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ÜÜbbeerr ddiieesseess SSkkrriippttuumm

Das vorliegende Skript beinhaltet ausgearbeitete Prüfungsfragen zur Vorlesung 270.106: “HB1 - Konstruktion” des Architekturstudiums an der TU-Wien und dient ausschließlich Studienzwecken.

Die Informationen stammen in erster Linie aus der Vorlesung von Dipl.-Ing. Priebernig sowie dem Vorlesungsskriptum “Hochbau Teil 1 - Konstruktion" von Dipl.-Ing. Priebernig und den zusätzlichen Vorlesungsunterlagen auf http://www.prieber nig.at. Weiters flossen Internetrecherchen und Lehrinhalte aus den Vorlesungen 254.042: “Tragwerke in der Konstruktionsgeschichte” und 254.030: “Sanierung und Veränderung bestehender Tragkonstruktionen” in die Ausarbeitung mit ein. Sofern nicht anders erwähnt, stammen alle Abbildungen von der Verfasserin. Inhaltliche Fehler und Druckfehler vorbehalten.

Lucia Kainzbauer Februar 2010

I I n n h h a a l l t t : : 2

IInnhhaalltt::

2

Einführung, Literatur, Prüfungsmodi Geschichte des Konstruierens, Konstruktionssysteme, Konstruktionsdetails

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

2. VO / 3. VO

Bodenarten, Bodenuntersuchung, Bodenverbesserung, Baugrubensicherung, Lastabtragung, Flach- und Tiefgründungen, Fundamentunterfangung

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

4. VO / 5. VO

Massiv- und Leichtwandkonstruktionen Stahlbeton, Sichtbeton, Schalungssysteme; mehrschalige Außenwände, Wandverkleidungen

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

6. VO / 7. VO

31

23

9

1. VO

Gewölbe, Kuppeln, Schalen: Brunelleschi, Sinan, Gaudi, Torroja, Candela, Nervi, Isler Holzdecken, Massivdecken: Flach-, Pilz-, Rippendecken

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

8. VO

41

Holzbau: Holzarten, Holzwerkstoffe, Holzschutz, Verbindungsmittel und -Techniken Fachwerks-, Ständer- und Tafelbau; amerikan. japan. und europ. Holzbauweisen und - Techniken

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9. VO / 10. VO

Steildachkonstruktion: Sparren-, Kehlbalken-, Pfettendachstühle; Lastabtragung und Aussteifung Steildachdeckung: Platten- und Ziegeldeckung, Deckungsarten, Materialien

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

11. VO

47

56

Metalldeckungen, Falz- und Leistendeckung Dachentwässerung, Dachdurchdringung, Anschlüsse und Details

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

12. VO

Stiegen: Typologie, Steigungsverhältnis, Verziehungsmethoden Stiegenkonstruktionen: Holz-, Massiv- und Stahlstiegen; Geländer und Handläufe

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

13. VO

59

66

zur Geschichte des Flachdaches; Warm-, Umkehr-, Kalt- und Kompaktdächer; Abdichtungssysteme, Materialien, Dachentwässerung, Dachdurchdringung, Anschlüsse begrünte Dächer, Dachterrassen, Balkone

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14. VO

Kanalisierung und Drainage Bauwerksabdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, Schicht- und Grundwasser

70

Lucia Kainzbauer, 2010

11

VVOO

EEiinnffüühhrruunngg,, LLiitteerraattuurr,, PPrrüüffuunnggssmmooddii GGeesscchhiicchhttee ddeess KKoonnssttrruuiieerreennss,, KKoonnssttrruukkttiioonnssssyysstteemmee,, KKoonnssttrruukkttiioonnssddeettaaiillss

1. Beschreiben Sie Methoden zum Bearbeiten von Natursteinen.

2. Skizzieren und beschreiben Sie die Entwicklung der Membran- und Seilnetzkonstruktionen. Geben

Sie typische Konstruktionssysteme an.

3. Nennen Sie 5 “Pioniere des Stahlbetonbaus des 19. und 20. Jh”. Benennen Sie deren wichtigste

Stahlbetonbauten.

4. Zählen Sie 5 Bauwerke von Mies van der Rohe auf. (Beschreiben Sie ein konstruktiv interessantes

Beispiel von Mies van der Rohe.)

5. Zählen sie 5 Bauten und/oder Projekte von Frank Lloyd Wright auf.

Beschreiben Sie die Konstruktion eines dieser Projekte. Analysieren Sie a) Größe, b) Tragstruktur, c) Belichtung der Räume.

6. Aussteifungssysteme- und Konstruktionen von Skelettbauten

Lucia Kainzbauer, 2010

 

11 MMeetthhooddeenn zzuumm BBeeaarrbbeeiitteenn vvoonn NNaattuurrsstteeiinneenn

11

SSppaalltteenn

Die Werksteine werden an den Stoßfugen auf ca. 3-5cm Tiefe zu einem annähernd recht- eckigen und geraden Stein bearbeitet. Es entstehen unregelmäßige Erhebungen (ca. 5cm), die Bosse. Bei einwandfrei spaltbarem Material entstehen Platten ohne Bosse, jedoch mit geworfenen Sichtflächen, die beim Aneinanderfügen „Überzähne“ ergeben. Diese müssen mit dem Sprengeisen abgesprengt werden.

22

SSppiittzzeenn

Die gespaltene Fläche wird mit einem Spitzeisen bearbeitet, bis eine grob ebene Fläche entsteht. Punktspitzen erfolgt senkrecht zur Fläche, Netzspitzen unter einem Winkel von

 

45°.

33

SSttoocckkeenn

Mit dem Stockhammer kann die Oberfläche nach dem Spitzen auf Erhebungen bis ca. 2mm verfeinert werden. (für Hartgestein geeignet)

44

BBeeiilleenn

= Flächen: Mit dem Steinbeil werden kleine, kurze, nebeneinander angeordnete Hiebe senkrecht zur Oberfläche ausgeführt. Die Schneide hinterlässt lange dünne Kerben.

55

ZZaahhnneenn

Mit dem ca. 2-5cm breiten Zahneisen und einem Pressluftham-mer werden im Weichgestein oder Marmor parallele, gerade oder gebogene Linienstrukturen erzeugt. Zwischen den Zahnspuren bleiben Stege von beliebiger Breite stehen. Kurze Strichspuren werden mit dem Peckhammer hergestellt.

66

SScchhaarrrriieerreenn

Das Scharriereisen, zwischen 3-20cm breit und mit glatter Schneide, wird mit dem Holzknüppel oder dem Pressluftham-mer geschlagen. Ein harter Schlag (auch Hartgestein) ergibt eine scharfe, gebrochene Kante, ein weicher Schlag für Weichgestein erzeugt eine hohlkehlenartige Struktur.

77

KKrröönneellnn

Beim Kröneleisen liegen die Zahnreihen normal zum Stiel. Der Schlag kann also nicht „gezogen“ werden, er wird senkrecht, bis 75° geneigt ausgeführt. Es entsteht eine lebhaf- te, fein bis grob strukturierte Oberfläche.

88

HHoobbeellnn

Handhobeln mit einem ca. 20-26cm langen Holzhobel mit Stahlblättern in verschiede- nen Schrägstellungen (nur Weichgestein). Maschingehobelte Oberflächen werden glatt, jedoch mit längsparallelen Kerbstrichen, Kerbabstände können variiert werden. Die gehobelten Flächen werden meist noch geschliffen.

99

SSääggeenn

Mit der Gattersäge wird durch die gleichzeitige Führung von bis zu 100 Sägeblättern ein Block in einem Arbeitsdurchgang in Platten zersägt (Kalkstein und Marmor, d. h. Weichgestein mit Quarzsand, Hartgestein mit Stahlsand). Die Schnittflächen werden meist noch überschliffen.

1100

SScchhlleeiiffeenn

Mehrere Schleifdurchgänge mit immer feinerem Schleifkorn. (Ab Kornnr. 240 sind keine Schleifspuren mit freiem Auge mehr erkennbar.) Je feiner der Schliff ist, desto besser kommt die Farbe und Struktur des Steins zur Geltung.

1111

PPoolliieerreenn

Natürlicher Glanz und Beste Farb- und Strukturwiedergabe entsteht durch weiteres Verfeinern der Oberfläche mit Zinnasche und einer Filzscheibe. Im Freien verblasst der Glanz bei Kalkstein und Marmor, bei Urgestein hält er aber über viele Jahre.

Lucia Kainzbauer, 2010

22 SSkkiizzzziieerreenn uunndd bbeesscchhrreeiibbeenn SSiiee ddiiee EEnnttwwiicckklluunngg ddeerr MMeemmbbrraann-- uunndd SSeeiillnneettzzkkoonnssttrruukk-- ttiioonneenn GGeebbeenn SSiiee ttyyppiisscchhee KKoonnssttrruukkttiioonnssssyysstteemmee aann

ZZeellttee

Eine der frühesten Formen von Architektur + das am längsten überlebende Gebäude Entstehung der Zelte: Einwohner von Sibirien, Island und Alaska waren als Jäger und Sammler gezwun- gen den Tieren zu folgen. Reste einer solchen Behausung wurden in Russland gefunden und auf unge- fähr 40 000 v. Chr. datiert (Behausung aus Tierknochen + Tierhäuten)

DDaass sscchhwwaarrzzee ZZeelltt Behausung der Nomaden, Schutz vor extremen Klima- bedingungen in der Wüste Aus schwarzen Ziegenhaaren (manchmal auch gemischt mit Kamel- oder Schafhaaren).

(manchmal auch gemischt mit Kamel- oder Schafhaaren). H H a a u u s s a

HHaauuss aauuss HHaaaarreenn Behausung der Beduinen Dachhaut aus 60cm breiten Stoffstreifen (gewebt), zusammengenäht, über Holzstange gespannt und mit Seilen im Boden verankert.

über Holzstange gespannt und mit Seilen im Boden verankert. B B e e h h a

BBeehhaauussuunngg ddeerr TTuuaarreegg Nomaden im Süden der Sahara = Tuareg Dachhaut aus Tierhäuten oder verschiedenen pflanzli- chen Materialien gewebte Matten, Grundgerüst aus gekrümmten Ästen, kuppelförmiges Dach

Grundgerüst aus gekrümmten Ästen, kuppelförmiges Dach D D a a s s T T i i

DDaass TTiippii Mit der Einführung des Pferdes verließen viele Völker ihren festen Wohnsitz und wurden Büffeljäger Beginn der Tipis Kegelförmige Behausung aus Holzstäben und Tierhäuten, einzige Behausung, die in ihrer ursprünglichen Form noch produziert und verwendet wird.

ursprünglichen Form noch produziert und verwendet wird. D D i i e e J J u

DDiiee JJuurrttee Traditionelle Behausung aus Asien, Stämme von Iran bis in die Mongolei verwenden sie, Schutz vor Witterung (Sommer + Winter) Wände aus dünnen Holzspalieren – am obersten Rand mit Zugband zusammengehalten. Dach aus künstlich gekrümmten Ästen (an einem Drehring befestigt) bedeckt mit mehrlagigen Tierhäuten (mit Bändern umspannt)

Lucia Kainzbauer, 2010

VVeellaa

Velumüberdachung des römischen Theaters gibt es seit 69 v. Chr. Ahmt die Überdachung nach, die die Kampaner bei ihren Spielen benutzten. Funktion: Schattendächer (vor Niederschlag sollten sie nicht schützen), Verbesserung der Raumakustik, 2 Typen: Stangendachtyp + Segeldachtyp

Konstruktion:

Senkrechte Masten, die die Außenmauern in regelmäßigen Abständen überragen + horizon- tal über die Innenräume auskragende Stangen (von den Masten abgehängt) Darunter hing gerafftes Zeltdach aus einzelnen aneinandergereihten Velumbahnen. Leinen + Hanfseile + Holzmasten

Velumbahnen. Leinen + Hanfseile + Holzmasten Beispiel: Vela des römischen Amphitheaters in Nimes

Beispiel: Vela des römischen Amphitheaters in Nimes

Stangendachtyp

Segeldachtyp

TToollddooss

Sind Sonnensegel, noch bis heute in Spanien erhalten. In fast allen größeren Städten findet man sie im öffentlichen Straßenraum. Über 2000 Jahre zurück- verfolgt. Funktion: Sonnenschutz, vermindern Aufheizung der darunter liegenden Luft und schützen vor Flugstaub. Der am meisten verbreitete Typ ist der Straßentoldo. Die Dächer werden den unterschiedlichen Geometrien der Straßenräume angepasst. Das raffbare Segel hängt mit seinen aufgenähten Ösen an parallel gespannten Drähten, die an zwei Wänden verankert sind.

gespannten Drähten, die an zwei Wänden verankert sind. F F r r e e i i

FFrreeii OOttttoo

Wänden verankert sind. F F r r e e i i O O t t t

4-Punkt-Segel für die Gartenausstellung in Kassel, 1955 Bei Membranen wird immer ein physisches Modell gebaut. Die Form stellt sich auf Grund des Vorspannungszustandes ein. Modellbaumaterialien: Tüll, Lycra, etc.

Seifenmodell für die “Sternwelle Köln”: Minimalflächen

für die “Sternwelle Köln” : Minimalflächen T T y y p p e e n n

TTyyppeenn zzeeiittggeennöössssiisscchheerr MMeemmbbrraannkkoonnssttrruukkttiioonneenn

1. Einzelflächner: In der Fläche selbst gibt es keine Unterstützung.

2. Punktgestützte: Ab bestimmter Größe sind Unterstützungen notwendig, um die nötigen Krümmungen zu erreichen. (Mastseilsysteme, Schirmkonstruktionen Bsp.: Mekka)

3. Bogengestützte: Membran kann den Bogen austeifen, d. h. er kann sehr schlank sein. Bsp.: Arabian Tower Hotel, Dubai: Foyer-Front; Überdachung Urban-Loritz-Platz

4. Punkt-/Liniengestützte: Firstseil verbindet Masten, Talseil verbindet Abspannpunkte. Bsp.: Harbour Light Pavillon, Boston

Lucia Kainzbauer, 2010

33 NNeennnneenn SSiiee 55 PPiioonniieerree ddeess SSttaahhllbbeettoonnbbaauuss ddeess 1199 uunndd 2200 JJhhBBeenneennnneenn SSiiee ddeerreenn wwiicchhttiiggssttee SSttaahhllbbeettoonnbbaauutteenn

• Eugène Freyssinet

Luftschiffhalle in Paris-Orly, 1923: Gewölbeartige Schalen - Druckbogen; Herstellung:

Gleitschalung (mit schrägen Zugbändern ausgesteift) wird stückweise verschoben

• Max Berg 1870-1947:

wird stückweise verschoben • Max Berg 1870-1947: Jahrhunderthalle in Breslau: Innenraum Ø95m, Höhe, 41m;

Jahrhunderthalle in Breslau: Innenraum Ø95m, Höhe, 41m; zum Zeitpunkt der Fertigstellung (1913)

weltweit die größte Halle dieser Art

1• Frank Lloyd Wright 1867-1959:

Möglichst nahtlose Integration des Bauwerkes in die Landschaft; horizontale Fensterbänder und weit her- ausragenden Dachplatten Lake Shore Drive, Falling Water, Guggenheim Museum (New York)

Shore Drive, Falling Water, Guggenheim Museum (New York) • Le Corbusier 1887-1965: Le Corbusier trennt konsequent

• Le Corbusier 1887-1965:

Le Corbusier trennt konsequent tragende und nicht tragende, raumab- schließende Elemente. Er zerlegt die massive Mauer in ein Gerippe aus Eisenbetonpfosten, die durch dünne Membranen ausgefacht werden. Unité d´habitation (Skizze); Villa Savoye; Notre-Dame-du-Haut

• Pier Luigi Nervi 1891-1979:

Betonschalen: v. a. geometrisch bestimmt, aber auch Kenntnis der Spannungslinien; rippenartige Konstruktionen, wobei die Rippen mit den Hauptspan- nungslinien überein stimmen; vorfertigbare Teile

Hauptspan- nungslinien überein stimmen; vorfertigbare Teile Unesco-Gebäude in Paris; Große/Kleine Sporthalle in Rom

Unesco-Gebäude in Paris; Große/Kleine Sporthalle in Rom 1960 (Skizze), Papierfabrik in Mantua

44 ZZäähhlleenn SSiiee 55 BBaauuwweerrkkee vvoonn MMiieess vvaann ddeerr RRoohhee aauuff ((BBeesscchhrreeiibbeenn SSiiee eeiinn kkoonnssttrruukkttiivv

iinntteerreessssaanntteess BBeeiissppiieell vvoonn MMiieess vvaann ddeerr RRoohhee

))

Dt. Barcelona Pavillon 1929-30 Wiederaufbau 1989 Stahlrahmen mit Glas und Naturstein Farnsworth House in Illinois 1946-51 Stahlrahmen+Glas – Konstruktion Lake Shore Drive in Chicago 1948-51 (Hochhäuser, Skelettbau – Stahlrahmen+Glas, Wohnhäuser) Seagram Building in New York 1954-58 (Mitarbeit Philip Johnson) Stahlrahmen mit Vorhangfassade Neue Nationalgalerie in Berlin 1965-68 Stahlstruktur

FFaarrnnsswwoorrtthh HHoouussee iinn IIlllliinnooiiss 11994466--5511

• Stahlskelett - 8 Säulen, dazwischen Decke und Boden als Betonplatten; Punktfundamente

• Auflösung der Wand durch raumhohe Verglasung ums ganze Gebäude keine Zwischenwände, nur Schränke als Raumteiler

• Einraum-Haus 16,8m x 8,5m

• Das Gebäude samt vorgelagerter Terrasse ist aufgestelzt (Hochwasserschutz)

• Stahlträger als Ausfachung für das Flachdach

• Stahlbetonplatten mit Travertin verkleidet

Lucia Kainzbauer, 2010

Lucia Kainzbauer, 2010 5 5 Z Z ä ä h h l l e e n

55 ZZäähhlleenn ssiiee 55 BBaauutteenn uunndd//ooddeerr PPrroojjeekkttee vvoonn FFrraannkk LLllooyydd WWrriigghhtt aauuff BBeesscchhrreeiibbeenn SSiiee ddiiee KKoonnssttrruukkttiioonn eeiinneess ddiieesseerr PPrroojjeekkttee AAnnaallyyssiieerreenn SSiiee aa)) GGrröößßee,, bb)) TTrraaggssttrruukkttuurr,, cc)) BBeelliicchhttuunngg ddeerr RRääuummee

c c h h t t u u n n g g d d e e

• Falling Water in Bear Run, Pennsylvania 1934-37

Stahlbetonkonstruktion mit Auskragungen, Naturstein

a) Offene Strukturen große Räume

b) Tragende Struktur innen im Kern auskragende Ebenen

c) Gute Belichtung durch großzügige Verglasungen: Glasfronten Indirektes Licht durch große Vordächer: direktes Licht u. Erhitzen vermieden

große Vordächer: direktes Licht u. Erhitzen vermieden • Johnson Wax Building Johnson & Son, Administration

• Johnson Wax Building Johnson & Son, Administration Building and Research Tower; Racine, Wiscousin 1936-39 Vorgefertigter Beton und Ziegel, Pilzdecken

1936-39 Vorgefertigter Beton und Ziegel, Pilzdecken • Guggenheim Museum in New York 1943-59 Rotunde mit

• Guggenheim Museum in New York 1943-59

Rotunde mit kreisrunder, wendelförmiger Rampe, Etagen terras-

senförmig gegliedert

wendelförmiger Rampe, Etagen terras- senförmig gegliedert • Harold C. Price Company Tower 1952-56 in Bartlesville,

• Harold C. Price Company Tower 1952-56 in Bartlesville, Oklahoma Stahlbeton-Struktur mit frei tragenden Stockwerken, die aus dem zentralen Gebäudekern auskragen und zu den Rändern hin dünner werden. Hülle aus Glas und Metall.

den Rändern hin dünner werden. Hülle aus Glas und Metall. • Synagoge für die Beth Shalom

• Synagoge für die Beth Shalom Congregation, Elkins Park, Pennsylvania 1954 (Planung), 1958-59 Ausführung Zeltartige Stahl-, Glas- und Kunststoffkonstruktion

Lucia Kainzbauer, 2010

66 AAuusssstteeiiffuunnggssssyysstteemmee-- uunndd KKoonnssttrruukkttiioonneenn vvoonn SSkkeelleettttbbaauutteenn

HHoorriizzoonnttaallee AAuusssstteeiiffuunngg

Vor allem durch Geschoßdecken: Stahlverbunddecken mit Aufbeton Ansonsten darunterliegende Aussteifung: Auskreuzungen, Rahmenecken, etc. (z.B Umbau von Gründerzeitbauten Ertüchtigung der Geschoßdecken gegen Horizontalschub (Erdbeben) notwendig nachträgliches Einbringen von Zugbändern)

VVeerrttiikkttaallee AAuusssstteeiiffuunngg

t t a a l l e e A A u u s s s s
t t a a l l e e A A u u s s s s
t t a a l l e e A A u u s s s s
t t a a l l e e A A u u s s s s

RRaahhmmeenn Biegesteife Verbindungen zwischen Stützen und Riegeln flexible Anordnung von Wänden bzw. Wandöffnungen hoher konstruktiver Aufwand Stützen müssen wegen Biegung größer dimensioniert werden höherer Gründungsaufwand

FFaacchhwweerrkkee Stabile Dreiecke, die sich aus Stützen, Riegeln und diagonalen Verbands- stäben zusammensetzen. Stützen hauptsächlich durch Normalkräfte beansprucht sehr schlank Anschlüsse sind als Gelenke konstruktiv sehr einfach auszubilden gekreuzte Diagonalen: nur auf Zug beansprucht K-Verband drucksteif auszuführen

Druckschlaffe Diagonalstäbe (z. B. dünne Rundstähle) lassen sich pro- blemlos in die Wandverkleidung integrieren. Fachwerkverbände in Treppenhauswänden, Aufzugsschächten oder öff- nungslosen Außenwänden angeordnet oder als gestalterisches Stilelement in den Trennwänden: Probleme bei Umnutzung

SScchheeiibbeenn Große Schubsteifgkeit; kraftschlüssige Lasteinleitung muss gewährleistet werden. Beulsteife Stahlbleche, vorgefertigte Stahlbetonplatten oder Ortbeton

Anordnung ähnlich Fachwerken

KKeerrnnee Röhrenartige, schlanke, räumliche Strukturen hohe Biege-, Schub- und Torsionssteifigkeit

In der Regel aus Ortbeton, seltener aus Stahlbetonfertigteilen (kürzere Bauzeiten) Kerne aus Stahlfachwerken bzw. Stahlrahmen Kerne bieten sich als funktionelle Nutzung besonders für Treppenhäuser, Aufzugsschächte, Installationsschächte oder Sanitärtrakte an.

Lucia Kainzbauer, 2010

22 VVOO,, 33 VVOO

BBooddeennaarrtteenn,, BBooddeennuunntteerrssuucchhuunngg,, BBooddeennvveerrbbeesssseerruunngg,, BBaauuggrruubbeennssiicchheerruunngg,, LLaassttaabbttrraagguunngg,, FFllaacchh-- uunndd TTiieeffggrrüünndduunnggeenn,, FFuunnddaammeennttuunntteerrffaanngguunngg

1. Skizzieren und beschreiben Sie Methoden zum „Sichern von Baugruben“.

2. Skizziern und beschreiben Sie Methoden zum Sichern einer ca. 8m tiefen Baugrube - der Boden ist nicht standfest (Bodenklasse 3-5).

3. Beschreiben Sie konstruktive Maßahmen + Bauabläufe für das „Abschnittsweise Unterfangen“ eines

bestehenden Fundaments. Das Fundament des neuen Gebäudes soll unmittelbar an das alte Fundament

angrenzen. Die neue Fundamentsohle ist 2,3m tiefer als die bestehende Fundamentsohle zu führen.

4. Beschreiben Sie die herstellungstechnischen Maßnahmen für die Errichtung von Bohrpfahlwänden.

5.Beschreiben Sie die Arbeitsschritte für das Herstellen einer “Baugrubensicherung mit Bohrpfahlwänden” an der Baulinie (entlang des Gehsteigs). Die Baugrubensohle liegt 7,50m unter der GehsteigOK.

6. Beschreiben Sie die konstruktiven Maßnahmen und Bauabläufe für die „Herstellung einer

Schlitzwand“ an einer Baulinie.

7. Beschreiben Sie Methoden zum „Unterfangen + Tieferführen von Fundamenten“.

8. Ab welcher Tiefe müssen Baugruben gepölzt werden?

9. Beschreiben Sie Methoden zum „Sichern von Baugruben“

a) an der Baulinie (zum Gehsteig mit Einbauten).

b) an einer Feuermauer – das Anrainerfundament reicht nicht bis zur neuen Fundamentunterkante.

10. Skizzieren und beschreiben Sie die konstruktiven Maßnahmen und Bauabläufe für das „Sichern von

Baugruben“ zu Feuermauern, deren Fundamentsohlen höher liegen als die Fundamentsohle des neu zu errichtenden Bauwerks. 11. Skizzieren und beschreiben Sie Baumaßnahmen für das Sichern von Baugruben in einer Baulücke. Die Fundamentsohle der Anrainerobjekte liegt auf minus 1,0m, die des geplanten Neubaus auf minus 4,0m (Varianten: auf minus 7,0m / 8,0m / 9,0m).

12.

Tieffundierungen (Konstruktionsmethoden)

13.

Beschreiben Sie „Tiefgründungsarten“ hinsichtlich der Lastabtragung in den Baugrund.

14.

Beschreiben Sie die Herstellung von „Ortbeton-Bohrpfählen“

15.

Beschreiben Sie Methoden zum „Verbessern“ nichtbindiger Böden.

16.

Skizzieren und beschreiben Sie Methoden zum Verbessern nicht ausreichend tragfähiger Böden.

17.

Zählen Sie Möglichkeiten zum Verbessern von Baugründen auf.

18.

Beschreiben Sie Methoden zum „Verbessern“ bindiger Böden.

19. Beschreiben Sie Methoden zum „Sondieren des Baugrundes“ (Bodenarten + Bodenschichten) „Sondieren“ =Erkunden der Bodenarten und -Schichten 20. Zählen Sie Methoden zum Feststellen der Beschaffenheit (Tragfähigkeit, Kontaminierung, Schichtaufbau, etc.) von Böden (Baugründen) auf.

21.

Benennen Sie die „Bodenklassen“ (gem. B2105). Wie werden diese klassifiziert?

22.

Benennen Sie die „Bodenarten“, eingeteilt nach Korngrößen.

23.

Zählen Sie „nicht bindige“ Bodenarten auf.

24.

Zählen Sie „bindige“ Bodenarten auf.

Lucia Kainzbauer, 2010

11 SSkkiizzzziieerreenn uunndd bbeesscchhrreeiibbeenn SSiiee MMeetthhooddeenn zzuumm SSiicchheerrnn vvoonn BBaauuggrruubbeenn22 SSkkiizzzziieerrnn uunndd bbeesscchhrreeiibbeenn SSiiee MMeetthhooddeenn zzuumm SSiicchheerrnn eeiinneerr ccaa 88mm ttiieeffeenn BBaauuggrruubbee -- ddeerr BBooddeenn iisstt nniicchhtt ssttaannddffeesstt ((BBooddeennkkllaassssee 33--55))

11)) BBöösscchhuunngg

3 3 - - 5 5 ) ) 1 1 ) ) B B ö ö

Gruben und Gräben mit einer Tiefe von mehr als 1,25m müssen ab Sohle mit abgeböschten Wänden hergestellt werden. Winkel der Böschung hängt von der örtlichen Standsicherheit des Bodens, von den Belastungen und Erschütterungen sowie der Zeit in der die Baugrube offen zu halten ist, ab. Bei nichtbindigen oder weicher bindigen Böden 45° Sonst Böschungswinkel ab 60°

22)) VVeerrbbaauu mmiitt SScchhaallwwäännddeenn

Kann nicht abgeböscht werden Sicherung durch Verbaue Ab einer Tiefe von mehr als 1,25m (ausgenommen standfester Fels oder Böden, die standfestem Fels ent- sprechen)

• waagrechter Verbau:

die standfestem Fels ent- sprechen) • waagrechter Verbau: Darf nur erfolgen, wenn der Boden mindestens auf
die standfestem Fels ent- sprechen) • waagrechter Verbau: Darf nur erfolgen, wenn der Boden mindestens auf

Darf nur erfolgen, wenn der Boden mindestens auf die Tiefe einer Pfostenbreite oder Dielenbreite vor- übergehend standfest ist. Spätestens ab einer Tiefe von 1,25m müssen die waagrechten Pfosten durch senkrechte Brusthölzer und Sprenger (oder Spindeln) abgestützt werden. 3 Brustriegel pro Pfostenlänge, Abstand der Brusthölzer ca. 2m. Hohlräume zwischen den Pfosten und dem Erdreich müssen fest verfüllt werden.

• senkrechter Verbau:

Der Verbau mit lotrecht angeordneten Pfosten ist nur zweckmäßig, wenn der Boden vorübergehend so weit standfest ist, dass der Einbau der Pfosten dem Aushub unmittelbar nachfolgen kann. Die Mindesteinbindung der Pfosten in jeder Bau- phase beträgt 30cm. Die Pfosten werden zwischen- zeitlich durch waagrechte Gurthölzer und Sprenger gesichert. Die Gurthölzer müssen durch Hängeeisen vom Kopf der Wand abgehängt werden.

Gurthölzer und Sprenger gesichert. Die Gurthölzer müssen durch Hängeeisen vom Kopf der Wand abgehängt werden. 10

33)) VVeerrbbaauu mmiitt TTrrääggeerrbboohhlleennwwäännddeenn

Lucia Kainzbauer, 2010

Die Baugruber darf nicht im Grundwasser liegen! Trägerbohlenwände bestehen aus lotrecht eingebauten Stahlträgern, in die waagrecht gespannte Ausfachungen (Pfosten, Kanthölzern, Kanaldielen, Stahlbetonfertigteilen) eingebaut werden. Träger kön- nen gerammt, eingerüttelt oder in Bohrlöcher eingebaut werden. Fixierung: Verankern oder absteifen

eingebaut werden. Fixierung: Verankern oder absteifen Holzbohlen Kanaldielen 4 4 ) ) V V e e

Holzbohlen

werden. Fixierung: Verankern oder absteifen Holzbohlen Kanaldielen 4 4 ) ) V V e e r

Kanaldielen

44)) VVeerrbbaauu mmiitt SSppuunnddwwäännddeenn

Durch ihre großen Abmessungen und ihre große Steifigkeit lassen sich Spundwände viel tiefer rammen als Pfosten oder Kanaldielen und können auch größere Stützweiten überbrücken. Außerdem sind sie durch das Ineinandergreifen ihrer Schlösser annähernd wasserdicht. Sie werden daher für die Umschließung von Baugruben, insbesondere auch bei Wasserandrang von außen, verwendet. Heute wer- den insbesondere Stahlspundwände verwendet, die eingerammt, eingerüttelt oder eingepresst werden. Fixierung:

Einspannung im Boden, Gurte mit IPB-Profilen, rückverhängt

Einspannung im Boden, Gurte mit IPB-Profilen, rückverhängt 5 5 ) ) V V e e r

55)) VVeerrbbaauu mmiitt BBoohhrrppffaahhllwwäännddeenn

Wenn kein Grundwasser vorhanden ist. Bewehrte Betonpfähle werden in bestimmten Abständen in den Boden gebohrt und verbleiben als bela- stete Bauwerkswand im Baugrund. Auch Bohrpfahlwände werden oft durch Erdanker rückverhängt, hierauf wird die Baugrube ausgehoben. Im Allgemeinen wirtschaftlicher als Schlitzwände; maßgenaueres Arbeiten ist möglich. Übliche Bohrpfahlabmessungen sind 50 bis 120cm.

• Überschnittene Pfahlwand – (WU-Beton)

verformungsarm, druckwasserdicht,

Verwendung als belastete Bauwerkswand,

Schrägstellung der Wand möglich

• Tangierende Pfahlwand

verformungsarm,

Schrägstellung der Wand möglich

• Aufgelöste Pfahlwand

kleinere Zwischenräume durch kraftwirksame

Auskleidung überbrückt

bedingt verformungsarm,

Schrägstellung der Wand möglich

• Aufgelöste Pfahlwand mit unverkleideten

Lücken

verformungsarm, • Schrägstellung der Wand möglich • Aufgelöste Pfahlwand mit unverkleideten • Lücken 11

Lucia Kainzbauer, 2010

66)) VVeerrbbaauu mmiitt SScchhlliittzzwwäännddeenn

Schlitzwände sind Ortbetonwände. Die Herstellung erfolgt in Schlitzen, mit zuvor betonierten Leitwänden. Der Schlitz wird mit einer Betonitsuspension als Stützflüssigkeit ausgefüllt. Ohne Schalung wird das Erdreich beim Aushub und während des Betoniervorgangs gestützt. Nach Einbringung der Bewehrung wird der Schlitz langsam ausbetoniert und gleichzeitig die Stützflüssigkeit abgesaugt.

Verformungsarm, druckwasserdicht, im Baugrund verbleibendes Konstruktions- element, vorhandene Fundamentvorsprünge müssen vorher abgebrochen werden.

Fundamentvorsprünge müssen vorher abgebrochen werden. Zuerst werden Feld 1, 3, 5, 7 dann Zwischenfelder 2, 4,
Fundamentvorsprünge müssen vorher abgebrochen werden. Zuerst werden Feld 1, 3, 5, 7 dann Zwischenfelder 2, 4,

Zuerst werden Feld 1, 3, 5, 7 dann Zwischenfelder 2, 4, 6 ausgeführt

77)) VVeerrbbaauu dduurrcchh BBooddeennvveerrnnaaggeelluunngg

Sicherung von Baugruben und steilen Böschungen, insbesondere bei unregelmäßigem Böschungsverlauf ohne Pölzung (erforderliche Eigenstandfestigkeit 1,2 bis 1,5m). Die Baugrube wird abschnittsweise aus- gehoben, die Böschung mit bewehrtem Spritzbeton und durch Bodennägel gesichert. Dadurch entsteht eine Art Schwergewichtsmauer.

Wenn die Bodennägel kraftschlüssig mit der Wandhaut verbunden sind, kann sofort die nächste Lage freigelegt werden.

sind, kann sofort die nächste Lage freigelegt werden. 8 8 ) ) V V e e

88)) VVeerrbbaauu dduurrcchh IInnjjeekkttiioonnsswwäännddee

Das die Baugrube umgebende Erdreich wird durch Injektion in den Boden so verfestigt, dass eine senk- rechte Ausschachtung möglich ist. Das Einpressen des Injektionsgutes erfolgt wie bei der Bodenverpressung durch Stahlrohr-Injektionslanzen oder Manschettenrohre im gebohrten oder geschla- genen Mantelrohr.

im gebohrten oder geschla- genen Mantelrohr. Injektionsgut: - Zementmörtel Zement -

Injektionsgut:

- Zementmörtel

Zement

- Zementsuspension

Chemikalien

- gelierende Lösungen

Kunstharze

- Kunststoffe

Durch das Einbringen mehrerer Ankerreihen im Zuge des Aushubs kann völlig unbehindert prak- tisch auf jede Baugrubentiefe abgegraben werden.

1. Herstellen eines verrohrten Bohrloches mit d = 70 – 150 mm

2. Abstoßen der Bohrspitze und Einführen des Ankerzuggliedes

3. Ziehen des Bohrgestänges unter gleichzeitigem Verpressen des Stahls mit Zementleim

4. Prüfen des Ankers ca. 6-8 Tage nach dem Verpressen

5. Festlegen des Ankers auf die gewünschte Vorspannkraft

Lucia Kainzbauer, 2010

33 BBeesscchhrreeiibbeenn SSiiee kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßaahhmmeenn ++ BBaauuaabbllääuuffee ffüürr ddaass AAbbsscchhnniittttsswweeiissee

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Um Horizontalabdrücke auf das Kellermauerwerk + Setzungsschäden des Nachbarmauerwerks durch Auflockerung des Bodens beim Baugrubenaushub unter die vorhandene Fundamentsohle zu vermeiden, müssen die Fundamente vom Nachbargebäude vor Beginn 50cm unter die Unterkante der Fundamente des Neubaus hinuntergeführt – unterfangen – werden.

des Neubaus hinuntergeführt – unterfangen – werden. 1. Zustimmung des benachbarten Liegenschaftseigentümers
des Neubaus hinuntergeführt – unterfangen – werden. 1. Zustimmung des benachbarten Liegenschaftseigentümers

1. Zustimmung des benachbarten Liegenschaftseigentümers

eigene baupolizeiliche Einreichung umfangreiche Beweissicherung

2. Vor der Unterfangung Absteifung des Giebels oder Ver-

ankerung ins Bauwerksinnere

3. Abschnittsweiser Aushub bis zur Fundamentunterkante

des Neubaus Aushubabschnitte 1,25m Unterfangung durch z. B. Ausbetonieren

Abstand der Aushubabschnitte 1,5t bzw. 5,0m Achsabstand gleichzeitiger Aushubabschnitte Statt Unterfangungen auch Winkelstützmauern, Schlitzwände + Pfahlwände

44 BBeesscchhrreeiibbeenn SSiiee ddiiee hheerrsstteelllluunnggsstteecchhnniisscchheenn MMaaßßnnaahhmmeenn ffüürr ddiiee EErrrriicchhttuunngg vvoonn BBoohhrrppffaahhllwwäännddeenn

55 BBeesscchhrreeiibbeenn SSiiee ddiiee AArrbbeeiittsssscchhrriittttee ffüürr ddaass HHeerrsstteelllleenn eeiinneerr BBaauuggrruubbeennssiicchheerruunngg mmiitt

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Ortbeton-Bohrpfahl siehe Frage 12/13

Bohrpfahlwand siehe Frage 1

66 BBeesscchhrreeiibbeenn SSiiee ddiiee kkoonnssttrruukkttiivveenn MMaaßßnnaahhmmeenn uunndd BBaauuaabbllääuuffee ffüürr ddiiee HHeerrsstteelllluunngg eeiinneerr SScchhlliittzzwwaannddaann eeiinneerr BBaauulliinniiee

Schlitzwand siehe Frage 1