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Das Fundament 1/2004

Inhalt Jesus Christus spricht:


Himmel und Erde
Jahreslosung 2004 S. 2
werden vergehen;
DCTB-Intern S. 7 meine Worte aber
Pfr. W. Sturm : Gottes Reden - werden nicht vergehen.
Wort, das mich verändern will S. 8 Markus 13, 31

Regionaltreffen und Seminare S. 15 Liebe Fundament-Leser, liebe Mitglie-


der und Freunde des DCTB!
Treffsicher entscheiden S. 21

DCTB-Termine 2004 S. 22  Das Kapitel 13 des Markusevan-


geliums ist von den Herausgebern des
Anno Domini 2004 S. 38 revidierten Luthertextes 84 überschrie-
ben worden mit: „Jesu Rede über die
DCTB-Freizeiten S. 41
Endzeit“. Bibelleser, die sich ein wenig
Fotos: © PhotoDisc, DCTB, Ehlers im prophetischen Wort des Neuen
Testamentes auskennen, wissen, dass
die sog. Endzeit schon mit der Zeit der
Impressum Apostel begonnen hat. So lesen wir
bereits in 1. Petrus 4, 7: Es ist aber nahe
Das Fundament ® gekommen das Ende aller Dinge.“ Heute
Herausgeber:
Deutscher Christlicher Techniker-Bund e.V. (DCTB),
sind wir in dieser Zeit aber schon sehr
Postfach 1122, 70807 Korntal-M., weit fortgeschritten. Man könnte sagen,
Tel. 0711/8380828, Fax 0711/8380829,
info@dctb.de; www.dctb.de dass das Ende aller Dinge unmittelbar
Schriftleitung: Armin Bachor bevorsteht. Himmel und Erde werden
Die Kosten für den Bezug des Mitteilungsblattes DAS
FUNDAMENT sind im Mitgliedsbeitrag des DCTB
vergehen, sagt der Herr Jesus - und al-
e.V. enthalten. Daten werden gespeichert. Falls der les versinkt dann in ein ewiges Nichts?
Abonnent für den Fall einer Adressenänderung gegen die
Anschriften-Weitergabe durch die Post nicht ausdrücklich Nein! Die Schrift belehrt uns, dass da
beim DCTB Widerspruch einlegt, wird sein Einverständnis einer ist, der sagt: „Siehe, ich mache alles
vorausgesetzt.
Druck: P. Schürrle, Stuttgart-Plieningen
neu!“ (Offenbarung 21, 5). Und der
© DCTB, bzw. Verfasser; Reproduktion, auch auszugs- Seher Johannes sieht einen neuen Him-
weise, nur mit Genehmigung des Herausgebers.
mel und eine neue Erde (Offenbarung
Konten:
DCTB e.V.: KSK Ludwigsburg 9850804 21, 1). Vom ersten Himmel und der
BLZ 60450050 ersten Erde heißt es, dass sie vergangen
DCTB-Förder-Stiftung:
EKK Stuttgart 419 648 sind. In Psalm 102, 26 - 27 steht: „Du
BLZ 600 606 06 hast vorzeiten die Erde gegründet, und



Jahreslosung 2004

die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie der Vergänglichkeit von Himmel und
werden vergehen, aber du bleibst.“ Erde hineinstellt. Es ist im Text zunächst
Johannes sieht dann im Anschluss einmal so gemeint, dass all das in Kapi-
daran das „neue Jerusalem“: „Und ich, tel 13 Gesagte mit Sicherheit eintreten
Johannes, sah die heilige Stadt, das neue wird. Deshalb ist es wichtig, das ganze
Jerusalem, von Gott aus dem Himmel Kapitel und auch andere prophetische
herabkommen, bereitet wie eine ge- Worte zu lesen, um zu sehen, was da
schmückte Braut ihrem Mann“ (Offen- vor diesem mit Sicherheit kommenden
barung 21, 2). Was ist das „neue Jeru- Ereignis geschehen wird. Welche kosmi-
salem“? In den Versen 9 - 14 wird uns schen Katastrophen, welche Bedrängnis-
gezeigt, dass das die vollendete Gemein- se und Verführungen kommen auf die
de Jesu Christi ist. Es ist die Gemein- Gemeinde Jesu zu? Nicht umsonst ruft
schaft der Menschen, die heute um ihre der Herr in den folgenden Versen ein-
Gotteskindschaft weiß, die Vergebung dringlich zur Wachsamkeit auf: „Was ich
ihrer Sündenschuld durch Jesus Chris- aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!“
tus erfahren hat, die wiedergeboren ist
zu einer lebendigen Hoffnung durch die
Auferstehung Jesu Christi von den To-
ten (1. Petrus 1, 3) und die Jesu Worten
vertraut: „In meines Vaters Hause sind
Der Anlass der
viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, Endzeitrede Jesu
so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin,
euch die Stätte zu bereiten. Und wenn Voller Stolz hatten die Jünger den Herrn
ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so auf die Schönheit des Tempels hinge-
will ich wiederkommen und euch zu mir wiesen. War das nicht ein prachtvoller
nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin.“ Bau, mit schönen Steinen und Klein-
(Johannes 14, 2-3) oden geschmückt (Lukas 21, 5)? Man
Lieber Leser, gehören Sie zu dieser kann heute noch die großen Quader an
Gruppe von Menschen? Es ist in unse- der Westmauer bewundern, die von He-
rem Leben die wichtigste Frage, ob wir rodes dazu errichtet wurde, den Tem-
die Gewissheit unseres Heils haben. pelplatz zu erweitern und auf eine Ebene
Ergreifen Sie es im Glauben an Jesus, zu bringen. Aber von dem eigentlichen
den Sünderheiland! Tempel sagte ihnen der Herr: „Nicht ein
Nun legt unser Herr in unserem Vers Stein wird auf dem anderen bleiben, der
nicht den Schwerpunkt auf die erste nicht zerbrochen werde.“ Daran hatten
Hälfte des Satzes. Er will vielmehr die die Jünger erst einmal zu kauen. Die
Unvergänglichkeit seiner Worte hervor- ganze Herrlichkeit sollte zerstört wer-
heben, wenn er das in diesen Gegensatz den, kein Stein sollte auf dem anderen

 
Das Fundament 1/2004

bleiben? Und sie kauten wohl an des die Aussagen Jesu (Vers 23), um solche
Meisters Aussage hinab ins Kidrontal Verführer schnell identifizieren zu kön-
und hinauf auf den Ölberg. Dann erst nen. Deshalb ist es so eminent wichtig,
wagten sie ihn zu fragen: „Sage uns, die Bibel zu kennen. Ich möchte Sie,
wann wird das geschehen? Und was wird liebe Leser, ermuntern: Lesen Sie im
das Zeichen sein für dein Kommen und Wort Gottes! Lesen Sie es immer wieder,
für das Ende der Welt?“ (Matthäus 24, damit Sie darin zu Hause sind. Nur so
3). Hätten sie doch zuerst nach dem werden wir in der Lage sein, Verführun-
Zeitpunkt der Zerstörung des Tempels gen zu erkennen und abzuwehren.
gefragt und dann nach der Antwort des Wenn nun der Herr einige Verse
Meisters, nach dem Zeitpunkt seiner weiter das Thema noch einmal aufgreift
Wiederkunft und zuletzt nach dem und sagt: „Wenn nun jemand zu der Zeit
Ende der Welt. Man stellt einfach nicht wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus!
drei Fragen in einem Satz! So haben wir siehe, da ist er!, so glaubet nicht“, so warnt
heute die Schwierigkeit mit der Zuord- er auch vor Bewegungen unserer Zeit, in
nung der einzelnen Aussagen des Herrn. denen eben ein anderer Christus zu fin-
Nun, es sollte sicher so sein. den ist. So zum Beispiel ein Christus, der
immer wieder aufs Neue im Messopfer
unblutig geopfert wird. Ein ökumeni-
sches Zusammenarbeiten verbietet sich
Achtung Verführung! hier absolut. Hier ist heilige Absonderung
Es ist hier jetzt nicht der Platz, die ganze angesagt. Das lernen wir vor allem aus
Endzeitrede in den Evangelien Matthä- dem Alten Testament. Lesen Sie unter
us, Markus und Lukas durchzuarbeiten. diesem Aspekt doch einmal die Bileams-
Das überlasse ich gern jedem von Ihnen geschichte in 4. Mose 22-24. Von Israel,
selbst, liebe Leser. Aber der Herr gibt dem Volk Gottes, heißt es: „..das Volk
den Jüngern zunächst einmal eine ganz wird abgesondert wohnen und sich nicht zu
eigenartige Antwort, er sagt nämlich: den Heiden rechnen“ (4. Mose 23, 9).
„Seht zu, dass euch nicht jemand verfüh-
re!“ (Vers 5). Das ist wohl das größte
Problem der Endzeit: die Verführung.
Jesus fährt fort: „Es werden viele kom-
men unter meinem Namen und sagen:
Sanfte Verführung
‚Ich bin Christus!‘ und werden viele Lassen Sie mich noch eine andere Ver-
verführen“ (Vers 6). Solche Wirrköpfe führung ansprechen, die uns in unserer
gab es schon immer, und es gibt sie Zeit besonders bedrängt. Es ist eine
bis heute! Doch dem Herrn sei Dank, sanfte Verführung, die schleichend
dass wir die Bibel haben. Wir haben daherkommt. Wir sind alle geprägt von



Jahreslosung 2004

dem Denken unserer Zeit. Und wenn ligen Gott begegneten die Menschen
wir uns nicht ständig von unserem der Bibel in heiliger Ehrfurcht. Sie
Herrn und seinem Wort korrigieren ließen sich, wie in Hiob 12, 28-29 zu
und prägen lassen, schlittern wir lang- lesen steht, ermahnen: „Lasst uns Gott
sam in dieselbe Richtung. „Wellness“ dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm
ist ein Schlagwort unserer Tage. Jeder gefällt, denn unser Gott ist ein verzehren-
will sich möglichst wohlfühlen. Das hat des Feuer.“ Und Jesus betete: „Heiliger
auch Auswirkungen in der Gemeinde Vater“ (Johannes 17, 11). Alles lockere
und der Verkündigung. Es ist viel von Gehabe gegenüber Gottes Majestät ist
dem liebenden Gott die Rede. Das ist er völlig unangebracht und unbiblisch. Wir
ja auch. Ihm sei Dank! müssen neu lernen, wie Horst Afflerbach
es einmal ausdrückte, die Spannung der
biblischen Gottesoffenbarung von Hei-
ligkeit und Liebe zu ertragen. Ansonsten
gehen wir in die Irre.
Heiligkeit Gottes
Doch zu dem allgemeinen „Sich-Wohl-
fühlen-Wollen“ passt der Aspekt von
Gottes Heiligkeit nicht so recht. Auch
nicht, dass der Mensch unter dem Zorn
Verrückte Maßstäbe
Gottes bleibt, wenn er nicht Buße tut. Ein Wort der Rede Jesu in Markus 13 soll
Die Liebe Gottes ist aber auf Golgatha noch angesprochen werden. „Sie werden
nur zu verstehen im Zusammenhang euch den Gerichten überantworten... und
mit seiner Heiligkeit. Sonst hätte er doch vor Statthalter und Könige werdet ihr ge-
über die Sünden der Menschen verge- führt werden um meinetwillen!“ (Vers 9).
bend sagen können: „Schwamm drüber“. In einer Zeit, in der wir, wie Nietzsche
Doch seine Heiligkeit erforderte das Ge- sagte, Gott getötet haben, ist der Mensch
richt, und das wurde stellvertretend an zu seinem eigenen Gott geworden und
dem „Sohn seiner Liebe“ (Kolosser 1, 13) damit zum Maßstab aller Dinge. Er
vollzogen. macht sich nun seine eigenen Gesetze,
Diesem die von dem Willen des von ihnen getö-
hei- teten Gottes natürlicherweise abweichen.
„Du sollst nicht töten!“ wird abgelöst
durch die bedingte Freigabe der Tötung
im Mutterleib und immer lauter wird die
Diskussion über Euthanasie. Wie kann
man die aus den Fugen geratene Alters-
pyramide wieder in Form bringen? Wer

 
Das Fundament 1/004

kann unsere Situation in Zukunft bezah- 40, 8). Jesu Worte waren schon vor der
len? So gibt es eine Reihe von Beispielen. Erschaffung dieser Welt fest. Der Sohn
Eins möchte ich noch herausgreifen, weil Gottes war wohl in Gottes Vorherwissen
hier Vers 9 so aktuell wird. In Schweden über den Sündenfall gefragt worden, ob
kann die sogenannte „Diskriminierung er Mensch werden wollte, um die Sün-
Homosexueller“ mit bis zu vier Jahren denstrafe zu tilgen (1. Petrus 1, 18-20).
Haft bestraft werden. Eine klare biblische Und Jesus antwortete: „Ja, Vater“. Kurt
Position und von daher die Aussage, dass Marti macht in einem Gedicht deutlich,
ausgelebte Homosexualität Sünde sei, dass keiner von uns gefragt wurde, ob er
wird als Diskriminierung gesehen und geboren werden wollte. Nur Jesus. Und
geahndet. Vertritt ein Schwede auch hier das in dem Wissen um seinen schmach-
öffentlich die Gebote Gottes, dann trifft vollen Weg ans Kreuz. Sein „Ja“ bedeutet
ihn das Wort Jesu in seiner Endzeitrede für den Glaubenden das Heil. Paul Ger-
unmittelbar. So etwas ist auch in Zukunft hard singt in seinem Passionslied: „Ein
bei uns vorstellbar. Aber unser Herr Lämmlein geht und trägt die Schuld der
sagt: „Wer beharret bis ans Ende, der wird Welt und ihrer Kinder“ in einer Strophe:
selig!“(Vers 13). So wollen wir uns gegen-
seitig ermuntern, festzuhalten an Jesus „Ja, Vater, ja von Herzensgrund,
und seinem Wort, das nie vergeht. leg auf, ich will dirs tragen;
mein Wollen hängt an deinem Mund,
mein Wirken ist dein Sagen.“
O Wunderlieb, o Liebesmacht!
Du kannst, was nie kein Mensch
Gottes Wort gilt! gedacht,
Es sind ja nicht nur die Worte Jesu in Gott seinen Sohn abzwingen.
seiner Endzeitrede, die nicht vergehen. Oh Liebe, Liebe, du bist stark,
Alle seine Worte bleiben mit ewiger du streckest den in Grab und Sarg,
Gültigkeit bestehen. Darum ist darauf vor dem die Felsen springen.
auch Verlass. Menschliche Worte ver-
wehen oft wie das Laub im Herbst. Bald So galt Jesu Wort zu allen Zeiten
sieht man nichts mehr davon. Doch und gilt bis in die Ewigkeiten hinein.
Gottes Wort bleibt. Das wusste schon
der Psalmsänger, wenn er sagt: „Herr,
dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Him-
mel reicht!“ (Psalm 119, 89). Und im
Propheten Jesaja lesen wir: „Das Gras ver-
100 Jahre DCTB
dorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort Und es galt auch vor einhundert Jahren,
unseres Gottes bleibt in Ewigkeit!“ (Jesaja als Ingenieurstudenten, die sich damals

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DCTB-Intern

noch Techniker nannten, den DCTB lischen Vater, die Arbeit auch in dem 2.
gründeten. Aus diesem Grund wollen Jahrhundert unseres Bestehens zu segnen
wir dieses Jahr zu Pfingsten während der und dass viele Menschen durch den
Hauptkonferenz das 100-jährige Be- DCTB das Evangelium hören.
stehen festlich begehen. Es würde mich Ihnen allen möchte ich für das neue
freuen, wenn viele von Ihnen dabei sein Jahr Gottes Segen wünschen. Das unver-
könnten, und ich lade Sie heute schon gängliche Wort des Herrn Jesus, und mit
herzlich dazu ein. In großer Dankbarkeit diesem Wort der Herr selbst, begleite Sie
schauen wir auf die oftmals bewegte Zeit durch dieses Jahr. 
zurück, blicken jedoch zuversichtlich in
die Zukunft und bitten unseren himm- Herbert Dillig, 1.Vorsitzender