W Ü STE N R OT STI FTU N G

Wüstenrot Stiftung (Hrsg.)

RAUMPILOT
GR UNDL A GE N
Thomas Jocher Sigrid Loch

kraemerverlag

Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher, Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser, Carolin zur Brügge, Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung, Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer, Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen, Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske, Katja Fischer, Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout)

Herausgeber Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg Konzeption, Inhalt und Gestaltung Band Grundlagen Thomas Jocher, Sigrid Loch Mitarbeit Dominik Weitbrecht Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch, Tobias Haag Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden. Die Autoren, der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Nachdruck, Übersetzungen, elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung.

© 2012 Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. ISBN 978-3-7828-1551-2

Inhalt

Grundlagen
11 31 49 77 99 109 141 Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339

Wohnen
Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/ Literatur 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447

Arbeiten
Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/ Literatur 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567

Lernen
Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen, verteilen und flüchten Veranstalten und feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und verwalten Recherchieren und informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/ Literatur

Anhang
572 573 579 580 Abkürzungen Index Dank Autoren

Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Die Arbeits-, Lebens-, Organisations- und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. Kulturelle, technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen, Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich, um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen; deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden, in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, in Industrie- und Gewerbebauten, die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen, oder in den Wirkungen neuer Konsum- und Freizeitmus­ ter sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen, an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen, leicht integrierbaren Dienstleistungen. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Parallel zu einer gebäudetyplogischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. Die Gebäudelehre muss, um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können, intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden, die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der

Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dr. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen, mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. Ziel dabei ist es, die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche, zukunftsgewandte Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit, in einen kreativen, künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beachtenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude, deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen, auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden, wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung, mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten, dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte, und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen, die den genannten Kriterien folgen kann. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert, das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.

5

Vorwort der Wüstenrot Stiftung

Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich mit Hilfe von einzelnen, phänomenologisch ausgerichteten und aufeinander abgestimmten Bausteinen auf eine anschauliche, die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Grundlagen der Gebäudelehre. Vier Bände behandeln wichtige Bereiche der Gebäudelehre: • „Raumpilot Grundlagen“ schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen sowie die spezifische Ausrichtung an den Nutzungsformen und -erfordernissen ein. • „Raumpilot Arbeiten“ stellt Gebäude mit Arbeitsplätzen in den Sektoren Verwaltung und Dienstleistungen, die unter dem Einfluss der wirtschaftsstrukturellen, technologischen, betriebswirtschaftlichen und globalen Entwicklungen einer besonderen Dynamik des Wandels unterliegen, in den Mittelpunkt. • „Raumpilot Lernen“ behandelt den Bau von Schulen und von anderen Ausbildungsstätten, auf die eine Vielzahl von Faktoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einwirken. • „Raumpilot Wohnen“ konzentriert sich auf den Wohnungsbau, der in all seinen Formen unter dem Einfluss weitreichender, vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren, Hochschullehrern, Studierenden – für die engagierte, intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.

6

Vorwort der Autoren

Der vorliegende Band vermittelt die „Grundlagen“ der vierteiligen Gebäudelehre „Raumpilot“ . Darauf aufbauend vertiefen die Folgebände „Arbeiten“ , „Lernen“ und „Wohnen“ die fachspezifischen gebäudekundlichen Anforderungen im Kontext des aktuellen gesellschaftlichen Wandels. Der römische Architekt und Gelehrte Vitruv beschreibt in seinen berühmten zehn Büchern, dass sich alle Architektur auf die Grundprinzipien firmitas (Festigkeit), utilitas (Nützlichkeit) und venustas (Anmut) gründet. Der Grundlagenband widmet sich der utilitas – der Nützlichkeit von Architektur in ihrem Gebrauch. Die wesentlichen Kriterien der Nützlichkeit bestimmt der Mensch. Er bildet mit seinen physischen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für die Planung räumlicher Umgebungen und Situationen. Diese elementaren Grundlagen – die menschlichen Körper- und Bewegungsmaße – bilden den Inhalt des ersten Kapitels dieses Planungshandbuchs. Abweichend von vielen früheren Planungslehren wird hierbei nicht nur ein Idealmaß des Menschen als Planungsbasis herangezogen. Eine Zielsetzung der vorliegenden Publikation ist es, die tatsächliche Vielfalt der Körpermaße und mögliche körperliche Einschränkungen stärker zu berücksichtigen und damit auch die Belange der barrierefreien Planung als eine selbstverständliche Planungsgrundlage zu integrieren. Eine weitere Zielsetzung dieser Gebäudelehre ist es, nicht „fertige“ Raum- oder Grundrissmuster, sondern einzelne Funktionsbereiche als Grundbausteine für Raumkonfigurationen in den Vordergrund zu stellen. So wird beispielsweise im Hauptkapitel „Wohnen“ nicht ein „Esszimmer“ als kopierfähiges Raummuster vorgegeben, sondern der Funktionsbereich „Essen“ ausführlich erläutert. Parallel zu diesem neuen Fokus auf die funktionalen Anforderungen und parallel zu der stärkeren Ausrichtung auf ein „Universal Design“ von Gebäuden schien es unerlässlich, in diesem Grundlagenbuch auch die minimalen Grenzwerte zu benennen, die sich aus den Mindestmaßen des Gebrauchs, aus rechtlichen Rahmenbedingungen und aus

weiteren gesellschaftlichen Vereinbarungen begründen. Denn das „Kennen und Verstehen“ dieser Basisparameter ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Anwendung von Planungsregeln, die im konkreten Fall auch „kreative Abweichungen“ erforderlich machen kann. Das Buch gliedert sich in vier Kapitel. Neben den funktionsübergreifenden allgemeinen Grundlagen im ersten Hauptkapitel sind die wesentlichen Planungsvorgaben für das Wohnen, Arbeiten und Lernen in drei weiteren Hauptkapiteln wiedergegeben. Da sich die Publikation in erster Linie an Studierende wendet, wurde eine klare und didaktisch einprägsame Informationsvermittlung angestrebt. Besonderer Wert wurde dabei auf die grafische Visualisierung von Inhalten gelegt, da Abbildungen und grafische Abstraktionen auf knappem Raum meist mehr Detailinformationen weitergeben und schneller erfasst werden können als textliche Erläuterungen. Die Erstellung dieser Publikation war nur durch die Zusammenarbeit vieler, auf ganz unterschiedliche Art und Weise beteiligter Akteure möglich. Wir danken den drei weiteren Autorenteams der Buchreihe von den Universitäten in Weimar, Darmstadt und Stuttgart für die kooperative Zusammenarbeit und den anregenden inhaltlichen Austausch. Daneben möchten wir auch den zahlreichen Institutsmitarbeitern und den externen Fachberatern für die wichtigen Hinweise und ihre inhaltliche Beratung und Unterstützung danken. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Studierenden, die sich mit großem Engagement eingebracht haben. Ohne ihre unermüdliche Hilfe hätte dieses Buch nicht entstehen können. Unser großer Dank gilt schließlich der Wüstenrot Stiftung für ihre Initiative zur Konzeption und Umsetzung dieser neuen Lehrbuchreihe „Raumpilot“ und insbesondere Herrn Georg Adlbert und Herrn Dr. Stefan Krämer für ihre engagierte Begleitung während aller Entwicklungsphasen dieses umfangreichen Projekts. Thomas Jocher und Sigrid Loch

7

Grundlagen

11 31 49 77 99 109 141

Anthropometrie Barrierefrei Treppe Aufzug Rettung Ruhender Verkehr Energie

Raumpilot Grundlagen

9

Grundlagen

Zum Aufbau des Kapitels „Grundlagen“ In dem folgenden Kapitel „Grundlagen“ sind die wesentlichen Planungsinformationen zusammengefasst, die für die Planung von Gebäuden unterschiedlicher Funktionen relevant sind. Das Kapitel gliedert sich in die sieben Unterkapitel „Anthropometrie“ , „Barrierefrei“ , „Treppe“ , „Aufzug“ , „Rettung“ , „Ruhender Verkehr“ und „Energie“ . Diese Basisinformationen werden in den drei nachfolgenden Hauptkapiteln durch spezifische Planungshinweise für das Wohnen, das Arbeiten und das Lernen ergänzt. Eine Besonderheit im Aufbau dieses Kapitels stellt die Struktur des Unterkapitels „Barrierefrei“ dar. Das Thema Barrierefreiheit wird nicht getrennt, sondern so weit wie möglich in den Themenkapiteln integriert dargestellt. Ziel dieser Konzeption ist eine Darstellung, die das Thema „Barrierefreiheit“ ein Stück weit „selbstverständlicher“ berücksichtigt. Im Kapitel „Grundlagen“ sind daher lediglich die wesentlichen Basisinformationen für die barrierefreie Planung zusammengefasst, auf die bei differenzierteren Planungsvorgaben immer wieder zurückgegriffen wird. Am Anfang dieses Kapitels wird in einem Überblick auf die weiteren vertiefenden Planungsinformationen verwiesen. Die Seiten mit diesen Detailangaben sind in den Themenkapiteln zur schnellen Auffindbarkeit zusätzlich durch

grafische Symbole am oberen Blattrand gekennzeichnet. Das letzte Unterkapitel des Grundlagenteils widmet sich dem Thema „Energie“ , das im Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung und dem Schwinden fossiler Brennstoffe in den vergangenen Jahren bei Planung, Bau und Unterhalt von Gebäuden erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Mittels wesentlicher Basisinformationen zur solaren Energieeinstrahlung soll in diese Thematik eingeführt und zu einer weitergehenden Vertiefung dieses wichtigen Themenbereichs angeregt werden.

Zu den Hinweisen auf Gesetze, Verordnungen und Planungsregeln MBO – LBO In den nachfolgenden Kapiteln wurde auf die Musterbauordnung (MBO 2002) und zusätzlich beispielhaft auf die Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO BW) verwiesen. Diese Angaben können von den Bauordnungen der anderen Bundesländer abweichen. Die hier vielfach zitierte LBO BW stammt in ihrer Originalfassung aus dem Jahr 1995 (zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 25. April 2007). Seit Mitte 2009 liegt ein Gesetzentwurf zur Novellierung der Landesbauordnung BadenWürttemberg vor, der voraussichtlich im Jahr 2010 wirksam wird.

Barrierefrei-Normen Bei Buchfertigstellung Ende 2009 sind die beiden Barrierefrei-Normen DIN 18024 (Teil 1 Januar 1998; Teil 2 November 1996) und die DIN 18025 (Teil 1 Dezember 1992; Teil 2 Dezember 1992) gültig. Seit Februar 2009 liegt aber bereits der Normenentwurf für die nachfolgende DIN 18040 vor, der voraussichtlich ab 2010 diese beiden Vorgängernormen ersetzen wird. Es werden daher in der ersten Hierarchieebene die Werte der Normen 18024 und 18025 aufgeführt, in einer zweiten Hierarchieebene werden zusätzlich die Werte des Normenentwurfs DIN 18040 berücksichtigt. Diese Angaben aus dem Normenentwurf können in der späteren Neufassung der DIN 18040 möglicherweise geändert sein.

10

Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Raumpilot Grundlagen

11

Grundlagen

Grundlagen Anthropometrie

13 13 13 14 14 15 16 18 20 22 24 25 26 28 30

Einleitung Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Verwendung von Perzentilen Hinweise für die Planung Körpermaße der Frau Körpermaße des Mannes Unterschiedliche Sitzpositionen Platzbedarf Erwachsener Körpermaße Kind 3 Jahre Körpermaße Kind 6 Jahre Körpermaße Kinder 3 bis 18 Jahre Bewegungsmaße Rollstuhlfahrer Planungsregeln/Literatur

12

Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Einleitung
Der menschliche Körper als Bezugssystem der Planung Der Mensch bildet mit all seinen physi­ schen und psychischen Möglichkeiten, aber auch Begrenzungen das zentrale Bezugssystem für Planungen. Neben dem spezifischen Behaglichkeitsempfinden stellen auch die menschliche Anatomie und die damit zusammenhängenden ergonomischen Kriterien wesentliche Planungsgrundlagen dar. Kenntnisse über die menschliche Physiologie, über die Körper- und Bewegungsmaße des Menschen und über den daraus resultierenden Raum- und Flächenbedarf sind daher für die Gestaltung einer dem Menschen angemessenen Architektur unerlässlich. Die Geometrisierung des menschlichen Körpers Historische Proportionslehren bezogen sich vielfach auf einen idealisierten menschlichen Körper und dessen Proportionsverhältnisse. Die davon abgeleiteten Maßverhältnisse wurden zur Grundlage der Proportionsregeln für Kompositionen in der Kunst und Architektur. Ein exakt fixierter Proportionskanon auf Basis des menschlichen Körpers existierte bereits im alten Ägypten in der Zeit um etwa 3000 v. Chr.. Auch in der griechischen Antike und in der Renaissance wurden geometrische und numerische Ordnungssysteme von idealisier-

ten Körpermaßen des Menschen abgeleitet. Bekannt geworden sind darunter vor allem Leonardo da Vincis Proportionsfigur nach Vitruv (1485/90) und Albrecht Dürers Darstellung der menschlichen Proportionsverhältnisse aus dem Jahr 1528. Im 20. Jahrhundert zielte Le Corbusier mit seinen beiden architekturtheoretischen Abhandlungen zum „Modulor“ auf die „Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren Maßsystems im menschlichen Maßstab. “ (Untertitel von Le Corbusiers Modulor, 1956) Seine beiden Modulor-Reihen dokumentieren den Versuch, unter Miteinbeziehung des Goldenen Schnitts eine neue verbindliche, „objektive“ und zeitlose Maßordnung zu etablieren. Diese sollte als universelle Grundlage für Planungen anwendbar sein und speziell auch als Maßgrundlage für den Bereich der normierten industriellen Produktion dienen. All diese verschiedenen historischen Proportionsstudien beziehen sich auf ein idealisiertes Muster des menschlichen Körpers. Der Modulor beispielsweise baut in der zweiten Studie, die im Band „Modulor 2“ dargestellt ist, auf einer Körperhöhe von 183 cm auf (Le Corbusier, 1955). Von diesem angenommenen Idealmaß ausgehend, wurden unterschiedliche Teilungsmaße abgeleitet, wobei entsprechend den Zahlenreihen des Goldenen Schnitts wiederum idealisierte Proportionsverhältnisse des Körpers zu-

Raumpilot Grundlagen

13

Grundlagen

Anthropometrie ist die Wissenschaft von den Maßen und den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers

Grundlagen

Leonardo da Vinci entwickelte einen Proportionskanon in Anlehnung an Vitruv 2260 1830

grunde gelegt wurden. Dieses „Nivellieren“ menschlicher Körpermaße auf ein Idealmaß stellt eine Vereinfachung dar und liefert einen – meist aus wirtschaftlichen Gründen – notwendigen Durchschnittswert als Basis für Planungen. Die Werte nehmen jedoch keinerlei Bezug auf die tatsächliche Vielfalt und Verschiedenartigkeit der individuellen Körpermaße. Verschiedenartigkeit menschlicher Körperproportionen Die individuellen Körpermaße unterscheiden sich erheblich in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder physischen Besonderheiten. Eine Planung, die auf einer angenommenen Durch­ schnitts­ physiologie aufbaut, kann diese Vielfalt kaum berücksichtigen. Die Nutzbarkeit von räumlichen Umgebungen und Ausstat-

tungen kann dadurch für Personen mit vom Durchschnitt abweichenden Körpermaßen erschwert oder sogar ausgeschlossen werden. Verwendung von Perzentilen Die Verwendung von Perzentilen bietet eine Möglichkeit, die Unterschiedlichkeit der Körpermaße in der Bevölkerung stärker zu berücksichtigen. Ein Perzentilwert gibt an, wieviel Prozent der Menschen in einer Bevölkerungsgruppe – in Bezug auf ein bestimmtes Maß – kleiner sind als der jeweils angegebene Wert. So liegt zum Beispiel das 95. Perzentil der Körperhöhe von 16- bis 60jährigen Männern bei 1841 mm. „Das besagt, dass 95 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe kleiner und fünf Prozent größer als 1841 mm sind. “ (DIN 33402-2, Beiblatt 1, Seite 1).

1130 863

Le Corbusiers Modulor 2 aus dem Jahr 1955 (Die erste Reihe entwickelte Le Corbusier 1948 ausgehend von einer Körpergöße von 175 cm)

14

Raumpilot Grundlagen

Anthropometrie

Berücksichtigt man beispielsweise bei Durchgangsmaßen und sonstigen Höhenmaßen nicht nur den Mittelwert, sondern auch das 95. Perzentil, dann deckt man damit einen Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung ab und nur für fünf Prozent der Bevölkerung wäre die geplante Öffnung zu niedrig bemessen. In diesem Kapitel werden bei den Abbildungen zu den Körpermaßen daher soweit möglich immer das 5. und das 95. Perzentil zusätzlich zum 50. Perzentil (Median) dargestellt. Bei der Kapitelbearbeitung wurde auf die Perzentilwerte der DIN 33402/12 2005 zurückgegriffen. Diese DIN dokumentiert die Ergebnisse statistischer Untersuchungen von Körpermaßen der deutschen Bevölkerung, wobei nach Geschlecht, Alter und nach ethnischer Herkunft unterschieden

wird. Die Daten der derzeit aktuellen Norm stammen aus dem Jahr 2005, allerdings wurden die Maße von Kindern seit dem Jahr 1986 nicht mehr angepasst (DIN 33402-2/1986). Deshalb wurde bei den Körpermaßen von Kindern auf die Werte von 1986 zurückgegriffen. Hinweise für die Planung In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, die angegebenen oberen und unteren Perzentilwerte zusätzlich zu berücksichtigen, damit Gebäude und Ausstattungen für eine möglichst große Bevölkerungsgruppe zugänglich und nutzbar sind. Besonders Wohnungsbauten sollten so gestaltet werden, dass sie „universell“ von allen genutzt werden können oder Anpassungen an auftretende körperliche Veränderungen im Alter oder bei Krankheit durch entsprechende Vorplanungen ermöglicht werden.
1300

1750

1629

1841

2100

5.

50.

95. Perzentil

Variationsbreite Verteilung der Körperhöhe erwachsener Männer (0. bis 100. Perzentil)

Raumpilot Grundlagen

15

Grundlagen

Grundlagen

Körpermaße der Frau entsprechend DIN 33402-2, M 1:20 5., 50. (MW = Medianwert) und 95. Perzentil, Altersgruppe 18 bis 65 Jahre

MW 195 cm

MW 163 cm MW 152 cm

Reichweite nach oben 184 - 203 cm (Griffachse)

Körperhöhe 154 - 172 cm

Aughöhe 143 - 161 cm

5. Perzentil Schulterbreite 40 cm

50. Perzentil Schulterbreite 44 cm

95. Perzentil Schulterbreite 49 cm

16

Raumpilot Grundlagen

Knielänge 55 .75 cm (Griffachse) MW 69 cm Gesäß.Anthropometrie MW 160 cm MW 128 cm MW 118 cm MW 50 cm Kniehöhe 46 .167 cm 17 Grundlagen .55 cm Aughöhe 109 -126 cm MW 42 cm Sitzhöhe 38-45 cm MW 69 cm Reichweite nach vorne 63 .64 cm Körperhöhe 119 .136 cm Raumpilot Grundlagen Reichweite nach oben 149 .

Perzentil Schulterbreite 49 cm 95.221 cm (Griffachse) Körperhöhe 165 .. (MW = Medianwert) und 95.174 cm 5. Perzentil Schulterbreite 53 cm 18 Raumpilot Grundlagen . Perzentil Schulterbreite 44 cm 50. 50. Altersgruppe 18 bis 65 Jahre MW 208 cm MW 175 cm MW 163 cm Reichweite nach oben 198 .186 cm Aughöhe 153 . M 1:20 5.Grundlagen Körpermaße des Mannes entsprechend DIN 33402-2. Perzentil.

135 cm Körperhöhe 127 .Knielänge 57 .82 cm (Griffachse) MW 61 cm Gesäß.59 cm Aughöhe sitzend 115 .66 cm MW 45 cm MW 54 cm Sitzflächenhöhe 41 .49 cm Kniehöhe 50 .MW 74 cm Reichweite nach vorne 69 .146 cm MW 125 cm MW 136 cm Anthropometrie Raumpilot Grundlagen MW 169 cm 19 Reichweite nach oben 160 .181 (Griffachse) Grundlagen .

17 cm Aughöhe ca. 98 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 78 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 81 cm 200 cm 180 cm 160 cm 140 cm 120 cm 100 cm 80 cm 60 cm 40 cm 20 cm 0 cm 20 Raumpilot Grundlagen . 53 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 41 cm Aughöhe ca. 133 cm Hocken Sitzhöhe ca. 135 cm Entspannt sitzen Sitzhöhe ca.Grundlagen Aufgerichtet liegen Sitzhöhe 0 cm Aughöhe ca.

44 cm Aughöhe ca. 80 cm An der Bar sitzen Sitzhöhe ca. 41 cm Aughöhe ca. 78 cm Aughöhe ca. 158 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 64 cm . 80 cm Aughöhe ca. 77 cm Angelehnt stehen Sitzhöhe ca. Perzentil). 103 cm Am Tisch sitzen Sitzhöhe ca. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 21 Grundlagen Im Sessel sitzen Sitzhöhe ca. 155 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 116 cm Platzbedarf in der Tiefe ca. 123 cm Platzbedarf in der Tiefe ca.Anthropometrie Körpermaße eines erwachsenen Mannes in unterschiedlichen Sitzpositionen (Körpergröße 175 cm / 50.

M 1:50 2050 1660 1320 1280 950 1250 580 535 860 1500 1100 625 1280 1100 1750 1250 2125 600 670 1000 900 1750 375 625 490 875 1000 1750 ≥ 1000 22 Raumpilot Grundlagen . 50. Perzentil).Grundlagen Platz.und Bewegungsflächenbedarf von Erwachsenen mit durchschnittlichen Körpermaßen (ca.

Anthropometrie 1000 770 875 875 815 300 1330 625 875 1010 1330 1760 700 900 850 750 1100 1100 ca. 6 Personen / m² Grundfläche entspricht Dichte im Aufzug Raumpilot Grundlagen 23 Grundlagen . ≥ 1700 Platzbedarf 3 Personen ≥ 2250 Platzbedarf 4 Personen ca. 2100 1120 ≥ 1150 Platzbedarf 2 Pers.

Altersgruppe 3 Jahre MW 113 cm MW 101 cm MW 91 cm Reichweite nach oben 105 .90 cm Aughöhe 85 . Perzentil Schulterbreite 31 cm 95.33 cm 5.Knielänge 30 ..106 cm (Griffa.) Körperhöhe 92 . Perzentil.36 cm 24 Raumpilot Grundlagen Körperhöhe 72 . M 1:20 5. 50. Perzentil Schulterbreite 35 cm MW 33cm Gesäß. (MW = Medianwert) und 95.80 cm .111 cm MW 94 cm MW 25 cm Sitzflächenhöhe 19-28 cm Kniehöhe 25 .127 cm (Griffachse) MW 94 cm MW 82 cm MW 71 cm Reichweite nach oben 85 . Perzentil Schulterbreite 25 cm 50.99 cm Aughöhe 61 .Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986).

. Perzentil. Perzentil Schulterbreite 37 cm 50.44 cm 5.129 cm Körperhöhe 85 . (MW = Medianwert) und 95.Anthropometrie MW 139 cm MW 120 cm MW 114 cm MW 109 cm MW 95 cm Reichweite nach oben 100 . M 1:20 5.Knielänge 33 . Perzentil Schulterbreite 27 cm Körperhöhe 111 . 50.103 cm Aughöhe 100 . Perzentil Schulterbreite 32 cm 95.125 cm (Griffachse) MW 85 cm Reichweite nach oben 125 .33 cm MW 36 cm MW 30 cm MW 39 cm Gesäß.151 cm (Griffachse) Aughöhe 75 .92 cm Kniehöhe 31 . Altersgruppe 6 Jahre .40 cm Sitzflächenhöhe 25 .120 cm Raumpilot Grundlagen 25 Grundlagen Körpermaße Kind entsprechend DIN 33402-2 (1986).

Grundlagen Körperwachstum und Veränderung der Körperproportionen bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 18 Jahren entsprechend DIN 33402-2 (1986) M 1:20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 16 Jahre 18 Jahre 26 Raumpilot Grundlagen .

Anthropometrie 220 200 Greifhöhe nach oben 180 Körperhöhe Greifhöhe sitzend 160 Augenhöhe 140 Körperhöhe sitzend 120 Augenhöhe sitzend 100 80 Greifweite nach vorne 60 Gesäß-Knielänge Kniehöhe Sitzflächenhöhe Schulterbreite 40 20 3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 12 Jahre 15 Jahre 18 Jahre Raumpilot Grundlagen 27 Grundlagen .

M 1:20 Der Greifraum ist in Abhängigkeit von der Beweglichkeit des Oberkörpers unterschiedlich groß 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 40 20 0 20 40 60 80 100 120 28 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Greifraum Rollstuhlfahrer.

Anthropometrie 20 0 20 40 60 80 100 120 40 20 0 20 40 60 80 100 Raumpilot Grundlagen 29 Grundlagen .

London. Stuttgart 1956 (Originalausgabe 1948) Le Corbusier: Modulor 2. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. Berichtigungen zu DIN 33402-2: 2005-12 DIN 33402-2 Beiblatt 1 / August 2006 / Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte. Berlin. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. New York 1999 30 Raumpilot Grundlagen . Daniela. Gerhard. Axel (Hrsg.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 33402-1 / März 2008 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 1: Begriffe. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. Science. anpassbar. Gerhard. New York 1999 Prigge. Pourat. da die Altersgruppe 3 Jahre bis 17 Jahre in der neuen Ausgabe der DIN 33402 vom Dezember 2005 nicht mehr erfasst wurde) DIN 33402 Teil 3 / Oktober 1984 / Körpermaße des Menschen – Bewegungsraum bei verschiedenen Grundstellungen und Bewegungen Literatur Le Corbusier: Der Modulor.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Architecture. Jahrhundert. integrativ. Philosophy. Richard: Proportion. Normierte Baukultur im 20. Frankfurt am Main.): Universell. Köln 1996 Stemshorn. Stuttgart1955 (Originalausgabe 1955) Loeschcke. Beiblatt 1: Anwendung von Körpermaßen in der Praxis DIN 33402 Teil 2 / Oktober 1986 / Körpermaße des Menschen – Werte/ zurückgezogen (es wurde hier auf diese DIN zurückgegriffen. Stuttgart. Walter: Ernst Neufert. Pourat. Darstellung eines in Architektur und Technik allgemein anwendbaren harmonischen Maßes im menschlichen Maßstab. Fortsetzung des ersten Buches „Der Modulor“ von 1948. HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. LeinfeldenEchterdingen 2003 Padovan. Meßverfahren DIN 33402-2 / Dezember 2005 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte DIN 33402-2 Berichtigung 1 / Mai 2007 / Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte.

Barrierefrei Raumpilot Grundlagen 31 Grundlagen .

350 500 150 32 Raumpilot Grundlagen 150 Arbeiten barrierefrei Seite 258f.Grundlagen Detailkapitel Barrierefrei – Übersicht Grundlagen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden und Wohngebäuden Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Anthropometrie barrierefrei Seite 28f. Kochen barrierefrei Seite 208f. 110 140 110 140 Aufzug barrierefrei Seite 84f. 6% Treppe barrierefrei Seite 71f. 190 Ankommen barrierefrei Seite 189f. 75-90 max. 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei Seite 230f. 150 90 75-90 Barrierefrei Seite 32f. . Essen barrierefrei Seite 220f. 90 90 Ruhender Verkehr barrierefrei Seite 120f. 150 120 Schlafen barrierefrei Seite 238f.

40 . 150 Nebenbereiche barrierefrei Seite 550f. 85 60 Private Freibereiche barrierefrei Seite 318f. Nutzungsneutral barrierefrei Seite 308f. Entsorgen barrierefrei Seite 302f. 33 .140 Aufbewahren barrierefrei Seite 290f.Barrierefrei Wohnen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von Wohngebäuden Arbeiten/Lernen Detailkapitel zur barrierefreien Planung von öffentlichen Gebäuden Grundlagen Raumpilot Grundlagen 95 150 180 150 95 200 150 150 Wirtschaften barrierefrei Seite 284f. 20m2+ 15m2+ 95 Reinigen und pflegen barrierefrei Seite 274f.140 40 .

und Öffnungsbreiten Türhöhen Bedienhöhe Sicht-/Augenhöhe Greifraum Orientierung.Grundlagen Barrierefrei 35 36 37 39 40 40 40 41 41 41 42 42 42 43 44 46 47 Einleitung Gesetzliche Grundlagen Arten der Behinderung Allgemeine Planungsregeln DIN-Normen Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Erreichbarkeit/Schwellen Durchgangs. Form und Materialien Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Flurbreiten Planungshinweise/Literatur 34 Raumpilot Grundlagen . Farben und Kontrast.

dass sie möglichst für alle zugänglich und ohne fremde Hilfe nutzbar sind.Barrierefrei Einleitung „So ist mittlerweile bekannt. “ (Neumann 2005. Auch für sie ist eine „barrierefreie“ räumliche Umgebung eine wesentliche Voraussetzung für ein möglichst selbstständiges Leben.85 65 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 210 35 Grundlagen . Eine entsprechende „integrative Planung“ bedeutet bauliche Umgebungen im Sinne eines „universellen Designs“ so zu gestalten. physische oder psychische Beeinträchtigungen anteils- mäßig zwar häufiger auf. Seite 2) Der demografische Wandel trägt mit dem erheblich wachsenden Anteil älterer Personen dazu bei. Personen „außerhalb der Norm“ dürfen nicht durch Sonderlösungen stigmatisiert werden. doch auch jüngere Personen können durch Krankheiten oder Unfälle temporär oder langfristig betroffen sein. dass die Unterschiede zwischen den individuellen physischen und psychischen Fähigkeiten innerhalb der Bevölkerung zukünftig noch weiter zunehmen werden. 55 80 . für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel ist und ein Qualitätsmerkmal darstellt. dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich.90 70 70 70 . Vor diesem Hintergrund muss eine zukunftsweisende Planung vor allem integrativ sein. Im Alter treten Mobilitäteinschränkungen und sonstige kognitive.

Für diese Gruppe wurde 2005 folgende Verteilung ermittelt: Gesetzliche Grundlagen Die Forderung nach Integration ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unter Artikel 3. wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise. 2005) 100 90 110 120 190 36 Raumpilot Grundlagen . Verkehrsmittel. Davon zählte der größte Teil (6. Abs. technische Gebrauchsgegenstände. Systeme der Informationsverarbeitung. sonstige Behinderungen Anteil 67 % 26 % 14 % 14 % 5% 4% 9% 9% 15 % (Statistisches Bundesamt.Grundlagen Im Jahr 2005 war etwa jeder zehnte Einwohner Deutschlands (8. um ihnen eine weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. “ Mittels einer barrierefreien Planung sollen die Voraussetzungen für ein selbstständiges und unabhängiges Leben der Betroffenen geschaffen werden. akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikations­ einrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche.) zu den Schwerbehinderten (mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent). “ Diesem Anspruch will die bundesdeutsche Gesetzgebung auch mit Hilfe von konkreten baurechtlichen Vorgaben und weiteren Planungsempfehlungen für die sogenannte „barrierefreie Planung“ entsprechen. 3 verankert: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.6 Mio. Eine Definition des Begriffs „Barrierefreiheit“ findet sich unter anderem in dem deutschen „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ unter § 4: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen.) als behindert „amtlich anerkannt“ . ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Art der Behinderung Körperliche Behinderung davon: Innere Organe Gliedmaße Wirbelsäule/Rumpf Blinde/Sehbehinderte Sprach-/Gehörgeschädigte zerebrale Störungen geistige/seelische Behind.7 Mio.

Museen oder Behörden. dass ihre unmittelbaren Lebensverrichtungen oder die Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert wird. das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht. V. 167 37 Grundlagen Funktionen soweit beeinträchtigt sind.Barrierefrei Arten der Behinderung Für den Begriff „Behinderung“ existiert keine universelle. Das deutsche Gleichstellungsgesetz definiert den Begriff beispielsweise unter § 3 wie folgt: „Menschen sind behindert. 130 . geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. den verschiedenen Anwendungsgebieten gleichermaßen entsprechende Definition. – ist ein inzwischen europaweit einheitlich eingeführtes Schließsystem. 122 Raumpilot Grundlagen ca. öffentlichen Toiletten in Fußgängerzonen. seelischen oder geistigen In den meisten Auflistungen werden sieben Arten von Behinderungen unterschieden: – Körperliche Behinderungen – Sinnesbehinderungen – Sprachbehinderungen – Psychische Behinderung – Lernbehinderungen – Geistige Behinderungen – Multimorbidität (= paralleles Auftreten verschiedener Krankheiten beziehungsweise verschiedener Behinderungen). “ Ulrich Bleidick definiert den Begriff etwas abweichend: „Als behindert gelten Personen. Der Euroschlüssel des CBF Darmstadt – Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e. im Durchschnitt ca. zum Beispiel in Bahnhofstoiletten. Seite 9) Euroschlüssel . “ (Bleidick 1997 .150 125 160 180 175 M 1:50 ca. welche infolge einer Schädigung ihrer körperlichen. wenn ihre körperliche Funktion. selbstständig und kostenfrei Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten.

die fremde Hilfe oder entsprechende Anpassungen der räumlichen Bedingungen erforderlich machen. dass auch die Körpermaße von Kindern räumliche Bedingungen und Ausstattungsmaße „außerhalb der Norm“ von Erwachsenen erfordern (siehe Kapitel Anthropometrie).100 85 58 . Prinzipiell kann schon das Mitführen von einem Kinderwagen oder großen Koffern erhebliche Mobilitätseinschränkungen mit sich bringen. außergewöhnlich große Personen oder auch stark übergewichtige Personen ohne eine entsprechend berücksichtigende Planung sowohl im öffentlichen Bereich wie im privaten Wohnen auf „Barrieren“ oder „Grenzen“ stoßen. Rollator Sportrollstuhl Faltrollstuhl 75 . Eine barrierefreie Planung sollte diese Vielfalt in der Bevölkerung berücksichtigen.65 90 .102 75 .120 25-32 65 . Oft wird vergessen.Grundlagen Darüber hinaus werden Behinderungen auch entsprechend des Behinderungsgrads unterschieden: – Einfachbehinderung – Mehrfachbehinderung – Schwerbehinderung – Schwerstbehinderung Neben dauerhaften physischen oder psychischen Einschränkungen können auch temporäre Mobilitätseinschränkungen auftreten.100 85 .100 105 . Daneben können auch Kleinwüchsige.72 38 Raumpilot Grundlagen 89 .

Versammlungsstät­­ ten. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.110 85 . eine Toilette.und Schlafräume. Bürogebäude. Heimen.132 62 . Kindertageseinrichtungen und Für Wohnbauplanungen wurde in der LBO BW unter § 35 (3) festgelegt: „In Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Hierzu zählen neben speziellen Wohnungen. Kirchen.60 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 105 . § 35 (3)) Ausnahmen von dieser Festlegung sind möglich. Museen. In diesen Wohnungen müssen die Wohn. Begegnungsstätten und Schulen für behinderte oder/und alte Menschen unter anderem auch alle öffentlich zugänglichen Gebäude. Elektrorollstuhl Kinder. Volkshochschulen. falls durch die Umsetzung der barrierefreien Planung ein unverhältnismäßiger Mehraufwand entsteht (beispielsweise wenn dafür aufwendige Aufzugsanlagen notwendig wären).140 55 .77 102 . welche bauliche Anlagen bei Neuplanungen grundsätzlich barrierefrei zu gestaltet sind. Gaststätten.65 90 . Hotels und sonstige gewerblich genutzte Gebäude ab 1200 m² Nutzfläche und Großgaragen (siehe hierzu auch MBO § 50).127 130 . . In der LBO BW ist unter § 39 „Barrierefreie Anlagen“ festgelegt./Kombiwagen Buggy /Sportwagen 113 .110 39 Grundlagen Kinderheime. Verkaufsstätten.135 50 .Barrierefrei Allgemeine Planungsregeln Wesentliche Festlegungen zur barrierefreien Planung finden sich in der Musterbauordnung MBO und entsprechend auch in den Landesbauordnungen. Insbesondere werden aufgeführt: Verwaltungsgebäude. “ (LBO BW 2006. Krankenhäuser. Schulen. Hochschulen.

diese Normen zu überarbeiten und um einige Aspekte zu erweitern. Die DIN 18024 widmet sich der barrierefreien Planung in öffentlichen Freiflächen (Teil 1) und in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten (Teil 2). Rollatoren sind meist 60 cm bis 65 cm breit.Grundlagen DIN-Normen Konkrete Planungsempfehlungen für eine barrierefreie Planung sind in Deutschland gegenwärtig in der DIN 18024 und in der DIN 18025 aufgeführt. Planungshinweise Geh-/Fahrhilfen Zur Unterstützung bei Mobilitätseinschränkungen werden neben einfachen Gehhilfen wie Stöcken oder Krücken inzwischen auch sogenannte „Rollatoren“ verwendet. Seit Februar 2009 liegt dazu der Normenentwurf für eine neue DIN 18040 (Entwurf) vor. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen. Hierfür liegen jedoch noch keine detaillierten Planungsempfehlungen vor. für ihre Handhabung wird aber weit mehr Platz gebraucht. Diese neue Norm soll langfristig beide derzeit noch gültigen DIN-Normen ersetzen. Dagegen sind die notwendigen Mindestmaße für die Rollstuhlnutzung sehr detail- 85 40 Raumpilot Grundlagen . Die DIN 18025 gibt Empfehlungen zur barrierefreien Planung von Wohnungen. In Baden-Württemberg wurden die DIN 18024 Teil 2 und die DIN 18025 Teil 1 und 2 mit einigen Einschränkungen in die „Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB)“ übernommen und damit in diesem Bundesland bauaufsichtlich eingeführt.

im Außenbereich maximal 3 cm (DIN 18024). 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 41 Grundlagen Türöffnungen grundsätzlich mindestens 90 cm lichte Öffnungsbreite notwendig. Wohnungseingangstüren und Aufzugstüren müssen jedoch auch entsprechend Teil 2 grundsätzlich eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben. Soweit Schwellen technisch unbedingt erforderlich sind. sind zum sicheren Passieren von Entsprechend DIN 18025 Teil 2 genügt für die barrierefreie. Dies entspricht den Anforderungen von DIN 18024 und DIN 18025 Teil 1. Durchgangs. dürfen sie entsprechend DIN 18040 (Entwurf). Türhöhen Türöffnungen sollten entsprechend den Normen in der barrierefreien Planung grundsätzlich eine lichte Höhe von mindestens 210 cm nicht unterschreiten.und Öffnungsbreiten Obwohl Rollstühle selten breiter als 70 cm sind.Barrierefrei liert ermittelt. DIN 18024 und DIN 18025 nicht höher als maximal 2 cm sein. Hauseingangstüren. . Die festgelegten Planungsmaße für die barrierefreie rollstuhlgerechte Planung sind grundsätzlich für die Nutzung eines Elektrorollstuhls ausgelegt (hierfür wurde angenommen: Rollstuhl mit 85 cm Breite und 120 cm Länge). Erreichbarkeit/Schwellen Untere Türanschläge und -schwellen sind in der barrierefreien und rollstuhlgerechten Planung grundsätzlich zu vermeiden. nicht rollstuhlgerechte Planung dagegen ein lichtes Türdurchgangsmaß von 80 cm.

Die direkte Anfahrbarkeit sämtlicher Bedienungsvorrichtungen.und Altersheimen gewünscht). Bedienhöhe Entsprechend den Barrierefrei-Normen sind alle Bedienelemente wie Türklinken. Sicht-/Augenhöhe Optische Informationen werden am besten in Augenhöhe gelesen. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. Um Kindern und Rollstuhlfahrern mit ihrer niedrigeren Augenhöhe auch Ausblick zu gewähren.Grundlagen Bedienhöhe Die durchschnittlich optimale Bedienhöhe liegt bei 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens. Lichtschalter. Auch für Personen mit Gehstock oder mit Rollator kann eine Türklinkenhöhe über 85 cm eventuell günstiger sein. Kindern und Rollstuhlbenutzern sehr unterschiedlich ist.und Balkonbrüs­ tungen nur bis zu einer Höhe von 60 cm massiv auszubilden. Der horizontale Greifbereich eines er- Alter 5-14 35-44 55-64 74-90 ≥ 210 ≥ 40 optimal 85 ≤ 140 ≥ 90 Aufwärtsbeweglichkeit der Augen in unterschiedlichen Altersstufen Greifhöhen ≥ 80 (≥ 90) Mindest-Durchgangsmaße entsprechend DIN 42 Raumpilot Grundlagen ≥ 210 . Fenster. Greifraum Der Greifraum eines Menschen hängt stark von der Beweglichkeit seines Oberkörpers ab. Da die Augenhöhe bei Erwachsenen. Fenstergriffe und ähnliches in der durchschnittlich optimalen Bedienhöhe von 85 cm über der Oberkante des Fertigfußbodens anzubringen. Im Entwurf der DIN 18040 sind Abweichungen im Bereich zwischen 85 cm und 105 cm jedoch im begründeten Einzelfall zulässig. (Die Türgriffhöhe von 105 cm wird häufig vom Personal in Pflege. wird empfohlen. wird eine Höhe von circa 130 cm bis 150 cm zum Anbringen von Informationen als eine Kompromisslösung angegeben. die abweichende Dimensionierung von üblichen Möbeln und vor allem die Unterfahrbarkeit von Einrichtungen in Bad und Küche muss zusätzlich zur Bedienhöhe beachtet werden.

Da besonders bei Kindern und älteren Menschen die Feinmotorik unterschiedlich ausgeprägt ist. dass sie parallel von zwei unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden können. Für blinde Menschen bietet vor allem der Einsatz taktiler Elemente und/oder akus­ tischer Signale entsprechende zusätzliche Es wird daher empfohlen Türklinken. Handläufe und Haltegriffe der Handform entsprechend ergonomisch anzupassen und diese nicht scharfkantig. 60 ≥ 150 Mindestbewegungsfläche zum Wenden für Rollstuhlfahrer ≥ 150 ≥ 90 ≥ 120 Horizontaler Greifbereich. die Greif- Orientierung. Form und Materialien Normalsichtige Menschen nutzen für ihre Orientierung bis zu 90 Prozent visuelle Informationen und Signale. Menschen mit eingeschränkter Hörfunktion sind dagegen je nach Schweregrad zusätzlich auf eine akustisch-visuelle oder rein visuelle Orientierung angewiesen. Kommunikationsmöglichkeiten. Bei frontalem Anfahren wird das Greifen für einen Rollstuhlfahrer schwieriger. ca. ist die Formgebung von Ausstattungselementen von besonderer Bedeutung. eckig oder zu hart auszubilden. Informationen entsprechend dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ so zu vermitteln. Daneben ist es sinnvoll. 80 ca. 80 ca. Mit einer Greifzange können eventuell noch höher liegende Gegenstände erreicht werden.Barrierefrei Im vertikalen Greifbereich sind für ältere Menschen und für Rollstuhlfahrer drei Höhen von besonderer Bedeutung: die durchschnittlich mögliche niedrigste Greifhöhe bei 40 cm. . die durchschnittlich optimale Greifhöhe bei 85 cm und die durchschnittlich höchstmögliche Greifhöhe ohne Hilfsmittel bei etwa 140 cm. 60 ca. höhen beschränken sich dann auf einen Bereich zwischen 50 cm und 85 cm. rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers Mindestbewegungsfläche in Räumen (90 cm) und vor Möbeln (120 cm) M 1:50 Raumpilot Grundlagen 43 Grundlagen wachsenen Menschen beträgt bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers circa 80 cm. Farben und Kontrast. Bei Sehbehinderungen sind stärkere Farbsignale und Kontraste sehr wichtig. bei eingeschränkter Beweglichkeit kann er sich erheblich verkleinern (Abbildung Seite 28-29). links bei eingeschränkter.

nach außen öffnend Bewegungsablauf Schiebetür Bewegungsablauf Aufzugstür 44 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen. nach innen öffnend Bewegungsablauf Drehflügeltür. M 1:100 Bewegungsablauf Drehflügeltür.

ob es sich um eine Drehflügel. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18025. die baulich nicht eingeschränkt werden darf. Dieses Maß gilt unabhängig davon. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. M 1:50 ≥ 110 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 50 ≥ 120 ≥ 50 ≥ 150 ≥ 190 ≥ 150 Bewegungsflächen vor Drehflügeltüren. Weitere detaillierte Angaben zur barrierefreien Aufzugsplanung sind im Kapitel „Aufzug“ auf den Seiten 96-97 aufgeführt. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Raumpilot Grundlagen ≥ 140 45 Grundlagen Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen von Türen Vor barrierefreien Aufzügen muss eine Mindestbewegungsfläche von 150 x 150 cm vorgesehen werden. 18040 (Entwurf) ≥ 150 Bewegungsflächen vor Aufzugstüren. rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18024. 18025. wobei letztere für einen Rollstuhlfahrer meist leichter zu bedienen ist. Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025. 18040 (Entwurf) Bewegungsflächen vor Schiebetüren. Bei der Aufzugstür ist eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm erforderlich. ► DIN EN 81-70 / September 2005 / „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen“ legt wesentliche Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung im Bereich des Fahrkorbs fest. damit Rollstuhlfahrer sie unbehindert durchfahren können .oder Schiebetür handelt.Barrierefrei Zum Anfahren des Türdrückers benötigt der Rollstuhlfahrer beidseitig der Tür eine Bewegungsfläche von 50 cm. 18025. .

Ausgenommen sind Räume. wenn mindestens einmal eine Bewegungsfläche von 150 x 150 cm zum Wenden vorhanden ist. DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf).Grundlagen Flurbreiten Bewegungsfläche für Rollstuhlbenutzer ohne Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen für Rollstuhlbenutzer bei Richtungsänderung Platzbedarf und Bewegungsflächen bei Begegnung von Rollstuhlbenutzern ≥ 120 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 180 Es genügt eine Flurbreite von 120 cm.und rückwärtsfahrend uneingeschränkt nutzen kann. Rollstuhlgerechte Mindestflurbreiten entsprechend DIN 18024. Die Bewegungsfläche von 150 x 150 cm muss in jedem Raum und auf Fluren als Wendemöglichkeit vorhanden sein. die der Rollstuhlbenutzer ausschließlich vor. Hierbei ist eine Breite von 120 cm ausreichend. bei langen Fluren muss diese Bewegungsfläche mindestens alle 15 m angeordnet werden (15 m-Angabe aus DIN 18040 Teil 2 (Entwurf)). Für die Begegnung von Rollstuhlbenutzern muss eine Bewegungsfläche von mindes­ tens 180 cm x 180 cm vorhanden sein. M 1:50 46 Raumpilot Grundlagen ≥ 180 .

Deutsche Fassung EN 81-40:2008 / Gestaltung barrierefreier Produkte . Signalelemente und Zubehör. Ausgabe: Januar 2003 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinien 2007 / § 3.und Gütertransport – Teil 40: Treppenschrägaufzüge und Plattformaufzüge mit geneigter Fahrbahn für Personen mit Behinderungen. Bedienungs-.und Fördertechnik Raumpilot Grundlagen 47 Grundlagen Personen. Wege. Abs. öffentliche Verkehrs. Plätze.Barrierefrei Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Straßen. Ausgabe 1987 modifiziert DIN 32975 / Entwurf Juni 2008 / Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung DIN 32981 / November 2002 / Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte an Straßenverkehrs-Signalanlagen (SVA) . § 8 Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr Musterbauordnung MBO 2002 DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Artikel 3 Bürgerliches Gesetzbuch 2007 / Artikel 1 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG 2002) auch § 4 Barrierefreiheit (Definition).Anforderungen DIN 32984 / Mai 2000 / Bodenindikatoren im öffentlichen Verkehrsraum DIN 77800 / September 2006 / Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ DIN-Fachbericht 124. 2 Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten für Menschen mit Behinderung Richtlinien VDI 6008 / August 2005 / Barrierefreie und behindertengerechte Lebensräume – Anforderungen an die Elektro.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Öffentlich zugängliche Gebäude (geplant als Ersatz für DIN 18024) DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Wohnungen (geplant als Ersatz für DIN 18025) DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN EN 81-40 / April 2009 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Spezielle Aufzüge für den Gesetze/Verordnungen Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (19. ISO 4190-5. März 2009). Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN 15325 / Dezember 1990/ Aufzüge.

): Barrierefreie Wohnungen. Bad Arolsen 2002 Loeschcke. zur DIN 18024 Teil 2. Berlin 2005. Maßen und Produkten der barrierefreien Planung (Zugriff 11.)): Universell.2009) http://www.pdf (Zugriff 11.2009) 48 Raumpilot Grundlagen .06. Daniela (HEWI Heinrich Wilke GmbH (Hrsg. Bauen für die Zukunft.): Barrierefreies Bauen und Gestalten für sehbehinderte Menschen. Ausgabe 1992 Internet Neumann. Fachingenieure und Bauherren zur DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. Stuttgart1997 Böhringer. anpassbar. Peter. Dietmar (Hrsg. Christine. Öffentlich zugängige Gebäude und Arbeitsstätten.und Bestandsumplanung (Zugriff 11. Köln 1996 Stemshorn.): Barrierefreies Bauen.2009) http://www. Stuttgart 2007 Fischer. Pourat.org/infomaterial.06. Helmut: Barrierearm – Realisierung eines neuen Begriffes: Kompendium kostengüns­ tiger Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von Barrieren im Wohnungsbestand. inklusive Checklisten für Neubau. Leitfaden für Architekten.fdst. Pourat. Ausgabe November 1996 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg. Gerhard.2009)) http://nullbarriere. Berlin 2008 Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.a. Axel (Hrsg.php Dachverband Integratives Planen und Bauen e. Berlin. in: ECA Europäisches Konzept für Zugänglichkeit.): Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Meuser. Berlin 2009 Heiss. Stuttgart 1994 Rau. Lerch.V.de/w/files/pdf/eca_ deutsch_internet. Susanne. Hannover 2003 Edinger.06. München 2009 Loeschcke.06. Johann: DETAIL Praxis Barrierefreies Bauen. LeinfeldenEchterdingen 2003 Marx. Ulrike (Hrsg. Dietmar (Hrsg. Gerhard. Hannover 2002 Böhringer. 2 (http://www. Ulrich u. Philipp (Hrsg.Grundlagen Literatur Bleidick.): Handbuch und Planungshilfe barrierefreie Architektur. Bauherren.): Barrierefrei.: Einführung in die Behindertenpädagogik Band I.barrierefrei-portal. Oliver. Stuttgart. Ebe. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen.dipb. Joachim.de Informationen und Planungshilfen zu relevanten DIN. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. integrativ. akustische und optische Informationen im öffentlichen Bereich: Barrierefrei für Blinde und Sehbehinderte. Christine. Degenhart. Leitfaden für Architekten. Fachingenieure.): Taktile. Lentze. Planungsempfehlungen für barrierefreies Wohnen. S.de/sub/de/barrierefrei_planen/normen/normen (Zugriff 11.

Treppe Raumpilot Grundlagen 49 Grundlagen .

Grundlagen Treppe 51 51 52 53 54 55 56 58 59 60 62 63 64 65 65 67 68 71 73 74 Einleitung Notwendige und nicht notwendige Treppen Notwendige Treppen Treppenteile Steigungsverhältnis Treppenneigungen Nutzbare Treppenlaufbreite Treppenraumprofil Treppendurchgangshöhe Lauflinie und Gehbereich Treppenpodeste Krankentransporte Stufenschnitt im Podestbereich bei zweiläufiger massiverTreppe Unterschneidung Geländer Handlauf Treppenarten Barrierefreie Treppenplanung Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Planungsregeln/Literatur 50 Raumpilot Grundlagen .

Raumpilot Grundlagen 51 Grundlagen . werden hierin Anforderungen an ihre Ausführung und Brandsicherheit beschrieben. 2. für Gebäude der Gebäudeklasse 1 und 2 (Definition siehe MBO 2 „Begriffe“). § 11) aufgeführt. die auch als Fluchtweg dienen sollen. Dies kann mit einer niedrigen Steigung und tiefem Auftritt erreicht werden. 3. wenn ihre Nutzung ausreichend sicher ist und im Brandfall nicht gefährdet werden kann. für die Verbindung von höchstens zwei Geschossen innerhalb einer Nutzungseinheit mit insgesamt nicht mehr als 200 m². Sofern der Ausgang eines notwendigen Treppenraums nicht unmittelbar ins Freie führt. natürlich belichtbare Treppen Einleitung Treppen dienen dem Überwinden von Höhenunterschieden. Entsprechend § 35 (3) müssen notwendige Treppen durchgehend an einer Außenwand geführt werden. dass von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses mindestens ein notwendiger Treppenraum oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 35 m Entfernung erreichbar sein muss. Ausnahmen von dieser Forderung sind möglich: 1. a. als Außentreppe. die aus mindestens einem Treppenlauf bestehen. Da Treppen in vielen Fällen einen wichtigen Bestandteil von Fluchtwegen bilden. § 35 (2) schreibt vor. Mit Treppenlauf wird die ununterbrochene Folge von mindestens drei Treppenstufen (drei Steigungen) bezeichnet. Dagegen steht bei einer Fluchttreppe üblicherweise die schnelle Höhenüberwindung im Vordergrund. Die speziellen Anforderungen an die bauliche Ausführung notwendiger Treppen sind in der MBO (§ 34 und § 35) und entsprechend in den Landesbauordnungen (BadenWürttemberg: LBO BW § 28 und LBOAVO u. und nicht notwendigen oder zusätzlichen Treppen. durchgehenden Treppenraum liegen (notwendiger Treppenraum). wenn in jedem Geschoss ein anderer Rettungsweg erreicht werden kann. wenn im Brandfall keine Gefährdung durch Raucheintritt vorliegt. werden verschiedene Anforderungen an den Raumbereich zwischen notwendiger Treppe und Ausgang gestellt (Rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse et cetera). Entsprechend MBO § 35 (1) muss jede notwendige Treppe zur „Sicherstellung der Rettungswege aus den Geschossen ins Freie in einem eigenen. Die Bauordnung unterscheidet zwischen notwendigen Treppen. Bei einer repräsentativen Treppe in öffentlichen Gebäuden kann beispielsweise ein langsames Schreiten erwünscht sein. Notwendige und nicht notwendige Treppen Die einzelnen Landesbauordnungen regeln unter anderem den vorbeugenden Brandschutz.Treppe Außenliegende „ Treppenlandschaft“ Außenliegende Treppe und Treppenturm Innenliegende. Sie sind fest mit dem Bauwerk verbundene Bauteile. (Definition entsprechend DIN 18065 „Gebäudetreppen“) Für die Planung einer Treppe ist neben der gestalterischen Absicht vor allem ihre Funktion innerhalb des Gebäudes von Bedeutung. § 10. Innenliegende notwendige Treppen können gestattet werden.

Fluchtweg kann durch Feuerwehrleitern sichergestellt werden Der 2. höchstens 35 m (MBO) beziehungsweise 40 m (LBO BW) betragen. HHR 52 Raumpilot Grundlagen . die keine Sonderbauten nach LBO sind. Entfernung 25 m 25 m 25 m 30 m 30 m Notwendige Treppen Die Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses bis zu mindestens einem Fluchtweg (Fluchttreppe) oder einem Ausgang ins Freie darf bei Gebäuden.und Warenhausverordnung. zum Beispiel beach­ Versammlungsstättenverordnung. 30 m 35 m 35 m Die maximale Entfernung zur Fluchttreppe wird gerechnet vom äußersten Punkt des Raums bis zur Tür des Fluchttreppenhauses.Grundlagen Maximale Entfernung von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums zu einem notwendigen Treppenraum Gebäudeart Hochhäuser Gast. Schulbaurichtlinien. Für Hochhäuser (siehe MBO 2 (4) Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses höher als 22 m über Gelände­ oberfläche) gelten ebenfalls besondere Anforderungen. Krankenhausbauverordnung. wenn in den notwendigen Treppenraum kein Feuer und Rauch eindringen kann (Sicherheitstreppenraum). Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung tet werden. LBO.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. Jedes vom umgebenden Gelände nicht betretbare Geschoss mit Aufenthaltsräumen muss über mindestens eine notwendige Treppe zugänglich sein. Richtlinien für Kindergärten. Zusätzlich ist ein zweiter Rettungsweg erforderlich. Ein zweiter Rettungsweg kann eine von der Feuerwehr erreichbare Nutzungseinheit sein.a. Geschäfts. Fluchtwege / notwendige Treppen für Gebäude mit Aufenthaltsräumen. Ein zweiter Rettungsweg ist nicht erforderlich. u. Fluchtweg kann durch Hubrettungsfahrzeuge sichergestellt werden besondere Anforderungen an Treppenräume. außer Sonderbauten Anzahl notwendiger Treppen Wohngebäude bis 2 WE Gebäude bis 7 m (LBO BW) Gebäude bis 22 m Gebäude über 22 m 1 1 2 sonstiges Innenliegende. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! Max. offene Treppen sind ausreichend Der 2. Bei Gebäuden mit mehr als 8 m Brüstungshöhe muss die Erreichbarkeit mit Hubrettungsfahrzeugen sichergestellt sein (MBO § 5). Hochhausrichtlinien et cetera.

.Treppe Treppenteile Definition entsprechend DIN 18065 A us tri tts tu fe t Trit stu fe fe tu igu ng s Se pp e tzs te ns Podestbreite Tr ep pe np od es t A Laufbreite/ Podestbreite nt rit Treppenlauflänge ts tu fe Tre pp Tr en ep lau pe na f uf Tre tri tt a Raumpilot Grundlagen 53 Grundlagen ► Hinweis: Seit September 2009 liegt ein Entwurf zur Überarbeitung der DIN 18065 vor.

Das Steigungsverhältnis (s/a) 17/29 gilt nach empirischen Untersuchungen als günstiges Durchschnittsmaß. Als durchschnittlich günstiges Steigungsverhältnis gilt: s/a: 17/29 ca. Je nach Anforderung an die Treppe wird eine der folgenden Berechnungsformeln verwendet: Schrittmaßregel: 2 s + a = 63 cm Bequemlichkeitsregel: a – s = 12 cm Sicherheitsregel: a + s = 46 cm Entsprechend DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden.Grundlagen Steigungsverhältnis Die Beziehung zwischen der Steigungshöhe (s) und der Auftrittsbreite (a) wird als das Steigungsverhältnis bezeichnet und bezieht sich auf das menschliche Schrittmaß. M 1:50 54 Raumpilot Grundlagen s . Die übliche angenommene Schrittlänge beträgt 63 cm. 63 a Bewegungsablauf beim Treppensteigen.

5 (19°) Belagrampe: bis 10° befahrbar.75° steilste Wohnhaustreppe: 21 / 21 (≤ 45° / 100% Steigung) normale Wohnhaustreppe: 17 / 29 (30.5 / 37 .Treppe Treppenneigung (allgemeine Empfehlungen) Grundlagen Raumpilot Grundlagen Leitern: bis 90° Leitertreppen: 45° . noch trittsicher Flachrampe: bis 6° befahrbar.5°) Freitreppe: 12. trittsicherer Belag Treppensteigungen (s) (allgemeine Empfehlungen) Freitreppen Versammlungsstätten Schulen öffentliche Gebäude Gewerbebauten 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm Verwaltungsbauten Wohnhäuser Bodentreppen Kellertreppen nicht notwendige Treppen 14–16 cm 15–17 cm 14–16 cm 16–17 cm 17–19 cm 55 .

M 1:50 56 Raumpilot Grundlagen . sollte mindestens 1. für drei Personen entsprechend 1.75 m Breite als Mindestbewegungsraum angenommen werden. Die Treppenbreite wird entsprechend der Anzahl der Nutzer bemessen.Grundlagen Nutzbare Treppenlaufbreite Die nutzbare Treppenlaufbreite bezeichnet die waagrecht gemessene Laufbreite zwischen der Wandoberflächen und der Innenkante Handlauf beziehungsweise zwischen zwei Handläufen.875 m.25 m Breite vorgesehen werden.5 Orientierungswerte für Treppenbreiten entsprechend dem durchschnittlichen Bewegungsraum von Erwachsenen. Damit zwei Personen ungehindert aneinander vorbeilaufen können. Nutzbare Laufbreite zwischen Wandoberflächen Nutzbare Laufbreite zwischen den Innenkanten von Handläufen Nutzbare Treppenlaufbreite ≥ 75 ≥ 125 ≥ 187. Überschlägig kann für eine Person mindestens 0.

dass insgesamt 26 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Bodentreppen.Treppe Grenzwerte Treppensteigung und Treppenbreite entsprechend DIN 18065 Gebäudeart Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen1) Treppenart Treppen.) ≤ 2.25 m ≥ 1. die zu Aufenthaltsräumen führen Kellertreppen. deren Treppenauftritt a unter 24 cm liegt. dass insgesamt 24 cm Trittfläche (a + u) erreicht werden.50 m ≥ 2.40 m ≥ 1. deren Treppenauftritt a unter 26 cm liegt. je 150 Personen (Schulbaurichtl. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein.Muster-Hochhaus-Richtlinie VkVO .Versammlungsstättenverordnung (hier Baden-Württemberg) Raumpilot Grundlagen 57 Grundlagen Die DIN 18065 ist in der Regel eine bauaufsichtlich „eingeführte Norm“ . min. 5) Bei Stufen. muss die Unterschneidung u mindestens so groß sein. 80 cm 80 cm 50 cm 100 cm 50 cm Treppensteigung s2) Treppenauftritt a3) max.00 m MHHR .00 m ≥ 1.20 m ≤ 2.25 m Versammlungsstätten je 150 Personen (VStättVO BW) Schulen min.Verkaufsstättenverordnung VStättVO . 20 cm 21 cm 21 cm 19 cm 21 cm 23 cm 21 cm 21 cm 26 cm 21 cm 1) schließt auch Maisonettewohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ein 2) aber nicht < 14 cm 3) aber nicht > 37 cm 4) Bei Stufen. Treppenbreiten in besonderen Bautypen (nach den jeweiligen Vorschriften) Hochhäuser (MHHR) Verkaufsstätten < 500 m (VkVO) 2 ≥ 1.00 m ≥ 1. die nicht zu Aufenthaltsräumen führen Sonstige Gebäude Alle Gebäude baurechtlich notwendige Treppen baurechtlich nicht notwendige Treppen Treppenlaufbreite min.

Grundlagen Erforderlicher Raumbedarf entsprechend DIN 18065 Treppenraumprofil Notwendige Treppen nach DIN 18065 ≥ 100 Sonstige Treppen nach DIN 18065 ≥ 80 ≤ 25 ≥ 50 ≤ 25 ≥ 200 ≤ 25 ≤ 15 ≤ 10 ≤ 15 ≤ 10 Der seitliche Abstand von Treppenläufen und Treppenpodesten zur Wand darf nicht mehr als 6 cm betragen. ≥5 ≤6 ≥ 100 ≤6 ≥ 80 Lichtraumprofil und Seitenabstände. Der Handlauf sollte ununterbrochen durchlaufen. M 1:50 58 Raumpilot Grundlagen ≥ 200 ≥5 . Die Greifhöhe liegt zwischen 80 und 115 cm (DIN 18065). Handlauf: Der Abstand zwischen Wand und Handlauf muss mindestens 5 cm betragen.

Begrenzung der lichten Durchgangshöhe beispielsweise durch: 1 Unterseite eines darüberliegenden Treppenlaufs 2 Rohr. Deckenunterseite Grundlagen Raumpilot Grundlagen 4 3 2 2 1 lichte Treppendurchgangshöhe Messebenen für lichte Treppendurchgangshöhe ≥ 200 cm Zulässige lichte Treppendurchgangshöhe. Leuchten et cetera dürfen in diesen Raum nicht hineinragen (Ausnahmen siehe: Treppenraumprofile). Leuchte 3 Balken 4 Dachschräge.) Bauteile wie Balken.Treppe Treppendurchgangshöhe Die lichte Durchgangshöhe von Treppen ist in DIN 18065 mit mindestens 200 cm festgelegt. M 1:50 59 . (Wenn möglich sollte eine größere Höhe von mindestens 220 cm ausgeführt werden.

Bei Wendeltreppen mit einer nutzbaren Treppenbreite < 100 cm liegt der Gehbereich mittig und beträgt 20 Prozent der nutzbaren Laufbreite. Im Krümmungsbereich der Lauflinie ist der Auftritt gleich der Sehne. Im geraden Treppenbereich verläuft der Gehbereich in Treppenmitte.Grundlagen 30 Gehbereich 18 R 36 R 30 Gehbereich R 60 Gehbereich R 60 32 R 36 R 32 R 40 40 20 40 R 40 32 16 32 32 16 32 40 20 50 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten Lauflinie und Gehbereich Die Lauflinie ist eine gedachte Bewegungslinie.2). Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten über 100 cm – außer bei Spindeltreppen – beträgt die Breite des Gehbereichs 20 cm. die den üblichen Weg eines Treppennutzers angibt. Sie liegt im Gehbereich. Bei gewendelten Treppen kann die Lauflinie (der Auftritt) innerhalb des Gehbereichs frei gewählt werden. Krümmungsradien der Begrenzungslinie des Gehbereichs müssen mindestens 30 cm betragen.1). Der Auftritt wird innerhalb der Lauflinie gemessen. Bei nutzbaren Treppenlaufbreiten bis 100 cm hat der Gehbereich eine Breite von 20 Prozent der nutzberen Treppenlaufbreite und liegt im Mittelbereich der Treppe (DIN 18065/ 9. die sich durch die Schnittpunkte der gekrümmten Lauflinie mit den Stufenvorderkanten ergeben. 60 Raumpilot Grundlagen . Der Abstand des Gehbereiches von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite beträgt 40 cm (DIN 18065/ 9.

Andreas: Treppen/Stiegen. Detaillierte Angaben hierzu siehe: Schuster. Seite 15ff 40 36 18 36 16 24 50% 20% 30% 80 40% 20% 40% 90 Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Wendeltreppen Gehbereiche bei nutzbaren Treppenlaufbreiten von Spindeltreppen 20 10 20 50 24 12 24 60 28 32 36 40 50 60 70 80 14 16 18 20 20 20 20 20 28 70 32 80 36 90 40 100 40 110 40 120 40 130 40 140 Seite der schmalen Stufenenden 70 21 80 90 27 24 16 14 35 60 18 12 10 50 15 30 25 40 45 50 55 Spindelseite 60 65 72 28 40 140 Handlaufseite 26 18 100 30 20 22 24 39 130 110 33 120 36 Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für gewendelte Treppen sowie für Treppen unterschiedlicher Breite. Seite 19f Pech. Kolbitsch. die sich aus geraden und gewendelten Laufteilen zusammensetzen Nutzbare Treppenlaufbreite: Diagramm mit Darstellung der Lage des Gehbereiches für Spindeltreppen unterschiedlicher Breite Raumpilot Grundlagen 61 Grundlagen . New York 2005. Franz: Treppen aus Stein. Stuttgart 1943. Holz und Eisen. Anton. Wien.Treppe Gehbereich Gehbereich Zum Verziehen von Treppenstufen gibt es verschiedene Konstruktionsmethoden.

Mit Zwischenpodest wird der Treppenabsatz zwischen zwei Treppenläufen bezeichnet. 14 Stufen bei Versammlungsstätten) Systemschnitt mit Treppenpodest. Bei der Grafik wurde auf das gängige Durchschnittsmaß von 63 cm zurückgegriffen. 18 Stufen (max. Treppenpodeste Als Treppenpodest wird der Treppenabsatz am Anfang oder Ende eines Treppenlaufs bezeichnet. Entsprechend DIN 18065 soll nach höchstens 18 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. In Versammlungsstätten sollte nach höchstens 14 Stufen ein Treppenpodest angeordnet werden. M 1:50 62 Raumpilot Grundlagen . a 63 63 Zwischenpodest x*63cm + 1 Auftritt (a) a max.Grundlagen Nach DIN 18065 kann die durchschnittliche Schrittlänge zwischen 59 und 65 cm angenommen werden. dass der Bewegungsfluss entsprechend dem Schrittmaß nicht unterbrochen wird: Podestlänge = x Schrittmaß + 1 Auftritt Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen. Zwischenpodeste sollten so bemessen werden.

dass darin eine Krankentrage transportiert werden kann (Abmessungen Krankentrage mit klappbaren Holmen entsprechend DIN 13024-2/ April 1997: 2302 x 556 x 137 mm beziehungsweise entsprechend DIN EN 1865 wie im Entwurf DIN 18065 von September 2009 angegeben). 125 100 50 100 100 50 100 Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei offenem Treppenauge Notwendige Bewegungsfläche für Personentransport im Podestbereich bei geschlossenem Treppenauge 140 Raumpilot Grundlagen 63 .Treppe Krankentransporte im Podestbereich Grundlagen 250 250 Treppenanlagen/Treppenpodeste müssen in Gebäuden ohne entsprechende Aufzüge so ausgebildet werden.

müssen die Steigungen versetzt anschließen (Zeichnung A). Die Zeichnungen B und C sind mögliche Alternativen. Die Lage des Handlaufs hängt ebenfalls von der Geometrie der Treppenanlage ab. statische oder herstellungstechnische Nachteile haben. M 1:100 Um bei der Untersicht des Zwischenpodestes bei massiven Treppen eine durchlaufende Anschlusskante der beiden Treppenläufe zu erhalten.Grundlagen Stufenschnitt bei zweiläufiger massiver Treppe A B C D Schnitt Aufsicht Die Treppengeometrie von Treppe A hat Vorteile: Die Knicklinie der Treppenuntersicht liegt durchgehend in einer Linie. die jedoch geometrische. Untersicht Stufenschnitte. das Podest kann daher mit geringerer Materialstärke ausgeführt werden als bei B und C. Die Alternative D weist durch ihre verspringende Knicklinie eine schwierige Geometrie in der Untersicht auf. 64 Raumpilot Grundlagen .

bei einer Breite von mehr als 12 cm bis zu einer Höhe der Umwehrung von 60 cm nicht höher als 2 cm. Über Treppenpodesten darf der lichte Abstand zur Geländerunterkante lotrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. Die Höhe des Geländers wird lotrecht über der Stufenvorderkante beziehungsweise über der Oberkante des Podestbodens gemessen (geforderte Geländerhöhen siehe Tabelle nächste Seite). Um das Überklettern von Geländern durch Kleinkinder zu erschweren. dass a + u ≥ 26 cm beträgt (DIN 18065. 6. 6. Geländer Um gegen Absturz zu sichern.7 . Bei Treppen mit Setzstufen (geschlossene Treppen) können die Stufen bündig mit der Setzstufe abschließen. bei einer Höhe von mehr als 12 cm nicht breiter als 12 cm sein dürfen. dass Öffnungen in Umwehrungen 1.7 .9) Die LBOAVO BW fordert darüber hinaus unter § 4. 6. Unterschneidungen sind ebenfalls möglich. ≤ 12 < 15 Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen und maximal zulässiger Abstand des Geländers über den Treppenstufen entsprechend DIN 18065 ≥3 ≤ 12 Unterschneidung geschlossene Treppe Maximal zulässige Abstände von Geländerteilen entsprechend LBOAVO BW § 4 Umwehrungen ≥ 60 Raumpilot Grundlagen 65 ≤2 ≤ 12 Unterschneidung offene Treppe < 15 ≤ 12 Grundlagen In öffentlichen Gebäuden müssen die teilweise von der DIN beziehungsweise der LBO abweichenden Anforderungen der GUV (gesetzliche Unfallversicherung) für die Höhe und Gestaltung von Umwehrungen beachtet werden! . darüber nicht mehr als 12 cm sein dürfen. (DIN 18065. darf entsprechend DIN 18065 der lichte Abstand von Geländerteilen in eine Richtung nicht mehr als 12 cm betragen (dies gilt nicht für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten). Geschlossene Treppen mit Treppenauftritten a < 26 cm sind so weit zu unterschneiden.Treppe Unterschneidung Treppen ohne Setzstufen (offene Treppen) müssen um mindestens 3 cm unterschnitten werden (DIN 18065. Der Abstand dieser Umwehrungen von der zu sichernden Fläche darf senkrecht gemessen nicht mehr als 12 cm betragen. 2.2).1). müssen die freien Seiten von Treppenläufen und Treppenpodesten durch Geländer gesichert werden.

110 (LBO) Handlauf Erwachsener 80 .Grundlagen Handlauf Kinder 65 . die nicht der Arbeitsstättenverordnung unterliegen Arbeitsstätten für alle Gebäudearten Treppengeländerhöhe min. 90 cm 2) bis 12 m 1) über 12 m 1) 2) 3) 100 cm 3) 110 cm außerdem bei größeren Absturzhöhen. 90 . wenn das Treppenauge bis zu 20 cm breit ist nach Bauordnungsrecht nach Arbeitsschutzrecht 66 Raumpilot Grundlagen .75 Brüstungshöhe min.115 Treppengeländerhöhen für Erwachsene (DIN 18065) und Kinder (Orientierungswert) Treppengeländerhöhen nach DIN 18065 Absturzhöhen bis 12 m 1) Gebäudearten Wohngebäude und andere Gebäude.

Empfehlung: Handlaufhöhe für Erwachsene etwa 85 cm. Bei der Planung sollte darauf geachtet werden. dass der Handlauf ununterbrochen durchläuft und das Umgreifen nicht durch Befestigungselemente gestört wird. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 67 Grundlagen . Wenn die Treppenbreite mehr als 4 m beträgt.Treppe Handlauf Treppenläufe ab vier Stufen müssen mindestens auf einer Seite einen festen und griffsicheren Handlauf haben.115 Handlauf. Für Treppen. Bei nutzbarer Treppenbreite über 1.50 m müssen beide Treppenseiten mit Handläufen ausgerüstet werden. ≥5 Der Seitenabstand des Handlaufs von benachbarten Bauteilen muss mindestens 5 cm betragen 80 . Die DIN 18065 empfiehlt eine Höhe zwischen 80 cm und 115 cm. ist ein zusätzlicher tiefer liegender Handlauf sinnvoll. als Anhaltswert kann eine Höhe von 65 cm bis 75 cm genannt werden. Die Höhe der „Umwehrung“ (Absturzsicherung) entspricht nicht immer der optimalen Handlaufhöhe. Bei der Handlaufplanung ist auf eine angenehme Greifhöhe zu achten. muss ein zusätzlicher Zwischenhandlauf in der Mitte angeordnet werden. die häufig von Kindern begangen werden. Durch einen Seitenabstand des Treppenhandlaufs zu benachbarten Bauteilen von mindestens 5 cm wird ein sicheres Umgreifen ermöglicht (DIN 18065).

halbgewendelte Treppe 68 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Treppenarten Einläufige gerade Treppe Einläufige. zweimal viertelgewendelte Treppe Einläufige. im Antritt viertelgewendelte Treppe Einläufige.

Treppe Zweiläufige gerade Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Zweiläufige gewinkelte Treppe mit Zwischenpodest Dreiläufige gegenläufige Treppe mit Zwischenpodest Raumpilot Grundlagen 69 Grundlagen .

zweiläufige gewendelte Treppe mit Zwischenpodest Spindeltreppe. Treppe mit Treppenauge 70 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Bogentreppe. Treppe mit Treppenspindel Dreiläufige zweimal abgewinkelte Treppe mit Zwischenpodesten Wendeltreppe.

Stolpergefahr bei Stufenunterschneidung. 1992 . – Äußerer Handlauf muss über das Treppenende hinaus 30 cm waagerecht in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm entsprechend DIN 18040 Entwurf) weitergeführt werden. Trittstufen dürfen über die Setzstufen nicht vorkragen. ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. bei schrägen Setzstufen sind Unterschneidungen bis zu 2 cm zulässig.Treppe Barrierefrei Erreichbarkeit im Wohnungsbau Entsprechend LBO BW § 35 (3) müssen bei Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Gaststätten und Praxen die stufenlose Erreichbarkeit aller Gebäudeebenen gefordert.5 cm Durchmesser gefordert. Taktile Hilfen an Handläufen am Anfang und am Ende der Treppe informieren Blinde über den Beginn und das Ende des Treppenlaufs Orientierungshilfen sind für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wichtig! – Markierungen der Stufenvorderkanten (zumindest die erste und letzte Stufe sollte markiert sein) – Aufmerksamkeitsfeld vor der Treppe (Belagswechsel) Raumpilot Grundlagen 71 Grundlagen LBO BW § 35 (3) LBO BW § 39 DIN 18040 Teil 1/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18040 Teil 2/ Feb 2009 (Entwurf) DIN 18024 Teil 2/ Nov. Entsprechend § 39 und DIN 18024 Teil 2 (beziehungsweise 18040 Teil 1 (Entwurf)) ist für öffentlich zugängliche Gebäude wie unter anderem Bürogebäude. – Der Treppenlauf von Wohnungstreppen sollte in der barrierefreien Planung nicht gewendelt sein (DIN 18025 Teil 2). – Handläufe sind mit 3 bis 4. entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und 2 dürfen Handläufe im Treppenauge und an Podesten nicht unterbrochen sein. Treppenlauf – Notwendige Treppen in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arbeitsstätten dürfen nicht gewendelt sein (DIN 18024).und Schlafräume. DIN 18025 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Handlauf – Beidseitige Handläufe auf 85 cm Höhe erforderlich (DIN 18024 und DIN 18025). – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2 sind Handlaufhöhen zwischen 85 und 90 cm zugelassen. daher sind Stufenunterschneidungen bei barrierefreien Treppen unzulässig (DIN 18024/DIN 18025) beziehungsweise nur bis 2 cm zulässig (DIN 18040 Entwurf) b 30 Die Trittstufen müssen durch taktiles Material erkennbar sein. Erreichbarkeit in öffentlichen Gebäuden In LBO BW § 39 sind weitere bauliche Anlagen aufgelistet. – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) sind frei in den Raum kragende Handlaufenden mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen. Treppen entsprechend DIN 18024. – Entsprechend DIN 18040 Teil 1 und 2 (Entwurf) sind ab einem Innendurchmesser des Treppenauges von 200 cm auch gebogene Treppenläufe zulässig. Stufen – Stufenunterschneidungen sind unzulässig (DIN 18024/DIN 18025 Teil 2). – Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) müssen Treppen Setzstufen haben. die barrierefrei gestaltet werden müssen. Bei Bedarf sind Aufzug oder Rampe zum Überwinden von Höhenunterschieden erforderlich. eine Toilette. In diesen Wohnungen müssen die Wohn. 1996 DIN 18025 Teil 2/ Dez. – Innerer Handlauf darf nicht unterbrochen sein (DIN 18024/DIN 18025).

Äußere Handläufe müssen in 85 cm Höhe (beziehungsweise 85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) 30 cm waagerecht über den Anfang und das Ende einer Treppe hinausragen.110 ≥ 30 ≥ 30 ≥ 150 Barrierefreie Treppe. Die oberste Stufe (Austrittsstufe.5 Umwehrung 90 .90) . 3 . siehe „ Treppenteile“) darf nicht dazugerechnet werden. DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 (Entwurf) ist eine 150 cm Bewegungsfläche vor der Treppe für Rollstuhlfahrer gefordert. (Bemaßung dieser Podestfläche entsprechend Forderungen der LBO und DIN 18065). Entsprechend DIN 18024.5 cm Durchmesser. die Absturzsicherung muss daher getrennt vom Handlauf in der geforderten Höhe angeordnet werden! Die Höhe des Handlaufs wird lotrecht über Stufenvorderkante beziehnungsweise über OFF der Podeste bis Oberkante Handlauf gemessen.4.Grundlagen Barrierefreie Treppe Barrierefreie Treppen müssen beidseitige Handläufe besitzen mit 3 bis 4. M 1:50 72 Raumpilot Grundlagen Handlauf 85 (. Das Zwischenpodest kann jedoch schmäler sein als 150 cm. da es von Rollstuhlfahrern nicht erreicht werden kann. Die rechtlichen Vorschriften über Brüs­ tungshöhen gelten unabhängig von der Forderung nach 85 cm (85 bis 90 cm DIN 18040 Entwurf) Handlaufhöhe.

*) 150 cm nur entsprechend DIN 18040 (Entwurf) ausreichend. Nach maximal 6 m Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 1. Die Bewegungsflächen am Anfang und am Ende der Rampe müssen mindestens 1. falls Handläufe unterfahrbar. Rampen sind ab 3 Prozent Längsgefälle erforderlich.90 m DIN 18040 (Entwurf) anzubringen und über die Rampe hinaus 30 cm über die Podestfläche zu führen.5 cm bis 4 cm Durchmesser auf 0. Bei der barrierefreien Rampenplanung ist eine Steigung bis maximal 6 Prozent möglich. Die nutzbare Rampenbreite zwischen den mindestens 10 cm hohen Radabweisern ist mit mindestens 1. Nicht-barrierefreie Rampen Rampen können alternativ oder zusätzlich zu Treppen oder Aufzügen als großzügige vertikale Erschließungselemente eingesetzt werden. Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen et cetera die ungehinderte Höhenüberwindung. DIN 18025 und DIN 18040 Entwurf. bei Belagrampen (nicht barrierefrei) zwischen 6 und 10 Prozent. Die Neigung von Flachrampen liegt bei maximal 6 Prozent. bei Steilrampen zwischen 10 und 24 Prozent (nicht barrierefrei).50 m groß sein.20 m Breite gefordert.Treppe max. 6% Rampen ermöglichen Gehbehinderten.85 m Höhe (0.50 m x 1.50 m Länge erforderlich. 30 Frei auskragende Handlaufenden sind mit einer Rundung nach unten oder zur Seite abzuschließen (DIN 18040 Entwurf). .85 m bis 0. M 1:100 Raumpilot Grundlagen 73 85 Grundlagen Barrierefreie Rampenplanung in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Handläufe sind beidseitig mit 3. >5 10 120 Steigung maximal 6 Prozent in der barrierefreien Rampenplanung ≥ 150 72 85 30 ≥ 150 ≥ 150 *) 120 30 ≤ 600 ≥ 150 ≤ 600 30 ≥ 150 ≥ 150 *) Rollstuhlgerechte Rampe entsprechend DIN 18024.

Anforderungen. Flure. Messregeln.Teil 1: Mit starren Holmen. insbesondere: § 28 Treppen. Ausgänge – § 38 Umwehrungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2006). öffentliche Verkehrs. Ein. Hauptmaße DIN 18065 Entwurf / September 2009 / Gebäudetreppen – Begriffe.2004) mit Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) (Oktober 1979). Rampen und LBOAVO: unter anderem § 4 Umwehrungen.Grundlagen Normen DIN EN 1865 / Dezember 1999 / Festlegungen für Krankentragen und andere Krankentransportmittel im Krankenkraft­ wagen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Treppenräume.08. Berichtigungen zu DIN 13024 Teil 1: 1997-04 DIN 13024 Teil 2 / April 1997 / Krankentrage – Teil 2: mit klappbaren Holmen – Maße. Messregeln. Gänge. § 10 Treppen. Anforderungen.2 Verkehrswege Musterbauordnung (MBO) (2002) insbesondere: – § 14 Brandschutz – § 33 Erster und zweiter Rettungsweg – § 34 Treppen – § 35 Notwendige Treppenräume. § 11 Notwendige Treppenräume.und Warenhausverordnung Garagenverordnungen Schulbaurichtlinien Richtlinien für Kindergärten Unfallverhütungsvorschriften Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) 74 Raumpilot Grundlagen . Prüfung. Maße. besonders: – ASR 7/3 Künstliche Beleuchtung – ASR 12/1-3 Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände – ASR 17/1. Plätze.und Ausgänge. Ausgänge Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Richtlinien Hochhausrichtlinien Versammlungsstättenverordnung Verkaufsstättenverordnung Krankenhausbauverordnung Geschäfts. Hauptmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Bar­ rierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rie­ refreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 13024 Teil 1 / April 1997 / Krankentrage –Teil 1: mit starren Holmen – Maße. Anforderungen. Prüfung DIN 13024 Teil 1 Berichtigung 1 / Mai 2008 / Krankentrage . Prüfung Gesetze/Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) (12. Wege.

Emil: Baukonstruktion im Kontext des architektonischen Entwerfens: Zirkulation. Leinfelden-Echterdingen 1983 Pech. Walter: Elemente des Bauens. Stuttgart 2001 Mielke. Köln 2002 Pracht. New York 2005 Raumpilot Grundlagen 75 Grundlagen Literatur Baus. Boston. Basel. Hannover 1993 Pracht.Treppe Deplazes. gerade und gewendelt. Siegele. München 2000 Jiricna Eva: Moderne Treppen. Stuttgart 1943 . Berlin 2008 Drexel.): Architektur konstruieren. Klaus: Treppen aus Metall. Köln 2000 Ronner. Andrea (Hrsg. Andreas: Treppen/ Stiegen. Kölliker. Klaus: Stahltreppen. Rysler. Friedrich: Handbuch der Treppenkunde. Stuttgart 1964 Slessor. Heinz. Anton. Mün­ chen 2001 Meyer-Bohe. Franz: Treppen – Entwurf. Kon­ struktion und Gestaltung von großen und kleinen Treppenanlagen. Franz: Treppen aus Stein. Klaus: Geländer. Basel 1994 Schuster. Stuttgart 1998 Schuster. Thomas: Neue Treppen. Gitter und Zäune aus Metall. Ursula. Catherine: Treppenhäuser. Fredi. Architektur – Konstruktion – Gestaltung. Holz und Eisen. Konstruktion und Design. Kolbitsch. Wien.

Grundlagen 76 Raumpilot Grundlagen .

Aufzug Raumpilot Grundlagen 77 Grundlagen .

Grundlagen Aufzug 79 79 80 81 82 82 82 82 83 83 83 84 86 88 90 91 92 92 93 93 94 96 98 Einleitung Planungsregeln Begriffe Fahrkorbvarianten Antriebsarten Seilaufzug Triebwerksraumloser Seilaufzug Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe Hydraulikaufzug Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Dimensionierung – Aufzugsgrößen Dimensionierung – Bewegungsflächen/ Wartezone/ Vorraum Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Dimensionierung – anhand von Tabellen Vorgaben der Landesbauordnung Hochhaus Aufzugsgruppen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Twin-System Feuerwehraufzug Barrierefrei Planungsregeln/Literatur 78 Raumpilot Grundlagen .

50 m Höhe des obersten Fußbodens über der Eingangsebene (Novellierung 2010 beachten!). Man unterscheidet für den Transport von Personen und Lasten verschiedene Aufzugsarten: – Personenaufzüge – Lastenaufzüge – Güteraufzüge – Feuerwehraufzüge. Für die Erschließung von Hochhäusern haben Aufzüge eine größere Bedeutung als Treppen. Planungsregeln Die MBO 2002 führt unter § 39. Der Gesetzesentwurf zur Novellierung sieht für § 29 „Aufzugsanlagen“ Angleichungen an die Musterbauordnung MBO vor. da sie Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Zugang zu allen Geschossen eines Gebäudes ermöglichen. Von diesen Aufzügen muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen. Raumpilot Grundlagen 79 Grundlagen Der zur Zeit schnellste Personenaufzug befindet sich im Taipei Financial Center „Taipei 101“ in Taipeh. “ Abweichend davon fordert die LBO BW unter § 29 entsprechende Aufzüge ab 12. Es empfiehlt sich. Fahrtreppen und Rampen der vertikalen Erschließung von Gebäuden.Aufzug Einleitung Aufzüge dienen neben Treppen. dies entspricht 61 km/h. Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. Taiwan (Baujahr 2004) und erreicht in einer Richtung (!) eine Geschwindigkeit von 17 m/s. 3 Satz 2 (Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. . Dieses Kapitel kann hierfür nur erste Planungshinweise geben. über der Geländeroberfläche im Mittel) von mehr als 13 m müssen Aufzüge in ausreichender Zahl haben. 4 „Aufzüge“ an: „Gebäude mit einer Höhe nach § 2 Abs. Rollstühle. wie sie beispielsweise in Wohn. Für die Projektierung von Aufzügen in größeren Gebäuden sind komplexe Verkehrsberechnungen schon während der Planungsphase erforderlich. die – außer den repräsentativen Treppen in Foyerbereichen – oft nur als Fluchtwege (notwendige Treppen) ausgebildet sind und entsprechend selten genutzt werden.oder Verwaltungsbauten eingesetzt werden. Dieses Kapitel behandelt vorwiegend Personenaufzüge. ► Anforderungen an die Aufzugsplanung der jeweiligen LBO beachten! ► Die hier beispielhaft zitierte LBO BW wird voraussichtlich 2010 novelliert. beispielsweise indem über die Förderleis­ tung die Aufzugs­ kapazität bestimmt wird (siehe „Dimensionierung“). Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden. Bei der Planung barrierefreier Gebäude sind Aufzüge unverzichtbar. bei der konkreten Projektierung frühzeitig einen Fachplaner mit einzubeziehen.

Schemaschnitt. die DIN 15306 und die DIN 15309.60 m x 1 m Teleskopschiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente nebeneinander zu einer Seite hingeschoben. Fahrkorb Teil des Aufzugs. Vorteilhaft ist die kürzere Öffnungsund Schließzeit. Von Vorteil ist die geringere lichte Schachtbreite als bei der zentral öffnenden Variante/Schiebetür. der Personen und Lasten befördert. in dem das Triebwerk und/oder die zum Aufzugsantrieb dazugehörigen technischen Einrichtungen wie Antrieb.Grundlagen Begriffe Triebwerksraum Triebwerk Triebwerksraum Raum. die DIN EN 81-2. M 1:100 80 Raumpilot Grundlagen Puffer .50 m bei einer von Einbauten freien Fläche von mindestens 0. Schutzraum Der Schutzraum soll sowohl auf dem Fahrkorbdach als auch in der Schachtgrube eine gefahrlose Wartung sicherstellen. Schachtgrube Teil des Schachtes zwischen der untersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtsohle.00 140 360 140 370 1.60 2. Lasten. Zentral öffnende Schiebetür Bei dieser Schiebetürkonstruktion werden die Türelemente mittig zu beiden Seiten geöffnet. Steuerung und Regelung untergebracht werden.63 1. nachteilig ist die größere Fahrschachtbreite gegenüber der einseitig öffnende Teleskopschiebetür. entsprechend DIN 15306 (cm) Nenngeschwindigkeit (m/s) Mindestschachtgrubentiefe Mindestschachtkopfhöhe 0. Schachtkopf Teil des Schachtes zwischen der Fußbodenoberkante der obersten vom Fahrkorb bedienten Haltestelle und der Schachtdecke. In nebenstehender Tabelle werden beispielhaft einige Werte aus der DIN 15306 (Personenaufzüge für Wohngebäude) zitiert.50 160 380 220 500 ► Angaben zur Mindestschachtgrubentiefe und zur Mindestschachtkopfhöhe machen die DIN EN 81-1. Die DIN EN 81-1 beziehungsweise DIN EN 81-2 fordert für Personen-. Gegengewicht Förderhöhe Aufzugsschacht Schachttürhöhe Fahrkorbhöhe Schachtkopf Fahrkorb Schachtgrube Dimensionierung Schachtkopf und Schachtgrube.und Güteraufzüge oben: mindestens 1 m unten: mindestens 0.

. Ihr Einbau erfordert meist aufwendige Konstruktionen. Die Übereck-Variante ist eine Sonderlösung. die die Investitionskosten für den Aufzug deutlich erhöhen.Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Der Durchlader ist unter anderem besonders für das Anfahren von Zwischengeschossen geeignet. zentral öffnende Schiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Standard-Aufzug Fahrkorb Schachttiefe Fahrkorbtiefe Fahrkorbtiefe Schachttiefe Fahrkorb einseitig öffnende Teleskopschiebetür Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite Durchlader Übereckaufzug Breite Fahrkorbtür Schachttürbreite Fahrkorbbreite Schachtbreite einseitig öffnende Teleskopschiebetür M 1:50 Raumpilot Grundlagen 81 Grundlagen Fahrkorbvarianten Die am häufigsten ausgeführte Aufzugsvariante ist in der Abbildung oben rechts zu sehen. Der Fahrkorb ist zentral angeordnet mit zentral öffnender Schiebetür.

das heißt für Personen. da die Antriebsanlage nur über den Fahrkorb zugänglich ist. Die Anordnung direkt über dem Schacht ist meist die wirtschaftlichste Lösung und hat den besten Gesamtwirkungsgrad. beispielsweise neben der obers­ ten oder untersten Schachttür von ­ außen zugänglich. Die Seile werden üblicherweise über eine Treibscheibe mit Umlenkrolle geführt und von einer Antriebsmaschine in beide Richtungen gezogen. Sie sind für alle Nutzungsarten. in dem sich der Antrieb und die Steuerung et cetera befinden. zum Beispiel im Altbau eintreten. das Triebwerk ist im Schacht über dem Fahrkorb angeordnet Seilaufzug ohne Triebwerksraum und reduzierter Schachtgrube Antriebsarten Seilaufzug Seilaufzüge sind in der Regel die kosten­ güns­ tigsten Aufzüge. die geforderte Schachtgrubentiefe zu unterschreiten. Allerdings ist die Wartung erschwert. da damit die Gesamtbauhöhe verringert werden kann. Die Anordnung neben dem Schacht kann aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen von Vorteil sein. Diese Aufzüge verursachen einen geringeren Geräusch­ pegel und verbrauchen etwas weniger Energie als herkömmliche Seilaufzüge. Dadurch erhöhen sich bei Wartungsarbeiten meist auch die Ausfallzeiten. kann über dem Aufzug. Die maximale Förderhöhe liegt im Jahr 2009 bei etwa 100 m. Durch die längere Seilführung erhöht sich aber der Verschleiß und damit steigen auch die Wartungskosten. da eine geringe Anzahl an Seilumlenkungen notwendig ist. Der Wegfall des Treibwerksraums bedeutet eine deutliche Raum.und Kostenersparnis. Der Triebwerksraum. Reduzierte Schachtgrubentiefe/ reduzierte Schachtkopfhöhe In Einzelfällen ist es möglich. sie wird durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme jedoch voraussichtlich noch weiter erhöht werden. oben neben dem Aufzug oder unten neben dem Schacht angeordnet werden. 82 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Seilaufzug mit Triebwerksraum über dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum oben neben dem Schacht Seilaufzug mit Triebwerksraum unten neben dem Schacht Seilaufzug ohne Triebwerksraum. wodurch der Triebwerksraum entfällt. Bei vielen Systemen ist die Steuerung außerhalb des Schachts angeordnet. Bei dieser Aufzugsart ist der Fahrkorb über Seile mit einem Gegengewicht verbunden. Triebwerksraumloser Seilaufzug Bei diesen Konstruktionen werden wesentliche Triebwerkskomponenten innerhalb des Schachts angeordnet. Dieser Fall kann bei nachträglichen Aufzugseinbauten.und Lastentransport einsetzbar und ermöglichen große Förderhöhen.

und Sicherheitsmaßnahmen ist zum Schutz vor auslaufendem Öl wichtig (Gewässerschutz). Raumpilot Grundlagen 83 Grundlagen . Diese Aufzüge können komplett in übliche Geschosshöhen integriert werden.Aufzug Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Druckkolben neben dem Fahrkorb Indirekt angetriebener Hydraulikaufzug mit Zugkolben neben dem Fahrkorb Direkt angetriebener Hydraulikaufzug mit zentralem Druckkolben Daneben wurden zwischenzeitlich auch Aufzüge mit einer reduzierten Schachtkopfhöhe entwickelt (ab circa 2. Das Seil wird mehrfach umgelenkt. Bei diesem seilhydraulischen Hubsystem wird der Hubkolben von einem Seil unterstützt. da ständig das gesamte Gewicht der Kabine bewegt werden muss. Dies verhindert größere Energieverluste (und entsprechende Betriebskosten). Der Maschinenraum ist unter oder neben dem Aufzugsschacht angeordnet.und Hydraulikaufzug – der seilhydraulisch angetriebene Aufzug – einge- setzt werden. so dass zusätzliche Dachaufbauten entfallen. Bei diesen Systemen ist ein relativ hoher Energieaufwand nötig. für den Aufbau ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich). Eine korrekte Ausführung der geforderten Abdichtungs. und sie gelten auch als wartungsintensiver. Direkt angetriebener Hydraulikaufzug Bei diesen Aufzügen ist die Kabine ohne Umlenkungen. Indirekt hydraulisch angetriebener Aufzug Für größere Förderhöhen kann eine Kombination aus Seil.60 m Schachtkopfhöhe. Die Anschaffungskosten sind jedoch höher als bei üblichen Konstruktionen. mit dem Kolben verbunden. also direkt. Hydraulikaufzug Bei einem hydraulisch angetriebenen Aufzug wird der Fahrkorb mit einem ölhydraulischen Hubkolben bewegt.50 m bis 2. so dass auch größere Höhen überwunden werden können. Der hydraulisch angetriebene Aufzug wird bevorzugt bei kleineren Förderhöhen (15–25 m) verwendet. um den Weg vom Aggregat zum Schacht möglichst gering zu halten.

Die Norm EN 81-70 gilt zusätzlich zu den DIN 18024 und 18025.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 Dimensionierung – Aufzugsgrößen Personenaufzüge für Wohngebäude entsprechend DIN 15306 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für normale Nutzung 200 110 240 160 150 Die angegebenen Schachtmaße entsprechen den Angaben der DIN 15306 / Juni 2002 beziehungsweise der DIN 15309 / Dezember 2002. Eine Mindestfahrkorbgröße von 110 cm x 140 cm und eine lichte Aufzugstüröffnung von mindestens 90 cm sind unter anderem Voraussetzung für einen rollstuhlgerechten Aufzug. Dies führt zur Erhöhung der Förderleistung. Seite 45. Zukünftig müssen die Vorgaben der DIN 18040 beachtet werden. ► Die Anforderungen an die barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert.und Einsteigen möglich ist. sondern entsprechend auch in DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! 630 kg 90 170 110 1000 kg 90 100 150 210 140 320 kg 70 160 100 630 kg 90 200 135 1000 kg 110 250 200 120 170 220 140 1275 kg 110 140 450 kg 80 170 110 800 kg 90 160 110 140 190 210 80 220 160 260 140 210 260 1000 kg 90 1000 kg 90 84 Raumpilot Grundlagen 140 220 220 220 . da damit ein schnelleres Aus. verschiedene Hersteller unterschreiten diese Abmessungen bei ihren Fabrikaten geringfügig. Ein breiterer Fahrkorb ist von Vorteil. ­ siehe hierzu auch Kapitel „Grundlagen Barrierefrei“ .

Türmaße 270 330 140 230 230 1275 kg 110 270 210 1275 kg 110 2500 kg 130 240 (260) 160 250 140 290 270 180 mögliche Bettenabmessungen: bei 1275 kg und 1600 kg: 90 cm x 200 cm bei 2000 kg: 100 cm x 230 cm 130 bei beiden 2500 kg: 100 cm x 230 cm 240 300 270 330 1600 kg 110 300 235 1600 kg 130 160 250 2500 kg 1800 kg 120 300 235 240 (260) 150 170 260 270 2000 kg 120 2000 kg 130 M 1:200 330 Raumpilot Grundlagen 85 Grundlagen Personenaufzüge für andere als Wohngebäude entsprechend DIN 15309 – Personenaufzüge für intensive Nutzung Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge entsprechend DIN 15309 – Bettenaufzüge DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße.Aufzug 110 140 110 140 90 90 260 200 210 120 270 180 DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. Fahrkorbmaße. Fahrkorbmaße. Türmaße .

in diesem Fall für Orientierungswerte auf die Bestimmungen der DIN 15309 (siehe rechts) zurückzugreifen.5-fachen der Fahrkorbtiefe (FKT) und der Schachtbreite (SBR). mindestens jedoch einer Fläche von 1. Aufzugsgruppen mit gegenüberliegenden Aufzügen kommen allerdings in reinen Wohngebäuden nur selten zum Einsatz.50 m x 1.Grundlagen Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Dimensionierung – Bewegungsflächen/Wartezone/ Vorraum Vor jedem Aufzug oder jeder Aufzugsgruppe sind Bewegungsflächen einzuplanen. FKT x SBR. Maße des Stauraums zwischen gegenüberliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Die nutzbare Mindesttiefe zwischen den Schachtvorderwänden soll gleich der Summe der beiden gegenüberliegenden Fahrkorbtiefen. gemessen in Richtung Fahrkorbtiefe. Maße des Raums vor nebeneinanderliegenden Aufzügen (gilt nicht für Bettenaufzüge) Bei nebeneinanderliegenden Aufzügen soll die nutzbare Mindesttiefe zwischen Schachttürwand und gegenüberliegender Wand. DIN 15306 Personenaufzüge für Wohngebäude Der Abstand zwischen Schachtwandtür und gegenüberliegender Wand muss der Fahrkorbtiefe (FKT) entsprechen.5-fache der Fahrkorbtiefe (FKT) als Abstand zur gegenüberliegenden Wand eingehalten werden. Bei mehreren nebeneinanderliegenden Aufzügen ist der tiefste Fahrkorb maßgeblich. 150) x SBR Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in Wohngebäuden entsprechend DIN 15306 86 Raumpilot Grundlagen . Die DIN 15306 macht keine Angaben zu Mindestabständen bei gegenüberliegenden Aufzügen. Es empfiehlt sich. DIN 15309 Personenaufzüge für andere als Wohngebäude Maße des Raums vor dem Einzelaufzug (gilt nicht für Bettenaufzüge) Vor einem Einzelaufzug muss mindestens das 1. min. mindes­ tens jedoch 1.50 m. Die nutzbare Mindestfläche soll dem Produkt aus Fahrkorbtiefe und Schachtbreite entsprechen. Die Mindestfläche vor dem Aufzug ist das Produkt aus dem 1. hier ist jedoch ebenfalls mindestens 1. mindes­ tens aber 2.40 m betragen.5-fachen Fahrkorbtiefe und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein.50 m Abstand gefordert. 150 x 150 Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) FKT (min.50 m sein.50 m betragen. das 1.5-fache der Fahrkorbtiefe sein. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der Tiefe des tiefsten Fahrkorbs und der Breite zwischen den äußersten Schachtwänden sein. Die nutzbare Mindestfläche soll gleich dem Produkt aus der 1. jedoch nicht größer als 4.

Türmaße .5 FKT x SBR 1.5 FKT (min. Fahrkorbmaße. 450) Raumpilot Grundlagen 87 Grundlagen DIN 15306 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für Wohngebäude Baumaße. 240) x SBR (tiefste FKT maßgeblich) Dimensionierung der Raumzone vor Aufzügen in „anderen als Wohngebäuden“ entsprechend DIN 15309 Fahrkorbtiefe FKT + FKT (max.Aufzug Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) DIN 15309 / Juni 2002 Aufzüge Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge Baumaße. Fahrkorbmaße.5 FKT (min. 240) x SBR Schachtbreite (SBR) Fahrkorbtiefe (FKT) Fahrkorbtiefe (FKT) 1. Türmaße 1.

] tu P = Kabinenbelegung n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit [Personen] [-] [s] Aufzug gegenüber Treppe Aufzug gegenüber Treppe außenliegend Aufzug neben neben Treppe Treppe im im Aufzug Gebäudeinnern mit Splitlevel Gebäudeinnern 88 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Dimensionierung – Anzahl und Größe der Aufzüge Aufzug im Treppenauge Aufzug neben Treppe Anzahl der Aufzüge Um Anzahl und Größe benötigter Aufzüge zu bestimmen. Die Kapazität der Aufzüge sollte so ausgelegt werden. Aufzugsgruppen können eine schnelle Abwicklung gewährleisten. wenn die zu transportierenden Personen auf mehrere Aufzüge verteilt werden. da sie eine zügige und flexible Personenbeförderung ermöglichen. wie viele Personen mit dem Aufzug innerhalb von fünf Minuten befördert werden können. Meist wird als Bewertungsmaßstab für die Förderleistung die „Fünf-Minuten-Leistung“ genannt. kommt es bei einem Ausfall zu einem Verkehrsengpass. Förderleistung Die Förderleistung ist die entscheidende Komponente in der Dimensionierung von Aufzugsanlagen. dass auch in Stoßzeiten eine Wartezeit von 30 Sekunden nicht überschritten wird. Mehrere im Grundriss verteilte Aufzugsgruppen sind bei großflächigen Gebäuden von Vorteil. 300 x P x n NZ = = [Personen/5 min. In Gebäuden mit starkem Vertikalverkehr ist es wichtig. außerdem die Frequentierung und die Höhe des Gebäudes. Eine flexible und schnelle Beförderung großer Personenzahlen ist möglich. muss die Menge der zu befördernden Personen bekannt sein. die erforderliche Aufzugskapazität der gewünschten Förderleistung anzupassen. Sie wird auf der Basis von Umlaufzeit und mittlerer Wartezeit ermittelt. Ist nur ein Aufzug vorhanden. da keine Ausweichmöglichkeit besteht. Sie gibt an.

Einzelaufzug: tw= tu Aufzuggruppe: tw = tu / n Kern dezentral I = errechnete mittlere Wartezeit n = Anzahl der Aufzüge tu = Umlaufzeit Kern außerhalb Drei Kerne Commerzbank Frankfurt Orientierungswerte für die Bemessung von Aufzugsanlagen Gebäude Wohnhaus Ermittlung der Belegung eines Gebäudes je Wohnung für den ersten Wohnraum für jeden Wohnraum. den der Aufzug benötigt. zul. Wartezeit [s] 80–120 Zwei intern.und Verwaltungsbau Schulgebäude Krankenhaus 12–15 15–20 15–20 25–30 30–50 30–50 30–50 30–40 Kerne zentral Thyssen Verwaltung Düsseldorf Raumpilot Grundlagen 89 Grundlagen Umlaufzeit Die Umlaufzeit ist der Zeitraum. um wieder an seine Ausgangsposition zu gelangen. die durchschnittlich vergeht.Aufzug Kern zentral tu = Umlaufzeit tf = Fahrzeit to = Standzeit Die Umlaufzeit hängt im wesentlichen von der Steuerung und der Art der Türöffnung (Dauer des Aus. Sie sollte aus Komfortgründen 30 Sekunden nicht überschreiten. .5 erf. 5-min-Förderleistung [%] 7 . tu = tf + to [s] Mittlere Wartezeit Hierbei handelt es sich um die Zeit. ein Kern RWE Kerne Hauptverwaltung Essen außen Hotel Büro.und Einsteigens der Personen) ab. Nebenräume und Küchen werden nicht mitgezählt je Bett je 10m2 Arbeitsfläche je 10 m2 Klassenzimmerfläche je Bett Personen 2 1 1 1 6 1. bis ein Fahrgast an einer Station abgeholt wird.5–10 max.

Dimensionierung anhand von Tabellen Zur überschlägigen Dimensionierung von Aufzugsanlagen in der ersten Planungsphase kann auf die Diagramme der FEM (Fédération Européene de la Manutention) für Wohngebäude beziehungsweise für komfortable Wohngebäude mit oder ohne Büronutzung zurückgegriffen werden. 20 G H 15 E F A B C 1 x 630 kg (8 Personen) 1 x 1000 kg (13 Personen) 1 x 450 kg (18 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 1 x 630 kg (21 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 630 kg (29 Personen) 1 x 1000 kg 2 x 1000 kg (26 Personen) 3 x 1000 kg (39 Personen) 10 ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) D CD D B 5 E F AB G H 1 0 100 200 ≥ Bewohner in allen Vollgeschossen 300 400 500 600 700 800 Anforderungen an die Förderleistung bei Wohngebäuden (FEM) 90 Raumpilot Grundlagen . Sie kann ebenfalls für die nachträgliche Feststellung der Energieeffizienz bestehender Aufzügen sowie für die Nachprüfung von Bedarfsangaben des Herstellers und die Ermittlung des voraussichtlichen Energieverbrauchs herangezogen werden. Ausgabe 2009: Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung und Kennzeichnung der Energieeffizienz von neuen Personen.und Lastenaufzügen. Zusätzlich notwendige Feuerwehr.Grundlagen ■ VDI 4707 Blatt 1. Für eine präzise Bestimmung des Förderbedarfs sind dieTabellenwerte jedoch nicht ausreichend.oder Lastenaufzüge sind in den Diagrammen nicht berücksichtigt. Aufzüge – Energieeffizienz.

) 1x 450 kg (18 Pers.und Lagertechnik) . Hat ein Gebäude beispielsweise 280 Nutzer.) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers.Aufzug Vorgaben der Landesbauordnung Einzelne Landesbauordnungen fordern abweichend von der MBO § 39. dass auf 20 Gebäudenutzer je mindestens ein Platz im Aufzug zur Verfügung stehen muss (zum Beispiel LBO BW.) D CD 5 E AB F 1 0 100 200 300 ≥ Bewohner/ Beschäftigte in allen Vollgeschossen 400 500 600 700 800 G H Anforderungen an die Förderleistung bei komfortablen Wohngebäuden mit oder ohne Büronutzungen (FEM) Raumpilot Grundlagen 91 Grundlagen FEM Fédération Européene de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.) 1x 1000 kg 2x 630 kg (29 Pers. so werden mindestens 280 : 20 = 14 Aufzugsplätze benötigt. § 13 (5)).) 1x 1000 kg 2x 1000 kg (26 Pers.) 1x 1000 kg (13 Pers. LBOAVO Anhang I/1. Die so ermittelten Werte dienen nur einer groben Vordimensionierung. Die notwendige Anzahl und Größe der Aufzüge ergibt sich dann aufgrund der zulässigen Personenzahl je Aufzug.) 1x 1000 kg 1x 630 kg (21 Pers. 20 H G 15 F A B C ≥ Vollgeschosse (ohne Erdgeschoss) E 10 1x 630 kg (8 Pers.) 3x 1000 kg (39 Pers.

Dies erhöht die Förderleistung und reduziert die Wartezeiten.und Ferngruppe) und bei bis zu 60 Geschossen eine Unterteilung in vier Zielgruppen. in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. Eine solche Aufzugsgruppierung ermöglicht zwar eine komfortable Erschließung von Hochhäusern. mehr als 22 m über der Geländeoberfläche im Mittel liegt. Bei bis zu circa 25 Vollgeschossen kann eine Aufzugserschließung eingeplant werden. bei der jeder Aufzug alle Geschosse des Gebäudes anfährt. wird bei mehr als drei Gruppen aber auch sehr flächenverbrauchend. obere Ferngruppe obere Nahgruppe Skylobby obere Ferngruppe Ferngruppe mittlere Nahgruppe Expressgruppe Skylobby Eingang Nahgruppe Systeme mit Aufzugsgruppen in der Hochhausplanung 92 Raumpilot Grundlagen untere Nahgruppe untere Ferngruppe Mittelgruppe . Aufzugsgruppen ab Eingangsebene Die Aufzugsgruppen werden in mehrere Zielzonen unterteilt. Mittel. Bei höheren Gebäuden ist die Aufteilung in mehrere Aufzugsgruppen sinnvoll. Bei Gebäuden bis circa 35 Geschossen empfiehlt sich eine Unterteilung in zwei Gruppen (Nah. In Gebäuden solcher Höhe ergeben sich besondere Anforderungen an die vertikale Erschließung und somit auch an die Aufzugsplanung. bei denen die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses.Grundlagen Hochhaus Die Musterbauordnung definiert unter § 2 Hochhäuser als Gebäude.und Ferngruppe). bei Gebäuden mit bis zu 45 Geschossen eine Unterteilung in drei Gruppen (Nah-. da die Anzahl der Haltestellen eines Aufzugs reduziert wird.

Jeder Fahrkorb hat einen separaten Antrieb und kann unabhängig angesteuert werden. um den Flächenbedarf der Aufzugsanlage zu reduzieren. Fast alle Hochhäuser mit mehr als 200 m Höhe werden auf diese Weise mit ein oder zwei Skylobbys erschlossen. Von der Eingangsebene aus wird die untere Gebäudehälfte mit einer Nah. von wo aus die obere Gebäudehälfte ebenfalls mit einer Nah. In diesem Fall werden Umsteigegeschosse eingerichtet. So kann zur gleichen Zeit in nur einem Schacht zum Beispiel ein Fahrkorb vom ersten in den vierten und der andere vom achten in den sechsten Stock fahren. Hierbei werden in einem Schacht zwei Fahrkörbe übereinander angeordnet. um Nutzergruppen voneinander zu trennen (zum Beispiel eine umstiegslose Verbindung von der Eingangsebene zu einer Aussichtsplattform oder einem Restaurant in den obersten Etagen). Da in diesem Aufzugsschacht die Verbindung von der untersten zur höchsten Haltestelle nicht ohne Umsteigen möglich ist. Eine zusätzliche Expressgruppe befördert die Passagiere ohne Zwischenhalt in die Skylobby. sogenannte „Skylobbys“ . Zusätzlich werden in solchen Gebäuden häufig Expressaufzüge für Sondernutzungen eingesetzt. Doppeldecker-Aufzug mit zweigeschossigem Fahrkorb Twin-System mit zwei unabhängigen Fahrkörben (ThyssenKrupp) Raumpilot Grundlagen 93 Grundlagen Doppeldecker-Aufzugsgruppen Doppeldeckeraufzüge besitzen zweigeschossige Fahrkörbe und bedienen so zwei Haltestellen gleichzeitig.und einer Ferngruppe direkt erschlossen.Aufzug Aufzugsgruppen übereinander und Skylobby Bei Gebäuden ab einer Höhe von etwa 200 m werden Aufzugsgruppen übereinander angeordnet.und Ferngruppe erschlossen wird. Diese Aufzugsart ist nur für Expressaufzüge zu empfehlen. . Twin-System Eine Sonderlösung zur Verbesserung der Förderleistung bietet das Twin-System. sollte bei Mehrkabinenanlagen mindestens ein konventioneller Aufzug in die Aufzugsgruppe integriert werden.

bei denen nach Art ihrer Nutzung im Brandfall mit größeren Gefahren zu rechnen ist.oder Lastenaufzüge verwendet. Sie sollen der Feuerwehr den Zugang zum Brandherd erleichtern und gegebenenfalls auch als Rettungsaufzüge genutzt werden. Vom Feuerwehraufzug aus muss jeder Punkt eines Aufenthaltsraums in höchstens 50 m Entfernung erreichbar sein. 94 Raumpilot Grundlagen .10 m groß sein (gilt für den Main-Taunus-Kreis). bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 30 m über der Geländeoberfläche liegt. mindestens einen Feuerwehraufzug in einem eigenen Schacht haben. Auch in mehrgeschossigen Krankenhäusern sollte mindestens einer der Bettenaufzüge als Feuerwehraufzug ausgebildet werden.10 m x 2.40 m betragen. Fahrkörbe von Feuerwehraufzügen in Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen sind so zu bemessen.40 m x 2.Entsprechend den Ausführungskriterien für den Bau und Betrieb von Feuerwehraufzügen muss der Fahrkorb mindestens 1. Ansonsten werden Feuerwehraufzüge im Normalbetrieb als Personen. DIN EN 81-72 Entsprechend den Landesbauordnungen und den Hochhausrichtlinien müssen Hochhäuser. die nutzbare Grundfläche muss jedoch mindestens 1. Bauliche Anforderungen Angaben zu den baulichen Anforderungen enthält die Europäische Norm EN 81-72 vom Mai 2003. der im Brandfall der Feuerwehr zur Verfügung steht (Feuerwehraufzug). Jeder Feuerwehraufzug ist in einem feuerbeständigen Fahrschacht (F90) anzuordnen.Grundlagen Feuerwehraufzug. In erster Linie dienen Feuerwehraufzüge der Brandbekämpfung. dass Platz für mindestens ein Bett und zwei Begleitpersonen vorhanden ist. Weitere Feuerwehraufzüge können verlangt werden bei Hochhäusern. Außerdem muss der Feuerwehraufzug von jedem Geschoss des Hochhauses zugänglich sein.

50 m haben. kann die gemeinsame Wartezone als brandgeschützter Vorraum ausgebildet werden. Der Feuerwehraufzug ist in jedem Fall in einem eigenen Schacht anzuordnen F Feuerwehraufzug mit brandgeschütztem Vorraum Feuerwehraufzug in Aufzugsgruppe mit brandgeschütztem Vorraum Raumpilot Grundlagen 95 Grundlagen .Aufzug Vorraum Vorräume müssen mindestens so groß sein.26 m ungehindert in den Aufzug eingebracht werden kann. dass eine belegte Krankentrage mit einer Breite von 0. In einzelnen Bundesländern werden exakte Vorraumabmessungen vorgegeben.60 m und einer Transportlänge von 2. In Krankenhäusern und ähnlichen baulichen Anlagen müssen Vorräume eine Grundfläche von mindestens 2 m x 2. Alle Wände und Türen des Vorraums sowie alle Aufzugstüren müssen dann den Anforderungen an Vorräume von Feuerwehraufzügen genügen. Aufzugsgruppen Ist der Feuerwehraufzug als Teil einer Aufzugsgruppe vorgesehen.

und Anzeigeelemente gestellt. Europäische Regelungen haben grundsätzlich Vorrang vor nationalen Regelungen. ► Die Anforderungen an barrierefreie Aufzugsplanung sind nicht nur in DIN 18025 Teil 1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) gefordert sondern entsprechend auch DIN 18025 Teil 2 (Barrierefreie Wohnungen)! Barrierefrei Für barrierefreie Aufzüge werden in der DIN EN 81-70 Anforderungen an Tür. auch für Sehbehinderte. Eine waagerechte Anordnung des Innen­ tableaus erleichtert in Kombination mit kontrastreichen.und Fahrkorbgrößen sowie an die Gestaltung der Bedien. Da ein Zurückziehen der DIN 18024 und der DIN18025 aufgrund der Abdeckung zahlreicher weiterer Bereiche außer Aufzüge derzeit nicht möglich ist. Die Anforderungen an Aufzüge der DIN 18024 und DIN 18025 wurden damit durch die DIN EN 81-70 abgelöst und dadurch die geplanten Änderungen durch die DIN 18040 vorweggenommen. taktilen (erhabenen. Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 müssen barrierefreie Aufzüge in Wohnungen dem Typ 2 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. um Rollstuhlfahrern. Spiegel (raumhoch) Innentableau ≥ 140 50 50 ≤ 10 85 ≥ 110 90 50 150 / 150 ► Entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 müssen barrierefreie Aufzüge in öffentlich zugänglichen Gebäuden dem Typ 1 oder dem Typ 3 nach DIN 81-70 / September 2005 Tabelle 1 entsprechen. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen. Zusätzlich gelten für die Bemessung und Gestaltung der Vorbereiche die DIN 18024 und DIN 18025 beziehungsweise zukünftig DIN 18040. Festlegungen für Aufzüge aus der DIN 18024 und aus der DIN 18025 wurden in diese EN-Norm übernommen. Eine lichte Türbreite von 90 cm ist erforderlich. die nach einer festgelegten Übergangszeit zurückgezogen werden müssen. wurde der Ersatzvermerk in das nationale Vorwort der DIN EN 81-70 aufgenommen. Personen mit Gehhilfen. Personen mit Sehbehinderungen et cetera die selbstständige Aufzugsnutzung oder die Nutzung mit Begleitpersonen zu ermöglichen. Eine Kabinengröße von mindestens 1.10 m Breite und 1. fühlbaren) Bezeichnungen der Taster die Bedienung.40 m Tiefe ist gefordert.Grundlagen 110 140 110 140 90 90 ► Die DIN EN 81-70 gilt zusätzlich zu DIN 18024 und DIN 18025. 96 Raumpilot Grundlagen . damit Rollstuhlfahrer die Türöffnung unbehindert durchfahren können.

Alle Bedieneinrichtungen und Haltestangen für den Rollstuhlfahrer müssen auf einer Höhe von 85 cm angeordnet sein (DIN 18024 / DIN 18025). 1992 DIN 18025 Teil 2 / Dez. Neben dem äußeren Bedienungstableau muss ein seitlicher Abstand von mindestens 50 cm zur Wand oder zu einschränkenden Gegenständen freigehalten werden.und Bewegungszone vor dem Aufzug Damit das Wenden mit einem Rollstuhl möglich ist. Ein raumhoher Spiegel an der Fahrkorbrückwand ermöglicht Rollstuhlfahrern die Orientierung beim Rückwärtsfahren im Fahrkorb und beim Verlassen des Aufzugs (nach DIN 81-70 nicht raumhoch erforderlich. 1996 DIN 18025 Teil 1 / Dez. ≥ 150 DIN EN 81-70 / Sep. 1992 DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 / Feb 2009 DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 / Feb 2009 LBO BW § 29 LBO BW § 35 LBO BW § 39 LBOAVO BW §13 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 97 Grundlagen . Warte. 2005 DIN 18024 Teil 1 / Jan. dass sich die 150 cm x 150 cm große Fläche vor dem Aufzug nicht mit Verkehrswegen oder anderen Bewegungsflächen überlagert. 1998 DIN 18024 Teil 2 / Nov. Die DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 verlangt zusätzlich für öffentlich zugängliche Gebäude. DIN 18025 Teil 1 und Teil 2. aber trotzdem zu empfehlen).Aufzug 110 140 110 140 90 90 Ein Handlauf unter dem Tableau verbessert die Nutzbarkeit (90 cm Höhe entsprechend DIN 81-70). muss die Bewegungsfläche vor der Aufzugstür mindestens 150 cm x 150 cm bemessen sein (DIN 18024 Teil 1 und Teil 2. DIN 18040 (Entwurf) Teil 1 und Teil 2).

): HochhausAtlas. Türmaße DIN 15309 / Dezember 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für andere als Wohngebäude sowie Bettenaufzüge – Baumaße. Plätze. S. S. insbesondere § 39 Aufzüge Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) Literatur Eisele.und Lastenaufzüge – Teil 70: Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen.und Lastenaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge – Deutsche Fassung EN 81-72: 2003 Richtlinien Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richtlinie – MHHR) (18. April 2008) VDI 4707 / März 2009 / Blatt 1. In: Detail. Günter: Das Aufzugssystem Twinzwei Kabinen. Türmaße DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-1: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-1/A1 DIN EN 81-1/A2 DIN EN 81-1/A3 (Entwurf) DIN EN 81-2 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 2: Hydraulisch betriebene Personen. öffentliche Verkehrs.Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN EN 81-1 / Mai 2000 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Teil 1: Elektrisch betriebene Personen. 70-73 Schöllkopf. Deutsche Fassung EN 81-70: 2003 + A1: 2004 DIN EN 81-72 / November 2003 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Neuheiten – Stand der Technik – Entwicklungstrends. ein Schacht.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen . Kloft. 526-527 Streng. Fahrkorbmaße. München 2002 Reuter. S.und Lastenaufzüge (enthält Berichtigung AC: 1999) – Deutsche Fassung EN 81-2: 1998 + AC: 1999 DIN EN 81-2/A1 DIN EN 81-2/A2 DIN EN 81-2/A3 (Entwurf) DIN EN 81-70 / September 2005 / Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen. Johann. Karl-Otto: Planungsgrundsätze für Aufzüge. 2004/5. 2004/5.Grundlagen Planungsregeln / Literatur Normen DIN 15306 / Juni 2002 / Aufzüge – Personenaufzüge für Wohngebäude – Baumaße. Harro: Aufzüge. Aufzüge – Energieeffizienz Bauordnungen Musterbauordnung MBO 2002. in: Detail. 518-523 98 Raumpilot Grundlagen . Fahrkorbmaße. Ellen (Hrsg. eine Fahrbahn. In: DAB 2002/3. Wege.

Rettung RHEW Raumpilot Grundlagen 99 Grundlagen .

Grundlagen Rettung 101 102 103 103 104 105 105 105 106 107 108 108 Rettungswege Notwendige Treppen Notwendiger Treppenraum Notwendige Flure Notwendige Fenster Sicherheitstreppenraum Rettungsgeräte der Feuerwehr Zu.und Durchgänge Zu.und Durchfahrten Aufstellflächen Bewegungsflächen Literatur/Planungsregeln 100 Raumpilot Grundlagen .

2. davon ein Sicherheits treppenhaus Grundlagen <6 0m 22 m 1. Zusätzlich sind in den Hochhausrichtlinien Angaben zu den besonderen Anforderungen an die Rettungswege in Hochhäusern enthalten (MHHR und andere). 1. 7m 2.Rettung >6 0m Rettungswege Die Anforderungen an die Rettungswege in Gebäuden sind abhängig von der jeweiligen Gebäudeklasse. Die unterschiedlichen Gebäudeklassen sind in der Musterbauordnung (MBO. 2. – Höhe: maximal 7 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 3 – Höhe: maximal 22 m Oberkante Fußboden Aufenthaltsraum Gebäudeklasse 5 – Höhe: maximal 60 m Hochhaus mit einem Sicherheitstreppenhaus – Höhe: über 60 m Hochhaus mit zwei Treppenhäusern.+ 1. § 2) beziehungsweise in den Landesbauordnungen definiert. Rettungswege bei unterschiedlichen Gebäudehöhen (unterschiedliche Gebäudeklassen) Raumpilot Grundlagen 101 . 2. 1.

siehe Seite 104). Er muss insbesondere so ausgebildet werden. Für verschiedene Gebäudenutzungen sind davon abweichende Fluchtweglängen gefordert (siehe Tabelle Seite 103). werden an ihn viel höhere Anforderungen gestellt als an andere notwendige Treppen. Notwendige Treppe C < 40m Notwendiger Flur 1. § 10). die nicht zu ebener Erde liegen. die „notwendige Treppe“sein. Notwendiges Fenster - Rettungsgeräte der Feuerwehr < 40m Notwendiger Flur 1.Grundlagen Rettungswege Die LBO BW fordert unter § 15. wenn ein „Sicherheitstreppenraum“ vorhanden ist. Da dieser den einzigen Rettungsweg darstellt. Dabei muss der erste Rettungsweg in Nutzungseinheiten. Davon abweichend fordern die MBO sowie die Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) maximal 35 m Entfernung. Notwendige Treppe 2. Sicherheitstreppenraum mit vorgelagerter Sicherheitsschleuse Rettungswege in Gebäuden mit Aufenthaltsräumen gemäß § 15 (3) LBO BW . Der zweite Rettungsweg ist nach LBO BW. Notwendige Treppen Von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums muss eine notwendige Treppe oder ein Ausgang ins Freie in höchstens 40 m Entfernung erreichbar sein (LBOAVO BW. dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. § 15 Abs. Notwendige Treppe B 2. 3 nicht erforderlich. 102 Raumpilot Grundlagen A < 40m Notwendiger Flur 1. dass jede Nutzungseinheit in jedem Geschoss mit Aufenthaltsräumen über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein muss. Der zweite Rettungsweg kann über eine weitere notwendige Treppe führen oder alternativ über eine für die Rettungsgeräte der Feuerwehr erreichbare Stelle (zum Beispiel ein „notwendiges Fens­ ter.

ist eine andere Ausführung der Treppenräume zugelassen. Schulbaurichtlinien. § 10). Einschubtreppen und Rolltreppen sind ungeeignet und deshalb als notwendige Treppen unzulässig (LBOAVO BW. Die Treppenlaufbreite der Treppe muss in den meisten Nutzungen mindestens 1 m betragen. Notwendige Flure Notwendige Flure sind Flure. die geöffnet werden können. Der Weg ist bis zum Beginn des Treppenraums zu messen. nicht die Luftlinie. die durch den Flur erschlossen werden. über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen zu notwendigen Treppenräumen oder zu Ausgängen ins Freie führen (LBOAVO BW.oder Verwaltungsnutzung dienen und deren Nutzfläche in einem Geschoss nicht mehr als 400 m² beträgt“ (LBOAVO BW. Abstellräume und Sanitärräume. § 11). die Krankenhausbauverordnung. Notwendige Treppen müssen an der Außenwand angeordnet sein und in jedem über dem Gelände liegenden Geschoss Fenster haben. sowie die Fläche des Flures selbst. die einer Büro. die vom Eingangsgeschoss und der obersten Podestfläche zu öffnen sein muss (LBOAVO BW. Werden Belüftung. Entfernung Gast. die Geschäfts. Notwendiger Treppenraum Notwendige Treppen müssen grundsätzlich in einem eigenen. Richtlinien für Kindergärten.und Beherbergungsstätten Verkaufsstätten geschlossene und unterirdische Garagen Versammlungsstätten (vom Ausgang zum Treppenraum) Krankenhäuser Schulen Gebäude. Beleuchtung und Rauchabführung nicht durch Fenster. § 12). Gabäudeart Hochhäuser Max. der nur der Aufnahme der Treppe dient und durch Wände und Türen von den übrigen Räumen eines Gebäudes abgetrennt ist. durchgehenden Treppenraum liegen. In notwendigen Treppenräumen von Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen und bei innenliegenden notwendigen Treppenräumen ist an der obersten Stelle des Treppenraums eine Rauchabzugsvorrichtung mit einem freien Querschnitt von mindestens 1 m² anzubringen. Der Ausgang muss in der Regel mindestens so breit sein wie die zugehörigen notwendigen Treppen. also auch Teeküchen.und Warenhausverordnung. die keine Sonderbauten nach LBO sind Abweichungen in den einzelnen LBO beachten! 25 m 30 m 35 m Für die Planung notwendiger Treppen müssen weitere Vorschriften entsprechend der Nutzung beachtet werden. sondern durch andere Einrichtungen sichergestellt. An notwendige Treppenräume dürfen in einem Geschoss nicht mehr als sechs Nutzungseinheiten vergleichbarer Größe unmittelbar angeschlossen sein (LBOAVO BW. beispielsweise die Versammlungsstättenverordnung. § 12). § 11). Zur Nutzfläche zählen alle Flächen. Raumpilot Grundlagen 103 Grundlagen Maximale Entfernung jeder Stelle eines Aufenthaltsraums von einem notwendigen Treppenraum . Hochhausrichtlinien et cetera. Als notwendige Flure gelten keine „Flure innerhalb von Nutzungseinheiten.Rettung Maßgebend ist die tatsächliche Länge des Weges.

Je Nutzungseinheit muss mindestens ein notwendiges Fenster vorhanden sein (LBOAVO BW. 15 m Beispiel Bürogebäude Breite notwendiger Flur min.Grundlagen Die Länge des notwendigen Flurs bemisst sich nach der höchstzulässigen Entfernung von 35 m (40 m) zwischen jeder Stelle eines Aufenthaltsraums und einer notwendigen Treppe. Die Unterkante der lichten Öffnung darf nicht mehr als 1. 35 m ASR: max. 35 m Stichflurlänge Notwendiger Flur MBO: max. 400 m² ≥ 90 ≤ 120 ≥ 90 Notwendiges Fenster (LBO BW). 5). 1. § 14. In notwendigen Fluren ist eine Folge von weniger als drei Stufen unzulässig. Notwendige Fenster Notwendige Fenster müssen zu öffentlichen Verkehrsflächen oder zu Flächen für die Feuerwehr hin angeordnet sein und im Lichten mindestens die Größe eines Quadrats mit Seitenlängen von 0.25 m Nutzungseinheiten von max.90 m haben.25 m. Abs. In Bürogebäuden beträgt die Mindestflurbreite beispielsweise 1.20 m über der Fußbodenoberkante sein. M 1:100 104 Raumpilot Grundlagen . 1. Abs. Lichtes Mindestinnenmaß. Laufweglänge Notwendiger Flur LBO BW: max. Sie muss über diese Fluchtweganforderung hinaus eine für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichende Breite haben. § 38. Rampen mit einer Neigung bis maximal 6 Prozent sind zulässig. Eine größere Breite kann deshalb bei baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung nach LBO BW. Nr. 40 m MBO: max. 6 im Einzelfall verlangt werden. Flure von mehr als 30 m Länge müssen mit Rauchschutztüren in Brandabschnitte unterteilt werden.

Abs. Bei einer großen Personenzahl ist der für eine Rettung erforderliche Zeitaufwand zu groß. Abschnitt 4. da das Rettungsgerät tragbar ist (Höhe Fußboden des obersten Aufenthaltsraums maximal 7 m über Gelände).Rettung Sicherheitstreppenraum Grundsätzlich müssen Sicherheitstreppenräume an der Außenwand liegen oder vom Gebäude abgesetzt sein und nur über einen offenen Gang zugänglich sein. ebenerdig und mindestens 1. Voraussetzung hierfür ist. Diese Lüftungsanlage muss von der allgemeinen Stromversorgung unabhängig sein (LBOAVO BW. Durchgänge müssen an jeder Stelle eine lichte Höhe von mindestens 2.25 m breit sein. für Türöffnungen genügt eine lichte Höhe von mindestens 2 m (DIN 14090. Rettungsgeräte der Feuerwehr Anstelle eines baulichen zweiten Rettungsweges – der zweiten notwendigen Treppe – sind auch Fluchtwege über Rettungsgeräte der Feuerwehr als zweite Rettungswege zulässig. 6). Für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen genügt eine lichte Breite von mindestens 1 m. Diese Schleuse muss mindestens 3 m lang sein. die so ausgebildet ist. Zugänge müssen geradlinig. dass im Brandfall durch Überdruck auch bei geöffneten Schleusentüren der Rauch nicht eindringen kann. damit Feuer und Rauch auch bei geöffneten Türen (beim Fluchtvorgang) nicht eindringen können (LBOAVO BW.und Durchgänge Bei Gebäuden niedriger Höhe genügt ein Zu. die gleiche Feuerwiderstandsklasse wie die Treppenräume besitzen und mit selbstschließenden. wenn das Eindringen von Feuer und Rauch gleichermaßen verhindert wird.20 m haben. § 12). Voraussetzung ist allerdings. Der Sicherheitstreppenraum und die Sicherheitsschleusen müssen eine eigene Lüftungsanlage haben. Die Führung des zweiten Rettungswegs über Rettungsgeräte der Feuerwehr ist nur für die Rettung einer begrenzten Personenzahl geeignet. dass eine mit diesen Rettungsgeräten erreichbare Stelle vorhanden ist. Zu. mindestens feuerhemmenden Türen ausgestattet sein. Innenliegende Sicherheitstreppenräume kommen nur in Betracht. § 11. dass der Zugang über jedes Geschoss nur über eine Sicherheitsschleuse möglich ist.1) ≥ 300 (350) ≥ 125 ≥ 100 ≥ 350 RHEWREUEF ≥ 220 Durchgang Türöffnung ≥ 200 Durchfahrt M 1:100 Raumpilot Grundlagen 105 Grundlagen .oder Durchgang.

50 bis 12 m über 12 bis 15 m über 15 bis 20 m über 20 bis 70 m über 70 m Breite der Zufahrt b 5m 4. Die Zufahrten dürfen eine Steigung von höchstens 10 Prozent ausweisen.2). bei denen eine Anleiterbarkeit für den zweiten Rettungsweg nicht in ausreichendem Umfang von der öffentlichen Verkehrsfläche aus möglich ist.50 m 3m 106 Raumpilot Grundlagen Übergangsbereich > 11 m Zu. Wenn Zufahrten nicht geradlinig geführt sind.und Durchfahrten Bei höheren Gebäuden ist eine Feuerwehrzu.oder -durchfahrt für die Drehleiter mit einer Einsatzlänge bis zur Hochhausgrenze erforderlich.oder Durchfahrt muss eine Mindestbreite von 3 m.50 m 4m 3. Zusätzlich müssen vor und hinter Kurven auf einer Länge von mindestens 11 m Übergangsbereiche vorhanden sein (siehe Abbildung).50 m besitzen. Tabelle für nicht geradlinige Zufahrten Kurvenradius r bis 10. >3m nicht geradlinige Zufahrt Zum Einbiegen von der öffentlichen Verkehrsfläche in die Zufahrt ist ein Außenradius der Kurve von mindestens 10. r Übergangsbereich > 11 m >3m M 1:500 .50 m und eine lichte Höhe von mindestens 3. bei einer Gebäudetiefe von mehr als 12 m mindestens 3. Sie müssen direkt an den öffentlichen Verkehr angebunden sein.50 m unzulässig 10. Die Breite des Kurvenbereichs ist abhängig vom Kurvenradius. Diese Zufahrten sind nur erforderlich bei Gebäuden. müssen für die Kurvenbereiche bestimmte Mindestbreiten vorgesehen werden.Grundlagen b Die Zufahrten zum Erreichen der Aufstellund Bewegungsflächen von Feuerwehrfahrzeugen sind als befestigte Flächen auf dem Grundstück gefordert. Hierfür sind Aufstellflächen herzustellen. Die Zu. auszuweisen und ständig freizuhalten.50 m für jede Anfahrtrichtung gefordert (DIN 14090/ Abschnitt 4.

Sie müssen mindestens 5 m x 11 m groß und so angeordnet sein. ≥1 a ≥5 .3).0 1. Der Abstand zwischen der Außenseite der Aufstellfläche und der entferntesten seitlichen Begrenzung der zum Anleitern bestimmten Stelle darf höchstens 9 m. Aufstellflächen rechtwinklig zu Außenwänden dürfen keinen größeren Abstand als 1 m zur Außenwand haben. Aufstellflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. 4.Rettung Aufstellfläche parallel zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a ≥ 3 m bis ≤ 9 m ≥ 3 m bis ≤ 6 m Aufstellfläche rechtwinklig zu Außenwänden Brüstungshöhe ≥ 8 m bis ≤ 18 m > 18 m Abstand a <9m <6m Aufstellflächen Aufstellflächen sind nicht überbaute befes­ tigte Flächen auf dem Grundstück. die dem Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen dienen und ständig freigehalten werden müssen. dass alle zum Anleitern bestimmten Stellen erreicht werden können.0 ≥1 . bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen. der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Seite einen Abstand von mindestens 3 m zur Außenwand haben. Der Abstand darf höchstens 9 m. Abs.0 ≥5 a Aufstellfläche parallel zur Außenwand Aufstellfläche rechtwinklig zur Außenwand Raumpilot Grundlagen 107 Grundlagen .0 ≥1 1.0 . bei Brüstungshöhen von mehr als 18 m höchstens 6 m betragen. Aufstellflächen parallel zur Außenwand müssen mit ihrer.

Giertlova. Bewegungsflächen können gleichzeitig Aufstellflächen sein. 4.: Bauphysik Kalender 2006. letzte Änderung 2007 MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern (Muster-Hochhaus-Richt­ linie) April 2008. Zufahrten dürfen nicht gleichzeitig Bewegungsfläche sein. et al. Stuttgart 2009 Hausladen. Sie sind durch Hinweisschilder (DIN 4066) mit der Aufschrift „Flächen für die Feuerwehr“ zu kennzeichnen. Sonntag. Sonntag. Literatur Friedl. die dem Aufstellen von Rettungsfahrzeugen. Zuzana.und Löscheinsätzen dienen. München 2004 Fouad.4). Berlin 2006 Planungsregeln Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (letzte Änderung 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (2009) LBOAVO Allgemeine Ausführungsverordnung des Wirtschaftsministeriums zur Landesbauordnung BW 1995. Rainer: Der Brandschutzbeauftragte. Rainer: Strategien für die ganzheitliche Gebäudeplanung. Bewegungsflächen müssen in einer Ebene liegen und dürfen in keiner Richtung mehr als 5 Prozent geneigt sein (DIN 14090. Gerhard. Für jedes Feuerwehrfahrzeug ist in der Regel eine Bewegungsfläche von mindestens 7 m x 12 m erforderlich.Grundlagen Bewegungsflächen Bewegungsflächen sind befestigte Flächen auf dem Grundstück. der Entnahme und Bereitstellung von Geräten und der Vorbereitung und Durchführung von Rettungs. Vor und hinter Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten sind mindestens 4 m lange Übergangsbereiche anzuordnen. Auch Bewegungsflächen sind ständig freizuhalten. Wolfgang. Nabil. Rettungswege – Anforderung und Gestaltung. ASR Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ≥4 2 ≥1 ≥3 ≥7 ≥4 2 ≥1 ≥7 Bewegungsflächen Bewegungsflächen an weiterführenden Zufahrten 108 Raumpilot Grundlagen . Abs.

Ruhender Verkehr Raumpilot Grundlagen 109 Grundlagen .

EAR 2005 Kritische Parkierungsanlage Garagenklassifizierung – Kleingarage Garagenklassifizierung – Mittelgarage Garagenklassifizierung – Großgarage Rampen – EAR 2005 Schleppkurve Pkw Schleppkurve Lkw Wendeanlagen – RASt 2006 Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 Fahrradabstellflächen Planungsregeln/Literatur 110 Raumpilot Grundlagen .Ruhender Verkehr Grundlagen 111 111 112 114 118 119 120 122 124 125 126 127 128 132 133 134 136 138 140 Einleitung Vorschriften und Regeln Motorisierung Stellplatzbedarf Fahrgassenbreiten – EAR 2005 Fahrzeugabmessungen Garagenverordnung .GaVO BW Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs .

Daneben müssen zahlreiche weitere Aspekte berücksichtigt werden. wie die Art der Aufstellung der Fahrzeuge. Vorschriften und Regeln Die Rechtsgrundlagen für die Planung von Parkierungsanlagen finden sich: – im Bauplanungsrecht. der zusätzliche Flächenbedarf bei Kurvenfahrten. Motorräder. . Lkw und Omnibusse.und Verkehrswesen (FGSV): EAR 05 – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (2005) Die Angaben der EAR 05 entsprechen den aktuellen Anforderungen an Funktionsfähigkeit und Benutzer­ freundlichkeit von Parkierungsanlagen besser.und Begegnungszuschläge. mit Bezug auf die entsprechenden Gesetze. Pkw. einschließlich der Normen des Wege. Empfehlungen und Richtlinien.und Zivilrechts – im Bauordnungsrecht und – im Straßenverkehrsrecht. die Sicherheitsabstände zu festen Hindernissen während der Fahrt. In den Bauordnungen der Länder sind die Bemessungskriterien für die notwendigen Stellplätze geregelt.und Bewegungsflächen zusammengestellt. die Bewegungs. Alle Anlagen des ruhenden Verkehrs außerhalb des öffentlichen Straßenraums unterliegen dem Bauplanungsrecht. Raumpilot Grundlagen 111 Grundlagen ► Die Garagenverordnung GaVO BW von 1997 ist rechtlich bindend. ­ In diesem Kapitel werden wesentliche Hinweise für die Planung und Bemessung von Parkierungs. sowie die seitlichen Mindestabstände für die Zugänglichkeit der Parkplätze.Ruhender Verkehr Einleitung Zu den Anlagen des ruhenden Verkehrs gehören Abstellanlagen für Fahrräder. – Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze: Garagenverordnung – GaVO BW (1997) – Forschungsgesellschaft für Straßen. Allerdings beruhen die Mindestmaße der GaVO auf Abmessungen von Pkw aus den 1970er Jahren und führen heute in der Anwendung häufig zu großen Problemen. Die Breite der Fahrwege und die Größe der Parkierungsflächen wird auf Basis der Abmessungen und fahrgeometrischen Kenngrößen von Bemessungsfahrzeugen festgelegt. die Schutzabständen vor und hinter abgestellten Fahrzeugen.

Im Gegensatz dazu belegen einkommensstarke Schichten teilweise drei Pkw-Stellplätze je Wohneinheit. 25% 75% 50% Abhängigkeit zwischen dem Monatseinkommen und der Anzahl der Pkw im Haushalt. dass mehr als die Hälfte der Personen mit geringen Einkommen keinen Pkw besitzen. Einkommen 100% Die Abbildungen zeigen den tatsächlichen Bedarf (Nachfrage) an PkwStellplätzen im Wohnungsbau.Grundlagen Motorisierung < 500 € mtl. 0% Anzahl Anzahl PKW Pkw 112 Raumpilot Grundlagen . Der tatsächliche Bedarf weicht davon aber ab. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ) 2001/2002) in Deutschland. Auch der Standort hat erheblichen Einfluss: In großen Städten mit einem guten öffentlichen Personennahverkehr werden je Wohneinheit weniger Stellplätze benötigt als im ländlichen Raum.2000 € mtl. Er schwankt erheblich. Einkommen > 3600 € mtl. Einkommen 1500 . Die Darstellungen zeigen. Häufig wird baurechtlich ein PkwStellplatz je Wohneinheit gefordert. abhängig vom durchschnittlichen Einkommen und dem Wohnstandort.

in der BRD und in Baden-Württemberg. Raumpilot Grundlagen 113 Grundlagen .Ruhender Verkehr Berlin BRD Baden-Württemberg 100% 75% 50% 25% 0% Anzahl PKW Pkw Pkw pro Haushalt in Berlin. Angaben entsprechend: Verkehr in Zahlen (ViZ 2001/2002).

mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 Plätze. Geschäftshäuser Großflächige Einzelhandelsbetriebe außerhalb von Kerngebieten 114 Raumpilot Grundlagen .und Ferienhäuser Altenheime Behindertenwohnheime Kinder.und Jugendwohnheime Studentenwohnheime Schwesternwohnheime Arbeitnehmerwohnheime 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze.oder Beratungsräume. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. mindestens jedoch 2 Stellplätze je Laden mit mehr als 700 m2 Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 10 bis 30 m Verkaufsnutzfläche 2 2 (1) 1 Stellplatz je 30 bis 40 m Büronutzfläche .Grundlagen Stellplatzbedarf Richtzahlen und Orientierungswerte für den objektbezogenen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Wohngebäude Ein. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Nutzfläche 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche.5 Stellplätze je Wohnung 1 Stellplatz je Wohnung 1 Stellplatz je 8 bis 15 Betten.5 Stellplätze je Wohnung 0.2 bis 0. Geschäftshäuser bis 700 m Verkaufsnutzfläche: 2 (2) 1 Stellplatz je 30 bis 50 m Verkaufsnutzfläche .7 bis 1. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten. Reihenhäuser Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen Gebäude mit Altenwohnungen Wochenend. Verwaltungs. Abfertigungs.) Verkaufsstätten Läden. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten.und Praxisräumen Büro. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 5 Plätze. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Verkaufsnutzfläche.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-. Arztpraxen o. mindestens jedoch 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 15 Plätze. mindestens 2 Stellplätze je Laden mit geringem Besucherverkehr: 2 1 Stellplatz je 50 m Verkaufsnutzfläche 1 Stellplatz je 10 bis 20 m2 Verkaufsnutzfläche Verkaufsstätten. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 10 bis 20 Betten. mindestens 3 Stellplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Gebäude mit Büro-.und Zweifamilienhäuser.ä. mindestens 3 Stellplätze 1 bis 2 Stellplätze je Wohnung 0.

Theater. Spiel. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Fitnesscenter Freibäder Hallenbäder 2 (3) 1 Stellplatz je 25 m Sportfläche 1 Stellplatz je 200 bis 300 m2 Grundstücksfläche Freibäder und Freiluftbäder: 2 1 Stellplatz je 200 bis 300 m Grundstücksfl. Lagerflächen.B. Geräteräume. Freizeiteinrichtungen Sportplätze 1 Stellplatz je 250 m Sportfläche . Umkleideräume. Kirchen Versammlungsstätten 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweis zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. Ausstellungsflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze ohne Besucherplätze: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen mit Besucherplätzen: 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen.und Sporthallen 2 (3) 1 Stellplatz je 50 m Sportfläche . von überörtlicher Bedeutung. Verkehrsflächen. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze Minigolfplätze Kegel. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. ohne Besucherplätze: 2 bis 4 Stellplätze je Spielfeld mit Besucherplätzen: 4 Stellplätze je Spielfeld.und Sanitärräume. z.B. Verkehrsflächen. (1) Nicht zur Büronutzfläche werden gerechnet: Sozial. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. Konzerthäuser: 1 Stellplatz je 5 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 10 bis 20 Sitzplätze Gemeindekirchen: 1 Stellplatz je 20 bis 30 Sitzplätze Kirchen 1 Stellplatz je 10 bis 40 Stellplätze Sportstätten.: 2 1 Stellplatz je 250 bis 400 m Sportfläche. (2) Nicht zur Verkaufsnutzfläche werden gerechnet: Sozial. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. Funktionsflächen für betriebstechnische Anlagen. Tennisanlagen 3 bis 4 Stellplätze je Spielfeld. Kantinen.und Sanitärräume. ohne Besucherplätze: 2 1 Stellplatz je 50 bis 100 m Hallenfläche mit Besucherplätzen: 2 1 Stellplatz je 50 bis 80 m Hallenfläche. z. Trainingsplätze: 2 1 Stellplatz je 250 bis 300 m Sportfläche Sportplätze und Sportstadien mit Besucherpl. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherpl. Verkehrsflächen.und Sanitärräume. 6 Stellplätze je Minigolfanlage 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 3 Boote 1 Stellplatz je 4 Pferdeeinstellplätze 2 bis 4 Stellplätze je Bahn 1 Stellplatz je 2 bis 5 Liegeplätze Tennisplätze. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Besucherplätze 2 (3) ohne Besucherplätze. (3) Nicht zur Sportfläche werden gerechnet: Sozial. 1 Stellplatz je 5 bis 10 Kleiderablagen.und Bowlingbahnen Bootshäuser und Bootsliegeplätze Reitanlagen Raumpilot Grundlagen 115 Grundlagen .Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Versammlungsstätten (außer Sportstätten).

Grundlagen Stellplatzbedarf Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Universitätskliniken und ähnliche Lehrkrankenhäuser Krankenhäuser 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 3 Betten von überörtlicher Bedeutung und Privatkliniken: 1 Stellplatz je 3 bis 4 Betten von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 4 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 2 bis 5 Betten 1 Stellplatz je 6 bis 10 Betten Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Kureinrichtungen Pflegeheime 1 Stellplatz je 3 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 bis 15 Betten. zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. mindestens jedoch 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 Besucherplätze 1 Stellplatz je 15 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 6 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder. Berufsfachschulen Sonderschulen für Behinderte Fachhochschulen. Berufsakademien Kindergärten. Hochschulen. mindestens jedoch 3 Stellplätze Schulen. mindestens 2 Stellplätze 1 Stellplatz je 15 bis 20 Besucherplätze 116 Raumpilot Grundlagen . zusätzlich 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 25 Schüler. Kindertagesstätten und dergleichen Jugendfreizeitheime und dergleichen Grund. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 15 Schüler 1 Stellplatz je 2 bis 4 Studierende 1 Stellplatz je 20 bis 30 Kinder.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 bis 30 Schüler 1 Stellplatz je 25 Schüler. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre je 5 bis 10 Schüler über 18 Jahre 1 Stellplatz je 20 Schüler. Einrichtungen für Kinder und Jugendliche Grundschulen Sonstige allgemeinbildende Schulen Berufsschulen.

(5) oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 6 Stellplätze je Wartungs. 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m2 Grundstücksfläche. Vergnügungsstätten Gaststätten Tanzlokale. so ist die Zahl der Beschäftigten zugrunde zu legen. Die Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes sind zu beachten. Ergibt sich dabei ein offensichtliches Missverhältnis zum tatsächlichen Stellplatzbedarf. Kurheime und andere Beherbergungsbetriebe Jugendherbergen Verschiedenes Kleingartenanlagen Friedhöfe 1 Stellplatz je 3 Kleingärten 1 Stellplatz je 2000 m Grundstücksfläche.und Industriebetriebe Lagerräume. Die Richtzahlen entsprechen dem durchschnittlichen Bedarf und dienen lediglich als Anhalt. Kantinen. Diskotheken: 1 Stellplatz je 4 bis 8 Sitzplätze 1 Stellplatz je 20 m Spielhallenfläche.oder Reparaturstand mit Wartungs. (4) Nicht zur Nutzfläche werden gerechnet: Sozialund Sanitärräume.und Verkaufsplätze Kfz-Werkstätten Tankstellen Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs EAR 05 Hinweise zur LBO BW: Stellplätze für Beschäftigte der jeweiligen Anlagen sind bereits eingeschlossen. (5) Der Stellplatzbedarf ist in der Regel nach der Nutzfläche zu berechnen.Ruhender Verkehr Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW Gewerbliche Anlagen Handwerks. 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche(4) oder 1 Stellplatz je 50 bis 70 m2 Nutzfläche oder (5) 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 120 m2 Nutzfläche(4). mindestens 10 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 117 Grundlagen .oder Reparaturständen: 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche. mindestens jedoch 10 Stellplätze 2 1 Stellplatz je 6 bis 12 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 4 bis 8 m2 Gastraum 1 Stellplatz je 10 bis 20 m Nutzfläche des Ausstellraumes. Pensionen. mindestens 3 Stellplätze 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 von örtlicher Bedeutung: 1 Stellplatz je 8 bis 12 Sitzplätze von überörtlicher Bedeutung. um die Zahl der üblicherweise erforderlichen Stellplätze oder Garagen zu bestimmen. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche(4). Verkehrsflächen. Beherbergungsbetriebe. mindestens 1 je Betrieb 1 Stellplatz je 2 bis 6 Betten 1 Stellplatz je 10 Betten 2 Hinweise zur EAR 05: In der Tabelle der EAR 05 sind die von den Bundesländern erlassenen Stellplatzrichtlinien zusammengefasst. z. Funktionsflächen für betriebliche Anlagen. Diskotheken Spielhallen Hotels. oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 3 Stellplätze je Waschplatz 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 1 Stellplatz je 80 bis 100 m2 Nutzfläche oder 1 Stellplatz je 3 Beschäftigte 4 bis 6 Stellplätze je Reparaturstand mit Pflegeplätzen: 2 bis 4 Stellplätze je Pflegeplatz automatische Kfz-Waschstraßen: 3 bis 5 Stellplätze je Waschstraße Kfz-Waschplätze zur Selbstbedienung: 3 Stellplätze je Waschplatz Kfz-Waschanlagen Reifenhandelsbetriebe mit Montageständen 2 bis 3 Stellplätze je Montagestand Gaststätten.B. Lagerplätze Ausstellungs.

50 4.Grundlagen Fahrgassenbreiten – EAR 2005 a a a 25 250 0 a = 54° > 350 a = 72° > 450 a = 90° 250 > 600 Aufstellung – Längsaufstellung Vorwiegend für Parken und Be.25 M 1:200 118 Raumpilot Grundlagen .und Ausparken nicht gewährleistet. Fahrgassenbreite Aufstellwinkel.5 m Aufstellwinkel a Fahrgassenbreite 45 3. Fahrweise und die seitlichen Bewegungsspielräume bestimmen die Breite der Fahrgasse. Zügiges Ein. für die Parkenstandbreite b = 2. – Schrägaufstellung Zügiges und bequemes Einparken. Parkstandbreite.50 5. Fahrgassenbreite [m] für Vorwärtseinparken in Abhängigkeit vom Aufstellwinkel [Grad].oder Zweirichtungsverkehr. Hoher Flächenverbrauch. Auf­ stell­ winkel kleiner als 45 Grad nicht empfohlen wegen schlecht nutzbarer Restflächen. – Senkrechtaufstellung Wahlweise Ein.00 3.00 54 63 72 81 90 6.00 4.oder Ent­ laden am Fahrbahnrand.

70 3.10 12.70 3. 2009) Kenngrößen der Bemessungsfahrzeuge für Parkflächen [m] nach EAR 05 .50 9.80 3. 2009) 470 185 Mittelklasse (Audi A4.Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs Höhe Länge Breite (ohne Außenspiegel) Fahrrad Moped Kraftrad Pkw Transporter Kleine Lkw (2-achsig) Große Lkw (3-achsig) Bus Müllfahrzeug (2-achsig) 1.Ruhender Verkehr Fahrzeugabmessungen 270 155 Mini (Smart.51 2.00 1.85 7 .00 1.77 10.76 2. 2009) 510 190 Oberklasse (Mercedes S-Klasse.05 10.20 4.46 10.55 5. 2-achsig) Reisebus (Mercedes.55 2.60 0.00 1.80 2.80 3. 2009) Beispiele für Kfz-Kategorien Bemessungsfahrzeuge repräsentieren bestimmte Typen von Kraftfahrzeugen M 1:200 700 240 Transporter (Mercedes.60 0.40 1220 255 Wendekreisradius außen 790 250 Nutzfahrzeug (Müllfahrzeug.29 2.90 1.74 6.35 9.17 2.00 9. 2009) 420 180 Kompaktklasse (Golf.55 1.70 1. 2008) Raumpilot Grundlagen 119 390 355 270 Grundlagen 155 150 145 150 .89 9.55 2.03 0.

wenn jede Längsseite des Einstellplatzes im Abstand bis zu 10 cm durch Wände. für die Planung ab der gehobenen Pkw-Mittelklasse die Maße wesentlich zu überschreiten. müssen mindestens 6 m lang sein.30 m.50 m. Stützen. In diesem Fall ergibt sich ein Maß von 5.50 m Breite für zwei Stellplätze.50 m tiefe Bewegungsfläche vor der Längsseite des Pkw führt zu einer erforderlichen Gesamtstellplatzbreite von 3. wenn keine Längsseite – 2.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. Schräg. die hintereinander und parallel zur Fahrgasse angeordnet werden. andere Bauteile oder Einrichtungen begrenzt ist. Es empfiehlt sich.50 m. 120 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 500 . Einer der beiden Wagen muss dabei gegebenenfalls rückwärts einparken. wenn sich die Bewegungsflächen zweier Behindertenstellplätze überlagern. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. Es kann unter Umständen Fläche gespart werden. 230 230 ≥ 230 ≥ 240 ≥ 250 Parkstände für Rollstuhlbenutzer Die 1. wenn eine Längsseite – 2.40 m.Grundlagen 500 350 Garagenverordnung – GaVO BW ► Die Grundmaße der Garagenverordnung sind knapp 40 Jahre alt. 500 ≥ 750 ≥ 150 350 200 200 ≥ 150 550 200 ≥ 350 600 600 600 M 1:200 230 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Garagenstellplätze.

90 m2/Pkw 350 1600 Ø 19. weil das Ein.90 m2/Pkw 240 300 240 45° 1360 Ø 20.80 m2/PKW 780 Ø 23. Die Fahrgassenbreite ist abhängig von der Parkstandbreite! 230 240 1650 Ø 18. 600 600 760 Ø 22. wenn die Parkstände aus beiden Richtungen anfahrbahr sein sollen.40 m2/Pkw 800 Ø 24.00 m2/Pkw M 1:1000 600 50 0 250 Raumpilot Grundlagen 121 Grundlagen Senkrechtanordnung (senkrecht zur Fahrbahn) 23 0 24 0 25 0 .Ruhender Verkehr 500 650 500 500 600 500 500 550 500 Die Senkrechtanordnung ist sinnvoll.20 m2/Pkw 300 1550 Ø 19.und Ausparken bei beidseitiger Anordnung einfach ist und das spontane Betreten der Fahrbahn durch Fußgänger erschwert wird.90 m2/Pkw 250 300 250 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Die Längsaufstellung wird gewählt. wenn beim Ausparken eine gute Sicht auf den fließenden Verkehr erforderlich ist und auf Grund der Flächenverhältnisse keine Schrägoder Senkrechtparkstände möglich sind.40 m2/Pkw 300 Schrägaufstellung Schrägaufstellen ist an Anliegerstraßen zu empfehlen. Die Schrägaufstellung ist bei einem Winkel von 60 Grad besonders flächensparend. 0 50 0 50 45° 1385 Ø 19.80 m2/Pkw 230 300 230 45° 1350 Ø 19.

≥ 500 . Parkstände in Regelbreite sind zulässig.90 m.70 m aufweisen. ≤ 60 ≤ 75 225 250 285 175 285 75 175 250 75 250 75 175 290 40 Längsaufstellung (parallel zur Fahrbahn) Markierte Parkstände sollten eine Länge von mindestens 5. 175 Parkstände für Rollstuhlfahrer Die Parkstandbreite für Rollstuhlbenutzer beträgt 3.85 m.25 m reduziert werden. Darin enthalten ist die Rollstuhlbewegungsfläche neben der Längsseite des Fahrzeugs. zum Beispiel in Form eines Gehwegs.Grundlagen 500 350 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 2005 ≤ 20 Schräg.70 m betragen. wenn eine Längsseite – 2.90 m. sind möglich. 570 250 175 100 600 175 250 175 175 75 175 250 140 350 390 670 M 1:200 122 Raumpilot Grundlagen ≥ 500 Randparkstände. wenn jede Längsseite durch aufgehende Bauwerksteile oder Absperrungen ganz oder teilweise begrenzt ist.und Senkrechtaufstellung (senkrecht zur Fahrbahn) Ein Einstellplatz muss mindestens 5 m lang sein. Hierzu zählen zum Beispiel auch Stützen auf halber Parkstandlänge.50 m Breite vorhanden ist. sollte die Parkstandlänge 6. die an einer Längsseite durch Bordsteine begrenzt sind.50 m und neben festen Einbauten 3. bei denen sich die Bewegungsflächen überlagern.50 m. wenn keine Längsseite – 2. Sollte aus besonderen Gründen nur das Vorwärtseinparken möglich sein. können auf 2. wenn eine ausreichende Bewegungsfläche mit mindestens 1. Die Breite eines Stellplatzes muss mindestens betragen – 2. Doppelparkstände. weil sie das Öffnen der Fahrzeuge behindern.

40 m2/Pkw M 1:1000 570 Raumpilot Grundlagen 123 Grundlagen ▲ Senkrechtanordnung 25 0 .20 m2/Pkw 70 415 300 415 70 1450 Ø 16.40 m2/Pkw 250 Schrägaufstellung 45° 1270 Ø 20.30 m2/Pkw 670 750 Ø 21.Ruhender Verkehr 70 430 600 430 70 70 430 450 430 70 rückwärts einparken vorwärts einparken 250 1600 Ø 18.00 m2/Pkw 200 325 200 200 350 200 Längsaufstellung rückwärts einparken vorwärts einparken 725 Ø 24.

Die Regelmaße nach der GaVO reichen hier nicht aus. M 1:500 5. um eine funktionsfähige und benutzerfreundliche Parkierungsanlage zu entwerfen. Dieses Problem besteht prinzipiell in allen Tiefgaragen mit der Parkplatzanordnung senkrecht zur Fahrgasse. 2. wenn das Ende der Fahrgasse als Sackgasse ausgeführt ist.Grundlagen Kritische Parkierungsanlage Das Praxisbeispiel zeigt einen häufig anzutreffenden Planungsmangel. 124 Raumpilot Grundlagen . wie schwierig das Einparken am letzten Stellplatz ist. Dies ist besonders schwerwiegend bei beengten Kleingaragen. 1. bei denen die Anbindung der Rampe fahrgeometrisch oft zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. Es lässt sich aber zum Beispiel durch breitere Stellplätze oder eine Fahrgassenverlängerung lösen. 3. 4. bei dem fahrgeometrische Erfordernisse nicht berücksichtigt wurden. In den Zeichnungen ist dargestellt.

Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Kleingarage (bis 100 m2 Nutzfläche) Grundlagen (entsprechend LBO GaVO) 250 80 700 circa 50 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 500 M 1:1000 Raumpilot Grundlagen 125 275 .

3 0m .Grundlagen Garagenklassifizierung – Mittelgarage (100 bis 1000 m2 Nutzfläche) 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 30 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) 275 80 M 1:1000 126 Raumpilot Grundlagen ma x .

30 m Raumpilot Grundlagen 127 275 80 .Ruhender Verkehr Garagenklassifizierung – Großgarage (größer als 1000 m2 Nutzfläche) Grundlagen M 1:1000 250 350 30m 500 650 500 650 500 500 circa 25 m2/Stellplatz (Durchschnittswert: Gesamtfläche inklusive Rampe/Stellplatzanzahl) max.

ist eine Fahrbahnbreite von 6 m empfehlenswert. 8% TK = HK 2 * SR 100 HW SR [%] = Rampenneigung HK [m] = Kuppelhalbmesser TK [m] = Tangentenlänge HW [m] = Wannenhalbmesser TW [m] = Tangentenlänge Wanne HW S = 0% TW TW Ausbildung Wanne SR = min.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Rampenneigung Die Rampenneigung soll nach EAR 2005 im Allgemeinen 15 Prozent und bei Parkrampen 6 Prozent nicht überschreiten. Ausbildung Kuppe S = 0% HK TK TK HK SR = min.75 m. Einbauten und Verkehrszeichen vorhanden ist.30 m. 8% TW = HW 2 * SR 100 M 1:200 128 Raumpilot Grundlagen .10 m betragen und bei Neigungswechseln auf Rampen mit einer Neigung von über 8 Prozent Steigung mindestens 2. bei Gegenverkehr 5. Bei Neigungswechseln sind Neigungsdifferenzen über 8 Prozent auszurunden oder abzuflachen. Rampen im Freien sollen höchstens eine Steigung von 10 Prozent aufweisen. Es ist darauf zu achten. dass die lichte Durchfahrtshöhe unter allen Bauteilen.75 m. Innenrampen kleiner Parkbauten sowie kurze Rampen können in Ausnahmefällen bis zu 20 Prozent geneigt sein. Wenn die beiden Fahrstreifen durch einen Mittelleitbord geteilt sind. um ein Aufsetzen der Fahrzeuge zu vermeiden. Lichte Höhe Die lichte Durchfahrtshöhe in Parkbauten soll mindestens 2. Kuppenausrundungen Halbmesser Hk = mindestens 15 m Wannenausrundungen Halbmesser Hw = mindestens 20 m Fahrbahnbreite Die Fahrbahnbreite gerader Rampen mit Richtungsverkehr beträgt 2. damit auch bei ungünstiger Witterung eine sichere Befahrbarkeit gewährleistet werden kann.

00 11.00 16.00 30. Die sichere Befahrbarkeit muss auch bei ungünstiger Witterung gewährleistet sein.00 21.75 4.75 1.00 36.75 Die Rampenneigung sollte bei Rampen im Freien 10 Prozent nicht überschreiten. Rampeneinfahrt im Freien ≥ 230 h SR = ≤ 10% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 129 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 10% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .00 31.00 40.00 10. Heizung oder Überdachung erreicht werden.50 35.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 20.75 2.75 3.75 2.75 3.50 25.00 41.50 15.00 26. Dies kann zum Beispiel durch eine geriffelte Oberfläche.

00 20.30 Rampeneinfahrt Ausnahmefall h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge M 1:200 TK LR L TW 130 Raumpilot Grundlagen ≥ 230 h SR = ≤ 15% .00 13.30 3.50 16.00 6.63 2.67 9.67 29.30 1.00 22.Grundlagen Rampen – EAR 2005 Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 15% Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 26.00 12.96 2.33 25.50 23.96 4.67 19.63 3.50 10.33 15.

und Ausfahrt.50 3.50 21.50 11.00 23.50 2.50 Rampeneinfahrt nur nach Zustimmung ► Die maximale Steigung von 20 Prozent ist ausnahmsweise (!) nur zulässig bei einer kleinen Nutzerzahl.00 4.50 7 .00 2.50 12. kurzen Rampen und bei einer übersichtlichen Ein.00 18.50 1. Eine Überdachung der Rampe oder eine Beheizung der Fahrbahn ist zwingend erforderlich.00 20.50 16.00 13.50 17 .00 8.00 15. Rampeneinfahrt Ausnahmefall ≥ 230 h SR = ≤ 20% TK LR L TW M 1:200 h [m] = Höhendifferenz SR [%] = Rampenneigung TK [m] = Tangentenlänge Kuppe TW [m] = Tangentenlänge Wanne LR [m] = Rampenlänge ohne Ausrundung L [m] = Gesamtrampenlänge Raumpilot Grundlagen 131 Grundlagen Ausbildung von Rampen für PKW bei tiefliegenden Kleingaragen Rampenneigung SR = 20% (Ausnahmefall) Kuppenausrundung Halbmesser HK = 15 m Wannenausrundung Halbmesser HW = 20 m .00 5.00 3.Ruhender Verkehr Höhendifferenz h [m] Rampenlänge LR [m] Gesamtrampenlänge L [m] 1.00 10.

Abstände Bei Ein.85 m Wi = 3. Auf Fahrgassen und geraden Rampen sollte man einen Abstand von 0. bei Fahrbahnen und gekrümmten Rampen 0. Bewegungs.Grundlagen Schleppkurve Pkw Flächenbedarf bei Kurvenfahrt auf ebenen Parkierungsflächen Charakteristisch für den Bewegungsablauf eines mit den Vorderrädern gelenkten Fahrzeugs bei der Kurvenfahrt ist die sichelförmige Verbreiterung der überstrichenen Fläche durch das kurveninnere Hinterrad (Schleppkurve).125 m. innerhalb von Fahrgassen genügt ein Zuschlag von 0. 2001).und Verkehrswesen (FGSV.25 m und auf Rampen 0.50 m.25 m einhalten.50 m betragen.00 m M 1:200 132 Raumpilot Grundlagen .und Ausparkmanövern gelten die Bewegungszuschläge für ausreichend. dem Kurvenradius und dem Winkel der Fahrtrichtungsänderung.35 m M 1:200 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Rampen nach der GaVO : Wa = 7 . 50 25 Ri = 335 Ra = 585 250 25 500 775 275 50 Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Pkw für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 5. Der Flächenbedarf ist abhängig von den maßgebenden Fahrzeugabmessungen. Bei Lkw sollte man auf Zuschläge von stets 0.25 m zurückgreifen. Hinweise hierzu finden sich in „Bemessungsfahrzeuge und Schleppkurven zur Überprüfung der Befahrbarkeit von Verkehrsflächen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen.75 m Wi = 5.und Begegnungszuschläge Für Pkw soll dieser Zuschlag an allen Fahrzeugseiten oder -kanten auf Fahrbahnen 0.

30 m Wi = 3.80 m 25 Ri = 380 Ra = 1030 650 25 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 133 Grundlagen .Ruhender Verkehr Schleppkurve Lkw Wendekreisradien des Bemessungsfahrzeugs Lastzug mit Anhänger für Parkflächen nach EAR 2005: Wa = 10.

Alle Beispiele weisen eine Freihaltezone von 1 m auf. aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Emissionsbelastung ungünstiger als Wendekreise und Wendeschleifen. Wendehämmer erfordern Rangiermanöver und sind daher. wenn Garagenflächen oder Gehwegüberfahrten für Wendevorgänge nicht mitbenutzt werden können. zumindest bei regelmäßigem Lkw-Verkehr. Aus lenktechnischen Gründen sollen Wendeanlagen asymmetrisch linksseitig angeordnet werden. Aus den angeführten Beispielen lässt sich jedoch auch erkennen.Grundlagen Wendeanlagen – RASt 2006 Wendeanlagen werden am Ende von Stichstraßen und Stichwegen beziehungsweise Stichstraßensperren angelegt. 500 450 100 450 400 500 475 550 500 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Fahrzeuge bis 9 m Länge (zweiachsiges Müllfahrzeug) 134 Raumpilot Grundlagen 550 100 325 400 450 Flächenbedarf für einen Wendehammer für Pkw . Gehwege sind nicht dargestellt. dass Wendehämmer wesentlich platzsparender sind als Wendekreise. welche in einem Zug befahren werden können.

1:500 Raumpilot Grundlagen 135 Grundlagen .Ruhender Verkehr 373 1170 373 900 Flächenbedarf für einen Wendekreis für ein zweiachsiges Müllfahrzeug 900 1050 550 600 250 Flächenbedarf für einen einseitigen und zweiseitigen Wendehammer für Fahrzeuge bis 10 m Länge (dreiachsiges Müllfahrzeug) 100 250 1550 250 1800 100 M.

Sie sollten ausreichend beleuchtet sein und so angeordnet werden. Bauordnungsrechtliche Hinweise Die Bauordnungen regeln die Anforderungen an den Bau von Fahrradstellplätzen.und Anschließmöglichkeiten vorhanden sein. Schieben und Fahren. Zusätzlich sollten ausreichende Stütz. Bei längerer Abstelldauer empfiehlt sich eine Überdachung. 136 Raumpilot Grundlagen 225 . Die geforderte Kapazität richtet sich nach der zu erwartenden Fahrradbelegung. dass sie ständig eingesehen werden können.Grundlagen Verkehrsraum und Abmessungen Fahrrad – EAR 2005 20 100 20 20 60 20 Grundmaße für den Verkehrsraum des Radverkehrs. Sportstätten und anderen öffentlichen Gebäuden und Plätzen sind Fahrradabstellplätze erforderlich. M 1:50 Unter anderem im Vorbereich von Schulen. Einige Bauordnungen definieren zudem qualitative Anforderungen für die Erreichbarkeit und die Flächengrößen. Freizeiteinrichtungen.

Sie werden meist im Langzeitparkbereich eingesetzt. An Bahnhöfen erhalten die Nutzer für die abschließbaren Räume Schlüssel oder Chipkarten.oder vollautomatische Fahrradbauten werden in stark frequentierten öffentlichen Bereichen wie beispielsweise an Bahnhöfen realisiert. Schulen und Firmen eingesetzt. – Fahrradboxen ermöglichen die individuelle. – Teil. an denen sich der Rahmen oder ein Laufrad anschließen lassen. insbesondere an ÖPNV-Haltestellen. diebstahlsichere Unterbringung eines Fahrrads sowie gegebenenfalls von Gepäck. – Geschlossene Fahrradräume werden häufig in Wohngebäuden. bieten ein Mindestmaß an Diebstahlschutz und Standsicherheit.Ruhender Verkehr 100 200 330 60 90 M 1:50 Grundtypen – Fahrradhalter. Raumpilot Grundlagen 137 Grundlagen . – Fahrradkleingaragen werden überwiegend für Wohngebäude geplant.

oder Vorderradhalter benötigen Achsabstände von 0. 100 M 1:100 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 1. Ein seitliches Herantreten zum Abschließen ist nicht möglich.30 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 Ø 3.20 m bei bequemer Zugänglichkeit.50 m2/Fahrrad Höhenversetzte Aufstellung Durch den Höhenversatz wird Fläche eingespart.45 m2/Fahrrad 200 bequeme Anordnung 180 200 2 Ø 1. 80 200 beengte Anordnung 180 200 Ø 2. Allerdings entstehen Nachteile durch mögliches Verhaken der Lenker und/oder Beschädigungen des Zubehörs wie Kabel und Lampen. Diese Aufstellungsart wird auf Grund des relativ hohen Flächenverbrauchs nur selten realisiert.75 m /Fahrrad 138 Raumpilot Grundlagen 120 120 .Grundlagen Fahrradabstellfächen EAR 2005 Höhengleiche Aufstellung Lenker.80 m bei beengter und 1.

Entscheidend für den Achsabstand ist weiterhin die Breite von Fahrradkörben oder Kindersitzen.20 m2/Fahrrad 150 180 Höhengleiche Aufstellung 150 Ø 1. 180 Höhengleiche Doppelaufstellung 350 180 350 180 Ø 2.und Ausparken der Fahrräder und nach den Ansprüchen an die seitliche Zugänglichkeit.10 m2/Fahrrad 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 139 Grundlagen . deren Breite vom Aufstellwinkel abhängig ist.75 m2/Fahrrad 60 Doppelaufstellung mit Vorradüberlappung Die Achsabstände richten sich nach den notwendigen Manövrierflächen beim Ein. 40 180 150 Höhenversetzte Aufstellung 150 Ø 1. Das Einund Ausparken ist in Richtung des gewählten Winkels begünstigt.Ruhender Verkehr 60 Schrägaufstellung 85 Vor dem Parkstand ist eine Verkehrsfläche notwendig.

und Verkehrswesen. Juli 1997 . voraussichtliche Änderung 2010) Empfehlungen Forschungsgesellschaft für Straßen. Arbeitsgruppe Straßenentwurf: – Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 2005) – Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 2006) 140 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Planungsregeln Gesetze/Verordnungen Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (letzte Änderung 2007) Verordnung des Wirtschaftsministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung – GaVO). Baden-Württemberg (7 .

Energie Raumpilot Grundlagen 141 Grundlagen .

Grundlagen Energie 143 144 144 145 146 148 150 151 152 Besonnungsrichtung und Einfallwinkel der Sonne im Jahresverlauf Globalstrahlung Sonnenscheindauer Verschattung/Abstandsflächen Strahlung Wandfläche – Ostseite Strahlung Wandfläche – Südseite Solare Energieeinstrahlung – im gesamten Jahr Solare Energieeinstrahlung – nur im Winter Planungsregeln/Literatur 142 Raumpilot Grundlagen .

Abteilung Stadtklimatologie. Apr 15. Verschattungen durch Bauwerke und durch Vegetation Nord 0° . Dez 60° 70° 80° 90° 9 8 7 Ost 90° 15. 9° 11‘ Ost (Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart. www.stadtklima-stuttgart. Geländeverlauf. Mrz 5 6 15. Amt für Umweltschutz. Nachbargebäude oder Bäume können den Sonneneinfall behindern und Verschattungen erzeugen. Jul 30° 20 40° 50° 15. Nov 21. wenn die mögliche Besonnungsdauer auf Brüstungshöhe. in Fenstermitte. zumindest eines Raums der Wohnung am 17 . Aug 19 18 15. Sep West 270° 17 16 15 15. Feb 15. Jan Süd 180° Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne am Beispiel Stuttgart 48° 47‘ Nord. Ferner gilt eine Wohnung dann als ausreichend besonnt. Januar eine Stunde beträgt (DIN 5034). 15. Jun 15. Mai Mit Hilfe des Diagramms können die Besonnungsdauer und der Tageslichteinfall von Wohnräumen und Arbeitsräumen berechnet werden.de) Raumpilot Grundlagen 143 Grundlagen Besonnungsrichtung und Einfallswinkel der Sonne im Jahresverlauf als Grundlage zur Berechnung von Abstandsflächen. wenn Sonnenstrahlen bei einer Sonnenhöhe von mindestens 6 Grad in den Raum einfallen können. Ein Wohnraum gilt als besonnt.Energie Sonnenhöhe 0° 10° 20° 21. Okt 14 Uhrzeit (MEZ) 13 12 11 10 15.

Grundlagen Globalstrahlung Sonnenscheindauer Hamburg Bremen Berlin Hannover Bremen Hamburg Berlin Hannover Köln Erfurt Köln Erfurt Frankfurt Frankfurt Stuttgart München Stuttgart München Jährliche Globalstrahlung 1200 1150 1100 1050 1000 950 900 KWh/(m² x a) Durchschnittliche Sonnenscheindauer 1800-1900 1700-1800 1600-1700 1500-1600 1400-1500 Stunden pro Jahr 144 Raumpilot Grundlagen .

Läden und Lagerflächen. Verschiedene Landesbauordnungen fordern bei einer Wohnbebauung Abstandsflächen entsprechend 2 H (doppelte Wandhöhe). Die unteren Abbildungen verdeutlichen diesen Zusammenhang.und Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. abhängig von der jeweiligen LBO. Der höchste Besonnungsgrad wird für Wohnnutzungen gefordert.4 H 2 x 0. In Kerngebieten ist häufig nur 2 x 0. sie hat auch großen Einfluss auf die Energiebilanz der Gebäude (Passivhäuser).6 H = 1. das Wohlbefinden und den Komfort der Nutzer von Bedeutung. Die Besonnung ist nicht nicht nur für die Gesundheit. Gewerbe.4 H erforderlich.2 H vor. Sept / März: 12:00 17° 21. Mit den Mindestabstandsforderungen der Landesbauordnungen sollen Voraussetzungen für gesunde Wohn.2 H Verschattungssituationen H Raumpilot Grundlagen 145 Grundlagen . 65° 21. Juni: 12:00 38° 21.4 H = 0. danach folgen Büronutzungen. Die Musterbauordnung (MBO) schlägt 2 x 0.2 H = 0.6 H 2 x 0. Dez: 12:00 2xH 2 x 0.Energie Verschattung/Abständsflächen Die Forderung nach einer größerer Dichte im Städtebau kann durch eine Erhöhung der Gebäudetiefe und der Geschosszahl und durch eine Verringerung der Gebäudeabstände erreicht werden.8 H oder sogar nur 2 x 0. Dies kann allerdings zu Belichtungsnachteilen in Gebäuden und auf Freiflächen führen.

Strahlung Wandfläche – Ostseite 12:00 Uhr 63° 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 16 U hr 4U hr 4:30 Uhr 0° U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 146 Raumpilot Grundlagen . Bei der Gestaltung des Sonnenschutzes muss der geringe Einstrahlwinkel beachtet werden. der im Gebäude häufig zur „Kühllast“ wird.und Westseite ein wirksamer Sonnenschutz notwendig ist.beziehungsweise Westseite eines Gebäudes sind in den Sommermonaten sehr hoch und können sogar höhere Werte (750 ­ W/­ m²) erreichen als auf der Südseite (600 W/­ m²)! Auch im Frühling und Herbst ist der Energiegewinn auf der Ostseite (600 W/m²). Dargestellt ist der Verlauf der Sonne am Vormittag von 4 Uhr bis 12 Uhr. Die Werte der Grafik verdeutlichen auch.Grundlagen Die Einstrahlwerte auf die Ost. dass bei transparenten Bauteilen auf der Ost. nur etwas geringer als auf der Südseite (800 W/­ m²).

Energie Strahlung Wandfläche – Ostseite Grundlagen 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 6 8 12 10 6:00 Uhr 0° 12:00 Uhr 18° 12 10 8 6 4U hr 16 U hr 0 80 0 70 0 0 6 0 50 0 0 4 0 30 0 0 2 0 10 4 4U hr 12:00 Uhr 38° U 12 hr 8U hr U 12 hr 8:30 Uhr 0° 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 147 .

um in der winterlichen Heizperiode Wärme durch Solarenergie zu gewinnen. beginnend von 8 Uhr bis 16 Uhr. sind überraschend: Die Spitzenwerte sind im Herbst und im Winter (800 W/m²) wesentlich höher als im Sommer (600 W/m²). Strahlung Wandfläche – Südseite 16:00 Uhr 41° 80 70 60 50 40 0 0 0 0 0 0 4U hr 16 U hr 30 20 0 10 0 16 14 8:00 Uhr 33° 12 10 8 U 12 hr 8U hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Sommer (51° Breite) 148 Raumpilot Grundlagen .Grundlagen Die Einstrahlwerte auf der Südseite. Für einen wirksamen Sonnenschutz ist der sehr geringe Einstrahlwinkel im Winter zu beachten. Die Südseite ist gut geeignet.

Energie Strahlung Wandfläche – Südseite Grundlagen 80 70 60 50 16 16:00 Uhr 20° Uh r 40 30 20 0 0 0 0 0 0 h 4U r 16 U hr 16:00 Uhr 4° 80 70 60 50 40 30 20 0 0 0 0 0 0 0 4U hr 0 10 0 10 0 16 14 12 10 8 8:00 Uhr 15° hr 8U hr 8:30 Uhr 0° 8U 16 14 12 10 8 U 12 hr U 12 hr Tagesspitzenwerte [W/m2] im Frühling/Herbst Tagesspitzenwerte [W/m2] im Winter Raumpilot Grundlagen 149 .

Grundlagen 100 Prozent Energie (maximal) Neigung: 30° Süd 36 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 92 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – im gesamten Jahr We s t We rt No eW es tse rd ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t 150 Raumpilot Grundlagen .

Energie 25 Prozent Energie (maximal) Neigung: 45/60° Süd 8 Prozent Energie (minimal) Neigung: 90° Nord 19 Prozent Energie Neigung: horizontal Solare Energieeinstrahlung (%) – abhängig von der Neigung (0° bis 90°) und der Himmelsrichtung – nur im Winter We s t No We rt eW es rd tse ite en 0° tsp rec he 30° nd er Os tse ite 45° 60° 90° 90° 60° 45° 30° 0° S üd 90° 60° 45° 30° 0° Os t Raumpilot Grundlagen 151 Grundlagen .

Energie. Berichtigungen zu DIN 4710: 2003-01 DIN 4710 Beiblatt 1 / Januar 2003 / Statis­ tiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.a. München 2000 Wuppertal Institut für Klima. Umwelt. Stuttgart.): Energieeffizienz von Gebäuden. letzte Änderung 1993 Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung EnEV).und des Jahresheiz­ energiebedarfs Literatur Daniels. Stephan: Pinpoint. u.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland. 1962. Anton: Das Passivhaus – Wohnen ohne Heizung. 2009 Landesbauordnung für Baden-Württemberg LBO BW (zuletzt geändert 2007) Richtlinien VDI 4710 Blatt 1 / Dezember 2008 / Meteorologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung – Außereuropäische Klimadaten VDI 4710 Blatt 2 / Mai 2007 / Meteorologische Daten in der technischen Gebäudeausrüstung – Gradtage VDI 4710 Blatt 3 / August 2009 / Meteoro­ logische Grundlagen für die technische Gebäudeausrüstung VDI 2078 Blatt 1 / Februar 2003 / Berechnung der Kühllast klimatisierter Gebäude bei Raumkühlung über gekühlte Raumumschließungsflächen DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2004 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. Basel 1996 152 Raumpilot Grundlagen .a. Fakten der Bauphysik. Gerhard. Zürich 2007 Wüstenrot Stiftung (Hrsg. Rutz. London 2009 Keller.Grundlagen Planungsregeln Normen DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5034-2 / Februar 1985 / Tageslicht in Innenräumen – Grundlagen DIN 5034-3 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 3: Berechnung DIN 5034-4 / September 1994 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 4: Vereinfachte Bestimmung von Mindestfenstergrößen für Wohnräume DIN 5034-5 Entwurf / September 2009 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 5: Messung DIN 5034-5 / Januar 1993 / Tageslicht in Innenräumen – Messung DIN 5034-6 / Februar 2007 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 6: Vereinfachte Bestimmung zweckmäßiger Abmessungen von Oberlichtöffnungen in Dachflächen DIN 4710 / Januar 2003 / Statistiken meteorologischer Daten zur Berechnung des Energiebedarfs von heiz.: ClimaDesign.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland DIN 4710 Berichtigung 1 / November 2006 / Statistiken meteorologischer Daten zur Be- rechnung des Energiebedarfs von heiz. Klaus: Energy Design for Tomorrow.: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren. München 2005 Graf. Bruno.und raumlufttechnischen Anlagen in Deutschland – Korrelationen zwischen Lufttemperatur t und Wasserdampfgehalt x Gesetze/Verordnungen BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung). u. Stuttgart 2006 Hausladen.

Wohnen 155 165 175 185 193 213 223 231 241 251 261 279 285 293 303 311 321 333 339 Städtebau Erschließung Typologie Ankommen Kochen Essen Entspannen und kommunizieren Schlafen Kinder wohnen Arbeiten Reinigen und pflegen Wirtschaften Aufbewahren Entsorgen Nutzungsneutral Private Freibereiche Ökonomie Schall Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 153 .

Das heißt. Verordnungen. in denen jeder einzelnen Funktion ein spezifisch zugeschnittener Raum zugeordnet ist. Barrierefrei-Normen Bei der Verwendung der Barrierefrei-Normen wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. dass primär die jeweilige Wohnfunktion mit dem für ihre Nutzung notwendigen Flächen. die flexibel für unterschiedliche Funktionen nutzbar sind. Die räumliche Organisation dieser Einzelfunktionen kann je nach Grundrisskonzeption sehr unterschiedlich sein. wurde die Funktion und nicht der Raum in den Vordergrund gestellt. Ergänzt werden diese Funktionskapitel durch die Kapitel „Nutzungsneutral“ und „Private Freibereiche“ .Wohnen Zum Aufbau des Kapitels „Wohnen“ Das Kapitel „Wohnen“ gliedert sich inhaltlich in drei Abschnitte. Im nachfolgenden Kapitel „Private Freibereiche“ werden unterschiedliche Typen privater Außenräume mit wesentlichen Planungshinweisen aufgezeigt.und Baunutzungskosten bei unterschiedlichen Gebäudetypen gegenübergestellt. Mindestbewegungsflächen) bestimmte Anordnungsmuster für Mindestanforderungen vorgegeben sind. Zu den Hinweisen auf Gesetze. Bei den Sanitär. Im Kapitel „Ökonomie“ werden Hinweise auf die durchschnittliche Verteilung von Investitions. Planungsregeln MBO – LBO Zur Verwendung der Musterbauordnung. Erschließungssysteme von Geschosswohnungsbauten und unterschiedliche Grundrisstypen jeweils in einem systematischen Überblick gezeigt. da hier durch viele Planungsparameter (Mindestabstände.und Kochbereichen werden darüber hinaus aber auch Anordnungsvarianten mit ihren entsprechenden Raumabmessungen dargestellt. der Landesbauordnung Baden-Württemberg und des Gesetzentwurfs zur Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg wird auf die entsprechenden Hinweise am Anfang des Kapitels „Grundlagen“ (Seite 12) verwiesen. Den dritten Abschnitt bilden die Kapitel „Ökonomie“ und „Schall“ . die sich unter anderem in Zusammenhang mit dem Familienzyklus ergeben (zum Beispiel durch den Auszug der Kinder aus der elterlichen Wohnung). sondern um einen groben Überblick über die Bedeutung der unterschiedlichen Kos­ tengruppen sowie über das Verhältnis von Kosten für den längerfristigen Bauunterhalt et cetera zu den einmaligen Investitionskosten. bis hin zu großzügigen Einraumeinheiten (Loftwohnungen).und Raumbedarf als Grundbaustein für die Planung behandelt wird. Die Nutzungsneutralität der Räume eröffnet Spielräume für die individuelle Nutzungsverteilung in der Wohneinheit. Der zweite Abschnitt – die Kapitel von „Ankommen“ bis „Entsorgen“ – widmet sich den unterschiedlichen Wohnfunktionen. Das Spektrum reicht von Zellengrundrissen. in denen die Wohnfunktionen als „Funktionsinseln“ frei und veränderbar im Raum angeordnet sind und Nutzungsbereiche sich teilweise überlagern. Im Kapitel „Nutzungsneutral“ werden Mindestraummaße von Individualräumen aufgezeigt. ­ Darüber hinaus kann damit auf sich ändernde Nutzungsanforderungen reagiert werden. Bei diesem Kapitel geht es nicht um Detailinformationen zur Kostenplanung. Das letzte Kapitel „Schall“ liefert abschließend Grundinformationen über die Schallschutzanforderungen an unterschiedliche Bauteile im Wohnungsbau. 154 Raumpilot Grundlagen . Im ersten – den ers­ ten drei Kapiteln – werden städtebauliche Erscheinungsformen von Wohnungsbauten. Um für diese Vielfalt von Grundrisstypen anwendbare Planungsgrundlagen erstellen zu können.

Städtebau Raumpilot Grundlagen 155 Wohnen .

Wohnen Städtebau 157 161 162 164 Städtebau/Dichte GRZ und GFZ – Berechnung GRZ und GFZ – Beispiele Abstandsflächen 156 Raumpilot Grundlagen .

Durchschnittswerte für die Anzahl der Fahrzeuge/Personen: – 1 Kfz/2 Personen – 1 Pkw/1. Stand 2007). beginnend vom freistehenden Einfamilienhaus bis hin zum Hochhaus. die jeweils auf einer angenommenen Grundstücksfläche von 100 m x 100 m (1 ha) untergebracht werden. Stand 2008) Städtebauliche Konfigurationen – Schema Raumpilot Grundlagen 157 Wohnen . Als Berechnungsgrundlage wird die durchschnittliche Größe der 2006 in Deutschland fertiggestellten Wohnungen (Geschosswohnungsbau) mit 79 m² Wohnfläche herangezogen. In exemplarischen Berechnungen werden die Anzahl der Personen und Fahrzeuge ermittelt. Pro Wohneinheit werden zwei Personen und ein Auto angenommen. Hinweis: Der tatsächliche Durch­ schnittswert des gesamten (bewohnten und nicht bewohnten) Wohnungsbaubestands in Deutschland liegt bei 42.9 m² (Quelle: Statistisches Bundesamt.7 Personen (Quelle: Statistisches Bundesamt. Daraus ergibt sich eine gerundete Geschossfläche von 100 m² pro Wohneinheit.Städtebau Städtebau/Dichte Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Dichtewerte bei der Anordnung verschiedener Gebäudetypen.

Wohnen Städtebau/Dichte 100 Personen 0 Personen 100 Pkw 0 Pkw circa 70/ha circa 35/ha circa 80/ha circa 40/ha circa 90/ha circa 45/ha circa 140/ha circa 70/ha 158 Raumpilot Grundlagen .

Städtebau circa 160/ha circa 80/ha circa 220/ha circa 110/ha circa 320/ha circa 160/ha circa 380/ha circa 190/ha M 1:3000 Raumpilot Grundlagen 159 Wohnen .

Wohnen Städtebau/Dichte circa 420/ha circa 210/ha circa 1060/ha circa 530/ha circa 760/ha circa 380/ha 160 Raumpilot Grundlagen .

2 GFZ = 0.Städtebau GRZ und GFZ – Berechnung Vorgaben zur genauen Berechnung der Grundflächenzahl und der zulässigen Grundfläche enthält die Baunutzungsverordnung unter § 19 (BauNVO) 96 96 96 480 480 Berechnung der Grundflächenzahl GRZ Berechnung der Geschossflächenzahl GFZ GRZ = überbaute Grundstücksfläche gesamte Grundstücksfläche 96 480 GFZ = gesamte Geschossfläche gesamte Grundstücksfläche 96 + 96 480 GRZ = GFZ = GRZ = 0.4 Raumpilot Grundlagen 161 Wohnen .

8 162 Raumpilot Grundlagen .6 – Kerngebiete (MK) maximale GRZ = 1.4 GFZ = 0.3 Zeilenbebauung Beispiel: 4 Ebenen GRZ = 0.0 Die Obergrenzen können überschritten werden.4 GFZ = 0.3 GFZ = 1. Einfamilienhaus freistehend Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0. Die rechtlichen Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung sind in der BauNVO § 17 – klassifiziert nach Baugebieten – festgesetzt: Baugebiete (Beispiele): – reine Wohngebiete (WR) maximale GRZ = 0.2 – besondere Wohngebiete (WB) maximale GRZ = 0.2 Stadthaus Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.2 GFZ = 0.6 Stadthaus Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.8 Doppelhaushälfte Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.3 GFZ = 1.2 GFZ = 0.6 maximale GFZ = 1. wenn zum Beispiel besondere städtebauliche Gründe dies erfordern.4 GFZ = 0.2 GFZ = 1.8 Kettenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.4 maximale GFZ = 1.Wohnen GRZ und GFZ – Beispiele In einigen Beispielen sind Höchstwerte der GRZ und GFZ dargestellt.4 Reihenhaus Beispiel: 2 Ebenen GRZ = 0.4 Atriumhaus Beispiel: 1 Ebene GRZ = 0.0 maximale GFZ = 3.

3 GFZ = 1.9 M 1:2000 Raumpilot Grundlagen 163 Wohnen .8 Blockrandbebauung Beispiel: 8 Ebenen GRZ = 0.0 Wohnturm „Le Corbusier“ Beispiel: 49 Ebenen GRZ = 0.1 GFZ = 4.5 GFZ = 4.Städtebau aufgelöste Blockrandbebauung Beispiel: 6 Ebenen GRZ = 0.

voraussichtlich ab 2010): – allgemein 0.4 h 0. Die Tiefe der Abstandsflächen beträgt (LBO BW Novellierung.125 variiert (LBO BW).25 der Wandhöhe – in Gewerbegebieten und in Industriegebieten sowie in Sondergebieten. die nicht der Erholung dienen.4 0. Als Wandhöhe gilt das Maß vom Schnittpunkt der Wand mit der Geländeoberfläche bis zum Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand. Dachflächen und Giebelflächen werden je nach Neigung unterschiedlich angerechnet.2 5 0. Die erforderliche Abstandsfläche ergibt sich durch einen in der LBO festgelegten Faktor.4 (h 0.4 ≤4 5° (h h 0. 0.6 h • • • • • h • • h 0° h2 h >4 h1 5° h 0. Dorfgebieten und in besonderen Wohngebieten 0.1 25 h h 25 0.4 der Wandhöhe – in Kerngebieten.2 5 h 0.Wohnen h Abstandsflächen Die Tiefe der Abstandsfläche bemisst sich nach der Wandhöhe.4 0.1 0.4 +X h1 ) • 0.4 und 0. sie wird senkrecht zur jeweiligen Wand gemessen.4 164 Raumpilot Grundlagen • h • (h +X • h1) +X h2 ) • ( X h+ h2 ) • • • • .4 h • • h >7 0. 0. der je nach Baugebiet zwischen 0.6 0.125 der Wandhöhe.

Erschließung Raumpilot Grundlagen 165 Wohnen .

Wohnen Erschließung 167 167 168 168 169 169 169 170 170 173 Vertikal Einspänner Zweispänner Dreispänner Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Horizontal Außengangerschließung Innengangerschließung 166 Raumpilot Grundlagen .

Beheizung. Bei mehr als sechs angeschlossenen Wohneinheiten werden höhere Brandschutzanforderungen gestellt. Anbindung zur Dachfläche) – Erdgeschoss (Eingangssituation. Entsprechend der Anzahl der jeweils an einen Erschließungskern angeschlossenen Wohneinheiten wird unterschieden in Ein-. Lage an der Außenwand oder in Gebäudemitte. Sichtkontakt zu Rettungskräften). Bei der Planung der Lage und Gestaltung des Erschließungskerns – in der Regel eine Treppe mit Lift – müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: – Räumliche Qualität: möglicher räumlicher Zusammenhang über viele Ebenen – Kommunikative Qualität: gemein­ schaft­ l­ icher Raum mehrerer Wohnparteien. sozialer Raum – Wirtschaftlichkeit: die Anzahl der angeschlossenen Einheiten beeinflusst erheblich die Wirtschaftlichkeit – Anforderungen an Barrierefreiheit – Belichtung (natürlich/künstlich) – Belüftung (Luftqualität.bis x-Spänner. Hinweis: Weitere Angaben zu Fluchtwegen siehe Kapitel „Grundlagen – Rettung“ Einspänner Raumpilot Grundlagen 167 Wohnen . Zwei. Ventilation) – Energie (Hüllfläche.Erschließung Vertikal Spännererschließungen sind die am häufigsten realisierte Erschließungsform in Wohnungsbauten. Die Anzahl der an einem Erschließungskern angeschlossenen Wohnungen beeinflusst die Größe. versetzte Ebenen Wohngeschoss/öffentliche Fläche) – Übergang zu Freiflächen (Hofzugang) – Untergeschoss (zum Beispiel Tiefgarage) – Größe: baurechtlich erforderliche Maße als Minimum – Baurecht: Lage an einer Außenwand zur Rettung eventuell gefordert (Rauchabzug. Typologisch können verschiedene Übergangstypen zwischen reiner Spännerund reiner Gangerschließung unterschieden werden. Proportion und Orientierung der Wohneinheiten.

Wohnen Zweispänner Dreispänner 168 Raumpilot Grundlagen .

Erschließung Vierspänner Sechsspänner Achtspänner Raumpilot Grundlagen 169 Wohnen .

Duplex. die den Gestaltungsspielraum einschränken.Wohnen Horizontal Außengangerschließungen sind „Gehsteige zur Haustüre“ . Gangerschließungen werden bei entsprechender Größe und Gestaltung auch zu Kommunikationsräumen. Triplex) Gangerschließungen bieten den großen Vorteil. Damit verbindet sich aber auch ihr größter Nachteil: mangelnde Privatheit in den an den Gang angrenzenden Wohnräumen. Zusätzlich werden an die angrenzende Fassade häufig erhöhte Brandschutzanforderungen gestellt. Insbesondere Wandöffnungen sind oft nur eingeschränkt möglich. Zudem ist bei der Anordnung eines offenen Außengangs ein ausreichender Witterungsschutz im Eingangsbereich jeder Wohnung erforderlich. dass viele (oftmals kleine oder mehrgeschossige) Wohnungen zumindest in der Eingangsebene mit einem Aufzug wirtschaftlich barrierefrei erschlossen werden können. Sie werden auch Laubengang oder Laufgang (zu Beginn der Moderne) genannt. – Gang erschließt eine Ebene – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt eine Ebene 170 Raumpilot Grundlagen . Nebenstehender Schnitt zeigt die Prinzipien: – Außenflur unmittelbar am Gebäude – Außenflur vom Gebäude abgesetzt – Flur erschließt eine Ebene – Flur erschließt zwei und mehrere Ebenen (Maisonette. Außengangerschließung Schnitt M 1: 500 – Außengang unmittelbar am Gebäude.

gestalterisch dominant. „kaltem“ Gang. – Abgesetzter Außengang: erhöhter Schutz der Privatheit. wenn gesichert ist. – Außengang eingezogen – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 171 Wohnen . Die Lage des Außengangs kann prinzipiell variieren: – Eingezogener Außengang mit guter Flächenausnutzung. dass der Durchblick nach unten und oben entlang der Außenwand eingeschränkt ist.Erschließung Außengangerschließung Von einem Außengang aus können auch zweigeschossige Wohneinheiten (Maisonetten) erschlossen werden. – Angesetzter Außengang: einfache und wirtschaftliche Form der Erschließung. jedoch erheblicher baukonstruktiver und bauphysikalischer Belastung bei offenem.

Bei diesem System sind auch Kombinationen von dreigeschossigen Wohneinheiten mit weiteren ein. es werden jedoch häufig die Nord.Wohnen Außengangerschließung Von einem Außengang aus können prinzipiell auch mehr als zwei Ebenen (zum Beispiel als „Triplex“) erschlossen werden. Wenn nicht zwei bauliche (!) Rettungswege vorhanden sind.oder mehrgeschossigen Wohnungen möglich (Wohnungsvielfalt). Der Außengang erzwingt keine eindeutige Orientierung. dann sind die Möglichkeiten für Öffnungen an der Außengangwand erheblich eingeschränkt. 172 Raumpilot Grundlagen .oder die Ostseite für die Erschließung gewählt. – Außengang eingezogen – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang angesetzt – Gang erschließt drei Ebenen – Außengang vom Gebäude abgesetzt – Gang erschließt drei Ebenen Bei der Außengangplanung müssen die besonderen Brandschutzanforderungen beachtet werden (LBO).

Erschließung Innengangerschließung Die Innengangerschließung ist eine selten angewandte Erschließungsform. Nachteilig ist bei diesem System die räumliche Qualität des Gangs. da keine natürliche Belichtung und Belüftung möglich ist. Schnitt M 1: 500 – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen – Innengang – Gang erschließt zwei Ebenen Raumpilot Grundlagen 173 Wohnen . um ungleiche Lagequalitäten auszuschließen. Allerdings bietet sie eine hohe Variabilität bei der Kombination verschiedener Ebenen. Positiv ist die hohe Wirtschaftlichkeit des Systems durch die geringere Hüllfläche. Sie bedingt in der Regel eine West-Ost-Orientierung der Wohneinheiten. falls keine besonderen Außenkontaktflächen (Wand/Dach) eingeplant werden.

Wohnen 174 Raumpilot Grundlagen .

Typologie Raumpilot Grundlagen 175 Wohnen .

Wohnen Typologie 177 178 179 180 181 182 Gebäudetiefen Belichtung Orientierung im Blockrand Orientierung West-Ost Orientierung Nord-Süd Organisation 176 Raumpilot Grundlagen .

Zweiseitige Orientierung große. Zweiseitige Orientierung große. nicht belichtete Nebenraumzonen Erschließung: Innengang II. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz.. Zweiseitige Orientierung „Normalfall“ .) Erschließung: Spänner VI. Einseitige Orientierung Sondersituationen (Lärmschutz. hoher Wohnwert Erschließung: Spänner I II III IV Haupträume V Nebenräume Gebäudetiefen (min.. Zweiseitige Orientierung „Durchwohnen“ .. nicht belichtete Nebenraumzone Erschließung: Spänner III.) im Gechosswohnungsbau bei linearerAnordnung Quelle: Faller. Peter: „Der Wohngrundriss“ . Stuttgart 2002 VI Raumpilot Grundlagen 177 Wohnen 12 20 10 13 911 811 68 48 .Typologie Gebäudetiefen I.) Erschließung: Außengang. geringe nicht belichtete Innenraumbereiche Erschließung: Spänner IV./ max. (Spänner) V..

Osten oder Westen Wohnungsbelichtung von zwei gegenüberliegenden Seiten – Wohnungstiefe bei Nord-Süd-Ausrichtung begrenzt – bei Ost-West-Ausrichtung größere Grundrisstiefen möglich Wohnungsbelichtung von zwei Seiten – „Eckwohnungen“ – Belichtung/Nutzung der innenliegenden Ecke schwierig – Ausrichtung nach Südwesten günstig. nach Nordosten ungünstig Wohnungsbelichtung von drei Seiten – meist Zeilenende – Ausrichtung in alle drei Richtungen möglich – sehr gute Belichtung der Räume Wohnungsbelichtung über Innenhof – Sonderform „Atrium“ – introvertiert. keine (wenige) Öffnungen nach außen – Belichtungsqualität von der Größe des Innenhofs abhängig Wohnungsbelichtung von vier Seiten – Sonderform „Penthouse“ – Ausrichtung in alle Richtungen möglich – Belichtung/Grundrissanordnung nutzungsabhängig 178 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Belichtung Wohnungsbelichtung von einer Seite – Wohnungstiefe begrenzt – keine natürliche Belichtung der innenliegenden Räume – Ausrichtung möglichst nach Süden.

Typologie Orientierung im Blockrand Orientierung zur Himmelsrichtung – Wohnungen soweit möglich nach Süden und Westen orientiert – Erschließung im Norden oder Osten – gute Belichtung der Wohnräume Orientierung zur Straße – Wohnungen orientieren sich zur Straße – Erschließung zeigt zum Innenhof – extrovertierte Wohnsituation Orientierung zum Innenhof – Wohnungen orientieren sich zum Innenhof – Erschließung zeigt zur Straße – introvertierte und private Wohnsituation – Emissionsschutz Raumpilot Grundlagen 179 Wohnen .

Individualräume im Osten – Erschließung der Individualräume über „Wohnen“ – zwei Installationsbereiche 3 – „Wohnen“ im Westen. Individualräume im Osten.und Essbereich zusammenhängend – zwei Installationsbereiche 1 2 3 4 180 Raumpilot Grundlagen .und Essbereich in einem Raum – zwei Installationsbereiche 4 – „Durchwohnen“-Prinzip – „Wohnen“ zweiseitig orientiert – Individualräume über „Wohnen“ erschlossen – Wohn.Wohnen Orientierung West–Ost Schemata zellenartig organisierter Grundrisse 1 – „Service“-Nebenräume in Gebäudemitte – Orientierung der Aufenthaltsräume nach Osten und Westen – tiefer Grundriss möglich – Bündelung der Installation 2 – „Wohnen“ im Westen. Bereiche werden separat erschlossen – Wohn.

„Service“Nebenräume im Norden – Erschließung über gemeinsamen Flur – Wohn. Service und Kochen im Norden – zwei Schlafbereiche mit unterschiedlichen Orientierungen – Individualräume werden über „Wohnen“ erschlossen – Bündelung der Installation Raumpilot Grundlagen 181 Wohnen . Service und Kochen im Norden – getrennte Schlafbereiche.Typologie Orientierung Nord–Süd Schemata zellenartig organisierte Grundrisse 1 – „Individualräume“ im Süden.und Essbereich in einem „Durchwohnbereich“ – Bündelung der Installation – geringe Grundrisstiefe 2 – Individualräume im Süden. zweiter Schlafbereich wird über „Durchwohnbereich“ erschlossen – zwei Installationsbereiche Serviceräume Individualraum Gemeinschaftsräume 1 2 3 3 – „Wohnen“ im Süden.

M. Müller. „Hannibal“ . Berlin 1969 Architekt Jäger. Ungers. Basel 1992 Architekt O. London 1957 Architekt Alder.Wohnen Organisation linear – lineare Organisation der Individualräume und der Serviceräume entlang einer zentralen „Erschließungsachse“ – Endpunkt der Achse kann „Wohnen“ und/ oder Servicebereich sein – Flur häufig lang. Stuttgart 1971 182 Raumpilot Grundlagen . schmal und/oder unbelichtet zoniert – Trennung zwischen gemeinschaftlichen Bereichen und Individualräumen – störungsfreie Erschließung der „Individualräume“ über getrennte Erschließungs­ zone Architekt Lyons.

Weg schafft zusätzliche funktionale und räumliche Beziehungen – Verkehrsfläche sehr groß – große Außenwandfläche peripher (eingestellte Elemente) – großzügiger Raumeindruck – zusammenhängende Fläche kann flexibel mit „Funktionsinseln“ belegt werden – wenig/keine ausgewiesene Erschließungsfläche – eingestellte Elemente sind meist installierte Serviceräume (Küche. Egli.M. Ammann. van der Torre. Vormala. Köln 1957 Architekt Duinker. „cruciformers“ . Amsterdam 1989 Architekt Schnebli. Helsinki 1963 Raumpilot Grundlagen 183 Wohnen zentral (Wohnraum als Mittelpunkt) – „Wohnen“ als kommunikativer Mittelpunkt und Verteiler zugleich – Einsparung von Erschließungsfläche – geringere Abgrenzung der Privatsphäre zirkular (Umgang) – Erschließungsbereich aufgewertet. Bad) . Paris 1967 Architekt Kairamo. Berlin 1957 Architekt O. Zürich 1985 Architekt Suzuki. Ungers. Rohr.Typologie Architekt Aalto.

Wohnen 184 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Ankommen Raumpilot Grundlagen 185 Wohnen .

Wohnen Ankommen 187 188 190 190 190 190 190 190 190 191 192 Eingangsbereich Eingangsvarianten Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz (barrierefrei) Briefkastenanlage/Klingelanlage (barrierefrei) Hauseingang außen (barrierefrei) Hauseingang innen (barrierefrei) Gemeinschaftliche Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau Einbruchschutz 186 Raumpilot Grundlagen .

Möglichkeiten zum Abstellen von schweren Einkaufstaschen et cetera sind beispielsweise im Eingangsbereich sehr hilfreich. Mit der aktuellen Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen für das Wohnen verbindet sich auch eine Vielfalt an Gestaltungsansätzen für den Eingangsbereich. Der Eingangsbereich sollte bei Wohnungen. In den standardisierten Familiengrundrissen des 20. Prinzipiell sollte dieser Raumbereich genügend Platz für die verschiedenen Bewegungsabläufe und genügend Abstell- fläche bieten. zwischen privat und öffentlich und meist auch zwischen geregeltem Innenklima und wechselndem Außenklima. Jahrhunders wurde der Eingangsbereich jedoch auf einen funktional notwendigen minimierten Flur reduziert. Das Gestaltungsspektrum reicht von minimierten Windfängen bis hin zu repräsentativen „Vorräumen“ und großzügigen Eingangszonen. die direkt in die Gemeinschaftsbereiche der Wohnung übergehen. Darüber hinaus sollte ihr möglichst auch ein WC zugeordnet werden. möglichst eine äußere und eine innere Tür besitzen (Windfang beispielsweise bei Wohnungen am Laubengang). ist abhängig vom jeweiligen Wohn. von denen aus man unmittelbar ins Freie gelangt. Die Bedeutung als Repräsentationsraum verlagerte sich in diesen Wohnungen vor allem in das gemeinschaftliche Wohnzimmer. Welche konkreten Funktionen dem Eingangsbereich zugeordnet sind.Ankommen Reinigen und pflegen Aufbewahren Ankommen Wirtschaften Essen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Kochen Arbeiten Funktionsbeziehungen Ankommen Eingangsbereich Eingangsbereiche bilden den Übergang zwischen innen und außen. Raumpilot Grundlagen 187 Wohnen .und Grundrisskonzept. In der Eingangszone sollte eine Garderobe zum Ablegen von Mänteln und Schirmen zugänglich sein. Als Raumbereich des Ankommens und des Empfangens fungierte die Eingangszone in historischen Wohnformen häufig auch als ein wichtiger Repräsentationsraum der Wohnung. In vielen Fällen wird dieser Bereich als eigene Raumzone ausgestaltet und dient als eine Art „Filterschicht“ zur Abschirmung der privateren Räume.

lichte Durchgangshöhe ≥ 210 cm Überdachter Eingang mit Glasfeld 40 Eingezogener Eingang mit Sitzgelegenheit und Ablage für Einkaufstaschen et cetera Eingezogener Eingang mit Glasfenster Eingezogener Eingang mit Kinderwagenabstellplatz Eingangsbereich mit Windfang und Garderobe 188 Raumpilot Grundlagen 105 ≥ 215 .Wohnen Eingangsvarianten ≥ 90 ≥ 125 ≥ 150 ≥ 200 ≥ 140 ≥ 140 ≥180 200 ≥ ≥ 210 ≥ 90 Empfohlene Mindestmaße für Eingangstüren: lichte Durchgangsbreite ≥ 90 cm.

40 50 ≥ 200 ≥ 150 150 150 ≥ 150 ≥ 300 85 Mindestmaße für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) Variante für einen rollstuhlgerechten Eingangsbereich entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 67 Rollstuhlwechselplatz außen mit stirnseitiger unterfahrbarer Ablagefläche und Batterieladeplatz für Elektrorollstühle (entsprechend DIN VDE 0510 Teil 3) Vorraum beziehungsweise Eingangsbereich mit Garderobe und Rollstuhlwechselplatz innen entsprechend DIN 18025 und DIN 18040 (Entwurf) 85 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 189 Wohnen .Ankommen 190 150 / 150 ≥ 290 190 ≥ 200 ≥ 150 ≥ 190 30 .

Briefkästen sollten so angebracht sein. Die Bedienhöhe sollte möglichst zwischen 85 cm und 105 cm liegen. Das Längsgefälle der Wege sollte für rollstuhlgerechte Planung ≤ 3 Prozent und das Quergefälle ≤ 2 Prozent betragen. vorzugsweise im Eingangsbereich des Hauses oder vor der Wohnung. Briefkastenanlage/Klingelanlage Grundsätzlich sollten Briefkästen für Roll­ stuhlfahrer innerhalb des senkrechten Greifbereichs liegen und mit dem Rollstuhl anfahrbar sein. Hauseingang innen Entsprechend dem Entwurf der DIN 18040 und der DIN 18025 Teil 1 muss die Wende­ fläche für Rollstuhlnutzer mindestens 150 cm breit und 150 cm tief sein (Detailangaben hierzu siehe Kapitel Barrierefrei).5 ≥4 ≥ 40 ≥9 .5 cm betragen.7 Briefkasten und Zeitungsrolle. Einwurfschlitzhöhe mindestens 3 cm – Entnahmesicherung mindestens 1. Der Rollstuhlabstellplatz muss entsprechend DIN 18025 mindestens 190 cm breit und mindestens 150 cm tief sein. Briefkästen nach DIN EN 13724 – Einwurfschlitzbreite mindestens 23 cm für den Längseinwurf eines C4-Umschlags – Einwurfschlitzbreite mindestens 32. Beträgt der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und dem Eingang über 8 m. Hauseingang außen Der Zugang sollte schwellenlos erfolgen. darf die Anbringung der Hausbriefkästen auch im Eingangsbereich.Wohnen Einrichtungen im äußeren Eingangsbereich Briefkastenanlage/Klingelanlage Hausbriefkästen. Im Entwurf DIN 18040 wird der Rollstuhlabstellplatz mit einer Breite von 180 cm und einer Tiefe von 3 ≥ 23 / 32. 150 cm angegeben. Wohnhäuser mit mehr als vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit mehr als vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen oder die einzelnen Hausbriefkastenelemente am oder vor dem Haus anzubringen oder als Durchwurfanlage vorzusehen. dass sie ohne Betreten des Gebäudes erreicht werden können. dass der Abstand zwischen Unterkante Fußboden und Einwurfklappe nicht unter 50 cm beziehungsweise nicht über 170 cm beträgt. Die Hauptwege (Breite ≥ 120 cm) zum Hauseingang. Zur Ausstattung eines Batterieladeplatzes für Elektrorollstühle ist DIN VDE 0510 Teil 3 zu beachten. Barrierefreier Eingangsbereich Rollstuhlabstellplatz Bei rollstuhlgerechten Wohnungen ist für jeden Rollstuhlbenutzer ein Rollstuhlabstellplatz. an der Außenseite des Hauses oder als Durchwurfanlage vorgesehen werden. M 1:200 190 Raumpilot Grundlagen . Entsprechend DIN 18025 sind in Ausnahmefällen Schwellen bis maximal 2 cm Höhe möglich. wobei Hausbriefkastenanlagen und einzelne Hausbriefkästen möglichst so angebracht sein sollten.5 cm für den Quereinwurf eines C4-Umschlags. Klingelanlagen et cetera sollten für Zusteller und Empfänger jederzeit zugänglich und griffgünstig angeordnet sein.5 cm tief und 80 Prozent der Einwurfsschlitzbreite – Der Abstand zwischen der Hinterkante der Entnahmesicherung und einem Poststapel mit einer Dicke von 4 cm muss mindestens 0. zur Garage und zu den Müllsammelbehältern sollten auch bei ungünstiger Witterung gefahrlos begehbar sein. ≥ 12 Wohnhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten Bei Wohnhäusern mit bis zu vier Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen und Ablagefächer an der Grundstücksgrenze anzubringen. zum Umsteigen vom Straßenrollstuhl auf den Zimmerrollstuhl vorzusehen. Ablagefächer.

230 ≥ 100 Beispiel für eine zweiläufige Treppe Beispiel für eine zweiläufige Treppe mit Aufzug Beispiel für eine einläufige Treppe mit Aufzug M 1:100 Raumpilot Grundlagen 191 ≥ 720 Wohnen .Ankommen Eingangsbereiche im Geschosswohnungsbau ≥ 100 ≥ 600 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 ≥ 100 220 ≥ 100 ≥ 100 ≥ ca.

Meißel. WK 2 setzt voraus. Herausreißen etc. Stich. Eintreten. Eine Vielzahl von Einbrüchen lässt sich durch Maßnahmen zum Einbruchschutz verhindern oder erschweren. Schloss und Beschlag) keine Schwachpunkte gibt. dass es in der Gesamtkonstruktion (Rahmen. Akku-Bohrer et cetera ein Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeugen wie zum Beispiel Bohrmaschine. die einen Profischraubendreher. ergänzende Maßnahmen dazu können sein: – Zutrittskontrolle – Zaun – Wachhunde – gute Außenbeleuchtung – Wertsachenerfassung – Tresor/Wertbehältnis – Nachbarschaftshilfe – Haussitter – Wach.Wohnen Einbruchschutz Die DIN EN 1627 unterscheidet sechs Einbruchswiderstandsklassen entsprechend der jeweiligen Widerstandszeit. Türen DIN EN 1627 Widerstandsklasse WK 1 WK 2 WK 3 WK 4 WK 5 WK 6 Widerstandszeit keine manuelle Prüfung 3 Minuten 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten Tätertyp/Vorgehensweise WK 1 bietet einen Grundschutz gegen Gelegenheitstäter.und Sicherheitsdienst Verhaltensmaßnahmen Zu den Verhaltenmaßnahmen gehört der Anwesenheitsschutz. Stemmeisen. Zu den Sicherungssystemen gehören: – Alarmglas – Einbruchsmeldeanlage (Alarmanlagen) – Überfallmeldeanlagen (ÜMA) – Videoüberwachung Sonstige Maßnahmen Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen optimiert den Einbruchschutz. Sie sollen das Eindringen in ein Objekt verhindern beziehungsweise erheblich erschweren.. Zarge. Verglasung beziehungsweise Türblatt. B. vorwiegend Vandalismus . Derartige Sicherungen schützen die Außenhaut des Objekts. Zange. Schlagaxt. Kuhfuß et cetera benutzen Bei WK 4 setzt der erfahrene Täter zusätzlich Hammer. körperliche Gewalt z. dass ein Gelegenheitstäter einfache Werkzeuge wie zum Beispiel Schraubendreher.Prüfnorm für Fenster. Bei den so gesicherten Fenstern und Türen ist sichergestellt. Mechanische Sicherung Mechanische Sicherungen sollten bei allen Sicherungsplanungen an oberster Stelle stehen. Zu den Sicherungen gehören: – Aufbohrschutz – Fensterverriegelungen – Hinterhaken – Kastenschloss – Lichtschachtsicherung – Pilzkopfverriegelung – Querriegelschloss – einbruchhemmende Rollläden – Schutzbeschlag – Sicherheitsschloss – Stangenschloss – Türspion – angriffhemmende Verglasung – Vergitterung (DIN 18106) Elektronische Sicherung Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren beziehungsweise der Beobachtung von Orten. Beschlag. Weitere. Einbruchschutznorm .oder Säbelsäge. Winkelschleifer ein 192 Raumpilot Grundlagen . Keil benutzen WK 3 widersteht auch Tätern.

Kochen Raumpilot Grundlagen 193 Wohnen .

und Backeinrichtungen Dunstabzug Kühl.und Gefriergeräte Geräteabstellflächen Planerische Besonderheiten Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung Arbeitsdreieck Küchenformen Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Einzeilige Küche Zweizeilige Küche L-Küche U-Küche Küche mit Arbeitsinsel L.Küche mit Essplatz Barrierefreie Küchenplanung Höhenverstellbare und flexible Möbel 194 Raumpilot Grundlagen .Kochen Wohnen 195 195 196 196 196 198 198 199 199 200 200 202 202 202 202 202 203 203 204 204 205 205 206 206 207 207 208 212 Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnung im Grundriss Orientierung Planungsregeln Küchendimensionierung Einrichtungsmaße Unterschränke und Unterbaugeräte Arbeitshöhe Schränke Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen Koch.

Keller.Kochen Aufbewahren Entsorgen Reinigen und pflegen Ankommen Essen Kochen Wirtschaften Freibereiche Funktionsbeziehungen Kochen Funktionen Der Bereich Kochen dient der Zubereitung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln. weiteren Wohnbereichen und Vorratslagerung (Vorratsraum. Da in der Küche meist Lebensmittel aufbewahrt werden. Garten). Dar­ über hinaus ist häufig ein Bezug zum privaten Außenbereich erwünscht. Unabhängig von Funktionsbeziehungen kann das Zusammenschalten von Küche und Bad an einen gemeinsamen Installationsschacht aus ökonomischen und schalltechnischen Gründen sinnvoll sein. Der Bereich Kochen kann als eigener Funktionsbereich räumlich abgeschlossen sein oder mit einem Essplatz oder weiteren Wohnfunktionen räumlich gekoppelt sein. In vielen Wohnungen bildet dieser Funktionsbereich den räumlichen Mittelpunkt. Auch Möglichkeiten zur problemlosen Abfallentsorgung sind von Bedeutung. ist eine Lage in der Nähe vom Wohnungseingang (bei sehr großen Wohnungen auch Anlieferungseingang) vorteilhaft. Darüber hinaus können in diesem Bereich noch weitere hauswirtschaftliche Funktionen integriert sein. Raumpilot Grundlagen 195 Wohnen Entspannen und kommunizieren . Essplatz. Funktionsbeziehungen Innerhalb der Wohnung besteht eine enge Funktionsbeziehung zwischen Kochbereich.

„Wohnküche“ – Kochen. da dadurch ein Aufheizen des Raums vermieden werden kann.Wohnen ► Für einen zusätzlichen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m2 vorgesehen werden Zuordnung im Grundriss Küchen sind entweder selbstständige Räume oder der Kochbereich ist mit anderen Funktionen in größere Raumbereiche integriert. Fensterlose Küchen oder Kochnischen sind zulässig. kann die Besonnung jedoch erwünscht sein. Bei der Orientierung dieses Raumbereichs müssen daher die unter­ schiedlichen Bedingungen und Funktionszusammenhänge abgewogen werden. Kommt ein Essplatz oder sonstige Aufenthaltsfunktionen dazu. Essplatz und Wohnfunktionen fließen in einem Raumbereich zusammen (zum Beispiel auch in Lofteinheiten) 4. Orientierung Für eine reine Funktionsküche gilt eine Nordost.oder Nordwest-Orientierung als günstig. Prinzipiell können vier unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten der Bereiche „Kochen“ . „Essen“ und „Wohnen“ unterschieden werden (siehe entsprechende Grafik im Kapitel „Essen“ auf Seite 216): 1.und Fensterlaibungen Abstände ≥ 120 cm ≥ 120 cm ≥ 3 cm ≥ 10 cm 196 Raumpilot Grundlagen . Planungsregeln Die Musterbauordnung fordert unter § 48: „Jede Wohnung muss eine Küche oder Kochnische haben. wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist“ (MBO Erforderliche Mindestabstände in Küchen (nicht rollstuhlgerecht) Erforderliche Mindestabstände zwischen Stellflächen und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Wänden anliegenden Wänden Tür. flexible Anordnung – Funktionsbereiche der Wohnküche können mittels flexibler Schiebe. „Essküche“ – Kochbereich mit Essplatz 3.oder Faltwände temporär zusammengeschaltet oder getrennt werden. „Funktionsküche“ – nur Kochfunktionen 2.

In der LBO BW sind dagegen abweichend nur 2.50 m2 Küche mit Essplatz. § 48 Wohnungen).40 m gefordert.Kochen 2002. min.30 m und für Haushalte ab zwei Personen eine Lauflänge von 5. wenn die Aufenthaltsräume ganz oder überwiegend im Dachraum liegen. 6. 2 Personen.40 m verfügen. ca. § 34 „Aufenthaltsräume“).30 m Mindesthöhe gefordert und „2. 20 m2 Schema Orientierungswerte Küchengrößen. Die sogenannte Lauflänge wird entlang der frei zugänglichen Vorderkanten der Kücheneinrichtungen gemessen. Darin wird für einen Ein.50 m außer Betracht“ (LBO BW.bis Zwei-PersonenHaushalt mindestens eine Lauflänge von 3.20 m über mindestens der Hälfte der Grundfläche. Als Orientierungswerte für die Planung werden hier beispielhaft die Festlegungen der Bayerischen Wohnbauförderbestimmungen herangezogen. dabei bleiben Raumteile mit einer lichten Raumhöhe bis 1. Da abgeschlossene Küchen als Aufenthaltsräume anzusehen sind. 1-2 Personen. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 197 Wohnen . Über eine notwendige Mindestgrundfläche von Küchen macht die Bauordnung keine Angaben. 12-15 m2 Wohnküche. Arbeitsküche. müssen sie entsprechend MBO § 47 über eine lichte Höhe von mindestens 2. min.40 m2 Arbeitsküche. 5.

90 80 .100 90 .95 70 95 . Bereits eine zweite Person oder auch geöffnete Unterschränke können die Arbeit ein wenig behindern.90 85 . Einrichtungsmaße Grundlage für die bei der Küchenplanung üblichen Einrichtungsmaße der Küchenmöbel und Elektrogeräte ist die DIN EN 1116. 120 und 150 cm und für Geräte 60 cm. 60. So sind häufig zusätzlich Breiten von 45 cm erhältlich.Wohnen Geschirrspülmaschine unterhalb der Arbeitsfläche (Abtropffläche) links neben dem Spülbecken Küchendimensionierung Als Mindestmaß für die Bewegungsfläche vor der Küchenzeile sind für die nicht rollstuhlgerechte Ausführung 120 cm empfohlen. ► Die durchschnittlich gebräuchlichen Höhen von Arbeitsplatten liegen bei etwa 85 cm bis 95 cm.85 80 .95 80 . Im Jahr 2007 wurde die vorherige Planungsgrundlage DIN 18022 zurückgezogen. 90. 40. erreichbare Fachhöhe 170 85 . Eine Vergrößerung der Bewegungsfläche auf 150 cm Breite verbessert deutlich die Arbeitsbedingungen und ermöglicht darüber hinaus auch Rollstuhlfahrern die Benutzung (siehe Kapitelseiten für die barrierefreie Küchenplanung). ► Die abgebildeten Arbeitshöhen der unterschiedlichen Arbeitszentren wurden in Abhängigkeit von der Körpergröße als Idealmaße in ergonomischen Forschungsstudien ermittelt (mit Bezug auf die Angaben der AMK). Über diese Maße hinaus wird in Deutschland eine Vielzahl an Sonderlösungen auf dem Markt angeboten. M 1:50 160 145 max. Für die Abmessungen der Schränke und Geräte wurden in der DIN EN 1116 Koordinationsmaße festgelegt. Allerdings ist eine 120 cm breite Bewegungsfläche zwischen zwei Küchenzeilen nur für eine in der Küche arbeitende Person gerechnet.90 Kochen Arbeiten Körpergröße 140 Spülen 155 165 198 Raumpilot Grundlagen 70 . Die üblichen Breitenmaße betragen für Schränke 30.

Abfallbehälter berücksichtigen (abhängig vom örtlichen Abfalltrennsystem). Hier werden für unterschiedliche Tätigkeiten auch unterschiedliche Arbeitshöhen empfohlen.V.100 95 .100 80 .100 170 180 190 Raumpilot Grundlagen 199 > 105 105 105 Wohnen . Der Spülbereich kann dabei bis zu 15 cm über den normalen Arbeitsbereich angehoben werden. 870 und 920 mm.) eine ergonomisch an die Körpergröße der Nutzer angepasste Arbeitsflächenhöhe zwischen 70 cm und 105 cm (siehe Abbildungen unten). Oberschränke bis unter die Decke schaffen zusätzlichen Stauraum.Kochen Unterschränke und Unterbaugeräte Für die Höhe der Unterschränke beziehungsweise der Unterbaugeräte wurden in der DIN EN 1116 folgende Koordinationsmaße festgelegt: 770. 820. empfiehlt die AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.105 85 .100 80 . besser 100 cm vorsehen. Arbeitshöhe Als Bezugsmaß für die Arbeitshöhe gelten folgende Maße: 800 (0-50) mm 850 (0-50) mm 900 (0-50) mm 950 (0-50) mm Bei den Arbeitshöhen sollten Aspekte der Ergonomie berücksichtigt werden. Während die 2007 zurückgezogene DIN 18022/ Abschnitt 3.105 90 . Zwischen Herd und Spüle mindestens 60 cm Arbeitsfläche.4 eine maximale Arbeitsflächenhöhe von 92 cm vorsah. Eine solche Differenzierung der Arbeitshöhen ist beispielsweise bei einer Küche mit freistehendem Arbeitsblock möglich. während die Arbeitshöhe des Kochbereichs tiefer liegen sollte. 175 185 195 95 .

Über den Arbeitszentren Herd und Spüle sollte der Abstand zur Arbeitsfläche auf etwa 65 cm erhöht werden. wird empfohlen. Mikrowelle. wird empfohlen. die maximal 40 cm tiefen Oberschränke in einem Mindestabstand von 50 cm über der Arbeitsplatte anzubringen. Hochschränke Hochschränke sind als Vorratsschränke oder Geschirrschränke geeignet. Dampfgarer und Geschirrspülmaschine in Sichtund Griffhöhe in Hochschränken empfohlen. 200 Raumpilot Grundlagen . Oberschränke Um die Tiefe der Arbeitsfläche von 60 cm voll auszunutzen. Unterschränke Unterschränke sind günstig zur Unterbringung von schwerem Geschirr oder Vorräten sowie für die Integration von Einbaugeräten. den Sockels um circa 5 cm bis 7 cm einzurücken.und Gefriergeräte Kühl.und Gefrierkombination Gefrierschrank Arbeits-/Abstellflächen kleine (große) Arbeitsfläche Fläche für Kleingeräte Abstellfläche neben Herd/Spüle Abstell-/Abtropffläche neben Spüle Koch-/Backeinrichtungen Herd/Backofen (Glaskeramikkochfeld) Einbaubackofen mit Schrank Mikrowellenherd mit Schrank Spüleinrichtungen Einbeckenspüle mit Abtropffläche Doppelbeckenspüle mit Abtropffläche Geschirrspülmaschine Spülzentrum (Einbeckenspüle mit Abtropffläche. Um ein bequemes Stehen direkt vor der Arbeitsplatte zu ermöglichen.Wohnen Übliche Abmessungen von Kücheneinrichtungen (Orientierungswerte) Schränke Unterschrank Oberschrank Hochschrank Kühl.150 cm 60 cm Stellflächentiefe 60 cm ≤ 40 cm 60 cm Unterschränke sind in der Regel mit verstellbaren Füßen ausgestattet. Häufig wird dieser Sockelbereich verblendet. um die Arbeitshöhe möglichst individuell anpassen zu können.150 cm 30 . Unterschrank und Geschirrspülmaschine ≥ 90 cm ≥ 120 cm 60 (45) cm ≥ 90 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 (≤ 90) cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm ≥ 40 cm ≥ 60 (120) cm ≥ 60 cm ≥ 30 cm ≥ 60 cm 60 cm 60 cm 30 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm Stellflächenbreite 30 . Für die rückenschonende und sichere Nutzung wird der Einbau von Backofen.

Kochen

65

Greifhöhe ca. 180

65

Brüstungshöhe in Abhängigkeit von der Arbeitshöhe

10 - 15

30 - 40 60 120 240

5-7 60 M 1:20

85 - 92

> 50

Raumpilot Grundlagen

201

Wohnen

Wohnen

Koch- und Backeinrichtungen Die meisten Herde benötigen einen Starkstromanschluss (380 V). Dunstabzug Die Unterkante einer Dunstabzugshaube über der Kochstelle sollte oberhalb der Augenhöhe der Benutzer liegen. Kühl- und Gefriergeräte Für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte wird ein Kühlgerät mit 120 l bis 140 l Fassungsvermögen empfohlen. Für jede weitere Person im Haushalt sollten zusätzlich etwa 60 Liter Fassungsvermögen zuzüglich eines Gefrierfachs eingerechnet werden. Ergänzend kann ein getrennter Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe auch außerhalb der Küche in Lagerräumen untergebracht werden.

Gerätestellflächen Für das Aufstellen von Küchenkleingeräten, wie Kaffeemaschine oder ähnliches, sollte eine Gerätestellfläche von mindestens 60 cm x 60 cm vorgesehen werden. Planerische Besonderheiten Bei der Planung der Küche ist die Positionierung von Elektroanschlüssen wichtig. Für Einbaugeräte in den Unterschränken, wie Backofen oder Geschirrspülmaschine, sind Anschlüsse auf einer Höhe von 30 cm vorzusehen. Elektroanschlüsse für Geräte in den Oberschränken, wie Dunstabzug, werden üblicherweise auf einer Höhe von 165 cm angeordnet. Für Kleingeräte auf der Arbeitsfläche muss darüber hinaus eine ausreichende Anzahl von Steckdosen auf einer Höhe von 115 cm vorgesehen werden. Genauere Angaben über die Mindestanzahl an Steckdosen und Auslässen finden sich in der DIN 18015-2.

202

Raumpilot Grundlagen

Kochen

Bewegungsabläufe und Grundrissanordnung
Arbeitsdreieck Der Küchenbenutzer bewegt sich zwischen verschiedenen Arbeitszentren der Lagerung (Frischvorrat, Kühlvorrat, Tiefkühlvorrat et cetera), der Vorbereitung (Arbeitsfläche, Geräteschrank), der Zubereitung (Herd, Backofen, Arbeitsfläche) und der Nachbereitung (Spüle, Abtropffläche, Geschirrspülmaschine, Abfallsammlung). Durch eine günstige Zuordnung dieser Arbeitszentren zueinander kann ein fließender Arbeitsablauf mit kurzen Wegen erreicht werden,

Lineare Anordnung Bei einer einzeiligen Kücheneinrichtung gilt für Rechtshänder die Lage der zentralen Funktionen in folgender Anordnung von rechts nach links als günstig: Abstellfläche, Herd, Arbeitsfläche, Spüle, Abstellfläche. Für Linkshänder gilt dies entsprechend spiegelverkehrt. Zweizeilige Anordnung In der zweizeiligen Anordnung bilden Herd, Spüle und der gegenüberliegende Kühlschrank das sogenannte „Arbeitsdreieck“ . Diese Anordnung führt zu einer Optimierung der notwendigen Weglängen im Arbeitsablauf. Herd und Spüle sollten möglichst wie in der linearen Anordnung durch eine Arbeitsfläche miteinander verbunden sein. L-förmige Anordnung Auch im Winkel angeordnet, bilden Kühlschrank, Herd und Spüle ein „Arbeitsdreieck“ . Herd und Spüle sollten entsprechend den vorangegangenen Beispielen nebeneinander liegen. Wohnen
Übersicht Küchenformen, M 1:200 Raumpilot Grundlagen

203

Wohnen

Küchenformen
Bei der Küchenanordnung können unterschiedliche Grundformen unterschieden werden: Sonderform „Schrankküche“ beziehungsweise mobile „Kofferküche“ Hierbei handelt es sich um eine Minimallösung, bei der alle wesentlichen Küchenfunktionen auf kleinstem Raum kombiniert werden. Solche Minimalküchen werden häufig nur temporär eingebracht, oder in Ferienappartements oder in Büros genutzt. Für die üblichen Funktionsanforderungen größerer Haushalte sind sie nicht aus­ reichend.

210

14 0

178

10 4

100

Beispiel für eine minimierte Schrankküche

Beispiel für eine mobile Kofferküche

204

Raumpilot Grundlagen

10 4

127 66

66

70

Kochen

330 30 60 90 60 60 30

330 30 60 90 60 60 30
60

60

120

120

180

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

60

240

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

205

Wohnen

Einzeilige Küche Alle Schränke und Geräte werden linear in einer Zeile angeordnet. Diese Anordnung ist eher für kleine Haushalte geeignet. Für Mehrpersonenhaushalte wird eine frei zugängliche Vorderkante der Zeilen von mindestens 5,40 m Lauflänge empfohlen. Dies würde bei einer einzeiligen Küchenanordnung zu einer entsprechend großen und kaum sinnvollen Raumlänge mit ungüns­ tigen Raumproportionen führen.

Zweizeilige Küche Die zweizeilige Küche besteht aus zwei gegenüberliegend angeordneten Küchenzeilen, wobei eine meist die Funktion der Installationszeile übernimmt und die andere als Schrankzeile fungiert. Diese Anordnung ist flächensparend, da sich die Bewegungsflächen beider Zeilen überdecken. Um das Arbeitsdreieck zu optimieren, wird empfohlen, den Kühlschrank in die Schrankzeile zu integrieren.

Wohnen

L-Küche Bei der L-förmigen Küche ist die Möblierung winkelförmig angeordnet. Der sich ergebende Eckbereich ist nur schwer zugänglich, kann jedoch durch spezielle Schrank­ ausführungen sinnvoll genutzt werden.

U-Küche Wie bei der zweizeiligen Küche werden auch hier die Arbeitszentren Herd und Spüle an einer Seite installiert, um möglichst kurze Arbeitswege zu erhalten.

360 60 60 90 60 60 30 60 60 90

360 60 60 30

60

240

120

60

180

L-Küche

U-Küche

206

Raumpilot Grundlagen

60

240

Kochen

360 240 370 40 60 60 60 90 60
60

60

60

60

60

60

60

120

60

280

60

Küche mit Arbeitsinsel

40

L-Küche mit Essplatz

60

60

300

M 1:50

Raumpilot Grundlagen

207

Wohnen

Küche mit Arbeitsinsel Die Arbeitsinsel kann als reine Arbeitsfläche dienen oder als Arbeitszentrum mit Kochfeld und eventuell auch Spülfunktion gestaltet werden. Diese Küchenformen haben einen relativ großen Platzbedarf, da vor allen Arbeitsseiten der Insel Bewegungsflächen eingeplant werden müssen. Insellösungen sind günstig für Küchen, in denen oft mehrere Personen gleichzeitig arbeiten.

L-Küche mit Essplatz Diese Essküche wird beispielhaft für die Kombination aus Arbeitsküche und Essbereich angeführt. Der Essbereich ist in diesem Fall als Imbissplatz gestaltet.

Wohnen
75-90

Barrierefreie Küchenplanung

≥ 150 ≥ 210

≥ 150 ≥ 270

≥ 150 ≥ 210

≥ 150

≥ 210

≥ 150 ≥ 270

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für Rollstuhlfahrer entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Die Unterfahrbarkeit muss mindestens über 90 cm Breite gewährleistet sein.

208

Raumpilot Grundlagen

Kochen
75-90

≥ 120 ≥ 180

≥ 120 ≥ 240

≥ 120 ≥ 180

≥ 120

≥ 180

≥ 120 ≥ 240

Einzeilige Küche

Zweizeilige Küche

L-förmige Küche

U-förmige Küche

Mindest-Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen für barrierefreie Planung entsprechend 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf), M 1:100 Ausreichende Beinfreiheit sollte beim Sitzen gewährleistet sein.

Raumpilot Grundlagen

209

Wohnen

Wohnen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

≥ 67

40 60 (unterfahrbar) 3 ≥ 150 ≥ 270 ≥ 15

40 ≤ 45 3

210

Raumpilot Grundlagen

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

Kochen
75-90

Greifhöhe max. 140 cm

30 - 40

≤ 140

30 - 40

75 - 90

40 60 3 ≥ 120 ≥ 240 60

40

3

≥ 40

75 - 90

Greifhöhe min. 40 cm

≤ 140

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

211

Wohnen

Wohnen
75-90 Verschiedene höhenverstellbare und flexible Möbel für Rollstuhlfahrer, M 1:50 Design Rollstuhl: Natalie Chusainow und Matthias Högger, Diplomarbeit an der Fachhochschule Aargau, Studiengang Industrial Design, SS 2005

212

Raumpilot Grundlagen

Essen

Raumpilot Grundlagen

213

Wohnen

Wohnen Essen

215 215 216 217 217 218 220 221

Essbereiche Funktionsbeziehungen Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Mindestflächenbedarf von Essplätzen Essplätze rollstuhlgerecht Essplätze barrierefrei

214

Raumpilot Grundlagen

Essen

Kochen

Entspannen und kommunizieren Essen Arbeiten

Ankommen

WC

Private Freibereiche

Funktionsbeziehungen Essen

Essbereiche
Die Gestaltung und Nutzung des Essbereichs ist in Abhängigkeit von der Haushaltsgröße und von individuellen Wohngewohnheiten sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht vom Stehtisch in der Küche für den schnellen Imbiss über den Esstisch für das tägliche gemeinsame Essen der Familie bis hin zur großzügigen Tafel für das ausgiebige Menü mit Gästen. In vielen Fällen bildet der Essbereich das soziale und kommunikative Zentrum der Wohnung.

Funktionsbeziehungen
Zwischen Küche, Essplatz und Wohnbereich bestehen enge funktionale Beziehungen. In der Grafik auf der folgenden Seite sind sechs unterschiedliche räumliche Anordnungsprinzipien dargestellt, die sich durch die jeweiligen Bereichsabgrenzungen der Funktionsbereiche unterscheiden.

Raumpilot Grundlagen

215

Wohnen

Wohnen

Kombinationsmöglichkeiten von Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich Essbereiche in der Küche Für einen Essplatz in der Küche sollten mindestens 4 m² Fläche zusätzlich vorgesehen werden. Durch Anordnung einer Küchenzeile ohne Oberschränke in Richtung Essplatz wird der Blickkontakt zwischen Küche und Essplatz ermöglicht. Auch in Ein- bis Zwei-PersonenHaushalten sollte es möglich sein, den Essplatz bei Bedarf auch für größerere Personengruppen zu erweitern. Flexible Raumabgrenzungen Schiebe- oder Faltwände ermöglichen die räumliche Kopplung oder Trennung der Bereiche je nach Bedarf. Wohnküche mit Essplatz und Wohnzimmer getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Kochbereich flexibel abtrennbar Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einzelne Räume getrennt Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang

Kombinationsmöglichkeiten von Küche, Essplatz und Wohnbereich, M 1:200

Wohnbereich mit Essplatz, Küche getrennt

Kochbereich, Essplatz und Wohnbereich in einem Raumzusammenhang, Bereiche flexibel abtrennbar

216

Raumpilot Grundlagen

Essen

40

Raumdimensionierung
Überschlägig kann ein Mindestplatzbedarf von etwa 4 m² Grundfläche bei der Anord­ nung des Essplatzes für vier bis sechs Personen in der Küche angenommen werden.

Für Stühle sollten vor der Vorderkante des Tischs etwa 50 cm bis 55 cm Stell- und Bewegungsfläche eingerechnet werden. Zu Wänden sollten zusätzlich 30 cm und zu Möbeln zusätzlich 70 cm Abstandsfläche hinter der Stuhlfläche eingerechnet werden. Die Sitzhöhe von Essstühlen liegt durch­ schnittlich bei 42 cm bis 47 cm, sie sollte jedoch jeweils auf die spezifische Tischhöhe abgestimmt werden. Der Abstand zwischen Sitzfläche und Tischunterkante sollte bei Esstischen etwa 31 cm bis 34 cm betragen.

60 ca. 130

60

Platzbedarf Gedecke, M 1:50

40

≥ 80

Einrichtungsmaße
Grundlage der Essplatzbemaßung ist die Fläche eines Gedecks. Pro Person werden hierfür circa 60 cm x 40 cm Fläche gerechnet. Als Tisch-Ansitzbreite werden pro Person 65 cm bis 70 cm empfohlen.

Essplatz Mindeststellfläche für Tisch und Stühle Stellflächentiefe 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 Personen 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm 180 cm Stellflächenbreite 130 cm 180 cm 180 cm 230 cm 240 cm

Raumpilot Grundlagen

217

Wohnen

Wohnen

Mindest-Platzbedarf von Essplätzen

70 - 75

70

50 - 55

≥ 80

50 - 55

30

42 - 47

70

50 - 55

90 - 120

50 - 55

30

Höhe Unterkante Leuchte über Augenhöhe der sitzenden Personen. Anhaltswert: etwa 60 cm Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante Leuchte (blendfrei!)

70 cm Abstand bis zum Möbel

50 - 55

30

70 cm Abstand bis zum Möbel

10

30 cm Abstand bis zur Wand

Stellfläche 180 - 185

70

50 - 55

≥ 80 Stellfläche 180 - 190 280 - 290

50 - 55

30

10

70

30 cm Abstand bis zur Wand

20 40 - 45

40 - 45

65

210 - 215

65

50 - 55

90 - 120 Stellfläche 190 - 230 290 - 330

50 - 55

30

Mindest-Platzbedarf beim eckigen und beim runden Essplatz, Schnitt und Grundriss

218

Raumpilot Grundlagen

42 - 47

70 - 75

U-Bank und Doppelbank M 1:50 Raumpilot Grundlagen 219 Wohnen .85 85 . Ausziehtisch und Ansatztisch 55 5 190 5 55 130 130 190 80 140 5 55 55 5 80 200 5 55 55 5 80 200 5 55 130 Platzsparende Sitzplatzanordnung: Eckbank.92 70 .110 60 .75 70 .75 85 .70 Imbissplätze: Essbar.40 40 30 60 40 50 30 60 50 .115 80 .92 60 45 25 30 .Essen 110 .

Schnitt und Grundriss 220 Raumpilot Grundlagen ≥ 120 50 ≥ 370 130 .75 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 150 / 150 Wendefläche 120 50 30 70 .75 150 / 150 Wendefläche ≥ 120 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 ≥ 150 ≥ 350 120 50 30 Mindest-Platzbedarf rollstuhlgerecht entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.Wohnen 150 ≥ 150 ≥ 310 80 50 30 70 .

Schnitt und Grundriss ≥ 90 50 ≥ 350 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 221 Wohnen 90 80 90 90 120 90 70 .Essen 90 70 .75 260 300 120 90 130 ≥ 220 ≥ 90 90 80 260 90 90 120 300 90 Mindest-Platzbedarf barrierefrei entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040 (Entwurf) Teil 2 beim eckigen und beim runden Essplatz.75 .

Wohnen 222 Raumpilot Grundlagen .

Entspannen und kommunizieren Raumpilot Grundlagen 223 Wohnen .

Wohnen Entspannen und kommunizieren 225 226 227 228 229 229 229 230 Einleitung Mindestabmessung von „Wohnzimmern“ Platzbedarf Sessel und Sofa Augenabstand zum Bildschirm Billardtisch Tischfußball Klavier und Flügel Entspannen und kommunizieren barrierefrei 224 Raumpilot Grundlagen .

Daneben war es vor allem der Raum. doch die Funktionen „Unterhaltung. in dem die Gäste empfangen wurden. Nach wie vor sind viele Grundrisse mit einem gemeinschaftlichen Wohnzimmer oder Wohnbereich organisiert. Das Zentrum bildete meist eine bequeme Sitzgruppe mit Einzelsesseln oder Sofas. Radio und Plattenspieler. mit Fernseher. wobei Unterhaltung. Diese Funktio­ nen können daher nicht eindeutig einem einzelnen Raumbereich zugeordnet werden. Raumpilot Grundlagen 225 Wohnen . der Küche und dem Bad gewissermaßen übergeordnet. Aus diesem Grund werden auf den folgenden Seiten die Stellflächen verschiedener Ausstattungselemente als frei kombinierbare „Einzelbausteine“ dargestellt. Jahrhunderts war das gemeinschaftliche Wohnzimmer von seiner Größe und auch von seiner Bedeutung her den Individualräumen.Entspannen und kommunizieren Kochen WC Essen Ankommen Entspannen und kommunizieren Schlafen Arbeiten Private Freibereiche Funktionszusammenhänge Entspannen und kommunizieren Einleitung In den funktionalistischen Standardfamiliengrundrissen des 20. Das Wohnzimmer war in der Regel der „repräsentativste“ Raum der Wohnung. Regalen. Entspannung und Kommunikation“ haben sich inzwischen zusätzlich auch in die anderen Raumbereiche verlagert. in dem die Familienmitglieder einzeln oder gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit verbrachten. Ausgestattet war der Raum häufig mit Schränken. Entspannung und Kommunikation meist im Vordergrund standen. Erholung. häufig überlagern sie sich mit anderen Nutzungen.

60 . 160 . Ottomane Coconut Chair.90 84 48 83 40 47. 85 Standard-Sofagrößen. Entwurf: Charles Nelson Panton Chair. ca. M 1:50 Zur Information über die Größen von Mindeststandards werden hier die Angaben zu Mindestflächen von „Wohnzimmern“ aufgeführt.Wohnen Orientierungswerte/Mindestflächen von „Wohnzimmern“ Fläche Wohnzimmer ohne Essplatz für 1 Person 1–2 Personen Wohnzimmer mit Essplatz für 4 Personen 5 Personen 6 Personen für jede weitere Person ≥ 20 m² ≥ 22 m² ≥ 24 m² ≥ 2 m² ≥ 16 m² ≥ 18 m² ca. die in der DIN 18011 (zurückgezogen) entsprechend aufgeführt waren. Entwurf: Verner Panton 226 Raumpilot Grundlagen 41 .5 60 104 83 50 61 Coconut Chair.240 ca. 180 .200 ca.

400 ca.350 ca. 80 .300 ca. 200 .400 ca.100 ca. 350 . Entwurf Ray und Charles Eames La Chaise.100 ca. 270 . 80 . 350 .100 Platzbedarf Sessel und Sofas 50 87 84 200 90 155 65 84 44 64 68 90 M 1:50 Soft Pad Chaise ES 106. 70 .300 ca.Entspannen und kommunizieren ca. 300 . Entwurf Ray und Charles Eames Lounge Chair mit Ottomane. Entwurf: Ray und Charles Eames Raumpilot Grundlagen 38 227 80 Wohnen .

Entwurf: Le Corbusier. Entwurf: Le Corbusier 228 Raumpilot Grundlagen 67 .4 fache Bildschirmdiagonale Bildschirmdiagonale 90˚ Empfohlener Augenabstand zum Bildschirm. M 1:50 62 160 Chaiselongue LC 4. Charlotte Perriand 73 99 70 76 Sessel LC 3.Wohnen 60˚ Abstand: mindestens 3 . Entwurf: Le Corbusier Sessel LC 2. Pierre Jeanneret.

120 .167.Entspannen und kommunizieren ca.310 Tischfußballspiel. 60 140-160 114 155 200 150 160 Klavier Stutzflügel Salonflügel Konzertflügel M 1:50 Raumpilot Grundlagen 229 275 Wohnen . 74 ca. Spielfeldhöhe zwischen circa 80 cm bis 88 cm. 143 ca. 190 . für private Zwecke und für Cafés übliche Außenabmessungen: 215 cm x 120 cm oder 225 cm x 125 cm. Spielhöhe bei circa 88 cm bis 92 cm Billardtisch. Beim Billardtisch muss der große Bewegungsraum beachtet werden.5 ca.

Wohnen 150 90 Entspannen und kommunizieren barrierefrei ≥ 150 ≥ 120 ≥ 90 ≥ 150 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 90 ≥ 80 Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die rollstuhlgerechte Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) Sitzgruppe mit Darstellung der Mindestbewegungsflächen für die barrierefreie Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise entsprechend DIN 18040-2 (Entwurf) 230 Raumpilot Grundlagen .

Schlafen Raumpilot Grundlagen 231 Wohnen .

Wohnen Schlafen 233 233 234 234 235 235 236 237 238 Schlafbereiche Funktionsbeziehungen Anordnungsmöglichkeiten Planungsregeln Orientierung Raumdimensionierung Bettsysteme Matratzengrößen Schlafen barrierefrei 232 Raumpilot Grundlagen .

Bedeutungswandel bei Bettlägrigkeit Die Bedeutung des Schlafbereichs kann sich im Krankheitsfall und/oder bei Bettlägrigkeit stark ändern.und Ankleidebereich. Arbeits-. In freien Grundrissanordnungen und Lofteinheiten für kleinere Haushalte wird der Schlafbereich auch als „Funktionsinsel“ offen oder abgeschirmt in den zusammenhängenden Wohnraum integriert. Der Schlafbereich wird für die Betroffenen zum räumlichen Zentrum ihres Lebens. Lese.Schlafen Ankleiden Arbeiten Schlafen Reinigen und pflegen Entspannen und kommunizieren Kinder wohnen Funktionsbeziehungen Schlafen Schlafbereiche In größeren Wohneinheiten sind die Schlaf­ bereiche meist vom Gemeinschaftsbereich getrennt den Individualräumen der einzelnen Haushaltsmitglieder zugeordnet. wie beispielsweise Musik hören. Funktionsbeziehungen Starke Funktionsbeziehungen bestehen zwischen dem Schlafbereich und dem Sanitär. da sie dem Bettlägrigen bei Bedarf eine „ Teilhabe“ am Wohngeschehen ermöglichen. Weitere Funktionsbeziehungen sind vom individuellen Wohnverhalten abhängig. wurden inzwischen auch in die Individualräume verlagert.und (Schiebe­ Wohnbereich sehr günstig sein. die noch vor einigen Jahrzehnten in vielen Wohneinheiten ausschließlich den Gemeinschaftsräumen zugeordnet waren. In diesen Fällen können flexible Raumtrennungen wände) zwischen Schlaf. Diese Individualräume für ein oder zwei Personen werden über das Schlafen hinaus auch als Rückzugs-.und/oder Spielräume genutzt. Daneben können Funktionsbeziehungen zwischen Elternschlafzimmer und den Schlafräumen kleiner Kinder bestehen. sie können beispielsweise auch zum häuslichen Arbeitsplatz bestehen. Aufenthalts-. Fernsehen oder Freunde empfangen. Raumpilot Grundlagen 233 Wohnen Freibereiche . Ein Teil der Funktionen. Kommunikations-.

Die LBO BW § 34 fordert hiervon abweichend nur 2. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung sollte etwa ein Achtel der Grundfläche des Raums betragen. Ablage neben Bett/Ablagetisch Schrankflächen Kleiderschrank (eine Person) Kleiderschrank (zwei Personen) Sonstige Einrichtungsgegenstände Kleinkinderbett Schlafen im Loft. Kommode/Regal Arbeitstisch Stuhl Sessel circa 55–60 cm circa 30–50 cm ≥ 80 cm circa 45 cm ≥ 60 cm circa 100–120 cm circa 100 cm ≥ 55 cm circa 50 cm ≥ 60 cm ≥ 110 ≥ 220 60–65 cm 60–65 cm circa 90–140 cm circa 160–220 cm circa 140–160 cm circa 55–60 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 205–220 cm circa 40 cm Stellflächentiefe Planungsregeln Schlafen im Loft. Schlafbereich mittels Schiebewänden flexibel abtrennbar. Stellflächenbreite Betten Einzelbett Doppelbett Französisches Bett Schlafen in Individualräumen.20 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche bei Dachräumen. Für die Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen.50 m nicht mitberücksichtigt werden.40 m als Mindestmaß. mit Serviceinsel zoniert Schlafen im Loft. flexibel abtrennbar. nur mit Möbeln zoniert Anordungsmöglichkeiten des Schlafbereichs bei unterschiedlichen Grundrisstypen.Wohnen Orientierungswerte für Mindest-Einrichtungsmaße Schlafen in Individualräumen.30 m lichte Raumhöhe beziehungsweise 2. M 1:200 Für Aufenthaltsräume. Für die flexibel abtrennbaren Individualräume wird ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt empfohlen. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein. gilt entsprechend der MBO § 44 eine lichte Höhe von 2. Verglaste Loggien und künstliche Beleuchtung werden unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. 234 Raumpilot Grundlagen . wobei Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1. wie Individualräume oder reine Schlafzimmer. mit einer Serviceinsel zoniert. getrennt.

390 ca.210 ≥ 380 70 90 Stell.455 ca. Flächenbedarf bei unterschiedlicher Anordnung der Möbel. Für die Orientierung der Räume ist daneben die Abschirmung von störendem Lärm und anderen Umwelteinflüssen zu beachten. Gestrichelt dargestellt ist die Mindestbewegungsfläche (70 cm) und zusätzlich die empfohlene Bewegungsfläche (90 cm) um das Bett und der daraus resultierende Platzbedarf. M 1:100 ca. 380 .370 Raumpilot Grundlagen 235 Wohnen .und Wäscheschränke und für das Ankleiden an anderer Stelle vorgesehen sind (zum Beispiel in einem getrennten Ankleideraum). M 1:50 70 Raumdimensionierung Für Individualräume sollte möglichst eine nutzungsneutrale Raumgröße mit mindestens 14 m² bis 15 m² eingeplant werden (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). 70 90 200 . empfohlener Bewegungsraum etwa 140 cm. wenn die Flächen für Kleider. 360 . 415 . ca.Schlafen 200 .und Bewegungsfläche beim Doppelbett.210 5 ≥ 295 60 ca. 140 60 Ankleideraum. 445 . M 1:100 90 Orientierung Individualräume sollten Besonnung erhalten.425 Eine Verkleinerung um circa 2 m² ist möglich.

Wohnen ca. 35 ca. 50 ca. 240 ca. 100 ca. 175 ca. 100 ca. 200 ca. 35 ca. 200 ca. 150 ca. 90 ca. 35 ca. 125 ca. 170 ca. 90 ca. 200 ca. Bettbreite einklappbar 236 Raumpilot Grundlagen ca. 35 ca. 200 . 75 ca. 35 ca. 100 ca. 90 ca. 200 ca. 90 Eingebautes Bett (Alkovenbett) ca. 205 ca. Anordnung mit 3 Betten ca. Bettlänge einklappbar ca. 90 ca. 35 ca. 90 Klappbett. 200 ca. 200 ca. 200 ca. 160 ca. 170 ca. 90 ca. 35 Klappbett. 75 ca. 90 Einzelbett Doppelbett Hochbett Hochbett.

190 ca. 120 ca. 70 ca. häufig verwendet: 90 cm x 200 cm Betten/Matratzengrößen 18 0 20 0 16 0 18 0 20 0 12 0 14 0 60 90 10 0 80 50 80 M 1:100 Raumpilot Grundlagen 237 Wohnen ca. 190 Klappsofas. 72 ca. 70 ca. 160 ca. 72 ca. 120 ca. 90 ca. 90 ca. 190 22 0 10 20 0 1 4 1 0 19 20 0 0 . 190 ca. 70 ca. 70 ca. 190 ca. Varianten Klappsessel 90 10 0 90 10 0 70 12 0 14 0 16 0 Übliche Matratzengrößen. 70 ca.Schlafen ca. 160 ca. 160 ca. 72 ca. 70 ca. 72 ca. 160 ca. 190 ca.

Wohnen 150 Schlafen barrierefrei Die Bewegungsfläche muss 150 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes (über die gesamte Bettlänge) und zusätzlich vor Schränken.210 ≥ 470 ≥ 120 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2. M 1:50 ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 Kleiderschrank mit herunterklappbarer Kleiderstange. Entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 120 cm breit sein. 200 .210 5 ≥ 150 200 . damit der Rollstuhlfahrer auch diese Bettseite im Bedarfsfall anfahren kann. M 1:50 238 Raumpilot Grundlagen 5 60 ≥ 150 ≥ 420 .

Vor Schränken und entlang der anderen Bettlängsseite muss die Bewegungsfläche mindestens 90 cm breit sein.210 ≥ 410 ≥ 90 Mindest-Bewegungsflächen um das Bett entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf) Teil 2.Schlafen 120 200 . M 1:50 5 60 ≥ 90 Raumpilot Grundlagen 239 Wohnen ≥ 360 .210 Die Bewegungsfläche muss 120 cm breit sein entlang einer Längsseite des Bettes. 5 ≥ 120 200 .

Wohnen 240 Raumpilot Grundlagen .

Kinder wohnen Raumpilot Grundlagen 241 Wohnen .

Wohnen Kinder wohnen 243 244 244 245 246 246 247 248 Funktionen Funktionsbeziehungen Orientierung Planungshinweise Stuhl.und Tischhöhen Bettabmessungen Raumdimensionierung Raumhöhen 242 Raumpilot Grundlagen .

zum Musik hören und für vieles mehr genutzt werden. die auch für das Spielen.Kinder wohnen Schlafen Eltern Reinigen und pflegen Spielen und schlafen Draußen spielen Private Freibereiche Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen der Kinderbereiche Funktionen Der Raumbereich von Kindern beschränkt sich keinesfalls auf das Kinderzimmer. für Treffen mit Freunden. das Lesen. er umschließt die gesamte Wohnung und die zugehörigen Freibereiche. Doch mit zunehmendem Alter gewinnt das „eigene Zimmer“ als individueller Raumbereich stärker an Bedeutung. das Basteln. Kinderzimmer sind nicht nur Schlaf. essen .und Rückzugsräume. die Hausarbeiten. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen und auch in Hinblick auf den langfristig vorhersehbaren Nutzungswechsel ist für Kinderzimmer ein nutzungsneutraler Raumzuschnitt mit einer Raumgröße nicht unter 14 m² zu empfehlen (siehe Kapitel „Nutzungsneutral“). Sie sind vielmehr multifunktionale Raumbereiche. Die Anforderungen an diese Räume und an deren Ausstattung ändern sich mit den verschiedenen Altersstufen der Kinder. Raumpilot Grundlagen 243 Wohnen Kinder wohnen Kochen.

Mit zunehmendem Alter gewinnen für Kinder Möglichkeiten zur Abgrenzung des eigenen Bereichs an Bedeutung. Die Möglichkeit für Jugendliche einen separaten Wohnbereich mit eigenem Sanitärbereich und eigenem Eingang zu schaffen.Wohnen Kind Bezugsperson Säugling 0 1 Kleinkind 6 Schulkind 12 Jugendlicher 18 Erwachsener Jahre 7 Physischer Leib Ätherleib 14 Astralleib 21 Ich 0 Raumbezug zwischen Kind und Bezugsperson im Zusammenhang mit den Entwicklungsphasen eines Kindes Oberer Zeitstrahl: nach Arbeitsgemeinschaft Wohnberatung e.V. wird eine Süd. Ab dem Alter von etwa acht bis zehn Jahren wird jedoch ein eigenes Zimmer für jedes Kind empfohlen. 244 Raumpilot Grundlagen . Damit verändern sich auch die Anforderung an die Kopplung beziehungsweise Abgrenzung der Raumbereiche von Kind und Bezugspersonen. Ein vom Elternschlafzimmer getrenntes eigenes Kinderzimmer wird erforderlich. Eine direkte Kopplung der Raumbereiche kann in dieser Phase erwünscht sein. Orientierung Da Kinderzimmer ab dem Kindergarten­ alter – beziehungsweise ab dem Schulalter – vor allem nachmittags genutzt werden. Für Säuglinge und Kleinkinder ist die räumliche Nähe zum Elternschlafbereich günstig. Für heranwachsende Jugendliche erhält das eigene Zimmer als individueller Rückzugsbereich große Bedeutung. wäre daher ideal. Der Raum wird zu ihrer eigenen „Wohninsel“ in der Wohnung.oder Westorientierung empfohlen. Ein eigener Arbeitsplatz wird spätestens dann erforderlich. – Wohnen mit Kindern Unterer Zeitstrahl: anthroposophischer Ansatz (Quelle: Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner) Funktionsbeziehungen Mit den Entwicklungsphasen eines Kindes lockert sich die anfänglich sehr enge Bindung zur Bezugsperson. wenn das Kind in die Schule kommt. Anfänglich können sich auch zwei Kinder einen Raum teilen.

Kinderzimmer nicht vollständig durchzuplanen. Farbkontraste und gute Belichtung empfohlen.oder gestaltbare Einrichtungen und auch abwaschbare. Möblierungen et cetera beachtet werden. Raumpilot Grundlagen 245 Wohnen Sicherung von Außenraum (Gartenteiche/ giftige Pflanzen etc. Psychologen raten dazu. bemalbare Wandabschnitte vorzusehen. Damit soll Kindern die Möglichkeit gegeben werden. sich ihre Raumbereiche „anzueignen“ und gleichzeitig kreative Erfahrungen zu sammeln.und Blickbeziehungen nach außen Möblierung: Größe. Fahrrad und Spielgeräte etc. die ständig von Kindern genutzt werden. Farbe. erhöhter Schallschutz Treppengeländer: Greifhöhe und Sicherheit Gebäudeschema mit Hinweisen für eine „Kinder berücksichtigende“ Planung .) und Spielbereichen . Roller. M 1:200 Planungshinweise In Gebäuden und Wohnungen. Fensteröffnungshöhen.Kinder wohnen Sicherung elektrischer Anlagen und Geräte Absturzsicherung Niedrige Brüstungshöhen von Fenstern ermöglichen Kindern Ausblick Niedrige Geschossigkeit ermöglicht Ruf. Daneben sollten auch die besonderen Körpermaße bei Greifhöhen. müssen zahlreiche Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. sondern bewusst veränderbare oder vom Kind selbst wähl. Material Abstellflächen für Kinderwagen. Für die Gestaltung von Bereichen für kleinere Kinder werden warme Farben.

4 Jahre Kinderbett.und Tischhöhen in Abhängigkeit zur Körpergröße von Kindern (siehe auch Kapitel Lernen) Körpergröße ≤ 113 cm 113–127 cm 128–142 cm 143–157 cm 158–172 cm ≥ 173 cm Tischhöhe (a) 46 cm 52 cm 58 cm 64 cm 70 cm 76 cm Sitzflächenhöhe (b) 26 cm 30 cm 34 cm 38 cm a 42 cm 46 cm b 70 70 173 100 120 3 3 3 140 3 50 123 70 3 60 133 70 3 70 143 70 3 90 . 1 .8 Jahre Bettabmessungen mit Mindestbewegungsfläche in Abhängigkeit von Alter und Körpergröße von Kindern. ca.160 163 . ca.1 Jahre Kinderbett. ab 9 Jahren 70 Kinderbett. 5 .Wohnen Orientierungswerte für Stuhl. ca.205 193 213 263 . 0 .233 Einzelbett. ca. M 1:50 246 Raumpilot Grundlagen 190 .278 70 70 3 .

30 m ausreichend. 100 x 60 100 x 205 45 x 55 110 x 65 Empfohlene Möbelstellflächen für ein Ein-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank Zusätzl. Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 1 1 1 1 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Empfohlene Möbelstellflächen für ein Zwei-Personen-Zimmer Anzahl Bett Kleiderschrank 2 1 2 Zusätzl. Entsprechend LBO BW.40 m aufweisen müssen. § 47 eine lichte Höhe von mindestens 2.20 m2 Raumpilot Grundlagen 247 Wohnen . Möbelstück Arbeitstisch Stuhl 1 2 2 Empfohlen (B x T) 100 x 205 cm 220 x 65 cm 110 x 65 cm 110 x 55 cm 100 x 60 cm 45 x 55 cm Flächen für ein Kinderzimmer Empfohlen Ein-Personen-Zimmer Zwei-Personen-Zimmer (bis 6 Jahre) 14 .16 m2 16 . die laut Musterbauordnung 2002. § 34 ist abweichend bereits eine lichte Höhe von 2. Diese Räume müssen natürlich belichtet und belüftet sein.Kinder wohnen Raumdimensionierung Kinderzimmer gelten als Aufenthaltsräume. Das Rohbaumaß der Fensteröffnung muss mindestens ein Achtel der Netto-Grundfläche des Raums einschließlich der Netto-Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben.

111 Spielende Kinder Altersgruppe 6 Jahre 248 Raumpilot Grundlagen 111 .Wohnen Raumhöhen Die Wahrnehmung der dritten Dimension ist bei Kindern stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen.50 m bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Unterteilung in der Vertikalen.111 Kind mit Springseil Altersgruppe 3 Jahre 92 . Kleinere Kinder fühlen sich sicherer und geborgener. sondern stärker auch in der Vertikalen. Räumliche Angebote für Kinder sollten daher auch Perspektivwechsel und Bewegungen in der Vertikalen ermöglichen.78 Klettern Altersgruppe 3 Jahre 92 . Übliche Raumhöhen ab etwa 2. Hochbett mit Leiter Möblierungsvariante mit erhöhtem Podest Kind mit Ball Altersgruppe 3 Jahre 66 . wenn die Raumhöhe ihrer Körpergröße angepasst ist. Kleine Nischen und Höhlen sind willkommene Rückzugsbereiche. Ihr Blick bewegt sich nicht überwiegend in der Horizontalen.129 .

Ausbildung von Nischen und Podesten 111 .129 Springen Altersgruppe 6 Jahre Lesen Altersgruppe 6 Jahre Kinder mit Kaufladen Altersgruppe 6 Jahre 123 Kind mit Eisenbahn Altersgruppe 6 Jahre M 1:50 Raumpilot Grundlagen 249 Wohnen .Kinder wohnen Raummodulation für Kinder.

Wohnen 250 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten Raumpilot Grundlagen 251 Wohnen .

Arbeiten Wohnen 253 254 255 255 256 258 Wohnen und Arbeiten Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Arbeitsplatzgestaltung Beleuchtung Flächenbedarf Arbeitsplatz Arbeiten barrierefrei 252 Raumpilot Grundlagen .

9 Prozent steigen. Ihre Zahl soll entsprechend der Prognose bis 2020 auf 14. Mit diesem Begriff wird das Auflösen der Merkmale fordistisch-tayloristisch geprägter Arbeitsorganisationen beschrieben. Über Jahrzehnte hinweg gewohnte „Grenzen“ .6 Millionen Teleheimarbeitern bei insgesamt 38. Dies entsprach 2. mindestens jedoch einen Arbeitstag pro Woche zu Hause arbeiten. der sich bis 2020 auf 81 Prozent deutlich erhöhen soll. Raumpilot Grundlagen 253 Wohnen . die üblicherweise in einem Büro oder in einem Betrieb ausgeführt werden. Neuere Zahlen zur Entwicklung der Telearbeit liefert eine Studie.Arbeiten Schlafen Entspannen und kommunizieren Ankommen Arbeiten Essen WC Freibereiche Funktionsbeziehungen von einem häuslichen Arbeitsbereich. wie zwischen Arbeitszeit und Freizeit oder zwischen Wohnort und Arbeitsort. Die Technisierung der Arbeit durch die neuen Informations. die komplett oder alternierend.8 Prozent aller Erwerbstätigen ermittelt. Mit der „ Telearbeit“ entwickelte sich eine neue häusliche Arbeitsform. wozu auch die überkommene Trennung zwischen Erwerbstätigkeit und Privatsphäre zählt. die die englische tion“ 2005 Beratungsfirma „Future Founda­ im Auftrag der japanischen Firma „Brother“ erstellt hat. Als „regular homeworking teleworkers“ . die aber mittels IuK-Medien nun teilweise oder komplett zu Hause verrichtet werden. Unter den mobilen „teleworkers“ ermittelte die Studie für 2005 einen Anteil von 39 Prozent.und Kommunikationsmedien (IuK) schuf die Voraussetzung für ortsunabhängiges Arbeiten – auch von zu Hause aus. Unter diesem Begriff werden informationstechnisch gestützte Erwerbstätigkeiten zusammengefasst. werden unbestimmter und verlieren ihre Eindeutigkeit. die Funktionsbeziehungen können in Abhängigkeit von der konkreten Art der Arbeit stark differieren Wohnen und Arbeiten Arbeitswissenschaftler sprechen seit den 1990er Jahren in Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitsformen zunehmend von „Entgrenzungsprozessen“ (Gottschall/Voß 2005). wurden in Deutschland für 2005 6.8 Millionen Erwerbstätigen (2005).

Satellitenbüros können eventuell auch mit anderen Personen zusammen als Nachbarschaftsbüros genutzt werden. denn viele Selbstständige arbeiten nur phasenweise als „Teleheimarbeiter“ von zu Hause aus. den Privatbereich eventuell „störende“ Einflussparameter der Arbeit stellen Kunden. Häufig markiert die Arbeit zu Hause nur die Gründungsphase eines Unternehmens. temporär zuschaltbar Arbeitsplatz im externen Schaltraum. spätere Nutzungswechsel miteinzuplanen. temporär einer der Wohneinheiten zuschaltbar oder getrennt nutzbar + Getrenntes Arbeitszimmer in der Wohneinheit Arbeitsplatz im Satellitenbüro im Gebäude oder im Quartier 254 Raumpilot Grundlagen . Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten und Wohnen überlagern sich Arbeitsplatz im internen Schaltraum mit direktem Zugang von außen Arbeitsplatz im Allraum/Loft Arbeiten flexibel abtrenn­ bar Arbeitsplatz im flexiblen Möbelelement. Nutzungsneutrale Raumzuschnitte oder Schalträume mit getrennten Eingängen können in Hinblick auf spätere Nutzungsänderungen für diesen Bereich sinnvoll sein. Wichtige. Mitarbeiter. bis hin zum getrennten „Satellitenbüro“ an anderer Stelle im Wohngebäude oder im Quartier. mit oder ohne eigenem Eingang.Wohnen Räumliche Kombinationsmöglichkeiten Die Abgrenzung der Bereiche Wohnen und Arbeiten ist abhängig vom genauen Typus der Arbeit und von persönlichen Vorlieben. es reicht vom Zusammenfließen und Überlagern der beiden Bereiche über den abgetrennten Arbeitsraum. Das Spektrum der räumlichen Kombinationsmöglichkeiten von Wohnen und Arbeiten spannt sich entsprechend weit auf. Es scheint gerade für Arbeitsräume und -bereiche sinnvoll. mögliche Anlieferungen und eventuelle Störungen durch Lärm et cetera dar.

000 100. durchschnittlich 500 Lux – Reflexionsgrad der Möbel und Wände beachten. Beleuchtungsstärken in Lux Licht vom Sternenhimmel Licht vom Vollmond Nächtliche Straßenbeleuchtung Energiesparlampe 20 W in 2 m Abstand Gute Arbeitsbeleuchtung Trüber Wintertag Sommertag bei bedecktem Himmel Sommertag bei Sonnenschein 0.30 35 300 . Einer angenehm hellen Raumwirkung steht vielfach ein diffuser.2000 3000 20.24 1 . Beleuchtung – Am Arbeitsplatz werden zwischen 300 und 1000 Lux empfohlen. Dem Vorteil der Effizienz auf der horizontalen Arbeitsebene stehen die Nachteile der meist ungenügenden Raumwirkung durch dunkle Decken und starke Schatten gegenüber. Es bleibt sichtbar. um Blendung zu vermeiden Direkte Beleuchtung Das Licht strahlt von der Leuchte direkt zum Arbeitsplatz. Dies schafft eine effektive Beleuchtungsstärke bei angenehmer Raumwirkung. Indirekt-direkt-Beleuchtung Indirekt-direkt-Beleuchtungen kombinieren die beiden vorigen Konzepte.Arbeiten Arbeitsplatzgestaltung Die Dimensionierung häuslicher Arbeits­ plätze ist von der Art der Arbeit abhängig.01 0. Durch die weitere Miniaturisierung des Arbeitsequipments ist Computerarbeit prinzipiell überall möglich und kann auch temporär in unterschiedlichen Wohn­ bereichen ohne besondere Zusatz­ aus­ stattung stattfinden. schattenarmer Raumeindruck gegenüber. Raumpilot Grundlagen 255 Wohnen .000 Konzept „mildes Licht“ Dieses Beleuchtungskonzept orientiert sich an der Charakteristik des Tageslichts. Das Licht wirkt angenehm mild. Schreibtischoberflächen sollten matt sein. Indirekte Beleuchtung Das Licht der Leuchte reflektiert über die Decke und Wände und strahlt von dort zum Arbeitsplatz zurück.

45 Zur Orientierung: Flächenaufteilung und notwendige Abstände bei einem Schreibtischarbeitsplatz in Arbeitsstätten. M 1:20 256 Raumpilot Grundlagen . 90 ≥ 100 ca. ca. 160 ca. wichtiger ist jedoch die Höhenverstellbarkeit (68 cm bis 76 cm). 180 ca.Wohnen Als Orientierungswert für die Größe eines Arbeitstisches gilt 160 cm x 80 cm Arbeitsfläche. entsprechend DIN 4543/ Teil 1. 200 ca. die eine Anpassung des Tisches an die jeweilige Körpergröße des Nutzers ermöglicht. Die Normhöhe eines Schreibtisches beträgt 72 cm. 80 ca.

siehe auch DIN EN ISO 9241. 72 (individuell einstellbar) 65 62 55 12 20 45 60 ca. 80 ≥ 100 Ansicht üblicher Arbeitsplatz mit Beinfreiraum (gestrichelt).Arbeiten Augen abstan d ca. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 257 Wohnen . entsprechend DIN 4543 Teil 1.

Wohnen
150

150

Arbeiten barrierefrei

ca. 80 ca. 60

ca. 60

ca. 80

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich: links: horizontaler Greifbereich (links eingeschränkt, rechts bei uneingeschränkter Beweglichkeit des Oberkörpers, M 1:20

258

Raumpilot Grundlagen

Arbeiten
150

150

ca. 75 - 90 (individuell einstellbar)

UK Tisch ≥ 67

unterfahrbar

≥ 150

Rollstuhlgerechter Arbeitsbereich und vertikaler Greifbereich bei individuell einstellbarer Arbeitsplattenhöhe, unterfahrbare Bereiche müssen mindestens 90 cm breit sein, M 1:20

≥ 40

≤ 140

Raumpilot Grundlagen

259

Wohnen

Wohnen

260

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Raumpilot Grundlagen

261

Wohnen

Reinigen und pflegen Wohnen

263 263 264 265 265 266 266 266 267 267 267 267 267 267 267 268 269 274 275 276

Funktionen Funktionsbeziehungen Zuordnungen der Sanitärräume im Grundriss Planungsregeln Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Duschwannen Badewannen Toiletten Planerische Besonderheiten Installation Elektro Belichtung und Belüftung Schallschutz Oberflächen Sanitärraumarten Stell- und Bewegungsflächen Rollstuhlgerecht Reinigen und pflegen barrierefrei Beispiel rollstuhlgerechter Sanitärraum

262

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

WC Schlafen Reinigen und pflegen Kinder wohnen Wirtschaften Freibereiche Entspannen und kommunizieren

Kochen

Funktionsbeziehungen Reinigen und pflegen

Funktionen
Sanitärräume bieten den Raum und die Ausstattung für die Körperhygiene und für die Körper- und Gesundheitspflege. Die Größe und Gestaltung von Sanitärräumen im Wohnungsbau variiert in einem breiten Spektrum zwischen flächenoptimierten Funktionsräumen und großzügigen Raum­ bereichen mit Aufenthaltsqualitäten.

von Nutzungszusammenhängen wegen der möglichen Bünde­ lung der Installationen in einem gemeinsamen Schacht von Vorteil sein. Darüber hinaus besteht eine funktionale Beziehung zum hauswirtschaftlichen Bereich. Häufig werden auch hauswirtschaftliche Funktionen in das Bad integriert, insbesondere für das Waschen und Trocknen von Wäsche. Für die Zuordnung der Sanitärräume innerhalb einer Wohnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Jedem Individualraum eine eigene Nasszelle zuzuordnen, stellt eine aufwendige, für die Nutzung aber sehr günstige Lösung dar. Daneben können Nasszellen auch jeweils zwei Individual-

räumen mit direktem Zugang zugeordnet werden. Häufig wird aus ökonomischen Gründen jedoch ein gemeinsames Bad für den gesamten Schlafbereich vorgesehen. Werden Nasszellen direkt mit den Individualräumen gekoppelt, sollte möglichst noch ein weiteres Bad beziehungsweise ein getrenntes WC eingeplant werden, das von den übrigen Räumen aus erreicht werden kann. Aber auch im Fall eines gemeinsamen Bads ist grundsätzlich ein zweites WC (Gäste-WC) zu empfehlen.

Funktionsbeziehungen
Das Bad ist funktional stark an die Individualräume gekoppelt. Eine räumliche Anbindung an die Küche kann unabhängig

Raumpilot Grundlagen

263

Wohnen

Wohnen

Zuordnung der Sanitärräume im Grundriss

Jedem Individualraum ist direkt ein eigener Sanitärraum zugeordnet. Bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Die Beispiele unten zeigen eine Variante, bei der jeweils zwei Individualräumen ein Sanitärraum direkt zugeordnet ist. Auch bei dieser Anordnung muss den Gemeinschaftsbereichen ein zusätzliches WC zugeordnet werden.

Diese Reihe zeigt Anordnungsvarianten bei denen mehreren Individualräumen ein gemeinsamer Sanitärraum zugeordnet ist.

Die Beispiele dieser Reihe zeigen unterschiedliche Anordnungen von Sanitärräumen in Einraum-Wohneinheiten (Lofteinheiten).

264

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Planungsregeln
Entsprechend der Musterbauordnung muss jede Wohnung ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette besitzen (MBO § 48). Fensterlose Bäder sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist (MBO § 43). Bäder können nach Norden orientiert sein. Die LBO BW fordert unter § 36, dass jede Nutzungseinheit mindestens eine Toilette haben muss und dass diese eine ausreichende Lüftung aufweisen muss.

Raumdimensionierung
Im Jahr 2007 wurde die DIN 18022 zurückgezogen, die bisher als wesentliche Planungsgrundlage für die Stell- und Bewegungsflächen im Bad diente. Diese

Angaben zu Mindestmaßen für die Ausstattung von Sanitärräumen in Wohnungen macht die VDI-Richtlinie 6000 Blatt 1 / Februar 2008. Hierin werden detaillierte Hinweise zur Größe von Sanitärobjekten (Stellflächen), zu seitlichen Abstandsflächen zwischen den einzelnen Sanitärobjekten beziehungsweise zu Wänden sowie zu den notwendigen Mindestbewegungsflächen gegeben.

Anstelle eines zweiten Waschbeckens im Bad ist im Mehrpersonenhaushalt meist ein zweiter Waschplatz mit zusätzlicher Dusche an anderer Stelle zu empfehlen, um eine parallele Nutzung zu ermöglichen.

► Bei der Planung eines Sanitärraums müssen auch die Beheizung, die Beleuchtung, die Warmwasserversorgung und gegebenenfalls der Fliesenplan berücksichtigt werden.

Erforderliche Abstände von Sanitärraumausstattungen/Mindestwerte entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen oder Wänden und gegenüberliegenden Stellflächen gegenüberliegenden Stellflächen von Waschmaschine/-trockner Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen für bewegliche Einrichtungen und anliegenden Wänden Erforderliche Abstände zwischen Stellflächen und Türlaibungen ≥ 10 cm ≥ 3 cm Abstände ≥ 75 cm ≥ 90 cm

Raumpilot Grundlagen

265

Wohnen

Norm hatte die Anforderungen an eine barrierefreie Planung nicht berücksichtigt. Im Kontext des demografischen Wandels und im Sinne eines „Universal Design“ sollten aktuelle und zukünftige Planungen von Sanitärräumen nach Möglichkeit den Anforderungen der DIN 18025 beziehungsweise der nachfolgenden DIN 18040 entsprechen.

► Bei der Planung von WC- und Sanitärräumen sollten soweit möglich die Bewegungsmaße für die barrierefreie Badplanung zugrunde gelegt werden.

Wohnen

Einrichtungsmaße
Als Mindestbewegungsfläche vor Sanitär­ objekten sollten in der nicht barrierefreien Planung 75 cm vorgesehen werden. (Die Anforderungen in der VDI Richtlinie 6000 Blatt 1 liegen teilweise darunter). Vor Waschmaschinen und Wäschetrocknern muss auf der Bedienseite eine Fläche von 90 cm freigehalten werden. Die

Bewegungsflächen können sich allerdings sowohl seitlich als auch gegenüberliegend überdecken. Duschwannen Duschwannen sind aufgrund ihres geringen Flächenbedarfs geeignet für kleine Bäder. Wenn möglich sollte eine Duschwanne und zusätzlich eine Badewanne angeord­­ net werden. Die Wannenhöhen von

Standardduschwannen (80 cm x 80 cm oder 90 cm x 75 cm) liegen meist zwischen 6 cm und 26 cm. Für möglichst bodengleiche Duschbereiche können beispielsweise Flach­ wannen (1 bis 2 cm) eingesetzt werden. In der nicht barrierefreien Planung muss vor der Dusche ein Bewegungsraum von mindestens 75 cm x 90 cm vorhanden sein. Für die Einstiegsbreite sollten mindestens 70 cm vorgesehen werden.

Abstandsmaße verschiedener Sanitärobjekte untereinander und zu Wänden/entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Sanitäre Ausstattungsgegenstände Einzelwaschbecken Doppelwaschbecken Einbauwaschtisch mit einem Becken (EWT) 25 20 20 15 15 15 HandEinbauwaschtisch waschbecken mit zwei Becken (EDWT) 25 20 20 15 15 15 (HWB) 25 20 20 20 20 20 20 Sitzwaschbecken Klosettbecken, Spülung vor der Wand (WCa) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Klosettbecken, Spülung für Wandeinbau (WCu) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20 Urinalbecken Duschwanne Badewanne Badewanne

Kurzbezeichnung WB DWB EWT HWB SW WCa / WCu UR DU BW WM / TR Wand Vorwand-Installation Türbereich

WB 25 20 20 20 20 20 20

(DWB) 25 20 20 20 20 20 20

(SWB) 25 25 25 25 25 25 25 25 25 25

(UB) 20 20 20 20 25 20 20 20 20 20

(DU) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 15 20 25 20 20 3 -

(BW) 20 20 20 20 25 20 20 3 3 20

horizontale Leitungsführung: ab 17 cm, vertikale Leitungsführung: ab 25 cm (Maße gelten von Rohwand bis Vorderkante Beplankung, jedoch ohne Fließen) Abstand zu Türöffnungen/Türlaibungen: ≥ 10 cm

266

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

Badewannen Neben Standardwannen (170 cm x 75 cm) sind diverse Sonderformen, wie zum Beispiel runde Badewannen oder Eckbadewannen erhältlich. In der nichtbarrierefreien Planung sollte vor der Wanne ein Bewegungsraum von 90 cm x 75 cm vorhanden sein. Toiletten Wandbecken sind aus hygienischen Gründen den Standbecken vorzuziehen, da sie eine bessere Reinigung ermöglichen. Spülkästen werden im Vergleich zu Druckspülungen aufgrund ihres geringeren Wasserverbrauchs und wegen ihres geringen Geräuschpegels empfohlen.

von etwa 25 cm Tiefe für die vertikale Leitungsführung. Prinzipiell sollten Leitungsführungen für spätere Reparaturen oder Veränderungen möglichst gut zugänglich sein (Revisionsöffnungen). Elektro In Räumen mit Badewanne oder Dusche sind die Schutzbereiche nach der DIN VDE 0100 Teil 701 zu beachten. Belichtung und Belüftung Die Luftqualität innenliegender Bäder und Toiletten kann nur durch mechanische Lüftungsanlagen (das heißt mit Ventila­ toren) nach DIN 18017 wirklich sichergestellt werden. Im hochwertigen Wohnungsbau werden für die einzelnen Wohneinheiten Einzellüftungsanlagen mit eigener Abluftleitung eingeplant. Bei geringerem Standard werden lediglich Einzellüftungsanlagen mit gemeinsamer Abluftleitung eingesetzt, die zwar einen geringeren Leitungsquerschnitt mit sich bringen, aber schalltechnisch nachteilig sind. Fensterlose WC-Räume sollten, wenn möglich, eine motorgesteuerte Sauglüftung erhalten, da eine Schachtlüftung je nach Jahreszeit und topografischer Lage nicht wirkungsvoll arbeitet. Schallschutz Bei der Planung von Sanitärräumen muss der Schallschutz berücksichtigt werden, da Fließgeräusche in den Leitungen und

Armaturen zu erheblichen Belästigungen führen können. Installationsleitungen sollten soweit möglich an Wänden zu weiteren Sanitär- oder Küchenräumen und nicht an Wänden zu Wohn- oder Schlafbereichen geführt werden (DIN 4109 berücksichtigen). Oberflächen Der Bodenbelag muss rutschsicher ausgeführt werden. Empfohlen wird eine Orientierung nach DIN 51130, die Rutschsicherheitswerte „R“ festlegt (R 9: gering; R 13: höchste Rutschsicherheitsklassen).

Planerische Besonderheiten
Installation Aus ökonomischen Gründen sollten die Installationsschächte der Nass­ räume in Wohnungen, wenn möglich, zusammengefasst werden. Bei mehr­ geschossigen Wohnbauten sollten die Bäder und Küchen möglichst an gemeinsamen vertikalen Installationssträngen angeschlos­ sen sein. Die Installationsführung innerhalb des Bads erfolgt üblicherweise entweder in der Wandebene oder in Form einer Vorwandinstallation. Bei letzterer ergibt sich ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 20 cm Tiefe für die horizontale und

Raumpilot Grundlagen

267

Wohnen

Wohnen

Sanitärraumarten/Standardtypen
Toilettenräume Toilettenräume sind mit Toilette und einem Handwaschbecken ausgestattet. Die Mindestgröße liegt bei circa 190 cm x 90 cm oder 165 cm x 115 cm. Duschbad Ein Duschbad wird in größeren Haushalten oft als Ergänzung zum Vollbad eingeplant. Das Duschbad ist meist mit Dusche und Waschtisch ausgestattet. Hierfür ist eine Mindestraumgröße von circa 110 cm x 170 cm notwendig. Duschbad mit Toilette Hierbei handelt es sich um ein Duschbad, (Dusche und Waschtisch), das mit einer Toilette ergänzt wird. Die Mindestgröße beträgt circa 185 cm x 195 cm beziehungsweise circa 165 cm x 200 cm. Wannenbad mit Toilette Ein Wannenbad umfasst eine Badwanne, einen Waschtisch und in der Regel auch eine Toilette. Vollbad mit Toilette Im sogenannten Vollbad sind ein Waschtisch, eine Toilette, eine Badewanne und auch eine Dusche integriert. Diese Ausstattung kann zusätzlich um ein Bidet ergänzt werden.

Einrichtungsmaße von Sanitärobjekten, Geräten und Möbeln/Standardmaße entsprechend VDI 6000 Blatt 1 Waschtische Einzelwaschtisch Doppelwaschtisch Einbauwaschtisch, 1 Becken und Schrank Einbauwaschtisch, 2 Becken und Schrank Handwaschbecken Sitzwaschbecken (Bidet) Wannen Duschwanne Badewanne Toiletten Toiletten mit Vorwand-Spülkasten Toiletten mit Wandeinbau-Spülkasten Urinalbecken Wäschepflegegeräte Waschmaschine Wäschetrockner Badmöbel Hochschrank (Unter-/Oberschrank) ≥ 30 ≥ 40 60 60 60 60 40 40 40 75 60 40 ≥ 80 ≥ 170 ≥ 80 ≥ 75 Breite (cm) ≥ 60 ≥ 120 ≥ 70 ≥ 140 ≥ 45 40 Tiefe (cm) ≥ 55 ≥ 55 ≥ 60 ≥ 60 ≥ 30 60

268

Raumpilot Grundlagen

Reinigen und pflegen

45

60

120 ► Falls kein Hausarbeitsraum geplant ist, müssen im Bad auch Stellflächen und Anschlüsse für Waschmaschine, Wäschetrockner sowie Platz für einen Schmutzwäschebehälter eingeplant werden.

35

55

55

(75)

45

55

(75)

(75)

55

70

75

80

90

150 80

Handwaschbecken

Einzel- und Doppelwaschtisch

Duschwanne

170

40

40

40

60

75

60

40

► Vorgefertigte Sanitärzellen stellen eine mögliche Alternative zu individuell geplanten Sanitärräumen dar.

60 80 80

90

► In aktuellen Wohnbauplanungen werden Bäder mit Aufenthaltsqualitäten und Zusatzausstattungen, wie Sauna oder Whirlpool stärker berücksichtigt. Auch durch einen direkt zugeordneten, nicht einsehbaren Freibereich (z.B. Innenatrium) kann eine Aufwertung dieses Raumbereichs erfolgen.

60

(75)

Badewanne

75

Bidet, WC, Urinal

Stell- und Bewegungsflächen M. 1:50 Werte in Klammern bei gegenüberliegender Anordnung von Sanitärgegenständen

(75)

60

(75)

60

Raumpilot Grundlagen

269

Wohnen

► Auch ein verschließbarer Arzneimittelschrank und Schrankraum für Handtücher und Reinigungsmittel sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

Wohnen

25

40

25

20

40

20

45

20

20

40

20

35

60

60

60

170

(75)

75

60

≥20

45 90

≥20

WC-Räume, Varianten

35

145

65

80

80

20

40

20

45

80

80

80

165

80

20 20 75 215 45 20 60

45

35

125 160

35

90

20

45

20 145

40

20

Duschbäder, mit und ohne Toilette, Varianten

Stell- und BewegungsflächenM. 1:50

270

Raumpilot Grundlagen

20

45

20

165

145

20

Reinigen und pflegen

75

75

60
20

20

60

20

170

≥20

40

170

60

40

20

75

210

60

155 210

55

35

170

20

40

≥20

40

≥20

60

20

60

20

60

20

75

20

60

75

60

90

55

Wannenbäder, mit Toilette, Varianten „Vollbad“

170

80

80

90

60

Raumpilot Grundlagen

271

Wohnen

20

20

Wohnen

85 - 105 40 - 60

55 - 60 160 - 180 80 - 100

272

Raumpilot Grundlagen

0 - 30

Reinigen und pflegen

85 - 105

40

60

20 190

60

50 Stell- und Bewegungsflächen, M 1:20

Raumpilot Grundlagen

273

Wohnen

Wohnen
150 150 95

Reinigen und pflegen barrierefrei
≥ 150
≥ 20 ≥ 30

≥ 150

≥ 95 (≥ 90)

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 70

≥ 150

≥ 150

≥ 150

≥ 150 ≥ 225

Rollstuhlgerechte Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

► Die hier gezeigten Mindestbewegungsflächen für die barrierfreie Sanitärraumplanungen sollten soweit möglich grundsätzlich bei Neu- oder Umbauplanungen berücksichtigt werden. Die Bewegungsflächen werden in diesen Abmessungen benötigt, damit sich Rollstuhlfahrer möglichst selbstständig im Sanitärraum bewegen können. ► In Wohnungen mit mehr als drei Personen ist ein zusätzlicher Sanitärraum mit WC und Waschbecken vorzusehen (DIN 18025 Teil 1 6.2) WC Die Sitzhöhe einschließlich Sitz sollte 48 cm über Oberkante Fertigfußboden (OFF) liegen (46 bis 48 cm, DIN 18040 Entwurf). Bei Bedarf muss Höhenanpassung möglich sein. Die Bewegungsfläche neben dem WC kann prinzipiell in Abhängigkeit von der individuellen Behinderung links oder rechts vom WC angeordnet werden. Waschtisch Der Waschtisch muss für die Belange des Nutzers in die ihm entsprechende Höhe montiert werden können. Er muss flach (15 bis 18 cm) und unterfahrbar sein. Er muss mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Duschplatz Der Sanitärrraum ist mit einem rollstuhlbefahrbaren (stufenlosen) Duschplatz auszustatten. Das nachträgliche Aufstellen einer „mit einem Lifter unterfahrbaren“ Badewanne im Bereich des Duschplatzes muss möglich sein. Lüftung Der Sanitärraum muss eine mechanische Lüftung entsprechend DIN 18017 Teil 3 erhalten. Wände und Decken Wände und Decken müssen zur bedarfsgerechten Befestigung von Halte-, Einrichtungs-, Stütz-, und Hebevorrichtungen tragfähig ausgebildet werden. Armaturen Einhebel-Mischbatterien mit Temperaturbegrenzern und schwenkbarem Auslauf müssen vorgesehen werden.

15

55

► Notwendige Zusatzausstattungen, wie Haltegriffe und Duschsitz sind in den nachfolgenden Schnitten M 1: 20 dargestellt.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf). Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:50

274

Raumpilot Grundlagen

≥ 170

Reinigen und pflegen
180 200
≥ 20 ≥ 20 ≥ 120 ≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

≥ 120

Barrierefreie Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise DIN 18040 (Entwurf), M 1:100

Duschplatz Auch in der barrierefreien Sanitärraumplanung entsprechend DIN 18025 Teil 2 sollte der Sanitärraum mit einem stufenlos begebaren Duschplatz ausgestattet sein. Das nachträgliche Aufstellen einer Badewanne im Bereich des Duschplatzes sollte möglich sein. Waschtisch Unter dem Waschtisch muss Beinfreiraum vorhanden sein. Er sollte mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgestattet sein.

Mögliche Überlagerungen von Bewegungsflächen vor Sanitärobjekten entsprechend DIN 18025 Teil 2 bzw. DIN 18040 (Entwurf), M 1:50

Raumpilot Grundlagen

275

Wohnen

Die Werte in Klammern zeigen die in DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) abweichenden Werte. M 1:20 (28) (65 -) 70 ≥ 245 (≥ 240) 276 Raumpilot Grundlagen (46 -) 48 85 .Wohnen 150 150 95 Rollstuhlgerechter Sanitärraum entsprechend DIN 18025 Teil 1 beziehungsweise DIN 18040 Teil 2 (Entwurf).

Reinigen und pflegen 150 150 95 82 .85 (≤ 80) ≥ 67 ≥ 35 (≤ 10) (≥ 30) (≤ 40) ≥ 55 ≥ 295 ≥ 50 85 Raumpilot Grundlagen 277 Wohnen .

Wohnen 278 Raumpilot Grundlagen .

Wirtschaften Raumpilot Grundlagen 279 Wohnen .

Nähen Wirtschaften barrierefrei 280 Raumpilot Grundlagen .Wirtschaften Wohnen 281 281 281 282 282 282 282 284 Funktionen Zuordnung im Grundriss Raumdimensionierung Einrichtungsmaße Waschen Trocknen Bügeln.

oder Badbereich integriert.und Wohnungspflege notwendig. Dennoch ist im Geschosswohnungsbau ein eigener Hausarbeitsraum eher unüblich und wird meist nur in größeren und/oder exklusiveren Wohnbauten realisiert. Ein direkter Ausgang in private Freibereiche ist günstig. Eine Mindeststellfläche von 3. Ein eigener funktional ausgestatteter Hausarbeitsbereich kann die Hausarbeit erleichtern.60 m Lauflänge wird empfohlen. Der Hausarbeitsbereich sollte möglichst durch Fenster ausreichend belichtet und belüftet sein. Raumdimensionierung Die erforderliche Mindestfläche für einen Hausarbeitsraum beträgt etwa 7 bis 9 m². Kleidungs. Zuordnung im Grundriss Die Verbindung zu Küche oder Bad ist organisatorisch und installationstechnisch sinnvoll. In gemeinschaftlich orientierten Wohnmodellen werden teilweise auch gemeinschaftlich genutzte Wirtschaftsräume mit Waschmaschinen und Trocknern angeboten. Raumpilot Grundlagen 281 Wohnen . In kleineren Einheiten sind diese Funktionen meist in den Küchen. Doch auch ein ausreichend belüfteter und beheizter Kellerraum kann für diese Funktionen genutzt werden.Wirtschaften Ankommen Aufbewahren Wirtschaften Reinigen und pflegen Private Freibereiche Kochen Funktionsbeziehungen Wirtschaften (Hausarbeiten) Funktionen Neben dem Kochbereich und dem Badezimmer sind in Wohnungen auch Flächen für die Wäsche-.

Reinigen und Aufbewahren et cetera unterschieden.und Lagerflächen wichtig. Nähen Für das Bügeln und Nähen sind notwendige Stell. günstig ist die Möglichkeit zur Entlüftung nach außen. Einrichtungsmaße Einrichtungsgegenstand Waschmaschine Wäschetrockner Arbeitsfläche zum Legen der Wäsche Unterschrank mit Waschbecken Platz für Schmutzwäschebehälter Schrankraum für Kleingeräte Stellfläche für Bügelbrett Stellfläche für Nähmaschine Stellflächenbreite 60 cm 60 cm 120 cm 60 cm 60 cm 60 cm 140 bis 170 cm 70 cm Stellflächentiefe 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 60 cm 45 cm 45 cm 282 Raumpilot Grundlagen . Waschen Dieser Bereich umfasst in der Regel eine Waschmaschine mit einer Grundfläche von 60 cm x 60 cm. Der Hausarbeitsbereich kann ähnlich wie die Küche in mehrere Arbeitszentren organisiert werden. Schleudern der Wäsche und den „trockenen“ Hausarbeiten wie Bügeln. Zusätzlich sollten hier die Schmutzwäschebehälter untergebracht werden. Generell wird zwischen den „nassen“ Hausarbeiten wie Waschen. Bügeln. Für die Be. Dar­ über hinaus wird eine Arbeitsfläche von 120 cm empfohlen.und Entlüftung gibt es unterschiedliche Gerätesysteme.Wohnen Einrichtungsmaße Im Hausarbeitsbereich sind die gleichen Bewegungsmaße wie im Küchenbereich erforderlich (120 cm beziehungsweise 150 cm in der rollstuhlgerechten Planung). Günstig ist die Anordnung eines Waschbeckens mit einer Arbeitsflä- che direkt neben der Waschmaschine zum Sortieren und Vorbehandeln der Wäsche. Trocknen. Nähen. Trocknen Übliche Trockner haben ebenfalls eine Grundfläche von 60 cm x 60 cm.

Wirtschaften 360 60 60 60 60 120 60 180 120 160 40 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen 60 40 60 100 Schnitt Bügeln 250 140 120 70 60 60 120 180 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln M 1:50 Raumpilot Grundlagen 283 85 Wohnen .

Wohnen 150 Wirtschaften barrierefrei 360 60 60 60 60 120 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Waschen und Trocknen rollstuhlgerecht. M 1:50 250 140 120 70 60 ≥ 150 210 60 Einrichtungsmaße und Bewegungsflächen Bügeln rollstuhlgerecht. M 1:50 284 Raumpilot Grundlagen ≥ 150 210 .

Aufbewahren Raumpilot Grundlagen 285 Wohnen .

Wohnen Aufbewahren 287 288 290 Planungsgrundlagen Aufbewahrungsmöglichkeiten Aufbewahren barrierefrei 286 Raumpilot Grundlagen .

§ 48. 5). ä. Die frühere MBO 1997 forderte unter § 45 Wohnungen für jede Wohnung einen Abstellraum mit 6 m² Mindestfläche. Orientierungswerte für Abstellräume in Wohnungen Raumpilot Grundlagen 287 Wohnen . Hinweis: Die LBO BW fordert unter § 35 „Wohnungen“: Für jede Wohnung muss ein Abstellraum zur Verfügung stehen (LBO BW 2007 . 2). Im Gesetzentwurf zur Novellierung der LBO BW ist hier eine Änderung vorgesehen: „Bei Wohngebäuden mit mindestens 20 Wohnungen muss für jede Wohnung ein Abstellraum zur Verfügung stehen“ (Gesetzentwurf der Landesregierung zur Novellierung der LBO BW 2009). Abstellräume beziehungsweise Abstellmöglichkeiten für Sperriges und andere Gegenstände vorzusehen.Aufbewahren Arbeiten Schlafen Ankommen Kochen Aufbewahren Essen Kinder wohnen Freiflächen Wirtschaften Funktionsbeziehungen Aufbewahren Planungsgrundlagen Bei der Planung von Wohnungen ist es wichtig. Die neue MBO 2002 formuliert die Anforderung offener: „In Wohngebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 sind leicht erreichbare und zugängliche Abstellräume für Kinderwagen und Fahrräder sowie für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum herzustellen“ (MBO 2002. Abstellfläche 6 m² 1 m² in der Wohnung 5 m² im Keller o. Davon sollte mindestens 1 m² innerhalb der Wohnung angeordnet sein. § 35.

Wohnen Aufbewahrungsmöglichkeiten 500 Beispiel für einen Einbauschrank zum Abstellen von Reinigungsgeräten et cetera Ansicht Kellerabstellraum 5 m2 35 20 160 19 26 41 60 120 60 35 39 30 Unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten (Maßangaben sind nur Orientierungswerte) 288 Raumpilot Grundlagen 41 .

Aufbewahren 17 .24 28 .32 11 7 14 1 13 29 8 32 18 .33 20 .190 110 80 87 112 40 140 .30 55 150 .150 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 289 Wohnen .27 22 .180 85 60 60 76 60 40 140 140 .

140 40 .Wohnen 40 .140 Aufbewahren barrierefrei ≤ 140 ≥ 40 ≥ 150 (120) ≥ 90 ≥ 150 (120) ≥ 90 M 1:50 Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) Abstellraum in der rollstuhlgerechten Planung entsprechend DIN 18025 Teil 2 und DIN 18040 Teil 2 (Entwurf) 290 Raumpilot Grundlagen ≥ 40 ≤ 140 .

90 120 120 60 60 Varianten von Schranktüren M 1:50 60 Raumpilot Grundlagen 291 Wohnen .140 ≥ 150 Beispiel für einen Paternoster-Schrank. der für Rollstuhlfahrer günstig ist 120 75 .Aufbewahren 40 .

Wohnen 292 Raumpilot Grundlagen .

Entsorgen Raumpilot Grundlagen 293 Wohnen .

Wohnen Entsorgen 295 295 295 295 295 296 297 297 298 298 300 301 301 302 Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Begriffe Haushaltsabfälle Abfallbereitstellung und -entsorgung Allgemein geltende Verordnungen Dimensionierung der Abfallbehälter und Lage der Standplätze Allgemeine Planungshinweise Behälterarten Offene Abfallsammelbehälter Offene Abfallsammelbehälter mit Ummauerung Abfallbehälterschränke Abfallbehälterräume Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 294 Raumpilot Grundlagen .

Im Bereich der Haushaltsabfälle kann man folgende Abfallarten unterscheiden: Papier.9 Millionen Tonnen produziert. Verbundverpackungen.9 MillionenTonnen).8 Mil­ lionen Tonnen stammten 2006 aus Haushaltsabfällen. das entspricht circa 1. Bioabfälle. Pappe. Die Sortierung wird auf kommunaler Ebene durch die jeweilige Abfallentsorgungssatzung festgelegt. Verbunde. Entsprechend diesem Gesetz und der DIN 30706-1 wird mit Hausabfall „beweglicher fester Abfall bestimmter Herkunft“ bezeichnet. Parkabfälle 40% Andere getrennt gesammelte Fraktionen 20% Glas 5% 4% Papier. Abfälle aus Produktion und Gewerbe (56 Millionen Tonnen) und Abfälle aus dem Bergbau (41. Haushaltsabfälle Im Wohnbereich fallen täglich verschiedene Haushaltsabfälle an.8 Mio t 35% Biotonne 10% Garten-.und Abbruchabfälle (196.24 kg pro Einwohner pro Tag. das entspricht circa 1. die in der Abfallentsorgungssatzung festgelegt sind. Durch dieses System ergeben sich gewisse Anforderungen für die Abfallbereitstellung. Metalle. Auf Landesebene gilt zusätzlich das jeweilige Landesabfallgesetz (LAbfG). Das kommunale Abfallgesetz gibt also die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Planung der Sammeleinrichtungen von Haushaltsabfällen vor. Textilien. Abfallbereitstellung und -entsorgung Der von den Haushalten bereitgestellte Abfall wird in Deutschland vom zuständigen Abfallentsorgungsunternehmen im sogenannten „Holsystem“ getrennt eingesammelt. Hausmüll. Pappe. Der Oberbegriff „Hausabfall“ umfasst Sperrabfall (Sperrmüll). Doch mehr als 40. Bei der Sammlung gilt das Prinzip der Abfalltrennung. Es hat 1996 das frühere „Gesetz zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (AbfG)“ abgelöst und regelt seither den Umgang mit und die Entsorgung von Abfällen. Glas.und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ist das zentrale Gesetz des deutschen Abfallrechts. Wiesbaden 2008) ► Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll). ähnliche Gewerbeabfälle Sperrmüll 6% 9% 40. Der größte Anteil entfiel dabei auf Bau. Kunststoffe Zusammensetzung der Haushaltsabfälle in Deutschland 2006 (Quelle: Statistisches Bundesamt.Entsorgen Grundlagen der Entsorgung von Haushaltsabfällen Abfallaufkommen in Deutschland Entsprechend den Erhebungen des Statis­ tischen Bundesamts wurde von Bürgern und Industrie in Deutschland im Jahr 2006 ein Abfallaufkommen von insgesamt 340. Textilien usw. Kunststoffe. Haushaltsabfall und haushaltsähnlichen Gewerbeabfall. ► Als erster Orientierungswert für die Planung kann angenommen werden: 45 l Müllanfall = Restmüll + Biotonne pro Person pro Woche Raumpilot Grundlagen 295 Wohnen . Sondermüll und Restmüll. Begriffe Das Kreislaufwirtschaft. Abfallentsorgung 2006.4 Millionen Tonnen). Entsprechend der Abfallbilanz der Länder entfielen auf jeden Einwohner in Deutschland im Jahr 2006 insgesamt 454 kg Haushaltsabfälle (inklusive Sperrmüll).) 11% Leichtverpackungen. Kartonagen Sonstiges (Metalle.24 kg pro Einwohner pro Tag.

Abfallsammelräume müssen eine ständig wirksame Lüftung haben. Abs. dicht.2) 97 75 54 36 20 33 22 54 36 20 Abmessungen verschiedener Müllbehälter für den Wohnbereich 296 Raumpilot Grundlagen 48 47 M 1:50 . wenn die Abfallsammelräume die nachfolgenden Anforderungen erfüllen: 1. Die Abfallbehälter müssen unmittelbar vom Freien entleert werden können. 2. Öffnungen vom Gebäudeinnern zum Aufstellraum müssen feuerhemmende. (MBO § 45. 3. Die Musterbauordnung gibt daher unter § 45 vor: „Innerhalb von Gebäuden dürfen feste Abfallstoffe vorübergehend aufbewahrt werden. Trennwände und Decken müssen als raumabschließende Bauteile die Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Wände besitzen.Wohnen Allgemein geltende Verordnungen Feste Abfälle haben eine hohe Brandlast und häufig geht von ihnen eine Geruchsbelästigung aus.und selbstschließende Abschlüsse haben. in Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 (Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen oder Nutzflächen von 400 m²) jedoch nur. siehe hierzu auch LBO BW § 33. 4.

Die Durchgänge müssen mindestens 2 m hoch und 1 m breit sein. Der Standplatz sollte mit ausreichendem Abstand zu Aufenthaltsräumen und zu Grundstücksgrenzen angeordnet werden. (Die individuell anfallende Abfallmenge kann jedoch sehr unterschiedlich sein). Seite 14-16).50 m erforderlich (Angaben entsprechend der Richtlinie GUV-VC 27 . Genauere Informationen gibt das zuständige Abfall­ entsorgungsunternehmen. (Die frühere MBO 1997 empfahl mindestens 5 m Abstand von Öffnungen in Aufenthaltsräumen und mindestens 2 m Abstand zur Grundstücksgrenze). Der Standplatz sollte von der Zufahrtsstraße für das Sammelfahrzeug nicht weiter als 15 m entfernt liegen. Allgemeine Planungshinweise Der Flächenbedarf für den Standplatz von Abfallsammelbehältern sollte nicht zu knapp kalkuliert werden. bei Großmüllbehältern ist eine Wegbreite von 1.20 m breit sein. Die Standplatzfläche sollte möglichst ebenerdig. Standplatz und Zugangswege müssen unfallsicher und vom Fahrweg her ohne Stufen ausgeführt werden. Außerdem ist eine ausreichende Beleuchtung erforderlich. Türen im Zugangsweg sollten mit einer Arretierung ausgestattet sein. befestigt und trittsicher sein. Die Bewegungsfläche vor den Abfallbehälterreihen sollte mindestens 1. Mithilfe des Orientierungswerts von etwa 45 Liter Restmüll plus Biotonne pro Einwohner und Woche lässt sich die Abfallmenge grob schätzen. Der Standplatz muss leicht erreichbar und gut zugänglich sowie möglichst witterungsgeschützt sein. Raumpilot Grundlagen 297 Wohnen . um den Transport der Behälter zu erleichtern. denn oft werden zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Behälter aufgestellt.Entsorgen Dimensionierung der Abfallsammelbehälter und Lage der Standplätze Parameter zur Bestimmung der benötigten Anzahl an Abfallbehältern sind bei Wohnungsbauten die Bewohneranzahl und der Abfuhrturnus des Abfallentsorgungsunternehmens. Visuelle Störungen und Geruchsbelästigungen von Aufenthaltsräumen und privaten Freibereichen sollten möglichst vermieden werden.

1021 max. 1021 max. 100 l 472 ± 5 558 max. h+l b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 1 V b l h 80 l 480 ± 5 555 max. die bei der Planung berücksichtigt werden müssen: – offene Behälterstandplätze im Freien – Abfallbehälterschränke – Abfallbehälterräume Offene Behälterstandplätze Die einfachste und kostengünstigste Lösung sind offene Behälterstände. Ohne Überdachung sind die Behälter den Witterungseinflüssen (Einfrieren. 130 l 472 ± 5 558 max. 298 Raumpilot Grundlagen l h . Es gibt im wesentlichen drei unterschiedliche Standplatzarten für Abfallsammelbehälter. Sie werden zur Abschirmung häufig umpflanzt oder in Mauernischen integriert. aufgeführt. 120 l 505 ± 5 555 max. Jede Ausführungsweise bringt spezifische Vor. 140 l 505 ± 5 555 max. 1100 max. 210 l 546 ± 5 730 max. 240 l 580 ± 5 740 max.Wohnen Behälterarten Abmessungen von Abfallsammelbehältern sind in der DIN EN 840-1 bis 4. 1115 max. Fahrbare Abfallsammelbehälter. 880 max. Die DIN EN unterscheidet zwischen Behältern mit zwei oder vier Rädern. 975 max.und Nachteile mit sich. 1095 max. 1005 max. 340 l 685 max. Regen) ausgesetzt. 1100 max.

1470 max. M 1:50 l Raumpilot Grundlagen 299 Wohnen h h . 1470 max. 1170 max. 1470 max.Entsorgen h+l b b Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 2 V b l h 500 l 1370 ± 10 740 max. 1000 l 1370 ± 10 1190 max. 1480 max. l Abmessungen für fahrbare Abfallsammelbehälter nach DIN EN 840/ Teil 3 V b l h 770 l 1370 ± 10 1100 max. 1425 max. 1470 max. 1250 max. 1300 l 1370 ± 10 1245 max. 660 l 1370 ± 10 850 max. 1370 max. 1100 l 1370 ± 10 1190 max. 770 l 1370 ± 10 870 max. 1100 l 1370 ± 10 1245 max. 1200 l 1370 ± 10 1190 max.

90 80 ≥ 120 empf.Wohnen Offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung 119 64 80 200 78 70 . 110 120 340 110 Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 240 l und 660 l 160 220 M 1:50 300 Raumpilot Grundlagen .

Ein solcher Raum muss durch Lüftungsöffnungen belüftet sein. 320 160 80 feuerhemmende. die sich in der Tür. damit er leicht gereinigt werden kann. Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l. . dichtund selbstschließende Tür 110 120 340 110 Beispiel für einen Abfallbehälterraum M 1:50 Raumpilot Grundlagen 301 Wohnen Abfallbehälterschränke In Abfallbehälterschränken sind die Sammelbehälter besser geschützt als auf offenen Standplätzen und damit auch hygienischer untergebracht.Entsorgen Abfallbehälterschränke und Abfallbehälterräume Ausgang unmittelbar ins Freie ständig wirksame Lüftung feuerbeständige Wände und Decken 80 Abfallbehälterräume Ein Abfallbehälterraum kann neben Garagen oder in Nebengebäuden angeordnet werden. Ausführungsanforderungen werden beschrieben in der DIN EN 15132/ Dezember 2006. Der Fußboden sollte ein Gefälle von 2 Prozent haben. Rückwand oder auf dem Dach befinden können. Für die Reinigung ist ein Bodenablauf und ein Wasseranschluss vorzusehen. An Abfallbehälterräume innerhalb von Gebäuden der Gebäudeklassen 3 bis 5 werden aufgrund der hohen Brandgefahr von festen Abfällen besondere Anforderungen gestellt (MBO § 45).

M 1:50 302 Raumpilot Grundlagen . links mit Ummauerung zur Abschirmung von Sammelbehältern mit 660 l.85 ≥ 150 70 ≥ 150 ≥ 150 ≥ 150 Barrierefreie Planung. rechts offen mit Sammelbehälter 240 l. rollstuhlgerecht: Beispiel für offene Abfallbehälterstandplätze.Wohnen 85 Barrierefreie Abfallbehälterstandplätze 25 70 .

Nutzungsneutral Raumpilot Grundlagen 303 Wohnen .

Nutzungsneutral Wohnen 305 306 307 308 309 Einleitung Quadratischer nutzungsneutraler Raum Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 (barrierefrei) 304 Raumpilot Grundlagen .

Unter diesen Voraussetzungen kann in einem nutzungsneutralen Raum sowohl ein Elternzimmer. ein Gästezimmer und bei entsprechender Installationsführung auch eine Küche beziehungsweise Essküche oder ein Bad eingerichtet werden. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzungsneutralität eines Raums sind daher eine Raumgröße mit einem gewissen „Flächenüberschuss“ . Den üblichen Nutzungsanforderungen an gemeinschaftliche Wohnräume können die hier betrachteten nutzungsneutralen Raumzuschnitte jedoch nur eingeschränkt entsprechen. aber bei zu geringer Raumgröße oder ungünstigem Raumzuschnitt können alternativ gewünschte Raummöblierungen eventuell nicht in einem Raum untergebracht werden. da das Doppelbett mit seinen notwendigen Bewegungsflächen üblicherweise das größte zu berücksichtigende Möblierungs­ element darstellt. Zwar sind die meisten Räume bis zu einem gewissen Grad unterschiedlich nutzbar. so dass der Raum unterschiedlich möbliert werden kann. Darüber hinaus sollen auch die Mindestabmessungen für einen nutzungsneutralen Raum in der barrierefreien Planung gezeigt werden: – nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht (entsprechend DIN 18025 Teil 1) – nutzungsneutraler Raum barrierefrei (entsprechend DIN 18025 Teil 2). Raumpilot Grundlagen 305 Wohnen . Die wesentlichen Planungsparameter sollen an Hand von zwei unterschiedlichen Raumproportionen betrachtet werden: – quadratischer nutzungsneutraler Raum – rechteckiger nutzungsneutraler Raum. Die hier betrachteten Raumgrößen entsprechen eher Individualräumen und nicht Gemeinschaftsräumen. eine günstige Raumproportion und eine günstige Positionierung der Türen und Fenster. ein Kinderzimmer.Nutzungsneutral Einleitung Mit dem Begriff „Nutzungsneutralität“ wird die funktionale Offenheit von Einzelräumen bezeichnet. da hierfür meist größere Raumabmessungen benötigt werden. ein Esszimmer. so dass für Nutzungswechsel Einschränkungen entstehen. ein Arbeitszimmer. Zur Bemessung der Mindestgröße wird die Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett als maßgebend angenommen.

≥ 380 . Dies entspricht auch den Empfehlungen des Schweizer Wohnungs-Bewertungs-Systems WBS (Bundesamt für Wohnungswesen BWO.210 ≥ 90 60 ≥ 350 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 306 Raumpilot Grundlagen .360 ≥ 350 .360 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer.360 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.390 ≥ 380 .390 200 .210 ≥ ca.360 ≥ 350 .390 ≥ 380 . Arbeitszimmer. 14m2 Als Mindesttiefe der Bewegungsfläche sind 70 cm erforderlich.und Bewegungsfläche von 360 cm x 380 cm. Grundsätzlich wird jedoch zur langfristigen und möglichst universellen Nutzbarkeit eine 90 cm tiefe Bewegungsfläche empfohlen. Seite 22 f.390 ≥ 350 .). 2000. ≥ 90 200 .Wohnen ≥ 90 Quadratischer nutzungsneutraler Raum Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers mit Doppelbett und Schrank ergeben sich für einen nutzungsneutralen quadratischen Raum Mindestabmessungen für die Stell.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 380 .

und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 440 . 14m2 Empfohlene Mindestabmessungen der Stell.450 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) 60 ≥ 90 307 .300 M 1:100 Raumpilot Grundlagen ≥ 440 . Arbeitszimmer.210 ≥ 290 .450 ≥ 290 .Nutzungsneutral ≥ 90 Rechteckiger nutzungsneutraler Raum Bei einer rechteckigen Raumgeometrie ergeben sich entsprechend bei einer Bewegungsfläche von 90 cm Breite Mindestabmessungen der Stell.450 200 .300 ≥ 440 .210 ≥ ca.300 ≥ 290 .300 ≥ 90 ≥ 440 .450 ≥ 290 .und Bewegungsfläche von 300 cm x 440 cm. Wohnen 200 .

480 200 .480 ≥ 470 .210 ≥ ca. 20m2 Die Bewegungsfläche vor Schränken muss mindestens 150 cm breit sein. Entlang der Betteinstiegsseite des NichtRollstuhlnutzers genügen 120 cm Breite (damit der Rollstuhlfahrer auch diese Seite anfahren kann. Arbeitszimmer.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 150 ≥ 470 .Wohnen 20m2+ ≥ 120 Nutzungsneutraler Raum rollstuhlgerecht Die Bewegungsfläche entlang einer Längsseite des Bettes muss über die gesamte Bettlänge mindestens 150 cm breit sein. Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 308 Raumpilot Grundlagen .420 ≥ 90 ≥ 410 .und Bewegungsfläche von 420 cm x 470 cm.420 ≥ 470 .210 ≥ 150 ≥ 410 .420 ≥ 410 . Mindestabmessungen der Stell. damit der Rollstuhlfahrer wenden kann.420 60 ≥ 470 .480 ≥ 90 Möblierungsbeispiele quadratischer nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. ≥ 90 200 .480 ≥ 90 ≥ 410 . entsprechend DIN 18025 Teil 1 und DIN 18040 Teil 2 / Entwurf). Ausgehend von der Möblierung eines Elternschlafzimmers ergeben sich für einen rollstuhlgerechten nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.

und Bewegungsfläche von 360 cm x 410 cm.und Bewegungsflächen ausgehend vom Elternschlafzimmer ≥ 410 . Küche mit Essplatz (bei entsprechender Installation) M 1:100 Raumpilot Grundlagen 309 Wohnen ≥ 120 . Arbeitszimmer.420 ≥ 80 ≥ 350 .360 ≥ 350 .420 ≥ 80 ≥ 350 .420 200 .360 ≥ 410 . Regalen.360 ≥ 410 . vor Möbeln wie Schränken. 15m2 ≥ 80 200 . Daraus ergeben sich für einen barrierefreien (nicht rollstuhlgerechten) nutzungsneutralen Raum Mindestabmessungen der Stell.210 ≥ 90 ≥ ca.210 ≥ 90 60 ≥ 350 .420 ≥ 80 Möblierungsbeispiele rechteckiger nutzungsneutraler Raum: Kinderzimmer. ≥ 410 .Nutzungsneutral 15m2+ Nutzungsneutraler Raum nach DIN 18025 Teil 2 beziehungsweise nach DIN 18040-2 (Entwurf) Die Bewegungsfläche muss mindestens 120 cm breit sein entlang einer Längsseite eines Bettes. Kommoden und Betten muss sie mindestens 90 cm tief sein.360 Mindestabmessungen der Stell.

Wohnen 310 Raumpilot Grundlagen .

Private Freibereiche Raumpilot Grundlagen 311 Wohnen .

Private Freibereiche Wohnen 313 313 313 313 314 315 315 315 316 318 Einleitung Den Wohnfunktionen zugeordnet Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Im Wohnungsvorbereich Grundtypen privater Freibereiche Einflussfaktoren auf die Planung Ausstattung Wohnflächenberechnung Geländer und Umwehrungen Private Freibereiche barrierefrei 312 Raumpilot Grundlagen .

und dem Außenbereich des Wohnens und damit auch an den Schnittstellen zwischen privater und öffentlicher Sphäre. zum Wäschetrocknen et cetera genutzt werden. Den Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet Daneben können Freiflächen auch den Küchen oder Hauswirtschaftsbereichen zugeordnet sein und beispielsweise für Küchenarbeiten. Raumpilot Grundlagen 313 Wohnen . können Freibereiche unterschiedlichen Funktionen dienen: Den Wohnfunktionen zugeordnet Die den Wohn-. Sie können beispielsweise genutzt werden: – als Essplatz – als Arbeitsplatz – als Leseplatz – zum Entspannen und Sonnen – als Spielbereich der Kinder – zum Treffen und Feiern. Sie können als zusätzliche Raumangebote den Wohnwert einer Wohnung erheblich erhöhen. unterschiedlich nutzbare Raumbereiche. Je nachdem. welchen Nutzungsbereichen sie zugeordnet sind.und Arbeitsbereichen zugeordneten Freiflächen sind meist stärker nach außen abgeschirmt und erweitern in der wärmeren Jahreszeit die privaten Wohnräume um zusätzliche. Im Wohnungsvorbereich Ein Laubengang zum Beispiel kann eine Wohnung in den öffentlichen oder gemeinschaftlichen Raum hinein erweitern oder Raum für Nachbarschaftstreffs bieten. Ess.Private Freibereiche Ankommen Schlafen Private Freibereiche Wirtschaften Kochen Essen Kinder wohnen Arbeiten Entspannen und kommunizieren Funktionsbeziehungen Private Freibereiche Einleitung Private Außenräume bilden Schwellenräume am Übergang zwischen dem Innen.

Mit entsprechender Zusatzheizung kann er energieaufwendig ganzjährig genutzt werden. 314 Raumpilot Grundlagen . Terrasse Abweichend vom Balkon ist die Terrasse unterbaut.Wohnen Grundtypen privater Freibereiche Freibereichstypen. Geschossrücksprung. Loggia Loggia-Außenraum ist in die Gebäudemasse „eingeschnitten“ . Liegt innerhalb des Grundrisses. Balkon Hängt als eigenes Bauelement vor der Fassade. Atrium Rundum raumhoch umschlossen. Grundprinzipien M 1:750 Neben den hier gezeigten vier Grundtypen von privaten Freiflächen sind zahlreiche weitere Abwandlungen und Mischformen möglich. Eine Sonderform stellt der verglaste oder teilverglaste Wintergarten dar. das heißt von zwei oder drei Seiten und nach oben umschlossen. in der Regel nach oben offener Außenraum. das heißt es ist von Räumen oder Fassadenelementen umschlossen. Durch den vollständigen Witterungsschutz ermöglicht ein Wintergarten längere Nutzungsdauer im Jahresverlauf. Kann konstruktiv auskragend oder mit eigener Tragkonstruktion ausgeführt werden. Bei Terrassen über beheizten Geschoss sind entsprechende Dämm. Sie kann auch auf einem Geschoss aufgebaut sein (auf Garage.und Abdichtungsmaßnahmen notwendig. Dachterrasse) oder auf dem Erdreich.

die Grundfläche von beheizten Wintergärten voll (siehe hierzu auch Kapitel „Wohnen – Ökonomie“). überdacht) zu einem gewissen Teil in die Wohnflä- chenberechnung einbezogen werden.Städtebau“) Ausstattung – Schrank. eventuell kann ein Stauschrank für das Abstellen von Gartenmöbeln et cetera sinnvoll sein – Stromanschluss – Wasseranschluss.55 30 Einflussfaktoren auf die Planung – Himmelsrichtungen (Besonnungszeiten) – Witterungseinflüsse (Zugwind) – externe Störfaktoren (zum Beispiel Verkehrslärm oder die Einsehbarkeit von Nachbargebäuden) – Funktionsbeziehung (zum Beispiel Lage in Beziehung zu den Wohnfunktionen) – rechtliche Faktoren. Auf die Grundflächen werden angerechnet: – die Grundflächen von Balkonen. Die Vorschriften der Wohnflächenverordnung (WoFlV gelten für Wohnflächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. Wohnflächenberechnung Die Außenraumfläche kann je nach Art der Umschließung (umschlossen. – die Grundfläche von unbeheizten Wintergärten zur Hälfte.Private Freibereiche Stehende Person Sitzplatz für zwei Personen 80 80 70 70 90 65 30 50 . Bei der Planung müssen auch baurechtliche Vorgaben (Abstandsregel et cetera) beachtet werden (siehe Kapitel „Wohnen . maximal jedoch bis zur Hälfte. 135 Raumpilot Grundlagen 315 Wohnen .55 ≥ 80 240 50 . Loggien und Terrassen in der Regel zu einem Viertel.

Umwehrungen zur Sicherung von Öffnungen in begehbaren Decken und Dächern sowie Umwehrungen von Flächen mit einer Absturzhöhe von 1 m bis 12 m: 0.90 m hoch sein.20 m beträgt.80 m verringert werden. Entsprechend der LBOAVO § 4 „Umwehrungen“ gilt für Baden-Württemberg: (2) Bei einer Absturzhöhe von über 1 m muss die Umwehrung mindestens 0.Wohnen Liegestuhl Sitzende Person 80 80 70 140 200 270 70 70 150 Geländer und Umwehrungen Anforderungen an Brüstungshöhen sind in der Musterbauordnung und in den Landesbauordnungen festgelegt. Die Höhe der Umwehrung darf auf 0.90 m.10 m. Umwehrungen von Flächen mit mehr als 12 m Absturzhöhe: 1. (Anforderungen an die Gestaltung von Geländern und Umwehrungen siehe Kapitel „Grundlagen – Treppe“ . 2. Seite 65). wenn die Tiefe der Umwehrung mindestens 0. Die MBO 2002 führt für Umwehrungen (außer Fensterbrüs­ tungen) unter § 38 (4) folgende Mindesthöhen auf: 1. 316 Raumpilot Grundlagen 185 .

Private Freibereiche Sitzplatz für vier Personen Sitzplatz für sechs Personen 80 80 70 ≥ 130 bei 4 Personen 50 .55 65 ≥ 230 ≥ 290 65 50 .55 ≥ 180 ≥ 80 65 ≥ 280 Raumpilot Grundlagen 317 Wohnen .55 ≥ 80 240 50 .55 30 30 50 .55 30 30 50 .55 200 65 30 70 30 50 .

Teil 1 und Teil 2).Wohnen 60 Private Freibereiche barrierefrei Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 Lichte Durchgangsbreite ≥ 90 ≥ 150 70 ≥ 150 30 50 . Brüstungen in mindestens einem Aufenthaltsraum der Wohnung und von Freisitzen sollten ab 60 cm Höhe durchsichtig sein (18025.55 80 ≥ 310 Bei Unterfahrbarkeit von Ausstattungsgegenständen und Tischen muss für den Rollstuhlfahrer jeweils mindestens 90 cm Anfahrbreite unterfahrbar sein! 150 ► Entsprechend DIN sollte jeder Wohnung ein mindestens 4.5 m² großer Freisitz (Terrasse. Loggia oder Balkon) zugeordnet werden (DIN 18025. 318 Raumpilot Grundlagen 65 ≥ 215 80 . Teil 1 und Teil 2).

4. zum Beispiel: – wannenförmiger Entwässerungsrost gegebenenfalls beheizbar mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung – Gefälle der wasserführenden Ebenen – Schlagregen.Private Freibereiche 60 Barrierefreier Terrassenausgang mit Schwelle ≤ 2 cm. die zwischen Planer.und Spritzwasserschutz durch Über­ dachung – Türrahmen mit Flanschkonstruktion – zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung“ (Fachregel für Abdichtungen – Flachdachrichtlinie. ≥ 200 Blickdurchlässigkeit der Brüstungen ab 60 cm Höhe beachten! ≥ 90 . Oktober 2008. gegebenenfalls auch in Kombination.110 85 M 1:10 Gitterrost 15 ≥ 150 Raumpilot Grundlagen 319 Wohnen . Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind. Vor der Tür ist eine Rinne mit Gitterrostabdeckung angeordnet.4. „Barrierefreie Übergänge erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen. 3). Die Abdichtung allein kann die Dichtigkeit am Türanschluss nicht sicherstellen. Deshalb sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

Wohnen 320 Raumpilot Grundlagen .

Ökonomie Raumpilot Grundlagen 321 Wohnen .

Wohnen Ökonomie 323 324 325 326 327 328 330 Flächenberechnung nach Wohnflächenberechnung (WoFLV) Flächenberechnung nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) Flächenberechnung nach DIN 277 Wohnflächenberechnung Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baunutzungskosten Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche 322 Raumpilot Grundlagen .

zur Hälfte bei Räumen mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m und weniger als 2 m angerechnet. In dieser Verordnung können beispielsweise der Balkon bis zur Hälfte. Die Vorschriften der WoFlV gelten für Flächenberechnungen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. Tür. Flure) unterschiedlich angerechnet.und Fensterlaibungen erst ab 13 cm Tiefe angerechnet werden. voll anrechenbar (enthält Laibungen größer 13 cm Tiefe) Wohnfläche. Raumpilot Grundlagen 323 Wohnen . Grundflächen werden vollständig (bei Räumen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m. Abhängig von der Berechnungsmethode erhält man also für das gleiche Gebäude verschiedene Werte.Ökonomie Flächenberechnung Zur Flächenermittlung eines Gebäudes gibt es mehrere Berechnungsgrundlagen: – Wohnflächenverordnung (WoFlV) – Baunutzungsverordnung (BauNOV) – DIN 277 . Wohnfläche. bis zur Hälfte anrechenbar Flächenberechnung WoFlV Zur Ermittlung der genauen Wohnfläche wird im Wohnungsbau meist die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) herangezogen. Flur) fließen hier nicht in die Wohnfläche ein. Technische Funktionsflächen (Installationsschächte) und Verkehrsflächen (Treppenhaus. Je nach Richtlinie oder Norm werden Elemente von Gebäuden (zum Beispiel Balkone.

Die Geschossfläche (GF) unterscheidet sich häufig geringfügig von der Grundfläche eines Gebäudes.Wohnen Flächenberechnung BauNVO (Baunutzungsverordnung) In der Baunutzungsverordnung wird festgesetzt: § 19 Grundflächenzahl. mit der Grundfläche (GR) die Grundflächenzahl (GRZ) ermittelt. Geschossfläche Mit der Geschossfläche (GF) wird die Geschossflächenzahl (GFZ). zulässige Grundfläche § 20 Vollgeschosse. Geschossflächenzahl. Die Geschossfläche (GF) wird häufig mit der Brutto-Grundfläche (BGF) nach DIN 277 verwechselt! Grundfläche Geschossfläche (GF) 324 Raumpilot Grundlagen .

aber entscheidenden Einzelheiten ab (siehe Abbildungen). Konstruktions-Grundfläche (KGF) (enthält Tür. Brutto-Grundfläche (BGF = KGF + NGF) Netto-Grundfläche (NGF = NF + TF + VF) Die Flächenberechnung der DIN 277 weicht von der Berechnung in der Baunutzungverordnung und der Wohnflächenberechnung in kleinen. Sie ist die umfassendste Berechnungsgrundlage und wird beispielsweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes herangezogen.und Fensteröffnungen sowie Installationsschächte bis zu 1 m² Querschnitt) Nutzfläche (NF) Verkehrsfläche (VF) Technische Funktionsfläche (TF) Raumpilot Grundlagen 325 Wohnen .Ökonomie Flächenberechnung DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau Mit der DIN 277 werden alle Grundflächen und davon abgeleitet die Rauminhalte berechnet.

4% 18 € 326 Raumpilot Grundlagen . unterkellert hoher Standard Kosten: 1611 €/m² 76. 4 5. für ein Reihenhaus und für ein freistehendes Einfamilienhaus aufgeführt. 6.7 % % 81 129 800 € 850 € 0€ KG 200: Herrichten und Erschließen [€/m² Fläche Baugrundstück] Die Kosten sind Näherungswerte in Anlehnung an Informationen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI) Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1040 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 1209 €/m² Einfamilienhaus.0 % % 81 € 224 € € 6€ 12. 5 6.66% % € 131 € 9 6 18. 9% 40 € 70. 3% 54 € 80. Ebene sind: 161 1€ KG 700: Baunebenkosten [€/m² BGF] KG 500: Außenanlagen [€/m² Fläche Außenanlagen] KG 300 + 400: Bauwerk – Baukonstruktion Bauwerk – Technische Anlagen [€/m² BGF] 120 104 0€ 9€ 216 € 13.Wohnen Baukosten unterschiedlicher Gebäudetypen Baukosten In der nebenstehenden Grafik werden die pro Kostengruppe und Quadratmeter anfallenden Baukosten für ein Mehrfamilienhaus. Die relevanten Kostengruppen der 1.

gliedern sich wie folgt: 24.und Grundstückskosten in €/m² Wohnfläche. 10. 4% 53. unterkellert hoher Standard Kosten: 3499 €/m² Raumpilot Grundlagen 327 Wohnen 11. Dadurch können schon im Vorfeld Aussagen über die Wirtschaftlichkeit oder auch Unwirtschaftlichkeit eines Gebäudes getroffen werden. Diese Gesamtkosten werden als Baunutzungskosten bezeichnet. 248 5% € 9. % 225 126 198 4€ 2€ 2% % 12. Grundstückskosten 0% Erstellungskosten Die Kosten sind Näherungswerte aus einer Studie des Bundesbauministeriums (1990). Betriebs. die von der Planung über die Erstellung bis hin zum Abriss anfallen. 3% 161 104 0€ 120 9€ 1€ Bauunterhaltskosten (Wartung/Instandhaltung) Betriebskosten (Energiekosten) 0€ 52. dass Bauunterhalts-.beziehungsweise Betriebskos­ ten. Mehfamilienhaus > 6 WE mittlerer Standard Kosten: 1984 €/m² Reihenhaus mittlerer Standard Kosten: 2257 €/m² Einfamilienhaus. Zu beachten ist. 4% 57 1€ 1% 8% Die Baunutzungskosten.1 7€ € % 318 € Baunutzungskosten Baunutzungskosten Für Bauherren und Investoren sind nicht nur die reinen Erstellungskos­ ten eines Gebäudes von Interesse. sondern auch die weiteren Unterhalts. € 215 481 € 25. im Beispiel für 50 Jahre. Baukosten in €/m² BGF angegeben werden.8 9. 6% 46. 255 € .Ökonomie 349 9€ 308 8.8 222 € 36.

vier Außenflächen Geschosswohnungsbau Randlage. mittige Lage. drei Außenflächen Geschosswohnungsbau Dachgeschoss.Wohnen Verhältnis von Hüllfläche zu Wohnfläche 200 m² 158 m² 100 m² Hüllfläche 42 m² 58 m² Wohnfläche 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Geschosswohnungsbau große Gebäudetiefe. zwei Außenflächen 12 Geschosswohnungsbau Randlage Dachgeschoss. drei Außenflächen 328 Raumpilot Grundlagen . eine Außenfläche 20 12 12 12 Geschosswohnungsbau mittige Lage.

Der geschätzte Gegenwert dieser Gebäudetypen wird künftig hinsichtlich knapper Ressourcen zunehmend kritischer diskutiert werden. 100 m² 100 m² 100 m² 100 m² Reihenhaus drei Außenflächen Reihenendhaus vier Außenflächen Freistehendes Einfamilienhaus fünf Außenflächen Freistehendes. Einfamilienhäuser (freistehend oder angebaut) und verdichtete Flachbauten führen daher zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Gebäudehüllen.Ökonomie 256 m² 192 m² 108 m² 290 m² Die Hüllfläche bezieht sich in den Beispielen immer auf eine Wohnfläche von 100 m² und ein Raumvolumen von 300 m³. Die Hüllfläche als begrenzendes Bauteil zwischen dem Klima des Innen.und Außenraums hat besonders hohe Anforderungen zu erfüllen. Um den Energieverbrauch zu verringern. Sie ist das aufwendigste und kostenintensivste Bauteil eines Gebäudes. muss vorrangig der Energieverlust der Außenhülle (Wand/Dach) minimiert werden. Eine geringe Hüllfläche ist ökonomisch und ökologisch wünschenswert. Ein energetischer Vorteil großer Gebäudehüllen könnte allein im Versuch der Energiegewinnung gesehen werden. winkelförmiges Einfamilienhaus fünf Außenflächen Raumpilot Grundlagen 329 Wohnen 12 12 12 7 .

zum Beispiel Belichtung. desto höher sind die Erstellungskosten. Je geringer die „Ausbeute“ der Wohnfläche je Quadratmeter Erschließungsfläche ausfällt. Dadurch lassen sich schon in der ersten Planungsphase Rückschlüsse auf die zu erwartende Effizienz und die Baukosten ziehen. es wird nach Größe und Anforderungen (räumliche und funktionale Qualitäten.Wohnen Verhältnis von Erschließungsfläche zu erschlossener Wohnfläche Die nebenstehende Grafik zeigt das Verhältnis von Erschließungsaufwand (Treppenhaus Regelgeschoss) zu Wohnfläche. 1 100 100 100 Zweispänner 100 Einspänner 100 Dreispänner 50 100 100 Vierspänner 50 50 100 100 100 Fünfspänner 100 100 330 Raumpilot Grundlagen . Aber auch hier muss der Flächenverlust durch die zusätzliche interne Erschließung der zwei. 7 13 17 20 25 1 1 1 1 Die Beispiele zeigen deutlich die große Effizienz der Vertikalerschließung (Spänner) und widerlegen die vermutete Wirtschaftlichkeit der Horizontalerschließung. Einzig das Argument der Barrierefreiheit (nur ein Aufzug bis zur Hochhausgrenze) spricht für die in der Regel einhüftige Anordnung. Zumindest die Erschließung eingeschossiger Einheiten mit einem Außenflur ist flächenaufwendig. Das kalkulierte Beispiel stellt nur ein stark vereinfachtes Modell dar. Eine Steigerung der Effizienz ist nur mit einem Innenflur und mehrgeschossigen Wohneinheiten zu erreichen.oder dreigeschossigen Wohneinheiten mit berücksichtigt werden. Barrierefreiheit) gegenüber einer konkreten Planung differieren.

Ökonomie 7 5 9 13 m2 erschlossene Wohnfläche 1 1 1 1 m2 Erschließungsfläche 290 100 100 140 140 140 140 140 140 140 140 290 100 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 100 50 100 50 50 100 50 50 50 50 50 50 50 290 140 140 140 140 40 1 140 140 140 290 Außenflurerschließung 6 WE Außenflurerschließung 10 WE Innenflurerschließung (1 Ebene) 20 WE Innenflurerschließung (3 Ebenen) 20 WE Raumpilot Grundlagen 331 Wohnen .

Wohnen 332 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 333 Wohnen .

Doppelund Reihenhäusern Anforderungen an den baulichen Schallschutz Schalldämmung von Wänden 334 Raumpilot Grundlagen .Wohnen Schall 335 335 336 337 Schallschutzanforderungen Schallschutz bei Einfamilien-.

und Arbeitsräumen gegen Außenlärm sowie gegen Geräusche von haustechnischen Anlagen und aus baulich verbundenen Betrieben. es sollten die „erhöhten Anforderungen“ angewendet werden. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . Kriterien von Planung und Beurteilung“/ August 2007 Angaben über die Schallschutzanforderungen in Wohngebäuden. SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ . Die „Mindestanforderungen“ entsprechen allerdings nicht mehr den heute üblichen Anforderungen. Doppelund Reihenhäusern Die DIN 4109 legt für Wohngebäude Min- destanforderungen und erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Luft. Anforderungen an den baulichen Schallschutz im Geschosswohnungsbau entsprechend DIN 4109 / Nov 1989 1 – sehr hoch 2 – hoch 3 – mittel 4 – niedrig 52 bis 55 dB 53 bis 55 dB 40 bis 47 dB 4 1 1 1 3 2 Schemagrundriss eines Wohngebäudes mit Hinweisen auf unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Schallschutz M 1:200 Raumpilot Grundlagen 335 Wohnen .Schall Schallschutzanforderungen Die DIN 4109 / November 1989 regelt die Anforderungen an den Schutz gegen Luft.und Arbeitsbereich fest. Schallschutz bei Einfamilien-.und Trittschallübertragung aus einem fremden Wohn. Daneben macht auch die VDI-Richtlinie 4100 „Schallschutz von Wohnungen. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100).und Trittschallübertragung zwischen fremden Wohn. ► Hinweis zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen.

laut eingestellte Rundfunk.Reihenhäuser Bauteil Decken Treppen. Hausfluren. Parties SSt 1 verstehbar im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar im Allgemeinen störend unzumutbare Belästigungen werden im Allg. Treppenpodeste und Decken unter Fluren Haus-/(Wohnungs-)Trennwände Mindestanforderung R‘ w 57 L ‘ n.Doppelhäuser und Einfamilien . w 53 63 53 53 53 erhöhte Anforderung R‘ w 55 55 55 L‘ n. w 46 46 46 Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Einfamilien .) mit Arbeitsräumen Bauteil Decken unter begehbaren Dachräumen. Anzuwenden ist mindestens der erhöhte Schallschutz oder die SSt II oder SSt III (Schallschutzstufen der VDI Richtlinie 4100).und Fernsehgeräte. w 38 46 - Anmerkung zum baulichen Schallschutz: Die Mindestschallschutzanforderung der DIN 4109 entsprechen nicht mehr den üblichen Anforderungen. nicht verstehbar nicht verstehbar nicht hörbar nicht störend nicht oder nur selten störend im Allgemeinen hörbar 336 Raumpilot Grundlagen . nicht mehr störend gelegentlich störend deutlich hörbar SSt 3 im Allg. zum Beispiel Böden – Gebäude mit zwei Wohnungen Wohnungstrenndecken und Wohnungstrenntreppen – Gebäude mit zwei Wohnungen Decken über Kellern.Treppenräumen über Aufenthaltsräumen Decken über Durchfahrten – unter Aufenthaltsräumen – über Gemeinschaftsräumen Decken unter Terrassen und Loggien über Aufenthaltsräumen Decken unter Laubengängen Decken unter Bad und WC Treppen und Treppenpodeste – innerhalb von Wohnungen Decken unter Hausfluren Wohnungstrennwände Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren Wände neben Durchfahrten Türen von Hausfluren und Treppenräumen zu Fluren – zu Aufenthaltsräumen Wände zwischen „lauten“ und „leisen“ Räumen unterschiedlicher Nutzung innerhalb der Wohnung Mindestanforderung R‘ w 53 52 54 52 52 L ‘ n.Wohnen Anforderungen an den baulichen Schallschutz (dB) DIN 4109 / November 1989 Geschosshäuser mit Wohnungen (Whg. Sie schützen lediglich „vor unzumutbaren Belästigungen“ . Hinweis: SSt I entspricht DIN 4109 „Mindestanforderungen“ 55 55 54 53 52 55 27 37 40 53 46 53 53 53 58 53 53 - 55 55 55 55 37 37 47 46 46 46 46 46 46 46 - VDI Richtlinie 4100 „Schallschutz im Hochbau“ Art der Geräuschemission Laute Sprache Sprache mit angehobener Sprechweise Sprache mit normaler Sprechweise Gehgeräusche Geräusche aus Haustechnikanlagen Hausmusik. vermieden deutlich hörbar SSt 2 im Allgemeinen verstehbar im Allgemeinen nicht verstehbar nicht verstehbar im Allg. w 48 53 erhöhte Anforderung R‘ w 67 L ‘ n.

0 1.6 1.5 cm OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.0 cm 10.6 1.0 cm Gipsplatte 1.8 2.25 Gipsplatte 1.0 cm 46 49 51 53 54 56 57 42 44 45 46 47 46 48 49 50 51 50 51 53 54 55 52 54 55 56 57 54 56 57 59 60 35 38 39 42 44 35 39 44 Schalldämmung von Wandkonstruktionen Ständertiefe Gesamt.25 cm Gipsplatte Holzständerkonstruktion 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 3 cm Trennfuge Holzständer 6/6 cm mit 6 cm Dämmung 1.4 1.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.4 1. beidseitig 1.0 cm 8.25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.5 cm Mauerwerk.4 1.5 cm 20.0 cm 12.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.0 20.2 1.0 1.5 cm Mauerwerk.5 cm 25.0 1.0 1.0 10.5 cm Mauerwerk.25 cm Gipsplatte 1.8 2. beidseitig 1.5 46 46 24 cm Mauerwerk.0 cm 17 .8 2.5 cm Putz 9.5 cm Putz 9.25 cm Gipsplatte 8.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.5 18.0 cm 12.0 cm 6.0 cm 1.5 41 42 11.5 cm 15.8 2.6 1.0 1.5 36 40 Einschalige Innenwände Stahlbetonwand beidseitig Dünnputz Einschalige Innenwände 1.5 16.0 cm Gipsplatte 1.7 17 .2 1.0 8.Schall Schalldämmung von Wandkonstruktionen Wanddicke / Rw.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.5 cm Putz 17 .5 cm 15.8 43 Wand aus Porenbeton – Plansteinen.25 cm Gipsplatte 1.0 1.5 16.25 cm Gipsplatte 1.4 1.R Rohdichte 10.25 cm Gipsplatte 1.5 cm Brettsperrholzelement Holzständer 8/8 cm mit 8 cm Dämmung 1.6 1. beidseitig 1.25 cm Gipsplatte 1.0 cm 17 .0 1.6 1.2 1.0 1.5 cm Putz 22. beidseitig 1.95 cm Gipsplatte 1.0 cm 22.5 cm 15.8 2. beidseitig Dünnputz Raumpilot Grundlagen 337 Wohnen .0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14. beidseitig 1 cm Putz 6.Rw.7 37 40 36.2 1.25 cm Gipsplatte 13.5 OSB-Platte Holzständer 6/6 cm oder 6.2 1. R tiefe 8.0 33 36 30 cm Mauerwerk.0 1. beidseitig 1.0 17 .25 cm Gipsplatte Holzständer 6/6 cm oder 6.4 1.5 cm Putz 10.0 59 Wand aus Gipsplatten.5 cm OSB-Platte 0.0 6/14 cm mit Volldämmung in der Dicke der Ständer 14.

Wohnen 338 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 339 Wohnen .

Wohnen Planungsregeln/Literatur 341 344 Planungsregeln Literatur 340 Raumpilot Grundlagen .

Deutsche Fassung EN 840-2: 2004 DIN EN 840-3 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 3: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Schiebedeckel(n). Deutsche Fassung EN 840-5: 2004 DIN EN 840-6 / November 2008 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 6: Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen. Deutsche Fassung EN 527-1: 2000 DIN EN 716-1 / September 2008 / Möbel – Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 840-4: 2004 DIN EN 840-5 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 5: Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken in Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto-Grundfläche (Nutzflächen. Deutsche Fassung EN 840-3: 2004 DIN EN 840-4 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 4: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1700 l mit Flachdeckel(n).Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN EN 71-8 / September 2006 / Sicherheit von Spielzeug – Teil 8: Schaukeln.Etagenbetten und Hochbetten für den Wohnbereich – Teil 1: Anforderungen an die Sicherheit. Deutsche Fassung EN 747-1: 2007 DIN EN 840-1 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 1: Behälter mit 2 Rädern und einem Nennvolumen bis 400 l für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-1: 2004 DIN EN 840-2 / Juli 2004 / Fahrbare Abfallsammelbehälter – Teil 2: Behälter mit 4 Rädern und einem Nennvolumen bis 1300 l mit Flachdeckel(n). Deutsche Fassung EN 1022: 2005 DIN EN 1130-1 / Juli 1996 / Möbel – Krippen und Wiegen für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Berichtigungen zu DIN EN 1116: 2004-09 DIN EN 1022 / September 2005 / Wohnmöbel – Sitzmöbel – Bestimmung der Standsicherheit. für breite Schüttungen mit Zapfenaufnahme oder BG-Schüttungen und/oder für breite Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 7161: 2008 DIN EN 747-1 / Juli 2007 / Möbel . Deutsche Fassung 1116: 2004.und Außenbereich). Deutsche Fassung EN 71-8: 2003 + A1: 2006 + A2: 2005 DIN 276-1 / Dezember 2008 / Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe. für Schüttungen und Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Deutsche Fassung EN 840-6: 2004 + A1: 2008 DIN EN 1116 / September 2004 / Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte. Rutschen und ähnliches Aktivitätsspielzeug für den häuslichen Gebrauch (Innen. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN EN 527-1 / Juli 2000 / Büromöbel Büro-Arbeitstische – Teil 1: Maße. für Schüttungen mit Zapfenaufnahme und/oder für Kammschüttungen – Maße und Formgebung. Festigkeit und Dauerhaltbarkeit. Deutsche Fassung EN 1130-1: 1996 Raumpilot Grundlagen 341 Wohnen . Deutsche Fassung 1116: 2004 DIN EN 1116 Berichtigung 1 / Mai 2007/ Küchenmöbel – Koordinationsmaße für Küchenmöbel und Küchengeräte.

Deutsche Fassung EN 12227-1: 1999 DIN EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen. Deutsche Fassung EN 1176-3:2008 DIN EN 1286 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Mechanisch einstellbare Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Trinkwassererwärmung. Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln – Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 12464-1: 2002 342 Raumpilot Grundlagen . Türen. Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung – Deutsche Fassung ENV 1627: 1999 DIN EN 1930 / März 2006 / Artikel für Säuglinge und Kleinkinder – Kinderschutzgitter – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Trinkwassererwärmung. Prüfung DIN V 4701-10 / Vornorm August 2003 / Energetische Bewertung heiz. Beiblatt 1: Anlagenbeispiele DIN V 4701-10/A1 / Vornorm Dezember 2006 / Energetische Bewertung heiz. Ausführung und Kennzeichnung. Deutsche Fassung EN 11761: 2008 DIN EN 1176-3 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 3: zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Rutschen. Lüftung DIN V 4701-10 Beiblatt 1 / Februar 2007 / Energetische Bewertung heiz. Deutsche Fassung EN 1286: 1999 DIN EN 1287 / Juni 1999 / Sanitärarmaturen – Thermostatische Mischer für die Anwendung im Niederdruckbereich – Allgemeine technische Spezifikation. Empfehlungen und Prüfung DIN 31130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Trinkwassererwärmung. Anforderungen zur Bemessung. Lüftung. Deutsche Fassung EN 1930: 2000 + A1: 2005 DIN 1946-6 / Mai 2009 / Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen.Wohnen DIN EN 1176-1 / August 2008 / Spielplatzgeräte und Spielplatzböden – Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren. Deutsche Fassung prEN 1627: 2006 DIN V ENV 1627 / April 1999 / Fenster. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN EN ISO 9241/ Februar 2009 / Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten DIN EN 12221-1 / August 2008 / Wickeleinrichtungen für den Hausgebrauch – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Deutsche Fassung EN 1287: 1999 DIN EN 1627 / Entwurf April 2006 / Einbruchhemmende Bauprodukte (nicht für Betonfertigteile) – Anforderungen und Klassifizierung.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Lüftung DIN 4708 Teil 2 / April 1994 / Zentrale Wassererwärmungsanlagen – Regeln zur Ermittlung des Wärmebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser in Wohngebäuden DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung. Deutsche Fassung EN 12221-1: 2008 DIN EN 12227-1 / April 2000 / Kinderlaufställe für den Wohnbereich – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen.und raumlufttechnischer Anlagen – Teil 10: Heizung.

Formen. die eine Nennwärmebelastung von 70 kW und eine Speicherkapazität von 300 Litern Wasser nicht überschreiten – Teil 1: Be­ wertung der Leistung der Warmwasserbereitung.Planungsregeln/Literatur DIN EN 12764 / April 2008 / Sanitärausstattungsgegenstände – Anforderungen an Whirlwannen. Deutsche Fassung EN 12764: 2004 + A1: 2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Postalische Dienstleistungen – Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen – Deutsche Fassung EN 13724: 2002 DIN EN 13203-1 / November 2006 / Gasbeheizte Geräte für die sanitäre Warmwasserbereitung für den Hausgebrauch – Geräte. Deutsche Fassung EN 13203-1: 2006 DIN EN 14988-1 / Juni 2006 / Kinderhochstühle – Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen. Planungsgrundsätze DIN 68881 / Februar 1979 / Begriffe für Küchenmöbel – Küchenschränke Raumpilot Grundlagen 343 Wohnen . Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz. Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. Deutsche Fassung EN 14988-1: 2006 DIN EN 15132 / Dezember 2006 / Abfallbehälterschränke für fahrbare Abfallsammelbehälter mit einem Nennvolumen bis 1700 l – Anforderungen an die Ausführung und Prüfverfahren. Anforderungen und Nachweise DIN 4109 / November 1989 / Beiblatt 2 / Schallschutz im Hochbau. Deutsche Fassung EN 15132: 2006 DIN 18015-1 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 1: Planungsgrundlagen DIN 18015-2 / August 2004 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 2: Art und Umfang der Mindestausstattung DIN 18015-3 / September 2007 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel DIN 18015-3 Berichtigung 1 / Januar 2008 / Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Teil 3: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel. Berichtigungen zu DIN 18015-3: 2007-09 DIN 18017 Teil 1 / Februar 1987 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Einzelschachtanlagen ohne Ventilatoren DIN 18017-3 / September 2009 / Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster – Teil 3: Lüftung mit Ventilatoren DIN 18106 / September 2003 / Einbruchhemmende Gitter – Anforderungen und Prüfverfahren DIN 18025 Teil 1 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Wohnungen für Rollstuhlbenutzer – Planungsgrundlagen DIN 18025 Teil 2 / Dezember 1992 / Barrierefreie Wohnungen – Planungsgrundlagen DIN 18040-2 / Entwurf Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 30706-1 / Dezember 2006 / Begriffe der Kommunalen Technik – Teil 1: Abfallentsorgung DIN 33408-1 / März 2008 / Körperumrissschablonen – Teil 1: Für Sitzplätze DIN 33408-1 Beiblatt 1 / Januar 1987 / Körperumrissschablonen für Sitzplätze – Anwendungsbeispiele DIN 4109 / November 1989/ Schallschutz im Hochbau.und Arbeitsbereich DIN 66354 / Dezember 1986 / Kücheneinrichtungen . Hinweise für Planung und Ausführung.

): Wohnbauten planen. Teil 1: Statis­ tische Kostenkennwerte für Gebäude. Pohl. Stuttgart 2009 Gesetzte/ Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Baunutzungsverordnung BauNVO (1962.: Ergonomieplaner für Einbauküchen. Stuttgart 1998 Behren-Wolpert. 2007/ Schallschutz von Wohnungen – Kriterien für Planung und Beurteilung VDI Richtlinie 6000 / Blatt 1 / Februar 2008 Ausstattung von und mit Sanitärräumen Wohnungen 344 Raumpilot Grundlagen .10. November 2003.):BKI Baukosten 2009.: Ratgeber Küche. Hubert: Mauerwerk Atlas. Mannheim 2004 AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Geräte und Sanitärobjekte Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts.Wohnen DIN 68878 Teil 1 / Januar 1987 / Stühle für den Wohnbereich – Anforderungen. Reiner. Wolf. Gösele. Mannheim (Erscheinungsdatum unbekannt) Architektenkammer Baden-Württemberg (Hrsg. München. Walter. Prüfung DIN 68880 Blatt 1 / Oktober 1973 / Möbel – Begriffe DIN 68890 / Mai 2009 / Kleiderschränke im Wohnbereich – Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Prüfung DIN 68935 / Dezember 1999 / Koordinationsmaße für Badmöbel.und Abfallgesetz – KrW-/AbfG) (27 .BewertungsSystem WBS Ausgabe 2000.B2 Barrierefreies Wohnen.V. Hoffmann. beurteilen und vergleichen.): Arbeitshilfen zum Barrierefreien Bauen . Karl.1994) Gesetz zur Neuordnung des Abfallrechts für Baden-Württemberg (Landesabfallgesetz LAbfG) (14. 1999 Bundesamt für Wohnungswesen BWO (Hrsg. Grenchen 2000 BKI Baukosteninformationszentrum (Hrsg. Prüfung DIN 68885 / Januar 1987 / Tische für den Wohnbereich – Anforderungen. Erstellt in Anlehnung an eine Studie der TH Darmstadt. Silvia: Wohnen mit Kindern.09. Richard. Januar 2004 Richtlinien VDI Richtlinien 4100/ Aug. Neue Küche – jetzt erleben. Wohnungs. Inkraftgetreten am 1.V. Reichert.2008) GUV-V C 27 / Januar 1979 beziehungsweise 1997 / Unfallverhütungsvorschrift Müllbeseitigung Literatur AMK Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. Stuttgart 1985 Belz. Jenisch. zuletzt geändert 1993) Wohnflächenverordnung WoFlV vom 25.

Johann. Gerhard. Berlin. Fischer. Elisabeth. München 2002 Fuhrmann. Heidelberg 1998 Rughöft. Anton: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach.Planungsregeln/Literatur Dessai. München 1996 Marx. Düsseldorf. Karin. Renate: Wohnen und Spielen mit Kindern.): Aktuelles Entwurfsund Planungsrecht für den wirtschaftlichen Wohnungsbau. Rutz. Bruno. Walter. München 2003 Keller. Winter. Stuttgart 2005 Krebs. Berlin 2004 Henz. Martin: Gebäudeausstattung. Rossmann. Basel 2007 Kuldschun. Henz. Sigrid: Wohnökologie. Haag. Thomas. Wolfgang: HolzbauAtlas. Zürich 2007 König. Stuttgart 1996 Mack. Stuttgart. Röttgermann. Zürich 2010 Stemshorn. Günter. Erich: Planen und Bauen für Behinderte. Stuttgart. Stuttgart. Herbert.): BürobauAtlas. Axel: Barrierefrei Bauen für Behinderte und Betagte. Lutz: Landesbauordnung für Baden-Württemberg. Dittmann. Tobias: Raumpilot Wohnen.): Bau-Handbuch. Lothar: Barrierefreies Planen und Bauen für Senioren und behinderte Menschen. Peter: Der Wohngrundriss. Fakten der Bauphysik. Helmut. Staniek. Das kompakte Planungsbuch für den Bauentwurf mit Projektbeispielen. Michael. Zürich 1995 Herzog. Zum Wandel der Beziehung von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag. Friederike: Grundrissatlas Wohnungsbau. Elmar (Hrsg. Schweitzer. Alexander. München 2004 RWE Energie Aktiengesellschaft (Hrsg. Grundwissen. Alt-Rosendahl. Hannes: Anpassbare Wohnungen. G. Volz.Entwerfen und Wohnen. Jörg. Augsburg 1996 (1994) Peukert. Stuttgart 1992 Sauter. Peter: Bauplanung und Bauentwurf. Krohn. Alternativen zur familienfeindlichen Architektur. Roland. Hans-Jürgen. Mainz 1987 Schneider. Stuttgart. Stuttgart. (Hrsg. ETH Wohnforum. Natterer. Stephan: Pinpoint. Wien 1992 Heisel. München 2005 Faller. Bettina (Hrsg. Katja. Stuttgart 1974 Loeschcke. Köln 1998 Gottschall. München und Mering 2005 Graf. Bergemann. Ludwig. München 2000 Groh. Wien 1976 Eisele. Pourat. Roland: Leitfaden barrierefreier Wohnungsbau. LeinfeldenEchterdingen 2003 Raumpilot Grundlagen 345 Wohnen . Berlin. Lorrie: Neue Wohn-Ideen für kreative Arbeitsplätze. Maria: Wohnen mit Kindern: Ein Erfahrungsbericht. Basel 2004 Stamm-Teske.): Entgrenzung von Arbeit und Leben. Daniela: Wohnungsbau für alte und behinderte Menschen. Köln. Julius. Jan: Basics . Joachim: Planungsatlas. Zürich 1994 Nußberger. Voß.

05.2009) 346 Raumpilot Grundlagen .pdf) (Zugriff am 12. pdf) (Zugriff am 26.schallschutz-holzbau.de/ downloads/DGfM_Schallschutz_2006.05.Wohnen Internetquellen Absatzförderungsfonds der deutschen Forst. (Herausgeber): Schallschutz nach DIN 4109.und Holzwirtschaft (Herausgeber): Informationsdienst Holz. 2006 (http://www.schlagmann.V.2009) Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e. 08/2004 (http:// www.de/sonstiges/ downloads/schallschutz_waende_daecher.

Arbeiten 349 355 361 377 387 401 407 419 423 427 435 447 Typologie Programm Ankommen Organisation Raster Flexibilität Nebenräume Schall Luft Licht Fassade Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 347 .

Mit der Liberalisierung im Arbeitsmarkt soll unter anderem auch diese Richtlinie zurückgenommen werden. Mit zahlreichen baurechtlichen Forderungen soll die Gesundheit am Arbeitsplatz geschützt werden und auch Unfällen oder Verletzungen so weit wie möglich vorgebeugt werden. Solche komplexeren Anwendungsbeispiele werden detailliert im Aufbauband „Arbeiten“ behandelt.und Raummaße sind auslegungsoffene Begriffe wie „ausreichend“ getreten. Im folgenden Kapitel werden – ausgehend vom einzelnen Arbeitsplatz – die verschiedenen Organisationsformen der Büroarbeit und ihre jeweiligen räumlichen Nutzungsanforderungen systematisch betrachtet. ein Bürogebäude so flexibel wie möglich zu planen. Abhängigkeiten zwischen baulichen Parametern (Raster. an dem sich die „white shirts“ wohlfühlen. Neben diesen neuen Organisationsideen ist das traditio­ nelle Zellenbüro nach wie vor von großer Bedeutung. Wer diese einfachen Regeln einmal verstanden hat. kann sie weiterentwickeln. Die Organisationsformen werden weiterhin in einen Zusammenhang mit der Gebäudestruktur gestellt. ist motivierend und leistungsteigernd. da es die Voraussetzungen für ruhiges. Dieser Sektor ist aber der weitaus größte Wirtschaftsbereich und deshalb von wesentlicher Bedeutung. um auf alle denkbaren Änderungen reagieren zu können. wurde beschlossen. Aus den differenzierten Nutzungsanforderungen dieses Grundbausteins leiten sich weitere Bedingungen ab. Die Systematik der Gebäudestruktur beschränkt sich auf den Normalfall einer orthogonalen Organisation. „Business Club“ ergänzen inzwischen die früheren Organisationsformen vom Zellenbis zum Großraumbüro. bis Mitte 2010 – der Frist zur Überarbeitung der Richtlinie – die Werte der „alten“ ASR als „Stand der Technik“ zu übernehmen. Wesentliche Hinweise auf den aktuellen Stand des Normenwerks. first serve“ „nonterritorialer Arbeitsplatz“ . Vorschriften Eine für die Planung bedeutende Vorschrift ist die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR). verändert sich permanent und rasant. Anforderungen und Konzepte. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Möglichkeiten auf die Gestaltung sind im abschließenden Kapitel „Fassaden“ erläutert. Anstelle von genauen Zahlenangaben für Mindestflächen. und insbesondere die Büroarbeitswelt. allerdings mit der Konsequenz. Ein guter Arbeitsplatz. Der einzelne Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt des Kapitels. und an seine Planung werden hohe Anforderungen gestellt. konstruktives System) und räumlichen Aufteilungsvarianten werden aufgezeigt. werden inzwischen wieder beiseite gelegt. die in den darauffolgenden Abschnitten „Schall“ .Arbeiten Aufbau des Kapitels „Arbeiten“ Zugegeben. was der Begriff „arbeiten“ bedeutet. Am Büroarbeitsplatz halten sich viele Menschen länger auf als in ihrer Wohnung! Die Arbeitswelt. Es ist deshalb wichtig. Um eine vorübergehende Planungssicherheit wieder herzustellen. Schlagworte wie „first come. „Luft“ und „Licht“ betrachtet werden. konzentriertes Arbeiten bietet. Rechtsvorschriften sowie Literaturhinweise zu diesem Thema sind in dem abschließenden Abschnitt „Planungsregeln/Literatur“ zusammengestellt. Jeder Arbeitsplatz ist zugleich auch ein „Lebensraum“ . 348 Raumpilot Grundlagen . dass sich die Architekten jetzt in einem ungeklärten rechtlichen Raum bewegen müssen. in Frage stellen oder die Regeln auch brechen. hier wird nur ein sehr kleiner Teil von dem vorgestellt. die noch vor wenigen Jahren das Nonplusultra waren. In diesem Kapitel wird ausschließlich der tertiäre Sektor (Jean Fourastié) betrachtet und davon lediglich der Büroarbeitsplatz.

Typologie Raumpilot Grundlagen 349 Arbeiten .

Arbeiten 351 353 Struktur Typologien 350 Raumpilot Grundlagen .

müssen die Abhängigkeiten. Der zentrale Parameter für die innere Raumaufteilung ist die Größe eines Büroarbeitsplatzes. ergeben sich durch Addition oder unterschiedliche Kombinationen die Festlegungen für die größeren Raumzusammenhänge. Von diesem Raummodul ausgehend. Verschiedene Aufbaumuster der Grundstruktur haben sich in der Vergangenheit bewährt und werden daher häufig verwendet. Um den Einzelarbeitsplatz ökonomisch organisieren zu können. sondern unterhalb des Gebäudes) beeinflusst erheblich die Konstruktion der darüberliegenden Normalgeschosse (Stützenstellung und Vertikalerschließung). Einbund Gebäudetiefe 7 bis 10 m Zweibund Gebäudetiefe 12 bis 14 m Dreibund Gebäudetiefe 14 bis 20 m Gebäudestruktur Raumpilot Grundlagen 351 Arbeiten . Aufgrund von Erfahrungswerten werden für Verwaltungsbauten Gebäudetiefen zwischen 13. da sie flexible Aufteilungen erlauben und als wirtschaftlich gelten. Mit der Wahl dieser Grundstrukturen werden jedoch auch zahlreiche Vorgaben für die Fassade.50 und 15 m empfohlen. Konstruktion und Erschließung definiert. Auch die Struktur einer Tiefgarage (nicht neben. die sich aus der Fassadenaufteilung. dem Trennwandras­ ter und der Positionierung der „statischen“ Elemente wie Stützen und Vertikalerschließungen ergeben. in einem Zusammenhang betrachtet werden.Typologie Struktur Grundriss An Bürogebäude werden in der Regel hohe Effizienzanforderungen gestellt.

ermöglicht daneben auch die Organisation von Zellenstrukturen oder Kombibüros. aber geringe Wirtschaftlichkeit. Quelle: „Raumpilot Arbeiten“ 352 Raumpilot Grundlagen . ruhigere Innenhofräume und nach außen orientierte Räume. Vereint unterschiedliche Raumqualitäten: geschützte. Meist mit einem mittigen oder seitlich liegenden Erschließungskern organisiert. häufig als Großraum­ büro genutzt. flächensparendes Layout. Block Wirtschaftliches.oder Dreibund ist der Flur in der Regel über weite Strecken nicht natürlich belichtet. Die Räume innerhalb des Blocks sind vor emissionsbelasteter Umgebung stärker geschützt. Scheibe Erschließung in der Regel durch einen oder mehrere Flure in Längsrichtung.Arbeiten Punkt Kompaktes Layout. Sehr gute Belichtung des Flurs beim Einbund. Beim Zwei.

Die Orientierung innerhalb des Gebäudes ist durch die Gleichwertigkeit der Bereiche erschwert. Günstig zur Gestaltung spannungsvoller. Netz/Pavillon Flächiges Layout. Freiformen erfordern unter Umständen eine spezifische Anpasssung des Innenausbaus. aufgeweiteter Erschließungsräume (Kommunikationsräume). Raumpilot Grundlagen 353 Arbeiten . Freiform Freiformen können als Reaktion auf einen spezifischen städtebaulichen Kontext ent­ stehen oder auch als freistehende Solitärbauten realisiert werden. das nur bei geringer Gebäudehöhe oder großen Gebäudeabständen natürlich belichtet werden kann. Flächen zwischen den „Kammzinken“ können eventuell zur energetischen Optimierung herangezogen werden (Überdachung).Typologie Kamm Starke Untergliederung des Gebäudes in Teilbereiche und starker Außenraumbezug.

Arbeiten 354 Raumpilot Grundlagen .

Programm Fitness Kantine Pause / Cafeteria Arbeiten 355 Meeting Foyer Arbeitsplätze PKW / Bus Raumpilot Grundlagen .

Programm Arbeiten 357 358 360 Nutzungsbereiche Raumprogramm Mietflächenberechnung MF-G 356 Raumpilot Grundlagen .

Pausenräume und Nebenräume für Büroeinrichtungen wie Kopierer und Faxgeräte.05 m² Verknüpfungen an Erschließung gebunden möglichst zentral leichte Erreichbarkeit kurze Wege - Arbeitsplatz Stellung Geschäftsführer Abteilungsleiter Bereichsleiter Sachbearbeiter Flächenbedarf pro Anzahl Person 25 m² 15 m² 10 m² 10 m² 1 5 10 50 357 . Arbeiten Raumpilot Grundlagen Anhand von Richtwerten aus den unteren Tabellen kann der Flächenbedarf grob geschätzt werden.5 m² 0. Der Empfangsbereich oder die Eingangsflächen werden dagegen häufig flächenreduziert gestaltet. Die verschiedenen Funktionsbereiche erfordern teilweise sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen. Diese einzelnen Nutzungsbausteine können bei der Planung und Organisation des Gebäudes jeweils übergeordneten Nutzungsbereichen zugeordnet werden. zum Beispiel zur Erholung oder für Essenspausen. Die Büroarbeitsplätze und die zugehörigen Besprechungs.Programm Nutzungsbereiche In Bürogebäuden wird nicht nur gearbeitet. sanitäre Einrichtungen und Lagerflächen benötigt.und Konferenzräume bilden die Kernfunktion und haben in der Regel den größten Flächenbedarf. gebraucht.02 bis 0. Nutzungsbereiche Funktion Ankommen Bürofläche Bürozusatzfläche Erschließung Sanitärräume Lager Flächenverhältnis 1 m² 0.3 bis 0.15 m² 0. es werden auch Räume für andere Tätigkeiten. daneben werden Erschließungsbereiche und selbstverständlich die Arbeitsplätze – als Einzelarbeitsplätze oder für Arbeitsgruppen – gebraucht. Je nach Größe und Konzeption der Unternehmen gibt es unterschiedlich gestaltete Eingangszonen oder Empfangsbereiche mit Rezeption. Ergänzend werden Besprechungsräume.1 bis 0.

die nicht unmittelbar in den Büroräumen untergebracht sind. Die Nutzungsbereiche können jeweils weiter untergliedert werden. sondern auch Flächen für Bürotechnik. Besondere Bedeutung hat die Gestaltung der unterschiedlichen informellen Kommunikationsräume – wie beispielsweise die Erschließungsräume –. In kleineren Unternehmen werden meist Teeküchen genutzt. in Bürogebäude integriert.und Besprechungsräume. Auch der Bereich des Erholens kann weiter untergliedert werden. Zum Bereich „Arbeiten“ gehö­ ren beispielsweise nicht nur Büro. wie beispielsweise betriebsinterne Kindertagesstätten. Neben Aufenthaltsräumen und einer Cafeteria verfügen viele größere Unternehmen zusätzlich über eine eigene Kantine.Arbeiten Meeting Bürotechnik Kopierer Lager Arbeitsplätze Fitnessraum. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Fitnessräume und zusätzliche Serviceangebote. da sie den wichtigen zufälligen oder spontanen Informationsaustausch ermöglichen. die teil­ weise mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet sind. Cafeteria Foyer Aufenthaltsraum Teeküche Kantine Sanitär Raumprogramm „Arbeiten“ . Im folgenden Abschnitt sind die wichtigsten Elemente eines Raumprogramms für Bürogebäude in einem Überblick zusammengestellt. 358 Raumpilot Grundlagen . Kindertagesstätte Empfang Büro Raumprogramm Die übergeordneten Funktionsbereiche des Programms setzen sich jeweils aus unterschiedlichen Einzelnutzungsbereichen zusammen. Pause. und Lagerflächen.

Erschließen Treppen. Arbeiten Die Organisation des Arbeitsbereichs kann in Abhängigkeit von den jeweiligen Arbeitsabläufen sehr unterschiedlich sein. Die Erschließungsbereiche sind von zentraler Bedeutung für die Funktion des Gebäudes und sie beeinflussen auch seine Aufenthaltsqualität erheblich. Häufig werden Aktenund Materiallager in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz angeordnet. Druckerpatronen et cetera. Je nach Konzeption und Größe des Unternehmens sollte er auch einen Wartebereich für Besucher beinhalten und Informationen zur Orientierung im Gebäude bieten (Leitsys­ tem). Erholen: Kantine/Cafeteria Pausenräume und Kantinen sind nicht nur Raumbereiche für die Nahrungsaufnahme. Aufzüge. Umkleideräume und Duschmöglichkeiten für Fahrradfahrer und Jogger können das Raumangebot zusätzlich aufwerten. häufig liegen sie an Schnittpunkten der horizontalen und vertikalen Erschließungsflächen. Büroräume sollten in der Regel möglichst viel Tageslicht erhalten. auch Räume mit Aufenthaltsqualitäten und Aufforderungcharakter zu schaffen. sondern auch für die Begegnung und die Erholung.Programm Eingang/Rezeption Der Eingang gilt als die „Visitenkarte“ eines Unternehmens. Kreative Gedanken entstehen häufig spontan in persönlichen Gesprächen. Lager/Sonstiges Lagerflächen werden für unterschiedliches Lagergut gebraucht. Deshalb ist es wichtig. Sie dienen vorrangig zur Aufbewahrung von häufig gebrauchten Büromaterialien wie Papier. Daneben werden in vielen Unternehmen auch größere Flächen für Altakten et cetera benötigt. Flure. Er dient als zentraler Verteiler für alle weiteren Gebäudeteile. Gänge und erweiterte Bewegungszonen bilden die Erschließungsräume eines Bürogebäudes. Je nach Organisationsform werden verschiedene Bereiche für Gruppenarbeit. Projektarbeit und Abstimmungen und/oder Raumangebote für ungestörtes individuelles Arbeiten gebraucht. Rolltreppen. die informelle Begegnungen ermöglichen und fördern. die seltener gebraucht werden. Diese werden in der Regel in unbelichteten Bereichen (Ecksituationen. Arbeiten Raumpilot Grundlagen 359 . Untergeschossen) untergebracht. WC/Dusche Die Sanitärräume sollten in der Nähe der Arbeitsplätze angeordnet werden.

80 m² Büro 124. zuzüglich TF mit individueller Mieteranforderung Beispiel Berechnung MF-0 Treppenlauf: 9. zuzüglich VF mit individueller Mieteranforderung.00 m² Teeküche 15.80 m² = = 26.80 m² Luftraum Halle Beispiel Flächenberechnung Büro (Ausschnitt) nach MF-G 360 Raumpilot Grundlagen .90 m² Galerie 48.60 m² Wc D 9.Arbeiten Mietflächenberechnung MF-G Richtlinie zur Berechnung der Mietflächen für gewerblichen Raum (gif Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.50 m² Wc H 14.80 m² Besprechung 20. Die Flächenarten nach MF-G basieren auf der Brutto-Grundfläche (BGF) gemäß DIN 277 und sind wie folgt unterteilt: – MF-0 (keine Mietfläche!) technische Funktionsflächen Verkehrsflächen Konstruktionsgrundflächen – MF-G (Mietfläche nach gif) MF-G1 (exklusive Nutzung) und MF-G2 (gemeinschaftliche Nutzung) Mietfläche MF-G: BGF abzüglich MF-0. herausgegeben von der gif.V.10 m² Modellbau 37.30 m² Treppenhaus 39.60 m² + Grundflächen Bauteile + umschließende Wände 16.) Seit 2004 gibt es eine Richtlinie für die Berechnung von Mietflächen sowie für den gewerblichen Raum (MF-G).20 m² 2.40 m² Beispiel Berechnung MF-G Alle Räume + Treppenhaus ohne Treppenlauf: = 276.

Ankommen Raumpilot Grundlagen 361 Arbeiten .

Ankommen Arbeiten 363 363 364 365 365 366 366 366 367 367 369 370 372 373 374 375 375 376 Ankommen außen Erschließungsarten Fahrverkehr Stellplatzbedarf Ruhender Verkehr Ver.und Ausgänge Ankommen innen Eingangsbereich Türen Türarten Zutrittskontrolle Empfang Wartebereich Besucherstühle Garderobe Innere Erschließung 362 Raumpilot Grundlagen .und Entsorgung Übergang Außen/Innen Ein.

Der Eindruck. die Inhalte und Zielsetzungen nach außen kommuniziert. wird stark durch den Eingangsbereich geprägt. Erschließungsarten Die öffentliche Erschließung gibt gewisse Rahmenbedingungen für die Konzeption der internen Erschließungswege auf dem Grundstück des Unternehmens vor.und Radwegenetz Die Orientierung der internen Parkplätze zu einem gesonderten Mitarbeitereingang ist vorteilhaft. Der Eingangsbereich wird vor diesem Hintergrund zu einem bedeutenden Repräsentationsbereich eines Unternehmens.und Ausfahrten für Mitarbeiter können durch Schlüssel oder Code-Karten gesichert werden. Ein gut erschlossener Standort zeichnet sich aus durch: – direkte Zufahrtstraßen – Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel (Empfehlung: Entfernung zwischen Haltestelle und Büro nicht größer als 500 m) – gut ausgebautes Fußgänger. Eine direkte Vorfahrt mit Besucherparkplätzen am Haupteingang sollte bei größeren Verwaltungsgebäuden vorgesehen werden. der durch seine Ausgestaltung auch die unternehmerische Haltung. den ein Besucher von einem Gebäude erhält. Entsprechende Ein. Arbeiten Anlieferung Feuerwehr Personalparken Besucherparken Personal Gebäude Grundstück Individualverkehr Umgebung Erschließungsarten ÖPNV Raumpilot Grundlagen 363 .Ankommen Ankommen außen Die Corporate Identity – dazu gehört auch das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens – ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente. Die Besucherzufahrten sollten vom öffentlichen Straßenraum aus eindeutig dem Gebäude zuzuordnen sein und sich zum Haupteingang hin orientieren.

Arbeiten Fahrverkehr Die Anbindung an die öffentliche Verkehrsfläche muss so gestaltet sein. Vor Anlagen. In Abhängigkeit von den Begegnungsfällen und der Fahrgeschwindigkeit empfieht die EAE die in der Grafik unten dargestellten Fahrbahnbreiten. et cetera. muss ausreichend Platz für wartende Fahrzeuge vorhanden sein. Besondere Anforderungen ergeben sich bei unterschiedlichem Andienungsverkehr (Personal. Empfehlung für die Anlage von Erschließungsstraßen EAE 85/95. Post. dass der Verkehr beim Ein. Eine geringe Breite von 4 m ist nur in Anliegerstraßen (auch im Gegenverkehr) möglich. Kontrollen. wie Schranken. 1995 400 475 550 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 40 km/h 475 550 625 Raumbedarf bei verminderter Geschwindigkeit ≤ 50 km/h Fahrbahnbreiten (cm) für mögliche Begegnungsfälle 364 Raumpilot Grundlagen . Der Fahrverkehr kann tageszeitabhängig sehr unterschiedlich sein (viel Fahrverkehr meist morgens und abends). die die Zufahrt zeitweilig behindern. die Straße von Lastkraftwagen selten befahren wird und für Begegnungsfälle Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen (EAE 85/95. Küche et cetera). Seite 43). Material. wenn die Verkehrsstärke sehr gering ist. Tore.oder Ausfahren gut zu überblicken ist und wenig beeinträchtigt wird.

Für Gebäude mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. Mopeds und Fahrräder sind geschützte Unterbringungsmöglichkeiten.und Verwaltungsräumen durchschnittlich von folgenden Richtzahlen auszugehen: – 1 Stellplatz je 30 bis 40 m² Büronutzfläche. Parkdecks und Garagen in Obergeschossen werden meist nur realisiert. Bei der Zahl der notwendigen Stellplätze ist für Gebäude mit Büro. Arztpraxen oder ähnliches) werden folgende Richtwerte genannt: – 1 Stellplatz je 20 bis 30 m² Büronutzfläche. § 37 .Ankommen Stellplatzbedarf Die Richtzahlen für den Stellplatzbedarf sind in den einzelnen Bundesländern und Kommunen unterschiedlich. mindestens jedoch 1 Stellplatz 1 Stellplatz je 20 bis 30 m2 Nutzfläche. zu planen. Bauliche Anlagen unter dem Gelände oder Gebäude (Tiefgaragen) sind deshalb die Regel. mindestens jedoch 3 Stellplätze. die Tabelle dient daher nur als Orientierungshilfe. mindestens jedoch 3 Stellplätze Raumpilot Grundlagen 365 Arbeiten . wenn nicht genug eigene Stellplätze geschaffen werden können. Die Einbindung des Standorts in das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs ist nach Tabelle der LBO BW. Genaue Angaben finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen (für LBO BW unter § 37 und in der VwV Stellplätze im Anhang). Eine besonders gute Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt zur Minderung der geforderten Stellplatzzahl. Arztpraxen oder ähnliches) Zahl der Stellplätze 1 Stellplatz je 30 bis 40 m2 Büronutzfläche. Ruhender Verkehr Offene Stellplätze im Freien sind die wirtschaftlichste Art der Unterbringung. Notwendige Stellplätze können prinzipiell auch auf einem anderen Grundstück in der Nähe des Unternehmens untergebracht werden. Die Ablösung von Stellplätzen durch Zahlung von Beiträgen zur Mitfinanzierung öffentlicher Parkmöglichkeiten ist dann denkbar. in VwV Stellplätze 10. Anhang.und Verwaltungsräume allgemein Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Beratungsräume. wenn sie bequem zu Fuß erreichbar sind. wenn aufgrund räumlicher Zwänge und/ oder Gründungsproblemen keine andere Möglichkeit besteht. Für Motorräder. VwV Verkehrsquelle Büro. Zahl der notwendigen Stellplätze entsprechend LBO BW. möglichst in Zusammenhang mit den sons­ tigen Anlagen für den ruhenden Verkehr. zu berücksichtigen. Sie erfordern jedoch eine große Grundstücksfläche.

Poststelle Übernimmt die Verteilung aller ein.1 m² je Büroarbeitsplatz. dass sie von behinderten Menschen zweckentsprechend und ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen). Für die Planung ist die DIN 18024 beziehungsweise die DIN 18040 heranzuziehen. Spezielle Rangierflächen für das Be. Flächenbedarf: 0.und Ausgängen unzulässig. Dämmstoffe und Einbauten aus brennbaren Stoffen sind dann im Bereich von Ein. § 39 zu den baulichen Anlagen. als Richtwert kann 0.4. Die baulichen Bestandteile von Ein. Fläche: 40 bis 100 m². Ladehof Der Ladehof dient dem Ver. die so herzustellen sind.25 m 1.und abgehende Waren. Warenannahme Zentrale Verteilungsstelle für ein.und Ausgängen müssen der Feuerwiderstandsqualität von notwendigen Türen entsprechen (DIN 4102‑5).Arbeiten Ver.25 m 1.875 m* 1.2 bis 0.75 m 2.und Ausgänge Sie müssen für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen und die erforderlichen Rettungswege gewährleisten. Wenn Ein. Lagerräume (Hausdienste. Bürogebäude gehören nach LBO BW. Papierlager für EDV) Übergang Außen/Innen Erschließungspunkt Der Erschließungspunkt bezeichnet den Wechselpunkt von der äußeren zur inneren Erschließung.25 m 366 Raumpilot Grundlagen .2 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. Abstellräume. werden besondere Anforderungen an ihren Brandschutz und ihre Verkehrssicherheit gestellt. Angestrebt wird die Kontinuität des Verkehrsablaufs. damit 0. zum Beispiel bei Schichtwechsel. Küchenlagerräume. Verkehrsspitzen. Stufenfolgen von weniger als drei Stufen sind in der Regel in Rettungswegen nicht zulässig und sollten auch ansonsten auf Grund der Stolpergefahr vermieden werden.und Ausgänge Bestandteile von Rettungswegen im Gebäude sind.5 m² je Arbeitsplatz. ein Garagentor oder eine Verladerampe sein. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart.2). Ein. Er kann eine Eingangstür. Breiten für den Gehverkehr Anzahl der Personen bis 5 bis 20 bis 100 bis 250 bis 400 notwendige Flure Breite mindestens (* Baurichtmaß) 0.und ausgehenden Sendungen und Waren. Es ist sinnvoll. Folgende Bereiche sollten möglichst in der Nähe liegen: Müllräume Einschließlich der Flächen für Zerkleinern und Pressen: circa 90 bis 250 m².00 m* 1.und Entladen der Fahrzeuge sind meist erforderlich. die unterschiedlichen Anlieferungspunkte bei größeren Bürogebäuden in Anlieferungshöfen zusammenzufassen. Die Breite sollte entsprechend der Tabelle rechts bemessen werden.und Entsorgungsverkehr. sind zu beachten (ASR 10/1. Abschnitt 2. soweit keine Sondervorschriften bestehen. Verkleidungen.und Entsorgung Für Anlieferungs.und Besucherverkehr sollte bei großen Bürogebäuden möglichst eine getrennte Einfahrt zum Grundstück vorhanden sein.

Empfangshalle/-bereich – Theke. Präsentation – Toiletten (für Mitarbeiter und Besucher) Cafeteria.6 m² je Büroarbeitsplatz angenommen werden. Empfang.Ankommen Ankommen innen Eingangsbereich Der Flächenbedarf für den Eingangsbereich ist abhängig von der Unternehmensgröße.2 bis 0. dem Besucherverkehr und dem Repräsentationsanspruch des Unternehmens. Sekretariat – offene Besprechungsgruppen – Wartezone – Garderobe – Ausstellung. Restaurant Bürobereiche Innere Erschließung Konferenz. Mögliche Funktionszonen im Eingangsbereich: – Foyer. Schulung Eingangszone WC Ausstellung Eingang Funktionsbeziehungen Eingangsbereich Raumpilot Grundlagen 367 Arbeiten Empfang Wartezone . Rezeption. Als grober Richtwert kann für die Dimensionierung des Eingangsbereichs circa 0.

und Längseinwurf 368 Raumpilot Grundlagen Außen Windfang ≥ 200 . Durchwurf. Die Einbaurichtlinien der VdS Schadenverhütung (Vertrauen durch Sicherheit) sind zu beachten. bevor die äußere geöffnet wird. Innen 22. Er ist erforderlich. Tür-/ Seitenwand) – zwei verschiedene Einwurfgrößen (32. mit dem die Feuerwehr im Brandfall Zugang zum Gebäude erhält. dass die innere Tür geschlossen werden kann. dass die innere Tür geschlossen werden kann. 2m Schmutzfangmatte Klingel / Ruftaste / Sprechanlage Hausnummer/ Name/ Information Briefkasten Beleuchtung / Lichtschalter Feuerwehrschlüsseldepot Außenliegender Schmutzfang Windfang Beleuchtung / Lichtschalter 2 70 .9 32. Ein Windfang muss mindestens so groß sein. Feuerwehrschlüsseldepot Aufbewahrungsort für den Objektschlüssel. aber nur dann zwingend.5 und 40 cm bei Quereinwurf sowie 23 und 28 cm bei Längseinwurf. bevor die äußere geöffnet wird – und umgekehrt. müssen diese nach außen aufschlagen und dürfen die für Rettungswege vorgeschriebenen Breiten nicht einschränken. Briefkasten Anforderungen nach DIN EN 13724: – Einwurföffnungen (Außenbereich.4 beheizter Aufenthaltsraum Wärmepuffer so groß.0 bis 3.und Ausgang vorgelagerter Windfang dient als Wärmepuffer. Einwurfhöhe 3. Innenbereich. wenn ständige Arbeitsplätze im Eingangsbereich vorhanden sind (DIN 4108.170 1 4 3 Position Briefkasten 1 Außenbereich 2 Innenbereich 3 Durchwurf 4 Tür-/ Seitenwand Höhe Einwurföffnung Quer.Arbeiten Eingangsbereich Windfang Ein dem Ein. Wenn die Türen des Windfangs im Zuge von Rettungswegen liegen. Baulicher Wärmeschutz im Hochbau). und umgekehrt Lauflänge auf Schmutzfangmatte min.5 cm). wenn beheizte Aufenthaltsräume direkt angrenzen.

DIN rechts Laut DIN 107 „Bezeichnungen mit links und rechts im Bauwesen“ unterscheidet man bei Drehflügeltüren zwischen Linksund Rechtsflügeln. DIN links DIN rechts Drehflügeltür mit Links. Dieser ermöglichte eine Notöffnung der Schiebetür durch Druck auf die Schiebeflügel. Bedienungsschalter Fluchtweg. Bei umfangreichem Personenverkehr sind Türen mit sogenannten Panikverschlüssen nach EN 1125 gefordert. Die ersten Ausführungen von Schiebetüren waren sogenannte „Break Out“-Systeme. bei denen der Fluchtweg sichergestellt wurde. der es im Fluchtfall ermöglicht. In jedem Fall ist die Zulässigkeit nach DIN18650 (Schlösser und Baubeschläge – automatische Türsysteme.und Rettungswegfunktion Impuls.und Rettungswegen gemäß AutSchR (Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen). Windfang Raumpilot Grundlagen 369 Arbeiten . Der Nachweis erfolgt über die Baumusterprüfung und beinhaltet bei den meisten Herstellern auch den Nachweis für den Einsatz in Flucht. Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren.Ankommen Türen Türen in Rettungswegen müssen in Flucht­ richtung aufschlagen und im Notfall durch einfaches Aufstoßen geöffnet werden können. indem die Schiebetürflügel mit einem zusätzlichen Drehbeschlag ausgeführt wurden. Ein Linksflügel ist als ein Flügel definiert. dessen Drehachse bei Blickrichtung auf seiner Öffnungsfläche links liegt. welche dann über den Drehbeschlag nach außen geöffnet werden können. Zutrittskontrolle Sicherheitsbeleuchtung Vordach. eine abgeschlossene Tür in Fluchtrichtung öffnen zu können. Zylinder und Griff. Teil 2: Sicherheit an automatischen Türen) zu prüfen. Unter Panikverschlüssen versteht man einen speziellen Türbeschlag aus Schloss.und Kontaktgeber für Automatiktüren Nachtverschluss Notentriegelung Panikschloss Quetschgefahr Schleusenfunktion (Sicherheit und Schmutz) Schloss.beziehungsweise Rechtsflügel Türen-Checkliste Barrierefreier Zugang. DIN links.

Rundschiebetür – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: ohne spezielle Prüfung möglich Schiebetüren – ein.und Rettungswegen: möglich Falttüren – Durchgang mit größtmöglicher Öffnungsweite bei engen Platzverhältnissen – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich 370 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Türarten Drehflügeltüren – einflügelig oder mehrflügelig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Rundschiebetüren – ähnliche Grundkonstruktion wie Schiebetüren – Flachbogenschiebetür.und Rettungswegen: möglich Teleskopschiebetüren – großes lichtes Durchgangsmaß bei relativ kleiner Bauöffnung – in beide Richtungen: zwei (oder mehrere) Schiebetürflügel überlappen teleskopartig – Einsatz in Flucht.und Rettungswegen: möglich Winkelschiebetüren – mit jedem Winkel > 90° < 180° realisierbar – Einsatz in Flucht.oder zweiflügelig – Einsatz in Flucht.

allgemein – aus gerundeten Seitenwänden und zentraler Achse.Ankommen zweiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – einfacher Transport von Gegenständen – Durchgang für Rollstuhlfahrer möglich dreiflügelige Karusselltüren – sehr großes Kammermaß – Nachteil: kleine Eingangsöffnung vierflügelige Karusselltüren – große Eingangsöffnung von 90° – als Personenschleuse in Verbindung mit Zutrittskontrollen Karusselltüren. an der die Türflügel befestigt sind – Tür wird in Kammersegmente unterteilt – Rotation der Flügel gegen den Uhrzeigersinn – kein direkter Luftaustausch – keine Zugerscheinungen – Schöpfwirkung der Türflügel kann zu Luftaustausch und Energieverlust führen Raumpilot Grundlagen 371 Arbeiten .

Eine Zutrittskontrolle kann in Abhängigkeit des Sicherheitsbedürfnisses rein visuell.Arbeiten Büros Büros Zutrittskontrolle Bürogebäude sind häufig hohen Sicherheitsanforderungen unterworfen. Eine Zutrittsberechtigung für Gebäude. Die Kontrolle aller in das Gebäude eintretenden Personen kann daher notwendig sein. Umsteigen Zutrittskontrolle Foyer Besucher Tiefgarage Besucher Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle durch Empfangspersonal im Foyer Durch spezielle Identifizierungssysteme können beispielsweise die Zugänge gesichert werden. Büros Zutritt nur begrenzt Büros Foyer Besucher Zutrittskontrolle Tiefgarage Zutrittskontrolle Bedienstete Visuelle Zutrittskontrolle sowie örtliche Zutrittsbeschränkungen mittels Identifizierungssystem 372 Raumpilot Grundlagen . Die meisten hierfür eingesetzten Kontrollsysteme stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erschließungssystem. Der Gebäudezugang aus der Tiefgarage oder dem Parkhaus wird aus Sicherheitsgründen häufig so organisiert. Gebäudeteile oder einzelne Räume kann durch Prüfung – der Systemzugehörigkeit des Identifika­ tionsmerkmalträgers – zeitliche Zutrittsbeschränkungen (Zeitzonen) – örtliche Zutrittsbeschränkungen (Raumzonen) ermittelt werden. zum Beispiel durch einen Pförtner (personelle Zutrittskontrolle) oder durch eine automatische Zutrittskontrollanlage erfolgen. dass Besucher zunächst das Foyer mit der Rezeption und Zutrittskontrolle aufsuchen müssen.

Von dieser Schnittstelle aus können sowohl die Zugänge zu den Stellplätzen und zum Gebäude überwacht wie auch die Besucher empfangen. 38 . Diese sollte möglichst in einem Foyer im Bereich des Haupteingangs angeordnet werden. Für wartende Besucher können in diesem Bereich eventuell auch Sitzgelegenheiten erforderlich sein.160 100 Anordnungen des Empfangsbereichs Kundentheke mit angrenzendem Arbeitsplatz.44 40 75 . M 1:50 65 .125 120 .100 60 .Ankommen Empfang Größere Unternehmen mit viel Publikumsverkehr benötigen meist eine Rezeption.72 Raumpilot Grundlagen 373 Arbeiten 85 40 .48 60 . angemeldet und weitergeleitet werden.100 85 .

85 .160 40 . M 1:50 374 Raumpilot Grundlagen 32 .72 40 ca. In Fluchtwegezonen müssen die Sitzmöbel häufig in Brandklasse A ausgeführt werden.44 60 .40 65 . 120 . Sie können – als Treffpunkte mit Ausblick ins Freie oder mit Einblick in mehrgeschossige Verkehrsinnenhallen – zur Bereicherung des räumlichen Angebots und zur Orientierung im Bereich der Erschließungswege beitragen.48 ≥ 50 ca. 75 100 65 . In vielen Fällen werden hierfür Metallmöbel gewählt.53 110 Kundentheke mit integriertem Schreibtisch.80 30 40 100 Wartebereich Warteflächen und Warteräume sind meist nur bei starkem Publikumsverkehr notwendig.72 28 42 .Arbeiten 38 .

Verstellbare Sitzhöhen müssen im Bereich zwischen 42 und 48 cm möglich sein.50 38 . Die Sitzhöhe dieser Stühle sollte zwischen 40 und 50 cm liegen. ≥ 46 ≥ 40 40 .Ankommen Besucherstühle Angaben zu Besucherstühlen finden sich in der EN 13761. um die Räume von Garderobenaufbewahrung zu entlasten. Die lichte Weite zwischen den Armlehnen muss mindestens 46 cm betragen. Bei Arbeitsbeginn und -ende können aber möglicherweise Stauungen entstehen. Garderobe Zur Unterbringung der Kleiderablage gibt es verschiedene Möglichkeiten: – Eine Zentralgarderobe im Eingangsbereich entlastet die Geschossflächen. Sie sind auch für Einzelbüros empfehlenswert. – Geschossgarderoben an einem Festpunkt sind für Großraumbüros zweckmäßig. Die Sitztiefe sollte mindestens 38 cm und höchstens 47 cm betragen. M 1:20 Raumpilot Grundlagen 375 Arbeiten . – Die Garderobenunterbringung in Kleider­ schränken direkt am Arbeitsplatz – ob im Groß­ raumbüro oder in den Einzelbüros – ist wegen der Erreichbarkeit und Überwachungsmöglichkeit die beliebteste Form der Garderobenunterbringung. Die Sitzfläche sollte mindestens 40 cm breit sein.47 ≥ 110 ≥ 40 ≥ 40 ≥ 46 Besucherstuhl beispielhaft.

Materialaufzüge – Flure. Die infrastrukturellen Knotenpunkte eignen sich besonders zur Anordnung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Teeküchen.2 .Abschnitt 2. Aufgrund der Barrierefrei-Forderung dürfen Höhenunterschiede im Flurbereich nicht durch Stufen überwunden werden. 376 Raumpilot Grundlagen . Die Breite der Erschließungswege sollte nach derselben Tabelle bemessen werden wie für Ein.4.2).Arbeiten Innere Erschließung Verkehrsflächen der vertikalen und hori­ zontalen Erschließung setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: – Treppen.und Ausgänge. Seite 73). Gerade die Verkehrsadern – Flure. Die Ermittlung der Personenzahl ergibt sich aus der Betriebsart. Rampen sind bis zu höchsten 6 Prozent Neigung möglich (siehe Kapitel „Treppe“ . Fahrtreppen – Personenaufzüge. zum Beispiel bei Schichtwechsel. Verkehrsspitzen. Verkehrswege als Orte der Kommuni­ kation Die notwendige Infrastruktur der Büro­ gebäude kann bei entsprechender Gestaltung zu Orten der Begegnung und Kommunikation aufgewertet werden. Verteilerfunktion Wesentliche Kriterien für Planung und Beurteilung von Erschließungswegen sind: – Weglänge und Wegzeit – Orientierbarkeit/Übersichtlichkeit – Attraktivität (Aufenthaltsqualität) und Sicherheit Vom Eingangsbereich ausgehend sollte den Besuchern und Nutzern eine gute Orientierung im Gebäude ermöglicht werden. Gänge und Treppen – bieten die Möglichkeit. Meeting-Points und Pausenräumen. sind zu beachten (ASR 17/1. Gänge. zu besonderen Treffund Erlebnisräumen des Unternehmens zu werden. soweit keine Sondervorschriften bestehen. Hierfür können spezielle Leitsysteme erforderlich sein.

Organisation Raumpilot Grundlagen 377 Arbeiten .

Organisation Arbeiten 379 380 382 383 384 385 386 Arbeitsplatz Bürotypen Zelle Kombi Gruppe Business Club Großraum 378 Raumpilot Grundlagen .

Aus diesen Maßen leiten sich effiziente Ausbau.Organisation Arbeitsplatz Grundbaustein der Büroplanung ist der einzelne Arbeitsplatz. Dies ergibt eine Nettofläche von etwa 4 m².und Bewegungsflächen. ein Sideboard wird mit 40 cm Tiefe angesetzt (DIN 4543). Für die Festlegung von Raster und Gebäudetiefe ist daneben auch die Breite und Tiefe eines Doppelarbeitsplatzes mit der Mindestgröße von 8 m² wichtig. 160 160 80 180 100 220 Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaße/Bewegungsfläche Anforderungen Einzel-Arbeitsplatz DIN 4543-1 Schreibtischmaß/Bewegungsfläche mit Schrank 360 450 20 160 270 40 100 80 20 160 180 180 100 Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 180 cm/450 cm Minimale Anforderung Arbeitsplatzmodul 8 m² Raumbreite/Raumtiefe 220 cm/350 cm 360 20 160 180 40 100 360 220 100 240 Raster 90 cm / Arbeitsplatzmodul 40 Raster 120 cm / Arbeitsplatzmodul Zellenbüro 120 120 80 Raumpilot Grundlagen 379 Arbeiten 80 220 80 . Stauraumflächen sowie Zugangsbreiten et cetera definieren den Flächenbedarf und die Abmessungen des Arbeitsplatzes. Die Mindestgröße eines Schreibtischs beträgt 160 x 80 cm. Aus den geforderten Möblierungsmaßen ergibt sich eine Raumbreite von 220 cm. Auf Basis dieser Mindestflächen können die Breite des Raums und das entsprechende Raumachsmaß festgelegt werden. Die spezifischen Arbeitsabläufe und Aufgabenstellungen definieren den Grundtypus des Arbeitsplatzes. als Nutzfläche vor dem Tisch werden mindestens 100 cm benötigt. Der Abstand zur Fassade. die Maße von Stell. Funktionsflächen.beziehungsweise Fassadenrastermaße zwischen 120 cm und 150 cm ab.

• Großraumbüro: Großräumige Strukturen bestehen aus mittelgroßen bis geschossgroßen Räumen zur Unterbringung von fünf oder mehr Personen in einer Nutzungseinheit. ≥ 2.50 < 50 m² Mindest-Raumhöhe in Abhängigkeit zur Grundfläche (Orientierungswerte entsprechend früheren ArbeitsstättenVerordnungen) Lichte Raumhöhe nach Arbeitsstättenverordnung Grundfläche ≤ 50 m² 50 m² bis 100 m² 100 m² bis 2000 m² ≥ 2000 m² Lichte Raumhöhe ≥ 2. Bürotypen werden nach der unterschiedlichen Raumorganisation unterschieden. Flexible Strukturen lassen sowohl klein• räumige als auch großräumige Strukturen zu und ermöglichen eine flexible und reversible Unterteilung der Geschossflächen. 2.25 m 380 Raumpilot Grundlagen .100 m² 1.0 Bürotypen Die Planung von Büroarbeitsräumen erfordert eine Analyse der spezifischen Arbeitsabläufe und Nutzungsanforderungen. Solche Strukturen sind besonders geeignet. Bei einer Raumhöhe von 3 m ist eine natürliche Belichtung und Belüftung bis zu einer Raumtiefe von circa 7 .00 m ≥ 3.75 m ≥ 3.Arbeiten ≥ 3.50 m entlang der Fassade möglich. Bei dieser Grundrisstiefe ist sowohl eine zweibündige wie auch eine dreibündige Anordnung von Zellenbüros möglich. Bei der Planung der Gebäudetiefe sind auch die Grenzwerte für natürliche Belichtung und Belüftung relevant.75 50 . wenn die spätere Nutzung eines Objekts bei Planung noch nicht bekannt ist und/oder langfristige Nutzungswandel ermöglicht werden sollen. > 100 m² ≥ 2. Für die Nutzungsflexibilität werden circa 13. Prinzipiell können kleinräumige. • Zellenbüro:Einzelbüros ohne Kommunikationszone können als Einbund. variable Kommunikationszone für Austausch und Teamarbeit und zusätzlich kleine Arbeitszellen am Rand. so entsteht eine Dreibundanlage. Wird eine mittige Kommunikationszone ergänzt. großräumige und flexible Strukturen unterschieden werden.oder als Zweibundanlagen organisiert werden.50 m Grundrisstiefe als Orientierungswert empfohlen. die Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes individuelles Arbeiten bieten.50 m ≥ 2. • Kombibüro: Kombibüros besitzen eine offene.

50 m ≥ 2.50 m Zelle 12 bis 14 m (Zweibund) Flur 10 bis 14 m² 3.30 bis 3 m 3. zwei Achsen Doppelarbeitsplatz.50 bis 5.50 m 2.50 bis 4 m reversibel 14 bis 16 m 8 bis 15 m² 3.50 bis 4.60 bis 4. drei Achsen lichte Raumhöhe Zelle 7 bis 10 m (Einbund) Flur 10 bis 14 m² 3.50 m 2.50 m 2.75 bis 3 m Gruppe 12 bis 24 m Flurzone 12 bis 15 m² 5 bis 15 m 3.40 bis 3 m 3.50 m Kombi 14 bis 20 m (Dreibund) Flurzone 8 bis 12 m² 3.50 bis 7 .40 bis 3 m 3.Organisation Bürotyp Gebäudetiefe Erschließungstyp AP-Flächenmodul Raumtiefe Einzelarbeitsplatz.60 bis 4.50 m ≥3m Raumpilot Grundlagen 381 Arbeiten Entwurfsprinzip Bürotyp/Erschließungssystem .50 bis 4.60 bis 4.50 m 2.50 bis 5.30 bis 3 m 3.50 m ≥ 2.50 m 2.

Sonnenschutz und Raumklima Nachteile mangelnde Kommunikation der Mitarbeiter unterein­ ander schlechte Integration hoher Flächenverbrauch 382 Raumpilot Grundlagen . Das Fassadenraster bestimmt die Anschlussmöglichkeiten der Trennwände und fixiert damit ihre möglichen Positionen. Die Standardgröße liegt zwischen 10 und 14 m². Das Zellenbüro bietet dem Nutzer einen ihm persönlich zugeordneten Arbeitsbereich.Arbeiten Zelle Das Zellenbüro – die „klassische“ Büroform – ermöglicht individuelles und konzentrier­ tes Arbeiten.oder Dreibund.und Mehrpersonenbüros entlang der Fassade. über dessen Ablage. Raum­ klima. Dadurch kann eine stärkere Identifikation mit dem Arbeitsplatz erfolgen als in Großraumstrukturen mit wechselnder Platzbelegung. Die Erschließung erfolgt meist über einen als Rettungsweg ausgebildeten Flur (notwendiger Flur. 270 405 Zelle Vorteile hohe Individualität durch kleinere Bürogemeinschaften störungsfreies Arbeiten Kommunikation mit den Zimmerpartnern Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Zellenbüros individuelle Regulierung von Beleuchtung. Ausstattung et cetera er individuell bestimmen kann. Die Standardbelegung geht von einem gleichwertigen Mischverhältnis von Einzelräumen (1 Mitarbeiter) zu Mehrpersonenräumen (2 bis 5 Mitarbeiter) aus. Charakteristisch für Zellenbürostrukturen ist die Aneinanderreihung von Einzel. Seite 99108). oft nur künstlich beleuchteten Flur. siehe Kapitel „Rettung“ . dunkle Erschließungsflure zur Folge hat. die nur über die Stirnseiten Licht erhalten. Fassadenraster und Raumtiefe bestimmen die genauen Abmessungen des Zellenbüros. Zwei. Zu unterscheiden sind Standardzellen mit nicht verschiebbaren und Komfortzellen mit verschiebbaren Bürotrennwänden. 1320 450 420 450 135 Der Typus funktioniert als Ein-. wobei eine größere Gebäudetiefe unter Umständen schmale. Die innere Erschließung erfolgt meist über einen gemeinsamen.

wird eine Gebäudetiefe von mindestens 13. Die Wirtschaftlichkeit ist durch hohe Standardisierung der Arbeitsplätze und eine effiziente Flächenbelegung begründet. die aufgrund reduzierter Raumtiefe deutlich kleiner sind als übliche Zellenbüros. Bei Bedarf kann sowohl konzentriertes individuelles Arbeiten wie auch Kommunikation mit anderen oder Gruppenarbeit ermöglicht werden. Die Mittelzone muss bezüglich Belichtung und Belüftung kontrolliert unterstützt werden. Strukturell ist das Kombibüro ein Dreibund: Entlang der Fassade reihen sich Standardarbeitsplätze in Raumzellen. Die ungestörte.50 m empfohlen. der Mittelbund wird durch einen offenen Gemeinschaftsbereich ersetzt. Die Auslagerung von Funktionsbereichen in die Mittelzone erlaubt diese Platzersparnis. Diese Raumstruktur soll einen schnellen Wechsel zwischen konzentriertem Arbeiten und Kommunikation ermöglichen. 360 110 400 110 360 Kombi Vorteile guter Kundenbereich hohe Nutzerakzeptanz Konzentration und Kommunikation möglich Wechsel zwischen Team-/ Projektarbeit und Einzelarbeit gut möglich Nachteile Durchgangsbereiche störende Transparenz seltene Nutzung der Gemeinschaftszone Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Kombibüros 270 Raumpilot Grundlagen 383 Arbeiten . Um ausreichend Platz für die Funktionen in der Mittelzone zu gewährleisten.Organisation Kombi Das Kombibüro soll die Vorteile von Zellenbüros und Großraumbüros kombinieren. konzentrierte Einzelarbeit findet in den individuellen Zellen statt. Der Anteil der natürlichen Belichtung und Belüftung liegt beim Einzelarbeitsplatz bei 80 bis 90 Prozent.

ist eine Geschosshöhe von circa 3.50 bis 4 m erforderlich.50 m ermöglichen natürliche Belichtung und Belüftung der Arbeitsplätze. Wird die Versorgung mit technischer Infrastruktur durch einen Hohlraumboden flächendeckend gewährleistet. die zusammengehörige Organisati- onseinheiten. Die Erstellungskosten von Gruppenbüros sind durch geringere technische Vorhaltungen eher geringer einzustufen als beim Großraumbüro.Arbeiten Gruppe Das Gruppenbüro ist eine Weiterentwicklung des Großraumbüros. üblicherweise arbeiten in einer Einheit maximal 25 Mitarbeiter. 700 650 Gruppe Vorteile spontane Kommunikation Teamarbeit Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Gruppenbüros kurze Wege Identifikationsmöglichkeit Nachteile gegenseitige Störung hoher Fassadenanteil Zwangsbindung 384 Raumpilot Grundlagen .oder Teamarbeit mit spontaner Kommunikation erfordern. Das Gruppenbüro ist für Arbeitsabläufe konzipiert. Die Büroeinheiten sind jedoch deutlich kleiner. flurlosem Allraum und einer ein. Kleingruppen. Bei bis zu 25 Mitarbeitern pro Büroeinheit wird zwischen loftartigem. Die anzusetzende Fläche ist mit circa 21 m² pro Arbeitsplatz relativ gering. Die Steuerung des Raumklimas kann meist weitgehend eigenständig im jeweiligen Gruppenbereich erfolgen. Geringere Raumgrößen und Raumtiefen bis 7 .bis dreibündigen Typologie mit großen Mehrpersonenzellen unterschieden.

das Raumangebot ist jedoch vielfältiger: weniger Standardarbeitsplätze. entsprechende Investitionskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Gebäude. die häufig über 100 m2 liegt. für die Sonderzone muss meist unterstützende Technik eingesetzt werden. vermehrt Gruppen. Mitarbeiter besitzen keinen festen persönlichen Arbeitsplatz mehr. Das Fassadenraster ist auf die Belegungsstruktur und Flexibilität der Zellen abzustimmen. Die Anforderungen an die technische Ausstattung und Flexibilität der einzelnen Arbeitsplätze und der „Sonderzone“ sind hoch. Dies erlaubt eine Minimierung der Einzelarbeitsplatzfläche auf 8 m² zugunsten der „Sonderzone“ . Die Grundstruktur ist nahezu die gleiche. Der Verzicht auf feste Einzelarbeitsplätze und auf individuelle Ablageflächen erlaubt oft eine gewisse „Überbelegung“ . Besprechungsräume.Organisation Business Club Der Business Club ist eine Weiterentwicklung des Kombibüros. Der Business Club wird teilweise als eine non-territoriale Büroorganisation realisiert. Begegnungszonen und Lesebereiche.und Steharbeits­ plätze. Lounges. sondern belegen projektbezogen temporäre Arbeitsplätze. eine lichte Raumhöhe von mindes­ tens 3 m. Je nach Gebäudetiefe ist der Anteil natürlich belichteter und belüfteter Arbeitsplätze unterschiedlich. Business Club Vorteile flächeneffizient offener Raumeindruck hohe Flexibilität der Arbeitsplätze hohe Präsentationsqualitäten Nachteile eingeschränkte Vertraulichkeit Durchgangsbereiche geringere Aneignungs­ potenziale geringe Nutzerakzeptanz Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Business Clubs 540 405 Raumpilot Grundlagen 385 Arbeiten 360 150 840 . Die Erschließungsfläche wird komplett als Nutzfläche angerechnet und erfordert wegen der Fläche.

Die hohe Belegungsdichte erlaubt eine optimierte Fläche pro Mitarbeiter von unter 21 m². wie auch die Teeküchen. von denen aus die Nutzfläche flurlos erschlossen wird. zwingt die erforderliche Versorgung mit Licht und Luft bei großen Raumtiefen zu einer erhöhten technischen Ausstattung. Die Wirtschaftlichkeit des Großraumbüros ist angesichts der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und der erhöhten Betriebskosten für die Flexibilität kritisch zu bewerten. 1350 Großraum Vorteile intensive Kommunikation Teamarbeit möglich Nachteile Hierarchie von Fensterbereich zu Kernbereich geringe individuelle Steuerung des Raumklimas möglich keine Rückzugsmöglichkeiten. die problemlos Umorganisa­ tionen erlaubt. Das Fassadenraster spielt eine untergeordnete Rolle. Einzige feste Teile sind die Treppenkerne mit Aufzug.Arbeiten Großraum Charakteristisch für das Großraumbüro ist ein großer. weitgehend stützenfreier Raum. Der durchschnittliche Arbeitsplatzbedarf pro Mitarbeiter wird mit circa 12 bis 15 m² angesetzt. Nachteile können durch die erforderliche hohe technische Ausstattung entstehen. Vorteile des Großraumbüros sind der minimierte Platzbedarf für den Einzelarbeitsplatz und die Multifunktionalität der Fläche. Vor allem bieten aber die gegenseitigen Störungen durch fehlende Abschirmung des einzelnen Arbeitsplatzes und die geringeren Möglichkeiten zur „Aneignung“ des persönlichen Arbeitsplatzes immer wieder Anlass zur Kritik. da die Raumaufteilung über mobile Stellwände oder Raum-inRaum-Systeme erfolgt. Eine individuelle Steuerung des Raumklimas ist darüber hinaus kaum möglich. Toiletten und Garderoben. Wenn sehr viele Mitarbeiter auf einer Ebene untergebracht werden. gegenseitige Störung (Lärmpegel) hohe Investitionskosten fließende Arbeitsabläufe Grundrissbeispiel für die Büroorganisationsform des Großraumbüros variable Flächenzuordnung 386 Raumpilot Grundlagen . der flexibel einteilbar ist.

Raster Raumpilot Grundlagen 387 Arbeiten .

Arbeiten 389 390 391 391 392 392 392 393 394 396 398 Raster Rastergrundmaß Rastermaße Modulordnung Ausbau.und Konstruktionsraster Stützenstellung Tiefgarage Flächenmodule Rastermaß 1.35 m Rastermaß 1.50 m 388 Raumpilot Grundlagen .20 m Rastermaß 1.

falls im Erdgeschoss keine Sicherheitskontrolle mit Wechsel der Vertikalerschließung geplant ist. um eine wirtschaftliche Ausführung zu ermöglichen. Bei der Rasterart unterscheidet man zwischen dem Konstruktionsraster. Unterdecken und demontable Fußböden (beispielsweise Doppelböden) und die Position der Fassade vor. Mit Rastergrundmaß – dem Achsmaß – bezeichnet man den Abstand zweier benachbarter Rasterachsen. Raumpilot Grundlagen 389 Arbeiten .und Ausbauraster können entweder getrennt oder deckungsgleich ausgeführt werden. Das Konstruktionsraster beziehungsweise Tragwerksraster bestimmt die Position der tragenden Teile (meist Stützen). Allerdings verursacht die Stützenstellung im Raum einen gewissen Raumverlust in den Büroräumen. Wird das Konstruktionsraster gegen das Ausbauraster versetzt angeordnet. Das Ausbauraster gibt die Grundmaße für die Ausbauelemente wie leichte Innenwände. Aufgrund unterschiedlicher Lebenszyklen der Bauteile sollte ein anpassungsfähiges Rastermaß gewählt werden (siehe Kapitel „Flexibilität“ .Raster Raster Bei baulichen Rastern unterscheidet man zwischen: – Rastergrundmaß und – Rasterart. Eine Rasterung in Gebäudequerrichtung kann aber bei einem freistehenden Gebäude oder bei Eckgebäuden von gleich großer Bedeutung sein. Auch bei der Positionierung des vertikalen Erschließungskerns muss die Organisation der Tiefgarage mitberücksichtigt werden. entfallen die Anschlussprobleme von Trennwänden an Stützen. Konstruktions. um Trennwandanschlüsse an der Fassade zu ermöglichen. Die kleinste Rastereinheit bildet normalerweise das Fassadenraster. Ausbau. Bei Gebäuden mit Tiefgaragen muss das Konstruktionsraster (Stützenstellung) der oberen Bürogeschosse in Zusammenhang mit der Organisation und Stellplatzanordnung der Tiefgarage entwickelt werden. dem Ausbauraster und dem Fassadenraster.und Fassadenraster dagegen sollten sich möglichst überlagern. Seite 401-406) Oft werden Bürogebäude nur in der Längsrichtung gerastert.

Die Fläche eines Arbeitsplatzes. 5. Maximale Raumgröße 8. Standardraumgeometrie Die Stell.und Bewegungsflächen der Möblierung und die Arbeitsabläufe bestimmen die Geometrie eines Raums. Geforderte lichte Raumhöhe 9. des Ausbaurasters und des Fassadenrasters. Die minimale Breite beträgt 2.  Organisation der Tiefgarage Isometrie eines Bürogebäudes mit Darstellung des Konstruktionsrasters (Stützenstellung). 390 Raumpilot Grundlagen . die Lage des Erschließungskerns und die Gebäudetiefe.40 m. Gebäudestruktur 2. Modul Standardbüro  Das Standardbüro bildet den kleinsten Flächenbaustein. auf dem die Unterteilung der größeren Raumzusammenhänge aufbaut. das Geschossmodul und die Organisation der Tiefgarage bedingen gemeinsam die Wahl des Rastergrundmaßes.Arbeiten Rastergrundmaß Bei der Entscheidung für ein Rastergrundmaß in der Planung eines Bürogebäudes sollten folgende Aspekte und Parameter berücksichtigt werden: 1. Anzahl Arbeitsplätze pro Büro 6. 4. Anzahl Standardräume pro Geschoss 7 .20 m und die minimale Tiefe 3. Größe und Standard werden durch die Arbeitsstruktur und die spezifischen Anforderungen des Unternehmens festgelegt. Organisationsform Die Organisationsform ist abhängig von den spezifischen Arbeitsabläufen im Unternehmen. 3. die Büroorganisationsform.

50 m 2 10. In der Praxis übliche Raster sind: 9 M (90 cm).50 m2 12.80 m2 9.20 m / 5. Konstruktion (Fertigung der Fensterelemente) und Statik (Stützenraster) werden aus organisatorischen und flächenökonomischen Gründen meist folgende Raster gewählt: Raumtiefen von 3.60 m 4.80 7 . Achsmaß/Konstruktionsraster/Raumgröße Achsmaß Faktor Raumtiefe 3.und Mehrpersonenbüros mit drei oder mehr Achsen günstig gebildet werden können. dass sich aus zwei Achsen ein ausreichend großer EinpersonenArbeitsraum entwickeln lässt und dass auch die weiteren Raumgrößen für Zwei. Raumpilot Grundlagen 391 Arbeiten Rastermaße Das Büroachsmaß (Ausbauraster) bestimmt die möglichen Büroraumbreiten. lichtes Raummaß bei 10 cm Wandstärke 4. da es feine Unterteilungen ermöglicht.15 m2 13.40 m / 5.00 m2 12. Achsmaße im Bereich zwischen 120 cm und 150 cm haben den Vorteil.85 m2 16.00 m2 12.50 m 4.00 10.40 m / 2. Gut geeignet für die Einrichtung einer Tiefgarage. 18 M (180 cm).90 m 3 1.80 7 .20 m / 6.52 m2 13. unter anderem weil die Zahl der Elemente (Fassadenteilung) und damit die Anschlüsse und die Montagekosten geringer sind.50 m2 .60 m 2.50 m2 12.80 m2 10.20 x 10. da durch die Kleinteiligkeit relativ mehr Bauteile benötigt werden als bei größeren Achsabständen.80 m2 12.80 m2 0.72 m2 8.00 m2 14. Günstig für die Einrichtung einer wirtschaftlichen Tiefgarage.00 m / 2. In der Anwendung gilt es jedoch als teurer. Die Anwendung dieses Rasters führt aufgrund seiner Kleinteiligkeit auch zu höheren Kosten.00 m 6.80 m ermöglichen bei diesem Raster Platz für zusätzliche Registraturmöbel.80 x 10. Das Maß 12 M wird bei Bauten mit vielen kleinen Räumen bevorzugt. 150 cm Wirtschaftlich günstig für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.35 m 2 1.50 m 9.15 m2 10.40 m 2. Die Koordinationsmaße sind in DIN 18 000 festgelegt. 135 cm Gut geeignet für alle üblichen Bürotypen.70 m / 2.00 Fahrbahnbreite senkrecht/schräg 8.00 x 10.80 m 5.20 x 9.40 m / 2. Das Maß 18 M gilt als wirtschaftlicher. Alle drei bauen auf der Modulvorzugsreihe 3 M der DIN 18 000 auf.50 m 2.50 m2 15.20 m2 14.00 m / 2.40 m2 13.20 m.40 m.96 m2 11. ermöglicht zudem eine hohe Nutzungsflexibilität auch in kleinräumigen Strukturen.80 9.00 x 9.20 m 8.00 m 4.50 m 3. 12 M (120 cm).96 m2 14. 125 cm Dieses Achsmaß leitet sich aus dem oktametrischen Maßsystem des Mauerwerkbaus ab.85 m2 13. Unabhängig von den Faktoren Gestaltung (Fassadengliederung).00 m 5.60 m2 12.20 m 2 1.60 m 6.Raster Tragwerk/ Tiefgarage Achsmaß [m] Aufstellung 9.64 m2 9. Arbeitsplatztiefe 2.00 m / 3.70 m 6.30 m / 5.72 m2 10. das kleinräumige Anpassung ermöglicht. Modulordnung Insbesondere für die Verwendung vorgefertigter Elemente im Innenausbau werden die Ausbauelemente mit Hilfe des Ausbaurasters koodiniert.40 m Stellplatzbreite senkrecht/schräg 3.40 m 110 cm Kleines Achsmaß.

Schnitt einfeldig zweifeldig symmetrisch zweifeldig asymmetrisch dreifeldig dreifeldig Grundriss Büroebene Zusammenhang von Stützenstellung Tiefgarage und Normalgeschoss 392 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Ausbau.und Konstruktionsraster Stützenstellung a: Konstruktionsachsen und Ausbauraster sind identisch: Bei diesem System müssen eventuell Anschlüsse der Trennwände an die Stützen hergestellt werden. a: Ausbau. b: Konstruktionsachsen und Ausbau­ ras­ ter sind nicht identisch: Die Stützen sind nach innen gerückt.und Konstruktionsraster getrennt Tiefgarage Die Tiefgaragenfahrspur und die Stellplätze geben mögliche Stützenstellungen vor und beeinflussen dadurch die Tragstruktur der darüberliegenden Geschosse. es entstehen keine Anschlussprobleme zwischen Trennwänden und Stützen. Im Bereich der „freigestellten“ Stützen ist die Möblierbarkeit eingeschränkt.und Konstruktionsraster identisch b: Ausbau.

20 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 135 135 135 135 10. Die Rastermaße 1. da sie reversible Strukturen und eine wirtschaftliche Anordnung der Tiefgarage ermöglichen. Das Rastermaß 1.35 m und 1.50 m gelten als die gängigsten Maße.31 m² Verbindungsgang > 60 150 150 Arbeitsplatzmodul Raster 1.50 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 150 150 Raumpilot Grundlagen 393 Arbeiten . Für Doppelarbeitsplätze ist das Rastermaß 1.50 m erlauben die Übereinstimmung von Fassaden.Raster 400 Flächenmodule Der Einzelarbeitsplatz (EA) und der Doppelarbeitsplatz (DA) legen als Grundparameter die Flächenaufteilung fest.und Ausbauraster. das zuzüglich der Trennwandstärke von 10 cm ein minimales Raumachsmaß von 2.20 m und 1.20 m.14 m² 135 135 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1.20 m leitet sich aus den Minimal­ anforderungen an den Einzelarbeitsplatz mit Schrank ab: 80 cm Schreibtischtiefe. 120 120 8. Die aus dem Faktor des Rastermaßes ableitbare Raumbreite und die Raumtiefe bestimmen das Flächenmodul des Standardarbeitsplatzes.60 m resultieren. 100 cm Bewegungsfläche und 40 cm für die Schranktiefe ergeben das Maß 2.50 m das wirtschaftlichste Modul.30 cm erfordert. wodurch sich funktional nicht notwendige unwirtschaftliche Raumabmessungen ergeben.97 m² 120 120 120 120 Verbindungsgang > 60 Arbeitsplatzmodul Raster 1. Als nachteilig erweisen sich die schlauchartigen Raumproportionen.50 m) ausreichen. da schon drei Rasterfelder (4.35 m Einzel-/Doppelarbeitsplatz 400 150 11.25 m) werden dagegen vier Rasterfelder benötigt. Bei kleineren Rastermaßen (zum Beispiel bei 1. Rastermaße zwischen 1. die aus einer Raumtiefe von minimal 3.

20 m erlaubt eine sehr geringe. Das Doppelte des Rastermaßes 1.20 m/Konstruktionsraster Rasterführung 500 680 500 300 240 Grundriss Konstruktionsraster/ Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 394 Raumpilot Grundlagen .20 m Das Rastermaß 1. obwohl es ein kleines Rastermaß darstellt.80 m.80 m 1.40 m.20 m entspricht dem Modulmaß 12 M der Vorzugsreihe 3 M der Modulordnung DIN 18 000.80 m / 7 . Bei dem Arbeitsplatzmodul von 2. DA 4.80 m angeordnet werden.20 m / 4.40 m x 5 m 6. Nachteilig und unwirtschaftlich ist bei der Gebäudetiefe von 16.80 m 2.80 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.Arbeiten 1680 480 720 480 Rastermaß 1.20 m EA 2. Achsmaß 1. dass die Grenze von 15 m als Maximalmaß für natürliche Belichtung und Belüftung überschritten wird und zusätzliche Beleuchtung und Belüftung erforderlich werden.80 m 4. Diese Gebäudetiefe ist jedoch reversibel. minimale Einzelraumbreite von 2.20 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 720 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster 16.40 m Breite kann bei deckungsgleichem Ausbauund Konstruktionsraster in der Tiefgarage ein Stellplatz mit der Breite von 2.30 m (10 cm Wandstärke) und wird bei wirtschaftlichen Bauten mit vielen kleinen Zellenbüros bevorzugt.40 m und eine Fahrgasse mit der Breite von 6. Es ist somit bauteiloptimiert und gilt als wirtschaftlich. wobei sich bei einer reinen Zellenstruktur allerdings eine sehr tiefe Mittelzone ergibt.

Raster 480 7 20 480 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 120 120 120 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone. Erschließungskern peripher Raumpilot Grundlagen 395 Arbeiten .

DA 4. das Raster erlaubt vielfältige Unterteilungsmöglichkeiten und lässt zusätzlich die wirtschaftliche Gestaltung einer Tiefgarage in den Untergeschossen zu.05 m / 8.70 m entspricht dabei der Breite des darüberliegenden Einzelarbeitsplatzes.Arbeiten 1620 405 810 405 Rastermaß 1. Alle üblichen Arbeitsplatzabmessungen sind in der reversiblen 1.20 m 1.20 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.35 m Auch das Rastermaß 1. da sich bei kleineren Rastermaßen oft ungünstigere schlauchartige Raumproportionen ergeben.10 m / 4.35 m-Raster sind sehr anpassungsfähig.70 m x 5. Gebäudestrukturen mit 1. es erlaubt eine Schreibtischtiefe von 90 cm und zusätzliche Möblierung. Grundriss Achsmaß 1.35 m EA 2.35 m-Rasterung möglich.05 m 2. Besonders vorteilhaft für die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes ist bei diesem Rastermaß eine Gebäudetiefe von 16.35 m lässt sich aus den Anforderungen des Einzelarbeitsplatzes mit Schrank ableiten.35 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 810 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16. Die Stellplatzbreite von 2.00 m 6.05 m 4.35 m/Konstruktionsraster 500 620 500 270 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 396 Raumpilot Grundlagen 300 .20 m.70 m. Als effizient und wirtschaftlich hat sich dieses Rastermaß beim Einzelzimmer des Kombibüros und beim Zellenbüro erwiesen.

Raster 405 810 405 Großräumige Gruppen-/ Großraumstruktur 135 135 135 Kleinräumige Zellen/ Kombibürostruktur mit Mittelzone Raumpilot Grundlagen 397 Arbeiten .

50 m² jedoch vier Rastereinheiten. was unwirtschaftlicher ist.50 m/Konstruktionsraster 500 650 500 300 Grundriss Konstruktionsraster/Tiefgarage Schnitt Konstruktion/Tiefgarage 398 Raumpilot Grundlagen 300 .50 m EA 3.50 m / 7 . Eine Gebäudetiefe von 16.50 m reversible Struktur/ Tiefgarage Gebäudetiefe 900 Rastergrundmaß Arbeitsplatzmodul Konstruktionsraster Stellplatz Fahrbahnbreite Ausbauraster/Konstruk­ tionsraster Rasterführung 16.50 m deckungsgleich horizontal und vertikal Rastermaß 1.00 m.00 m x 5. Bei kleineren Rastermaßen erfordert das Doppelarbeitsplatzmodul mit 17 .50 m ist besonders wirtschaftlich für vorwiegend mit Doppelarbeitsplätzen belegte Zellenbüros.50 m entsprochenwerden. Der Anforderung nach Nutzungsneutralität kann mit dem Rastermaß 1.50 m 1.50 m vielfältige Unterteilungen der Bürogeschosse und zusätzlich auch eine wirtschaftliche Anordnung der Stellplätze in der darunter angeordneten Tiefgarage.50 m als effizient und reversibel. die Anordnung einer Tiefgarage unterhalb des Bürogebäudes und eine reversible Büroform. da drei Rastereinheiten eine Raumbreite von 4.50 / 4. Das Rastermaß 1.50 m offeriert eine Rasterung in Gebäudelängs.Arbeiten 1650 450 7 50 450 Rastermaß 1. da geringere Tiefen nur bedingt für Kombibürostrukturen geeignet sind.50 m Auf der Basis des Flächenmoduls für einen Doppelarbeitsplatz erlaubt das Rastermaß 1.und Gebäudequerrichtung.50 m ergeben. DA 4. Grundriss Achsmaß 1. die verschiedene Bürotypen und Unterteilungen erlaubt.00 m 6.50 m 3.50 m 4. Im europäischen Raum gelten Gebäudetiefen ab etwa 13. Abgeleitet von dieser Doppelarbeitsplatzbelegung einer Zellenstruktur ergibt sich beim Zweibund eine für Deutschland übliche Gebäudetiefe von 12 m bis 13 m.

Raster 450 750 450 Großräumige Gruppen/ Großraumstruktur 150 150 150 Kleinräumige Zellen/ Kombi­ bürostruktur Mittelzone Raumpilot Grundlagen 399 Arbeiten .

Arbeiten 400 Raumpilot Grundlagen .

Flexibilität Raumpilot Grundlagen 401 Arbeiten .

50 m 402 Raumpilot Grundlagen .35 m Rastermaß 1.Flexibilität Arbeiten 403 404 405 406 Flexibilität Rastermaß 1.20 m Rastermaß 1.

40 m (2 Stellplätze mit Stütze) a = 150 cm – breites Achsmaß – seltenere Anwendung – gut geeignet für Doppelarbeitsplätze (Zelle) Das optimale Achsmaß ist von der jeweils vorrangig gewünschten Organisationsform (Zellen. in der sowohl Zellenbüros.oder Gruppenarbeitsplatz) und der Gebäudestruktur (zum Beispiel Tiefgaragenanordnung) abhängig. Dabei werden die Flexibilitätspotenziale bei drei Organisationsformen mit zwei verschiedenen Gebäudetiefen aufgezeigt: Gebäudetiefen: 12. Gebäudeanschlüsse (seitlich) und Drehung der Achsen um 90° bei winkelförmigen Anschlüssen (Kammbebauung oder Blockrandbebauung) beachten! Gruppenbüro mit offener Arbeitsfläche Zellenbüro Kombibüro Verhältnis von Raum/Erschließung blau: Nutzfläche (Haupt-/Nebennutzfläche) weiß: Erschließung Raumpilot Grundlagen 403 Arbeiten . Kombibüros wie auch Großraumbüros wirtschaftlich und sinnvoll untergebracht werden können.50 m und 14 m Gebräuchlichste Achsmaße: a = 120 cm – kleines Achsmaß – seltenere Anwendung Großraumbüro a = 135 cm – mittelgroßes Achsmaß – sehr häufige Anwendung – gut kombinierbar mit Stellplatzraster in Tiefgaragen 4 x 1. der Büroorganisation und der Erschließung. Die Schwierigkeit besteht darin.Flexibilität Flexibilität Das flexible sogenannte „reversible Büro“ soll für möglichst alle Büroorganisationsformen geeignet sein. Hinweis: Gebäudeabschluss (Stirnseite). In den folgenden Beispielen sind die möglichen Aufteilungsvarianten bei unterschiedlichen Achsrastern dargestellt. Die Gebäudetiefe ist abhängig von der Größe des Arbeitsplatzes. die optimale Gebäudetiefe zu finden.35 m = 5.

385 155 320 1400 155 385 120 360 130 270 1250 130 360 404 Raumpilot Grundlagen 120 120 Kombibüro 120 120 120 490 270 490 mit Einzel. 1400 120 120 120 120 120 120 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. die erst ab 3. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung.20 m genutzt werden kann. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. 860 155 385 120 120 120 120 120 120 120 120 120 mit Mittelzone.Arbeiten Rastermaß 120 cm 120 120 120 120 120 120 120 mit drei. 540 320 540 120 120 120 120 120 Zellenbüro 120 120 120 650 150 450 120 120 Gruppenbüro 120 120 120 120 1250 120 120 Großraumbüro 120 120 120 120 120 120 .und Doppelzimmern.

und Doppelzimmern. 860 155 385 135 135 135 135 135 Zellenbüro mit Einzel.beziehungsweise vierreihiger Möblierung.Flexibilität Rastermaß 135 cm 135 135 135 135 135 mit drei. 385 155 320 1400 155 385 135 360 130 270 1250 130 360 Raumpilot Grundlagen 405 135 135 135 135 135 490 270 490 135 135 135 135 Arbeiten 650 150 450 135 135 135 135 Gruppenbüro 135 135 135 135 1250 135 135 Großraumbüro 135 135 135 135 . die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet.20 m genutzt werden kann. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung. 540 320 540 135 135 135 135 135 135 Kombibüro mit Mittelzone. die erst ab 3. 1400 135 135 135 135 135 135 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.

540 320 540 150 150 150 150 150 150 150 Kombibüro mit Mittelzone. die bei 14 m Tiefe zu tief sind beziehungsweise schlauchartig wirken. die nur bei 14 m Tiefe komfortablen Platz bietet. die Tiefe von 14 m bietet optimale Platzausnutzung.beziehungsweise vierreihiger Möblierung. 860 155 385 150 150 150 150 Zellenbüro mit Einzel. die erst ab 3. 1400 150 150 150 150 150 150 als Zweibund mit offener Arbeitsfläche.Arbeiten Rastermaß 150 cm 150 150 150 150 150 mit drei. 385 155 320 1400 155 385 150 360 130 270 1250 130 360 406 Raumpilot Grundlagen 150 150 150 150 150 515 220 515 150 150 150 150 650 150 450 150 150 Gruppenbüro 150 150 150 150 1250 150 150 Großraumbüro 150 150 .und Doppelzimmern.20 m genutzt werden kann.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 407 Arbeiten .

Arbeiten 409 410 411 412 415 415 416 417 Einleitung Pausenraum Teeküche Toilettenanlagen Putzraum Erste Hilfe Liegeraum Kopierraum 408 Raumpilot Grundlagen .

Genügend Ausgleich zur Arbeit und Erholung gelten als Voraussetzung für die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität am Arbeitsplatz. Hierfür können in größeren Verwaltungsbauten spezielle Ruheräumen oder Ruhezonen angeboten werden. Sie sind Bestandteil der „weichen“ Faktoren. Dies ist besonders wichtig bei Büroorganisationsformen mit vielen Einzelarbeitsplätzen. Hauptkommunikationspunkte sind traditionell die Teeküchen. Neben Kommunikationsräumen sind auch Raumangebote für die Erholung und Entspannung wichtig. Kommunikation kann prinzipiell aber überall stattfinden. Neben der thermischen. Damit Essenspausen und sonstige Arbeitspausen jederzeit auch individuell gestaltbar sind.Nebenräume Einleitung Die Funktionen „Service und Erholung“ haben in den letzten Jahren in Verwaltungsbauten stark an Bedeutung gewonnen.und Nebenräumen erhöht die Attraktivität des Arbeitsplatzes. die das Wohlbefinden der Beschäftigten beeinflussen und sich auch auf deren Arbeitsleistung und Produktivität positiv auswirken. Bei Gruppenbüros oder Großraumbüros kann dagegen der Informationsaustausch viel leichter und spontaner stattfinden. Hier ist aufgrund der gegenseitigen Abschirmung im Einzelbüro der Kontakt zu Kollegen meist eingeschränkt. hygienischen (Luftqualität) und visuellen (gute Beleuchtung/ Blendschutz) Behaglichkeit beeinflusst auch die „Büro-Attraktivität“ (Gestal­ tungs­­ qualität) das Wohlbefinden der Beschäftigten. Auch im Foyer. Ein Angebot an funktionalen und qualitätvoll gestalteten Pausen. im Flur oder im Kopierraum. Einzelarbeitsplatz Kommunikationsfläche Einzelarbeit Austausch von Informationen Gruppenbüro Teamarbeit offene Arbeitsfläche Prozessarbeit Interaktion Interaktion und Kommunikation innerhalb verschiedener Bereiche Raumpilot Grundlagen 409 Arbeiten . müssen entsprechend attraktive Raumangebote auch im Bereich der Erschließung und der Nebenräume zur Verfügung stehen. die Pausenräume und die Kantinen. Um die informelle Kommunikation bei zufälligen Treffen zu fördern. ist eine Lage der Teeküchen und Pausenräume in der Nähe der Arbeitspätze wichtig.

Blatt 2 zu finden. Pausenräume oder Pausenbereiche sind auch in Arbeitsstätten. wird empfohlen. zu denen üblicherweise auch Dritte (zum Beispiel Kunden) Zutritt haben – falls Beschäftigte Hitze. Kälte. die entsprechend der Zahl der Arbeitnehmer errechnete Grundfläche für ausreichende Verkehrswege um 10 Prozent zu vergrößern. > 1 m2 20 Personen. den Mitarbeitern einen Pausenraum oder Pausenbereich zur Verfügung zu stellen. Nässe. > 20 m2 Pausenraum. Pro Person muss mindestens 1 m² Fläche zur Verfügung stehen. in denen gleichwertige Voraussetzungen für eine Erholung während der Pause gegeben sind. in denen sich bis zu 50 Arbeitnehmer gleichzeitig aufhalten sollen. erforderlich. 1 Person.und Gesundheitsgründe dies erfordern. Bei Pausenräumen. Lärm oder gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind oder überwiegend im Freien arbeiten. 1-4) und in der VDI Richtlinie 6000. Staub. Bei Sitzbänken ist pro Person eine Sitzbreite von 60 cm einzuplanen. Der Pausenbereich muss so gelegen sein. erforderliche Grundfläche entsprechend ASR § 29 M 1:100 410 Raumpilot Grundlagen . Eine Ausnahme ist möglich. Ein Pausenraum muss mit Tischen und Sitzmöglichkeiten in ausreichender Menge möbliert sein.Arbeiten Pausenraum Die ArbStättV 2004 fordert vom Arbeitgeber bei mehr als zehn Beschäftigten oder wenn Sicherheits. dass er innerhalb von fünf Minuten für jeden Beschäftigten zu erreichen ist. zum Beispiel: – bei der Beschäftigung in Räumen ohne Sichtverbindung nach außen – bei der Beschäftigung in Räumen. Hinweise zu den Anforderungen an Pausenräume sind unter anderem in der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR §29. in denen weniger als zehn Beschäftigte tätig sind. wenn die Beschäftigten in Büroräumen oder vergleichbaren Arbeitsräumen beschäftigt sind.

müssen raumlufttechnische Anlagen in L90 vorhanden sein. Wenn eine Teeküche mit dem Pausenraum kombiniert wird. Bei Bedarf muss auch ein Herd. eine Spüle mit Abtropffläche. Falls sie angeboten werden. muss eine ausreichende Lüftung vorhanden sein. muss mechanisch entlüftet werden (siehe DIN 68905). Zudem sollte ausreichend Stauraum für Geschirr und Vorräte vorhanden sein. Wenn eine natürliche Lüftung nicht möglich ist. M 1:50 120 180 Raumpilot Grundlagen 411 Arbeiten Abfälle Der im Küchenbereich entstehende Abfall unterscheidet sich von den üblichen Abfällen im Arbeitszimmer. beliebig erweiterbar. Die Ausstattung kann differieren. eine Kaffeemaschine und ein Geschirrspüler. muss den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden. Die Größe der Einbaugeräte entspricht weitgehend den Maßen von Küchenausstattungen im Wohnungsbau. Eine integrierte Mülltrennung sollte berücksichtigt werden. ist entsprechend ASR § 29 beziehungsweise VDI 6000. mitgebrachte Speisen und Getränke kühl lagern und bei Bedarf aufwärmen zu können (ASR § 29). Falls keine Betriebskantine zur Verfügung steht. ist ihre Größe und Beschaffenheit von der Anzahl und den Anforderungen der Nutzer abhängig. Zur Grundausstattung gehört ein Kühlschrank. 40 40 60 65 215 . Um den Brandschutz sicherzustellen. 60 60 210 90 85-95 Lüftung Da auch in einer Teeküche Gerüche und Dämpfe entstehen. Blatt 2 mindestens 1 m² Fläche je Person gefordert.Nebenräume Teeküche Teeküchen werden in der ArbeitsstättenRichtlinie nicht gefordert. eine Herdplatte oder eine Mikrowelle integriert werden. Ansicht und Grundriss. 60 60 60 210 90 Teeküche mit Grundausstattung.

Blatt 2 festgelegt. die WC-Kabinen müssen abgesperrt werden können. Auf diesen kann nur verzichtet werden. Urinale für die Männer sollten mit Sichtschutzwänden versehen sein. 20 65 105 20 Mindestmaße Waschtisch Ab fünf Beschäftigten müssen getrennte Toiletten für Männer und Frauen vorhanden sein. 1:50 412 Raumpilot Grundlagen . § 37 – Gültigkeitsdauer beachten!) und in den VDI-Richtlinien 6000. Quelle: ASR § 37 Frauen WC-Sitze Waschtische 38 Männer WC-Sitze 98 60 Urinale Waschtische bis 5 1 1 bis 5 1 1 1 bis 10 1 1 bis 10 1 1 1 bis 20 2 1 bis 25 2 2 1 bis 35 3 1 bis 50 3 3 1 bis 50 4 1 bis 75 4 4 1 bis 65 5 1 bis 80 6 2 bis 100 bis 120 7 2 bis 160 7 7 2 8 2 bis 190 8 8 2 bis 140 9 2 bis 220 9 9 2 bis 160 10 2 bis 250 10 10 2 bis 100 bis 130 5 5 1 6 6 2 20 35 75 20 Mindestmaße Urinal M. wenn es sich um eine einzelne Toilette mit direkt zugeordnetem Waschbecken handelt. an Toiletten für Frauen und an Toiletten und Urinalbecken für Männer sind in den Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR.Arbeiten Toilettenanlagen Die geforderte Anzahl an Waschbecken. außerdem muss ein Vorbereich vorgesehen werden. 50 60 40 85 Mindestmaße WC-Sitz bei Türanschlag nach außen 65 125 20 75 125 Notwendige Menge an Sanitärelementen pro Anzahl Beschäftigte. Die Toilettenanlage darf von außen nicht einsehbar sein.

5 m² 11.8 m² 17 . eine natürliche Lüftung ist nicht zwingend erfoderlich. 75 90 65 165 318 10 42 150 50 Urinal. WC-Kabine. Zur weiteren Ausstattung einer Toilettenanlage gehören Kleiderhaken. aber empfehlenswert (siehe ASR § 37). Blatt 2 / November 2007 / Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Arbeitsstätten und Arbeitsplätze gibt Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten.0 m² ► Zur Planung von barrierefreien öffentlichen Toiletten siehe Seite 550.Nebenräume Für Toilettenanlagen und Vorräume sind bestimmte Mindestabmessungen gefordert (siehe Abbildungen).0 m² Frauen 1. sie dürfen nicht mehr als 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein.0 m² .3 m² 8.und sonstigen Aufenthaltsräumen angeordnet werden. Die ArbeitsstättenRichtlinien ASR gelten nur bis 2010.0 m² Männer 3.0 m² Frauen 1.0 m² 15.0 m² 26.3 m² 40. Toiletten müssen gut erreichbar sein. 150 cm Tiefe sind gefordert bei Türanschlag nach innen 85 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 413 Arbeiten 30.2 m² 18. Toilettenpapier und -halter in jeder Kabine. Im Vorraum müssen für je zwei Waschtische ein Seifenspender und eine Handtrocknungsvorrichtung zugeordnet werden. Waschtisch.1 m² 2. Für ausreichende Lüftung und Belichtung ist zu sorgen.8 m² 9.551 190 ► VDI-Richtline 6000. Die Anforderungen an Barrierefreiheit in Verwaltungsbauten müssen zusätzlich beachtet werden (barrierefreie Toiletten siehe Seite 550-551).6 m² 14. Der Weg zwischen Arbeitsplatz und Toilette darf nicht über mehr als ein Stockwerk oder durchs Freie führen. Benötigte Quadratmeter für Toiletten (aufgerundet) Türaufschlag innen Einzelkabinen ohne Waschbecken 2 WC 4 WC 10 WC Türaufschlag außen Einzelkabinen ohne Waschbecken Einzelkabinen 2 WC 4 WC 10 WC Männer 10.5 m² 38. Toilettenanlagen sollten möglichst in der Nähe zu Pausen.

Türaufschlag nach innen 150 268 115 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen 125 283 155 120 ca. Türaufschlag nach außen 125 200 456 125 85 150 125 431 150 85 M 1:100 414 Raumpilot Grundlagen . 320 85 85 120 WC-Kabinen Türaufschlag nach innen mit gegenüberliegenden Urinalen 150 333 180 WC-Kabinen Türaufschlag nach außen mit gegenüberliegenden Urinalen 125 353 225 85 120 Putzraum alternativ 120 85 Putzraum alternativ 85 85 WC-Kabinen zweibündige Anlage. 320 85 85 WC-Kabinen. 320 ca. Türaufschlag nach innen WC-Kabinen zweibündige Anlage.Arbeiten 120 ca. 320 ca.

Er kann direkt der Toilettenanlage zugeordnet werden. Ein Ausgussbecken ist notwendig. Sanitätsraum Bei Betrieben mit über 1000 Beschäftigten oder bei Beschäftigungen mit besonderer Unfallgefahr (bei Betrieben ab 100 Beschäftigten).1. Für die Größe gibt es keine Vorgaben. Putzraum. bei bis zu 300 Beschäftigten ist ein „Großer Verbandkasten“ gefordert. Für bis zu 50 Beschäftigte reicht ein sogenannter „Kleiner Verbandkasten“ . Ansicht und Grundriss Mindestmaße. 190 20 50 20 100 65 Raumpilot Grundlagen 130 415 Arbeiten Putzraum Möglichst auf jedem Geschoss sollte mindestens ein Putzraum vorhanden sein. Blatt 2. Im Wagen sind sämtliche Reinigungsmittel und -geräte untergebracht. Die genauen Anforderungen sind in den VDI-Richtlinien 6000. 65 100 Erste Hilfe Für Notfälle muss ein Erste-Hilfe-Kasten jederzeit leicht zugänglich sein. dieses ist nach DIN 68906 mit Spritzwänden gegen Schmutzwasser und mit einem Rost für das Abstellen von Eimern auszustatten.Nebenräume Müllabstellfläche Der anfallende Müll wird bei Bürogebäuden meist im Kellergeschoss oder außerhalb des Gebäudes in Containern gesammelt und zwischengelagert. gleiches gilt für die Toilettenräume (ASR § 37). In Pausenräumen oder Teeküchen muss mindestens ein Behälter mit Deckel zur Verfügung stehen (ASR § 29). In großen Betrieben sollte auch ein kleiner Aufenthaltsbereich für das Reinigungspersonal vorgesehen werden. . M 1:50 65 Mülleimer In Büroräumen und in Gemeinschaftsräumen müssen ausreichend Abfallbehälter vorhanden sein. Für Putzwägen werden ausreichend Abstellflächen benötigt.3 beziehungsweise in der ArbeitsstättenRichtlinie ASR unter § 38 festgelegt. 5. ist ein separater Müllraum pro Geschoss oder eine zusätzliche Stellfläche im Putzraum notwendig. muss ein Sanitätsraum zur Verfügung stehen. Der Verbandkasten muss gut und schnell erreichbar und durch das Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Mittel gekennzeichnet sein. Falls in jeder Geschoss­ ebene Müll gesammelt wird.

muss die Höhe zwischen 45 cm und 50 cm betragen. Die Liege kann in diesem Fall zum Beispiel in einem Pausenraum aufgestellt werden.1. Die geforderte Anzahl ist in nebenstehender Tabelle aufgeführt. Mit einer Bewegungsfläche von 1. § 31) muss für schwangere Frauen und stillende Mütter eine Liegemöglichkeit zur Verfügung stehen. Notwendige Anzahl an Liegen pro beschäftigte Frauen (ASR § 31. M 1:50 416 Raumpilot Grundlagen .20 m vor der Liege ergibt dies bei einer Raumhöhe von mindestens 2.50 m für spezielle Liegeräume eine Raumbreite von mindestens 1. Ansicht und Grundriss.90 m. muss kein separater Liegeraum geplant werden. 190 200 200 > 190 > 70 250 Lagerraum Für Papier und andere häufig gebrauchte Büromaterialien ist ein Lagerraum in der Nähe der Arbeitsplätze sinnvoll. Größere Vorräte an Büromaterialien und Altakten werden dagegen meistens in Kellergeschossen gelagert oder sogar ausgelagert. dass die Person im Bedarfsfall ungestört ist. Pro Liege müssen zehn Kubikmeter Luftraum vorhanden sein. Wenn nur eine einzige Liege erforderlich ist. Um das Liegen und Aufsitzen zu erleichtern.Arbeiten 45 50 Liegeraum Entsprechend der Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR. Die Mindestmaße für eine Liege betragen 1.90 m Länge und 70 cm Tiefe. Die Liege muss gepolstert und aus hygienischen Gründen mit einer waschbaren oder wegwerfbaren Oberfläche versehen sein.1) bis 20 bis 50 bis 100 bis 300 bis 500 1 2 3 4 5 200 Mindestfläche Liegeraum. Es muss aber gewährleistet sein.

Kopierstation Möblierungsbeispiel für Kopierbereich. Da Papiermüll anfällt. Im Raum muss ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein. normale Größe Großkopierer. Checkliste Kopierraum Kopierer (Anzahl und Größe je nach Bedarf) Aktenvernichter Ablagefläche Papiereimer Lagerfläche für kleinere Papiermengen 29 35 30 Papiereimer 20 l 39 Aktenvernichter 29 58 300 30 100 100 55 60 55 65 110 55 65 130 30 100 160 30 30 160 220 30 30 160 30 80 Kopierer.Nebenräume Kopierraum In vielen Büros wird nach wie vor ein Kopierraum gebraucht. Vor einem Kopiergerät werden circa 60 bis 70 cm Platz benötigt. Für seine Größe gibt es keine Vorgaben. zweizeilig Raumpilot Grundlagen 65 60 M 1:50 120 417 240 Arbeiten . Ein Tisch zum Ablegen und Lagern von kleinen Papiervorräten ist sinnvoll. Bei der Unterbringung von Möbeln wie Schränken und Tischen muss bei der Planung die Möbelfunktionsfläche (DIN 4543-1) beachtet werden. Wegen möglicher Geräuschbelästigungen sollte der Kopierbereich beziehungsweise der Kopiererraum abgeschirmt liegen. sind entsprechende Abfallbehälter notwenig.

Arbeiten 418 Raumpilot Grundlagen .

Schall Raumpilot Grundlagen 419 Arbeiten .

Arbeiten 421 421 422 Schallschutz Schallpegel Schalldämmung 420 Raumpilot Grundlagen .

Eine gewisse Schalllängsleitung entwickelt sich über die Außenfassade selbst. Daneben beeinflussen auch die Anschlüsse der Trennwände und der Decken an die Fassade die Schallübertragung zwischen Raumbereichen oder zwischen benachbarten Räumen. Zu diesen Maßnahmen gehört die Ausführung einer zweischaligen Fassadenkonstruktion. Schallpegel dB (A) 0 20 30 40 45 55 60 70 80 85 100 120 Hörgrenze Wald Wohnraum Unterhaltung Straßenverkehr Presslufthammer Wert für sonstige Tätigkeiten empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für einfache.Schall Schallschutz Hinweise zu den wesentlichen Schallschutzanforderungen an Fassaden in Verwaltungsbauten finden sich in der DIN 4109 beziehungsweise in der VDI-Richtlinie 2719 (Schalldämmung von Fenstern und deren Zusatzeinrichtungen). mechanisierte Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15 Wert für geistige Arbeit empfohlen von ArbeitStättV § 15. VDI Richtlinien 2058 Empfohlener Wertebereich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Tatsächliche Geräuschpegel verschiedener Szenarien und vorgeschriebene Richtwerte für den Geräuschpegel am Arbeitsplatz Raumpilot Grundlagen 421 Arbeiten Für die Schalldämm-Anforderungen in Bürogebäuden sind zwei unterschiedliche Werte relevant: – der Geräuschpegel im Innenraumbereich – der Außenlärmpegel. dann können interne Geräusche aus den benachbarten Räumen als besonders störend empfunden werden. Entsprechend der VDI-Richtlinie 2719 werden Fassaden nach ihren bewerteten Schalldämmmaßen in die Schallschutzklassen 1 bis 6 eingestuft (zwischen Schallschutzklasse 1: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w 25-29 dB und Schallschutzklasse 6: Bewertetes Schalldämm-Maß R‘w ≥50 dB). 2004) . Falls die Fassade gegen Außenlärm einen höheren Schalldämmwert besitzt als die Raumtrennwände und die weiteren relevanten inneren Bauteilanschlüsse. (Weitere Informationen hierzu siehe Herzog/ Krippner/ Lang. Mit verschiedenen Maßnahmen kann die schalldämmende Wirkung von Fassaden und von Trennwand. Wichtig ist bei der Festlegung der Schalldämmmaße eine Abstimmung zwischen Fassadenwerten und den Werten der inneren Bauteile. Eine Erhöhung des Schalengewichts und eine Erhöhung des Schalenabstands können sich weiterhin positiv auswirken.und Deckenanschlüssen erhöht werde.

laut DIN 4109 Tabelle 8 maßgeblicher Außenlärmpegel dB (A) bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 71 bis 75 76 bis 80 ≥ 80 zu erreichende Gesamtschalldämmung des Außenbauteils dB (A) 30 30 35 40 45 50 Schalldämmung einer „Einfachfassade“ 80 dB(A) 30-50 dB(A) 80 dB(A) 65 dB(A) 30-35 dB(A) Schalldämmung einer schallschutztechnisch optimierten Fassade Schalldämmung über die Fassade Ziel der Schalldämmung der Fassade ist der Schutz der Gebäudenutzer vor störenden Schallbelastungen von außen. Mit einer vorgehängten zweiten Schale kann auch der Lärmeintrag bei geöffneten Fenstern in der inneren Schale deutlich verringert werden. Mittels einer zweischaligen Fassadenausführung kann eine Verbesserung des Schalldämmmaßes um circa 15 dB im Wandbereich erreicht werden. Neben dem Gewicht beeinflusst auch der Glasflächenanteil das Schalldämmmaß von Fassaden.Arbeiten Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen. 422 Raumpilot Grundlagen . Die verschiedenen Schalldämmmaße bei unterschiedlichem Fensterflächenanteil von Fassaden sind unter der DIN 4109 aufgeführt.

Luft Raumpilot Grundlagen 423 Arbeiten .

Luft Arbeiten 425 425 426 Lüftung über die Fassade Erforderliche Lüftung Lüftungstechnische Anlagen 424 Raumpilot Grundlagen .

können sie auch außerhalb der Nutzungszeiten geöffnet bleiben und im Sommer zur nächtlichen Bauteilkühlung beitragen. Schächte oder Dachöffnungen. Als grobe Faustregel für den hygienischen Luftwechsel gilt: Um einen Raum über die Fassade ausreichend zu belüften. schwere körperliche Tätigkeit). in der DIN EN 15251 und in der DIN EN 13779. sind mindestens 4 Prozent der Grundfläche als Lüftungsöffnungen erforderlich. Alternativ oder zusätzlich zu normalen Fenstern können in der Fassade auch spezielle Lüftungsöffnungen vorgesehen werden.Luft Lüftung über die Fassade Die natürliche Lüftung erfolgt in der Regel über Fenster. C (starke Geruchsbeläs­ tigung. B (vorwiegend nicht sitzende Tätigkeiten). Weiterhin wird zwischen vier unterschiedlichen Lüftungssystemen unterschieden: Fenster Funktion: Lüftung Schallschutz: gering Kastenfenster Funktion:  Lüftung Lärmschutz Luftvorwärmung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: sehr gut Lüftungsklappe Lüftungselement Funktion:  gesteuerte. Die ASR 5 unterscheidet zwischen den drei (Arbeits-) Raumgruppen A (vorwiegend sitzende Tätigkeiten).5) circa 10 Prozent der Fassadenfläche. Lüftungsklappen. Das entspricht bei üblichen Raumabmessungen (Raumhöhe zu Raumtiefe 1:2. Ein Nachteil der natür­ lichen Lüftung können unangenehme Zuglufterscheinungen bei ungünstiger Witterung sein. Falls die Lüftungsöffnungen vor Regen geschützt sind und kein Sicherheitsrisiko darstellen (Einbruch). Erforderliche Lüftung Wesentliche Angaben zur erforderlichen Lüftung von Arbeitsräumen finden sich in der Arbeitsstätten-Richtlinie 5. individuelle Lüftung Nachtlüftung Bauteilkühlung Schallschutz: gut Unterschiedliche Anordnungen von Lüftungsöffnungen in der Fassade Raumpilot Grundlagen 425 Arbeiten .

0 x H bis 4 m 5. nicht schadstoffarm). die erforderliche Lüftungsrate je Person und je Qudratmeter Grundfläche und die erforderliche Lüftungsrate auf der Grundlage einer Massenbilanz und der erforderlichen Kriterien für den CO2-Gehalt. Empfohlener Außenluftstrom: 20 bis 40 m³/ h pro Person bei überwiegend sitzender Tätigkeit 40 bis 60 m³/ h pro Person bei überwiegend nicht sitzender Tätigkeit 65 m³/ h pro Person bei schwerer körperlicher Arbeit. Lüftungsquerschnitte für freie Lüftung/ASR 5 (Bezugsfläche: 6 m² je Arbeitnehmer) Lichte Raumhöhe H (m) System I System II System III System IV bis 4 m 2. schadstoffarm. zum Beispiel Kuppel. Laterne. kann der Lüftungsquerschnitt um bis zu 50 Prozent verringert werden.und Abluftquerschnitt/ m² Bodenfläche (cm²/ m²) Raumgruppe A 200 120 80 80 Raumgruppe B 350 200 140 140 Raumgruppe C 500 300 200 200 426 Raumpilot Grundlagen .0 x H Maximal zulässige Raumtiefe (m) Zuluft. Die Gesamtlüftungsrate eines Raums wird entsprechend DIN EN 15251 anhand der folgenden Formel berechnet: q tot = n x qp + A x qB q tot Gesamtlüftungsrate des Raums in l/s n Auslegungswert für die Anzahl der Personen im Raum qp Lüftungsrate für die Belegung bzw.plus Abluftquerschnitte) System II: Querlüftung mit Öffnungen in gegenüberliegenden Außenwänden oder Außenwand und Dachfläche System III: Querlüftung mit Öffnungen in einer Außen­­ wand und gegenüberliegendem Schacht oder Außenwand und Dachfläche. Davon müssen mindestens 3 m innerhalb des Gebäudes liegen.5 x H bis 4 m 5. dass eine Verringerung der Lüftungsquerschnitte durch Verstellbarkeit (Klappen oder ähnliches) möglich sein muss. Die ASR fordert zusätzlich. Person A Grundfläche des Raums in m² qB auf die Gebäudeemissionen bezoge- ne Lüftungsrate in l/s. System IV: Querlüftung mit Dachaufsätzen (Dachaufsatzlüftung. Die erforderlichen Lüftungsquerschnitte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Lüftungssystem. Dies kann durch die Raumgröße. Deflektor) und Öffnungen in einer Wand oder gegenüberliegenden Außenwänden (ASR 5). wenn freie Lüftung nicht möglich ist. Die Arbeitsstätten-Richtlinie legt als Anforderung für lüftungstechnische Anlagen bestimmte Mindestaußenluftvolumenströme zugrunde. Die DIN EN 15251 legt der Berechnung der erforderlichen Lüftungsrate weitere Parameter zu Grunde.0 x H über 4 m 5. der Raumhöhe und der Raumgruppe angegeben (siehe Tabelle unten). zum Beispiel die Komponente „Personen“ (Raucher/Nichtraucher) und die Komponente „Gebäude“ (sehr schadstoffarm. Nutzung je Person in l/s. die Raumlage (zum Beispiel Tieflage) oder durch eine besondere Raumnutzung (zum Beispiel hohe Wärmebelastung) begründet sein. Bei hoher Belastung der Raumluft (zum Beispiel durch belästigende Gerüche oder bei hohem Raucheranteil) ist der jeweils höhere Wert anzusetzen. Schachtquerschnitt mindestens 80 cm² und mindestens 4 m Höhe. Wenn die freie Lüftung durch Ventilatoren unterstützt wird.Arbeiten System I: Einseitige Lüftung mit Öffnungen in einer Außenwand (Zu. m² Lüftungstechnische Anlagen Lüftungstechnische Anlagen sind erforderlich.

Licht Raumpilot Grundlagen 427 Arbeiten .

Arbeiten 429 430 431 433 Tageslicht Tageslichtquotient Tageslichtlenksysteme Sonnen-/Blendschutz 428 Raumpilot Grundlagen .

65 % –  Maximale Ausbeute für Tageslichtautonomie und Stromeinsparung. Anforderungen an Flächen der Tageslichtversorgung in Büroräumen nach DIN 5034-1 und ASR 7/1 Raumpilot Grundlagen 429 Arbeiten . Gilt als Optimalwert! Eine Erhöhung des Fensterflächenanteils über 65 Prozent bringt keine weiteren Verbesserungen hinsichtlich dieser beiden Kriterien.Fensteroberkante min. Zugleich ist es jedoch wichtig. dass der Strahlungseintrag im Sommer möglichst gering gehalten wird.5 m) .9 m . Für einen Büroraum mit Fenstern in der Außenwand gilt für den Fensterflächenanteil: 50 % –  Erst ab einem Fensterflächenanteil von 50 Prozent kann eine Tageslichtautonomie von 30 Prozent erreicht werden. eine möglichst weitreichende Tageslichtnutzung ist hier vorteilhaft.Breite des durchsichtigen Fensterteils > 1m . 55 % der Breite der Außenwand. .Höhe Rohbauöffnung > 1. Der Tageslichteintrag ist ausreichend.2 m über Fußbodenoberkante. durchsichtige Türen oder Wandflächen den Ausblick aus dem jeweiligen Raum ins Freie ermöglichen.Durchsichtiger Teil des Fensters max. 2. Der Wärmeeintrag ist bei identischer Lichtausbeute bis zu zehnmal niedriger als bei Kunstlicht. Daher wirkt sich eine Änderung des Tageslichteintrags sehr stark auf die resultierende „Tageslichtautonomie“ und den Strombedarf aus.Breite der durchsichtigen Fläche min.95 m .3 m (auch bei Raumhöhen über 3. Einen erheblichen Einfluss hat der Tageslichtanteil auf den Energieverbrauch von Verwaltungsgebäuden. auch bei intensiver Tageslichtversorgung dürfen keine Beeinträchtigungen durch Blendung entstehen. . Durch Computerarbeit ergeben sich besondere funktionale Anforderungen an die Tageslichtnutzung in Arbeitsräumen. “ (ASR 7/1) Größe und Anordnung von Öffnungen Büros werden üblicherweise tagsüber genutzt. Die geforderte Nennbeleuchtungsstärke ist mit 500 lx relativ hoch. 60 % –  Ab 60 Prozent ist der Stättigungsbereich nahezu erreicht. 0.Brüstungshöhe max.Licht Tageslicht Das Tageslicht beeinflusst das Wohlbefinden. bis 0. Die Arbeitsstätten-Richtlinie fordert hierzu: „Die Sichtverbindung nach außen muss in Augenhöhe durch Fenster. Sichtverbindung nach außen Neben der Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze ist auch die Sichtverbindung nach außen von Bedeutung. Eine Tageslichtautonomie auf der gesamten Hauptnutzfläche in Höhe von 30 Prozent kann als Grenzwert angnommen werden. die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Nutzer von Arbeitsräumen.

Bei dieser Außenbeleuchtungsstärke muss der Tageslichtquotient mindestens 3 Prozent betragen.und Lesetätigkeiten) beziehungs­ weise wenigstens 75 lx (subjektive Ein­­ schaltgrenze für Kunstlicht).tageslichtorientiert 1% . damit eine Belichtung ausschließlich mit Tageslicht ausreicht.5 1. multipliziert mit dem Faktor 100. Dieser entspricht dem Verhältnis der Beleuchtungsstärke innen zur Beleuchtungsstärke außen.3 4.3 Tiefe der Tageslichtbeleuchtung bei einer Außen-Beleuchtungsstärke von 10 000 lx Tageslichtquotient Das Tageslichtangebot wird mit dem Tageslichtquotienten D beschrieben.8 5.0 1. sind je nach Beleuchtungsstärke außen verschiedene Tageslichtquotienten erforderlich (siehe Abbildung). Oberlichtbereich: Wichtig für Tageslicht Mittlerer Bereich: Wichtig für Ausblick und Tageslicht Brüstungsbereich: Ohne nennenswerten Nutzen für Tageslicht Bereiche der Belichtung in der Fassade 430 Raumpilot Grundlagen .4 1.4 3. Die DIN 5035 / EN 12464 fordert für „tageslichtorientierte Arbeitsplätze“ eine Beleuchtungsstärke von 500 lx (CAD-Arbeitsplatz.9 3. Bei einem Tageslichtquotienten von 3 Prozent werden an 90 Prozent der Tagesstunden 75 lx erreicht.4 2. Erforderlicher Tageslichtquotient (D) für 300 lx im Arbeitsraum je nach der Beleuchtung außen: 10 000 lx D = 3 % 5 000 lx D=6% 2 500 lx D = 12 % 15 10 5 0 0.9 2. Bei Arbeitsplätzen in Fensternähe ist das möglich. an 50 Prozent sogar 300 lx.8 4. Schreib. Bei bedecktem Himmel wird in Mitteleuropa außen eine Beleuchtungsstärke von: – 10 000 lx an 50 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 5 000 lx an 75 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten – 2 500 lx an 90 Prozent der Tagesstunden im Jahr überschritten.Arbeiten 3% . Um in einem Büroraum mindestens 300 lx zu erreichen.Minimum 20 > 3 Prozent – Tageslicht ausreichend < 3 Prozent – Kunstlichtbedarf 1 Prozent – Grenze für das absolute Minimum: zu einem Großteil der Nutzungsstunden wird die Einschaltgrenze von 75 lx erreicht (DIN 5034). Der Tageslichtquotient bezieht sich in der Regel auf bedeckten Himmel mit einer Außenbeleuchtungsstärke von 10 000 lx.

Aufgrund der längeren Nutzungszeiten und vor allem wegen der höheren Nennbeleuchtungsstärke wird in Verwaltungsbauten der größte Energieanteil für Kunstlicht benötigt. hierfür wird ein Tageslichtquotient D > 3 Prozent empfohlen. Es gibt auch Kombinationen aus Tageslicht­ lenksystemen und Sonnen. Die Energieverbrauchsverteilung eines typischen Verwaltungsbaus mit gutem Dämmstandard unterscheidet sich deutlich von der eines entsprechend gedämmten Wohngebäudes. Diese Systeme leiten einen Teil der Außenstrahlung in den Innenraum und reduzieren zugleich auch unerwünschte Blendungen oder störende Reflexionen. Raumpilot Grundlagen 431 Arbeiten . Tageslichtlenksysteme Mittels Tageslichtlenksystemen kann die Tageslichtnutzung optimiert werden. zwischen den Scheiben im Isolierglas oder außenliegend angeordnet werden. Aus diesem Grund sollte bei der Planung von Verwaltungsgebäuden versucht werden. da in den meis­ ten Verwaltungsbauten ein großer Teil des gesamten Energiebedarfs für die Beleuchtung gebraucht wird. Durch diese Umlenkung wird die Beleuchtung in Fensternähe etwas reduziert zugunsten einer besseren Beleuchtung der Raumtiefen. Im einfachsten Fall kann hierfür ein Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen eingesetzt werden. Reflexionsgrade“). Diese Systeme lenken einen Teil des Tageslichts ins Rauminnere und verbessern dadurch die Tageslichtversorgung auch in großen Raumtiefen.beziehungsweise Blendschutzsystemen. Dies entspricht einem Tageslichtquotienten von etwa 3 Prozent (Leitfaden Elektrische Energie LEE). Die Systeme können prinzipiell innenliegend. Eine gute Lichtlenkung erfordert zusätzlich zum Fassadensystem im Raum helle. die Hauptnutzflächen ausreichend mit Tageslicht zu versorgen.  Ein möglichst großer Teil der Nutzflächen sollte „tageslichtorientiert“ sein. das heißt dass mindestens an 70 Prozent der Nutzungsstunden ausreichend Tageslicht vorhanden ist und kein Kunstlicht zugeschaltet werden muss. Beleuchtung Heizen und Lüften Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Bürogebäudes Beleuchtung Heizen und Lüften Warmwasser Anteile am Jahres-Primär-Energiebedarf eines typischen Wohngebäudes zum Vergleich Tageslichtorientierter Arbeitsplatz: Ein tageslichtorientierter Arbeitsplatz hat eine Tageslichtautonomie von mindestens 70 Prozent. reflektierende Deckenoberflächen oder spezielle Reflektorelemente (siehe „Sonnenschutz.Licht Intelligente Tageslichtplanung Ein großer Vorteil der Tageslichtnutzung ist das Energieeinsparpotenzial.

Laser Cut Panels: Starres System oder drehbare Elemente.Arbeiten Lichtlenksysteme Außenliegende Systeme zur Tageslichtlenkung Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. Können auch innenliegend angebracht sein. System ist eine Kombination aus Sonnenschutz. Sie lenklen Sonnenlicht durch mit Laser hergestellte Einschnitte um. System dient nur der Tageslichtlenkung nicht aber dem Sonnenschutz.bzw. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. Lichtschwerter: Lichtschwerter sind im oberen Drittel eines Fensters montiert und schützen den fensternahen Bereich vor direkter Sonnenstrahlung. Spiegelprofile: Speziell geformte Profile lassen flacheinstrahlendes Licht durch. während das diffuse Himmelslicht das Material passieren kann. Jalousien: Jalousien deren Lamellen bereichsweise einstellbar sind. Blendschutz und Tageslichtlenksystem. 432 Raumpilot Grundlagen . Lichtlenkglas Nutzung des Zwischenraums von Doppelglasscheiben Prismenplatten: Direktes Sonnenlicht wird wieder nach außen reflektiert. während steil einfallende Strahlung ausgeblendet wird.

die unmittelbare Umgebung mit 300 lx. Durch den Blendschutz sollte der Blick nach außen jedoch möglichst wenig gestört werden. Blendschutzsysteme werden meist innen am Fenster angeordnet. Raumpilot Grundlagen 433 Arbeiten .Licht Sonnen-/Blendschutz Funktionen von Sonnenschutzsystemen – Hitzeschutz: zur Reduzierung der Raumaufheizung und der damit verbundenen Kühllasten. sind spezielle Blendschutzsysteme erforderlich. Leuchtdichteverteilung Eine sinnvolle Leuchtdichteverteilung liegt bei 10:3:1 für die Bereiche der Sehaufgabe „unmittelbare Umgebung“ und „fernes Umfeld“ . Bei einem außenliegenden System kann nur der Strahlungsanteil zu einer Aufwärmung des Raums beitragen. Blendschutzsysteme sollten flexibel vor.und zurückziehbar sein. Der innenliegende Sonnenschutz gibt die absorbierte Strahlung und einen Teil der reflektierten Strahlung als Wärme an den Innenraum ab. Empfohlene Reflexionsgrade). zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen und Reduzierung der Einschaltdauer von Kunstlicht. – Wärmeschutz: zur Redzuzierung der Wärmedurchgangskoeffizienten mit dem Ziel der Heizenergieeinsparung. – Blendschutz: zur Optimierung der Arbeitsplatzbedingungen insbesondere an Bildschirm­ arbeitsplätzen. Der direkte Arbeitsbereich sollte mit einer Beleuchtungsstärke von 500 lx versorgt sein. da sie die Tageslichtausleuchtung vermindern. Blendschutzaufgaben Wenn der Blendschutz nicht durch andere Systeme im erforderlichen Umfang gewährleistet werden kann. – Lichtlenkung: zur optimierten Ausleuchtung von Räumen. Die Leuchtdichte wird durch die Beleuchtungsstärke und Reflexionsgrade der Oberflächen bestimmt (DIN EN 124641.

Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig Dachverglasung. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz winkelabhängig bei Windexposition. bei geringem Fensterflächenanteil Sonnenschutzglas sehr niedrig systemabhängig systemabhängig Lichtlenkung möglich. Oberlichtbereich Vorbau + Blendschutz innen ohne Blendschutz uneingeschränkt Ausbildung als Lichtlenksys­ tem möglich. variabler Lamellenwinkel Blendung an Lamellen­ unterseite niedrige Gebäude Blendung Einsatz 434 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Sonnen-/Blendschutz Sonnenschutz Jalousie innen Wartungsaufwand Regelbarkeit Ausblick Tageslicht niedrig sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich. Ausblendung direkter Strahlung Blendschutz erforderlich nur an Südfassaden sinnvoll Rollo außen hoch gut materialabhängig Ausblendung direkter Strahlung. Ausblick nur bedingt möglich wirkt als Blendschutz im Atrium und bei niedrigen Anforderungen Jalousie außen sehr hoch sehr gut winkelabhängig Lichtlenkung möglich.

Fassade Raumpilot Grundlagen 435 Arbeiten .

Fassade Arbeiten 437 438 440 442 444 Fassade Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade 436 Raumpilot Grundlagen .

Zur Ermittlung der ersten Grundlagen dient dieses Kapitel. Bei besonders schwierigen Aufgaben wird dazu ein eigener Fassadenplaner hinzugezogen. Blendschutz – Installation – Schallschutz – Brandschutz Lochfassade Bandfassade Pfosten-Riegel-Fassade Elementfassade Raumpilot Grundlagen 437 Arbeiten . Funktionale Anforderungen an die Fassade: – Konstruktion – Belichtung – Belüftung – Sonnenschutz.Fassade Fassade Im Entwurf der Bürohausfassade vereinigen sich hochkomplexe Anforderungen.

geringer solarer Strahlungseintrag Belüftung – die Art der Belüftung ist optional. erfolgt aber meist aufgrund des höheren Nutzkomforts und des Einsatzes einzelner unabhängiger Fensterelemente auf natürlichem Weg Schallschutz – eingeschränkter Schallschutz.tageslichtorientiert 1% .Arbeiten Lochfassade Konstruktion – Fassade meist massiv und tragend. Fens­ ter  schließen ein „Loch“ in der Fläche Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 30 Prozent –  Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bereits ab einer Raum­ tiefe von ungefähr 1.Minimum Schnitt ca.50 m ca. natürliche Lüftung mindert den Grad der erreichten Dämmwirkung –  Verbesserung duch Installation eines Kastenfensters Grundriss 3% . 150 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional begrenzt Sonnenschutz – Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes in Sturz und Fensterlaibung technisch einfach und witterungsgeschützt möglich. 150 438 Raumpilot Grundlagen .

Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile – technisch einfache Konstruktion – gute Wärmedämmwerte aufgrund geringerer Verglasungsanteile erreichbar – individuelle Steuerung – einfache Pflege und Wartung Nachteile – eingebrachte Wärme kann nicht immer in ausreichendem Maße über natürliche Lüftung abgeführt werden – eingeschränkte Flexibilität im Innenausbau – Einsatz geeignet für Zellenbürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .und Datenkabel. Brüstungs-.größere Geschosshöhen . Wand.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.und Deckenbereiche bleiben frei.Kosten für Installation und Reinigung .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 439 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich . Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  erhöhte Installations.Akustikprobleme .Brandschutz .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Kastenfenster . Elektro. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.

Minimum Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca. 300 Trennwandanschluss technisch schwieriger funktional flexibel Grundriss Schnitt ca. bei Anordnung in Laibungsebene etwas windgeschützter – wartungsintensiv – erhöhter solarer Strahlungseintrag Belüftung – optional.tageslichtorientiert 1% . meist aber natürlich – hoher Wärmeverlust im Winter und Pro­ bleme bei erhöhten Windgeschwindigkeiten 3% . 300 Schallschutz abhängig von Öffenbarkeit der Fenster – und Art der Zarge –  Verbesserung duch Installation einer Prallscheibe 440 Raumpilot Grundlagen .Arbeiten Bandfassade Konstruktion –  aneinandergereihte Elemente bilden ein horizontales Fensterband mit Sturz und einer Brüstung Belichtung – typischer Fensterflächenanteil von circa 60 Prozent – Tageslichtquotient unterschreitet die in DIN 5035/1 vorgeschriebene Grenze für tageslichtbezogene Arbeitsplätze von 3 Prozent/300 lx bei einer Raumtiefe von circa 3 m –  Energieeinsparung gegenüber 30-prozentigen Verglasung durch geringere künstliche Beleuchtung von 30 bis 40 Prozent Sonnenschutz – außenliegend.

Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Prallscheibe –  Nachtauskühlung möglich –  erhöhte Installations. Brüstungs-. Wand. Akustikprobleme sind über Qualität des Bodenbelags auszugleichen Bewertung Vorteile –  gute Tageslichtausnutzung –  individuelle Steuerung –  einfache Pflege –  technisch einfach –  hohe Flexibilität im Innenausbau Nachteile –  erhöhter Wartungsaufwand des Sonnenschutzes –  höhere Installationskosten –  Einsatz häufig in Kombibürotypologie + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .und Deckenbereiche bleiben frei.Akustikprobleme .und Datenkabel.und Reinigungskos­ ten Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppel-/Hohlraumboden Raumpilot Grundlagen 441 Arbeiten + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen + Bauteilaktivierung möglich .Kosten für Installation und Reinigung Schallschutzverbesserung durch Prallscheibe .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + freier Brüstungs-. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.und Datenkabelverteilung entlang der Brüstung gut möglich. Wandund Deckenbereich . Installation eines Quellluftbodens ist leicht möglich. Elektro.größere Geschosshöhen .

meist als Kombination mit Blendschutz innenliegend –  hoher solarer Strahlungseintrag und hoher Kostenanteil Belüftung –  optional. 325 Trennwandanschluss technisch schwierig funktional flexibel Grundriss 3% .Arbeiten Pfosten-Riegel-Fassade Konstruktion – raumhohe Verglasung –  Konstruktion aus geschweißten.Minimum Schnitt ca.tageslichtorientiert 1% . 325 442 Raumpilot Grundlagen . aber meist natürlich –  hoher Wärmeverlust im Winter Schallschutz –  aufgrund des hohen Verglasungsanteils stark abhängig von der Schalldämmqualität der Verglasung –  Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf ca.und Riegelelementen –  statische Anforderungen. Abfall der Belichtungsintensität in der Raumtiefe nahezu analog der nur zu 60 Prozent verglasten Bandfassade Sonnenschutz –  außenliegend schwierig. geschraubten oder gesteckten Pfosten. selbsttragend vor den Geschossdecken stehend oder von diesen abgehängt Belichtung – Fensterflächenanteil circa 90 Prozent –  Einfluss des verglasten Brüstungsbereichs auf Lichteintrag sehr gering.

keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Raumpilot Grundlagen 443 Arbeiten . Elektro.und Datenkabel.größere Geschosshöhen . Installation eines Quellluftbodens leicht möglich.und Reinigungskos­ ten –  besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung –  Installationsraum in abgehängter Decke erleichtert die Integration mechanischer Lüftungsanlagen.Fassade –  natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich –  Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade –  erhöhte Installations.Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade + gute Raumakustik + einfache Installation von RLT-Anlagen .Akustikprobleme . Brüstungs-.Brandschutz . Wand.und Datenkabelverteilung entlang der verglasten Brüstung schwierig. Raumakustik über Materialwahl der Deckenplatten steuerbar –  Installationsraum in aufgeständertem Boden ermöglicht maximal flexible Verteilung der Elektro.verbauter Brüstungsbereich .und Deckenbereiche bleiben frei.geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Installationsführung in abgehängter Decke + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .Kosten für Installation und Reinigung . hohe Flexibilität in der Raumaufteilung –  geeignet für alle Organisationsformen Nachteile –  hoher Wärmeeintrag beziehungsweise -verlust –  erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung –  hoher Konstruktionsaufwand Installationsführung in Doppelboden + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung . hohe Transparenz Bewertung Vorteile –  hohe Transparenz.

mindestens geschosshohe Elemente. meist dem Rohbau vorgehängt –  Brüstung. oft aber aufgrund der Integrierbarkeit dezentraler Lüftungsanlagen und dem Einsatz im Hochhausbau mechanisch 3% .tageslichtorientiert 1% . 250 Ansicht > 300 lux D > 3% = kein Kunstlichtbedarf Trennwandanschluss technisch einfach funktional flexibel Grundriss Sonnenschutz –  Installation eines außenliegenden Sonnenschutzes schwierig. Situation ähnlich der Pfosten-Riegel-Fassade – Integration in Deckenkopfbekleidung möglich – bei hohen Windgeschwindigkeiten problematisch Belüftung – die Art der Belüftung ist optional.Minimum Schnitt 250 Schallschutz – abhängig von Elementierung und damit von der Schalldämmqualität der einzelnen Bauteile 444 Raumpilot Grundlagen . Deckenkopfbekleidung und Fensterflächen als offene/opake und zu öffnende/geschlossene Felder. auch technische Anlagen/Sonnenschutz integrierbar Belichtung – Tageslichteintrag und Ausblick sind über Elementierung/Verglasungsanteil steuerbar ca.Arbeiten Elementfassade Konstruktion –  Werkseitig vorgefertigte.

Kosten für Installation und Reinigung .keine Bauteilaktivierung im Bodenbereich möglich Installationsführung in Doppelboden Raumpilot Grundlagen 445 Arbeiten + Dezentrales Heizen und Lüften + keine Installationen im Raum .geringere Flexibilität bei Kabelverteilung Technikintegration in Fassadenelement + hohe Flexibilität bei Kabelverteilung + Quelllüftung + keine Installationen im Raum .hohe Installations. einheitlich gestaltete Fassadenflächen eignen – erhöhter Aufwand für Pflege und Wartung + natürliche Lüftung + Integrationsmöglichkeit Sonnenschutz + Nachtauskühlung .Brandschutz .größere Geschosshöhen .Fassade – Verbesserung duch Installation einer Doppelfassade – natürliche Lüftung unabhängig von Gebäudehöhe möglich – Integrationsmöglichkeit für Sonnenschutz hinter Sekundärfassade – Nachtauskühlung möglich – erhöhte Installations. weswegen sich Elementfassaden vor allem für großflächige.Geruchsübertragung Schallschutzverbesserung durch Doppelfassade .Akustikprobleme .und Wartungskosten .und Reinigungskos­ ten – besondere Brandschutzanforderungen Installationsführung – Integralfassade übernimmt dezentral Heizund Lüftungsfunktion – keine Energieverluste beim Transport von vorkonditionierter Luft – den höheren Kosten beim Einbau stehen erhebliche Einsparungen beim Gesamt­ energieverbrauch eines Bürogebäudes gegenüber Bewertung Vorteile –  Adaption an spezifische Einbausituationen aufgrund der Elementierung gut möglich – Integration energiesparender Systeme – hohe Flexibilität in der Raumaufteilung – schnelle und einfache Montage vor Ort Nachteile – hoher technischer Aufwand.

Arbeiten 446 Raumpilot Grundlagen .

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 447 Arbeiten .

Planungsregeln/Literatur Arbeiten 449 451 451 451 Normen Richtlinien Verordnungen Literatur 448 Raumpilot Grundlagen .

und Ausführungsbeispiele DIN 4108-Berichtung 1 / April 2002 / Berichtigungen zu DIN 4108-3:2001-07 DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-1 / Oktober 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Anforderungen DIN 4109 Beiblatt 1 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 4109 Beiblatt 2 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Hinweise für Planung und Ausführung – Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz – Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn. Anforderungen. Planungs.und feuchteschutztechnische Bemessungswerte DIN V 4108-6 / Juni 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 6: Berechnung des Jahresheizwärme. Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen) DIN 277-3 / April 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten DIN 1946-2 / 1994-01 / Raumlufttechnik. Stichwortverzeichnis DIN 4108 Beiblatt 2 / März 2006 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärmebrücken – Planungs. Ermittlungsgrundlagen DIN 277-2 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 2: Gliederung der Netto­ Grundfläche (Nutzflächen.und des Jahresheizenergiebedarfs DIN V 4108-6 Berichtigung 1 / März 2006 / Berichtigungen zu DIN V 4108­ 6:2003­ 06 DIN 4108-7 / Januar 2009 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 7: Luftdichtheit von Gebäuden.R für den Nachweis der Eignung nach DIN 4109 aus Werten des im Labor ermittelten Schalldämm-Maßes Rw Raumpilot Grundlagen 449 Arbeiten .und Arbeitsbereich DIN 4109 Beiblatt 3 / Juni 1996 / Schallschutz im Hochbau – Berechnung von R‘ w. Anforderungen.Planungsregeln/Literatur Planungsgrundlagen Normen DIN 107 / April 1974 / Bezeichnung mit links und rechts im Bauwesen DIN 277-1 / Februar 2005 / Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 1: Begriffe.und Ausführungsempfehlungen sowie Beispiele DIN 4108-10 / Juni 2008 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe – Werkmäßig hergestellte Wärmedämmstoffe DIN 4108 Beiblatt 1 / April 1982 / Wärmeschutz im Hochbau – Inhaltsverzeichnisse. Gesundheitstechnische Anforderungen (VDI-Lüftungsregeln) ZURÜCKGEZOGEN s 600 DIN 4066 / Juli 1997 / Hinweisschilder für die Feuerwehr DIN 4102-5 / September 1977 / Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen – Feuerschutzabschlüsse DIN 4108-1 / August 1981 / Wärmeschutz im Hochbau – Größen und Einheiten DIN 4108-2 / Juli 2003 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz DIN 4108-3 / Juli 2001 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz. Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung DIN V 4108-4 / Juni 2007 / Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 4: Wärme.

Prüfung DIN 5034-1 / Oktober 1999 / Tageslicht in Innenräumen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen DIN 5035-3 / Juli 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen DIN 5035-6 / November 2006 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 6: Messung und Bewertung DIN 5035-7 / August 2004 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 7: Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen DIN 5035-8 / Juli 2007 / Beleuchtung mit künstlichem Licht – Teil 8: Arbeitsplatzleuchten – Anforderungen. Ausgüsse – Begriffe DIN EN 1125 / April 2008 / Schlösser und Baubeschläge – Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für Türen in Rettungswegen – Anforderungen und Prüfverfahren. Änderung A2 DIN 4109-11/A1 / September 2006 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte.und Raumfahrt – Raumfahrtproduktsicherung Brennverhaltenstest für die Auswahl von Raumfahrtmaterialien – Deutsche und Englische Fassung EN 14090:2002 DIN 18040-1 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 18040-2 / Februar 2009 / Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen DIN 18650-1 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 1: Produktanforderungen und Prüfverfahren DIN 18650-2 / Dezember 2005 / Schlösser und Baubeschläge – Automatische Türsys­ teme – Teil 2: Sicherheit an automatischen Türsystemen DIN 68905 / Februar 1977 / Kücheneinrichtungen – Lüftungsgeräte – Begriffe DIN 68906 / September 1977 / Kücheneinrichtungen – Spülen.Arbeiten DIN 4109/A1 / Januar 2001 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise – Änderung A1 DIN 4109 Berichtung 1 / August 1992 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise DIN 4109-11 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Teil 11: Nachweis des Schallschutzes – Güte. Deutsche Fassung EN 1125:2008 DIN EN 13724 / Mai 2003 / Einwurföffnungen von Hausbriefkästen – Anforderungen und Prüfungen EAE 85/95 / Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen (zurückgezogen) EN 13761 / 2002 / Bueromoebel. Änderung A1 DIN 4543-1 / September 1994 / Büroarbeitsplätze – Teil 1: Flächen für die Aufstellung und Benutzung von Büromöbeln.und Eignungsprüfung DIN 4109 Beiblatt 1/A1 / September 2003 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Änderung A1 DIN 4109 Beiblatt 1/A2 / Februar 2006 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren. Empfehlungen und Prüfung DIN 14090 / Mai 2003 / Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken DIN EN 14090 / Oktober 2002 / Luft. Sicherheitstechnische Anforderungen. Besucherstuehle EN 12464-1 / März 2003 / Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen – Deut­ sche Fassung EN 12464-1:2002 450 Raumpilot Grundlagen .und Eignungsprüfung.

Jeska. Thomas. Leinfelden-Echterdingen 1998 Wilkhahn (Hrsg. Michael. Geissmar-Brandi. Staniek.und Energiekonzepte für Gebäude. Klima.Planungsregeln/Literatur Richtlinien VDI-Richtlinie 2719 Schalldämmung von Fenstern und den Zusatzeinrichtungen. Klauck. Werner: Fassaden-Atlas. die mit weniger Energie mehr leisten. Boston. Die Praxis der Lichtplanung. Mario: Raumpilot Arbeiten. Basel. Gerhard: Einführung in die Bauklimatik.Einrichtungs-Handbuch für Kommunikationsräume. Carolin. Christoph: Lichtbuch. Berlin 2003 Herzog.. Zürich 2010 Hascher. Basel.2 / 1988-01 / Verkehrswege ASR  29/1-4 / 1977-05 / Pausenräume. Literatur Brandi.. geändert 2008 Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik – Leitlinien für Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) LV 40.): Entwurfsatlas Bürobau. diskutieren. Krippner. Bettina (Hrsg. de Saldanha. Markus. u. Berlin. Jürgen: Eingang. München 2005 Gasser. lernen. Konzepte für Gebäudehüllen. Petra: ClimaSkin. Basel.): konferieren. Roland. Ulrike. Berlin 2004 Knirsch. Blatt 3 Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung verschiedener Tätigkeiten Verordnungen Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV) August 2004. Johann. München 2006 Hausladen. Stuttgart.): BürobauAtlas. Tvrtković. zur Brügge. Rainer. Boston 2002 Hausladen. Liedl.a. Berlin 2001 Eisele. Lang. August 1987 VDI-Richtlinie 2058. Weg+Raum. Gerhard. 2009 Amtlich anerkannte technische Regeln und Richtlinien: Arbeitsstätten-Richtlinien (ASR) ASR 10/1 / 1985-09 / Türen und Tore ASR 17/1. Bad Münder 1997 Raumpilot Grundlagen 451 Arbeiten . Birgit (Hrsg. Simone.

Arbeiten 452 Raumpilot Grundlagen .

Lernen 455 459 463 469 475 481 491 495 503 513 523 531 537 541 545 553 559 567 Schulsystem Lage und Orientierung Typologie Programm Ankommen Erschließen. Verteilen und Flüchten Veranstalten und Feiern Lernen Sitzen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Arbeiten und Verwalten Recherchieren und Informieren Essen und Freizeit verbringen Nebenräume Freibereiche Bauausführung Planungsregeln/Literatur Raumpilot Grundlagen 453 .

Die schlechten Evaluationsergebnisse der beiden PISA-Studien scheinen mit Auslöser für die gegenwärtige kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem zu sein. die sich auch auf die Schulgebäude bezieht. In BadenWürttemberg wurde im Februar 2006 eine neue Schulbauförderrichtlinie erlassen. Entsprechend den Modellrechnungen der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2007 wird die Zahl aller Schüler in Deutschland von knapp 12. da sie nach wie vor für die Festlegung von Mindeststandards herangezogen werden. Die Schulbauempfehlungen der Länder stammen noch aus den 1980er Jahren (die ASE Baden-Württemberg stammen aus dem Jahr 1983). die gegenüber der früheren „Bauaufsichtlichen Richtlinie für Schulen (BASchulR 1976)“ erheblich gestrafft und gekürzt wurde. Diese können in Einzelfällen von sonstigen Vorgaben. denn schon in naher Zukunft werden sinkende Schülerzahlen erwartet. Sinnvolle und qualitätvolle bauliche Lösungen für die geänderten Anforderungen im Schulbau könnnen möglicherweise einen „kreativen Umgang“ mit diesen Planungsvorgaben erfordern.1 Millionen zurückgehen. In den neuen Bundesländern soll sich dieser prophezeite Rückgang am stärks­ ten auswirken.8 Prozent) auf knapp 10. Diese Prognosen lassen in den kommenden Jahrzehnten Schulzusammen­ legungen und auch Schulschließungen erwarten.5 Millionen ein neuer Tiefststand für das wiedervereinigte Deutschland erreicht sein wird. Sie werden inzwischen in Hinblick auf zahlreiche Detailvorgaben diskutiert und auch hinterfragt. Hinweise zu den Planungsvorgaben im Kapitel „Lernen“: Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . 2). in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW.3 Millionen im Jahr 2005 bis 2020 um 2. abweichen! Als Grundlage für die Programmentwicklung von Schulen werden in Deutschland die 454 Raumpilot Grundlagen .beziehungsweise Mindestanforderungen im Schulbau vermitteln.2 Millionen (17 . aber angemessene Lösungsvorschläge zu entwickeln. Bei der Planung von Schulgebäuden müssen auch die speziellen und teilweise sehr detaillierten Forderungen der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) berücksichtigt werden.Lernen Kaum eine andere Bauaufgabe ist in Deutschland derzeit so stark von den sich wandelnden Rahmenbedingungen und von der Suche nach Neuorientierung betroffen wie der Schulbau. gewohnte Konzeptionen und Detailllösungen im Schulbau zu überdenken und gegebenenfalls auch ungewohnte. Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39 (11)). Parallel wächst jedoch die Bedeutung von Schulumbauten für den Ganztagesbetrieb. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. der aktuellen Diskussion wird häufig Die folgenden Seiten sollen einen Überblick über diese Standard. Musterraumprogramme der Schulbauförderrichtlinien beziehungsweise Schulbaurichtlinien und für Orientierungswerte auch die Schulbauempfehlungen der einzelnen Bundesländer herangezogen. beispielsweise von der LBO. §38. von Bestandssanierungen und gleichzeitig auch von Neubauplanungen aufgrund der Nachfrage nach Schulangeboten mit alternativen pädagogischen Ausrichtungen. Ganz andere Herausforderungen ergeben sich in diesem Bereich durch den demografischen Wandel. wobei bereits im Jahr 2010 mit 11. Seit Juli 1998 gibt es eine Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR). Die ASE werden in diesem Kapitel dennoch als Planungsgrundlage zitiert. Architekten sind durch diese vielfältigen Wandlungsprozesse besonders gefordert.

Schulsystem Raumpilot Grundlagen 455 3 4 5 6 1 7 3 2 8 9 4 10 5 Lernen 11 7 6 12 13 9 8 14 15 10 16 11 17 12 18 13 19 20 21 22 23 .

Schulsystem Lernen 457 Das deutsche Schulsystem 456 Raumpilot Grundlagen .

Schulsystem Das deutsche Schulsystem Das deutsche Schulsystem ist in vier übergeordnete Stufen gegliedert: Elementarstufe Die Elementarstufe umfasst die vorschulische Erziehung vom 3. In Berlin und Brandenburg umfasst die Grundschule abweichend die Klassenstufen 1 bis 6. Sekundarstufe I Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen. (13) 12 11 10 9 8 7 6 5 4 Sekundarbereich II Primarstufe Die Primarstufe umfasst die Klassenstufen 1 bis 4 der Grundschule. Berufsschulreife Mittlere Reife Hauptschule Realschule Gymnasium Sekundarbereich I 6 Grundschule Gesamtschule 3 2 1 3 Kindergarten Sekundarstufe II Die Sekundarstufe II. Tertiärer Bereich . auch gymnasiale Oberstufe genannt. die auf die Grundschule (Primarstufe) folgen und traditionell in gegliederten Bildungsgängen unterrichtet werden. Hochschulreife Fachhochschulreife Studium Allg. bis zum 6. Hochschulreife Fachhochschulreife Lehre/Ausbild. In der Regel sind dies die Klassenstufen 5 bis 9 oder 10. Die Klassenstufen 5 und 6 dieser beiden Länder werden als „schulartunabhängige Orientierungsstufe“ eingeordnet. Lebensjahr in Kindertagesstätten. umfasst die Klassen 11 bis 12 oder 13. Kindergärten und in den zu Grundschulen gehörenden Vorklassen (bundeslandabhängig). Langfristig werden voraussichtlich alle Bundesländer die Schulzeit am Gymnasium auf 8 Jahre verkürzen (G8) und diese mit der Klassenstufe 12 beenden. Schuljahre 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Alter Studium Allg. Vorschulbereich 4 5 Primarbereich 7 8 9 Raumpilot Grundlagen 457 Lernen Lehre/Ausbild.

Lernen 458 Raumpilot Grundlagen .

Lage und Orientierung Raumpilot Grundlagen 459 Lernen .

Lernen Lage und Orientierung 461 461 461 462 462 Lage des Grundstücks Größe des Grundstücks Pausenflächen Orientierung Geschosszahl 460 Raumpilot Grundlagen .

Gerüche oder Geräusche. sie sollten eine lichte Höhe von mindestens 2. Auch aus diesem Grund wird eine möglichst zentrale Lage in einem Schuleinzugsgebiet gegenüber einer Orts. Raumpilot Grundlagen 461 Lernen . Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Band „Raumpilot Lernen“ . Staub. angrenzende öffentliche Grün­ flächen oder sonstige außerschulische Einrichtungen (zum Beispiel eine Schwimmhalle) in den Nutzungsbereich der Schule mit einbezogen werden können. wenn angrenzende Sportflächen. Pausenflächen Es sollten offene und zusätzlich auch offene überdeckte Pausenflächen zur Verfügung stehen. Grundsätzlich wird für Schulen eine möglichst verkehrsgünstige Lage empfohlen. Für die offenen überdeck­ ten Pausenflächen sind circa 0. wie Rauch. Sportbauten und Wohnungen) (ASE BW). Das Grundstück sollte zugleich jedoch nicht durch Immissionen von außen. Größe des Schulgrundstücks Die Größe des Schulgrundstücks sollte überschlägig circa 20 m² je Schüler entsprechen (ohne Sportgelände.10 m besitzen (ASE BW). Lehrern und Besuchern zu Fuß. mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr gut und gefahrlos erreicht werden können.Lage und Orientierung Lage des Grundstücks Mit der Wahl des Schulstandorts und dem Zuschnitt des Schulgrundstücks werden wesentliche Bedingungen für die Schulbauplanung festgelegt. An offenen Pausenflächen sollten mindestens 3 bis 5 m² je Schüler ausgewiesen werden (bei Grundschulen mindestens 5 m² je Schüler). damit sie von Schülern.oder Stadtrandlage empfohlen.3 m² je Schüler vorzusehen. beeinträchtigt sein. können geeignete öffentliche Parkflächen und sonstige öffentliche Anlagen auch als offene Pausenflächen mit angerechnet werden (ASE BW). Entsprechend der Schulbauempfehlung für Baden-Württemberg sollten schwer bebaubare Grundstücke aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als Schulstandort möglichst vermieden werden (ASE BW). In diesem Kapitel werden wesentliche Planungsempfehlungen der ASE zu Lage. Außenflächen und Orientierung von Schulen zusammengefasst. Bei entsprechender Lage und den entsprechenden organisatorischen Voraussetzungen. Eine Schulanlage kann erheblich aufgewer­ tet werden.

Für die Orientierung der Räume muss letztendlich jedoch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren. mit bedacht werden.5) Geschosszahl Die Zahl der Geschosse sollte bei Schulen auf höchstens vier beschränkt sein. 5. selbstständige Grundschulen sollten maximal zwei Geschosse besitzen. für selbstständige Grundschulen maximal zwei Vollgeschosse empfohlen (ASE. Schulgebäude allgemein ≤ 4 Geschosse Grundschulen Grundschule ≤ ≤2 2 Geschosse Geschosse Geschosszahl Für Schulgebäude werden maximal vier Vollgeschosse. Speziell für Zeichensäle und Computerräume wird grundsätzlich eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung angestrebt und daher eine Nord-Orientierung empfohlen. Barrierefreiheit Schulanlagen sind entsprechend MBO § 50 (2) beziehungsweise LBO BW § 38 (2) grundsätzlich barrierefrei zu gestalten 462 Raumpilot Grundlagen . die übergeordnete städtebauliche Konzeption und die Nutzungsverteilung in der Gesamtanlage.Lernen Orientierung Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Sonnenschutz) empfiehlt die ASE BW eine Nord-Süd-Orientierung der Hauptfassaden des Schulgebäudes. wie die spezifische Grundstückslage.

Typologie Raumpilot Grundlagen 463 Lernen .

Lernen Typologie 465 465 465 466 466 466 467 467 468 468 Lineares System Winkel-System H-förmiges System U-förmiges System Kamm-System System mit zentralem Fokus Atrium-System Netz-System Kompaktes System Pavillon-System 464 Raumpilot Grundlagen .

prinzipiell in Längsrichtung erweiterbar Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit Winkel-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: städtebauliche Bezüge aufnehmbar. teilumschlossene Außenräume können gebildet werden Erschließung: übersichtlich Erweiterbarkeit: prinzipiell in beide Richtungen erweiterbar H-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: Ausbildung eines „Innenhofs“ mit Überdachung oder Teilüberdachung möglich Erschließung: Erschließungssystem mit zentralem Bereich.Typologie Lineares System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Erschließung: linear. einfach. Schule als Einheit räumlich erfassbar M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 465 Lernen . klar und übersichtlich Erweiterbarkeit: in Bauabschnitte unterteilbar. klar und übersichtlich Orientierung: gute Orientierbarkeit und Überschaubarkeit.

und Querrichtung erweiterbar Orientierung: der Gleichwertigkeit der Kammstruktur kann durch unterschiedlich gestaltete Innenhöfe entgegengewirkt werden System mit zentralem Fokus Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: nach innen: zentrale Aula – Treffpunkt. Schulgebäude „verzahnt“ mit dem Außenraum. Schule als Einheit räumlich erfassbar Kamm-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. gut proportionierte Außenraumbildung möglich Erweiterbarkeit: prinzipiell in Bauabschnitten realisierbar und in Längs. übersichtlich Orientierung: gut und überschaubar.Lernen U-förmiges System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich Raumbildung: schirmt auf drei Seiten ab und öffnet sich auf einer Seite zum Außenraum. Verzahnung mit Umfeld oder Abgrenzung zum Beispiel mit Bepflanzung möglich Erschließung: U-förmige Erschließung. differenzierte. eventuell Ausbildung weiterer Außenraumkanten durch Bepflanzung et cetera sinnvoll Erschließung: lineare Erschließung vom Zentrum aus Orientierung: gute Orientierung und Überschaubarkeit durch Bezug zum Zentrum 466 Raumpilot Grundlagen . nach außen: Baukörper ermöglicht Gestaltung von drei unterschiedlichen Außenraumbereichen.

Orientierung in vier verschiedene Himmelsrichtungen Städtebauliche Einbindung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: horizontale Erschließung. Schule als Einheit räumlich erfassbar Netz-System Belichtung: über Innenhöfe können alle Klassenräume natürlich belichtet werden Erschließung: lange Erschließungsstraßen. Wechsel der Erschließung nach außen und Belichtung von Raumgruppen über den Innenhof bei genügend großem Innenhof prinzipiell möglich Orientierung: gut und überschaubar. offen für Veränderungen der Baustruktur nach außen Orientierung: aufgrund gleichwertiger Erschließungsflure ist die Orientierung schwieriger als bei den anderen Systemen M 1:2500 Raumpilot Grundlagen 467 Lernen . ringförmig innen. hoher Verkehrsflächenanteil Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich.Typologie Atrium-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume möglich.

insgesamt jedoch sehr raumgreifende Anordnung (hoher Flächenverbrauch) Erweiterbarkeit: Erweiterungen prinzipiell möglich durch Addition weiterer Pavillons Besonderheit: starker Außenraumbezug. Belichtung der Räume zusätzlich von mehreren Seiten möglich Raumbildung: raumbildende Gruppierung möglich.und Funktionsinseln“ Pavillon-System Belichtung: natürliche Belichtung aller Räume. über Innenhöfe oder Atrien können Klassenräume im inneren Bereich natürlich belichtet werden Raumbildung: eher für solitäre Baukörper geeignet Erschließung: vertikale Erchließung.Lernen Kompaktes System Belichtung: je nach System tiefe Räume. horizontale Erschließung überlagert eventuell den „GroßraumUnterrichtsbereich“ Besonderheit: Klassenraum löst sich auf zugunsten einer offenen Lernlandschaft mit unterschiedlichen „Lern. günstiger Gebäudemaßstab. ermöglicht Identifikation der Schüler mit dem „eigenen“ ablesbaren Schulgebäude M 1:2500 468 Raumpilot Grundlagen .

Programm Kunst Verwaltung Musiksaal Bibliothek Lehrer Fachunterricht Foyer Aula Schulhof / Pausenhof UnterUnterrichtsräume richtsräume Gruppenräume Gruppenräume WC / Nebenräume Treffpunkt Ankommen / Fahrräder PKW / Bus Raumpilot Grundlagen 469 Lernen Information .

Lernen Programm 471 472 Raumprogramm Raumprogramm Gymnasien 470 Raumpilot Grundlagen .

5%) Musisch-Technischer Bereich 537m² (7 .5%) Beispielhaft ist das Raumprogramm eines allgemeinbildenden vierzügigen Gymnasiums in Baden-Württemberg dargestellt.und Geräteräume) ausgewiesen. Gymnasium. Putz-. Raumpilot Grundlagen 471 .9%) Naturwissenschaftlicher Unterricht 1023m² (14. Erschließung 2880m² (ca. Berufliche Schule) und nach Anzahl der Züge differenziert. Realschule.6%) Informationsbereich 324m² (4. Förderschule. Schule für geistig Behinderte. 40%) Allgemeiner Unterricht 1968m² (27 .2%) Lernen Lehrer/ Verwaltung 330m² (4.Programm Raumprogramm In den Schulbauförderrichtlinien der Länder (SchBauFR) sind detaillierte Modellraumprogramme festgelegt. Diese sind nach Schultyp (Grundschule. Aufzüge). Nebenräume. Flure. Funktionsflächen (zum Beispiel Räume für Haustechnik) und Nebennutzflächen (zum Beispiel Sanitär-.3%) Aufenth. Mit den 40 Prozent Nebenflächen werden Verkehrsflächen (Treppenhäuser. Hauptschule. Entsprechend den Schulbauförderrichtlinien wird ein Verhältnis von der ausgewiesenen Programmfläche zu den Restflächen von 60 Prozent zu 40 Prozent als wirtschaftlich angesehen. entsprechend den Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) können in Baden-Württemberg seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden. Abstell. Für das Verhältnis von umbautem Raum (m3) zu Programmfläche (m2) werden 7 : 1 als wirtschaftlich angegeben. 138m² (1.

März 2006) Allgem. Physik LÜ Chemie LÜ Biologie Prakt./ Sammlung Physik Vorber. *5 576-600 60 84 90 1 1 804-840 60 84 90 1 2 1 60 84 90 2 1 1 48 84 1 60 84 90 2 1 72 - 1002-1044 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 60 120 - 1008-1050 84 84 90 1 2 1 84 84 90 3 1 1 66 120 - 472 Raumpilot Grundlagen Biologie Vorber. *5 Bereichsgröße qm 2zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 3zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 4zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl Bereichsgröße qm 5zügiges Gymnasium Raumgröße qm Raumzahl 66 66 66 66 1104 60 54 84 90 6 10 1530 60 54 84 90 9 12 1968 60 54 84 90 12 16 2460 60 54 84 90 15 20 5 2 1 66 4 2 1 66 4 2 1 48 2 1 1 48 *6 *1./ Sammlung Versuchs-. In BadenWürttemberg können seit 2006 zusätzlich Flächen für ganztägigen Unterricht als förderungsfähig anerkannt werden.-Bereich(AUB) Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich (NUB) Biologie LÜ . Quelle (Restfläche) Physik Prakt. *5 *6 *1. Unterr. *1. Schema zur Ermittlung des Raumbedarfs für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg (Stand 1.raum (Restfläche) *6 Große Klassenräume Kleine Klassenräume Anzahl der Züge Chemie Vorber./ Sammlung Neutr.Lernen Mittlere Klassenräume Beispielhaft werden für einen Überblick die Vorgaben der Schulbauförderrichtlinien (SchBauFR) für allgemeinbildende Gymnasien in Baden-Württemberg aufgeführt. Hinweis: Die Raumprogrammvorgaben der SchBauFR werden inzwischen in verschiedenen Detailpunkten durchaus kritisch hinterfragt.Exper.

Programm Lehrerbereich (z. Der Aufenthaltsbereich kann auch als Cafeteria ausgestaltet sein. Falls eine Mensa (Küche und Speisesaal) eingerichtet wird. können zusätzliche Flächen anerkannt werden. Gesamtprogrammfläche (GPF) Musisch-Technischer Bereich (MTB) Lehrer. *3 Eventuell als Podium mit Schränken *4 Je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen *5 Anstelle eines Lehrübungsraums kann je nach den örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen ein Lehrsaal (ansteigend) vorgesehen werden. *6 Teilbar *7 Je nach örtlichen Verhältnissen und Erfordernissen.B. sollten Übungszellen mit 6 m² Programmfläche zusätzlich vorgesehen werden.und Verwaltungsbereich (LVB) Informationsbereich (IB) Aufenthaltsbereich allg. Krankenu. Raum -Oberstufe*7 Musiksaal Stellvertreter 96-132 24 48 48 84 1 1 1 2556 2640 72 12 66 78 18 24 1 72 1 1 1 450-486 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 516-558 72 18 66 78 2 1 2 18 24 1 72 72 108-144 24 60 48 84 1 1 1 3456 3564 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4260 4380 522-564 72 24 66 78 2 1 2 18 24 1 72 120-156 24 36 48 84 1 2 1 4854 4974 Raumpilot Grundlagen 473 Lernen . Bei einer Standardgröße von 90 m² können hier in der Regel 32 Schüler unterrichtet werden. Lehrerzimmer mit Garderobe) Computerraum (einschließlich Nebenraum) Serverraum (Restfläche) Sekretariat und Registratur Elternsprech-. *2 Der Musikraum kann durch schalldichte Faltwände mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle verbunden sein (für Gemeinschaftsveranstaltungen). Sofern erforderlich. Arztzimmer Nebenraum Musik Schülermitverant. Fachraum für Bildende Kunst Nebenraum für Bildende Kunst Universalraum Hausmeister Schulbibliothek Kartenraum *2 *3 *4 306-330 234 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 282 66 72 1 1 6 12 1 1 1 1 330 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 378 66 72 1 2 6 12 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 258 24 18 48 18 12 186 18 54 1 1 1 1 1 1 366 54 30 1 216 24 18 42 18 12 156 18 48 1 1 1 1 1 1 1 324 48 30 1 174 24 18 36 18 12 126 18 42 1 1 1 1 1 1 1 282 42 30 1 132 24 18 30 18 12 96 18 36 240 36 30 Fotolabor Fotolbor *4 Kopierraum (Restfläche) Schulleiter Lehrmittel Lehrmittel Schülerarb. Aufenthaltsraum *1 Die Lehrübungsräume sollen als multifunktional nutzbare naturwissenschaftliche Fachräume gestaltet werden.

Lernen 474 Raumpilot Grundlagen .

Ankommen Raumpilot Grundlagen 475 Lernen .

Lernen Ankommen 477 478 478 478 479 Ankommen außen Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Pkw-Stellplätze Platzbedarf an Bushaltestellen 476 Raumpilot Grundlagen .

dass Schüler und Schülerinnen nicht direkt in den Straßenverkehr laufen können. Grundsätzlich sollten die Parkierungsflächen von den Pausenhofflächen getrennt angeordnet werden.Ankommen Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Veranstalten und Feiern Ankommen außen Essen und Freizeit verbringen Unterrichten allgemein Unterrichten fachbezogen Funktionsbeziehungen Ankommen außen Ankommen außen Je nach Lage der Schule können die Bedingungen für die Erschließung von außen und für die Gestaltung der Vorbereiche sehr unterschiedlich sein. daher muss auf gefahrlose Wegefüh- rungen geachtet werden. Zufahrten und Parkierungsflächen für Pkw und Stellplätze für Fahrräder eingeplant werden. § 13 und GUV-V S1. Die DIN empfiehlt hier eine Abtrennung entweder durch Geländer oder Pflanzstreifen zwischen dem Schulgrundstück und der Fahrbahn (DIN 58125. § 13). Bei den Parkierungsflächen sollte darüber hinaus eine für den Schulbetrieb störungsfreie Lage vorgesehen werden. Bei der Planung dieser Bereiche steht die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen an erster Stelle. Ausgänge von Schulgrundstücken sind so zu gestalten. Raumpilot Grundlagen 477 Lernen . Im Zugangsbereich vieler Schulen müssen Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr (meist für Busse).

wobei ab 10 Prozent Neigung zusätzliche Gehstufen vorzusehen sind (DIN 58125. Fahrradstellplätze sollten getrennt von oder am Rand der Pausenhoffläche angeordnet werden. Pkw-Stellplätze Entsprechend der LBO BW. zusätzlich 1 Stellplatz je 3 bis 5 Schüler über 18 Jahre Sonderschulen für Behinderte: 1 Stellplatz je 15 Schüler Bei zusätzlicher außerschulischer Nutzung der Aula oder weiterer Räume der Schule. zusätzlich 1 Stellplatz je 10 bis 15 Schüler über 18 Jahre Berufsschulen.7 Stellplätze je Ausbildungsplatz in allgemeinbildenden Schulen. mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 der Gesetzlichen Unfallversicherung 478 Raumpilot Grundlagen . Berufsfachschulen: 1 Stellplatz je 20 Schüler. beispielsweise für öffentliche Abendveranstaltungen. § 74 (2)). § 14 und GUV-V S1. muss der zusätzliche Stellplatzbedarf entsprechend berücksichtig werden. Anhang I/5.und Hauptschulen: 1 Stellplatz je 30 Schüler Sonstige allgemeinbildende Schulen: 1 Stellplatz je 25 Schüler. Als Orientierungswert für die Anzahl der notwendigen Fahrradstellplätze gelten 0. Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsminis­ teriums für die Herstellung notwendiger Stellplätze (VwV Stellplätze) werden für Schulen folgende Stellplatzzahlen gefordert: Grund. Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der Pkw-Stellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ . ► Die Inhalte der DIN 58125/ Juli 2002: Schulbau. Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen sind nahezu identisch mit den Inhalten der GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001.Lernen ■ Zur detaillierten Planung der Fahrradstellplätze und der PkwStellplätze siehe Kapitel „Grundlagen – Ruhender Verkehr“ Dimensionierung der Verkehrsflächen Fahrradstellplätze Die geforderte Anzahl der Fahrradstellplätze wird in der Regel von den Gemeinden festgelegt (siehe zum Beispiel LBO BW. § 14). Notwendige Rampen zu Fahrradstellplätzen dürfen maximal 25 Prozent Neigung besitzen.

5 m² zur Verfügung stehen (DIN 58125. 350 2500 625 1875 650 250 255 Linienbus und Gelenkbus Platzbedarf eines Busses bei einer 180°-Wende M 1:1000 300 295 480 2500 je nach Buslänge variabel 1500 400 Bushaltebucht Raumpilot Grundlagen 479 Lernen . ohne die Fahrspur überqueren zu müssen. wenn für jeden wartenden Schüler 0. dass die Schüler die Busse erreichen können. § 16). Die Wartebereiche auf Schulgrundstücken sind ausreichend bemessen. § 16 beziehungsweise GUV-V S1.Ankommen Äußere Hüllkurve (Leitlinie) 350 600 1200 250 255 295 3000 Platzbedarf an Bushaltestellen Haltestellen für Busse sollten deutlich von Pausenhofflächen getrennt sein und so angeordnet werden.

Lernen 480 Raumpilot Grundlagen .

verteilen und flüchten Raumpilot Grundlagen 481 Lernen .Erschließen.

verteilen und flüchten 483 483 484 485 485 485 485 486 486 486 486 486 486 486 488 488 488 Erschließen Flure und Türen Notwendige Flure Stufen in notwendigen Fluren Rettungswege aus Klassenräumen Rettungswege aus Fachräumen Rettungswege über Fenster Treppen Steigungsverhältnis Stufen Zwischenpodest Treppenläufe Bereiche unter Treppen Umwehrung Handlauf Rampen Breite notwendiger Treppen 482 Raumpilot Grundlagen .Lernen Erschließen.

§ 3). Sie dürfen jedoch keinesfalls die notwendige Fluchtwegbreite verengen. dürfen sie in Endstellung einschließlich Türgriff maximal 20 cm in den Fluchtweg hineinragen. > 40 Personen Chemie.Erschließen. § 10). verteilen und flüchten Flur Klassenraum < 40 Personen Klassenraum. M 1:50 20 ≥ 125 Erschließen In diesem Unterkapitel sind wesentliche Hinweise für die Planung notwendiger Flure und Treppen in Schulen zusammengefasst. die für mehr als 80 Personen ausgelegt sind. Wenn Türen in den Flur aufschlagen. Bei den Türen müssen auch die Mindestanforderungen der Barrierefrei-Planung berücksichtigt werden.90 m in SchulBauR. § 10 und GUV-V S1. müssen die Türen erst bei Räumen. Raumpilot Grundlagen 483 Lernen . Türen von Räumen mit mehr als 40 Benutzern oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Räume für Chemie.3 (ersetzt im Mai 2001 durch die GUV-V S1) errichtet wurden. oder bei erhöhter Brandgefahr in Fluchtrichtung aufschlagen. Für Schulen.oder Werkunterricht) müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125. die nach den Vorgaben der alten GUV-Richtlinien 16. Türen zu Unterrichtsräumen sollten eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 1 m haben (gefordert 0. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden können. Flure und Türen Türe zu Räumen müssen so angeordnet sein. Weitere detaillierte Hinweise zur Gestaltung von Erschließungsräumen in Schulen sind im Band „Raumpilot Lernen“ anhand von Projektanalysen zusammengestellt.oder Werkraum Flur ≥ 125 Türaufschlag nach innen und nach außen bei notwendigen Fluren.

484 Raumpilot Grundlagen . Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen.3)). Notwendige Flure mit nur einer Fluchtrichtung (Stichflure) dürfen nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3.25 m ≥ 35 m Außenbalkon Einer der beiden Rettungswege darf über Außentreppen ohne Treppenräume.90 m b) notwendige Flure.2)). auf die mehr als 180 Benutzer angewiesen sind ≥ 2. Halle mit Rauchabzug Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen. c) sonstige notwendige Flure d) notwendige Treppen (MSchulbauR (3. Die nutzbare Breite der Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen sowie der notwendigen Flure und notwendigen Treppen muss mindestens 1 m je 150 darauf angewiesene Nutzer betragen. wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. In Schulen gelten jedoch zusätzlich folgende Mindestmaße: a) Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen ≥ 0.Lernen ≥ 35 m Notwendige Flure Rettungswege dürfen in Schulgebäuden maximal 35 m lang sein. Einbauten oder Einrichtungen nicht eingeengt werden.4)) ≥1.25 m ≥ 1.3)). Ausgänge zu notwendigen Fluren dürfen nicht breiter sein als der notwendige Flur. Rettungsbalkone. gemessen von Abschlusstür Treppenraum bis entferntestem Arbeitsplatz im Raum (MBO 2002). ≥ 10 m Klassenzimmer mit mehr als 200 Benutzern. Die Rettungsweglänge ist in der Lauflinie zu messen. Stichflure (nur eine Rettungsrichtung) dürfen als Rettungsweg nicht länger als 10 m sein (MSchulbauR (3.00 m Von jeder Stelle eines Unterrichtsraums muss in maximal 35 m Entfernung ein Ausgang ins Freie beziehungsweise in einen notwendigen Treppenraum vorhanden sein. wenn diese mit einer Rauchabzugsanlage ausgestattet ist (MSchulbauR (3. Die erforderliche nutzbare Breite der notwendigen Flure und notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen. einer Grundfläche von mindestens 180 m2 oder mit erhöhter Brandgefahr (zum Beispiel Chemiesaal) benötigen einen zweiten Ausgang (GUV-SR 2001). Dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. zusätzlich muss ein zweiter Fluchtweg vorhanden sein.1)). Hierbei ist die Halle zu den angrenzenden Räumen brandschutztechnisch abzuschotten.

Als zweiter Ausgang ist auch der Ausstieg aus einem entsprechend gekennzeichneten und gestalteten Fenster zulässig. Einer der beiden Rettungswege darf durch eine Halle führen. In allen anderen Fluren müssen ­ solche Stufen deutlich gekennzeichnet werden. das heißt es können im Einzelfall über die Anforderungen der LBO hinaus besondere Forderungen gestellt werden. Rettungswege über Fenster (Anleitern) Rettungswege über Anleitern sind in Schulen nicht zugelassen. Daher sollten bei diesen Fachräumen (zum Beispiel Chemie) die Ausgänge möglichst weit auseinander liegen. dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie (MSchulbauR (3. Rettungswege aus Fachräumen Fachräume mit erhöhter Brandgefahr brauchen mindestens zwei sichere Fluchtmöglichkeiten. Notwendige Flure müssen in Rauchabschnitte von maximal 30 m Länge unterteilt werden (MBO 2002. Türen als Ausgänge müssen in Fluchtrichtung aufschlagen (DIN 58125 §21. wenn dieser eine sichere Fluchtmöglichkeit bietet. da der Zeitaufwand für diesen Rettungsvorgang bei großen Personenzahlen zu hoch ist. §21). Rettungswege aus Klassenräumen Für jeden Unterrichtsraum müssen in demselben Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege zu Ausgängen ins Freie oder zu notwendigen Treppenräumen vorhanden sein. wenn die Halle eine Rauchabzugsanlage hat und brandschutztechnisch zu den angrenzenden Räumen abgeschottet ist (MSchulbauR (3.Erschließen. Raumpilot Grundlagen 485 Lernen . Schulen gelten als „Bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung“ . Stufen in notwendigen Fluren In notwendigen Fluren dürfen keine Treppen von weniger als drei Stufen liegen (LBOAVO). wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist. Anstelle eines dieser Rettungswege darf ein Rettungsweg über Außentreppen ohne Treppenräume. Für die Überwindung geringer Höhenunterschiede eignen sich Rampen. die eine Steigung von 6 Prozent nicht übersteigen dürfen (LBOAVO). Rettungsbalkone. Änderung der Materialstruktur oder eine besonders geeignete Beleuchtung der Stufe (GUV-SR 2001). verteilen und flüchten Treppe und Ausgänge aus notwendigen Treppenräumen müssen mindestens so breit sein wie die notwendige Treppe (Mus­ ter-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR (3)). § 38. in Abstimmung mit den zuständigen Behörden können im Einzelfall aber auch Erleichterungen zugelassen werden (LBO BW. 2). dafür eignen sich Farben. §36 (3)). Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen.2)). Alle Türen in notwendigen Fluren und in notwendigen Treppenräumen müssen in Fluchtrichtung des jeweils ersten Rettungswegs aufschlagen (MSchulbauR).1)). GUV-V S1.

damit sie als Treppe wahrgenommen und nicht zur Stolperfalle werden. Bei etwa einem Drittel der Fälle wurden Stufen mit weniger als 26 cm Auftrittsbreite festgestellt.) Bei zu geringem Auftritt ragt der vordere Teil des Fußes über die Trittfläche hinaus oder der Treppenbenutzer muss ergonomisch ungünstig die Füße schräg auf setzen. Die GUV-I 561empfiehlt für Schulen: Auftritt (a): 29 cm bis 31 cm Steigung (s): 15 cm bis 17 cm Innerhalb eines Gebäudes sollten Treppen gleiche Auftritte und Steigungen aufweisen. Für die Abrundung der Stufenvorderkanten ist ein Radius von mindestens 2 mm gefordert (GUV-I 561). 4. Seite 9) Treppen Steigungsverhältnis Entsprechend der DIN 58125. (GUV-SR 2001. Zwischenpodest Nach höchstens 18 Stufen je Treppenlauf muss ein Zwischenpodest (Treppenabsatz) angeordnet werden. § 9 und der GUV-V S1. (GUV-I 561.Lernen Entsprechend der in der GUV-I 561 aufgeführten Unfallstatistik ereignen sich 80 Prozent der Treppenunfälle beim Abwärtsgehen. Werden dennoch ausnahmsweise gewendelte Läufe eingebaut. Die nutzbare Treppenpodesttiefe muss mindestens der nutzbaren Treppenlaufbreite entsprechen (DIN18065.3) Umwehrung Treppenumwehrungen beziehungsweise Geländer müssen in Schulen mindestens 1.8). Unfallgeschehen. 4. Treppenläufe In Schulen sollten möglichst Treppen mit geraden Läufen eingeplant werden. gemessen von der inneren Treppenwange im Abstand von 1. der Auftritt (a) nicht weniger als 28 cm betragen. Bereiche unter Treppen Bereiche unter Treppen müssen bis zu einer Höhe von 2 m gegen unbeabsichtigtes Unterlaufen gesichert werden. Teil 2. Die Umwehrungen dürfen nicht zum Rutschen und Klettern oder zum Ablegen von Gegenständen verleiten. in den meisten Fällen durch Abrutschen von der Stufenkante. Bei gebogenen Läufen darf die geringste Auftrittsbreite der Stufen nicht kleiner als 23 cm und nicht größer als 40 cm sein.2. (. 6.oder Rechtstreppe ausgebildet sein (GUV-I 561).1. Allgemeine Sicherheitsanforderungen). Rutschen kann verhindert werden. indem die Abstände zwischen den inneren Umwehrungen am Treppenauge und den äußeren Umwehrungen sowie den Treppenhauswänden nicht größer als 20 cm sind. Ausgabe April 1992. § 9 darf die Steigung (s) von Treppen in Schulen nicht mehr als 17 cm. “ Daneben wurde auch ein zu hohes Steigungsmaß und Unterschiede im Treppenverlauf als häufige Unfallursache genannt.3. Die Zwischenpodest- länge muss dem im Steigungsverhältnis berücksichtigten Schrittmaß angepasst sein (GUV-I 561. Einzelstufen sind zu vermeiden oder müssen deutlich gekennzeichnet werden (GUVSR 2001.25 m.1. b 125 Treppe mit gebogenem Lauf 486 Raumpilot Grundlagen . Stufen Treppen sollten mindestens vier Stufen am Stück haben. dann sollte sich deren Lauflinie nur nach einer Richtung ändern..1).1. 4.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). In Schulen sind Treppen ohne Setzstufen nicht zulässig (MSchulbauR (4)). aktualisierte Fassung März 2005. das heißt die Treppe sollte als Links. „Bei Stufen mit weniger als 26 cm Auftritt kann der Fuß nicht vollständig aufgesetzt werden..

M 1:50 Raumpilot Grundlagen 487 Lernen .Erschließen. verteilen und flüchten Umw r 1 tuf 11 110 Han f Auftrit t f 1 B 200 Anforderungen an Treppen in Schulen.

50 m breit sein. durchgehenden Treppenraum liegen. Rampen Breite notwendiger Treppen Analog zur Mindestbreite von Fluren gilt auch für notwendige Treppen die Faustregel mit 1 m Breite pro 150 betroffenen Benutzern. Für Treppen in Unterrichtsbereichen gelten die folgenden Mindestmaße: – weniger als 180 Benutzer: 1. Ausnahme: Wenn die notwendige Treppe eine Außentreppe ist. GUV-I 561 Treppen.25 m – mehr als 180 Benutzer: 2. damit unmittelbar und in einem Zug das Freie erreicht werden kann. Notwendige Treppen müssen gerade Läufe haben. MBO 2002 § 35).3 Anordnung und Gestaltung von Handläufen. Trotzdem muss die Nutzbarkeit dieser Treppe sicher und auch im Brandfalle gewährleistet sein (LBO § 28. § 4).5 Treppen.00 m – Treppen dürfen maximal 2. um ein sicheres Beschreiten der Treppen im Notfall zu gewährleisten (MSchulbauR. DIN 58125/ 3. 2002/07 . wenn der Abstand zwischen den Handläufen maximal 2. sollten also in Richtung Boden beziehungsweise in Richtung Wand enden (möglich ist auch eine schneckenförmige Ausführung oder eine Vollkugel mit mindestens 20 cm Durchmesser als Abschluss). 3.5.50 m misst. für Kinder ist ein zweiter Handlauf auf circa 65 cm bis 75 cm Höhe anzuordnen. M 1:100 Die erforderliche. Ausgabe April 1992 Rampen Rampen gelten bis maximal 6 Prozent Neigung als sicher und für Rollstühle geeignet (siehe Kapitel „Barrierefrei“). nutzbare Breite von notwendigen Treppen darf durch offenstehende Türen nicht eingeengt werden. 488 Raumpilot Grundlagen 125 125 . wenn sie als notwendige Treppen gelten – Die Treppen können breiter sein. Eine notwendige Treppe muss in einem eigenen.Lernen Handlauf In Schulen sind beidseitig durchgängige Handläufe gefordert. Die Handläufe dürfen keine freien Enden haben. Diese liegt systembedingt nicht in einem Treppenraum. Din 58125. 125 125 Notwendiger Treppenraum. Jede notwendige Treppe muss in einem eigenen durchgehenden Treppenraum liegen.

aktualisierte Fassung März 2005 ≤ 250 Notwendige Treppen: Maximaler Abstand zwischen zwei Handläufen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 489 Lernen . verteilen und flüchten Der Ausgang in einen notwendiges Treppenraum darf nur so breit wie die folgende Treppe sein. Zwischen Treppe und Tür muss ein Treppenabsatz liegen. ≥ 125 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei weniger als 180 Nutzern ≥ 200 Notwendige Treppen: Treppenbreite bei mehr als 180 Nutzern Treppen DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen GUV-V S1 Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002 GUV-I 561 „ Treppen“ . § 10. so dass er die gesamte aufschwingende Tür „aufnehmen“ kann (LBOAVO Baden-Württemberg. Treppenstufen dürfen nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen. um Engstellen im Fluchtfall zu vermeiden.Erschließen. der mindestens so tief ist wie die Tür breit ist. § 11). Ausgabe April 1992. die in Treppenrichtung aufschlägt.

Lernen 490 Raumpilot Grundlagen .

Veranstalten und feiern Raumpilot Grundlagen 491 Lernen .

Lernen Veranstalten und feiern 493 494 Veranstalten und feiern Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula 492 Raumpilot Grundlagen .

Veranstalten und feiern Ankommen innen Freibereiche Nebenräume Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Veranstalten und feiern Veranstalten und feiern In jeder Schule wird ein Raumbereich für größere Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gebraucht. Bei kleineren Schulanlagen können alternativ auch die erweiterten Verkehrsflächen im Eingangsbereich – eventuell in Kombination mit flexiblen. Zur Ausstattung dieser Gemeinschaftszone gehören Nebenbereiche wie Garderoben. Toiletten und gegebenenfalls auch ein Stuhllager oder ein Requisitenlager. In größeren Schulen wird in der Regel ein eigener Raum – die Aula – dafür eingeplant. Durch eine flexible Wand kann zum Beispiel der Musikraum mit anderen Räumen und/oder mit der Eingangshalle zusammengeschaltet werden (SchulBauFR Baden-Württemberg 2006). Raumpilot Grundlagen 493 Lernen . möglichst schalldichten Wänden – als Bereich für größere Veranstaltungen vorgesehen werden. Unter Umständen kann auch eine mehrfach nutzbare Sporthalle für größere Schulveranstaltungen mitgenutzt werden. ist die Einrichtung einer Bühne sinnvoll. Falls dieser Bereich auch außerschulisch genutzt werden soll.

Lernen Aula als eigener geschlossener beziehungsweise abgegrenzter Raum Aula als eigenständiger Baukörper. nicht direkt angebunden Aula als Erweiterung der Verkehrsflächen (Mehrfachnutzung) Prinzipielle Anordnungsmöglichkeiten der Aula Gliederungsquelle und weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung der Aula siehe Band „Raumpilot Lernen“ M 1:2500 494 Raumpilot Grundlagen . angebunden Aula als eigenständiger Baukörper.

Lernen Raumpilot Grundlagen 495 Lernen .

Lernen 497 497 498 499 500 501 Lernformationen Typ 1: Selbstunterricht Typ 2: Einzelunterricht Typ 3: Gespräch in der Gruppe Typ 4: Demonstration Typ 5: Informelles Lernen 496 Raumpilot Grundlagen .

Daneben sollten auch stärker abgeschirmte Einzelarbeitsplätze vorgesehen werden. in allen Fächern und in allen Altersstufen zum Einsatz kommen können. Räumliche Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Angebot an Einzelarbeitsplätzen in gemeinschaftlichen Lern.) werden fünf wesentliche Lernforma­ tionen unterschieden. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 497 Lernen . aktive Lernen am Nachmittag zusätzlich an Bedeutung. Seit einigen Jahren umfasst der Selbstunterricht zunehmend auch das Recherchieren. Dieses unabhängige aktive Arbeiten und Reflektieren ist sehr bedeutend für den Lernprozess. Zeichnen und Konstruieren am Computer. Kommunizieren.Lernen Lernformationen Mit Bezug auf die Inhalte des Beitrags „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ von Otto Seydel (Buch „Raumpilot Lernen“ . die Möglichkeiten zum ungestörten konzentrierten Arbeiten bieten. Typ 1: Selbstunterricht Selbstunterricht bedeutet eigenständiges Lernen durch Bücher lesen.und Arbeitsbereichen. Mit der zunehmenden Umstellung auf die Ganztagsschule gewinnen Raumangebote für das selbstständige. Malen oder eigene Texte schreiben. Das eigenständige Arbeiten ermöglicht ungestörtes Ausprobieren und Nachdenken. Basteln. die im Prinzip in allen Schulformen. Seite 19f. Schreiben.

Lernen Typ 2: Einzelunterricht Neben dem Selbstunterricht unterscheidet man als eine weitere Lernformation den Einzelunterricht. In vielen Fällen sind die Klassenzimmer jedoch zu klein. Nachfragen. Üblicherweise lernt dabei einer vom anderen. Erkennen. in denen das gemeinsame laute oder leise Lernen von zwei Personen unabhängig vom Gruppenunterricht stattfinden kann. Gruppenräume. Ähnlich wie beim Selbstunterricht werden hierfür Raumbereiche gebraucht. Er wird für die gezielte Förderung einzelner Kinder eingesetzt. der Schüler vom Lehrer oder zwei Schüler erarbeiten sich in partnerschaftlicher Projektarbeit ein Wissensgebiet gemeinsam. 498 Raumpilot Grundlagen . indem sich ein Lehrer phasenweise während Stillarbeitszeiten mit einzelnen Schülern beschäftigt. dann werden Erweiterungsmöglichkeiten wichtig. Der Einzelunterricht geschieht in Form von Nachdenken. Einzelunterricht kann aber auch stattfinden. entsprechend gestaltete Erschließungsräume oder sonstige Gemeinschaftszonen können geeignet sein. Zuhören und Nachmachen und im Zweiergespräch. Hierfür kann schon das Auseinanderschieben der Schülertische in genügend großen Klassenzimmern ausreichen.

Lernen Typ 3: Gespräch in der Gruppe Die dritte Lernformation betrifft das Zuhören. Für diese Formation werden Gruppengrößen zwischen vier und zwölf Teilnehmern empfohlen. Vortragen. im Kreis oder Halbkreis stehend. Werkeln oder Produzieren in der Gruppe. werden Abschirmungen nötig. Bei entsprechender Arbeitsweise und geringer Lautstärke können mehrere Gruppen in einem Raum gemeinsam lernen. Sprechen. um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Auch für diese Lernformation sind Klassenerweiterungsflächen günstig. Vorlesen. Wenn die Gruppen unabhängiger agieren wollen. auf Stühlen sitzend oder auf dem Boden sitzend oder liegend stattfinden. Das Lernen in der Gruppe kann je nach Aufgabe am Tisch sitzend. Lernen M 1:50 Raumpilot Grundlagen 499 . die flexibel genutzt und frei eingeteilt und bei Bedarf bereichsweise abgeschirmt werden können. Basteln.

Arbeit an interaktiven Whiteboards (IAW). Bei größeren Teilnehmergruppen ist eine ansteigende Bestuhlung günstig – Multifunktionalität und Nutzungsänderungen werden dadurch jedoch eingeschränkt. Bei der Demonstra­ tion ist die Teilnehmerzahl nicht begrenzt. „wie die zeitliche Verteilung in der zukünftigen Schule aussehen könnte: 30 Prozent allein. 30 Prozent in der Kleingruppe (2 bis 6 Schüler). Wichtig sind eine gute Sicht und Hörbarkeit von allen Plätzen durch die entsprechenden optischen oder akustischen Voraussetzungen der Raumplanung. Seite 23f. 30 Prozent frontal. Filme oder durch das Durchführen von Experimenten. Bei dieser Formation erfolgt die Wissensvermittlung über den Vortrag.Lernen Typ 4: Demonstration Die „Demonstration“ ist ein wesentlicher Bestandteil des sogenannten „Frontalunterrichts“ . “ (Otto Seydel in: „Raumpilot Lernen“ . Zuhören und Mitschreiben. durch Zuschauen. Zu diesen vier Lernformationen gibt Otto Seydel in seinem Beitrag „Der dritte Pädagoge ist der Raum“ zusammenfassend als Faustregel an. 10 Prozent im Kreis (der Klasse). Die Schüler lernen vorwiegend rezeptiv durch das Aufnehmen des Vorgetragenen. sonstige Vorführungen.) 500 Raumpilot Grundlagen . die Beamer-Präsentation. 2010.

Treppen und Zugangsbereiche. Gruppenräume oder dafür vorgesehene Gemeinschaftsbereiche. Darunter fällt beispielsweise der Informa­ tionsaustausch auf dem Weg zur Schule. das den Wechsel zwischen dem Lernen in der großen Schul.Lernen Typ 5: Informelles Lernen Ein Großteil der Lernprozesse findet zusätzlich auf informelle Art statt. Fazit Für die verschiedenen Lernformationen werden Flächen gebraucht. die Lerndauer und Lernförderung unsys­ tematisch ist und ungeplant stattfindet.oder Klassengemeinschaft über das Lernen in der Kleingruppe bis hin zum abgeschirmten Lernen alleine ermöglicht. wo Raum zum Sitzen. Besonders geeignet sind dafür in Schulgebäuden räumlich erweiterte Flure. Daneben bieten natürlich auch alle Gemeinschaftsräume wie die Aula oder die überdachten und nicht überdachten Schulhof­ flächen entsprechende Raumangebote für zufällige Treffs und den Austausch von Informationen. M 1:50 Raumpilot Grundlagen 501 Lernen . in denen sich die Erschließungsflächen mit Aufenthaltsflächen überlagern. mit denen die Klassenräume je nach Bedarf erweitert werden können – beispielsweise Erschließungsräume. Prinzipiell erfordern die unterschiedlichen Formationen sowohl große wie auch kleine Raumeinheiten – ein differenziertes Raumangebot. Warten. um auf wechselnde Anforderungen reagieren zu können. Informelles Lernen findet überall im täglichen Leben in vielfältigen Interaktionen mit unserer Umwelt statt und ist auch ein wesentlicher Bestandteil des lebenslangen Lernens Erwachsener. aber man muss es nicht. Diese Räume besitzen einen unverbindlichen Aufforderungscharakter – man kann stehen bleiben und sich unterhalten. Spazierengehen oder Spielen zur Verfügung steht. Informelles Lernen ist überall möglich. dass das Lernen in Bezug auf das Lernziel. das Pausengespräch auf dem Schulhof oder die Diskussion beim Spielen und beim Sport am Nachmittag. Informell bedeutet in diesem Zusammenhang. Treffen. Besonders wichtig ist die vielfältige Nutzbarkeit und die flexible Aufteilbarkeit dieser Flächen.

Lernen 502 Raumpilot Grundlagen .

Sitzen Raumpilot Grundlagen 503 Lernen .

Lernen Sitzen 505 505 505 506 508 508 509 510 510 511 Einführung Schulmöbel Sicherheitsanforderungen Anforderungen der DIN EN 1729 und der DIN ISO 5970 Anpassung der Schulmöbel Der Computer am Schülerarbeitsplatz Ergonomische Sitzmöbel/ dynamisches Sitzen Sitzplatzanordnung Werkräume Sitzplatzanordnung allgemeiner Unterrichtsbereich Möblierungsbeispiele für rechteckige und quadratische Räume 504 Raumpilot Grundlagen .

Darüber hinaus werden die Größenklassen neu definiert und zusätzlich wird die Klasse 7 (Farbkennung „braun“) für sehr große Schüler eingeführt. ausgeschlossen und Ermüdungserscheinungen vermieden werden. berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:2006-09 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ von 2006 auch das dynamische Sitzen. Mindestanforderungen an Tische und Stühle in allgemein bildenden Schulen“ . Ecken und Haken von Einrichtungsgegenständen in Aufenthaltsbereichen sind bis zu einer Höhe von 2 m ab Oberkante Standfläche so auszubilden/zu sichern. Kanten. dass Tische und Stühle an die Körpergröße der Kinder angepasst werden. Seite 4). Hinweise zu den Anforderungen an Schulmöbel finden sich in der GUVInformation (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) GUV-SI 8011 / April 1999. dass Schüler nicht verletzt werden. Die Hinweise der DIN ISO 5970 und der GUV-SI 8011 „Richtig sitzen in der Schule“ sollten hierbei beachtet werden (DIN 58125. Während die internationale Norm DIN ISO 5970 aus dem Jahr 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht. die flexible Möblierungen erfordern. § 11). Gültig ist die europäische Norm DIN EN 1729 / September 2006. aktualisierte Fassung Oktober 2008: „Richtig sitzen in der Schule. Allgemeine Schulbauempfehlungen (ASE) für Baden-Württemberg: Das Gestühl soll beweglich und kombinierbar sein und so ausgebildet werden. Raumpilot Grundlagen 505 Lernen . Darüber hinaus werden häufige Wechsel der Sitzpositionen empfohlen (dynamisches Sitzen). Möbel sollen an die Größe der Schüler angepasst sein und verschiedene Sitzhaltungen ermöglichen. – bei dreieckigen Tischen und dazu gehörigen höhenverstellbaren Stühlen ist ein rascher Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsformen ohne großen Umbauaufwand möglich. Da dauerndes „falsches“ Sitzen zu Haltungsschäden führen kann. Ecken und Haken von festen und beweglichen Einrichtungsgegenständen müssen entweder abgerundet (Radius ≥ 2 mm) oder entsprechend gefasst sein. Seite 5).Sitzen Einführung Schüler verbringen die meiste Zeit in der Schule sitzend. Schulmöbel Wichtige Kriterien bei der Schulmöbelwahl sind: – normgerechte und sicherheitsgeprüfte Stühle und Tische – ausreichendes Größensortiment – Tische und Stühle aufeinander abgestimmt – in Fachräumen möglichst zwei Tischhöhen durch eine höhenverstellbare Tischplatte (GUV-SI 8011. Daneben entstehen durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsschulen geänderte Nutzungsanforderungen in den Schulräumen. Für Schüler sind auf ihre Körpergröße abgestimmte Stühle und Tische bereitzustellen. insbesondere Haltungsschäden. zusätzlich noch gültig ist die internationale Norm DIN ISO 5970 / Januar 1981. Die Oberfläche der Tische soll hell und matt sein. Auch Tische mit geneigten Tischplatten können von Vorteil sein (ergonomisches Mobiliar) (GUV-SI 8011. ist es wichtig. Sicherheitsanforderungen und Empfehlungen Kanten. die dem Stand der Technik entsprechen. § 11und GUV-V S1. dass gesundheitliche Schäden.

Lernen 40 46 53 59 21 50 25 26 50 27 31 50 30 120 120 0. Doppeltisch 25 27 506 Raumpilot Grundlagen 120 130 70 29 34 32 Einzeltisch 24 60 60 28 60 35 . A. A. Doppeltisch pr EN 1 729-1 80 Körperhöhe 80-95cm Kennfarbe weiß Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 93 95 Größe 0 Körperhöhe 93-116cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 108 115 Größe 1 Größe 2 120 Körperhöhe 108-121cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 121 133 Größe 3 Körperhöhe 119-142cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 119 80 85 95 100 110 115 125 130 DIN ISO 5970 90 Körperhöhe 90cm Kennfarbe weiß 105 Körperhöhe 105cm Kennfarbe orange Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 120 135 Größe 0 Größe 1 Größe 2 Körperhöhe 120cm Kennfarbe violett Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 3 Körperhöhe 135cm Kennfarbe gelb Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 58 50 40 46 52 22 26 30 45 26 50 29 50 33 60 60 Einzeltisch 120 o.

5 174 Größe 5 Körperhöhe 159-188cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 6 130 188 Körperhöhe 174-207cm Kennfarbe braun Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm Größe 7 142 400 207 205 60 60 140 145 155 160 170 175 38 185 190 195 150 165 180 200 Größe 4 Körperhöhe 150cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Größe 5 Größe 6 Körperhöhe 165cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche 0 bis 4° Körperhöhe 180cm Kennfarbe blau Winkel Sitzfläche 0 bis 4° 51 64 70 76 50 36 38 50 38 42 50 40 70 32 130 70 130 34 130 70 36 46 M 1:50 Raumpilot Grundlagen 507 Lernen .5cm Kennfarbe grün Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 176.Sitzen 64 71 46 82 76 50 34 38 50 48 43 50 42 50 46 60 60 34 36 130 130 130 Größe 4 Körperhöhe 133-159cm Kennfarbe rot Winkel Sitzfläche -5 bis 5° Maße ±1cm 146 159 Körperhöhe 146-176.

Die Oberschenkel müssen waagerecht auf der Sitzfläche aufliegen. A Sitzhöhe: Das Kind muss mit beiden Füßen den Boden vollständig berühren.50 80 . D Beinfreiraum: Zwischen Tischunterbau und Oberschenkel muss Bewegungsspielraum bleiben. Auge n absta nd 45 . Eine ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes und eine sichere Geräteunterbringung mit abschließbarer Kabelführung müssen in der Planung beachtet werden.Lernen Anpassung der Schulmöbel Schulmöbel sollten möglichst halbjährig individuell angepasst werden. (GUV-SI 8011) Computer am Schülerarbeitsplatz Durch die zunehmende Nutzung von Computern im Unterricht hebt sich die Trennung von Klassenraum und Computerraum mehr und mehr auf.90 508 Raumpilot Grundlagen 72 .70 C D B A 38 . C Tischhöhe: Die Ellenbogenspitze muss sich bei herunterhängenden Armen in Tischplattenhöhe befinden. B Sitztiefe: Kniekehle und Unterschenkelrückseite dürfen die Vorderkante der Sitzfläche nicht berühren.

Sitzen

Computertisch Tischtiefe mindestens 80 cm (besser 90 cm), Tischhöhe in der Primarstufe circa 64 cm, in der Sekundarstufe circa 72 cm. Unterschiedliche Körpergrößen sollten mit einem höhenverstellbaren Stuhl ausgeglichen werden. Blickrichtung/Blickhöhe Die Blickrichtung parallel zur Fensterfront reduziert die Direktblendung und Spiegelungen auf dem Bildschirm. Die Oberkante des Bildschirms sollte unter Augenhöhe sein (GUV-SI 8009).

Ergonomische Schulmöbel/ dynamisches Sitzen
Während die internationale Norm DIN ISO 5970 von 1981 von einer physiologisch richtigen Sitzhaltung ausgeht, berücksichtigt die europäische Norm DIN EN 1729-1:200609 „Möbel – Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen“ aus dem Jahr 2006 auch das dynamische Sitzen durch unterschiedlich zulässige Sitzwinkel. Schulmöbel für dynamisches Sitzen passen sich dem natürlichen Sitz- und Bewegungs-

bedürfnis der Schüler an. Der durch diese Möbel erleichterte Wechsel zwischen unterschiedlich aktiven und passiven Sitzpositionen soll Haltungsschäden, die durch „Dauersitzen“ verursacht werden, entgegenwirken. Bei ergonomischen Tischen werden Höhenverstellbarkeit und eine geneigte Tischplatte empfohlen.

M 1:20

Raumpilot Grundlagen

509

Lernen

Lernen

Sitzplatzanordnung
Allgemeiner Unterrichtsbereich Mindestmaße für Schülerplatze in regulären Unterrichtsräumen, hintereinander: Tischabstand seitlich 80 cm, Tischbreite Zweiertisch 120 cm bis 130 cm, Tischtiefe 50 cm, Tischabstand vorn/hinten 80 cm (OFD Baden-Württemberg). Größe und Proportion des Klassenraums sollten die Möglichkeit bieten, Tische und Stühle entsprechend der gewählten Unterrichtsform in unterschiedlicher Art aufstellen zu können. Für den Gruppenunterricht wird mehr Raum benötigt als für den Frontalunterricht.

Übungs- und Werkraum Mindestmaße für Schülerarbeitsplätze in Übungs- und Werkräumen und vergleichbar ausgestatteten Räumen, bei Rücken-anRücken-Anordnung: Tischabstand seitlich 100 cm, besser 120 cm (GUV-SI 8009), Tischbreite Zweiertisch 160 cm, Tischtiefe 80 cm (von Raumnutzung abhängig), Tischabstand 150 cm (DIN 58125, § 25 und. GUV-V S1, § 25 ). Abstand zwischen dem Experimentiertisch des Lehrers und den ersten Schülertischen mindestens 120 cm (DIN 58125, § 25 und GUV-V S1 § 25)

Hinweis ASE: Quadratische, dem Quadrat angenäherte oder polygonale Raumzuschnitte eignen sich für vielseitige Möblierungen. Recht­ eckige Raumzuschnitte schränken diese Möglichkeit ein, sind aber besser teilbar (ASE BW).

260 180 - 210 60 - 80 120 - 130
80

260 160 100 160

100

80 230

50

80

130

Platzanordnung im regulären Unterrichtsraum, hintereinander M. 1:100

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, Rücken an Rücken

150

Platzanordnung in Übungs- und Werkräumen, hintereinander

510

Raumpilot Grundlagen

85

165

Sitzen

Möblierungsbeispiele für einen rechteckigen und einen quadratischen Unterrichtsraum

Frontalunterricht 32 Sitzplätze

Gruppenarbeit 32 Sitzplätze

freier Unterricht 32 Sitzplätze
Klassenraumgrößen 24 Schüler 30 Schüler 33 Schüler 36 Schüler (OFD BW) 54 m2 60 m2 66 m2 72 m2

In den Beispielen: rechteckiger Raum 7 ,10 m x 9,30 m = 66 m2 quadratischer Raum 8,10 m x 8,10 m = 65,5 m2

M 1:250

Raumpilot Grundlagen

511

Lernen

Lernen

512

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Raumpilot Grundlagen

513

Lernen

Lernen Allgemein unterrichten

515 517 518 519 520 521 521 521

Einführung Anordnungsvarianten für Klassenräume mit und ohne Gruppenraum ASE – Vorgaben zur Klassenraumgestaltung Klassenraumhöhen Natürliche Belichtung Künstliche Beleuchtung Schallschutz Schallschutz gegen Außengeräusche

514

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern

Arbeiten und verwalten Nebenräume

Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen

Freibereiche

Funktionsbeziehungen Allgemein unterrichten

Einführung
Der allgemeine Unterrichtsbereich umfasst die Klassenzimmer, gegebenenfalls auch Gruppenräume und zusätzliche Klassenraumerweiterungsflächen. Diesen Räumen sind Nebenräume wie einzelne Material-, und Kartenräume zugeordnet. Je nach pädagogischem Konzept kann die Gestaltung des Unterrichtsbereichs sehr unterschiedlich sein. Auch für die Anordnung der Gruppenräume in Bezug zu den Klassenräumen gibt es verschiedene Anordnungsvarianten. Auf der nachfolgenden Doppelseite sind unterschiedliche Grundprinzipien in einer Übersicht dargestellt.

Auf den folgenden Seiten sind weiterhin die detaillierten Mindestanforderungen an die Größe und Gestaltung von Klassenräumen entsprechend den Allgemeinen Schulbauempfehlungen Baden-Württembergs angegeben (ASE 1983).

Raumpilot Grundlagen

515

Lernen

Lernen

Anordnungsvarianten von Klassenräumen mit und ohne Gruppenraum

Reihung von Klassenräumen ohne Gruppenraum

Ein Gruppenraum für mehrere Klassenräume

Ein Gruppenraum pro Klassenraum/ Gruppenraum im Klassenraum integriert

Klassenraum Gruppenraum / Klassenraumerweiterung

516

Raumpilot Grundlagen

Allgemein unterrichten

Gruppenraum überlagert mit Erschließungszone

„offene Lernlandschaft“

Klassenraumerweiterung in Freibereich

Weitere detaillierte Informationen zur Gestaltung des Unterrichtsbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“

M 1:2500

Raumpilot Grundlagen

517

Lernen

Lernen

Raumtiefe: Die Raumtiefe soll im Allgemeinen bei 7 ,20 m liegen und kann bei Räumen ab 70 m2 bis 8,40 m betragen. Über 8,40 m hinausgehende Raumtiefen erfordern eine beidseitige Belichtung durch Fenster oder Oberlichter. Raumhöhe: Die lichte Raumhöhe soll bei natürlicher Beund Entlüftung mindestens 3,20 m und bei künstlicher Be- und Entlüftung mindestens 3 m betragen. Fensterfläche: Die Größe der wirksamen senkrechten Fensterfläche (reine Glasfläche) soll ein Fünftel der Raumgrundfläche nicht unterschreiten. Sichtabstand zur Tafel: Der Abstand eines Schülerarbeitsplatzes von der Wandtafel soll 2 m nicht unterschreiten und 9 m nicht überschreiten. Blickwinkel zur Tafel: Der ungünstigste Blickwinkel zur Tafel soll 30° nicht unterschreiten. Material- und Farbwahl der Oberflächen: Oberflächen sollen tageslichtaufhellend sein und Reflexionen vermeiden.

Lüftungsfläche: ≥ 0,3 m2 pro Schüler voll zu öffnende Lüftungsflügel Luftraum: ≥ 6 m2 pro Schüler

7 20

720

Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften Raumausstattung: Waschbecken, zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel, Projektionsfläche, (Einbau-)Schrank, Pinnwand, Tische und Stühle

maximaler Abstand zur Tafel 9,00 m

Fensterfläche: ≥ ein Fünftel der Grundfläche des Klassenraums

minimaler Abstand zur Tafel 2,00 m

30˚ Blickwinkel

Grundrissbeispiel, Klassenraum mit 60 m2 für 30 Schüler, M 1:100

518

Raumpilot Grundlagen

835

≥ 320 / ≥ 300

Die ASE enthalten detaillierte Planungsempfehlungen zur Gestaltung von Klassenräumen. Als Orientierungswerte sind hier die wesentlichen Angaben der ASE BW in einem Überblick zusammengefasst.

Tafelprojektionsfläche zentral

Allgemein unterrichten

Tafelprojektionsfläche seitlich ≥ 320 / ≥ 300

Lüftungsfläche: Je Schüler sollen 0,3 m2 Fensterfläche voll zu öffnen sein. Eine einseitige freie Fensterlüftung ist bis zu einer Raumtiefe von 8,40 m möglich, wenn die lichte Raumhöhe mindestens 3,20 m beträgt und die innere Raumzone in circa 1 m Tiefe nur als Verkehrsfläche genutzt wird. Grundfläche: ≥ 1,8 bis 2 m2 pro Schüler in allgemeinen Unterrichtsräumen ≥ 2,7 m2 pro Schüler in Fachräumen, Naturwissenschaften
Türen: ≥ 40 Benutzer müssen Klassenraumtüren in Fluchtrichtung aufschlagen; Nach außen aufschlagende Türen dürfen in der Endstellung einschließlich Türgriff max. 20 cm in den Fluchtweg hineinragen

840

840

Garderoben: Garderoben können im Flur, im Klassenraum oder auch bereichsweise zusammengefasst angeordnet werden. Die ASE empfiehlt die Unterbringung im Flur (zusätzliche Brandlast beachten). Sofern Garderoben in Unterrichtsräumen vorgesehen werden, sind sie gut lüftbar anzuordnen. Raumausstattung: In jedem allgemeinen Unterrichtsraum sollte folgende Grundausstattung vorhanden sein: – ein Waschbecken – zwei Wandtafeln, davon eine Magnettafel – eine Projektionsfläche – ein (Einbau-)Schrank – eine Pinwand – Tische und Stühle.

860

100

Grundrissvariante, Klassenraum mit 72 m2 für 36 Schüler, M 1:100

Raumpilot Grundlagen

519

Lernen

Lernen

≥ 250 an niedrigster Stelle

320 bzw. 300 840

Raumhöhe bei künstlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3 m im Lichten Raumhöhe bei natürlicher Be- und Entlüftung: mindestens 3,20 m im Lichten

M 1:100

520

Raumpilot Grundlagen

≥ 320

≥ 300

im Mittel

Raumhöhe bei nicht ebenen Decken: Bei nicht ebenen Decken sollten je nach Lüftungssystem 3,20 m im Mittel beziehungsweise 3 m im Mittel nicht überschritten werden, dabei muss an der niedrigsten Stelle ein Mindestmaß von 2,50 m eingehalten werden

Allgemein unterrichten

Natürliche Belichtung: Sämtliche Unterrichtsräume müssen Fens­ ter mit Ausblick ins Freie haben. (Lernmittelräume et cetera können fensterlos oder von oben belichtet sein.) Tageslicht von links und Südorientierung der Klassen­ räume sollten bevorzugt werden. Sonnen- und Blendschutz muss entsprechend der Orientierung vorgesehen werden. (Vergleiche hierzu DIN 5034 und Landesrecht) Künstliche Beleuchtung: Die künstliche Beleuchtung soll an die Nutzung ausgerichtet und blendfrei sein. Die Farbe der künstlichen Beleuchtung soll dem Tageslicht weitgehend entsprechen (vergleiche DIN 5035). Schallschutz: Die bauaufsichtlich verbindlichen Anforderungen an den Schallschutz in Schulen sind in der DIN 4109:1989-11 „Schallschutz im Hochbau“ , Tabelle 3 enthalten. Zusätzlich sind die Anforderungen der DIN 18041: 2005-4 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“ zu beachten. Differenzierte Nachhallzeit für Unterrichtsräume: DIN 18041 Schutz gegen Lärm aus benachbarten Räumen: Normgerechte Luft- und Trittschalldämmung der Decken, Wände und Türen entsprechend DIN 4109. (R`w: bewertetes Schalldämmmaß in dB mit Schallübertra-

gung über flankierende Bauteile) Decken zwischen Unterrichtsräumen und Sporthallen, Musikräumen, Werkräumen: erforderlich R`w 55 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 47 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern: erforderlich R`w 52 dB Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „besonders lauten“ Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen: erforderlich R`w 55 dB Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren: erforderlich R`w 32 dB Schallschutz gegen Außengeräusche: Bei einem Außengeräuschpegel bis zu 65 dB(A) kann von Fensterlüftung ausgegangen werden und es ist keine besondere Anforderung an die Ausführung von Außenwänden und Fenstern zu stellen. Bei einem Außengeräuschpegel von über 65 dB(A) sollten die Fenster während des Unterrichts geschlossen bleiben und ein Luftschallschutzmaß von minus 12 dB erreichen. Hierbei kann der Einbau lüftungstechnischer Anlagen erforderlich werden.

Schallabsorptionsflächen

An der Decke in Raummitte: ungünstig für Frontalunterricht, da keine Schallreflektion über die Deckenmitte in die Raumtiefe möglich ist, günstig für Gruppenunterricht.

Oberer Teil Rückwand und seitliche Deckenstreifen: günstig für Frontalunterricht, da Schallreflexion des Redners über Deckenfläche in die Raumtiefe möglich ist. Rückwandreflexion

ungünstig ungünstig

günstig günstig

günstig Stark vereinfachte Schemata zur Wirkung von Schallabsorptions- und Reflektorflächen in Klassenräumen. Die Wirkung ist zusätzlich stark von der genauen Raumproportion, den Oberflächenmaterialien und der Oberflächengestaltung abhängig.

Raumpilot Grundlagen

521

Lernen

Lernen

522

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Raumpilot Grundlagen

523

Lernen

Lernen Fachbezogen unterrichten

525 525 526 526 526 527 528 528 528 528 528 528 529 529

Einführung Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich Lehrsaal Lehr-/Übungsraum Vorbereitungs-/Sammlungsraum Grundrissbeispiel Physikraum Gymnasium Musischer Unterrichtsbereich Musikunterricht Kunstunterricht Werkstatträume Lage Anforderungen und Ausstattung Belichtung und Belüftung Bodenbelag

524

Raumpilot Grundlagen

Fachbezogen unterrichten

Recherchieren und informieren

Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten

Allgemein unterrichten

Fachbezogen unterrichten

Nebenräume

Freibereiche

Essen und Freizeit verbringen

Funktionsbeziehungen Fachbezogen unterrichten

Einführung
Zu den Fachklassen gehören die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, für Musik und Kunst, für die Computernutzung, unterschiedliche Werkräume und die Schullehrküchen für den Kochunterricht. Der Fachunterricht erfordert jeweils unterschiedliche spezielle technische Raumausstattungen und teilweise auch spezielle Raumgrößen und Raumhöhen, die sich von den Raumproportionen und Ausstattungen der allgemeinen Unterrichtsräume unterscheiden. Aus installationstechnischen und weiteren funktionalen Gründen wird empfohlen, die Fachklassen jeweils fächerbezogen räumlich zusammenzufassen.

Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich
Die naturwissenschaftlichen Fachbereiche umfassen Lehr- und Übungsräume, Sammlungs- und Vorbereitungsräume und eventuell zusätzliche spezielle Lagerräume (zum Beispiel Raum für brennbare Flüssigkeiten). In den naturwissenschaftlichen Unterrichtsbereichen für Biologie, Physik und Chemie und den Werk-/Technikräumen besteht aufgrund ihrer Ausstattung und aufgrund der verwendeten Chemikalien et cetera eine erhöhte Unfall- und zum Teil auch eine erhöhte Brandgefahr. Planungsvorgaben für diese Räume finden sich in der „Unfallverhütungsvorschrift Schulen“ (GUV-V S1) und in der DIN 58125. Lernen

Günstige Lage der Fluchtwege, sie sollen möglichst weit auseinanderliegen

Ungünstige Lage der Fluchtwege, sie sollen nicht in derselben Ecke liegen

Raumpilot Grundlagen

525

Lernen

Räume mit erhöhter Brandgefahr (Chemie und Holzwerkräume) müssen grundsätzlich über zwei getrennte sogenannte „sichere Fluchtwege“ verfügen, die möglichst in entgegengesetzte Fluchtrichtungen führen. Diese Anforderung gilt nicht als erfüllt, wenn der zweite Fluchtweg über den Sammlungs- oder Vorbereitungsraum führt und dessen Zugang in derselben Ecke liegt wie der Ausgang des Unterrichtsraums. Die Fluchttüren müssen in diesen Räumen in Fluchtrichtung aufschlagen. Der geforderte zweite Fluchtweg kann über ein Fenster erfolgen, allerdings nicht durch Anleitern der Feuerwehr, da die Flucht über Anleitern mit circa 3 Minuten je Person zu lange dauert. Hier werden also Außenbalkone, Terrassen und Außentreppen gefordert, über die Lehrer und Schüler selbstständig in einen sicheren Bereich flüchten können. Ist der Unterrichtsraum jedoch mit einer vollständigen Verdunkelung ausgestattet, darf der zweite Fluchtweg nicht über ein Fenster erfolgen. Lehrsaal In den Lehrsälen wird vorwiegend Demonstrationsunterricht durchgeführt. Um eine gute Sicht auf den Lehrerexperimentiertisch zu gewährleisten, werden die Lehrsäle des naturwissenschaftlichen Bereichs mit ansteigendem, fest installiertem Gestühl ausgestattet. Meist sind 2 bis 3 Podeststufen (circa 15 cm bis 17 cm Höhe) günstig. Bis zu einer Steigung von 10 Prozent

können Rampen zur Höhenüberwindung eingesetzt werden, bei höherer Steigung müssen Stufen ausgebildet werden. In der vordersten Reihe muss Barrierefreiheit gewährleistet sein. Lehr-/Übungsraum In Lehr- und Übungsräumen können Schüler Experimente unter Aufsicht selbst durchführen, ihnen steht daher mehr Arbeitsfläche zur Verfügung als in den Lehrsälen. Diese Räume sollten möglichst für unterschiedliche Unterrichtsformen geeignet sein. Sammlungs-/Vorbereitungsraum Die Sammlungs- und Vorbereitungsräume sollten den Lehrräumen möglichst direkt und ohne Stufen zugeordnet sein. Unter Umständen kann für diese Räume eine gesonderte Abluftanlage gefordert werden. Die Türen zu diesen Räumen und zu den Lehrsälen sollten für Transportgut circa 60 cm höher ausgebildet werden als Normtüren. Die Chemikalien und Gefahrstoffe sollten in einem eigenen Chemikalienraum mit circa 6 m2 bis 10 m2 Fläche untergebracht werden. Alternativ können entlüftete Chemikalienschränke für die jeweiligen Gefahrstoffgruppen eingesetzt werden (Gefahrenstoffe, siehe GUV-V S1, § 26).

526

Raumpilot Grundlagen

Grundriss und Schnitt.und Vorbereitungsraum Lehr.und Schülerexperimentiertische mit Strom.Fachbezogen unterrichten ≥ 230 40 260 Lehrsaal Sammlungs. ausreichende Tiefe (40 cm) der Schreibgelegenheit Sammlungs. Gas. Türen sollen möglichst direkt und ohne Stufen erreichbar sein.und Wasseranschluss. M 1:200 Raumpilot Grundlagen 527 Lernen . Wandtafel.und Wasseranschluss.90 m x 8. Wandspüle. 2 bis 3 Podeststufen mit 15 cm bis 17 cm Höhe. Gas.70 m x 8. Schränke für Experimentiergeräte (mindestens 30 cm tief). Hörsaalgestühl.und Übungsraum (beispielhaft) – Schülerzahl: 32 Schüler – Raummaße: 10 m x 8.40 m – Fläche: 84 m2 bis 90 m² – Raumausstattung: Lehrer. Projektionsmöglichkeit. Chemikalien müssen in einem eigenen Chemikalienraum oder in abgeschlossenen Chemika­ lienschränken untergebracht werden Lehr.40 m – Fläche: 66 m² – Raumausstattung: Lehrerexperimentiertisch mit Strom. Absaugvorrichtung.und Übungsraum Lehrsaal (beispielhaft) – Schülerzahl: 40 Schüler – Raummaße: 7 .und Vorbereitungsraum (beispielhaft) – Raummaße: 6.40 m – Raumausstattung: ausreichend Schrank­ raum. 2 bis 3 Podeststufen (je 15 cm bis 17 cm hoch) empfehlenswert Beispiel für die Gestaltung eines Physikraumbereichs an einem Gymnasium.

er kann aber auch mittels flexibler (möglichst schalldichter) Wände mit anderen Räumen. sollten sie im Schulgebäude so angeordnet werden. 528 Raumpilot Grundlagen . da der Unterricht häufig vom selben Lehrer erteilt wird und die einzelnen Techniken wechselseitig eng verknüpft sind. Verkehrsflächen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Kunstunterricht In Zeichensälen sollte eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet sein. weil die Bearbeitungsmaschinen von den Schülern nur unter Aufsicht des Werklehrers benutzen werden dürfen. Dazu gehören die im Kapitel „Sitzen“ erläuterten Mindestabstände zwischen Arbeitstischen in Werkräumen. wie beispielsweise zur Nachhallzeit. Bei Durchgängen zwischen zwei Arbeitstischen sind mindestens weitere 60 cm erforderlich. daher wird hierfür eine Nord-Orientierung empfohlen (siehe ASE BW). Die DIN 18041 macht genaue Angaben zu raumakustischen Anforderungen. An den Musiksaal ist ein Lehrmittelraum für die Lagerung von Instrumenten. Anforderungen und Ausstattung Grundsätzlich sind die Richtlinien der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) einzuhalten. An Musikräume werden hohe raumakus­ tische Anforderungen gestellt. In diesen Räumen sind ausreichend Stell. Tonträgern et cetera angegliedert. Es ist zweckmäßig.und Maschinen­ räume müssen unmittelbar von den Werk­ räumen zu erreichen sein. Die DIN 4109 fordert für die Wände und für die Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und besonders lauten Räumen wie zum Beispiel Sporthallen oder Musikräumen R’w 55 dB. Auch Störungen nach außen müssen mittels schalldämmender Maßnahmen vermieden werden. die Werkräume mit den Räumen für Kunstunterricht zusammenzufassen. Außerdem wird für Werkräume aufgrund der Materialandienung eine gut zugängliche Erdgeschosslage empfohlen. Die zugehörigen Material. Spülbecken müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein.und Hängeflächen für Arbeitsmaterialien und Objekte/Bilder vorzusehen. der Aula oder mit der Eingangshalle verbunden sein.Lernen Musische Unterrichtsbereiche Musikunterricht Der Musiksaal kann als abgeschlossener Raum ausgebildet werden. Werkstatträume Lage Da in Werkräumen viel Arbeitslärm entsteht. dass der Unterricht in anderen Räumen durch sie nicht gestört wird (siehe ASE BW).

§ 26). ca. 66 m2 und 30 m2 Restfläche ≥ 100 M 1:200 Raumpilot Grundlagen 529 Lernen . § 23). wobei ein Ausgang auch durch den Maschinenraum führen darf (DIN 58125. 2.80 m – Einbauschränke – Tafel und Projektionswand – Wasserbecken mit Ablage – Maschinen – Reihenwerkbänke – Brennofen – Trockenschrank (belüftet) – Absaugung – Lagerregale ≥ 100 160 Sichtfenster. die auch bei Staubanfall ausreichend trittsicher sind (siehe DIN 58125. Bodenbelag Für Werkräume müssen Bodenbeläge gewählt werden. § 23 und GUV-V S1. § 21f.00 x 1. 36 m2 Werkraum für 16 Schüler.). 42 m2 Maschinenraum. Damit der Lehrer seine Aufsichtspflicht für beide Räume wahrnehmen kann. § 21f. beziehungsweise GUV-V S1. Holzstaub darf nicht in gesundheitsgefährdender Konzentration auftreten (Absauganlagen). ist eine Sichtverbindung zwischen Maschinenraum und Schüler­ übungsraum vorzusehen. Werkräume sind grundsätzlich mit mindestens zwei möglichst weit auseinander liegenden Ausgängen zu versehen. Für Brennöfen in Aufenthaltsbereichen von Schülern muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen werden (DIN 58125. zusammengestellt zu Vierer-Arbeitsplätzen – Lehrerarbeitstisch.00 m 145 80 80 150 80 80 145 Fluchtmöglichkeit nach außen Materialraum. 3.20 m x 0. Grundriss Werkstatträume an einer Hauptschule (beispielhaft) ≥ 100 160 ≥ 100 ≥ 100 Ausstattung: – Schülerwerkbänke. § 26 beziehungsweise GUV-V S1. damit lärmintensive Maschinen wie Kreis­ säge oder Hobel nicht im Werkraum benutzt werden müssen.Fachbezogen unterrichten Der Maschinenraum sollte jedoch vom Schülerübungsraum baulich getrennt sein. Belichtung und Belüftung Die Räume müssen sachgemäß beleuchtet und belüftet sein.

Lernen 530 Raumpilot Grundlagen .

Arbeiten und verwalten Raumpilot Grundlagen 531 Lernen .

Lernen und verwalten Arbeiten 533 534 534 534 534 535 535 535 Einführung Varianten mit zentral angeordnetem Lehrerbereich Lage Schulsekretariat Rektorat Varianten mit dezentral angeordnetem Lehrerbereich Schulsekretariat Rektorat 532 Raumpilot Grundlagen .

Hierdurch entstehen neue Anforderungen an die Arbeitsplätze und auch an die Sozialräume der Lehrer. Raumpilot Grundlagen 533 Lernen konzentrierte Einzelarbeit vorfinden. bei Bedarf aber auch im Team arbeiten beziehungsweise Koordinationsgespräche in unterschiedlich großen Gruppen führen können. Zusätzlich verändern sich durch den Ausbau vieler Schulen zu Ganztagsschulen die Arbeitsbedingungen von Lehrern. müssen jedoch nicht nur geeignete Arbeitsplätze vorhanden sein. Damit die längere Arbeitszeit von Lehrern an der Schule sinnvoll genutzt werden kann.und Projektarbeit nehmen inzwischen einen weit größeren Teil ihrer Arbeitszeit ein als zuvor. Die Raumangebote sollten möglichst so gestaltet sein. dass Lehrer in der Schule sowohl räumliche Bedingungen für die Das traditionelle gemeinsame „Lehrerzimmer für alle“ kann kaum der angemessene Rahmen für diese unterschiedlichen Anforderungen sein. Team. sondern auch entsprechende „Pausenräume“ zur Erholung und Kommunikation zur Verfügung stehen. .Arbeiten und verwalten Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Arbeiten und verwalten Freibereiche Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Arbeiten und verwalten Einführung Die Arbeit von Lehrern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Aufenthaltszeiten an der Schule sind erheblich länger geworden und das Aufgabenspektrum wurde erweitert.

Im traditionellen gemeinsamen Lehrerzimmer stehen jedem Lehrer (nur) etwa 3 m² als Arbeitsplatz zur Verfügung.Lernen Lehrerbereich und Verwaltung zentral angeordnet Lage Prinzipiell können Lehrerbereich und Verwaltung räumlich zentral zusammengefasst oder aufgesplittet dezentral auf verschiedene Stellen im Schulgebäude verteilt werden.und Lernmittel bei den einzelnen Fachbereichen meist auch aus gesamtorganisatorischen Gründen sinnvoll (siehe ASE). Bei großen Schulanlagen ist eine dezentrale Anordnung des Lehrerbereichs zusammen mit der Unterbringung der Lehr.und Schülerbücherei sowie Lehrerzimmer und Schülerarbeitsräumen zu schaffen. 534 Raumpilot Grundlagen . den Lehrerbereich dem Informationsbereich anzugliedern. Eine Lehrergarderobe und Lehrertoiletten sollten in der Nähe angeordnet sein. um eine gute Verbindung von Lehrer.und Unterrichtsmaterial ausgestattet. Neben Arbeitstischen und Stühlen sind Lehrerzimmer meist auch mit Postfächern für jede Lehrkraft. Informationsstafeln und einer Handbibliothek für Lehr. oder auch zu einem großen Konferenztisch zusammengestellt werden können. Es kann von Vorteil sein. Statt einem großen Konferenztisch werden auch Einzeltische (Kleinschreibtische) eingesetzt. Größe und Ausstattung Die Größe des Lehrerbereichs richtet sich nach dem Schultyp und der Anzahl der Lehrer. die eine freie Gruppierung erlauben.

Arbeiten und verwalten Lehrerbereich und Verwaltung dezentral angeordnet Lehrerbereich Verwaltung Schulsekretariat Das Sekretariat ist die erste Anlaufstelle für alle Besucher und auch für Eltern und Schüler. Dieser Raumbereich sollte daher für Besucher leicht auffindbar sein. Eine Wartezone mit Sitzgelegenheit für Besucher im Flur vor dem Sekretariat gehört ebenso dazu wie eine kommunikative Gestaltung des gesamten Raums. (Weitere Informationen zur Gestaltung des Lehrerbereichs siehe Band „Raumpilot Lernen“) Raumpilot Grundlagen 535 Lernen . in dem vertrauliche Vorgänge bearbeitet werden können. Rektorat Die Räume für Schulleiter und Stellvertreter sollten möglichst in der Nähe der anderen Lehrerbereiche liegen. In diesen Räumen sollte jeweils auch ein kleinerer Besprechungsbereich (circa sechs Plätze) vorhanden sein. Doch es muss auch ein datentechnisch geschützter Bereich vorhanden sein.

Lernen 536 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren und informieren Raumpilot Grundlagen 537 Lernen .

Lernen Recherchieren und informieren 539 539 539 540 Bibliothek/Mediathek Lage Richtwerte für den Flächenbedarf Grundrissbeispiel 538 Raumpilot Grundlagen .

Ausstellungsbereich und eventuell ein Veranstaltungsbereich. einer Registratur und Leseplätzen ausgestattet. Schulstufenbezogen bestehen unterschiedliche Anforderungen.80 m2 circa 1 Gruppenraum 50. Lage Die Schulbibliothek sollte als Informations-. Karten. Richtwerte für den Flächenbedarf Bibliotheks-/Mediatheksfläche: circa 0.und Fachbereichsbibliotheken zu einem gemeinsamen. audio-visueller Bereich.00 m2 Raumpilot Grundlagen 539 . Zu den Bibliotheksbereichen zählen prinzipiell: Thekenbereich.und Lernmittelzimmer. möglichst zentral gelegenen Informationsbereich. Dieses Informationszentrum sollte möglichst über die Unterrichtszeiten hinaus geöffnet sein und auch außerschulischen Nutzern offenstehen. Mediathek.00 m2 Arbeitsraum für Bibliothekare 18. Mediatheken erweitern die Sammlung um audiovisuelle Medien und entsprechende Hardware.und Sammlungsräumen.00 m2 Magazin 20. Schulbibliotheken sind mit Bücherregalen. Oberstufen. Einzelarbeitsbereiche. Gruppenarbeitsbereiche.4 m² bis 0.Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Allgemein unterrichten Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Recherchieren und Informieren Bibliothek/Mediathek Empfohlen wird das Zusammenfassen von Schulbibliothek. Lehr. Verwaltungsbereich und Regalzone.und Kommunikationsort an zentraler Stelle gut auffindbar untergebracht sein.00 m2 circa 6 Carells (Lesekabinen) 16. Arbeits.55 m² je Schüler Lernen Für eine Schule mit 1000 Schülern werden als grobe Richtwerte vorgeschlagen: 10 000 Bände circa 4000 audiovisuelle Medien circa 50 Zeitschriften circa 40 Arbeitsplätze 80.

Lernen 3 3 4 4 4 7 1 Beispiel für eine Schulbibliothek M 1:200 1 Ausleihe 2 Büro 3 Einzelarbeit 4 Gruppenarbeit 5 Hörkabinen 6 Computerarbeit 7 Bücherregale 8 Mehrzweckraum 2 8 5 6 540 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren Essen und Freizeit und informieren verbringen Raumpilot Grundlagen 541 Lernen .

Lernen Essen und Freizeit verbringen 543 544 544 544 544 Schulmensa und Freizeiträume Planungshinweise Speiseraum Küchen Personalbereich 542 Raumpilot Grundlagen .

Recherchieren und informieren Ankommen Veranstalten und feiern Arbeiten und verwalten Nebenräume Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Freibereiche Fachbezogen unterrichten Funktionsbeziehungen Essen und Freizeit verbringen Schulmensa und Freizeiträume Durch die zunehmende Umstellung auf Ganztagsbetrieb gewinnen die Räume für die Essensversorgung und für die Freizeit von Schülern und Lehrern stark an Bedeutung. Raumpilot Grundlagen 543 Lernen . VDI 6000. Die Lage der Speiseräume sollte möglichst in der Nähe der Pausenhofflächen und in Kombination mit den weiteren Freizeiträumen vorgesehen werden. Blatt 3 / November 2007 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlungsräumen. ► Die VDI-Richlinie 6000. ob die Speisen für das Mittagessen angeliefert und eventuell aufgewärmt werden oder ob das Essen vor Ort zubereitet und gekocht wird. Empfohlen wird die Planung von mehrfach nutzbaren Speiseräumen. Der notwendige Flächenbedarf für die zugehörige Küche und Ausgabe ist abhängig davon. Kindertagesstätten und Schulen. die auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schulküche genutzt werden können. Blatt 6 gibt Hinweise zur Ausstattung von und mit Sanitärräumen in Kindergärten. Bei größeren Schulen wird häufig für die schnelle Pausenverpflegung zusätzlich eine Ausgabetheke oder eine kleine Cafeteria für Snacks und Getränke eingeplant.

25 m² pro Platz bei Grundschulen Bei einer Schule mit 400 Schülern. wenn die Tabletts nicht auf einem Band direkt in die Spülküche transportiert werden. Entsprechend Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) und ASR müssen hierbei Umkleideräume sowie Wasch-. Toiletten-.und Ruheräume vorgesehen werden. von denen 80 Prozent an der Schule essen. die von außen zugänglich und lüftbar sind. von der Kochküche abtrennbarer Bereich vorgesehen werden (kein Spritzwasser auf den Speisen). Außerdem ist eine kurze Anbindung der Geschirr-Rückgabe von Vorteil. Im Eingangsbereich des Speisesaals sollten Garderoben (ein Haken pro Platz) und Toiletten in ausreichender Anzahl vorgesehen werden. Personalbereich: Neben dem Speisesaal und der Küche sollten auch noch Räume für das Küchenpersonal eingeplant werden. M 1:500 Speiseraum: Zur Bemessung des Speiseraums kann man überschlägig annehmen: Essensteilnehmer : Platzwechsel = Anzahl der Plätze Grundfläche circa 1.Lernen Planungshinweise 15 15 14 14 10 4 5 13 11 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Küche Essensausgabe Essensbereich Geschirr-Rückgabe Spüle Vorbereitung Vorräte Kühlraum Tiefkühlraum Abfall Personal Umkleiden Abstellraum WC Freizeitraum 7 12 3 2 1 8 13 15 15 13 13 6 9 Beispiel für eine Schulmensa. Pausen. kann bei dreifachem Platzwechsel folgender Essplatzbedarf angenommen werden: 400 x 80 Prozent : 3 = 107 Plätze Bei Speiseräumen für mehr als 200 Perso­ nen sind die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) zu beachten.4 m² pro Platz beziehungsweise 1. Küchen: Bei der Planung von Großküchen muss in der Regel ein professioneller Küchenplaner mit einbezogen werden. 544 Raumpilot Grundlagen . Lager und Anlieferung: Für die Lagerung beziehungsweise Kühlung von Lebensmitteln sollten Räume in ausreichender Größe vorgesehen werden. Spülküche: Für die Spülküche muss ein eigener.

Nebenräume Raumpilot Grundlagen 545 Lernen .

und Lernmittelräume Personalräume Gebäudereinigung Abstellräume Öffentliche barrierefreie Toilette 546 Raumpilot Grundlagen .Lernen Nebenräume 547 547 548 549 549 549 549 549 549 549 549 549 550 Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Toilettenanlagen – Bemessung Hausmeisterdienstzimmer Erste-Hilfe-Raum Arzt-Raum Elternsprechzimmer Schülervertretung Lehr.

und Aulabereich sollten auch für die außerschulische Nutzung zur Verfügung stehen. Größere Toilettenanlagen im Pausen. Außerdem sollte in jedem Geschoss mindestens ein barrierefreies WC eingeplant werden.Nebenräume Ankommen Veranstalten und feiern Nebenräume Freibereiche Recherchieren und informieren Arbeiten und verwalten Fachbezogen unterrichten Essen und Freizeit verbringen Allgemein unterrichten Funktionsbeziehungen Nebenräume Nebenräume in Schulen Toilettenanlagen Je nach Gebäudekonzept und Schulgröße können die Toiletten für Schüler und Lehrer als Sammelanlagen zusammengefasst werden und geschossweise oder bereichsbezogen im Gebäude verteilt werden. Bemessung Für die Bemessung der Toilettenanlagen gibt die ASE BW an: 40 bis 50 Schüler 20 bis 25 Schülerinnen 10 Lehrer 5 Lehrerinnen rollstuhlgerechtes WC 1 Sitz und 2 Stände 1 Sitz 1 Sitz und 1 Stand 1 Sitz Lernen Raumpilot Grundlagen Pro 1 Sitz für Jungen und 2 Sitze für Mädchen ist ein Handwaschbecken vorzusehen. 547 . Zusätzlich sollten kleinere Toilettenanlagen möglichst in der Nähe der Unterrichtsräume liegen.

Die Vorräume sind mit Seifenspendern. ► Bei Vorschulen und Grundschulen muss die Höhe der Sanitärobjekte und der Handwaschbecken der Körpergröße der Kinder entsprechend angepasst werden. M 1:200 125 150 150 125 150 Toilettenanlage für circa 300 Schülerinnen und circa 300 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 85 Toilettenanlage für circa 400 Schülerinnen und circa 400 Schüler mit barrierefreier Toilette und Putzraum 548 Raumpilot Grundlagen 45 60 . hygienisch einwandfreien Trockenmöglichkeiten. 85 85 150 Toilettenanlage für circa 30 Lehrerinnen und 30 Lehrer mit barrierefreier Toilette 150 165 Toilettenanlage für circa 100 Schülerinnen und circa 100 Schüler mit barrierefreier Toilette Die WC-Anlagen werden grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt und mit Vorräumen versehen. Kindertagesstätten und Schulen.Lernen ► Die Richtlinie VDI 6000. Blatt 6 gibt detaillierte Hinweise zur Planung von Sanitärräumen in Kindergärten. 85 150 Beispiele für unterschiedliche Größen von Toilettenanlagen im Schulbau. Spiegel und Handwaschbecken auszustatten. Die einzelnen Sitze müssen mit mindestens 2 m hohen abwaschbaren Wänden abgetrennt werden.

beziehungsweise dem Hausmeisterdienstzimmer kombiniert werden. der Erste-HilfeRaum sowie der Arztraum können zu einem Raum zusammengefasst werden. Personalräume Personalräume werden für das Reinigungspersonal und gegebenenfalls für das Küchenpersonal gebraucht. ist jedoch vom Schultyp und der Schulgröße abhängig. Für die Erste Hilfe kann entweder ein gesonderter Raum vorgesehen werden. Der Raum muss mit einer Krankentrage oder Liege ausgerüs­ tet sein und sollte über ein Waschbecken mit kaltem und warmem Wasser verfügen. Zu Planung von Erste-Hilfe-Raum. ruhig gelegener (Kurs-)Raum verwendet werden. In den Zugangsbereichen sollten möglichst barrierefreie Verkehrsflächen vorhanden sein. am besten in der Nähe des Lehrerbereichs. Seite 619). Dieser sollte möglichst ebenerdig und zentral liegen und für den Rettungsdienst gut zugänglich sein (Türbreite mindestens 1. in dem verletzte Schüler betreut werden können.und Lernmittelräume in zentraler Lage. Elternsprechzimmer und Arztraum Das Elternsprechzimmer. Abstellräume Abstellräume sind in angemessener Größe und Lage vorzusehen. Lernen Raumpilot Grundlagen 549 . Die Größe liegt bei circa 18 m². oder er kann mit dem Elternsprech.26). wenn dort die erforderliche Ausrüstung vorhanden ist (GUV-SI 8065. Arztraum Ein eigener Raum für schulärztliche Untersuchungen ist nicht erforderlich. Gebäudereinigung Stauraum für die Reinigungsgeräte et cetera mit Wasseranschluss (fugenfreie Hartboden­ beläge empfohlen). Elternsprechzimmer Der 12 m² bis 18 m² große Raum sollte in Nähe des Lehrerbereichs liegen und für Besucher leicht auffindbar sein. die sich dort aufhalten. Der Raum sollte auch über ein Handwaschbecken sowie gute Beleuchtung und Belüftung verfügen (siehe ASE.Nebenräume Hausmeisterdienstzimmer Der Hausmeisterraum sollte circa 12 m² groß sein und gut auffindbar im Eingangsbereich liegen. Die erforderliche Fläche liegt je nach Größe der Schule und Raumprogramm zwischen 24 m² und 60 m². 1983. Schülervertretung Für die Schülervertretung muss ein eigener Raum vorgesehen werden. Die Raumgröße ist abhängig vom Raumprogramm der Schule beziehungsweise von der Anzahl der Personen. Dafür kann ein kleiner. dass dieser Raum an einen anderen Raum zum Auskleiden und für Allgemeinuntersuchungen angeschlossen ist. Erste-Hilfe-Raum In Schulen muss mindestens ein Raum vorhanden sein. eingeplant werden. Günstig sind Fenster sowohl nach außen als auch zur Eingangshalle hin. Wichtig ist nur. früher GUV 20.20 m). Lehr.und Toilettenraum beinhalten. Die Raumbereiche sollten einen Umkleideraum sowie einen Wasch.und Lernmittelräume Für ein normales Schulgebäude sollten mindestens zwei Lehr.

11) Öffentliche barrierefreie Toilette Die Anforderungen an öffentliche behindertengerechte Toiletten sind in der DIN 18024 beziehungsweise zukünftig in der DIN 18040 (Entwurf) festgelegt. 20 18 (≥ 90) ≥ 95 6 1 (65-) 70 17 (≥ 220) ≥ 230 13 ≥ 150 (≥ 90) ≥ 95 9 19 20 ≥ 150 ≥ 220 220 150 150 230 ≥ 70 550 Raumpilot Grundlagen 90 1 . Der Waschtisch muss unterfahrbar sein.50 m (quadratisch. muss beidseitig von der Toilette eine Bewegungsfläche vorhanden sein. Wichtige Anforderung: Als Rangierfläche wird eine Fläche von 1. die auch vom Boden aus erreichbar sind.Lernen 150 150 95 95 ► Schulgebäude sind grundsätzlich als barrierefreie Anlagen gefordert (Musterbauordnung § 50 (2) beziehungsweise entsprechend LBO BW § 39. Zur besonderen Ausstattung zählen Notrufmelder.50 m x 1. Links und rechts vom Sitz sind Klappgriffe anzubringen. Die Greifhöhe liegt bei 85 cm. Damit der Rollstuhlfahrer auf den Toilettensitz umwechseln kann. Bei der Planung muss der gegenüber nicht-barrierefreien Toilettenanlagen deutlich größere Platzbedarf beachtet werden. nicht kreisförmig!) benötigt.

180 cm Spülungsauslösung. Höhe inklusive Sitz 48 cm über Fußboden 14 Türe. barrierefreie Toilette entsprechend DIN 180242 und DIN 18040-1 (Entwurf) Die in DIN 18040-1 (Entwurf) abweichenden Werte/Angaben sind in Klammern (.) dargestellt.Nebenräume 150 Öffentliche. mit Ellbogen möglich Vormauerung/Rückenstütze für Hänge-WC Abfallbehälter. 150 cm. lichtes Durchgangsmaß 90 cm 15 Beleuchtung 16 Mechanische Lüftung (auch bei vorhandenem Fenster) 17 Abfallkorb für gebrauchte Papierhandtücher 18 Ablagefläche 15 cm x 30 cm 19 Bodeneinlauf (entfällt) 20 Wasserventil mit Schlauch (entfällt) 21 Notrufauslösung durch Zugschalter 16 15 14 11 150 95 95 18 (28) (74-76) 85 12 8 ≤ 80 ≥ 67 2 8 85 3 4 21 5 17 (46-) 48 (≥ 35) 55 70 15 (≤ 10) ≥ 30 (40) 55 M 1:50 210 10 7 Raumpilot Grundlagen 551 Lernen . Beinfreiheit 67 cm bis 30 cm hinter Waschbecken-Vorderkante (Siphon- bereich darf maximal 10 cm tief.und schwerelos klappbar. Unterkante circa 95 cm bis 100 cm über Fußboden (Spiegelhöhe ≥ 100 cm) 12 Einhebelmischer mit langem Hebel (≤ 40 cm hinter Vorderkante Waschtisch) 13 Hänge-WC. ab 35 cm Höhe über Oberkante Fertigfußboden einschränken. Notrufauslösung in Vorderseite integriert Kleiderhaken in drei Höhen: 90 cm. stufen. Beinfreiheit muss über 90 cm Breite gewährleistet sein) 7 Handtuchpapierspender oder Heißluft 8 Druckergarnitur mit Hebel zur Verriegelung 9 Querstange zum Zuziehen der Türe 10 Seifenspender mit Einhandbedienung 11 Spiegel. geruchsverschlossen Waschbecken mit Unterputzsiphon.. evtl. 1 2 3 4 5 6 Haltestangen..

Lernen 552 Raumpilot Grundlagen .

Freibereiche Raumpilot Grundlagen 553 Lernen .

Lernen Freibereiche 555 556 557 557 557 558 558 558 Schulhof Freiraum – Nutzungsbereiche Planungshinweise Wasserflächen Pflanzen Sitzgelegenheiten Einfriedigungen Bodenbeläge 554 Raumpilot Grundlagen .

Die Schulfreiflächen dienen beispielsweise als Kommunikationsräume. Es wird empfohlen.4 m² je Schüler mindestens 2. Bei entsprechenden Voraussetzungen können auch angrenzende öffentliche Flächen anteilsmäßig als offene Pausenfläche mit angerechnet werden (ASE Baden-Württemberg).10 m lichte Höhe Offene Pausenhofflächen: 4 m² bis 6 m² je Schüler Bei Grundschulen: 6 m² je Schüler (ASE) Raumpilot Grundlagen 555 Lernen . Dimensionierung Pausenhöfe sollten offene und offene über­ deckte Flächen besitzen. als Spiel. Aufgrund dieser vielfältigen Nutzungsanforderungen wird empfohlen.4 m2 je Schüler auszuweisen und mit mindestens 2.und Erholungsflächen oder auch für den Außenunterricht in Freiklassen. ► Dimensionierung Offene überdeckte Pausenhofflächen: 0. diese teilüberdachten Flächen der Wandelhöfe et cetera mit 0. Bei Grundschulen sollten 6 m2 je Schüler eingeplant werden.Freibereiche Ankommen Allgemein unterrichten Nebenräume Fachbezogen unterrichten Freibereiche Arbeiten und verwalten Veranstalten und feiern Essen und Freizeit verbringen Funktionsbeziehungen Freibereiche Schulhof Allgemein In Pausenräumen und auf Schulhofflächen findet eine Vielzahl unterschiedliche Aktivitäten statt.10 m lichter Höhe auszuführen. damit auch bei schlechter Witterung ein Aufenthalt im Freien möglich ist. Offene Pausenflächen sollten überschlägig mit 4 m2 bis 6 m2 Fläche je Schüler bemessen werden. in den Außenflächen ein differenziertes Raumangebot mit unterschiedlich gestalteten Bereichen anzubieten.

lernen. sitzen. Teichanlage – Bepflanzungen. sitzen. Schülerarbeiten präsentieren Bewegungszonen – Ballspielzonen – Klettergeräte – Spielplatzflächen – Fahrradübungsgelände laufen. plaudern. Außenunterricht versammeln. essen. trinken. raufen. geschützt spielen oder sitzen Unterschiedliche Freiraum-Nutzungsbereiche 556 Raumpilot Grundlagen . versammeln. üben. ausruhen.Lernen Rückzugsbereiche – überdachte Aufenthaltsbereiche – geschützte Sitzecken für kleine Gruppen mit Tisch – Lerngruppen – modelliertes Gelände mit Nischen und Sitzmöglichkeiten warten. pflegen. prügeln.und Präsentationsbereiche – Aufstellfläche für Schülerarbeiten – freie Flächen für Versammlungen – Veranstaltungen. treffen. sich austauschen Freiklassen. pflanzen. ausprobieren. streiten Begrünte Bereiche – Schulgarten. spielen. Bäume. Hecken et cetera als Lernumgebung säen. klettern. gärtnern. veranstalten. treffen.

M 1:50 Planungshinweise Pausenhöfe sollten möglichst gut besonnt und windgeschützt sein. Bei Grundschulen stehen Spielflächen und unterschiedliche Spielgeräte stärker im Vordergrund. Pflanzen Es dürfen grundsätzlich keine Giftpflanzen angepflanzt werden.20 m sowie eine mindestens 1 m breite Flachwasserzone mit maximal 0. Sie sollten außerhalb von Lauf.und Bewegungsspiele) angeordnet sein und eine maximale Wassertiefe von 1.und Spielbereichen (Ball. § 14). Wassertiefe 120 ≤ 40 ≥ 100 Teichanlage. Die Zufahrten für Feuerwehr-.50 m freigehalten werden und ausreichend tragfähig sein. die zur Bewegung anregen. Raumpilot Grundlagen 557 Lernen . § 14 und GUV-V S1. dass bei ihrer Nutzung keine Störungen in den sonstigen Unterrichtsräumen entstehen. Wasserflächen Wasserflächen wie Teiche und Feuchtbio­ tope können in Schulgärten und Pausenhöfen zu Lernzwecken angelegt werden. Sie sollten Bereiche enthalten. und möglichst Spiel-. § 14 und GUV-V S1.Freibereiche Vegetation als Puffer max. Vorhandene Spielgeräte nach DIN 7926 sollten den Sicherheitsanforderungen nach DIN EN 1176-1 bis DIN EN 1176-7 gerecht werden. Notwendige Verkehrswege und Treppen oder Hindernisse müssen mit mindestens 5 Lux nach DIN 5035-2 beleuchtet sein (DIN 58125. Müll. Freiklassen sollten so orientiert und gestaltet werden. Speise.und Lieferfahrzeuge müssen auf einer Breite von mindestens 3. Bei großen Schulanlagen sollten den verschiedenen Altersstufen getrennte Pausenbereiche zugeteilt werden.40 m Tiefe am Rand aufweisen. Pflanzen mit Dornen oder Allergie auslösende Pflanzen sind ebenfalls zu vermeiden. Eingangshallen. Hecken oder heckenartige Bepflanzung erfolgen (DIN 58125.und Mehrzweckräumen kombiniert werden. Sitz. Ansonsten muss eine Sicherung des Uferbereichs durch Zäune. Abfalleimer sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein.und Naturbereiche beinhalten. Pausenhallen können mit Verbindungsgängen. § 14).

Einfriedungen Zäune. § 14). M 1:50 Sitzgelegenheiten Neben Bänken können auch raumlandschaftliche Elemente wie Podeste. Sie können sowohl einzelnen Schülern wie auch Klein. Gitter und sonstige Einfriedungen dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Teile besitzen.Lernen ca. Diese sind weitgehend unabhängig von der Größe der Schüler nutzbar. Bodenbeläge Die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Freien müssen auch bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. Stufenanlagen und dergleichen zu variablem Sitzen in verschiedenen Positionen einladen. 95 Abgestufte Sitzlandschaft.oder Großgruppen Sitzgelegenheiten bieten. 80 ca. § 14 und GUV-V S1. 558 Raumpilot Grundlagen . 80 ca. um Verletzungen zu vermeiden.

Bauausführung Raumpilot Grundlagen 559 Lernen .

Normen und Verordnungen Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Abstreifmatten Rutschfestigkeit von Fußböden Bauteile.Lernen Bauausführung 561 561 561 561 562 563 564 565 565 565 565 565 566 566 Planungsregeln. Oberflächen und Kanten Verglasungen Umwehrungen/Geländer Treppen und Rampen Außenbereiche Beleuchtung/Leuchtstärken Belüftung Türen Fenster 560 Raumpilot Grundlagen .

Die Sicherheitsanforderungen im Schulbau sind teilweise höher als die sonstigen Standards wie sie beispielsweise für Wohngebäude gefordert werden. § 5 sind in Schulgebäuden Stolperstellen und Einzelstufen grundsätzlich zu vermeiden. müssen sie optisch von den angrenzenden Flächen deutlich abgesetzt werden. § 5 beziehungsweise GUV-V S1. Handelsübliche Matten besitzen eine Bauhöhe von circa 25 mm bis 40 mm. ► Hinweis Wesentliche Planungsanforderungen finden sich unter anderem in der Mus­ ter-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR. die über die gesamte Durchgangsbreite mit mindestens 150 cm Tiefe stolperfrei (flächenbündig) verlegt sein müssen (DIN 58125. Raumpilot Grundlagen 561 Lernen . Bodenbeläge und Stufen Stolperstellen Entsprechend DIN 58125. Juli 1998). Abstreifmatten In Eingangsbereichen sind oberflächenbündige Abstreifmatten gefordert. Falls Einzelstufen unvermeidlich sind. § 5 und GUV-V S1. Stand 10. Normen und Verordnungen In den Bauordnungen der Länder und in verschiedenen DIN Normen (vor allem DIN 58125 / Juli 2002 „Schulbau“). Richtlinien. Unfallverhütungsvorschriften der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV).Bauausführung Planungsregeln. in den Muster-Schulbau-Richtlinien und in den Schulbauempfehlungen finden sich detaillierte Planungsvorgaben und Planungsempfehlungen für Schulbauten. Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm. Auf den folgenden Seiten sind wesentliche Hinweise aus diesen Planungsvorgaben in einem Überblick zusammen­ gestellt. § 5 ).

Ist Barfußnutzung (Duschen et cetera) vorgesehen.Lernen > ° 35 3 R1 bis 35 ° Rutschfestigkeit von Fußböden 2 R1 ° 28 20° bis 27° R11 is 11° b Zuordnung der Gesamtmittelwerte der Neigungswinkel zu den Bewertungsgruppen der Rutschhemmung (GUV-R 181) 10 19° R Für die verschiedenen Nutzungsbereiche werden in Schulen unterschiedliche rutschhemmende Eigenschaften in der Einstufung zwischen R 9 bis R 11 gefordert. Auch die Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Außenbereich müssen bei Nässe rutschhemmend wirken (DIN 58125. R 10 R 9. B A R11 R10 R9 Sanitärräume Allgemein Duschräume Umkleiden Pausenhöfe Lehrküchen Klassenräume Werkräume Treppen Keramische Bodenbeläge Gitterroste PVC Elastomer Laminat Linoleum Textile Bodenbeläge Naturstein R 9 bis R 13 R 10 bis R 13 R 9 bis R 10 R 9 bis R 10 R 9. Oktober 2003 „Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ . 2003) 562 Raumpilot Grundlagen . erfolgt die Einstufungen über die Kategorisierung A. § 14). § 14 und GUV-V S1. R 10 R 9 bis R 12 R 9 bis R 13 Das „BGIA-Handbuch“ enthält eine ausführliche Liste über die Rutschfestigkeit von Fußbodenbelägen verschiedener Hersteller. B und C. (Hrsg. wobei R 13 die höchste Rutschhemmung bezeichnet (siehe DIN 51130). Hinweis: Es wird empfohlen. Juli 1999 (aktualisiert 2007) „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“ . im Eingangsbereich Bodenklasse R10 zu verwenden. wobei C die höchste Rutschhemmung bezeichnet. Angaben zur Rutschhemmung in Nassräumen macht die GUV-I 8527 . Rutschfestigkeit verschiedener Bodenbeläge 6° bis 10° R9 Erforderliche Rutschhemmung in Abhängigkeit von der Nutzung. evtl.: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Sankt Augustin. evtl. Angaben entsprechend der GUV-R 181. An Chemieräume werden besondere Anforderungen gestellt.

werden an die Oberflächen von Wänden und Stützen bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche besondere Anforderungen gestellt. ≥ 200 Aus Sicherheitsgründen (Verletzungsschutz) gelten besondere Anforderung an die Beschaffenheit von Wandoberflächen bis 2 m Höhe Raumpilot Grundlagen 563 Lernen .Bauausführung Bauteile. Oberflächen und Kanten r ≥ 2 mm Erforderliche Kantenrundung M 1:5 Um Verletzungsgefahren zu vermeiden. wie Fensterbänke. Auch sonstige Einrichtungen. § 6 und GUV-V S1. Je nach Material sollten Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet beziehungsweise gefast. Möbel werden bezüglich ihrer Ecken und Kanten wie Bauteile behandelt. Neben einer möglichst glatten Oberfläche ohne vorstehende Grate et cetera wird für deren Ecken und Kanten eine nicht scharfkantige Eckausführung gefordert. müssen diesen Anforderungen entsprechen (DIN 58125. § 6). Türen. gebrochen oder bei Putzausführung mit gerundeten Eckputzschienen ausgeführt werden. Bedienungshebel et cetera.

≥ 100 Anforderungen an Verglasungen im Aufenthaltsbereich von Schülern 564 Raumpilot Grundlagen ≥ 80 . § 7 und GUV-V S1. Für die Erkennbarkeit werden Strukturierungen. Als ausreichende Abschirmung gelten eine mindestens 1 m hohe Umwehrung oder ein Geländer. wenn die Verglasung ausreichend abgeschirmt ist. Als ausreichend umwehrt gelten auch Fenster. kein Drahtglas).Lernen Verglasungen In Aufenthaltsbereichen von Schülern müssen Verglasungen – auch die Verglasungen von Möbeln – bis zu einer Höhe von 2 m über Oberkante Standfläche bruchsicher ausgeführt werden (Einscheibensicherheitsglas ESG beziehungsweise Verbund-Sicherheitsglas VSG.und Schwingflügel ≥ 20 Diese Sicherheitsgläser sind nicht notwendig. bei denen die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und die Fensterbänke mindestens 20 cm tief sind. § 7). oder eine bepflanzte Schutzzone vor der Verglasung. Farbgebungen oder die Anordnung von Querriegeln et cetera auf Gläsern empfohlen (DIN 58125. Verglasungen und sonstige lichtdurchlässige Flächen müssen leicht erkennbar sein. Gesicherte Kipp. das mindes­ tens 20 cm vor der Verglasung angebracht ist.

Seite 486 bis 488.Bauausführung Umwehrungen/Geländer Schüleraufenthaltsbereiche. § 26 und GUV-V S1. GUVV S1. Bänke oder deutliche Markierungen ausreichend. § 38). § 8.30 m bis 1 m sind Sicherungen wie Pflanztröge. Seite 519. Raumpilot Grundlagen 565 Lernen Verkehrswege in Gebäuden Treppen in Gebäuden Klassen.10 m Mindesthöhe gefordert (MBO 2002. In vollständig verdunkelbaren Räumen sowie in den Fachräumen für Chemieunterricht und in den Werkstatträumen für die Holzverarbeitung kann der Einbau einer raumlufttechnischen Anlage notwendig sein (DIN 58125. müssen gesichert sein. Art der Nutzung Nennbeleuchtungsstärke 50 lx 100 lx 500 lx 300 lx 500 lx 500 lx 200 lx 500 lx 100 lx 5 lx Lüftung Siehe Unterkapitel „Allgemein unterrichten“ . wenn durch andere Vorrichtungen. Bei höher liegenden Flächen mit einer Absturzhöhe von 0. von Flächen mit einer Absturzhöhe von mehr als 12 m mindestens 0. § 14 und GUV-V S1. § 26). Treppengeländer und Treppenbrüstungen in Schulen müssen jedoch mindestens 1.10 m hoch sein (MSchulbauR (4)). § 14). Fensterbrüstungen von Flächen mit einer Absturzhöhe bis zu 12 m müssen mindes­ tens 0. In Schulen sollten alle Bereiche mit künstlicher Beleuchtung entsprechend der Anforderungen der DIN 5035-4 ausgestattet sein Außenbereiche Im Außenbereich ist auf rutschhemmende Bodenbeläge (auch bei Nässe) der Flächen und Wege und auf eine ausreichende Beleuchtung der Verkehrswege mit mindes­ tens 5 lx Nennbeleuchtungsstärke nach DIN 5032 -2 zu achten (DIN 58125. bei denen Absturzgefahr besteht. § 38). § 8). verteilen. zum Beispiel Geländer. die vorgeschriebenen Mindesthöhen eingehalten werden (MBO 2002. flüchten“ . jedoch sind Umwehrungen oder Geländer mit einer Höhe von mindes­ tens 1 m erforderlich (DIN 58125. Treppen. Bei mehr als 1 m Absturzhöhe sind die Anforderungen der Bauordnungen der Länder zu beachten. Pflanzstreifen. Geringere Brüstungshöhen sind zulässig.und Verwaltungsräume Werkräume Holz und Metall Maschinenräume Werkbereich Lehrküchen Speiseräume Informatikräume Toilettenräume Außenbereich .80 m. Beleuchtung/Leuchtstärken Eine ausreichende und gleichmäßige Ausleuchtung der Verkehrswege und der Aufenthaltsbereiche trägt wesentlich zur Unfallvermeidung bei. Bei mehr als 12 m Absturzhöhe sind laut Musterbauordnung Geländer mit 1.90 m hoch sein. Rampen Siehe Unterkapitel „Erschließen.

dass der zweite Rettungsweg über festgelegte Fensterflügel und die Feuerwehrleiter führt. In Ausnahmefällen können Werkstätten. Fenster Sämtliche dem Unterricht dienende Räume müssen Fenster mit Ausblick ins Freie haben. Ansonsten ist ein zweiter Fluchtweg über Anleitern der Feuerwehr in Schulen jedoch nicht erlaubt! 566 Raumpilot Grundlagen . indem die Türen in die Räume aufschlagen. Sinnvoll ist eine einheitliche Türbreite von 1 m. in Nischen oder am Ende des Flurs angeordnet sind.90 m in SchulBauR). Türen zu Unterrichtsräumen sollten mindestens 1 m in der lichten Durchgangsbreite messen (gefordert 0. Die Forderung nach Barrierefreiheit muss hierbei zusätzlich beachtet werden. Die vollständige Lüftungsfunktion muss jedoch gewährleistet sein (DIN 58125. dass Schüler durch nach außen aufschlagende Türflügel nicht gefährdet werden. In diesem Fall dürfen die entsprechenden Fensterflügel natürlich nicht mit einer Sperrsicherung versehen sein. Bei Schiebefenstern sind Vorrichtungen notwendig.Lernen Türen Siehe Angaben zu Türen im Unterkapitel „Erschließen. Seite 483. § 10).und Putzräume fensterlos sein oder mit Tageslicht von oben belichtet werden (ASE BW). Das kann erreicht werden. Die Fensterbeschläge müssen gerundet sein. Die lichte Höhe aller Türen sollte mindestens 2. Lehr. Fenster dürfen beim Öffnen und Schließen sowie in geöffnetem Zustand niemanden gefährden. Bei älteren Schulen (Baugenehmigung vor Januar 2001) kann das Rettungskonzept vorsehen. § 10 und GUV-V S1. die den Schließvorgang abbremsen. flüchten“ . verteilen.und Lernmittelräume sowie Sammlungs.10 m betragen. Türen zu Räumen müssen so angeordnet sein. Dazu sind normalerweise Öffnungsbegrenzungen bei Schwingflügeln erforderlich und Sperrsicherungen an DrehKipp-Beschlägen.

Planungsregeln/Literatur § §§ § § Raumpilot Grundlagen § § 567 Lernen .

Lernen Planungsregeln/Literatur 569 570 Planungsregeln Literatur 568 Raumpilot Grundlagen .

Hauptmaße DIN 51130 / Juni 2004 / Prüfung von Bodenbelägen – Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaften – Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit Rutschgefahr. Juli 1983 Gesetze/Verordnungen Musterbauordnung MBO 2002 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (zuletzt geändert 2007) Gesetzentwurf der Landesregierung: Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg 2009 Verordnung über die Förderung des Schulhausbaus bei Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulbauverordnung – VOSchuolBau) vom 28.89 Beiblatt 1 zu DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren DIN 18041 / Mai 2004 / Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen DIN 18065 / Januar 2000 / Gebäudetreppen – Definitionen. Schulen Empfehlungen Allgemeine Schulbauempfehlungen für Baden-Württemberg (ASE) vom 8. Juli 1998 Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhausbaus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien – SchBauFR) vom 3.und Grünanlagen sowie Spielplätze – Planungsgrundlagen DIN 18024-2 / November 1996 / Barrierefreies Bauen – Teil 2: Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten – Planungsgrundlagen DIN 18040-1 / Entwurf Februar 2009 / Bar­ rierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude DIN 4109 / November 1989 / Schallschutz im Hochbau – Anforderungen und Nachweise Berichtigung 1 zu DIN 4109 / August 1992 / Berichtigungen zu DIN 4109/11.89. Änderungen 7 . Stand 10. Januar 1977 . DIN 4109 Beiblatt 1/11. Kindergärten.Planungsregeln/Literatur Planungsregeln Normen DIN 18024-1 / Januar 1998 / Barrierefreies Bauen – Teil 1: Straßen.89 und DIN 4109 Beiblatt 2/11. Wege. Februar 2006 VDI Richtlinie 6000 / Blatt 3 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Kindertagesstätten. öffentliche Verkehrs. Juni 1999 Verordnungen der Gesetzlichen Unfallversicherung GUV-V S1 / Mai 2001 / Unfallverhütungsvorschrift Schulen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-I 561 / April 1991 / Treppen GUV-SR 2001 / Januar 1987 / Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung GUV-R 181 / April 1994 / Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr GUV-I 8527 / Juli 1999 / Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche Raumpilot Grundlagen 569 Lernen . Maßregeln. Plätze. Versammlungsstätten und Versammlungsräume VDI Richtlinie 6000 / Blatt 6 / November 2006: Ausstattung von und mit Sanitärräumen. Begehungsverfahren – Schiefe Ebene DIN 58125 / Juli 2002 / Schulbau – Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie – MSchulbauR).

Pampe. Berlin 2007 Hertzberger.Lernen Literatur Dudek. Arno. Boston. Rotterdam 2008 Kahl. Reinhard: Treibhäuser der Zukunft. Stuttgart. Mark: Entwurfsatlas. Zürich 2004 Roth. Basel. Schulen und Kindergärten. Zürich 2010 Wüstenrot Stiftung (Hrsg. Weinheim 2004 Lederer.): Schulen in Deutschland. Neubau und Revitalisierung. Stuttgart. Barbara: Raumpilot Lernen. (DVD-Dokumentation). Alfred: The new schoolhouse. Zürich 1966 570 Raumpilot Grundlagen . Herman: Space and Learning.

Anhang 572 573 579 Abkürzungen Index Danksagung Raumpilot Grundlagen 571 .

und Abfallgesetz) RASt Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen SchBauFR TG TRA VDI VkVO VStättVO WE WoFlV Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung des Schulhaus- baus kommunaler Schulträger (Schulbauförderungsrichtlinien) Tiefgarage Technische Regeln für Aufzüge Verein Deutscher Ingenieure Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (Verkaufsstättenverordnung) Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung) Wohneinheit Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung) 572 Raumpilot Grundlagen . Anhang I/4 der Landesbauord nung Baden-Württemberg) GFZ Geschossflächenzahl gif Gesellschaft für immobilienwirt schaftliche Forschung e.Grundfläche BauNVO Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung) DIN Deutsches Institut für Normung (Deutsche Norm) DIN EN Europäische Norm. Index Abkürzungen ASE Allgemeine Schulbauempfeh lungen ASR Arbeitsstätten-Richtlinien ArbStättV Arbeitsstättenverordnung BGF Brutto.V. die vom Europäischen Komitee für Normung herausgegeben wird und von der nationalen Normungsorganisation als DIN EN übernommen wird EAE Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen EAR 05 Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs 2005 EnEV Energieeinsparverordnung FEM Fédération Européenne de la Manutention (Europäische Vereinigung der Förder.und Lagertechnik) FGSV Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen GaVO Verordnung des Wirtschafts ministeriums über Garagen und Stellplätze (Garagenverordnung. GRZ Grundflächenzahl GUV Deutsche Gesetzliche Unfall versicherung ISO Internationale Organisation für Normung ISO Norm Eine von der Internationalen Organisation für Normung herausgegebene Norm LAbfG Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen und die Behandlung von Altlasten in Baden-Württemberg (Landesab- fallgesetz) LBO Landesbauordnung LBO BW Landesbauordnung Baden Württemberg LBOAVO Allgemeine Ausführungsverord nung des Innenministeriums zur Landesbauordnung (Anhang I/1 der Landesbaourdnung Baden- Württemberg) MA Mitarbeiter MBO Musterbauordnung MHHR Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hoch häusern (Muster-Hochhaus- richtlinie) KrW-/ Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der AbfG umweltverträglichen Beseiti gung von Abfällen (Kreislaufwirt schaft.

.............................................................. 411 Abstandsfläche........................................162 Aufbewahren...............................................................................................................309 Doppeldeckeraufzug...................................................37 Belagrampe...................239..................255................................................................................................................................................. 259...........157 Doppelarbeitsplatz..............11-30 Arbeiten....119 Bepflanzung (Lernen)...85 Bewegungsflächen............................. 430 Belichtung...................... 427-434................................................................................................. 427-434.....491 Ausbauraster........218-221 Einbund................................... 475 Anthropometrie...............................................................314-319 Bandfassade..................................229 Biologieunterricht..................................................................................................45.. 326......................256...............................................................549 ASE..................................... 519............................................................................................................................561 Achsmaß (Arbeiten)........................................................287 ...........370 Dreibund.. 290.........146-151 Einzeilige Küche................................ 477 Außengangerschließung................... 246 Bettenaufzug...........55 Beleuchtung.........................................170................................................................................269 Billard..................................................290-291 Aufstellfläche Rettungswagen........ 94-97 Aufzugsgruppe.................. 561..........................347-451.....................................................45............. 525 Chemikalienraum......................................................................................................269 Drehflügeltür......................................................................................................314 Atriumhaus.....................................................143 Besucherstuhl................ 234-239..122 Einbruchschutz........426 Bad............................................................................................................................................................................. 518 Belüftung................. 508 Corporate Identity...................... 270 Dusche (Arbeiten).......................... 368 Bruttogrundfläche...........................................................164........ 258................505........................162......................................................................351 Dunstabzug................................................................107 Aufzug.......................................531-535 Arbeitsdreieck Küche.. 293-302................................................................................................................ 172 Außenlärmpegel...........................167 Einstrahlwert..............351 Einfamilienhaus............359 Duschwanne........... 389 Allgemein unterrichten...............................................................285-291 Aufbewahren barrierefrei..233.........................................421 Außenluftqualität................108 Bewegungsflächenbedarf........................ 393 Arztraum (Lernen).......................................................................................................525 Blendschutz......................Index Abfall........................................................... 77-98 Aufzug barrierefrei..................................................................................... 519 Bemessungsfahrzeug........................................................190...................................................................363 Dichte............................498 Einzelwaschtisch............................................479 Business Club.................251-259 Arbeiten und verwalten (Lernen).380-406................................ 257 ...................................................................178..............547 ..................................................................................... 303........ 361-376 Einrichtungsmaße Schlafraum............................. 265 Abstellraum...54 Besonnungsdauer..................................... 327 Einfriedung (Lernen) ..................185-192..............42 Behinderung......................................................................................................................................203-209 Arbeitsplatz......................................................................................................366.........162 Doppelwaschtisch....... 518...........................................................529.........................................................................................................................................92 Aula.........................................................................380-406 Bushaltestelle.......393 Doppelbett..............................................................266 Dynamisches Sitzen........ 267 ............282-284...................180 Duschbad............324 Bedienhöhe barrierefrei................................................234 Einspänner................255.............. 521........................163 Bodenbelag..........31-48 Bauausführung (Lernen) ... 565 Beleuchtungsstärke.................................................234-239....366 Bürotypen............................................ 543 Chemiesaal.261-277 Badewanne.202 Durchfahrt Feuerwehr...........................................559 Baukosten...........................................................268.................................526 Computer.......433 Blockrandbebauung......................253......................539-540 Bidet.....................................................................................................106 Durchgang Feuerwehr............513-521 Ankommen..556 Bequemlichkeitsregel..... 288 Bürogebäude..............................327 Baunutzungsverordnung.........255...........................326 Baunutzungskosten................................................................................................................................................................................ 509 EAR.............................................................................................................................:......................... 518.................................................................................192 Essplatz........... 257 .....177 ......... 379 Einzelbett.........269 Raumpilot Grundlagen 573 .........506 Einzelunterricht........................................................................................................389-405 Ausgang..... 246 Einzeltisch.................................................................................................... 423-426..............................................558 Eingang... 379 Arbeitsplatzgestaltung... 295.......................................................................105 Durchwohnen-Prinzip. 549 Abstreifmatte......22 Bibliothek (Lernen)...............................................................................................205 Einzelarbeitsplatz............................................................................................................93 Doppelhaushälfte..........................267 ................. 562 Briefkasten.......................................................385 Cafeteria...............................................................................................185...................325 Bügelbrett....................................359........375 Bett....................440 Barrierefrei........................................................................................................................................................... 520 Atrium...................267 Balkon......................................................256................................................................ 361......................................................

.........................429................................................................................. 101 Hochschrank..549 Empfang (Arbeiten)..............................549 Gebäudetiefe...................161 Gruppenbüro...........................................................................55 Flexibilität................................ 481-489 Erschließen....193-212 Küche barrierefrei.............63 Küche....................... 188 Kinderzimmer.................................................................................................................................................................................................................................................... 478 Fahrzeuge............. 359................................................. 483 Förderleistung Aufzug...........162 Kinder wohnen................................324-325 Flächenmodul............................................................................................................................. 488 Handwaschbecken................ 207 ....................67 ...................................................................................425............................217 Geh-/Fahrhilfen...........................................119 Faltrollstuhl.....144 Greifraum....................444 Elternsprechzimmer..........................................................................................................39 Elementfassade............... 216 Essplatz...208-212 574 Raumpilot Grundlagen ....................................... 483-484 Flügel.......................................................................................................................................81 Fahrrad...............................................................................136-139 Fahrradabstellfläche.......................120-121 Garderobe...................................................................................................................................................................................401-406 Fluchtweg.....................................................................118-139 Fahrkorb......................................................................................415........................................................................ 364 Fahrgasse.........................11-29 Krankentransport... 549 Essen..................83 Kantine...............................................................137-139......................................................................................................................................373 Energie....................................................................293-302 Entsorgen barrierefrei.............................................462 Gleichstellungsgesetz.............................................................................................................................. 541-543 Kettenhaus...........................................................380.............523-529 Fahrbahnbreite.............................................................................. 566 Fensterflächenanteil........................................................................302 Ergonomisches Mobiliar.....................................505........279-284 Haushaltsabfall...213-221 Essen und Freizeit verbringen.................. 519 Gäste-WC........................... verteilen und flüchten (Lernen)..........................................88 Freibereich..................................................................................................................................................................269 Hausarbeitsraum..........................................381 Erste-Hilfe-Raum.....................562 Garagenverordnung.......................................................38 Fassade.................................... 425...............................241-249 Kinderbett................. 553-558 Funktionsküche.......................................389-399 Fenster....................481-489 Erschließungsarten.....................311-319.......................................................229 Kleiderschrank.......................................................................................................................................................................................................................150 Entsorgen.....118-139.....................................................................................................................393 Flachrampe...........................80 Fahrkorbvarianten...........359 Erschließen.196................190 Kochen.......................................................................................................... solare...........................................................................141-152 Energie......127 Großraumstruktur......40 Gehbereich Treppe.39............................204 Kombibüro.....483-489 Handlauf..................... 384 GUV-Richtlinien.......94 Feuerwehrschlüsseldepot.............................................................................541-544 Essküche.......28 Großgarage..........165-173..36 Globalstrahlung................................202 Geräuschpegel.............................218-221 Esstisch............193-212 Kofferküche.............................510-521 Klavier........................................................................................189.....................................................................................381...399 Grundflächenzahl..................................................................................................................................................................................................................................................421 Geschossflächenzahl..........................................................................................................................................417 Körpermaße..............328-329 Hydraulikaufzug......................................................................368 Flächenberechnung.............246 Kinderwagen...................................359.125 Klingelanlage..........................177 Gedeck.......................................196 Fußboden rutschhemmend............ 202 Hochhaus.....241-249 Klassenraum................................................263-264 Gebäudereinigung..........200 Horizontalerschließung................................................................................213-221 Expressaufzug..................................................549 Herd.....46................ 435-445 Fassadenraster.................................................165-173...........................93 Fachbezogen unterrichten........................................... 477 .................................60 Geländer.....................................493-494 Gerätestellfläche Küche...421.........65-66...............................................................................92..229 Flur............... 518 Feuerwehr............523-529 Fachklasse....................................387-406 Kopierraum........................234-235 Kleingarage................................................................................... 565 Gemeinschaftszone... 101-104................................................................................................................161 Geschosszahl Schulen................138-139 Fahrradstellplatz.............................. 375.................170-173 Hüllfläche..................................................................................................................................................................................................................... 363 Erschließungsfläche...................................................................................................... 383 Konstruktionsgrundfläche............................................................................52............................325 Konstruktionsraster............................. 179.................293-302 Hausmeisterdienstzimmer...................... 316............200..........................................................................................................99-108 Feuerwehraufzug........................Index Elektrorollstuhl....................... 509 Erholen............................ 486-487 ............................................330 Erschließungssystem........

377-386 Orientierung.394........................................................................................................................55.................................................................... 406 Raumakustik Klassenraum........................................................................................................................................355-360....567-570 Planungsregeln/Literatur (Energie)............................... 365 NotwendigerTreppenraum..............................................118 Pausenfläche......274-277 Rektorat.................................................................................................................................................................................................... 549 Rampe............................................................................................................................................................................................................................................... 459-462 Parkdeck................325 Nutzungsneutral.415...................................... ...............................................471 Nebenräume.............453-570 Lernformationen.....................................438-439 Loggia.............................................................................................447-451 Planungsregeln/Literatur (Aufzug)...................................537-540 Reinigen und Pflegen... 423-426.........................13 Modulordnung.......................60 Lehrerzimmer.................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 313 LauflängeTreppe.......................261-277 ................. 129 Raster.....................................337-346 Poststelle.................365 Parkgarage.........325 Notwendige Treppe........................549 Leuchtdichteverteilung..................... 329 Recherchieren und Informieren............................................................................126 Mobilitätseinschränkungen.................................................................................425 Luftschalldämmung........................... 405 Rastermaß 150 cm.......................101................................30 Planungsregeln/Literatur (Arbeiten)...............461............................................535 Rettung...152 Planungsregeln (Ruhender Verkehr)............ 373 Rollator......................... 73.... 550-551 Naturwissenschaftlicher Unterrichtsbereich............................................525-527 Nebennutzfläche (Lernen)..........53 Lauflinie Treppe...................................................................................................................................... 469-473 Putzraum........182...............426 Materialraum......................539 Mietflächenberechnung MF-G......................422 Laubengang............................................549 Lehrsaal................................................366 Lager (Arbeiten)............................................................................................531-535 Lehrmittelraum...............105 Rettungsweg................................................................................................84 Perzentil..........416 Liegestuhl...................................................................................................... 366 Musischer Unterrichtsbereich. 16-30 Physiksaal.........................406 Rastermaß 120 cm....38 Modellraumprogramm Schule..............................425 Luftwechselzahl..........200-201 Ökonomie............. 469-473 Reihenhaus.................................................261-277 Reinigen und Pflegen barrierefrei........................103 Notwendiges Fenster.......... 545 Nettogrundfläche...........................................................103......... 326..........................359.................................301......................................................................................................98 Planungsregeln/Literatur (Barrierfei).......................................................316 Lochfassade.....................427-434 Liegeraum........................................360 Mittelgarage............................................................525 PKW-Stellplätze Schule....................................... 484.......................................................295 Lage und Orientierung (Lernen)..........................................................118......................128....................................... 518 Raumprogramm............................................237 Mediathek................................................................................................................. 121 Lärmeintrag..........459-462 Ladehof (Arbeiten).........................................................................528 Matratze........391 Motorisierung................. 407 ............................................................112-113 Müllabstellfläche..........526-527 Leitertreppe................366 Private Freibereiche............................................................ 553-558 Personalräume Schule.........................433 Leuchtstärke.............. 565 Licht...............................................373-374 Kuppenausrundung....................398........104 Nutzfläche............422 Lüftung....................55 Lernen................................. 102..............359 Lagerraum........................................................................................................................314 Luftbelastung....................................355-360..38 Rollstuhl.........................................................................................................................Index Küchenformen.............................................................................380.74-75 Planungsregeln/Literatur (Wohnen).................................. 484 Rezeption...... 488 Notwendiger Flur............47-48 Planungsregeln/Literatur (Lernen)...............................................................128 LAbfG.............. 528 Nasszelle....114-117 .....................................469-473 Modulor.521.... 52...............................................................................162...308-309 Oberschrank Küche....................................................311-319 Private Freibereiche barrierefrei............................ 404 Rastermaß 135 cm...................... 565 Lüftungsklappe........ 484 Notwendiger Stellplatz............. 416 Längsaufstellung..................................... 528 Raumhöhe.............................................................................140 Planungsregeln/Literatur (Rettung).......................................14-15................................................................................................................................................................................. 488 Rampeneinfahrt..........495-501 Lernmittelraum...........................411.............478 Planungsregeln/Literatur (Anthropometrie).............296-302.................................................................................377..........................................................................................................108 Planungsregeln/Literatur (Treppe)......................203-207 Kundentheke..........................................................255..........38 Raumpilot Grundlagen 575 .............................................................549 Personenaufzug......................366.................................396.............................303-309 Nutzungsneutral barrierefrei .......................318-319 Programm.....................321-331 Organisation.....................................................................99-108 Rettungsgeräte..... 415 Müllraum.....43................170-172..............................................................51................................................................

351......53 Trockner..............261-277 ................................................................................ 487 ............................254 Schall.....................................................................376 Vertikalerschließung........................... 553-558 Schulleitung..256-259...167 Verwaltung.....................................503-511 Sitzplatzanordnung...............................................................................526 Vorwandinstallation Bad............................................................. 421..............................................................................................549 Schulgarten...............................56 Treppenpodest.........................................................271 Vorbereitungsraum......112-117 ....... 391-392 Tisch.................175...........................68 Treppenbreite.........226-230 Solare Einstrahlung.............................................................................................................. 275.........................................431 Tageslichtquotient.......................314 Tiefgarage............556-557 Schulgrundstück.................... 561 Stützenstellung.............56 Treppendurchgangshöhe...............................................43 Seilaufzug........................229 Tafel Klassenzimmer..................................................................................266......................................526 Sanitärraum..............................49-73................................................................................564 Verkehrsfläche.........544 Städtebau.......................433-434 Sonnenstandsdiagramm..........................54 Schulbibliothek................297 Steigungsverhältnis....................................... 526 Umwehrung.............. 412-414.. 316.................267 576 Raumpilot Grundlagen .....................58 Treppensteigung............557 Sportrollstuhl................................................................................ 486 Treppenlaufbreite.................................................................................................................366 Verteilerfunktion........518 Tageslichtlenksystem.....................................................53-72.......................................................................................132 Schrägaufstellung Parken........................................................................................ 547 Treppe................................................................................................. 478 Stichflur.....412........................................510-511 Skylobby....................................................................................................................................227-230 Sicherheitsanforderungen Schule...............253 Terrasse............................ 359.....................104......................................190 Ruhender Verkehr...............................................392 Stutzflügel.....472 Unterschneidung.........................55 Treppenteile.............................................. 463 Übungsraum.......................................82 Sekretariat Schule..... 550-551 Toilettenanlage......................................................................................................................537-540 Schülervertretung...................................................503-511 Schulstandort...................................................562 Sammlungsraum............................................................................................................... 505.............. 349.....und Entsorgung...534 Vollbad...........................................................................62 Treppenraumprofil........................................... 486 Treppenarten................ 269................................................................................................................................................................................................................................ 365......................................................................................................................................461 Schulsystem. 565 Unterrichten......................................................................217 .. 277 .......................................................................144 Sonnenschutz.......................................................................................544 Spielgeräte...535 Schulmensa....................................................................................................325 Teeküche......................................................................................................................................167-169 Speisesaal.....................124.................................................................513-529 Unterrichtsbereiche.......411 Teich Schulhof....................................................................204 Schreibtisch......................................................... 484 Stufen.................................................................................................................... 486 Stellplatz.........................................................................................................59 Treppenlauf................................................................................................93 Sofa................71.......................................................541-544 Schulmöbel........................................ 471 Verschattung...........................561-566 Sicherheitsregel...................................200 Spülküche (Lernen)..................................416 Rundschiebetür........................................................................54 Sicherheitstreppenraum.............................................199 Urinal......141-151 Sonnenscheindauer.......................325................... 256........................... 121..............................461 Schulhof..................335.....................................................118.............................................................. 379 Schrittmaßregel.....................................93 Typologie............................................................... 521 Schlafen.....................................................................41 Sehbehinderung.......... 365.........491 Verglasung........... 379.....................................557 Telearbeit.................282 Twin-System.......................235-239............................................231-239 Schlafzimmer.........38 Spüle.......................................55.................................. 123 Sessel.......................................................................109-140 Ruheraum..................................................................................................................................... 123 Schrankküche.............................................143 Spänner................................................................................................... 521 Schallschutz....535 Senkrechtaufstellung Parken.................105 Sichthöhe.................................. 509 Tischfußball..........Index Rollstuhlabstellplatz.......... 546-551 Satellitenbüro..121........................................................................461....................................................... 276...............42 Sitzen............................................370 Rutschfestigkeit........................................... 301-309 Schleppkurve............................................430 Technische Funktionsfläche.............................................229 Toilette..........................................155 Standplatz.............................................269 Veranstalten und Feiern....................65 Unterschrank..........................................65...455-457 Schwellen barrierefrei........................................... 485-486................145 Ver..........274...............333............................................................................................................................................ 419..............................................................................109-123 Stellplatzbedarf............................................................................................. 273 Toilette barrierefrei... allgemein....................

...............366 Wärmeschutz..................................................................................................................................................153-346 Wohnfläche.. 547 .................................................................................528 Zellenbüro..............................................................................................281.......................................433 Wartebereich.............. 382 Zentralgarderobe....................................269.................528 Windfang.....................................55 Zeichensaal...Index Wannenausrundung.......................................................284 Wohnen........... 550......................................133 Wendekreis Pkw.................................................................................. 359............................................................ 282 Wasserflächen..........370 Wirtschaften....................................132 Wendeltreppe..............525.......................277 ............351 Raumpilot Grundlagen 577 ...................269 Waschen.................375 Zutrittskontrolle...........282 Wäschetrockner.......................................................... 550 WC barrierefrei........271 Warenannahme..................................................................................................................................................... 368 Winkelschiebetür......551 Wendekreis Lkw.................................................................................................................. 557 WC.................................70 Werkraum......................................................... 412..............................................................274................ 528 Werkstattraum................................................................................................................... 323 Wohnflächenverordnung....372 Zweibund........................................157 .89 Waschtisch.............................................279-284 Wirtschaften barrierefrei...............................187 ..........................................................................................266 Waschmaschine.............323 Wohnhaustreppe....................................................................................................................................................................................266........................................374 Wartezeit...........128 Wannenbad...............

Nicht geschlechterbezogene Sprache In dieser Publikation wurde auf die geschlechterbezogene sprachliche Differenzierung verzichtet. der Verlag und der Herausgeber übernehmen infolgedessen keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben und werden keine daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen. Die Autoren. Diese schließen aber ausdrücklich das weibliche Geschlecht immer mit ein. Vereinfachend wurden ausschließlich die männlichen Bezeichnungen genannt. 578 Raumpilot Grundlagen . die auf irgendeine Art aus der Anwendung dieses Datenmaterials oder aus Teilen daraus entsteht.Haftung Das in diesem Buch veröffentlichte Datenmaterial ist mit keinerlei Gewährleistung oder Garantie verbunden.

Mannheim Raumpilot Grundlagen 579 . IWE Tilman Harlander Universität Stuttgart.und Kultusreferat der Landeshauptstadt München Andreas Holm Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen Achim Haberkorn Thyssen Krupp Aufzugswerke Gerhard Schiffner Thyssen Krupp Aufzugswerke Rainer Sonntag Brandschutzsachverständiger Ernst Wagner Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. IWE Peter Faller Universität Stuttgart.V.Wir danken folgenden Studierenden für ihre engagierte Mitarbeit bei der Erstellung dieser Publikation: Larissa Abdelhardi Christoph Abele Wilhem Aisenbrey Deniz Aktay Julia Baumann Stephanie Beck Ute Bednarz Antonia Blaer Sabrina Brenner Sarah Centgraf Britta Ehrig Volker Eisele Anja Eisenhardt Sebastian Ferroni Corinna Flad Marina Folter Franziska Friedrich Vincent Gabriel Gunda Geising Petra Gerhardt Daniel Gerber Michael Grausam Kerstin Großmann Carsten Güth Elena Hammerschmidt Albrecht Harder Martina Henke Florian Hagmüller Axel Heiser Bettina Heckenberger Stefanie Hickl Stefanie Hunold Park Hyo Ki Tamara Jechener Bärbel Jetter Sandra Stadler Wei Jiang Vathana Thorn Qian Jin Luis Eduardo Traesel Volker Kast Anna Treutler Julia Karl Anna Ulrichs Timo Kegel Mihriban Ünal Gagarin Kirill Max Vomhof Nadja Koch Sandra Waldecker Inna Kreimer Laura Walter Senada Kusturica Katharina Wanke Katharina Lang Niko Weidler Benjamin Lasshof Yuto Yamada Eike Lehnhoff Hu Yi Sebastian Lippert Fang Yue Eric Littlewood Kuo Yu-Mei Natalie Maras Huang Wan-Ting Sabine Marinescu Carolin Maurer Julia Meisel Daiana Mesaros Ünal Mihriban Alesa Mustar Chrissie Muhr Tina Muhr Ina Neusch Jakub Pakula Claudia Palumbo Julia Raff Dominik Raptis Jens Rehm Dennis Rothe Lars Offergeld Albine Oster Aline Otte Valentin Ott Yan Pei Julie Scheffler Isabel von Schmude Alexa Schmidbauer Roman Schieber Tobias Schwechheimer Simon Schleicher Kim Schopf Für ihre fachliche Beratung und Unterstützung danken wir: Petra Stojanik Universität Stuttgart. IWE Simone Lörcher Universität Stuttgart.. BAUÖK Elisabeth Beusker Universität Stuttgart. IBBTE Jürgen Schreiber Universität Stuttgart. IWE Eberhard Wurst Universität Stuttgart. IWE Hanno Ertl Universität Stuttgart. IWE Dorothee Strauss Universität Stuttgart. BAUÖK Christine Degenhart Sprecherin der Beratungsstelle Barrierefreies Bauen bei der Architektenkammer Bayern Franziska Messerschmidt Schul. Weil am Rhein Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche AMK e. IBBTE Christian Stoy Universität Stuttgart. IWE Florian Gruner Universität Stuttgart. München Wir danken weiterhin für Ihre Beratung und Unterstützung: Vitra GmbH.

-Ing.-Ing. 1963) Dr. Architekt. Universität Stuttgart 580 Raumpilot Grundlagen . Akademische Mitarbeiterin Institut Wohnen und Entwerfen.Autoren Thomas Jocher (Benediktbeuern. 1952) Prof. Fakultät Architektur und Stadtplanung. Universität Stuttgart. Architektin. Fakultät Architektur und Stadtplanung. Advisory Professor Tongji University Shanghai Sigrid Loch (Saarbrücken. Direktor Institut Wohnen und Entwerfen. Dr.

W Ü STE N R OT STI FTU N G .

.

) RAUMPILOT W OHNE N Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag kraemerverlag 1 .Wüstenrot Stiftung (Hrsg.

Konzept und Gestaltung Band Wohnen Prof. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ist ohne Zustimmung der Wüstenrot Stiftung und des Karl Krämer Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen. Carolin zur Brügge. Bauhaus-Universität Weimar ISBN 978-3-7828-1554-3 (PDF) ISBN 978-3-7828-1559-8 (ePub fixed layout) Herausgeber Wüstenrot Stiftung. Technische Universität Darmstadt ISBN 978-3-7828-1552-9 (PDF) ISBN 978-3-7828-1557-4 (ePub fixed layout) Arno Lederer. Katja Fischer. Sigrid Loch Institut Wohnen und Entwerfen. Nachdruck. Übersetzungen. und Karl Krämer Verlag Stuttgart + Zürich Alle Rechte vorbehalten. Mario Tvrtković Professur Entwerfen und Siedlungsentwicklung. elektronische Speicherung (auch durch Scannen) in digitalen Netzen oder die Mikroverfilmung. Tobias Haag Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. © 2012 Wüstenrot Stiftung. Katja Fischer. Ludwigsburg Redaktion. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1553-6 (PDF) ISBN 978-3-7828-1558-1 (ePub fixed layout) Walter Stamm-Teske. Barbara Pampe Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen. ISBN 978-3-7828-1554-3 1 . Ludwigsburg. Universität Stuttgart ISBN 978-3-7828-1551-2 (PDF) ISBN 978-3-7828-1556-7 (ePub fixed layout) Markus Gasser. Tobias Haag Gesamtlayout Buchreihe „Raumpilot“ Sigrid Loch. Walter Stamm-Teske. All rights reserved.Die Publikationsreihe „Raumpilot“ besteht aus insgesamt vier Bänden: Raumpilot Grundlagen Raumpilot Arbeiten Raumpilot Lernen Raumpilot Wohnen Thomas Jocher. Tobias Haag Professur Entwerfen und Wohnungsbau.

Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung Kontext Einleitung Wohnen und Gesellschaft Wohnen und Ökonomie Wohnen und Ökologie Wohnen und Initiatoren Wohnen und Ort Grundriss Einleitung Grundrisstypen Gestaltungsprinzipien Bewohneranzahl Wohnungsgröße Veränderbarkeit Orientierung Geschossigkeit Zonierung Wohnfunktionen Erschließung Außenraum Konstruktion Projekte Einleitung Projektverzeichnis Projektsammlung Anhang 11 12 15 17 20 24 31 35 47 61 75 89 103 127 137 149 169 183 195 205 206 208 3 .

4 .

Lebens-. Entstehen sollen funktional und ökonomisch nachhaltige Gebäude. 5 . mit welchen neuen Impulsen und Strukturen in der Ausbildung der Architekten auf diese Veränderungen reagiert werden kann. deren Eignung und Qualität vor allem in der Fähigkeit bestehen. Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Zu beobachten ist dieser Prozess in nahezu allen Lebensbereichen.und Wirtschaftsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Deutschland erheblich verändert. die den genannten Kriterien folgen kann. die unter den Bedingungen eines verschärften ökonomischen Wettbewerbs einem besonderen Anpassungsdruck unterliegen. auch weiterhin sich kontinuierlich verändernden Bedingungen und Einflussfaktoren entsprechen zu können. Präferenzen und Werthaltungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für diese Veränderungen. Die Wüstenrot Stiftung hat auf eine Initiative von Prof. Dieser Anspruch kann in einer kreativen Entwurfsleistung nur dann eingelöst werden. Zentrales Kriterium für eine erfolgreiche. leicht integrierbaren Dienstleistungen.und Freizeitmuster sowohl auf Gebäude als auch auf öffentliche Räume. oder in den Wirkungen neuer Konsum. und zwar in Form einer Aufbereitung von Aufgaben und Lösungsvorschlägen. künstlerischen Entwurfsvorgang eine wachsende Zahl an zu beach­ tenden Rahmenbedingungen zu integrieren und dabei zugleich die Qualität der einzelnen Komponenten aufrecht erhalten zu können. Neue Schwerpunkte in der Vermittlung der Grundlagen von Architektur und Gestaltung sind ergänzend hierzu unverzichtbar. technische und wirtschaftliche Entwicklungen und Globalisierungsprozesse sowie gewandelte Anforderungen. dass in dieser Hinsicht für einige ausgewählte Bereiche der Gebäudelehre ein erster Schritt getan werden konnte. Inzwischen werden dadurch auch neue Orientierungen in der räumlich-baulichen Konzeption und in der Organisation der Gebäude erforderlich. Es war ein Anliegen der Wüstenrot Stiftung. intensiver als bisher auf die grundlegenden Anforderungen ausgerichtet werden. mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag dafür zu leisten. Die Gebäudelehre muss. in einen kreativen.und Organisationskonzepten nur noch begrenzt. Dr. die sich aus den verschiedenen Tätigkeiten ergeben. um den damit verbundenen Auswirkungen auf die vorherrschenden Nutzungsformen entsprechen zu können. wenn als Grundlage der Kreativität ein klares Konzept der wichtigsten Elemente einer Bauaufgabe verfügbar ist – im technischen und wirtschaftlichen sowie in wachsendem Maße auch im gesetzlichen Bereich.und Gewerbebauten. Organisations. deutlich wird er beispielsweise in einer gewandelten Nachfrage nach differenzierten Wohnungen und Wohngebäuden. Ziel dabei ist es. Kulturelle. Angesichts signifikant wachsender internationaler Einflüsse und Marktorientierungen greifen eine klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum. Besonders auffällig werden die Veränderungen an neuen Kombinationen unterschiedlicher Gebäude­ nutzungen. Sie hat hierzu ein Forschungsprojekt initiiert. das auf Wunsch der beteiligten Hochschullehrer den programmatischen Titel „Raumpilot“ erhalten hat.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Die Arbeits-. in modifizierten Anforderungen an die Gestaltung von Kindergärten. Parallel zu einer gebäudetypologischen Betrachtung treten die ausgeübten Tätigkeiten und die mit ihnen verbundenen Anforderungen stärker in den Vordergrund. zukunftsgerichtete Ausrichtung ist in diesem Sinne die Fähigkeit. die Studierenden besser auf sich wandelnde Anforderungen an ihre Berufsgruppe vorzubereiten und zugleich das kreative Entwerfen auch angesichts neuer Herausforderungen und Leistungsprofile weiterhin in den Mittelpunkt der Ausbildung stellen zu können. Thomas Jocher hin gemeinsam mit einem Kreis von engagierten Hochschullehrern verschiedener Universitäten in einem Forschungsprojekt die Frage aufgegriffen. in Industrie. an veränderten Nutzungszyklen und an den Verbindungen des Wohnens mit modernen. um auf diese Veränderungen adäquat reagieren zu können.

die ergänzend zum Grundlagenband wichtige Bereiche der Gebäudelehre aufgreifen. intensive Praxisbezug vervollständigen den gewählten Ansatz zur Vermittlung der verschiedenen Perspektiven im Entwurfsprozess. Der Band Wohnen ist einer von drei Vertiefungsbänden.Vorwort der Wüstenrot Stiftung Das Forschungsprojekt „Raumpilot“ der Wüstenrot Stiftung konzentriert sich auf eine anschauliche. Studierenden – für die engagierte. Die daraus entstandene Publikation ist in vier Bände unterteilt. intensive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Umsetzung des Konzeptes. Der Band Grundlagen schafft die gemeinsame Basis für drei ergänzende Vertiefungsbände und führt in die wichtigsten Aufgaben und Themen ein. Eine aufwändige. der in all seinen Formen unter dem Einfluss weit reichender. Die anderen beiden Vertiefungsbände behandeln die Themen Arbeiten und Lernen. Hochschullehrern. Hierzu wird die Wohnung selbst in den Mittelpunkt gestellt und in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von qualitätsvollen Grundrissen in allen wichtigen Facetten des Entwerfens erörtert. einheitliche Darstellung von 101 ausgewählten Wohnungen und der über die Referenzprojekte mögliche. die wesentlichen Nutzungen fokussierende Darstellung der Gebäudelehre. Die Wüstenrot Stiftung dankt allen „Raumpiloten“ – Autoren. 6 . vor allem gesellschaftlicher Veränderungen steht. Er konzentriert sich auf den Wohnungsbau. Sie hofft damit wichtige Impulse für den kontinuierlichen Prozess der Anpassung von Form und Inhalten der Ausbildung im Fachbereich Architektur an die veränderten Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geben zu können.

Als Beispiel sei hier allein die diffuse Terminologie im Wohnungsbau angeführt. Technische Universität Darmstadt) zu beteiligen. Es erscheint uns auffällig. die entwerferische Praxis im Lehrbetrieb beziehungsweise im Büro wieder als Ausgangspunkt für die Strukturierung zu verwenden. Diese einzelnen Betrachtungsweisen und deren entwerferisches Potenzial werden in insgesamt zwölf Unterkapiteln anhand von ausgewählten Grundrissen erörtert. um die Vielfalt der Einflussgrößen im Wohnungsbau darzustellen. wie die Architekturreflexion in den vielfältigen Publikationen verstärkt über das äußere Erscheinungsbild vorgenommen wird und auch die Architekturproduktion nicht selten der Gebäudehülle als wichtigem Marketinginstrument der Büros vorrangig Aufmerksamkeit schenkt. Ähnlich der Dynamik im 7 . wissenschaftlich-systematische Ansatz. Aus diesem Prozess heraus fiel die Entscheidung. der gerade in der Vergleichsliteratur der 1980er Jahre verfolgt wurde.Einleitung Wohnungsbaulehre Im Juli 2005 erhielten wir die Anfrage von der Wüstenrot Stiftung. die Vielfalt der Aspekte im Wohnungsbau fassbar zu machen. erwies sich bei genauerer Betrachtung als ungeeignet. Für uns bestand die Herausforderung. morphologischen Eigenschaften oder nutzerspezifischen Kriterien. In vielen gemeinsamen Arbeitstreffen entwickelte sich hieraus die Idee einer Buchreihe. Mit der Entscheidung für die Schwerpunktsetzung auf die Wohnung stellte sich die Folgefrage nach der geeigneten Struktur und Methodik. „Lernen“ und „Arbeiten“ die jeweils spezifischen Betrachtungsweisen formuliert. uns an einem gemeinsamen Buchprojekt mit Prof. bei der Begriffe wie „Mehrfamilienhaus“ . das überdimensionale Themenspektrum des Wohnens auf eine lehrbare und in Buchform kommunizierbare Größe zu kondensieren. Arno Lederer (Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen. jedoch entscheidenden Themenbereich – die Wohnung selbst – in das Zentrum der Betrachtung zu stellen. Welche Instrumente und Methoden haben sich bewährt? Was sind die geeigneten Formate der Vermittlung? Was erweist sich in der Entwurfspraxis als brauchbar? Auch die Analyse der vorhandenen und immer vielfältiger produzierten Literatur in unserem Fachgebiet und deren unterschiedliche Akzeptanz bei den Studierenden. die in einem Grundlagenband die faktischen Informationen der einzelnen Fachdisziplinen bündelt und darauf aufbauend in drei Bänden zu den Themen „Wohnen“ . Universität Stuttgart). Der naheliegende. die praktische Lehrtätigkeit der einzelnen Fachdisziplinen in Form von geeigneten Lehrmaterialien abzubilden und damit allgemein zugänglich zu machen. Hieraus ergab sich der Ansatz. um die Inhalte zu transportieren. die Wohnung. Markus Gasser (Entwerfen und Siedlungsentwicklung. Die ursprüngliche Idee bestand darin. bildete eine wichtige Basis zur Formulierung eines eigenen Konzepts. „städtisches Reihenhaus“ oder auch „Loft“ nur wenig für eine systematische Einordnung geeignet erscheinen. Diese intensive Ausein­ andersetzung mit den Optionen der Vermittlung des Themenfelds „Wohnen“ wurde letztendlich von der Analyse unserer praktischen Lehrtätigkeit geleitet. Es geht uns um ein Spektrum von Perspektiven. Prof. scheitern entweder an einer zu starken Abstraktion oder ihrer fachlichen Unpräzision. Die generelle Tendenz der Kategorisierung mittels des meist unpräzise verwendeten Begriffs der Typologie bietet aus unserer Sicht nicht den geeigneten Ansatz. Der fachliche Diskurs und die Vernetzung der Einzeldisziplinen bildeten den Gegenstand der folgenden Arbeitstreffen sämtlicher beteiligter Professuren. Universität Stuttgart) und Prof. Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen. Dieser überaus fruchtbare Prozess der letzten Jahre führte zu dem nun vorliegenden Buch zum Thema „Wohnen“ . mit denen im Entwurfsprozess die Aufgabe betrachtet wird. kommt dabei häufig zu kurz. sei es nach städtebaulichen Typologien. einen tendenziell vernachlässigten. angefangen bei der soziologischen Arbeit bis zum reinen Bildband. Der qualitätsvolle Grundriss und damit das eigentliche Produkt. Die unternommenen Versuche der Kategorisierung von Wohnungsbauten.

Insbesondere Herrn Dr. Dieses System soll in den nächsten Jahren unter dem Titel „PlanLibre“ intensiv weiterentwickelt werden. als Referenz verwendet. Wir möchten zunächst der Wüstenrot Stiftung danken. Den wesentlichen Inhalt bilden dabei die 101 ausgewählten Grundrisse. Walter Stamm-Teske Katja Fischer Tobias Haag Bauhaus-Universität Weimar. Diese Bewertung des Projekts vor Ort. Wir glauben jedoch. der Städtebau. Mit der Festlegung des Buchschwerpunkts auf die Wohnung entscheidet man sich automatisch gegen eine Vielzahl weiterer wichtiger Bereiche des Wohnungsbaus. die Konstruktion.und Anregungspunkte. die dem Einfluss der zahlreichen weiteren Paramter im Realisierungsprozess standhalten mussten. Die jeweilige Reflexion aus dem Blickwinkel der anderen Buchprojekte hat für uns eine wesentliche Bereicherung dargestellt. die im Rahmen von Seminararbeiten zum Gelingen des Buchs beigetragen haben. die Gebäudetechnik. Für diese Zwecke wurde der Projektstandort jeweils als Information hinzugefügt. dass diese Bereiche durch ein umfängliches Literaturangebot derzeit relativ gut abgedeckt werden. Durch das Voranstellen des Kapitels „Kontext“ beabsichtigen wir jedoch. die den lang gehegten Wunsch nach einem eigenen Lehrbuch ideell und finanziell erst möglich gemacht hat und damit eine wichtige Unterstützung für unsere Lehrtätigkeit leistet. ist eine der wichtigsten Informationsquellen im Wohnungsbau. die Soziologie und vieles mehr. Dieser Erkenntnis wird über die dem Semester jeweils vorangestellten Exkursionen Rechnung getragen. Des Weiteren möchten wir uns bei den beteiligten Professuren für den intensiven Gedankenaustausch bei den gemeinsamen Arbeitstreffen bedanken. Darüber hinaus bietet dies die Möglichkeit. In einem nachgestellten Kapitel „Projekte“ werden die Projekte zusätzlich in ihrem Gesamtkontext abgebildet. sondern bieten unterschiedliche Einstiegs. der Innenausbau. die Projekte zum Beispiel im Rahmen von Exkursionen direkt vor Ort zu besichtigen. wurden ausschließlich realisierte Projekte.Einleitung Entwurfsprozess sind die Themen nicht linear zu verstehen. Der Ansatz des Wissentransfers über die systematische Aufarbeitung wichtiger Referenzprojekte wird von unserem Lehrstuhl seit vielen Jahren verfolgt und führte unter anderem zu dem circa 600 Projekte umfassenden Datenbanksystem „Innovative Wohnbau­ aspekte“ . Um den Praxisbezug zu stärken. die – einheitlich im Maßstab 1:200 aufgearbeitet – eine direkte visuelle Vergleichbarkeit ermöglichen sollen und damit die eigentliche Sprache der Architekten repräsentieren. diese Vielschichtigkeit des Themas offenzulegen und eine Sensibilisierung für die kausalen Zusammenhänge im Entwurfsprozess zu ermöglichen. Ganz besonders danken wir den zahlreichen Studierenden. Professur Entwerfen und Wohnungsbau 8 . um eine zweite Vertiefungsebene der Projekte des Kernkapitels „Grundriss“ zu bieten. sei es die Konfiguration des Gesamtgebäudes. in seinem spezifischen Kontext und seiner alltäglichen Nutzung. Auch hier wurden sämtliche Projekte durch neue Zeichnungen im Maßstab 1:500 und eine städtebauliche Vig­ nette im Maßstab 1:10. Stefan Krämer sei für seine Ausdauer und Übersicht ausdrücklich gedankt. und unseren beiden studentischen Hilfskräften Leopold Mücke und Katrin Plescher für ihre geduldige Arbeit an den zahlreichen Zeichnungen.000 in eine unmittelbare visuelle Vergleichbarkeit gebracht.

Kontext .

.

wie häufig. sind die Grundlage für ein gelungenes Entwurfsprojekt. Wenige dieser Projekte können im seltenen Realisierungsfall durch eine präzise Durcharbeitung im Wohngrundriss oder der materialgerechten Konstruktion überzeugen. die Frage des Wohnens von innen nach außen zu betrachten und die Wohnung über ihren Grundriss als dem wesentlichen Entwurfsgegenstand in den Mittelpunkt zu stellen. sondern bilden ein parallel zu betrachtendes. dass die übergeordneten Themen zu kurz kommen. Dieser Kontext.Wohnen und . Die grundsätzlichen und radikalen Entwurfsansätze finden über eine Auseinandersetzung mit den hier aufgeführten Themenfeldern statt. Aber selbst innerhalb Europas sind zum Beispiel die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vollständig unterschiedlich zu bewerten. Die Kapitel erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 11 ... „Initiatoren“ und „Ort“ versuchen wir einen ersten Überblick der komplexen Zusammenhänge herzustellen. Konzipiert als Lehrbuch. Die immense planerische und politische Bedeutung der Themenfelder verführt jedoch gleichzeitig zu einer entwerferischen Fokussierung dieser Aspekte. in dem die Projekte entstehen. Unter den Schlagwörtern „Gesellschaft“ . stellt eine enorme Herausforderung dar. Einleitung Wie eingangs erwähnt. die den Architekten in seiner gesellschaftlichen Verantwortung herausfordert und im zunächst wirtschaftlich orientierten Geschäft des Planungsbüros unterzugehen droht. die auf das Projekt einwirken. die Komplexität der Einflussgrößen aufzuzeigen. Die richtige Gewichtung der Einzelaspekte und ihre Verknüpfung zu einem logischen Gesamtkonzept. soll in fünf kurzen Kapiteln angerissen werden und zur Diskussion befähigen. In kaum einem anderen Berufsbild sind die Projektdimensionen und damit auch die gesellschaftlichen Auswirkungen auf einen relativ kleinen Entscheiderkreis konzentriert. bei der man sich als junger Entwerfer beispielsweise der Aufgabe gestellt sieht. die bei der Konzeption und Evaluierung des Entwurfs wesentlich erscheinen. Diese Zertifizierungssysteme müssen jedoch ihre Objektivität und Praxistauglichkeit beweisen und dürfen nicht als reine Marketinginstrumente missbraucht werden. jedoch entweder als theoretische Modelle in den Schubladen lagern oder maximal zu Publikationszwecken eingesetzt werden. Unsere eigenen Berufserfahrungen und Berichte unserer Absolventen aus den verschiedensten nationalen und internationalen Büros bestätigen diese ungeheure Verantwortung. Kapitel „Grundriss“) ist bereits die wesentliche konzeptionelle Entwurfsarbeit geleistet. eine Stadt für mehrere zehntausend Bewohner innerhalb relativ überschaubarer Zeit zu konzipieren. Entsprechend ist es unausweichlich. „Ökologie“ . Derzeit entstehen unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ parallel verschiedene Instrumente. so dass viele Projekte über prägnante Konzepte auffallen. die diesen ganzheitlichen Entwurfsansatz fördern. wagt das Buch das Experiment. vernetztes Spektrum von Einflussgrößen ab. erscheint es jedoch gleichzeitig notwendig. Auf der Ebene des Nachdenkens über die Ausformulierung des konkreten Grundrisses (vgl. sondern beabsichtigen. einem roten Faden. Hier bei den übergeordneten Themen stellen sich vielfältige aber grundsätzliche Fragen: Gibt es überhaupt einen Bedarf für das Projekt? Kann ich das Projekt an dem vorgeschlagenen Standort vertreten? Für wen plane und baue ich? Diese Ebene der Betrachtung. Diese Dimension veranschaulicht gleichzeitig die begrenzte Reichweite der dargestellten Themen auf den deutschsprachigen Raum und einige angrenzende Staaten. wesentliche Zusammenhänge aufzuzeigen. Ähnlich den betrachteten Themenfeldern im Kapitel „Grundriss“ sind die folgenden Aspekte nicht linear zu verstehen. Die genannten Zahlen und Fakten sowie deren Auswertung sind aus der Perspektive Deutschlands formuliert und weichen damit bei den strukturellen Angaben deutlich von anderen Ländern ab. Das Ziel liegt. in der ausgewogenen ganzheitlichen Betrachtung möglichst vieler Einflussgrößen vom Konzept bis zum Detail. „Ökonomie“ .

Küche und Bad wurde in Gesetzen. die unter dem Begriff „demografischer Wandel“ allgegenwärtig ist. Immerhin ein deutlicher Anstieg um 40 %. Privathaushalte alle anderen Haushaltsgrößen. Dieses Themenfeld ist dem aktuellen gesellschaftlichen Rahmen von Wohnen gewidmet und zeigt hierzu die wichtigsten Tendenzen auf. Richtlinien und Förderinstrumenten über viele Jahre festgeschrieben und wirkt bis heute träge und langlebig fort. ist verständlich.und Sozialstrukturen. ist doch die Gesellschaft im Sinne des Nutzers diejenige. Dagegen sind Haushalte mit fünf und mehr Personen lediglich noch mit 4 % der Privathaushalte in Deutschland vertreten. gegenüber. 12 . Verändern sich Lebens. Die Zahl der über 65-Jährigen steigt stetig. Unsere Gesellschaft altert. Dass sie wesentlichen Einfluss auf das Betätigungsfeld Wohnungsbau haben. etc.4 Sinkende Haushaltsgrößen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl an Privathaushalten sowie vielschichtige Lebensformen und deren pluralistische Wohnvorstellungen stellen vermutlich die gegenwärtig größte Herausforderung an den Bestand sowie an neue Wohnkonzepte dar. Nicht zu vernachlässigen ist dabei. die Geburtenraten mit Sterbefällen abgleichen und Wanderungsbewegungen im Binnenbereich und über die Grenzen der Bundesrepublik berücksichtigen. Seit den 1970er Jahren ist der Wohnungsmarkt allerdings mit individuellen. im Jahr 2030 wird der Anteil auf 29 % gestiegen sein. Einwohnern eine deutlich geringere Bevölkerungszahl als noch im Jahr 2005 mit 82. Das Ideal des Zusammenlebens ab den 1950er Jahren mit standardisiertem Wohnraumangebot von drei Zimmern.2 Mio.2 als dessen Ergebnis der Bedarf an spezifischen Wohnwünschen für diese Altersgruppe einen hohen Stellenwert auf dem Wohnungsmarkt einnehmen wird. Noch im Jahr 2005 hatte diese Bevölkerungsgruppe einen Anteil von 19 % an der gesamtdeutschen Bevölkerung. spezifischen Wohnwünschen konfrontiert. muss von Seiten der Planer und politischen Akteure reagiert werden. In einem zweiten Schritt kann dann an der richtigen Stelle und mit den richtigen Mitteln darauf reagiert werden. Noch 1900 waren Haushalte mit fünf und mehr Personen mit 44 % am stärksten vertreten. thematisiert. Vorausberechnungen unter Berücksichtigung der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. Feststellungen Unsere Gesellschaft schrumpft. Unsere Gesellschaft lebt individueller. Der Familie mit leiblichen Kindern steht heute eine große Zahl von Einpersonenhaushalten. um die richtigen Stellschrauben zu finden. zeigen für das Jahr 2030 mit rund 77 . Heute stellt sich die Situation weitaus differenzierter dar. unter anderem in der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. Einwohnern. Gerade hier gilt es.und Wohnvorstellungen einer breiten Masse.3 Im Jahr 2006 dominierten bereits Einpersonenhaushalte mit 38 % der knapp 40 Mio. Gemeinschaften unterschiedlichster Alters. Lange Zeit war Wohnen klar umrissen und nur im gesellschaftlich legitimierten Modell der Kleinfamilie abgelegt. Nun sollten die veränderten Rahmenbedingungen eingehend untersucht werden. der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug gerade mal 7 . In den kommenden Jahren wird für Deutschland eine deutliche Veränderung der Einwohnerzahlen sowie der Bevölkerungsstruktur prognostiziert.Kontext Wohnen und Gesellschaft Unsere Gesellschaft verändert sich. Zuerst stellt sich daher die Frage nach den tatsächlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die angebotenen räumlichen Lösungen.1 % der Privathaushalte in Deutschland. Seit Jahren werden diese Veränderungen in vielerlei Hinsicht.1 Der Rückgang der Einwohnerzahl geht einher mit einer spürbaren strukturellen Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung. deren Wohnwünsche erfüllt werden sollen. gemeinschaftliche Wohnkonzepte erfragt. standortspezifisch zu analysieren und gesamtgesellschaftliche Trends mit lokalen Entwicklungen abzugleichen.4 Mio. Im Zuge der Individualisierung spielt auch die Veränderung der Haushaltsstruktur eine entscheidende Rolle. dass die angesprochene Altersgruppe im Vergleich zu vor­ angegangenen Generationen länger aktiv und selbstständig ist und häufig kommunikative.

um im Ergebnis eindeutige Klientels zu benennen. Unsere Gesellschaft bevorzugt wieder verstärkt städtische Wohnmodelle. die Neigungen. das heißt als Ehepaar. der im städtischen Kontext eher bedient wird als im suburbanen. Gewohnheiten auch ästhetische 13 . Zum anderen wird.. In der Bundesrepublik verringern sich die Haushaltsgrößen seit Jahren und im Ergebnis ist ein stetiger Anstieg der Wohnfläche zu verzeichnen. Die Vermarktungsebene im Sinne der produkthaften Benennung und Identität von Projekten. ist das Wissen um marktrelevante Nutzergruppen im Sinne der gesellschaftlichen Trends projektrelevant.. der oben genannte Bedarf löst jedoch nicht zwangsläufig Veränderungen in den Grundfunktionen des Wohnens und deren Zusammenspiel in der Wohneinheit aus. die aktuell auf den Wohnungsmarkt wirken. zum anderen im Zusammenleben mit Kindern klassifiziert. Marketing Die Wohnungsbauvermarktung folgt deutlich den demografischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen im Land. Was Lebensform und Privathaushalt nicht ausdrücken.Wohnen und . sondern vor allem aufgrund der hohen organisatorischen Anforderungen. Das tägliche Pendeln beider Eltern ist nicht nur finanziell weniger interessant. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Bundesrepublik lebt nach wie vor in Familien zusammen. Die Gefahr von Fehlspekulationen liegt genau zwischen dem Pol des Käufers/Nutzers und dem des Bauträ- gers/Investors. Die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern Antworten bezüglich aktuell notwendiger Wohnkonzepte genauso wie Überlegungen zur Qualität. Genau deshalb widmen sich gerade die investierenden Akteure der präzisen Definition und Einordnung von Nutzergruppen. Viele Kommunen reagieren gegenwärtig auf diesen Bedarf mit innerstädtischen Flächenangeboten für private Wohnmodelle. begonnen beim Wohnumfeld bis zur Möbelplanung der Wohnung. Hier sind unterschiedliche Entwicklungen auszumachen. sind soziostrukturelle und lebensphasenspezifische Charakteristika jedes Einzelnen. In diesem Zuge ist auch eine Veränderung des Images der Stadt wahrzunehmen. Auch die Verschiebung der Haushaltsgrößen zu kleinen Haushalten löst eindeutige Entwicklungstrends im Bau und Umbau kleinerer. vermeintlich neue. spielen für die marktrelevante Klassifizierung von Nutzern eine erste bedeutende Rolle: Zum einen wird hier die Gesellschaft in Bezug zur Ehe. wogegen der Wohngrundriss in seiner Raumkonzeption und -organistation häufig ein stabiles Gefüge darstellt. die individuell und für sich persönlich den Wohnbedarf definieren und planen lassen. Klassifizierung Die Arten des unmittelbaren Zusammenlebens. Zum einen führt Individualisierung. zum Standort und zum Standard von Wohnungen. zu einem höheren Bedarf an sozialem und infrastrukturellem Netzwerk. not­ wendig. die diverse. mit dem Verständnis der gesellschaftlichen Prozesse jedoch unabhängig vom Vermarktungstrend zu agieren. egal welcher Altersgruppe. die als Lebensform bezeichnet werden. häufig serviceorientierter und städtischer Wohntypen aus. der nachhaltig auf den Wohnungsmarkt einwirkt. Die Chance des Planers ist es. Lebensgemeinschaft oder allein erziehender Elternteil mit mindestens einem Kind. unter anderem im Zuge der Berufstätigkeit vieler Frauen. Wohnmodelle und Gebäudetypen benennt. Unabhängig vom Marktsegment der privaten Bauherren. Ein passgenaues Angebot verringert also das Investitionsrisiko um ein Vielfaches und erhöht die Gewinnaussichten im selben Maße. Zwar wird auch Wohnen in seinen Grundfunktionen regelmäßig in Wohnkonzepten der Zukunft hinterfragt.5 Die Lebensform steht in engem Verhältnis zum Privathaushalt. eröffnet bei genauerem Untersuchen selten innovative und neue Wohnkonzepte. Veränderte Ausstattungsstandards tragen dabei jedoch oft schon zur adäquaten Reaktion auf neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei. Im Zuge einer alternden Gesellschaft ist ein besonderes Augenmerk auf barriere- freies Wohnen. der durch gemeinsam wohnende und wirtschaftende Menschen gebildet wird. das Einfamilienhaus vor der Stadt für Familien weniger attraktiv.

ohne ein differenziertes und breites Spektrum zu entwickeln. Wohneigentum stellt heute.beziehungsweise Wachstumstendenzen berücksichtigt. Wohnraum. in einer globalisierten Arbeitswelt. Diesen Konzepten wird allerdings teilweise die fehlende spezifische Grundrisskonfiguration mit unterschiedlich dimensionierten Räumen vorgeworfen. Lediglich die Schichten werden berücksichtigt. um geeignete räumliche Antworten zu formulieren. Diese Entwicklung folgt nicht nur der Individualisierungstendenz der gesamten Gesellschaft. die eine Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Ein letzter Aspekt soll nicht unerwähnt bleiben: Im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt werden auch Konzepte erfragt. die in der Regel jedoch nicht die gesamte Gesellschaft abbilden. Zum einen führen Kommunen in integrierten Stadtentwicklungskonzepten Angebot und Nachfrage nach Wohnraum zusammen. 14 . Übergeordnet entwurfsrelevant sind sie entsprechend nicht. unter anderem in der zukunftsfähigen Bedarfsdeckung mit geeignetem. was sie in der Kenntnis ihrer zukünftigen Einwohnerprognosen langfris­ tig handlungsfähig macht und regionale Schrumpfungs. die zum einen nachhaltig sind und zum anderen auf den Bedarf eines Großteils der Gesellschaft reagieren. Sie werden in Lebensstilen zusammengeführt. folgt keiner ökonomischen Vernunft. Hierfür sind vor allem Überlegungen zur eventuell notwendigen Öffentlichkeit des Arbeitsplatzes in der Grundrisskonzeption beziehungsweise Gebäudeorganisation notwendig. sondern bis zur Umnutzung einer Wohnung als Büroeinheit reicht. Auch eine Zunahme von Serviceangeboten in Wohngebäuden ist festzustellen. der Werte und Gewohnheiten stellt sich eine weitere grundsätzliche Frage im Zusammenhang mit der Entscheidung für das Wohnmodell: Miete oder Eigentum? Statistisch gesehen leben 43 % aller Privathaushalte in Deutschland in den eigenen vier Wänden.Kontext Standards berücksichtigen. gleichzeitig bindet es jedoch an den Standort und an die Größe der Wohnung. Eigentum ermöglicht aufgrund der eigenen Dienstbarkeit einen flexibleren Umgang mit dem eigenen Wohnraum. Gleichzeitig wird über die Miete ein Betrag x vom Mieter übernommen. Auf die Vielzahl der Nutzergruppen oder Klassifikationen und ihre spezifischen Wohnwünsche baulich-räumlich zu reagieren. das langfristig in einem nicht abgefragten Überangebot enden muss. der nicht nur unterschiedliche Wohnkonzepte zulässt. Ein Mietverhältnis lässt zudem eine Veränderung in der räumlichen Organisation nur selten zu. Nutzungsneutrale Räume bieten hier wohl den nachhaltigsten Ansatz. Gegenwärtige Entwicklungen Momentan lassen sich unterschiedliche Entwicklungen am Wohnungsmarkt erkennen. in denen der Markt für den Verkauf existiert und nachhaltig stabil bewertet wird. mit dem Ergebnis eines hochspezialisierten Wohnungsmarkts. Dieses Wissen setzt allerdings auch voraus. wodurch das Gegenmodell in differenzierten Wohnangeboten mit simulierten individuellen Wohnangeboten ebenso vertreten ist. dass Eigentum in Regionen erworben wird. der unter anderem Verwaltungstätigkeiten und Gewinnaussichten seines Wohnversorgers abdeckt und der im Eigentum nicht immer anfällt. Allein diese Tatsache forciert Lösungen. Zum anderen führt die breite Debatte über eine alternde Gesellschaft zum Umdenken in vielen Bereichen. zumindest barrierefreiem. Miete oder Eigentum Neben dem Einfluss der Lebensform.6 Das Mietverhältnis bietet gegenüber einer langfristigen Sicherheit des Eigentums die Chance zur kurzfristigen Veränderung. die repräsentativ für aktuelle gesellschaftliche Tendenzen stehen. Für Architekten bietet die Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ein Verständnis zum gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf an Wohnungsgrößen und -typen sowie deren Anforderungsprofile. Schon seit langer Zeit beschäftigen sich zudem Architekten mit veränderbaren Wohnkonzepten. sondern hat auch einen Mehrwert für die ältere Generation. um den verschiedenen Wohnbedürfnissen innerhalb der Lebensdauer eines Gebäudes gerecht zu werden. für die Mehrheit der Bevölkerung keine Bindung für die Ewigkeit dar.

auf 77 Mrd. Fazit des kurzen wirtschaftlichen Exkurses ist ganz klar: Deutschland ist gebaut. führte eine enorme Nachfrage wie zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit zu allgemein geringerer städtebaulicher und architektonischer Qualität. Die größte Chance besteht in dem Zeitgewinn.5 Billionen Euro also 57 % auf den Wohnungsbau. der seit kurzem durch das neue WohnRiester-Programm kompensiert werden soll. Wohnungen.. Was bedeuten diese Zahlen jedoch für den Wohnungsbau aus Sicht des Architekten und Städteplaners? Betriebswirtschaftlich sind sie dort ebenfalls mehr als besorgniserregend und der schlechte Arbeitsmarkt für Architekten spiegelt die Situation klar wider.7 % am Gesamtbestand. Mit knapp 9. dass die Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand und dem damit verbundenen Stadtumbau eines der zentralen Themenfelder für die Architektur im Allgemeinen und den Wohnungsbau im Besonderen einnimmt.15 Im Textabschnitt zum Thema Ökologie wird ebenfalls schnell klar. auf einem der letzten Plätze in Europa zu liegen.12 Mit diesem Wert belegt Deutschland in Europa eindeutig den letzten Platz.. So ist es vielleicht nicht nur Negativ. sondern der zukünftige Bedarf an Wohnraum. 15 .Wohnen und .000 Wohnungen ausgegangen.14 Auf unterschiedliche Weise kämpfen Interessengruppen für eine Wiederbelebung des Markts. dass die spekulative Entwicklung auch für die wirtschaftliche Entwicklung verheerende Folgen haben kann. Generell wird der Wunsch zu Eigentumsbildung als einer der wichtigsten Entwicklungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau gesehen.7 Dies entspricht circa 18 Mio. Angesichts der Zahlen ist offenkundig. fast halbiert10.000 Wohnungen gebaut. die entsprechende Investitionsanreize liefern. oder andersherum betrachtet. Gerade die jüngsten Entwicklungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zeigen.13 Der jährliche Abgang von Wohnungen wird mit ca. Für die Wirtschaft. Wohnen und Ökonomie Dieses Themenfeld muss auf zwei Ebenen betrachtet werden.und Zweifamilienhausbereich. verbunden mit einem entstprechenden Rückgang der Arbeitsplätze. Der überwiegende Anteil am Gesamtgebäudebestand Deutschlands sind Wohngebäude. So führt ein allgemein hoher Sättigungsgrad zu einem Nachdenken über Qualität. 60 % entfallen dabei auf den Ein. Bis 2015 wird von einem jährlichen Neubauvolumen von circa 275.11 2007 wurden lediglich 211.6 Wohnungen je 1000 Einwohner und Jahr oder 0.1 %) beziffert.5 Billionen Euro sind rund 82 % des Anlagevermögens der Deutschen in Bauten angelegt – davon entfallen knapp 5. 47 . Für den entwerfenden Architekten ist jedoch zunächst weniger der Bestand von Interesse. dass Wachstum und der damit verbundene Flächenfraß negative Folgen hat. welchen herausragenden Stellenwert der Wohnungsbau für die Gesamtwirtschaft besitzt.000 (0. 40 % auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser. das entspricht einer Neubauquote von 2. Wohngebäuden8 mit insgesamt 40 Mio. Von 1995 bis 2005 hat sich der Umsatz im Baugewerbe von 133 Mrd. die vom Wachstum lebt. Ein wichtiges Instrument hierfür sind staatliche Programme. Es geht einerseits um die großmaßstäblichen wirtschaftlichen Zusammenhänge und auf der anderen Seite um die konkreten Auswirkungen auf das einzelne Wohnbauprojekt. Ganzheitlich betrachtet lassen sich hinter dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation jedoch auch Chancen entdecken. Bauwirtschaft Über die wesentlichen wirtschaftlichen Strukturdaten kann man ein erstes Bild der Situation zeichnen. Aufgrund der immensen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Faktors werden hierfür regelmäßig statistische Zahlen erhoben. weit hinter Spanien und Irland mit einer siebenfach höheren Neubauquote. sind diese rückläufigen oder stagnierenden Zah­ len dramatisch. der durch die Verlangsamung oder Stagnation der Entwicklungsprozesse stattfindet.9 Damit wird deutlich. Zeit für das Nachdenken über neue Strategien im Wohnungsbau und im Umgang mit der Stadt. Durch den Wegfall der Eigenheimzulage ist ein wichtiger Entwicklungsmotor ausgefallen.

Eine dritte Stellschraube resultiert aus dem Bereich der Gebäudekonstruktion. der über die Entwicklung der Baupreise Aufschluss gibt. stagnierte dabei nach der Jahrtausendwende und legte in den beiden letzten Jahren mit zuletzt 7 . In der sorgfältigen Prüfung des Bedarfs.90 Euro/m² mit regionalen Ab­ wei­ chungen wie zum Beispiel einem durchschnittlichen Mietpreis von 7 .19 Die allgemeine Preisentwicklung unterliegt dem Prinzip von Angebot und Nachfrage und kann nur begrenzt durch staatliche Maßnahmen wie zum Beispiel Schutz vor Mietwucher beeinflusst werden. Regional differenziert liegen die Baukosten für den Quadratmeter Bruttogeschossfläche bei einem Einfamilienhaus zwischen 1. ist der Gebäudestandard. wird der Wohnraum im selbst genutzten Neubau häufig viel zu großzügig bemessen und zum Beispiel die sich innerhalb relativ kurzer Zeit verändernden Familienstrukturen nicht berücksichtigt.000 Euro je Quadratmeter ziemlich genau beim Doppelten. sondern grundsätzlich über bestimmte Standards nachzudenken. Ähnlich der Automobilindustrie wird hier durch die Arbeit der entsprechenden Interessengruppen der allgemeine Anspruch nach immer höheren Standards gefördert. Paradox an der Beratungsleistung des Architekten.000 und 1.und Küchenausstattung oder der Oberflächenqualitäten einen angemessenen und bezahlbaren Standard finden. oder es kann ein einfaches Bad anstelle eines von der Sanitärindustrie gerne verkauften Designer-Wellnessbereichs mit Sauna realisiert werden. Der Baupreisindex. standardisierte Bauteile und die Kommunikation der technischen Möglichkeiten der bauausführenden Firmen können zu weiteren Kostenvorteilen führen. Die Kosten sind für den Architekten einer der zentralen Entwurfsfaktoren. Insbesondere im Hinblick auf einkommens- schwache Haushalte stellen die Wohnkosten eine erhebliche Belastung dar.Kontext Baukosten Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung sagt noch wenig aus über die ökonomischen Bedingungen bei einem konkreten Wohnbauvorhaben. Der Bauherr und der Architekt als sein Berater können jedoch über die Reflexion der tatsächlichen Notwendigkeiten beispielsweise der Sanitär. Intelligente Bauweisen. Hierzu wieder einige Zahlen und Fakten. bezogen auf die Kosten.000 bis 3. Das zweite. gewerblichem oder öffentlichem Interesse handelt. Das Instrument der Prämie für die Unterschreitung bestimmter Kosten wird derzeit zu wenig genutzt. der Einsatz von vorfabrizierten Elementen an der richtigen Stelle. Mit den Baukostenbegriffen und Bezugsgrößen wird zudem häufig unpräzise umgegangen so dass eine Vergleichbarkeit von Projekten ohne präzises Studium der Zusammenhänge kaum möglich ist. bleiben für den Architekten wenige Stellschrauben. Da der Einfluss auf die allgemeinen Baupreise gering ist. die Qualität der Materialien zu Gunsten der Kosten zu senken.8% im Jahr 2007 deutlich zu. Die wichtigste ist die Bemessung des effektiven Bedarfs.500 Euro. Angesichts der immensen finanziellen Belastung und einer meist langjährigen Finanzierung für den Bauherrn mit vielen Risiken steht der Architekt in einer besonderen Verantwortung im treuhänderischen Umgang mit dem ihm anvertrauten Kapital. wenngleich viel schwächere Instrument der Kostenregulierung. kann ein wesentliches Einsparpoten­ zial geleistet werden. Grundsätzlich werden die Baukos­ ten durch die zwei Parameter „Fläche“ und „Standard“ bestimmt. verbunden mit einer effektiven Grundrissplanung. Kapitel Wohnungsgröße). es liegt damit doppelt so hoch wie zum Beispiel die Aufwendun­ gen für PKW oder Nahrungsmittel (vgl.16 Die Verkaufspreise liegen im Allgemeinen mit 2. je höher desto mehr.18 Circa 30 % des Haushalts­ einkommens werden in das Produkt „Woh­ nen“ investiert.50 Euro/m² in Hamburg. unabhängig davon ob der Bauherr aus privatem. ist die unmittelbare Kopplung des Honorars an die Baukosten. Da viel Fläche im Allgemeinen mit viel Qualität verbunden wird. Gemeint ist hier nicht.17 Die Nettokaltmieten liegen im Bundes-durch­ schnitt bei 5. Zum Beispiel können bei einer hochwertigen Rohbau­ aus­ führung bestimmte Flächen ohne zusätzliche Verkleidung oder Beläge auskommen. 16 .

die sich aus dem kalten und warmen Mietanteil summieren. Es erscheint daher sinnvoll. Wohnen und Ökologie Unter dem Stichwort „Ökologie“ wird ein weites Spektrum an Betrachtungsmöglichkeiten auf die Fragen des Wohnungsbaus eröffnet. Treibhauseffekt.und Wohnungswirtschaft von dieser Diskussion erfasst. Interessant ist die unmittelbare Verknüpfung der ökologischen Rahmenbedingungen mit den ökonomischen Faktoren. um die Größenordnung der Beträge zu veranschaulichen. Im Energiesparsektor hat sich entsprechend ein enormer Markt von Dämmstofflösungen über Solarkollektoren. Für den Wohnungsbau resultieren Folgen auf verschiedenen Ebenen. Um diese Diskussion in ihrer Relevanz auf den Wohnungsbau einzugrenzen.und Nullenergiehäuser wird der Eindruck erweckt. Selbst in den diesbezüglich konservativ eingestellten USA wurde von Politik.Wohnen und . die – ähnlich wie der Begriff „demografischer Wandel“ für den gesellschaftlichen Bereich – omnipräsent sind und sämtliche Wirtschaftsbereiche und Themenfelder durchdringen. Die Zahlen zeigen jedoch eine sehr viel gleichmäßigere Verteilung innerhalb der einzelnen Wirtschaftssektoren als die Diskussion den Eindruck vermittelt.und damit auch Emissionsfragen. der Transportbereich mit 14 % oder die Landwirtschaft mit 12. Erderwärmung sind Schlagwörter. Gründe hierfür sind eine bewusste Instrumentalisierung. erscheint es notwendig. führen auf der übergeordneten Ebene zum Nachdenken über den grundsätzlich notwendigen Bedarf an Wohnraum. eine fokussierte Gliederung der Thematik vorzunehmen. einige Zahlen und Fak­ ten zu betrachten. doch im Zusammenhang mit der Einführung des Energieausweises für Gebäude und der Diskussion um Niedrig. Erst diese enorme finanzielle Belastung führt zu einem breiten Umdenken und einem unmittelbaren Bewusstsein für die Energie. Die aus der Erdölkrise resultierende Ökologiediskussion der 1980er Jahre mit der Erkenntnis der begrenzten Ressourcen hat durch die unmittelbare Verknüpfung mit der Klimafrage eine völlig neue Dimension erhalten. Im Vergleich hierzu stehen die energieerzeugenden Anlagen mit circa 21 %. Trotz der offen und anschaulich geführten Diskussion der ökologischen Zusammenhänge und Folgen in allen Medien.5 %.. Die Wohnnebenkosten sind ebenfalls in den letzten fünf Jahren um etwa 30 %21 gestiegen und haben zur Bildung des Begriffs der „zweiten Miete“ geführt. Die Aufwendungen für die Wohnung. Hierüber entsteht ein Gegenpol zum jährlich wachsenden Wohnflächenkonsum. Wirtschaft und Medien das Potenzial des Themas erkannt. um in dem massenwirksamen Markt der Endverbraucher konjunkturfördernde Investitionen auszulösen. Der Anteil der Immobilien (Wohn. So wird natürlich auch die Immobilien.20 Dies sind durchaus beachtliche Zahlen. um bei aller Bedeutsamkeit des Themas zwischen der Instrumentalisierung durch verschiedene Interessengruppen und der Realität differenzieren zu können.und Nichtwohngebäude) an der Emission der Treib­ hausgase beträgt circa 10 %. dass es sich in diesem Sektor um eine überdurchschnittliche Größe handelt. Reduziert auf den Wohnungsbaubereich liegt der Anteil an der Gesamtemission bei circa 5 %. Wärmepumpen bis zu Photovoltaikelementen entwickelt. 17 .. ist jedoch weniger ein gegenseitiges gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein der Auslöser für das Handeln. Erst mit den deutlich erhöhten Rechnungen der Energieanbieter setzte ein Umdenkprozess beim Verbraucher ein. sondern vielmehr eine zweite Komponente – die unmittelbare finanzielle Belastung für den Einzelnen. Unabhängig von der CO2-Diskussion sind aufgrund der begrenzten Ressourcen und der weltpolitischen Zusammenhänge die Energiepreise drastisch gestiegen. Klimawandel Klimawandel. Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Größe dokumentiert sich allein über die allgemeine Abrechnungseinheit nach Quadratmeter.

Flächenverbrauch Auf der städtebaulichen beziehungsweise übergeordneten raumplanerischen Ebene wird das Thema der Ökologie häufig in Verbindung mit dem Flächenverbrauch dargestellt. die konkrete Lösung jedoch fallabhängig am Einzelobjekt entwickelt werden muss. Beide Bereiche haben unmittelbaren Einfluss auf den Wohnungsbau. Die energetische Sanierung verdeckt häufig eine wertvolle Fassadengestaltung hinter einfachen Putzfassaden. dass viele Studien zu dem Schluss kommen. Dies sind insbesondere Flächen für den Güterverkehr der Bahn und diverse Hafengebiete.und Verkehrsflächen circa 115 ha. so dass sich eine Fassadendämmung von außen als vergleichsweise kostengünstiger Standard durchgesetzt hat. Dies meint die gesamte Kette vom Herstellungsprozess.zur Dienstleis­ tungsgesellschaft werden entsprechende Flächen frei und können umgenutzt werden. Trotz einer stagnierenden oder rückläufigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs. Durch den Wandel von der Industrie. Die gebäudetechnische Ertüchtigung kann in vielen Bereichen diskret in die Substanz oder Neubauarchitektur eingefügt werden. Als Standard entwickelte sich die Betrachtung der Summe der energetischen Aufwendungen. sondern über den Energieverbrauch. Die ökologische Betrachtung von Gebäuden und Bauteilen wird dabei jedoch nicht über die abstrakte Form des CO2-Austauschs dargestellt. der Lagerung bis zur Entsorgung. 18 . die das System Stadt wieder attraktiv werden lassen. da die Flächennutzung letztendlich die anderen ökologischen Faktoren als Folge produziert. Der Stadtumbau vollzieht sich jedoch auch in kleineren Dimensionen. Bei aller Notwendigkeit der energetischen Optimierung entsteht hier die Gefahr des medienwirksamen Wettbewerbs um das am meisten optimierte Gebäude. die in ein Bauteil fließen. Die Sanierung muss häufig im bewohnten Zustand erfolgen. die die Dachlandschaft prägen und ein ähnliches Phänomen darstellen wie die allgegenwär- tigen Satellitenschüsseln an den Fassaden. Die erste Ebene versucht. Diese Anforderung wird nahezu deckungsgleich im qualitätsvollen Entwurf vorausgesetzt und bietet damit auch eine Stärkung der Position des Architekten.Kontext Auf einer anderen Ebene geht es um die energetische Optimierung des Gebäudebestands oder von Neubauten. Die Folgen sind jedoch schon jetzt an vielen Orten und Gebäuden sichtbar. Gesamt­ energiebilanz oder Ökobilanz gesprochen.22 Im Rahmen eines Programms der Bundesregierung soll dieser bis 2020 auf 30 ha reduziert werden. Dabei geht es nicht nur um denkmalgeschützte Substanz. Hieraus entsteht eine der Hauptmotivationen für den Stadtumbau und unter diesem Begriff können die aktuellen städtebaulichen Bemühungen zusammengefasst werden. über die Reduktion des Wärmeverlusts zum Ziel zu gelangen. In diesem Zusammenhang wird von grauer Energie. Zwei Strategien bieten sich dabei an. Energie Wie eingangs bereits erwähnt. Interessant ist. da die Gebäudesubstanz. dem Transport. Diese Tendenz deckt sich mit vielen weiteren Faktoren. Für den Wohnungsbau bedeutet die Reduktion der Neuausweisung von Bauland eine automatische Konzentration auf die Ressourcen der Stadt. sind der Energieverbrauch und die Klimadiskussion grundsätzlich aneinander gekoppelt. wie zum Beispiel die additiv hinzugefügten Solarkollektoren. zum Beispiel durch den Abbruch und Ersatz alter Gebäude oder die Nachverdichtung vorhandener Strukturen. Aber auch hier entstehen gestalterische Problemfelder. die Nutzung und die Einflussgrößen des Kontextes zu unterschiedlich sind. die zweite Ebene durch energetisch optimierte beziehungsweise auf regenerative Energien zurückgreifende technische Anlagen einen Beitrag zu leisten. Die erste Strategie führt im Allgemeinen zu einer Ertüchtigung der Gebäudehülle über die Dämmung. dass die energetische Gebäudeoptimierung zwar auf allgemeine Erkenntnisse zurückgreifen kann. sondern auch um sorgfältige Alltagsarchitektur wie zum Beispiel die Backsteinfassaden im norddeutschen Raum.

da die Preisbildung viel weniger von den Rohstoffpreisen als vom Instrument des Angebots und der Nachfrage abhängt. Das Gesundheitsbewusstsein hat sich angesichts einer steigenden Anzahl von allergisch bedingten Krankheiten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert und hat einen wesentlichen Einfluss in der Baustoffdiskussion. Bei all diesen unterschiedlich motivierten Ansätzen ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht nur im Sinne der Ökobilanz abzuwägen. um diesen Aspekt zu veranschaulichen: Ein Einfamilienhaus mit circa 150 m² Wohnfläche in Massivbauweise hat am Ende seiner Fertigstellung einen Energiebedarf von circa 350. die den entsprechenden Energieanteil in den Produkten für die Planung transparent machen.. In Deutschland scheint sich derzeit das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ mit ähnlichen Kriterien zu etablieren. Ein weiteres relativierendes Beispiel: Der Energieanteil von Styropor liegt bei circa 29 kWh/kg im Vergleich zu Zellulosefasern mit je 1 kWh/kg.. Die Komplexität der Materie und damit ihre schwierige Vergleichbarkeit führte zu verschiedenen Ansätzen einer Zertifizierung. kann man dennoch die Frage stellen.Wohnen und . Silber-. scheint hier aus Sicht des Wohnungsbaus eine Schwelle überschritten zu werden. sondern auch in der Benutzbarkeit der Wohnung. zum Beispiel KfW-40 oder KfW-60. Die Nachfrage nach gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen ist entsprechend deutlich gestiegen. Breiter angelegt ist das Instrument des bundesweit eingeführten Energieausweises. Aus den USA versucht sich zum Beispiel das sogenannte „Green Building Rating Sys­ tem“ mit Bronze-. Das oft entgegengebrachte Kostenargument ist dabei relativ. Wenn das Öffnen der Fenster das energetische Gebäudekonzept gefährdet. 19 .23 Im Vergleich dazu liegt der Jahresenergieverbrauch eines aktuellen Einfamilienhauses (EnEV 2002 Standard) bei circa 15. liegen vor. Wieder einige Zahlen. Als nächste Stufe kämpfen derzeit verschiedene Zertifizierungssys­ teme um ihre Bedeutung am Markt. Die aktuelle Situation der vom Fußboden bis zur Küche durchlaminierten Innenwelt eines Wohngebäudes ist nicht nur aus ästhetischer Sicht schwer erträglich. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die vergleichende Betrachtung von Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen und Backsteinfassaden. Zahlreiche Studien. Gesundheit Neben den übergeordneten ökologischen Zusammenhängen gilt es noch die konkrete Ebene für den Wohnungsbau zu betrachten. Bei der Betrachtung der lebenslangen energetischen und wirtschaftlichen Faktoren verschieben sich kurzfristige Investitionsersparnisse zu Gunsten werthaltiger.000 kWh. sondern wirft auch bezüglich der gesundheitlichen Aspekte Fragen auf. Ohne die neuen Baustoffe unter Generalverdacht stellen zu wollen.24 Angesichts dieser Dimension ist der ganzheitliche energetische Betrachtungsansatz eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Gebäudeentwurf. langlebiger Baustoffe. Zusätzlich zu den üblichen Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes wurden über die entsprechenden Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bestimmte energetische Standards definiert.000 kWh. Goldund Platin-Auszeichnungen in Europa durchzusetzen. ob natürliche und einfachere Baustoffe nicht den selben Zweck erfüllen können und vielleicht einen mehr werthaltigen und authentischeren Ausdruck entstehen lassen.

die es sinnvoll machen. Knapp drei Viertel des deutschen Wohnungsbestands. noch vor einem Jahrzehnt klassisches Betätigungsfeld von Architekten. nämlich rund 30 der 40 Mio. Anbieter von Wohnraum In der Phase der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland ein auf unterschiedlichen Säulen funktionierendes soziales Wohnversorgersystem. Die Aufgaben des Sozialstaats sind im Rahmen der Notversorgung mit Wohnraum sozusagen abgeschlossen. Heute ist die Wohnraumnachfrage quantitativ längst gedeckt. Oft winkt nach erfolgreicher Teilnahme nicht der Auftrag durch die öffentliche Hand. Der Verkauf von kommunalem Wohneigentum verhindert hier langfristig stadtplanerische Interventionsmöglichkeiten und die öffentliche Steuerungsmöglichkeit. Die Akteure der Wohnungspolitik im Bestand. In dieser Betrachtung sollen daher vor dem Hintergrund der gemäßigten gesellschaftlichen Tendenz der Aktionsraum von Architekten in der Wohnbauplanung benannt werden und die betrachteten Aspekte gleichzeitig aktuelle Schwerpunkte in der Berufspraxis nachzeichnen. die gezielt in den Rückbau von Wohnraum und die Stabilisierung des Bestands investieren müssen. ein Verlust an Handlungsfähigkeit. sind dabei neben den genannten öffentlichen. Die folgenden Bezugsgrößen verdeutlichen die geringen Aktivitäten im Wohnungsneubau: Zwischen 1994 und 2007 sind die Baugenehmigungen für Wohnungsneubauten um knapp 75 % zurückgegangen25. zum einen als Ergebnis des gedeckten Bedarfs. praxisrelevante Bezüge. das heißt Selbstnutzer und private Kleinanbieter. Sich ändernde beziehungsweise neue Handlungsräume sind für entwerfende Architekten gerade im Kontext einer geringen Wohnungsneubautätigkeit wichtige. das mittels Förderung und Anreizen von Seiten des Staates nachhaltig gesteuert wurde. verallgemeinert lässt sich jedoch feststellen. sondern eine nächste Akquisephase am frei finanzierten Markt. Von rund 24 Mio. Mietwohnungen im Jahr 2006 in der Bundesrepublik26 werden rund 10 % durch öffentliche Wohnungsunternehmen der Kommunen. zum anderen auch aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Neubautätigkeit. wirtschaftlich prosperierenden Regionen Standorte gegenüber. um Anreiz zur Bildung von privatem Wohneigentum zu geben. stellt gegenwärtig das größere Aktionsfeld gegenüber der Neubautätigkeit im Wohnungsbau dar. der im Ergebnis eine Benachteiligung sozial Schwacher nicht ausschließt.27 Die öffentlichen Wohnungsversorger können dabei aufgrund zurückgehender bereitgestellter Mittel ihren Aufgaben immer seltener nachkommen. Daneben förderte der Staat die Schaffung von privatem Wohneigentum. Die soziale Verantwortung des Staates im Wohnungswesen ist weiterhin gefordert. 20 . Neben kommunalen beziehungsweise öffentlichen Anbietern und Wohnungsgenossenschaften stellten privatwirtschaftliche Investoren wichtige Wohnversorger im Mietwohnungsbau dar. dass die Arbeit im städtischen Bestand heute mehr denn je Gegenstand von Wohnbauprojekten ist. Als Bestand ist dabei sowohl das umzunutzende städtische Gebäude gemeint als auch die Neubauplanung im städtischen Kontext. Zwar sind regional und lokal differenzierte Prozesse zu beob­ achten. Wohnungen29 in Deutschland gehören privaten Wohnungseigentümern. Kommunen agieren dabei vermehrt als Projektinitiator. genossenschaftlichen und privatwirtschaftlichen Wohnungsanbietern eine Vielzahl von Privatpersonen. einen Blick auf die Strukturen und Akteure der Wohnraumschaffung zu werfen. aber auch im Neubau. Dagegen übernehmen sie im Bestand nach wie vor neben Wohnungsgenossenschaften eine wichtige Versorgerfunktion. Große öffentliche Wohnungsbauwettbewerbe.Kontext Wohnen und Initiatoren In den letzten Jahrzehnten und im Zuge einer sich verändernden Gesellschaft haben deutliche Entwicklungen eingesetzt. der Länder und des Bundes verwaltet. finden heute nur noch in seltenen Fällen und mit geringen Realisierungschancen statt. Die Steuerung des deutschen Wohnungsbestands. in den rund 70 % des gesamten Wohnungsbauvolumens von Deutschland investiert werden. In Deutschland stehen nach wie vor wachsenden.

die in der Verwaltung von professionell-gewerblichen Anbietern stehen30. Festzuhalten ist jedoch: Private Vermieter und Selbstnutzer nehmen im Zuge ihrer Anteile am deutschen Wohnungsbestand deutlichen Einfluss auf die Qualität und Standards der gebauten Umwelt und des Wohnungsmarkts und sollten als potenzielle Auftraggeber nicht vernachlässigt werden. sind private Selbstnutzer ein interessantes Klientel für Architekten und nicht selten beginnt die selbstständige Berufspraxis mit dem Um. langfristig zu wichtigen Akteuren für Kommunen werden und neben der Initiierung des Bauprojekts selbst nachhaltigen Einfluss auf den zu entwickelnden Standort ausüben. durch geminderte wirtschaftliche Potenz und Marktkenntnis. Bestandsobjekte werden entsprechend regelmäßig in kleinere Strukturen unterteilt. für sie lohnt sich die Auseinandersetzung mit den diversen Einflussgrößen der Stadt erst ab einer bestimmten Grundstücksgröße und einer Projektdimension mit entsprechend zu erwartender Rendite. Im städtischen Kontext entstehen nun Wohnformen.4 Räumen mit 86. sind Bauherren in der Stadt mit teilweise schwierigen Eigentumsverhältnissen und häufig in Orientierung und Kontext anspruchsvollen und häufig zu großen Parzellen konfrontiert.. die als Selbstnutzer und/oder als Vermieter auftreten. Dabei wird nicht das Wohnideal des Einfamilienhauses in Frage gestellt. zum Beispiel die so genannten Townhouses. jedoch auch auf die Arbeit im Wohnungsbestand übertragen werden können. Wohnungen. Im Unterschied zum auf dem „Reißbrett“ geplanten Bauland im Umland als Idealplanung ohne kontextuelle Zwangspunkte. Nicht nur Fertighaushersteller sind dabei überfordert. Einper- sonenhaushalte dominieren schon heute alle anderen Haushalte in Deutschland und ihr Anteil nimmt weiter zu. Gleichzeitig konzentrieren sich Neubauaktivitäten im Geschosswohnungsbau vorwiegend auf Angebote diesen Haushaltstyps. Private Selbstnutzer Städtisches Wohnen rückt im Zuge einer zurückgehenden Nachfrage nach dem Eigenheim auf der grünen Wiese für Privateigentümer wieder vermehrt ins Bewusstsein. übernehmen private Kleinanbieter mit rund 14 Mio.32 Diese Bestandsstruktur dokumentiert den jahrzehntelangen Bedarf an Familienwohnungen. Nach diesem ersten Überblick über das Feld der Akteure und möglichen Auftraggeber von Wohnungsbauten interessieren nun neue beziehungsweise veränderte Handlungsfelder für Architekten.. lediglich das Lebensmodell in Form der Kleinfamilie mit pendelndem Alleinversorger ist heute rückläufig und damit deren Wohnvision am Stadtrand.oder Neubau eines Einfamilienhauses. der durch das differenzierte Angebot mit kleinteiliger Besitzstruktur charakterisiert wird. Wohnungen. das heißt privaten Wohnungseigentümern von Ein. verwalteten Wohnungen31 einen umfangreichen Anteil an der Zuständigkeit für den deutschen Mietwohnungsbestand. auch Investoren entwickeln diese ortspezifischen Situationen im seltensten Fall. die hier vorwiegend auf Neubauvorhaben bezogen sind. Gegenüber rund 9 Mio. Wohnungsbestand Der Wohnungsbestand in Deutschland bemisst sich im Jahr 2007 auf rund 40 Mio. die wieder verstärkt im Aufgabenbereich von Architekten liegen. Durchschnittlich bestehen die Wohnungen aus 4. Gleichzeitig fehlen diesen privaten Kleinanbietern. häufig spezifische Kenntnisse. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Markt fast völlig dem Architekten entzogen.und Zweifamilienhäusern. um auf die Einflüsse gesellschaftlicher Veränderungen im Wohnungsbestand reagieren zu können.Wohnen und . Einzelbauherren oder Baugruppen können hier eher agieren. Fertighäuser mit vermeintlich individuellem Charakter haben den Neubauvorhaben dieser Gebäudetypen im städtischen Einzugsgebiet ihr Gesicht gegeben. Auch wenn der größere Teil der deutschen Bevölkerung zur Miete wohnt. Wohnungen33 bei 32 % des deutschen Wohnungsbestands. Der Anteil von Selbstnutzern. Der 21 . Die aktuellen Tendenzen der Haushaltsgrößen führen jedoch vermehrt zur Nachfrage von anderen Wohnungsgrößen und -zuschnitten.3 m² Wohnfläche. am Wohnungsbestand in Deutschland liegt mit rund 16 Mio.

Durch die Anzahl der „Bauherren“ ist nicht nur ihre planerische Kompetenz gefragt.beziehungsweise erwerbsinteressierte Personen schließen sich zu einer Genossenschaft oder Baugruppe zum Bau und Betrieb eines Wohnbauvorhabens zusammen und gestalten aktiv und gemeinschaftlich die Planung. besser gesagt. Gerade diejenigen. Aktuelle städtische Wohnungsbauprojekte reichen von der Nachverdichtung und Standortentwicklung im Sinne eines neuen Quartiers bis zum einzelnen Versatzstück im gewachsenen Kontext. Hohe Anschaffungskosten bei gleichzeitig geringem Eigenanteil und Steuerungsmöglichkeiten am Produkt oder.und Bauprozesses in der Gruppe.Kontext Blick auf die Neubautätigkeit in Deutschland erfolgte bereits im Kapitel „Wohnen und Ökonomie“ . sozusagen Trendmilieus. desto wichtiger wird die Figur des Architekten und umso seltener die Aktivität des Investors. Gerade junge Architekturbüros realisieren über das Initiieren von Baugruppenprojekten zunehmend ihr erstes Projekt. schlüsselfertige Wohnbauproduktion ohne individuell zugeschnittenes Resultat sind die Folge. egal in welcher rechtlichen Form sie bestehen. Bau. die Chance. Notwendig sind Architekten bei Baugruppenmodellen in jedem Fall. Gerade der städtische Kontext ermöglicht heute einer privaten Baugruppe zudem eher den Grundstückserwerb als einer Einzelperson. Im Zusammenhang mit einem sehr vorsichtigen Investitionsverhalten zukünftiger Eigentümer sind diese Angebote nicht für alle Nutzer attraktiv.000 neu gebauten Wohnungen in Deutschland im Jahr 200734 sind dabei vorwiegend im städtischen Kontext zu vermuten. Bauträger agieren lokal. Schon seit den 1980er Jahren versprechen individuell initiierte Wohnmodelle echte Alternativen gegenüber dem Angebot des Marktes. mit klaren Wohnwünschen. die lebenslanges Mietrecht zu einem vereinbarten Mietzins nach dem Erwerb der Genossenschaftsanteile anbieten. Dagegen zielt das Marketing auf kaufstarke Nutzergruppen. Der Vorteil in der Projektentwicklung und -planung liegt in der Selbstverantwortung des Einzelnen und der gleichzeitigen Sicherheit durch die Gemeinschaft. werden mit seriell entwickelten Wohnungsangeboten im städtischen Umfeld nicht angesprochen. Zum einen kann das in großen Wohnungsgenossenschaften passieren. reagieren spontan auf den Markt und bauen ohne wiederkehrende bauliche Standards. Die gerade einmal 211. Aktuell erfolgreiche Projekte weisen nicht selten Architekten als Projektmitglieder beziehungsweise als Initiatoren aus. Je komplexer ein Vorhaben ist. da städtische Parzellen in ihrer Größe häufig der von Mehrfamilienhäusern entsprechen 22 . geplant wird vielmehr ein mit höchsten Renditeaussichten vermarktbares Produkt. Als dritter Weg zwischen dem Wohneigentum und der Mietwohnung wird hier das private Kapital in ein gemeinwirtschaftliches Projekt investiert. mit stadtspezifischen Parametern besser umgehen zu können als Einzelbauherren. Baugruppen Dem gegenüber stehen Projektmodelle. zum anderen – ein heute an Attraktivität gewinnendes Modell – als private Genossenschaft oder Baugruppe. Ausführung und Nutzung. Interessanterweise bieten diese Baugruppen. die das Eigenheim als individuelles Wohnziel definieren. Dabei handelt es sich vorwiegend um großmaßstäbliche Wohnbauprojekte mit einer gesicherten Nachfrage an prosperierenden Standorten. Der Planer hat dabei selten mit den späteren Eigentümern oder Mietern Kontakt. die ohne Renditeabsichten initiiert werden. sondern vor allem die Moderation des Planungs. sondern kostendeckend Wohnraum bereitstellen soll. das auf keine höchstmögliche Rendite abzielt. Neben einer zurückgehenden Nachfrage für Wohnflächen im Umland ist die Stadt seit Jahren aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wieder in das Blickfeld der Politik und somit der Planer und Architekten gerückt. Bauträger Durch Bauträger finanzierte Projekte spielen hier eine nicht geringe Rolle. Als marktwirtschaftliches Unternehmen verpflichten sich Bauträger lediglich dem Grundsatz: „Minimaler Einsatz bei maximalem Gewinn“ .

sei es im Nachdenken über die Verwendung energetisch sinnvoller Baustoffe oder über eine breite Diskussion zukünftiger Wohnmodelle. Zeiten mit vorsichtigem Investitionsverhalten führen jedoch immer zu einer Zunahme der Projektqualität. sondern entwickeln langfristige Nachbarschaftsstrukturen. Lebensform und Kapitalausstattung gemischt zusammengesetzt. sind häufig erst durch die Initiative von Architekten erfolgreich. und häufig entstehen aus ihrem Netzwerk heraus quartiersprägende soziale Angebote. Ein rasantes Wachstum des Wohnungsmarkts wird es trotz alledem in Deutschland auf absehbare Zeit kaum geben. Bereits erläutert wurde der wachsende Bedarf an kleinen Wohneinheiten. Gerade die schwierigen Anfangspfade von Baugruppenprojekten. Im Vergleich zu Bauträgerprojekten sind mit der Projektbegleitung durch Architekten architektonisch anspruchsvolle und wertbeständige Gebäude gesichert. Aktuelle Aufgabenfelder Eine Chance für Architekten in der wirtschaftlich schwierigen Situation besteht in der Beteiligung und Begleitung von selbstorganisierten Initiativen und Projektformen im städtischen Wohnungsneubau und der Bestandsumnutzung. Die Veränderung und Aufweitung des klassischen Planerberufs muss entsprechend auch in den gültigen Gesetzen und Verordnungen fortgeschrieben werden.. Der „Maßanzug Wohnung“ kann dabei durchaus in der Stadt entstehen. mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Agieren und einem hohen Maß an Eigeninitiative können aus diesen Netzwerken ganze Stadtteile entwickelt werden. Generationenübergreifend wird ein Erneuerungsbedarf des städtischen Wohnungsangebots entstehen. Sie sind vielfältig und häufig in Alter. Die Abhängigkeit der Wohnqualität von der Nachbarschaft ist eine wesentliche These im Wohnungsbau. wie sie von anonymer Investorenarchitektur selten erreicht werden. Häufig sind neben dem Wunsch der individuellen und kostengünstigen Realisierung auch gemeinsame Wohnideale ausschlaggebend für die Bildung einer privaten Baugruppe. Der Kontext Stadt wird nicht nur für Familien neu entdeckt. Projektdimensionen.. Letztendlich führt dies zu einer höheren Projektqualität. Die umfangreichen Leistungen in diesem Zusammenhang wurden jedoch in der Honorarordnung für Architekten noch nicht ausreichend berücksichtigt. Baugruppen verfolgen im Gegensatz zum Bauträger andere Organisationsziele als die finanzielle Gewinnsteigerung. 23 . eine Vielzahl realisierter Baugruppenprojekte beweist die hochwertige und intelligente Umnutzung und Neuplanung von städtischen Wohngebäuden. die bei der Grundstückssuche beginnen und bis zur Gründung der Projektgruppe reichen. Im Vergleich zum Investor sind sie sogar die bessere Wahl für Kommunen: einerseits weil sie lokal agieren und in der Regel ein stabiles Netzwerk aus den Eigentümern heraus für ein Quartier darstellen. des Weiteren weil sie aus der Mischung ihrer individuellen Wohnkonzepte Zweitnutzer und Veränderbarkeit von Grundrissen tendenziell mehr berücksichtigen als das marktorientierte Investorenmodell. und zudem ein spekulativer Druck auf dem Grundstückspreis liegt. Die Potenz selbst organisierter Projektgruppen hört zudem nicht bei dem gemeinsam geplanten Gebäude auf. um aufwandsgerechte Honorare kalkulieren und abrechnen zu können. Meist bilden sie eine Gemeinschaft nicht nur zum Zweck des Planens und Bauens der eigenen Wohnbedürfnisse. die früher nur aus der Hand eines Investors vorstellbar waren. die entsprechend der Entwicklung der Haushaltsstruktur in Deutschland geeignete und ökologisch sowie ökonomisch sinnvolle Angebote darstellen. Gerade aufgrund dieses gleichzeitig entstehenden sozialen Netzwerks stellen private Baugruppen für das individuelle Bauen in der Stadt eine zunehmende Alternative für Bauherren zu anderen Eigentumsmodellen dar.Wohnen und . Als Treuhänder des Bauherrn wird der Architekt in jeder Phase der Planung und Realisierung des Gebäudes die Interessen des Bauherrn vertreten.

ist der Rahmen unserer Arbeit und Basis für den Entwurf städtischer und zukunftsfähiger Wohnmodelle. geprägt. Hier werden bauliche. das heißt ihrer Verortung. der gleichzeitig Übergang zum Kapitel „Grundriss“ ist sowie den inhaltlichen Zusammenhang zum Buchteil „Projekte“ aufzeigt. Die bisher erläuterten Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen von Wohnen sind gleichzeitig wirksam und immer Bestandteil des Entwurfsprozesses. soziologisch wie entwurfsorientiert. Das sichere Agieren in den verschiedenen Maßstäben. Die Komplexität und der Umfang der Materie erlauben dabei lediglich das Anreißen des vielschichtigen Themenspektrums und gleichzeitig eine Gewichtung für deren Bedeutung im Entwurf. Die Linearität und maßstäbliche Gliederung der Textform darf dabei nicht mit dem eigentlichen Entwurfsvorgang verwechselt werden. auch im Wohnungsbauentwurf ständiger Gegenstand der eigenen Arbeit. zum Quartier und zur Stadt wird jedoch bewusst ausgeblendet. Das Themenfeld ist zugleich diffus wie konkret. indirekt jedoch gleichzeitig im Wissen um die Qualitäten einer Nachbarschaft. das heißt eine zusammenhängende. schließt die Serie der übergeordneten Themenfelder zum Wohnungsbau mit einem konkreten. räumliche. Nutzungsmischung und soziale Durchmischung. Der städtische Maßstab ist häufig die erste Annäherung an ein Entwurfsprojekt. Stadt Seit mehreren Jahren ist der Ruf von der Renaissance der Städte sowie der Wiederentdeckung von Urbanität zum Träger eines gesamtgesellschaftlichen Wandels im Wohnverständnis geworden. Hier nähern wir uns dagegen dem Wohnen und damit dem Wohnungsbauentwurf über die Entwurfsmaßstäbe. Ökologie und der Projektinitiatoren wird hier konkret auf Ansätze und Schwerpunkte im Wohnungsbauentwurf hingewiesen. nutzbare und klar definierte öffentliche Räume. sie referenzieren sich jedoch gegenseitig und stehen im gesamten Entwurfprozess in einer ständigen Rückkopplung und Anpassung an die aktuelle Konzeptsituation. wie generell in der Architektur. der von einer ständigen Parallelität der Entscheidungen und Einflüsse geprägt ist. sie wird vielmehr aus diversen Einflüssen ihres Kontextes. Urbanität. kulturelle und topografische Eigenheiten aufgespürt und 24 . Die Vielzahl der Einflussgrößen wird dazu den Maßstäben Stadt. das heißt den konkreten Standort des Wohnbauprojekts. Die hier aufgeführten Entwurfsparameter stehen zwar letztlich in einer Entscheidungskette. sondern bildet gerade durch die soziale Durchmischung eine Basis für eine moderne Gesellschaft. sozusagen von der Stadt zum Haus. Damit ist jedoch keine Entwurfsmethode gemeint. und gleichzeitig in der ständigen Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Öffentlichkeit und Privatheit. historisch gewachsene Bebauungsstruktur.Kontext Wohnen und Ort Mit der Annäherung an den Wohnort. es werden lediglich Schlüsselthemen in der Bearbeitung von Wohnbauprojekten angerissen und für den eigenen Entwurfsprozess gewichtet. das heißt zum Gebäude. Die Qualität und Vermarktbarkeit einer Wohnung sowie ihr Wohnwert hängen nicht nur von deren Qualität. der Ökonomie. So fällt die Entscheidung für eine Wohnung häufig unmittelbar im Moment der Besichtigung des räumlichen Angebots beziehungsweise der Benennung der eigenen Wohnwünsche. der Projektzusammenhang des Wohngrundrisses zum Kontext. Das Betätigungsfeld im Wohnungsbauentwurf beginnt damit in der Auseinandersetzung mit städtischen Strukturen und Räumen und endet in der Optimierung und Planung einzelner Möbel und Ausstattungsdetails. Quartier und Gebäude zugeordnet. eines Quartiers. Das Kapitel „Grundriss“ zeigt die entwurfs­ entscheidenden Phänomene des Wohngrundrisses auf. das Wissen um ihre Abhängigkeiten und das Abwägen der Einflussgrößen von Funktionalität und Gestaltungsabsicht sind. Stadt bietet nicht nur allen Lebensmodellen und Altersgruppen einer Gesellschaft langfristigen Lebensraum. entwurfspraktischen Aspekt. ihrem Standard oder ihrer Größe ab. letztendlich auch einer Stadt selbst. Im Unterschied zu den Aspekten der Gesellschaft.

innerhalb der ein täglich notwendiger Bedarf des Bewohners gedeckt wird. Gleichzeitig generieren die funktionalen Anforderungen der Aufgabe. strukturelle Annäherung über die Analyse der vorhandenen städtebaulichen Typen und deren Dimensionen bildet einen ersten und wichtigen Schritt. Eine morphologische. als imaginäre Eckpunkte des Entwurfs fixiert... ein umzusetzendes Programm. Im Verlauf der Arbeit verdichtet sich die Fülle der Rahmenbedingungen. das Quartier ist jedoch in der Annäherung an den privaten Raum der Wohnung eine wichtige öffentliche Bezugsgröße. Entdeckte Standortqualitäten und Eigenheiten des Orts. Das Quartier definiert sich über eine fußläufige Erreichbarkeit. Zwar bietet die Stadt ein übergeordnetes Angebot. Die Entscheidung für einen bestimmten Stadtteil. der gerade für die Marktfähigkeit von städtischen Wohngebäuden von besonderer Bedeutung ist. Grundlegende Dispositionen ermöglichen den Abgleich möglicher Orientierungen mit dem Nutzungsanspruch an die Gebäudestruktur. die persönliche Kontakte im Sinne eines sozialen Netzwerks ermöglicht. konkrete Entscheidungen können auf der Basis der bereits getroffenen Festlegungen erfolgen oder hinterfragen diese und fokussieren den Entwurf aufs Neue. sind dabei immer abhängig vom persönlichen Hintergrund des Betrachters. Materialisierung und Selbstverständnis zum öffentlichen Raum sowie ihr Nutzerspektrum sind elementarer Bestandteil dieser Auseinandersetzung. Eine gute Lage innerhalb einer Stadt zeichnet sich jedoch nicht nur über die Qualitäten vor Ort aus. regionale und überregionale Verkehrsadern werden häufig zu wichtigen Entscheidungsgründen für einen Wohnort. Städtebauliche Typen Je nach der Projektdimension kann die Vernetzung einer Wohneinheit oder einer Vielzahl von Wohnungen Gegenstand der Entwurfsarbeit werden. Dieses infrastrukturelle Netzwerk schließt öffentliche Flächen und Räume für die Naherholung ein. Gleichzeitig wird die bauliche Dichte im Zusammenhang mit einem grob erfassten Flächenanspruch eruiert. der genius loci. auch die Anbindung an lokale. Die möglichen städtischen Bausteine reichen vom Reihenhaus bis zur verdichteten Teppichsiedlung in der horizontalen Verdichtung und vom kompakten Mehrparteienhaus bis zum hochverdichteten Wohnturm als vertikale Verdichtungsformen. ein bestimmtes Quartier wird sehr bewusst durch den Bewohner getroffen. zum Beispiel fehlende private Außenräume.Wohnen und . Zwar ist aus ökonomischer und oft gestalterischer Sicht die horizontale Verdichtungsform mit ihrer geringen Höhe seltener geeignet. Die Komplexität des Entwurfsprozesses zu Beginn der Planung wird häufig durch einzelne Einflüsse besonders geprägt. egal ob vorgegeben oder selbst entwickelt. Die Arbeit mit unterschiedlichen Medien zeichnet die Fülle der Eindrücke und Einflüsse nach und ermöglicht gleichzeitig die Reflexion des Gesehenen und Gehörten. Ein lebenswertes Quartier mit einem funktionierenden sozialen und infrastrukturellen Netzwerk kann für den Bewohner durchaus fehlende Qualitäten der Wohnung. Quartier Der Übergang der Einflüsse des städtischen Kontextes und der des Quartiers ist fließend. um im städtischen 25 . die sowohl aus dem lokalen städtischen Kontext als auch aus der Planungsaufgabe selbst entstehen können und zum Entwurfsgenerator werden. das zwischen baurechtlichen Anforderun­ gen und gestalterischen Möglichkeiten den Entwurf auslotet. um einem Großteil der aktuellen Lebensmodelle gerecht zu werden und langfristig als Wohnstandort eines Bewohners zu funktionieren. Die Entwurfsentscheidungen innerhalb des Bezugsrahmens Quartier sind kaum von den Festlegungen im städtischen Kontext zu trennen. ausgleichen. Sich verändernde Wohnanforderungen können damit innerhalb der Nachbarschaft und nicht zwingend in veränderbaren Grundrissen aufgefangen werden. Innerhalb des Quartiers kann das umfangreiche Angebot an Wohnungsgrößen und -typen geboten werden. Das Quartier hat oft einen höheren Stellenwert in der Identifikation des Bewohners als die Stadt selbst. Nicht zu vernachlässigen in dieser Phase ist der Umgang mit dem ruhenden Verkehr.

die mittlerweile entsprechend gelungene Gebäude zertifiziert. konstruktiv wie auch gestalterisch. Neben den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Die als Geschossflächenzahl (GFZ) bezeichnete bauliche Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschossflächen aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche des Gebäudes und wird gerade im Wohnungsbau als das maßgebliche Kriterium für nachhaltige. dass Versiegelung und Flächenfraß in den Städten und im Stadtumland nicht unbedingt von einem überlegten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zeugen. Dichte allein ist jedoch kein Qualitätskriterium. Ein bewusster Abstand zum öffentlichen Raum kann zum Beispiel durch eine halböffentliche Vorzone oder ein „Anheben“ des Gebäudes erzeugt werden. den die eigene Grundstücksfläche. hat längst auch auf stadtplanerischer Ebene die Erkenntnis eingesetzt. Intelligente Nutzungsvorschläge und Dimensionierung der öffentlichen und halböffentlichen Zwischenräume ermöglichen bei Konzepten mit maximaler Ausnutzung des Grundstücks trotz alledem eine vollständige Privatsphäre der einzelnen Wohneinheiten. eine direkte Erschließung und lediglich seitlich angrenzende Nachbarbebauungen bieten. der hohe Grad an Privatsphäre. Eine getrennte Erschließungsstruktur verstärkt die Entkopplung der Nutzungen. Alternativ können Gebäude mit Nutzungsunterlagerung im Erdgeschoss sinnvolle. Egal ob ein radikalkonzeptioneller Umgang mit dem Bedarf an Stellplätzen vorgeschlagen wird oder ein klassisch integrativer.Kontext Umfeld eine gleichermaßen wirtschaftliche und stadträumliche Qualität zu entwickeln. Wohngebäude mit einer hohen baulichen Dichte sind nur bei sorgfältigster Planung und in einem stabilen Quartier langfristig vermietbar. Gleichzeitig wird die Schwellensituation zur Wohnung selbst verlagert. ein gemeinsames System dagegen gestattet Austausch. ist allerdings für einen Großteil der Bewohner ein wichtiges Kriterium in der Entscheidung für eine Wohnung. Für die Vermarktung von Wohnbauprojekten sind vorhandene Stellplätze eindeutig verkaufs- 26 . auch die stadträumliche Situation hat weitreichenden Einfluss auf sie. Haushalten36 macht den Bedarf hierzulande deutlich.und Kontaktaufnahme. Ruhender Verkehr Eine Anforderung an das städtische Wohnen auf der Ebene des Quartiers beziehungsweise des Gebäudes selbst ist die Lösung der Stellplatznachfrage.oder Hochparterregeschoss damit überhaupt erst möglich. und andere Entwurfsanforderungen in den Hintergrund drängen. die den Schwellenbereich betreffen. Nicht zuletzt bieten diese Wohnformen direkten städtischen Ersatz für das Einfamilienhaus vor der Stadt. Im Durchschnitt werden bei Neubauprojekten in Deutschland mindestens 1. Die Berücksichtigung von Stellplätzen im Entwurf kann schnell entwurfsprägend werden. Das Erschließungssystem ist der neuralgische Punkt von hybriden Nutzungskonzepten. die Stellplatzfrage ist regelmäßig ein entscheidender Diskussionspunkt in Wettbewerbsverfahren wie auch bei beauftragten Planungen. aber auch für eine ortsadäquate städtebauliche Reaktion zugrunde gelegt. kontextgerechte Entwurfsreaktionen darstellen. So wird der Wohnbauentwurf an einem mehrspurigen Boulevard in der Innenstadt auf anderen Schwerpunkten basieren als der an einer Wohnstraße im Stadterweiterungsgebiet. Die Position zum öffentlichen Raum führt entsprechend zu Überlegungen. ökonomische Planungen. PKW35 in Deutschland mit circa 39 Mio. Oft wird eine Wohnnutzung im Erd. Dabei wird die private Wohnnutzung erst in den Obergeschossen der Funktionshybride angeboten.5 Stellplätze je Wohneinheit gefordert. Die Beantwortung der Fragen: „Wo hört die Öffentlichkeit auf? Wo beginnt die Hausgemeinschaft beziehungsweise die Privatheit der Wohnung?“ führt zu wichtigen Entwurfsansätzen. Die Zahl von 46 Mio. Dichte Mit der morphologischen Entscheidung für eine bestimmte Gebäudekubatur beziehungsweise eine städtebauliche Typologie geht der adäquate Umgang mit baulicher Dichte einher. Die eigene Entwurfsentscheidung wird jedoch nicht nur durch die Art und Dimension der Nachbarbebauung geprägt.

sondern zu einem großen Anteil auch mit der Sanierung und Neuordnung des Bestands gedeckt werden. die in Abwägung zur Bewohnerzahl und -charakterisierung einen Gebäudetyp generieren lassen. auf die die Kosten für die Erstellung des Parkgeschosses anteilig verteilt werden können. der Zeile und des Blocks das klassische städtebauliche Repertoire für eine Wohnnutzung. die langfristig nutzbare Wohnformen sucht. ist ein Bedarf nach zeitlich begrenzten Wohnformen zu erkennen. Daneben wird es weiterhin eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnmodelle geben... gemeinschaftlichen Wohnen und erfüllen entsprechende Nutzer. oftmals eine bessere Vernetzung im Kontext gelingt. Die bereits erwähnten Verdichtungsformen im Wohnungsbau verpflichten sich zum einen dem individuellen Wohnen und zum anderen dem kollektiven. Aktueller Wohnbedarf Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmodelle wird aktuell in einem differenzierten Immobilienmarkt repräsentiert. wo im Einparteienhaus die private Wohneinheit direkt am öffentlichen Raum beginnt. wird weiter wachsen. ebenso wie eine Spezifizierung am Markt durch Angebote für bestimmte Milieus entsteht. dass Konzepten. ist im Mehrparteienhaus eine Zwischenzone notwendig. im Sinne der Nachhaltigkeit. Gebäudetypen Je nach Größe des Projekts und der Kontextbebauung sind die Stadtbausteine des Punkthauses. die nicht zwingend auf einem passgenauen Angebot basieren. sondern entweder individuell. Ein gesellschaftlicher Trend findet sich eindeutig in der Zunahme der Einpersonenhaushalte wieder und damit in der Nachfrage nach kleinen Wohnungen. Mit der Gebäudedimensionierung und -strukturierung werden erste wesentliche Festlegungen getroffen.Wohnen und . städtischen Entscheidung beruhen. Neben Wohnmodellen. Auch Überlegungen zur Dauerhaftigkeit des umzusetzenden Programms sollten in den Entwurfsprozess einfließen. Eine Unterbringung der Stellplätze im Gebäude selbst lohnt sich jedoch erst ab einer Mindestzahl an Wohnungen. das heißt Gebäude mit externer 27 . Ebenso sollten eine intelligente Gebäudestruktur und die Materialisierung der Gebäudehülle sowie des Innenausbaus auf einer werthaltigen. Beide Entwurfsoptionen können über ihre Dimension und Typologie für einen oder mehrere Bewohner entworfen werden. Die Erfahrung zeigt zudem. die neben dem Neubau auch mit der Sanierung von vorhandener Bau- substanz arbeiten. die nicht nur auf eine lange Lebensdauer der einzelnen Bauteile abzielt. Gerade diese konkreten Entwurfsentscheidungen sind in einer Entscheidungsfolge mit sämtlichen übergeordneten Entwurfsfestlegungen zu sehen. in Eigenregie verwirklicht wurden oder ein vorhandenes Angebot flexibel nutzen. sondern auch auf modische Errungenschaften und eine sich abzeichnende Individualisierungstendenz verzichtet. Dort. So müsste. Im Folgenden wird vor allem die vertikale Verdichtungsform von Wohngebäuden betrachtet.und Programmzwänge. fördernd. Haus Der nächste Entwurfsschritt behandelt die unmittelbaren Entscheidungen bezüglich des Wohngebäudes selbst. Der zusätzlich notwendige Bedarf an spezifischem Wohnraum wird nicht nur über Neubauvorhaben. die der Hausgemeinschaft zur halböffentlichen Erschließung der einzelnen Wohneinheiten dient. Die Entwurfsoptionen liegen damit zwischen der Entscheidung für gereihte beziehungsweise freistehende Häuser. Auch der Bedarf an barrierefreien Wohnangeboten für die Generation 50+. dagegen wird diese bei einem Nutzer in der Regel zum privaten Außenraum erklärt. eine flexibel geplante Struktur während der gesamten Lebensdauer eines Gebäudes dessen Nutzbarkeit garantieren. Neben der Festlegung der Bandbreite von Wohnungstypen sollten hier der externen Erschließungsform und dem Umgang mit dem Erdgeschoss sowie dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit gegeben werden. die bestimmte Altersgruppen ansprechen sollen. Auch die nicht bebaute Grundstücksfläche wird hier in aller Regel der Hausgemeinschaft gewidmet.

Hier fallen in der Zwischenstufe zwischen privatem Wohnraum und öffentlichem Stadtraum einzelne Entwurfsentscheidungen. wie in der Siedlungsplanung üblich. Jeder Wohneinheit muss entsprechend ihres Nutzungstyps ausreichend Lagerraum zur Verfügung stehen.und Individualbereiche angelegt werden können. Abstellflächen sollten allerdings auch der Hausgemeinschaft gewidmet werden. Je nach Maßgabe des Auftraggebers oder Investors kann diese Fläche mehr oder weniger kommunikativ geplant werden und ein entsprechendes Nutzungskonzept stärken. bei der in beiden Richtungen Wohn. wenn die natürliche Belichtung und eine entsprechende Raumgröße bewusst eingeplant werden. Auch die Gebäudeorientierung kann die Erschließungsform bedingen. Unmittelbar mit der Konzeption der Erschließung ist das Nachdenken über die notwendigen Nebenflächen des Wohnhauses verknüpft. das heißt Belichtungsmöglichkeit. Bebauungs­ mus­ ter mit optimaler Orientierung generieren. gleichzeitig muss die Grenze im Übergang zur Privatheit des Wohngebäudes deutlich kommuniziert werden. Erschließung Externe Erschließungsformen sind neben der Spännererschließung der Laubengang als Außengang entlang der Fassade beziehungsweise der Innengang im Inneren der Gebäudestruktur. nicht nur um Stellfläche für die Müllentsorgung anzubieten. sondern um Fahrräder und Kinderwagen unkompliziert im eingangsnahen Bereich parken zu können. die besondere Aufmerksamkeit verlangen. Auch die Schwelle zwischen dem externen Erschließungsbereich und der Wohnung selbst sollte in der Planung umfassend bedacht werden. Eingang und Erdgeschoss Der Eingangsbereich sowie das Erdgeschoss eines Wohnhauses übernehmen im Übergang zwischen öffentlichem Raum und halböffentlichem sowie privatem Raum eine besondere Rolle. Der Eingangsbereich sollte der Anzahl der Bewohner und damit der Gebäudenutzung in seiner Repräsentanz und Größe entsprechen. sondern gleichzeitig den Kommunikations.und Interaktionsraum der Hausgemeinschaft dar. 28 . Sonderbelichtungsformen können zusätzlich für einen ausreichenden Tageslichteinfall sorgen. Diese halböffentlichen Bereiche eines Wohngebäudes sollten mit besonderer Sorgfalt geplant werden. Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang geschlossene Erdgeschossfassaden oder Garageneinfahrten. Zum einen soll eine eindeutige Adresse und Identifikation für den Hausbewohner gestaltet werden. Sie stellen nicht nur den funktionalen Erschließungsbereich der Hausbewohner. Grundsätzlich richtet sich die Tiefe von Wohngebäuden nach deren Orientierung. Bauen in der Stadt kann nicht. Ein Neubau soll vielmehr als Baustein im städtischen Gefüge den öffentlichen Zwischenraum bespielen und einen nutzbaren Raum mit städtischer Aufenthaltsqualität definieren.Kontext Erschließung und mehreren Wohnparteien. So kann die Vorzone einer Wohnung Aufenthaltsqualitäten bieten. Die Erschließungsform ist unmittelbar an die Bewohnerstruktur der daraus resultierenden Wohnungstypen gekoppelt. so kann die Laubengangerschließung bei einer Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes gegenüber der Spännererschließung Vorteile in der Anordnung und Ausrichtung der einzelnen Wohneinheiten bieten. Die Fassade des Gebäudes muss sich also in ihrer Orientierung zum öffentlichen Raum als Teil eines großen Ganzen begreifen und funktionale Notwendigkeiten aus der Gebäudestruktur heraus mit einem repräsentativen Auftritt zur Stadt abwägen. Hier muss eine optimal nutzbare Ausrichtung des Gebäudes ausgearbeitet werden. Für beide Verdichtungsformen gültig ist der Hinweis auf die Abhängigkeit der Tiefe der Bebauung von deren Orientierung. Die Tiefe einer nord-süd-orientierten Bebauung wird aufgrund der lediglich einseitig zu planenden Hauptfunktionen des Wohnens geringer ausfallen als bei einer Ost-West-Orientierung. Das Einparteienhaus dagegen wird gleichermaßen wie die Wohnungen der Mehrparteienhäuser in ihren Entwurfs­ einflüssen im nächsten Kapitel detailliert erläutert. Gleichzeitig bespielt der Eingangsbereich im Zusammenhang mit dem Erdgeschoss den öffentlichen Raum vor dem Gebäude.

Grundriss .

.

Interessanterweise scheint die Wahrnehmung und das Interesse der Nutzer und damit unserer eigentlichen Klientel ebenfalls viel stärker von der Wohninnenwelt heraus motiviert zu sein. dem Wohnzweck gewidmete Raum. Die Auftrennung des komplexen Entwurfsvorgangs in wesentliche Themenfelder soll eine Positionierung innerhalb des Entwurfsprozess ermöglichen und zu einer Gewichtung der Relevanz für die beabsichtigte Gesamtkonzeption des Entwurfs befähigen. Sicherlich ist jede Wohnung auch von den standortspezifischen Einflussgrößen geprägt. Diese Methode der Dekonstruktion und Abstraktion liefert uns einen wesentlichen didaktischen Ansatz in der Ausbildung. Dabei lieferte nicht nur die richtige Methodik den Weg zum Ziel sondern vor allen Dingen das richtige „Gespür“ für den Ort war gefordert. der von den spezifischen Standortparametern unabhängig ist. Die Betonung liegt dabei auf dem Entwurf. bei dem Ursache und Wirkung der einzelnen Entwurfsentscheidungen. Da dieser Ansatz im Format des Lehrbuchs nicht kommunizierbar ist. Der Wohngrundriss ist ein komplexes Gefüge. Sämtliche Grundrisse wurden über einen allgemein verständlichen und standardisierten Zeichenstil neu aufgearbeitet und sind einheitlich im Maßstab 1:200 31 . indem. Dieses „Spüren“ des Ortes. wurde ein aus unserer Sicht vernachlässigter Bereich gewählt. Bestandteil jedes Semesterentwurfs ist eine dem Entwurf vorgeschaltete Übung. der praktischen Tätigkeit im studentischen Atelier oder professionellen Büro. klimatischen. Die Wahrnehmung und Rezension von Architektur und Wohnbauarchitektur findet in der Fachöffentlichkeit jedoch leider allzu oft über die Gebäudehülle statt. Das „filetartige“ herauslösen der Wohnungen aus ihrem Kontext bietet jedoch gute Ansatzmöglichkeiten. da sämtliche Einflussgrößen im Entwurfsprozess bewusst oder unbewusst in das Ergebnis einfließen. unabhängig vom betrachten Aspekt. sondern um die Verge- genwärtigung wesentlicher Entwurfsparameter anhand von ausgesuchten Beispielen. Diese handwerkliche Grundvoraussetzung in der Wohnungsbauarchitektur erscheint uns jedoch als vorrangiges Lehr. in der Konfiguration des Grundrisses sofort spürbar werden.und Lernziel. Dabei können die ausgewählten Beispiele letztendlich aus der Thematik jedes einzelnen Kapitels betrachtet und analysiert werden. intensiv vermittelt. insbesondere den Exkursionen und Workshops vor Ort. Die Frage nach der Qualität des Wohnraums steht hingegen selten im Mittelpunkt. im Mittelpunkt steht. Die unmittelbaren Auswirkungen der einzelnen Entwurfsentscheidungen auf den gesamten Grundriss wird in diesem Buch Rechnung getragen. als der eigentliche. Dieses bewusste „Herauslösen“ der Wohnungen liefert die Leitidee für dieses Lehrbuch. das Wahrnehmen einer charakteristischen Atmosphäre in ihrem urbanen Kontext ist uns ein zentrales Anliegen und wird über verschiedenste Lehrformate. Die gesellschaftlichen. ähnlich einem oszillierenden Gefäß. städtebaulichen und politischen Rahmenbedingungen waren dabei jeweils völlig unterschiedlich und erforderten eine standortspezifische und sensible Interpretation.Einleitung Im Rahmen der mittlerweile fünfzehnjährigen Lehrtätigkeit an der Professur für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus Universität in Weimar haben wir uns mit zahlreichen nationalen und internationalen Standorten von Stralsund bis Kuba auseinandergesetzt und mit den Studierenden versucht standortspezifische und nachhaltige Wohnkonzepte zu entwickeln. sonst wäre der Erfolg der zahlreichen Einrichtungsmagazine nur schwer zu erklären. Unabhängig von ihrer städtebaulichen Typologie werden 101 Wohngrundrisse dargestellt und an ihrem Beispiel wesentliche Einflussgrößen des Entwurfsprozesses erörtert. um möglichst objektive Lehraussagen treffen zu können. bei der ausschließlich die Wohnung. der Wohnungsgrundriss jeweils vollständig abgebildet wird. Es geht nicht um die Verwissenschaftlichung der wohnungsbaurelevanten Themen.

Diese Zeichnungen bilden den eigentlichen Inhalt des Buches und werden durch ihre thematische Zuordnung und die begleitenden Texte lediglich kommentiert. um das jeweilige Thema möglichst anschaulich darzustellen. Dadurch soll die Transformation der Wohnqualitäten in unterschiedlichste Gebäudezusammenhänge ermöglicht werden. Dabei ist es uns wichtig. Gebäudetechnik. Ein weiteres Medium ist das Festhalten der Eindrücke mittels der Fotografie oder Skizze und schließlich die Abstraktionsform der Zeichnung. unabhängig von einem konkreten Standort oder einer städtebaulichen Typologie. das bei einer ganzheitlichen Betrachtung durch die eingeübten Lösungsansätze aus dem Blickfeld zu geraten droht. Die Fachterminologie ist in der Architektur und speziell in der Wohnarchitektur häufig unpräzise und gekoppelt an die unterschiedlichen Wohnkonventionen (beispielsweise unserer ausländischen Studierenden) der Projektbeteiligten und führen zu diffusen Bildern und Missverständnissen. Bauklimatik oder Ökonomie behaupten mussten und damit ihre praktische Anwendbarkeit neben den zahlreichen publizierten Konzepten und Wettbewerbsentwürfen unter Beweis gestellt haben. um auf die im ständigen Wandel befindlichen Rahmenbedingungen zu reagieren und attraktive Wohnungsangebote zu entwickeln. Konstruktive Besonderheiten wurden zugunsten der Vergleichbarkeit der Projekte abstrahiert. die sich zu unterschiedlich stabilen Netzen fügen und meist in einem. Die Auswahl der Projekte erfolgte unter zwei Gesichtspunkten. Ergebnis gerinnen. durch den Faktor Zeit begrenzten. Die gewählte Reihenfolge der Themenfelder ist letztendlich irrelevant. Darüber hinaus wurden sämtliche Grundrisse mit standardisierten Möbeln in Abhängigkeit zur Wohnungsgröße ausgestattet. Das konkrete. dass es hier nicht um einen abstrakten konzeptionellen Ansatz geht. Zum einen sollten ausschließlich realisierte Projekte betrachtet werden. Sie repräsentieren Knotenpunkte im Entwurfsprozess. visuelle Nutzungszuordnung und offenbart gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Grundrisses. 32 . Damit bietet das Buch eine zweite Leseebene in Form eines Grundrisskatalogs. Entsprechend wurden für das Buch die Projekte sorgfältig neu umgezeichnet. der verschiedene Entwurfsabsichten unabhängig vom jeweils zugeordneten Thema referenzieren lässt. belegbare Beispiel kann hier die nötige Transparenz im Kommunikationsprozess erzeugen. beispielsweise aus der Konstruktion. die sich im Prozess der Realisierung gegenüber einer Vielzahl von zusätzlichen Einflussgrößen. Diese Dekonstruktion des komplexen Entwurfsprozesses ermöglicht darüber hinaus eine zunächst unabhängige Beurteilung der Einzelaspekte und liefert damit ein reichhaltiges Innovationspotential. Die Trennung der städtebaulichen Typologie von den implizierten Wohngrundrissen liefert einen reichen Fundus. sondern um das Aufzeigen konkreter Handlungsoptionen zur praktischen Umsetzung. Die wichtigste ist sicherlich das gemeinsame Erleben der Bauwerke direkt vor Ort. Drei Ebenen im Umgang mit diesen Referenzarchitekturen bilden dabei die Gesprächsbasis und sind elementarer Bestandteil der Lehrtätigkeit. So kann zum Beispiel ein Einfamilienhauskonzept unmittelbar in ein komplexes städtisches Wohngebäude transformiert werden. Der gewünschte Effekt dieses methodischen Ansatzes ist die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Wohnbedürfnissen und Wohnwünschen. Zum anderen sollten sie als Referenzbeispiel geeignet sein. die neben dem Modell das elementare Kommunikationsmedium der Architektur darstellt. Dies ermöglicht eine einfache.Grundriss abgebildet.

Grundrisstypen 33 .

Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße. Christian Rapp Levantkade. Basel (CH) Offenes Wohnen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Basel (CH) 36 40 34 . Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Zellengrundriss [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka.

Erst mit dem Versuch einer Gruppenzuordnung ist es möglich. Für einzelne Grundrissaspekte selbst ist ein Ordnungssystem schnell gefunden.B. wobei die Organisation der Wohnfunktionen die Grundlage der Gruppenbildung darstellt. nutzerspezifischer Aspekte (z. Im Spannungsfeld von offenen bis öffentlichen und privaten. die den Typus in weichen Bildern und in der notwendigen Stufung des jeweiligen Aspekts nachzeichnen. Eine hier nicht vorgenomme Typenbildung. Entwicklungslinien herauszuarbeiten und damit die Breite des Themenfelds Wohngrundriss in Teile aufzuschlüsseln und ein Weiterdenken vorhandener Ansätze zu forcieren. die zudem für den Entwurf eine relevante Entscheidung darstellt. Die Summe der Einzelaspekte aber in logischen. Diese Betrachtungen sind im Grundriss jedoch selten nachzuvollziehen oder sie spezifizieren einen Bedarf im Sinne einer marktwirtschaftlichen Einordnung. 35 . Hier erfolgt dagegen bewusst eine strukturelle Annäherung. Themenfelder zu benennen. Beide Gruppen wiederum beinhalten ein breites Spektrum von Beispielen. die sich zudem durch große Schnittmengen auszeichnen. Gleichzeitig hilft die Einordnung des eigenen Entwurfs in eine systematische Ordnung die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden beziehungsweise Architekt und Auftraggeber zu präzisieren. Die Themenfelder folgen der Charakteristik räumlicher Strukturen. übergeordneten Grundriss­ typen abzubilden. benennt Wohnformen auf der Basis sozialer. Orientierung. nicht vergleichbaren Kategorien. Veränderbarkeit et cetera sind präzise für jede Wohnung festzustellen. bei der die Wohnfunktionen räumlich getrennt in Form eines Zellengrundrisses angeordnet werden und als Gegenpol das offene Wohnen. Geschossigkeit. die übergeordnete Grundrisstypen charakterisieren und ein dementsprechend breites Wohnverständnis vermitteln. die der Vermarktungsebene folgt und damit eher auf den Bewohner zielt. charakteri­ sie­ rende Gruppen für das breite Feld von Wohnungsgrundrissen festzulegen. In der bereits erläuterten Erkenntnis wird damit der Versuch unternommen. modernes Wohnen. ökologisches Wohnen). bei dem zumeist die kommunikativen Wohnfunktionen zu einem gemeinsamen Bereich verbunden werden.Grundrisstypen Einleitung Wohngrundrisse zeichnen sich häufig durch eine Vielzahl unterschiedlicher Grundriss­­ merkmale aus. erscheint aufgrund der entstehenden Komplexität kaum möglich. endet dabei regelmäßig in diffusen. Mehrgenerationenwohnen) oder nach Ausstattungsstilen (z.B. Wohnen mit Kindern. Dieses Kapitel konzentriert sich in seiner Kategorisierung daher gezielt auf die räumliche Organisation der Grundrissstruktur. Der Versuch. räumlich getrennten Wohnmodellen ergeben sich letztendlich zwei mögliche Grundrissgruppen: eine. Größe.

Grundriss Zellengrundriss Der Begriff „Zellengrundriss“ beziehungsweise veraltet „Kammergrundriss“ bezeichnet Grundrissbeispiele. Wohnfunktionen um einen zentralen Verteilerraum zu organisieren. die Inszenierung von deren Abfolge in Wohnungen mit hierachisiertem Raumangebot greift den Trend der individuellen. Über einen zweiten Erschließungsflur werden die beiden Individualräume. der die kommunikativen Räume von den individuellen Räumen trennt. In der Geschosswohnung in Freiburg von pfeifer roser kuhn architekten [002] bilden der Erschließungs. spezifischen Nachfrage auf.und Sanitärbereich einen mittigen Kern. Mit dem Prinzip.und individuellem Bereich. die sich nicht nur an einem geänderten Rollenbild der Frau festmachen. Gleichzeitig gerät dieser Grundrisstyp teilweise in Konflikt mit den veränderten gesellschaftlichen Werten. Koch. sondern als wichtige kommunikative Funktion in den Mittelpunkt des eigenen Wohnverständnisses gestellt wird. Aus diesem sind die beiden Individualräume mit vorgelagertem privaten Außenraum sowie der Sanitärbereich zugänglich. Eine weitere Variante zeigt die beginnende Öffnung und Kombination der kommunikativen Funktionen Wohnen und Essen. 36 . der Sanitärbereich sowie ein Abstellraum erschlossen. Im oberen Geschoss sind um die Erschließungsgalerie drei Individualräume sowie zwei Sanitärräume angeordnet. Diese Funktionstrennung steht in der Tradition des vormodernen Wohnungsbaus. die durch großzügige Öffnungen in den zentralen. Der heutige Rückgriff im Entwurf von Wohnungsbauten auf speziell gewidmete Räume. der Wohn. Nach dem zentralen Zugang fungiert ein Erschließungsraum als Verteiler zwischen Wohn-. Der zusätzliche Flächenbedarf für diese Verkehrsflächen bedeutet allerdings nicht immer einen größeren Flächenverbrauch gegenüber der integrierten Erschließung des offenen Wohnes.und Essbereich und ein zweiter Verteilerraum erschlossen. bei denen jeder Wohnfunktion ein separater Raum zugeordnet wird. zweigeschossigen Erschließungsraum übergehen. Für die Erschließung der einzelnen Räume wird bei diesem Grundrisstyp Erschließungsfläche in Form eines Flurs oder einer Diele notwendig. Auch das gemeinsame Wohnen hat sich in einem Maße geändert. Diener & Diener ordneten am Riehenring in Basel [003] im Eingangsgeschoss neben dem Kochbereich zwei weitere kommunikative Räume vis-à-vis an. Auf einem konsequenten Raumkonzept entwickelten Morger & Degelo die 79 m² große Wohnung im Klybeckquartier in Basel [001]. dass zum Beispiel Kochen nicht weiter hinter verschlossene Türen verbannt. wird ein effizienter und flächensparender Erschließungsbereich ermöglicht. Über eine Diele werden die Küche.

0 m² Individualräume 2 Orientierung II 37 .Grundrisstypen [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Wohnfläche 79.0 m² Außenraum 11.

2 m² Individualräume 2 Orientierung III 38 .Grundriss [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Wohnfläche 94.0 m² Außenraum 10.

Grundrisstypen [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Wohnfläche 139.9 m² Individualräume 3 Orientierung II 39 .4 m² Außenraum 14.

40 . die auf der Kombination kommunikativer.und Wohnbereich jedoch nicht mittig. zum Kochen genauso wie zum Essen und Wohnen. Die eingestellte Funktionsbox im PiraeusGebäude von Hans Kollhoff und Christian Rapp in Amsterdam [005] nimmt sowohl die Koch. Die Box besetzt die kommunikative Fläche aus Koch-. gleichzeitig bilden sich klare Bereiche. können die heterogene Nachfrage am Immobilienmarkt bei Weitem nicht mehr bedienen und finden im offenen Grundrisstyp eine wichtige Ergänzung. In diesem Zuge verändern sich Wohnvorstellungen weg vom privaten Refugium zu Wohnkonzepten. die über die Zusammenlegung einzelner Wohnfunktionen hoch kommunikativ sind. Dieser Grundrisstyp kann ohne zusätzliche Erschließungsfläche organisiert werden. Offene Wohngrundrisse stehen im Ergebnis einer sich verändernden Gesellschaft und deren Wohnverständnis ebenso wie von bautechnischen und funktionalen Entwicklungen. liegt auch an den sich seit Jahrzehnten ändernden Lebens. die durch die Orientierung der Möbelschichten gefasst und bespielt werden. Shigeru Ban ordnet im Furniture House I [006] mithilfe raumhoher Möbelschichten die einzelnen Funktionsbereiche so an. die repräsentativere. In Kilchberg entwarfen Gigon/Guyer Architekten Geschosswohnungen mit einem kombinierten Wohn. sondern bildet klare Zonen zum Erschließen der Individualräume. öffentlichere Aufgaben übernehmen. Wohnen wird zur Präsentationsplattform einer gewachsenen Individualität. Die Funktionen fließen ineinander. Das Lofthaus in Basel von Buchner Bründler Architekten [007] zeigt die komplette Auflösung einzelner Funktionsbereiche zu einem Raum.und Essbereich. Hierarchische Raumkonzepte. Ess. die Familienstrukturen abbilden.Grundriss Offenes Wohnen Unter offenem Wohnen sind alle Entwurfsansätze gemeint. da diese häufig als integrierter Bestandteil des offenen Wohnbereichs geplant wird. dass sowohl Türen als auch raumumschließende Wände nicht notwendig werden. Durch das Schließen zweier raumhoher Schiebetüren kann jedoch auch bei diesem Projekt privater Rückzugsbereich entstehen. Dass heute verstärkt Wohnangebote nachgefragt werden.und Arbeitsverhältnissen. Offenes Wohnen beginnt damit bei der kombinierten Wohn-/ Esssituation und endet im fließenden Grundriss oder im Loft. Lediglich der Erschließungskern mit angelagertem Sanitärbereich zoniert das sogenannte Loft. der fließend in den privaten Außenraum übergeht [004]. teilweise auch individueller Bereiche beruhen.und Sanitärfunktion auf und ist gleichzeitig Raumteiler des offenen Kommunikationsbereichs.

Grundrisstypen [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Wohnfläche 122.5 m² Außenraum 11.9 m² Individualräume 2 Orientierung III 41 .

Grundriss [005] Hans Kollhoff.4 m² Individualräume 3 Orientierung II 42 .8 m² Außenraum 12. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Wohnfläche 72.

Grundrisstypen [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Wohnfläche 108.0 m² Außenraum 24.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 43 .

0 m² Individualräume 1 Orientierung II 44 .0 m² Außenraum 26.Grundriss [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Wohnfläche 178.

Gestaltungsprinzipien 45 .

Theorie Beda Dillier Kirchstraße. Kontext. Berlin (DE) 48 52 Morphologie [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Sarnen (CH) Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Typologie [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Ort. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Zürich (CH) 55 46 . Brione-Minusio (CH) [011] [012] Stil. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta.

Darüber könnte der Eindruck entstehen. Die Gestaltungsprinzipien können dabei annähernd beliebig miteinander kombiniert werden. Es reicht vom freien künstlerischen Ausdruck bis hin zu konkreten Gestaltungstheorien. dass Wohnungsbau unter Berücksichtigung dieser Regeln formelartig reproduzierbar wäre. In diesem Kapitel sollen beispielhaft drei Kategorien gebildet werden. Die letzte Gruppe repräsentiert Gestaltungsprinzipien. 47 . Das Gegenteil ist jedoch der Fall. den individuellen Charakter eines Gebäudes oder einer Wohnung auszuprägen. Letztendlich stehen die beispielhaft gebildeten Kategorien für das Spektrum der Möglichkeiten. die für die Architektur im Allgemeinen stehen. die sich in Form von Theorien manifestiert haben und darüber Einfluss in den Entwurf finden. Er ist geprägt von einer Vielzahl von funktionalen. Der bewusste Umgang mit diesen Gestaltungswerkzeugen eröffnet dem Entwerfer ein reichhaltiges Repertoire an individuellen Ausdrucksmöglichkeiten im Wohnungsbau. dem freien Gestaltungswillen Ausdruck zu verleihen. Es sind letztendlich die gleichen Gestaltungsprinzipien und Methoden. Richtlinien und Gesetze entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung ausüben. das heißt dem Ort. eingesetzt und entwickeln sich zur Handschrift des Entwerfers. Das Spektrum dieser Faktoren kann daher hier nur beispielhaft angerissen werden. Eine Kategorisierung dieser Gestaltungsprinzipien ist aufgrund ihrer Vielzahl und Komplexität nur schwer möglich. Der qualitätsvolle architektonische Wohnungsbauentwurf basiert auf einer Vielzahl von freien Gestaltungsfaktoren. so wie dies zum Beispiel im Massenwohnungsbau der Nachkriegszeit häufig praktiziert wurde. aus dem Bauch heraus. die durch Interpretation und Transformation zum individuellen Entwurf führen. Die erste folgt beispielsweise der Auseinandersetzung mit dem konkreten Entwurfsstandort. Eine weitere Gruppe lässt sich aus dem unstillbaren Interesse aller Gestalter an den grundsätzlichen form. so dass endlose Möglichkeiten bestehen. die über Standards. ökonomischen und sozialen Faktoren.Gestaltungsprinzipien Einleitung Der Wohnungsbau stellt eine besondere Disziplin im Feld der Architektur dar.beziehungsweise raumbildenden Elementen und Methoden ableiten. Der bewusste Umgang mit diesen Prinzipien eröffnet den Zugang zu vergleichbaren Projekten und die Möglichkeit der Präzisierung der eigenen Ideen und Konzepte. Viele der Gestaltungsprinzipien werden unbewusst.

hier eine verwinkelte Baulückensituation. Das Gespür für diese individuelle Atmosphäre ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die qualifizierte Entwurfsarbeit. In manchen Orten oder Regionen haben sich entweder aus einer traditionsbetonten Entwicklungsgeschichte oder aus klaren städtebaulichen Vorgaben Gebäudeund damit meist auch Wohnungstypologien entwickelt. Dieser Kontext umfasst das gesamte Maßstabsspektrum von der Makro. eindeutige Merkmale. auf den Entwurf. die über die Zeit angepasst und optimiert wurden und sich darüber inhaltlich verdichtet haben. nutzt ihn als Erschließungsweg und inszeniert ihn zusätzlich durch einen großzügigen Freisitz am Ende. Der Architekt Michael Alder hat sich unter anderem durch seine Lehrtätigkeit intensiv mit Wohntypologien auseinandergesetzt. so dass die Wohnung im Wesentlichen durch einen Patio belichtet und belüftet wird. zum Beispiel von der klimatischen Situation über die Struktur des gesamten Quartiers bis hin zur konkreten Materialität der unmittelbaren Nachbarbauten. erkennt man jedoch schnell. Die übrige Grundrissform ergibt sich aus den benachbarten Brandwänden. Aus der systematischen Analyse verschiedener Einfamilienhäuser der Region entwickelte er einen auf die Grundwesensmerkmale reduzierten Urtyp. einem völlig freistehenden Gebäude. Der Rückgriff und die Weiterentwicklung dieser Typologien ist gerade im akademischen Kontext eine wichtige Entwurfsmethode. Die klimatischen Bedingungen lassen eine geringere unmittelbare Belichtung zu. Die Vielzahl der Einzelfaktoren und deren unterschiedliche Ausprägungen repräsentieren die Einzigartigkeit. Die Rückwand des Gebäudes folgt exakt dem Höhenverlauf des Weinbergs. Diese Typen haben ähnlich einem Produkt. Das Projekt von Antonio Cruz in Sevilla [009] ist geradezu exemplarisch für den unmittelbaren Einfluss des Orts. 48 . wie zum Beispiel einem PKW. Die Casa Kalmann [010] von Luigi Snozzi im Tessin ist konsequent aus dem Thema „ Topografie des Orts“ entwickelt und verbindet damit das Gebäude unverrückbar mit dem spezifischen Ort. aber auch dem Gegenteil.Grundriss Ort. Am Beispiel einer städtischen Baulückensituation. die Identität des Orts. Der Ort wird häufig unter dem Begriff des Kontextes beschrieben. Kontext. Ein Beispiel hierfür ist das Wohnhaus in Itingen [008]. Typologie Auf den ersten Blick scheint sich die Dimension des Orts vor allen Dingen auf die städtebaulichen Maßstäbe des Entwurfs zu beziehen und daher nur indirekt auf den Grundriss Auswirkung zu haben. wie unmittelbar der Ort im Grundriss verankert ist.bis zu Mirkoebene.

Gestaltungsprinzipien [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Wohnfläche 188.5 m² Individualräume 5 Orientierung IV 49 .7 m² Außenraum 12.

Patio 50 .2 m² Außenraum 0.Grundriss [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Wohnfläche 108.0 m² Individualräume 3 Orientierung I.

1 m² Individualräume 2 Orientierung IV 51 .7 m² Außenraum 14.Gestaltungsprinzipien [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Wohnfläche 112.

Interessant dabei ist. dass viele der hervorragenden Architekten ihre Entwurfsarbeit über einen theoretischen Kontext fundamentieren. Stile werden dabei immer häufiger im bewussten Rückgriff eingesetzt. Selbst in der Gegenreaktion findet eine entsprechende Auseinandersetzung statt. Die Folge sind unterschiedlichste Konfigurationsmöglichkeiten der ansonsten gleich dimensionierten Wohnungen. Der längsgerichtete. 52 . die Säulen. Typische Merkmale sind beispielsweise die spiegelsymmetrische Grundfigur. Theorie Die gesamte Architekturreflexion ist eng verknüpft über die Einordnung in Stile und Stilepochen. Proportion. Zu diesen Formen könnte man auch Gestaltungstheorien zählen. um aus dessen Gestaltungsrepertoire die architektonischen Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten. Der Neubau einer Villa in Berlin Dahlem [012] von Petra und Paul Kahlfeldt setzt bewusst den stilistischen Rückgriff ein. aber auch andere Stile mit ihrem reichhaltigen Fundus an Gestaltungsmerkmalen wie zum Beispiel Raumgliederung. um ästhetische und zum Teil auch damit verbundene gesellschaftliche Werte zu transportieren. Neben den gesicherten Stildefinitionen existieren zahlreiche Unterformen in Form von Ideologien. unbeeinflusst von diesen stilistischen oder theoretischen Ansätzen zu entwerfen. Auch der Grundriss ist von dieser Entwurfshaltung geprägt. südorientierte Raum wird durch zwei tragende Stützen frei unterteilbar. Ornamentik oder Farbigkeit stellen wesentliche Bausteine für die Entwurfskonzeption zur Verfügung. Unsere heutige Zeit zeichnet sich durch die häufig als Pluralismus bezeichnete Vielfalt der Möglichkeiten aus. die nicht nur die entsprechende Ästhetik. Die Gestaltungsmerkmale einer bestimmten Zeit werden in Stilen zusammengefasst.Grundriss Stil. Die Stile sind je nach ihrer Wirkungsdauer und ihrem geografischen Einflussbereich von unterschiedlicher Bedeutung. Es ist fast nicht möglich. die Eingangshalle mit der Treppenanlage oder die Enfilade. Zwei wichtige Stellvertreter hierfür sind der „Raumplan“ von Adolf Loos sowie der „plan libre“ von Le Corbusier. Bei dem Wohnhaus in Sarnen von Beda Dillier [011] wurde beispielsweise das Konzept des „plan libre“ interpretiert. sondern auch den gesellschaftlichen Kontext transportieren. In der zeitgenössischen Architektur stellt dabei die Moderne eine der einflussreichsten Stilgattungen dar. die meist ein prägendes Merkmal der Stilentwicklung darstellen. Strömungen oder auch nur modischen Erscheinungsbildern.

0 m² Individualräume 2 Orientierung III 53 .Gestaltungsprinzipien [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Wohnfläche 108.0 m² Außenraum 20.

0 m² Außenraum 75.Grundriss [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin-Dahlem (DE) Wohnfläche 600.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 54 .

Gestaltungsprinzipien Morphologie Die Auseinandersetzung mit der Form sowohl in der Zweidimensionalität als auch der räumlichen Dimension ist sicherlich eines der grundlegenden Gebiete der architektonischen Lehre. Konsequenterweise wurden die übrigen Wohnbereiche aus der spiegelsymmetrischen Teilung des Quadrats entwickelt. Die Anwendung der formbildenden Gestaltungsmethoden auf den Grundriss erlaubt nicht nur eine funktionale Erfüllung eines Raumprogramms. Die Thematik beginnt beispielsweise bei den Fragen zu Symmetrie oder Asymmetrie oder der Linearität gegenüber den freien Formen. Als prägendes. Einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor bei der Entwicklung der Gebäude oder Grundrissform bilden die geometrischen zwei. Einen ganz anderen Weg. diese Entwurfsansätze zunehmend in die Realität umzusetzen. Demgegenüber stehen die sogenannten freien Formen. plastisches Element wird hier die Wohnungstrennwand frei geformt und über die angegliederte Erschließung in Form einer Kaskadentreppe inszeniert. der jedoch auch aus dem freien Gestaltungswillen motiviert wurde. Die eingeschriebene Kreuzform trennt die vier Individualräume und beinhaltet als raumhaltige Schicht die zusätzlichen dienenden und kommunikativen Funktionen. Aus der städtebaulichen Unabhängigkeit der Situation leitet sich die Auseinandersetzung mit einer geometrischen Grundfigur. hier dem Quadrat. die in jedem Entwurf bewusst oder unbewusst zur Anwendung kommen. Der bautechnische Fortschritt erlaubt zudem. Unter dem Einfluss einer baukonstruktiven Standardisierung und Normung entwickeln sich hieraus wiederum verschiedene Rastersysteme. 55 . sondern ermöglicht die präzise Steuerung von Raumzusammenhängen und der Wirkung einzelner Räume. Das Studentenwohnheim von Geurst & Schulze [013] in Den Haag ist ein Beispiel für den aus der geometrischen Form des Kreises abgeleiteten Entwurfsansatz. Wieder ist die städtebauliche Freistellung des Baukörpers eine wichtige Vorraussetzung für diese Art der Grundriss. Das Spektrum der Gestaltungsprinzipien in diesem Bereich ist extrem komplex.und dreidimensionalen Grundformen. die meist über einen künstlerischen Ansatz entwickelt werden. Auf ähnlich grundlegender Ebene stehen die Maßund Proportionssysteme. ab. Einen ähnlichen Entwurfsansatz wählen Bearth & Deplazes für das an einem Berghang in Fanas [014] gelegene und nur temporär genutzte Wohnhaus.und Gebäudekonzeption. ist das Projekt für ein Doppelhaus von Christian Kerez [015].

Grundriss [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Wohnfläche 129.0 m² Individualräume 4 Orientierung IV 56 .0 m² Außenraum 12.

0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 57 .5 m² Außenraum 15.Gestaltungsprinzipien [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Wohnfläche 51.

Grundriss [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Wohnfläche 117 .0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 58 .8 m² Außenraum 0.

Bewohneranzahl 59 .

Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Ein Bewohner [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Oberwil-Zug (CH) Drei und mehr Bewohner [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Mendrisio (CH) 62 66 69 60 . München (DE) Zwei Bewohner [019] Egon Eiermann Bartningallee. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße.

Da Individualräume zumindest von Paaren gemeinsam genutzt werden können. Je größer die Bewohneranzahl. verheiratete Personen unterschieden. die als statistische Größe für Deutschland eine eindeutige Entwicklungstendenz formuliert: ein stetiger Anstieg von Ein. umso ökonomischer werden dienende Funktio­ nen sowie Gemeinschaftsbereiche einer Wohnung. jedoch bei weitem nicht propor­ tional. der privaten Außenräume sowie die Grundrissorganisa­ tion dieser Wohnfunktionen sind Ergebnisse der Auseinandersetzung mit den Bewohnern selbst. 61 . da sich aus ihr die Haushaltsgröße und unter anderem die Anzahl der notwendigen Individualräume ergibt. Neben dem Wissen um dieses notwendige Raumangebot werden gleichzeitig die zusätzlichen Wohnfunktionen qualitativ und quantitativ umrissen. Privathaushalte mit mehreren Personen werden üblicherweise in Familien. Gleichzeitig findet eine Pluralisierung der Nachfrage von Wohnraum statt. verheiratete Personen. Die Anzahl der Bewohner hat also einen wesentlichen Einfluss auf den Grundrissentwurf. Größe und Ausstattung der Sanitärbereiche. besteht mindestens aus einer Person. Die individuelle Wohnfläche und in diesem Zusammenhang die Flächen der zugehörigen Sanitärbereiche verändern sich dagegen direkt proportional zur wachsenden Bewohnerzahl. Im Ergebnis wird das als wesentliche Entwurfsvorgabe bekannte Raumprogramm durch den Bewohner und zu einem besonderen Teil durch die Bewohner­ anzahl definiert. Der unmittelbare Bezug von Bewohneranzahl zur Wohnungsgröße ist eindeutig. des Koch-/ Ess-/   Wohnbereichs. sondern hat auch mit einzelnen „harten Faktoren“ einen klaren Wohnbedarf. sowie in Wohngemeinschaften.Bewohneranzahl Einleitung Der Bewohner definiert nicht nur seine persönlichen Wohnwünsche. Die Regeln der Rücksichtnahme sowie die Anordnung der kommunikativen und individuellen Bereiche haben für beide Wohnformen Gültigkeit.und Zweipersonenhaushalten. überschneiden sich die Referenzbeispiele der hier benutzten Gliederung jeweils in ihrer maximalen und minimalen Bewohnerzahl. Eine Unterscheidung ist nicht notwendig. das heißt eine Wirtschaftseinheit. Die Bewohneranzahl verweist. verheiratete Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben oder nicht verwandte Personen. wie erläutert. Aufgrund einer sich verändernden Altersstruktur und einer deutlichen Individualisierungstendenz der Gesellschaft wächst der Bedarf an Wohnungen für eine Person. also verwandte. Die Anzahl. in der Regel nicht verwandte. Dieselbe Nutzeranzahl bedingt also nicht zwingend dieselben Grundrissantworten. direkt auf die Haushaltsgröße. Auf den folgenden Seiten sollen daher die Projektbeispiele jeweils das Spektrum innerhalb einer Haushaltsgröße aufzeigen. Ein Haushalt. ab zwei Bewohnern handelt es sich um eine Wohngemeinschaft. Im Wohnungsbau verfolgen wir eine andere Lesart: Egal ob verwandte.

Ein Aspekt. ist eine häufig angewendete Grundrissvariante für einen Nutzer.4 m² liegt die Wohnung im Wohnturm auf der Theresienhöhe in München [018] noch unter der durchschnittlichen Wohnfläche eines Einpersonenhaushalts in Deutschland. auch den privaten Rückzug ermöglicht. das neben einer repräsentativ-kommunikativen Nutzung. die als Filterschicht die Appartements des Katholischen Gemeindezentrums in Stutt­ gart [016] vom Laubengang abschottet.und Sanitärsituation. Das Spektrum reicht vom kompakten Einraumgrundriss bis zum mehrgeschossigen Haus für eine Person. Dass ein vollständiges Funktionsangebot für eine Person durchaus auch vertikal organisiert werden kann. Mit 52.3 m² wird auf zwei Ebenen verteilt. Die Funktionsverdichtung im Grundriss. bietet ein rund 28 m² großer Raum ausreichend Platz für die unterschiedlichen Tages. Das ökonomische und ökologische Hinterfragen des Entwurfs sollte gerade in diesem Zusammenhang regelmäßig erfolgen. zeigt das Beispiel des ehemaligen „Olympischen Frauendorfs“ in München [017].Grundriss Ein Bewohner Egal wie viele Bewohner eine Wohnung nutzen. Die Wohnfläche von 23. Im Hinblick auf sinkende Energieressourcen muss hier zum Umdenken aufgefordert werden. Das Obergeschoss wird dem Arbeitsplatz mit Bezug zur Terrasse gewidmet. nämlich ausreichende Abstellund Lagerfläche. Mit 38 % der Privathaushalte ist der Einpersonenhaushalt heute der am stärksten vertretene Haushaltstyp in Deutschland. der je nach Tageszeit und Nutzerwunsch alle Szenarien erfüllen muss. Nach einer kompakten Koch.5 m² liegt. das momentan erneuert wird. 62 . dessen Wohnfläche im Durchschnitt bei 62. sie spiegeln sich in den einzelnen Wohnfunktionen wider. Damit verbrauchen Einpersonenhaushalte fast 50 % mehr Wohnfläche als mit 43 m² je Person in Deutschland üblich. Im Fall des Einpersonenhaushalts ist die Abwägung zwischen vollständigem Funktionsangebot und dadurch entstehendem Flächenverbrauch eine entscheidende Entwurfskomponente. Die in drei Raumschichten gegliederte Wohneinheit bietet ein vollständig räumlich getrenntes Funktionsangebot.und Nachtnutzungen. ist hier im Erdgeschoss über einen begehbaren Schrank gelöst. das heißt das Verschmelzen von Individualraum mit den kommunikativen Bereichen einer Wohnung zu einem Allraum. Trotz verbesserter Geräte und Heiztechnik führt unter anderem diese Entwicklung zum weiteren Anstieg des Energieverbrauchs von privaten Haushalten in Deutschland. der häufig in kleinen Wohnungen wenig Raum findet. es werden grundlegend die selben Anforderungen an das Wohnen gestellt. durch die gleichzeitig erschlossen wird. wobei im Erdgeschoss neben dem Schlafbereich auch alle dienenden Funktionen angeordnet sind.

5 m² Individualräume 1 Orientierung II 63 .Bewohneranzahl [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Wohnfläche 38.5 m² Außenraum 4.

Grundriss [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Wohnfläche 23.3  m² Außenraum 6.9 m² Individualräume 1 Orientierung I 64 .

4 m² Außenraum 11.Bewohneranzahl [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Wohnfläche 52.7 m² Individualräume 1 Orientierung I 65 .

der den ungestörten Rückzug eines Bewohners möglich macht. Die kommunikativen und gemeinsamen Bereiche der Wohnung sollten zu den individuellen. Die Wohnung im Hansaviertel-Wohngebäude von Egon Eiermann [019] zeigt auf knapp 50 m² eine Funktionsverteilung in einen Wohn. Das Erschließen der Wohnung über einen Flur ermöglicht einen direkten. das heißt eine synergetische. Der Sanitärbereich ist dem Individualraum zugeordnet. ungestörten Zugang zum Individualraum. Beide Räume sind vom kommunikativen Bereich der Wohnung zusätzlich durch einen Mauervorsprung im Flurbereich so getrennt. Auch hier ermöglicht der Zugang über den Wohnungsflur eine Trennung der beiden gleich großen Individualräume sowie der zwei Sanitärbereiche vom kommunikativen Wohn-. 66 . dass keine gegenseitige Störung erfolgt. Das Projekt von Kuhn Fischer Partner Architekten in Oberwil bei Zug [020] stellt mit 76 m² Wohnfläche den klassischen Wohngrundriss für eine nachhaltige und leistungsfähige Wohnnutzung dar.Grundriss Zwei Bewohner Ab zwei Bewohnern beginnt das gemeinsame Wohnen.und Essbereich mit offener Kochsituation sowie einen zusätzlichen Individualraum.und Essbereich in einem Maße. noch individuell oder schon durch beide gemeinsam genutzt werden. steht außer Frage. Die Funktionsreduktion auf den Allraum ist in dieser Kategorie daher nur noch für Lebenspartnerschaften vorstellbar und auch dann fehlt der persönliche Rückzugsbereich des Einzelnen beziehungsweise ein Gästebereich. Dass dieser jeweils von einer Person oder von einem Paar genutzt werden kann. Das Gäste-WC ist dabei dem Eingang und den kommunikativen Bereichen der Wohnung zugeordnet. Daher stellen wir in diesem Kapitel nur Grundrisse mit mindestens einem Individualraum vor. gemeinschaftliche Nutzung von einzelnen Funktionen. privaten Bereichen im günstigsten Fall räumlich so angeordnet werden. Koch. je nach persönlicher Beziehung der Bewohner. die stufenweise. das eine privatere Erschließungszone entsteht.

Bewohneranzahl [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Wohnfläche 49.4 m² Individualräume 1 Orientierung II 67 .3 m² Außenraum 6.

0 m² Außenraum 7 .1 m² Individualräume 2 Orientierung II 68 .Grundriss [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Wohnfläche 76.

mit im Durchschnitt 8. was neben den flächenoptimierten Individualräumen. Das Wissen um einen effizienteren Umgang mit Energie. Ab drei Nutzern reduziert damit eine gemeinsame Nutzung des Koch-. Die interne Erschließung der Geschosswohnung erfolgt über den kommunikativen Bereich.und Sanitärbereichs sowie der Erschließungs. Über diesen gemeinsamen Raum wird die Wohngemeinschaft gleichzeitig zentral erschlossen. Ab drei Individualräumen ist zudem eine Anzahl erreicht. Essen und Entspannen. werden von je zwei Studierenden aus ihren Individualräumen heraus genutzt. 69 . Ressourcen und zuletzt auch Fläche in Mehrpersonenhaushalten sollte allerdings angemessen in der eigenen Entwurfsarbeit Berücksichtigung finden. Die durchschnittliche Wohnfläche von Haushalten ab drei Personen liegt heute bei 28. Der kompakte Flur erschließt neben den Individualräumen den Wohnund Essraum mit angeschlossenem Kochbereich. wie schon angedeutet. Brendeland & Kristoffersen gliedern in Trondheim [022] die 116 m² große Wohnung in zwei Zonen: An einer kommunikativen Spur mit zwei Sanitärräumen reihen sich fünf Individualzimmer.Bewohneranzahl Drei und mehr Bewohner Die Zahl der Drei. Die zwei Sanitärbereiche. jeweils zwischen Gemeinschaftsfläche und Individualräumen angeordnet. zu dem geringen Flächenverbrauch von 25 m² je Person führt. mit unterschiedlichen Faktoren zu tun: eine alternde Gesellschaft sowie individuelle Wohnvorstellungen unterschiedlicher Generationen finden im seltensten Fall noch im Modell von Mehrgenerationenhaushalten ihre Wohnwünsche repräsentiert. Die Sanitärräume zonieren den langen Kommunikationsbereich zusätzlich und bieten darüber verschiedenen Nutzungen Raum. Auf 87 m² schlagen Baumschlager Eberle in Dornbirn [021] eine effiziente und gut zonierte Grundrissstruktur vor.5 m² Wohnfläche.und Lagerflächen den Flächenverbrauch je Person um durchschnittlich rund ein Drittel. Die folgende Auswahl beschränkt sich hier auf „gemäßigte“ Referenzbeispiele. Die Individualräume sind flächenoptimiert geplant und möbliert und entsprechen mit rund 11m² Wohnfläche der temporären Nutzungsdauer.und Mehrpersonenhaushalte ging in den letzten zehn Jahren stetig zurück. Den drei Individualräumen werden die Sanitärbereiche vis-à-vis über den Flur zugeordnet. Wohn.5 m² je Person. Dies hat. die von maximal vier Bewohnern genutzt werden kann. Im Studentenwohnheim Casa dell`Accademia in Mendrisio [023] teilen sich vier Bewohner einen rund 40 m² großen Bereich zum gemeinsamen Kochen. die auf einem stimmigen Verhältnis von kommunikativer zu individueller Fläche basieren. Ess-. die einen seriellen Umgang im Entwurf mit dem notwendigen Individualraumangebot erlaubt.

0 m² Individualräume 3 Orientierung III 70 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Wohnfläche 87 .

0 m² Individualräume 6 Orientierung III 71 .Bewohneranzahl [022] Brendeland & Kristoffersen Strandveien Trondheim (NO) Wohnfläche 115.8 m² Außenraum 0.

Grundriss [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendrisio (CH) Wohnfläche 94.9 m² Individualräume 4 Orientierung II 72 .8 m² Außenraum 27 .

Wohnungsgröße 73 .

Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-Kerschensteiner-Straße. Kleinst-Wohnungen | XS [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße. M. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Standard-Wohnungen | S. Basel (CH) Luxus-Wohnungen | XL [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. Berlin (DE) 76 79 83 74 . Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende. L [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-Rupprecht-Straße. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch-Ring. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße.

die nur jeweils circa die Hälfte von diesem Betrag beanspruchen.5 m²  pro  Jahr. da die tatsächliche Bewohnerzahl von der geplanten häufig abweicht. Die durchschnittliche Wohnungsgröße wird derzeit mit circa 87 m² angegeben. Allgemein üblich ist die Definition über die Wohnfläche. In der Summe entwickeln diese Informationen jedoch eine erste Vorstellung von der Wohnung. obwohl dieser Zusammenhang alles andere als zwingend ist. Verschiedene Ansätze der Definition der Wohnungsgröße bieten sich an. Entsprechend waren die Wohnbauförderprogramme und -standards ausgelegt. Der durchschnittliche Flächenanspruch pro Kopf in Deutschland betrug im Jahr 2007 rund 43 m² mit einem anzunehmenden Wachstum von circa 0. 75 . wenn man die unterschiedlichen Ausbauqualitäten zunächst einmal ausblendet. Durch die unmittelbare Verknüpfung der Verkaufs. Aussagen wie „2. sondern auch unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Größe das zentrale Merkmal einer Wohnung. worin genau der Mehrwert bei zunehmender Größe besteht. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stand zunächst die Erfüllung des minimalen Wohnbedarfs im Vordergrund. zum Beispiel Nahrungsmittel oder der PKW.Wohnungsgröße Einleitung Nicht nur im repräsentativen Sinne. wie schon erwähnt.5-Zimmer-Wohnung“ verraten nur wenig über die tatsächliche Wohnungsgröße oder deren Funktionalität. Die Thematik der Wohnungsgröße und des Wohnungsbauentwurfs steht in engem Zusammenhang mit seiner historischen Entwicklung. Dem gegenüber stehen. Diese Angabe ist jedoch relativ unpräzise.und Mietpreise mit der Wohnfläche werden die Wohnfläche und der Wert gleichgesetzt. die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) genau ermittelt werden kann. das heißt die Anzahl der Bewohner statt. Die daraus resultierenden Kenngrößen haben teilweise bis heute in Form von noch gültigen Richtlinien und Vorschriften Einfluss auf den Wohnungsbau. Damit wird die Wohnungsgröße meist als das entscheidende Qualitätskriterium wahrgenommen. In den Beispielen soll das Spektrum von der Kleinstwohnung über die gemäßigten Standardwohnungsgrößen bis hin zum Luxuswohnen dargestellt werden. Interessant zu beobachten ist dabei. Eine weitere typische Definition der Wohnungsgröße findet über die Haushaltsgröße. Ähnliches gilt für die am Wohnungsmarkt typische Einordnung über die Anzahl der Räume oder Zimmer. Etwa 30 % des Nettohaushaltseinkommens werden in dieses Produkt investiert. Das Wohnen hat sich jedoch von einer existentiellen Notwendigkeit zu einem zentralen Konsumprodukt weiterentwickelt.

Das Spektrum der Ansätze reicht von einfachsten Bauten aus Papierwerkstoffen bis hin zu hochintegrierten technischen Lösungen.65 m Kantenlänge werden durch die multifunktionale Einrichtung verschiedenste Nutzungskonstellationen inklusive dem Aufenthalt von mehreren Gästen möglich. Eines der jüngsten Projekte in diesem Themenfeld sind die O2-Studentenwohnhäuser [024] in München. Spätestens seit dem CIAM-Kongress von 1930. der sich mit der Frage nach der „Wohnung für das Existenzminimum“ auseinandersetzte. In einem Würfel mit 2. 76 . die im Transportzustand kompakt ist und im Wohnzustand durch das streichholzschachtelartige Her­ ausziehen eines Raumteils auf die doppelte Größe erweitert werden kann. Die Mehrfachnutzung der Räume beziehungsweise des einzigen Raums für die unterschiedlichen Wohnfunktionen wie zum Beispiel Schlafen. Bei der Entwicklung dieser Wohnungstypen sind neben der reinen Konstruktion die Themen der Vorfertigung. Der heutige Bedarf an dieser Wohnform besteht entweder aus einem experimentellen Interesse oder der Einsatzmöglichkeit für verschiedene Krisengebiete.Grundriss Kleinst-Wohnungen | XS Ein besonderes. Die einzelnen Würfel können zu verschiedenen städtebaulichen Konstellationen angeordnet und gestapelt werden. gerade im akademischen Kontext sehr beliebtes Feld der Auseinandersetzung im Wohnungsbau ist die Kleinstwohnung. Kochen oder Arbeiten wird meist über multifunktionale Einbauten erreicht. indem es eine Minimalwohneinheit konzipiert. gehört die auf das Wesentlichste reduzierte Wohnform zu einem wichtigen Aufgabenfeld der Architekten. Durch die Notwendigkeit der Verdichtung der einzelnen Wohnfunktionen auf minimalem Raum ist die entwerferische Auseinandersetzung immer auch stark von konstruktiven Aspekten geprägt. Das Projekt von Johannes Kaufmann [025] setzt sich mit der Frage von Mobilität und Größe auseinander. Logistik und Mobilität von zentraler Bedeutung.

0 m² Individualräume 1 Orientierung IV 77 .7 m² Außenraum 0.Wohnungsgröße [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Wohnfläche 5.

0 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 78 .0 m² Außenraum 0.Grundriss [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Wohnfläche 17 .

Die Zweipersonenhaushalte haben einen Anteil von derzeit 34 % am Wohnungsmarkt und beanspruchen eine durchschnittliche Wohnfläche von circa 94 m². bei denen der bewusste Umgang mit dem Flächenverbrauch innerhalb der Dimensionen von Standardwohnungen gut nachvollziehbar ist.Wohnungsgröße Standard-Wohnungen | S. Die Single-Haushalte sind relativ finanzkräftig und leisten sich bewusst die größere Wohnfläche. Als Beispiel dienen drei Projekte. Der Wohnungsmarkt bietet zudem nicht ausreichend kleine und gleichzeitig hochwertige Wohnungen. der bei rund 43 m² liegt. so dass auch in diesem individuelle Beschäftigung möglich wird. Die Gruppe der Einpersonenhaushalte ist mittlerweile mit 39 % am stärksten ausgeprägt. M. L Das statistische Bundesamt ermittelt in regelmäßigen Abständen die Wohnsituation in Deutschland. Der gemeinschaftliche Bereich ist ebenfalls großzügig bemessen und klar gegliedert. Die Haushalte mit drei und mehr Personen haben einen Anteil von 27 % bei einer durchschnittlichen Größe von circa 107 m² (3 Personen). Mit circa 68. Ein weiteres Argument ist ein Mindestflächenbedarf. Die Wohnung [027] im Projekt von Fink + Jocher in Hannover zeichnet sich ebenfalls durch eine kompakte Organisation der Wohnfunktionen für einen Zwei.und Abstelleinheit organisiert. Entgegen der erwähnten Durchschnittsgröße für Einpersonenhaushalte ist die Wohnung im Projekt von Beyer + Dier Architekten [026] um 15 m² kleiner und organisiert dennoch sämtliche Wohnfunktionen zu einer großzügigen und klar gegliederten Wohnung. In den seltensten Fällen wird der Wohnflächenbedarf bei einer Verringerung der Haushaltsgröße angepasst.5 m² Flächenverbrauch liegt diese Haushaltsgröße um mehr als 50% über dem durchschnittlichen Wohnflächenverbrauch. Der Grundriss ist um eine zentrale Diele mit eingestellter Sanitär. Die Wohnung im Schwarzpark-Projekt [028] von Miller & Maranta in Basel ist mit 125 m² ein typischer Vertreter für eine große Standard-Wohnung. der vor allen Dingen über die dienenden Funktionen generiert wird. Verschiedene Faktoren erklären den relativ hohen Flächenverbrauch der Einzelhaushalte. 79 . Drei vollwertige Individualräume bieten Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner. Die Wohnung liegt mit 75 m² knapp 20 m² unter dem statis­ tischen Durchschnitt in dieser Kategorie.bis Dreipersonenhaushalt aus.

5 m² Außenraum 8.3 m² Individualräume 1 Orientierung Il 80 .Grundriss [026] Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE) Wohnfläche 52.

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 81 .0 m² Außenraum 10.Wohnungsgröße [027] Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE) Wohnfläche 70.

0 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 82 .Grundriss [028] Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH) Wohnfläche 125.0 m² Außenraum 17 .

Wohnungsgröße wird hier als direktes Qualitätsmerkmal zu Repräsentationszwecken vermarktet. hat sich das Wohnen von einer zwingenden Notwendigkeit zu einem Konsumprodukt gewandelt. dass im bundesweiten Durchschnitt die Wohnfläche der Einfamilienhäuser lediglich bei 135 m² liegt und dies etwa einer typischen Vierpersonenwohnung entspricht und noch nicht als Luxuswohnen bezeichnet werden kann. Der Typ des Einfamilienhauses repräsentiert dies in besonderer Weise. Luxuswohnen beginnt erst oberhalb der Grenzen. die über die Multiplikation des Flächenanspruchs mit der Nutzeranzahl entstehen. Jedem Bewohner wird im Erdgeschoss ein vollständiges Kleinappartement als Individualraum angeboten. Bei der Attikawohnung am Zürichsee [029] der Architekten burkhalter sumi wird das offene und allseitige Wohnen geradezu inszeniert. der Sanitärbereich ist offen integriert. Obwohl eine Wohnfläche von 230 m² zur Verfügung steht. Das Projekt der Architekten Allmann Sattler Wappner aus München [030] wurde als „Haus der Zukunft“ konzipiert. innerstädtischen Wohnungen zu verzeichnen. Dieses Segment wird jedoch nicht nur im Typus der freistehenden Villa angeboten.Wohnungsgröße Luxus-Wohnungen | XL Wie eingangs beschrieben. Dabei ist es jedoch erstaunlich. sondern gerade in den großen Ballungsräumen ist ein enormer Bedarf an überdurchschnittlich großen. ist nur eine geringe Bewohneranzahl vorgesehen. Vier großzügige Terrassen in allen Himmelsrichtungen stellen jedoch das eigentliche Luxusmerkmal dar. Bei dem städtischen Reihenhaus von Beyer-Schubert Architekten [031] in Berlin erstreckt sich die Wohnung über vier Geschosse und eine großzügige Dachterrasse. Die großzügigen Individualräume sind lediglich über Schiebewände abgetrennt. 83 . Die großzügigen Gemeinschaftsräume befinden sich im darüberliegenden Geschoss und werden zusätzlich über die Terrassen erweitert. Der Luxusaspekt wird durch den offenen Grundriss und die Ateliernutzung deutlich. Wesentliche Eigenschaft der Wohnungen ist dabei nicht die Erhöhung der Anzahl der Individualräume. sondern die großzüge Ausweitung der kommunikativen Flächen. Die Idee besteht in der konsequenten Berücksichtigung des zunehmenden Anspruchs nach Individualität.

4 m² Außenraum 134.Grundriss [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH) Wohnfläche 221.5 m² Individualräume 2 Orientierung IV 84 .

Wohnungsgröße [030] Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Wohnfläche 219.1 m² Individualräume 6 Orientierung IV 85 .3 m² Außenraum 130.

Grundriss [031] Beyer - Schubert Architekten Alice-und-Hella-Hirsch Ring Berlin (DE) Wohnfläche 221.0 m² Außenraum 47 .8 m² Individualräume 3 Orientierung Il 86 .

Veränderbarkeit 87 .

Weimar (DE) Grundrissflexibilität [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Riehen (CH) 90 94 98 88 . Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Wien (AT) Grundrissvariabilität [035] Michael Alder Störzbachstraße. Nutzungsneutralität [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Schettler & Wittenberg Lessingstraße.

sondern gleichzeitig langfristig nachgefragt werden.und Immobilienmarkt bedient darüber hinaus umfangreich sich ändernde Rahmenbedingungen. dass jede Wohnung ein „Alleskönner“ sein muss. Anpassungsfähigkeit kann hier nur auf der Basis von festgelegten Rahmenbedingungen. können auf drei unterschiedlichen Entwurfsansätzen basieren. langfristige Vermarktbarkeit des Wohnraums selbst. Ein dritter Ansatz bezieht sich auf die äußere Flexibilität von Wohneinheiten. Nachhaltig nutzbare Grundrisse. zum Beispiel gleichbleibender Wohnungsgröße. sondern wird von einer zusätzlichen Vielfalt an nutzerspezifischen Faktoren verursacht. Alle drei Entwurfsvarianten basieren auf einer Grundstruktur. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderbarkeit meint nun allerdings nicht. Die daraus resultierende pluralisierte Wohnraumnachfrage entsteht jedoch nicht nur durch unterschiedliche Lebensformen. die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen. Zum einen kann eine nutzungsneutrale Grundrisskonzeption unterschiedlichen Nutzungsszenarien gerecht werden. Ein dif­ ferenziertes Angebot am Wohnungs. geplant werden. 89 . Die Auseinandersetzung mit dem Zweitnutzer ist also ebenso relevant wie das Wissen um die sich ändernden Ansprüche durch ein und denselben Bewohner. Dem Modell „Familie mit leiblichen Kindern“ steht heute eine große Zahl anderer Lebensmodelle gegenüber. sondern auch um eine stabile. zum anderen ermöglicht eine geplante baulichräumliche Variabilität eine Veränderung der Raumstruktur selbst. In beiden Fällen mindert das Nachdenken über die Veränderbarkeit des Grundrisses und eine mögliche Nachnutzung das Investitionsrisiko. im Sinne von wachsenden und schrumpfenden Wohnungen wird dabei die eigene Wohnfläche effektiv verändert. Dabei geht es nicht nur um das Erfüllen der Wohnbedürfnisse eines Nutzers über einen längeren Zeitraum – immerhin wird in einer Mietwohnung in Deutschland durchschnittlich zwölf Jahre lang gewohnt –.Veränderbarkeit Einleitung Der Entwurf von nachhaltig nutzbaren Wohngrundrissen ist eine besondere Herausforderung für den Entwerfer. die zu einer unpräzisen und vor allem nicht vergleichbaren Kategorisierung führen. der nach dem Single-Dasein Platz für heranwachsende Kinder bietet und im Anschluss die Abtrennung eines separaten Appartements für Service und Pflege gestattet. Dieses Risiko ist im Laufe der letzten Jahrzehnte im Zuge der gesellschaftlichen Individualisierung gewachsen. deren Veränderbarkeit geplant wird und die durch den Nutzer und dessen Wohnverständnis individuell interpretiert werden kann. Ein nachhaltiger Entwurfsansatz ist dabei ebenso entscheidend für den individuellen Eigentumserwerb wie für die Schaffung von Wohnraum durch private und öffentliche Wohnversorger.

an der Fassade angeordnete Erschließungsspur mit Schiebetüren verbunden. der durch eine variabel nutzbare Möblierung alle Wohnfunktionen parallel oder nacheinander im selben Raum aufnimmt. dass in ihrer Größe neutrale Raumangebote unterschiedliche Nutzungs­ szenarien eher bedienen als in Größe und Funktionsanordnung spezifische und hierarchisierte Raumkonzepte. Das Angebot folgt dabei der Auffassung. Unterschiedlichen Wohnbedürfnissen soll durch gleichwertige.oder Hobbyfläche vorstellbar. Die Grundrissanordnung ermöglicht zum Beispiel eine Nutzung der Räume im Südosten als Arbeitsbereich. Zusätzlich zum großzügigen Außenraum am Wohn. die ein stufenweises Zuschalten der Räume zum kommunikativen Bereich der Wohnung ermöglichen. Im Lebenszyklus einer Wohnung ändern sich zum Teil mehrfach die Bedürfnisse ihrer Bewohner. die eine Mindestmöblierbarkeit für verschiedene Nutzungen zulassen. Gäste. der auch den Empfang von Kunden gestattet. Jeweils zwei gleichwertige Individualräume umschließen den kommunikativen Bereich der Geschosswohnungen am Steinacker in Zürich [033] von Hasler Schlatter Partner.Grundriss Nutzungsneutralität Mit nutzungsneutralen Grundrissen wird nicht nur auf pluralistische Nachfragen am Wohnungsmarkt reagiert. Das Projekt [032] in Nüziders von Baumschlager Eberle basiert auf dieser Grundüberlegung. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Nachnutzung beziehungsweise Zweitnutzung dar. Beide Raumpaare werden über einen Flur erschlossen. Ein zentraler Zugang sowie die mittig angeordnete Erschließungszone gestatten. Die Individualräume sind zusätzlich zum individuellen Zugang vom Flur durch eine innere. an dem jeweils auch ein Sanitärbereich angeordnet ist. über eine gleichwertige Raumstruktur aller Wohnfunktionen bis zum Ein-Raum-Grundriss. durch eine Wohngemeinschaft von drei Personen oder durch zwei Bewohner mit 90 Bedarf für zusätzliche Arbeits-. sondern ein zweiter wesentlicher Aspekt entscheidend berücksichtigt: Wohnen ist keine Momentaufnahme und eine Wohnung keine gebaute Bestandsaufnahme einer Lebensphase. bis auf die fixierte Badzelle. Das Spektrum von nutzungsneutralen Grundrissen reicht von gleichwertigen Individualräumen.und Essbereich wird den vier Individualräumen jeweils ein schmaler Austritt zugeordnet. die durch Schiebewände voneinander getrennt werden können. . eventuell mehrfach zugängliche Räume entsprochen werden. So ist zum Beispiel bei drei gleich großen Individualräumen und entsprechender Zonierung des Gesamtgrundrisses eine Nutzung durch eine Familie mit zwei Kindern. Die Geschosswohnungen in der Grieshofgasse in Wien [034] von Helmut Wimmer bestehen aus vier gleichwertigen Räumen. jeweils eine freie Anordnung der Wohnfunktion durch den Nutzer.

1 m² Außenraum 17 .Veränderbarkeit [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT) Wohnfläche 120.5 m² Individualräume 3 Orientierung II 91 .

Grundriss [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 133.6 m² Individualräume 4 Orientierung II 92 .2 m² Außenraum 24.

Veränderbarkeit [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT) Wohnfläche 90.0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung II 93 .2 m² Außenraum 0.

Jahrhunderts eine gängige Bauweise (plan libre). wenn überhaupt. der verschiedensten Wohnformen entsprechen kann. je nach Nutzerbedarf. Mit einer minimalen Raumaufteilung von drei beziehungsweise einer maximalen Unterteilung von neun Räumen weist die 120 m² große Wohnung eine hohe Leistungsfähigkeit auf. Sämtliche Innenwände können ansonsten durch den Nutzer frei positioniert werden. Die zwei angebotenen Räume können dabei aufgrund ihrer jeweils zwei Zugänge in bis zu vier Räume unterteilt werden.und Abstellfunktion sowie der Küchenanschluss wurden in den Geschosswohnungen in Leipzig von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner [036] fest eingebaut. in der Praxis häufig lediglich einmal statt und zwar zu Beginn der Nutzung. Die an beiden Belichtungsseiten vorgelagerten Loggien garantieren jedem der vier Räume einen individuellen Außenbereich. war das Trennen beziehungsweise Zusammenlegen von Räumen. ist seit dem Beginn des 20. wodurch sowohl ein offener Allraum als auch bis zu sechs kleine Zimmer in der 98 m² großen Wohnung möglich werden. damit alle Wohnfunktionen in sämtlichen Grundriss­ konstellationen zugänglich sind. Mögliche Wandachsen sind über drei Anschlussmöglichkeiten von Trennwänden entlang der Fensterfronten vordefiniert. das dem Erstnutzer eine flexible. langfristig sichere Investition vorhält. Das Projekt zeichnet sich durch einen hohen Grad an Grundrissvariabilität aus. 94 . Die Lage der Treppe sowie ein obligatorischer zweiter Zugang bei jeder Wohneinheit ermöglichen zudem eine spätere Trennung von Erdgeschoss und Obergeschoss in zwei separate Wohneinheiten. Ausgangspunkt des Entwurfs von Michael Alder [035]. Die Entwicklung von Flachdecken aus Stahlbeton. der als experimenteller Wohnungsbau im Zuge der IGA ‘93 in Stuttgart entstand. Der Umbau der Struktur findet. die durch regelmäßig angeordnete Stützen und aussteifende Kerne eine freie und von der Statik unabhängige Raumkonfiguration ermöglichen. gesetzt werden. Ausgangspunkt dieser Anpassungsfähigkeit ist die Trennung von Tragwerk und Ausbaustruktur des Projekts.Grundriss Grundrissvariabilität Variabilität des Grundrisses meint die Anpassung einer Raumstruktur an geänderte Nutzerbedürfnisse durch das freie Verändern von Wandpositionen. Die zum Teil umfangreichen baulichen Eingriffe führen häufig dazu. dass Grundrissvariabilität zum reinen Verkaufsargument verkommt. Lediglich der mittige Kern mit Sanitär. Auch in den Wohnungen der Siedlung Lessingstraße in Weimar [037] können zwischen fixen Betonschotten Trennwände variabel. Neben dieser statischen Unabhängigkeit bedarf es eines sinnvollen Erschließungssystems.

2 m² Individualräume 1 - 2 Orientierung II 95 .6 m² Außenraum 25.Veränderbarkeit [035] Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE) Wohnfläche 79.

Grundriss [036] HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffingerstraße Leipzig (DE) Wohnfläche 97 .0 m² Individualräume 1 - 3 Orientierung III 96 .8 m² Außenraum 0.

6 m² Außenraum 12.Veränderbarkeit [037] Walter Stamm-Teske. Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE) Wohnfläche 119.0 m² Individualräume 3 - 6 Orientierung II 97 .

durch langfristige Veränderungsintervalle aus. Der Eingriff bedeutet bei vollständiger Trennung der beiden unteren Geschosse vom obersten Geschoss aller­ dings den Rückbau der Treppe sowie den nachträglichen Verschluss der Decken­ ebene. Bei der dreigeschossigen Wohneinheit in der Siedlung Vogelbach [039] entsteht Grundrissflexibilität durch einen zweiten Zugang zur Wohneinheit im 2. nutzungsneutrale Räume sowie den zweiten möglichen Zugang ein hohes Maß an Nutzungsflexibilität. sondern es bedarf einer kontinuierlichen Nutzerkoordination. Dabei reichen nicht nur eingeplante bauliche Sollbruchstellen in der Gebäudestruktur. Auf Kosten der einen kann eine andere Wohneinheit vergrößert oder verkleinert werden. dienender Schicht.Grundriss Grundrissflexibilität Grundrissflexibilität meint die Erweiterung oder Verringerung der Wohnfläche durch Zusammenlegung. Obergeschoss. Die Grundrisse beziehen ihre Anpassbarkeit also aus dem effektiven Zuschalten beziehungsweise Verzicht von Raum und Fläche. Unter einer aktiven Einbeziehung der Bewohner in die Projektplanung realisierten ADP Architekten in Zürich [038] das Projekt Hellmutstraße. Erschließungsund Kochschicht sowie einer weiteren Zimmerschicht mit separatem Zugang. Zimmerschicht mit zwei Erschließungsspuren. Zumindest im verdichteten Wohnungsbau fordert diese Veränderung immer Interaktion. Die Wohnungen basieren auf einer klaren Schichtung von Außenraum. Grundrissflexibilität zeichnet sich im Unterschied zur Grundrissvariabilität. Auch ohne diese Maß­ nahme bie­­ tet der Grundriss durch gleichwertige. 98 . Diese Gliederung ermöglicht durch Öffnen oder Trennen der Individualraumfolge ein variables System aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen. das heißt dem Versetzen von Trennwänden oder dem Öffnen beziehungsweise Schließen verschiebbarer Elemente. Zuschalten. Dadurch können die Räume dieses Geschosses abgetrennt und separat genutzt werden. Anbauen oder Abtrennen von Räumen oder Gebäudeteilen.

7 m² - 45.9 - 225.0 m² Individualräume 1 - 4 Orientierung II 99 .7 m² Außenraum 4.Veränderbarkeit [038] ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH) Wohnfläche 44.

Grundriss [039] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 39.2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 2 - 4 Orientierung II 100 .6 - 119.

Orientierung 101 .

Basel (CH) 117 102 . Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße. Dresden (DE) 112 Zweiseitige Orientierung [046] Norbert Post . Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Breda (NL) 104 Sonderformen Orientierung [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Den Haag (NL) 121 Dreiseitige Orientierung 108 [043] Daniele Marques Dreilindenstraße. Bezau (AT) [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse.Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Vierseitige Orientierung [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Weilheim (DE) Einseitige Orientierung [050] Johannes Kaufmann Brugg.

und Wärmeschutzes eine Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Orientierung. Größe und Lage der Öffnungen hat damit nicht nur den Zweck der ausreichenden Belichtung. Heute ist die Nutzung der Räume multifunktionaler. Ein weiteres Kapitel betrachtet neben der Orientierung von Wohnraum nach „außen“ verschiedene Sonderbelichtungsformen nach „innen“ . Tag.Orientierung Einleitung Die Wohnungsorientierung wird häufig im Zuge der städtebaulichen Konzeption eines Projekts festgelegt. wurde das Raumprogramm eindeutig Himmelsrichtungen zugeordnet. gemeint. kommunikative Bereiche aufgrund ihrer intensiveren Tages. Luft und Sonne definierte. Das Wissen um die direkte Abhängigkeit der Orientierung und Gebäude. sondern auch der sorgfältig geplante Bezug zum Außenraum. Gerade Ressourcen sparende Energiestandards für Gebäude beruhen immer auch auf einer entsprechenden Ausrichtung der Gebäude selbst. So ist es zum Beispiel angebracht. Auch eine Inszenierung des Lichteinfalls und daraus resultierenden Schattenspiels kann zum Entwurfsgegenstand werden. sondern beeinflusst die Art des Wohnens zu einem wesentlichen Teil. In der Moderne. Mit der Fassadenplanung findet also die Auseinandersetzung des Entwurfs mit dem Übergang zwischen Privatheit der Wohnung zur Öffentlichkeit davor und umgekehrt statt.beziehungsweise Wohnungstiefe als auch die grundlegende Disposition der Wohnfunktionen im Grundriss basieren zu einem entscheidenden Teil auf dem Orientierungsaspekt und der Anzahl der Belichtungsseiten. Sowohl die Gebäude. Mit dem Grundrissaspekt Orientierung ist jedoch nicht nur eine ausreichende Versorgung aller Wohnräume mit Tageslicht. In deren Ergebnis stehen sowohl die Gebäudestruktur als auch die Gebäudeausrichtung fest. 103 . Gleichzeitig spielen die Themenfelder der Lüftung. Gleichzeitg kann im seltensten Fall im städtischen Kontext von einer idealen Orientierung der zu planenden Wohngebäude ausgegangen werden.und Nachtbereich und damit monofunktionale Räume zum Wohnen und Schlafen wurden definiert. die die Standards des Massenwohnungsbaus mit ausreichend Licht. nach wie vor müssen sie aber überlegt angeordnet werden. Das Kapitel gliedert sich in fünf mögliche Orientierungsvarianten: Begonnen bei der vierseitigen Orientierung werden bis zur einseitig orientierten Wohnung die unterschiedliche Anzahl der Belichtungsseiten und die daraus resultierenden Grundrissabhängigkeiten dargestellt. im Sinne des Ausblicks und des Einblicks.beziehungsweise Wohnungstiefe und damit auf einzelne Grundrissentscheidungen hat also bereits einen nicht zu vernachlässigenden Anteil im städtebaulichen Entwurfsprozess. des Schallschutzes sowie des Sonnen. Die Anzahl.und Abendnutzung wenn möglich nach Südwesten zu orientieren.

Bei der Variante der Etagenwohnung wurden die einzelnen Wohnfunktionen rotierend um den Kern angeordnet. Die vier Gebäudemodule von Ryue Nishizawa in Tokyo [041]. zweigeschossige Einfamilienhaus von Bauart [040] wird auf beiden Geschossen durch wenige. Lediglich im Bereich der Sanitärräume musste dabei ein zusätzlicher Erschließungsflur angeordnet werden. auch die häufig im Kern angeordneten dienenden Sanitärfunktionen können hier an die Fassade rücken. alle Bereiche natürlich zu belichten. Die Öffnung im Obergeschoss entlang der Treppe sorgt für einen zusätzlichen Lichteinfall im Erdgeschoss. Gleichzeitig kann dieser Wohnungstyp nahezu Einfamilienhausqualitäten im barrierefreien Geschosswohnungsbau bieten und bedient damit individuelle Wohnwünsche bis ins hohe Alter. Allseitig orientierte Grundrisse werden häufig in freistehenden Gebäuden. die jeweils eine Wohnfunktion aufnehmen.Grundriss Vierseitige Orientierung Die optimale Belichtung über vier Seiten garantiert eine freie Grundrissgestaltung. Dabei bietet die allseitige Orientierung die Chance. Mit vier bewusst gesetzten Fenstern orientiert sich die Wohnung in alle vier Himmelsrichtungen. Das flächenoptimierte. Der Erschließungsaufwand im verdichteten Wohnungsbau mit einer Wohnung je Geschoss ist dabei allerdings extrem hoch. Die allseitig orientierte Wohnung mit einem hohen Öffnungsanteil ist in vier zimmertiefe Grundrissbereiche unterteilt. zwingende Funktionsanordnung im Grundriss entsteht. oder im verdichteten Wohnungsbau als Penthouse beziehungsweise als gestapelte Wohneinheiten geplant. reagieren mit großflächigen Öffnungen in jedem Geschoss unterschiedlich auf den städtischen Kontext. 104 . die als gestapelte Räume konzipiert wurden. großzügige Öffnungen belichtet. das heißt Einfamilienhäusern. Xaveer de Geyter organisiert die großzügige Geschosswohnung in Breda [042] um einen zentralen Erschließungskern aus Lift und Treppenraum. ohne dass eine bestimmte. Aufgrund der zwei geplanten Eingangstüren kann die Wohnung auch als Zweispänner organisiert werden. Mit einem häufig hohen Öffnungsanteil und weniger massiven Außenwandflächen erfüllen diese Wohnungstypen das vermarktungsrelevante Qualitätskriterium nach lichtdurchfluteten Räumen. Lediglich die Treppe sowie im Erdgeschoss ein Sanitär. Daher werden Wohnungen mit allseitiger Orientierung vorwiegend im Luxussegment umgesetzt und angeboten.und Abstellbereich gliedern die ansonsten freien Geschossebenen.

0 m² Individualräume 2 Orientierung IV 105 .0 m² Außenraum 0.Orientierung [040] Bauart Architekten mobiler Standort Wohnfläche 66.

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 106 .Grundriss [041] Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP) Wohnfläche 77 .5 m² Außenraum 0.

Orientierung [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL) Wohnfläche 298.8 m² Außenraum 21.8 m² Individualräume 3 Orientierung IV 107 .

Nach dem Betreten der Wohnung durch die beschriebene Raumschicht öffnet sich ein in drei Himmelsrichtungen orientierter kommunikativer Bereich. Obergeschoss wird diese Schicht bis an die Fassade geführt und natürlich belichtet. um jeden Bereich natürlich zu belichten.Über die vorgeschaltete Diele gelangt man in alle Räume. das um eine zusätzliche Fassadenseite ergänzt wurde. Großzügige Verglasungen versorgen den langgestreckten Raum mit Tageslicht. Über die Gebäudeseiten werden die Individualräume natürlich belichtet. Die zweite Schicht wird über die Individualräume gebildet und öffnet sich von Osten nach Westen in drei Himmelsrichtungen. Auch im Lukasareal in Dresden von Thomas Müller und Ivan Reimann [045] wird die Geschosswohnung zentral erschlossen. Gerade bei der Grundrissorganisation des Doppelhauses ist oft die Verwandtschaft zum Reihenhaus zu spüren. Die Doppelhäuser von Daniele Marques in Luzern [043] folgen einer klaren Grundrissstruktur. 108 . Die Küche sowie der Wohn. Die Individualräume sind nach Süden beziehungsweise nach Norden orientiert. die auf der Gliederung in zwei Längsschichten beruht. Die Öffnungsmöglichkeit nach drei Seiten bietet dabei ähnliche Belichtungs.und Orientierungsqualitäten wie eine allseitig belichtete Wohnung. Im Souterrain und im 1. wodurch im Unterschied zum Reihenhaus tiefere Grundrisse möglich werden. Sowohl die Souterrainräume als auch der Sanitärbereich im Erdgeschoss sowie die Kochecke können dadurch von Süden natürlich belichtet werden. über klare Funktionsschichten bis zur Reihung der Wohnfunktionen entlang der Fassade. Die Positionierung der Wohnfunktionen im Grundriss mit drei möglichen Belichtungsseiten bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten. Wo im verdichteten Wohnungsbau der Wohnungseingang angeordnet ist. Der private Außenraum setzt anschließend konsequent den kommunikativen Bereich nach außen fort.Grundriss Dreiseitige Orientierung Dreiseitig orientierte Wohngrundrisse sind häufig in Doppelhäusern oder als Kopfwohnungen von Wohnzeilen angewendete Wohnungstypen. den Eingangsbereich und die Verkehrsflächen des Hauses auf. definieren Doppelhäuser ihre Brandwand und Abgrenzung zum Nachbarn. In der Geschosswohnung von pool Architekten [044] in Zürich wurden die Individualräume sowie der Sanitärbereich entlang der Wohnungstrennwand angeordnet. Die innere Schicht nimmt dabei die längs liegende Treppe.und Essbereich orientieren sich zum privaten Außenraum in Richtung Westen. Die Öffnungen in der Längsseite der Gebäude lassen damit auch die natürliche Belichtung und Belüftung der Wohnfunktionen im Kern der Gebäude zu.

Orientierung [043] Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH) Wohnfläche 183.5 m² Individualräume 4 Orientierung III 109 .5 m² Außenraum 38.

0 m² Außenraum 34.0 m² Individualräume 2 Orientierung III 110 .Grundriss [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Wohnfläche 82.

7 m² Außenraum 19.Orientierung [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Wohnfläche 81.8 m² Individualräume 2 Orientierung III 111 .

einen offenen kommunikativen Bereich über die gesamte Gebäudetiefe anzuordnen und diesen damit in zwei Himmelsrichtungen zu orientieren. 112 . In Laufenburg entwickelten burkhalter sumi architekten [048] Geschosswohnungen. Die Alternative. Nord-süd-orientierte Wohnungen oder Gebäude haben aufgrund lediglich einer direkten Besonnungsseite meist eine geringere Gebäudetiefe (zwischen 7 m bis 10 m) als ost-west-orientierte. Die Tiefe von ost-westorientierten Wohnungen liegt üblicherweise bei 10 m bis 14 m. Die drei Individualräume sind nach Osten. Das zweigeschossige. der Wohnund Essbereich nach Westen orientiert. nord-süd-orientierte Reihenhaus in Herdecke von Post und Welters [046] wurde auf einer flächenoptimierten Grundfläche geplant und setzt sich aus zwei unterschiedlich tiefen Raumschichten zusammen. In den Kopfwohnungen der Wohnanlage in Weilheim von Fink + Jocher [049] wird die Übereck-Situation für eine zweiseitige SüdOst-Orientierung des kommunikativen Bereichs genutzt. ein Individualraum sowie der Sanitärbereich orientieren sich nach Süden. die den Sanitär. Stehen zwei Belichtungsseiten zur Verfügung. Im Geschosswohnungsbau werden die beiden Öffnungsseiten von Wohnungen sowohl übereck als auch vis-à-vis angewendet.und Küchenbereich aufnimmt. bietet dagegen den Raumsituationen nur eine Blickrichtung und Besonnungssituation. hat die jeweilige Orientierung wesentlichen Einfluss auf die Gebäudetiefe. erschlossen werden. Der Zugang und Erschließungsbereich. der Sanitärbereich ist im Kern angeordnet. Der Wohn- / Essbereich. das heißt den individuellen Bereich und den kommunikativen Bereich jeweils an einer Belichtungsseite anzuordnen.Grundriss Zweiseitige Orientierung Zweiseitig orientierte Wohnungen zählen im Neubau auch aufgrund einer in der Regel wirtschaftlichen Erschließung zu den am häufigsten geplanten Wohnungstypen. die Küche sowie ein weiterer Individualraum im Obergeschoss sind nach Norden orientiert. Hier können über zwei gleichwertige Besonnungsseiten die kommunikativen und individuellen Raumschichten zu beiden Seiten angeordnet werden. Parallel dazu wurden zwei Individualräume mit zwischengeschaltetem Sanitärbereich angeordnet. Die Individualräume und der Kochbereich orientieren sich nach Osten. Zweiseitig orientierte Wohnungen bieten die Möglichkeit. der die gesamte Wohnungstiefe ausnutzt. Gerade für nord-südorientierte Wohnungen stellt dies allerdings eine geeignete Grundrissorganisation dar. die über einen kommunikativen Bereich. gegliedert. Neben der Erschließung aus einem externen Treppenhaus können sie auch am Laubengang angeordnet werden. Die ost-west-orientierte Wohnung von Delugan Meissl Associated Architects in Wien [047] wird durch eine mittig angeordnete Servicezone.

0 m² Außenraum 9.Orientierung [046] Norbert Post .Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Wohnfläche 76.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 113 .

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 114 .0 m² Außenraum 14.Grundriss [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Wohnfläche 93.

Orientierung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Wohnfläche 59.0 m² Außenraum 8.6 m² Individualräume 2 Orientierung II 115 .

8 m² Außenraum 10.9 m² Individualräume 2 Orientierung II 116 .Grundriss [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Straße Weilheim (DE) Wohnfläche 90.

Auch die einseitig belichteten Geschosswohnungen von Herzog & de Meuron in Basel [052] werden über einen an der Brandwand angeordneten Erschließungsflur organisiert. Ein zweiter Zugang neben der Erschließung des Flurs aus dem Treppenraum führt am Ende des Erschließungsraums in den halböffentlichen Hofbereich der Wohnanlage. Der gerichtete.und Sanitärbereich mit der dafür notwendigen Installation aufnimmt und sich zur kommunikativen beziehungsweise Individualraumschicht öffnet. Alle Wohnfunktionen wurden daran aufgereiht und sind zusätzlich durch eine Außenraumspur über die gesamte Wohnungslänge an der Belichtungsseite der Räume erneut verbunden. wenn möglich.Orientierung Einseitige Orientierung Wohneinheiten an Brandwänden oder mit kleiner Wohnfläche werden unter ökonomischen Aspekten vorzugsweise als einseitig orientierte Wohnungen geplant. An sie grenzt eine Serviceschicht. Einseitig orientierte Geschosswohnungen basieren daher in der Regel auf langgestreckten Grundrissen. wird aus ökonomischen Grün­ den vorwiegend auf tiefe Wohnmodule zurückgegriffen. wie Hotels und Studenten­ wohnheime. Zur natürlich belichteten Raumschicht kann maximal in der unbelichteten Zone eine Erschließungsbeziehungsweise eine Servicespur aus dienenden Funktionen addiert werden. die den Koch. nach Nordwesten orientierte Brandwandwohnungen. 117 . In Paris konzipierte Francis Soler [051] zweigeschossige. Für temporäre Wohn­ formen. einseitige Ausblick kann aber auch für besonders prominente Lagen gewünscht sein und entsprechend inszeniert werden. Die Tiefe einseitig orientierter Wohnungen ist aufgrund der einen Öffnungsseite stark eingeschränkt. Dem Problem der fehlenden Querlüftungsmöglichkeit von einseitig orientierten Wohnungen kann. Die einläufige Treppe ist entlang der Brandwand angeordnet. Die rund 27 m² großen Zimmerboxen des Hotel Extension in Bezau von Johannes Kaufmann [050] werden über einen Laubengang erschlossen und orientieren sich ausschließlich nach Westen. die über die kurze Seite belichtet sowie erschlossen werden. bei denen sich die Wohnfunktionen an der Fassade aufreihen. Sie folgen dem klassischen Grundrisstyp des Hotelzimmers mit innenliegendem Sanitärbereich an der Zugangssituation und dem sich anschließend öffnenden Raum zum Schlafen und kurzfristigen Aufenthalt. die gegebenenfalls über Oberlichter natürlich belichtet wird. über Oberlichter begegnet werden.

Grundriss [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Wohnfläche 26.6 m² Außenraum 7 .2 m² Individualräume 1 Orientierung I 118 .

7 m² Außenraum 0.Orientierung [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Wohnfläche 77 .0 m² Individualräume 2 Orientierung I 119 .

Grundriss [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Wohnfläche 114.2 m² Außenraum 12.5 m² Individualräume 3 Orientierung I 120 .

Der heterogene und dichte Kontext der Wohn­ arche in Wien von Walter Stelzhammer [054] führte zur Konzeption eines mehrgeschossigen introvertierten Patiogebäudes. Herzog & de Meuron können die Geschoss­ wohnungen in einer rund 25 m tiefen Baulücke in Basel [053] nur mithilfe eines Patios im zentralen Wohnbereich ausreichend belichten. Hinter der geschlossenen Außenwand an der Wohnungsrückseite ist die Fluchttreppe des Gebäudes angeordnet. die ein Patio generiert. in denen ausschließlich eine Belichtung über einen Innenhof möglich ist beziehungsweise der Nutzerwunsch nach einem introvertierten Wohnmodel existiert.Orientierung Sonderformen Orientierung Gerade im innerstädtischen Wohnungsbau mit teilweise schwierigen Belichtungssituationen ermöglichen erst zusätzliche Belichtungsformen. Die zwei Individualräume orientieren sich zur Stadt in südwestlicher Richtung. Die Wohnungen selbst werden direkt über den Aufzug erschlossen. Die Dachterrasse im letzten Geschoss bietet dagegen einen öffentlicheren Bezug zum Quartier. Die bewusste Abgrenzung der Öffentlichkeit und ausschließliche Ausrichtung nach innen sollte dabei vor allem die Privatsphäre der Bewohner schützen und reagierte auf die klimatischen Bedingungen. Entlang der nach Südosten vollständig verglasten Fassade sind alle Wohnfunktionen angeordnet. Die kommunikativen Bereiche gruppieren sich um den Patio. Gleichzeitig entsteht ein introvertierter Außenraum. Letztendlich übernimmt der zentrale Patio mit einer Grundfläche von 6 x 3 m die Hauptbelichtung der Wohnung. Es gibt allerdings auch Situationen. entstand jedoch seltener aus städtebaulichen Orientierungszwängen. Tiefe NordSüd-Grundrisse können so durch eine zweite Südfassade. Die zweigeschossigen Gebäude der Teppichsiedlung „Patio-Island“ von MVRDV im Vinex-Areal in Ypenburg [055] werden ausschließlich über einen Patio belichtet. die den Innenhof als zentralen und wichtigsten Wohnbereich ausbilden. gut belichtet werden. Im Obergeschoss ist zusätzlich jedem Indivi­ dualraum eine Dachterrasse zugeordnet. wie zum Beispiel Patios oder Innenhöfe eine ausreichende Versorgung der Wohnungen mit Tageslicht. Im 1. Aus der frühen Geschichte sind Atrium. der gerade im verdichteten Wohnungsbau ein wertvoller Rückzugsraum abseits der pulsierenden Öffentlichkeit ist. 121 . Obergeschoss wird der Wohnhof zum introvertierten Außenbereich der Bewohner. Die langgestreckten Wohneinheiten mit einer Tiefe von 5 m werden über den privaten Innenhof erschlossen. Die viergeschossigen Back-to-Back-Häuser werden neben dem Patio zusätzlich einseitig durch kleine Fenster beziehungsweise Austritte belichtet. in dem auch ein kleiner privater Außenbereich angeordnet ist.und Hofhäuser bekannte Wohntypologien.

Patio 122 .Grundriss [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Wohnfläche 115.7 m² Individualräume 2 Orientierung I.2 m² Außenraum 2.

3 m² Individualräume 3 Orientierung I.Orientierung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Wohnfläche 162. Patio 123 .6 m² Außenraum 53.

7 m² Individualräume 4 Orientierung Patio 124 .Grundriss [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Wohnfläche 144.4 m² Außenraum 164.

Geschossigkeit 125 .

Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. Gifu (JP) 128 131 126 . Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Eingeschossige Wohnungen [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße. Wien (AT) Mehrgeschossige Wohnungen [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein.

Im Vergleich zur eingeschossigen Wohnung bieten Maisonettes. zudem wird der Erschließungsaufwand unverhältnismäßig hoch.Geschossigkeit Einleitung Neben der Größe sowie dem Zonierungstyp spielen bei der Entscheidung für die Geschossigkeit einer Wohnung unter anderem die Gewichtung von Barrierefreiheit gegenüber der Umsetzung vertikaler Raumbeziehungen und verschiedener Wohnniveaus eine Rolle. Dabei muss unter anderem der Aufwand der zusätzlich notwendigen externen Erschließung zur Größe des Gesamtprojekts einkalkuliert werden. sondern vielmehr eine baulich wirksame Zonierung der Funktionsbereiche. Inwieweit drei. Das Ziel ist dabei weniger ein Angebot von wechselnden Niveaus. Dagegen ermöglicht die Funktionsverdichtung von kleinen Wohneinheiten selten eine optimierte Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche auf mehreren Geschossebenen und der zusätzlich notwendige Flächenbedarf für das Treppenelement widerspricht der angestrebten kompakten Grundrisslösung. Daher muss hier die Synergie gesucht werden.und mehrgeschossige Wohneinheiten in diesem Gebäudetyp noch wirtschaftlich sind. Der konstruktive Aufwand von Niveauveränderungen in Geschosswohnungen wird dabei für das gesamte Gebäude wirksam und beschränkt sich nicht nur auf eine einzelne Wohneinheit. Niveauveränderungen sind allerdings auch im Geschosswohnungsbau ein angemessenes Mittel der Raumgestaltung. die Möglichkeit der vertikalen Raumbeziehung sowie das Erlebnis von Ausblick. 127 . Die einschränkte Nachhaltigkeit in der Nutzung mehrgeschossiger Wohnungen durch die Notwendigkeit einzelner Steigungen beziehungsweise einer Treppe zur Erschließung der Geschosse sollte in der Entwurfsphase daher eine entscheidende Rolle spielen. wobei die entstandenen Niveaus zusätzlich durch unterschiedliche Geschosshöhen charakterisiert werden können. Mehrparteienhäuser bestehen vorrangig aus Geschosswohnungen und zweigeschossigen Maisonettes. sollte entwurfsspezifisch abgewägt werden. Ab einer bestimmten Wohnungsgröße ist allerdings eine ausreichende Belichtung aller Wohnfunktionen auf einer Ebene problematisch. Das Verteilen der Wohnfunktionen auf eine oder auf mehrere Ebenen steht jedoch auch in einer Abhängigkeit zur Bauform und dem gewählten externen Erschließungstyp. das heißt mehrgeschossige Wohnformen. wird die mehrgeschossige Raumqualität häufig durch die Einschränkung der Veränderbarkeit des Grundrisses selbst erkauft.und Austrittmöglichkeiten auf unterschiedlichen Geschossebenen. Unterschiedliche Geschosse und Niveaus innerhalb einer Wohnung sollten jedoch nicht unter Vernachlässigung des Aspekts der Barrierefreiheit geplant werden. Da das Bauelement Treppe als starres Gefüge die Veränderung der Grundrissstruktur zu einem wesentlichen Teil verhindert.

Die Kapitel Zonierung und Erschließung beschreiben dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten und deren Besonderheiten. Breite Schiebetüren in Querrichtung sowie Falttüren in Längsrichtung der Wohnung ermöglichen dabei ein flexibles Zusammenschalten der einzelnen Raumschichten. Der erhöhte Bereich kann dem Rückzug dienen. der am Laubengang anliegende ist öffentlicher und lässt bewusst die Kommunikation mit dem Erschließungsraum zu. Im städtischen Kontext findet diese Gebäudeform. Mit bodengleichen Fens­ tern kann zusätzlich jeder Raum. Die Qualität der Grundrissgestaltung eingeschossiger Wohnungen beruht neben der Grundrissdimension und -struktur auf der Disposition der einzelnen Wohnfunktionen und deren Orientierung. Das Grundrissprinzip der Geschosswohnung in Graz von Riegler Riewe [056] beruht auf einem hohen Grad an Nutzungsneutralität. Das Projekt „Miss Sargfabrik“ in Wien von BKK-3 [057] zeichnet sich durch eine Niveauveränderung innerhalb der Geschosswohnung aus. gerade im Siedlungsbau werden häufig eingeschossige Hof. Die ähnlich großen Raumbereiche sind nicht spezialisiert beziehungsweise funktional linear angeordnet. 128 . durch unterschiedliche Geschossniveaus beziehungsweise Geschosshöhen auch eingeschossige Wohnungen räumlich zu differenzieren.und Pavillongebäude realisiert. als Loggia der Wohnung umgewidmet werden. Dadurch wird in der ansonsten offen konzipierten Wohnung eine klare Zonierung möglich. jedoch selten Anwendung. Der Standort und Gebäudekontext stellen zudem wichtige Entscheidungskriterien dar. wodurch beispielsweise eine größere Geschosshöhe den kommunikativen Bereich einer Wohnung im Vergleich zu den individuellen und dienenden Bereichen räumlich betont. Mittels einer Rampe sowie einer langgezogenen Treppe im zentralen Grundrissbereich kann dieser Höhensprung vom Nutzer überwunden werden. Im Luxussegment sind das Penthouse oder die Etagenwohnung im Sinne des privaten Geschosses entsprechend erfolgreiche Konzepte. Eingeschossige Wohnungen können selbstverständlich auch freistehend geplant werden. neben der Qualität der Grundrissstruktur selbst. unter anderem aufgrund ihrer geringen Dichte. die Lage der Wohnung im Gebäude. je nach Nutzerwunsch. sondern folgen einer vielfältigen Vernetzung. Die oberen Etagen eines Gebäudes können in der Regel aufgrund ihrer Aussicht sowie einer zunehmenden Privatheit der Erschließungsbereiche besser vermarktet werden. Bereits erwähnt wurde die Möglichkeit.Grundriss Eingeschossige Wohnungen Ein wesentlicher Aspekt für die Vermarktbarkeit von eingeschossigen Wohnungen ist.

5 m² Außenraum 0.Geschossigkeit [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße Graz (AT) Wohnfläche 66.0 m² Individualräume 3 Orientierung II 129 .

2 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 130 .Grundriss [057] BKK-3 Goldschlagstraße Wien (AT) Wohnfläche 94.

Er sollte eindeutig den Öffentlichkeitsgrad der zu erschließenden Ebene definieren und darüber die Benutzbarkeit dokumentieren. Die überhohen beziehungsweise mehrgeschossigen Bereiche können dabei sowohl an der Fassade angeordnet werden. versetzten Wohneinheit zusammen. Obergeschoss nehmen drei Individualräume und zugeordnete Sanitärräume auf. Obergeschoss der private Außenraum in Form einer Dachterrasse. sondern ermöglichen vertikale Sicht. Eine Brücke im Obergeschoss dieses Moduls erlaubt dabei die Kommunikation zwischen den Ebenen. Alle Raummodule sind über einen Laubengang in jedem Geschoss unabhängig voneinander erschließbar. 131 . zweigeschossige Maisonnettewohnung in Amsterdam von Bosch Architecten [058] ist als offener Grundriss organisiert. Mehrgeschossige Raumgefüge müssen sich nicht zwingend nur durch gestapelte Vollgeschosse auszeichnen. Gerade Flächenoptimierungen führen jedoch häufig zu mehrgeschossigen Wohneinheiten ohne das Erlebnis der vertikalen Raumverbindung. was einen tieferen Lichteinfall im unteren Geschoss ermöglicht. die sämtliche Wohnfunktionen der beiden Geschosse zu einem offenen. In Gifu [060] schaltete Kazuyo Sejima gleichgroße Raummodule zu einer zweigeschossigen.Geschossigkeit Mehrgeschossige Wohnungen Die Anordnung der Wohnfunktionen auf mehreren Geschossen erlaubt das Aus­ bilden von Galerieebenen. Ohne vertikale Raumverbindungen organisiert Joachim Wendt das dreigeschossige Einfamilienhaus in Darmstadt [059]. da über mehr als zwei Geschosse verbundene Bereiche im seltensten Fall eine sinnvolle Grundrissgestaltung erlauben. Hier sollte gewichtet werden. Grundsätzlich stellt die zweigeschossige Verbindung von Räumen die am häufigsten angewendete Lösung dar. Zusätzlich zum Luftraum hat der Treppentyp Einfluss auf die Verbindung zwischen den Ebenen. Die 19 m tiefe. Die mehrgeschossigen Wohnbereiche bieten nicht nur verschiedene Raumqualitäten innerhalb der Wohnung. fließenden Raum zusammenschließen. welche Einflussgrößen die Mehrgeschossigkeit der Wohneinheit begründen und inwieweit diese in der Raumstruktur ablesbar sein sollen.und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Funktionen. Zueinander versetzte Geschosse (SplitLevel) oder einzelne erhöhte Bereiche stellen alternative Entwurfsansätze dar. Zusätzlich befindet sich im 2. An beiden Belichtungsseiten sind Galerieebenen angeordnet. der durch Art und Lage der zweiläufigen Treppe ohne Störung der Bewohner des Zwischengeschosses erreichbar ist. und 2. oder zentral im Sinne einer Empfangsoder Verteilerhalle. Im Erdgeschoss sind die kommunikativen Bereiche angeordnet. Im zweigeschossigen Eingangsmodul wird auch die Funktion der Küche aufnommen. das 1.

Grundriss [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Wohnfläche 104.0 m² Außenraum 0.0 m² Individualräume 1 Orientierung II 132 .

5 m² Individualräume 3 Orientierung IV 133 .5 m² Außenraum 37 .Geschossigkeit [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Wohnfläche 142.

5 m² Individualräume 2 Orientierung II 134 .0 m² Außenraum 12.Grundriss [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Wohnfläche 61.

Zonierung 135 .

Zürich (CH) Vertikale Zonierung [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Walter Ramseier Hohlstraße. Zürich (CH) [064] A.P . Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Kaiserslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Baden (CH) 138 143 136 . Horizontale Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße.D.

sie findet in einer Vielzahl der Beispiele integriert aus dem kommunikativen Bereich statt. Gerade bei nichtfamiliären Wohnformen wird der private Rückzugsraum immer häufiger als voll funktionsfähiges Miniappartment mit eigenem Sanitärbereich und teilweise sogar mit eigenem Kochbereich konzipiert. Hier gilt es die Multifunktionalität der Individualräume innerhalb der Grundrissanordnung zu fördern und gleichzeitig ungestörte Rückzugsoptionen zu erhalten. Im besten Fall waren Individualräume direkt und ohne ein Queren der kommunikativen Bereiche vom Wohnungseingang aus zugänglich. Besonders bei Geschosswohnungen spielt die Zonierung des Wohngrundrisses eine übergeordnete Rolle. dienende Bereiche von bedienten zu unterscheiden und den räumlichen Zusammenhang der einzelnen Bereiche entsprechend ihrer Nutzung zu planen. Zum einen widerspricht die Erschließungssituation der gegenwärtig nachgefragten offenen Grundrisstypen dem ungestörten Zugang zum Individualbereich. dazu. Gerade die Lage der Sanitärbereiche und des Wohnungseingangs spielen für die Leistungsfähigkeit von Wohnungen eine entscheidende Rolle. 137 . die sowohl als privater Rückzugsraum als auch als Büro-. Hierzu bieten differenzierte Raumangebote in einer Wohnung geeignete Lösungsansätze. übt als Grundrissaspekt wesentlichen Einfluss auf die Benutzbarkeit einer Wohnung aus. Zonierung entspricht zu einem großen Teil dem Ordnungsprinzip des Grundrisses.Zonierung Einleitung Die Zonierung von Wohngrundrissen. dass Individualräume ungestört und entkoppelt von den kommunikativen Bereichen angeordnet wurden. die den Wunsch nach größerer Unabhängigkeit der einzelnen Bewohner im seltensten Fall gerecht werden. Hobbyraum etc. Eine gelungene Grundrisszonierung zeichnete sich lange dadurch aus. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierenden Wohnwünsche stehen heute in Teilen der geschilderten Grundrisszonierung entgegen. Zum anderen führt der Wunsch nach nutzungsneutralen Räumen. genutzt werden können. Zuletzt stehen der gesellschaftlichen Individualisierungstendenz tradierte Wohnvorstellungen entgegen. wobei nicht nur die Stellung der kommunikativen Zonen zu den individuellen Räumen gemeint ist. die bei mehrgeschossigen Wohnungen alleine durch die Anordnung der einzelnen Wohnfunktionen auf mehreren Ebenen vielfältiger ausfallen. Es gilt also sämtliche Funktionen des Wohngrundrisses in einer sinnvoll nutzbaren Struktur anzuordnen. dass die Widmung als ungestörter Individualraum mit entsprechender Anordnung im Grundriss weniger streng ist. Der Zugang zum Sanitärbereich sollte aus den Individualräumen ohne das Durchqueren der kommunikativen Zonen möglich sein. das heißt das Bilden von Funktionszonen mit gleichen Eigenschaften und Anforderungen.

der zusätzlich seine Privatheit über eine um zwei Stufen verringerte Raumhöhe gegenüber dem kommunikativen Bereich dokumentiert. Von einem zweiten Erschließungsbereich. Die Lage und Dimension der Küchenzeile ermöglicht in der Geschosswohnung von A. zwei versetzt angeordnete Individualräume ungestört. Die horizontale Zonierung steht dabei in enger Abhängigkeit zur Orientierung. ohne Queren des kommunikativen Bereichs. um sowohl für das Wohnmodell im Familienverband als auch für das nichtfamiliäre Wohnen ein langfristiges Angebot darzustellen. Die Entwicklung weg von Wohngrundrissen mit einem differenziertem Raumangebot zu Grundrisstypen mit einem offenen kommunikativen Wohn- / Essbereich. der zusätzlich die Rückzugsmöglichkeit der einzelnen Bewohner fördert. kommunikativen Bereich erschlossen. der zudem häufig Erschließungsraum ist.und Gemeinschaftsräume. zu erschließen. Die Wohnung wird über ihren offenen. Die klassische Funktionstrennung mittels Diele oder Flur. Andere Mittel müssen für eine geringstmögliche Störung zwischen kommunikativem und individuellem Bereich sorgen.P in Zürich [064]. Jeweils an den Belichtungsseiten liegen die Individual. ist heute oftmals aufgehoben. werden drei Individualräume und zwei Sanitärbereiche erschlossen.und Nachtnutzung zielt. Dazwischen nimmt eine eingestellte Funktionsschicht die Sanitärfunktionen. Die Individualräume sind entlang eines schmalen Flurs im Rücken des Eingangsbereichs angeordnet. . Die Wohnungstiefe wird in vier unterschiedlich tiefe Zonen geglie­ dert. die die historische Entwicklung des Wohnungsbaus beschreibt und dabei auf eine räumlich wirksame Trennung von Tag. Durch die Anordnung der Flurbereiche am Patio werden beide 138 Erschließungsräume natürlich belichtet und können so weitere Funktionen übernehmen. das heißt zu den möglichen Belichtungsseiten der Wohnung.D. Die Wohnung im Pflegerinnenareal in Zürich [063] von Gigon/Guyer Architekten folgt einer klaren Grundrissstruktur. die jeweils an einer Belichtungsseite angeordnet werden. Burkard Meyer Architekten organisieren die Geschosswohnung in Baden [062] um den mittig angeordneten externen Erschließungsraum. bedeutet für die Zonierung der Wohnungen eine zusätzliche Herausforderung. Theo Hotz bildet in Zürich [061] getrennte Funktionsbereiche aus. die Küche sowie die Garderobe auf und trennt gleichzeitig die tiefe Raumschicht vom Erschließungsflur. Jedem Individualraum wird zusätzlich ein voll ausgestatteter Sanitärraum zugeordnet. die die Trennung der Individualbereiche von den kommunikativen Zonen ermöglichen.Grundriss Horizontale Zonierung Die Organisation der Wohnfunktionen auf einer Ebene erfolgt im Regelfall durch Flure oder im offeneren Grundrisstypus durch eingestellte Serviceboxen. der vom Hauptflur abgetrennt wurde.

5 m² Außenraum 11.5 m² Individualräume 3 Orientierung II. Patio 139 .Zonierung [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Wohnfläche 110.

1 m² Außenraum 22.Grundriss [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Wohnfläche 135.4 m² Individualräume 4 Orientierung IV 140 .

0 m² Außenraum 76.Zonierung [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Wohnfläche 173.0 m² Individualräume 5 Orientierung III 141 .

0 m² Außenraum 14.7 m² Individualräume 3 Orientierung III 142 .Grundriss [064] A. Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Wohnfläche 119.P .D.

und Ess.und Essfunktionen auf. Küche und Sanitärbereich liegen. Die zweigeschossige Wohnung in Baden [067] wird über ein kleines Entree erschlossen. von dem aus eine einläufige Treppe direkt in das Obergeschoss führt. nach Norden ausgerichtet. Zwei Galeriesituationen im Obergeschoss verbinden die Geschosse visuell und akustisch. das Gäste-WC sowie Abstell. Auch die Lage der einzelnen Funktionen im mehrgeschossigen Wohnungsbaustein gilt es zu prüfen. um ein dauerhaftes Stören der Bewohner zu vermeiden.und Erschließungsbereich entkoppelt und bieten eine ungestörte Rückszugsmöglichkeit. Im unteren Geschoss sind die beiden Individualräume durch zwei vorgeschaltete Sanitärbereiche vom Eingangs. Das zweigeschossige Einfamilienhaus in Ennetmoos [065] von Ken Architekten ­ basiert auf einem kommunikativen Erschließungsgeschoss und einem darüberliegenden Individualraumgeschoss. Obergeschoss sind sie zudem über eine Galerie verbunden.und Küchenfunktionen auf. Gleichzeitig zoniert die Servicebox den quadratischen Grundriss in Koch. in der sämtliche Individualräume. Eine quer gestellte Treppe teilt das dreigeschossige Reihenhaus am Betzenberg [066] in zwei Grundrisszonen. zwischen Erdgeschoss und 1. 143 . Hier muss im Entwurf besonderes Augenmerk auf der Anordnung der Treppe liegen. Zum einen können alle kommunikativen Funktionen auf einem Geschoss gebündelt und die Individualräume auf einem weiteren Geschoss angeordnet werden. Koch. Dabei wird eine Raumschicht.beziehungsweise Wohnbereich. Nach Süden sind alle drei Geschosse kommunikativ und offen geplant. Ob die Treppe als eindeutige Grenze oder als offenes. Im umgekehrten Fall wird über das Individualraumgeschoss die kommunikative Ebene erschlossen. Eingangsbereich. bei der eine Wohnung über den kommunikativen Bereich erschlossen wird und in den darüberliegenden Geschossen die Individualräume angeordnet werden.Zonierung Vertikale Zonierung Bei mehrgeschossigen Wohnungen können die Funktionsbereiche auf verschiedene Geschosse verteilt werden. liegt an deren Lage und dem verwendeten Treppentyp. Eine andere Möglichkeit lässt vertikale Raumverbindungen zu und erfordert dann jeweils zusätzlich eine horizontale Zonierung der Geschossebenen. Die Erlebbarkeit des mehrgeschossigen Wohnens geht bei dieser geschossweisen Zonierung allerdings häufig verloren. Dieses nimmt die Wohn-. Eine klassische Anordnung. hat zumindest bei einer Dachnutzung den Nachteil. geschossverbindendes Element wahrgenommen wird. dass die private Außenraumfläche auf dem Dach nicht aus dem kommunikativen Bereich erschlossen wird. Eine eingestellte Box nimmt im Erdgeschoss die einläufige Treppe. Die vertikale Verteilung der Bereiche kann dabei auf unterschiedlichen Lösungsansätzen basieren.

0 m² Individualräume 3 Orientierung IV 144 .Grundriss [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Wohnfläche 175.5 m² Außenraum 0.

3 m² Individualräume 1 Orientierung II 145 .Zonierung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Wohnfläche 200.0 m² Außenraum 34.

6 m² Individualräume 2 Orientierung II 146 .1 m² Außenraum 25.Grundriss [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Wohnfläche 140.

Wohnfunktionen 147 .

Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Individuelle Bereiche [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Kawagoe (JP) Kommunikative Bereiche [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Mainz (DE) 150 155 159 163 148 . Zürich (CH) [080] 03 München Nackstraße. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Sydney (AU) Zusätzliche Bereiche [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Shizuoka (JP) Dienende Bereiche [075] blauraum Architekten Bogenallee.

Eine weitere besondere Position in diesem Zusammenhang nimmt der private Außenraum ein. Schlafzimmer. sondern bilden logische Konfigurationseinheiten. Dies mag aus der Sicht des am Minimum orientierten Wohnungsbaus der Nachkriegszeit noch notwendig erscheinen. individuelle und dienende Funktionsbereiche gliedern. 149 . Mindestabständen. Selbst der Begriff des „Raumprogramms“ impliziert die Verknüpfung der einzelnen Funktionen mit dem spezialisierten Raum. die gewissermaßen als Rückgrat die einzelnen Funktionen miteinander verknüpft und deswegen gesondert betrachtet werden muss. Eine Ausnahme bildet die Erschließung. die innerhalb einer Wohnung verrichtet werden. jedoch ermöglicht die Wandlung des Wohnens zum Konsumprodukt die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den Funktionsanforderungen und damit ein enormes Entwurfspotenzial. Arbeiten. Die einzelnen Funktionen stehen nicht unvermittelt nebeneinander. Über die Entwicklungsgeschichte des Wohnungsbaus haben sich dabei Konventionen entwickelt.Wohnfunktionen Einleitung Mit dem Begriff Wohnfunktionen sind letztendlich die einzelnen Tätigkeiten gemeint. so dass der Begriff zunehmend komplexer verstanden wird und nur noch reduziert als „Programm“ sämtliche Anforderungen an die Wohnung repräsentiert. Orientierung und vielem mehr in vordefinierten Konfigurationen fixieren. Im Wesentlichen lassen sich die Funktionen in kommunikative. Über die elementaren Wohnfunktionen hinaus gibt es eine Reihe von zusätzlichen Funktionen. Im Zuge der veränderten Arbeitswelt finden zum Beispiel entsprechende Funktionsbereiche bei der Grundrisskonzeption verstärkt Berücksichtigung und besondere Hobbys werden nicht mehr nur im Kellergeschoss versteckt. Kommunizieren. sondern als wesentliche Wohnfunktion und Gestaltungselement entdeckt. im Entwurfsprozess von einzelnen Funktionsbereichen statt Räumen zu sprechen. der eine Teilmenge der einzelnen Funktionen im Freien abbildet und aufgrund seiner besonderen Bedeutung für den Wohnungsbau auch in einem eigenen Kapitel erörtert wird. Arbeitszimmer und so weiter. Aufgrund dieser begrifflichen Vorbelastung erscheint es sinnvoll. Reinigen. Im Allgemeinen werden diese einzelnen Tätigkeiten unmittelbar mit einem speziell dafür gewidmeten Raum gleichgesetzt. wie zum Beispiel Küche. Die einzelnen funktionalen Wohnungsanforderungen sind dabei letztendlich immer gleich. Schlafen. nur die unterschiedliche Gewichtung und Interpretation bildet das Spektrum für den individuellen Entwurf. die in den Wohngrundriss integriert werden und häufig den individuellen Charakter der Wohnung herausbilden. Spielen. zum Beispiel Essen. die diese Räume hinsichtlich Größe. Möblierung.

Grundriss Individuelle Bereiche Der Individualbereich wird selten so genannt. eine Momentaufnahme seiner Lebenssituation als Grundrisskonfiguration zu fixieren. Die räumliche Zuordnung der Individualräume zu den Sanitärräumen ist ein wesentliches Merkmal um die Privatheit innerhalb der Wohnung zu gewährleisten. Arbeits. Diese. Jeder Bewohner des Hauses erhält eine gleichwertige Rückzugsmöglichkeit. Allgemein kann man behaupten. kommunikativen Bereich ausgelagert. Über einen eigenen Sanitärbereich ist jeder Bewohner relativ autark. Gerade in der Auseinandersetzung mit einem spezifischen Nutzer besteht das Risiko. indem diese als bewegliche Raumzellen frei in den kommunikativen Raum gestellt werden.und Spielflächen sind in den gemeinschaftlichen. meistens findet man ihn unter der Bezeichnung Elternschlafzimmer oder Kinderzimmer. Beim Projekt „Vier Gleichen“ [069] von Walter Stamm-Teske und AFF Architekten sind die Individualbereiche innerhalb des Einfamilienhauses ähnlich eines Schlafwagenabteils zugunsten der kommunikativen Flächen optimiert. Das Spektrum der konkreten Umsetzung reicht von der offenen Integration in den Grundriss bis zum fast unabhängigen Appartement (zum Beispiel Einliegerwohnung) innerhalb der Wohnung. Automatisch stellen sich damit die konventionellen Bilder und die damit verbundenen Raumkonfigurationen ein. desto größer fällt im Allgemeinen der private Rückzugsbereich aus. dass der Anspruch an einen spezifisch ausgeprägten Individualbereich mit zunehmendem Alter steigt. Eine nachhaltige Betrachtung ermöglicht ganz andere Entwurfsansätze. aus dem traditionellen Familienbild stammenden Raumkonfigurationen. Gleiches gilt für den Grad der persönlichen Bindung der Bewohner untereinander. Längst haben sich jedoch die Lebensformen pluralisiert und auch innerhalb von Familien­ strukturen ist die gewohnte Raumkonfigu­ ration kritisch zu hinterfragen. Bei kleineren Wohnungen wird die Privatsphäre des Individualbereichs häufig nur durch ein Möbel in Form eines Regals oder Schranks hergestellt wie zum Beispiel beim „Wohnhaus für Betagte“ [068] von Peter Zumthor. 150 . Beim „Naked House“ [071] thematisiert Shigeru Ban die Individualräume in besonderer Weise. Je geringer die Bindung. Beim Studentenwohnheim [070] von Fink + Jocher gruppieren sich vier gleichwertige und relativ große Individualräume um die mittlere kommunikative Zone. prägen bis heute die allermeisten Wohngrundrisse.

0 m² Außenraum 7 .Wohnfunktionen [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Wohnfläche 47 .0 m² Individualräume 1 Orientierung II 151 .

AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Wohnfläche 147 .Grundriss [069] Walter Stamm-Teske.0 m² Individualräume 5 Orientierung IV 152 .0 m² Außenraum 109.

Wohnfunktionen [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Wohnfläche 87 .4 m² Außenraum 32.2 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 153 .

Grundriss [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Wohnfläche 107 .2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 154 .5 m² Außenraum 34.

Es ist ein Beispiel für die explizite Thematisierung der kommunikativen Wohnfunktionen. Die privaten Wohnbereiche befinden sich im darüberliegenden Geschoss. hier empfängt man Gäste. 155 . das Spektrum reicht von der völligen Trennung bis zur zentralen Thematisierung. selten werden die Raum. Hi-Fi-System) seine Entsprechung findet. Die Gestaltung der kommunikativen Bereiche ist häufig die zentrale Motivation der Entwurfsarbeit und charakterbildend für die Wohnung. Einige innovativere Ansätze setzen sich mit der Thematik der neuen Esskultur auseinander und stellen die Essund Kochsituationen stärker in den Mittelpunkt des Geschehens. hier repräsentiert sich die Wohnung. so stellt man fest. Das „Picture Window House“ von Shigeru Ban [074] bündelt sämtliche kommunikativen Funktionen zu einem großzügigen.und Möblierungskonfigurationen hinterfragt. Andere Beispiele fokussieren die medialen Komponenten und richten dahingehend die Möblierung aus. dass das „Wohnen“ in Form einer Sitzgruppe und häufig einer Art Schrankwand mit den obligatorischen Medien (TV. Die Integration der Funktion des „Kochens“ in diesen Bereich wird relativ unterschiedlich gehandhabt. Bei der „Unité d’habitation“ in Marseille [073] inszeniert Le Corbusier den kommunikativen Wohnbereich als überhohen Raum über zwei Geschosse. Erneut bemerkt man den unterbewussten Einfluss der Wohntraditionen. Die Erschließung wird ebenfalls häufig zur räumlichen Erweiterung des Kommunikationsbereichs mit einbezogen. Der kommunikative Bereich bildet gleichzeitig den öffentlicheren Teil der Wohnung. In diesem Zusammenhang findet man auch oft die Funktion des Essens in Form einer größeren Tischgruppe. Reflektiert man die Einrichtungsstandards. Einer der Individualräume ist über eine Galerie mit dem Wohnraum verbunden.Wohnfunktionen Kommunikative Bereiche Im Allgemeinen wird das „Wohnen“ oder das Wohnzimmer mit einer kommunikativen Funktion in Verbindung gebracht. Um einen zentralen Wohnraum gruppieren sich alle weiteren Wohnfunktionen. offenen Raum. Im Rahmen von Musterbauten für die Betonindustrie entstand der Wohnbau [072] von Adolf Krischanitz. Diese Wirkung wird insbesondere durch die spezielle Tragkonstruktion ermöglicht.

0 m² Außenraum 8.Grundriss [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Wohnfläche 97 .1 m² Individualräume 4 Orientierung Ill 156 .

0 m² Individualräume 3 Orientierung II 157 .7 m² Außenraum 13.Wohnfunktionen [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Wohnfläche 95.

Grundriss [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Wohnfläche 276.7 m² Individualräume 4 Orientierung Il 158 .2 m² Außenraum 51.

Das Kochen wird. die sich über mehrere Ebenen erstrecken. die sogar eine Küchenzeile mit einschließt. ab welcher Nutzeranzahl ein weiteres WC. Bei Wohnungen. In vielen Ländern. indem über die gesamte Wohnungstrennwand eine leistungsfähige Schrankschicht konzipiert wurde. wandelt sich dieser Bereich unter dem Einfluss eines zunehmenden Körperbewusstseins zu einer wichtigen Funktion. wie zum Beispiel den USA. zum Beispiel für Gäste. Der Umgang mit dem Sanitärbereich hat sich in der historischen Entwicklung des Wohnungsbaus wesentlich verändert. ist ein begehbarer Kleiderschrank längst Standard und gewinnt auch in Europa beim Grundrissentwurf an Bedeutung.Wohnfunktionen Dienende Bereiche Zu den dienenden Bereichen einer Wohnung zählen im Wesentlichen die Sanitärräume und Abstellbereiche. So besteht die Frage. verstärkt dem kommunikativen Bereich zugeordnet. wie im vorangegangenen Kapitel bereits erwähnt. Dusche et cetera sinnvoll wird. 159 . Beim Hamburger Projekt [075] von blauraum Architekten wurde aus einem bestehenden Bürogebäude ein Wohnungsbau entwickelt. Ehemals als Abort häufig außerhalb der Wohnung platziert. Es ist ein gutes Beispiel für eine typische Konfiguration aus vollwertigem Bad mit Dusche und Wanne sowie einem zusätzlichen WC. Eine viel diskutierte Frage ist die notwendige Anzahl voneinander unabhängiger Sanitärbereiche. Das Lagern von Nahrungsmitteln ist angesichts einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit sämtlicher Waren ein Relikt aus vergangenen Tagen. Das Spektrum reicht von der kompakten Nasszelle bis zum goßzügigen Wellnessbereich. also das Reinigen und Lagern. besteht häufig der Wunsch. wie zum Beispiel beim Projekt [076] von Atelier 5. Die Bereiche für das Abstellen und Lagern innerhalb einer Wohnung kommen häufig zu kurz. Bei der Wohnanlage in Sydney [077] von Engelen und Moore wird die Abstell-Problematik thematisiert. so dass Kinderwagen. auf jeder Ebene einen Sanitärbereich vorzufinden. Damit wird eine unabhängige Nutzung der Etagen bis hin zur Nutzung als Einliegerwohnung ermöglicht. Gerade in Mehrfamilienhäusern fehlt oftmals ein ausreichender Stauraum im Keller. Fahrräder und Getränkekisten nur schwer untergebracht werden können.

6 m² Individualräume 3 Orientierung Il 160 .Grundriss [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Wohnfläche 105.7 m² Außenraum 10.

6 m² Außenraum 25.1 m² Individualräume 4 Orientierung Il 161 .Wohnfunktionen [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Wohnfläche 121.

2 m² Außenraum 8.3 m² Individualräume 2 Orientierung Il 162 .Grundriss [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Wohnfläche 107 .

ehemals in Kellerräumen provisorisch betrieben. da die Anforderungen an die räumlichen Dimensionen eines Arbeitsraums im Allgemeinen vergleichbar mit denen eines Individualraums sind und daher einer gleichwertigen Ausprägung wenig im Wege steht. der vollständig dem Eingangsbereich zugeordnet ist. Auch das Thema der Nutzungsneutralität spielt hier eine Rolle. Die Privatheit der übrigen Wohnung bleibt gewährleistet. 163 . dass sie beispielsweise wie bei einem Atelierhaus den gesamten Wohnungsentwurf prägen und die grundlegenden Wohnfunktionen in den Hintergrund treten lassen. so dass aufgrund der Lage im Erdgeschoss Kundenverkehr gut möglich ist.Wohnfunktionen Zusätzliche Bereiche Neben den klassischen Wohnfunktionen gibt es verschiedene zusätzliche Funktionen. Diese zusätzlichen Funktionen können von so zentraler Rolle für den Entwurf sein. Zahlreiche zusätzliche Nutzungen vom unabhängigen Büro über die Unterbringung einer nahestehenden und gegebenenfalls pflegebedürftigen Person bis hin zu einer professionellen Pflegekraft sind vorstellbar. Beim Projekt von Max Dudler [079] wurde aus der Reihe der Individualräume ein weiterer Raum entwickelt. Beim Maisonette-Grundriss des Büros 03 München [080] steht die zusätzliche Wohnfunktion immer noch im Zusammenhang mit der übrigen Wohnung. Häufiger wird jedoch ein zusätzlicher. werden verstärkt flexible Konzepte entwickelt. werden immer professioneller ausgelebt und entwickeln sich teilweise bis zur gewerblichen Nutzung. Beim Wohngrundriss von Rapp + Rapp [078] wurde der Wohnung ein vollständiger Einliegerbereich zugeordnet. der vielfältige Funktionen vom Gästezimmer bis zum Arbeitsraum erfüllen kann. Ähnliches gilt auch für den Freizeitbereich. multifunktionaler Raum gewünscht. wird jedoch vollständig getrennt erschlossen. die in den Wohngrundriss mit eingebunden werden können. Hier wäre beispielsweise eine Büronutzung mit gelegentlichem Kundenverkehr vorstellbar. Hobbys. Durch die veränderte Arbeitswelt und eine vollständige Vernetzung ist beispielsweise ein Heimarbeitsplatz eine häufige Option. aber im gleichen Gebäude. bei denen zusätzliche Räume losgelöst von der Wohnung. temporär genutzt werden können. Gerade bei möglichem Kundenverkehr ist dabei die separate oder zumindest von der übrigen Wohnung weitestgehend ungestörte Erschließung eine wesentliche Anforderung. Da die unmittelbare Verbindung von Arbeitswelt und privater Welt häufig als problematisch eingestuft wird.

0 m² Außenraum 0.Grundriss [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Wohnfläche 102.0 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 164 .

Wohnfunktionen [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Wohnfläche 96.2 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 165 .5 m² Außenraum 9.

2 m² Außenraum 31.Grundriss [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Wohnfläche 82.6 m² Individualräume 2 Orientierung I 166 .

Erschließung 167 .

Horizontale Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg. Köln (DE) 170 175 168 . Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Zürich (CH) Vertikale Erschließung [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg.

Gerade im städtischen Kontext ist die sorgfältige Gestaltung dieser Pufferzone von besonderer Bedeutung. Die Erschließungsthematik beinhaltet auch die Eingangssituation der Wohnung. An dieser Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Privatheit „der Adresse“ ist es wesentlich. Die Wahl der Erschließungstypologie und auch deren Änderung im Entwurfsprozess haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Grundrisskonzeption. Ebenso besteht jedoch die Option der mehrfachen Erschließung. wodurch die Bewegungsabläufe innerhalb des Grundrisses vervielfacht werden. Funktional findet hier im Wesentlichen ein Wechsel von Kleidung und das Abstellen verschiedenster Utensilien bis hin zum Kinderwagen oder Fahrrad statt. 169 . Grundsätzlich wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Erschließung unterschieden. über die repräsentativen und funktionalen Anforderungen nachzudenken. Bei der Konzeption der Erschließung können unterschiedlichste Strategien verfolgt werden. Die räumliche Ausprägung der Erschließung öffnet ein Spektrum unterschiedlicher Gestaltungsansätze. Das Erschließungssystem bildet gewissermaßen das Skelett oder Gefäßsystem des Wohngrundrisses. Erschließungssysteme können unterschiedlich präsent sein und damit zum Beispiel die privateren und öffentlicheren Wohnbereiche kennzeichnen. Die Klarheit einer Grundrissgliederung kann betont oder bewusst komplex angelegt werden. beginnend bei der optimierten monofunktionalen Widmung über die Erweiterung zu selbstständigen Aufenthaltsbereichen bis hin zur grundriss­ prägenden Inszenierung wie man dies zum Beispiel bei den Enfiladen gründerzeitlicher Grundrisse erleben kann. Dies ist für die Funktionsverteilung von besonderer Bedeutung. Erschließungsräume können automatisch in bestimmte Richtungen weisen oder diese versperren. Bei keiner anderen Grundrisskomponente wird das eingangs erwähnte Bild des Grundrisses als oszillierendes Gefäß deutlicher.Erschließung Einleitung Mit Erschließung wird die interne Verknüpfung der einzelnen Funktionsbereiche einer Wohnung bezeichnet. Im Allgemeinen definieren Erschließungssysteme innerhalb einer Wohnung einen Anfangs.und einen Endpunkt.

Im Zuge des Massenwohnungsbaus der Nachkriegszeit. das aufgrund der dadurch entstehenden Störungen jedoch nur für eine geringe Nutzeranzahl sinnvoll erscheint. kann jedoch in unterschiedlicher Form ausgeprägt sein. dass die Erschließung der privateren Wohnbereiche (Individualräume) auch möglich ist. Entlang des gut belichteten Flurs reihen sich die Individualräume und münden in den großzügigen kommunikativen Bereich. Der kommunikative Zentralraum dient gleichzeitig als Verteiler. der unter enormem wirtschaftlichem Druck stattfand. die den klassischen Flurtyp repräsentieren. Bei den Stadtvillen von Kollhoff & Timmermann [082] im Malchower Weg in Berlin wurde das klassische Thema der Diele als Erschließungsform wieder aufgegriffen. Statt dessen wurde die Erschließung häufig auf einen knapp dimensionierten Flur reduziert. Ein Prinzip. ist dieser repräsentative Charakter in den Hintergrund getreten. Diese Widmung eines eigenständigen und wichtigen Raumes weist auf die repräsentative Bedeutung hin. Die Erschließung definiert die Wegeführung durch die Wohnung.Grundriss Horizontale Erschließung Die horizontale Erschließung ist fester Bestandteil jeder Wohnung. der durch einen ebenso großzügigen Balkon ergänzt wird. Bei Wohnungen mit geringer Nutzeranzahl kann eine punktuelle beziehungsweise in die kommunikativen Wohnfunktionen integrierte Erschließung sinnvoll und ökonomisch sein. desto ausgeprägter die Erschließungsthematik. In der historischen Entwicklung ist vor allen Dingen die Diele als Erschließungselement im Wohnungsbau wiederzufinden. Bei Wohnungen mit mehreren Bewohnern und damit unterschiedlichen Bedürfnissen gilt es darauf zu achten. Eine ungestörte Zuwegung der kommunikativen und individuellen Wohnbereiche ist gewährleistet. Die Diele bietet gleichzeitig ausreichend Abstellmöglichkeiten. Bei der Wohnsiedlung in Riehen realisierte Michael Alder unter anderem langgestreckte Geschosswohnungen [081]. Untergeordnete Nebenflure ermöglichen eine unabhängige Erschließung der Individualbereiche. 170 . Ähnlich wie bei vielen Entwürfen von Mies van der Rohe wird der offene Grundriss lediglich durch Wandscheiben gegliedert. Je höher die Anzahl der zu erschließenden Funktionsbereiche oder Räume. Die Erschließung der einzelnen Wohnbereiche erfolgt unmittelbar über die anderen Wohnfunktionen. ohne die kommunikativen Wohnbereiche zu durchqueren. Bei Alvar Aaltos Projekt für die IBA ‘57 in Berlin [083] wird die Erschließung zum eigentlichen Thema der Wohnung. Beim Wohnhaus in der Forsterstraße in Zürich [084] von Christian Kerez wird das Thema der Erschließung in besonderer Weise inszeniert.

5 m² Außenraum 18.7 m² Individualräume 3 Orientierung IIl 171 .Erschließung [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Wohnfläche 112.

6 m² Individualräume 1 Orientierung Ill 172 .Grundriss [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Wohnfläche 67 .6 m² Außenraum 6.

8 m² Außenraum 10.Erschließung [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Wohnfläche 83.0 m² Individualräume 3 Orientierung Il 173 .

Grundriss [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Wohnfläche 186.9 m² Individualräume 3 Orientierung IV 174 .0 m² Außenraum 113.

seltener ist die Positionierung an den Außenwänden. Neben verschiedenen freien Formen kann man grundsätzlich zwischen einläufigen. bei denen die Nordseite häufig relativ geschlossen ausgeführt wird. wie zum Beispiel beim Projekt [088] von Rijnvos Voorwinde Architecten. Am häufigsten ist eine zentrale Lage im geringer belichteten Teil der Wohnung. Eine effiziente Erschließung kann über eine Kaskadentreppe ereicht werden. Die Erschließung über wohnungsinterne Aufzüge ist relativ selten zu finden. Beim Reihenhausprojekt in Darmstadt [085] wird das dreigeschossige Gebäude durch eine quergestellte Treppe erschlossen. Die dreiläufige Treppe bei den Doppelwohnhäusern von dmsw [087] spannt die Mittelzone zur Diele auf und wird durch ein Oberlicht zusätzlich in Szene gesetzt. Eine Ausnahme bildet die Erschließung über Rampen. möbelartig in den Grundriss eingestellten Objekt. Zwei grundsätzliche Dispositionen der Treppe im Grundriss sind möglich. die zweite erklärt die Treppe zum eigenständigen.Erschließung Vertikale Erschließung Die vertikale Erschließung dient der Verbindung mehrerer Wohnebenen und kann verschieden ausgeprägt sein. Im Allgemeinen werden die einzelnen Ebenen über eine Treppe miteinander verbunden. Bei einer Split-Level-Erschließung werden die Wohngeschosse räumlich stärker miteinander verbunden. Die Kombination verschiedener Treppentypologien in einem Grundriss führt häufig zu einem enormen Flächenverbrauch und ist nur unter bewusster Verwendung sinnvoll. zweiläufigen und dreiläufigen Treppen differenzieren. 175 . dem Antritt und dem Austritt. Die Gebäudebreite ergibt sich aus der Lauflänge. Die Treppe wird wie beim Projekt [089] zum räumlichen Bestandteil. die entweder zur Inszenierung des Themas oder aus Gründen der Barrierefreiheit Berücksichtigung findet. Bei der Staffelung der Wohnung in Form zueinander versetzter Ebenen (SplitLevel) wird die Integration der Treppe im Raum besonders deutlich. Eine Ausnahme bilden nord -süd-orientierte Grundrisse. Gestalterisch bieten sich zwei Strategien an: Die erste versucht die Treppe als Bestandteil der Gebäudestruktur zu betrachten. Neben der Lage im Grundriss entscheidet vor allem die Geometrie der Treppe über ihre Bedeutung im Grundriss. Unabhängig von der Geometrie kann die Treppe in die Wohnfunktionen integriert sein oder als davon unabhängiges Element gestaltet werden. wird jedoch im Zusammenhang mit der Renaissance der städtischen Reihenhäuser und damit der Vielgeschossigkeit von Wohnungen wieder diskutiert. Die zweiläufige Treppe eignet sich dahingegen für kompakte und schmale Grundrisse in besonderer Weise wie beim Projekt [086].

5 m² Individualräume 4 Orientierung Il 176 .0 m² Außenraum 29.Grundriss [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Wohnfläche 122.

Erschließung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Wohnfläche 124.1 m² Außenraum 8.81 m² Individualräume 4 Orientierung IIl 177 .

9 m² Außenraum 53.Grundriss [087] dmsw Architekten Albertinenstraße Berlin (DE) Wohnfläche 154.1 m² Individualräume 5 Orientierung Ill 178 .

4 m² Außenraum 5.Erschließung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Wohnfläche 85.8 m² Individualräume 3 Orientierung II 179 .

0 m² Individualräume 4 Orientierung Il 180 .Grundriss [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Wohnfläche 220.0 m² Außenraum 67 .

Privater Außenraum 181 .

La Roche. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße. Schedler Architekten Kanzleistraße. Extrovertierter Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Osaka (JP) 184 189 182 . Berlin (DE) [092] Hauenstein. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße. Zürich (CH) Introvertierter Außenraum [094] Roland Rainer Mittelpromenade.

So schienen für viele zunächst nur die suburbanen Agglomerationen von Einfamilienhäusern den Bedarf nach ausreichend Außenraum zu befriedigen. Dabei geht es zum einen um die großmaßstäbliche. Durch die vielerorts extrem schlechte städtebauliche Planung dieser Gebiete wurde jedoch selten die notwendige Privatheit erreicht. die Aspekte von beiden Kategorien beinhaltet. Damit entwickelt sich die eigentlich zusätzliche Funktion zu einer der zentralen Fragen des Wohnungsbaus. zumal er einen wesentlichen Einfluss auf die plastische Erscheinung des Gesamtgebäudes hat. So wird auch im Entwurf der private Außenraum zu einem der zentralen Entwurfsgeneratoren. Historisch betrachtet entwickelte sich die Thematik aus einer städtebaulichen Grundsatzdiskussion über das richtige Verhältnis von Landschaft zur Stadt. Wie häufig gibt es dabei eine Schnittmenge. 183 . bei denen eine vernünftige Möblierbarkeit nicht gewährleistet ist. dass auch bei der Sanierung des Gebäudebestands die Ergänzung beziehungsweise Erweiterung des privaten Außenraums eine wesentliche Aufgabenstellung ist. 4000 m²) zur Selbstversorgung zur Verfügung stehen sollte. Diese Aussage gilt auch für Außenräume. hat sich der private Außenraum heute zu einer reinen zusätzlichen Wohnfunktion entwickelt. die in der Gartenstadtbewegung oder den städtebaulichen Visionen Le Corbusiers mit punktuellen Verdichtungen innerhalb großzügiger Parkanlagen ihren Ausdruck fanden. So plädierte beispielsweise Frank Lloyd Wright in seinem Buch „Broadacre City“ für eine offene Besiedelung der USA.Privater Außenraum Einleitung Die Entwicklung des Wohnungsbaus ist eng verknüpft mit der Frage nach dem notwendigen Maß des umgebenden Außenraums. wenn sowohl im Bestand als auch im Neubau ein qualitätsvolles Angebot an privatem Außenraum zur Verfügung gestellt wird. bei der jedem Wohngebäude eine Fläche von einem „acre“ (ca. Eine grundsätzliche Kategorisierung soll über den Nutzungscharakter in extrovertierte und introvertierte Außenräume erfolgen. so dass gekoppelt mit anderen positiven Faktoren die urbanen Standorte derzeit eine Renaissance erfahren. Die gegenteilige Situation im Berlin der Gründerzeit mit Wohnblockstrukturen in extremer Dichte führte zu Reformansätzen. Dies ist jedoch nur möglich. Während bei der Gartenstadt noch die Nutzung des Gartens zur Selbstversorgung im Vordergrund stand. dass ein Wohnungsbauentwurf ohne die Berücksichtigung dieser Thematik durchaus als unbrauchbar eingestuft werden muss. Aus der Feststellung. städtebauliche Dimension und zum anderen um den privaten Außenraum als unmittelbaren Bestandteil der Wohnung. Die Vernachlässigung der Stadt als Wohnstandort in den letzten Jahrzehnten steht in engem Zusammenhang mit dem Angebot an qualitätsvollem privaten Außenraum. lässt sich die These aufstellen. um eine weitere Vermietbarkeit zu gewährleisten.

Grundsätzlich stehen drei Typen von privaten Außenräumen zur Verfügung. Der private Außenraum entwickelt sich entsprechend über die gesamte Gebäudebreite. Die Privatheit wird durch das dazwischenliegende Treppenhaus gewährleistet.Grundriss Extrovertierter Außenraum In unseren Breiten wird der private Außenraum in den häufigsten Fällen extrovertiert angeordnet. Zentrales Thema beim extrovertierten Außenraum ist jedoch die Gewährleistung einer maximalen. Der aus dem Einfamilienhaus abgeleitete unmittelbare Bezug zum Garten und seine meist als Terrasse ausgeprägte bauliche Erscheinung ist gewissermaßen der Urtyp des privaten Außenraums. Neben dieser baulichen Ausprägung spielt im städtischen Kontext die Orientierung eine weitere Rolle. Aus der Typologie des Geschosswohnungsbaus bildet sich eine weitere Gruppe von Außenräumen. die als Balkone und Loggien in unterschiedlichsten Formen ausgeprägt sind. Dies entsteht aus dem unmittelbaren Bedarf nach einer optimalen Besonnung. Bei dem Projekt im Kapellenweg von Baumschlager Eberle [090] wurde der private Außenraum als Loggia an der Gebäudeecke platziert. 184 . Beim Wohnhaus in der Choriner Straße in Berlin von Popp Planungen [091] wurden die beiden Belichtungsseiten vollständig verglast. Zwei großzügige Dachterrassen jeweils zur Stadt und zur Blockinnenseite werden zum gestaltprägenden Merkmal des Grundrisses. Das turmartige Gebäude in der Kanzleistraße in Zürich [092] wird durch eine besondere Wohnung im Dachgeschoss abgeschlossen. der Wohnung entsprechenden Privatheit. die das Element des Außenraums ausschließlich bauplastisch einsetzen. die ähnliche Qualitäten wie Gartenterrassen aufweisen und durch die Entdeckung des Flachdachs als nutzbare Fläche insbesondere durch Le Corbusier gefördert wurden. Die geringe Tiefe der Balkon­­ schicht wird durch eine niveaugleiche Ebene im Inneren kompensiert. Die letzte Gruppe bilden die Dachterrassen. Eine besondere Form von privatem Außenraum wurde bei dem Züricher Projekt in der Sihlamtstraße [093] realisiert. Hier wurde eine großzügige Terrasse der Wohnung als Eingangssituation vorgelagert. sondern das Verhältnis zum öffentlichen Raum gemeint. vernachlässigen diesen Aspekt häufig. In den häufigsten Fällen orientieren sich die privaten Außenräume zur ruhigeren Innenseite und wenden sich damit von der Stadt ab. Die Dimension der Loggia entwickelt sich klar aus der Grundrissstruktur. Dabei ist in erster Linie nicht die Himmelsrichtung. Beispiele. Das Fassadenthema wird zugunsten eines einheitlichen Erscheinungsbilds weitergeführt.

0 m² Individualräume 2 Orientierung II 185 .6 m² Außenraum 8.Privater Außenraum [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Wohnfläche 80.

5 m² Individualräume 1 Orientierung Il 186 .Grundriss [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Wohnfläche 74.4 m² Außenraum 16.

6 m² Außenraum 36.Privater Außenraum [092] Hauenstein.2 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 187 . Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Wohnfläche 90. La Roche.

9 m² Außenraum 38.7 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 188 .Grundriss [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Wohnfläche 96.

Josep Lluis Mateo entwickelte für sein Amsterdamer Projekt [095] einen zweigeschossigen Patio. wie beispielsweise bei Hof. 189 . Großzügige Glasflächen öffnen sich um den Innenhof. Die meist L - förmige Anordnung der Gebäude bildet dabei automatisch den Außenraum aus. Dabei wird der private Außenraum gleichzeitig als Erschließung genutzt. In unseren Breiten resultiert die Introvertiertheit aus dem Wunsch nach der vollständigen Privatheit des Außenraums. Bei höheren Gebäuden ist diese Art von Außenraum nur im Dachgeschoss beziehungsweise bei Maisonettewohnungen maximal in den beiden obersten Geschossen sinnvoll. um das darunterliegende kommunikative Geschoss ausreichend zu belichten. Gerade in städtischen Ballungsräumen mit hoher Dichte und entsprechenden Emissionen kann die extrovertierte Disposition unbefriedigend sein und eine introvertierte Konzeption eine spannungsvolle Alternative für die Entwurfskonzeption darstellen.Privater Außenraum Introvertierter Außenraum Private Außenräume.und Atriumhäusern oder Patiowohnungen. das heißt die einzelnen Räume können nur über diesen offenen Zwischenraum betreten werden. Sämtliche Öffnungen orientieren sich zum Innenhof. Diese radikale Haltung ist das Resultat aus der extremen Dichte der Stadt und wird als bewusster Kontrast eingesetzt. der die einseitige Orientierung des Gebäudes und die damit schwierigen Belichtungsvrhältnisse kompensieren sollte. Eine extreme Haltung zur Stadt entwickelte Tadao Ando bei seinem städtischen Reihenhaus in Osaka [096]. Viele der Siedlungsentwürfe von Roland Rainer setzten sich mit dem Thema der absoluten Privatheit durch einen introvertierten Außenraum auseinander. Eine bis auf den Eingang fensterlose Fassade präsentiert sich zur Stadt. Auch bei dem Großsiedlungsprojekt in Puchenau [094] findet das Prinzip Verwendung. Bei städtebaulichen Konzeptionen mit hoher Dichte und niedriger Geschossigkeit hat dieser Typ von Außenraum eine hohe Verbreitung. Diese Ausprägung ist vor allen Dingen im Mittelmeerraum vorzufinden. bezeichnet man als introvertierte Außenräume. Als Bodenbelag des Patios verwendete er Glasbausteine. wo nicht die unmittelbare Besonnung im Vordergrund steht. die innerhalb der Wohnung oder des Gebäudes integriert sind. sondern der private Außenraum als verschatteter Bereich auch zur Klimatisierung und Belüftung beitragen soll. Nur wenige Belüftungsfenster richten sich nach außen.

0 m² Außenraum 50. Innenhof 190 .4 m² Individualräume 4 Orientierung I.Grundriss [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Wohnfläche 135.

7 m² Individualräume 3 Orientierung I.7 m² Außenraum 43.Privater Außenraum [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Wohnfläche 128. Patio 191 .

Grundriss [096] Tadao Ando Osaka Bay Street Osaka (JP) Wohnfläche 68.7 m² Individualräume 2 Orientierung Patio 192 .5 m² Außenraum 15.

Konstruktion 193 .

Baukonstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Münsingen (CH) Gebäudetechnik [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Nimes (FR) 196 200 194 . Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg.

ist der materialgerechte Entwurf. Auch wenn im Wohnungsbau die Rasterfrage keine so große Rolle spielt wie bei der Entwicklung von Bürogebäuden. 195 . also der Rohbau. andererseits jedoch eigene konstruktive Abhängigkeiten produzieren. da gerade die Gebäudestruktur. führt jedoch zu einer unwirtschaftlichen Ausnutzung des Materials und hohem Anpassungsund damit Zeit. jedoch wird schnell die Abhängigkeit zum Grundriss klar. Beispiel hierfür sind eine Vielzahl von Fertigteilen und Baustoffen mit eigenen Maßabhängigkeiten oder sogar eigenen Modulordnungen wie zum Beispiel beim Mauerwerk. Vieles ist grundsätzlich machbar. Dabei gibt es Parameter. Dass die Entwurfskonzeption maßgeblich von diesen Parametern beinflusst werden kann. wie zum Beispiel die wirtschaftliche Anordnung der PKW-Stellplätze. Neben der konzeptionellen Optimierung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den zu verwendenden Bausystemen und Baustoffen unumgänglich. wie zum Beispiel die Raumdimensionen innerhalb der Wohnung. Am Markt existieren zahlreiche Produkte. auf die einzelnen Nutzungsbereiche optimierte Planung möglich erscheint und die Notwendigkeit zur Koordinierung der einzelnen maßlichen Anforderungen in den Hintergrund tritt. Ein weiterer Anspruch. Die sorgfältige Analyse der einzelnen Anforderungen ist daher die Grundlage für die Entwicklung von Koordinationsschemata. dass auf den ersten Blick auch eine konstruktiv unabhängige. wenn nicht sogar der wesentliche. die einerseits den geforderten Standards genügen. die eine gewisse Flexibilität aufweisen. die im Wohnungsbau für das Konstruktionssystem maßgebend sind. soll anhand von konstruktiven beziehungsweise gebäudetechnisch optimierten Grundrissen dargestellt werden. Gerade in größeren. hybriden Gebäuden mit vielfältigen Wohnungstypen. Eine davon unabhängige Planung ist prinzipiell möglich. so gibt es doch eine Vielzahl von Abhängigkeiten. zusätzlicher gewerblicher Nutzung und einer Tiefgarage wird dieser Aspekt deutlich. dass dieser Parameter aus den Überlegungen für das Gesamtgebäude und weniger aus der einzelnen Wohnung resultiert. die nur geringe Toleranzen gestatten. Dies führt trotz prinzipieller Machbarkeit jedoch im Allgemeinen zu äußerst unwirtschaftlichen Ergebnissen. Die Baustoffqualitäten und Konstruktionsweisen sind heutzutage so weit entwickelt. erscheint als wichtige Voraussetzung für den gelungenen Entwurf.Konstruktion Einleitung Die konstruktive und gebäudetechnische Logik eines Wohnungsentwurfs ist ein wesentlicher Aspekt. die die technischen und konstruktiven Anforderungen möglichst synergetisch zu einem optimierten Gebäudeentwurf führen. einen enormen Kostenanteil am Gesamtprojekt ausmacht. aber die logischen Abhängigkeiten und Möglichkeiten des jeweiligen Materials zu nutzen.und Kostenaufwand. Zunächst könnte man davon ausgehen. und andere.

Bei dem Wohnhaus Schärer [099] wurde das Stahlbausystem „Mini“ verwendet. Der Grundriss reagiert teilweise auf das Stützenraster und spielt sich gleichzeitig in anderen Bereichen bewusst frei. Über vorgefertigte Tunnelschalungselemente sind dort Raumbreite und Höhe weitgehend vorbestimmt und schränken damit den entwerferischen Handlungsspielraum deutlich ein. wie zum Beispiel dem Holzbau. Städtische Gebäude weisen häufig eine zweiseitige Orientierung auf. Fritz Haller. Die Grundkonstruktion des Gebäudes besteht aus einem Skelettbau. Weitgehend unabhängig von der gewählten Bauweise liegen die wirtschaftlichen Spannweiten bei circa 6 m. Das Projekt [098] von Diener & Diener basiert konstruktiv auf der typischen holländischen Tunnelschalbauweise und erhebt diese gleichzeitig zum Thema des Entwurfs. Der Entwurf der nichttragenden Bauteile ist unter Berücksichtigung der Qualitätsstandards (insbesondere Schallschutz) weitgehend frei. Trotz eines quadratischen Baukörpers folgen die tragenden Wände ausschließlich einer Richtung. Dieses Prinzip hat sich zum Beispiel im holländischen Wohnungsbau als Standard etabliert. 196 . Bei Betonkonstruktionen besteht über mögliche komplexe Bewehrungsstrukturen eine geringere Einschränkung. vor allen Dingen bekannt durch sein Regalsystem USM. Die Fassade trägt zunächst nur sich selbst beziehungsweise wird zur Aussteifung des Gebäudes herangezogen und kann nach Belichtungs.Grundriss Baukonstruktion Einer der wichtigsten baukonstruktiven Parameter ist die wirtschaftliche Dimensionierung der Deckenkonstruktion. Dies hat unmittelbaren Ein­ fluss auf die Grundrissgestaltung. versuchte in unterschiedlichsten Gebäudedimensionen konstruktiv vollständig durchentwickelte Bausysteme zu etablieren. koordinierende Rasterstrukturen definieren die mögliche Lage der raumteilenden Elemente. Die Immeuble Clarté in Genf von Le Corbusier [097] ist eines von vielen Projekten. Die Grundrissgestaltung ordnet sich diesem Prinzip unter. bei denen er die Möglichkeiten seines „plan libre“-Konzepts untersucht. so dass die Lastabtragung meist entlang der unbelichteten Wohnungstrennwände erfolgt.und Gestaltungszwecken frei entworfen werden. um wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Aus konstruktiver Sicht sollten eventuelle Treppen der Tragrichtung folgen. oder Fertigteilkonstruktionen in diesem Zusammenhang ein weiterer wichtiger Parameter. Die Tragrichtung der Decke ist bei additiven Bauweisen. Klare.

3 m² Individualräume 3 Orientierung II 197 .Konstruktion [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Wohnfläche 197 .6 m² Außenraum 19.

0 m² Außenraum 10.0 m² Individualräume 2 Orientierung Il 198 .Grundriss [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Wohnfläche 102.

4 m² Außenraum 56.2 m² Individualräume 3 Orientierung IV 199 .Konstruktion [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Wohnfläche 173.

Je größer die gebäudetechnischen Bauteile sind. dass ohne erkennbaren Grund von diesem Prinzip abgewichen wird und Sonderlösungen gefunden werden müssen. Die umgebenden Räume beinhalten keine weitere technische Ausstattung. dass es sinnvoll ist. um unterschiedliche Grundrisskonfigurationen zuzulassen und über den gleichen Schacht ver. wobei auch hier ökonomische Lösungen vorzuziehen sind. desto sorgfältiger sollte die Abhängigkeit zu anderen Räumen und Bereichen im Grundriss studiert werden. 200 . Die nächste Kategorie bilden die Bauteile zur Abwasserentsorgung. dass vieles machbar. Beim Wohnhaus von Helmut Wimmer [100] wird die Gebäudetechnik auf einen zentralen Kern konzentriert. Die Positionierung der Gebäudetechnik ist dabei nicht nur für den ursprünglichen Grundrissentwurf interessant. Die Praxis zeigt jedoch. Für den qualitativen Entwurf ist es wesentlich. Abwasser und Strom sind auf den Kernbereich konzentriert. Beim sozialen Wohnungsbau von Jean Nouvel [101] wurde die Lage des Schachts für die Haustechnik präzise gesetzt.Grundriss Gebäudetechnik Selbst der absolute Laie weiß. gefolgt von der Wasserversorgung. Einen wesentlichen Ansatzpunkt zum Umgang mit der Gebäudetechnik im Entwurfsprozess liefert die Vergegenwärtigung der Dimensionen der einzelnen Medien. die gebäudetechnischen Lösungsansätze. frühzeitig zu betrachten und zu integrieren. Ähnlich der Konstruktion gilt. im darüberliegenden Geschoss hingegen ein „konventioneller“ Grundriss mit außenliegendem Bad entwickelt.und Entsorgung zu gewährleisten. die Räume mit besonderen Anforderungen an die Gebäudetechnik sowohl in der Vertikalen als auch Horizontalen zu bündeln und über einen gemeinsamen Schacht die Ver. insbesondere die Lage der vertikalen Schächte. Die größten Querschnitte nehmen dabei luftführende Bauteile ein. aber nur wenige Lösungen ökonomisch und technisch sinnvoll sind.und entsorgen zu können. Sämtliche Medien wie Wasser. Die Elektroversorgung nimmt aufgrund der geringen Querschnitte nur wenig Einfluss auf die Grundrissgestaltung. Im dargestellten Grundriss wird auf der Erdgeschossebene eine Box platziert. sondern sollte perspektivisch veränderten Nutzungsbedürfnissen Rechnung tragen beziehungsweise bei größeren Wohngebäuden eine Grundrissvielfalt ermöglichen. die gerade im Zuge der energetischen Optimierung von Gebäuden zunehmend eingesetzt werden.

2 m² Außenraum 15.4 m² Individualräume 2 Orientierung IIl 201 .Konstruktion [100] Helmut Wimmar Kanalstraße Wien (AT) Wohnfläche 90.

0 m² Außenraum 11.5 m² Individualräume 3 Orientierung Ill 202 .Grundriss [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Wohnfläche 108.

Projekte .

.

Einleitung Die Überführung der aus der Grundrissarbeit gewonnen Erkenntnisse in die Komplexität des Gesamtprojekts ist eine der wesentlichen Hürden im Entwurfsprozess. die farbig markiert wurden.000 ergänzt. Unmittelbar mit dieser Frage verknüpft ist die Erschließungsform des Gebäudes. Häufig sieht der Studierende sich dann mit der gefundenen Bauform mit einer Situation konfrontiert. Eine parallele Entwicklung beider Entwurfsstrategien würde bei entsprechender Erfahrung und Zeit den größten Erfolg versprechen. Der angegebene Erschließungstyp bezieht sich auf die betrachtete Wohnung. der Konfiguration des Gebäudes. Sämtliche 101 Projekte wurden zeichnerisch in Grundriss und Schnitt im Maßstab 1:500 nach einheitlichen grafischen Standards neu aufgearbeitet. genordete Vignette im Maßstab 1:10. Die beigefügten Schnitte sind als Systemschnitt zu verstehen. die eine Vorstellung von der baulichen Dichte des Kontexts liefern soll. liefert dieses Kapitel erste Informationen für den Folgeschritt. die mit dem Gebäude identisch sind. die helle Markierung kennzeichnet das Gesamtprojekt. die eine Beurteilung der Effizienz der einzelnen Systeme zulässt. Entsprechend der Reihenfolge ihres Erscheinens im Kapitel „Grundriss“ werden in diesem Kapitel die Grundrisse in ihren Gesamtzusammenhang gestellt. 205 . nachträglich adäquate Grundrisse einzufügen. ohne die ursprüngliche Idee zu gefährden. das Gebäude aus der Perspektive der Wohnung zu entwerfen. Aus dem Ansatz. Im Sinne eines „Packschemas“ kann die räumliche Anordnung der einzelnen Wohneinheiten nachvollzogen werden. Die seitliche Spalte gibt Aufschluss über die wichtigsten Projektkenndaten und wurde um eine städtebauliche. zum Beispiel bei Einfamilienhäusern. Die entwickelte Grundrisskonzeption muss den zahlreichen weiteren Einflussgrößen angepasst werden. Die dunkle Gebäudemarkierung gibt den gewählten Grundrissausschnitt im Maßstab 1:500 an. Dargestellt ist jeweils das Eingangsgeschoss der betrachteten Wohnungen. Dieser letzte Buchteil versucht eine Brücke zwischen beiden Ansätzen zu schlagen. Bei Grundrisskonfigurationen. Aus dem beschriebenen „klassischen“ Ansatz kann dieses Kapitel jedoch ebenfalls betrachtet werden und katalogartig das Spektrum städtebaulicher Lösungen aufzeigen. bei der es ähnlich wie beim Altbau gilt. Die umgekehrte und als „klassisch“ zu bezeichnende Methodik der Annäherung im Entwurfsprozess über den städtebaulichen Maßstab bis hin zum Detail erscheint uns aus der praktischen Lehrerfahrung gerade bei wenig geübten Entwerfern für die Entwicklung qualitätsvoller Wohnungsbauarchitektur weniger geeignet. wurde auf diese Markierung verzichtet. Auch hier liefert dieses Kapitel einen reichhaltigen Fundus an Beispielen.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg. Nüziders (AT) [033] Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße. Weilheim (DE) [050] Johannes Kaufmann Brugg. Zürich (CH) [039] Michael Alder Friedhofweg. Zürich (CH) [030] Allmann Sattler Wappner Architekten G. München (DE) [031] Beyer - Schubert Architekten A. Basel (CH) [029] burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde. München (DE) [019] Egon Eiermann Bartningallee. Hannover (DE) [028] Miller & Maranta Gellertstraße. Freiburg (DE) [003] Diener & Diener Riehenring. Itingen (CH) [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel. Wien (AT) [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße. Oberwil-Zug (CH) [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße. Dornbirn (AT) [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien. Tokyo (JP) [042] Xaveer de Geyter Chassé Singel. Sevilla (ES) [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta. Breda (NL) [043] Daniele Marques Dreilindenstraße.-Kerschensteiner-Str.-Guggenmoser-Str.-und-H. Brione-Minusio (CH) [011] Beda Dillier Kirchstraße.. Ingolstadt (DE) [027] Fink + Jocher Oheriedentrift. Wien (AT) [035] Michael Alder Störzbachstraße. München (DE) [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort [026] Beyer + Dier Architekten K. Bezau (AT) 206 . Berlin (DE) [032] Baumschlager Eberle Waldburgstraße. Stuttgart (DE) [017] Werner Wirsing Connollystraße. Schettler & Wittenberg Lessingstraße.. Den Haag (NL) [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) [015] Christian Kerez Burenweg. Stuttgart (DE) [036] HPP Hentrich-Petschnigg Architekten Pfeffingerstraße.-Hirsch-Ring. Yamanashi (JP) [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße.Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße. Basel (CH) [008] Michael Alder Hinter den Gärten. Zürich (CH) [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße. Luzern (CH) [044] pool Architekten Leimbachstraße. Basel (CH) [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg. Zürich (CH) [034] Helmut Wimmer Grieshofgasse.-Rupprecht-Straße. Dresden (DE) [046] Norbert Post . Amsterdam (NL) [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka. Christian Rapp Levantkade. Weimar (DE) [038] ADP Architekten Hellmutstraße. Zürich (CH) [045] Thomas Müller Ivan Reimann Reichenbachstraße. Berlin (DE) [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat. Sarnen (CH) [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße. Trondheim (NO) [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli. Laufenburg (CH) [049] Fink + Jocher H. Basel (CH) [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg. München (DE) [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg. Herdecke (DE) [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse. Kilchberg (CH) [005] Hans Kollhoff. Leipzig (DE) [037] Walter Stamm-Teske. Mendriso (CH) [024] Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee Grasmeierstraße. Riehen (CH) [040] Bauart Architekten und Planer mobiler Standort [041] Ryue Nishizawa Ota Ku. Berlin (DE) [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße.

Darmstadt (DE) [060] Kazuyo Sejima Kitagata. Kaierslautern (DE) [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße. Shizuoka (JP) [075] blauraum Architekten Bogenallee. Walter Ramseier [064] A. Schedler Kanzleistraße. Zürich (CH) . Nimes (FR) 207 . Darmstadt (DE) [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg. Gifu (JP) [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße. Berlin (DE) [092] Hauenstein. Zürich (CH) [080] [03 München Nackstraße. Tilburg (NL) [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße. Amsterdam (NL) [096] Tadao Ando Osaka Bay Street. Garching (DE) [071] Shigeru Ban Saitama. Zürich (CH) [085] Zimmermann Leber Feilberg H. Berlin (DE) [083] Alvar Aalto Klopstockstraße. Berlin (DE) [087] dmsw Albertinenstraße. Riehen (CH) [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg. Köln (DE) [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg. Paris (FR) [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße. Berlin (DE) [084] Christian Kerez Forsterstraße. Weimar (DE) [070] Fink + Jocher Enzianstraße. Puchenau (AT) [095] Josep Lluis Mateo Borneokade. Wien (AT) [101] Jean Nouvel Avenue de General. Amsterdam (NL) [059] Joachim Wendt Rückertstraße.D. Chur (CH) [069] Walter Stamm-Teske. Zürich (CH) [065] Ken Architekten Vorsässstraße. Graz (AT) [057] BKK-3 Goldschlagstraße. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße. Osaka (JP) [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent. Wien (AT) [055] MVRDV Bottgerwater. Basel (CH) [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse. Genf (CH) [098] Diener & Diener KNSM Laan. Zürich (CH) [094] Roland Rainer Mittelpromenade.Projektverzeichnis [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont.. Kawagoe (JP) [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße. Den Haag (NL) [079] Max Dudler Kirchgasse. Niederwangen (CH) [077] Engelen Moore Barcom Avenue. Wien (AT) [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein. Amsterdam (NL) [099] Fritz Haller Buchliweg. Senn Sihlamtstraße. Den Haag (NL) [056] Riegler Riewe Bahnhofstraße. La Roche. Baden (CH) [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße. Berlin (DE) [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat. Feldkirch (AT) [091] Popp Planungen Choriner Straße.P Hohlstraße. Marseille (FR) [074] Shigeru Ban Izu.-Mansbacher-Str. Hamburg (DE) [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße. Basel (CH) [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße. Ennetmoos (CH) [066] AV1 Architekten Betzenberg. Zürich (CH) [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße. Mainz (DE) [081] Michael Alder Friedhofweg. Sydney (AU) [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg. Munz & B. Baden (CH) [068] Peter Zumthor Cadonaustraße. Zürich (CH) [093] Martin Spühler mit D. Münsingen (CH) [100] Helmut Wimmer Kanalstraße. Wien (AT) [073] Le Corbusier Boulevard Michelet.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 208 . M 1:500 Grundriss.Projekte [001] Morger & Degelo Klybeckstraße Basel (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 29 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 209 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [002] pfeifer roser kuhn architekten Runzmattenweg Freiburg (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 210 .Projekte [003] Diener & Diener Riehenring Basel (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 74 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 211 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [004] Gigon/Guyer Architekten Im Broelberg Kilchberg (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 212 . M 1:500 Grundriss. Christian Rapp Levantkade Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 - 8 Anzahl Wohneinheiten 304 Lageplan.Projekte [005] Hans Kollhoff.

Projektsammlung [006] Shigeru Ban Lake Yamanaka Yamanashi (JP) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 213 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projekte [007] Buchner Bründler Architekten Colmarerstraße Basel (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 214 .

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [008] Michael Alder Hinter den Gärten Itingen (CH) Fertigstellung 1984 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 215 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [009] Antonio Cruz Calle Doña Maria Coronel Sevilla (ES) Fertigstellung 1976 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:500 216 .

Projektsammlung [010] Luigi Snozzi Vicolo della Zotta Brione-Minusio (CH) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 217 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 218 . M 1:500 Grundriss.Projekte [011] Beda Dillier Kirchstraße Sarnen (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan.

Projektsammlung [012] Petra und Paul Kahlfeldt Max-Eyth-Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 219 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 220 .Projekte [013] Geurst & Schulze architecten Bilderdijkstraat Den Haag (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 19 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [014] Bearth & Deplazes Architekten Fanas (CH) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 221 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [015] Christian Kerez Burenweg Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 222 .

M 1:500 223 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [016] Lederer + Ragnarsdóttir + Oei Besigheimer Straße Stuttgart (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 - 4 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 224 .Projekte [017] Werner Wirsing Connollystraße München (DE) Fertigstellung 1972 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 800 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [018] Steidle + Partner Hans-Dürrmeier-Weg München (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 15 Anzahl Wohneinheiten 66 Lageplan. M 1:500 225 .

M 1:500 226 . M 1:500 Grundriss.Projekte [019] Egon Eiermann Bartningallee Berlin (DE) Fertigstellung 1961 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 96 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 227 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [020] Kuhn Fischer Partner Architekten Widenstraße Oberwil-Zug (CH) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projekte [021] Baumschlager Eberle Mozartstraße Dornbirn (AT) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan. M 1:500 228 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [022] Brendeland & Kristoffersen Arkitekter Strandveien Trondheim (NO) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:500 229 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 230 . M 1:500 Grundriss.Projekte [023] Könz Molo und Barchi Architekten Via Agostino Maspoli Mendriso (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 18 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 231 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [024] Haack + Höpfner Architekten und Horden Cherry Lee Architects Grasmeierstraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan.

M 1:500 232 .Projekte [025] Johannes Kaufmann mobiler Standort Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

Projektsammlung

[026]
Beyer + Dier Architekten Kronprinz-RupprechtStraße Ingolstadt (DE)

Fertigstellung 2003 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 30

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

233

Projekte

[027]
Fink + Jocher Oheriedentrift/Feldbuschwende Hannover (DE)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 87

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

234

Projektsammlung

[028]
Miller & Maranta Gellertstraße Basel (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 31

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

235

Projekte

[029]
burkhalter sumi architekten Wehrenbachhalde Zürich (CH)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

236

Projektsammlung

[030]
Allmann Sattler Wappner Architekten Georg-KerschensteinerStraße München (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

237

Projekte

[031]
Beyer - Schubert Architekten Alice-und Hella-Hirsch-Ring Berlin (DE)

Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 16

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

238

Projektsammlung

[032]
Baumschlager Eberle Waldburgstraße Nüziders (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 14

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

239

Projekte

[033]
Hasler Schlatter Partner Trichtenhausenstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 73

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

240

Projektsammlung

[034]
Helmut Wimmer Grieshofgasse Wien (AT)

Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 9

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

241

Projekte

[035]
Michael Alder Störzbachstraße Stuttgart (DE)

Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 12

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

242

Projektsammlung

[036]
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner Pfeffigerstraße Leipzig (DE)

Fertigstellung 2000 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

243

Projekte

[037]
Walter Stamm-Teske, Schettler & Wittenberg Lessingstraße Weimar (DE)

Fertigstellung 1998 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 26

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

244

Projektsammlung

[038]
ADP Architekten Hellmutstraße Zürich (CH)

Fertigstellung 1991 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 36

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

245

Projekte

[039]
Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH)

Fertigstellung 1992 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

246

Projektsammlung

[040]
Bauart Architekten und Planer mobiler Standort

Fertigstellung Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

247

Projekte

[041]
Ryue Nishizawa Ota Ku Tokyo (JP)

Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 - 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

248

Projektsammlung

[042]
Xaveer de Geyter Chassé Singel Breda (NL)

Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 13 Anzahl Wohneinheiten 143

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

249

Projekte

[043]
Daniele Marques Dreilindenstraße Luzern (CH)

Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4

Lageplan, M 1:10 000 Schnitt, M 1:500 Grundriss, M 1:500

250

Projektsammlung [044] pool Architekten Leimbachstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 6 - 8 Anzahl Wohneinheiten 119 Lageplan. M 1:500 251 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projekte [045] Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Reichenbachstraße Dresden (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 63 Lageplan. M 1:500 252 . M 1:10 000 Schnitt.

Hartmut Welters Architekten Westender Weg Herdecke (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 253 . M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [046] Norbert Post .

M 1:500 254 .Projekte [047] Delugan Meissl Associated Architects Wimbergergasse Wien (AT) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 40 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 255 .Projektsammlung [048] burkhalter sumi architekten Burgmattstraße Laufenburg (CH) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 16 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 256 . Weilheim (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 23 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [049] Fink + Jocher Hans-Guggenmoser-Str.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [050] Johannes Kaufmann Brugg Bezau (AT) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 10 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 257 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 258 .Projekte [051] Francis Soler Cité Saint Chaumont Paris (FR) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 17 Lageplan.

Projektsammlung [052] Herzog & de Meuron Hebelstraße Basel (CH) Fertigstellung 1988 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 259 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [053] Herzog & de Meuron Schützenmattstraße Basel (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 260 .

M 1:500 261 .Projektsammlung [054] Walter Stelzhammer Ziedlergasse Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 42 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss. M 1:500 262 .Projekte [055] MVRDV Bottgerwater Den Haag (NL) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [056] Riegler Riewe Bahnhofstrasse Graz (AT) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 27 Lageplan. M 1:500 263 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 264 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [057] BKK-3 Goldschlagstrasse Wien (AT) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 39 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [058] Bosch Architecten Bezaanjachtplein Amsterdam (NL) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 28 Lageplan. M 1:500 265 .

M 1:500 Grundriss.Projekte [059] Joachim Wendt Rückertstraße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 266 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 267 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [060] Kazuyo Sejima Kitagata Gifu (JP) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 9 Anzahl Wohneinheiten 107 Lageplan.

M 1:500 268 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [061] Theo Hotz Buchgrindelstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1985 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [062] Burkard Meyer Architekten Martinsbergstraße Baden (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 12 Lageplan. M 1:500 269 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 270 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [063] Gigon/Guyer Architekten Carmenstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 2 - 5 Anzahl Wohneinheiten 48 Lageplan.

Walter Ramseier Hohlstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp 3-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 126 Lageplan.Projektsammlung [064] A. M 1:10 000 Schnitt.D. M 1:500 Grundriss. M 1:500 271 .P .

Projekte [065] Ken Architekten Vorsässstraße Ennetmoos (CH) Fertigstellung 2007 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 272 .

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [066] AV1 Architekten Betzenberg Kaiserslautern (DE) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:500 273 . M 1:10 000 Schnitt.

Projekte [067] Burkard Meyer Architekten Mellingerstraße Baden (CH) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 14 Lageplan. M 1:500 274 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 275 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [068] Peter Zumthor Cadonaustraße Chur (CH) Fertigstellung 1993 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 21 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. AFF Architekten Albrecht-Dürer-Straße Weimar (DE) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 276 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [069] Walter Stamm-Teske.

M 1:500 277 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [070] Fink + Jocher Enzianstraße Garching (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 56 Lageplan.

Projekte [071] Shigeru Ban Saitama Kawagoe (JP) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 278 .

M 1:500 279 .Projektsammlung [072] Adolf Krischanitz Oskar-Simony-Straße Wien (AT) Fertigstellung 2008 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 6 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 280 . M 1:500 Grundriss.Projekte [073] Le Corbusier Boulevard Michelet Marseille (FR) Fertigstellung 1952 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 17 Anzahl Wohneinheiten 337 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [074] Shigeru Ban Izu Shizuoka (JP) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 281 .

M 1:10 000 Schnitt.Projekte [075] blauraum Architekten Bogenallee Hamburg (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 15 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 282 .

Projektsammlung [076] Atelier 5 Brüggbühlstraße Niederwangen (CH) Fertigstellung 1990 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 93 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 283 .

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 284 . M 1:500 Grundriss.Projekte [077] Engelen Moore Barcom Avenue Sydney (AU) Fertigstellung 2002 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 25 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [078] Rapp + Rapp Centrum Ypenburg Den Haag (NL) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 4 - 13 Anzahl Wohneinheiten 486 Lageplan. M 1:500 285 .

M 1:500 286 . M 1:10 000 Schnitt.Projekte [079] Max Dudler Kirchgasse Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp Innengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 287 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [080] 03 München Nackstraße Mainz (DE) Fertigstellung 2005 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 - 7 Anzahl Wohneinheiten 31 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 288 .Projekte [081] Michael Alder Friedhofweg Riehen (CH) Fertigstellung 1992 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 38 Lageplan.

Projektsammlung [082] Kollhoff & Timmermann Architekten Malchower Weg Berlin (DE) Fertigstellung 1994 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 128 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 289 .

Projekte [083] Alvar Aalto Klopstockstraße Berlin (DE) Fertigstellung 1957 Erschließungstyp 5-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 78 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss. M 1:500 290 .

M 1:500 Grundriss. M 1:500 291 .Projektsammlung [084] Christian Kerez Forsterstraße Zürich (CH) Fertigstellung 2003 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projekte [085] Zimmermann Leber Feilberg Architekten Herta-Mansbacher-Straße Darmstadt (DE) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 33 Lageplan. M 1:500 292 . M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [086] Straub Beutin Architekten Kreutzerweg Berlin (DE) Fertigstellung 2001 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 4 Anzahl Wohneinheiten 2 Lageplan. M 1:500 293 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 294 .Projekte [087] dmsw Albertinenstraße Berlin (DE) Fertigstellung 2006 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 4 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.

Projektsammlung [088] Rijnvos Voorwinde Architecten Voltstraat Tilburg (NL) Fertigstellung 1997 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 7 Lageplan. M 1:500 295 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.

M 1:500 Grundriss.Projekte [089] Scheuring und Partner Lohrbergstraße Köln (DE) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 296 .

M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [090] Baumschlager Eberle Kapellenweg Feldkirch (AT) Fertigstellung 1996 Erschließungstyp 4-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:500 297 . M 1:500 Grundriss.

M 1:500 298 . M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 Grundriss.Projekte [091] Popp Planungen Choriner Straße Berlin (DE) Fertigstellung 1998 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 7 Anzahl Wohneinheiten 24 Lageplan.

M 1:10 000 Schnitt. Schedler Architekten Kanzleistraße Zürich (CH) Fertigstellung 2004 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 5 Lageplan.Projektsammlung [092] Hauenstein. M 1:500 299 . M 1:500 Grundriss. La Roche.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 300 .Projekte [093] Martin Spühler mit David Munz und Bruno Senn Sihlamtstraße Zürich (CH) Fertigstellung 1995 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 64 Lageplan.

M 1:500 301 . M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [094] Roland Rainer Mittelpromenade Puchenau (AT) Fertigstellung 1977 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 1 Anzahl Wohneinheiten 750 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 302 .Projekte [095] Josep Lluis Mateo Borneokade Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 26 Lageplan.

Projektsammlung [096] Tadao Ando Sumiyoshi Osaka (JP) Fertigstellung 1975 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan. M 1:500 Grundriss. M 1:500 303 . M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 304 . M 1:500 Grundriss.Projekte [097] Le Corbusier Rue Saint-Laurent Genf (CH) Fertigstellung 1932 Erschließungstyp 2-Spänner Anzahl Geschosse 8 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt.

M 1:500 Grundriss.Projektsammlung [098] Diener & Diener KNSM Laan Amsterdam (NL) Fertigstellung 2000 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 6 Anzahl Wohneinheiten 45 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 305 .

M 1:500 306 . M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projekte [099] Fritz Haller Buchliweg Münsingen (CH) Fertigstellung 1969 Erschließungstyp direkt Anzahl Geschosse 2 Anzahl Wohneinheiten 1 Lageplan.

M 1:500 Grundriss. M 1:10 000 Schnitt.Projektsammlung [100] Helmut Wimmer Kanalstraße Wien (AT) Fertigstellung 1999 Erschließungstyp 1-Spänner Anzahl Geschosse 3 Anzahl Wohneinheiten 36 Lageplan. M 1:500 307 .

Projekte [101] Jean Nouvel Avenue de General Nimes (FR) Fertigstellung 1987 Erschließungstyp Laubengang Anzahl Geschosse 5 Anzahl Wohneinheiten 114 Lageplan. M 1:10 000 Schnitt. M 1:500 308 . M 1:500 Grundriss.

Anhang .

.

Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Wohnungsbau und Bausparwesen e. Wohnungs. Wohnsituation in Deutschland 2006. S. S. S.03. 30 311 . Bruttoanlagevermögen nach Vermögensarten.und Immobilienmärkte 2006 – Kurzfassung. Fachserie 5. 23 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Wohnungs. demografischer Wandel . 398 vom 22.V. Wiesbaden 2005 www. Hausbau-Informationen. 8 Statistisches Bundesamt. Folge 13/2008.03.V.09. S.V. Fachserie 5.V. 13 Ebd. 3 Statistisches Bundesamt. Berlin 2008 Statistisches Bundesamt.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Wiesbaden 2008. Umsatz und Investitionen im Baugewerbe Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).de/wohn_wandel/849. 13 Ebd. Institut für Städtebau. Wiesbaden 2008 Ebd. Nutzung der Bodenfläche. S. (ifs). Hausbau Informationen.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Wiesbaden 2006. Folge 15/2008. Entwicklung der Privathaushalte bis 2025. Reihe 3. S. 19 Ebd. Februar 2009 Statistisches Bundesamt. Baugewerbe in Deutschland. S. Reihe 3. Verkehr in Deutschland.schader-stiftung. Leben in Deutschland. Wiesbaden 2007 Statistisches Bundesamt.nl/edgar. 5 Institut für Massivbau. Wohnungs. Bonn 2001. 22:00) Statistisches Bundesamt. Reihe 3. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Baugenehmigungen / Baufertigstellungen – Lange Reihen z. Statistisches Bundesamt. Ebd.mnp. Bonn 2007 .Bevölkerungs. 13 Statistisches Bundesamt. S. Folge 15/2008. Institut für Städtebau. Gegenüberstellung Massivhaus / Holzelementbauweise – Ökobilanzstudie. Wiesbaden 2007 . Berlin 2008 Statistisches Bundesamt. 57 Institut für Städtebau (ifs). Auflage. Demografischer Wandel in Deutschland. 23 Statistisches Bundesamt. Emission Database for Global Atmospheric Research (24. Wohnungsbau und Bausparwesen e. S.09. Beschäftigte. Auszug aus Wirtschaft und Statistik. Auszug aus Wirtschaft und Statistik . Hausbau-Informationen. Wiesbaden 2009.V.de/microsite-presse/lbs-research (17 . Bonn 2007 . Graue Energie von Baustoffen.2005. Bautätigkeit und Wohnungen. Bonn 2007 . 17:03) Statistisches Bundesamt.und Immobilienmärkte in Deutschland 2006 – Kurzfassung. Bonn 2007 . S. Wiesbaden 2007 . (ifs). Berlin 2008 www.php (16. Wiesbaden 2008. Wohnungsprognose 2015. S. 1998 Statistisches Bundesamt.und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. Unternehmen. S. Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Folge 24/2008 2 2 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Statistisches Bundesamt. 23 www. 2. Pressemitteilung Nr.).. Hausbau Informationen. TU-Darmstadt. Wohnungsbau und Bausparwesen e.Quellennachweis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Statistische Ämter des Bundes und der Länder. S.T.03. Wiesbaden 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Ergebnisse der Haushaltsvorausberechnung 2007 .09. Wiesbaden 2006. Wiesbaden 2006. 8 / S. Heft 1. 118 Statistisches Bundesamt. Bautätigkeit und Wohnungen. Zuhause in Deutschland. 13 Institut für Städtebau. Wohnungsbau und Bausparwesen e. Hausbau Informationen. Fachserie 5. Folge 15/2008. Wohnungs. Dezember 2006 Econum GmbH St.09.-Gallen (Hrsg. Bautätigkeit und Wohnungen. (ifs)..lbs.Preisentwicklungen in der Bauwirtschaft.11:49) Institut für Städtebau (ifs). S. Berlin 2008 Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). ab 1960.

Wien unbekannt Hiroyuki Hirai blauraum Atelier 5/Croci & du Fesne. Mühltal Andrea Kroth Michael Müller/dmsw unbekannt Lukas Roth.mhfa. Zürich Hannes Henz. Wien unbekannt Rob ‘t Hart photography.be Hannes Henz. Archiv: Post und Welters Margherita Spiluttini. Zürich Michael Heinrich. Stuttgart unbekannt Stefan Müller-Naumann. München unbekannt Ulrich Schwarz. Zürich Sascha Kletzsch. Basel unbekannt Cruz y Ortiz Hans-Jürgen Breuning. Foto: Georges Fessy 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 Margherita Spiluttini. München HUSS-MEDIEN GmbH.com Ralph Hut. Wien Heinrich Helfenstein. Athen Hélène Binet. Rotterdam Margherita Spiluttini. Zürich Eduard Hueber/archphoto. Schwarz. Hasle-Rüegsau Christian Richters. Prag E. Andrea Helbling. Wien Margherita Spiluttini. Aachen SHINKENCHIKU-SHA Photograph Division Peter Morf Erieta Attali. Zürich Thomas Ott.com Stefan Meyer. Zürich Eva Rubin. Berlin. Köln Eduard Hueber/archphoto. Foto: Therese Beyeler. Andrea Helbling. Worblaufen Ross Honeysett unbekannt Walter Mair.Bildnachweis 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 Ruedi Walti. Wien unbekannt van den Oever.com Geir Brendeland Walter Mair. Bern Manfrad Seidl. Zürich Heinrich Helfenstein. München Lukas Roth. Zürich Manfred Seidl.xdga. Zürich Simone Rosenberg. Zaaijer & Partners architecten Jörg Hempel. Berlin Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann Walter Mair. München (www. Zürich Arazebra. Stuttgart Roger Frei. Wien Lena Heinkele HPP Architekten Walter Stamm-Teske ADP Architekten EHT BSA SIA AG. Schweiz Robert Held fritz haller bauen und forschen gmbh. Berlin Eduard Hueber/archphoto. Köln Ruedi Walti. Zürich Florian Holzherr. Foto: Beat Jordi unbekannt Andreas Greber. Potsdam Arazebra Fotografie. Zürich Hendrik Gagstatter Piet Rook Ralph Feiner.mhfa. Zürich Hiroyuki Hirai Ruedi Walti. Basel Heinrich Helfenstein.de) Erieta Attali. Zürich Jan Maly. Züric Peter Bonfig.de) Hiroyuki Hirai Pez Hejduk. Klagenfurt Duccio Malagamba Tadao Ando Eveline Perroud und Bundesamt für Kultur. Athen Gigon/Guyer Architekten. Zürich Roland Halbe. München Andreas Muhs. Berlin Hauenstein La Roche Schedler Christian Kurz. Foto: Franziska Schmidt. Basel Ruedi Walti. Münster Gilbert Fastenaekens for www. München (www. Basel unbekannt Heinrich Helfenstein. Foto: Heinrich Helfenstein. Wien Georges Fessy 312 . London Walter Stamm-Teske Michael Heinrich. Zürich Hannes Henz. München Ignacio Martinez Francis Soler architect. Malans Walter Mair. München Ignacio Martinez Florian Schreiber.

............................................ 78/232..........145/273 Ban.......................180/296 Sejima............50/216 de Geyter.......................................................................... ... Wimmer................ Luigi.... Bruno........ ....... 43/213.....187/299 Herzog & de Meuron.......99/245 Alder............... Martin....... 58/222................................................................................ Egon...................................68/227 Le Corbusier.................................................................................. ..................................................................................................................... 201/307 Wirsing...........................97/244 Steidle + Partner....... Ivan............ ............... ..........P ....... 198/305 Diener & Diener.......................................................................................................................... 81/234. Walter...........................188/300 Stamm-Teske.......................................................................... dmsw.................. 119/258 Spühler...................... Peter.92/240 Hauenstein.....111/252 MVRDV...................156/279 Kuhn Fischer Partner Architekten................. 84/236..186/298 Post............................................................124/262 Nishizawa..199/306 Hasler Schlatter Partner.........86/238 BKK-3............................................. 49/215................... Soler.. 93/241..... Christian............................................. Antonio... 158/281 Bauart Architekten und Planer.................. Schedler hls Architekten......................................... Werner....70/228................... 41/211................. Norbert .............. Francis.........202/308 pfeifer roser kuhn architekten....................................... Rapp.. Thomas..................................80/233 Beyer-Schubert Architekten....... Xaveer.................D...... AFF Architekten.....................................82/235 Morger & Degelo.........................164/285 Riegler Riewe. Walter.................................................. 141/270 Haack + Höpfner und Horden Cherry Lee ...................................162/284 Fink + Jocher.............. Johannes.............. 91/239........... 173/290 Ando..........71/229 Buchner Bründler Architekten...................................... 171/288 .... Max............ 153/277 Geurst & Schulze architecten.............................................85/237 Allmann Sattler Wappner Architekten......... ................................................. 157/280... Jean............. 114/254 ..... Josep Lluis....... David & Senn.................... 172/289 Kollhoff.............. .... 116/256.... La Roche............ Christian........................................................... 39/210............................................ ........... 109/250 Mateo..38/209 pool Architekten................................ Petra und Paul........42/212 Krischanitz.................................... Tadao........... ....123/261 Straub Beutin Architekten................................................133/266 Wendt........ Beda..................................................... ............ Theo............................................................................................. Joachim.................................. 122/260 .37/208 Müller....................................................................... 118/257 Ken Architekten..................152/276 Stamm-Teske............. HPP Hentrich-Petschnigg Architekten..130/264 blauraum Architekten................ 113/253 ............................ .................. Alvar Aalto.. Hartmut..................64/224 Zimmermann Leber Feilberg Architekten. .................134/267 ...... 120/259..... ..............139/268 Hotz...............................144/272 Kerez................96/243 Kahlfeldt............................... Walter Ramseier............. 197/304 . Walter............................................160/282 Bosch architecten... 51/217 Snozzi........129/263 Rijnvos Voorwinde Architecten........................165/286 Eiermann....................................... 105/247 Baumschlager Eberle......... Ryue............................... 140/269....53/218 Dillier..191/392 Miller & Maranta...54/219 Kaufmann......................44/214 Burkard Meyer Architekten.....................................56/220 Gigon/Guyer Architekten................................. 154/278...65/225 Stelzhammer............................ Fritz... 176/292 Zumthor........57/221 Beyer + Dier Architekten...... 106/248 Nouvel.............................................. .......... 174/291 Könz Molo und Barchi Architekten.............................. Daniele............................... 178/294 Dudler................. 179/295 Scheuring und Partner...................................................... Michael.................................. 107/249 Delugan Meissl Associated Architects..................................................................63/223 Lederer + Ragnarsdóttir + Oei...... Schettler & Wittenberg.......... 95/242......................................... Rapp + Rapp................... 110/251 Popp Planungen................151/275 313 ... Reimann... .161/283 AV1 Architekten.......................... Adolf........... 146/274 burkhalter sumi architekten....................... .. 142/271 ADP Architekten....... 115/255 Cruz..... Hans..... Helmut...... ...................................132/265 Brendeland & Kristoffersen Arkitekter............................. Roland............................ 190/301 Rainer......................... 185/297 Bearth & Deplazes Architekten.........77/231 Haller...... 177/293 ............................................... Kazuyo............ ..................72/230 Kollhoff & Timmermann Architekten............ Marques.............................. ..........192/303 Atelier 5......Welters........... .....166/287 A. Shigeru........................... 100/246..................Architektenregister 03 München...... mit Munz............................................................................67/226 Engelen Moore.......

.......................................................... 174/291................202/308 Nüziders (AT)...... ............................................. 44/214. 188/300 314 ............... 109/250 Mainz (DE)................. 133/266.................93/241.. 122/260 ..........64/224................................. ........ ... ............................................................................... 186/298 Bezau (AT)...................187/299 .................................... .................................... ......... 116/256 Weimar (DE)........... 123/261..................................................110/25...... Sydney (AU)..... 165/286 ........................................................................ 198/305 Baden (CH)...................................................................145/273 Kawagoe (JP)........... 179/295 Tokyo (JP).......................................... 141/270..... ............ 146/274 Basel (CH)................................................... ........................ .........180/296 Laufenburg (CH)............ 100/246.. Riehen (CH)............................................................................................................ 51/217 Chur (CH).... 106/248 Trondheim (NO)............................................................153/277 Garching (DE)................................57/221 Feldkirch (AT)...........................111/252 Ennetmoos (CH)..................70/228 Dresden (DE).................... 191/302................................. Genf (CH)................................160/282 Hannover (DE).. ............. 95/242 Stuttgart (DE).................................................... 54/219..................... 156/279.......................................... 139/268................................................... 177/293.................134/267 Graz (AT)............ ..............50/216 Shizuoka (JP).......199/306 Niederwangen (CH)...........................71/229 Weilheim (DE)..............................................................Ortsregister Amsterdam (NL)........................... 113/253 Ingolstadt (DE)........................................68/227 Osaka (JP)..... 130/264 ...................................... 124/262.......197/304 Gifu (JP)...............154/278 Kilchberg (CH)........... 118/257 ................................................................... 119/258 ........................................................157/280 Mendrisio (CH).........................129/263 Hamburg (DE)........185/297 Freiburg (DE)..................................................................... ......................................................43/213 ...................................................................72/230 München (DE).............. 84/236.................................................. 172/289.....161/283 Nimes (FR)............97/244................... 56/220..................... 37/208.................... 190/301 Puchenau (AT)..... 65/225............. 115/255 .................................. 114/254..... 92/240... ....... 152/276 Wien (AT)..................................................49/215 Kaierslautern (DE)..... 77/231. ......................... 176/292 Den Haag (NL)................................... .................. 39/210...... 86/238.... .................................38/209 ................... ........................................ 41/211 Köln (DE).63/223.....................................158/281 .......... 142/271..................................................... 42/212........................................................................... 107/249 Breda (NL)................................................ 173/290 Berlin (DE)............................ 201/307 Yamanashi (JP).....................................91/239 Oberwil-Zug (CH).... ..........................................................53/218 Sevilla (ES)................. 178/294.................... 82/235...................... 99/245 Zürich (CH)........................................................ 164/285 Dornbirn (AT).................162/284 Tilburg (NL).......................................... .................. 67/226..........................................96/243 Leipzig (DE).........80/233 Itingen (CH).............................................................................81/234 Herdecke (DE)................144/272 Fanas (CH)...... Luzern (CH)............ 140/269................................................ 85/237 Münsingen (CH).......................................................151/275 Darmstadt (DE)............................................................................................................................................... 132/265......................................................................... 171/288 Sarnen (CH).................................................................................58/222.............. Brione-Minusio (CH)......................................166/287 Marseille (FR).........................192/303 Paris (FR).................... 120/259................................

stamm-teske@uni-weimar. Fakultät Architektur. Büroinhaberin A21 architekten katja. Die hierüber entstandene Sammlung von fast 300 Projekten diente als Quelle für die Auswahl geeigneter Beispiele im Buch. Inhaber der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Büroinhaber A21 architekten tobias. Gemeinsame Grundlage war die intensive Recherche zu zahlreichen Referenzprojekten und deren zeichnerische Aufbereitung. 1978) Dipl. Bauhaus-Universität Weimar. Bauhaus-Universität Weimar. 1971) Architekt.de Tobias Haag (Konstanz.de Katja Fischer (Gera.de Im Rahmen der Entwicklung des Buchs wurden von uns mehrere Seminare an der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltet. Arne Kessler und Falk Merten möchten wir uns für ihre professionelle Mitarbeit bedanken. Fakultät Architektur.. Zusätzlich zu den Seminarteilnehmern haben uns mehrere wissenschaftliche Hilfskräfte bei dem Projekt unterstützt.-Ing. Mag.Autoren Walter Stamm-Teske (Zürich. Fakultät Architektur. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau.. Bauhaus-Universität Weimar. 1948) Architekt. die damit die Grundlage für das Buch erstellt haben. Den über 100 Seminarteilnehmern. die sich in verschiedener Form mit den betrachteten Inhalten auseinandersetzten.haag@uni-weimar. Dipl.fischer@uni-weimar. freier Architekt walter. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau. Prof. 315 . Arch.-Ing. sei an dieser Stelle ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit gedankt. Insbesondere bei Katrin Plescher und Leopold Mücke sowie Lena Heinkele.

316 .