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MASARYKOVA UNIVERZITA V BRNĚ PEDAGOGICKÁ FAKULTA KATEDRA NĚMECKÉHO JAZYKA A LITERATURY

Landeskunde und ihre Stellung in Lehrwerken für Deutsch

Diplomová práce

Brno 2007

Vedoucí diplomové práce:

Doc. PhDr. Věra Janíková, Ph.D.

Vypracovala:

Bc. Ivona Tomková

Prohlašuji, že jsem diplomovou práci zpracovala samostatně a použila jen prameny uvedené v seznamu literatury.

Souhlasím, aby práce byla uložena na Masarykově univerzitě v Brně v knihovně Pedagogické fakulty a zpřístupněna ke studijním účelům.

podpis

Ich bedanke mich herzlich bei Frau doc. PhDr. Věra Janíková, Ph.D. für ihre wertvollen Ratschläge, Hilfsbereitschaft und Zeit, die sie mir gewidmet hat.

INHALTSVERZEICHNIS

0 Einleitung

1

1 Landeskunde und ihre Entwicklung

2

1.1 Begriffsbestimmung

2

1.2 Geschichte der Landeskunde

4

1.3 Ansätze der Landeskunde

5

1.3.1 Kognitiver Ansatz

6

1.3.2 Kommunikativer Ansatz

7

1.3.3 Interkultureller Ansatz

8

1.4 Kurzfassung

11

2 Landeskunde als integrierter Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts

13

2.1 Fremdsprachenunterricht und Landeskunde

13

2.2 Aufgaben der Landeskunde

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2.3 Rolle des Lehrers im landeskundlichen Unterricht

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2.4 Probleme der Landeskunde

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2.5 Gegenstand des Landeskundeunterrichts

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2.5.1 Themen

19

2.5.2 Materialien im landeskundlichen Unterricht

21

2.5.3 Quellen

22

2.5.4 Informationsbeschaffung

23

2.6 Unterrichtsmedien

24

2.7 Methoden und Arbeitsformen im landeskundlichen Unterricht

26

2.7.1 Frontalunterricht

26

2.7.2 Auf Kommunikation orientierte Formen

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2.7.3 Projektunterricht

28

2.8 Ziel des landeskundlichen Unterrichts

29

2.9 Grundsätze der Landeskunde

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3 Lehrwerke und Landeskunde – empirische Untersuchung

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3.1 Landeskunde in den Lehrwerken

33

3.2 Kriterien für die Lehrwerkanalyse

34

3.3 Auswahl der analysierten Lehrwerke

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3.4 Heute haben wir Deutsch

37

3.4.2

Illustrationen

39

 

3.4.3 Themen

41

3.4.4 Sprache

42

3.4.5 Zusatzmaterialien

43

3.4.6 Sonstiges

44

3.4.7 Vorteile und Nachteile dieses Lehrwerkes

45

3.5 Das Deutschmobil

46

 

3.5.1 Texte

47

3.5.2 Illustrationen

47

3.5.3 Themen

49

3.5.4 Sprache

50

3.5.5 Zusatzmaterialien

50

3.5.6 Sonstiges

51

3.5.7 Vorteile und Nachteile dieses Lehrwerkes

51

3.6 Planet

52

3.6.1 Texte

52

3.6.2 Illustrationen

53

3.6.3 Themen

55

3.6.4 Sprache

56

3.6.5 Zusatzmaterialien

56

3.6.6 Sonstiges

57

3.6.7 Vorteile und Nachteile dieses Lehrwerkes

57

3.7 Überblick über die Vorteile und Nachteile der ausgewählten Lehrwerke

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3.8 Vergleich und Entwicklungstendenzen

59

4 Realisierung der Landeskunde im Deutschunterricht – konkrete Vorschläge

62

4.1

Landeskunde mit dem Internet

62

4.1.1 Internet-Recherchen

62

4.1.2 Übungen zur Landeskunde

65

4.2 Landeskundliche Tests und Quiz

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4.3 Landeskunde mit der Zeitung

68

 

4.3.1 Fernsehprogramm

69

4.3.2 Wetterbericht

70

4.5 Projektarbeit

72

5 Schlusswort

76

Resumé

77

Literaturverzeichnis

79

Anhang

84

0 EINLEITUNG Als ich die Grund- und Fachschule besuchte, habe ich im Deutschunterricht niemals etwas von Landeskunde gehört. Der Fremdsprachenunterricht war nur mit Lernen von Vokabeln, Grammatik und Aussprache verbunden. Umso mehr war ich überrascht, als ich später erfahren habe, dass der langweilige und oft stereotype Unterricht spannend, unterhaltend und interessant sein kann, und zwar dank der Landeskunde.

Um den Termin „Landeskunde“ drehen sich viele Fragen: Was versteht man unter diesem Begriff? Stehen den Lehrern viele landeskundliche Materialien zur Verfügung? Welche Stellung nimmt Landeskunde in den Lehrwerken ein? Auf welche Weise kann man die landeskundlichen Informationen am effektivsten vermitteln? Diese und auch andere Fragen versuche ich in meiner Arbeit zu beantworten.

Am Anfang der vorlegenden Arbeit bemühe ich mich festzustellen, was sich hinter dem Wort „Landeskunde“ verbirgt und mit welchen Entwicklungstendenzen sie verbunden ist. Ich deute ihre Aufgaben und Probleme an, ich erwähne die Rolle der Materialien und Medien im landeskundlichen Unterricht und stelle fest, welche Arbeitsformen am besten geeignet sind.

Weiter werde ich mich mit den Lehrwerken beschäftigen und werde mich hauptsächlich darauf konzentrieren, inwieweit sie sich mit der landeskundlichen Problematik befassen. Ich versuche zu erläutern, worauf die Lehrer bei der Auswahl eines Lehrwerkes aufpassen sollen, vorausgesetzt, dass sie nach einem landeskundlich orientierten Lehrwerk suchen.

Landeskunde ist ein umfangreicher Begriff und der Lehrer kann sie auf unterschiedlichste Weise vermitteln. Ich nehme an, dass das Angebot der landeskundlichen Übungen in den Lehrwerken nur begrenzt ist. Am Ende meiner Arbeit möchte ich deshalb einige Beispiele oder Vorschläge anbieten, die vielleicht den Lehrern helfen, ihren Unterricht unterhaltend zu gestallten und die Schüler zum Lernen anzuziehen.

1

1 LANDESKUNDE UND IHRE ENTWICKLUNG 1.1 Begriffsbestimmung Die Landeskunde ist in den letzten Jahren ein sehr wichtiger und unverzichtbarer Teil des Fremdsprachenunterrichts geworden. Sie tritt vor allem in Verbindung mit Fremdprachen auf. Aber was bedeutet sie eigentlich? Ich habe viele Versuche für die Beschreibung der Landeskunde gefunden. Einige, die ich für die wichtigsten halte, möchte ich hier präsentieren.

Eine kurzgefasste Definition von M. Erdmenger finden wir in „Landeskunde im Fremdsprachenunterricht“: „Landeskunde ist eine Disziplin, die überwiegend in Verbindung mit Sprache, Sprachstudium und Sprachunterricht auftritt. Sie ist die Kunde über diejenigen Länder, in denen die zu lernende Sprache gesprochen wird.“ 1

Ausführlicher wurde Landeskunde in ABCD-Thesen charakterisiert: „Landeskunde im Fremdsprachenunterricht ist ein Prinzip, das sich durch die Kombination von Sprachvermittlung und kultureller Information konkretisiert und durch besondere Aktivitäten über den Deutschunterricht hinaus wirken soll, z. B. durch Austausch und Begegnung. Insofern ist Landeskunde kein eigenes Fach. Landeskunde ist nicht auf Staatenkunde und Institutionenkunde zu reduzieren, sondern bezieht sich exemplarisch und kontrastiv auf den deutschsprachigen Raum mit seinen nicht nur nationalen, sondern auch regionalen und grenzübergreifenden Phänomenen.“ 2

Kurz und klar beschreibt Landeskunde D. Buttjes: „Landeskunde meint alle Bezüge auf die Gesellschaft, deren Sprache im Fremdsprachenunterricht gelernt wird.“ 3

In „Landeskunde und Literaturdidaktik“ wurde sie folgendermaβen definiert:

„Landeskunde umfasst mehr als Vermittlung von Faktenwissen. Es geht darum, Einblick in geschichtliche, politische und soziale Zusammenhänge und in das Denken, Handeln und Wahrnehmen von Menschen der Zielkultur zu gewinnen.“ 4

1 Erdmenger, M.: Landeskunde im Fremdsprachenunterricht, S. 21

2 ABCD-Thesen zur Rolle der Landeskunde im Deutschunterricht

3 Buttjes, D.: Landeskunde-Didaktik und landeskundliches Curriculum, S. 112

4 Bischof, M., Kessling, V., Krechel, R.: Landeskunde und Literaturdidaktik, S. 16

2

H. Sölch sieht Landeskunde als „eine notwendige Komponente des Deutschunterrichts. Deutschunterricht und jeder Sprachunterricht bleiben fragmentarisch ohne Landeskunde.“ 1

W. Melde beschreibt Landeskunde als wichtigen Teil des Fremdsprachenunterrichts, weist aber zugleich darauf hin, dass es Schwierigkeiten mit ihrer Vermittlung geben können. „Der Landeskunde kommt im Fremdsprachenunterricht eine ständig wachsende Bedeutung zu. Darüber besteht in der fachdidaktischen Diskussion Einigkeit, nicht aber über die Auffassung, was Landeskunde denn eigentlich ist und wie man sie im Fremdsprachenunterricht am besten lehren und lernen kann.“ 2

Mit diesen Auszügen wollte ich beweisen, dass es eine Vielfalt von Definitionen dafür gibt, was Landeskunde ist. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Landeskunde ein breiter Begriff und kein abgrenzbares Fach ist. Mit ihrer Hilfe sollen Schüler die Übersicht über das fremde Land und seine Kultur gewinnen. Die Bedeutung der Landeskunde im Fremdsprachenunterricht spielt eine groβe Rolle und besteht hauptsächlich darin, dass die Schüler die Möglichkeit bekommen, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen und besser zu verstehen. Dadurch kann ihre Angst vor einer fremden Kultur gemindert werden.

Landeskunde umfasst folgende Bereiche:

Geographie

Politik

Geschichte

Kultur

Kunst

Wissenschaft

Soziologie

Ökonomie

Wirtschaft

1 Sölch, H.: Landeskunde mit der Zeitung, S. 1

2 Melde, W.: Zur Integration von Landeskunde und Kommunikation im Fremdsprachenunterricht, Vorwort

3

das Alltagswissen (Wissen über Alltagssituationen – das Verhalten im Restaurant, beim Einkaufen oder zu Besuch)

Das Alltagswissen bedeutet eigentlich Wissen, das man braucht, um sich im fremden Land nicht so fremd zu fühlen. Landeskunde ermöglicht also den Lernenden, die wichtigen Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen der Fremdkultur zu gewinnen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Fakten, sondern auch um Glauben, Wertvorstellungen, Denken, Verhaltensweise, soziale Beziehungen und Wahrnehmen von Menschen, die in dem bestimmten Land wohnen.

Im Mittelpunkt des landeskundlichen Lernens stehen Menschen des Zielsprachenlandes und Landeskunde soll ihren Alltag zeigen. Die Vorstellungen über das Land sind oft mit den Vorstellungen über die Menschen in Verbindung gebracht. In der Landeskunde geht es also darum, die Menschen aus den deutschsprachigen Ländern und auch ihr Verhalten kennen zu lernen.

1.2 Geschichte der Landeskunde Die Landeskunde ist schon seit längerer Zeit ein Bestandteil des Lernens von Fremdsprachen. Die landeskundlichen Konzeptionen für den Fremdsprachenunterricht können wir in der wissenschaftlichen Literatur seit dem Ende des 19. Jahrhunderts finden.

Schon in der Frühzeit gab es aber eine pragmatische Einstellung zur Fremdsprache. Damals wurden Fremdsprachen oft im fremden Land erlernt. Es hat mit der realen Welterfahrung zusammengehängt. Paralell mit dem Erwerb der Fremdsprache wurden landeskundliche Kenntnisse erworben.

Richtiger Vorläufer der Landeskunde war die Kulturkunde, die schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt wurde. Der Höhepunkt der Kulturkunde wurde dann in den zwanziger und dreißiger Jahren erreicht. Die Kulturkunde sollte die Gesellschaft als historische und kulturelle Einheit darstellen und große Sprachdenkmäler auswählen. Die fremde Kultur sollte sich aus alter Kunst und Literatur ablesen.

4

In den 50er Jahren war die Sprache ein Transportmittel der Grammatik. In den Texten gab es nur wenig landeskundliche Verständigung. Das wichtigste Lernziel des Fremdsprachenunterrichts war die Kenntnis des Sprachsystems. Landeskunde war in den Bildungsplänen nicht direkt festgelegt.

Am Anfang der siebziger Jahre kam es zu gesellschaftlichen Veränderungen. Die Bedürfnisse und Interessen der Personen, die Fremdsprachen lernten, veränderten sich. Die Sprache wurde als ein Medium angesehen, mit dessen Hilfe man kommunizieren kann. Die Landeskunde bekam die Funktion von Kontextwissen für kommunikative Situationen. Eine große Motivation für Landeskunde war das Kommunizieren mit einem fremdsprachigen Partner. Wir sprechen von der kommunikativen Kompetenz. Die Fremdsprachendidaktik war vom kommunikativen Ansatz bestimmt. Im Mittelpunkt stand die Kommunikation in Alltagssituationen. Das Ziel dieser Alltagskommunikation war, sich im Alltag im fremdsprachigen Land verständigen und angemessen verhalten zu können.

Erst in den neunziger Jahren gewinnt Landeskunde immer mehr an Bedeutung. Die Situation hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert. Heutzutage gibt es viele Lehrer, bei denen die Landeskunde einen untrennbaren Teil des Fremdsprachenunterrichts bildet.

1.3 Ansätze der Landeskunde Nach der Klassifizierung von G. Weimann und W. Hosch vom Deutschen Institut für Fernstudien in Tübingen entstanden drei Hauptansätze zur Vermittlung der Landeskunde:

- kognitiver Ansatz

- kommunikativer Ansatz

- interkultureller Ansatz

Im praktischen landeskundlichen Unterricht kommen diese Ansätze aber nur sehr selten in ihrer reinen Form vor. Man findet sie mehr oder weniger gemischt.

5

1.3.1 Kognitiver Ansatz In diesem Ansatz geht es vor allem um die Informationen, Fakten, Zahlen, Sachkenntnisse, Daten, Kultur, Geschichte und Wissen über das Land, dessen Sprache gelernt wird. Wichtig ist Vermittlung der Informationen. Es wird hauptsächlich mit Daten und Fakten aus folgenden wissenschaftlichen Bereichen gearbeitet:

Politologie

Geschichte

Gesellschaft

Geographie

Literatur

Soziologie

Von diesen Wissenschaften werden dann die Themen der Landeskunde abgeleitet. Die landeskundlichen Informationen werden oft mit Hilfe von Sachtexten, Tabellen oder Statistiken präsentiert.

Bevorzugt wird die sprachliche Seite des Lernens. Erst wenn man die Sprache ein wenig beherrscht, lernt man die landeskundlichen Angaben. Ziel dieses Ansatzes ist im Laufe des landeskundlichen Unterrichts den Schülern die Kultur des fremden Landes systematisch vorzustellen, Fakten, Daten und Wissen über ein Land beizubringen und „ein beziehungsreiches, zusammenhängendes System deutscher Wirklichkeit zu vermitteln.“ 1 Die Schüler gewinnen damit neue Kenntnisse über Kultur, Gesellschaft und Orientierung im fremden Land und können sich das Landesbild besser vorstellen.

Bei diesem Ansatz kann das Problem der Grenzenlosigkeit entstehen. Die Landeskunde umfasst alle Bereiche der Gesellschaft, und deshalb haben die Lehrer oft Schwierigkeiten mit dem Vermitteln der Informationen aus allen diesen Bereichen. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Lehrer nur wesentliche Informationen vermitteln und die dann interessant und anziehend im Unterricht benutzen. Ein weiteres Problem stellt die Komplexität des deutschsprachigen Raumes dar.

Kritisiert wird dieser Ansatz für den enzyklopädischen Anspruch und für das Herausreißen der einzelnen Teile aus ihrem Zusammenhang. Dadurch werden die

1 Pauldrach, A.: Eine unendliche Geschichte, S. 6

6

einzelnen Teile oft falsch verstanden. Dieser Ansatz konzentriert sich auf Beschreibung von Tatsachen, aber er gibt nur wenige Anlässe zu Diskussionen.

Der kognitive Ansatz ist der einzige, der als eigenes Fach steht, als eine selbstständige Lerneinheit. Was die Lehrwerke betrifft, stehen die landeskundlichen Texte meistens nur zusätzlich am Ende der Lektion. Es wurden aber auch viele Lehrmaterialien unabhängig von dem Lehrwerk produziert.

1.3.2 Kommunikativer Ansatz Dieser Ansatz steht im Zusammenhang mit der kommunikativ orientierten Fremdsprachendidaktik, die sich in den siebziger Jahren entwickelt hat. In diesem Ansatz geht es sowohl um die Informationen, die die Lernenden erfahren und lernen sollen, als auch um die Anwendung der fremden Sprache in der Praxis. Die Sprachverwendung steht im Vordergrung. Der Lernende soll im landeskundlichen Unterricht Kommunikation üben. Er soll die Sprache so gut beherrschen, dass er fähig ist, sich in alltäglichen Situationen ohne Missverständnisse zu verständigen. Dieser Ansatz wurde eben wegen der groβen Betonung der Dialoge und Sprechfertigkeiten manchmal kritisiert.

Es geht vor allem um die Entwicklung der Fähigkeit zum Gespräch über alltägliche Situationen. Die Sprache wird als ein Aspekt menschlichen Handelns betrachtet. Im Unterricht soll das gelehrt werden, was auch in Alltagssituationen anwendbar ist. Die Lernenden sollten Sprache und Verhalten im Zielsprachenland verstehen und auch sich selbst verständlich machen können.

Im Zusammenhang mit der Landeskunde sprechen wir in diesem Ansatz oft von der Alltagskultur. In diesem Sinne handelt es sich aber nicht um Kunst oder Literatur, sondern um Handeln, das in jeder Gesellschaft anders ist. Die Alltagskultur bezeichnet Bereiche, die früher nicht zur Kultur gezählt haben, wie Gewohnheiten und Gebräuche des Alltags. Diese Themen der Alltagskultur eignen sich nämlich sehr gut für die Behandlung im landeskundlichen Deutschunterricht, obwohl sie für unsere Schüler oft nicht einfach sind.

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Eine wichtige Rolle spielen hier Kenntnisse, Erfahrungen und Einstellungen der Lernenden und nach ihnen werden die landeskundlichen Themen ausgewählt. Im

Unterricht wird darüber diskutiert, was den Bedürfnissen und Interessen der Lernenden entspricht. Es werden folgende Gesprächsthemen behandelt:

- Wohnen

- Erholung

- Freizeit

- Unterhaltung

- Bildung usw.

Typisch für diesen Ansatz ist also die Orientierung an Kommunikation, die alle Komponenten des sprachlichen Handelns umfasst. Dadurch verändert sich auch die Auswahl der landeskundlichen Themen. Die Bezugswissenschaften wie Politik oder Soziologie verlieren an Bedeutung. Die Lehrwerkautoren gehen davon aus, dass die Lernenden einmal mit Muttersprachlern in der Fremdsprache kommunizieren werden.

Das Ziel dieses Ansatzes ist vor allem auf die sprachliche und kulturelle Handlungsfähigkeit in der Fremdsprache und Fremdkultur, auf das sprachliche Handlen und auch auf die Entwicklung von Toleranz, Offenheit und Kommunikationsbereitschaft bezogen. In diesem Konzept ist Landeskunde nicht ein eigenständiges Fach. Sie ist ein integraler Teil des Fremdsprachenunterrichts und zwar schon bei Anfängern.

1.3.3 Interkultureller Ansatz Seit Beginn der achtziger Jahre interessierte sich die Fremdsprachendidaktik für die Abhängigkeit von sprachlichem und kulturellem Lernen. Das Lernziel war nicht mehr nur die kommunikative Kompetenz, sondern auch Kulturverstehen und Fremdverstehen. Der interkulturelle Ansatz stellt eine Weiterentwicklung des kommunikativen Ansatzes dar.

Dieser Ansatz geht davon aus, dass erfolgreiche Kommunikation wichtiger ist, als sprachliche Korrektheit. Eine wichtige Rolle spielt auch weiterhin das Wissen über eine fremde Kultur. Die Landeskunde will in diesem Ansatz aber nicht nur Wissen und

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Informationen vermitteln, es geht auch um die Entwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Strategien im Umgang mit fremden Kulturen. Wichtig sind dabei Wahrnehmungs- und Empathiefähigkeiten (d.h. Bereitschaft, sich in die Einstellungen anderer Menschen einfühlen). Der Lernende soll die fremde Kultur verstehen und den Zusammenhang zwischen eigener und fremder Kultur begreifen. In diesem Ansatz soll er zur Toleranz und zum Respekt erzogen werden

Das Ziel des Lernens ist die Entwicklung von Wertschätzung, gegenseitigem Verstehen und Solidarität. Es sollten durch das Kennenlernen der fremden Gesellschaften alle Vorurteile, Fremdenfeindlichkeiten und Klischees über die Fremdkultur abgebaut werden, was oft ziemlich schwierig sein kann. Jeder Mensch hat bestimmte Vorstellungsbilder von der fremden Kultur, die in der Vergangenheit entstanden sind, und die oft der Wirklichkeit nicht entsprechen. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Lernenden richtige Informationen über die Fremdkultur bekommen. Nur so können Missverständnisse vermieden werden.

Bei interkulturellem Lernen möchte man das Denken, Handeln und die Wahrnehmung einer anderen Kultur verstehen. „Interkulturelles Lernen ist dann erfolgreich, wenn es zu einem interkulturellen Verstehen führt, das einerseits die Kenntnisse über fremde Kulturstandards und ihre handlungssteudernden Wirkungen umfasst und andererseits in der Fähigkeit zum Wahrnehmen, Denken, Urteilen und Empfinden im Kontext des fremdkulturellen Orientierungssystems besteht.“ 1

Dieser Ansatz der Landeskunde überwiegt in heutiger Zeit. „Die Landeskunde befindet sich heute in ihrer interkulutrellen Phase. Die Menschen verschiedener Nationalitäten kommen sich immer näher und haben immer mehr miteinanader zu tun. Dabei ist es von groβer Bedeutung, den Fremden die andere Kultur und Lebensweise zu zeigen und näherzubringen. Es werden hohe Ansprüche an die Landeskunde gestellt, denn sie soll zu einer guten Völkerverständigung und der allgemeinen Toleranz verhelfen. Landeskunde ist also nicht einfach Vermittlung von Wissen, sondern Herstellung von

1 Thomas, A.: Psychologie interkulturellen Lernens und Handelns, S. 383

9

internationaler Kommunikation, Schaffung von Kontakten, Erweiterung des eigenen persönlichen, sozialen und kulturellen Horizonts.“ 1

Die Landeskunde entspricht heute also den Gedanken einer interkulturellen Kommunikation. Die internationalen Kontakte wachsen immer mehr an und der Fremdsprachenunterricht muss sich diesem Trend anpassen. Man sieht in ihm die Möglichkeit, nicht nur die fremde Kultur, sondern auch die eigene besser kennen zu lernen. Die fremde Kultur wird auf dem Hintergrund der eigenen aufgenommen und sie werden verglichen. Dieser Ansatz ermöglicht dem Lernenden seine sprachlichen, aber auch kulturellen Kenntnisse zu verbessern. Das Fremdsprachenlernen ist kulturbezogen, deshalb wird die Verständigungsfähigkeit im Unterricht weiterentwickelt. Wir sprechen heute über multikulturelle Gesellschaft, und deshalb ist es notwendig, dass sich der Fremdsprachenunterricht neue Ziele und neue Anforderungen stellt. Es ist wichtig, dass die Landeskunde mit der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft verbunden wird.

Der interkulturelle Ansatz kann nicht als ein selbstständiges Fach stehen, er ist genauso wie der kommunikative Ansatz Teil des Fremdsprachenunterrichts. In diesem Ansatz wird die kommunikative Kompetenz, Kultur und das Fremdverstehen verbunden.

Das Hauptziel des landeskundlichen Fremdsprachenunterrichts im interkulturellen Ansatz ist sich mit der Realität der deutschen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Die Schüler sollten kennen lernen, wie die Menschen im Zielsprachenland leben und wie sie sich verhalten. Im interkulturellen Lernen können die Personen neue Fremderfahrungen sammeln, können gegenseitig in Umgang mit fremden Kulturen treten und nach Bedeutung des Unklaren fragen. Dabei ist es wichtig, das Gelernte mit dem bereits Bekannten zu vergleichen. Das landeskundliche und interkulturelle Lernziel wird in „Landeskunde und Literaturdidaktik“ folgendermaβen formuliert: „Es geht darum, mehr über die Zielsprachenkultur zu erfahren und dadurch zu einem besseren Verständnis bzw. zu einem tieferen Verstehen zu gelangen, um am Ende dieses Prozesses auch sich selbst etwas besser zu begreifen.“ 2

1 Saxer, R.: Kinder und Länder

2 Bischof, M., Kessling, V., Krechel, R.: Landeskunde und Literaturdidaktik, S. 16

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Ein wichtiges Merkmal der interkulturellen Landeskunde ist, dass das Kennenlernen einer Fremdsprache, einer fremdsprachigen Kultur und Gesellschaft positive Auswirkungen auf das Wahrnehmen der eigenen Sprache und Kultur hat. Dazu kommt es, weil der Lernende bewusst oder unbewusst die eigene Kultur mit der fremden vergleicht. Dieser Vergleich sorgt vor allem für eine bessere Verständigung zwischen zwei Gesellschaften, aber auch für eine bessere Entwicklung der persönlichen und nationalen Identität. Man kann sich im Unterricht z.B. mit folgenden Fragen beschäftigen:

Was haben wir mit Leuten aus den deutschsprachigen Ländern gemeinsam?

Was haben wir unterschiedlich?

Welche Beziehungen haben wir mit den deutschsprachigen Ländern?

Wie unterscheidet sich unsere und ihre Lebensweise?

Die eigentliche interkulturelle Kommunikation hat zwei Grundfunktionen. Sie soll kulturelle Werte austauschen und das Zusammenwirken verschiedener Völker bei der Bewältigung internationaler Probleme sichern. Treffend finde ich deshalb die Formulierung von H. J. Krumm: „Wir sind es, die etwas als „fremd“ deklarieren – interkulturelle Kommunikation kann daher nicht nur bedeuten, dass andere es lernen, in meiner Sprache mit mir zu reden, kann sich auch nicht nur damit zufrieden geben, dass wir selbst es lernen, mit „Fremden“ umzugehen.“ 1

1.4 Kurzfassung Die Entwicklung der Landeskunde hängt eng mit den gesellschaftlichen und geschichtlichen Veränderungen zusammen. Auf Grund dieser Veränderungen entstanden auch die drei Ansätze der Landeskunde, die diese Entwicklung widerspiegeln. Von diesen Ansätzen ist der interkulturelle derjenige, der in heutiger Zeit überwiegt.

Meiner Meinung nach sind in jedem dieser Ansätze bestimmte Vorteile und positive Seiten zu finden und jeder sollte im Landeskundeunterricht teilweise vertreten werden. Der Lernende sollte den wichtigsten Daten und Fakten über die deutschsprachigen Länder Aufmerksamkeit widmen, wie es der kognitive Ansatz beschreibt, denn sie sind

1 Krumm, H. J.: Mehrsprachigkeit und interkulturelles Lernen, S. 27

11

für die kommunikative Kompetenz wichtig. Ebenfalls sollte sich der Unterricht an die alltägliche Kommunikation orientieren, welche der kognitive Ansatz betont. Und nicht zu vergessen ist natürlich der interkulturelle Ansatz, nach dem die Landeskunde zum Verständnis und Vergleich nicht nur der deutschsprachigen, sondern auch der eigenen Kultur, beiträgt. Die Landeskunde sollte immer sowohl informations- als auch kommunikationsorientiert sein.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal eine Übersicht der drei Ansätze präsentieren, die von Weimann und Hosch stammt.

Tabellarischer Überblick der landeskundlichen Ansätze

Didaktisches

Kognitiver Ansatz

Kommunikativer

Interkultureller Ansatz

Konzept

Ansatz

Didaktischer Ort

Eigenes Fach,

Im

Im

selbständige

Fremdsprachenunterricht

Fremdsprachenunterricht

Unterrichtseinheit

Übergeordnetes

Wissen:

Kommunikative Kompetenz: in der Lage sein, sich ohne Missverständnisse zu verständigen

Kommunikative und kulturelle Kompetenz:

Ziel

Systematische

Kenntnisse über

sich und andere besser verstehen

Kultur und

Gesellschaft

 

aufbauen

 

Inhalte

Soziologie

Wie Leute wohnen Wie Leute sich erholen Wie Leute miteinander in Verbindung treten Wie Leute am Gemeinwesen teilnehmen Wie Leute sich versorgen Wie Leute arbeiten/ihren Lebensunterhalt sichern Wie Leute sich bilden (kulturelle Tradierung)

Alle Repräsentationen der Zielkultur im Unterricht: Ihre Bedeutung innerhalb der Zielkultur und für die Lernenden

Politik

Wirtschaft

Kultur

 

Geschichte

LANDESBILD

ALLTAGSKULTUR/

FREMD-/

GESPRÄCHSTHEMEN

KULTURVERSTEHEN

Quelle: Weimann, G., Hosch, W.: Kulturverstehen im Deutschunterricht, In: Info DaF, Heft 5, 1993, S. 515

12

2 LANDESKUNDE ALS INTEGRIERTER BESTANDTEIL DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS 2.1 Fremdsprachenunterricht und Landeskunde Im Fremdsprachenunterricht werden Fremdsprachen gelernt. Die Kenntniss einer Fremdsprache gewinnt heutzutage an Bedeutung, was u. a. in „Didaktik der Landeskunde“ beschrieben wird: „Natürlich lernen Menschen schon seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden Fremdsprachen, doch in den letzten hundert Jahren ist der Bedarf an Fredmsprachenkenntnissen so stark und schnell gestiegen wie nie zuvor.“ 1

Man lernt im Fremdsprachenunterricht nicht nur die fremde Sprache, es wird auch die Kultur des fremden Landes hervorgehoben. Das Lernen einer fremden Sprache enthält immer auch landeskundliche Komponente und auch umgekehrt. Die Sprache ist mit der Landeskunde unmittelbar verbunden, den mit der fremden Sprache sollte gleichzeitig die fremde Kultur kennen gelernt werden. Von Krumm stammt diese Formulierung:

„Fredmsprachenlernen heiβt: Zugang zu einer anderen Kultur suchen. Unterricht in einer Fremdsprache ist daher notwendig interkulturell.“ 2

Die Landeskunde sollte zur menschlichen Verständigung beitragen und Interesse am Lernen einer Fremdsprache wecken. Ohne Wissen über die Zielkultur ist die kommunikative Kompetenz in der Fremdsprache nur schwer möglich, denn die Sprache und Kultur hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Die Landeskunde ist eigentlich der Vermittler zwischen der eigenen und der fremden Kultur. In der Landeskunde vergleicht man verschiedene Länder, sucht Zusammenhänge und Unterschiede zwischen seiner Heimat und dem fremden Land. Die Landeskunde soll zur Begreifung dieser Unterschiede dienen. Die Kenntnis der Landeskunde erleichtert das Verhalten in alltäglichen Situationen im fremden Land und hilft uns bei der Erweiterung der kommunikativen Fähigkeiten.

Manfred

Fremdsprachenunterrichts:

Erdmenger 3

beschreibt

drei

grundsätzliche

Ziele

des

1. Die Vermittlung von sprachlichen Fertigkeiten.

1 Biechele M., Padrós A.: Didaktik der Landeskunde, S. 14

2 Krumm, H. J.: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache, S. 28

3 Erdmenger, M.: Landeskunde im Fremdsprachenunterricht, S. 43

13

2.

Die Vermittlung von Kenntnissen (über die Verwendung der Sprache, Kultur).

3. Das Anstreben bestimmter Haltungen (der Lernbereitschaft, Revision von Vorurteilen, Toleranz).

Die Landeskunde gehört also untrennbar zum Fremdsprachenunterricht. Die Schüler sollten lernen sich richtig zu verständigen und sollten auch mit der Kultur des fremdsprachigen Landes vertraut gemacht werden. Es ergibt sich nun die Frage, ob die Kinder, die mit der Fremdsprache gerade anfangen, gleich auch die Kultur des fremden Landes kennen lernen sollen. Zu diesem Thema drückt sich D. Kirsch aus: „Das Kind selbst, seine Persönlichkeit und seine Entwicklung sollten im Mittelpunkt dieses frühen Fremdsprachenunterrichts stehen und nicht die Sprache, schon gar nicht ihr Regelsystem.“ 1

Nach den didaktischen Prinzipien soll im Zentrum des Fremdsprachenunterrichts der Schüler stehen. Man soll im Anfangsunterricht davon ausgehen, was die Schüler bereits kennen, also von dem Vorwissen. Viele Kinder verfügen bereits vor dem Beginn des Deutschunterrichts über bestimmte Kenntnisse der deutschsprachigen Länder. Sie kennen deutsche Städte, Flüsse, Automarken, Sportler, Schauspieler oder sogar Politiker. An dieses Wissen der Kinder soll man im Anfangsunterricht anknüpfen, und nicht daran, was für die Kinder völlig neu ist. Wichtig ist auch, dass den Schülern gezeigt wird, dass alles, was sie lernen dann in der Praxis verwendbar ist. Gerade die Landeskunde kann bei ihnen die Motivation erhöhen.

Die heutige Situation der Landeskunde im Deutschunterricht finde ich positiv. Eine wichtige Rolle spielt das Internet. Die Schüler können mit seiner Hilfe mit Menschen auf Deutsch kommunizieren und dadurch nicht nur ihre Deutschkenntnisse verbessern, sondern auch eine Einsicht in das Leben im anderen Land gewinnen. Heutzutage gibt es in der Tschechischen Republik viele Schulen, an denen muttersprachliche Lektoren wirken. Sie können dann unseren Schülern helfen, nicht nur ihre Sprachkenntnisse und Aussprache zu verbessern, sondern sich auch ein reales Bild über das Leben in einem deutschsprachigen Land zu machen. Eine weitere Möglichkeit, wie die Schüler mit Muttersprachlern in Verbindung treten können, sind Austauschaufenthalte. Es gibt viele

1 Kirsch, D.: Ich gebe zu bedenken, S. 53

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Schulen, die ihre Partnerschulen in einem deutschsprachigen Land haben und die diese Austauschaufenthalte veranstallten. Die geographische Lage unseres Landes und der deutschsprachigen Länder ist dabei ein positives Faktor. Auf diese Weise bekommen die Schüler Möglichkeit, mit den deutschen Muttersprachlern in Verbindung zu treten, die Leute näher kennen zu lernen und die deutsche Sprache zu verbessern. Das ist dann ein ausgezeichneter Weg zum Lernen der Landeskunde.

2.2 Aufgaben der Landeskunde Was ist die Aufgabe der Landeskunde im Deutschunterricht? „Sie soll Fremde mit der Geschichte, den politischen Strukturen und Institutionen, den sozialen und kulturellen Verhältnissen, mit Philosophie, Literatur und Kunst eines Landes vertraut machen, sie soll selbstverständlich auch Einblicke in die Mentalität, die Lebensweise und den Alltag seiner Bewohner geben.“ 1 So formuliert die Aufgabe der Landeskunde P. Mog.

Landeskunde sollte hauptsächlich das Allgemeinwissen der Schüler erweitern. Wenn man mit einem deutschsprachigen Partner spricht, wird von ihm meistens bestimmtes Wissen vorausgesetzt, ohne das der Hintergrund nicht verständlich wird. Es kann unangenehm sein, wenn man nichts über das Leben und die Lebensweise, Kultur oder Geschichte des deutschspachigen Partners weiβ. Kenntnis der Landeskunde kann verschiedene Missverständnisse vermeiden. Es reicht nämlich oft nicht, die wörtliche Übersetzung für ein Wort zu finden. Man muss auch die kontrastive Semantisierung in Betracht ziehen. Die Bedeutung des Begriffes in der Muttersprache muss der Bedeutung in der Zielsprache nicht entsprechen. Beim Lernen einer Fremdsprache muss man auch den kulturspezifischen Wortschatz bedenken. Es gibt nämlich Wörter oder auch Dinge, die nicht in allen Kulturen existieren. Erklärung dieser Wörter gehört auch zum landeskundlichen Unterricht.

Viele Schüler haben Angst vor der fremden Sprache. Die Sprache scheint für viele von ihnen schwer zu sein. Und auch diejenigen, die schon viele Lektionen hinter sich haben, bekommen oft Angst, wenn sie sich mit einem Muttersprachler unterhalten sollen. Der Lehrer sollte den Schülern zeigen, dass sie keine Angst zu haben brauchen, dass es ganz normal ist, Fehler zu machen. In der Fremdsprache geht es darum, sich zu

1 Mog, P.: Die Deutschen in ihrer Welt, S. 9

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verständigen, und nicht perfekt und fehlerfrei zu sprechen. Das sollte der Lehrer ganz klar betonen und damit den Schülern „Angst vor dem Fremden nehmen“. 1

An vielen Schulen werden die landeskundlichen Kenntnisse als Ziel des Fremdsprachenunterrichts nicht so angesehen, wie die sprachlichen. Den Schülern werden ihre sprachlichen Fehler korrigiert, also falsche Morphologie, Syntax oder Aussprache. In der Kommunikation kann man aber auch einen Kulturfehler begehen. Zu solchem Fehler kommt es oft aus Unkenntnis der dort vorhandenen Normen. Und so ein Fehler muss dann oft mühsam erklärt werden. Die Lehrer müssen sich bewusst werden, dass nur mit Kenntnis der Landeskunde diese Missverständisse vermieden werden können.

Man muss vor allem motivierende Funktion der Landeskunde betonen, die dazu beiträgt, dass das Interesse der Lernenden für die deutsche Sprache geweckt wird. Mit der Landeskunde kann man die Sprache mit Spaβ und Lust lernen. Eine sehr wichtige Aufgabe der Landeskunde ist diese Motivation zu entwickeln. Der Lehrer soll die Schüler darauf aufmerksam machen, dass die Mentalität der Menschen in einem anderen Land anders ist und er sollte sie den Lernenden näherbringen können. Wenn sie etwas Interessantes erfahren, kann man dann auch mit ihrem Interesse für die Sprache rechnen. Mit der Landeskunde kann man die Sprache mit Spaβ und viel einfacher lernen.

2.3 Rolle des Lehrers im landeskundlichen Unterricht Um das Ziel des landeskundlichen Unterrichts erreichen zu können, muss der Lehrer viele Aufgaben und Rahmenbedingungen erfüllen.

Der Lehrer muss damit rechnen, dass die Schüler oft sehr wenig über das fremde Land wissen, oder dass sie verschiedene falsche und unwahre Vorstellungen haben, die entweder von eigenen Erfahrungen oder aus den Medien kommen. Diese Vorstellungen sind oft mit verschiedenen Klischees verbunden, die ihre negative Einstellung gegenüber dem fremden Land unterstützen. Die Lehrer müssen die verschiedenen Ansichten der Lernenden respektieren und ihnen eine Möglichkeit geben, ihre Ansicht

1 Beníšková-Schulze, B.: Dossier zur Landeskunde, S. 5

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zu verändern. Deshalb muss der Lehrer die neuen Informationen langsam und schrittweise darstellen und sie allmählich weiterentwickeln. Dabei ist sehr wichtig, die Situation in dem deutschsprachigen Land mit der Heimat vergleichen zu können.

Der Lehrer muss sich darüber klar machen, dass die landeskundlichen Informationen so umfangreich sind, dass er nicht im Stande ist, alle den Schülern zu präsentieren. Die Landeskunde umfasst viele Bereiche, und es ist Aufgabe des Lehrers nur solche auszuwählen, die für die Schüler begreiflich sind. Die Informationen sollten möglichst anhand authentischer Materialien vermittelt werden.

Nächste Aufgabe des Lehrers ist auf die Aktualität der verwendeten Materialien aufzupassen. In der Landeskunde sollten aktuelle Probleme behandelt werden. Der Lehrer muss deshalb ständig die gesellschaftliche Entwicklung ordentlich beobachten, um die aktuellen Angaben zu vermittlen und sie von den bereits nicht aktuellen zu unterscheiden.

Es geht im Fremdsprachenunterricht nicht nur darum, die Sprache fehlerfrei zu beherrschen, sondern um die Kommunikation, Kultur, ausländischen Werte und Anerkennung eines anderen Volkes. Es ist dann die Aufgabe des Lehrers, die Themen so interessant darzustellen, dass die Schüler Lust bekommen, sich mit diesen Themen näher zu beschäftigen und ihr Allgemeinwissen zu vertiefen. Das Thema des Unterrichts muss so bestimmt sein, dass es an die Kenntnisse und Erfahrungen der Schüler anknüpft. Es ist dann für die Schüler einfacher, das bereits Bekannte zu erweitern.

Der Lehrer muss darauf aufpassen, dass die Schüler beim Lernen der fremden Wörter ihre Bedeutungen automatisch auf die Bedeutungen in der Muttersprache weisen. Diese Wörter müssen von dem Lehrer erklärt und erläutert werden.

2.4 Probleme der Landeskunde Die Vermittlung der Landeskunde verläuft nicht immer ohne Probleme. Ich möchte hier auf einige Schwierigkeiten hinweisen, die mit der Landeskunde zusammenhängen:

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Die Landeskunde spielt bei vielen Lehrern noch immer keine groβe Rolle. Es werden entweder nur einige Fakten über die deutschsprachigen Länder von ihnen vermittelt, oder im schlimmsten Fall nur die Sprache.

Die landeskundlichen Informationen und Materialien veraltern sehr schnell. Gegenstand der Landeskunde verändert sich mit jeder gesellschaftlichen Etnwicklung. Es hat keinen Sinn, die Materialien jahrelang lagern, der Lehrer muss sich immer neue und aktuelle Informationen beschaffen.

Das Deutschlandbild ist bei jedem Lernenden unterschiedlich und hängt mit dem Wissen über das Land, mit Erfahrungen und Vorurteilen zusammen. Das betrifft auch die Lernmaterialien, die von Interessen der Autoren geprägt werden. Oft werden Bilder und Ihhalte von der eigenen Sprache auf die Zielsprache übertragen und Vorurteile übernommen, die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmen. Der Lehrer sollte deshalb die Materialien auf deren Objektivität kritisch studieren. Jede Information kann nämlich subjektiv interpretiert werden.

Die Problematik der Landeskunde ist grenzenlos.

Auf die ständige Entwicklungen und Veränderungen der Landeskunde weist

Pauldrach hin: „Insofern ist Landeskunde einer der schwierigsten Bereiche des Deutschunterrichts. Sie kommt nie an ein Ende und nie ist man fertig mit ihr. Sie umfaßt immer den eigenen Ausgangspunkt und das fremde Ziel, weswegen wir sie interkulturell nennen. Und beide Pole verändern sich permanent (ob wir es wahrhaben wollen oder nicht). Auch das unterscheidet sie von anderen Unterrichtsbereichen wie Grammatik oder Phonetik.“ 1 Gerade die Probleme der Landeskunde sind dafür verantwortlich, dass sie so spannend ist, und dass sie zu dem interessantesten Teil des Deutschunterrichts gehört.

2.5 Gegenstand des Landeskundeunterrichts Einfach beschreibt den Gegenstand des Landeskundeunterrichts A. Pauldrach: „Was unsere Schülerinnen und Schüler wirklich interessiert, soll Gegenstand des Unterrichts sein.“ 2

1 Pauldrach, A.: Eine unendliche Geschichte, S. 15

2 Pauldrach, A.: Eine unendliche Geschichte, S. 5

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Die Lehrer sollten darüber nachdenken, mit welchen Gegenstandsbereichen die Kinder im Fremdsprachenunterricht bekannt gemacht werden sollten. Es ist die Hauptaufgabe des Lehrers, solche Themen und Materialien vorzubereiten, die den Schülern Spaβ machen. Dann wird der Unterricht für sie spannend und interessant.

2.5.1 Themen Bei der Vorbereitung der Deutschstunden beschäftigen sich die Lehrer oft neben der Grammatik und Übungen im Lehrbuch auch mit landeskundlichen Themen. Gegenwärtige Landeskunde sollte hauptsächlich aktuelle Themen aus der Alltagswelt betonen. Der Lehrer muss berücksichtigen, dass er die landeskundlichen Aspekte nicht nur auf Deutschland beschränken darf, sondern alle deutschsprachigen Länder miteinbeziehen muss. Alle Themen können wegen der Breite an kulturellen Komponenten im Unterricht nicht behandelt werden.

Die Auswahl der Themen ist sehr umfangreich und es ist ziemlich schwierig solche Themen auszuwählen, die ein breites Spektrum von Informationen über die Zielkultur beibringen. Es ist natürlich nicht möglich, alles über die fremde Kultur zu erfahren. Man kann einige Bereiche der fremden Gesellschaft kennen lernen, aber nur punktuell. Auch wenn man alle möglichen Artikel, literarischen Texte oder Sendungen verfolgt, wird er nie alles wissen, was er wissen möchte, und es wäre auch nicht sinnvoll.

Die beste Lösung bei der Auswahl der Themen stellen solche dar, die den Kindern Spaβ machen und die sie interessieren. Zu den unter den Schülern beliebten und populären Themen gehören:

- Musik

- Sport

- Filme

- Freizeit

- Ferien

- Mahlzeiten

- Probleme der Jugendlichen oder ihre Lebensweise

Wichtig sind Themen aus dem Alltag der in dem Land lebenden Menschen. Solche Themen sind für die Schüler bestimmt brauchbar und interessant. Sie stehen meistens

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den Erfahrungen und Kenntnissen der Schüler nah. Jeder Schüler hat eigene Erfahrungen aus dem fremden Land und diese Erfahrungen können zu einem offenen Gespräch führen und die Sprechfähigkeiten der Schüler erweitern. Dann hat die Stunde einen kommunikativen Charakter und gerade das sollte Ziel und Wunsch jedes Lehrers sein.

Die Themenbereiche der Landeskunde sind sehr abwechslungsreich und sie müssen sehr sorgfältig ausgewählt werden, wenn das Ziel des Unterrichts erreicht werden soll. Bei der Auswahl der landeskundlichen Themen muss man folgende Kriterien in Betracht ziehen:

- Ziel der Stunde

- Lernniveau – Anfänger x Fortgeschrittene, Alter, Komunikationsfähigkeiten

- Interesse der Lernenden, ihre Vorkenntnisse, Einstellung, Alter

- Lernkontext – Steht die Kultur des fremden Landes der eigenen Kultur nah oder fern?

- Lehrer – Muttersprachler x fremdsprachiger

Die landeskundlichen Themen kann man nach Dieter Penning 1 in acht Grundkategorien teilen:

1. Land und Leute (Geographische Gegebenheiten, Städte und Regionen, der deutsche Sprachraum und die Entwicklung der deutschen Sprache)

2. Alltag, gesellschaftliches Leben (soziale Kontakte und Beziehungen, Rituale im Alltag, Arbeit und Freizeit, Lebensstile, Wohnungsprobleme, Denk- und Lebensweisen der Jugend, Feste und Bräuche, Ausländer in Deutschland)

3. Massenmedien und öffentliche Meinung (Wirkung der Medien, Presselandschaft)

4. Bildung und Wissenschaft (Schule und berufliche Bildung, Hochschulen, Studium und Studentenleben)

5. Wirtschaft und Technik (Arbeitslosigkeit, soziale Sicherheit, Verkehrsprobleme, Umwelt, Energie)

1 Penning, D.: Landeskunde als Thema des Deutschunterrichts-fächerübergreifend und/oder fachspezifisch?, S. 627

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6.

Staat und Politik (Parteien und Wahlen, Regierungssystem, Deutschland in der EU)

7. Geschichte (Geschichte der Teilung Deutschlands, Wiedervereinigung, Zweiter Weltkrieg)

8. Kulturelles (Orte und ihre Dichter, Literatur, Theater, Filme, Museen, Leben und Werk berühmter Deutscher)

Es wurden hier viele Themenbereiche dargestellt, aber in der Wirklichkeit steht der Landeskunde eine unbegrenzte Zahl von Themen zur Verfügung. Es ist dann die Aufgabe des Lehrers solche Themen zu präsentieren, die die Schüler am meisten interessieren. Es sollten aber auch solche Themen besprochen werden, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so interessant aussehen. Der Lehrer kennt die konkrete Lerngruppe am besten und weiβ (oder sollte wissen), welche Themen für die Schüler passend und sinnvoll sind.

2.5.2 Materialien im landeskundlichen Unterricht In dem landeskundlich orientierten Unterricht sollte der Lehrer möglichst viele Materialien verwenden, um die deutschsprachigen Länder den Schülern richtig und angemessen vorstellen zu können. Er sollte so viele Materialien wie möglich zu einem landeskundlichen Thema bringen, auch gegensätzliche. Er soll nicht nur einseitig orientierte Materialien benutzen.

Es gibt eine riesige Menge von passenden Materialien. Sie müssen aber sorgfältig nach bestimmten Kriterien ausgewählt werden. Zu den Kriterien, die man berücksichtigen sollte, gehören:

1. Thema – altersgemäβ, interessant, motivierend, Anknüpfungsmöglichkeiten

2. Inhalt – klare, interessante Informationen

3. Sprache – nicht zu schwierig

4. Struktur – Gliederung, Überschrift, Absätze

5. Umfang – nicht zu lang

Im Zusammenhang mit den Materialien muss ein wesentliches Problem erwähnt

werden,

und

zwar

das

Veralten.

Ein

wichtiges

Merkmal

bei

der

Auswahl

der

 

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Materialien ist ihre Aktuallität. Um die Wirklichkeit objektiv darzustellen, muss der Lehrer solche Materialien benutzen, die nicht veraltet sind. Die Materialien bleiben nur für eine ziemlich kurze Zeit aktuell. Es hat also keinen Sinn, die Materialien jahrelang lagern, weil sie dann nicht mehr zu benutzen sind. Deshalb sollte sich der Lehrer bemühen, immer neue und aktuelle Materialien für den Unterricht aufzusuchen und zu benutzen. Nur so können die Schüler die Kultur mit ihren gegenwärtigen Problemen kennen lernen. Für den auf Landeskunde orientierten Unterricht ist deshalb wichtig solchen Stoff auszuwählen, der über einen längeren Zeitraum aktuell bleibt.

Bei der Auswahl des landeskundlichen Materials muss der Lehrer aber nicht nur auf das Alter aufpassen, sondern auch auf die Objektivität. Er darf die Informationen nicht subjektiv verfärbt wiedergeben, er muss die individuelle Interpretierbarkeit vermeiden.

Im Unterricht sollten möglichst viele authentische Materialien benutzt werden. Das sind solche Texte, die in der Realität tatsächlich existieren, die nicht nur für didaktische Zwecke hergestellt wurden. Dazu gehören z. B. Zeitungen, literarische Texte, Werbungen usw. Solche Texte haben eine Intention, bringen nicht viel Grammatik unter und sind einer bestimten Textsorte zuzuordnen. Mit Hilfe dieser Texte kann der Schüler die Sprache in solcher Form kennen lernen, in der sie in der Wirklichkeit existiert. Die Authentizität motiviert die Lernenden. Bei diesen Texten entsteht aber das Risiko, dass sie wegen des komplizierten Wortschatzes nicht verstanden werden, und dass sie vorhandenes landeskundliches Wissen voraussetzen. Der Lehrer muss solche Texte vorher fürsorglich auswählen.

2.5.3 Quellen Es gibt viele mögliche Materialien für den landeskundlichen Unterricht. Es ist aber notwendig, dass man verschiedene Quellen benutzt. Man braucht solche Quellen, auf die er sich verlassen kann. Sie sollen sicher und authentisch sein, damit die Schüler mit ihrer Hilfe die Zielkultur richtig verstehen.

Viele Lehrer benutzen auf der ersten Stelle das Lehrbuch für den Unterricht. Es gibt verschiedene Lehrbücher, in einigen finden wir mehrere landeskundliche Informationen, in anderen weniger. Viele Lehrbücher, die im Unterricht gebraucht

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werden, sind leider schon veraltet. Wir finden in ihnen keine aktuellen Angaben mehr. Was die Landeskunde betrifft, sollte sich meiner Meinung nach kein Lehrer nur auf das Lehrbuch verlassen. Er sollte sich auf jeden Fall verschiedene Zusatzmaterialien verschaffen. Sehr geeignet für den Unterricht sind verschiedene authentische Materialien aus Alltagssituationen. Man kann für den Unterricht folgende Quellen benutzen: Karten, Fotos, Filme, Kasseten, Prospekte, Broschüren, Bilder, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Anzeigen, Werbung, Fahrkarten, Fahrpläne, Geldscheine, Stadtpläne, Speisekarten, Wahlplakate, Rechnungen, Münzen, Urkunden, Flugblätter, Wahlprogramme, Statistiken, Karikaturen, Lieder usw. Man kann landeskundliche Informationen auch in literalischen Texten finden.

Man kann solche Quellen benutzen, die in der Heimat zu kaufen sind oder zur Verfügung dem Lehrer stehen. Oft sind es verschiedene Massmedien wie Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehen und natürlich auch Internet. Es stellt sich jedoch die Frage nach der Objektivität. Der Lehrer muss (noch bevor er solche Materialien im Unterricht benutzt) feststellen, ob sie der Wahrheit entsprechen und was für ein Bild von Deutschland sie liefern.

Als eine Informationsquelle kann auch eine Person sein. Am besten solche, die in einem deutschsprachigen Land zu Hause ist, oder diejenige, die dort für eine längere Zeit lebt oder lebte. Die beste Möglichkeit ist natürlich, wenn sich der Lehrer selbst in einem deutschsprachigen Land für eine Zeitperiode aufgehalten hat. Dann kann er den Schülern viele Sachen aus eigener Perspektive beibringen, erzählen und erläutern. Er wird zwar höchstwahrscheinlich kein objektives Bild der Zielkultur haben, aber es wird für die Schüler viel spannender, seine eigenen Erlebnisse zu erfahren, als irgendwelche „objektiven“ aus dem Lehrbuch.

2.5.4 Informationsbeschaffung Die Informationsbeschaffung ist für die Lehrer im Ausland oft nicht einfach. Es gibt Institutionen, die sich damit beschäftigen, die Öffentlichkeit mit Informationen und Materialien über das gesellschaftliche Leben zu versorgen. Die Deutschlehrer sind für diese Materialien, die meistens kostenlos zur Verfügung stehen, dankbar. Man kann von diesen Gesellschaften verschiedene Prospekte, Zeitschriften oder Publikationen

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erhalten. Es handelt sich z. B. um das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung oder die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Aber hier sind wir wieder bei dem Problem der Objektivität. Diese Institutionen vertreten nämlich meistens eine bestimmte Meinung und die Materialien müssen dementsprechend nicht hunderprozentig zuverlässig sein.

Ansonsten muss man verschiedene andere Varianten nutzen. Man kann in deutschen Zeitungen suchen oder öffentliche Bibliotheken benutzen. Man kann auch den nächsten Goethe-Institut besuchen. Und man darf natürlich das Internet nicht vergessen, das in der heutigen Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Dort kann man verschiedene Informationen finden, oder auch Kontakte anknüpfen.

Die aktuellen Informationen muss aber nicht nur der Lehrer selbst besorgen. Er kann es den Schülern überlassen. Darin besteht oft der Erfolg des Lehrers, wenn er seine Schüler dazu bewegt, selbstständig arbeiten zu können. Dadurch kann der Lehrer ihre Motivation steigern. Die Schüler sollten es freiwillig machen, Spaβ daran haben und dabei viel lernen. Dann macht der Deutschunterricht viel mehr Spaβ und die Lernergebnisse der Schüler sind besser.

2.6 Unterrichtsmedien Das Wort Medium bezeichnet ein Element, das eine vermittelnde Funktion hat. Im Zusammenhang mit dem landeskundlichen Unterricht bezeichnen wir als Medien z. B. Lehrbücher, Tafeln, Landkarten oder Computerprogramme.

Heutzutage bestimmen die Medien unser Leben. Wir können sie in auditive, visuelle und audiovisuelle teilen. Zu den auditiven Medien gehören vor allem Kassetten, CD- Platten oder Radiosendungen. Als visuelle Medien gelten Overhaed-Projektor, Wortkarten, Wandtafel, Bilder, Zeitungs- und Zeitschriftsartikeln, Plakate, literarische Texte und audiovisuelle Medien bilden Filme, Videos, DVDs und verschiedene Lernprogramme.

Die Hauptaufgabe der Medien ist die Anschaulichkeit zu gewährleisten. „Gerade in dieser Hinsicht bietet der Fremdsprachenunterricht ein reich gefächertes

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Anwendungsfeld, da viele landeskundliche Einsichten nur über bebilderte Ansichten gewonnen werden können.“ 1 Mit ihrer Hilfe kann oft die Muttersprache im Fremdsprachenunterricht vermieden werden, denn in dieser Art und Weise können neue Wörter erklärt werden.

Die Medien können den Unterricht auflockern, die Aufmerksamkeit der Schüler wecken und ihre Motivation stärken. Der Fredmsprachenunterricht wäre heutzutage ohne Medien nicht möglich. Sie können die Realität so zeigen, wie sie wirklich ist. Dank der Medien können die Schüler Gespräche hören, die sich im Alltag tatsächlich abspielen. Sie erweitern die Lernmöglichkeiten einer Fremdsprache.

Die auditiven Medien wie CD-Platten (bzw. Kassetten) mit Hörtexten, Hörbeispielen, Liedern und Nachsprechübungen sind heute immer ein integrierter Bestandteil der Lehrwerke. Was die Medien betrifft, finden wir in den modernen Lehrwerken auch verschiedene andere Zusatzmaterialien wie CD-ROMs oder DVDs.

Eine wichtige Rolle spielen im Deutschunterricht verschiedene Zeitungen oder Zeitschriften (z.B. Hurra, Freundschaft), die für didaktische Zwecke herausgegeben werden. In ihnen finden wir oft verschiedene landeskundliche Themen, die von den Schülern aufarbeitet werden können. Positiv bewerte ich an ihnen ihre Aktualität, denn sie erscheinen oft jeden Monat neu. Im Unterricht kann man verschiedene Artikel und Texte benutzen, in denen die Schüler etwas von Menschen und Zielkultur erfahren, z. B. welche Probleme sie haben, wovon sie träumen.

Die wichtigste Rolle im Bereich der neuen Medien spielt im Fredmsprachenunterricht zweifellos das Internet. Es stellt für die Lernenden eine unendliche Informationsquelle dar. Das Internet liefert uns multimediale Materialien zu. Es steht allen Menschen auf der Welt zur Verfügung. Es vermittelt den Schülern authentische Anlässe, die ihre sprachlichen Fähigkeiten und kulturelle Übersicht fördern. In Bezug auf den Fredmsprachenunterricht erfüllt das Internet drei Funktionen: 2

1. Man kann dort verschiedene aktuelle Informationen finden.

1 Bausch, K. R., Christ, H., Krumm, H. J.: Handbuch Fremdsprachenunterricht, S. 238

2 Biechele M., Padrós A.: Didaktik der Landeskunde, S. 120

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2.

Man kann dort eigene Materialien veröffentlichen.

3. Man kann mit Menschen überall auf der Welt kommunizieren.

Diese Funktionen kommen im Unterricht gemischt vor. Das Internet vermittelt Fakten, kann den Lernenden bei der Lösung verschiedener Probleme helfen, es ermöglicht Recherchen bei Projektarbeiten, es fördert die Lernerautonomie. Im Internet kann man eine unerschöpfliche Menge an authentischen Materialien finden - z. B. Prospekte, Fahrpläne, Stadtpläne usw. Im Internet gibt es aber auch verschiedene landeskundlich orientierte Lernprogramme, die für Lernende jedes Alters geeignet sind. Sie werden oft nach dem Lernniveau aufgeteilt.

2.7 Methoden und Arbeitsformen im landeskundlichen Unterricht Unter dem Wort „Methode“ verstehen wir eine Vorgehensweise, mit der wir das Ziel des Fremdsprachenunterrichts erlangen. In dem an Landeskunde orientierten Unterricht gibt es verschiedene Methoden. Sie werden nach der Aufgabe, dem Ziel und der Aktivität der Schüler unterschieden.

Der Lehrer muss versuchen, auf die Interessen der Schüler einzugehen und den Landeskundeunterricht so zu gestalten, dass die Schüler neugierig auf die deutschsprachigen Länder sind. Dazu sind vor allem solche Arbeitsformen geeignet, die Kreativität der Schüler fördern.

Der Erfolg der Unterrichtsmethoden ist immer auf die Organisationsfähigkeiten des Lehrers zurückzuführen, auf seine gute Vorbereitung und auch auf die Teilkompetenz der Klasse. Zur Förderung der kommunikativen Kompetenz ist eine Reihe geeigneter Unterrichtsaktivitäten nötig. Die sollten so konzipiert sein, dass die Lernenden das Gefühl haben, etwas Interessantes beizutragen und ihren Partnern etwas mitteilen zu können. Genauso motivierend wirken Spaβ, Herausforderung und Freude an der Lösung.

2.7.1 Frontalunterricht Die vielleicht bekannteste Arbeitsform ist der Frontalunterricht. Bei ihm spielt die Hauptrolle der Lehrer, die Schüler bleiben relativ passiv und beteiligen sich wenig am Unterricht. Der Lernprozess wird vom Lehrer gesteuert, kontrolliert und geleitet. Die

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Schüler hören meistens nur zu, was der Lehrer erzählt und können sich dabei Notizen machen.

Was die Landeskunde betrifft, ist der Frontalunterricht dann erforderlich, wenn der Lehrer eine Menge von Informationen in kurzer Zeit auf die Schüler übertragen möchte. Es wird oft in der Form von Vorlesen, Erzählen oder Erklären benutzt. Negativ ist bei dieser Methode, dass die Schüler verschiedene Daten auswendig und ohne Verständnis lernen, es fehlt oft die praktische Anwendung. Die Schüler können die neuen Informationen mit keinem eigenen Erlebnis verbinden.

2.7.2 Auf Kommunikation orientierte Formen Im landeskundlichen Unterricht kann man aber auch sehr gut solche Methoden benutzen, bei denen die Schüler aktiv mitarbeiten, Initiative übernehmen und daneben ihre kommunikative Kompetenz fördern. Sie motivieren die Schüler dazu, ihre persönliche Meinung auszudrücken und sind nur wenig gesteuert. Dazu gehören z. B. Rollenspiele, Diskussionen oder Debatten. Bei solchen Methoden können die Lernenden ihre persönliche Stellungnahme äuβern. Um diese Methoden im Unterricht anwenden zu können, müssen die Schüler die Fremdsprache schon ziemlich gut beherrschen.

In der Diskussion sprechen zwei oder mehrere Personen zu einem Thema, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Um eine Diskussion zu provozieren, muss der Lehrer einen bestimmten Anlass vorzubereiten (z. B. Leben in Tschechien und Deutschland – Vorteile, Nachteile, Lebensniveau). Es kommt dabei immer auf das Interesse und Sprachkenntnisse der Schüler an.

Bei den Rollenspielen werden konkrete Situationen aus dem Alltag vorgespielt. Sie können den Schülern helfen, in den alltäglichen Situationen zurecht zu kommen. Durch das Rollenspiel lernen die Schüler, in realistischen Situationen zu handeln und probieren aus, sich in fremde Situationen zu versezten.

Eine Debatte ist ein Streitgespräch, in dem die Für- und Widerargumente vorgetragen werden. Das Ziel ist den Partner von der eigenen Wahrheit zu überzeugen. Die Schüler

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müssen verschiedene Argumente für die Begründung ihrer Behauptung suchen. Diese Methode eignet sich sehr gut für den Landeskundeunterricht, denn sie verbindet alle drei Ansätze der Landeskunde in eine Einheit.

2.7.3 Projektunterricht Zu den erfolgreichen Methoden im landeskundlich orientierten Unterricht gehört der Projektunterricht. Die landeskundlichen Themen können sehr gut im Projektunterricht behandelt werden. In der Form der Projektarbeiten kann bei den Schülern ihr Interesse an einem fremden Land geweckt werden.

Im Projektunterricht wird die Schule mit dem alltäglichen Leben verbunden. Die Klasse wird meistens auf kleine Gruppen aufgeteilt, die an einem gewissen Thema arbeiten. Es kann aber auch die ganze Klasse an dem Projekt arbeiten. Es muss der Anfangs- und Endtermin festgelegt werden. Es kann sich um Langzeitprojekte oder nur Kurzzeitprojekte handeln. Die Schüler beschäftigen sich dabei intensiv mit dem bestimmten Thema und können dabei ihre eigenen Ideen in den Unterricht bringen. Ein interessantes Merkmal des Projektunterrichts ist, dass er nicht unbedingt in der Schule stattfinden muss. Die Schule ist nicht der einzige Ort, an dem die Schüler lernen.

Es können auch eigene Erfahrungen der Kinder in den Unterricht miteinbezogen werden. Es wird auf das selbstständige Handeln, die Kooperation und auch auf das Entdecken von neuen Dingen Wert gelegt. Eine groβe Rolle im Projektunterricht spielen die Phantasie und Kreativität. Der Lehrer hat hier nicht die führende Rolle, sondern nur die Rolle eines Koordinators und Helfers. Die Projektarbeit unterstützt die Selbständigkeit der Schüler, verbessert ihre Fähigkeit zur Informationsbearbeitung und steigert ihre Motivation zum Lernen der deutschen Sprache. Die Schüler bewältigen selbständig verschiedene Aufgaben, arbeiten nicht ständig unter Leitung, Unterstützung und Kontrolle des Lehrers. Eben die Selbstständigkeit spielt bei dieser Methode eine wichtige Rolle. Der Lehrer macht nichts, was die Schüler selbst machen können. Wie es möglich ist, überlässt der Lehrer die Unterrichtsplanung, Zielsetzung und Durchführung den Schülern. Sie setzen sich mit dem Thema auseinander, sammeln Materialien und Informationen und bereiten weitere Hilfsmittel vor. Das stärkt ihr

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Vertrauen in die eigenen Kräfte. Am Ende wird das Projekt von den Schülern und auch der ganzen Gruppe präsentiert.

Bei der Projektarbeit ist meistens ein hoher Erfolg garantiert, denn die Schüler können ihr Lernen selbst bestimmen. Wenn die Schüler selbst etwas anfertigen, werden sie die neuen Erkenntnisse länger im Gedächtnis behalten. Die Kinder fühlen gemeinsame Verantwortung bei Planung und Ausführung des Projekts, sie lernen selbstständig verschiedene Hilfsmittel zu verwenden. Es werden dabei nicht nur die bloßen Erkenntnisse gebraucht, sie werden vom praktischen Tun ergänzt. Die Schüler beteiligen sich alle an der Arbeit, jeder einzelne hat sein Verdienst und kann die Arbeit der ganzen Gruppe beeinflussen. Gleichzeitig lernen sie die Arbeit im Team und tragen die gemeinsame Verantwortung.

Beim Projektunterricht kann der Lehrer auf einige Schwierigkeiten stoβen. Die Kinder sind nämlich oft nicht gewöhnt, selbständig zu arbeiten, denn sie machen oft alles nach den Anweisungen der Lehrer. Und die Lehrer müssen sich auch daran gewöhnen, nicht alles vorschreiben zu müssen und den Schülern einen freien Raum zu überlassen. Wenn man also mit der Projektarbeit beginnt, sollte er sich eher auf kleinere Arbeiten konzentrieren.

Beim Projektunterricht gibt es meistens keine Noten, was ich ziemlich positiv bewerte. Jeder Schüler beurteilt seine Arbeit und auch die Arbeit der ganzen Gruppe selbst. Der Projektunterricht befähigt damit die Schüler zur Kritik und Selbstkritik. Die Arbeit ohne Streben nach einer guten Note kann auch mehr effektiv sein und kann mehr Spaβ machen.

2.8 Ziel des landeskundlichen Unterrichts Ziel des landeskundlichen Lernens ist „nicht die Aneignung bestimmter Kenntnisse über ein Land, sondern der Erwerb allgemein kultureller Sensibilität und die Fähigkeit zur Rollendistanz.“ 1 Mit dieser Aussage betont D. Penning, dass der auf Landeskunde orientierte Unterricht nicht nur Informationen über das Land vermitteln soll. Es geht

1 Penning, D.: Landeskunde als Thema des Deutschunterrichts-fächerübergreifend und/oder fachspezifisch?, S. 626

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viel mehr um die allgemeinen Kenntnisse, die sich auf die fremde Kultur beziehen. Ähnlich definiert das Ziel des landeskundlichen Unterrichts A. Pauldrach: „Die Lernziele beziehen sich vor allem auf Handlungsfähigkeit in der Zielkultur und Einstellungen gegenüber der Zielkultur.“ 1

Zum Ziel des landeskundlichen Unterrichts gehört auch Erweckung des Interesses für die deutschsprachigen Länder und Abbau vorhandener Klischees. Die Beschäftigung mit anderen Sprachen, Ländern, Gesellschaften und Kulturen soll den Schülern ermöglichen, einen Blick in das Fremde zu werfen.

Nach Manfred Erdmenger 2 dient Landeskunde vier Zielen:

1. Sie soll Kenntnisse über solche Gebiete der Zielkultur vermitteln, mit denen der

Lernende in der Zukunft in Berührung kommt.

2. Wichtig ist das Kenntnis des alltäglichen Lebens in dem fremden Land, aber auch Kenntnis vielschichtiger Erscheinungen in Staat, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

3. Die Kenntnisvermittllung berührt auch das Sozialwissen und Wissen über Verhaltensnormen in Alltagssituationen.

4. Landeskundliches Wissen kann dazu beitragen, eine Bereitschaft zur Revision von Vorurteilen dem Fremden gegenüber zu erreichen.

2.9 Grundsätze der Landeskunde Am Ende des praktischen Teils meiner Arbeit versuche ich noch einmal die bedeutsamsten Angaben über die Landeskunde zusammenzufassen. Ich gehe dabei von den ABCD-Thesen 3 aus, die im Jahre 1990 entstanden. Einige von ihnen möchte ich hier teilweise präsentieren, weil sie meiner Meinung nach sehr genau die Aufgaben, Prinzipien, Anforderungen und Grundsätze der Landeskunde formulieren.

Das Thema der Landeskunde ist die Wirklichkeit der Zielsprachenländer und die kulturelle Identität der Menschen, die dort leben.

Landeskunde ist dynamisch und prozesshaft, sie verzichtet auf Vollständigkeit der Informationen.

1 Pauldrach, A: Eine unendliche Geschichte, S. 7

2 Erdmenger, M.: Landeskunde im Fredmsprachenunterricht, S. 25

3 ABCD-Thesen zur Rolle der Landeskunde im Deutschunterricht

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Die deutsche Sprache ist als Muttersprache in verschiedenen Regionen, deshalb orientiert sich der Deutschunterricht auf eine interkulturelle Kommunikation.

Primäre Aufgabe der Landeskunde ist die Entwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Strategien im Umgang mit fremden Kulturen. Dadurch können dann Vorurteile abgebaut werden und eine kritische Toleranz entwickelt werden.

In allen Materialien müssen Informationen über den ganzen deutschsprachigen Raum berücksichtigt werden.

Landeskunde steht im Zusammenhang mit der Sprache.

Landeskunde erfordert solche Lehrer, die alle deutschsprachigen Regionen im Deutschunterricht behandeln.

Landeskunde wird als ein Prozess der aktiven Auseinandersetzung mit fremden Kulturen gesehen.

Es sollten authentische Materialien über die deutschsprachigen Regionen benutzt werden, die verschiedene Sichtweisen und Widersprüche einer Gesellschaft darstellen.

Die Lernenden sollen Lust und Neugier auf Entdeckung bekommen und Möglichkeit auf eine eigene Meinung.

Die Lernenden sollten mit der Vielfalt von regionalen Varietäten der deutschen Sprache bekannt gemacht werden.

Im landeskundlichen Unterricht ist notwendig auch historische Themen zu behandeln, die den Zusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geben.

Einen wichtigen Beitrag leisten literarische Texte, mit deren Hilfe einem fremde und eigene Wirklichkeit bewusst wird.

Im Unterricht soll man sich auf die Vielfalt der deutschsprachigen Regionen konzentrieren, auf ihre Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede (historische, politische, kulturelle, sprachliche).

Der Landeskundeunterricht soll kontrastiv sein, er soll an Spuren der fremden Kultur im eigenen Land anknüpfen, Vorkenntnisse und Klischees aufgreifen.

Der Landeskundeunterricht muss Erlebnissen und subjektiven Meinungen Raum geben. Landeskunde vernetzt den Fremdsprachenunterricht mit anderen Fächern.

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Ich glaube, dass von diesen Grundsätzen nicht nur die Lehrer, sondern auch die Lehrwerkautoren ausgehen sollten.

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3 LEHRWERKE UND LANDESKUNDE – EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG Das Lehrwerk spielt im Unterricht meistens die wichtigste Rolle. Heute gibt es ein groβes Angebot an deutschen Lehrwerken und es ist nicht immer einfach, das passende zu finden. Die Landeskunde sollte ein fester Bestandteil des Deutschunterrichts sein, deshalb sollte sie auch in den Lehrwerken ihre Stelle haben. Ich werde mich also in diesem Teil meiner Arbeit dafür interessieren, welche landeskundlichen Informationen und Inhalte verschiedene Lehrwerke enthalten und vermitteln.

Da ich mich in diesem Teil der Arbeit vor allem mit Lehrbüchern befassen möchte, würde ich an dieser Stelle den Unterschied zwischen „Lehrwerk“ und „Lehrbuch“ erläutern. „Das Lehrbuch ist ein in sich abgeschlossenes Druckwerk mit fest umrissener didaktischer und methodischer Konzeption.“ 1 Das Lehrwerk besteht dagegen aus unterschiedlichen Teilen (Arbeitsbuch, Kassete/CD, Video/DVD, Lehrerhandbuch, Wörterbuch usw.), zu denen auch das Lehrbuch zählt. Eben das Lehrbuch spielt in jedem Lehrwerk die wichtigste Rolle, weil es den ganzen Lernstoff enthält. Die anderen Teile des Lehrwerks haben dann nur eine zusätzliche Funktion.

3.1 Landeskunde in den Lehrwerken Das Lehrwerk stellt für die meisten Lehrer ein Basismedium im Fremdsprachenunterricht dar. Ich bemühe mich festzustellen, welche Bereiche der Landeskunde in den Lehrwerken für Deutsch behandelt werden, indem ich eine Analyse durchführe. Ich werde davon ausgehen, was ich in dem theoretischen Teil erwähnt habe.

In meiner Untersuchung werde ich das Konzept der Lehrwerke mit dem Schwerpunkt auf dem landeskundlichen Kriterium testen. Ich möchte eine qualitative Inhaltsanalyse druchführen. Das Ziel dieser Analyse ist festzustellen, wie die ausgewählten Lehrwerke die landeskundliche Ebene widerspiegeln.

Die Vermittlung von landeskundlichen Informationen ist im Fremdsprachenunterricht von groβer Bedeutung und sie sollten zu einem Pflichtteil in Lehrbüchern gehören. „Im Lehrwerk muss auch ein Ausgleich zwischen linguistischer und auβerlinguistischer

1 Bausch, K. R., Christ, H., Krumm, H. J.: Handbuch Fremdsprachenunterricht, S. 240

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Information (z. B. im landes- und kulturkundlichen Bereich) gewährleistet sein. Vor allem in Lehrwerken für den Anfangsunterricht kann es zu einer Dominanz der Grammatikprogression kommen, was zu einer Verzerrung der Authentizität von Gesprächssituationen, Rollen, Textsorten und landeskundlicher Information führt.“ 1

3.2 Kriterien für die Lehrwerkanalyse

Für jede Untersuchung der Lehrwerke müssen bestimmte Kriterien festgelegt werden. „Jede Analyse von Lehrwerken braucht Kriterien, anhand welcher sie beurteilt werden könnten. Die Kriterien in ihrer Zusammenstellung in Form einer Liste werden übersichtlich und damit anwendbar. In dieser Form gewährleisten sie eine relative Vergleichbarkeit der Ergebnisse ihrer Anwendung auf unterschiedliche Werke.“ 2

Bei der Lehrwerkanalyse unterscheiden wir didaktische, linguistische und landeskundliche Kriterien. In meiner Analyse möchte ich mich nur auf landeskundliche Kriterien konzentrieren. Bei der Untersuchung der Lehrwerke ist die Art und Weise, wie in ihnen die landeskundliche Komponente gestalltet wird, ein wichtiger Punkt.

Nach dem Projekt „Mannheimer Gutachten“ 3 aus dem Jahre 1977 landeskundliche Kriterien für die Lehrwerkanalyse:

gibt es

folgende

„Lernzielangabe

Text und Kommunikation

Gesellschaftliche Wirklichkeit

Lebenssituation

Kulturgeographische Gegebenheiten

kulturrelativierende Perspektive?

Summieren sich die Mitteilungen zu einem Deutschlandbild?“

Ich finde diese Kriterien jedoch zu allgemein, deshalb habe ich für den Zweck meiner Analyse selbst einen Fragenraster geschaffen. Ich gehe bei ihm von den Erkenntnissen

1 Bausch, K. R., Christ, H., Krumm, H. J.: Handbuch Fremdsprachenunterricht, S. 241

2 Kast, B./Neuner, G. Zur Analyse, Begutachtung und Entwicklung von Lehrwerken für den fremdsprachlichen Deutschunterricht, S. 109

3 http://spzwww.uni-muenster.de/~griesha/fsu/lwk/mannheim.krit.html

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aus, die ich im theoretischen Teil meiner Arbeit bereits beschrieben habe, also von den Anforderungen an ein Lehrbuch in Bezug auf landeskundliche Inhalte. Ich werde mich dabei auch dafür interessieren, ob da alle landeskundlichen Ansätze vertreten werden, oder ob die Lehrwerke nur einem der Ansätze verpflichtet sind.

Fragen (Kriterien) für meine Untersuchung:

Welche landeskundlichen Themen werden da behandelt? Gibt es da authentische, realistische Fotos? Wie ist die Graphik? Befinden sich dort verschiedene Landkarten, Stadtplände usw.? Finden wir dort authentische, interessante Texte aus dem Alltag? Befinden sich dort auch Ausschnitte von literarischen Texten? Werden da Fakten und Daten über Geographie, Geschichte, Kultur, Politik, Bildungswesen und Wirtschaft vermittelt? Bereitet der verwendete Wortschatz die Lernenden auf die Alltagskommunikation vor? Vermittelt er die geschriebene und gesprochene Umgangssprache? Erfahren wir etwas von der sprachlichen Vielfalt der Zielkultur (Umgangssprache, Fachsprache, regionalle und soziale Varianten)? Regt es zur alltägllichen Kommunikation an? Setzt das Lehrwerk landeskundliches Vorwissen voraus? Werden dort Informationen von allen deutschsprachigen Ländern gleichmäβig behandelt? Werden hier die Ausgangskultur und die deutsche Zielkultur verglichen? Erweitert das Lehrwerk Gebiete, die für Gespräche über aktuelle Probleme nötig sind? Gibt es zu dem Lehrwerk irgendwelche Zusatzmaterialien und Medien zur Entwicklung landeskundlicher Alltagskenntnisse (z. B. Video, DVD, CD)? Sind die Informationen in dem Lehrwerk noch aktuell und wichtig? Ist der Lernstoff mit anderen Fächern vernetzt? Welche Arbeitsformen werden für den Landeskundeunterricht gebraucht?

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Mit diesen Fragen werde ich mich bei jedem Lehrwerk beschäftigen. Ich versuche sie in folgende Bereiche einzuordnen:

Texte

Illustrationen

Sprache

Themen

Zusatzmaterialien

Sonstiges

Am

Lehrwerks ein.

Ende

führe

ich

noch

einmal

die

wichtigsten

Vorteile

und

Nachteile

jedes

3.3 Auswahl der analysierten Lehrwerke Ich versuche in meiner Arbeit zu ermitteln, was für Unterschiede es unter den Lehrwerken im Hinblick auf Landeskunde gibt. Ich suche absichtlich unterschiedliche Lehrwerke aus, was die Struktur und das Alter betrifft, um dann einen Vergleich durchführen zu können. Bei der Auswahl der Lehrwerke habe ich mich absichtlich nicht nur für die neuesten entschieden, um den Kontrast und Entwicklungstendenzen hervorheben zu können. Für die Analyse habe ich drei Lehrwerke ausgesucht, die ziemlich oft für den Unterricht an der Grundschule gebraucht werden – „Heute haben wir Deutsch“, „Das Deutschmobil“ und „Planet“. Und warum habe ich mich gerade für diese Lehrwerke entschieden?

Meine Umfrage hat ergeben, dass viele Grundschulen nach dem Lehrwerk „Heute haben wir Deutsch“ unterrichten. Mit diesem Lehrwerk habe ich persönlich als Lehrerin auch Erfahrung, deshalb glaube ich, dass ich das Lehrwerk verantwortlich und gründlich beurteilen kann. Viele Schulen arbeiten auch mit dem Lehrwerk „Das Deutschmobil“, das ein bisschen andere Konzeption hat, obwohl es in ungefähr gleichen Zeit herausgegeben wurde. Das ganze Lehrwerk wird auf Deutsch geschrieben und ich erwarte, dass ich einige Unterschiede zwischen diesen zwei Lehrwerken finde. Deshalb wähle ich es aus, obwohl ich persönlich keine Erfahrung mit dem Lehrwerk gemacht habe. An den meisten Grundschulen begann man mit der deutschen Sprache (als erster Fremdsprache) in der 4. Klasse. Diese zwei Lehrwerke sind also für diese Altersgruppe geeignet. Diese Situation wird sich in den nächsten Jahren ändern und

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Deutsch wird als zweite Fremdsprache erst in der 7. (8.) Klasse unterrichtet. Deshalb werden wahrscheinlich solche Lehrwerke benutzt, die auf ältere Kinder (oder Jugendliche) zielen. Was die deutsche Sprache angeht, kommt es an den meisten Schulen zu einer groβen Wende. Ab dem Schuljahr 2007/08 kommen vermutlich viele Schulen zu solchen Lehrwerken über, die schon den Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen entsprechen. Aus diesem Grund wähle ich zur Abwechslung ein neueres und moderneres Lehrwerk aus, und zwar „Planet“. Bei diesem Lehrwerk werde ich mich nur auf den ersten Teil konzentrieren, der zum Niveau A1 führt. Erlangung dieser Niveaustufe wird an der Grundschule für die zweite Fremdsprache verlangt.

Ich beschreibe diese Lehrwerke nach den angegebenen Kriterien. Ich versuche mich zu jedem einzelnen Punkt dann auszudrücken, auch wenn ich nicht immer der Reihe nach vorgehen werde. An dieser Stelle muss ich noch betonen, dass ich die Lehrwerke nur aus landeskundlicher Sicht beobachten werde. Ich habe nicht vor, mich mit der Vermittlung der Grammatik oder Aussprache zu beschäftigen.

3.4 „Heute haben wir Deutsch“ (Jirco, Praha 1994-2000, 5 Teile) Dieses Lehrwerk ist für Schüler bestimmt, deren Muttersprache Tschechisch ist. Wir finden dort die Grammatik auf Tschchisch erklärt, am Ende ist ein deutsch- tschechisches und tschechisch-deutsches Wörterbuch. Die Anweisungen zu einzelnen Aufgaben werden meistens auf Deutsch formuliert. Die ersten drei Lektionen in dem ersten Lehrbuch enthalten einen audiovisuellen Kurs mit Bildern und Kassetenaufnahmen.

Die Konzeption des Lehrwerks wird folgendermaβen beschrieben: „Jazykové učivo je úzce spojeno s rozvíjením poznatků z reálií německy mluvících zemí a s uplatněním širších kulturologických aspektů s důrazem na široké mezipředmětové vztahy. Celý soubor má vynikající metodickou koncepci, která respektuje odlišnosti obou jazyků a umožňuje žákům získat v promyšleném systému "od řeči k řeči" komunikativní dovednost, pomocí pestré nabídky cvičení nabyté znalosti natrvalo upevnit a zároveň integrací základních poznatků z reálií překonávat bariéry mezi národy.“ 1

1 http://www.heutehaben.cz

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Gleich beim ersten Kontakt mit diesem Lehrbuch stoβen die Schüler auf die Realität der deutschsprachigen Länder. Sie treffen dort vier Kinder – Hauptfiguren, die aus verschiedenen Ländern kommen. Dana und Milan sind Kinder aus Prag. Sie vertreten so die Rolle unserer Schüler und sie können sich mit ihnen gleich identifizieren. Die nächsten Figuren sind Hans aus Berlin und Gitti aus Wien. Von ihnen erfahren Dana und Milan und auch unsere Schüler verschiedene Fakten und Informationen, die aber nicht immer direkt mit ihrer Heimat zusammenhängen. Diese Idee mit Freunden aus den deutschsprachigen Ländern finde ich sehr gelungen, vielleicht könnten sie aber ein bisschen mehr die Länder, die sie vertreten, vorstellen. Mit dem ersten Lehrbuch arbeiten zwar meistens kleine Kinder, aber es wäre sicherlich möglich, auf eine einfache Weise landeskundliche Informationen hinzufügen.

3.4.1 Texte Jedes Lehrbuch wird in einzelne Lektionen unterteilt. Den ersten Teil jeder Lektion bildet ein Einführungstext, der auch als Hörtext auf der Kassete zu finden ist. Bei diesen Texten handelt es sich meistens um Dialoge. In dem ersten Lehrbuch (also bei Anfängern) sind die Texte nicht besonders landeskundlich orientiert. Anderes ist es in den folgenden Lehrbüchern, wo sich viele Texte mit landeskundlicher Problematik beschäftigen. Dort erfahren die Lernenden viele Informationen nicht nur aus den deutschsprachigen Ländern, sondern manchmal auch aus unserer Republik. Dabei geht es nicht um bloβe Aufzählung von Fakten oder Daten, sondern um manchmal ziemlich spannende Geschichten, die einen geographischen Hintergrund haben. Als Beispiel führe ich einige Auszüge ein:

„Ich war nämlich am Wochenende mit meinem Sportklub in Holzkirchen (das ist ein Ort bei München).“ 1 „Wir waren im Hafen. Der ist super. Hamburg hat viele Häfen und man sieht hier viele Schiffe.“ 2 „In den Osterferien war Milan mit seiner Pfadfindergruppe in der Schweiz, in Küssnacht (obec u Luzernu na břehu jezera Vierwaldstättersee) bei Luzern und dann in Bern.“ 3

1 Heute haben wir Deutsch 2, S. 211

2 Heute haben wir Deutsch 3, S. 10

3 Heute haben wir Deutsch 3, S. 179

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„Komm, wir gehen jetzt nach rechts in die Altstadt. Dort ist das Rathaus mit der Aposteluhr.“ 1 „In den Sommerferien war ich mit meinen Cousinen – Pia, Anja und Mandy Grandt am Meer. Wir waren auf Sylt. Das ist eine groβe Insel in der Nordsee.“ 2 „ „Wir sind jetzt in einer Höhe von 3 820 Metern“, erklärt Herr Fischlin. Das Matterhorn ist 4 478 Meter hoch, aber dort oben kann man nicht Ski laufen. Hier auf dem Gletscher zwischen dem Kleinen Matterhorn und dem Trockenen – Steg trainieren viele berühmte Skiläufer.“ 3 Die Texte sind ziemlich interessant, unterhaltend und manchmal auch spannend, was zur Erhöhung der Motivation und zum besseren Kennenlernen der Länder beitragen kann.

In diesem Lehrwerk gibt es nur wenige authentische Texte. Die Einführungstexte sind mit neuer Grammatik und neuen Vokabeln verbunden. Ab dem dritten Teil finden wir zwar Texte unter dem Namen „Lest mit dem Wörterbuch“, die auf mich aber auch nicht unbedingt authentisch wirken. Sie sehen alle gleich aus, haben den gleichen gelben Hintergrund und es gibt zu ihnen manchmal Fotos oder Bilder. Dabei handelt es sich meistens um landeskundlich orientierte Texte. In diesen Texten mit Bildern und Fotos erfahren die Schüler etwas über die deutschsprachigen Länder. Dazu gehören geographische Ortsnamen (Sylt, Düsseldorf, Luzern), interressante Merkwürdigkeiten (Wattenmeer, Karneval in Köln, Die Zuckertüte), Kochrezepte (Bremer Apfelkuchen, Salzburger Nockelrn), historische Angaben (Der Tag der deutschen Einheit) oder bekannte Persönlichkeiten (Johann Wolfgang Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart). Negativ bewerte ich die Abwesenheit literarischer Texte. Es gibt nur selten kurze Auszüge z.B. aus Märchen.

3.4.2 Illustrationen In jeder Lektion finden wir bunte, farbige Fotos, die sich meistens zum Thema der ganzen Lekton beziehen. Die Fotos, an denen Menschen abgebildet sind, sind leider schon veraltet (siehe Bild 1). Das erkennen wir vor allem an der Kleidung. Unsere Schüler können dadurch den Eindruck bekommen, dass die Leute in den

1 Heute haben wir Deutsch 2, S. 114

2 Heute haben wir Deutsch 4, S. 9

3 Heute haben wir Deutsch a, S. 142

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deutschsprachigen Ländern unmodern angezogen werden. Es hängt eben mit dem Problem des Veraltens der landeskundlichen Materialien und in diesem Fall Fotos. Bei anderen Fotos z. B. von Gebäuden oder Straβen ist dieses Problem nicht so auffälig.

Bild 1

oder Straβen ist dieses Problem nicht so auffälig. Bild 1 In jeder Lektion finden wir eine

In jeder Lektion finden wir eine Seite, auf der nur verschiedene (meistens geographische) Fotos sind. Meistens gehören sie zu einem gemeinsamen Thema, aber die Schüler erfahren oft nirgendwo, was auf den Fotos eigentlich ist. Gleich in der 4. Lektion finden wir viele Fotos von Liechtenstein, Matterhorn, Berlin und Wien. Ich glaube, dass solche Fotos ohne irgendwelche Beschreibung ihre eigentliche Funktion nicht erfüllen. Ähnlich ist es in der 5. Lektion, wo sich ganze Seite mit farbigen Fotos zu Berlin befindet – jedoch wieder ohne nähere Beschreibung oder Erklärung. Es ist also Aufgabe des Lehrers, sich zu diesen Fotosseiten auszudrücken und etwas mit ihnen anzufangen. Anders ist es in den weiteren Lehrbüchern, dort gibt es schon Informationen zu den Fotos, die auf Deutsch geschrieben sind. Trotzdem aber erfahren die Schüler nicht immer, was die Fotos darstellen (z. B. Karneval am Mittelrhein, Deutschland und seine Automobilindustrie, Alte Pinakothek München, Skiregion Fellhorn-Kanzelwand, Wattenmeer). Beschreibung zu diesen Seiten befindet sich zwar in dem Lehrerhandbuch, aber dadurch verlieren die neugierigen und aktiven Schüler die Möglichkeit, selbst etwas zu entdecken und zu erfahren. Meiner Meinung nach sollte der Lehrer diese Fotos im Unterricht behandeln (oder mindestens einige von ihnen) und nicht sie achtlos lassen.

Ansonsten gibt es in diesen Lehrbüchern auch verschiedene gemalte Bilder. Einige sind bunt und einige schwarzweiβ. Im ersten Lehrbuch finden wir gleich in der ersten Lektion drei Bilder mit typischen Wahrzeichnen der erwähnten Städte – Hradschin für

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Prag, Stephansdom für Wien und Brandenburger Tor für Berlin. Diese Bilder sind leider sehr klein und nicht bunt. Es gibt zu ihnen auch gar keine Erklärung und nicht einmal eine Überschrift, was die Bilder eigentlich darstellen. Ich glaube, man kann nicht annehmen, dass die kleinen Schüler wissen, worum es sich auf diesen Bildern handelt. Die Erklärung wird dem Lehrer überlassen. Die anderen Bilder im ersten Lehrbuch beziehen sich nicht auf Landeskunde. Anders ist es in den weiteren Lehrbüchern. Dort finden wir gemalte landeskundlich orientierte Bilder. Es gibt da verschiedene Landkarten z. B. Insel Rügen, Deutschland, die Alpen mit den höchsten Bergen wie Matterhorn oder Weisshorn, Harz, die U-Bahn in Prag, die Elbe, Europa. Diese Bilder können das Vorstellungsvermögen der Schüler verbessern, sie lernen mit ihrer Hilfe nicht von „einem“ Matterhorn, sondern von „dem“ Matterhorn. Die Bilder sind relativ einfach gemalt, aber sie erfüllen ihren Zweck.

Als Bestandteil dieses Lehrwerkes gibt es verschiedene Landkarten (Sylt, Rügen, Aachen), Fahrpläne, Fernsehenprogramme, Eintrittskarten, Theaterprogramme, Stundenpläne, eine Einladung zum Elternabend, Speisekarten, einen Auszug aus dem Telefonbuch und Zeugnisse, deren Vorteil vor allem darin besteht, dass sie nicht veralten und für eine längere Zeit aktuell bleiben. Sie ermöglichen den Lernenden einen Blick in die Wirklichkeit zu werfen.

3.4.3 Themen Mit Hilfe dieses Lehrwerks erfahren die Schüler einige Informationen über die Geographie (über Städte, Gebirge, Berge, Seen), Geschichte (Sagen, historische Ereignisse), Kultur (Schriftsteller, Maler, Komponisten, Dichter), Bildungswesen (nur begrenzt – Noten in den deutschen Schulen, Elternabend). Die Problematik der Wirtschaft wird hier nicht erwähnt, was ich jedoch nicht als Mangel ansehe. Ich habe auch keine Informationen über Politik und politische Situation gefunden, die ich aber auch nicht für unbedingt wichtig halte. Die Informationen aus Politik und Wirtschaft gehören eben zu den am schnellsten veralteten. Aus diesem Grund haben sie die Autoren vielleicht absichtlich ausgelassen.

Ich schätze an diesem Lehrwerk, dass es nicht einseitig orientiert ist und dass es sich gerecht allen deutschsprachigen Ländern widmet, zumindest was die geographischen

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Angaben betrifft. Den gröβten Teil bilden zwar Informationen über Deutschland, dann folgen Österreich, die Schweiz und Liechtenstein, sie werden aber alle vertreten, was ein Beispiel zeigt:

„Die Grauspitz ist der höchste Berg Liechtensteins. Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands. Der Groβglockner ist der höchste Berg Österreichs. Die Dufourspitze ist der höchste Berg der Schweiz.“ 1 Genauso werden hier bekannte Persönlichkeiten von allen deutschsprachigen Ländern vertreten. Es werden hier z. B. der deutsche Schriftsteller Heinrich Heine, der österreichische Komponist Wolfgang Amadeus Mozart oder der schweizerische Volksheld Wilhelm Tell erwähnt.

Im dem Lehrwerk werden einige Themen behandelt, die die Schüler interessieren. Die Texte orientieren sich an das Interesse der Schüler, an ihre Hobbys, Freizeit, Freundschaften usw.

3.4.4 Sprache Die Kenntnis des Wortschatzes ist verantwortlich für unsere erfolgreiche Kommunikation. Der Wortschatz sollte die Lernenden für die alltägliche Kommunikation vorbereiten. Was den Wortschatz in diesem Lehrwerk betrifft, bewerte ich positiv, dass er sich immer zu dem Einführungstext bezieht. Die Schüler haben dadurch die Möglichkeit, die neuen Vokabeln in sinvollen Sätzen zu üben. Ich habe bereits erwähnt, dass diese Texte nicht authentisch sind, und vielleicht aus diesem Grund bereitet dieses Lehrwerk die Schüler nicht besonders gut auf die alltägliche Kommunikation vor. Ich vermisse einige in der Kommunikation häufig gebrauchte Ausdrücke und Wörter, deren Unkenntnis die Kommunikation völlig verhindern kann.

Die Sprechübungen haben oft die Form von Wiederholung nach einem Muster, Ergänzung von Wörtern oder Übersetzung. Die Umgangssprache wird überhaupt nicht miteinbezogen. In dem Lehrbuch fehlen irgendwelche Fachtexte – was nicht so schlimm wäre, ich vermisse aber auch zumindest eine Spur von Jugendsprache. Ich glaube, dass Texte mit solchen Ausdrücken für die Schüler viel interessanter wären. Ich

1 Heute haben wir Deutsch 4, S. 239

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vermisse in dem Wortschatz die vielen Anglizismen, die zurzeit in der deutschen Sprache anwesend sind. Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass der Wortschatz ziemlich sorgfältig ausgewählt wurde, dass viele dieser Wörter in der Alltagskommunikation brauchbar sind, und dass er dem Alter der Schüler entspricht.

Im Mittelpunkt dieses Lehrwerks steht die hochdeutsche Variante der deutschen

Sprache. Teilweise erfahren aber die Schüler, dass es einige Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten der deutschen Sprache gibt. Dazu wieder ein Beispiel aus einem Brief, den Dana (aus Tschechien) an Gitti (aus Österreich) schreibt:

„Hans sagt immer wieder: Pflaumen, Pflaumenkuchen, Pflaumenmus, Pflaumenknödel,

Pflaumenkompott

Und die Antwort von Gitti klingt:

„Bei uns sagt man vor allem „Zwetschken“ und wir machen auch „Zwetschkenknödel“

und „Zwetschkenkuchen“, „Zwetschkenkompott“, aber auch „Powidl“. Meine Mama und Tante meinen, bei euch sagt man es auch so oder?“ 2 Im dritten Teil des Lehrbuchs lernen wir dann die schweizerische Variante der Begrüβung kennen:

„Grüezi. – Dobrý den. (Buďte zdrávi.) = pozdrav v německé části Švýcarska“ 3

Meine Mutti meint, in Österreich sagt ihr es anders. Stimmt das?“ 1

3.4.5 Zusatzmaterialien Zu diesem Lehrwerk gibt es auβer der Audiokassette keine anderen Materialien oder Medien. Von der Kassette erfahren wir leider keine landeskundlichen Informationen, es gibt da keine authentischen Aufnahmen.

Einen groβen Vorwurf habe ich zu den Liedern, die sich in jeder Lektion befinden. Die Verwendung von Liedern allgemein kann den Unterricht auflockern und auffrischen. Auf der Kassetten zu diesem Lehrwerk befinden sich jedoch solche Lieder, über die sich die Lernenden nur lustig machen. Sie sind weder modern noch witzig. Ich kann ihre eigentliche Funktion nicht richtig verstehen. Sie beziehen sich weder auf den neuen Wortschatz, noch auf das Thema der Lektion. Mittels dieser Lieder lernen die Schüler

1 Heute haben wir Deutsch 4, S. 60

2 Heute haben wir Deutsch 4, S. 65

3 Heute haben wir Deutsch 3, S. 179

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die gegenwärtige deutschsprachige Musikszene nicht kennen. Deshalb sollte der Lehrer für die Verwendung von Liedern im Deutschunterricht andere Quellen suchen.

3.4.6 Sonstiges Das Lehrwerk vernetzt das Lernen der deutschen Sprache mit anderen Fächern, am meisten mit der Erdkunde und Geschichte. Wir erfahren geographische Angaben nicht nur von den deutschsprachigen Ländern, sondern einige auch von Tschechien – z. B. Prag, Brno, Telč. Die Vernetzung ist sicherlich ein guter Weg zur Wiederholung bereits bekanter Informationen oder zum Lernen neuer Kenntnisse.

Es handelt sich um ein tschechisches Lehrwerk, aber trotzdem finden wir hier keinen Vergleich der tschechischen Kultur mit der deutschen. Nur manchmal werden die Schüler aufgefordert über ihre eigenen Erfahrungen, über ein bestimmtes Erlebnis zu benachrichtigen.

Dieses Lehrwerk ist am besten für den Frontalunterricht geeignet. Es gibt dort viele Übungen zur Übersetzung, Ergänzung, Antworten auf Fragen oder Korrekturen von falschen Antworten. Ich muss aber auch erwähnen, dass dieses Lehrbuch viele Einfälle für Rollenspiele gibt. Mit ihrer Hilfe könnten sich die Schüler in reale Situationen versetzen und dadurch zur Kommunikation provoziert werden. Diese Rollenspiele haben leider nicht immer die notwendige Anziehungskraft. Ich finde sie oft ein bisschen langweilig. Ich bin mir nicht sicher, ob sie schaffen, die Schüler wirklich zur Kommunikation anzuregen. Einige von ihnen haben den landeskundlichen Hintergrund. Die Aufgaben werden auf Tschechisch formuliert, erst im 4. Teil auf Deutsch:

„České děti si povídají se svými kamarády z Německa (z Rakouska) o tom, jak se kde slaví Vánoce, jak se v rodinách prožívá Štědrý večer.“ 1 „Robert, ein junger Mann, fährt mit dem Bus von Prag nach Nürnberg. Im Buss sitzt er neben einer jungen Dame. Sie liest eine deutsche Zeitung. Sicher ist sie aus Deutschland. Sie gefällt ihm sehr. Soll er ihr etwas sagen? Aber er kennt sie ja nicht. Was sagt er wohl zu ihr? Und was sagt sie?“ 2

1 Heute haben wir Deutsch 3, S. 143

2 Heute haben wir Deutsch 4, S. 99

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Die landeskundlichen Informationen werden in diesem Lehrwerk allmählich vermittelt, es setzt kein groβes landeskundliches Vorwissen voraus, obwohl es oft keine Erklärungen zu angegebenen Bildern und Fotos gibt, was ich bereits beschrieben habe. Vielleicht haben die Autoren damit gerechnet, dass die Schüler schon einiges von den deutschsprachigen Ländern wissen. Die Informationen knüpfen an die bereits gelernten an und sie werden allmählich erweitert.

3.4.7 Vorteile und Nachteile dieses Lehrwerkes Vorteile:

- Positiv bewerte ich, dass sich die Lernenden mit den Hauptfiguren identifizieren können.

- Alle deutschsprachigen Länder werden hier erwähnt.

- Die Informationen werden allmählich und angemessen dem Sprachniveau der Schüler vermittelt.

- Es gibt da viele Einfälle für Rollenspiele (in jeder Lektion).

- Wir finden dort verschiedene authentische Fotos und Karten.

- Die Lernenden erfahren sehr viele Informationen über die Geographie und Kultur der deutschsprachigen Länder, dabei lernen die Schüler im angemessenen Maβe die Kultur der deutschsprachigen Länder kennen. Das Lehrwerk versucht den Schülern landeskundliche Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen zu vermitteln.

- Die Informationen und Texte wurden so ausgewählt, dass sie immer nocht aktuell und wichtig sind. Auf die Themen, die schnell veraltern (z. B. Politik) wird verzichtet.

Nachteile:

- Einen riesigen Nachteil dieses Lehrwerkes sehe ich in der Abwesenheit der autenthischen und literarischen Texte, in den unaktuellen Liedern und in den veralteten Fotos.

- Negativ empfinde ich auch, dass die landeskundlich orientierten Texte an das Thema der Lektion nicht anknüpfen.

- Es gibt hier keine Einfälle für den Projektunterricht.

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-

Entwicklung der

Kommunikationsfähigkeiten im alltäglichen Leben der Schüler. Damit hängt

Die

Übungen

führen

nur

wenig

zur

das Problem der fehlenden Umgangssprache zusammen.

Die Landeskunde spielt in diesem Lehrwerk eine wichtige Rolle und trotz der genannten Nachteile kann ich es aus der landeskundlichen Sicht für den Unterricht überaus empfehlen.

3.5 „Das Deutschmobil“ (Klett, 1992, 3 Teile) Das Lehrwerk orientiert sich an Schüler ohne Vorkenntnisse. Da es sich um ein deutsches Lehrwerk handelt, ist es nur in deutscher Sprache geschrieben und das kann für die Schüler an der Grundschule Stein des Anstoβes sein. Diese Entdeckung kann an die Schüler im ersten Moment negativ wirken, sie können die Motivation zur weiteren Arbeit verlieren. Ich muss also gleich am Anfang erwähnen, dass hier kein Vergleich unserer Kultur mit der deutschen zu erwarten ist.

Auf dem hinteren Deckblatt des Lehrbuches steht: „ Es zielt auf den systematischen Aufbau der Fertigkeiten Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen und schriftlicher Ausdruck.“ 1 Wir finden da keine einzige Erwähnung des Wortes „Landeskunde“. Es lässt uns ahnen, dass sich dieses Lehrwerk eher auf den Erwerb der deutschen Sprache ohne landeskundliche Kenntnisse konzentriert. Die wichtigste Rolle spielen hier die Bereiche wie Grammatik und sprachliche Fertigkeiten.

Auch dieses Lehrwerk bietet den Schülern im ersten Teil Identifikationsmöglichkeiten mit den Hauptfiguren, in diesem Fall sind es zwei Frösche und eine Hexe. Sie haben aber keinen landeskundlichen Hintergrund und erweitern nicht den Blickfeld der Schüler um Kenntnisse aus landeskundlichen Gebieten. Ich glaube, dass sie eher zur Betonung der spielerischen Form beim Lernen dienen. Es kann aber gegensätzliche Wirkung hervorrufen, als gefordert. Die Lernenden sehen dadurch die deutsche Wirklichkeit völlig falsch. Die Figuren im zweiten Teil haben auch oft einen märchenhaften Motiv und sie haben mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun.

1 Das Deutschmobil 1, Deckblatt

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3.5.1

Texte

In dem Lehrbuch sind viele Reime, Lieder und Spiele zu finden, es gibt aber nur wenige Texte. Die benutzten Texte erweitern auf keinen Fall den Überblick der Schüler über die deutschsprachigen Länder und ihre Kultur. Ich habe im ersten Teil keinen einzigen authentischen Text gefunden. Es gibt da einige kurze Auszüge aus literarischen Texten, die vor allem zur Festigung des neuen Wortschatzes dienen. Die verwendeten Texte sind problemorientiert und unterhaltend, sie sind dem bestimmten Alter und Sprachniveau angemessen. Ähnlich sieht es mit den Texten auch im zweiten Teil des Lehrwerkes aus. Auch hier sind einige Auszüge aus literarischen Texten z. B. von Marieluise Bernhard-von Luttitz oder die Geschichte von Till Eulenspiegel, im dritten Teil finden wir dann den Text „Münchhausen“ von Erich Kästner oder „Nicht versetzt“ von Peter Weiss. Über die Autoren erfahren die Schüler jedoch keine einzige Erwähnung. Im dritten Teil sind einige Zeitungsartikel unter dem Titel „Lügengeschichten aus der Zeitung“ zu finden. Es handelt sich um authentische Zeitungstexte. Es gibt da auch wenige landeskundliche Texte, die von Fotos begleitet werden z. B. „Der Spreewald“ oder „Das Kindermuseum in Wuppertal“. Ich finde die Verbindung der Texte mit Bildern sehr sinnvoll, denn die Illustrationen tragen zur Vorstellungsfähigkeit bei und die Schüler merken sich die Informationen länger. Negativ bewerte ich jedoch, dass diese Texte keinen Zusammenhang und keine Beziehung zum Thema der ganzen Lektion haben.

3.5.2 Illustrationen

Schon beim ersten Kontakt mit dem Lehrbuch stoβen wir auf zahlreiche Bilder. Wir finden hier sowohl schwarzweiβe als auch farbige Bilder. Es gibt da auch einige Fotos,

die oft nur schwarzweiβ sind. Mit den benutzten Fotos habe ich jedoch dasselbe Problem wie im vorigen Lehrwerk und zwar, dass sie wieder veraltet sind (siehe Bild 2). Das erkennt man vor allem an der unmodernen Kleidung und veralteten Haarschnitten der Menschen, aber auch an Fotos von veralteten Geräten, Puppen, alten Autos usw. Dazu sind die Fotos oft nur schwarzweiβ, was zu meinem Eindruck nur beiträgt. Dadurch verlieren die Lernenden die Möglichkeit, sich die Realität korrekt vorzustellen. Im ersten Lehrbuch habe ich kein einziges Foto gefunden, auf dem sich eine Sehenswürdigkeit, bekannte Persönlichkeit oder ein wichtiger Ort befinden. Eine einzige Ausnahme ist ein Foto von dem Königssee. Dabei verstehe ich nicht, warum

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gerade dieser (nicht so bekannter) See ausgewählt wurde. Ich würde sagen, dass es dort kein einziges Foto oder Bild gibt, das die Wirklichkeit widerspiegelt. Es mangelt in dem Lehrbuch an den auf landeskundliche Informationen orientierten Fotos. Ihre Anzahl ist sehr niedrig und sie stellen die Wirklichkeit nicht dar. Besser ist es im zweiten und dritten Teil des Lehrwerkes, wo sich Fotos z. B. von Frankfurt an der Oder, Wattenmeer, Nordsee oder dem Schloss Lüben befinden. Es gibt da auch eine Seite mit schwarzweiβen Fotos von bekannten Persönlichkeiten (Wolfgang Amadeus Mozart, Albert Einstein, Bertolt Brecht oder Ludwig van Beethoven) und eine kurze Beschreibung, wer sie sind oder waren. Es gibt dazu aber wieder keine Anknüpfung in den weiteren Texten und Übungen.

Bild 2

Anknüpfung in den weiteren Texten und Übungen. Bild 2 Dieses Lehrwerk ist mit zahlreichen Bildern ausgestattet,

Dieses Lehrwerk ist mit zahlreichen Bildern ausgestattet, was aber andere authentische Materialien angeht, ist es im Vergleich zum vorigen Lehrwerk ziemlich arm. Im dritten Teil befindet sich eine Speisekarte, an der nur deutsche Spezialitäten zu finden sind. Ich finde es positiv, dass sich die Schüler dadurch eine Vorstellung über die Speisen machen können, ich vermisse jedoch Gerichte aus anderen deutschsprachigen Ländern. Wir finden da auch ein Beispiel eines deutschen Zeugnisses. Die Schüler lernen also die Schulfächer und Notenstufe an deutschen Schulen. Es gibt dazu jedoch wieder keine Erklärung und auch keine weiteren Informationen. Es ist also Aufgabe des Lehrers, den Lernenden zu erläutern, welche Noten es gibt und was z. B. „nicht versetzt“ bedeutet.

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Im ersten Teil habe ich drei schwarzweiβe Karten gefunden. Auf der ersten ist Deutschland mit einigen groβen Städten und Bildern von Kindern, die dort angeblich wohnen. Die zweite Karte stellt Europa dar. Es gibt da Namen von einigen Ländern, die wichtigsten für den Deutschunterricht fehlen aber – nämlich die Schweiz und Liechtenstein. Diese Karte dient für Zwecke einer Zirkusreise, sie bezieht sich nicht direkt auf landeskundliche Informationen. Die Verbindung mit den Kenntnissen aus der Erdkunde ermöglicht Wiederholung des Europabildes. Die dritte Karte stellt einen Ausschnitt einer Automape dar. Dazu gibt es eine Übung, in der die Schüler Reise einer Familie in die Karte zeichnen und dann fragen sie, wie lange die Fahrt von einer Stadt in eine andere dauert. Es gibt da vor allem deutsche Städte, aber auch einige österreichische und eine schweizerische. Durch diese Übung gewinnen die Lernenden einen kurzen Überblick über die Ferne einzelner Städte voneinander. Im zweiten Teil befindet sich dann ein Bild von der Ostsee. Dabei erfahren die Schüler keine näheren Informationen, weil das Bild mit einer Piratengeschichte verbunden ist. Nutzbar finde ich die Karte auf Seite 60 – ein kleiner Ausschnitt der realen deutschen Karte mit Berlin und seiner Umgebung. Zu dieser Karte gibt es dann einige Fragen und Übungen, die die Schüler mit den deutschen Flüssen, Städten und Wegen bekannt machen. Im dritten Lehrbuch gibt es eine Karte Deutschlands mit den einzelnen Bundesländern und mit Fotos von typischen Erfindungen aus der deutschen Küche. Dadurch bekommen die Lernenden eine ziemlich genaue Vorstellung nicht nur vom Bild Deutschlands, sondern von Gerichten, die typisch für den gegebenen Standort sind. Dadurch können die Schüler vergleichen, was bei uns auch gegessen wird, und was für uns neu und ungewöhnt ist.

3.5.3 Themen Das Lehrwerk richtet sich an Schüler ohne Vorkenntnisse, aber trotzdem stellt es das alltägliche Leben der Leute in den deutschsprachigen Ländern nicht vor. Im ersten Teil des Lehrwerkes finden wir fast keine Fakten über die einzelnen Bereiche der Landeskunde. Auch die weiteren Teile machen die Schüler mit dem alltäglichen Leben in den deutschsprachigen Ländern nicht bekannt.

Einige Themen, die hier behandelt werden, finde ich ziemlich interessant – z. B. „Verkaufsgespräch“, „Wetterbericht“ oder „Im Restaurant“. Solche Themen sind

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sicherlich für die alltägliche Kommunikation nützlich und brauchbar. Sie werden aber leider nur ziemlich oberflächlich behandelt. Dabei treffen wir noch auf die alte Währung (DM). Das ist der weitere Beweis dafür, dass sich die landeskundlichen Informationen sehr schnell ändern und dass jede Veränderung in der Politik oder Gesellschaft beinahe eine Katastrophe für die Landeskunde in den Lehrwerken darstellt. Die Themen in diesem Lehrwerk orientieren sich häufig an Geschichten und unreale Erlebnisse. Der Alltag wird überhaupt nicht miteinbezogen.

3.5.4 Sprache

Es gibt in diesem Lehrwerk viele Übungen, die den Spracherwerb stützen sollen. Es

handelt sich wieder oft um Wiederholungen oder Musterübungen, die meistens zur alltäglichen Kommunikation nicht führen.

Einige Bemerkungen habe ich auch zu dem Wortschatz. Im ersten Teil des Lehrbuches finden wir viele Wörter, die für die alltägliche Kommunikation wichtig sind, einige Wörter sind aber meiner Meinung nach für die Anfänger ziemlich überflüssig, weil sie im normalen Umgang nicht so oft benutzt werden – z. B. Hexe, Kuhfladen, fauchen u.a. Was die Aktualität betrifft, sind die Modewörter und Bezeichnungen für neue Gegenständen in diesem Lehrwerk natürlich auch nicht ausreichend vertreten. Der Wortschatz konzentriert sich nur auf das Hochdeutsch. Wir finden da keine Erwähnung von anderen Varianten der Sprache. Anzeichnungen von Dialekten, Umgangssprache, Jugendsprache, Fachsprache oder sozialen Varianten der deutschen Sprache werden hier nicht vertreten.

3.5.5 Zusatzmaterialien

Von den Zusatzmaterialien umfasst das Deutschmobil eine CD oder Kassette mit Texten, Dialogen, Hörverstehensübungen und Liedern. Sie beziehen sich leider nicht auf landeskundliche Problematik. Die verwendeten Lieder wurden anscheinend direkt für dieses Lehrwerk geschrieben, sie dienen zur Festigung des gelernten Wortschatzes. Mittels solcher Lieder erfahren die Schüler nichts von der modernen Musik, die deutschen Lieder können sie lächerlich finden. Irgendwelche Aufnahmen von authentischen Gesprächen oder Ausschnitte von Radiosendungen fehlen ebenfalls.

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3.5.6 Sonstiges Was die Arbeitsformen betrifft, steht auf dem Deckblatt zu dem Lehrbuch: „Eine breite Streuung der Arbeitsformen sorgt für methodisch abwechslungsreichen Unterricht.“ 1 Dieser Behauptung kann ich nicht zustimmen. In der Wirklichkeit habe ich nur ein paar Übungen gefunden, die die Partnerarbeit erlauben, nur wenige eignen sich zur Gruppenarbeit. An den Projektunterricht haben die Autoren offensichtlich nicht gedacht.

Der Lernstoff wird in diesem Lehrwerk mit anderen Fächern vernetzt, vor allem mit Geschichte (z. B. Text „Vikinger an der Ostsee“) und im dritten Teil oft mit der Biologie. Wir finden hier Texte wie „Mars, der rote Planet“, „Aus dem Leben eines Baumes“, „Der Wald“, „Dein Gehirn“, „Seehunde“. Diesen Informationen aus der Biologie wird viel mehr Raum gewidmet, als den landeskundlichen. Diese Situation finde ich nicht besonders ideal. Ich bin der Ansicht, dass die Auswahl solcher Themen ziemlich misslungen ist. Ich würde auf jeden Fall in einem Lehrwerk für Deutsch Themen über Kultur, Geschichte, Erdkunde und selbstverständlich den Alltag der deutschsprachigen Länder bevorzugen.

3.5.7 Vorteile und Nachteile des Lehrwerkes Vorteile:

- Als Vorteil dieses Lehrwerkes muss ich einige gelungene Karten bezeichnen und die Anwesenheit ein paar litererischer Texte.

- Lobenswert finde ich auch einige landeskundliche Texte in Verbindung mit Bildern.

Nachteile:

Ich habe festgestellt, dass der groβe Teil der geforderten landeskundlichen Bereiche in diesem Lehrwerk nicht vertreten ist.

- Ich bewerte negativ, dass hier auf das authentische Material fast völlig verzichtet wird.

1 Das Deutschmobil 1, Deckblatt

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- Die Lernenden erfahren eigentlich keine Informationen über die Politik, Wirtschaft aber auch Geographie, Kultur, Geschichte oder Alltagsleben der deutschsprachigen Länder.

- Von allen deutschsprachigen Ländern wird hier eindeutig Deutschland bevorzugt.

- Ich glaube, dass die Aktualität dieses Lehrwerkes gleich Null ist.

Die Landeskunde sollte ein integrierter Teil des Deutschunterrichts sein, in diesem Lehrwerk ist es bedauerlicherweise nicht der Fall. Das Lehrwerk entstand in anderen gesellschaftlichen Bedingungen, deshalb sind viele benutzte Texte und Informationen zurzeit nicht mehr aktuell. Von den Schülern wird nur selten erwartet, dass sie zu bestimmten Themen eigene Meinung haben oder dass sie sich dazu äuβern möchten.

Am Ende der Untersuchung muss ich noch erwähnen, dass dieses Lehrwerk schon überarbeitet wurde.

3.6 Planet (Hueber, 2004, 3 Teile) Planet ist ein Lehrwerk für Jugendliche, die Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache lernen. Das Lehrwerk wird nur auf Deutsch geschrieben. Es erwartet aber trotzdem bei den Lernenden keine sprachlichen oder landeskundlichen Vorkenntnisse.

Das Ziel dieses Lehrwerkes ist folgend charakterisiert: „Ziel ist den Jugendlichen eine authentische jugendnahe Sprache zu vermitteln. Sie sollen lernen alltägliche Kommunikationssituationen in der Schule, in der Familie, mit Freunden usw. zu bewältigen.“ 1 Diese Aussage zeugt davon, dass die wichtigste Rolle in diesem Lehrwerk die alltägliche Kommunikation spielt.

3.6.1 Texte Die angegebenen Texte und Informationen in diesem Lehrbuch sind richtig, aktuell, altersgerecht und entsprechen der Realität. In den Texten sollen die Schüler etwas über die deutschsprachigen Länder erfahren, in erster Linie über die Gewohnheiten und

1 Planet 1, Lehrerhandbuch, S. 4

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Lebensverhältnisse Gleichaltriger. Dabei werden auch die kulturkontrastiven Aspekte berücksichtigt. In dem Lehrbuch befinden sich ein paar authentische Texte, und zwar schon ab der ersten Lektion. Die Texte sind so ausgewählt, dass sie schon für Anfänger teilweise verständlich sind. Mit Hilfe von Internationalismen (Popmusiker, Comic- Figur, Latainamerika, Idiot) bekommen die Schüler das Gefühl, dass sie schon am Anfang des Deutschlernens fähig sind, „echte, komplizierte“ Texte zu verstehen. Die Anzahl der authentischen Texte ist leider ziemlich niedrig. Wir finden da verschiedene Textsorten – Dialoge, Interviews, Durchsagen, Plakate, Zeitungsartikel, Anzeigen. Die Texte sind ziemlich kurz, oft handelt es sich um Dialoge, die sich auf die alltägliche Kommunikation konzentrieren. Die Form der Texte ist manchmal unterhaltend – z. B. Comic, manchmal haben sie Form einer Email, einer SMS-Nachricht oder eines Zettels. Dadurch sehen die Schüler, dass die Sprache genau auf diese Weise im wirklichen Leben verwendet wird. In den Texten könnten meiner Meinung nach mehrere Fakten zu finden sein, z. B. Informationen über die Bevölkerung, über den Fremdenverkehr, die Freizeit, Küche, Bräuche und Feste usw.

3.6.2 Illustrationen Beeindruckend, wirkungsvoll und motivierend ist die graphische Seite dieses Lehrwerks. In der ersten Etape des Sprachlernens soll vor allem Interesse für das Studium wachgerufen werden und positive Beziehung zu der deutschen Sprache geschaffen werden. Dabei kann eben die graphische Gestaltung helfen. Es gibt da eine enorme Menge von bunten Illustrationen und Fotos. Diese Fotos ermöglichen den Schülern die Anschaulichkeit, können sie zur Kommunikation anregen und ihr Interesse wecken. Die Fotos sind in diesem Fall modern, authentisch und aktuell (siehe Bild 3). Auf den Fotos befinden sich oft Jugendliche auf verschiedenen Plätzen – im Wohnzimmer, in der Schule, in der Küche, auf der Straβe etc. Wir sehen, was sie machen und womit sie sich in der Freizeit beschäftigen. Die Schüler können also sehen, dass die Jugendlichen in den deutschsprachigen Ländern ähnlich leben, wie sie selbst, dass sie vielleicht ähnliche Hobbys haben. Auf den Fotos sind aber nicht nur unbekannte Leute, sondern auch bekannte Personen, die für die Schüler interessant und populär sind – z. B. Michael Schumacher, Claudia Schiffer, DJ Bobo. Es gibt hier auch eine Menge von authentischen Fotos, an denen nicht Menschen sind, sondern Straβen, Verkehrsschilder, Häuser, Eintrittskarten, Geldmünzen und Geldscheine (EUR). Mit

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ihrer Hilfe bekommen die Schüler den richtigen Überblick über viele Bereiche des gegenwärtigen Lebens in den deutschprachigen Ländern. Sie tragen auβer ihrer illustrativer Funktion zur Informierung über die Lebensweise bei. Vielleicht könnten da auch Fotos von verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Städten, Bergen oder Seen zugefügt werden.

Bild 3

Städten, Bergen oder Seen zugefügt werden. Bild 3 Das Lehrbuch ist sehr reich an gemalte Bilder.

Das Lehrbuch ist sehr reich an gemalte Bilder. Zu ihnen zählen in der ersten Reihe verschiedene komische Figuren, die vor allem zur Ablenkung und Unterhaltung dienen. Es gibt da aber auch Bilder, die sich unmittelbar auf Landeskunde beziehen. Dazu gehören Bilder von Zeugnissen, Stundenplänen, Unterrichtsfächern. Die Schüler können also vergleichen, welche Fächer an den deutschen Schulen unterrichtet werden im Unterschied zur Heimat und wie viel Zeit die Kinder in der Schule verbringen. Ich finde schade, dass sich diese Informationen leider nur auf Deutschland beziehen. Die Schüler haben nicht die Möglichkeit z. B. die Notenskala in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zu vergleichen, was für sie interessant sein könnte, denn es gibt da Unterschiede.

Was die graphische Seite dieses Lehrbuches betrifft, muss ich noch die wesentliche Rolle von Karten und Diagrammen betonen. Die Diagramme zeigen z. B. den Unterschied zwischen den Tätigkeiten in der Freizeit von Jungen und Mädchen. Dazu gibt es dann eine Aufgabe, in der die Schüler zur Ausarbeitung ähnlicher Statistik in der eigenen Schule oder Klasse aufgefordert werden. Das führt zum Vergleich der beiden Kulturen, was Ziel des interkulturellen Lernens sein sollte. Gleich auf dem Deckblatt

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findet man eine geographische Karte von allen deutschsprachigen Ländern mit den Gebirgen und Tiefebenen und auch mit den gröβten Städten und bekanntesten Flüssen. Sehr gelungen finde ich auch die andere Karte, wo sich wieder deutschsprachige Länder befinden. Diesmal erfahren die Schüler neben der Lage einiger Städte auch

Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten der deutschen Sprache, in diesem Fall

auf Grüβe bezogen (Grüezi, Grüβ Gott, Servus, Hallo, Tschau

Die Grüβe werden

hier von gemalten Figuren präsentiert, was vielleicht zur besseren Erinnerungsähigkeit hilft.

)

3.6.3 Themen „Die Situationen sind so gewählt: Einerseits geben sie Einblick in die Lebensweise deutscher Jugendlicher und vermitteln damit implizit Landeskunde, anderseits können die Schülerinnen und Schüler sie vielseitig variieren und auf für sie relevante Situationen übertragen.“ 1

Alle Themen, die in diesem Lehrbuch behandelt werden, orientieren sich an das wahre Leben der Schüler. Betont wird vor allem die Kommunikation. Sie gehen von dem Bekannten aus und versuchen das Erlebte auf das Leben in den deutschprachigen Ländern zu beziehen. Im ersten Lehrbuch werden Themen wie „Freizeit“, „Schule“ oder „Zu Hause“ behandelt. Die Themen wurden so ausgewählt, dass sie dem Leben unserer Schüler sehr nahe stehen.

Was jedoch die Vermittlung von Daten und Fakten angeht, erfahren im ersten Lehrbuch die Schüler nur relativ wenige Informationen. Es werden hier die Hauptinformationen über die Erdkunde vermittelt, man erfährt auch etwas über das Schulsystems in Deutschland (leider nur in Deutschland). Mit Hilfe einer Graphik können sich die Lernenden schnell vorstellen, welche Schulen in Deutschland vorhanden sind und sie werden gleichzeitig aufgefordert, das Schulsystem in ihrer Heimat mit dem deutschen zu vergleichen. Angaben über Geschichte, Politik oder Wirtschaft fehlen in diesem Lehrbuch. Vielleicht deswegen bleiben die Informationen in deisem Lehrwerk länger aktuell und wichtig. Die Texte und Informationen sind sachllich richtig.

1 Planet, Lehrerhandbuch, S. 4

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3.6.4

Sprache

Der benutzte Wortschatz entspricht der alltäglichen Sprache, er ist voll von Neologismen (Händy, Skateboard, Gameboy, Walkman, Mail). Es werden hier die in heutiger Zeit oft gebrauchte Abkürzungen erwähnt, z. B. Tel., Mon. Der Wortschatz ist so ausgewählt, dass man die für tägliche Kommunikation wichtigen Wörter kennen sollte. Dort kommen verschiedene Partikeln und Interjektionen vor – z. B. he, na ja, ach.

„Planet vermittelt eine authetnische Umgangssprache, wie sie in Alltagssituationen von Jugendlichen und Erwachsenen verwendet wird. Auf kurzlebige Ausdrücke einer Jugendsprache wird bewusst verzichtet.“ 1 Der ausgewählte Wortschatz steht dem Alter und Fähigkeiten der Schüler nahe. In dem Lehrbuch finden wir einige umgangssprachliche Ausdrücke und marginal auch die regionalen Ausdrücke (Grüβe), auf soziale Varianten der Sprache und fachliche Ausdrücke wird verzichtet.

3.6.5 Zusatzmaterialien

Als begleitendes Material gibt es zu diesem Lehrwerk eine Kassette oder CD mit Hörtexten und Liedern und auch ein Video oder DVD mit Szenen aus dem deutschen Alltag. „Zu den Themen Hobbys, Schule, Wohnen, Einkaufen, Sport, Mein Tag vermittelt die DVD nicht nur landeskundliche Informationen, sondern sie zeigt in lockeren, amüsanten Spielszenen Situationen aus dem alltäglichen Leben von jungen Leuten. So kommt ein Stück Lebenswirklichkeit in den Unterricht und zwar auf unterhaltsame Weise.“ 2 Zu diesem Lehrwerk gibt es auch kostenloser Internetservice mit verschiedenen Online-Übungen, die aber nicht landeskundlich orientiert sind.

Sehr gelungen finde ich die Lieder. Sie sind durchaus modern, kommen zwar nicht von authentischen Quellen, aber dafür haben sie den Vorteil, dass sie sich auf neuen Wortschatz beziehen. Auf ihrem Hintergrund sehen die Lernenden, dass in den deutschsprachigen Ländern wohl ähnliche Musikart gehört und gesungen wird, wie bei uns.

1 Planet 1, Lehrerhandbuch, S. 6

2 http://www.hueber.de/huebershop/detail.html?refresh=true&action=show&isbn=978-3-19-281678-

9&elka_id=505323&selected_elka_id=505323&theme=default

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3.6.6 Sonstiges Was das Angebot der Sozialformen angeht, wird Partner- und Gruppenarbeit in dem Lehrwerk bevorzugt, es gibt aber auch Gemeinschaftsarbeit, in der die Schüler eine Szene vorbereiten sollen oder ein Plakat über ihre Freizeit machen sollen. Dadurch werden die Schüler zur Projektarbeit angeregt.

Der Lernstoff in dem Lehrbuch ist nicht besonders mit anderen Fächern vernetzt. Es gibt nur einige geographische Angaben, keine anderen Fächer werden erwähnt.

Lobenswert finde ich, dass man in jeder vierten Lektion eine ganze Seite findet, auf der noch einmal die bereits erwähnten landeskundlichen Informationen wiederholt werden. Es gibt da Informationen über Städte in den deutschsprachigen Ländern, über das Schulsystem, die Freizeit der Jugendlichen und auch Haustiere in Deutschland. Die Informationen orientieren sich dabei voll an das Interesse der Schüler, vielleicht könnten sie um einige Fakten ergänzt werden.

Von den deutschsprachigen Ländern wird hier wieder eindeutig Deutschland vorgezogen. Es wird ihm mehr Raum gewidmet, ale den anderen Ländern.

3.6.7 Vorteile und Nachteile des Lehrwerkes Vorteile:

- Positiv beurteile ich die zahlreichen Bilder und Fotos, die authentisch und aktuell sind und die das Lehrwerk attraktiv und realitätsnah machen.

- Es werden da regionale Varianten der deutschen Sprache erwähnt.

- Die Texte und Übungen sind auf die alltägliche Kommunikation bezogen, eine wichtige Rolle spielt hier die Umgangssprache.

- In diesem Lehrwerk wird allen deutschsprachigen Ländern Raum gewidmet, bevorzugt wird jedoch wieder Deutschland.

Nachteile:

- Als Nachteil dieses Lehrwerkes würde ich fehlende Informationen und Fakten über Städte, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, natürliche Gegebenheiten und Fremdenverkehrsorte bezeichnen. (Man erfährt, dass es in deutschen Haushalten

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6,9 Mio. Katzen gibt, aber nirgendwo findet man, wie viel Einwohner die deutschsprachigen Länder haben).

- Die Anzahl der authentischen Texte ist meiner Meinung nach ziemlich niedrig, obwohl die benutzten Texte sehr sorgfältig ausgewählt wurden.

Auf den ersten Blick kann man sehen, dass es sich um ein modernes Lehrwerk handelt, dass dem Konzept des interkulturellen Lernens entspricht. Auch wenn ich einige Bemerkungen zu der Anzahl der authentischen Texte und zu den fehlenden Informationen über kulturelle Begebenheiten habe, finde ich das Lehrwerk sehr nützlich und den landeskundlichen Anforderungen entsprechend.

3.7 Überblick über die Vorteile und Nachteile der ausgewählten Lehrwerke Zum Schluss möchte ich hier noch einmal einen Überblick über die wichtigsten Merkmale dieser Lehrwerke verschaffen.

 

Vorteile

Nachteile

Heute haben wir Deutsch

- Identifikationsmöglichkeiten

- Abwesenheit literarischer und authentischer Texte

- Informationenvermittlung

 

- authentische Illustrationen

- unaktuelle Lieder

- Angemessenheit

- veraltete Fotos

- Aktualität der Texte

- fehlende Alltags- und Umgangssprache

- Einfälle für Rollenspiele

Das Deutschmobil

- einige Karten

- wenige authentische Materialien

- einige literarische Texte

- geringe Vermittlung landeskundlicher Informationen

- Bevorzugung Deutschlands

- Unaktualität

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Planet

- authentische Illustrationen

- wenige Informationen vermittelt

- Aktualität

- alltägliche Kommunikation, Umgangssprache

- niedrige Anzahl authentischer Texte

- alle deutschsprachigen Länder miteinbezogen

- Auswahl authentischer Texte

3.8 Vergleich und Entwicklungstendenzen Zusammenfassend muss ich sagen, dass es enorme Unterschiede in der Gestaltung der landeskundlichen Thematik in den gegenwärtigen Lehrwerken gibt. Der Hauptunterschied zwischen den Lehrbüchern besteht darin, dass sie in anderen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen entstanden. Das primäre Problem stellt das Veralten der Informationen, aber auch Fotos dar. Es gibt aber auch Unterschiede in der gesamten Auffassung der Landeskunde in den Lehrwerken.

Der wichtigste Punkt für den Anteil der Landeskunde in heutigen Lehrwerken ist die kommunikative Zielsetzung. Das Ziel des Fremdsprachenunterrichts ist heutzutage die Entwicklung der Kommunikationsfähigkeiten der Schüler. Ich würde diese Lehrwerke zum kommunikativen (oder teilweise interkulturellen) Ansatz zuordnen. Die Autoren gehen von der Notwendigkeit der Vermittlung landeskundlicher Kenntnisse aus. Durch Kenntniss des alltäglichen Lebens sollen die Schüler zur Kommunikation bewogen werden, was ganz konkret in „Planet“ gezeigt wird.

Das Lehrwerk „Heute haben wir Deutsch“ wurde von tschechischen Autoren geschrieben. Diese Tatsache widerspiegelt sich deutlich in den angegebenen Texten. Es vermittelt viele Fakten und Angaben über die Kultur und Geographie der deutschsprachigen Länder, die für die Lernenden mehr oder weniger interessant sind. Es konzentriert sich aber auch auf die freie Verwendung der deutschen Sprache im Gespräch. Die Schüler werden zwar auch auf die Kommunikation vorbereitet, in der Wirklichkeit sind sie aber oft nicht fähig, sich in der deutschen Sprache in alltäglichen

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Situationen zu verständigen. Dies ist vor allem durch die Abwesenheit der alltäglichen Umgangssprache verursacht.

Im Lehrwerk „Das Deutschmobil“ finden wir kein Wort in der tschechischen Sprache, was auf die Schüler vor allem am Anfang abstoβend wirken kann. Es werden da Themen und Situationen ausgewählt, die die Schüler ansprechen, es wird sowohl die kognitive als auch die kommunikative Seite betont. Die Motivation für das Deutschlernen wird vor allem auf der spielerischen Basis erhöht, die Landeskunde als Motivationsmittel ist nicht so wichtig. In diesem Lehrwerk spielen die Alltagsbereiche und allgemeine gesellschaftliche Themen, durch die der Schüler tiferen Einblick in das gesellschaftliche Leben erhält, keine groβe Rolle.

Das Lehrwerk „Planet“ entspricht den Ansprüchen des heutigen Deutschunterrichts, obwohl es ziemlich wenige Angaben über die deutschsprachigen Länder vermittelt. Mit dem Lehrwerk werden landeskundliche Lernziele erreicht. Mit „Planet“ werden kulturelle Kenntnisse der Schüler verbessert. Die Anziehungskraft bilden hier aktuelle und moderne Anlagen.

Die ausgewählten Lehrwerke, die an den Grundschulen benutzt werden, entsprechen mehr oder weniger den Ansprüchen des landeskundlichen Unterrichts. In diesen drei Lehrwerken hat Landeskunde ihre feste Stelle, sie wird jedoch unterschiedlich vermittelt. Die Autoren konzentrieren sich auf andere Punkte und das Wort „Landeskunde“ bedeutet für jeden etwas Anderes. In „Heute haben wir Deutsch“ bedeutet Landeskunde vor allem Fakten über Geographie und Kultur, aber auch Anregung zu Gesprächen. In „Das Deutschmobil“ bilden die Landeskunde einige literarische Texte und Karten. In „Planet“ wird die Aufmerksamkeit hauptsächlich dem Alltag und der alltäglichen Kommunikation und Umgangssprache gewidmet. Ich glaube, dass alle drei Lehrwerke teilweise die Ansprüche auf die landeskundliche Komponente im Deutschunterricht erfüllen. Es kommt immer auf den bestimmten Lehrer an, wie er mit dem Lehrwerk arbeitet und welche begleitenden Materialien und Medien er benutzt.

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Treffend finde ich die Bemerkung von G. Neuner: „Lehrwerkautoren sind im Normalfall keine „pädagogischen Hellseher“, d. h. sie kennen die besonderen Probleme einer ganz bestimmten Lerngruppe nicht, sondern stellen sich – wenn überhaupt – auf eine „Durchschnittsgruppe“ ein (die es in der Unterrichtsrealität nicht gibt!)“ 1

In der Zukunft werden wieder andere Lehrwerke herausgegeben, in denen die Landeskunde mehr oder weniger wichtig sein wird. Der Lehrer sollte solches Lehrwerk auswählen, das seinen eigenen Vorstellungen entspricht. Man sollte dabei nicht nur die modernsten und akutellsten Anlagen in Betracht ziehen, denn sie werden sehr schnell alt. Die Gesamtkonzeption sollte Teile aller Ansätze beinhalten. Das Lehrwerk sollte auf jeden Fall die wichtigsten Angaben über die deutschsprachigen Länder vermitteln, sollte sich auf die Alltagskommunikation konzentrieren und zugleich den Vergleich der eigenen Kultur mit der deutschen ermöglichen.

1 Neuner G., Krüger M., Grewer U.: Übungstypologie zum kommunikativen Deutschunterricht, S. 141

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4 REALISIERUNG DER LANDESKUNDE IM UNTERRICHT - KONKRETE VORSCHLÄGE Das Lehrwerk bildet im Deutschunterricht die Grundlage sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Was die Grammatik und Aussprache angeht, könnte der Lehrer nur mit dem Lehrwerk auskommen, anders ist es aber bei der Landeskunde. Das Lehrbuch sollte der Lehrer vor allem als Inspiration gebrauchen. Ich habe bereits im theoretischen Teil meiner arbeit betont, dass sich der Lehrer im auf Landeskunde orientierten Unterricht auf keinen Fall nur auf das Lehrwerk verlassen sollte. Diese Meinung vertritt auch G. Neuner: „Oft besteht die einzige Chance, die Arbeit im Deutschunterricht interessanter zu gestalten, darin, das Lehrbuch ganz wegzulegen.“ 1

Nach der Untersuchung der ausgewählten Lehrwerke hat sich diese Meinung nur bestätigt. Der Lehrer kann und soll auch zu anderen Möglichkeiten, Quellen, Medien und Materialien greifen. Aus diesem Grund möchte ich im letzten Teil meiner Arbeit einige Vorschläge angeben, wie die Landeskunde auf interessante Weise gelehrt und vermittelt werden kann. Ich deute auch an, welche Quellen und Materialien dazu benutzt werden können. Mit den meisten von ihnen habe ich selbst als Lehrerin persönliche Erfahrung.

4.1 Landeskunde mit dem Internet Sehr gut kann man für den landeskundlich orientierten Unterricht das Internet benutzen. Seine Vorteile habe ich bereits beschrieben. Mit seiner Hilfe kann man eine unzählige Menge von Arbeiten machen. In den Lehrwerken wird leider an Arbeit mit Internet gar nicht gedacht.

4.1.1 Internet-Recherchen Sehr interessant und spannend finden die Schüler verschiedene Fragen oder Aufgaben, deren Antworten oder Lösungen sie im Internet finden müssen. Dieses kann in Form von Fragen verlaufen. Die Schüler können bei diesen Aufgaben einzeln, zu zweit oder in Gruppen arbeiten, es kommt immer auf den Schwierigkeitsgrad und auf die Entscheidung des Lehrers an. Die Gruppenarbeit ist vor allem bei schwierigen und

1 Neuner G., Krüger M., Grewer U.: Übungstypologie zum kommunikativen Deutschunterricht, S. 153

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komplizierten Aufgaben günstig, weil die Lernenden die Antwort besprechen können. Bei solchen Übungen lernen die Schüler selbstständig etwas herauszufinden.

Die Schüler können auf einem Blatt unterschiedliche Fragen zu einem Thema bekommen (dazu können auch die Webseiten, auf denen die Antworten zu finden sind, angegeben werden) und sie müssen mit Hilfe von verschiedenen Suchmaschinen beantwortet werden. Wenn sie selbst die richtigen Antworten finden müssen, werden sie sie sicherlich auch länger im Gedächtnis behalten. Wichtig ist, dass der Lehrer die richtigen Antworten kennt.

Vorschlag 1 Ein Beispiel zum Thema „Ostern“ ist im Anhang (siehe Anlage 1) zu finden. Dort gibt es sechs Gruppen von Fragen zu Ostern, die beantwortet werden sollen. Die Fragen in diesem Fragebogen sind ziemlich einfach und verständlich formuliert, komplizierter scheint die Suche nach den Antworten zu sein. Die Schüler lernen es aber ziemlich schnell und kommen damit sicher zurecht. Die Antworten können dann zusammen in der Klasse kontrolliert werden.

Vorschlag 2 Der Lehrer kann sich ein beliebiges Thema ausdenken und die Schüler daran arbeiten lassen. Man kann Fragen aus verschiedenen Bereichen stellen, z. B. berühmte Persönlichkeiten oder Städte. Als Beispiel führe ich hier Fragen zur Person des österreichischen Autoren Stefan Zweigs an.

1. Wann und wo wurde er geboren?

2. Woran oder wie starb er?

3. In welchem Land lebte er am längsten?

4. Er reiste sehr viel. Welche Länder besuchte er? (3 Beispiele)

5. Nenne 3 seine Novellen.

Man könnte natürlich eine unbegrenzte Zahl von Fragen ausdenken, aber ich glaube, es ist günstiger, nur ein paar Fragen zu stellen, weil die groβe Zahl der Fragen die Schüler demotivieren könnte.

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Vorschlag 3 Der Lehrer kann an die Schüler eine Liste mit geographischen Namen und eine leere

Karte von einem deutschsprachigen Land aufteilen. Die Schüler sollen dann mit Hilfe des Internets diese Orte finden und ihre geographische Lage in die Karte einzeichnen. Als Beispiel schlage ich 5 Orte vor, die ziemlich bekannt sind:

1. der Bodensee

2. die Lüneburger Heide

3. Rügen

4. die Alpen

5. Harz

Dazu können noch weitere Zusatzfragen für diejenigen gestellt werden, die schnell fertig sind. Die Lernenden könnten einführen, welche Städte sich in der Nähe befinden oder was man sich unter diesen Namen eigentlich vorstellen kann (Stadt, See, Gebirge,

Insel, Fluss usw.) Die Ergebnisse können dann in Gruppen oder in der Klasse besprochen werden. Durch diese Übung bekommen die Lernenden einen Überblick über die deutsche Geographie.

Vorschlag 4 Die Schüler können eine Aufgabe bekommen, in dem sie alle deutschen Festtage im Internet finden sollen. Also die Anzahl, den Namen, das Datum, an dem sie gefeiert werden und vielleicht auch tschechische Übersetzungen. Dann können sie wieder vergleichen, welche Feiertage es sowohl in Deutschland als auch in Tschechien gibt und welche unterschiedlich zur Heimat sind. Dann verläuft der Unterricht auf der kulturkontrastiven Grundlage.

Vorschlag 5 Eine amüsante, unterhaltsamme Übung ist „virtuelles Einkaufen“. Die Schüler bekommen eine Aufgabe, in der sie ihre Wohnung in Berlin neu mit Möbeln ausstatten sollen. Sie haben z. B. 2000,- Euro zur Verfügung. Sie sollen im Web ein deutsches Kaufhaus besuchen und dann eine Liste aufschreiben, wo und was sie eingekauft

haben, und wie viel es gekostet hat. In der Klasse kann danach über folgende Fragen diskutiert werden:

- Wie viele Möbelstücke habt ihr gekauft?

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- Hat das Geld gereicht?

- Wie viel Geld würdest du brauchen, um deine Wohnung in Berlin völlig nach deinen Wünschen ausstatten zu können? Auf diese Weise können sich die Schüler eine Vorstellung machen, wie die Preise in Deutschland sind. Sie können dann die gleiche Aufgabe bekommen, aber es kann sich um eine Wohnung in Prag, in Wien oder in Bern handeln. Das ermöglicht den Schülern, eine Vorstellung über Preise in anderen Ländern zu gewinnen und die Preise in Tschechien und in anderen deutschsprachigen Ländern zu vergleichen. Damit bekommt das Lernen wieder eine kulturkontrastive Richtung.

Alle diesen Übungen finden die Schüler interessant, unterhaltend aber gleichzeitig auch belehrend. Sie machen sich bei ihnen mit dem Internet vertraut, lernen selbstständig zu arbeiten. Wenn die Arbeit in Gruppen verläuft, lernen sie mit anderen zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu helfen. Dabei erfahren sie viele neue Informationen, sie können die Kulturen vergleichen, sie lernen mit Spaβ.

4.1.2 Übungen zur Landeskunde Das Internet muss im Deutschunterricht nicht nur für die Suche nach Informationen benutzt werden. Man kann im Internet verschiedene Übungen finden, die die landeskundlichen Kenntnisse der Lernenden vertiefen und dazu noch spannend sind.

Vorschlag 6

Ein

Beispiel

ist

auf

der Internetseite

http://www.hueber.de/sixcms/list.php?page=pg_landeskunde_detektive_daf zu finden. Dort lernen die Schüler einen Privatdetektiv kennen und sie können ihm helfen, Begriffe aus dem deutschsprachigen Land zu finden und gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse zu erweitern. Dabei handelt es sich um berühmte Personen, Städte oder geographische Begriffe, die die Schüler mit Hilfe von fünf Hinweisen entdecken sollen. Auch wenn sie es nicht schaffen, erfahren sie am Ende was oder wer gesucht wird. Bei dieser Übung erweitern sie ihre Deutschkenntnisse und sie erfahren etwas von deutschen Personen, Städten oder geographischen Begriffen.

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Vorschlag 7 Viel Interessantes aus den deutschsprachigen Ländern kann man auf der Internetseite http://www.hueber.de/sixcms/list.php?page=landeskunde_wahr_daf finden. Die Schüler können wieder ihre Sprachkenntnisse verbessern und nebenbei viel Interessantes aus den deutschsprachigen Ländern erfahren. Unter dem Namen „Wirklich wahr?“ kann man 7 Geschichten lesen und am Ende entscheiden, ob diese Geschichten der Wahrheit entsprechen oder ob die Informationen nur ausgedacht wurden. Die Schüler lernen neben vielen interessanten Fakten von den Deutschen auch einige Redewendungen kennen.

Das Internet ist heutzutage ein wichtiges Medium, und jeder Lehrer sollte mit ihm vertraut sein. Er kann es für seine Vorbereitungen nutzen. Er kann dort Texte mit verschiedenen Themen, Spiele oder Kreuzworträtsel finden. Im Internet kann aber der Lehrer auch verschiedene landeskundliche Texte und dazu gehörte Fragen finden. Diese können ausgedruckt werden, im Papierformat an die Schüler verteilt werden und während des Unterrichts in einer normalen Klasse bearbeitet werden – wenn die Schule den Internetanschluss nicht hat. Es handelt sich also um Leseverstehen, dabei erfährt man aber viele neue landeskundliche Informationen. Wichtig ist, dass der Text so ausgewählt wird, dass er das Interesse der Schüler weckt.

Vorschlag 8 Ein Beispiel zum Thema „Vatertag und Himmelfahrt“ ist im Anhang (siehe Anlage 2) zu finden. Dort findet man einen Lesetext und dazu werden dann Fragen gestellt, deren Antwort man eben in dem Text findet.

Alle diesen Übungen haben ein gemeinsames Ziel, obwohl sie ziemlich unterschiedlich zu sein scheinen. Sie wollen nämlich den Schülern auf eine einfache Art die Lebensweise, Kultur und Geographie näherbringen. Bei ihnen erfahren die Schüler etwas Neues nur nebenbei. Die Schüler verlieren oft das Gefühl, dass sie etwas lernen, weil sie sich hauptsächlich amüsieren.

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4.2 Landeskundliche Tests und Quiz Die Schüler allgemein lieben Ausfüllung von Tests, vor allem, wenn die Tests nicht benotet werden. Sie bieten eine ausgezeichnete Lernmethode, denn die Lernenden machen es mit Lust und Spaβ und dadurch behalten die neuen Informationen länger im Gedächtnis.

Man kann verschiedene landeskundliche Tests auch im Internet finden. Es steht da eine unendliche Menge zur Verfügung, es bleibt nur an dem Lehrer, welche er für die Schüler auswählt. Die Schüler bekommen die Antworten anonym korrigiert, was ein groβer Vorteil ist.

Vorschlag 9 Ein Landeskunde-Quiz habe ich auf der Internetseite http://www.ralf- kinas.de/index.html?http://www.ralf-kinas.de/quiz_landesk.htm gefunden (siehe Anlage 3). Dieser Test besteht aus Fragen in folgenden Bereichen: Politik, Geographie, Allgemeines und Städte. Die Schüler bekommen immer drei mögliche Antworten und sollen sich für eine entscheiden. Dann können sie diesen Test selbst auswerten und die Fehler korrigieren. Mit Spaβ erweitern sie dabei ihre Kenntnisse.

Der Lehrer kann natürlich nur einige Bereiche für die Schüler aussuchen, es kommt immer darauf an, über welches landeskundliche Wissen die Schüler bereits verfügen.

Vorchlag 10 Unter der Adresse http://www.ralf-kinas.de/index.html?http://www.ralf- kinas.de/quiz_landesk.htm ist ein einfaches Quiz zu finden, das sich nur auf deutsche Städte konzentriert (siehe Anlage 4) und die Übersicht über sie erweitert. Man soll da antworten, in welcher Stadt sich die angegebene Sehenswürdigkeit befindet. Dieses Quiz kann die Motivation der Lernenden erhöhen, denn er bietet am Ende eine Belohnung in Form eines Witzes, wenn 80% der Fragen richtig beantwortet wird.

Unterschiedliche Tests zur Landeskunde muss man nicht nur im Internet suchen. Der Lehrer kann andere landeskundliche Lehrbücher oder Hefte benutzen, oder sich sogar einen Test selbst zu verfertigen. Solcher selbst gemachte Test erfüllt am besten alle

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Bedingungen, denn der Lehrer kann in ihm den aktuellen Stoff und das Interesse und Fähigkeiten der Schüler berücksichtigen. Die Ausfüllung kann dann in Form von Gruppenarbeit verlaufen und kann als Wettkampf organisiert werden.

Solche Tests können sich auf verschiedene Gebiete und Bereiche der Landeskunde beziehen, auf die geographischen, geschichtlichen oder kulturellen Fakten aus den deutschsprachigen Ländern, sie sollten aber auch das alltägliche Leben umfassen. Zwei ziemlich interessante Tests habe ich in dem Buch „Orientierungskurs“ gefunden. Am Ende dieses Buches sind auch richtige Antworten angegeben, über die man nachdem in der Klasse diskutieren kann.

Vorschlag 11 In dem ersten gibt es Fragen zu Themen wie: Feiertage, Arbeitszeit (siehe Anlage 5). Zu jeder Frage werden dann vier Antworten angeboten, nur eine davon ist richtig. Die Schüler können dadurch viel Interessantes erfahren und am Ende werden sie aufgefordert, sich zu Unterschieden im eigenen Land und Deutschland auszudrücken. Dieser Test erweitert die Übersicht der Schüler über die Arbeitszeit in Deutschland und auch die kommunikative Kompetenz auf dem kulturkontrastiven Hintergrund.

Vorschlag 12 Der zweite Test behandelt wichtige Rechte und Pflichten der Deutschen (siehe Anlage 6). Die Lernenden sollen entscheiden, ob die angegebenen Aussagen richtig oder falsch sind. Einige von diesen Aussagen sind sehr interessant, z. B. was die körperliche Bestrafung der Kinder angeht. Die Lernenden erfahren einige Informationen über Bürgerpflichten und entwickeln ihre kommunikative Kompetenz.

Solche Tests können Konkurrenz und Leistungsvergleich unter den Schülern unterstützen. Jeder bemüht sich um das beste Ergebnis.

4.3 Landeskunde mit der Zeitung Für den Landeskundeunterricht sollten die Lehrer verschiedene Quellen benutzen, eine der wichtigsten von ihnen ist die Zeitung. An der Grundschule muss man aber nicht nur mit den komplizierten, anspruchsvollen Fachartikeln arbeiten. In jeder Zeitung findet

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man einfache, kurze Texte, die oft von Graphik ergänzt werden. Ich habe hier wieder zwei Beispiele von Zeitungstexten, die für Arbeit an der Grundschule gut geeignet sind.

4.3.1 Fernseprogramm Ein interessantes landeskundliches Dokument, das in jeder Zeitung zu finden ist, ist das Fernsehprogramm. „Fernsehen prägt den Alltag der meisten Menschen, und schon das Programm kann uns viel über diesen Alltag berichten.“ 1 Das Fernsehen spielt heutzutage eine wichtige Rolle für die Schüler, und das sollte man nutzen.

Vorschlag 13 Man kann mit dem Programm unterschiedlich arbeiten. Der Lehrer kann die Schüler mit einem Gespräch über die Programme sehr gut zur Kommunikation bewegen. Es kann über verschiedene Sachen diskutiert werden:

Welche deutschen Programme kennt ihr?

 

Habt ihr oder jemand aus eurer Familie Satelitenfernsehen?

Kennt ihr einige Filme?

 

Gibt es dort Serien oder Filme, die man auch im tschechischen Fernsehen sehen kann, bzw. wie heiβen sie auf Deutsch und wie auf Tschechisch?

Welche Programmstruktur findet ihr besser z. B. Pro7 oder Nova?

Durch

diesen

Vergleich

und

diese

Kontrastivität

werden sich die Schüler der

Unterschiede bewusst. Der Lehrer kann vorher verschiedene Fragen vorbereiten, die

dann

beispielsweise einige Fragen formuliert, die man den Schülern stellen kann. Ich führe

ein paar Beispiele ein:

müssen. In „Landeskunde mit der Zeitung“ werden

beantwortet

werden

Wie viele Programme gibt es?

Wann beginnt und endet die Sendung?

Welche Kindersendungen gibt es?

Welche Serien gibt es und woher stammen sie?

Auf welchem Programm kann man die meisten Kindersendungen sehen?

1 Sölch, H.: Landeskunde mit der Zeitung, S. 40

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Für die Arbeit mit dem Fernsehenprogramm eignet sich hervorragend die Gruppenarbeit. Die Schüler können in Gruppen verschiedene Informationen aus dem Programm herausnehmen.

Vorschlag 14 Die Schüler können eine Aufgabe bekommen, in dem sie Nachrichten von allen Programmen aufschreiben sollen. Die Gruppen können dann diskutieren

- wer die meisten gefunden hat

- ob es sich bei allen wirklich um Nachrichten handelt

- auf welchem Programm gibt es die meisten Nachrichten

- ob es vielleicht ein spezielles Programm gibt, das sich nur auf Nachrichten konzentriert usw. Dadurch bekommt die Stunde einen kommunikativen Charakter.

Vorschlag 15 Eine weitere Aufgabe ist, alle Sendungen aufzuschreiben, die für die Schüler sehenswert sind. Dazu müssten sie sich das genaue Programm und die Zeit notieren und dann darüber reden, warum sie sich gerade für die konkrete Sendung entschieden haben. Dadurch werden die Schüler wieder zur Kommunikation gezwungen.

4.3.2 Wetterbericht Ein weiterer Teil jeder Zeitung, der für die Schüler nicht so schwierig ist, stellt der Wetterbericht dar. Mit dem Wetterbericht kann man sehr gut arbeiten, denn es werden da die graphische Gestaltung einer Karte mit einem kurzen Text verbunden. Einerseits können die Schüler neue Wörter lernen, die sich zum Wetter beziehen, anderseits erfahren sie etwas von der Geographie der deutschsprachigen Länder und auch über das dortige Klima, das man dann mit dem Klima in Tschechien vergleichen kann.

Vorschlag 16 Einige Vorschläge für die Arbeit mit einer Wetterkarte ist im Buch „Landeskunde mit der Zeitung“ zu finden. Ich wähle einige Beispiele aus:

- Länder auf der Wetterkarte und ihre Hauptstädte nennen

- Einige Städte den Schülern eintragen lassen

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- Wetter in einzelnen Regionen beschreiben

- Einen Ausflug planen, je nachdem, wie das Wetter dort ist

Vorschlag 17 Der Lehrer kann auch mehrere Wetterkarten besorgen und die Schüler raten lassen, für welchen Tag (genauer Tag, Monat oder nur Jahreszeit) sich der Wetterbericht eignen würde. Jede Gruppe kann eine andere Wetterkarte bekommen und vor der Klasse dann ihre Meinung begründen.

4.4 Rollenspiele In den ausgewählten Lehrwerken waren auch einige Rollenspiele zu finden, die sich mehr oder weniger auf Landeskunde konzentrierten. In dem bei mir vorgeschlagenen Rollenspiel ist der landeskundliche Hintergrund unbestritten.

Vorschlag 18 Ich habe das Rollenspiel „Stadtführer“ genannt. Dieses Rollespiel verlangt für die Schüler Vorbereitung. Ein Schüler (oder auch mehrere) soll sich bis zu der nächsten Stunde Informationen über eine Stadt aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein oder der Schweiz beschaffen. Er kann sich auch verschiedene Bilder und Fotos von Sehenswürdigkeiten von der gewählten Stadt besorgen, die dann in der Klasse aufgeklebt oder aufgehängt werden können. In der Stunde stellt er dann die Stadt vor und die anderen Schüler haben die Rolle der Touristen oder Besucher. Der Schüler organisiert dann die fiktive Durchführung, die anderen können sich an ihn mit verschiedenen Fragen wenden. Das führt zur Vertiefung der Kenntnisse über verschiedene Städte und zur Entwicklung der kommunikativen Kompetenz.

Dieses Rollenspiel kann während des ganzen Schuljahres organisiert werden. Es können z. B. zwei Durchführungen im Monat veranstaltet werden. Die Stadtführer können dann für die erforgleiche Durchführung eine gute Note bekommen.

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4.5 Projektarbeit Ein vortrefflicher Weg zur Vermitllung landeskundlicher Bereiche ist die Projektarbeit. Vorteile der Projektarbeit habe ich bereits beschrieben und ich habe ebenfalls festgestellt, dass es an Vorschlägen für Projektunterricht in den Lehrbücher mangelt, deshalb möchte ich hier drei Biespiele für die Projektarbeit präsentieren.

Vorschlag19

Bei dem von mir vorgeschlagenen Projekt kann man die günstige Lage unserer Republik zu den deutschsprachigen Ländern nutzten. Ich schlage das Projekt „Die Reise nach Wien“ vor. Die Stadt kann dabei ganz beliebig ausgewählt werden. Die Vorbereitung dieses Projekts ist ziemlich anspruchsvoll, deshalb ist es für ältere Schüler empfehlenswert.

In diesem Projekt sollen die Schüler selbst eine Reise nach Wien planen und vorbereiten. Der Lehrer hat dabei die Funktion eines Beraters. Im idealsten Fall könnte man die geplante Reise tatsächlich verwirklichen. Durch die intensive Beschäftigung mit der österreichischen Hauptstadt bekommen die Schüler Möglichkeit, das Leben, die Geschichte und auch Gegenwart der Stadt kennen zu lernen und zu verstehen. Da die Schüler selbst bestimmen, was sie in Wien sehen und besuchen möchten, steigt ihre Motivation und ihr Interesse. Diese Projektarbeit kann als Gruppenarbeit (zwei Gruppen) organisiert werden, wobei jede Gruppe andere Aufgaben hat.

Sie können das Internet, verschiedene Karten und Borschüren benutzen. Einige Materialien kann der Lehrer besorgen. Eine Gruppe kann für die Fahrt verantwortlich sein. Sie sollen eine billige Variante finden. Sie sollen sich nach dem Fahrplan, Fahrtdauer, Preisen, Ermäβigungen und Buchungsmöglichkeiten erkundigen. Die andere Gruppe sollte feststellen, welche möglichen Sehenswürdigkeiten und Denkmäler in Wien zu sehen sind. Sie müssen auch nach der Öffnungszeit und nach Eintrittspreisen fragen. Die Schüler müssen entscheiden, was sie sehen und besuchen möchten – daran werden alle Schüler beteiligt. Sie sollten dann gemeinsam ein interessantes Programm und einen Zeitplan vorbereiten. Wenn dieser Ausflug dann wirklich realisiert wird, können sich die Lernenden eine Vorstellung machen, ob ihre Vorbereitung ausreichend war und was noch zu verbessern wäre.

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Vorschlag 20 Ein anderes Projekt könnte ich als „Städte in der Schweiz“ benennen. (Es kann dabei wieder ein anderes Land festgelegt werden.) Für dieses Projekt würden die Kinder ungefähr 4 Deutschstunden brauchen.

Noch bevor man mit der eigenen Projektarbeit beginnt, müssen einige Sachen geklärt werden. Es sollte auch erklärt werden, wie das Projekt am Ende aussehen soll, bzw. sollten einige Beispiele gezeigt werden. Es soll die Form eines Plakats haben. Es müssen alle Einzelheiten geklärt werden – die Absicht des Projekts, der Dauer usw. Die Schüler sollen alles Mögliche über die Schweiz aufsuchen und in die nächste Stunde mitbringen – z.B. Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Ansichtskarten, Bücher, Fotos In diesem Zeitpunkt sollte ein Gespräch geführt werden, was die Kinder schon über die Schweiz wissen. Der Lehrer sollte die Karte von der Schweiz mitbringen. Er kann einige von folgenden Fragen stellen:

Wo liegt überhaupt die Schweiz? An welche Länder grenzt sie? Wie spricht man in der Schweiz? Hast du sie schon besucht? (bzw. wie bist du dorthin gefahren, welche Städte hast du besucht und was hast du dort gesehen?) Wie groß ist die Schweiz? Wie viele Menschen leben hier? Wie heißt die Hauptstadt? Wie viele Kantone gibt es in der Schweiz? Welche Flüsse fließen durch die Schweiz? Wie heißt der höchste Berg und wie hoch ist er? Wie sieht die Fahne aus? Wie heißt die Währung in der Schweiz? Welche schweizerischen Städte kennst du? Kennst du einige schweizerische Persönlichkeiten (Schauspieler, Sportler, Politiker, Musiker )? Hast du in der Schweiz Bekannte oder Verwandte?

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Dann müssen die wichtigsten Informationen auf ein großes Blatt zusammengefasst werden. Jemand kann die Überschrift aufschreiben, einer kann die schweizerische

Fahne aufmalen, einer malt eine kleine Karte von der Schweiz mit einzelnen Kantonen, einige fassen im kurzen die Hauptinformationen zusammen (Größe, Einwohnerzahl,

einer schreibt die Länder auf, die an die Schweiz grenzen usw. Es sollte

schon feststehen, für welche Stadt sich welche Gruppe entschieden hat.

Hauptstadt

),

Die Schüler können mit Hilfe des Internets versuchen, noch weitere Informationen über ihre Städte zu erfahren. Die Gruppen müssen dann die wichtigsten Informationen über ihre Stadt zusammenfassen und in einfache Sätze umwandeln. Es wird dann auf das groβe Blatt aufgeklebt.

Die letzte Stunde dieser Projektarbeit wird der Präsentation gewidmet. Die Gruppen stellen gegenseitig ihre Städte vor. Die zuschauenden Gruppen können dann jede Arbeit bewerten. Dann soll das ganze Plakat mit allen Informationen über die Schweiz und mit den einzelnen Städten irgendwo in der Klasse an eine Wand aufgehängt oder aufgeklebt werden. Wenn es ausgestellt wird, können die Schüler das Gefühl bekommen, etwas Wichtiges gemacht zu haben. Am Ende sollten die Gruppen besprechen, wie das Projekt gelungen ist, was man zum nächsten Mal besser machen könnte, was die Schüler schwer fanden, ob es ihnen Spaß machte usw.

Vorschlag 21 Wunderbar geeignet für den landeskundlichen Unterricht sind solche Formen, mit denen der Schüler nicht nur Fakten und Angaben lernt, sondern etwas erlebt, das er sich dann für eine lange Zeit merken wird. Die Kultur der deutschsprachigen Länder muss dem Schüler nicht nur vom Lehrer, Lehrbuch oder anderen Medien vermittelt werden, er kann sie im Deutschunterricht selbst miterleben. Bei meinem Vorschlag kann der Schüler nicht nur mit dem Kopf und Händen arbeiten, sondern mit dem ganzen Körper.

Die Schüler sollten im Rahmen des landeksundlichen Unterrichts mit typischen Speisen der deutschsprachigen Länder bekannt gemacht werden. Ein perfekter Weg zum Kennenlernen der Küche dieser Länder ist Zubereitung eines Essens nach einem Rezept aus dem deutschsprachigen Raum. Es gibt natürlich eine unedliche Menge von

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Rezepten, die man nicht nur im Kochbuch, sondern auch in Zeitschriften oder im Internet finden kann.

Sehr interessant (und lecker) ist für die Schüler Zubereitung des Eintopfs (siehe Anlage 7). Unter diesem Wort können sich die Schüler meistens nichts Genaues vorstellen und die Erklärung im Wörterbuch hilft auch nicht viel. Wenn die Schüler etwas kochen sollen, brauchen sie mindestes zwei Deutschstunden hintereinander, was ein Problem werden könnte. Der Lehrer wird dabei aber sicherlich eine Lösung finden. Es ist auch notwendig, dass sich in der Schule eine Übungsküche befindet. Noch bevor man mit dem Kochen anfängt, müssen in einer Stunde alle Einzelheiten besprochen und das Rezept sorgfältig gelesen werden.

Beim Durchführen dieser Arbeit ist wichtig, dass die Schüler nicht nur viele neue Wörter lernen, sondern dass sie durch das Kosten einen neuen Geschmack kennen lernen, und dass das Lernen mit einem neuen Erlebnis verbunden wird.

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5 SCHLUSSWORT Landeskunde ist sowohl für Lehrer als auch für Schüler ein umfangreiches, aber zugleich ein interessantes Thema des Fremdsprachenunterrichts. Man kann sich unter ihr unterschiedlichste Bereiche des Lebens vorstellen. Sie vermittelt uns ein anschauliches Bild der fremden Wirklichkeit. Ohne Verbindung mit der Landeskunde kann man nur schwer die deutsche Sprache lernen.

Ich hoffe, dass es mir wenigstens teilweise die Erläuterung gelungen ist, was alles dieser Begriff umfasst. Ich habe erwähnt, welche Quellen, Materialien und Medien der Lehrer für den Landeskundeunterricht in Anspruch nehmen kann. Ich habe auch angedeutet, welche Aufgaben der Lehrer hat und welche Probleme mit der Landeskunde zusammenhängen.

Es ist Aufgabe des Lehrers, die Landeskunde auf wirksame und interessante Weise zu vermitteln. Ich habe gezeigt, worauf der Lehrer aufpassen soll, wenn er im Unterricht ein Lehrwerk benutzen will, das der modernen Konzeption der Landeskunde entspricht. Ich habe drei Lehrwerke ausgewählt, an denen ich praktisch gezeigt habe, wie Landeskunde in Lehrwerken für Deutsch gemacht wird. Es ist natürlich möglich, auch andere Lehrwerke im Hinblick auf die landeskundliche Inhalte durchzusehen. Ich hoffe, dass die von mir angegebenen Kriterien zur Beurteilung der Lehrwerke dabei helfen können.

Ebenfalls hoffe ich, dass meine im leztzen Teil präsentierten Vorschläge und Beispiele zur Realisierung der Landeskunde im Deutschunterricht anderen Lehrern helfen, ihren Unterricht interessanter und effektiver zu gestalten. Ich habe ein paar Beispiele vorgeschlagen, die aber nur einen winzigen Teil aller Möglichkeiten darstellen. In der Praxis kommt es immer auf den konkreten Lehrer an, auf seine Fähigkeiten und sein Improvisationsvermögen, wie er die Schüler zum Lernen der Landeskunde anziehen und anfesseln kann.

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RESUMÉ Ve své diplomové práci se věnuji postavení reálií ve výuce německého jazyka a pokouším se zjistit, jak dalece jsou začleněny v současných učebnicích němčiny.

V úvodní části mé práce vysvětluji, co vše zahrnuje pojem „reálie“ a jaké je jejich pojetí. Dále se soustředím konkrétně na výuku německého jazyka a uvádím hlavní úlohu, problémy a cíle reálií. Zmiňuji též informace a témata, která by měl učitel žákům předat, a zdroje, které k tomu může využít.

Mezi hlavní zdroje ve výuce německého jazyka patří většinou učebnice, kterými se blíže zabývám v praktické části. Zde se snažím objasnit, co vše by měly obsahovat z pohledu reálií. Na příkladu tří vybraných učebnic se pokouším zvolená kritéria aplikovat.

Na závěr nabízím několik konkrétních příkladů a námětů, které mohou učitelům pomoci při výuce němčiny zaměřené na reálie. Zde vycházím z poznatků, že v současných učebnicích chybí širší nabídka úloh k získání nových znalostí o německy mluvících zemích a k jejich procvičení.

Jsem přesvědčena, že reálie hrají důležitou roli ve výuce německého jazyka, a že mohou pomoci zvýšit žákovu motivaci i efektivitu práce.

RESÜMEE In meiner Diplomarbeit widme ich mich der Stellung der Landeskunde im Deutschunterricht und ich bemühe mich festzustellen, wieweit sie in gegenwärtigen Lehrwerken eingeordnet ist.

In dem Einführungsteil meiner Arbeit erkläre ich, was alles unter dem Begriff „Landeskunde“ zu verstehen ist. Weiter konzentriere ich mich auf den Deutschunterricht und ich führe die Hauptaufgabe, Probleme und Ziele der Landeskunde ein. Ich deute ebenfalls Informationen und Themen an, die der Lehrer den Schülern vermitteln sollte, und Quellen, die er dazu nutzen kann.

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Unter Hauptquellen im Deutschunterricht gehören meistens Lehrbücher, mit denen ich mich im praktischen Teil befasse. Hier versuche ich zu erläutern, was alles sie aus landeskundlicher Sicht beinhalten sollten. Am Beispiel drei Lehrwerke bemühe ich mich, ausgewählte Kriterien anzuwenden.

Zum Schluss biete ich einige konkrete Beispiele und Vorschläge an, die den Lehrern beim auf Landeskunde orientierten Deutschunterricht helfen können. Dabei gehe ich von den Erkenntnissen aus, dass es in gegenwärtigen Lehrwerken an Übungen zum Erwerb neuer Kenntnisse von den deutschsprachigen Ländern mangelt.

Ich bin davon überzeugt, dass die Landeskunde eine wichtige Rolle im Deutschunterricht spielt, und dass sie helfen kann, die Motivation der Schüler und die Effektivität der Arbeit zu erhöhen.

78

LITERATURVERZEICHNIS

ABCD-Thesen zur Rolle der Landeskunde im Deutschunterricht. Entwickelt von der Fachgruppe Deutsch als Fremdsprache des Fachverbandes Moderne Fremdsprachen und des Goethe-Instituts, Leipzig 1990

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Dossier

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Blei, D., Zeuner, U.: Theorie und Praxis interkultureller Landeskunde im Deutschen als Fremdsprache, AKS-Verlag Bochum, Bochum 1998

Buttjes, D.: Landeskunde-Didaktik und landeskundliches Curriculum, Francke Verlag, Tübingen 1989

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Janíková, V., Michels-McGovern, M.: Aspekte des Hochschulfachs, Methodik und Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache im Überblick, Masarykova univerzita v Brně, Brno 2004

Kaufmann, S., Rohrmann, L., Szablewski-Cavus, P.: Orientierungskurs, Langenscheidt, Berlin und München 2005

Kast, B., Neuner, G.: Zur Analyse, Begutachtung und Entwicklung von Lehrwerken für den fremdsprachlichen Deutschunterricht, Langenscheidt, Berlin und München 1994

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Krumm, H. J.: Mehrsprachigkeit und interkulturelles Lernen, Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache, Iudicium Verlag, München 1994

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Neuner G., Krüger M., Grewer U.: Übungstypologie zum kommunikativen Deutschunterricht, Langenscheidt, Berlin-Schöneberg 1981

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Saxer, R.: Kinder und Länder In: Primar, Zeitschrift für Deutsch als Fremdsprache im Primarschulbereich, Heft 9, Köln 1995

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Weimann, G., Hosch, W.: Kulturverstehen im Deutschunterricht, In: Info DaF, Heft 5, 1993

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Analysierte Lehrwerke

Kouřimská, M., Jelínek, S., Kettenburg, U., Kučerová L., Nöbauer, I.: Heute haben wir Deutsch 1, Jirco 1994-2000

Kouřimská, M., Jelínek, S., Kučerová, L., Kettenburg, U., Kratochvílová- Ziegert, C.: Heute haben wir Deutsch 2, Jirco 1995

81

Kouřimská, M., Jelínek, S., Kučerová, L., Kettenburg, U., Kratochvílová- Ziegert, C.: Heute haben wir Deutsch 3, Jirco1996-1999

Kouřimská, M., Jelínek, S., Kučerová, L., Kettenburg, U., Kratochvílová- Ziegert, C.: Heute haben wir Deutsch 4, Jirco 1997

Douvitsas-Gamst, J., Xantohos, E., Xanthos-Kretzschmer, S.: Das Deutschmobil 1, Klett, München 1989

Douvitsas-Gamst, J., Xantohos, E., Xanthos-Kretzschmer, S.: Das Deutschmobil 2, SPN, Praha 1992

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Kopp, G., Büttner, S.: Planet 1, Max Hueber Verlag, Ismaning 2004

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http://www.hueber.de/huebershop/detail.html?refresh=true&action=show&isbn=978-3-

19-281678-9&elka_id=505323&selected_elka_id=505323&theme=default

(zit. am 30.4.2007)

http://www.hueber.de/sixcms/media.php/36/Ostern07.pdf (zit. am 15.5.2007)

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82

http://www.hueber.de/sixcms/media.php/36/Vatertag.pdf (zit. am 15.5.2007)

http://www.ralf-kinas.de/index.html?http://www.ralf-kinas.de/quiz_landesk.htm (zit. am 18.5.2007)

http://www.uncg.edu/~lixlpurc/NetzSpiegel/Netzspiegel.html (zit. am 23.5.2007)

http://www.heutehaben.cz (zit. am 15.6.2007)

83

ANHANG

Anlage 1

Ostern

Der Schnee ist weg, der Frühling kommt und egal, ob die Sonne scheint oder nicht:

Bald ist Ostern. Zu Ostern gehören bunte Eier, Kuchen - und natürlich der Osterhase. Benutzen Sie die Website: http://www.german-easter-holiday.com/ostern- osterfest/index.html

1. Das Datum (Weg: Linke Menüleiste – Christliches Osterfest, ganz unten:

Termine) Wann ist in diesem Jahr Ostern? Und wann im nächsten?

2. Die Osterwoche Lesen Sie im Menü links „Ostern und Religion“: Suchen Sie die

Namen von zwei Tagen aus der Karwoche (der Woche vor Ostern).

3. Osterbräuche Weiter im Menü (oder rechts): „Osterbräuche“ (Hilfe: Ein Brauch

ist eine Tradition.) Um welche Dinge/Sachen geht es?

4. Der Osterhase Klicken Sie jetzt auf „Osterhase“.

a) Seit wann bringt der Osterhase zu Ostern Eier?

b) Aus welcher Region kommt der Brauch?

c) Wo sucht und findet man an Ostern die bunten Eier?

d) Warum sagt man, dass der Osterhase die Eier legt und nicht die Hühner?

e) Die Kinder auf dem Land glauben nicht, dass der Osterhase die Eier legt.

Warum?

f) Lesen Sie weiter auf Seite 2: In manchen Regionen bringen andere Tiere die Ostereier. Suchen Sie im Text mindestens zwei Tiere; in welcher Region sind sie die „Ostertiere“?

g) Lebende Hasen sind heute selten, besonders in der Stadt. Was für Hasen

sieht man da?

h) Wie ist das in Ihrem Land? Wird Ostern bei Ihnen auch gefeiert? Gibt es

Ostereier? Wer bringt sie?

5. Osterrezepte Klicken Sie im Menü links unten „Osterrezepte“ an.

a) Was für eine Dekoration gehört zu einem „echten“ Osterfrühstück?

b) Und was für Essen?

c) Was ist ein „Osterlamm“?

d) Osterhasenkuchen, Osterlamm, Möhrencremesuppe - was ist also ein „Rezept“?

6. Osterhasen-Museum In München gibt es ein Osterhasen-Museum. Besuchen

Sie die Webseite: http://www.kindererlebnis.de/zam.htm

a) Was bedeutet „ZAM“?

b) Sehen Sie sich das Bild zum „Osterhasen-Museum” an. Woran denken

Sie, wenn Sie diese Hasen sehen?

c) Erfinden Sie selbst ein „außergewöhnliches Museum“ und beschreiben

Sie, was dort gezeigt wird.

Quelle: http://www.hueber.de/sixcms/media.php/36/Ostern07.pdf

Anlage 2

Zwischen Ostern und Pfingsten

Himmelfahrt/Vatertag Vierzig Tage nach Ostern, immer an einem Donnerstag, ist Himmelfahrt. In den dreißiger Jahren haben die Männer diesen kirchlichen Feiertag zu ihrem Tag gemacht. Der Volksmund nennt ihn seitdem „Vatertag“, sicher als Gegenstück zum Muttertag, der seit über 75 Jahren in Deutschland am zweiten Maisonntag gefeiert wird. Am Vatertag unternehmen viele Männer sogenannte „Herrenpartien“, Ausflüge mit einem Pferdewagen, einem Ruderboot oder einem geschmückten offenen Auto. Ein Faß Bier kommt in die Mitte, und mit Gesang und Hallo fahren sie übers Land oder flußabwärts. Ab und zu wird ein kräftiger Schluck genommen. Mit lustigen Hüten und bunter Kleidung machen die Herren der Schöpfung auf sich aufmerksam. In manchen Landesteilen hatten früher auch die jungen Mädchen zu Himmelfahrt ihren Spaß. Sie gingen früh hinaus und tanzten barfuß auf den noch feuchten Wiesen. Das sollte ihnen Schönheit und Gesundheit bringen. Anschließend pflückten sie Kräuter, flochten sie zu Kränzen und hingen sie ins Haus, um vor Krankheit und Schaden geschützt zu sein. Da der Himmelfahrtstag auf einen Donnerstag fiel, glaubten die Bauern mancherorts, daß man an diesem Tag besonders auf das Wetter, auf „Donner“, Regen und Sonne achten müsse. Sie hofften auf günstige Zeichen für ihre Früchte auf den Feldern. Eine alte Bauernregel erinnert daran: Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so auch der Herbst sein mag. Himmelfahrt ist ein kirchliches Fest, das die Osterzeit beendet. Nach der christlichen Lehre ist an diesem Tag Christus an die Seite Gottes getreten. Mit einem kräftigen Schluck ist umgangssprachlich meist das Trinken von Alkohol gemeint. Mit der Redewendung Herren der Schöpfung sind etwas ironisch die Männer im allgemeinen gemeint. Der Donnerstag ist nach Donar benannt (engl. thursday). Donar war der Gott des

Donners und des Ackerbaus. Bauernregeln sind alte Sprüche über das Wetter und seine Wirkung auf die Landwirtschaft.

Die fehlenden Wörter können Sie bestimmt einsetzen, ohne noch einmal im Text nachzusehen.

1. Das Himmelfahrtsfest findet immer an einem

statt.

2. Der Volksmund nennt Himmelfahrt auch

3. An diesem Tag unternehmen die Männer gern

4. Beliebt sind Fahrten mit einem

5. Man singt und nimmt ab und zu einen

6. Auch die jungen Mädchen hatten früher zu Himmelfahrt ihren

7. Sie tanzten barfuß auf den noch feuchten

8. Anschließend flochten sie

9. Diese Kränze schützten sie vor

,

einem

oder einem

,

um

und

zu bleiben.

aus Kräutern, die sie im Haus aufhängten. und

Können Sie etwas ausführlicher Auskunft geben?

1. Liegt Himmelfahrt vor oder nach Pfingsten?

2. Wurde zuerst der Muttertag eingeführt oder der Vatertag?

3. Fällt der Himmelfahrtstag auf einen Sonntag oder auf einen Wochentag?

4. Nehmen die Männer zu ihren Ausflügen die Frauen mit, oder fahren sie in der

Regel allein?

5. Kleiden sich die Männer an diesem Tag vornehm und elegant, oder fahren sie

eher bunt und salopp auf ihren Wagen?

6. Stammen Bauernregeln von den Bauern selbst, oder sind sie für die Bauern gemacht?

Quelle: http://www.hueber.de/sixcms/media.php/36/Vatertag.pdf

Anlage 3

Landeskunde-Quiz

Wie funktioniert das hier? Einfach auf die richtige Auswahl klicken. Wenn du fertig bist, klicke auf "Auswerten". Du bekommst dann dein Ergebnis.

Richtige Anworten werden mit

Du bekommst dann dein Ergebnis. Richtige Anworten werden mit angezeigt. Politik: Wie heißt der Bundeskanzler? Welche

angezeigt.

Politik:

Wie heißt der Bundeskanzler?Ergebnis. Richtige Anworten werden mit angezeigt. Politik: Welche Parteien stellen die Regierungskoalition? -- Antw ort

Welche Parteien stellen die Regierungskoalition?werden mit angezeigt. Politik: Wie heißt der Bundeskanzler? -- Antw ort -- -- Antw ort --

-- Antw ort --

-- Antw ort --
-- Antw ort --

Was ist der Bundesrat?die Regierungskoalition? -- Antw ort -- -- Antw ort -- Der deutsche Außenminister ist von welcher

Der deutsche Außenminister ist von welcher Partei?-- Antw ort -- -- Antw ort -- Was ist der Bundesrat? Wie kann das Grundgesetz

Wie kann das Grundgesetz geändert werden?Der deutsche Außenminister ist von welcher Partei? -- Antw ort -- -- Antw ort -- --

-- Antw ort --
-- Antw ort --

-- Antw ort --

-- Antw ort --
-- Antw ort --

Wer bestimmt die Richtlinien der Politik?werden? -- Antw ort -- -- Antw ort -- -- Antw ort -- -- Antw ort

-- Antw ort --
-- Antw ort --

Geographie:

Der Harz istdie Richtlinien der Politik? -- Antw ort -- Geographie: Kiel liegt Durch Hamburg fließt Wie viele

Kiel liegtder Politik? -- Antw ort -- Geographie: Der Harz ist Durch Hamburg fließt Wie viele Länder

Durch Hamburg fließtPolitik? -- Antw ort -- Geographie: Der Harz ist Kiel liegt Wie viele Länder haben eine

Wie viele Länder haben eine Grenze mit Deutschland? Grenze mit Deutschland?

Der Schwarzwald liegtWie viele Länder haben eine Grenze mit Deutschland? Das Ruhrgebiet ist -- Antw ort -- --

Das Ruhrgebiet isthaben eine Grenze mit Deutschland? Der Schwarzwald liegt -- Antw ort -- -- Antw ort --

-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --

-- Antw ort --

-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --

-- Antw ort --

Allgemeines:

Wie viele Einwohner hat Deutschland?-- -- Antw ort -- -- Antw ort -- -- Antw ort -- Allgemeines: Wie weit

Wie weit ist es vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt?ort -- Allgemeines: Wie viele Einwohner hat Deutschland? -- Antw ort -- -- Antw ort --

-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --

Welches ist der größere Industriezweig?bis zum südlichsten Punkt? -- Antw ort -- -- Antw ort -- Wer ist nicht Deutscher?

Wer ist nicht Deutscher?-- -- Antw ort -- Welches ist der größere Industriezweig? Wann wurde Deutschland zum ersten Mal

Wann wurde Deutschland zum ersten Mal Fußballweltmeister?ist der größere Industriezweig? Wer ist nicht Deutscher? -- Antw ort -- -- Antw ort --

-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --
-- Antw ort --

-- Antw ort --

Welches Essen ist typisch Deutsch?wurde Deutschland zum ersten Mal Fußballweltmeister? -- Antw ort -- -- Antw ort -- -- Antw

-- Antw ort --

Städte:

Den größten Hafen in Deutschland hatWo fand die Expo 2000 statt? In welcher Stadt steht das Brandenburger Tor? Welches Auto

Wo fand die Expo 2000 statt? In welcher Stadt steht das Brandenburger Tor?
In welcher Stadt steht das Brandenburger Tor?Wo fand die Expo 2000 statt?

Welches Auto wird in Wolfsburg gebaut? Welche Stadt hat den größten Flughafen?
Welche Stadt hat den größten Flughafen?Welches Auto wird in Wolfsburg gebaut?

Wie viele Einwohner hat Berlin?gebaut? Welche Stadt hat den größten Flughafen? -- Antw ort -- -- Antw ort -- --

-- Antw ort --

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Du bist ein Experte!

= 30-50% = 10-30% = 0-10% = Du bist ein Experte! Du kennst dich gut aus!

Du kennst dich gut aus!

= 0-10% = Du bist ein Experte! Du kennst dich gut aus! Nicht schlecht! Könnte besser

Nicht schlecht!

Du bist ein Experte! Du kennst dich gut aus! Nicht schlecht! Könnte besser sein! Mach dir

Könnte besser sein!

Du kennst dich gut aus! Nicht schlecht! Könnte besser sein! Mach dir nichts draus! Nanu?! Quelle:

Mach dir nichts draus!

Nicht schlecht! Könnte besser sein! Mach dir nichts draus! Nanu?! Quelle:

Nanu?!

Quelle: http://www.ralf-kinas.de/index.html?http://www.ralf-kinas.de/quiz_landesk.htm

Anlage 4

Deutsche Städte

Eine Runde - 10 Fragen

Wenn du 8 Fragen richtig beantwortest, kannst du einen Witz lesen.

1. Das Brandenburger Tor steht in

Berlindu einen Witz lesen. 1. Das Brandenburger Tor steht in Hamburg Leipzig München 2. Die Stadtmusikanten

Hamburgeinen Witz lesen. 1. Das Brandenburger Tor steht in Berlin Leipzig München 2. Die Stadtmusikanten kommen

LeipzigWitz lesen. 1. Das Brandenburger Tor steht in Berlin Hamburg München 2. Die Stadtmusikanten kommen aus

München1. Das Brandenburger Tor steht in Berlin Hamburg Leipzig 2. Die Stadtmusikanten kommen aus Kassel Hannover

2. Die Stadtmusikanten kommen aus

KasselHamburg Leipzig München 2. Die Stadtmusikanten kommen aus Hannover Bremen Hamburg 3. Das Deutsche Museum ist

HannoverLeipzig München 2. Die Stadtmusikanten kommen aus Kassel Bremen Hamburg 3. Das Deutsche Museum ist in

BremenMünchen 2. Die Stadtmusikanten kommen aus Kassel Hannover Hamburg 3. Das Deutsche Museum ist in Stuttgart

Hamburg2. Die Stadtmusikanten kommen aus Kassel Hannover Bremen 3. Das Deutsche Museum ist in Stuttgart Berlin

3. Das Deutsche Museum ist in

StuttgartKassel Hannover Bremen Hamburg 3. Das Deutsche Museum ist in Berlin München Dortmund 4. Die Paulskirche

BerlinBremen Hamburg 3. Das Deutsche Museum ist in Stuttgart München Dortmund 4. Die Paulskirche steht in

MünchenHamburg 3. Das Deutsche Museum ist in Stuttgart Berlin Dortmund 4. Die Paulskirche steht in Dresden

Dortmund3. Das Deutsche Museum ist in Stuttgart Berlin München 4. Die Paulskirche steht in Dresden Frankfurt

4. Die Paulskirche steht in

Dresden Frankfurt am Main Ulm Bochum
Frankfurt am Main Dresden Ulm Bochum
Ulm Dresden Frankfurt am Main Bochum
BochumDresden Frankfurt am Main Ulm

5. Der Rattenfänger kommt aus

RegensburgDortmund 4. Die Paulskirche steht in Dresden Frankfurt am Main Ulm Bochum 5. Der Rattenfänger kommt

HamelnDortmund 4. Die Paulskirche steht in Dresden Frankfurt am Main Ulm Bochum 5. Der Rattenfänger kommt

BraunschweigWürzburg 6. Einen "Zwinger" gibt es in Gelsenkirchen Trier Magdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist

WürzburgBraunschweig 6. Einen "Zwinger" gibt es in Gelsenkirchen Trier Magdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist in

6. Einen "Zwinger" gibt es in

GelsenkirchenBraunschweig Würzburg 6. Einen "Zwinger" gibt es in Trier Magdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist in

Trier6. Einen "Zwinger" gibt es in Gelsenkirchen Magdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist in Lübeck Rostock

Magdeburg6. Einen "Zwinger" gibt es in Gelsenkirchen Trier Dresden 7. Das Holstentor ist in Lübeck Rostock

Dresden"Zwinger" gibt es in Gelsenkirchen Trier Magdeburg 7. Das Holstentor ist in Lübeck Rostock Kiel Hamburg

7. Das Holstentor ist in

LübeckTrier Magdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist in Rostock Kiel Hamburg 8. Das Goethehaus kann man

RostockTrier Magdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist in Lübeck Kiel Hamburg 8. Das Goethehaus kann man

KielMagdeburg Dresden 7. Das Holstentor ist in Lübeck Rostock Hamburg 8. Das Goethehaus kann man besichtigen

HamburgDresden 7. Das Holstentor ist in Lübeck Rostock Kiel 8. Das Goethehaus kann man besichtigen in

8. Das Goethehaus kann man besichtigen in

KasselKiel Hamburg 8. Das Goethehaus kann man besichtigen in Heidelberg Erfurt Weimar 9. Die Semperoper steht

HeidelbergHamburg 8. Das Goethehaus kann man besichtigen in Kassel Erfurt Weimar 9. Die Semperoper steht in

Erfurt8. Das Goethehaus kann man besichtigen in Kassel Heidelberg Weimar 9. Die Semperoper steht in Hildesheim

WeimarGoethehaus kann man besichtigen in Kassel Heidelberg Erfurt 9. Die Semperoper steht in Hildesheim Augsburg Dresden

9. Die Semperoper steht in

HildesheimKassel Heidelberg Erfurt Weimar 9. Die Semperoper steht in Augsburg Dresden Nürnberg 10. Eine "Porta Nigra"

AugsburgErfurt Weimar 9. Die Semperoper steht in Hildesheim Dresden Nürnberg 10. Eine "Porta Nigra" kann man

DresdenErfurt Weimar 9. Die Semperoper steht in Hildesheim Augsburg Nürnberg 10. Eine "Porta Nigra" kann man

Nürnberg9. Die Semperoper steht in Hildesheim Augsburg Dresden 10. Eine "Porta Nigra" kann man sehen in

10. Eine "Porta Nigra" kann man sehen in

PotsdamNürnberg 10. Eine "Porta Nigra" kann man sehen in Trier Köln Düsseldorf Quelle:

Trier10. Eine "Porta Nigra" kann man sehen in Potsdam Köln Düsseldorf Quelle:

KölnEine "Porta Nigra" kann man sehen in Potsdam Trier Düsseldorf Quelle:

Düsseldorf"Porta Nigra" kann man sehen in Potsdam Trier Köln Quelle:

Quelle: http://www.ralf-kinas.de/index.html?http://www.ralf-kinas.de/quiz_landesk.htm

Anlage 5

Anlage 5 Quelle: Kaufmann, S., Rohrmann, L., Szablewski-Cavus, P.: Orientierungskurs, S. 11

Quelle: Kaufmann, S., Rohrmann, L., Szablewski-Cavus, P.: Orientierungskurs, S. 11

Anlage 6

Anlage 6 Quelle: Kaufmann, S., Rohrmann, L., Szablewski-Cavus, P.: Orientierungskurs, S. 17

Quelle: Kaufmann, S., Rohrmann, L., Szablewski-Cavus, P.: Orientierungskurs, S. 17

Anlage 7

Anlage 7 Quelle: Lisa, Das junge Magazin - informativ und voller Ideen, Nr. 44/18.10.2003, S. 41

Quelle: Lisa, Das junge Magazin - informativ und voller Ideen, Nr. 44/18.10.2003, S.