Sie sind auf Seite 1von 261

Neufert .

Nett

GEKONNT PLANEN
RICHTIG BAUEN
ERNST und PETER NEUFERT
gewidmet
Peter Neufert · Ludwig Neff

GEKONNT PLANEN
RICHTIG BAUEN
Haus · Wohnung · Garten

Handbuch für Bauherren und Planer

3. überarbeitete und erweiterte Auflage


Mit 3184 Zeichnungen, 123 Tabellen und
499 Fachbegriffen

Im Auftrag der Neufert Stiftung


bearbeitet von
Cornelius Neufert und Corinna Franken
www.neufert.de/hwg
Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;
detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.ddb.de> abrufbar.

Im Auftrag der Neufert Stiftung


bearbeitet von Cornelius Neufert und Corinna Franken
www.neufert.de/hwg

Das gelieferte Datenmaterial auf CD-ROM ist mit keinerlei Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art
verbunden. Der Autor und der Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und werden keine
daraus folgende oder sonstige Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung dieses
Materials oder Teilen davon entsteht.

Additional material to this book can be down loaded fram http://extras.springer.com


1. Auflage 1996
2., erweiterte Auflage 1997
3., überarbeitete und erweiterte Auflage Oktober 2003

Alle Rechte vorbehalten


© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003
Ursprünglich erschienen bei Friedr. Vieweg & Sohn Verlag/GWV Fachverlage GmbH,
Wiesbaden 2003
Softcover reprint of the hardcover 3rd edition 2003

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede
Verwertung au ßerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist
ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbeson-
dere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die
Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

www.neufert.de/hwg www.vieweg.de

Umschlaggestaltung: Tom Westphal


Satz: NEUFERT Consulting, Köln

Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier

ISBN 978-3-663-14672-8 ISBN 978-3-663-14671-1 (eBook)


DOI 10.1007/978-3-663-14671-1
Architekten' Diplomingenieure
Peter Neufert
und
Ludwig Nett

Peter Neufert t Ludwig Nett

Vorwort zur 1. Auflage


Nach den epochalen Erfolgen der in 14 Weltsprachen nur Kenntnisse vermitteln, sondern die Aufgabe der Ge-
übersetzten "Bauentwurfslehre" für Architekten und Inge- staltung zu einem Erlebnis machen und der Phantasie
nieure von Prof. Ernst Neufert legen nun die Autoren, Flügel verleihen.
selbst Schüler des alten Meisters, das Buch für die Bau- Empfehlen möchten wir Ihnen den Zukauf eines
herrin und den Bauherrn vor. RAL-farb-Registers.
Es ist nach der gleichen Philosophie geschaffen: Noch mehr Interessantes, Wissenswertes, jedoch vor
Keine langatmigen Texte, keine Überflüssigkeiten, allem für den Baufachmann, finden Sie in dem
sondern alles heutige Wissen in knapper form, weltbekannten "Neufert - Bauentwurfslehre".
Ordnung und Übersicht, vielfältige Illustrationen, bei-
spielhafte Darstellung in ca. 1800 Zeichnungen auf Im November 1995
nur 230 Seiten.
"Gekonnt planen - Richtig bauen" will Ihnen, ob Bau- Vorwort zur 2. Auflage
herrin oder Bauherr, bei der schwierigen Aufgabe helfen,
Angesichts der neuen Anforderungen unserer Zeit ha-
Ihr Haus, Ihre Wohnung, Ihren Garten gekonnt zu planen.
ben wir das Buch in der 2. Auflage um die Kapitel
Mit den etwa 500 Spezialbegriffen wird Ihnen schon zur
Solartechnik, Solarenergie, Ökologisches Bauen,
Planungszeit Sicherheit in der Fachsprache vermittelt. So
Solararchitektur, Gewächshäuser und Wintergärten
können Sie die Wünsche Ihrem Architekten verständlich
sowie Altbausanierung erweitert.
machen und auch in seiner Abwesenheit Fehler ver-
meiden.
Ausgewählte Zeichnungen, vom Blockhaus bis zur Villa, Vorwort zur 3. Auflage
beispielhafte Wohnungen, vom Appartement bis zur Die nun vorliegende Auflage wurde vollständig überarbei-
Luxuswohnung, führen Sie leicht in die Materie ein und tet und neu gegliedert. Damit tragen wir den Wünschen der
geben Ihnen Anregungen für Ihre eigene Phantasie. Leser Rechnung, die jetzt eine bessere Übersicht finden.
Diese wird sicher auch lebendig bei den vielen EinzeI- Das Buch hilft Ihnen bei der Zusammenarbeit mit dem Ar-
aufgaben der Gestaltung Ihrer Küche, Bäder, Essräume, chitekten, erläutert seine Arbeit und gibt Anregungen. Es
Schlaf- und Nebenräume. gibt Einblick in die technischen Erfordernisse und Vor-
Wissenswertes für die Baugruppe, Fundamente und die schriften.
Mauern bis hinauf zum Dachdetail. Es wurden alle Informationen auf den neuesten Stand
Grundsätze für die richtige Beleuchtung, Treppen, Tü- gebracht und um zahlreiche Beispiele erweitert. Auf der
ren, Fenster, Sonnenschutz, Sonnenlicht sowie Angaben dem Buch beiliegenden CD-ROM sehen Sie u.a. Bild-
über Fahrradverkehr, Fahrzeugabmessungen, Rampen, dateien, die Sie auch im Buch wiederfinden. Wir danken in
Parkplätze und Carports liefern das Wissensnotwendige. diesem Zusammenhang der Firma softTECH aus Neu-
Sie finden in diesem Buch alle neuzeitlichen Formen stadt für die Unterstützung. Unser Dank gilt auch den
der Nutzung alternativer Energien, der Abfallverwertung Architekturbüros Kalhöfer-Korschildgen und Kaufmann,
und -beseitigung, der Aufbereitung und Verwendung von die uns Material für die Themenbereiche Modernisierung
Regenwasser, naturnahe Bäche, Teiche und Biotope, und Fertigbau zur Verfügung gestellt haben. Auch danken
Reitanlagen, samt der biologischen Klärung von Ab- wir den Lesern für die Anregungen. Auf der Internetseite
wasser bei Bauten außerhalb von Kanalsystemen. zum Buch (www.neufert.de/hwg) finden Sie weitere Infor-
Eine lebendige Fülle von Blüten, rankendem Blattwerk, mationen.
Beet-, Pflanzen- und Behandlungsformen der Gärten und In der 3. Auflage sind folgende Kapitel neu hinzu
der Humusherstellung ermöglichen Ihnen eine vielseitige gekommen: Arbeitszimmer, Dachausbau, fertigbau,
Gartenplanung und aufwandsparende Pflege. Flüssiggaslagerung, Holzhausbau, Modernisierung,
Das Literaturverzeichnis öffnet Ihnen den Zugang zu Möbelklassiker, Vorratsräume, Weinkeller.
den Quellen der Autoren.
Das Buch soll in seiner ungewöhnlichen Fassung nicht Cornelius Neufert

v
Der Mensch 1 Mauerwerk
Aus natürlichen Steinen .................. 35
Aus künstlichen Steinen .................. 36
Der Mensch Wesentliche Wandkontruktionen . . . . . . . . . . .. 37
Das Maß aller Dinge .................... . 2 Mauerziegelverbände . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 38

Menschen Decken
Abmessungen und Platzbedarf . . . . . . . . . . . . . 3 Deckenformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 39
Mensch und Wohnung ................... 5 Decken und Fu ßböden ... . . . . . . . . . . . . . . .. 40
Wahrnehmung mit dem Auge . . . . . . . . . . . . . . 6 Deckensanierung ....................... 41
Erscheinung der Dinge ..... . . . . . . . . . . . . . . 7
Mensch und Farbe ...................... 8 Bodenplatten
Verlegebeispiele Keramische Bodenplatten 42
Ma ßverhältnisse Verlegebeispiele Fliesen und Parkett ........ 43
Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Anwendung ........................... 11 Dächer
Modulor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 12 Dachformen ........................... 44
Dachtragwerke ......................... 45
Bauformen Dachstuhl ............................. 47
Als Ergebnis der Konstruktion. . . . . . . . . . . . .. 13 Dachausbau ........................... 48
Als Ausdruck der Zeit und ihrer Lebensart .... 14 Dacheindeckungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 50
Schornsteine. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 51

2 Flachdach ...... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 52
Bebauung Dachbegrünung ........................ 54

Bebauungsplan Fenster
Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 16 Dachwohnraumfenster ................... 58
Planzeichen ........................... 17 Fensterarten ........................... 59
Baunutzungsverordnung . . . . . . . . . . . . . . . . .. 18 Sonnenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 61
Abmessungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 62
Baugenehmigung
Verfahren ............................. 19 Balkone
Beispiele ...... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 63
Wohnungsbau
Hauslage / Raumlage ...... . . . . . . . . . . . . .. 20 Türen
Doppelhäuser ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 22 Allgemeines ........................... 64
Gartenhof- und Reihenhäuser ............. 23 Maße ................................. 65
Ketten- und Stadthäuser . . . . . . . . . . . . . . . . .. 24 Tore. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 66
Sonnenlicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 25
Treppen
Formen. . . .. . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 67
Baukonstruktion 3 Details. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..
Wendel-, Spindeltreppen .................
69
70
Baugrube
Gebäudeeinmessung .................... 30 Aufzüge
Kleingüter-, Hydraulikaufzüge . . . . . . . . . . . . .. 71
Fundamente In Wohngebäuden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 72
Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 31
Gründung ............................. 32
Bauwerksabdichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 33
Dränage .............................. 34

VI
Haustypen 4 Haustechnik 6
Wohnhäuser Solarenergie
Reihenwohnhäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 74 Allgemeines ........................... 142
Doppelwohnhäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 75 Sonnenlicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
Beispiele ........ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 76
Am Hang .............................. 81 Beleuchtung
Große Wohnhäuser ..................... 83 Allgemeines ........................... 144
Internationale Beispiele. . . . . . . . . . . . . . . . . .. 85 Lichtwirkung ........................... 145
Atriumhäuser. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 86 Beleuchtungsstärken .................... 146
Mit Wintergarten ........................ 87
Elektrische Installationen
Sonderformen Planung und Anschlusswerte .............. 147
Solararchitektur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 89 Antennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148
Ökologisches Bauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 90
Ho~hausbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 93 Schließanlagen
Fertigbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 95 Einbruchschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149
Mit Hallenbad .......................... 96
Heizung
Mehrfamilienhäuser Energieformen ......................... 150
Terrassenhäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 99 Heizungsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
Mit Gangerschließung .................... 101 Auffangräume und Tanks ................. 153
Geschossbauformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 Flüssiggaslagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154

Kamine
Innenräume 5 Offene Kamine ......................... 155

Hausgliederung Blitzschutz
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 Allgemeines ........................... 156
Details . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
Hausräume
Windfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Flure .................................
107
108 Modernisierung 7
Abstellräume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
Vorrats- und Speisekammern .............. 110 Modernisierung
Vorratsräume .......................... 111 Checkliste ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
Weinkeller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
Hausarbeitsräume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Altbausanierung
Küchen ............................... 114 Bestandsaufnahme ...................... 161
Essräume ............................. 121 Decken und Wände ..................... 162
Bäder ................................ 122 Au ßenwand und Fachwerk . . . . . . . . . . . . . . . . 163
Treppen und Bäder ...................... 164
Sanitärzellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
Ankleideräume ......................... 131
Modernisierung
Schlafräume ........................... 132
Badeinbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165
Möbelklassiker ......................... 136
Küche ................................ 166
Arbeitszimmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Wohnraum ............................ 167
Barrierefreier Lebensraum ................ 138
Decke, Boden, Kamin .................... 168
Mobiler Anbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
Bauernhaus und Wintergarten ............. 170

VII
Außenanlagen 8 Freizeit 9
Garten Freizeitunterkünfte
Rank- und Kletterpflanzen ................ 172 Zelte, Wohnwagen, Schiffskabinen .......... 214
Bäume und Hecken ..................... 175
Sträucher ............................. 177 Sport
Gemüse und Kräuter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178 Squash, Tischtennis, Billard ............... 215
Hoch- und Hügelbeete ................... 179 Konditions- und Fitnessräume ............. 216
Kleingewächshäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180 Tennis ................................ 217
Wann ist was zu tun? .................... 181 Spielfelder ............................. 219
Düngen ............................... 182 Spielplatzgeräte ........................ 220
Balkonschmuck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184
Mischkultur ............................ 185 Sauna
Rosen ................................ 186 Allgemeines ........................... 221
Stauden und Gehölze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 Bauformen ............................ 222
Sträucher ............................. 188
Regenwassernutzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 Tierhaltung
Gartenteich ...... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Kleintierställe ........................... 224
Gartenschwimmbad ..................... 191 Pferdeställe und Pferdehaltung ............. 226
Ferien- und Gartenhäuser. . . . . . . . . . . . . . . . . 195

A
Möbel und Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196
Grundnormen / Symbole
Glashausbau
Schattierungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 197 Allgemeine Sinnbilder ...................... 230
Gewächshäuser ........................ 198
Glasanbauten .......................... 199
Treppen und Türen ........................ 231

Gartengestaltung
Umfriedung ............................ 200 Sinnbilder für Bauzeichnungen ............... 232
Nachbarrechtsgesetz, Einfriedungspflicht ..... 201
Hangsicherung ......................... 202 Haus- und Grundstücksentwässerung ......... 234
Stützmauern ........................... 203
Elektrische Installation ..................... 235
Wege und Straßen
Bordsteine, Pflaster ...................... 204
Radverkehr ............................
Fah~euge(Abmessungen) ...............
205
206
Fachbegriffe B
Parkplätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208
Fachbegriffe ............................. 238
Mechanische Parkeinrichtungen, Garagen .... 210
Carports .............................. 211
Verkehrsräume ......................... 212

Literaturverzeichnis ........................ 251

Stichwörter .............................. 253

VIII
1
Der Mensch
Der Mensch Das Maß aller Dinge 2
Menschen Abmessungen und Platzbedarf 3
Mensch und Wohnung 5
Wahrnehmung mit dem Auge 6
Erscheinung der Dinge 7
Mensch und Farbe 8
Maßverhältnisse Grundlagen 9
Anwendung 11
Modulor 12
Bauformen Als Ergebnis der Konstruktion 13
Als Ausdruck der Zeit und ihrer Lebensart 14

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Betrachtungen. Die Grund-


lagen des Haus- und Wohnungsbaus sind die menschlichen Maße.
Ohne die Berücksichtigung dieser Maße ist Bauen, Renovieren und
Einrichten nicht möglich. Dieses Kapitel gibt einen Einblick in die
Maßverhältnisse des Menschen. Es schließen sich historische
Bauformen an. Man unterscheidet nach der Konstruktion, der
Historie und der Art der Lebensweise.
DER MENSCH
DAS MASS ALLER DINGE

Wir kennen den Kanon des Pha-


raonenreiches, der Ptolemäer-
zeit, der Griechen u. Römer, den
Kanon des Polyklet, der lange
Zeit als Norm galt, die Angaben
von Alberti, Leonardo da Vinci,
Michelangelo u. der Menschen
des Mittelalters, v.a. das weitbe-
kannte Werk Dürers.
Bei diesen erwähnten Arbeiten
wird der Körper des Menschen
berechnet nach Kopf-, Gesichts-
oder Fußlängen, die dann in
späterer Zeit weiter unterteilt u.
zueinander in Beziehung ge-
bracht wurden, so dass sie
sogar im allgemeinen Leben
maßgebend wurden .
Bis in unsere Zeit waren Fuß u.
Elle gebräuchliche Maße.
Die Angaben Dürers wurden
vor allem Gemeingut.
Er ging aus von der Höhe des
Menschen u. legte die Unter-
teilungen in Brüchen wie folgt
fest:
1/2 h = der ganze Oberkörper
Maßverhältnis des Menschen von der Spaltung an,
1/4 h = Beinlänge vom Knöchel
bis Knie u. Länge vom Kinn bis
ABMESSUNGEN UND PLATZBEDARF Nabel,
1/6 h = Fußlänge,
1/8 h = Kopflänge vom Scheitel
bis Unterkante Kinn, Abstand
der Brustwarzen,
1/10 h = Gesichtshöhe und -brei-
te (einschI. Ohren), Handlänge
bis zur Handwurzel,
1/12 h = Gesichtsbreite in Höhe
f---- - - -- ---il 1 -- ---- - - -- --l der Unterkante Nase, Beinbreite
t250 1500 1625 2000
(über dem Knöchel) usf.
Die Unterteilungen gehen bis zu
1/40 h.
2 Platzbedarf Im Sitzen ur)d liegen

1000 2125 875 750 1125 2375

Platzbedart ".,11 Handgepäck Platzbedarf mit Stoc!< und Schirm

2
ABMESSUNGEN UND PLATZBEDARF MENSCHEN
nach Rege lmaßen und Kraftverbrauch

625 875 625 700

Körpermaße

500

I
I
I
~\ t:%it;i:i(
I
I
I
I

875
Körpermaße

3 Maße Arbeitstisch Maße Wohn- u. Esstisch Maße kleiner Sessel

710 850
I I
___ L __ __~ ,I
I I

700
:= \ I
I

:7:

n
~
~

g
~

7 Arbeiten stehend 8 Kniend Isl Sitzend 10 Hockend

3
ABMESSUNGEN UND PLATZBEDARF MENSCHEN

;: :
;: .

875 ' .000 1.150 ' .700 2.250


I - - - --i I-- ----i
Platzbedarf zwischen Wänden

'.250 1.875 2.000 2.125 2.250


-
f-I --------i
dicht gedrängt Normalbedarf Chorgrup~ bei längerem Anstehen mit Schullergepäck

2 Platzbedarf von Gruppen

Platzbedarf
Der hier dargestellte Platzbedarf zeigt immer nur die minimalen
Abmessungen an. Abstände können mitunter größer bzw. weiter
sein. Die angegebenen Maße können um einen Zuschlag von
;" 10 % in der Breite erhöht werden, wenn es sich um in Bewegung
befindliche Menschen handelt.
Bei Kommoden oder Schränken unbedingt die Ausziehtiefe von
Schubladen und den Tür-Aufschlag beachten - [4].

Spaziergang Höchstmaß pro m> - 6 Personen


2.B. Seilbahn
3 Schrltlmaße

.~ .."..,.,.

625 875 1.000


f------t

PlalZbedarf bei verschiedenen KOrperslellungen

4
SCHLAF RUHE ARBEIT MENSCH U. WOHNUNG
Die Wärme (WElStd) verteilt sich zu
rd . t ,9% auf Arbeit (Gehen)
mhllerer WArmeslBnd rd. 1,5% auf Erwärmung der Nahrung
20% mI~ I1IlatMl rd. 20,7% auf Wasserverdunstung
1lI1tf8lJCl111gkeii
0,015 mtlStd. Sauersten rd. 1,3% auf Atmung
rd. 30,8% auf Leitung
rd. 43,7% auf Strahlung
rd. 75,8% tragen also zur Erwärmung
der Raumluft bel.
0,0167 m'lSld.
Säugling etwa 15 WEIh
KohlensAure
Kind von 2'12 Jahren etwa 40 WEIh
Erwachsener In Ruhe etwa 96 WEIh
bei geringer Erw. mittl. Arben etwa 118 WEIh
1lIltfeucl1ligkek Erw. schwerer Arbeit etwa 140 WEIh
ethebIich mat", Erwachsener im Alter etwa 00 WEIh
212 warmeabgabe des Menschen in
Kohlensäure- und Wasserdampferzeugung des Menschen (in Anlehnung an die Versuche von H. Wolpert) - m WEIh nach Rubener - Ul

Raumfeuchtigkeit
Mehrere Sld. ". bis 1 Std. Unmlltelbar
ertragbar gefährlich
.,0_
15.000 mkg mIt1Ior.
Arbeits-
ertragbar Ieislll"O um Ergostal
Angenehm ist Raumluft %. %. %. H/Ichst.
WArm ..
mit relativer Luftfeuch- w....rge-
-
stlIndo
Joddämpfe 0.0005 0,003 In halt 01 ....
tigkeit von 50-60%, sie 0,05
~u. m' Lutllng
Chlordampfe 0,001 0.004
soll .. 40% und :s 70% Bromdämpfe 0,001 0,004 0,05 50 82,63
49 78,86
betragen, Zu feuchte Salzsäure 0,01 0,05 1,5 48 75,22
Raumluft fördert Krank- Schweflige Säure - 0,05 0,5
47
46
71 ,73
68.36
heitskeime, Schimmel- Schwefelwasserstoff - 0,2 0.6 45
44
65.14
62,05
pilze, Kälteübertragung , Ammoniak 0,1 0,3 3,5 43 59,09
42 S6,2li
Kohlenoxyd 0,2 0,5 2,0
Fäulnis und Schwitzwas- 41 53.52

serbildung - [2].
Schwefelkohlenstoff - 1,5- 10,0· 40
39
50,91
48.00
Kohlensäure 10 SO 300 38 46,00
37 43,71
38 41 .51
Schädliche Ansammlung der wichtigsten Fabrikgase nach 35 39.41
34 37,40
~ Lehmann 39 35,48
Raumluft 4 • Mg. Im Uter, sonst cm' Im lIler, J2 39,64
31 31.89
30 30,21
29 28.62
Wohnungen sollen Menschen gegen Unbilden der Witterung Raumlage, muss durch künstlich verstärkten Luft- 28 27,09
27 25,64
schützen u. eine Umwelt geben, die Wohlbefinden u. Leistungs- wechsel der fehlende Sauerstoff zu- und die 26 24,24
25 22,93
fähigkeit weitgehend fördert. Dazu gehört zugfreie, leichtbewegte, schädlichen Stoffe abgeführt werden. 24 21 ,68
23 20,48
sauerstoffreiche Luft, angenehme Wärme , Luftfeuchtigkeit u. Raumwärme 22 19,33
21 18,25
entsprechende Helligkeit. Angenehm für Menschen in Ruhestellung 20 17,22
16,25
Hierfür ist entscheidend Lage der Wohnung in der Landschaft, auch zwischen 18-20°, bei der Arbeit zwischen 19
18 15,31
Raumlage im Haus und Bauart. Wärmedämmende Bauweise mit 15-18° je nach Bewegung. Mensch kann mit 17
16
14.43
13,59
großen Fenstern an richtiger Stelle der Räume passend zur Möblie- Ofen verglichen werden, der mit Nahrungsmitteln 15
14
12,82
12,03
rung mit Heizung und Lüftung (ohne Zugerscheinungen) sind u.a. geheizt je kg Eigengewicht etwa 1,5 WEIh 13 11.32
12 10,64
Voraussetzungen für dauerndes Wohlbefinden . erzeugt. Ein Erwachsener mit 70 kg Gewicht 11 10,01
10 9 .39
Luftbedarf _ [1] demnach je Stunde 105 WEIh, am Tag 2520 9 8 .82
8 8,28
Mensch atmet Sauerstoff mit der Luft ein und scheidet Kohlensäure WEIh, die zum Kochen von 25 Liter Wasser 7 7,76
6 7,28
u. Wasserdampf aus. Diese sind je nach Gewicht, Nahrung , Tätigkeit ausreichen würden . Die Wärmeerzeugung ist den 5 6,82
4 6,39
u. Umwelt -[1] des Menschen in den Mengen verschieden. Man Umständen nach verschieden _ [1]. Sie steigt bei 3 5,98
2 5,60
rechnet im Mittel je Person 0,020 m 3/ Std. Kohlensäure- absinkender Raumwärme ebenso wie bei .1 5.23
0 4.89
u. 40g / Std. Wasserdampferzeugung -[1]. körperlicher Tätigkeit. -\ 4,65
Wenn der KOhlensäuregehalt von 1-3%0 scheinbar nur zu Bei Beheizung des Raumes ist darauf zu ach- 3
2 4.22
3.92
vertieftem Atmen anregt, so soll doch die Wohnungsluft möglichst ten, dass milde Wärme an den kältesten Raum- 4
5
3.64
3 ,37
nicht über 1 %0 enthalten. Das bedingt bei einfachem Luftwechsel je seiten die Raumluft erwärmt. Bei Wärmegraden 6 3 ,13
2,90
7
Stunde einen Luftraum von 32 m 3 für jeden Erwachsenen u. 15 m3 über 70-80° findet Zersetzung statt, dessen 8 2 .69
9 2 ,49
für jedes Kind. Da aber schon bei geschlossenen Fenstern der Reste die Schleimhäute, Mund u. Rachen reizen 10 2,31
11 2 , 1_
natürliche Luftwechsel bei frei liegenden Gebäuden das 1 1/ 2- u. das Gefühl von trockener Luft hervorrufen. 12 1.98
13 1,83
2fache beträgt, genügen deshalb als normaler Luftraum für Dampfheizungen u, Öfen mit ihrer hohen Ober- 14 1,70
15 1.58
Erwachsene 16-24 m3 Oe nach Bauart), für Kinder 8-12 m3 , oder flächenwärme ungeeignet für Wohnhäuser. 16 1,46
17 1,35
bei 2,5 m .. Wohnraumhöhe für Erwachsene je 6,4 - 9,6 m 2 und für Wasserdampferzeugung des Menschen ist 18 1,25
19 1, 15
Kinder 3,2-4,8 m2 Wohnraumflächen. Bei größerem Luftwechsel entsprechend den jeweiligen Voraussetzungen 20 1,05
21 0 ,95
(Schlafen bei offenem Fenster, Luftwechsel durch Luftkanäle), -[1] verschieden . Sie bildet einen wichtigen 22 0 .86
kann der Rauminhalt je Person bei Wohnräumen herabgesetzt Entwärmungsvorgang des Menschen u. steigt bei Zl
2_
0,78
0,71
werden auf 7,5 m3 , bei Schlafräumen auf 10 m3 je Bett. Bei Ver- steigendem Wärmestand des Raumes, vor allem, 25 0 ,64

schlechterung der Luft durch offen brennende Lampen, Ausdün- wenn dieser über 37" (Blutwärme) steigt.
stungen in Krankenhäusern oder Fabriken , bei geschlossener Höchstwassergehalt
eines Kubikmeters
Luft in 9

5
- r- -

••••••
~ •••••• .-."-- -.--
"
~
'2
Cl

~
WAHRNEHMUNG
MIT DEM AUGE

.. •••••• •• ---
';;;
a.

1ft ••••••
g
~
,!:
~

••••••
Konzentrieren Sie sich aul die beiden
TI miHieren Punkte: Welcher Ist größer? Der
';;; Rechte? Falschl 6eide sind gleich groß.
0>
Schwarzer Kreis wir1l1 aus einiger Entfer-
nung etwa '/3 kleiner als weißer Kreis

Schwarze Flächen und Körper wir- Soll eine gleich große Wirkung von
ken kleiner als weiße Körper glei- schwarzen und weißen Flächen
cher Grö ße, schwarz gekleldele vorhanden sein, sc sind Lelztere
Menschen wirken schlanker, weiB enlsprechend zu verkleinem. Eine Trug de, Sinne: Wir glauben, ein
gekleidele dicker, als sie wirklich helle Farbe neben einer dunklen Sehen Sie auch graue Kreise weißes Quadrat zu sehen, Tat-
sind, Sinngemäß gitt das 10r alle
Bauglleder,
~ lässt diese noch dunkler er-
I
2 scheinen,
r;;-,
I3 I
zwischen den Quadraten? Unser
Gehlm ' dichtet" die Kreise dazu,
41 "!Ichlich lehlen Jedoch die Außenli-
'+ I men.

)>-_--:....._---«
( )

Oie Strecken a und b durch gering·


10gige AUribule. die Strecken A-F
Die tatsächlich gleichlaulenden und F-D durch Einbeziehen in
Oe, untere Sirich ist ncht kürzer als Senkrechten dieser .zöllnerschen verschiedene Ftächen ver-
Spirale? Das Bild besieht aus der obere ' nur eine optische Figur" wirken durch die Schräg· "::'l schieden lang. obwohl sie gleich
5 Kreisen. 6 Täuschung. 7 schraffur spitz zulaulend. 81 sind.

WIeviele BAume? Kein elnzigerl TrOgerische Abbildung unter Ver-


Gibl keine Verbindung zwischen letzung der herrschenden Regeln Verschiedene Raumeind,Ocke
9 WUrze ln und Kronen, 10 Optische Tauschung 11 IOr Perspektiven, durch andere A~ der I

l ii
t t d
a
,

e
b C
Auch Farbe u, Mus-
terung der Kleidung
ändem die Erschei-
nung der Men-
schen, Schwarz
macht schlank- a,
da Schwarz Licht
zeh~ . Wel ß macht
101lig - b. da Weiß
LicMt Slreu\.

Abgesehen von architektonischer Gliederung (vertikal. horizontal eder gemischt)


Senkrechte Streiten strecken HOhe
b - c. waagerechte Streilen strecken
15
wird schon durch das Verhältnis von FensteröHnung zur verbleibenden WandllAche
[13 t g;:il:~dH~~~ee,Muster heben trotz gleicher Gebäudegröße und Geschosshöhe das MaßSlabsverhältnis verände~
(Sp,ossengliedarungen können dazu entscheidend beitragen),

6
WAHRNEHMUNG
DAS AUGE· MASSTAB FÜR DIE ERSCHEINUNG DER DINGE
Die Tätigkeit des Auges scheidet man in Sehen und Betrachten. Das
Sehen dient zunächst unserer körperlichen Sicherheit, das BetraCh-
ten beginnt da, wo das Sehen aufhört; es führt zum Genuss der
durch Sehen gefundenen "Bilder".
Je nachdem, ob das Auge am Objekt stehen bleibt oder daran
entlangtastet, unterscheidet man zwischen Ruhebild und Tastbild.
Das Ruhebild stellt sich in einer ungefähren Kreisausschnittfläche

B~
dar, deren Durchmesser gleich ist der Entfernung des Auges vom
Objekt.
Räume gleicher Abmessungen können durch Anordnung von Fenstern, TOren
Innerhalb dieses "Blickfeldes" erscheinen dem Auge die Gegenstän-
und Möblierung verschieden wirken. - A wirkt als ,Schlauch', - B räumlich de "auf einen Blick" -+ [5].
kOrzer durch quergesteilles Bett bzw. durch Arbenstisch am Fenster. Die
Querlage der Fenster bei - C mit entsprechender MObilerung lässt den Raum Das ideale Ruhebild stellt sich im Gleichgewicht dar. Das
breiter als tlel erscheinen Gleichgewicht ist die erste Eigenschaft der architektonischen Schön-
heit. Das tastende Auge findet sein Vorwärtskommen entlang den
Widerständen, denen es in Richtung von uns weg in Breite oder
Zahlenangaben nach
Modul (Einheiten) Tiefe begegnet.
Auch die Wirkung im geschlossenen Raum bildet sich durch das Ru-
he- oder Tastbild -+ [4]. Ein Raum, dessen obere Begrenzung
(Decke) wir im Ruhebild erkennen, ergibt Gefühl der Geborgenheit,
-= . andererseits bei langen Räumen auch bedrückendes Empfinden.
Bei hochliegender Decke, die das Auge erst durch Abtasten nach
oben erkennt, erscheint der Raum frei und erhaben, vorausgesetzt,
dass die Wandabstände U. damit die Gesamtproportionen darin
übereinstimmen. Dabei ist zu beachten, dass das Auge optischen
Schon durch die Lage des Augen· Täuschungen unterliegt. Es schätzt Breitenausdehungen gen au er
punktes wirkt ein Bauwerk von Oben entsprechend zurOck·
oben gesehen höher als von un- weichende Wll.nde wirken als Tiefen oder Höhen, Letztere erscheinen immer größer. So
ten. Dazu kommt beim Blick nach senkrecht, nach oben
unten das Unsicherheitsgefühl, entsprechend gebogene Stulen,
erscheint bekanntliCh ein Turm von oben gesehen viel höher als
das alles hOher erscheinen lässt Gesimse und Gurtungen von unten -+ [101 und senkrechte Kanten wirken nach oben
als beim sicheren Stand mit Blick waagerecht (horizontale Kurva-
2 nach oben turen) überhängend, waagerechte in der Mitte eingebogen -+ [3].

Ma ßgebend bei aus-


reichender Beleuch·
tung sonst das , 1/2
bis 2fache

>-- 3,0 ----\


Bei niedrigen Räumen Raumwirkung
.aul einen Blick'

~
Das Sehen des starren normalen Au·
ges erfasst den Umkreis von 1°, d.h.

ungefll.hrdAl4cm
~E ~d:E.tg00l'= 34~0
~E e 345O ' d

,~~; Soll eine Schrift in einer Entfernung


von z.B. 700 m noch lesbar sein, so
muss die Dicke d der Buchstaben
Die Größe der noch unter·
scheidbaren Bautelle kann nach 7
~3, 0 ----I Menschliches Blickfeld bei ruhiger Kopl· (nach [6] ~ 700 . 0,000291 _ 0,204 leicht errechnet werden, nachdem
Bei hohen RAumen Raumwirkung hahung und bewegtem Auge ist in der m sein, die NormaJhOhe .h' ist die Normalentlernung der Glieder
durch Tasten des Auges nach Breite 54°, nach oben 27", nach uno üblicherwelse das FOnHache von d vom Auge aul trigonometrischer Ba·
oben (Taslblld) 5 ten 10° gr06. 7 _ 5 ' 0,204 _t,020m sis errachnet Ist

~
_15.0-- ..... , ..

r-----t.\-en-sc-h-S,50----""" I'"~t)-
~".'i-~
\~
. . ~3, '\ H,
s 2,5 ":"\" '''\ . _ -----
ld"----------
~
)2,50
~
\ tO--flr-+ .,' ".. ,75

70A 1
~ Notwend~ I-- h -:--i
i:I::: ::1:: -I. Höhe, um Einzelheiten
:r. 30 chen :::': :::':" gleiche Wirkung wie
SCl'tn~ 30-" --" bei 8,50 m Abstand zu
I Gesamt~r'kheinUng
~ 3, \ 40---- . err8lchen I 3 h -- ---t
'r\<.unS 0\)8 ~ , GesamtObersicht mit Umgebung
y----G!
Genaue Unterschiede sieht das Auge nur im Umkreis von 0°1' - Lesefeld, die Über VorsprOngen liegende Bau-
Grenzentfernung der zu unterscheidenden Formenteile ist dadurch bedingt. Ihre FOr Slraßenbreiten, die einen glieder. die gesehen werden sollen,
Entfernung E darf Formteil Überblick und eine Betrachtung mOssen entsprechend hoch sitzen

51 W -~ s groß sein, bzw. die Größe des Formenteils E . tg 0· 1'


9
der Einzelheiten gestatten sollen,
mOssen obige Abstände beachtel
werden
. , EInzeiglieder können durch ge·
ringe Verformung dem Auge grö-
ßere Oberflächen darbieten b und C.

7
MENSCH UND FARBE
Farben sind Kräfte, die auf den Menschen wirken und Wohlbe-
finden oder Unlustgefühle, Aktivität oder Passivität erzeugen.
Der Einfluss der Farbe auf den Menschen geschieht mittelbar
durch die eigene physiologische Wirkung, Räume zu weiten oder zu
verengen, um somit über den Umweg der Raumwirkung zu
bedrücken oder zu befreien ~ [5]-[7], sie geschieht unmittelbar
durch Wirkkräfte (Impulse), die von den einzelnen Farben ausgehen
Gnln
- [2], [3]. Die höchste Impulsivkraft hat Orange; es folgen
Der natOrllche Farbkreis (nach
GClethe): Dreieck: Rot-Blau-Gelb ~ Gelb, Rot, Grün und Purpur. Geringste Impulsivkraft hat Blau,
Grundfarben. aus denen sich Grünblau und Violett (kalte und passive Farben).
theoretisch alle Farben mischen
lassen. Gegendreieck: GrOn- Impulsivreiche Farben nur für kleine, impulsivarme hingegen für
Orange-Violett • Mischfarben große Flächen geeignet.
erSlen Ranges. die durch Mischen Dunkle u. helle Farben u. ihre
der Grundfarben entstehen 2 Wirkung aul den Menschen
Warme Farben wirken aktiv, anregend, U.U. aufregend. Kalte Farben
passiv, beruhigend oder verinnerlichend.
Grün nervenentspannend. Die von Farben ausgehende Wirkung
Rot Kam"n
hängt darüber hinaus von Helligkeit und Ort ihrer Einwirkung ab.
Warme und helle Farben wirken von oben geistig anregend; von
der Seite wärmend, nähernd; von unten erleichternd, hebend.
Warme und dunkle Farben von oben abschließend, würdevoll;
~tt b-------~-------;
von der Seite umschließend; von unten griff- und trittsicher.
Kalte und helle Farben von oben auflichtend, entspannend; von
der Seite wegführend; von unten glatt, zum Laufen anregend.
Griln EWaugrOn Kalte und dunkle Farben von oben bedrohlich, von der Seite kalt
und traurig; von unten beschwerend, herabziehend.
Leichte und schwere Farben.
(Nicht gleichbedeutend mit Weiß ist die Farbe der absoluten Reinheit, Sauberkeit und Ord-
dunklen u. hellen Farben) - [2].
da neben dem Dunkelanteil auch nung. In der farbigen Raumgestaltung spielt Weiß eine tragende
der natilrliche über das Schwere- Rolle, um andere Farbgruppen voneinander zu lösen, zu
3 empfinden entscheidet 4 Der zwölfteilige Farbkrels
neutralisieren und somit aufhellend zu beleben und aufzugliedern.

Weißes Papier ... . . . .. .. . . .. ... . 84 Satt Scharlachrol .. . .. •.. . .• .. .. . 16


Kalkwei ß .. . .. . •. . . ... . . .. .. . .. 80 Zinnoberrot .. ...... ..... .... .. _20
Zitronengelb .. .. .. ..... .. ...... 70 Karminrot ... .. . . . .•. .. . ..... . .. 10
Elfenbeinton . .... . ....•.... elwa 70 Tlefvioleu ........ . ........ . elwa 5
Cremeton .. _....... • . . . . .. elwa 70 Hellblau .... .. .. . . . .... . ... 40-50
Goldgelb. rein .... . . .. ... . ...... 60 Tief Himmelblau ........ _.. . .. . _30
Strohgelb ........ . ...... . . . .... 60 TOrkisblau , rein .... ', ' •. . . .. . . . . 15
Hell-Ocker ... . .. .. .. . ...... elwa 60 GrasgrOn . ... ... . . .. ... . . .. etwa 20
Rein-Chromgelb . .. . •. .... . . .... 50 UndgrOn, pastell ..... • ...... etwa 50
Rein-Orange ...... _........ _25 - 30 Silbergrau . ...... . .. . ... . .. etwa 35
Hellbraun .......... .. . .. .. elwa 25 Kalkputz-Grau .. ...... . •.... etwa 42
Beige, rein . .. . .. .... . .. . .. elwa 25 Trockenbeton-Grau ... . •.... etwa 32
Mittelbraun . .... . • . ....... . etwa 15 Sperrholzplanen . . ..... • .... etwa 38
Lachsrosa ...... . . ........ . etwa 40 Gelber Ziegel . .. ..... .. ... . etwa 32
Helle Farben heben. RAume
Dunkle Farben lasten. Räume wirken hOher bei betonter Wand- Welle zwischen thecrellschem WeiB (100%) und absolutem Schwarz (0%)

91
wirken niedriger, wenn die Decken behandlung gegenüber heller
5 farbig stark belont werden 6 Decke. Helligkeit von Oberflächen

Einzelelemente hell vor dunklem


Lange Räume wirken kürzer. wenn Elnzeletemenle dunkel vor heller Hintergrund wirken I~.lchter. vor
die begrenzenden Querwllnde Weiß als Leitfarbe, z.B. in Betrie- Wand wirken kräftig heraus- allem bei scheinbarer Uberdimen-
stark hervortreten 8 ben . Labors usw. 10 gehoben sionierung

8
MASSVERHÄLTNISSE
Quart 3/4 GRUNDLAGEN ---+ []J
Oc1ave 112 Terz 4/5
Maßliche Vereinbarungen im Bauen gibt es seit altersher. Wesent-
P 5
liche konkrete Angaben stammen aus pythagoreischer Zeit.
5 Pythagoras ging davon aus, dass akustische Zahlenverhältnisse
m ~3
9 auch optisch harmonisch sein müssen.
6 m- 2
5 Daraus ist das pythagoreische Rechteck - [1] entwickelt, das alle
3
a harmonischen Intervall proportionen beinhaltet, die beiden dishar-
4 4 4 monischen Intervalle - Sekunde und Septime - aber ausschließt.
kleine Terz 5/6 Prime 1/1 Aus diesen Zahlenverhältnissen sollten Raumabmessungen
abgeleitet werden.
Pythagoreisches Rechteck, Pythagoreische bzw. diophantische Gleichungen ergeben Zahlen-
schlleßI alle Intervallproportionen gruppen - [2]-[4], die für Breite, Höhe, Länge von Räumen
ein und die disharmonischen, Se-
kunde und Septime, aus 2 Pythagoreisches Dreieck verwendet werden sollen.
Mit der Formel a2 + b2 = c2 können diese Zahlengruppen berechnet
werden:
a a b C P m x y a2 + b2 = c2 a = m (y2 - x2 ) b =m .2 .x .y c = m (y2 + x2 )
:36"81' 3 4 5 53' 13' 1 1 2 Dabei ist: x, y: alle ganzen Zahlen; x kleiner als y; m: Vergrößerungs-
22' 62' 5 12 13 67'38' 1 2 3 bzw. Verkleinerungsfaktor
16' 26' 724 25 73"74' 1 3 4
Von wesentlicher Bedeutung sind auch die von Platon und Vitruv
28' 07' B 15 17 61 "93' 0,5 3 5
12' 6B' 940 41 77' 32' 1 4 5 genannten geometrischen Formen: Kreis, Triangel - [4] und Qua-
18' 92' 1235 37 71 ' 08' 0,5 5 7 drat - [5], aus denen sich Polygonzüge konstruieren lassen. Die
43' 60' 2021 29 46' 40' 0,5 3 7 jeweilige Halbierung ergibt dann weitere Polygonzüge. Andere
31 ' 89' 2845 53 58' 11' 0,5 5 9 Polygonzüge (z. B. 7-Eck ,- [7], 9-Eck - [8]) können nur
näherungsweise oder durch Überlagerungen gebildet werden. So

,~ Sehne ~ R
lässt sich z. B. ein 15-Eck - [9] durch die Überlagerungen des
gleichseitigen Dreiecks mit dem Fünfeck konstruieren.
Das Fünfeck --+ [10] oder Pentagramm (Drudenfuß) hat ebenso wie
das daraus abzuleitende Zehneck natürliche Beziehungen zum
1313 Beispiel 12
Zahlenbeziehungen aus Py!hago-
reischen Gleichungen (Auswahl) 4 Gleichseitiges Dreieck, Sechseck
Goldenen Schnitt. Seine besonderen Maßverhältnisse fanden aber
früher kaum Verwendung.

e
Halbierung des Radius ~ B, Gerade BC halbiert AM in D, Kreisbogen um A mit AB ergibt Punkt D
Kreisbogen um B mit AB ~ C, BD isl angenähert 1n des auf AC ~ C,. Kreisbogen um C mit CM
A-C ~ FOnleckseile Kreisumfangs ergibt Punkt E auf Kreisbogen BD _ a.
Strecke DE entspricht angenähert 1/9
des Kreisumfangs ~ d.

6 Fünfeck 7 Angenähertes Siebeneck 8 Angenähertes Neuneck

<!:a _ 2 <p
h _ r ' cosp

I m I I
~ - r ' sin ll
h-~COtß
m

9 Fünfzehneck BC ~ 2/5 - 1/3 _ 1/15 10 Fünfeck u. Goldener Schnitt 11 Zehneck u. Goldener Sehnl" 12 Maßberechnung im Polygonzug

9
MASSVERHÄLTNISSE
GRUNDLAGEN --+ III

Das gleichschenklige rechtwinklige Dreieck mit dem


Verhältnis von Grundlinie zur Höhe wie 1 : 2 ist das
Dreieck der Quadratur.
Das gleichschenklige Dreieck. bei dem Basis und
Höhe den Seiten eines Quadrats entsprechen, be-
nutzte mit Erfolg der Dombaumeister Knauth bei der
Bestimmung der Maßverhältnisse des Straßburger
Münsters.
Das lt/4 Dreieck von - [1] von A. v. Drach - III ist
etwas spitzer als das vorbeschriebene, da seine Höhe durch die
Aus dem Achteck entwickelte Spitze des geschwenkten Quadrats bestimmt wird. Es wurde vom
:t!4 Dreieck nach A. v. Drach 2 Quadrale - [4] Erfinder auch mit Erfolg auf Einzelheiten und Geräte angewendet.
Neben all diesen Figuren lassen sich die Maßverhältnisse des
Achtecks nach den Untersuchungen von L.R. Spitzenpfeil an einer
Reihe alter Bauten nachweisen. Als Grundlage dient hier das soge-
nannte Diagonal-Dreieck. Die Dreieckshöhe ist hier die Diagonale
des über der halben Grundlinie errichteten Quadrats - [2]-[4].
Das so gebildete Rechteck - [5] hat ein Seitenverhältnis wie 1 : -1'2.
Demzufolge behalten alle Halbierungen oder Verdoppelungen
des Rechtecks das gleiche Seitenverhältnis 1 : -1'2. Deshalb wurde
dieses Maßverhältnis durch Dr. Porstmann den deutschen
DINFormen zugrundegelegt - [5]. Geometrische Reihen in die-
sem Verhältnis bieten die Stufenleitern innerhalb eines Achtecks -
[2]-[4], Stufenleiter der Wurzelzahlen von 1-7 - [6].
Den Zusammenhang zwischen Quadratwurzeln ganzer Zahlen zeigt
- [7]. Das Verfahren der Faktorenzerlegung ermöglicht die
Anwendung von Quadratwurzeln für den Einbau von nicht
3 - wie [2] 4 - wie [2] rechtwinkligen Bauteilen. Aufbauend auf angenäherten Werten für
Quadratzahlen hat Mengeringhausen das MERO-Raumfachwerk
entwickelt. Das Prinzip ist die sogenannte "Schnecke" - [7]-[8].
Die Ungenauigkeiten des rechten Winkels werden durch die
-17. 2,646 Schraubanschlüsse der Stäbe an die Knoten ausgeglichen. Eine
16 . 2.450 differenziert angenäherte Berechnung von Quadratwurzeln ganzer
rs ~ 2,236 Zahlen Vri für nicht rechtwinklige Bauteile bieten Kettenbrüche in
./4 . 2,000
Doppelquadral der Form G = Vn = 1 + t:~ -+ [9].
ra .1.732
Sixton

[((((((
J2 a 1,4 t 4
Diagon

1 Quadrat

1 3 7 17 41 J!!l 239
1 '2 '5 12 29 70 169

! 1 1 ! !'"
5 1 : J2·Rechteck Stufenleiter der Wurzelzahlen
J2 ~ 1,4142135

". !8....
~.... ~
....
..
~
"1. In
Ci
;. '"; - CD
N N

;. ;"-

1 1 J11 1
Beisplellür nicht
rechtwinklige Koordinalion 1,5
aufbauend aut J2 u. ra 0,5 2kt3

0 ,6 5~7 1,4

0,58333 1
12 117 1,41667

0 .58621 29 41 1.41379

0 ,5857143 70 99 1,4142857

0,5857989 169 239 1,4142011

0,5857865 J2 1,4142135

7 8 ra 91 Kettenbruch J2

10
MASSVERHÄLTNISSE
ANWENDUNG --+ Ul

Anwendung der geometrischen u. maßlichen Beziehungen auf der


Grundlage der vorstehenden Angaben beschreibt Vitruv. Nach
seinen Untersuchungen ist z.B. das römische Theater auf dem vier-
mal gedrehten Triangel aufgebaut ~ [1], das griechische Theater auf
dem dreimal gedrehten Quadrat ~ [2]. Beide Konstruktionen
ergeben ein Zwölfeck. Erkennbar ist es an den Treppenaufgängen.
Maßverhältnisse aufgrund des Goldenen Schnitts will Moessel
~ [3] nachweisen, obwohl dies unwahrscheinlich ist. Das einzige
griechische Theater, dessen Grundriss auf einem Fünfeck basiert,
steht in Epidauros ~ [4].
Römisches Theater (nach Vitruv) 2 Griechisches Theater (nach Vltruv) In einer freigelegten Wohnsiedlung in Ostia Antica, dem alten Hafen
von Rom, ist das Entwurfsprinzip des Heiligen Schnitts bekannt
geworden. Dieses Prinzip basiert auf der Halbierung der Diagonale
eines Quadrats. Verbindet man die Punkte, in denen sich die
Kreisbögen mit '!j
mit den Seiten des Quadrats schneiden, erhält
man ein neunteiliges Gitter. Das Quadrat in der Mitte heißt Quadrat
des Heiligen Schnitts. Der Bogen AB hat bis auf 0,6 Prozent
Abweichung dieselbe Länge wie die Diagonale CD des halbierten
Grundquadrats. Daher stellt der Heilige Schnitt eine annähernde
Methode für eine Quadratur des Kreises dar ~ [5]-[8]. Der gesamte
Baukomplex vom Lageplan bis zu Einrichtungsdetails ist mit diesen
Maßverhältnissen gebaut worden.
Palladio gibt in seinen 4 Büchern zur Architektur einen
geometrischen Schlüssel an, der auf den Vorgaben von Pythagoras
1. JOngere Cavea 4. Skennengebäude beruht. Er benutzt die gleichen Raumbeziehungen (Kreis, Triangel,
Maßverhältnisse der Giebelecke 2. Ältare Cavaa 5. seitlicher Durchgang
eines dorischen Tempels auf der 3. DrdlestIa 6. SHltzmauer Quadrat usw.) und Harmonien für seine Bauten ~ [9], [10].
Grundlage des Goldenen Schnitts In ganz klaren Regeln formuliert findet man solche Gesetzmäßig-
3 nach Moessel - m 4 Theater In Epldauros
keiten bei den alten Kulturvölkern des Ostens ~ [11].

Grundquadrat

B o

Heiliger Schnitt, Bauten in Ostia Geometrischer SchiOssei zu


5 Antica 6 Geometrisches Prinzip 9 Palladios Villen - 1101 10 Villa Pisanl in Bagnolo. Palladlo

Oie HauptverhAhnlsse
H H H H beruhen auf der
'2' i '3' ;e Halbierungsreihe

I H~
i H~ H

"/,
' H~
Bodenmosaik In einem Haus In
7 Grundriss der Gesamtanlage Ostia Antiea 11 Zunfthaus Ragen zu ZOrlch Japanisches Schauhaus

11
MASSVERHÄLTNISSE
ANWENDUNG: MODULOR -- III

Im 18. Jahrhundert und später wurde keine harmonische sondern


eine additive Maßordnung bevorzugt. Daraus entwickelte sich auch
das Oktametersystem. Erst mit Einführung der Modulordnung
kommt wieder das Verständnis für harmonische und proportionale
Maßverhältnisse auf. Koordinationssystem und Koordinationsmaße.
Der Architekt Le Corbusier entwickelte eine Proportionslehre, die auf
dem Goldenen Schnitt und den Maßen des menschlichen Körpers
aufbaut. Der "Goldene Schnitt" einer Strecke kann entweder
geometrisch oder durch Formeln ermittelt werden. Der "Goldene
8-eckiges Koordinationssystem für Schnitt" bedeutet, dass eine Strecke so geteilt wird, dass sich die
StOtzen aus Viereck unte~el l t In je
Grundriss BMW-Verwaltungsge- 6 Fassadenelemente, 4B-Eck gesamte Strecke zur größeren Teilungsstrecke so verhält wie die
baude In München 2 entwickelt aus Dreieck - [I]
grö ßere zur kleineren ~ [4].
I Major
Das heißt: -M' = -M' den Zusammenhang von Proportions-
aJor Inor
verhältnissen zwischen Quadrat, Kreis und Dreieck zeigt ~ [4].
I - - m • 0,382 - - - - l - - - - M = 0,618 Der Goldene Schnitt einer Strecke ist auch durch den Kettenbruch
1
I-----;--,-,t....-:"-'----r-;:------I 2 Teile G = 1 + G zu ermitteln. Dies ist der einfachste unendliche regel-

mäßige Kettenbruch ~ [3].

Le Corbusier markiert 3 Intervalle des menschlichen Körpers,


welche eine nach Fibonacci bekannte Goldene Schnittreihe bilden.
Der Fuß, der Solarplexus, der Kopf, die Finger der erhobenen
Hand. Zuerst ging Le Corbusier von der bekannten Durchschnitts-
t44 Teile höhe des Europäers = 1,75 m aus ~ S. 3 - 4, die er nach dem
Goldenen Schnitt in die Maße 108,2 - 66,8 - 41 ,45 - 25,4 cm teilte
-> [5]. Da dieses Maß genau praktisch 10 Zoll entspricht, findet er
Darstellung der Lame'sehen Reihe
3 Neufe~ • Bauordnungslehre" damit hier den Anschluss an die englischen Zoll, nicht dagegen bei
höheren Maßen. 1947 geht deshalb Le Corbusier umgekehrt von 6
eng!. Fuß = 1828,8 mm als Körpergröße aus.

"~ r.
Durch Goldene-Schnitt-Teilung bildet er eine rote Reihe noch oben
und unten ~ [7]. Da die Stufen dieser Reihe für den praktischen
Gebrauch viel zu groß sind, bildet er noch eine blaue Reihe, aus-
Maior Minor gehend von 2,26 m (Fingerspitze der erhobenen Hand), die doppelte
Geometrische Konstruktion des Werte der roten Reihe ergibt ~ [7]. Die Werte der roten u. blauen
Goldenen Schnittes Reihe setzt Corbusier um in praktisch anwendbare Maße ~ [6].


Werte ausgedrückt Im Metrischen System
Rote Reihe: Ro Blaue Reihe: BI
95280.7 em 952,60 m
58886,7 cm 588,86 m 117773.5 cm 1177,73 m
36394,0 cm 363,94 m 72766.0 cm 727,88 m
, Major ' Minor '
22492,7 cm 224,92 m 44985,5 cm 449.85 m
Zusammenhang zwischen Qua- 13901 ,3 cm 139,01 m 27802,5 cm 276,02 m
4 drat, Kreis. Dreieck 5 Proportionsfigur
8591.4 cm 85.91 m 17182,9 em 171.83 m
5309,6 cm 53,10 m 10619,6 cm 106,19 m
3281 ,6 cm 32,81 m 6563,3 cm 65,63 m
die Einheit 2028.2 em 20,26 m 4056,3 cm 40,56 m
die Verdoppelung
1253,S cm 12,53 m 2506,9 cm 25,07 m
die B-Verlängerung von

~ C die B-VerkQrzung von 774,7 em 7,74m 1549.4 em 15,49 m


B 478,8 em 4,79m 957,6 cm 9,57m
295.9 cm 2,96m 591 ,8 em 5,92m
" 0
182,9 cm 1,83m 365.8em 3,66m
Modulor 113,0 em 1,13m 226,0 em 2,26m
69,8em 0,70 m 139,7em 1,40m
43,2em 0,43 m 86,3 cm O,86m
26.7 em 0,26 m 53,4em 0,53m
16,5 em 0,16 m 33.0cm 0,33m
10,2 em 0,10 m 20,4 cm 0,20 m
6,3em 0,06 m 7,8em 0,08 m
2,4em 0,02 m 4,8em 0,04 m
1,5em om m 3,Ocm 0.03 m
0,9 em 1,8em 0.01 m
0.6 cm usw. 1,1 cmusw.

6 71 Darlegung der Werte und Spiele des Modulores nach Le Corbusler

12
GEWÖLBE EiS als Fenster BAUFORMEN
ALS G BNIS DER KONSTRUKTION

--
Winterhaus , Iglu'
Eingang

Ähnlich baut der Eskimo sein


Der Primitive baut mit ortsge- Sommerhaus aus felibezogenen
bundenen Baustoffen seine runde Walfisch rippen mit Fenstern aus In Persien gingen die Sassaniden
HüHe aus Steinen, Stangen und Seehunddärmen entsprechend Die Römer bauten die ersten (6.Jh.) vom Quadratgrundriss aus.
Uanengeflecht, bekleidet mit Blät- dem .Wlgwam" seiner Urheimat. Steinkuppeln, beim Pantheon in um ihre Kuppeln zu wölben.
tern, Stroh, ScI1ilf, Fellen oder Ähnlich auch sein Winterhaus reinster Form auf rundem Grund- Übergang vom Quadrat zum Kreis
2
j

ähnlichen Stoffen. , Iglu". 3 riss. 4 durch . Trompen'.

Ausgehend vom Kreuzgewölbe


(Du rchdringung zweier Tonnen)
Byzantinische Baumeister Neben der Kreisform ist die entstanden in der Gotik durch
wölbten vor 1400 Jahren die Tonnenform als Überdeckung in Anwendung des Spitzl>ogens kOh-
Hagla Sophla, deren Konstruktion vielen Ulndern zu finden, aus ... aus Stein zuerst in Römischer ne Stern- und Netzgewölbe. deren
von au Ben klar sichtbar, von innen Schilf-,Bindem" mit Schilfmanen Zeit und spater in der romanischen Krättebelaslung zum Wesens-
aber du reh optische Effekte bedeckt (Bauart aus Mesopota- ~aukunst (Beispiel : Kirche merkmal wurde (Strebepfeiler und
5 verdeckt ist (Entmaterialisierung). 6 mien). 7 Sibenlk, ehem. Jugoslawien). 8 -bögen).

gemauerter Sockel
Sockel aus
Bruchstei nen In holzärmeren Gegenden ent- Im Gegensatz dazu stehl die Rah-
wickelte sich der Standerbau (ein- menbauweise mit vereinzell
Blockbauten in allen holzreichen zelne Holzteile mit Fenstern liegenden Fenstern, mit Eckver- Der Tafelbau erhält seine Form
Ulndern der Erde haben allerorts dazwischen). Als Versteifung dien- strebungen und Felderausfachung durch Taleln, die, in der Werkstalt
die durch ihre Konstruktion be· ten Knaggen In der Fenster- durch Weidengeflecht mit lehm- angefertigt. schnell und billig er,
9 dingte ähnliche Geslalt. 10 brüstung. 11 bewurf. 12 sle11l werden.

Eine spatere Zeit rahmt die


Öffnungen und mauert die Ecken
Steinbeuten aus Feldsteinen ohne aus sauber bearbeiteten Wer\(- Der Wunsch nach immer größeren
Mörtel gestaHen nur niedrige Bearbeilete Bruchsteine gestalten steinen und IOllt die verbleibenden Fenstern bei städtischen Bauten
Sockel, deshalb bestand das erste höhere Wände, bei Verwendung Wände mil unregelmäßigem fOhrte zur Plellerbauwelse aus
Stein haus fast nur aus Dach mit von Mörtel sogar Giebel aus Stein Bruchsteinmauerwerk. das ver- Stein, entsprechend der Ständer-
13 niedrigem Eingang. 14 mit gewölbten Öffnungen. 15 putzt wird. 16 bauweise aus Holz -+ (10).

13
VORHÖFE BAU FORMEN
Z IT UND IHRER LEBENSART
~ _..~...~.~"j 1•• ".~.~•• ~IU"lh,";.:
/""""'\ : : .

~ '" .... Im 20. Jahrh . fehlen alte Grenzen


(wie besonders In Amerika), das
Um 1500 war Haus oder Stadt um· Um 1700 war Mauer und Tor nur Haus liegt in großen, gemeinsam
mauert und mit schweren Toren noch Abschluss mit verlheißungs· gepftegten Parks, unautdringlich
geschtossen 2 vollen Einblicken zwischen Bäumen.

-- ...

...•

Im 20. Jahrlh. führt trockener Fuß·


Um 1000 waren in Blockhausem Um 1500 hane man schwer be- gang vom Auto zur TOr aus Draht·
niedrige Tore m~ hoher Schwelle schlagene Tore mit Tür1<lopfer, ver· Um 1700 Türen mit reizvollen spiegelglas, die das Elektroauge
(ohne Fenster, licht kam durch g"tMe Fenster mit Butzen- Sprossen und Klarglasscheiben, zur Selt8 schiebt und den Besu·
5 offenes Dach) 6 scheiben mit Klingelzug eher zugleich anmeldet

RAUMVERBINDUNGEN

Im 20. Jahrlh. veranderbare Räu·


Um 1500 niedrige schwere Pfor· me, elekt. getriebene Schiebe-
ten , Zellen mit spärlicher Tages, Um 1900 Schiebetüren für Raum· wände und VersenIdenster aus
beleuchtung, Fußboden aus Um 1700 breite ROgeltOren, verbindungen, Unoleumbelag, sprossenlosem Spiegelglas, Roll·
9 breiten kurzen Brenern Raumfluchten, Parkettböden Schiebefenster, Zuggardinen 12 Markisen ats Sonnenschutz

HÄUSER Straßenseite

Abort Schlaf·
,J1:;;;;;;;;;;;;;;;' Bergseile..._ _-t1lJ 1 Ankleide· räume
Speicher

Madehen
Diele

Anrichte
Abortu.

waSChra,=um:"imifI~:~~lI~l~mil~k.il±~O:ff:en:e~
Essraum " .'. Terrasse

.I!;:;;;;;;:;'
EG OG
=--.
Talse~e .... Gartenseite Wohnraum
Das Steinhaus um 1500, Die Das Haus um 2000 mit dOnnen tragenden StahlstOtzen, unabhAnglg davon die
Das Holzhaus um 1500 Ist ein Er· Wandrnassen als Schutt gegen niehItragenden dOnnen Zwischen· und Außenwände, deren Zusammensetzung
gebnis der Landschaft, der Bau· Feinde und Kälte benötigen die beste Wenersperrung, Schall· und WArmedAmmung gewAMeistel. Zwischen
weise (Blockhaus) und Lebensart gleiche Grundtläche wie die Räu· Wohn·, Ess· und Vorraum keine Türen, nur räumliche Trennung
13 (kleine Fenster) - (Walserhaus) 14 me selbst 15 Arch. Mies v.d. Rohe

14
2
Bebauung
Bebauungsplan Einführung 16
Planzeichen 17
Baunutzungsverordnung 18
Baugenehmigung Verfahren 19
Wohnungsbau Hauslage I Raumlage 20
Doppelhäuser 22
Gartenhof- und Reihenhäuser 23
Ketten - und Stadthäuser 24
Sonnenlicht 25

Der Erstellung eines Neubaus gehen zahlreiche Überlegungen


voraus. Die Grundstücksnutzung hängt maßgeblich von den Fest-
setzungen des Bebauungsplans ab. So werden hierdurch z. B. Bau-
grenzen, Dachneigung und Baumaterialien bestimmt. Die Aus-
richtung des Gebäudes zur Sonne und die Beschaffenheit des
Grundstücks (z. B. Hanglage) bilden ebenfalls wichtige Faktoren
beim Entwurf des Hauses.
BEBAUUNGSPLAN
Der Bebauungsplan erfasst Teilgebiete der Gemeinde. Sein Gel-
tungsbereich hängt von jeweils zu lösenden Planungsaufgaben ab.
In der Regel besteht der B-Plan aus einer - oft farbigen -
zeichnerischen Darstellung, die durch textliche Festsetzungen
ergänzt wird - [1]. Der B-Plan ist ein Ortsgesetz u. für jedermann
rechtsverbindlich. Im Regelfall enthält ein B-Plan mindestens
Festsetzungen über die Art u. das Maß der baulichen Nutzung, über
die überbaubaren Grundstücksflächen u. über die örtlichen
Verkehrsflächen. Ein Bauvorhaben kann errichtet werden, wenn es
den Planfestsetzungen nicht widerspricht u. die Erschließung
gesichert ist. Ein B-Plan kann u.a. folgende Festsetzungs-
möglichkeiten enthalten:
Die Art u. das Maß der baulichen Nutzung.
Die Bauweise, die überbaubaren u. die nicht überbaubaren Grund-
stücksflächen sowie die Stellung der Gebäude auf dem Grundstück,
Mindestabmessung von Grundstücken.
Flächen für Nebenanlagen (Garagen, Spielplätze).
Flächen für den Gemeindebedarf (Schulen, Kindergarten).
Flächen für bestimmte Wohngebäude (Einfam.-Häuser, andere
Wohnhäuser).
Die verschiedensten Verkehrsflächen (Fußwege, Straßen, Parkplät-
ze).
Ver- und Entsorgungsleitungen u. Grünflächen.
Bei allen für das Wohnen wichtigen Baugebieten (WR, WAl ist eine
höchstzulässige Grundflächenzahl von z.B. 0,4 angegeben - [3],
d.h. es dürfen höchstens 40% des Grundstücks überbaut werden.
Die GFZ darf nicht über das 1,2fache der Grundstücksfläche
hinausgehen. Nur in besonderen Wohngebieten (WB) ist GRZ 0,6 u.
GFZ 1,6 zulässig.
Ausschni" aus einem Bebauungsplan

Grundstücllsfl1iche50 x 50 . 2.500 mZ

Überbaute GrundMCh9
2 x 5 + 19 x 12 - 238 mZ
GAZ- Ps& - O,105GRZ
Offene Bauweise Geschlossene Bauweise
Lageplan A.) Lageplan B.)
WB 11 I) WA 111 11
0,6 2) 1,6 3) 0,4 21 1,2 31
o 4) _ 5) 9 4) SD 40' SI
1.} Anzahl der möglichen Geschosse 2.) GAZ: Anteil der bebaubaren GrundstOcks·
fläche 3.) GFZ: Anteil der Geschoßflächensumme pro GrundstOck 4.) Bauweise -
geschlossen (9) oder offen (0)-rn5.) Dachform + Neigung A.) • frei 8.) satteldach
40' Neigung

3 Mögliche Bebauung

Überbaute Grundfläche
12x10 . 120m 2
Grundllächenzahl
GRZ . 4~ --t-0,25 GRZ
GFZ _ 4 ~ab20 . 1,0 GFZ

GrundstOcksHäche
20 x 24 . 480 m2

GAZ. Grundflächenzahl
GFZ ~ GeschoßMchenahi

Beispielrechnung fOr 8geschossiges Haus BeispIelrechnung tOr 4geschossiges Haus

16
Darstellung swlfarblg Inhalt Bedeutung Darstellung von PIanzeichen IOr Bauleltpliine . PIanzeichenverordnung

0 9
W Wohnbauflächen Darstellung Bedeutung Belsplefe
ws Kfeinsiedlungsgebiele der Zweckbest.
WR Reine Wohngebiele
WA Allgemeine Wohngebiete
(bel farbiger Darstellung rot mittel) WB Besondere Wohngebiete
~
Flächen für Versorgungsanfagan,
Abfallentsorgung, Abwasserbeseitigung und
Ablagerungen
0
0
M Gemischte Baufli!chen (farbig gelb hell) Fernwärme

~ MD
MI
Dorfgebiete
Mischgebiete ••••
oberirdisch
Hauptversorgungs- und


(bel farbiger Darstellung braun millel) MK Kemgeblete -.-.--. ....... -
unterirdiSCh
Hauptabwasserleitungen

QJ BI ~
G Gewerbliche Bauflächen Griinflächen
GE Gewerbegebiete
GI Industriegebiete (farbig grün mittel) Dauerklelngarten
(beI farbiger Darstellung grau mittel)
§§ Wasserflächen, Flächen IOr
®
0 B
Wasserwirtschaft, HOChwasserschutz,
S Sonderbaullächen Regelung des Wasserabflusses
1.B. Einl<aufzentren (farbig blau mittel) Hafen

(bel farbiger Darstellung orange mittel)


1IIt!J Flächen fOr AufschüHungen, Abgrabungen
oder fOr die Gewinnung von Bodenschätzen

I ~ I 11r@11 .....
SO Sonstige Sondergebiete
z. B. solche. die der
Erholung dienen;
Wochenendhausgebiet
§tmI;J
.. ...... .....
....
gefbgrOniblaugrOn
Flächen fOr landwirtschaft u. Wald
®
Erhofungswald
(bel farbiger Darstellung orange mittel)
Planungen, Nutzungsregelungen, @ Anpflanzen
~
I ~ I fB
Beschränkung der Zahl der Wohnungen Maßnahmen u. Flächen fOr Maßnahmen @ Ethallen
Rand grOn dunkel zwecks Schutz, Pflege u. Entwicklung von
Aus besonderen 8~eba ulichen GnlnderI kann die
hC>c/ls"ulaesigo Za~ 1 C.r Wohnungen In wo/U1ge'
Natur u. Landschaft CO
(bei farbiger Darstellung rot mittel) •.
I:l
Wuden dur"" Ergänzungen der PlanzO!Chen festge. Regelungen filr die Stadterhaltung und 10r ® ~:;;g
setzt wetQe(a, den Denkmalschutz Denl<maJb. @
Rand rol [QJ Elnz.IIlonlunai
Die Planzeichen sollen In Farbton, Strichstärke und Dichte den Planuntertagen so
angepasst werden, dass deren Inhalt erkennbar bleib!. Die verwendeten Planzeichen
müssen im Bauteitplan erklärt werden. Zur weiteren Unterscheidung der BaugebIete
D farbige
Sonstige weitere Planzeichen ST Slellplau.
Darstellung Flächen, die von Bebauung freizuhalten sind GA Gara(/Of1
sind Farbabstufungen zulässig . Im Bebauungsplan können die farbigen F!ächensigna- [ : ] Randgrau Grenze des räumlichen Geltungsbereiches
turen auch als Randsignaturen verwendet werden. Im AächennulZungplan kann bei GGA gern. Garngon
dunkel des Bebauungsplans
den Planzeichen filr die Bauß!\chen bei farbiger Darsleflung der Buchstabe entfaUen.
Soweit Darstellungen des Planinhalls erforderlich sind, für die keine wie oben aufge- 1) Wafter9 symbole sind In dar vollstlndlgen Ausgabe der PIar1zeichurlVerorclnung enlhaJten.
führte Pfanzelchen enthalten sind, kOnnen Pfanzeichen verwendet werden , die sinn- 2) Im 8ebauuogsplaJ> sinc Gr(,nllächeo .1. Offent!. 0<1. prtv. beooOOo", zu bezeichnen.
gemAß aus den angegebenen Pfanzeichen entwickelt worden sind. 3) Im 8ebauungsplan sind dio Maßnnhmen innerflaJb der F1Achetl MI'Ier Z\j bestimmen.

1 I Art der baulichen Nutzu ng 41Art der baulichen Nutzung - [1 J

Geschossflächenzahl Dezimafzahl Im Kreis


oder GFZ mh Dezimalzahl @ GFZO,8
Darstellung Bedeutung

Geschossßäche
Baumassenzahl
GF mit Aächenangabe
Dezimafzahl lm Rechleck
oder BMZ mit Dezimalzahl
GF 300 m'
(]] BMZ2,8 CJ]
....... ..
farbige Darstellung
Flächen fOr den Gemeinbedarf

(fm Bebauungspfan kann die farOige Flächen-


signatur auch als Randsignatur verwendet werden)
Baumasse SM mit Volumenangabe BM 3500 m' karminrot mlttef

D
Grundflächenzahl Dezimalzahl ode, 0,4 GRZO,4
GRZ mit Dezimalzahl Ffachen für Sport- u. Spielanlagen
Grundfläche GR mit Flächenangabe GR 125 m' ... ~ .....
Zahl der Vollgeschosse römische Ziffer afs Höchstmaß,
zwingend Im Kreis
IV ®
HOhe baulicher Anlagen in ... m Ober einem Bezugspunkt ~ ÖflenUiche Verwaltung
Traulhöhe
Firsthöhe
TH
FH
TH 10,51 m O. GOK
FH 97,55 m O. NN DI Schule
Obe,kanle
zwingend Im Kreis
OK
@
OK 78,79 m O. NN
95,00 m O. NN
IIJI Kufturellen Zwedlen dienende Gebäude

21 Maß der baulichen Nutzung 51 Versorgung , Sport u. Spiel

Offene Bauweise o rf\Kh~ Umgrenzung der Aachen !O r den Luftver1<ehr.


nur Einzelhäuser -11 JUL 11_ (Farbige Darstellung violett dunkel)
zulässig

Nur Doppelhäuser
zulässig lTI1111ll11 Bahnanlagen
(Farbige Darstellung violett mittel)

Nur Hausgruppen
zufässig höchstens 50 m L.
Nur Einzel- u. Doppel-
hauser zulässig
I f::::::::f::::::::::::l::::::::::r:::::l I ::::x
DEEJ .......
Straßenverkehrsllächen
(Farbige Darstellung gold ocker)

I t:::::::::l::::::::::::f:::::::::':f::':':':':V':
DEZl ..:.y., ..:. Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung

Geschlossene Bauweise mehr als 50 m 9


.-
,----,
_.. -
Baulinie (bei farbiger Darstellung rot) Einfahrt
Elnfahrtbereich
Baugrenze (bel farbiger Darstellung blau) Bereich Ein- u. Ausfahrt

3 Bauweise, Baulinien, Baugrenzen 6l Verkehrsflächen

17
Bauflächen
allgem. Art
Grund-
flächen-
Geschoss-
flächen-
Baumassen-
zahl
BAUNUTZUNGSVERORDNUNG
der baul. Baugebiet zahl zahl Zulässige Bebauung
Nutzung GRZ GFZ BMZ

Kleinsiedlungen einseh!. Wohngebäude mit entspr. Nutzgärten,


landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen, Gartenbaubetriebe,
Klein-
WS siedlungs- 0,2 0,4 - die der Versorgung dienenden Läden, Gaststätten u. nichtstörende
Handwerksbetriebe. Anlagen fOr kirchliche, kulturelle, soz.,
gebiet
gesundheitliche u. sportliche Zwecke. Tankstellen, nicht störende
Gewerbebetriebe.

Wohngebäude, ausnahmweise zulässig: Läden u. nichtstörende


WR Reines
Handwerksbetriebe, kleine Betriebe des Beherbergungsgewerbes.

W
Wohnbau-
Wohngebiet
Anlagen für kirchliche , kulturelle, gesundheitliche u. sportl. Zwecke.

Flächen Aligem. 0,4 1,2 - Wohngebäude, die der Versorgung dienenden Läden, Gaststätten,
nichtstörende Handwerksbetr. Anlagen fOr kirchi., kUllurelle, soziale,
WA Wohngebiet
Ferienhaus-
gesundheitlIche u. sportl. Zwecke. Ausnahmsweise:
Beherbergungsgewerbe, nichtstörende Gewerbebetriebe.
gebiet
Gartenbaubetr., Tankstellen, Verwahung.

Wohngebäude, Läden, Gaststätten, Beherbergungsgewerbe.


Sonstige Gewerbebetriebe, Geschäfts- u. BOrogebäude, Anlagen fOr
WB Besonderes
Wohngebiet
0,6 1,6 - kirchliche, kulturelle. soziale, gesundheitliche u. sportl. Zwecke.
Ausnahmsweise: zentrale Einrichtung der Verwaltung,
Vergnügungsstälten, Tankstellen.

Land- u. forstwirtschaftliehe Betriebe, dazugehörige Wohngebäude.


Kleinsiedlungen. Wohngebäude, Verarbeitungsbetriebe,
MD Dorfgebiet Einzelhandel, Gaststätten, Beherbergung, Gewerbebetriebe,
Verwaltung, Gärtnereien, Tankstellen. Ausnahmsweise :

0,6 1,2 - Vergnügungsstätten.

M
Gemischte MI Mischgebiet
Wohngebäude, Geschäfts- u. BOrogebäude, Einzelhandel,
Gaststätten, Beherbergung, Gewerbebetriebe. Verwaltung. kirchI. u.
kulturelle. soz., gesundheitliche u. sportl. Zwecke. Gärtnereien,
Bauflächen
Tankstellen, Vergüngungsslätten.

Geschäfts-, Büro- u. Verwaltungsgebäude, Einzelhandel,


Gaststätten, Beherbergung u, Vergnügungsstätten, Nichtstörende
MK Kerngebiet 1,0 3,0 - Gewerbebetriebe, Tankstellen, Parkhäuser, Großgaragen.
Wohnungen für Betriebsangehörige. Ausnahmsweise: sonstIge
Wohnungen.

Gewerbebetriebe aller Art. Lagerhäuser, Öffentl. Betriebe. Büro- u.


Verwaltungsgebäude. Tankstellen, Anlagen für sportl. Zwecke.
GE Gewerbe-

G
Gewerbliche
gebiet

0,8 2,4 10,0


Ausnahmsweise: Wohnungen fOr Betriebsangehörige
Vergnügungsstätten. Kirchliche, kulturelle, soz.u. gesundheitl.
Zwecke.
Bauflächen
Gewerbebetriebe aller Art , Lagerhäuser, öffenU. Betriebe.
GI Industrie-
gebiet
Tankstellen. Ausnahmsweise : Wohnungen for Betriebsangehörige.
Anlagen für kirchI.. kulturelle. soziale. gesundheiU. u. sportl. Zwecke.

S
Fremdenverkehr. Kurgebiete. Fremdenbeherbergung. ladengebiete.
Einkaufszentren, großflächige Handelsbetriebe, Messen u. Ausstell .,
Sonder- SO Sonder-
gebiet
0,8 2,4 10,0 Kongresse, Hochschulgebiet, Klinik- u. Hafengebiet. Erforschung,
bauflächen Entwicklung oder Nutzung erneuerbarer Energien. Wind- u.
Sonnenenergie.

In Wochenendhausgebieten 0,2 0,2 - Wochenendhausgebiete, Ferienhausgeb.. Campingplätze,


Zeltplätze

I
1 Art der baulichen Nutzung (Baunutzungsverordnung)

18
BAUGENEHMIGUNG

einen Bauleiter bestellt, der darüber wacht, dass die Arbeiten dem
öffentlichen Baurecht entsprechend durchgeführt werden (Begriff

r . VQfplldu;;q :::
des Bauleiters ist in einigen Bundesländern nicht mehr Bestandteil
der Landesbauordnungen).
Baulinie: Rechtlich zwingende Vorschrift, eine bauliche Anlage mit
~s.wo.~""~"UII~ . · ~·r--t--r--h... r - ': : :.~.=
.. -~ einer Kante auf ihr zu errichten (BauNVO § 23) .
:::·:::~ ~f::::::::: Baumassenzahl (BMZ): m3 umbauten Raumes je m 2 Grundstücks-
fläche (BauNVO § 21).
Baurecht, öffentliches: Planungsrecht (städtebauliches) ist nach
Art. 74 des Grundgesetzes Gegenstand der konkurrierenden Ge-
setzgebung .
Bebauungstiefe: Sie legt auf Baugrundstücken die hintere Bau-
grenze oder Baulinie fest.
Befreiung: Von Festsetzungen von Bebauungsplänen können auf
begründeten Antrag hin Befreiungen erteilt werden .
Brandabschnitt: Ist ein nach brandschutztechnischen Gesichts-
punkten in sich abgeschlossener Teil eines Gebäudes.
Brandwand: Brandwände sollen die Übertragung von Feuer und
Rauch auf andere Gebäude, Gebäudeteile und Bauteile verhindern .
Bruttowohnbauland: Die Summe aller Wohngrundstücksflächen
(Nettowohnbauland) und die Summe aller Gemeinbedarfsflächen in
einem bestimmt ausgewiesenen Wohnbaugebiet.
Entwurfsverfasser: Ist nach den Landesbauordnungen der
Fachmann, der aufgrund seiner spezifischen Qualifikation
bauvorlageberechtigt ist.
Geschossfläche (Bruttogeschossfläche) : Sie wird nach den Außen-
maßen der Gebäude in allen Vollgeschossen ermittelt. Balkone
111 BaugenehmIgungsverfahren
sowie bauliche Nebenanlagen und Garagen bleiben bei der Ermitt-
lung unberücksichtigt (BauNVO § 20).
Geschossflächenzahl (GFZ): Verhältnis der Bruttogeschossfläche
Bauantrag: Antrag auf Genehmigung genehmigungspflichtiger zur Grundstücksgröße bzw. zum Nettowohnbauland (BauNVO § 20).
Bauvorhaben. Er wird gestellt an die Baubehörde (Kreisamt). Dem Grundfläche, zulässige (überbaubare) (BauNVO § 19): Für ihre
Bauantrag sind die Bauvorlagen beizufügen. Ermittlung ist die im Bebauungsplan ausgewiesene Grundflächen-
Bauvorlagen: Unterlagen, die zu einem Bauantrag gehören . Die zahl maßgebend. Es ist die Fläche, die innerhalb der überbaubaren
Bauvorlagenverordnungen der Bundesländer enthalten Verordnun- Grundflächenzahl höchstens von baulichen Anlagen bedeckt
gen über Art und Umfang der Bauvorlagen und der darin enthaltenen werden darf.
Darstellungen. In der Regel sind einem Bauantrag auf Vordruck Grundflächenzahl (GRZ): m2 Gebäudegrundfläche je m2 Grund-
folgende Unterlagen beizufügen : 1. Lageplan, 2. Bauzeichnungen, stücksfläche. Die GRZ gibt keine Hinweise auf die Lage der
3. Baubeschreibung, 4. Standsicherheitsnachweis und die anderen überbaubaren Fläche. Es kann aufgrund baurechtlicher
technischen Nachweise, 5. Darstellung der Grundstücksentwässe- Bestimmungen , die die überbaubare Grundstücksfläche festlegen
rung , 6. Freiflächengestaltung (Baulinie, Baugrenze, Bebauungstiefe, Bauwich), sogar möglich
Bauvoranfrage, Bauvorbescheid: Für eine Baumaßnahme ist auf sein , dass die zulässige GRZ nicht erreicht wird (BauNVO §19) .
Antrag (Bauvoranfrage) über einzelne Fragen, über die im Bauge- Grenzabstände (NBauO § 7): Sind Abstände, die Gebäude zu
nehmigungsverfahren zu entscheiden wäre und die selbständig Baugrundstücksgrenzen und Gebäuden einhalten müssen.
beurteilt werden können, durch Bauvorbescheid zu entscheiden . Grundstücksfläche, überbaubare (BauNVO § 23): Sie wird durch
Bauweise: 1.) Geschlossen: Bebauung bis an die seitlichen Grund- Festsetzung von Baulinien, Baugrenzen oder Bebauungstiefen
stücksgrenzen ist zwingend vorgeschrieben (BauNVO § 22) . bestimmt.
2.) Offen : Die Einhaltung von Grenzabständen ist zwingend Maß der baulichen Nutzung (BauNVO § 17): Wird dargestellt
vorgeschrieben ; hierzu gehören auch Hausgruppen bis 50 m Länge durch die Ausnutzungsziffern Grundflächenzahl und Geschossflä-
(Ausnahme siehe Landesbauordnungen) (BauNVO § 22). chenzahl oder Baumassenzahl. --+ S. 20
"Offene u. geschlossene Bauweise" beziehen sich nicht auf Einzel- Planzeichenverordnung (PlanzV): Verordnung über die Ausarbei-
grundstücke. Grenzbebauungen können auch in Gebieten tung der Bauleitpläne sowie über die Darstellung des Planinhalts.
vorkommen , die als offene Bauweise festgesetzt sind. Vollgeschoss: Der Begriff des Vollgeschosses hat Bedeutung bei
Baugrenzen: Legen die äußere Begrenzung der überbaubaren der Ermittlung von Geschosszahlen und Geschossflächenzahlen
Grundstücksfläche fest. Außerhalb sind keine Hauptgebäude (BauNVO §§ 18 und 20) und bei der Einstufung von Gebäuden
zulässig (BauNVO) . hinsichtlich der Anforderungen des Brandschutzes und der Anfor-
Bauherr: Ist Veranlasser einer Baumaßnahme Er ist verantwortlich derungen an Treppen, Treppenräume und Aufzugsanlagen . Die De-
dafür, dass die Baumaßnahme dem öffentlichen Baurecht finition für Vollgeschoss unterscheidet sich in den Bauordnungen der
entspricht. Er bestellt Entwurfsverfasser, Bauleiter und Bundesländer. Bestandteile der Definition sind die mittlere Mindest-
Unterneh mer. raumhöhe (lichte Raumhöhe) oder mittlere Mindestgeschosshöhe,
Bauleiter: Bei umfangreichen oder technisch schwierigen Baumaß- das Größenverhältnis zu ggf. darunterliegenden Vollgeschossen
nahmen kann die Bauaufsichtsbehörde verlangen, dass der Bauherr und die Lage zur Geländeoberfläche.

19
WOHNUNGSBAU
NORD HAUSLAGE/RAUMLAGE
Wenig Sonne. kalte Winterwinde. gleichmäßiges Llcht.
größere Fenster fOr zerstreutes Tageslicht nötig
Die Anordnung der Gebäude im
Lageplan bzgl. Orientierung, Er-
schließungsanlage, Zuordnung
untereinander, schafft die Vor-
Kühlraum
V~te Tolleu.
aussetzungen für eine im Ta-
Weinkeller Eingang gesablauf ausgeglichene Be-
SpoisaI<am..... Garderobe
Durtkelkamma, Ate/ler Stille sonnung. Dem architekto-
fielzuog KOche
Garago Anrlehte
WaschkOche
BOli·I,tube
nischen Entwurf obliegt es, mit
S901. WlnschafW. der Organisation der Grundrisse
WEST die für die jeweiligen Raumgrup-

~1:€~ t %il T:~7~1C


Wetterseite, dele
Durchsonnuog am pen wünschenswerte Beson-
Nachmittag,
verbu nden mit
f nung sicherzustellen.
Erhitzung und An_.Sonno,..,.d Sommer, stärkste RAUM LAGE
Blendung Im Sommer. Sportlaum, Bad AbkOhlung Im Winter
Bäu me Pflanzen HlrTenzimme, Alle Wohn- und Schlafräume
Kinderzimmer Sludonim .....
KopIalboitetS WohnkOct'lO möglichst zum Garten nach den
Wol\nzImmer Knlnkonzl ••
WlnlOfgaJ1en E"tntaumwohnung
Terrassen
GaslZl. Sonnenseiten, Wirtschaftsräu-
FrOh,tilc:I<o·
Veranda. Loggia platz me zur Straße ~ [1]. Die
Go""lschon..aume Wohnganon
Musiklimmer Esszimmer Räume sollen (mit Ausnahmen)
Diele. Halle während der Hauptbenutzungs-
DBmoozlmmer
Rauchzimrner zeiten durchsonnt werden.
BOcherei
Spielzimmer Anhand von Sonnentafeln kann
genau bestimmt werden, wo die
SÜD
Wertvoiliste Hausseite. steile Mittagssonne im Sommer, Sonne zu einer bestimmten
tiele Durchsonnung im Winter, als Sonnenschutz Stunde und Jahreszeit das
Markisen, vorspringende Dächer, Bäume
Zimmer oder sogar den
Zimmerplatz bescheinen soll
bzw. wie das Gebäude zu den
Günstige HImmelslage der einzelnen Räume
Himmelsrichtungen zu stellen
oder von Nachbarbauten, Bäu-
vorwiegende vorwiegende men und dgl. abzurücken ist.
RaumnulZung Aufenthaltsze~ Hauptwindrichtung beachten. Im
wOnschenswerte
Besonnung Allgemeinen in Deutschland
ungünstige Wind- und Wetter-
seite: Westen bis Südwesten;
günstige Wohnlage Süden bis
Wohnraum mittags bis abends
Südosten.
Kalte Winde im Winter von
Norden bis Nordosten.
Zur Sicherung gegen Verbau-
ung oder Aussicht sollte man
Grundstücke bevorzugen, deren
EllplatzlEßzlmmer morgens bis abends Nachbargrundstücke an der
Sonnenseite bebaut sind, weil
Orientierung von Wohnräumen dann Lage und Grundriss des
Hauses danach gerichtet
werden können und nicht später
N
die Sonne verbaut werden kann.
Klnderzlmmer mittags bis abends
Grundstücke an Berghängen
Grundstücke unterhalb der
Höhenstraßen sind besonders
o günstig.
Hier kann man unmittelbar an
das Haus heranfahren, Garage
Schlaf2lmmer nachts, kann am Haus sein, Bergwasser
Morgensonne
wünschenswen wird von der Straße durch Ent-
wässerung abgehalten.
A - 100· Sonne am kürzesten Wintenag
B - 200' Sonne von FrOhlingsanfang bis Nach der Tal- und Sonnenseite
Herbstende liegt der Garten ruhig und von
C - 300' Sonne am längsten Sonnentag
anderen Gärten umsäumt.
Diagramm zur Sonneneinstrah-
4 luog in den Jahreszeiten

20
Weite, Enge HAUS LAGE
-+[JJ

Nachbarn Günstige Baugelände für Wohnbauten in der Regel im Westen und


Süden unserer Städte, weil der Wind meist vom Süden bis Westen
, Nachbar·
" häuser bzw. aus Südwesten weht, frische Luft vom Lande bringt und den
Rauch und Dunst der Stadt nach Norden und Osten abweht. Diese
Gegenden daher weniger zum Wohnen, sondern mehr für Industrie
geeignet. In bergigen Gegenden oder an Seen können die Verhält-
nisse umgekehrt sein, denn sonnige Süd- und Osthänge im Norden
und Westen einer Stadt im Talkessel sind gesuchte Bauplätze für
Einzelhäuser.
An Flüssen und Seen baut man wegen Mückenplage und Nebel
nicht allzu nahe ans Wasser, am besten unmittelbar unterhalb der
Beziehungen des Wohnhauses zu Beziehung des Wohnhauses zum
seiner Umgebung 2 GrundstOck Straße dem See zu, mit dem Garten vor dem See - [8].

.~: . . . ::'
::: ..

Haus freistehend einseitig angebaut IJejdseilig angebaul Wohngarten


eingeschränkt
nulzbar
Vorgarten

Stellung des Hauses auf dem GrundstOck u. bauliche Einbindung in NachbaJbe- Zonierung des GnunstOcks mit Wirkung auf die Gestaltung des Wohnungsgrund-
bauung 4 risses , die Anordnung der Räume (Funktion.bereiche)

~~~ E3 E3 ~
Grenze
I
: Bauf!ucht
' TI
?,:·". .
rd?lJ E2J "~,, s~ E3 E3
" y,••••'

beste Lage'

~=~' I III~ ~ ( ~
I LO~~~ ____- L____-NURD
6

GOnstige Hauslagen an Ost·West-


Straßen
r.;-,
I6I
GOnstige Hau"lagen an Nord·Sild-
Sir. Ostseite der Straße ist am
günstigsten
,71 "~' I i r-==
'm
Grundriss 1 1·-- "", ~~:~':
LandSChaft l " ,

Einbindung des Hauses in den stadtebaullchen u. landschafUlchem Zusammenhang

8 GOnstige u. ungOnstlge Lagen an BerMngen u, Straßen 9


:::::""""""""""
Stark abfallendes HanggelAnde

21
WOHNUNGSBAU

i
Hauslypen

~ .: ~ :;:ts:: : I tf::J:':; 1 ~: 1I iI~T


Gebäude mit zugehörigen

~T :"'' ' ':.'' 1~T~r


~T
~f~~
GrundstOcl<en 0 0 :\. (I') ":':':::: U')
.'. 'Cf
;j;j ~ .::j:; <;j
::::;:t:::i:::: N . :::.:

: l' 1
Freistehendes Einfamilienhaus Doppelhaus Ketten·Ganenhofhäuser Reihenhäuser

13 15 5,5 5,5 7,5


1 Mindest!rontbreite m (wünschenswert) 20 20 15 13.5 (13,5)·
2 GrundstOckstiele min. m 22 20 20 20 18,5 17,5 24
(26) 30 25
GrundslOcl< (wOnschenswert) (25) (25) (25) (25) (25) (20)

Mlndestgröße des qm 440 262 130 165 188


3 400 300 260 250 (236)
GrundstOcks (500) (500) (375) (325) (338) (143)
(300)
4 Zzgl. Flachenanteil qm lOr (30) 30
sep. Garage oder Stellplatz
262
5 Grundsh1cksfläche qm • Neltowohnbauland 440 400 300 260 2SO (266) 160 165 188
(4 +5) (500) (SOO) (375) (325) (338) (173)
(330)
6 Übliche Anzahl der Voilgeschosse 1 1·2 1· 2 2 (1 )- 2 1 2
7 Durchschniltl. BruttogeschossllächeiHaus qm 150 160 ISO 160 150 150 130 130 ISO
0,34 0.4 0,5 0,62 0,6 0,57 0,8 0,78 0,79
8 Geschossflächenzahl GFZ rechnerisch (0,3) (0,32) (0,4) (0,5) (0,45) (0,45) (0,75)
9 Max. zulässig GFZ ., 0,5 0,5 0,8 (0,5)-0,8 0,6 0,8
Max. zulässig GRZ •• 0,4 0,4 0,4 0,6 0,4
10 Durchschnitti. EWIWE Wohnungsbelegung 3,5 3,5 3,5 3,5
11 Neltowohnungsdichte WEiha max . 22 25 33 38 40 38 62 60 53
Schwankungsbereich 20-25 26-38 29-40 SO-62
12 Neitowohndichte EWlha max. 77 88 116 133 140 133 217 210 186
Schwankungsbereich 70-90 90-130 100-140 170 - 210
13 Durchschnittliche WEiha 24 28 42
Brutlowohnungsdlchle ••• 17 18 28 28

11 Übersichi DIchtewerte bei Einfamilienhäusern


:·-s:=:.=.:u=:u NVO§ 19. 2C
••• DiHorenz NeI1X> zu BnJ11owohn1>auJand 2C -

Doppelhäuser --00 [2]-[5]


Gebietstypische Hausformen
Beispiele Weitgehende Freiheit der
Grundrissgestaltung und aus-
reichende Anpassungsfähigkeit
hinsichtlich Besonnung.
Oft gleiche bzw. geringfügig va-
riierte Haustypen. Auch als
individuelle Baumaßnahme, sei-
ten als Addition eigens ent-
worfener Haushälften.
Mindestgröße des Einzeigrund-
stücks 375 m2 - [2]-[4].
Doppelhäuser

11/:1geschosslg 2geschosslg 2geschosslg


Satteldach Satteldach 4 Aachdach

Häufig als Bauträgermaßnahme


Offene Bauweise, Garagen oder
überdeckte Stellplätze auf pri-
vatem Grundstück (im seitlichen
Grenzabstand) üblich.
FO Meist im Bebauungsplan bereits
festgelegt.
111~:!:I :!i:'~lil;:I;1


Straße

t
5 Doppelhäuser Erd· u. Obergeschoss Schnitle

22
WOHNUNGSBAU ~ 1Il
Gartenhofhäuser

Gartenhofhäuser -+ [1]-[4]
Gemeinschaftliche Bauform als
Reihung gleicher oder abge-
stimmt variierter Haustypen.
Oder als Reihung individuell
entworfender Häuser (gestalte-
rische Abstimmung bzw. Fest-
setzungen erforderlich). Ge-
schlossene Bauweise, hohe
VerdiChtung bei gutem Wohn-
wert möglich. Garagen / Einstell-
Elogeschosslg plätze auf privatem Grundstück,
3 Aachdach
im Straßenraum oder in
Sammelanlagen.
Als Addition individueller, oder
als kollektive Bebauungsfarm
~ möglich. Freiheit der Grundriss-
FD gestaltung.
Einheitliche Gestaltung be-

mild züglich Dachform, Material, De-


tailausbildung und Farbgebung

fJfl
12-18"
erforderlich. Hohe Verdichtung
bei gutem Wohnwert. Grund-
stücksmindestgröße 270
18-22"
m2/Haus. Garagen/Einstellplatz
auf privatem Grundstück oder
Sammelanlagen ---+ [4].

4 Ganeoholhauser Schn~le

Reihenhäuser -+ [5]-[8]
Reihenhäuser
Gemeinschaftliche Bauform als
Reihung gleicher oder
abgestimmt variierter Haus-
typen, offene oder geschlos-
sene Bauweise, hohe Ver-
dichtung bei gutem Wohnwert
möglich, besonders wirt-
schaftliche Hausform, Ga-
ragen / Einstellplätze überwie-
gend in Sammelanlagen.
Einheitliche Grundriss- und Be-
bauungsfarm. Anpassungsfähig-
Zwelgeschosslg Zweigeschosslg Satteldach
keit hinsichtlich Besonnung ein-
Zwalgeschossig
5 Satteldach 6 Flachdach 7 VerselZle Geschosse geschränkt. (Grundrisse müs-
sen auf günstige Besonnung
abgestimmt sein.)
Reihenhaus ist bei gutem
Straße
Wohnwert die wirtschaftlichste
Form einer Wohnung mit Garten
---+ [8].

I
~. :/::{~i ~
N

i ~t;;i
I
I
I
I
diO _.. , lOG

B Reihenhäuser Erd- u. Obergeschoss Schnitte

23
Kettenhäuser
WOHNUNGSBAU
-+QJ
Kettenhäuser -+ [1]-[9]
Kollektive Bebauungsform,
einheitliche Konzeption aus
Grundrissen u. architek-
tonischer Gestaltung. Ausreich-
ende Anpassungsfähigkeit hin-
sichtlich Besonnung.
Empfehlenswerte Bauform, da
günstige Verdichtung bei hohem
Wohnwert, flächensparende u.
wirtschaftliche Erschließung
, geschossig Saneldach
'-2 g~hossig '-2 geschosslg
Salteldach
möglich. Mindestgröße des Ein-
Pultdach
zelgrundstücks 225 m2 ~ [4]-
[6].
Gebietstypische Hausformen Überwiegend als einheitliche
Beispiele Entwurfskonzeption (Bauträger-
maßnahme), seltener als Addi-
tion von Individualbauten (ge-
stalterische Abstimmung bzw.
Festsetzungen erforderlich).
Offene (max. 50 m) oder ge-
schlossene Bauweise, günstige
Verdichtung bei hohem Wohn-
wert möglich. Garagen/Einstell-
plätze auf privatem Grundstück
oder in Sammelanlagen.

1-2 geschosslg , • 2 geschosslg Zwelgeschossig


4 Flachdach 5 Pultdach Flachdach

Stadthäuser .... [8]-[11]


Gemeinschaftliche Bauform als
Reihung gleicher oder abge-
stimmt variierter Haustypen, in-
dividuell entworfener Häuser
(gestalterische Abstimmung
bzw. Festsetzung erforderlich),
geschlossene Bauweise, hohe
Verdichtung bei gutem Wohn-
wert möglich.
Legende:
<1 Hauseingang
+- Hauptorientierung
10,00 ~ Nebenorientierung
1,2,3 Wohnbereich
7 Kenenhäuser Erd- u. ObergeschoB Schnitte 4,5 Schlafbereich/Bad

Stadthäuser
).

Legende
SO Satteldach
PD Pultdach
FD Flachdach

Drelgeschosslg Drelgeschossig 2 -3 geschossig Drelgeschosslg


Satteldach Flachdach Pultdach 11 Flachdach

24
SONNENLICHT
Richtige Stellung der Gebäude und Fenster zur Sonne, um ihre
wohltuende Wirkung zu nutzen oder sich ggf. gegen ihre lästige
Hitze zu schützen, ist für den Nutzungswert eines Baues
entscheidend. Erwünscht ist der Sonneneinfall im Allgemeinen in
allen Räumen im Herbst und Winter und in den Morgenstunden.
Nicht erwünscht ist der Sonneneinfall im Allgemeinen in den Mittags-
und Nachmittagsstunden in den Monaten Juni bis August. Durch die
richtige Lage des Baues - [6]-[9] und entsprechende bauliche
Vorkehrungen sind diese Bedürfnisse zu erfüllen. Die Form der Fen-
sterleibungen und Sprossenprofile soll den Sonneneinfall nicht stark
beengen. Hohe Fenster lassen die Sonnenstrahlen am tiefsten in
Sonnenbahn Oel Wintersonnenwende ~ W, Oel Tagundnachtgleiche • T, Oel
den Raum hinein.
Sommersonnenwende . S, In ihrer Beziehung zum Haus oder Beschauer In unse-
rer landschaft (51,5° Breite)

Nordlenster im
Su. N Sommer 17 Std.
o

-f-
Im Schatten

W 2 Std. 45 Min. Sonne W 7 Std. Sonne


T 5 Std. 45 Min. Sonne T 12 Std. Sonne

\;P!~~~~~~~[::U:US1""""'" 't'
S 12 Std . Sonne

So"",

~ _... /
Schnill Schnilt
Nordfenster erhalten nur sparllche Sonne Im Sommer um die Sommersonnenwen-
de herum. SOdrenster haOen lIaehe Strahlen im Winter und Steilstrahlen Im
Ost- und Westlenster erhalten zur Tagundnachtgleiche waagerecht einfallende Sommer. Sie eignen sich besonders fOr Räume, die Sommer wie Winter Oesonnt
2 Strahlen, die zur Sommersonnenwende ansteigen 3 sein sollen .

.............
..... ........
.............
........... ....
...........
.............
SOu. SW ....... ...... NOu. NW
W 3 Sid. 42 Mln. Sonne
T 6 Sfd. 30 Min. Sonne ...... " .:.:.:.::::':::.':: W - Std. 15 Min. Sonne
T 3 Std. 27Mln. Sonne
S.......... ~, . . .•
S e Sld. f 5 Min. Sonne 5 6 Std. 25 Min. Sonne

----;
........
... --_ ... \
I
Schnilt Schnitt

Nordost- und Nordwest/enster erhalten im Winter keine Sonne, aOer wirkungsvol -


Südost- und Südwest/enster werden günstig Oesonnt im Sommer und im Winter le Besonnung schon Im FrOhjahr und Im Herbst Im Sommer lällt die Sonne waa-
4 durcllllache, tief eindringende Strahlen 5 gerecht herein.


Nord •
Nord •
Nord •
Nord

'1z"'I'' 0
"'6> "10 ......
~'3-o. '?)~
".,. ,.
Ostwestzeile: BestIali für Klein-
"? Nordost-Südwest-Zelfe: Best/all
NordsOdzelle: Belde Seiten be- wohnungen, 1-2 Zimmer, nach Nordwest·Südost-Zeile : GOnstig
sonnt, keine Nordfenster, aber Süden Wohn- u. Schlafzimmer für Großwohnungan. nach Nord- für 3- bis 4-Zlmmer-Wohnungen,
auch kein SOdfenster, daher im (ggl. bis zur Nordseite durchge· osten Schlaf- und Wirtschafts- nach Sildosten Wohn- und
November, DezemOer und Januar hendl, nach Norden Treppe, Bad, räume, nach Südwesten Wohn- Schlafzimmer, nach Nordwesten
6 In allen Räumen keine Sonne 7 Vorraum, KleinkOche usw. 8 und Kinderzirn mer 9 Wlnschafts- und Nebenräume

25
SONNENLICHT
Ermittlung der Besonnung von Bauten
von H. B. Fisher - W. Kürte -+ []
Anwendung
Nach diesem nachstehend dargestellten Verfahren kann die Beson-
nung eines geplanten Baues sofort abgelesen werden, wenn man
den auf durchsichtigem Papier gezeichneten Bauplan seiner
wirklichen Himmelslage entsprechend über die Sonnenbahntafel
legt oder umgekehrt. Die nachfolgenden Sonnenbahnangaben
o beziehen sich auf das Gebiet von 51,5° nördl. Breite
(Dortmund-Göttingen-Halle-Militsch).
Für den südlichsten Teil mit 48° nördl. Breite (Freiburg i.B.-Mün·
chen-Salzburg-Wien) sind zu den eingezeichneten Sonnenhöhen
3,5° zuzurechnen.
Für den nördlichsten Teil mit 55° nördl. Breite (Flensburg-Born·
holm-Königsberg) sind 3,5° abzuziehen. Die in den zweiten äuße-
ren Ringen angegebenen Grade beziehen sich auf den "Azimut", das
ist der Winkel, mit dem man die scheinbar ost-westliche Bewegung
der Sonne in ihrer Projektion auf die waagerechte Ebene misst. Die
im äußeren Ring angegebenen Ortszeiten decken sich innerhalb
Sonnenbahn zur Zeit der Sommer· Deutschlands mit der Normalzeit für den 15° östlicher Länge
Sonnenwende (annähernd 2t. Juni) (Görlitz-Stargard-Bornholm = Meridian der mitteleuropäischen
Zeit). Bei Orten auf Längengraden östlich davon ist die Ortszeit je
nach Längengrad 4 Minuten früher als die Normalzeit, für jeden
Längengrad westlich vom 15°= 4 Minuten später als die Normalzeit.
Für Potsdam unter 13° östl. Länge von Greenwich ist die Ortszeit
demnach 8 Minuten später als die Normalzeit.
Besonnungsdauer
Der mögliche Sonnenschein ist ziemlich gleich lang an den Tagen
vom: 21. Mai bis 21. Juni = 16 bis 16 3 /4 Std., 21. November bis 21.
Januar = 81/4 bis 71/2 Std. In den Zwischenmonaten ändert sich die
Besonnungsdauer monatlich um fast 2 Stunden. Die wirkliche Be-
sonnung beträgt gegenüber obigen Angaben infolge Nebel- und
w Wolkenbildung kaum 40%. Der Wirkungsgrad ist in den
~-===""--- verschiedenen Orten sehr unterschiedlich. In Berlin sind die
Verhältnisse besonders günstig (im Juli fast 50%, Stuttgart 35%).
Genaue Auskunft darüber geben die staatlichen
Beobachtungsstellen der in Frage kommenden Landschaft.
Sonne und Wärme
Die natürliche Wärme im Freien hängt vom Sonnenstand und der
Wärmeabgabefähigkeit des Erdbodens ab. Daher hinkt die Wärme-
kurve ungefähr 1 Monat hinter der Sonnenhöhenkurve her, d.h. der
wärmste Tag ist nicht der 21. Juni, sondern er liegt in den letzten
Tagen des Juli, und der kälteste Tag ist nicht der 21. Dezember,
sondern er liegt in den letzten Tagen des Januar. Natürlich sind auch
2
hier die Verhältnisse örtlich außerordentlich verschieden.

Sommersonnenwende
".

/
&"
~O~~""

"'' ' >' ' ;'


~",,>,
"
",~

Tag· u. "'" I
Nachtgleiche ',_
----------- ~~- -------
"

." .
" ,., ,
....'
' .'
,.,
".
Weslselle: Ulstige Westsonne u.
SOdselle: Sonne und Wärme drin- Ostseil.: Die flachen Sonnen· Wetterschlag im Sommer werden Plankenzaun oder BalkonbrOstung
gen im Winter tier ins Haus. Im strahlen im Osten gestatten breite, durch belaubte Bäume am besten In dieser Form lässt die meisten

3
Sommer werden Sonne und Hitze
von Fenster und Wand femgehal·
ten
414 meist auch windgeschOtzte Ter·
rassen, ohne den Sonnenelnrall zu
behindern
5
abgehalten, die die Wintersonne
~~~:n.laubloses Geäst Ins Haus
6
Sonnenstrahlen durch - a, wi r11
die Obrigen Strahlen weller
schützt gegen Sicht u. Wind - c
b,

26
besonnt von 14_ 20 lSa
. 6'/. Std.

Kurz nach 11 h beginnt


bei der Nordostseite die
Beschaltung. kurz nach
13 h liegt auch die Süd-
oslseite Im Schatten ,
während die anderen
Seilen zu den enlspre-
chenden Seiten besonnt
werden.

Sommersonnenwende

beSOrInlvon 9 45- 18 - be:sonnl "'00 6-9"u


_8 It.Sld, _ 3 3/.Std.

Die Nordostseite liegt


kurz nach 10 h Im Schat-
ten. die Südostseile kurz
vor 15h.
SiKIo.t

Tiefe Durchsonnung
am Morgen, Ourch.ctmlnllc1!8 jahrliche GIobaI_lung in kWl\lm' 0 (1976-1989)
angenehme
DurchwArmung Im
Sommer. stärkste
AbkOhtung Im Winter ~' .
2 Tag- und Nachtgleiche ~\I"besonnt WO 14"D- 18 ~ - 3'1 .. Std. 5 Sonnenstrahtungskarte

SonnenSIellungen mittags an
beSOnnt von 9-'5 ~' entscheidenden Tagen des
_6 1/.Sld. Jahres. Die Entfernung der
Sonne vom Beschauer ent-
spricht dem tnneren Halb-
messer der Sonnenbahn-
zeichnungen mit der punk-
Oie Nordostseile wird tierten Sonnenbahn im
knapp eine Stunde be- Grundriss. der eine Grund- 21. D9zsmber
sonnt, die Südoslseite riss-Projektion der jeweiligen
erhalt kurz nach 15 h Sonnenhöhe darstellt.
Schatten

3 Wintersonnenwende

Sonnenhöhe
w o

"...-.,L------', ..• F.. t.leltung do< Be"",nung _r Bescllattll"ll


eines Baues zu einet beslimmten Jahres- uruj Tages-
'eil ('.B. Tag- und Nac/1lgleic,," 11 h) wird do< All-
multlwinkel Im Grundriss an die in Frage kommeru1e
Eek8 ongetragen. EI beSlimmt Im Grundri .. dia Scna'-
!angrenze. aul welche d!e SonnenhOhe (wirkJicher
Uchtslrahll In UmklOP1l<Jng Ol"ll"ze""'no' wIrn. Der
sel'lkrechl auf Gruoorissschcnten gewonnene ~nill
' . Obe~fogen In den Aolriss. gib' In Vorhlndung mU Sonnenbahn
Geb4udft.Obef1wlfe SchauengfenZIEII aul Vorder1ronl Wintersonnenwende (annahemd 21 . Dezember), kürzester Tag des Jahres,
6 51.5° Nördliche Breite (Dortmund-Halle)

27
3
Baukonstruktion
Baugrube Gebäudeeinmessung 30
Fundamente Einführung 31
Gründung 32
Bauwerksabdichtungen 33
Dränage 34
Mauerwerk Aus natürlichen S1einen 35
~~~~M~~ ~
Wesentliche Wandkontruktionen 37
Mauerziegelverbände 38
Decken Deckenformen 39
Decken und Fußböden 40
Deckensanierung 41
BOdenplatten Verlegebeispiele Keramische Bodenplalten 42
Verlegebeispiele Fliesen und Parkett 43
Dächer Dachformen 44
Dachtragwerke 45
Dachstuhl 47
Dachausbau 48
Dacheindeckungen 50
Schornsteine 51
Flachdach 52
Dachbegrünung 54
Fenster Dachwohnraumfenster 58
Fensterarten 59
Sonnenschutz 61
Abmessungen 62
Balkone Beispiele 63
TOren Allgemeines 64
~~ ~
Tore 66
Treppen Formen 67
Details 69
Wendel-, Spindeltreppen 70
Aufzüge Kleingüter-, Hydraulikaufzüge 71
In Wohngebäuden 72

Das Kapitel Baukonstruktion behandelt die wesentlichen Aufgaben-


bereiche des Bauens. Es werden die verschiedenen Konstruktions-
prinzipien im Bereich des Rohbaus vom Keller bis zum Dach aufge-
zeigt. Statische und bauphysikalische Einflüsse werden hierbei
ebenso thematisiert wie normative Festsetzungen.
BAUGRUBE
GEBÄUDEEINMESSUNG

Sollte das Grundstück noch nicht


vermessen sein, muss Ver-
messungsingenieur beauftragt
werden . Im amtlichen Lageplan
wird dann das Haus eingezeich-
net ~ [1]. Wichtigster Bestandteil
des Bauantrages. Nach erteilter
Baugenehmigung wird das Haus

*.-.- _.-.- '


- - ~ Visierbruch Straße
auf dem Grundstück abgesteckt
~ [2], [3]. Die vorgesehene

Der Lageplan mit dem eingelrage- Das geplante Haus auf dem Baugrube wird mit Holzpflöcken
nen Gebäude GrundstOck eingemessen markiert ~ [4], [5]. Baugrube
muss größer als das Haus sein.
Arbeitsraum ;" 50 cm ~ [5] , [6].
Pflock Böschungswinkel hängt von der
. ....~.. ......,"'1!1/
tt"!........""."' !"'
. _ Bodenstruktur ab. Je sandiger der
Boden, desto flacher ~ [4]. Nach
dem Erdaushub werden von den
Arbeits- Winkelböcken ausgehend die
raum
Fluchtschnüre gespannt ~ [6],
die die Außenmaße des Ge-
bäudes wiedergeben. An den
Kreuzpunkten werden mit Hilfe
Bodenart Böschungswinkel
eines Lotes die Außenecken des
Fels 90' Hauses ermittelt. Auch die Höhe
leichter Fels 80·
Schwerer Boden 60· muss vermessen werden ~ [8].
'-
leichter Boden 40' Man orientiert sich an Maßen in
längere Geländeflucht ,--: \
(Fluchtsehnus oben) :...-.....;.~-'" der Umgebung.
4 Baugrube

SchnurgelÜst
\ kOrzos!e Gebäudefl uch!
(Fluchtschnur unten)

Messlatle an der
GrundstOeksgrenze

Verschwertung

Das Haus in der Baugrube 6 so wird das Gebäude eingemessen

Nachbargebäude
Baugrube IOr geplantes Gebäude

Nivellierinstrument
=-+__ ________OK Erdgeschoss
"'_0:90
____ _

~~""~,.,.,.,.~~~~=;b.~~~ -----y- -- ---

Oie Vermessung der HOhen fOr das Gebäude

30
FUNDAMENTE
Nur wenn das Fundament tief
genug in die Erde gelegt ist,
kann ihm der Frost nichts anha-

. . .1Q. '
ben.
Nur wenn es breit genug ist,
kann es die Lasten, die ihm auf-

:.," .-...: '. . '. : ..


.. :
gebürdet werden, tragen. Nur
das richtige System wird mit
... ~ ' :.-.: ....:
' '

:..:'~. '.:..... ~ ... .


schwierigen Böden fertig.
Sonst sinkt das Haus oder wan-
dert. Die Mauern stellen sich
Welche Tonllnse wird durch Haus- schief und es entstehen Risse.
gewicht zusammengedrückt. Bo- Schwerer Baukörper Unterkellerter Bauteil Ist schwerer
den gibt einseitig nach stärker als leichterer u. sinkt mehr Böden teilt man in vier Gruppen.
1. Fels, 2. Nichtbindige Böden
(Kies, Sand), 3. Bindige Böden
(Schluff, Ton, Lehm), 4. Moor-
erde, Torf, Ton, angeschüttete
Erde (zum Bauen ungeeignet).
Einzel- und Streifenfundamente
~ [6) geeignet bei Gruppe 1 + 2.
Bei bindigen Böden (Gruppe 3)
Plattenfundament aus Stahlbe-
ton.
Bei tragfähiger Bodenschicht
erst in großer Tiefe: Pfahl-
gründung.

Einzellundamente 10r Gebäude ohne Obllche Bauart : Streifenfundamente


Innenfundamente durch Decke u, Keller
Wände stärker belastet. setzen
sich lIefer

Jl
Fundamenle gettennt

] }l;@ J~
~ -.t~
Ramm-
pfähle
Ortbefon Pfahl
AusfOhrurog bei Fundament neben mit Baustahl bewehrtes Planenfundament PfahlgrOndung
unterteilter Sohlplatte stehendem Gebäude
Risse müssen beobachtet wer·
Fundamentausbildung an Trenn· 6 GrOndung den, RIssverschiebung kontrolliert
5 bzw. Dehnfugen man mit Gipsmarken

---
DruCkverteilungslinle

Einfaches Bankeltlundament aus Verbreitertes. abgetrepptes Fun· Abgeschrägtes Fundament aus Noch breiteres Fundament aus
Magerbeton 9 dament aus unbewehrtem Beton 10 unbewehrtem Beton einer stahlbewehrten Betonplalte

31
FUNDAMENTE
Oberftächenwasser GRÜNDUNG

Geologischer Aufbau des Bau-


grundes kann durch die Eigen-
schaften seiner Tragfähigkeit,
Grundwasserstand und der Bo-
denqualität wichtige Vorausset-
zungen darstellen für die Be-
baubarkeit des Grundstücks.
Oberflachenwassar vom Grunclwasserwanna GrOndung wird Terrassengrundung.
Berghang erforderl ich erschwM Abfallender Hang Tragfähigkeit wird unterschie-
den:
1) guter Baugrund (Kies, Fels,
trockener Lehm)
lage U, Bodenbeschaffenheit bestimmen die GrOndung des Hauses
2) mittelmäßiger Baugrund
(Feinsand, feuchter Lehm)
3) schlechter Baugrund (Löss,
Schlamm, Aufschüttung)

Tragfähiger Baugrund gewähr-


leistet Standfestigkeit von Ge-

......
Auflast Aullast
bäuden, Straßen und Leitungen
~ [2]. Nicht tragfähiger Bau-
grund macht aufwändige Grün-
dung erforderlich (Pfahl- oder
, 0': . : .: .. '
PlaHengründung ,". , • Plattengründung) ~ [3], [4].
, .. Bauen im Bereich mit hohem
:~~~~sfet ::'::~.;':'~:':.><.i::~ Grundwasserstand kostet viel
Geld ~ [6], [7]. Grundwasser-
,la9~hlg~r ~~i/)77/ wannen erforderlich.
2 Gründung bei tragfähiger Bo<lenschicht 3 Bel nicht tragfähiger Bo<lenschichl

Auflast
Auflast

Straße kann absinken, Bruch


der Hausanschlusslellungen

iJ· •• . .. ---------
-.. .. '.

. .:.: ,'.: .'::';:', .·.·.~V. ~·:, ~:t :. ::.:' .: "If~...- ........

Tragfähiger Baugrund - Fels. Erschwernisse bei Ausschachlungen

Garage
OK, Gelände

:i':72~'
" -'-'-'
", ' "

Bei Absenkung von Bauteilen in den Grundwasserbereich werden .Grunclwasser·


6 Bel hohem Grundwasserstand. Hohe Koslen für Gründung 7 wannen· erforderlich. (Dichlung u. Gewichtsausgleich)

32
BAUWERKSABDICHTUNGEN
DIN 18195, 4095 ~ [J

Keller werden heute immer weniger als reine Lagerräume benutzt,


stattdessen vielmehr als Platz für Freizeitaktivitäten oder als zusätz-
licher Wohn- und Arbeitsraum.
Entsprechend der Wunsch nach mehr Wohnkomfort und Raumklima
im Keller.
Voraussetzung ist die Abdichtung des Kellers gegen von außen ein-
dringende Feuchte. Bei nicht unterkellerten Gebäuden sind Außen-
und Innenwände durch waagerechte Abdichtungen gegen aufstei-
gende Feuchtigkeit zu schützen -+[3]-[6].
Bei geneigtem Gelände Bergseite Bei Außenwänden Abdichtung 30 cm über Gelände -+ [3]-[6]. Bei
Kellergeschoss horizontal und besonders gut absperren, Berg-
vertikal gegen Erdfeuchtigkeit ab wasserableitung durch Dränage. Gebäuden mit gemauerten Kellerwänden sind in den Außenwänden
sperren - (7)-{12) 2 - [11]. [12) mind. 2 waagerechte Abdichtungen vorzusehen -+ [7]-[8]. Bei
Innenwänden darf obere Schicht entfallen. Für waagerechte Ab-
dichtungen in Wänden sind Bitumendachbahnen, Dichtungs-
bahnen, Dachdichtungsbahnen, Kunststoff-Dichtungsbahnen zu
verwenden .
Je nach Art der Hinterfüllung des Arbeitsraumes und der Abdichtung
sind für die Wandfläche Schutzschichten vorzusehen -+ [11]-[12].
OKGelllnde 7 OKGeUln<j°7 Unmittelbar an die abgediChteten Wandflächen dürfen Bauschutt,
Splitt oder Geröll nicht geSChüttet werden.

Auftreten des Beanspruchung der Art der Abdichtung


Wassers als Abdichtung gegen
Erdfeuchtigkeit Kapillarwirkung an Sperrschichten gegen
senkrechten Baukörpern Erdfeuchtigkeit

Abdichtung nicht unterkellerter Niederschläge Sickerwasser (drucklos) Sickerwasserabdichtung


Abdichlung nicht unterkellerter Gebrauchswasser an geneigten
Gebllude mit geringen Anfor- Gebäude m" geringen Anfor·
Baukörperllächen
derungen an die Raumnul2ung; derungen an die Raumnutzung;
SchOllung in Höhe der Wand- Fußboden in Höhe der Gelände· Grundwasser hydrostatischer Druck wasserdruckhaflende
3 abdichtung. 4 oberfläche. Abdichtung

tmgonde'
Fußboden
OK Fu6boden EG OK GolAnde

0)( GeI!ndo 7

Abdlchtung nicht unterkellerter


Abdichtung nicht unterkellerter Gebäude; tiefliegender Fußboden Abdichtung unterkellerter Gebllu·
Gebäude; Fußboden mh belüfte- in Höhe der umgebenden Gel!!n- Abdichtung unterkellerter Gebäu- de; Wände aus Mauerwerk auf
5 ten Zwischenraum zum Erdboden. 6 deoberlläche. 9 de; Wände aus Beton. 10 FundamentplaMn.

OKGeillnda
OKGeillnde7

,ng
l5'......"""'.....
~q.-.!SchlJu ,sd1lc1> t
Gittorsl nen
8US

~~;U~ng~~~~~~~~~~
+-siJt
DfAl1ro'1r Porensaug-
Abdichtung unterkellerter Gebäu-
Abdichtung unterkellerter Gebäu- NW100 w..... '
de mit geringen Anforderungen
an die Aaumnul2ung (Wände aus de; Wände aus Mauerwerk auf
7 Mauerwerk auf Slreifenfund.) 8 Streifenlundamenten. 11 Dränage und Abdlchtung 12 Schutzwand aus Gillersteinen

33
DRÄNAGE
Senkrechte und waagerechte
Abdichtung des Keilermauer-
werks reicht im Allgemeinen
nicht aus, um das Problem der
Bodenfeuchtigkeit aus der Welt
zu schaffen. Zusätzlich ist wirk-
same Wasserabführung in Form
einer Dränage notwendig. Drä-
nage-System wird als Ringlei-
Schmutzwasser tung um das Gebäude verlegt.
In Ausnahmefällen - z. B. bei
Schmulzwassersiel hohem Grundwasserstand -
HausanschlOsse wird gesamte Fläche zwischen
den Fundamenten gedränt ~
[3]. Dränage besteht aus perforierten, flexiblen Kunststoffwellroh-
ren. Durchmesser .. 10 cm. Einbau neben den Fundamenten ~ [3],
wobei als höchster Stelle 20 cm unter dem Niveau der Kellersohle-
SIraßenkontroll· Regenwasser· Oberkante zu beginnen ist. Mit dem Gefälle darf das Fundament
schacht konlrollschacht
nicht unterschritten werden. Das könnte Setzungen zur Folge
haben. An den Ecken der Ringleitung werden Reinigungsrohre auf-
gesetzt ~ [3], [7], damit sich das System bei evtl. Versandung
durchspülen lässt.
Dränwasser wird über einen Sammelschacht zum Regensiel oder
Sickerschacht abgeführt. Aus dem Dränwassersammelschacht wird
das Wasser mit einer Tauchpumpe in den Sickerschacht gepumpt.
Ring·
leitung ... i3j Dränrohr Damit Wasser nicht zurückläuft, muss Schacht .. 6 m vom Haus ent-
fernt sein. Einfacher ist Ableitung in Regenwassersiel ~ [2]. Zu
Dränwasser·
sammelschacht ... beachten ist, dass Leitung über Niveau des Straßengullys geführt
wird, damit bei Rückstau das Wasser nicht in die Dränage zurück-
2 Drän· u. Regenwasserableilung
fließt ~ [2], [5].

., .... ;' ...

Dränwasser kann in
Grundwasser ablließen
Oränwassersammelschachl mh
4 Slckerschachl fOr Dranwasser 5 Tauchpumpe

Dränwasser·
sammelschacht ... ~

Regenwasser-
Konlrollschacht

zum Regenwasserslei Sickerschachl - ~

3 Dranege Im Bereich der Fundamenie Dränage und Reinigungsrohr

34
MAUERWERK
AUS NATÜRLICHEN STEINEN DIN 1053
Mauern aus natürlichem Gestein werden nach Bearbeitungsart
bezeichnet: Bruchstein-, Zyklopen-, Schicht-, Quader- und Misch-
Mauerwerk ~ [1]-[8].
Wesentliche Natursteine: Sedimentgesteine (Kalk-, Sandstein), Er-
starrungsgesteine (Granit, Porphyr, Basalt, vulkanische Tuffe).
Durch Ablagerung entstandene Schichtgesteine sind in bruchgefun-
dener Lagerung zu vermauern ~ [1], [3], [4], das sieht schöner und
natürlich aus u. ist statisch richtiger, da Belastung meist senkrecht
auf Lagerschicht drückt. Eruptivgestein eignet sich für Zyklo-
Steine weitgehend unbearbeitet u. saH In penmauerwerk ~ [2]. Steinlängen sollen das Vier- bis Fünffache der
Mörtel verlegt. Höchstens alle 1.50 m
abgleichen Steinhöhen nicht über- u. die Steinhöhe nicht unterschreiten. Auf
guten Steinverband nach allen Seiten achten. Der Verband bei rei-
Trockenmauerwerk 2 Zykiopenmauerwerk nem Natursteinmauerwerk muss im ganzen Querschnitt hand-
werksgerecht sein.

Gesteln'Men Mlndesldruckfestigkeit
NImm'
Kalkstein. Travertin, vulkanische Tuffsteine 20

I~
weiche SandSleIne (mit lonlgem Bindemittel) u. dgl. 30
dichte (fesIe) Kalksleine und Dolomile (einseht. Marmor), 50
Basanla.. u. dgl.
Ouarzilische SandsleIne (mit \desetigem Bindemittel). Grauwacke 80
u. dgl.
Granit. Syenit. Diorit. Ouarzporphyr. Melaphyr, Diabas u. dgl. 120

91Mlndestdruckfestigkelten der Gesteinsarten


:::::::::::::::::::':'" ~~
Steine weitgehend eoonflachig. Fugen
verkeilt und mit Mörtet verfüllt. Mind. alle
~~~:~~·~~:·~:~d.12CmTiefe ~
bearbeiten. Steine können verschieden GOte\dasse
Steinlestigkeil
ß..
Grundwerte 0 0' )
MMelgruppe
1.50 m abgleichen sein. Mind. alle 1.50 m abgleichen NImm' I 11 lIa 111
MN/rn' MN/rn' MN/rn> MN/rn'
0.2 0,5 0.8 1.2
3 Bruchsteinmauerwerk 4 NI
Hammerrechtes Mauerwerk
•• 20
50 03
0,4
06
09 1,4
0.9 14
18
N2 • 20

·•
0,6 .1 1.6 2.0
• 50
20 0 ,5 1.5 2.0 2.5
N3 50 0.7
-. 25 3.5

~ I~
.100 1.0 2,5 3,0 _4,!L

·
1.2 2.0 2,5 3.0
• 20
N4 50 2. 3.5 4.0 ~ ,u
. 100 3.0 45 55 7,0
') Bel Fugendicken Ober 40 mm sind die Grundwerte 0 , um 20 % lU vermindern.
10 1 Grundwerte 0'0 der zulässigen Druckspannungen für Naturstelnmauerwe,k mit
,"'..........................-........--u NormaJmOrtel


FugenhOhel Neigung der Obertmgungs·
GOte- Grundelnstulung Steinlllnge Lagerluge lokior
\dasse M tan n 'I
NI Bruchstetnmauerwerk .0,25 t:O~ 30 . O,SO
Hammerrecnlos t;enicnten·
Steine auf mlnd. 15 cm Tiefe N2 mauerwerk ~0, 2O , 0.15 . 0.65
bearbeiten. Stoß· u. Lagerfugen senk·
recht zueinander. Rege1m. abgteichen
N3
N4
SCniClltenmauerwerl<
Ouadermauerwerk
.0 3
. 0,07
•. 0,05 . 0. 5
. 0,85

Unregelmäßiges Schichtmauer·
5 werk 6 Regelmäßiges Schlchlmauerwerk 1111 AnhaJtswerte zur Güteklasseneinstufung von Natursteinmauerwerk

a . 12
~.4cm
Mischmauerwerk mit slatisch wirk- Plattenverkteidung statisch unwirk-
Quaderrnauerwerk samem Querschnitt sam

35
St.lnformat OOnnfotmat Nonnalformat 1'1l Normalformat
MAUERWERK
~5.2 g 7.1 Y '1 .3 AUS KÜNSTLICHEN STEINEN DIN 105, 106,398,1053
~ ",? f-M&-I ,,'? ~ ,,'?
Abmesaunuen OF NF 11/, NF Jedes Mauerwerk unter Berücksichtigung der Verbandregeln, waa-
Linge/Stoß"';. 24cmrt cm gerecht, fluchtrecht und lotrecht ausführen.
Rohbaurk:f1tmaß (AR) 25cm12cm Bei zweischaligem Mauerwerk - [6], [7] darf die Decke nur auf die
BreitelStoßfuge 1'.5cm1' an Innenschale aufgelagert werden.
Mauerwerksschalen mit mind. 5 Drahtankern 3 mm Durchm. pro m2
RohbourlclllmaB (AR) t2cm . J4h cm . 1am
HOf1o/lage~uge 5.2 cmll .05 an 7.1 cmll.2an 11 .3 cmll .2 cm
verbinden.
Rohbourich""oß (AR) 6,25 cm • ..,. an _ '1, am - 8,33 an • BI, an .1IJ am 12.25 an _alhcm _1 am
Abstand der Drahtanker lotrecht 25 cm, waagerecht 75 cm.
Au ßenschale dient hierbei allein dem Wetterschutz. Durch das
Gnmdlage IOr die Abmessungen !sI OIN 4172. Maßordnung ImHochbau. 01. N.nnmaßo de, Stein.
ergeben sictl aus den AohbaurictllmaBen uf'd den tor das Mauerwerk festgelegten Fugendicken. Das Fugennetz der Verblendschale eindringendes Regenwasser kann
Roobaurichtma8 (AR) 12.5 cm wird auch als Adltelmeter {aml bezeichnet. Die Nenrvnaße sind die
wirklichen Maße, die eln Sautail haben soll.
an deren Innenseite ablaufen u, bei richtiger konstruktiver Ausbil-
dung weder in die vorhandene Dämmschicht oder das Hintermauer-
1j Steinformate werk eindringen.
Für Verblendschalen sind Vormauerziegel u. Klinker mit sehr gerin-
ger Wasseraufnahme geeignet, da Abwehr des Schlagregens vor-
240+300+365 wiegend an der Außenseite der Verblendschale erfolgt.
~
20
Verblendschalen haben mit 90-115 mm relativ geringe Schicht-
dicke. Wärmeschutz muss von der dahinter liegenden Wand geleis-
stet werden.
Dabei kann der zusätzliche Wärmeschutz einer Luftschicht sich vor-
teilhaft auswirken. Wärmedurchlasswiderstand der Verblendschale
bewegt sich je nach Dicke von Schale und Wand zwischen 0,09 u.
0,20W.
Der Schutz gegen Außenlärm ist abhängig vom Gewicht u. der Kon-
struktionsart eines Bauteils.
Je schwerer die Wand, um so höher der Lärmschutz.
Luftschichten zwischen den Mauerschalen verbessern zusätzlich
Elnschalige Außenwand
den Lärmschutz - [7].
Elnschallge Außenwand
2 Sichtmauerwerk 3 verputzt

115 175+240
1
15 240 80-100 I I1
~ 60

Dämmung Dämmung
Dämmung Lultschicht
Putz
Mauerwerk zweischalig mit Luft·
Elnschalige Wand mit Innendäm-
6 schichI u. Dämmung
4 Elnschalige Wand mit Thermohaut 5 mung Zweischalig ohne Lultschicht

MMel, Unterputz, z,B. Hoch· Dämmung


Stal1lmane, Spritzbewurl lochziegel Latten

Holzverklekfu ng an hochwämne- Holzverkleidung, Dämmung an


Mauerwerk verblendet mit Rlem· Mauerwerk verkleidet mit Däm· 10 11
8 chen 9 mung u. Riemchen dämmendem Mauerwerk Mauerwerk

36
MAUERWERK
WESENTLICHE WANDKONSTRUKTIONEN

Mauer.zlegel Kalksandsteine
MZ • Vollziegel KS • Vollsteine
HLz Hochlochziegel KSL a Lochsteine
KMz VolIklInker KSVm - Vormauersteine
KHLz Hochlochklinker KSVb _ Verblender
VHLz • Vormauer-Hochlochzlegel KSVmL _ Vormauersteine gelocht

VMz _ Vormauer-Vollziegel Letchtbeton· u. Belonstelne


HbL - leichtbeton-
Hohlblocksteine
PorenbetonSleine V Vollsteine
G Porenbetonblocksteine VbL Vollblöc!<e aus Leichbeton
GP ~ Porenbeton·Plansteine Hbn Hohlblocksteine
aus Beton

9 ISteinarten

Bezeichnung Länge Breite Höhe


in ern incm incm
DOnnformat DF 24 11.5 5,2
Normalformal NF 24 11 .5 7,1
11/2 Normalformat 1' /2 NF 24 11 ,5 11 ,3
2 1/2 Normalformat 21 /2 NF 24 17,5 11 ,3

~.~
'lt x. lCr, '<)( l(lIii.){
Steinformate
CI>
M

'"
CI>
M

'"
~ "
"-
Dehnungsfuge

141 Verankerung der Au ßenschale


Gegenseitige Abhängigkeit der Ziegelhöhenmaße (Vor.zugsgrOßen schraffiert):
Auf 1 m Höhe gehen 16 Schichten DF oder 12 Schichten NF

K<>pl· Längenmaße" Sc/1 ~ - HOhe<1maae In m bei Sieindic!<on in mm


:MI inm ,en
A 0 V S2 71 113 155 ' 75 233
I 0,115 0 ,135 0,125 I 0.0625 0.0333 0 ,125 0,1666 0.1875 0,25
2 0.240 0 ,260 0.260 2 0. 1260 0.1667 0.260 0.3334 0.3760 0 ,60
3 0,385 0 ,385 0 ,375 3 0. 1875 0,2500 0.375 0 ,5000 0.5625 0 .75
4 0 ,490 0 ,510 0.500 4 0,2500 0,3333 0,500 0 ,6666 0,7500 1,00
5 0 ,615 0 ,635 0 ,625 5 0,3125 0,4167 0 ,625 0 ,8334 0,9375 1,25
6 0 ,740 0 ,760 0 ,760 6 0 ,3750 0,5000 0 ,750 1,0000 1. 1250 1,50
7 0,865 0,885 0,875 7 0,4375 0.6833 0,875 1,1666 1.3125 1,75
8 0 ,990 1,010 1,000 8 0 ,5000 0,6667 1,000 1,3334 1,5000 2,00
9 1,115 1,1 35 1,125 9 0 ,5625 0,7500 1,1 25 1,5000 1,6675 2.25
10 1,240 1,260 1,250 10 0,6240 0.8333 1,250 1,6666 1,8750 2.50
11 l,ilö5 1,385 1,375 11 0 ,8875 0,91 75 1,375 1,8334 2,0625 2,75
12 1,490 1,5 10 1,500 12 0 ,7500 1.0000 1,500 2,0000 2.2500 3,00
13 1,615 1,635 1,825 13 0,8125 1.0833 1,825 2,1666 2,4375 3.25
14 1.740 1,760 1,760 14 0,8750 1.1667 1.750 2.3334 2.6250 3,50
15 1,865 1,885 1.875 15 0 ,9375 1,2500 1,875 2.5000 2,8125 3,75
16 1,990 2.0 10 2.000 16 1.0000 1,3333 2,000 2,6666 3,0000 4.00
17 2,115 2,1 35 2,125 17 1.0625 1.4167 2.125 2.9334 3,1875 4.25
18 2,240 2,260 2.260 18 1,1250 1,5000 2.260 3.0000 3,3750 4.50
19 2,355 2,385 2.375 19 1.1875 1,5933 2.375 3.1666 3 ,5625 4,75
20 2,490 2,510 2.500 20 1.2500 1,6667 2.500 3,3334 3,7500 5,00
1. A . ~Benmaße , o. OHnungsmaße, V . VOfSprUngma68
Gasbetonsteine geklebt
Porolon-Ziegel gemauert bzw. mll
Fugen 1 mm
Mörtel ve rgossen 111 Planungsmaße filr Mauerwerk

Stein· Slell1- Maae Anzahl Wand- je '" jom'


formal formal "om det clicl<e Wand Mauetwertc
L • B • H
Sc/1ic11l.
jo lm In ern
Siel..
SIOcl< LI,,,,
MII<teI Steine
S10ck
Mörtel
Uter
CF 24 x 11 .5 x 5,2 16 11.5 68 29 sn 242
~ 132 88 550 284
~
36.5 198 109 541 300
.,
-;;r
:;0; "
~ NF 24x11 .5x7,1 12 11 .5 50 28 429 225
24 99 60 ",2 265
H 36,5 148 101 406 276
~~ 2 CF 24 x t',5x 11 ,3 8 11 .5 33 19 286 193
H
r
24 66 49 275 204
36.5 99 80 271 220
2" 3 DF 24 x 17,5 x 11 ,3 8 17.5 33 28 188 150
24 45 42 185 175
4 CF 24x24x1 1.3 8 24 33 39 137 164
8 CF 24 x 24 x 23.8 4 24 16 20 69 99
Bloe:!<- Block· 49,S. 17.5 x 23,8 4 17,5 8 16 46 64
und und 49,S " 24 • 23,8 4 24 8 22 33 86
Hohl- Hohl- 49,S x 30 • 23,8 4 30 8 28 27 88
bIock· bIo<:k.

3h24X23.8 4 24 12 28 50 110
Innenwand sleir.e steine 37 x 30 x 23,8 30 .2 32 42 l OS
, A 24,5 x 36.5 • 23,8 4 ilö.5 18 36 45 100
Monlagewandsleine mit Dämmung
u. MörlelfOllkanälen 121 BausloHbedarl tOr Mauerwerk

37
MAUERZIEGEL·
VERBÄNDE

Blockverband Läuferverband mit MItteIversatz Läuferverband m~ 1/4 steigendem


Versatz

Kreuzverband
2-Läufer: I Kopf-5chlchl abwech-
selnd mit KopfschIcht 31 Uluferverband mit 1/4 Versatz
41 Läuferverband mit 1/4 rechts u,
links steigendem Versatz

Im'Af 10'&0 w..-m


= = W/M 10'A1

--=
tlj

= V//M
V//hl
I -Kopf; I -Läufer schichtweise abwech- Loch 1/4 x t /2 Ziegel
selnd

W ')'.11

W 01
W m

I -Kopf; I -Läufer schichtweise

151
I-Kopf; 2-Ulufer schichtweise abwechselnd mit 1/2 links steigen-
abwechselnd 6 dem Versatz Loch t • 1/4 Ziegel

Hochkantwandverkleidung über Hohlwand aus 2 x 1/4 Ziegelscha-


Hohlraum durch Anker mit tnnen- len verbunden durch Kopfschicht Ornamental wlrl<ende Ziegelmau-
u_hochstehende Ankerziegel er m~ versetzten Hohlräumen
wand verbunden

Bodenbelag aus ganzen u, halben


13 Bodenbelag aus ganzen u_ halben 14 Ziegeln 15 Hochkantziegel (Fischgrätmuster) 16 Hochkantziegel (Flechtmuster)
Klinkern

38
DECKEN
DECKENFORMEN

Decken müssen Räume nach oben abschließen, Geschosse durch


Decken trennen und entsprechende Nutzung in den jeweiligen
Geschossen ermöglichen. Decken sind einzuteilen nach:
Hauptbaustoffen aus natürlichen und künstlichen Steinen, aus
Beton, Stahl, Holz u. Leichtbeton.

Nach statischer Sicht: ebene, biegebeanspruchte, geWÖlbte druck-


beanspruchte Decken.

Fertigteildecke mit FOlikOrpem


Ziegeldecke mit vorgefertigten Nach Herstellungsart: Herstellung vor Ort, vorgefertigte Teile vor Ort
Trägerelementen
kombinieren, Fertigbausysteme.
Mindestauflagertiefen:

- '" 7 cm auf Mauerwerk, B5, B 10


- '" 5 cm auf B 15 - B 55, Stahl
- '" 3 cm bei Trägern aus Stahlbeton
u. Stahl, wenn seitliches Ausweichen verhindert wird
u. 1 '" 2,50 mist

Faustregel: 1/2 Wandstärke = Auflager Decke.

Massive Deckenscheiben bestimmen zusammen mit den ausstei-


fenden Wänden die Standsicherheit des Gebäudes.
Fertigteildecken mit statisch nicht mitwirkenden Füllkörpern ..... [1],
[2].

Stahlsteindecke vollvermör1eh Stahlsteindecken mit Ziegelhohlkörper (mittragend). Bewehrung in


Rippen ..... [3], Spannbeton-Hohldecke, bis 16 m Spannweite. Durch
Vorspannung geringe Konstruktionshöhe ..... [4].

Örtlich hergestellte Decken:


Keine sofortige Belastung, schrittweises Ausschalen, Abbindezeit
einhalten, hohe Baufeuchtigkeit.

Teilmontagedecken:
Grundrissform u. Abmessungen bestimmen Einsatz vorgefertigter
Elemente.
Herstellung von Deckenfeldern aus tragenden oder nichttragenden
Füllkörpern, je nach System geringe oder keine Schalungsarbeiten,
verminderte Baufeuchtigkeit, beschleunigter Baufortschritt.

Vollmontagedecke:
Schnelle Montage u. sofortige Belastbarkeit, zügige Baudurch-
Gasbeton-Deckonplatlen
führung.

7 Dicht verlegte Balkendecke 9 Stahllrägordecke mit Ausfachung 10 TI·Plane


Stahlbeton

39
DECKEN UND
FUSSBÖDEN
Konstruktionen:
Holzbalkendecken ---+ [1]-[5],
Stahlträgerdecken, Massivdek-
ken aus Beton , Hohl- und Füll-
körperdecken, Decken aus
Deckenplatten (Leichtbeton, Po-
renbeton, Hohlplatten), Spann-
betondecken, Stahlsteindecken.
Parkettfußboden:
Aus naturgewachsenem Holz
DIN 18356 u. DIN 280 in Form
Balkendecke 2 von Parkettstäben, Tafeln,
Mosaikparkettstäben, Parkett-
dielen ---+ [8]- [1 0].
Die Oberschicht der Fertig-
parkett-Elemente besteht aus
Eiche oder einem anderen
Parkettholz in drei verschiede-
nen Sortierungen. Holzarten für
Dielenfußböden: Deutsche Fich-
te/Tanne. Dielen mit Nut- und
Feder: Nordische Fichte/Tanne,
Amerikanische Redpine-Dielen,
Pitschpine-Saps-Dielen.
HOlzpflaster:
(Stirn holz) Quadratisch oder
rund auf Unterbeton verlegt -->
Holzbalkendecke Holzbalkendecke unten offen Holzbalkendecke mit SchOltung [11], [12], DIN 52 183, 68 702.

Betondecke
- - Dämmung
, - - - - - PE-Folie
Warmwasser-Heizung
Estrich
Zwischenlage
Fenigparkell

tragende Wand
Plaltendecke = Flachentragwerk
aul Fuß-
Plattendecke Stahlbetonplatlendecke

8etondecke
.--- - - - Betondecke Voranstrich Estrich
, - - - - - Dammung
Estrich
Lagerholz
Dämmung
~
~
Klebemasse
Pappe
Spezialkleber
Holzpllaser
Zwischenlage Fertlgparkelt Klebemasse
Fertigparkett I I Holzpflaster

Unter1Jo-

40
r---- - Betondecke DECKEN UND
, - -- - -- Betondecke
r-- - - - Dämmung
, - - -- - Filzst,eifen
Lagerholz
FUSSSÖDEN
Lage,holz Feuchteisolierung
Hobeldiele Dämmplatte Fußböden bestimmen entschei-
Parkett
dend den Gesamteindruck der
Räume, ihre Pflegekosten, den
Wohnwert. Als das meistbelas-
tetste Bauteil muss er alle
Verkehrslasten (Personen, Mö-
bel, usw.) im Raum aufnehmen.
Gebräuchlichster Aufbau:
Estrich, Trittschalldämmung auf
Betondecke -+ [1]. Wesentlich
teurer Hobeldielen (Kiefer) auf
1 Teppich auf Betondecke Weichfaserplatten -+ [2].

DECKENSANIERUNG
r - - -- Gipsplatte r-- - - Holzbalken
Holzdiele r - -- Gipsptatte
Spanplatte Betonptatte Zur Sanierung eines vorh. Holz-
Unoleum Holzdiele fu ßbodens können Span platten
aufgeschraubt u. mit Linoleum
oder Teppich verlegt -+ [4], u.
zusätzlich mit besserer Wärme-
dämmung ausgestattet werden
-+ [5]. Wird eine Verfliesung auf

vorh. elastischen Holzdielen ge-


wünscht, so ist es erforderlich,
eine TrittsChalldämmung und
Estrich aufzubringen -+ [9].

4 Unoleum auf HolzDoden Hohe Schalldämmung bei Holz- Je nach Nutzung des Raumes
balkendecke
werden unterschiedliche Fußbo-
denaufbauten erforderlich . Ist
gute Schalldämmung wichtig,
z. B. beim Kinderzimmer im
Dach- oder Obergeschoss,
müssen schwere Konstruk-
tionen wie Betonplatten gewählt
werden -+ [6]-[8].

Gesamtaufbau der Fußboden-


konstruktion nach den Erforder-
nissen bezüglich des Wärme-,
Schall- u. Feuchteschutzes so-
wie Art, Anordnung und Dicke
der einzelnen Schichten festle-
gen. Zu beachten Dämmung u.
Holzbalkendecke mit Gasbeton u.
7 Alte und neue Decke - Slahl - Gast>eton Zusatz Hohl,aumdlimmun (Altbau) Abdichtung sowie Anordnung
von Bewegungsfugen. Belast-
barkeit von Estrichen hängt von
, - - - - - Holzbalken drei Parametern ab: 1.) Dicke
vo,h. Dielenboden
Dämmschichi des Estrichs 2.) Güte des
Fertigparkett Estrichs 3.) Belastbarkeit weite-
rer Schichten (z. B. Dämmung) .
Soll Holzbalkendecke saniert
werden, ist u.a. zu prüfen, ob
Schädlingsbefall vorliegt u. ob
Standsicherheit u. Schallschutz
gewährleistet sind. Beim Sa-
nieren einer Betondecke ist dar-
auf zu achten, dass Trittschail-
u. Wärmedämmung vorhanden
u. ausreichend funktionsfähig
Fliesen auf HolzDoden sind.

41
I I BODEN PLATTEN
I I VERLEGEBEISPIELE

Mit der Wahl des Bodenbelages


trifft man eine Entscheidung, die
die zukünftige Nutzung der Räu-
Planen 240 x 115 schniltfugig Planen 240 x 115 lange Seile
1/2 versetzte Fuge p:anen 240 x 115 ~h u. einfach me u. ihre damit verbundene
Gestaltung u. Atmosphäre fest-
legt. Räume mit direktem Zu-
gang nach draußen sollten
zweckmäßigerweise mit leicht
zu reinigendem Hartbelag ver-
sehen werden, keramische
Planen 240 x 115 kurze Seile rn-, I I Beläge oder Natursteinbeläge.
1/2 versetzte Fuge Planen 240 x 115 I 3 I Planen 240 x 115 doppelt Bei fliesenartigen Belägen wie
Keramik, Steinzeug oder Natur-
I I werkstein lassen sich durch die
Abmessungen und Verlegerich-
- 1-- tungen besondere auf den
Raum u. den Charakter des
I-- - - Hauses zugeschnittene Muster
u. Wirkungen erzielen.
11,5 x 11,5 u. 11 ,5 x 240
Planen 240 x 115 doppelt u. vierfach 5.2 x Keramische Bodenplatten:
I I I I Steinzeug-, Boden-, Mosaik-,

I Sinterplatten sind Tonscherben,


im Brennprozess gesintert, fast
- keine Wasseraufnahme: frost-
-
I r----'----T---l
'--'-
beständig, mit geringer mecha-

I I I -- -r ~ ,--t::rl= nischer Abnutzung.

41 Planen 240 x 115


'";::l
I5 I
Planen 5,2 x 5,2 u. 11 .5
Flechtmuster
x 240
Isl Planen 5.2 u. 11.5 x 240

5,.2 + 11,5 x 240 240 x 240

I I I
I I I
191 Planen 240 x 240 verselzt

42
BODENPLATTEN
·:.~. VERLEGEBEISPIELE
FLIESEN U. PARKETT

Umfangreiches Format- u. Form-


steinprogramm ermöglicht vari-
Kleinmosaik
antenreiches Gestalten. Durch
Kombination verschiedener For-
mate u. Farben sind Flächen zu
gliedern, auch für ornamentale
Kreis- u. Bodengestaltung Viel-
zahl von Möglichkeiten. Platten-
boden aus Naturstein, Ziegel,
Steinzeug, Glas, Kunststoff.
Parkettfu ßböden aus einheimi-
~ Mosaik
schen oder exotischen Hölzern
in Stab- u. Tafelform ~ [11]-
[14]. Holzdielen sind 24 mm
dick, rauh, ein- oder doppelsei-
tig gehobelt, Breite 10 - 15 cm
~ [11]. Holzarten für Dielenfu ß-
böden: Deutsche Fichte/ Tanne.
Dielen mit Nut und Feder
Kleinmosaik-Sechseck
Nordische FichtefTanne, Ameri-
kanische Redpinedielen, Pitsch-
pine-Saps-Dielen. Fertigparkett
industriell vorgefertigt u. werk-
seitig versiegelt ~ [12]-[14].
Parkett kann in einer Vielzahl
von Verlegemustern verlegt
werden, so dass jede gewün-
schte Raumaufteilung erreicht
6 Kleinmosaik Quadrat
werden kann.

D/
--- ..=
~---"'----<
"'::"C<<,c.....-S ~~
---:::"';F ::::::--==:
Holz- Hobeldielen

11l Slabparketl-Schlffsverband

43
DACHFORMEN
Shed· oder Sägedach KrOppel· oder Mansard· oder
Schcpfwalmdach geknicktes Walmdach Satteldach: Zeitlose Dachform,
die architektonisch u. konstruk-
tiv bewährt ist. Das am weite-
sten verbreitete geneigte Dach
~ [2].
Pultdach: Dachfläche liegt
meist zur Wetterseite. Auf Funk-
tion ausgerichtete Dachform. An
der Sonnenseite Platz für große
Fenster, Licht u. Wärme ~ [1].
Zeltdach: Klare Formen u. lini-
en, die am First enden. Bei die-
ser Dachform ist Symmetrie
Pulldach 2 Satteldach nach allen Seiten das beherr-
schende Element ~ [5].
Walmdach: Unterstreicht
Schutzfunktion des Daches u.
POR - Pultdach-Ortgang OL - Ortgangzlegef links gibt dem Haus ein repräsentati-
Eckzlegel rechls TOl - Trauf·Ortgangziegel ves Aussehen. Als Akzent wer-
T - Traufziegel links
den gern Gauben angebracht,
p - Pu Itdachziegel FOl - Firstanschluss·Ortgang
W - Wandanschlusszlegef Eckzleget links die auch den Wohnwert erhö-
TSR - Traul-Seilenanschluss GR - First· und Gratanlänger hen ~ [3].
rechts
Eckziegel rechts Krüppelwalmdach: Dachform
SR - Seitenanschlussziegel FOR - Firstanschluss-Ortgang
Eckzlegel rechlS bietet eigenständige Optik. Wird
rechts
Sl - Seitenanschlussziegel F - Firslanschlussziegef aus Tradition dort verwandt, wo
links OR - Ortgangziegel rechts die Giebel zusätzlich vor rauher
PSl - Puhdach·Seitenanschlusseck· TOR - Trauf-Ortgang·Eckzlegel Witterung geschützt werden sol-
ziegel links rechts
len ~ [2].
GL - FirstendstOck links F - Formziegel Im Mlnelfeld
Mansarddach: Sichert die
G - First- und Gratziegel GZ - Glasziegel
größtmögliche Ausnutzung der
Wohnfläche ~ [3].

Zeltdach

51 Nurdachhaus
7 Formziegel auf dem Dach

~ 20·

~
!'SJZ]
," ",
~

Fahdach
Walmdach L-Form LP 45165°

E!1
lBl Rhombendach M Schleppdach 9 Saneldach L-Form 10 Dachneigungen

44
DACHTRAGWERKE

~
0>
~ Sparrendächer stellen bei geringer Gebäudebreite die
'"c
"
.2'
..,.
. "
'"Iii'"
wirtschaftlichste Lösung dar.
... L ":' ~
GI "0
c '"
'fi~
ce "0
GI
Kehlbalkendächer sind unterhalb 45° nie am billigsten,
j~
",Cl s:
Sparrendach oe aber günstig für große freigespannte Dächer.
o .!: J:s:

h ~ -h ' S

~
15-40 10-20 Einfach stehende Dächer sind stets teurer als Sparren-
dächer, daher nur für Ausnahmefälle geeignet.
30-60 10-20 h~..L,s
30
... L ...
Zweifach stehende Dächer bilden in der Mehrzahl aller
I I Fälle die wirtschaftlichste Konstruktion.
Kehlbalkendach
Dreifach stehende PfeUendächer kommen nur bei sehr
Dachtragwerke - System
breiten Gebäuden in Frage.

Firslpfene ,0,8.1 ,0, /ArstPfette

n > D 0

ti
" " Ii

~4 , 50

2 Plenendachkonslruktion 3 Kehlbalkendach - wirtschaftliche Längen

1 Fußpfette
2 Pfosten. Stiel
3 MlllelpfeUe
4 Koplband
5 Sparren
6 Doppelzange
7 Windrispe

Pfoslen
Schwelle

4 Plenendach mij zweifach stehendem Stuhl Kehlbalkendach m" einfachem Stuhl

Pfosten
Schwelle

7 Kehlbalkendach mit zweifachem Stuhl

45
DACHTRAGWERKE
DETAILS
Bei den Tragsystemen des ge-
neigten Daches ist zu unter-
scheiden zwischen Pfetten- und
Sparrendach. Beide Konstruk-
tionen auch kombiniert. Sie sind
charakterisiert durch die unter-
schiedliche Funktion der Trag-
glieder, Art der Lastabtragung
hat auch Folgen für die innere
Grundrissaufteilung.
Pfettendach: Sparren mit un-
Traufdetail mit zweischallgem Sparrenanschluss mit Bolzen am tergeordneter Funktion (schwa-
Traufdetail Pfenendach Mauerwerk 3 Unterzug che Querschnitte, auch Rund-
hölzer möglich). Lastbündelnde
Unterzüge, Lastableitung in den
Binderachsen, Stützenreihe im
Inneren; Vorgabe für Grundriss-
gestaltung.
Sparrendach: (Prinzip des un-
verschieblichen Dreiecks) in ein-
facher Form bei geringer Spar-
renlänge möglich (bis 4,5 m)
sonst Aussteifung durch Kehl-
balken. Regelmäßiges, stark ge-
bundenes Konstruktionssystem,
stützenfreier Innenraum mög-
lich. Zugfeste Verankerung zwi-
Schwellenstützung, ÜberplaHung,
schen Sparrenfuß und Decken-
SchnittA-B Ansicht
Sparrennaget balken (äußeres Kennzeichen
des Soarrendaches).

Einfaches BlaH
7 Verbindung zweier Sparren
Bis zur Traufe geführter Spatren 6 Schleppgaube für ein PfeHendach

Firstdetails PfeHendach
Richtbohle zum Ausrichten des Firstzange Scherzapfen
Sparrenfu ß aus Stahl 8 Firstes 10 Verbindung zweier Sparren 11 Verbindung zweier Sparren

46
oy·.-::. :. .:· l:;:rrr:::::::·:.-·
DACHSTUHL
GAUBE, DACHBELICHTUNG
Wenn Giebelfenster für die
Dachbelichtung nicht ausrei-
chen, werden Dachfenster, oder
Dachgauben angelegt. Größe,

o
Form u. Anordnung der Gauben
Giebelgaube flaches Satteldach Dachflächenfenster
richtet sich nach der Hausdach-
form, der Dachgröße u. dem
Lichtbedarf. Gauben möglichst
von gleicher Art u. Größe. Das
harmonische Einfügen der Gau-
be in die Hausdachfläche, auch
Rundgaube mit segmentierter
hinsichtlich Umrissform, Mate-
Abdeckung 2 Flachgaube gerade Abdeckung 3 Dachgaube rial u. Detaildurchbildung be-
stimmt Gesamterscheinung.
Breite der Gaube soll i. d. R.
Sparrenfeld entsprechen, um

~ teure Sparrenauswechslungen

lWr
zu vermeiden.
Auch ist die Breite auf Dachzie-
gelbreite abzustimmen, um sau-

-~a bere Anschlüsse zu erhalten.


Dachform u. Dachneigung des
Gaubendaches richten sich
Spitzgaube
nach dem Deckungsmaterial.

~
Tragende u. das Fenster umrah-
mende konstruktive Teile mög-
~ lichst feingliedrig, um der Gaube
ein elegantes Aussehen zu
t4l GiebelgaubenlSattelgauben
geben.

Isl Trapezgauben 6 Giebel mit Balkon Giebel voll verglast 71 Fledermausgauben

8 Dachgauben im Trempel 19J Flachgauben § Runddachgauoon l11l Panoramagauben

47
NB WII. DACHAUSBAU
neig. 2m
HOhe m' Dachgeschoss ist ein Geschoss,
50· 5,67 6,15 30,75 das vollständig oder teilweise im
45· 4,75 5,51 27,55
40· 3,99 4,75 23,75
Dachraum eines Gebäudes liegt.
35· 3,33 3,79 18,95 Zu den Vollgeschossen zählt ein
30· 2,75 2,59 12,95
25· 2,22 0,93 4.65 Dachgeschoss nur dann, wenn
20· 1,73 es erforderliche lichte Höhe von
'" 2,30 m auf", 3/4 seiner Grund-
fläche (Grundfläche des darun-
terliegenden Geschosses) über-
I--B---j steigt -+ [2] . Für die Nutzung des
1 - - - - - -9.5 0 - - -- - - - 1 I -A - - j Daches ist die Dachform u. die
Dachneigung entscheidend -+
~ [1] . Bis 20° bzw. 25° ist Dach-
1 Dachneigungen bei 5 m Hausbreile Nutzbare Rache (NB) Nach Bauordnung
ausbau ungeeignet. Ab 35° kann

,/'"' ' ' ' ' 1


das über Giebelflächen oder
Dachgauben belichtete Dachge-
.:::..,':::.....'......:::....... schoss gut genutzt werden. Im
Beispiel -+ [1] werden mögliche

I ,~
Nutzflächen bei verschiedenen
Dachneigungen gezeigt. Min-

;("""""""i,,l" destgrö Be der Fenster beträgt


1 m2 . In Betracht kommen senk-

Tl h"
recht stehende Fenster in
Dachaufbauten, Giebelfenster u.
liegende Dachflächenfenster -+
[10). Wohnungen u. Aufenthalts-
.. . ..
:::::::::: ::: ::: : ....: ..:::::......:: :::. . .:.;.:.:.;.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:,:.:.:.:.:.:-:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:-:.:.:.
räume im Dachgeschoss müs-
1--6O-l f-45-1
sen über zwei unabhängige
Rettungswege erreichbar sein.
3 In der KOche 4 Im Bad 5 Mit Uege oder Belt

...:-:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:-:.:.:.

1
1
T
0
'::i:: :--;

:} ;.c=:. ~.:::;::::~!f)
, '
"':':: . ."."

r175

:::::::.:.:.:.:.:.:.:~.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:

1---1,00----1 1---1.00----1

6 Wandschrank
8 9
7 Klappbett Etagenbett Bett

..,:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.;.:.;.:.;.:.:.:.;.:.:.:.;.:.;.:.;.:.;.:.;.:.;.:

T:. :
T: .
1
1,10 ::::::

:':':'. "'
:':':'':':''
''':':':'
''~ :':':'':':':'
''':.:.:.''':.:.:''.."J
..:.:.!:.:.:, :.:.~
"''.•-'! :.:.:.:".:.:.'':.:.:.:
-'!".:.:'..~
..:.:.:".:.:.: ,".:.:'.....:.:.:
,".:.:.: ..".:.:.:
'=.:.:.:.
1 : : "",.:.:.::E.:.:.:,.E.::.:.:.:.:J..,.:.:.:~.:.:.:.:\.:.:.:.:>:o::":"'..:.:.:".:."':.:.:~.:.:.:.:.":.:.::."'":."':.:.:
85 :::~

:.:..::b:.:.:.. .J",:
.:.:.:.:.:

f20 + - -2.20·2,30 - - - - I 1-60 --t25+1- - --:<2,25 - - - + - -1.oo---i

10 SItzecke Esstlsch Dachfenster

48
AUSGEBAUTE
DÄCHER
Unbewohnte Dachräume alter
Bauernhäuser dienten als Spei-
cher zur Aufbewahrung von Ern-
tegut (Heu, Stroh u. dgl.).
Waren an Traufen offen, so
dass kalte Außenluft durch
Dachraum zog, demzufolge
unterschied sich Temperatur
unterm Dach kaum von der
Außenluft -+ [11]. Schnee blieb
auf der ganzen Dachfläche lie-
gen.
Bewohnte Räume darunter
wurden vom Lagergut des
~cecr Traufe
First u. Grat "'" Speichers vor Kälte geschützt.

~ ~~
Werden Dachräume ohne aus-
reichende Wärmedämmung be-
heizt, schmilzt der Schnee u. es

-v
Dämmung
:.'/.// ///y./ ,'//' entsteht Eisschanzenbildung -+
L. mindestens 2'L der zugeh&rigen Dachftlche [12).
Jedoctl mll'ldes.leos 200 ~ Treufe
L, mindes...,. 0.5 %o de< zugeh601gef1 0acI>ftkIIe Einbau von Wärmedämm-
Lo: hoier Lü1tu_erschniU material unter durchlüfteter
a: SparronlAnge
..: d ""sIon~lvalenl8 Dachhaut sorgt für Abhilfe -+

~Dammung
Luhsd1lc11ldldl8
[1]-[10).
Im belüfteten Dachraum sind an
L, m.-.... 200 an'lm jodod> _
2 an freie HS1e
zwei gegenüberliegenden Sei-
ten Öffnungen von je mind. 2 %0
Lüftungsquerschnitt IOr wärmege-
4 5 Bauteile unterhalb des LOftungs- der zu belüftenden Dachfläche
dämmte Dächer 6 querschniHs
anzuordnen, damit Feuchtigkeit
abgeführt werden kann.
MiI1desHOflU _ _ oschnin
Sparren- gei_ - Das entspricht im Mittel einer
lAnge Traule First diffusions'ilciuiva- Schlitzhöhe von 2 cm u. einem
Quer· LOhung .. und Dao/t. ~nte Luft.schicht·
scI1nin spall Olat bereich dicl<. .. freien Lüftungsquerschnitt von
m cm'Jm an cm'Jm cm'Jm m
mind. 200 cm 2/m. Unterspann-
6 200 2.4 60 200 2.0
7 200 2,4 70 200 2.0 bahnen sind mit leichtem Durch-
8 200 2,4 80 200 2.0
9 200 2,4 90 200 2.0 hang u. mind. 10 cm Höhen-
10 200 2•• 100 200 2,0
11 220 2,6 110 200 5,0 überdeckung parallel zur Traufe
12
13
240
260
2,9
3,1
120
130
200
200
5.0
5.0
über den Sparren anzubringen.
I.
15
280
300
3,3
3.6
140
150
200
200
5,0
5,0
Für ausreichende Lüftung des
16 320 3,8 160 200 10,0 Raumes zwischen der Unter-
17 340 4.0 170 200 10,0
18 360 4,3 ISO 200 10,0 spannbahn u. der Dachdeckung
19 380 4.5 190 200 10.0
20 400 4.8 200 200 10.0 sind Konterlatten, mind. 24 mm
21
22
420
440
5.0
5,2
210
220
200
200
10,0
10.0
dick, auf den Sparren über der
USW. Unterspannbahn anzubringen
7 Unterdach mi t Wärme al Tabelle zur ErmiHlung der LOfiungsquerschniHe -+ [1).

1!EF*f
~

Schnee

Sparren

Heu u. Stroh

QuerschnlH durch Gablrgsbauern-


9 11 haus 12 Schema Eisstau

49
Dachpappe
DACHEINDECKUNGEN
Reetdeckung, 1,2-1,4 m lang,
auf Latten, Abstand 20-30 cm,
mit Spitzen nach oben bis zu
einer Dicke von., 28 cm, besser
35-40 cm aufgebracht - [1].
Lebensdauer in sonnigen
Gegenden 60-70 Jahre, in
feuchten kaum halb so lang.
Holzschindeldächer - [2] aus
Eichen-, Lärchen-, Kiefern-,
>.45', Oblich 50'
Buchen-, Western Red-Cedar-,
seltener aus Fichtenholz.
Altdeutsche Deckung
Reeldeckung 0,70 KNlm' 2 Holzschindeldach 0,25 KNlm' Schieferdach 0,45-0.50 KNlm' Schiefer auf 2,5 cm dicker Scha-
lung aus 12 cm breiten Brettern,
Dachbahn V13 besandet, ge-
Biberschwanzzleget DIN 456 und Biberschwanz·Belondachsleine DIN 1116 KNlm' schützt gegen Staub u. Wind.
bei Spließdach 100. Spließen .. .... . . . ..... . ... .. . . ........ , . .. .. . .. 0.60
bei Kronen- oder Doppeldach .... .. .. . , .. . ..... . . . .. . .. .. .•...... . ... 0.80
Überdeckung ., 8 cm, besser 10
Strangfalzziegel . .. ...... . ................... .. ... . ..... . .. .. . . . . . 0.60 cm --+ [3]-[4].
Falzziegel, Reformpfannen, Fatzpfannen, Rachdachpfannen .. . ........ .. .. 0,55 Am natürlichsten wirkt: Deut-
Mönch u. Nonne ohne Vermörtelung 0.7 mit . ....... . ....... .. ...... . .. 0.90
Melalldeckung Aluminiumdach (Aluminium 0,7 mm dick) einschI. Schalung .. . 0,25 sche Deckung - [3]. Schablo-
Kupferdach mit dOppelter Falzung (Kupferblech 0,6 mm dick) einschließlich nendeckung dagegen geeignet
Schalung . .. . ..... . ........................ . . ....... . . 0.30
Doppelstehfalzdach aus verzlnklen Falzblechen (0,63 mm dick) einschließlich
für Faserzementplatten - [4].
Pappunterlage und Schalung . . .. .... .... ...... . . . 0,30 Ziegeldächer mit Trockenfirst u.
Schieferdeckung Deutsches Schieferdach auf SChalung einschließlich Grat - [6].
Pappunterlage und Schalung
mit großen Platten (360 mm x 280 mm) ..... . ........ . ... .. .. O.SO Blechdächer aus Zink-, Titan-
mit kleinen Platten (etwa 200 mm x ISO mm) .....• . • .• . . . .. . 0,45 zink-, Kupfer-, Alu-, verzinktem
Englisches Schieferdach einschließlich Laltung
Stahlblech usw. - [9]. Für Kup-
auf Lattung in Doppeldeckung ...... . .. . . . . . ...... .. ........ 0,45
auf Schalung und Pappe einschließlich Schalung ....• . • ...... • . • ...... 0,55 fer typische Patina sehr beliebt.
Kupferdächer geeignet für Kalt-
111 Gewichte ohne Mörtel,jedoch mit Latten
dächer.

Pappdach. bekiest . _. _. . . . . . 31:.1_30 El üblich 4°-1 O ~


Pappdach. dOppelt 4' -50' üblich 6' -12' Schalung
Zink·Doppelslehfalzdach (Zink. Band) ...• . 3' -90' Oblich 5' -30'
Pappdach. einfach . . . ........ .. . . ...• . 8' -15' Oblich 10' -12' ~~~~~I
Ebenes Slahlblechdach ............... . 12' -18' Oblich 15'
Falzziegeldach. 4fach-Falz • •. . . .. .. .• •... . .... . 18' -50' Oblich 22' -45'
Schindeldach (Schindelschirm SOo) . . .. • •.. .. ... .. 18°-21 ' Oblich 19'- 20'
Falzziegeldach, normal .. •.. .. .. ... • . • . . . . . . . . . 20°- 33° Oblich 22'
Zink· und Stahtwellblechdach .. ... . . ....• .. ..... 18°-35° üblich 25'
Faserzementwellendach . ...... ... ..... . . .. .... 5°-90' Oblich 30'
KunSlschieferdach ....... •• ... .. .. . .• . •....... 20' - SO' Oblich 25' - 45'
Schieferdach, Doppeldeckung .......... ..... . . .. 25' -SO' üblich 30' - 50'
Schieferdach, normal ... . .. . .. ... .. . ... • ... .... 30' -SO' üblich 45'
Glasdach .... .... .... . . .. .... . ......... . .... 30' -45' üblich 33'
Ziegeldach, Doppeldach .... . . . . . . . ......• . . . .. 30'- 60' üblich 45'
Ziegeldach, Kronendach ...... . . ...... . . . •. . ... 35' - 60' üblich 45°
Ziegeldach, Hohlpfannendach .. . .•... . ... . ...... 40' - 60' üblich 45' stehender Doppelfalz
Spließdach . . .. . .. . .. .. ...... . • ...... .. ...... 45'- SO' üblich 45'
Doppeldach (Biberschwanz) Rohr- und Strohdach .. .. ...... . ......... . . . ... 45' - 80' üblich 60°-70°
Schwere Deckung 0,60 KNlm'
5 34-44 ZiegeVm2 121 Dachneigungen Fal.zblech 0,30 KN/m'

Mönch- u. Nonnenziegeldeckung
Belondachsleine Falzziegeldach 0,55 KNlm ' 0,70- 0,90 KNlm'
6 0,60-0.80 KNlm' Pfannendach O.SO KNJm'

50
SCHORNSTEINE
Hausschornsteine sind Schäch·
te in oder an Gebäuden, die
ausschließlich dazu bestimmt
sind, Abgase von Feuerstätten
über das Dach ins Freie zu
befördern.
An einen Schornstein ist an·
zuschließen: Feuerstätte mit
einer Wärmeleistung von mehr
als 20 kW, Gasfeuerstätten von
~ 1,5xH
I mehr als 30 kW.
SchornsteinhOhen Ober Dach Dei
Jeder offene Kamin, Feuerstätte
Schornsteinhöhen Dei Dächem SchornsteinhOhen bei Dachaul·
Dächern mit einer Neigung ~ 20° ~ 200 U.:i!: 20°
3 bauten mit offen zu betreibendem
Feuerraum, jede Feuerstätte mit
Brenner und Gebläse. Kleinste
wirksame Schornsteinhöhe ." 4
m.
Ahdeckplatle
Gemeinsame Schornsteine ." 5
m. Jeder Schornstein muss eine
10 cm breite und 18 cm hohe
Reinigungsöffnung haben, die
20 cm tiefer als der unterste
KragplaHe Feuerstättenanschluss liegen
muss. Schornsteine, die nicht
von der Mündung aus gereinigt
werden können, müssen im
Dachraum oder über Dach eine
weitere Reinigungsöffnung
Windwlrkung auf SchornSfeinzug
haben. Schornsteinwandungen
nicht belasten.
Freiliegende Außenflächen der
Schornsteine im Dachraum bis
zur Dachhaut ." 5-10 mm dick
Heizrauma _--.... .""' 1
endOhung berappen.

Mantelstein
Reinigungs·
verschlOsse \D81 Ummantelung der Schornstein-
köpfe aus Schieferplatten,
Faserzementplatten, Zink· oder
Kupferblech auf Unterkon-
struktion.
Montageschornstein Fertigteilschornstein
100 85 110 (geschosshoch)

• .
5 Vergleichszahlen der Wirkungsgrade Schornsteine

::,"
0 12/12
14/14
16116

'llj:;l1~1 ~"
Dachtenster
18/18 DachaussUeg
20120
25/25
30130

Montagesehornsteln Montageschornsleln mil Lüftung

0 10110 '" 14/14


12/12 16116
14/14 18/18
16116 20120
18/18 22122
20120 25/25
30130 30/30 Sicherheitsroste

M
Über 15' DachneIgung,
Laulbohlen. Stand roste oder
MontageSehomstein hinterlOhet Montageschornslein mit LOltung Trl"Slufen erforderlich 10 Kamin ODer Dach

51
Oberflächen- Dachdichtung
FLACHDACH
schutz Ausgleichsschicht
BELÜFTETES DACH

Oberflächen- Dachdichtung - Es sind zwei Ausführungsformen möglich: das nicht belüftete (ein-
schutz Dampfdruck-
Ausgleichsschicht l schalige) Dach ~ [1] und das belüftete (zweischalige) Dach ~ [2].

~~A:~ I Nichtbelüftete Dächer (früher "Warmdach") sind einschalige Dächer,


bei denen der Dachaufbau unmittelbar auf der Unterkonstruktion
aufliegt.
....... .................. ..
Eine Sonderform dieses Daches ist die Dachabdichtung auf selbst-
:tlt:r::r:r:::t{/:::: : : dämmenden Unterkonstruktionen (z. B. Gasbetonplatten). Eine wei-
tere SonderfDrm des nicht belüfteten Flachdaches stellt das
unt~r
- Wäremdäm mschlcht Wäremdllmmschicht
Umkehrdach dar. Die Dachdichtung befindet sich zum Schutz vor
konstruktion Dampfsperrschlcht- Unterkonstruktion
""';l Ausgleichsschicht- starken Witterungseinflüssen unter der Wärmedämmschicht.
1I Nicht belüftetes Dach
Belüftete Dächer ("Kaltdach") sind zweischalige Dächer mit einer
oberen und unteren Schale und einem dazwischen liegenden von
außen belüfteten Dachraum ~ [2]-[8].
Holzschalung Dies kann auch ein ausgebautes Dachgeschoss sein.
Dachdichtung 3-laglg
Sekiesung
Belüftetes Dach ~ [3]-[8]
Ganz flaches belüftetes Dach nur mit Dampfbremse: Diffusionswi-
derstand der Innenschale ." 10 cm, Luftschicht hier nur zum
durchlüfteter Dampfdruckausgleich, analog belüftetes Dach, weil funktionsfähig
Hohlraum
als Lüftung erst ab 10% Neigung. Schichtenfolge ..... [3] und [4].
Wichtig: Innenschale muss luftdicht sein! Nut- und Federdeckung ist
Spachtelputz mit das nicht!
GJasgittergewebe

Dichtung wie nicht belüftetes Dach.


Gefälle ." 1,5 %, besser 3 % für Entwässerung wichtig. Einläufe
auch im Luftschichtbereich dämmen; gedämmte Einlaufrohre ver-
3 Belüftetes Dach leichte Konstruk-
tion wenden ..... [6].

Geschlossenheit der Dampfsperre notwendig (dichte Überlappung


und Wandanschlüsse, insbesondere beim Hallenbad, unvermeidba-
re Durchnagelung tragbar).

Bei leichten Konstruktionen Temperatur-Amplituden-Verhältnis TAV


durch zusätzliche schwere Schichten (Wärmespeicherung!) unter-
halb der Dämmung verbessern.

Ungünstiges TAV: Übernahme der fast vollen Außentemperatur-


schwankung bedeutet Barackenklima; nicht durch Wärmedämmung
alleine verbesserbar!

Bei künstlicher Belüftung von Räumen unter belüfteten Dächern:


immer Unterdruck, da sonst Raumluft in den Dachhohlraum gedrückt
BelOftetes Dach Flachdacheinlauf wird.
Belüfteles Dach In Holzbauweise 6 im Hohlraum dämmen

- - - - - VoransIrich i i i i i i Bilumert.SchweJßbahll
"'''''lili''!!!!ii!'''! _rnasse-voIllläclllQ

!I! Imilll WIl!


KIobernasse - 110<1<0.·
odor stroifonl6rmig
Darnplsperre

i§ &;, iL I ;;; AUSilIGrchs· oder Oampl·


drucl<·Ausglolcllsschicht

I I I 3 0."'· uod OIcI>tungobahn


OlchtuogsbaM mit ~ fugenmasse
G9W9beelfllage
1I luV' NUilt
Oichtungsbahn mit
Gowobeelnlago
'111111111111 11111
Dichtungsbalm mit
Kunsl$to/lelnlage
:II:=D"CIIJ:!:::JIIJ:I::I:' l(unststofl·FoIle
Zusätzliche EnHüfter beim belDte-

M
ten Dach für übergrOße
Dehnungsfuge mit Hllfskonslruktion Dachflachen und zur EntlOftung
und Abdeckung am Anschluss an hOhere Sautelle Sinnbilder IOrdie Darstellung von Dlchtungsaulbaulen DIN 1356 E und DIN 4122

52
FLACHDACH
WARMDÄCHER
Rhepanofofie nicht
verklebt Warmdach in konventioneller Form: Bauart mit Dampfsperre;
Aufbau von unten: Dachdecke - Dampfsperre - Dämmung -
Dichtung - Schutzschicht -> [5]- [8].
Dampfsperre möglichst als Dachbahn mit 0,2 mm Alu-Einlage auf
Gleitschicht aus Glasvlies-Lochbahn (zuvor Bitumen-Lösung-Vor-
anstrich zur Staubbindung); Lage der Dampfsperre soweit unten,
dass Kondensation ausgeschlossen, darunter Trennschicht oder
Abfallrohr
Ausgleichsschicht (DIN 18 338, 3.10.2).
Dämmung möglichst verrottungsfeste Stoffe (Schaumstoffe); zwei-
Flachdacheinlaul aus glasfaser- lagige Verlegung oder Fugenausbildung mit Falz: optimal Hakenfalz
verstllrktem Polyesler mit vorge-
Dachentwässerung fertigter Dämmung; besser: dop- (allseitig).
mind, 2 Einläufe - Gefälle 3% pelstOcklg - (3) Dachhaut auf Dampfdruck-Ausgleichsschicht (Rippenpappe oder
Dämmschicht-Rillung gegen Blasenbildung) dreilagig im Gieß- und
Einwalzverfahren aus 2 Lagen Glasgittergewebe-Dachbahn - da-
zwischen 1 Lage Glasvliesdachbahn oder zweilagig im Schweiß-
verfahren aus Bitumendachbahn (d ." 5 mm). Einlagige Foliendich-
tung zwar zulässig, aber riskant wegen geringer Dicke
(mechanische Beschädigung möglich) und möglichen Fehlstellen in
den Nähten (2. Lage bietet zusätzliche Sicherheit!).
Schutzschicht möglichst als 5 cm Kiesschüttung 15-30 mm Korn-
größe auf doppeltem Heißanstrich und Trennfolie; verhindert Bla-
senbildung, Temperaturschocks, mechanische Beanspruchung,
UV-Schäden. Zusätzliche Sicherheit durch 8 mm Gummischrotplat-
§ ten unter der Kiesschüttung, Fugen mit Dachbahn überschweißt
(bei Terrassen und Dachgärten grundsätzlich vorsehen).
Zwei-Etagen-Einlauf mit Flanschen-
dichtung und Schaumglas-Dämm-
1 l-'~'J'= ~- Wandanschluss ." 15 cm über Entwässerungsebene hochziehen,
körpern, deren unterer einbetoniert mechanisch befestigen, nicht nur kleben (zwingende Vorschrift aus
ist (.Passavant") 4 mit gOO. Abfaflrohr (Zobelrohr) DIN 18 195) -> [9]-[12].

Wandanschluss, besser auch Tür-


Aachdachrand mn offener Gleit- Aachdachrand mn verdeckter Gleit- Wandanschluss im Bereich schwellen gleich hoch wie Schutz-
fuge luge (Slidebahn) TerrassentOr sockel

D1mmung
Dac:I1dk:lllung 3 Lagen Pappe
Klo..u".

Dampf-
"",rre
gelelrrnor
Trtger Mauerw9fk

~ 12:::~
T~
0 10 DOboI
Schaumgummi '
Krttsc:hnur 0 10
Warmdach mit geleimten Trägern
Schutzschicht doppelte Kieseinbet- Wandanschluss Zinkblechwinkel Wandanschluss mit FD
7 DeckenuntersIcht gehobelte
tung. Besser; KiesschDttung 8 Bohlen u. Kapplaiste Dichtungsleiste (trittlest)

53
Dachgä~en auf Mietshäusern: Dachgarten als Ansammlung von Bei einem "herkömmlichen· Dach: Schallab·
,Programmpu nkt fOr eine neue Pflanzgef1l8en auf Balkonen und SchaJfrefiektion an .harten Ober- Pflanzen·
Architektur' Dachterrassen flachen' .... (10)

M~ 11 11 ~

Die hängenden G~en der Seml·


ramis In Babyion (im 6. Jahrhun· NiederschlagsauHeilung -
de~ vor ChristuS) befesllgte Flachen - (12)

90

",:; ;:

:; : ''
•..

::::,: :::.
",', .
:.; : ,::"", ::,; ,;..
..
',:.: '
Ein großer Teil der vertorenen
Bei einem GrOndach: kOhlere u. Mit dem Bau ei nes Hauses geht GrOnfillchen könnte durch Be-
Bei einem , herkömmlichen" Dach: jedesmal ein Stück freier Land· pflanzung der DAcher zurUckge·
5 Oberhitzte, trockene Stadtluft ... (6)
feuchtere Luft durch energiever·
brauchende Pflanzenverdunstung schaft veMoren .... [14) wonnen werden

Psychisch-physischer Wert von


Bei einem GrUndach: Verbesse· GrUnfiachen (das Wohlberonden
Bei einem ,herkömmlichen' Dach: rung der Sladtluft durch Ausfiltern
Staubproduktion u. Staubaufwir· NatOrlicher Wasser· und Nähr· wird durch Grllnflachen positiv be-
u. Binden des Staubes u. durch die
7 belung - [8) . Sauerstoffproduktion der Pflanze 15 stoffkreislauf einflusst)

54
Rollrasen
DACHBEGRÜNUNG
(darunter Blähton-Erdgemisch) DACHAUFBAU -+ CD
Filtervlies
PS-Schaum Vegetationsschicht. Es wer-
Dachdichtung den Blähton und Blähschiefer
verwendet. Sie bieten: Struktur-
stabilität, Bodenbelüftung, Was-
serspeicherung und Boden-
modellierung. Aufgaben:
Nährstoffspeicher, Bodenreak-
tion (pH-Wert), Durchlüftung,
Wasserspeicherung.
Filterschicht. Sie verhindert die
Verschlammung der Drän-
schicht und besteht aus Filter-
Dachbegriinung bei steiler Dach- T,auldetall bei geneiglem .Griin-
neigung dach· material.
Dränschicht. Sie verhindert die
Überwässerung der Pflanzen.
Material: Fadengeflechtmatten,
Schaumstoffdränbahnen, Kunst-
stoffplatten, Schutzbaustoffe.
Schutzschicht. Sie schützt bei
der Bauphase und gegen Punkt-
beladung.
Wurzelschutzschicht. Das
Wurzelwerk wird mit PVC/ECB-
und EPDM-Bahnen abgehalten.
Trennschicht. Sie trennt die
tragende Konstruktion von der
Dachbegrünung.
Beispiele - [7] zeigen übliche
Flachdachaufbauten und als
Trauldetail [3]
Variante mit Dachbegrünung.
Bevor Begrünung aufgebracht
wird, müssen der einwandfreie
Planenbelag Im Sandbett Zustand des Daches und die
Fillervlies
Drainelemente Funktionsfähigkeit der einzel-
WurzelschuWolie nen Schichten sichergestellt
Abdichtung
sein. Dachfläche sorgfältig auf
technischen Zustand prüfen.
Folgende Punkte beachten: Auf-
bau der Schichten (Zustand),
Gefälleausbildung, Unebenhei-
ten und Durchhängung der Dek-
ke. Dachabdichtung (Blasen,
Risse), Dehnungsfugen, Rand-
anschlüsse, Durchdringungen
(Lichtschächte, Lichtkuppeln,
Dunstrohre). Abläufe. Auch Sat-
teldächer lassen sich begrünen.
Geneigtes Dach - [1]-[4] zu
begrünen setzt aufwändige kon-
30 struktive Vorleistungen voraus
(Abrutschgefahr, Austrocknung).
Eigenschaft der Dachbegrü-
nung: Schallschutz u. Wärme-
speicher, Luftverbesserung,
Staubbindung, Rückgewinnung
von Grünflächen. Die Stadtent-
wässerung u. der Landschafts-
wasser-Haushalt werden ver-
bessert. Bauphysikalische Vor-
teile. UV-Strahlungen u. starke
Temperaturschwankungen wer-
Üt>e,gang vom Gehweg zu Inlen-
siver u. extensiver BegrOnung den durch schützende Gras-
und Erdschicht verhindert.

55
DACHBEGRÜNUNG
Dachneigung. Bei Satteldächern soll die Dachneigung nicht über
25 Grad betragen . Flachdächer sollten Mindestneigung von 2 bis
3% aufweisen.
DachbegrOnungsarten. Intensivbegrünung. Das Dach wird zum
Wohngarten und mit Ausstattungselementen wie Pergolen und
Loggien bestückt. Ständige Pflege und Wartung ist erforderlich.
Bewuchs: Rasen , Stauden, Gehölze, Bäume
Extenslvbegrünung. Die Begrünung hat einen dünnschichtigen
Bodenaufbau und erfordert ein Minimum an Pflege- [1].
Bewuchs: Moos, Gras, Kräuter, Stauden, Gehölze
Mobiles Grün. Kübe lpflanzen und andere Pflanzengefäße dienen
zur Begrünung von Dachterrassen, Brüstungen und Balkonen .
Extenslvbeg.onung Natürliche Bewässerung durch Regenwasser. Wasser wird in
der Dränschicht und in der Vegetationsschicht gestaut.
Staubewässerung. Regenwasser wird In der Dränschicht gestaut
und mechanisch nachgefüllt, falls natürliche Bewässerung nicht
ausreicht.
Tröpfchenbewässerung. Tröpfchenschläuche in der Vegetations-
oder Dränschicht bewässern die Pflanzen bei Trockenheit.
Beregnung. Beregnungsanlagen über Vegetationsschicht.
DOngung. Düngemittel kann auf Veg etationsschicht aufgebracht
we rden oder bei künstlicher Bewässerung dem Wasser beigegeben
werde n.
Botanischer Name Deutscher Name Höhe BIOte
(Farbe der Billte)
Saxifraga Alzoen Krusten·Steinbrech Sem VI
(weiß· rosa)
Sedum Acre Scharfer Mauerpfeffer (gelb) Bem VI·VII
DachbegrOnung System Zinco DachbegrDnung System Zinco· Sedum Album WeiBe Fetlhenne (weiß) 8em VI·VII
3 Aoraterra Floradraln Sedum Album ,Coral Capet" Sorte weiß Sem VI
Sedum Album ,Laconlcum" Sorte weiß 10em VI
Sedum Album .Mlcranthum' Sorte weiß Sem VI·VII
Sedum Album ,Murals' Sorte weiß Bem VI·VII
Sedum Album .Clorotleum" Walzensedum (hellgrDn) Sem VI·VII
Sedum Hybr. Immergrunchen (gelb) Bem VI·VII
Sedum Ftoriferum Welhenstephaner Gold (gold) lOcm VII I·IX
Sedu m Reflexum .,Elegant' Felsen-Fetthenne (gelb) 12em VI·VII
Sedu m Sexangulare Milder Mauerpfeffer (gelb) 5em VI
Sedum ,Weiße Tatra" Sorte Hellgelb Sem VI
Sedum Spur.•Superbum" Teppichsedum (weiß) Sem VI·VII
Sempervivum Arachneideum Spinnweb·Dachwurz (rosa) 6em VI·VII
Sempervivum Hybr. SämlIngsauslesen (rosa) 6em VI·VII
Sempervivum Tectorum Dachwurz (rosa) Sem VI-VII
Pelosperma Mittagsb10mehen (gelb) 8em VII·VIII
nicht ganz winlemart
Festuca Glauca Blauschwingel (blau) 25em VI
Festuca OvIna SchafschwIngel (g.on) 25em VI
Koale,ia Glauca Schillergras (grOn-sllber) 25em VI
Melicia Cilla" Perfgras (hellgrün) 30cm V-VI

6 Bewährte Arten u. Sorten fOr Oachbegrünungen (extensiv)

... ...........
.....
.. ......
............ ..... .
......
........
.........
... ... ....
....
........ .. .....
....
.. . ..........
..,
Wuchs hOhe > 250 cm 5- 25 em 5- 20 em 5-10 em
AufbauhOhe ab 35 em t4em 120m 10em
Flächenlast 3.7 kNfm' 1.4 kNlm> t ,I kNlm' 0,9 kNlm"
Wasservorrat I 70 Um' 60 Um> 45 Um' 30 Um'
Mutchlage - em - cm - ern 1 em - em I em
ErdmIschung 23 em 7-23 em Sem 4cm 7em 4cm
DränschichI 12 cm 12cm gem 7em Sem Sem
BewAsserung per Hand per Hand oder per Hand oder per Hand per Hand per Hand
oder Automatik Automatik Au tomatik

5 Verschiedene Arten der Dachbegnlnung

56
BegriHsbestimmungen DACHBEGRÜNUNG
1. Unter extensiven Dachbegrünungen versteht man wartungsbe-
dürftige Schutzbeläge, welche z.B. Obliche Kiesbeläge ersetzen. AUSZUG: RICHTL. DACHGÄRTNER VERBAND E.V. --+ lIJ
2. Pflanzebene soll weitgehend sich selbs! überlassen und der
Pflegeaufwand im Sinne der Wartung auf ein Minimum reduziert 6. Bei bituminöser Dachdichtung bitumenverträgliche Wurzel-
sein. schutzlagen verwenden.
7. Vor mechanischer Beschädigung sollte die Wurzelschutzschicht
Geltungsbereich durch Abdeckung geschützt werden ; unverrottbare Fasermatten
verwenden, da diese Nährstoffe und zusätzlich Wasser spei-
Richtlinie gilt für Vegetationsflächen ohne natürl. Erdanschluss, ins-
chern können.
besondere auf Dächern , Tiefgaragen, Unterständen oA
8. VegelationsSchicht muss eine hohe Slruklurstabiliät, gutes Pul-
lungsvermögen und Fäulnisstabllität aufweisen.
Konstruktive Planungs- und Ausführungsgrundsätze
9. pH-Wert soll im sauren Bereich nicht über 6,0 liegen.
1. Bei extensiven Dachbegrünungen übernimmt der Begrünungs- 10.Schichtaufbau hat eine Tagesniederschlagsmenge von minde-
aufbau zugleich Funktion eines Schutzbelages im Sinne der stens 30 11m aufzunehmen.
Flachdachrichtlinien . 11 . Luftvolumen im Schichtaufbau soll mindestens 20% im wasser-
2. Dachkonstruktion, Statik, bauphysikalische Belange und vege- gesättigten Zustand betragen.
tationstechnische Forderungen sorgfältig aufeinander abzu-
stimmen. Pflanzebene und Wartung
3. Als Auflast zur Sicherung der Dachdichtung ist das Mindest-
1. WIldstauden und Gräser der Trockenrasen -, Steppenheiden-
Flächengewicht der Funktionsschichten nach der Tabelle wie
und Felsspaltengesellschaften sollten in Pflanzgemeinschaften
nachstehend aus der Flachdachrichtlinie des deutschen Dach-
verwendet werden, selbstregenerierende Pflanzen vorausge-
deckerhandwerks.
setzt.
4. Höhe der Dachtraufe Auflast Innen-
2. Pflanzen werden vorku ltiviert aufgebracht, ausgesät oder als
Ober Gelände Randbereich bereich
Sprosstelle ausgestreut.
kg/m2 kg/m2
3. Wartung, mindestens eine Begehung pro Jahr, bei der die Dach-
bis 8 mindestens 80 40 einläufe, Sicherheitsstreifen, Dachan- und -abschlüsse kontrol-
Ober 8 bis 20 mindestens 130 65 liert und gegebenenfalls gereinigt werden.
Ober 20 mindestens 160 80 4. Pflanzen, auch Moose und Flechten, die sich ansiedeln, gelten
5. Abhängig von der WIndbelastung richtet sich AusfOhrungsart nicht als Fremdaufwuchs.
und Gewicht der Auflast nach Höhe des Gebäudes und dem 5. Unerwünschten Fremdaufwuchs entfernen.
Bereich der Dachfläche. 6. Fremdaufwuchs sind Gehölze, insbesondere Weiden, Birken,
6. Im Rand- und Eckbereich der Dachränder ist mit höheren Sog- Pappeln, Ahorn o.Ä.

-
lasten zu rechnen in einer Breite (nach DIN 1055, Teil 4) bIs :;, 7. Regelmäßiges Mähen und Düngen Ist vorzusehen.
1m .. 2 m. 8. Durch Umwelteinflüsse kann eine Veränderung der Pflanzebene
7. - b - 8. b
8 eintreten.

Brandschutz
1. Auflagen des vorbeugenden Brandschutzes beachten.
2. Anforderungen sind erfüllt, wenn Brandverhalten des Aufbaus
9. Grundsätzlich sollten Dachbegrünungen wartungsfreundlich schwer entflammbar ist (Baustoffklasse BI).
ausgeführt werden, d. h. Bereiche, die regelmäßiger Kontrolle
bedürfen, wie Dacheinläufe, Durchdringungen, Dehnfugen, Jede funktIonsgerechte Dachbegrünung hat diese SchIchten-
WandanschlOsse usw. sollen leicht zugänglich sein. folge:
1O.ln diesen Bereichen sollten in einer minimalen Breite von 50 cm Pflanzebene extensiv: Anpflanzung, Ansaat, Anstreu von Sprossen,
die Schutzbeläge aus anorganischen Stoffen, z. B. Kies, Vorkulturen (Pflanzcontainern, -Matten, -Platten) .
Wacken bestehen. Vegetationsschicht: Gibt der Pflanze Standfestigkeit, sie hält Was-
11. Zonen werden bachbettähnlich mit den Dacheinläufen verbun- ser und Nährstoffe vor und ermöglicht den Stoff- und Gasaustausch
den und können so den zügigen Abfluss von Überschusswasser und Wasserhaltung. Vegetationsschicht muss besitzen : großes
aus der Pflanzebene Obernehmen . Porenvolumen für Gasaustausch und Wasserhaltung.
12.Große Dachflächen in getrennte Entwässerungszonen untertei- FilterschichI: Verhindert das Ausschwemmen von Nährstoffen und
len. Kleinteilen aus der Vegetationsschicht und das Zuschlämmen der
Dränageschicht, sie sorgt für dosierten Wasserabfluss.
Anforderungen, Funktionen, konstruktive Maßnahmen Dränageschicht: Dient der sicheren Ableitung des Überschusswas-
1. Dachdichtung entsprechend Flachdachrichtlinien auszuführen. sers und der Belüftung der Vegetationsschicht sowie der Speiche-
2. Begrünungsaufbau darf Funktion der Dachdichtung nicht beein- rung und evtl. Zuführung von Wasser.
trächtigen. Wurzelschutz: Schützt die Dachhaut vor chemischen und mechani·
3. Trennung der Dachdichtung der darauf folgenden DachbegrO- sehen Angriffen seitens der Pflanzenwurzel, die auf der Suche nach
nung sollte möglich sein, Kontrolle der Dachdichtheit muss Wasser und Nährstoffen große Zerstörungskräfte entwickeln kann.
gegeben bleiben. Dachaufbau: Muss in der Fläche und in allen seinen Anschlüssen
4. Wurzelschutz muss die Dachdichtung dauerhaft schOtzen. dauerhaft wasserdicht sein (DIN 18531 , DIN 18195).
5. Dachdichtungen aus Hochpolymer-Bahnen sollen aus bauphysi- Kondenswasserbildung (DIN 4108) im Dachaufbau ist dauerhaft
kalischen Gründen die Funktion des Wurzelschutzes beinhalten. und wirksam zu verhindern.

57
FENSTER
DACHWOHNRAUMFENSTER

Bei der Planung der Fenster-


größe ist geforderte Wohnquali-
Schwingfenster tät entscheidend.
Bauordnung fordert für Wohn-
räume Mindestlichtfläche 1/10
der Raumgrundfläche ~[5].
Große Fenster mit viel Lichtflä-
che machen Wohnräume wohn-
Klappfenster mit vertikalem licher.
Klappschiebefenster FenstertOr Fenslerelemenl
Dacl1wohnraumfenster Bei Nebenräumen Fensterbreite
mit Sparrenabstand abstimmen.
Großzügige, breite Fenster für
t34 Wohnräume erreicht man durch
Einbau von Wechseln und Hilfs-
sparren.

11. Steilere Dächer erfordern kürze-


re Fenster, flachere Dächer
erfordern längere Fenster ~ [2].
Dachwohnraumfenster lassen

I
sich durch Eindeckrahmen kup-
peln ~ [7], [8] u. in Reihungen
oder Fensterkassetten neben-
und übereinander anordnen.
Schwingfenster I P. Hartschaumfensfer
Div. Zubehör für den Licht-
schutz: Faltstores, Markisen,
Rolladen, Rollos, Jalousetten,
Klappschw. -Fenster Gardinen.
Für den Wärme- u. Hitzeschutz:
Rolladen, Rollos, Jalousetten.
Für den Schall-, Hagel- u. Ein-
Ausstieg.-Fensler
bruchschutz: Rolladen und
Zusatzele,[llllnt
Wand- LlJ Schutzabdeckungen.

FenSl8rgr6ße 54183 541103 641103 741103 7411Z! 74/144 114flZ! 1141144 13<1144
UdltBinlrttts-
0.21 0.28 0.38 0.44 0.55 0 .86 0.93 1.12 1.36
I'
Flic""" ""
Flaumg.oee "" 2 2-3 3-4 4-5 6--7 9 13m"

Ermittlung der FanstergrOBe. Bezug auf Raumgrundfläche

3 Bel vertikalem Zusatzfenster


5 Fenstergrößen

N
~u~
o
I

.,..:
~

0
~
I

Detail
4 Im Drempel 6 Vertikalschnitt - (2)
Nebeneinander oder Obereinander

58
Ansch l agforme ~
- ..]
. ', ':
_ '.
FENSTER

:
\

, . . .... : .,::
.~.~: Drehflügelfenster, der senk·
. " . recht drehbare Fensterflügel
Innen· ' . . :
stumpfe kann als einflügeliges Fenster
anschlag Laibung
'! ; rechts oder links angeschlagen
werden. Die Flügelbreite sollte
!: .
. j: !.
1,40 m, die Flügelhöhe 2,00 m
i! : :
"
: .'
.;
nicht überschreiten. Als Dauer·
lüftung nicht geeignet. In geöff·
..: :' : .' neter Stellung kann Regen ein-
.. ; . dringen. Kippflügelfenster ist
. -: '~ . '
an der unteren Kante des festen
mit Blockrahmen· Rahmens angeschlagen. Fen-
Innenanschlag mit Blendrahmen·
fenster
Außenanschlag mit Blendrahmen·
fenster
31
"I
Stumpfe Laibung
fenster sterreinigung durch herabge-
klappten Kippflügel behindert.
Ähnlich konstruiert ist das
Klappflügelfenster, nur dass
der Flügel am oberen waage·
rechten Fensterrahmen ange·
schlagen ist. Drehkippflügel
sind Kombination von Dreh· und
Feststehende Fen.'.r DnlhflOgel-hnsltr KlppIIOg.I"'....' ..
ReIne Lk:I1l0ffnung, keille LOf· GLJIO S.o6lOflung. sehloch' Sehle<:hlft SIO ßIOHung, gu'e Kippfenstern. Gute Lüftungs·
lurogsmöoll""kell, nur anw.nd- rogullerbare SpaIllOflung. guta SpalliOllung, SGIlle<:hle Relnl· möglichkeit u. bequeme Reini-
bar, ""nn ReinlgungomOgIIch· ReinigungsmOgli""kel. gungomOgllcl1keil
keh \IOn au ßen geg.ben lot gung. Heute im Wohnungsbau
gebräuchliche Öffnungsart.
Schwingflügelfenster mit
einem um die waagerechte Ach·
se drehbaren Flügel. Besonders
geeignet für breite Fenster.
Wendeflügelfenster mit senk·
Drehklppllllgtl.Fonl"r Schwlngflüg.l.".na'" Wo_IIOgel·Fen".r
Gulft StoßlGftung uno gUI. Gut. SIOßlüflung, gUI. Speil' Gul. StoßIOflung. 9"10 SpaN· rechter Drehachse, geeignet für
Spal~üftung . gul. Relnlgungs- IQftung. wenn um 1000 umleg 10000ng, bei mittige' Au,fOh·
m6gIJch~ell. bar. gUlo RoInlgungsrn<l!lllclt- rung gule Relnlgung'mOgltCh. schmalen u. hohen, bis zu 4 m 2
keil. IOt grellere ungeteilte FlO· keII (im Wohnungsbau nlchl großen Wendeflügel. Der Flü-
gelb<oIl!!1\ SI1W@I1dbar. ZU be- ObIIch).
achten iSl. dass der ausgastel - gel lässt sich um 360 0 drehen.
la FIQgoI n1cl111m Varl<ahro_ Schiebefenster als Horizontal·
"ehl (Unf"lgefah~.
Schiebefenster (Seitenschie·
befenster), wobei wegen der
notwendigen Bewegungsfreiheit
die Dichtigkeit gegen Wind,
Regen u. Staub etwas proble-
Ktoppflllgtl·F....Io' Vertlkal·Schlebeten.teI" Horizontal~Schlebef.n81.r
matisch ist. Nach dieser
Sehlocht. StQßI(I1rung, 9".e Bel g""""lluflgor Au.l(lhru~g StoIlJOfIung unler Ums_
SpaJtlOftung, nur BnwBndbar. der beidEln FlQgel sehr gute beschrAnkt.. es wird nur die Konstruktionsart werden Hebe·
wenn R.inlgungsmOglichkell SpattlQftung. SIc810t1ung unter Hilili. der Fon'lerfläOha frei-
von HuBen geD!iben Ist. Zu Umot4ndon bes<hrtllkl, e. gegebon, gute Spalüllflung,
Schiebefenster u. noch mehr
be_t.n lot. dooo do' ausge- wIrd nur !!tlne HI'llfaI der FI!Irt· Reinigung .rscl>w.~. JOOOcI1 Hebe-Schiebetüren ausgeführt,
slaUte FIOgei nicht Im Verkehrs· stertlGche lrelgegeben. j:;teil1i· bei Besd1,Ankung der FNlgol·
weg ...ht (Unfallgef.h~ . gung beT l(onstn..tkbQnen mit grOlle und V.""hlebborke~ die eine wesentlich bessere
7 Öffnungsanen
umlegbaren FlOgeln aud'l VOfI aller FIOgei DtJch von mnen Dichtigkeit aufweisen ~ [7].
Räume mit Aussicht Innen mOgIIch. m6gIÖCh.

56 1,20

Schanenfläche Ist annehmbare


Zweckmäßige Höhe in der KOche Größe für Reinigung Reinigung benachbarter Fenster

59
FENSTER
Brüstungshöhe richtet sich nach
dem Zweck des Raumes und
den Wohnbedürfnissen:
Wohnräume: 70-80-90 cm für
den Ausblick im Stehen
40-50 cm im Sitzen und für bes·
sere Verbindung zur Natur.
Arbeitsräume: 90-100 cm, um
Tische vor das Fenster stellen
zu können
Küchen: 125 cm, um Arbeitsti-
sche vor das Fenster stellen zu
Wohnräume Arbe~sräume KOche Garderobe
können
Brustungshöhen
WC, Nebenräume: 130-150 cm
Kleiderablagen: 175 cm
Brüstung schützt gegen Hinaus-
fallen. Bei niedrigen Brüstungen
Außenschutzgitter vorsehen,
oder Balkon ... [1].
Das einflügelige Einscheiben-
fenster wird allgemein bevor-
zugt, das als Drehkippflügel an-
geschlagen, viele Vorteile hat.
Fachwerllbau bis 1800 Klassizismus 1790- 1870
Bei kleineren Gebäuden sollen
große und kleine Fenster har-
monisch aufeinander abge-
stimmt werden ... [2].
Es soll das Glasscheiben-Ver-
2,1 hältnis gleich sein. Geringfügige
Holzfenster mit Isolierverglasung ) Abweichungen sind vertretbar.
2.10 Das Verhältnis kann mit paralle-
len Diagonalen oder rechne-
====;:=
risch bestimmt werden ~ [2].
Neo-Aenaissance 1870- 1900 Jugendstil 1900-1914 Entscheidung für eine Fenster-
konstruktion, einen Werkstoff
oder für die Oberflächenbe-
handlung wird sowohl von tech-

lt
nischen als auch von formalen

:: :
:
:
1 Wünschen bestimmt, aus denen
sich die Anforderungen an das

1 .. : ::

1 j 2:i
:

t
1 1.75
Bauteil ableiten ~ [3]-[5].
Fensterform und Fensterteilung
prägen weitgehend den Cha-
Funktionalismus 1910-Gegenwan rakter eines Gebäudes. Aus
dem Verhältnis von Breite zu
Höhe wird die Fensterform be-
Kunststofffenster mij lsolierglas Fenster der Baustile zweier Jahrhunderte
stimmt.


" ::,
" '."
.
....:..'::
','
'

-=
FensterteIlungen mit Pfosten

Fenstenellungen mit Kämpfer u. Pfosten

Wärmegedämmles Aluminium·
fenster mit Isolierverglasung M Fenstenellungen

60
FENSTER
SONNENSCHUTZ
Sonnenschutz soll Blendung
vermeiden, Wärmeeinstrahlung
verringern.
Während in südlichen Breiten
minimale Fensteröffnung immer
noch genügend Lichteinfall ge-
stattet, ist in Ländern mittlerer
Breite große Fensteröffnung mit
hohem, aber zerstreutem Licht-
einfall erwünscht - [1].
Südfenster haben in 50° geo-
JalouseHe Innen. Sonne u. Warme
~ommt hinter die Scheibe: ungun- graphischer Breite im Sommer
stig Rolladen bei 30° Überstandwinkel voll-
ständigen Sonnenschutz
[10]. Jalousien auf flachen La-

~
mellen (Holz, Aluminium, Kunst-
stoff). deren Abstand etwas klei-
kein Wä/mestau ner ist als die Lamellenbreite
(verstellbar); Rolläden, Marki-
sen und Markisoletten nach Be-
darf einzustellen.
Sonnenwinkel a' und Schallenwinkel a für
eine Südwand unter 50° nördliche Breite
(Frankfurt-Schweinfurt) - [5], [6].
21. Juni (Sommersonnenwende), mittags
a ' = 63°, a = 27°; 1. Mai und 31. Juli, mit-
tags a ' = 50', a = 40'; 21. März und 21.
September (Tag- und Nachtgleiche), mit-
tags a' = 40', a = 50'.
Im Allgemeinen Ausladung A = tg Schat-
Mal1<lsen halten Sonnenstrahten Anordnung von Sonnenblenden tenwinkel a . Fensterhöhe H; mindestens
u. Wärme ab Einstufig 6 Zweistufige Anlage aber Ausladung A = (tg Schattenwinkel a .
Fensterhöhe H) - Mauerdicke D

" .
:.:.
::
.:.:
-:. - J"
:.:-: :.:::.: J--!: [l] l~
::
~
~

::

I
:: ':. ': :: .:.

~ .:.
.: .

Blende aus Holz, Zwelstutlge Schräge Jalousie-Stellung bringt Sonnenschutl-


Marldsolette Alu oder Blech Blenden Blenden Uchl zerstreut, Schattenwlr1<ung Lamellen

12 Sonnenblende Marl<isolelle Schräg-Senkrecht Sonnenschutl- Blende Stellmal1<lse


Schräg-Senkrecht-Markise Mal1<lse Blende auskragend auskragend

61
FENSTER
zweiflOgelige Fenster dre;nOgelige Fenster llierflOgelige Fenster ABMESSUNGEN
Fenster sind eine unumgängli-
elnflügellge Fenster che Notwendigkeit, um Innen-
I I
räume für die Nutzung ausrei-
chend mit Tageslicht zu erhel-
1875 2125 2250
len. Fenstergrößen für Wohn-
375 500 ~25 750 875 1000 1125 1250 1375 1500 1625 1750 2000
häuser ~ [3]
~~ .5>rl
6" .7l<3 I I I Beispiel:
~., 5"
1 Wohnung, Einfallswinkel des
6,~ 7lC4 8>4 ßi~d~:~~Örfe~r den Bildern sind Kennummern _
IX [;><:; ;:...; ~
Lichtes 18°-30°.
$Ie sind zusammengesetzt aus Vietfachen der - 2 Notwendige Fenstergröße im
ISil
5.l :1'5 8>5
~2~ß~~hr~~ Breile und Höhe: - Wohnzimmer.
2.B.: Fensteröffnung 9 x 11 • (9 x 125) x (11 x 125) -
. 1125 x 1375 3 17% der Grundfläche des
irrt-· J ~5n 6><6 17.6 8>6
~
Wohnzimmers reichen als
Fenstergröße aus.
~xt ,5>: &,7 17,7 8,7 9,1 12,1 13,7
a. Erforderliche Fenstergröße
li 11
0 V des Wohnzimmers in Abhän-
~,J '5,8
1 17,8 18'8 19X8 , 10'8 12x8_ ~ 14,8 16,8 gigkeit der Grundfläche. 14%
I~ 1 1
0 0 1 lL bedeuten: Die Fenstergröße
:5.5 11.9 18>9 9x9 110>9 \2.9 13>9 14.9 16,9 17>9
soll mind. - in m2 gemessen -
~xJ
14% der Grundfläche des
l[ 10 ; LI Wohnraumes betragen. Bei
.1 5,11 7xlC 8>10 19>10 LIDX1D 12><10 13.10 14xl0 16xl0 171<10 einem Wohnzimmer mit der

l~ 10 ~ Größe von 20 m2 soll das


Fenster 20 x 0,14 : 2,8 m2
~,\ 6><11 19>11 110.11 13,11 14.11 17"1
groß sein.
'".....~ 10
fI b. Erforderliche
von Küchen.
Fenstergröße

19,12 10,'2
c. Erforderliche Fenstergröße
8
~ 11 aller übrigen Räume.
d. Einfallswinkel des Lichtes. Je
grö ßer Einfallswinkel des lich-
In
N Erktärungen: tes, um so größer müssen die
~
~ Vorzugsgrößen - Fenster sein. Grund: Je näher
19>16 10.16 die Nachbarhäuser stehen
0 GröBen
-
und je höher sie sind, um so
~ 8
El Größen, vorzugsweise für FenSlerbänder größer und steiler der Ein-
- fallswinkel und um so geringer
9<11 10.17 ~ Größen, vorzugsweise für TOrfenster
- die Lichtmenge, die ins Haus
CE:! Größen. vorzugsweise fOr Kellerfenster
'"
N
N 8
dringt. Die kleinere Lichtmen-
E:!I Größen. vorzugsweise fOr WaschkOchenfenster ge wird durch größere Fen-
ster ausgeglichen.
9'\8 10.\8
Für Räume mit Abmessungen,
:iil die denen von Wohnräumen ent-
!::I
8
sprechen, gilt Folgendes: Min-
desthöhe der Glasfläche 1,3 m
1 nv"v=u,;~,,,,,,aß& (RR) fOr '~"••=.u""u"~=,, DlN 18050 (2)
~ [4].

CU
Uchteinfall· ~ 45'-. SO'
b a '~c:
winkel~~ G>
&.
<.> &.
<:>
~

I
~

30' -. 45'
T
~
a
CJ bl
~ ~ 1,30 Lichte Fensteröffnung

-:PI :1 1
Innen :.18·-.30·

-
~
~e!:,p~e~ _
1 2
0;
'"oE ~
crlal
~ .18' I
I ,. 90 BrOstu ng
16 I
C 1
Ul
~
• 0% 5 10
~3
15 17 % 20 25%
>- Fensterg föße in % der ZImmergrundflache
Fensleranschlagart (Innenan-
schlag) 31. Fenstergrößen in Wohnhausern 4 Fassadenschnilt

62
00
BALKONE
o00

~8PJ
Steigerung des Wohnwertes
Zugluft durch angegliederte Balkone
und Freiräume. Erweiterter Ar-
beitsbereich, sowie leicht zu be-
aufsichtigender Kinderspielplatz
1,,25

-
im Freien.
Zur Erholung, Liegen, Schlafen,
Lesen, Essen. Zu funktionell er-
3,50 ~
forderlichen Freiraumtiefen
Abslellraum
muss Platzbedarf für Blumentrö-
ge hinzugerechnet werden ~
Verselzte Balkone durch
Abwinkelung u. Staffelung
M Balkon und Abstellraum für
Balkon möbel BrOstungsvarialionen
[3], [9]. Eckbalkone bieten
Sicht- und Windschutz und sind
im Gegensatz zum Freibalkon
behaglich ~ [6].
Darum Freibalkone zur Wetter-
seite abschützen ~ [6].
Bei Balkongruppen (Miethäu-
ser) für Sichtschutz (= Wind-
schutz) sorgen, besser mit Ab-
2,00
stand, z. B. durch Abstellraum
für Balkonmöbel, Sonnenschirm
u.a ..... [6].
Loggien, in süd!. Ländern be-
rechtigt, sind in unserem Klima
fehl am Platze. Sie sind nur kurz
Eckbalkon Freibalkon mil SIchI- Balkongruppe mit SichI- besonnt und geben den angren-
2,10
biende (zugleich schutz (Windschutz) zenden Räumen viel Außenflä-
Windschutz)
4 Uegestuhl chen frei, damit Abkühlung. Im
Aufriss versetzte Balkone kön-
nen Fassade auflockern, jedoch
ist Sicht-, Wetter- und Sonnen-
schutz schwer zu erreichen. Im
Grundriss versetzte Balkone
bieten dagegen Schutz gegen
Einsicht und Wind ~ [6].
Bei Planung beachten:
Orientierung zur Sonne u. Aus-
sicht. Richtige Lage zu Nachbar-
wohnung und -haus. Räumliche
Beziehung zu angrenzenden
Wohn-, Arbeits- oder Schlafräu-
Eingezogener Versetzte Balkone
Balkon (Loggia) men. Material für Brüstungen,
~ Kunststoffe, Holzstäbe auf

rsl KinderbeH u. Kinderwagen


Unterkonstruktion, diese am
besten aus leichten Stahl-
profilen oder -rohren, mit guter
Verankerung im Mauerwerk.
1-2 Pers. Balkongitter aus senkrechten
4,5m 2
Stahlstäben (waagerechte kön-
nen von Kindern überklettert
werden!) wegen Wind u. Ein-
sicht von außen nicht gut, sie
werden meist vom Mieter in
Selbsthilfe mit unkontrollierba-
ren Stoffen überspannt. Zug-
erscheinungen entstehen bei
Zwischenräumen an Brüstung
und Betonplatte, besser Brü-
stungsplatte vor Balkonplatte
herunterziehen oder massive
Balkone Bal1<one u. Terrassen Balkone u. Terrassen
Brüstung.

63
RechtstOr TÜREN
Im Innern eines Gebäudes müs-
sen Türen sinnvoll gesetzt wer-
den, da ungünstig verteilte oder
unnötige Türen die Raumnut-
'. .'
zung erschweren u. Verlust von
Stellflächen bringen - [6], [7].
Man unterscheidet nach innen
aufschlagende Tür, in den Raum
SchlieBselte Schließsehe schlagende Tür, nach außen
schlagend, in den Flur schla-
gend. Üblich schlagen Türen in
den Raum - [6]. Bezeichnung
der Türarten nach der Lage u.
dem Zweck, Aufschlagrichtung,
Anschlagart, Türumrahmung,
Türblattkonstruktion, Bewe-

~
gungs- u. Öffnungsart. Anord-
Drehpunkt nung der Türen in Wandmitte

~==~~~~
einflügelig. außermittig gelagert
(,~ bei großen Räumen (repräsen-
tativ), bei kleinen Räumen da-
durch Stellflächenverlust, des-
Im Aligmeinen falscher Anschlag Im Allgemeinen richtiger Anschlag halb günstiger nahe einer
Trennwand - [6]. Abstand wird

~ ~\ durch Möblierung bestimmt.


Mindestabstand wegen Türgriff
\~ jedoch 10 cm. Türen zur Seiten-
wand hin öffnen, damit man den
mittig gelagert ror Rechtsver1lehr Raum übersehen kann. Innen-
türen:Zimmer-,Wohnungs-, Kel-
4 WendetOren lertüren, Türen für Bad, WC und
Mindestabstand zwischen Wand u. Tür Mit HeizkOrper
Abstellräume. Au ßentüren:
~\ Haustür, Haus- und Hoftor, Bal-
kon- u. Terrassentüren.Breite der
Tür richtet sich nach Verwen-

$=
dungszweck u. dem zu erschlie-
ßenden Raum. Mindestdurch-

- -
Schiebetüren in der Wand laufend zwe\~ren richtig
gangslichtmaß beträgt 55 cm. In
Wohnbauten beträgt die lichte
Durchgangsbreite: Einflügelige
~ ~~~~~e~ocm Tür: Zimmertüren ca. 80 cm; Ne-

~-
bentüren Bad, WC ca. 70 cm; Woh-
nungsabschlusstüren ca. 90 cm;
Haustüren bis 1,15 m.Zweiflüge-
lige Türen: Zimmertüren ca. 1,70
Schiebetür mit Drehtür Anordnung von zwei In einer Ecke nach
m; Haustüren ca. 1,40-2,25 m.
gleichem Raum schlagende Türen Lichte Durchgangshöhe: mind.
Schiebetüren AufSChlagen der TOr
1,85 m; normal 1,95-2,00 m.

falsch falsch

Flur -zurTreppe
\.r-
1]\
1

richtig

7 TOren schlagen In den Raum 81 Türen schlagen In den Flur Beispiele für TilrblaHgestallung

64
TOrluHer
TÜREN
DIN 4172, 18100, 18101 ~ IJJ
Maße für Wandöffnungen für
TOrschwelle Türen sind Baurichtmaße ent-
spr. DIN 4172. Sind in Ausnah-
Stolperschwelle mefällen andere Größen erfor-
derlich, so sollen deren Bau-
'":cE"' '"E'" .
g>
2."
richtmaße ganzzahlige Vielfa-
che von 125 mm sein. Stahlzar-
"
" ~E'"
gen sind als Links- bzw. sowohl
~~~
!,>
I- C
CD
E
Cl
III .. . ' als Rechtszarge zu verwenden
L ~
CD 'C CD
:::>
E
g co E
g - [9]-[10). Bezeichnung einer
'" Anschlagwinkel
Wandöffnung von 875 mm
Breite und 2000 mm Höhe (im
3 Differierende Fußbodenhöhen
Baurichtmaß): Wandöffnung
DIN 18 100 - 875 x 2000
Baurichtmaße Maße am TürblaH Maße an der TOrzarg
Wandöffnungen TOrblaHaußen- TOrbfattfalz- Ilchle lichte
IOr Taren maße maße Zargen - Zargen-
DIN 18100 (.TypmaBe·j Nennmaße breite hOhe
Im Falz Im Falz
zul. Abw. zu!. Abw. zul. Abw.
±1 +2 ±1 0
0 - 2
1 875 1875 860 '880 834 1847 841 1858
2 625 2000 610 1985 584 1972 591 1983
3 750 2000 735 1985 709 1972 716 1983
l--- Rahmenlalzmaß
11--
4 875 2000 860 1985 834 1972 841 1983

I
TOrblaHmaß 5 1000 2000 985 1985 959 1972 966 1983

Baurichtmaß 6 750 2125 735 2110 709 2097 716 2108


7 875 2125 860 2110 834 2097 841 2108
8 1000 2125 985 211 0 959 2097 966 2108
9 1125 2'25 1110 2110 1084 2097 1091 2108
StocktOr
Gefalzle TOrblätler und Türzargen DIN 18101

BaurIchtmaß Nennma8 der Zargenlalz- Lichtes TOrbfaHaußen-


(DIN 18100) Wandöffnung maß Zargendurch- maß
Breite x Höhe gangsmaß (DIN 18101 )
BxH B.H :t.l 0 BxH BxH
-2

"11:
875 x 1875 885.1880 841 x 1858 811 .1843 860 x '860
625 x 2000'1 635.2005 591 x 1983 56' .1968 6'0 x 1985
750 x 2000'1 760.2005 716.1983 686.1968 735. '985
875.2000 " 885.2005 841 .1983 811 x '968 860 x 1985
'000.2000'1 10'0'2005 966.1983 936 x 1968" 985 x 1985
750.2125 760 x 2130 7'6 x 2108 686.2093 735.2'10
875.2125 885.2130 841 x 2108 811 .2093 860.2110
1000.2125 1010.2130 966.2108 936. 2093~ 985.2110
1125.2125 1135.2130 1091 .2108 1061 x2093 ~ 1110.21'0 I I~Rahmenlaizmaß
I ~ahmenfaizmaß
f--TOrblaHmaß " Diese GrO Ben sind VorzugsgrO Ben (Lagerza'gen) I ~TOrblanmaß
I---BauMchtma8
~ Nur diese Größen sind geeignet IOr Rollstuhtbenul2er (DIN 18025) j--- Baurichtmaß

BlendrahmentOr Isl MaBe Stahlzargen - [7)-[8) 8 Zargentür

lichtes Offnungsmaß

BaurIchImaß

Umlassungszarge Zarge/Glasbausteine

65
~.:.:.
';;,';:;:,';:::::::::::::,':
_ J:
.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.
Für Garagen und dergl. als
TORE

--=-
co---
.
::. Schwingtor -+ [1], Schwingfalt-
tor mit Federkraft oder Gegen-
.......... gewicht -+ [2] . Einwandig, dop-
pelwandig, geschlossen teilver-
h~ glast, vollverglast. Füllung Holz,
Feder ~
Gewicht Kunststoff, Alu, Stahlblech ver-
A zinkt.
":::::::::::::,':::::::::.':::::::. ';;;::.'::::.'::::,',',':::::::::::::. '::: :::::..::::..:::::.'::::.'::::::.
2,25 1.90 Auch als Einbau in Rund- und
2.50 2,00
3,00 2,12' $ 20 m' Segmentbögen. Bequeme Be-
3.37 2,25
2,37' Normtor dienung durch Deckentorantrieb
5,00 2,75·3,00 A) SchwingfaiHor B) Schwingtor mit Feder- C) Schwingtor mit mit Funksteuerung.
21
kraft·Gewichtsausgteich Gegengewicht
Schwingtor ohne Deckenlaufschiene Hubfalltor -+ [3] , Sektionaltor -+
[4], Teleskop-Hubtor -+ [5] ,
Rolltere -+ [6] aus Alu für
Abstellung unter der Decke, ein-
und mehrschalig.
Rolltore -+ [6] für große Toröff-
nungen geeignet, max. 18 m
breit u. 6 m hoch.
Tore bedienbar durch Zugschal-
ter, Lichtschranken, Kontakt-
schweIlen, Fernsteuerung:
A
Senktor -+ [7] erfordert großen
2.25
237' baulichen Aufwand u. Platzbe-
2;50 darf, meist im Kellergeschoss.
3,00
I Raumabschlüsse durch Falttü-
8,00 ren seitl. geführt. Harmonikatür
5 mittig gehängt -+ [9] zum Ver-
3 HubtaiHor Sektionahor Teleskop-Hubtor
schluss breiter Öffnungen.
Drehbewegung mit Schiebebe-
wegung kombiniert. Akkordeon-
tür aus Sperrholz, Kunstleder
oder Stoff -+ [10].
Feuerschutztüren T30-T90, ein-
und zweiflügelig -+ [11].
Feuerschutzschiebetor -+ [12].
Brandwandabschlüsse als
Schiebe-, Hub- oder Schwingtor
müssen unabhängig vom Strom-
A
netz funktionieren.
2.00 2.00
5,40 5.00 Im Brandfall autom. schließen
8.00 8.00 A x B max. 8.00 x 6.00
(Fischer-Riegel).

Rolltor, ~itler Schlebetor/ Stahlschiebetor


(Stahl u. Aluminium) 7 Senkter T30 . 5.00x4 ,oo;T90.a,50x3,50

------1
A einliOgelig
~ A B A B
75 1,75 1.00 2,00
75 1.87' 1.00 2.12'
B 75 2,00 1.25 2,00
80 1.80 1.25 2.12'
80 1.67' 1.50 2,00
80 2.00 1.50 2.12'
67' 1,67' 1,75 2.00
87' 2.00 1.75 2.12'
1.00 1.87' 2.50 2.50
1,00 2,00
1.00 2.12'

1,50 2,00
::::1_
' _ __E
I
1.75 zweitlügelig
2,00
2.25 2.12'
Mittig geführte Falltür AkkordeentOr aus Holzplatten
(HarmonikatOr) bzw. lIexlblem Material FeuerschutztOren T30-T90 Feuerschutzschlebeter T30- T90

66
TREPPEN
I
r--., I
r, --,I DIN 18065
: I I I
I I
T Die Gefühlsskala von Treppen
und Zuwegen ist weit: von den
Gestaltungsmöglichkeiten uno
4,2m' 4.3 m'
terschiedlichster Wohnhaus·
4.8m· 4.7 m> treppen über großzügige Au·
,-- - ßentreppen, auf denen das Auf·
L__
I
I I [1)- [5) 16 Steigungen 17'128',
1 und Abgehen zum Schreiten
, :
..... __ JI Geschosshöhe 2,75 m
I
L ___ lI laufbreite 1m wird. Das Gehen auf Treppen
erfordert im Mittel einen 7-fach
Durch Wendelung kann Weg von höheren Energiebedarf als das
Treppen ohne Podesl bedecken in Austritt der unteren zum Antritt der
allen Formen fast gleiche Grund· ~3 oberen Stute wesentlich verkürzt normale Gehen in der Ebene.
fläche 2 Gewendelte Treppen J I werden Beim Treppensteigen ist die
physiologisch günstige "Steigar-
,---"1 beit" bei einem Neigungswinkel
I
I
,
der Treppe von 30° und einem
r -- n-rr.,.",,,,,,, Steigungsverhältnis
,
I

L__ u....u....J:::::::li:'::1 5 Treppensteigung H


!Zgegeben.
a Treppenauftritt T 29
5.0 m'
Steigungsverhältnis wird be-
5.4m> stimmt durch Schrittlänge eines
erwachsenen Menschen (ca. 59
-65 cm). Für Festlegung des
günstigen Steigungsverhältnis·
, ses mit geringstem Energieauf·
-,
wand gilt die Formel:
Podestlreppen bedecken die 2 s + a = 59cm . 65cm.
GrundIlAche von einläufigen Trep-
4 pen + Podestflachen-Stufenfläche 5 Gerade Treppe 6 Gewandelte Treppe Bei Bemessung und Gestaltung
von Treppen ist neben oben
erwähnten Zusammenhängen
der übergeordnete funktionale
u. gestalterische Zweck der
Treppe von großer Bedeutung.
Nicht die Höhenüberwindung
allein, sondern die Art der
Höhenüberwindung ist wichtig.
Jede notwendige Treppe muss
in eigenem durchgehenden
Treppenraum liegen, der ein·
schließlich seiner Zugänge u.
des Ausganges ins Freie so an·
geordnet u. ausgebildet ist, dass
Podesltreppen sind erforde~ich er gefahrlos als Rettungsweg
bei GeschosshOhen von ~ 2,75 benutzt werden kann. Aus·
8

_
Podestbreite ~ Treppenlaufbreite Gerade Treppe mil Podest
gangsbreite ;" Treppenbreite.

Zwelltlullgo Sn-, OrellalJIlgo

...
T,eppo u. GebIILJdo·

,--- ......,......,,.., --, T,ewe


,IL _ _ I
I höhe
Fla"'olgule)
StoigIJng
Flache (guIO)
Sioigung
__.J
S'ufen- SM... Stulen- 5Iul..,-
zahl heho zahl höhoo
Schrager Antritt u. verzogene a b c I g
Stufen sparen Platz 2250 - - 13 173,0
2500 14 178,5 15 166,6
2E25 - - 15 175,0

I
2750
3000
16
18
171.8
166,6
-17 -176.4
I ,
L.. _ _ _ _ J

Abschweifen der Stufen bei engen


11 Mindestplatzbedarf bei Möbel·
10
Dreiläufige Trappen
Teuer und pfatzraubend
~;~nhäusern spa~ Podest·
12 trensport j13] Geschosshöhe u. Treppensteigung

67
Zweimal Steigung plus Auftritt sollen TREPPEN
zusammen 63 cm ergeben

2,00 Wenn Lauflänge für eine norma-


Bequeme
Steigung le Treppe zu kurz ist, wählt man

~
eine Treppe mit versetzten Stu-

-
fen, eine sog. Kurz-, Löffel· oder
...- Sambatreppe. Die Zahl der Stei-

Il~
gungen der Kurztreppe soll
möglichst niedrig sein, Stei-
gungshöhe jedoch s 20 cm. Der
17/ / / / ~ 1:8 Auftritt ist hierbei zu messen
62,S
~
gerade noch Ueweils abwechselnd) auf den
mÖ!lliches
StelgungsvernAltnis Auftrittachsen a + b -+ [7] des

m
Steigende Fläche verkürzt die rechten und linken Fußes.
SchritUänge eines Menschen aut SchritUlnge. Angenehme Stei· Normaltreppe 17/29. Trep~nab·
waagerechter Rache gung 1:10-1: 8 3 salz nach max. 18 Stufen

Lichle Bodentreppe

~ ~ RaumhOhe
220 - 280
Größe (ern)
100 x 60 (70)

~ ~
220-300 120 x 60 (70)
220 - 300 130.60 (70 + 80)
240 - 300 140 x 60 (70 + 80)
Flache Rampe Steile Rampe
Kastenbreite:
B = 59: 69: 79 cm

~
Kastenlänge:
L . 120; 130: 140 cm

~.
Kastenhöhe :
H = 25 cm - [8)- [12)

1,75
Freitreppen Bequeme Treppe

4 Leiterartige Treppe mit Geländer 10] Einschiebbare Bodentreppen

'Ib, 75·11
1.25
Normale Trep~

~ Q
1,50
50"-75"
2,00
=~~
Ober· ~
75 5
Ku rz·, Löffel· oder Sambatreppe
Le itertrep~ Leiter 75- 105
Ortsfeste Leiter 90" =~fffl222222l1flW
aus Holz. In der Mitte geschnitten 6 Steigungen von Rampen, Treppen u. Leitern Zum Dachbcden Klapptreppe aus
- [7] 11 Holz oder Aluminium

1,90
Normale Trep~. Auftritt zu kurz (1 5,8)

1,90
Bodentreppe 1·, 2· u. 3·tellig lie· Raumsparende Scherentreppe
7
Grundriss - [5] Auftritt bei a und
b ~ 20 cm 8 Raumsparende Bodentreppe 9 ferbar
12 (Raumhöhen 2,00- 3,80)

68
TREPPEN
~
~
t-l6 H'2 H'6 DETAILS
In Handlaufhöhe braucht der
Mensch den größten Platz, in
Fußhöhe erheblich weniger.
~
"'r tJl' Dort kann Laufbreite zugunsten
größeren Treppenauges schma-
ler werden. Diese versetze An-
ordnung von Wange und Hand-
~
. .- ..
.....- läufen ermöglicht außerdem
H
statisch günstigere Befestigung
'2 I der Geländer an Wange. Gün-
stige Handlaufanordnung bei 12
cm Auge, Handlauf nach innen
Handlauf u. Wangen-Einzelheiten 3 Handläufe am Podest
versetzt ~ [1], [3].
Umwehrungen, Ränge, Empo-
ren, Galerien, Balkone müssen

".,~ ~ ~ll
umwehrt werden, ab 1 m Hö-
henunterschied zwingend.
Geländerhöhe bei Absturzhöhe
< 12 m Höhe = 0,90 m, > 12 m
Höhe=1,10m.

\ T1
Trittstufe ist der waagerechte
Teil einer Stufe. Als Setzstufe
bezeichnet man den senkrech-

n~ ~." ~Ii
ten Stufenteil. Es gibt Treppen
mit oder ohne Setzstufen ~ [5],
[6].
Setzstufen werden zumeist un-
Plexiglas Rohre Seil terschnitten. Insbesondere bei
141. Handlaufprofile Blockstufen Keilstuten
steilen Treppen, um Auftritts-
fläche zu vergrößern.

an der
Wange

Treppen aus Stein u. Holz


GeIAnderbelestigung bei Wangen

durch die
Stute

zwischen
den
Stufen
t 65 (',70) t
51: fkbvffffiWWA
=
= am
Treppenlauf
Schnill

6 Geländerbefestigung bei Stufen

69
TREPPEN
WENDELTREPPEN,
SPINDELTREPPEN

I
Ab '" 80 cm Laufbreite ist eine
I für Ein· und Zweifamilienhäuser
"baurechtlich notwendige Trep·
pe DIN 18065" möglich, ab
Durchm. 260 cm für sonstige Ge·
bäude (mind. 1,00 m Laufbreite).
Spindeltreppen unter 80 cm
nutzbarer Laufbreite sind nur als
"nicht notwendige Treppen"
erlaubt. Kellerraum, Dachbo·
Wendehreppe Wendelstufen·Auftritte
den, untergeordnete Räume.
Spindeltreppenstufen in Tränen·
Gegonverl<otw GegonvorkBhr blech, Gitterroste, Marmor,
~=r mögliCh g<sl ml5gliCh Holz, Kunststein, Beton.
gutlleg. hla """'.m
11
lolc:l1t~hbaI begOObar
Verwendung In ~ KleInmöbel MOIleI zorlog1 MO!loI
Blechstufen mit Kunststoff oder
resp. Bis
Vorwoodung VOMu U transportier· rransportlorbar
bat
uonsportJerbar Teppichbelag .... [7].
Treppen in montagefertigen Tei·
u_rdneten
Räumen
len aus Stahl, Aluminiumguss,
KellOrraum
0_ Beton oder Holzteilen. Einsatz·
~.- möglichkeit als Bedienungstrep-
Iiobbvnwm
Sc:I1lalrftlJmo
pe, Fluchttreppe und Geschoss-
Saune treppe .... [6].
Sc:I1wlmmbad Treppengeländer aus Stahl,
Labor
Workstatl
Holz und Plexiglas .... [1]. Spin-
GaIo<Io deltreppen sind platzsparend

_
.?orIon und in der Mittelachse mit einer
kI. Laoer
Verl<lwlsraum Säule stabil zu konstruieren ....
Malsonenwollnuna [4], [5]. Mittelachse kann aber
lotst. ....
wr. auch ausgespart sein, was zur
~ offenen Wendeltreppe mit Trep-
I
Bilroraume
Pnlxlsräumo penauge führt .... [1], [2].
Qr. Laoor
La:dentaum
GastrAumo
I
~
Bei der Montage darauf achten,
dass kein Kontakt zur vorhande-
Auchttre!>I>e nen Konstruktion entsteht, damit
-""IW. T...ppo·
Im Einl.·Hau. SChallübertragung ausgeschlos-
5! 8 5! sen wird.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
TU~PP6n-0
(Nonnmaß) ~ ;;; ;;;
Laulbfelren ~ :e
Si '" ~ ~ ~ § ~ ~ ~ ~ '">: § ~
Iro mm
Zwischefl5fllodeIrollr·HlIndlau! ab 10 an AuflliUSbroi18 (Anr. Laub.)
Gowic:l1t(ca.) ;;;
I<9'stolg. m ~ Sl !l ~ '" ~ <lj
~ ~ ~ ~ ~ ~

Detail Wendeltreppe aus Stahl


leI6 Bestimmung von MlndestgröBen bei Spindeltreppen aller Typen nach
Verwendungsart

Podest

w
Slufenausbildung

C81and8
Vollholz PVC

1IIIIM........r :~I Stahlblech

Details - (5] 8 Quadratische DeckenOffnung 9 Aunde Deckenöflnung 10 Eckige Öffnu ng

70
AUFZÜGE
KLEINGÜTERAUFZÜGE
HYDRAULIKAUFZÜGE
Kleingüteraufzüge: Tragfähig-
~ . ~
:
keit oS 300 kg Fahrkorbgrundflä-

'"#
che oS 1,0 m2 ; für Kleingüter, Ak-
l~ ten, Speisen usw. Nicht betret-
:
.. .,
-fiJ: bar. Schachtgerüst üblich aus
KB . TB KB . rB KB _ rB
I
~~ Profilstahl in Schachtgrube oder
I
SB , I
SB I I SB I auf Decke gesetzt. Allseitige
Ummantelung aus nichtbrenn-
'j
ohne Durchladung mir Durchladung Ober Eck 0
q baren Baustoffen ..... [1 ]-[4] .
Berechnung der Förderleistung
0
'f ~
M
von Güteraufzügen ..... [5].
0
Klelngüterautzug - Grundrisse 'I
I()
Folgende Formel zur Berech-
'"• nung der Zeit für ein Förderspiel
h
v
Z = 2 + Bz + H (tl + t2) = ... s
2 = konstanter Faktor für Hin-
und Rückfahrt
o
CD h = Förderhöhe, v = Betriebsge-
...N~ schwindigkeit, Bz = Be- und Ent-
I ladezeit in s, H = Anzahl der
3t Haltestellen.
t 1 = Zeit für Fahrtbeschleuni-
gung und -verzögerung in s.
t 2 = Zeit für Schließen und Öff-
nen der Fahrschachtlüren bei
I
I I
I i ~ I I ,~ einfl. Türen 6 s, bei zweifl. Türen
l ___ ..l. ___ .JI L __ I __ -_JI
~
10 s, bei vertikalen Schiebetü-
Klelngüteraulzug mit bodenglei· KlelngOterau!zug mit bodenglel- KleingOleraulzug mit Brüstung u. ren von Kleingüteraufzügen et-
eher VertikalschiebetOr cI1er Drehtür Vertikalscl1lebetOr
wa3 s.

Ladestellenanordnung 1 Zugang und Durchladung Übereck und Überod<


mn Durchladung
Nutzlast Q[kg] 100 300 100
Geschwindigkeit v[mls] 0,45 0.3 0.45
Kabinenbreite ~ TUrbrelte KB -TB 400 500 600 700 800 800 800 500 600 700 800 800
Kablnentlele KT 400 500 600 700 800 1000 1000 500 600 700 800 1000
KabinenhOhe - TOrhOhe KH ~ TH 800 1200 1200 800 1200
TOrbreile IOr Übereck·Ladeslelie TB
ScI1acl1tbrene SB 720
-
820
- 920- -
1020
-
1120
-
1120
- 350
820
450
920
550 650 850
10201120 1120
Schaohttiele ST 580 680 780 880 980 1180 1180 680 780 880 980 1180
Schacl1tkoplhOhe min. SKH 1990 2590 2590 2145 2745
Triebwerl<sraumtOrbrelte 500 500 600 700 800 800 800 500 600 700 800 800
Triebwerl<sraumtOrhöhe 600 600
Ladestellenabstand mln. 1.) 1930 2730 2730 1930 2730
Ladestellenabstand mln. 2.) 700 450 700
BrüstungshOhe min. 600 800 800 600 800
nur untersie Haltestelle B

51 Baumaße KlelngOterautzOge

6.0
5.8 1-HH-f+t++++++I-H+f-f:11
5.81-HH-f+t++++++I-H+tffl 1.80
OKFF
5.7 H-H-f-Hf-H+i+i-H-H++-H
5.el-HH-f+t++++++I-H>+f++l . .: ........ .
5.5H-H-I+II-H+l+l+t+t+t+l

~
5,4 H-H-f-Hf-H+I-H-hI'++++-H
5.3H-1-H+++++++-hI'HH-f++l Beispiel:
5.2H-H-H-I-Hf-H-hI't-t+t+t+l
5.1 H-H-H-f-Hf-H+l-H++++-H
11 11
........................
E 5.0H-H-H-I-Hf-H't-t+t+t+t+l
gogoban: H - 4 .7 m
g .. ocht: SKH .......................
.......................
l..lIsung: stehe Dtagramm
~
~ 4.9
4.B ~ ~ttlt~~~:t!:t!+I~ Stockwerkabsta min. • 2480 mm
bef H _ ",7m1!' SchachtkopfhOhe mln. SKH • 3100 mm
+ 4.7H-H-H-I+If-H+l+t+t+t+l (SGT • SKHI • 6.0 m bei H. 2,7 m
§ ::~ H-H-~I-Hf-H+I+t+t+t+l SGT g8Wi\htl1 000 mm :> 900 mm
(SGT rnOgrochst IIkO" wahkHll Schachtgrubentiele SGT _ 900 mm
' .' H-l-hfMl-Hf-H+l+t+t+t+l SKH _ 6.0m -l.0m _5.0m min. bei H . 2,7 m
4.3H-hI'-f-Hf-Hf-H-H-H-H++-H 3100 mm
4~ ~A4++++++++H-1-H++I
)0
SchachtkopfhOhe und siehe Diagramm
4.1l+H-I-HI-H+I+I+I+t+t+i SGT • 900 mm und Schachtgrubentiefe min.
bei H .2,7 m
"17 3.0 3,5 H (ml " 'o 4.5 4.7 SKH - ~~~:;;;:~~'
6 Abmessungen (Diagramm) Schachtgrund ~ ss u. Maschinenraum 7 SchachlhOhenschnl" - [6]

71
..,. AUFZÜGE
~~ :sö l'X9"'"

.:,:;
~
c WOHNGEBÄUDE DIN 15306
'"
:~ WS; WS;
Q9Y

Der Vertikalverkehr in neu


:~ IRS ~
~ X
(XX (X)ö( ,'; 7 errichteten, mehrgeschossigen

E] 'fl
:~ ~ <:X
Gebäuden wird vorwiegend von
i~ 00
1-: :1,:·:-:-:, . :',';',':'1 / 400kg 1,0 mIs
Aufzugsanlagen übernommen.
"
• Ix Der Architekt wird in der Regel
I~ l :: : R:::::, 1;:;::'7' ),.,
• Ix 630kg 1,0 mls
!i:::'::., t:;:,:,::·' ' \!lJ
• Ix 1000 kg 1,0 mls für die Planung von Aufzugsan-
~ , . ~ Ix
_ Ix
400 kg + lxloo0kg
630 kg + 1xl ooOkg
1,0 mls
1,0 mls lagen einen Fachingenieur
6
./ ~ lx 630 kg + 1xloo0kg 1,6m1s zuziehen. In größeren, mehrge-
?~~ . 2x 630 kg + 1xl OOOkg
• 2x 1000 kg
1,6m1s
2,5 mls schossigen Gebäuden, zentrale
~ IJl3D1"" e3x 1000 kg 2,5 mls
Zusammenfassung der Aufzüge

Grundriss Fahrschacht - [5] rl 1 rr 100 200


Bewohner In allen Vollgeschossen
Anforderung an die Förde~eistung fOr Normal·Wohnhäuser
300 400 500 600 700 zu einem Verkehrsknotenpunkt
zweckmäßig. Lastenaufzüge
sind von Personenaufzügen

j i!l
sichtbar getrennt anzuordnen;
6- 6.- zugleich ist bei ihrer Planung zu
""~'t~
Traglähigl<8it I<Q 400 630 '000

~bJ
. mls 0,63 1,00 1,60 0,63 1,00 1,60 2,50 0 ,63 1,00 1,60 2,50
berücksichtigen, dass sie bei
N<!nfl9OSChwl~
Verkehrsspitzen in den Perso-
MlndosIs<:hAcI1lbreilB c mm 1600· '600 1600· '600 '600·1600 nenverkehr organisch einbezo-
l: mm gen werden können.
u MlndeotscMcI,,"ef. d 1600 2100 2600
I
1,60
I
.!u Für Personenaufzüge in Wohn-
VI Mlndeolgrubenlief. () mm 1400 1500 1700 1400 1500 1700 2600 1400 1500 1700 2800
gebäuden sind folgende Trag-
Mind••tscl\achll,opfilOhe q mm 3700 3800 ~ 3700 3800 ~ 5000 3700 3800 4000 sooo fähigkeiten festgelegt.
...
Q LIchte SchachuOrl>relte C, mm 800 600 600
400 kg (kleiner Aufzug): für Per-
~ sonenbenutzung auch mit Trag-
LIchte _ " ' O h e I, mm 2100 2000 2000 lasten
!.linde_he des T _· 630 kg (mittlerer Aufzug): für
E raumes m' 8 '0 10 12 14 12 14 18 Benutzung mit Kinderwagen
1,80 :l

3 TOren i; Mlncleslbrelt. des TriebWort<s


R mm 2400 2400 2700 2700 3000 2700 2700 3000
und Rollstühlen
1000 kg (großer Aufzug): zum
i MlndosttioledesTriebwltrl<s
Transport von Krankentragen,
jE S mm 3200 3200 3700 3700 3700 4200 4200 4200 Särgen, Möbeln u. Rollstühlen
~. für Körperbehinderte - [5].
~ MlndestMhe d o s T _
h mm 2000 2200 2000 2200 2600 2000 2200 2600 Stauräume vor den Fahr-
h mm 1100 1100 1100
schachtzugängen müssen so
LIcht. F.lVkotbbteile •
OKFF gestaltet u. bemessen sein,
\J LIch.. F.h<1<Ort>tl.fe b mm 950 '400 2100 - dass aus- u. einsteigende Auf-
........................ .a
Öffnung I
<; I.icI1te Fatvko_ ~ mm 2200 2200 2200 zugsbenutzer, auch mit Hand-
':!
Montageluke gepäck, sich gegenseitig nicht
~.I.&...-. _ .
1 - ' - ' -' -

J:
u. Lieh'. Fahrlwrb<ugang..
mehr als unvermeidlich behin-
bfeöIO", mm 600 eoo 600
q dern.
I.icI1t.F.t>rko<ll~ - dass die größten mit der jewei-
Mhe ~ mm 2000 2CIOO 2000
OKFF ligen Aufzugsanlage zu trans-
'V .:;;;
Zufässlge Personenzahl 5 8 13 portierenden Lasten (z. B. Kin-
:::::::....:::::. derwagen, Rollstühle, Kran-
;.:-:.
- , = , =:=. "=
5 Baumaße, Fahrkorbmaße, TOrmaße kentragen, Särge, Möbel) oh-
ne Gefahr von Schäden an
Personen, Gebäuden und Auf-
T zug ein- und ausgeladen wer-
OK~ den können, wobei der übrige
............... im:
=..
:I :: iL
I
L ____
___ Verkehr nicht mehr als unver-

t
I 11 meidlich beeinträchtigt werden
11 11

rnJ
c 20
c sollte.
J1 11
T
I, . 2.000
I1 .. 11
Stau raum vor Einzelaufzug
Nutzbare Mindesltiefe zwischen
OK6
• lc:•
N
T IoL~.:=-=.:.: T
~~r- - rc:::r--"t
S!
Schachttürwand u. gegenüber-

... ......... ,S
r~
i ~ ~ I D N
N
liegender Wand, gemessen in
Richtung der Fahrkorbtiefe, soll

L.b '-"
p ~.

._.'~ \J gleich der Fahrkorbtiefe sein.


Nutzbare Mindestfläche soll

41
ZUgang In diesem gleich dem Produkt aus Fahr-
71
Bereich

t6l
Vertikalschnlll
4 Schacht u. Triebwerksraum korbtiefe und Schachtbreite
Triebwerksraum Triebwerksraum, Aufzugsgruppe
sein.

72
4
Haustypen
Wohnhäuser Reihenwohnhäuser 74
Doppelwohnhäuser 75
Beispiele 76
Am Hang 81
Große Wohnhäuser 83
Internationale Beispiele 85
Atriumhäuser 86
Mit Wintergarten 87
Sonderformen Solararchitektur 89
Ökologisches Bauen 90
Holzhausbau 93
Fertigbau 95
Mit Hallenbad 96
Mehrfamilienhäuser Terrassenhäuser 99
Mit Gangerschließung 101
Geschossbauformen 102

Die hier dargestellten Grundrissbeispiele reichen vom Appartement


im Wohnhochhaus Ober das Reihen- oder Doppelhaus bis zum
großzOgig geplanten Einfamilienhaus mit Schwimmbad. Aber auch
innovative Formen des Fertigbaus aus Holz sowie ökologisches
Bauen werden gezeigt. In Abhängigkeit von den zur VerfOgung ste-
henden Außenmaßen ergeben sich sehr differenzierte Organi-
sationsstrukturen.
Daehraum Dachgeschoss/Einlieger·
wohnung
Areh. H. Leonhardl u. Areh. KulkalNeulert
Reihenhausgruppe mit versetzten Ebenen E. Schirmer

3 Reihenhauser mir verseh. Bautiefen Areh. K. u. B. Woicke

Obergeschoss Arch. Hermann 6 Reihenhäuser. Alle Installa.tionen an einem Schacht

Kellergeschoss Dachgeschoss mit Einliegerwohnung

5 Keller· u. Dachgeschoss 7 Reihenhaus mit gOnstiger Belichtung u. Besonnung Arch. Disch

74
Terrasse

Balkon

Erdgeschoss Obergeschoss
Speisekammer .....
3 Doppelhaus mit Esszimmer u. umlaufender Terrasse

Partyraum Vorräte

Kellergeschoss Erdgeschoss ••• •,- -


Obergeschoss
4 Doppelhaus In L·Form u_ 2 Terrassen 5 Doppefhaus diagonal geteilt (5]

Balkon

I! .........,.,,~~
~ Erdgeschoss Obergeschoss
8 Doppelhaus mil versetzten Ebenen

Zimmer Zimmer

Obergeschoss

7 Doppelhaus In L·Forrn u. Innenhof Arch. R. Probst


s mit quadratischem Grundriss Arch. L NaH

75
Elogang
WOHNHÄUSER

Terrasse

Erdgeschoss Obergeschoss Arch. L. Ne" 2 Obergeschoss Erdgeschoss Arch. R. Gay

3 Erdgeschoss Obergeschoss Dachgeschoss Querschnit1 Arch. Brons

Erdgeschoss Obergeschoss Querschnitt Querschnitt Arch. Tlssl u_ POtz

Luftraum

Vartlol

5 Erdgeschoss Obergeschoss 6 Dachgeschoss Querschnitt Arch. Heckrott

76
WOHNHÄUSER

Kellergeschoss Erdgeschoss Obergeschoss

CatpO<1

Obergeschoss Querschnl1t Arch. H.J. Berrel 2 Erdgeschoss Wohnhaus fOr 2 Familien

Obergeschoss Dachgeschoss

Wohnen In 3 Etagen

Obergeschoss

4 Haus mit ausgebautem Dach u. angebauter Garage 5 Erdgeschoss mit Einlieger Arch. B.Rosewich

77
- --- ---0-, WOHNHÄUSER
tr----t' ?
~
o'I-_ _ ~
I

,!
i
j
-
_J
L~~e~!l _ _ _ _._ I I

Erdgeschoss Obergeschoss Längsschni"

Wohnhaus Im Quadrat

7 KIndeIlImmer
10 8 Hauswirtsch. R.
9 HObbyraum
10 Vorräte

~
11 Heizung
12 Garage
9 13 Terrasse
14 Terrassen/Esspl.
lS Atelier

Arch. Snxel
Dachgeschoss u. Schnl" Hanggeschoss

I Diele
2 Wohnraum
3 KOche/ Essbar
4 Esszimmer
5 Bad
2 ':J 6 Schlalzimmer

']
o
13
.....--'-''--~ erra:.....i--__. ,
Erdgeschoss Obergeschoss ErdgeSchoss

1 Garage
2 Terrasse
3 Diele
4 Essplatz
5 Wohnraum
6 Arbeitszimmer
7 Kacheloien
e Kind
9 Kind
10 Ellern
11 Bad

Querschnitt Quenschnitt

2 Wohnhaus am Hang Arch. J . StreU 3 Wohnzeit In Holzoauweise Arch. J . Romberger

78
WOHNHÄUSER

Ooorgeschoss

Ouerschnltt Ansicht von Süden und Schnill durch das Schwimmbad Arch. P. Neufert

Erdgeschoss

2 Obergeschoss Langsschnlll Arch. F. Kühnis

79
Obergeschoss

HobbyRaum

----1
iI
I

:
I

I
I
I
I
!

...Einfahrt... 1\
Untergeschoss Untergeschoss --- -------1:===:_oodl

Erdgeschoss Haus am Nordhang

Luftraum

Obergeschoss NaH

80
WOHNHÄUSER

Terrasse
Erdgeschoss Haus am Hang Untergeschoss Arch. L. Neff

..

Haus am Steinbruch - Erdgeschoss Untergescho"s

Dachgeschoss Querschnitt ArCh. L. NeH

;-.-.~.:.'

3 Erdgeschoss - Haus am Nomhang Untergeschoss Arch. L. NaH

81
-I

Untergeschoss

.. - ....
,
, , ,,
i
:: •
~!
~1 , •
'-'I
:~ ~
}
, :> ,' •
- '-'---' :
Erdgeschoss Keller

Untergeschoss 3 Obergeschoss Arch. v.d. Valentyn

Legende EG
1 Sonnenterrasse
2 Halle
3 Gästezlmmer
4 Herrenzimmer 13 Eingangshalle LegendeUG 10 Dusche
5 Damenzimmet 14 Abluftanlage 1 Eingang 11 Eßecke
6 Loggia 15 Garderobe 2 KOche 12 Helzungsr.
7 Au8enbotdkOche 16 KOche 3 Wohnraum 13 Keller
8 Garage 17 Wlrtschaftsr. 4 Kochnische 14 Mitarbeitern.
9 Bad 18 WIrtschaftshof 5 Schlafraum 15 Atelier
10 Tollettentäume 19 Eingang 68ad 16 Ehemschlafzl.
11 Kleiderkammer 20 Klapptor 7 Abstellr. 17 Kinderschlafzi.
12 Dusche 21 ParkplalZ e Tollenent. 18 Holzschuppen
9 WaschkOche
Erdgeschoss Schnitt Arch. E. Neufert

82
WOHNHÄUSER
GROSSE

Wohnhaus u. Alelier Arch. E. Neulert 2 Wohnhaus mit Bnlleger Arch. E. Neufert

Vorglaste
Tenasaa

Wohntaum

1 Bngang 8 KOche 13 Wasch rau m 18 Maschinenraum


2 Erdgarten 9 Vorrat 14 Bad 19 Garage
3 Bücherecke 10Klnderecke 15 Tataml Raum 20 Lichtschacht
4 Uchtgarten 11 Garderobe 16 Straße 21 HImmelsgarten
5WC 12 Schlalraum 17 Empore/Galerie 22 Seitenstraße
6 Aufenthallsraum 23 Schacht
7 GewAchshaus

4 Wohnhaus Erdgeschoss Obergeschoss Arch. Steidle u. Kohl

Erdgeschoss Obergeschoss

3 Haus In Japan Arch. Atelier 20 5 Wohnhaus Arch . Karget

83
WOHNHÄUSER
GROSSE

1·. ·
.,....
,.' .

1 Wohnhausentwurf Areh. Bleker

2 Wohnhaus In Kalilornien Areh. R. Neutra

84
WOHNHÄUSER

Erdgeschoss

2, Obergeschoss 1, Obergeschoss u, Lage~lan Arch. Shigero Nagana

Haus In Kalifornien

überdachter EIngangsweg

Erdgeschoss Erdgeschoss-Haus In den USA

Erdgeschoss

1. Obergeschoss 4 Obergeschoss Arch. R. Meier

n
I
~
'
;

2. Obergeschoss
.;
Arch. R, Kappe. Los Angeles Kellergeschoss Arch, L NeH
Erdgeschoss-Haus im Bundesstaat VictoriaJ Australien

85
WOHNHÄUSER
ATRIUMHÄUSER

Mit Innenhöfen werden Freibe-


reiche geschaffen, die gegen
Störungen durch Dritte abge-
schirmt sind.
Auch können extrem tiefe
Grundrisse belichtet werden ~
[1], [2].
Gartenhofbebauung garantiert
bei verhältnismäßig geringen
Erdgeschoss Grundstücksgrößen, wenn man
, BO m2 Wohn".
sie mit einem freistehenden Ein-
Obergeschoss Arch. A. Hennig Arch. Schwingen u. Wermuth
familienhaus vergleicht, hohen
Wohnwert, vor allem durch ab-
geschlossene Freiflächen.
Wo großzügige Innenräume
erwünscht sind, muss der
Gartenhof möglichst klein gehal-
ten werden, um die Grund-
rissbildung nicht zu verhindern
--> [1], [11].
Speziell das Wohnen im Garten
bedarf nur verhältnismäßig klei-
ner Freiflächen.
Die Größe eines Wohnraumes
kann schon ausreichen .
.~...M
~rngang
Arch. Kuhn. Soskamp u. P. ArCh. Latty u. Tucker Arch. Ungers
Gartenhofhaus mit direkt zugäng-
3 licher Freifläche 4 Haus mit Garten·u. Wirtschaftshof 5 DiHerenzierte FreHläche

I
Ganen
~ _ _ _ _ _ _-J
Garage

In""""'"

Bad (bmlaet"e, Umgang

Arch. C. Papendick
6 Erdgeschoss mit Gartenhof 7 Wohnhaus m~ Innenhof in Kalifornlen 8 GartenhofhausiErdgeschoss

Sd11al.n
Obergeschoss Obergeschoss
Arch. Chamberlln reh. Bu r
9 Zweigeschosslges Gartenhofhaus 10 Zweigeschossiges Patiohaus 11 Einfamilienhäuser mit GartenhOfen Arch. Bahlo, KOhnke, Stosberg u. P.

86
WOHNHÄUSER
Wohnen Arbeiten MIT WINTERGARTEN

Wintergärten sind nicht einfach Glasanbauten, sondern ein System,


das technisch beherrscht werden muss. Das hängt mit den ver-
schiedenen Nutzungen von Wintergärten zusammen, auf die die
Glassysteme, die Lüftung u. die Beschattung abgestimmt sein müs-
sen, wenn sie befriedigend funktionieren sollen. Ein Wintergarten bil-
det Pufferzone zwischen Außenklima und Wohnhaus. Glashäuser
wirken als Sonnenkollektoren. Im günstigsten Fall kann
Energieeinsparung für das ges. Wohnhaus ca. 25% betragen.
Wesentlicher Nutzen des Wintergartens liegt jedoch in der
Steigerung des Wohnwertes. Für die Behaglichkeit im Haus u. aus
Gründen der Energieeinsparung empfiehlt es sich, am Übergang
Haus mit Wintergarten im Ess- und Wohnraum Arch. GOndogan zum Wintergarten Glastüren einzubauen, um beide Bereiche wär-
metechnisch trennen zu können.

I
I
I
I
I

__
I Kochen Schlafen
I
I
L_ Flac~c!!.... __
-;r-"'1I-:'lI' =-/f"--
- - - i~ - J 20"
=!'-'
:: 11 11 11 11 Il
I' 11 11 JI 'I I, Terrasse 1,55
I'
.'

'I "11 " ,


,I

b

I
11
,I
I!
11
"
11
'I
'I
I.
'I
Il
3'1
20
1.30

0,90
0,45

2 Wintergarten am vom. Wohnhaus mit Flachdachanschluss Schn'" Arch. GOndogan

5,25

r,;-, , 5,24 4,50

13 I Wintergarten vor KOche Ansicht Arch. GOndogan

4 Erdgeschoss - Wintergarten belichtet Erd- und Untergeschoss Querschnitt Arch . SchOtze

87
WOHNHÄUSER
Wintergarten
Terrasse
MIT WINTERGARTEN

Obergeschoss

Erdgeschoss Erdgeschoss

[J

Obergeschoss Obergeschoss

i Entlüftung Ober
..J Treppenschachl
OG

EG

Querschnitl Arch. Hellwlg QuerschnHI

88
SOLARARCHITEKTUR
Solarhaus ist ein unkonventionelles Gebäude, dessen Konzeption
darin besteht, Sonnenenergie zur Wärmegewinnung, Warmwasser-
aufbereitung und Stromerzeugung zu nutzen (Solarthermie). Solarhaus
besteht aus einem Kernhaus, massiv wärmegedämmt u. temperatur-
speicherfähig. Nach Süden vorgelagert das Glashaus ~ [2]-[5]. Wär-
megewinn durch Sonnenenergie liegt in üblicher Konstruktion zwi-
schen 30-40% des Heizwärmebedarfs. Unabdingbare Voraussetzung
für das Solarhaus ist ein Baugrundstück nach Süden mit uneinge-
schränkter Sonneneinstrahlung ~ [1]. Hauptfunktionen des Gebäudes
werden im Kernhaus untergebracht. Beheizte Räume werden zusam-
menhängend nach Süden u. Südwesten orientiert. Abstellräume,
Treppen, Flure, Bad u. Toilette im rückwärtigen Bereich. Zur Erneu-
erung der Raumluft u. zur Sicherstellung eines ausreichenden
Verschaltung von Glasanbauten und Kollektoren Luftwechsels sind die Räume zu entlüften (Be- u. Entlüftungsanlage
mit Wärmerückgewinnung).

i
1 WoI1zimmer
2 EssziIM1er
3 GlaSanbau
4EI~
5G_
6 _ . R.
7 KUche
8l<amin
9 Sd>l<IJzimmer
10 __
11 Bad
12_tRaum
13=
14 Kinderzimmerl
158aJ<on l.~ L~"J 15

Areh. Bela Bambek


2 Erdgeschoss Solarhaus Obergeschoss Areh. Berndt Funktion der Hypokaust GIebelwandheizung

Glashaus:
Subtropische Bepflanzung,
durchsehn" tliche relative
lult1euehligkelt 40-65 %.
hoher Sauerstoffgehalt,
WOhnmöglichkeit an ca.
300 Tagen im Jahr ,.,
i I

Ouerschnitt 5 Son nenstadthaus; Wintergarten fO r zwei Etagen Arch.lOG

--------, I t
Grundrisse
1 Flur
I t 2 Haustechnik
-'.J... 3 Abstellraum
4 Keller
5 Feuehtkeller
6 Doppelgarage
7 Windfang
B Diele
9 Wohnraum
t 0 Esszimmer
11 KOche
12 Hausw.·Raum
13 Kind
14 Energie·
gewAchshaus
15 Speicherfläche
·:: ···0:·
0 :·.·:·
16 Schlalraum
17 Balkon

Erdgeschoss Obergeschoss Arch. lOG

89
ÖKOLOGISCHES BAUEN
Das Blockhaus ist Inbegriff natür-
lichen, urwüchsigen, gesunden Woh-
nens. Bauweise entspricht dem öko-
logischen, biologischen u. nicht zu-
letzt den wirtschaftlichen Bedürf-
nissen vieler Bauherren. Einsatz
ausgesuchter Massivhölzer, natürl.
Dämmstoffe wie Baumwolle, Schaf-
wolle oder Kork, Naturprodukte wie
Tonziegel zur Dacheindeckung u.
Pflanzenfarben zum Anstrich führen
zu hohem Qualitätsstandard. Gara-
gen, Carports u. Gartenhäuser wer-
den passend zum Haus mitgeliefert.
-> [3]-[4]. Für den Blockhausbau
werden meist nur die langsam ge-
wachsenen Hölzer aus dem kalten
Norden verwendet. Weit überstehen-
-------- --- -l
de Dachflächen schützen die Fas-
I saden, unbegrenzte Lebensdauer u.
,. geringer Pflegeaufwand sind üblich.
Essen*',
.
So verfügt die Rotzeder, wie sie in
~ (D Deutschland genannt wird, über eine
Gerbsäure als natürl. Holzschutz,
was eine Imprägnierung überflüssig
macht. Ein Holzhaus lässt sich
brennstoffsparend aufheizen. Her-
steller bieten unterschiedl. Au ßen-
wand aufbauten an. Doppelblock-
wand meist aus zwei gleich starken
1 Profilbalken plus zwischenliegender
Dämmung. Einschalige Balkenwand
1
L __ Eingang e. _ _ ..J vermittelt die sprichwörtlich urige
2 Erdgeschoss Dachgeschoss WOhnatmosphäre (Naturholzhaus).
Der Hauskäufer hat die Wahl zw.
rustikalen Rundbalken oder Vierkant-
,......--- - balken.
I

Bauweise: -> [1] Außenwände zwei-


schalig von au ßen nach innen:
92 x 170 mm Blockbalken aus Nor-
discher Kiefer. Windschutzpapier,
100 mm Dämmung, 20 x 170 mm
Wand paneele k-Wert = 0,27 W/m 2 ,
Innenwände 92 x 170 mm Block-
bohlen. Satteldach: 140 mm Däm-
mung. Betondachsteine. Wohnfläche:
107 m2 • Hersteller: Kemi Haus
I GmbH Winsen.
I
Bauweise: -> [2] Holzblockkon-
l_ - - -l ;;;,~c,.=,.. struktion aus kernfreier Fichte mit
I
Außenisolierung u. hinterlüfteter Fas-
3 Erdgeschoh--~~-~-~~;!~;:;:J Dachgeschoss sade. Dach: Tonziegel. Wohnfläche:
EG 74 m2, OG 53 m2 . Hersteller:
Gruber Holz IIlingen/Saar.
Bauweise: -> [3] Einschalige Wände
--------, in Holzblockbauweise mit 210 mm
I L..

1° starken Polarkiefer-Rundbalken, k-
I Wert = 0,59 W/m 2 , Innenwände teil-
weise mit Gipsplatten beplankt u.
I
I tapeziert. Dach: Satteldach, 200 mm
Zellulosewolle, Dachziegel. Wohnflä-

i :~
che: EG 110 m2, OG 77 m2 • Herstel-
ler: Honkau Blockhaus Molbergen.
Bauweise: -> [4] Außenwände aus
massiven Rotzederstämmen, 190
mm stark, plangesägt u. gehobelt mit
doppelter Nut u. Feder. Tragende
Innenwände massiv, 140 mm stark,
Dach: Satteldach. Wohnfläche: EG
'- __ 57,24 m2 , OG 51,04 m2 . Hersteller:
Erdgeschoss IIler-Haus Altenstadt.

90
ÖKOLOGISCHES BAUEN
Viele Holzhäuser können nach den
Wünschen des Bauherrn frei ge-
plant werden. Die Gestaltung des
Innenraumes ist meist frei wählbar.
"~~3iijj~i§~~-§-~E
- ~-
- il
-~ Auch die Auswahl der gewünsch-
I
I ten Holzart (Fichte, Lärche, Zeder)
I
I
bleibt dem Bauherrn vorbehalten.
Viele Anbieter haben Selbstbau-
satz im Angebot unter Mithilfe von
Richtmeistern des Unternehmens.
Von der Rohbaumontage bis hin
zum fertig montierten Haus.
~ [1] Bauweise: Außenwände: dif-
A Eingang fusionsoffener Wandaufbau , Holz-
Erdgeschoss Dachgeschoss rahmenkonstruktion, Boden- und
Deckenschalung, waagerechte
Lattung, Holzfaserplatten, Wärme-
dämmung, Konvektionsschutz,
-, Gipskartonplatten. Dach: Voliholz-
dachstuhl. Wohnfläche: EG 72 m2 ,
OG 60 m2 . Hersteller: Albert Holz-
bau Burkardroth.
~ [2] Bauweise: Außenwände: 50
mm kerngetrennte Bohlen mit Kork-
rillpappe, 225 mm Wärmedämmung
aus Holzspänen (k-Wert 0,23),
25 mm Holzinnenschalung oder
Naturgipsplatten. Dach: Satteldach.
Wohnfläche: EG 64 m2 , OG 47 m2 .
Hersteller: Baufritz Erkheim .
IL _ _ ___ • __ _ ________ ....1I ..... [3] Bauweise: Außenwände: 70
mm massive kerngetrennte Fich-
Erdgeschoss Eingang Dachgeschoss tenbohlen mit Nut u. Feder, 120 mm
Wärmedämmung u. 190 mm innen-
liegender Fichtenschalung oder
Kiefer. Innenwände: 70 mm Block-
bohlen mit Nut und Feder. Dach:
- - --t
10
i§01 Essen lliiI I
Walmdach. Wohnfläche: EG 75 m2 ,
OG 52 m2 . Hersteller: Brodex
Systembau Gronau/Westf.
QQ ~ [4] Haus der Zukunft mit natür-
lichen, verwertbaren Baustoffen.
Ohne Keller. VOllständig doppelver-
glaste Wintergärten mit vorgesetz-
ter Holzpergola und Weinbewuchs
als natürlicher Sonnenschutz. Auf
dem Dach angebrachte Solarzellen
sorgen für Warmwasser. Ausge-
klügeltes Be- und Entlüftungs-
system ..... [4] sorgt für gesunde
Dachgeschoss
Raumluft und Energieeinsparung.

Schema Energiesystem

' ...... Bod


2 Enllllflung IRI",""",,
3 S"'O'Q••' ••<>l'M'M Hont·
raum UnIBf dBm Boden
4 Hd'Ilraum
5 Hetz.Xnsel-Ablultkanl.l
a_noJ
7 l.JJltJ:dufl' f.. H8Izk8ssII
8"""'" KOdII
Erdgeschoss Arch . 8aker·8rown+ McKay 9 Holzk""'"

91
ÖKOLOGISCHES BAUEN
Niedrigenergiebauweise. Wesentliches Element zum Heizenergie-
einsparen stellt die Wärmedämmeigenschaft der Außenwände dar.
Der Wärmeschutz von Gebäuden in Niedrigenergiebauweise wird
entscheidend von den Anschlüssen der einzelnen Bauteile geprägt.
In diesen Bereichen können erhebliche Wärmeverluste auftreten.
Regelquerschitte mit den angegebenen Baustoffen zeigen wärme-
technisch günstige Werte.
Der Handel bietet vielfältiges Angebot von Baustoffen wie Beton,
Mauerwerk, Holz, Dämmstoffe, Gips, Kork, Schilf und Lehm. Lehm
hat sich als Baustoff über Jahrtausende bewährt. Lehm ist der meist
verbreitete und am längsten erprobte Baustoff der Welt. Er ist bio-
logisch und ökologisch ein einwandfreier Baustoff. Er ist heute als
Fertigprodukt auf dem Markt erhältlich. Er ist dem heutigen Stand
der Technik angepasst.

Zellulose-
dämmung

Holzfaser-
dAmmpla"8

7
~
Niedrigenergjewand 10 Niedrigenergiewand mir Verblender
(Heckmann Okohaus) 8 9

12 ~~~zfachwerk mit LelchUehmstei-


Kerngetrennte lamellenblockooh-
11 len

92
-> [IJ HOLZHAUSBAU
Die älteste Art Holzhäuser zu
bauen ist die Blockbauweise
~ [1]-[2], bei der in ursprüngli-
cher Form bearbeitete Rund-
hölzer oder Balken aufeinander
gelegt u. durch Verzahnen kraft-
schlüssig verbunden werden.
Holzskeletthäuser, auch Fach-
werkbauweise genannt, bieten
Vielzahl von Konstruktionsva-
rianten u. Gestaltungsmöglich-
keiten ~ [4]-[9]. Am weitesten
verbreitete Holzhausbauart ist
Holzblockhaus - (2) 2 Rundholz- u. Blockbchlenbauweise 3 Tafelholzbauwelse
Holzrahmenbauweise. Lotrech-
te Lasten werden über Tragrip-
pen abgetragen. Wirtschaftlich-
I ~tte ste Art des Holzhausbaues. Er-
füllt alle Anforderungen in Bezug

11 HaUPtt~
auf Bauphysik, Qualität, Statik u.
Komfort. Variante der Holzrah-
menbauweise ist Tafelbauweise.
Nebenträger
Schnittsystem Gebäude werden aus Wand- u.
Knotenpu nkt: StOtte durchlaufend
Deckentafeln zusammenge-
baut. Wichtig ist Schutz der
Fassade gegen Eindringen von
Wasser. Ausreichenden Dach-
Rähm überstand kalkulieren. Au Ben-
bekleidung so ausbilden, dass
Regen schnell abläuft. Im Spritz-
Zimmermannsmäßige Verbindung
4 Holzskeletthaus - [5] - [6J 5 Grundrisssystem - [4J 6 Fachwerk wasserbereich auswechselbar
konstruieren ~ [10],[14].

- Schmttsystem
I
Obergeschoss bündig
:;1111
.....',..

~
....
'.' ,'

läP==~f"r.::::::::::

~
7 Sichtbares Fachwerk 8 Grundrisssystem - (7) 91 Obergeschoss auskragend - (7) 10 Vermeidung von Sprittwasser

Schnittsystem

11 Ständerbau aus Bohlen § Grundrisssystem - [11J 13 Knoten - [11] 14 SockeldetaIl

93
HOLZHAUSBAU
FASSADEN -+ III
DIN 4070 - 4074
~20 ~ 20 ~25 .. 25
22/145 Bretter für Au ßenbekleidungen.
22/121 H H H H
Parallel besäumte Bretter, säge-
rau oder gehobelt, in abgestuf-
ten Dicken bis 38 mm, Breiten
bis 300 mm u. Längen bis 6 m
gefertigt. Au ßenwandbekleidun-
gen", 18 mm dick u. s 200 mm
breit. Besonders für Stülp- u.
vertikale Deckelschalung geeig-
net.
Boden-Deckel-Schalung 121 Details - [I] HorizontalschniH
Gespundete Bretter sind parallel
gesäumt, mit in die Längskante
eingefrästen Nuten. Nutbreite
geringfügig größer als 1/3 der
Brettdicke. Bretter erlauben pro-
filierte Gestaltung vertikaler Be-
22/145 kleidungen.
Profilierte Bretter: gespundete
Fasebretter DIN 68 122, Stülp-
schalungsbretter DIN 68 126,
Profilbretter mit Schattennut DIN
I'
68 126. Sie werden in Dicken bis
I ' Wand 19,5 mm, Breiten bis ca. 150 mm
I: u. Längen bis 6 m hergestellt.
I:
I:
Für Außenwandbekleidungen
sind einheimische Holzarten wie
Senkrechle FalzschaJung Details- [3) Horizontalschnitt Fichte, Lärche, Douglasie u. Ei-
che üblich. Bretter aus Kiefer
sind problematisch. Importhöl-
zer nur Western Red Cedar.
Sichtbar bleibende Verbin-
22/145
dungsmittel aus nichtrostendem

1i
Stahl.

Außenbekleidungen werden
ausschließlich durch Schlagre-
gen beansprucht. Große Dach-
überstände mindern Beanspru-
chung erheblich. Regenwasser
muss an Holzteilen schnell ab-
fließen können u. darf nicht in
Wasse rn este rn stehen bleiben.

5 StOlpschalung 6 Delails- [5) Schnitt

201146 Folle/Regenschutt
Nut und Feder

Wand

Eckbrett ve~eiml Ecke Metallwinkel

StOlpsctlalungIProflibreHschalung 8 Details ..... [7) SchniH Außenecke 91 Variante Au ßenecke"" [7)

94
FERTIGBAU
KfN ~ ffI! ~ KFN
Holzkonstruktion

~1fjJ I ~
Im Konzept von KFN ...... [1] - [6]

Pers~ktive
::;::::;
11 Ansicht Osten
werden moderne Architektur mit
traditionellem Holzbau vereinigt.
Das rationelle u. klare Bau-
Ansicht Süden system ist von einer hohen
Flexibilität in Form u. Material
c-
f- gekennzeichnet. Das Bau-
I- kastensystem besteht aus
Konstruktionsmodulen von 5 m x
- I-

nn 5 m u. Fassadenelementen von
5 m x 2,70 m. Die Module kön-
nen so beliebig aneinander
11 Scllnitt Ansicht Westen Ansicht Norden gereiht, aber auch aufeinander
gestellt werden. Küchen u.
Nasszellen können als Box
ebenfalls komplett vorgefertigt

...
werden .
FRED
N
Ziel bei der EntwiCklung der aus-
schiebbaren Raumeinheit "Fred"
...... [7] - [9] war reduziertes Woh-
nen. Im geschlossenen Zustand
Raum \ Raum 2 ist sie 3 m x 3 m x 3 m groß u.
CDJ
D hat ausgefahren eine Nutzfläche
CDJ von 18 m2 . Integriert sind Küche,
Bad, Wohn- u. Schlafbereich.
Mit einem elektrischen Antrieb
werden Wandteile hinausge-
schoben, Fensterläden he-
4 Sanltärzellen 5 Grundriss Erd-l Obergeschoss
6 Grundriss
runtergenommen u. als Gitter-
Keller Arch. J . Kaufmann
rostelemente auf den Boden
gelegt. "Fred" kann innerhalb
FRED von 5 Wochen hergestellt u. in 2
Stunden montiert sein.
SU-SI
"SU-SI" ...... [1 0] - [12] setzt der
herkömmlichen Vorstellung von

~i:111 t
einem ortsgebundenen Gebäu-
de eine transportable Gebäude-
einheit entgegen, die mehrere
Verwendungszwecke haben
Grundriss
kann. Der Forderung nach Flexi-
bilität der Wohn- u. Geschäfts-
standorte kommt die Möglichkeit
einer schnellen u. einfachen
Umsiedlung des Gebäudes
nach. Die Verwendung nach-
haltiger u. ökologischer Bau-
stoffe im Zusammenspiel mit
einer modernen Architektur
kennzeichnen den innerhalb von
5 Wochen herstellbaren Modul-
bau. So bestehen die gesamte
Konstruktion u. die Außen- u.
Innenbeplankungen ausschließ-
ackfieroare Module lich aus Holz- oder Holzwerk-
stoffen. Die mobile Gebäude-
einheit Su-Si ist in einer Breite
von 3 - 4 m u. einer Länge von
6 - 14 m mit 30 - 50 m2 Nutz-
fläche erhältlich u. benötigt nur 5
Stunden Montagezeit. Gegrün-
Nutzbarkeit von Su-Si im privaten .. , im gewerblicllen det wird das Gebäude wahl-
Bereich als Wohnung, Zusatzge- Bereich als ElnzelbOro,
11 ZusatzbOro, Ausstellungsräume. weise auf Holzpfählen oder auf
10 ~~~~~~u~:~~~.h.enden Häusern, Betriebswohnungen. Ateliers ... 12 Perspektive Arch. J . Kaufmann Betonfundamenten.

95
WOHNHÄUSER
MIT HALLENBAD -+ QJ

Erdgeschossol,,;o.........l.... Kellergeschoss
Hallenbad vom Flur erreichbar Arch. Höyng, Netteis, u. Sandlort 2 Badehalle mit unlerirdischem Zugang zum Haus Ateh . Kappler

3 Von der Diele zur Schwimmhalle Areh. v. Lom 4 Badehalle mit Saunahof

5
. .. ..
Zugang zur Schwimmhalle vom Schlafzimmer u. Wohnzimmer Arch. Hanus HallS am Hang: Schwimmbad im Untergeschoss Areh. Kappler

7 Schwimmbad u. Sauna Areh. Kuhn 8 Wohnhaus u. Schwimmhalle AreM. Kappler

96
PRIVATES HALLENBAD
DETAILS -+ CD

Absolut wichtig : Freizeitcharakter, viel Licht, Fenster zum Garten,


eingebauter Spaß! Kellerbad ohne Öffnung wird nach kurzer Zeit
8 nicht mehr benutzt!
05
Üblich: Wasser 26-27", Luft 30-31 °,
60%-70% relative Luftfeuchte;
lI)
maximale Luftgeschwindigkeit 0,25 m/sec.
ci
<0
Verdunstende Wassermenge 16 g/ m3 h (Ruhezustand) bis max.
204 g/ m3 h (benutzt). Hauptproblem Luftfeuchte: Aus dem Becken
37,5 400 250
IHIf---"-''-'--+
1-'.'---i verdunstet Wasser solange bis die Verdunstungsgrenze erreicht ist.
Im Ruhezustand bereits bei niedrigen Werten Verdunstungsstopp,
Zuordnung tOr die Schwimmhalle Übliche Größe einer sofern wasserdampfgesättigte "Grenzschicht" auf dem Becken lie-
Im Elnfamilien-Wohnhaus 2 Schwimmhalle gen bleibt, daher Becken nicht mit Lüftung "anblasen"; die Ent-
feuchtung der Halle durch Lüftung (unabdingbar) ist teuer, durch
hohe bis 70% Luftfeuchte führt jede kleine Wärmebrücke binnen
GI
kurzer Zeit zu Bauschäden! Spezialliteratur, -+ CD . Häufigste
eingebaut ;§ Bauform vollgedämmte Winterhalle (km s 0,73) (k m= mittlere
Fertigbecken oE
GI Wärmedurchlasszahl einer Bauwerkshülle), seltener ungedämmte
-E
Q.
"Sommer"-Halle (evtl. demontabel); teilverfahrbare Dächer und
rj)

1.50 Beispiel Hallenteile ermöglichen bei schönem Wetter kurzfristig Öffnen der
Starke 1.25 hoch Halle und Nutzung als Freibad (Allwetterbad); problematisch wegen
am Boden - - - - - normale Spritzer
Installiert 1,00 Wärmebrücken .
- - __ ' .... ~hOCh
.... '- Mindestbeckengröße -+ [1]; im Hallenbereich unabdingbar (auch
"- ...
50 bei angebauten Hallen) WC, Dusche, Sitzplatz für .. 2 Liegestühle.
'-
'- , Oberirdischer Beckenumgang in Breite abhängig von Wand-
1.00 2,00 oberfläche (Spritzerhöhen -+ [4]) ; unterirdischen Leitungsumgang
als Silzbank Entfemung vom Entstehungspunkt
ausgebildet ums Becken wegen eventueller Undichtigkeit von Becken und
Entfemung der Spritzer Leitungen und wegen Führung Lüftungskanäle unbedingt vorsehen!
Schwimmbadabdeckungen 4 vom Entstehungsort
Zuordnug: a) zum Garten (ideales "Hallenbad" ist das Freibad) mit
Durchschreitebecken, b) zum Elternschlafraum (eventuell Elternbad
als Dusche) und c) zum Wohnraum ; Technikraum .. 10 m 2 , der
Heizung zuordnen.
Zusatzräume: Aufenthaltsraum, Kombüse, Bar, Massage, Trimm-
dich, Saunaanlage (Sauna, Wasserabkühlraum, Freiraum, Ruhe-
raum), Hot-Whirl-Pool (Massage, 40° Cl .
Technische Ausstattung: Wasseraufbereitung mit Filteranlage,
Desinfektionsmitteldosierung , Schwallwasserbehälter zur Rinne (ca.
3 m 3 ) , dazu Enthärter (ab Wasserhärte 7" dH) und Fußpilzspray-
gerät mit Lanze (insbesondere bei Teppichboden ums Becken);
Lüftungsanlage als Frischluft- oder Mischluftanlage mit Kanälen in
Decke und Fußboden oder primitiver Lüftungstruhe und Abluft-
Ventilator (zu hohe Luftgeschwindigkeit, Erkältungsgefahr); Heizung
mit Radiatoren, Konvektoren oder als Luftheizung , kombiniert mit
Bed<.enkopf .• Überflutungsrinne Übe,laufrinne System
System - Wiesbaden. - Wiesbaden· Lüftungsanlage, Fußbodenheizung als zus. Komfort, nur bei
Fußbodendämmung k > 0,7 oder Hallenluft < 29° sinnvoll.

Rutschfeste Platten

Überflutungsrinne mit
7 Bed<.enrandstein u. Ablaulkanal 8 Rnnische Rinne Oberflächenabsauge, (Skimme,)

97
PRIVATES HALLENBAD
DETAILS

zum Kanal

Klassisches FilIersystem mit Skimmer und Zulaul Unterllurschwimmhalle

zum Kanal
ScI,wirnml:>ad mit Oberlaufrinne Strangschema Whirlpool

Terrasse

5 Schwimmbad, WI1irlpool und Sauna

7 Schwimmbad, Sauna, Whirlpool 8 Rundes Schwimmbad mit WI1irlpool

98
TERRASSENHÄUSER
-+[]
Der Staplungswinkel (Ge-
schosshöhe zu Terrassentiefe) =
mittlere Hangneigung '" 8-40°.
Terrassentiefe '" 3,20 m.
Meist nach Süden ausgerichtet,
fremden Blicken entzogen, mit
freiem Ausblick -+ [1]- [3].
a a a
a . treppung Bepflanzung der Brüstung er-
I::==:±;;===--::nt .TrogMho
:~ höht den Wohnwert. Terrassen-
häuser bieten vor Wohnungen
:c • Tragtiefe
I _ Tetra:ss.enliefe Freiräume zum Ruhen, Sonnen
SicMtscMutz tor Terrassen ... 2 ... durch BlumentrOge 3 ... durch Sonnenschutzlamellen u. Arbeiten, auch als Kinder-
spielplatz im Freien, wie in einer
Erdgeschosswohnung mit Gar-
ten.
Erforderliche Trogtiefe ist ab-
hängig von der Geschosshöhe
u. der Tiefe der Abtreppung,
wenn keine Einsicht auf untere
Terrasse möglich sein soll
-+ [1]-[3]. Noch günstigere
Bedingungen hinsichtlich mögli-
cher Einsicht ergeben sich,
wenn die Terrasse teilweise in
den Baukörper eingezogen wird
A. Wlnkellorm erlaubt gOnstige B. Teilweises Einziehen des Freiraumes -+ [7].
Besonnung der Wohnung. in den BaukOrper
Treppenaufgang Im Freien - (8J

\
~;;;;p...-~'~,,~f:;: .. ··· ..
~D 1 ~1/:~:;
\[ I ,,1H·:·~··
..... . ...... . .
.......... ... ..........
........................

C. Einziehen tlei zweigeschossiger D. Einzlehen der Terrassen tlel


Bauweise L-Iörmigen Bauten

Erschließung der Wohnetlenen


~ durch Treppenautgang im Freien
Treppenaulgang Terrassenhausforrnen 11°1 ..... [8]

Wohnen

12-15

Eingang durch Treppenaufgang


6 Grundriss - Eingang rOckwär1lg Eingang seiUich 9 im Haus 11 Treppenaulgang im Haus ..... (9]

99
TERRASSEN HÄUSER
A


Beim Begriff "terrassierte Bau-
weise" stellt sich das Bild ein
von sonnenüberfluteten Berg-
dörfern am Mittelmeer.
Man denkt an malerisch plasti-
B sche Gestalt der Häuser, die an
den Hängen kleben.
Neben solchen Assoziationen
gibt es freilich sachliche Grün-
de, die für eine Terrassen-
bauweise sprechen. Bei struktu-
Terrassenhaus auf ebenem Ge-
lände HOgelMuser - [3) 31 Grundriss HOgelhäuser - [2) rell u. wirtschaftlich günstiger
Verdichtung der Bebauung kön-
nen Wohnformen geschaffen
werden, deren Wohnwert einer-
seits über dem konventionellen
Geschossbau liegt, die anderer-
seits den Vorzügen erheblich
kostspieligerer Einfamilien-
häuser näherkommen.
Die Vorteile großer Freiter-
rassen verleiten zum Terrassen-
haus im ebenen Gelände ~ [1]
-[3].
Sich ergebende Räume in unte-
ren Geschossen, ausgenutzt als
Erdgeschoss WohnhOgel
Allzweckraum ~ [7]. Unter-
schieden wird einseitig, zwei-
4 Schnitt - [5]
1 Wohnraum seitig u. mehrseitig terrassierte
2 Essplatl: Hausform ~ [1 ]-[9].
3 KOche
4 Schlafraum Terrassierung infolge Zurück-
5 Kinder versetzung gleich tiefer
6 Bad
7 WC Wohnungseinheiten ~ [8] so-
wie durch Anordnung unter-
schiedlich nach oben abneh-
mender Wohnungstiefe ~ [7].

Arch. Schmld + Knechl

5 Grundriss Terrassenhaus - [4) Querschnitt WohnhOgel - [2H3) Arch. Frey. Schröder. Schmidl

r~~~~~nn~~~
I
I
,
I 1 Wohnraum
,,I 2
3
Essplatl
Küche
I 4 Ki nder
I
, 5
6
Schlafraum
Vorräle
I
L 7 Ollager
8 Trockenraum - [§]
Arch. Buddebeck

1. Obergeschoss Terrassenhaus
6 Grundriss Terrassenhaus - (8) 8 Querschnitt - [6J Arch. Stucky u. Menli 9 auf ebenem Gelände

100
~ r-:-- f----- f--- WOHNHÄUSER MIT
• .F ~i I< r+ ... ...('. GANG ERSCHLIEßUNG
... r--
Schlafbereich
.- v ~ LAUBENGANG
... pt+ ,f...J...

!fi
..... k'
.-V 1++
~

~ 4-{:,. I-:---- '. Bei Häusern mit Gangerschlie-

1Il
I-- r--- ßung tritt an die Stelle einer zen-
System schnitte (ErschließungsffiÖglichkeilen) Innengang tralen Erschließung der Ge-
schosse (Spännertyp) eine hori-
= reppenhalIlu ~
zontale Gangerschließung der
A ,:.::::: B, .".,. B, .':' Gang einzelnen Ebenen, die über
:,'..,. Gang B, .,; B,
einen oder mehrere Vertikalfest-
: ~: ;: :;::: G ng ;\i: WOhnbereich
punkte untereinander und mit
dem Zugang verbunden wer-
t7l . . .'. '....'..';..:;..'. :.~:::..... '....:. ..:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.;.:.:.:.:.:.:.: :.:.:.:.:.:.:. :.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:
Kurze Laubengangerschließung den. Liegt Erschließungsgang
11 1 LaubengangMuser (Erschließung) 2 eines Gebäudepunktes (Schema)
im Gebäudeinneren, nennt man
diesen Typ Innenganghaus

0E9F
-+ [5].
Wohnen in einer Ebene führt bei

li~~~~~'~~'~""""""""" 1
dieser Lösung zu einseitiger
Orientierung. Deshalb wird ver-

i
A
sucht, Wohnungstypen über 2
und mehr Geschosse zu glie-

I . . .,. "..". . . ·
Innen- u. Au Bengang
dern -+ [1].

,~::':::f~=L
rnnengang
Bei Außenganghaus liegt die
B ..;.; ..: ..........,...
Außengang horizontale Erschließung an der
äußeren Längsseite des Hauses
-+ [5].
c
Der offene Gang bei mitteleuro-
Innen .. u. Au Bengang versetzt päischen klimatischen Bedin-
Grundriß Eingang
Erschließungssysteme gungen nicht ohne Probleme
Laubenganghaus - [4]
3 Wohnen in versetzten Geschossen -+ [6], zudem am Außengang
nur untergeordnete Räume
r--'" ---, möglich. Erheblich besser, wenn
I
L__
~~~~~L __ ...l: die Wohneinheit sich über zwei
oder mehrere Ebenen erstreckt
-+ [6]-[7].
Wohnungen in nur einer Ebene
besonders für Apartements und
Einraumwohnungen sinnvoll.
LG.
Bei Gliederung einer Wohnung
in unterschiedliche Ebenen
kann den Funktionsbeziehuno.
gen gut entsprochen werden.
Liegen Ebenen nur um ein hal-
bes Geschoss versetzt, sind
günstige Voraussetzungen für
5 Möglichkeiten der Gangerschließung
FunktionsverfleChtung und Staf-
Schnitt- (3) felbarkeit gegeben -+ [5].

6 Obergeschoss - Laubenganghaus - ,.".-_.. Dachgeschoss - (6)

101
GESCHOSSBAUFORMEN

Einspänner Haustyp --+ [1] Erschließung von nur einer Wohnung


pro Geschoss unwirtschaftlich. Beschränkung auf 4 Geschosse

-t
6.
ohne Lift üblich. Grundform des Stadthauses.
N Zweispänner Haustyp --+ [2]-[3] mit ausgewogenen Eigenschaften

;11_-:
- 6 - - Erdg&SChosS -Obergeschoss
hinsichtlich Wohnwert und Wirtschaftlichkeit. Vielfältige Grund-
I 8-10 ~ risslösung möglich bei guter Anpassung bzgl. Besonnung. Anordung
I .Wohnraum . ---
von Wohnungen gleicher oder unterschiedlicher Raumzahlen mög-
h-T_!"!~ 2. EssplalZ
3 KOche lich. Vertikale Erschließung bis 4. OG über Treppen, ab 5. OG Lift
4.SchlafZlmmer erforderlich. Bei Wohnräumen über 22 m von OK Gelände,
5 Bad
SchnlUe Hochhausbaubestimmungen.
Einspänner HauslYP Grundform des Sladlhauses Dreispänner Haustyp -+[4] bietet günstige Verbindung von Wohn-
wert und Wirtschaftlichkeit. Geeignet zur Bildung von Hausecken.
Wohnungsangebot pro Geschoss z. B. 2-, 3- und 4-Raum-Wohnun-
gen.
Vierspänner Haustyp -+ [5] Bei entsprechender Grundrissgestal-
tung befriedigende Verbindung von Wohnwert und Wirtschaft-
lichkeit. Differenziertes Wohnungsangebot pro Geschoss möglich.
Punkthäuser --+ [6] Gliederung der Grundrissform bestimmt die pla-
stische Gestalt des Gebäudes. Kräftig gegliederte Umrisslinie ver-

tiN ~Hi: i
I 1(}--12 I 12- 13 I stärkt vertikale Betonung, den Eindruck eines schlanken, hohen
Gebäudes -+ [6] c.

flJ· Legende
EIl Wohnbereich
o Schlafbereich
fiillIIIlI Nebenräume
<l Hauseingang
. - Hauptorientierung
<J- Nebenorientierung
2 Zweispänner HauslYP .... [3)

} ~ E, Grundriss -=="""',2::J_L.::15"""'''''''

3 Zweispänner Haustyp - [2) 4 Dreispänner Haustyp

'~"I ~

4 Dreispänner Haustyp

102
WOHNHÄUSER IN GESCHOSSBAUWEISE

Blockbebauung -+ [1]
Geschlossene, flächenhafte Bebauungsform, als einheitliche Bau-
maßnahme oder als Reihung von Einzelgebäuden.
Hohe Verdichtung möglich. Außen- und Innenräume in Funktion und
(-VI)
Gestaltung deutlich unterscheiden.

Zeilenbebauung -+ [2]
Offene, flächenhafte Bebauungsform, als Gruppierung gleicher oder
(1) 2-4-Spänner Laubengang variierter Haustypen oder von Gebäuden unterschiedlicher
Konzeption.
Blockbebauung
Unterscheidung von Außen- und Innenräumen nicht oder nur
schwach gegeben.

Scheibenhausbebauung -+ [3]
Solitäre Gebäudeform mit meist großer Längen- und Höhenaus-
dehnung, keine Differenzierung von Außen- und Innenräumen.
Raumbildung nur angedeutet möglich.

Großformbebauung -+ [4]

oEf"
Erweiterung und Verbindung von Scheibenhäusern zu Großformen,
solitäre Bauform oder großmaßstäbliche Flächenbebauung.
(-VI) Ausbildung von Großräumen möglich.
Differenzierung von Außen- und Innenräumen kaum zu erreichen.
Punkthausbebauung -+ [6]
Ausgeprägte solitäre Bauform, frei im Raum bzw. der Fläche ste-
2- 4·Spänner Laubengang
hend, keine Raumbildung möglich. Als städtebauliche "Dominanten"
2 Zellenbebauung häufig in Verbindung mit flächenhaften (flachen) Bebauungs-
strukturen.

~ ~~
1 Essplalz
2 Wohnraum
3 Schlafraum
4Klnd
5 KOche
6 Bad
2- 4Spänner Laubengang Innengang

3 Scheibenhausbebauung 5 Grundriss eines Vierspanners - (6) Arch. :Pogadl

Zentrafer Erschließungskern
3- 4-Spänner Laubengang Innengang

4 Großformbebauung Punklhausbebauung

103
GESCHOSSBAU

ZWeispännerITreppenhaus an Zweispänner mit Innenliegender Drelspänner; 2 Wohnungen u.


Außenwand 2 Treppe Arch. Diener u. P. 3 Zweispänner Arch. HPP u. LTK 4 1 Appartement Areh. HP P

Zweispanner
5 -60 m' Wehnn.lWohnung 7 Zweispanner mit je 4 Zimmern, KOche, Bad , Eßplatz

Areh. Klelhues , Meldenschardt

8 Vierspänner; 2 Zwelzimmer- u. 2 Vierzimmerwohnungen 9 Dreispanner Arch. L. NeH

10 Vierspänner Arch. Peichl 11 Vierspänner NeufJMltlmanniGraf

104
5
Innenräume
Hausgliederung Übersicht 106
Hausräume Windfang 107
Flure 108
Abstellräume 109
Vorrats- und Speisekammern 110
Vorratsräume 111
Weinkeller 112
Hausarbeitsräume 113
Küchen 114
Essräume 121
Bäder 122
Sanitärzellen 130
Ankleideräume 131
Schlafräume 132
Möbelklassiker 136
Arbeitszimmer 137
Barrierefreier Lebensraum 138

In diesem Kapitel wird die Organisation der in einem Wohnhaus


befindlichen Räume unter Berücksichtigung wichtiger Raum-
beziehungen aufgezeigt. Ebenso wird auf die Abmessungen der
einzelnen Räume und die zugehörigen Möbel eingegangen.
HAUSGLIEDERUNG
~ .,..
E N E E i c:

..
:> .s: :> :> E c:
'0 CI>

'"..
i!' ;0 l!? 0;
<:CI> ;;;
., li l!? E
.c

J
.!:! c: 0= .& Vorgänge, die sich im Kleinsthaus in einem Raum abspielen (~
'äj ii N 0 E D
~
'"c:
.,:>~
-'" 0; t: 0
] J:
g '" Einraumwohnung). werden je nach Wohlhabenheit und Bedürfnis
..: J:
~ ~ IQ
~ Cl
~
immer mehr unterteilt, so dass schließlich im Schloss für jeden
Lebensvorgang besondere, in Lage und Form darauf zugeschnit-
tene, Räume zur Verfügung stehen. Diese Abspaltungen sind in
der Regel zugleich Beziehungen der Räume unter sich. Das
Schema ist deshalb geeignet als Übersicht und als Anhalt bei Auf-
stellung von verschiedensten Wohnhausbauprogrammen.

Wirtschaftsräume

Personalräume

Baderäume Koched<e

., '" /Ein~ ..
.c
~
~/ Raum "'~ FamIlIen-
Schlaf·
c" wo~/g raum
nunJ ~
Essecke Schlafräume

Wohnräume

E
:>
'"
!

Eingangsräume

Raumspallungen von der Elnraumwohnung bis zum Schloss

106
VORRÄUME
WINDFANG, EINGANG

Bei einem freistehenden Einfa-


milienhaus sollte der Eingang
nach Osten oder Norden liegen.
Da bei uns die Hauptwinde aus
Westen oder Südwesten wehen,
liegt der Eingang somit im
Windschatten des Gebäudes.
Eine Überdachung des Ein-
gangs ist empfehlenswert und,
Keller, Küche, Essraum, WC vom Vom Windfang zur wenn aus Gründen des Sicht-
Windfang Im Reihenhaus Windfang zugänglich Garage oder Windschutzes erforderlich,
auch noch die Anbringung seitli-
cher Blenden.
Hinter dem Hauseingang sollte
auch in den gemäßigten Klima-
zonen stets ein Windfang fol-
gen.
Das ganze Jahr über wird Wind
und Zugluft von der Wohnung
ferngehalten, in der kalten Jah-
reszeit ist er darüber hinaus eine
Wärmeschleuse --+ [7]-[9].
Günstig ist Kombination Gäste-
WC oder Zweit-WC vom Wind-
fang aus zugänglich --+ [1] - [12].

5 Raumbeziehungen

Großer Windfang mit Zugang zu Büro in Verbindung Windfang u. Windfang u, offener Vorraum u.
6 KOche, Wohnz;" Atb.-Zi. u. Treppe Eingang selUlch, Windfang u. WC Gäsle-WC Essecke

Windfang m~ Verbindu ngstreppe In Verbindung m~ Büro, Wohnzim- Windfang, Vorraum mit Treppe Windfang mit Kellertreppe u. Zu-
zum Unter- u. Obergeschoss mer u. KOche z,u m Keller- u, Obergeschoss gang zur KOche u. Wohnzimmer

107
FLURE
Beispiele zeigen Höchstzugäng-
lichkeit der verschiedenen Flur-
größen u. Formen zu Räumen
von über 2 m Breite.
Räume von 2-3 m Breite rech-
nen bei dieser Betrachtung als
Ankleide-, Abstellraum u. zeigen
die jeweils wirtschaftlichste
Flurform.
Angenommene Flurbreite von
1 m genügt als Mindestbreite, da
hierbei noch 2 Familienmitglie-
1 m' Flur . 3 Räume 3 m' Flur . 4 Räume u. Bad der aneinander vorbeigehen
am Ende einer Treppe 22m' Aur ~ 4 Räume u. WC Durch offene Treppe geräum Ig
können.

B) Einhüftige Aure tar 2 Personen E) EinhOffige Flure mil regem Verkehr


4 3 m' Aur _ 4 Räume, Bad u. WC 7 m' Flur ~ 8 Räume

C) Zweihüftige Flure mit regem Verkehr. F) ZweihOflige Flure mit verselZlen


~ 2,0 m tor 3 Pers. TOren bei regem Verkehr

Breite der Flure richtet sich nach Flur-


tage, ob einhuftlg oder zwelhOflig, nach
der Türanordnung u. den Verkehrsmas-
sen.
Man rechnet auf 1 m freie Flurbahn
60-70 Menschen,
Nach Möglichkeit Taren zu Räumen hin
Offnen.
G) ZweihOitige Aure mit gegenOber-
Flu rbreiten liegenden Türen
4 m' Flur = 4 Räume u. Bad

Zimmer

5 m' Flur . 4 Räume, Bad u. An- 7 m' Aur • 5 Räume, Bad u. An- 6 m' Flur . 4 Räume, Bad, Anklel·
kleide kleide 5 m' Flur . 5 Räume u. Bad de u. Abstellraum

108
ABSTELLRÄUME
Dach- und Treppenschrägen,
Nischen und Ecken bieten Platz
für Abstellräume, Schränke und
Schubladen. Bei Dachschrägen
Schrank In den Ecken - !TI muss hinter den Schränken gute
Wärmedämmung eingebaut
werden. Schränke sollten oben
und unten Luftlöcher haben oder
Lamellentüren - [10] - [12], so
:'"~
I
dass ständige Lüftung möglich
ist. Truhenbank im Flur für
Schuhputzmittel und Reini-
2 Schrank im WC - [3] Pulzmitlelschrank im WC - [2] gungsgerät ---> [8].

Grundriss Ansieht : .. :!. ... ";~.


.. ·~7·~· :
.,...,..."""'""..,.....,.,.~~
. I/:
Isl Neben dem "'~'U~''''''''d'' die Restflä~he als PUIz~i1telschr~nk ~enutzi Schublade unler der Dachschräge

Schränke auf Rollen gegen Schrä-


ge vom Dach geschoben

Schrankraum unter der Dach-


schräge. Rahmen mit Lamellen· Schrankraum in der Dachschräge
Schiebeschränke bis in die Traufe tOren neben der Gaube

109
VORRATS- U.
SPEISEKAMMERN
Bei Planung von Wohnungen
oder Häusern auf entsprechen-
de Räume wie Speisekammern,
Vorratsräume, Kühlzellen ach-
ten. Sind für das tägliche Leben
wichtig. Am praktischsten liegt
Speisekammer neben oder in
der Küche ~ [1]-[8]; sie sollte
kühl u. lüftbar sein, vor Sonnen-
einfall geschützt. Anschluss für
Gefrierschrank u. Weinkühl-
Speisekammer im Anschluss an Speisekammer Im Anschluss an schrank evtl. vorsehen.
Schrank Obereck· Speisekammer Essecke
Lagerregale am besten bis an
die Decke aufstellen. Für größe-
re Haushalte werden nach dem
Baukastensystem Kühlzellen
angeboten - [9], auch mit
getrenntem Kühl- und Gefrierab-
teil.
ABSTELLRÄUME
Innerhalb der Wohnung einen
Abstellraum von;" 1 m2 bei einer
50 I 75 I 50 I 75
I 50 I I 50 I 75
I
50 I 50 I 75 lichten Breite von 75 cm vorse-
I I 1,75
I I
I
1.25
I I
1,75
I I I I
1,25
I hen. Bei größeren Wohnungen
einzeilig zweizeilig U·Form L-Form möglichst 2% der Wohnfläche
als Abstellraum einplanen. Zum
Abstellen und Aufbewahren von
Geräumige Speisekammer ~ Speisekammem
Reinigungsgeräten, Werkzeu-
gen, Putzmitteln usw.

Speisekammer Im Anschluss an KOhizeIlengrößen


Badewanne 8 Abstell räume 1m Ei ngangsbereich 9 Nutzfläche 1.23-3.06 m'

Abslellraum u. Schuhschrank Im
Eingangsberelch Abstellräume im Eingangsbereich

110
VORRATSRÄUM

42 Flaschen

Dosenkonserven Weckapparat und -gläser 3 Weinregal erweiterbar 4 Holzlanenregal

Weinflasche (314 I) 36
+:-
-S-ek-If-la-s-ch-e- - - - +:c:2
7,5
:rertempera~~~e;o ~~: Sommer
6°- 7" im Winter
Weinflasche (3/41) 31 6 Weißwein So
Rolweinflasche (314 Il 31 7 ROlwein 12"
Rolweinflasche (314 I 26 6 Ukör S'
Mineral-
wasser

prom'
Wandfläche
ca, 64 Flasche

6 Aaschenregal 7 Flaschenregal TonrOhre Flaschenregal Holz

I 1,70
- t,99 1
1,30

Weinlager Zielfach 12 FlaschenkaSlen-Ständer

I
1

13 Obsthordenschrank 14 im Keller eingebaut

111
VORRATSRÄUME
WE[NKELLER
Einzurichtender Raum zum
Weinkeller sollte möglichst rund-
herum im Erdreich liegen. Bei

1
Lage neben Haus: Nordseite
Doppelte Tiefe Lagerung
vorsehen. Ideale Verhältnisse

T im Weinkeller 70 % Luftfeuch-
tigkeit u. 10° - 12° C. Mit jedem

11
~
Grad über 12° C altert der Wein
schneller. Temperaturen unter
10° C - 1° C schaden dem Wein
f- 8 -f f- 7'-f f- 8'-j 1-- 14'--1 f--9 -j 1 - - - - -'97------1 nicht. Zu erreichen mit Klima-
gerät, Klimazelle oder Klimatür
Flaschen 2 Einlegebeispiel Bauelement ~ [8] . Die Raumlüftung muss je
nach Klima u. Jahreszeit flexibel
reguliert werden können. Be-
Je RegalSlein 6 Lllerflaschen
leuchtung des Weinkellers so
schwach wie möglich u. nur bei
Bedarf einschalten. Wegen der
abgestuften Temperaturen: Sekt
in Fußbodennähe, Weißwein in
mittlerer Höhe u. Rotwein mög-
lichst hoch lagern ~ [7] + [9].
Lagerregale aus Bimsbeton, Na-
turstein gebrochen, Kalksand-
stein oder Hydroton-Elementen
sind porös u. atmungsfähig.
I - - - 1,09" - - - ! Feuchtigkeit wird reguliert u.
1--97 -----l 1-- 36' - 1
Temperatur stabilisiert. Es ent-
3 WelnregallBlmsbelon 4 Kalksandstein Regalsteine 5 Ansicht Regal steht ein natürliches Mikroklima.

1-- 1,0 --1 c·


1--80-1
BMt8 Rotweine
Zlmmettemp&ratu, 18 beSOnders Burgunde
1 m'

~
64 Flaschen Roter Bu'?!nder 16 Clllatto, Zlnfandol
Cötos <lu Rh6no
==t~~r~~J~ OrdinalJos
IdeaJ<>KeI'e_ 12lolchtere Rot'Wolne.
rnlUr. She!!y 10 z,8. BoauiOJajs
AIlO Sherry, TrOCkenet RoM, OessettwoIne,
" WoIßwo;n a1g" Cha ...
p~r, KOt-ßch",nk·
8LambIu$OO
teff1)eralur 6 SO Be WeIßwalne.
aIlg. Sc;I\aumweine
....:::: :,':.'::.',':::.'.'::::....: :::.'
.'::: 4
Offene TOr
o
Grundriss

Tonröhren und Omamentstelne Weinklimaschrank 191 GOnstige LagMemperatur

J
I6'
19
Abluft
21 '
Fertil1teil
24
Gewölbekeiler
im Erdreich
• Norden EG Länge ~
EG
25cm
Raster

UG
UG

... zulun
16' I+-- 1,80---+{ t6'
-5.50

10 Gewölbekeiler 11 Grundriss - [1 0] 12 Im Keller eingebaut 13 Grundriss - [12]

112
Ausstattungs- u. Breite besser Elektrogerät Anschlusswert HAUSARBEITS·
Elnrk:hlUngsteiie cm cm kW
Wechselstrom
RÄUME
WaschvoliaUlomat u.
Wäschetrookner als 60 60 Kochendwassergeräl 2,0 Lage günstig nach Norden.
Wasch-Trockensäule 31 u.51
Waschbecken mit Warmwasserspeicher
Nutzung als Schrankraum für
Wasserwärmer 60 60 51- 10 1-151 2,0 Reinigungsgerät, Nähraum, Bü-
SchmutzwAsche- Bügeleisen 1.0 gelraum, Waschraum gegebe-
behälter 50 60
BOgelmaschine 2.1-3.3 nenfalls auch als Hobbyecke.
Arbeitsfläche zum
Legen der Wäsche 60 120 Wäscheschleuder 0.4 Größenanforderung, Mindest-
BOgelgeräl ca. 100 100 Waschkombination 3.2 länge 3,80 m, besser 4,60 m
Schrankraum fOr Waschmaschine 3,3 - [2].
Klei ngeräte 50 60 Wäschetrookner 3,3 Bei Benutzung von Wirtschafts-
Staubsauger 1,0 gerät auf körpergerechte Hand-
M
Insgesamt ca. 380 460
Klopfsauger 0,6
Schema der Raumbeziehung zum StelKlächenbedarf der Einrichtungs- habung achten.
Hausarbeitsraum teile 3I Anschlusswerte von EI.Geräten

60

60

8co; t60

60

60

I. 6Q I 120
1.60
1,20
2,40 2,
iib 60-1,00 I
-:;-] Hausarbeitssraum
4 I einzellig, L-Form 51 Zweizellig

1,00

:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

BOgelbreU aul Wand klappbar oder


...
::......
.... : ....::..::::::::..::::::::
.. ................... ..: :::::
.......... ..::.
.....
,,;~?r
Schrank 9 Platzbedarf beim BOgein Im Sitzen 10 Am elektrischen BOgler 11 BOgel- u. Ärmelbrett

Bügelkomblnallon zusammen-
12 klapptIar R3J Elektrische Bügelmaschine 14 Bügelmaschine im Schrank einge-
baut 15 Nähmaschine

113
:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:. r-- - - - -, r- - - .... - - ,
KÜCHEN

r r-:-=. . . ---,0 l ~~ lI~~~~~:


UJ
t
T AMK-MERKBLÄTTER --+
E DIN 18011, 18022, 68901
Lage der Küche nach Nordosten

I-I
o oder Nordwesten, in Beziehung
/
zum Garten und Keller. Von der
'-~ l :~~_-:j
C 60
. 100 , t ___Iz--'( Küche aus möglichst Überblick
über Gartentür, Haustür, Kinder-
'I~ 0 0: B 60 Wohnraum
:11 \ >---- ' 1 spielplatz und Terrasse ~ [5].
~U E':':':':':':':':':':':':':':':~:':':';':':':':'
A • AbSlOllllilche • 30 D . $pUlbed<on nach
- •-
--Wege
8Iicklinien von der KOche aus Gute innere Beziehung zum Vor-
raum, Esszimmer, Hausarbeits-
B _ HoI!I6O Fabrikat - - - umpunktielle Raumbezeichnungen nur bei giC8efen HAusern 0bIich raum.
C • AJ1>eit,llliOhe • 60 E - AbSIollpiatto bzw.
1-:1 Ablroptflache Küche ist Arbeitsplatz innerhalb
I1I Einzeilige KOche 5 Raumbeziehungen einer größeren Küche
der Wohnung, zugleich Aufent-
haltsraum für viele Stunden. Oft
................
................
................ ist die Küche Treffpunkt der

11111 :: E G Hauflgkeil der Benutzung


des Arbe" sbereichs
Familie, wenn Ess- oder Imbiss-
platz zur Küche gehört ~ [4].
Bei der Einrichtung ist zu beach-
Cl : 0
[J V
~ Hauptbeziehungen zu
anderen Bereichen
ten:
Wege einsparen, fließenden Ar-
beitsablauf ermöglichen, ausrei-
1.20 60 C chende Bewegungsfreiheit, Ar-
Häufigkeit der Wege
0°:
00 : B
zwischen Bereichen beiten im Stehen vermindern,
günstige Körperhaltung, Anpas-
: A sung der Arbeitshöhe an die
..................
................. Körpergröße .
Mindestgrundfläche für Koch-
nische 5-6 m2 , Arbeitsküche
Zwelzeillge KOche 6 Benutzungshaufigkeil der KOchenbereiche 8-10 m2 , Arbeitsküche mit Ess-
oder Imbissplatz 12-14 m2 ~
[1]-[4].
Zur Erleichterung der Küchen-
arbeit zweckmäßige Anordnung
der Arbeitsfläche anstreben.
Danach ergibt sich von rechts
nach links gehend: Abstellflä-
che, Herd, Vorbereitungsplatz,
Spüle, Abtropffläche ~ [1]+[7].
Für die Benutzung von Geräten
und Möbeln ist eine Bewe-
gungsfläche von 1,20 m zwi-
schen den Zeilen unerlässlich.
Bei einer Tiefe von 60 cm auf
jeder Seite somit Küchenbreite
von 2,40 m -+ [3].
3 KOche in U·Form Zwecl<.mAßige Arbeitsplatzanordnung In der KOche

~ .•:::......:::.o:::::: : ..: ....::::::..::..: ..::::::::::.o: ......:.o:.:::.o.......o.o:::.o::.o.o::.


----r .'. ~ 75 ---4
r - - -,
-
Uberhö/le ..... r
f-_~:-:.o
- -, : evtI. Blende
35:': ,I: ::.3535
M~----,IIII
[]
: r--
r- r-

~
• I NormalhOhe ..... :

!i!::I
m
I
I
: I--
. f - 60-
: 1-35 .... 5!
2 fIJ
~
v>'"
"l.

T~
. ii
7-1 0

. 10·17 T
...J,<:;
1':':'::.........................................,'

4 L·Form mit Essecke M Schnitt durch Einrichlungstelle der


KOche nach Vorzugsmaßen 9 KOcheneinrichtungen und Ihre Slelltlächen

114
KÜCHEN

60 I 1,10-1.20 I 60 I
Küchenquerschnitt mit 2 Arbeits- Küchenquerschnitt mit Platz für 2 Arbeits- u. Ablageflächen 60 cm
platzen Personen tief

.::..::: ..: ..: ....: ..::: ....: ....::::.:....::::::::. . .................................... .


... ... . .. ... ,t'-'-'~~.~~'""1

.......
... ..........
.........
.... .
1,20 60

Übliche HOhe für Ausguss u. Durchreiche zwischen KOche u. Zwischen KOche u. Speisezimmer
5 höchste Höhe für SpOltisch Essplatz. Geschirrlächer Arbeiten nebeneinander 8 Pendeltiir. In TritthOhe beschlagen

.:....:...::....: ......: :...:.::::.....::.:...:.:...:::.:...":....

H8
Übliche 'lischhöhe von 85 cm liegt Richtige Anordnung der Schrank·
Richtige u. lalsche Küchenbe- zwischen gOnstiger ArbeitshOhe Ausziehbare Arbeitsplatte für Tätig-
leuchtung
10 für Backplatz u. Spültisch keit im Sitzen
sockel für bequeme Reinigung u.
Arbeit" 8 cm

.. ... ... .... ...............


............... ... ... ...
.. ........ ........
........ ...

~
o
co
........... . ..... .
: ....: ..::..: ....: ..: ::.. ..::......:: ....:::::::::.
:~.:

H - " 45 bei Elektroherd


H _ ,. 65 bei Gasherd I 60 I 50 1,10
Künstliche Endüftung durch Venti·
lator an Außenwand (A). Besser Besser ist Dunstabzugshaube mU
an Wrasenabzug Ober dem Herd Entlüftung Ober Dach Auszug-, Ausschwenktisch 16 An der Essbar

115
::J
KÜCHEN
Für reibungslosen Ablauf in der
- (] Küche ist Voraussetzung, dass
jeder Arbeitsplatz rationell ge-
- plant ist.

l'~ ~'~
Bei der Einrichtung zu beachten:

r- '-
f-
Kurze Wege, fließender Arbeits-
V ablauf, ausreichender Bewe-
gungsraum, wenig Arbeiten im
f-- r -_
Stehen. Kleine Sitz ecke ist von
I--
lI
I
"' ,00
:" .,
,
K. Vorteil- [1]-[10].
'r-- Günstige Körperhaltung, Ar-

m
tlesser -schiebe!;), beitshöhen den Körpermaßen
M Kleine Küche mit Essplatz Wie - [1], Essplatz fürd,ei 3 Kleine Küche mit Essecke
anpassen (wird durch unter-
schiedliche Sockelhöhe be