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Jah
re

Schützenverein
Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Festschrift
Dem Schützenverein kam es darauf an, in der Fahne Altes, Tra-
ditionelles und Neues, Reformerisches miteinander zu verbinden
und in Symbolen zum Ausdruck zu bringen.

So finden sich in der Fahne auf der abgebildeten Seite das urkund-
lich belegte Siegel und Wappen des Junkers Gerhardus van Quen-
dorpe aus dem Jahre 1405 sowie Büchse und Alarmhorn.

Auf der anderen Seite als Elemente der heutigen Zielsetzung des
Vereins je zwei ineinander verschlungene Ringe mit den In-
schriften „Miteinander – Füreinander“ und „Gemeinsinn – Hilfs-
bereitschaft“ Den Originalentwurf für die neue Fahne hatte der
verstorbenen Heimatforscher Dr. Ludwig Edel aus Quendorf
geschaffen.
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

250 Jahre
Schützenverein
Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.
»Der Schützenverein Quendorf
kann mit Sicherheit
auf eine jahrhundertealte
Tradition zurückblicken.«

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Inhaltsverzeichnis

Grußworte Seite 7

Das Festprogramm Seite 15

Die Chronik Seite 17

Das Schützenhaus Seite 29

Die Schießgruppen Seite 34

Vereinsfoto Seite 40

Aus dem Vereinsleben... Seite 43

Die Fahnenweihe 1971 Seite 49

Das 225jährige Jubiläum 1982 Seite 51

Die Königspaare Seite 54

Die Kaiser Seite 59

Die Vorstandsämter Seite 61

Auszeichnungen Seite 67

Das Vereinslokal Seite 68

Die Theatergruppe Seite 70

Danksagungen Seite 74

Kapelle Gröttrup & Spielmannszug Adler Schüttorf Seite 75

Impressum Seite 78

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Grußwort
des Schützenvereins
Quendorf-Wengsel-Neerlage e. V.

Liebe Gäste und Freunde aus Nah und Fern,


liebe Quendorfer, liebe Isterberger,

ich freue mich sehr, Sie und Euch im Namen des Vorstandes zu
unserem Jubelfest begrüßen zu dürfen.
Unter der Schirmherrschaft des Landrates, Herrn Friedrich Kethorn
– und hierzu möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen
– feiert der Schützenverein Quendorf – Wengsel – Neerlage e.V. sein

„250jähriges Jubiläum“.

250 Jahre Vereinsleben sind sicherlich eine sehr lange Zeit und jeder kann sich vorstellen, dass
es nicht immer leicht war, das Schützenwesen und die Traditionen zu bewahren. Aus persön-
lichen Berichten und vielen Protokollen ist mir bekannt, mit wieviel Mut und Ehrgeiz unsere
Vorgänger es geschafft haben, dem Wandel der Zeit Stand zu halten und die Tradition, das Ver-
einsleben und den Schießsport aufrecht zu erhalten. An dieser Stelle meinen außerordentli-
chen Dank an die ehemaligen Vorsitzenden, Vorstände und Schützinnen und Schützen.
Namentlich möchte ich an dieser Stelle unseren inzwischen verstorbenen langjährigen 1. Vor-
sitzenden Robert Fähmel erwähnen. Seinem Geschick und seinen Überzeugungen war und ist
es zu verdanken, dass die Ausrichtung unseres Vereins, sich als ständige Aktion Gemeinsinn
und Hilfsbereitschaft zu sehen, auch mit Leben erfüllt wurde und wird. Symbolisiert wird die-
ses auf der Rückseite der Vereinsfahne, wo die Begriffe Hilfsbereitschaft, Gemeinsinn, Mitein-
ander und Füreinander durch miteinander verbundene Ringe dargestellt sind. Diese Ausrichtung
gilt als Vermächtnis für unsere Ideologie und ist auch Aufforderung für alle handelnden Perso-
nen für die Zukunft.
In diesem Sinne ist es uns ein Anliegen, alle Gruppierungen und Altersgruppen in unserem Ver-
ein zu ihrem Recht zu verhelfen. Dabei spielen die traditionellen Aktivitäten wie die Ausübung
des Schießsportes wie auch die Kameradschaft und die Geselligkeit eine große Rolle. Aber fer-
ner wollen wir uns in einer sich ändernden Gesellschaft auch immer mehr als Bindeglied zu
den Älteren und Kranken in unserem Verein und den Mitgliedsgemeinden verstanden wissen.
Allen Schützinnen und Schützen, die sich in diesem Sinne für unseren Verein verdient gemacht
haben, möchte ich im Namen des Vorstandes an dieser Stelle einen außerordentlichen Dank
aussprechen. Auch den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die dieses Jubiläumsfest vor-
bereitet haben, bin ich zu großem Dank verpflichtet.
Liebe Schützinnen und Schützen, liebe Gäste, ich wünsche Allen gesellige und unvergeßliche
Stunden bei unserem Jubelfest.

Erhard Schulte
Präsident

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Grußwort
des Schirmherrn und
des Landkreises Grafschaft Bentheim

Der Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage


e.V. kann in diesem Jahr auf sein 250jähriges Bestehen zurückblicken. Zu
diesem stolzen Jubiläum gratuliert der Landkreis Grafschaft Bentheim dem
Verein und seinen Mitgliedern recht herzlich.

Die ersten Schützengesellschaften wurden Mitte des 14. Jahrhunderts ge-


gründet. Der Deutsche Schützenbund ist nach dem Deutschen Turner-
bund der älteste deutsche Sportverband, und der Schießsport ist eine der
traditionsreichsten Sportarten überhaupt. Die Schützenvereine wurden in
unsicheren Zeiten gegründet, um Haus und Hof zu schützen.

Nicht von ungefähr kennt jeder von uns den sprichwörtlichen Begriff
„Schützenhilfe“. Schützenvereine haben sich seit eh und je kamerad-
schaftlich, fair und hilfsbereit für Leib und Leben, Hab und Gut ihres
Nachbarn und für das allgemeine Wohl eingesetzt.

Das Schützentum, einst Schützer der Menschen und der Gemeinschaft, ist
heute zum Wahrer einer schönen Sportart geworden. Geblieben sind
Schützengeist, Verbundenheit, Kameradschaft, Geselligkeit und Brauch-
tum, die auch im Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage in 250 Jah-
ren lebendig erhalten wurden.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim wünscht den Jubiläumsveranstaltun-


gen des Schützenvereins einen guten Verlauf und der weiteren Vereins-
arbeit viel Erfolg.

Friedrich Kethorn
Landrat

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Grußwort
der Gemeinde Quendorf

Der Schützenverein Quendorf – Wengsel – Neerlage feiert in diesem Jahr


sein 250jähriges Bestehen. Zu diesem nicht alltäglichen Jubiläum möchte
ich dem Schützenverein herzliche Glückwünsche im Namen der Ge-
meinde Quendorf übermitteln.

Schützen schießen nicht nur, sie schützen auch, wie ihr Name schon sagt.
Schützten sie einst die eigene Gemeinde, so schützen sie heute das Brauch-
tum. Zu unseren Traditionen gehören die Schützenvereine und damit auch
die Schützenfeste. Sie bringen Farbe und Frohsinn in unseren Alltag. Sie
schenken uns ein paar wohl verdiente schöne Stunden.

Stolz kann die Gemeinde Quendorf sein, solch einen Verein im Dorf zu
haben. Das Schützenwesen ist zu einem unverzichtbaren Eckpfeiler zu
Gunsten des Gemeindewohls geworden. Hier ist auch die jährliche Weih-
nachtsaktion, der Altennachmittag und die Seniorenfahrt zu nennen.

Das Schützenhaus ist Dank vieler ehrenamtlicher Arbeit der Schützinnen


und Schützen zu einem Prachtstück geworden. Auch hierzu recht herzli-
chen Glückwunsch. Vielen Dank für die geleistete Arbeit und viel Glück
und Erfolg im umgebauten Vereinsheim.

Für die Jubiläumsveranstaltung wünsche ich gutes Gelingen und einen


harmonischen Verlauf. Feiern Sie zünftig nach altem Brauch.

Hermann Rademaker
Bürgermeister

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Grußwort
der Gemeinde Isterberg

250 Jahre – auf dieses nicht alltägliche Jubiläum blickt der Schützenver-
ein Quendorf – Wengsel – Neerlage zurück. Zu diesem Anlass möchte ich
dem Schützenverein im Namen der Gemeinde Isterberg herzliche Glück-
wünsche übermitteln.

Der Schützenverein ist bis heute ein Bindeglied unter den Bürgern der
drei Landgemeinden Quendorf, Wengsel und Neerlage – oder aus heuti-
ger Sicht Quendorf und Isterberg.

Der Verein zeichnet sich durch viele Aktionen im Schießsport und durch
Kameradschaft aus. Jugend-, Damen- und Herrenschießgruppen kommen
regelmäßig am Schießstand zusammen und nutzen die Schießanlage.
Auch das Schützenhaus wird für Feiern gerne zur Verfügung gestellt. Aber
auch zu erwähnen ist die jährliche Adventsfeier für die Senioren sowie
die Besuche des amtierenden Throns mit Präsenten bei den kranken Bür-
gern der Gemeinden. Ein Höhepunkt ist natürlich das jährliche Schüt-
zenfest.

Viel Arbeit und Einsatz waren und sind notwendig, um einen Verein 250
Jahre erfolgreich zu führen. Den Verantwortlichen und allen, die im Ver-
ein aktiv und ehrenamtlich mitwirken, gilt mein Dank und meine Aner-
kennung. Für die Jubiläumsveranstaltungen wünsche ich einen
harmonischen Verlauf und dem Verein für die Zukunft alles Gute.

Heinrich Verwold
Bürgermeister

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Grußwort
der Samtgemeinde Schüttorf

Der Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V. kann in


diesem Jahr auf ein 250-jähriges Bestehen zurückblicken. Gern
nimmt die Samtgemeinde Schüttorf dieses markante Jubiläum
zum Anlass, die Arbeit des Schützenvereins zu würdigen.

Die Schützenvereine gehören zu den ältesten Vereinen der Gemeinden und Städte und
der Schießsport ist eine der traditionsreichsten Sportarten überhaupt. Eine solche Tradi-
tion verpflichtet. Das Schützentum, dass einst zum Schutz der Menschen und Gemein-
schaft diente, ist heute zum WAHRER einer schönen Sportart geworden. Die
ursprüngliche Aufgabe der Schützenvereine, die wehrfähigen Männer mit dem Gebrauch
der Schusswaffe vertraut zu machen und ständig in der Übung zu halten, ist längst entfal-
len. Was jedoch geblieben ist, sind der Schützengeist, die Verbundenheit, Kameradschaft,
Treue, Geselligkeit und das Brauchtum. Das ist in Ihrem Verein in besonderem Maße der
Fall. Rund 230 Mitglieder pflegen mit Begeisterung diese Tradition. Und, dies ist anders
noch als in den früheren Jahren, heute spielen die Frauen in Schützenvereinen eine nicht
unerhebliche Rolle. In ihrer Schießgruppe überwiegen sie sogar mit 30 Schützinnen die
Anzahl der Männer.

Menschen Ihres Schützenvereins haben in den vergangenen 250 Jahren das Schützenwe-
sen und Vereinsleben über allen Wandel der Zeit lebendig gehalten. Das ist insbesondere
schon beim Bau des Schützenhauses und jetzt mit der notwendigen Sanierung dieses Ge-
bäudes zum Jubiläum durch umfangreiche Eigenleistungen der Mitglieder unter Beweis
gestellt worden.

Daneben hat sich Ihr Schützenverein auch karitative und soziale Aufgaben zu Eigen ge-
macht. Das wird deutlich durch die jährlichen Weihnachtspaketaktionen, die beliebten
Weihnachtsfeiern für die überwiegend älteren Vereinsmitglieder und die fürsorglichen
Kontakte zu den Mitgliedern, die wegen hohen Alters oder Krankheit nicht mehr am üb-
lichen Geschehen teilnehmen können.

Die Räte der Samtgemeinde und der Stadt Schüttorf und die Verwaltung gratulieren dem
Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V. zum Jubiläumsfest recht herzlich und
entbieten alle guten Wünsche für ein treffliches Gelingen der Jubiläumsveranstaltungen
sowie für eine weiterhin harmonische Zusammenarbeit. Pflegen und festigen Sie die alten
Ideale weiter.

Manfred Windhaus
Bürgermeister

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Grußwort
des Grafschafter Schützenbundes e.V.

Auf sein 250-jähriges Bestehen kann sich in diesem


Jahr der Schützenverein Quendorf-Wengsel-
Neerlage e.V. freuen. Zu diesem Jubiläum gratulieren wir unserem Ver-
einsmitglied recht herzlich. Mit Stolz können die Schützinnen und
Schützen auf dieses in Jahrhunderten gewachsene Gemeinschaftswesen
zurückblicken. Das Schützenwesen ist auch in Quendorf-Wengsel-
Neerlage trotz der über 250jährigen Geschichte mit der Fortführung über-
lieferter Brauchtümer verbunden. Die Ausübung des Schießsportes, die
Pflege der Kameradschaft und die Treue zum Verein können in diesem
Jahr mit besonderer Freude dargestellt werden. Als besonderen Mittel-
punkt können die Schützinnen und Schützen auf ihr Vereinsheim mit den
Schießsportmöglichkeiten in geselliger Atmosphäre präsentieren. Zu den
traditionellen Aufgaben gesellen sich in heutiger Zeit eine Reihe von wei-
teren Aktivitäten, die das Schützenwesen auch in diesen Gemeinden zu
einem unverzichtbaren Eckpfeiler zu Gunsten des Gemeinwohls gemacht
haben.

Es ist dem Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage auch für die Zu-


kunft ein gutes Gelingen bei der Bewältigung vorstehender Anliegen zu
wünschen. Möge Euer Schalten und Walten zum Wohle des Vereins und
der Gemeinden auch weiterhin von glücklicher und ruhiger Hand beglei-
tet sein.

In diesem Sinne wünschen wir für die Jubiläumsveranstaltung einen er-


folgreichen Verlauf und danken allen Schützinnen und Schützen für das
uneigennützige Engagement.

Bernhard Boomhoff
2.Vorsitzender

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Das Festprogramm

Freitag, 24. August 2007


19.30 Uhr Interner Abend mit Ehrengästen und den örtlichen
Vereinen mit Begleitung durch die Kapelle Gröttrup
und dem Spielmannszug Adler Schüttorf

Samstag, 25. August 2007


14.00 Uhr Seniorennachmittag im Festzelt bei Kaffee und
Kuchen mit den „Gildehauser Trekkebühlern“ und
dem Männergesangverein „Eintracht“ Schüttorf
20.00 Uhr Antreten beim Vereinslokal und anschließend
Königsball mit den „Midnight Express“

Sonntag, 26. August 2007


12.00 Uhr Sternmarsch der Gastvereine und Spielmanns- und
Musikzüge
13.00 Uhr Ansprachen auf dem Sportplatz Quendorf
14.00 Uhr Umzug durch die Gemeinde zum Festzelt und
Ermittlung des Königs der Könige
20.30 Uhr Großer Zapfenstreich auf dem Sportplatz Quendorf
ausgeführt vom Musikverein Salzbergen und dem
Spielmannszug Adler Schüttorf

Montag, 27. August 2007


12.30 Uhr Antreten beim Vereinslokal, Kranzniederlegung am
Ehrenmal, Abmarsch zum Festzelt, Königsschießen,
Kinderbelustigung, Kaffee und Kuchen,
Musikalische Begleitung durch die Kapelle Gröttrup
und den Spielmannszug Adler Schüttorf
17.00 Uhr Proklamation des neuen Königs
20.00 Uhr Königsball mit den „Sun Beach“

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Chronik

»Der Schützenverein Quendorf kann mit


Sicherheit auf eine jahrhundertealte
Tradition zurückblicken.« Das war die
wörtliche Aussage unseres inzwischen
verstorbenen Heimatforschers und Ge-
nealogen Dr. Ludwig Edel. Nach seinen
Ermittlungen verdanken die ältesten
Grafschafter Schützenvereine ihre
Gründung dem bentheimischen Grafen Arnd Jost mit seiner 1614
erlassenen Anordnung, dass in der ganzen Grafschaft eine allge-
meine Heerschau stattfinden sollte, sowohl bei den Bürgern als auch
bei den Bauern; mit der Auflage, dass die jungen Gesellen zu einigen
Exercitia im Schießen angehalten wurden. Als fröhlichen Abschluss
dieser Übungen gab es dann überall ein sog. Schützenzech.

Unserer Vereinsbitte entsprechend, bemühte sich Dr. Edel um ur-


kundliche Zeugnisse in den zugänglichen Archiven. Seine Nach-
forschungen waren von
Erfolg gekrönt. Aus
einem urkundlichen Pro-
tokoll vom 10. Mai 1758,
entdeckt im Archiv der
ev.-ref. Kirchengemeinde
in Schüttorf, geht zwei-
felsfrei hervor, dass die
Quendorfer Bauerschaft
bereits 1757 Schützen-
zech gefeiert hat. Da trotz
aller Nachforschungen
Schützenfest 1900 keine weiteren Jahreszah-

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

len aus noch älterer Zeit gefunden wurden, haben wir als spätest
mögliches Gründungs- und Entstehungsjahr für den Verein das Jahr
1757 zugrundegelegt, sodass wir absolut bedenkenlos 1982 unser
225jähriges Bestehen feiern konnten, obwohl nach dem Wortlaut
der Urkunde der Quendorfer Schützenzech eine noch ältere Tradi-
tion haben muss.

Seit Beginn der Schützenaktivitäten in der Bauerschaft hat es gele-


gentlich kurze Zeitläufe gegeben, wie ebenfalls urkundlich zu bele-
gen ist, in denen das Scheibenschießen mit dem anschließenden
Schützenzech nicht praktiziert wurde. Eine solche Ruhepause muss
es um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Quendorf gegeben haben;
denn 1862 wurde der Schützenverein neu gegründet, wie aus Be-
schlägen eines alten Fahnenschaftes hervorgeht. Da wir keinerlei
schriftliche Aufzeichnung aus dieser Zeit besitzen, ist über die
Namen der Neubegründer, die Vorstände und die Zahl der Mitglie-
der nichts bekannt.

Aus dem Jahre 1912 stammt wohl


die erste und noch erhaltene Fahne
des Vereins. Mündliche Überliefe-
rungen berichten von etwa 20 akti-
ven Schützen, von denen einer der
eifrigsten und zuverlässigsten Jo-
hann Deters aus Wengsel war, der
zum Schluss seines Lebens als der
»getreue Eckard« in die Geschichte
unseres Vereins eingegangen ist.
Der Verein hatte damals und auch
noch in der Zeit zwischen den bei-
den Weltkriegen ausgeprägte Ele-
mente eines Kriegervereins. Das
Der »getreue Eckard« änderte sich erst grundlegend und

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Alle 3 Abbildungen:
Schützenfest 1929/1930

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

entscheidend 1949 mit der Reaktivierung nach dem 2. Weltkrieg


und der Wahl Robert Fähmels zum 1. Vorsitzenden. Regelmäßige
Protokollführung auf den Versammlungen, die Ausarbeitung einer
richtungs- und zielweisenden Satzung durch den 1. Vorsitzenden
und die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Nord-
horn waren die ersten Meilensteine der neuen Entwicklung.

Bis zur Mitte der sechziger Jahre hatte sich der Mitgliederbestand
seit der Stunde null 1948 auf 90 Mitglieder erhöht, ein deutliches
Spiegelbild stetiger Aufwärtsentwicklung. Als erstes vordringliches
Projekt stand die Errichtung zweier Gedenktafeln zu Ehren der Ge-
fallenen und Vermissten des letzten Krieges an.

Am Volkstrauertag 1956 wurden in der Quendorfer Schule in einer


großen Feierstunde diese Tafeln enthüllt, deren Kosten aus einer
beträchtlichen Schützenspende, von der Gemeindekasse ergänzt,
bestritten wurden. Der Schluss in der Ansprache des 1. Vorsitzen-
den lautete: »Das Letzte, was wir unseren Kriegstoten auf dieser Erde
überhaupt noch geben können, ist eine Stätte der Erinnerung und
des Gedenkens, die für uns Lebende und die heranwachsende Ju-
gend gleichzeitig eine Stätte der Mahnung sei, all unsere Kräfte in
den Dienst der Versöhnung und der Liebe der Menschen unterein-
ander zu stellen.«
Ende der fünfziger Jahre wurde durch eine namhafte Spende der
Schützen der Grundstock für eine Gemeinde- und Jugendbücherei
gelegt, die alljährlich durch Austausch in der Kreisbücherei ergänzt
und erneuert wurde. Selbst bei der Beschaffung von Sportgeräten
für die Quendorfer Schuljugend bot der Schützenverein mit zwei
Handwerksexperten tatkräftige Hilfe an.

Das erste praktische Ergebnis zahlreicher Unterredungen mit Dr.


Edel war der vom 1. Vorsitzenden gestiftete, nach heimatlich-hi-
storischen Motiven handgewebte Tischwimpel, der an der Werk-

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

kunstschule Münster lobende Anerkennung fand. Ein weiteres dies-


bezügliches praktisches Ergebnis waren der Entwurf und die Fer-
tigstellung eines entsprechenden Vereinsabzeichens.
Im Jahre 1965 konnte nach einer längeren Gemeinschaftsarbeit aller
Schützen ein neuer und ideal gelegener Schützenplatz nördlich der
Nordhorner Straße beim Anwesen Wilhelm Immink fertiggestellt
werden. Auf diesem inzwischen seit dem Jahre 1976 vereinseigenen
Platz findet bis zur heutigen Zeit das Schützenfest statt.

Das letzte praktische und spektakulärste Ergebnis gemeinsamer Aus-


sprachen und Überlegungen zwischen Dr. Edel und Robert Fähmel
war schließlich der Entwurf einer neuen Fahne, die in vorbildlicher
Weise alte und heimatlich-historische und moderne sinngebende
Symbole verband. Recherchen zufolge, sei schon 1405 im Oortmar-
sumer Archiv von einem adeligen Junker namens Gerhardi de
Quendorpe die Rede gewesen. Von diesem stamme auch das Siegel,
mit dem er vom damaligen Kaiser bedacht worden sei. Im Jahre 1405
zur Zeit des ersten Deutschen Kaiserreiches habe Holland noch zu
Deutschland gezählt. Dieses Siegel aus dem Jahre 1405 befinden sich
auf der Rückseite der Vereinsfahne des Schützenvereins. Am 11.
September 1971 wurde in einem großen Festakt, zu dem zahlreiche
Grafschafter Schützenvereine und der 1. Vorsitzende des Graf-

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

schafter Schützenbundes, Ernst Staß, erschienen waren, diese Fahne


dem Verein offiziell übergeben. Und damit war der erste Höhepunkt
im Vereinsleben nach dem Wiederaufbau 1948 erreicht.

Durch die Gründung der Jugendgruppe im Sommer 1972 und einer


Damenschießgruppe im Jahre 1974 erhielt der Schießsport neue Im-
pulse. Die am Quendorfer
Bahnhof in Gemeinschaftsar-
beit provisorisch eingerichtete
Schießhalle erwies sich schon
nach kurzer Zeit als überholt
und den Zwecken nicht mehr
gewachsen. Eine neue Lösung
wurde dringend erforderlich.
Aus dem Jahre 1973 bleibt als
besonderes vereinsinternes Er-
eignis die Anschaffung einer
einheitlichen Schützenjacke zu Das Siegel des Junkers
vermelden, um der Solidarge- Gerhardi de Quendorpe
meinschaft der Schützen einen
äußeren Ausdruck zu geben.

Als Robert Fähmel 1976 nach 28jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzen-


der sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung stellte, waren die im
§ 3 der Satzung fixierten Richtlinien über Sinn und Zweck des Ver-
eins (»Er bezweckt die Pflege des Schießsports und versteht sich dar-
über hinaus als eine ständige Aktion Gemeinsinn und
Hilfsbereitschaft der 3 Dörfer Quendorf, Wengsel und Neerlage«)
in einem ungeahnten Ausmaß in praktische Aktion jenseits ver-
einsegoistischer Ausrichtung umgesetzt worden. Stellvertretend für
zahlreiche derartige Aktivitäten seien nur genannt:
Die alljährlich zu Weihnachten durchgeführte Paketaktion für die
Alten und Kranken der 3 Dörfer, die Aufstellung der Gedenktafeln

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

zu Ehren unserer Kriegstoten, die alljährlich von den Schützen


durchgeführte Blindensammlung, die Aktion Gemeinde- und Ju-
gendbücherei und die seit Jahrzehnten stets groß und originell auf-
gezogene Kinderbelustigung auf dem Schützenfest.

Mit der auf der Jahreshauptversammlung 1976 einstimmig getroffe-


nen Wahl von Hermann Kiewit zum neuen 1. Vorsitzenden war der
geeignete Mann gefunden, der den seit 1949 eingeschlagenen Weg
des Vereins konsequent fortzusetzen bereit war. Seine idealistische
Grundhaltung und die daraus erwachsende Einsatzbereitschaft für
das Gemeinwohl, dazu schlagfertiger Mutterwitz, befähigten ihn,
den dörflichen Großverein integrierend im Griff zu halten. Nach
seiner Wahl dankte Hermann Kiewit namens aller Schützen dem
ehemaligen Vorsitzenden Robert Fähmel für seine 28jährige mu-
stergültige Führung des Vereins mit dem Versprechen, die Arbeit
im bisherigen Sinne fortzusetzen. Auf seinen Antrag hin wurde Ro-
bert Fähmel in Würdigung seiner Verdienste um den Verein ein-
stimmig von der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Am 13. Dezember 1980 wurde erstmalig im Kerkhoffschen Saale ein


sog. Altennachmittag für die 3 Dörfer Quendorf, Wengsel und Neer-
lage zusammen mit der Gitarrengruppe des CVJM Immanuel durch-
geführt. Der Erfolg war so durchschlagend, dass daraus eine neue
alljährliche Einrichtung bis zur heutigen Zeit wurde. Das nächste
Projekt, das einer Lösung harrte, war die Neuerrichtung eines
Mahnmals zu Ehren der Gefallenen beider Weltkriege, da die Schule
durch die inzwischen erfolgte Abschulung der Mittel- und Ober-
stufe nicht mehr der geeignete Platz dafür war. Da der Quendorfer
Schulgarten zur Disposition stand, bot sich hier in der Mittel-
punktslage der Gemeinde ein günstiger Standort für das neue Mahn-
mal, das nach einer von den Schützen durchgeführten
Spendensammlung am Volkstrauertag 1981 enthüllt wurde, wobei
Bürgermeister Alfred Woltmann und Pastor Kuhn aus Schüttorf die
Gedenkreden hielten.

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Wechsel nach 28 Jahren (v.l.):


Robert Fähmel und Hermann Kiewit

Das größte und finanziell schwierigste Projekt, das auf den Verein
inzwischen zugekommen war, blieb die Errichtung einer modernen
Schieß- und Schützenhalle auf dem Festplatzgelände. Allein mit Ge-
meinschaftsarbeit war das Problem nicht zu lösen. Es bedurfte noch
allseitiger kräftiger Schützenspenden, um den Neubau zu ermögli-
chen. Bei der Gemeinschaftsarbeit zeichneten sich einige hand-
werklich qualifizierte Schützen in besonderer Weise aus. Am 22.
August 1982, dem 225jährigen Jubiläumsfest des Vereins, wurde die
schmucke Halle ihrer Bestimmung übergeben.

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Im Rahmen einer außerordentlichen Vorstandsversammlung, an


der auch der 1. Vorsitzende des Grafschafter Schützenbundes Chri-
stian Sluiter aus Schüttorf sowie ein Pressevertreter der Grafschaf-
ter Nachrichten teilnahmen, wurde im Jahre 1986 die durch den
Ehrenvorsitzenden Robert Fähmel erstellte Vereinchronik an den
Schützenverein übergeben. Bei der Erstellung der Chronik hielt sich
Robert Fähmel monatelang in Archiven der Städte Schüttorf und
Bad Bentheim auf, um aus alten Zeitungen nach Berichten über
Quendorf und den Schützenverein zu recherchieren. Auch bemühte
er sich, aus Privatbeständen Fotos über den Schützenverein zu einer
Bilderchronik zusammen zu tragen. Der Name Robert Fähmel bleibt
auch nach seinem Tode im Jahr 2001 unauslöschlich mit dem Schüt-
zenwesen in Quendorf-Wengsel-Neerlage verbunden.

Nach 13jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender gab Hermann Kiewit


1989 das Amt an Erhard Schulte ab. Erhard Schulte dankte seinem
Vorgänger für sein Engagement zum Wohle des Vereins. Hermann
Kiewit habe in seiner unverwechselbaren Weise dem Schützenwe-
sen in Quendorf-Wengsel-Neerlage einen großen Dienst erwiesen.
Insbesondere der Bau der vereinseigenen Schützenhalle war auf
seine Initiative vorangetrieben und realisiert worden.

Unter der Leitung von Erhard Schulte wurden die Aktivitäten in


allen Bereichen weiter ausgebaut, wobei die Grundzüge der Satzung,
die im Jahre 1990 überarbeitetet wurde, nicht aus den Augen ver-
loren wurden. Hier sollen die nach dem Kriege ins Leben gerufe-
nen Grundgedanken weiterhin als Mittelpunkt des Schützenwesens
präsentiert werden. Ab dem Jahre 1989 wurde die Programmpalette
um einen Familientag erweitert. Durch diese eintägige Veranstal-
tung, zu der alle Altersgruppen angesprochen sind, sollen insbeson-
dere die Kinder an den Schützenverein herangeführt werden.
Es gelang dem Vorstand in den Folgejahren ein nachhaltiges
Wachstum bei den Mitgliederzahlen, die heute einen Stand von

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

rund 230 Mitgliedern umfasst. Insbesondere aus den Jugendberei-


chen erfreut sich der Schützenverein einem großen Zulauf. Erst-
malig im Jahre 2000 traten auch Frauen dem Schützenverein bei.
Bereits im Jahre 2005 errang Sylvia Kiewit (verheiratete Weinberg)
als erste Frau die Würde der Schützenkönigin.

Im Rahmen einer Neustrukrurierung des Vorstandes wurde Erhard


Schulte 2003 zum ersten Präsidenten des Vereins gewählt. Zum
neuen 1. Vorsitzenden bestimmten die Mitglieder Stefan Lamme-
ring.

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Das Schützenhaus

Nach dem Kriege wurden die Schießabende der Schießgruppe im


Vereinslokal Kerkhoff durchgeführt. Dabei mussten die Schieß-
stände vor und nach dem Schießen stets mühsam auf und wieder
abgebaut werden.
Auf der Versammlung vom 20. November 1973 wurde der Antrag
des 2. Schießwartes Klaus Hübner angenommen, den alten Fahr-
radstand am Quendorfer Bahnhof zu einem Luftgewehrschießstand
auszubauen. Die Einweihung fand am 29. Juni 1974 statt. Damit
hatte die Schießgruppe erstmalig eine eigene Heimat für ihre
Schießabende, worauf sich dann in den Folgejahren auch entspre-
chende Erfolge einstellten. Aber schnell entsprachen die Räum-
lichkeiten nicht mehr den Erfordernissen.

Das größte und finanziell schwierigste Projekt, das auf den Verein
entsprechend in den Folgejahren zugekommen war, blieb die Er-
richtung einer modernen Schieß- und Schützenhalle auf dem Fest-
platzgelände.
Bzgl. der Grundstücksfrage hatte der Quendorfer Gemeinderat im
Jahre 1973 beschlossen, dem Schützenverein den ehemaligen Rei-
terplatz für zunächst 30 Jahre mit einem symbolischen Pachtpreis
von jährlich 20 DM zu verpachten. Im Juni 1976 stellte der Verein
dann einen Antrag auf Erwerb des Schützenplatzes an den Realver-
band Quendorf, der dem Antrag mit einer Schenkung des Platzes
entsprach. Der 1. Vorsitzende Hermann Kiewit übermittelte dem
Realverband für seine großzügige Schenkung den herzlichen Dank
aller Schützen. Im Sommer 1976 wurde eine Kommission für die
Planung einer neuen und modernen Schützenhalle gebildet. Der
Kommission gehörten die folgenden Schützen an: Bernhard Man-
nebeck, Willi Wilmink, Robert Fähmel und Klaus Hübner. Weiter-
genutzt sollte für einen Zwischenzeitraum das zur Fahnenweihe in

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

1971 bereits auf dem Festplatz fertiggestellte Toilettenhaus.


Nach einem Versammlungsbeschluss vom Juli 1978 sollte die Holz-
konstruktion der alten Halle am Quendorfer Bahnhof weitergenutzt
werden und in die neue Halle integriert werden. Für die Finanzie-
rung der neuen Schießhalle wurde innerhalb des Vereins eine Spen-
denliste herumgereicht. Ferner wurde neben dem freiwilligen
Arbeitseinsatz von jedem Mitglied ein Mindestbetrag von 150 DM
erwartet. Für die Baumaßnahme wurde aus Gründen der besseren
Übersicht eine gesonderte Baukasse eingerichtet. Nach vorüberge-
hender Stilllegung der Arbeiten wegen Schwierigkeiten mit der
Baugenehmigung wurden die Arbeiten im Jahre 1980 fortgesetzt.
Mit der Leitung wurden Jan-Harm Ratering und Fritz Bergjan be-
auftragt. Insbesondere die Wahl von Jan-Harm Ratering als sog.
„Baumanager“ erwies sich als Glücksgriff. Seiner unnachgiebigen
Art war es zu verdanken, das die Arbeiten nunmehr stets gut orga-
nisiert waren und er die Freiwilligen auch notfalls aus dem Bett
holte.
Da nunmehr auch zum Jubelfest in 1982 eine neue Toilettenanlage
erstellt werden sollte, wurde eine weitere Umlage von 100 DM pro
Mitglied notwendig. Hermann Brinkmann stiftete aus seinem ehe-
maligen Gaststättenbetrieb Stühle für die Schützenhalle, die Ge-
meinde Quendorf 5000 DM und die Gemeinde Isterberg 3000 DM.
Bereits zum Jubelfest 1982 konnte die neue Halle inkl. Toilettenan-
lage genutzt werden. Anlässlich des Jubelfestes erhielt Jan-Harm Ra-
tering für seinen hervorragenden Einsatz bei der Fertigstellung der
neuen Halle den Verdienstorden des Grafschafter Schützenbundes.
Die offizielle Einweihungsfeier der neuen Halle fand am 23. April
1983 statt. Vorsitzender Hermann Kiewit stellte in seiner Eröff-
nungsansprache heraus, dass das Schützenhaus größtenteils in Ei-
genleistung erstellt wurde, wobei 40000 DM Spenden der Mitglieder
maßgeblich zum Gelingen des Werkes beitrugen. Der Dank des
Vorsitzenden galt auch den Gemeinden Quendorf und Isterberg für
die finanzielle Unterstützung des Objektes. Ein lang gehegter

30
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Wunsch war somit in Erfüllung gegangen. Das neue Schützenhaus


war von nun an der Mittelpunkt des Vereinslebens, und trug nach-
haltig zum Wachstum des Vereins bei. Für Hermann Kiewit bil-
dete diese Maßnahme den Mittelpunkt seines Wirkens als 1.
Vorsitzender. Auch ihm wie vielen anderen Schützenbrüdern ge-
bührte ein großer Dank aller Vereinsmitglieder.
Durch die intensive Nutzung und durch die Aufnahme der Ge-
meinde Quendorf in das Dorferneuerungsprogramm wurden seit
dem Jahre 1999 intensive Gespräche zum Umbau der Halle geführt.
Ziel sollte die Verbesserung der Anlagen insbesondere der Toiletten
sein und an der Außenverkleidung aus Holz zeigte sich inzwischen
deutlicher Modernisierungsbedarf. Trotz intensiver Gespräche aller
Beteiligten am Dorferneuerungsprogramm mußte man jedoch zum
Ergebnis kommen, das eine Förderung über die Dorferneuerung an
den Vorgaben scheiterte.
Entsprechend galt es nun, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die
die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen und Erweiterungs-
wünsche insbesondere unter dem Hintergrund des nahenden Jubi-
läums im Jahre 2007 beinhalteten. Den Bauausschuß bildeten: Gerd
Byknüver, Erik Helper, Stefan Lammering, Berthold Schulte, Er-

Die Schützenhalle 2000

31
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

hard Schulte und Martin und Willi Wilmink. Nachdem man sich
über die Finanzierung in Form eines jährlichen Sonderbeitrages ver-
ständigt hatte, konnte mit Hilfe der Rücklagen und der erneuten
Unterstützung durch die Gemeinden Quendorf und Isterberg der 1.
Bauabschnitt Ende 2006 gestartet werden. Er umfaßte die Erweite-
rung der Toilettenanlage um eine Behindertentoilette sowie einem
Querbau mit Klinker und Spitzdach über dem kompletten alten Toi-
lettentrakt. Dadurch wurde auch der neue seitliche Haupteingang
realisiert. Im 2. Bauabschnitt wurde dann im Mai/Juni 2007 die
komplette alte Toilettenanlage und der Vorraum erneuert bzw. mo-
dernisiert. Dieser Bauabschnitt war auch durch die langfristige Zu-
sammenarbeit mit der Brauerei Rolink und der daraus
resultierenden Finanzierungsalternative ermöglicht worden.
Durch die umgesetzten Maßnahmen können wir der Öffentlichkeit
wiederum pünktlich zu einem Jubiläum umfangreiche Verände-
rungen in und an unserer Schützenhalle präsentieren. In den Fol-
gejahren wird es darum gehen, die Maßnahme durch die

Die Schützenhalle im Umbau (Juli 2007)

32
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Veränderung der Küche und die vollständige Umklinkerung der


alten Holzverkleidung abzuschließen.
Der Vorstand dankte in Person des Präsidenten Erhard Schulte allen
Beteiligten, die zum Gelingen der ersten beiden Bauabschnitte bei-
getragen hatten und so das ehrgeizige Ziel der Fertigstellung bis zum
Jubiläum ermöglichten. Mit diesen Umbauten und den noch offenen
Maßnahmen sei die Schützenhalle auch für die nächsten Jahre und
damit auch für die nächste Generation den Anforderungen ent-
sprechend gewappnet. Das Schützenhaus mit dem Schützenplatz
werde seinem Ziel als Mittelpunkt des Vereinslebens weiterhin ab-
solut gerecht. Dieses sei auch ein Vermächtnis an die Verantwort-
lichen in der Zukunft.

33
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Schießgruppen

Die Aktivitäten und die Möglichkeiten unserer Schießgruppen hin-


gen stets mit den Möglichkeiten hinsichtlich der Schießhalle zu-
sammen.

Nach dem Kriege konnten die Aktivitäten nur in der Vereinsgast-


stätte durchgeführt werden. Unter der Leitung des Schießwartes
Bernhard ten Wolde hatte sich im Verein auch in den Jahren nach
der Neugründung des Vereins nach dem Kriege bereits ein reger
Schießbetrieb bei den Herren entwickelt. Hiervon zeugen die zahl-
reichen Auszeichnungen Quendorfer Schützen durch den Graf-
schafter Schützenbund. Dieser war 1951 als Interessenvereinigung
der Grafschafter Schützenvereine gegründet worden. Unser 1. Vor-
sitzender Robert Fähmel war seinerzeit auch im Gründungsvorstand
und fungierte kurzzeitig als 2. Vorsitzender.
Auf dem Kommersabend des Schützenfestes im Jahre 1964 wurde
in der Festansprache des 1. Vorsitzenden Schießwart Bernhard ten
Wolde für seinen unermüdlichen Einsatz mit besonderem Lob be-
dacht. Der Lohn für diesen Einsatz waren die Kreismeisterschaft der

Die Damenschießgruppe 2007

34
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Quendorfer in der Gruppe C. Kreis- und Vereinsmeister wurde Jo-


hann van Ferth jun., 1. Bestschütze in der Gruppe C Johann Diek-
mann. Im Jahre 1972 nahm eine neu gegründete Schießgruppe für
Jugendliche im Alter von 12 – 17 Jahren ihre Tätigkeit auf. 1976
legte dann Bernhard ten Wolde das Amt des 1. Schießwartes in jün-
gere Hände. Mit seinem Namen bleibt jedoch der Schießsport in un-
serem Verein nach dem Kriege unauslöschlich verbunden. Der
Verein ist ihm für seine jahrzehntelange Vorstandstätigkeit als
Schießwart zu großem Dank verpflichtet.

Am 17. Oktober 1974 wurde mit der Gründung einer Damen-


schießgruppe das Angebot erweitert. Zunächst wurden dabei viele
„Fahrkarten“ geschossen und einige Kugeln gingen auch in das alte
Sofa, das unter der Schießscheibe stand. Aber das dauerhafte Trai-
ning zeigte doch Erfolg. Mit der Zeit stellten die Damen ihr Kön-
nen unter Beweis und waren von nun an nicht mehr aus den
Schießsportaktivitäten unseres Vereins wegzudenken. Von den Er-
folgen zeugen unzählige Pokale, die die Herren auch zuweilen sehr
neidisch werden ließen.

Die Herrenschießgruppe 2007

35
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Neugründung der Damenschießgruppe fiel zeitgleich mit der


Eröffnung der Schießhalle in den Räumlichkeiten am ehemaligen
Quendorfer Bahnhof zusammen. Hierdurch hatte unser Verein erst-
malig eigene Schießstände, die nachhaltig zur Entwicklung und Er-
folg unserer Schießgruppen beitrugen.

Auf einer Vorstandsversammlung im Jahre 1976 wurde beschlos-


sen, dass in Zukunft eine gewählte Vertreterin der Damenschieß-
gruppe als beratendes Mitglied zum Vorstand gehört. Bei den
Vorstandwahlen des Jahres 1978 wurden dem 1. Schießwart zur Un-
terstützung vier Schießmeister zur Seite gestellt. Mit diesen Maß-
nahmen wurde zum einen die zusätzliche Arbeit abgedeckt,
andererseits sollte jedoch auch der Schießsport als Hauptaugenmerk
des Vereinslebens aufgewertet werden.

Mit der Eröffnung unserer neuen Schießhalle im Jahre 1982 ver-


besserten sich die Möglichkeiten der Schießgruppen zusätzlich. Es
gelang, die Schießgruppen in allen Altersgruppen durch intensive
Förderung zu einem in der Grafschaft Bentheim und Umgebung
sehr erfolgreichen und damit geachteten Teil des Schützenvereins

Die Jugendschießgruppe 2007

36
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

zu machen. Hiervon zeugen unzählige bei den regionalen und über-


regionalen Schießwettkämpfen errungenen Pokale und Platzierun-
gen. Insbesondere bei den Pokalschießen des Grafschafter
Schützenbundes haben die Schießgruppen bei den alljährlichen
Wettkämpfen wiederholt mit herausragenden Ergebnissen auf sich
aufmerksam gemacht. An dieser Stelle sei erwähnt, das von unse-
rem Verein seit vielen Jahren zwei Mitglieder im Vorstand des Graf-
schafter Schützenbundes (GSB) fungieren. Von 1982 bis zu seinem
Ausscheiden in 2007 war Hermann Immink Schießsportobmann
und seit 1988 leitet Erhard Schulte als 1. Vorsitzender die Geschicke
des GSB.

37
Unser Verein 2007
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Aus dem Vereinsleben...

Nach dem
Säubern des
Schützenplatzes
1956

Gitarrenchor des
CVJM Altennachmit-
tag 1983

Antreten 1995

43
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Pokalverleihung 1985

Kinderbelus-
tigung 1968

Altennachmittag
1981

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Kinderbelustigung 1951

Altennachmittag 1982

Altennachmittag 1982

45
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Familientag 1991

46
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Schützenfest 1986 - Ohne Worte...

“Nageln” 1990

Thron 1939-1947

47
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Fahnenweihe 1971

Die Vorbereitungen für die große Festkulisse anlässlich der Über-


nahme einer neuen Fahne liefen in vielfältiger Weise. Da waren
nicht nur freiwillige Arbeitskommandos für Sandfahren, Planieren,
Fräsen, Einsäen und Zäunen des neuen Schützenplatzes, sondern
auch sachkundige freiwillige Arbeitskräfte für den Bau eines Toi-
lettenhauses auf dem Festplatz erforderlich. Pünktlich zum Schüt-
zenfest waren alle Arbeiten fertiggestellt. In Anbetracht der
zahlreichen Gäste bei der Fahnenübernahme wurde erstmalig eine
Erweiterung des Schützenfestes auf drei Tage beschlossen, und zwar
auf den 11., 12. und 13. September 1971, wobei der dritte Tag vor-
nehmlich für die große Schützenfamilie und dem einheimischen
Personenkreis vorgesehen war. Die Übergabe der neuen, kostbaren
Fahne fand auf dem Sportplatz der Quendorfer Schule statt, auf dem
sich 10 benachbarte Schützenvereine, die Freiwillige Feuerwehr
und der Reit- und Fahrverein Isterberg, Bürgermeister und Ge-

49
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

meinderäte der drei Gemeinden und die Bevölkerung in großer Zahl


bei dem Festakt eingefunden hatten. Die Fahne, in Münster von der
Herstellerfirma Reuter wochenlang im Schaufenster einem interes-
sierten Publikum präsentiert, ist ebenso selten wie beispielhaft im
Fahnenwald der Schützengesellschaften.
Sie verbindet in Symbolen Altes, Traditionelles und Neues, Refor-
merisches miteinander in wohlgelungener Harmonie. In seiner Fest-
ansprache forderte der 1. Vorsitzende Robert Fähmel vor einer
großen Kulisse die Festveranstaltung auf, das Schützenwesen mit
einem neuen geistigen Inhalt zu erfüllen. „Wenn wir uns heute hier
als eine „ständige Aktion Gemeinsinn und Hilfsbereitschaft“ verste-
hen, leisten wir als Schützengemeinschaft einen entscheidenden
Beitrag zur Bewältigung jener staatspolitischen Aufgaben, die in un-
serer auf materiellen Profit gerichteten Wohlstandsgesellschaft
wichtiger sind als je zuvor,“ waren die Schlussworte Fähmels und
an die Gemeindevertreter gewandt, sagte der Festredner: „Die hie-
sige Schützengemeinschaft ist nach Gesinnung und Aktivität der
beste Partner aller, die hier Verantwortung tragen.“
Der Vorsitzende des Grafschafter Schützenbundes, Ernst Staß,
knüpfte an die Worte Fähmels an und stellte den Gedanken „Ent-
scheidend ist, was der Mensch dem Menschen ist“ in den Mittel-
punkt seiner Ansprache. Staß stellte fest, dass gerade der
Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage ein Hort Grafschafter
Sitte und Brauchtums sei. Staß überreichte Robert Fähmel, der Mit-
begründer des Grafschafter Schützenbundes ist, die höchste Aus-
zeichnung des Grafschafter Schützenbundes.

Bürgermeister Rudolf Kovert unterstrich in seine Ansprache in aller


Deutlichkeit, dass der Schützenverein in der Gemeinde immer ein
großartiger Partner bei der Arbeit für das Wohl der Allgemeinheit
gewesen sei.

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Das 225jährige Jubiläum 1982

Die Vorbereitungen für das Jubelfest waren bereits frühzeitig angelau-


fen. Für einen geplanten Sternmarsch der geladenen Gastvereine wur-
den 3 Sammelpunkte in der Gemeinde festgelegt und die Hoeke der
Gemeinde zu einem Bogenwettbewerb aufgefordert.

Robert Fähmel übernahm, unterstützt von Jürgen Ballhausen, die Er-


stellung einer Festzeitschrift in Farbe. Foto-Studio Prey in Geescher
übernahm die Fotographie der neuen Fahne, von der ein gerahmtes
Bild mit Vorder- und Rückseite jeder Gastverein erhalten sollte.
Zu dem 225-jährigen Jubiläumsfest vom 21. – 23. August 1982 waren
am Sonntagmittag 17 Obergrafschafter Schützenvereine, 10 Kapellen,
die Freiwillige Feuerwehr und der Reit- und Fahrverein Isterberg zu
einem über 4 km langen Sternmarsch angetreten, der auf dem Sport-
platz der Quendorfer Grundschule endete. Der 1. Vorsitzende Her-
mann Kiewit entbot allen Gästen herzliche Willkommensgrüße. Er
dankte dem Ehrenvorsitzenden Robert Fähmel für seine in 3 Jahr-
zehnten geleistete Arbeit, dem Schützenverein Quendorf-Wengsel-
Neerlage eine neue sinnvolle Zielsetzung gegeben zu haben.
Bürgermeister Alfred Woltmann hob in seiner Ansprache die Ver-
dienste der Schützen für das Wohl der Einwohner der drei Gemein-
den hervor. Glückwünsche überbrachte der Vorsitzende des
Grafschafter Schützenbundes, Christian Sluiter. Er ehrte Jan-Harm Ra-
tering für seinen hervorragenden Einsatz bei der Fertigstellung der
neuen Schützenhalle mit dem Verdienstorden des Grafschafter Schüt-
zenbundes.

Vier Ehrenbögen hatten die Schützen mit ihren Frauen in der Ge-
meinde errichtet. Der Eingang zum Festplatz war mit einem neuen Tor
versehen.

51
250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Jubiläum 1982

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Königspaare

1912 Joh. Haakmann 1928 Heinr. Kiewit


Johanne Heckmann Fenna Dirks

1913 Arnold Wenning 1929 Georg Geerds


A. Schultjan Johanne Rademaker

1914- H. Schnieders 1930 Heinrich Kottmann


1919 E. Klukkert Aleida Koonert

1920 Wilhelm Hunsche 1931 Gerhard Kiewit


J. Bieknüver Gerda Kiewit

1921 Johann Kiewit 1932 F. Bieknüver


Fenna Bieknüver A. Wenning

1922 E. Schultjan 1933 Johann Rademaker


H. Helper Aleida Kiewit

1923 Friedrich Kovert 1934 Bernh. Math


Fenna Dierks Emma Bonke

1924 Johann Tüchter 1935 Ludwig Koonert


Auguste Marquard Gerda Brauer

1925 Bernhard Neesen 1936 Johann Deters


G. Schüür Magarete Kleve

1926 Wilhelm Rademaker 1937 Friedrich Everskemper


Anna Burschepers D. Wanning

1927 Gerhard Hanfeld 1938 Dietr. Koonert


M. Pöling Emma Klukkert

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

1939- Bernd Boelmanns 1959 Georg Beckmann


1948 Aleida van Ferth Helene Bonhorst

1948 Hermann Kiewit 1960 Johann van Ferth


Mariechen Wermeling Christine Tigler

1949 Gerh. Niemann 1961 Wilhelm Rademaker


Aleida Kottmann Gertrud Kottmann

1950 Gerh. Hambeck 1962 Gustav Scheffel


Hilde Rademaker Gerda Völkers

1951 Hermann Brinkmann 1963 Gerd Rademaker


Inge Neesen Johanne Stüvel

1952 Bernhard ten Wolde 1964 Horst Nayda


H. Raterink Friedel Löpmann

1953 Bernhard Niehaus 1965 Ludwig Neesen


Friedel Immink Hermine Moes

1954 Rudolf Götz 1966 JohannNeesen


Bernhardine Niemann Anna Kottmann

1955 Rudolf Schreyer 1967 Heinrich Völkers


Greta Haakmann Fenna Scheffel

1956 Hermann Kiewit 1968 Ludwig Helper


Margarete Wenning Erna Feitsma

1957 Arnold Neesen 1969 Bernhard Wenning


Alide Brinkmann Hella van Ferth

1958 Dietrich Wilmink


Johanne Mannebeck

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Bis 1969 Kaiserkette 1982 Heinrich Hermelink


Ab 1970 Königskette Inge Kiewit

1970 Bernd Kovert 1983 Arnold Dobben


Gerda Hassink Friedel Kottmann

1971 Siegfried Butke 1984 Bernhard Koonert


Hanni Möllmann Gerhardine Wermeling

1972 Klaus Hübner 1985 Heinz J. Alferink


Anna Rademaker Friedegunde Rademaker

1973 Helmut Kottmann 1986 Bernd Lammers


Gesine Kovert Andrea Rademaker

1974 Jürgen Ballhausen 1987 Heinrich Koonert


Hilde Hübner Fenna Stemberg-Deters

1975 Walter Feitsma 1988 Gerhard Hermelink


Marianne Helper Johanna Kiewit

1976 Hermann Hatger 1989 Arno Feseker


Hilde Mannebeck Sigrid Tibbe

1977 Hindrik Moes 1990 Günter Wermeling


Monika Kovert Marion Koonert

1978 Bernhard Wenning 1991 Johann de Lange


Ilse Beckmann Hildegard Schüttmann

1979 Paul Kaiser 1992 Willi Wilmink


Johanne Ballhausen Gerda Pirling

1980 Hans J.Wenning 1993 JohannVölkers


Linda Moes Andrea Schulte

1981 Klaus Koning 1994 Heinrich Schulte


Maria Hanfeld Astrid Büthkamp

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

1995 Erwin Rademaker 2002 Hermann Feseker


Petra Rademaker Heike Butke

1996 Bernhard Niehoff 2003 Erhard Schulte


Ingrid Hermelink Friedegunde Völkers

1997 Achim Rademaker 2004 Heinz-Gerd Kolk


Tanja Helper Birgit Kolk

1998 Bruno Kolk 2005 Sylvia Kiewit


Petra Kolk Ingo Bischop

1999 Hermann Stemberg-Deters 2006 Fritz Byknüver


Johanne Neesen Kerstin Kovert

2000 Dieter Löpmann 2007 ??


Karin Keen ??

2001 Gerhard Hanfeld


Monika Koning

Thron 2006/2007: hinten: Jörg Kovert, Rita Byknüver, Jörg Walles,


Bettina Walles, Silvia Helper und Erik Helper.
vorne: Königin Kerstin Kovert und König Fritz Byknüver

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Kaiser

1971 Gerhard Hambeck 1985 Hermann Hatger

1972 Johann Neesen 1986 HelmutKottmann

1973 Hermann Kiewit 1987 Jürgen Ballhausen

1974 Friedrich Kovert 1988 Heinrich Völkers

1975 Bernhard ten Wolde 1989 Heinz Johann Alferink

1976 Johannvan Ferth 1992 Heinrich Koonert

1977 Horst Nayda 1994 Hermann Hatger

1978 Gustav Scheffel 1996 Ludwig Helper

1979 Hermann Brinkmann 1998 Bernhard Niehoff

1980 Klaus Hübner 2000 Gerhard Hermelink

1981 Ludwig Neesen 2002 Klaus Koning

1982 Bernd Kovert 2004 Klaus Hübner

1983 Gerhard Rademaker 2006 Willi Wilmink

1984 Ludwig Helper

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Vorstandsämter
Präsident
2003-heute E. Schulte

1. Vorsitzender
1950-1975 R. Fähmel
1976-1988 H.Kiewit
1989-2002 E. Schulte
2003-heute St. Lammering

1. Schriftführer
1950-1951 G. Niemann
1952-1953 A. Hassink
1954-1957 H. Ertel
1958-1967 G. Kovert
1968-1982 G. Scheffel
1983-1989 J. Ballhausen
1990-1997 W. Immink
1998-2005 L. Stüvel
2006-heute B. Hanfeld

1. Kassierer
1950-1951 F. Math
1952 G. Schulte
1953- 1955 R. Götz
1956 J.Deters
1957- 1962 G. Scheffel
1963- 1973 H. Nayda
1974- 1983 W. Immink
1984 A. Löpmann
1985-2004 H. Niehaus
2005-heute B. Schulte

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

1. Kommandeur
1952 W. Immink
1953-1955 A. Neesen
1956-1986 G. Leuftink
1987-1993 P. Kaiser
1994-heute H. Dobben

weitere Vorstandsämter ab 1982

2. Voristzender
-1985 H. Dobben
1986-1988 E. Schulte
1989-1998 A. Feseker
1999-2005 W. Tibbe
2006-heute E. Helper

2. Schriftführer
-1982 J. Ballhausen
1983-1990 L. Stüvel
1991-1995 Ch. Lammering
1996-2005 B. Hanfeld
2006-heute W. Tibbe

2. Kassierer
-1983 A. Löpmann
1984 H. Niehaus
1985-1989 A. Löpmann
1990-2001 G. Hermelink
2002-heute K. Keen (verh. Steveker)

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

1. Schießwart
-1982 G. Hanfeld
1983-1984 K. Koning
1985 K. Hübner
1986-1988 H. Hatger
1989-2001 G. Lukas
2002-heute A. Feseker

2. Schießwart
-1983 L. Rademaker
1984-1985 F. Bonhorst
1986-1988 G. Lukas
1989 H. Hatger
1990 K. Koning
1991-1998 G. Kovert
1999-2001 A. Feseker
2002-heute L. Dirks

3. Schießwart
-1983 F. Bergjan
1984-1985 L. Rademaker
1986-1988 H. Koonert
1989-1992 D. Wermeling
1995-2001 B. Kolk
2002-heute H.-G. Kolk

4. Schießwart
1985 E. Hübner
1986-1988 F. Bonhorst
1989 H. Immink jun.
1995-2001 K. Tittel

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

1. Jugendschießwart
1983-1985 A. Rademaker
2002-heute K. Tittel

2. Jugendschießwart
2002-heute B. Kolk

2. Kommandeur
-1986 P. Kaiser
1987-1992 F. Bergjan
1993 H. Dobben
1994-heute U. Neesen

1. Gerätewart
-1992 H. Völkers
1993 G. Byknüver
1994-2004 B. Schulte
2005-heute J. Dobben

2. Gerätewart
1986-1989 B. Koonert
1993 B. Schulte

1. Hausmeister
1993-1997 H. Völkers
1998 R. Rademaker (verh. Steglich)
1999-heute F. Byknüver

2. Hausmeister
1994-heute G. Byknüver

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Jugendsprecher
-1984 H. Schulte
1985 E. Schulte
1986-1990 Ch. Lammering
1991-1995 B. Hanfeld
1996-heute M. Wilmink

Frauenvertreterin
-1982 J. Ballhausen
1986-1997 R. Lammering

Der amtierende Vorstand 2007

obere Reihe v.l.: B. Kolk, K. Tittel, H.-G. Kolk, M. Wilmink, K. Steveker,


J. Dobben, B. Hanfeld, F. Byknüver und U. Neesen
untere Reihe v.l.: L. Dirks, E. Helper, St. Lammering, E. Schulte, A. Fese-
ker und B. Schulte
es fehlen: G. Byknüver, W. Tibbe und H. Dobben

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Auszeichnungen

Goldene Verdienstnadel Verdienstorden des


Grafschafter Schützenbundes
Joh. Deters sen.
Robert Fähmel Robert Fähmel
Heinrich Kottmann Bernhard ten Wolde
Bernhard ten Wolde Jan-Harm Ratering
Fritz Math Hermann Kiewit
Gustav Scheffel Heinrich Völkers
Heinrich Völkers Hermann Immink sen.
Gerhard Leufting Heinrich Dobben
Hermann Kiewit Hermann Niehaus
Rita Lammering
Paul Kaiser
Horst Nayda
Gerhard Kovert
Wilhelm Kovert
Willi Wilmink
Arthur Löpmann
Helmut Kottmann
Ludwig Helper
Ludwig Kovert
Gerhard Lukas
Wilhelm Immink
Arnold Dobben
Hermann Niehaus
Gerhard Hermelink
Erhard Schulte
Hilda Diekmann
Berthold Möllmann
Arno Feseker
Bernhard Hanfeld
Levert Stüvel
Robert Fähmel

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Das Vereinslokal

Seit jeher bildet das Vereinslokal Kerkhoff einen der Mittelpunkte


des Vereinslebens. Es war und ist Ort der Winterfeste, der Ver-
sammlungen und in den Jahren nach dem Kriege auch Schieß-
sportstätte.

Seit Jahrzehnten unser Vereinslokal: Das Landgasthaus “Kerkhoff”

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Die Theatergruppe

Unter der Leitung von Fritz Math war die Theatergruppe ein wichtiger
Eckpfeiler des Vereinslebens nach dem Kriege. Zur Stärkung des eigen-
ständigen Vereinslebens wurde Ende 1952 eine Laienspielgruppe gegrün-
det. Mit der ersten Aufführung des Stückes „Der Kuhhandel“ im
Kerkhoffschen Saale wurde der Spielgruppe am 7. Februar 1953 ein groß-
artiger Erfolg zuteil, wobei die von Fritz Math entworfene und gebastelte
KUH eine Spitzenleistung darstellte.

Theatergruppe 1953
Auf dem Winterfest am 19. Februar 1955, das unter dem Motto stand
„Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König“, erntetet
die Spielschar mit der dörflichen Komödie „Das Dienstjubiläum“ für das
mit viel Humor gewürzte Spiel großen Beifall. Auf dem Winterfest im
Jahre 1957 im Lenzigschen Saal in Schüttorf gelangten die lustigen Ein-
akter „Der Zylinder“ und „Die Klatschtanten“ der Spielschar zur Auffüh-
rung. Die kurze Begrüßungsansprache vom 1. Vorsitzenden Robert
Fähmel hatte folgenden Wortlaut: „Meine verehrten Damen! Liebe Schüt-
zenbrüder! Zum ersten Male heiße ich Sie im Namen des Vorstandes zu
unserem diesjährigen Winterfest in einer neuen Umgebung willkommen,

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250 Jahre Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

da unsere Schützenfamilie so angewachsen ist, dass unsere Quendorfer


Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen.
Auch in den Folgejahren gehörten die einstudierten Stücke zum Bestand-
teil des Winterfestes. Auf dem Winterfest 1960 mussten an die Stelle eines
Theaterstückes einige sog. „5-Minuten-Brenner“ treten, da Spielscharlei-
ter Fritz Math aus beruflichen Gründen die zum Einstudieren notwendige
Zeit nicht mehr besaß. Da sich für ihn auch kein Nachfolger fand, waren
damit bedauerlicherweise alle Aktivitäten der Spielschar auf Jahre been-
det, die viele Jahre den Winterfesten ihr Gepräge gegeben hatten.
Ende der achtziger Jahre wurde die Theatergruppe unter der Leitung von
Gerhard Vorbroock wieder aktiviert. Es wurden wieder für einige Jahre zu
Beginn in der Schützenhalle und wegen des großen Erfolges auch in den
Räumlichkeiten der Theaters der Obergrafschaft in Schüttorf Dreiakter
aufgeführt. Man hatte in dieser Zeit wieder seine helle Freude an den Auf-
führungen der plattdeutschen Stücke. Leider wurden die Aktivitäten nach
einigen Jahren wieder eingestellt, da sich nicht mehr genügend Freiwillige
fanden, die die enorme Zeit der Vorbereitungen auf sich nahmen. Damit
schlossen sich bis zum heutigen Tage die Aktivitäten der Theatergruppe.
Bleibt zu wünschen, dass wir uns in naher Zukunft wieder am Spiel einer
Theatergruppe erfreuen dürfen.

Theatergruppe 1990

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Wir gedenken allen verstorbenen
Schützenschwestern und Schützenbrüdern

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Danksagungen

Wir danken allen Helferinnen und Helfern ganz herzlich, die zum Gelin-
gen unseres Jubelfestes 2007 beigetragen haben.

Herzlichen Dank auch an alle Hoeke für die Erstellung der Festbögen, die
mit großen Anstrengungen verbunden waren.

Zu guter letzt möchten wir uns auch bei allen Geschäftsleuten bedanken,
die uns durch Anzeigen oder Spenden finanziell unterstützt haben.
Vielen Dank!

Der Vorstand

Festausschuss Jubiläum 2007

obere Reihe v.l.: H. Stemberg-Deters, St. Lammering und H. Diekmann


untere Reihe v.l.: A. Seidel, E. Schulte und U. Neesen
es fehlen: A. Dobben und A. Schulte

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Kapelle Gröttrup & Spielmannszug Adler Schüttorf

Kameradschaft und Geselligkeit gehören bekanntlich zu den Anliegen


aller Schützenvereine. Dieses Miteinander gilt es nicht nur innerhalb
des Vereins, sondern auch darüber hinaus u.a. mit den für die musika-
lische Unterstützung verantwortlichen Gruppen zu pflegen.

An dieser Stelle möchten wir uns für die ungewöhnlich gute, harmo-
nische und vor allem jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der Kapelle
Gröttrup und dem Spielmannszug Adler Schüttorf bedanken.

Die Kapelle Gröttrup mit ihrem Leiter Siegbert Gröttrup sorgt seit mehr
als fünfzig Jahren für stimmungsvolle Musik und Unterhaltung. Über
viele Jahre waren sie für die Musik zu den Kommersabenden verant-
wortlich. Sie konnten hier mit großem Können die Schützinnen und
Schützen mit ihren Gästen in ihren Bann ziehen und sind uns bis heute
in bester Erinnerung. Ferner waren und sind sie bis heute für die mu-
sikalische Begleitung bei den Festumzügen dabei und sind für die Platz-
konzerte unverzichtbar.

Auch der Spielmannszug Adler ist seit nahezu 40 Jahren mit dem
Schützenverein Quendorf – Wengsel – Neerlage verbunden. Die Spiel-
leute begleiteten uns in dieser Zeit bei den Festumzügen, bei den
Thronbegleitungen und richten auch das Platzkonzert aus. Ohne eige-
nen Spielmannszug können wir trotzdem behaupten, mit den Freun-
den vom Adler – Horst eine Unterstützung zu haben, die so eng und
freundlich ist, als wäre es unser „eigener“ Spielmannszug. In diesem
Sinne freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Wir sind der Kapelle Gröttrup und dem Spielmannszug Adler zu gro-
ßem Dank verpflichtet und wünschen beiden Musikzügen auch für die
Zukunft alles erdenklich Gute. Ihr seid in Quendorf immer herzlich
willkommen.

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Impressum

Herausgeber:
Schützenverein Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.
vertreten durch den Präsidenten
Erhard Schulte
Weststraße 13
48465 Schüttorf

Redaktion:
Jürgen Ballhausen
Wilhelm Immink
Stefan Niehaus
Erhard Schulte

Fotos:
Fritz Bergjan
Chronik Robert Fähmel
u.a.

Grafik, Layout & Satz:


Stefan Niehaus

Druck:
Druckerei Schnell-Druck Schöpe
Alfred-Mozer-Straße 14
48527 Nordhorn

Besuchen Sie uns im Internet:


http://www.Schuetzenverein-QWN.de

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Dem Schützenverein kam es darauf an, in der Fahne Altes, Tra-
ditionelles und Neues, Reformerisches miteinander zu verbinden
und in Symbolen zum Ausdruck zu bringen.

So finden sich in der Fahne auf der abgebildeten Seite das urkund-
lich belegte Siegel und Wappen des Junkers Gerhardus van Quen-
dorpe aus dem Jahre 1405 sowie Büchse und Alarmhorn.

Auf der anderen Seite als Elemente der heutigen Zielsetzung des
Vereins je zwei ineinander verschlungene Ringe mit den In-
schriften „Miteinander – Füreinander“ und „Gemeinsinn – Hilfs-
bereitschaft“ Den Originalentwurf für die neue Fahne hatte der
verstorbenen Heimatforscher Dr. Ludwig Edel aus Quendorf
geschaffen.
250
Jah
re

Schützenverein
Quendorf-Wengsel-Neerlage e.V.

Festschrift