Sie sind auf Seite 1von 14

Mathematik 1 für Elektrotechnik

Ausarbeitung 7

27.11.2017

1 für Elektrotechnik Ausarbeitung 7 27.11.2017 Beide Reihen haben nur positive Summanden, weshalb für

Beide Reihen haben nur positive Summanden, weshalb für diese Reihen absolute Konvergenz gleich der normalen Konvergenz ist.

(a)

(b)

Diese Reihe ist eine geometrische Reihe mit q = 1/3 und daher konvergent. Für ihre Summe gilt

k=3

3 k =

k=3

1

3 k

=

k=3

1

1

3

3

3 k3 =

1

3

3

∞ 1 1 1 1 = 3 k = 27 1 − 1 18 .
∞ 1 1
1 1
=
3 k =
27 1 − 1
18 .
k=0
3

Mittels Partialbruchzerlegung erhält man

Damit gilt

k=2

1

(2k 3)(2k + 1) =

2k 3 2k + 1 .

1

1

1

4

(2k 3)(2k + 1) = 4 1

1

k=2

1

2k 3

2k + 1 .

1

Wir berechnen zunächst einige Partialsummen.

S 2 = 1

4

1

S 3 =

4

S 4 = 1

4

1

1

1

5 =

1

5 + 3 1

1

1

1

1

1

4 ·

6

3

5

=

10

26

105 .

1

1

1

1

7 =

1

7 + 5

1 = 17

9

5 + 3

63 .

Man erkennt, dass es sich um eine Teleskopreihe handelt. In S 4 heben sich 1/5 und 1/5 auf, usw. Allgemein gilt

S n =

1

4 1

1

1

2n + 1 = 1

1

4 1

1 + 3 4 2n 1 + 2n + 1 .

1

1

1

1

2n 1

1 + 3

1

Daraus folgt

n S n = lim

lim

n→∞

1

4

1 + 3 4 2n 1 + 2n + 1 = 1

1

1

1

1

1

1

4 1

+

1

3 = 1

3 .

Da alle Summanden positiv sind konvergiert die Reihe natürlich auch absolut.

Wenn man nur die Konvergenz der Reihe zeigen will, kann man dazu eine konvergente Majorante verwenden.

Aus

0 < (2k 3)(2k + 1) = 4k 2 4k 3 k 2 ,

k > 2,

folgt

0 <

1

(2k 3)(2k + 1)

1

k 2 ,

k > 2.

Damit ist

tersuchende Reihe konvergiert.

k=2

1 2 eine konvergierte Majorante der gesuchten Reihe, weshalb die zu un-

k

Majorante der gesuchten Reihe, weshalb die zu un- k (a) Es handelt sich um eine alternierende

(a)

Es handelt sich um eine alternierende Reihe mit

Es gilt

Damit ist die Reihe

a k =

7

k 2 k + 3 .

1

2

k 2 k + 3

k

2 ,

1

k 2

14

k .

k=0

eine konvergente Majorante. Damit ist die gesuchte Reihe absolut konvergiert und natür- lich auch konvergent.

(b)

Es handelt sich um eine alternierende Reihe mit

2k

a k =

k 2 k 3 .

2

Dies legt nahe die Konvergenz mittels Leibniz-Kriterium zu untersuchen. Dazu muss ge- zeigt werden, dass die Folge a k für k k 0 eine monoton fallende Nullfolge ist. Berechnen einiger Folgenglieder zeigt, dass gilt

a 1 < a 2 < 0 <

< a 5 < a 4 < a 3 .

Daher vermutet man, dass die a k für k 3 eine monotone Nullfolge bilden, was nun bewiesen wird. Für k 3 gilt

a k+1 =

2k + 2 k 2 + k 3 <

Damit ist die Reihe

2k

k 2 k

3 = a n

k=1

⇐⇒

k 3 4k3 < k 3 +k 2 3k

(1) k

2k

k 2 k + 3

⇐⇒

0 < k 2 +k+3.

nach dem Leibniz-Kriterium konvergiert.

Nun muss noch die absolute Konvergenz untersucht werden. Für k groß gilt a k 2/k, daher erwartet man, dass die Reihe nicht absolut konvergiert. Genauer gilt für k 4

Deshalb folgt

k=4

(1) k

2k

k 2 k + 3 >

1

k .

2k

k 2 k + 3

=

k=4

2k

k 2 k + 3

k=4

1

k .

Daher ist die zu untersuchende Reihe nach dem Minorantenkriterium nicht absolut kon- vergent.

(c) Die Folge

5k 2

a k =

k 2 k + 3 konvergiert gegen 5 und ist daher keine Nullfolge, weshalb die Reihe

k=1

(1) k

5k 2

k 2 k + 3

nicht konvergiert.

und ist daher keine Nullfolge, weshalb die Reihe ∞ k =1 ( − 1) k 5

3

Grenzwert des Quotientenkriterium: Es sei n=0 a n eine Reihe. Falls

lim

n→∞

a

n+1

a

n

= r

existiert, so gilt

1. Für r < 1 ist die Reihe absolut konvergent,

2. Für r > 1 ist sie divergent,

3. Für r = 1 ist keine Aussage möglich.

Grenzwert des Wurzelkriterium: Es sei n=0 a n eine Reihe. Falls

lim

n→∞

|a n | = r

n

existiert, so gilt

1. Für r < 1 ist die Reihe absolut konvergent,

2. Für r > 1 ist sie divergent,

3. Für r = 1 ist keine Aussage möglich.

Die Summanden der Reihen sind alle positiv, weshalb für diese Reihen absolute Konvergenz gleich der normalen Konvergenz ist.

(a)

Wir versuchen das Quotienten-Kriterium anzuwenden. Dazu betrachtet man die Folge

b n =

Somit folgt aus

a

n+1

a

n

=

(n+1)! 2

(2n+2)!

n! 2

(2n)!

=

(n + 1) 2 + 1) = (2n + 2)(2n

n→∞ b n =

lim

1

4 < 1

n 2 + 2n + 1

4n 2 + 3n + 1 .

und dem Quotienten-Kriterium die absolute Konvergenz der Reihe

(b)

n=1

(n!) 2

(2n)! .

Wir versuchen das Wurzel-Kriterium zu verwenden und betrachten dazu die Folge

b n =

a n =

n

n

2

n n n 2

(n + 1) n 2

= 2

4

n + 1 n

n

.

Es gilt

n + 1 n = 1 n + 1 n = 1 n + 1 n+1 1 n + 1 1

n

1

1

1

Für diese Folge gilt, wie in Beispiel 8 der 6. Übung gezeigt wurde,

weshalb

n→∞

lim

n + 1 n = 1

n

e ,

n→∞ b n = 2

lim

e < 1.

Mit dem Wurzelkriterium folgt nun, die absolute Konvergenz der Reihe

n=1

2 n n n 2

(n + 1) n 2 .

(c) Wir versuchen das Quotienten-Kriterium zu verwenden und betrachten dazu die Folge

b n =

a n+1

a n

=

Für diese Folge gilt (analog zu (b))

(n + 1)!

3 n+1

(n+1) n+1

n!

3

n

n

n

n→∞ b n = 3

lim

e

> 1.

= 3

n + 1 n

n

.

Aus dem Quotienten-Kriteriums folgt daher die Divergenz der Reihe

n=1 n!

3

n n

.

In Beispiel (a) und (c) bietet sich das Quotienten-Kriterium an, da die Summanden Quotienten von Fakultäten sind. In Beispiel (b) sind die Summanden Quotienten von Potenzen, daher bietet sich das Wurzelkriterium an.

Fakultäten sind. In Beispiel (b) sind die Summanden Quotienten von Potenzen, daher bietet sich das Wurzelkriterium

5

(a)

Für die Summanden a n gilt für n 2

2 a n = √ n + 2 − √ n = > 1 √
2
a n = √ n + 2 − √ n =
> 1
√ n + 2 + √ n
n

(b)

Somit ist

kann daher auch nicht absolut konvergierten.

n=1

n 1 eine divergente Minorante. Damit divergiert die gesuchte Reihe und

Für die Partialsummen gilt

 

1

1

S 1 =

 

3 1

 

1

1

1

1

S 2 =

3

1 + 2

2

1

1

1

1

1

1

 

+ 2

 

S 3 =

.

3

1

2 +

5

3

.

.

 

1

1

1

1

S n =

1

2 +

n + 2 +

n + 1 .

=

1

1

1

2 +

1

1

2 +

5 .

1

1

n + 1 = 1

1

2 .

Daher handelt es sich um eine Teleskopreihe und es gilt

n→∞ S n = 1

lim

1

1

2 +

lim

n→∞

1

n + 2 +

Daher konvergiert die Reihe.

Alle Summanden der Reihe sind negativ, daher folgt aus der Konvergenz auch die absolute Konvergenz. Detailliert angeschrieben gilt

(c)

n=1

1

1

n + 2

n

=

n=1

1

n + 2 =

1

n

n=1

1

1 n = 1 1 +

1

n + 2

2 .

Für die Summanden der Reihe gilt

a n = n + 2 n n

=

Wir wissen, dass die Reihe

2

n( n + 2 + n)

n=1

1

n q

für q > 1 konvergiert. Daher ist die Reihe

n=1

1

3

n 2

2

n( n + n) =

1

n

3

2

.

eine konvergente Majorante der zu untersuchenden Reihe. Damit ist diese konvergent.

Da alle Summanden der Reihe positiv sind, ist die Reihe auch absolut konvergent.

6

Für diese Reihen lassen sich einfach Majoranten und Minoranten finde, weshalb die Verwen- dung dieser Kriterien sinnvoll ist.

weshalb die Verwen- dung dieser Kriterien sinnvoll ist. (a) (b) (c) Um das Wurzel-Kriterium anzuwenden, betrachten

(a)

(b)

(c)

Um das Wurzel-Kriterium anzuwenden, betrachten wir die Folge

Damit gilt

Daher ist die Reihe

b n =

|a n | =

n

|x| n

n2 n

n

= |x|

1

2

n .

n

n→∞ b n = |x|

lim

2

< 1

⇐⇒

n=1

x n

n 2 n

|x| < 2.

nach dem Wurzel-Kriterium für |x| < 2 absolut konvergent.

Um das Wurzel-Kriterium anzuwenden, betrachten wir die Folge

Damit gilt

Daher ist die Reihe

3 n+2 n n n b n = |a n | = |x| n =
3 n+2
n
n
n
b n =
|a n | =
|x| n = |x| 3 √ 3 2 ,
2
n
2
2
n→∞ lim b n = 3 |x|
< 1
⇐⇒
|x| <
2
3 .
k+2
3
2 k x k

k=0

nach dem Wurzel-Kriterium für |x| < 3 absolut konvergent.

Die Funktion |sin(kx)| ist mit 1 nach oben beschränkt. Daher folgt aus

2

k=0

|sin(kx)|

1

+ k 2

k=0

1

1 + k 2 1 +

k=1

1

k

2

1 + π 6 2 ,

dass diese Reihe für alle x absolut konvergiert.

7

Die Höhe des Gummiballs zu Beginn beträgt h 0 = h = hp 0 .

Die Höhe des Gummiballs zu Beginn beträgt h 0 = h = hp 0 . Nach dem ersten Aufprall erreicht der Ball die maximale Höhe h 1 = hp. Es folgt allgemein, dass die maximale Höhe nach dem n-ten mal Aufprall h n = hp n ist.

Die Zeit bis zum ersten Bodenkontakt ist z 0 = 2h 0 /g. Zwischen dem ersten und zweiten Bodenkontakt muss der Gummiball bis auf die Höhe h 1 springen und danach von h 1 zu Boden

fallen. Daher vergeht 2 2h 1 /g Zeit.

Sei z n die Länge des Zeitintervalles zwischen der n-ten und der n + 1-ten Bodenberührung, so gilt

Damit beschreibt die Reihe

z n = 2 2h n /g,

z := z 0 +

n=1

n 1

z n

die Gesamtzeit, in der sich der Ball bewegt. Danach kommt der Ball zur Ruhe. Es gilt

z = z 0 +

n=1

z n = 2h/g + n=1 2 2h n /g = 2h

g

+ 2

∞ 2 g hp n n=1
2
g hp n
n=1

= n=1 p n = 2h

2h

g

1 + 2

g

1 + 2 p

= 2h

g

1 + 2

p

p = 2h 1 + p

1 p

p √ p = 2 h 1 + √ p 1 − √ p 1 −

1

p = 2 h 1 + √ p 1 − √ p 1 − g n

g

n=0 p n

Für die explizite Höhe h = 10 gilt somit

z =

20

1 + p

9.8 1 p .

8

Abbildung 1: Der blaue Graph zeigt für p = 0 . 7 die Höhe des

Abbildung 1: Der blaue Graph zeigt für p = 0.7 die Höhe des Balls als Funktion der Zeit

für p = 0 . 7 die Höhe des Balls als Funktion der Zeit (a) (b)

(a)

(b)

Durch gliedweises Addieren erhält man die Potenzreihe

k=0

a k x k +

k=0

b k x k =

k=0

(a k x k + b k x k ) =

k=0

(a k + b k )x k .

Die Summenreihe konvergiert für alle x für die die beiden Potenzreihen konvergieren.

Durch gliedweises Multiplizieren und Sortieren nach Potenzen von x erhält man

k=0

a k x k ·

k=0

b k x k = a 0 b 0 + (a 1 b 0 + a 0 b 1 )x + (a 2 b 0 + a 1 b 1 + a 0 b 2 )x 2 +

=

n=0

k=0 a nk b k

n

9

x n .

Dies ist genau das Cauchyprodukt der beiden Potenzreihen. Die Produktreihe konvergiert (zumindest) für alle x, für die die beiden Potenzreihen absolut konvergieren.

x , für die die beiden Potenzreihen absolut konvergieren. (a) (b) Für | x | <

(a)

(b) Für |x| < 1 gilt

Die beiden Reihen sind geometrische Reihen und konvergieren daher für |x| < 1.

n=0

x n =

1

1 x ,

m=0

(1) m x m =

1

1

+ x .

(c)

Für das Cauchyprodukt gilt

n=0

1 n x n ·

m=0

(1) m x m =

n=0

k=0 1 nk (1) k x n =

n

n=0

k=0 (1) k x n .

n

Aus

k=0 (1) k =

n

1,

0,

n gerade, d.h. für n = 2m, m 0 n ungerade, d.h. für n = 2m 1, m

folgt damit für das Cauchyprodukt und |x| < 1

n=0

k=0 (1) k x n =

n

m=0

x 2m =

m=0

(x 2 ) m =

1

1 x 2 .

(d)

Für |x| < 1 konvergieren alle beteiligten Reihen absolut und es gilt

n=0

x n ·

n=0

(x) n =

1

1 x ·

1

1 + x =

1

1 x 2 =

n=0

k=0 (1) k x n .

n

Daher stimmt das Produkt der Summen der beiden Reihen mit der Summe des Cauchy- produktes überein. Dies spiegelt die Aussage von Satz 5.16 wieder.

10

Wir wissen, dass für | x | < 1 die geometrische Reihe absolut konvergiert und

Wir wissen, dass für |x| < 1 die geometrische Reihe absolut konvergiert und dass gilt

n=0

x n =

1

1 x .

Bemerkung: Die geometrische Summenformel gilt auch im Komplexen, d.h. für |z| < 1 gilt

n=0

z n =

1

1 z .

Daher sind die folgenden Rechnungen auch gültig wenn man die Variabe x durch eine komplexe Variable z ersetzt und den komplexen Betrag verwendet.

(a) Für |2x| < 1 bzw. |x| < 1 2 kann man die Funktion f in eine absolut konvergente geome- trische Reihe entwickeln

f(x) =

1

1 + 2x =

∞ ∞

n=0

(2x) n =

n=0

(2) n x n = 1 2x + 4x 2 8x 3 + 16x 4 32x 5 +

11

− 1 2 0 1 2 Abbildung 2: Die Reihe konvergiert auf dem Bereich (
− 1 2 0 1 2 Abbildung 2: Die Reihe konvergiert auf dem Bereich (
− 1 2 0 1 2 Abbildung 2: Die Reihe konvergiert auf dem Bereich (
− 1 2 0 1 2 Abbildung 2: Die Reihe konvergiert auf dem Bereich (

1

2

0

1

2

Abbildung 2: Die Reihe konvergiert auf dem Bereich (

, Die Polstelle der Funktion bei x = 2 ist rot eingezeichnet.

1

2

1

2 1 ) und hat dort die Summe f (x)

(b)

Für |3x| < 1 bzw. |x| < 1 3 gilt

g(x) =

x

3

1 3x = x 3

n=0

(3x) n = x 3

n=0

(3) n x n = 0 + 0 · x + 0 · x 2 + x 3 + 3x 4 + 9x 5 +

· x + 0 · x 2 + x 3 + 3 x 4 + 9
· x + 0 · x 2 + x 3 + 3 x 4 + 9
· x + 0 · x 2 + x 3 + 3 x 4 + 9
· x + 0 · x 2 + x 3 + 3 x 4 + 9

1

3

0

1

3

1

Abbildung 3: Die Reihe konvergiert auf dem Bereich (Die Polstelle der Funktion bei x = 1 3 ist rot eingezeichnet.

3

,

3 1 ) und hat dort die Summe g(x).

(c) Hier rechnen wir gleich im Komplexen, d.h. wir betrachten die Funktion

h(z) =

2

4 + z 2 ,

die auf C \ {±2i} definiert ist. Für z 2 < 1 bzw. |z| < 2 kann die etwas umgeformte Funktion h in eine geometrische Reihe entwickelt werden

4

h(z) =

=

1

+ z 2 = 2

2

1

= 1

2

4 + z 2

1

8

1

4

2 1 z 2 + 0 · z 3

+ 0 · z

n=0 z 2

4

n = 1

2

1

+ 32 z 4

+ 0

·

z 5

.

.

n=0

.

.

1

4 n z 2n

Im 2i Re −2 2 −2i
Im
2i
Re
−2
2
−2i

Abbildung 4: Die Potenzreihe konvergiert innerhalb eines Kreises mit Radius 2 um den Ur- sprung in der komplexen Ebene und hat dort die Summe h(z). Die Funktion h(z) hat Polstellen bei z = ±2i, die rot eingezeichent sind.

12

(d) Für |x| < 2 und x = 0 kann man die Funktion r nach Potenzen von x entwickeln

r(x) =

=

1 1 1 1 = x(2 − x) = 2x 1 − x 2x 2
1 1
1 1
=
x(2 − x) =
2x 1 − x
2x
2

n=0 x

2

n

1

2 x 1

n=0

n x n = 2 x 1 +

2

1

1

1

4 +

1

8 x +

16 x 2 + 32 x 3 + 64 x 4 +

1

1

1

1

128 x 5 +

Diese Reihe enthält die Potenz x 1 und hat daher an der Stelle x = 0 eine Singularität. Die Reihe ist daher an dieser Stelle gar nicht definiert.

Die Reihe ist daher an dieser Stelle gar nicht definiert. − 2 0 2 Abbildung 5:
Die Reihe ist daher an dieser Stelle gar nicht definiert. − 2 0 2 Abbildung 5:
Die Reihe ist daher an dieser Stelle gar nicht definiert. − 2 0 2 Abbildung 5:
Die Reihe ist daher an dieser Stelle gar nicht definiert. − 2 0 2 Abbildung 5:

2

0

2

Abbildung 5: Auf dem Bereich (2, 0) (0, 2) konvergiert die Reihe gegen r(x). Die Funktion r(x) hat Polstellen bei x = 0 und x = 2, die rot eingezeichnet sind.

Zusatz: Man kann diese Funktion auch in eine andere Potenzreihe umformen, welche auf dem Intervall (0, 2) definiert ist und dort gegen r(x) konvergiert. Dazu ergänzt man im Nenner auf eine vollständiges Quadrat und erhält so

r(x) =

1

x(2 x) =

1 1

1 1 + 2x x 2 =

1 (x 1) 2 =

n=0

(x 1) 2n .

Man sagt: „die Funktion r(x) wurde in eine Potenzreihe um den Punkt x 0 = 1 entwi- ckelt.“ Daher treten in dieser Potenzreihe Potenzen von (x 1) auf. Dies entspricht einer Verschiebung des Ursprungs in den Punkt x 0 . Mehr dazu in Kapitel 13 des Skriptums.

Das größte Intervall um den Ursprung, auf dem eine Potenzreihe

k=0

a k x k

konvergiert ist der reelle Konvergenzbereich der Potenzreihe. In Kapitel 13 wird gezeigt, dass der Konvergenzbereich so einer Potenzreihe immer die Form (R, R) hat, mit eine reellen Zahl R 0, welche man Konvergenzradius nennt. Im Komplexen konvergiert eine Potenzreihe der Form

k=0

a k (z z 0 ) k

immer innerhalb eines maximal großen Kreises um den Mittelpunkt z 0 mit Radius R 0. Dieser Kreis heißt Konvergenzkreis der Potenzreihe, die Zahl R ist der Konvergenzradius der Potenzreihe.

Bei den einzelnen Teilaufgaben gilt: (a) R = 1/2, (b) R = 1/3, (c) R = 2, (d) bei Entwicklung um x 0 = 1 gilt R = 1.

13

Am Rand des Konvergenzkreises liegen immer Singularitäten (z.B. Polstellen) der Funktion, die durch die Potenzreihe dargestellt wird. Dies erklärt in den obigen Beispielen, warum die Potenzreihen auf den angegeben Bereichen konvergieren, auf größeren Bereichen aber nicht mehr konvergieren. Hier sein angemerkt, dass die Singularitäten (Polstellen) auch komplex sein können wie in Punkt (c) aber dennoch den Konvergenzbereich auf der reellen Achse bestimmen!

14