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Bluthochdruck senken – So erreichen Sie ohne Medikamente einen

normalen Blutdruck

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Was genau ist Blutdruck?
Blutdruckmessung
systolisch/diastolisch
Wie wird der Blutdruck beeinflusst?
Volksleiden Bluthochdruck
Symptome
Warum ist hoher Blutdruck so gefährlich?
Risikofaktoren für Bluthochdruck
Medikamente heilen nicht!
Blutdruck senken über die Ernährung
11 Nahrungstipps
7 Wunderwaffen für Bluthochdruckpatienten
Geheimtipp
Blutdruck senken über die Lebensweise
7 ultimative Tipps für den Alltag
Blutdruck senken über Homöopathische Mittel
Vorwort
Dieses Buch ist ein Ratgeber, der Ihnen helfen soll Ihren Bluthochdruck
natürlich zu senken. Bitte beachten Sie trotzdem die Ratschläge Ihres Arztes
und setzen Sie Medikamente auf keinen Fall plötzlich ab. Die Einnahme von
Medikamenten muss genau abgeklärt werden und bedarf ärztlichen Rat. In
vielen Fällen kann der Blutdruck auf natürlichem Wege durch äußerliche
Einflüsse gesenkt werden. Leider funktioniert das nicht immer. Deswegen
möchte ich Sie bitten, dieses Buch für sich selber als guten Versuch zu sehen,
Ihren Blutdruck auf natürlichem Wege in den Griff zu bekommen. Die in
diesem Buch genannten Ratschläge und Tipps wirken sich auf keinen Fall
negativ auf Ihre Gesundheit aus und können in gesundheitlicher Hinsicht nur
positiv bewertet werden. Die Möglichkeit besteht, dass Sie Ihren Blutdruck
dauerhaft und natürlich auf einen Normalwert bringen können. Das wünschen
wir uns für Sie!
Was genau ist Blutdruck?
Grob gesagt, ist der Blutdruck, der Druck, welcher zu bestimmten
Herzzuständen in den Blutbahnen herrscht. Die Blutgefäße sind also ständig
einem bestimmten Druck ausgesetzt. Versteht sich fast von selbst, dass ein zu
hoher Blutdruck großen Schaden anrichten kann. Dazu aber später mehr. Im
folgenden werden zunächst die Grundlagen des Blutdrucks, dann später die
Einzelheiten und Behandlungsmöglichkeiten von Bluthochdruck erklärt. Um
im nach hinein zu verstehen wie die Methoden zum Blutdruck senken
funktionieren bzw. angewendet werden, ist es wichtig, zunächst die
Grundlagen des Blutdrucks zu verstehen.
Blutdruckmessung
Für jede Behandlung des Blutdrucks benötigt man einen Druckwert, der
durch eine Blutdruckmessung ermittelt wird..
Ein Blutdruckmessgerät besteht aus einer aufblasbaren Manschette und
einem Manometer, welches den Druck misst.
Die aufblasbare Manschette wird am Oberarm fixiert. Wird Luft in Sie
hineingepumpt, steigt der Druck in der Manschette, diese dehnt sich aus und
drückt immer stärker auf den Oberarm, bis die Armschlagader abgedrückt
und somit die Blutzufuhr in den Unterarm gestoppt ist.
Nun wird die Luft behutsam wieder bis zum Erreichen des Druckes
abgelassen, bei dem das Blut gerade wieder durch die Schlagader fließen
kann. Diesen anfänglichen Druck hört man mittels Stetoskop. Dieser Moment
ist auf dem Manometer als oberer (systolischer) Wert abzulesen.
Nun wird die Luft aus der Manschette wieder abgelassen bis das Klopfen
komplett verschwindet. Jetzt kann man auf dem Manometer den unteren
(diastolischen) Wert ablesen.
systolisch/diastolisch
Wenn sich das Herz maximal zusammengezogen hat, ist der höchste Wert
des Blutdrucks erreicht. Man nennt diesen (oberen) Wert den systolischen
Blutdruck. Danach erschlafft das Herz, und es pumpt kein Blut mehr in die
Arterien. Als Folge sinkt der Blutdruck wieder auf den niedrigsten Wert ab.
Dieser (untere) Wert heißt diastolischer Blutdruck.
Damit wird deutlich, warum bei der Blutdruckmessung immer zwei Werte
angegeben werden (z.B. 120 zu 80). Die Einheit ist mmHg, gesprochen
„Millimeter Quecksilbersäule”.
Wie wird der Blutdruck beeinflusst?
Der Körper besitzt viele Mechanismen, die den Blutdruck im Körper
regulieren können.
Die drei wichtigsten veränderbaren Grössen in der Blutdruckregulierung sind
der Durchmesser der Arterien, das Volumen des gepumpten Blutes und das
gesamte Blutvolumen. Die wichtigsten Bestandteile des Herz-
Kreislaufsystems sind das Herz, die Arterien und die Venen.
Das Herz:
Das Herz besitzt zwei Möglichkeiten den Blutdruck zu regulieren. Durch
einen schnelleren oder kräftigeren Herzschlag kann das Herz den Blutdruck
erhöhen.
Die Arterien:
Vor allem die kleinen Arterien können durch eine Veränderung ihres
Durchmessers den Blutdruck massgeblich beeinflussen. Wird der
Durchmesser durch die Muskulatur in der Arterienwand kleiner gestellt,
steigt der Blutdruck an. Wird er vergrössert, fällt der Blutdruck ab.
Die Venen:
Die Venen sind die Blutgefässe, die das Blut zum Herzen
zurücktransportieren.
Sie haben auch eine gewisse Depotfunktion für das Blut. Wenn die Venen
ihren Durchmesser verkleinern und damit das Volumen des Blutdepots
ebenfalls an Grösse abnimmt, kann relativ viel Blut mobilisiert und zum
Herzen zurückgeführt werden. Das Herz ist dann gezwungen mehr Blut in die
arterielle Seite des Körperkreislaufes auszuwerfen. Weil die Arterien eine
sehr viel dickere und steifere Wand haben als die Venen, braucht es einen
gewissen Druck um das Zusatzvolumen, das mobilisiert wurde in die Arterien
zu pumpen. Dadurch steigt der Blutdruck an.
Geregelt wird das alles vom autonomen Nervensystem. (Das autonome
Nervensystem ist die Steuerzentrale in unserem Körper. Es steuert das
Zusammenwirken aller Organe, ohne dass wir den Steuervorgang bewusst
beeinflussen müssen). Zwei grosse Systeme lassen sich unterscheiden:
Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin
Die Stresshormone bewirken am Herzen eine erhöhte Arbeit in Form einer
Herzfrequenzerhöhung (höherer Puls) und einer Zunahme der
Herzmuskelkraft. Die ausgeworfene Blutmenge wird dadurch gesteigert. Sie
bewirken ebenfalls eine Verengung der einen und eine Erweiterung der
anderen Gefässe. Alles in allem ergibt sich daraus eine Mehrdurchblutung der
wichtigsten Organe und eine Blutdrucksteigerung.
Die Nieren:
Wenn die Nieren weniger stark als erwartet durchblutet werden, schütten sie
das Hormon Renin aus, das über mehrere andere Hormone eine
Blutdruckerhöhung bewirkt. Durch die selben Hormone werden die Nieren
auch dazu angeregt weniger Wasser auszuscheiden, was zu einer Zunahme
des Blutvolumens führt und damit ebenfalls zu einem Blutdruckanstieg. Die
nebenstehende Skizze verdeutlicht diesen Regulationskreislauf der Nieren.
Volksleiden Bluthochdruck
Zu hoher Blutdruck ist ein leiser Killer. Weil er in der Regel keine
Beschwerden auslöst, bleibt er von den meisten Patienten unbemerkt – eine
tückische Gefahr. Denn unbehandelt schädigt ein deutlich erhöhter Blutdruck
im Laufe der Jahre wichtige Organe wie Herz, Gefäße und Nieren. Die Folge
können lebensbedrohliche Krankheiten sein. Aktuell gehen Mediziner davon
aus, dass länger anhaltende Werte oberhalb von 140/ 90 Millimeter
Quecksilber (mmHg) das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen
und die Nierenfunktion beeinträchtigen können.
Diese kritischen Werte erreichen weltweit immer mehr Menschen. Längst
gehört Bluthochdruck zu einem der wichtigsten Gesundheitsrisiken
überhaupt. Bei Frauen ist ein zu hoher oberer Blutdruckwert inzwischen
sogar für die meisten verlorenen Lebensjahre verantwortlich. Bei Männern
stellt nur noch das Tabakrauchen ein größeres Gesundheitsrisiko dar.
Millionen verlorene Lebensjahre: Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt
die jüngste Global Burden Disease-Studie, kurz GBD – die größte
epidemiologische Untersuchung zum Gesundheitszustand der
Weltbevölkerung. Für die Studie ermittelt das Institute for Health Metrics and
Evaluation in Seattle regelmäßig Zahlen zur Häufigkeit von Krankheiten und
deren Auswirkungen auf die Lebensqualität, die als sogenannte DALY
(disease-adjusted life years) gemessen werden. Ein DALY setzt sich aus der
Summe der durch vorzeitigen Tod verlorenen Lebensjahre und den mit
Krankheit oder Behinderung gelebten Jahren zusammen.
Die neueste Bestandsaufnahme zeigt: Ein zu hoher Blutdruck war im Jahr
2016 weltweit bei Männern für 124,1 Millionen DALY und bei Frauen für
89,9 Millionen DALY verantwortlich. Dabei führten vor allem Herzinfarkte
und Schlaganfälle als schwerwiegende Folgen des Bluthochdrucks zu dem
großen Verlust an Lebensqualität.
Symptome
Bluthochdruck verläuft meist lange Zeit symptomlos. Häufig, aber nicht nur,
entwickelt er sich am Übergang zur zweiten Lebenshälfte. Das ist ein
Zeitpunkt, der bei Frauen fast immer (noch) im Zeichen der Wechseljahre
steht. In dieser Lebensphase öfter spürbare Symptome wie Nervosität,
Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme,
Kopfschmerzen, Schwindel und nachlassende Leistungsfähigkeit werden
daher tendenziell eher der hormonellen Umstellung zugeschrieben, als dass
an einen Bluthochdruck gedacht wird. Doch kann auch er manchmal der
Grund sein.
Ähnlich verhält es sich mit bislang unbekannten Beschwerden wie
Herzklopfen oder Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen), einer gewissen,
irgendwie "nervösen Atemlosigkeit" oder Luftnot bei Belastung. Egal, ob es
eine Frau oder einen Mann betrifft: Man sollte solche Symptome oder ein
Unwohlsein wegen Beschwerden wie oben beschrieben vom Arzt abklären
lassen.
Warum ist hoher Blutdruck so gefährlich?
Ein unbehandelter Bluthochdruck gefährdet die Organe und das gesamte
Gefäßsystem, da er die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt.
Das Hochdruckherz
Je höher der Blutdruck ist, desto kräftiger muss das Herz, d. h. die linke
Herzkammer arbeiten, um das Blut in die Hauptschlagader (Aorta) zu
pumpen. Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, reagiert das Herz, ein
Hohlmuskel, wie jeder andere Muskel, der beansprucht wird: Die
Herzmuskulatur nimmt an Dicke und Größe zu. Diese gefährliche
Hypertrophie der Herzmuskulatur lässt sich frühzeitig mit einer
Ultraschalluntersuchung des Herzen, der sogenannten Echokardiographie
nachweisen.
Neben der Verdickung der Herzmuskulatur kommt es bei hohen Blutdruck
auch zu einer vermehrten Bildung von Bindegewebe zwischen den
Muskelfasern, ein sog. „Hochdruckherz“ entwickelt sich. Diese
Umbauprozesse machen den Herzmuskel insgesamt steifer. Typisches
Symptom ist eine zunehmende Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung, da
das Herz sich wegen verminderter Elastizität nicht mehr ausreichen
ausdehnen kann. Diese sogenannte diastolische Relaxationsstörung kann
ebenfalls in der Echokardiographie nachgewiesen werden.
Die Durchblutung des Herzmuskels kann mit diesem Wachstum nicht Schritt
halten. Die kleinen Arterien des Herzmuskels werden eingeengt
(Mikroangiopathie), die Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und
Nährstoffen ist gefährdet. Häufig stellen sich Angina-Pectoris-Beschwerden
ein, auch ohne dass die großen Herzkranzgefäße verengt sein müssen.
Wird der zugrunde liegende Bluthochdruck nicht behandelt, entwickelt sich
im weiteren Verlauf eine chronische Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
mit Erweiterung der Herzkammern.
Diese Herzschwäche vermindert die Lebenserwartung deutlich und sollte
deshalb möglichst vermieden werden. Eine Herzinsuffizienz kann durch die
Bestimmung des pro-BNP im Blut und in der Echokardiographie erfasst
werden.
Die Ultraschall-Untersuchung des Herzens ist somit eine der wichtigsten
diagnostischen Maßnahmen bei Bluthochdruck, da Veränderungen der
Herzmuskulatur wie Herzmuskelverdickung (Hypertrophie) oder
Herzschwäche (Herzinsuffizienz) frühzeitig erfasst werden und
entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, bevor es zu
irreversiblen Schädigung des Herzens kommt.
Herzrhythmusstörungen (Extrasystolen oder Vorhofflimmern) sind typische
Anzeichen des Hochdruckherzens. Darüber hinaus führt der Bluthochdruck
zu einer arteriosklerotischen Schädigung (Verkalkungen) der
Herzkranzgefäße (Koronarsklerose) und das Risiko für eine koronare
Herzkrankheit (KHK) mit Angina Pectoris und Herzinfarkt steigt.

Bluthochdruck begünstigt einen Schlaganfall


Bluthochdruck ist der wichtigste Risikofaktor für den Schlaganfall. Wer unter
einer Hypertonieleidet, hat ein 3- bis 4-fach erhöhtes Risiko, einen
Schlaganfall (Apoplex) zu erleiden. Vier von fünf aller Schlaganfälle
entstehen durch einen Gefäßverschluss im Gehirn, die übrigen durch eine
Hirnblutung.
Auch hier spielt die Arteriosklerose eine bedeutende Rolle. Besonders die
hirnversorgenden Halsarterien werden durch den Bluthochdruck
arteriosklerotisch verändert. Deshalb sollte auch die Untersuchung der
Halsgefäße mit Ultraschall (Farb-Doppler-Sonographie) frühzeitig
durchgeführt werden.
Hierbei können die Gefäßverkalkungen in Bruchteilen von Millimetern
ausgemessen werden, so dass durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen
eine Zunahme des Verkalkungsgrades der Gefäße, der über den normalen
Altersprozess hinausgeht, festgestellt werden kann.
Sogenannte instabile Plaques können im Ultraschall dargestellt werden. Löst
sich solch ein Plaque (Blutgerinnsel) von einer verkalkten Gefäßwand ab,
wandert es mit dem Blutstrom bis ins Gehirn. Das verstopfte Hirngefäß
verursacht dann den gefürchteten Schlaganfall.
Auch sich langfristig aufbauende Durchblutungsstörungen können zu
erheblichen Schäden führen.
Es kommt zu einer chronischen Minderversorgung des Gehirns mit
Sauerstoff und Nährstoffen. Die Hirnleistung wird beeinträchtigt, ein
vorzeitiger geistiger Abbau (vaskuläre Demenz) ähnlich wie bei Alzheimer
ist die Folge.

Bluthochdruck schädigt das Filtersystem der Nieren


Wie Herzkranzgefäße und Hirngefäße schädigen auch Bluthochdruck und
arteriosklerotische Veränderungen die kleinsten Äderchen in den Nieren, die
Teil des Filtersystems der Niere sind (Nephrosklerose).
In Kombination mit einem Diabetes mellitus sind die Nieren besonders
gefährdet. Sind die Nieren geschädigt, ist die Regelung des
Flüssigkeitshaushaltes gestört und Stoffwechselabbauprodukte werden im
Körper angehäuft. Umgekehrt kann die Niere aufgrund des beeinträchtigten
Filtersystems für den Körper wichtige Substanzen, etwa bestimmte Eiweiße
(Albumin), nicht mehr zurückhalten. Sie werden über den Urin vermehrt
ausgeschieden (Mikroalbuminurie bzw. Makroalbuminurie/Proteinurie).Die
vermehrte Eiweißausscheidung lässt sich mit einer Untersuchung des Urins
nachweisen.
Neben der eingeschränkten Ausscheidungsfunktion wird im Nierengewebe
zugleich ein blutdruckregulierendes Hormonsystem aktiviert: das Renin-
Angiotensin-Aldosteron-System, das wiederum zu einer Blutdruckerhöhung
führt.
Unbehandelt können diese, durch den Bluthochdruck herbeigeführten
Veränderungen zu einer chronischen Nierenschwäche oder gar zum
Nierenversagen führen.

Bluthochdruck kann zu einem Bauchaortenaneurysma führen


Ein Aneurysma stellt eine Erweiterung einer Schlagader (Arterie) dar. Bei
einem Bauchaortenaneurysma besteht die Gefahr eines Einrisses. Wenn ein
Aneurysma platzt besteht höchste Lebensgefahr, weil schwere innere
Blutungen auftreten können.
Etwa 5 % der Männer über 65 Jahre haben eine überwachungspflichtige
Erweiterung der Bauchschlagader.
Mögliche Beschwerden sind Rückenschmerzen, die bei einer
Größenzunahme des Bauchaortenaneurysmas auftreten. Durch eine
Ultraschalluntersuchung kann ein Aneurysma der Bauchaorta frühzeitig
erkannt und in Kontrolluntersuchungen eine eventuelle Größenzunahme
überwacht werden. Die moderne Gefäßchirurgie hat in den letzten Jahren
neue schonende Therapieverfahren zur Behandlung eines
Bauchaortenaneurysma entwickelt.
Risikofaktoren für Bluthochdruck
Besteht ein Bluthochdruck, ohne dass andere Erkrankungen zugrunde liegen,
spricht man von einer primären oder essenziellen Hypertonie. Verschiedene
Faktoren können die Entstehung dieser häufigsten Form des Hochdruckes
fördern. Nicht beeinflussbare Ursachen wie erbliche Komponenten, d.h. eine
familiäre Vorbelastung (Disposition), spielen hierbei eine Rolle.
Nachgewiesen ist, dass Hochdruck vermehrt auftritt, wenn Eltern,
Geschwister, Tante oder Onkel betroffen sind. Weiter steigt auch mit
zunehmendem Lebensalter der Blutdruck (insbesondere der obere =
systolische Wert) an, da die Elastizität der Gefäßwände abnimmt.
Aber auch beeinflussbare Faktoren, speziell hinsichtlich des Lebensstils,
können zur Entwicklung einer essenziellen Hypertonie beitragen. Hierzu
zählen:
• Übergewicht
• Metabolisches Syndrom
• zu wenig körperliche Bewegung
• erhöhter Kochsalzkonsum
• erhöhter Alkoholkonsum
• Rauchen
• Stress über längere Zeit
• Schlafapnoe-Syndrom
Hinsichtlich des Risikofaktors „Übergewicht" besitzt die Fettverteilung im
Körper eine große Bedeutung. Die Gefährdung für Herz-Kreislauf-
Erkrankungen und Typ-2-Diabetes steigt mit wachsendem Bauchumfang
(„Apfeltyp"). Viel Fett im Bauchraum geht mit erhöhten Werten an freien
Fettsäuren und Blutzucker sowie einer verringerten Insulin-Empfindlichkeit
einher. Der Taillenumfang sollte bei Frauen unter 80 Zentimetern liegen, bei
Männern unter 94 Zentimetern. Bei Taillenmaßen über 88 bei Frauen und
102 Zentimetern bei Männern ist das Risiko für Herz-Kreislauf-
Erkrankungen stark erhöht. Misst man das Verhältnis zwischen Taillen- und
Hüftumfang, sollte dieser Wert bei Männern unter 1,0 und bei Frauen unter
0,85 liegen.
Eine sekundäre Hypertonie, d.h. ein erhöhter Blutdruck, der als Folge einer
anderen Erkrankung auftritt, liegt bei bis zu 15% der Hochdruck-Patienten
vor. Ursächlich zu nennen sind am häufigsten Nierenerkrankungen
(Verengungen an den Nierenarterien oder eine chronische Nierenkrankheit),
hormonelle Störungen (z.B. im Rahmen einer Schwangerschaft:
Schwangerschaftshochdruck), aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion oder
einer Erkrankung der Nebennierenrinde sowie als mögliche Folge einer
Einnahme bestimmter Medikamente wie Pille oder
Kortison/Glukokortikoide), ein Schlafapnoe-Syndrom und eine angeborene
Einengung der Hauptschlagader (Aorta).
Medikamente heilen nicht!
Wenn man Medikamente einnimmt, denkt man, dass diese eine Krankheit
heilen. Das ist allerdings in den meisten Fällen falsch!
Die meisten Medikamente heilen Krankheiten nicht, sondern bekämpfen
ausschließlich die Symptome. Es handelt sich also rein um
Symptombekämpfung, oft ohne die Ursachen genauer zu untersuchen. Und
nicht nur das, denn fast alles Medikamente verursachen zudem auch noch
(unangenehme) Nebenwirkung.

Wenn man genauer darüber nachdenkt, wird man auch feststellen, dass das
tatsächliche Heilen einer Krankheit, also das Beheben der Ursache, kein gutes
Geschäftsmodell ist. Auf diese Weise ‘verliert’ man natürlich seine Patienten,
anstelle sie für den Rest ihres Lebens als (zahlende) Patienten zu erhalten.

Wenn man sich z.B. einmal Calciumkanalblocker anschaut, sieht man, dass
sie auf molekularem Niveau dafür sorgen, dass bestimmte Mechanismen
gestört werden, wodurch sich die Blutgefäße entspannen und ausdehnen. Als
Folge hiervon sinkt der Blutdruck.

Dies hat aber auch andere Folgen (Nebenwirkungen), wie z.B. das Einlagern
von Feuchtigkeit (Ödeme), Herzklopfen, Darmbeschwerden, Kopfschmerzen,
Schwindelgefühl, Zahnfleischprobleme usw.

Um die Ursache für hohen Blutdruck zu beseitigen, sollte aber vor allem die
Ernährung unter die Lupe genommen werden. Hier folgen einige Tipps, mit
denen sich der hohe Blutdruck natürlich senken lässt!
Blutdruck senken über die Ernährung
11 Nahrungstipps
Ernähren Sie sich mediterran
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten
wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus. Studien haben
erwiesen, dass besonders die Mittelmeerküche einen blutdrucksenkenden und
gefäßschützenden Effekt hat. Durch einen abwechslungsreichen Speiseplan
mit Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Gemüse, Salat und Olivenöl können Sie
Bluthochdruck also auf genussvolle Art und Weise entgegenwirken.

Verwenden Sie Gewürze anstatt Salz


Salz beeinflusst die Funktion der Gefäßwände, sodass ein erhöhter Salzgehalt
im Blut zu einer Verengung der Gefäße führen kann. Deswegen sollte eine
salzreiche Ernährung bei Bluthochdruck vermieden werden. Generell wird
empfohlen, nicht mehr als sechs Gramm Salz pro Tag aufzunehmen.
Allerdings wird dieser Wert leicht überschritten, da in vielen Lebensmitteln –
vor allem in Fertiggerichten, Wurst und Fleisch – Salz versteckt ist. Kochen
Sie daher bevorzugt selbst und verwenden Sie zum Verfeinern Gewürze und
frische Kräuter: Diese sind nicht nur gesünder, sondern auch aromatischer als
Salz.

Ab und zu ein Glas Wein


Nicht nur Rauchen, sondern auch der Genuss von Alkohol bewirkt eine
Stimulation des vegetativen Nervensystems und kann somit den Blutdruck
ansteigen lassen. Allerdings scheint ein mäßiger Alkoholkonsum keinen
negativen Effekt bei Bluthochdruck zu haben. Ab und zu ein Glas Wein ist
also erlaubt. Rotwein soll zudem durch enthaltene Polyphenole
gefäßschützend wirken.

Essen Sie häufiger Nüsse


Nüsse haben gleich zwei Pluspunkte: Zum einen sind sie reich an
ungesättigten Fettsäuren, die den Blutdruck und die Blutfettwerte positiv
beeinflussen. Zum anderen enthalten sie viel Magnesium. Durch den
regelmäßigen Verzehr von Nüssen können Sie dazu beitragen, Ihren
Tagesbedarf an Magnesium zu decken und einem Mangel vorzubeugen. In
Untersuchungen wurde gezeigt, dass Magnesiummangel Bluthochdruck
begünstigt: Somit können Nüsse helfen, hohen Blutdruck zu senken.

Vorsicht vor Fast-Food


Vorsicht ist bei Fertigprodukten und Fast Food geboten: Solche Industrie-
Nahrungsmittel enthalten nicht nur zu viel Fett und Zucker, sondern oft auch
sehr viel Salz. So ist Kochsalz für den Körper zwar wichtig, die versteckten
Salze in Fertigprodukten können aber schnell die empfohlene Tagesaufnahme
von fünf bis sechs Gramm übersteigen. Ein zu hoher Konsum kann den
Blutdruck nach oben treiben. Salz lässt sich im Alltag jedoch leicht
einsparen, etwa indem man ersatzweise frische Kräuter zum Kochen
verwendet.

Vermeiden Sie Natriumhaltiges Mineralwasser


"Vor allem Bluthochdruckpatienten sollten aber auch bestimmte
Mineralwässer mit hohem Natriumgehalt meiden. Kochsalz ist eine
chemische Verbindung aus Natrium und Chlor.

Obst und Gemüse auf den Speiseplan!


Experten raten mehr Obst und Gemüse auf den Speiseplan zu setzen. Diese
Nahrungsmittel enthalten viel Kalium, einen den Blutdruck senkenden
Gegenspieler des Natriums.

Vermeiden Sie Rotes Fleisch


Fleisch von Rind, Kalb, Schwein, Lamm und Schaf erhöhen den Blutdruck.
Essen Sie hingegen häufiger Hähnchen- oder Putenfleisch!

Ernähre dich ballaststoffreich


Vollkorn- oder Dinkelbrot eignen sich hervorragend als alternative zu
normalen Brötchen, Grau- oder Weißbrot. Außerdem kannst Du
Vollkornnudeln anstatt normaler Nudeln verwenden.

Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen essen


Hülsenfrüchte wie Bohnen sind reich an pflanzlichen Eiweißen und
Ballaststoffen und wirkn sich positiv auf den Blutdruck aus.

Benutzen sie nur noch Olivenöl


Zum Kochen und für Salatdressings eignet sich Olivenöl hervorragend und
wirkt blutdrucksenkend. Sie sollten aufpassen, dass sie Olivenöl nicht zu
stark erhitzen.
7 Wunderwaffen für Bluthochdruckpatienten
Setzt man einige Lebensmittel in den richtigen Maßen ein, so können sie
wahre Wunder wirken. Nachfolgend finden Sie die besten Wunderwaffen
gegen hohen Blutdruck.

1. Iss jeden Tag 20 Gramm ungesalzene Nüsse (keine


Cashewkerne)

Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuen und Ballaststoffen und


haben eine positive Auswirkung auf das Herz- Kreislaufsystem.
Sekundäre Pflanzenstoffe in Nüssen helfen, bereits vorhandene
Blutgerinsel in den Adern zu lösen.

2. Iss jeden Tag 2 rohe Knoblauchzehen und eine rohe Zwiebel

Klingt nicht sehr appetitlich, aber roher Knoblauch und rohe Zwiebeln
in diesen Maßen senken den Blutdruck

3. Trinke jeden Tag anstatt Kaffee eine Tasse grünen Tee

Die im grünen Tee enthaltenen Antioxidantien wirken sich sehr


positiv auf die Blutfettwerte aus!

4. Iss jeden Tag Schokolade mit einem Kakaogehalt von


mindestens 70%.

Allerdings sollten sie darauf achten nur 1 bis 2 Stücke zu essen, da die
Schokoladen einen hohen Fettgehalt hat, der zu Übergewicht führen
kann.

5. Warmer Tomatensaft

Der Farbstoff Lycopin, welcher in Tomaten vorhanden ist, beugt


Arterienverkalkung vor. Er kann allerdings erst gut vom Körper
aufgenommen werden, wenn er warm ist.

6. Warme Blaubeeren
Der blaue Farbstoff in Blaubeeren erfüllt den gleichen Zweck wie das
Lycopin der Tomaten. Man sollte die Blaubeeren, egal in welcher
Form aber wieder erwärmen.

7. Jeden Tag 20 Minuten Sport

Es ist egal ob Schwimmen, Walken oder nur Spazieren gehen. Dein


Puls sollte aber in den 20 Minuten dauerhaft höher als der Normalpuls
sein.
Geheimtipp
Als besonderer Tipp für einen gesunden Blutdruck, empfehlen wir eine nicht
ganz einfache, aber dafür umso effektiverer Ernährungsform. Die vegane
Ernährung. Bei der veganen Ernährung wird gänzlich auf tierische Produkte
verzichtet. So werden beispielsweise Fleisch, Milchprodukte und Eier
gemieden. Hauptsächlich stehen Gemüse, Obst, Sojaprodukte und
Weizenprodukte auf dem Speiseplan. Die vegane Ernährung ist sicherlich
nicht jedermanns Sache, aber wer seinen Blutdruck senken will, sollte es
wenigstens einmal ausprobieren. Die vegane Ernährung enthält keinerlei
Lebensmittel, die den Blutdruck in die Höhe treiben. Ganz im Gegenteil gilt
die vegane Ernährung allgemein als blutdrucksenkend. Also wirklich ein
wahrer Geheimtipp. Trotzdem sollten Sie auch bei dieser Ernährungsweise
die Tipps zur Ernährungsform (s.o.), sowie die Tipps zur Lebensweise
beachten (s.u.).
Blutdruck senken über die Lebensweise
7 ultimative Tipps für den Alltag
Testen Sie Akupunktur
Einige Studien haben Hinweise ergeben, dass Akupunktur hohem Blutdruck
entgegenwirken kann. Werden die entsprechenden Stellen an der Innenseite
des Handgelenks punktiert, sollen bestimmte Botenstoffe im Gehirn
freigesetzt werden, die eine beruhigende Wirkung auf das
Herzkreislaufsystem haben. Da die Behandlung so gut wie keine
Nebenwirkungen hat, ist Akupunktur eine risikoarme Methode, um
Bluthochdruck ohne Medikamente zu senken.

Vermeiden Sie Schlafmangel. Schlafen Sie mindestens 8 Stunden am


Tag.
Manchmal kann auch Schlafmangel die Werte in die Höhe treiben. "Nachts
sinkt der Blutdruck im Schlaf normalerweise um etwa 15 Prozent ab. Vor
allem bei Schichtarbeitern und Menschen, die häufig Zeitzonen im Flugzeug
überqueren, gerät aber der normale Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander. Als
Folge könne dann ein erhöhter Blutdruck auftreten.

Verringern Sie Stress


Umso wichtiger sind Maßnahmen zur Stressverringerung. Zwar gibt es dazu
keine verlässlichen Zahlen, aber wir wissen, dass beispielsweise Maßnahmen
wie die Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training sich
günstig auf den Blutdruck auswirken können.

Reduzieren Sie Übergewicht


Übergewicht fördert die Entstehung von Bluthochdruck, denn Fettzellen
können eine Vorstufe des Hormons Angiotensin bilden, das für eine
Verengung der Gefäße sorgt. Durch eine Gewichtsabnahme von zwei
Kilogramm können Sie Ihren Blutdruck um etwa drei mmHg senken, bei
einem Gewichtsverlust von zehn Kilogramm sinkt der Blutdruck um bis zu
20 mmHg.

Geben Sie das Rauchen auf


Nikotin regt das vegetative Nervensystem an und erhöht dadurch den
Blutdruck. Zudem fördert Rauchen die Entstehung von Arteriosklerose und
Thrombosen. Auch wenn die Entwöhnung oft schwerfällt: Durch den
Verzicht auf Nikotin können Sie Ihren Blutdruck senken und das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich reduzieren.
Entspannen Sie sich
Bei chronischem Stress ist das vegetative Nervensystem dauerhaft
überaktiviert und es werden vermehrt Stresshormone wie Cortison und
Adrenalin produziert: Beides führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Daher
sollten Blutdruckpatienten aktiv gegen Stress vorgehen. Probieren Sie aus,
wobei Sie am besten abschalten können. Ob ein gemütlicher Spaziergang,
Yoga, Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder ein gutes Buch:
Erlaubt ist alles, was Spaß macht.

Bewegen Sie sich


Sport wirkt sich bei Bluthochdruck gleich doppelt positiv aus: Zum einen
trägt regelmäßige Bewegung dazu bei, Übergewicht zu reduzieren. Zum
anderen sinkt durch körperliche Aktivität der Erregungszustand des
vegetativen Nervensystems in Ruhe, wodurch sich die Gefäße erweitern und
der Blutdruck gesenkt wird.
Empfehlenswert sind besonders Ausdauersportarten wie Radfahren,
Schwimmen oder Wandern. Überanstrengung oder abrupte Belastungen
sollten hingegen vermieden werden, da diese den Blutdruck steigern. So ist
intensives Krafttraining oder Rudern für Menschen mit hohem Blutdruck
eher ungeeignet. Wenn Sie längere Zeit keinen Sport getrieben haben, sollten
Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit dem Training beginnen.
Blutdruck senken über Homöopathische Mittel
Es gibt einige Homöopathische Mittel, die den Blutdruck senken. Dabei
sollten Sie allerdings die Wirkung immer mit einem Arzt besprechen.
Homöopathische Mittel sind meist ohne Nebenwirkungen und trotzdem
effektiv. Man kann eine Verbesserung nicht garantieren aber einen Versuch
ist es allemal wert.
Im folgenden einige Homöopathische Mittel, die gegen einen zu hohen
Blutdruck eingesetzt werden: Tromcardin complex, Calmvalera Hervert
Tabletten, Korodin Tropfen.
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