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Erläuterung Bremsmotoren Baureihe KL, Baugrößen 80-112 41112144.eps 0998 DE /PDF 251104 2 0 3 0

Erläuterung Bremsmotoren

Baureihe KL, Baugrößen 80-112

41112144.eps

41112144.eps

0998 DE /PDF 251104

203 075 44

714 ISISISISIS 918

2030751a.p65/251104

Hersteller

Demag Cranes & Components GmbH

Antriebstechnik

Postfach 67 · D-58286 Wetter

Telefon (02335) 92-0 · Telefax (02335) 927298

E-Mail: drives@demagcranes.com

www.demagcranes.de

Weitere Unterlagen

Daten, Maße Bremsmotoren Baureihe KL, Baugrößen 80 - 112

203 098 44

714 IS 918

Betriebsanleitung Bremsmotoren Baureihe KL, Baugrößen 80 - 112

201 636 84

720 IS 918

Einzelteile Bremsmotoren Baureihe KL, Baugrößen 80 - 112

201 666 84

721 IS 918

Inhaltsverzeichnis

1

Programmübersicht

4

2

Bremsmotoren

4

2.0

Kurzbeschreibung, Anwendungsbeispiele

4

2.1

Allgemeines

5

2.1.1

Größenbezeichnung

5

2.1.2

Vorschriften und Normen

6

2.1.3

Einheiten

6

2.2

Elektrische Auslegung

6

2.2.1

Wärmeklasse

6

2.2.2

Betriebsart

6

2.2.3

Einfluss des Anlaufs auf die Temperatur

6

2.2.4

Basis der Nennleistung

7

2.2.5

Normalspannung

7

2.2.6

Spannungstoleranz

7

2.2.7

Anzugmoment, Anzugstrom, Leerlaufstrom

7

2.2.8

Eintourige Käfigmotoren

7

2.2.9

Schaltung

7

2.2.10

Polumschaltbare Käfigmotoren

7

2.2.11

Spannungsumschaltung

7

2.2.12

Umrichterbetrieb

7

2.2.13

Maximale Drehzahl

8

2.2.14

Schalthäufigkeit

8

2.2.15

Fahrmotor KLF

8

2.2.16

Motorschutz

8

2.3

Mechanische Ausführung

9

2.3.1

Schutzart

9

2.3.2

Aufstellung im Freien

9

2.3.3

Kühlung

9

2.3.4

Bauform

9

2.3.5

Lagerung

9

2.3.6

Auswuchtung

10

2.3.7

Wellenende

10

2.3.8

Klemmenkasten

10

2.3.9

Gehäuse

10

2.3.10

Farblackierung

10

2

3

Bremse

12

2030751a.p65/251104

3.1

Systembeschreibung

12

3.2

Funktionsbeschreibung

12

3.3

Bremslüft- und Bremseinfallzeiten

13

3.4

Bremsenansteuerung

15

3.4.1

Übersicht Ansteuervarianten

15

3.4.2

Ansteuerbaustein AMES 5

16

3.4.3

Ansteuerbausteine AMPS 4 und AMPS 5

18

3.4.4

Ansteuerbausteine AMPK 4 und AMPK 5

19

3.5

Wesentliche Merkmale der Bremse

20

4

Zusatzgeräte

21

4.1

Mechanische Zusatzgeräte

21

4.1.1

Handbremslüfteinrichtung HBLE

21

4.1.2

Lastabsenkeinrichtung LAE

21

4.2

Elektrische Zusatzgeräte

21

4.2.1

Einbau-Impulsgebersystem EG

21

4.2.2

Motorsteuereinheit Dematik MSEG

21

4.2.3

Sanftanlaufgerät Dematik KSAG

21

5

Definitionen

22

6

Auswahl des Motors

25

6.1

Einfluss abweichender Betriebsbedingungen

25

6.2

Zulässige Schalthäufigkeit

26

6.3

Geräusche

28

6.4

Messung der Wicklungserwärmung

28

6.5

Motorschutz

29

6.6

Stillstandheizung

30

Ansprechstellen der Antriebstechnik

32

3

1

Programmübersicht

2030752a.p65/251104

2 Bremsmotoren

2.0

Kurzbeschreibung,

Antriebsbeispiele

Bremsmotoren

Baureihe

Baugröße

Motor mit Käfigläufer für

KLA

80Z

allgemeine Anwendungen

80B

90B

100B

112B

Fahrmotoren

KLF

80Z

mit Käfigläufer

90Z

100Z

112A

Der Demag-Motor KL ist die konstruktive Vereinigung eines Elektromotors mit einer durch Federdruck betätigten Einscheiben-Einflächen-Bremse, die durch einen gleichstromerregten Elektromagneten gelüftet wird. Die Bremse kann über einen Ansteuerbaustein entweder direkt an die Motorklemmen angeschlossen oder sepa- rat angesteuert werden. Im letzteren Fall ist es wichtig sicherzustellen, dass beim Einschalten des Motors durch entsprechende Schaltungsmaßnahmen die Bremse gelüftet ist.

Die Bremse arbeitet nach dem Ruhestromprinzip, d. h. bei Spannungsausfall an der Magnetspule fällt die Bremse ein.

4

Anwendungsbeispiele

Fahrantriebe Positionierantriebe Stetigförderer Umrichtergespeiste Antriebe

2030752a.p65/251104

Schnitt: KL-Motor mit Handbremslüftung (Option) und Einbau-Impulsgebersystem EG (Option)

(Option) und Einbau-Impulsgebersystem EG (Option) 1 Welle 2 Winkelfuss 3 Lagerschild AS 4 Impulsgeber 5

1 Welle

2 Winkelfuss

3 Lagerschild AS

4 Impulsgeber

5 Magnetring für Impulsgeber

6 Leitungsdose für Impulsgeber

7 Ansteuerbaustein (Option)

8 Reihenklemmen (Motoranschluss)

9 Ständer

10 Läufer

14 Magnetspule

15 Handbremslüfteinrichtung (Option)

16 Lagerschild BS

 

11 Bremsscheibe

Option

12 Bremsbelag

18 Lüfter

13 Ankerscheibe mit Bremsbelag

17 Bremsfedern

19 Lüfterhaube

13980101.eps

Bild 1

Einbau-Impulsgebersystem EG:

• Impulsgeber (4)

• Magnetring für Impulsgeber (5)

• Leitungsdose für Impulsgeber (6)

2.1 Allgemeines

2.1.1 Größenbezeichnung

K L A 90 B 4
K
L
A
90
B
4

Bild 2

 

Baureihe

K

Käfigmotor

L

Zylinderläufer mit separat ansteuerbarer Bremse

A

Bremsmotor für allgemeine Anwendungen

F

Fahrmotor

Baugröße

Wellenhöhe

Paketlänge

Polzahl

41205144.eps

5

2.1.2

Vorschriften und Normen

Angewendete harmonisierte Normen:

2030752a.p65/251104

EN 292

Sicherheit von Maschinen

EN 60034

Drehende elektrische Maschinen

EN 60034-1

Bemessung und Betriebsverhalten

EN 60034-5

Schutzarten durch Gehäuse für umlaufende Maschinen

EN 60034-7

Bezeichnungen für Bauformen und Aufstellung (IM-Code)

EN 60034-8

Anschlussbezeichnung und Drehsinn

EN 60034-9

Geräuschgrenzwerte

EN 60034-14

Mechanische Schwingungen; Messung, Bewertung und Grenzwerte der Schwingstärke

EN 60034-18-1

Funktionelle Bewertung von Isoliersystemen

EN 60529

Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)

2.1.3 Einheiten

2.2 Elektrische Auslegung

2.2.1 Wärmeklasse

Es werden die Einheiten nach dem “Gesetz über die Einheiten im Messwesen” ent- sprechend dem Internationalen Einheitensystem (SI) verwendet.

Die Motoren sind mit Isolierstoffen der Wärmeklasse F ausgeführt für

• Grenzübertemperatur der Wicklung

105 K

• Grenztemperatur der Wicklung

145 °C

• Grenztemperatur der Wärmeklasse

155 °C

• Kühlmitteltemperatur

40 °C

Bei Kühlmitteltemperaturen unter 30 °C können höhere Grenzübertemperaturen besonders vereinbart werden (Vermerk auf dem Leistungsschild).

2.2.2 Betriebsart

Isolation:

Die normale Isolation ist tropenfest und geeignet für trocken-heiße Atmosphäre.

Sonderisolation ist gegen Mehrpreis lieferbar. Sie schließt ein:

Schutz gegen hohe Luftfeuchtigkeit, auch bei Temperaturschwankungen

Schutz gegen Säuregase bzw. -dämpfe und gegen Harnstoffe.

Feuchtschutz

Säureschutz

Die Motoren werden in unterschiedlicher Wicklungsauslegung geliefert und zwar wie folgt:

KLA: •

Dauerbetrieb

S1(100%) und Aussetzbetrieb S3-60% Einschaltdauer

Aussetzbetrieb

S3 mit 40, 25 und 15% Einschaltdauer

2.2.3 Einfluss des Anlaufs auf die Temperatur

6

KLF:

Gleiche Wicklungsauslegung für S1 (100%) und S4-40% Einschaltdauer

Beim Aussetzbetrieb S 4 sind die Angaben über die Anlaufschaltungen je Stunde c/h (cycles per hour) und der Trägheitsfaktor (Factor of Inertia) anzufügen, z.B.:

S4 - 60% - 600 c/h - FI 2 (siehe Abschnitt 5).

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2.2.4 Basis der Nennleistung

Frequenz

50Hz

Kühlmitteltemperatur

max. 40°C

Aufstellungshöhe

max. 1000m über NN

Bei abweichenden Bedingungen siehe Abschnitt 6.

2.2.5 Nennspannung

Motor

Bremse

400V AC Y/ 50Hz

180 V DC

500V AC Y/ 50Hz

220 V DC

480V AC Y/ 60Hz

220 V DC

2.2.6 Spannungstoleranz

+10/-10% der Nennspannung

2.2.7 Anzugmoment, Anzugstrom, Leerlaufstrom

2.2.8 Eintourige Käfigmotoren

2.2.9 Schaltung

2.2.10 Polumschaltbare Käfigmotoren

Jede Wicklungsauslegung (siehe 2.2.2 Betriebsart) besitzt unterschiedliche absolute Werte für Anzugmoment, Anzug- und Leerlaufstrom, unabhängig von Einschaltdauer und Leistung.

Toleranz nach EN 60034-1 (IEC 34-1)

Anzugmoment:

- 15% bis + 25%

Anzugstrom:

+ 20%

Synchrondrehzahl (1/min) bei 50Hz

3000

(2-polig)

KLA,KLF:

 

1

Wicklung

1500

(4-polig)

KLA,KLF:

 

1

Wicklung

1000

(6-polig)

KLA:

 

1

Wicklung

750

(8-polig)

KLA:

1 Wicklung

Alle Motoren der Baureihe KL sind in Stern geschaltet. Die drei Wicklungsenden sind auf Reihenklemmen geführt. Damit ist eine Schaltung in Dreieck und damit ein Umrichterbetrieb bis 87Hz bei 50Hz-Netzen bzw. 104Hz bei 60Hz-Netzen nur mög- lich, wenn dieses bei der Bestellung angegeben wird.

Synchrondrehzahl (1/min) bei 50Hz

750/3000

(8/2-polig)

KLA,KLA,KLA,KLA,KLA, KLFKLFKLF:KLFKLF

 

2

Wicklungen

500/3000

(12/2-polig)

KLA,KLA,KLA,KLA,KLA, KLFKLFKLF:KLFKLF

1500/3000 (4/2-polig)

500/1500

(12/4-polig)

2 Wicklungen

KLFKLFKLF:KLFKLF

2 Wicklungen

KLFKLFKLF:KLFKLF

2 Wicklungen

2.2.11 Spannungsumschaltung

2

Spannungen, Verhältnis 1 : 2 (YY/Y)

2

Spannungen, Verhältnis 1 :

3 ()/Y)

3 ()/Y)

2.2.12 Umrichterbetrieb

Die Wicklung der Motoren muss bei Betrieb am Umrichter mit einer Phasenisolation ausgestattet werden. Daher ist bei der Bestellung der Hinweis “Umrichterbetrieb” erforderlich. Außerdem muss die Bremse separat angesteuert werden.

7

2030752a.p65/251104

2.2.13 Maximale Drehzahl

2.2.14 Schalthäufigkeit

2.2.15 Fahrmotor KLF

2.2.16 Motorschutz

Baugröße

Maximale Betriebsdrehzahl

80

5000 1/min

90

5000 1/min

100

5000 1/min

112

5000 1/min

Die in den Tabellen der Einschaltdauer zugeordnete Leerlaufschalthäufigkeit zzzzz 0101010101 für

KLAKLAKLA-MotorenKLAKLA

Belastung und ohne Zusatz-Massenträgheitsmoment an.

Bei polumschaltbaren Motoren gilt der Wert der Leerlaufschalthäufigkeit nur für den alleinigen Betrieb der zugeordneten Drehzahl. Für die Schalthäufigkeitskombinationen aller möglichen Drehzahlen sind genaue Angaben über den Betriebsablauf zur Nach- prüfung erforderlich.

gibt die zulässige Anzahl der Einschaltungen in der Stunde c/hc/hc/hc/hc/h ohne

Bremsmotor mit besonders “weicher” Drehmoment-/Drehzahl-Kennlinie für Fahr- und Schwungmassenantrieb.

Bedingt durch die modernen, äußerst schnell arbeitenden Schaltschütze, können durch das Zusammenwirken von hoher Streuinduktivität mit ungünstigen Netzver- hältnissen in den Wicklungen hochpoliger Motoren und in den Magnetspulen große Spannungsspitzen auftreten. Die Bremse wird bei allen Motoren unabhängig von der Polzahl über einen Varistor (spannungsabhängiger Widerstand) geschützt.

Die Wicklung der hochpoligen Motoren wird über die Schutzbausteine SKL 4 (für 400V-Netze) und SKL 5 (für 500V-Netze) geschützt. In diesem Baustein ist dann auch der Schutz der Magnetspule enthalten.

Es handelt sich um folgende Bremsmotoren im Bereich bis 500 V Betriebsspan- nung:

Baugröße

 

Polzahl

 

KLA 80 Z

8/2

KLA 80 B

8

8/2

12/2

KLA 90 B

12/2

KLA 100 B

12/2

12/4

KLA 112 B

12/2

12/4

KLF 80 Z

8/2

12/2

12/4

KLF 90 Z

12/2

12/4

KLF 100 Z

12/2

12/4

KLF 112 A

12/2

12/4

Der Schutzbaustein ist im Klemmenkasten montiert und komplett verdrahtet. Er ge- hört bei den oben aufgeführten Motoren zum Lieferumfang.

Bei den polumschaltbaren Bremsmotoren mit zwei getrennten Wicklungen wird nur die hochpolige Wicklung geschützt. Für die niederpolige Wicklung ist kein Schutz erforderlich.

Bei Einsatz der Demag-Ansteuerbausteine AMPS 4, AMPS 5, AMPK 4, AMPK 5 ist der Schutz der hochpoligen Wicklung und der Magnetspule bereits in den Bausteinen eingebaut.

8

2.3

Mechanische

2030752a.p65/251104

Ausführung

2.3.1 Schutzart

Motorengehäuse mit Bremse

IP 55

Klemmenkasten

IP 55

Da die Standardausführung der Motoren Schutzart IP 55 ist, sind Kondenswasserlö- cher nicht vorgesehen.

Kurze Erläuterung der Schutzart:

IP 55: Schutz gegen schädliche Staubablagerungen Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen.

Ausführliche Beschreibung der Schutzarten sowie Prüfbedingungen sind in EN 60034-5 (DIN VDE 0530, Teil 5) enthalten.

2.3.2 Aufstellung im Freien

2.3.3

Kühlung

2.3.4 Bauform

2.3.5 Lagerung

Da die Motoren in Schutzart IP 55 geliefert werden, sind sie auch für Aufstellung im Freien geeignet (Umgebungstemperatur beachten!).

Es wird jedoch bei den vertikalen Bauformen IM V1, IM V5 und IM V18 empfohlen, den Motor mit einem Schutzdach auszurüsten.

Eigenkühlung

Auf der Motorwelle ist ein Lüfterrad aus Kunststoff für die Oberflächenkühlung ange- bracht.

Fußausführungen und Flanschbauformen entsprechend der Bauformübersicht.

Die Anbaumaße entsprechen weitgehend der IEC-Publikation 72-1 (Fußausführung) bzw. 72-2 (Flanschausführung).

Die Fußausführung entspricht weitgehend DIN 42673, die Flanschausführung DIN 42677.

Ausführungsmöglichkeiten siehe jeweilige Maßlisten.

Bei allen Fußbauformen sind die Füße abschraubbar. Bei allen Flanschbauformen ist der Flansch abschraubbar.

Die KL-Motoren sind mit abgedichteten Rillenkugellagern mit Dauerschmierung aus- gerüstet.

Für Anbau von Flanschmotoren an Getriebe oder dergleichen kann das abtriebsseiti- ge Lager durch einen Radialring abgedichtet werden.

Bei Bestellung angeben: “Abtriebsseite öldicht”.

Dies gilt nicht für Demag-Getriebe.

9

2.3.6

Auswuchtung

Der Läufer ist mit eingesetzter halber Passfeder dynamisch ausgewuchtet.

2030752a.p65/251104

2.3.7 Wellenende

2.3.8 Klemmenkasten

2.3.9 Gehäuse

2.3.10 Farblackierung

10

Der Demag-Motor wird mit einem Wellenende ausgeführt.

Die Motoren besitzen 1 Klemmenkasten, der je nach Erfordernis mit mehreren Reihenklemmen für Motor und Bremse ausgestattet ist.

Zusatzklemmen für Temperaturfühler o. ä. sind gegebenenfalls im Klemmenkasten untergebracht.

Die Klemmenkästen haben Schutzleiteranschluss und Gewindebohrungen für Kabelverschraubungen. Die Gewindebohrungen sind außen mit Blindstopfen und Dichtung verschlossen.

Das Gehäuse des KL-Motors besteht aus Aluminium-Druckguss.

Korrosionsschutzlack auf Kunstharzbasis in blauem Farbton - RAL 5009. Andere Farbtönungen und Spezial-Schutzlacke sind gegen Mehrpreis ausführbar.

2030752a.p65/251104

Bauformen Auswahl aus EN 60034-7 (IEC 34-7)

Fußbauformen

IM B3

IM B6

IM B7

IM B8

41263644.eps
41263644.eps
IM B3 IM B6 IM B7 IM B8 41263644.eps 41263744.eps 41263844.eps Flansch-Bauformen (A-Flansch mit

41263744.eps

IM B3 IM B6 IM B7 IM B8 41263644.eps 41263744.eps 41263844.eps Flansch-Bauformen (A-Flansch mit

41263844.eps

Flansch-Bauformen (A-Flansch mit Durchgangslöchern)

IM B5

IM V1

(A-Flansch mit Durchgangslöchern) IM B5 IM V1 41264044.eps 41264144.eps Flansch-Bauformen (C-Flansch mit

41264044.eps

(A-Flansch mit Durchgangslöchern) IM B5 IM V1 41264044.eps 41264144.eps Flansch-Bauformen (C-Flansch mit

41264144.eps

Flansch-Bauformen (C-Flansch mit Gewindelöchern)

IM B14

IM V18

(C-Flansch mit Gewindelöchern) IM B14 IM V18 Bild 3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19

Bild 3

41264444.eps

mit Gewindelöchern) IM B14 IM V18 Bild 3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19 41264644.eps

41264544.eps

IM V3

IM B14 IM V18 Bild 3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19 41264644.eps 41263944.eps IM

41264244.eps

IM V19

Bild 3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19 41264644.eps 41263944.eps IM V5 41264344.eps IM V6

41264644.eps

3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19 41264644.eps 41263944.eps IM V5 41264344.eps IM V6 41264744.eps

41263944.eps

IM V5

3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19 41264644.eps 41263944.eps IM V5 41264344.eps IM V6 41264744.eps

41264344.eps

IM V6

3 41264444.eps 41264544.eps IM V3 41264244.eps IM V19 41264644.eps 41263944.eps IM V5 41264344.eps IM V6 41264744.eps

41264744.eps

11

3

Bremse

2030753a.p65/251104

3.1

Systembeschreibung

3.2

Funktions-

beschreibung

Bei der Bremse des Demag-Zylinderläufermotors, Baureihe KL, handelt es sich um eine Einscheiben–Einflächenbremse, die mit Hilfe einer separat ansteuerbaren Gleichstromspule gelüftet werden kann. Die Bremse ist im Motor eingebaut. Daher wird sie direkt der Motorbaugröße zugeordnet. Bei Spannungsausfall fällt die Brem- se automatisch ein.

Schnitt: KL-Motor mit Handbremslüftung (Option) Bild 4 139 801 02.eps
Schnitt:
KL-Motor mit Handbremslüftung (Option)
Bild 4
139 801 02.eps

Die wesentlichen Teile der Bremse sind:

• die Bremsscheibe (11)

• die Ankerscheibe mit dem Bremsbelag (13)

• die Magnetspule (14)

• die Bremsfedern (17)

Die Bremsfedern (17) drücken im gebremsten Zustand die Ankerscheibe mit dem Bremsbelag (13) gegen die Bremsscheibe (11). Das Bremsmoment wird durch die Anzahl und Stärke der Bremsfedern (17) bestimmt. Grundsätzlich ist es möglich, 3, 4 oder 6 Bremsfedern einzusetzen.

Die Bremse wird gelüftet, indem die Magnetspule (14) im B-seitigen Lagerschild an Gleichspannung gelegt wird. Die Bremslüftzeit und die Bremseinfallzeit sind dabei abhängig vom Bremsmoment, der Ausführung der Bremse sowie der verwendeten Ansteuerbausteine (siehe Tabelle “Schaltzeiten der Bremse”). Die Bremse kann mit Hilfe dieser Ansteuerbausteine direkt vom Klemmenkasten mitversorgt werden. Damit wird sie gemeinsam mit dem Motor geschaltet. Außerdem besteht die Mög- lichkeit, die Bremse separat vom Schaltschrank aus anzusteuern erforderlich bei Umrichterbetrieb.

Für die einwandfreie Funktion der Bremse ist der Bremsenluftspalt von besonderer Bedeutung. Er beeinflusst die Bremslüftzeit und die Bremseinfallzeit. Durch den üblicherweise geringen Bremsenverschleiß vergrößert sich der Bremsluftspalt je nach Beanspruchung der Bremse. Daher muss die Bremse rechtzeitig, spätestens bei Erreichen des max. Luftspaltes nachgestellt werden.

Motorbaugröße

Luftspalt

 

min.

max.

80

0,3 mm

0,8 mm

90

0,3 mm

0,8 mm

100

0,3 mm

0,8 mm

112

0,3 mm

0,8 mm

12

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Achtung

Die Magnetspulen sind bei Aussetzbetriebmotoren mit max. Bremsmoment ent- sprechend der Motoreinschaltdauer ausgelegt, d. h. bei Motoren mit 40% ED ist die Magnetspule auch für 40% ED ausgelegt.

Die Spannung der Magnetspule ist der Netzspannung zugeordnet, um problemlos auch nachträglich die Ansteuerbausteine einsetzen zu können.

3.3 Bremslüft- und Bremseinfallzeiten

UNetz

400

480

500

V / 50 Hz V / 60 Hz V / 50 Hz

UBremse 180 V DC 220 V DC 220 V DC
UBremse
180
V DC
220
V DC
220
V DC

Die Bremslüft- und Bremseinfallzeiten sind dabei wie im nachstehenden Diagramm definiert.

Bremsen-

ansteuerung

 
 
Bremsen- ansteuerung   Bild 5

Bild 5

Ein Aus
Ein
Aus

41216444.eps

t

1

=

Bremslüftzeit

(t 11 , t 12 Bremslüftzeit je nach Ansteuerung)

t

2

=

Bremseinfallzeit (t 21 , t 22 , t 23 Bremseinfallzeit je nach Ansteuerung)

t

3

=

Bremszeit

I

Br

=

Bremsenstrom

Die Bremslüft- und Bremseinfallzeiten sind von verschiedenen Faktoren abhängig:

• Bremsmoment des Motors

• Einschaltdauer der Magnetspule

• Ansteuerung der Magnetspule

13

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Schaltzeiten der Bremse

 

Schaltzeiten AMES 5, AMPS 4, AMPS 5

Schaltzeiten AMPK 4, AMPK 5

Motor-

MBr

ED

t11

t21

t22

t12

t23

Baugröße

Nm

%

ms

ms

ms

ms

ms

 

2,3

 

35

425

55

15

75

3,2

40

400

45

15

55

5,0

100

30

430

50

13

55

80

8,0

35

300

35

17

50

10,6

40

205

25

21

45

16,0

25

42

16,0

40

55

105

15

 

3,7

 

60

650

85

15

97

4,9

65

600

70

17

91

8,0

100

50

660

75

14

83

90

12

60

450

50

17

76

16

70

300

35

21

70

24

26

61

24

40

70

140

25

 

6

 

35

985

110

24

92

8

50

850

85

24

81

12

100

50

650

65

24

70

100

18

70

480

80

30

153

24

100

350

40

38

118

36

50

55

36

40

140

180

35

 

10

 

50

1025

80

30

90

13,3

55

800

60

30

70

20

100

60

655

60

30

65

112

27

65

1850

180

40

230

36

85

1400

140

40

165

54

50

100

54

40

120

550

50

M Br

ED

t

t

21

11

t

t

t

22

12

23

Bremsmoment in Nm (bei der Bestellung anzugeben)

Einschaltdauer in % (bei der Bestellung anzugeben)

Bremslüftzeit mit den Ansteuerbausteinen AMES 5, AMPS 4, AMPS 5

Bremseinfallzeit bei wechselstromseitiger Abschaltung der Bremse (siehe Bild 10)

Bremseinfallzeit bei gleichstromseitiger Abschaltung der Bremse (siehe Bild 9 bzw. Bild 13a, Bild 13b)

Bremslüftzeit mit den Ansteuerbausteinen AMPK 4, AMPK 5

Bremseinfallzeit mit den Ansteuerbausteinen AMPK 4, AMPK 5

Achtung!Achtung!Achtung!Achtung!Achtung!

Die Zeit t 21 bezieht sich auf die separate wechselstromseitige Abschaltung der Brem- se (siehe Bilder 10, 11a und 11b).

Wenn Motorwicklung und Magnetspule der Bremse mit den Bausteinen AMES 5, oder AMPS 4, AMPS 5 bei gemeinsamer Einspeisung ständig parallel geschaltet sind, kommt es polzahl- und motorgrößenabhängig zu einer Bremszeitverlängerung.

14

2030753a.p65/251104

3.4 Bremsenansteuerung

L1 L2 L3 L+ L- Schaltschrank 402 Motor 401 UVW Varistor M 3~ Bild 6
L1
L2
L3
L+
L-
Schaltschrank
402 Motor
401
UVW
Varistor
M
3~
Bild 6
41216544.eps

Die Demag-Zylinderläufer-Bremsmotoren der Baureihe KL werden standardmäßig ohne Ansteuerbaustein geliefert. Dabei kann die Bremse separat mit der entspre- chenden Gleichspannung angesteuert werden. Bei hochpoligen und polumschalt- baren Motoren werden diese mit dem Schutzbaustein SKL 4 bzw. SKL 5 geliefert.

Dieser schützt den Motor vor unzulässigen Spannungsspitzen.

bis 400 V Netzspannung Schaltschrank Motor Bild 7a 41216644.eps
bis 400 V Netzspannung
Schaltschrank
Motor
Bild 7a
41216644.eps
bis 500 V Netzspannung Schaltschrank Motor Bild 7b 41205844.eps
bis 500 V Netzspannung
Schaltschrank
Motor
Bild 7b
41205844.eps

Die vorstehenden Bilder 6, 7a und 7b zeigen die Einspeisung der Bremse durch eine separate Gleichspannung. In den Bildern 7a und 7b sind polumschaltbare Motoren mit zusätzlichem Schutzbaustein SKL 4 (Bild 7a) bzw. SKL 5 (Bild 7b) dargestellt.

3.4.1

Übersicht

Neben diesen Schutzbausteinen stehen verschiedene Demag-Ansteuerbausteine

Ansteuerbausteine

in unterschiedlichen Schaltungsvarianten zur Verfügung.

• Ansteuerbaustein AMES 5 (Standardbaustein)

Einweggleichrichter für eintourige Motoren und polumschaltbare Motoren mit separat ansteuerbarer Bremse.

• AMPS 4 und AMPS 5 (Standardbausteine)

Einweggleichrichter für polumschaltbare Motoren und für eintourige Motoren, die einen Varistorschutz benötigen (siehe Abschnitt 2.2.16).

• AMPK 4 und AMPK 5 (Komfortbausteine)

Drehstrombrückenschaltungen für eintourige und polumschaltbare Motoren mit elektronischer Steuerung für:

- kurze Bremslüftzeiten

- kurze Bremseinfallzeiten

- Varistorschutz für die Motor- und Magnetspulenwicklung

Grundsätzlich werden die Ansteuerbausteine an die verkettete Motorspannung angeschlossen. Damit entfällt das Mitführen des Sternpunktes in den Leitungen.

Die Farbbezeichnung der Anschlussleitungen von Schutz- und Ansteuerbausteinen entsprechen der DIN IEC 757.

Darin bedeuten:

BK Schwarz

BN Braun

BU Blau

GY Grau

RD Rot

YE Gelb

15

2030753a.p65/251104

3.4.2 Ansteuerbaustein AMES 5

Anwendungen

Der Ansteuerbaustein AMES 5 ist im Klemmenkasten des Motors oder im Schalt- schrank untergebracht. Er besteht im wesentlichen aus einer Einweggleichrichter- schaltung und stellt die entsprechende Gleichspannung für die Bremse zur Verfü- gung. Er kann für Netzspannungen bis 500 V eingesetzt werden.

Dabei ergeben sich verschiedene Ansteuervarianten:

a) Motoren mit einer Drehzahl ohne besondere Anforderungen

Die Bremse wird ohne zusätzlichen Leitungsaufwand beim Schalten des Motors gelüftet. Beim Ausschalten des Motors wird die Magnetspule entregt, und der Motor fällt in die Bremse (siehe Bild 8).

b) Motoren mit einer Drehzahl, die besondere Anforderungen an eine kurze Rückhaltezeit der Bremse haben (Rückhaltezeiten siehe Tabelle)

Die Bremse wird beim Einschalten des Motors gelüftet. Beim Abschalten des Motors wird zusätzlich der Kontakt S (siehe Bild 9) geöffnet.

c) Antriebe, deren Bremsen separat angesteuert werden

• Die Bremse wird separat wechselspannungsseitig angesteuert (siehe Bild 10).

• Bei Umrichterbetrieb muss dieses Schaltung verwendet werden

• Die Bremse der polumschaltbaren Motoren wird über den Ansteuerbaustein separat angesteuert. Der Schutzbaustein SKL 4 bzw. SKL 5 schützt den Motor vor unzulässigen Spannungsspitzen (siehe Bilder 11a und 11b).

Motorseitige Abschaltung Schaltschrank Motor Bild 8 41216744.eps
Motorseitige Abschaltung
Schaltschrank
Motor
Bild 8
41216744.eps

16

Gleichstromseitige Abschaltung Schaltschrank Motor Bild 9 41216844.eps
Gleichstromseitige Abschaltung
Schaltschrank
Motor
Bild 9
41216844.eps
Wechselstromseitige Abschaltung Schaltschrank Motor Bild 10 41205344.eps
Wechselstromseitige Abschaltung
Schaltschrank
Motor
Bild 10
41205344.eps

2030753a.p65/251104

Wechselstromseitige Abschaltung bei polumschaltbaren Motoren

Schaltschrank Motor Bild 11a 41216944.eps
Schaltschrank
Motor
Bild 11a
41216944.eps
Schaltschrank Motor Bild 11b 41205944.eps
Schaltschrank
Motor
Bild 11b
41205944.eps

Technische Daten

Nennspannung:

Motor

Bremse

 

400

V AC Y / 50Hz

180 V DC

500

V AC Y / 50 Hz

220 V DC

 

Bremsen-Nennstrom:

480

V AC Y / 60 Hz

220 V DC bis 1,2 A

17

2030753a.p65/251104

3.4.3 Ansteuerbausteine AMPS 4 und AMPS 5

Anwendungen

Die Ansteuerbausteine AMPS 4 bzw. AMPS 5 sind im Klemmenkasten des Motors untergebracht. Sie bestehen im wesentlichen aus 2 Einweg-Brückengleichrichtern und Varistoren zum Schutz der hochpoligen Wicklung. Der Baustein AMPS 4 ist für Motoren mit einer Nennspannung von 400 V und der Baustein AMPS 5 für Motoren mit einer Nennspannung von 480 V und 500 V ausgelegt. Dabei ergeben sich ver- schiedene Ansteuervarianten:

a) Polumschaltbare Motoren ohne besondere Anforderungen und eintourige Motoren, die einen Varistorschutz benötigen.

Die Bremse wird ohne zusätzlichen Leitungsaufwand beim Einschalten des Motors gelüftet. Beim Ausschalten wird die Magnetspule entregt, und der Motor fällt in die Bremse (siehe Bilder 12a und 12b).

Schaltschrank Motor Bild 12a 41205444.eps
Schaltschrank
Motor
Bild 12a
41205444.eps
Schaltschrank Motor Bild 12b 41205544.eps
Schaltschrank
Motor
Bild 12b
41205544.eps

b) Polumschaltbare Motoren, die besondere Anforderungen an die Rückhalte- zeiten haben (z. B. Positionierantriebe), und eintourige Motoren, die einen Varistorschutz benötigen

Die Bremse wird beim Einschalten gelüftet. Beim Ausschalten des Motors aus der hochpoligen Wicklung wird zusätzlich der Kontakt S geöffnet (siehe Bilder 13a und 13b). Beim Umschalten von der hohen auf die niedrige Drehzahl muss der Kontakt geschlossen bleiben.

Schaltschrank Motor Bild 13a 41205644.eps
Schaltschrank
Motor
Bild 13a
41205644.eps
Schaltschrank Motor Bild 13b 41205744.eps
Schaltschrank
Motor
Bild 13b
41205744.eps

Technische Daten

18

1)

Die gestrichelt eingezeichnete Verbindung (Bilder 12a, 12b, 13a, 13b) wird an der Reihenklemme im Klemmenkasten ausgeführt.

AMPS 4

Netzspannung 400 V + 10%, 50 Hz 400 V + 10%, 60 Hz Bremsen-Nennspannung 180 V DC Bremsen-Nennstrom bis 1,2 A

AMPS 5

Netzspannung: 500 V + 10%, 50 Hz 480 V + 10%, 60 Hz Bremsen-Nennspannung 220 V DC Bremsen-Nennstrom bis 1,2 A

2030753a.p65/251104

3.4.4

Ansteuerbausteine AMPK 4 und AMPK 5

Funktionsbeschreibung

Die Ansteuerbausteine AMPK 4 bzw. AMPK 5 sind im Klemmenkasten des Motors untergebracht.

Mit diesen Bausteinen können sowohl kurze Bremslüft- als auch Bremseinfallzeiten ohne zusätzlichen Leitungsaufwand realisiert werden.

Die Bausteine bestehen im wesentlichen aus 2 Drehstrom-Brückenschaltungen und einer Elektronik, die für eine Schnellerregung (kurze Bremslüftzeit) und eine Schnell- entregung (kurze Bremseinfallzeit) sorgt. Dieser Baustein ist sowohl für Motoren mit einer Drehzahl, als auch für polumschaltbare Motoren geeignet (siehe Bilder 14 u.

15).

Die Magnetspule wird mit Hilfe dieses Bausteins beim Einschalten an eine höhere Spannung gelegt (übererregt). Nach dem Lüften der Bremse wird die Spulenspan- nung auf ¼ der Bremslüftspannung begrenzt. Damit wird die Bremse sicher in Lauf- stellung gehalten. Außerdem wird die Spulenerwärmung auf ein Minimum begrenzt. Die jetzt niedrigere Haltespannung ermöglicht eine Abschaltung mit geringer Rück- haltezeit.

Anwendungen Positionierantriebe mit hoher Wiederholgenauigkeit Schaltschrank Schaltschrank Motor Motor Bild 14 Bild
Anwendungen
Positionierantriebe mit hoher Wiederholgenauigkeit
Schaltschrank
Schaltschrank
Motor
Motor
Bild 14
Bild 15
41217244.eps
412 173 44.eps
Technische Daten
AMPK 4
AMPK 5

Einsatzbeschränkung der Ansteuer- bausteine AMPK 4 und AMPK 5 bei Hubantrieben

Netzspannung 400 V ± 10%

Bremsenspannung 535 V DC / 120 V DC

Spulen-Nennspannung 180 V DC

Netzspannung 480 V / 500 V ± 10%

Bremsenpannung 670 V DC / 145 V DC

Spulen-Nennspannung 220 V DC

Die Ansteuerbausteine AMPK 4 und AMPK 5, die mit ihrer integrierten Schnellerre- gung und gleichstromseitigen Abschaltung bei den KL-Motoren normalerweise paral- lel zu den Motorklemmen betrieben werden, schalten bei Hubantrieben erst verzögert ab. Ursache hierfür ist der Drehzahlanstieg des Hubmotors in der momentenlosen Phase nach dem Abschalten der Netzspannung. Als Folge davon wird die generatori- sche Spannung trotz Abklingens des Magnetfeldes im Motor über einen unzulässig langen Zeitraum konstant gehalten. Der Abschaltpunkt in den Ansteuerbausteinen wird solange nicht unterschritten. Die Bremse bleibt geöffnet.

Dieser Effekt kann zu überhöhten Drehzahlen und zu Lastabsturz führen, wenn nicht besondere Vorkehrungen zum schnellen Abschalten der Bremse getroffen werden.

Bei Hubantrieben wird deshalb zwingend vorgeschrieben, dass entweder

• bei Abschalten des Motors der Bremsstrom durch einen zusätzlichen Kon- takt gleichstromseitig unterbrochen wird ® wie bei den Bausteinen AMES 5 oder AMPS 4, AMPS 5,

• eine motorstromabhängige Abschaltung der Bremse vorgesehen wird ® Stromrelais

oder

• der Baustein über ein Drehstrom-Schütz getrennt versorgt wird, das parallel zum Motor geschaltet wird ® Ansteuerung wie bei Umrichterbetrieb.

19

2030753a.p65/251104

3.5 Wesentliche Merkmale der Bremse

Kurze Bauweise

Ansteuermöglichkeiten

20

Durch die im Motor integrierte Bremse zeichnet sich dieser Motor durch eine beson- ders kurze und platzsparende Bauweise aus.

Die unterschiedlichen Ansteuermöglichkeiten je nach Anwendung:

• separates Ansteuern der Bremse ohne Ansteuerbaustein

• kostengünstiges Ansteuern der Bremse mit einfachen Ansteuerbausteinen

• kurze Bremslüft- und Bremseinfallzeiten mit den Bausteinen AMPK 4 und AMPK 5 mit nur einer Magnetspule ohne zusätzlichen Leitungsaufwand auch bei polumschaltbaren Motoren.

4

Zusatzgeräte

2030754a.p65/251104

4.1

Mechanische

Zusatzgeräte

4.1.1 Handbremslüfteinrichtung

HBLE

4.1.2 Lastabsenkeinrichtung LAE

4.2

Elektrische

Zusatzgeräte

4.2.1 Einbau-Impulsgebersystem EG

4.2.2 Motorsteuereinheit Dematik MSEG

4.2.3 Sanftanlaufgerät Dematik KSAG

Aufhebung der Bremswirkung im spannungslosen Zustand des Motors durch Betäti- gung des eingesteckten Lüfthebels. Damit ist ein leichtes Durchdrehen des Läufers möglich.

Durch Umlegen des Arretierhebels lässt sich diese Lüfteinrichtung sowohl als Hand- bremslüfteinrichtung mit Arretierung, als auch als Lastabsenkeinrichtung ohne Arretie- rung verwenden. Die Funktion Handbremslüfteinrichtung darf nicht bei durchziehenden Lasten (z. B. Hubwerke) verwendet werden.

Für Anwendungsfälle, bei denen die Arretierung der Lüfteinrichtung nicht gestattet ist (z. B. wegen bestimmter Vorschriften), kann eine Lastabsenkeinrichtung verwendet werden. An dieser ist keine Arretierungsmöglichkeit vorhanden.

Das Demag-Impulsgebersystem EG wird im Demag-KL-Motor eingebaut. Bei Drehung des Läufers tasten zwei Sensoren einen vielpoligen Magnetring ab, der starr mit der Motorwelle verbunden ist. Die zugehörige Auswert-Elektronik wird über eine Steckver- bindung am AS-Lagerschild des Motors mit dem Geber verbunden.

Je nach Anwendungsfall und Auswertgerät lassen sich die erzeugten Signale für Infor- mationen, Überwachung und Schaltaufgaben in Verbindung mit dem Auswert-gerät MSEG oder anderen elektronischen Auswerteinrichtungen mit geeigneten Signalein- gängen nutzen.

Weitere Einzelheiten siehe Druckschrift

Erläuterungen • Daten • Maße Einbau-Impulsgebersystem EG Ident-Nr. 203 090 44

Das Gerät vermindert bei einem polumschaltbaren Käfigläufermotor das Anlaufmo- ment in beiden Drehzahlstufen. Außerdem ist das elektrische Bremsen von der hohen auf die niedrige Drehzahl einstellbar.

Achtung

Bei der Installation dieses Gerätes ist darauf zu achten, dass die Phase, die für den Phasenanschnitt benutzt wird, nicht gleichzeitig für die Versorgung des Ansteuer- bausteins im Klemmenkasten verwendet wird.

Weitere Einzelheiten siehe Druckschrift

Erläuterungen • Daten • Maße • Betriebsanleitung

Motorsteuereinheit Dematik MSEG

Ident-Nr. 214 032 44

Das Gerät dient zur Herabsetzung des Hochlaufmomentes von Drehstrom-Käfigmoto- ren. Es arbeitet auf elektronischer Grundlage.

Achtung

Bei der Installation dieses Gerätes ist darauf zu achten, dass die Phase, die für den Phasenabschnitt benutzt wird, nicht gleichzeitig für die Versorgung des Ansteuer- bausteins im Klemmenkasten verwendet wird.

Weitere Einzelheiten siehe Druckschrift

Erläuterungen • Daten • Maße • Betriebsanleitung

Sanftanlaufgerät Dematik KSAG

Ident-Nr. 214 028 44

21

5

Definitionen

Leistungsbedarf der Arbeitsmaschine

Aufgenommene Leistung des Motors

Abgegebene Leistung des Motors

Nennleistung des Motors (In den Motor-Datenlisten mit P angegeben)

Anzugstrom (I A )

Nennmoment (M N )

22

P

=

M

n

bzw.

9950

η

a

P =

F

v

P

P

1000 ⋅ η

a

1 =

2 =

3 ⋅
3

U

I

⋅⋅

cos

ϕ

3 ⋅
3 ⋅

UI

⋅⋅ cos ϕ ⋅ η

P 2N

=

=

3 ⋅⋅ U I ⋅ cos ϕ ⋅ η N N 3 ⋅⋅ U ⋅
3
⋅⋅
U
I
cos
ϕ ⋅ η
N
N
3 ⋅⋅
U
⋅ cos ϕ
⋅ η
I N
N

1000

[kW]

[kW]

[W]

[W]

[W]

[kW]

M

Drehmoment der Arbeitsmaschine

n

Drehzahl

F

Kraft (Gewichstkraft, Reibkraft)

v

Geschwindigkeit

η a

Wirkungsgrad der Arbeitsmaschine

U

Nennspannung

I

Strom

cos ϕ Leistungsfaktor

[Nm]

[1/min]

[N]

[m/s]

[1]

[V]

[A]

[1]

η

I N

η N

Wirkungsgrad des Motors

Nennstrom

Nennwirkungsgrad

[1]

[A]

[1]

größter Strom des stillstehenden, mit Nennspannung und Nennfrequenz gespei- sten Motors.

Nennmoment [Nm] M N 9550 ⋅ P 2 N M = Nennleistung [kW] [Nm] N
Nennmoment
[Nm]
M N
9550 ⋅ P
2 N
M
=
Nennleistung
[kW]
[Nm]
N
P 2N
n N
Nenndrehzahl
[1/min]
n N
Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie
M
M
K
M
A
M
S
M
N
n
N
n
M
B
Bild 16
41217444.eps
2030755a.p65/251104

2030755a.p65/251104

Anzugmoment (M A )

Drehmoment des stillstehenden, mit Nennspannung und Nennfrequenz gespeisten Motors.

Sattelmoment (M S )

kleinstes Drehmoment, das der mit Nennspannung und Nennfrequenz gespeiste Motor zwischen Stillstand und Kippdrehzahl abgibt.

Kippmoment (M K )

größtes Drehmoment, das der mit Nennspannung und Nennfrequenz gespeiste Motor zwischen Satteldrehzahl und Nenndrehzahl abgibt.

Bremsmoment (M B ) Bremsmoment der Ruhe (statisches Bremsmoment)

größtes Moment, das die über die Bremse festgebremste Welle einem äußeren, auf das freie Wellenende einwirkende Drehmoment entgegenzusetzen vermag.

Bremsmoment der Bewegung (dynamisches Bremsmoment)

wirksames Bremsmoment, das beim Gleiten des Bremsbelages auf der Brems- fläche auftritt.

Nennbetriebsarten

Dauerbetrieb S 1

Die Nennleistung kann dauernd abgegeben werden.

Aussetzbetrieb S 3 und S 4

Einschaltzeiten mit konstanten Belastungen und spannungslose Pausen wechseln ab.

Relative Einschaltdauer (ED)

Trägheitsfaktor

Zusatz-Trägheitsmomente

bei rotierenden Massen

bei geradlinig bewegten Massen

bei Rotationskörpern:

Vollzylinder

Hohlzylinder

S

3:

Aussetzbetrieb ohne Einfluss des Anlaufes auf die Temperatur.

S

4:

Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufes auf die Temperatur.

Verhältnis der Belastungsdauer zur Spieldauer (Spieldauer = Summe der Einschaltzeiten und spannungslosen Pausen). Maximale Spieldauer 10 Minuten.

ED =

Summe derEinschaltzeiten

Spieldauer

100

[%]

Der Trägheitsfaktor FI (Factor of Inertia) ist das Verhältnis der Trägheitsmomente sämtlicher auf die Welle des Motors bezogener Massen zum Trägheitsmoment des Motors.

FI =

J

Mot

+

J

Zus

J Mot

J

J

Mot

Zus

Eigen-Trägheitsmoment

des Motors

Zusatz-Trägheitsmoment bezogen auf die Motor- welle

[kgm 2 ]

[kgm 2 ]

Bestimmung des auf die Motorwelle bezogenen Trägheitsmomentes:

J

J

Zus

=

Zus =

J

1

n

1

2

+

J

2

n

2

2

+

,

912

m

n

2

v

2

n

2

J = 98 ρ L

D a 4

(

J = 98 ⋅⋅⋅ρ LD

a

4

D

4

i

)

[kgm 2 ]

[kgm 2 ]

[kgm 2 ]

n

Motordrehzahl

m

Gewicht

v

Geschwindigkeit

D

Dichte

L

Länge

D

Außendurchmesser

 

a

D

i

Innendurchmesser

[1/min]

[kg]

[m/s]

[kg/dm 3 ]

[m]

[m]

[m]

23

2030755a.p65/251104

Anlaufzeit

Bremszeit (gilt ab Eingriff der Bremse)

Anlaufumdrehungen

Nachlaufumdrehungen

24

t

A

=

J

n

9,55

(

M

A

m

M

L

)

[s]

J

t

B

=

 

n

9,55

(

M

B

m

M

L

)

n

t

A

60 2

 

n

t

B

 

+

n

t

R

60

 

2

60

[s]

z

A

z

B

= [Umdrehungen]

=

[Umdrehungen]

M A

M

L

- wenn das Lastmoment dem Anzugmoment entgegenwirkt (Hub).

Anzugmoment

[Nm]

Lastmoment

[Nm]

M L

M

L

+ wenn das Lastmoment in Rich- tung des Anzugmomentes wirkt (durchziehende Lasten können als negative Last- momente betrachtet werden

- Senken).

M B

+

M L

- M L

Bremsmoment

[Nm]

wenn das Lastmoment brem-

send wirkt (Unterstützung des Bremsmomentes - Heben).

wenn das Lastmoment dem Bremsmoment entgegenwirkt (durchziehende Lasten

- Senken).

t

R

Rückhaltezeit entsprechend Bremseinfallzeit

z.B. t 21 oder t 22 oder t

siehe Tabelle Abschnitt 3.3.

23

[s]

6

Auswahl des Motors

2030756a.p65/0998

(Zeichenerklärung teilweise aus Abschnitt 5)

6.1 Einfluß abweichender Betriebsbedingungen

Hinweis zu Diagramm 1

Zur Auswahl eines Motors können die von den normalen Verhältnissen abwei- chenden Betriebsbedingungen hinsicht- lich Aufstellungshöhe, Frequenz und Kühlmitteltemperatur durch folgende Formel berücksichtigt werden:

P

2

N

=

P

kkk

HFT

[

kW

]

Diagramm 1 k H = Faktor für anomale Aufstellungshöhe

P 2N Listen-Motorleistung

[kW]

P

Leistungsbedarf der

Arbeitsmaschine

Frequenz

[kW]

k H Faktor für anomale Aufstellungshöhe

[1]

(Diagramm 1) k F Faktor für anomale

[1]

(Diagramm 2) k T Faktor für anomale Kühlmitteltemperatur (Diagramm 3)

[1]

für anomale Kühlmitteltemperatur (Diagramm 3) [1] 412 175 44.eps Eine Leistungsminderung tritt nicht ein, wenn

412 175 44.epsfür anomale Kühlmitteltemperatur (Diagramm 3) [1] Eine Leistungsminderung tritt nicht ein, wenn die

Kühlmitteltemperatur (Diagramm 3) [1] 412 175 44.eps Eine Leistungsminderung tritt nicht ein, wenn die

Eine Leistungsminderung tritt nicht ein, wenn die Raumtemperatur (Kühlmitteltem- peratur) mit der Aufstellungshöhe gemäß nachstehender Tabelle sinkt:

 

üm00ber

100

2000

3000

Höhenlage

bm0is

100

2000

3000

4000

Höchste Kühlmitteltemperatur

°C

40

32

24

16

Auf Wunsch kann das Leistungsschild außer der Leistung einen Zusatz über die zulässige Leistung mit Angabe der Raumtemperatur oder der Aufstellungshöhe erhalten. Bei Grenzfällen wird Rückfrage empfohlen.

Diagramm 2 k F = Faktor für anomale Frequenz

erhalten. Bei Grenzfällen wird Rückfrage empfohlen. Diagramm 2 k F = Faktor für anomale Frequenz 412

412 176 44.eps

25

2030756a.p65/0998

Hinweis zu Diagramm 3

6.2 Zulässige Schalt- häufigkeit

26

Diagramm 3 k H = Faktor für anomale Kühlmitteltemperatur k T 1,0 2 und 4
Diagramm 3
k H = Faktor für anomale Kühlmitteltemperatur
k T
1,0
2 und 4 Pole
0,9
0,8
0,7
6 und 8 Pole
0,6
0,5
12 Pole
0,4
0,3
40 50
60
70
80
T [°C]

412 177 44.eps

Ab T = 60 °C erhalten die Motoren eine Sonderwicklung.

Die zulässige Schalthäufigkeit eines Motors errechnet sich - ausgehend von der in der Datenliste angegebenen Leer- schalthäufigkeit - unter Berücksichti- gung von Gegenmoment, Zusatz-Träg- heitsmoment und der Belastung gemäß der Formel:

zz

=

01

⋅⋅⋅

M

FI

k

k

k

P

Gegenüber diesem rechnerisch ermittel- ten zulässigen Mindestwert sind bei einzelnen Größen höhere Schalthäufig- keiten zulässig. Es wird Rückfrage empfohlen.

z

z O1

k

k

k

M

FI

P

zulässige Schalthäufigkeit Leerlaufschalthäufigkeit pro Stunde, ohne Leistungsab- gabe, ohne Gegenmoment während der Hochlaufzeit und ohne Zusatz-Trägheitsmo- mente Faktor zur Berücksichtigung des Gegenmoments während der Hochlaufzeit (Diagramm 4) Faktor zur Berücksichtigung des Zusatz-Trägheitsmo- mentes (Diagramm 5) Faktor zur Berücksichtigung der Belastung im Laufzu- stand (Diagramm 6)

Diagramm 4 k M = Faktor zur Berücksichtigung des Gegenmomentes

M k M = 1− M A k M 1,0 0,9 0,8 0,7 0,6 0,5
M
k
M = 1−
M
A
k M 1,0
0,9
0,8
0,7
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
412 178 44.eps
0
0,1
0,2
0,3
0,4 0,5
0,6
0,7
0,8
0,9 1,0
M
M A

2030756a.p65/0998

Diagramm 5 k FI = Faktor zur Berücksichtigung des Zusatz-Trägheitsmomentes

k FI

=

k FI 1,0

0,9

0,8

0,7

0,6

0,5

0,4

0,3

0,2

0,1

0

J Mot J + J Mot Zus
J Mot
J
+ J
Mot
Zus

1

2 345

J Zus

J M

412 179 44.eps

In diesem Diagram ist J Mot das Trägheitsmoment des Motors mit leichtem Lüfter. Besitzt der Motor einen schweren Lüfter, so muß die Differenz schwerer/leichter Lüfter in J Zus berücksichtigt werden.

Diagramm 6 k P = Faktor zur Berücksichtigung der Belastung

412 180 44.eps 2 P tatsächlich benötigte Leistung  P  k = 1 −
412 180 44.eps
2
P tatsächlich benötigte Leistung
P 
k
= 1
P
 P
P wi
wi
Θ
zul
Θ
zul
P
=
P
Θ
bei Θ wi einsetzbarer Leistungs-
Rechenwert
Grenz-Übertemperatur der
Isolierstoffklasse
tatsächliche Übertemperatur
wi
2 N
wi
Θ
wi
bei Nennleistung
Nennleistung des Motors
P 2N

27

2030756a.p65/0998

6.3 Geräusche

Die im folgenden genannten Laufgeräusche verstehen sich als Leerlaufwerte. Genannt ist der Schalldruckpegel L pA [dB(A)] in 1Meter Abstand vom Motor.

Baugröße

Schalldruckpegel für 50 Hz-Motoren L pA [dB(A)]

2 polig

4 polig

KL. 80

65

51

KL. 90

67

53

KL. 100

69

55

KL. 112

72

58

6.4 Messung der Wick- lungserwärmung

1. Versuchsmotor mit Arbeitsmaschine einige Stunden im Versuchsraum lassen, damit die Motorwicklung die Raumtemperatur annimmt.

2. Wicklungswiderstand R 1 und Wicklungstemperatur (Raumtemperatur) T 1 mes- sen.

3. Arbeitsmaschine in Betrieb nehmen. Den Versuch so lange fortsetzen, bis sich die Widerstände nicht mehr erhöhen.

4. Motor abschalten, Wicklungswiderstand R 2 und Kühlmitteltemperatur (Raumtem- peratur) T a messen.

28

Die Übertemperatur

ϑ

T

2

=

R

2

R

1

R

1

= ϑ +

T

a

(

235

++−

1

a1

T

)

(

T

T

)

[K]

[°C]

darf 105 K bei Isolierstoffklasse F nicht überschreiten.

T a

Temperatur der Kühlluft am Ende der Prüfung[°C]

Näherungsweise genügt die Kontrolle R

R

2

1

R

R

2

1

T 2

T 1

142,

Widerstand der Wicklung am Ende der Prüfung [S] Widerstand der kalten Wicklung zu Beginn der Prüfung bei T 1

[]

Temperatur der Wicklung am Ende der Prüfung[°C] Temperatur der kalten Wicklung

[°C]

bei Isolierstoffklasse F.

2030756a.p65/0998

6.5 Motorschutz

Einbau von Kaltleiter-Temperaturfühlern für Motorschutz in den Wickelkopf gegen Mehrpreis. Kaltleiter nach DIN 44081 sind geeignet für Auslösegerät mit 2,5 V Ausgangs- Gleichspannung und 4 kS Ansprechwiderstand.

Der Widerstand je Kaltleiter beträgt 10

von -20°C bis NAT - 20°C (NAT = Nenn-Ansprechtemperatur). Kaltleiter dürfen nur mit einer Gleichspannung von max. 2,5 V und max. 50 mW auf Durchgang geprüft werden. Keine Summer (Spannungsspitzen) oder ähnliches verwenden, sondern nur Meßinstrumente bzw. Widerstandsmeßbrücken.

250 S bei Temperaturen

Anzahl der Kaltleiter

• Motoren mit einer Wicklung:

3 Kaltleiter

Schutz gegen Überlast, zu hohe Schalthäufigkeit, Zweiphasenlauf,

unzureichende Kühlung, Blockieren des Läufers

• Motoren mit zwei Wicklungen:

3 Kaltleiter

1 Kaltleiter in Wicklung für niedrige Drehzahl

2 Kaltleiter in Wicklung für hohe Drehzahl

Schutz gegen Überlast, zu hohe Schalthäufigkeit, unzureichende Kühlung.

In Sonderausführung (bei besonderer Bestellung):

Anschlußschaltbild

3

Kaltleiter in Wicklung für niedrige Drehzahl

3

Kaltleiter in Wicklung für hohe Drehzahl

Schutz gegen Überlast, zu hohe Schalthäufigkeit, Zweiphasenlauf, unzureichende Kühlung, Blockierung des Läufers.

L4 L1L2 L3 F2 F2 F3 F1 F1 Sicherung F2 Therm. Überstromrelais F3 Kaltleiterauslösegerät F3
L4
L1L2 L3
F2
F2
F3
F1
F1 Sicherung
F2 Therm. Überstromrelais
F3 Kaltleiterauslösegerät
F3
K1
H1 Meldeleuchte Ein
H2 Meldeleuchte Störung
K1 Leistungsschütz
S1
F2
S1 Drucktaster Aus
S2 Drucktaster Ein
S2
K1
K1
UVW
M
~
3
101
102
A1
P1 (T1, Z1)
T >
K1
H1
H2
F3
A2
P2 (T2, Z2)
L5
Bild 17
41600644.eps

29

2030756a.p65/0998

30

6.6

Stillstandheizung

Die Bremsmotoren können außerhalb der Betriebszeit durch die eigene Wicklung mit Gleichstrom bzw. Wechselstrom über einen Kleintransformator beheizt werden. Die im Einzelfall zulässigen Ströme sind anzufragen. Für Richtwerte gilt das Nach- stehende.

Richtwerte für die erforderliche Heizleistung:

Motorgröße

Heizleistung PH

KL

W

80

ca. 35

90

ca. 45

100

ca. 60

112

ca. 85

Stillstandsheizung für Käfigmotoren über die eigene Wicklung

Wechselstromheizung

Bild 18 41218244.eps U~ auf I~ Anfrage
Bild 18
41218244.eps
U~
auf
I~
Anfrage
Gleichstromheizung Bild 19 41218344.eps R = 2R ⋅ ges Phkalt U = P ⋅⋅ 1,2
Gleichstromheizung
Bild 19
41218344.eps
R
=
2R
ges
Phkalt
U
=
P
⋅⋅
1,2
R
=
H
ges
P
H
I
=
= U
=

2030756a.p65/0998

Schaltbild für Stillstandheizung Beheizung über die eigene Wicklung mit Wechselstrom bzw. Gleichstrom

F1 Sicherungen Primärkreis Transformator F2 Sicherung Sekundärkreis Transformator K1 Schütz
F1 Sicherungen Primärkreis Transformator F2 Sicherung Sekundärkreis Transformator K1 Schütz

F1

Sicherungen Primärkreis Transformator

F2

Sicherung Sekundärkreis Transformator

K1

Schütz Stillstandheizung

K2, K3

Schütze Motor

K4, K5

Steuerschütze

S1, S3

Motor “Aus”

S2, S4

Motor “Ein”

T1, T2

Transformator

Bild 20

41206044.eps

31

Printed in Germany MBR/0998/2T / PDF 251104

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(04 21) 41 54 72

(04 21) 45 05 83

(04 21) 45 04 85

(04 21) 45 05 83

Dresden

(03 51) 8 43 31 80

(03 51) 8 43 31 84

(03 51) 8 43 31 83

(03 51) 8 43 31 84

Frankfurt