden-Württemberg wurden die DIN 18024 Teil 2 und die DIN 18025 Teil 1 und 2 mit einigen Einschränkungen in die „Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB)“ übernommen und damit in diesem Bundesland bauaufsichtlich eingeführt. Die DIN 18025 gibt Empfehlungen zur barrierefreien Planung von Wohnungen.

Die festgelegten Planungsmaße für die barrierefreie rollstuhlgerechte Planung sind grundsätzlich für die Nutzung eines Elektrorollstuhls ausgelegt (hierfür wurde angenommen: Rollstuhl mit 85 cm Breite und 120 cm Länge).Barrierefrei liert ermittelt. 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 41 Grundlagen Türöffnungen grundsätzlich mindestens 90 cm lichte Öffnungsbreite notwendig. Soweit Schwellen technisch unbedingt erforderlich sind. nicht rollstuhlgerechte Planung dagegen ein lichtes Türdurchgangsmaß von 80 cm. sind zum sicheren Passieren von Entsprechend DIN 18025 Teil 2 genügt für die barrierefreie.und Öffnungsbreiten Obwohl Rollstühle selten breiter als 70 cm sind. Durchgangs. Türhöhen Türöffnungen sollten entsprechend den Normen in der barrierefreien Planung grundsätzlich eine lichte Höhe von mindestens 210 cm nicht unterschreiten. dürfen sie entsprechend DIN 18040 (Entwurf). Erreichbarkeit/Schwellen Untere Türanschläge und -schwellen sind in der barrierefreien und rollstuhlgerechten Planung grundsätzlich zu vermeiden. DIN 18024 und DIN 18025 nicht höher als maximal 2 cm sein. im Außenbereich maximal 3 cm (DIN 18024). Hauseingangstüren. . Wohnungseingangstüren und Aufzugstüren müssen jedoch auch entsprechend Teil 2 grundsätzlich eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben. Dies entspricht den Anforderungen von DIN 18024 und DIN 18025 Teil 1.

Auch für Personen mit Gehstock oder mit Rollator kann eine Türklinkenhöhe über 85 cm eventuell günstiger sein. wird eine Höhe von circa 130 cm bis 150 cm zum Anbringen von Informationen als eine Kompromisslösung angegeben. Da die Augenhöhe bei Erwachsenen. (Die Türgriffhöhe von 105 cm wird häufig vom Personal in Pflege. Um Kindern und Rollstuhlfahrern mit ihrer niedrigeren Augenhöhe auch Ausblick zu gewähren. Der horizontale Greifbereich eines er- Alter 5-14 35-44 55-64 74-90 ≥ 210 ≥ 40 optimal 85 ≤ 140 ≥ 90 Aufwärtsbeweglichkeit der Augen in unterschiedlichen Altersstufen Greifhöhen ≥ 80 (≥ 90) Mindest-Durchgangsmaße entsprechend DIN 42 Raumpilot Grundlagen ≥ 210 . die abweichende Dimensionierung von üblichen Möbeln und vor allem die Unterfahrbarkeit von Einrichtungen in Bad und Küche muss zusätzlich zur Bedienhöhe beachtet werden. Fenstergriffe und ähnliches in der durchschnittlich optimalen Bedienhöhe von 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens anzubringen. Fenster. Bedienhöhe Entsprechend den Barrierefrei-Normen sind alle Bedienelemente wie Türklinken. Lichtschalter. wird empfohlen. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. Die direkte Anfahrbarkeit sämtlicher Bedienungsvorrichtungen.Grundlagen Bedienhöhe Die durchschnittlich optimale Bedienhöhe liegt bei 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens.und Altersheimen gewünscht).und Balkonbrüs­ tungen nur bis zu einer Höhe von 60 cm massiv auszubilden. Kindern und Rollstuhlbenutzern sehr unterschiedlich ist. Sicht-/Augenhöhe Optische Informationen werden am besten in Augenhöhe gelesen. Greifraum Der Greifraum eines Menschen hängt stark von der Beweglichkeit seines Oberkörpers ab. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig.

Da besonders bei Kindern und älteren Menschen die Feinmotorik unterschiedlich ausgeprägt ist. eckig oder zu hart auszubilden. 80 ca. Daneben ist es sinnvoll. höhen beschränken sich dann auf einen Bereich zwischen 50 cm und 85 cm. ca.Barrierefrei Im vertikalen Greifbereich sind für ältere Menschen und für Rollstuhlfahrer drei Höhen von besonderer Bedeutung: die durchschnittlich mögliche niedrigste Greifhöhe bei 40 cm. rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers Mindestbewegungsfläche in Räumen (90 cm) und vor Möbeln (120 cm) M 1:50 Raumpilot Grundlagen 43 Grundlagen wachsenen Menschen beträgt bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers circa 80 cm. Bei frontalem Anfahren wird das Greifen für einen Rollstuhlfahrer schwieriger. bei eingeschränkter Beweglichkeit kann er sich erheblich verkleinern (Abbildung Seite 28-29). ist die Formgebung von Ausstattungselementen von besonderer Bedeutung. . 80 ca. 60 ≥ 150 Mindestbewegungsfläche zum Wenden für Rollstuhlfahrer ≥ 150 ≥ 90 ≥ 120 Horizontaler Greifbereich. Informationen entsprechend dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ so zu vermitteln. die durchschnittlich optimale Greifhöhe bei 85 cm und die durchschnittlich höchstmögliche Greifhöhe ohne Hilfsmittel bei etwa 140 cm. Form und Materialien Normalsichtige Menschen nutzen für ihre Orientierung bis zu 90 Prozent visuelle Informationen und Signale. dass sie parallel von zwei unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden können. Kommunikationsmöglichkeiten. Für blinde Menschen bietet vor allem der Einsatz taktiler Elemente und/oder akus­ tischer Signale entsprechende zusätzliche Es wird daher empfohlen Türklinken. Mit einer Greifzange können eventuell noch höher liegende Gegenstände erreicht werden. Bei Sehbehinderungen sind stärkere Farbsignale und Kontraste sehr wichtig. Menschen mit eingeschränkter Hörfunktion sind dagegen je nach Schweregrad zusätzlich auf eine akustisch-visuelle oder rein visuelle Orientierung angewiesen. Handläufe und Haltegriffe der Handform entsprechend ergonomisch anzupassen und diese nicht scharfkantig. links bei eingeschränkter. die Greif- Orientierung. Farben und Kontrast. 60 ca.

nach außen öffnend Bewegungsablauf Schiebetür Bewegungsablauf Aufzugstür 44 Raumpilot Grundlagen . M 1:100 Bewegungsablauf Drehflügeltür.Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen. nach innen öffnend Bewegungsablauf Drehflügeltür.

Dieses Maß gilt unabhängig davon. damit Rollstuhlfahrer sie unbehindert durchfahren können .oder Schiebetür handelt. die baulich nicht eingeschränkt werden darf. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. ► DIN EN 81-70 / September 2005 / „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“ legt wesentliche Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung im Bereich des Fahrkorbs fest. Weitere detaillierte Angaben zur barrierefreien Aufzugsplanung sind im Kapitel „Aufzug“ auf den Seiten 96-97 aufgeführt. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18040 (Entwurf) Bewegungsflächen vor Schiebetüren. Bei der Aufzugstür ist eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm erforderlich. Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. wobei letztere für einen Rollstuhlfahrer meist leichter zu bedienen ist. 18025. 18025. ob es sich um eine Drehflügel. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Bewegungsflächen vor Aufzugstüren. . M 1:50 ≥ 110 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 50 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 150 Bewegungsflächen vor Drehflügeltüren. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Raumpilot Grundlagen ≥ 140 45 Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Vor barrierefreien Aufzügen muss eine Mindestbewegungsfläche von 150 x 150 cm vorgesehen werden.Barrierefrei Zum Anfahren des Türdrückers benötigt der Rollstuhlfahrer beidseitig der Tür eine Bewegungsfläche von 50 cm. 18025.

und rückwärtsfahrend uneingeschränkt nutzen kann. wenn mindestens einmal eine Bewegungsfläche von 150 x 150 cm zum Wenden vorhanden ist. Für die Begegnung von Rollstuhlbenutzern muss eine Bewegungsfläche von mindes­ tens 180 cm x 180 cm vorhanden sein. Hierbei ist eine Breite von 120 cm ausreichend. bei langen Fluren muss diese Bewegungsfläche mindestens alle 15 m angeordnet werden (15 m-Angabe aus DIN 18040 Teil 2 (Entwurf)).Grundlagen Flurbreiten Bewegungsfläche für Rollstuhlbenutzer ohne Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen für Rollstuhlbenutzer bei Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen bei Begegnung von Rollstuhlbenutzern ≥ 120 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 180 Es genügt eine Flurbreite von 120 cm. Die Bewegungsfläche von 150 x 150 cm muss in jedem Raum und auf Fluren als Wendemöglichkeit vorhanden sein. Rollstuhlgerechte Mindestflurbreiten entsprechend DIN 18024. DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf). M 1:50 46 Raumpilot Grundlagen ≥ 180 . die der Rollstuhlbenutzer ausschließlich vor. Ausgenommen sind Räume.

Plätze. § 8 Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr Musterbauordnung MBO 2002 DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Ausgabe: Januar 2003 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinien 2007 / § 3.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Öffentlich zugängliche Gebäude (geplant als Ersatz für DIN 18024) DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Wohnungen (geplant als Ersatz für DIN 18025) DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN EN 81-40 / April 2009 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Gesetze/Verordnungen Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (19.und Fördertechnik Raumpilot Grundlagen 47 Grundlagen Personen. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN 15325 / Dezember 1990/ Aufzüge. Abs.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen. 2 Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten für Menschen mit Behinderung Richtlinien VDI 6008 / August 2005 / Barrierefreie und behindertengerechte Lebensräume – Anforderungen an die Elektro. Wege. Deutsche Fassung EN 81-40:2008 / Gestaltung barrierefreier Produkte .und Gütertransport – Teil 40: Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen. Ausgabe 1987 modifiziert DIN 32975 / Entwurf Juni 2008 / Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung DIN 32981 / November 2002 / Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) . ISO 4190-5. März 2009).Anforderungen DIN 32984 / Mai 2000 / Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum DIN 77800 / September 2006 / Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ DIN-Fachbericht 124. Signalelemente und Zubehör. Bedienungs-. Artikel 3 Bürgerliches Gesetzbuch 2007 / Artikel 1 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG 2002) auch § 4 Barrierefreiheit (Definition). öffentliche Verkehrs.Barrierefrei Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Straßen.

: Einführung in die Behindertenpädagogik Band I. Berlin 2008 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.V.und Bestandsumplanung (Zugriff 11.Grundlagen Literatur Bleidick.): Taktile.): Handbuch und Planungshilfe barrierefreie Architektur.de/sub/de/barrierefrei_planen/normen/normen (Zugriff 11. Fachingenieure und Bauherren zur DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. Bauherren. Ausgabe November 1996 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Barrierefrei. Oliver. Bad Arolsen 2002 Loeschcke.): Barrierefreies Bauen und Gestalten für sehbehinderte Menschen. akustische und optische Informationen im öffentlichen Bereich: Barrierefrei für Blinde und Sehbehinderte. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. 2 (http://www.2009) http://www. LeinfeldenEchterdingen 2003 Marx. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte.de Informationen und Planungshilfen zu relevanten DIN. Philipp (Hrsg. Lentze. Ausgabe 1992 Internet Neumann.): Barrierefreie Wohnungen.pdf (Zugriff 11. Dietmar (Hrsg. Peter.): Barrierefreies Bauen.2009) 48 Raumpilot Grundlagen .06. Christine. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. integrativ. Leitfaden für Architekten.06. Köln 1996 Stemshorn. Gerhard. Johann: DETAIL Praxis Barrierefreies Bauen. inklusive Checklisten für Neubau. S. Joachim. Axel (Hrsg. Maßen und Produkten der barrierefreien Planung (Zugriff 11. Leitfaden für Architekten. Ebe. anpassbar. Ulrich u. Berlin 2005.php Dachverband Integratives Planen und Bauen e. Ulrike (Hrsg. Helmut: Barrierearm – Realisierung eines neuen Begriffes: Kompendium kostengüns­ tiger Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von Barrieren im Wohnungsbestand. Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten. Hannover 2003 Edinger. Degenhart.fdst. Fachingenieure. in: ECA Europäisches Konzept für Zugänglichkeit. Christine. Hannover 2002 Böhringer. Stuttgart 1994 Rau. Stuttgart 2007 Fischer. Gerhard. Lerch. Dietmar (Hrsg.2009)) http://nullbarriere.dipb. Berlin 2009 Heiss. München 2009 Loeschcke.)): Universell.a. Meuser. Susanne.barrierefrei-portal.de/w/files/pdf/eca_ deutsch_internet. Bauen für die Zukunft. Pourat. Pourat. Berlin.2009) http://www.06.org/infomaterial. zur DIN 18024 Teil 2. Stuttgart1997 Böhringer. Stuttgart. Daniela (HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg.06.

Treppe Raumpilot Grundlagen 49 Grundlagen .

Grundlagen Treppe 51 51 52 53 54 55 56 58 59 60 62 63 64 65 65 67 68 71 73 74 Einleitung Notwendige und nicht notwendige Treppen Notwendige Treppen Treppenteile Steigungsverhältnis Treppenneigungen Nutzbare Treppenlaufbreite Treppenraumprofil Treppendurchgangshöhe Lauflinie und Gehbereich Treppenpodeste Krankentransporte Stufenschnitt im Podestbereich bei zweiläufiger massiverTreppe Unterschneidung Geländer Handlauf Treppenarten Barrierefreie Treppenplanung Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Planungsregeln/Literatur 50 Raumpilot Grundlagen .

Dies kann mit einer niedrigen Steigung und tiefem Auftritt erreicht werden. Ausnahmen von dieser Forderung sind möglich: 1. Da Treppen in vielen Fällen einen wichtigen Bestandteil von Fluchtwegen bilden. wenn ihre Nutzung ausreichend sicher ist und im Brandfall nicht gefährdet werden kann. Raumpilot Grundlagen 51 Grundlagen . Mit Treppenlauf wird die ununterbrochene Folge von mindestens drei Treppenstufen (drei Steigungen) bezeichnet. Innenliegende notwendige Treppen können gestattet werden.Treppe Außenliegende „ Treppenlandschaft“ Außenliegende Treppe und Treppenturm Innenliegende. die aus mindestens einem Treppenlauf bestehen. Die speziellen Anforderungen an die bauliche Ausführung notwendiger Treppen sind in der MBO (§ 34 und § 35) und entsprechend in den Landesbauordnungen (BadenWürttemberg: LBO BW § 28 und LBOAVO u. (Definition entsprechend DIN 18065 „Gebäudetreppen“) Für die Planung einer Treppe ist neben der gestalterischen Absicht vor allem ihre Funktion innerhalb des Gebäudes von Bedeutung. für die Verbindung von höchstens zwei Geschossen innerhalb einer Nutzungseinheit mit insgesamt nicht mehr als 200 m². und nicht notwendigen oder zusätzlichen Treppen. als Außentreppe. Entsprechend § 35 (3) müssen notwendige Treppen durchgehend an einer Außenwand geführt werden. natürlich belichtbare Treppen Einleitung Treppen dienen dem Überwinden von Höhenunterschieden. die auch als Fluchtweg dienen sollen. § 35 (2) schreibt vor. dass von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses mindestens ein notwendiger Treppenraum oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 35 m Entfernung erreichbar sein muss. durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum). werden verschiedene Anforderungen an den Raumbereich zwischen notwendiger Treppe und Ausgang gestellt (Rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse et cetera). Notwendige und nicht notwendige Treppen Die einzelnen Landesbauordnungen regeln unter anderem den vorbeugenden Brandschutz. Sie sind fest mit dem Bauwerk verbundene Bauteile. 2. Sofern der Ausgang eines notwendigen Treppenraums nicht unmittelbar ins Freie führt. für Gebäude der Gebäudeklasse 1 und 2 (Definition siehe MBO 2 „Begriffe“). wenn in jedem Geschoss ein anderer Rettungsweg erreicht werden kann. Dagegen steht bei einer Fluchttreppe üblicherweise die schnelle Höhenüberwindung im Vordergrund. Entsprechend MBO § 35 (1) muss jede notwendige Treppe zur „Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen. werden hierin Anforderungen an ihre Ausführung und Brandsicherheit beschrieben. § 11) aufgeführt. a. § 10. wenn im Brandfall keine Gefährdung durch Raucheintritt vorliegt. Die Bauordnung unterscheidet zwischen notwendigen Treppen. Bei einer repräsentativen Treppe in öffentlichen Gebäuden kann beispielsweise ein langsames Schreiten erwünscht sein. 3.

Bei Gebäuden mit mehr als 8 m Brüstungshöhe muss die Erreichbarkeit mit Hubrettungsfahrzeugen sichergestellt sein (MBO § 5). Hochhausrichtlinien et cetera. Schulbaurichtlinien. Entfernung 25 m 25 m 25 m 30 m 30 m Notwendige Treppen Die Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses bis zu mindestens einem Fluchtweg (Fluchttreppe) oder einem Ausgang ins Freie darf bei Gebäuden. Richtlinien für Kindergärten. 30 m 35 m 35 m Die maximale Entfernung zur Fluchttreppe wird gerechnet vom äußersten Punkt des Raums bis zur Tür des Fluchttreppenhauses. u. höchstens 35 m (MBO) beziehungsweise 40 m (LBO BW) betragen. LBO.a. wenn in den notwendigen Treppenraum kein Feuer und Rauch eindringen kann (Sicherheitstreppenraum). Fluchtweg kann durch Hubrettungsfahrzeuge sichergestellt werden besondere Anforderungen an Treppenräume. die keine Sonderbauten nach LBO sind. HHR 52 Raumpilot Grundlagen . außer Sonderbauten Anzahl notwendiger Treppen Wohngebäude bis 2 WE Gebäude bis 7 m (LBO BW) Gebäude bis 22 m Gebäude über 22 m 1 1 2 sonstiges Innenliegende. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! Max. zum Beispiel beach­ Versammlungsstättenverordnung. Zusätzlich ist ein zweiter Rettungsweg erforderlich. Geschäfts. Jedes vom umgebenden Gelände nicht betretbare Geschoss mit Aufenthaltsräumen muss über mindestens eine notwendige Treppe zugänglich sein. Ein zweiter Rettungsweg ist nicht erforderlich. Fluchtweg kann durch Feuerwehrleitern sichergestellt werden Der 2. Fluchtwege / notwendige Treppen für Gebäude mit Aufenthaltsräumen. Für Hochhäuser (siehe MBO 2 (4) Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses höher als 22 m über Gelände­ oberfläche) gelten ebenfalls besondere Anforderungen. Ein zweiter Rettungsweg kann eine von der Feuerwehr erreichbare Nutzungseinheit sein. Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung tet werden.und Warenhausverordnung.Grundlagen Maximale Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums zu einem notwendigen Treppenraum Gebäudeart Hochhäuser Gast. Krankenhausbauverordnung. offene Treppen sind ausreichend Der 2.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude.

.Treppe Treppenteile Definition entsprechend DIN 18065 A us tri tts tu fe t Trit stu fe fe tu igu ng s Se pp e tzs te ns Podestbreite Tr ep pe np od es t A Laufbreite/ Podestbreite nt rit Treppenlauflänge ts tu fe Tre pp Tr en ep lau pe na f uf Tre tri tt a Raumpilot Grundlagen 53 Grundlagen ► Hinweis: Seit September 2009 liegt ein Entwurf zur Überarbeitung der DIN 18065 vor.

Das Steigungsverhältnis (s/a) 17/29 gilt nach empirischen Untersuchungen als günstiges Durchschnittsmaß. M 1:50 54 Raumpilot Grundlagen s . Die übliche angenommene Schrittlänge beträgt 63 cm.Grundlagen Steigungsverhältnis Die Beziehung zwischen der Steigungshöhe (s) und der Auftrittsbreite (a) wird als das Steigungsverhältnis bezeichnet und bezieht sich auf das menschliche Schrittmaß. Als durchschnittlich günstiges Steigungsverhältnis gilt: s/a: 17/29 ca. 63 a Bewegungsablauf beim Treppensteigen. Je nach Anforderung an die Treppe wird eine der folgenden Berechnungsformeln verwendet: Schrittmaßregel: 2 s + a = 63 cm Bequemlichkeitsregel: a – s = 12 cm Sicherheitsregel: a + s = 46 cm Entsprechend DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden.

5 (19°) Belagrampe: bis 10° befahrbar. noch trittsicher Flachrampe: bis 6° befahrbar.Treppe Treppenneigung (allgemeine Empfehlungen) Grundlagen Raumpilot Grundlagen Leitern: bis 90° Leitertreppen: 45° .5°) Freitreppe: 12.75° steilste Wohnhaustreppe: 21 / 21 (≤ 45° / 100% Steigung) normale Wohnhaustreppe: 17 / 29 (30.5 / 37 . trittsicherer Belag Treppensteigungen (s) (allgemeine Empfehlungen) Freitreppen Versammlungsstätten Schulen öffentliche Gebäude Gewerbebauten 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm Verwaltungsbauten Wohnhäuser Bodentreppen Kellertreppen nicht notwendige Treppen 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm 55 .

Grundlagen Nutzbare Treppenlaufbreite Die nutzbare Treppenlaufbreite bezeichnet die waagrecht gemessene Laufbreite zwischen der Wandoberflächen und der Innenkante Handlauf beziehungsweise zwischen zwei Handläufen. für drei Personen entsprechend 1.25 m Breite vorgesehen werden. sollte mindestens 1. Überschlägig kann für eine Person mindestens 0. Nutzbare Laufbreite zwischen Wandoberflächen Nutzbare Laufbreite zwischen den Innenkanten von Handläufen Nutzbare Treppenlaufbreite ≥ 75 ≥ 125 ≥ 187. M 1:50 56 Raumpilot Grundlagen .75 m Breite als Mindestbewegungsraum angenommen werden. Damit zwei Personen ungehindert aneinander vorbeilaufen können.5 Orientierungswerte für Treppenbreiten entsprechend dem durchschnittlichen Bewegungsraum von Erwachsenen. Die Treppenbreite wird entsprechend der Anzahl der Nutzer bemessen.875 m.

min.50 m ≥ 2.00 m ≥ 1.00 m MHHR . die zu Aufenthaltsräumen führen Kellertreppen. deren Treppenauftritt a unter 26 cm liegt. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Bodentreppen.40 m ≥ 1. 20 cm 21 cm 21 cm 19 cm 21 cm 23 cm 21 cm 21 cm 26 cm 21 cm 1) schließt auch Maisonettewohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ein 2) aber nicht < 14 cm 3) aber nicht > 37 cm 4) Bei Stufen.Versammlungsstättenverordnung (hier Baden-Württemberg) Raumpilot Grundlagen 57 Grundlagen Die DIN 18065 ist in der Regel eine bauaufsichtlich „eingeführte Norm“ . muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein.20 m ≤ 2. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Sonstige Gebäude Alle Gebäude baurechtlich notwendige Treppen baurechtlich nicht notwendige Treppen Treppenlaufbreite min. je 150 Personen (Schulbaurichtl. 80 cm 80 cm 50 cm 100 cm 50 cm Treppensteigung s2) Treppenauftritt a3) max.Muster-Hochhaus-Richtlinie VkVO . muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. 5) Bei Stufen.Verkaufsstättenverordnung VStättVO . Treppenbreiten in besonderen Bautypen (nach den jeweiligen Vorschriften) Hochhäuser (MHHR) Verkaufsstätten < 500 m (VkVO) 2 ≥ 1.25 m Versammlungsstätten je 150 Personen (VStättVO BW) Schulen min.) ≤ 2.00 m ≥ 1.Treppe Grenzwerte Treppensteigung und Treppenbreite entsprechend DIN 18065 Gebäudeart Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen1) Treppenart Treppen. dass insgesamt 26 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden. dass insgesamt 24 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden. deren Treppenauftritt a unter 24 cm liegt.25 m ≥ 1.

Grundlagen Erforderlicher Raumbedarf entsprechend DIN 18065 Treppenraumprofil Notwendige Treppen nach DIN 18065 ≥ 100 Sonstige Treppen nach DIN 18065 ≥ 80 ≤ 25 ≥ 50 ≤ 25 ≥ 200 ≤ 25 ≤ 15 ≤ 10 ≤ 15 ≤ 10 Der seitliche Abstand von Treppenläufen und Treppenpodesten zur Wand darf nicht mehr als 6 cm betragen. Handlauf: Der Abstand zwischen Wand und Handlauf muss mindestens 5 cm betragen. Die Greifhöhe liegt zwischen 80 und 115 cm (DIN 18065). ≥5 ≤6 ≥ 100 ≤6 ≥ 80 Lichtraumprofil und Seitenabstände. M 1:50 58 Raumpilot Grundlagen ≥ 200 ≥5 . Der Handlauf sollte ununterbrochen durchlaufen.

) Bauteile wie Balken. Deckenunterseite Grundlagen Raumpilot Grundlagen 4 3 2 2 1 lichte Treppendurchgangshöhe Messebenen für lichte Treppendurchgangshöhe ≥ 200 cm Zulässige lichte Treppendurchgangshöhe. Leuchten et cetera dürfen in diesen Raum nicht hineinragen (Ausnahmen siehe: Treppenraumprofile).Treppe Treppendurchgangshöhe Die lichte Durchgangshöhe von Treppen ist in DIN 18065 mit mindestens 200 cm festgelegt. M 1:50 59 . Leuchte 3 Balken 4 Dachschräge. Begrenzung der lichten Durchgangshöhe beispielsweise durch: 1 Unterseite eines darüberliegenden Treppenlaufs 2 Rohr. (Wenn möglich sollte eine größere Höhe von mindestens 220 cm ausgeführt werden.

Sie liegt im Gehbereich. Bei Wendeltreppen mit einer nutzbaren Treppenbreite < 100 cm liegt der Gehbereich mittig und beträgt 20 Prozent der nutzbaren Laufbreite. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten bis 100 cm hat der Gehbereich eine Breite von 20 Prozent der nutzberen Treppenlaufbreite und liegt im Mittelbereich der Treppe (DIN 18065/ 9. Im Krümmungsbereich der Lauflinie ist der Auftritt gleich der Sehne. Bei gewendelten Treppen kann die Lauflinie (der Auftritt) innerhalb des Gehbereichs frei gewählt werden. die sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergeben. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten über 100 cm – außer bei Spindeltreppen – beträgt die Breite des Gehbereichs 20 cm.Grundlagen 30 Gehbereich 18 R 36 R 30 Gehbereich R 60 Gehbereich R 60 32 R 36 R 32 R 40 40 20 40 R 40 32 16 32 32 16 32 40 20 50 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten Lauflinie und Gehbereich Die Lauflinie ist eine gedachte Bewegungslinie. Der Abstand des Gehbereiches von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite beträgt 40 cm (DIN 18065/ 9. Der Auftritt wird innerhalb der Lauflinie gemessen.1). die den üblichen Weg eines Treppennutzers angibt.2). Krümmungsradien der Begrenzungslinie des Gehbereichs müssen mindestens 30 cm betragen. 60 Raumpilot Grundlagen . Im geraden Treppenbereich verläuft der Gehbereich in Treppenmitte.

Andreas: Treppen/Stiegen. Kolbitsch. Holz und Eisen. Franz: Treppen aus Stein. Seite 15ff 40 36 18 36 16 24 50% 20% 30% 80 40% 20% 40% 90 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Wendeltreppen Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Spindeltreppen 20 10 20 50 24 12 24 60 28 32 36 40 50 60 70 80 14 16 18 20 20 20 20 20 28 70 32 80 36 90 40 100 40 110 40 120 40 130 40 140 Seite der schmalen Stufenenden 70 21 80 90 27 24 16 14 35 60 18 12 10 50 15 30 25 40 45 50 55 Spindelseite 60 65 72 28 40 140 Handlaufseite 26 18 100 30 20 22 24 39 130 110 33 120 36 Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für gewendelte Treppen sowie für Treppen unterschiedlicher Breite. die sich aus geraden und gewendelten Laufteilen zusammensetzen Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für Spindeltreppen unterschiedlicher Breite Raumpilot Grundlagen 61 Grundlagen . Wien. New York 2005. Seite 19f Pech.Treppe Gehbereich Gehbereich Zum Verziehen von Treppenstufen gibt es verschiedene Konstruktionsmethoden. Stuttgart 1943. Anton. Detaillierte Angaben hierzu siehe: Schuster.

14 Stufen bei Versammlungsstätten) Systemschnitt mit Treppenpodest. M 1:50 62 Raumpilot Grundlagen . Treppenpodeste Als Treppenpodest wird der Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufs bezeichnet. Entsprechend DIN 18065 soll nach höchstens 18 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. Bei der Grafik wurde auf das gängige Durchschnittsmaß von 63 cm zurückgegriffen. Mit Zwischenpodest wird der Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen bezeichnet. In Versammlungsstätten sollte nach höchstens 14 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. dass der Bewegungsfluss entsprechend dem Schrittmaß nicht unterbrochen wird: Podestlänge = x Schrittmaß + 1 Auftritt Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen. a 63 63 Zwischenpodest x*63cm + 1 Auftritt (a) a max.Grundlagen Nach DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden. Zwischenpodeste sollten so bemessen werden. 18 Stufen (max.

dass darin eine Krankentrage transportiert werden kann (Abmessungen Krankentrage mit klappbaren Holmen entsprechend DIN 13024-2/ April 1997: 2302 x 556 x 137 mm beziehungsweise entsprechend DIN EN 1865 wie im Entwurf DIN 18065 von September 2009 angegeben). 125 100 50 100 100 50 100 Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei offenem Treppenauge Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei geschlossenem Treppenauge 140 Raumpilot Grundlagen 63 .Treppe Krankentransporte im Podestbereich Grundlagen 250 250 Treppenanlagen/Treppenpodeste müssen in Gebäuden ohne entsprechende Aufzüge so ausgebildet werden.

statische oder herstellungstechnische Nachteile haben. Die Zeichnungen B und C sind mögliche Alternativen. Die Lage des Handlaufs hängt ebenfalls von der Geometrie der Treppenanlage ab. Die Alternative D weist durch ihre verspringende Knicklinie eine schwierige Geometrie in der Untersicht auf.Grundlagen Stufenschnitt bei zweiläufiger massiver Treppe A B C D Schnitt Aufsicht Die Treppengeometrie von Treppe A hat Vorteile: Die Knicklinie der Treppenuntersicht liegt durchgehend in einer Linie. 64 Raumpilot Grundlagen . M 1:100 Um bei der Untersicht des Zwischenpodestes bei massiven Treppen eine durchlaufende Anschlusskante der beiden Treppenläufe zu erhalten. Untersicht Stufenschnitte. die jedoch geometrische. das Podest kann daher mit geringerer Materialstärke ausgeführt werden als bei B und C. müssen die Steigungen versetzt anschließen (Zeichnung A).

darf entsprechend DIN 18065 der lichte Abstand von Geländerteilen in eine Richtung nicht mehr als 12 cm betragen (dies gilt nicht für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten). Geschlossene Treppen mit Treppenauftritten a < 26 cm sind so weit zu unterschneiden. Um das Überklettern von Geländern durch Kleinkinder zu erschweren. Der Abstand dieser Umwehrungen von der zu sichernden Fläche darf senkrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen.1). 6. dass Öffnungen in Umwehrungen 1.Treppe Unterschneidung Treppen ohne Setzstufen (offene Treppen) müssen um mindestens 3 cm unterschnitten werden (DIN 18065. bei einer Höhe von mehr als 12 cm nicht breiter als 12 cm sein dürfen.7 .7 . 2.2). (DIN 18065. dass a + u ≥ 26 cm beträgt (DIN 18065. Geländer Um gegen Absturz zu sichern. Bei Treppen mit Setzstufen (geschlossene Treppen) können die Stufen bündig mit der Setzstufe abschließen. 6. bei einer Breite von mehr als 12 cm bis zu einer Höhe der Umwehrung von 60 cm nicht höher als 2 cm. müssen die freien Seiten von Treppenläufen und Treppenpodesten durch Geländer gesichert werden. Unterschneidungen sind ebenfalls möglich. 6.9) Die LBOAVO BW fordert darüber hinaus unter § 4. Über Treppenpodesten darf der lichte Abstand zur Geländerunterkante lotrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. ≤ 12 < 15 Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen und maximal zulässiger Abstand des Geländers über den Treppenstufen entsprechend DIN 18065 ≥3 ≤ 12 Unterschneidung geschlossene Treppe Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen entsprechend LBOAVO BW § 4 Umwehrungen ≥ 60 Raumpilot Grundlagen 65 ≤2 ≤ 12 Unterschneidung offene Treppe < 15 ≤ 12 Grundlagen In öffentlichen Gebäuden müssen die teilweise von der DIN beziehungsweise der LBO abweichenden Anforderungen der GUV (gesetzliche Unfallversicherung) für die Höhe und Gestaltung von Umwehrungen beachtet werden! . Die Höhe des Geländers wird lotrecht über der Stufenvorderkante beziehungsweise über der Oberkante des Podestbodens gemessen (geforderte Geländerhöhen siehe Tabelle nächste Seite). darüber nicht mehr als 12 cm sein dürfen.

75 Brüstungshöhe min. 90 cm 2) bis 12 m 1) über 12 m 1) 2) 3) 100 cm 3) 110 cm außerdem bei größeren Absturzhöhen.Grundlagen Handlauf Kinder 65 .110 (LBO) Handlauf Erwachsener 80 . wenn das Treppenauge bis zu 20 cm breit ist nach Bauordnungsrecht nach Arbeitsschutzrecht 66 Raumpilot Grundlagen .115 Treppengeländerhöhen für Erwachsene (DIN 18065) und Kinder (Orientierungswert) Treppengeländerhöhen nach DIN 18065 Absturzhöhen bis 12 m 1) Gebäudearten Wohngebäude und andere Gebäude. die nicht der Arbeitsstättenverordnung unterliegen Arbeitsstätten für alle Gebäudearten Treppengeländerhöhe min. 90 .

Für Treppen. Die Höhe der „Umwehrung“ (Absturzsicherung) entspricht nicht immer der optimalen Handlaufhöhe. dass der Handlauf ununterbrochen durchläuft und das Umgreifen nicht durch Befestigungselemente gestört wird. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 67 Grundlagen . Bei der Planung sollte darauf geachtet werden. Bei nutzbarer Treppenbreite über 1. ist ein zusätzlicher tiefer liegender Handlauf sinnvoll. Bei der Handlaufplanung ist auf eine angenehme Greifhöhe zu achten.115 Handlauf. Empfehlung: Handlaufhöhe für Erwachsene etwa 85 cm. als Anhaltswert kann eine Höhe von 65 cm bis 75 cm genannt werden. muss ein zusätzlicher Zwischenhandlauf in der Mitte angeordnet werden. die häufig von Kindern begangen werden.50 m müssen beide Treppenseiten mit Handläufen ausgerüstet werden. Wenn die Treppenbreite mehr als 4 m beträgt. ≥5 Der Seitenabstand des Handlaufs von benachbarten Bauteilen muss mindestens 5 cm betragen 80 . Durch einen Seitenabstand des Treppenhandlaufs zu benachbarten Bauteilen von mindestens 5 cm wird ein sicheres Umgreifen ermöglicht (DIN 18065).Treppe Handlauf Treppenläufe ab vier Stufen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben. Die DIN 18065 empfiehlt eine Höhe zwischen 80 cm und 115 cm.

halbgewendelte Treppe 68 Raumpilot Grundlagen . zweimal viertelgewendelte Treppe Einläufige.Grundlagen Treppenarten Einläufige gerade Treppe Einläufige. im Antritt viertelgewendelte Treppe Einläufige.

Treppe Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest Dreiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Raumpilot Grundlagen 69 Grundlagen .

Grundlagen Bogentreppe. Treppe mit Treppenauge 70 Raumpilot Grundlagen . zweiläufige gewendelte Treppe mit Zwischenpodest Spindeltreppe. Treppe mit Treppenspindel Dreiläufige zweimal abgewinkelte Treppe mit Zwischenpodesten Wendeltreppe.

Trittstufen dürfen über die Setzstufen nicht vorkragen. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) müssen Treppen Setzstufen haben. Treppenlauf – Notwendige Treppen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten dürfen nicht gewendelt sein (DIN 18024). Stolpergefahr bei Stufenunterschneidung. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2 sind Handlaufhöhen zwischen 85 und 90 cm zugelassen. – Handläufe sind mit 3 bis 4. eine Toilette.Treppe Barrierefrei Erreichbarkeit im Wohnungsbau Entsprechend LBO BW § 35 (3) müssen bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. – Innerer Handlauf darf nicht unterbrochen sein (DIN 18024/DIN 18025). daher sind Stufenunterschneidungen bei barrierefreien Treppen unzulässig (DIN 18024/DIN 18025) beziehungsweise nur bis 2 cm zulässig (DIN 18040 Entwurf) b 30 Die Trittstufen müssen durch taktiles Material erkennbar sein. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) sind frei in den Raum kragende Handlaufenden mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen. – Äußerer Handlauf muss über das Treppenende hinaus 30 cm waagerecht in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm entsprechend DIN 18040 Entwurf) weitergeführt werden. Bei Bedarf sind Aufzug oder Rampe zum Überwinden von Höhenunterschieden erforderlich. Stufen – Stufenunterschneidungen sind unzulässig (DIN 18024/DIN 18025 Teil 2). Entsprechend § 39 und DIN 18024 Teil 2 (beziehungsweise 18040 Teil 1 (Entwurf)) ist für öffentlich zugängliche Gebäude wie unter anderem Bürogebäude. Erreichbarkeit in öffentlichen Gebäuden In LBO BW § 39 sind weitere bauliche Anlagen aufgelistet. bei schrägen Setzstufen sind Unterschneidungen bis zu 2 cm zulässig. Gaststätten und Praxen die stufenlose Erreichbarkeit aller Gebäudeebenen gefordert. In diesen Wohnungen müssen die Wohn. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. – Der Treppenlauf von Wohnungstreppen sollte in der barrierefreien Planung nicht gewendelt sein (DIN 18025 Teil 2).und Schlafräume. 1996 DIN 18025 Teil 2/ Dez. entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und 2 dürfen Handläufe im Treppenauge und an Podesten nicht unterbrochen sein. Treppen entsprechend DIN 18024. 1992 . die barrierefrei gestaltet werden müssen. – Entsprechend DIN 18040 Teil 1 und 2 (Entwurf) sind ab einem Innendurchmesser des Treppenauges von 200 cm auch gebogene Treppenläufe zulässig.5 cm Durchmesser gefordert. DIN 18025 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Handlauf – Beidseitige Handläufe auf 85 cm Höhe erforderlich (DIN 18024 und DIN 18025). Taktile Hilfen an Handläufen am Anfang und am Ende der Treppe informieren Blinde über den Beginn und das Ende des Treppenlaufs Orientierungshilfen sind für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wichtig! – Markierungen der Stufenvorderkanten (zumindest die erste und letzte Stufe sollte markiert sein) – Aufmerksamkeitsfeld vor der Treppe (Belagswechsel) Raumpilot Grundlagen 71 Grundlagen LBO BW § 35 (3) LBO BW § 39 DIN 18040 Teil 1/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18040 Teil 2/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18024 Teil 2/ Nov.

siehe „ Treppenteile“) darf nicht dazugerechnet werden. DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 (Entwurf) ist eine 150 cm Bewegungsfläche vor der Treppe für Rollstuhlfahrer gefordert. 3 . da es von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden kann. Das Zwischenpodest kann jedoch schmäler sein als 150 cm. Die oberste Stufe (Austrittsstufe.110 ≥ 30 ≥ 30 ≥ 150 Barrierefreie Treppe. (Bemaßung dieser Podestfläche entsprechend Forderungen der LBO und DIN 18065).5 cm Durchmesser. Entsprechend DIN 18024.5 Umwehrung 90 . Äußere Handläufe müssen in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) 30 cm waagerecht über den Anfang und das Ende einer Treppe hinausragen.Grundlagen Barrierefreie Treppe Barrierefreie Treppen müssen beidseitige Handläufe besitzen mit 3 bis 4. die Absturzsicherung muss daher getrennt vom Handlauf in der geforderten Höhe angeordnet werden! Die Höhe des Handlaufs wird lotrecht über Stufenvorderkante beziehnungsweise über OFF der Podeste bis Oberkante Handlauf gemessen. Die rechtlichen Vorschriften über Brüs­ tungshöhen gelten unabhängig von der Forderung nach 85 cm (85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) Handlaufhöhe. M 1:50 72 Raumpilot Grundlagen Handlauf 85 (.90) .4.

bei Belagrampen (nicht barrierefrei) zwischen 6 und 10 Prozent. bei Steilrampen zwischen 10 und 24 Prozent (nicht barrierefrei). falls Handläufe unterfahrbar. M 1:100 Raumpilot Grundlagen 73 85 Grundlagen Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Handläufe sind beidseitig mit 3.85 m Höhe (0. Bei der barrierefreien Rampenplanung ist eine Steigung bis maximal 6 Prozent möglich. *) 150 cm nur entsprechend DIN 18040 (Entwurf) ausreichend.50 m groß sein. Die Bewegungsflächen am Anfang und am Ende der Rampe müssen mindestens 1. 30 Frei auskragende Handlaufenden sind mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen (DIN 18040 Entwurf).90 m DIN 18040 (Entwurf) anzubringen und über die Rampe hinaus 30 cm über die Podestfläche zu führen.85 m bis 0. >5 10 120 Steigung maximal 6 Prozent in der barrierefreien Rampenplanung ≥ 150 72 85 30 ≥ 150 ≥ 150 *) 120 30 ≤ 600 ≥ 150 ≤ 600 30 ≥ 150 ≥ 150 *) Rollstuhlgerechte Rampe entsprechend DIN 18024. DIN 18025 und DIN 18040 Entwurf.50 m x 1. Die nutzbare Rampenbreite zwischen den mindestens 10 cm hohen Radabweisern ist mit mindestens 1. .50 m Länge erforderlich. Rampen sind ab 3 Prozent Längsgefälle erforderlich.5 cm bis 4 cm Durchmesser auf 0.20 m Breite gefordert. Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen et cetera die ungehinderte Höhenüberwindung. Nicht-barrierefreie Rampen Rampen können alternativ oder zusätzlich zu Treppen oder Aufzügen als großzügige vertikale Erschließungselemente eingesetzt werden. Die Neigung von Flachrampen liegt bei maximal 6 Prozent. Nach maximal 6 m Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 1.Treppe max. 6% Rampen ermöglichen Gehbehinderten.

Hauptmaße DIN 18065 Entwurf / September 2009 / Gebäudetreppen – Begriffe. Anforderungen. Messregeln. Ausgänge – § 38 Umwehrungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2006). insbesondere: § 28 Treppen. Anforderungen. Plätze. Treppenräume.und Ausgänge. Maße.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rie­ refreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 13024 Teil 1 / April 1997 / Krankentrage –Teil 1: mit starren Holmen – Maße. Prüfung Gesetze/Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (12. Messregeln.2004) mit Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) (Oktober 1979). § 10 Treppen. Flure. Wege. Berichtigungen zu DIN 13024 Teil 1: 1997-04 DIN 13024 Teil 2 / April 1997 / Krankentrage – Teil 2: mit klappbaren Holmen – Maße. Hauptmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen.Grundlagen Normen DIN EN 1865 / Dezember 1999 / Festlegungen für Krankentragen und andere Krankentransportmittel im Krankenkraft­ wagen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Anforderungen.08.und Warenhausverordnung Garagenverordnungen Schulbaurichtlinien Richtlinien für Kindergärten Unfallverhütungsvorschriften Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) 74 Raumpilot Grundlagen . Prüfung DIN 13024 Teil 1 Berichtigung 1 / Mai 2008 / Krankentrage .Teil 1: Mit starren Holmen. Prüfung. besonders: – ASR 7/3 Künstliche Beleuchtung – ASR 12/1-3 Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände – ASR 17/1. Ein. öffentliche Verkehrs. Rampen und LBOAVO: unter anderem § 4 Umwehrungen. Ausgänge Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Richtlinien Hochhausrichtlinien Versammlungsstättenverordnung Verkaufsstättenverordnung Krankenhausbauverordnung Geschäfts. § 11 Notwendige Treppenräume. Gänge.2 Verkehrswege Musterbauordnung (MBO) (2002) insbesondere: – § 14 Brandschutz – § 33 Erster und zweiter Rettungsweg – § 34 Treppen – § 35 Notwendige Treppenräume.

Catherine: Treppenhäuser. gerade und gewendelt. Kon­ struktion und Gestaltung von großen und kleinen Treppenanlagen. Basel. Stuttgart 1964 Slessor. Köln 2002 Pracht. Architektur – Konstruktion – Gestaltung. Walter: Elemente des Bauens.): Architektur konstruieren. Ursula. Wien. Stuttgart 1943 . New York 2005 Raumpilot Grundlagen 75 Grundlagen Literatur Baus. Anton. Siegele. Kölliker. Heinz.Treppe Deplazes. Emil: Baukonstruktion im Kontext des architektonischen Entwerfens: Zirkulation. Klaus: Geländer. Gitter und Zäune aus Metall. Klaus: Treppen aus Metall. Hannover 1993 Pracht. Rysler. Friedrich: Handbuch der Treppenkunde. Holz und Eisen. Fredi. Franz: Treppen aus Stein. Andreas: Treppen/ Stiegen. München 2000 Jiricna Eva: Moderne Treppen. Basel 1994 Schuster. Köln 2000 Ronner. Leinfelden-Echterdingen 1983 Pech. Thomas: Neue Treppen. Kolbitsch. Stuttgart 1998 Schuster. Konstruktion und Design. Berlin 2008 Drexel. Andrea (Hrsg. Klaus: Stahltreppen. Boston. Mün­ chen 2001 Meyer-Bohe. Franz: Treppen – Entwurf. Stuttgart 2001 Mielke.

Grundlagen 76 Raumpilot Grundlagen .

Aufzug Raumpilot Grundlagen 77 Grundlagen .

Grundlagen Aufzug 79 79 80 81 82 82 82 82 83 83 83 84 86 88 90 91 92 92 93 93 94 96 98 Einleitung Planungsregeln Begriffe Fahrkorbvarianten Antriebsarten Seilaufzug Triebwerksraumloser Seilaufzug Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe Hydraulikaufzug Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Dimensionierung – Aufzugsgrößen Dimensionierung – Bewegungsflächen/ Wartezone/ Vorraum Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Dimensionierung – anhand von Tabellen Vorgaben der Landesbauordnung Hochhaus Aufzugsgruppen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Twin-System Feuerwehraufzug Barrierefrei Planungsregeln/Literatur 78 Raumpilot Grundlagen .

Fahrtreppen und Rampen der vertikalen Erschließung von Gebäuden. 4 „Aufzüge“ an: „Gebäude mit einer Höhe nach § 2 Abs. Bei der Planung barrierefreier Gebäude sind Aufzüge unverzichtbar. Taiwan (Baujahr 2004) und erreicht in einer Richtung (!) eine Geschwindigkeit von 17 m/s. Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. . die – außer den repräsentativen Treppen in Foyerbereichen – oft nur als Fluchtwege (notwendige Treppen) ausgebildet sind und entsprechend selten genutzt werden. Dieses Kapitel kann hierfür nur erste Planungshinweise geben. bei der konkreten Projektierung frühzeitig einen Fachplaner mit einzubeziehen. Für die Erschließung von Hochhäusern haben Aufzüge eine größere Bedeutung als Treppen. Es empfiehlt sich. Der Gesetzesentwurf zur Novellierung sieht für § 29 „Aufzugsanlagen“ Angleichungen an die Musterbauordnung MBO vor. beispielsweise indem über die Förderleis­ tung die Aufzugs­ kapazität bestimmt wird (siehe „Dimensionierung“). Von diesen Aufzügen muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen. Planungsregeln Die MBO 2002 führt unter § 39. Raumpilot Grundlagen 79 Grundlagen Der zur Zeit schnellste Personenaufzug befindet sich im Taipei Financial Center „Taipei 101“ in Taipeh. wie sie beispielsweise in Wohn.Aufzug Einleitung Aufzüge dienen neben Treppen. Dieses Kapitel behandelt vorwiegend Personenaufzüge. Für die Projektierung von Aufzügen in größeren Gebäuden sind komplexe Verkehrsberechnungen schon während der Planungsphase erforderlich. Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden.50 m Höhe des obersten Fußbodens über der Eingangsebene (Novellierung 2010 beachten!). Rollstühle. “ Abweichend davon fordert die LBO BW unter § 29 entsprechende Aufzüge ab 12. über der Geländeroberfläche im Mittel) von mehr als 13 m müssen Aufzüge in ausreichender Zahl haben. Man unterscheidet für den Transport von Personen und Lasten verschiedene Aufzugsarten: – Personenaufzüge – Lastenaufzüge – Güteraufzüge – Feuerwehraufzüge. da sie Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Zugang zu allen Geschossen eines Gebäudes ermöglichen. ► Anforderungen an die Aufzugsplanung der jeweiligen LBO beachten! ► Die hier beispielhaft zitierte LBO BW wird voraussichtlich 2010 novelliert. dies entspricht 61 km/h. 3 Satz 2 (Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist.oder Verwaltungsbauten eingesetzt werden.

in dem das Triebwerk und/oder die zum Aufzugsantrieb dazugehörigen technischen Einrichtungen wie Antrieb. Steuerung und Regelung untergebracht werden.60 m x 1 m Teleskopschiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente nebeneinander zu einer Seite hingeschoben.50 160 380 220 500 ► Angaben zur Mindestschachtgrubentiefe und zur Mindestschachtkopfhöhe machen die DIN EN 81-1. entsprechend DIN 15306 (cm) Nenngeschwindigkeit (m/s) Mindestschachtgrubentiefe Mindestschachtkopfhöhe 0.Grundlagen Begriffe Triebwerksraum Triebwerk Triebwerksraum Raum.60 2. Schemaschnitt. nachteilig ist die größere Fahrschachtbreite gegenüber der einseitig öffnende Teleskopschiebetür. die DIN 15306 und die DIN 15309. Schachtkopf Teil des Schachtes zwischen der Fußbodenoberkante der obersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtdecke. der Personen und Lasten befördert.63 1. Gegengewicht Förderhöhe Aufzugsschacht Schachttürhöhe Fahrkorbhöhe Schachtkopf Fahrkorb Schachtgrube Dimensionierung Schachtkopf und Schachtgrube. Schutzraum Der Schutzraum soll sowohl auf dem Fahrkorbdach als auch in der Schachtgrube eine gefahrlose Wartung sicherstellen. die DIN EN 81-2. Schachtgrube Teil des Schachtes zwischen der untersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtsohle. Vorteilhaft ist die kürzere Öffnungsund Schließzeit. Von Vorteil ist die geringere lichte Schachtbreite als bei der zentral öffnenden Variante/Schiebetür. Die DIN EN 81-1 beziehungsweise DIN EN 81-2 fordert für Personen-.50 m bei einer von Einbauten freien Fläche von mindestens 0. In nebenstehender Tabelle werden beispielhaft einige Werte aus der DIN 15306 (Personenaufzüge für Wohngebäude) zitiert. Lasten.00 140 360 140 370 1. M 1:100 80 Raumpilot Grundlagen Puffer . Fahrkorb Teil des Aufzugs.und Güteraufzüge oben: mindestens 1 m unten: mindestens 0. Zentral öffnende Schiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente mittig zu beiden Seiten geöffnet.

Ihr Einbau erfordert meist aufwendige Konstruktionen. zentral öffnende Schiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Standard-Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Fahrkorbtiefe Schachttiefe Fahrkorb einseitig öffnende Teleskopschiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Durchlader Übereckaufzug Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite einseitig öffnende Teleskopschiebetür M 1:50 Raumpilot Grundlagen 81 Grundlagen Fahrkorbvarianten Die am häufigsten ausgeführte Aufzugsvariante ist in der Abbildung oben rechts zu sehen. Die Übereck-Variante ist eine Sonderlösung. . Der Fahrkorb ist zentral angeordnet mit zentral öffnender Schiebetür. die die Investitionskosten für den Aufzug deutlich erhöhen.Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Der Durchlader ist unter anderem besonders für das Anfahren von Zwischengeschossen geeignet.

und Kostenersparnis. Triebwerksraumloser Seilaufzug Bei diesen Konstruktionen werden wesentliche Triebwerkskomponenten innerhalb des Schachts angeordnet. Dieser Fall kann bei nachträglichen Aufzugseinbauten. Diese Aufzüge verursachen einen geringeren Geräusch­ pegel und verbrauchen etwas weniger Energie als herkömmliche Seilaufzüge. Allerdings ist die Wartung erschwert. Die Anordnung neben dem Schacht kann aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen von Vorteil sein. Die maximale Förderhöhe liegt im Jahr 2009 bei etwa 100 m. Bei vielen Systemen ist die Steuerung außerhalb des Schachts angeordnet. da eine geringe Anzahl an Seilumlenkungen notwendig ist. da damit die Gesamtbauhöhe verringert werden kann. Die Anordnung direkt über dem Schacht ist meist die wirtschaftlichste Lösung und hat den besten Gesamtwirkungsgrad. sie wird durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme jedoch voraussichtlich noch weiter erhöht werden. oben neben dem Aufzug oder unten neben dem Schacht angeordnet werden. da die Antriebsanlage nur über den Fahrkorb zugänglich ist. Der Wegfall des Treibwerksraums bedeutet eine deutliche Raum. die geforderte Schachtgrubentiefe zu unterschreiten. kann über dem Aufzug. zum Beispiel im Altbau eintreten. Dadurch erhöhen sich bei Wartungsarbeiten meist auch die Ausfallzeiten. Sie sind für alle Nutzungsarten. wodurch der Triebwerksraum entfällt. Der Triebwerksraum. das heißt für Personen. Durch die längere Seilführung erhöht sich aber der Verschleiß und damit steigen auch die Wartungskosten. das Triebwerk ist im Schacht über dem Fahrkorb angeordnet Seilaufzug ohne Triebwerksraum und reduzierter Schachtgrube Antriebsarten Seilaufzug Seilaufzüge sind in der Regel die kosten­ güns­ tigsten Aufzüge.Grundlagen Seilaufzug mit Triebwerksraum über dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum oben neben dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum unten neben dem Schacht Seilaufzug ohne Triebwerksraum. 82 Raumpilot Grundlagen .und Lastentransport einsetzbar und ermöglichen große Förderhöhen. Die Seile werden üblicherweise über eine Treibscheibe mit Umlenkrolle geführt und von einer Antriebsmaschine in beide Richtungen gezogen. Bei dieser Aufzugsart ist der Fahrkorb über Seile mit einem Gegengewicht verbunden. Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe In Einzelfällen ist es möglich. beispielsweise neben der obers­ ten oder untersten Schachttür von ­ außen zugänglich. in dem sich der Antrieb und die Steuerung et cetera befinden.

Das Seil wird mehrfach umgelenkt. Dies verhindert größere Energieverluste (und entsprechende Betriebskosten). Der hydraulisch angetriebene Aufzug wird bevorzugt bei kleineren Förderhöhen (15–25 m) verwendet. Eine korrekte Ausführung der geforderten Abdichtungs. also direkt. Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Für größere Förderhöhen kann eine Kombination aus Seil. Raumpilot Grundlagen 83 Grundlagen . so dass zusätzliche Dachaufbauten entfallen.50 m bis 2. Hydraulikaufzug Bei einem hydraulisch angetriebenen Aufzug wird der Fahrkorb mit einem ölhydraulischen Hubkolben bewegt. um den Weg vom Aggregat zum Schacht möglichst gering zu halten. und sie gelten auch als wartungsintensiver. so dass auch größere Höhen überwunden werden können. Bei diesem seilhydraulischen Hubsystem wird der Hubkolben von einem Seil unterstützt.und Hydraulikaufzug – der seilhydraulisch angetriebene Aufzug – einge- setzt werden. da ständig das gesamte Gewicht der Kabine bewegt werden muss.und Sicherheitsmaßnahmen ist zum Schutz vor auslaufendem Öl wichtig (Gewässerschutz). Der Maschinenraum ist unter oder neben dem Aufzugsschacht angeordnet. Bei diesen Systemen ist ein relativ hoher Energieaufwand nötig. mit dem Kolben verbunden.Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit zentralem Druckkolben Daneben wurden zwischenzeitlich auch Aufzüge mit einer reduzierten Schachtkopfhöhe entwickelt (ab circa 2. für den Aufbau ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich).60 m Schachtkopfhöhe. Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Bei diesen Aufzügen ist die Kabine ohne Umlenkungen. Diese Aufzüge können komplett in übliche Geschosshöhen integriert werden. Die Anschaffungskosten sind jedoch höher als bei üblichen Konstruktionen.

verschiedene Hersteller unterschreiten diese Abmessungen bei ihren Fabrikaten geringfügig. Ein breiterer Fahrkorb ist von Vorteil. Eine Mindestfahrkorbgröße von 110 cm x 140 cm und eine lichte Aufzugstüröffnung von mindestens 90 cm sind unter anderem Voraussetzung für einen rollstuhlgerechten Aufzug.und Einsteigen möglich ist.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 Dimensionierung – Aufzugsgrößen Personenaufzüge für Wohngebäude entsprechend DIN 15306 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für normale Nutzung 200 110 240 160 150 Die angegebenen Schachtmaße entsprechen den Angaben der DIN 15306 / Juni 2002 beziehungsweise der DIN 15309 / Dezember 2002. sondern entsprechend auch in DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! 630 kg 90 170 110 1000 kg 90 100 150 210 140 320 kg 70 160 100 630 kg 90 200 135 1000 kg 110 250 200 120 170 220 140 1275 kg 110 140 450 kg 80 170 110 800 kg 90 160 110 140 190 210 80 220 160 260 140 210 260 1000 kg 90 1000 kg 90 84 Raumpilot Grundlagen 140 220 220 220 . ► Die Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert. Seite 45. Zukünftig müssen die Vorgaben der DIN 18040 beachtet werden. ­ siehe hierzu auch Kapitel „Grundlagen Barrierefrei“ . Die Norm EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. Dies führt zur Erhöhung der Förderleistung. da damit ein schnelleres Aus.

Fahrkorbmaße. Türmaße . Türmaße 270 330 140 230 230 1275 kg 110 270 210 1275 kg 110 2500 kg 130 240 (260) 160 250 140 290 270 180 mögliche Bettenabmessungen: bei 1275 kg und 1600 kg: 90 cm x 200 cm bei 2000 kg: 100 cm x 230 cm 130 bei beiden 2500 kg: 100 cm x 230 cm 240 300 270 330 1600 kg 110 300 235 1600 kg 130 160 250 2500 kg 1800 kg 120 300 235 240 (260) 150 170 260 270 2000 kg 120 2000 kg 130 M 1:200 330 Raumpilot Grundlagen 85 Grundlagen Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für intensive Nutzung Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge entsprechend DIN 15309 – Bettenaufzüge DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße. Fahrkorbmaße.Aufzug 110 140 110 140 90 90 260 200 210 120 270 180 DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße.

50 m sein. Es empfiehlt sich.5-fachen der Fahrkorbtiefe (FKT) und der Schachtbreite (SBR).50 m x 1.50 m. in diesem Fall für Orientierungswerte auf die Bestimmungen der DIN 15309 (siehe rechts) zurückzugreifen. Die DIN 15306 macht keine Angaben zu Mindestabständen bei gegenüberliegenden Aufzügen. das 1. mindestens jedoch einer Fläche von 1. 150) x SBR Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in Wohngebäuden entsprechend DIN 15306 86 Raumpilot Grundlagen . FKT x SBR.50 m betragen. Die nutzbare Mindestfläche soll dem Produkt aus Fahrkorbtiefe und Schachtbreite entsprechen. Die Mindestfläche vor dem Aufzug ist das Produkt aus dem 1. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der Tiefe des tiefsten Fahrkorbs und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der 1.Grundlagen Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Dimensionierung – Bewegungsflächen/Wartezone/ Vorraum Vor jedem Aufzug oder jeder Aufzugsgruppe sind Bewegungsflächen einzuplanen. Aufzugsgruppen mit gegenüberliegenden Aufzügen kommen allerdings in reinen Wohngebäuden nur selten zum Einsatz. 150 x 150 Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) FKT (min. min. DIN 15306 Personenaufzüge für Wohngebäude Der Abstand zwischen Schachtwandtür und gegenüberliegender Wand muss der Fahrkorbtiefe (FKT) entsprechen. Maße des Raums vor nebeneinanderliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Bei nebeneinanderliegenden Aufzügen soll die nutzbare Mindesttiefe zwischen Schachttürwand und gegenüberliegender Wand.50 m Abstand gefordert. jedoch nicht größer als 4.5-fache der Fahrkorbtiefe sein. hier ist jedoch ebenfalls mindestens 1. Maße des Stauraums zwischen gegenüberliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Die nutzbare Mindesttiefe zwischen den Schachtvorderwänden soll gleich der Summe der beiden gegenüberliegenden Fahrkorbtiefen.5-fache der Fahrkorbtiefe (FKT) als Abstand zur gegenüberliegenden Wand eingehalten werden.5-fachen Fahrkorbtiefe und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. gemessen in Richtung Fahrkorbtiefe. mindes­ tens jedoch 1.40 m betragen. Bei mehreren nebeneinanderliegenden Aufzügen ist der tiefste Fahrkorb maßgeblich. mindes­ tens aber 2. DIN 15309 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude Maße des Raums vor dem Einzelaufzug (gilt nicht für Bettenaufzüge) Vor einem Einzelaufzug muss mindestens das 1.

5 FKT x SBR 1. 240) x SBR (tiefste FKT maßgeblich) Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in „anderen als Wohngebäuden“ entsprechend DIN 15309 Fahrkorbtiefe FKT + FKT (max.5 FKT (min.5 FKT (min. Fahrkorbmaße. Türmaße .Aufzug Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. 240) x SBR Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Fahrkorbtiefe (FKT) 1. Fahrkorbmaße. Türmaße 1. 450) Raumpilot Grundlagen 87 Grundlagen DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße.

Die Kapazität der Aufzüge sollte so ausgelegt werden. Sie wird auf der Basis von Umlaufzeit und mittlerer Wartezeit ermittelt. wenn die zu transportierenden Personen auf mehrere Aufzüge verteilt werden. In Gebäuden mit starkem Vertikalverkehr ist es wichtig. Eine flexible und schnelle Beförderung großer Personenzahlen ist möglich. wie viele Personen mit dem Aufzug innerhalb von fünf Minuten befördert werden können. außerdem die Frequentierung und die Höhe des Gebäudes. Aufzugsgruppen können eine schnelle Abwicklung gewährleisten. dass auch in Stoßzeiten eine Wartezeit von 30 Sekunden nicht überschritten wird. Ist nur ein Aufzug vorhanden. kommt es bei einem Ausfall zu einem Verkehrsengpass. Mehrere im Grundriss verteilte Aufzugsgruppen sind bei großflächigen Gebäuden von Vorteil. da sie eine zügige und flexible Personenbeförderung ermöglichen. 300 x P x n NZ = = [Personen/5 min. muss die Menge der zu befördernden Personen bekannt sein. Förderleistung Die Förderleistung ist die entscheidende Komponente in der Dimensionierung von Aufzugsanlagen. Sie gibt an.Grundlagen Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Aufzug im Treppenauge Aufzug neben Treppe Anzahl der Aufzüge Um Anzahl und Größe benötigter Aufzüge zu bestimmen.] tu P = Kabinenbelegung n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit [Personen] [-] [s] Aufzug gegenüber Treppe Aufzug gegenüber Treppe außenliegend Aufzug neben neben Treppe Treppe im im Aufzug Gebäudeinnern mit Splitlevel Gebäudeinnern 88 Raumpilot Grundlagen . Meist wird als Bewertungsmaßstab für die Förderleistung die „Fünf-Minuten-Leistung“ genannt. da keine Ausweichmöglichkeit besteht. die erforderliche Aufzugskapazität der gewünschten Förderleistung anzupassen.

ein Kern RWE Kerne Hauptverwaltung Essen außen Hotel Büro. bis ein Fahrgast an einer Station abgeholt wird. um wieder an seine Ausgangsposition zu gelangen. 5-min-Förderleistung [%] 7 .und Verwaltungsbau Schulgebäude Krankenhaus 12–15 15–20 15–20 25–30 30–50 30–50 30–50 30–40 Kerne zentral Thyssen Verwaltung Düsseldorf Raumpilot Grundlagen 89 Grundlagen Umlaufzeit Die Umlaufzeit ist der Zeitraum. . Nebenräume und Küchen werden nicht mitgezählt je Bett je 10m2 Arbeitsfläche je 10 m2 Klassenzimmerfläche je Bett Personen 2 1 1 1 6 1. Sie sollte aus Komfortgründen 30 Sekunden nicht überschreiten. die durchschnittlich vergeht. den der Aufzug benötigt.5–10 max.und Einsteigens der Personen) ab.5 erf. tu = tf + to [s] Mittlere Wartezeit Hierbei handelt es sich um die Zeit. zul. Einzelaufzug: tw= tu Aufzuggruppe: tw = tu / n Kern dezentral I = errechnete mittlere Wartezeit n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit Kern außerhalb Drei Kerne Commerzbank Frankfurt Orientierungswerte für die Bemessung von Aufzugsanlagen Gebäude Wohnhaus Ermittlung der Belegung eines Gebäudes je Wohnung für den ersten Wohnraum für jeden Wohnraum.Aufzug Kern zentral tu = Umlaufzeit tf = Fahrzeit to = Standzeit Die Umlaufzeit hängt im wesentlichen von der Steuerung und der Art der Türöffnung (Dauer des Aus. Wartezeit [s] 80–120 Zwei intern.

Aufzüge – Energieeffizienz. Dimensionierung anhand von Tabellen Zur überschlägigen Dimensionierung von Aufzugsanlagen in der ersten Planungsphase kann auf die Diagramme der FEM (Fédération Européene de la Manutention) für Wohngebäude beziehungsweise für komfortable Wohngebäude mit oder ohne Büronutzung zurückgegriffen werden. Sie kann ebenfalls für die nachträgliche Feststellung der Energieeffizienz bestehender Aufzügen sowie für die Nachprüfung von Bedarfsangaben des Herstellers und die Ermittlung des voraussichtlichen Energieverbrauchs herangezogen werden.Grundlagen ■ VDI 4707 Blatt 1. Ausgabe 2009: Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung und Kennzeichnung der Energieeffizienz von neuen Personen.oder Lastenaufzüge sind in den Diagrammen nicht berücksichtigt. 20 G H 15 E F A B C 1 x 630 kg (8 Personen) 1 x 1000 kg (13 Personen) 1 x 450 kg (18 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 630 kg (29 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 1000 kg (26 Personen) 3 x 1000 kg (39 Personen) 10 ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) D CD D B 5 E F AB G H 1 0 100 200 ≥ Bewohner in allen Vollgeschossen 300 400 500 600 700 800 Anforderungen an die Förderleistung bei Wohngebäuden (FEM) 90 Raumpilot Grundlagen . Für eine präzise Bestimmung des Förderbedarfs sind dieTabellenwerte jedoch nicht ausreichend. Zusätzlich notwendige Feuerwehr.und Lastenaufzügen.

Hat ein Gebäude beispielsweise 280 Nutzer.) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers. 20 H G 15 F A B C ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) E 10 1x 630 kg (8 Pers. dass auf 20 Gebäudenutzer je mindestens ein Platz im Aufzug zur Verfügung stehen muss (zum Beispiel LBO BW.Aufzug Vorgaben der Landesbauordnung Einzelne Landesbauordnungen fordern abweichend von der MBO § 39.) 1x 1000 kg (13 Pers.) D CD 5 E AB F 1 0 100 200 300 ≥ Bewohner/ Beschäftigte in allen Vollgeschossen 400 500 600 700 800 G H Anforderungen an die Förderleistung bei komfortablen Wohngebäuden mit oder ohne Büronutzungen (FEM) Raumpilot Grundlagen 91 Grundlagen FEM Fédération Européene de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder. so werden mindestens 280 : 20 = 14 Aufzugsplätze benötigt. LBOAVO Anhang I/1.) 1x 1000 kg 2x 1000 kg (26 Pers. Die so ermittelten Werte dienen nur einer groben Vordimensionierung.) 1x 450 kg (18 Pers. Die notwendige Anzahl und Größe der Aufzüge ergibt sich dann aufgrund der zulässigen Personenzahl je Aufzug.) 1x 1000 kg 2x 630 kg (29 Pers.) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers.und Lagertechnik) .) 3x 1000 kg (39 Pers. § 13 (5)).

bei Gebäuden mit bis zu 45 Geschossen eine Unterteilung in drei Gruppen (Nah-. Bei bis zu circa 25 Vollgeschossen kann eine Aufzugserschließung eingeplant werden. wird bei mehr als drei Gruppen aber auch sehr flächenverbrauchend. in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist.Grundlagen Hochhaus Die Musterbauordnung definiert unter § 2 Hochhäuser als Gebäude. da die Anzahl der Haltestellen eines Aufzugs reduziert wird. Dies erhöht die Förderleistung und reduziert die Wartezeiten. Bei Gebäuden bis circa 35 Geschossen empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Gruppen (Nah. Aufzugsgruppen ab Eingangsebene Die Aufzugsgruppen werden in mehrere Zielzonen unterteilt. Eine solche Aufzugsgruppierung ermöglicht zwar eine komfortable Erschließung von Hochhäusern. bei denen die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses. obere Ferngruppe obere Nahgruppe Skylobby obere Ferngruppe Ferngruppe mittlere Nahgruppe Expressgruppe Skylobby Eingang Nahgruppe Systeme mit Aufzugsgruppen in der Hochhausplanung 92 Raumpilot Grundlagen untere Nahgruppe untere Ferngruppe Mittelgruppe . In Gebäuden solcher Höhe ergeben sich besondere Anforderungen an die vertikale Erschließung und somit auch an die Aufzugsplanung.und Ferngruppe).und Ferngruppe) und bei bis zu 60 Geschossen eine Unterteilung in vier Zielgruppen. bei der jeder Aufzug alle Geschosse des Gebäudes anfährt. mehr als 22 m über der Geländeoberfläche im Mittel liegt. Bei höheren Gebäuden ist die Aufteilung in mehrere Aufzugsgruppen sinnvoll. Mittel.

Eine zusätzliche Expressgruppe befördert die Passagiere ohne Zwischenhalt in die Skylobby. In diesem Fall werden Umsteigegeschosse eingerichtet. sogenannte „Skylobbys“ . um Nutzergruppen voneinander zu trennen (zum Beispiel eine umstiegslose Verbindung von der Eingangsebene zu einer Aussichtsplattform oder einem Restaurant in den obersten Etagen). von wo aus die obere Gebäudehälfte ebenfalls mit einer Nah. Da in diesem Aufzugsschacht die Verbindung von der untersten zur höchsten Haltestelle nicht ohne Umsteigen möglich ist.Aufzug Aufzugsgruppen übereinander und Skylobby Bei Gebäuden ab einer Höhe von etwa 200 m werden Aufzugsgruppen übereinander angeordnet. sollte bei Mehrkabinenanlagen mindestens ein konventioneller Aufzug in die Aufzugsgruppe integriert werden.und einer Ferngruppe direkt erschlossen.und Ferngruppe erschlossen wird. Zusätzlich werden in solchen Gebäuden häufig Expressaufzüge für Sondernutzungen eingesetzt. Twin-System Eine Sonderlösung zur Verbesserung der Förderleistung bietet das Twin-System. So kann zur gleichen Zeit in nur einem Schacht zum Beispiel ein Fahrkorb vom ersten in den vierten und der andere vom achten in den sechsten Stock fahren. Hierbei werden in einem Schacht zwei Fahrkörbe übereinander angeordnet. Jeder Fahrkorb hat einen separaten Antrieb und kann unabhängig angesteuert werden. Doppeldecker-Aufzug mit zweigeschossigem Fahrkorb Twin-System mit zwei unabhängigen Fahrkörben (ThyssenKrupp) Raumpilot Grundlagen 93 Grundlagen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Doppeldeckeraufzüge besitzen zweigeschossige Fahrkörbe und bedienen so zwei Haltestellen gleichzeitig. . um den Flächenbedarf der Aufzugsanlage zu reduzieren. Von der Eingangsebene aus wird die untere Gebäudehälfte mit einer Nah. Fast alle Hochhäuser mit mehr als 200 m Höhe werden auf diese Weise mit ein oder zwei Skylobbys erschlossen. Diese Aufzugsart ist nur für Expressaufzüge zu empfehlen.

oder Lastenaufzüge verwendet. Außerdem muss der Feuerwehraufzug von jedem Geschoss des Hochhauses zugänglich sein. Fahrkörbe von Feuerwehraufzügen in Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen sind so zu bemessen. die nutzbare Grundfläche muss jedoch mindestens 1.10 m groß sein (gilt für den Main-Taunus-Kreis). Weitere Feuerwehraufzüge können verlangt werden bei Hochhäusern. Auch in mehrgeschossigen Krankenhäusern sollte mindestens einer der Bettenaufzüge als Feuerwehraufzug ausgebildet werden.40 m x 2. Jeder Feuerwehraufzug ist in einem feuerbeständigen Fahrschacht (F90) anzuordnen.10 m x 2. Ansonsten werden Feuerwehraufzüge im Normalbetrieb als Personen.Entsprechend den Ausführungskriterien für den Bau und Betrieb von Feuerwehraufzügen muss der Fahrkorb mindestens 1. DIN EN 81-72 Entsprechend den Landesbauordnungen und den Hochhausrichtlinien müssen Hochhäuser. bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 30 m über der Geländeoberfläche liegt. Bauliche Anforderungen Angaben zu den baulichen Anforderungen enthält die Europäische Norm EN 81-72 vom Mai 2003. Sie sollen der Feuerwehr den Zugang zum Brandherd erleichtern und gegebenenfalls auch als Rettungsaufzüge genutzt werden. Vom Feuerwehraufzug aus muss jeder Punkt eines Aufenthaltsraums in höchstens 50 m Entfernung erreichbar sein. der im Brandfall der Feuerwehr zur Verfügung steht (Feuerwehraufzug).40 m betragen. In erster Linie dienen Feuerwehraufzüge der Brandbekämpfung. mindestens einen Feuerwehraufzug in einem eigenen Schacht haben. dass Platz für mindestens ein Bett und zwei Begleitpersonen vorhanden ist. bei denen nach Art ihrer Nutzung im Brandfall mit größeren Gefahren zu rechnen ist.Grundlagen Feuerwehraufzug. 94 Raumpilot Grundlagen .

Alle Wände und Türen des Vorraums sowie alle Aufzugstüren müssen dann den Anforderungen an Vorräume von Feuerwehraufzügen genügen. dass eine belegte Krankentrage mit einer Breite von 0.Aufzug Vorraum Vorräume müssen mindestens so groß sein. In einzelnen Bundesländern werden exakte Vorraumabmessungen vorgegeben.50 m haben. Der Feuerwehraufzug ist in jedem Fall in einem eigenen Schacht anzuordnen F Feuerwehraufzug mit brandgeschütztem Vorraum Feuerwehraufzug in Aufzugsgruppe mit brandgeschütztem Vorraum Raumpilot Grundlagen 95 Grundlagen .26 m ungehindert in den Aufzug eingebracht werden kann. In Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen müssen Vorräume eine Grundfläche von mindestens 2 m x 2.60 m und einer Transportlänge von 2. kann die gemeinsame Wartezone als brandgeschützter Vorraum ausgebildet werden. Aufzugsgruppen Ist der Feuerwehraufzug als Teil einer Aufzugsgruppe vorgesehen.

Grundlagen 110 140 110 140 90 90 ► Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu DIN 18024 und DIN 18025. Festlegungen für Aufzüge aus der DIN 18024 und aus der DIN 18025 wurden in diese EN-Norm übernommen. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Spiegel (raumhoch) Innentableau ≥ 140 50 50 ≤ 10 85 ≥ 110 90 50 150 / 150 ► Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 müssen barrierefreie Aufzüge in öffentlich zugänglichen Gebäuden dem Typ 1 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. Europäische Regelungen haben grundsätzlich Vorrang vor nationalen Regelungen. 96 Raumpilot Grundlagen . Die Anforderungen an Aufzüge der DIN 18024 und DIN 18025 wurden damit durch die DIN EN 81-70 abgelöst und dadurch die geplanten Änderungen durch die DIN 18040 vorweggenommen. Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 müssen barrierefreie Aufzüge in Wohnungen dem Typ 2 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. fühlbaren) Bezeichnungen der Taster die Bedienung. Eine lichte Türbreite von 90 cm ist erforderlich. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Personen mit Sehbehinderungen et cetera die selbstständige Aufzugsnutzung oder die Nutzung mit Begleitpersonen zu ermöglichen.und Fahrkorbgrößen sowie an die Gestaltung der Bedien. damit Rollstuhlfahrer die Türöffnung unbehindert durchfahren können.10 m Breite und 1. ► Die Anforderungen an barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert sondern entsprechend auch DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! Barrierefrei Für barrierefreie Aufzüge werden in der DIN EN 81-70 Anforderungen an Tür. auch für Sehbehinderte.40 m Tiefe ist gefordert. wurde der Ersatzvermerk in das nationale Vorwort der DIN EN 81-70 aufgenommen. die nach einer festgelegten Übergangszeit zurückgezogen werden müssen. Eine waagerechte Anordnung des Innen­ tableaus erleichtert in Kombination mit kontrastreichen.und Anzeigeelemente gestellt. Eine Kabinengröße von mindestens 1. taktilen (erhabenen. Zusätzlich gelten für die Bemessung und Gestaltung der Vorbereiche die DIN 18024 und DIN 18025 beziehungsweise zukünftig DIN 18040. Da ein Zurückziehen der DIN 18024 und der DIN18025 aufgrund der Abdeckung zahlreicher weiterer Bereiche außer Aufzüge derzeit nicht möglich ist. Personen mit Gehhilfen. um Rollstuhlfahrern.

Warte. DIN 18025 Teil 1 und Teil 2.Aufzug 110 140 110 140 90 90 Ein Handlauf unter dem Tableau verbessert die Nutzbarkeit (90 cm Höhe entsprechend DIN 81-70). muss die Bewegungsfläche vor der Aufzugstür mindestens 150 cm x 150 cm bemessen sein (DIN 18024 Teil 1 und Teil 2. 1992 DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 / Feb 2009 DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 / Feb 2009 LBO BW § 29 LBO BW § 35 LBO BW § 39 LBOAVO BW §13 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 97 Grundlagen .und Bewegungszone vor dem Aufzug Damit das Wenden mit einem Rollstuhl möglich ist. 1998 DIN 18024 Teil 2 / Nov. aber trotzdem zu empfehlen). dass sich die 150 cm x 150 cm große Fläche vor dem Aufzug nicht mit Verkehrswegen oder anderen Bewegungsflächen überlagert. 2005 DIN 18024 Teil 1 / Jan. 1996 DIN 18025 Teil 1 / Dez. 1992 DIN 18025 Teil 2 / Dez. DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2). ≥ 150 DIN EN 81-70 / Sep. Alle Bedieneinrichtungen und Haltestangen für den Rollstuhlfahrer müssen auf einer Höhe von 85 cm angeordnet sein (DIN 18024 / DIN 18025). Ein raumhoher Spiegel an der Fahrkorbrückwand ermöglicht Rollstuhlfahrern die Orientierung beim Rückwärtsfahren im Fahrkorb und beim Verlassen des Aufzugs (nach DIN 81-70 nicht raumhoch erforderlich. Neben dem äußeren Bedienungstableau muss ein seitlicher Abstand von mindestens 50 cm zur Wand oder zu einschränkenden Gegenständen freigehalten werden. Die DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 verlangt zusätzlich für öffentlich zugängliche Gebäude.

Ellen (Hrsg. in: Detail. 526-527 Streng. eine Fahrbahn. 518-523 98 Raumpilot Grundlagen . In: Detail. Fahrkorbmaße. 2004/5. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN EN 81-72 / November 2003 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Neuheiten – Stand der Technik – Entwicklungstrends. 2004/5. Fahrkorbmaße.Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN EN 81-1 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 1: Elektrisch betriebene Personen. München 2002 Reuter. Harro: Aufzüge. In: DAB 2002/3.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-2: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-2/A1 DIN EN 81-2/A2 DIN EN 81-2/A3 (Entwurf) DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Wege. Aufzüge – Energieeffizienz Bauordnungen Musterbauordnung MBO 2002. insbesondere § 39 Aufzüge Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Literatur Eisele.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-1: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-1/A1 DIN EN 81-1/A2 DIN EN 81-1/A3 (Entwurf) DIN EN 81-2 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 2: Hydraulisch betriebene Personen.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen . April 2008) VDI 4707 / März 2009 / Blatt 1. Plätze.): HochhausAtlas. Karl-Otto: Planungsgrundsätze für Aufzüge. ein Schacht. Türmaße DIN 15309 / Dezember 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge – Baumaße. Kloft. S. 70-73 Schöllkopf. S. Johann.Grundlagen Planungsregeln / Literatur Normen DIN 15306 / Juni 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für Wohngebäude – Baumaße. S.und Lastenaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge – Deutsche Fassung EN 81-72: 2003 Richtlinien Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richtlinie – MHHR) (18.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen. öffentliche Verkehrs. Türmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Günter: Das Aufzugssystem Twinzwei Kabinen.

Rettung RHEW Raumpilot Grundlagen 99 Grundlagen .

und Durchgänge Zu.Grundlagen Rettung 101 102 103 103 104 105 105 105 106 107 108 108 Rettungswege Notwendige Treppen Notwendiger Treppenraum Notwendige Flure Notwendige Fenster Sicherheitstreppenraum Rettungsgeräte der Feuerwehr Zu.und Durchfahrten Aufstellflächen Bewegungsflächen Literatur/Planungsregeln 100 Raumpilot Grundlagen .

Rettungswege bei unterschiedlichen Gebäudehöhen (unterschiedliche Gebäudeklassen) Raumpilot Grundlagen 101 . 1. 2. 1. Zusätzlich sind in den Hochhausrichtlinien Angaben zu den besonderen Anforderungen an die Rettungswege in Hochhäusern enthalten (MHHR und andere). 2. – Höhe: maximal 7 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 3 – Höhe: maximal 22 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 5 – Höhe: maximal 60 m Hochhaus mit einem Sicherheitstreppenhaus – Höhe: über 60 m Hochhaus mit zwei Treppenhäusern. 2.+ 1. 7m 2. Die unterschiedlichen Gebäudeklassen sind in der Musterbauordnung (MBO. davon ein Sicherheits treppenhaus Grundlagen <6 0m 22 m 1. § 2) beziehungsweise in den Landesbauordnungen definiert.Rettung >6 0m Rettungswege Die Anforderungen an die Rettungswege in Gebäuden sind abhängig von der jeweiligen Gebäudeklasse.

Der zweite Rettungsweg ist nach LBO BW. § 15 Abs. Da dieser den einzigen Rettungsweg darstellt. § 10).Grundlagen Rettungswege Die LBO BW fordert unter § 15. 102 Raumpilot Grundlagen A < 40m Notwendiger Flur 1. dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. siehe Seite 104). Sicherheitstreppenraum mit vorgelagerter Sicherheitsschleuse Rettungswege in Gebäuden mit Aufenthaltsräumen gemäß § 15 (3) LBO BW . werden an ihn viel höhere Anforderungen gestellt als an andere notwendige Treppen. Er muss insbesondere so ausgebildet werden. Notwendige Treppe C < 40m Notwendiger Flur 1. Der zweite Rettungsweg kann über eine weitere notwendige Treppe führen oder alternativ über eine für die Rettungsgeräte der Feuerwehr erreichbare Stelle (zum Beispiel ein „notwendiges Fens­ ter. Notwendige Treppe 2. die nicht zu ebener Erde liegen. 3 nicht erforderlich. wenn ein „Sicherheitstreppenraum“ vorhanden ist. Davon abweichend fordern die MBO sowie die Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) maximal 35 m Entfernung. Notwendige Treppen Von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums muss eine notwendige Treppe oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 40 m Entfernung erreichbar sein (LBOAVO BW. dass jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsräumen über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein muss. Notwendiges Fenster - Rettungsgeräte der Feuerwehr < 40m Notwendiger Flur 1. Für verschiedene Gebäudenutzungen sind davon abweichende Fluchtweglängen gefordert (siehe Tabelle Seite 103). die „notwendige Treppe“sein. Notwendige Treppe B 2. Dabei muss der erste Rettungsweg in Nutzungseinheiten.

In notwendigen Treppenräumen von Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen und bei innenliegenden notwendigen Treppenräumen ist an der obersten Stelle des Treppenraums eine Rauchabzugsvorrichtung mit einem freien Querschnitt von mindestens 1 m² anzubringen. § 10). Entfernung Gast. die geöffnet werden können. sowie die Fläche des Flures selbst. Raumpilot Grundlagen 103 Grundlagen Maximale Entfernung jeder Stelle eines Aufenthaltsraums von einem notwendigen Treppenraum . Richtlinien für Kindergärten. Notwendige Flure Notwendige Flure sind Flure. Als notwendige Flure gelten keine „Flure innerhalb von Nutzungseinheiten. über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen zu notwendigen Treppenräumen oder zu Ausgängen ins Freie führen (LBOAVO BW. Der Weg ist bis zum Beginn des Treppenraums zu messen. die durch den Flur erschlossen werden. § 12).und Warenhausverordnung. Werden Belüftung. die Krankenhausbauverordnung. Der Ausgang muss in der Regel mindestens so breit sein wie die zugehörigen notwendigen Treppen. durchgehenden Treppenraum liegen. beispielsweise die Versammlungsstättenverordnung. Notwendige Treppen müssen an der Außenwand angeordnet sein und in jedem über dem Gelände liegenden Geschoss Fenster haben. Die Treppenlaufbreite der Treppe muss in den meisten Nutzungen mindestens 1 m betragen. nicht die Luftlinie. Schulbaurichtlinien. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! 25 m 30 m 35 m Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung beachtet werden. § 11). § 11).oder Verwaltungsnutzung dienen und deren Nutzfläche in einem Geschoss nicht mehr als 400 m² beträgt“ (LBOAVO BW. Einschubtreppen und Rolltreppen sind ungeeignet und deshalb als notwendige Treppen unzulässig (LBOAVO BW. Gabäudeart Hochhäuser Max. Zur Nutzfläche zählen alle Flächen. ist eine andere Ausführung der Treppenräume zugelassen. Abstellräume und Sanitärräume. die einer Büro. Hochhausrichtlinien et cetera. sondern durch andere Einrichtungen sichergestellt. § 12). An notwendige Treppenräume dürfen in einem Geschoss nicht mehr als sechs Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe unmittelbar angeschlossen sein (LBOAVO BW.Rettung Maßgebend ist die tatsächliche Länge des Weges. Notwendiger Treppenraum Notwendige Treppen müssen grundsätzlich in einem eigenen. der nur der Aufnahme der Treppe dient und durch Wände und Türen von den übrigen Räumen eines Gebäudes abgetrennt ist. Beleuchtung und Rauchabführung nicht durch Fenster.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. die vom Eingangsgeschoss und der obersten Podestfläche zu öffnen sein muss (LBOAVO BW. die Geschäfts. also auch Teeküchen.

15 m Beispiel Bürogebäude Breite notwendiger Flur min. Sie muss über diese Fluchtweganforderung hinaus eine für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichende Breite haben. 6 im Einzelfall verlangt werden. 40 m MBO: max.Grundlagen Die Länge des notwendigen Flurs bemisst sich nach der höchstzulässigen Entfernung von 35 m (40 m) zwischen jeder Stelle eines Aufenthaltsraums und einer notwendigen Treppe. Abs.20 m über der Fußbodenoberkante sein. § 14. 5). Notwendige Fenster Notwendige Fenster müssen zu öffentlichen Verkehrsflächen oder zu Flächen für die Feuerwehr hin angeordnet sein und im Lichten mindestens die Größe eines Quadrats mit Seitenlängen von 0. § 38. Lichtes Mindestinnenmaß.25 m. Laufweglänge Notwendiger Flur LBO BW: max. 1. Abs. Nr. Je Nutzungseinheit muss mindestens ein notwendiges Fenster vorhanden sein (LBOAVO BW. M 1:100 104 Raumpilot Grundlagen . Rampen mit einer Neigung bis maximal 6 Prozent sind zulässig. Flure von mehr als 30 m Länge müssen mit Rauchschutztüren in Brandabschnitte unterteilt werden.90 m haben. In notwendigen Fluren ist eine Folge von weniger als drei Stufen unzulässig.25 m Nutzungseinheiten von max. Die Unterkante der lichten Öffnung darf nicht mehr als 1. 35 m ASR: max. Eine größere Breite kann deshalb bei baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung nach LBO BW. In Bürogebäuden beträgt die Mindestflurbreite beispielsweise 1. 1. 35 m Stichflurlänge Notwendiger Flur MBO: max. 400 m² ≥ 90 ≤ 120 ≥ 90 Notwendiges Fenster (LBO BW).

Die Führung des zweiten Rettungswegs über Rettungsgeräte der Feuerwehr ist nur für die Rettung einer begrenzten Personenzahl geeignet. ebenerdig und mindestens 1. Diese Schleuse muss mindestens 3 m lang sein. die gleiche Feuerwiderstandsklasse wie die Treppenräume besitzen und mit selbstschließenden. damit Feuer und Rauch auch bei geöffneten Türen (beim Fluchtvorgang) nicht eindringen können (LBOAVO BW.25 m breit sein.20 m haben. Voraussetzung ist allerdings. Durchgänge müssen an jeder Stelle eine lichte Höhe von mindestens 2.1) ≥ 300 (350) ≥ 125 ≥ 100 ≥ 350 RHEWREUEF ≥ 220 Durchgang Türöffnung ≥ 200 Durchfahrt M 1:100 Raumpilot Grundlagen 105 Grundlagen . die so ausgebildet ist. dass im Brandfall durch Überdruck auch bei geöffneten Schleusentüren der Rauch nicht eindringen kann. dass eine mit diesen Rettungsgeräten erreichbare Stelle vorhanden ist. 6).Rettung Sicherheitstreppenraum Grundsätzlich müssen Sicherheitstreppenräume an der Außenwand liegen oder vom Gebäude abgesetzt sein und nur über einen offenen Gang zugänglich sein. dass der Zugang über jedes Geschoss nur über eine Sicherheitsschleuse möglich ist. § 12).oder Durchgang. Für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen genügt eine lichte Breite von mindestens 1 m. für Türöffnungen genügt eine lichte Höhe von mindestens 2 m (DIN 14090. Voraussetzung hierfür ist. Abschnitt 4. Der Sicherheitstreppenraum und die Sicherheitsschleusen müssen eine eigene Lüftungsanlage haben. Zu. da das Rettungsgerät tragbar ist (Höhe Fußboden des obersten Aufenthaltsraums maximal 7 m über Gelände). Abs. wenn das Eindringen von Feuer und Rauch gleichermaßen verhindert wird. Rettungsgeräte der Feuerwehr Anstelle eines baulichen zweiten Rettungsweges – der zweiten notwendigen Treppe – sind auch Fluchtwege über Rettungsgeräte der Feuerwehr als zweite Rettungswege zulässig. mindestens feuerhemmenden Türen ausgestattet sein. Innenliegende Sicherheitstreppenräume kommen nur in Betracht. Zugänge müssen geradlinig. Diese Lüftungsanlage muss von der allgemeinen Stromversorgung unabhängig sein (LBOAVO BW. § 11.und Durchgänge Bei Gebäuden niedriger Höhe genügt ein Zu. Bei einer großen Personenzahl ist der für eine Rettung erforderliche Zeitaufwand zu groß.

50 bis 12 m über 12 bis 15 m über 15 bis 20 m über 20 bis 70 m über 70 m Breite der Zufahrt b 5m 4.50 m besitzen. auszuweisen und ständig freizuhalten.50 m für jede Anfahrtrichtung gefordert (DIN 14090/ Abschnitt 4.50 m und eine lichte Höhe von mindestens 3. Diese Zufahrten sind nur erforderlich bei Gebäuden.oder -durchfahrt für die Drehleiter mit einer Einsatzlänge bis zur Hochhausgrenze erforderlich.50 m unzulässig 10.50 m 3m 106 Raumpilot Grundlagen Übergangsbereich > 11 m Zu.Grundlagen b Die Zufahrten zum Erreichen der Aufstellund Bewegungsflächen von Feuerwehrfahrzeugen sind als befestigte Flächen auf dem Grundstück gefordert.50 m 4m 3. Die Zufahrten dürfen eine Steigung von höchstens 10 Prozent ausweisen. Sie müssen direkt an den öffentlichen Verkehr angebunden sein. >3m nicht geradlinige Zufahrt Zum Einbiegen von der öffentlichen Verkehrsfläche in die Zufahrt ist ein Außenradius der Kurve von mindestens 10. müssen für die Kurvenbereiche bestimmte Mindestbreiten vorgesehen werden. Wenn Zufahrten nicht geradlinig geführt sind. bei einer Gebäudetiefe von mehr als 12 m mindestens 3. r Übergangsbereich > 11 m >3m M 1:500 .2). Hierfür sind Aufstellflächen herzustellen.und Durchfahrten Bei höheren Gebäuden ist eine Feuerwehrzu. Tabelle für nicht geradlinige Zufahrten Kurvenradius r bis 10. Zusätzlich müssen vor und hinter Kurven auf einer Länge von mindestens 11 m Übergangsbereiche vorhanden sein (siehe Abbildung).oder Durchfahrt muss eine Mindestbreite von 3 m. Die Zu. bei denen eine Anleiterbarkeit für den zweiten Rettungsweg nicht in ausreichendem Umfang von der öffentlichen Verkehrsfläche aus möglich ist. Die Breite des Kurvenbereichs ist abhängig vom Kurvenradius.

≥1 a ≥5 . bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen. Der Abstand darf höchstens 9 m. der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Seite einen Abstand von mindestens 3 m zur Außenwand haben. 4. Sie müssen mindestens 5 m x 11 m groß und so angeordnet sein. Der Abstand zwischen der Außenseite der Aufstellfläche und der entferntesten seitlichen Begrenzung der zum Anleitern bestimmten Stelle darf höchstens 9 m. Abs. bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen.0 ≥1 .0 . die dem Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen dienen und ständig freigehalten werden müssen.0 ≥5 a Aufstellfläche parallel zur Außenwand Aufstellfläche rechtwinklig zur Außenwand Raumpilot Grundlagen 107 Grundlagen .0 ≥1 1. dass alle zum Anleitern bestimmten Stellen erreicht werden können.Rettung Aufstellfläche parallel zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a ≥ 3 m bis ≤ 9 m ≥ 3 m bis ≤ 6 m Aufstellfläche rechtwinklig zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a <9m <6m Aufstellflächen Aufstellflächen sind nicht überbaute befes­ tigte Flächen auf dem Grundstück. Aufstellflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090.0 1.3). Aufstellflächen parallel zur Außenwand müssen mit ihrer. Aufstellflächen rechtwinklig zu Außenwänden dürfen keinen größeren Abstand als 1 m zur Außenwand haben.

Zuzana. Literatur Friedl. 4. München 2004 Fouad. Bewegungsflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090.und Löscheinsätzen dienen. Vor und hinter Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten sind mindestens 4 m lange Übergangsbereiche anzuordnen. Auch Bewegungsflächen sind ständig freizuhalten. Giertlova. Zufahrten dürfen nicht gleichzeitig Bewegungsfläche sein.Grundlagen Bewegungsflächen Bewegungsflächen sind befestigte Flächen auf dem Grundstück. Sonntag. Sonntag. Bewegungsflächen können gleichzeitig Aufstellflächen sein. Abs.: Bauphysik Kalender 2006. die dem Aufstellen von Rettungsfahrzeugen. Berlin 2006 Planungsregeln Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) LBOAVO Allgemeine Ausführungsverordnung des Wirtschaftsministeriums zur Landesbauordnung BW 1995. Gerhard. Stuttgart 2009 Hausladen. der Entnahme und Bereitstellung von Geräten und der Vorbereitung und Durchführung von Rettungs. Sie sind durch Hinweisschilder (DIN 4066) mit der Aufschrift „Flächen für die Feuerwehr“ zu kennzeichnen. Für jedes Feuerwehrfahrzeug ist in der Regel eine Bewegungsfläche von mindestens 7 m x 12 m erforderlich. Rettungswege – Anforderung und Gestaltung. ASR Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ≥4 2 ≥1 ≥3 ≥7 ≥4 2 ≥1 ≥7 Bewegungsflächen Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten 108 Raumpilot Grundlagen . Rainer: Strategien für die ganzheitliche Gebäudeplanung. Wolfgang. Nabil. et al. Rainer: Der Brandschutzbeauftragte.4). letzte Änderung 2007 MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richt­ linie) April 2008.

Ruhender Verkehr Raumpilot Grundlagen 109 Grundlagen .

GaVO BW Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs .EAR 2005 Kritische Parkierungsanlage Garagenklassifizierung – Kleingarage Garagenklassifizierung – Mittelgarage Garagenklassifizierung – Großgarage Rampen – EAR 2005 Schleppkurve Pkw Schleppkurve Lkw Wendeanlagen – RASt 2006 Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 Fahrradabstellflächen Planungsregeln/Literatur 110 Raumpilot Grundlagen .Ruhender Verkehr Grundlagen 111 111 112 114 118 119 120 122 124 125 126 127 128 132 133 134 136 138 140 Einleitung Vorschriften und Regeln Motorisierung Stellplatzbedarf Fahrgassenbreiten – EAR 2005 Fahrzeugabmessungen Garagenverordnung .

Motorräder. Pkw. Lkw und Omnibusse. – Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze: Garagenverordnung – GaVO BW (1997) – Forschungsgesellschaft für Straßen. Raumpilot Grundlagen 111 Grundlagen ► Die Garagenverordnung GaVO BW von 1997 ist rechtlich bindend. ­ In diesem Kapitel werden wesentliche Hinweise für die Planung und Bemessung von Parkierungs. die Bewegungs. Empfehlungen und Richtlinien.und Verkehrswesen (FGSV): EAR 05 – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (2005) Die Angaben der EAR 05 entsprechen den aktuellen Anforderungen an Funktionsfähigkeit und Benutzer­ freundlichkeit von Parkierungsanlagen besser. Allerdings beruhen die Mindestmaße der GaVO auf Abmessungen von Pkw aus den 1970er Jahren und führen heute in der Anwendung häufig zu großen Problemen.und Begegnungszuschläge. wie die Art der Aufstellung der Fahrzeuge. mit Bezug auf die entsprechenden Gesetze.und Zivilrechts – im Bauordnungsrecht und – im Straßenverkehrsrecht. einschließlich der Normen des Wege. Die Breite der Fahrwege und die Größe der Parkierungsflächen wird auf Basis der Abmessungen und fahrgeometrischen Kenngrößen von Bemessungsfahrzeugen festgelegt. Alle Anlagen des ruhenden Verkehrs außerhalb des öffentlichen Straßenraums unterliegen dem Bauplanungsrecht. sowie die seitlichen Mindestabstände für die Zugänglichkeit der Parkplätze. Daneben müssen zahlreiche weitere Aspekte berücksichtigt werden. die Sicherheitsabstände zu festen Hindernissen während der Fahrt. der zusätzliche Flächenbedarf bei Kurvenfahrten. In den Bauordnungen der Länder sind die Bemessungskriterien für die notwendigen Stellplätze geregelt. Vorschriften und Regeln Die Rechtsgrundlagen für die Planung von Parkierungsanlagen finden sich: – im Bauplanungsrecht. . die Schutzabständen vor und hinter abgestellten Fahrzeugen.Ruhender Verkehr Einleitung Zu den Anlagen des ruhenden Verkehrs gehören Abstellanlagen für Fahrräder.und Bewegungsflächen zusammengestellt.

Die Darstellungen zeigen.2000 € mtl. Häufig wird baurechtlich ein PkwStellplatz je Wohneinheit gefordert. Einkommen 1500 . 0% Anzahl Anzahl PKW Pkw 112 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Motorisierung < 500 € mtl. Er schwankt erheblich. Einkommen > 3600 € mtl. Der tatsächliche Bedarf weicht davon aber ab. Einkommen 100% Die Abbildungen zeigen den tatsächlichen Bedarf (Nachfrage) an PkwStellplätzen im Wohnungsbau. Im Gegensatz dazu belegen einkommensstarke Schichten teilweise drei Pkw-Stellplätze je Wohneinheit. 25% 75% 50% Abhängigkeit zwischen dem Monatseinkommen und der Anzahl der Pkw im Haushalt. dass mehr als die Hälfte der Personen mit geringen Einkommen keinen Pkw besitzen. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ) 2001/2002) in Deutschland. abhängig vom durchschnittlichen Einkommen und dem Wohnstandort. Auch der Standort hat erheblichen Einfluss: In großen Städten mit einem guten öffentlichen Personennahverkehr werden je Wohneinheit weniger Stellplätze benötigt als im ländlichen Raum.

Raumpilot Grundlagen 113 Grundlagen . in der BRD und in Baden-Württemberg.Ruhender Verkehr Berlin BRD Baden-Württemberg 100% 75% 50% 25% 0% Anzahl PKW Pkw Pkw pro Haushalt in Berlin. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ 2001/2002).

2 bis 0. mindestens 3 Stellplätze 1 bis 2 Stellplätze je Wohnung 0. Arztpraxen o. mindestens 2 Stellplätze je Laden mit geringem Besucherverkehr: 2 1 Stellplatz je 50 m Verkaufsnutzfläche 1 Stellplatz je 10 bis 20 m2 Verkaufsnutzfläche Verkaufsstätten. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze.5 Stellplätze je Wohnung 0. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Nutzfläche 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. Abfertigungs.) Verkaufsstätten Läden. mindestens jedoch 2 Stellplätze je Laden mit mehr als 700 m2 Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 10 bis 30 m Verkaufsnutzfläche 2 2 (1) 1 Stellplatz je 30 bis 40 m Büronutzfläche .und Ferienhäuser Altenheime Behindertenwohnheime Kinder.und Zweifamilienhäuser. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-.oder Beratungsräume. Verwaltungs.und Praxisräumen Büro.Grundlagen Stellplatzbedarf Richtzahlen und Orientierungswerte für den objektbezogenen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Wohngebäude Ein. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. mindestens 3 Stellplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Gebäude mit Büro-.5 Stellplätze je Wohnung 1 Stellplatz je Wohnung 1 Stellplatz je 8 bis 15 Betten.und Jugendwohnheime Studentenwohnheime Schwesternwohnheime Arbeitnehmerwohnheime 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze. Reihenhäuser Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen Gebäude mit Altenwohnungen Wochenend. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 Plätze. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 20 Betten. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze.ä. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. Geschäftshäuser Großflächige Einzelhandelsbetriebe außerhalb von Kerngebieten 114 Raumpilot Grundlagen .7 bis 1. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Verkaufsnutzfläche. Geschäftshäuser bis 700 m Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 30 bis 50 m Verkaufsnutzfläche .

(3) Nicht zur Sportfläche werden gerechnet: Sozial. 6 Stellplätze je Minigolfanlage 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 3 Boote 1 Stellplatz je 4 Pferdeeinstellplätze 2 bis 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 5 Liegeplätze Tennisplätze. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze ohne Besucherplätze: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen mit Besucherplätzen: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. ohne Besucherplätze: 2 bis 4 Stellplätze je Spielfeld mit Besucherplätzen: 4 Stellplätze je Spielfeld. Konzerthäuser: 1 Stellplatz je 5 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 10 bis 20 Sitzplätze Gemeindekirchen: 1 Stellplatz je 20 bis 30 Sitzplätze Kirchen 1 Stellplatz je 10 bis 40 Stellplätze Sportstätten.und Sanitärräume. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. von überörtlicher Bedeutung. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze 2 (3) ohne Besucherplätze. ohne Besucherplätze: 2 1 Stellplatz je 50 bis 100 m Hallenfläche mit Besucherplätzen: 2 1 Stellplatz je 50 bis 80 m Hallenfläche.B. Geräteräume. Tennisanlagen 3 bis 4 Stellplätze je Spielfeld. Freizeiteinrichtungen Sportplätze 1 Stellplatz je 250 m Sportfläche . Trainingsplätze: 2 1 Stellplatz je 250 bis 300 m Sportfläche Sportplätze und Sportstadien mit Besucherpl. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Fitnesscenter Freibäder Hallenbäder 2 (3) 1 Stellplatz je 25 m Sportfläche 1 Stellplatz je 200 bis 300 m2 Grundstücksfläche Freibäder und Freiluftbäder: 2 1 Stellplatz je 200 bis 300 m Grundstücksfl.B. (2) Nicht zur Verkaufsnutzfläche werden gerechnet: Sozial. z.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Versammlungsstätten (außer Sportstätten). (1) Nicht zur Büronutzfläche werden gerechnet: Sozial.und Sanitärräume. Verkehrsflächen. Spiel.und Bowlingbahnen Bootshäuser und Bootsliegeplätze Reitanlagen Raumpilot Grundlagen 115 Grundlagen . zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Kirchen Versammlungsstätten 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweis zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen. Lagerflächen.: 2 1 Stellplatz je 250 bis 400 m Sportfläche. z.und Sanitärräume. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen.und Sporthallen 2 (3) 1 Stellplatz je 50 m Sportfläche . Theater. Umkleideräume. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Kantinen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Minigolfplätze Kegel. Verkehrsflächen. Ausstellungsflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Verkehrsflächen.

Berufsakademien Kindergärten. mindestens jedoch 3 Stellplätze Schulen. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. Hochschulen. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 Besucherplätze 1 Stellplatz je 15 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 6 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 bis 20 Besucherplätze 116 Raumpilot Grundlagen . Einrichtungen für Kinder und Jugendliche Grundschulen Sonstige allgemeinbildende Schulen Berufsschulen. Berufsfachschulen Sonderschulen für Behinderte Fachhochschulen. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 15 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 4 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 Schüler. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 20 Schüler.Grundlagen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Universitätskliniken und ähnliche Lehrkrankenhäuser Krankenhäuser 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten von überörtlicher Bedeutung und Privatkliniken: 1 Stellplatz je 3 bis 4 Betten von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 4 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten 1 Stellplatz je 6 bis 10 Betten Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Kureinrichtungen Pflegeheime 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 bis 15 Betten. Kindertagesstätten und dergleichen Jugendfreizeitheime und dergleichen Grund.

mindestens 10 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 117 Grundlagen . um die Zahl der üblicherweise erforderlichen Stellplätze oder Garagen zu bestimmen.oder Reparaturstand mit Wartungs. Kantinen. Beherbergungsbetriebe. mindestens 1 je Betrieb 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 Hinweise zur EAR 05: In der Tabelle der EAR 05 sind die von den Bundesländern erlassenen Stellplatzrichtlinien zusammengefasst. 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m2 Grundstücksfläche. (5) oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 6 Stellplätze je Wartungs. so ist die Zahl der Beschäftigten zugrunde zu legen. Ergibt sich dabei ein offensichtliches Missverhältnis zum tatsächlichen Stellplatzbedarf. Lagerplätze Ausstellungs. Kurheime und andere Beherbergungsbetriebe Jugendherbergen Verschiedenes Kleingartenanlagen Friedhöfe 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m Grundstücksfläche. Pensionen.oder Reparaturständen: 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche. Funktionsflächen für betriebliche Anlagen. Diskotheken Spielhallen Hotels. Vergnügungsstätten Gaststätten Tanzlokale. z. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 3 Stellplätze je Waschplatz 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 4 bis 6 Stellplätze je Reparaturstand mit Pflegeplätzen: 2 bis 4 Stellplätze je Pflegeplatz automatische Kfz-Waschstraßen: 3 bis 5 Stellplätze je Waschstraße Kfz-Waschplätze zur Selbstbedienung: 3 Stellplätze je Waschplatz Kfz-Waschanlagen Reifenhandelsbetriebe mit Montageständen 2 bis 3 Stellplätze je Montagestand Gaststätten. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche(4). 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche(4) oder 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche oder (5) 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 120 m2 Nutzfläche(4). Diskotheken: 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze 1 Stellplatz je 20 m Spielhallenfläche.und Industriebetriebe Lagerräume.B.und Verkaufsplätze Kfz-Werkstätten Tankstellen Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweise zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf und dienen lediglich als Anhalt.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Gewerbliche Anlagen Handwerks. (4) Nicht zur Nutzfläche werden gerechnet: Sozialund Sanitärräume. Die Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes sind zu beachten. mindestens jedoch 10 Stellplätze 2 1 Stellplatz je 6 bis 12 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 4 bis 8 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 10 bis 20 m Nutzfläche des Ausstellraumes. Verkehrsflächen. (5) Der Stellplatzbedarf ist in der Regel nach der Nutzfläche zu berechnen. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 8 bis 12 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung.

– Schrägaufstellung Zügiges und bequemes Einparken.00 4. – Senkrechtaufstellung Wahlweise Ein.oder Zweirichtungsverkehr. Fahrgassenbreite Aufstellwinkel. Fahrweise und die seitlichen Bewegungsspielräume bestimmen die Breite der Fahrgasse.00 3. Auf­ stell­ winkel kleiner als 45 Grad nicht empfohlen wegen schlecht nutzbarer Restflächen.oder Ent­ laden am Fahrbahnrand. Parkstandbreite.Grundlagen Fahrgassenbreiten – EAR 2005 a a a 25 250 0 a = 54° > 350 a = 72° > 450 a = 90° 250 > 600 Aufstellung – Längsaufstellung Vorwiegend für Parken und Be.und Ausparken nicht gewährleistet.25 M 1:200 118 Raumpilot Grundlagen .00 54 63 72 81 90 6.50 5. Hoher Flächenverbrauch.50 4. Fahrgassenbreite [m] für Vorwärtseinparken in Abhängigkeit vom Aufstellwinkel [Grad]. Zügiges Ein. für die Parkenstandbreite b = 2.5 m Aufstellwinkel a Fahrgassenbreite 45 3.

76 2.80 3.74 6.60 0.00 9.00 1.17 2.00 1.60 0.29 2.03 0. 2009) Beispiele für Kfz-Kategorien Bemessungsfahrzeuge repräsentieren bestimmte Typen von Kraftfahrzeugen M 1:200 700 240 Transporter (Mercedes.70 3.85 7 .70 3.70 1.40 1220 255 Wendekreisradius außen 790 250 Nutzfahrzeug (Müllfahrzeug.77 10. 2009) Kenngrößen der Bemessungsfahrzeuge für Parkflächen [m] nach EAR 05 .51 2.05 10. 2009) 420 180 Kompaktklasse (Golf.55 1.89 9. 2009) 470 185 Mittelklasse (Audi A4.80 2.35 9.90 1. 2-achsig) Reisebus (Mercedes. 2009) 510 190 Oberklasse (Mercedes S-Klasse.00 1.20 4.Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs Höhe Länge Breite (ohne Außenspiegel) Fahrrad Moped Kraftrad Pkw Transporter Kleine Lkw (2-achsig) Große Lkw (3-achsig) Bus Müllfahrzeug (2-achsig) 1.50 9. 2008) Raumpilot Grundlagen 119 390 355 270 Grundlagen 155 150 145 150 .10 12.55 2.55 2.55 5.46 10.80 3.Ruhender Verkehr Fahrzeugabmessungen 270 155 Mini (Smart.

wenn keine Längsseite – 2. Es empfiehlt sich. In diesem Fall ergibt sich ein Maß von 5. Einer der beiden Wagen muss dabei gegebenenfalls rückwärts einparken.50 m tiefe Bewegungsfläche vor der Längsseite des Pkw führt zu einer erforderlichen Gesamtstellplatzbreite von 3.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. 120 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 500 .30 m.50 m. wenn eine Längsseite – 2. 230 230 ≥ 230 ≥ 240 ≥ 250 Parkstände für Rollstuhlbenutzer Die 1. 500 ≥ 750 ≥ 150 350 200 200 ≥ 150 550 200 ≥ 350 600 600 600 M 1:200 230 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Garagenstellplätze.50 m.50 m Breite für zwei Stellplätze. andere Bauteile oder Einrichtungen begrenzt ist. wenn sich die Bewegungsflächen zweier Behindertenstellplätze überlagern. für die Planung ab der gehobenen Pkw-Mittelklasse die Maße wesentlich zu überschreiten. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. müssen mindestens 6 m lang sein. Schräg. wenn jede Längsseite des Einstellplatzes im Abstand bis zu 10 cm durch Wände.Grundlagen 500 350 Garagenverordnung – GaVO BW ► Die Grundmaße der Garagenverordnung sind knapp 40 Jahre alt. Stützen. Es kann unter Umständen Fläche gespart werden. die hintereinander und parallel zur Fahrgasse angeordnet werden.40 m.

40 m2/Pkw 300 Schrägaufstellung Schrägaufstellen ist an Anliegerstraßen zu empfehlen.40 m2/Pkw 800 Ø 24. weil das Ein.und Ausparken bei beidseitiger Anordnung einfach ist und das spontane Betreten der Fahrbahn durch Fußgänger erschwert wird. wenn beim Ausparken eine gute Sicht auf den fließenden Verkehr erforderlich ist und auf Grund der Flächenverhältnisse keine Schrägoder Senkrechtparkstände möglich sind. Die Schrägaufstellung ist bei einem Winkel von 60 Grad besonders flächensparend.80 m2/PKW 780 Ø 23. wenn die Parkstände aus beiden Richtungen anfahrbahr sein sollen.90 m2/Pkw 250 300 250 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Die Längsaufstellung wird gewählt. Die Fahrgassenbreite ist abhängig von der Parkstandbreite! 230 240 1650 Ø 18.00 m2/Pkw M 1:1000 600 50 0 250 Raumpilot Grundlagen 121 Grundlagen Senkrechtanordnung (senkrecht zur Fahrbahn) 23 0 24 0 25 0 .90 m2/Pkw 240 300 240 45° 1360 Ø 20.90 m2/Pkw 350 1600 Ø 19. 0 50 0 50 45° 1385 Ø 19.20 m2/Pkw 300 1550 Ø 19. 600 600 760 Ø 22.Ruhender Verkehr 500 650 500 500 600 500 500 550 500 Die Senkrechtanordnung ist sinnvoll.80 m2/Pkw 230 300 230 45° 1350 Ø 19.

≤ 60 ≤ 75 225 250 285 175 285 75 175 250 75 250 75 175 290 40 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Markierte Parkstände sollten eine Länge von mindestens 5. 175 Parkstände für Rollstuhlfahrer Die Parkstandbreite für Rollstuhlbenutzer beträgt 3.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. Darin enthalten ist die Rollstuhlbewegungsfläche neben der Längsseite des Fahrzeugs. Parkstände in Regelbreite sind zulässig. 570 250 175 100 600 175 250 175 175 75 175 250 140 350 390 670 M 1:200 122 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 Randparkstände. zum Beispiel in Form eines Gehwegs. Doppelparkstände. Hierzu zählen zum Beispiel auch Stützen auf halber Parkstandlänge.90 m. wenn eine ausreichende Bewegungsfläche mit mindestens 1. Sollte aus besonderen Gründen nur das Vorwärtseinparken möglich sein.50 m. wenn eine Längsseite – 2. weil sie das Öffnen der Fahrzeuge behindern.Grundlagen 500 350 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 2005 ≤ 20 Schräg. wenn keine Längsseite – 2.25 m reduziert werden. sollte die Parkstandlänge 6.90 m.50 m Breite vorhanden ist.70 m betragen. die an einer Längsseite durch Bordsteine begrenzt sind.50 m und neben festen Einbauten 3. sind möglich. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. wenn jede Längsseite durch aufgehende Bauwerksteile oder Absperrungen ganz oder teilweise begrenzt ist. ≥ 500 .85 m. bei denen sich die Bewegungsflächen überlagern. können auf 2.70 m aufweisen.

40 m2/Pkw M 1:1000 570 Raumpilot Grundlagen 123 Grundlagen ▲ Senkrechtanordnung 25 0 .40 m2/Pkw 250 Schrägaufstellung 45° 1270 Ø 20.20 m2/Pkw 70 415 300 415 70 1450 Ø 16.30 m2/Pkw 670 750 Ø 21.Ruhender Verkehr 70 430 600 430 70 70 430 450 430 70 rückwärts einparken vorwärts einparken 250 1600 Ø 18.00 m2/Pkw 200 325 200 200 350 200 Längsaufstellung rückwärts einparken vorwärts einparken 725 Ø 24.

bei dem fahrgeometrische Erfordernisse nicht berücksichtigt wurden. M 1:500 5. 3. wenn das Ende der Fahrgasse als Sackgasse ausgeführt ist. 2. Dies ist besonders schwerwiegend bei beengten Kleingaragen. um eine funktionsfähige und benutzerfreundliche Parkierungsanlage zu entwerfen. In den Zeichnungen ist dargestellt. bei denen die Anbindung der Rampe fahrgeometrisch oft zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Die Regelmaße nach der GaVO reichen hier nicht aus. 4. 124 Raumpilot Grundlagen . wie schwierig das Einparken am letzten Stellplatz ist. Dieses Problem besteht prinzipiell in allen Tiefgaragen mit der Parkplatzanordnung senkrecht zur Fahrgasse. 1. Es lässt sich aber zum Beispiel durch breitere Stellplätze oder eine Fahrgassenverlängerung lösen.Grundlagen Kritische Parkierungsanlage Das Praxisbeispiel zeigt einen häufig anzutreffenden Planungsmangel.

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Kleingarage (bis 100 m2 Nutzfläche) Grundlagen (entsprechend LBO GaVO) 250 80 700 circa 50 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 500 M 1:1000 Raumpilot Grundlagen 125 275 .

3 0m .Grundlagen Garagenklassifizierung – Mittelgarage (100 bis 1000 m2 Nutzfläche) 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 30 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 275 80 M 1:1000 126 Raumpilot Grundlagen ma x .

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Großgarage (größer als 1000 m2 Nutzfläche) Grundlagen M 1:1000 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 25 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) max. 30 m Raumpilot Grundlagen 127 275 80 .

Innenrampen kleiner Parkbauten sowie kurze Rampen können in Ausnahmefällen bis zu 20 Prozent geneigt sein.10 m betragen und bei Neigungswechseln auf Rampen mit einer Neigung von über 8 Prozent Steigung mindestens 2. 8% TK = HK 2 * SR 100 HW SR [%] = Rampenneigung HK [m] = Kuppelhalbmesser TK [m] = Tangentenlänge HW [m] = Wannenhalbmesser TW [m] = Tangentenlänge Wanne HW S = 0% TW TW Ausbildung Wanne SR = min. damit auch bei ungünstiger Witterung eine sichere Befahrbarkeit gewährleistet werden kann.30 m.75 m.75 m. Kuppenausrundungen Halbmesser Hk = mindestens 15 m Wannenausrundungen Halbmesser Hw = mindestens 20 m Fahrbahnbreite Die Fahrbahnbreite gerader Rampen mit Richtungsverkehr beträgt 2. Lichte Höhe Die lichte Durchfahrtshöhe in Parkbauten soll mindestens 2. ist eine Fahrbahnbreite von 6 m empfehlenswert. Rampen im Freien sollen höchstens eine Steigung von 10 Prozent aufweisen. um ein Aufsetzen der Fahrzeuge zu vermeiden. Wenn die beiden Fahrstreifen durch einen Mittelleitbord geteilt sind. Einbauten und Verkehrszeichen vorhanden ist. Bei Neigungswechseln sind Neigungsdifferenzen über 8 Prozent auszurunden oder abzuflachen. bei Gegenverkehr 5. dass die lichte Durchfahrtshöhe unter allen Bauteilen. Ausbildung Kuppe S = 0% HK TK TK HK SR = min. Es ist darauf zu achten.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Rampenneigung Die Rampenneigung soll nach EAR 2005 im Allgemeinen 15 Prozent und bei Parkrampen 6 Prozent nicht überschreiten. 8% TW = HW 2 * SR 100 M 1:200 128 Raumpilot Grundlagen .

75 2.75 Die Rampenneigung sollte bei Rampen im Freien 10 Prozent nicht überschreiten.00 20.50 25.50 35.75 3.00 16.00 41.00 40.00 30.00 36.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 11.75 3.75 4. Rampeneinfahrt im Freien ≥ 230 h SR = ≤ 10% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 129 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 10% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .00 21.00 10.75 2. Dies kann zum Beispiel durch eine geriffelte Oberfläche.75 1. Die sichere Befahrbarkeit muss auch bei ungünstiger Witterung gewährleistet sein.00 31.50 15. Heizung oder Überdachung erreicht werden.00 26.

67 29.50 16.67 19.33 25.30 Rampeneinfahrt Ausnahmefall h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge M 1:200 TK LR L TW 130 Raumpilot Grundlagen ≥ 230 h SR = ≤ 15% .30 3.00 26.00 12.96 4.00 6.50 23.00 20.50 10.00 22.63 2.00 13.30 1.67 9.63 3.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 15% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.33 15.96 2.

00 2.00 10.50 12.00 8.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 13.50 21.00 4.00 23.00 15. Eine Überdachung der Rampe oder eine Beheizung der Fahrbahn ist zwingend erforderlich.50 3.00 5.00 3.50 2.50 7 .50 Rampeneinfahrt nur nach Zustimmung ► Die maximale Steigung von 20 Prozent ist ausnahmsweise (!) nur zulässig bei einer kleinen Nutzerzahl.50 1.50 16.50 11. Rampeneinfahrt Ausnahmefall ≥ 230 h SR = ≤ 20% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 131 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 20% (Ausnahmefall) Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .und Ausfahrt.50 17 .00 20. kurzen Rampen und bei einer übersichtlichen Ein.00 18.

Grundlagen Schleppkurve Pkw Flächenbedarf bei Kurvenfahrt auf ebenen Parkierungsflächen Charakteristisch für den Bewegungsablauf eines mit den Vorderrädern gelenkten Fahrzeugs bei der Kurvenfahrt ist die sichelförmige Verbreiterung der überstrichenen Fläche durch das kurveninnere Hinterrad (Schleppkurve).50 m betragen. Bei Lkw sollte man auf Zuschläge von stets 0. Abstände Bei Ein.25 m einhalten.25 m und auf Rampen 0. 2001). bei Fahrbahnen und gekrümmten Rampen 0.und Begegnungszuschläge Für Pkw soll dieser Zuschlag an allen Fahrzeugseiten oder -kanten auf Fahrbahnen 0.35 m M 1:200 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Rampen nach der GaVO : Wa = 7 . Bewegungs.und Verkehrswesen (FGSV.00 m M 1:200 132 Raumpilot Grundlagen .und Ausparkmanövern gelten die Bewegungszuschläge für ausreichend. Der Flächenbedarf ist abhängig von den maßgebenden Fahrzeugabmessungen. Hinweise hierzu finden sich in „Bemessungsfahrzeuge und Schleppkurven zur Überprüfung der Befahrbarkeit von Verkehrsflächen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen.25 m zurückgreifen. dem Kurvenradius und dem Winkel der Fahrtrichtungsänderung.50 m.125 m. innerhalb von Fahrgassen genügt ein Zuschlag von 0. Auf Fahrgassen und geraden Rampen sollte man einen Abstand von 0.75 m Wi = 5.85 m Wi = 3. 50 25 Ri = 335 Ra = 585 250 25 500 775 275 50 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 5.

80 m 25 Ri = 380 Ra = 1030 650 25 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 133 Grundlagen .Ruhender Verkehr Schleppkurve Lkw Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Lastzug mit Anhänger für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 10.30 m Wi = 3.

Aus lenktechnischen Gründen sollen Wendeanlagen asymmetrisch linksseitig angeordnet werden. Gehwege sind nicht dargestellt. Wendehämmer erfordern Rangiermanöver und sind daher. zumindest bei regelmäßigem Lkw-Verkehr. Aus den angeführten Beispielen lässt sich jedoch auch erkennen.Grundlagen Wendeanlagen – RASt 2006 Wendeanlagen werden am Ende von Stichstraßen und Stichwegen beziehungsweise Stichstraßensperren angelegt. Alle Beispiele weisen eine Freihaltezone von 1 m auf. wenn Garagenflächen oder Gehwegüberfahrten für Wendevorgänge nicht mitbenutzt werden können. dass Wendehämmer wesentlich platzsparender sind als Wendekreise. welche in einem Zug befahren werden können. aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Emissionsbelastung ungünstiger als Wendekreise und Wendeschleifen. 500 450 100 450 400 500 475 550 500 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Fahrzeuge bis 9 m Länge (zweiachsiges Müllfahrzeug) 134 Raumpilot Grundlagen 550 100 325 400 450 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Pkw .

Ruhender Verkehr 373 1170 373 900 Flächenbedarf für einen Wendekreis für ein zweiachsiges Müllfahrzeug 900 1050 550 600 250 Flächenbedarf für einen einseitigen und zweiseitigen Wendehammer für Fahrzeuge bis 10 m Länge (dreiachsiges Müllfahrzeug) 100 250 1550 250 1800 100 M. 1:500 Raumpilot Grundlagen 135 Grundlagen .

Schieben und Fahren. Bei längerer Abstelldauer empfiehlt sich eine Überdachung. 136 Raumpilot Grundlagen 225 . Sie sollten ausreichend beleuchtet sein und so angeordnet werden.und Anschließmöglichkeiten vorhanden sein. Zusätzlich sollten ausreichende Stütz. dass sie ständig eingesehen werden können. Sportstätten und anderen öffentlichen Gebäuden und Plätzen sind Fahrradabstellplätze erforderlich. M 1:50 Unter anderem im Vorbereich von Schulen. Die geforderte Kapazität richtet sich nach der zu erwartenden Fahrradbelegung.Grundlagen Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 20 100 20 20 60 20 Grundmaße für den Verkehrsraum des Radverkehrs. Freizeiteinrichtungen. Bauordnungsrechtliche Hinweise Die Bauordnungen regeln die Anforderungen an den Bau von Fahrradstellplätzen. Einige Bauordnungen definieren zudem qualitative Anforderungen für die Erreichbarkeit und die Flächengrößen.

bieten ein Mindestmaß an Diebstahlschutz und Standsicherheit. diebstahlsichere Unterbringung eines Fahrrads sowie gegebenenfalls von Gepäck.oder vollautomatische Fahrradbauten werden in stark frequentierten öffentlichen Bereichen wie beispielsweise an Bahnhöfen realisiert. insbesondere an ÖPNV-Haltestellen. – Fahrradkleingaragen werden überwiegend für Wohngebäude geplant. – Geschlossene Fahrradräume werden häufig in Wohngebäuden. Raumpilot Grundlagen 137 Grundlagen . – Fahrradboxen ermöglichen die individuelle. an denen sich der Rahmen oder ein Laufrad anschließen lassen. – Teil. Schulen und Firmen eingesetzt. Sie werden meist im Langzeitparkbereich eingesetzt.Ruhender Verkehr 100 200 330 60 90 M 1:50 Grundtypen – Fahrradhalter. An Bahnhöfen erhalten die Nutzer für die abschließbaren Räume Schlüssel oder Chipkarten.

Ein seitliches Herantreten zum Abschließen ist nicht möglich.80 m bei beengter und 1.45 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 2 Ø 1.30 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 Ø 3.oder Vorderradhalter benötigen Achsabstände von 0.50 m2/Fahrrad Höhenversetzte Aufstellung Durch den Höhenversatz wird Fläche eingespart. 100 M 1:100 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 1.20 m bei bequemer Zugänglichkeit. 80 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 2.75 m /Fahrrad 138 Raumpilot Grundlagen 120 120 . Allerdings entstehen Nachteile durch mögliches Verhaken der Lenker und/oder Beschädigungen des Zubehörs wie Kabel und Lampen.Grundlagen Fahrradabstellfächen EAR 2005 Höhengleiche Aufstellung Lenker. Diese Aufstellungsart wird auf Grund des relativ hohen Flächenverbrauchs nur selten realisiert.

Das Einund Ausparken ist in Richtung des gewählten Winkels begünstigt.20 m2/Fahrrad 150 180 Höhengleiche Aufstellung 150 Ø 1. 40 180 150 Höhenversetzte Aufstellung 150 Ø 1. 180 Höhengleiche Doppelaufstellung 350 180 350 180 Ø 2.10 m2/Fahrrad 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 139 Grundlagen . Entscheidend für den Achsabstand ist weiterhin die Breite von Fahrradkörben oder Kindersitzen.Ruhender Verkehr 60 Schrägaufstellung 85 Vor dem Parkstand ist eine Verkehrsfläche notwendig. deren Breite vom Aufstellwinkel abhängig ist.75 m2/Fahrrad 60 Doppelaufstellung mit Vorradüberlappung Die Achsabstände richten sich nach den notwendigen Manövrierflächen beim Ein.und Ausparken der Fahrräder und nach den Ansprüchen an die seitliche Zugänglichkeit.

Arbeitsgruppe Straßenentwurf: – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 2005) – Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 2006) 140 Raumpilot Grundlagen .und Verkehrswesen. Baden-Württemberg (7 . Juli 1997 .Grundlagen Planungsregeln Gesetze/Verordnungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (letzte Änderung 2007) Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung – GaVO). voraussichtliche Änderung 2010) Empfehlungen Forschungsgesellschaft für Straßen.

Energie Raumpilot Grundlagen 141 Grundlagen .

Grundlagen Energie 143 144 144 145 146 148 150 151 152 Besonnungsrichtung und Einfallwinkel der Sonne im Jahresverlauf Globalstrahlung Sonnenscheindauer Verschattung/Abstandsflächen Strahlung Wandfläche – Ostseite Strahlung Wandfläche – Südseite Solare Energieeinstrahlung – im gesamten Jahr Solare Energieeinstrahlung – nur im Winter Planungsregeln/Literatur 142 Raumpilot Grundlagen .

de) Raumpilot Grundlagen 143 Grundlagen Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne im Jahresverlauf als Grundlage zur Berechnung von Abstandsflächen. 9° 11‘ Ost (Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart. Jul 30° 20 40° 50° 15. wenn Sonnenstrahlen bei einer Sonnenhöhe von mindestens 6 Grad in den Raum einfallen können. zumindest eines Raums der Wohnung am 17 . Geländeverlauf. Apr 15. Feb 15. Dez 60° 70° 80° 90° 9 8 7 Ost 90° 15. www. Nov 21. in Fenstermitte. Sep West 270° 17 16 15 15.Energie Sonnenhöhe 0° 10° 20° 21. Mai Mit Hilfe des Diagramms können die Besonnungsdauer und der Tageslichteinfall von Wohnräumen und Arbeitsräumen berechnet werden. Ferner gilt eine Wohnung dann als ausreichend besonnt. Abteilung Stadtklimatologie. Aug 19 18 15.stadtklima-stuttgart. Nachbargebäude oder Bäume können den Sonneneinfall behindern und Verschattungen erzeugen. Ein Wohnraum gilt als besonnt. Mrz 5 6 15. 15. wenn die mögliche Besonnungsdauer auf Brüstungshöhe. Jan Süd 180° Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne am Beispiel Stuttgart 48° 47‘ Nord. Amt für Umweltschutz. Januar eine Stunde beträgt (DIN 5034). Okt 14 Uhrzeit (MEZ) 13 12 11 10 15. Verschattungen durch Bauwerke und durch Vegetation Nord 0° . Jun 15.

Grundlagen Globalstrahlung Sonnenscheindauer Hamburg Bremen Berlin Hannover Bremen Hamburg Berlin Hannover Köln Erfurt Köln Erfurt Frankfurt Frankfurt Stuttgart München Stuttgart München Jährliche Globalstrahlung 1200 1150 1100 1050 1000 950 900 KWh/(m² x a) Durchschnittliche Sonnenscheindauer 1800-1900 1700-1800 1600-1700 1500-1600 1400-1500 Stunden pro Jahr 144 Raumpilot Grundlagen .

Dez: 12:00 2xH 2 x 0.6 H 2 x 0. Dies kann allerdings zu Belichtungsnachteilen in Gebäuden und auf Freiflächen führen.Energie Verschattung/Abständsflächen Die Forderung nach einer größerer Dichte im Städtebau kann durch eine Erhöhung der Gebäudetiefe und der Geschosszahl und durch eine Verringerung der Gebäudeabstände erreicht werden.und Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. abhängig von der jeweiligen LBO.6 H = 1. danach folgen Büronutzungen. Gewerbe. Mit den Mindestabstandsforderungen der Landesbauordnungen sollen Voraussetzungen für gesunde Wohn. Juni: 12:00 38° 21. Die unteren Abbildungen verdeutlichen diesen Zusammenhang. Sept / März: 12:00 17° 21. das Wohlbefinden und den Komfort der Nutzer von Bedeutung. Der höchste Besonnungsgrad wird für Wohnnutzungen gefordert.4 H erforderlich. Verschiedene Landesbauordnungen fordern bei einer Wohnbebauung Abstandsflächen entsprechend 2 H (doppelte Wandhöhe). sie hat auch großen Einfluss auf die Energiebilanz der Gebäude (Passivhäuser). 65° 21.2 H Verschattungssituationen H Raumpilot Grundlagen 145 Grundlagen . Die Musterbauordnung (MBO) schlägt 2 x 0.2 H vor.2 H = 0. In Kerngebieten ist häufig nur 2 x 0.8 H oder sogar nur 2 x 0.4 H = 0. Läden und Lagerflächen. Die Besonnung ist nicht nicht nur für die Gesundheit.4 H 2 x 0.

Strahlung Wandfläche – Ostseite 12:00 Uhr 63° 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 16 U hr 4U hr 4:30 Uhr 0° U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 146 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Die Einstrahlwerte auf die Ost. Die Werte der Grafik verdeutlichen auch. nur etwas geringer als auf der Südseite (800 W/­ m²). Bei der Gestaltung des Sonnenschutzes muss der geringe Einstrahlwinkel beachtet werden.beziehungsweise Westseite eines Gebäudes sind in den Sommermonaten sehr hoch und können sogar höhere Werte (750 ­ W/­ m²) erreichen als auf der Südseite (600 W/­ m²)! Auch im Frühling und Herbst ist der Energiegewinn auf der Ostseite (600 W/m²). der im Gebäude häufig zur „Kühllast“ wird. Dargestellt ist der Verlauf der Sonne am Vormittag von 4 Uhr bis 12 Uhr.und Westseite ein wirksamer Sonnenschutz notwendig ist. dass bei transparenten Bauteilen auf der Ost.

Energie Strahlung Wandfläche – Ostseite Grundlagen 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 6:00 Uhr 0° 12:00 Uhr 18° 12 10 8 6 4U hr 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 4U hr 12:00 Uhr 38° U 12 hr 8U hr U 12 hr 8:30 Uhr 0° 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 147 .

beginnend von 8 Uhr bis 16 Uhr. Die Südseite ist gut geeignet. sind überraschend: Die Spitzenwerte sind im Herbst und im Winter (800 W/m²) wesentlich höher als im Sommer (600 W/m²). um in der winterlichen Heizperiode Wärme durch Solarenergie zu gewinnen. Strahlung Wandfläche – Südseite 16:00 Uhr 41° 80 70 60 50 40 0 0 0 0 0 0 4U hr 16 U hr 30 20 0 10 0 16 14 8:00 Uhr 33° 12 10 8 U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 148 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Die Einstrahlwerte auf der Südseite. Für einen wirksamen Sonnenschutz ist der sehr geringe Einstrahlwinkel im Winter zu beachten.

Energie Strahlung Wandfläche – Südseite Grundlagen 80 70 60 50 16 16:00 Uhr 20° Uh r 40 30 20 0 0 0 0 0 0 h 4U r 16 U hr 16:00 Uhr 4° 80 70 60 50 40 30 20 0 0 0 0 0 0 0 4U hr 0 10 0 10 0 16 14 12 10 8 8:00 Uhr 15° hr 8U hr 8:30 Uhr 0° 8U 16 14 12 10 8 U 12 hr U 12 hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 149 .

Grundlagen 100 Prozent Energie (maximal) Neigung: 30° Süd 36 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 92 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – im gesamten Jahr We s t We rt No eW es tse rd ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t 150 Raumpilot Grundlagen .

Energie 25 Prozent Energie (maximal) Neigung: 45/60° Süd 8 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 19 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – nur im Winter We s t No We rt eW es rd tse ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t Raumpilot Grundlagen 151 Grundlagen .

Berichtigungen zu DIN 4710: 2003-01 DIN 4710 Beiblatt 1 / Januar 2003 / Statis­ tiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.): Energieeffizienz von Gebäuden. Bruno. Basel 1996 152 Raumpilot Grundlagen . Gerhard. 2009 Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (zuletzt geändert 2007) Richtlinien VDI 4710 Blatt 1 / Dezember 2008 / Meteorologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung – Außereuropäische Klimadaten VDI 4710 Blatt 2 / Mai 2007 / Meteorologische Daten in der technischen Gebäudeausrüstung – Gradtage VDI 4710 Blatt 3 / August 2009 / Meteoro­ logische Grundlagen für die technische Gebäudeausrüstung VDI 2078 Blatt 1 / Februar 2003 / Berechnung der Kühllast klimatisierter Gebäude bei Raumkühlung über gekühlte Raumumschließungsflächen DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2004 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. Stuttgart 2006 Hausladen. u. München 2005 Graf.: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren. Zürich 2007 Wüstenrot Stiftung (Hrsg. Rutz. Stuttgart. Fakten der Bauphysik. u. Klaus: Energy Design for Tomorrow.: ClimaDesign.a. München 2000 Wuppertal Institut für Klima.und des Jahresheiz­ energiebedarfs Literatur Daniels. Energie. Stephan: Pinpoint. Umwelt.a. letzte Änderung 1993 Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung EnEV).Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5034-2 / Februar 1985 / Tageslicht in Innenräumen – Grundlagen DIN 5034-3 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 3: Berechnung DIN 5034-4 / September 1994 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 4: Vereinfachte Bestimmung von Mindestfenstergrößen für Wohnräume DIN 5034-5 Entwurf / September 2009 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 5: Messung DIN 5034-5 / Januar 1993 / Tageslicht in Innenräumen – Messung DIN 5034-6 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 6: Vereinfachte Bestimmung zweckmäßiger Abmessungen von Oberlichtöffnungen in Dachflächen DIN 4710 / Januar 2003 / Statistiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland – Korrelationen zwischen Lufttemperatur t und Wasserdampfgehalt x Gesetze/Verordnungen BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung).und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland DIN 4710 Berichtigung 1 / November 2006 / Statistiken meteorologischer Daten zur Be- rechnung des Energiebedarfs von heiz.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland. London 2009 Keller. 1962. Anton: Das Passivhaus – Wohnen ohne Heizung.

Wohnen 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339 Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 153 .

Das letzte Kapitel „Schall“ liefert abschließend Grundinformationen über die Schallschutzanforderungen an unterschiedliche Bauteile im Wohnungsbau. Bei den Sanitär. Barrierefrei-Normen Bei der Verwendung der Barrierefrei-Normen wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen.Wohnen Zum Aufbau des Kapitels „Wohnen“ Das Kapitel „Wohnen“ gliedert sich inhaltlich in drei Abschnitte. ­ Darüber hinaus kann damit auf sich ändernde Nutzungsanforderungen reagiert werden. dass primär die jeweilige Wohnfunktion mit dem für ihre Nutzung notwendigen Flächen. Im Kapitel „Nutzungsneutral“ werden Mindestraummaße von Individualräumen aufgezeigt. bis hin zu großzügigen Einraumeinheiten (Loftwohnungen).und Kochbereichen werden darüber hinaus aber auch Anordnungsvarianten mit ihren entsprechenden Raumabmessungen dargestellt. Planungsregeln MBO – LBO Zur Verwendung der Musterbauordnung. in denen die Wohnfunktionen als „Funktionsinseln“ frei und veränderbar im Raum angeordnet sind und Nutzungsbereiche sich teilweise überlagern. Bei diesem Kapitel geht es nicht um Detailinformationen zur Kostenplanung. Ergänzt werden diese Funktionskapitel durch die Kapitel „Nutzungsneutral“ und „Private Freibereiche“ . 154 Raumpilot Grundlagen . Im Kapitel „Ökonomie“ werden Hinweise auf die durchschnittliche Verteilung von Investitions. wurde die Funktion und nicht der Raum in den Vordergrund gestellt. Den dritten Abschnitt bilden die Kapitel „Ökonomie“ und „Schall“ . Verordnungen. Die Nutzungsneutralität der Räume eröffnet Spielräume für die individuelle Nutzungsverteilung in der Wohneinheit. Die räumliche Organisation dieser Einzelfunktionen kann je nach Grundrisskonzeption sehr unterschiedlich sein. die sich unter anderem in Zusammenhang mit dem Familienzyklus ergeben (zum Beispiel durch den Auszug der Kinder aus der elterlichen Wohnung). Im nachfolgenden Kapitel „Private Freibereiche“ werden unterschiedliche Typen privater Außenräume mit wesentlichen Planungshinweisen aufgezeigt. der Landesbauordnung Baden-Württemberg und des Gesetzentwurfs zur Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. in denen jeder einzelnen Funktion ein spezifisch zugeschnittener Raum zugeordnet ist. Um für diese Vielfalt von Grundrisstypen anwendbare Planungsgrundlagen erstellen zu können. Mindestbewegungsflächen) bestimmte Anordnungsmuster für Mindestanforderungen vorgegeben sind.und Raumbedarf als Grundbaustein für die Planung behandelt wird. sondern um einen groben Überblick über die Bedeutung der unterschiedlichen Kos­ tengruppen sowie über das Verhältnis von Kosten für den längerfristigen Bauunterhalt et cetera zu den einmaligen Investitionskosten. Im ersten – den ers­ ten drei Kapiteln – werden städtebauliche Erscheinungsformen von Wohnungsbauten.und Baunutzungskosten bei unterschiedlichen Gebäudetypen gegenübergestellt. Das Spektrum reicht von Zellengrundrissen. Erschließungssysteme von Geschosswohnungsbauten und unterschiedliche Grundrisstypen jeweils in einem systematischen Überblick gezeigt. Das heißt. Zu den Hinweisen auf Gesetze. die flexibel für unterschiedliche Funktionen nutzbar sind. da hier durch viele Planungsparameter (Mindestabstände. Der zweite Abschnitt – die Kapitel von „Ankommen“ bis „Entsorgen“ – widmet sich den unterschiedlichen Wohnfunktionen.

Städtebau Raumpilot Grundlagen 155 Wohnen .

Wohnen Städtebau 157 161 162 164 Städtebau/Dichte GRZ und GFZ – Berechnung GRZ und GFZ – Beispiele Abstandsflächen 156 Raumpilot Grundlagen .

beginnend vom freistehenden Einfamilienhaus bis hin zum Hochhaus. Stand 2007).7 Personen (Quelle: Statistisches Bundesamt. Als Berechnungsgrundlage wird die durchschnittliche Größe der 2006 in Deutschland fertiggestellten Wohnungen (Geschosswohnungsbau) mit 79 m² Wohnfläche herangezogen. Hinweis: Der tatsächliche Durch­ schnittswert des gesamten (bewohnten und nicht bewohnten) Wohnungsbaubestands in Deutschland liegt bei 42. In exemplarischen Berechnungen werden die Anzahl der Personen und Fahrzeuge ermittelt.9 m² (Quelle: Statistisches Bundesamt. die jeweils auf einer angenommenen Grundstücksfläche von 100 m x 100 m (1 ha) untergebracht werden. Pro Wohneinheit werden zwei Personen und ein Auto angenommen. Daraus ergibt sich eine gerundete Geschossfläche von 100 m² pro Wohneinheit.Städtebau Städtebau/Dichte Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Dichtewerte bei der Anordnung verschiedener Gebäudetypen. Stand 2008) Städtebauliche Konfigurationen – Schema Raumpilot Grundlagen 157 Wohnen . Durchschnittswerte für die Anzahl der Fahrzeuge/Personen: – 1 Kfz/2 Personen – 1 Pkw/1.

Wohnen Städtebau/Dichte 100 Personen 0 Personen 100 Pkw 0 Pkw circa 70/ha circa 35/ha circa 80/ha circa 40/ha circa 90/ha circa 45/ha circa 140/ha circa 70/ha 158 Raumpilot Grundlagen .

Städtebau circa 160/ha circa 80/ha circa 220/ha circa 110/ha circa 320/ha circa 160/ha circa 380/ha circa 190/ha M 1:3000 Raumpilot Grundlagen 159 Wohnen .

Wohnen Städtebau/Dichte circa 420/ha circa 210/ha circa 1060/ha circa 530/ha circa 760/ha circa 380/ha 160 Raumpilot Grundlagen .

4 Raumpilot Grundlagen 161 Wohnen .2 GFZ = 0.Städtebau GRZ und GFZ – Berechnung Vorgaben zur genauen Berechnung der Grundflächenzahl und der zulässigen Grundfläche enthält die Baunutzungsverordnung unter § 19 (BauNVO) 96 96 96 480 480 Berechnung der Grundflächenzahl GRZ Berechnung der Geschossflächenzahl GFZ GRZ = überbaute Grundstücksfläche gesamte Grundstücksfläche 96 480 GFZ = gesamte Geschossfläche gesamte Grundstücksfläche 96 + 96 480 GRZ = GFZ = GRZ = 0.

8 162 Raumpilot Grundlagen .2 GFZ = 0.4 GFZ = 0.6 – Kerngebiete (MK) maximale GRZ = 1.4 GFZ = 0.4 maximale GFZ = 1.2 – besondere Wohngebiete (WB) maximale GRZ = 0.8 Doppelhaushälfte Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.6 Stadthaus Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.3 Zeilenbebauung Beispiel: 4 Ebenen GRZ = 0.0 maximale GFZ = 3.2 GFZ = 1.4 GFZ = 0.4 Reihenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.0 Die Obergrenzen können überschritten werden. Einfamilienhaus freistehend Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.3 GFZ = 1.2 Stadthaus Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0. wenn zum Beispiel besondere städtebauliche Gründe dies erfordern.Wohnen GRZ und GFZ – Beispiele In einigen Beispielen sind Höchstwerte der GRZ und GFZ dargestellt.3 GFZ = 1.4 Atriumhaus Beispiel: 1 Ebene GRZ = 0.2 GFZ = 0.8 Kettenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0. Die rechtlichen Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung sind in der BauNVO § 17 – klassifiziert nach Baugebieten – festgesetzt: Baugebiete (Beispiele): – reine Wohngebiete (WR) maximale GRZ = 0.6 maximale GFZ = 1.

1 GFZ = 4.0 Wohnturm „Le Corbusier“ Beispiel: 49 Ebenen GRZ = 0.5 GFZ = 4.3 GFZ = 1.8 Blockrandbebauung Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.9 M 1:2000 Raumpilot Grundlagen 163 Wohnen .Städtebau aufgelöste Blockrandbebauung Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.

Die erforderliche Abstandsfläche ergibt sich durch einen in der LBO festgelegten Faktor.6 h • • • • • h • • h 0° h2 h >4 h1 5° h 0.6 0. Die Tiefe der Abstandsflächen beträgt (LBO BW Novellierung.4 h 0.125 variiert (LBO BW). 0.4 und 0.2 5 0.4 der Wandhöhe – in Kerngebieten.4 164 Raumpilot Grundlagen • h • (h +X • h1) +X h2 ) • ( X h+ h2 ) • • • • .4 (h 0.2 5 h 0.4 ≤4 5° (h h 0. voraussichtlich ab 2010): – allgemein 0.Wohnen h Abstandsflächen Die Tiefe der Abstandsfläche bemisst sich nach der Wandhöhe.1 0. Dorfgebieten und in besonderen Wohngebieten 0.25 der Wandhöhe – in Gewerbegebieten und in Industriegebieten sowie in Sondergebieten.4 0. Dachflächen und Giebelflächen werden je nach Neigung unterschiedlich angerechnet. Als Wandhöhe gilt das Maß vom Schnittpunkt der Wand mit der Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand. sie wird senkrecht zur jeweiligen Wand gemessen.4 h • • h >7 0.4 +X h1 ) • 0. 0.125 der Wandhöhe.4 0. die nicht der Erholung dienen. der je nach Baugebiet zwischen 0.1 25 h h 25 0.

Erschließung Raumpilot Grundlagen 165 Wohnen .

Wohnen Erschließung 167 167 168 168 169 169 169 170 170 173 Vertikal Einspänner Zweispänner Dreispänner Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Horizontal Außengangerschließung Innengangerschließung 166 Raumpilot Grundlagen .

Die Anzahl der an einem Erschließungskern angeschlossenen Wohnungen beeinflusst die Größe. Sichtkontakt zu Rettungskräften).bis x-Spänner.Erschließung Vertikal Spännererschließungen sind die am häufigsten realisierte Erschließungsform in Wohnungsbauten. Bei der Planung der Lage und Gestaltung des Erschließungskerns – in der Regel eine Treppe mit Lift – müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: – Räumliche Qualität: möglicher räumlicher Zusammenhang über viele Ebenen – Kommunikative Qualität: gemein­ schaft­ l­ icher Raum mehrerer Wohnparteien. Typologisch können verschiedene Übergangstypen zwischen reiner Spännerund reiner Gangerschließung unterschieden werden. versetzte Ebenen Wohngeschoss/öffentliche Fläche) – Übergang zu Freiflächen (Hofzugang) – Untergeschoss (zum Beispiel Tiefgarage) – Größe: baurechtlich erforderliche Maße als Minimum – Baurecht: Lage an einer Außenwand zur Rettung eventuell gefordert (Rauchabzug. Proportion und Orientierung der Wohneinheiten. Ventilation) – Energie (Hüllfläche. Entsprechend der Anzahl der jeweils an einen Erschließungskern angeschlossenen Wohneinheiten wird unterschieden in Ein-. Anbindung zur Dachfläche) – Erdgeschoss (Eingangssituation. sozialer Raum – Wirtschaftlichkeit: die Anzahl der angeschlossenen Einheiten beeinflusst erheblich die Wirtschaftlichkeit – Anforderungen an Barrierefreiheit – Belichtung (natürlich/künstlich) – Belüftung (Luftqualität. Zwei. Hinweis: Weitere Angaben zu Fluchtwegen siehe Kapitel „Grundlagen – Rettung“ Einspänner Raumpilot Grundlagen 167 Wohnen . Lage an der Außenwand oder in Gebäudemitte. Beheizung. Bei mehr als sechs angeschlossenen Wohneinheiten werden höhere Brandschutzanforderungen gestellt.

Wohnen Zweispänner Dreispänner 168 Raumpilot Grundlagen .

Erschließung Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Raumpilot Grundlagen 169 Wohnen .

Außengangerschließung Schnitt M 1: 500 – Außengang unmittelbar am Gebäude. die den Gestaltungsspielraum einschränken. – Gang erschließt eine Ebene – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt eine Ebene 170 Raumpilot Grundlagen . Sie werden auch Laubengang oder Laufgang (zu Beginn der Moderne) genannt. Damit verbindet sich aber auch ihr größter Nachteil: mangelnde Privatheit in den an den Gang angrenzenden Wohnräumen. Gangerschließungen werden bei entsprechender Größe und Gestaltung auch zu Kommunikationsräumen. Nebenstehender Schnitt zeigt die Prinzipien: – Außenflur unmittelbar am Gebäude – Außenflur vom Gebäude abgesetzt – Flur erschließt eine Ebene – Flur erschließt zwei und mehrere Ebenen (Maisonette. Duplex. Zusätzlich werden an die angrenzende Fassade häufig erhöhte Brandschutzanforderungen gestellt. Triplex) Gangerschließungen bieten den großen Vorteil. Zudem ist bei der Anordnung eines offenen Außengangs ein ausreichender Witterungsschutz im Eingangsbereich jeder Wohnung erforderlich.Wohnen Horizontal Außengangerschließungen sind „Gehsteige zur Haustüre“ . Insbesondere Wandöffnungen sind oft nur eingeschränkt möglich. dass viele (oftmals kleine oder mehrgeschossige) Wohnungen zumindest in der Eingangsebene mit einem Aufzug wirtschaftlich barrierefrei erschlossen werden können.

dass der Durchblick nach unten und oben entlang der Außenwand eingeschränkt ist. gestalterisch dominant. „kaltem“ Gang. Die Lage des Außengangs kann prinzipiell variieren: – Eingezogener Außengang mit guter Flächenausnutzung. wenn gesichert ist. – Angesetzter Außengang: einfache und wirtschaftliche Form der Erschließung. – Abgesetzter Außengang: erhöhter Schutz der Privatheit. jedoch erheblicher baukonstruktiver und bauphysikalischer Belastung bei offenem.Erschließung Außengangerschließung Von einem Außengang aus können auch zweigeschossige Wohneinheiten (Maisonetten) erschlossen werden. – Außengang eingezogen – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 171 Wohnen .

Wohnen Außengangerschließung Von einem Außengang aus können prinzipiell auch mehr als zwei Ebenen (zum Beispiel als „Triplex“) erschlossen werden. – Außengang eingezogen – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt drei Ebenen Bei der Außengangplanung müssen die besonderen Brandschutzanforderungen beachtet werden (LBO). 172 Raumpilot Grundlagen .oder mehrgeschossigen Wohnungen möglich (Wohnungsvielfalt). Der Außengang erzwingt keine eindeutige Orientierung. Wenn nicht zwei bauliche (!) Rettungswege vorhanden sind. dann sind die Möglichkeiten für Öffnungen an der Außengangwand erheblich eingeschränkt. Bei diesem System sind auch Kombinationen von dreigeschossigen Wohneinheiten mit weiteren ein.oder die Ostseite für die Erschließung gewählt. es werden jedoch häufig die Nord.

da keine natürliche Belichtung und Belüftung möglich ist. Sie bedingt in der Regel eine West-Ost-Orientierung der Wohneinheiten. Allerdings bietet sie eine hohe Variabilität bei der Kombination verschiedener Ebenen. um ungleiche Lagequalitäten auszuschließen.Erschließung Innengangerschließung Die Innengangerschließung ist eine selten angewandte Erschließungsform. Nachteilig ist bei diesem System die räumliche Qualität des Gangs. falls keine besonderen Außenkontaktflächen (Wand/Dach) eingeplant werden. Schnitt M 1: 500 – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 173 Wohnen . Positiv ist die hohe Wirtschaftlichkeit des Systems durch die geringere Hüllfläche.

Wohnen 174 Raumpilot Grundlagen .

Typologie Raumpilot Grundlagen 175 Wohnen .

Wohnen Typologie 177 178 179 180 181 182 Gebäudetiefen Belichtung Orientierung im Blockrand Orientierung West-Ost Orientierung Nord-Süd Organisation 176 Raumpilot Grundlagen .

) im Gechosswohnungsbau bei linearerAnordnung Quelle: Faller. geringe nicht belichtete Innenraumbereiche Erschließung: Spänner IV./ max.. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz.Typologie Gebäudetiefen I.. (Spänner) V. Zweiseitige Orientierung „Durchwohnen“ .) Erschließung: Spänner VI... nicht belichtete Nebenraumzonen Erschließung: Innengang II. Peter: „Der Wohngrundriss“ . Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz. Zweiseitige Orientierung „Normalfall“ . hoher Wohnwert Erschließung: Spänner I II III IV Haupträume V Nebenräume Gebäudetiefen (min.) Erschließung: Außengang. nicht belichtete Nebenraumzone Erschließung: Spänner III. Zweiseitige Orientierung große. Stuttgart 2002 VI Raumpilot Grundlagen 177 Wohnen 12 20 10 13 911 811 68 48 . Zweiseitige Orientierung große.

keine (wenige) Öffnungen nach außen – Belichtungsqualität von der Größe des Innenhofs abhängig Wohnungsbelichtung von vier Seiten – Sonderform „Penthouse“ – Ausrichtung in alle Richtungen möglich – Belichtung/Grundrissanordnung nutzungsabhängig 178 Raumpilot Grundlagen . nach Nordosten ungünstig Wohnungsbelichtung von drei Seiten – meist Zeilenende – Ausrichtung in alle drei Richtungen möglich – sehr gute Belichtung der Räume Wohnungsbelichtung über Innenhof – Sonderform „Atrium“ – introvertiert.Wohnen Belichtung Wohnungsbelichtung von einer Seite – Wohnungstiefe begrenzt – keine natürliche Belichtung der innenliegenden Räume – Ausrichtung möglichst nach Süden. Osten oder Westen Wohnungsbelichtung von zwei gegenüberliegenden Seiten – Wohnungstiefe bei Nord-Süd-Ausrichtung begrenzt – bei Ost-West-Ausrichtung größere Grundrisstiefen möglich Wohnungsbelichtung von zwei Seiten – „Eckwohnungen“ – Belichtung/Nutzung der innenliegenden Ecke schwierig – Ausrichtung nach Südwesten günstig.

Typologie Orientierung im Blockrand Orientierung zur Himmelsrichtung – Wohnungen soweit möglich nach Süden und Westen orientiert – Erschließung im Norden oder Osten – gute Belichtung der Wohnräume Orientierung zur Straße – Wohnungen orientieren sich zur Straße – Erschließung zeigt zum Innenhof – extrovertierte Wohnsituation Orientierung zum Innenhof – Wohnungen orientieren sich zum Innenhof – Erschließung zeigt zur Straße – introvertierte und private Wohnsituation – Emissionsschutz Raumpilot Grundlagen 179 Wohnen .

Wohnen Orientierung West–Ost Schemata zellenartig organisierter Grundrisse 1 – „Service“-Nebenräume in Gebäudemitte – Orientierung der Aufenthaltsräume nach Osten und Westen – tiefer Grundriss möglich – Bündelung der Installation 2 – „Wohnen“ im Westen.und Essbereich in einem Raum – zwei Installationsbereiche 4 – „Durchwohnen“-Prinzip – „Wohnen“ zweiseitig orientiert – Individualräume über „Wohnen“ erschlossen – Wohn. Individualräume im Osten – Erschließung der Individualräume über „Wohnen“ – zwei Installationsbereiche 3 – „Wohnen“ im Westen. Bereiche werden separat erschlossen – Wohn. Individualräume im Osten.und Essbereich zusammenhängend – zwei Installationsbereiche 1 2 3 4 180 Raumpilot Grundlagen .

Service und Kochen im Norden – getrennte Schlafbereiche. Service und Kochen im Norden – zwei Schlafbereiche mit unterschiedlichen Orientierungen – Individualräume werden über „Wohnen“ erschlossen – Bündelung der Installation Raumpilot Grundlagen 181 Wohnen .und Essbereich in einem „Durchwohnbereich“ – Bündelung der Installation – geringe Grundrisstiefe 2 – Individualräume im Süden. zweiter Schlafbereich wird über „Durchwohnbereich“ erschlossen – zwei Installationsbereiche Serviceräume Individualraum Gemeinschaftsräume 1 2 3 3 – „Wohnen“ im Süden.Typologie Orientierung Nord–Süd Schemata zellenartig organisierte Grundrisse 1 – „Individualräume“ im Süden. „Service“Nebenräume im Norden – Erschließung über gemeinsamen Flur – Wohn.

Berlin 1969 Architekt Jäger. London 1957 Architekt Alder. Basel 1992 Architekt O. „Hannibal“ . Ungers. schmal und/oder unbelichtet zoniert – Trennung zwischen gemeinschaftlichen Bereichen und Individualräumen – störungsfreie Erschließung der „Individualräume“ über getrennte Erschließungs­ zone Architekt Lyons. Müller.Wohnen Organisation linear – lineare Organisation der Individualräume und der Serviceräume entlang einer zentralen „Erschließungsachse“ – Endpunkt der Achse kann „Wohnen“ und/ oder Servicebereich sein – Flur häufig lang.M. Stuttgart 1971 182 Raumpilot Grundlagen .

„cruciformers“ . Berlin 1957 Architekt O. Ungers. Amsterdam 1989 Architekt Schnebli. van der Torre. Weg schafft zusätzliche funktionale und räumliche Beziehungen – Verkehrsfläche sehr groß – große Außenwandfläche peripher (eingestellte Elemente) – großzügiger Raumeindruck – zusammenhängende Fläche kann flexibel mit „Funktionsinseln“ belegt werden – wenig/keine ausgewiesene Erschließungsfläche – eingestellte Elemente sind meist installierte Serviceräume (Küche. Paris 1967 Architekt Kairamo. Bad) .M. Rohr. Köln 1957 Architekt Duinker. Egli. Ammann. Zürich 1985 Architekt Suzuki. Vormala.Typologie Architekt Aalto. Helsinki 1963 Raumpilot Grundlagen 183 Wohnen zentral (Wohnraum als Mittelpunkt) – „Wohnen“ als kommunikativer Mittelpunkt und Verteiler zugleich – Einsparung von Erschließungsfläche – geringere Abgrenzung der Privatsphäre zirkular (Umgang) – Erschließungsbereich aufgewertet.

Wohnen 184 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Ankommen Raumpilot Grundlagen 185 Wohnen .

Wohnen Ankommen 187 188 190 190 190 190 190 190 190 191 192 Eingangsbereich Eingangsvarianten Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz (barrierefrei) Briefkastenanlage/Klingelanlage (barrierefrei) Hauseingang außen (barrierefrei) Hauseingang innen (barrierefrei) Gemeinschaftliche Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau Einbruchschutz 186 Raumpilot Grundlagen .

zwischen privat und öffentlich und meist auch zwischen geregeltem Innenklima und wechselndem Außenklima. Raumpilot Grundlagen 187 Wohnen . Welche konkreten Funktionen dem Eingangsbereich zugeordnet sind. In vielen Fällen wird dieser Bereich als eigene Raumzone ausgestaltet und dient als eine Art „Filterschicht“ zur Abschirmung der privateren Räume. Jahrhunders wurde der Eingangsbereich jedoch auf einen funktional notwendigen minimierten Flur reduziert. Darüber hinaus sollte ihr möglichst auch ein WC zugeordnet werden. Als Raumbereich des Ankommens und des Empfangens fungierte die Eingangszone in historischen Wohnformen häufig auch als ein wichtiger Repräsentationsraum der Wohnung. Möglichkeiten zum Abstellen von schweren Einkaufstaschen et cetera sind beispielsweise im Eingangsbereich sehr hilfreich. Der Eingangsbereich sollte bei Wohnungen.und Grundrisskonzept.Ankommen Reinigen und pflegen Aufbewahren Ankommen Wirtschaften Essen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Kochen Arbeiten Funktionsbeziehungen Ankommen Eingangsbereich Eingangsbereiche bilden den Übergang zwischen innen und außen. Die Bedeutung als Repräsentationsraum verlagerte sich in diesen Wohnungen vor allem in das gemeinschaftliche Wohnzimmer. In den standardisierten Familiengrundrissen des 20. Prinzipiell sollte dieser Raumbereich genügend Platz für die verschiedenen Bewegungsabläufe und genügend Abstell- fläche bieten. Mit der aktuellen Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen für das Wohnen verbindet sich auch eine Vielfalt an Gestaltungsansätzen für den Eingangsbereich. möglichst eine äußere und eine innere Tür besitzen (Windfang beispielsweise bei Wohnungen am Laubengang). die direkt in die Gemeinschaftsbereiche der Wohnung übergehen. von denen aus man unmittelbar ins Freie gelangt. ist abhängig vom jeweiligen Wohn. In der Eingangszone sollte eine Garderobe zum Ablegen von Mänteln und Schirmen zugänglich sein. Das Gestaltungsspektrum reicht von minimierten Windfängen bis hin zu repräsentativen „Vorräumen“ und großzügigen Eingangszonen.

Wohnen Eingangsvarianten ≥ 90 ≥ 125 ≥ 150 ≥ 200 ≥ 140 ≥ 140 ≥180 200 ≥ ≥ 210 ≥ 90 Empfohlene Mindestmaße für Eingangstüren: lichte Durchgangsbreite ≥ 90 cm. lichte Durchgangshöhe ≥ 210 cm Überdachter Eingang mit Glasfeld 40 Eingezogener Eingang mit Sitzgelegenheit und Ablage für Einkaufstaschen et cetera Eingezogener Eingang mit Glasfenster Eingezogener Eingang mit Kinderwagenabstellplatz Eingangsbereich mit Windfang und Garderobe 188 Raumpilot Grundlagen 105 ≥ 215 .

40 50 ≥ 200 ≥ 150 150 150 ≥ 150 ≥ 300 85 Mindestmaße für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) Variante für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 67 Rollstuhlwechselplatz außen mit stirnseitiger unterfahrbarer Ablagefläche und Batterieladeplatz für Elektrorollstühle (entsprechend DIN VDE 0510 Teil 3) Vorraum beziehungsweise Eingangsbereich mit Garderobe und Rollstuhlwechselplatz innen entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 85 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 189 Wohnen .Ankommen 190 150 / 150 ≥ 290 190 ≥ 200 ≥ 150 ≥ 190 30 .

Im Entwurf DIN 18040 wird der Rollstuhlabstellplatz mit einer Breite von 180 cm und einer Tiefe von 3 ≥ 23 / 32. M 1:200 190 Raumpilot Grundlagen . dass der Abstand zwischen Unterkante Fußboden und Einwurfklappe nicht unter 50 cm beziehungsweise nicht über 170 cm beträgt. Klingelanlagen et cetera sollten für Zusteller und Empfänger jederzeit zugänglich und griffgünstig angeordnet sein. Das Längsgefälle der Wege sollte für rollstuhlgerechte Planung ≤ 3 Prozent und das Quergefälle ≤ 2 Prozent betragen. Die Bedienhöhe sollte möglichst zwischen 85 cm und 105 cm liegen.5 cm betragen. Briefkästen sollten so angebracht sein. wobei Hausbriefkastenanlagen und einzelne Hausbriefkästen möglichst so angebracht sein sollten. Hauseingang außen Der Zugang sollte schwellenlos erfolgen. Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz Bei rollstuhlgerechten Wohnungen ist für jeden Rollstuhlbenutzer ein Rollstuhlabstellplatz. zur Garage und zu den Müllsammelbehältern sollten auch bei ungünstiger Witterung gefahrlos begehbar sein. Beträgt der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und dem Eingang über 8 m. Briefkästen nach DIN EN 13724 – Einwurfschlitzbreite mindestens 23 cm für den Längseinwurf eines C4-Umschlags – Einwurfschlitzbreite mindestens 32. dass sie ohne Betreten des Gebäudes erreicht werden können. darf die Anbringung der Hausbriefkästen auch im Eingangsbereich. an der Außenseite des Hauses oder als Durchwurfanlage vorgesehen werden. Briefkastenanlage/Klingelanlage Grundsätzlich sollten Briefkästen für Roll­ stuhlfahrer innerhalb des senkrechten Greifbereichs liegen und mit dem Rollstuhl anfahrbar sein. Der Rollstuhlabstellplatz muss entsprechend DIN 18025 mindestens 190 cm breit und mindestens 150 cm tief sein. Hauseingang innen Entsprechend dem Entwurf der DIN 18040 und der DIN 18025 Teil 1 muss die Wende­ fläche für Rollstuhlnutzer mindestens 150 cm breit und 150 cm tief sein (Detailangaben hierzu siehe Kapitel Barrierefrei). Zur Ausstattung eines Batterieladeplatzes für Elektrorollstühle ist DIN VDE 0510 Teil 3 zu beachten.5 ≥4 ≥ 40 ≥9 .5 cm tief und 80 Prozent der Einwurfsschlitzbreite – Der Abstand zwischen der Hinterkante der Entnahmesicherung und einem Poststapel mit einer Dicke von 4 cm muss mindestens 0. Einwurfschlitzhöhe mindestens 3 cm – Entnahmesicherung mindestens 1.5 cm für den Quereinwurf eines C4-Umschlags. ≥ 12 Wohnhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit bis zu vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen und Ablagefächer an der Grundstücksgrenze anzubringen. Die Hauptwege (Breite ≥ 120 cm) zum Hauseingang. Wohnhäuser mit mehr als vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit mehr als vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen oder die einzelnen Hausbriefkastenelemente am oder vor dem Haus anzubringen oder als Durchwurfanlage vorzusehen.7 Briefkasten und Zeitungsrolle. Ablagefächer. 150 cm angegeben. zum Umsteigen vom Straßenrollstuhl auf den Zimmerrollstuhl vorzusehen. Entsprechend DIN 18025 sind in Ausnahmefällen Schwellen bis maximal 2 cm Höhe möglich. vorzugsweise im Eingangsbereich des Hauses oder vor der Wohnung.Wohnen Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Hausbriefkästen.

230 ≥ 100 Beispiel für eine zweiläufige Treppe Beispiel für eine zweiläufige Treppe mit Aufzug Beispiel für eine einläufige Treppe mit Aufzug M 1:100 Raumpilot Grundlagen 191 ≥ 720 Wohnen .Ankommen Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau ≥ 100 ≥ 600 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 220 ≥ 100 ≥ 100 ≥ ca.

die einen Profischraubendreher.und Sicherheitsdienst Verhaltensmaßnahmen Zu den Verhaltenmaßnahmen gehört der Anwesenheitsschutz. körperliche Gewalt z. Meißel. Derartige Sicherungen schützen die Außenhaut des Objekts. vorwiegend Vandalismus . dass ein Gelegenheitstäter einfache Werkzeuge wie zum Beispiel Schraubendreher.. Bei den so gesicherten Fenstern und Türen ist sichergestellt. Keil benutzen WK 3 widersteht auch Tätern. dass es in der Gesamtkonstruktion (Rahmen. Einbruchschutznorm . Zu den Sicherungssystemen gehören: – Alarmglas – Einbruchsmeldeanlage (Alarmanlagen) – Überfallmeldeanlagen (ÜMA) – Videoüberwachung Sonstige Maßnahmen Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen optimiert den Einbruchschutz. Türen DIN EN 1627 Widerstandsklasse WK 1 WK 2 WK 3 WK 4 WK 5 WK 6 Widerstandszeit keine manuelle Prüfung 3 Minuten 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten Tätertyp/Vorgehensweise WK 1 bietet einen Grundschutz gegen Gelegenheitstäter. Schloss und Beschlag) keine Schwachpunkte gibt. Winkelschleifer ein 192 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Einbruchschutz Die DIN EN 1627 unterscheidet sechs Einbruchswiderstandsklassen entsprechend der jeweiligen Widerstandszeit. Zu den Sicherungen gehören: – Aufbohrschutz – Fensterverriegelungen – Hinterhaken – Kastenschloss – Lichtschachtsicherung – Pilzkopfverriegelung – Querriegelschloss – einbruchhemmende Rollläden – Schutzbeschlag – Sicherheitsschloss – Stangenschloss – Türspion – angriffhemmende Verglasung – Vergitterung (DIN 18106) Elektronische Sicherung Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren beziehungsweise der Beobachtung von Orten. Eintreten. Mechanische Sicherung Mechanische Sicherungen sollten bei allen Sicherungsplanungen an oberster Stelle stehen. Zange. Stemmeisen. Kuhfuß et cetera benutzen Bei WK 4 setzt der erfahrene Täter zusätzlich Hammer. Schlagaxt.oder Säbelsäge. Herausreißen etc. Weitere. ergänzende Maßnahmen dazu können sein: – Zutrittskontrolle – Zaun – Wachhunde – gute Außenbeleuchtung – Wertsachenerfassung – Tresor/Wertbehältnis – Nachbarschaftshilfe – Haussitter – Wach. Eine Vielzahl von Einbrüchen lässt sich durch Maßnahmen zum Einbruchschutz verhindern oder erschweren. Stich. Beschlag. WK 2 setzt voraus. B. Zarge.Prüfnorm für Fenster. Verglasung beziehungsweise Türblatt. Sie sollen das Eindringen in ein Objekt verhindern beziehungsweise erheblich erschweren. Akku-Bohrer et cetera ein Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeugen wie zum Beispiel Bohrmaschine.

Kochen Raumpilot Grundlagen 193 Wohnen .

und Gefriergeräte Geräteabstellflächen Planerische Besonderheiten Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung Arbeitsdreieck Küchenformen Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Einzeilige Küche Zweizeilige Küche L-Küche U-Küche Küche mit Arbeitsinsel L.Küche mit Essplatz Barrierefreie Küchenplanung Höhenverstellbare und flexible Möbel 194 Raumpilot Grundlagen .Kochen Wohnen 195 195 196 196 196 198 198 199 199 200 200 202 202 202 202 202 203 203 204 204 205 205 206 206 207 207 208 212 Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnung im Grundriss Orientierung Planungsregeln Küchendimensionierung Einrichtungsmaße Unterschränke und Unterbaugeräte Arbeitshöhe Schränke Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen Koch.und Backeinrichtungen Dunstabzug Kühl.

Raumpilot Grundlagen 195 Wohnen Entspannen und kommunizieren . In vielen Wohnungen bildet dieser Funktionsbereich den räumlichen Mittelpunkt. Essplatz. Keller. Garten). Unabhängig von Funktionsbeziehungen kann das Zusammenschalten von Küche und Bad an einen gemeinsamen Installationsschacht aus ökonomischen und schalltechnischen Gründen sinnvoll sein. Der Bereich Kochen kann als eigener Funktionsbereich räumlich abgeschlossen sein oder mit einem Essplatz oder weiteren Wohnfunktionen räumlich gekoppelt sein. ist eine Lage in der Nähe vom Wohnungseingang (bei sehr großen Wohnungen auch Anlieferungseingang) vorteilhaft. Funktionsbeziehungen Innerhalb der Wohnung besteht eine enge Funktionsbeziehung zwischen Kochbereich.Kochen Aufbewahren Entsorgen Reinigen und pflegen Ankommen Essen Kochen Wirtschaften Freibereiche Funktionsbeziehungen Kochen Funktionen Der Bereich Kochen dient der Zubereitung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln. Darüber hinaus können in diesem Bereich noch weitere hauswirtschaftliche Funktionen integriert sein. Auch Möglichkeiten zur problemlosen Abfallentsorgung sind von Bedeutung. Dar­ über hinaus ist häufig ein Bezug zum privaten Außenbereich erwünscht. Da in der Küche meist Lebensmittel aufbewahrt werden. weiteren Wohnbereichen und Vorratslagerung (Vorratsraum.

Bei der Orientierung dieses Raumbereichs müssen daher die unter­ schiedlichen Bedingungen und Funktionszusammenhänge abgewogen werden. „Essen“ und „Wohnen“ unterschieden werden (siehe entsprechende Grafik im Kapitel „Essen“ auf Seite 216): 1. Essplatz und Wohnfunktionen fließen in einem Raumbereich zusammen (zum Beispiel auch in Lofteinheiten) 4. da dadurch ein Aufheizen des Raums vermieden werden kann.und Fensterlaibungen Abstände ≥ 120 cm ≥ 120 cm ≥ 3 cm ≥ 10 cm 196 Raumpilot Grundlagen .Wohnen ► Für einen zusätzlichen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m2 vorgesehen werden Zuordnung im Grundriss Küchen sind entweder selbstständige Räume oder der Kochbereich ist mit anderen Funktionen in größere Raumbereiche integriert. Prinzipiell können vier unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten der Bereiche „Kochen“ . „Essküche“ – Kochbereich mit Essplatz 3. Fensterlose Küchen oder Kochnischen sind zulässig. „Funktionsküche“ – nur Kochfunktionen 2. „Wohnküche“ – Kochen.oder Faltwände temporär zusammengeschaltet oder getrennt werden. Kommt ein Essplatz oder sonstige Aufenthaltsfunktionen dazu. flexible Anordnung – Funktionsbereiche der Wohnküche können mittels flexibler Schiebe. Planungsregeln Die Musterbauordnung fordert unter § 48: „Jede Wohnung muss eine Küche oder Kochnische haben.oder Nordwest-Orientierung als günstig. wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist“ (MBO Erforderliche Mindestabstände in Küchen (nicht rollstuhlgerecht) Erforderliche Mindestabstände zwischen Stellflächen und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Wänden anliegenden Wänden Tür. Orientierung Für eine reine Funktionsküche gilt eine Nordost. kann die Besonnung jedoch erwünscht sein.

müssen sie entsprechend MBO § 47 über eine lichte Höhe von mindestens 2.30 m und für Haushalte ab zwei Personen eine Lauflänge von 5.40 m2 Arbeitsküche. min.40 m verfügen.20 m über mindestens der Hälfte der Grundfläche. § 48 Wohnungen). Die sogenannte Lauflänge wird entlang der frei zugänglichen Vorderkanten der Kücheneinrichtungen gemessen. In der LBO BW sind dagegen abweichend nur 2.30 m Mindesthöhe gefordert und „2. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 197 Wohnen .bis Zwei-PersonenHaushalt mindestens eine Lauflänge von 3.50 m2 Küche mit Essplatz.40 m gefordert. § 34 „Aufenthaltsräume“).Kochen 2002. 5. Arbeitsküche. min. 1-2 Personen.50 m außer Betracht“ (LBO BW. ca. 12-15 m2 Wohnküche. wenn die Aufenthaltsräume ganz oder überwiegend im Dachraum liegen. dabei bleiben Raumteile mit einer lichten Raumhöhe bis 1. 6. Darin wird für einen Ein. 20 m2 Schema Orientierungswerte Küchengrößen. Über eine notwendige Mindestgrundfläche von Küchen macht die Bauordnung keine Angaben. Da abgeschlossene Küchen als Aufenthaltsräume anzusehen sind. 2 Personen. Als Orientierungswerte für die Planung werden hier beispielhaft die Festlegungen der Bayerischen Wohnbauförderbestimmungen herangezogen.

95 70 95 . 40. So sind häufig zusätzlich Breiten von 45 cm erhältlich. 120 und 150 cm und für Geräte 60 cm.85 80 . erreichbare Fachhöhe 170 85 .Wohnen Geschirrspülmaschine unterhalb der Arbeitsfläche (Abtropffläche) links neben dem Spülbecken Küchendimensionierung Als Mindestmaß für die Bewegungsfläche vor der Küchenzeile sind für die nicht rollstuhlgerechte Ausführung 120 cm empfohlen. Für die Abmessungen der Schränke und Geräte wurden in der DIN EN 1116 Koordinationsmaße festgelegt. Über diese Maße hinaus wird in Deutschland eine Vielzahl an Sonderlösungen auf dem Markt angeboten. 60. Im Jahr 2007 wurde die vorherige Planungsgrundlage DIN 18022 zurückgezogen. ► Die abgebildeten Arbeitshöhen der unterschiedlichen Arbeitszentren wurden in Abhängigkeit von der Körpergröße als Idealmaße in ergonomischen Forschungsstudien ermittelt (mit Bezug auf die Angaben der AMK). M 1:50 160 145 max. Einrichtungsmaße Grundlage für die bei der Küchenplanung üblichen Einrichtungsmaße der Küchenmöbel und Elektrogeräte ist die DIN EN 1116. Allerdings ist eine 120 cm breite Bewegungsfläche zwischen zwei Küchenzeilen nur für eine in der Küche arbeitende Person gerechnet.90 85 .100 90 . Die üblichen Breitenmaße betragen für Schränke 30.95 80 .90 80 .90 Kochen Arbeiten Körpergröße 140 Spülen 155 165 198 Raumpilot Grundlagen 70 . ► Die durchschnittlich gebräuchlichen Höhen von Arbeitsplatten liegen bei etwa 85 cm bis 95 cm. Eine Vergrößerung der Bewegungsfläche auf 150 cm Breite verbessert deutlich die Arbeitsbedingungen und ermöglicht darüber hinaus auch Rollstuhlfahrern die Benutzung (siehe Kapitelseiten für die barrierefreie Küchenplanung). 90. Bereits eine zweite Person oder auch geöffnete Unterschränke können die Arbeit ein wenig behindern.

105 90 .100 170 180 190 Raumpilot Grundlagen 199 > 105 105 105 Wohnen .4 eine maximale Arbeitsflächenhöhe von 92 cm vorsah.105 85 .100 80 . Eine solche Differenzierung der Arbeitshöhen ist beispielsweise bei einer Küche mit freistehendem Arbeitsblock möglich. 175 185 195 95 .V. Hier werden für unterschiedliche Tätigkeiten auch unterschiedliche Arbeitshöhen empfohlen. Abfallbehälter berücksichtigen (abhängig vom örtlichen Abfalltrennsystem).100 95 . Der Spülbereich kann dabei bis zu 15 cm über den normalen Arbeitsbereich angehoben werden.) eine ergonomisch an die Körpergröße der Nutzer angepasste Arbeitsflächenhöhe zwischen 70 cm und 105 cm (siehe Abbildungen unten). empfiehlt die AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. besser 100 cm vorsehen.100 80 . Zwischen Herd und Spüle mindestens 60 cm Arbeitsfläche.Kochen Unterschränke und Unterbaugeräte Für die Höhe der Unterschränke beziehungsweise der Unterbaugeräte wurden in der DIN EN 1116 folgende Koordinationsmaße festgelegt: 770. 820. Während die 2007 zurückgezogene DIN 18022/ Abschnitt 3. während die Arbeitshöhe des Kochbereichs tiefer liegen sollte. Arbeitshöhe Als Bezugsmaß für die Arbeitshöhe gelten folgende Maße: 800 (0-50) mm 850 (0-50) mm 900 (0-50) mm 950 (0-50) mm Bei den Arbeitshöhen sollten Aspekte der Ergonomie berücksichtigt werden. 870 und 920 mm. Oberschränke bis unter die Decke schaffen zusätzlichen Stauraum.

Über den Arbeitszentren Herd und Spüle sollte der Abstand zur Arbeitsfläche auf etwa 65 cm erhöht werden. Oberschränke Um die Tiefe der Arbeitsfläche von 60 cm voll auszunutzen. wird empfohlen. Mikrowelle. um die Arbeitshöhe möglichst individuell anpassen zu können.Wohnen Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen (Orientierungswerte) Schränke Unterschrank Oberschrank Hochschrank Kühl. 200 Raumpilot Grundlagen . den Sockels um circa 5 cm bis 7 cm einzurücken. Um ein bequemes Stehen direkt vor der Arbeitsplatte zu ermöglichen. Unterschrank und Geschirrspülmaschine ≥ 90 cm ≥ 120 cm 60 (45) cm ≥ 90 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 (≤ 90) cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm ≥ 40 cm ≥ 60 (120) cm ≥ 60 cm ≥ 30 cm ≥ 60 cm 60 cm 60 cm 30 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm Stellflächenbreite 30 .150 cm 60 cm Stellflächentiefe 60 cm ≤ 40 cm 60 cm Unterschränke sind in der Regel mit verstellbaren Füßen ausgestattet. wird empfohlen. Für die rückenschonende und sichere Nutzung wird der Einbau von Backofen. Dampfgarer und Geschirrspülmaschine in Sichtund Griffhöhe in Hochschränken empfohlen. Häufig wird dieser Sockelbereich verblendet. Hochschränke Hochschränke sind als Vorratsschränke oder Geschirrschränke geeignet.und Gefriergeräte Kühl. Unterschränke Unterschränke sind günstig zur Unterbringung von schwerem Geschirr oder Vorräten sowie für die Integration von Einbaugeräten.und Gefrierkombination Gefrierschrank Arbeits-/Abstellflächen kleine (große) Arbeitsfläche Fläche für Kleingeräte Abstellfläche neben Herd/Spüle Abstell-/Abtropffläche neben Spüle Koch-/Backeinrichtungen Herd/Backofen (Glaskeramikkochfeld) Einbaubackofen mit Schrank Mikrowellenherd mit Schrank Spüleinrichtungen Einbeckenspüle mit Abtropffläche Doppelbeckenspüle mit Abtropffläche Geschirrspülmaschine Spülzentrum (Einbeckenspüle mit Abtropffläche.150 cm 30 . die maximal 40 cm tiefen Oberschränke in einem Mindestabstand von 50 cm über der Arbeitsplatte anzubringen.

Kochen

65

Greifhöhe ca. 180

65

Brüstungshöhe in Abhängigkeit von der Arbeitshöhe

10 - 15

30 - 40 60 120 240

5-7 60 M 1:20

85 - 92

> 50

Raumpilot Grundlagen

201

Wohnen

Wohnen

Koch- und Backeinrichtungen Die meisten Herde benötigen einen Starkstromanschluss (380 V). Dunstabzug Die Unterkante einer Dunstabzugshaube über der Kochstelle sollte oberhalb der Augenhöhe der Benutzer liegen. Kühl- und Gefriergeräte Für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte wird ein Kühlgerät mit 120 l bis 140 l Fassungsvermögen empfohlen. Für jede weitere Person im Haushalt sollten zusätzlich etwa 60 Liter Fassungsvermögen zuzüglich eines Gefrierfachs eingerechnet werden. Ergänzend kann ein getrennter Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe auch außerhalb der Küche in Lagerräumen untergebracht werden.

Gerätestellflächen Für das Aufstellen von Küchenkleingeräten, wie Kaffeemaschine oder ähnliches, sollte eine Gerätestellfläche von mindestens 60 cm x 60 cm vorgesehen werden. Planerische Besonderheiten Bei der Planung der Küche ist die Positionierung von Elektroanschlüssen wichtig. Für Einbaugeräte in den Unterschränken, wie Backofen oder Geschirrspülmaschine, sind Anschlüsse auf einer Höhe von 30 cm vorzusehen. Elektroanschlüsse für Geräte in den Oberschränken, wie Dunstabzug, werden üblicherweise auf einer Höhe von 165 cm angeordnet. Für Kleingeräte auf der Arbeitsfläche muss darüber hinaus eine ausreichende Anzahl von Steckdosen auf einer Höhe von 115 cm vorgesehen werden. Genauere Angaben über die Mindestanzahl an Steckdosen und Auslässen finden sich in der DIN 18015-2.

202

Raumpilot Grundlagen

Kochen

Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung
Arbeitsdreieck Der Küchenbenutzer bewegt sich zwischen verschiedenen Arbeitszentren der Lagerung (Frischvorrat, Kühlvorrat, Tiefkühlvorrat et cetera), der Vorbereitung (Arbeitsfläche, Geräteschrank), der Zubereitung (Herd, Backofen, Arbeitsfläche) und der Nachbereitung (Spüle, Abtropffläche, Geschirrspülmaschine, Abfallsammlung). Durch eine günstige Zuordnung dieser Arbeitszentren zueinander kann ein fließender Arbeitsablauf mit kurzen Wegen erreicht werden,

Lineare Anordnung Bei einer einzeiligen Kücheneinrichtung gilt für Rechtshänder die Lage der zentralen Funktionen in folgender Anordnung von rechts nach links als günstig: Abstellfläche, Herd, Arbeitsfläche, Spüle, Abstellfläche. Für Linkshänder gilt dies entsprechend spiegelverkehrt. Zweizeilige Anordnung In der zweizeiligen Anordnung bilden Herd, Spüle und der gegenüberliegende Kühlschrank das sogenannte „Arbeitsdreieck“ . Diese Anordnung führt zu einer Optimierung der notwendigen Weglängen im Arbeitsablauf. Herd und Spüle sollten möglichst wie in der linearen Anordnung durch eine Arbeitsfläche miteinander verbunden sein. L-förmige Anordnung Auch im Winkel angeordnet, bilden Kühlschrank, Herd und Spüle ein „Arbeitsdreieck“ . Herd und Spüle sollten entsprechend den vorangegangenen Beispielen nebeneinander liegen. Wohnen
Übersicht Küchenformen, M 1:200 Raumpilot Grundlagen

203

Wohnen

Küchenformen
Bei der Küchenanordnung können unterschiedliche Grundformen unterschieden werden: Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Hierbei handelt es sich um eine Minimallösung, bei der alle wesentlichen Küchenfunktionen auf kleinstem Raum kombiniert werden. Solche Minimalküchen werden häufig nur temporär eingebracht, oder in Ferienappartements oder in Büros genutzt. Für die üblichen Funktionsanforderungen größerer Haushalte sind sie nicht aus­ reichend.

210

14 0

178

10 4

100

Beispiel für eine minimierte Schrankküche

Beispiel für eine mobile Kofferküche

204

Raumpilot Grundlagen

10 4

127 66

66

70

Kochen

330 30 60 90 60 60 30

330 30 60 90 60 60 30
60

60

120

120

180

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

60

240

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

205

Wohnen

Einzeilige Küche Alle Schränke und Geräte werden linear in einer Zeile angeordnet. Diese Anordnung ist eher für kleine Haushalte geeignet. Für Mehrpersonenhaushalte wird eine frei zugängliche Vorderkante der Zeilen von mindestens 5,40 m Lauflänge empfohlen. Dies würde bei einer einzeiligen Küchenanordnung zu einer entsprechend großen und kaum sinnvollen Raumlänge mit ungüns­ tigen Raumproportionen führen.

Zweizeilige Küche Die zweizeilige Küche besteht aus zwei gegenüberliegend angeordneten Küchenzeilen, wobei eine meist die Funktion der Installationszeile übernimmt und die andere als Schrankzeile fungiert. Diese Anordnung ist flächensparend, da sich die Bewegungsflächen beider Zeilen überdecken. Um das Arbeitsdreieck zu optimieren, wird empfohlen, den Kühlschrank in die Schrankzeile zu integrieren.

Wohnen

L-Küche Bei der L-förmigen Küche ist die Möblierung winkelförmig angeordnet. Der sich ergebende Eckbereich ist nur schwer zugänglich, kann jedoch durch spezielle Schrank­ ausführungen sinnvoll genutzt werden.

U-Küche Wie bei der zweizeiligen Küche werden auch hier die Arbeitszentren Herd und Spüle an einer Seite installiert, um möglichst kurze Arbeitswege zu erhalten.

360 60 60 90 60 60 30 60 60 90

360 60 60 30

60

240

120

60

180

L-Küche

U-Küche

206

Raumpilot Grundlagen

60

240

Kochen

360 240 370 40 60 60 60 90 60
60

60

60

60

60

60

60

120

60

280

60

Küche mit Arbeitsinsel

40

L-Küche mit Essplatz

60

60

300

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

207

Wohnen

Küche mit Arbeitsinsel Die Arbeitsinsel kann als reine Arbeitsfläche dienen oder als Arbeitszentrum mit Kochfeld und eventuell auch Spülfunktion gestaltet werden. Diese Küchenformen haben einen relativ großen Platzbedarf, da vor allen Arbeitsseiten der Insel Bewegungsflächen eingeplant werden müssen. Insellösungen sind günstig für Küchen, in denen oft mehrere Personen gleichzeitig arbeiten.

L-Küche mit Essplatz Diese Essküche wird beispielhaft für die Kombination aus Arbeitsküche und Essbereich angeführt. Der Essbereich ist in diesem Fall als Imbissplatz gestaltet.

Wohnen
75-90

Barrierefreie Küchenplanung

≥ 150 ≥ 210

≥ 150 ≥ 270

≥ 150 ≥ 210

≥ 150

≥ 210

≥ 150 ≥ 270

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für Rollstuhlfahrer entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Die Unterfahrbarkeit muss mindestens über 90 cm Breite gewährleistet sein.

208

Raumpilot Grundlagen

Kochen
75-90

≥ 120 ≥ 180

≥ 120 ≥ 240

≥ 120 ≥ 180

≥ 120

≥ 180

≥ 120 ≥ 240

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für barrierefreie Planung entsprechend 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Ausreichende Beinfreiheit sollte beim Sitzen gewährleistet sein.

Raumpilot Grundlagen

209

Wohnen

Wohnen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

≥ 67

40 60 (unterfahrbar) 3 ≥ 150 ≥ 270 ≥ 15

40 ≤ 45 3

210

Raumpilot Grundlagen

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

Kochen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

40 60 3 ≥ 120 ≥ 240 60

40

3

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

211

Wohnen

Wohnen
75-90 Verschiedene höhenverstellbare und flexible Möbel für Rollstuhlfahrer, M 1:50 Design Rollstuhl: Natalie Chusainow und Matthias Högger, Diplomarbeit an der Fachhochschule Aargau, Studiengang Industrial Design, SS 2005

212

Raumpilot Grundlagen

Essen

Raumpilot Grundlagen

213

Wohnen

Wohnen Essen

215 215 216 217 217 218 220 221

Essbereiche Funktionsbeziehungen Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Mindestflächenbedarf von Essplätzen Essplätze rollstuhlgerecht Essplätze barrierefrei

214

Raumpilot Grundlagen

Essen

Kochen

Entspannen und kommunizieren Essen Arbeiten

Ankommen

WC

Private Freibereiche

Funktionsbeziehungen Essen

Essbereiche
Die Gestaltung und Nutzung des Essbereichs ist in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße und von individuellen Wohngewohnheiten sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht vom Stehtisch in der Küche für den schnellen Imbiss über den Esstisch für das tägliche gemeinsame Essen der Familie bis hin zur großzügigen Tafel für das ausgiebige Menü mit Gästen. In vielen Fällen bildet der Essbereich das soziale und kommunikative Zentrum der Wohnung.

Funktionsbeziehungen
Zwischen Küche, Essplatz und Wohnbereich bestehen enge funktionale Beziehungen. In der Grafik auf der folgenden Seite sind sechs unterschiedliche räumliche Anordnungsprinzipien dargestellt, die sich durch die jeweiligen Bereichsabgrenzungen der Funktionsbereiche unterscheiden.

Raumpilot Grundlagen

215

Wohnen

Wohnen

Kombinationsmöglichkeiten von Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich Essbereiche in der Küche Für einen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m² Fläche zusätzlich vorgesehen werden. Durch Anordnung einer Küchenzeile ohne Oberschränke in Richtung Essplatz wird der Blickkontakt zwischen Küche und Essplatz ermöglicht. Auch in Ein- bis Zwei-PersonenHaushalten sollte es möglich sein, den Essplatz bei Bedarf auch für größerere Personengruppen zu erweitern. Flexible Raumabgrenzungen Schiebe- oder Faltwände ermöglichen die räumliche Kopplung oder Trennung der Bereiche je nach Bedarf. Wohnküche mit Essplatz und Wohnzimmer getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Kochbereich flexibel abtrennbar Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einzelne Räume getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang

Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich, M 1:200

Wohnbereich mit Essplatz, Küche getrennt

Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Bereiche flexibel abtrennbar

216

Raumpilot Grundlagen

Essen

40

Raumdimensionierung
Überschlägig kann ein Mindestplatzbedarf von etwa 4 m² Grundfläche bei der Anord­ nung des Essplatzes für vier bis sechs Personen in der Küche angenommen werden.

Für Stühle sollten vor der Vorderkante des Tischs etwa 50 cm bis 55 cm Stell- und Bewegungsfläche eingerechnet werden. Zu Wänden sollten zusätzlich 30 cm und zu Möbeln zusätzlich 70 cm Abstandsfläche hinter der Stuhlfläche eingerechnet werden. Die Sitzhöhe von Essstühlen liegt durch­ schnittlich bei 42 cm bis 47 cm, sie sollte jedoch jeweils auf die spezifische Tischhöhe abgestimmt werden. Der Abstand zwischen Sitzfläche und Tischunterkante sollte bei Esstischen etwa 31 cm bis 34 cm betragen.

60 ca. 130

60

Platzbedarf Gedecke, M 1:50

40

≥ 80

Einrichtungsmaße
Grundlage der Essplatzbemaßung ist die Fläche eines Gedecks. Pro Person werden hierfür circa 60 cm x 40 cm Fläche gerechnet. Als Tisch-Ansitzbreite werden pro Person 65 cm bis 70 cm empfohlen.

Essplatz Mindeststellfläche für Tisch und Stühle Stellflächentiefe 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 Personen 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm Stellflächenbreite 130 cm 180 cm 180 cm 230 cm 240 cm

Raumpilot Grundlagen

217

Wohnen

Wohnen

Mindest-Platzbedarf von Essplätzen

70 - 75

70

50 - 55

≥ 80

50 - 55

30

42 - 47

70

50 - 55

90 - 120

50 - 55

30

Höhe Unterkante Leuchte über Augenhöhe der sitzenden Personen. Anhaltswert: etwa 60 cm Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante Leuchte (blendfrei!)

70 cm Abstand bis zum Möbel

50 - 55

30

70 cm Abstand bis zum Möbel

10

30 cm Abstand bis zur Wand

Stellfläche 180 - 185

70

50 - 55

≥ 80 Stellfläche 180 - 190 280 - 290

50 - 55

30

10

70

30 cm Abstand bis zur Wand

20 40 - 45

40 - 45

65

210 - 215

65

50 - 55

90 - 120 Stellfläche 190 - 230 290 - 330

50 - 55

30

Mindest-Platzbedarf beim eckigen und beim runden Essplatz, Schnitt und Grundriss

218

Raumpilot Grundlagen

42 - 47

70 - 75

Ausziehtisch und Ansatztisch 55 5 190 5 55 130 130 190 80 140 5 55 55 5 80 200 5 55 55 5 80 200 5 55 130 Platzsparende Sitzplatzanordnung: Eckbank.115 80 .85 85 .Essen 110 .92 70 .110 60 .40 40 30 60 40 50 30 60 50 .75 85 .75 70 .70 Imbissplätze: Essbar. U-Bank und Doppelbank M 1:50 Raumpilot Grundlagen 219 Wohnen .92 60 45 25 30 .

75 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 150 / 150 Wendefläche 120 50 30 70 .Wohnen 150 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 70 . Schnitt und Grundriss 220 Raumpilot Grundlagen ≥ 120 50 ≥ 370 130 .75 150 / 150 Wendefläche ≥ 120 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 Mindest-Platzbedarf rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.

75 260 300 120 90 130 ≥ 220 ≥ 90 90 80 260 90 90 120 300 90 Mindest-Platzbedarf barrierefrei entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.Essen 90 70 .75 . Schnitt und Grundriss ≥ 90 50 ≥ 350 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 221 Wohnen 90 80 90 90 120 90 70 .

Wohnen 222 Raumpilot Grundlagen .

Entspannen und kommunizieren Raumpilot Grundlagen 223 Wohnen .

Wohnen Entspannen und kommunizieren 225 226 227 228 229 229 229 230 Einleitung Mindestabmessung von „Wohnzimmern“ Platzbedarf Sessel und Sofa Augenabstand zum Bildschirm Billardtisch Tischfußball Klavier und Flügel Entspannen und kommunizieren barrierefrei 224 Raumpilot Grundlagen .

Das Zentrum bildete meist eine bequeme Sitzgruppe mit Einzelsesseln oder Sofas. in dem die Familienmitglieder einzeln oder gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit verbrachten. Das Wohnzimmer war in der Regel der „repräsentativste“ Raum der Wohnung. Raumpilot Grundlagen 225 Wohnen . Entspannung und Kommunikation“ haben sich inzwischen zusätzlich auch in die anderen Raumbereiche verlagert. der Küche und dem Bad gewissermaßen übergeordnet. Regalen. Nach wie vor sind viele Grundrisse mit einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Wohnbereich organisiert. Erholung. wobei Unterhaltung. doch die Funktionen „Unterhaltung. mit Fernseher. Diese Funktio­ nen können daher nicht eindeutig einem einzelnen Raumbereich zugeordnet werden. Jahrhunderts war das gemeinschaftliche Wohnzimmer von seiner Größe und auch von seiner Bedeutung her den Individualräumen. Ausgestattet war der Raum häufig mit Schränken. Aus diesem Grund werden auf den folgenden Seiten die Stellflächen verschiedener Ausstattungselemente als frei kombinierbare „Einzelbausteine“ dargestellt. Radio und Plattenspieler.Entspannen und kommunizieren Kochen WC Essen Ankommen Entspannen und kommunizieren Schlafen Arbeiten Private Freibereiche Funktionszusammenhänge Entspannen und kommunizieren Einleitung In den funktionalistischen Standardfamiliengrundrissen des 20. Daneben war es vor allem der Raum. in dem die Gäste empfangen wurden. häufig überlagern sie sich mit anderen Nutzungen. Entspannung und Kommunikation meist im Vordergrund standen.

85 Standard-Sofagrößen.200 ca.90 84 48 83 40 47.240 ca.5 60 104 83 50 61 Coconut Chair. Entwurf: Charles Nelson Panton Chair. ca. Entwurf: Verner Panton 226 Raumpilot Grundlagen 41 .Wohnen Orientierungswerte/Mindestflächen von „Wohnzimmern“ Fläche Wohnzimmer ohne Essplatz für 1 Person 1–2 Personen Wohnzimmer mit Essplatz für 4 Personen 5 Personen 6 Personen für jede weitere Person ≥ 20 m² ≥ 22 m² ≥ 24 m² ≥ 2 m² ≥ 16 m² ≥ 18 m² ca. 180 . 60 . Ottomane Coconut Chair. die in der DIN 18011 (zurückgezogen) entsprechend aufgeführt waren. M 1:50 Zur Information über die Größen von Mindeststandards werden hier die Angaben zu Mindestflächen von „Wohnzimmern“ aufgeführt. 160 .

100 ca.Entspannen und kommunizieren ca.300 ca. 350 . Entwurf Ray und Charles Eames Lounge Chair mit Ottomane.400 ca. 300 . Entwurf: Ray und Charles Eames Raumpilot Grundlagen 38 227 80 Wohnen . 350 .400 ca. 270 .100 Platzbedarf Sessel und Sofas 50 87 84 200 90 155 65 84 44 64 68 90 M 1:50 Soft Pad Chaise ES 106.100 ca.350 ca.300 ca. 80 . 200 . Entwurf Ray und Charles Eames La Chaise. 70 . 80 .

M 1:50 62 160 Chaiselongue LC 4. Entwurf: Le Corbusier.Wohnen 60˚ Abstand: mindestens 3 . Entwurf: Le Corbusier Sessel LC 2. Charlotte Perriand 73 99 70 76 Sessel LC 3. Pierre Jeanneret. Entwurf: Le Corbusier 228 Raumpilot Grundlagen 67 .4 fache Bildschirmdiagonale Bildschirmdiagonale 90˚ Empfohlener Augenabstand zum Bildschirm.

167.5 ca.Entspannen und kommunizieren ca. Spielfeldhöhe zwischen circa 80 cm bis 88 cm. 60 140-160 114 155 200 150 160 Klavier Stutzflügel Salonflügel Konzertflügel M 1:50 Raumpilot Grundlagen 229 275 Wohnen . Spielhöhe bei circa 88 cm bis 92 cm Billardtisch. 190 . 120 . für private Zwecke und für Cafés übliche Außenabmessungen: 215 cm x 120 cm oder 225 cm x 125 cm.310 Tischfußballspiel. 143 ca. Beim Billardtisch muss der große Bewegungsraum beachtet werden. 74 ca.

Wohnen 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei ≥ 150 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 150 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 80 Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die rollstuhlgerechte Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die barrierefreie Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) 230 Raumpilot Grundlagen .

Schlafen Raumpilot Grundlagen 231 Wohnen .

Wohnen Schlafen 233 233 234 234 235 235 236 237 238 Schlafbereiche Funktionsbeziehungen Anordnungsmöglichkeiten Planungsregeln Orientierung Raumdimensionierung Bettsysteme Matratzengrößen Schlafen barrierefrei 232 Raumpilot Grundlagen .

In freien Grundrissanordnungen und Lofteinheiten für kleinere Haushalte wird der Schlafbereich auch als „Funktionsinsel“ offen oder abgeschirmt in den zusammenhängenden Wohnraum integriert. da sie dem Bettlägrigen bei Bedarf eine „ Teilhabe“ am Wohngeschehen ermöglichen.und/oder Spielräume genutzt. Aufenthalts-. Ein Teil der Funktionen. Daneben können Funktionsbeziehungen zwischen Elternschlafzimmer und den Schlafräumen kleiner Kinder bestehen. Diese Individualräume für ein oder zwei Personen werden über das Schlafen hinaus auch als Rückzugs-.Schlafen Ankleiden Arbeiten Schlafen Reinigen und pflegen Entspannen und kommunizieren Kinder wohnen Funktionsbeziehungen Schlafen Schlafbereiche In größeren Wohneinheiten sind die Schlaf­ bereiche meist vom Gemeinschaftsbereich getrennt den Individualräumen der einzelnen Haushaltsmitglieder zugeordnet. wurden inzwischen auch in die Individualräume verlagert. Funktionsbeziehungen Starke Funktionsbeziehungen bestehen zwischen dem Schlafbereich und dem Sanitär. wie beispielsweise Musik hören. Weitere Funktionsbeziehungen sind vom individuellen Wohnverhalten abhängig. Bedeutungswandel bei Bettlägrigkeit Die Bedeutung des Schlafbereichs kann sich im Krankheitsfall und/oder bei Bettlägrigkeit stark ändern. Arbeits-. Lese.und Ankleidebereich. die noch vor einigen Jahrzehnten in vielen Wohneinheiten ausschließlich den Gemeinschaftsräumen zugeordnet waren. sie können beispielsweise auch zum häuslichen Arbeitsplatz bestehen. Raumpilot Grundlagen 233 Wohnen Freibereiche . Fernsehen oder Freunde empfangen. Kommunikations-.und (Schiebe­ Wohnbereich sehr günstig sein. In diesen Fällen können flexible Raumtrennungen wände) zwischen Schlaf. Der Schlafbereich wird für die Betroffenen zum räumlichen Zentrum ihres Lebens.

Ablage neben Bett/Ablagetisch Schrankflächen Kleiderschrank (eine Person) Kleiderschrank (zwei Personen) Sonstige Einrichtungsgegenstände Kleinkinderbett Schlafen im Loft. gilt entsprechend der MBO § 44 eine lichte Höhe von 2.Wohnen Orientierungswerte für Mindest-Einrichtungsmaße Schlafen in Individualräumen. M 1:200 Für Aufenthaltsräume. Verglaste Loggien und künstliche Beleuchtung werden unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung sollte etwa ein Achtel der Grundfläche des Raums betragen. wobei Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1. Für die Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. Schlafbereich mittels Schiebewänden flexibel abtrennbar. Kommode/Regal Arbeitstisch Stuhl Sessel circa 55–60 cm circa 30–50 cm ≥ 80 cm circa 45 cm ≥ 60 cm circa 100–120 cm circa 100 cm ≥ 55 cm circa 50 cm ≥ 60 cm ≥ 110 ≥ 220 60–65 cm 60–65 cm circa 90–140 cm circa 160–220 cm circa 140–160 cm circa 55–60 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 40 cm Stellflächentiefe Planungsregeln Schlafen im Loft. mit einer Serviceinsel zoniert. Die LBO BW § 34 fordert hiervon abweichend nur 2. flexibel abtrennbar. Stellflächenbreite Betten Einzelbett Doppelbett Französisches Bett Schlafen in Individualräumen.20 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche bei Dachräumen. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. mit Serviceinsel zoniert Schlafen im Loft. wie Individualräume oder reine Schlafzimmer.30 m lichte Raumhöhe beziehungsweise 2.40 m als Mindestmaß. nur mit Möbeln zoniert Anordungsmöglichkeiten des Schlafbereichs bei unterschiedlichen Grundrisstypen.50 m nicht mitberücksichtigt werden. getrennt. Für die flexibel abtrennbaren Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. 234 Raumpilot Grundlagen .

425 Eine Verkleinerung um circa 2 m² ist möglich.und Wäscheschränke und für das Ankleiden an anderer Stelle vorgesehen sind (zum Beispiel in einem getrennten Ankleideraum). M 1:100 ca. wenn die Flächen für Kleider. ca.210 5 ≥ 295 60 ca. Flächenbedarf bei unterschiedlicher Anordnung der Möbel.210 ≥ 380 70 90 Stell.455 ca. empfohlener Bewegungsraum etwa 140 cm. 70 90 200 . 360 .390 ca. M 1:100 90 Orientierung Individualräume sollten Besonnung erhalten.und Bewegungsfläche beim Doppelbett.370 Raumpilot Grundlagen 235 Wohnen . Gestrichelt dargestellt ist die Mindestbewegungsfläche (70 cm) und zusätzlich die empfohlene Bewegungsfläche (90 cm) um das Bett und der daraus resultierende Platzbedarf. M 1:50 70 Raumdimensionierung Für Individualräume sollte möglichst eine nutzungsneutrale Raumgröße mit mindestens 14 m² bis 15 m² eingeplant werden (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). 415 .Schlafen 200 . 140 60 Ankleideraum. 380 . 445 . Für die Orientierung der Räume ist daneben die Abschirmung von störendem Lärm und anderen Umwelteinflüssen zu beachten.

90 Klappbett. 125 ca. 200 ca. 50 ca. 170 ca. 35 ca. 90 ca. 175 ca. Anordnung mit 3 Betten ca. 240 ca. 100 ca. 200 ca. 200 ca. 200 . 200 ca. 35 ca. 205 ca. 35 ca. 200 ca. 35 ca. 90 Eingebautes Bett (Alkovenbett) ca. Bettlänge einklappbar ca. 35 Klappbett. 75 ca. 90 ca. 75 ca. 90 ca. 200 ca. 150 ca. 90 ca. 100 ca. 170 ca. 200 ca. 160 ca. 100 ca. 35 ca. 35 ca. 90 Einzelbett Doppelbett Hochbett Hochbett. 90 ca.Wohnen ca. Bettbreite einklappbar 236 Raumpilot Grundlagen ca.

70 ca. 160 ca. 72 ca. 190 ca. 70 ca. 70 ca. 90 ca. 70 ca. 72 ca.Schlafen ca. 120 ca. 160 ca. 72 ca. Varianten Klappsessel 90 10 0 90 10 0 70 12 0 14 0 16 0 Übliche Matratzengrößen. 160 ca. 70 ca. 160 ca. 190 ca. häufig verwendet: 90 cm x 200 cm Betten/Matratzengrößen 18 0 20 0 16 0 18 0 20 0 12 0 14 0 60 90 10 0 80 50 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 237 Wohnen ca. 190 ca. 190 ca. 90 ca. 70 ca. 120 ca. 190 22 0 10 20 0 1 4 1 0 19 20 0 0 . 190 Klappsofas. 72 ca.

M 1:50 238 Raumpilot Grundlagen 5 60 ≥ 150 ≥ 420 .210 ≥ 470 ≥ 120 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. M 1:50 ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 Kleiderschrank mit herunterklappbarer Kleiderstange. 200 . damit der Rollstuhlfahrer auch diese Bettseite im Bedarfsfall anfahren kann.Wohnen 150 Schlafen barrierefrei Die Bewegungsfläche muss 150 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes (über die gesamte Bettlänge) und zusätzlich vor Schränken.210 5 ≥ 150 200 . Entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 120 cm breit sein.

Schlafen 120 200 .210 ≥ 410 ≥ 90 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. 5 ≥ 120 200 . M 1:50 5 60 ≥ 90 Raumpilot Grundlagen 239 Wohnen ≥ 360 .210 Die Bewegungsfläche muss 120 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes. Vor Schränken und entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 90 cm breit sein.

Wohnen 240 Raumpilot Grundlagen .

Kinder wohnen Raumpilot Grundlagen 241 Wohnen .

und Tischhöhen Bettabmessungen Raumdimensionierung Raumhöhen 242 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Kinder wohnen 243 244 244 245 246 246 247 248 Funktionen Funktionsbeziehungen Orientierung Planungshinweise Stuhl.

Doch mit zunehmendem Alter gewinnt das „eigene Zimmer“ als individueller Raumbereich stärker an Bedeutung. das Lesen. Kinderzimmer sind nicht nur Schlaf. die Hausarbeiten. er umschließt die gesamte Wohnung und die zugehörigen Freibereiche.und Rückzugsräume. Die Anforderungen an diese Räume und an deren Ausstattung ändern sich mit den verschiedenen Altersstufen der Kinder. Sie sind vielmehr multifunktionale Raumbereiche. zum Musik hören und für vieles mehr genutzt werden. das Basteln. essen . die auch für das Spielen.Kinder wohnen Schlafen Eltern Reinigen und pflegen Spielen und schlafen Draußen spielen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen der Kinderbereiche Funktionen Der Raumbereich von Kindern beschränkt sich keinesfalls auf das Kinderzimmer. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen und auch in Hinblick auf den langfristig vorhersehbaren Nutzungswechsel ist für Kinderzimmer ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt mit einer Raumgröße nicht unter 14 m² zu empfehlen (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). für Treffen mit Freunden. Raumpilot Grundlagen 243 Wohnen Kinder wohnen Kochen.

Orientierung Da Kinderzimmer ab dem Kindergarten­ alter – beziehungsweise ab dem Schulalter – vor allem nachmittags genutzt werden. Ein vom Elternschlafzimmer getrenntes eigenes Kinderzimmer wird erforderlich. – Wohnen mit Kindern Unterer Zeitstrahl: anthroposophischer Ansatz (Quelle: Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner) Funktionsbeziehungen Mit den Entwicklungsphasen eines Kindes lockert sich die anfänglich sehr enge Bindung zur Bezugsperson. 244 Raumpilot Grundlagen . wenn das Kind in die Schule kommt. wird eine Süd. Für heranwachsende Jugendliche erhält das eigene Zimmer als individueller Rückzugsbereich große Bedeutung. Die Möglichkeit für Jugendliche einen separaten Wohnbereich mit eigenem Sanitärbereich und eigenem Eingang zu schaffen. Der Raum wird zu ihrer eigenen „Wohninsel“ in der Wohnung. Ab dem Alter von etwa acht bis zehn Jahren wird jedoch ein eigenes Zimmer für jedes Kind empfohlen. Mit zunehmendem Alter gewinnen für Kinder Möglichkeiten zur Abgrenzung des eigenen Bereichs an Bedeutung. Anfänglich können sich auch zwei Kinder einen Raum teilen.V.Wohnen Kind Bezugsperson Säugling 0 1 Kleinkind 6 Schulkind 12 Jugendlicher 18 Erwachsener Jahre 7 Physischer Leib Ätherleib 14 Astralleib 21 Ich 0 Raumbezug zwischen Kind und Bezugsperson im Zusammenhang mit den Entwicklungsphasen eines Kindes Oberer Zeitstrahl: nach Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e. Eine direkte Kopplung der Raumbereiche kann in dieser Phase erwünscht sein. Damit verändern sich auch die Anforderung an die Kopplung beziehungsweise Abgrenzung der Raumbereiche von Kind und Bezugspersonen. wäre daher ideal.oder Westorientierung empfohlen. Für Säuglinge und Kleinkinder ist die räumliche Nähe zum Elternschlafbereich günstig. Ein eigener Arbeitsplatz wird spätestens dann erforderlich.

Damit soll Kindern die Möglichkeit gegeben werden. Farbe. Für die Gestaltung von Bereichen für kleinere Kinder werden warme Farben. Möblierungen et cetera beachtet werden.Kinder wohnen Sicherung elektrischer Anlagen und Geräte Absturzsicherung Niedrige Brüstungshöhen von Fenstern ermöglichen Kindern Ausblick Niedrige Geschossigkeit ermöglicht Ruf.) und Spielbereichen . Fensteröffnungshöhen. Daneben sollten auch die besonderen Körpermaße bei Greifhöhen. erhöhter Schallschutz Treppengeländer: Greifhöhe und Sicherheit Gebäudeschema mit Hinweisen für eine „Kinder berücksichtigende“ Planung . sondern bewusst veränderbare oder vom Kind selbst wähl.oder gestaltbare Einrichtungen und auch abwaschbare. M 1:200 Planungshinweise In Gebäuden und Wohnungen. Kinderzimmer nicht vollständig durchzuplanen. Raumpilot Grundlagen 245 Wohnen Sicherung von Außenraum (Gartenteiche/ giftige Pflanzen etc. Material Abstellflächen für Kinderwagen. sich ihre Raumbereiche „anzueignen“ und gleichzeitig kreative Erfahrungen zu sammeln. die ständig von Kindern genutzt werden. Farbkontraste und gute Belichtung empfohlen. Fahrrad und Spielgeräte etc.und Blickbeziehungen nach außen Möblierung: Größe. Roller. bemalbare Wandabschnitte vorzusehen. müssen zahlreiche Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Psychologen raten dazu.

5 . 1 .233 Einzelbett.und Tischhöhen in Abhängigkeit zur Körpergröße von Kindern (siehe auch Kapitel Lernen) Körpergröße ≤ 113 cm 113–127 cm 128–142 cm 143–157 cm 158–172 cm ≥ 173 cm Tischhöhe (a) 46 cm 52 cm 58 cm 64 cm 70 cm 76 cm Sitzflächenhöhe (b) 26 cm 30 cm 34 cm 38 cm a 42 cm 46 cm b 70 70 173 100 120 3 3 3 140 3 50 123 70 3 60 133 70 3 70 143 70 3 90 .205 193 213 263 . ca. ca.1 Jahre Kinderbett.160 163 .278 70 70 3 . M 1:50 246 Raumpilot Grundlagen 190 .4 Jahre Kinderbett. 0 . ab 9 Jahren 70 Kinderbett. ca.8 Jahre Bettabmessungen mit Mindestbewegungsfläche in Abhängigkeit von Alter und Körpergröße von Kindern.Wohnen Orientierungswerte für Stuhl. ca.

§ 47 eine lichte Höhe von mindestens 2. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 1 1 1 1 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Empfohlene Möbelstellflächen für ein Zwei-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank 2 1 2 Zusätzl.20 m2 Raumpilot Grundlagen 247 Wohnen .16 m2 16 . die laut Musterbauordnung 2002. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung muss mindestens ein Achtel der Netto-Grundfläche des Raums einschließlich der Netto-Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben.30 m ausreichend. § 34 ist abweichend bereits eine lichte Höhe von 2. 100 x 60 100 x 205 45 x 55 110 x 65 Empfohlene Möbelstellflächen für ein Ein-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank Zusätzl.40 m aufweisen müssen. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein.Kinder wohnen Raumdimensionierung Kinderzimmer gelten als Aufenthaltsräume. Entsprechend LBO BW. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 2 2 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 220 x 65 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Flächen für ein Kinderzimmer Empfohlen Ein-Personen-Zimmer Zwei-Personen-Zimmer (bis 6 Jahre) 14 .

Räumliche Angebote für Kinder sollten daher auch Perspektivwechsel und Bewegungen in der Vertikalen ermöglichen.50 m bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Unterteilung in der Vertikalen. Kleine Nischen und Höhlen sind willkommene Rückzugsbereiche. Kleinere Kinder fühlen sich sicherer und geborgener. Hochbett mit Leiter Möblierungsvariante mit erhöhtem Podest Kind mit Ball Altersgruppe 3 Jahre 66 . wenn die Raumhöhe ihrer Körpergröße angepasst ist.Wohnen Raumhöhen Die Wahrnehmung der dritten Dimension ist bei Kindern stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen. sondern stärker auch in der Vertikalen.111 Spielende Kinder Altersgruppe 6 Jahre 248 Raumpilot Grundlagen 111 . Ihr Blick bewegt sich nicht überwiegend in der Horizontalen. Übliche Raumhöhen ab etwa 2.78 Klettern Altersgruppe 3 Jahre 92 .111 Kind mit Springseil Altersgruppe 3 Jahre 92 .129 .

Ausbildung von Nischen und Podesten 111 .129 Springen Altersgruppe 6 Jahre Lesen Altersgruppe 6 Jahre Kinder mit Kaufladen Altersgruppe 6 Jahre 123 Kind mit Eisenbahn Altersgruppe 6 Jahre M 1:50 Raumpilot Grundlagen 249 Wohnen .Kinder wohnen Raummodulation für Kinder.

Wohnen 250 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten Raumpilot Grundlagen 251 Wohnen .

Arbeiten Wohnen 253 254 255 255 256 258 Wohnen und Arbeiten Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Arbeitsplatzgestaltung Beleuchtung Flächenbedarf Arbeitsplatz Arbeiten barrierefrei 252 Raumpilot Grundlagen .

8 Prozent aller Erwerbstätigen ermittelt. die aber mittels IuK-Medien nun teilweise oder komplett zu Hause verrichtet werden. Raumpilot Grundlagen 253 Wohnen . Über Jahrzehnte hinweg gewohnte „Grenzen“ . wurden in Deutschland für 2005 6. Mit diesem Begriff wird das Auflösen der Merkmale fordistisch-tayloristisch geprägter Arbeitsorganisationen beschrieben. Dies entsprach 2. Neuere Zahlen zur Entwicklung der Telearbeit liefert eine Studie.6 Millionen Teleheimarbeitern bei insgesamt 38. der sich bis 2020 auf 81 Prozent deutlich erhöhen soll. Unter diesem Begriff werden informationstechnisch gestützte Erwerbstätigkeiten zusammengefasst. Mit der „ Telearbeit“ entwickelte sich eine neue häusliche Arbeitsform. die die englische tion“ 2005 Beratungsfirma „Future Founda­ im Auftrag der japanischen Firma „Brother“ erstellt hat. Die Technisierung der Arbeit durch die neuen Informations. Ihre Zahl soll entsprechend der Prognose bis 2020 auf 14.8 Millionen Erwerbstätigen (2005).und Kommunikationsmedien (IuK) schuf die Voraussetzung für ortsunabhängiges Arbeiten – auch von zu Hause aus. Unter den mobilen „teleworkers“ ermittelte die Studie für 2005 einen Anteil von 39 Prozent. werden unbestimmter und verlieren ihre Eindeutigkeit. wozu auch die überkommene Trennung zwischen Erwerbstätigkeit und Privatsphäre zählt. die Funktionsbeziehungen können in Abhängigkeit von der konkreten Art der Arbeit stark differieren Wohnen und Arbeiten Arbeitswissenschaftler sprechen seit den 1990er Jahren in Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitsformen zunehmend von „Entgrenzungsprozessen“ (Gottschall/Voß 2005). Als „regular homeworking teleworkers“ . mindestens jedoch einen Arbeitstag pro Woche zu Hause arbeiten. die komplett oder alternierend. die üblicherweise in einem Büro oder in einem Betrieb ausgeführt werden. wie zwischen Arbeitszeit und Freizeit oder zwischen Wohnort und Arbeitsort.9 Prozent steigen.Arbeiten Schlafen Entspannen und kommunizieren Ankommen Arbeiten Essen WC Freibereiche Funktionsbeziehungen von einem häuslichen Arbeitsbereich.

mit oder ohne eigenem Eingang. Satellitenbüros können eventuell auch mit anderen Personen zusammen als Nachbarschaftsbüros genutzt werden. den Privatbereich eventuell „störende“ Einflussparameter der Arbeit stellen Kunden. mögliche Anlieferungen und eventuelle Störungen durch Lärm et cetera dar. Nutzungsneutrale Raumzuschnitte oder Schalträume mit getrennten Eingängen können in Hinblick auf spätere Nutzungsänderungen für diesen Bereich sinnvoll sein. spätere Nutzungswechsel miteinzuplanen. Das Spektrum der räumlichen Kombinationsmöglichkeiten von Wohnen und Arbeiten spannt sich entsprechend weit auf. bis hin zum getrennten „Satellitenbüro“ an anderer Stelle im Wohngebäude oder im Quartier. es reicht vom Zusammenfließen und Überlagern der beiden Bereiche über den abgetrennten Arbeitsraum. temporär einer der Wohneinheiten zuschaltbar oder getrennt nutzbar + Getrenntes Arbeitszimmer in der Wohneinheit Arbeitsplatz im Satellitenbüro im Gebäude oder im Quartier 254 Raumpilot Grundlagen . Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten und Wohnen überlagern sich Arbeitsplatz im internen Schaltraum mit direktem Zugang von außen Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten flexibel abtrenn­ bar Arbeitsplatz im flexiblen Möbelelement. Mitarbeiter. temporär zuschaltbar Arbeitsplatz im externen Schaltraum.Wohnen Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Die Abgrenzung der Bereiche Wohnen und Arbeiten ist abhängig vom genauen Typus der Arbeit und von persönlichen Vorlieben. Es scheint gerade für Arbeitsräume und -bereiche sinnvoll. Häufig markiert die Arbeit zu Hause nur die Gründungsphase eines Unternehmens. Wichtige. denn viele Selbstständige arbeiten nur phasenweise als „Teleheimarbeiter“ von zu Hause aus.

Beleuchtung – Am Arbeitsplatz werden zwischen 300 und 1000 Lux empfohlen. Indirekte Beleuchtung Das Licht der Leuchte reflektiert über die Decke und Wände und strahlt von dort zum Arbeitsplatz zurück. Indirekt-direkt-Beleuchtung Indirekt-direkt-Beleuchtungen kombinieren die beiden vorigen Konzepte. Es bleibt sichtbar.24 1 . Durch die weitere Miniaturisierung des Arbeitsequipments ist Computerarbeit prinzipiell überall möglich und kann auch temporär in unterschiedlichen Wohn­ bereichen ohne besondere Zusatz­ aus­ stattung stattfinden. um Blendung zu vermeiden Direkte Beleuchtung Das Licht strahlt von der Leuchte direkt zum Arbeitsplatz. Schreibtischoberflächen sollten matt sein. Das Licht wirkt angenehm mild.000 Konzept „mildes Licht“ Dieses Beleuchtungskonzept orientiert sich an der Charakteristik des Tageslichts. Beleuchtungsstärken in Lux Licht vom Sternenhimmel Licht vom Vollmond Nächtliche Straßenbeleuchtung Energiesparlampe 20 W in 2 m Abstand Gute Arbeitsbeleuchtung Trüber Wintertag Sommertag bei bedecktem Himmel Sommertag bei Sonnenschein 0. Dem Vorteil der Effizienz auf der horizontalen Arbeitsebene stehen die Nachteile der meist ungenügenden Raumwirkung durch dunkle Decken und starke Schatten gegenüber. Raumpilot Grundlagen 255 Wohnen .000 100.2000 3000 20.Arbeiten Arbeitsplatzgestaltung Die Dimensionierung häuslicher Arbeits­ plätze ist von der Art der Arbeit abhängig. Einer angenehm hellen Raumwirkung steht vielfach ein diffuser. schattenarmer Raumeindruck gegenüber.01 0. Dies schafft eine effektive Beleuchtungsstärke bei angenehmer Raumwirkung. durchschnittlich 500 Lux – Reflexionsgrad der Möbel und Wände beachten.30 35 300 .

180 ca. M 1:20 256 Raumpilot Grundlagen . entsprechend DIN 4543/ Teil 1. 160 ca. 90 ≥ 100 ca. wichtiger ist jedoch die Höhenverstellbarkeit (68 cm bis 76 cm). 200 ca. 80 ca. 45 Zur Orientierung: Flächenaufteilung und notwendige Abstände bei einem Schreibtischarbeitsplatz in Arbeitsstätten. die eine Anpassung des Tisches an die jeweilige Körpergröße des Nutzers ermöglicht.Wohnen Als Orientierungswert für die Größe eines Arbeitstisches gilt 160 cm x 80 cm Arbeitsfläche. Die Normhöhe eines Schreibtisches beträgt 72 cm. ca.

Arbeiten Augen abstan d ca. siehe auch DIN EN ISO 9241. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 257 Wohnen . 72 (individuell einstellbar) 65 62 55 12 20 45 60 ca. 80 ≥ 100 Ansicht üblicher Arbeitsplatz mit Beinfreiraum (gestrichelt). entsprechend DIN 4543 Teil 1.

Wohnen
150

150

Arbeiten barrierefrei

ca. 80 ca. 60

ca. 60

ca. 80

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich: links: horizontaler Greifbereich (links eingeschränkt, rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers, M 1:20

258

Raumpilot Grundlagen

Arbeiten
150

150

ca. 75 - 90 (individuell einstellbar)

UK Tisch ≥ 67

unterfahrbar

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich und vertikaler Greifbereich bei individuell einstellbarer Arbeitsplattenhöhe, unterfahrbare Bereiche müssen mindestens 90 cm breit sein, M 1:20

≥ 40

≤ 140

Raumpilot Grundlagen

259

Wohnen

Wohnen

260

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Raumpilot Grundlagen

261

Wohnen

Reinigen und pflegen Wohnen

263 263 264 265 265 266 266 266 267 267 267 267 267 267 267 268 269 274 275 276

Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnungen der Sanitärräume im Grundriss Planungsregeln Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Duschwannen Badewannen Toiletten Planerische Besonderheiten Installation Elektro Belichtung und Belüftung Schallschutz Oberflächen Sanitärraumarten Stell- und Bewegungsflächen Rollstuhlgerecht Reinigen und pflegen barrierefrei Beispiel rollstuhlgerechter Sanitärraum

262

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

WC Schlafen Reinigen und pflegen Kinder wohnen Wirtschaften Freibereiche Entspannen und kommunizieren

Kochen

Funktionsbeziehungen Reinigen und pflegen

Funktionen
Sanitärräume bieten den Raum und die Ausstattung für die Körperhygiene und für die Körper- und Gesundheitspflege. Die Größe und Gestaltung von Sanitärräumen im Wohnungsbau variiert in einem breiten Spektrum zwischen flächenoptimierten Funktionsräumen und großzügigen Raum­ bereichen mit Aufenthaltsqualitäten.

von Nutzungszusammenhängen wegen der möglichen Bünde­ lung der Installationen in einem gemeinsamen Schacht von Vorteil sein. Darüber hinaus besteht eine funktionale Beziehung zum hauswirtschaftlichen Bereich. Häufig werden auch hauswirtschaftliche Funktionen in das Bad integriert, insbesondere für das Waschen und Trocknen von Wäsche. Für die Zuordnung der Sanitärräume innerhalb einer Wohnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Jedem Individualraum eine eigene Nasszelle zuzuordnen, stellt eine aufwendige, für die Nutzung aber sehr günstige Lösung dar. Daneben können Nasszellen auch jeweils zwei Individual-

räumen mit direktem Zugang zugeordnet werden. Häufig wird aus ökonomischen Gründen jedoch ein gemeinsames Bad für den gesamten Schlafbereich vorgesehen. Werden Nasszellen direkt mit den Individualräumen gekoppelt, sollte möglichst noch ein weiteres Bad beziehungsweise ein getrenntes WC eingeplant werden, das von den übrigen Räumen aus erreicht werden kann. Aber auch im Fall eines gemeinsamen Bads ist grundsätzlich ein zweites WC (Gäste-WC) zu empfehlen.

Funktionsbeziehungen
Das Bad ist funktional stark an die Individualräume gekoppelt. Eine räumliche Anbindung an die Küche kann unabhängig

Raumpilot Grundlagen

263

Wohnen

Wohnen

Zuordnung der Sanitärräume im Grundriss

Jedem Individualraum ist direkt ein eigener Sanitärraum zugeordnet. Bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Die Beispiele unten zeigen eine Variante, bei der jeweils zwei Individualräumen ein Sanitärraum direkt zugeordnet ist. Auch bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Diese Reihe zeigt Anordnungsvarianten bei denen mehreren Individualräumen ein gemeinsamer Sanitärraum zugeordnet ist.

Die Beispiele dieser Reihe zeigen unterschiedliche Anordnungen von Sanitärräumen in Einraum-Wohneinheiten (Lofteinheiten).

264

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Planungsregeln
Entsprechend der Musterbauordnung muss jede Wohnung ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette besitzen (MBO § 48). Fensterlose Bäder sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist (MBO § 43). Bäder können nach Norden orientiert sein. Die LBO BW fordert unter § 36, dass jede Nutzungseinheit mindestens eine Toilette haben muss und dass diese eine ausreichende Lüftung aufweisen muss.

Raumdimensionierung
Im Jahr 2007 wurde die DIN 18022 zurückgezogen, die bisher als wesentliche Planungsgrundlage für die Stell- und Bewegungsflächen im Bad diente. Diese

Angaben zu Mindestmaßen für die Ausstattung von Sanitärräumen in Wohnungen macht die VDI-Richtlinie 6000 Blatt 1 / Februar 2008. Hierin werden detaillierte Hinweise zur Größe von Sanitärobjekten (Stellflächen), zu seitlichen Abstandsflächen zwischen den einzelnen Sanitärobjekten beziehungsweise zu Wänden sowie zu den notwendigen Mindestbewegungsflächen gegeben.

Anstelle eines zweiten Waschbeckens im Bad ist im Mehrpersonenhaushalt meist ein zweiter Waschplatz mit zusätzlicher Dusche an anderer Stelle zu empfehlen, um eine parallele Nutzung zu ermöglichen.

► Bei der Planung eines Sanitärraums müssen auch die Beheizung, die Beleuchtung, die Warmwasserversorgung und gegebenenfalls der Fliesenplan berücksichtigt werden.

Erforderliche Abstände von Sanitärraumausstattungen/Mindestwerte entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen oder Wänden und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Stellflächen von Waschmaschine/-trockner Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen für bewegliche Einrichtungen und anliegenden Wänden Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen und Türlaibungen ≥ 10 cm ≥ 3 cm Abstände ≥ 75 cm ≥ 90 cm

Raumpilot Grundlagen

265

Wohnen

Norm hatte die Anforderungen an eine barrierefreie Planung nicht berücksichtigt. Im Kontext des demografischen Wandels und im Sinne eines „Universal Design“ sollten aktuelle und zukünftige Planungen von Sanitärräumen nach Möglichkeit den Anforderungen der DIN 18025 beziehungsweise der nachfolgenden DIN 18040 entsprechen.

► Bei der Planung von WC- und Sanitärräumen sollten soweit möglich die Bewegungsmaße für die barrierefreie Badplanung zugrunde gelegt werden.

Wohnen

Einrichtungsmaße
Als Mindestbewegungsfläche vor Sanitär­ objekten sollten in der nicht barrierefreien Planung 75 cm vorgesehen werden. (Die Anforderungen in der VDI Richtlinie 6000 Blatt 1 liegen teilweise darunter). Vor Waschmaschinen und Wäschetrocknern muss auf der Bedienseite eine Fläche von 90 cm freigehalten werden. Die

Bewegungsflächen können sich allerdings sowohl seitlich als auch gegenüberliegend überdecken. Duschwannen Duschwannen sind aufgrund ihres geringen Flächenbedarfs geeignet für kleine Bäder. Wenn möglich sollte eine Duschwanne und zusätzlich eine Badewanne angeord­­ net werden. Die Wannenhöhen von

Standardduschwannen (80 cm x 80 cm oder 90 cm x 75 cm) liegen meist zwischen 6 cm und 26 cm. Für möglichst bodengleiche Duschbereiche können beispielsweise Flach­ wannen (1 bis 2 cm) eingesetzt werden. In der nicht barrierefreien Planung muss vor der Dusche ein Bewegungsraum von mindestens 75 cm x 90 cm vorhanden sein. Für die Einstiegsbreite sollten mindestens 70 cm vorgesehen werden.

Abstandsmaße verschiedener Sanitärobjekte untereinander und zu Wänden/entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Sanitäre Ausstattungsgegenstände Einzelwaschbecken Doppelwaschbecken Einbauwaschtisch mit einem Becken (EWT) 25 20 20 15 15 15 HandEinbauwaschtisch waschbecken mit zwei Becken (EDWT) 25 20 20 15 15 15 (HWB) 25 20 20 20 20 20 20 Sitzwaschbecken Klosettbecken, Spülung vor der Wand (WCa) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Klosettbecken, Spülung für Wandeinbau (WCu) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Urinalbecken Duschwanne Badewanne Badewanne

Kurzbezeichnung WB DWB EWT HWB SW WCa / WCu UR DU BW WM / TR Wand Vorwand-Installation Türbereich

WB 25 20 20 20 20 20 20

(DWB) 25 20 20 20 20 20 20

(SWB) 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25

(UB) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20

(DU) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 20 20 25 20 20 3 3 20

horizontale Leitungsführung: ab 17 cm, vertikale Leitungsführung: ab 25 cm (Maße gelten von Rohwand bis Vorderkante Beplankung, jedoch ohne Fließen) Abstand zu Türöffnungen/Türlaibungen: ≥ 10 cm

266

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Badewannen Neben Standardwannen (170 cm x 75 cm) sind diverse Sonderformen, wie zum Beispiel runde Badewannen oder Eckbadewannen erhältlich. In der nichtbarrierefreien Planung sollte vor der Wanne ein Bewegungsraum von 90 cm x 75 cm vorhanden sein. Toiletten Wandbecken sind aus hygienischen Gründen den Standbecken vorzuziehen, da sie eine bessere Reinigung ermöglichen. Spülkästen werden im Vergleich zu Druckspülungen aufgrund ihres geringeren Wasserverbrauchs und wegen ihres geringen Geräuschpegels empfohlen.

von etwa 25 cm Tiefe für die vertikale Leitungsführung. Prinzipiell sollten Leitungsführungen für spätere Reparaturen oder Veränderungen möglichst gut zugänglich sein (Revisionsöffnungen). Elektro In Räumen mit Badewanne oder Dusche sind die Schutzbereiche nach der DIN VDE 0100 Teil 701 zu beachten. Belichtung und Belüftung Die Luftqualität innenliegender Bäder und Toiletten kann nur durch mechanische Lüftungsanlagen (das heißt mit Ventila­ toren) nach DIN 18017 wirklich sichergestellt werden. Im hochwertigen Wohnungsbau werden für die einzelnen Wohneinheiten Einzellüftungsanlagen mit eigener Abluftleitung eingeplant. Bei geringerem Standard werden lediglich Einzellüftungsanlagen mit gemeinsamer Abluftleitung eingesetzt, die zwar einen geringeren Leitungsquerschnitt mit sich bringen, aber schalltechnisch nachteilig sind. Fensterlose WC-Räume sollten, wenn möglich, eine motorgesteuerte Sauglüftung erhalten, da eine Schachtlüftung je nach Jahreszeit und topografischer Lage nicht wirkungsvoll arbeitet. Schallschutz Bei der Planung von Sanitärräumen muss der Schallschutz berücksichtigt werden, da Fließgeräusche in den Leitungen und

Armaturen zu erheblichen Belästigungen führen können. Installationsleitungen sollten soweit möglich an Wänden zu weiteren Sanitär- oder Küchenräumen und nicht an Wänden zu Wohn- oder Schlafbereichen geführt werden (DIN 4109 berücksichtigen). Oberflächen Der Bodenbelag muss rutschsicher ausgeführt werden. Empfohlen wird eine Orientierung nach DIN 51130, die Rutschsicherheitswerte „R“ festlegt (R 9: gering; R 13: höchste Rutschsicherheitsklassen).

Planerische Besonderheiten
Installation Aus ökonomischen Gründen sollten die Installationsschächte der Nass­ räume in Wohnungen, wenn möglich, zusammengefasst werden. Bei mehr­ geschossigen Wohnbauten sollten die Bäder und Küchen möglichst an gemeinsamen vertikalen Installationssträngen angeschlos­ sen sein. Die Installationsführung innerhalb des Bads erfolgt üblicherweise entweder in der Wandebene oder in Form einer Vorwandinstallation. Bei letzterer ergibt sich ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 20 cm Tiefe für die horizontale und

Raumpilot Grundlagen

267

Wohnen

Wohnen

Sanitärraumarten/Standardtypen
Toilettenräume Toilettenräume sind mit Toilette und einem Handwaschbecken ausgestattet. Die Mindestgröße liegt bei circa 190 cm x 90 cm oder 165 cm x 115 cm. Duschbad Ein Duschbad wird in größeren Haushalten oft als Ergänzung zum Vollbad eingeplant. Das Duschbad ist meist mit Dusche und Waschtisch ausgestattet. Hierfür ist eine Mindestraumgröße von circa 110 cm x 170 cm notwendig. Duschbad mit Toilette Hierbei handelt es sich um ein Duschbad, (Dusche und Waschtisch), das mit einer Toilette ergänzt wird. Die Mindestgröße beträgt circa 185 cm x 195 cm beziehungsweise circa 165 cm x 200 cm. Wannenbad mit Toilette Ein Wannenbad umfasst eine Badwanne, einen Waschtisch und in der Regel auch eine Toilette. Vollbad mit Toilette Im sogenannten Vollbad sind ein Waschtisch, eine Toilette, eine Badewanne und auch eine Dusche integriert. Diese Ausstattung kann zusätzlich um ein Bidet ergänzt werden.

Einrichtungsmaße von Sanitärobjekten, Geräten und Möbeln/Standardmaße entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Waschtische Einzelwaschtisch Doppelwaschtisch Einbauwaschtisch, 1 Becken und Schrank Einbauwaschtisch, 2 Becken und Schrank Handwaschbecken Sitzwaschbecken (Bidet) Wannen Duschwanne Badewanne Toiletten Toiletten mit Vorwand-Spülkasten Toiletten mit Wandeinbau-Spülkasten Urinalbecken Wäschepflegegeräte Waschmaschine Wäschetrockner Badmöbel Hochschrank (Unter-/Oberschrank) ≥ 30 ≥ 40 60 60 60 60 40 40 40 75 60 40 ≥ 80 ≥ 170 ≥ 80 ≥ 75 Breite (cm) ≥ 60 ≥ 120 ≥ 70 ≥ 140 ≥ 45 40 Tiefe (cm) ≥ 55 ≥ 55 ≥ 60 ≥ 60 ≥ 30 60

268

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

45

60

120 ► Falls kein Hausarbeitsraum geplant ist, müssen im Bad auch Stellflächen und Anschlüsse für Waschmaschine, Wäschetrockner sowie Platz für einen Schmutzwäschebehälter eingeplant werden.

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Handwaschbecken

Einzel- und Doppelwaschtisch

Duschwanne

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► Vorgefertigte Sanitärzellen stellen eine mögliche Alternative zu individuell geplanten Sanitärräumen dar.

60 80 80

90

► In aktuellen Wohnbauplanungen werden Bäder mit Aufenthaltsqualitäten und Zusatzausstattungen, wie Sauna oder Whirlpool stärker berücksichtigt. Auch durch einen direkt zugeordneten, nicht einsehbaren Freibereich (z.B. Innenatrium) kann eine Aufwertung dieses Raumbereichs erfolgen.

60

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Badewanne

75

Bidet, WC, Urinal

Stell- und Bewegungsflächen M. 1:50 Werte in Klammern bei gegenüberliegender Anordnung von Sanitärgegenständen

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60

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60

Raumpilot Grundlagen

269

Wohnen

► Auch ein verschließbarer Arzneimittelschrank und Schrankraum für Handtücher und Reinigungsmittel sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

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WC-Räume, Varianten

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Duschbäder, mit und ohne Toilette, Varianten

Stell- und BewegungsflächenM. 1:50

270

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Reinigen und pflegen

75

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Wannenbäder, mit Toilette, Varianten „Vollbad“

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Wohnen

20

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85 - 105 40 - 60

55 - 60 160 - 180 80 - 100

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0 - 30

Reinigen und pflegen

85 - 105

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50 Stell- und Bewegungsflächen, M 1:20

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Wohnen

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150 150 95

Reinigen und pflegen barrierefrei
≥ 150
≥ 20 ≥ 30

≥ 150

≥ 95 (≥ 90)

≥ 150

≥ 150

≥ 150

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≥ 70

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≥ 150

≥ 150 ≥ 225

Rollstuhlgerechte Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

► Die hier gezeigten Mindestbewegungsflächen für die barrierfreie Sanitärraumplanungen sollten soweit möglich grundsätzlich bei Neu- oder Umbauplanungen berücksichtigt werden. Die Bewegungsflächen werden in diesen Abmessungen benötigt, damit sich Rollstuhlfahrer möglichst selbstständig im Sanitärraum bewegen können. ► In Wohnungen mit mehr als drei Personen ist ein zusätzlicher Sanitärraum mit WC und Waschbecken vorzusehen (DIN 18025 Teil 1 6.2) WC Die Sitzhöhe einschließlich Sitz sollte 48 cm über Oberkante Fertigfußboden (OFF) liegen (46 bis 48 cm, DIN 18040 Entwurf). Bei Bedarf muss Höhenanpassung möglich sein. Die Bewegungsfläche neben dem WC kann prinzipiell in Abhängigkeit von der individuellen Behinderung links oder rechts vom WC angeordnet werden. Waschtisch Der Waschtisch muss für die Belange des Nutzers in die ihm entsprechende Höhe montiert werden können. Er muss flach (15 bis 18 cm) und unterfahrbar sein. Er muss mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Duschplatz Der Sanitärrraum ist mit einem rollstuhlbefahrbaren (stufenlosen) Duschplatz auszustatten. Das nachträgliche Aufstellen einer „mit einem Lifter unterfahrbaren“ Badewanne im Bereich des Duschplatzes muss möglich sein. Lüftung Der Sanitärraum muss eine mechanische Lüftung entsprechend DIN 18017 Teil 3 erhalten. Wände und Decken Wände und Decken müssen zur bedarfsgerechten Befestigung von Halte-, Einrichtungs-, Stütz-, und Hebevorrichtungen tragfähig ausgebildet werden. Armaturen Einhebel-Mischbatterien mit Temperaturbegrenzern und schwenkbarem Auslauf müssen vorgesehen werden.

15

55

► Notwendige Zusatzausstattungen, wie Haltegriffe und Duschsitz sind in den nachfolgenden Schnitten M 1: 20 dargestellt.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:50

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Raumpilot Grundlagen

≥ 170

Reinigen und pflegen
180 200
≥ 20 ≥ 20 ≥ 120 ≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

Barrierefreie Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

Duschplatz Auch in der barrierefreien Sanitärraumplanung entsprechend DIN 18025 Teil 2 sollte der Sanitärraum mit einem stufenlos begebaren Duschplatz ausgestattet sein. Das nachträgliche Aufstellen einer Badewanne im Bereich des Duschplatzes sollte möglich sein. Waschtisch Unter dem Waschtisch muss Beinfreiraum vorhanden sein. Er sollte mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 bzw. DIN 18040 (Entwurf), M 1:50

Raumpilot Grundlagen

275

Wohnen

Wohnen 150 150 95 Rollstuhlgerechter Sanitärraum entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 Teil 2 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:20 (28) (65 -) 70 ≥ 245 (≥ 240) 276 Raumpilot Grundlagen (46 -) 48 85 .

Reinigen und pflegen 150 150 95 82 .85 (≤ 80) ≥ 67 ≥ 35 (≤ 10) (≥ 30) (≤ 40) ≥ 55 ≥ 295 ≥ 50 85 Raumpilot Grundlagen 277 Wohnen .

Wohnen 278 Raumpilot Grundlagen .

Wirtschaften Raumpilot Grundlagen 279 Wohnen .

Wirtschaften Wohnen 281 281 281 282 282 282 282 284 Funktionen Zuordnung im Grundriss Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Waschen Trocknen Bügeln. Nähen Wirtschaften barrierefrei 280 Raumpilot Grundlagen .

Ein eigener funktional ausgestatteter Hausarbeitsbereich kann die Hausarbeit erleichtern.60 m Lauflänge wird empfohlen.und Wohnungspflege notwendig. Raumdimensionierung Die erforderliche Mindestfläche für einen Hausarbeitsraum beträgt etwa 7 bis 9 m². Ein direkter Ausgang in private Freibereiche ist günstig. In gemeinschaftlich orientierten Wohnmodellen werden teilweise auch gemeinschaftlich genutzte Wirtschaftsräume mit Waschmaschinen und Trocknern angeboten. In kleineren Einheiten sind diese Funktionen meist in den Küchen. Kleidungs. Eine Mindeststellfläche von 3.Wirtschaften Ankommen Aufbewahren Wirtschaften Reinigen und pflegen Private Freibereiche Kochen Funktionsbeziehungen Wirtschaften (Hausarbeiten) Funktionen Neben dem Kochbereich und dem Badezimmer sind in Wohnungen auch Flächen für die Wäsche-. Raumpilot Grundlagen 281 Wohnen . Dennoch ist im Geschosswohnungsbau ein eigener Hausarbeitsraum eher unüblich und wird meist nur in größeren und/oder exklusiveren Wohnbauten realisiert.oder Badbereich integriert. Der Hausarbeitsbereich sollte möglichst durch Fenster ausreichend belichtet und belüftet sein. Doch auch ein ausreichend belüfteter und beheizter Kellerraum kann für diese Funktionen genutzt werden. Zuordnung im Grundriss Die Verbindung zu Küche oder Bad ist organisatorisch und installationstechnisch sinnvoll.

Zusätzlich sollten hier die Schmutzwäschebehälter untergebracht werden. Reinigen und Aufbewahren et cetera unterschieden. Dar­ über hinaus wird eine Arbeitsfläche von 120 cm empfohlen. Nähen Für das Bügeln und Nähen sind notwendige Stell.und Entlüftung gibt es unterschiedliche Gerätesysteme. Trocknen Übliche Trockner haben ebenfalls eine Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Trocknen.Wohnen Einrichtungsmaße Im Hausarbeitsbereich sind die gleichen Bewegungsmaße wie im Küchenbereich erforderlich (120 cm beziehungsweise 150 cm in der rollstuhlgerechten Planung). Der Hausarbeitsbereich kann ähnlich wie die Küche in mehrere Arbeitszentren organisiert werden. Günstig ist die Anordnung eines Waschbeckens mit einer Arbeitsflä- che direkt neben der Waschmaschine zum Sortieren und Vorbehandeln der Wäsche. Waschen Dieser Bereich umfasst in der Regel eine Waschmaschine mit einer Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Bügeln. Nähen. Schleudern der Wäsche und den „trockenen“ Hausarbeiten wie Bügeln. günstig ist die Möglichkeit zur Entlüftung nach außen. Generell wird zwischen den „nassen“ Hausarbeiten wie Waschen. Einrichtungsmaße Einrichtungsgegenstand Waschmaschine Wäschetrockner Arbeitsfläche zum Legen der Wäsche Unterschrank mit Waschbecken Platz für Schmutzwäschebehälter Schrankraum für Kleingeräte Stellfläche für Bügelbrett Stellfläche für Nähmaschine Stellflächenbreite 60 cm 60 cm 120 cm 60 cm 60 cm 60 cm 140 bis 170 cm 70 cm Stellflächentiefe 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 45 cm 45 cm 282 Raumpilot Grundlagen . Für die Be.und Lagerflächen wichtig.

Wirtschaften 360 60 60 60 60 120 60 180 120 160 40 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen 60 40 60 100 Schnitt Bügeln 250 140 120 70 60 60 120 180 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln M 1:50 Raumpilot Grundlagen 283 85 Wohnen .

M 1:50 250 140 120 70 60 ≥ 150 210 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln rollstuhlgerecht.Wohnen 150 Wirtschaften barrierefrei 360 60 60 60 60 120 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen rollstuhlgerecht. M 1:50 284 Raumpilot Grundlagen ≥ 150 210 .

Aufbewahren Raumpilot Grundlagen 285 Wohnen .

Wohnen Aufbewahren 287 288 290 Planungsgrundlagen Aufbewahrungsmöglichkeiten Aufbewahren barrierefrei 286 Raumpilot Grundlagen .

5). Die frühere MBO 1997 forderte unter § 45 Wohnungen für jede Wohnung einen Abstellraum mit 6 m² Mindestfläche. Davon sollte mindestens 1 m² innerhalb der Wohnung angeordnet sein. § 35.Aufbewahren Arbeiten Schlafen Ankommen Kochen Aufbewahren Essen Kinder wohnen Freiflächen Wirtschaften Funktionsbeziehungen Aufbewahren Planungsgrundlagen Bei der Planung von Wohnungen ist es wichtig. Orientierungswerte für Abstellräume in Wohnungen Raumpilot Grundlagen 287 Wohnen . Hinweis: Die LBO BW fordert unter § 35 „Wohnungen“: Für jede Wohnung muss ein Abstellraum zur Verfügung stehen (LBO BW 2007 . Im Gesetzentwurf zur Novellierung der LBO BW ist hier eine Änderung vorgesehen: „Bei Wohngebäuden mit mindestens 20 Wohnungen muss für jede Wohnung ein Abstellraum zur Verfügung stehen“ (Gesetzentwurf der Landesregierung zur Novellierung der LBO BW 2009). ä. Abstellfläche 6 m² 1 m² in der Wohnung 5 m² im Keller o. 2). Die neue MBO 2002 formuliert die Anforderung offener: „In Wohngebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 sind leicht erreichbare und zugängliche Abstellräume für Kinderwagen und Fahrräder sowie für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum herzustellen“ (MBO 2002. Abstellräume beziehungsweise Abstellmöglichkeiten für Sperriges und andere Gegenstände vorzusehen. § 48.

Wohnen Aufbewahrungsmöglichkeiten 500 Beispiel für einen Einbauschrank zum Abstellen von Reinigungsgeräten et cetera Ansicht Kellerabstellraum 5 m2 35 20 160 19 26 41 60 120 60 35 39 30 Unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten (Maßangaben sind nur Orientierungswerte) 288 Raumpilot Grundlagen 41 .

30 55 150 .150 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 289 Wohnen .24 28 .33 20 .Aufbewahren 17 .190 110 80 87 112 40 140 .27 22 .180 85 60 60 76 60 40 140 140 .32 11 7 14 1 13 29 8 32 18 .

140 40 .Wohnen 40 .140 Aufbewahren barrierefrei ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 (120) ≥ 90 ≥ 150 (120) ≥ 90 M 1:50 Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) 290 Raumpilot Grundlagen ≥ 40 ≤ 140 .

Aufbewahren 40 .140 ≥ 150 Beispiel für einen Paternoster-Schrank. der für Rollstuhlfahrer günstig ist 120 75 .90 120 120 60 60 Varianten von Schranktüren M 1:50 60 Raumpilot Grundlagen 291 Wohnen .

Wohnen 292 Raumpilot Grundlagen .

Entsorgen Raumpilot Grundlagen 293 Wohnen .

Wohnen Entsorgen 295 295 295 295 295 296 297 297 298 298 300 301 301 302 Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Begriffe Haushaltsabfälle Abfallbereitstellung und -entsorgung Allgemein geltende Verordnungen Dimensionierung der Abfallbehälter und Lage der Standplätze Allgemeine Planungshinweise Behälterarten Offene Abfallsammelbehälter Offene Abfallsammelbehälter mit Ummauerung Abfallbehälterschränke Abfallbehälterräume Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 294 Raumpilot Grundlagen .

Entsorgen Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Entsprechend den Erhebungen des Statis­ tischen Bundesamts wurde von Bürgern und Industrie in Deutschland im Jahr 2006 ein Abfallaufkommen von insgesamt 340. Der Oberbegriff „Hausabfall“ umfasst Sperrabfall (Sperrmüll). Auf Landesebene gilt zusätzlich das jeweilige Landesabfallgesetz (LAbfG). Textilien. das entspricht circa 1. Hausmüll. Durch dieses System ergeben sich gewisse Anforderungen für die Abfallbereitstellung. Das kommunale Abfallgesetz gibt also die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Planung der Sammeleinrichtungen von Haushaltsabfällen vor. Bei der Sammlung gilt das Prinzip der Abfalltrennung. Abfallbereitstellung und -entsorgung Der von den Haushalten bereitgestellte Abfall wird in Deutschland vom zuständigen Abfallentsorgungsunternehmen im sogenannten „Holsystem“ getrennt eingesammelt.24 kg pro Einwohner pro Tag. Der größte Anteil entfiel dabei auf Bau. Abfallentsorgung 2006. Verbunde. Metalle. Entsprechend diesem Gesetz und der DIN 30706-1 wird mit Hausabfall „beweglicher fester Abfall bestimmter Herkunft“ bezeichnet. Begriffe Das Kreislaufwirtschaft.) 11% Leichtverpackungen.und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ist das zentrale Gesetz des deutschen Abfallrechts. die in der Abfallentsorgungssatzung festgelegt sind.9 MillionenTonnen). Textilien usw. Im Bereich der Haushaltsabfälle kann man folgende Abfallarten unterscheiden: Papier. Glas. Sondermüll und Restmüll. Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll). das entspricht circa 1. Verbundverpackungen.8 Mio t 35% Biotonne 10% Garten-. Kartonagen Sonstiges (Metalle. Haushaltsabfall und haushaltsähnlichen Gewerbeabfall. Pappe.9 Millionen Tonnen produziert. Parkabfälle 40% Andere getrennt gesammelte Fraktionen 20% Glas 5% 4% Papier. Kunststoffe.24 kg pro Einwohner pro Tag. Es hat 1996 das frühere „Gesetz zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG)“ abgelöst und regelt seither den Umgang mit und die Entsorgung von Abfällen. Pappe. Wiesbaden 2008) ► Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll).8 Mil­ lionen Tonnen stammten 2006 aus Haushaltsabfällen. Die Sortierung wird auf kommunaler Ebene durch die jeweilige Abfallentsorgungssatzung festgelegt. Abfälle aus Produktion und Gewerbe (56 Millionen Tonnen) und Abfälle aus dem Bergbau (41. Doch mehr als 40. Bioabfälle. ► Als erster Orientierungswert für die Planung kann angenommen werden: 45 l Müllanfall = Restmüll + Biotonne pro Person pro Woche Raumpilot Grundlagen 295 Wohnen .4 Millionen Tonnen). ähnliche Gewerbeabfälle Sperrmüll 6% 9% 40.und Abbruchabfälle (196. Haushaltsabfälle Im Wohnbereich fallen täglich verschiedene Haushaltsabfälle an. Kunststoffe Zusammensetzung der Haushaltsabfälle in Deutschland 2006 (Quelle: Statistisches Bundesamt.

siehe hierzu auch LBO BW § 33. Die Abfallbehälter müssen unmittelbar vom Freien entleert werden können.und selbstschließende Abschlüsse haben. (MBO § 45. 4. Abfallsammelräume müssen eine ständig wirksame Lüftung haben. Trennwände und Decken müssen als raumabschließende Bauteile die Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Wände besitzen. in Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 (Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen oder Nutzflächen von 400 m²) jedoch nur. Öffnungen vom Gebäudeinnern zum Aufstellraum müssen feuerhemmende. wenn die Abfallsammelräume die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: 1.Wohnen Allgemein geltende Verordnungen Feste Abfälle haben eine hohe Brandlast und häufig geht von ihnen eine Geruchsbelästigung aus. Die Musterbauordnung gibt daher unter § 45 vor: „Innerhalb von Gebäuden dürfen feste Abfallstoffe vorübergehend aufbewahrt werden. 2. 3.2) 97 75 54 36 20 33 22 54 36 20 Abmessungen verschiedener Müllbehälter für den Wohnbereich 296 Raumpilot Grundlagen 48 47 M 1:50 . dicht. Abs.

Standplatz und Zugangswege müssen unfallsicher und vom Fahrweg her ohne Stufen ausgeführt werden. Seite 14-16).50 m erforderlich (Angaben entsprechend der Richtlinie GUV-VC 27 . (Die frühere MBO 1997 empfahl mindestens 5 m Abstand von Öffnungen in Aufenthaltsräumen und mindestens 2 m Abstand zur Grundstücksgrenze). Die Standplatzfläche sollte möglichst ebenerdig. bei Großmüllbehältern ist eine Wegbreite von 1. um den Transport der Behälter zu erleichtern.20 m breit sein. denn oft werden zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Behälter aufgestellt.Entsorgen Dimensionierung der Abfallsammelbehälter und Lage der Standplätze Parameter zur Bestimmung der benötigten Anzahl an Abfallbehältern sind bei Wohnungsbauten die Bewohneranzahl und der Abfuhrturnus des Abfallentsorgungsunternehmens. (Die individuell anfallende Abfallmenge kann jedoch sehr unterschiedlich sein). befestigt und trittsicher sein. Türen im Zugangsweg sollten mit einer Arretierung ausgestattet sein. Außerdem ist eine ausreichende Beleuchtung erforderlich. Raumpilot Grundlagen 297 Wohnen . Genauere Informationen gibt das zuständige Abfall­ entsorgungsunternehmen. Die Durchgänge müssen mindestens 2 m hoch und 1 m breit sein. Der Standplatz sollte von der Zufahrtsstraße für das Sammelfahrzeug nicht weiter als 15 m entfernt liegen. Der Standplatz sollte mit ausreichendem Abstand zu Aufenthaltsräumen und zu Grundstücksgrenzen angeordnet werden. Allgemeine Planungshinweise Der Flächenbedarf für den Standplatz von Abfallsammelbehältern sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. Der Standplatz muss leicht erreichbar und gut zugänglich sowie möglichst witterungsgeschützt sein. Mithilfe des Orientierungswerts von etwa 45 Liter Restmüll plus Biotonne pro Einwohner und Woche lässt sich die Abfallmenge grob schätzen. Die Bewegungsfläche vor den Abfallbehälterreihen sollte mindestens 1. Visuelle Störungen und Geruchsbelästigungen von Aufenthaltsräumen und privaten Freibereichen sollten möglichst vermieden werden.

130 l 472 ± 5 558 max. 1005 max. Die DIN EN unterscheidet zwischen Behältern mit zwei oder vier Rädern. 1100 max. Jede Ausführungsweise bringt spezifische Vor. Ohne Überdachung sind die Behälter den Witterungseinflüssen (Einfrieren.Wohnen Behälterarten Abmessungen von Abfallsammelbehältern sind in der DIN EN 840-1 bis 4. 1100 max. 298 Raumpilot Grundlagen l h . 1021 max. 340 l 685 max. 240 l 580 ± 5 740 max. Es gibt im wesentlichen drei unterschiedliche Standplatzarten für Abfallsammelbehälter. 100 l 472 ± 5 558 max. 140 l 505 ± 5 555 max. 975 max. Fahrbare Abfallsammelbehälter.und Nachteile mit sich. 120 l 505 ± 5 555 max. 1021 max. 880 max. 1115 max. h+l b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 1 V b l h 80 l 480 ± 5 555 max. Sie werden zur Abschirmung häufig umpflanzt oder in Mauernischen integriert. aufgeführt. die bei der Planung berücksichtigt werden müssen: – offene Behälterstandplätze im Freien – Abfallbehälterschränke – Abfallbehälterräume Offene Behälterstandplätze Die einfachste und kostengünstigste Lösung sind offene Behälterstände. 210 l 546 ± 5 730 max. 1095 max. Regen) ausgesetzt.

1370 max. 1470 max. 1250 max. 770 l 1370 ± 10 870 max. 1425 max. 1470 max. l Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 3 V b l h 770 l 1370 ± 10 1100 max. 1100 l 1370 ± 10 1245 max. 1100 l 1370 ± 10 1190 max. 1470 max. 1480 max.Entsorgen h+l b b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 2 V b l h 500 l 1370 ± 10 740 max. 660 l 1370 ± 10 850 max. M 1:50 l Raumpilot Grundlagen 299 Wohnen h h . 1300 l 1370 ± 10 1245 max. 1200 l 1370 ± 10 1190 max. 1170 max. 1470 max. 1000 l 1370 ± 10 1190 max.

Wohnen Offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung 119 64 80 200 78 70 . 110 120 340 110 Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 240 l und 660 l 160 220 M 1:50 300 Raumpilot Grundlagen .90 80 ≥ 120 empf.

Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l. die sich in der Tür.Entsorgen Abfallbehälterschränke und Abfallbehälterräume Ausgang unmittelbar ins Freie ständig wirksame Lüftung feuerbeständige Wände und Decken 80 Abfallbehälterräume Ein Abfallbehälterraum kann neben Garagen oder in Nebengebäuden angeordnet werden. Ein solcher Raum muss durch Lüftungsöffnungen belüftet sein. damit er leicht gereinigt werden kann. Ausführungsanforderungen werden beschrieben in der DIN EN 15132/ Dezember 2006. 320 160 80 feuerhemmende. Der Fußboden sollte ein Gefälle von 2 Prozent haben. Für die Reinigung ist ein Bodenablauf und ein Wasseranschluss vorzusehen. . An Abfallbehälterräume innerhalb von Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 werden aufgrund der hohen Brandgefahr von festen Abfällen besondere Anforderungen gestellt (MBO § 45). Rückwand oder auf dem Dach befinden können. dichtund selbstschließende Tür 110 120 340 110 Beispiel für einen Abfallbehälterraum M 1:50 Raumpilot Grundlagen 301 Wohnen Abfallbehälterschränke In Abfallbehälterschränken sind die Sammelbehälter besser geschützt als auf offenen Standplätzen und damit auch hygienischer untergebracht.

Wohnen 85 Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 25 70 .85 ≥ 150 70 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Barrierefreie Planung. links mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 660 l. rollstuhlgerecht: Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze. rechts offen mit Sammelbehälter 240 l. M 1:50 302 Raumpilot Grundlagen .

Nutzungsneutral Raumpilot Grundlagen 303 Wohnen .

Nutzungsneutral Wohnen 305 306 307 308 309 Einleitung Quadratischer nutzungsneutraler Raum Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 (barrierefrei) 304 Raumpilot Grundlagen .

da das Doppelbett mit seinen notwendigen Bewegungsflächen üblicherweise das größte zu berücksichtigende Möblierungs­ element darstellt. ein Arbeitszimmer. aber bei zu geringer Raumgröße oder ungünstigem Raumzuschnitt können alternativ gewünschte Raummöblierungen eventuell nicht in einem Raum untergebracht werden. so dass für Nutzungswechsel Einschränkungen entstehen. Unter diesen Voraussetzungen kann in einem nutzungsneutralen Raum sowohl ein Elternzimmer. Zur Bemessung der Mindestgröße wird die Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett als maßgebend angenommen. Den üblichen Nutzungsanforderungen an gemeinschaftliche Wohnräume können die hier betrachteten nutzungsneutralen Raumzuschnitte jedoch nur eingeschränkt entsprechen.Nutzungsneutral Einleitung Mit dem Begriff „Nutzungsneutralität“ wird die funktionale Offenheit von Einzelräumen bezeichnet. Darüber hinaus sollen auch die Mindestabmessungen für einen nutzungsneutralen Raum in der barrierefreien Planung gezeigt werden: – nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht (entsprechend DIN 18025 Teil 1) – nutzungsneutraler Raum barrierefrei (entsprechend DIN 18025 Teil 2). so dass der Raum unterschiedlich möbliert werden kann. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzungsneutralität eines Raums sind daher eine Raumgröße mit einem gewissen „Flächenüberschuss“ . ein Esszimmer. Raumpilot Grundlagen 305 Wohnen . Die hier betrachteten Raumgrößen entsprechen eher Individualräumen und nicht Gemeinschaftsräumen. eine günstige Raumproportion und eine günstige Positionierung der Türen und Fenster. da hierfür meist größere Raumabmessungen benötigt werden. Zwar sind die meisten Räume bis zu einem gewissen Grad unterschiedlich nutzbar. ein Gästezimmer und bei entsprechender Installationsführung auch eine Küche beziehungsweise Essküche oder ein Bad eingerichtet werden. ein Kinderzimmer. Die wesentlichen Planungsparameter sollen an Hand von zwei unterschiedlichen Raumproportionen betrachtet werden: – quadratischer nutzungsneutraler Raum – rechteckiger nutzungsneutraler Raum.

210 ≥ ca.390 ≥ 380 .360 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.).360 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. 14m2 Als Mindesttiefe der Bewegungsfläche sind 70 cm erforderlich. 2000. ≥ 380 .Wohnen ≥ 90 Quadratischer nutzungsneutraler Raum Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett und Schrank ergeben sich für einen nutzungsneutralen quadratischen Raum Mindestabmessungen für die Stell.360 ≥ 350 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 380 .360 ≥ 350 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 306 Raumpilot Grundlagen . Seite 22 f.210 ≥ 90 60 ≥ 350 . ≥ 90 200 . Dies entspricht auch den Empfehlungen des Schweizer Wohnungs-Bewertungs-Systems WBS (Bundesamt für Wohnungswesen BWO. Arbeitszimmer.390 200 .390 ≥ 350 . Grundsätzlich wird jedoch zur langfristigen und möglichst universellen Nutzbarkeit eine 90 cm tiefe Bewegungsfläche empfohlen.und Bewegungsfläche von 360 cm x 380 cm.390 ≥ 380 .

450 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.300 M 1:100 Raumpilot Grundlagen ≥ 440 .Nutzungsneutral ≥ 90 Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Bei einer rechteckigen Raumgeometrie ergeben sich entsprechend bei einer Bewegungsfläche von 90 cm Breite Mindestabmessungen der Stell. Arbeitszimmer.und Bewegungsfläche von 300 cm x 440 cm.450 200 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) 60 ≥ 90 307 .und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 440 . Wohnen 200 .450 ≥ 290 . 14m2 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.300 ≥ 440 .210 ≥ ca.210 ≥ 290 .450 ≥ 290 .300 ≥ 290 .300 ≥ 90 ≥ 440 .

480 200 .480 ≥ 90 ≥ 410 . 20m2 Die Bewegungsfläche vor Schränken muss mindestens 150 cm breit sein. ≥ 90 200 .und Bewegungsfläche von 420 cm x 470 cm.420 ≥ 470 .420 ≥ 90 ≥ 410 . Mindestabmessungen der Stell. Arbeitszimmer.480 ≥ 470 .420 60 ≥ 470 .Wohnen 20m2+ ≥ 120 Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Die Bewegungsfläche entlang einer Längsseite des Bettes muss über die gesamte Bettlänge mindestens 150 cm breit sein.420 ≥ 410 . entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 / Entwurf).und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 150 ≥ 470 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 308 Raumpilot Grundlagen . damit der Rollstuhlfahrer wenden kann. Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers ergeben sich für einen rollstuhlgerechten nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.480 ≥ 90 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.210 ≥ 150 ≥ 410 . Entlang der Betteinstiegsseite des NichtRollstuhlnutzers genügen 120 cm Breite (damit der Rollstuhlfahrer auch diese Seite anfahren kann.210 ≥ ca.

Daraus ergeben sich für einen barrierefreien (nicht rollstuhlgerechten) nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 410 .Nutzungsneutral 15m2+ Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise nach DIN 18040-2 (Entwurf) Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit sein entlang einer Längsseite eines Bettes.210 ≥ 90 60 ≥ 350 .210 ≥ 90 ≥ ca. vor Möbeln wie Schränken. ≥ 410 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 Raumpilot Grundlagen 309 Wohnen ≥ 120 . Regalen.360 ≥ 350 . 15m2 ≥ 80 200 .360 Mindestabmessungen der Stell.und Bewegungsfläche von 360 cm x 410 cm.420 ≥ 80 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. Arbeitszimmer.420 ≥ 80 ≥ 350 .360 ≥ 410 .420 ≥ 80 ≥ 350 .360 ≥ 410 .420 200 . Kommoden und Betten muss sie mindestens 90 cm tief sein.

Wohnen 310 Raumpilot Grundlagen .

Private Freibereiche Raumpilot Grundlagen 311 Wohnen .

Private Freibereiche Wohnen 313 313 313 313 314 315 315 315 316 318 Einleitung Den Wohnfunktionen zugeordnet Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Im Wohnungsvorbereich Grundtypen privater Freibereiche Einflussfaktoren auf die Planung Ausstattung Wohnflächenberechnung Geländer und Umwehrungen Private Freibereiche barrierefrei 312 Raumpilot Grundlagen .

Je nachdem.Private Freibereiche Ankommen Schlafen Private Freibereiche Wirtschaften Kochen Essen Kinder wohnen Arbeiten Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen Private Freibereiche Einleitung Private Außenräume bilden Schwellenräume am Übergang zwischen dem Innen. Im Wohnungsvorbereich Ein Laubengang zum Beispiel kann eine Wohnung in den öffentlichen oder gemeinschaftlichen Raum hinein erweitern oder Raum für Nachbarschaftstreffs bieten. welchen Nutzungsbereichen sie zugeordnet sind.und Arbeitsbereichen zugeordneten Freiflächen sind meist stärker nach außen abgeschirmt und erweitern in der wärmeren Jahreszeit die privaten Wohnräume um zusätzliche. Raumpilot Grundlagen 313 Wohnen . unterschiedlich nutzbare Raumbereiche. Ess. Sie können als zusätzliche Raumangebote den Wohnwert einer Wohnung erheblich erhöhen. Sie können beispielsweise genutzt werden: – als Essplatz – als Arbeitsplatz – als Leseplatz – zum Entspannen und Sonnen – als Spielbereich der Kinder – zum Treffen und Feiern. Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Daneben können Freiflächen auch den Küchen oder Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet sein und beispielsweise für Küchenarbeiten. können Freibereiche unterschiedlichen Funktionen dienen: Den Wohnfunktionen zugeordnet Die den Wohn-.und dem Außenbereich des Wohnens und damit auch an den Schnittstellen zwischen privater und öffentlicher Sphäre. zum Wäschetrocknen et cetera genutzt werden.

Durch den vollständigen Witterungsschutz ermöglicht ein Wintergarten längere Nutzungsdauer im Jahresverlauf. Grundprinzipien M 1:750 Neben den hier gezeigten vier Grundtypen von privaten Freiflächen sind zahlreiche weitere Abwandlungen und Mischformen möglich. Loggia Loggia-Außenraum ist in die Gebäudemasse „eingeschnitten“ . Bei Terrassen über beheizten Geschoss sind entsprechende Dämm. das heißt es ist von Räumen oder Fassadenelementen umschlossen. Dachterrasse) oder auf dem Erdreich. das heißt von zwei oder drei Seiten und nach oben umschlossen.und Abdichtungsmaßnahmen notwendig. Mit entsprechender Zusatzheizung kann er energieaufwendig ganzjährig genutzt werden. Sie kann auch auf einem Geschoss aufgebaut sein (auf Garage. Balkon Hängt als eigenes Bauelement vor der Fassade. Atrium Rundum raumhoch umschlossen. Kann konstruktiv auskragend oder mit eigener Tragkonstruktion ausgeführt werden.Wohnen Grundtypen privater Freibereiche Freibereichstypen. Terrasse Abweichend vom Balkon ist die Terrasse unterbaut. 314 Raumpilot Grundlagen . Geschossrücksprung. Eine Sonderform stellt der verglaste oder teilverglaste Wintergarten dar. Liegt innerhalb des Grundrisses. in der Regel nach oben offener Außenraum.

Bei der Planung müssen auch baurechtliche Vorgaben (Abstandsregel et cetera) beachtet werden (siehe Kapitel „Wohnen .Private Freibereiche Stehende Person Sitzplatz für zwei Personen 80 80 70 70 90 65 30 50 . maximal jedoch bis zur Hälfte.Städtebau“) Ausstattung – Schrank. – die Grundfläche von unbeheizten Wintergärten zur Hälfte. 135 Raumpilot Grundlagen 315 Wohnen . die Grundfläche von beheizten Wintergärten voll (siehe hierzu auch Kapitel „Wohnen – Ökonomie“). Die Vorschriften der Wohnflächenverordnung (WoFlV gelten für Wohnflächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. Auf die Grundflächen werden angerechnet: – die Grundflächen von Balkonen. Wohnflächenberechnung Die Außenraumfläche kann je nach Art der Umschließung (umschlossen. überdacht) zu einem gewissen Teil in die Wohnflä- chenberechnung einbezogen werden.55 30 Einflussfaktoren auf die Planung – Himmelsrichtungen (Besonnungszeiten) – Witterungseinflüsse (Zugwind) – externe Störfaktoren (zum Beispiel Verkehrslärm oder die Einsehbarkeit von Nachbargebäuden) – Funktionsbeziehung (zum Beispiel Lage in Beziehung zu den Wohnfunktionen) – rechtliche Faktoren. eventuell kann ein Stauschrank für das Abstellen von Gartenmöbeln et cetera sinnvoll sein – Stromanschluss – Wasseranschluss.55 ≥ 80 240 50 . Loggien und Terrassen in der Regel zu einem Viertel.

10 m. 2. wenn die Tiefe der Umwehrung mindestens 0.90 m hoch sein. Entsprechend der LBOAVO § 4 „Umwehrungen“ gilt für Baden-Württemberg: (2) Bei einer Absturzhöhe von über 1 m muss die Umwehrung mindestens 0. Die MBO 2002 führt für Umwehrungen (außer Fensterbrüs­ tungen) unter § 38 (4) folgende Mindesthöhen auf: 1. (Anforderungen an die Gestaltung von Geländern und Umwehrungen siehe Kapitel „Grundlagen – Treppe“ . Umwehrungen von Flächen mit mehr als 12 m Absturzhöhe: 1.Wohnen Liegestuhl Sitzende Person 80 80 70 140 200 270 70 70 150 Geländer und Umwehrungen Anforderungen an Brüstungshöhen sind in der Musterbauordnung und in den Landesbauordnungen festgelegt.80 m verringert werden. Seite 65). Die Höhe der Umwehrung darf auf 0.20 m beträgt. 316 Raumpilot Grundlagen 185 . Umwehrungen zur Sicherung von Öffnungen in begehbaren Decken und Dächern sowie Umwehrungen von Flächen mit einer Absturzhöhe von 1 m bis 12 m: 0.90 m.

55 ≥ 180 ≥ 80 65 ≥ 280 Raumpilot Grundlagen 317 Wohnen .55 30 30 50 .55 65 ≥ 230 ≥ 290 65 50 .55 ≥ 80 240 50 .Private Freibereiche Sitzplatz für vier Personen Sitzplatz für sechs Personen 80 80 70 ≥ 130 bei 4 Personen 50 .55 200 65 30 70 30 50 .55 30 30 50 .

Brüstungen in mindestens einem Aufenthaltsraum der Wohnung und von Freisitzen sollten ab 60 cm Höhe durchsichtig sein (18025.5 m² großer Freisitz (Terrasse. Loggia oder Balkon) zugeordnet werden (DIN 18025.55 80 ≥ 310 Bei Unterfahrbarkeit von Ausstattungsgegenständen und Tischen muss für den Rollstuhlfahrer jeweils mindestens 90 cm Anfahrbreite unterfahrbar sein! 150 ► Entsprechend DIN sollte jeder Wohnung ein mindestens 4. 318 Raumpilot Grundlagen 65 ≥ 215 80 . Teil 1 und Teil 2).Wohnen 60 Private Freibereiche barrierefrei Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 ≥ 150 70 ≥ 150 30 50 . Teil 1 und Teil 2).

Private Freibereiche 60 Barrierefreier Terrassenausgang mit Schwelle ≤ 2 cm. Vor der Tür ist eine Rinne mit Gitterrostabdeckung angeordnet. die zwischen Planer. 3). Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind.110 85 M 1:10 Gitterrost 15 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 319 Wohnen .4. Deshalb sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Die Abdichtung allein kann die Dichtigkeit am Türanschluss nicht sicherstellen.und Spritzwasserschutz durch Über­ dachung – Türrahmen mit Flanschkonstruktion – zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung“ (Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie. gegebenenfalls auch in Kombination. „Barrierefreie Übergänge erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen. Oktober 2008. ≥ 200 Blickdurchlässigkeit der Brüstungen ab 60 cm Höhe beachten! ≥ 90 . 4. zum Beispiel: – wannenförmiger Entwässerungsrost gegebenenfalls beheizbar mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung – Gefälle der wasserführenden Ebenen – Schlagregen.

Wohnen 320 Raumpilot Grundlagen .

Ökonomie Raumpilot Grundlagen 321 Wohnen .

Wohnen Ökonomie 323 324 325 326 327 328 330 Flächenberechnung nach Wohnflächenberechnung (WoFLV) Flächenberechnung nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) Flächenberechnung nach DIN 277 Wohnflächenberechnung Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baunutzungskosten Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche 322 Raumpilot Grundlagen .

Je nach Richtlinie oder Norm werden Elemente von Gebäuden (zum Beispiel Balkone. Die Vorschriften der WoFlV gelten für Flächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz.Ökonomie Flächenberechnung Zur Flächenermittlung eines Gebäudes gibt es mehrere Berechnungsgrundlagen: – Wohnflächenverordnung (WoFlV) – Baunutzungsverordnung (BauNOV) – DIN 277 . voll anrechenbar (enthält Laibungen größer 13 cm Tiefe) Wohnfläche. Raumpilot Grundlagen 323 Wohnen . Abhängig von der Berechnungsmethode erhält man also für das gleiche Gebäude verschiedene Werte. Technische Funktionsflächen (Installationsschächte) und Verkehrsflächen (Treppenhaus.und Fensterlaibungen erst ab 13 cm Tiefe angerechnet werden. Wohnfläche. Flure) unterschiedlich angerechnet. bis zur Hälfte anrechenbar Flächenberechnung WoFlV Zur Ermittlung der genauen Wohnfläche wird im Wohnungsbau meist die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) herangezogen. Flur) fließen hier nicht in die Wohnfläche ein. In dieser Verordnung können beispielsweise der Balkon bis zur Hälfte. Tür. zur Hälfte bei Räumen mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m und weniger als 2 m angerechnet. Grundflächen werden vollständig (bei Räumen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m.

Die Geschossfläche (GF) unterscheidet sich häufig geringfügig von der Grundfläche eines Gebäudes.Wohnen Flächenberechnung BauNVO (Baunutzungsverordnung) In der Baunutzungsverordnung wird festgesetzt: § 19 Grundflächenzahl. Geschossflächenzahl. Geschossfläche Mit der Geschossfläche (GF) wird die Geschossflächenzahl (GFZ). mit der Grundfläche (GR) die Grundflächenzahl (GRZ) ermittelt. zulässige Grundfläche § 20 Vollgeschosse. Die Geschossfläche (GF) wird häufig mit der Brutto-Grundfläche (BGF) nach DIN 277 verwechselt! Grundfläche Geschossfläche (GF) 324 Raumpilot Grundlagen .

aber entscheidenden Einzelheiten ab (siehe Abbildungen). Konstruktions-Grundfläche (KGF) (enthält Tür.Ökonomie Flächenberechnung DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau Mit der DIN 277 werden alle Grundflächen und davon abgeleitet die Rauminhalte berechnet.und Fensteröffnungen sowie Installationsschächte bis zu 1 m² Querschnitt) Nutzfläche (NF) Verkehrsfläche (VF) Technische Funktionsfläche (TF) Raumpilot Grundlagen 325 Wohnen . Brutto-Grundfläche (BGF = KGF + NGF) Netto-Grundfläche (NGF = NF + TF + VF) Die Flächenberechnung der DIN 277 weicht von der Berechnung in der Baunutzungverordnung und der Wohnflächenberechnung in kleinen. Sie ist die umfassendste Berechnungsgrundlage und wird beispielsweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes herangezogen.

3% 54 € 80. für ein Reihenhaus und für ein freistehendes Einfamilienhaus aufgeführt. 4% 18 € 326 Raumpilot Grundlagen . unterkellert hoher Standard Kosten: 1611 €/m² 76. 6. Ebene sind: 161 1€ KG 700: Baunebenkosten [€/m² BGF] KG 500: Außenanlagen [€/m² Fläche Außenanlagen] KG 300 + 400: Bauwerk – Baukonstruktion Bauwerk – Technische Anlagen [€/m² BGF] 120 104 0€ 9€ 216 € 13.0 % % 81 € 224 € € 6€ 12. Die relevanten Kostengruppen der 1. 5 6. 4 5.7 % % 81 129 800 € 850 € 0€ KG 200: Herrichten und Erschließen [€/m² Fläche Baugrundstück] Die Kosten sind Näherungswerte in Anlehnung an Informationen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI) Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1040 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 1209 €/m² Einfamilienhaus. 9% 40 € 70.66% % € 131 € 9 6 18.Wohnen Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baukosten In der nebenstehenden Grafik werden die pro Kostengruppe und Quadratmeter anfallenden Baukosten für ein Mehrfamilienhaus.

beziehungsweise Betriebskos­ ten.1 7€ € % 318 € Baunutzungskosten Baunutzungskosten Für Bauherren und Investoren sind nicht nur die reinen Erstellungskos­ ten eines Gebäudes von Interesse. 4% 57 1€ 1% 8% Die Baunutzungskosten. Dadurch können schon im Vorfeld Aussagen über die Wirtschaftlichkeit oder auch Unwirtschaftlichkeit eines Gebäudes getroffen werden.Ökonomie 349 9€ 308 8. % 225 126 198 4€ 2€ 2% % 12. Baukosten in €/m² BGF angegeben werden. 3% 161 104 0€ 120 9€ 1€ Bauunterhaltskosten (Wartung/Instandhaltung) Betriebskosten (Energiekosten) 0€ 52. 4% 53. 248 5% € 9.8 9. sondern auch die weiteren Unterhalts. Grundstückskosten 0% Erstellungskosten Die Kosten sind Näherungswerte aus einer Studie des Bundesbauministeriums (1990).8 222 € 36. dass Bauunterhalts-. € 215 481 € 25. 10. Betriebs. im Beispiel für 50 Jahre. Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1984 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 2257 €/m² Einfamilienhaus. Diese Gesamtkosten werden als Baunutzungskosten bezeichnet. unterkellert hoher Standard Kosten: 3499 €/m² Raumpilot Grundlagen 327 Wohnen 11. gliedern sich wie folgt: 24. die von der Planung über die Erstellung bis hin zum Abriss anfallen. Zu beachten ist. 6% 46.und Grundstückskosten in €/m² Wohnfläche. 255 € .

mittige Lage. zwei Außenflächen 12 Geschosswohnungsbau Randlage Dachgeschoss. vier Außenflächen Geschosswohnungsbau Randlage. drei Außenflächen 328 Raumpilot Grundlagen . drei Außenflächen Geschosswohnungsbau Dachgeschoss.Wohnen Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche 200 m² 158 m² 100 m² Hüllfläche 42 m² 58 m² Wohnfläche 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Geschosswohnungsbau große Gebäudetiefe. eine Außenfläche 20 12 12 12 Geschosswohnungsbau mittige Lage.

winkelförmiges Einfamilienhaus fünf Außenflächen Raumpilot Grundlagen 329 Wohnen 12 12 12 7 . Sie ist das aufwendigste und kostenintensivste Bauteil eines Gebäudes. Ein energetischer Vorteil großer Gebäudehüllen könnte allein im Versuch der Energiegewinnung gesehen werden.und Außenraums hat besonders hohe Anforderungen zu erfüllen.Ökonomie 256 m² 192 m² 108 m² 290 m² Die Hüllfläche bezieht sich in den Beispielen immer auf eine Wohnfläche von 100 m² und ein Raumvolumen von 300 m³. Der geschätzte Gegenwert dieser Gebäudetypen wird künftig hinsichtlich knapper Ressourcen zunehmend kritischer diskutiert werden. 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Reihenhaus drei Außenflächen Reihenendhaus vier Außenflächen Freistehendes Einfamilienhaus fünf Außenflächen Freistehendes. Eine geringe Hüllfläche ist ökonomisch und ökologisch wünschenswert. Um den Energieverbrauch zu verringern. Einfamilienhäuser (freistehend oder angebaut) und verdichtete Flachbauten führen daher zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Gebäudehüllen. Die Hüllfläche als begrenzendes Bauteil zwischen dem Klima des Innen. muss vorrangig der Energieverlust der Außenhülle (Wand/Dach) minimiert werden.

7 13 17 20 25 1 1 1 1 Die Beispiele zeigen deutlich die große Effizienz der Vertikalerschließung (Spänner) und widerlegen die vermutete Wirtschaftlichkeit der Horizontalerschließung. zum Beispiel Belichtung. Das kalkulierte Beispiel stellt nur ein stark vereinfachtes Modell dar. Eine Steigerung der Effizienz ist nur mit einem Innenflur und mehrgeschossigen Wohneinheiten zu erreichen.Wohnen Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche Die nebenstehende Grafik zeigt das Verhältnis von Erschließungsaufwand (Treppenhaus Regelgeschoss) zu Wohnfläche. 1 100 100 100 Zweispänner 100 Einspänner 100 Dreispänner 50 100 100 Vierspänner 50 50 100 100 100 Fünfspänner 100 100 330 Raumpilot Grundlagen . Barrierefreiheit) gegenüber einer konkreten Planung differieren. Einzig das Argument der Barrierefreiheit (nur ein Aufzug bis zur Hochhausgrenze) spricht für die in der Regel einhüftige Anordnung. Aber auch hier muss der Flächenverlust durch die zusätzliche interne Erschließung der zwei. es wird nach Größe und Anforderungen (räumliche und funktionale Qualitäten.oder dreigeschossigen Wohneinheiten mit berücksichtigt werden. desto höher sind die Erstellungskosten. Dadurch lassen sich schon in der ersten Planungsphase Rückschlüsse auf die zu erwartende Effizienz und die Baukosten ziehen. Je geringer die „Ausbeute“ der Wohnfläche je Quadratmeter Erschließungsfläche ausfällt. Zumindest die Erschließung eingeschossiger Einheiten mit einem Außenflur ist flächenaufwendig.

Ökonomie 7 5 9 13 m2 erschlossene Wohnfläche 1 1 1 1 m2 Erschließungsfläche 290 100 100 140 140 140 140 140 140 140 140 290 100 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 100 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 290 140 140 140 140 40 1 140 140 140 290 Außenflurerschließung 6 WE Außenflurerschließung 10 WE Innenflurerschließung (1 Ebene) 20 WE Innenflurerschließung (3 Ebenen) 20 WE Raumpilot Grundlagen 331 Wohnen .

Wohnen 332 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 333 Wohnen .

Wohnen Schall 335 335 336 337 Schallschutzanforderungen Schallschutz bei Einfamilien-. Doppelund Reihenhäusern Anforderungen an den baulichen Schallschutz Schalldämmung von Wänden 334 Raumpilot Grundlagen .

SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ .und Trittschallübertragung aus einem fremden Wohn. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100).und Arbeitsräumen gegen Außenlärm sowie gegen Geräusche von haustechnischen Anlagen und aus baulich verbundenen Betrieben. Daneben macht auch die VDI-Richtlinie 4100 „Schallschutz von Wohnungen.und Trittschallübertragung zwischen fremden Wohn. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . Doppelund Reihenhäusern Die DIN 4109 legt für Wohngebäude Min- destanforderungen und erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Luft. es sollten die „erhöhten Anforderungen“ angewendet werden. Schallschutz bei Einfamilien-.und Arbeitsbereich fest. Anforderungen an den baulichen Schallschutz im Geschosswohnungsbau entsprechend DIN 4109 / Nov 1989 1 – sehr hoch 2 – hoch 3 – mittel 4 – niedrig 52 bis 55 dB 53 bis 55 dB 40 bis 47 dB 4 1 1 1 3 2 Schemagrundriss eines Wohngebäudes mit Hinweisen auf unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Schallschutz M 1:200 Raumpilot Grundlagen 335 Wohnen . Die „Mindestanforderungen“ entsprechen allerdings nicht mehr den heute üblichen Anforderungen. Kriterien von Planung und Beurteilung“/ August 2007 Angaben über die Schallschutzanforderungen in Wohngebäuden. ► Hinweis zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen.Schall Schallschutzanforderungen Die DIN 4109 / November 1989 regelt die Anforderungen an den Schutz gegen Luft.

Hausfluren. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100).) mit Arbeitsräumen Bauteil Decken unter begehbaren Dachräumen. nicht verstehbar nicht verstehbar nicht hörbar nicht störend nicht oder nur selten störend im Allgemeinen hörbar 336 Raumpilot Grundlagen . Parties SSt 1 verstehbar im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar im Allgemeinen störend unzumutbare Belästigungen werden im Allg.Treppenräumen über Aufenthaltsräumen Decken über Durchfahrten – unter Aufenthaltsräumen – über Gemeinschaftsräumen Decken unter Terrassen und Loggien über Aufenthaltsräumen Decken unter Laubengängen Decken unter Bad und WC Treppen und Treppenpodeste – innerhalb von Wohnungen Decken unter Hausfluren Wohnungstrennwände Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren Wände neben Durchfahrten Türen von Hausfluren und Treppenräumen zu Fluren – zu Aufenthaltsräumen Wände zwischen „lauten“ und „leisen“ Räumen unterschiedlicher Nutzung innerhalb der Wohnung Mindestanforderung R‘ w 53 52 54 52 52 L ‘ n.und Fernsehgeräte. w 46 46 46 Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Einfamilien . nicht mehr störend gelegentlich störend deutlich hörbar SSt 3 im Allg. Treppenpodeste und Decken unter Fluren Haus-/(Wohnungs-)Trennwände Mindestanforderung R‘ w 57 L ‘ n. w 53 63 53 53 53 erhöhte Anforderung R‘ w 55 55 55 L‘ n. laut eingestellte Rundfunk.Doppelhäuser und Einfamilien .Wohnen Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Geschosshäuser mit Wohnungen (Whg.Reihenhäuser Bauteil Decken Treppen. w 48 53 erhöhte Anforderung R‘ w 67 L ‘ n. zum Beispiel Böden – Gebäude mit zwei Wohnungen Wohnungstrenndecken und Wohnungstrenntreppen – Gebäude mit zwei Wohnungen Decken über Kellern. Hinweis: SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ 55 55 54 53 52 55 27 37 40 53 46 53 53 53 58 53 53 - 55 55 55 55 37 37 47 46 46 46 46 46 46 46 - VDI Richtlinie 4100 „Schallschutz im Hochbau“ Art der Geräuschemission Laute Sprache Sprache mit angehobener Sprechweise Sprache mit normaler Sprechweise Gehgeräusche Geräusche aus Haustechnikanlagen Hausmusik. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . vermieden deutlich hörbar SSt 2 im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar nicht verstehbar im Allg. w 38 46 - Anmerkung zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen.

5 cm Putz 22.4 1.0 1.0 cm 1. beidseitig Dünnputz Raumpilot Grundlagen 337 Wohnen .5 46 46 24 cm Mauerwerk.2 1.6 1.5 18.0 17 .8 2.0 cm 17 .0 cm 17 .5 cm Putz 17 .25 cm Gipsplatte 1.4 1.5 16.0 10.25 cm Gipsplatte Holzständerkonstruktion 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 3 cm Trennfuge Holzständer 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 1.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 33 36 30 cm Mauerwerk. beidseitig 1.8 2.5 cm 15.5 cm OSB-Platte 0.25 cm Gipsplatte 1.5 cm Putz 9.25 cm Gipsplatte 1.5 cm Mauerwerk.0 1.5 cm OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.6 1.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.95 cm Gipsplatte 1.0 1.0 cm 10.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6. beidseitig 1.5 cm Mauerwerk.0 59 Wand aus Gipsplatten.0 cm 6.0 1.8 2.0 cm 46 49 51 53 54 56 57 42 44 45 46 47 46 48 49 50 51 50 51 53 54 55 52 54 55 56 57 54 56 57 59 60 35 38 39 42 44 35 39 44 Schalldämmung von Wandkonstruktionen Ständertiefe Gesamt.4 1.2 1.4 1. beidseitig 1.8 2. beidseitig 1 cm Putz 6.Rw.6 1.0 20.0 1.5 OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6. beidseitig 1.5 cm 15.5 36 40 Einschalige Innenwände Stahlbetonwand beidseitig Dünnputz Einschalige Innenwände 1.5 16.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.5 cm 20.5 cm 25. beidseitig 1.8 2.0 cm 22.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.7 17 .25 Gipsplatte 1.0 8.5 cm Putz 9.0 cm 12.25 cm Gipsplatte 8.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6. R tiefe 8.25 cm Gipsplatte 1.25 cm Gipsplatte 1.5 cm Brettsperrholzelement Holzständer 8/8 cm mit 8 cm Dämmung 1.2 1.5 cm Mauerwerk.0 cm Gipsplatte 1.0 cm Gipsplatte 1.2 1.0 1.7 37 40 36.8 43 Wand aus Porenbeton – Plansteinen.R Rohdichte 10.0 cm 8.0 1.0 1.6 1.2 1.0 cm 12.Schall Schalldämmung von Wandkonstruktionen Wanddicke / Rw.5 cm Putz 10.5 cm 15.5 41 42 11.6 1.0 1.4 1.25 cm Gipsplatte 13.

Wohnen 338 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 339 Wohnen .

Wohnen Planungsregeln/Literatur 341 344 Planungsregeln Literatur 340 Raumpilot Grundlagen .

Deutsche Fassung 1116: 2004 DIN EN 1116 Berichtigung 1 / Mai 2007/ Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. für breite Schüttungen mit Zapfenaufnahme oder BG-Schüttungen und/oder für breite Kammschüttungen – Maße und Formgebung. für Schüttungen mit Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 747-1: 2007 DIN EN 840-1 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 1: Behälter mit 2 Rädern und einem Nennvolumen bis 400 l für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-1: 2004 DIN EN 840-2 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 2: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Flachdeckel(n). Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken in Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto-Grundfläche (Nutzflächen. Deutsche Fassung EN 840-5: 2004 DIN EN 840-6 / November 2008 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 6: Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen.Etagenbetten und Hochbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Anforderungen an die Sicherheit. Deutsche Fassung EN 1130-1: 1996 Raumpilot Grundlagen 341 Wohnen . Festigkeit und Dauerhaltbarkeit. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN EN 527-1 / Juli 2000 / Büromöbel Büro-Arbeitstische – Teil 1: Maße. Deutsche Fassung EN 527-1: 2000 DIN EN 716-1 / September 2008 / Möbel – Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 840-2: 2004 DIN EN 840-3 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 3: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Schiebedeckel(n). Deutsche Fassung EN 840-6: 2004 + A1: 2008 DIN EN 1116 / September 2004 / Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Deutsche Fassung EN 7161: 2008 DIN EN 747-1 / Juli 2007 / Möbel . Deutsche Fassung 1116: 2004. für Schüttungen und Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN EN 71-8 / September 2006 / Sicherheit von Spielzeug – Teil 8: Schaukeln.und Außenbereich). Deutsche Fassung EN 840-4: 2004 DIN EN 840-5 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 5: Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Rutschen und ähnliches Aktivitätsspielzeug für den häuslichen Gebrauch (Innen. Deutsche Fassung EN 71-8: 2003 + A1: 2006 + A2: 2005 DIN 276-1 / Dezember 2008 / Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. Berichtigungen zu DIN EN 1116: 2004-09 DIN EN 1022 / September 2005 / Wohnmöbel – Sitzmöbel – Bestimmung der Standsicherheit. Deutsche Fassung EN 840-3: 2004 DIN EN 840-4 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 4: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1700 l mit Flachdeckel(n). Deutsche Fassung EN 1022: 2005 DIN EN 1130-1 / Juli 1996 / Möbel – Krippen und Wiegen für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen.

Deutsche Fassung EN 12464-1: 2002 342 Raumpilot Grundlagen . Trinkwassererwärmung. Deutsche Fassung EN 1287: 1999 DIN EN 1627 / Entwurf April 2006 / Einbruchhemmende Bauprodukte (nicht für Betonfertigteile) – Anforderungen und Klassifizierung. Lüftung DIN 4708 Teil 2 / April 1994 / Zentrale Wassererwärmungsanlagen – Regeln zur Ermittlung des Wärmebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser in Wohngebäuden DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln – Sicherheitstechnische Anforderungen. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN EN ISO 9241/ Februar 2009 / Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten DIN EN 12221-1 / August 2008 / Wickeleinrichtungen für den Hausgebrauch – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1176-3:2008 DIN EN 1286 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Mechanisch einstellbare Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Prüfung DIN V 4701-10 / Vornorm August 2003 / Energetische Bewertung heiz. Lüftung DIN V 4701-10 Beiblatt 1 / Februar 2007 / Energetische Bewertung heiz. Deutsche Fassung EN 12221-1: 2008 DIN EN 12227-1 / April 2000 / Kinderlaufställe für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Trinkwassererwärmung. Deutsche Fassung EN 1286: 1999 DIN EN 1287 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Thermostatische Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Deutsche Fassung EN 1930: 2000 + A1: 2005 DIN 1946-6 / Mai 2009 / Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen. Ausführung und Kennzeichnung. Trinkwassererwärmung. Empfehlungen und Prüfung DIN 31130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr.Wohnen DIN EN 1176-1 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Deutsche Fassung EN 12227-1: 1999 DIN EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen. Anforderungen zur Bemessung. Beiblatt 1: Anlagenbeispiele DIN V 4701-10/A1 / Vornorm Dezember 2006 / Energetische Bewertung heiz. Lüftung.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Deutsche Fassung EN 11761: 2008 DIN EN 1176-3 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 3: zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Rutschen.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung – Deutsche Fassung ENV 1627: 1999 DIN EN 1930 / März 2006 / Artikel für Säuglinge und Kleinkinder – Kinderschutzgitter – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Türen. Deutsche Fassung prEN 1627: 2006 DIN V ENV 1627 / April 1999 / Fenster.

Anforderungen und Nachweise DIN 4109 / November 1989 / Beiblatt 2 / Schallschutz im Hochbau. Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. Deutsche Fassung EN 14988-1: 2006 DIN EN 15132 / Dezember 2006 / Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l – Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Planungsgrundsätze DIN 68881 / Februar 1979 / Begriffe für Küchenmöbel – Küchenschränke Raumpilot Grundlagen 343 Wohnen . Deutsche Fassung EN 13203-1: 2006 DIN EN 14988-1 / Juni 2006 / Kinderhochstühle – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz. die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Litern Wasser nicht überschreiten – Teil 1: Be­ wertung der Leistung der Warmwasserbereitung.Formen. Deutsche Fassung EN 15132: 2006 DIN 18015-1 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 1: Planungsgrundlagen DIN 18015-2 / August 2004 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung DIN 18015-3 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel DIN 18015-3 Berichtigung 1 / Januar 2008 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel.und Arbeitsbereich DIN 66354 / Dezember 1986 / Kücheneinrichtungen . Berichtigungen zu DIN 18015-3: 2007-09 DIN 18017 Teil 1 / Februar 1987 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Einzelschachtanlagen ohne Ventilatoren DIN 18017-3 / September 2009 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Teil 3: Lüftung mit Ventilatoren DIN 18106 / September 2003 / Einbruchhemmende Gitter – Anforderungen und Prüfverfahren DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 30706-1 / Dezember 2006 / Begriffe der Kommunalen Technik – Teil 1: Abfallentsorgung DIN 33408-1 / März 2008 / Körperumrissschablonen – Teil 1: Für Sitzplätze DIN 33408-1 Beiblatt 1 / Januar 1987 / Körperumrissschablonen für Sitzplätze – Anwendungsbeispiele DIN 4109 / November 1989/ Schallschutz im Hochbau.Planungsregeln/Literatur DIN EN 12764 / April 2008 / Sanitärausstattungsgegenstände – Anforderungen an Whirlwannen. Deutsche Fassung EN 12764: 2004 + A1: 2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Postalische Dienstleistungen – Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen – Deutsche Fassung EN 13724: 2002 DIN EN 13203-1 / November 2006 / Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch – Geräte. Hinweise für Planung und Ausführung.

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Arbeiten 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447 Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 347 .

Die Systematik der Gebäudestruktur beschränkt sich auf den Normalfall einer orthogonalen Organisation. Solche komplexeren Anwendungsbeispiele werden detailliert im Aufbauband „Arbeiten“ behandelt. die in den darauffolgenden Abschnitten „Schall“ . Schlagworte wie „first come. konzentriertes Arbeiten bietet. In diesem Kapitel wird ausschließlich der tertiäre Sektor (Jean Fourastié) betrachtet und davon lediglich der Büroarbeitsplatz. „Luft“ und „Licht“ betrachtet werden.Arbeiten Aufbau des Kapitels „Arbeiten“ Zugegeben. Mit zahlreichen baurechtlichen Forderungen soll die Gesundheit am Arbeitsplatz geschützt werden und auch Unfällen oder Verletzungen so weit wie möglich vorgebeugt werden. und insbesondere die Büroarbeitswelt. Im folgenden Kapitel werden – ausgehend vom einzelnen Arbeitsplatz – die verschiedenen Organisationsformen der Büroarbeit und ihre jeweiligen räumlichen Nutzungsanforderungen systematisch betrachtet. um auf alle denkbaren Änderungen reagieren zu können. Anforderungen und Konzepte. was der Begriff „arbeiten“ bedeutet. verändert sich permanent und rasant. Die Organisationsformen werden weiterhin in einen Zusammenhang mit der Gebäudestruktur gestellt. 348 Raumpilot Grundlagen . Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Möglichkeiten auf die Gestaltung sind im abschließenden Kapitel „Fassaden“ erläutert. „Business Club“ ergänzen inzwischen die früheren Organisationsformen vom Zellenbis zum Großraumbüro. hier wird nur ein sehr kleiner Teil von dem vorgestellt. Es ist deshalb wichtig. Um eine vorübergehende Planungssicherheit wieder herzustellen. bis Mitte 2010 – der Frist zur Überarbeitung der Richtlinie – die Werte der „alten“ ASR als „Stand der Technik“ zu übernehmen. Dieser Sektor ist aber der weitaus größte Wirtschaftsbereich und deshalb von wesentlicher Bedeutung. an dem sich die „white shirts“ wohlfühlen. ein Bürogebäude so flexibel wie möglich zu planen. Rechtsvorschriften sowie Literaturhinweise zu diesem Thema sind in dem abschließenden Abschnitt „Planungsregeln/Literatur“ zusammengestellt. Jeder Arbeitsplatz ist zugleich auch ein „Lebensraum“ . ist motivierend und leistungsteigernd. die noch vor wenigen Jahren das Nonplusultra waren. Vorschriften Eine für die Planung bedeutende Vorschrift ist die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR). dass sich die Architekten jetzt in einem ungeklärten rechtlichen Raum bewegen müssen. und an seine Planung werden hohe Anforderungen gestellt. konstruktives System) und räumlichen Aufteilungsvarianten werden aufgezeigt. allerdings mit der Konsequenz. Ein guter Arbeitsplatz. kann sie weiterentwickeln. werden inzwischen wieder beiseite gelegt. Abhängigkeiten zwischen baulichen Parametern (Raster. Der einzelne Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt des Kapitels. wurde beschlossen. first serve“ „nonterritorialer Arbeitsplatz“ . Anstelle von genauen Zahlenangaben für Mindestflächen. Mit der Liberalisierung im Arbeitsmarkt soll unter anderem auch diese Richtlinie zurückgenommen werden. Neben diesen neuen Organisationsideen ist das traditio­ nelle Zellenbüro nach wie vor von großer Bedeutung. Wer diese einfachen Regeln einmal verstanden hat.und Raummaße sind auslegungsoffene Begriffe wie „ausreichend“ getreten. Aus den differenzierten Nutzungsanforderungen dieses Grundbausteins leiten sich weitere Bedingungen ab. in Frage stellen oder die Regeln auch brechen. Am Büroarbeitsplatz halten sich viele Menschen länger auf als in ihrer Wohnung! Die Arbeitswelt. da es die Voraussetzungen für ruhiges. Wesentliche Hinweise auf den aktuellen Stand des Normenwerks.

Typologie Raumpilot Grundlagen 349 Arbeiten .

Arbeiten 351 353 Struktur Typologien 350 Raumpilot Grundlagen .

Von diesem Raummodul ausgehend. da sie flexible Aufteilungen erlauben und als wirtschaftlich gelten.Typologie Struktur Grundriss An Bürogebäude werden in der Regel hohe Effizienzanforderungen gestellt. Einbund Gebäudetiefe 7 bis 10 m Zweibund Gebäudetiefe 12 bis 14 m Dreibund Gebäudetiefe 14 bis 20 m Gebäudestruktur Raumpilot Grundlagen 351 Arbeiten . Der zentrale Parameter für die innere Raumaufteilung ist die Größe eines Büroarbeitsplatzes. ergeben sich durch Addition oder unterschiedliche Kombinationen die Festlegungen für die größeren Raumzusammenhänge. Auch die Struktur einer Tiefgarage (nicht neben. die sich aus der Fassadenaufteilung. Mit der Wahl dieser Grundstrukturen werden jedoch auch zahlreiche Vorgaben für die Fassade. in einem Zusammenhang betrachtet werden. dem Trennwandras­ ter und der Positionierung der „statischen“ Elemente wie Stützen und Vertikalerschließungen ergeben. müssen die Abhängigkeiten. Verschiedene Aufbaumuster der Grundstruktur haben sich in der Vergangenheit bewährt und werden daher häufig verwendet. Aufgrund von Erfahrungswerten werden für Verwaltungsbauten Gebäudetiefen zwischen 13. Um den Einzelarbeitsplatz ökonomisch organisieren zu können. sondern unterhalb des Gebäudes) beeinflusst erheblich die Konstruktion der darüberliegenden Normalgeschosse (Stützenstellung und Vertikalerschließung).50 und 15 m empfohlen. Konstruktion und Erschließung definiert.

häufig als Großraum­ büro genutzt.Arbeiten Punkt Kompaktes Layout.oder Dreibund ist der Flur in der Regel über weite Strecken nicht natürlich belichtet. Beim Zwei. ermöglicht daneben auch die Organisation von Zellenstrukturen oder Kombibüros. Die Räume innerhalb des Blocks sind vor emissionsbelasteter Umgebung stärker geschützt. Block Wirtschaftliches. Sehr gute Belichtung des Flurs beim Einbund. aber geringe Wirtschaftlichkeit. Quelle: „Raumpilot Arbeiten“ 352 Raumpilot Grundlagen . Meist mit einem mittigen oder seitlich liegenden Erschließungskern organisiert. ruhigere Innenhofräume und nach außen orientierte Räume. Vereint unterschiedliche Raumqualitäten: geschützte. flächensparendes Layout. Scheibe Erschließung in der Regel durch einen oder mehrere Flure in Längsrichtung.

Freiformen erfordern unter Umständen eine spezifische Anpasssung des Innenausbaus. Die Orientierung innerhalb des Gebäudes ist durch die Gleichwertigkeit der Bereiche erschwert.Typologie Kamm Starke Untergliederung des Gebäudes in Teilbereiche und starker Außenraumbezug. Netz/Pavillon Flächiges Layout. Raumpilot Grundlagen 353 Arbeiten . das nur bei geringer Gebäudehöhe oder großen Gebäudeabständen natürlich belichtet werden kann. aufgeweiteter Erschließungsräume (Kommunikationsräume). Flächen zwischen den „Kammzinken“ können eventuell zur energetischen Optimierung herangezogen werden (Überdachung). Freiform Freiformen können als Reaktion auf einen spezifischen städtebaulichen Kontext ent­ stehen oder auch als freistehende Solitärbauten realisiert werden. Günstig zur Gestaltung spannungsvoller.

Arbeiten 354 Raumpilot Grundlagen .

Programm Fitness Kantine Pause / Cafeteria Arbeiten 355 Meeting Foyer Arbeitsplätze PKW / Bus Raumpilot Grundlagen .

Programm Arbeiten 357 358 360 Nutzungsbereiche Raumprogramm Mietflächenberechnung MF-G 356 Raumpilot Grundlagen .

3 bis 0.02 bis 0.1 bis 0. daneben werden Erschließungsbereiche und selbstverständlich die Arbeitsplätze – als Einzelarbeitsplätze oder für Arbeitsgruppen – gebraucht. Arbeiten Raumpilot Grundlagen Anhand von Richtwerten aus den unteren Tabellen kann der Flächenbedarf grob geschätzt werden. Nutzungsbereiche Funktion Ankommen Bürofläche Bürozusatzfläche Erschließung Sanitärräume Lager Flächenverhältnis 1 m² 0. Je nach Größe und Konzeption der Unternehmen gibt es unterschiedlich gestaltete Eingangszonen oder Empfangsbereiche mit Rezeption.5 m² 0. Pausenräume und Nebenräume für Büroeinrichtungen wie Kopierer und Faxgeräte.05 m² Verknüpfungen an Erschließung gebunden möglichst zentral leichte Erreichbarkeit kurze Wege - Arbeitsplatz Stellung Geschäftsführer Abteilungsleiter Bereichsleiter Sachbearbeiter Flächenbedarf pro Anzahl Person 25 m² 15 m² 10 m² 10 m² 1 5 10 50 357 . zum Beispiel zur Erholung oder für Essenspausen. sanitäre Einrichtungen und Lagerflächen benötigt. es werden auch Räume für andere Tätigkeiten. Ergänzend werden Besprechungsräume. gebraucht.15 m² 0. Die Büroarbeitsplätze und die zugehörigen Besprechungs. Diese einzelnen Nutzungsbausteine können bei der Planung und Organisation des Gebäudes jeweils übergeordneten Nutzungsbereichen zugeordnet werden. Der Empfangsbereich oder die Eingangsflächen werden dagegen häufig flächenreduziert gestaltet. Die verschiedenen Funktionsbereiche erfordern teilweise sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen.Programm Nutzungsbereiche In Bürogebäuden wird nicht nur gearbeitet.und Konferenzräume bilden die Kernfunktion und haben in der Regel den größten Flächenbedarf.

sondern auch Flächen für Bürotechnik. Pause. Zum Bereich „Arbeiten“ gehö­ ren beispielsweise nicht nur Büro. Cafeteria Foyer Aufenthaltsraum Teeküche Kantine Sanitär Raumprogramm „Arbeiten“ . die teil­ weise mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Fitnessräume und zusätzliche Serviceangebote. Kindertagesstätte Empfang Büro Raumprogramm Die übergeordneten Funktionsbereiche des Programms setzen sich jeweils aus unterschiedlichen Einzelnutzungsbereichen zusammen. da sie den wichtigen zufälligen oder spontanen Informationsaustausch ermöglichen. Auch der Bereich des Erholens kann weiter untergliedert werden. Neben Aufenthaltsräumen und einer Cafeteria verfügen viele größere Unternehmen zusätzlich über eine eigene Kantine.Arbeiten Meeting Bürotechnik Kopierer Lager Arbeitsplätze Fitnessraum. in Bürogebäude integriert. und Lagerflächen. Die Nutzungsbereiche können jeweils weiter untergliedert werden. In kleineren Unternehmen werden meist Teeküchen genutzt.und Besprechungsräume. 358 Raumpilot Grundlagen . Im folgenden Abschnitt sind die wichtigsten Elemente eines Raumprogramms für Bürogebäude in einem Überblick zusammengestellt. wie beispielsweise betriebsinterne Kindertagesstätten. die nicht unmittelbar in den Büroräumen untergebracht sind. Besondere Bedeutung hat die Gestaltung der unterschiedlichen informellen Kommunikationsräume – wie beispielsweise die Erschließungsräume –.

Umkleideräume und Duschmöglichkeiten für Fahrradfahrer und Jogger können das Raumangebot zusätzlich aufwerten. die informelle Begegnungen ermöglichen und fördern. Flure. Sie dienen vorrangig zur Aufbewahrung von häufig gebrauchten Büromaterialien wie Papier. auch Räume mit Aufenthaltsqualitäten und Aufforderungcharakter zu schaffen. Arbeiten Die Organisation des Arbeitsbereichs kann in Abhängigkeit von den jeweiligen Arbeitsabläufen sehr unterschiedlich sein. Rolltreppen. Kreative Gedanken entstehen häufig spontan in persönlichen Gesprächen. Arbeiten Raumpilot Grundlagen 359 . Je nach Konzeption und Größe des Unternehmens sollte er auch einen Wartebereich für Besucher beinhalten und Informationen zur Orientierung im Gebäude bieten (Leitsys­ tem). Projektarbeit und Abstimmungen und/oder Raumangebote für ungestörtes individuelles Arbeiten gebraucht. die seltener gebraucht werden. Druckerpatronen et cetera. Deshalb ist es wichtig. häufig liegen sie an Schnittpunkten der horizontalen und vertikalen Erschließungsflächen.Programm Eingang/Rezeption Der Eingang gilt als die „Visitenkarte“ eines Unternehmens. Je nach Organisationsform werden verschiedene Bereiche für Gruppenarbeit. Die Erschließungsbereiche sind von zentraler Bedeutung für die Funktion des Gebäudes und sie beeinflussen auch seine Aufenthaltsqualität erheblich. WC/Dusche Die Sanitärräume sollten in der Nähe der Arbeitsplätze angeordnet werden. Erholen: Kantine/Cafeteria Pausenräume und Kantinen sind nicht nur Raumbereiche für die Nahrungsaufnahme. Erschließen Treppen. Er dient als zentraler Verteiler für alle weiteren Gebäudeteile. Diese werden in der Regel in unbelichteten Bereichen (Ecksituationen. Untergeschossen) untergebracht. sondern auch für die Begegnung und die Erholung. Büroräume sollten in der Regel möglichst viel Tageslicht erhalten. Häufig werden Aktenund Materiallager in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz angeordnet. Daneben werden in vielen Unternehmen auch größere Flächen für Altakten et cetera benötigt. Gänge und erweiterte Bewegungszonen bilden die Erschließungsräume eines Bürogebäudes. Aufzüge. Lager/Sonstiges Lagerflächen werden für unterschiedliches Lagergut gebraucht.

80 m² Luftraum Halle Beispiel Flächenberechnung Büro (Ausschnitt) nach MF-G 360 Raumpilot Grundlagen .80 m² Besprechung 20. zuzüglich TF mit individueller Mieteranforderung Beispiel Berechnung MF-0 Treppenlauf: 9.40 m² Beispiel Berechnung MF-G Alle Räume + Treppenhaus ohne Treppenlauf: = 276. Die Flächenarten nach MF-G basieren auf der Brutto-Grundfläche (BGF) gemäß DIN 277 und sind wie folgt unterteilt: – MF-0 (keine Mietfläche!) technische Funktionsflächen Verkehrsflächen Konstruktionsgrundflächen – MF-G (Mietfläche nach gif) MF-G1 (exklusive Nutzung) und MF-G2 (gemeinschaftliche Nutzung) Mietfläche MF-G: BGF abzüglich MF-0.80 m² = = 26. zuzüglich VF mit individueller Mieteranforderung.80 m² Büro 124. herausgegeben von der gif.00 m² Teeküche 15.90 m² Galerie 48.60 m² Wc D 9.Arbeiten Mietflächenberechnung MF-G Richtlinie zur Berechnung der Mietflächen für gewerblichen Raum (gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.10 m² Modellbau 37.) Seit 2004 gibt es eine Richtlinie für die Berechnung von Mietflächen sowie für den gewerblichen Raum (MF-G).20 m² 2.V.50 m² Wc H 14.30 m² Treppenhaus 39.60 m² + Grundflächen Bauteile + umschließende Wände 16.

Ankommen Raumpilot Grundlagen 361 Arbeiten .

Ankommen Arbeiten 363 363 364 365 365 366 366 366 367 367 369 370 372 373 374 375 375 376 Ankommen außen Erschließungsarten Fahrverkehr Stellplatzbedarf Ruhender Verkehr Ver.und Entsorgung Übergang Außen/Innen Ein.und Ausgänge Ankommen innen Eingangsbereich Türen Türarten Zutrittskontrolle Empfang Wartebereich Besucherstühle Garderobe Innere Erschließung 362 Raumpilot Grundlagen .

Erschließungsarten Die öffentliche Erschließung gibt gewisse Rahmenbedingungen für die Konzeption der internen Erschließungswege auf dem Grundstück des Unternehmens vor. wird stark durch den Eingangsbereich geprägt. Entsprechende Ein. der durch seine Ausgestaltung auch die unternehmerische Haltung.und Radwegenetz Die Orientierung der internen Parkplätze zu einem gesonderten Mitarbeitereingang ist vorteilhaft. den ein Besucher von einem Gebäude erhält. Arbeiten Anlieferung Feuerwehr Personalparken Besucherparken Personal Gebäude Grundstück Individualverkehr Umgebung Erschließungsarten ÖPNV Raumpilot Grundlagen 363 . die Inhalte und Zielsetzungen nach außen kommuniziert. Ein gut erschlossener Standort zeichnet sich aus durch: – direkte Zufahrtstraßen – Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel (Empfehlung: Entfernung zwischen Haltestelle und Büro nicht größer als 500 m) – gut ausgebautes Fußgänger. Der Eingangsbereich wird vor diesem Hintergrund zu einem bedeutenden Repräsentationsbereich eines Unternehmens. Die Besucherzufahrten sollten vom öffentlichen Straßenraum aus eindeutig dem Gebäude zuzuordnen sein und sich zum Haupteingang hin orientieren.und Ausfahrten für Mitarbeiter können durch Schlüssel oder Code-Karten gesichert werden. Eine direkte Vorfahrt mit Besucherparkplätzen am Haupteingang sollte bei größeren Verwaltungsgebäuden vorgesehen werden. Der Eindruck.Ankommen Ankommen außen Die Corporate Identity – dazu gehört auch das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens – ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente.

Post. et cetera. Kontrollen. die Straße von Lastkraftwagen selten befahren wird und für Begegnungsfälle Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen (EAE 85/95. Empfehlung für die Anlage von Erschließungsstraßen EAE 85/95. Material. Seite 43). wie Schranken. Küche et cetera). muss ausreichend Platz für wartende Fahrzeuge vorhanden sein.Arbeiten Fahrverkehr Die Anbindung an die öffentliche Verkehrsfläche muss so gestaltet sein. Vor Anlagen. Eine geringe Breite von 4 m ist nur in Anliegerstraßen (auch im Gegenverkehr) möglich. In Abhängigkeit von den Begegnungsfällen und der Fahrgeschwindigkeit empfieht die EAE die in der Grafik unten dargestellten Fahrbahnbreiten. die die Zufahrt zeitweilig behindern. Der Fahrverkehr kann tageszeitabhängig sehr unterschiedlich sein (viel Fahrverkehr meist morgens und abends). Besondere Anforderungen ergeben sich bei unterschiedlichem Andienungsverkehr (Personal. dass der Verkehr beim Ein. 1995 400 475 550 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 40 km/h 475 550 625 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 50 km/h Fahrbahnbreiten (cm) für mögliche Begegnungsfälle 364 Raumpilot Grundlagen . wenn die Verkehrsstärke sehr gering ist.oder Ausfahren gut zu überblicken ist und wenig beeinträchtigt wird. Tore.

zu berücksichtigen. wenn nicht genug eigene Stellplätze geschaffen werden können. Mopeds und Fahrräder sind geschützte Unterbringungsmöglichkeiten. § 37 .und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. in VwV Stellplätze 10. mindestens jedoch 3 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 365 Arbeiten .Ankommen Stellplatzbedarf Die Richtzahlen für den Stellplatzbedarf sind in den einzelnen Bundesländern und Kommunen unterschiedlich. möglichst in Zusammenhang mit den sons­ tigen Anlagen für den ruhenden Verkehr. wenn sie bequem zu Fuß erreichbar sind. Notwendige Stellplätze können prinzipiell auch auf einem anderen Grundstück in der Nähe des Unternehmens untergebracht werden. zu planen. Genaue Angaben finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen (für LBO BW unter § 37 und in der VwV Stellplätze im Anhang). Die Einbindung des Standorts in das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist nach Tabelle der LBO BW. Zahl der notwendigen Stellplätze entsprechend LBO BW. Arztpraxen oder ähnliches) werden folgende Richtwerte genannt: – 1 Stellplatz je 20 bis 30 m² Büronutzfläche. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. Bei der Zahl der notwendigen Stellplätze ist für Gebäude mit Büro. die Tabelle dient daher nur als Orientierungshilfe. Anhang. wenn aufgrund räumlicher Zwänge und/ oder Gründungsproblemen keine andere Möglichkeit besteht. Parkdecks und Garagen in Obergeschossen werden meist nur realisiert. Arztpraxen oder ähnliches) Zahl der Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Büronutzfläche.und Verwaltungsräumen durchschnittlich von folgenden Richtzahlen auszugehen: – 1 Stellplatz je 30 bis 40 m² Büronutzfläche. Bauliche Anlagen unter dem Gelände oder Gebäude (Tiefgaragen) sind deshalb die Regel. Ruhender Verkehr Offene Stellplätze im Freien sind die wirtschaftlichste Art der Unterbringung. Für Motorräder. Sie erfordern jedoch eine große Grundstücksfläche. VwV Verkehrsquelle Büro. Eine besonders gute Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt zur Minderung der geforderten Stellplatzzahl. mindestens jedoch 3 Stellplätze. Für Gebäude mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. Die Ablösung von Stellplätzen durch Zahlung von Beiträgen zur Mitfinanzierung öffentlicher Parkmöglichkeiten ist dann denkbar.

und abgehende Waren.875 m* 1. als Richtwert kann 0. Poststelle Übernimmt die Verteilung aller ein. Bürogebäude gehören nach LBO BW.2). damit 0. Küchenlagerräume.Arbeiten Ver. die so herzustellen sind. Die Breite sollte entsprechend der Tabelle rechts bemessen werden.25 m 1. Es ist sinnvoll. die unterschiedlichen Anlieferungspunkte bei größeren Bürogebäuden in Anlieferungshöfen zusammenzufassen. Fläche: 40 bis 100 m².und Ausgängen unzulässig. § 39 zu den baulichen Anlagen. Folgende Bereiche sollten möglichst in der Nähe liegen: Müllräume Einschließlich der Flächen für Zerkleinern und Pressen: circa 90 bis 250 m².und Besucherverkehr sollte bei großen Bürogebäuden möglichst eine getrennte Einfahrt zum Grundstück vorhanden sein. Abschnitt 2.25 m 366 Raumpilot Grundlagen .und ausgehenden Sendungen und Waren. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. soweit keine Sondervorschriften bestehen. Dämmstoffe und Einbauten aus brennbaren Stoffen sind dann im Bereich von Ein. Wenn Ein.und Ausgänge Bestandteile von Rettungswegen im Gebäude sind.und Entsorgungsverkehr. Flächenbedarf: 0.2 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. Die baulichen Bestandteile von Ein. Lagerräume (Hausdienste. zum Beispiel bei Schichtwechsel. Verkleidungen. Breiten für den Gehverkehr Anzahl der Personen bis 5 bis 20 bis 100 bis 250 bis 400 notwendige Flure Breite mindestens (* Baurichtmaß) 0.75 m 2.und Ausgängen müssen der Feuerwiderstandsqualität von notwendigen Türen entsprechen (DIN 4102‑5).00 m* 1.und Entladen der Fahrzeuge sind meist erforderlich. sind zu beachten (ASR 10/1. Abstellräume.25 m 1. Spezielle Rangierflächen für das Be.und Ausgänge Sie müssen für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen und die erforderlichen Rettungswege gewährleisten.4. ein Garagentor oder eine Verladerampe sein.und Entsorgung Für Anlieferungs. Er kann eine Eingangstür. Papierlager für EDV) Übergang Außen/Innen Erschließungspunkt Der Erschließungspunkt bezeichnet den Wechselpunkt von der äußeren zur inneren Erschließung. werden besondere Anforderungen an ihren Brandschutz und ihre Verkehrssicherheit gestellt. Stufenfolgen von weniger als drei Stufen sind in der Regel in Rettungswegen nicht zulässig und sollten auch ansonsten auf Grund der Stolpergefahr vermieden werden. Ladehof Der Ladehof dient dem Ver. dass sie von behinderten Menschen zweckentsprechend und ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen). Angestrebt wird die Kontinuität des Verkehrsablaufs. Für die Planung ist die DIN 18024 beziehungsweise die DIN 18040 heranzuziehen.2 bis 0. Warenannahme Zentrale Verteilungsstelle für ein. Ein.5 m² je Arbeitsplatz.1 m² je Büroarbeitsplatz. Verkehrsspitzen.

Rezeption. Mögliche Funktionszonen im Eingangsbereich: – Foyer. Präsentation – Toiletten (für Mitarbeiter und Besucher) Cafeteria. Empfangshalle/-bereich – Theke. Restaurant Bürobereiche Innere Erschließung Konferenz. Sekretariat – offene Besprechungsgruppen – Wartezone – Garderobe – Ausstellung. dem Besucherverkehr und dem Repräsentationsanspruch des Unternehmens.2 bis 0. Schulung Eingangszone WC Ausstellung Eingang Funktionsbeziehungen Eingangsbereich Raumpilot Grundlagen 367 Arbeiten Empfang Wartezone . Als grober Richtwert kann für die Dimensionierung des Eingangsbereichs circa 0.6 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden.Ankommen Ankommen innen Eingangsbereich Der Flächenbedarf für den Eingangsbereich ist abhängig von der Unternehmensgröße. Empfang.

wenn beheizte Aufenthaltsräume direkt angrenzen. mit dem die Feuerwehr im Brandfall Zugang zum Gebäude erhält. wenn ständige Arbeitsplätze im Eingangsbereich vorhanden sind (DIN 4108. bevor die äußere geöffnet wird. Einwurfhöhe 3. 2m Schmutzfangmatte Klingel / Ruftaste / Sprechanlage Hausnummer/ Name/ Information Briefkasten Beleuchtung / Lichtschalter Feuerwehrschlüsseldepot Außenliegender Schmutzfang Windfang Beleuchtung / Lichtschalter 2 70 .9 32.Arbeiten Eingangsbereich Windfang Ein dem Ein. Innen 22.und Längseinwurf 368 Raumpilot Grundlagen Außen Windfang ≥ 200 .4 beheizter Aufenthaltsraum Wärmepuffer so groß. und umgekehrt Lauflänge auf Schmutzfangmatte min. Er ist erforderlich.5 cm).0 bis 3. Briefkasten Anforderungen nach DIN EN 13724: – Einwurföffnungen (Außenbereich. Wenn die Türen des Windfangs im Zuge von Rettungswegen liegen.5 und 40 cm bei Quereinwurf sowie 23 und 28 cm bei Längseinwurf. Durchwurf.170 1 4 3 Position Briefkasten 1 Außenbereich 2 Innenbereich 3 Durchwurf 4 Tür-/ Seitenwand Höhe Einwurföffnung Quer. bevor die äußere geöffnet wird – und umgekehrt. aber nur dann zwingend. dass die innere Tür geschlossen werden kann. müssen diese nach außen aufschlagen und dürfen die für Rettungswege vorgeschriebenen Breiten nicht einschränken. Tür-/ Seitenwand) – zwei verschiedene Einwurfgrößen (32. dass die innere Tür geschlossen werden kann. Die Einbaurichtlinien der VdS Schadenverhütung (Vertrauen durch Sicherheit) sind zu beachten. Ein Windfang muss mindestens so groß sein. Feuerwehrschlüsseldepot Aufbewahrungsort für den Objektschlüssel. Innenbereich.und Ausgang vorgelagerter Windfang dient als Wärmepuffer. Baulicher Wärmeschutz im Hochbau).

DIN links. Die ersten Ausführungen von Schiebetüren waren sogenannte „Break Out“-Systeme. Unter Panikverschlüssen versteht man einen speziellen Türbeschlag aus Schloss. DIN links DIN rechts Drehflügeltür mit Links. Zylinder und Griff. der es im Fluchtfall ermöglicht. Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren.und Kontaktgeber für Automatiktüren Nachtverschluss Notentriegelung Panikschloss Quetschgefahr Schleusenfunktion (Sicherheit und Schmutz) Schloss. welche dann über den Drehbeschlag nach außen geöffnet werden können. Dieser ermöglichte eine Notöffnung der Schiebetür durch Druck auf die Schiebeflügel. Windfang Raumpilot Grundlagen 369 Arbeiten . In jedem Fall ist die Zulässigkeit nach DIN18650 (Schlösser und Baubeschläge – automatische Türsysteme.beziehungsweise Rechtsflügel Türen-Checkliste Barrierefreier Zugang. Bei umfangreichem Personenverkehr sind Türen mit sogenannten Panikverschlüssen nach EN 1125 gefordert. eine abgeschlossene Tür in Fluchtrichtung öffnen zu können. Ein Linksflügel ist als ein Flügel definiert. bei denen der Fluchtweg sichergestellt wurde.und Rettungswegen gemäß AutSchR (Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen). Bedienungsschalter Fluchtweg. dessen Drehachse bei Blickrichtung auf seiner Öffnungsfläche links liegt. Der Nachweis erfolgt über die Baumusterprüfung und beinhaltet bei den meisten Herstellern auch den Nachweis für den Einsatz in Flucht.und Rettungswegfunktion Impuls. indem die Schiebetürflügel mit einem zusätzlichen Drehbeschlag ausgeführt wurden. DIN rechts Laut DIN 107 „Bezeichnungen mit links und rechts im Bauwesen“ unterscheidet man bei Drehflügeltüren zwischen Linksund Rechtsflügeln. Teil 2: Sicherheit an automatischen Türen) zu prüfen. Zutrittskontrolle Sicherheitsbeleuchtung Vordach.Ankommen Türen Türen in Rettungswegen müssen in Flucht­ richtung aufschlagen und im Notfall durch einfaches Aufstoßen geöffnet werden können.

und Rettungswegen: möglich Winkelschiebetüren – mit jedem Winkel > 90° < 180° realisierbar – Einsatz in Flucht. Rundschiebetür – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Teleskopschiebetüren – großes lichtes Durchgangsmaß bei relativ kleiner Bauöffnung – in beide Richtungen: zwei (oder mehrere) Schiebetürflügel überlappen teleskopartig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Rundschiebetüren – ähnliche Grundkonstruktion wie Schiebetüren – Flachbogenschiebetür.Arbeiten Türarten Drehflügeltüren – einflügelig oder mehrflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: ohne spezielle Prüfung möglich Schiebetüren – ein.und Rettungswegen: möglich 370 Raumpilot Grundlagen .oder zweiflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Falttüren – Durchgang mit größtmöglicher Öffnungsweite bei engen Platzverhältnissen – Einsatz in Flucht.

Ankommen zweiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – einfacher Transport von Gegenständen – Durchgang für Rollstuhlfahrer möglich dreiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – Nachteil: kleine Eingangsöffnung vierflügelige Karusselltüren – große Eingangsöffnung von 90° – als Personenschleuse in Verbindung mit Zutrittskontrollen Karusselltüren. allgemein – aus gerundeten Seitenwänden und zentraler Achse. an der die Türflügel befestigt sind – Tür wird in Kammersegmente unterteilt – Rotation der Flügel gegen den Uhrzeigersinn – kein direkter Luftaustausch – keine Zugerscheinungen – Schöpfwirkung der Türflügel kann zu Luftaustausch und Energieverlust führen Raumpilot Grundlagen 371 Arbeiten .

dass Besucher zunächst das Foyer mit der Rezeption und Zutrittskontrolle aufsuchen müssen. Der Gebäudezugang aus der Tiefgarage oder dem Parkhaus wird aus Sicherheitsgründen häufig so organisiert. Die Kontrolle aller in das Gebäude eintretenden Personen kann daher notwendig sein. Büros Zutritt nur begrenzt Büros Foyer Besucher Zutrittskontrolle Tiefgarage Zutrittskontrolle Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle sowie örtliche Zutrittsbeschränkungen mittels Identifizierungssystem 372 Raumpilot Grundlagen . Gebäudeteile oder einzelne Räume kann durch Prüfung – der Systemzugehörigkeit des Identifika­ tionsmerkmalträgers – zeitliche Zutrittsbeschränkungen (Zeitzonen) – örtliche Zutrittsbeschränkungen (Raumzonen) ermittelt werden. Die meisten hierfür eingesetzten Kontrollsysteme stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erschließungssystem. Eine Zutrittsberechtigung für Gebäude.Arbeiten Büros Büros Zutrittskontrolle Bürogebäude sind häufig hohen Sicherheitsanforderungen unterworfen. Eine Zutrittskontrolle kann in Abhängigkeit des Sicherheitsbedürfnisses rein visuell. Umsteigen Zutrittskontrolle Foyer Besucher Tiefgarage Besucher Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle durch Empfangspersonal im Foyer Durch spezielle Identifizierungssysteme können beispielsweise die Zugänge gesichert werden. zum Beispiel durch einen Pförtner (personelle Zutrittskontrolle) oder durch eine automatische Zutrittskontrollanlage erfolgen.

Von dieser Schnittstelle aus können sowohl die Zugänge zu den Stellplätzen und zum Gebäude überwacht wie auch die Besucher empfangen. 38 .Ankommen Empfang Größere Unternehmen mit viel Publikumsverkehr benötigen meist eine Rezeption. angemeldet und weitergeleitet werden.160 100 Anordnungen des Empfangsbereichs Kundentheke mit angrenzendem Arbeitsplatz.48 60 .125 120 .100 85 . Diese sollte möglichst in einem Foyer im Bereich des Haupteingangs angeordnet werden. Für wartende Besucher können in diesem Bereich eventuell auch Sitzgelegenheiten erforderlich sein.100 60 .44 40 75 .72 Raumpilot Grundlagen 373 Arbeiten 85 40 . M 1:50 65 .

40 65 .44 60 .48 ≥ 50 ca.72 40 ca. 75 100 65 . Sie können – als Treffpunkte mit Ausblick ins Freie oder mit Einblick in mehrgeschossige Verkehrsinnenhallen – zur Bereicherung des räumlichen Angebots und zur Orientierung im Bereich der Erschließungswege beitragen.72 28 42 . In vielen Fällen werden hierfür Metallmöbel gewählt. 120 .Arbeiten 38 . M 1:50 374 Raumpilot Grundlagen 32 .160 40 . 85 .53 110 Kundentheke mit integriertem Schreibtisch. In Fluchtwegezonen müssen die Sitzmöbel häufig in Brandklasse A ausgeführt werden.80 30 40 100 Wartebereich Warteflächen und Warteräume sind meist nur bei starkem Publikumsverkehr notwendig.

um die Räume von Garderobenaufbewahrung zu entlasten. Die Sitzfläche sollte mindestens 40 cm breit sein.47 ≥ 110 ≥ 40 ≥ 40 ≥ 46 Besucherstuhl beispielhaft. Bei Arbeitsbeginn und -ende können aber möglicherweise Stauungen entstehen. Sie sind auch für Einzelbüros empfehlenswert. Verstellbare Sitzhöhen müssen im Bereich zwischen 42 und 48 cm möglich sein. ≥ 46 ≥ 40 40 .Ankommen Besucherstühle Angaben zu Besucherstühlen finden sich in der EN 13761. – Geschossgarderoben an einem Festpunkt sind für Großraumbüros zweckmäßig. Die Sitzhöhe dieser Stühle sollte zwischen 40 und 50 cm liegen. Die Sitztiefe sollte mindestens 38 cm und höchstens 47 cm betragen. – Die Garderobenunterbringung in Kleider­ schränken direkt am Arbeitsplatz – ob im Groß­ raumbüro oder in den Einzelbüros – ist wegen der Erreichbarkeit und Überwachungsmöglichkeit die beliebteste Form der Garderobenunterbringung. Die lichte Weite zwischen den Armlehnen muss mindestens 46 cm betragen.50 38 . M 1:20 Raumpilot Grundlagen 375 Arbeiten . Garderobe Zur Unterbringung der Kleiderablage gibt es verschiedene Möglichkeiten: – Eine Zentralgarderobe im Eingangsbereich entlastet die Geschossflächen.

zu besonderen Treffund Erlebnisräumen des Unternehmens zu werden. Aufgrund der Barrierefrei-Forderung dürfen Höhenunterschiede im Flurbereich nicht durch Stufen überwunden werden. Verteilerfunktion Wesentliche Kriterien für Planung und Beurteilung von Erschließungswegen sind: – Weglänge und Wegzeit – Orientierbarkeit/Übersichtlichkeit – Attraktivität (Aufenthaltsqualität) und Sicherheit Vom Eingangsbereich ausgehend sollte den Besuchern und Nutzern eine gute Orientierung im Gebäude ermöglicht werden.4. soweit keine Sondervorschriften bestehen.Arbeiten Innere Erschließung Verkehrsflächen der vertikalen und hori­ zontalen Erschließung setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: – Treppen. Hierfür können spezielle Leitsysteme erforderlich sein. 376 Raumpilot Grundlagen . Gänge. Verkehrsspitzen. Die infrastrukturellen Knotenpunkte eignen sich besonders zur Anordnung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Teeküchen.Abschnitt 2. Die Breite der Erschließungswege sollte nach derselben Tabelle bemessen werden wie für Ein.2 . Meeting-Points und Pausenräumen.und Ausgänge. Rampen sind bis zu höchsten 6 Prozent Neigung möglich (siehe Kapitel „Treppe“ . Materialaufzüge – Flure. Gänge und Treppen – bieten die Möglichkeit. Gerade die Verkehrsadern – Flure. Verkehrswege als Orte der Kommuni­ kation Die notwendige Infrastruktur der Büro­ gebäude kann bei entsprechender Gestaltung zu Orten der Begegnung und Kommunikation aufgewertet werden. zum Beispiel bei Schichtwechsel.2). sind zu beachten (ASR 17/1. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. Fahrtreppen – Personenaufzüge. Seite 73).

Organisation Raumpilot Grundlagen 377 Arbeiten .

Organisation Arbeiten 379 380 382 383 384 385 386 Arbeitsplatz Bürotypen Zelle Kombi Gruppe Business Club Großraum 378 Raumpilot Grundlagen .

Organisation Arbeitsplatz Grundbaustein der Büroplanung ist der einzelne Arbeitsplatz.beziehungsweise Fassadenrastermaße zwischen 120 cm und 150 cm ab. Funktionsflächen. Aus den geforderten Möblierungsmaßen ergibt sich eine Raumbreite von 220 cm. ein Sideboard wird mit 40 cm Tiefe angesetzt (DIN 4543). Die spezifischen Arbeitsabläufe und Aufgabenstellungen definieren den Grundtypus des Arbeitsplatzes.und Bewegungsflächen. Auf Basis dieser Mindestflächen können die Breite des Raums und das entsprechende Raumachsmaß festgelegt werden. Der Abstand zur Fassade. die Maße von Stell. 160 160 80 180 100 220 Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaße/Bewegungsfläche Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaß/Bewegungsfläche mit Schrank 360 450 20 160 270 40 100 80 20 160 180 180 100 Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 180 cm/450 cm Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 220 cm/350 cm 360 20 160 180 40 100 360 220 100 240 Raster 90 cm / Arbeitsplatzmodul 40 Raster 120 cm / Arbeitsplatzmodul Zellenbüro 120 120 80 Raumpilot Grundlagen 379 Arbeiten 80 220 80 . Aus diesen Maßen leiten sich effiziente Ausbau. Die Mindestgröße eines Schreibtischs beträgt 160 x 80 cm. als Nutzfläche vor dem Tisch werden mindestens 100 cm benötigt. Stauraumflächen sowie Zugangsbreiten et cetera definieren den Flächenbedarf und die Abmessungen des Arbeitsplatzes. Für die Festlegung von Raster und Gebäudetiefe ist daneben auch die Breite und Tiefe eines Doppelarbeitsplatzes mit der Mindestgröße von 8 m² wichtig. Dies ergibt eine Nettofläche von etwa 4 m².

50 < 50 m² Mindest-Raumhöhe in Abhängigkeit zur Grundfläche (Orientierungswerte entsprechend früheren ArbeitsstättenVerordnungen) Lichte Raumhöhe nach Arbeitsstättenverordnung Grundfläche ≤ 50 m² 50 m² bis 100 m² 100 m² bis 2000 m² ≥ 2000 m² Lichte Raumhöhe ≥ 2. • Zellenbüro:Einzelbüros ohne Kommunikationszone können als Einbund.50 m entlang der Fassade möglich.75 m ≥ 3.00 m ≥ 3. Wird eine mittige Kommunikationszone ergänzt. Bei der Planung der Gebäudetiefe sind auch die Grenzwerte für natürliche Belichtung und Belüftung relevant. großräumige und flexible Strukturen unterschieden werden. • Großraumbüro: Großräumige Strukturen bestehen aus mittelgroßen bis geschossgroßen Räumen zur Unterbringung von fünf oder mehr Personen in einer Nutzungseinheit. variable Kommunikationszone für Austausch und Teamarbeit und zusätzlich kleine Arbeitszellen am Rand. • Kombibüro: Kombibüros besitzen eine offene.50 m Grundrisstiefe als Orientierungswert empfohlen.100 m² 1.75 50 . Für die Nutzungsflexibilität werden circa 13. > 100 m² ≥ 2. Bei einer Raumhöhe von 3 m ist eine natürliche Belichtung und Belüftung bis zu einer Raumtiefe von circa 7 . die Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes individuelles Arbeiten bieten. wenn die spätere Nutzung eines Objekts bei Planung noch nicht bekannt ist und/oder langfristige Nutzungswandel ermöglicht werden sollen. so entsteht eine Dreibundanlage.25 m 380 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten ≥ 3. 2.50 m ≥ 2. Solche Strukturen sind besonders geeignet. Flexible Strukturen lassen sowohl klein• räumige als auch großräumige Strukturen zu und ermöglichen eine flexible und reversible Unterteilung der Geschossflächen.oder als Zweibundanlagen organisiert werden. Bürotypen werden nach der unterschiedlichen Raumorganisation unterschieden. Bei dieser Grundrisstiefe ist sowohl eine zweibündige wie auch eine dreibündige Anordnung von Zellenbüros möglich.0 Bürotypen Die Planung von Büroarbeitsräumen erfordert eine Analyse der spezifischen Arbeitsabläufe und Nutzungsanforderungen. ≥ 2. Prinzipiell können kleinräumige.

50 m Kombi 14 bis 20 m (Dreibund) Flurzone 8 bis 12 m² 3.50 bis 4.Organisation Bürotyp Gebäudetiefe Erschließungstyp AP-Flächenmodul Raumtiefe Einzelarbeitsplatz.60 bis 4.30 bis 3 m 3.50 bis 4.50 m ≥3m Raumpilot Grundlagen 381 Arbeiten Entwurfsprinzip Bürotyp/Erschließungssystem .50 m ≥ 2.50 bis 7 .50 m 2.50 m 2. zwei Achsen Doppelarbeitsplatz.50 m 2.50 bis 5. drei Achsen lichte Raumhöhe Zelle 7 bis 10 m (Einbund) Flur 10 bis 14 m² 3.75 bis 3 m Gruppe 12 bis 24 m Flurzone 12 bis 15 m² 5 bis 15 m 3.30 bis 3 m 3.50 m ≥ 2.60 bis 4.50 m 2.40 bis 3 m 3.50 bis 5.60 bis 4.50 m Zelle 12 bis 14 m (Zweibund) Flur 10 bis 14 m² 3.40 bis 3 m 3.50 m 2.50 bis 4 m reversibel 14 bis 16 m 8 bis 15 m² 3.

Sonnenschutz und Raumklima Nachteile mangelnde Kommunikation der Mitarbeiter unterein­ ander schlechte Integration hoher Flächenverbrauch 382 Raumpilot Grundlagen . Fassadenraster und Raumtiefe bestimmen die genauen Abmessungen des Zellenbüros. Ausstattung et cetera er individuell bestimmen kann. Die Standardbelegung geht von einem gleichwertigen Mischverhältnis von Einzelräumen (1 Mitarbeiter) zu Mehrpersonenräumen (2 bis 5 Mitarbeiter) aus. Das Fassadenraster bestimmt die Anschlussmöglichkeiten der Trennwände und fixiert damit ihre möglichen Positionen. wobei eine größere Gebäudetiefe unter Umständen schmale. dunkle Erschließungsflure zur Folge hat. oft nur künstlich beleuchteten Flur. Das Zellenbüro bietet dem Nutzer einen ihm persönlich zugeordneten Arbeitsbereich. 1320 450 420 450 135 Der Typus funktioniert als Ein-. Die Standardgröße liegt zwischen 10 und 14 m². Zu unterscheiden sind Standardzellen mit nicht verschiebbaren und Komfortzellen mit verschiebbaren Bürotrennwänden. Charakteristisch für Zellenbürostrukturen ist die Aneinanderreihung von Einzel. 270 405 Zelle Vorteile hohe Individualität durch kleinere Bürogemeinschaften störungsfreies Arbeiten Kommunikation mit den Zimmerpartnern Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Zellenbüros individuelle Regulierung von Beleuchtung.oder Dreibund.Arbeiten Zelle Das Zellenbüro – die „klassische“ Büroform – ermöglicht individuelles und konzentrier­ tes Arbeiten. Zwei. Dadurch kann eine stärkere Identifikation mit dem Arbeitsplatz erfolgen als in Großraumstrukturen mit wechselnder Platzbelegung. die nur über die Stirnseiten Licht erhalten. siehe Kapitel „Rettung“ . Seite 99108). über dessen Ablage. Raum­ klima. Die Erschließung erfolgt meist über einen als Rettungsweg ausgebildeten Flur (notwendiger Flur.und Mehrpersonenbüros entlang der Fassade. Die innere Erschließung erfolgt meist über einen gemeinsamen.

die aufgrund reduzierter Raumtiefe deutlich kleiner sind als übliche Zellenbüros. Diese Raumstruktur soll einen schnellen Wechsel zwischen konzentriertem Arbeiten und Kommunikation ermöglichen.Organisation Kombi Das Kombibüro soll die Vorteile von Zellenbüros und Großraumbüros kombinieren. Die ungestörte. Bei Bedarf kann sowohl konzentriertes individuelles Arbeiten wie auch Kommunikation mit anderen oder Gruppenarbeit ermöglicht werden. der Mittelbund wird durch einen offenen Gemeinschaftsbereich ersetzt. Die Wirtschaftlichkeit ist durch hohe Standardisierung der Arbeitsplätze und eine effiziente Flächenbelegung begründet.50 m empfohlen. Der Anteil der natürlichen Belichtung und Belüftung liegt beim Einzelarbeitsplatz bei 80 bis 90 Prozent. Die Mittelzone muss bezüglich Belichtung und Belüftung kontrolliert unterstützt werden. Um ausreichend Platz für die Funktionen in der Mittelzone zu gewährleisten. Strukturell ist das Kombibüro ein Dreibund: Entlang der Fassade reihen sich Standardarbeitsplätze in Raumzellen. wird eine Gebäudetiefe von mindestens 13. konzentrierte Einzelarbeit findet in den individuellen Zellen statt. 360 110 400 110 360 Kombi Vorteile guter Kundenbereich hohe Nutzerakzeptanz Konzentration und Kommunikation möglich Wechsel zwischen Team-/ Projektarbeit und Einzelarbeit gut möglich Nachteile Durchgangsbereiche störende Transparenz seltene Nutzung der Gemeinschaftszone Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Kombibüros 270 Raumpilot Grundlagen 383 Arbeiten . Die Auslagerung von Funktionsbereichen in die Mittelzone erlaubt diese Platzersparnis.

Geringere Raumgrößen und Raumtiefen bis 7 .bis dreibündigen Typologie mit großen Mehrpersonenzellen unterschieden. Das Gruppenbüro ist für Arbeitsabläufe konzipiert.Arbeiten Gruppe Das Gruppenbüro ist eine Weiterentwicklung des Großraumbüros. ist eine Geschosshöhe von circa 3. flurlosem Allraum und einer ein. Wird die Versorgung mit technischer Infrastruktur durch einen Hohlraumboden flächendeckend gewährleistet. Die Erstellungskosten von Gruppenbüros sind durch geringere technische Vorhaltungen eher geringer einzustufen als beim Großraumbüro. Die Steuerung des Raumklimas kann meist weitgehend eigenständig im jeweiligen Gruppenbereich erfolgen. die zusammengehörige Organisati- onseinheiten. Kleingruppen. üblicherweise arbeiten in einer Einheit maximal 25 Mitarbeiter. Die anzusetzende Fläche ist mit circa 21 m² pro Arbeitsplatz relativ gering. Die Büroeinheiten sind jedoch deutlich kleiner. 700 650 Gruppe Vorteile spontane Kommunikation Teamarbeit Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Gruppenbüros kurze Wege Identifikationsmöglichkeit Nachteile gegenseitige Störung hoher Fassadenanteil Zwangsbindung 384 Raumpilot Grundlagen .oder Teamarbeit mit spontaner Kommunikation erfordern.50 bis 4 m erforderlich.50 m ermöglichen natürliche Belichtung und Belüftung der Arbeitsplätze. Bei bis zu 25 Mitarbeitern pro Büroeinheit wird zwischen loftartigem.

Der Verzicht auf feste Einzelarbeitsplätze und auf individuelle Ablageflächen erlaubt oft eine gewisse „Überbelegung“ . eine lichte Raumhöhe von mindes­ tens 3 m. das Raumangebot ist jedoch vielfältiger: weniger Standardarbeitsplätze. Das Fassadenraster ist auf die Belegungsstruktur und Flexibilität der Zellen abzustimmen. Begegnungszonen und Lesebereiche. entsprechende Investitionskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Gebäude. Lounges. Die Grundstruktur ist nahezu die gleiche. die häufig über 100 m2 liegt.und Steharbeits­ plätze. Besprechungsräume. Die Erschließungsfläche wird komplett als Nutzfläche angerechnet und erfordert wegen der Fläche.Organisation Business Club Der Business Club ist eine Weiterentwicklung des Kombibüros. Dies erlaubt eine Minimierung der Einzelarbeitsplatzfläche auf 8 m² zugunsten der „Sonderzone“ . vermehrt Gruppen. Der Business Club wird teilweise als eine non-territoriale Büroorganisation realisiert. Business Club Vorteile flächeneffizient offener Raumeindruck hohe Flexibilität der Arbeitsplätze hohe Präsentationsqualitäten Nachteile eingeschränkte Vertraulichkeit Durchgangsbereiche geringere Aneignungs­ potenziale geringe Nutzerakzeptanz Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Business Clubs 540 405 Raumpilot Grundlagen 385 Arbeiten 360 150 840 . Die Anforderungen an die technische Ausstattung und Flexibilität der einzelnen Arbeitsplätze und der „Sonderzone“ sind hoch. für die Sonderzone muss meist unterstützende Technik eingesetzt werden. Je nach Gebäudetiefe ist der Anteil natürlich belichteter und belüfteter Arbeitsplätze unterschiedlich. sondern belegen projektbezogen temporäre Arbeitsplätze. Mitarbeiter besitzen keinen festen persönlichen Arbeitsplatz mehr.

Vorteile des Großraumbüros sind der minimierte Platzbedarf für den Einzelarbeitsplatz und die Multifunktionalität der Fläche. Toiletten und Garderoben. Nachteile können durch die erforderliche hohe technische Ausstattung entstehen. Die hohe Belegungsdichte erlaubt eine optimierte Fläche pro Mitarbeiter von unter 21 m². Die Wirtschaftlichkeit des Großraumbüros ist angesichts der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und der erhöhten Betriebskosten für die Flexibilität kritisch zu bewerten. von denen aus die Nutzfläche flurlos erschlossen wird. wie auch die Teeküchen. Eine individuelle Steuerung des Raumklimas ist darüber hinaus kaum möglich. gegenseitige Störung (Lärmpegel) hohe Investitionskosten fließende Arbeitsabläufe Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Großraumbüros variable Flächenzuordnung 386 Raumpilot Grundlagen . der flexibel einteilbar ist. Das Fassadenraster spielt eine untergeordnete Rolle. zwingt die erforderliche Versorgung mit Licht und Luft bei großen Raumtiefen zu einer erhöhten technischen Ausstattung. da die Raumaufteilung über mobile Stellwände oder Raum-inRaum-Systeme erfolgt. Einzige feste Teile sind die Treppenkerne mit Aufzug. 1350 Großraum Vorteile intensive Kommunikation Teamarbeit möglich Nachteile Hierarchie von Fensterbereich zu Kernbereich geringe individuelle Steuerung des Raumklimas möglich keine Rückzugsmöglichkeiten. Der durchschnittliche Arbeitsplatzbedarf pro Mitarbeiter wird mit circa 12 bis 15 m² angesetzt. Wenn sehr viele Mitarbeiter auf einer Ebene untergebracht werden.Arbeiten Großraum Charakteristisch für das Großraumbüro ist ein großer. Vor allem bieten aber die gegenseitigen Störungen durch fehlende Abschirmung des einzelnen Arbeitsplatzes und die geringeren Möglichkeiten zur „Aneignung“ des persönlichen Arbeitsplatzes immer wieder Anlass zur Kritik. weitgehend stützenfreier Raum. die problemlos Umorganisa­ tionen erlaubt.

Raster Raumpilot Grundlagen 387 Arbeiten .

50 m 388 Raumpilot Grundlagen .20 m Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.Arbeiten 389 390 391 391 392 392 392 393 394 396 398 Raster Rastergrundmaß Rastermaße Modulordnung Ausbau.und Konstruktionsraster Stützenstellung Tiefgarage Flächenmodule Rastermaß 1.

Raster Raster Bei baulichen Rastern unterscheidet man zwischen: – Rastergrundmaß und – Rasterart. um eine wirtschaftliche Ausführung zu ermöglichen. Eine Rasterung in Gebäudequerrichtung kann aber bei einem freistehenden Gebäude oder bei Eckgebäuden von gleich großer Bedeutung sein. Bei der Rasterart unterscheidet man zwischen dem Konstruktionsraster. Das Ausbauraster gibt die Grundmaße für die Ausbauelemente wie leichte Innenwände. Bei Gebäuden mit Tiefgaragen muss das Konstruktionsraster (Stützenstellung) der oberen Bürogeschosse in Zusammenhang mit der Organisation und Stellplatzanordnung der Tiefgarage entwickelt werden. Aufgrund unterschiedlicher Lebenszyklen der Bauteile sollte ein anpassungsfähiges Rastermaß gewählt werden (siehe Kapitel „Flexibilität“ . Wird das Konstruktionsraster gegen das Ausbauraster versetzt angeordnet. dem Ausbauraster und dem Fassadenraster. Allerdings verursacht die Stützenstellung im Raum einen gewissen Raumverlust in den Büroräumen. Die kleinste Rastereinheit bildet normalerweise das Fassadenraster. Seite 401-406) Oft werden Bürogebäude nur in der Längsrichtung gerastert. Raumpilot Grundlagen 389 Arbeiten . Mit Rastergrundmaß – dem Achsmaß – bezeichnet man den Abstand zweier benachbarter Rasterachsen.und Fassadenraster dagegen sollten sich möglichst überlagern. Ausbau. entfallen die Anschlussprobleme von Trennwänden an Stützen. Konstruktions. um Trennwandanschlüsse an der Fassade zu ermöglichen. Unterdecken und demontable Fußböden (beispielsweise Doppelböden) und die Position der Fassade vor.und Ausbauraster können entweder getrennt oder deckungsgleich ausgeführt werden. Auch bei der Positionierung des vertikalen Erschließungskerns muss die Organisation der Tiefgarage mitberücksichtigt werden. Das Konstruktionsraster beziehungsweise Tragwerksraster bestimmt die Position der tragenden Teile (meist Stützen). falls im Erdgeschoss keine Sicherheitskontrolle mit Wechsel der Vertikalerschließung geplant ist.

 Organisation der Tiefgarage Isometrie eines Bürogebäudes mit Darstellung des Konstruktionsrasters (Stützenstellung). des Ausbaurasters und des Fassadenrasters. 390 Raumpilot Grundlagen . Die Fläche eines Arbeitsplatzes. 4. Gebäudestruktur 2. die Lage des Erschließungskerns und die Gebäudetiefe. 5. Standardraumgeometrie Die Stell.40 m.Arbeiten Rastergrundmaß Bei der Entscheidung für ein Rastergrundmaß in der Planung eines Bürogebäudes sollten folgende Aspekte und Parameter berücksichtigt werden: 1. die Büroorganisationsform. 3. Organisationsform Die Organisationsform ist abhängig von den spezifischen Arbeitsabläufen im Unternehmen. Modul Standardbüro  Das Standardbüro bildet den kleinsten Flächenbaustein.und Bewegungsflächen der Möblierung und die Arbeitsabläufe bestimmen die Geometrie eines Raums. Anzahl Standardräume pro Geschoss 7 . Geforderte lichte Raumhöhe 9. Größe und Standard werden durch die Arbeitsstruktur und die spezifischen Anforderungen des Unternehmens festgelegt. Die minimale Breite beträgt 2. auf dem die Unterteilung der größeren Raumzusammenhänge aufbaut. Maximale Raumgröße 8.20 m und die minimale Tiefe 3. Anzahl Arbeitsplätze pro Büro 6. das Geschossmodul und die Organisation der Tiefgarage bedingen gemeinsam die Wahl des Rastergrundmaßes.

15 m2 10.20 m2 14.40 m / 2.40 m 2. lichtes Raummaß bei 10 cm Wandstärke 4.20 m / 5.85 m2 13.00 m / 2. Das Maß 12 M wird bei Bauten mit vielen kleinen Räumen bevorzugt.60 m2 12.00 m2 12.50 m 2 10.40 m Stellplatzbreite senkrecht/schräg 3. da durch die Kleinteiligkeit relativ mehr Bauteile benötigt werden als bei größeren Achsabständen.und Mehrpersonenbüros mit drei oder mehr Achsen günstig gebildet werden können.20 x 9.30 m / 5.40 m 110 cm Kleines Achsmaß. Raumpilot Grundlagen 391 Arbeiten Rastermaße Das Büroachsmaß (Ausbauraster) bestimmt die möglichen Büroraumbreiten. 135 cm Gut geeignet für alle üblichen Bürotypen.80 9.60 m 2.80 m2 0.00 Fahrbahnbreite senkrecht/schräg 8.80 7 .96 m2 11. da es feine Unterteilungen ermöglicht.60 m 4.50 m 2.60 m 6.50 m2 12.90 m 3 1.40 m2 13.00 m 6.72 m2 10.50 m2 .00 x 9. In der Anwendung gilt es jedoch als teurer. Das Maß 18 M gilt als wirtschaftlicher. dass sich aus zwei Achsen ein ausreichend großer EinpersonenArbeitsraum entwickeln lässt und dass auch die weiteren Raumgrößen für Zwei.52 m2 13.80 x 10.40 m. Achsmaß/Konstruktionsraster/Raumgröße Achsmaß Faktor Raumtiefe 3.80 m2 10. Gut geeignet für die Einrichtung einer Tiefgarage.20 m 8. Konstruktion (Fertigung der Fensterelemente) und Statik (Stützenraster) werden aus organisatorischen und flächenökonomischen Gründen meist folgende Raster gewählt: Raumtiefen von 3. Alle drei bauen auf der Modulvorzugsreihe 3 M der DIN 18 000 auf.00 m2 14.00 m / 2.64 m2 9. 150 cm Wirtschaftlich günstig für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.00 10.40 m / 5.20 x 10.50 m2 15.80 m2 9.00 m 5. ermöglicht zudem eine hohe Nutzungsflexibilität auch in kleinräumigen Strukturen.Raster Tragwerk/ Tiefgarage Achsmaß [m] Aufstellung 9. 12 M (120 cm).20 m / 6. Die Koordinationsmaße sind in DIN 18 000 festgelegt.70 m / 2.00 m / 3. Modulordnung Insbesondere für die Verwendung vorgefertigter Elemente im Innenausbau werden die Ausbauelemente mit Hilfe des Ausbaurasters koodiniert.20 m 2 1. unter anderem weil die Zahl der Elemente (Fassadenteilung) und damit die Anschlüsse und die Montagekosten geringer sind.00 m 4.70 m 6.80 m ermöglichen bei diesem Raster Platz für zusätzliche Registraturmöbel.96 m2 14. 125 cm Dieses Achsmaß leitet sich aus dem oktametrischen Maßsystem des Mauerwerkbaus ab.72 m2 8. In der Praxis übliche Raster sind: 9 M (90 cm).15 m2 13.80 m2 12.80 7 . Arbeitsplatztiefe 2.50 m 3.00 x 10. Günstig für die Einrichtung einer wirtschaftlichen Tiefgarage.20 m.35 m 2 1.40 m / 2.80 m 5. Die Anwendung dieses Rasters führt aufgrund seiner Kleinteiligkeit auch zu höheren Kosten.00 m2 12. 18 M (180 cm). das kleinräumige Anpassung ermöglicht.50 m 4.50 m2 12.85 m2 16. Unabhängig von den Faktoren Gestaltung (Fassadengliederung). Achsmaße im Bereich zwischen 120 cm und 150 cm haben den Vorteil.50 m 9.

Arbeiten Ausbau. Schnitt einfeldig zweifeldig symmetrisch zweifeldig asymmetrisch dreifeldig dreifeldig Grundriss Büroebene Zusammenhang von Stützenstellung Tiefgarage und Normalgeschoss 392 Raumpilot Grundlagen . Im Bereich der „freigestellten“ Stützen ist die Möblierbarkeit eingeschränkt. a: Ausbau.und Konstruktionsraster identisch b: Ausbau.und Konstruktionsraster getrennt Tiefgarage Die Tiefgaragenfahrspur und die Stellplätze geben mögliche Stützenstellungen vor und beeinflussen dadurch die Tragstruktur der darüberliegenden Geschosse.und Konstruktionsraster Stützenstellung a: Konstruktionsachsen und Ausbauraster sind identisch: Bei diesem System müssen eventuell Anschlüsse der Trennwände an die Stützen hergestellt werden. es entstehen keine Anschlussprobleme zwischen Trennwänden und Stützen. b: Konstruktionsachsen und Ausbau­ ras­ ter sind nicht identisch: Die Stützen sind nach innen gerückt.

Die aus dem Faktor des Rastermaßes ableitbare Raumbreite und die Raumtiefe bestimmen das Flächenmodul des Standardarbeitsplatzes. Als nachteilig erweisen sich die schlauchartigen Raumproportionen. das zuzüglich der Trennwandstärke von 10 cm ein minimales Raumachsmaß von 2.20 m.35 m und 1. da sie reversible Strukturen und eine wirtschaftliche Anordnung der Tiefgarage ermöglichen.20 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 135 135 135 135 10.50 m erlauben die Übereinstimmung von Fassaden.35 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 150 11. 120 120 8.50 m gelten als die gängigsten Maße.25 m) werden dagegen vier Rasterfelder benötigt.50 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 150 150 Raumpilot Grundlagen 393 Arbeiten .97 m² 120 120 120 120 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1.14 m² 135 135 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1. Für Doppelarbeitsplätze ist das Rastermaß 1. die aus einer Raumtiefe von minimal 3.20 m und 1.60 m resultieren. Das Rastermaß 1.Raster 400 Flächenmodule Der Einzelarbeitsplatz (EA) und der Doppelarbeitsplatz (DA) legen als Grundparameter die Flächenaufteilung fest. Die Rastermaße 1.31 m² Verbindungsgang > 60 150 150 Arbeitsplatzmodul Raster 1. 100 cm Bewegungsfläche und 40 cm für die Schranktiefe ergeben das Maß 2. Rastermaße zwischen 1.20 m leitet sich aus den Minimal­ anforderungen an den Einzelarbeitsplatz mit Schrank ab: 80 cm Schreibtischtiefe. Bei kleineren Rastermaßen (zum Beispiel bei 1. da schon drei Rasterfelder (4.50 m) ausreichen.30 cm erfordert.50 m das wirtschaftlichste Modul.und Ausbauraster. wodurch sich funktional nicht notwendige unwirtschaftliche Raumabmessungen ergeben.

20 m / 4. dass die Grenze von 15 m als Maximalmaß für natürliche Belichtung und Belüftung überschritten wird und zusätzliche Beleuchtung und Belüftung erforderlich werden.20 m erlaubt eine sehr geringe.20 m/Konstruktionsraster Rasterführung 500 680 500 300 240 Grundriss Konstruktionsraster/ Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 394 Raumpilot Grundlagen . Bei dem Arbeitsplatzmodul von 2.80 m. wobei sich bei einer reinen Zellenstruktur allerdings eine sehr tiefe Mittelzone ergibt.20 m Das Rastermaß 1. obwohl es ein kleines Rastermaß darstellt.80 m / 7 . Es ist somit bauteiloptimiert und gilt als wirtschaftlich. Diese Gebäudetiefe ist jedoch reversibel.80 m 2. Achsmaß 1. Das Doppelte des Rastermaßes 1.Arbeiten 1680 480 720 480 Rastermaß 1.20 m EA 2. Nachteilig und unwirtschaftlich ist bei der Gebäudetiefe von 16.80 m 1.40 m.20 m entspricht dem Modulmaß 12 M der Vorzugsreihe 3 M der Modulordnung DIN 18 000.30 m (10 cm Wandstärke) und wird bei wirtschaftlichen Bauten mit vielen kleinen Zellenbüros bevorzugt.40 m und eine Fahrgasse mit der Breite von 6.20 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 720 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster 16.80 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. DA 4. minimale Einzelraumbreite von 2.80 m angeordnet werden.40 m Breite kann bei deckungsgleichem Ausbauund Konstruktionsraster in der Tiefgarage ein Stellplatz mit der Breite von 2.80 m 4.40 m x 5 m 6.

Raster 480 7 20 480 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 120 120 120 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone. Erschließungskern peripher Raumpilot Grundlagen 395 Arbeiten .

05 m / 8. da sich bei kleineren Rastermaßen oft ungünstigere schlauchartige Raumproportionen ergeben. Grundriss Achsmaß 1.35 m/Konstruktionsraster 500 620 500 270 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 396 Raumpilot Grundlagen 300 .35 m Auch das Rastermaß 1.70 m.70 m x 5. Besonders vorteilhaft für die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes ist bei diesem Rastermaß eine Gebäudetiefe von 16.10 m / 4.35 m-Raster sind sehr anpassungsfähig.35 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 810 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.35 m-Rasterung möglich. DA 4.20 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. das Raster erlaubt vielfältige Unterteilungsmöglichkeiten und lässt zusätzlich die wirtschaftliche Gestaltung einer Tiefgarage in den Untergeschossen zu.00 m 6.05 m 2.20 m 1. Alle üblichen Arbeitsplatzabmessungen sind in der reversiblen 1.05 m 4. Als effizient und wirtschaftlich hat sich dieses Rastermaß beim Einzelzimmer des Kombibüros und beim Zellenbüro erwiesen. Gebäudestrukturen mit 1.20 m.70 m entspricht dabei der Breite des darüberliegenden Einzelarbeitsplatzes. Die Stellplatzbreite von 2.35 m lässt sich aus den Anforderungen des Einzelarbeitsplatzes mit Schrank ableiten. es erlaubt eine Schreibtischtiefe von 90 cm und zusätzliche Möblierung.Arbeiten 1620 405 810 405 Rastermaß 1.35 m EA 2.

Raster 405 810 405 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 135 135 135 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone Raumpilot Grundlagen 397 Arbeiten .

50 m/Konstruktionsraster 500 650 500 300 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 398 Raumpilot Grundlagen 300 . da geringere Tiefen nur bedingt für Kombibürostrukturen geeignet sind. Abgeleitet von dieser Doppelarbeitsplatzbelegung einer Zellenstruktur ergibt sich beim Zweibund eine für Deutschland übliche Gebäudetiefe von 12 m bis 13 m. die verschiedene Bürotypen und Unterteilungen erlaubt.Arbeiten 1650 450 7 50 450 Rastermaß 1.50 m ergeben.00 m x 5. da drei Rastereinheiten eine Raumbreite von 4. die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes und eine reversible Büroform.und Gebäudequerrichtung.50 m ist besonders wirtschaftlich für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.50 m als effizient und reversibel.00 m 6.50 m offeriert eine Rasterung in Gebäudelängs. Grundriss Achsmaß 1.50 m EA 3. DA 4.50 m entsprochenwerden.50 m 3. Bei kleineren Rastermaßen erfordert das Doppelarbeitsplatzmodul mit 17 . Eine Gebäudetiefe von 16.50 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1. Der Anforderung nach Nutzungsneutralität kann mit dem Rastermaß 1.50 m 4. was unwirtschaftlicher ist.50 m / 7 .50 m 1. Das Rastermaß 1.50 m vielfältige Unterteilungen der Bürogeschosse und zusätzlich auch eine wirtschaftliche Anordnung der Stellplätze in der darunter angeordneten Tiefgarage.50 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 900 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16. Im europäischen Raum gelten Gebäudetiefen ab etwa 13.50 m² jedoch vier Rastereinheiten.00 m.50 m Auf der Basis des Flächenmoduls für einen Doppelarbeitsplatz erlaubt das Rastermaß 1.50 / 4.

Raster 450 750 450 Großräumige Gruppen/ Großraumstruktur 150 150 150 Kleinräumige Zellen/ Kombi­ bürostruktur Mittelzone Raumpilot Grundlagen 399 Arbeiten .

Arbeiten 400 Raumpilot Grundlagen .

Flexibilität Raumpilot Grundlagen 401 Arbeiten .

20 m Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.50 m 402 Raumpilot Grundlagen .Flexibilität Arbeiten 403 404 405 406 Flexibilität Rastermaß 1.

In den folgenden Beispielen sind die möglichen Aufteilungsvarianten bei unterschiedlichen Achsrastern dargestellt.50 m und 14 m Gebräuchlichste Achsmaße: a = 120 cm – kleines Achsmaß – seltenere Anwendung Großraumbüro a = 135 cm – mittelgroßes Achsmaß – sehr häufige Anwendung – gut kombinierbar mit Stellplatzraster in Tiefgaragen 4 x 1. der Büroorganisation und der Erschließung. Die Gebäudetiefe ist abhängig von der Größe des Arbeitsplatzes. Dabei werden die Flexibilitätspotenziale bei drei Organisationsformen mit zwei verschiedenen Gebäudetiefen aufgezeigt: Gebäudetiefen: 12. Die Schwierigkeit besteht darin.40 m (2 Stellplätze mit Stütze) a = 150 cm – breites Achsmaß – seltenere Anwendung – gut geeignet für Doppelarbeitsplätze (Zelle) Das optimale Achsmaß ist von der jeweils vorrangig gewünschten Organisationsform (Zellen. die optimale Gebäudetiefe zu finden.oder Gruppenarbeitsplatz) und der Gebäudestruktur (zum Beispiel Tiefgaragenanordnung) abhängig. in der sowohl Zellenbüros. Gebäudeanschlüsse (seitlich) und Drehung der Achsen um 90° bei winkelförmigen Anschlüssen (Kammbebauung oder Blockrandbebauung) beachten! Gruppenbüro mit offener Arbeitsfläche Zellenbüro Kombibüro Verhältnis von Raum/Erschließung blau: Nutzfläche (Haupt-/Nebennutzfläche) weiß: Erschließung Raumpilot Grundlagen 403 Arbeiten .35 m = 5.Flexibilität Flexibilität Das flexible sogenannte „reversible Büro“ soll für möglichst alle Büroorganisationsformen geeignet sein. Hinweis: Gebäudeabschluss (Stirnseite). Kombibüros wie auch Großraumbüros wirtschaftlich und sinnvoll untergebracht werden können.

20 m genutzt werden kann.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. die erst ab 3. 540 320 540 120 120 120 120 120 Zellenbüro 120 120 120 650 150 450 120 120 Gruppenbüro 120 120 120 120 1250 120 120 Großraumbüro 120 120 120 120 120 120 . 860 155 385 120 120 120 120 120 120 120 120 120 mit Mittelzone. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. 385 155 320 1400 155 385 120 360 130 270 1250 130 360 404 Raumpilot Grundlagen 120 120 Kombibüro 120 120 120 490 270 490 mit Einzel.und Doppelzimmern. 1400 120 120 120 120 120 120 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.Arbeiten Rastermaß 120 cm 120 120 120 120 120 120 120 mit drei.

beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die erst ab 3.20 m genutzt werden kann.und Doppelzimmern. 1400 135 135 135 135 135 135 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche. 540 320 540 135 135 135 135 135 135 Kombibüro mit Mittelzone. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. 860 155 385 135 135 135 135 135 Zellenbüro mit Einzel.Flexibilität Rastermaß 135 cm 135 135 135 135 135 mit drei. 385 155 320 1400 155 385 135 360 130 270 1250 130 360 Raumpilot Grundlagen 405 135 135 135 135 135 490 270 490 135 135 135 135 Arbeiten 650 150 450 135 135 135 135 Gruppenbüro 135 135 135 135 1250 135 135 Großraumbüro 135 135 135 135 . die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.

und Doppelzimmern. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. 385 155 320 1400 155 385 150 360 130 270 1250 130 360 406 Raumpilot Grundlagen 150 150 150 150 150 515 220 515 150 150 150 150 650 150 450 150 150 Gruppenbüro 150 150 150 150 1250 150 150 Großraumbüro 150 150 . 540 320 540 150 150 150 150 150 150 150 Kombibüro mit Mittelzone. die erst ab 3. 860 155 385 150 150 150 150 Zellenbüro mit Einzel. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken.20 m genutzt werden kann.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. 1400 150 150 150 150 150 150 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung.Arbeiten Rastermaß 150 cm 150 150 150 150 150 mit drei.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 407 Arbeiten .

Arbeiten 409 410 411 412 415 415 416 417 Einleitung Pausenraum Teeküche Toilettenanlagen Putzraum Erste Hilfe Liegeraum Kopierraum 408 Raumpilot Grundlagen .

Hier ist aufgrund der gegenseitigen Abschirmung im Einzelbüro der Kontakt zu Kollegen meist eingeschränkt.Nebenräume Einleitung Die Funktionen „Service und Erholung“ haben in den letzten Jahren in Verwaltungsbauten stark an Bedeutung gewonnen. Bei Gruppenbüros oder Großraumbüros kann dagegen der Informationsaustausch viel leichter und spontaner stattfinden. Kommunikation kann prinzipiell aber überall stattfinden. Hauptkommunikationspunkte sind traditionell die Teeküchen. Genügend Ausgleich zur Arbeit und Erholung gelten als Voraussetzung für die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität am Arbeitsplatz. Damit Essenspausen und sonstige Arbeitspausen jederzeit auch individuell gestaltbar sind. Dies ist besonders wichtig bei Büroorganisationsformen mit vielen Einzelarbeitsplätzen. Auch im Foyer. Sie sind Bestandteil der „weichen“ Faktoren. Um die informelle Kommunikation bei zufälligen Treffen zu fördern. Hierfür können in größeren Verwaltungsbauten spezielle Ruheräumen oder Ruhezonen angeboten werden. die das Wohlbefinden der Beschäftigten beeinflussen und sich auch auf deren Arbeitsleistung und Produktivität positiv auswirken. im Flur oder im Kopierraum. hygienischen (Luftqualität) und visuellen (gute Beleuchtung/ Blendschutz) Behaglichkeit beeinflusst auch die „Büro-Attraktivität“ (Gestal­ tungs­­ qualität) das Wohlbefinden der Beschäftigten. Neben Kommunikationsräumen sind auch Raumangebote für die Erholung und Entspannung wichtig. die Pausenräume und die Kantinen.und Nebenräumen erhöht die Attraktivität des Arbeitsplatzes. Einzelarbeitsplatz Kommunikationsfläche Einzelarbeit Austausch von Informationen Gruppenbüro Teamarbeit offene Arbeitsfläche Prozessarbeit Interaktion Interaktion und Kommunikation innerhalb verschiedener Bereiche Raumpilot Grundlagen 409 Arbeiten . müssen entsprechend attraktive Raumangebote auch im Bereich der Erschließung und der Nebenräume zur Verfügung stehen. Ein Angebot an funktionalen und qualitätvoll gestalteten Pausen. Neben der thermischen. ist eine Lage der Teeküchen und Pausenräume in der Nähe der Arbeitspätze wichtig.

Der Pausenbereich muss so gelegen sein. die entsprechend der Zahl der Arbeitnehmer errechnete Grundfläche für ausreichende Verkehrswege um 10 Prozent zu vergrößern. in denen weniger als zehn Beschäftigte tätig sind. wird empfohlen. in denen sich bis zu 50 Arbeitnehmer gleichzeitig aufhalten sollen. Eine Ausnahme ist möglich. zu denen üblicherweise auch Dritte (zum Beispiel Kunden) Zutritt haben – falls Beschäftigte Hitze. Hinweise zu den Anforderungen an Pausenräume sind unter anderem in der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR §29. erforderlich. dass er innerhalb von fünf Minuten für jeden Beschäftigten zu erreichen ist. Bei Pausenräumen. Staub. Ein Pausenraum muss mit Tischen und Sitzmöglichkeiten in ausreichender Menge möbliert sein. Blatt 2 zu finden. > 1 m2 20 Personen. 1 Person. Kälte. den Mitarbeitern einen Pausenraum oder Pausenbereich zur Verfügung zu stellen. in denen gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gegeben sind. erforderliche Grundfläche entsprechend ASR § 29 M 1:100 410 Raumpilot Grundlagen . > 20 m2 Pausenraum. Pro Person muss mindestens 1 m² Fläche zur Verfügung stehen.und Gesundheitsgründe dies erfordern. Pausenräume oder Pausenbereiche sind auch in Arbeitsstätten. Nässe.Arbeiten Pausenraum Die ArbStättV 2004 fordert vom Arbeitgeber bei mehr als zehn Beschäftigten oder wenn Sicherheits. zum Beispiel: – bei der Beschäftigung in Räumen ohne Sichtverbindung nach außen – bei der Beschäftigung in Räumen. 1-4) und in der VDI Richtlinie 6000. Lärm oder gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind oder überwiegend im Freien arbeiten. wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind. Bei Sitzbänken ist pro Person eine Sitzbreite von 60 cm einzuplanen.

eine Herdplatte oder eine Mikrowelle integriert werden. muss den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden. 60 60 210 90 85-95 Lüftung Da auch in einer Teeküche Gerüche und Dämpfe entstehen. Wenn eine Teeküche mit dem Pausenraum kombiniert wird. Ansicht und Grundriss. M 1:50 120 180 Raumpilot Grundlagen 411 Arbeiten Abfälle Der im Küchenbereich entstehende Abfall unterscheidet sich von den üblichen Abfällen im Arbeitszimmer. Zur Grundausstattung gehört ein Kühlschrank. eine Spüle mit Abtropffläche. beliebig erweiterbar. Zudem sollte ausreichend Stauraum für Geschirr und Vorräte vorhanden sein. Die Größe der Einbaugeräte entspricht weitgehend den Maßen von Küchenausstattungen im Wohnungsbau. ist ihre Größe und Beschaffenheit von der Anzahl und den Anforderungen der Nutzer abhängig. muss eine ausreichende Lüftung vorhanden sein. 40 40 60 65 215 . Falls sie angeboten werden. müssen raumlufttechnische Anlagen in L90 vorhanden sein. Wenn eine natürliche Lüftung nicht möglich ist. mitgebrachte Speisen und Getränke kühl lagern und bei Bedarf aufwärmen zu können (ASR § 29).Nebenräume Teeküche Teeküchen werden in der ArbeitsstättenRichtlinie nicht gefordert. Blatt 2 mindestens 1 m² Fläche je Person gefordert. Falls keine Betriebskantine zur Verfügung steht. Eine integrierte Mülltrennung sollte berücksichtigt werden. 60 60 60 210 90 Teeküche mit Grundausstattung. eine Kaffeemaschine und ein Geschirrspüler. Bei Bedarf muss auch ein Herd. Um den Brandschutz sicherzustellen. Die Ausstattung kann differieren. ist entsprechend ASR § 29 beziehungsweise VDI 6000. muss mechanisch entlüftet werden (siehe DIN 68905).

wenn es sich um eine einzelne Toilette mit direkt zugeordnetem Waschbecken handelt. die WC-Kabinen müssen abgesperrt werden können. Urinale für die Männer sollten mit Sichtschutzwänden versehen sein. Auf diesen kann nur verzichtet werden. 1:50 412 Raumpilot Grundlagen . § 37 – Gültigkeitsdauer beachten!) und in den VDI-Richtlinien 6000.Arbeiten Toilettenanlagen Die geforderte Anzahl an Waschbecken. Quelle: ASR § 37 Frauen WC-Sitze Waschtische 38 Männer WC-Sitze 98 60 Urinale Waschtische bis 5 1 1 bis 5 1 1 1 bis 10 1 1 bis 10 1 1 1 bis 20 2 1 bis 25 2 2 1 bis 35 3 1 bis 50 3 3 1 bis 50 4 1 bis 75 4 4 1 bis 65 5 1 bis 80 6 2 bis 100 bis 120 7 2 bis 160 7 7 2 8 2 bis 190 8 8 2 bis 140 9 2 bis 220 9 9 2 bis 160 10 2 bis 250 10 10 2 bis 100 bis 130 5 5 1 6 6 2 20 35 75 20 Mindestmaße Urinal M. Blatt 2 festgelegt. 20 65 105 20 Mindestmaße Waschtisch Ab fünf Beschäftigten müssen getrennte Toiletten für Männer und Frauen vorhanden sein. außerdem muss ein Vorbereich vorgesehen werden. an Toiletten für Frauen und an Toiletten und Urinalbecken für Männer sind in den Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR. 50 60 40 85 Mindestmaße WC-Sitz bei Türanschlag nach außen 65 125 20 75 125 Notwendige Menge an Sanitärelementen pro Anzahl Beschäftigte. Die Toilettenanlage darf von außen nicht einsehbar sein.

Für ausreichende Lüftung und Belichtung ist zu sorgen.6 m² 14. Blatt 2 / November 2007 / Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Arbeitsstätten und Arbeitsplätze gibt Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten. Toilettenpapier und -halter in jeder Kabine.1 m² 2. Toilettenanlagen sollten möglichst in der Nähe zu Pausen. 150 cm Tiefe sind gefordert bei Türanschlag nach innen 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 413 Arbeiten 30.8 m² 9. Waschtisch.0 m² 15.0 m² Frauen 1.551 190 ► VDI-Richtline 6000.0 m² ► Zur Planung von barrierefreien öffentlichen Toiletten siehe Seite 550. eine natürliche Lüftung ist nicht zwingend erfoderlich. Der Weg zwischen Arbeitsplatz und Toilette darf nicht über mehr als ein Stockwerk oder durchs Freie führen.5 m² 38. 75 90 65 165 318 10 42 150 50 Urinal.3 m² 8. aber empfehlenswert (siehe ASR § 37).0 m² .0 m² Männer 3. Benötigte Quadratmeter für Toiletten (aufgerundet) Türaufschlag innen Einzelkabinen ohne Waschbecken 2 WC 4 WC 10 WC Türaufschlag außen Einzelkabinen ohne Waschbecken Einzelkabinen 2 WC 4 WC 10 WC Männer 10. Toiletten müssen gut erreichbar sein.2 m² 18.und sonstigen Aufenthaltsräumen angeordnet werden.0 m² 26.5 m² 11. Im Vorraum müssen für je zwei Waschtische ein Seifenspender und eine Handtrocknungsvorrichtung zugeordnet werden. Die Anforderungen an Barrierefreiheit in Verwaltungsbauten müssen zusätzlich beachtet werden (barrierefreie Toiletten siehe Seite 550-551).3 m² 40. sie dürfen nicht mehr als 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein. Die ArbeitsstättenRichtlinien ASR gelten nur bis 2010.Nebenräume Für Toilettenanlagen und Vorräume sind bestimmte Mindestabmessungen gefordert (siehe Abbildungen). WC-Kabine.0 m² Frauen 1.8 m² 17 . Zur weiteren Ausstattung einer Toilettenanlage gehören Kleiderhaken.

Arbeiten 120 ca. 320 ca. Türaufschlag nach innen WC-Kabinen zweibündige Anlage. Türaufschlag nach innen 150 268 115 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen 125 283 155 120 ca. 320 85 85 WC-Kabinen. 320 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach innen mit gegenüberliegenden Urinalen 150 333 180 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen mit gegenüberliegenden Urinalen 125 353 225 85 120 Putzraum alternativ 120 85 Putzraum alternativ 85 85 WC-Kabinen zweibündige Anlage. 320 ca. Türaufschlag nach außen 125 200 456 125 85 150 125 431 150 85 M 1:100 414 Raumpilot Grundlagen .

65 100 Erste Hilfe Für Notfälle muss ein Erste-Hilfe-Kasten jederzeit leicht zugänglich sein.1. Im Wagen sind sämtliche Reinigungsmittel und -geräte untergebracht. muss ein Sanitätsraum zur Verfügung stehen. Blatt 2. . 190 20 50 20 100 65 Raumpilot Grundlagen 130 415 Arbeiten Putzraum Möglichst auf jedem Geschoss sollte mindestens ein Putzraum vorhanden sein. ist ein separater Müllraum pro Geschoss oder eine zusätzliche Stellfläche im Putzraum notwendig. 5. Die genauen Anforderungen sind in den VDI-Richtlinien 6000. Ansicht und Grundriss Mindestmaße. Der Verbandkasten muss gut und schnell erreichbar und durch das Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Mittel gekennzeichnet sein.3 beziehungsweise in der ArbeitsstättenRichtlinie ASR unter § 38 festgelegt. Für bis zu 50 Beschäftigte reicht ein sogenannter „Kleiner Verbandkasten“ . In Pausenräumen oder Teeküchen muss mindestens ein Behälter mit Deckel zur Verfügung stehen (ASR § 29).Nebenräume Müllabstellfläche Der anfallende Müll wird bei Bürogebäuden meist im Kellergeschoss oder außerhalb des Gebäudes in Containern gesammelt und zwischengelagert. Putzraum. M 1:50 65 Mülleimer In Büroräumen und in Gemeinschaftsräumen müssen ausreichend Abfallbehälter vorhanden sein. bei bis zu 300 Beschäftigten ist ein „Großer Verbandkasten“ gefordert. Falls in jeder Geschoss­ ebene Müll gesammelt wird. Sanitätsraum Bei Betrieben mit über 1000 Beschäftigten oder bei Beschäftigungen mit besonderer Unfallgefahr (bei Betrieben ab 100 Beschäftigten). In großen Betrieben sollte auch ein kleiner Aufenthaltsbereich für das Reinigungspersonal vorgesehen werden. Für die Größe gibt es keine Vorgaben. Für Putzwägen werden ausreichend Abstellflächen benötigt. Ein Ausgussbecken ist notwendig. Er kann direkt der Toilettenanlage zugeordnet werden. dieses ist nach DIN 68906 mit Spritzwänden gegen Schmutzwasser und mit einem Rost für das Abstellen von Eimern auszustatten. gleiches gilt für die Toilettenräume (ASR § 37).

1) bis 20 bis 50 bis 100 bis 300 bis 500 1 2 3 4 5 200 Mindestfläche Liegeraum. muss die Höhe zwischen 45 cm und 50 cm betragen. Wenn nur eine einzige Liege erforderlich ist. Die Liege muss gepolstert und aus hygienischen Gründen mit einer waschbaren oder wegwerfbaren Oberfläche versehen sein. Die Mindestmaße für eine Liege betragen 1.90 m. Größere Vorräte an Büromaterialien und Altakten werden dagegen meistens in Kellergeschossen gelagert oder sogar ausgelagert. Notwendige Anzahl an Liegen pro beschäftigte Frauen (ASR § 31. Um das Liegen und Aufsitzen zu erleichtern.50 m für spezielle Liegeräume eine Raumbreite von mindestens 1. Die Liege kann in diesem Fall zum Beispiel in einem Pausenraum aufgestellt werden.Arbeiten 45 50 Liegeraum Entsprechend der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR. dass die Person im Bedarfsfall ungestört ist. Ansicht und Grundriss. muss kein separater Liegeraum geplant werden. Die geforderte Anzahl ist in nebenstehender Tabelle aufgeführt.20 m vor der Liege ergibt dies bei einer Raumhöhe von mindestens 2.1.90 m Länge und 70 cm Tiefe. § 31) muss für schwangere Frauen und stillende Mütter eine Liegemöglichkeit zur Verfügung stehen. Pro Liege müssen zehn Kubikmeter Luftraum vorhanden sein. M 1:50 416 Raumpilot Grundlagen . 190 200 200 > 190 > 70 250 Lagerraum Für Papier und andere häufig gebrauchte Büromaterialien ist ein Lagerraum in der Nähe der Arbeitsplätze sinnvoll. Mit einer Bewegungsfläche von 1. Es muss aber gewährleistet sein.

Für seine Größe gibt es keine Vorgaben.Nebenräume Kopierraum In vielen Büros wird nach wie vor ein Kopierraum gebraucht. normale Größe Großkopierer. Checkliste Kopierraum Kopierer (Anzahl und Größe je nach Bedarf) Aktenvernichter Ablagefläche Papiereimer Lagerfläche für kleinere Papiermengen 29 35 30 Papiereimer 20 l 39 Aktenvernichter 29 58 300 30 100 100 55 60 55 65 110 55 65 130 30 100 160 30 30 160 220 30 30 160 30 80 Kopierer. zweizeilig Raumpilot Grundlagen 65 60 M 1:50 120 417 240 Arbeiten . Im Raum muss ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein. Da Papiermüll anfällt. Vor einem Kopiergerät werden circa 60 bis 70 cm Platz benötigt. Wegen möglicher Geräuschbelästigungen sollte der Kopierbereich beziehungsweise der Kopiererraum abgeschirmt liegen. sind entsprechende Abfallbehälter notwenig. Ein Tisch zum Ablegen und Lagern von kleinen Papiervorräten ist sinnvoll. Bei der Unterbringung von Möbeln wie Schränken und Tischen muss bei der Planung die Möbelfunktionsfläche (DIN 4543-1) beachtet werden. Kopierstation Möblierungsbeispiel für Kopierbereich.

Arbeiten 418 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 419 Arbeiten .

Arbeiten 421 421 422 Schallschutz Schallpegel Schalldämmung 420 Raumpilot Grundlagen .

und Deckenanschlüssen erhöht werde. Falls die Fassade gegen Außenlärm einen höheren Schalldämmwert besitzt als die Raumtrennwände und die weiteren relevanten inneren Bauteilanschlüsse. VDI Richtlinien 2058 Empfohlener Wertebereich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Tatsächliche Geräuschpegel verschiedener Szenarien und vorgeschriebene Richtwerte für den Geräuschpegel am Arbeitsplatz Raumpilot Grundlagen 421 Arbeiten Für die Schalldämm-Anforderungen in Bürogebäuden sind zwei unterschiedliche Werte relevant: – der Geräuschpegel im Innenraumbereich – der Außenlärmpegel. (Weitere Informationen hierzu siehe Herzog/ Krippner/ Lang. Mit verschiedenen Maßnahmen kann die schalldämmende Wirkung von Fassaden und von Trennwand.Schall Schallschutz Hinweise zu den wesentlichen Schallschutzanforderungen an Fassaden in Verwaltungsbauten finden sich in der DIN 4109 beziehungsweise in der VDI-Richtlinie 2719 (Schalldämmung von Fenstern und deren Zusatzeinrichtungen). mechanisierte Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für geistige Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15. 2004) . Schallpegel dB (A) 0 20 30 40 45 55 60 70 80 85 100 120 Hörgrenze Wald Wohnraum Unterhaltung Straßenverkehr Presslufthammer Wert für sonstige Tätigkeiten empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für einfache. Zu diesen Maßnahmen gehört die Ausführung einer zweischaligen Fassadenkonstruktion. Entsprechend der VDI-Richtlinie 2719 werden Fassaden nach ihren bewerteten Schalldämmmaßen in die Schallschutzklassen 1 bis 6 eingestuft (zwischen Schallschutzklasse 1: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w 25-29 dB und Schallschutzklasse 6: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w ≥50 dB). Wichtig ist bei der Festlegung der Schalldämmmaße eine Abstimmung zwischen Fassadenwerten und den Werten der inneren Bauteile. Eine gewisse Schalllängsleitung entwickelt sich über die Außenfassade selbst. Daneben beeinflussen auch die Anschlüsse der Trennwände und der Decken an die Fassade die Schallübertragung zwischen Raumbereichen oder zwischen benachbarten Räumen. dann können interne Geräusche aus den benachbarten Räumen als besonders störend empfunden werden. Eine Erhöhung des Schalengewichts und eine Erhöhung des Schalenabstands können sich weiterhin positiv auswirken.

Mittels einer zweischaligen Fassadenausführung kann eine Verbesserung des Schalldämmmaßes um circa 15 dB im Wandbereich erreicht werden. Mit einer vorgehängten zweiten Schale kann auch der Lärmeintrag bei geöffneten Fenstern in der inneren Schale deutlich verringert werden.Arbeiten Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen. Die verschiedenen Schalldämmmaße bei unterschiedlichem Fensterflächenanteil von Fassaden sind unter der DIN 4109 aufgeführt. laut DIN 4109 Tabelle 8 maßgeblicher Außenlärmpegel dB (A) bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 71 bis 75 76 bis 80 ≥ 80 zu erreichende Gesamtschalldämmung des Außenbauteils dB (A) 30 30 35 40 45 50 Schalldämmung einer „Einfachfassade“ 80 dB(A) 30-50 dB(A) 80 dB(A) 65 dB(A) 30-35 dB(A) Schalldämmung einer schallschutztechnisch optimierten Fassade Schalldämmung über die Fassade Ziel der Schalldämmung der Fassade ist der Schutz der Gebäudenutzer vor störenden Schallbelastungen von außen. Neben dem Gewicht beeinflusst auch der Glasflächenanteil das Schalldämmmaß von Fassaden. 422 Raumpilot Grundlagen .

Luft Raumpilot Grundlagen 423 Arbeiten .

Luft Arbeiten 425 425 426 Lüftung über die Fassade Erforderliche Lüftung Lüftungstechnische Anlagen 424 Raumpilot Grundlagen .

Falls die Lüftungsöffnungen vor Regen geschützt sind und kein Sicherheitsrisiko darstellen (Einbruch). Das entspricht bei üblichen Raumabmessungen (Raumhöhe zu Raumtiefe 1:2. können sie auch außerhalb der Nutzungszeiten geöffnet bleiben und im Sommer zur nächtlichen Bauteilkühlung beitragen. Als grobe Faustregel für den hygienischen Luftwechsel gilt: Um einen Raum über die Fassade ausreichend zu belüften. C (starke Geruchsbeläs­ tigung. sind mindestens 4 Prozent der Grundfläche als Lüftungsöffnungen erforderlich. individuelle Lüftung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: gut Unterschiedliche Anordnungen von Lüftungsöffnungen in der Fassade Raumpilot Grundlagen 425 Arbeiten . Lüftungsklappen. B (vorwiegend nicht sitzende Tätigkeiten). schwere körperliche Tätigkeit). Die ASR 5 unterscheidet zwischen den drei (Arbeits-) Raumgruppen A (vorwiegend sitzende Tätigkeiten).Luft Lüftung über die Fassade Die natürliche Lüftung erfolgt in der Regel über Fenster. Ein Nachteil der natür­ lichen Lüftung können unangenehme Zuglufterscheinungen bei ungünstiger Witterung sein.5) circa 10 Prozent der Fassadenfläche. Alternativ oder zusätzlich zu normalen Fenstern können in der Fassade auch spezielle Lüftungsöffnungen vorgesehen werden. Weiterhin wird zwischen vier unterschiedlichen Lüftungssystemen unterschieden: Fenster Funktion: Lüftung Schallschutz: gering Kastenfenster Funktion:  Lüftung Lärmschutz Luftvorwärmung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: sehr gut Lüftungsklappe Lüftungselement Funktion:  gesteuerte. Schächte oder Dachöffnungen. in der DIN EN 15251 und in der DIN EN 13779. Erforderliche Lüftung Wesentliche Angaben zur erforderlichen Lüftung von Arbeitsräumen finden sich in der Arbeitsstätten-Richtlinie 5.

Die Gesamtlüftungsrate eines Raums wird entsprechend DIN EN 15251 anhand der folgenden Formel berechnet: q tot = n x qp + A x qB q tot Gesamtlüftungsrate des Raums in l/s n Auslegungswert für die Anzahl der Personen im Raum qp Lüftungsrate für die Belegung bzw. die Raumlage (zum Beispiel Tieflage) oder durch eine besondere Raumnutzung (zum Beispiel hohe Wärmebelastung) begründet sein. Deflektor) und Öffnungen in einer Wand oder gegenüberliegenden Außenwänden (ASR 5).0 x H Maximal zulässige Raumtiefe (m) Zuluft. Person A Grundfläche des Raums in m² qB auf die Gebäudeemissionen bezoge- ne Lüftungsrate in l/s. die erforderliche Lüftungsrate je Person und je Qudratmeter Grundfläche und die erforderliche Lüftungsrate auf der Grundlage einer Massenbilanz und der erforderlichen Kriterien für den CO2-Gehalt.Arbeiten System I: Einseitige Lüftung mit Öffnungen in einer Außenwand (Zu. Nutzung je Person in l/s.5 x H bis 4 m 5. Davon müssen mindestens 3 m innerhalb des Gebäudes liegen.0 x H bis 4 m 5.und Abluftquerschnitt/ m² Bodenfläche (cm²/ m²) Raumgruppe A 200 120 80 80 Raumgruppe B 350 200 140 140 Raumgruppe C 500 300 200 200 426 Raumpilot Grundlagen . Die ASR fordert zusätzlich. zum Beispiel die Komponente „Personen“ (Raucher/Nichtraucher) und die Komponente „Gebäude“ (sehr schadstoffarm. Die DIN EN 15251 legt der Berechnung der erforderlichen Lüftungsrate weitere Parameter zu Grunde. Dies kann durch die Raumgröße. Die Arbeitsstätten-Richtlinie legt als Anforderung für lüftungstechnische Anlagen bestimmte Mindestaußenluftvolumenströme zugrunde. Wenn die freie Lüftung durch Ventilatoren unterstützt wird. wenn freie Lüftung nicht möglich ist.0 x H über 4 m 5. Empfohlener Außenluftstrom: 20 bis 40 m³/ h pro Person bei überwiegend sitzender Tätigkeit 40 bis 60 m³/ h pro Person bei überwiegend nicht sitzender Tätigkeit 65 m³/ h pro Person bei schwerer körperlicher Arbeit. System IV: Querlüftung mit Dachaufsätzen (Dachaufsatzlüftung. Bei hoher Belastung der Raumluft (zum Beispiel durch belästigende Gerüche oder bei hohem Raucheranteil) ist der jeweils höhere Wert anzusetzen. Schachtquerschnitt mindestens 80 cm² und mindestens 4 m Höhe. der Raumhöhe und der Raumgruppe angegeben (siehe Tabelle unten). zum Beispiel Kuppel. dass eine Verringerung der Lüftungsquerschnitte durch Verstellbarkeit (Klappen oder ähnliches) möglich sein muss. kann der Lüftungsquerschnitt um bis zu 50 Prozent verringert werden.plus Abluftquerschnitte) System II: Querlüftung mit Öffnungen in gegenüberliegenden Außenwänden oder Außenwand und Dachfläche System III: Querlüftung mit Öffnungen in einer Außen­­ wand und gegenüberliegendem Schacht oder Außenwand und Dachfläche. nicht schadstoffarm). Laterne. Lüftungsquerschnitte für freie Lüftung/ASR 5 (Bezugsfläche: 6 m² je Arbeitnehmer) Lichte Raumhöhe H (m) System I System II System III System IV bis 4 m 2. schadstoffarm. Die erforderlichen Lüftungsquerschnitte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Lüftungssystem. m² Lüftungstechnische Anlagen Lüftungstechnische Anlagen sind erforderlich.

Licht Raumpilot Grundlagen 427 Arbeiten .

Arbeiten 429 430 431 433 Tageslicht Tageslichtquotient Tageslichtlenksysteme Sonnen-/Blendschutz 428 Raumpilot Grundlagen .

95 m .5 m) .Breite des durchsichtigen Fensterteils > 1m . 65 % –  Maximale Ausbeute für Tageslichtautonomie und Stromeinsparung. Gilt als Optimalwert! Eine Erhöhung des Fensterflächenanteils über 65 Prozent bringt keine weiteren Verbesserungen hinsichtlich dieser beiden Kriterien. Die Arbeitsstätten-Richtlinie fordert hierzu: „Die Sichtverbindung nach außen muss in Augenhöhe durch Fenster. Daher wirkt sich eine Änderung des Tageslichteintrags sehr stark auf die resultierende „Tageslichtautonomie“ und den Strombedarf aus.Breite der durchsichtigen Fläche min.9 m . Für einen Büroraum mit Fenstern in der Außenwand gilt für den Fensterflächenanteil: 50 % –  Erst ab einem Fensterflächenanteil von 50 Prozent kann eine Tageslichtautonomie von 30 Prozent erreicht werden. Eine Tageslichtautonomie auf der gesamten Hauptnutzfläche in Höhe von 30 Prozent kann als Grenzwert angnommen werden. .Durchsichtiger Teil des Fensters max.Fensteroberkante min.3 m (auch bei Raumhöhen über 3.Höhe Rohbauöffnung > 1. die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Nutzer von Arbeitsräumen. auch bei intensiver Tageslichtversorgung dürfen keine Beeinträchtigungen durch Blendung entstehen. eine möglichst weitreichende Tageslichtnutzung ist hier vorteilhaft. Durch Computerarbeit ergeben sich besondere funktionale Anforderungen an die Tageslichtnutzung in Arbeitsräumen. . 0. Sichtverbindung nach außen Neben der Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze ist auch die Sichtverbindung nach außen von Bedeutung. Der Tageslichteintrag ist ausreichend. Zugleich ist es jedoch wichtig. 55 % der Breite der Außenwand. Der Wärmeeintrag ist bei identischer Lichtausbeute bis zu zehnmal niedriger als bei Kunstlicht. durchsichtige Türen oder Wandflächen den Ausblick aus dem jeweiligen Raum ins Freie ermöglichen. 2. “ (ASR 7/1) Größe und Anordnung von Öffnungen Büros werden üblicherweise tagsüber genutzt. Die geforderte Nennbeleuchtungsstärke ist mit 500 lx relativ hoch. 60 % –  Ab 60 Prozent ist der Stättigungsbereich nahezu erreicht. Anforderungen an Flächen der Tageslichtversorgung in Büroräumen nach DIN 5034-1 und ASR 7/1 Raumpilot Grundlagen 429 Arbeiten . bis 0. Einen erheblichen Einfluss hat der Tageslichtanteil auf den Energieverbrauch von Verwaltungsgebäuden.Brüstungshöhe max. dass der Strahlungseintrag im Sommer möglichst gering gehalten wird.2 m über Fußbodenoberkante.Licht Tageslicht Das Tageslicht beeinflusst das Wohlbefinden.

und Lesetätigkeiten) beziehungs­ weise wenigstens 75 lx (subjektive Ein­­ schaltgrenze für Kunstlicht). sind je nach Beleuchtungsstärke außen verschiedene Tageslichtquotienten erforderlich (siehe Abbildung). Bei Arbeitsplätzen in Fensternähe ist das möglich.3 4.9 3.9 2. multipliziert mit dem Faktor 100.8 5.4 2. Schreib.Minimum 20 > 3 Prozent – Tageslicht ausreichend < 3 Prozent – Kunstlichtbedarf 1 Prozent – Grenze für das absolute Minimum: zu einem Großteil der Nutzungsstunden wird die Einschaltgrenze von 75 lx erreicht (DIN 5034).8 4. damit eine Belichtung ausschließlich mit Tageslicht ausreicht.3 Tiefe der Tageslichtbeleuchtung bei einer Außen-Beleuchtungsstärke von 10 000 lx Tageslichtquotient Das Tageslichtangebot wird mit dem Tageslichtquotienten D beschrieben. Um in einem Büroraum mindestens 300 lx zu erreichen.0 1. Oberlichtbereich: Wichtig für Tageslicht Mittlerer Bereich: Wichtig für Ausblick und Tageslicht Brüstungsbereich: Ohne nennenswerten Nutzen für Tageslicht Bereiche der Belichtung in der Fassade 430 Raumpilot Grundlagen . Die DIN 5035 / EN 12464 fordert für „tageslichtorientierte Arbeitsplätze“ eine Beleuchtungsstärke von 500 lx (CAD-Arbeitsplatz.5 1.4 1.tageslichtorientiert 1% . Dieser entspricht dem Verhältnis der Beleuchtungsstärke innen zur Beleuchtungsstärke außen.4 3. Bei dieser Außenbeleuchtungsstärke muss der Tageslichtquotient mindestens 3 Prozent betragen. Bei bedecktem Himmel wird in Mitteleuropa außen eine Beleuchtungsstärke von: – 10 000 lx an 50 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 5 000 lx an 75 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 2 500 lx an 90 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten. Erforderlicher Tageslichtquotient (D) für 300 lx im Arbeitsraum je nach der Beleuchtung außen: 10 000 lx D = 3 % 5 000 lx D=6% 2 500 lx D = 12 % 15 10 5 0 0.Arbeiten 3% . Der Tageslichtquotient bezieht sich in der Regel auf bedeckten Himmel mit einer Außenbeleuchtungsstärke von 10 000 lx. Bei einem Tageslichtquotienten von 3 Prozent werden an 90 Prozent der Tagesstunden 75 lx erreicht. an 50 Prozent sogar 300 lx.

Licht Intelligente Tageslichtplanung Ein großer Vorteil der Tageslichtnutzung ist das Energieeinsparpotenzial. Es gibt auch Kombinationen aus Tageslicht­ lenksystemen und Sonnen. Dies entspricht einem Tageslichtquotienten von etwa 3 Prozent (Leitfaden Elektrische Energie LEE). Diese Systeme lenken einen Teil des Tageslichts ins Rauminnere und verbessern dadurch die Tageslichtversorgung auch in großen Raumtiefen. Im einfachsten Fall kann hierfür ein Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen eingesetzt werden. Die Systeme können prinzipiell innenliegend.beziehungsweise Blendschutzsystemen. Raumpilot Grundlagen 431 Arbeiten . Aufgrund der längeren Nutzungszeiten und vor allem wegen der höheren Nennbeleuchtungsstärke wird in Verwaltungsbauten der größte Energieanteil für Kunstlicht benötigt. Eine gute Lichtlenkung erfordert zusätzlich zum Fassadensystem im Raum helle. Diese Systeme leiten einen Teil der Außenstrahlung in den Innenraum und reduzieren zugleich auch unerwünschte Blendungen oder störende Reflexionen. Reflexionsgrade“).  Ein möglichst großer Teil der Nutzflächen sollte „tageslichtorientiert“ sein. die Hauptnutzflächen ausreichend mit Tageslicht zu versorgen. Durch diese Umlenkung wird die Beleuchtung in Fensternähe etwas reduziert zugunsten einer besseren Beleuchtung der Raumtiefen. reflektierende Deckenoberflächen oder spezielle Reflektorelemente (siehe „Sonnenschutz. Die Energieverbrauchsverteilung eines typischen Verwaltungsbaus mit gutem Dämmstandard unterscheidet sich deutlich von der eines entsprechend gedämmten Wohngebäudes. da in den meis­ ten Verwaltungsbauten ein großer Teil des gesamten Energiebedarfs für die Beleuchtung gebraucht wird. Beleuchtung Heizen und Lüften Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Bürogebäudes Beleuchtung Heizen und Lüften Warmwasser Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Wohngebäudes zum Vergleich Tageslichtorientierter Arbeitsplatz: Ein tageslichtorientierter Arbeitsplatz hat eine Tageslichtautonomie von mindestens 70 Prozent. hierfür wird ein Tageslichtquotient D > 3 Prozent empfohlen. zwischen den Scheiben im Isolierglas oder außenliegend angeordnet werden. Tageslichtlenksysteme Mittels Tageslichtlenksystemen kann die Tageslichtnutzung optimiert werden. das heißt dass mindestens an 70 Prozent der Nutzungsstunden ausreichend Tageslicht vorhanden ist und kein Kunstlicht zugeschaltet werden muss. Aus diesem Grund sollte bei der Planung von Verwaltungsgebäuden versucht werden.

Lichtschwerter: Lichtschwerter sind im oberen Drittel eines Fensters montiert und schützen den fensternahen Bereich vor direkter Sonnenstrahlung. Lichtlenkglas Nutzung des Zwischenraums von Doppelglasscheiben Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Laser Cut Panels: Starres System oder drehbare Elemente. 432 Raumpilot Grundlagen . Sie lenklen Sonnenlicht durch mit Laser hergestellte Einschnitte um. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. während steil einfallende Strahlung ausgeblendet wird. Spiegelprofile: Speziell geformte Profile lassen flacheinstrahlendes Licht durch.Arbeiten Lichtlenksysteme Außenliegende Systeme zur Tageslichtlenkung Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Können auch innenliegend angebracht sein. Blendschutz und Tageslichtlenksystem.bzw. System ist eine Kombination aus Sonnenschutz. System dient nur der Tageslichtlenkung nicht aber dem Sonnenschutz. Jalousien: Jalousien deren Lamellen bereichsweise einstellbar sind.

und zurückziehbar sein. – Blendschutz: zur Optimierung der Arbeitsplatzbedingungen insbesondere an Bildschirm­ arbeitsplätzen. – Lichtlenkung: zur optimierten Ausleuchtung von Räumen. Empfohlene Reflexionsgrade). Blendschutzaufgaben Wenn der Blendschutz nicht durch andere Systeme im erforderlichen Umfang gewährleistet werden kann. zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen und Reduzierung der Einschaltdauer von Kunstlicht. Leuchtdichteverteilung Eine sinnvolle Leuchtdichteverteilung liegt bei 10:3:1 für die Bereiche der Sehaufgabe „unmittelbare Umgebung“ und „fernes Umfeld“ . Die Leuchtdichte wird durch die Beleuchtungsstärke und Reflexionsgrade der Oberflächen bestimmt (DIN EN 124641. Raumpilot Grundlagen 433 Arbeiten . – Wärmeschutz: zur Redzuzierung der Wärmedurchgangskoeffizienten mit dem Ziel der Heizenergieeinsparung. sind spezielle Blendschutzsysteme erforderlich. da sie die Tageslichtausleuchtung vermindern. Blendschutzsysteme werden meist innen am Fenster angeordnet. die unmittelbare Umgebung mit 300 lx. Blendschutzsysteme sollten flexibel vor. Der innenliegende Sonnenschutz gibt die absorbierte Strahlung und einen Teil der reflektierten Strahlung als Wärme an den Innenraum ab. Bei einem außenliegenden System kann nur der Strahlungsanteil zu einer Aufwärmung des Raums beitragen. Der direkte Arbeitsbereich sollte mit einer Beleuchtungsstärke von 500 lx versorgt sein.Licht Sonnen-/Blendschutz Funktionen von Sonnenschutzsystemen – Hitzeschutz: zur Reduzierung der Raumaufheizung und der damit verbundenen Kühllasten. Durch den Blendschutz sollte der Blick nach außen jedoch möglichst wenig gestört werden.

variabler Lamellenwinkel Blendung an Lamellen­ unterseite niedrige Gebäude Blendung Einsatz 434 Raumpilot Grundlagen . Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig bei Windexposition. Ausblick nur bedingt möglich wirkt als Blendschutz im Atrium und bei niedrigen Anforderungen Jalousie außen sehr hoch sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. bei geringem Fensterflächenanteil Sonnenschutzglas sehr niedrig systemabhängig systemabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz erforderlich nur an Südfassaden sinnvoll Rollo außen hoch gut materialabhängig Ausblendung direkter Strahlung. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig Dachverglasung. Oberlichtbereich Vorbau + Blendschutz innen ohne Blendschutz uneingeschränkt Ausbildung als Lichtlenksys­ tem möglich.Arbeiten Sonnen-/Blendschutz Sonnenschutz Jalousie innen Wartungsaufwand Regelbarkeit Ausblick Tageslicht niedrig sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich.

Fassade Raumpilot Grundlagen 435 Arbeiten .

Fassade Arbeiten 437 438 440 442 444 Fassade Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade 436 Raumpilot Grundlagen .

Fassade Fassade Im Entwurf der Bürohausfassade vereinigen sich hochkomplexe Anforderungen. Zur Ermittlung der ersten Grundlagen dient dieses Kapitel. Blendschutz – Installation – Schallschutz – Brandschutz Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade Raumpilot Grundlagen 437 Arbeiten . Bei besonders schwierigen Aufgaben wird dazu ein eigener Fassadenplaner hinzugezogen. Funktionale Anforderungen an die Fassade: – Konstruktion – Belichtung – Belüftung – Sonnenschutz.

Minimum Schnitt ca. 150 438 Raumpilot Grundlagen . 150 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional begrenzt Sonnenschutz – Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes in Sturz und Fensterlaibung technisch einfach und witterungsgeschützt möglich. Fens­ ter  schließen ein „Loch“ in der Fläche Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 30 Prozent –  Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bereits ab einer Raum­ tiefe von ungefähr 1. geringer solarer Strahlungseintrag Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. erfolgt aber meist aufgrund des höheren Nutzkomforts und des Einsatzes einzelner unabhängiger Fensterelemente auf natürlichem Weg Schallschutz – eingeschränkter Schallschutz.tageslichtorientiert 1% .50 m ca. natürliche Lüftung mindert den Grad der erreichten Dämmwirkung –  Verbesserung duch Installation eines Kastenfensters Grundriss 3% .Arbeiten Lochfassade Konstruktion – Fassade meist massiv und tragend.

Brüstungs-.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 439 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich . Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile – technisch einfache Konstruktion – gute Wärmedämmwerte aufgrund geringerer Verglasungsanteile erreichbar – individuelle Steuerung – einfache Pflege und Wartung Nachteile – eingebrachte Wärme kann nicht immer in ausreichendem Maße über natürliche Lüftung abgeführt werden – eingeschränkte Flexibilität im Innenausbau – Einsatz geeignet für Zellenbürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .Brandschutz . Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen. Wand.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum . Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Kastenfenster .Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  erhöhte Installations.Kosten für Installation und Reinigung .und Datenkabel. Elektro.Akustikprobleme .größere Geschosshöhen .und Deckenbereiche bleiben frei.

bei Anordnung in Laibungsebene etwas windgeschützter – wartungsintensiv – erhöhter solarer Strahlungseintrag Belüftung – optional. 300 Schallschutz abhängig von Öffenbarkeit der Fenster – und Art der Zarge –  Verbesserung duch Installation einer Prallscheibe 440 Raumpilot Grundlagen .Minimum Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca. meist aber natürlich – hoher Wärmeverlust im Winter und Pro­ bleme bei erhöhten Windgeschwindigkeiten 3% .Arbeiten Bandfassade Konstruktion –  aneinandergereihte Elemente bilden ein horizontales Fensterband mit Sturz und einer Brüstung Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 60 Prozent – Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bei einer Raumtiefe von circa 3 m –  Energieeinsparung gegenüber 30-prozentigen Verglasung durch geringere künstliche Beleuchtung von 30 bis 40 Prozent Sonnenschutz – außenliegend.tageslichtorientiert 1% . 300 Trennwandanschluss technisch schwieriger funktional flexibel Grundriss Schnitt ca.

Elektro.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Prallscheibe –  Nachtauskühlung möglich –  erhöhte Installations. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.und Deckenbereiche bleiben frei.Kosten für Installation und Reinigung Schallschutzverbesserung durch Prallscheibe . Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich. Wandund Deckenbereich .Akustikprobleme . Brüstungs-.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile –  gute Tageslichtausnutzung –  individuelle Steuerung –  einfache Pflege –  technisch einfach –  hohe Flexibilität im Innenausbau Nachteile –  erhöhter Wartungsaufwand des Sonnenschutzes –  höhere Installationskosten –  Einsatz häufig in Kombibürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . Wand.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + freier Brüstungs-.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppel-/Hohlraumboden Raumpilot Grundlagen 441 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .und Datenkabel.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.größere Geschosshöhen .

Abfall der Belichtungsintensität in der Raumtiefe nahezu analog der nur zu 60 Prozent verglasten Bandfassade Sonnenschutz –  außenliegend schwierig.Arbeiten Pfosten-Riegel-Fassade Konstruktion – raumhohe Verglasung –  Konstruktion aus geschweißten.tageslichtorientiert 1% . 325 Trennwandanschluss technisch schwierig funktional flexibel Grundriss 3% . 325 442 Raumpilot Grundlagen . selbsttragend vor den Geschossdecken stehend oder von diesen abgehängt Belichtung – Fensterflächenanteil circa 90 Prozent –  Einfluss des verglasten Brüstungsbereichs auf Lichteintrag sehr gering. aber meist natürlich –  hoher Wärmeverlust im Winter Schallschutz –  aufgrund des hohen Verglasungsanteils stark abhängig von der Schalldämmqualität der Verglasung –  Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca. meist als Kombination mit Blendschutz innenliegend –  hoher solarer Strahlungseintrag und hoher Kostenanteil Belüftung –  optional. geschraubten oder gesteckten Pfosten.und Riegelelementen –  statische Anforderungen.Minimum Schnitt ca.

und Reinigungskos­ ten –  besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Raumpilot Grundlagen 443 Arbeiten .und Datenkabelverteilung entlang der verglasten Brüstung schwierig. Wand. hohe Transparenz Bewertung Vorteile –  hohe Transparenz. Elektro.Akustikprobleme .größere Geschosshöhen .Kosten für Installation und Reinigung . hohe Flexibilität in der Raumaufteilung –  geeignet für alle Organisationsformen Nachteile –  hoher Wärmeeintrag beziehungsweise -verlust –  erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung –  hoher Konstruktionsaufwand Installationsführung in Doppelboden + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade –  erhöhte Installations. Brüstungs-. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.verbauter Brüstungsbereich . Installation eines Quellluftbodens leicht möglich.und Datenkabel.Brandschutz .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen .und Deckenbereiche bleiben frei.

Situation ähnlich der Pfosten-Riegel-Fassade – Integration in Deckenkopfbekleidung möglich – bei hohen Windgeschwindigkeiten problematisch Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. Deckenkopfbekleidung und Fensterflächen als offene/opake und zu öffnende/geschlossene Felder. 250 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional flexibel Grundriss Sonnenschutz –  Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes schwierig. oft aber aufgrund der Integrierbarkeit dezentraler Lüftungsanlagen und dem Einsatz im Hochhausbau mechanisch 3% . meist dem Rohbau vorgehängt –  Brüstung. auch technische Anlagen/Sonnenschutz integrierbar Belichtung – Tageslichteintrag und Ausblick sind über Elementierung/Verglasungsanteil steuerbar ca.Minimum Schnitt 250 Schallschutz – abhängig von Elementierung und damit von der Schalldämmqualität der einzelnen Bauteile 444 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Elementfassade Konstruktion –  Werkseitig vorgefertigte. mindestens geschosshohe Elemente.tageslichtorientiert 1% .

Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade .und Reinigungskos­ ten – besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung – Integralfassade übernimmt dezentral Heizund Lüftungsfunktion – keine Energieverluste beim Transport von vorkonditionierter Luft – den höheren Kosten beim Einbau stehen erhebliche Einsparungen beim Gesamt­ energieverbrauch eines Bürogebäudes gegenüber Bewertung Vorteile –  Adaption an spezifische Einbausituationen aufgrund der Elementierung gut möglich – Integration energiesparender Systeme – hohe Flexibilität in der Raumaufteilung – schnelle und einfache Montage vor Ort Nachteile – hoher technischer Aufwand.und Wartungskosten .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 445 Arbeiten + Dezentrales Heizen und Lüften + keine Installationen im Raum .Fassade – Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade – natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich – Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade – Nachtauskühlung möglich – erhöhte Installations.größere Geschosshöhen .Kosten für Installation und Reinigung . weswegen sich Elementfassaden vor allem für großflächige.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .hohe Installations.Akustikprobleme .Brandschutz . einheitlich gestaltete Fassadenflächen eignen – erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .

Arbeiten 446 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 447 Arbeiten .

Planungsregeln/Literatur Arbeiten 449 451 451 451 Normen Richtlinien Verordnungen Literatur 448 Raumpilot Grundlagen .

Stichwortverzeichnis DIN 4108 Beiblatt 2 / März 2006 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärmebrücken – Planungs.und Arbeitsbereich DIN 4109 Beiblatt 3 / Juni 1996 / Schallschutz im Hochbau – Berechnung von R‘ w.R für den Nachweis der Eignung nach DIN 4109 aus Werten des im Labor ermittelten Schalldämm-Maßes Rw Raumpilot Grundlagen 449 Arbeiten . Anforderungen.und feuchteschutztechnische Bemessungswerte DIN V 4108-6 / Juni 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto­ Grundfläche (Nutzflächen. Gesundheitstechnische Anforderungen (VDI-Lüftungsregeln) ZURÜCKGEZOGEN s 600 DIN 4066 / Juli 1997 / Hinweisschilder für die Feuerwehr DIN 4102-5 / September 1977 / Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen – Feuerschutzabschlüsse DIN 4108-1 / August 1981 / Wärmeschutz im Hochbau – Größen und Einheiten DIN 4108-2 / Juli 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz DIN 4108-3 / Juli 2001 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz.und Ausführungsempfehlungen sowie Beispiele DIN 4108-10 / Juni 2008 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe – Werkmäßig hergestellte Wärmedämmstoffe DIN 4108 Beiblatt 1 / April 1982 / Wärmeschutz im Hochbau – Inhaltsverzeichnisse. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN 1946-2 / 1994-01 / Raumlufttechnik.und des Jahresheizenergiebedarfs DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2006 / Berichtigungen zu DIN V 4108­ 6:2003­ 06 DIN 4108-7 / Januar 2009 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 7: Luftdichtheit von Gebäuden.Planungsregeln/Literatur Planungsgrundlagen Normen DIN 107 / April 1974 / Bezeichnung mit links und rechts im Bauwesen DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. Planungs. Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung DIN V 4108-4 / Juni 2007 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 4: Wärme. Anforderungen.und Ausführungsbeispiele DIN 4108-Berichtung 1 / April 2002 / Berichtigungen zu DIN 4108-3:2001-07 DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-1 / Oktober 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Anforderungen DIN 4109 Beiblatt 1 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 4109 Beiblatt 2 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Hinweise für Planung und Ausführung – Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz – Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn.

und Eignungsprüfung.und Eignungsprüfung DIN 4109 Beiblatt 1/A1 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Änderung A1 DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln. Empfehlungen und Prüfung DIN 14090 / Mai 2003 / Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken DIN EN 14090 / Oktober 2002 / Luft. Prüfung DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5035-3 / Juli 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen DIN 5035-6 / November 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 6: Messung und Bewertung DIN 5035-7 / August 2004 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 7: Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen.Arbeiten DIN 4109/A1 / Januar 2001 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise – Änderung A1 DIN 4109 Berichtung 1 / August 1992 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-11 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Besucherstuehle EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen – Deut­ sche Fassung EN 12464-1:2002 450 Raumpilot Grundlagen . Sicherheitstechnische Anforderungen. Änderung A1 DIN 4109 Beiblatt 1/A2 / Februar 2006 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Ausgüsse – Begriffe DIN EN 1125 / April 2008 / Schlösser und Baubeschläge – Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen – Anforderungen und Prüfverfahren.und Raumfahrt – Raumfahrtproduktsicherung Brennverhaltenstest für die Auswahl von Raumfahrtmaterialien – Deutsche und Englische Fassung EN 14090:2002 DIN 18040-1 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 18650-1 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren DIN 18650-2 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 2: Sicherheit an automatischen Türsystemen DIN 68905 / Februar 1977 / Kücheneinrichtungen – Lüftungsgeräte – Begriffe DIN 68906 / September 1977 / Kücheneinrichtungen – Spülen. Änderung A2 DIN 4109-11/A1 / September 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Deutsche Fassung EN 1125:2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen EAE 85/95 / Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen (zurückgezogen) EN 13761 / 2002 / Bueromoebel.

u. Klauck.): Entwurfsatlas Bürobau. Berlin 2001 Eisele. zur Brügge. Basel. de Saldanha. Tvrtković.): BürobauAtlas..): konferieren. Carolin. Die Praxis der Lichtplanung. diskutieren. Jeska.Planungsregeln/Literatur Richtlinien VDI-Richtlinie 2719 Schalldämmung von Fenstern und den Zusatzeinrichtungen. 2009 Amtlich anerkannte technische Regeln und Richtlinien: Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ASR 10/1 / 1985-09 / Türen und Tore ASR 17/1. Gerhard: Einführung in die Bauklimatik. August 1987 VDI-Richtlinie 2058. geändert 2008 Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik – Leitlinien für Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) LV 40. München 2005 Gasser. Birgit (Hrsg. Petra: ClimaSkin. Staniek. Gerhard. Klima.. Liedl. Stuttgart. Weg+Raum. lernen. Rainer. Basel. Krippner. Zürich 2010 Hascher. Lang. Konzepte für Gebäudehüllen.2 / 1988-01 / Verkehrswege ASR  29/1-4 / 1977-05 / Pausenräume. Berlin. Michael. Jürgen: Eingang. Johann. Blatt 3 Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung verschiedener Tätigkeiten Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) August 2004. Geissmar-Brandi. Simone. Christoph: Lichtbuch. Berlin 2004 Knirsch. Boston. Literatur Brandi. Bad Münder 1997 Raumpilot Grundlagen 451 Arbeiten . Basel. Ulrike. Mario: Raumpilot Arbeiten.und Energiekonzepte für Gebäude.a. Bettina (Hrsg.Einrichtungs-Handbuch für Kommunikationsräume. Berlin 2003 Herzog. Werner: Fassaden-Atlas. Leinfelden-Echterdingen 1998 Wilkhahn (Hrsg. Roland. Markus. Thomas. die mit weniger Energie mehr leisten. Boston 2002 Hausladen. München 2006 Hausladen.

Arbeiten 452 Raumpilot Grundlagen .

Lernen 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567 Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen. Verteilen und Flüchten Veranstalten und Feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und Verwalten Recherchieren und Informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 453 .

Architekten sind durch diese vielfältigen Wandlungsprozesse besonders gefordert. wobei bereits im Jahr 2010 mit 11. Hinweise zu den Planungsvorgaben im Kapitel „Lernen“: Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. Die Schulbauempfehlungen der Länder stammen noch aus den 1980er Jahren (die ASE Baden-Württemberg stammen aus dem Jahr 1983). Diese können in Einzelfällen von sonstigen Vorgaben. Musterraumprogramme der Schulbauförderrichtlinien beziehungsweise Schulbaurichtlinien und für Orientierungswerte auch die Schulbauempfehlungen der einzelnen Bundesländer herangezogen.5 Millionen ein neuer Tiefststand für das wiedervereinigte Deutschland erreicht sein wird. aber angemessene Lösungsvorschläge zu entwickeln. beispielsweise von der LBO. Die ASE werden in diesem Kapitel dennoch als Planungsgrundlage zitiert. Sie werden inzwischen in Hinblick auf zahlreiche Detailvorgaben diskutiert und auch hinterfragt. §38.3 Millionen im Jahr 2005 bis 2020 um 2.2 Millionen (17 . In BadenWürttemberg wurde im Februar 2006 eine neue Schulbauförderrichtlinie erlassen. von Bestandssanierungen und gleichzeitig auch von Neubauplanungen aufgrund der Nachfrage nach Schulangeboten mit alternativen pädagogischen Ausrichtungen. gewohnte Konzeptionen und Detailllösungen im Schulbau zu überdenken und gegebenenfalls auch ungewohnte. Diese Prognosen lassen in den kommenden Jahrzehnten Schulzusammen­ legungen und auch Schulschließungen erwarten. In den neuen Bundesländern soll sich dieser prophezeite Rückgang am stärks­ ten auswirken. da sie nach wie vor für die Festlegung von Mindeststandards herangezogen werden. Seit Juli 1998 gibt es eine Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. denn schon in naher Zukunft werden sinkende Schülerzahlen erwartet. Die schlechten Evaluationsergebnisse der beiden PISA-Studien scheinen mit Auslöser für die gegenwärtige kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem zu sein. 2). Bei der Planung von Schulgebäuden müssen auch die speziellen und teilweise sehr detaillierten Forderungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) berücksichtigt werden. abweichen! Als Grundlage für die Programmentwicklung von Schulen werden in Deutschland die 454 Raumpilot Grundlagen . die gegenüber der früheren „Bauaufsichtlichen Richtlinie für Schulen (BASchulR 1976)“ erheblich gestrafft und gekürzt wurde. Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39 (11)). Entsprechend den Modellrechnungen der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2007 wird die Zahl aller Schüler in Deutschland von knapp 12. Ganz andere Herausforderungen ergeben sich in diesem Bereich durch den demografischen Wandel.Lernen Kaum eine andere Bauaufgabe ist in Deutschland derzeit so stark von den sich wandelnden Rahmenbedingungen und von der Suche nach Neuorientierung betroffen wie der Schulbau. Sinnvolle und qualitätvolle bauliche Lösungen für die geänderten Anforderungen im Schulbau könnnen möglicherweise einen „kreativen Umgang“ mit diesen Planungsvorgaben erfordern.beziehungsweise Mindestanforderungen im Schulbau vermitteln.1 Millionen zurückgehen.8 Prozent) auf knapp 10. der aktuellen Diskussion wird häufig Die folgenden Seiten sollen einen Überblick über diese Standard. Parallel wächst jedoch die Bedeutung von Schulumbauten für den Ganztagesbetrieb. die sich auch auf die Schulgebäude bezieht.

Schulsystem Raumpilot Grundlagen 455 3 4 5 6 1 7 3 2 8 9 4 10 5 Lernen 11 7 6 12 13 9 8 14 15 10 16 11 17 12 18 13 19 20 21 22 23 .

Schulsystem Lernen 457 Das deutsche Schulsystem 456 Raumpilot Grundlagen .

Kindergärten und in den zu Grundschulen gehörenden Vorklassen (bundeslandabhängig). Sekundarstufe I Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen. bis zum 6. Vorschulbereich 4 5 Primarbereich 7 8 9 Raumpilot Grundlagen 457 Lernen Lehre/Ausbild. Hochschulreife Fachhochschulreife Lehre/Ausbild. Langfristig werden voraussichtlich alle Bundesländer die Schulzeit am Gymnasium auf 8 Jahre verkürzen (G8) und diese mit der Klassenstufe 12 beenden. umfasst die Klassen 11 bis 12 oder 13. Hochschulreife Fachhochschulreife Studium Allg. In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule abweichend die Klassenstufen 1 bis 6.Schulsystem Das deutsche Schulsystem Das deutsche Schulsystem ist in vier übergeordnete Stufen gegliedert: Elementarstufe Die Elementarstufe umfasst die vorschulische Erziehung vom 3. die auf die Grundschule (Primarstufe) folgen und traditionell in gegliederten Bildungsgängen unterrichtet werden. (13) 12 11 10 9 8 7 6 5 4 Sekundarbereich II Primarstufe Die Primarstufe umfasst die Klassenstufen 1 bis 4 der Grundschule. Lebensjahr in Kindertagesstätten. Schuljahre 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Alter Studium Allg. In der Regel sind dies die Klassenstufen 5 bis 9 oder 10. Berufsschulreife Mittlere Reife Hauptschule Realschule Gymnasium Sekundarbereich I 6 Grundschule Gesamtschule 3 2 1 3 Kindergarten Sekundarstufe II Die Sekundarstufe II. auch gymnasiale Oberstufe genannt. Tertiärer Bereich . Die Klassenstufen 5 und 6 dieser beiden Länder werden als „schulartunabhängige Orientierungsstufe“ eingeordnet.

Lernen 458 Raumpilot Grundlagen .

Lage und Orientierung Raumpilot Grundlagen 459 Lernen .

Lernen Lage und Orientierung 461 461 461 462 462 Lage des Grundstücks Größe des Grundstücks Pausenflächen Orientierung Geschosszahl 460 Raumpilot Grundlagen .

können geeignete öffentliche Parkflächen und sonstige öffentliche Anlagen auch als offene Pausenflächen mit angerechnet werden (ASE BW).3 m² je Schüler vorzusehen. An offenen Pausenflächen sollten mindestens 3 bis 5 m² je Schüler ausgewiesen werden (bei Grundschulen mindestens 5 m² je Schüler). Raumpilot Grundlagen 461 Lernen . angrenzende öffentliche Grün­ flächen oder sonstige außerschulische Einrichtungen (zum Beispiel eine Schwimmhalle) in den Nutzungsbereich der Schule mit einbezogen werden können. Auch aus diesem Grund wird eine möglichst zentrale Lage in einem Schuleinzugsgebiet gegenüber einer Orts. Bei entsprechender Lage und den entsprechenden organisatorischen Voraussetzungen. Größe des Schulgrundstücks Die Größe des Schulgrundstücks sollte überschlägig circa 20 m² je Schüler entsprechen (ohne Sportgelände. sie sollten eine lichte Höhe von mindestens 2.10 m besitzen (ASE BW). Gerüche oder Geräusche. In diesem Kapitel werden wesentliche Planungsempfehlungen der ASE zu Lage. Für die offenen überdeck­ ten Pausenflächen sind circa 0. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Band „Raumpilot Lernen“ . Staub. Außenflächen und Orientierung von Schulen zusammengefasst. Grundsätzlich wird für Schulen eine möglichst verkehrsgünstige Lage empfohlen. Eine Schulanlage kann erheblich aufgewer­ tet werden.Lage und Orientierung Lage des Grundstücks Mit der Wahl des Schulstandorts und dem Zuschnitt des Schulgrundstücks werden wesentliche Bedingungen für die Schulbauplanung festgelegt. wenn angrenzende Sportflächen. Entsprechend der Schulbauempfehlung für Baden-Württemberg sollten schwer bebaubare Grundstücke aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als Schulstandort möglichst vermieden werden (ASE BW).oder Stadtrandlage empfohlen. Sportbauten und Wohnungen) (ASE BW). damit sie von Schülern. Pausenflächen Es sollten offene und zusätzlich auch offene überdeckte Pausenflächen zur Verfügung stehen. mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr gut und gefahrlos erreicht werden können. Das Grundstück sollte zugleich jedoch nicht durch Immissionen von außen. beeinträchtigt sein. wie Rauch. Lehrern und Besuchern zu Fuß.

Speziell für Zeichensäle und Computerräume wird grundsätzlich eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung angestrebt und daher eine Nord-Orientierung empfohlen.Lernen Orientierung Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Sonnenschutz) empfiehlt die ASE BW eine Nord-Süd-Orientierung der Hauptfassaden des Schulgebäudes. wie die spezifische Grundstückslage. Schulgebäude allgemein ≤ 4 Geschosse Grundschulen Grundschule ≤ ≤2 2 Geschosse Geschosse Geschosszahl Für Schulgebäude werden maximal vier Vollgeschosse. für selbstständige Grundschulen maximal zwei Vollgeschosse empfohlen (ASE. selbstständige Grundschulen sollten maximal zwei Geschosse besitzen. Barrierefreiheit Schulanlagen sind entsprechend MBO § 50 (2) beziehungsweise LBO BW § 38 (2) grundsätzlich barrierefrei zu gestalten 462 Raumpilot Grundlagen . 5. Für die Orientierung der Räume muss letztendlich jedoch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren. die übergeordnete städtebauliche Konzeption und die Nutzungsverteilung in der Gesamtanlage.5) Geschosszahl Die Zahl der Geschosse sollte bei Schulen auf höchstens vier beschränkt sein. mit bedacht werden.

Typologie Raumpilot Grundlagen 463 Lernen .

Lernen Typologie 465 465 465 466 466 466 467 467 468 468 Lineares System Winkel-System H-förmiges System U-förmiges System Kamm-System System mit zentralem Fokus Atrium-System Netz-System Kompaktes System Pavillon-System 464 Raumpilot Grundlagen .

Schule als Einheit räumlich erfassbar M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 465 Lernen . prinzipiell in Längsrichtung erweiterbar Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit Winkel-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: städtebauliche Bezüge aufnehmbar.Typologie Lineares System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Erschließung: linear. einfach. teilumschlossene Außenräume können gebildet werden Erschließung: übersichtlich Erweiterbarkeit: prinzipiell in beide Richtungen erweiterbar H-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: Ausbildung eines „Innenhofs“ mit Überdachung oder Teilüberdachung möglich Erschließung: Erschließungssystem mit zentralem Bereich. klar und übersichtlich Erweiterbarkeit: in Bauabschnitte unterteilbar. klar und übersichtlich Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit.

Lernen U-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. Schulgebäude „verzahnt“ mit dem Außenraum. übersichtlich Orientierung: gut und überschaubar. gut proportionierte Außenraumbildung möglich Erweiterbarkeit: prinzipiell in Bauabschnitten realisierbar und in Längs. eventuell Ausbildung weiterer Außenraumkanten durch Bepflanzung et cetera sinnvoll Erschließung: lineare Erschließung vom Zentrum aus Orientierung: gute Orientierung und Überschaubarkeit durch Bezug zum Zentrum 466 Raumpilot Grundlagen . Schule als Einheit räumlich erfassbar Kamm-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. nach außen: Baukörper ermöglicht Gestaltung von drei unterschiedlichen Außenraumbereichen. Verzahnung mit Umfeld oder Abgrenzung zum Beispiel mit Bepflanzung möglich Erschließung: U-förmige Erschließung.und Querrichtung erweiterbar Orientierung: der Gleichwertigkeit der Kammstruktur kann durch unterschiedlich gestaltete Innenhöfe entgegengewirkt werden System mit zentralem Fokus Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: nach innen: zentrale Aula – Treffpunkt. differenzierte.

Wechsel der Erschließung nach außen und Belichtung von Raumgruppen über den Innenhof bei genügend großem Innenhof prinzipiell möglich Orientierung: gut und überschaubar.Typologie Atrium-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich. Schule als Einheit räumlich erfassbar Netz-System Belichtung: über Innenhöfe können alle Klassenräume natürlich belichtet werden Erschließung: lange Erschließungsstraßen. hoher Verkehrsflächenanteil Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich. Orientierung in vier verschiedene Himmelsrichtungen Städtebauliche Einbindung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: horizontale Erschließung. offen für Veränderungen der Baustruktur nach außen Orientierung: aufgrund gleichwertiger Erschließungsflure ist die Orientierung schwieriger als bei den anderen Systemen M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 467 Lernen . ringförmig innen.

und Funktionsinseln“ Pavillon-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume. insgesamt jedoch sehr raumgreifende Anordnung (hoher Flächenverbrauch) Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich durch Addition weiterer Pavillons Besonderheit: starker Außenraumbezug. Belichtung der Räume zusätzlich von mehreren Seiten möglich Raumbildung: raumbildende Gruppierung möglich. horizontale Erschließung überlagert eventuell den „GroßraumUnterrichtsbereich“ Besonderheit: Klassenraum löst sich auf zugunsten einer offenen Lernlandschaft mit unterschiedlichen „Lern. günstiger Gebäudemaßstab. ermöglicht Identifikation der Schüler mit dem „eigenen“ ablesbaren Schulgebäude M 1:2500 468 Raumpilot Grundlagen .Lernen Kompaktes System Belichtung: je nach System tiefe Räume. über Innenhöfe oder Atrien können Klassenräume im inneren Bereich natürlich belichtet werden Raumbildung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: vertikale Erchließung.

Programm Kunst Verwaltung Musiksaal Bibliothek Lehrer Fachunterricht Foyer Aula Schulhof / Pausenhof UnterUnterrichtsräume richtsräume Gruppenräume Gruppenräume WC / Nebenräume Treffpunkt Ankommen / Fahrräder PKW / Bus Raumpilot Grundlagen 469 Lernen Information .

Lernen Programm 471 472 Raumprogramm Raumprogramm Gymnasien 470 Raumpilot Grundlagen .

Mit den 40 Prozent Nebenflächen werden Verkehrsflächen (Treppenhäuser. Schule für geistig Behinderte. Abstell. Raumpilot Grundlagen 471 . Realschule. Für das Verhältnis von umbautem Raum (m3) zu Programmfläche (m2) werden 7 : 1 als wirtschaftlich angegeben. 138m² (1.6%) Informationsbereich 324m² (4. Diese sind nach Schultyp (Grundschule.und Geräteräume) ausgewiesen. Gymnasium. Putz-. Erschließung 2880m² (ca. Berufliche Schule) und nach Anzahl der Züge differenziert.5%) Musisch-Technischer Bereich 537m² (7 . Funktionsflächen (zum Beispiel Räume für Haustechnik) und Nebennutzflächen (zum Beispiel Sanitär-.3%) Aufenth.2%) Lernen Lehrer/ Verwaltung 330m² (4.9%) Naturwissenschaftlicher Unterricht 1023m² (14. Aufzüge). entsprechend den Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) können in Baden-Württemberg seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. 40%) Allgemeiner Unterricht 1968m² (27 .Programm Raumprogramm In den Schulbauförderrichtlinien der Länder (SchBauFR) sind detaillierte Modellraumprogramme festgelegt. Förderschule. Entsprechend den Schulbauförderrichtlinien wird ein Verhältnis von der ausgewiesenen Programmfläche zu den Restflächen von 60 Prozent zu 40 Prozent als wirtschaftlich angesehen. Nebenräume. Flure.5%) Beispielhaft ist das Raumprogramm eines allgemeinbildenden vierzügigen Gymnasiums in Baden-Württemberg dargestellt. Hauptschule.

raum (Restfläche) *6 Große Klassenräume Kleine Klassenräume Anzahl der Züge Chemie Vorber. Quelle (Restfläche) Physik Prakt. *1./ Sammlung Physik Vorber. *5 *6 *1. In BadenWürttemberg können seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden./ Sammlung Neutr. Physik LÜ Chemie LÜ Biologie Prakt. *5 576-600 60 84 90 1 1 804-840 60 84 90 1 2 1 60 84 90 2 1 1 48 84 1 60 84 90 2 1 72 - 1002-1044 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 60 120 - 1008-1050 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 66 120 - 472 Raumpilot Grundlagen Biologie Vorber. März 2006) Allgem. Hinweis: Die Raumprogrammvorgaben der SchBauFR werden inzwischen in verschiedenen Detailpunkten durchaus kritisch hinterfragt.-Bereich(AUB) Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich (NUB) Biologie LÜ .Lernen Mittlere Klassenräume Beispielhaft werden für einen Überblick die Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg aufgeführt. Unterr./ Sammlung Versuchs-.Exper. Schema zur Ermittlung des Raumbedarfs für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg (Stand 1. *5 Bereichsgröße qm 2zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 3zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 4zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 5zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl 66 66 66 66 1104 60 54 84 90 6 10 1530 60 54 84 90 9 12 1968 60 54 84 90 12 16 2460 60 54 84 90 15 20 5 2 1 66 4 2 1 66 4 2 1 48 2 1 1 48 *6 *1.

Bei einer Standardgröße von 90 m² können hier in der Regel 32 Schüler unterrichtet werden. Falls eine Mensa (Küche und Speisesaal) eingerichtet wird. Aufenthaltsraum *1 Die Lehrübungsräume sollen als multifunktional nutzbare naturwissenschaftliche Fachräume gestaltet werden. Gesamtprogrammfläche (GPF) Musisch-Technischer Bereich (MTB) Lehrer. *6 Teilbar *7 Je nach örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen.Programm Lehrerbereich (z.B. sollten Übungszellen mit 6 m² Programmfläche zusätzlich vorgesehen werden. Krankenu.und Verwaltungsbereich (LVB) Informationsbereich (IB) Aufenthaltsbereich allg. Lehrerzimmer mit Garderobe) Computerraum (einschließlich Nebenraum) Serverraum (Restfläche) Sekretariat und Registratur Elternsprech-. Der Aufenthaltsbereich kann auch als Cafeteria ausgestaltet sein. Sofern erforderlich. Arztzimmer Nebenraum Musik Schülermitverant. Fachraum für Bildende Kunst Nebenraum für Bildende Kunst Universalraum Hausmeister Schulbibliothek Kartenraum *2 *3 *4 306-330 234 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 282 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 330 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 378 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 258 24 18 48 18 12 186 18 54 1 1 1 1 1 1 366 54 30 1 216 24 18 42 18 12 156 18 48 1 1 1 1 1 1 1 324 48 30 1 174 24 18 36 18 12 126 18 42 1 1 1 1 1 1 1 282 42 30 1 132 24 18 30 18 12 96 18 36 240 36 30 Fotolabor Fotolbor *4 Kopierraum (Restfläche) Schulleiter Lehrmittel Lehrmittel Schülerarb. Raum -Oberstufe*7 Musiksaal Stellvertreter 96-132 24 48 48 84 1 1 1 2556 2640 72 12 66 78 18 24 1 72 1 1 1 450-486 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 516-558 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 72 72 108-144 24 60 48 84 1 1 1 3456 3564 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4260 4380 522-564 72 24 66 78 2 1 2 18 24 1 72 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4854 4974 Raumpilot Grundlagen 473 Lernen . *2 Der Musikraum kann durch schalldichte Faltwände mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle verbunden sein (für Gemeinschaftsveranstaltungen). können zusätzliche Flächen anerkannt werden. *3 Eventuell als Podium mit Schränken *4 Je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen *5 Anstelle eines Lehrübungsraums kann je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen ein Lehrsaal (ansteigend) vorgesehen werden.

Lernen 474 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Raumpilot Grundlagen 475 Lernen .

Lernen Ankommen 477 478 478 478 479 Ankommen außen Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Pkw-Stellplätze Platzbedarf an Bushaltestellen 476 Raumpilot Grundlagen .

Grundsätzlich sollten die Parkierungsflächen von den Pausenhofflächen getrennt angeordnet werden. Bei den Parkierungsflächen sollte darüber hinaus eine für den Schulbetrieb störungsfreie Lage vorgesehen werden. Zufahrten und Parkierungsflächen für Pkw und Stellplätze für Fahrräder eingeplant werden. dass Schüler und Schülerinnen nicht direkt in den Straßenverkehr laufen können.Ankommen Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Veranstalten und Feiern Ankommen außen Essen und Freizeit verbringen Unterrichten allgemein Unterrichten fachbezogen Funktionsbeziehungen Ankommen außen Ankommen außen Je nach Lage der Schule können die Bedingungen für die Erschließung von außen und für die Gestaltung der Vorbereiche sehr unterschiedlich sein. § 13). Bei der Planung dieser Bereiche steht die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen an erster Stelle. § 13 und GUV-V S1. Ausgänge von Schulgrundstücken sind so zu gestalten. Raumpilot Grundlagen 477 Lernen . daher muss auf gefahrlose Wegefüh- rungen geachtet werden. Im Zugangsbereich vieler Schulen müssen Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr (meist für Busse). Die DIN empfiehlt hier eine Abtrennung entweder durch Geländer oder Pflanzstreifen zwischen dem Schulgrundstück und der Fahrbahn (DIN 58125.

wobei ab 10 Prozent Neigung zusätzliche Gehstufen vorzusehen sind (DIN 58125. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre Berufsschulen. § 14). Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsminis­ teriums für die Herstellung notwendiger Stellplätze (VwV Stellplätze) werden für Schulen folgende Stellplatzzahlen gefordert: Grund. Pkw-Stellplätze Entsprechend der LBO BW. § 14 und GUV-V S1. Anhang I/5. Notwendige Rampen zu Fahrradstellplätzen dürfen maximal 25 Prozent Neigung besitzen. Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen sind nahezu identisch mit den Inhalten der GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001. Fahrradstellplätze sollten getrennt von oder am Rand der Pausenhoffläche angeordnet werden. muss der zusätzliche Stellplatzbedarf entsprechend berücksichtig werden. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre Sonderschulen für Behinderte: 1 Stellplatz je 15 Schüler Bei zusätzlicher außerschulischer Nutzung der Aula oder weiterer Räume der Schule.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler Sonstige allgemeinbildende Schulen: 1 Stellplatz je 25 Schüler. Als Orientierungswert für die Anzahl der notwendigen Fahrradstellplätze gelten 0. mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 der Gesetzlichen Unfallversicherung 478 Raumpilot Grundlagen . § 74 (2)). Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der Pkw-Stellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ . beispielsweise für öffentliche Abendveranstaltungen. Berufsfachschulen: 1 Stellplatz je 20 Schüler.Lernen ■ Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der PkwStellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Die geforderte Anzahl der Fahrradstellplätze wird in der Regel von den Gemeinden festgelegt (siehe zum Beispiel LBO BW. ► Die Inhalte der DIN 58125/ Juli 2002: Schulbau.7 Stellplätze je Ausbildungsplatz in allgemeinbildenden Schulen.

Ankommen Äußere Hüllkurve (Leitlinie) 350 600 1200 250 255 295 3000 Platzbedarf an Bushaltestellen Haltestellen für Busse sollten deutlich von Pausenhofflächen getrennt sein und so angeordnet werden. 350 2500 625 1875 650 250 255 Linienbus und Gelenkbus Platzbedarf eines Busses bei einer 180°-Wende M 1:1000 300 295 480 2500 je nach Buslänge variabel 1500 400 Bushaltebucht Raumpilot Grundlagen 479 Lernen . wenn für jeden wartenden Schüler 0. Die Wartebereiche auf Schulgrundstücken sind ausreichend bemessen. § 16 beziehungsweise GUV-V S1. § 16). ohne die Fahrspur überqueren zu müssen.5 m² zur Verfügung stehen (DIN 58125. dass die Schüler die Busse erreichen können.

Lernen 480 Raumpilot Grundlagen .

Erschließen. verteilen und flüchten Raumpilot Grundlagen 481 Lernen .

verteilen und flüchten 483 483 484 485 485 485 485 486 486 486 486 486 486 486 488 488 488 Erschließen Flure und Türen Notwendige Flure Stufen in notwendigen Fluren Rettungswege aus Klassenräumen Rettungswege aus Fachräumen Rettungswege über Fenster Treppen Steigungsverhältnis Stufen Zwischenpodest Treppenläufe Bereiche unter Treppen Umwehrung Handlauf Rampen Breite notwendiger Treppen 482 Raumpilot Grundlagen .Lernen Erschließen.

oder bei erhöhter Brandgefahr in Fluchtrichtung aufschlagen. Wenn Türen in den Flur aufschlagen. Türen von Räumen mit mehr als 40 Benutzern oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Räume für Chemie. die nach den Vorgaben der alten GUV-Richtlinien 16. § 3). müssen die Türen erst bei Räumen. Türen zu Unterrichtsräumen sollten eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 1 m haben (gefordert 0.3 (ersetzt im Mai 2001 durch die GUV-V S1) errichtet wurden. Sie dürfen jedoch keinesfalls die notwendige Fluchtwegbreite verengen. § 10). > 40 Personen Chemie. verteilen und flüchten Flur Klassenraum < 40 Personen Klassenraum. dürfen sie in Endstellung einschließlich Türgriff maximal 20 cm in den Fluchtweg hineinragen. Weitere detaillierte Hinweise zur Gestaltung von Erschließungsräumen in Schulen sind im Band „Raumpilot Lernen“ anhand von Projektanalysen zusammengestellt.oder Werkunterricht) müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125. M 1:50 20 ≥ 125 Erschließen In diesem Unterkapitel sind wesentliche Hinweise für die Planung notwendiger Flure und Treppen in Schulen zusammengefasst. Für Schulen. Flure und Türen Türe zu Räumen müssen so angeordnet sein. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden können.oder Werkraum Flur ≥ 125 Türaufschlag nach innen und nach außen bei notwendigen Fluren. Raumpilot Grundlagen 483 Lernen .90 m in SchulBauR.Erschließen. die für mehr als 80 Personen ausgelegt sind. § 10 und GUV-V S1. Bei den Türen müssen auch die Mindestanforderungen der Barrierefrei-Planung berücksichtigt werden.

3)).Lernen ≥ 35 m Notwendige Flure Rettungswege dürfen in Schulgebäuden maximal 35 m lang sein.1)). 484 Raumpilot Grundlagen . In Schulen gelten jedoch zusätzlich folgende Mindestmaße: a) Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen ≥ 0.00 m Von jeder Stelle eines Unterrichtsraums muss in maximal 35 m Entfernung ein Ausgang ins Freie beziehungsweise in einen notwendigen Treppenraum vorhanden sein. gemessen von Abschlusstür Treppenraum bis entferntestem Arbeitsplatz im Raum (MBO 2002).2)). Hierbei ist die Halle zu den angrenzenden Räumen brandschutztechnisch abzuschotten. ≥ 10 m Klassenzimmer mit mehr als 200 Benutzern. Dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. Die Rettungsweglänge ist in der Lauflinie zu messen.4)) ≥1. auf die mehr als 180 Benutzer angewiesen sind ≥ 2. Rettungsbalkone.3)). Die nutzbare Breite der Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen sowie der notwendigen Flure und notwendigen Treppen muss mindestens 1 m je 150 darauf angewiesene Nutzer betragen. c) sonstige notwendige Flure d) notwendige Treppen (MSchulbauR (3. zusätzlich muss ein zweiter Fluchtweg vorhanden sein. einer Grundfläche von mindestens 180 m2 oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Chemiesaal) benötigen einen zweiten Ausgang (GUV-SR 2001). Ausgänge zu notwendigen Fluren dürfen nicht breiter sein als der notwendige Flur. Stichflure (nur eine Rettungsrichtung) dürfen als Rettungsweg nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3. Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen.25 m ≥ 35 m Außenbalkon Einer der beiden Rettungswege darf über Außentreppen ohne Treppenräume. Notwendige Flure mit nur einer Fluchtrichtung (Stichflure) dürfen nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3. Einbauten oder Einrichtungen nicht eingeengt werden. Die erforderliche nutzbare Breite der notwendigen Flure und notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen. Halle mit Rauchabzug Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen.90 m b) notwendige Flure.25 m ≥ 1. wenn diese mit einer Rauchabzugsanlage ausgestattet ist (MSchulbauR (3.

Alle Türen in notwendigen Fluren und in notwendigen Treppenräumen müssen in Fluchtrichtung des jeweils ersten Rettungswegs aufschlagen (MSchulbauR). verteilen und flüchten Treppe und Ausgänge aus notwendigen Treppenräumen müssen mindestens so breit sein wie die notwendige Treppe (Mus­ ter-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR (3)). da der Zeitaufwand für diesen Rettungsvorgang bei großen Personenzahlen zu hoch ist. Als zweiter Ausgang ist auch der Ausstieg aus einem entsprechend gekennzeichneten und gestalteten Fenster zulässig. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. Rettungswege aus Fachräumen Fachräume mit erhöhter Brandgefahr brauchen mindestens zwei sichere Fluchtmöglichkeiten.Erschließen. Daher sollten bei diesen Fachräumen (zum Beispiel Chemie) die Ausgänge möglichst weit auseinander liegen.1)). Stufen in notwendigen Fluren In notwendigen Fluren dürfen keine Treppen von weniger als drei Stufen liegen (LBOAVO).2)). §36 (3)). Rettungsbalkone. die eine Steigung von 6 Prozent nicht übersteigen dürfen (LBOAVO). Raumpilot Grundlagen 485 Lernen . dafür eignen sich Farben. Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen. Rettungswege aus Klassenräumen Für jeden Unterrichtsraum müssen in demselben Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege zu Ausgängen ins Freie oder zu notwendigen Treppenräumen vorhanden sein. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . wenn dieser eine sichere Fluchtmöglichkeit bietet. In allen anderen Fluren müssen ­ solche Stufen deutlich gekennzeichnet werden. Notwendige Flure müssen in Rauchabschnitte von maximal 30 m Länge unterteilt werden (MBO 2002. in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. 2). § 38. dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen. Für die Überwindung geringer Höhenunterschiede eignen sich Rampen. Anstelle eines dieser Rettungswege darf ein Rettungsweg über Außentreppen ohne Treppenräume. Rettungswege über Fenster (Anleitern) Rettungswege über Anleitern sind in Schulen nicht zugelassen. Änderung der Materialstruktur oder eine besonders geeignete Beleuchtung der Stufe (GUV-SR 2001). §21). wenn die Halle eine Rauchabzugsanlage hat und brandschutztechnisch zu den angrenzenden Räumen abgeschottet ist (MSchulbauR (3. Türen als Ausgänge müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125 §21. GUV-V S1.

Werden dennoch ausnahmsweise gewendelte Läufe eingebaut.8). 4.1). Ausgabe April 1992. Die Zwischenpodest- länge muss dem im Steigungsverhältnis berücksichtigten Schrittmaß angepasst sein (GUV-I 561.) Bei zu geringem Auftritt ragt der vordere Teil des Fußes über die Trittfläche hinaus oder der Treppenbenutzer muss ergonomisch ungünstig die Füße schräg auf setzen. Treppenläufe In Schulen sollten möglichst Treppen mit geraden Läufen eingeplant werden. Rutschen kann verhindert werden.oder Rechtstreppe ausgebildet sein (GUV-I 561).1.3) Umwehrung Treppenumwehrungen beziehungsweise Geländer müssen in Schulen mindestens 1. „Bei Stufen mit weniger als 26 cm Auftritt kann der Fuß nicht vollständig aufgesetzt werden. Einzelstufen sind zu vermeiden oder müssen deutlich gekennzeichnet werden (GUVSR 2001. Die GUV-I 561empfiehlt für Schulen: Auftritt (a): 29 cm bis 31 cm Steigung (s): 15 cm bis 17 cm Innerhalb eines Gebäudes sollten Treppen gleiche Auftritte und Steigungen aufweisen.1. dann sollte sich deren Lauflinie nur nach einer Richtung ändern.. Bei gebogenen Läufen darf die geringste Auftrittsbreite der Stufen nicht kleiner als 23 cm und nicht größer als 40 cm sein. Bereiche unter Treppen Bereiche unter Treppen müssen bis zu einer Höhe von 2 m gegen unbeabsichtigtes Unterlaufen gesichert werden. Teil 2. Allgemeine Sicherheitsanforderungen). b 125 Treppe mit gebogenem Lauf 486 Raumpilot Grundlagen . Für die Abrundung der Stufenvorderkanten ist ein Radius von mindestens 2 mm gefordert (GUV-I 561). der Auftritt (a) nicht weniger als 28 cm betragen.3. Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen (DIN18065. damit sie als Treppe wahrgenommen und nicht zur Stolperfalle werden.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). 6. (. 4. (GUV-I 561. (GUV-SR 2001. das heißt die Treppe sollte als Links. in den meisten Fällen durch Abrutschen von der Stufenkante.Lernen Entsprechend der in der GUV-I 561 aufgeführten Unfallstatistik ereignen sich 80 Prozent der Treppenunfälle beim Abwärtsgehen. Die Umwehrungen dürfen nicht zum Rutschen und Klettern oder zum Ablegen von Gegenständen verleiten. aktualisierte Fassung März 2005. 4. § 9 und der GUV-V S1. Seite 9) Treppen Steigungsverhältnis Entsprechend der DIN 58125. Stufen Treppen sollten mindestens vier Stufen am Stück haben. gemessen von der inneren Treppenwange im Abstand von 1.2. “ Daneben wurde auch ein zu hohes Steigungsmaß und Unterschiede im Treppenverlauf als häufige Unfallursache genannt. Bei etwa einem Drittel der Fälle wurden Stufen mit weniger als 26 cm Auftrittsbreite festgestellt. § 9 darf die Steigung (s) von Treppen in Schulen nicht mehr als 17 cm. indem die Abstände zwischen den inneren Umwehrungen am Treppenauge und den äußeren Umwehrungen sowie den Treppenhauswänden nicht größer als 20 cm sind.25 m.1.. Unfallgeschehen. In Schulen sind Treppen ohne Setzstufen nicht zulässig (MSchulbauR (4)). Zwischenpodest Nach höchstens 18 Stufen je Treppenlauf muss ein Zwischenpodest (Treppenabsatz) angeordnet werden.

M 1:50 Raumpilot Grundlagen 487 Lernen . verteilen und flüchten Umw r 1 tuf 11 110 Han f Auftrit t f 1 B 200 Anforderungen an Treppen in Schulen.Erschließen.

um ein sicheres Beschreiten der Treppen im Notfall zu gewährleisten (MSchulbauR. damit unmittelbar und in einem Zug das Freie erreicht werden kann. Jede notwendige Treppe muss in einem eigenen durchgehenden Treppenraum liegen. MBO 2002 § 35). DIN 58125/ 3.50 m breit sein.50 m misst. nutzbare Breite von notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen nicht eingeengt werden. durchgehenden Treppenraum liegen. Für Treppen in Unterrichtsbereichen gelten die folgenden Mindestmaße: – weniger als 180 Benutzer: 1.00 m – Treppen dürfen maximal 2. § 4). Eine notwendige Treppe muss in einem eigenen. Ausgabe April 1992 Rampen Rampen gelten bis maximal 6 Prozent Neigung als sicher und für Rollstühle geeignet (siehe Kapitel „Barrierefrei“). Notwendige Treppen müssen gerade Läufe haben. Din 58125. Die Handläufe dürfen keine freien Enden haben. wenn der Abstand zwischen den Handläufen maximal 2.3 Anordnung und Gestaltung von Handläufen.Lernen Handlauf In Schulen sind beidseitig durchgängige Handläufe gefordert. 2002/07 .5 Treppen. sollten also in Richtung Boden beziehungsweise in Richtung Wand enden (möglich ist auch eine schneckenförmige Ausführung oder eine Vollkugel mit mindestens 20 cm Durchmesser als Abschluss).5. GUV-I 561 Treppen. Trotzdem muss die Nutzbarkeit dieser Treppe sicher und auch im Brandfalle gewährleistet sein (LBO § 28. für Kinder ist ein zweiter Handlauf auf circa 65 cm bis 75 cm Höhe anzuordnen. wenn sie als notwendige Treppen gelten – Die Treppen können breiter sein. Diese liegt systembedingt nicht in einem Treppenraum.25 m – mehr als 180 Benutzer: 2. Rampen Breite notwendiger Treppen Analog zur Mindestbreite von Fluren gilt auch für notwendige Treppen die Faustregel mit 1 m Breite pro 150 betroffenen Benutzern. 3. M 1:100 Die erforderliche. Ausnahme: Wenn die notwendige Treppe eine Außentreppe ist. 488 Raumpilot Grundlagen 125 125 . 125 125 Notwendiger Treppenraum.

verteilen und flüchten Der Ausgang in einen notwendiges Treppenraum darf nur so breit wie die folgende Treppe sein. um Engstellen im Fluchtfall zu vermeiden. § 11). Zwischen Treppe und Tür muss ein Treppenabsatz liegen. der mindestens so tief ist wie die Tür breit ist. Ausgabe April 1992. ≥ 125 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei weniger als 180 Nutzern ≥ 200 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei mehr als 180 Nutzern Treppen DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 GUV-I 561 „ Treppen“ . § 10. Treppenstufen dürfen nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen. die in Treppenrichtung aufschlägt. aktualisierte Fassung März 2005 ≤ 250 Notwendige Treppen: Maximaler Abstand zwischen zwei Handläufen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 489 Lernen .Erschließen. so dass er die gesamte aufschwingende Tür „aufnehmen“ kann (LBOAVO Baden-Württemberg.

Lernen 490 Raumpilot Grundlagen .

Veranstalten und feiern Raumpilot Grundlagen 491 Lernen .

Lernen Veranstalten und feiern 493 494 Veranstalten und feiern Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula 492 Raumpilot Grundlagen .

Zur Ausstattung dieser Gemeinschaftszone gehören Nebenbereiche wie Garderoben. Durch eine flexible Wand kann zum Beispiel der Musikraum mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle zusammengeschaltet werden (SchulBauFR Baden-Württemberg 2006). Unter Umständen kann auch eine mehrfach nutzbare Sporthalle für größere Schulveranstaltungen mitgenutzt werden. Falls dieser Bereich auch außerschulisch genutzt werden soll. ist die Einrichtung einer Bühne sinnvoll. Toiletten und gegebenenfalls auch ein Stuhllager oder ein Requisitenlager. In größeren Schulen wird in der Regel ein eigener Raum – die Aula – dafür eingeplant. möglichst schalldichten Wänden – als Bereich für größere Veranstaltungen vorgesehen werden.Veranstalten und feiern Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Veranstalten und feiern Veranstalten und feiern In jeder Schule wird ein Raumbereich für größere Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gebraucht. Bei kleineren Schulanlagen können alternativ auch die erweiterten Verkehrsflächen im Eingangsbereich – eventuell in Kombination mit flexiblen. Raumpilot Grundlagen 493 Lernen .

angebunden Aula als eigenständiger Baukörper. nicht direkt angebunden Aula als Erweiterung der Verkehrsflächen (Mehrfachnutzung) Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula Gliederungsquelle und weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung der Aula siehe Band „Raumpilot Lernen“ M 1:2500 494 Raumpilot Grundlagen .Lernen Aula als eigener geschlossener beziehungsweise abgegrenzter Raum Aula als eigenständiger Baukörper.

Lernen Raumpilot Grundlagen 495 Lernen .

Lernen 497 497 498 499 500 501 Lernformationen Typ 1: Selbstunterricht Typ 2: Einzelunterricht Typ 3: Gespräch in der Gruppe Typ 4: Demonstration Typ 5: Informelles Lernen 496 Raumpilot Grundlagen .

Räumliche Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Angebot an Einzelarbeitsplätzen in gemeinschaftlichen Lern. Mit der zunehmenden Umstellung auf die Ganztagsschule gewinnen Raumangebote für das selbstständige. Basteln. Seite 19f. die Möglichkeiten zum ungestörten konzentrierten Arbeiten bieten. Malen oder eigene Texte schreiben. Schreiben. aktive Lernen am Nachmittag zusätzlich an Bedeutung. Daneben sollten auch stärker abgeschirmte Einzelarbeitsplätze vorgesehen werden. Zeichnen und Konstruieren am Computer. Das eigenständige Arbeiten ermöglicht ungestörtes Ausprobieren und Nachdenken.Lernen Lernformationen Mit Bezug auf die Inhalte des Beitrags „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ von Otto Seydel (Buch „Raumpilot Lernen“ . die im Prinzip in allen Schulformen. Kommunizieren.und Arbeitsbereichen. Dieses unabhängige aktive Arbeiten und Reflektieren ist sehr bedeutend für den Lernprozess.) werden fünf wesentliche Lernforma­ tionen unterschieden. Typ 1: Selbstunterricht Selbstunterricht bedeutet eigenständiges Lernen durch Bücher lesen. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 497 Lernen . in allen Fächern und in allen Altersstufen zum Einsatz kommen können. Seit einigen Jahren umfasst der Selbstunterricht zunehmend auch das Recherchieren.

Ähnlich wie beim Selbstunterricht werden hierfür Raumbereiche gebraucht. Hierfür kann schon das Auseinanderschieben der Schülertische in genügend großen Klassenzimmern ausreichen. indem sich ein Lehrer phasenweise während Stillarbeitszeiten mit einzelnen Schülern beschäftigt. in denen das gemeinsame laute oder leise Lernen von zwei Personen unabhängig vom Gruppenunterricht stattfinden kann. Der Einzelunterricht geschieht in Form von Nachdenken. Erkennen. Einzelunterricht kann aber auch stattfinden. In vielen Fällen sind die Klassenzimmer jedoch zu klein. dann werden Erweiterungsmöglichkeiten wichtig. Üblicherweise lernt dabei einer vom anderen. der Schüler vom Lehrer oder zwei Schüler erarbeiten sich in partnerschaftlicher Projektarbeit ein Wissensgebiet gemeinsam. Gruppenräume. Er wird für die gezielte Förderung einzelner Kinder eingesetzt. Zuhören und Nachmachen und im Zweiergespräch. 498 Raumpilot Grundlagen . entsprechend gestaltete Erschließungsräume oder sonstige Gemeinschaftszonen können geeignet sein. Nachfragen.Lernen Typ 2: Einzelunterricht Neben dem Selbstunterricht unterscheidet man als eine weitere Lernformation den Einzelunterricht.

Wenn die Gruppen unabhängiger agieren wollen. Lernen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 499 . Vortragen. die flexibel genutzt und frei eingeteilt und bei Bedarf bereichsweise abgeschirmt werden können. Basteln. im Kreis oder Halbkreis stehend. auf Stühlen sitzend oder auf dem Boden sitzend oder liegend stattfinden. Vorlesen. Für diese Formation werden Gruppengrößen zwischen vier und zwölf Teilnehmern empfohlen. Das Lernen in der Gruppe kann je nach Aufgabe am Tisch sitzend.Lernen Typ 3: Gespräch in der Gruppe Die dritte Lernformation betrifft das Zuhören. Werkeln oder Produzieren in der Gruppe. Sprechen. Bei entsprechender Arbeitsweise und geringer Lautstärke können mehrere Gruppen in einem Raum gemeinsam lernen. Auch für diese Lernformation sind Klassenerweiterungsflächen günstig. werden Abschirmungen nötig. um gegenseitige Störungen zu vermeiden.

Bei der Demonstra­ tion ist die Teilnehmerzahl nicht begrenzt. die Beamer-Präsentation. Zuhören und Mitschreiben. Filme oder durch das Durchführen von Experimenten. Seite 23f. Wichtig sind eine gute Sicht und Hörbarkeit von allen Plätzen durch die entsprechenden optischen oder akustischen Voraussetzungen der Raumplanung.Lernen Typ 4: Demonstration Die „Demonstration“ ist ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten „Frontalunterrichts“ . “ (Otto Seydel in: „Raumpilot Lernen“ . Zu diesen vier Lernformationen gibt Otto Seydel in seinem Beitrag „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ zusammenfassend als Faustregel an. 30 Prozent frontal.) 500 Raumpilot Grundlagen . 2010. durch Zuschauen. 10 Prozent im Kreis (der Klasse). 30 Prozent in der Kleingruppe (2 bis 6 Schüler). Bei größeren Teilnehmergruppen ist eine ansteigende Bestuhlung günstig – Multifunktionalität und Nutzungsänderungen werden dadurch jedoch eingeschränkt. Arbeit an interaktiven Whiteboards (IAW). sonstige Vorführungen. Die Schüler lernen vorwiegend rezeptiv durch das Aufnehmen des Vorgetragenen. „wie die zeitliche Verteilung in der zukünftigen Schule aussehen könnte: 30 Prozent allein. Bei dieser Formation erfolgt die Wissensvermittlung über den Vortrag.

Informelles Lernen findet überall im täglichen Leben in vielfältigen Interaktionen mit unserer Umwelt statt und ist auch ein wesentlicher Bestandteil des lebenslangen Lernens Erwachsener. Daneben bieten natürlich auch alle Gemeinschaftsräume wie die Aula oder die überdachten und nicht überdachten Schulhof­ flächen entsprechende Raumangebote für zufällige Treffs und den Austausch von Informationen. Informelles Lernen ist überall möglich. Prinzipiell erfordern die unterschiedlichen Formationen sowohl große wie auch kleine Raumeinheiten – ein differenziertes Raumangebot. Besonders wichtig ist die vielfältige Nutzbarkeit und die flexible Aufteilbarkeit dieser Flächen. dass das Lernen in Bezug auf das Lernziel. um auf wechselnde Anforderungen reagieren zu können. die Lerndauer und Lernförderung unsys­ tematisch ist und ungeplant stattfindet. Informell bedeutet in diesem Zusammenhang. Treppen und Zugangsbereiche. mit denen die Klassenräume je nach Bedarf erweitert werden können – beispielsweise Erschließungsräume. Spazierengehen oder Spielen zur Verfügung steht. Diese Räume besitzen einen unverbindlichen Aufforderungscharakter – man kann stehen bleiben und sich unterhalten. Besonders geeignet sind dafür in Schulgebäuden räumlich erweiterte Flure. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 501 Lernen . das Pausengespräch auf dem Schulhof oder die Diskussion beim Spielen und beim Sport am Nachmittag. wo Raum zum Sitzen. das den Wechsel zwischen dem Lernen in der großen Schul. Darunter fällt beispielsweise der Informa­ tionsaustausch auf dem Weg zur Schule. Gruppenräume oder dafür vorgesehene Gemeinschaftsbereiche. Fazit Für die verschiedenen Lernformationen werden Flächen gebraucht. Treffen. in denen sich die Erschließungsflächen mit Aufenthaltsflächen überlagern.Lernen Typ 5: Informelles Lernen Ein Großteil der Lernprozesse findet zusätzlich auf informelle Art statt. aber man muss es nicht.oder Klassengemeinschaft über das Lernen in der Kleingruppe bis hin zum abgeschirmten Lernen alleine ermöglicht. Warten.

Lernen 502 Raumpilot Grundlagen .

Sitzen Raumpilot Grundlagen 503 Lernen .

Lernen Sitzen 505 505 505 506 508 508 509 510 510 511 Einführung Schulmöbel Sicherheitsanforderungen Anforderungen der DIN EN 1729 und der DIN ISO 5970 Anpassung der Schulmöbel Der Computer am Schülerarbeitsplatz Ergonomische Sitzmöbel/ dynamisches Sitzen Sitzplatzanordnung Werkräume Sitzplatzanordnung allgemeiner Unterrichtsbereich Möblierungsbeispiele für rechteckige und quadratische Räume 504 Raumpilot Grundlagen .

berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:2006-09 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ von 2006 auch das dynamische Sitzen. insbesondere Haltungsschäden. Die Oberfläche der Tische soll hell und matt sein. Für Schüler sind auf ihre Körpergröße abgestimmte Stühle und Tische bereitzustellen. Darüber hinaus werden häufige Wechsel der Sitzpositionen empfohlen (dynamisches Sitzen). Hinweise zu den Anforderungen an Schulmöbel finden sich in der GUVInformation (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) GUV-SI 8011 / April 1999. § 11). Da dauerndes „falsches“ Sitzen zu Haltungsschäden führen kann. Auch Tische mit geneigten Tischplatten können von Vorteil sein (ergonomisches Mobiliar) (GUV-SI 8011. Allgemeine Schulbauempfehlungen (ASE) für Baden-Württemberg: Das Gestühl soll beweglich und kombinierbar sein und so ausgebildet werden. ausgeschlossen und Ermüdungserscheinungen vermieden werden. Ecken und Haken von Einrichtungsgegenständen in Aufenthaltsbereichen sind bis zu einer Höhe von 2 m ab Oberkante Standfläche so auszubilden/zu sichern.Sitzen Einführung Schüler verbringen die meiste Zeit in der Schule sitzend. Schulmöbel Wichtige Kriterien bei der Schulmöbelwahl sind: – normgerechte und sicherheitsgeprüfte Stühle und Tische – ausreichendes Größensortiment – Tische und Stühle aufeinander abgestimmt – in Fachräumen möglichst zwei Tischhöhen durch eine höhenverstellbare Tischplatte (GUV-SI 8011. die dem Stand der Technik entsprechen. Möbel sollen an die Größe der Schüler angepasst sein und verschiedene Sitzhaltungen ermöglichen. § 11und GUV-V S1. Seite 4). Mindestanforderungen an Tische und Stühle in allgemein bildenden Schulen“ . Während die internationale Norm DIN ISO 5970 aus dem Jahr 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht. Seite 5). dass gesundheitliche Schäden. Raumpilot Grundlagen 505 Lernen . Sicherheitsanforderungen und Empfehlungen Kanten. ist es wichtig. dass Schüler nicht verletzt werden. Gültig ist die europäische Norm DIN EN 1729 / September 2006. Die Hinweise der DIN ISO 5970 und der GUV-SI 8011 „Richtig sitzen in der Schule“ sollten hierbei beachtet werden (DIN 58125. Darüber hinaus werden die Größenklassen neu definiert und zusätzlich wird die Klasse 7 (Farbkennung „braun“) für sehr große Schüler eingeführt. – bei dreieckigen Tischen und dazu gehörigen höhenverstellbaren Stühlen ist ein rascher Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen ohne großen Umbauaufwand möglich. Daneben entstehen durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsschulen geänderte Nutzungsanforderungen in den Schulräumen. Kanten. dass Tische und Stühle an die Körpergröße der Kinder angepasst werden. Ecken und Haken von festen und beweglichen Einrichtungsgegenständen müssen entweder abgerundet (Radius ≥ 2 mm) oder entsprechend gefasst sein. die flexible Möblierungen erfordern. zusätzlich noch gültig ist die internationale Norm DIN ISO 5970 / Januar 1981. aktualisierte Fassung Oktober 2008: „Richtig sitzen in der Schule.

Lernen 40 46 53 59 21 50 25 26 50 27 31 50 30 120 120 0. Doppeltisch pr EN 1 729-1 80 Körperhöhe 80-95cm Kennfarbe weiß Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 93 95 Größe 0 Körperhöhe 93-116cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 108 115 Größe 1 Größe 2 120 Körperhöhe 108-121cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 121 133 Größe 3 Körperhöhe 119-142cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 119 80 85 95 100 110 115 125 130 DIN ISO 5970 90 Körperhöhe 90cm Kennfarbe weiß 105 Körperhöhe 105cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 120 135 Größe 0 Größe 1 Größe 2 Körperhöhe 120cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 3 Körperhöhe 135cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 58 50 40 46 52 22 26 30 45 26 50 29 50 33 60 60 Einzeltisch 120 o. A. Doppeltisch 25 27 506 Raumpilot Grundlagen 120 130 70 29 34 32 Einzeltisch 24 60 60 28 60 35 . A.

Sitzen 64 71 46 82 76 50 34 38 50 48 43 50 42 50 46 60 60 34 36 130 130 130 Größe 4 Körperhöhe 133-159cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 146 159 Körperhöhe 146-176.5cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 176.5 174 Größe 5 Körperhöhe 159-188cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 6 130 188 Körperhöhe 174-207cm Kennfarbe braun Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 7 142 400 207 205 60 60 140 145 155 160 170 175 38 185 190 195 150 165 180 200 Größe 4 Körperhöhe 150cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 5 Größe 6 Körperhöhe 165cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Körperhöhe 180cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 51 64 70 76 50 36 38 50 38 42 50 40 70 32 130 70 130 34 130 70 36 46 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 507 Lernen .

Eine ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes und eine sichere Geräteunterbringung mit abschließbarer Kabelführung müssen in der Planung beachtet werden. Die Oberschenkel müssen waagerecht auf der Sitzfläche aufliegen. A Sitzhöhe: Das Kind muss mit beiden Füßen den Boden vollständig berühren. B Sitztiefe: Kniekehle und Unterschenkelrückseite dürfen die Vorderkante der Sitzfläche nicht berühren. (GUV-SI 8011) Computer am Schülerarbeitsplatz Durch die zunehmende Nutzung von Computern im Unterricht hebt sich die Trennung von Klassenraum und Computerraum mehr und mehr auf. D Beinfreiraum: Zwischen Tischunterbau und Oberschenkel muss Bewegungsspielraum bleiben. Auge n absta nd 45 .50 80 .90 508 Raumpilot Grundlagen 72 .70 C D B A 38 .Lernen Anpassung der Schulmöbel Schulmöbel sollten möglichst halbjährig individuell angepasst werden. C Tischhöhe: Die Ellenbogenspitze muss sich bei herunterhängenden Armen in Tischplattenhöhe befinden.

Sitzen

Computertisch Tischtiefe mindestens 80 cm (besser 90 cm), Tischhöhe in der Primarstufe circa 64 cm, in der Sekundarstufe circa 72 cm. Unterschiedliche Körpergrößen sollten mit einem höhenverstellbaren Stuhl ausgeglichen werden. Blickrichtung/Blickhöhe Die Blickrichtung parallel zur Fensterfront reduziert die Direktblendung und Spiegelungen auf dem Bildschirm. Die Oberkante des Bildschirms sollte unter Augenhöhe sein (GUV-SI 8009).

Ergonomische Schulmöbel/ dynamisches Sitzen
Während die internationale Norm DIN ISO 5970 von 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht, berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:200609 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ aus dem Jahr 2006 auch das dynamische Sitzen durch unterschiedlich zulässige Sitzwinkel. Schulmöbel für dynamisches Sitzen passen sich dem natürlichen Sitz- und Bewegungs-

bedürfnis der Schüler an. Der durch diese Möbel erleichterte Wechsel zwischen unterschiedlich aktiven und passiven Sitzpositionen soll Haltungsschäden, die durch „Dauersitzen“ verursacht werden, entgegenwirken. Bei ergonomischen Tischen werden Höhenverstellbarkeit und eine geneigte Tischplatte empfohlen.

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

509

Lernen

Lernen

Sitzplatzanordnung
Allgemeiner Unterrichtsbereich Mindestmaße für Schülerplatze in regulären Unterrichtsräumen, hintereinander: Tischabstand seitlich 80 cm, Tischbreite Zweiertisch 120 cm bis 130 cm, Tischtiefe 50 cm, Tischabstand vorn/hinten 80 cm (OFD Baden-Württemberg). Größe und Proportion des Klassenraums sollten die Möglichkeit bieten, Tische und Stühle entsprechend der gewählten Unterrichtsform in unterschiedlicher Art aufstellen zu können. Für den Gruppenunterricht wird mehr Raum benötigt als für den Frontalunterricht.

Übungs- und Werkraum Mindestmaße für Schülerarbeitsplätze in Übungs- und Werkräumen und vergleichbar ausgestatteten Räumen, bei Rücken-anRücken-Anordnung: Tischabstand seitlich 100 cm, besser 120 cm (GUV-SI 8009), Tischbreite Zweiertisch 160 cm, Tischtiefe 80 cm (von Raumnutzung abhängig), Tischabstand 150 cm (DIN 58125, § 25 und. GUV-V S1, § 25 ). Abstand zwischen dem Experimentiertisch des Lehrers und den ersten Schülertischen mindestens 120 cm (DIN 58125, § 25 und GUV-V S1 § 25)

Hinweis ASE: Quadratische, dem Quadrat angenäherte oder polygonale Raumzuschnitte eignen sich für vielseitige Möblierungen. Recht­ eckige Raumzuschnitte schränken diese Möglichkeit ein, sind aber besser teilbar (ASE BW).

260 180 - 210 60 - 80 120 - 130
80

260 160 100 160

100

80 230

50

80

130

Platzanordnung im regulären Unterrichtsraum, hintereinander M. 1:100

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, Rücken an Rücken

150

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, hintereinander

510

Raumpilot Grundlagen

85

165

Sitzen

Möblierungsbeispiele für einen rechteckigen und einen quadratischen Unterrichtsraum

Frontalunterricht 32 Sitzplätze

Gruppenarbeit 32 Sitzplätze

freier Unterricht 32 Sitzplätze
Klassenraumgrößen 24 Schüler 30 Schüler 33 Schüler 36 Schüler (OFD BW) 54 m2 60 m2 66 m2 72 m2

In den Beispielen: rechteckiger Raum 7 ,10 m x 9,30 m = 66 m2 quadratischer Raum 8,10 m x 8,10 m = 65,5 m2

M 1:250

Raumpilot Grundlagen

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Lernen

Lernen

512

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Raumpilot Grundlagen

513

Lernen

Lernen Allgemein unterrichten

515 517 518 519 520 521 521 521

Einführung Anordnungsvarianten für Klassenräume mit und ohne Gruppenraum ASE – Vorgaben zur Klassenraumgestaltung Klassenraumhöhen Natürliche Belichtung Künstliche Beleuchtung Schallschutz Schallschutz gegen Außengeräusche

514

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern

Arbeiten und verwalten Nebenräume

Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen

Freibereiche

Funktionsbeziehungen Allgemein unterrichten

Einführung
Der allgemeine Unterrichtsbereich umfasst die Klassenzimmer, gegebenenfalls auch Gruppenräume und zusätzliche Klassenraumerweiterungsflächen. Diesen Räumen sind Nebenräume wie einzelne Material-, und Kartenräume zugeordnet. Je nach pädagogischem Konzept kann die Gestaltung des Unterrichtsbereichs sehr unterschiedlich sein. Auch für die Anordnung der Gruppenräume in Bezug zu den Klassenräumen gibt es verschiedene Anordnungsvarianten. Auf der nachfolgenden Doppelseite sind unterschiedliche Grundprinzipien in einer Übersicht dargestellt.

Auf den folgenden Seiten sind weiterhin die detaillierten Mindestanforderungen an die Größe und Gestaltung von Klassenräumen entsprechend den Allgemeinen Schulbauempfehlungen Baden-Württembergs angegeben (ASE 1983).

Raumpilot Grundlagen

515

Lernen

Lernen

Anordnungsvarianten von Klassenräumen mit und ohne Gruppenraum

Reihung von Klassenräumen ohne Gruppenraum

Ein Gruppenraum für mehrere Klassenräume

Ein Gruppenraum pro Klassenraum/ Gruppenraum im Klassenraum integriert

Klassenraum Gruppenraum / Klassenraumerweiterung

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Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Gruppenraum überlagert mit Erschließungszone

„offene Lernlandschaft“

Klassenraumerweiterung in Freibereich

Weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung des Unterrichtsbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“

M 1:2500

Raumpilot Grundlagen

517

Lernen

Lernen

Raumtiefe: Die Raumtiefe soll im Allgemeinen bei 7 ,20 m liegen und kann bei Räumen ab 70 m2 bis 8,40 m betragen. Über 8,40 m hinausgehende Raumtiefen erfordern eine beidseitige Belichtung durch Fenster oder Oberlichter. Raumhöhe: Die lichte Raumhöhe soll bei natürlicher Beund Entlüftung mindestens 3,20 m und bei künstlicher Be- und Entlüftung mindestens 3 m betragen. Fensterfläche: Die Größe der wirksamen senkrechten Fensterfläche (reine Glasfläche) soll ein Fünftel der Raumgrundfläche nicht unterschreiten. Sichtabstand zur Tafel: Der Abstand eines Schülerarbeitsplatzes von der Wandtafel soll 2 m nicht unterschreiten und 9 m nicht überschreiten. Blickwinkel zur Tafel: Der ungünstigste Blickwinkel zur Tafel soll 30° nicht unterschreiten. Material- und Farbwahl der Oberflächen: Oberflächen sollen tageslichtaufhellend sein und Reflexionen vermeiden.

Lüftungsfläche: ≥ 0,3 m2 pro Schüler voll zu öffnende Lüftungsflügel Luftraum: ≥ 6 m2 pro Schüler

7 20

720

Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften Raumausstattung: Waschbecken, zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel, Projektionsfläche, (Einbau-)Schrank, Pinnwand, Tische und Stühle

maximaler Abstand zur Tafel 9,00 m

Fensterfläche: ≥ ein Fünftel der Grundfläche des Klassenraums

minimaler Abstand zur Tafel 2,00 m

30˚ Blickwinkel

Grundrissbeispiel, Klassenraum mit 60 m2 für 30 Schüler, M 1:100

518

Raumpilot Grundlagen

835

≥ 320 / ≥ 300

Die ASE enthalten detaillierte Planungsempfehlungen zur Gestaltung von Klassenräumen. Als Orientierungswerte sind hier die wesentlichen Angaben der ASE BW in einem Überblick zusammengefasst.

Tafelprojektionsfläche zentral

Allgemein unterrichten

Tafelprojektionsfläche seitlich ≥ 320 / ≥ 300

Lüftungsfläche: Je Schüler sollen 0,3 m2 Fensterfläche voll zu öffnen sein. Eine einseitige freie Fensterlüftung ist bis zu einer Raumtiefe von 8,40 m möglich, wenn die lichte Raumhöhe mindestens 3,20 m beträgt und die innere Raumzone in circa 1 m Tiefe nur als Verkehrsfläche genutzt wird. Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften
Türen: ≥ 40 Benutzer müssen Klassenraumtüren in Fluchtrichtung aufschlagen; Nach außen aufschlagende Türen dürfen in der Endstellung einschließlich Türgriff max. 20 cm in den Fluchtweg hineinragen

840

840

Garderoben: Garderoben können im Flur, im Klassenraum oder auch bereichsweise zusammengefasst angeordnet werden. Die ASE empfiehlt die Unterbringung im Flur (zusätzliche Brandlast beachten). Sofern Garderoben in Unterrichtsräumen vorgesehen werden, sind sie gut lüftbar anzuordnen. Raumausstattung: In jedem allgemeinen Unterrichtsraum sollte folgende Grundausstattung vorhanden sein: – ein Waschbecken – zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel – eine Projektionsfläche – ein (Einbau-)Schrank – eine Pinwand – Tische und Stühle.

860

100

Grundrissvariante, Klassenraum mit 72 m2 für 36 Schüler, M 1:100

Raumpilot Grundlagen

519

Lernen

Lernen

≥ 250 an niedrigster Stelle

320 bzw. 300 840

Raumhöhe bei künstlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3 m im Lichten Raumhöhe bei natürlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3,20 m im Lichten

M 1:100

520

Raumpilot Grundlagen

≥ 320

≥ 300

im Mittel

Raumhöhe bei nicht ebenen Decken: Bei nicht ebenen Decken sollten je nach Lüftungssystem 3,20 m im Mittel beziehungsweise 3 m im Mittel nicht überschritten werden, dabei muss an der niedrigsten Stelle ein Mindestmaß von 2,50 m eingehalten werden

Allgemein unterrichten

Natürliche Belichtung: Sämtliche Unterrichtsräume müssen Fens­ ter mit Ausblick ins Freie haben. (Lernmittelräume et cetera können fensterlos oder von oben belichtet sein.) Tageslicht von links und Südorientierung der Klassen­ räume sollten bevorzugt werden. Sonnen- und Blendschutz muss entsprechend der Orientierung vorgesehen werden. (Vergleiche hierzu DIN 5034 und Landesrecht) Künstliche Beleuchtung: Die künstliche Beleuchtung soll an die Nutzung ausgerichtet und blendfrei sein. Die Farbe der künstlichen Beleuchtung soll dem Tageslicht weitgehend entsprechen (vergleiche DIN 5035). Schallschutz: Die bauaufsichtlich verbindlichen Anforderungen an den Schallschutz in Schulen sind in der DIN 4109:1989-11 „Schallschutz im Hochbau“ , Tabelle 3 enthalten. Zusätzlich sind die Anforderungen der DIN 18041: 2005-4 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“ zu beachten. Differenzierte Nachhallzeit für Unterrichtsräume: DIN 18041 Schutz gegen Lärm aus benachbarten Räumen: Normgerechte Luft- und Trittschalldämmung der Decken, Wände und Türen entsprechend DIN 4109. (R`w: bewertetes Schalldämmmaß in dB mit Schallübertra-

gung über flankierende Bauteile) Decken zwischen Unterrichtsräumen und Sporthallen, Musikräumen, Werkräumen: erforderlich R`w 55 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 47 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern: erforderlich R`w 52 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „besonders lauten“ Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen: erforderlich R`w 55 dB Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 32 dB Schallschutz gegen Außengeräusche: Bei einem Außengeräuschpegel bis zu 65 dB(A) kann von Fensterlüftung ausgegangen werden und es ist keine besondere Anforderung an die Ausführung von Außenwänden und Fenstern zu stellen. Bei einem Außengeräuschpegel von über 65 dB(A) sollten die Fenster während des Unterrichts geschlossen bleiben und ein Luftschallschutzmaß von minus 12 dB erreichen. Hierbei kann der Einbau lüftungstechnischer Anlagen erforderlich werden.

Schallabsorptionsflächen

An der Decke in Raummitte: ungünstig für Frontalunterricht, da keine Schallreflektion über die Deckenmitte in die Raumtiefe möglich ist, günstig für Gruppenunterricht.

Oberer Teil Rückwand und seitliche Deckenstreifen: günstig für Frontalunterricht, da Schallreflexion des Redners über Deckenfläche in die Raumtiefe möglich ist. Rückwandreflexion

ungünstig ungünstig

günstig günstig

günstig Stark vereinfachte Schemata zur Wirkung von Schallabsorptions- und Reflektorflächen in Klassenräumen. Die Wirkung ist zusätzlich stark von der genauen Raumproportion, den Oberflächenmaterialien und der Oberflächengestaltung abhängig.

Raumpilot Grundlagen

521

Lernen

Lernen

522

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Raumpilot Grundlagen

523

Lernen

Lernen Fachbezogen unterrichten

525 525 526 526 526 527 528 528 528 528 528 528 529 529

Einführung Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich Lehrsaal Lehr-/Übungsraum Vorbereitungs-/Sammlungsraum Grundrissbeispiel Physikraum Gymnasium Musischer Unterrichtsbereich Musikunterricht Kunstunterricht Werkstatträume Lage Anforderungen und Ausstattung Belichtung und Belüftung Bodenbelag

524

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten

Allgemein unterrichten

Fachbezogen unterrichten

Nebenräume

Freibereiche

Essen und Freizeit verbringen

Funktionsbeziehungen Fachbezogen unterrichten

Einführung
Zu den Fachklassen gehören die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, für Musik und Kunst, für die Computernutzung, unterschiedliche Werkräume und die Schullehrküchen für den Kochunterricht. Der Fachunterricht erfordert jeweils unterschiedliche spezielle technische Raumausstattungen und teilweise auch spezielle Raumgrößen und Raumhöhen, die sich von den Raumproportionen und Ausstattungen der allgemeinen Unterrichtsräume unterscheiden. Aus installationstechnischen und weiteren funktionalen Gründen wird empfohlen, die Fachklassen jeweils fächerbezogen räumlich zusammenzufassen.

Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich
Die naturwissenschaftlichen Fachbereiche umfassen Lehr- und Übungsräume, Sammlungs- und Vorbereitungsräume und eventuell zusätzliche spezielle Lagerräume (zum Beispiel Raum für brennbare Flüssigkeiten). In den naturwissenschaftlichen Unterrichtsbereichen für Biologie, Physik und Chemie und den Werk-/Technikräumen besteht aufgrund ihrer Ausstattung und aufgrund der verwendeten Chemikalien et cetera eine erhöhte Unfall- und zum Teil auch eine erhöhte Brandgefahr. Planungsvorgaben für diese Räume finden sich in der „Unfallverhütungsvorschrift Schulen“ (GUV-V S1) und in der DIN 58125. Lernen

Günstige Lage der Fluchtwege, sie sollen möglichst weit auseinanderliegen

Ungünstige Lage der Fluchtwege, sie sollen nicht in derselben Ecke liegen

Raumpilot Grundlagen

525

Lernen

Räume mit erhöhter Brandgefahr (Chemie und Holzwerkräume) müssen grundsätzlich über zwei getrennte sogenannte „sichere Fluchtwege“ verfügen, die möglichst in entgegengesetzte Fluchtrichtungen führen. Diese Anforderung gilt nicht als erfüllt, wenn der zweite Fluchtweg über den Sammlungs- oder Vorbereitungsraum führt und dessen Zugang in derselben Ecke liegt wie der Ausgang des Unterrichtsraums. Die Fluchttüren müssen in diesen Räumen in Fluchtrichtung aufschlagen. Der geforderte zweite Fluchtweg kann über ein Fenster erfolgen, allerdings nicht durch Anleitern der Feuerwehr, da die Flucht über Anleitern mit circa 3 Minuten je Person zu lange dauert. Hier werden also Außenbalkone, Terrassen und Außentreppen gefordert, über die Lehrer und Schüler selbstständig in einen sicheren Bereich flüchten können. Ist der Unterrichtsraum jedoch mit einer vollständigen Verdunkelung ausgestattet, darf der zweite Fluchtweg nicht über ein Fenster erfolgen. Lehrsaal In den Lehrsälen wird vorwiegend Demonstrationsunterricht durchgeführt. Um eine gute Sicht auf den Lehrerexperimentiertisch zu gewährleisten, werden die Lehrsäle des naturwissenschaftlichen Bereichs mit ansteigendem, fest installiertem Gestühl ausgestattet. Meist sind 2 bis 3 Podeststufen (circa 15 cm bis 17 cm Höhe) günstig. Bis zu einer Steigung von 10 Prozent

können Rampen zur Höhenüberwindung eingesetzt werden, bei höherer Steigung müssen Stufen ausgebildet werden. In der vordersten Reihe muss Barrierefreiheit gewährleistet sein. Lehr-/Übungsraum In Lehr- und Übungsräumen können Schüler Experimente unter Aufsicht selbst durchführen, ihnen steht daher mehr Arbeitsfläche zur Verfügung als in den Lehrsälen. Diese Räume sollten möglichst für unterschiedliche Unterrichtsformen geeignet sein. Sammlungs-/Vorbereitungsraum Die Sammlungs- und Vorbereitungsräume sollten den Lehrräumen möglichst direkt und ohne Stufen zugeordnet sein. Unter Umständen kann für diese Räume eine gesonderte Abluftanlage gefordert werden. Die Türen zu diesen Räumen und zu den Lehrsälen sollten für Transportgut circa 60 cm höher ausgebildet werden als Normtüren. Die Chemikalien und Gefahrstoffe sollten in einem eigenen Chemikalienraum mit circa 6 m2 bis 10 m2 Fläche untergebracht werden. Alternativ können entlüftete Chemikalienschränke für die jeweiligen Gefahrstoffgruppen eingesetzt werden (Gefahrenstoffe, siehe GUV-V S1, § 26).

526

Raumpilot Grundlagen

und Übungsraum Lehrsaal (beispielhaft) – Schülerzahl: 40 Schüler – Raummaße: 7 . Schränke für Experimentiergeräte (mindestens 30 cm tief).und Wasseranschluss.70 m x 8.und Schülerexperimentiertische mit Strom.Fachbezogen unterrichten ≥ 230 40 260 Lehrsaal Sammlungs. M 1:200 Raumpilot Grundlagen 527 Lernen .und Vorbereitungsraum Lehr. Türen sollen möglichst direkt und ohne Stufen erreichbar sein.und Wasseranschluss.und Vorbereitungsraum (beispielhaft) – Raummaße: 6. Wandspüle. 2 bis 3 Podeststufen mit 15 cm bis 17 cm Höhe.40 m – Raumausstattung: ausreichend Schrank­ raum. Grundriss und Schnitt. 2 bis 3 Podeststufen (je 15 cm bis 17 cm hoch) empfehlenswert Beispiel für die Gestaltung eines Physikraumbereichs an einem Gymnasium. ausreichende Tiefe (40 cm) der Schreibgelegenheit Sammlungs. Chemikalien müssen in einem eigenen Chemikalienraum oder in abgeschlossenen Chemika­ lienschränken untergebracht werden Lehr.90 m x 8.40 m – Fläche: 66 m² – Raumausstattung: Lehrerexperimentiertisch mit Strom. Hörsaalgestühl. Projektionsmöglichkeit. Gas.40 m – Fläche: 84 m2 bis 90 m² – Raumausstattung: Lehrer. Absaugvorrichtung. Wandtafel.und Übungsraum (beispielhaft) – Schülerzahl: 32 Schüler – Raummaße: 10 m x 8. Gas.

An den Musiksaal ist ein Lehrmittelraum für die Lagerung von Instrumenten. weil die Bearbeitungsmaschinen von den Schülern nur unter Aufsicht des Werklehrers benutzen werden dürfen. Dazu gehören die im Kapitel „Sitzen“ erläuterten Mindestabstände zwischen Arbeitstischen in Werkräumen. Außerdem wird für Werkräume aufgrund der Materialandienung eine gut zugängliche Erdgeschosslage empfohlen. die Werkräume mit den Räumen für Kunstunterricht zusammenzufassen. Die zugehörigen Material. Spülbecken müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein. Anforderungen und Ausstattung Grundsätzlich sind die Richtlinien der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) einzuhalten. da der Unterricht häufig vom selben Lehrer erteilt wird und die einzelnen Techniken wechselseitig eng verknüpft sind. 528 Raumpilot Grundlagen . In diesen Räumen sind ausreichend Stell. sollten sie im Schulgebäude so angeordnet werden.und Maschinen­ räume müssen unmittelbar von den Werk­ räumen zu erreichen sein. dass der Unterricht in anderen Räumen durch sie nicht gestört wird (siehe ASE BW). daher wird hierfür eine Nord-Orientierung empfohlen (siehe ASE BW). wie beispielsweise zur Nachhallzeit. Die DIN 4109 fordert für die Wände und für die Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und besonders lauten Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen R’w 55 dB.und Hängeflächen für Arbeitsmaterialien und Objekte/Bilder vorzusehen. Bei Durchgängen zwischen zwei Arbeitstischen sind mindestens weitere 60 cm erforderlich. Verkehrsflächen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Es ist zweckmäßig. Kunstunterricht In Zeichensälen sollte eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet sein. er kann aber auch mittels flexibler (möglichst schalldichter) Wände mit anderen Räumen. An Musikräume werden hohe raumakus­ tische Anforderungen gestellt. der Aula oder mit der Eingangshalle verbunden sein.Lernen Musische Unterrichtsbereiche Musikunterricht Der Musiksaal kann als abgeschlossener Raum ausgebildet werden. Tonträgern et cetera angegliedert. Auch Störungen nach außen müssen mittels schalldämmender Maßnahmen vermieden werden. Die DIN 18041 macht genaue Angaben zu raumakustischen Anforderungen. Werkstatträume Lage Da in Werkräumen viel Arbeitslärm entsteht.

Holzstaub darf nicht in gesundheitsgefährdender Konzentration auftreten (Absauganlagen). Bodenbelag Für Werkräume müssen Bodenbeläge gewählt werden.Fachbezogen unterrichten Der Maschinenraum sollte jedoch vom Schülerübungsraum baulich getrennt sein. § 21f. ca. Belichtung und Belüftung Die Räume müssen sachgemäß beleuchtet und belüftet sein. Für Brennöfen in Aufenthaltsbereichen von Schülern muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen werden (DIN 58125. ist eine Sichtverbindung zwischen Maschinenraum und Schüler­ übungsraum vorzusehen. § 26 beziehungsweise GUV-V S1. zusammengestellt zu Vierer-Arbeitsplätzen – Lehrerarbeitstisch. wobei ein Ausgang auch durch den Maschinenraum führen darf (DIN 58125. Werkräume sind grundsätzlich mit mindestens zwei möglichst weit auseinander liegenden Ausgängen zu versehen. damit lärmintensive Maschinen wie Kreis­ säge oder Hobel nicht im Werkraum benutzt werden müssen. Damit der Lehrer seine Aufsichtspflicht für beide Räume wahrnehmen kann.00 m 145 80 80 150 80 80 145 Fluchtmöglichkeit nach außen Materialraum.). § 21f. Grundriss Werkstatträume an einer Hauptschule (beispielhaft) ≥ 100 160 ≥ 100 ≥ 100 Ausstattung: – Schülerwerkbänke. § 26). beziehungsweise GUV-V S1. 42 m2 Maschinenraum. 36 m2 Werkraum für 16 Schüler.80 m – Einbauschränke – Tafel und Projektionswand – Wasserbecken mit Ablage – Maschinen – Reihenwerkbänke – Brennofen – Trockenschrank (belüftet) – Absaugung – Lagerregale ≥ 100 160 Sichtfenster. § 23 und GUV-V S1.20 m x 0. § 23). die auch bei Staubanfall ausreichend trittsicher sind (siehe DIN 58125.00 x 1. 2. 3. 66 m2 und 30 m2 Restfläche ≥ 100 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 529 Lernen .

Lernen 530 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten und verwalten Raumpilot Grundlagen 531 Lernen .

Lernen und verwalten Arbeiten 533 534 534 534 534 535 535 535 Einführung Varianten mit zentral angeordnetem Lehrerbereich Lage Schulsekretariat Rektorat Varianten mit dezentral angeordnetem Lehrerbereich Schulsekretariat Rektorat 532 Raumpilot Grundlagen .

Damit die längere Arbeitszeit von Lehrern an der Schule sinnvoll genutzt werden kann. dass Lehrer in der Schule sowohl räumliche Bedingungen für die Das traditionelle gemeinsame „Lehrerzimmer für alle“ kann kaum der angemessene Rahmen für diese unterschiedlichen Anforderungen sein. Die Raumangebote sollten möglichst so gestaltet sein. Hierdurch entstehen neue Anforderungen an die Arbeitsplätze und auch an die Sozialräume der Lehrer. Die Aufenthaltszeiten an der Schule sind erheblich länger geworden und das Aufgabenspektrum wurde erweitert.Arbeiten und verwalten Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Arbeiten und verwalten Freibereiche Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Arbeiten und verwalten Einführung Die Arbeit von Lehrern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Zusätzlich verändern sich durch den Ausbau vieler Schulen zu Ganztagsschulen die Arbeitsbedingungen von Lehrern. sondern auch entsprechende „Pausenräume“ zur Erholung und Kommunikation zur Verfügung stehen. Team.und Projektarbeit nehmen inzwischen einen weit größeren Teil ihrer Arbeitszeit ein als zuvor. müssen jedoch nicht nur geeignete Arbeitsplätze vorhanden sein. bei Bedarf aber auch im Team arbeiten beziehungsweise Koordinationsgespräche in unterschiedlich großen Gruppen führen können. . Raumpilot Grundlagen 533 Lernen konzentrierte Einzelarbeit vorfinden.

und Unterrichtsmaterial ausgestattet. Informationsstafeln und einer Handbibliothek für Lehr.und Schülerbücherei sowie Lehrerzimmer und Schülerarbeitsräumen zu schaffen. den Lehrerbereich dem Informationsbereich anzugliedern.Lernen Lehrerbereich und Verwaltung zentral angeordnet Lage Prinzipiell können Lehrerbereich und Verwaltung räumlich zentral zusammengefasst oder aufgesplittet dezentral auf verschiedene Stellen im Schulgebäude verteilt werden. Statt einem großen Konferenztisch werden auch Einzeltische (Kleinschreibtische) eingesetzt. Bei großen Schulanlagen ist eine dezentrale Anordnung des Lehrerbereichs zusammen mit der Unterbringung der Lehr. um eine gute Verbindung von Lehrer. Größe und Ausstattung Die Größe des Lehrerbereichs richtet sich nach dem Schultyp und der Anzahl der Lehrer. die eine freie Gruppierung erlauben. Es kann von Vorteil sein. 534 Raumpilot Grundlagen . Im traditionellen gemeinsamen Lehrerzimmer stehen jedem Lehrer (nur) etwa 3 m² als Arbeitsplatz zur Verfügung.und Lernmittel bei den einzelnen Fachbereichen meist auch aus gesamtorganisatorischen Gründen sinnvoll (siehe ASE). Eine Lehrergarderobe und Lehrertoiletten sollten in der Nähe angeordnet sein. Neben Arbeitstischen und Stühlen sind Lehrerzimmer meist auch mit Postfächern für jede Lehrkraft. oder auch zu einem großen Konferenztisch zusammengestellt werden können.

(Weitere Informationen zur Gestaltung des Lehrerbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“) Raumpilot Grundlagen 535 Lernen . Dieser Raumbereich sollte daher für Besucher leicht auffindbar sein. in dem vertrauliche Vorgänge bearbeitet werden können. In diesen Räumen sollte jeweils auch ein kleinerer Besprechungsbereich (circa sechs Plätze) vorhanden sein. Eine Wartezone mit Sitzgelegenheit für Besucher im Flur vor dem Sekretariat gehört ebenso dazu wie eine kommunikative Gestaltung des gesamten Raums. Doch es muss auch ein datentechnisch geschützter Bereich vorhanden sein. Rektorat Die Räume für Schulleiter und Stellvertreter sollten möglichst in der Nähe der anderen Lehrerbereiche liegen.Arbeiten und verwalten Lehrerbereich und Verwaltung dezentral angeordnet Lehrerbereich Verwaltung Schulsekretariat Das Sekretariat ist die erste Anlaufstelle für alle Besucher und auch für Eltern und Schüler.

Lernen 536 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren und informieren Raumpilot Grundlagen 537 Lernen .

Lernen Recherchieren und informieren 539 539 539 540 Bibliothek/Mediathek Lage Richtwerte für den Flächenbedarf Grundrissbeispiel 538 Raumpilot Grundlagen .

Oberstufen.4 m² bis 0. Schulbibliotheken sind mit Bücherregalen. Gruppenarbeitsbereiche.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Recherchieren und Informieren Bibliothek/Mediathek Empfohlen wird das Zusammenfassen von Schulbibliothek.00 m2 Raumpilot Grundlagen 539 .00 m2 Arbeitsraum für Bibliothekare 18. Einzelarbeitsbereiche. möglichst zentral gelegenen Informationsbereich. Lage Die Schulbibliothek sollte als Informations-.und Sammlungsräumen.und Fachbereichsbibliotheken zu einem gemeinsamen.00 m2 circa 6 Carells (Lesekabinen) 16.55 m² je Schüler Lernen Für eine Schule mit 1000 Schülern werden als grobe Richtwerte vorgeschlagen: 10 000 Bände circa 4000 audiovisuelle Medien circa 50 Zeitschriften circa 40 Arbeitsplätze 80.und Kommunikationsort an zentraler Stelle gut auffindbar untergebracht sein. Zu den Bibliotheksbereichen zählen prinzipiell: Thekenbereich. Richtwerte für den Flächenbedarf Bibliotheks-/Mediatheksfläche: circa 0. Ausstellungsbereich und eventuell ein Veranstaltungsbereich. Schulstufenbezogen bestehen unterschiedliche Anforderungen. Verwaltungsbereich und Regalzone. Dieses Informationszentrum sollte möglichst über die Unterrichtszeiten hinaus geöffnet sein und auch außerschulischen Nutzern offenstehen. audio-visueller Bereich. Mediatheken erweitern die Sammlung um audiovisuelle Medien und entsprechende Hardware. Lehr. Karten. Mediathek.und Lernmittelzimmer.80 m2 circa 1 Gruppenraum 50.00 m2 Magazin 20. einer Registratur und Leseplätzen ausgestattet. Arbeits.

Lernen 3 3 4 4 4 7 1 Beispiel für eine Schulbibliothek M 1:200 1 Ausleihe 2 Büro 3 Einzelarbeit 4 Gruppenarbeit 5 Hörkabinen 6 Computerarbeit 7 Bücherregale 8 Mehrzweckraum 2 8 5 6 540 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren Essen und Freizeit und informieren verbringen Raumpilot Grundlagen 541 Lernen .

Lernen Essen und Freizeit verbringen 543 544 544 544 544 Schulmensa und Freizeiträume Planungshinweise Speiseraum Küchen Personalbereich 542 Raumpilot Grundlagen .

Der notwendige Flächenbedarf für die zugehörige Küche und Ausgabe ist abhängig davon. Raumpilot Grundlagen 543 Lernen . Bei größeren Schulen wird häufig für die schnelle Pausenverpflegung zusätzlich eine Ausgabetheke oder eine kleine Cafeteria für Snacks und Getränke eingeplant. ob die Speisen für das Mittagessen angeliefert und eventuell aufgewärmt werden oder ob das Essen vor Ort zubereitet und gekocht wird. Blatt 6 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Kindergärten. Empfohlen wird die Planung von mehrfach nutzbaren Speiseräumen. VDI 6000. ► Die VDI-Richlinie 6000. Blatt 3 / November 2007 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlungsräumen. die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schulküche genutzt werden können.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Freibereiche Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Essen und Freizeit verbringen Schulmensa und Freizeiträume Durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsbetrieb gewinnen die Räume für die Essensversorgung und für die Freizeit von Schülern und Lehrern stark an Bedeutung. Die Lage der Speiseräume sollte möglichst in der Nähe der Pausenhofflächen und in Kombination mit den weiteren Freizeiträumen vorgesehen werden. Kindertagesstätten und Schulen.

544 Raumpilot Grundlagen . Spülküche: Für die Spülküche muss ein eigener. M 1:500 Speiseraum: Zur Bemessung des Speiseraums kann man überschlägig annehmen: Essensteilnehmer : Platzwechsel = Anzahl der Plätze Grundfläche circa 1. die von außen zugänglich und lüftbar sind.4 m² pro Platz beziehungsweise 1.Lernen Planungshinweise 15 15 14 14 10 4 5 13 11 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Küche Essensausgabe Essensbereich Geschirr-Rückgabe Spüle Vorbereitung Vorräte Kühlraum Tiefkühlraum Abfall Personal Umkleiden Abstellraum WC Freizeitraum 7 12 3 2 1 8 13 15 15 13 13 6 9 Beispiel für eine Schulmensa.und Ruheräume vorgesehen werden. Personalbereich: Neben dem Speisesaal und der Küche sollten auch noch Räume für das Küchenpersonal eingeplant werden. von denen 80 Prozent an der Schule essen. von der Kochküche abtrennbarer Bereich vorgesehen werden (kein Spritzwasser auf den Speisen). Pausen. Toiletten-. Entsprechend Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) und ASR müssen hierbei Umkleideräume sowie Wasch-. wenn die Tabletts nicht auf einem Band direkt in die Spülküche transportiert werden. Küchen: Bei der Planung von Großküchen muss in der Regel ein professioneller Küchenplaner mit einbezogen werden. Lager und Anlieferung: Für die Lagerung beziehungsweise Kühlung von Lebensmitteln sollten Räume in ausreichender Größe vorgesehen werden. Im Eingangsbereich des Speisesaals sollten Garderoben (ein Haken pro Platz) und Toiletten in ausreichender Anzahl vorgesehen werden.25 m² pro Platz bei Grundschulen Bei einer Schule mit 400 Schülern. kann bei dreifachem Platzwechsel folgender Essplatzbedarf angenommen werden: 400 x 80 Prozent : 3 = 107 Plätze Bei Speiseräumen für mehr als 200 Perso­ nen sind die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu beachten. Außerdem ist eine kurze Anbindung der Geschirr-Rückgabe von Vorteil.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 545 Lernen .

und Lernmittelräume Personalräume Gebäudereinigung Abstellräume Öffentliche barrierefreie Toilette 546 Raumpilot Grundlagen .Lernen Nebenräume 547 547 548 549 549 549 549 549 549 549 549 549 550 Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Toilettenanlagen – Bemessung Hausmeisterdienstzimmer Erste-Hilfe-Raum Arzt-Raum Elternsprechzimmer Schülervertretung Lehr.

547 . Größere Toilettenanlagen im Pausen.und Aulabereich sollten auch für die außerschulische Nutzung zur Verfügung stehen. Außerdem sollte in jedem Geschoss mindestens ein barrierefreies WC eingeplant werden.Nebenräume Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Funktionsbeziehungen Nebenräume Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Je nach Gebäudekonzept und Schulgröße können die Toiletten für Schüler und Lehrer als Sammelanlagen zusammengefasst werden und geschossweise oder bereichsbezogen im Gebäude verteilt werden. Zusätzlich sollten kleinere Toilettenanlagen möglichst in der Nähe der Unterrichtsräume liegen. Bemessung Für die Bemessung der Toilettenanlagen gibt die ASE BW an: 40 bis 50 Schüler 20 bis 25 Schülerinnen 10 Lehrer 5 Lehrerinnen rollstuhlgerechtes WC 1 Sitz und 2 Stände 1 Sitz 1 Sitz und 1 Stand 1 Sitz Lernen Raumpilot Grundlagen Pro 1 Sitz für Jungen und 2 Sitze für Mädchen ist ein Handwaschbecken vorzusehen.

Kindertagesstätten und Schulen. Die einzelnen Sitze müssen mit mindestens 2 m hohen abwaschbaren Wänden abgetrennt werden. M 1:200 125 150 150 125 150 Toilettenanlage für circa 300 Schülerinnen und circa 300 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 85 Toilettenanlage für circa 400 Schülerinnen und circa 400 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 548 Raumpilot Grundlagen 45 60 . 85 85 150 Toilettenanlage für circa 30 Lehrerinnen und 30 Lehrer mit barrierefreier Toilette 150 165 Toilettenanlage für circa 100 Schülerinnen und circa 100 Schüler mit barrierefreier Toilette Die WC-Anlagen werden grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt und mit Vorräumen versehen. Blatt 6 gibt detaillierte Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Kindergärten. ► Bei Vorschulen und Grundschulen muss die Höhe der Sanitärobjekte und der Handwaschbecken der Körpergröße der Kinder entsprechend angepasst werden. Die Vorräume sind mit Seifenspendern.Lernen ► Die Richtlinie VDI 6000. Spiegel und Handwaschbecken auszustatten. hygienisch einwandfreien Trockenmöglichkeiten. 85 150 Beispiele für unterschiedliche Größen von Toilettenanlagen im Schulbau.

wenn dort die erforderliche Ausrüstung vorhanden ist (GUV-SI 8065. Günstig sind Fenster sowohl nach außen als auch zur Eingangshalle hin.Nebenräume Hausmeisterdienstzimmer Der Hausmeisterraum sollte circa 12 m² groß sein und gut auffindbar im Eingangsbereich liegen. Lehr. eingeplant werden. Arztraum Ein eigener Raum für schulärztliche Untersuchungen ist nicht erforderlich. In den Zugangsbereichen sollten möglichst barrierefreie Verkehrsflächen vorhanden sein. Dieser sollte möglichst ebenerdig und zentral liegen und für den Rettungsdienst gut zugänglich sein (Türbreite mindestens 1. früher GUV 20.26).und Lernmittelräume Für ein normales Schulgebäude sollten mindestens zwei Lehr. Personalräume Personalräume werden für das Reinigungspersonal und gegebenenfalls für das Küchenpersonal gebraucht. Zu Planung von Erste-Hilfe-Raum. dass dieser Raum an einen anderen Raum zum Auskleiden und für Allgemeinuntersuchungen angeschlossen ist. ist jedoch vom Schultyp und der Schulgröße abhängig. Abstellräume Abstellräume sind in angemessener Größe und Lage vorzusehen. Die Raumbereiche sollten einen Umkleideraum sowie einen Wasch. Schülervertretung Für die Schülervertretung muss ein eigener Raum vorgesehen werden. Dafür kann ein kleiner. Der Raum sollte auch über ein Handwaschbecken sowie gute Beleuchtung und Belüftung verfügen (siehe ASE.und Toilettenraum beinhalten. Erste-Hilfe-Raum In Schulen muss mindestens ein Raum vorhanden sein. Gebäudereinigung Stauraum für die Reinigungsgeräte et cetera mit Wasseranschluss (fugenfreie Hartboden­ beläge empfohlen). Seite 619). Elternsprechzimmer Der 12 m² bis 18 m² große Raum sollte in Nähe des Lehrerbereichs liegen und für Besucher leicht auffindbar sein. Wichtig ist nur. Die Größe liegt bei circa 18 m². Elternsprechzimmer und Arztraum Das Elternsprechzimmer. oder er kann mit dem Elternsprech. Für die Erste Hilfe kann entweder ein gesonderter Raum vorgesehen werden. der Erste-HilfeRaum sowie der Arztraum können zu einem Raum zusammengefasst werden. in dem verletzte Schüler betreut werden können. Die erforderliche Fläche liegt je nach Größe der Schule und Raumprogramm zwischen 24 m² und 60 m².und Lernmittelräume in zentraler Lage. die sich dort aufhalten.beziehungsweise dem Hausmeisterdienstzimmer kombiniert werden. Lernen Raumpilot Grundlagen 549 .20 m). ruhig gelegener (Kurs-)Raum verwendet werden. 1983. Der Raum muss mit einer Krankentrage oder Liege ausgerüs­ tet sein und sollte über ein Waschbecken mit kaltem und warmem Wasser verfügen. Die Raumgröße ist abhängig vom Raumprogramm der Schule beziehungsweise von der Anzahl der Personen. am besten in der Nähe des Lehrerbereichs.

Lernen 150 150 95 95 ► Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39. Wichtige Anforderung: Als Rangierfläche wird eine Fläche von 1. die auch vom Boden aus erreichbar sind. 11) Öffentliche barrierefreie Toilette Die Anforderungen an öffentliche behindertengerechte Toiletten sind in der DIN 18024 beziehungsweise zukünftig in der DIN 18040 (Entwurf) festgelegt. Links und rechts vom Sitz sind Klappgriffe anzubringen. Der Waschtisch muss unterfahrbar sein. Zur besonderen Ausstattung zählen Notrufmelder. Damit der Rollstuhlfahrer auf den Toilettensitz umwechseln kann. Bei der Planung muss der gegenüber nicht-barrierefreien Toilettenanlagen deutlich größere Platzbedarf beachtet werden. nicht kreisförmig!) benötigt. Die Greifhöhe liegt bei 85 cm. muss beidseitig von der Toilette eine Bewegungsfläche vorhanden sein. 20 18 (≥ 90) ≥ 95 6 1 (65-) 70 17 (≥ 220) ≥ 230 13 ≥ 150 (≥ 90) ≥ 95 9 19 20 ≥ 150 ≥ 220 220 150 150 230 ≥ 70 550 Raumpilot Grundlagen 90 1 .50 m x 1.50 m (quadratisch.

. barrierefreie Toilette entsprechend DIN 180242 und DIN 18040-1 (Entwurf) Die in DIN 18040-1 (Entwurf) abweichenden Werte/Angaben sind in Klammern (. 1 2 3 4 5 6 Haltestangen. mit Ellbogen möglich Vormauerung/Rückenstütze für Hänge-WC Abfallbehälter. Höhe inklusive Sitz 48 cm über Fußboden 14 Türe. Notrufauslösung in Vorderseite integriert Kleiderhaken in drei Höhen: 90 cm.) dargestellt. 150 cm.und schwerelos klappbar. Beinfreiheit muss über 90 cm Breite gewährleistet sein) 7 Handtuchpapierspender oder Heißluft 8 Druckergarnitur mit Hebel zur Verriegelung 9 Querstange zum Zuziehen der Türe 10 Seifenspender mit Einhandbedienung 11 Spiegel.Nebenräume 150 Öffentliche. ab 35 cm Höhe über Oberkante Fertigfußboden einschränken. evtl. stufen. Beinfreiheit 67 cm bis 30 cm hinter Waschbecken-Vorderkante (Siphon- bereich darf maximal 10 cm tief. geruchsverschlossen Waschbecken mit Unterputzsiphon. Unterkante circa 95 cm bis 100 cm über Fußboden (Spiegelhöhe ≥ 100 cm) 12 Einhebelmischer mit langem Hebel (≤ 40 cm hinter Vorderkante Waschtisch) 13 Hänge-WC. lichtes Durchgangsmaß 90 cm 15 Beleuchtung 16 Mechanische Lüftung (auch bei vorhandenem Fenster) 17 Abfallkorb für gebrauchte Papierhandtücher 18 Ablagefläche 15 cm x 30 cm 19 Bodeneinlauf (entfällt) 20 Wasserventil mit Schlauch (entfällt) 21 Notrufauslösung durch Zugschalter 16 15 14 11 150 95 95 18 (28) (74-76) 85 12 8 ≤ 80 ≥ 67 2 8 85 3 4 21 5 17 (46-) 48 (≥ 35) 55 70 15 (≤ 10) ≥ 30 (40) 55 M 1:50 210 10 7 Raumpilot Grundlagen 551 Lernen .. 180 cm Spülungsauslösung.

Lernen 552 Raumpilot Grundlagen .

Freibereiche Raumpilot Grundlagen 553 Lernen .

Lernen Freibereiche 555 556 557 557 557 558 558 558 Schulhof Freiraum – Nutzungsbereiche Planungshinweise Wasserflächen Pflanzen Sitzgelegenheiten Einfriedigungen Bodenbeläge 554 Raumpilot Grundlagen .

10 m lichte Höhe Offene Pausenhofflächen: 4 m² bis 6 m² je Schüler Bei Grundschulen: 6 m² je Schüler (ASE) Raumpilot Grundlagen 555 Lernen . ► Dimensionierung Offene überdeckte Pausenhofflächen: 0.10 m lichter Höhe auszuführen. Bei entsprechenden Voraussetzungen können auch angrenzende öffentliche Flächen anteilsmäßig als offene Pausenfläche mit angerechnet werden (ASE Baden-Württemberg).4 m² je Schüler mindestens 2. Es wird empfohlen.4 m2 je Schüler auszuweisen und mit mindestens 2.und Erholungsflächen oder auch für den Außenunterricht in Freiklassen. Dimensionierung Pausenhöfe sollten offene und offene über­ deckte Flächen besitzen.Freibereiche Ankommen Allgemein unterrichten Nebenräume Fachbezogen unterrichten Freibereiche Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Funktionsbeziehungen Freibereiche Schulhof Allgemein In Pausenräumen und auf Schulhofflächen findet eine Vielzahl unterschiedliche Aktivitäten statt. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen wird empfohlen. damit auch bei schlechter Witterung ein Aufenthalt im Freien möglich ist. in den Außenflächen ein differenziertes Raumangebot mit unterschiedlich gestalteten Bereichen anzubieten. Offene Pausenflächen sollten überschlägig mit 4 m2 bis 6 m2 Fläche je Schüler bemessen werden. Bei Grundschulen sollten 6 m2 je Schüler eingeplant werden. als Spiel. Die Schulfreiflächen dienen beispielsweise als Kommunikationsräume. diese teilüberdachten Flächen der Wandelhöfe et cetera mit 0.

raufen. plaudern. üben. Schülerarbeiten präsentieren Bewegungszonen – Ballspielzonen – Klettergeräte – Spielplatzflächen – Fahrradübungsgelände laufen. spielen. geschützt spielen oder sitzen Unterschiedliche Freiraum-Nutzungsbereiche 556 Raumpilot Grundlagen . treffen.und Präsentationsbereiche – Aufstellfläche für Schülerarbeiten – freie Flächen für Versammlungen – Veranstaltungen. Bäume.Lernen Rückzugsbereiche – überdachte Aufenthaltsbereiche – geschützte Sitzecken für kleine Gruppen mit Tisch – Lerngruppen – modelliertes Gelände mit Nischen und Sitzmöglichkeiten warten. sitzen. streiten Begrünte Bereiche – Schulgarten. Hecken et cetera als Lernumgebung säen. pflanzen. klettern. treffen. ausruhen. sich austauschen Freiklassen. ausprobieren. veranstalten. essen. trinken. gärtnern. Teichanlage – Bepflanzungen. sitzen. versammeln. prügeln. pflegen. lernen. Außenunterricht versammeln.

§ 14 und GUV-V S1. Raumpilot Grundlagen 557 Lernen . Pflanzen mit Dornen oder Allergie auslösende Pflanzen sind ebenfalls zu vermeiden. § 14). Sitz. M 1:50 Planungshinweise Pausenhöfe sollten möglichst gut besonnt und windgeschützt sein. Sie sollten außerhalb von Lauf. Pflanzen Es dürfen grundsätzlich keine Giftpflanzen angepflanzt werden. Eingangshallen. Ansonsten muss eine Sicherung des Uferbereichs durch Zäune. Abfalleimer sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein.und Spielbereichen (Ball. Wassertiefe 120 ≤ 40 ≥ 100 Teichanlage. die zur Bewegung anregen. Pausenhallen können mit Verbindungsgängen.50 m freigehalten werden und ausreichend tragfähig sein. Müll. Sie sollten Bereiche enthalten. Freiklassen sollten so orientiert und gestaltet werden. Bei Grundschulen stehen Spielflächen und unterschiedliche Spielgeräte stärker im Vordergrund. Die Zufahrten für Feuerwehr-.und Mehrzweckräumen kombiniert werden. § 14 und GUV-V S1.20 m sowie eine mindestens 1 m breite Flachwasserzone mit maximal 0.und Naturbereiche beinhalten. und möglichst Spiel-. Wasserflächen Wasserflächen wie Teiche und Feuchtbio­ tope können in Schulgärten und Pausenhöfen zu Lernzwecken angelegt werden. Speise. Bei großen Schulanlagen sollten den verschiedenen Altersstufen getrennte Pausenbereiche zugeteilt werden. Hecken oder heckenartige Bepflanzung erfolgen (DIN 58125. Vorhandene Spielgeräte nach DIN 7926 sollten den Sicherheitsanforderungen nach DIN EN 1176-1 bis DIN EN 1176-7 gerecht werden.und Bewegungsspiele) angeordnet sein und eine maximale Wassertiefe von 1.40 m Tiefe am Rand aufweisen. dass bei ihrer Nutzung keine Störungen in den sonstigen Unterrichtsräumen entstehen.Freibereiche Vegetation als Puffer max. § 14).und Lieferfahrzeuge müssen auf einer Breite von mindestens 3. Notwendige Verkehrswege und Treppen oder Hindernisse müssen mit mindestens 5 Lux nach DIN 5035-2 beleuchtet sein (DIN 58125.

80 ca. Diese sind weitgehend unabhängig von der Größe der Schüler nutzbar. 95 Abgestufte Sitzlandschaft. 558 Raumpilot Grundlagen . Sie können sowohl einzelnen Schülern wie auch Klein. Gitter und sonstige Einfriedungen dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Teile besitzen. Stufenanlagen und dergleichen zu variablem Sitzen in verschiedenen Positionen einladen. § 14 und GUV-V S1. M 1:50 Sitzgelegenheiten Neben Bänken können auch raumlandschaftliche Elemente wie Podeste. § 14). 80 ca.oder Großgruppen Sitzgelegenheiten bieten. Bodenbeläge Die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Freien müssen auch bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125.Lernen ca. Einfriedungen Zäune. um Verletzungen zu vermeiden.

Bauausführung Raumpilot Grundlagen 559 Lernen .

Oberflächen und Kanten Verglasungen Umwehrungen/Geländer Treppen und Rampen Außenbereiche Beleuchtung/Leuchtstärken Belüftung Türen Fenster 560 Raumpilot Grundlagen .Lernen Bauausführung 561 561 561 561 562 563 564 565 565 565 565 565 566 566 Planungsregeln. Normen und Verordnungen Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Abstreifmatten Rutschfestigkeit von Fußböden Bauteile.

Handelsübliche Matten besitzen eine Bauhöhe von circa 25 mm bis 40 mm. Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Entsprechend DIN 58125. in den Muster-Schulbau-Richtlinien und in den Schulbauempfehlungen finden sich detaillierte Planungsvorgaben und Planungsempfehlungen für Schulbauten. § 5 und GUV-V S1. müssen sie optisch von den angrenzenden Flächen deutlich abgesetzt werden. Stand 10. Die Sicherheitsanforderungen im Schulbau sind teilweise höher als die sonstigen Standards wie sie beispielsweise für Wohngebäude gefordert werden. Auf den folgenden Seiten sind wesentliche Hinweise aus diesen Planungsvorgaben in einem Überblick zusammen­ gestellt. § 5 beziehungsweise GUV-V S1. die über die gesamte Durchgangsbreite mit mindestens 150 cm Tiefe stolperfrei (flächenbündig) verlegt sein müssen (DIN 58125. Normen und Verordnungen In den Bauordnungen der Länder und in verschiedenen DIN Normen (vor allem DIN 58125 / Juli 2002 „Schulbau“). § 5 ). Abstreifmatten In Eingangsbereichen sind oberflächenbündige Abstreifmatten gefordert. Juli 1998). Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm. § 5 sind in Schulgebäuden Stolperstellen und Einzelstufen grundsätzlich zu vermeiden. Falls Einzelstufen unvermeidlich sind. ► Hinweis Wesentliche Planungsanforderungen finden sich unter anderem in der Mus­ ter-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR. Unfallverhütungsvorschriften der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV). Richtlinien. Raumpilot Grundlagen 561 Lernen .Bauausführung Planungsregeln.

Auch die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Außenbereich müssen bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. Angaben entsprechend der GUV-R 181. Hinweis: Es wird empfohlen. evtl. evtl. Ist Barfußnutzung (Duschen et cetera) vorgesehen. Juli 1999 (aktualisiert 2007) „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“ . B A R11 R10 R9 Sanitärräume Allgemein Duschräume Umkleiden Pausenhöfe Lehrküchen Klassenräume Werkräume Treppen Keramische Bodenbeläge Gitterroste PVC Elastomer Laminat Linoleum Textile Bodenbeläge Naturstein R 9 bis R 13 R 10 bis R 13 R 9 bis R 10 R 9 bis R 10 R 9. im Eingangsbereich Bodenklasse R10 zu verwenden. § 14). § 14 und GUV-V S1. 2003) 562 Raumpilot Grundlagen . wobei R 13 die höchste Rutschhemmung bezeichnet (siehe DIN 51130). Oktober 2003 „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ . Rutschfestigkeit verschiedener Bodenbeläge 6° bis 10° R9 Erforderliche Rutschhemmung in Abhängigkeit von der Nutzung. wobei C die höchste Rutschhemmung bezeichnet.: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin. (Hrsg. R 10 R 9 bis R 12 R 9 bis R 13 Das „BGIA-Handbuch“ enthält eine ausführliche Liste über die Rutschfestigkeit von Fußbodenbelägen verschiedener Hersteller. Angaben zur Rutschhemmung in Nassräumen macht die GUV-I 8527 . R 10 R 9. erfolgt die Einstufungen über die Kategorisierung A.Lernen > ° 35 3 R1 bis 35 ° Rutschfestigkeit von Fußböden 2 R1 ° 28 20° bis 27° R11 is 11° b Zuordnung der Gesamtmittelwerte der Neigungswinkel zu den Bewertungsgruppen der Rutschhemmung (GUV-R 181) 10 19° R Für die verschiedenen Nutzungsbereiche werden in Schulen unterschiedliche rutschhemmende Eigenschaften in der Einstufung zwischen R 9 bis R 11 gefordert. An Chemieräume werden besondere Anforderungen gestellt. B und C.

werden an die Oberflächen von Wänden und Stützen bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche besondere Anforderungen gestellt. Auch sonstige Einrichtungen. ≥ 200 Aus Sicherheitsgründen (Verletzungsschutz) gelten besondere Anforderung an die Beschaffenheit von Wandoberflächen bis 2 m Höhe Raumpilot Grundlagen 563 Lernen . Oberflächen und Kanten r ≥ 2 mm Erforderliche Kantenrundung M 1:5 Um Verletzungsgefahren zu vermeiden. Je nach Material sollten Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet beziehungsweise gefast. Neben einer möglichst glatten Oberfläche ohne vorstehende Grate et cetera wird für deren Ecken und Kanten eine nicht scharfkantige Eckausführung gefordert. § 6 und GUV-V S1. § 6). gebrochen oder bei Putzausführung mit gerundeten Eckputzschienen ausgeführt werden. Möbel werden bezüglich ihrer Ecken und Kanten wie Bauteile behandelt. wie Fensterbänke. Bedienungshebel et cetera.Bauausführung Bauteile. Türen. müssen diesen Anforderungen entsprechen (DIN 58125.

das mindes­ tens 20 cm vor der Verglasung angebracht ist. Gesicherte Kipp. § 7). § 7 und GUV-V S1. kein Drahtglas).Lernen Verglasungen In Aufenthaltsbereichen von Schülern müssen Verglasungen – auch die Verglasungen von Möbeln – bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche bruchsicher ausgeführt werden (Einscheibensicherheitsglas ESG beziehungsweise Verbund-Sicherheitsglas VSG. Farbgebungen oder die Anordnung von Querriegeln et cetera auf Gläsern empfohlen (DIN 58125. Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen müssen leicht erkennbar sein. Als ausreichende Abschirmung gelten eine mindestens 1 m hohe Umwehrung oder ein Geländer. oder eine bepflanzte Schutzzone vor der Verglasung. Als ausreichend umwehrt gelten auch Fenster. wenn die Verglasung ausreichend abgeschirmt ist.und Schwingflügel ≥ 20 Diese Sicherheitsgläser sind nicht notwendig. bei denen die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und die Fensterbänke mindestens 20 cm tief sind. ≥ 100 Anforderungen an Verglasungen im Aufenthaltsbereich von Schülern 564 Raumpilot Grundlagen ≥ 80 . Für die Erkennbarkeit werden Strukturierungen.

Beleuchtung/Leuchtstärken Eine ausreichende und gleichmäßige Ausleuchtung der Verkehrswege und der Aufenthaltsbereiche trägt wesentlich zur Unfallvermeidung bei. § 38). bei denen Absturzgefahr besteht. Raumpilot Grundlagen 565 Lernen Verkehrswege in Gebäuden Treppen in Gebäuden Klassen.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). Seite 519. § 14 und GUV-V S1. müssen gesichert sein.90 m hoch sein. flüchten“ . zum Beispiel Geländer. § 8. Pflanzstreifen. jedoch sind Umwehrungen oder Geländer mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m erforderlich (DIN 58125.Bauausführung Umwehrungen/Geländer Schüleraufenthaltsbereiche. Geringere Brüstungshöhen sind zulässig. In vollständig verdunkelbaren Räumen sowie in den Fachräumen für Chemieunterricht und in den Werkstatträumen für die Holzverarbeitung kann der Einbau einer raumlufttechnischen Anlage notwendig sein (DIN 58125. § 14). Treppen. Bei höher liegenden Flächen mit einer Absturzhöhe von 0. § 26 und GUV-V S1. Seite 486 bis 488. die vorgeschriebenen Mindesthöhen eingehalten werden (MBO 2002. Art der Nutzung Nennbeleuchtungsstärke 50 lx 100 lx 500 lx 300 lx 500 lx 500 lx 200 lx 500 lx 100 lx 5 lx Lüftung Siehe Unterkapitel „Allgemein unterrichten“ . wenn durch andere Vorrichtungen. GUVV S1. Bei mehr als 1 m Absturzhöhe sind die Anforderungen der Bauordnungen der Länder zu beachten. § 38). Rampen Siehe Unterkapitel „Erschließen. Fensterbrüstungen von Flächen mit einer Absturzhöhe bis zu 12 m müssen mindes­ tens 0. verteilen. § 26). § 8).80 m. Bänke oder deutliche Markierungen ausreichend.und Verwaltungsräume Werkräume Holz und Metall Maschinenräume Werkbereich Lehrküchen Speiseräume Informatikräume Toilettenräume Außenbereich . Treppengeländer und Treppenbrüstungen in Schulen müssen jedoch mindestens 1. Bei mehr als 12 m Absturzhöhe sind laut Musterbauordnung Geländer mit 1.30 m bis 1 m sind Sicherungen wie Pflanztröge. von Flächen mit einer Absturzhöhe von mehr als 12 m mindestens 0.10 m Mindesthöhe gefordert (MBO 2002. In Schulen sollten alle Bereiche mit künstlicher Beleuchtung entsprechend der Anforderungen der DIN 5035-4 ausgestattet sein Außenbereiche Im Außenbereich ist auf rutschhemmende Bodenbeläge (auch bei Nässe) der Flächen und Wege und auf eine ausreichende Beleuchtung der Verkehrswege mit mindes­ tens 5 lx Nennbeleuchtungsstärke nach DIN 5032 -2 zu achten (DIN 58125.

und Lernmittelräume sowie Sammlungs. Seite 483. Die lichte Höhe aller Türen sollte mindestens 2. Bei älteren Schulen (Baugenehmigung vor Januar 2001) kann das Rettungskonzept vorsehen. Fenster Sämtliche dem Unterricht dienende Räume müssen Fenster mit Ausblick ins Freie haben. Das kann erreicht werden. Fenster dürfen beim Öffnen und Schließen sowie in geöffnetem Zustand niemanden gefährden.10 m betragen. Die vollständige Lüftungsfunktion muss jedoch gewährleistet sein (DIN 58125. Die Fensterbeschläge müssen gerundet sein. Bei Schiebefenstern sind Vorrichtungen notwendig. dass der zweite Rettungsweg über festgelegte Fensterflügel und die Feuerwehrleiter führt. In Ausnahmefällen können Werkstätten. § 10). Türen zu Räumen müssen so angeordnet sein. die den Schließvorgang abbremsen.90 m in SchulBauR). In diesem Fall dürfen die entsprechenden Fensterflügel natürlich nicht mit einer Sperrsicherung versehen sein. Dazu sind normalerweise Öffnungsbegrenzungen bei Schwingflügeln erforderlich und Sperrsicherungen an DrehKipp-Beschlägen. in Nischen oder am Ende des Flurs angeordnet sind. Lehr. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden. verteilen. Ansonsten ist ein zweiter Fluchtweg über Anleitern der Feuerwehr in Schulen jedoch nicht erlaubt! 566 Raumpilot Grundlagen . indem die Türen in die Räume aufschlagen. § 10 und GUV-V S1.und Putzräume fensterlos sein oder mit Tageslicht von oben belichtet werden (ASE BW). Sinnvoll ist eine einheitliche Türbreite von 1 m. flüchten“ .Lernen Türen Siehe Angaben zu Türen im Unterkapitel „Erschließen. Türen zu Unterrichtsräumen sollten mindestens 1 m in der lichten Durchgangsbreite messen (gefordert 0. Die Forderung nach Barrierefreiheit muss hierbei zusätzlich beachtet werden.

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 567 Lernen .

Lernen Planungsregeln/Literatur 569 570 Planungsregeln Literatur 568 Raumpilot Grundlagen .

Wege. Änderungen 7 . Schulen Empfehlungen Allgemeine Schulbauempfehlungen für Baden-Württemberg (ASE) vom 8. Kindergärten. DIN 4109 Beiblatt 1/11.89 und DIN 4109 Beiblatt 2/11. Plätze. Maßregeln. Juli 1983 Gesetze/Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Verordnung über die Förderung des Schulhausbaus bei Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulbauverordnung – VOSchuolBau) vom 28.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen. Stand 10.89. Kindertagesstätten. öffentliche Verkehrs. Juli 1998 Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhausbaus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien – SchBauFR) vom 3. Versammlungsstätten und Versammlungsräume VDI Richtlinie 6000 / Blatt 6 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Januar 1977 .und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise Berichtigung 1 zu DIN 4109 / August 1992 / Berichtigungen zu DIN 4109/11. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Hauptmaße DIN 51130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaften – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Februar 2006 VDI Richtlinie 6000 / Blatt 3 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Juni 1999 Verordnungen der Gesetzlichen Unfallversicherung GUV-V S1 / Mai 2001 / Unfallverhütungsvorschrift Schulen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-I 561 / April 1991 / Treppen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-R 181 / April 1994 / Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr GUV-I 8527 / Juli 1999 / Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche Raumpilot Grundlagen 569 Lernen .89 Beiblatt 1 zu DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen.

Schulen und Kindergärten. Barbara: Raumpilot Lernen. Berlin 2007 Hertzberger. Pampe. Zürich 1966 570 Raumpilot Grundlagen . Stuttgart. Neubau und Revitalisierung. Basel. Rotterdam 2008 Kahl. Stuttgart. Zürich 2004 Roth. (DVD-Dokumentation).): Schulen in Deutschland. Arno. Reinhard: Treibhäuser der Zukunft.Lernen Literatur Dudek. Mark: Entwurfsatlas. Boston. Weinheim 2004 Lederer. Herman: Space and Learning. Zürich 2010 Wüstenrot Stiftung (Hrsg. Alfred: The new schoolhouse.

Anhang 572 573 579 Abkürzungen Index Danksagung Raumpilot Grundlagen 571 .

V. Index Abkürzungen ASE Allgemeine Schulbauempfeh lungen ASR Arbeitsstätten-Richtlinien ArbStättV Arbeitsstättenverordnung BGF Brutto.und Lagertechnik) FGSV Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen GaVO Verordnung des Wirtschafts ministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung.Grundfläche BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung) DIN Deutsches Institut für Normung (Deutsche Norm) DIN EN Europäische Norm. Anhang I/4 der Landesbauord nung Baden-Württemberg) GFZ Geschossflächenzahl gif Gesellschaft für immobilienwirt schaftliche Forschung e.und Abfallgesetz) RASt Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen SchBauFR TG TRA VDI VkVO VStättVO WE WoFlV Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhaus- baus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien) Tiefgarage Technische Regeln für Aufzüge Verein Deutscher Ingenieure Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (Verkaufsstättenverordnung) Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung) Wohneinheit Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung) 572 Raumpilot Grundlagen . GRZ Grundflächenzahl GUV Deutsche Gesetzliche Unfall versicherung ISO Internationale Organisation für Normung ISO Norm Eine von der Internationalen Organisation für Normung herausgegebene Norm LAbfG Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen und die Behandlung von Altlasten in Baden-Württemberg (Landesab- fallgesetz) LBO Landesbauordnung LBO BW Landesbauordnung Baden Württemberg LBOAVO Allgemeine Ausführungsverord nung des Innenministeriums zur Landesbauordnung (Anhang I/1 der Landesbaourdnung Baden- Württemberg) MA Mitarbeiter MBO Musterbauordnung MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hoch häusern (Muster-Hochhaus- richtlinie) KrW-/ Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der AbfG umweltverträglichen Beseiti gung von Abfällen (Kreislaufwirt schaft. die vom Europäischen Komitee für Normung herausgegeben wird und von der nationalen Normungsorganisation als DIN EN übernommen wird EAE Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen EAR 05 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs 2005 EnEV Energieeinsparverordnung FEM Fédération Européenne de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.

520 Atrium.............309 Doppeldeckeraufzug.............287 ..............................................................327 Baunutzungsverordnung......................393 Doppelbett.....................................................45...................................................................................................................................................................................................54 Besonnungsdauer.......324 Bedienhöhe barrierefrei..................................285-291 Aufbewahren barrierefrei........................326 Baunutzungskosten.................................... 427-434..................506 Einzelunterricht......................................................................................................106 Durchgang Feuerwehr......................................................................................... 565 Beleuchtungsstärke............................... 94-97 Aufzugsgruppe.........................................143 Besucherstuhl....................................267 ........547 ....................93 Doppelhaushälfte.........251-259 Arbeiten und verwalten (Lernen)............................................................. 519.................................................................................................................................................... 293-302............................................................................................... 518 Belüftung..266 Dynamisches Sitzen....................192 Essplatz..............................................................................268.................................................290-291 Aufstellfläche Rettungswagen....351 Einfamilienhaus............................................................... 562 Briefkasten....................... 518................426 Bad.......................................................................................... 77-98 Aufzug barrierefrei.......................................................119 Bepflanzung (Lernen)............ 543 Chemiesaal.................................................363 Dichte...................162 Doppelwaschtisch........366. 521..........107 Aufzug................................................ 288 Bürogebäude........................................255................................................... 379 Arbeitsplatzgestaltung........559 Baukosten. 259......... 368 Bruttogrundfläche......................185...................................................................................................................................................... 379 Einzelbett............................................................... 246 Bettenaufzug........................218-221 Einbund...........................................421 Außenluftqualität.......380-406...................................................525 Blendschutz................................................. 475 Anthropometrie..............314 Atriumhaus............................................................. 549 Abstreifmatte..................85 Bewegungsflächen.......491 Ausbauraster......... 327 Einfriedung (Lernen) ............................................................Index Abfall..........................................................................................................................................105 Durchwohnen-Prinzip............. 303...................479 Business Club.......389-405 Ausgang.................................................................................146-151 Einzeilige Küche..........................................22 Bibliothek (Lernen).....................167 Einstrahlwert....................................185-192... 389 Allgemein unterrichten................................................203-209 Arbeitsplatz.....................................229 Biologieunterricht.......................................................................................................... 258................529...........................163 Bodenbelag.......498 Einzelwaschtisch.........................................................157 Doppelarbeitsplatz................................................................................................................................45...........................................................................................375 Bett................282-284............... 508 Corporate Identity........................................................526 Computer.......... 411 Abstandsfläche.............. 246 Einzeltisch..........267 Balkon.....92 Aula......................359 Duschwanne....... 561...................................... 477 Außengangerschließung...............................................................................170........................................................................................................................................................................................................11-30 Arbeiten..................359....513-521 Ankommen... 172 Außenlärmpegel.................325 Bügelbrett....................................................................178........................................................255.................................. 265 Abstellraum........440 Barrierefrei..................177 ............ 361-376 Einrichtungsmaße Schlafraum........433 Blockrandbebauung................122 Einbruchschutz..............................................549 ASE........................................... 295................................................................. 393 Arztraum (Lernen).............................314-319 Bandfassade.....................................164......234-239............................253...................................................................... 430 Belichtung..256..............347-451.. 234-239.......................................................................................................269 Drehflügeltür............................190................31-48 Bauausführung (Lernen) . 509 EAR.......180 Duschbad......42 Behinderung..............................162............................................................ 270 Dusche (Arbeiten)........................................................................385 Cafeteria.......................................205 Einzelarbeitsplatz....... 427-434.............55 Beleuchtung..................................108 Bewegungsflächenbedarf.............351 Dunstabzug.......370 Dreibund........................................... 423-426.................................................................531-535 Arbeitsdreieck Küche................................................................................................... 257 .... 267 ............ 326............ 257 ........558 Eingang..................................................................................................255........37 Belagrampe.....................................................................................261-277 Badewanne................269 Billard............................................................................................................................269 Raumpilot Grundlagen 573 .... 290.............. 525 Chemikalienraum................................................................380-406 Bushaltestelle...................................................................................................234 Einspänner.............................539-540 Bidet..................................202 Durchfahrt Feuerwehr..............556 Bequemlichkeitsregel................................................561 Achsmaß (Arbeiten)...............................................366 Bürotypen................................................................................ 519 Bemessungsfahrzeug.........................................................................162 Aufbewahren...................................................................................................................................239...............:.......256............ 518....................233...505........................................................................................................................................................................................................................ 361.............................................................................

................................................................................................. 425.................328-329 Hydraulikaufzug...........204 Kombibüro........425.................................................................................................325 Konstruktionsraster.....................................................................................................................165-173...196 Fußboden rutschhemmend........................................241-249 Kinderbett....................................293-302 Hausmeisterdienstzimmer................................................541-544 Essküche..............................................462 Gleichstellungsgesetz..............293-302 Entsorgen barrierefrei......................... 486-487 ............................................................................ 483 Förderleistung Aufzug...............................................................................................................................562 Garagenverordnung..............52..................................................................................67 .............202 Geräuschpegel.............................200.........................................263-264 Gebäudereinigung...............................311-319......................246 Kinderwagen.......................................................................................................................................................................549 Empfang (Arbeiten)................................................324-325 Flächenmodul....523-529 Fahrbahnbreite...................................................421..........................93 Fachbezogen unterrichten............................493-494 Gerätestellfläche Küche..........141-152 Energie.......................................162 Kinder wohnen.....................................................444 Elternsprechzimmer........................................................................................217 Geh-/Fahrhilfen...............................................................189.................................................................................... 509 Erholen......................................................................................................................60 Geländer............................. 188 Kinderzimmer......................................................................................................................................190 Kochen.........99-108 Feuerwehraufzug.......46................ 518 Feuerwehr..........................387-406 Kopierraum...................................................................380..............150 Entsorgen..........................118-139 Fahrkorb.......................................................................389-399 Fenster.. 566 Fensterflächenanteil.......368 Flächenberechnung............................119 Faltrollstuhl.....................................................83 Kantine........................................................................................... 364 Fahrgasse...................................................................213-221 Expressaufzug.............................. 477 ................................................................................................................................................ 481-489 Erschließen....................................................................196.........200 Horizontalerschließung........................................................................................ 179........................ 101-104.....................81 Fahrrad... 483-484 Flügel.......................40 Gehbereich Treppe..................................................... 207 ....144 Greifraum...................429.........510-521 Klavier......................................................................................................161 Geschosszahl Schulen....................421 Geschossflächenzahl........................................................................39..................................393 Flachrampe..11-29 Krankentransport.....................373 Energie............... 202 Hochhaus....................................................401-406 Fluchtweg.....................................481-489 Erschließungsarten....................................................................................................................................94 Feuerwehrschlüsseldepot............................170-173 Hüllfläche..........................165-173.................229 Kleiderschrank..................................................... 363 Erschließungsfläche.......... 316.................................................................................279-284 Haushaltsabfall.....................................................................120-121 Garderobe....................92...............234-235 Kleingarage.......................................................127 Großraumstruktur................................................................549 Herd........................523-529 Fachklasse..330 Erschließungssystem.......................65-66....................505...................... 101 Hochschrank........................39 Elementfassade........................................................................... 549 Essen............................................ 359..................................36 Globalstrahlung....................................63 Küche................................ 384 GUV-Richtlinien.......................218-221 Esstisch.......................................................................................................................................................................................................... 375...................................................................................................................................................213-221 Essen und Freizeit verbringen. 565 Gemeinschaftszone.....483-489 Handlauf..229 Flur............................................. 435-445 Fassadenraster.............359 Erschließen.................................118-139...................................................................................................................................................................................................................... 541-543 Kettenhaus..417 Körpermaße.................................177 Gedeck..............................399 Grundflächenzahl...269 Hausarbeitsraum.....................................................................................................193-212 Küche barrierefrei........................................................................................80 Fahrkorbvarianten........ 488 Handwaschbecken.......161 Gruppenbüro.................................................................359................................Index Elektrorollstuhl...........28 Großgarage..55 Flexibilität....................................................... 383 Konstruktionsgrundfläche................................................................................................125 Klingelanlage...................549 Gebäudetiefe...........................................................415..................................................... verteilen und flüchten (Lernen)...............................................208-212 574 Raumpilot Grundlagen ...........................38 Fassade.............................................................................................................................138-139 Fahrradstellplatz... 478 Fahrzeuge................................................. solare.................................................................................................................................302 Ergonomisches Mobiliar..................................................................136-139 Fahrradabstellfläche.................................. 553-558 Funktionsküche.................................................................................381 Erste-Hilfe-Raum........................... 216 Essplatz...........241-249 Klassenraum......................................................137-139......................193-212 Kofferküche..... 519 Gäste-WC......................................................................88 Freibereich...........................381......................

....38 Modellraumprogramm Schule........... 407 ................ 469-473 Reihenhaus....391 Motorisierung...................325 Notwendige Treppe............... 373 Rollator........................................433 Leuchtstärke................................... 488 Notwendiger Flur....................................................................74-75 Planungsregeln/Literatur (Wohnen)..........535 Rettung.......................................................................................................................................549 Lehrsaal................................. 469-473 Putzraum................................................................................ 484..............................359 Lagerraum.....................................................274-277 Rektorat.............................................................................................. 549 Rampe............... 404 Rastermaß 135 cm................................................................................14-15..99-108 Rettungsgeräte.......................366 Lager (Arbeiten)...........................................................................................162....................................................................................98 Planungsregeln/Literatur (Barrierfei)..........128 LAbfG...............................................................................................................................303-309 Nutzungsneutral barrierefrei .................................................................................................. 553-558 Personalräume Schule....355-360.......................................................... 415 Müllraum................................................. 528 Raumhöhe..............................................359.....................................................394.............. 518 Raumprogramm......................101....................................103.......... 550-551 Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich....................................................................366 Private Freibereiche............128............................................................................................................................................398............................461....................237 Mediathek.............................................................................55............................................................................................................................ 423-426............................... 52... 329 Recherchieren und Informieren.........................84 Perzentil...................311-319 Private Freibereiche barrierefrei.......................112-113 Müllabstellfläche..............537-540 Reinigen und Pflegen...422 Laubengang...............................261-277 Reinigen und Pflegen barrierefrei....................................................................................................................................................... 313 LauflängeTreppe........................................................................................................355-360................................................... 102...........38 Raumpilot Grundlagen 575 .........................................................................47-48 Planungsregeln/Literatur (Lernen)..................................................51............................................................118 Pausenfläche...396.................126 Mobilitätseinschränkungen........................................ ..........411.................................................................................... 377-386 Orientierung...............................................................453-570 Lernformationen......................................... 545 Nettogrundfläche......................................................152 Planungsregeln (Ruhender Verkehr)........365 Parkgarage....... 326...525 PKW-Stellplätze Schule.........................................182..................................................114-117 .......... 129 Raster.............................. 366 Musischer Unterrichtsbereich......................................................................................................459-462 Ladehof (Arbeiten).................................525-527 Nebennutzfläche (Lernen)................13 Modulordnung.............................................30 Planungsregeln/Literatur (Arbeiten)........ 16-30 Physiksaal................................................................................. 565 Licht...................................................................377.....................................................295 Lage und Orientierung (Lernen)........ 406 Raumakustik Klassenraum..............301.................321-331 Organisation..............................................................................................55 Lernen....................................................................... 528 Nasszelle................415.....118.....318-319 Programm.................................................................... 488 Rampeneinfahrt..................425 Luftwechselzahl...........................................203-207 Kundentheke.............................................................................427-434 Liegeraum............................... 565 Lüftungsklappe.........................................................................380................ 484 Rezeption........ 121 Lärmeintrag...........................................................................................416 Liegestuhl..........425 Luftschalldämmung.....38 Rollstuhl..............105 Rettungsweg......521...........................................................526-527 Leitertreppe...........................................................316 Lochfassade............................................................................................ 416 Längsaufstellung....406 Rastermaß 120 cm........................................108 Planungsregeln/Literatur (Treppe)..140 Planungsregeln/Literatur (Rettung).....325 Nutzungsneutral..............................200-201 Ökonomie......................................................53 Lauflinie Treppe..549 Personenaufzug.....60 Lehrerzimmer.......................................................................................................................... 405 Rastermaß 150 cm......................................531-535 Lehrmittelraum...495-501 Lernmittelraum....170-172........... 365 NotwendigerTreppenraum..............................................261-277 ................................................................................438-439 Loggia.......360 Mittelgarage.373-374 Kuppenausrundung.............................................................................................................................................................................................................................................................Index Küchenformen....................................... 484 Notwendiger Stellplatz...............................422 Lüftung...337-346 Poststelle.................................296-302..........................................549 Leuchtdichteverteilung.........................43.... 73..............528 Matratze......................567-570 Planungsregeln/Literatur (Energie).......................................................................447-451 Planungsregeln/Literatur (Aufzug)....................539 Mietflächenberechnung MF-G...478 Planungsregeln/Literatur (Anthropometrie).........469-473 Modulor..........................................................103 Notwendiges Fenster...............................426 Materialraum.....471 Nebenräume.................................. 459-462 Parkdeck.......................................................366......................314 Luftbelastung............................................255................................................104 Nutzfläche...........................................308-309 Oberschrank Küche.............................................................................................................................

.................267 576 Raumpilot Grundlagen ..........................................226-230 Solare Einstrahlung.......................................55...........................................................................................................................................269 Veranstalten und Feiern.............. 276.....................................................................................65 Unterschrank.........................................................................58 Treppensteigung.......491 Verglasung..................................503-511 Sitzplatzanordnung...................................................................................461 Schulhof................................. 419.................. 547 Treppe............................556-557 Schulgrundstück............................................................................................................................. 478 Stichflur............................... 486 Stellplatz................................................................................................................................................................................42 Sitzen........155 Standplatz.......................................109-140 Ruheraum.......................................................271 Vorbereitungsraum..............................................227-230 Sicherheitsanforderungen Schule........................ 553-558 Schulleitung............................................................................................................................... 487 ..................................564 Verkehrsfläche.............43 Seilaufzug...........175................................................................................................................................109-123 Stellplatzbedarf.......... 484 Stufen....56 Treppendurchgangshöhe........................121..............................................................................................................................431 Tageslichtquotient.......................................................................................118.............................261-277 .......................................................... 275.................................366 Verteilerfunktion..........................................................................................................................................................................................................................518 Tageslichtlenksystem.....................................................................................................................68 Treppenbreite..............................411 Teich Schulhof....124....325.............................................. 121....und Entsorgung............................................................................................................................................................................................................... 486 Treppenlaufbreite......................................................................144 Sonnenschutz.............................................................................................................................................................................................55 Treppenteile....................................... 463 Übungsraum...................... 486 Treppenarten.............557 Telearbeit......................................................................................... 359...............................................................41 Sehbehinderung......................................................................................................................82 Sekretariat Schule..................................... 561 Stützenstellung..........................392 Stutzflügel.......... 391-392 Tisch.......................................................................................71...... 565 Unterrichten....................54 Schulbibliothek.............190 Ruhender Verkehr......................................................................................................................... 273 Toilette barrierefrei.49-73..............................274............544 Städtebau...............................................................................................................549 Schulgarten..................297 Steigungsverhältnis.................................... 301-309 Schleppkurve.........503-511 Schulstandort................................430 Technische Funktionsfläche..............................................537-540 Schülervertretung........................ 485-486...............................................................................................................93 Sofa..................................................................................... 123 Sessel.........................562 Sammlungsraum....................................112-117 ........ 316.................................. 277 .............................314 Tiefgarage............335..... 471 Verschattung................................510-511 Skylobby...........513-529 Unterrichtsbereiche.............................................. 521 Schallschutz.................................. 546-551 Satellitenbüro........................................................................................................................................................535 Senkrechtaufstellung Parken.....................370 Rutschfestigkeit.......................231-239 Schlafzimmer......461...................143 Spänner......104.........235-239..................333............................................................472 Unterschneidung.................................. 379 Schrittmaßregel...............................541-544 Schulmöbel.......................................................................................................................................282 Twin-System..................................204 Schreibtisch..62 Treppenraumprofil........... 256................................254 Schall. 550-551 Toilettenanlage.............................. 509 Tischfußball....................................................................................................561-566 Sicherheitsregel............... 526 Umwehrung....................199 Urinal.......................376 Vertikalerschließung.................................................38 Spüle.......................................412........................................................557 Sportrollstuhl......................................................................................................................... allgemein...........................167 Verwaltung............................................... 269........217 .............................. 379.....54 Sicherheitstreppenraum...........................................................................................................325 Teeküche......................................253 Terrasse................ 365..............................200 Spülküche (Lernen)..............................................105 Sichthöhe.............................................65...........................................141-151 Sonnenscheindauer............................................................................................53 Trockner............. 412-414...145 Ver................... 421......................Index Rollstuhlabstellplatz..........................................................................................................................................526 Sanitärraum............................................229 Tafel Klassenzimmer................... 521 Schlafen.......351... 349...................526 Vorwandinstallation Bad..256-259............ 123 Schrankküche.............56 Treppenpodest.....................455-457 Schwellen barrierefrei........................................53-72....433-434 Sonnenstandsdiagramm............ 365.....167-169 Speisesaal...................................................93 Typologie............132 Schrägaufstellung Parken........416 Rundschiebetür.........................535 Schulmensa.....................544 Spielgeräte........59 Treppenlauf...........................................................................................................534 Vollbad...............................266................................. 505........................229 Toilette.....461 Schulsystem........

......... 359.............366 Wärmeschutz.528 Zellenbüro....................................................................................528 Windfang............................................................284 Wohnen........132 Wendeltreppe.................................271 Warenannahme............55 Zeichensaal...............................................133 Wendekreis Pkw...................................370 Wirtschaften....279-284 Wirtschaften barrierefrei..........................................................323 Wohnhaustreppe............. 323 Wohnflächenverordnung......................................................................................................................................... 368 Winkelschiebetür........................................................................266 Waschmaschine............................374 Wartezeit....................269 Waschen...Index Wannenausrundung.................................266.551 Wendekreis Lkw................................................................................................................................................................................274............................................................... 550..277 ............................................................. 528 Werkstattraum...................................................... 282 Wasserflächen..........................................................187 ..................................................................................... 557 WC...................70 Werkraum............................................. 382 Zentralgarderobe.................................433 Wartebereich........... 547 ..........351 Raumpilot Grundlagen 577 ......................................................................153-346 Wohnfläche.......128 Wannenbad.................................................................................................. 550 WC barrierefrei...............................................................................282 Wäschetrockner.............372 Zweibund....................157 .......................................................................................................................................281.............375 Zutrittskontrolle............................89 Waschtisch....................... 412..525...........................................................269.............................................................................................................................

Vereinfachend wurden ausschließlich die männlichen Bezeichnungen genannt. 578 Raumpilot Grundlagen . der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen. die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Nicht geschlechterbezogene Sprache In dieser Publikation wurde auf die geschlechterbezogene sprachliche Differenzierung verzichtet. Die Autoren.Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Diese schließen aber ausdrücklich das weibliche Geschlecht immer mit ein.

BAUÖK Elisabeth Beusker Universität Stuttgart.V. IWE Eberhard Wurst Universität Stuttgart. BAUÖK Christine Degenhart Sprecherin der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen bei der Architektenkammer Bayern Franziska Messerschmidt Schul. IWE Hanno Ertl Universität Stuttgart.und Kultusreferat der Landeshauptstadt München Andreas Holm Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen Achim Haberkorn Thyssen Krupp Aufzugswerke Gerhard Schiffner Thyssen Krupp Aufzugswerke Rainer Sonntag Brandschutzsachverständiger Ernst Wagner Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. IWE Simone Lörcher Universität Stuttgart. IWE Florian Gruner Universität Stuttgart. IWE Peter Faller Universität Stuttgart. IWE Tilman Harlander Universität Stuttgart. IWE Dorothee Strauss Universität Stuttgart.. IBBTE Christian Stoy Universität Stuttgart. IBBTE Jürgen Schreiber Universität Stuttgart. München Wir danken weiterhin für Ihre Beratung und Unterstützung: Vitra GmbH. Mannheim Raumpilot Grundlagen 579 . Weil am Rhein Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche AMK e.Wir danken folgenden Studierenden für ihre engagierte Mitarbeit bei der Erstellung dieser Publikation: Larissa Abdelhardi Christoph Abele Wilhem Aisenbrey Deniz Aktay Julia Baumann Stephanie Beck Ute Bednarz Antonia Blaer Sabrina Brenner Sarah Centgraf Britta Ehrig Volker Eisele Anja Eisenhardt Sebastian Ferroni Corinna Flad Marina Folter Franziska Friedrich Vincent Gabriel Gunda Geising Petra Gerhardt Daniel Gerber Michael Grausam Kerstin Großmann Carsten Güth Elena Hammerschmidt Albrecht Harder Martina Henke Florian Hagmüller Axel Heiser Bettina Heckenberger Stefanie Hickl Stefanie Hunold Park Hyo Ki Tamara Jechener Bärbel Jetter Sandra Stadler Wei Jiang Vathana Thorn Qian Jin Luis Eduardo Traesel Volker Kast Anna Treutler Julia Karl Anna Ulrichs Timo Kegel Mihriban Ünal Gagarin Kirill Max Vomhof Nadja Koch Sandra Waldecker Inna Kreimer Laura Walter Senada Kusturica Katharina Wanke Katharina Lang Niko Weidler Benjamin Lasshof Yuto Yamada Eike Lehnhoff Hu Yi Sebastian Lippert Fang Yue Eric Littlewood Kuo Yu-Mei Natalie Maras Huang Wan-Ting Sabine Marinescu Carolin Maurer Julia Meisel Daiana Mesaros Ünal Mihriban Alesa Mustar Chrissie Muhr Tina Muhr Ina Neusch Jakub Pakula Claudia Palumbo Julia Raff Dominik Raptis Jens Rehm Dennis Rothe Lars Offergeld Albine Oster Aline Otte Valentin Ott Yan Pei Julie Scheffler Isabel von Schmude Alexa Schmidbauer Roman Schieber Tobias Schwechheimer Simon Schleicher Kim Schopf Für ihre fachliche Beratung und Unterstützung danken wir: Petra Stojanik Universität Stuttgart.

Universität Stuttgart 580 Raumpilot Grundlagen .-Ing.Autoren Thomas Jocher (Benediktbeuern.-Ing. 1952) Prof. Akademische Mitarbeiterin Institut Wohnen und Entwerfen. Direktor Institut Wohnen und Entwerfen. Fakultät Architektur und Stadtplanung. Dr. Architektin. Fakultät Architektur und Stadtplanung. 1963) Dr. Universität Stuttgart. Architekt. Advisory Professor Tongji University Shanghai Sigrid Loch (Saarbrücken.

W Ü STE N R OT STI FTU N G .

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) RAUMPILOT W OHNE N Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag kraemerverlag 1 .Wüstenrot Stiftung (Hrsg.

ISBN 978-3-7828-1554-3 1 . Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser. Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Walter Stamm-Teske. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen. Übersetzungen. Katja Fischer. Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske. elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung. Tobias Haag Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch.Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher. © 2012 Wüstenrot Stiftung. All rights reserved. Nachdruck. Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer. Tobias Haag Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Ludwigsburg Redaktion. Konzept und Gestaltung Band Wohnen Prof. und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout) Herausgeber Wüstenrot Stiftung. Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen. Carolin zur Brügge. Ludwigsburg. Katja Fischer.

Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung Kontext Einleitung Wohnen und Gesellschaft Wohnen und Ökonomie Wohnen und Ökologie Wohnen und Initiatoren Wohnen und Ort Grundriss Einleitung Grundrisstypen Gestaltungsprinzipien Bewohneranzahl Wohnungsgröße Veränderbarkeit Orientierung Geschossigkeit Zonierung Wohnfunktionen Erschließung Außenraum Konstruktion Projekte Einleitung Projektverzeichnis Projektsammlung Anhang 11 12 15 17 20 24 31 35 47 61 75 89 103 127 137 149 169 183 195 205 206 208 3 .

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Parallel zu einer gebäudetypologischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen. an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen. um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können. um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. in einen kreativen. oder in den Wirkungen neuer Konsum. deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden. das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat. Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. 5 .Vorwort der Wüstenrot Stiftung Die Arbeits-.und Gewerbebauten. mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen. dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte. leicht integrierbaren Dienstleistungen. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche. Organisations. technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert. künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beach­ tenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen.und Freizeitmuster sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich. zukunftsgerichtete Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit. Lebens-. in Industrie. die den genannten Kriterien folgen kann. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen. in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude. intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum. Kulturelle. Dr. Die Gebäudelehre muss. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung. auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen. und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof.und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Ziel dabei ist es. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten.und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich.

Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren. vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich auf eine anschauliche. Der Band Grundlagen schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen ein. Hochschullehrern. Die anderen beiden Vertiefungsbände behandeln die Themen Arbeiten und Lernen. intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Gebäudelehre. intensive Praxisbezug vervollständigen den gewählten Ansatz zur Vermittlung der verschiedenen Perspektiven im Entwurfsprozess. 6 . Eine aufwändige. Der Band Wohnen ist einer von drei Vertiefungsbänden. einheitliche Darstellung von 101 ausgewählten Wohnungen und der über die Referenzprojekte mögliche. Studierenden – für die engagierte. Hierzu wird die Wohnung selbst in den Mittelpunkt gestellt und in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von qualitätsvollen Grundrissen in allen wichtigen Facetten des Entwerfens erörtert. Die daraus entstandene Publikation ist in vier Bände unterteilt. die ergänzend zum Grundlagenband wichtige Bereiche der Gebäudelehre aufgreifen. Er konzentriert sich auf den Wohnungsbau. der in all seinen Formen unter dem Einfluss weit reichender.

scheitern entweder an einer zu starken Abstraktion oder ihrer fachlichen Unpräzision. „Lernen“ und „Arbeiten“ die jeweils spezifischen Betrachtungsweisen formuliert. Der naheliegende. die in einem Grundlagenband die faktischen Informationen der einzelnen Fachdisziplinen bündelt und darauf aufbauend in drei Bänden zu den Themen „Wohnen“ . Diese einzelnen Betrachtungsweisen und deren entwerferisches Potenzial werden in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von ausgewählten Grundrissen erörtert. bildete eine wichtige Basis zur Formulierung eines eigenen Konzepts. Dieser überaus fruchtbare Prozess der letzten Jahre führte zu dem nun vorliegenden Buch zum Thema „Wohnen“ . die Wohnung. um die Inhalte zu transportieren. Markus Gasser (Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen. Als Beispiel sei hier allein die diffuse Terminologie im Wohnungsbau angeführt. In vielen gemeinsamen Arbeitstreffen entwickelte sich hieraus die Idee einer Buchreihe. Die unternommenen Versuche der Kategorisierung von Wohnungsbauten. morphologischen Eigenschaften oder nutzerspezifischen Kriterien. Die generelle Tendenz der Kategorisierung mittels des meist unpräzise verwendeten Begriffs der Typologie bietet aus unserer Sicht nicht den geeigneten Ansatz. einen tendenziell vernachlässigten. kommt dabei häufig zu kurz. die Vielfalt der Aspekte im Wohnungsbau fassbar zu machen. erwies sich bei genauerer Betrachtung als ungeeignet. Diese intensive Ausein­ andersetzung mit den Optionen der Vermittlung des Themenfelds „Wohnen“ wurde letztendlich von der Analyse unserer praktischen Lehrtätigkeit geleitet. Prof. Die ursprüngliche Idee bestand darin. Technische Universität Darmstadt) zu beteiligen. Der qualitätsvolle Grundriss und damit das eigentliche Produkt. der gerade in der Vergleichsliteratur der 1980er Jahre verfolgt wurde. Arno Lederer (Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen. Mit der Entscheidung für die Schwerpunktsetzung auf die Wohnung stellte sich die Folgefrage nach der geeigneten Struktur und Methodik. Ähnlich der Dynamik im 7 . Für uns bestand die Herausforderung. angefangen bei der soziologischen Arbeit bis zum reinen Bildband. Welche Instrumente und Methoden haben sich bewährt? Was sind die geeigneten Formate der Vermittlung? Was erweist sich in der Entwurfspraxis als brauchbar? Auch die Analyse der vorhandenen und immer vielfältiger produzierten Literatur in unserem Fachgebiet und deren unterschiedliche Akzeptanz bei den Studierenden. um die Vielfalt der Einflussgrößen im Wohnungsbau darzustellen. das überdimensionale Themenspektrum des Wohnens auf eine lehrbare und in Buchform kommunizierbare Größe zu kondensieren. wissenschaftlich-systematische Ansatz. jedoch entscheidenden Themenbereich – die Wohnung selbst – in das Zentrum der Betrachtung zu stellen. Es erscheint uns auffällig. Der fachliche Diskurs und die Vernetzung der Einzeldisziplinen bildeten den Gegenstand der folgenden Arbeitstreffen sämtlicher beteiligter Professuren. Aus diesem Prozess heraus fiel die Entscheidung. „städtisches Reihenhaus“ oder auch „Loft“ nur wenig für eine systematische Einordnung geeignet erscheinen. bei der Begriffe wie „Mehrfamilienhaus“ . die praktische Lehrtätigkeit der einzelnen Fachdisziplinen in Form von geeigneten Lehrmaterialien abzubilden und damit allgemein zugänglich zu machen. Universität Stuttgart) und Prof. die entwerferische Praxis im Lehrbetrieb beziehungsweise im Büro wieder als Ausgangspunkt für die Strukturierung zu verwenden. wie die Architekturreflexion in den vielfältigen Publikationen verstärkt über das äußere Erscheinungsbild vorgenommen wird und auch die Architekturproduktion nicht selten der Gebäudehülle als wichtigem Marketinginstrument der Büros vorrangig Aufmerksamkeit schenkt. Hieraus ergab sich der Ansatz. mit denen im Entwurfsprozess die Aufgabe betrachtet wird. Es geht uns um ein Spektrum von Perspektiven.Einleitung Wohnungsbaulehre Im Juli 2005 erhielten wir die Anfrage von der Wüstenrot Stiftung. Universität Stuttgart). sei es nach städtebaulichen Typologien. uns an einem gemeinsamen Buchprojekt mit Prof.

und Anregungspunkte. Diese Bewertung des Projekts vor Ort. Ganz besonders danken wir den zahlreichen Studierenden. sei es die Konfiguration des Gesamtgebäudes. Um den Praxisbezug zu stärken. Dieser Erkenntnis wird über die dem Semester jeweils vorangestellten Exkursionen Rechnung getragen. Dieses System soll in den nächsten Jahren unter dem Titel „PlanLibre“ intensiv weiterentwickelt werden. der Innenausbau. Durch das Voranstellen des Kapitels „Kontext“ beabsichtigen wir jedoch. Des Weiteren möchten wir uns bei den beteiligten Professuren für den intensiven Gedankenaustausch bei den gemeinsamen Arbeitstreffen bedanken. Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag Bauhaus-Universität Weimar. als Referenz verwendet. und unseren beiden studentischen Hilfskräften Leopold Mücke und Katrin Plescher für ihre geduldige Arbeit an den zahlreichen Zeichnungen. die Projekte zum Beispiel im Rahmen von Exkursionen direkt vor Ort zu besichtigen. in seinem spezifischen Kontext und seiner alltäglichen Nutzung. die im Rahmen von Seminararbeiten zum Gelingen des Buchs beigetragen haben. Den wesentlichen Inhalt bilden dabei die 101 ausgewählten Grundrisse. die dem Einfluss der zahlreichen weiteren Paramter im Realisierungsprozess standhalten mussten. diese Vielschichtigkeit des Themas offenzulegen und eine Sensibilisierung für die kausalen Zusammenhänge im Entwurfsprozess zu ermöglichen. die den lang gehegten Wunsch nach einem eigenen Lehrbuch ideell und finanziell erst möglich gemacht hat und damit eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrtätigkeit leistet. der Städtebau. die Soziologie und vieles mehr.Einleitung Entwurfsprozess sind die Themen nicht linear zu verstehen. Professur Entwerfen und Wohnungsbau 8 . dass diese Bereiche durch ein umfängliches Literaturangebot derzeit relativ gut abgedeckt werden. wurden ausschließlich realisierte Projekte. Der Ansatz des Wissentransfers über die systematische Aufarbeitung wichtiger Referenzprojekte wird von unserem Lehrstuhl seit vielen Jahren verfolgt und führte unter anderem zu dem circa 600 Projekte umfassenden Datenbanksystem „Innovative Wohnbau­ aspekte“ . sondern bieten unterschiedliche Einstiegs. die – einheitlich im Maßstab 1:200 aufgearbeitet – eine direkte visuelle Vergleichbarkeit ermöglichen sollen und damit die eigentliche Sprache der Architekten repräsentieren. Für diese Zwecke wurde der Projektstandort jeweils als Information hinzugefügt. um eine zweite Vertiefungsebene der Projekte des Kernkapitels „Grundriss“ zu bieten. Wir glauben jedoch. Auch hier wurden sämtliche Projekte durch neue Zeichnungen im Maßstab 1:500 und eine städtebauliche Vig­ nette im Maßstab 1:10. Darüber hinaus bietet dies die Möglichkeit. ist eine der wichtigsten Informationsquellen im Wohnungsbau. Die jeweilige Reflexion aus dem Blickwinkel der anderen Buchprojekte hat für uns eine wesentliche Bereicherung dargestellt. die Gebäudetechnik. Stefan Krämer sei für seine Ausdauer und Übersicht ausdrücklich gedankt. die Konstruktion. Wir möchten zunächst der Wüstenrot Stiftung danken. Mit der Festlegung des Buchschwerpunkts auf die Wohnung entscheidet man sich automatisch gegen eine Vielzahl weiterer wichtiger Bereiche des Wohnungsbaus.000 in eine unmittelbare visuelle Vergleichbarkeit gebracht. In einem nachgestellten Kapitel „Projekte“ werden die Projekte zusätzlich in ihrem Gesamtkontext abgebildet. Insbesondere Herrn Dr.

Kontext .

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die den Architekten in seiner gesellschaftlichen Verantwortung herausfordert und im zunächst wirtschaftlich orientierten Geschäft des Planungsbüros unterzugehen droht. vernetztes Spektrum von Einflussgrößen ab. so dass viele Projekte über prägnante Konzepte auffallen. Diese Dimension veranschaulicht gleichzeitig die begrenzte Reichweite der dargestellten Themen auf den deutschsprachigen Raum und einige angrenzende Staaten. die bei der Konzeption und Evaluierung des Entwurfs wesentlich erscheinen. In kaum einem anderen Berufsbild sind die Projektdimensionen und damit auch die gesellschaftlichen Auswirkungen auf einen relativ kleinen Entscheiderkreis konzentriert. 11 . Die grundsätzlichen und radikalen Entwurfsansätze finden über eine Auseinandersetzung mit den hier aufgeführten Themenfeldern statt.. die diesen ganzheitlichen Entwurfsansatz fördern.Wohnen und . Dieser Kontext. Unsere eigenen Berufserfahrungen und Berichte unserer Absolventen aus den verschiedensten nationalen und internationalen Büros bestätigen diese ungeheure Verantwortung. Auf der Ebene des Nachdenkens über die Ausformulierung des konkreten Grundrisses (vgl. bei der man sich als junger Entwerfer beispielsweise der Aufgabe gestellt sieht. Einleitung Wie eingangs erwähnt. dass die übergeordneten Themen zu kurz kommen. Kapitel „Grundriss“) ist bereits die wesentliche konzeptionelle Entwurfsarbeit geleistet. Entsprechend ist es unausweichlich. Hier bei den übergeordneten Themen stellen sich vielfältige aber grundsätzliche Fragen: Gibt es überhaupt einen Bedarf für das Projekt? Kann ich das Projekt an dem vorgeschlagenen Standort vertreten? Für wen plane und baue ich? Diese Ebene der Betrachtung. jedoch entweder als theoretische Modelle in den Schubladen lagern oder maximal zu Publikationszwecken eingesetzt werden. wagt das Buch das Experiment. in der ausgewogenen ganzheitlichen Betrachtung möglichst vieler Einflussgrößen vom Konzept bis zum Detail. soll in fünf kurzen Kapiteln angerissen werden und zur Diskussion befähigen. „Initiatoren“ und „Ort“ versuchen wir einen ersten Überblick der komplexen Zusammenhänge herzustellen. Diese Zertifizierungssysteme müssen jedoch ihre Objektivität und Praxistauglichkeit beweisen und dürfen nicht als reine Marketinginstrumente missbraucht werden. Die immense planerische und politische Bedeutung der Themenfelder verführt jedoch gleichzeitig zu einer entwerferischen Fokussierung dieser Aspekte. Konzipiert als Lehrbuch. die auf das Projekt einwirken. „Ökonomie“ . Derzeit entstehen unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ parallel verschiedene Instrumente. Die genannten Zahlen und Fakten sowie deren Auswertung sind aus der Perspektive Deutschlands formuliert und weichen damit bei den strukturellen Angaben deutlich von anderen Ländern ab. wesentliche Zusammenhänge aufzuzeigen. eine Stadt für mehrere zehntausend Bewohner innerhalb relativ überschaubarer Zeit zu konzipieren.. die Frage des Wohnens von innen nach außen zu betrachten und die Wohnung über ihren Grundriss als dem wesentlichen Entwurfsgegenstand in den Mittelpunkt zu stellen. Aber selbst innerhalb Europas sind zum Beispiel die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vollständig unterschiedlich zu bewerten. stellt eine enorme Herausforderung dar. sondern bilden ein parallel zu betrachtendes. „Ökologie“ . Das Ziel liegt. Die Kapitel erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. die Komplexität der Einflussgrößen aufzuzeigen. sind die Grundlage für ein gelungenes Entwurfsprojekt. wie häufig. Die richtige Gewichtung der Einzelaspekte und ihre Verknüpfung zu einem logischen Gesamtkonzept. sondern beabsichtigen. erscheint es jedoch gleichzeitig notwendig. einem roten Faden. in dem die Projekte entstehen. Ähnlich den betrachteten Themenfeldern im Kapitel „Grundriss“ sind die folgenden Aspekte nicht linear zu verstehen. Unter den Schlagwörtern „Gesellschaft“ . Wenige dieser Projekte können im seltenen Realisierungsfall durch eine präzise Durcharbeitung im Wohngrundriss oder der materialgerechten Konstruktion überzeugen.

ist doch die Gesellschaft im Sinne des Nutzers diejenige. Das Ideal des Zusammenlebens ab den 1950er Jahren mit standardisiertem Wohnraumangebot von drei Zimmern. Noch im Jahr 2005 hatte diese Bevölkerungsgruppe einen Anteil von 19 % an der gesamtdeutschen Bevölkerung. Zuerst stellt sich daher die Frage nach den tatsächlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die angebotenen räumlichen Lösungen. Einwohnern eine deutlich geringere Bevölkerungszahl als noch im Jahr 2005 mit 82.Kontext Wohnen und Gesellschaft Unsere Gesellschaft verändert sich. Die Zahl der über 65-Jährigen steigt stetig.und Sozialstrukturen. Verändern sich Lebens.4 Mio. etc. Nun sollten die veränderten Rahmenbedingungen eingehend untersucht werden. Seit den 1970er Jahren ist der Wohnungsmarkt allerdings mit individuellen. Gerade hier gilt es. Einwohnern.4 Sinkende Haushaltsgrößen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl an Privathaushalten sowie vielschichtige Lebensformen und deren pluralistische Wohnvorstellungen stellen vermutlich die gegenwärtig größte Herausforderung an den Bestand sowie an neue Wohnkonzepte dar. die unter dem Begriff „demografischer Wandel“ allgegenwärtig ist. die Geburtenraten mit Sterbefällen abgleichen und Wanderungsbewegungen im Binnenbereich und über die Grenzen der Bundesrepublik berücksichtigen. Küche und Bad wurde in Gesetzen. um die richtigen Stellschrauben zu finden. In einem zweiten Schritt kann dann an der richtigen Stelle und mit den richtigen Mitteln darauf reagiert werden. Privathaushalte alle anderen Haushaltsgrößen. im Jahr 2030 wird der Anteil auf 29 % gestiegen sein. Nicht zu vernachlässigen ist dabei. Dagegen sind Haushalte mit fünf und mehr Personen lediglich noch mit 4 % der Privathaushalte in Deutschland vertreten. dass die angesprochene Altersgruppe im Vergleich zu vor­ angegangenen Generationen länger aktiv und selbstständig ist und häufig kommunikative. Richtlinien und Förderinstrumenten über viele Jahre festgeschrieben und wirkt bis heute träge und langlebig fort. Lange Zeit war Wohnen klar umrissen und nur im gesellschaftlich legitimierten Modell der Kleinfamilie abgelegt. Vorausberechnungen unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. In den kommenden Jahren wird für Deutschland eine deutliche Veränderung der Einwohnerzahlen sowie der Bevölkerungsstruktur prognostiziert. muss von Seiten der Planer und politischen Akteure reagiert werden. Im Zuge der Individualisierung spielt auch die Veränderung der Haushaltsstruktur eine entscheidende Rolle.2 als dessen Ergebnis der Bedarf an spezifischen Wohnwünschen für diese Altersgruppe einen hohen Stellenwert auf dem Wohnungsmarkt einnehmen wird. Unsere Gesellschaft altert. thematisiert. gegenüber. Immerhin ein deutlicher Anstieg um 40 %.2 Mio. Unsere Gesellschaft lebt individueller. Seit Jahren werden diese Veränderungen in vielerlei Hinsicht. Dass sie wesentlichen Einfluss auf das Betätigungsfeld Wohnungsbau haben. unter anderem in der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. zeigen für das Jahr 2030 mit rund 77 . deren Wohnwünsche erfüllt werden sollen. 12 . standortspezifisch zu analysieren und gesamtgesellschaftliche Trends mit lokalen Entwicklungen abzugleichen. Dieses Themenfeld ist dem aktuellen gesellschaftlichen Rahmen von Wohnen gewidmet und zeigt hierzu die wichtigsten Tendenzen auf.3 Im Jahr 2006 dominierten bereits Einpersonenhaushalte mit 38 % der knapp 40 Mio. Der Familie mit leiblichen Kindern steht heute eine große Zahl von Einpersonenhaushalten. spezifischen Wohnwünschen konfrontiert.1 % der Privathaushalte in Deutschland. Heute stellt sich die Situation weitaus differenzierter dar. gemeinschaftliche Wohnkonzepte erfragt. Gemeinschaften unterschiedlichster Alters. Noch 1900 waren Haushalte mit fünf und mehr Personen mit 44 % am stärksten vertreten. Feststellungen Unsere Gesellschaft schrumpft. der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug gerade mal 7 .und Wohnvorstellungen einer breiten Masse.1 Der Rückgang der Einwohnerzahl geht einher mit einer spürbaren strukturellen Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung. ist verständlich.

die individuell und für sich persönlich den Wohnbedarf definieren und planen lassen. Zum anderen wird. sind soziostrukturelle und lebensphasenspezifische Charakteristika jedes Einzelnen. not­ wendig. Unabhängig vom Marktsegment der privaten Bauherren. Was Lebensform und Privathaushalt nicht ausdrücken. spielen für die marktrelevante Klassifizierung von Nutzern eine erste bedeutende Rolle: Zum einen wird hier die Gesellschaft in Bezug zur Ehe.. unter anderem im Zuge der Berufstätigkeit vieler Frauen. der im städtischen Kontext eher bedient wird als im suburbanen. mit dem Verständnis der gesellschaftlichen Prozesse jedoch unabhängig vom Vermarktungstrend zu agieren.Wohnen und . wogegen der Wohngrundriss in seiner Raumkonzeption und -organistation häufig ein stabiles Gefüge darstellt. der durch gemeinsam wohnende und wirtschaftende Menschen gebildet wird. zum Standort und zum Standard von Wohnungen.5 Die Lebensform steht in engem Verhältnis zum Privathaushalt. In der Bundesrepublik verringern sich die Haushaltsgrößen seit Jahren und im Ergebnis ist ein stetiger Anstieg der Wohnfläche zu verzeichnen. Unsere Gesellschaft bevorzugt wieder verstärkt städtische Wohnmodelle.. Lebensgemeinschaft oder allein erziehender Elternteil mit mindestens einem Kind. Veränderte Ausstattungsstandards tragen dabei jedoch oft schon zur adäquaten Reaktion auf neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei. sondern vor allem aufgrund der hohen organisatorischen Anforderungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik lebt nach wie vor in Familien zusammen. zum anderen im Zusammenleben mit Kindern klassifiziert. ist das Wissen um marktrelevante Nutzergruppen im Sinne der gesellschaftlichen Trends projektrelevant. der nachhaltig auf den Wohnungsmarkt einwirkt. Viele Kommunen reagieren gegenwärtig auf diesen Bedarf mit innerstädtischen Flächenangeboten für private Wohnmodelle. die diverse. In diesem Zuge ist auch eine Veränderung des Images der Stadt wahrzunehmen. das Einfamilienhaus vor der Stadt für Familien weniger attraktiv. Hier sind unterschiedliche Entwicklungen auszumachen. begonnen beim Wohnumfeld bis zur Möbelplanung der Wohnung. Im Zuge einer alternden Gesellschaft ist ein besonderes Augenmerk auf barriere- freies Wohnen. Das tägliche Pendeln beider Eltern ist nicht nur finanziell weniger interessant. Die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern Antworten bezüglich aktuell notwendiger Wohnkonzepte genauso wie Überlegungen zur Qualität. Auch die Verschiebung der Haushaltsgrößen zu kleinen Haushalten löst eindeutige Entwicklungstrends im Bau und Umbau kleinerer. egal welcher Altersgruppe. die Neigungen. Gewohnheiten auch ästhetische 13 . Zwar wird auch Wohnen in seinen Grundfunktionen regelmäßig in Wohnkonzepten der Zukunft hinterfragt. um im Ergebnis eindeutige Klientels zu benennen. häufig serviceorientierter und städtischer Wohntypen aus. das heißt als Ehepaar. eröffnet bei genauerem Untersuchen selten innovative und neue Wohnkonzepte. vermeintlich neue. Die Gefahr von Fehlspekulationen liegt genau zwischen dem Pol des Käufers/Nutzers und dem des Bauträ- gers/Investors. Zum einen führt Individualisierung. Die Vermarktungsebene im Sinne der produkthaften Benennung und Identität von Projekten. der oben genannte Bedarf löst jedoch nicht zwangsläufig Veränderungen in den Grundfunktionen des Wohnens und deren Zusammenspiel in der Wohneinheit aus. Klassifizierung Die Arten des unmittelbaren Zusammenlebens. Ein passgenaues Angebot verringert also das Investitionsrisiko um ein Vielfaches und erhöht die Gewinnaussichten im selben Maße. die als Lebensform bezeichnet werden. Die Chance des Planers ist es. Wohnmodelle und Gebäudetypen benennt. die aktuell auf den Wohnungsmarkt wirken. zu einem höheren Bedarf an sozialem und infrastrukturellem Netzwerk. Marketing Die Wohnungsbauvermarktung folgt deutlich den demografischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Land. Genau deshalb widmen sich gerade die investierenden Akteure der präzisen Definition und Einordnung von Nutzergruppen.

wodurch das Gegenmodell in differenzierten Wohnangeboten mit simulierten individuellen Wohnangeboten ebenso vertreten ist. Wohneigentum stellt heute. in einer globalisierten Arbeitswelt. für die Mehrheit der Bevölkerung keine Bindung für die Ewigkeit dar. Miete oder Eigentum Neben dem Einfluss der Lebensform. das langfristig in einem nicht abgefragten Überangebot enden muss. folgt keiner ökonomischen Vernunft. Diese Entwicklung folgt nicht nur der Individualisierungstendenz der gesamten Gesellschaft. um den verschiedenen Wohnbedürfnissen innerhalb der Lebensdauer eines Gebäudes gerecht zu werden. Diesen Konzepten wird allerdings teilweise die fehlende spezifische Grundrisskonfiguration mit unterschiedlich dimensionierten Räumen vorgeworfen. Für Architekten bietet die Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ein Verständnis zum gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungsgrößen und -typen sowie deren Anforderungsprofile. Eigentum ermöglicht aufgrund der eigenen Dienstbarkeit einen flexibleren Umgang mit dem eigenen Wohnraum. Sie werden in Lebensstilen zusammengeführt. der Werte und Gewohnheiten stellt sich eine weitere grundsätzliche Frage im Zusammenhang mit der Entscheidung für das Wohnmodell: Miete oder Eigentum? Statistisch gesehen leben 43 % aller Privathaushalte in Deutschland in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig wird über die Miete ein Betrag x vom Mieter übernommen. mit dem Ergebnis eines hochspezialisierten Wohnungsmarkts. Dieses Wissen setzt allerdings auch voraus. Nutzungsneutrale Räume bieten hier wohl den nachhaltigsten Ansatz. Übergeordnet entwurfsrelevant sind sie entsprechend nicht. Gegenwärtige Entwicklungen Momentan lassen sich unterschiedliche Entwicklungen am Wohnungsmarkt erkennen. Zum einen führen Kommunen in integrierten Stadtentwicklungskonzepten Angebot und Nachfrage nach Wohnraum zusammen. Hierfür sind vor allem Überlegungen zur eventuell notwendigen Öffentlichkeit des Arbeitsplatzes in der Grundrisskonzeption beziehungsweise Gebäudeorganisation notwendig. Schon seit langer Zeit beschäftigen sich zudem Architekten mit veränderbaren Wohnkonzepten.Kontext Standards berücksichtigen. der nicht nur unterschiedliche Wohnkonzepte zulässt.6 Das Mietverhältnis bietet gegenüber einer langfristigen Sicherheit des Eigentums die Chance zur kurzfristigen Veränderung. Auch eine Zunahme von Serviceangeboten in Wohngebäuden ist festzustellen. der unter anderem Verwaltungstätigkeiten und Gewinnaussichten seines Wohnversorgers abdeckt und der im Eigentum nicht immer anfällt. gleichzeitig bindet es jedoch an den Standort und an die Größe der Wohnung. unter anderem in der zukunftsfähigen Bedarfsdeckung mit geeignetem. Zum anderen führt die breite Debatte über eine alternde Gesellschaft zum Umdenken in vielen Bereichen. Wohnraum. 14 . Auf die Vielzahl der Nutzergruppen oder Klassifikationen und ihre spezifischen Wohnwünsche baulich-räumlich zu reagieren. um geeignete räumliche Antworten zu formulieren. die eine Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. sondern bis zur Umnutzung einer Wohnung als Büroeinheit reicht. in denen der Markt für den Verkauf existiert und nachhaltig stabil bewertet wird. die repräsentativ für aktuelle gesellschaftliche Tendenzen stehen. dass Eigentum in Regionen erworben wird. Ein Mietverhältnis lässt zudem eine Veränderung in der räumlichen Organisation nur selten zu. ohne ein differenziertes und breites Spektrum zu entwickeln. Allein diese Tatsache forciert Lösungen. die in der Regel jedoch nicht die gesamte Gesellschaft abbilden. zumindest barrierefreiem.beziehungsweise Wachstumstendenzen berücksichtigt. Lediglich die Schichten werden berücksichtigt. die zum einen nachhaltig sind und zum anderen auf den Bedarf eines Großteils der Gesellschaft reagieren. Ein letzter Aspekt soll nicht unerwähnt bleiben: Im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt werden auch Konzepte erfragt. sondern hat auch einen Mehrwert für die ältere Generation. was sie in der Kenntnis ihrer zukünftigen Einwohnerprognosen langfris­ tig handlungsfähig macht und regionale Schrumpfungs.

der seit kurzem durch das neue WohnRiester-Programm kompensiert werden soll. die entsprechende Investitionsanreize liefern. der durch die Verlangsamung oder Stagnation der Entwicklungsprozesse stattfindet. dass Wachstum und der damit verbundene Flächenfraß negative Folgen hat. 15 . dass die Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand und dem damit verbundenen Stadtumbau eines der zentralen Themenfelder für die Architektur im Allgemeinen und den Wohnungsbau im Besonderen einnimmt. 60 % entfallen dabei auf den Ein.9 Damit wird deutlich. oder andersherum betrachtet. Aufgrund der immensen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Faktors werden hierfür regelmäßig statistische Zahlen erhoben. Zeit für das Nachdenken über neue Strategien im Wohnungsbau und im Umgang mit der Stadt.12 Mit diesem Wert belegt Deutschland in Europa eindeutig den letzten Platz.14 Auf unterschiedliche Weise kämpfen Interessengruppen für eine Wiederbelebung des Markts.000 Wohnungen ausgegangen. Für den entwerfenden Architekten ist jedoch zunächst weniger der Bestand von Interesse. weit hinter Spanien und Irland mit einer siebenfach höheren Neubauquote. Fazit des kurzen wirtschaftlichen Exkurses ist ganz klar: Deutschland ist gebaut.15 Im Textabschnitt zum Thema Ökologie wird ebenfalls schnell klar. Was bedeuten diese Zahlen jedoch für den Wohnungsbau aus Sicht des Architekten und Städteplaners? Betriebswirtschaftlich sind sie dort ebenfalls mehr als besorgniserregend und der schlechte Arbeitsmarkt für Architekten spiegelt die Situation klar wider. Ganzheitlich betrachtet lassen sich hinter dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation jedoch auch Chancen entdecken. Es geht einerseits um die großmaßstäblichen wirtschaftlichen Zusammenhänge und auf der anderen Seite um die konkreten Auswirkungen auf das einzelne Wohnbauprojekt. Durch den Wegfall der Eigenheimzulage ist ein wichtiger Entwicklungsmotor ausgefallen. das entspricht einer Neubauquote von 2. Mit knapp 9.000 Wohnungen gebaut. Generell wird der Wunsch zu Eigentumsbildung als einer der wichtigsten Entwicklungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau gesehen. Bis 2015 wird von einem jährlichen Neubauvolumen von circa 275.1 %) beziffert.. führte eine enorme Nachfrage wie zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit zu allgemein geringerer städtebaulicher und architektonischer Qualität.6 Wohnungen je 1000 Einwohner und Jahr oder 0. 40 % auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser.7 % am Gesamtbestand. verbunden mit einem entstprechenden Rückgang der Arbeitsplätze. Die größte Chance besteht in dem Zeitgewinn. Für die Wirtschaft. Bauwirtschaft Über die wesentlichen wirtschaftlichen Strukturdaten kann man ein erstes Bild der Situation zeichnen. Wohnungen. auf einem der letzten Plätze in Europa zu liegen. 47 .13 Der jährliche Abgang von Wohnungen wird mit ca.und Zweifamilienhausbereich. welchen herausragenden Stellenwert der Wohnungsbau für die Gesamtwirtschaft besitzt. Ein wichtiges Instrument hierfür sind staatliche Programme.11 2007 wurden lediglich 211. Angesichts der Zahlen ist offenkundig. Gerade die jüngsten Entwicklungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zeigen. Wohngebäuden8 mit insgesamt 40 Mio.Wohnen und . Von 1995 bis 2005 hat sich der Umsatz im Baugewerbe von 133 Mrd. So ist es vielleicht nicht nur Negativ. dass die spekulative Entwicklung auch für die wirtschaftliche Entwicklung verheerende Folgen haben kann.5 Billionen Euro sind rund 82 % des Anlagevermögens der Deutschen in Bauten angelegt – davon entfallen knapp 5. fast halbiert10. Wohnen und Ökonomie Dieses Themenfeld muss auf zwei Ebenen betrachtet werden.7 Dies entspricht circa 18 Mio. die vom Wachstum lebt. sondern der zukünftige Bedarf an Wohnraum.000 (0.5 Billionen Euro also 57 % auf den Wohnungsbau. sind diese rückläufigen oder stagnierenden Zah­ len dramatisch. auf 77 Mrd. Der überwiegende Anteil am Gesamtgebäudebestand Deutschlands sind Wohngebäude. So führt ein allgemein hoher Sättigungsgrad zu einem Nachdenken über Qualität..

die Qualität der Materialien zu Gunsten der Kosten zu senken.500 Euro.000 und 1.und Küchenausstattung oder der Oberflächenqualitäten einen angemessenen und bezahlbaren Standard finden. Da der Einfluss auf die allgemeinen Baupreise gering ist.16 Die Verkaufspreise liegen im Allgemeinen mit 2.18 Circa 30 % des Haushalts­ einkommens werden in das Produkt „Woh­ nen“ investiert. gewerblichem oder öffentlichem Interesse handelt. Ähnlich der Automobilindustrie wird hier durch die Arbeit der entsprechenden Interessengruppen der allgemeine Anspruch nach immer höheren Standards gefördert. Regional differenziert liegen die Baukosten für den Quadratmeter Bruttogeschossfläche bei einem Einfamilienhaus zwischen 1. es liegt damit doppelt so hoch wie zum Beispiel die Aufwendun­ gen für PKW oder Nahrungsmittel (vgl. Insbesondere im Hinblick auf einkommens- schwache Haushalte stellen die Wohnkosten eine erhebliche Belastung dar.8% im Jahr 2007 deutlich zu. Gemeint ist hier nicht. Der Bauherr und der Architekt als sein Berater können jedoch über die Reflexion der tatsächlichen Notwendigkeiten beispielsweise der Sanitär. unabhängig davon ob der Bauherr aus privatem. oder es kann ein einfaches Bad anstelle eines von der Sanitärindustrie gerne verkauften Designer-Wellnessbereichs mit Sauna realisiert werden. Der Baupreisindex. bezogen auf die Kosten. der über die Entwicklung der Baupreise Aufschluss gibt. Die wichtigste ist die Bemessung des effektiven Bedarfs. Mit den Baukostenbegriffen und Bezugsgrößen wird zudem häufig unpräzise umgegangen so dass eine Vergleichbarkeit von Projekten ohne präzises Studium der Zusammenhänge kaum möglich ist. Intelligente Bauweisen. sondern grundsätzlich über bestimmte Standards nachzudenken. Das Instrument der Prämie für die Unterschreitung bestimmter Kosten wird derzeit zu wenig genutzt. bleiben für den Architekten wenige Stellschrauben. standardisierte Bauteile und die Kommunikation der technischen Möglichkeiten der bauausführenden Firmen können zu weiteren Kostenvorteilen führen. je höher desto mehr. Die Kosten sind für den Architekten einer der zentralen Entwurfsfaktoren. Da viel Fläche im Allgemeinen mit viel Qualität verbunden wird. wird der Wohnraum im selbst genutzten Neubau häufig viel zu großzügig bemessen und zum Beispiel die sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändernden Familienstrukturen nicht berücksichtigt.000 Euro je Quadratmeter ziemlich genau beim Doppelten. Das zweite. Zum Beispiel können bei einer hochwertigen Rohbau­ aus­ führung bestimmte Flächen ohne zusätzliche Verkleidung oder Beläge auskommen. stagnierte dabei nach der Jahrtausendwende und legte in den beiden letzten Jahren mit zuletzt 7 . Angesichts der immensen finanziellen Belastung und einer meist langjährigen Finanzierung für den Bauherrn mit vielen Risiken steht der Architekt in einer besonderen Verantwortung im treuhänderischen Umgang mit dem ihm anvertrauten Kapital. In der sorgfältigen Prüfung des Bedarfs. Paradox an der Beratungsleistung des Architekten. verbunden mit einer effektiven Grundrissplanung. Eine dritte Stellschraube resultiert aus dem Bereich der Gebäudekonstruktion. Kapitel Wohnungsgröße). Grundsätzlich werden die Baukos­ ten durch die zwei Parameter „Fläche“ und „Standard“ bestimmt. Hierzu wieder einige Zahlen und Fakten. 16 . ist die unmittelbare Kopplung des Honorars an die Baukosten. der Einsatz von vorfabrizierten Elementen an der richtigen Stelle.17 Die Nettokaltmieten liegen im Bundes-durch­ schnitt bei 5. ist der Gebäudestandard.Kontext Baukosten Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung sagt noch wenig aus über die ökonomischen Bedingungen bei einem konkreten Wohnbauvorhaben.50 Euro/m² in Hamburg.000 bis 3.90 Euro/m² mit regionalen Ab­ wei­ chungen wie zum Beispiel einem durchschnittlichen Mietpreis von 7 . kann ein wesentliches Einsparpoten­ zial geleistet werden. wenngleich viel schwächere Instrument der Kostenregulierung.19 Die allgemeine Preisentwicklung unterliegt dem Prinzip von Angebot und Nachfrage und kann nur begrenzt durch staatliche Maßnahmen wie zum Beispiel Schutz vor Mietwucher beeinflusst werden.

Die Aufwendungen für die Wohnung.. doch im Zusammenhang mit der Einführung des Energieausweises für Gebäude und der Diskussion um Niedrig. die sich aus dem kalten und warmen Mietanteil summieren.und damit auch Emissionsfragen. Interessant ist die unmittelbare Verknüpfung der ökologischen Rahmenbedingungen mit den ökonomischen Faktoren.und Nichtwohngebäude) an der Emission der Treib­ hausgase beträgt circa 10 %. Es erscheint daher sinnvoll. 17 . Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Größe dokumentiert sich allein über die allgemeine Abrechnungseinheit nach Quadratmeter. Im Energiesparsektor hat sich entsprechend ein enormer Markt von Dämmstofflösungen über Solarkollektoren. Reduziert auf den Wohnungsbaubereich liegt der Anteil an der Gesamtemission bei circa 5 %. der Transportbereich mit 14 % oder die Landwirtschaft mit 12. Um diese Diskussion in ihrer Relevanz auf den Wohnungsbau einzugrenzen.20 Dies sind durchaus beachtliche Zahlen. Die Zahlen zeigen jedoch eine sehr viel gleichmäßigere Verteilung innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren als die Diskussion den Eindruck vermittelt.und Wohnungswirtschaft von dieser Diskussion erfasst. einige Zahlen und Fak­ ten zu betrachten. Selbst in den diesbezüglich konservativ eingestellten USA wurde von Politik. erscheint es notwendig. Klimawandel Klimawandel. Wohnen und Ökologie Unter dem Stichwort „Ökologie“ wird ein weites Spektrum an Betrachtungsmöglichkeiten auf die Fragen des Wohnungsbaus eröffnet. Erderwärmung sind Schlagwörter. Wärmepumpen bis zu Photovoltaikelementen entwickelt. die – ähnlich wie der Begriff „demografischer Wandel“ für den gesellschaftlichen Bereich – omnipräsent sind und sämtliche Wirtschaftsbereiche und Themenfelder durchdringen.und Nullenergiehäuser wird der Eindruck erweckt. Im Vergleich hierzu stehen die energieerzeugenden Anlagen mit circa 21 %. um die Größenordnung der Beträge zu veranschaulichen.5 %. führen auf der übergeordneten Ebene zum Nachdenken über den grundsätzlich notwendigen Bedarf an Wohnraum. Die aus der Erdölkrise resultierende Ökologiediskussion der 1980er Jahre mit der Erkenntnis der begrenzten Ressourcen hat durch die unmittelbare Verknüpfung mit der Klimafrage eine völlig neue Dimension erhalten. um bei aller Bedeutsamkeit des Themas zwischen der Instrumentalisierung durch verschiedene Interessengruppen und der Realität differenzieren zu können. dass es sich in diesem Sektor um eine überdurchschnittliche Größe handelt. Erst diese enorme finanzielle Belastung führt zu einem breiten Umdenken und einem unmittelbaren Bewusstsein für die Energie. um in dem massenwirksamen Markt der Endverbraucher konjunkturfördernde Investitionen auszulösen. Gründe hierfür sind eine bewusste Instrumentalisierung. Wirtschaft und Medien das Potenzial des Themas erkannt. Erst mit den deutlich erhöhten Rechnungen der Energieanbieter setzte ein Umdenkprozess beim Verbraucher ein. So wird natürlich auch die Immobilien. Die Wohnnebenkosten sind ebenfalls in den letzten fünf Jahren um etwa 30 %21 gestiegen und haben zur Bildung des Begriffs der „zweiten Miete“ geführt. ist jedoch weniger ein gegenseitiges gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein der Auslöser für das Handeln. Der Anteil der Immobilien (Wohn.. Trotz der offen und anschaulich geführten Diskussion der ökologischen Zusammenhänge und Folgen in allen Medien. eine fokussierte Gliederung der Thematik vorzunehmen.Wohnen und . sondern vielmehr eine zweite Komponente – die unmittelbare finanzielle Belastung für den Einzelnen. Treibhauseffekt. Für den Wohnungsbau resultieren Folgen auf verschiedenen Ebenen. Unabhängig von der CO2-Diskussion sind aufgrund der begrenzten Ressourcen und der weltpolitischen Zusammenhänge die Energiepreise drastisch gestiegen. Hierüber entsteht ein Gegenpol zum jährlich wachsenden Wohnflächenkonsum.

Die Sanierung muss häufig im bewohnten Zustand erfolgen. Durch den Wandel von der Industrie. Gesamt­ energiebilanz oder Ökobilanz gesprochen. die die Dachlandschaft prägen und ein ähnliches Phänomen darstellen wie die allgegenwär- tigen Satellitenschüsseln an den Fassaden. Die gebäudetechnische Ertüchtigung kann in vielen Bereichen diskret in die Substanz oder Neubauarchitektur eingefügt werden. 18 . da die Flächennutzung letztendlich die anderen ökologischen Faktoren als Folge produziert. Energie Wie eingangs bereits erwähnt. Trotz einer stagnierenden oder rückläufigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs. Die energetische Sanierung verdeckt häufig eine wertvolle Fassadengestaltung hinter einfachen Putzfassaden. Aber auch hier entstehen gestalterische Problemfelder. Diese Anforderung wird nahezu deckungsgleich im qualitätsvollen Entwurf vorausgesetzt und bietet damit auch eine Stärkung der Position des Architekten. die zweite Ebene durch energetisch optimierte beziehungsweise auf regenerative Energien zurückgreifende technische Anlagen einen Beitrag zu leisten. Dabei geht es nicht nur um denkmalgeschützte Substanz. wie zum Beispiel die additiv hinzugefügten Solarkollektoren. da die Gebäudesubstanz. Flächenverbrauch Auf der städtebaulichen beziehungsweise übergeordneten raumplanerischen Ebene wird das Thema der Ökologie häufig in Verbindung mit dem Flächenverbrauch dargestellt.und Verkehrsflächen circa 115 ha.22 Im Rahmen eines Programms der Bundesregierung soll dieser bis 2020 auf 30 ha reduziert werden. Die ökologische Betrachtung von Gebäuden und Bauteilen wird dabei jedoch nicht über die abstrakte Form des CO2-Austauschs dargestellt. Interessant ist. Die erste Ebene versucht. In diesem Zusammenhang wird von grauer Energie. Zwei Strategien bieten sich dabei an. Dies meint die gesamte Kette vom Herstellungsprozess.zur Dienstleis­ tungsgesellschaft werden entsprechende Flächen frei und können umgenutzt werden. zum Beispiel durch den Abbruch und Ersatz alter Gebäude oder die Nachverdichtung vorhandener Strukturen. sondern auch um sorgfältige Alltagsarchitektur wie zum Beispiel die Backsteinfassaden im norddeutschen Raum. Die Folgen sind jedoch schon jetzt an vielen Orten und Gebäuden sichtbar.Kontext Auf einer anderen Ebene geht es um die energetische Optimierung des Gebäudebestands oder von Neubauten. Hieraus entsteht eine der Hauptmotivationen für den Stadtumbau und unter diesem Begriff können die aktuellen städtebaulichen Bemühungen zusammengefasst werden. Beide Bereiche haben unmittelbaren Einfluss auf den Wohnungsbau. Dies sind insbesondere Flächen für den Güterverkehr der Bahn und diverse Hafengebiete. die in ein Bauteil fließen. Bei aller Notwendigkeit der energetischen Optimierung entsteht hier die Gefahr des medienwirksamen Wettbewerbs um das am meisten optimierte Gebäude. über die Reduktion des Wärmeverlusts zum Ziel zu gelangen. Diese Tendenz deckt sich mit vielen weiteren Faktoren. die konkrete Lösung jedoch fallabhängig am Einzelobjekt entwickelt werden muss. die Nutzung und die Einflussgrößen des Kontextes zu unterschiedlich sind. dass viele Studien zu dem Schluss kommen. Als Standard entwickelte sich die Betrachtung der Summe der energetischen Aufwendungen. Für den Wohnungsbau bedeutet die Reduktion der Neuausweisung von Bauland eine automatische Konzentration auf die Ressourcen der Stadt. Die erste Strategie führt im Allgemeinen zu einer Ertüchtigung der Gebäudehülle über die Dämmung. so dass sich eine Fassadendämmung von außen als vergleichsweise kostengünstiger Standard durchgesetzt hat. sondern über den Energieverbrauch. der Lagerung bis zur Entsorgung. dass die energetische Gebäudeoptimierung zwar auf allgemeine Erkenntnisse zurückgreifen kann. Der Stadtumbau vollzieht sich jedoch auch in kleineren Dimensionen. dem Transport. die das System Stadt wieder attraktiv werden lassen. sind der Energieverbrauch und die Klimadiskussion grundsätzlich aneinander gekoppelt.

da die Preisbildung viel weniger von den Rohstoffpreisen als vom Instrument des Angebots und der Nachfrage abhängt.. kann man dennoch die Frage stellen. Als nächste Stufe kämpfen derzeit verschiedene Zertifizierungssys­ teme um ihre Bedeutung am Markt. Gesundheit Neben den übergeordneten ökologischen Zusammenhängen gilt es noch die konkrete Ebene für den Wohnungsbau zu betrachten.Wohnen und . Breiter angelegt ist das Instrument des bundesweit eingeführten Energieausweises.. Wenn das Öffnen der Fenster das energetische Gebäudekonzept gefährdet. Die Nachfrage nach gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen ist entsprechend deutlich gestiegen. sondern auch in der Benutzbarkeit der Wohnung. ob natürliche und einfachere Baustoffe nicht den selben Zweck erfüllen können und vielleicht einen mehr werthaltigen und authentischeren Ausdruck entstehen lassen. 19 .000 kWh. Bei all diesen unterschiedlich motivierten Ansätzen ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht nur im Sinne der Ökobilanz abzuwägen. Silber-.000 kWh. Zahlreiche Studien. liegen vor. Bei der Betrachtung der lebenslangen energetischen und wirtschaftlichen Faktoren verschieben sich kurzfristige Investitionsersparnisse zu Gunsten werthaltiger. scheint hier aus Sicht des Wohnungsbaus eine Schwelle überschritten zu werden. Die aktuelle Situation der vom Fußboden bis zur Küche durchlaminierten Innenwelt eines Wohngebäudes ist nicht nur aus ästhetischer Sicht schwer erträglich. Das Gesundheitsbewusstsein hat sich angesichts einer steigenden Anzahl von allergisch bedingten Krankheiten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert und hat einen wesentlichen Einfluss in der Baustoffdiskussion.24 Angesichts dieser Dimension ist der ganzheitliche energetische Betrachtungsansatz eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Gebäudeentwurf. die den entsprechenden Energieanteil in den Produkten für die Planung transparent machen. zum Beispiel KfW-40 oder KfW-60. Ein weiteres relativierendes Beispiel: Der Energieanteil von Styropor liegt bei circa 29 kWh/kg im Vergleich zu Zellulosefasern mit je 1 kWh/kg.23 Im Vergleich dazu liegt der Jahresenergieverbrauch eines aktuellen Einfamilienhauses (EnEV 2002 Standard) bei circa 15. sondern wirft auch bezüglich der gesundheitlichen Aspekte Fragen auf. In Deutschland scheint sich derzeit das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ mit ähnlichen Kriterien zu etablieren. Die Komplexität der Materie und damit ihre schwierige Vergleichbarkeit führte zu verschiedenen Ansätzen einer Zertifizierung. Wieder einige Zahlen. langlebiger Baustoffe. Ohne die neuen Baustoffe unter Generalverdacht stellen zu wollen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die vergleichende Betrachtung von Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen und Backsteinfassaden. Aus den USA versucht sich zum Beispiel das sogenannte „Green Building Rating Sys­ tem“ mit Bronze-. Goldund Platin-Auszeichnungen in Europa durchzusetzen. um diesen Aspekt zu veranschaulichen: Ein Einfamilienhaus mit circa 150 m² Wohnfläche in Massivbauweise hat am Ende seiner Fertigstellung einen Energiebedarf von circa 350. Zusätzlich zu den üblichen Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes wurden über die entsprechenden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bestimmte energetische Standards definiert. Das oft entgegengebrachte Kostenargument ist dabei relativ.

zum einen als Ergebnis des gedeckten Bedarfs. die gezielt in den Rückbau von Wohnraum und die Stabilisierung des Bestands investieren müssen. praxisrelevante Bezüge. Heute ist die Wohnraumnachfrage quantitativ längst gedeckt. Zwar sind regional und lokal differenzierte Prozesse zu beob­ achten. zum anderen auch aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Neubautätigkeit. Anbieter von Wohnraum In der Phase der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland ein auf unterschiedlichen Säulen funktionierendes soziales Wohnversorgersystem. Große öffentliche Wohnungsbauwettbewerbe. in den rund 70 % des gesamten Wohnungsbauvolumens von Deutschland investiert werden. einen Blick auf die Strukturen und Akteure der Wohnraumschaffung zu werfen. wirtschaftlich prosperierenden Regionen Standorte gegenüber. Sich ändernde beziehungsweise neue Handlungsräume sind für entwerfende Architekten gerade im Kontext einer geringen Wohnungsneubautätigkeit wichtige. sondern eine nächste Akquisephase am frei finanzierten Markt. Knapp drei Viertel des deutschen Wohnungsbestands. die es sinnvoll machen. Von rund 24 Mio. Als Bestand ist dabei sowohl das umzunutzende städtische Gebäude gemeint als auch die Neubauplanung im städtischen Kontext. Die folgenden Bezugsgrößen verdeutlichen die geringen Aktivitäten im Wohnungsneubau: Zwischen 1994 und 2007 sind die Baugenehmigungen für Wohnungsneubauten um knapp 75 % zurückgegangen25. Neben kommunalen beziehungsweise öffentlichen Anbietern und Wohnungsgenossenschaften stellten privatwirtschaftliche Investoren wichtige Wohnversorger im Mietwohnungsbau dar. Oft winkt nach erfolgreicher Teilnahme nicht der Auftrag durch die öffentliche Hand. Die soziale Verantwortung des Staates im Wohnungswesen ist weiterhin gefordert. ein Verlust an Handlungsfähigkeit. Der Verkauf von kommunalem Wohneigentum verhindert hier langfristig stadtplanerische Interventionsmöglichkeiten und die öffentliche Steuerungsmöglichkeit. nämlich rund 30 der 40 Mio. Dagegen übernehmen sie im Bestand nach wie vor neben Wohnungsgenossenschaften eine wichtige Versorgerfunktion. In dieser Betrachtung sollen daher vor dem Hintergrund der gemäßigten gesellschaftlichen Tendenz der Aktionsraum von Architekten in der Wohnbauplanung benannt werden und die betrachteten Aspekte gleichzeitig aktuelle Schwerpunkte in der Berufspraxis nachzeichnen. genossenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Wohnungsanbietern eine Vielzahl von Privatpersonen. sind dabei neben den genannten öffentlichen. verallgemeinert lässt sich jedoch feststellen. 20 . Wohnungen29 in Deutschland gehören privaten Wohnungseigentümern. Die Aufgaben des Sozialstaats sind im Rahmen der Notversorgung mit Wohnraum sozusagen abgeschlossen. dass die Arbeit im städtischen Bestand heute mehr denn je Gegenstand von Wohnbauprojekten ist. das mittels Förderung und Anreizen von Seiten des Staates nachhaltig gesteuert wurde.27 Die öffentlichen Wohnungsversorger können dabei aufgrund zurückgehender bereitgestellter Mittel ihren Aufgaben immer seltener nachkommen. stellt gegenwärtig das größere Aktionsfeld gegenüber der Neubautätigkeit im Wohnungsbau dar. aber auch im Neubau. Daneben förderte der Staat die Schaffung von privatem Wohneigentum. Die Akteure der Wohnungspolitik im Bestand. finden heute nur noch in seltenen Fällen und mit geringen Realisierungschancen statt.Kontext Wohnen und Initiatoren In den letzten Jahrzehnten und im Zuge einer sich verändernden Gesellschaft haben deutliche Entwicklungen eingesetzt. das heißt Selbstnutzer und private Kleinanbieter. noch vor einem Jahrzehnt klassisches Betätigungsfeld von Architekten. Mietwohnungen im Jahr 2006 in der Bundesrepublik26 werden rund 10 % durch öffentliche Wohnungsunternehmen der Kommunen. Kommunen agieren dabei vermehrt als Projektinitiator. Die Steuerung des deutschen Wohnungsbestands. der Länder und des Bundes verwaltet. um Anreiz zur Bildung von privatem Wohneigentum zu geben. In Deutschland stehen nach wie vor wachsenden. der im Ergebnis eine Benachteiligung sozial Schwacher nicht ausschließt.

am Wohnungsbestand in Deutschland liegt mit rund 16 Mio. Im Unterschied zum auf dem „Reißbrett“ geplanten Bauland im Umland als Idealplanung ohne kontextuelle Zwangspunkte. Der 21 . der durch das differenzierte Angebot mit kleinteiliger Besitzstruktur charakterisiert wird.3 m² Wohnfläche. verwalteten Wohnungen31 einen umfangreichen Anteil an der Zuständigkeit für den deutschen Mietwohnungsbestand. lediglich das Lebensmodell in Form der Kleinfamilie mit pendelndem Alleinversorger ist heute rückläufig und damit deren Wohnvision am Stadtrand. Dabei wird nicht das Wohnideal des Einfamilienhauses in Frage gestellt. übernehmen private Kleinanbieter mit rund 14 Mio. sind private Selbstnutzer ein interessantes Klientel für Architekten und nicht selten beginnt die selbstständige Berufspraxis mit dem Um. Auch wenn der größere Teil der deutschen Bevölkerung zur Miete wohnt. Im städtischen Kontext entstehen nun Wohnformen. das heißt privaten Wohnungseigentümern von Ein. die als Selbstnutzer und/oder als Vermieter auftreten. Wohnungsbestand Der Wohnungsbestand in Deutschland bemisst sich im Jahr 2007 auf rund 40 Mio.oder Neubau eines Einfamilienhauses. jedoch auch auf die Arbeit im Wohnungsbestand übertragen werden können.Wohnen und . Im Laufe der Jahre hat sich dieser Markt fast völlig dem Architekten entzogen. um auf die Einflüsse gesellschaftlicher Veränderungen im Wohnungsbestand reagieren zu können.32 Diese Bestandsstruktur dokumentiert den jahrzehntelangen Bedarf an Familienwohnungen.. Einper- sonenhaushalte dominieren schon heute alle anderen Haushalte in Deutschland und ihr Anteil nimmt weiter zu. die in der Verwaltung von professionell-gewerblichen Anbietern stehen30. Einzelbauherren oder Baugruppen können hier eher agieren. durch geminderte wirtschaftliche Potenz und Marktkenntnis. Gleichzeitig konzentrieren sich Neubauaktivitäten im Geschosswohnungsbau vorwiegend auf Angebote diesen Haushaltstyps.4 Räumen mit 86. Private Selbstnutzer Städtisches Wohnen rückt im Zuge einer zurückgehenden Nachfrage nach dem Eigenheim auf der grünen Wiese für Privateigentümer wieder vermehrt ins Bewusstsein. die wieder verstärkt im Aufgabenbereich von Architekten liegen.. sind Bauherren in der Stadt mit teilweise schwierigen Eigentumsverhältnissen und häufig in Orientierung und Kontext anspruchsvollen und häufig zu großen Parzellen konfrontiert. häufig spezifische Kenntnisse. die hier vorwiegend auf Neubauvorhaben bezogen sind. Bestandsobjekte werden entsprechend regelmäßig in kleinere Strukturen unterteilt. Gleichzeitig fehlen diesen privaten Kleinanbietern. zum Beispiel die so genannten Townhouses. Fertighäuser mit vermeintlich individuellem Charakter haben den Neubauvorhaben dieser Gebäudetypen im städtischen Einzugsgebiet ihr Gesicht gegeben. Wohnungen. Wohnungen33 bei 32 % des deutschen Wohnungsbestands. Gegenüber rund 9 Mio. langfristig zu wichtigen Akteuren für Kommunen werden und neben der Initiierung des Bauprojekts selbst nachhaltigen Einfluss auf den zu entwickelnden Standort ausüben. Die aktuellen Tendenzen der Haushaltsgrößen führen jedoch vermehrt zur Nachfrage von anderen Wohnungsgrößen und -zuschnitten.und Zweifamilienhäusern. Durchschnittlich bestehen die Wohnungen aus 4. Nicht nur Fertighaushersteller sind dabei überfordert. auch Investoren entwickeln diese ortspezifischen Situationen im seltensten Fall. Nach diesem ersten Überblick über das Feld der Akteure und möglichen Auftraggeber von Wohnungsbauten interessieren nun neue beziehungsweise veränderte Handlungsfelder für Architekten. Der Anteil von Selbstnutzern. für sie lohnt sich die Auseinandersetzung mit den diversen Einflussgrößen der Stadt erst ab einer bestimmten Grundstücksgröße und einer Projektdimension mit entsprechend zu erwartender Rendite. Wohnungen. Festzuhalten ist jedoch: Private Vermieter und Selbstnutzer nehmen im Zuge ihrer Anteile am deutschen Wohnungsbestand deutlichen Einfluss auf die Qualität und Standards der gebauten Umwelt und des Wohnungsmarkts und sollten als potenzielle Auftraggeber nicht vernachlässigt werden.

Interessanterweise bieten diese Baugruppen. da städtische Parzellen in ihrer Größe häufig der von Mehrfamilienhäusern entsprechen 22 . Gerade diejenigen. Je komplexer ein Vorhaben ist. schlüsselfertige Wohnbauproduktion ohne individuell zugeschnittenes Resultat sind die Folge. Zum einen kann das in großen Wohnungsgenossenschaften passieren. Dagegen zielt das Marketing auf kaufstarke Nutzergruppen. Im Zusammenhang mit einem sehr vorsichtigen Investitionsverhalten zukünftiger Eigentümer sind diese Angebote nicht für alle Nutzer attraktiv. Neben einer zurückgehenden Nachfrage für Wohnflächen im Umland ist die Stadt seit Jahren aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wieder in das Blickfeld der Politik und somit der Planer und Architekten gerückt. mit stadtspezifischen Parametern besser umgehen zu können als Einzelbauherren. Der Vorteil in der Projektentwicklung und -planung liegt in der Selbstverantwortung des Einzelnen und der gleichzeitigen Sicherheit durch die Gemeinschaft. Bau. Der Planer hat dabei selten mit den späteren Eigentümern oder Mietern Kontakt. desto wichtiger wird die Figur des Architekten und umso seltener die Aktivität des Investors. das auf keine höchstmögliche Rendite abzielt. Aktuelle städtische Wohnungsbauprojekte reichen von der Nachverdichtung und Standortentwicklung im Sinne eines neuen Quartiers bis zum einzelnen Versatzstück im gewachsenen Kontext. Die gerade einmal 211. Hohe Anschaffungskosten bei gleichzeitig geringem Eigenanteil und Steuerungsmöglichkeiten am Produkt oder. reagieren spontan auf den Markt und bauen ohne wiederkehrende bauliche Standards. Als dritter Weg zwischen dem Wohneigentum und der Mietwohnung wird hier das private Kapital in ein gemeinwirtschaftliches Projekt investiert. Gerade der städtische Kontext ermöglicht heute einer privaten Baugruppe zudem eher den Grundstückserwerb als einer Einzelperson.000 neu gebauten Wohnungen in Deutschland im Jahr 200734 sind dabei vorwiegend im städtischen Kontext zu vermuten. Als marktwirtschaftliches Unternehmen verpflichten sich Bauträger lediglich dem Grundsatz: „Minimaler Einsatz bei maximalem Gewinn“ . Aktuell erfolgreiche Projekte weisen nicht selten Architekten als Projektmitglieder beziehungsweise als Initiatoren aus. sondern kostendeckend Wohnraum bereitstellen soll. sondern vor allem die Moderation des Planungs. Schon seit den 1980er Jahren versprechen individuell initiierte Wohnmodelle echte Alternativen gegenüber dem Angebot des Marktes. Bauträger Durch Bauträger finanzierte Projekte spielen hier eine nicht geringe Rolle. mit klaren Wohnwünschen. Durch die Anzahl der „Bauherren“ ist nicht nur ihre planerische Kompetenz gefragt. Ausführung und Nutzung. die lebenslanges Mietrecht zu einem vereinbarten Mietzins nach dem Erwerb der Genossenschaftsanteile anbieten. geplant wird vielmehr ein mit höchsten Renditeaussichten vermarktbares Produkt.Kontext Blick auf die Neubautätigkeit in Deutschland erfolgte bereits im Kapitel „Wohnen und Ökonomie“ . werden mit seriell entwickelten Wohnungsangeboten im städtischen Umfeld nicht angesprochen. Notwendig sind Architekten bei Baugruppenmodellen in jedem Fall.beziehungsweise erwerbsinteressierte Personen schließen sich zu einer Genossenschaft oder Baugruppe zum Bau und Betrieb eines Wohnbauvorhabens zusammen und gestalten aktiv und gemeinschaftlich die Planung. Baugruppen Dem gegenüber stehen Projektmodelle.und Bauprozesses in der Gruppe. Gerade junge Architekturbüros realisieren über das Initiieren von Baugruppenprojekten zunehmend ihr erstes Projekt. die ohne Renditeabsichten initiiert werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um großmaßstäbliche Wohnbauprojekte mit einer gesicherten Nachfrage an prosperierenden Standorten. Bauträger agieren lokal. sozusagen Trendmilieus. die das Eigenheim als individuelles Wohnziel definieren. die Chance. besser gesagt. egal in welcher rechtlichen Form sie bestehen. zum anderen – ein heute an Attraktivität gewinnendes Modell – als private Genossenschaft oder Baugruppe.

wie sie von anonymer Investorenarchitektur selten erreicht werden. Aktuelle Aufgabenfelder Eine Chance für Architekten in der wirtschaftlich schwierigen Situation besteht in der Beteiligung und Begleitung von selbstorganisierten Initiativen und Projektformen im städtischen Wohnungsneubau und der Bestandsumnutzung. Projektdimensionen. Im Vergleich zu Bauträgerprojekten sind mit der Projektbegleitung durch Architekten architektonisch anspruchsvolle und wertbeständige Gebäude gesichert. sind häufig erst durch die Initiative von Architekten erfolgreich. Bereits erläutert wurde der wachsende Bedarf an kleinen Wohneinheiten. des Weiteren weil sie aus der Mischung ihrer individuellen Wohnkonzepte Zweitnutzer und Veränderbarkeit von Grundrissen tendenziell mehr berücksichtigen als das marktorientierte Investorenmodell. die früher nur aus der Hand eines Investors vorstellbar waren. Der Kontext Stadt wird nicht nur für Familien neu entdeckt. die entsprechend der Entwicklung der Haushaltsstruktur in Deutschland geeignete und ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Angebote darstellen. sondern entwickeln langfristige Nachbarschaftsstrukturen. Die umfangreichen Leistungen in diesem Zusammenhang wurden jedoch in der Honorarordnung für Architekten noch nicht ausreichend berücksichtigt. und zudem ein spekulativer Druck auf dem Grundstückspreis liegt. Baugruppen verfolgen im Gegensatz zum Bauträger andere Organisationsziele als die finanzielle Gewinnsteigerung. Sie sind vielfältig und häufig in Alter. Als Treuhänder des Bauherrn wird der Architekt in jeder Phase der Planung und Realisierung des Gebäudes die Interessen des Bauherrn vertreten. 23 . Generationenübergreifend wird ein Erneuerungsbedarf des städtischen Wohnungsangebots entstehen. Zeiten mit vorsichtigem Investitionsverhalten führen jedoch immer zu einer Zunahme der Projektqualität.. Gerade die schwierigen Anfangspfade von Baugruppenprojekten. sei es im Nachdenken über die Verwendung energetisch sinnvoller Baustoffe oder über eine breite Diskussion zukünftiger Wohnmodelle. Lebensform und Kapitalausstattung gemischt zusammengesetzt.. Häufig sind neben dem Wunsch der individuellen und kostengünstigen Realisierung auch gemeinsame Wohnideale ausschlaggebend für die Bildung einer privaten Baugruppe. Die Veränderung und Aufweitung des klassischen Planerberufs muss entsprechend auch in den gültigen Gesetzen und Verordnungen fortgeschrieben werden. um aufwandsgerechte Honorare kalkulieren und abrechnen zu können. und häufig entstehen aus ihrem Netzwerk heraus quartiersprägende soziale Angebote. die bei der Grundstückssuche beginnen und bis zur Gründung der Projektgruppe reichen. Letztendlich führt dies zu einer höheren Projektqualität. Die Abhängigkeit der Wohnqualität von der Nachbarschaft ist eine wesentliche These im Wohnungsbau.Wohnen und . Der „Maßanzug Wohnung“ kann dabei durchaus in der Stadt entstehen. mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Agieren und einem hohen Maß an Eigeninitiative können aus diesen Netzwerken ganze Stadtteile entwickelt werden. Im Vergleich zum Investor sind sie sogar die bessere Wahl für Kommunen: einerseits weil sie lokal agieren und in der Regel ein stabiles Netzwerk aus den Eigentümern heraus für ein Quartier darstellen. eine Vielzahl realisierter Baugruppenprojekte beweist die hochwertige und intelligente Umnutzung und Neuplanung von städtischen Wohngebäuden. Meist bilden sie eine Gemeinschaft nicht nur zum Zweck des Planens und Bauens der eigenen Wohnbedürfnisse. Gerade aufgrund dieses gleichzeitig entstehenden sozialen Netzwerks stellen private Baugruppen für das individuelle Bauen in der Stadt eine zunehmende Alternative für Bauherren zu anderen Eigentumsmodellen dar. Ein rasantes Wachstum des Wohnungsmarkts wird es trotz alledem in Deutschland auf absehbare Zeit kaum geben. Die Potenz selbst organisierter Projektgruppen hört zudem nicht bei dem gemeinsam geplanten Gebäude auf.

Das Betätigungsfeld im Wohnungsbauentwurf beginnt damit in der Auseinandersetzung mit städtischen Strukturen und Räumen und endet in der Optimierung und Planung einzelner Möbel und Ausstattungsdetails. Quartier und Gebäude zugeordnet. letztendlich auch einer Stadt selbst. das heißt zum Gebäude. Das sichere Agieren in den verschiedenen Maßstäben. soziologisch wie entwurfsorientiert. So fällt die Entscheidung für eine Wohnung häufig unmittelbar im Moment der Besichtigung des räumlichen Angebots beziehungsweise der Benennung der eigenen Wohnwünsche. Nutzungsmischung und soziale Durchmischung. indirekt jedoch gleichzeitig im Wissen um die Qualitäten einer Nachbarschaft. schließt die Serie der übergeordneten Themenfelder zum Wohnungsbau mit einem konkreten. kulturelle und topografische Eigenheiten aufgespürt und 24 . Die Vielzahl der Einflussgrößen wird dazu den Maßstäben Stadt. und gleichzeitig in der ständigen Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Öffentlichkeit und Privatheit. Die Qualität und Vermarktbarkeit einer Wohnung sowie ihr Wohnwert hängen nicht nur von deren Qualität. auch im Wohnungsbauentwurf ständiger Gegenstand der eigenen Arbeit. wie generell in der Architektur. räumliche.Kontext Wohnen und Ort Mit der Annäherung an den Wohnort. das heißt den konkreten Standort des Wohnbauprojekts. der von einer ständigen Parallelität der Entscheidungen und Einflüsse geprägt ist. Urbanität. sondern bildet gerade durch die soziale Durchmischung eine Basis für eine moderne Gesellschaft. zum Quartier und zur Stadt wird jedoch bewusst ausgeblendet. das Wissen um ihre Abhängigkeiten und das Abwägen der Einflussgrößen von Funktionalität und Gestaltungsabsicht sind. Stadt bietet nicht nur allen Lebensmodellen und Altersgruppen einer Gesellschaft langfristigen Lebensraum. das heißt ihrer Verortung. ist der Rahmen unserer Arbeit und Basis für den Entwurf städtischer und zukunftsfähiger Wohnmodelle. entwurfspraktischen Aspekt. Stadt Seit mehreren Jahren ist der Ruf von der Renaissance der Städte sowie der Wiederentdeckung von Urbanität zum Träger eines gesamtgesellschaftlichen Wandels im Wohnverständnis geworden. sie referenzieren sich jedoch gegenseitig und stehen im gesamten Entwurfprozess in einer ständigen Rückkopplung und Anpassung an die aktuelle Konzeptsituation. Der städtische Maßstab ist häufig die erste Annäherung an ein Entwurfsprojekt. der Ökonomie. Das Themenfeld ist zugleich diffus wie konkret. der gleichzeitig Übergang zum Kapitel „Grundriss“ ist sowie den inhaltlichen Zusammenhang zum Buchteil „Projekte“ aufzeigt. nutzbare und klar definierte öffentliche Räume. Die bisher erläuterten Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen von Wohnen sind gleichzeitig wirksam und immer Bestandteil des Entwurfsprozesses. Damit ist jedoch keine Entwurfsmethode gemeint. es werden lediglich Schlüsselthemen in der Bearbeitung von Wohnbauprojekten angerissen und für den eigenen Entwurfsprozess gewichtet. historisch gewachsene Bebauungsstruktur. Hier werden bauliche. das heißt eine zusammenhängende. Hier nähern wir uns dagegen dem Wohnen und damit dem Wohnungsbauentwurf über die Entwurfsmaßstäbe. sozusagen von der Stadt zum Haus. Ökologie und der Projektinitiatoren wird hier konkret auf Ansätze und Schwerpunkte im Wohnungsbauentwurf hingewiesen. Im Unterschied zu den Aspekten der Gesellschaft. ihrem Standard oder ihrer Größe ab. Die hier aufgeführten Entwurfsparameter stehen zwar letztlich in einer Entscheidungskette. geprägt. der Projektzusammenhang des Wohngrundrisses zum Kontext. Die Komplexität und der Umfang der Materie erlauben dabei lediglich das Anreißen des vielschichtigen Themenspektrums und gleichzeitig eine Gewichtung für deren Bedeutung im Entwurf. sie wird vielmehr aus diversen Einflüssen ihres Kontextes. Das Kapitel „Grundriss“ zeigt die entwurfs­ entscheidenden Phänomene des Wohngrundrisses auf. Die Linearität und maßstäbliche Gliederung der Textform darf dabei nicht mit dem eigentlichen Entwurfsvorgang verwechselt werden. eines Quartiers.

Ein lebenswertes Quartier mit einem funktionierenden sozialen und infrastrukturellen Netzwerk kann für den Bewohner durchaus fehlende Qualitäten der Wohnung. Gleichzeitig generieren die funktionalen Anforderungen der Aufgabe. Materialisierung und Selbstverständnis zum öffentlichen Raum sowie ihr Nutzerspektrum sind elementarer Bestandteil dieser Auseinandersetzung. Eine morphologische. das zwischen baurechtlichen Anforderun­ gen und gestalterischen Möglichkeiten den Entwurf auslotet. das Quartier ist jedoch in der Annäherung an den privaten Raum der Wohnung eine wichtige öffentliche Bezugsgröße. Im Verlauf der Arbeit verdichtet sich die Fülle der Rahmenbedingungen. Zwar bietet die Stadt ein übergeordnetes Angebot. Die Arbeit mit unterschiedlichen Medien zeichnet die Fülle der Eindrücke und Einflüsse nach und ermöglicht gleichzeitig die Reflexion des Gesehenen und Gehörten. zum Beispiel fehlende private Außenräume.. ein bestimmtes Quartier wird sehr bewusst durch den Bewohner getroffen. auch die Anbindung an lokale. sind dabei immer abhängig vom persönlichen Hintergrund des Betrachters. ausgleichen. innerhalb der ein täglich notwendiger Bedarf des Bewohners gedeckt wird. Sich verändernde Wohnanforderungen können damit innerhalb der Nachbarschaft und nicht zwingend in veränderbaren Grundrissen aufgefangen werden. Entdeckte Standortqualitäten und Eigenheiten des Orts. Die Komplexität des Entwurfsprozesses zu Beginn der Planung wird häufig durch einzelne Einflüsse besonders geprägt. Dieses infrastrukturelle Netzwerk schließt öffentliche Flächen und Räume für die Naherholung ein. ein umzusetzendes Programm. Das Quartier definiert sich über eine fußläufige Erreichbarkeit. als imaginäre Eckpunkte des Entwurfs fixiert. die sowohl aus dem lokalen städtischen Kontext als auch aus der Planungsaufgabe selbst entstehen können und zum Entwurfsgenerator werden. um im städtischen 25 .Wohnen und . Eine gute Lage innerhalb einer Stadt zeichnet sich jedoch nicht nur über die Qualitäten vor Ort aus. Nicht zu vernachlässigen in dieser Phase ist der Umgang mit dem ruhenden Verkehr. der gerade für die Marktfähigkeit von städtischen Wohngebäuden von besonderer Bedeutung ist. Die Entscheidung für einen bestimmten Stadtteil. die persönliche Kontakte im Sinne eines sozialen Netzwerks ermöglicht. strukturelle Annäherung über die Analyse der vorhandenen städtebaulichen Typen und deren Dimensionen bildet einen ersten und wichtigen Schritt. regionale und überregionale Verkehrsadern werden häufig zu wichtigen Entscheidungsgründen für einen Wohnort. Quartier Der Übergang der Einflüsse des städtischen Kontextes und der des Quartiers ist fließend. egal ob vorgegeben oder selbst entwickelt. Die möglichen städtischen Bausteine reichen vom Reihenhaus bis zur verdichteten Teppichsiedlung in der horizontalen Verdichtung und vom kompakten Mehrparteienhaus bis zum hochverdichteten Wohnturm als vertikale Verdichtungsformen. Innerhalb des Quartiers kann das umfangreiche Angebot an Wohnungsgrößen und -typen geboten werden. Gleichzeitig wird die bauliche Dichte im Zusammenhang mit einem grob erfassten Flächenanspruch eruiert. um einem Großteil der aktuellen Lebensmodelle gerecht zu werden und langfristig als Wohnstandort eines Bewohners zu funktionieren. Grundlegende Dispositionen ermöglichen den Abgleich möglicher Orientierungen mit dem Nutzungsanspruch an die Gebäudestruktur.. Die Entwurfsentscheidungen innerhalb des Bezugsrahmens Quartier sind kaum von den Festlegungen im städtischen Kontext zu trennen. Zwar ist aus ökonomischer und oft gestalterischer Sicht die horizontale Verdichtungsform mit ihrer geringen Höhe seltener geeignet. Städtebauliche Typen Je nach der Projektdimension kann die Vernetzung einer Wohneinheit oder einer Vielzahl von Wohnungen Gegenstand der Entwurfsarbeit werden. der genius loci. konkrete Entscheidungen können auf der Basis der bereits getroffenen Festlegungen erfolgen oder hinterfragen diese und fokussieren den Entwurf aufs Neue. Das Quartier hat oft einen höheren Stellenwert in der Identifikation des Bewohners als die Stadt selbst.

ist allerdings für einen Großteil der Bewohner ein wichtiges Kriterium in der Entscheidung für eine Wohnung. Egal ob ein radikalkonzeptioneller Umgang mit dem Bedarf an Stellplätzen vorgeschlagen wird oder ein klassisch integrativer. kontextgerechte Entwurfsreaktionen darstellen. aber auch für eine ortsadäquate städtebauliche Reaktion zugrunde gelegt. So wird der Wohnbauentwurf an einem mehrspurigen Boulevard in der Innenstadt auf anderen Schwerpunkten basieren als der an einer Wohnstraße im Stadterweiterungsgebiet. Die Zahl von 46 Mio. der hohe Grad an Privatsphäre.5 Stellplätze je Wohneinheit gefordert. Eine getrennte Erschließungsstruktur verstärkt die Entkopplung der Nutzungen.oder Hochparterregeschoss damit überhaupt erst möglich. Das Erschließungssystem ist der neuralgische Punkt von hybriden Nutzungskonzepten. konstruktiv wie auch gestalterisch. den die eigene Grundstücksfläche. Neben den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. hat längst auch auf stadtplanerischer Ebene die Erkenntnis eingesetzt. Dichte Mit der morphologischen Entscheidung für eine bestimmte Gebäudekubatur beziehungsweise eine städtebauliche Typologie geht der adäquate Umgang mit baulicher Dichte einher. Oft wird eine Wohnnutzung im Erd. Gleichzeitig wird die Schwellensituation zur Wohnung selbst verlagert. Dichte allein ist jedoch kein Qualitätskriterium. die Stellplatzfrage ist regelmäßig ein entscheidender Diskussionspunkt in Wettbewerbsverfahren wie auch bei beauftragten Planungen. Für die Vermarktung von Wohnbauprojekten sind vorhandene Stellplätze eindeutig verkaufs- 26 . ökonomische Planungen. Intelligente Nutzungsvorschläge und Dimensionierung der öffentlichen und halböffentlichen Zwischenräume ermöglichen bei Konzepten mit maximaler Ausnutzung des Grundstücks trotz alledem eine vollständige Privatsphäre der einzelnen Wohneinheiten. auch die stadträumliche Situation hat weitreichenden Einfluss auf sie. dass Versiegelung und Flächenfraß in den Städten und im Stadtumland nicht unbedingt von einem überlegten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zeugen. PKW35 in Deutschland mit circa 39 Mio. Ein bewusster Abstand zum öffentlichen Raum kann zum Beispiel durch eine halböffentliche Vorzone oder ein „Anheben“ des Gebäudes erzeugt werden. Ruhender Verkehr Eine Anforderung an das städtische Wohnen auf der Ebene des Quartiers beziehungsweise des Gebäudes selbst ist die Lösung der Stellplatznachfrage. Dabei wird die private Wohnnutzung erst in den Obergeschossen der Funktionshybride angeboten.Kontext Umfeld eine gleichermaßen wirtschaftliche und stadträumliche Qualität zu entwickeln. die mittlerweile entsprechend gelungene Gebäude zertifiziert. die den Schwellenbereich betreffen. Im Durchschnitt werden bei Neubauprojekten in Deutschland mindestens 1. Wohngebäude mit einer hohen baulichen Dichte sind nur bei sorgfältigster Planung und in einem stabilen Quartier langfristig vermietbar. eine direkte Erschließung und lediglich seitlich angrenzende Nachbarbebauungen bieten. ein gemeinsames System dagegen gestattet Austausch.und Kontaktaufnahme. Die eigene Entwurfsentscheidung wird jedoch nicht nur durch die Art und Dimension der Nachbarbebauung geprägt. Die als Geschossflächenzahl (GFZ) bezeichnete bauliche Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschossflächen aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche des Gebäudes und wird gerade im Wohnungsbau als das maßgebliche Kriterium für nachhaltige. Die Position zum öffentlichen Raum führt entsprechend zu Überlegungen. Nicht zuletzt bieten diese Wohnformen direkten städtischen Ersatz für das Einfamilienhaus vor der Stadt. Haushalten36 macht den Bedarf hierzulande deutlich. Die Berücksichtigung von Stellplätzen im Entwurf kann schnell entwurfsprägend werden. Alternativ können Gebäude mit Nutzungsunterlagerung im Erdgeschoss sinnvolle. und andere Entwurfsanforderungen in den Hintergrund drängen. Die Beantwortung der Fragen: „Wo hört die Öffentlichkeit auf? Wo beginnt die Hausgemeinschaft beziehungsweise die Privatheit der Wohnung?“ führt zu wichtigen Entwurfsansätzen.

Ebenso sollten eine intelligente Gebäudestruktur und die Materialisierung der Gebäudehülle sowie des Innenausbaus auf einer werthaltigen. sondern entweder individuell. Auch der Bedarf an barrierefreien Wohnangeboten für die Generation 50+. sondern zu einem großen Anteil auch mit der Sanierung und Neuordnung des Bestands gedeckt werden. eine flexibel geplante Struktur während der gesamten Lebensdauer eines Gebäudes dessen Nutzbarkeit garantieren. im Sinne der Nachhaltigkeit. Neben Wohnmodellen. Haus Der nächste Entwurfsschritt behandelt die unmittelbaren Entscheidungen bezüglich des Wohngebäudes selbst. die langfristig nutzbare Wohnformen sucht. dagegen wird diese bei einem Nutzer in der Regel zum privaten Außenraum erklärt. Der zusätzlich notwendige Bedarf an spezifischem Wohnraum wird nicht nur über Neubauvorhaben. ebenso wie eine Spezifizierung am Markt durch Angebote für bestimmte Milieus entsteht. in Eigenregie verwirklicht wurden oder ein vorhandenes Angebot flexibel nutzen. Beide Entwurfsoptionen können über ihre Dimension und Typologie für einen oder mehrere Bewohner entworfen werden. Neben der Festlegung der Bandbreite von Wohnungstypen sollten hier der externen Erschließungsform und dem Umgang mit dem Erdgeschoss sowie dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit gegeben werden. ist ein Bedarf nach zeitlich begrenzten Wohnformen zu erkennen. Die bereits erwähnten Verdichtungsformen im Wohnungsbau verpflichten sich zum einen dem individuellen Wohnen und zum anderen dem kollektiven. die bestimmte Altersgruppen ansprechen sollen. das heißt Gebäude mit externer 27 . ist im Mehrparteienhaus eine Zwischenzone notwendig. Gebäudetypen Je nach Größe des Projekts und der Kontextbebauung sind die Stadtbausteine des Punkthauses. sondern auch auf modische Errungenschaften und eine sich abzeichnende Individualisierungstendenz verzichtet. Auch Überlegungen zur Dauerhaftigkeit des umzusetzenden Programms sollten in den Entwurfsprozess einfließen. So müsste. Die Erfahrung zeigt zudem. Mit der Gebäudedimensionierung und -strukturierung werden erste wesentliche Festlegungen getroffen. Daneben wird es weiterhin eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnmodelle geben.und Programmzwänge.Wohnen und . die in Abwägung zur Bewohnerzahl und -charakterisierung einen Gebäudetyp generieren lassen. oftmals eine bessere Vernetzung im Kontext gelingt. städtischen Entscheidung beruhen. Ein gesellschaftlicher Trend findet sich eindeutig in der Zunahme der Einpersonenhaushalte wieder und damit in der Nachfrage nach kleinen Wohnungen. wo im Einparteienhaus die private Wohneinheit direkt am öffentlichen Raum beginnt. Auch die nicht bebaute Grundstücksfläche wird hier in aller Regel der Hausgemeinschaft gewidmet. die der Hausgemeinschaft zur halböffentlichen Erschließung der einzelnen Wohneinheiten dient. Dort. Aktueller Wohnbedarf Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmodelle wird aktuell in einem differenzierten Immobilienmarkt repräsentiert.. fördernd. die nicht nur auf eine lange Lebensdauer der einzelnen Bauteile abzielt. wird weiter wachsen. die neben dem Neubau auch mit der Sanierung von vorhandener Bau- substanz arbeiten.. die nicht zwingend auf einem passgenauen Angebot basieren. Im Folgenden wird vor allem die vertikale Verdichtungsform von Wohngebäuden betrachtet. gemeinschaftlichen Wohnen und erfüllen entsprechende Nutzer. Die Entwurfsoptionen liegen damit zwischen der Entscheidung für gereihte beziehungsweise freistehende Häuser. auf die die Kosten für die Erstellung des Parkgeschosses anteilig verteilt werden können. der Zeile und des Blocks das klassische städtebauliche Repertoire für eine Wohnnutzung. Eine Unterbringung der Stellplätze im Gebäude selbst lohnt sich jedoch erst ab einer Mindestzahl an Wohnungen. dass Konzepten. Gerade diese konkreten Entwurfsentscheidungen sind in einer Entscheidungsfolge mit sämtlichen übergeordneten Entwurfsfestlegungen zu sehen.

Für beide Verdichtungsformen gültig ist der Hinweis auf die Abhängigkeit der Tiefe der Bebauung von deren Orientierung. Die Erschließungsform ist unmittelbar an die Bewohnerstruktur der daraus resultierenden Wohnungstypen gekoppelt. Eingang und Erdgeschoss Der Eingangsbereich sowie das Erdgeschoss eines Wohnhauses übernehmen im Übergang zwischen öffentlichem Raum und halböffentlichem sowie privatem Raum eine besondere Rolle. Grundsätzlich richtet sich die Tiefe von Wohngebäuden nach deren Orientierung. Die Fassade des Gebäudes muss sich also in ihrer Orientierung zum öffentlichen Raum als Teil eines großen Ganzen begreifen und funktionale Notwendigkeiten aus der Gebäudestruktur heraus mit einem repräsentativen Auftritt zur Stadt abwägen.Kontext Erschließung und mehreren Wohnparteien. Sie stellen nicht nur den funktionalen Erschließungsbereich der Hausbewohner. So kann die Vorzone einer Wohnung Aufenthaltsqualitäten bieten. Bauen in der Stadt kann nicht. Das Einparteienhaus dagegen wird gleichermaßen wie die Wohnungen der Mehrparteienhäuser in ihren Entwurfs­ einflüssen im nächsten Kapitel detailliert erläutert. Diese halböffentlichen Bereiche eines Wohngebäudes sollten mit besonderer Sorgfalt geplant werden. die besondere Aufmerksamkeit verlangen. Der Eingangsbereich sollte der Anzahl der Bewohner und damit der Gebäudenutzung in seiner Repräsentanz und Größe entsprechen. Je nach Maßgabe des Auftraggebers oder Investors kann diese Fläche mehr oder weniger kommunikativ geplant werden und ein entsprechendes Nutzungskonzept stärken.und Individualbereiche angelegt werden können. Gleichzeitig bespielt der Eingangsbereich im Zusammenhang mit dem Erdgeschoss den öffentlichen Raum vor dem Gebäude. Zum einen soll eine eindeutige Adresse und Identifikation für den Hausbewohner gestaltet werden. Auch die Gebäudeorientierung kann die Erschließungsform bedingen. Unmittelbar mit der Konzeption der Erschließung ist das Nachdenken über die notwendigen Nebenflächen des Wohnhauses verknüpft. sondern um Fahrräder und Kinderwagen unkompliziert im eingangsnahen Bereich parken zu können. wenn die natürliche Belichtung und eine entsprechende Raumgröße bewusst eingeplant werden. Abstellflächen sollten allerdings auch der Hausgemeinschaft gewidmet werden. so kann die Laubengangerschließung bei einer Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes gegenüber der Spännererschließung Vorteile in der Anordnung und Ausrichtung der einzelnen Wohneinheiten bieten. Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang geschlossene Erdgeschossfassaden oder Garageneinfahrten. Hier muss eine optimal nutzbare Ausrichtung des Gebäudes ausgearbeitet werden. wie in der Siedlungsplanung üblich. 28 . das heißt Belichtungsmöglichkeit. sondern gleichzeitig den Kommunikations. Ein Neubau soll vielmehr als Baustein im städtischen Gefüge den öffentlichen Zwischenraum bespielen und einen nutzbaren Raum mit städtischer Aufenthaltsqualität definieren.und Interaktionsraum der Hausgemeinschaft dar. gleichzeitig muss die Grenze im Übergang zur Privatheit des Wohngebäudes deutlich kommuniziert werden. Die Tiefe einer nord-süd-orientierten Bebauung wird aufgrund der lediglich einseitig zu planenden Hauptfunktionen des Wohnens geringer ausfallen als bei einer Ost-West-Orientierung. Hier fallen in der Zwischenstufe zwischen privatem Wohnraum und öffentlichem Stadtraum einzelne Entwurfsentscheidungen. Erschließung Externe Erschließungsformen sind neben der Spännererschließung der Laubengang als Außengang entlang der Fassade beziehungsweise der Innengang im Inneren der Gebäudestruktur. Jeder Wohneinheit muss entsprechend ihres Nutzungstyps ausreichend Lagerraum zur Verfügung stehen. Bebauungs­ mus­ ter mit optimaler Orientierung generieren. nicht nur um Stellfläche für die Müllentsorgung anzubieten. Sonderbelichtungsformen können zusätzlich für einen ausreichenden Tageslichteinfall sorgen. Auch die Schwelle zwischen dem externen Erschließungsbereich und der Wohnung selbst sollte in der Planung umfassend bedacht werden. bei der in beiden Richtungen Wohn.

Grundriss .

.

Die Auftrennung des komplexen Entwurfsvorgangs in wesentliche Themenfelder soll eine Positionierung innerhalb des Entwurfsprozess ermöglichen und zu einer Gewichtung der Relevanz für die beabsichtigte Gesamtkonzeption des Entwurfs befähigen. indem. Da dieser Ansatz im Format des Lehrbuchs nicht kommunizierbar ist. da sämtliche Einflussgrößen im Entwurfsprozess bewusst oder unbewusst in das Ergebnis einfließen. sondern um die Verge- genwärtigung wesentlicher Entwurfsparameter anhand von ausgesuchten Beispielen. der Wohnungsgrundriss jeweils vollständig abgebildet wird. in der Konfiguration des Grundrisses sofort spürbar werden. städtebaulichen und politischen Rahmenbedingungen waren dabei jeweils völlig unterschiedlich und erforderten eine standortspezifische und sensible Interpretation. sonst wäre der Erfolg der zahlreichen Einrichtungsmagazine nur schwer zu erklären. Die gesellschaftlichen. Die Betonung liegt dabei auf dem Entwurf. Es geht nicht um die Verwissenschaftlichung der wohnungsbaurelevanten Themen. insbesondere den Exkursionen und Workshops vor Ort. Interessanterweise scheint die Wahrnehmung und das Interesse der Nutzer und damit unserer eigentlichen Klientel ebenfalls viel stärker von der Wohninnenwelt heraus motiviert zu sein. Sicherlich ist jede Wohnung auch von den standortspezifischen Einflussgrößen geprägt. Der Wohngrundriss ist ein komplexes Gefüge. wurde ein aus unserer Sicht vernachlässigter Bereich gewählt. bei dem Ursache und Wirkung der einzelnen Entwurfsentscheidungen. im Mittelpunkt steht. ähnlich einem oszillierenden Gefäß. Diese handwerkliche Grundvoraussetzung in der Wohnungsbauarchitektur erscheint uns jedoch als vorrangiges Lehr. Die Wahrnehmung und Rezension von Architektur und Wohnbauarchitektur findet in der Fachöffentlichkeit jedoch leider allzu oft über die Gebäudehülle statt. dem Wohnzweck gewidmete Raum. bei der ausschließlich die Wohnung. unabhängig vom betrachten Aspekt. Dieses bewusste „Herauslösen“ der Wohnungen liefert die Leitidee für dieses Lehrbuch. der praktischen Tätigkeit im studentischen Atelier oder professionellen Büro. Sämtliche Grundrisse wurden über einen allgemein verständlichen und standardisierten Zeichenstil neu aufgearbeitet und sind einheitlich im Maßstab 1:200 31 . Die unmittelbaren Auswirkungen der einzelnen Entwurfsentscheidungen auf den gesamten Grundriss wird in diesem Buch Rechnung getragen. klimatischen. das Wahrnehmen einer charakteristischen Atmosphäre in ihrem urbanen Kontext ist uns ein zentrales Anliegen und wird über verschiedenste Lehrformate. Bestandteil jedes Semesterentwurfs ist eine dem Entwurf vorgeschaltete Übung. Diese Methode der Dekonstruktion und Abstraktion liefert uns einen wesentlichen didaktischen Ansatz in der Ausbildung. um möglichst objektive Lehraussagen treffen zu können. Das „filetartige“ herauslösen der Wohnungen aus ihrem Kontext bietet jedoch gute Ansatzmöglichkeiten. der von den spezifischen Standortparametern unabhängig ist. Dieses „Spüren“ des Ortes. intensiv vermittelt. Dabei können die ausgewählten Beispiele letztendlich aus der Thematik jedes einzelnen Kapitels betrachtet und analysiert werden. Die Frage nach der Qualität des Wohnraums steht hingegen selten im Mittelpunkt.Einleitung Im Rahmen der mittlerweile fünfzehnjährigen Lehrtätigkeit an der Professur für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus Universität in Weimar haben wir uns mit zahlreichen nationalen und internationalen Standorten von Stralsund bis Kuba auseinandergesetzt und mit den Studierenden versucht standortspezifische und nachhaltige Wohnkonzepte zu entwickeln.und Lernziel. Dabei lieferte nicht nur die richtige Methodik den Weg zum Ziel sondern vor allen Dingen das richtige „Gespür“ für den Ort war gefordert. Unabhängig von ihrer städtebaulichen Typologie werden 101 Wohngrundrisse dargestellt und an ihrem Beispiel wesentliche Einflussgrößen des Entwurfsprozesses erörtert. als der eigentliche.

32 . Die gewählte Reihenfolge der Themenfelder ist letztendlich irrelevant. Sie repräsentieren Knotenpunkte im Entwurfsprozess. Diese Dekonstruktion des komplexen Entwurfsprozesses ermöglicht darüber hinaus eine zunächst unabhängige Beurteilung der Einzelaspekte und liefert damit ein reichhaltiges Innovationspotential. belegbare Beispiel kann hier die nötige Transparenz im Kommunikationsprozess erzeugen. unabhängig von einem konkreten Standort oder einer städtebaulichen Typologie. Drei Ebenen im Umgang mit diesen Referenzarchitekturen bilden dabei die Gesprächsbasis und sind elementarer Bestandteil der Lehrtätigkeit. um auf die im ständigen Wandel befindlichen Rahmenbedingungen zu reagieren und attraktive Wohnungsangebote zu entwickeln.Grundriss abgebildet. die sich im Prozess der Realisierung gegenüber einer Vielzahl von zusätzlichen Einflussgrößen. Darüber hinaus wurden sämtliche Grundrisse mit standardisierten Möbeln in Abhängigkeit zur Wohnungsgröße ausgestattet. das bei einer ganzheitlichen Betrachtung durch die eingeübten Lösungsansätze aus dem Blickfeld zu geraten droht. die neben dem Modell das elementare Kommunikationsmedium der Architektur darstellt. Zum anderen sollten sie als Referenzbeispiel geeignet sein. beispielsweise aus der Konstruktion. Bauklimatik oder Ökonomie behaupten mussten und damit ihre praktische Anwendbarkeit neben den zahlreichen publizierten Konzepten und Wettbewerbsentwürfen unter Beweis gestellt haben. Ein weiteres Medium ist das Festhalten der Eindrücke mittels der Fotografie oder Skizze und schließlich die Abstraktionsform der Zeichnung. Die wichtigste ist sicherlich das gemeinsame Erleben der Bauwerke direkt vor Ort. Dies ermöglicht eine einfache. Entsprechend wurden für das Buch die Projekte sorgfältig neu umgezeichnet. sondern um das Aufzeigen konkreter Handlungsoptionen zur praktischen Umsetzung. Konstruktive Besonderheiten wurden zugunsten der Vergleichbarkeit der Projekte abstrahiert. Damit bietet das Buch eine zweite Leseebene in Form eines Grundrisskatalogs. durch den Faktor Zeit begrenzten. Der gewünschte Effekt dieses methodischen Ansatzes ist die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Wohnbedürfnissen und Wohnwünschen. Diese Zeichnungen bilden den eigentlichen Inhalt des Buches und werden durch ihre thematische Zuordnung und die begleitenden Texte lediglich kommentiert. der verschiedene Entwurfsabsichten unabhängig vom jeweils zugeordneten Thema referenzieren lässt. Die Trennung der städtebaulichen Typologie von den implizierten Wohngrundrissen liefert einen reichen Fundus. So kann zum Beispiel ein Einfamilienhauskonzept unmittelbar in ein komplexes städtisches Wohngebäude transformiert werden. Dabei ist es uns wichtig. die sich zu unterschiedlich stabilen Netzen fügen und meist in einem. Gebäudetechnik. Zum einen sollten ausschließlich realisierte Projekte betrachtet werden. Das konkrete. Die Auswahl der Projekte erfolgte unter zwei Gesichtspunkten. dass es hier nicht um einen abstrakten konzeptionellen Ansatz geht. visuelle Nutzungszuordnung und offenbart gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Grundrisses. Die Fachterminologie ist in der Architektur und speziell in der Wohnarchitektur häufig unpräzise und gekoppelt an die unterschiedlichen Wohnkonventionen (beispielsweise unserer ausländischen Studierenden) der Projektbeteiligten und führen zu diffusen Bildern und Missverständnissen. um das jeweilige Thema möglichst anschaulich darzustellen. Ergebnis gerinnen. Dadurch soll die Transformation der Wohnqualitäten in unterschiedlichste Gebäudezusammenhänge ermöglicht werden.

Grundrisstypen 33 .

Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße. Basel (CH) Offenes Wohnen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Basel (CH) 36 40 34 . Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Zellengrundriss [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Christian Rapp Levantkade.

Der Versuch. Veränderbarkeit et cetera sind präzise für jede Wohnung festzustellen. Erst mit dem Versuch einer Gruppenzuordnung ist es möglich. die sich zudem durch große Schnittmengen auszeichnen. Die Summe der Einzelaspekte aber in logischen. Geschossigkeit.Grundrisstypen Einleitung Wohngrundrisse zeichnen sich häufig durch eine Vielzahl unterschiedlicher Grundriss­­ merkmale aus. Für einzelne Grundrissaspekte selbst ist ein Ordnungssystem schnell gefunden. die der Vermarktungsebene folgt und damit eher auf den Bewohner zielt. Im Spannungsfeld von offenen bis öffentlichen und privaten. nutzerspezifischer Aspekte (z. endet dabei regelmäßig in diffusen. nicht vergleichbaren Kategorien. 35 . die zudem für den Entwurf eine relevante Entscheidung darstellt. die den Typus in weichen Bildern und in der notwendigen Stufung des jeweiligen Aspekts nachzeichnen. In der bereits erläuterten Erkenntnis wird damit der Versuch unternommen. wobei die Organisation der Wohnfunktionen die Grundlage der Gruppenbildung darstellt. Dieses Kapitel konzentriert sich in seiner Kategorisierung daher gezielt auf die räumliche Organisation der Grundrissstruktur. Eine hier nicht vorgenomme Typenbildung. Gleichzeitig hilft die Einordnung des eigenen Entwurfs in eine systematische Ordnung die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden beziehungsweise Architekt und Auftraggeber zu präzisieren. ökologisches Wohnen).B. Wohnen mit Kindern. räumlich getrennten Wohnmodellen ergeben sich letztendlich zwei mögliche Grundrissgruppen: eine. modernes Wohnen. Orientierung. charakteri­ sie­ rende Gruppen für das breite Feld von Wohnungsgrundrissen festzulegen. Hier erfolgt dagegen bewusst eine strukturelle Annäherung. Entwicklungslinien herauszuarbeiten und damit die Breite des Themenfelds Wohngrundriss in Teile aufzuschlüsseln und ein Weiterdenken vorhandener Ansätze zu forcieren. Die Themenfelder folgen der Charakteristik räumlicher Strukturen. die übergeordnete Grundrisstypen charakterisieren und ein dementsprechend breites Wohnverständnis vermitteln. Größe. Mehrgenerationenwohnen) oder nach Ausstattungsstilen (z.B. Themenfelder zu benennen. bei dem zumeist die kommunikativen Wohnfunktionen zu einem gemeinsamen Bereich verbunden werden. Beide Gruppen wiederum beinhalten ein breites Spektrum von Beispielen. erscheint aufgrund der entstehenden Komplexität kaum möglich. benennt Wohnformen auf der Basis sozialer. Diese Betrachtungen sind im Grundriss jedoch selten nachzuvollziehen oder sie spezifizieren einen Bedarf im Sinne einer marktwirtschaftlichen Einordnung. bei der die Wohnfunktionen räumlich getrennt in Form eines Zellengrundrisses angeordnet werden und als Gegenpol das offene Wohnen. übergeordneten Grundriss­ typen abzubilden.

die Inszenierung von deren Abfolge in Wohnungen mit hierachisiertem Raumangebot greift den Trend der individuellen. bei denen jeder Wohnfunktion ein separater Raum zugeordnet wird. dass zum Beispiel Kochen nicht weiter hinter verschlossene Türen verbannt. die durch großzügige Öffnungen in den zentralen. Diese Funktionstrennung steht in der Tradition des vormodernen Wohnungsbaus. der Sanitärbereich sowie ein Abstellraum erschlossen. Wohnfunktionen um einen zentralen Verteilerraum zu organisieren. Eine weitere Variante zeigt die beginnende Öffnung und Kombination der kommunikativen Funktionen Wohnen und Essen. Der zusätzliche Flächenbedarf für diese Verkehrsflächen bedeutet allerdings nicht immer einen größeren Flächenverbrauch gegenüber der integrierten Erschließung des offenen Wohnes.Grundriss Zellengrundriss Der Begriff „Zellengrundriss“ beziehungsweise veraltet „Kammergrundriss“ bezeichnet Grundrissbeispiele. In der Geschosswohnung in Freiburg von pfeifer roser kuhn architekten [002] bilden der Erschließungs. Auch das gemeinsame Wohnen hat sich in einem Maße geändert. der Wohn. die sich nicht nur an einem geänderten Rollenbild der Frau festmachen. Diener & Diener ordneten am Riehenring in Basel [003] im Eingangsgeschoss neben dem Kochbereich zwei weitere kommunikative Räume vis-à-vis an. Für die Erschließung der einzelnen Räume wird bei diesem Grundrisstyp Erschließungsfläche in Form eines Flurs oder einer Diele notwendig.und individuellem Bereich.und Sanitärbereich einen mittigen Kern. spezifischen Nachfrage auf. wird ein effizienter und flächensparender Erschließungsbereich ermöglicht. Über eine Diele werden die Küche. Gleichzeitig gerät dieser Grundrisstyp teilweise in Konflikt mit den veränderten gesellschaftlichen Werten. Über einen zweiten Erschließungsflur werden die beiden Individualräume. zweigeschossigen Erschließungsraum übergehen. Koch. Aus diesem sind die beiden Individualräume mit vorgelagertem privaten Außenraum sowie der Sanitärbereich zugänglich. sondern als wichtige kommunikative Funktion in den Mittelpunkt des eigenen Wohnverständnisses gestellt wird. der die kommunikativen Räume von den individuellen Räumen trennt. Im oberen Geschoss sind um die Erschließungsgalerie drei Individualräume sowie zwei Sanitärräume angeordnet. Der heutige Rückgriff im Entwurf von Wohnungsbauten auf speziell gewidmete Räume.und Essbereich und ein zweiter Verteilerraum erschlossen. 36 . Mit dem Prinzip. Nach dem zentralen Zugang fungiert ein Erschließungsraum als Verteiler zwischen Wohn-. Auf einem konsequenten Raumkonzept entwickelten Morger & Degelo die 79 m² große Wohnung im Klybeckquartier in Basel [001].

0 m² Individualräume 2 Orientierung II 37 .Grundrisstypen [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Wohnfläche 79.0 m² Außenraum 11.

2 m² Individualräume 2 Orientierung III 38 .Grundriss [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Wohnfläche 94.0 m² Außenraum 10.

4 m² Außenraum 14.Grundrisstypen [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Wohnfläche 139.9 m² Individualräume 3 Orientierung II 39 .

Offenes Wohnen beginnt damit bei der kombinierten Wohn-/ Esssituation und endet im fließenden Grundriss oder im Loft. dass sowohl Türen als auch raumumschließende Wände nicht notwendig werden. sondern bildet klare Zonen zum Erschließen der Individualräume. Das Lofthaus in Basel von Buchner Bründler Architekten [007] zeigt die komplette Auflösung einzelner Funktionsbereiche zu einem Raum. zum Kochen genauso wie zum Essen und Wohnen. gleichzeitig bilden sich klare Bereiche. Die Funktionen fließen ineinander. Hierarchische Raumkonzepte. die auf der Kombination kommunikativer.und Essbereich. Die Box besetzt die kommunikative Fläche aus Koch-. Lediglich der Erschließungskern mit angelagertem Sanitärbereich zoniert das sogenannte Loft.und Arbeitsverhältnissen. Wohnen wird zur Präsentationsplattform einer gewachsenen Individualität. In Kilchberg entwarfen Gigon/Guyer Architekten Geschosswohnungen mit einem kombinierten Wohn.und Sanitärfunktion auf und ist gleichzeitig Raumteiler des offenen Kommunikationsbereichs. die Familienstrukturen abbilden. der fließend in den privaten Außenraum übergeht [004]. die repräsentativere. liegt auch an den sich seit Jahrzehnten ändernden Lebens. 40 .Grundriss Offenes Wohnen Unter offenem Wohnen sind alle Entwurfsansätze gemeint. können die heterogene Nachfrage am Immobilienmarkt bei Weitem nicht mehr bedienen und finden im offenen Grundrisstyp eine wichtige Ergänzung. Durch das Schließen zweier raumhoher Schiebetüren kann jedoch auch bei diesem Projekt privater Rückzugsbereich entstehen. In diesem Zuge verändern sich Wohnvorstellungen weg vom privaten Refugium zu Wohnkonzepten. da diese häufig als integrierter Bestandteil des offenen Wohnbereichs geplant wird. Die eingestellte Funktionsbox im PiraeusGebäude von Hans Kollhoff und Christian Rapp in Amsterdam [005] nimmt sowohl die Koch. Shigeru Ban ordnet im Furniture House I [006] mithilfe raumhoher Möbelschichten die einzelnen Funktionsbereiche so an. Offene Wohngrundrisse stehen im Ergebnis einer sich verändernden Gesellschaft und deren Wohnverständnis ebenso wie von bautechnischen und funktionalen Entwicklungen. teilweise auch individueller Bereiche beruhen. öffentlichere Aufgaben übernehmen. Dieser Grundrisstyp kann ohne zusätzliche Erschließungsfläche organisiert werden.und Wohnbereich jedoch nicht mittig. die über die Zusammenlegung einzelner Wohnfunktionen hoch kommunikativ sind. die durch die Orientierung der Möbelschichten gefasst und bespielt werden. Dass heute verstärkt Wohnangebote nachgefragt werden. Ess.

9 m² Individualräume 2 Orientierung III 41 .5 m² Außenraum 11.Grundrisstypen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Wohnfläche 122.

Grundriss [005] Hans Kollhoff. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Wohnfläche 72.8 m² Außenraum 12.4 m² Individualräume 3 Orientierung II 42 .

0 m² Außenraum 24.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 43 .Grundrisstypen [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Wohnfläche 108.

Grundriss [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Wohnfläche 178.0 m² Außenraum 26.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 44 .

Gestaltungsprinzipien 45 .

Kontext. Typologie [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Berlin (DE) 48 52 Morphologie [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Theorie Beda Dillier Kirchstraße. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Zürich (CH) 55 46 . Sarnen (CH) Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Ort. Brione-Minusio (CH) [011] [012] Stil.

so dass endlose Möglichkeiten bestehen. Die Gestaltungsprinzipien können dabei annähernd beliebig miteinander kombiniert werden. ökonomischen und sozialen Faktoren. dem freien Gestaltungswillen Ausdruck zu verleihen. Letztendlich stehen die beispielhaft gebildeten Kategorien für das Spektrum der Möglichkeiten. Die letzte Gruppe repräsentiert Gestaltungsprinzipien. aus dem Bauch heraus. Eine Kategorisierung dieser Gestaltungsprinzipien ist aufgrund ihrer Vielzahl und Komplexität nur schwer möglich. In diesem Kapitel sollen beispielhaft drei Kategorien gebildet werden. die sich in Form von Theorien manifestiert haben und darüber Einfluss in den Entwurf finden. Die erste folgt beispielsweise der Auseinandersetzung mit dem konkreten Entwurfsstandort. Der qualitätsvolle architektonische Wohnungsbauentwurf basiert auf einer Vielzahl von freien Gestaltungsfaktoren. eingesetzt und entwickeln sich zur Handschrift des Entwerfers. Das Spektrum dieser Faktoren kann daher hier nur beispielhaft angerissen werden. dass Wohnungsbau unter Berücksichtigung dieser Regeln formelartig reproduzierbar wäre. Der bewusste Umgang mit diesen Gestaltungswerkzeugen eröffnet dem Entwerfer ein reichhaltiges Repertoire an individuellen Ausdrucksmöglichkeiten im Wohnungsbau. die für die Architektur im Allgemeinen stehen. so wie dies zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit häufig praktiziert wurde. Richtlinien und Gesetze entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung ausüben. das heißt dem Ort. den individuellen Charakter eines Gebäudes oder einer Wohnung auszuprägen. Darüber könnte der Eindruck entstehen. die durch Interpretation und Transformation zum individuellen Entwurf führen. Der bewusste Umgang mit diesen Prinzipien eröffnet den Zugang zu vergleichbaren Projekten und die Möglichkeit der Präzisierung der eigenen Ideen und Konzepte. Es sind letztendlich die gleichen Gestaltungsprinzipien und Methoden. die über Standards. Eine weitere Gruppe lässt sich aus dem unstillbaren Interesse aller Gestalter an den grundsätzlichen form. Es reicht vom freien künstlerischen Ausdruck bis hin zu konkreten Gestaltungstheorien. Viele der Gestaltungsprinzipien werden unbewusst.beziehungsweise raumbildenden Elementen und Methoden ableiten. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Er ist geprägt von einer Vielzahl von funktionalen. 47 .Gestaltungsprinzipien Einleitung Der Wohnungsbau stellt eine besondere Disziplin im Feld der Architektur dar.

Die übrige Grundrissform ergibt sich aus den benachbarten Brandwänden. Typologie Auf den ersten Blick scheint sich die Dimension des Orts vor allen Dingen auf die städtebaulichen Maßstäbe des Entwurfs zu beziehen und daher nur indirekt auf den Grundriss Auswirkung zu haben. Die Casa Kalmann [010] von Luigi Snozzi im Tessin ist konsequent aus dem Thema „ Topografie des Orts“ entwickelt und verbindet damit das Gebäude unverrückbar mit dem spezifischen Ort. wie zum Beispiel einem PKW. Diese Typen haben ähnlich einem Produkt. Das Gespür für diese individuelle Atmosphäre ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die qualifizierte Entwurfsarbeit.Grundriss Ort. zum Beispiel von der klimatischen Situation über die Struktur des gesamten Quartiers bis hin zur konkreten Materialität der unmittelbaren Nachbarbauten. die über die Zeit angepasst und optimiert wurden und sich darüber inhaltlich verdichtet haben. erkennt man jedoch schnell.bis zu Mirkoebene. Das Projekt von Antonio Cruz in Sevilla [009] ist geradezu exemplarisch für den unmittelbaren Einfluss des Orts. Am Beispiel einer städtischen Baulückensituation. Der Architekt Michael Alder hat sich unter anderem durch seine Lehrtätigkeit intensiv mit Wohntypologien auseinandergesetzt. Kontext. Dieser Kontext umfasst das gesamte Maßstabsspektrum von der Makro. Die klimatischen Bedingungen lassen eine geringere unmittelbare Belichtung zu. Ein Beispiel hierfür ist das Wohnhaus in Itingen [008]. auf den Entwurf. einem völlig freistehenden Gebäude. Die Rückwand des Gebäudes folgt exakt dem Höhenverlauf des Weinbergs. hier eine verwinkelte Baulückensituation. Der Rückgriff und die Weiterentwicklung dieser Typologien ist gerade im akademischen Kontext eine wichtige Entwurfsmethode. Aus der systematischen Analyse verschiedener Einfamilienhäuser der Region entwickelte er einen auf die Grundwesensmerkmale reduzierten Urtyp. 48 . wie unmittelbar der Ort im Grundriss verankert ist. die Identität des Orts. eindeutige Merkmale. Die Vielzahl der Einzelfaktoren und deren unterschiedliche Ausprägungen repräsentieren die Einzigartigkeit. Der Ort wird häufig unter dem Begriff des Kontextes beschrieben. aber auch dem Gegenteil. so dass die Wohnung im Wesentlichen durch einen Patio belichtet und belüftet wird. In manchen Orten oder Regionen haben sich entweder aus einer traditionsbetonten Entwicklungsgeschichte oder aus klaren städtebaulichen Vorgaben Gebäudeund damit meist auch Wohnungstypologien entwickelt. nutzt ihn als Erschließungsweg und inszeniert ihn zusätzlich durch einen großzügigen Freisitz am Ende.

Gestaltungsprinzipien [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Wohnfläche 188.5 m² Individualräume 5 Orientierung IV 49 .7 m² Außenraum 12.

Patio 50 .0 m² Individualräume 3 Orientierung I.Grundriss [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Wohnfläche 108.2 m² Außenraum 0.

1 m² Individualräume 2 Orientierung IV 51 .Gestaltungsprinzipien [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Wohnfläche 112.7 m² Außenraum 14.

die Eingangshalle mit der Treppenanlage oder die Enfilade. Auch der Grundriss ist von dieser Entwurfshaltung geprägt. um aus dessen Gestaltungsrepertoire die architektonischen Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten. Die Gestaltungsmerkmale einer bestimmten Zeit werden in Stilen zusammengefasst. dass viele der hervorragenden Architekten ihre Entwurfsarbeit über einen theoretischen Kontext fundamentieren. die meist ein prägendes Merkmal der Stilentwicklung darstellen. die Säulen. Theorie Die gesamte Architekturreflexion ist eng verknüpft über die Einordnung in Stile und Stilepochen. Der längsgerichtete. In der zeitgenössischen Architektur stellt dabei die Moderne eine der einflussreichsten Stilgattungen dar. Proportion. Interessant dabei ist.Grundriss Stil. Die Stile sind je nach ihrer Wirkungsdauer und ihrem geografischen Einflussbereich von unterschiedlicher Bedeutung. südorientierte Raum wird durch zwei tragende Stützen frei unterteilbar. Es ist fast nicht möglich. 52 . Selbst in der Gegenreaktion findet eine entsprechende Auseinandersetzung statt. Stile werden dabei immer häufiger im bewussten Rückgriff eingesetzt. Typische Merkmale sind beispielsweise die spiegelsymmetrische Grundfigur. Strömungen oder auch nur modischen Erscheinungsbildern. Der Neubau einer Villa in Berlin Dahlem [012] von Petra und Paul Kahlfeldt setzt bewusst den stilistischen Rückgriff ein. Die Folge sind unterschiedlichste Konfigurationsmöglichkeiten der ansonsten gleich dimensionierten Wohnungen. Zwei wichtige Stellvertreter hierfür sind der „Raumplan“ von Adolf Loos sowie der „plan libre“ von Le Corbusier. Unsere heutige Zeit zeichnet sich durch die häufig als Pluralismus bezeichnete Vielfalt der Möglichkeiten aus. aber auch andere Stile mit ihrem reichhaltigen Fundus an Gestaltungsmerkmalen wie zum Beispiel Raumgliederung. Neben den gesicherten Stildefinitionen existieren zahlreiche Unterformen in Form von Ideologien. Ornamentik oder Farbigkeit stellen wesentliche Bausteine für die Entwurfskonzeption zur Verfügung. unbeeinflusst von diesen stilistischen oder theoretischen Ansätzen zu entwerfen. Zu diesen Formen könnte man auch Gestaltungstheorien zählen. die nicht nur die entsprechende Ästhetik. sondern auch den gesellschaftlichen Kontext transportieren. Bei dem Wohnhaus in Sarnen von Beda Dillier [011] wurde beispielsweise das Konzept des „plan libre“ interpretiert. um ästhetische und zum Teil auch damit verbundene gesellschaftliche Werte zu transportieren.

0 m² Individualräume 2 Orientierung III 53 .0 m² Außenraum 20.Gestaltungsprinzipien [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Wohnfläche 108.

Grundriss [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin-Dahlem (DE) Wohnfläche 600.0 m² Außenraum 75.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 54 .

Das Studentenwohnheim von Geurst & Schulze [013] in Den Haag ist ein Beispiel für den aus der geometrischen Form des Kreises abgeleiteten Entwurfsansatz. ist das Projekt für ein Doppelhaus von Christian Kerez [015]. Die eingeschriebene Kreuzform trennt die vier Individualräume und beinhaltet als raumhaltige Schicht die zusätzlichen dienenden und kommunikativen Funktionen. ab. Konsequenterweise wurden die übrigen Wohnbereiche aus der spiegelsymmetrischen Teilung des Quadrats entwickelt. Demgegenüber stehen die sogenannten freien Formen.und Gebäudekonzeption. Aus der städtebaulichen Unabhängigkeit der Situation leitet sich die Auseinandersetzung mit einer geometrischen Grundfigur. die meist über einen künstlerischen Ansatz entwickelt werden. 55 . der jedoch auch aus dem freien Gestaltungswillen motiviert wurde. die in jedem Entwurf bewusst oder unbewusst zur Anwendung kommen. Der bautechnische Fortschritt erlaubt zudem. Einen ähnlichen Entwurfsansatz wählen Bearth & Deplazes für das an einem Berghang in Fanas [014] gelegene und nur temporär genutzte Wohnhaus. Einen ganz anderen Weg. Das Spektrum der Gestaltungsprinzipien in diesem Bereich ist extrem komplex. sondern ermöglicht die präzise Steuerung von Raumzusammenhängen und der Wirkung einzelner Räume.und dreidimensionalen Grundformen. diese Entwurfsansätze zunehmend in die Realität umzusetzen. hier dem Quadrat. Die Anwendung der formbildenden Gestaltungsmethoden auf den Grundriss erlaubt nicht nur eine funktionale Erfüllung eines Raumprogramms. Wieder ist die städtebauliche Freistellung des Baukörpers eine wichtige Vorraussetzung für diese Art der Grundriss. Die Thematik beginnt beispielsweise bei den Fragen zu Symmetrie oder Asymmetrie oder der Linearität gegenüber den freien Formen. Einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor bei der Entwicklung der Gebäude oder Grundrissform bilden die geometrischen zwei.Gestaltungsprinzipien Morphologie Die Auseinandersetzung mit der Form sowohl in der Zweidimensionalität als auch der räumlichen Dimension ist sicherlich eines der grundlegenden Gebiete der architektonischen Lehre. plastisches Element wird hier die Wohnungstrennwand frei geformt und über die angegliederte Erschließung in Form einer Kaskadentreppe inszeniert. Als prägendes. Auf ähnlich grundlegender Ebene stehen die Maßund Proportionssysteme. Unter dem Einfluss einer baukonstruktiven Standardisierung und Normung entwickeln sich hieraus wiederum verschiedene Rastersysteme.

0 m² Außenraum 12.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 56 .Grundriss [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Wohnfläche 129.

0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 57 .5 m² Außenraum 15.Gestaltungsprinzipien [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Wohnfläche 51.

Grundriss [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Wohnfläche 117 .0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 58 .8 m² Außenraum 0.

Bewohneranzahl 59 .

Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Ein Bewohner [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Mendrisio (CH) 62 66 69 60 . Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. München (DE) Zwei Bewohner [019] Egon Eiermann Bartningallee. Oberwil-Zug (CH) Drei und mehr Bewohner [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße.

Gleichzeitig findet eine Pluralisierung der Nachfrage von Wohnraum statt. Im Ergebnis wird das als wesentliche Entwurfsvorgabe bekannte Raumprogramm durch den Bewohner und zu einem besonderen Teil durch die Bewohner­ anzahl definiert. Die Bewohneranzahl verweist. überschneiden sich die Referenzbeispiele der hier benutzten Gliederung jeweils in ihrer maximalen und minimalen Bewohnerzahl. da sich aus ihr die Haushaltsgröße und unter anderem die Anzahl der notwendigen Individualräume ergibt. sondern hat auch mit einzelnen „harten Faktoren“ einen klaren Wohnbedarf. Aufgrund einer sich verändernden Altersstruktur und einer deutlichen Individualisierungstendenz der Gesellschaft wächst der Bedarf an Wohnungen für eine Person. Auf den folgenden Seiten sollen daher die Projektbeispiele jeweils das Spektrum innerhalb einer Haushaltsgröße aufzeigen. verheiratete Personen. verheiratete Personen unterschieden. wie erläutert.und Zweipersonenhaushalten. verheiratete Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben oder nicht verwandte Personen. Eine Unterscheidung ist nicht notwendig. Im Wohnungsbau verfolgen wir eine andere Lesart: Egal ob verwandte. also verwandte. Dieselbe Nutzeranzahl bedingt also nicht zwingend dieselben Grundrissantworten. sowie in Wohngemeinschaften. Die individuelle Wohnfläche und in diesem Zusammenhang die Flächen der zugehörigen Sanitärbereiche verändern sich dagegen direkt proportional zur wachsenden Bewohnerzahl. Je größer die Bewohneranzahl. direkt auf die Haushaltsgröße. die als statistische Größe für Deutschland eine eindeutige Entwicklungstendenz formuliert: ein stetiger Anstieg von Ein. umso ökonomischer werden dienende Funktio­ nen sowie Gemeinschaftsbereiche einer Wohnung. Die Anzahl der Bewohner hat also einen wesentlichen Einfluss auf den Grundrissentwurf. Die Regeln der Rücksichtnahme sowie die Anordnung der kommunikativen und individuellen Bereiche haben für beide Wohnformen Gültigkeit. 61 . jedoch bei weitem nicht propor­ tional. Privathaushalte mit mehreren Personen werden üblicherweise in Familien. Neben dem Wissen um dieses notwendige Raumangebot werden gleichzeitig die zusätzlichen Wohnfunktionen qualitativ und quantitativ umrissen. besteht mindestens aus einer Person. Ein Haushalt. Der unmittelbare Bezug von Bewohneranzahl zur Wohnungsgröße ist eindeutig. ab zwei Bewohnern handelt es sich um eine Wohngemeinschaft. der privaten Außenräume sowie die Grundrissorganisa­ tion dieser Wohnfunktionen sind Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Bewohnern selbst. das heißt eine Wirtschaftseinheit. in der Regel nicht verwandte. Da Individualräume zumindest von Paaren gemeinsam genutzt werden können. Die Anzahl. des Koch-/ Ess-/   Wohnbereichs. Größe und Ausstattung der Sanitärbereiche.Bewohneranzahl Einleitung Der Bewohner definiert nicht nur seine persönlichen Wohnwünsche.

3 m² wird auf zwei Ebenen verteilt. wobei im Erdgeschoss neben dem Schlafbereich auch alle dienenden Funktionen angeordnet sind. das momentan erneuert wird. ist eine häufig angewendete Grundrissvariante für einen Nutzer. das heißt das Verschmelzen von Individualraum mit den kommunikativen Bereichen einer Wohnung zu einem Allraum.5 m² liegt. durch die gleichzeitig erschlossen wird. Das Obergeschoss wird dem Arbeitsplatz mit Bezug zur Terrasse gewidmet. Die Wohnfläche von 23. dessen Wohnfläche im Durchschnitt bei 62. zeigt das Beispiel des ehemaligen „Olympischen Frauendorfs“ in München [017]. nämlich ausreichende Abstellund Lagerfläche. Trotz verbesserter Geräte und Heiztechnik führt unter anderem diese Entwicklung zum weiteren Anstieg des Energieverbrauchs von privaten Haushalten in Deutschland. die als Filterschicht die Appartements des Katholischen Gemeindezentrums in Stutt­ gart [016] vom Laubengang abschottet. das neben einer repräsentativ-kommunikativen Nutzung.und Nachtnutzungen. Damit verbrauchen Einpersonenhaushalte fast 50 % mehr Wohnfläche als mit 43 m² je Person in Deutschland üblich. der häufig in kleinen Wohnungen wenig Raum findet. Die in drei Raumschichten gegliederte Wohneinheit bietet ein vollständig räumlich getrenntes Funktionsangebot. Die Funktionsverdichtung im Grundriss. Im Hinblick auf sinkende Energieressourcen muss hier zum Umdenken aufgefordert werden. auch den privaten Rückzug ermöglicht. Nach einer kompakten Koch.Grundriss Ein Bewohner Egal wie viele Bewohner eine Wohnung nutzen. Mit 52. Mit 38 % der Privathaushalte ist der Einpersonenhaushalt heute der am stärksten vertretene Haushaltstyp in Deutschland. Das ökonomische und ökologische Hinterfragen des Entwurfs sollte gerade in diesem Zusammenhang regelmäßig erfolgen. Ein Aspekt. ist hier im Erdgeschoss über einen begehbaren Schrank gelöst.4 m² liegt die Wohnung im Wohnturm auf der Theresienhöhe in München [018] noch unter der durchschnittlichen Wohnfläche eines Einpersonenhaushalts in Deutschland. bietet ein rund 28 m² großer Raum ausreichend Platz für die unterschiedlichen Tages.und Sanitärsituation. Im Fall des Einpersonenhaushalts ist die Abwägung zwischen vollständigem Funktionsangebot und dadurch entstehendem Flächenverbrauch eine entscheidende Entwurfskomponente. sie spiegeln sich in den einzelnen Wohnfunktionen wider. der je nach Tageszeit und Nutzerwunsch alle Szenarien erfüllen muss. 62 . es werden grundlegend die selben Anforderungen an das Wohnen gestellt. Das Spektrum reicht vom kompakten Einraumgrundriss bis zum mehrgeschossigen Haus für eine Person. Dass ein vollständiges Funktionsangebot für eine Person durchaus auch vertikal organisiert werden kann.

5 m² Außenraum 4.Bewohneranzahl [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Wohnfläche 38.5 m² Individualräume 1 Orientierung II 63 .

9 m² Individualräume 1 Orientierung I 64 .Grundriss [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Wohnfläche 23.3  m² Außenraum 6.

4 m² Außenraum 11.Bewohneranzahl [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Wohnfläche 52.7 m² Individualräume 1 Orientierung I 65 .

gemeinschaftliche Nutzung von einzelnen Funktionen. Das Erschließen der Wohnung über einen Flur ermöglicht einen direkten.Grundriss Zwei Bewohner Ab zwei Bewohnern beginnt das gemeinsame Wohnen. Die kommunikativen und gemeinsamen Bereiche der Wohnung sollten zu den individuellen.und Essbereich in einem Maße. 66 . Beide Räume sind vom kommunikativen Bereich der Wohnung zusätzlich durch einen Mauervorsprung im Flurbereich so getrennt. Auch hier ermöglicht der Zugang über den Wohnungsflur eine Trennung der beiden gleich großen Individualräume sowie der zwei Sanitärbereiche vom kommunikativen Wohn-. ungestörten Zugang zum Individualraum. Daher stellen wir in diesem Kapitel nur Grundrisse mit mindestens einem Individualraum vor. Der Sanitärbereich ist dem Individualraum zugeordnet.und Essbereich mit offener Kochsituation sowie einen zusätzlichen Individualraum. dass keine gegenseitige Störung erfolgt. steht außer Frage. der den ungestörten Rückzug eines Bewohners möglich macht. Die Funktionsreduktion auf den Allraum ist in dieser Kategorie daher nur noch für Lebenspartnerschaften vorstellbar und auch dann fehlt der persönliche Rückzugsbereich des Einzelnen beziehungsweise ein Gästebereich. je nach persönlicher Beziehung der Bewohner. Die Wohnung im Hansaviertel-Wohngebäude von Egon Eiermann [019] zeigt auf knapp 50 m² eine Funktionsverteilung in einen Wohn. Dass dieser jeweils von einer Person oder von einem Paar genutzt werden kann. die stufenweise. Koch. Das Gäste-WC ist dabei dem Eingang und den kommunikativen Bereichen der Wohnung zugeordnet. das heißt eine synergetische. privaten Bereichen im günstigsten Fall räumlich so angeordnet werden. Das Projekt von Kuhn Fischer Partner Architekten in Oberwil bei Zug [020] stellt mit 76 m² Wohnfläche den klassischen Wohngrundriss für eine nachhaltige und leistungsfähige Wohnnutzung dar. noch individuell oder schon durch beide gemeinsam genutzt werden. das eine privatere Erschließungszone entsteht.

4 m² Individualräume 1 Orientierung II 67 .Bewohneranzahl [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Wohnfläche 49.3 m² Außenraum 6.

0 m² Außenraum 7 .Grundriss [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Wohnfläche 76.1 m² Individualräume 2 Orientierung II 68 .

Wohn. Der kompakte Flur erschließt neben den Individualräumen den Wohnund Essraum mit angeschlossenem Kochbereich. mit im Durchschnitt 8. Ressourcen und zuletzt auch Fläche in Mehrpersonenhaushalten sollte allerdings angemessen in der eigenen Entwurfsarbeit Berücksichtigung finden.5 m² Wohnfläche. Die Sanitärräume zonieren den langen Kommunikationsbereich zusätzlich und bieten darüber verschiedenen Nutzungen Raum. jeweils zwischen Gemeinschaftsfläche und Individualräumen angeordnet. die einen seriellen Umgang im Entwurf mit dem notwendigen Individualraumangebot erlaubt. zu dem geringen Flächenverbrauch von 25 m² je Person führt. Das Wissen um einen effizienteren Umgang mit Energie. Die Individualräume sind flächenoptimiert geplant und möbliert und entsprechen mit rund 11m² Wohnfläche der temporären Nutzungsdauer. mit unterschiedlichen Faktoren zu tun: eine alternde Gesellschaft sowie individuelle Wohnvorstellungen unterschiedlicher Generationen finden im seltensten Fall noch im Modell von Mehrgenerationenhaushalten ihre Wohnwünsche repräsentiert. 69 . Ab drei Nutzern reduziert damit eine gemeinsame Nutzung des Koch-. was neben den flächenoptimierten Individualräumen. Auf 87 m² schlagen Baumschlager Eberle in Dornbirn [021] eine effiziente und gut zonierte Grundrissstruktur vor. Brendeland & Kristoffersen gliedern in Trondheim [022] die 116 m² große Wohnung in zwei Zonen: An einer kommunikativen Spur mit zwei Sanitärräumen reihen sich fünf Individualzimmer. Über diesen gemeinsamen Raum wird die Wohngemeinschaft gleichzeitig zentral erschlossen. Ab drei Individualräumen ist zudem eine Anzahl erreicht. Den drei Individualräumen werden die Sanitärbereiche vis-à-vis über den Flur zugeordnet. Die folgende Auswahl beschränkt sich hier auf „gemäßigte“ Referenzbeispiele. Die zwei Sanitärbereiche. Die durchschnittliche Wohnfläche von Haushalten ab drei Personen liegt heute bei 28. die auf einem stimmigen Verhältnis von kommunikativer zu individueller Fläche basieren. Dies hat. Ess-.und Sanitärbereichs sowie der Erschließungs. Die interne Erschließung der Geschosswohnung erfolgt über den kommunikativen Bereich.und Mehrpersonenhaushalte ging in den letzten zehn Jahren stetig zurück. Im Studentenwohnheim Casa dell`Accademia in Mendrisio [023] teilen sich vier Bewohner einen rund 40 m² großen Bereich zum gemeinsamen Kochen. die von maximal vier Bewohnern genutzt werden kann. werden von je zwei Studierenden aus ihren Individualräumen heraus genutzt.5 m² je Person.Bewohneranzahl Drei und mehr Bewohner Die Zahl der Drei. wie schon angedeutet. Essen und Entspannen.und Lagerflächen den Flächenverbrauch je Person um durchschnittlich rund ein Drittel.

Grundriss [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Wohnfläche 87 .0 m² Individualräume 3 Orientierung III 70 .0 m² Außenraum 0.

Bewohneranzahl [022] Brendeland & Kristoffersen Strandveien Trondheim (NO) Wohnfläche 115.8 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 6 Orientierung III 71 .

Grundriss [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendrisio (CH) Wohnfläche 94.8 m² Außenraum 27 .9 m² Individualräume 4 Orientierung II 72 .

Wohnungsgröße 73 .

Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch-Ring. Kleinst-Wohnungen | XS [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße. M. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Standard-Wohnungen | S. Basel (CH) Luxus-Wohnungen | XL [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. L [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-Rupprecht-Straße. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-Kerschensteiner-Straße. Berlin (DE) 76 79 83 74 .

Aussagen wie „2.und Mietpreise mit der Wohnfläche werden die Wohnfläche und der Wert gleichgesetzt. Verschiedene Ansätze der Definition der Wohnungsgröße bieten sich an.5 m²  pro  Jahr. In den Beispielen soll das Spektrum von der Kleinstwohnung über die gemäßigten Standardwohnungsgrößen bis hin zum Luxuswohnen dargestellt werden. Eine weitere typische Definition der Wohnungsgröße findet über die Haushaltsgröße. worin genau der Mehrwert bei zunehmender Größe besteht. Die Thematik der Wohnungsgröße und des Wohnungsbauentwurfs steht in engem Zusammenhang mit seiner historischen Entwicklung. Die durchschnittliche Wohnungsgröße wird derzeit mit circa 87 m² angegeben. Dem gegenüber stehen. das heißt die Anzahl der Bewohner statt. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst die Erfüllung des minimalen Wohnbedarfs im Vordergrund. Durch die unmittelbare Verknüpfung der Verkaufs. obwohl dieser Zusammenhang alles andere als zwingend ist. die nur jeweils circa die Hälfte von diesem Betrag beanspruchen. Interessant zu beobachten ist dabei. zum Beispiel Nahrungsmittel oder der PKW. Allgemein üblich ist die Definition über die Wohnfläche. Ähnliches gilt für die am Wohnungsmarkt typische Einordnung über die Anzahl der Räume oder Zimmer.Wohnungsgröße Einleitung Nicht nur im repräsentativen Sinne. Etwa 30 % des Nettohaushaltseinkommens werden in dieses Produkt investiert. wie schon erwähnt. Der durchschnittliche Flächenanspruch pro Kopf in Deutschland betrug im Jahr 2007 rund 43 m² mit einem anzunehmenden Wachstum von circa 0. 75 . da die tatsächliche Bewohnerzahl von der geplanten häufig abweicht. sondern auch unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Größe das zentrale Merkmal einer Wohnung. die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) genau ermittelt werden kann. Diese Angabe ist jedoch relativ unpräzise. wenn man die unterschiedlichen Ausbauqualitäten zunächst einmal ausblendet. Damit wird die Wohnungsgröße meist als das entscheidende Qualitätskriterium wahrgenommen. In der Summe entwickeln diese Informationen jedoch eine erste Vorstellung von der Wohnung. Die daraus resultierenden Kenngrößen haben teilweise bis heute in Form von noch gültigen Richtlinien und Vorschriften Einfluss auf den Wohnungsbau. Entsprechend waren die Wohnbauförderprogramme und -standards ausgelegt. Das Wohnen hat sich jedoch von einer existentiellen Notwendigkeit zu einem zentralen Konsumprodukt weiterentwickelt.5-Zimmer-Wohnung“ verraten nur wenig über die tatsächliche Wohnungsgröße oder deren Funktionalität.

gerade im akademischen Kontext sehr beliebtes Feld der Auseinandersetzung im Wohnungsbau ist die Kleinstwohnung. gehört die auf das Wesentlichste reduzierte Wohnform zu einem wichtigen Aufgabenfeld der Architekten. Der heutige Bedarf an dieser Wohnform besteht entweder aus einem experimentellen Interesse oder der Einsatzmöglichkeit für verschiedene Krisengebiete. In einem Würfel mit 2. indem es eine Minimalwohneinheit konzipiert. Eines der jüngsten Projekte in diesem Themenfeld sind die O2-Studentenwohnhäuser [024] in München. 76 . Spätestens seit dem CIAM-Kongress von 1930. Das Projekt von Johannes Kaufmann [025] setzt sich mit der Frage von Mobilität und Größe auseinander. Die Mehrfachnutzung der Räume beziehungsweise des einzigen Raums für die unterschiedlichen Wohnfunktionen wie zum Beispiel Schlafen.65 m Kantenlänge werden durch die multifunktionale Einrichtung verschiedenste Nutzungskonstellationen inklusive dem Aufenthalt von mehreren Gästen möglich.Grundriss Kleinst-Wohnungen | XS Ein besonderes. Kochen oder Arbeiten wird meist über multifunktionale Einbauten erreicht. die im Transportzustand kompakt ist und im Wohnzustand durch das streichholzschachtelartige Her­ ausziehen eines Raumteils auf die doppelte Größe erweitert werden kann. Das Spektrum der Ansätze reicht von einfachsten Bauten aus Papierwerkstoffen bis hin zu hochintegrierten technischen Lösungen. der sich mit der Frage nach der „Wohnung für das Existenzminimum“ auseinandersetzte. Durch die Notwendigkeit der Verdichtung der einzelnen Wohnfunktionen auf minimalem Raum ist die entwerferische Auseinandersetzung immer auch stark von konstruktiven Aspekten geprägt. Bei der Entwicklung dieser Wohnungstypen sind neben der reinen Konstruktion die Themen der Vorfertigung. Logistik und Mobilität von zentraler Bedeutung. Die einzelnen Würfel können zu verschiedenen städtebaulichen Konstellationen angeordnet und gestapelt werden.

0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 77 .7 m² Außenraum 0.Wohnungsgröße [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Wohnfläche 5.

Grundriss [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Wohnfläche 17 .0 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 78 .

Die Zweipersonenhaushalte haben einen Anteil von derzeit 34 % am Wohnungsmarkt und beanspruchen eine durchschnittliche Wohnfläche von circa 94 m². L Das statistische Bundesamt ermittelt in regelmäßigen Abständen die Wohnsituation in Deutschland. Der Grundriss ist um eine zentrale Diele mit eingestellter Sanitär. bei denen der bewusste Umgang mit dem Flächenverbrauch innerhalb der Dimensionen von Standardwohnungen gut nachvollziehbar ist. Die Wohnung [027] im Projekt von Fink + Jocher in Hannover zeichnet sich ebenfalls durch eine kompakte Organisation der Wohnfunktionen für einen Zwei.und Abstelleinheit organisiert. Die Single-Haushalte sind relativ finanzkräftig und leisten sich bewusst die größere Wohnfläche. Der gemeinschaftliche Bereich ist ebenfalls großzügig bemessen und klar gegliedert. der vor allen Dingen über die dienenden Funktionen generiert wird. Die Wohnung im Schwarzpark-Projekt [028] von Miller & Maranta in Basel ist mit 125 m² ein typischer Vertreter für eine große Standard-Wohnung. Als Beispiel dienen drei Projekte. Drei vollwertige Individualräume bieten Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner.bis Dreipersonenhaushalt aus. Ein weiteres Argument ist ein Mindestflächenbedarf. Der Wohnungsmarkt bietet zudem nicht ausreichend kleine und gleichzeitig hochwertige Wohnungen. Die Gruppe der Einpersonenhaushalte ist mittlerweile mit 39 % am stärksten ausgeprägt. Die Wohnung liegt mit 75 m² knapp 20 m² unter dem statis­ tischen Durchschnitt in dieser Kategorie. In den seltensten Fällen wird der Wohnflächenbedarf bei einer Verringerung der Haushaltsgröße angepasst. M. Verschiedene Faktoren erklären den relativ hohen Flächenverbrauch der Einzelhaushalte. 79 . Mit circa 68. Entgegen der erwähnten Durchschnittsgröße für Einpersonenhaushalte ist die Wohnung im Projekt von Beyer + Dier Architekten [026] um 15 m² kleiner und organisiert dennoch sämtliche Wohnfunktionen zu einer großzügigen und klar gegliederten Wohnung. Die Haushalte mit drei und mehr Personen haben einen Anteil von 27 % bei einer durchschnittlichen Größe von circa 107 m² (3 Personen). der bei rund 43 m² liegt. so dass auch in diesem individuelle Beschäftigung möglich wird.5 m² Flächenverbrauch liegt diese Haushaltsgröße um mehr als 50% über dem durchschnittlichen Wohnflächenverbrauch.Wohnungsgröße Standard-Wohnungen | S.

Grundriss [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE) Wohnfläche 52.3 m² Individualräume 1 Orientierung Il 80 .5 m² Außenraum 8.

Wohnungsgröße [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE) Wohnfläche 70.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 81 .0 m² Außenraum 10.

0 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 82 .Grundriss [028] Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH) Wohnfläche 125.0 m² Außenraum 17 .

Der Typ des Einfamilienhauses repräsentiert dies in besonderer Weise. hat sich das Wohnen von einer zwingenden Notwendigkeit zu einem Konsumprodukt gewandelt. ist nur eine geringe Bewohneranzahl vorgesehen. Bei der Attikawohnung am Zürichsee [029] der Architekten burkhalter sumi wird das offene und allseitige Wohnen geradezu inszeniert. Wesentliche Eigenschaft der Wohnungen ist dabei nicht die Erhöhung der Anzahl der Individualräume. Bei dem städtischen Reihenhaus von Beyer-Schubert Architekten [031] in Berlin erstreckt sich die Wohnung über vier Geschosse und eine großzügige Dachterrasse.Wohnungsgröße Luxus-Wohnungen | XL Wie eingangs beschrieben. Luxuswohnen beginnt erst oberhalb der Grenzen. Vier großzügige Terrassen in allen Himmelsrichtungen stellen jedoch das eigentliche Luxusmerkmal dar. dass im bundesweiten Durchschnitt die Wohnfläche der Einfamilienhäuser lediglich bei 135 m² liegt und dies etwa einer typischen Vierpersonenwohnung entspricht und noch nicht als Luxuswohnen bezeichnet werden kann. Dieses Segment wird jedoch nicht nur im Typus der freistehenden Villa angeboten. die über die Multiplikation des Flächenanspruchs mit der Nutzeranzahl entstehen. Das Projekt der Architekten Allmann Sattler Wappner aus München [030] wurde als „Haus der Zukunft“ konzipiert. Die großzügigen Individualräume sind lediglich über Schiebewände abgetrennt. innerstädtischen Wohnungen zu verzeichnen. Dabei ist es jedoch erstaunlich. sondern die großzüge Ausweitung der kommunikativen Flächen. der Sanitärbereich ist offen integriert. Jedem Bewohner wird im Erdgeschoss ein vollständiges Kleinappartement als Individualraum angeboten. 83 . Die Idee besteht in der konsequenten Berücksichtigung des zunehmenden Anspruchs nach Individualität. Obwohl eine Wohnfläche von 230 m² zur Verfügung steht. Wohnungsgröße wird hier als direktes Qualitätsmerkmal zu Repräsentationszwecken vermarktet. Der Luxusaspekt wird durch den offenen Grundriss und die Ateliernutzung deutlich. sondern gerade in den großen Ballungsräumen ist ein enormer Bedarf an überdurchschnittlich großen. Die großzügigen Gemeinschaftsräume befinden sich im darüberliegenden Geschoss und werden zusätzlich über die Terrassen erweitert.

Grundriss [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH) Wohnfläche 221.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 84 .4 m² Außenraum 134.

Wohnungsgröße [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Wohnfläche 219.3 m² Außenraum 130.1 m² Individualräume 6 Orientierung IV 85 .

0 m² Außenraum 47 .8 m² Individualräume 3 Orientierung Il 86 .Grundriss [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch Ring Berlin (DE) Wohnfläche 221.

Veränderbarkeit 87 .

Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. Nutzungsneutralität [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Weimar (DE) Grundrissflexibilität [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße. Riehen (CH) 90 94 98 88 . Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Wien (AT) Grundrissvariabilität [035] Michael Alder Störzbachstraße.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderbarkeit meint nun allerdings nicht. die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen. Ein dritter Ansatz bezieht sich auf die äußere Flexibilität von Wohneinheiten. die zu einer unpräzisen und vor allem nicht vergleichbaren Kategorisierung führen. Alle drei Entwurfsvarianten basieren auf einer Grundstruktur. Die daraus resultierende pluralisierte Wohnraumnachfrage entsteht jedoch nicht nur durch unterschiedliche Lebensformen. Dem Modell „Familie mit leiblichen Kindern“ steht heute eine große Zahl anderer Lebensmodelle gegenüber. sondern wird von einer zusätzlichen Vielfalt an nutzerspezifischen Faktoren verursacht. zum anderen ermöglicht eine geplante baulichräumliche Variabilität eine Veränderung der Raumstruktur selbst. zum Beispiel gleichbleibender Wohnungsgröße. im Sinne von wachsenden und schrumpfenden Wohnungen wird dabei die eigene Wohnfläche effektiv verändert. Die Auseinandersetzung mit dem Zweitnutzer ist also ebenso relevant wie das Wissen um die sich ändernden Ansprüche durch ein und denselben Bewohner. Ein dif­ ferenziertes Angebot am Wohnungs. geplant werden. In beiden Fällen mindert das Nachdenken über die Veränderbarkeit des Grundrisses und eine mögliche Nachnutzung das Investitionsrisiko. sondern gleichzeitig langfristig nachgefragt werden. können auf drei unterschiedlichen Entwurfsansätzen basieren. Anpassungsfähigkeit kann hier nur auf der Basis von festgelegten Rahmenbedingungen. Dabei geht es nicht nur um das Erfüllen der Wohnbedürfnisse eines Nutzers über einen längeren Zeitraum – immerhin wird in einer Mietwohnung in Deutschland durchschnittlich zwölf Jahre lang gewohnt –. Zum einen kann eine nutzungsneutrale Grundrisskonzeption unterschiedlichen Nutzungsszenarien gerecht werden. Dieses Risiko ist im Laufe der letzten Jahrzehnte im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierung gewachsen. deren Veränderbarkeit geplant wird und die durch den Nutzer und dessen Wohnverständnis individuell interpretiert werden kann.und Immobilienmarkt bedient darüber hinaus umfangreich sich ändernde Rahmenbedingungen. dass jede Wohnung ein „Alleskönner“ sein muss. Nachhaltig nutzbare Grundrisse. langfristige Vermarktbarkeit des Wohnraums selbst. Ein nachhaltiger Entwurfsansatz ist dabei ebenso entscheidend für den individuellen Eigentumserwerb wie für die Schaffung von Wohnraum durch private und öffentliche Wohnversorger. 89 . der nach dem Single-Dasein Platz für heranwachsende Kinder bietet und im Anschluss die Abtrennung eines separaten Appartements für Service und Pflege gestattet. sondern auch um eine stabile.Veränderbarkeit Einleitung Der Entwurf von nachhaltig nutzbaren Wohngrundrissen ist eine besondere Herausforderung für den Entwerfer.

Das Spektrum von nutzungsneutralen Grundrissen reicht von gleichwertigen Individualräumen. eventuell mehrfach zugängliche Räume entsprochen werden. Zusätzlich zum großzügigen Außenraum am Wohn. bis auf die fixierte Badzelle. Beide Raumpaare werden über einen Flur erschlossen. So ist zum Beispiel bei drei gleich großen Individualräumen und entsprechender Zonierung des Gesamtgrundrisses eine Nutzung durch eine Familie mit zwei Kindern. Die Individualräume sind zusätzlich zum individuellen Zugang vom Flur durch eine innere. Unterschiedlichen Wohnbedürfnissen soll durch gleichwertige. die durch Schiebewände voneinander getrennt werden können. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Nachnutzung beziehungsweise Zweitnutzung dar. an dem jeweils auch ein Sanitärbereich angeordnet ist. Ein zentraler Zugang sowie die mittig angeordnete Erschließungszone gestatten. Das Projekt [032] in Nüziders von Baumschlager Eberle basiert auf dieser Grundüberlegung. sondern ein zweiter wesentlicher Aspekt entscheidend berücksichtigt: Wohnen ist keine Momentaufnahme und eine Wohnung keine gebaute Bestandsaufnahme einer Lebensphase. die eine Mindestmöblierbarkeit für verschiedene Nutzungen zulassen. Das Angebot folgt dabei der Auffassung.Grundriss Nutzungsneutralität Mit nutzungsneutralen Grundrissen wird nicht nur auf pluralistische Nachfragen am Wohnungsmarkt reagiert. über eine gleichwertige Raumstruktur aller Wohnfunktionen bis zum Ein-Raum-Grundriss. durch eine Wohngemeinschaft von drei Personen oder durch zwei Bewohner mit 90 Bedarf für zusätzliche Arbeits-. Die Grundrissanordnung ermöglicht zum Beispiel eine Nutzung der Räume im Südosten als Arbeitsbereich. Jeweils zwei gleichwertige Individualräume umschließen den kommunikativen Bereich der Geschosswohnungen am Steinacker in Zürich [033] von Hasler Schlatter Partner. die ein stufenweises Zuschalten der Räume zum kommunikativen Bereich der Wohnung ermöglichen. an der Fassade angeordnete Erschließungsspur mit Schiebetüren verbunden. dass in ihrer Größe neutrale Raumangebote unterschiedliche Nutzungs­ szenarien eher bedienen als in Größe und Funktionsanordnung spezifische und hierarchisierte Raumkonzepte. der durch eine variabel nutzbare Möblierung alle Wohnfunktionen parallel oder nacheinander im selben Raum aufnimmt. Die Geschosswohnungen in der Grieshofgasse in Wien [034] von Helmut Wimmer bestehen aus vier gleichwertigen Räumen. Gäste. jeweils eine freie Anordnung der Wohnfunktion durch den Nutzer.oder Hobbyfläche vorstellbar.und Essbereich wird den vier Individualräumen jeweils ein schmaler Austritt zugeordnet. . der auch den Empfang von Kunden gestattet. Im Lebenszyklus einer Wohnung ändern sich zum Teil mehrfach die Bedürfnisse ihrer Bewohner.

1 m² Außenraum 17 .Veränderbarkeit [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT) Wohnfläche 120.5 m² Individualräume 3 Orientierung II 91 .

6 m² Individualräume 4 Orientierung II 92 .2 m² Außenraum 24.Grundriss [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 133.

2 m² Außenraum 0.Veränderbarkeit [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT) Wohnfläche 90.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung II 93 .

Die zum Teil umfangreichen baulichen Eingriffe führen häufig dazu. das dem Erstnutzer eine flexible. dass Grundrissvariabilität zum reinen Verkaufsargument verkommt. Lediglich der mittige Kern mit Sanitär. Die an beiden Belichtungsseiten vorgelagerten Loggien garantieren jedem der vier Räume einen individuellen Außenbereich. der verschiedensten Wohnformen entsprechen kann. Mit einer minimalen Raumaufteilung von drei beziehungsweise einer maximalen Unterteilung von neun Räumen weist die 120 m² große Wohnung eine hohe Leistungsfähigkeit auf. der als experimenteller Wohnungsbau im Zuge der IGA ‘93 in Stuttgart entstand. Sämtliche Innenwände können ansonsten durch den Nutzer frei positioniert werden. gesetzt werden.und Abstellfunktion sowie der Küchenanschluss wurden in den Geschosswohnungen in Leipzig von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner [036] fest eingebaut. Das Projekt zeichnet sich durch einen hohen Grad an Grundrissvariabilität aus. langfristig sichere Investition vorhält. 94 . damit alle Wohnfunktionen in sämtlichen Grundriss­ konstellationen zugänglich sind. Mögliche Wandachsen sind über drei Anschlussmöglichkeiten von Trennwänden entlang der Fensterfronten vordefiniert. Die Entwicklung von Flachdecken aus Stahlbeton. Jahrhunderts eine gängige Bauweise (plan libre).Grundriss Grundrissvariabilität Variabilität des Grundrisses meint die Anpassung einer Raumstruktur an geänderte Nutzerbedürfnisse durch das freie Verändern von Wandpositionen. Ausgangspunkt des Entwurfs von Michael Alder [035]. in der Praxis häufig lediglich einmal statt und zwar zu Beginn der Nutzung. Neben dieser statischen Unabhängigkeit bedarf es eines sinnvollen Erschließungssystems. wenn überhaupt. Die zwei angebotenen Räume können dabei aufgrund ihrer jeweils zwei Zugänge in bis zu vier Räume unterteilt werden. Der Umbau der Struktur findet. die durch regelmäßig angeordnete Stützen und aussteifende Kerne eine freie und von der Statik unabhängige Raumkonfiguration ermöglichen. Die Lage der Treppe sowie ein obligatorischer zweiter Zugang bei jeder Wohneinheit ermöglichen zudem eine spätere Trennung von Erdgeschoss und Obergeschoss in zwei separate Wohneinheiten. war das Trennen beziehungsweise Zusammenlegen von Räumen. Ausgangspunkt dieser Anpassungsfähigkeit ist die Trennung von Tragwerk und Ausbaustruktur des Projekts. wodurch sowohl ein offener Allraum als auch bis zu sechs kleine Zimmer in der 98 m² großen Wohnung möglich werden. Auch in den Wohnungen der Siedlung Lessingstraße in Weimar [037] können zwischen fixen Betonschotten Trennwände variabel. je nach Nutzerbedarf. ist seit dem Beginn des 20.

6 m² Außenraum 25.2 m² Individualräume 1 - 2 Orientierung II 95 .Veränderbarkeit [035] Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE) Wohnfläche 79.

8 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung III 96 .Grundriss [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße Leipzig (DE) Wohnfläche 97 .

Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE) Wohnfläche 119.6 m² Außenraum 12.Veränderbarkeit [037] Walter Stamm-Teske.0 m² Individualräume 3 - 6 Orientierung II 97 .

Die Wohnungen basieren auf einer klaren Schichtung von Außenraum. Die Grundrisse beziehen ihre Anpassbarkeit also aus dem effektiven Zuschalten beziehungsweise Verzicht von Raum und Fläche.Grundriss Grundrissflexibilität Grundrissflexibilität meint die Erweiterung oder Verringerung der Wohnfläche durch Zusammenlegung. Erschließungsund Kochschicht sowie einer weiteren Zimmerschicht mit separatem Zugang. Zuschalten. dienender Schicht. Obergeschoss. Diese Gliederung ermöglicht durch Öffnen oder Trennen der Individualraumfolge ein variables System aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen. Grundrissflexibilität zeichnet sich im Unterschied zur Grundrissvariabilität. Unter einer aktiven Einbeziehung der Bewohner in die Projektplanung realisierten ADP Architekten in Zürich [038] das Projekt Hellmutstraße. Bei der dreigeschossigen Wohneinheit in der Siedlung Vogelbach [039] entsteht Grundrissflexibilität durch einen zweiten Zugang zur Wohneinheit im 2. 98 . sondern es bedarf einer kontinuierlichen Nutzerkoordination. Der Eingriff bedeutet bei vollständiger Trennung der beiden unteren Geschosse vom obersten Geschoss aller­ dings den Rückbau der Treppe sowie den nachträglichen Verschluss der Decken­ ebene. Dadurch können die Räume dieses Geschosses abgetrennt und separat genutzt werden. durch langfristige Veränderungsintervalle aus. Auch ohne diese Maß­ nahme bie­­ tet der Grundriss durch gleichwertige. nutzungsneutrale Räume sowie den zweiten möglichen Zugang ein hohes Maß an Nutzungsflexibilität. Zumindest im verdichteten Wohnungsbau fordert diese Veränderung immer Interaktion. das heißt dem Versetzen von Trennwänden oder dem Öffnen beziehungsweise Schließen verschiebbarer Elemente. Dabei reichen nicht nur eingeplante bauliche Sollbruchstellen in der Gebäudestruktur. Zimmerschicht mit zwei Erschließungsspuren. Auf Kosten der einen kann eine andere Wohneinheit vergrößert oder verkleinert werden. Anbauen oder Abtrennen von Räumen oder Gebäudeteilen.

7 m² - 45.7 m² Außenraum 4.Veränderbarkeit [038] ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH) Wohnfläche 44.0 m² Individualräume 1 - 4 Orientierung II 99 .9 - 225.

6 - 119.2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 - 4 Orientierung II 100 .Grundriss [039] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 39.

Orientierung 101 .

Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Weilheim (DE) Einseitige Orientierung [050] Johannes Kaufmann Brugg. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Den Haag (NL) 121 Dreiseitige Orientierung 108 [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Vierseitige Orientierung [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Bezau (AT) [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße. Breda (NL) 104 Sonderformen Orientierung [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Basel (CH) 117 102 . Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Dresden (DE) 112 Zweiseitige Orientierung [046] Norbert Post .

im Sinne des Ausblicks und des Einblicks. nach wie vor müssen sie aber überlegt angeordnet werden. Das Wissen um die direkte Abhängigkeit der Orientierung und Gebäude. kommunikative Bereiche aufgrund ihrer intensiveren Tages. So ist es zum Beispiel angebracht. In deren Ergebnis stehen sowohl die Gebäudestruktur als auch die Gebäudeausrichtung fest.beziehungsweise Wohnungstiefe als auch die grundlegende Disposition der Wohnfunktionen im Grundriss basieren zu einem entscheidenden Teil auf dem Orientierungsaspekt und der Anzahl der Belichtungsseiten. gemeint. Mit dem Grundrissaspekt Orientierung ist jedoch nicht nur eine ausreichende Versorgung aller Wohnräume mit Tageslicht. sondern beeinflusst die Art des Wohnens zu einem wesentlichen Teil. Größe und Lage der Öffnungen hat damit nicht nur den Zweck der ausreichenden Belichtung. Ein weiteres Kapitel betrachtet neben der Orientierung von Wohnraum nach „außen“ verschiedene Sonderbelichtungsformen nach „innen“ . wurde das Raumprogramm eindeutig Himmelsrichtungen zugeordnet. Heute ist die Nutzung der Räume multifunktionaler. In der Moderne. Gleichzeitg kann im seltensten Fall im städtischen Kontext von einer idealen Orientierung der zu planenden Wohngebäude ausgegangen werden. sondern auch der sorgfältig geplante Bezug zum Außenraum. Mit der Fassadenplanung findet also die Auseinandersetzung des Entwurfs mit dem Übergang zwischen Privatheit der Wohnung zur Öffentlichkeit davor und umgekehrt statt. Die Anzahl.beziehungsweise Wohnungstiefe und damit auf einzelne Grundrissentscheidungen hat also bereits einen nicht zu vernachlässigenden Anteil im städtebaulichen Entwurfsprozess. des Schallschutzes sowie des Sonnen. Luft und Sonne definierte.und Abendnutzung wenn möglich nach Südwesten zu orientieren. Sowohl die Gebäude. 103 . Gleichzeitig spielen die Themenfelder der Lüftung.Orientierung Einleitung Die Wohnungsorientierung wird häufig im Zuge der städtebaulichen Konzeption eines Projekts festgelegt.und Wärmeschutzes eine Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Orientierung.und Nachtbereich und damit monofunktionale Räume zum Wohnen und Schlafen wurden definiert. Tag. Gerade Ressourcen sparende Energiestandards für Gebäude beruhen immer auch auf einer entsprechenden Ausrichtung der Gebäude selbst. Das Kapitel gliedert sich in fünf mögliche Orientierungsvarianten: Begonnen bei der vierseitigen Orientierung werden bis zur einseitig orientierten Wohnung die unterschiedliche Anzahl der Belichtungsseiten und die daraus resultierenden Grundrissabhängigkeiten dargestellt. Auch eine Inszenierung des Lichteinfalls und daraus resultierenden Schattenspiels kann zum Entwurfsgegenstand werden. die die Standards des Massenwohnungsbaus mit ausreichend Licht.

Allseitig orientierte Grundrisse werden häufig in freistehenden Gebäuden. Mit einem häufig hohen Öffnungsanteil und weniger massiven Außenwandflächen erfüllen diese Wohnungstypen das vermarktungsrelevante Qualitätskriterium nach lichtdurchfluteten Räumen. großzügige Öffnungen belichtet. die jeweils eine Wohnfunktion aufnehmen. Die Öffnung im Obergeschoss entlang der Treppe sorgt für einen zusätzlichen Lichteinfall im Erdgeschoss. zweigeschossige Einfamilienhaus von Bauart [040] wird auf beiden Geschossen durch wenige.und Abstellbereich gliedern die ansonsten freien Geschossebenen. alle Bereiche natürlich zu belichten. Lediglich die Treppe sowie im Erdgeschoss ein Sanitär. Die vier Gebäudemodule von Ryue Nishizawa in Tokyo [041]. Gleichzeitig kann dieser Wohnungstyp nahezu Einfamilienhausqualitäten im barrierefreien Geschosswohnungsbau bieten und bedient damit individuelle Wohnwünsche bis ins hohe Alter. reagieren mit großflächigen Öffnungen in jedem Geschoss unterschiedlich auf den städtischen Kontext. Der Erschließungsaufwand im verdichteten Wohnungsbau mit einer Wohnung je Geschoss ist dabei allerdings extrem hoch. Das flächenoptimierte. das heißt Einfamilienhäusern. Lediglich im Bereich der Sanitärräume musste dabei ein zusätzlicher Erschließungsflur angeordnet werden. die als gestapelte Räume konzipiert wurden. Dabei bietet die allseitige Orientierung die Chance. 104 . Daher werden Wohnungen mit allseitiger Orientierung vorwiegend im Luxussegment umgesetzt und angeboten. ohne dass eine bestimmte.Grundriss Vierseitige Orientierung Die optimale Belichtung über vier Seiten garantiert eine freie Grundrissgestaltung. Bei der Variante der Etagenwohnung wurden die einzelnen Wohnfunktionen rotierend um den Kern angeordnet. auch die häufig im Kern angeordneten dienenden Sanitärfunktionen können hier an die Fassade rücken. Mit vier bewusst gesetzten Fenstern orientiert sich die Wohnung in alle vier Himmelsrichtungen. Aufgrund der zwei geplanten Eingangstüren kann die Wohnung auch als Zweispänner organisiert werden. Xaveer de Geyter organisiert die großzügige Geschosswohnung in Breda [042] um einen zentralen Erschließungskern aus Lift und Treppenraum. Die allseitig orientierte Wohnung mit einem hohen Öffnungsanteil ist in vier zimmertiefe Grundrissbereiche unterteilt. oder im verdichteten Wohnungsbau als Penthouse beziehungsweise als gestapelte Wohneinheiten geplant. zwingende Funktionsanordnung im Grundriss entsteht.

Orientierung [040] Bauart Architekten mobiler Standort Wohnfläche 66.0 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 Orientierung IV 105 .

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 106 .5 m² Außenraum 0.Grundriss [041] Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP) Wohnfläche 77 .

8 m² Individualräume 3 Orientierung IV 107 .Orientierung [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL) Wohnfläche 298.8 m² Außenraum 21.

und Orientierungsqualitäten wie eine allseitig belichtete Wohnung. Die Doppelhäuser von Daniele Marques in Luzern [043] folgen einer klaren Grundrissstruktur. Auch im Lukasareal in Dresden von Thomas Müller und Ivan Reimann [045] wird die Geschosswohnung zentral erschlossen. Im Souterrain und im 1. Die Öffnungen in der Längsseite der Gebäude lassen damit auch die natürliche Belichtung und Belüftung der Wohnfunktionen im Kern der Gebäude zu. Wo im verdichteten Wohnungsbau der Wohnungseingang angeordnet ist. Die Positionierung der Wohnfunktionen im Grundriss mit drei möglichen Belichtungsseiten bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten. Der private Außenraum setzt anschließend konsequent den kommunikativen Bereich nach außen fort. Sowohl die Souterrainräume als auch der Sanitärbereich im Erdgeschoss sowie die Kochecke können dadurch von Süden natürlich belichtet werden. Über die Gebäudeseiten werden die Individualräume natürlich belichtet. wodurch im Unterschied zum Reihenhaus tiefere Grundrisse möglich werden.Grundriss Dreiseitige Orientierung Dreiseitig orientierte Wohngrundrisse sind häufig in Doppelhäusern oder als Kopfwohnungen von Wohnzeilen angewendete Wohnungstypen. Die Öffnungsmöglichkeit nach drei Seiten bietet dabei ähnliche Belichtungs.und Essbereich orientieren sich zum privaten Außenraum in Richtung Westen. den Eingangsbereich und die Verkehrsflächen des Hauses auf. In der Geschosswohnung von pool Architekten [044] in Zürich wurden die Individualräume sowie der Sanitärbereich entlang der Wohnungstrennwand angeordnet. Obergeschoss wird diese Schicht bis an die Fassade geführt und natürlich belichtet. Gerade bei der Grundrissorganisation des Doppelhauses ist oft die Verwandtschaft zum Reihenhaus zu spüren. definieren Doppelhäuser ihre Brandwand und Abgrenzung zum Nachbarn. das um eine zusätzliche Fassadenseite ergänzt wurde. Die zweite Schicht wird über die Individualräume gebildet und öffnet sich von Osten nach Westen in drei Himmelsrichtungen. Die innere Schicht nimmt dabei die längs liegende Treppe. 108 . Großzügige Verglasungen versorgen den langgestreckten Raum mit Tageslicht.Über die vorgeschaltete Diele gelangt man in alle Räume. Die Küche sowie der Wohn. Die Individualräume sind nach Süden beziehungsweise nach Norden orientiert. über klare Funktionsschichten bis zur Reihung der Wohnfunktionen entlang der Fassade. um jeden Bereich natürlich zu belichten. die auf der Gliederung in zwei Längsschichten beruht. Nach dem Betreten der Wohnung durch die beschriebene Raumschicht öffnet sich ein in drei Himmelsrichtungen orientierter kommunikativer Bereich.

5 m² Außenraum 38.5 m² Individualräume 4 Orientierung III 109 .Orientierung [043] Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH) Wohnfläche 183.

0 m² Individualräume 2 Orientierung III 110 .Grundriss [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Wohnfläche 82.0 m² Außenraum 34.

Orientierung [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Wohnfläche 81.7 m² Außenraum 19.8 m² Individualräume 2 Orientierung III 111 .

Die drei Individualräume sind nach Osten. der die gesamte Wohnungstiefe ausnutzt. In Laufenburg entwickelten burkhalter sumi architekten [048] Geschosswohnungen. Die Alternative. Neben der Erschließung aus einem externen Treppenhaus können sie auch am Laubengang angeordnet werden. Die Tiefe von ost-westorientierten Wohnungen liegt üblicherweise bei 10 m bis 14 m. das heißt den individuellen Bereich und den kommunikativen Bereich jeweils an einer Belichtungsseite anzuordnen. Gerade für nord-südorientierte Wohnungen stellt dies allerdings eine geeignete Grundrissorganisation dar. Die ost-west-orientierte Wohnung von Delugan Meissl Associated Architects in Wien [047] wird durch eine mittig angeordnete Servicezone. Nord-süd-orientierte Wohnungen oder Gebäude haben aufgrund lediglich einer direkten Besonnungsseite meist eine geringere Gebäudetiefe (zwischen 7 m bis 10 m) als ost-west-orientierte. Zweiseitig orientierte Wohnungen bieten die Möglichkeit. der Wohnund Essbereich nach Westen orientiert. Stehen zwei Belichtungsseiten zur Verfügung. Der Zugang und Erschließungsbereich.Grundriss Zweiseitige Orientierung Zweiseitig orientierte Wohnungen zählen im Neubau auch aufgrund einer in der Regel wirtschaftlichen Erschließung zu den am häufigsten geplanten Wohnungstypen. Das zweigeschossige. nord-süd-orientierte Reihenhaus in Herdecke von Post und Welters [046] wurde auf einer flächenoptimierten Grundfläche geplant und setzt sich aus zwei unterschiedlich tiefen Raumschichten zusammen. die Küche sowie ein weiterer Individualraum im Obergeschoss sind nach Norden orientiert. die über einen kommunikativen Bereich. der Sanitärbereich ist im Kern angeordnet. Hier können über zwei gleichwertige Besonnungsseiten die kommunikativen und individuellen Raumschichten zu beiden Seiten angeordnet werden. 112 . In den Kopfwohnungen der Wohnanlage in Weilheim von Fink + Jocher [049] wird die Übereck-Situation für eine zweiseitige SüdOst-Orientierung des kommunikativen Bereichs genutzt. bietet dagegen den Raumsituationen nur eine Blickrichtung und Besonnungssituation. einen offenen kommunikativen Bereich über die gesamte Gebäudetiefe anzuordnen und diesen damit in zwei Himmelsrichtungen zu orientieren. Der Wohn- / Essbereich.und Küchenbereich aufnimmt. gegliedert. Die Individualräume und der Kochbereich orientieren sich nach Osten. Im Geschosswohnungsbau werden die beiden Öffnungsseiten von Wohnungen sowohl übereck als auch vis-à-vis angewendet. die den Sanitär. hat die jeweilige Orientierung wesentlichen Einfluss auf die Gebäudetiefe. Parallel dazu wurden zwei Individualräume mit zwischengeschaltetem Sanitärbereich angeordnet. erschlossen werden. ein Individualraum sowie der Sanitärbereich orientieren sich nach Süden.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Wohnfläche 76.Orientierung [046] Norbert Post .6 m² Individualräume 2 Orientierung II 113 .0 m² Außenraum 9.

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 114 .Grundriss [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Wohnfläche 93.0 m² Außenraum 14.

Orientierung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Wohnfläche 59.0 m² Außenraum 8.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 115 .

8 m² Außenraum 10.Grundriss [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße Weilheim (DE) Wohnfläche 90.9 m² Individualräume 2 Orientierung II 116 .

die den Koch. Zur natürlich belichteten Raumschicht kann maximal in der unbelichteten Zone eine Erschließungsbeziehungsweise eine Servicespur aus dienenden Funktionen addiert werden. wird aus ökonomischen Grün­ den vorwiegend auf tiefe Wohnmodule zurückgegriffen. Die Tiefe einseitig orientierter Wohnungen ist aufgrund der einen Öffnungsseite stark eingeschränkt. einseitige Ausblick kann aber auch für besonders prominente Lagen gewünscht sein und entsprechend inszeniert werden. Dem Problem der fehlenden Querlüftungsmöglichkeit von einseitig orientierten Wohnungen kann. Ein zweiter Zugang neben der Erschließung des Flurs aus dem Treppenraum führt am Ende des Erschließungsraums in den halböffentlichen Hofbereich der Wohnanlage.und Sanitärbereich mit der dafür notwendigen Installation aufnimmt und sich zur kommunikativen beziehungsweise Individualraumschicht öffnet. Alle Wohnfunktionen wurden daran aufgereiht und sind zusätzlich durch eine Außenraumspur über die gesamte Wohnungslänge an der Belichtungsseite der Räume erneut verbunden. Die einläufige Treppe ist entlang der Brandwand angeordnet. An sie grenzt eine Serviceschicht. die gegebenenfalls über Oberlichter natürlich belichtet wird. Der gerichtete. Die rund 27 m² großen Zimmerboxen des Hotel Extension in Bezau von Johannes Kaufmann [050] werden über einen Laubengang erschlossen und orientieren sich ausschließlich nach Westen. Einseitig orientierte Geschosswohnungen basieren daher in der Regel auf langgestreckten Grundrissen. wie Hotels und Studenten­ wohnheime.Orientierung Einseitige Orientierung Wohneinheiten an Brandwänden oder mit kleiner Wohnfläche werden unter ökonomischen Aspekten vorzugsweise als einseitig orientierte Wohnungen geplant. nach Nordwesten orientierte Brandwandwohnungen. In Paris konzipierte Francis Soler [051] zweigeschossige. bei denen sich die Wohnfunktionen an der Fassade aufreihen. über Oberlichter begegnet werden. Sie folgen dem klassischen Grundrisstyp des Hotelzimmers mit innenliegendem Sanitärbereich an der Zugangssituation und dem sich anschließend öffnenden Raum zum Schlafen und kurzfristigen Aufenthalt. wenn möglich. Auch die einseitig belichteten Geschosswohnungen von Herzog & de Meuron in Basel [052] werden über einen an der Brandwand angeordneten Erschließungsflur organisiert. die über die kurze Seite belichtet sowie erschlossen werden. Für temporäre Wohn­ formen. 117 .

6 m² Außenraum 7 .2 m² Individualräume 1 Orientierung I 118 .Grundriss [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Wohnfläche 26.

0 m² Individualräume 2 Orientierung I 119 .7 m² Außenraum 0.Orientierung [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Wohnfläche 77 .

5 m² Individualräume 3 Orientierung I 120 .2 m² Außenraum 12.Grundriss [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Wohnfläche 114.

 Obergeschoss wird der Wohnhof zum introvertierten Außenbereich der Bewohner.Orientierung Sonderformen Orientierung Gerade im innerstädtischen Wohnungsbau mit teilweise schwierigen Belichtungssituationen ermöglichen erst zusätzliche Belichtungsformen. die den Innenhof als zentralen und wichtigsten Wohnbereich ausbilden. Die kommunikativen Bereiche gruppieren sich um den Patio. die ein Patio generiert. Hinter der geschlossenen Außenwand an der Wohnungsrückseite ist die Fluchttreppe des Gebäudes angeordnet. wie zum Beispiel Patios oder Innenhöfe eine ausreichende Versorgung der Wohnungen mit Tageslicht. Herzog & de Meuron können die Geschoss­ wohnungen in einer rund 25 m tiefen Baulücke in Basel [053] nur mithilfe eines Patios im zentralen Wohnbereich ausreichend belichten. Aus der frühen Geschichte sind Atrium. in denen ausschließlich eine Belichtung über einen Innenhof möglich ist beziehungsweise der Nutzerwunsch nach einem introvertierten Wohnmodel existiert. Im Obergeschoss ist zusätzlich jedem Indivi­ dualraum eine Dachterrasse zugeordnet. Die Dachterrasse im letzten Geschoss bietet dagegen einen öffentlicheren Bezug zum Quartier. Der heterogene und dichte Kontext der Wohn­ arche in Wien von Walter Stelzhammer [054] führte zur Konzeption eines mehrgeschossigen introvertierten Patiogebäudes. Die zwei Individualräume orientieren sich zur Stadt in südwestlicher Richtung. entstand jedoch seltener aus städtebaulichen Orientierungszwängen. Entlang der nach Südosten vollständig verglasten Fassade sind alle Wohnfunktionen angeordnet. Es gibt allerdings auch Situationen. gut belichtet werden. der gerade im verdichteten Wohnungsbau ein wertvoller Rückzugsraum abseits der pulsierenden Öffentlichkeit ist. Im 1. Letztendlich übernimmt der zentrale Patio mit einer Grundfläche von 6 x 3 m die Hauptbelichtung der Wohnung. 121 . Tiefe NordSüd-Grundrisse können so durch eine zweite Südfassade. Die Wohnungen selbst werden direkt über den Aufzug erschlossen.und Hofhäuser bekannte Wohntypologien. Die zweigeschossigen Gebäude der Teppichsiedlung „Patio-Island“ von MVRDV im Vinex-Areal in Ypenburg [055] werden ausschließlich über einen Patio belichtet. in dem auch ein kleiner privater Außenbereich angeordnet ist. Die langgestreckten Wohneinheiten mit einer Tiefe von 5 m werden über den privaten Innenhof erschlossen. Die viergeschossigen Back-to-Back-Häuser werden neben dem Patio zusätzlich einseitig durch kleine Fenster beziehungsweise Austritte belichtet. Die bewusste Abgrenzung der Öffentlichkeit und ausschließliche Ausrichtung nach innen sollte dabei vor allem die Privatsphäre der Bewohner schützen und reagierte auf die klimatischen Bedingungen. Gleichzeitig entsteht ein introvertierter Außenraum.

7 m² Individualräume 2 Orientierung I.2 m² Außenraum 2. Patio 122 .Grundriss [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Wohnfläche 115.

3 m² Individualräume 3 Orientierung I.6 m² Außenraum 53. Patio 123 .Orientierung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Wohnfläche 162.

4 m² Außenraum 164.Grundriss [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Wohnfläche 144.7 m² Individualräume 4 Orientierung Patio 124 .

Geschossigkeit 125 .

Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Gifu (JP) 128 131 126 . Eingeschossige Wohnungen [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Wien (AT) Mehrgeschossige Wohnungen [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata.

Im Vergleich zur eingeschossigen Wohnung bieten Maisonettes. Unterschiedliche Geschosse und Niveaus innerhalb einer Wohnung sollten jedoch nicht unter Vernachlässigung des Aspekts der Barrierefreiheit geplant werden. Das Ziel ist dabei weniger ein Angebot von wechselnden Niveaus. das heißt mehrgeschossige Wohnformen. Die einschränkte Nachhaltigkeit in der Nutzung mehrgeschossiger Wohnungen durch die Notwendigkeit einzelner Steigungen beziehungsweise einer Treppe zur Erschließung der Geschosse sollte in der Entwurfsphase daher eine entscheidende Rolle spielen. Mehrparteienhäuser bestehen vorrangig aus Geschosswohnungen und zweigeschossigen Maisonettes. sollte entwurfsspezifisch abgewägt werden. sondern vielmehr eine baulich wirksame Zonierung der Funktionsbereiche. Das Verteilen der Wohnfunktionen auf eine oder auf mehrere Ebenen steht jedoch auch in einer Abhängigkeit zur Bauform und dem gewählten externen Erschließungstyp. Ab einer bestimmten Wohnungsgröße ist allerdings eine ausreichende Belichtung aller Wohnfunktionen auf einer Ebene problematisch. Dagegen ermöglicht die Funktionsverdichtung von kleinen Wohneinheiten selten eine optimierte Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche auf mehreren Geschossebenen und der zusätzlich notwendige Flächenbedarf für das Treppenelement widerspricht der angestrebten kompakten Grundrisslösung. zudem wird der Erschließungsaufwand unverhältnismäßig hoch. Inwieweit drei. Niveauveränderungen sind allerdings auch im Geschosswohnungsbau ein angemessenes Mittel der Raumgestaltung. Da das Bauelement Treppe als starres Gefüge die Veränderung der Grundrissstruktur zu einem wesentlichen Teil verhindert. 127 .Geschossigkeit Einleitung Neben der Größe sowie dem Zonierungstyp spielen bei der Entscheidung für die Geschossigkeit einer Wohnung unter anderem die Gewichtung von Barrierefreiheit gegenüber der Umsetzung vertikaler Raumbeziehungen und verschiedener Wohnniveaus eine Rolle. Der konstruktive Aufwand von Niveauveränderungen in Geschosswohnungen wird dabei für das gesamte Gebäude wirksam und beschränkt sich nicht nur auf eine einzelne Wohneinheit. Daher muss hier die Synergie gesucht werden.und Austrittmöglichkeiten auf unterschiedlichen Geschossebenen. die Möglichkeit der vertikalen Raumbeziehung sowie das Erlebnis von Ausblick. wobei die entstandenen Niveaus zusätzlich durch unterschiedliche Geschosshöhen charakterisiert werden können. wird die mehrgeschossige Raumqualität häufig durch die Einschränkung der Veränderbarkeit des Grundrisses selbst erkauft.und mehrgeschossige Wohneinheiten in diesem Gebäudetyp noch wirtschaftlich sind. Dabei muss unter anderem der Aufwand der zusätzlich notwendigen externen Erschließung zur Größe des Gesamtprojekts einkalkuliert werden.

128 . Das Grundrissprinzip der Geschosswohnung in Graz von Riegler Riewe [056] beruht auf einem hohen Grad an Nutzungsneutralität. Die Kapitel Zonierung und Erschließung beschreiben dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten und deren Besonderheiten. Die Qualität der Grundrissgestaltung eingeschossiger Wohnungen beruht neben der Grundrissdimension und -struktur auf der Disposition der einzelnen Wohnfunktionen und deren Orientierung. Dadurch wird in der ansonsten offen konzipierten Wohnung eine klare Zonierung möglich.und Pavillongebäude realisiert. Das Projekt „Miss Sargfabrik“ in Wien von BKK-3 [057] zeichnet sich durch eine Niveauveränderung innerhalb der Geschosswohnung aus. je nach Nutzerwunsch. Die oberen Etagen eines Gebäudes können in der Regel aufgrund ihrer Aussicht sowie einer zunehmenden Privatheit der Erschließungsbereiche besser vermarktet werden. durch unterschiedliche Geschossniveaus beziehungsweise Geschosshöhen auch eingeschossige Wohnungen räumlich zu differenzieren. jedoch selten Anwendung. Die ähnlich großen Raumbereiche sind nicht spezialisiert beziehungsweise funktional linear angeordnet. neben der Qualität der Grundrissstruktur selbst. die Lage der Wohnung im Gebäude. sondern folgen einer vielfältigen Vernetzung. Eingeschossige Wohnungen können selbstverständlich auch freistehend geplant werden. Mit bodengleichen Fens­ tern kann zusätzlich jeder Raum. wodurch beispielsweise eine größere Geschosshöhe den kommunikativen Bereich einer Wohnung im Vergleich zu den individuellen und dienenden Bereichen räumlich betont.Grundriss Eingeschossige Wohnungen Ein wesentlicher Aspekt für die Vermarktbarkeit von eingeschossigen Wohnungen ist. Der Standort und Gebäudekontext stellen zudem wichtige Entscheidungskriterien dar. Breite Schiebetüren in Querrichtung sowie Falttüren in Längsrichtung der Wohnung ermöglichen dabei ein flexibles Zusammenschalten der einzelnen Raumschichten. Der erhöhte Bereich kann dem Rückzug dienen. gerade im Siedlungsbau werden häufig eingeschossige Hof. unter anderem aufgrund ihrer geringen Dichte. Im Luxussegment sind das Penthouse oder die Etagenwohnung im Sinne des privaten Geschosses entsprechend erfolgreiche Konzepte. der am Laubengang anliegende ist öffentlicher und lässt bewusst die Kommunikation mit dem Erschließungsraum zu. Bereits erwähnt wurde die Möglichkeit. Im städtischen Kontext findet diese Gebäudeform. als Loggia der Wohnung umgewidmet werden. Mittels einer Rampe sowie einer langgezogenen Treppe im zentralen Grundrissbereich kann dieser Höhensprung vom Nutzer überwunden werden.

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 129 .5 m² Außenraum 0.Geschossigkeit [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße Graz (AT) Wohnfläche 66.

0 m² Individualräume 1 Orientierung II 130 .Grundriss [057] BKK-3 Goldschlagstraße Wien (AT) Wohnfläche 94.2 m² Außenraum 0.

131 . fließenden Raum zusammenschließen. das 1. was einen tieferen Lichteinfall im unteren Geschoss ermöglicht. Die mehrgeschossigen Wohnbereiche bieten nicht nur verschiedene Raumqualitäten innerhalb der Wohnung. Gerade Flächenoptimierungen führen jedoch häufig zu mehrgeschossigen Wohneinheiten ohne das Erlebnis der vertikalen Raumverbindung. Grundsätzlich stellt die zweigeschossige Verbindung von Räumen die am häufigsten angewendete Lösung dar. Zusätzlich befindet sich im 2. An beiden Belichtungsseiten sind Galerieebenen angeordnet. Im Erdgeschoss sind die kommunikativen Bereiche angeordnet. Hier sollte gewichtet werden. oder zentral im Sinne einer Empfangsoder Verteilerhalle. versetzten Wohneinheit zusammen. Zusätzlich zum Luftraum hat der Treppentyp Einfluss auf die Verbindung zwischen den Ebenen. Im zweigeschossigen Eingangsmodul wird auch die Funktion der Küche aufnommen. Die 19 m tiefe. sondern ermöglichen vertikale Sicht. und 2. Die überhohen beziehungsweise mehrgeschossigen Bereiche können dabei sowohl an der Fassade angeordnet werden. Er sollte eindeutig den Öffentlichkeitsgrad der zu erschließenden Ebene definieren und darüber die Benutzbarkeit dokumentieren. zweigeschossige Maisonnettewohnung in Amsterdam von Bosch Architecten [058] ist als offener Grundriss organisiert. da über mehr als zwei Geschosse verbundene Bereiche im seltensten Fall eine sinnvolle Grundrissgestaltung erlauben. Obergeschoss nehmen drei Individualräume und zugeordnete Sanitärräume auf. welche Einflussgrößen die Mehrgeschossigkeit der Wohneinheit begründen und inwieweit diese in der Raumstruktur ablesbar sein sollen.und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Funktionen. Mehrgeschossige Raumgefüge müssen sich nicht zwingend nur durch gestapelte Vollgeschosse auszeichnen. der durch Art und Lage der zweiläufigen Treppe ohne Störung der Bewohner des Zwischengeschosses erreichbar ist. Alle Raummodule sind über einen Laubengang in jedem Geschoss unabhängig voneinander erschließbar. Zueinander versetzte Geschosse (SplitLevel) oder einzelne erhöhte Bereiche stellen alternative Entwurfsansätze dar. Ohne vertikale Raumverbindungen organisiert Joachim Wendt das dreigeschossige Einfamilienhaus in Darmstadt [059]. die sämtliche Wohnfunktionen der beiden Geschosse zu einem offenen. In Gifu [060] schaltete Kazuyo Sejima gleichgroße Raummodule zu einer zweigeschossigen. Obergeschoss der private Außenraum in Form einer Dachterrasse.Geschossigkeit Mehrgeschossige Wohnungen Die Anordnung der Wohnfunktionen auf mehreren Geschossen erlaubt das Aus­ bilden von Galerieebenen. Eine Brücke im Obergeschoss dieses Moduls erlaubt dabei die Kommunikation zwischen den Ebenen.

Grundriss [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Wohnfläche 104.0 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 132 .

Geschossigkeit [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Wohnfläche 142.5 m² Außenraum 37 .5 m² Individualräume 3 Orientierung IV 133 .

0 m² Außenraum 12.5 m² Individualräume 2 Orientierung II 134 .Grundriss [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Wohnfläche 61.

Zonierung 135 .

Zürich (CH) Vertikale Zonierung [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Baden (CH) 138 143 136 .D. Horizontale Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Kaiserslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Walter Ramseier Hohlstraße. Zürich (CH) [064] A. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße.P .

Im besten Fall waren Individualräume direkt und ohne ein Queren der kommunikativen Bereiche vom Wohnungseingang aus zugänglich. Eine gelungene Grundrisszonierung zeichnete sich lange dadurch aus. die sowohl als privater Rückzugsraum als auch als Büro-. die den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit der einzelnen Bewohner im seltensten Fall gerecht werden. Hierzu bieten differenzierte Raumangebote in einer Wohnung geeignete Lösungsansätze. Zonierung entspricht zu einem großen Teil dem Ordnungsprinzip des Grundrisses. Es gilt also sämtliche Funktionen des Wohngrundrisses in einer sinnvoll nutzbaren Struktur anzuordnen. dass die Widmung als ungestörter Individualraum mit entsprechender Anordnung im Grundriss weniger streng ist. dazu. die bei mehrgeschossigen Wohnungen alleine durch die Anordnung der einzelnen Wohnfunktionen auf mehreren Ebenen vielfältiger ausfallen. Hobbyraum etc. Zum anderen führt der Wunsch nach nutzungsneutralen Räumen. dass Individualräume ungestört und entkoppelt von den kommunikativen Bereichen angeordnet wurden. genutzt werden können. sie findet in einer Vielzahl der Beispiele integriert aus dem kommunikativen Bereich statt. Zuletzt stehen der gesellschaftlichen Individualisierungstendenz tradierte Wohnvorstellungen entgegen. Gerade bei nichtfamiliären Wohnformen wird der private Rückzugsraum immer häufiger als voll funktionsfähiges Miniappartment mit eigenem Sanitärbereich und teilweise sogar mit eigenem Kochbereich konzipiert. Gerade die Lage der Sanitärbereiche und des Wohnungseingangs spielen für die Leistungsfähigkeit von Wohnungen eine entscheidende Rolle.Zonierung Einleitung Die Zonierung von Wohngrundrissen. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierenden Wohnwünsche stehen heute in Teilen der geschilderten Grundrisszonierung entgegen. Besonders bei Geschosswohnungen spielt die Zonierung des Wohngrundrisses eine übergeordnete Rolle. 137 . Der Zugang zum Sanitärbereich sollte aus den Individualräumen ohne das Durchqueren der kommunikativen Zonen möglich sein. übt als Grundrissaspekt wesentlichen Einfluss auf die Benutzbarkeit einer Wohnung aus. das heißt das Bilden von Funktionszonen mit gleichen Eigenschaften und Anforderungen. Hier gilt es die Multifunktionalität der Individualräume innerhalb der Grundrissanordnung zu fördern und gleichzeitig ungestörte Rückzugsoptionen zu erhalten. wobei nicht nur die Stellung der kommunikativen Zonen zu den individuellen Räumen gemeint ist. dienende Bereiche von bedienten zu unterscheiden und den räumlichen Zusammenhang der einzelnen Bereiche entsprechend ihrer Nutzung zu planen. Zum einen widerspricht die Erschließungssituation der gegenwärtig nachgefragten offenen Grundrisstypen dem ungestörten Zugang zum Individualbereich.

Die Wohnungstiefe wird in vier unterschiedlich tiefe Zonen geglie­ dert. Burkard Meyer Architekten organisieren die Geschosswohnung in Baden [062] um den mittig angeordneten externen Erschließungsraum. Jeweils an den Belichtungsseiten liegen die Individual. der zusätzlich die Rückzugsmöglichkeit der einzelnen Bewohner fördert. Die horizontale Zonierung steht dabei in enger Abhängigkeit zur Orientierung. Die Wohnung im Pflegerinnenareal in Zürich [063] von Gigon/Guyer Architekten folgt einer klaren Grundrissstruktur. die Küche sowie die Garderobe auf und trennt gleichzeitig die tiefe Raumschicht vom Erschließungsflur.D. das heißt zu den möglichen Belichtungsseiten der Wohnung. Von einem zweiten Erschließungsbereich. Die klassische Funktionstrennung mittels Diele oder Flur.Grundriss Horizontale Zonierung Die Organisation der Wohnfunktionen auf einer Ebene erfolgt im Regelfall durch Flure oder im offeneren Grundrisstypus durch eingestellte Serviceboxen. zwei versetzt angeordnete Individualräume ungestört. Die Individualräume sind entlang eines schmalen Flurs im Rücken des Eingangsbereichs angeordnet. Durch die Anordnung der Flurbereiche am Patio werden beide 138 Erschließungsräume natürlich belichtet und können so weitere Funktionen übernehmen.P in Zürich [064]. die die Trennung der Individualbereiche von den kommunikativen Zonen ermöglichen. . der zusätzlich seine Privatheit über eine um zwei Stufen verringerte Raumhöhe gegenüber dem kommunikativen Bereich dokumentiert. der vom Hauptflur abgetrennt wurde. ist heute oftmals aufgehoben. ohne Queren des kommunikativen Bereichs. kommunikativen Bereich erschlossen. Andere Mittel müssen für eine geringstmögliche Störung zwischen kommunikativem und individuellem Bereich sorgen. Die Lage und Dimension der Küchenzeile ermöglicht in der Geschosswohnung von A. zu erschließen. Theo Hotz bildet in Zürich [061] getrennte Funktionsbereiche aus. bedeutet für die Zonierung der Wohnungen eine zusätzliche Herausforderung. Die Wohnung wird über ihren offenen. Dazwischen nimmt eine eingestellte Funktionsschicht die Sanitärfunktionen. die die historische Entwicklung des Wohnungsbaus beschreibt und dabei auf eine räumlich wirksame Trennung von Tag.und Gemeinschaftsräume. werden drei Individualräume und zwei Sanitärbereiche erschlossen.und Nachtnutzung zielt. um sowohl für das Wohnmodell im Familienverband als auch für das nichtfamiliäre Wohnen ein langfristiges Angebot darzustellen. die jeweils an einer Belichtungsseite angeordnet werden. Jedem Individualraum wird zusätzlich ein voll ausgestatteter Sanitärraum zugeordnet. der zudem häufig Erschließungsraum ist. Die Entwicklung weg von Wohngrundrissen mit einem differenziertem Raumangebot zu Grundrisstypen mit einem offenen kommunikativen Wohn- / Essbereich.

Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Wohnfläche 110.5 m² Individualräume 3 Orientierung II. Patio 139 .5 m² Außenraum 11.

Grundriss [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Wohnfläche 135.1 m² Außenraum 22.4 m² Individualräume 4 Orientierung IV 140 .

Zonierung [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 173.0 m² Außenraum 76.0 m² Individualräume 5 Orientierung III 141 .

P .D. Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Wohnfläche 119.7 m² Individualräume 3 Orientierung III 142 .0 m² Außenraum 14.Grundriss [064] A.

Zum einen können alle kommunikativen Funktionen auf einem Geschoss gebündelt und die Individualräume auf einem weiteren Geschoss angeordnet werden. Ob die Treppe als eindeutige Grenze oder als offenes. nach Norden ausgerichtet.und Essfunktionen auf. 143 .beziehungsweise Wohnbereich. zwischen Erdgeschoss und 1. Die vertikale Verteilung der Bereiche kann dabei auf unterschiedlichen Lösungsansätzen basieren. Im unteren Geschoss sind die beiden Individualräume durch zwei vorgeschaltete Sanitärbereiche vom Eingangs. geschossverbindendes Element wahrgenommen wird. Dabei wird eine Raumschicht. Nach Süden sind alle drei Geschosse kommunikativ und offen geplant.und Erschließungsbereich entkoppelt und bieten eine ungestörte Rückszugsmöglichkeit. Gleichzeitig zoniert die Servicebox den quadratischen Grundriss in Koch. das Gäste-WC sowie Abstell. Zwei Galeriesituationen im Obergeschoss verbinden die Geschosse visuell und akustisch.und Küchenfunktionen auf. Die Erlebbarkeit des mehrgeschossigen Wohnens geht bei dieser geschossweisen Zonierung allerdings häufig verloren. Eingangsbereich. Obergeschoss sind sie zudem über eine Galerie verbunden.und Ess. in der sämtliche Individualräume. Dieses nimmt die Wohn-. liegt an deren Lage und dem verwendeten Treppentyp. Auch die Lage der einzelnen Funktionen im mehrgeschossigen Wohnungsbaustein gilt es zu prüfen. Küche und Sanitärbereich liegen.Zonierung Vertikale Zonierung Bei mehrgeschossigen Wohnungen können die Funktionsbereiche auf verschiedene Geschosse verteilt werden. Eine eingestellte Box nimmt im Erdgeschoss die einläufige Treppe. Eine andere Möglichkeit lässt vertikale Raumverbindungen zu und erfordert dann jeweils zusätzlich eine horizontale Zonierung der Geschossebenen. von dem aus eine einläufige Treppe direkt in das Obergeschoss führt. Im umgekehrten Fall wird über das Individualraumgeschoss die kommunikative Ebene erschlossen. hat zumindest bei einer Dachnutzung den Nachteil. Die zweigeschossige Wohnung in Baden [067] wird über ein kleines Entree erschlossen. Eine klassische Anordnung. um ein dauerhaftes Stören der Bewohner zu vermeiden. dass die private Außenraumfläche auf dem Dach nicht aus dem kommunikativen Bereich erschlossen wird. bei der eine Wohnung über den kommunikativen Bereich erschlossen wird und in den darüberliegenden Geschossen die Individualräume angeordnet werden. Das zweigeschossige Einfamilienhaus in Ennetmoos [065] von Ken Architekten ­ basiert auf einem kommunikativen Erschließungsgeschoss und einem darüberliegenden Individualraumgeschoss. Hier muss im Entwurf besonderes Augenmerk auf der Anordnung der Treppe liegen. Eine quer gestellte Treppe teilt das dreigeschossige Reihenhaus am Betzenberg [066] in zwei Grundrisszonen. Koch.

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 144 .Grundriss [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Wohnfläche 175.5 m² Außenraum 0.

3 m² Individualräume 1 Orientierung II 145 .Zonierung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Wohnfläche 200.0 m² Außenraum 34.

Grundriss [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Wohnfläche 140.1 m² Außenraum 25.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 146 .

Wohnfunktionen 147 .

Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Kawagoe (JP) Kommunikative Bereiche [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Sydney (AU) Zusätzliche Bereiche [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Shizuoka (JP) Dienende Bereiche [075] blauraum Architekten Bogenallee. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Zürich (CH) [080] 03 München Nackstraße. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. Individuelle Bereiche [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Mainz (DE) 150 155 159 163 148 . Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu.

der eine Teilmenge der einzelnen Funktionen im Freien abbildet und aufgrund seiner besonderen Bedeutung für den Wohnungsbau auch in einem eigenen Kapitel erörtert wird. Arbeiten. Die einzelnen funktionalen Wohnungsanforderungen sind dabei letztendlich immer gleich. 149 . Über die elementaren Wohnfunktionen hinaus gibt es eine Reihe von zusätzlichen Funktionen. individuelle und dienende Funktionsbereiche gliedern. Im Allgemeinen werden diese einzelnen Tätigkeiten unmittelbar mit einem speziell dafür gewidmeten Raum gleichgesetzt. Über die Entwicklungsgeschichte des Wohnungsbaus haben sich dabei Konventionen entwickelt. zum Beispiel Essen. Spielen. die gewissermaßen als Rückgrat die einzelnen Funktionen miteinander verknüpft und deswegen gesondert betrachtet werden muss. Dies mag aus der Sicht des am Minimum orientierten Wohnungsbaus der Nachkriegszeit noch notwendig erscheinen. Schlafzimmer. Reinigen.Wohnfunktionen Einleitung Mit dem Begriff Wohnfunktionen sind letztendlich die einzelnen Tätigkeiten gemeint. wie zum Beispiel Küche. Im Zuge der veränderten Arbeitswelt finden zum Beispiel entsprechende Funktionsbereiche bei der Grundrisskonzeption verstärkt Berücksichtigung und besondere Hobbys werden nicht mehr nur im Kellergeschoss versteckt. Eine Ausnahme bildet die Erschließung. Selbst der Begriff des „Raumprogramms“ impliziert die Verknüpfung der einzelnen Funktionen mit dem spezialisierten Raum. sondern bilden logische Konfigurationseinheiten. Arbeitszimmer und so weiter. Die einzelnen Funktionen stehen nicht unvermittelt nebeneinander. sondern als wesentliche Wohnfunktion und Gestaltungselement entdeckt. Mindestabständen. Orientierung und vielem mehr in vordefinierten Konfigurationen fixieren. die innerhalb einer Wohnung verrichtet werden. Aufgrund dieser begrifflichen Vorbelastung erscheint es sinnvoll. nur die unterschiedliche Gewichtung und Interpretation bildet das Spektrum für den individuellen Entwurf. Kommunizieren. die in den Wohngrundriss integriert werden und häufig den individuellen Charakter der Wohnung herausbilden. Schlafen. im Entwurfsprozess von einzelnen Funktionsbereichen statt Räumen zu sprechen. Eine weitere besondere Position in diesem Zusammenhang nimmt der private Außenraum ein. jedoch ermöglicht die Wandlung des Wohnens zum Konsumprodukt die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Funktionsanforderungen und damit ein enormes Entwurfspotenzial. Möblierung. Im Wesentlichen lassen sich die Funktionen in kommunikative. so dass der Begriff zunehmend komplexer verstanden wird und nur noch reduziert als „Programm“ sämtliche Anforderungen an die Wohnung repräsentiert. die diese Räume hinsichtlich Größe.

und Spielflächen sind in den gemeinschaftlichen. Eine nachhaltige Betrachtung ermöglicht ganz andere Entwurfsansätze. Bei kleineren Wohnungen wird die Privatsphäre des Individualbereichs häufig nur durch ein Möbel in Form eines Regals oder Schranks hergestellt wie zum Beispiel beim „Wohnhaus für Betagte“ [068] von Peter Zumthor. aus dem traditionellen Familienbild stammenden Raumkonfigurationen. meistens findet man ihn unter der Bezeichnung Elternschlafzimmer oder Kinderzimmer.Grundriss Individuelle Bereiche Der Individualbereich wird selten so genannt. eine Momentaufnahme seiner Lebenssituation als Grundrisskonfiguration zu fixieren. Das Spektrum der konkreten Umsetzung reicht von der offenen Integration in den Grundriss bis zum fast unabhängigen Appartement (zum Beispiel Einliegerwohnung) innerhalb der Wohnung. Gleiches gilt für den Grad der persönlichen Bindung der Bewohner untereinander. Arbeits. Diese. Beim „Naked House“ [071] thematisiert Shigeru Ban die Individualräume in besonderer Weise. Allgemein kann man behaupten. Beim Projekt „Vier Gleichen“ [069] von Walter Stamm-Teske und AFF Architekten sind die Individualbereiche innerhalb des Einfamilienhauses ähnlich eines Schlafwagenabteils zugunsten der kommunikativen Flächen optimiert. prägen bis heute die allermeisten Wohngrundrisse. indem diese als bewegliche Raumzellen frei in den kommunikativen Raum gestellt werden. dass der Anspruch an einen spezifisch ausgeprägten Individualbereich mit zunehmendem Alter steigt. Beim Studentenwohnheim [070] von Fink + Jocher gruppieren sich vier gleichwertige und relativ große Individualräume um die mittlere kommunikative Zone. Längst haben sich jedoch die Lebensformen pluralisiert und auch innerhalb von Familien­ strukturen ist die gewohnte Raumkonfigu­ ration kritisch zu hinterfragen. Automatisch stellen sich damit die konventionellen Bilder und die damit verbundenen Raumkonfigurationen ein. Gerade in der Auseinandersetzung mit einem spezifischen Nutzer besteht das Risiko. Über einen eigenen Sanitärbereich ist jeder Bewohner relativ autark. Die räumliche Zuordnung der Individualräume zu den Sanitärräumen ist ein wesentliches Merkmal um die Privatheit innerhalb der Wohnung zu gewährleisten. kommunikativen Bereich ausgelagert. 150 . Jeder Bewohner des Hauses erhält eine gleichwertige Rückzugsmöglichkeit. desto größer fällt im Allgemeinen der private Rückzugsbereich aus. Je geringer die Bindung.

0 m² Individualräume 1 Orientierung II 151 .Wohnfunktionen [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Wohnfläche 47 .0 m² Außenraum 7 .

AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Wohnfläche 147 .0 m² Individualräume 5 Orientierung IV 152 .Grundriss [069] Walter Stamm-Teske.0 m² Außenraum 109.

2 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 153 .Wohnfunktionen [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Wohnfläche 87 .4 m² Außenraum 32.

2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 154 .5 m² Außenraum 34.Grundriss [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Wohnfläche 107 .

Im Rahmen von Musterbauten für die Betonindustrie entstand der Wohnbau [072] von Adolf Krischanitz. Einige innovativere Ansätze setzen sich mit der Thematik der neuen Esskultur auseinander und stellen die Essund Kochsituationen stärker in den Mittelpunkt des Geschehens. hier repräsentiert sich die Wohnung. Reflektiert man die Einrichtungsstandards. Die Gestaltung der kommunikativen Bereiche ist häufig die zentrale Motivation der Entwurfsarbeit und charakterbildend für die Wohnung.und Möblierungskonfigurationen hinterfragt. Die privaten Wohnbereiche befinden sich im darüberliegenden Geschoss. hier empfängt man Gäste. selten werden die Raum. Die Erschließung wird ebenfalls häufig zur räumlichen Erweiterung des Kommunikationsbereichs mit einbezogen. Um einen zentralen Wohnraum gruppieren sich alle weiteren Wohnfunktionen. Hi-Fi-System) seine Entsprechung findet. dass das „Wohnen“ in Form einer Sitzgruppe und häufig einer Art Schrankwand mit den obligatorischen Medien (TV. Der kommunikative Bereich bildet gleichzeitig den öffentlicheren Teil der Wohnung. Diese Wirkung wird insbesondere durch die spezielle Tragkonstruktion ermöglicht.Wohnfunktionen Kommunikative Bereiche Im Allgemeinen wird das „Wohnen“ oder das Wohnzimmer mit einer kommunikativen Funktion in Verbindung gebracht. Die Integration der Funktion des „Kochens“ in diesen Bereich wird relativ unterschiedlich gehandhabt. Einer der Individualräume ist über eine Galerie mit dem Wohnraum verbunden. offenen Raum. Bei der „Unité d’habitation“ in Marseille [073] inszeniert Le Corbusier den kommunikativen Wohnbereich als überhohen Raum über zwei Geschosse. 155 . In diesem Zusammenhang findet man auch oft die Funktion des Essens in Form einer größeren Tischgruppe. das Spektrum reicht von der völligen Trennung bis zur zentralen Thematisierung. Es ist ein Beispiel für die explizite Thematisierung der kommunikativen Wohnfunktionen. Erneut bemerkt man den unterbewussten Einfluss der Wohntraditionen. Andere Beispiele fokussieren die medialen Komponenten und richten dahingehend die Möblierung aus. so stellt man fest. Das „Picture Window House“ von Shigeru Ban [074] bündelt sämtliche kommunikativen Funktionen zu einem großzügigen.

0 m² Außenraum 8.1 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 156 .Grundriss [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Wohnfläche 97 .

Wohnfunktionen [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Wohnfläche 95.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 157 .7 m² Außenraum 13.

Grundriss [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Wohnfläche 276.7 m² Individualräume 4 Orientierung Il 158 .2 m² Außenraum 51.

ist ein begehbarer Kleiderschrank längst Standard und gewinnt auch in Europa beim Grundrissentwurf an Bedeutung. Das Kochen wird. Bei der Wohnanlage in Sydney [077] von Engelen und Moore wird die Abstell-Problematik thematisiert. Dusche et cetera sinnvoll wird. Fahrräder und Getränkekisten nur schwer untergebracht werden können. Die Bereiche für das Abstellen und Lagern innerhalb einer Wohnung kommen häufig zu kurz. Damit wird eine unabhängige Nutzung der Etagen bis hin zur Nutzung als Einliegerwohnung ermöglicht. auf jeder Ebene einen Sanitärbereich vorzufinden. wandelt sich dieser Bereich unter dem Einfluss eines zunehmenden Körperbewusstseins zu einer wichtigen Funktion. Das Spektrum reicht von der kompakten Nasszelle bis zum goßzügigen Wellnessbereich. indem über die gesamte Wohnungstrennwand eine leistungsfähige Schrankschicht konzipiert wurde. also das Reinigen und Lagern. Eine viel diskutierte Frage ist die notwendige Anzahl voneinander unabhängiger Sanitärbereiche.Wohnfunktionen Dienende Bereiche Zu den dienenden Bereichen einer Wohnung zählen im Wesentlichen die Sanitärräume und Abstellbereiche. So besteht die Frage. verstärkt dem kommunikativen Bereich zugeordnet. Ehemals als Abort häufig außerhalb der Wohnung platziert. Gerade in Mehrfamilienhäusern fehlt oftmals ein ausreichender Stauraum im Keller. wie zum Beispiel den USA. so dass Kinderwagen. Bei Wohnungen. Beim Hamburger Projekt [075] von blauraum Architekten wurde aus einem bestehenden Bürogebäude ein Wohnungsbau entwickelt. wie zum Beispiel beim Projekt [076] von Atelier 5. besteht häufig der Wunsch. zum Beispiel für Gäste. die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Das Lagern von Nahrungsmitteln ist angesichts einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit sämtlicher Waren ein Relikt aus vergangenen Tagen. die sogar eine Küchenzeile mit einschließt. ab welcher Nutzeranzahl ein weiteres WC. 159 . Es ist ein gutes Beispiel für eine typische Konfiguration aus vollwertigem Bad mit Dusche und Wanne sowie einem zusätzlichen WC. In vielen Ländern. Der Umgang mit dem Sanitärbereich hat sich in der historischen Entwicklung des Wohnungsbaus wesentlich verändert. wie im vorangegangenen Kapitel bereits erwähnt.

Grundriss [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Wohnfläche 105.7 m² Außenraum 10.6 m² Individualräume 3 Orientierung Il 160 .

1 m² Individualräume 4 Orientierung Il 161 .Wohnfunktionen [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Wohnfläche 121.6 m² Außenraum 25.

2 m² Außenraum 8.3 m² Individualräume 2 Orientierung Il 162 .Grundriss [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Wohnfläche 107 .

Beim Maisonette-Grundriss des Büros 03 München [080] steht die zusätzliche Wohnfunktion immer noch im Zusammenhang mit der übrigen Wohnung.Wohnfunktionen Zusätzliche Bereiche Neben den klassischen Wohnfunktionen gibt es verschiedene zusätzliche Funktionen. werden verstärkt flexible Konzepte entwickelt. Beim Projekt von Max Dudler [079] wurde aus der Reihe der Individualräume ein weiterer Raum entwickelt. der vollständig dem Eingangsbereich zugeordnet ist. Durch die veränderte Arbeitswelt und eine vollständige Vernetzung ist beispielsweise ein Heimarbeitsplatz eine häufige Option. Ähnliches gilt auch für den Freizeitbereich. Zahlreiche zusätzliche Nutzungen vom unabhängigen Büro über die Unterbringung einer nahestehenden und gegebenenfalls pflegebedürftigen Person bis hin zu einer professionellen Pflegekraft sind vorstellbar. Da die unmittelbare Verbindung von Arbeitswelt und privater Welt häufig als problematisch eingestuft wird. Auch das Thema der Nutzungsneutralität spielt hier eine Rolle. Hobbys. temporär genutzt werden können. wird jedoch vollständig getrennt erschlossen. der vielfältige Funktionen vom Gästezimmer bis zum Arbeitsraum erfüllen kann. Diese zusätzlichen Funktionen können von so zentraler Rolle für den Entwurf sein. werden immer professioneller ausgelebt und entwickeln sich teilweise bis zur gewerblichen Nutzung. aber im gleichen Gebäude. Beim Wohngrundriss von Rapp + Rapp [078] wurde der Wohnung ein vollständiger Einliegerbereich zugeordnet. Die Privatheit der übrigen Wohnung bleibt gewährleistet. bei denen zusätzliche Räume losgelöst von der Wohnung. ehemals in Kellerräumen provisorisch betrieben. Hier wäre beispielsweise eine Büronutzung mit gelegentlichem Kundenverkehr vorstellbar. dass sie beispielsweise wie bei einem Atelierhaus den gesamten Wohnungsentwurf prägen und die grundlegenden Wohnfunktionen in den Hintergrund treten lassen. die in den Wohngrundriss mit eingebunden werden können. Häufiger wird jedoch ein zusätzlicher. so dass aufgrund der Lage im Erdgeschoss Kundenverkehr gut möglich ist. da die Anforderungen an die räumlichen Dimensionen eines Arbeitsraums im Allgemeinen vergleichbar mit denen eines Individualraums sind und daher einer gleichwertigen Ausprägung wenig im Wege steht. 163 . Gerade bei möglichem Kundenverkehr ist dabei die separate oder zumindest von der übrigen Wohnung weitestgehend ungestörte Erschließung eine wesentliche Anforderung. multifunktionaler Raum gewünscht.

0 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 164 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Wohnfläche 102.

5 m² Außenraum 9.2 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 165 .Wohnfunktionen [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Wohnfläche 96.

2 m² Außenraum 31.Grundriss [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Wohnfläche 82.6 m² Individualräume 2 Orientierung I 166 .

Erschließung 167 .

Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Köln (DE) 170 175 168 . Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Zürich (CH) Vertikale Erschließung [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße. Horizontale Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße.

Bei keiner anderen Grundrisskomponente wird das eingangs erwähnte Bild des Grundrisses als oszillierendes Gefäß deutlicher. An dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Privatheit „der Adresse“ ist es wesentlich.Erschließung Einleitung Mit Erschließung wird die interne Verknüpfung der einzelnen Funktionsbereiche einer Wohnung bezeichnet. wodurch die Bewegungsabläufe innerhalb des Grundrisses vervielfacht werden. Erschließungsräume können automatisch in bestimmte Richtungen weisen oder diese versperren. Bei der Konzeption der Erschließung können unterschiedlichste Strategien verfolgt werden. Dies ist für die Funktionsverteilung von besonderer Bedeutung. beginnend bei der optimierten monofunktionalen Widmung über die Erweiterung zu selbstständigen Aufenthaltsbereichen bis hin zur grundriss­ prägenden Inszenierung wie man dies zum Beispiel bei den Enfiladen gründerzeitlicher Grundrisse erleben kann. 169 . Gerade im städtischen Kontext ist die sorgfältige Gestaltung dieser Pufferzone von besonderer Bedeutung.und einen Endpunkt. Die räumliche Ausprägung der Erschließung öffnet ein Spektrum unterschiedlicher Gestaltungsansätze. Die Klarheit einer Grundrissgliederung kann betont oder bewusst komplex angelegt werden. Im Allgemeinen definieren Erschließungssysteme innerhalb einer Wohnung einen Anfangs. Die Wahl der Erschließungstypologie und auch deren Änderung im Entwurfsprozess haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Grundrisskonzeption. über die repräsentativen und funktionalen Anforderungen nachzudenken. Das Erschließungssystem bildet gewissermaßen das Skelett oder Gefäßsystem des Wohngrundrisses. Die Erschließungsthematik beinhaltet auch die Eingangssituation der Wohnung. Ebenso besteht jedoch die Option der mehrfachen Erschließung. Grundsätzlich wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Erschließung unterschieden. Erschließungssysteme können unterschiedlich präsent sein und damit zum Beispiel die privateren und öffentlicheren Wohnbereiche kennzeichnen. Funktional findet hier im Wesentlichen ein Wechsel von Kleidung und das Abstellen verschiedenster Utensilien bis hin zum Kinderwagen oder Fahrrad statt.

Eine ungestörte Zuwegung der kommunikativen und individuellen Wohnbereiche ist gewährleistet. Beim Wohnhaus in der Forsterstraße in Zürich [084] von Christian Kerez wird das Thema der Erschließung in besonderer Weise inszeniert. ohne die kommunikativen Wohnbereiche zu durchqueren. die den klassischen Flurtyp repräsentieren. In der historischen Entwicklung ist vor allen Dingen die Diele als Erschließungselement im Wohnungsbau wiederzufinden. 170 . Untergeordnete Nebenflure ermöglichen eine unabhängige Erschließung der Individualbereiche. Im Zuge des Massenwohnungsbaus der Nachkriegszeit. Je höher die Anzahl der zu erschließenden Funktionsbereiche oder Räume. Die Erschließung der einzelnen Wohnbereiche erfolgt unmittelbar über die anderen Wohnfunktionen. der durch einen ebenso großzügigen Balkon ergänzt wird. das aufgrund der dadurch entstehenden Störungen jedoch nur für eine geringe Nutzeranzahl sinnvoll erscheint. Die Erschließung definiert die Wegeführung durch die Wohnung. Der kommunikative Zentralraum dient gleichzeitig als Verteiler. Bei Alvar Aaltos Projekt für die IBA ‘57 in Berlin [083] wird die Erschließung zum eigentlichen Thema der Wohnung. ist dieser repräsentative Charakter in den Hintergrund getreten. kann jedoch in unterschiedlicher Form ausgeprägt sein. Bei Wohnungen mit geringer Nutzeranzahl kann eine punktuelle beziehungsweise in die kommunikativen Wohnfunktionen integrierte Erschließung sinnvoll und ökonomisch sein. Bei Wohnungen mit mehreren Bewohnern und damit unterschiedlichen Bedürfnissen gilt es darauf zu achten. Entlang des gut belichteten Flurs reihen sich die Individualräume und münden in den großzügigen kommunikativen Bereich. Ein Prinzip. desto ausgeprägter die Erschließungsthematik.Grundriss Horizontale Erschließung Die horizontale Erschließung ist fester Bestandteil jeder Wohnung. Bei den Stadtvillen von Kollhoff & Timmermann [082] im Malchower Weg in Berlin wurde das klassische Thema der Diele als Erschließungsform wieder aufgegriffen. Die Diele bietet gleichzeitig ausreichend Abstellmöglichkeiten. Statt dessen wurde die Erschließung häufig auf einen knapp dimensionierten Flur reduziert. Ähnlich wie bei vielen Entwürfen von Mies van der Rohe wird der offene Grundriss lediglich durch Wandscheiben gegliedert. Bei der Wohnsiedlung in Riehen realisierte Michael Alder unter anderem langgestreckte Geschosswohnungen [081]. dass die Erschließung der privateren Wohnbereiche (Individualräume) auch möglich ist. der unter enormem wirtschaftlichem Druck stattfand. Diese Widmung eines eigenständigen und wichtigen Raumes weist auf die repräsentative Bedeutung hin.

7 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 171 .Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 112.5 m² Außenraum 18.

Grundriss [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Wohnfläche 67 .6 m² Außenraum 6.6 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 172 .

Erschließung [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Wohnfläche 83.8 m² Außenraum 10.0 m² Individualräume 3 Orientierung Il 173 .

Grundriss [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Wohnfläche 186.9 m² Individualräume 3 Orientierung IV 174 .0 m² Außenraum 113.

Im Allgemeinen werden die einzelnen Ebenen über eine Treppe miteinander verbunden. Bei einer Split-Level-Erschließung werden die Wohngeschosse räumlich stärker miteinander verbunden. 175 . Die Erschließung über wohnungsinterne Aufzüge ist relativ selten zu finden. wie zum Beispiel beim Projekt [088] von Rijnvos Voorwinde Architecten. Die dreiläufige Treppe bei den Doppelwohnhäusern von dmsw [087] spannt die Mittelzone zur Diele auf und wird durch ein Oberlicht zusätzlich in Szene gesetzt.Erschließung Vertikale Erschließung Die vertikale Erschließung dient der Verbindung mehrerer Wohnebenen und kann verschieden ausgeprägt sein. zweiläufigen und dreiläufigen Treppen differenzieren. Die Kombination verschiedener Treppentypologien in einem Grundriss führt häufig zu einem enormen Flächenverbrauch und ist nur unter bewusster Verwendung sinnvoll. Die zweiläufige Treppe eignet sich dahingegen für kompakte und schmale Grundrisse in besonderer Weise wie beim Projekt [086]. Neben verschiedenen freien Formen kann man grundsätzlich zwischen einläufigen. Gestalterisch bieten sich zwei Strategien an: Die erste versucht die Treppe als Bestandteil der Gebäudestruktur zu betrachten. möbelartig in den Grundriss eingestellten Objekt. Unabhängig von der Geometrie kann die Treppe in die Wohnfunktionen integriert sein oder als davon unabhängiges Element gestaltet werden. Die Treppe wird wie beim Projekt [089] zum räumlichen Bestandteil. Beim Reihenhausprojekt in Darmstadt [085] wird das dreigeschossige Gebäude durch eine quergestellte Treppe erschlossen. wird jedoch im Zusammenhang mit der Renaissance der städtischen Reihenhäuser und damit der Vielgeschossigkeit von Wohnungen wieder diskutiert. dem Antritt und dem Austritt. Am häufigsten ist eine zentrale Lage im geringer belichteten Teil der Wohnung. Eine Ausnahme bildet die Erschließung über Rampen. Die Gebäudebreite ergibt sich aus der Lauflänge. Eine Ausnahme bilden nord -süd-orientierte Grundrisse. Zwei grundsätzliche Dispositionen der Treppe im Grundriss sind möglich. seltener ist die Positionierung an den Außenwänden. bei denen die Nordseite häufig relativ geschlossen ausgeführt wird. die zweite erklärt die Treppe zum eigenständigen. die entweder zur Inszenierung des Themas oder aus Gründen der Barrierefreiheit Berücksichtigung findet. Eine effiziente Erschließung kann über eine Kaskadentreppe ereicht werden. Bei der Staffelung der Wohnung in Form zueinander versetzter Ebenen (SplitLevel) wird die Integration der Treppe im Raum besonders deutlich. Neben der Lage im Grundriss entscheidet vor allem die Geometrie der Treppe über ihre Bedeutung im Grundriss.

5 m² Individualräume 4 Orientierung Il 176 .0 m² Außenraum 29.Grundriss [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Wohnfläche 122.

1 m² Außenraum 8.81 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 177 .Erschließung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Wohnfläche 124.

9 m² Außenraum 53.1 m² Individualräume 5 Orientierung Ill 178 .Grundriss [087] dmsw Architekten Albertinenstraße Berlin (DE) Wohnfläche 154.

4 m² Außenraum 5.Erschließung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Wohnfläche 85.8 m² Individualräume 3 Orientierung II 179 .

0 m² Außenraum 67 .0 m² Individualräume 4 Orientierung Il 180 .Grundriss [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Wohnfläche 220.

Privater Außenraum 181 .

Berlin (DE) [092] Hauenstein. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße. Extrovertierter Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Zürich (CH) Introvertierter Außenraum [094] Roland Rainer Mittelpromenade. Schedler Architekten Kanzleistraße. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Osaka (JP) 184 189 182 . La Roche. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street.

die Aspekte von beiden Kategorien beinhaltet. Die gegenteilige Situation im Berlin der Gründerzeit mit Wohnblockstrukturen in extremer Dichte führte zu Reformansätzen. Diese Aussage gilt auch für Außenräume. um eine weitere Vermietbarkeit zu gewährleisten. Dabei geht es zum einen um die großmaßstäbliche. Durch die vielerorts extrem schlechte städtebauliche Planung dieser Gebiete wurde jedoch selten die notwendige Privatheit erreicht. zumal er einen wesentlichen Einfluss auf die plastische Erscheinung des Gesamtgebäudes hat. wenn sowohl im Bestand als auch im Neubau ein qualitätsvolles Angebot an privatem Außenraum zur Verfügung gestellt wird. Historisch betrachtet entwickelte sich die Thematik aus einer städtebaulichen Grundsatzdiskussion über das richtige Verhältnis von Landschaft zur Stadt. hat sich der private Außenraum heute zu einer reinen zusätzlichen Wohnfunktion entwickelt. dass ein Wohnungsbauentwurf ohne die Berücksichtigung dieser Thematik durchaus als unbrauchbar eingestuft werden muss. bei denen eine vernünftige Möblierbarkeit nicht gewährleistet ist. Aus der Feststellung. Dies ist jedoch nur möglich. Die Vernachlässigung der Stadt als Wohnstandort in den letzten Jahrzehnten steht in engem Zusammenhang mit dem Angebot an qualitätsvollem privaten Außenraum. Wie häufig gibt es dabei eine Schnittmenge. So schienen für viele zunächst nur die suburbanen Agglomerationen von Einfamilienhäusern den Bedarf nach ausreichend Außenraum zu befriedigen. 183 . lässt sich die These aufstellen. städtebauliche Dimension und zum anderen um den privaten Außenraum als unmittelbaren Bestandteil der Wohnung.Privater Außenraum Einleitung Die Entwicklung des Wohnungsbaus ist eng verknüpft mit der Frage nach dem notwendigen Maß des umgebenden Außenraums. die in der Gartenstadtbewegung oder den städtebaulichen Visionen Le Corbusiers mit punktuellen Verdichtungen innerhalb großzügiger Parkanlagen ihren Ausdruck fanden. Damit entwickelt sich die eigentlich zusätzliche Funktion zu einer der zentralen Fragen des Wohnungsbaus. Eine grundsätzliche Kategorisierung soll über den Nutzungscharakter in extrovertierte und introvertierte Außenräume erfolgen. 4000 m²) zur Selbstversorgung zur Verfügung stehen sollte. Während bei der Gartenstadt noch die Nutzung des Gartens zur Selbstversorgung im Vordergrund stand. So plädierte beispielsweise Frank Lloyd Wright in seinem Buch „Broadacre City“ für eine offene Besiedelung der USA. bei der jedem Wohngebäude eine Fläche von einem „acre“ (ca. So wird auch im Entwurf der private Außenraum zu einem der zentralen Entwurfsgeneratoren. dass auch bei der Sanierung des Gebäudebestands die Ergänzung beziehungsweise Erweiterung des privaten Außenraums eine wesentliche Aufgabenstellung ist. so dass gekoppelt mit anderen positiven Faktoren die urbanen Standorte derzeit eine Renaissance erfahren.

In den häufigsten Fällen orientieren sich die privaten Außenräume zur ruhigeren Innenseite und wenden sich damit von der Stadt ab. die als Balkone und Loggien in unterschiedlichsten Formen ausgeprägt sind. die das Element des Außenraums ausschließlich bauplastisch einsetzen. Die letzte Gruppe bilden die Dachterrassen. Zentrales Thema beim extrovertierten Außenraum ist jedoch die Gewährleistung einer maximalen. Neben dieser baulichen Ausprägung spielt im städtischen Kontext die Orientierung eine weitere Rolle. Dies entsteht aus dem unmittelbaren Bedarf nach einer optimalen Besonnung. Zwei großzügige Dachterrassen jeweils zur Stadt und zur Blockinnenseite werden zum gestaltprägenden Merkmal des Grundrisses. Die Dimension der Loggia entwickelt sich klar aus der Grundrissstruktur. Aus der Typologie des Geschosswohnungsbaus bildet sich eine weitere Gruppe von Außenräumen. Das turmartige Gebäude in der Kanzleistraße in Zürich [092] wird durch eine besondere Wohnung im Dachgeschoss abgeschlossen. Eine besondere Form von privatem Außenraum wurde bei dem Züricher Projekt in der Sihlamtstraße [093] realisiert. Beispiele. vernachlässigen diesen Aspekt häufig. Beim Wohnhaus in der Choriner Straße in Berlin von Popp Planungen [091] wurden die beiden Belichtungsseiten vollständig verglast. Dabei ist in erster Linie nicht die Himmelsrichtung. Der private Außenraum entwickelt sich entsprechend über die gesamte Gebäudebreite. Der aus dem Einfamilienhaus abgeleitete unmittelbare Bezug zum Garten und seine meist als Terrasse ausgeprägte bauliche Erscheinung ist gewissermaßen der Urtyp des privaten Außenraums. sondern das Verhältnis zum öffentlichen Raum gemeint. Die geringe Tiefe der Balkon­­ schicht wird durch eine niveaugleiche Ebene im Inneren kompensiert. Bei dem Projekt im Kapellenweg von Baumschlager Eberle [090] wurde der private Außenraum als Loggia an der Gebäudeecke platziert. die ähnliche Qualitäten wie Gartenterrassen aufweisen und durch die Entdeckung des Flachdachs als nutzbare Fläche insbesondere durch Le Corbusier gefördert wurden. 184 . Grundsätzlich stehen drei Typen von privaten Außenräumen zur Verfügung. Hier wurde eine großzügige Terrasse der Wohnung als Eingangssituation vorgelagert.Grundriss Extrovertierter Außenraum In unseren Breiten wird der private Außenraum in den häufigsten Fällen extrovertiert angeordnet. Die Privatheit wird durch das dazwischenliegende Treppenhaus gewährleistet. der Wohnung entsprechenden Privatheit. Das Fassadenthema wird zugunsten eines einheitlichen Erscheinungsbilds weitergeführt.

0 m² Individualräume 2 Orientierung II 185 .6 m² Außenraum 8.Privater Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Wohnfläche 80.

5 m² Individualräume 1 Orientierung Il 186 .Grundriss [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Wohnfläche 74.4 m² Außenraum 16.

6 m² Außenraum 36. La Roche.2 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 187 .Privater Außenraum [092] Hauenstein. Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Wohnfläche 90.

9 m² Außenraum 38.7 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 188 .Grundriss [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Wohnfläche 96.

wie beispielsweise bei Hof. In unseren Breiten resultiert die Introvertiertheit aus dem Wunsch nach der vollständigen Privatheit des Außenraums. Großzügige Glasflächen öffnen sich um den Innenhof. Viele der Siedlungsentwürfe von Roland Rainer setzten sich mit dem Thema der absoluten Privatheit durch einen introvertierten Außenraum auseinander. Bei städtebaulichen Konzeptionen mit hoher Dichte und niedriger Geschossigkeit hat dieser Typ von Außenraum eine hohe Verbreitung. Diese Ausprägung ist vor allen Dingen im Mittelmeerraum vorzufinden. der die einseitige Orientierung des Gebäudes und die damit schwierigen Belichtungsvrhältnisse kompensieren sollte. das heißt die einzelnen Räume können nur über diesen offenen Zwischenraum betreten werden.Privater Außenraum Introvertierter Außenraum Private Außenräume. Als Bodenbelag des Patios verwendete er Glasbausteine. Die meist L - förmige Anordnung der Gebäude bildet dabei automatisch den Außenraum aus. Sämtliche Öffnungen orientieren sich zum Innenhof. Josep Lluis Mateo entwickelte für sein Amsterdamer Projekt [095] einen zweigeschossigen Patio. Eine bis auf den Eingang fensterlose Fassade präsentiert sich zur Stadt. sondern der private Außenraum als verschatteter Bereich auch zur Klimatisierung und Belüftung beitragen soll. wo nicht die unmittelbare Besonnung im Vordergrund steht. um das darunterliegende kommunikative Geschoss ausreichend zu belichten. Nur wenige Belüftungsfenster richten sich nach außen. die innerhalb der Wohnung oder des Gebäudes integriert sind. 189 . Gerade in städtischen Ballungsräumen mit hoher Dichte und entsprechenden Emissionen kann die extrovertierte Disposition unbefriedigend sein und eine introvertierte Konzeption eine spannungsvolle Alternative für die Entwurfskonzeption darstellen. Eine extreme Haltung zur Stadt entwickelte Tadao Ando bei seinem städtischen Reihenhaus in Osaka [096]. Diese radikale Haltung ist das Resultat aus der extremen Dichte der Stadt und wird als bewusster Kontrast eingesetzt. Dabei wird der private Außenraum gleichzeitig als Erschließung genutzt. Auch bei dem Großsiedlungsprojekt in Puchenau [094] findet das Prinzip Verwendung. Bei höheren Gebäuden ist diese Art von Außenraum nur im Dachgeschoss beziehungsweise bei Maisonettewohnungen maximal in den beiden obersten Geschossen sinnvoll. bezeichnet man als introvertierte Außenräume.und Atriumhäusern oder Patiowohnungen.

0 m² Außenraum 50. Innenhof 190 .4 m² Individualräume 4 Orientierung I.Grundriss [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Wohnfläche 135.

Patio 191 .7 m² Individualräume 3 Orientierung I.Privater Außenraum [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Wohnfläche 128.7 m² Außenraum 43.

7 m² Individualräume 2 Orientierung Patio 192 .5 m² Außenraum 15.Grundriss [096] Tadao Ando Osaka Bay Street Osaka (JP) Wohnfläche 68.

Konstruktion 193 .

Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Münsingen (CH) Gebäudetechnik [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Nimes (FR) 196 200 194 . Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Baukonstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent.

die nur geringe Toleranzen gestatten. wie zum Beispiel die wirtschaftliche Anordnung der PKW-Stellplätze. einen enormen Kostenanteil am Gesamtprojekt ausmacht. Die Baustoffqualitäten und Konstruktionsweisen sind heutzutage so weit entwickelt. 195 . Zunächst könnte man davon ausgehen. Beispiel hierfür sind eine Vielzahl von Fertigteilen und Baustoffen mit eigenen Maßabhängigkeiten oder sogar eigenen Modulordnungen wie zum Beispiel beim Mauerwerk. dass dieser Parameter aus den Überlegungen für das Gesamtgebäude und weniger aus der einzelnen Wohnung resultiert. und andere. wenn nicht sogar der wesentliche. Ein weiterer Anspruch. Neben der konzeptionellen Optimierung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den zu verwendenden Bausystemen und Baustoffen unumgänglich. Am Markt existieren zahlreiche Produkte. soll anhand von konstruktiven beziehungsweise gebäudetechnisch optimierten Grundrissen dargestellt werden. andererseits jedoch eigene konstruktive Abhängigkeiten produzieren.Konstruktion Einleitung Die konstruktive und gebäudetechnische Logik eines Wohnungsentwurfs ist ein wesentlicher Aspekt. hybriden Gebäuden mit vielfältigen Wohnungstypen. dass auf den ersten Blick auch eine konstruktiv unabhängige. da gerade die Gebäudestruktur. Die sorgfältige Analyse der einzelnen Anforderungen ist daher die Grundlage für die Entwicklung von Koordinationsschemata. zusätzlicher gewerblicher Nutzung und einer Tiefgarage wird dieser Aspekt deutlich. Dies führt trotz prinzipieller Machbarkeit jedoch im Allgemeinen zu äußerst unwirtschaftlichen Ergebnissen. die im Wohnungsbau für das Konstruktionssystem maßgebend sind. Auch wenn im Wohnungsbau die Rasterfrage keine so große Rolle spielt wie bei der Entwicklung von Bürogebäuden. die eine gewisse Flexibilität aufweisen. die einerseits den geforderten Standards genügen. führt jedoch zu einer unwirtschaftlichen Ausnutzung des Materials und hohem Anpassungsund damit Zeit. erscheint als wichtige Voraussetzung für den gelungenen Entwurf. aber die logischen Abhängigkeiten und Möglichkeiten des jeweiligen Materials zu nutzen.und Kostenaufwand. die die technischen und konstruktiven Anforderungen möglichst synergetisch zu einem optimierten Gebäudeentwurf führen. wie zum Beispiel die Raumdimensionen innerhalb der Wohnung. also der Rohbau. ist der materialgerechte Entwurf. Eine davon unabhängige Planung ist prinzipiell möglich. jedoch wird schnell die Abhängigkeit zum Grundriss klar. Vieles ist grundsätzlich machbar. Dass die Entwurfskonzeption maßgeblich von diesen Parametern beinflusst werden kann. Dabei gibt es Parameter. auf die einzelnen Nutzungsbereiche optimierte Planung möglich erscheint und die Notwendigkeit zur Koordinierung der einzelnen maßlichen Anforderungen in den Hintergrund tritt. so gibt es doch eine Vielzahl von Abhängigkeiten. Gerade in größeren.

Der Entwurf der nichttragenden Bauteile ist unter Berücksichtigung der Qualitätsstandards (insbesondere Schallschutz) weitgehend frei. Die Grundrissgestaltung ordnet sich diesem Prinzip unter. koordinierende Rasterstrukturen definieren die mögliche Lage der raumteilenden Elemente. Weitgehend unabhängig von der gewählten Bauweise liegen die wirtschaftlichen Spannweiten bei circa 6 m. Bei dem Wohnhaus Schärer [099] wurde das Stahlbausystem „Mini“ verwendet. 196 . versuchte in unterschiedlichsten Gebäudedimensionen konstruktiv vollständig durchentwickelte Bausysteme zu etablieren. bei denen er die Möglichkeiten seines „plan libre“-Konzepts untersucht. Klare.Grundriss Baukonstruktion Einer der wichtigsten baukonstruktiven Parameter ist die wirtschaftliche Dimensionierung der Deckenkonstruktion. um wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. wie zum Beispiel dem Holzbau. vor allen Dingen bekannt durch sein Regalsystem USM. Über vorgefertigte Tunnelschalungselemente sind dort Raumbreite und Höhe weitgehend vorbestimmt und schränken damit den entwerferischen Handlungsspielraum deutlich ein. Die Fassade trägt zunächst nur sich selbst beziehungsweise wird zur Aussteifung des Gebäudes herangezogen und kann nach Belichtungs. Städtische Gebäude weisen häufig eine zweiseitige Orientierung auf. Bei Betonkonstruktionen besteht über mögliche komplexe Bewehrungsstrukturen eine geringere Einschränkung. so dass die Lastabtragung meist entlang der unbelichteten Wohnungstrennwände erfolgt. Aus konstruktiver Sicht sollten eventuelle Treppen der Tragrichtung folgen. Fritz Haller. Dies hat unmittelbaren Ein­ fluss auf die Grundrissgestaltung. Die Immeuble Clarté in Genf von Le Corbusier [097] ist eines von vielen Projekten. Die Tragrichtung der Decke ist bei additiven Bauweisen.und Gestaltungszwecken frei entworfen werden. oder Fertigteilkonstruktionen in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Parameter. Trotz eines quadratischen Baukörpers folgen die tragenden Wände ausschließlich einer Richtung. Das Projekt [098] von Diener & Diener basiert konstruktiv auf der typischen holländischen Tunnelschalbauweise und erhebt diese gleichzeitig zum Thema des Entwurfs. Die Grundkonstruktion des Gebäudes besteht aus einem Skelettbau. Der Grundriss reagiert teilweise auf das Stützenraster und spielt sich gleichzeitig in anderen Bereichen bewusst frei. Dieses Prinzip hat sich zum Beispiel im holländischen Wohnungsbau als Standard etabliert.

6 m² Außenraum 19.Konstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Wohnfläche 197 .3 m² Individualräume 3 Orientierung II 197 .

0 m² Individualräume 2 Orientierung Il 198 .Grundriss [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Wohnfläche 102.0 m² Außenraum 10.

Konstruktion [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Wohnfläche 173.4 m² Außenraum 56.2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 199 .

Einen wesentlichen Ansatzpunkt zum Umgang mit der Gebäudetechnik im Entwurfsprozess liefert die Vergegenwärtigung der Dimensionen der einzelnen Medien. Die umgebenden Räume beinhalten keine weitere technische Ausstattung. Die Praxis zeigt jedoch. Abwasser und Strom sind auf den Kernbereich konzentriert. desto sorgfältiger sollte die Abhängigkeit zu anderen Räumen und Bereichen im Grundriss studiert werden. Beim sozialen Wohnungsbau von Jean Nouvel [101] wurde die Lage des Schachts für die Haustechnik präzise gesetzt. die gebäudetechnischen Lösungsansätze. die Räume mit besonderen Anforderungen an die Gebäudetechnik sowohl in der Vertikalen als auch Horizontalen zu bündeln und über einen gemeinsamen Schacht die Ver.und entsorgen zu können. Beim Wohnhaus von Helmut Wimmer [100] wird die Gebäudetechnik auf einen zentralen Kern konzentriert. Ähnlich der Konstruktion gilt. um unterschiedliche Grundrisskonfigurationen zuzulassen und über den gleichen Schacht ver. Für den qualitativen Entwurf ist es wesentlich. aber nur wenige Lösungen ökonomisch und technisch sinnvoll sind.Grundriss Gebäudetechnik Selbst der absolute Laie weiß. Die größten Querschnitte nehmen dabei luftführende Bauteile ein. frühzeitig zu betrachten und zu integrieren. insbesondere die Lage der vertikalen Schächte. sondern sollte perspektivisch veränderten Nutzungsbedürfnissen Rechnung tragen beziehungsweise bei größeren Wohngebäuden eine Grundrissvielfalt ermöglichen. dass ohne erkennbaren Grund von diesem Prinzip abgewichen wird und Sonderlösungen gefunden werden müssen. im darüberliegenden Geschoss hingegen ein „konventioneller“ Grundriss mit außenliegendem Bad entwickelt. Je größer die gebäudetechnischen Bauteile sind. Die Elektroversorgung nimmt aufgrund der geringen Querschnitte nur wenig Einfluss auf die Grundrissgestaltung. 200 . dass vieles machbar. gefolgt von der Wasserversorgung.und Entsorgung zu gewährleisten. Sämtliche Medien wie Wasser. die gerade im Zuge der energetischen Optimierung von Gebäuden zunehmend eingesetzt werden. Im dargestellten Grundriss wird auf der Erdgeschossebene eine Box platziert. dass es sinnvoll ist. Die nächste Kategorie bilden die Bauteile zur Abwasserentsorgung. Die Positionierung der Gebäudetechnik ist dabei nicht nur für den ursprünglichen Grundrissentwurf interessant. wobei auch hier ökonomische Lösungen vorzuziehen sind.

Konstruktion [100] Helmut Wimmar Kanalstraße Wien (AT) Wohnfläche 90.4 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 201 .2 m² Außenraum 15.

Grundriss [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Wohnfläche 108.0 m² Außenraum 11.5 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 202 .

Projekte .

.

Im Sinne eines „Packschemas“ kann die räumliche Anordnung der einzelnen Wohneinheiten nachvollzogen werden. liefert dieses Kapitel erste Informationen für den Folgeschritt. wurde auf diese Markierung verzichtet. Der angegebene Erschließungstyp bezieht sich auf die betrachtete Wohnung. Eine parallele Entwicklung beider Entwurfsstrategien würde bei entsprechender Erfahrung und Zeit den größten Erfolg versprechen. Die umgekehrte und als „klassisch“ zu bezeichnende Methodik der Annäherung im Entwurfsprozess über den städtebaulichen Maßstab bis hin zum Detail erscheint uns aus der praktischen Lehrerfahrung gerade bei wenig geübten Entwerfern für die Entwicklung qualitätsvoller Wohnungsbauarchitektur weniger geeignet. Sämtliche 101 Projekte wurden zeichnerisch in Grundriss und Schnitt im Maßstab 1:500 nach einheitlichen grafischen Standards neu aufgearbeitet. die farbig markiert wurden. Dieser letzte Buchteil versucht eine Brücke zwischen beiden Ansätzen zu schlagen. Die seitliche Spalte gibt Aufschluss über die wichtigsten Projektkenndaten und wurde um eine städtebauliche. Dargestellt ist jeweils das Eingangsgeschoss der betrachteten Wohnungen. Die entwickelte Grundrisskonzeption muss den zahlreichen weiteren Einflussgrößen angepasst werden. Entsprechend der Reihenfolge ihres Erscheinens im Kapitel „Grundriss“ werden in diesem Kapitel die Grundrisse in ihren Gesamtzusammenhang gestellt. Die dunkle Gebäudemarkierung gibt den gewählten Grundrissausschnitt im Maßstab 1:500 an. Aus dem Ansatz. Auch hier liefert dieses Kapitel einen reichhaltigen Fundus an Beispielen. Unmittelbar mit dieser Frage verknüpft ist die Erschließungsform des Gebäudes. der Konfiguration des Gebäudes. die helle Markierung kennzeichnet das Gesamtprojekt. genordete Vignette im Maßstab 1:10. das Gebäude aus der Perspektive der Wohnung zu entwerfen. die eine Vorstellung von der baulichen Dichte des Kontexts liefern soll. ohne die ursprüngliche Idee zu gefährden. die mit dem Gebäude identisch sind. Bei Grundrisskonfigurationen. Häufig sieht der Studierende sich dann mit der gefundenen Bauform mit einer Situation konfrontiert.Einleitung Die Überführung der aus der Grundrissarbeit gewonnen Erkenntnisse in die Komplexität des Gesamtprojekts ist eine der wesentlichen Hürden im Entwurfsprozess. bei der es ähnlich wie beim Altbau gilt. zum Beispiel bei Einfamilienhäusern.000 ergänzt. Die beigefügten Schnitte sind als Systemschnitt zu verstehen. die eine Beurteilung der Effizienz der einzelnen Systeme zulässt. nachträglich adäquate Grundrisse einzufügen. Aus dem beschriebenen „klassischen“ Ansatz kann dieses Kapitel jedoch ebenfalls betrachtet werden und katalogartig das Spektrum städtebaulicher Lösungen aufzeigen. 205 .

Wien (AT) [035] Michael Alder Störzbachstraße. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten G. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße. Christian Rapp Levantkade. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta.-Rupprecht-Straße. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Sarnen (CH) [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort [026] Beyer + Dier Architekten K. Basel (CH) [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Basel (CH) [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße.Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg.-Hirsch-Ring. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg Architekten Pfeffingerstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Basel (CH) [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Weilheim (DE) [050] Johannes Kaufmann Brugg. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. München (DE) [019] Egon Eiermann Bartningallee. Oberwil-Zug (CH) [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Breda (NL) [043] Daniele Marques Dreilindenstraße.. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher H. Bezau (AT) 206 .-und-H.-Guggenmoser-Str. Schettler & Wittenberg Lessingstraße. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten A. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Reichenbachstraße. Berlin (DE) [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße.-Kerschensteiner-Str. Weimar (DE) [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Zürich (CH) [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Riehen (CH) [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Berlin (DE) [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Brione-Minusio (CH) [011] Beda Dillier Kirchstraße. Dresden (DE) [046] Norbert Post .. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Mendriso (CH) [024] Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee Grasmeierstraße. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße.

Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Shizuoka (JP) [075] blauraum Architekten Bogenallee.Projektverzeichnis [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Wien (AT) [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Gifu (JP) [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Nimes (FR) 207 . Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Kaierslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Mainz (DE) [081] Michael Alder Friedhofweg. Schedler Kanzleistraße. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Zürich (CH) [085] Zimmermann Leber Feilberg H. Köln (DE) [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg.P Hohlstraße. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. Senn Sihlamtstraße. Den Haag (NL) [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Walter Ramseier [064] A. La Roche. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit D. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Zürich (CH) [080] [03 München Nackstraße. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Sydney (AU) [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg.. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Osaka (JP) [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Zürich (CH) . Berlin (DE) [092] Hauenstein. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Zürich (CH) [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Kawagoe (JP) [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Zürich (CH) [094] Roland Rainer Mittelpromenade.D. Baden (CH) [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Basel (CH) [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Münsingen (CH) [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Munz & B.-Mansbacher-Str. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße.

Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 29 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 208 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 209 .Projektsammlung [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projekte [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 74 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 210 .

M 1:500 Grundriss. M 1:500 211 .Projektsammlung [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 - 8 Anzahl Wohneinheiten 304 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 212 .Projekte [005] Hans Kollhoff.

Projektsammlung [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 213 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 214 .

M 1:500 215 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Fertigstellung 1984 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 216 .Projekte [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Fertigstellung 1976 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 217 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

Projekte [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 218 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 219 .

M 1:500 220 .Projekte [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 19 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 221 .

Projekte [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 222 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 223 .

Projekte [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Fertigstellung 1972 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 800 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 224 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 225 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 15 Anzahl Wohneinheiten 66 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 226 . M 1:500 Grundriss.Projekte [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Fertigstellung 1961 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 96 Lageplan.

M 1:500 227 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 228 .Projekte [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan.

Projektsammlung [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien Trondheim (NO) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 229 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 230 .Projekte [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendriso (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 18 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 231 .

M 1:500 Grundriss.Projekte [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 232 . M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung

[026]
Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE)

Fertigstellung 2003 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 30

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

233

Projekte

[027]
Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 87

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

234

Projektsammlung

[028]
Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 31

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

235

Projekte

[029]
burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

236

Projektsammlung

[030]
Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

237

Projekte

[031]
Beyer - Schubert Architekten Alice-und Hella-Hirsch-Ring Berlin (DE)

Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 16

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

238

Projektsammlung

[032]
Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 14

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

239

Projekte

[033]
Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 73

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

240

Projektsammlung

[034]
Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 9

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

241

Projekte

[035]
Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE)

Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 12

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

242

Projektsammlung

[036]
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffigerstraße Leipzig (DE)

Fertigstellung 2000 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

243

Projekte

[037]
Walter Stamm-Teske, Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE)

Fertigstellung 1998 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

244

Projektsammlung

[038]
ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 1991 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 36

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

245

Projekte

[039]
Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH)

Fertigstellung 1992 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

246

Projektsammlung

[040]
Bauart Architekten und Planer mobiler Standort

Fertigstellung Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

247

Projekte

[041]
Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP)

Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 - 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

248

Projektsammlung

[042]
Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 13 Anzahl Wohneinheiten 143

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

249

Projekte

[043]
Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

250

Projektsammlung [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 6 - 8 Anzahl Wohneinheiten 119 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 251 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 63 Lageplan. M 1:500 252 . M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung [046] Norbert Post . M 1:10 000 Schnitt.Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 253 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 254 .Projekte [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 40 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 255 .Projektsammlung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 16 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 256 .Projekte [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Str. M 1:10 000 Schnitt. Weilheim (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 23 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 257 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan.

M 1:500 258 . M 1:500 Grundriss.Projekte [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Fertigstellung 1988 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 259 .

M 1:500 Grundriss.Projekte [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 260 .

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 42 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 261 .

Projekte [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:500 262 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 263 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [056] Riegler Riewe Bahnhofstrasse Graz (AT) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 27 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [057] BKK-3 Goldschlagstrasse Wien (AT) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 39 Lageplan. M 1:500 264 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 265 .Projektsammlung [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 28 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 266 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 267 .Projektsammlung [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 107 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 268 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 269 .Projektsammlung [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 270 .Projekte [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 2 - 5 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

P .Projektsammlung [064] A. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.D. M 1:500 271 . Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 126 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projekte [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 272 .

M 1:500 Grundriss. M 1:500 273 .Projektsammlung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 274 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 275 .Projektsammlung [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 21 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 276 . AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan.Projekte [069] Walter Stamm-Teske.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 277 .Projektsammlung [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 56 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 278 .Projekte [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:500 279 .Projektsammlung [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Fertigstellung 2008 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projekte [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Fertigstellung 1952 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 17 Anzahl Wohneinheiten 337 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 280 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 281 .Projektsammlung [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

Projekte [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 15 Lageplan. M 1:500 282 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Fertigstellung 1990 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 93 Lageplan. M 1:500 283 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 25 Lageplan. M 1:500 284 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 285 .Projektsammlung [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 - 13 Anzahl Wohneinheiten 486 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 286 .Projekte [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 287 .Projektsammlung [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 31 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 288 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Fertigstellung 1992 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 289 .Projektsammlung [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 128 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 290 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Fertigstellung 1957 Erschließungstyp 5-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 78 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 291 .Projektsammlung [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 292 .Projekte [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 33 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 293 .Projektsammlung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [087] dmsw Albertinenstraße Berlin (DE) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 294 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 295 .Projektsammlung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan.

M 1:500 296 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 297 .Projektsammlung [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 298 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan.

Projektsammlung [092] Hauenstein. Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 299 . La Roche. M 1:500 Grundriss.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 300 .Projekte [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 64 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Fertigstellung 1977 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 750 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 301 .

Projekte [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 26 Lageplan. M 1:500 302 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [096] Tadao Ando Sumiyoshi Osaka (JP) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 303 .

Projekte [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Fertigstellung 1932 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 304 .

M 1:500 305 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Fertigstellung 1969 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 306 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 307 .Projektsammlung [100] Helmut Wimmer Kanalstraße Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 308 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Fertigstellung 1987 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 114 Lageplan.

Anhang .

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Institut für Städtebau. Wohnungs. Folge 15/2008. Fachserie 5. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. Pressemitteilung Nr. Auflage. Verkehr in Deutschland. Gegenüberstellung Massivhaus / Holzelementbauweise – Ökobilanzstudie.09. Reihe 3.und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. Umsatz und Investitionen im Baugewerbe Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).. Wiesbaden 2009. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Wohnungsbau und Bausparwesen e. S. S. (ifs). Fachserie 5. Berlin 2008 www.. S. Wiesbaden 2005 www. 13 Institut für Städtebau. Folge 15/2008. Beschäftigte. Folge 13/2008. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.V. Unternehmen.mnp. Wohnungs.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung.schader-stiftung.2005. Auszug aus Wirtschaft und Statistik.de/wohn_wandel/849. 118 Statistisches Bundesamt. 30 311 . (ifs).03. Ebd.lbs.). Bautätigkeit und Wohnungen.03.Bevölkerungs. Wiesbaden 2008 Ebd. Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2007 . 8 / S. Demografischer Wandel in Deutschland. 57 Institut für Städtebau (ifs).03. S.T.de/microsite-presse/lbs-research (17 . Hausbau Informationen. Graue Energie von Baustoffen. Wiesbaden 2006. Hausbau Informationen.Preisentwicklungen in der Bauwirtschaft. Statistisches Bundesamt.und Immobilienmärkte 2006 – Kurzfassung.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. S. 13 Ebd. Wiesbaden 2006. 13 Statistisches Bundesamt. Folge 24/2008 2 2 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Statistisches Bundesamt.11:49) Institut für Städtebau (ifs). S. Bautätigkeit und Wohnungen. Wiesbaden 2007 . Heft 1. 3 Statistisches Bundesamt. Folge 15/2008. 23 Statistisches Bundesamt. Emission Database for Global Atmospheric Research (24.php (16. Wiesbaden 2006.09. Bautätigkeit und Wohnungen. Wohnsituation in Deutschland 2006. Wiesbaden 2007 .nl/edgar. demografischer Wandel . Bruttoanlagevermögen nach Vermögensarten. 23 www. S.-Gallen (Hrsg. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Zuhause in Deutschland. Hausbau Informationen. S. Bonn 2007 . Bonn 2007 . Baugewerbe in Deutschland. 22:00) Statistisches Bundesamt. Bonn 2001. S. S. Berlin 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). 2. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).09. (ifs).V. Reihe 3. S.Quellennachweis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. 5 Institut für Massivbau. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Ergebnisse des Mikrozensus 2005.V. 8 Statistisches Bundesamt. Wohnungsbau und Bausparwesen e.V. Hausbau-Informationen. Wohnungsprognose 2015. 23 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. 398 vom 22. S. Wiesbaden 2008. 17:03) Statistisches Bundesamt. S. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. Entwicklung der Privathaushalte bis 2025. Wiesbaden 2008. Wohnungs.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. TU-Darmstadt.V. Leben in Deutschland. Fachserie 5. Bonn 2007 . Nutzung der Bodenfläche. Wohnungs. Hausbau-Informationen. S. Reihe 3. Dezember 2006 Econum GmbH St. ab 1960.09. Februar 2009 Statistisches Bundesamt. Auszug aus Wirtschaft und Statistik . 19 Ebd. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Baugenehmigungen / Baufertigstellungen – Lange Reihen z. 13 Ebd. Bonn 2007 . Wiesbaden 2007 Statistisches Bundesamt. Institut für Städtebau. 1998 Statistisches Bundesamt.

Wien Georges Fessy 312 . Wien unbekannt Hiroyuki Hirai blauraum Atelier 5/Croci & du Fesne. München Ignacio Martinez Florian Schreiber. Stuttgart unbekannt Stefan Müller-Naumann. Prag E. London Walter Stamm-Teske Michael Heinrich. Athen Hélène Binet. Zürich Jan Maly. Berlin Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann Walter Mair. Wien unbekannt van den Oever. Andrea Helbling. Rotterdam Margherita Spiluttini. Bern Manfrad Seidl.com Ralph Hut. Foto: Therese Beyeler. Malans Walter Mair. München unbekannt Ulrich Schwarz. Köln Ruedi Walti. Mühltal Andrea Kroth Michael Müller/dmsw unbekannt Lukas Roth. Zürich Manfred Seidl. Zürich Florian Holzherr.Bildnachweis 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 Ruedi Walti. Berlin Eduard Hueber/archphoto. Andrea Helbling. Wien unbekannt Rob ‘t Hart photography. Zaaijer & Partners architecten Jörg Hempel.com Geir Brendeland Walter Mair. Schweiz Robert Held fritz haller bauen und forschen gmbh. Archiv: Post und Welters Margherita Spiluttini. Wien Lena Heinkele HPP Architekten Walter Stamm-Teske ADP Architekten EHT BSA SIA AG. München (www. Zürich Sascha Kletzsch. Klagenfurt Duccio Malagamba Tadao Ando Eveline Perroud und Bundesamt für Kultur. Basel Ruedi Walti. Foto: Georges Fessy 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 Margherita Spiluttini. München Ignacio Martinez Francis Soler architect. Wien Heinrich Helfenstein.de) Hiroyuki Hirai Pez Hejduk. Basel unbekannt Cruz y Ortiz Hans-Jürgen Breuning. Athen Gigon/Guyer Architekten.mhfa. Zürich Hendrik Gagstatter Piet Rook Ralph Feiner.be Hannes Henz. München HUSS-MEDIEN GmbH. München Lukas Roth. Zürich Hannes Henz. Zürich Thomas Ott. Münster Gilbert Fastenaekens for www. Zürich Heinrich Helfenstein. Foto: Beat Jordi unbekannt Andreas Greber.xdga. Potsdam Arazebra Fotografie. Stuttgart Roger Frei. Zürich Michael Heinrich. Basel Heinrich Helfenstein. Foto: Franziska Schmidt. München Andreas Muhs.com Stefan Meyer. Zürich Roland Halbe. Zürich Hiroyuki Hirai Ruedi Walti. Zürich Eduard Hueber/archphoto. München (www. Foto: Heinrich Helfenstein. Hasle-Rüegsau Christian Richters. Züric Peter Bonfig. Köln Eduard Hueber/archphoto. Basel unbekannt Heinrich Helfenstein. Berlin Hauenstein La Roche Schedler Christian Kurz. Aachen SHINKENCHIKU-SHA Photograph Division Peter Morf Erieta Attali. Zürich Simone Rosenberg. Wien Margherita Spiluttini.de) Erieta Attali.mhfa. Schwarz. Zürich Eva Rubin. Zürich Arazebra. Zürich Hannes Henz. Berlin. Worblaufen Ross Honeysett unbekannt Walter Mair.

....................38/209 pool Architekten......................................................... Walter Ramseier....111/252 MVRDV....................... 174/291 Könz Molo und Barchi Architekten........... Christian................................... 172/289 Kollhoff........ ................................54/219 Kaufmann.......................... 91/239.......................145/273 Ban...202/308 pfeifer roser kuhn architekten.................................. AFF Architekten........... ................................... 115/255 Cruz...................... 81/234...... Michael............................... 41/211......................... 140/269...... Soler...... 109/250 Mateo.. Josep Lluis...........................Architektenregister 03 München......................... ......................... Schettler & Wittenberg...................... Christian....... 190/301 Rainer.........152/276 Stamm-Teske............ 177/293 ............................... 114/254 ................................................Welters................................................. 113/253 ......... 178/294 Dudler..................... Ivan................. HPP Hentrich-Petschnigg Architekten.....................63/223 Lederer + Ragnarsdóttir + Oei..................139/268 Hotz..... ....... Werner...........................80/233 Beyer-Schubert Architekten....................................................................................................... 153/277 Geurst & Schulze architecten............. Kazuyo...............187/299 Herzog & de Meuron. Bruno........... David & Senn..........................................166/287 A..... Antonio....................................160/282 Bosch architecten.199/306 Hasler Schlatter Partner......................... 39/210............... 122/260 . 185/297 Bearth & Deplazes Architekten... 43/213..... Wimmer..........123/261 Straub Beutin Architekten.....................85/237 Allmann Sattler Wappner Architekten.................................. Ryue........................... .191/392 Miller & Maranta.... 158/281 Bauart Architekten und Planer......... 179/295 Scheuring und Partner.................................. ........................ 119/258 Spühler............ Daniele..56/220 Gigon/Guyer Architekten................................................ 116/256.....129/263 Rijnvos Voorwinde Architecten........ 100/246............................................................... 157/280........... ..................................... 84/236.......................................................133/266 Wendt..................... 51/217 Snozzi........................................134/267 .......164/285 Riegler Riewe............. Jean...................144/272 Kerez......................86/238 BKK-3.. Tadao. ....... mit Munz.....72/230 Kollhoff & Timmermann Architekten................................97/244 Steidle + Partner.................................. Schedler hls Architekten.......................... Max.64/224 Zimmermann Leber Feilberg Architekten............................................................188/300 Stamm-Teske.... dmsw..........................68/227 Le Corbusier.............................. 146/274 burkhalter sumi architekten...............53/218 Dillier.... Rapp + Rapp....................65/225 Stelzhammer.............................. ....................162/284 Fink + Jocher.................................. Marques.............. Hartmut....... 120/259.... ................................ Egon...................165/286 Eiermann....................................................... ...........................................................67/226 Engelen Moore..92/240 Hauenstein....................................P ................................................................. Roland........................................................D..........124/262 Nishizawa......................... Shigeru.... ... Luigi.................... 171/288 ............................... 107/249 Delugan Meissl Associated Architects............ 106/248 Nouvel.................................77/231 Haller............................ ..........................................................................................132/265 Brendeland & Kristoffersen Arkitekter....................... 198/305 Diener & Diener... Theo................................................................. ........ 176/292 Zumthor.............. Fritz........................ .............161/283 AV1 Architekten......................... ............ 78/232..............................................42/212 Krischanitz............ Johannes... Martin..... 201/307 Wirsing........ 197/304 ....... 93/241................................................ Reimann............................... 105/247 Baumschlager Eberle.................................................... Petra und Paul............ Peter.................... Beda................................. Walter........................ 95/242...................................................... 154/278............. ............................................... Walter...... Joachim. 173/290 Ando................ Alvar Aalto................................................ 142/271 ADP Architekten......57/221 Beyer + Dier Architekten............................71/229 Buchner Bründler Architekten........99/245 Alder............. 118/257 Ken Architekten.................151/275 313 ..50/216 de Geyter.................180/296 Sejima......................... 58/222........ Francis........... Helmut........ Rapp.................................................. Thomas.. ................37/208 Müller............192/303 Atelier 5.... Norbert ............. La Roche............. 110/251 Popp Planungen...................................................82/235 Morger & Degelo......................................................70/228... 141/270 Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee ............. Walter.....44/214 Burkard Meyer Architekten........... .......... 49/215...... Xaveer.... Adolf.................................130/264 blauraum Architekten...................................... ..... Hans..............156/279 Kuhn Fischer Partner Architekten.........................96/243 Kahlfeldt.186/298 Post....

................. 130/264 ............... 142/271.................... 165/286 .............. 37/208........................... 139/268.......................................................................................................................................................185/297 Freiburg (DE)................................110/25..........................153/277 Garching (DE).......................................................160/282 Hannover (DE).................43/213 ...... 120/259.......................................................... 114/254.................. 51/217 Chur (CH).......................................................................................................... 178/294....... 119/258 ................................................................................................... 141/270......................... 164/285 Dornbirn (AT)................... 173/290 Berlin (DE).161/283 Nimes (FR).................................... 116/256 Weimar (DE)..............166/287 Marseille (FR)................. 92/240................................ 107/249 Breda (NL)...................................................................187/299 .......... ................................................... ........ 179/295 Tokyo (JP)...................180/296 Laufenburg (CH)......................................................... 42/212................................................ .............. Riehen (CH)............ 198/305 Baden (CH)................................... 140/269....................................50/216 Shizuoka (JP)......................................................... Sydney (AU)................ 100/246......... 113/253 Ingolstadt (DE)....... 177/293......................199/306 Niederwangen (CH)..............................................202/308 Nüziders (AT)....................... .................... 39/210.................. 201/307 Yamanashi (JP)..............................197/304 Gifu (JP)..................................................... .................................................................................151/275 Darmstadt (DE).........................................................38/209 .. 95/242 Stuttgart (DE).............................................. 176/292 Den Haag (NL)..................................................................................... 106/248 Trondheim (NO).111/252 Ennetmoos (CH)........ ........... Brione-Minusio (CH)............................ 56/220...............................71/229 Weilheim (DE)........................... ......... ................ 118/257 ..........................Ortsregister Amsterdam (NL)...................................................................... ...............70/228 Dresden (DE)... 156/279............ ...91/239 Oberwil-Zug (CH)..............157/280 Mendrisio (CH)...................................................................72/230 München (DE).192/303 Paris (FR)................................................................ 65/225.. 86/238............. 171/288 Sarnen (CH).................... 191/302. 115/255 ................................................................................................ ............................................................... ..............................................................145/273 Kawagoe (JP)............................................49/215 Kaierslautern (DE).......................................... 54/219..........53/218 Sevilla (ES).................. 67/226...... 190/301 Puchenau (AT)............................................................... 85/237 Münsingen (CH)..........................................158/281 .................. .....144/272 Fanas (CH)...................................................................................63/223............... 77/231....... 44/214... 172/289.............64/224....... 82/235.... 133/266....80/233 Itingen (CH).......... ............... 174/291......97/244......... 41/211 Köln (DE)................ 122/260 .................................................. ............................. ..................154/278 Kilchberg (CH)........................ 186/298 Bezau (AT)..................................................................................96/243 Leipzig (DE).............................. 146/274 Basel (CH)..................81/234 Herdecke (DE).............................57/221 Feldkirch (AT)...................... 132/265.....................................................162/284 Tilburg (NL)............................................. 152/276 Wien (AT)...............58/222................................ 109/250 Mainz (DE)........... Genf (CH).....................................................134/267 Graz (AT).......................... Luzern (CH)............................................ .............. 99/245 Zürich (CH)......... ...............93/241......................... 123/261.. ..................129/263 Hamburg (DE).....68/227 Osaka (JP)............... 124/262.... 188/300 314 ......................................... 84/236.....................................

wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.fischer@uni-weimar. Inhaber der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.haag@uni-weimar.-Ing. freier Architekt walter. Bauhaus-Universität Weimar. Bauhaus-Universität Weimar. 1971) Architekt. Den über 100 Seminarteilnehmern. 315 . Fakultät Architektur. Die hierüber entstandene Sammlung von fast 300 Projekten diente als Quelle für die Auswahl geeigneter Beispiele im Buch.de Tobias Haag (Konstanz. Gemeinsame Grundlage war die intensive Recherche zu zahlreichen Referenzprojekten und deren zeichnerische Aufbereitung. Büroinhaber A21 architekten tobias. Büroinhaberin A21 architekten katja. Bauhaus-Universität Weimar.stamm-teske@uni-weimar. sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit gedankt. Arne Kessler und Falk Merten möchten wir uns für ihre professionelle Mitarbeit bedanken. Zusätzlich zu den Seminarteilnehmern haben uns mehrere wissenschaftliche Hilfskräfte bei dem Projekt unterstützt. die damit die Grundlage für das Buch erstellt haben.de Im Rahmen der Entwicklung des Buchs wurden von uns mehrere Seminare an der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet. Fakultät Architektur. Arch.. Mag. Insbesondere bei Katrin Plescher und Leopold Mücke sowie Lena Heinkele. 1948) Architekt. Fakultät Architektur.. Dipl. 1978) Dipl. die sich in verschiedener Form mit den betrachteten Inhalten auseinandersetzten. Prof.Autoren Walter Stamm-Teske (Zürich. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.-Ing.de Katja Fischer (Gera.

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