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Untergang (Zerfall) des Römischen Reiches

Die Krise im 3. Jahrhundert hatte die strukturellen Schwächen des Reiches sichtbar gemacht. Die
Abwehrkämpfe an unterschiedlichen Grenzen stürzten die innenpolitische Ordnung ins Chaos.
Um dies zukünftig zu vermeiden, entwarf Kaiser Diokletian die Idee eines Kaiserkollegiums.
Wegen der Grenzverteidigung am Rhein, Donau und Euphrat schien es nun notwendig, die
Regierung durch eine Tetrarchie aufzuteilen. Langfristig konnte sich dieses System aber nicht
behaupten, da neue Völkerwanderungen zur Teilung und zum Untergang des Römischen Reiches
führten.

Tetrarchie

In der Tetrarchie regierte nicht mehr ein Kaiser, sondern vier. Diese waren jeweils in zwei
Augusti und zwei Caesares aufgeteilt. Die Augusti, zu denen Diokletian gehörte, waren mächtiger
als die Caesares. Dadurch sollte die Grenzverteidigung besser verwaltet werden. Diokletian war
für den Euphrat zuständig, Galerius für den Balkan und untere Donau, Maximian für Nordafrika
und obere Donau und Konstantin für Gallien und die Rheingrenze zuständig [Quelle]. Nachdem
Diokletian 305 zurücktrat, sorgte ein Bürgerkrieg für neue Unruhe. Erst als Konstantin der Große
324 neuer Kaiser wurde, stabilisierte sich die Lage wieder .
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Reformen

Diokletian und Konstantin führten einige Reformen ein, die das Römische Reich wieder festigen
sollten. Sie bemühten sich, die Armee zu verstärken, ein effizienteres Steuer- und Abgabensystem
zu gestalten und das Währungssystem zu stabilisieren. Militärisch konnte sich Rom wieder
behaupten. Es war fähig, die Reichsgrenzen zu sichern und wieder Offensiven gegen die Perser
durchführen. Die aufwendige Verwaltung der Verteidigung führte dazu, dass das Reich 395 in ein
West- und Ostreich geteilt wurde. Dies war eine strukturelle Maßnahme, um neue
Barbareneinfälle besser abwehren zu können . 2
Einfluss des Christentums

Das Christentum hatte sich mittlerweile stark verbreitet. Unter einigen Kaisern, wie Diokletian,
gab es Christenverfolgungen. Er entfernte sie aus Armee und politischen Ämtern. Das
Toleranzedikt 311 legte das Ende der Christenverfolgung fest. 313 führte Kaiser Konstantin mit
der Mailänder Vereinbarung Religionsfreiheit ein [Quelle]. Er verhielt sich loyal zur christlichen
Kirche, die wiederum vor Verfolgung geschützt war und an politischen Einfluss gewann. Der
Kaiser mischte sich in die kirchlichen Angelegenheiten ein und berief 325 die Bischöfe zu einem
Konzil nach Nizäa, um theologische Streitigkeiten zu legen. Die Kirche entwickelte sich neben
Kaiser und Senat zu einer wichtigen politischen Institution .
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Völkerwanderungen

Am Ende des 4. Jahrhunderts wurden neue Völkerwanderungen immer unkontrollierbarer. 376


baten die Westgoten an der unteren Donau um die Aufnahme ins Römische Reich, weil sie von
den wandernden Hunnen gejagt wurden. Rom machte Zugeständnisse, um die Grenzen
einigermaßen zu sichern. Dies führte aber zum langfristigen Zerfall des Reiches. Am Balkan
fielen Hunnen und Markomannen ein. 406 nahmen Vandalen Gallien und Spanien ein. 459
besetzten die Franken Köln. Die Barbareneinfälle erbrachten 476 schließlich den Untergang des
weströmischen Reiches. Das Oströmische Reich, seit 395 vom Westen geteilt, konnte die Angriffe
abwehren und blieb unter dem Namen Byzanz bis ins 15. Jahrhundert bestehen . 4

Folgen

Das Römische Reich fiel Invasionen unterschiedlicher Stämme zum Opfer. Diese bildeten auf
ehemals römischem Gebiet neue eigene Reiche. Rom beschränkte sich nur noch auf Italien, die
Armee war auseinandergebrochen. In Spanien bildeten die Westgoten ein neues Reich.
Frankenkönig Chlodwig unterwarf die Alemannen am Oberrhein und gewann das obere und
mittlere Gallien. Daraus entstand schließlich das Fränkische Reich. Mit dem Untergang des
Römischen Reiches gilt die Epoche der Antike um das Jahr 500 als beendet. Kultur und Normen
des Römischen Reiches lebten aber im Mittelalter fort. Die nächsten Jahrhunderte waren von der
Idee des Kaisertums als universaler Herrscher über die Christen geprägt . Das Heilige Römische
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Reich begründete seine Existenz in der Fortführung des antiken Imperiums. Römische
Rechtsnormen, Kultur und die lateinische Sprache sind in West- und Mitteleuropa bis heute
gegenwärtig.
https://www.deutschlandfunk.de/der-untergang-roms-wie-eine-krisengeschuettelte-
weltmacht.1148.de.html?dram:article_id=283886

https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=2D
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https://www.welt.de/geschichte/article160846204/Roms-Untergang-und-die-ungute-Parallele-zur-
heutigen-Zeit.html