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Mittelalter (500-1500)

1/ Datierung

- Das Frühmittelalter: ca. 500 – 1180


o literarische Formen: Heldensagen, Zaubersprüche, Fürstenlob oder
Evangelienharmonien.
o sowohl Lesen als auch Schreiben war Geistlichen und Gelehrten
vorbehalten
o Zweck: den christlichen Glauben zu verbreiten. - -gegen Ende dieser
Phase setzte das Althochdeutsch ein
- Das Hochmittelalter: ca. 1170 – 1250
o Minnesang erlebte seine Blütezeit und auch die höfische Dichtung
war auf dem Vormarsch.
o Die Werke behandelten das Leben der Adligen oder auch das
ritterliche Ideal.
o viele Geschichten als Vorlage in Französischen wurden in
Mittelhochdeutsch verfasst.
o weitere literarische Formen : das Heldenepos, die Spruchdichtung, das
Tagelied und das Kreuzlied oder auch der deutsche Artusroman.
- Das Spätmittelalter: ca. 1250 – 1500
o Auch die Pest prägte diesen Zeitraum
o viele Werke von einer gewissen Melancholie und Hoffnungslosigkeit
geprägt waren.
o Die höfische Literatur – und mit ihr die Versdichtung – verschwand
langsam.
o immer mehr in Prosaform verfasst wurde und literarische Formen wie
der Schwank, Totentanz, Legenden, Geistliches Drama oder auch
Legenden entstanden.

2/ Historische Hintergrund

- stark von der Kirche und der Bibel geprägt wurden.

- Die Literatur war lange Zeit dem Klerus und Adel vorbehalten

- Anfang in Latein verfasst wurden und geistliche Themen behandelten


- Der Begriff „Mittelalter“ stammte als solcher aus der Epoche der Renaissance

- Mündliche Überlieferung

- Kirchliche und Höfische Literatur

- Literatur entstand meist durch einen Auftrag

- Das Allgemeingültige und die Idealisierung des Rittertums standen im


Mittelpunkt

- drei Phasen: das Frühmittelalter, das Hochmittelalter und das Spätmittelalter.

- Keine Individualität

- Kampf von Gut gegen Böse

- Dichtung und Prosa

- Minnesang

3/ Motiv, Themen und Ideen

- Das Frühmittelalter

 Die germanische Literatur


 Die Literatur in karolingischer Zeit
 Die lateinische Dichtung
 Die frühmittelhochdeutsche Literatur

- Das Hochmittelalter

 Der Minnesang
 Heldenepos

- Das Spätmittelalter
4/ Autoren und Werke

- Das Frühmittelalter:
o Evangelienharmonie von Ofrid von Weißenburg (ca. 865)
o Liber Scivias von Hildegard von Bingen (1141-1153)
- Das Hochmittelalter:
o Erec von Hartmann von Aue (ca. 1180)
o Parzival von Wolfram von Eschenbach (1200-1210)
o Tristan von Gottfried von Straßburg (ca. 1210)
o Der Welt Lohn von Konrad von Würzburg (ca. 1267)
- Das Spätmittelalter:
o Das fließende Licht der Gottheit von Mechthild von Magdeburg
(1282)
o Der Renner von Hugos von Trimberg (1300)
o Der Ring von Heinrich Wittenwiler (1408-1410)

5/ Textbeispiel

Ich saz ûf eime steine Ich saß auf einem Steine


und dahte bein mit beine, und deckte Bein mit Beine,
dar ûf satzt ich den ellenbogen; darauf der Ellenbogen stand;
ich hete in mîne hant gesmogen es schmiegte sich in meine Hand
mîn kinne und ein mîn wange. das Kinn und eine Wange.
dô dâhte ich mir vil ange, Da dachte ich sorglich lange,
wes man zer welte solte leben; dem Weltlauf nach und irdischem Heil;
deheinen rât kunde ich gegeben, doch wurde mir kein Rat zuteil,
wie man driu dinc erwurbe, wie man drei Ding’ erwürbe,
der deheinez niht verdurbe. dass ihrer keins verdürbe.
diu zwei sind êre und varnde guot, Zwei Ding’ sind Ehr’ und zeitlich Gut,
daz dicke ein ander schaden tuot; das oft einander Schaden tut,
das dritte ist gotes hulde, das dritte Gottes Segen,
der zweier übergulde. den beiden überlegen.
die wolte ich gerne in einen schrîn. Die hätt ich gern in einem Schrein.
jâ leider, des enmac niht sîn, Doch mag es leider nimmer sein,
daz guot und weltlîch êre dass Gottes Gnade kehre
und gotes hulde mêre mit Reichtum und mit Ehre
zesamene in ein herze komen. zusammen ein ins gleiche Herz.
stîge und wege sint in benomen; Sie finden Hemmungen allerwärts;
untriuwe ist in der sâze, Untreue liegt im Hinterhalt,
gewalt vert ûf der strâze, kein Weg ist sicher vor Gewalt,
fride unde reht sint sêre wunt. so Fried als Recht sind todeswund,
diu driu enhabent geleites niht, diu zwei und werden die nicht erst gesund, wird
enwerden ê gesunt. den drei Dingen kein Geleite kund.

6/ Zentrale Gattungen: Dichtung und Prosa

- Das Frühmittelalter: Heldensagen, Zaubersprüche, Fürstenlob oder


Evangelienharmonien.
- Das Hochmittelalter: das Heldenepos, die Spruchdichtung, das Tagelied und
das Kreuzlied oder auch der deutsche Artusroman.
- Das Spätmittelalter: Schwank, Totentanz, Legenden, Geistliches Drama oder
auch Legenden.

? FRAGEN:

1/ Welche Funktion sollten die Merseburger Zaubersprüche erfüllen?

- Zaubersprüche haben unterschiedliche Funktionen: Man kann sich


beispielweise vor etwas Bestimmten schü
- Die erste Spruch ist ein Endesselungszauber um Freunde aus der
Gefangenschaft zu befreien.
- Die zweite Spruch heilt der höchste Gott der Germanen Wotan den
Beinbruch eines der verletzten Pferdes durch eine Zauberformel.
2/ Inwiefern lässt sich die Literatur des frühen Mittelalters als klerikal
bezeichnen?

- Im frühen deutschen Mittelalter war die literarische Kultur vorwiegend


klerikal geprägt, Dichtung handschriftliche zu fixieren und zu sammeln war
ein Teil des klösterlichen Lebens.

3/ Über welche Tugenden sollte ein Ritter verfügen?

- Er sollte maßvoll leben, treu, höflich und freundlich sein. Er sollte natürlich
auch tapfer sein und im Kampf Mut beweisen. Von diesen Tugenden
berichten die Minnesänger in ihren Gedichten und ihrem Gesang.

1 . Welche Funktion sollten die Merseburger Zaubersprüche erfüllen ?


- Zaubersprüche haben unterschiedliche Funktionen : Man kann sich
beispielsweise vor etwas Bestimmtem schützen bzW. etwas Schlimmes
verhindern, man kann aber auch etwas herbeisehnen, wie die Liebe eines
Menschen. Viele Sprüche versuchen, das Wetter zu beeinflussen,
Krankheiten zu heilen Oder bitten um Glück und Segen.

2 . Inwieferm lässt sich die Literatur des frühen Mittelalters als klerikal
bezeichnen ?
- Im frühen deutschen Mittelalter war die literarische Kultur vorwiegend
klerikal geprägt Dichtung handschriftlich zu fixieren und zu sammeln war
ein Teil des klösterlichen Lebens.
- Welche Konsequenzen hatte das für Inhalt und Verbreitung der Dichtung ?
- Gibt es überlieferte Werke aus dieser frühen Periode ? Worum geht es in
dem Lied ?
- Wer sind berühmte Verrasser der frühmittefalterlichen Epoche ?
- Welche Gattungen umfasste die hồfische Literaturkultur ? Wer sind
berühmte Verfasser des Hochmittelalters ?

3 . Über Welche Tugenden sollte ein Ritter verfügen ?


Treue , Tapferkeit , Nächstenliebe , Witten und Waisen schutzen . Edelmut
und den christlichen Glauben verteidigen . Diese Eigenschaften nannte man
auch : Ritterliche Tugenden " .