Sie sind auf Seite 1von 32

Versand im Postabonnement Art. 2, Abs. 20c, Ges. 662/96 Fil.

Bozen
Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b. - 02Z030036

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


Nummer 4 Bozen, Innsbruck, Weyarn, Kronmetz im August 2005 29. Jahrgang

Berlusconis Stinkefinger ……………………… 4

Die Schützenkompanie Lans hat Kompanien aus dem Schützenbezirk Burggrafenamt-Passeier zu einem
Festakt eingeladen, an dem eine Gedenktafel für die Gefallenen von 1809 eingeweiht und am Krieger-
denkmal neu angebracht wird. In Lans sind fünf gefallene Schützen des Freiheitskampfes aus Riffian,
Verdins-Schenna, Partschins und Plars-Algund beerdigt. (Foto Hofer)

Schützenfeste mit Idealen und Zielen


Der Sommer ist die Zeit der Schützenfeste. Land auf, Land ab finden Kompanie-, Bezirks-,
Baons- und Regimentsfeste in allen Tiroler Landesteilen statt.
Es ist immer wieder erstaunlich, welch gute Ideen bei der Vorbereitung und Ausführung der
Patronatstag in Waakirchen ……………… 13
Feste einfließen und umgesetzt werden.
So geben geschichtliche und kulturelle Höhepunkte den Festen eine besondere Note und
Neue Bundesleitung des SSB ……………… 4 machen sie über die Geselligkeit hinaus zu bleibenden gesellschaftlichen Ereignissen in der
Alpenregionsschießen in Tramin ……… 5 dörflichen oder städtischen Gemeinschaft.
„Ein Fest kann man nicht alleine feiern; dazu sind immer mehrere Menschen notwendig.
Auszeichnung für Dr. Benedikter ……… 6 Feste haben immer ihre Grundlage in der menschlichen Gemeinschaft; sie führen auf die
Leserbrief …………………………………………… 7 Gemeinschaft hin, sie stiften Gemeinschaft, wachsen aus der Gemeinschaft heraus und vermit-
teln dem einzelnen die beglückende Erfahrung mitmenschlichen Angenommenseins“ (Dr. Hans
Bataillone und Bezirke ………………………… 8 Paarhammer, Landeskurat der Salzburger Schützen) .
Manche Feste beginnen schon am Vorabend mit Gedenken an die gefallenen und verstorbe-
Ausstellungen ……………………………………17
nen Schützenkameraden.
Die Seite der Marketenderinnen So auch heuer das Baonfest der Sonnenburger in Lans: Die Schützenkompanie Lans hat
und Jungschützen ……………………………… 18 Kompanien aus dem Schützenbezirk Burggrafenamt-Passeier zu einem Festakt eingeladen, an
Wir gratulieren ………………………………… 29 dem eine Gedenktafel für die Gefallenen von 1809 eingeweiht und am Kriegerdenkmal neu
angebracht wird. In Lans sind fünf gefallene Schützen des Freiheitskampfes aus Riffian, Ver-
Gesamttiroler Schützenchronik ………… 22 dins-Schenna, Partschins und Plars-Algund beerdigt.
Totengedenken ………………………………… 30 Der Höhepunkt am eigentlichen Festtag ist die Feldmesse mit herrlich geschmücktem Feldal-
tar. Für jede Kompanie, die ein solches Fest ausrichtet, ist es Ehrensache, einen besonders
2 Nr. 4/2005

schönen Platz und ein mit viel Liebe gestaltetes Podium zu errichten,
so dass alle Schützen der heiligen Handlung mit Freude folgen kön-
nen.
Eine wichtige Voraussetzung für jede Schützenkompanie ist die
Sorge für absolute Ruhe während der heiligen Handlung am Altar und
während der Ansprachen. Das Ausschenken von Schnaps und jegli-
cher Lärm ist absolut zu vermeiden. Nur so ist die Würde der Feier und
die Aufmerksamkeit der teilnehmenden Schützen gewährleistet. Zum
besonderen Erlebnis für die Schützen wird das Fest auch durch Ver-
leihung von Auszeichnungen, wodurch Wertschätzung und Hochach-
tung, Dankbarkeit und Anerkennung zum Ausdruck gebracht werden.
Es ist für einen älteren Kameraden ein ergreifender Augenblick, wenn
ihm von einem Mitglied der Bundesleitung die Andreas Hofer Medail-
le an die Brust geheftet wird.

Den verdienten Hauptleuten Hans Hosp, Birgitz, Hans Mair, Natters, Herbert
Ostermann, Kematen, und Max Kofler, Sellrain, wurde durch die Verleihung
des Verdienstzeichens des Bundes der Tiroler Schützenkompanien für ihre
jahrelange Führungstätigkeit, Dankbarkeit und Anerkennung entgegenge-
bracht. ELKdt Alt-LHptm. Dr. Alois Partl und LKdt. HR. Dr. Otto Sarnthein
nahmen die Ehrungen vor.

Die Anwesenheit von hohen und höchsten Politikern des Landes


geben uns Schützen die Gewissheit, dass das Schützenwesen noch
immer seinen besonderen Stellenwert in Tirol hat.
Meist sind Festredner am Wort, die wahre Meister ihres Faches sind.
Sie haben die Gabe, in wenigen Sätzen die Schützen anzusprechen, sie
zu begeistern oder auch nachdenklich zu stimmen.
Einen völlig neuen Weg ging man dabei beim Bezirksschützenfest
in Pians am 1. Mai dieses Jahres. Frau Mag. Alexandra Zangerl hielt
dabei die Festansprache. In ihrer Festrede brachte sie als Chronistin
Die Lanser Schützen bemühten sich um einen besonders schönen Platz für die und Fahnenpatin der Schützenkompanie Pians die wesentlichen
Feldmesse. Auf einer leicht ansteigenden Wiese oberhalb des Dorfes Lans Grundsätze des Miteinanders zur Sprache, die vor allem von den
wurde mit Schützenkurat Ernst Seidner die hl. Messe, die von den Musikka-
pellen Lans und Sistrans musikalisch umrahmt wurde, gefeiert (o.). Schützenkompanien umgesetzt werden: die Treue zu Gott und zum
Einen starken Eindruck hinterließ die Ruhe und Disziplin der über 800 Schüt- eigenen Land, das Vertrauen in uns selbst und in unsere Fähigkeiten
zen während der Feldmesse und den Ansprachen bei allen Anwesenden (u.). und den Willen, uns im Alltag zu bewähren.
Zu vielen Festen erscheint eine Festschrift, in der Persönlichkeiten
aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Wort kommen.
So schrieb Pfarrer Eppacher Anton der Speckbacher Schützenkom-
panie Innsbruck Arzl folgendes in die Festschrift:

Ein Fest der Ideale und Ziele -


Ein Fest des Größeren
Den Arzler Schützen hab ich's gleich erzählt, was ich am 17.
August 2003 in St. Stefan im Rosental südöstlich von Graz erlebt
habe: Die Gemeinde und Pfarrgemeinde hat ihren Heimatsohn, den
damals neu bestellten Erzbischof Kothgasser, nach seiner Ernennung
herzlich und mit großem Aufgebot in ihrer Mitte empfangen. Es war
ein schönes Fest.
Aber etwas ist mir aufgefallen: Dort gibt es keine Schützenkompa-
nie. Und wieder und wieder ist mir vorgekommen, dass ein stark ord-
nendes und strukturierendes Element fehlt. Nur Gewohnheit?
Natürlich gibt es bei den Schützen das Normale und Alltägliche,
Defizite wie allüberall beim Mensch-Sein. Sie wegzudiskutieren wäre
vergebliche Anstrengung. Aber es gibt auch die großen Ideale und Zie-
le, es gibt Männer, die treu zusammen stehen. Und was mich stark
beeindruckt: Bei allen Grenzen sind es doch immer auch charakterfes-
te Persönlichkeiten. Bildungsoffiziere, Kommandanten und Chargen,
Männer mit jahrzehntelangem Engagement prägen wesentlich Geist
und Erscheinungsweise des Schützenwesens. Und Jungmänner sind
auf dem Weg, in dieses größere Maß hinein zu wachsen. Und dann ste-
hen Kompanien und Bataillone da, die „strukturieren“ und Halt geben,
auf die man bauen und sich verlassen kann. Wenn ich z.B. an die
Schützenhauptmänner in den Pfarren denke, wo ich Seelsorger war,
könnte ich ins Schwärmen geraten. Alle Hochachtung und Wertschät-
zung für deren Profil!
Nr. 4/2005 3

So wünsche ich als Ortspfarrer dem Bataillon Innsbruck-Stadt ein Organisieren und Ausrichten eines Festes wesentliche Bestandteile
Fest (3. Juli 2005), das vom Alltag und Allzumenschlichen ein Stück eines gelungenen Festes sind, zu einem unvergesslichen Ereignis wird
wegführt - zu Größerem! (Pfarrer Anton Eppacher, Innsbruck-Arzl). es, wenn es mit einem geschichtlichen Jubiläum und Tiroler Kultur in
Zu einem Schützenfest gehört auch die Defilierung der Kompanien Verbindung gebracht wird.
vor den Ehrengästen. Es beeindruckt immer wieder, wenn die schnei-
dig marschierenden Schützen in ihren bunten Trachten mit großem
Ernst und guter Haltung an der Ehrentribüne vorbeiziehen und mit
großem Applaus belohnt werden. Gesamttiroler Schützenbund gegen
Der gesellige Teil im Bierzelt, der unter den Klängen einer Blasmu-
sikkapelle das Besondere des Tages noch hervorhebt, gibt Zeit zu eigene Ehrenzeichen in Südtirol
Gesprächen mit alten Bekannten, aber auch mit Leuten, die man bis
BOZEN - Wie über die Medien berichtet wurde, strebt die Südtiroler
jetzt noch nie gesehen hat. Der Zustand gegenseitiger Verbundenheit Landesregierung an, eigene Ehrenzeichen für die Provinz Bozen einzu-
und die festliche Stimmung machten es möglich. Voriges Jahr beim führen.
Gesamtpustertaler Schützentreffen in Strassen sangen fast alle Schüt- Als im Zuge des Schengener Abkommens die Grenzbalken an der
zen mit der Musikkapelle mit; es war schon um zwei Uhr nachmittags Unrechtsgrenze fielen, hofften Tiroler südlich und nördlich des Brenners,
dass die vielbeschworene geistig-kulturelle Landeseinheit sich vertiefe und
eine unglaublich fröhliche Atmosphäre im Zelt, die mit einer überlau- mit Leben erfülle. Auch war man der Meinung, dass von den Entschei-
ten Band nie erreicht werden könnte. dungsträgern beider Teile Tirols die Pflege eines starken Tirolbewusstseins
Gott sei Dank fahren die meisten Schützen nicht selbst zu einem und eines verantwortungsvollen geschichtlichen Denkens und Handelns
Fest, daher ist von entsprechenden Unfällen nie die Rede. Es ist nicht als wichtige und vordringliche Aufgabe vorangetrieben werde.
Der Gesamttiroler Schützenbund stellt nun fest, dass der Südtiroler
auszudenken, was bei einem Unfall mit Schützen in Tracht, die über Landtag neuerlich über die Einführung eigener Ehrenzeichen für die Pro-
ein verträgliches Maß getrunken haben, in den Zeitungen stünde. vinz Bozen diskutiert. Man beschwört zwar in Sonntagsreden - wie etwa
Schützenfeste sind die äußeren Zeichen von zeitgemäßen und bei der Verleihung der Verdienstmedaillen am Hohen Frauentag in Inns-
unverzichtbaren Formen einer gelebten Tradition und können mit bruck - das gemeinsame Tirolbewusstsein, gleichzeitig sollen nun vom
Südtiroler Landtag eigene Auszeichnungen geschaffen werden. Damit zer-
unseren Grundsätzen wie Treue zu Gott und dem Erbe der Väter sowie schlägt man die wichtige gesamttirolische Einrichtung der Ehrenzeichen-
der Pflege des Tiroler Schützenbrauches umschrieben werden. verleihung.
Obwohl die Geselligkeit und der kaufmännische Geschäftssinn beim Die Begründung, man könne mit den bisherigen Gesamttiroler Aus-
zeichnungen keine Italiener ehren, ist nicht haltbar. Bereits in der Vergan-
genheit wurden italienischsprachige Mitbürger mit der Verdienstmedaille
des Landes Tirol geehrt, sofern sich diese um Tirol verdient gemacht
haben.
Für allgemeine Verdienste hat sowohl die Republik Italien als auch die
Republik Österreich bereits genügend Auszeichnungen, und es wäre voll-
kommen überflüssig, diese durch Provinzauszeichnungen zu ergänzen.
Der Gesamttiroler Schützenbund - Europäische Region Tirol ist tief
besorgt über diese Entwicklung; er ruft die Politiker und alle relevanten
Kräfte auf, Entscheidungen aus einem verantwortungsvollen geschichtli-
chen Denken zu treffen, welche der Landeseinheit im europäischen Sinne
dient.
Wir Schützen werden die gesamttirolischen Bemühungen im Sinne von
mehr Zusammenarbeit, mehr Gemeinsamkeit und mehr Tirolbewusstsein
verstärkt fortsetzen.
Der Landesobmann des Gesamttiroler Schützenbundes - Europäische
Region Tirol Mjr. RR Hermann Huber
Der Landeskommandant des Bundes der Tiroler Schützenkompanien
Mjr. HR Dr. Otto Sarnthein
Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes
Mjr. Paul Bacher
Der Landeskommandant des Welschtiroler Schützenbundes
Mjr. Carlo Cadrobbi

Die Landeskommandanten Mjr. Dr. Otto Sarnthein und Mjr. Paul Bacher
sprechen sich ebenso wie ihre Kameraden Mjr. Carlo Cadrobbi und der
Landesobmann des Gesamttiroler Schützenbundes - Europäische Region
Ganz Lans feierte mit seinen Schützen; die beflaggten Häsuer des kleinen Tirol - Mjr. RR Hermann Huber gegen eigene Ehrenzeichen für die Pro-
Mittelgebirgsdorfes sowie die große Hilfe bei vielen freiwilligen Arbeiten zeu- vinz Bozen aus.
gen davon. (Fotos: Michael Wedermann)
4 Nr. 4/2005

Neue Bundesleitung des SSB


FENNBERG – Am Samstag, dem 21. Mai 2005, hat sich die neuge-
wählte Bundesleitung des SSB zu einer Klausurtagung am Fennberg
im Unterland getroffen, bei der die neuen Referenten Einblicke in ihr
Programm gegeben haben und die Arbeiten für die nächsten drei Jah-
re koordiniert wurden.

Berlusconi kann es nicht lassen. Auf Einladung der italienischen Rechts-


parteien besuchte er Bozen. Der Ministerpräsident sorgte dabei mit vulgärer
Geste für Schlagzeilen.

Anwesend waren auf dem Siegesplatz sämtliche Exponenten der


ital. Rechtsparteien, allen voran die Bozner Forza Italia-Chefin Mica-
ela Biancofiore.
Diese Veranstaltung hat wiederum allen klar gemacht, mit welchen
Die neue Bundesleitung des Südtiroler Schützenbundes. v.l.: 1. Reihe sitzend: Personen man es in Südtirol und Italien zu tun hat. Für die Italiener
Helmut Gaidaldi (Bez.-Mjr. Burggrafenamt/Passeier), Karl Marmsoler (Bez.-
Mjr. Bozen), Beate Niederstätter (Referentin Jugend), Elmar Thaler (BGF), Paul in Südtirol ist der Siegesplatz und das darauf stehende faschistische
Bacher (LKdt.), Werner Wenighofer (BKa.), Karl Pfitscher (Bez.-Mjr. Vinsch- Siegesdenkmal ein Symbol der Italianità - für jeden Südtiroler aber zu
gau), Josef Kaser (Bez.-Mjr. Brixen), Efrem Oberlechner (LKdt.-Adjutant). Stein gewordener Ausdruck der Unterdrückung und Unfreiheit. Gera-
2. Reihe stehend: Michael Vaja (Referent Umwelt), Thomas Winnischhofer de deshalb war der Auftritt eine bewusste Provokation und relativiert
(Bez.-Mjr. Süd-Tiroler Unterland), Dr. Peter Piock (Referent Kultur und Bil-
dung), Joachim Schwienbacher (Referent Jugend), Peter Kaserer (Referent die Aussagen des Herrn Benussi und Biancofiores völlig. Würden sie,
Ausbildung und Ausrüstung), Heinrich Seyr (Bez.-Mjr. Pustertal), Manfred wie angekündigt, wirklich ein Ende der ethnischen Konfrontation
Larch (Bez.-Mjr.-Stv. Südliches Wipptal), Hubert Straudi (Referent Schießwe- wünschen, so hätten sie nicht eine derartige Veranstaltung auf die Bei-
sen). Nicht im Bild: Hw. Prof. Dr. Paul Rainer (LK), Dr. Luis Zingerle (LKdt.- ne gestellt.
Stv.), Kurt Egartner (Bez.-Mjr. Südliches Wipptal), Richard Andergassen (Bun-
dessekretär). Auch die Aussage Benussis, der Siegesplatz wäre nur aufgrund der
öffentlichen Sicherheit als Schauplatz gewählt worden, kann so nicht
Es war dies einerseits ein erstes Kennenlernen der neuen Mitarbei- stehen gelassen werden. Dem Südtiroler Schützenbund liegen eindeu-
ter in der Bundesleitung, andererseits wurden verschiedene Themen tige Hinweise vor, dass dem nicht so ist.
bereits andiskutiert. LKdt. Mjr. Paul Bacher wies im Anschluss an die Die obszöne Geste und der faschistische Gruß von Berlusconi in
Tagung darauf hin, dass man nun auf die gute Basisarbeit der letzten Bozen sprechen Bände und sind für jeden Demokraten in Südtirol und
Jahre bauen kann. Themenbereiche Tiroler Kulturbewusstsein, Ortsna- im restlichen Europa ein Schlag ins Gesicht!
menregelung und das Zusammenwachsen aller Tiroler Landesteile LKdt.-Adj. Hptm. Efrem Oberlechner
werden weiterhin Steckenpferde des Südtiroler Schützenbundes sein.
Vermehrt will man sich nun auch Umweltthemen widmen, die exer-
ziermäßige Ausbildung der Kompanien soll weiter penibel genau Pusterer Schützen machen gegen
durchgeführt werden. Ebenso bleibt die gezielte Jugendarbeit ein Her-
zensanliegen der Bundesleitung.
Faschisten-Denkmal mobil
BRUNECK - In zwei geharnischten Stellungnahmen hat die neue
Berlusconis Stinkefinger Pusterer Schützenführung gegen den Kapuziner-Wastl - ein aus der
Faschistenzeit stammendes Alpinidenkmal - mobil gemacht.
BOZEN - Einmal mehr einen rabenschwarzen Sonntag erlebte Stein des Anstoßes war dabei ein Wahlplakat der Rechts-Außen-
Bozen am 29. Mai 2005: Silvio Berlusconi feierte mit etwa 5.000 Partei Unitalia, welches als Motiv jenes Denkmal hatte, das seit 1936
Anhängern auf dem Siegesplatz den Wahlsieg von Giovanni Benussi, den (Giftgas-)Sieg Italiens über Äthiopien verherrlicht und heute nur
der jüngst zum neuen Bürgermeister von Bozen gewählt worden war. mehr fragmenthaft den Brunecker Kapuzinerplatz „ziert“.
Der Besuch Berlusconis war unter einem Großaufgebot der Exekutive Als ein Zeugnis der wahren Gesinnung von Unitalia wertete der
über die Bühne gegangen. Zahlreiche Uniformierte sicherten bereits Schützenbezirk Pustertal die Plakataktion der italienischen Rechtspar-
Stunden zuvor die Gegend um das faschistische Siegesdenkmal. tei um Donato Seppi.
„Bolzano per te presidente“ (wörtl. übers.: Bozen, für dich Herr Prä- „Wenn in Bruneck und Umgebung mit historischen Abbildungen
sident), war auf dem großen Plakat mit dem Konterfei Berlusconis am vom »Kapuzinerwastl« Wahlkampf betrieben wird, so werden hierbei
Siegesplatz zu lesen. Denkmal und Gesinnung glorifiziert, welche aus der Zeit eines Krie-
Wie tief der italienische Ministerpräsident mit der extremen italie- ges stammen, der völkerrechtlich als Verbrechen einzustufen gilt” so
nischen Rechten verbunden ist, sollte sich bald schon offenbaren. Bez.-Mjr. Heinrich Seyr in einer Aussendung.
Nachdem seine Politgegner den Schlachtruf „Fascios raus!“ ange- Dass es gegenwärtig immer noch Menschen, ja schlimmer, eine Par-
stimmt hatten, zeigte ihnen der Strahlemann aus Italien den gestreck- tei gibt, die solche Gesinnung als ihr Ideal verkauft und nazistisch-
ten Mittelfinger. faschistische Relikte hochhält, sei beschämend.
Nr. 4/2005 5

Der Schützenbezirk Pustertal verurteilte die Plakataktion aufs


schärfste und sprach sich entschieden gegen eine mögliche Wieder-
11. Alpenregionsschießen in Tramin
aufstellung dieses Alpini-Denkmales aus, TRAMIN - Das 11. Alpenregionsschießen fand unlängst, am 21. Mai
welches als faschistisches Denkmal 2005, am traditionsreichen Schießstand von Tramin statt. Ausrichten-
gebaut worden sei und immer ein solches derer war dieses Mal der Welschtiroler Schützenbund. Geschossen
bleiben werde. wurde auf 10 Ständen mit Kleinkalibergewehr auf eine Distanz von
„Wollte man der italienischen 120 Metern auf die 100-Meter-Scheibe. Dabei wurden 15 Schuss lie-
Gebirgsjäger in ehrlicher Absicht geden- gend und 10 Schuss stehend abgegeben, gewertet wurde jeweils Lie-
ken, so wäre es wohl angebracht, dies an gend- und Stehendserie, sowie eine kombinierte Serie. Am Schießen
den Orten zu tun, wo sie in treuer durften 25 Schützen pro Bund teilnehmen, 20 davon wurden gewer-
Pflichterfüllung, missbraucht von kolo- tet. Bei der Siegerehrung konnte der LKdt. des Welschtiroler Schüt-
nialistischen Vorgesetzten, kämpfen und zenbundes folgende Schützen prämieren:
bluten mussten“ schloss der Schützenbe- Kategorie liegend: 1. Platz, Karl Larcher - SSB, 138 Ringe, 2. Platz,
zirk Pustertal seine Aussendung. Martin Sporer - BTSK, 137 Ringe, 3. Platz, Manfred Kofler - SSB, 136
„Alla Gloria imperitura degli Alpini“ – Den Ringe
siegreichen Alpini ist er gewidmet, der Kategorie stehend: 1. Platz, Peter Schäfer - BBGK, 80 Ringe, 2. Platz,
„Kapuzinerwastl“ in Bruneck, der mit finste- Schedler Gerhard - BBGK, 80 Ringe, 3. Platz, Manfred Ladner - BTSK,
rem Blick nach Norden schaut.
80 Ringe
Kombinierte Kategorie: 1. Platz, Manfred Kofler - SSB, 215 Ringe, 2.
SSB fordert Umsetzung von Platz, Walter Hofer - SSB, 212 Ringe, 3. Platz, Manfred Ladner - BTSK,
211 Ringe
verkehrsreduzierenden Maßnahmen Die Mannschaftswertung konnte der Südtiroler Schützenbund heu-
er erstmals für sich entscheiden, ein Umstand, der auch darauf zurück-
BOZEN - Der Südtiroler Schützenbund fordert bei der Umsetzung zuführen ist, dass - wie Schießleiter Hubert Straudi hervorhob - der
von verkehrsreduzierenden Maßnahmen auf der A22 endlich entschei- SSB heuer erstmals vollzählig angetreten ist. Die Mannschaft erreich-
dende Taten. Ein klares Nein zur dritten Autobahnspur. te somit 3.750 Ringe. Auf den zweiten Platz folgte die Mannschaft
Wenn der Schwerverkehr auf der Brennerautobahn in den letzten vom Bund der Tiroler Schützenkompanien mit 3.612 Ringen, der drit-
fünf Jahren um 50 % gestiegen ist und der Güterverkehr auf der te Platz ging an den Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompani-
„RoLa“ fast zum Stillstand kommt, dann hat die Politik in unserem en mit 3.580 Ringen. Den vierten Gesamtplatz belegte schließlich die
Lande total versagt. In Anwesenheit des Amtsdirektors der Umwelt- gastgebende Mannschaft aus dem Welschtirol mit 2.802 Ringen.
agentur, Dr. Walter Huber, bestätigte Ing. Dr. Bergmeister von der Beim Welschtiroler Schützenbund wurden in einer eigenen Wer-
Brennerautobahn AG kürzlich, dass lt. Statistik 50 % des Schwerver- tung zusätzlich drei weitere Preise vergeben: Platz Eins ging an Wal-
kehrs, der den Brenner passiert, insgesamt über 1.000 km auf der ter Cappelli mit 127 Ringen in der Kombination, der zweite Platz ging
Autobahn zum Zielort zurücklegt. Angesichts dieser Tatsache ist es an Alessandro Capella mit 123 Ringen während Silvano Schir mit 115
längst überfällig, dass die Politiker in Südtirol sofort handeln und den Ringen den dritten Platz belegte.
Großteil des Güterverkehrs auf die Schiene zwingen.
In der Realität steigen
die Stickstoffdioxydwerte
jedoch jährlich an, und
gefährden dadurch
zunehmend die Gesund-
heit der Bevölkerung.
Damit nicht genug -
entlang der Brennerauto-
bahn werden von unse-
ren landwirtschaftlichen
Betrieben Lebensmittel
produziert, welche die
Erwerbsgrundlage vieler
bäuerlichen Familien bil-
den. Es darf nicht soweit Mjr. Hubert Straudi (SSB) war sichtlich erfreut über den Erfolg seiner Mann-
kommen, dass die Pro- schaft.
dukte unserer Bauern
Mjr. Michael Vaja, neuer Umweltreferent des aufgrund der Rückstände Die anwesenden Ehrengäste durften im Anschluss an das Schießen
Südtiroler Schützenbundes des massiven Transitver- einen Schuss auf die Ehrenscheibe abgeben, die in vierfacher Aus-
kehrs vom Markt genom- führung für jeden Bund verteilt wurde.
men werden müssen bzw. die Produktionsflächen durch Bannstreifen Abschließend bedankten sich LKdt. Mjr. Carlo Cadrobbi und der
verkleinert werden. BMjr. des Welschtiroler Schützenbundes, Franz Landi, bei den Schieß-
In diesem Zusammenhang bleibt der Südtiroler Schützenbund nach leitern der vier Bünde, Günther Ziegelmeier (BBGK), Heinz Wotschiz-
wie vor bei seiner Meinung, dass eine dritte Autobahnspur noch mehr ky (BTSK), Hubert Straudi (SSB) und Enzo Biasioli (WTSB) für die gute
Verkehr anziehen würde. Er steht daher auch der Erweiterung der Not- Zusammenarbeit. Ein herzlicher Dank ging auch an die Mitarbeiter bei
spur der A22 sehr skeptisch gegenüber, weil diese ohne großen Auf- der Auswertung, Bezirksschießleiter Walter Bonora und OSM Oswald
wand zu einer dritten Autobahnspur umfunktioniert werden könnte. Dissertori. Die Wandertrophäe für das 11. Alpenregionsschießen wur-
de von Benno Lindner gestiftet, während Carlo Cadrobbi eine Sonder-
Mjr. Michael Vaja, SSB-Umweltreferent abfüllung „Alpenregionswein“ aus dem eigenen Weingut spendierte.
6 Nr. 4/2005

Osttiroler Schützen im Felsenkeller samen Standpunkte dazu erörtert. Auch wurden Informationen über
den Stand der Verhandlungen zum Tragen der historischen Waffen des
BOZEN - Die erweiterte Führungsriege der Osttiroler Schützen war BTSK und der BGSK in Südtirol eingeholt.
kürzlich auf Einladung des Südtiroler LHptm. Dr. Luis Durnwalder im Die Schützendelegation wies in diesem Zusammenhang darauf hin,
Felsenkeller der Laimburg im Südtiroler Unterland zu Gast. dass sich die Bundesleitung in Zukunft einen regeren Informations-
austausch zwischen dem Amt des LHptm. und der Bundeskanzlei des
SSB wünsche.
Seine Unterstützung versprach der LHptm. im Rahmen des Treffens
der Schützendelegation unter anderem beim Aufbau der kürzlich neu-
gegründeten Schützenkompanie „Kan. Michael Gamper“ Proveis.
Kulturreferent Dr. Peter Piock präsentierte Dr. Durnwalder zudem
das ausgearbeitete Projekt des SSB bezüglich Siegesdenkmal - Gefal-
lenendenkmal in Bozen. Das Projekt solle einen Alternativvorschlag
zu bestehenden Projekten darstellen.
Abschließend kann gesagt werden, dass dieses erste offizielle Tref-
fen einer Abordnung der neuen Bundesleitung wohl vor allem als
Austausch wichtiger Informationen und Anliegen gelten kann. Die
Ergebnisse dieser Aussprache werden SSB-intern in den dafür zustän-
digen Gremien durchdebattiert und bewertet werden, bevor man zur
Umsetzung schreitet.
Eine Abordnung der Bundesleitung wird nun, nach den Treffen mit
Die Osttiroler Schützen in der Laimburg dem Bozner Quästor Capomachia und LHptm. Dr. Luis Durnwalder,
noch mit dem Bischof der Diözese Bozen-Brixen, Dr. Wilhelm Egger,
Aufmerksam verfolgte man die Ausführungen des Hausherrn und zusammentreffen und auch dabei wichtige Schützenanliegen deponie-
Schützenkameraden Durnwalder zur Landwirtschaft in Südtirol und ren und diskutieren.
zum Versuchszentrum Laimburg. Wie er selbst betonte, solle diese Ein-
ladung an die hohen Offiziere des Viertels Osttirol ein Dank für die Hohe Auszeichnung
selbstlose Arbeit sein, die sie übers ganze Jahr hindurch auf allen Stu-
fen des Schützenwesens verrichten. Bereits auf der Hinfahrt hatte HR für Dr. Alfons Benedikter
Othmar Toblander, Ehrenmitglied aller Osttiroler Schützenkompanien
den Teilnehmern an der Südtirolfahrt einen geschichtlichen Einblick in GIRLAN - Am 30. Juni 2005 wurde LHptm.-Stv. a.D. Dr. Alfons
die Kämpfe an der Dolomitenfront vor 90 Jahren gegeben. Benedikter der Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes von einer
Bei der an die Führung anschließende Marende im Felsenkeller mit Delegation der Schützen überreicht.
LHptm. Dr. Luis Durnwalder und in Anwesenheit der beiden LKdt. Dr. Benedikter konnte aus gesundheitlichen Gründen bei der Ver-
Sarnthein und Bacher fand noch manch angeregtes Gespräch statt. leihung von Ehrungen durch den SSB anlässlich der Andreas-Hofer-
Landesfeier am 20. Februar 2005 in Meran nicht anwesend sein. Aus
diesem Grund wurde ihm die Ehrung nun nachgereicht.
Der SSB bei LHptm. Dr. Durnwalder Alfons Benedikter wurde am 14. März 1918 in Pettneu am Arlberg
geboren. Er besuchte das Gymnasium im Vinzentinum in Brixen und
BOZEN - Am 29. Juni 2005 hat LHptm. Dr. Luis Durnwalder eine das Franziskaner Gymnasium in Bozen sowie das staatliche klassische
Delegation des Südtiroler Schützenbundes zu einem Antrittsbesuch Lyzeum in Meran. In Neapel studierte er Rechtswissenschaften, gleich-
empfangen. Die Schützendelegation bestand aus dem LKdt. Mjr. Paul zeitig am dortigen orientalischen Institut Englisch und Russisch und
Bacher, dem BGF Mjr. Elmar Thaler und dem Kulturreferenten Mjr. Dr. wurde 1940 mit der höchsten Punkteanzahl zum Doktor der Rechte
Peter Piock. promoviert.
In einem konstruktiven Gespräch wurden dem LHptm. dabei ver- Vom Sept. 1940 an war er im Militär- und Kriegsdienst, zuerst bei
schiedene Anliegen der Schützenführung präsentiert und die gemein- der italienischen, dann bei der deutschen Wehrmacht; er wurde zwei-
mal verwundet, geriet Ende April 1945 bei Berlin in russische
Gefangenschaft. Ende September 1945 kehrte er in die Heimat zurück.
Als erster Bezirkssekretär der SVP in Schlanders sammelte er Tag und
Nacht Unterschriften für die Wiedervereinigung Südtirols mit Öster-
reich, die zusammen mit jenen des übrigen Landes am 22. April 1946
in Innsbruck dem Bundeskanzler Dr. Ing. Leopold Figl überreicht wor-
den sind.
Seit Dezember 1948 ist Dr. Benedikter Abg. zum Südtiroler Land-
tag; bis Ende 1952 war er Landesassessor, seit 1953 Regionalassessor
bis zum Auszug der Südtirolvertreter aus der Regionalregierung.
Anschließend wurde Dr. Benedikter Landesrat für geförderten Wohn-
bau, Orts- und Landesplanung sowie Wirtschaftsprogrammierung. Als
Landeshauptmannstellvertreter führte er seit Inkrafttreten des neuen
Autonomiestatuts jährlich die Finanzverhandlungen mit Rom.
Benedikter war im Auftrag der SVP bei allen Südtirolverhandlun-
gen, sei es bei den Vereinten Nationen in New York wie bei jenen zwi-
Eine Abordnung der Bundesleitung des SSB hat sich kürzlich beim LHptm.
schen Österreich und Italien in Mailand, Klagenfurt, Zürich, Genf und
eingefunden, um gemeinsam verschiedene Fragen zu erörtern (v.l.: Bildungs-
und Kulturreferent Mjr. Dr. Peter Piock, Lkdt. Mjr. Paul Bacher, LHptm. Dr. Wien als Sachverständiger. Er war Mitglied der Neuner-, Zwölfer- und
Luis Durnwalder, BGF Mjr. Elmar Thaler). Sechserkommission und war wesentlich an der Ausarbeitung des neu-
Nr. 4/2005 7

„Kommt mit mir an einen einsamen


Ort und ruht ein wenig aus.“ (Mk. 6,31.)
von Landeskurat Msgr. Josef Haselwanner

Durch dreißig Jahre hindurch durfte ich fast jeden Sonntag in die-
sem Kirchlein in der Wattener Lizum Gottesdienst feiern.
Und immer wenn ich vor oder nach der Messe hier sitzend ein
wenig Zeit verbringen konnte, da war es wie die Einladung Jesu an
seine Jünger bei Markus: Komm ruh ein wenig aus, nütze die Stil-
le. Und wie es von einem schwarzen Träger einer Karawane hieß,
dass er eines Tages sich nicht mehr weitertreiben ließ mit der Ant-
wort: Bei dieser Hetze und Hast muss ich nun warten bis meine
Seele nachkommt, so wurde auch die meine beschenkt und berei-
chert. Oder wie es in einer Erzählung heißt, dass eines Morgens eine
Dr. Alfons Benedikter war sichtlich gerührt über die Auszeichnung. Bezeich-
nend daher auch seine Aussage nach der Verleihung: „Ihr seid's aber auch die
Spinne am festen Faden vom Baum herabglitt, ihr Netz großartig
Einzigen, die sich an mich erinnern . . .“. V.l. LKdt.-Stv. Mjr. Luis Zingerle, Dr. entwickelte und reiche Beute fing. Aber als sie am Abend das Netz
Alfons Benedikter, LKdt. Mjr. Paul Bacher, BGF Mjr. Elmar Thaler. noch einmal abging, da entdeckte sie wiederum den Faden, der
nach oben führte. In ihrer Geschäftigkeit hatte sie vergessen, wozu
en Autonomiestatus und der einschlägigen Durchführungsbestimmun- er diente und hielt ihn für überflüssig. Kurzerhand biss sie ihn ab,
gen beteiligt. Es hat keine Verhandlung, keine Besprechung und Aus- sofort aber fiel das Netz über ihr zusammen, wickelte sich um sie
sprache gegeben, worauf er sich nicht gründlich, gewissenhaft und und erstickte sie.
verantwortungsvoll vorbereitet hätte. Liebe
Dr. Alfons Benedikter hat mit seinen Gesetzen im Bereiche der Schützen-
Urbanistik wesentlich zum Schutze und zur Wahrung unserer Tiroler kameraden
Kulturlandschaft und zu ihrem Schutze gegen Zersiedelung und ausu- - wir sind
fernde Verbauung beigetragen. alle viel
Dr. Alfons Benedikter ist ein hochverdienter Tiroler, und es ehrt den beschäftigt,
Südtiroler Schützenbund, wenn er seinen Ehrenkranz trägt! auch man-
ches Mal
gehetzt und
Leserbrief gestresst,
wir stehen
Nachhaltigkeit – unter Zeit-
druck. Aber
Ein neues Schlagwort? zu unseren
Festen an
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ begegnet uns immer öfter in verschie- Feier- oder
denen Schriften, Beiträgen, bei Diskussionen und auch im alltäglichen Sonntagen
Sprachgebrauch. gehört
Was heißt „Nachhaltigkeit“ für uns Schützen, für unser Tun, für noch die
unsere Beiträge in den Kompanien, in unseren Familien, für unsere Messe, der
Aktivitäten landauf, landab? Gottes-
Bei den Festreden anlässlich des Bataillonsfestes in Trins wurde dienst.
„Nachhaltigkeit“ spürbar. Aber wie
Sowohl der Beitrag von LKdt. Mjr. Paul Bacher aus Südtirol, als steht es da
auch bei der Festrede von LHptm. DDr. Herwig van Staa und auch bei beim War-
den Ausführungen von Bgm. Alois Mair aus Trins und den Aus- Kirchlein in der Wattener Lizum
ten auf das
führungen von LKdt. Mjr. Dr. Otto von Sarnthein wurde über den Auf- Nachkom-
trag der Schützen gesprochen. Es kam sehr deutlich zum Ausdruck, men der Seele oder der Verbindung nach oben an den vielen
was wir für das Land bewirken: Wir sichern die Traditionen und Bräu- Sonntagen des übrigen Jahres?
che unserer Vorfahren, wir setzen uns für eine wirkungsvolle Pflege Ist der Sonntag nur ein Tag wie jeder andere, oder bloß ein Tag, der
der Kulturgüter ein, wir sorgen uns um unsere Umwelt, wir sichern für halt frei ist von Arbeit? Nur Freizeit oder Wochenende? Bloß ein
alle Tirolerinnen und Tiroler Lebensqualität. Sei es in den Familien, sei Tag, an dem ich mich gedrängt fühle, in die Kirche gehen zu müs-
es in der Ausübung unserer Religion, sei es im respektvollen Umgang sen? Oder ist es wirklich „der Tag des Herrn“. Ein Tag, den ich ganz
mit dem Nächsten. bewusst mit Gott in Verbindung bringe? Ein Tag, an dem ich an
Wir Schützen können stolz sein für unser Auftreten in der Gesell- Gott denke? Ein Tag, an dem ich mir Zeit nehme, mich zu erinnern,
schaft. Sei uns dies ein Auftrag, Vorsorge zu treffen, um ein gedeihli- was dieser Herr für mich bereithält. Ein Tag göttlicher Zeitvergeu-
ches Miteinander zu fördern und somit „nachhaltig“ für die nächsten dung.
Generationen in unserem schönen Tirol zu wirken. Wir sind auf einem Gib deiner Seele Raum und Zeit zum Nach- und Zu-Sich-Kommen.
guten Weg! Kehr ein bei dem, der zu dir kommen will, damit dein Leben heil,
Lt. Herbert Genser, ganz wird und bleibt.
Komp. Mieders/Stubai
8 Nr. 4/2005

Bataillone und Bezirke


Ein feierliches Wiedergründungsfest
NIEDERDORF - Zu einem beeindruckenden Bekenntnis zur Heimat
Tirol und zu den Werten und Idealen des Schützenwesens gestaltete
sich das Wiedergründungsfest der Schützenkompanie „Johann Jaeger“
Niederdorf am Sonntag, 3. Juli 2005.
Über 1.500 Schützen und 75 Fahnenabordnungen aus allen Lan-
desteilen sowie aus Bayern waren der Einladung von Hptm. Richard
Stoll gefolgt.

Die ausrichtende Kompanie Aldein bei der Defilierung.

Köll und Ortspfarrer Heinrich Guadagnini die hl. Messe zelebriert.


Pater Josef Maria Köll hielt als Ehrengast des Bezirkes die Festpredigt,
in welcher er betonte, dass Schützenfeste immer wieder Anlass bieten
würden, sich daran zu erinnern, woher wir kommen und wohin wir
gehen. Dabei stelle das „Woher“ kein Problem dar, in unserer heutigen
Zeit mache uns jedoch das „Wohin“ zu schaffen. Er warnte vor einer
inneren Verwahrlosung, welche dazu führe, dass wir im Grunde oft gar
nicht wissen, was wir sind. Schützenfeste, unterstrich der Altabt, sol-
len uns wieder an unsere Werte und Tugenden wie Pünktlichkeit, Ver-
antwortungsbewusstsein, Treue und Höflichkeit erinnern und uns
bewusst machen, dass es nicht genüge, zu wissen, was man zu tun
hätte, sondern dass es entscheidend sei, auch danach zu handeln.
Die Schützenkompanie Niederdorf kurz vor der Angelobung durch den Lan-
deskommandanten.
Nach der hl. Messe wurde der Gefallenen und Verstorbenen
gedacht. In seiner Gedenkrede ging LKdt. Mjr. Paul Bacher auf die
Anwesend waren die beiden Landeshauptleute von Tirol, Herwig Gemeinderatswahlen in Bozen ein und betonte, dass diese sehr deut-
van Staa und Luis Durnwalder. Ehrenkompanie war die Kompanie lich gezeigt hätten, dass der Faschismus in Südtirol noch präsent sei.
Ehrenburg unter Hptm. Efrem Oberlechner. Die hl. Messe, zelebriert Ähnlich wie 1922, als die Faschisten das Bozner Rathaus gestürmt und
von Ortspfarrer Franz Künig, wurde von der Musikkapelle Niederdorf Bgm. Julius Perathoner abgesetzt hatten, würden sie heute vom Bal-
musikalisch umrahmt. EHptm. Frater Siegfried Volgger erinnerte die kon desselben Rathauses aus ihren Sieg und die Eroberung Bozens
Schützen an ihre Aufgabe, sich dem drohenden Identitätsverlust, dem verkünden und uns am Siegesplatz den „Stinkefinger“ zeigen.
allgemeinen Werteverfall und dem Ausverkauf der Heimat zu wider- Der LKdt. appelierte, sich für den Fortbestand der deutschen und
setzen. Vor der feierlichen Angelobung der jungen Kompanie durch ladinischen Volksgruppe in unserem Lande einzusetzen, damit die
LKdt. Mjr. Paul Bacher wurde LKdt.-Stv. Dr. Luis Zingerle für seine Opfer all jener, die sich um unsere Heimat verdient gemacht hatten,
Verdienste bei der Gründung dieser zum Ehrenmitglied ernannt. nicht umsonst waren.
In einem feierlichen Wortgottesdienst vor seinem Geburtshaus wur- Anschließend folgten kurze Grußworte von Bgm. Josef Pitschl und
de des Freiheitskämpfers Johann Jaeger gedacht. Die Festrede hielt der Bez.-Mjr. Thomas Winnischhofer, der in seiner Ansprache betonte,
Historiker und Autor des Niederdorfer Schützenbuches, Dr. Egon dass wir uns mehr um die Verbundenheit zur Schutzmacht Österreich
Kühebacher. Die Kompanie Taisten feuerte zwei Salven. Musikalisch bemühen sollten, da diese sich seit der Trennung Tirols immer wieder
umrahmt wurde die Feier von der MM Niederdorf und dem Männer- für Südtirol eingesetzt hätte.
chor Oberwielenbach. Maria Pichler
Dr. Herbert Campidell, Bildungs- und Kulturreferent
Ein beeindruckendes Fest
15 Jahre Bezirk Süd-Tiroler Unterland am Fuße der Serles
ALDEIN - Am 18. und 19. Juni 2005 feierte der Schützenbezirk MIEDERS - Am 18. und 19. Juni 2005 fand in Mieders das tradi-
Süd-Tiroler Unterland sein 15-jähriges Bestehen. tionelle Bataillonsfest der fünf Stubaier Kompanien mit rund 500
Am Samstag, 18. Juni 2005 maßen sich die Schützenkompanien Schützen aus allen Landesteilen Tirols statt.
von Kurtatsch, Salurn und Truden bei einem Marschierwettbewerb. Die Der Pfarrer von Mieders, Erich Modosch, zelebrierte die Festmesse
Gewinnerkompanie Kurtatsch stellte beim „Großen Österreichischen im schönsten Teil von Mieders, auf der „Lerchenhofwiese“. In seiner
Zapfenstreich“, welcher am Abend von der Musikkapelle Aldein am Predigt sprach er unter anderem: „Fürchtet euch nicht vor denen, die
Dorfplatz aufgeführt wurde, die Ehrenkompanie und schoss eine den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet
Ehrensalve ab. euch vor denen, die Leib und Seele ins Verderben stürzen. Ich glaube,
Der Sonntag begann bereits um 7 Uhr mit Böllerschüssen und dem dass dieser Satz gerade in unserer Zeit einer großen Aufmerksamkeit
Weckruf der Musikkapelle von Batzenhofen. An die 450 Schützen aus bedarf. Wir stehen heute nicht im Krieg, wir müssen nicht die Waffen
allen Landesteilen Tirols fanden sich zur Aufstellung am Messnerweg gegen ein fremdes Volk erheben oder uns verteidigen. In unserer Zeit
ein, wo der LKdt. des SSB Mjr. Paul Bacher und der Bgm. von Aldein ist es der Glaube und die Treue zur Heimat, die in Gefahr sind . . . Noch
Josef Pitschl die Front abschritten. Nach dem feierlichen Einzug wur- hat das Christentum einen positiven Einfluss in Europa und auch in
de auf dem Dorfplatz von Altabt des Stiftes Stams, Pater Josef Maria der Welt. Noch erfährt es seine höchste Wertschätzung überall dort, wo
Nr. 4/2005 9

es überzeugt gelebt wird. Die Schützen geben hier ein ganz besonde-
res Beispiel gelebter, erfüllter Werte unseres christlichen Abendlandes
. . . Bleiben wir Hüter einer guten Tradition und Wegbereiter eines
Glaubens, der auch in Zukunft von den Menschen gesucht wird. Das
schulden wir unserer Kirche und das schulden wir den Menschen in
unserem Land.“
Die Festrede hielt Landtagspräsident Ing. Helmut Mader: „Ich habe
lange auf so einen Tag in Mieders gewartet, weil ein Bataillonsfest für
mich etwas ganz Besonderes ist. Ich bin in Mieders zur Schule
gegangen, daher habe ich schon ganz eigene Empfindungen. Ich habe
sieben Jahre hier gewohnt, sieben Jahre, die besonders prägend waren.
Hier habe ich auch meine Erstkommunion empfangen dürfen. . . . Ich
möchte meinen Respekt vor der Geschichte des Schützenwesens und
vor seiner heutigen Aufgabenstellung ausdrücken. Ein deutscher Bun-
despräsident hat einmal gesagt, was den Menschen auszeichnet ist Stern denke, der noch meinen bescheidenen Erstkommunionanzug
nicht, dass er Geschichte hat, die haben wir alle, sondern dass er etwas günstig geschneidert hat und an seine Frau Anna, die älteste aber
aus seiner Geschichte begreift. Und die Schützen unseres Landes noch jung gebliebene Marketenderin, dann freue ich mich ganz
haben das immer getan und sie tragen diese Geschichte als lebendigen besonders. . . .“
Auftrag mit sich . . . LKdt. Mjr. Otto von Sarnthein dankte unter anderem Pfarrer Erich
Modosch für die Messe und Predigt, dem Landtagspräsidenten und
EMjr. Prof. Helmut Mader für seine sehr persönlich gehaltenen Worte.
Sein Gruß ging auch an Bgm. Ernst Leitgeb und den Vorsitzenden der
Region Stubai für seine Unterstützung für das Schützenwesen. Ein
ganz besonderer Dank ging an den Hptm. der Schützenkompanie Mie-
ders, Hans Schmoller: „Lieber Hans, du bist heute 20 Jahre Hptm. der
Kompanie Mieders und du hast sie in diesen 20 Jahren geformt, hast
zusammen mit deiner Familie vieles geleistet für deine Kompanie und
dafür ein ganz inniges und herzliches Vergelt’s Gott.“
Ein beeindruckendes Bild boten die 20 Marketenderinnen in ihren
bunten Trachten, die seit 1945 die Kompanie begleiteten. Sie kamen
aus nah und fern, eine sogar aus Australien. Sie wurden von Hptm.
Schmoller und seinen Kameraden mit Blumensträußen bedankt und
geehrt.

Zu jedem Bataillonsfest gehören auch die Ehrungen für besondere Verdienste. Baonsversammlung in Lans
In Mieders wurden geehrt: Zgf. Hans Ranalter mit der „Silbernen Pfurt-
schellermedaille“ und Hptm. Johann Schmoller für 20 Jahre Kommandant- LANS - Am 6. März 2005 trafen sich die Hauptleute und Aus-
schaft (als längst dienender Hptm. des Stubaitales) mit dem Ehrenzeichen des schussmitglieder der 14 Kompanien des Bataillons „Sonnenburg“ zur
Bundes der Tiroler Schützen. (V.l.: LKdt. Mjr. Otto von Sarnthein, Hptm. Paul
Falbesoner, Neustift; Zgf. Hans Ranalter, Mieders; Landtagspräsident Ing.
53. ordentlichen Bataillonsversammlung in Lans. Nach dem gemein-
Helmut Mader; Hptm. Johann Schmoller und Baon-Kdt. Mjr. Hans Steuxner. samen Aufmarsch mit der örtlichen Musikkapelle und Gottesdienst in
der Pfarrkirche wurde die Versammlung im Gh. „Walzl“ abgehalten.
Baon-Kdt.-Stv. Hptm. Werner Graus (Baon-Kdt. Mjr. Anton Pertl
Ich denke an die Jahre der Freiheitskämpfe, an Spinges, an den Ein-
war erkrankt) konnte als Ehrengäste Pfarrer Ernst Seidner, Bgm. Dr.
satz aller Kräfte damals, an Michael Pfurtscheller und andere tapfere
Peter Riedmann, Alt-LHptm. EMjr. Dr. Alois Partl und Bildungsoffizier
Männer und Frauen. In Mieders hat das Schützenwesen eine lange
Mjr. Karl Pertl begrüßen.
Tradition und ich sage es aus einem ganz besonderen Grund. Im Jah-
Nach einem Rückblick wurde das Baonskommando neu gewählt:
re 1796 berichtet die Chronik über die Stubaier Schützen, die mit 500
Zum Baon-Kdt. gewählt wurde (wie auch alle anderen Mitglieder ein-
Mann ausgerückt sind, um ihre Heimat zu verteidigen. Weiters wurde
stimmig) Anton Pertl (Völs), zu seinem Stv. der Hptm. der Kompanie
berichtet, dass sie die Palme des Sieges nach Hause gebracht haben.
Mutters-Kreith, Werner Graus, zum Schriftführer und Adjudant Lt.
Das ist ein Beweis für die Unerschrockenheit und auch für die Tapfer-
Christian Meischl (Lans), zum Kassier Fhr. Martin Prantner (Sellrain)
keit unserer Vorfahren. Im Jahre 1799 wurden sie mit der Silbernen
und zum Pressereferent Lt. Harald Graus aus Mutters.
Ehrenmedaille des Landes Tirol für die Verteidigung des Vaterlandes
Ein Dank wurde Jungschützenbetreuer Lt. Oskar Untermarzoner
ausgezeichnet . . . Warum hat es 1809 gegeben? Warum hat es And-
ausgesprochen, der sich viele Jahre vorbildlich um die Jungschützen
reas Hofer gegeben? Weil damals das Land geteilt wurde.
im Bataillon gekümmert hat. Zu seinem Nachfolger wurde Lt. Thomas
Man hat dem Land den Namen genommen, es hat Südbayern
Zangerl (Sistrans) gewählt.
geheißen, man hat den Menschen die Identität genommen, man hat
kirchliche Bräuche des Volkes verboten und vieles mehr. Das waren Lt. Harald Graus, Pressereferent
Eingriffe, die man einem Volk nicht antun darf und an das sollte man
sich erinnern . . . Bezirksschützenfest Landeck
Und wenn ich sehe, wie viele, auch betagte Schützen, gekommen
sind, dann ist das schon eine Botschaft am heutigen Tag - einmal PIANS - 1. Mai 2005: Schützen und Marketenderinnen, Jungschüt-
Schütze - immer Schütze. Wenn ich bei den Miederern den EHptm. zen und Jungmarketenderinnen, Fahnenabordnungen aus dem Bezirk
Anton Seewald sehe und weiß, was er durch die Jahrzehnte hindurch Landeck und aus benachbarten Tälern, Musikkapellen, Einheimische
getan hat: Er hat die Kapelle am Kalvarienberg zur Erinnerung an die und Gäste, Jung und Alt kamen in Pians zusammen, um das Bezirks-
Gefallenen der beiden Weltkriege betreut. Wenn ich an den EOlt. Ferdl schützenfest zu feiern.
10 Nr. 4/2005

Die Ehrenkompanie stellte die Kompanie Landeck, musikalisch Kompanie Arzl musste die Königskette an den neuen Schützenkönig
begleitete die Musikkapelle Pians. Markus Wotschitzky von der Kompanie Hötting übergeben.
Schützenkurat und Ortspfarrer Mag. Georg Schödl zelebrierte den Ergebnisse: Jungschützen II: Bernardi Stefan - Alter Schießstand;
Gottesdienst und wies in seiner Predigt besonders auf die Treue zu Marketenderinnen: Neuner Romana - Alter Schießstand; Allgemeine
Gott und das daraus resultiernde Verhalten den Mitmenschen gegen- Schützenklasse: Wotschitzky Markus - Hötting; Altschützen: Haideg-
über hin. Nach der Kranzniederlegung und dem Totengedenken ger Josef - Amras; Veteranen: Dag Sepp - Alter Schießstand; Versehr-
begrüßte Bgm. Peter Rauchegger die Anwesenden und gab einen klei- te: Vanzetta Wilhelm - Alter Schießstand; Ehrenscheibe rot: Spicar
nen Einblick in seine aktive Zeit als Pianner Schütze. Georg - St. Nikolaus/Mariahilf; Gäste Damen: Kalous Brigitte -
In ihrer Festrede brachte die Fahnenpatin der Schützenkompanie Igls/Vill; Gäste Herren: Strickner Karl - Arzl.
Pians, Mag. Alexandra Zangerl, die wesentlichen Grundsätze des Mit-
Ing. Sepp Dag, EHptm., Baonspressereferent
einanders zur Sprache, die vor allem von den Schützenkompanien
umgesetzt werden: Die Treue zu Gott und zum eigenen Land, das Ver-
trauen in uns und in unsere Fähigkeiten und den Willen, uns im All- Schützenbataillon Lienzer Talboden
tag zu bewähren. Das sei mit der goldenen Regel („Was du nicht willst,
LIENZ - Der scheidende Schützenkurat Edi Niederwieser äußerte bei
das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“) einfach umzusetzen.
der Jahreshauptversammlung des Baons Lienzer Talboden den
Natürlich kam - dem Anlass entsprechend – die Geschichte der veran-
Wunsch, dass die Schützen zu Brückenbauern werden und so zur Völ-
staltenden Kompanie nicht zu kurz: Eine Auswahl „Glanzlichter“ ver-
kerverständigung beitragen.
anschaulichte ihre Aktivität und ein Exkurs in die Numerologie ana-
Das Baonsschützenfest findet am 14. August im Rahmen des Lien-
lysierte Schicksal und Werdegang der Pianner Kompanie. Mit der
zer Altstadtfestes statt. Fest steht auch schon die Gestaltung des
Überzeugung, dass den Mitgliedern der Schützenkompanien (und da
Staatsfeiertages 2006 durch die Schützenkompanie Lienz als Ehren-
sind auch all jene gemeint, die im Hintergrund wirken) keine Aktivität
kompanie sowie die Mitwirkung des Viertels Osttirol bei der Bundes-
für die Allgemeinheit fremd sei, zu gering oder zu aufwändig, schloss
versammlung 2008.
die Festrednerin: „Denn eine Gemeinschaft, der vor Jahrhunderten
Baon.-Kdt. Anton Huber lobte die Entwicklung des Schießwesens
(1511) die Waffenfreiheit gegeben worden ist, die in einem Land lebt
und den Aufwärtstrend im Jungschützenwesen. Bildungsreferent Bez.-
und wirkt, wo unabhängig vom sozialen Stand jeder ein freier Mensch
Mjr. Anton Wolsegger wies auf die geplante Ausstellung „Osttirols
war und ist, gilt auch heute der Grundsatz: Alle auf ihren Posten -
Schützen und ihre Trachten“ vom 5. bis 19. August in der Spitalskir-
bereit für das Gute, aktiv für Freiheit, Frieden und Menschlichkeit.“
che hin und lud schon jetzt zur Viertelwallfahrt im September in
Matrei ein.

Tiroler Unterland
stellt die österr. Schützenkönige
ST. JOHANN i. T. - Im Vorjahr stellte das Wintersteller-Schützen-
Bataillon des Bezirkes Kitzbühel die drei österreichischen Schützenkö-
nige, und hier im Besonderen die Kompanien von St. Johann in Tirol
und Oberndorf. In diesem Jahr musste diese Ehre mit dem Bataillon
Kufstein geteilt werden.
Am 11. Juni 2005 wurden auf dem Schießstand in St. Johann in
Tirol die österreichischen Schützenkönige ermittelt. Dieser Schießbe-
werb findet im Rahmen der „Europäischen Gemeinschaft historischer
Schützen“ statt und wurde erstmals 2003 in Vöcklabruck, OÖ, durch-
Die Pianner Fahnenpatin Mag. Alexandra Zangerl (sie hielt auch die ein- geführt.
drucksvolle Festrede) mit Regiments-Kdt. Mjr. Emmerich Steinwender (r.) und Bei der Preisverteilung konnte Baons-Kdt.-Stv. Alois Foidl zahlrei-
Mjr. Fritz Gastl (l.)
che Ehrengäste begrüßen. Als Preis konnte eine schöne Schützen-
scheibe mit eingebranntem österreichischen Adler vom neuen öster-
Reg.-Kdt. Mjr. Emmerich Steinwender überbrachte die Grüße und reichischen Jugend-Schützenkönig Michael Laner, St. Johann in Tirol,
Glückwünsche der Bundesleitung und nahm gemeinsam mit Bez.-Kdt.
Fritz Gastl Ehrungen vor: Mit der Verdienstmedaille in Bronze wurden
Andreas Egger, Walter Lederle, Anton Leitner, Wilhelm Pfeifer, Franz
Scherl und Siegfried Schütz ausgezeichnet. Die Fahnenpatin Alexan-
dra Zangerl, die seit der Gründung der Kompanie Pians auch deren
Chronik führt, erhielt die Silberne Verdienstmedaille des Bundes der
Tiroler Schützenkompanien. (Langjährigkeit siehe letzte Seite!).

Schützenbataillon Innsbruck
INNSBRUCK - Das Bataillonskönigskettenschießen fand heuer am
30. April statt und am 13. Mai wurde im Heim der Kompanie St. Niko-
laus/Mariahilf die Preisverteilung durchgeführt.
In seiner Begrüßungsansprache bedankte sich Baon-Kdt. Mjr. Erich
Enzinger bei allen, die zu einem guten Gelingen beigetragen hatten.
Mit Freude gab er bekannt, dass diesmal mit 141 Teilnehmern das
größte Teilnehmerfeld seit Jahren am Start war. Die neuen und alten Schützenkönige Josef Gruber, Patrick Haller, Michael
Der Bataillonskönigsketten-Träger 2004/2005 Alfred Kircher der Laner, Lorenz Ritter, Lukas Strobl und Florian Hirschbichler (v.l.)
Nr. 4/2005 11

vom Junioren-Schützenkönig Patrick Haller, Westendorf, und vom


Schützenkönig Josef Gruber, Breitenbach am Inn, entgegengenommen
werden (siehe auch Seite 22!).

Bataillonsschießen in Weer
WEER – Beim Schwazer Baonsschießen wurden die besten Schüt-
zen des Bataillons ermittelt.
Wie all die Jahre vorher oblag die Durchführung der Schützengil-
de der Kompanie Weer mit OSM Benno Klein an der Spitze.

Schützenkönig Hptm. Franz Grillhösl (m.) mit LHptm. DDr. Herwig van Staa,
Bat.-Kdt. Mjr. Stephan Zangerl, Bat.-Schießwart Lt. Ernst Markt (l.) und dem
Vorjahres-Schützenkönig Daniel Brötz (r.).

Bei der hl. Messe wurde die renovierte Schützenfahne von 1899 wie-
dergeweiht, Fahnenpatin ist Luise van Staa. Eine Originalmedaille von
der Fahnenweihe 1899, die die Kompanie bei ihrer Wiedergründung
2002 vom Telfer EHptm. und Baon.-Kdt.-Stv. Josef Trostberger als
Geschenk erhalten hatte, wurde als Vorlage für die Anfertigung von
neuen Erinnerungsmedaillen verwendet.
Baon-Schießwart Hptm. Franz Grillhösl führte nach der Festansprache
die Preisverteilung des Baon-Schießens durch. LHptm. Dr. Herwig van
Staa überreichte an die Hauptmänner der ersten drei Plätze (1. Ober-
Bataillonsschießen 2005: Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl mit den Siegern Rudi perfuss, Hptm. Anton Schmid, 2. Flaurling, Hptm. Josef Konrad und 3.
Gugg, Hptm. Max Häusler, Bgm. Franz Unterlechner, Christoph Wechselber-
ger, Hugo Arnold, Hptm. Peter Unterlechner und Benno Klein (v. l.).
Telfs, Hptm. Franz Grillhösl) die Medaillen. Den besten Tiefschuss
erzielte Hptm. Franz Grillhösl, der Vorjahrssieger Daniel Brötz über-
Teilgenommen haben Marketenderinnen, Schützen und Mann- reichte ihm die Schützenkette.
schaften der Schützenkompanien des Schwazer Bataillons sowie deren Dem Gönner der Kompanie, BM Ing. Josef Fritz, wurde von Herwig
Freunde, unter anderem aus der Frundsbergkaserne, die ihre Treffsi- van Staa und Baon-Kdt. Stephan Zangerl der „Ehrenkranz des Bundes
cherheit bei der Gästeklasse unter Beweis stellen konnten. Rebecca der Tiroler Schützenkompanien“ für seine Leistungen für das Tiroler
Gründler von der 1. Andreas-Hofer-Schützenkompanie siegte mit 93,3 Schützenwesen überreicht.
Ringen bei den Marketenderinnen und Christoph Wechselberger
(Weer) siegte mit 98,4 Ringen bei den Jungschützen. Preiswatten des Bezirkes Bozen
Bester Bataillonsschütze wurde Gerhard Arnold von der Schützen-
kompanie Weer mit 100,7 Ringen, die Seniorenwertung gewann Vor- KARNEID - Auch in diesem Jahr veranstaltete der Schützenbezirk
jahressieger Max Häusler (Vomp) mit 102,9 und bei den Gästen siegte Bozen in Karneid wiederum ein Preiswatten. Es waren 34 Paare gemel-
Hugo Arnold (Weer) mit 101,7 Ringen. det. Hier die Siegerpaare: 1. Platz: Untermarzoner Lydia und Pichler
Den Tiefschussbewerb gewann Rudi Gugg von der Kompanie Mali, Deutschnofen; 2. Platz: Kasseroler Karl und Sparer Reinhard,
Achenkirch mit 8,0 Teilern. Ihm überreichten Baon-Kdt. Mjr. Hubert Eppan; 3. Platz: Kaufmann Gottlieb und Mairhofer Josef, Welsch-
Danzl und Bgm. Franz Unterlechner im Rahmen der Preisverteilung nofen.
die Ehrenscheibe, gestiftet und geschnitzt von BKdt.-Stv. Max Häus- Einen Preis erhielt auch die Schützenkompanie Deutschnofen, wel-
ler. che mit sechs Mannschaften am Preiswatten teilnahm. Bez-Mjr. Karl
Die Mannschaftswertung gewannen wieder einmal die Schützen Marmsoler dankte allen Spielern, den Preisspendern und der Schüt-
aus Weer mit Gerhard Arnold, Georg Jenewein, Michael Haim, Martin zenkompanie Karneid-Kardaun für die gute Organisation und lud
Arnold und Christoph Wechselberger. Auch die Siegermannschaft gleichzeitig zum Preiswatten 2006 ein.
erhielt eine Ehrenscheibe von Max Häusler. Sigmar Stocker
Bgm. Franz Unterlechner freute sich mit Baon-Kdt. Mjr. Hubert
Danzl und zeigte sich stolz, dass die Weerer Schützenkompanie nun
schon zum 8. Mal den Mannschaftstitel gewann.

Bataillonsfest in Oberhofen
OBERHOFEN - Das Schützenfest des Baons Hörtenberg wurde von
der Kompanie Oberhofen unter Hptm. und Obm. Bruno Waldhart aus-
gerichtet. Neben den 14 Kompanien des Baons konnte Baon-Kdt. Mjr.
Stephan Zangerl auch die Gastkompanien aus Rietz und Mötz und die
MK aus Oberhofen und Pfaffenhofen begrüßen.
Unter den Ehrengästen befanden sich LHptm. DDr. Herwig van Staa
mit Gattin Luise, Bez.-Hptm. Dr. Herbert Hauser, Bgm. Helmut
Kirchmair, die Mjr. Walter Flory, Heinz Wotschitzky, Erwin Zangerl
und EMjr. Klaus Holzbaur. Die Ehrenkompanie stellte Inzing unter V.l. Bez-Mjr. Karl Marmsoler mit den Siegerinnen Mali Pichler und Lydia
Hptm. Andreas Haslwanter. Untermarzoner sowie Schriftführerin Sabine Pertoll
12 Nr. 4/2005

Meraner Standschützen erstürmen gen an der Tiroler Grenze - über dem Sugana-Tal – erteilte, meldeten
sich Meraner Standschützen - spontan und freiwillig - zur Verteidi-
italienisches Panzerwerk (1. Teil) gung der Heimat.
Eine der best- und modernst ausgebauten Festungsanlagen der ita-
Am 14. August 1914 – kurz nach Kriegsbeginn – erging ein Aufruf lienischen Verteidigungslinie hoch über dem Sugana-Tal war das Fest-
des Obmannes des Burggräfler Schützenbundes, Josef Ladurner, zur ungswerk „Leone“ auf Cima Campo.
freiwilligen Einrollierung an alle Schützen des Burggrafenamtes, die Erst 1912 fertig gestellt – auf einer strategisch wichtigen Höhe auf
noch nicht eingezogen waren. 1.512 m – wurde dieses Panzerwerk mit sechs modernen weit reichen-
Die Jüngsten unter 21 – und die Älteren über 42 Jahre – sozusagen den Kanonen des Typs „Armstrong 149/35“ unter Panzerkuppeln,
die letzte „Kampfreserve“. sechs Kanonen 75/27 und 17 schwere, in beweglichen gepanzerten
Einige Tage später folgte der Befehl zur Aufstellung der Stand- Rundtürmen untergebrachte, Maschinengewehre des Typs „Gardner“
schützenbataillone. armiert.

Forte Leone galt als uneinnehmbar.


Es wurde „L’occhio della Val Sugana“ genannt – das „wachsame
Auge des Sugana-Tales“ – weil es mit seinen weit reichenden Kano-
nen aus diesem strategischen Punkt auf 1.500 m Höhe den Gegner bis
hinunter nach Borgo im Visier hatte.
Bei der November-Offensive der österreichischen Truppen 1917 und
nach der vom italienischen Heer erlittenen Niederlage von Caporetto
ordnete das italienische OBKM an, dass das Werk Leone so lange wie
nur möglich zu halten sei, um den italienischen Truppen den Rückzug
und Aufbau einer neuen Verteidigungslinie bei Monte Grappa zu
ermöglichen. Andere italienische Festungsanlagen im selben Frontab-
schnitt waren bereits gefallen oder gesprengt worden.
Man wusste, dass die schwierige Einnahme des modern ausgestat-
teten und von 600 italienischen Alpini-Soldaten gut verteidigten Pan-
zerwerkes anstand.
Es lagen bereits 30 cm Neuschnee! Im Laufe des 11. November 1917
Bei der Angelobung begann man nördlich des Panzerwerks mit massivem Kanonenbe-
schuss. Am Nachmittag leitete das III. Kaiserschützen-Regiment und
In Meran wurden bereits am 28. August 1914 die ersten 600 Stand- das Reserve-Bataillon IV, unter Befehl von Mjr. Guha, am Osthang das
schützen des Bataillons auf der „Postgranz“ vereidigt. Gefecht um Cima Campo ein.
Nachdem die Stärke des Bataillons ab September 1914 auf 1.000 Nach erfolglosem Beschuss näherten sich in der Nacht vom 11. zum
Mann angestiegen war, wurde die Bildung eines zweiten Bataillons 12. November Landsturmtruppen des österreichischen Heeres unter
beantragt. großen Verlusten dem Festungswerk. Der Angriff kam ins Stocken.
Es wurde als Standschützen-Bataillon II bezeichnet und unterstand Standschützen der I. Kompanie des Bataillons Meran unter Haupt-
Mjr. Josef Ladurner. mann Joachim Pfitscher, der II. Kompanie unter Hauptmann Vinzenz
Es bildeten sich in kurzer Zeit drei Bataillone – die Standschützen- Vill und der III.
Bataillone I, II und III, die aus Meran, aus den umliegenden Gemein- Kompanie unter
den, aus dem unteren Passeiertal, aus dem Etschtal sowie aus den Hauptmann Josef
oberhalb den Tälern angesiedelten Ortschaften aufgestellt wurden. Zuegg wurden
Das zuvor errichtete Bataillon unter Mjr. Josef Widerin wurde am vom Suganatal
27. September 1914 im Hofe der „Landesfürstlichen Burg" vereidigt. bei strömendem
Im Mai 1915 war das Meraner Standschützen-Bataillon I bereits in Regen in Marsch
schwere Kämpfe auf der Hochfläche von Lavarone, östlich von Trient, gesetzt und
verwickelt. erreichten noch
In der Folge zeichneten sie sich besonders bei den Kämpfen im in der Nacht die
Raum Vezzana, Verle und Basson aus. Anhöhe bei Cima
Der Standschützen-Bataillon-Meran II wurde 1915 über Pergine ins Campo. Erschöpft
Fersental versetzt und besetzte am Pfingstmontag Stellungen von der bezogen sie Stel-
Kreuzspitze (2.491 m) bis zum Schrimbler (2.204 m). lung am Straßen-
„Sie waren mehrere Monate in diesem Frontabschnitt eingesetzt rand . . .
und haben unter schwierigsten Verhältnissen im Hochgebirgskampfe
Hervorragendes geleistet“ - so ein Tagesbefehl des XVII. Corps.
Standschützen-Bataillon-Meran III wurde im Abschnitt Rovereto (Fortsetzung folgt)
eingesetzt und verteidigte erfolgreich einen italienischen Angriff am
31. Mai 1915 bei Vezzana in der Hochfläche der sieben Gemeinden.
Die Bataillone wurden im Februar 1916 neu gegliedert und im Die Meraner Stand-
November 1916 in Levico vereinigt. Mjr. Josef Ladurner übernahm schützen bei der
nun das Kommando über sämtliche Meraner Bataillone, die ab sofort Abfahrt. Unter
den Namen „K.u.K.-Standschützen-Bataillon-Meran“ führten. schwierigsten Ver-
hältnissen im Hoch-
Als am 11. November 1917 General-Stabchef der Tirol-Armee, Feld- gebirgskampf muss-
marschall Conrad von Hötzendorf, der I. Gebirgsbrigade den Befehl ten sie Außerge-
zum Vorrücken und zur Einnahme der italienischen Befestigungsanla- wöhnliches leisten.
Bayerische Gebirgsschützen
Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien

Wie die Oberlandler im Jahre 1705 rücken auch heute noch die Waakirchner Gebirgsschützen mit Sensen, Gabeln und Morgensternen aus

Patronatstag mit drei Jubiläen Eine Wetterbesserung ließ es zu, dass der
Festzug durch Waakirchen stattfinden konn-
te. Dicht gesäumt standen die Besucher, als
WAAKIRCHEN - Die Gebirgsschützenkom- ter Dr. Thomas Goppel, der den Bayerischen die 47 Bayerischen Gebirgsschützenkompani-
panie Waakirchen hat am 8. Mai mehr als Ministerpräsidenten vertrat. Gebirgsschützen, en in ihren prächtigen Monturen vorbeimar-
4.000 Gebirgsschützen und Marketenderin- die mehr als ein halbes Jahrhundert aktiv schierten. Dank gebührt der GSK Waakirchen
nen empfangen, um gemeinsam einen ganz sind, wurden durch LHptm. Karl Steininger und ihrem Hptm. die den Patronatstag her-
besonderen Patronatstag zu feiern: Die Gast- geehrt. vorragend organisiert haben.
geberkompanie feierte ihr 50. Wiedergrün-
dungsfest, das 100-jährige Bestehen des
Oberländer-Denkmals und „300 Jahre Send-
linger Bauernschlacht“.
Der Festgottesdienst musste ins Zelt ver-
legt werden, Regen und Graupelschauer
trommelten teils so heftig auf das Zelt, dass
die Festredner sich nur dank der guten Laut-
sprecheranlage durchsetzen konnten. Auf-
grund der großen Disziplin war es dennoch
möglich, einen beeindruckenden Festgottes-
dienst, musikalisch mrahmt von den Waa-
kirchner Sängern und der Musikkapelle,
abzuhalten. Die Predigt hielt Prälat Josef
Obermaier. Nach den Begrüßungen durch
Hptm. Hermann Schnitzenbaumer, Gau-
Hptm. Heiner Poensgen und LHptm. Karl
Steininger folgten die Grußadressen der Tiro-
ler Schützenmajore Otto Sarnthein (Tirol),
Paul Pacher (Südtirol) und Carlo Cadrobbi
(Welschtirol). Die Festrede hielt Staatsminis- Wegen des schlechten Wetters musste der Festgottesdienst ins Zelt verlegt werden.
14 Berichte aus Bayern Nr. 1/2005
4/2005

Ehrungen am Patronatstag in Waakirchen


Plakette des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft:
Ehrentambourmajor Alois Auer, GSK Gaißach - Schütze Josef Riedmeier, GSK Gmund - EHptm. Gottfried Schätz, GSK Tegernsee

Goldene Verdienstmedaille am weiß-blauen Band für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft:


Oj. Matthias Maurer, GSK Garmisch - EHptm. Karl Ruf, GSK Garmisch - Oberrottmeister Erich Wackerle, GSK Garmisch -
Schütze Michael Achner, GSK Gaißach - Schütze Michael Jaud, GSK Gaißach - Schütze Franz Rest, GSK Gaißach -
Musikant Franz Brandhofer, GSK Gaißach - Schütze Albert Rechenauer, GSK Audorf - Schütze Josef Mittel, GSK Beuerberg -
Schütze Helmut Müller, GSK Beuerberg - Fhr. Georg Wohlfahrter, GSK Beuerberg - Schütze Hans Bacher, GSK Benediktbeuern -
Schütze Otto Sindlhauser, GSK Benediktbeuern - Hptm. Alfred Baier, GSK Tegernsee - Schütze Franz Florian Winter, GSK Tegernsee -
Schütze Peter Jackl, GSK Schliersee - Schütze Johann Dräxl, GSK Lenggries - Schütze Josef Morlang, GSK Lenggries -
Schütze Alois Völkl, GSK Lenggries - Schütze Balthasar Danner, GSK Lenggries - E.-Tambourmajor Franz Ableitner sen., GSK Reichers-
beuern - Ehem. Fahnenbegleiter Georg Bichlmair sen., GSK Reichersbeuern - Musikant Ludwig Frauenrieder, GSK Reichersbeuern -
Schütze Alois Demmel, GSK Tölz - Schütze Josef Grätz, GSK Tölz - Schütze Josef Heimgreiter, GSK Tölz - Schütze Jakob Hohenreiter,
GSK Tölz - Spielmann Anton Krinner, GSK Tölz - Schütze Johann Rammelmeier, GSK Tölz - Schütze Anton Sonner,
GSK Tölz - Spielmann Gerhard Stimmel, GSK Tölz - Hptm. Hermann Schnitzenbaumer, GSK Waakirchen - EOlt. Andreas Obermüller,
GSK Waakirchen - Schütze Balthasar Brandhofer, GSK Waakirchen - Schütze Josef Maier, GSK Waakirchen -
Schütze Anton Neuner sen., GSK Partenkirchen

100 Jahre Gebirgsschützenkompanie Bichl 10. Armbrustschießen


BICHL - Am 4. Juni 2005 feierte die Frauen und Männern zu bedanken, die sich BAD AIBLING - Beim 10. Armbrust-
Gebirgsschützenkompanie Bichl ihr 100- um die Gebirgsschützenkompanie Bichl ver- schießen der GSK Aibling sicherte sich Peter
jähriges Gründungsjubiläum in einem klei- dient gemacht haben. Wohlschlager von der GSK Aschau mit 39
nen aber festlichen Rahmen. Nach dem Got- Mit Blumengrüßen bedankte man sich bei von 40 möglichen Ringen die von Dr. Erich
tesdienst in der St. Georgs-Kirche marschier- den Stiftern der Bichler Fahne den Familien Prinz v. Lobkowicz gegebene und von Hptm.
ten die Bichler Gebirgsschützen, angeführt Berghofer und Kramer und bei der Fahnen- Günter Hein gemalte Ehrenscheibe. Die Wer-
vom Spielmannszug und der Musikkapelle, mutter Erika Berghofer. Für langjährige treue tung auf den „laufenden Hirsch“ gewann
zum Kriegerdenkmal. Vorstand Michael And- Unterstützung wurde auch Lisa Geiger ein Sepp Grießenböck (SG Alpenblick Beyhar-
re legte zu Ehren der gefallenen, vermissten Blumenstrauß überreicht. ting), während sich Josef Steffl zum zweiten
und verstorbenen Gebirgsschützenkameraden LHptm. Karl Steininger und Gau-Hptm. Mal den Wanderpreis für den besten Schüt-
einen Kranz nieder. Anschließend fand im Michael Bromberger überreichten die Silber- zen der Gastgeber holte. Wie seit vielen Jah-
Gasthof Bayerischer Löwe ein Festabend ne Medaille am blauen Band an den ersten ren ging das Spanferkel als „Meistpreis“ nach
statt, bei dem Pater DDr. Leo Weber die Fest- Tambourmajor des Bichler Spielmannszuges Traunstein. Diese waren, angeführt von
ansprache hielt. Georg Hofbauer. Mit der Medaille in Bronze Hptm. Paul Walde, mit 30 Mann angetreten.
Hptm. Johann Berghofer nahm das am blauen Band wurde Georg Schwaller, der
Jubiläum zum Anlass, um sich bei den vielen langjährige Fähnrich, ausgezeichnet.

Das Spanferkel als Preis konnten sich wieder die


Gebirgsschützen aus aus Traunstein holen.

Zwei Tage lang wurde bei diesem histori-


schen Schießen mit der Armbrust um die 200
Preise, die hauptsächlich von Kompaniemit-
gliedern gestiftet waren, gekämpft. Schützen
und Gäste wurden mit Spezialitäten aus der
Küche, dem Kuchenbuffet der Schützenfrau-
en und Maxlrainer Gerstensaft bewirtet.
Hptm. Bernhard Kneifel dankte nicht nur
den Sponsoren - Pionier Franz Kuchler hatte
die Scheibe für die „Hirschwertung“ gemalt
Umrahmt von Marketenderinnen und Hptm. Johann Berghofer (l.) und Vorstand Michael Andre (r.) die und gestiftet -, sondern vor allem den vielen
geehrten Damen Maria Kramer, Erika Berghofer und Lisa Graber (v.l.) fleißigen Helfern.
Nr. 4/2005
1/2005 Berichte aus Bayern 15

25 Jahre Wiedergründung Kompanie Aibling dreifache Salve des Salutzuges der Kompanie
Miesbach-Parsberg-Wies leitete den Abend
ein und dieser endete in einem gemütlichen
BAD AIBLING - Der Festakt zur 25-jähri- Kompaniefahne. Beisammensein, so wie es sich der Jubilar
gen Wiedergründung der Kompanie Aibling Beim kurzen Festakt erinnerte Kneifel vor gewünscht hat.
wurde mit einem Marsch der Abordnungen allem an die Männer der ersten Stunde, erin-
aus dem Inn/Chiemgau sowie der befreunde- nerte an die Initiatoren der Wiedergründung
ten Kompanien zur Schützenkapelle eröffnet. von Werner Krämer sowie Fritz Schiller, dem Bernhard Kneifel - 65
Dort legten Hptm. Bernhard Kneifel, Batail- ersten Hptm. der Kompanie, und Günter Hein,
lons-Kdt. Toni Greimel und Bundesschatz- dem ersten Olt. der Kompanie. BAD AIBLING - Der Hptm. der Gebirgsschüt-
meister Günter Reichelt einen Kranz zu Ehren 27 seit der Wiedergründung noch aktive zenkompanie Aibling hatte zur Feier seines
der verstorbenen Kompaniemitglieder sowie Schützen wurden für ihre 25-jährige Treue 65. Geburtstages selbst eine von Günter Hein
der Gefallenen von 1705 nieder. Drei Salut- zur Kompanie geehrt. Die Marketenderin Bar- ge-malte Schützenscheibe gestiftet, auf die er
schüsse hallten durch die Stadt. Anschließend bara Schmid erhielt die Bronzene Kompanie- selbst auch noch den Bestschuss abgab.
segnete Pfarrer Seidenberger die restaurierte medaille.

Seine Kameraden und sein Stammtisch


überreichten dem passionierten Jäger ein
paar nützliche Utensilien für die Ausübung
seines Hobbys.

Heinz Heinlein †
BAD REICHENHALL - Das Ehrenmitglied
der Gebirgsschützenkompanie Reichenhall
Die Segnung der Fahnen und der Ver-
fasser der

Georg Wörnle - 85 Baier zum 70.


Geburtstag zu
Bayerischen
Wörterbriefe
gratulieren. Heinz Hein-
MITTENWALD - Der Mittenwalder Bürger-
Bei bester lein ist im 80.
meister Hermann Salminger und Hans Jais,
Gesundheit Lebensjahr in
der Bataillons-Kdt. der Werdenfelser Gebirgs-
und strahlen- Bad Reichen-
schützen, sind nur zwei der vielen Gratulan-
der Laune hall verstor-
ten, die dem EHptm. der GSK Mittenwald und
nahm der ben. Wir wer-
Jubilar die den ihm ein
Glückwünsche ehrendes
entgegen. Gedenken
bewahren! Heinz Heinlein †

Heiner Poensgen - 70
MIESBACH - Der EHptm. der GSK Mies-
bach und Gau-Hptm. des Mangfall-Leitzach- 16.–18. September 2005:
gaues Heiner 50-jährige Wiedergründung
Poensgen feier-
Ehrenbataillons-Kdt. des Bataillons Werden-
te zusammen
der Tölzer Kompanie 1705
fels, Geog Wörnle (r.), zum 85. Geburtstag
mit Verwand- 16. Sept. 2005:
gratulierten.
ten und den Volksmusikabend
Schützenkame-
Fredi Baier - 70 raden
Schützenheim
im 17. Sept. 2005:
Großer Zapfenstreich Marktstraße
ROTTACH-EGERN - Mehrere hundert in Miesbach
Gäste hatten sich in der Gebirgsschützenhüt- seinen 70er. 18. Sept. 2005:
te hinter Rottach eingefunden, um dem Eine perfekt Jubiläum „50 Jahre“
langjährigen Hptm. der GSK Tegernsee Fredi geschossene
16 Berichte aus Bayern Nr. 4/2005

Der Bayerische Volksaufstand von 1705


Eine Zusammenstellung vom stv. LHptm. Martin Haberfellner, Kochel a. See - Teil 11

Ein Plan wird entworfen im Tal, um die Aussichten eines Aufstands der Oberländer zu bespre-
Der königlich-bayerische Oberst a. D. Karl von Wallmenich hat im chen. Die drei Wirte nehmen Verbindung nach Tölz auf. Jäger
Jahre 1906 nachgewiesen, dass am Anfang des Monats Dezember bestellt seinen Bruder Franz, der in Tölz Weinwirt ist, den Bierbrau-
1705 im Kreis der Führer des Aufstands ein groß angelegter Plan zur er Hans Michael Schaindl und den Jäger Adam Schöttl von Fall auf
Befreiung des Landes von der verhassten Fremdherrschaft entworfen den 16. Dezember in das Wirtshaus von Königsdorf. Adam Schöttl,
worden sein muss. Eine zentrale Persönlichkeit dieses Unternehmens der in der Angelegenheit schon in der Umgebung herumgeritten ist,
war der ehemalige kurbayerische Kriegskommissär Matthias Ägidius verbreitet Zuversicht mit seiner Nachricht, dass aus Valley, Bene-
Fuchs. Als Feldkriegskonzipist, d. h. als Angehöriger des militäri- diktbeuern und Lenggries 1500 oder mehr wohlbewehrte Männer zu
schen Verwaltungs- und Versorgungsapparates, hatte er schon die erwarten seien.
Türkenkriege mitgemacht. Nach einem wechselvollen Soldatenleben Unabhängig von dem konspirativen Treffen der Wirte in Königs-
ist er Ende November 1705 zu den Aufständischen gestoßen. Über dorf erscheint am gleichen Tag Pflegskommissär Dänkel aus Tölz mit
Cham in der Oberpfalz ist er um den 4. Dezember 1705 nach Braun- einem Offizier beim Bendiktbeuerer Abt und weiht ihn in den Plan
au gekommen, wo er mit den Führern der Landesdefension des zur Erhebung des Oberlands ein. Und ebenfalls in diesen Tagen
Unterlandes zusammengetroffen ist. In Braunau haben Fuchs und die bestellt Kriegskommissär Fuchs die ehemaligen bayerischen Leut-
dortigen Führer der Aufstandsbewegung den Plan für einen koordi- nante Georg Aberle und Johann Houis zur Vorbereitung des Auf-
nierten Aufstand in verschiedenen Landesteilen entworfen. Wichtig- stands nach Tölz. Diese Männer fangen an, die Bevölkerung im
stes Ziel dabei war die Einnahme von München. Ein wesentlicher Teil Pfleggericht Tölz und in den benachbarten Gerichtsbezirken zum
dieses Plans war es, dass das Landgericht Tölz und die ihm benach- Aufstand aufzurufen. Dänkel selber reitet mit den beiden Offizieren
barten Gebiete sowie die nördlich der Hauptstadt liegenden Gerichte in seinem Gerichtsbezirk umher und ruft das Landvolk auf. Auch
Landesdefensionskorps aufzustellen und damit München von Süden Schöttl wirbt für den Aufstand hier und in den benachbarten Bezir-
und Norden anzugreifen hatten. Daneben sollte ein Aufstand im ken. Dänkel nimmt zu den führenden Beamten der benachbarten
Bayerischen Wald und in der Oberpfalz sowie ein an der unteren Isar Gerichte Kontakt auf.
bei Landau versammelter Heerhaufen von Landesverteidigern Teile
der kaiserlichen Truppen binden. Fuchs mit seiner langjährigen Das Tölzer Patent
Kriegserfahrung wird die Idee zu diesem Plan zugetraut. Wiederholt treffen sich die Führer der Bewegung zu Besprechun-
gen im Franziskanerkloster zu Tölz. Es kommen dorthin u. a. der
Kriegskommissär Fuchs geht nach Tölz Klosterrichter von Dietramszell, der Pfleger Maximilian Alram von
Um den 7. Dezember 1705 hat Fuchs Braunau verlassen, um sich Valley und der Richter Jakob Eder von Reichersbeuern. Am 18.
ins Oberland nach Tölz zu begeben. Dort ist er mit Pflegskommissär Dezember ist es soweit: In Tölz findet eine größere Versammlung
Joseph Ferdinand Dänkel zusammengetroffen, um mit ihm die Mög- statt, in der offiziell der Zug nach München beschlossen worden ist.
lichkeiten eines Aufstands im Landgericht Tölz zu beraten. Er Der Valleyer Pfleger Alram ist mit einigen seiner Dorfhauptleute
gewinnt Dänkel für den Plan und überzeugt ihn davon, dass die dabei, Kriegskommissär Fuchs und der Tölzer Pfleger Dän-
benachbarten Beamten die Erhebung fördern würden und dass die kel leiten die Versammlung. Mit dem so genannten Tölzer
Stimmung in der Bevölkerung hierfür ebenfalls günstig sei. Patent vom 19. Dezember 1705, formuliert von Kriegs-
Tatsächlich rumort es in der Bevölkerung bereits. In der Nacht kommissär Fuchs und unterzeichnet mit Chur-Bayerische
vom 13. zum 14. Dezember verschwören sich die Bauern des Klos- Landts-Defension Oberlandts geben die Organisatoren des
tergebiets Benediktbeuern zu einem Bund zur Abwehr der Tiro- Oberländeraufstands ihrem Aufruf zum Widerstand
ler. Sie dringen in zwei Haufen ins Kloster ein und fordern gegen die kaiserliche Fremdherrschaft einen amtlichen
vom Abt Waffen. Sie holen den Klosterrichter Joseph Charakter. Von Tölz aus wird das Tölzer Patent - hand-
Bernhart Wendenschlegel, den Kommandanten der schriftlich vervielfältigt - an die umliegenden Gerichte
Bendiktbeuerer Landesdefension, ab und nehmen und Herrschaften verteilt. Noch in der Nacht vom 19. auf
ihn mit zu einer Besprechung mit den Isarwink- den 20. Dezember brechen berittene Boten auf nach
lern am Stallauer Weiher, an der Grenze des Tegernsee, Gmund, Waakirchen und Holzkirchen, nach
Klostergebiets zum Landgericht Tölz. Am 14. Miesbach, Aibling, Valley und Rosenheim, nach Murnau,
Dezember inspiziert Wendenschlegel die Ver- Weilheim, Starnberg und Wolfratshausen. Aber auch die
haue, die die Bauern von sich aus im Walchen- Untertanen des Landgerichts Tölz selbst und des benach-
seegebiet zum Schutz vor dem befürchteten Einfall barten Klostergerichts Benediktbeuern werden auf der
der Tiroler angelegt haben. Grundlage des Tölzer Patents aufgeboten zum Befreiungs-
Aber nicht nur die Landbevölkerung ist unruhig. kampf gegen die kaiserlich-österreichische Besatzungsmacht.
Auch in der Münchener Bürgerschaft bilden sich
Keimzellen des Widerstands. Am 15. Dezember trifft
der Anzinger Postmeister Kaspar Hierner aus dem Benüttze Literatur:
Georg Westermayer, Chronik der Burg und des Marktes Tölz, drit-
Unterland die mit ihm befreundeten Münchener te Auflage, Bad Tölz 1976
Bürger Johann Jäger, Weinwirt in der Löwengrube Handbuch der bayerischen Geschichte Band II, das Alte Bay-
und aus Tölz gebürtig, Johann Georg Küttler, ern, der Territorialstaat, München 1977
Weinwirt im Tal, und Georg Hallmayr, Bierbräuer Christian Probst, Lieber bayerisch sterben, Der bayerische
Volksaufstand der Jahre 1705 und 1706, München 1978
Nr. 4/2005 17

Nierentisch und Staatsvertrag -


Tirol in den 50er-Jahren
Ausstellung im Museum im Zeughaus

INNSBRUCK - Im Rahmen des


Gedenkjahres 2005 findet die Aus-
stellung im Innsbrucker Zeughaus
statt, welche an die Jahre zwischen
1945 und ca. 1960 erinnert.
Zu den wichtigsten Aufgaben
zählten die Versorgung der Bevöl-
kerung, die Bewältigung der Flücht-
lingsfrage und die Beseitigung der
ärgsten Kriegsschäden. Das Südti-
rolproblem belastete die Landespo-
litik. Die Hoffnung auf Rückgliede-
rung dieses Landesteils wurde trotz
aller Bemühungen enttäuscht; es
kam bloß zum Gruber-Degasperi-
Abkommen und damit zu zahlrei- Wahlplakat vom Ende der 40er-
chen Missstimmigkeiten zwischen Jahre (Foto: Tiroler Landesmuseum
Ferdinandeum)
Österreich und Italien, die in den
Sprengstoffaktionen von 1961 gipfelten. Der Wirtschaft nach 1945 mit
dem Aufbau von Tourismus, Gewerbe und Industrie sowie dem mas-
siv einsetzenden Straßenbau sind weitere Abschnitte gewidmet; auch
wird ein Bild der Alltagskultur der Nachkriegszeit entworfen, das vom
Haushalt, der Mode, Kindheit und Jugend im Spannungsfeld zwischen
„guter“ Erziehung und Einflüssen des Amerikanismus bis zur Freizeit-
unterhaltung reicht.
Täglich bis zum 30. 10. 2005 von 10–17 Uhr

Vorankündigung: „Weltkrieg 1914-18 -


Alpenregionstreffen in Brixen Krieg an Tirols Grenze 1915/16“
Kaiserjägermuseum auf dem Bergisel
am 21. Mai 2006
INNSBRUCK - In Fortsetzung der jährlichen Sonderausstellungen,
die den Verlauf des I. Weltkrieges aus österr. Sicht vor 90 Jahren nach-
zeichnen, behandelt das Kaiserjägermuseum in Innsbruck vom 1. 4. bis
Besuchen Sie uns im Internet: 31. 10. 2005 den Kriegseintritt Italiens im Frühjahr 1915 und die sich
daraus ergebenden Folgen für das bis zu diesem Zeitpunkt von Kampf-
handlungen verschonte Tirol. Neben einer Darstellung der Kämpfe
1915/16, die teilweise im Gebirge stattfanden, wird auch auf die tra-
gischen Auswirkungen für die Zivilbevölkerung in der betroffenen
Anschriften der Schriftleiter:
Region eingegangen. Gezeigt werden auch die weiteren Kriegsschau-
OSR Mjr. Karl Pertl, Werth 21, A-6176 Völs, plätze, insbesondere die Fronten gegen Italien in Kärnten, am Isonzo
Tel. 0512/303179, e-mail.: k.pertl@tirol.com
und bei Triest gegen Russland und auf dem Balkan.
Lt. Elmar Thaler, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen,
Tel. 0471/974078, e-mail.: info@schuetzen.com
Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. & Fax 089/5469521,
e-mail: Baur-Hans@t-online.de Geöffnet ist das Kaiserjäger-
Redaktionsschluss ist der jeweils 20. der Monate Feber, April, Juni, August, Okto- museum (Bergisel 1, Innsbruck)
ber und Dezember. vom 1. 4. bis 31. 10. 2005
Fotos von Verstorbenen können auf ausdrücklichen Wunsch retourniert werden. täglich von 9–17 Uhr
Namentliche Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. (kein Ruhetag).
In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheberrecht und dürfen
nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.
Eigentümer und Herausgeber: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Bozner Platz Führungen für Gruppen nach
6/III, Innsbruck, und Südtiroler Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen Voranmeldung.
Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verantwortlicher Schriftleiter im
Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler Schützenzeitung versteht E-mail:
sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des Welschtiroler Schüt- Info@kaiserjaegermuseum.org
zenbundes, des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayeri-
schen Gebirgsschützenkompanien. Schriftleiter SSB: Elmar Thaler; BTSK: OSR
Tel. ++43/(0)512/582312, Fax.
Karl Pertl; BGK: Hans Baur. Schrift: Rotis Serif von Otl Aicher ++43/(0)512/588675
Herstellung: dtp Tyrol, Klaus Leitner, Innsbruck - Druck: Athesia, Bozen www.kaiserjaegermuseum.org
18 Nr. 4/2005

Die Seite der Marketenderinnen und Jungschützen


Jungschützen vom se II und zugleich Spagger-Moar 2005: Michael Laner, St. Johann in
Tirol: Damenklasse: Anneliese Laner, St. Johann in Tirol; Herrenklas-
„Schwarzen Kreuz“ ausgezeichnet se: Othmar Haller, Westendorf.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurde ein reger
NATTERS - Am 6. Mai 2005 wurden folgende Natterer Jungschüt-
Erfahrungsaustausch betrieben. Den jungen Teilnehmern wie auch den
zen vom LGF des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, Hans Ullmann,
begleitenden Jungschützenbetreuern und Eltern hat die Veranstaltung
für ihre jährlichen Sammeldienste zu Allerheiligen vor dem Friedhof
sichtlich Spaß gemacht.
mit der Urkunde und Ehrennadel in Silber und Gold ausgezeichnet:
Falschlunger Daniel, Gollner Hubert, Pfurtscheller Thomas (Gold);
Penz Martin, Penz Michael (Silber). JS-König Baon
Hörtenberg
Auch die neue Jung-
schützenkette wurde an den
Sieger des Jungschützen-
schießens auf der Anlage
der Schützenkompanie
Ranggen übergeben. Es ist
dies der 10-jährige Andreas
Rothbacher von der Kom-
panie Polling, der sich mit
102 Teilern den besten Tief-
schuss setzte. Im Bild der
JS-König Andreas Rothba-
cher mit LHptm. DDr. Her-
Die vom GF des Österreichischen Schwarzen Kreuzes Hans Ullmann ausge- wig van Staa und Bat.-Kdt.
zeichneten Natterer Jungschützen. Mjr. Stephan Zangerl.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch die JS-Betr. Hubert Gollner und
Josef Falschlunger mit dem Verdienstkreuz ausgezeichnet.
Marketenderinnen besuchen die
bayerische Landeshauptstadt
Die Kugeln rollten wieder LANA/MÜNCHEN - Am 25. April 2005 früh morgens um 5 Uhr
ST. JOHANN i.T. - Spaggern – ein lustiges Spiel aus früheren Zei- ging es los, und nach einer vierstündigen Fahrt mit dem Bus waren die
ten, als nicht die Elektronik die Spielgeräte beherrschte, ist auch heu- acht Mädchen mit ihrer Betreuerin in München angelangt. Gestärkt
te noch beliebt bei Jung und Alt. Ein Spiel, das neben Geschick auch mit einer gschmackigen Weißwurst machten sie die Kaufhäuser von
Konzentration und Gefühl erfordert. München unsicher. Am späten Nachmittag wurde dann im Restaurant
„Trader Vic's“ im Hotel „Bayerischer Hof“ eingekehrt, wo man (bzw.
Frau) kulinarische Köstlichkeiten aus dem fernen Osten serviert
bekam. Spät in der Nacht wurde die Heimreise angetreten, wo bereits
die Frage aufkam „Wo geht’s das nächste Jahr hin?“.
Martina Trientbacher

Spaggern in St. Johann: Die Bataillons-JS-Betr. Lorenz Ritter und Hans


Baumgartner, dazwischen die drei Erstplazierten JS Kl. II Laner Josef, Laner
Michael (Spaggermoar 2005), Burgmann Markus

Das vor 19 Jahren begonnene, alljährlich in St. Johann in Tirol


stattfindende Bataillons-Jungschützen-Spaggern des Wintersteller-
Baons hat auch heuer wieder viele Jungschützen mit ihren Betreuern
und Eltern begeistert. Von den 71 Aktiven stellte dabei die Kompanie
Westendorf mit 29 Teilnehmern das größte Aufgebot. In fünf Klassen
wurden in der „Spaggerarena vom Mauthnerwirt“ die Meister ermit- Die Marketenderinnen der Komp. „Franz Höfler“ Lana: hinten v.l. Brigitte
Hofer, Annelies Gruber, Heidi Andergassen, Martina Trientbacher, Cornelia
telt. Die Sieger in den einzelnen Klassen – Blumenmädchen: Stepha- Feichter und Betr. Waltraud Gruber; vorne Maria Laimer, Elisabeth Laimer
nie Wagner, Oberndorf; JS Klasse I: Patrik Kogler, Kirchberg; JS Klas- und Manuela Kröss.
Nr. 4/2005 19

Die richtige Frisur zur Tracht Was Sprache eigentlich ist, was sie bedeutet und welch hohen Stel-
lenwert sie für ein Volk einnimmt, das haben die Südtiroler in der
LAAS - Am 11. Juni 2005 luden die Bezirksmarketenderin Rosma- Faschistenzeit am eigenen Leib erfahren müssen.
rie Sagmeister aus Glurns und deren Stellvertreterin Severine Marsei- Sprache übermittelt Gedanken, Gefühle, Wünsche und vieles mehr.
ler aus Schluderns zu einen Informationsabend „Wie trage ich die Sprache vermittelt Heimat, dringt ein in Landschaft, Leben und Beruf,
richtige Frisur zur Tracht“ im Salon Carmen in Laas ein. prägt und bildet. Sie gehört zu den großen Kulturdisziplinen einer
Volksgemeinschaft.
Die Schützenkompanie Peter Mayr Brixen ist stolz auf Jutta Obert-
egger. Solche Frauen sind zusammen mit den anderen Marketenderin-
nen die wahren Botschafterinnen eines Volkes, denn sie vertreten mit
großer Überzeugung in- und außerhalb unseres Landes die hohe Kul-
tur der Tiroler Wesensart, treten ein für Freiheit und völkerverbinden-
de Verständigung, stehen voll und ganz zum philosophischen Pro-
gramm von Ludwig Wittgenstein: „Was sich überhaupt sagen lässt,
lässt sich klar sagen und wovon man nicht reden kann, darüber muss
man schweigen“. Bravo Jutta!
Walter Santer

Ausflug der Jungschützen des Bezirks


Pustertal
NEUSTIFT - Am 18. Juni 2005 haben die Jungschützen des Bezirks
Pustertal einen lehrreichen Ausflug unternommen.
Interessiert lauschten 36 Marketenderinnen den fachkundigen Tipps und
Erklärungen von Carmen.
Die Gruppe von neun Jungschützen und drei Betreuern aus den
Kompanien Taufers, Gais, Olang, Ehrenburg und Weitental hatten das
Glück, unter der fachmännischen Führung des LKdt.-Stv. Dr. Luis Zin-
Es kamen 36 Marketenderinnen der Schützenkompanien aus dem
gerle die Ausstellung „Der 1. Weltkrieg – Die Tiroler Front 1915-1918“
Vinschgau, um die wertvollen Tipps, die Carmen gab, auszuprobieren.
in Neustift zu besichtigen.
Wir bedanken uns recht herzlich für die geopferte Zeit und die Geduld,
die Carmen für uns aufbrachte.

Was Marketenderinnen alles können!


BRIXEN - Der Name der Brixner Schützenmarketenderin Jutta
Obertegger ist im Mai und Juni 2005 durch die kulturelle Weltpresse
gegangen. Es dürfte auch den Schützen nicht verborgen geblieben
sein, dass Jutta Obertegger mit anderen 38 Teilnehmerinnen und Teil-
nehmern aus der ganzen Welt an der Philosophie-Olympiade 2005 in
Warschau teilgenommen hat und einen hervorragenden dritten Platz
belegen konnte. Das will schon sehr viel heißen, wenn man bedenkt,
dass das Referat in englischer Sprache gehalten werden musste, über
ein Thema, welches die Sprache an sich betrifft, aufbauend auf Lud-
wig Wittgenstein, den bedeutendsten österreichischen Philosophen
und Logiker des 20. Jahrhunderts.

Aufmerksam verfolgten die Jungschützen die Erläuterungen von LKdt.-Stv.


Dr. Luis Zingerle zur Ausstellung „Der I. Weltkrieg - Die Tiroler Front
1915–1918“ in Neustift.

Es war eine Freude für die Betreuer, wie interessiert die Kinder und
Jugendlichen den Ausführungen über die Geschichte unserer Heimat
gefolgt sind. Mit einer Vielzahl an Eindrücken im Gepäck ging es dann
weiter nach Brixen ins Schwimmbad. Bei herrlich sommerlichen Tem-
peraturen konnten die jungen Schützen sich nach Belieben austoben
und im Wasser abkühlen. Der nächste Ausflug der Jungschützen geht
am 31. Juli auf den Monte Piano, wo sie Gelegenheit haben werden,
die Stellungen des 1. Weltkrieges zu besichtigen.
Alle Jungschützen - und alle, die es werden möchten - sind herz-
lich eingeladen mitzufahren.

Sie holte sich den dritten Platz bei der Philosophie-Olympiade in Warschau:
Jutta Obertegger
20 Nr. 4/2005

Wir gratulieren . . . Toni Moser - 75


KASTELBELL – Am 24. April
2005 feierte Toni Moser seinen
Olt. Andrä Greiter - 80 75. Geburtstag. Toni ist als Grün-
RIED i. OBERINNTAL - Die dungsmitglied seit 1959 ein über-
Schützenkompanie Pontlatz-Ried aus fleißiger und zuverlässiger
wünscht ihrem Ehrenmitglied Olt. Schütze, hat sich auch für die
Andrä Greiter alles Gute zu sei- Kameradschaft in der Kompanie
nem 80. Geburtstag, den er am sowie um das Schützenwesen
19. Mai 2005 bei bester Gesund- verdient gemacht. Für die
heit zusammen mit seiner Schüt- Zukunft wünschen alle Mitglieder
zenkompanie feiern konnte! der Kompanie dem Toni
Unser Andrä ist nunmehr seit nochmals alles Gute, vor allem
über 50 Jahren ein treues, ver- Gesundheit und noch viele Toni Moser - 75 Jahre
lässliches Mitglied unserer Kom- gemeinsame Tätigkeitsjahre.
panie und somit ein Vorbild für Herzlichen Dank für die erwiesene Gastfreundschaft am Geburtstag
uns alle für langjährigen, treuen und den jahrzentelangen Einsatz in der Kompanie!
Einsatz im Sinne des Tiroler Deine Kastelbeller Schützenkameraden
Schützenwesens.
Olt. Andrä Greiter - 80 Jahre
Lieber Andrä, wir wünschen
dir von ganzem Herzen alles Liebe und Gute und vor allem weiterhin Mjr. Walter Flory - 70
gute Gesundheit und hoffen noch auf viele weitere gemeinsame Jahre INNSBRUCK - Anlässlich seines 70. Geburtstages lud Mjr. Walter
mit dir als Schützenkamerad! Flory die Mitglieder der Bundesleitung sowie LEKdt. Dr. Walter
Zebisch mit Gattin im Anschluss der Bundesleitungssitzung zu einem
Zgf. Georg Valtiner - 80 Essen im Gasthof „Höttinger Schießstand“ ein. Vorher wurde noch auf
die Ehrenscheibe geschossen, die dann von LKdt. Dr. Otto Sarnthein
STRASSEN - „Zur Ehrensalve und BGF Mjr. Peppi Heidegger, der Frau Flory Blumen überreichte,
fertig“, lautete das Kommando, dem Jubilar mit launigen Glückwünschen übergeben.
als die Schützenkompanie Stras-
sen am Fronleichnamstag für ihr
langjähriges Mitglied, Zgf. Georg
Valtiner, eine Ehrensalve zu sei-
nem 80. Geburtstag abfeuerte.
Der Jubilar trat 1942 der Kom-
panie Strassen bei. Seit 63 Jahren
marschiert er pflichtbewusst in
den Reihen der Schützen mit und
ist auch heute noch, mit 80 Jah-
ren, aktiv dabei.
Zum Dank überreichte die
Schützenführung eine geschnitzte
Zgf. Georg Valtiner - 80 Jahre
Statue des Hl. Sebastian.
Lieber Jörg, wir wünschen dir von ganzem Herzen alles Gute, vor
allem Gesundheit und Gottes Segen.
Deine Schützenkameraden
LKdt. Mjr. HR Dr. Otto Sarnthein (m.) und BGF Mjr. Josef Haidegger (r.) über-
reichen dem Jubilar BGF-Stv. Mjr. Walter Flory die Ehrenscheibe anlässlich
Hans Chindamo - 80 Jahre seines „runden“ Geburtstages und seiner Gattin einen Blumenstrauß.

UNTERMAIS - Ein aktiver, Wir wünschen Mjr. Walter Flory noch viele gesunde Jahre im Krei-
treuer und immer präsenter se seiner Familie und seiner Schützenkameraden.
Schütze, trotz schwerer Schick-
salsschläge immer mit dabei. Runde Geburtstage in Fieberbrunn
Er ist seit 1973 aktives Mit-
glied der Schützenkompanie FIEBERBRUNN – Gleich zwei treuen Kameraden konnte die „Chris-
„Blasius Trogmann“ Untermais tian-Blattl“-Schützenkompanie Fieberbrunn zu ihrem runden Geburts-
und war auch lange Jahre deren tag gratulieren.
Kassier. Am 26. April 2005 feierte Zgf. Michael Pletzenauer vulgo „Brent
Wir wünschen dir zu deinem Mich“ bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag. Seit nunmehr 36
Geburtstag alles Gute, vor allem Jahren ist er mit Leib und Seele Tiroler Schütze und noch immer stellt
Gesundheit und hoffen, dass du er bei allen Ausrückungen und sonstigen Aktivitäten mit vollstem Ein-
noch lange mit den Schützen sein satz seinen Mann. Dank seiner Originalität werden ihm immer wieder
kannst. Statistenrollen in bekannten Filmen und Fernsehserien angeboten, die
Hans Chindamo - 80 Jahre Deine Kameraden er mit viel Leidenschaft und Freude zu spielen versucht.
Nr. 4/2005 21

Am 10. Mai
2005 konnte auch
unser Oj. Sepp
Steinacher im
Kreise seiner
Familie seinen 70.
Geburtstag feiern.
Im Jahre 1958 war
„Lucht Sepp“
maßgeblich an der
Wiedergründung
unserer Kompanie
Unsere zwei Jubilare Zgf. Michael Pletzenauer und Oj. beteiligt. Von
Sepp Steinacher nach der exakten Ehrensalve (v.l.). Gleich zweimal gratulierten die Schützenschwegler und der Vorstand der
(Foto: Martin Wimmer)
1964 bis 1970 Kompanie Telfs ihren Frischvermählten.
bekleidete er die
Funktion des Kassiers, ab 1970 übernahm er drei Perioden hindurch Agnes Auer reichten das traditionelle Schnapsl. Das Geschenk der
als Hptm. die Führung, seit 10. Februar 1979 hat er die Funktion des Schützenkompanie überreichte Olt. Isidor Hofer.
Oj. inne. Für seine Verdienste um das Tiroler Schützenwesen wurde Eine weitere Hochzeit gab es am 21. Mai in der Birkenbergkirche.
ihm im April 1992 die Silberne Verdienstmedaille verliehen. Schütze Christian Willard und Maria Kranebitter knüpften den Bund
Ihnen zur Ehre wurde nach dem Kirchgang am Herz-Jesu-Sonntag fürs Leben. Auch hier spielten die Schützenschwegler, deren Mitglied
eine exakte Ehrensalve abgefeuert. Christian seit Jahren ist, traditionelle Schützenmärsche auf. Unter den
Wir wünschen den Jubilaren noch viel Erfolg, verbunden mit viel Schweglern auch der Vater des Bräutigams, Karl „Tscharlie“ Willard.
Humor und vor allem Gesundheit. Auch zu dieser Hochzeit rückte der Vorstand unter Hptm. Franz Grill-
hösl aus und das Geschenk der Schützenkompanie überreichte Zeug-
wart Albert Schatz.
EHptm. HR Dr. Paul Wöll - 60
INNSBRUCK - Am 18. Mai Ein Hoch dem Brautpaar!
2005 feierte EHptm. HR Dr. Paul
Wöll seinen 60. Geburtstag. Dr. PFUNDERS - Am 14. Mai 2005 haben sich unsere Marketenderin
Wöll ist trotz seiner zeitrauben- Gerlinde Bergmeister und Alexander Vulgger das Ja-Wort für ein
den beruflichen Tätigkeit eng mit Leben miteinander gegeben.
den Schützen verbunden. Seine
Arbeit als Bundesschriftführer ist
uns allen noch in bester Erinne-
rung.
Seine Speckbacher-Schützen-
kompanie gratuliert und wünscht
ihm auf diesem Wege Erfolg,
Freude und Kraft bei seiner ver-
antwortungsvollen Tätigkeit als
Bez.-Hptm. von Lienz.
EHptm. Dr. Paul Wöll - 60 Jahre
Ing. Sepp Dag, EHptm.

Gratulation zur Die Schützenkompanie begleitete das Brautpaar vor und während
der Trauung und überreichte ihnen anschließend ein Hochzeitsge-
„Goldenen“ schenk. Die Schützenkompanie wünscht den Brautleuten und ihren
Kindern alles Gute, viel Glück und Gottes Segen für ihren gemein-
GERLOS - Am 9. Mai 2005
samen Lebensweg.
feierten Hans und Elisabeth
Kammerlander in Gerlos die Gerald Weissteiner
„Goldene Hochzeit“.
Die Schützenkompanie Ger- Gratulation
los wünscht ihrem EHptm.
und seiner Gattin alles Gute, zur „Silbernen“
viel Glück und Gesundheit.
LANA - Die Kompanie „Franz
Höfler“ Lana gratuliert ihrem FLt. Joa-
Zwei Schützenhochzeiten in Telfs chim Trientbacher zur Silbermedaille
TELFS - Zu zwei Hochzeiten rückten die Schützenschwegler und bei der 38. Berufs-Weltmeisterschaft in
der Vorstand der Kompanie Telfs unter Hptm. Franz Grillhösl aus. Helsinki (Finnland), Kategorie Spengler,
Zunächst gaben sich am 14. Mai die langjährige Marketenderin aufs Herzlichste und wünscht ihrem
Michaela Schmittner und der HNO-Arzt Dr. Edmund Hofer in der Hl.- „Joschi“ alles Gute und viel Erfolg in
Geist-Kirche in Schlichtling das Ja-Wort. Die Schwegler begrüßten das seiner weiteren Tätigkeit!
frisch getraute Paar mit zünftigen Schützenmelodien vor der Kirche Silbermedaillengewinner FLt. Joachim
und die Marketenderinnen Viktoria Rofner, Bernadette Hofer und Trientbacher
22 Nr. 4/2005

Am späten Abend dieses besonderen Tages loderten am Plosekamm


Gesamttiroler Schützenchronik die Herz-Jesu-Feuer zum Himmel. Am Schönjöchl zündeten die Brix-
ner Schützen das größte Feuer. Dazu erklangen Tiroler Lieder bis spät
in die Nacht hinein.
Österreichischer Schützenkönig aus
Walter Santer
Breitenbach
BREITENBACH a. INN - Am 11. Juni 2005 wurden die österreichi- Schützen-Familienwallfahrt
schen Schützenkönige innerhalb der Gemeinschaft historischer Schüt-
zen Europas in Oberndorf bei Kitzbühel ermittelt. Den Sieg in der Klas- HOCHGALLMIGG – Am 29. Mai 2005 fand bei herrlichem Wetter
se ab 26 Jahre errang OSM Josef Gruber aus Breitenbach am Inn. die Familienwallfahrt, die alljährlich gemeinsam für die Schützen-Tal-
Beim Wintersteller- schaften Landeck und Stanzertal abgehalten wird, im kleinen Bergdorf
Bataillonsschützenfest in Hochgallmigg statt. Vom Dorfplatz bewegte sich der Zug der Betenden
Waidring fand die Über- über die Straße und einen Feldweg zur Herz-Jesu-Kapelle, die von der
reichung der Schützenket- Schützenkompanie vor zwei Jahren fertig gestellt wurde.
te, gestiftet von der Gattin
des verstorbenen Bunde-
spräsidenten, Dr. Klestil-
Löffler, statt. Nach der
Feldmesse wurde die Kette
von EGS Rat Mathias
Kirchgatterer und Ordens-
kanzler Lothar Heupts
übergeben. Somit ging
wieder eine Königskette
nach Breitenbach, nach-
dem 2003 Manfred Rupp-
rechter österr. JS-König in
Vöcklabruck wurde.
Österr. Schützenkönig -
ein Breitenbacher Die Schützenwallfahrt in Hochgallmigg vor der wunderschönen Kulisse der
Tiroler Berge.

Schützenjahrtag 2005 in Brixen


BRIXEN - Am Herz-Jesu-Sonntag marschierte die Schützenkompa-
nie „Peter Mayr“ zur Pfarrkirche, um mit Dekan Leo Munter und der
Brixner Bevölkerung die hl. Messe zu feiern.

Msgr. Dr. Hermann Steidl und Diakon Johannes Schwemberger


zelebrierten die Feldmesse auf dem schönen Platz vor der Kapelle. Der
Jugendchor Hochgallmigg und eine Bläsergruppe der Musikkapelle
Fließ umrahmten den Gottesdienst musikalisch. Die Hochgallmigger
Schützen konnten neben den Kameraden anderer Kompanien zahlrei-
che Ehrengäste und Freunde des Schützenwesens begrüßen.
Bei einem gemütlichen Beisammensein fand der warme Sonntag
Beim Schwur auf die Schützenfahne: v.l. Olt. Oskar Ruepp, Jutta Obertegger, für die Teilnehmer der Wallfahrt einen angenehmen Ausklang. Für das
Herbert Reinalter, Thomas Mitterrutzner, Markus Benedikter, Fhr. Bruno Jocher
Kulinarische war von den Hochgallmigger Frauen bestens gesorgt.
Nach einer beeindruckenden Predigt und dem abschließenden „Auf Hartwig Röck
zum Schwur, Tiroler Land“ fand am Domplatz die feierliche Angelo-
bung statt: Entschlossen, laut und deutlich schworen auf die Brixner Beitrag zum Gedenkjahr 1915
Schützenfahne: Jutta Obertegger, Thomas Mitterrutzner, Herbert Rei-
nalter und Markus Benedikter. Besonders stolz ist die Kompanie auf INNSBRUCK/AMRAS - Der Südtiroler Schützenbund gedenkt mit
die Marketenderin Jutta Obertegger, welche bei der Philosophie-Olym- der großen Wanderausstellung „Die Tiroler Front 1915–1918“ in vor-
piade im Mai 2005 in Warschau teilgenommen und den hervorragen- bildlicher Weise des Jahres 1915, in dem letztmalig die Tiroler Schüt-
den dritten Platz belegt hat (siehe auch Seite 19!). zen zur Verteidigung der Heimat aufgeboten wurden.
Nr. 4/2005 23

Auch wir Amraser Schützen wollten im nördlichen Teil unseres


Landes mit der Besichtigung des Amraser Kriegerfriedhofes einen klei-
nen Beitrag zu diesem Gedenkjahr leisten.
Der Kriegerfriedhof, dessen erster Teil in Form einer Erweiterung
des Ostfriedhofes (des heutigen Pradler Friedhofs) 1915 angelegt wur-
de, musste auf Grund der lange andauernden Kriegsereignisse im Jah-
re 1917 südlich der Wiesengasse neu angelegt und bis 1920 wesent-
lich erweitert werden.
Die Anlage des Kriegerfriedhofes verdankte die damals noch selbst-
ständige Gemeinde Amras der Nähe des Garnisonsspitals (der heutigen
Conrad-Kaserne) und des nördlich der Wiesengasse gelegenen Infekti-
onsspitals. Hier wurden Soldaten aus der gesamten Österreichisch-
Ungarischen Monarchie, die an der Südfront gekämpft haben, beer-
digt. Dazu kamen im italienischen Teil Kriegsgefangene und italieni-
sche Soldaten, die während der Besatzungszeit verstorben sind.
Die Ausflügler der Schützenkompanie „Alter Schießstand“

zur Schönangeralm, wo mit deftigem, traditionellem Essen der Hunger


gestillt werden konnte. In der nahe gelegenen Käserei konnte man
Biospeck und andere Bio-Lebensmittel erwerben. Leider hatte inzwi-
schen Regen eingesetzt, sodass Wanderungen buchstäblich „in’s Was-
ser“ fielen.
Auf der Rückfahrt besichtigten wir das Friedhof-Museum in Kram-
sach. Jeder konnte sich überzeugen, dass die Tiroler in früheren Zei-
ten selbst beim Sterben ihren kernigen Humor nicht verloren hatten.
Zum Abschluss des Tages gab es in Münster noch eine Einkehr. Es war
ein schöner und bestens organisierter Ausflug, der allen gefallen hat.

EHptm. Ing. Sepp Dag, Baonspressereferent

Segnung des „Hucken-Kreuzes“


KARNEID - Im Frühjahr
ELt. Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye bei seinen zeitgeschichtlichen Erläute-
rungen auf dem Amraser Kriegerfriedhof. 2005 beschloss die Schüt-
zenkompanie Karneid-
Kardaun, das seit Jahren
In späterer Zeit wurden hier auch die sterblichen Überreste von
verwitterte, Schätzungen
Gefallenen aus allen Teilen Tirols, wo die Gräber Straßenbauten wei-
zufolge aus dem 15. bis 16.
chen mussten, beigesetzt. Als Beispiel seien jene Gefallenen der Tiro-
Jahrhundert stammende,
ler Freiheitskriege erwähnt, deren Gräber dem Autobahnbau bei Stams
„Hucken-Kreuz“ in Karneid
weichen mussten.
zu restaurieren und am 11.
Seine letzte Erweiterung erfuhr dieser Friedhof 1945 mit dem
Juni 2005 anlässlich des
sowjetrussischen Teil, in dem russische Kriegsgefangene und
Karneider Kirchtages von
Angehörige der sowjetischen Militärmission beerdigt sind.
Pfarrer Hermann Zwick
Die Anlage steht heute in der Verwaltung des „Österreichischen
segnen zu lassen.
Schwarzen Kreuzes“, das den Friedhof vorbildlich betreut.
In seiner kurzen
Am 21. Mai 2005 fand die Führung statt, bei der EM. ELt. Univ.-
Ansprache bedankte sich
Prof. Dr. Franz-Heinz Hye die zeitgeschichtlichen Erklärungen abgab.
Hptm. Andreas Mair bei all
Auch der Landesgeschäftsführer des „Österreichischen Schwarzen
jenen, die bei der Restaurie-
Kreuzes“, Hans Ullmann, stand für Auskünfte zur Verfügung.
rung des Kreuzes mitgehol-
Besonders hat uns die Anwesenheit einer Abordnung der Schüt-
fen haben, besonders beim Das „Hucken-Kreuz“ in Karneid wurde von
zenkompanie „Sizar Anpezo Hayden“ aus Cortina d’Ampezzo gefreut.
Kameraden Walter Depen- den Schützen mustergültig renoviert.
Die Veranstaltung hinterließ bei allen Teilnehmern einen unver-
tori, welcher den Korpus in
gesslichen Eindruck.
fachmännischer Weise erneuert hat. Ein Dankeschön ging auch an all
jene Personen, welche durch eine Spende die Restaurierung des Kreu-
Traditioneller Familienausflug zes ermöglicht haben.
Im Anschluss an die Einsegnungsfeier nahm der Bürgermeister den
INNSBRUCK/OLYMP. DORF - Am 12. Juni 2005 wurde der seit vie- Fassanstich vor und eröffnete somit den diesjährigen Karneider Kirch-
len Jahren traditionelle Familienausflug der Kompanie „Alter Schieß- tag, welcher von der Schützenkompanie organisiert wurde.
stand“ durchführt. Mit dabei wie immer die aktiven Schützen mit
ihren Frauen oder Freundinnen und die Kinder. Tauferer bei den „Puschtra Buibm“
Mit zwei Bussen startete man in Richtung Unterinntal. Die Fahrt
führte über Wörgl in die Wildschönau. Auf einer engen und kurven- LADIS - Am 3. April 2005 fuhr die Schützenkompanie Taufers nach
reichen Straße ging es durch malerische Bergdörfer nach Auffach. Das Ladis in Nordtirol, um den Ehrenmitgliedern Sepp Forer und Heinrich
dortige, private Holzmuseum bot wirklich für alle Altersgruppen inter- Oberlechner, die beide heuer ihren 65. Geburtstag feiern, zu gratulie-
essante Einblicke in vergangene Zeiten. Anschließend ging es weiter ren.
24 Nr. 4/2005

von Bezirkskurat P. Christoph Waldner OT zelebriert wurde. Dieser hob


hervor, dass es solche Anlässe in der heutigen Zeit immer seltener
gäbe. Es freue ihn daher besonders, dass die Lananer Schützen ein
neues christliches Zeichen geschaffen haben, das zum Verweilen und
zum Nachdenken über Gott anregen solle.
Anschließend wurde das Wegkreuz gesegnet und von einer Abord-
nung der Lananer Schützen über den Braunsbergweg zum Beginn der
Gaulpromenade getragen, wo es sogleich aufgestellt wurde.
Für den gemütlichen Grillabend beim Gutshof Gagers bedankt sich
die Schützenkompanie „Franz Höfler“ Lana bei der Familie Pfeifhofer
und bei EFlt. Karl Gruber für die Christusfigur.
Richard Andergassen

Frontbegehung der Stellungen des


Die „Puschtra Buibm“ waren sichtlich gerührt ob dem gelungenen Geburts-
I. Weltkrieges im Ledrotal
tagsständchen der Kompanie Taufers.
LANA/VAL DI LEDRO - Am 26. Juni 2005 trafen sich einige Schüt-
Hptm. Rudi Oberhuber konnte neben den beiden Ehrenmitgliedern zen und Marketenderinnen der Kompanie „Franz Höfler“ Lana auf
auch das dritte Ehrenmitglied, Siegfried Steger, sowie den vierten Einladung der Kompanie „Val de Leder“ bzw. deren Hptm. Lino Luisi
„Puschtra Buibm“, Heinrich Oberleiter, begrüßen. am Ledrosee, um gemeinsam einen Teil der Südfront des I. Weltkrie-
Ebenso nach Ladis gekommen waren der Bgm. der Heimatgemein- ges zu besichtigen, vor allem jenen Teil der Front, wo das Stand-
de Sand in Taufers, Toni Innerhofer, sowie Assessor Peter Aichner, schützenbataillon Lana in den Jahren von 1915-1918 stationiert war.
daneben einige Freunde und alte Bekannte aus der Zeit des Freiheits- Mit dabei war auch der Autor des kürzlich erschienenen Buches „Das
kampfes. Standschützenbataillon Lana“, Alexander Schwabl.
Nach der Überreichung eines Geschenkes spielten Musikanten die Ausgangspunkt der Wanderung war Mezzolago (660m), von wo der
Landeshymne, womit der offizielle Teil abgeschlossen wurde. Danach Aufstieg über die ehem. Stellungen des Bataillons Lana bis zur Cima
erfolgte das gemütliche Beisammensein im Hotel von Sepp Forer, wo d’Oro (1.802m) erfolgte. Auf der Cima d’Oro angelangt, wurde man
dieser von einigen Erlebnissen aus den 60er- Jahren berichtete. auch schon fündig - auf einem Betonsockel war die Inschrift „Sch.
Schließlich überraschten noch die „Tauferer Klöckelnachtsinger“ Batt. Lana 1916“ zu lesen.
die „gezwungenen“ Heimatfernen mit Liedern aus der Heimat. Das
bekannte „Tauferer Lied“, dessen Text vom Südtirol-Aktivisten David
Oberhollenzer im Gefängnis verfasst wurde, beendete schließlich die-
se gelungene Feier.
Mit dem Versprechen der Tauferer Schützen, weiterhin Druck auf
die Politik auszuüben, um endlich eine Amnestie für die „Puschtra
Buibm“ zu erreichen, verabschiedete man sich.
Harald Laner

Neues Wegkreuz in Lana


LANA – Am 25. Juni 2005 wurde von der Kompanie „Franz Höfler“
Lana bei der kürzlich erweiterten Gaulpromenade ein neues Wegkreuz
aufgestellt. Am späten Nachmittag wurde ein Wortgottesdienst in der
nahe gelegenen Magnus-Kapelle beim Gutshof Gagers gefeiert, der
Betonsockel mit der Inschrift „Sch. Batt. Lana 1916“

Unvorstellbar, was die Soldaten im Winter in diesen Bergen durch-


machen mussten, besonders wenn man bedenkt, dass im Winter 1916
bis zu sechs Meter Schnee gefallen sind.
Anschließend ging die Wanderung weiter bis zur Schutzhütte „Nino
Pernici“ (1.601m), welche auf den Grundmauern des k.u.k. Offiziers-
kommandos errichtet und im Jahre 1929 eingeweiht wurde. Ein Hohn
für alle dort stationierten und gefallenen k.u.k Soldaten, dass diese
Schutzhütte nach einem Alpinilegionär benannt wurde, der eigentlich
an der Isonzo-Front gefallen war. Faschistische Geschichtsfälschung
hat auch hier nicht Halt gemacht.
Nach dem Mittagessen ging’s weiter zur „Trat-Alm“ (1.556m) und
von dort mit den Autos bis zur Ortschaft Bezzecca, wo das Privatmu-
seum eines Kameraden der Kompanie „Val de Leder“ besichtigt wurde.
Allen Teilnehmern wird diese beeindruckende Wanderung in Erin-
nerung bleiben. Die Kompanie „Franz Höfler“ Lana sagt den Kamera-
den aus dem Ledrotal herzlich „Vergelt’s Gott“.
Die Lananer Schützen mit ihrem Bezirkskuraten P. Christoph Waldner OT sind
stolz auf ihr neues Wegkreuz. Richard Andergassen
Nr. 4/2005 25

Jahreshauptversammlung Dr. Albert Schönthaler eine feierliche Messe zelebriert wurde. Hoch-
würden Dr. Augschöll fand in seiner Predigt besinnliche Worte zu die-
mit Neuwahlen sem hohen Tiroler Feiertag und verwies auf das Gelöbnis an das Herz-
Jesu vor nunmehr 200 Jahren.
MAREIT - Zur Jahreshauptversammlung konnte Hptm. Manfred Nach dem Kirchgang fand am Unteren Pfarrplatz die Angelobung
Larch unter anderem den LKdt. Mjr. Paul Bacher, Bez.-Mjr. Kurt Egart- der Marketenderinnen Marlies Schnitzer, Magdalena Gaidaldi und
ner, Fahnenpatin Marliese Hofer und einige Frontkämpfer begrüßen. Elisabeth Vigl durch den Bez-Mjr. Helmut Gaidaldi statt. Diese drei
Schriftführer Thomas Zößmayr verlas eine Auflistung der Aus- Jungmarketenderinnen konnten nach Vollendung des 16. Lebensjah-
rückungen der Kompanie, insgesamt 94, von denen sieben Schießver- res als Marketenderinnen in die Kompanie aufgenommen werden.
anstaltungen waren. Musikalisch umrahmt wurde dieser feierliche Akt von Marschklän-
In seiner Ansprache erwähnte der Hptm. unter anderem ein Schrei- gen und einer Fahnenschwinger-Einlage der Stadtmusikkapelle
ben der Kompanie an den Pfarrgemeinderat von Mareit, worin erneut Meran. Am Abend fanden sich Schützen mit Freunden und Familien-
eine Einigung in Sachen „Soxer Bildstock“ gesucht wird. Weiters kam angehörigen am Segenbühel ein, um dort ein großes Herz-Jesu-Feuer
auch der Um- bzw. Ausbau des Messnerhauses in Mareit zur Sprache, zu entzünden.
wobei sich die Kompanie dafür einsetzt, dass dieses möglichst im der-
zeitigen Stil verbleibt, da es sich um ein durchaus das Ortsbild prä-
gendes Gebäude handelt. Margreid hält Rückschau
MARGREID - Auf ein wiederum erfolgreiches Tätigkeitsjahr sowie
drei Neuzugänge kann die Schützenkompanie „Franz von Fenner“
Margreid zurückblicken. Zum ersten Mal im neuen Schützenheim
konnte Hptm. Karlheinz Pomella unter anderem den Bundespressere-
ferenten Elmar Thaler, welcher später den Vorsitz bei der Neuwahl
übernahm, die Fahnenpatin Gertraud Augustin, das Ehrenmitglied
Humbert Amort, die Obfrau des Kirchenchores Elisabeth Cassar, alle
Vertreter der dörflichen Vereine und nicht zuletzt die starke Abord-
nung der Partnerkompanie Wilten mit Hptm. Andreas Raas begrüßen.
Nach dem Totengedenken wurde der umfangreiche Tätigkeitsbe-
richt verlesen. Die Kompanie zählt zur Zeit 23 aktive, 3 Ehren- und 62
unterstützende Mitglieder und ist 91 Mal zu verschiedenen Teilnah-
men ausgerückt.
Anschließend überbrachte Lt. Elmar Thaler die Grüße von Bund und
Bezirk und dankte für die rege Tätigkeit. Auch Andreas Raas, Hptm.
der Kompanie Wilten, überbrachte Grußworte und übergab Karlheinz
Bez.-Mjr. Kurt Egartner und Josef Nössing wurden von der Kompanie Mareit
als kleines Geschenk ein Bild vom verstorbenen Hptm. Franz Rosen-
für ihren Einsatz um das Schützenwesen ausgezeichnet.
kranz. Die Ortsvorsitzenden der Raiffeisenkasse Adelinde Mark-Sanin
gratulierte zum Schützenheim und versprach, sich auch weiterhin um
Bei den Neuwahlen wurden Hptm. Manfred Larch, Olt. Thomas die Margreider Schützen zu bemühen.
Zößmayr, FLt. Robert Hochrainer, Lt. Martin Larch, Fhr. Arnold Wur- Nach dem Rücktritt der Kommandantschaft übernahm Lt. Elmar
zer, Fhr. Johann Fassnauer und Oj. Christian Mair als Kommandant- Thaler den Vorsitz und führte die Neuwahlenmit folgendem Ergebnis
schaftsmitglieder bestätigt. Neu hinzu kam Manuel Gasteiger als Kom- durch: Hptm. Karlheinz Pomella, Olt. Walter Bonora, FLt. Norbert Ter-
panieschießleiter. zer, Zug-Lt. und Jugendbetreuer Andreas Maier, Oj. Helmut Greif, Fhr.
Thomas Tausch (neu). Lt. Elmar Thaler wünschte der neuen Komman-
Angelobung am Herz-Jesu-Sonntag dantschaft viel Erfolg.
Am Ende der Sitzung berichtete Walter Pedron kurz über ein
MERAN - Am Herz-Jesu-Sonntag marschierte die Schützenkompa- Geschenk vom verstorbenen Hptm. der Kompanie Wilten, Franz
nie Meran-Stadt unter Hptm. Renato des Dorides begleitet von der Rosenkranz. Er überließ den Margreider Schützen alte Dokumente
Stadtmusikkapelle Meran vom „Karl-Wolf-Denkmal“ über Rennweg (Originale und Kopien) aus der Tiroler Geschichte. Diese Dokumente
und Lauben zur Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, in der von Dekan gehörten einst ihrem Namensgeber Franz Philip von Fenner zu Fenn-
berg.
Letzter Punkt war der Dank des Wiltener Olt. Werner Margreiter an
den scheidenden Fhr. Josef Maier, welchen die Kompanie einstimmig
zum EFhr. ernannte.

Buchpräsentation in Niederdorf
NIEDERDORF - Am 18. Juni 2005 konnte die Schützenkompanie
„Johann Jaeger“ Niederdorf viele Ehrengäste zu einer Buchpräsentati-
on im Sitzungssaal der Gemeinde begrüßen.
Hptm. Richard Stoll hob die Wichtigkeit hervor, die eigene
Geschichte zu kennen und aufzuarbeiten, Wissen über die Heimat, das
eigene Dorf weiterzugeben und vor dem Vergessen zu bewahren. Da es
sich bei der Kompanie „Johann Jaeger“ um eine Wiedergründung han-
delt, war es möglich, das Rad der Geschichte weit zurückzudrehen und
in der vorliegenden Buchform zu präsentieren. Man sei dabei sehr
Die Marketenderinnen der Kompanie Meran-Stadt bei der Angelobung. stolz, den anerkannten Historiker Dr. Egon Kühebacher als Autor für
26 Nr. 4/2005

Exakt auf einen Tag genau vor 100 Jahren wurde das Denkmal für
Joseph Hager, den Tiroler Freiheitskämpfer, Wirt, Gemeindevorstand
von St. Johann im Leuckental und Oberndorf und Freund von Andreas
Hofer, mit einem feierlichen Festakt enthüllt. Er war ein siegreicher
Kommandant an der Spitze der Schützen und des Landsturms am Inn,
in Unken, vor Melleck, bei Sachrang und am Strubpass. Geboren wur-
de er 1765 in Breitenbach. In den Sterbematrikeln wurde nach seinem
Tod im Jahre 1808 der Nachruf auf ihn vermerkt: „Ein Mann, tüchtig
und einsichtsvoll, dessen Name es verdient, den Nachkommen emp-
fohlen zu werden.“
Hans Kowatsch
Pressereferent des Wintersteller-Schützenbataillons

Erinnerung an Kriegsopfer
PETTNEU a. ARLBERG – Es war am späten Vormittag des Pfingst-
Das Buch kann über die Schützenkompanie „Johann Jaeger“ Niederdorf oder
sonntages, dem 23. Mai 1915, als die knapp über 500 Mann des Stand-
über den SSB zum Preis von EUR 19,– bezogen werden. schützenbataillons Landeck von Landeck ins Feld zog. Ihr Weg führte
sie zu Fuß über Nauders nach Bozen. Dort wurden sie einwaggoniert
dieses Werk gewonnen zu haben. Durch seine Erfahrung, sein großes und kamen bis Calliano (10 km nördlich von Rovereto). Die ersten Sta-
Fachwissen ist es gelungen, eine wahre Tirolensie zu schaffen. tionen an der Front waren Folgaria, Serrada, Zugna Torta, später kam
LKdt.-Stv. Dr. Luis Zingerle nannte Dr. Kühebacher einen Wissen- die Einheit unter stets wechselnder militärischer Zuordnung in die Val-
schaftler und Forscher, dem es gelungen, ist „die Geschichtstiefe des sugana und das Tonalegebiet.
Tiroler Schützenwesens“ aus der Sicht des Hochpustertaler Raumes Seit ihrer Wiedergründung im Jahr 1958 gedenkt die Schützen-
und besonders der Niederdorfer Ortsgemeinschaft zu beleuchten. Auf kompanie Pettneu mit der Bevölkerung jeweils am Pfingstmontag, in
verständliche Art und Weise sei das Ziel des Schützenwesens klar her- Erinnerung an die schweren Pfingsttage des Jahres 1915, der Opfer
ausgearbeitet worden. von Kriegen und Verbrechen.

Gelungener Führungswechsel
OBERNDORF - Es war sicher keine leichte Aufgabe für das neue
Führungsduo Hptm. Josef Strobl und Obm. Hans Brandstätter, nach
einem Schützen-Urgestein wie EHptm. Paul Landmann die Führung
der „Joseph Hager“ Schützenkompanie Oberndorf zu übernehmen.
Dies ist aber bestens gelungen, wie auch Bgm. Schweigkofler in seinen
Grußworten betonte.
Obm. Hans Brandstätter konnte unter anderen Bgm. Schweigkofler,
Alt-Bgm. Ök.-Rat Franz Höck und EHptm. Paul Landmann bei der Jah-
reshauptversammlung begrüßen. Nach dem Bericht über die zahlrei-
chen Ausrückungen und Aktivitäten wurden drei Schützen und drei
Jungschützen angelobt. Erwähnenswert auch die Arbeit mit den Jung-
schützen: Besonders im Schießsport sind beste Erfolge zu verzeichnen.
Wie Bildungsreferent Christian Hopfensperger ausführte, spornen sich
Msgr. Josef Haselwanner, mit Diakon David Handle vor dem Kriegerdenkmal
die Jungschützen gegenseitig an, bilden aber doch eine neidlose, fami- in Pettneu. (Fotos: Barbara Röck)
liäre Gemeinschaft. Es wurden auch langjährige Mitglieder geehrt
(Siehe letzte Seite!).
Heuer, zur 90-jährigen Wiederkehr dieses Ereignisses, das Tirol in
der Folge nachhaltig verändert und geprägt hat, darüber hinaus aber
auch zur Feier des Kriegsendes in Tirol im Mai 1945 – vor 60 Jahren
und zum 50-Jahr-Gedenken an die Befreiung Österreichs durch den
Staatsvertrag im Jahr 1955, wurde am Pfingstmontag, dem 16. Mai
2005, dieser Ereignisse in besonderer Form gedacht. Unser Landes-
schützenkurat Msgr. Josef Haselwanner, der mit Diakon David Handle
die Gedenkmesse zelebrierte, wies in seiner eindringlichen Predigt dar-
auf hin, welch schwere und sinnlose Opfer ein Krieg fordert. Die
Geschichte zeige dies immer wieder. Nicht so sehr der Helden sei an
solchen Tagen zu gedenken, sondern die Entbehrungen, die Ängste an
der Front und zuhause, all die Unmenschlichkeit, die uns im Krieg
sowie im Verbrechen widerfährt, dürfen wir nicht vergessen. Nicht
vergessen sollen wir stets, was die Opfer auf sich genommen haben,
was sie für einen Beitrag geleistet haben, dass es uns heute so gut
geht. Es leitet sich daher eine wichtige Verantwortung für uns, für
unsere Zeit und das heutige Geschehen ab.
Die neue Kommandantschaft in Oberndorf: v.l. OSM Max Friedl, Hptm. Josef Anschließend an die Gedenkmesse erfolgte unter Mitwirkung der
Strobl, Obm. Hans Brandstätter Fahnenabordnungen die Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal. Die
Nr. 4/2005 27

Schützenkompanie Pettneu konnte zu dieser Feier eine Fahnenabord- Ergebnis: Hptm. Josef Moser, Olt. Arnold Ungerer, Lt. Robert Gamper
nung und Offiziere der Tiroler Kaiserjäger - Ortsgruppe Plangeroß/ (Untergampen), Fhr. Siegfried Perger, Oj. Heinrich Thaler, JS-Betr. Kurt
Pitztal, eine Fahnenabordnung der Gesamttiroler Standschützenkom- Perger und Market.-Betr. Dolores Moser.
panie aus Bruneck/Südtirol, sowie eine Abordnung der örtlichen Feu- Hptm. Josef Moser dankte für das Vertrauen, das ihm die Kompa-
erwehr begrüßen. nie schenkt und für die Unterstützung des Bundes und Bezirkes. Als
Unter Begleitung der Musikkapelle Pettneu, die auch für die musi- nächstes Ziel will er sich um weitere Schützen bemühen.
kalische Umrahmung der Messe sorgte, bildete der Marsch der Fah- Das Gründungsfest wird im frühen Herbst 2006 abgehalten, der
nenabordnungen gemeinsam mit der Schützenkompanie Pettneu genaue Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.
durchs Dorf einen farbenprächtigen und festlichen Abschluss.
Hartwig Röck, Obm. Angelobung und Rauth-Fest
SCHABS – Am 21. Mai 2005 feierten die Kompanie „Peter Keme-
Wiedergründung nater“ und die Pfarrgemeinde Schabs/Aicha im Ortsteil Rauth für die
am Deutschnonsberg Gemeinschaft der Ortsteile eine heilige Messe.

PROVEIS – Am 12. Juni 2005 wurde am Deutschnonsberg die Kom-


panie „Kan. Michael Gamper“ Proveis wiedergegründet und besteht
vorerst aus 18 Mitgliedern.
Ursprünglich war ein Schützenzug in der Nachbargemeinde St.
Walburg geplant, aber nach einer Informationsveranstaltung mit
Hptm. Efrem Oberlechner im Dezember des letzten Jahres entschlossen
sich die Proveiser zur Gründung einer eigenen Kompanie.

Die rührige Schabser Schützenkompanie konnte wiederum vier Mitglieder


angeloben.

Der Pfarrer betonte, dass bei der Feier der hl. Messe Jesus die Men-
schen zusammenführt, heraus aus der Anonymität unserer Wohnun-
gen, zusammenzukommen als Schwestern und Brüder. Dies war
schlussendlich auch der Gedanke der Schützenkompanie, dieses Fest
zu organisieren.
Am Deutschnonsberg gibt es wieder eine Schützenkompanie. Im Bild die
In ihren Grußworten dankte Bgm. Marianne Überbacher Unterkir-
Kommandantschaft mit Bildungsreferent Mjr. Dr. Peter Piock, LKdt. Mjr. Paul cher den Schützen für diese Initiative und erinnerte daran, dass die
Bacher und Bez.-Mjr. Helmut Gaidaldi. Schützen auch das am Veranstaltungsort stehende Wegkreuz errichtet
haben und dass dies zu einem kleinen Ort des Zusammenkommens in
Der Gründungsversammlung vorausgegangen war ein Festgottes- diesem Ortsteil geworden ist.
dienst mit dem Ortspfarrer Roland Mair. Dieser sprach in der Predigt Eingeladen war auch die Freundschaftskompanie Innsbruck/Rei-
darüber, dass wir Tiroler im heiligen Land Tirol den leeren Bänken in chenau. Der Obm. der Kompanie Innsbruck Reichenau, Stefan Ilg,
der Kirche entgegentreten müssen. Jedes Mitglied der neuen Schüt- drückte in seinen Grußworten seine Freude über die Zusammenarbeit
zenkompanie stehe mit seinem Namen für die Werte, welche die und die wachsende Freundschaft zwischen den beiden Kompanien aus.
Schützen auf ihre Fahnen geschrieben haben, nämlich Glaube und Auch so könne man – im kleinen – Tirol bauen.
Heimat. Er wünscht den neuen Schützen viel Kraft und Stärke und ist Anschließend konnten Hptm. Roland Seppi und Olt. Lukas Gasser
überzeugt, dass das Vorhaben ein Erfolg wird. vier neue Mitglieder - Angelika Oberrauch, Andreas Volgger, Daniel
Vize-Bgm. Robert Gamper zeigte sich erfreut, dass viele Schützen Köck und Pirmin Unterkircher - angeloben.
aus dem Bezirk zur Versammlung gekommen sind. Proveis war schon
immer ein Teil Tirols und dies werde durch die Wiedergründung der Alois Graber wurde EHptm.
Kompanie erneut unterstrichen. LKdt. Bacher verlieh in den Grußwor-
ten seiner Freude Ausdruck, dass auch die Jugend bei der Gründung SCHWAZ - Im Anschluss an die Herz-Jesu-Prozession in Schwaz
der neuen Kompanie stark vertreten ist. Sie ist es, die unser Gedan- gab es bei der 1. Schwazer Schützenkompanie traditionsgemäß Aus-
kengut in die Zukunft tragen wird. Ziel der Schützen sei nach wie vor zeichnungen und Ehrungen langjähriger verdienter Mitglieder.
ein vereintes freies Tirol. Fast die gesamte Schützenkompanie unter der Führung von Hptm.
Bildungsreferent Mjr. Peter Piock erklärte in seinem Kurzreferat die Hannes Filzer war im Stadtpark angetreten, die Stadtmusikkapelle bil-
Aufgaben der Schützen. Sie sind das Gewissen des Landes und spielen dete mit ihrem musikalischen Einsatz den feierlichen Rahmen für die
im zukünftigen Europa, in welchem ein Umbruch bemerkbar ist, eine Schützen. Baon-Kdt. Mjr. OSR Hubert Danzl nahm die Ehrungen im
wichtige Rolle. Wir müssen uns in diesem neuen Europa behaupten. Namen des Bundes der Tiroler Schützenkompanien gemeinsam mit
Die Schützen melden sich, wenn es um die Zerstörung der Heimat, die Bgm. Hans Lintner - in Hoferler Tracht - und Obm. Gottfried Anfang
Toponomastik, die Aushöhlung der Autonomie geht. vor. (Siehe letzte Seite!) Drei Jungschützen wurden in der Kompanie
Die Wahlen bei der Gründungsversammlung brachten folgendes übernommen.
28 Nr. 4/2005

ziert. Nach einer kurzen Trachtenvorstellung der neuen Kompanie-


tracht durch den Kulturreferenten Peter Kofler folgte die Weihe der
neuen Fahne, die anschließend vom Stifter Hubert Straudi und der
Fahnenpatin Walburga Untergassmair-Straudi an die Kompanie über-
geben wurde. Die Feier wurde von der Bürgerkapelle Tramin musika-
lisch umrahmt, als Ehrenkompanie fungierte die Schützenkompanie
„Major Ignaz Straub“ aus Hall i. Tirol, die als erste Kompanie aus dem
nördlichen Tirol mit eigenen Gewehren im südlichen Tirol aufmar-
schieren durften.
EMjr. Bruno Hosp sprach von den Aufgaben der Schützen, wie der
Wahrung der Tiroler Identität und der Freiheit. Er bemängelte das feh-
lende Geschichtsbewusstsein gewisser Institutionen die aus wirt-
schaftspolitischen Gründen das Tiroler Wesen unseres Landes verleug-
nen würden. Bezug nehmend auf die Tracht meinte Hosp, dass diese
nicht zu einem reinen Schauobjekt und zu Folklorismus verkommen
dürfe.
Bez-Mjr. Thomas Winnischhofer sprach über das eindrucksvolle
Die Geehrten der Kompanie Schwaz: v.l. Mjr. Hubert Danzl, EHptm. Anton Kriegerdenkmal von Tramin und gedachte der vielen Opfer der Kriege.
Graber und Josef Eisendle, im Hintergrund Bgm. Dr. Hans Lintner und Obm.
Gottfried Anfang.

Die Urkunde zur Ernennung als EHptm. erhielt Anton Graber, 60


Herz-Jesu-Sonntag-Feiern
Jahre bei der 1. Schwazer Schützenkompanie, 25 Jahre Schriftführer, in Unter- und Obermais
21 Jahre Jungschützenbetreuer und zuletzt als Krönung vier Jahre
Hotm. seiner Schützenkompanie. Der Geehrte kann also auf ein lan- UNTERMAIS – Gemeinsam mit den Gebirgsschützen der Kompanie
ges, erfülltes „Schützenleben“ zurückblicken, es gratulierten ihm Mittenwald marschierte die Untermaiser Schützenkompanie „Blasius
neben den Schützenkameraden auch die Stadt- und Gemeinderäte der Trogmann“ zur restaurierten Wallfahrtskirche Maria Trost. Beim
Stadt Schwaz. „Trogmann-Denkmal“, das vor 30 Jahren restauriert wurde (die Statue
wurde seinerzeit vom Sockel abgesägt), wurde ein Kranz niedergelegt.
Bei der anschließenden hl. Messe in der Pfarrkirche wurde die
Fahnenweihe und Wiedereinführung restaurierte Reservistenfahne und die neue Fahnennagelschleife
der historischen Männertracht gesegnet.
Im Raiffeisensaal begrüßte der neue Untermaiser Hptm. Uwe Cai-
TRAMIN - Am Pfingstsonntag kündigten bereits in aller Frühe die nelli zahlreiche Ehrengäste; ein Höhepunkt war die Ernennung von
traditionellen Böllerschüsse und der Trommlerzug der Schützenkom- Franz Schwabl zum EHptm. als Dank für 30-jährige Tätigkeit in der
panie Tramin ein freudiges Ereignis an: Die Schützen traten das erste Kommandantschaft.
Mal in der nun wieder eingeführten historischen Männertracht auf, Abends entzündeten einige Schützenkameraden beim Sepp Fieg-
ebenso wurde eine neue Schützenfahne geweiht. Rauthof das Herz-Jesu-Feuer.
Die Messfeier wurde von Dekan Alois Müller und dem Ehrenmit-
Olt. Willi Rainer
glied der Schützenkompanie Tramin, Kurat Josef Webhofer zelebriert.
In der Festpredigt sprach Kurat Webhofer über die Tracht als ein OBERMAIS – Nach dem feierlichen Kirchgang der Obermaiser
lebendiges Zeichen der Heimatverbundenheit. Bezug nehmend auf das Schützen am Herz-Jesu-Sonntag marschierte die Kompanie, gemein-
Pfingstfest, das am Festtage der Schützen gefeiert wurde, sprach Web- sam mit der Bürgerkapelle und einer Abordnung der FFW Obermais
hofer über die beiden Kirchenpatrone von Tramin, die Heiligen Quiri- zum Schloss Rottenstein. Seine Durchlaucht, königliche Hoheit Maria
cus und Julitta, deren Abbilder eine Seite der neuen Schützenfahne Christine von Lichtenstein feierte ihren runden Geburtstag.
Die drei Vereine gratulierten der Jubilarin und bedankten sich für
die jahrzehntelange großzügige Unterstützung. Nach einigen flott
gespielten Märschen und mit Fahnenschwingen ging die Geburtstags-
feier zu Ende.
Hansmichl Weger

Walburga Untergassmair-Straudi ist die neue Fahnenpatin der Schützenkom-


panie Tramin. Die Jubilarin Maria Christine von Lichtenstein im Kreise der Gratulanten.
Nr. 4/2005 29

Schützenkompanie Völs Schützensonntag in Vomp


VÖLS - Am Herz-Jesu-Sonntag feierte die Schützenkompanie Völs VOMP -Am Dreifaltigkeitssonntag, 22. Mai 2005, fand in Vomp der
ihren heurigen Schützenjahrtag. Gemeinsam mit der Musikkapelle traditionelle Schützensonntag statt. An diesem Tag wurden auch
Völs und einer Abordnung der Tiroler Kaiserjäger, OG Völs, mar- langjährige Mitglieder der Schützenkompanie Vomp geehrt. (Siehe
schierten die Schützen in die Pfarrkirche, wo Pfarrer Christoph die hl. letzte Seite!)
Messe zelebrierte. Nach dem Kirchgang wurden verdiente Kameraden
und Marketenderinnen am Kirchplatz geehrt (Siehe letzte Seite!).
Von den Marketenderinnen erhielten Tanja Klaunzer und Astrid
Vantsch das Verdienstzeichen. Die Kameraden gratulierten mit einer
exakt geschossenen Ehrensalve.

Die geehrten Vomper Schützen mit EHptm. LR Konrad Streiter (l.) und Hptm.
Max Häusler (r.)

Der Eichenkranz für 30-maliges Schießen der Goldenen Schützen-


schnur wurde an Lt. Rudolf Häusler vergeben. Die Schützen Christian
Peer, Patrick Wierer und Martin Steinlechner schossen die Goldene
Schützenschnur, Lt. Martin Sailer und Schütze Daniel Platter die Sil-
berne Schützenschnur.
Die erfolgreichen Schützen der Schützenkompanie Völs

Hptm. Thomas Wirth begrüßte anschließend im Vereinshaus zahl-


LEKdt. Mjr. Emmerich Steinwender
reiche Ehrengäste, unter ihnen Pfarrer Christoph, Bgm. Vantsch und ausgezeichnet
die beiden Vize-Bgm. Schretter und Kathrein. Anwesend waren auch
BBO Mjr. Karl Pertl, Baon-Kdt. Mjr. Toni Pertl, EHptm. Hans Kind und ZAMS - Am Fronleichnamstag wurden in Zams verdiente Schützen
Ehrenzimmermeister Josef Gratl. Im Rahmen der Festversammlung für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Mjr. Emmerich Stein-
wurden dann auch die erreichten Schützenschnüre und Schießleis- wender ist seit 40 Jahren aktiv bei der Kompanie.
tungsabzeichen an Alt- und Jungschützen ausgegeben. Den Wander- Mjr. Steinwender wurde 1931 in Innsbruck geboren und wuchs in
pokal für den Schützenkönig 2005 erhielt Mühlbacher Frank. Osttirol auf, ehe er 1956 nach Landeck kam und seit 1967 mit seiner
Familie in Zams wohnt.
Neben seiner Arbeit als Berufsoffizier und Regimentskommandant,
Ein Besuch bei Freunden wo er für die Bezirke Landeck, Imst und Reutte zuständig war, leitete
WAIDRING - Auf Einladung der Kompanie St. Andrä bei Brixen in er 28 Jahre lang als Obmann der Kompanie die Geschicke der Zammer
Südtirol rückte eine Abteilung der Schützenkompanie Waidring unter Schützen.
dem Kommando von Lt. Siegfried Kals und Lt. Clemens Riedlsperger
zum 50-jährigen Wiedergründungsfest der dortigen Kameraden aus.
Aus Freundschaft stellten die Südtiroler Schützen der Kompanie
Waidring ihre Ausrüstung - welche dem italienischen Waffengesetz
entspricht! - zur Verfügung.
Unter dem Beifall vieler Zuschauer und etwa 1.200 ausgerückter
Schützen aus Süd- und Nordtirol sowie Bayern führte Lt. Kals die
Abteilung der Waidringer Schützen zur Defilierung.

Die Geehrten der Kompanie Zams mit LEKdt. und Reg.-Kdt. Mjr. Emmerich
Steinwender (3. v.r.)

Als Viertel-Kdt. war er 27 Jahre tätig. Sechs Jahre war er LKdt.,


darüber hinaus 38 Jahre Reg.-Kdt.
Nach der Fronleichnamsprozession bekam Michael Tschurtschen-
Waidringer Schützen in St. Andrä thaler die Verdienstmedaille in Bronze (Siehe letzte Seite!).
30 Nr. 1/2005
4/2005

Weerberg feiert
Herz-Jesu-Freitag
WEERBERG - Im ganzen Land
gibt es die Herz-Jesu-Prozessio-
nen am Sonntag, allein am Weer-
berg wird die Prozession traditio-
nell am Herz-Jesu-Freitag durch-
geführt.
Ein Festtag für fast alle Weerber-
gerInnen - da nehmen sich viele
einen Tag Urlaub. Die Schulen
sind geschlossen, auch die Klas-
OLlt. Lorenz Graus †
sen der Hauptschule und des
Die Herz-Jesu-Prozession in Weerberg wird immer am Herz-Jesu-Freitag
Polytechnischen Lehrganges in abgehalten. Die letzten Monate war Lenz
Schwaz mit Weerberger Schülern gezeichnet von seiner schweren
haben keinen Unterricht, sie marschieren bei der Herz-Jesu-Prozession mit. Das Allerheiligste trug heuer Krankheit. Mit Ehre und Würde
Abt German Erd vom Stift Stams. Neben den Vertretern der Gemeinde waren auch die Bürgermeister der hat sich die Kompanie Wilten
Nachbargemeinden vertreten, genauso wie LR Konrad Streiter und LA Resi Schiffmann. von ihm verabschiedet. Eine
große Trauergemeinde mit LKdt.
Mjr. Dr. Otto Graf von Sarnthein,
Wir gedenken unserer Verstorbenen LKdt.-Stv. Mjr Dr. Peter Piok, die
befreundeten Kompanien des
Ehrenkranzträger Kamerad Zgf. Josef Huber im südlichen Tirol, Baon-Kdt. Mjr.
Alter von 58 Jahren von uns Erich Enzinger in Begleitung sei-
Otto Kapferer gegangen. nes Stv., Hptm. Sepp Dag, waren
Die Kompanie hat einen gu- für die Trauerfamilie der Beweis
AXAMS - Die Georg-Bucher ten und treuen Kameraden ver- für die Achtung und Beliebtheit
Schützenkompanie Axams trau- loren. 2004 wurde ihm mit der des Kameraden Lorenz Graus.
ert um ihren Ehrenkranzträger Andreas-Hofer-Medaille für 40
Otto Kapferer. Jahre Zugehörigkeit gedankt.
Unter großer Anteilnahme der
Georg Dreschke †
Bevölkerung und seiner Kompa- Georg Dreschke, geb. im Jah-
nie wurde er mit einer Ehrensal- re 1910, ist am 20. Februar 2005
ve verabschiedet. Möge der Herr- verstorben. Seine sprühende
gott ihm vergelten, was er für die Lebensfreude war wahrschein-
Schützenkompanie, Volkstanz- lich der Grund, warum er bei
Lt. Josef Moser † gruppe und den Ortsbauernrat jeder Gelegenheit ein frohes Lied
er Wesentliches beigetragen. Die Breitenbach Gutes getan hat. auf seinen Lippen hatte. Fast ein
Kompanie sowie die Jungschüt- halbes Jahrhundert war er Mit-
zenabordnung schwenkte über glied der Kompanie. Mit einer
das offene Grab die Schützen- EOlt. Lorenz Graus † Ehrensalve und dem Verspre-
fahne und verabschiedete sich chen, ihn nie zu vergessen, ver-
INNSBRUCK - Innerhalb eines
mit einer Ehrensalve. abschiedete sich die Kompanie
Monats hat unser Herr über
von ihrem Ehrenzugsführer.
Leben und Tod zwei Kameraden
Otto Kapferer † . . . und Zgf. Josef Huber der Schützenkompanie Wilten zu EHptm. Ing. Sepp Dag
Er hatte für die Anliegen des sich berufen. Baonspressereferent
Am 9. April 2005 ist plötzlich
Schützen- und Schießwesens Am 16. März 2005 verstarb
immer ein offenes Ohr und zeig- EOlt. Lorenz Graus. Seit 1975 Alois Winkler †
te sich Zeit seines Lebens als war er Mitglied seiner Kompanie.
großzügiger Förderer und Gön- Besonders ausgezeichnet hat LANA - Am 10. Juni 2005
ner. Wir werden ihm stets ein „Lenz“ seine Treue zur Kompa- verstarb Alois Winkler im 70.
ehrendes Andenken bewahren. nie, seine Kameradschaft, sein Lebensjahr nach schwerer
Streben nach Gemeinsamkeit Krankheit und wurde am 13.
Lt. Josef Moser † . . . und Zusammenhalt. Juni unter großer Anteilnahme
Oberjäger war er mit „viel der Bevölkerung und seiner
BREITENBACH - Am 19. Leidenschaft“. Für kurze Zeit Kompanie zur letzten Ruhe
Februar 2005 verstarb das Grün- führte er als Olt. die Geschicke geleitet.
dungsmitglied der Kompanie der Kompanie. Als Anerkennung Lieber Luis, du hast in deinem
Breitenbach, Josef Moser, im und als Dank wurde ihm von sei- Leben stets mehr geleistet als
Alter von 83 Jahren. ner Kompanie die Verdienstme- man von dir verlangt hat, du
Auch bei der Gründung sowie daille „Treue um Treue“ verlie- hast mehr als deine Pflicht
Betreuung der Jungschützen hat Zgf. Josef Huber † hen. erfüllt, mit Herz, Verstand und
Nr. 4/2005
1/2005 31

Gründungs- und Ehrenmitglied Begräbnis Abschied von Konrad.


Johann Ploner - „Moar“ - zur Wir wollen ihm für seine treue
letzten Ruhe. Schützenkameradschaft herzlich
Als Gründungsmitglied hatte danken, der liebe Gott möge es
er maßgeblichen Anteil am Auf- ihm vergelten.
bau seiner Kompanie. In seiner
aktiven Zeit hatte er die ver- Siegfried Kasslatter †
schiedensten Aufgaben in der
Kommandantschaft übernom- ST. ULRICH – Am 27. März
men. Besonders hervorzuheben 2005 verstarb nach schwerer
ist seine Tiroler Gesinnung, die Krankheit unser Kamerad Sieg-
Geradlinigkeit und der große fried Kasslatter, Jg. 1941.
Weitblick.

Alois Winkler † Philipp Marmsoler †

mit viel Mut. Mögest du jene Lieber Philipp, auch wenn


Freiheit und jenen Frieden fin- dein Platz in unseren Reihen
den, den du deiner Heimat jetzt leer bleibt, vergessen wer-
immer gewünscht hast. Der Herr den wir dich nicht!
gebe dir die ewige Ruhe!
Deine Kameraden
Deine Kameraden
Zgf. Franz Angerer †
Karl Greiss †
VOLDERS - Die Senseler
MORTER - Unser Schützenka- Schützenkompanie trauert um
merad Karl Greiss verstarb am ihren Schützenkameraden Zgf.
Siegfried Kasslatter †
14. Jänner 2005 im Alter von 69 Johann Ploner † Franz Angerer - „Edenhauser“ -,
Jahren in seinem Heimatdorf „Sigo“, wie er von allen der am 19. April 2005 nach län-
Morter. Lieber Hans, wir danken dir genannt wurde, war 20 Jahre gerer, schwerer Krankheit kurz
für alles und werden dir stets ein aktives Mitglied der Schützen- vor Vollendung seines 70.
ehrendes Andenken bewahren. kompanie St. Ulrich. Wir danken Lebensjahres in die Ewigkeit
ihm für alles was er für die Kom- abberufen wurde.
Deine Kameraden Franz war seit 52 Jahren akti-
panie in diesen Jahren getan hat.
Möge ihm der Herrgott den ewi- ves Kompaniemitglied und
Konrad Costa † gen Frieden schenken. bekleidete seit mehr als 15 Jah-
ren die Funktion des stellver-
ST. ULRICH – Konrad Costa, tretenden Fähnrichs. Er war auch
„Konrad de Nato“, Jg. 1934, Philipp Marmsoler † Träger der goldenen Andreas-
gehörte 1977 zu den Gründungs- Hofer-Medaille, die ihm im Jah-
ST. ULRICH – Die Schützen,
mitgliedern der Schützenkompa- re 2003 für 50 aktive Jahre vom
zahlreiche Abordnungen aus
nie seines Dorfes, welcher er bis BTSK verliehen wurde.
dem ganzen Land, die Bevölke-
zu seinem Austritt aus berufli- Mit einem Ehrensalut über
rung und die FFW Runggaditsch
chen Gründen im Jahre 1997 das offene Grab erwiesen ihm die
haben am 29. April 2005
Karl Greiss † angehörte. Senseler Schützen die letzte
Abschied genommen von Philipp
Ehre. Die Kompanie verliert
Marmsoler, der durch einen tra-
Er war 1978 Gründungsmit- einen treuen, verlässlichen
gischen Unfall im Alter von nur
glied der Schützenkompanie Kameraden und wird ihn stets in
20 Jahren aus unserer Mitte
Morter und bereits vom Jahre guter Erinnerung behalten.
gerissen wurde.
1959 bis 1978 beim Zug der Philipp, seines Zeichens
Morter Schützen in der Schüt- Major des Bezirkes Bozen, war
zenkompanie Latsch aktives Mit- bereits als 12-Jähriger der Kom-
glied. panie beigetreten und stets ein
Die Morterer Schützen wer- tatkräftiges Mitglied gewesen.
den ihren Kameraden stets in Als Träger des goldenen Schieß-
ehrender Erinnerung behalten. abzeichens und des Goldenen
Leistungsabzeichens der Jung-
Johann Ploner † schützen war er ein begeisterter
Befürworter als es darum ging,
LAJEN - Am 12. Februar 2005 Konrad Costa † die Gewehre anzuschaffen und
begleitete die Kompanie Lajen das Exerzieren in Angriff zu
mit vielen Abordnungen aus der Ende März 2005 verstarb er nehmen.
Umgebung, der Bevölkerung und nach langer, mit Geduld ertra- Dr. Peter Piock formulierte bei
den verschiedensten Vereinen gener Krankheit. Die Schützen- der Grabrede treffend: „Der
und Verbänden von Lajen das kompanie St. Ulrich nahm beim Mensch denkt, Gott lenkt“. Zgf. Franz Angerer (Edenhauser) †
32 Nr. 4/2005

Für langjährige Treue zur Kompanie wurden geehrt:


Kompanie für 50 und mehr Jahre für 40 Jahre für 25 Jahre für 15 Jahre

Axams ELt. Heinrich Apperl (65 J.), Zgf. Oskar Bucher, Zgf. Werner Klotz, Ptf. Martin Auer,
ELt. Albert Holzknecht, Zgf. Raimund Falkner, Fhr. Markus Kofler, Ptf. Markus Braunegger,
Lt. Richard Mair Zgf. Erwin Kirchebner Zgf. Georg Schiener Ptf. Thomas Brecher,
Kpl. Edi Fast (20 J.) Ptf. Markus Danler,
Ptf. Gerhard Jordan,
Ptf. Harald Kirchebner
„Peter Mayr“ Brixen Hptm. Sepp Kirchler
Fließ Franz Schmid (55 J.) Franz Hainz
Luttach Franz Josef Tehlen
„Andreas Hofer“ Meran FLt. Alexander Kaltenmarkt
Mieders Harald Ullrich,
Stefan Ullrich
Oberndorf OSM Meinhard Tönig Michael Höck, Reinhard Monitzer
1. Schwazer Hubert Danzl, Anton Graber Klaus Engel, Thomas Danler, Stefan Bernhard Kreutner,
(beide 60 J.), Peter Kirchmair, Hechenblaickner, Werner Christian Winkler
Josef Eisendle (55 J.) Anton Kometer Orgler, Clemens Zöhrer
„Peter Mayr“ Ritten Hptm. Florian Schweigkofler,
Fhr. Andreas Varesco
Unteres Ahrntal Franz Josef Thelen
„Blasius Trogmann“ Untermais Josef Haller
Völs Zgf. Moser Christoph, Zgf. Posch Alexander,
Rief Herbert Zgf. Schober Klaus
Vomp Zgf. Franz Angerer (55 J.) Fhr. Albin Peer, Fhr. Hans Schiestl,
Ptf. Hansjörg Strasser Pionier Wilfried Orgler,
Ptf. Erich Kastner, Martin
Hauser, Peter Gloiser
Zams Mjr.Emmerich Steinwender Michael Tschurtschenthaler,
Erich Hueber, Hubert Weber,
Johannes Nairz

Termine 2005
7. August: Bataillonsfest Schwaz in Achenkirch
Bataillonsfest Oberland-Pustertal in Anras
Bezirksfest Burggrafenamt-Passeier in St. Martin
14. August: Bataillonsfest Lienzer Talboden in Lienz
Bataillonsfest Kufstein in Brixlegg
Bergmesse am „Stuana Mandl“ in Spinges
21. August: Frontbegehung „Ortler-Cevedale-Front“
25. August: SSB-JS-Zeltlager auf der Mayenburg bei Völlan
4. September: Bergmesse bei der Kronplatzkapelle
11. September: Bataillonsfest Pitztal - Bezirksfest in Jerzens
Frontbegehung auf den Col di Lana
16.–18. September: 50-jährige Wiedergründung der Tölzer Schützenkompanie 1705
24. September: Eröffnung Wanderausstellung „Der I. Weltkrieg -
die Tiroler Front 1915–1918“ in Bozen
9. Oktober: Gesamttiroler Schützenwallfahrt in Absam