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Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b. - 02Z030036 I S S N 2 5 3 1
Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b. - 02Z030036
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Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion

42. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 6 | Dezember 2018 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Kochel am See

Zauberwort

Die Alten haben immer gesagt:

„Man kann die Uhr nicht zu- rückdrehen – sehr wohl aber neu aufziehen …“ Jene, die noch eine mechanische Armbanduhr hatten, werden es nachvollziehen können – es würde nichts nützen, die Zeiger der Uhren anzuhalten oder gar zurückzudrehen. Das Leben geht weiter. Aber wir können die immer wiederkehrenden Chancen nutzen, Gutes bewahren und Verbesse- rungswürdiges neu denken. Wichtig ist dabei, dass wir die Vergangenheit nicht als Sofa, sondern als Sprung- brett benutzen. Und vor allem nicht nur davon reden. Das würde uns unglaubwürdig machen. Nehmen wir uns also für das neue Jahr in jeder Hinsicht das Zauberwort mit 3 Buchstaben zum Vorsatz: ganz einfach und endlich „tun“

meint euer Landekommandant Elmar Thaler

ZIELSICHER:

ZIELSICHER:

Der stille Helfer aus dem Vater- land

SELBSTSICHER:

SELBSTSICHER:

Die neue

Miss Südtirol

aus Ulten

TREFFSICHER:

TREFFSICHER:

65. Bundes-

schießen in

Bayern

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65. Bundes- schießen in Bayern 7 11 15 Das Gedenkkreuz „An der Front“ wurde von den

Das Gedenkkreuz „An der Front“ wurde von den Trägern und Vertretern der Traditionsverbän- de am Landestheater-Vorplatz aufgerichtet. Unter den Schützen ist auch der Hersteller des Kreuzes, Hans Bergmann.

100 Jahre Ende I. Weltkrieg – Abschluss des Gedenkprojektes

von Thomas Saurer

Gemeinsam erinnern – Gemeinsam an die Zukunft denken!

Vor 100 Jahren wurde von den Siegermächten das Ende des 1. Weltkriegs ausgerufen. Die Zerrei- ßung Tirols war schließlich die Folge. Das Land Tirol lud in Zusammenarbeit mit den drei Tiroler Schützenbünden und der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino vom 2. bis 4. November 2018 zu gemeinsamen Veranstaltungen, die nicht nur den Blick in die Vergangenheit richteten, sondern bewusst auch Gegenwart und Zukunft beleuchteten. Unter dem Motto „Denktage 1918|2018 – Konflikt-Erfahrung-Chance“ wurde der Fokus auf die gemeinsame Geschichte und auf aktuelle Herausforderungen gelegt. Den Auftakt machte die Erinnerungsfeier am Freitagabend, dem 2. November, zum 100-jährigen Ende des 1. Weltkrieges und der Ausrufung der Ersten Republik Österreich. Vor der Innsbrucker Hofburg und anschließend im Congress Innsbruck konnten 1.000 Teilnehmer aus der Politik, von offiziellen Einrichtungen und vor allem von Traditionsverbänden nördlich und südlich des Brenners begrüßt werden. Am 3. November fand in der Dogana des Innsbrucker Kongresshauses der Zukunftskongress mit 250 Mitwirkenden statt, zu der Gemeindevertreter aus allen Teilen Tirols geladen waren. Den Abschluss machten schließlich am 4. November, dem Seelensonntag,

N° 6 | Dezember 2018
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N° 6 | Dezember 2018 2 2 100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges - Brückenschlag zur

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100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges - Brückenschlag zur Gegenwart schaffen

Aus den LANDESTEILEN …

Aus den LANDESTEILEN …

schaffen Aus den LANDESTEILEN … Aus den LANDESTEILEN … LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher und

LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher und Giuseppe Zorzi halten vor dem Gedenkkreuz der Tiroler Schützen inne.

viele Tiroler Gemeinden – dort fanden Gedenkveranstaltungen und Vernetzungstreffen mit Partnergemeinden statt.

Gemeinschaftsprojekt „DENKTAGE 1918|2018“

Intention der Denktage war es, an die Gräuel der Kriegsjahre und an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zu erinnern. Die Denktage werden ganz bewusst von den Euregioländern Tirol, Südtirol und Trentino gemeinsam mit den drei Tiroler Schützen- bünden und den drei Gemeindeverbänden ausgerichtet, und zwar als starkes Zeichen dafür, dass die Länder zusammenarbeiten und zusammenwachsen. „Wenn wir gemeinsam erinnern und gemeinsam an die Zukunft denken, dann müssen wir uns auch die Verantwortung ins Bewusst- sein rufen, die wir für die Entwicklung unseres Landes tragen. Wir müssen uns bewusst sein, wo die Ursachen des Weltkrieges lagen:

im Nationalismus, in einem völligen Versagen der politischen Führungen und in der Fehleinschätzung, dass mit Krieg Probleme gelöst werden können, welche Politik und Diplomatie nicht lösen können. Alles, was wir tun, aber auch das, was wir unterlassen, muss daher den Frieden im Blick haben. Wir dürfen im Herzen Europas seit Jahrzehnten in Frieden leben. Dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der europäischen Einigung, der Europäischen Union“, betonte Tirols Landeshauptmann Günther Platter in seiner Eröff- nungsrede. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte in seiner Ansprache: „Imperialismus und Nationalismus haben zum 1. Welt- krieg mit 17 Millionen Toten, unsäglichem Leid und Zerstörung geführt. Es war der Krieg, an dessen Ende auch die Teilung Tirols und die Grenzziehung am Brenner stand. Erst nach Faschismus und Nationalsozialismus, einem weiteren Weltkrieg und dem Holocaust hat Europa die richtigen Lehren gezogen und den Weg der Zusam- menarbeit gefunden.

gezogen und den Weg der Zusam- menarbeit gefunden. “ Das Landesgedenken mit rund 1.000 Teilnehmern fand

Das Landesgedenken mit rund 1.000 Teilnehmern fand in der Dogana im Congress Innsbruck statt.

Gedenkkreuz „An der Front“ – Landesgedenken mit drei Ehrenkompanien

Die Denktage 1918|2018 hatten am Allerseelentag, dem 2. Novem- ber 2018, mit einer Erinnerungsfeier vor der Innsbrucker Hofburg begonnen – dabei zog, wie bereits beim Gedenken „Brücken für den Frieden“ am 23. Mai 2015, ein überdimensionales Gedenk- kreuz ein. Das 3,6 m große Kreuz aus Cortenstahl entstammt der Werkstatt von Hans Bergmann, Schützenkamerad der SK Stras- sen in Osttirol. Hans Bergmann war es auch, der die 75 kleineren Gedenkkreuze für das gemeinsame Schützenprojekt „An der Front“ gefertigt hat. Die Erinnerungstafel nahm Bezug auf die Weltkriegs- jahre von 1914 bis 1918: „Im Gedenken den Opfern des Ersten Weltkrieges – Das Land Tirol und die Tiroler Schützen.“

Die drei Schützenbünde nahmen sich der Gedenkfeiern würdig an

Das Gedenkkreuz zog würdevoll ein, getragen von Schützen und Vertretern der Tiroler Traditionsverbände, begleitet von Marketen- derinnen, die später ihre Fackeln mit den selbst gestalteten Erinne- rungskerzen tauschten. Nach der feierlichen Segnung und einem Allerseelengebet durch Innsbrucks Diözesanbischof SE MMag. Hermann Glettler feuer- ten die drei Ehrenkompanien – die SK Strassen aus Osttirol, die Ehrenformation aus dem Ultental und die gemischte Ehrenforma- tion aus Welschtirol – ihre General-de-Chargen in Erinnerung an die Gefallenen und Opfer dieses ersten industriellen Krieges ab. Zu

und Opfer dieses ersten industriellen Krieges ab. Zu Die Schützenmarketenderinnen stellten ihre selbst

Die Schützenmarketenderinnen stellten ihre selbst gefertigten Erinnerungskerzen zum Gedenkkreuz und hatten damit auch ihren wesentlichen Anteil an der Gedenkfeier.

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Aus den LANDESTEILEN … Aus den LANDESTEILEN … 3 3 Die

Aus den LANDESTEILEN …

Aus den LANDESTEILEN …

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2018 Aus den LANDESTEILEN … Aus den LANDESTEILEN … 3 3 Die drei Landeskommandanten der Schützenbünde

Die drei Landeskommandanten der Schützenbünde mit Mitgliedern der Bundesleitungen beim Festakt vor dem Landestheater. (Fotos Hans Gregoritsch und DieFotografen/ Land Tirol)

den Klängen „Ich hatt’ einen Kameraden“ durch die K.u.k Postmusik Tirol wurde ein Gedenkkranz in den Landesfarben Weiß- Rot niedergelegt. Die Landeshauptleute Günther Platter und Arno Kompatscher sowie Giuseppe Zorzi, der in Vertretung des Trentiner Landeshauptmannes gekom- men war, richteten die Kranzschleifen und hielten in Stille inne. Der Gesamtkomman- dierende, Innsbrucks Baon-Kommandant Mjr. Helmuth Paolazzi, führte schließlich

die vielen Schützenabordnungen, darun- ter auch unzählige Bezirks-, Regiments-, Talschafts- und Bataillonsstandarten der Schützenbünde, in die Dogana des Kongresshauses. Auch dabei stand das Gedenkkreuz und somit das gemeinschaft- liche Schützenprojekt „An der Front“ im Mittelpunkt der Erinnerungsfeierlichkeiten. Somit schlossen sich aber auch die Gedenk- feierlichkeiten zu „100 Jahre Erster Welt- krieg“, dem sich die Tiroler Schützen in den

Erster Welt- krieg“, dem sich die Tiroler Schützen in den Innsbrucks Bischof Hermann Glettler segnet das

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler segnet das Gedenkkreuz.

Erinnerungsjahren 2014 bis 2018 würdig und verantwortungsbewusst angenommen hatten. n

2018 würdig und verantwortungsbewusst angenommen hatten. n Innsbruck von Heinz Wieser Neues Maximilian-Buch der

Innsbruck

von Heinz Wieser

Neues Maximilian-Buch der Tiroler Historiker Michael Forcher und Christoph Haidacher

Im Haymon-Verlag erschien das vom bekannten Verleger und Publizisten Dr. Michael Forcher und Landesarchivdirektor Hofrat Dr. Christoph Haidacher herausgegebene Buch „Kaiser Maximilian I. − Tirol. Österreich. Europa. 1459−1519“, das 216 Seiten umfasst und um Euro 34,90 erhältlich ist. Unter dem Motto „Tiroler im Herzen — Europäer im Geiste“ begeht das Land Tirol das Gedenken an Kaiser Maximilian I., dessen Tod sich 2019 zum 500. Mal jährt. Die Neuerscheinung ist ein wertvoller Beitrag dazu. Die Präsenta- tion dieses Bandes fand am 13. September im Tiroler Landesarchiv statt, in dem sich eine große illustre Runde von Tyrolensien-Lieb- habern mit Haymon-Verlagsleiter Markus Hatzer einfand. In ihrem Maximilianbuch stellen Michael Forcher und Christoph Haidacher zusammen mit Christian Lackner, Mark Mersiowsky und Ellen Widder, die an den Universitäten Wien, Stuttgart und Tübingen lehren und forschen, den Kaiser aus vier Blickpunkten vor: Maximi- lian als Mensch und Herrscher zwischen den Epochen; als Tiroler Landesfürst, der ein besonders enges Verhältnis zu diesem Land hatte; als Habsburger, der das Zusammenwachsen eines heterogenen Länderkomplexes zum späteren Staat Österreich entscheidend vor- antrieb, und schließlich als übernationalen Kaiser und europäischen Politiker. n

als übernationalen Kaiser und europäischen Politiker. n Die beiden Tiroler Historiker Dr. Michael Forcher (l.) und

Die beiden Tiroler Historiker Dr. Michael Forcher (l.) und Dr. Christoph Haidacher blättern in ihrem eben erschienenen Werk über Kaiser Maximilian I.

N° 6 | Dezember 2018
N° 6 | Dezember 2018
N° 6 | Dezember 2018 4 Acht Glocken sind im Dom zu St. Jakob (Mariahilf, Pirminus,

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Acht Glocken sind im Dom zu St. Jakob (Mariahilf, Pirminus, Josefs- und Georgsglocke, Paulus-, Anna- und Petrus Canisius-, Matthäus-, Christopherus- und Homobonus-Glocke, Glocke des Seligen Heinrich von Bozen)

Aus den LANDESTEILEN …

des Seligen Heinrich von Bozen) Aus den LANDESTEILEN … Innsbruck von Heinz Wieser Feierliche Glockenweihe in

Innsbruck

von Heinz Wieser

Feierliche Glockenweihe in Innsbruck

Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, Propst Prälat Dr. Florian Huber, konsek- rierte in Anwesenheit von Diözesanbischof Dr. Hermann Glettler am 19. September in Innsbruck die von der Firma Grassmayr neu gegossene, 777 kg schwere „Anna- und Petrus Canisius-Glocke“ für den Dom zu St. Jakob. Diese Glocke ersetzt eine Glocke, die vor vielen Jahren aufgrund zu starker Klöppelbeanspruchung gesprungen ist. Generalvikar Huber wies auf die Bedeutung

der Glocken hin, die unser Leben beglei- ten: Seit Jahrhunderten rufen die Glocken drei Mal täglich zum Gebet des „Engel des Herrn“, nämlich in der Früh, um 12 Uhr mittags und am Abend. Diese neue Glocke ist der hl. Anna und dem hl. Kirchenlehrer Petrus Canisius geweiht. Sie wird mit den weiteren sieben sich im Turm des Domes befindlichen Glocken zu den Gottesdiensten erklingen. n

Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, Propst Prälat Dr. Florian Huber, konsekrierte am 19. September in Innsbruck die von der Firma Grassmayr neu gegossene „Anna- und Petrus Canisius-Glocke“ für den Dom zu St. Jakob.

und Petrus Canisius-Glocke“ für den Dom zu St. Jakob. Innsbruck von Fritz Gastl Offiziersausbildung 2018 Am
und Petrus Canisius-Glocke“ für den Dom zu St. Jakob. Innsbruck von Fritz Gastl Offiziersausbildung 2018 Am

Innsbruck

von Fritz Gastl

Offiziersausbildung 2018

Jakob. Innsbruck von Fritz Gastl Offiziersausbildung 2018 Am 24. Oktober 2018 konnte der neue Kurs- leiter

Am 24. Oktober 2018 konnte der neue Kurs- leiter Mjr. Rupert Usel 52 Teilnehmer der Offiziersausbildung 2018 im neu erbauten Bildungshaus St. Michael in Pfons herzlich begrüßen. Nach einer kurzen Einleitung und Vorstellung der Tagungsmappe wurde bereits das 1. Impulsreferat von EMjr. Hans Steiner, dem früheren Leiter dieses Kurses, vorgetragen. Abwechselnd mit Referaten über Offiziere, Marketenderinnen, Jugend- arbeit, kirchliche Feiern, Tiroler Geschichte, Medienarbeit, Bildungsarbeit und Waffen- recht wurden die Kursteilnehmer auch the- oretisch und praktisch im richtigen Umgang mit dem Säbel und dem Gewehr vertraut gemacht. Auch die richtige Kommandospra- che bzw. die entsprechende Meldung bei

einem Festakt wurde von den Teilnehmern geübt. Die einzige weibliche Referentin, welche aber begeistert aufgenommen wurde, war die Bundesmarketenderin, die sich natürlich mit den Themen Marketenderin- nen und Schützenzeitung beschäftigte. Am Abend des ersten Tages stand im Café des Bildungshauses ein „Schützenhoangart“ mit dem Landeskommandanten und dessen Stellvertreter, Mjr. Fritz Tiefenthaler und Mjr. Christian Meischl, auf dem Programm. Dabei wurden die verschiedensten Proble- me und Tätigkeiten im und um das Tiroler Schützenwesen angeregt diskutiert. Am Donnerstagvormittag standen weitere Re- ferate auf dem Programm. Am Nachmittag wurde dann das Exerzieren im Block geübt.

Das war auch die Voraussetzung dafür, dass die Kursteilnehmer am Vorabend des Nationalfeiertages mit den Ausbildnern als Block am Festakt des Landes Tirol auf dem Eduard-Wallnöfer-Platz vor dem Landhaus zum Zapfenstreich antraten. Nach dieser be- eindruckenden Ausrückung verabschiedeten sich die Kursteilnehmer und Ausbildner. Die einstimmige Meinung zu diesem Fortbil- dungskurs: „Zwei abwechslungsreiche Tage mit vielen neuen Eindrücken. Ein herzlicher Dank allen Ausbildnern und Referenten, sie haben ihre Sache gut gemacht!“ n

N° 6 | Dezember 2018

10.580 Schützen und Marketenderinnen nahmen teil.

2018 10.580 Schützen und Marketenderinnen nahmen teil. Aus den LANDESTEILEN … 5 Mayrhofen von Gerhard Biller

Aus den LANDESTEILEN …

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Marketenderinnen nahmen teil. Aus den LANDESTEILEN … 5 Mayrhofen von Gerhard Biller „Vergelt’s Gott“ Als

Mayrhofen

von Gerhard Biller

„Vergelt’s Gott“

Als symbolisches Dankeschön für das gelungene, perfekt organisierte – und von vielen als Jahrhundertfest bezeichnete 25. Alpenregionstreffen der Schützen 2018 in Mayrhofen im Zillertal hat die SK Mayr- hofen u.a. an den Fonds „Schützen helfen Schützen“ eine Spende in Höhe von 3.000,- € an den LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler übergeben. n

LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler gemein- sam mit Hptm. Gerhard Biller und Obm. Willi Rauch von der SK Mayrhofen

Gerhard Biller und Obm. Willi Rauch von der SK Mayrhofen Absam von Thomas Saurer 53. Schützenwallfahrt
Gerhard Biller und Obm. Willi Rauch von der SK Mayrhofen Absam von Thomas Saurer 53. Schützenwallfahrt

Absam

von Thomas Saurer

53. Schützenwallfahrt in Absam mit Bischof Hermann Glettler:

„Habt Mut zur Entschlossenheit!“

Am 14. Oktober 2018 trafen sich bereits zum 53. Mal hunderte Schützen, Marketenderinnen, EhrenkranzträgerInnen, Ange- hörige und Freunde der Schützen zur traditionellen Schützen- wallfahrt in Absam.

Nach dem Bittgang durch die Gemeinde Absam, einem der be- deutendsten Marien-Wallfahrtsorte Österreichs, zelebrierte der Diözesanbischof von Innsbruck, SE MMag. Hermann Glettler, die Feldmesse: „Wir beten gemeinsam für eine Heimat ohne Grenzen, die Einheit im Glauben, die Anliegen unserer Zeit und für all jene, die sich dafür einsetzten und ihr Leben wagten.“ In seiner Predigt sprach er den Tiroler Schützen 3-fach Mut zu: „Die Mutigen machen Mut: Habt dreifach Mut! Habt Mut, Verantwortung zu übernehmen. Habt Mut zur Entschlossenheit. Und habt Mut zum Glauben.“

Die Musikkapelle Gnadenwald und die Speckbacher-SK Absam als Ehrenkompanie bereiteten am Gemeindehaus einen Landesüblichen Empfang − im Beisein von LR HR Mag. Johannes Tratter und des Absamer Vize-Bürgermeisters Manfred Schafferer.

Die Landeskommandanten Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler (BTSK) und Mjr. Elmar Thaler (SSB) konnten zahlreiche Abordnungen aus allen Teilen Tirols in Absam willkommen heißen und dankten für die Teilnahme. n

Gemeinsam gehen wir eine bestimmte Richtung und legen einen Pilgerweg zu Fuß zurück, wo wir am Ende gemeinsam beten, in der Hoffnung auf Erhörung.

Richtung und legen einen Pilgerweg zu Fuß zurück, wo wir am Ende gemeinsam beten, in der
Alle Infos zur Ausstellung in Bozen unter www.bas.tirol 6 Aus den LANDESTEILEN … Tirol von

Alle Infos zur Ausstellung in Bozen unter www.bas.tirol

Alle Infos zur Ausstellung in Bozen unter www.bas.tirol 6 Aus den LANDESTEILEN … Tirol von Reinhard

6 Aus den LANDESTEILEN …

in Bozen unter www.bas.tirol 6 Aus den LANDESTEILEN … Tirol von Reinhard Olt BAS – Opfer

Tirol

von Reinhard Olt

BAS – Opfer für die Freiheit. Eine Ausstellung in Bozen (Teil 3)

Rom: „Vorbildlicher Einsatz“ der Folterknechte

l 3 ) Rom: „Vorbildlicher Einsatz“ der Folterknechte 44 Südtiroler Häftlinge erstatteten gegen 21 namentlich

44 Südtiroler Häftlinge erstatteten gegen 21 namentlich bekannte Carabinieri Anzeige wegen Folterns. Lediglich deren sieben wurden justiziell berücksichtigt und nur zehn „Foltercarabinieri“ 1963 in Trient vor Gericht gestellt, die anderen amnestiert. Im laufenden Verfahren wurden zwei Carabinieri verurteilt und unmittelbar nach dem Urteilsspruch amnestiert, die übrigen Folterer sofort freigesprochen. Anschließend wurden sie allesamt in Rom von General Giovanni De Lorenzo, dem Oberbefehls- haber der Carabinieri, Geheimdienstchef und späteren neofaschistischen Kammerabgeordneten, öffentlich für ihren „vorbild- lichen Einsatz“ belobigt, ausgezeichnet und einige sogar befördert.

„Attentate“, die keine waren
„Attentate“, die keine waren

Die meisten der verhafteten BAS-Aktivisten wurden indes zu hohen Haftstrafen verurteilt, ihre gesamte Habe wurde eingezogen. Einige wenige blieben trotz der Verhaftungswelle nach der „Feuernacht“ unerkannt, andere konnten in letzter Minute über die Grenze nach Österreich entkommen: so der legendäre Schützenmajor Georg Klotz (1919–1976), der Schützenleutnant Luis Amplatz aus Bozen- Gries (1926–1964) und die „Pusterer Buben“ (im Volksmund „Puschtra Buibm“) Siegfried Steger, Sepp Forer, Heinrich Oberlech- ner und Heinrich Oberleiter. Sie flüchteten nach Österreich und ka- men zu gegebenen Anlässen allein oder zusammen mit österreichi- schen Kameraden immer wieder über die Grenze, um ihren Kampf weiterzuführen − nach Bekanntwerden der Folterungen bewaffnet weiterzuführen: Denn sie waren fest entschlossen, eher im Feuer- gefecht zu sterben, als Folterern in die Hände zu fallen. Es kam zu weiteren bewaffneten Aktionen, und es gab Opfer auf der Seite der italienischen Sicherheitskräfte wie auf Seiten der Freiheitskämpfer.

Die Rolle der italienischen Geheimdienste

weit größere Rolle gespielt haben. Jüngere Forschungsergebnisse des österreichischen (Militär-)Historikers Hubert Speckner legen offen, dass die meisten Anschläge/Attentate, die dem BAS verbundenen nachmaligen Freiheitskämpfern und Gruppierungen zugeschrieben wurden, eher auf das Konto italienischer Dienste respektive von Angehörigen der von Geheimdienstlern und neofaschistischen Parteigängern bzw. Sympathisanten durchsetzten „Gladisten“, An- gehörigen des italienischen Zweigs der „Stay behind“-Verbände der NATO, gehen dürften.

So zeigen Speckners auf bis dato unausgewerteten sicherheits- dienstlichen und juristischen österreichischen Unterlagen fußen- den Untersuchungen, dass der als „schlimmstes Attentat“ geltende „Porzescharte“-Vorfall vom 25. Juni 1967 (vier Tote) keinesfalls so abgelaufen sein konnte, wie er von italienischen Stellen offiziell dargestellt und von politischer Seite Österreichs sowie von der jour- nalistischen wie wissenschaftlichen Publizistik als gegeben erachtet wurde und bis zur Stunde wird. Die völlige Rehabilitierung der 1971 in Florenz verurteilten, in Österreich hingegen freigesproche- nen Beschuldigten Erhard Hartung, Peter Kienesberger (verstorben 2015) und Egon Kufner steht indes aus. Desgleichen gilt für eine zweite, ebenso voluminöse Studie Speckners, in welcher er anhand von 48 Geschehnissen, für welche (nicht allein) Italien den BAS ver- antwortlich machte, nachweist, dass die offizielle Darstellung nicht der Wirklichkeit, folglich auch nicht der Wahrheit entspricht. Lesen Sie in der nächsten Ausgabe, warum es ohne das Wirken des BAS wohl zu keinem Autonomiepaket gekommen wäre. n

Eine besonders düstere Rolle spielten die beteiligten italienischen Geheimdienste. Luis Amplatz wurde in der Nacht auf den 7. Sep- tember 1964 in einem Heustadel auf den „Brunner Mahdern“ im Passeier von Christian Kerbler, einem vom Militärgeheimdienst Servizio Informazioni Forze Armate (SIFAR) − danach Servizio In- formazioni Difesa (SID) − gedungenen Mörder, im Schlaf erschos- sen. Sein Kamerad Georg Klotz wurde dabei schwer verwundet und konnte sich wie durch ein Wunder aus eigener Kraft über die Gren- ze nach Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch

Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
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Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch
Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Aus den LANDESTEILEN … 7

Aus den LANDESTEILEN …

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N° 6 | Dezember 2018 Aus den LANDESTEILEN … 7 Tirol/Wien von Günther Mairhofer Hilfe aus

Tirol/Wien

von Günther Mairhofer

Hilfe aus dem Vaterland – die Union für Südtirol

Der „Bergisel-Bund“, der „Notring für Südtirol“, der „Bund der Tiroler“ in Wien, der „Verband der Südtiroler“, der „Freundes- kreis Südtirol“ und der „Bund für Südtirol“ gründeten am 19. März 1966 in Wien die Arbeitsgemeinschaft „Union für Südti- rol“. Die Union für Südtirol verlangte von der Regierung die Wiedereinrichtung eines Staatssekretariats für Süd-Tirol, eine neuerliche Befassung der UNO mit der Süd-Tirol-Frage und die Schaffung eines Süd-Tirol-Fonds aus den Mitteln des Bundes und der Länder.

Süd-Tirol-Fonds aus den Mitteln des Bundes und der Länder. Der Journalist Walter Raming war jahre- lang

Der Journalist Walter Raming war jahre- lang Vorsitzender dieser geheim wirkenden Vereinigung. Am 5. Oktober 2018 verstarb Walter Raming in Wien. Kurz vor seinem Tod hat Raming dem Südtiroler Schüt- zenbund äußerst interessante, z.T. auch als „streng vertraulich“ gekennzeichnete Dokumente aus dem österreichischen Staatsarchiv zukommen lassen. Im Inter- view mit der Tiroler Schützenzeitung gibt Walter Raming Auskunft über seine guten Kontakte zu verschiedenen BAS-Aktivisten sowie zu ranghohen Spitzenpolitikern und wie er die entscheidenden Jahre im Ringen um unser Land persönlich miterlebt hat.

TSZ: Herr Raming, Sie waren ein enger Mitarbeiter des ehemaligen Tiroler Lan- desrates Aloys Oberhammer, von Landes- hauptmann Eduard Wallnöfer und von Bundeskanzler Alfons Gorbach − allesamt Persönlichkeiten, die in den 60er Jahren wesentlich in die Süd-Tirol-Politik mitein- gebunden waren. Welche konkreten Funk- tionen hatten Sie bei diesen hochrangigen Politikern? RAMING: Als Sekretär des Dr.-Karl- Kummer-Instituts (Institut für Sozialpolitik und Sozialreform) nahm ich Einfluss auf die Politik dieser Persönlichkeiten und hatte regelmäßigen Kontakt zu ihnen. 1961 holte mich Oberhammer als Chefredakteur der

Tiroler Nachrichten nach Innsbruck. Diese Aufgabe erfüllte ich bis 1964, dann holten mich Bundeskanzler Klaus und Generalse- kretär Withalm zurück nach Wien und ich übernahm die Chefredaktion des Volks- blattes (Zentralorgan der ÖVP) und der Monatshefte. Ich war Mitglied der Tiroler Landesparteileitung der ÖVP und in alle Entscheidungen − auch hinsichtlich Süd- Tirol − voll eingebunden. Noch mehr: Die Tiroler Nachrichten waren eine Speerspitze der Süd-Tirol-Politik. Der Tiroler Landes- hauptmann Wallnöfer beauftragte mich 1964 mit den Worten „Dös muascht mir måchen“ mit der Funktion des Obmannes der Union für Südtirol. TSZ: Die „Union für Südtirol“ wirkte ge- heim. Wie kann man sich das vorstellen? RAMING: Ja, das stimmt. Die Union für Südtirol war eine Vereinigung, über die nur einige wenige Bescheid wussten. Ich vermied es z.B. als Obmann der Union für Südtirol, in der Öffentlichkeit als solcher bekannt zu werden. So konnte wirksam an der Umsetzung der Ziele gearbeitet werden. TSZ: Was waren die Ziele? RAMING: Die Bewahrung des Selbstbe- stimmungsrechtes der Süd-Tiroler, die Unterstützung des BAS, die Förderung aller Maßnahmen, die der Bewahrung des Selbstbestimmungsrechtes dienten. Die Union für Südtirol betrachtete die Abtre-

tung Süd-Tirols von Österreich 1919 als die Folge eines Verrates. TSZ: Wie bewerten Sie aus heutiger Sicht den Einsatz der genannten Politiker für diese Anliegen? RAMING: Aloys Oberhammer war Partei- obmann, zuständiger Landesrat für Süd- Tirol und Obmann des Befreiungsausschus- ses für Südtirol (BAS). Er und Wallnöfer als Landesrat und später als Landeshauptmann haben ehrlichen Herzens und erfolgreich für Süd-Tirol gewirkt. Anders beurteile ich die Rolle von Bundeskanzler Gorbach: Ich habe den Eindruck, dass ihm die Anliegen der NATO und der Italiener wichtiger waren als jene Süd-Tirols. Die NATO nahm schon damals eine bestimmende Rolle in der Europapolitik ein. Gorbach fühlte sich dieser Politik verpflichtet, ob aus staatspoli- tischer Raison oder aus anderen Gründen, kann und mag ich nicht beurteilen. TSZ: Ihr ehemaliger Vorgesetzter Ober- hammer kämpfte also für ein Selbstbestim- mungsrecht Süd-Tirols. Aufgrund seiner politischen Einstellung und seiner Mitarbeit beim Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) wurde er im Zweiten Mailänder Prozess zu 30 Jahren Haft in Italien verurteilt. Wie nahm er dieses Urteil auf? RAMING: Oberhammer hat seine wider-

er dieses Urteil auf? RAMING: Oberhammer hat seine wider- Der ehemalige Vorsitzende der „Union für Südtirol“

Der ehemalige Vorsitzende der „Union für Südtirol“ Walter Raming verstarb am 5. Oktober 2018 im Alter von 86 Jahren in Wien. Wenige Wochen vorher hatte er der Tiroler Schützenzeitung ein ausführliches Interview gegeben.

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rechtliche Haft in Italien natürlich nie angetreten. Er nahm das Urteil mit Verachtung für die „italienischen Folterknechte“, wie er seine Verfolger nannte, auf. TSZ: Sie kannten viele Süd-Tiroler Freiheitskämpfer persönlich und waren bei mehreren Treffen zwischen BAS-Mitgliedern und Ober- hammer mit dabei. Welchen Eindruck machten diese Männer auf Sie und welches Treffen ist Ihnen heute noch in guter Erinnerung? RAMING: In guter Erinnerung sind mir Klotz, Amplatz und Kerschbaumer; ich habe sie mehrfach getroffen. Es waren reine Idealisten in ihrem Freiheitskampf. Es kam mehrfach zu vertrauli- chen Treffen in Innsbruck und später auch in Wien mit Klotz und Amplatz, wo ich Hilfsaktionen für die in ihrer Heimat Verfolgten einleiten konnte. Besonders hervorheben möchte ich die vertrauli- chen Gespräche von Wallnöfer und Freiheitskämpfern mit Bundes- kanzler Klaus, an denen ich teilhaben konnte. Leider unterstützte uns die Österreichische Bundesregierung nicht so, wie wir es erwartet hatten. TSZ: Waren auch Sie über Aktionen des BAS eingeweiht? RAMING: Durch meine Funktionen kam es zu zahlreichen ver- traulichen Kontakten zu Süd-Tiroler Freiheitskämpfern, u.a. zu Helmuth Kritzinger, der dem BAS in Sterzing angehörte und nach seiner Flucht mein Mitarbeiter bei den „Tiroler Nachrichten“ wurde. TSZ: Im Juni 1962 musste sich das Innsbrucker BAS-Mitglied Wolfgang Pfaundler in Graz vor Gericht verantworten. Im Laufe des Prozesses wurden unter anderem auch Sie als Zeuge vernommen. Was wurde Herrn Pfaundler vorgeworfen? RAMING: Wolfgang Pfaundler war aktiver Widerstandskämpfer im Ötztal gegen das NS-Regime und ein guter Freund von mir. Beim Grazer Schwurgerichtsprozess wurde Pfaundler vorgeworfen, in sei- ner Innsbrucker Wohnung ein Waffenlager eingerichtet zu haben.

Innsbrucker Wohnung ein Waffenlager eingerichtet zu haben. Ein streng vertraulicher Brief von Walter Raming aus dem

Ein streng vertraulicher Brief von Walter Raming aus dem Jahr 1966 an die Mitglieder der „Union für Südtirol“

Die Geschworenen haben ihn letztendlich freigesprochen. TSZ: Wie beurteilen Sie heute – fast 60 Jahre später − die Aktionen des BAS? Waren die Anschläge Ihrer Meinung nach von Nutzen für die politische Entwicklung des Landes? RAMING: Ohne Befreiungskampf hätte es keine Autonomie gegeben! TSZ: Am 13. Dezember 1967 kam es in Innsbruck zu einem großen Süd-Tirol-Gipfel. Bereits am Vortag schickten Sie Telegramme an die Konferenzteilnehmer, deren Text auch über den Rundfunk

ausgestrahlt wurde und ein großes Pressecho fand. Was wollten Sie dadurch erreichen? RAMING: Das Telegramm im Wortlaut: „Die Union für Südtirol als Sammlung der österreichischen Südtirolverbände wendet sich in dringender Form an die Teilnehmer der in Innsbruck tagenden Süd- tirolkonferenz: Gebt keine Lebensrechte der Südtiroler preis! Sorgt für unmissverständliche Formulierung eines akkordierten ‚Paketes‘! Verzichtet keinesfalls auf wirksame internationale Verankerung! Versperrt nicht den Weg zu den internationalen Gremien UNO und Europarat! Bewahrt das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler! Die Republik möge sich als Schutzmacht Südtirols bewahren! Für den Ex- ekutivausschuss der UNION für SÜDTIROL, Raming, Vorsitzender“. Das Telegramm war von der Befürchtung getragen, dass die Süd- Tirol-Interessen von Tončić-Sorinj und Klaus verraten werden könnten. Deshalb haben die in der Union für Südtirol zusammen- gefassten Verbände nochmals eindringlich auf klare Forderungen verwiesen. [Lujo Tončić-Sorinj war 1966 bis 1968 österreichischer Außenminister und Josef Klaus war 1964–1970 österreichischer Bundeskanzler; Anm. der Redaktion] TSZ: Wussten Sie etwa bereits vorher Bescheid, was Außenminister Tončić beim Gipfel präsentieren würde? RAMING: Nein, auch mir waren die genauen Inhalte der Lon- doner Vereinbarung von Tončić im Vorhinein nicht bekannt. Ich befürchtete aber aus der Vorgeschichte, dass diese Vereinbarung den Interessen der Süd-Tiroler widersprechen wird. Die Tončić- Vereinbarung wurde vom Gipfel am 13. Dezember 1967 dann auch verworfen. LH Wallnöfer rettete die Situation durch Einsetzung eines Ausschusses, der im Nachhinein am 29. Dezember 1967 die Tončić -Vereinbarung ablehnte. TSZ: Sie waren Anfang der 60er Jahre Chefredakteur-Stellvertreter

Sie waren Anfang der 60er Jahre Chefredakteur-Stellvertreter Die Zeitung der Union für Südtirol: „Der Südtiroler

Die Zeitung der Union für Südtirol: „Der Südtiroler Ruf“

des „Volksblattes“ und haben darin ab Ende 1963 eine Artikelserie über Süd-Tirol mit 106 (!) Fortsetzungen veröffentlicht. Von wem wurde diese Serie in Auftrag gegeben und wie waren darauf die Reaktionen in Österreich? RAMING: Dafür musste mich niemand beauftragen, hat mich auch nicht. Ich habe das in meiner Verantwortung als Journalist und tiefer Kenner der Süd-Tirol-Materie getan. Die Reaktion unter den Lesern war erfreulich positiv, die Artikelserie sollte Verständnis auf breiter Basis für die Anliegen Süd-Tirols erzeugen. TSZ: Mit knapper Mehrheit wurde am 22. November 1969 von der Landesversammlung der SVP das so genannte Süd-Tirol-Paket an- genommen. Standen Sie damals auf der Seite von Silvius Magnago oder von Peter Brugger? RAMING: Peter Brugger war für mich ein verlässlicher Partner

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Aus den LANDESTEILEN n LANDESTEILEN … … 9 9 Protokoll der

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2018 Aus den LANDESTEILEN n LANDESTEILEN … … 9 9 Protokoll der Delegiertenversammlung der „Union für

Protokoll der Delegiertenversammlung der „Union für Südtirol“ vom 13. August 1966 in Innsbruck

im Interesse Süd-Tirols. Silvius Magnago konnte sich nicht in ein staatspolitisches Dilemma ziehen lassen. Ich persönlich stand auf Seiten Bruggers. TSZ: Welches waren die herausragendsten bzw. die entscheidendsten Persönlichkeiten der 60er Jahre im politischen Ringen um Süd-Tirol? RAMING: Aloys Oberhammer, Eduard Wallnöfer, die Freiheitskämpfer und ihre Sympathisanten, auf Bundesebene Bruno Kreisky. Richtig und beispielgebend war der Einsatz der Süd-Tiroler, des BAS, der Bundesländer Tirol und Oberösterreich, enttäuschend hingegen war die Rücksicht- nahme der Bundesregierung auf internatio- nale Interessen. TSZ: Inzwischen sind Jahrzehnte vergan- gen. Trotzdem sehen gar einige Süd-Tiroler

Protokoll vom 22. Dezember 1966 die Autonomie immer noch als Zwischen- ischen-
Protokoll vom 22. Dezember 1966
die Autonomie immer noch als Zwischen-
ischen-
1966 die Autonomie immer noch als Zwischen- ischen- lösung, wollen mehr und pochen nach wie vor
1966 die Autonomie immer noch als Zwischen- ischen- lösung, wollen mehr und pochen nach wie vor

lösung, wollen mehr und pochen nach wie vor auf eine Selbstbestimmung des Landes. Haben Sie dafür Verständnis? RAMING: Natürlich habe ich dafür abso- lutes Verständnis! Den Tiroler Schützen kommt dabei als Symbol der Einheit Tirols und als Brückenbauer eine besondere Aufgabe zu. TSZ: Europa ist im Umbruch. Katalanen, Basken, Schotten und Flamen drängen auf Unabhängigkeit. Wie beurteilen Sie die momentane politische Lage in Österreich bzw. Süd-Tirol? RAMING: Kurzfristig erscheint mir eine Loslösung Süd-Tirols nicht wahrscheinlich, aber die Geschichte ist sehr kurzlebig ge- worden. Deshalb ist es notwendig und sinn- voll, die Ziele weiter aufrecht zu erhalten. Es

In einem Brief vom 5. März 1968 versichert Österreichs Bundeskanzler der Union für Südtirol, „dass das Südtirolpro- blem ebenso wie für Sie auch für mich eine ernste, schwerwiegende Frage ist, um deren Lösung die Bundesregierung jederzeit und mit vollem Einsatz bemüht sein wird“.

kann in einigen Jahren anders aussehen. TSZ: Noch immer leben einige Freiheits- kämpfer fernab ihrer Heimat im politischen Exil

RAMING:

einem aufgeschlossenen Europa sollte es keine Verbannung geben. Die Österreichi- sche Bundesregierung sollte sich für ihre Heimkehr einsetzen. n

ich

finde das sehr traurig. In

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr! Die Kommandanten der in der Alpenregion vereinten
Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!
Die Kommandanten der in der Alpenregion vereinten Schützenbünde wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest
und Gesundheit, Freude und Erfolg für das Jahr 2019.
Mjr. Fritz Tiefenthaler
geschäftsführender Landeskommandant des Verbandes Tiroler Schützen,
die Landeskommandanten
Mjr. Elmar Thaler, Mjr. Enzo Cestari
und Martin Haberfellner, Landeshauptmann des BBGK
sowie ihre Schriftleiter
Mjr. Günther Mairhofer, Hptm. Hans Baur, BM Franziska Jenewein
Über 100 Fotos vom Volksmarsch in Kaltern auf www.schuetzen.com 1 0 Aus den LANDESTEILEN …

Über 100 Fotos vom Volksmarsch in Kaltern auf www.schuetzen.com

10 Aus den LANDESTEILEN …

auf www.schuetzen.com 1 0 Aus den LANDESTEILEN … Kaltern von Efrem Oberlechner Volksmarsch: Heimat in
auf www.schuetzen.com 1 0 Aus den LANDESTEILEN … Kaltern von Efrem Oberlechner Volksmarsch: Heimat in

Kaltern

von Efrem Oberlechner

Volksmarsch: Heimat in Bewegung

„Heimat in Bewegung“ hieß es am 8. September 2018, als hunderte Wanderlustige durch den Altenburger Wald spazierten und dabei kulinarische Köstlichkeiten und Unterhaltung genossen. Der Südtiroler Schützenbund ließ mit dem Volksmarsch eine alte Tradition wieder aufleben.

mit dem Volksmarsch eine alte Tradition wieder aufleben. Unterhaltung bei den verschiedenen Ständen auf der Route

Unterhaltung bei den verschiedenen Ständen auf der Route am Kalterer See

bei den verschiedenen Ständen auf der Route am Kalterer See Diskussion mit den Teilnehmern – Landeshauptmann

Diskussion mit den Teilnehmern – Landeshauptmann Arno Kompat- scher war auch gekommen.

Die Idee dahinter bestand darin, Sport, Spaß und politische Bildung miteinander zu verbinden. Aufbauend auf die Volksmärsche, die in den 70er und 80er Jahren in Süd-Tirol sehr populär waren, ist dem Süd- tiroler Schützenbund die Idee gekommen, etwas Bewährtes in leicht abgewandelter Form wieder aufleben zu lassen – den Volksmarsch.

Form wieder aufleben zu lassen – den Volksmarsch. Ausfüllen des Quiz beim Volksmarsch In der kurzen

Ausfüllen des Quiz beim Volksmarsch

In der kurzen Vorbereitungszeit von Anfang Mai bis September ist es dem Südtiroler Schützenbund gelungen, ein spannendes Programm zusammenzustellen. Auf der leicht bewältigbaren Wanderung begegneten den Teilnehmern Handwerker, Künstler, Brauchtumsgruppen und kulinarische Anbieter an ihren Ständen. Und mitten drin waren Politiker sämtlicher Parteien, angeführt von Landeshauptmann Arno Kompatscher, die ganz ungezwungen mit der Bevölkerung diskutierten und ihnen etwas für die kommende Landtagsperiode mit auf den Weg gaben. Themen waren unter an- derem die Doppelte Staatsbürgerschaft, Bär und Wolf, Gesundheits- wesen und Immersion. Bei einigen Themen war die Abhängigkeit von Rom stark zu spüren, welche die Diskutanten immer wieder ankreideten. Die Arbeitsgruppe „Iatz“ im Südtiroler Schützenbund hat damit einen Beitrag zur politischen Bildung und Gestaltung dieses Lands gegeben – überparteilich wie immer. Jeder konnte teilnehmen. Am Abend mündete alles in einem Fest am Alten Sportplatz in Altenburg, wo auch die erste Tiroler Armdrück-Meis- terschaft stattfand. Wer auf dem Weg alle Stationen besucht hatte, erhielt am Ende eine Anstecknadel und eine kleine Überraschung. Auch an einem Heimatquiz konnten die Besucher teilnehmen, wo unter allen richtigen Antworten tolle Preise verlost wurden. n

allen richtigen Antworten tolle Preise verlost wurden. n 25 JAHRE STREITBEILEGUNG 1992–2017 – IST DAS
25 JAHRE STREITBEILEGUNG 1992–2017 – IST DAS „SÜDTIROLPROBLEM“ GELÖST?! 648 Seiten, Dr. Kovac Verlag, ISBN

25 JAHRE STREITBEILEGUNG 1992–2017 – IST DAS „SÜDTIROLPROBLEM“ GELÖST?!

648 Seiten, Dr. Kovac Verlag, ISBN 978-3-8300-9975-8

Nach 1918 und der Annexion durch das damalige Königreich Italien verschärften sich die Spannungen im Land von Etsch, Eisack und Rienz unter der faschistischen Unterdrückungspolitik und dem Nati- onalsozialismus Hitler-Deutschlands. Der Konflikt dauerte bis weit in die 1960er-Jahre und kam der Vergewaltigung einer kulturellen und sprachlichen Minderheit in einem fremdnationalen Staat Erst mit dem „Paket“ aus dem Jahr 1969 konnte sich eine halbwegs befriedigende Lösung für die ge- genwärtige Autonomie abzeichnen. 1992 wurde der Streit zwischen Österreich und Italien formell beendet. Und trotzdem, ein Viertel- jahrhundert später, muss man als Minderheit immer auf der Hut sein. Die Entwicklungen in Schott- land und Katalonien haben gezeigt, dass es Völker in Europa gibt, die den Weg der Unabhängigkeit beschreiten wollen. Wird auch Süd-Tirol diesen Weg einschlagen? Die Zukunft wird es weisen.

den Weg der Unabhängigkeit beschreiten wollen. Wird auch Süd-Tirol diesen Weg einschlagen? Die Zukunft wird es

N° 6 | Dezember 2018

Der hübschen Ultnerin Felicia Gamper steht als Miss Süd-Tirol 2019 ein aufregendes Jahr bevor.

steht als Miss Süd-Tirol 2019 ein aufregendes Jahr bevor. Aus den LANDESTEILEN … 1 1 St.

Aus den LANDESTEILEN …

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ein aufregendes Jahr bevor. Aus den LANDESTEILEN … 1 1 St. Pankraz von Richard Andergassen und

St. Pankraz

von Richard Andergassen und Lukas Wegscheider

Die Schönste im Land ist eine Marketenderin

Felicia Gamper aus St. Pankraz wurde am 13. Oktober 2018 zur neuen Miss Süd-Tirol 2019 gekürt. Die 18-jährige Oberschülerin ist seit einem Jahr auch Marketenderin bei der SK St. Pankraz in Ulten.

Jahr auch Marketenderin bei der SK St. Pankraz in Ulten. Gratulierten der neuen Miss Süd-Tirol Felicia

Gratulierten der neuen Miss Süd-Tirol Felicia Gamper (v.l.): Bundesgeschäftsführer Jürgen Wirth-Anderlan, Bezirksmajor Hannes Holzner, Felicia, Hptm. Hansjörg Mitterhofer, Bgm. Thomas Holzner und sein Stellvertreter Christian Holzner.

Kürzlich wurde der neuen Miss Süd-Tirol im Schützenheim ein Überraschungsemp- fang bereitet und ihrer Kür aufs Herzlichs- te gratuliert. Mit dabei waren auch eine Delegation der Bundesleitung des Südti- roler Schützenbundes unter der Führung von Bundesgeschäftsführer Jürgen Wirth- Anderlan sowie der Bürgermeister von St. Pankraz Thomas Holzner. Die Tiroler Schützenzeitung bat die sympa- thische Ultnerin zum Interview. TSZ: Hallo Felicia! Wie geht es dir als neue Miss? Hast derzeit wohl viel zu tun? Felicia: Hallo, ja, es geht. Nicht so schlimm! Am meisten habe ich momentan in der Schule zu tun. Ich lege heuer am Kaiserhof meine Matura ab, und da kommt schon einiges zusammen. Als Miss muss ich neuerdings auch Termine wahrnehmen. Ich kann mir aber selbst auswählen, zu welchen ich gehe und zu welchen nicht. Das ist sehr angenehm. Und auch nicht so stressig, wie ich vorher gedacht habe. TSZ: Hat sich seit dem 13. Oktober etwas verändert? Felicia: Klar. Leute schauen mich manchmal merkwürdig an und dann ist es sehr lustig, wenn sie ins Grübeln kommen, ob ich es bin oder nicht. Manche kommen einfach auf mich zu und dann entwickeln sich immer sehr nette, überaus angenehme Gespräche. TSZ: Und innerhalb deiner Kompanie? Felicia: Die haben sich alle mit mir gefreut

und mir eine nette Überraschungsfeier bereitet, bei der sogar einige von der Bun- desleitung des SSB vorbeigeschaut haben. Ich bin sehr froh, Mitglied einer Schützen- kompanie zu sein. TSZ: Wie bist du überhaupt zu den Schüt- zen gekommen? Felicia: Als meine Familie nach St. Pankraz gezogen ist, habe ich schnell Freundschaft mit anderen Jugendlichen aus dem Dorf geschlossen, und einige haben mir vorge- schlagen bei den Schützen vorbeizuschau- en, da dies eine coole Gruppe sei. Das habe ich dann gemacht und es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Ich bin auch voll lieb aufgenommen worden. TSZ: Kann gerade auch eine Schützenkom- panie eine Möglichkeit bieten, sich in eine Dorfgemeinschaft zu integrieren? Felicia: Auf jeden Fall! Gerade in meinem Fall sieht man, dass dies wunderbar klappt und dass man, wie ich, die von „außen“ dazugestoßen ist, so eine noch nähere Bindung zu meinen Mitmenschen aufbauen kann. TSZ: Und fühlst du dich innerhalb deiner Kompanie wohl? Fühlst du dich als Mar- ketenderin den Männern gleichberechtigt oder eher als Dekoration? Felicia: Ich fühle mich absolut wohl! Ich kenne diese Diskussion und weiß, was gemeint ist. Bereits seit meinem ersten Kon- takt mit der Führung der Kompanie habe

ich ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit. Ich denke, dass Marketenderinnen sehr wohl die Möglichkeit geboten bekommen, innerhalb solcher Gemeinschaften überaus wichtige Aufgaben zu erfüllen. Und dies auch tun − ob als Schriftführerin oder etwa als Betreuerin der Jungschützen. Aber auch Kassier oder andere Betätigungsfelder in- nerhalb einer Kompanie können sehr span- nend und für eine Frau überaus interessant und erfüllend sein. Dabei geht es auch dar- um, sich mit dem eigenen Verein für andere einzubringen, was ich mit meinen Freun- den der SK St. Pankraz sehr gerne mache. Die Wertschätzung, die wir Marketende- rinnen innerhalb einer Schützenkompanie erfahren, kann jeder ganz einfach daran erkennen, dass wir bei Ausrückungen gleich hinter dem Kommandierenden eingereiht sind – und noch vor der Fahne! TSZ: Wirst du deiner neuen Aufgabe als Miss Süd-Tirol auch eine heimatverbunde- ne Note geben? Felicia: Ich werde den Spielraum in nächs- ter Zeit einmal ausloten. Aber Thema war das eigentlich noch nicht. Man wusste, dass ich − wie übrigens auch eine wei- tere Kandidatin − bei den Schützen bin. Daran gestoßen oder darauf angesprochen wurde ich eigentlich nicht. Ich werde aber dennoch darauf achten, im Italienischen die Miss Sud-Tirolo zu sein und nicht die von Alto Adige! [lacht]. TSZ: Würdest du auch anderen jungen Menschen nahelegen, den Schützen beizu- treten? Felicia: Ich selbst fühle ich mich rundum wohl in meiner Schützenkompanie. Darum kann ich nur allen jenen, die auch einmal in eine solche Organisation hineinschnuppern möchten, wärmstens empfehlen, dies zu tun. Es ist ein tolles Gefühl der Zusammen- gehörigkeit. Weiters ist die Breite, die sich da bietet, wirklich toll, vom Beitragen zu religiösen Anlässen und Auftritten bei welt- lichen Feiern bis zum Abhalten von Festen. TSZ: Danke, dass du dir für uns Zeit genommen hast, und alles Gute in deiner Rolle als Miss Süd-Tirol! Felicia: Danke euch für das Interesse und für die Möglichkeit, in der TSZ meine Ansichten darlegen zu dürfen. Liebe Grüße allen Marketenderinnen und Schützenkam- meraden! n

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1 2 Aus den LANDESTEILEN … N° 6 | Dezember 2018 Neumarkt von Lukas Wegscheider Ein

Neumarkt

von Lukas Wegscheider

Ein Plan „B“, hat Plan „A“ überholt: Unsere forsche Jugend

Diesmal hat sich die Redaktion der TSZ entschlossen, keinen Politiker zu befragen. Also ziehen wir Plan „B“ heraus: Wir beschäftigen uns mit uns selbst. Und zwar mit einem jungen Bursch aus Neumarkt, welcher sich vor gut zwei Jahren der dor- tigen Schützenkompanie angeschlossen hat. Lukas Wegscheider im Gespräch mit Moritz Selva.

hat. Lukas Wegscheider im Gespräch mit Moritz Selva. Mit sympathischen und heimatverbunde- nen Burschen wie

Mit sympathischen und heimatverbunde- nen Burschen wie Moritz Selva aus Neu- markt sind Süd-Tirols Schützen auch für die Zukunft bestens gerüstet.

„Nein, Berührungspunkte mit dem Schüt- zenwesen gab es zuvor innerhalb meiner Familie nicht“, sagt der 17-jährige Moritz trocken am Telefon. „Aber als ich den Neumarktnern beigetreten bin, haben zu Hause doch alle ihre Freude gehabt.“ Man muss wissen, Moritz’ Vater ist Roland Selva. Eine Institution in unserem Lande, wenn es ums Thema Theater und Schauspielerei geht. Kinodarsteller, Regisseur, ein Macher der heimischen Künstlerszene. Mutter Nora Veneri, hauptberuflich Lehrerin, ist nicht weniger bekannt; u.a. für ihr Engagement bei den Freilichtspielen Unterland, welche ihr Mann leitet. Meiner Eingangsfrage, ob in solch einer künstlerisch tätigen Familie Begriffe wie Brauchtum oder gar Patriotismus denn überhaupt verankert seien, entgegnet Mo- ritz entschieden mit dem Verweis auf seine Oma Bruna Maria Dallago-Veneri. Die Trägerin des Verdienstkreuzes des Landes Tirol verfasste bereits mehrere Reiseführer, Tyrolensien und Bücher mit geschichtli- chem Hintergrund, schrieb Sagen aus der ladinischen Mythologie oder Erzählungen aus dem Welsch-Tirol. Und somit konnte der junge Mann bereits im Kindesalter

Geschichten über Tirol aus allererster, erle- sener Hand erfahren. Den Schützen beigetreten ist Moritz dann am 20. September 2016, einen Monat nachdem sich die Kompanie mit anderen Vereinen des Dorfes auf einem Stand der Bevölkerung vorgestellt hat. „Zuerst war ich daran interessiert, meine geschichtli- chen Kenntnisse über unser Heimatland innerhalb dieser Organisation zu vertiefen. Weiters haben mich auch diese Frauen und Männer in der Tracht, welche ich bei den Prozessionen sehen konnte, seit jeher impo- niert. Daher habe ich mich bewusst diesem Verein zugewandt, und da ich nun auch Teil dieser Gemeinschaft bin, bekommt obendrein der Komponente Kameradschaft für mich eine neue, bisher nicht so gekann- te Bedeutung zu. Ja, ich fühle mich rundum wohl in meiner Kompanie“, kommt der junge Mann ins Schwärmen.

Das Ausrücken in Tracht, das Repräsentie- ren der Kompanie im Dorf bei verschiede- nen Anlässen, aber auch die gemeinsamen Abende im Kreise seiner Freunde, das Abhalten von Festen und der Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Jahreskreis des jungen Neumarktners geworden. „Durchaus positiv. In der Zwischenzeit sind auch andere Jungs aus meinem Bekannt- schaftskreis den Schützen beigetreten, und ein weiterer Freund von mir wird gerade in seinem Dorf eingekleidet. Also, ein positiver Fall von Ansteckung“, erzählt mir Squello, wie er von seinen Freunden genannt wird, mit einem Lachen auf meine Frage, wie denn sein Eintritt von seinem Umfeld aufgenommen wurde. Dass sich immer mehr junge Menschen bei verschiedenen Festen und Gelegenheiten trachtig kleiden, führt der junge Mann auf einen willkommenen Trend hin. Aber dass sich Alterskollegen nun vermehrt mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen würden, dem kann er nur bedingt zustim- men. Auch sein eigener − schlummernder − Patriotismus wurde erst durch den Beitritt zur Schützenkompanie so richtig geweckt. „Diesbezüglich wäre es meiner Meinung nach auch immens wichtig, den Unter-

richt der eigenen Geschichte intensiver als bisher zu gestalten, um in jungen Menschen die Neugierde, oder bereits vorhandene Kenntnisse über unsere Heimat zu vertie- fen. Leider Gottes haben wir immer noch Mitmenschen, die sich für die Historie Tirols wenig bis gar nicht interessieren“, so der Schüler. Die Frage, wie es denn sei, in einer Gemein- schaft Zeit einzubringen, in welcher sich Personen unterschiedlicher Generationen dieselben Interessen teilen, beantwortet Moritz: „In einer Gemeinschaft wie den Schützen hat man wirklich die einmalige Gelegenheit, mit Personen aus allen sozia- len Schichten, Berufen oder verschiedenen Alters zusammenzukommen. Und ich kann wirklich alle duzen (lacht)! Persönlich habe ich auf diesem Wege schon vieles, für mich Wichtiges erfahren können. Der Austausch mit den anderen bereichert mich tagtäglich, und natürlich profitieren jüngere Menschen von Erfahrungen, welche andere zuvor gemacht haben. Dem 86-jährigem Franz Lanziner zum Beispiel höre ich sehr gerne zu, wenn er eine seiner Geschichten erzählt. Gleichzusetzen mit solchen Begegnungen sind natürlich jene, die ich mit Kameraden von anderen Kompanien, anderen Bezirken, anderen Ländern mache.“ Sein eindrucksvollstes Erlebnis? Das war am 8. Dezember vor drei Jahren in St. Pauls, als er zusammen mit dem Jungschützen- betreuer Manuel, damals noch in Zivil, zur Kerschbaumer-Gedenkfeier gefahren sei. Aber auch als seine Neumarktner in Mals die Ehrenkompanie stellen durften, war ein Auftritt, an den er sich noch gerne erinnert. „Moritz, sind dir, seit du bei den Schützen bist, auch einmal Menschen mit radikaler Einstellung begegnet?“ „Nein, das nicht. Ich habe zwar Bekanntschaft mit solchen Typen gemacht, aber die waren meines Wissens nicht Mitglieder des SSB. Ich hätte sicher meine Probleme damit, sollten sich Perso- nen mit solchen Einstellungen, Ideologien in unseren Reihen befinden. Außerdem hat meiner Meinung nach jemand, der zum Beispiel Menschen nacheifert, welche Verbrechen an der Menschheit begangen haben, nicht den Sinn des Schützenwesens verstanden.“

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Aus den LANDESTEILEN … 1 3

Aus den LANDESTEILEN …

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Das ist ein passender Schlusssatz, um dieses Gespräch zu beenden. Dieses Interview bekräftigt die allgemeine Meinung, dass es mit solch einer Jugend doch gut um das Schützenwesen im südlichen Tirol bestellt ist. Das sagen die Zahlen zum einen, aber auch dieses Gespräch bestätigt mir dieses Gefühl. Nur einmal, da ist es mir gelungen, ihn irgendwie auf dem falschen Fuß zu erwi- schen. Als ich ihn gefragt hatte, welche Kompanie denn die hübschesten Marke-

tenderinnen hätte. Da brauchte er ziemlich lange, um sich eine passende Antwort

zurechtzulegen. Als ich mit dem: „

Mataner holt!!“ etwas nachhelfen wollte, sagte der Fugatt: „Na woasch, des wearn hegschtwohrscheinlich a poor Gitschn leisn. Und i mecht’s mier mit koaner ver- scherzn. Woasch, wos schreibm konnsch?! Schreib, dass olle zommen fan Unterlond

jo die

furchtbor wahnsinnig schian sein. Nor isch

sicher koana beleidigt

!“ n

In seiner Freizeit widmet sich der patriotische junge Mann dem Eishockey. In dieser Saison steht er für den Hockey Club Auer auf dem Eis.

Saison steht er für den Hockey Club Auer auf dem Eis. 9. Skimeisterschaft der Tiroler Schützen

9. Skimeisterschaft der Tiroler Schützen in Obereggen

Die Skimeisterschaft der Tiroler Schützen ruft diesen Winter zum sportlichen Wettkampf nach Obereggen. Das mehrfach ausgezeichnete Skigebiet unter dem Latemar im UNESCO Weltnaturerbe ist Austragungsort der Skimeisterschaft der Tiroler Schützen. Zu erreichen ist das Skigebiet von der Autobahnausfahrt Bozen Nord über das Eggental in ca. 30 Min.

ORGANISATION

- Veranstalter: Südtiroler Schützenbund

- Durchführende Kompanie: Schützenkompanie Eggen

- Gesamtleitung und Kontaktperson: Hptm. Lukas Pfeifer

- Austragungsort: Rennstrecke Ochsenweide

- Start: 1.730 m

- Ziel: 1.550 m

- Länge: 745 m

- Bewerb: Riesentorlauf – 1 Durchgang

- Startintervall: flexibel

- Teilnahmeberechtigung: Aktive Mitglieder der Schützenkompa- nien der drei Tiroler Schützenbünde

Programm

Anmeldeschluss: Samstag, 26. Jänner 2019, 20 Uhr:

Samstag, 2. Februar 2019

- 8.30 Uhr: Startnummernausgabe im Rennbüro an die Mann- schaftsführer

- Abholung Tageskarte am Skipassschalter an der Talstation

-

- 13 Uhr: Preisverteilung im Ziel

10 Uhr: Start

Nenngeld:

- 20,00 € pro Person

Schriftliche Anmeldungen per E-Mail bis zum 26. Jänner 20 Uhr:

schuetzeneggen@gmail.com

Anmeldung: Kompanie, Name und Geburtsjahr des Teilnehmers. Das Nenngeld wird auf folgendem Konto im Voraus überwiesen, um die Teilnahme zu bestätigen:

Schützenkompanie Eggen Vereinshaus Nr. 40, 39050 Eggen - Südtirol IBAN: IT 40 C 08162 58661
Schützenkompanie Eggen
Vereinshaus Nr. 40, 39050 Eggen - Südtirol
IBAN: IT 40 C 08162 58661 000301208896
SWIFT-BIC: RZSBIT21106

Es gibt ermäßigte Tageskarten für die Rennläufer am Kartenschalter:

Tageskarte für 7 Lifte: 21,00 € Tageskarte für das gesamte Skigebiet: 34,00 € Es können auch Einzelfahrten erworben werden.

Nächtigungen:

Anfrage bei Skicenter Latemar, Tel. +39 0471 618200 www.eggental.com | info@eggental.com www.obereggen.com | obereggen@latemar.it

1 4 Fresko bei der Schützenkapelle am Kronplatz im Gedenken an 100 Jahre der Abtrennung
1 4 Fresko bei der Schützenkapelle am Kronplatz im Gedenken an 100 Jahre der Abtrennung

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Fresko bei der Schützenkapelle am Kronplatz im Gedenken an 100 Jahre der Abtrennung Süd-Tirols vom Vaterland

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

vom Vaterland Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN Brixen von Josef Kaser 60 Jahre Schützenbezirk Brixen 100

Brixen

von Josef Kaser

60 Jahre Schützenbezirk Brixen

100 Jahre Kriegsende – Untergang der Monarchie – 100 Jahre Zerreißung Tirols Als Beitrag „100 Jahre Kriegsende – 100 Jahre Zerreißung Tirols“ hat der Schützen- bezirk Brixen ein Buch herausgegeben, das am 10. November 2018 im Rahmen einer Gedenkfeier in Brixen vorgestellt wurde. Das Buch Band III des Schützenbezirkes Brixen beinhaltet 408 Seiten und 635 Fotos. Mitwirkende Autoren:

Oswald Mederle: Der Brixner Raum und der 1. Weltkrieg 1914−1918 bzw. 1919 Hartmuth Staffler: Das Kriegsende 1918 und seine Folgen | Dr. Peter Piock: Die Kreuze in den Bergen sowie die Schützen- scheiben im Bezirk | Beate Hofer†, Hart-

muth Staffler und Josef Kaser: Die Lehr- fahrten des Schützenbezirkes Brixen | Josef Kaser: Tätigkeiten vom Bezirk 2008−2018; Ein Christbaum für den Papst Benedikt XVI.; Kaiser-Karl-Seligsprechung und Reli- quie für den Dom zu Brixen; Tirolerball in Wien; Kameradenkreis der Gebirgstruppe- OG Burgau | Ernst Dorfmann: Jungschüt- zen | Viktoria Stampfl: Marketenderinnen Sonja Hackhofer Oberhofer: Schießleitung Weitere Beiträge lieferten Fabian Tirler, Manfred Wimber, Karl Gassner und Gerd Naumann | Schriftführer der Kompanien:

Tätigkeitsberichte der Schützenkompanien von 2008−2018 n

Das Buch kann bei Josef Kaser: kaser.josef@virgilio.it, Tel. 348 094 75 00, in den Buchhandlungen im Raum Brixen, im Bundesbüro des SSB oder bei den Kompanien des Bezirkes um 20 Euro erworben werden.

Kronplatz/Bruneck

Kronplatz/Bruneck

von Georg Florian Grabenweger

werden. Kronplatz/Bruneck von Georg Florian Grabenweger 100-Jahre-Gedenken der Abtrennung Süd-Tirols „Mächtig

100-Jahre-Gedenken der Abtrennung Süd-Tirols

„Mächtig durch den Glaubens Stütze“, ein Wort aus der alten Kaiserhymne, das der heutigen Zeit ein wenig fremd geworden zu sein scheint, war am 23. September 2018 der Leitspruch einer Gedenkveranstaltung der Pustertaler Schützen am Kronplatz.

Gedenkveranstaltung der Pustertaler Schützen am Kronplatz. Das Gedenken am Kronplatz wurde von der SK Anton Steger

Das Gedenken am Kronplatz wurde von der SK Anton Steger Brun- eck und vom Schützenbezirk Pustertal ins Zeichen des letzten Kai- sers und gefürsteten Grafen von Tirol, des nunmehr Seligen Kaisers Karl gestellt. V.l.: Georg Florian Grabenweger, Bezirksmjr. Erich Mair und Erzherzog Georg von Österreich bei der Gedenkrede.

500 Schützen, Marketenderinnen und Freunde der Schützen versammelten sich und gedachten der 100 Jahre, die Süd-Tirol nun schon vom restlichen Tirol und vom Vaterland Österreich getrennt ist. 100 Jahre, die zumindest in der ersten Hälfte von Demütigung, Unterdrückung, Vertreibung und Unterwanderung gekennzeichnet waren. Die anwesende kaiserliche Hoheit Erzherzog Georg von

Österreich zitierte in seiner Gedenkrede den heiligen Papst Johan- nes Paul II.: „Für die Kirche ist es nicht wichtig, was man erreicht, es ist wichtig, wie man etwas erreicht und jeden Tag arbeitet und jeden Tag leistet.“ Dies hätte sein Großvater, der Selige Kaiser in vorbildhafter Weise gelebt, so der Kaiserenkel. Der Landeskom- mandant des Südtiroler Schützenbundes Mjr. Elmar Thaler lobte den weitblickenden Staatsmann Kaiser Karl, der seinen Völkern das Selbstbestimmungsrecht ermöglichen wollte, spannte einen Bogen in die heutige Zeit und sagte zum Thema Doppelpass: „Wenn ich mir die Diskussion der letzten Tage anschaue, dann möchte Italien nicht nur darüber bestimmen, welchem Staat unser Land angehört, sondern auch, welcher Nation sich jeder einzelne zugehörig fühlen darf.“ Beim anschließenden Pontifikalamt fasste der Abt des Stiftes Wilten, Raimund Schreier, der Erb-, Haus- und Hofkaplan des Landes Tirol, mit Blick auf die Lesungen und den Seligen Kaiser Karl zusammen: „Kaiser Karl war ein Zeuge der Gottesliebe, der christlichen Spiritualität.“ Am Schluss der heiligen Messe wurde dann von SKKH Erzherzog Georg eine Gedenktafel an der Schüt- zenkapelle am Kronplatz enthüllt und eine Reliquie des Seligen Kaisers übergeben, die im Anschluss in die Kapelle eingesetzt wurde. Die Organisation der Veranstaltung oblag Florian Georg Grabenweger von der SK Bruneck. Das Kommando der gesamten Feier führte Bezirksmajor Erich Mair. Als Ehrenkompanie fungierte die SK Nussdorf-Debant aus Ost-Tirol. Die Feier wurde von der Musikkapelle Reischach feierlich umrahmt. n

N° 6 | Dezember 2018

Das Schützenbataillon Passeier wurde am 7. April 1978 gegründet

Passeier wurde am 7. April 1978 gegründet Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 1 5 Obernberg von

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

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1978 gegründet Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 1 5 Obernberg von Otto Sarnthein Hans Steuxner Ehrenmitglied

Obernberg

von Otto Sarnthein

Hans Steuxner Ehrenmitglied des Baons Wipptal-Eisenstecken

Bei der Gründung des Bundes der Tiroler Schützenkompanien im Jahre 1950 waren die acht Schützenkompanien des nördlichen Wipptals (die SK Obernberg wurde erst 1999 wiedergegründet) und die 4 Schützenkom- panien des Stubaitales (die Gründung der SK Schönberg erfolgte 1952/53) im Bataillon Wipptal-Stubai zusammengefasst. Ende

1952 erfolgte die Teilung in die nunmehr selbstständigen Bataillone Stubai und Wipp- tal. Baon-Kdt. Konrad Egg aus Matrei blieb Kommandant des Wipptales, der Schmie- demeister Ferdinand Pittl aus Fulpmes übernahm des Bataillon Stubai. Seit dieser Zeit bestehen nach wie vor enge kamerad- schaftliche Verbindungen zwischen den

wie vor enge kamerad- schaftliche Verbindungen zwischen den Obertilliach von Hans Bergmann und Lois Ebner beiden

Obertilliach

von Hans Bergmann und Lois Ebner

beiden Bataillonen, die EMjr. Hans Steuxner in seiner 24-jährigen Kommandantschaft besonders gepflegt hat. Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft durch das Baon Wipptal-Eisenstecken beim Bataillonsfest in Obernberg sollen diese Verdienste gewürdigt und die gelebte Verbundenheit beider Batail- lone zum Ausdruck gebracht werden. n

Gedenkjahr 1918–2018 - 100 Jahre Ende 1. Weltkrieg

n Gedenkjahr 1918–2018 - 100 Jahre Ende 1. Weltkrieg Obertilliach war von den italienischen Stellungen aus

Obertilliach war von den italienischen Stellungen aus mehrmals beschossen worden. Im Sommer 1915 besetzen italienische Truppen den Porze-Gipfel, mit verheerenden Konsequen- zen für Obertilliach, das mehrfach massiv beschossen wurde. Beim schwersten Angriff im September 1917 brachen Brände im Ort aus, sie können aber gelöscht werden.

und nannte markante Ereignisse, die für das Dorf Obertilliach schwerwiegend waren. Nach der Messfeier folgte am Kirchplatz das Totengedenken mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Die SK Obertilliach gedachte mit einer Ehrensalve und der Trompeter intonierte das „Lied vom guten Kameraden“, während die Kranzträ- ger − begleitet von der Bataillonsführung und Bgm. Scherer – zum Kriegerdenkmal schritten. Die Schützen aus Strassen beteiligten sich dabei mit einem dreifachen Kanonensalut. n

Zum Abschluss der Gedenkjahre 1. Weltkrieg organisierte die SK Obertilliach eine würdige Feier, die eigentlich beim Gedenkkreuz am Tilliacher Joch hätte stattfinden sollen. Dort steht eines von 68 Kreuzen an der ehemali- gen Tiroler Front des 1. Weltkriegs. Aufgrund des nächtlichen Wettersturzes und einer ca. 20 cm hohen Neuschneedecke wurde die Feierlichkeit ins Dorf verlegt. Die gesamte SK Obertilliach, eine verstärkte Abordnung der Strassener Schützen sowie Abordnungen der Speckbacher Schützenkompanien Tulfes und Rinn und eine Abordnung der Kaspar- Sautner-Schützen aus Ampass hatten vor dem Gemeindehaus Aufstellung genommen.

Mit dabei waren auch Baon-Kdt. Obrist u. Bezirksmjr. Rossmann sowie Bürgermeister Scherer. Es erfolgte der Aufmarsch durch das Dorf Obertilliach zur Gedenkmesse in der Pfarrkirche. Die hl. Messe wurde vom langjährigen Schützenfreund Pfarrer Siegmund Bichler gefeiert. Die musikalische Umrahmung gestaltete eine Bläsergruppe der Musikkapelle Obertilliach. Bichler und Scherer nahmen zu dem Kriegsthema Stellung und machten die Bedeutung unserer derzeitigen friedlichen Zeit bewusst. „Nie wieder Krieg“ war der Tenor ihrer Ansprachen. Obmann Ebner hob die historischen Eckpunkte der Kriegszeit 1915−1918 hervor

St. Martin in Passeier

St. Martin in Passeier

von Bernadette Pfeifer

40 Jahre Schützenbataillon Passeier – 3. Bataillonsschützenfest

Am 7. April 1978 wurde das Schützenbataillon Passeier auf Initiative von Wolfram Klotz, Schützenhauptmann der SK Mjr. Georg Klotz Walten, zusammen mit Rudolf Rier von der SK St. Martin und Anton Auer von der SK Andreas Hofer St. Leonhard wiedergegründet.

Mit dem Eintreffen der Schützenkompani- en, der Fahnenabordnungen, der Ehrengäs- te sowie der MK St. Leonhard beim „Jager- Hans“ in St. Martin nahm das Bataillonsfest mit Böllern seinen Auftakt. Mit der Meldung zur Frontabschreitung, der General-de-Charge durch die Ehren- formation der Talschaft Ulten unter dem Kommando von Hptm. Thomas Kuppel- wieser und dem obligatorischen „Schnapsl“

marschierten rund 300 Schützen durch die Dorfstraße zum Dorfplatz. Allein das Bataillon Passeier stellte 112 Mitglieder. Zum Mitfeiern waren unter anderen das Bataillon Ötztal, Schützenkameraden aus dem gesamten Burggrafenamt und aus Lüsen gekommen. Um 16.00 Uhr feierte Schützenkurat P. Christoph Waldner OT gemeinsam mit dem Diakon Hermann Pirpamer die hl. Messe. Die Ehrensalven

schoss die SK Sarntal unter dem Komman- do von Mjr. Sepp Rungger. Wolfram Klotz wurde für seinen uner- müdlichen Einsatz um das Schützenwesen in Tirol geehrt und zum Ehrenkomman- danten des Bataillons Passeier ernannt. LKdt. Elmar Thaler überreichte ihm eine Ehrenurkunde und der Bezirksmajor vom Burggrafenamt-Passeier Hannes Holzer eine Ehrenmedaille. n

Am 17. September 1995 wurde der Gesamttiroler Schützenbund gegründet. Dr. Luis Zingerle wurde Landesobmann, Hermann

Am 17. September 1995 wurde der Gesamttiroler Schützenbund gegründet. Dr. Luis Zingerle wurde Landesobmann, Hermann Huber sein Stellvertreter.

16 Wir gratulieren …

N° 6 | Dezember 2018

16 Wir gratulieren … N° 6 | Dezember 2018 Natz Ehrenmajor Dr. Luis Zingerle – 85

Natz

Ehrenmajor Dr. Luis Zingerle – 85

Am 11. August 2018 konnte Dr. Luis Anton Zingerle seinen 85. Geburtstag feiern. In ehrender Verpflichtung kamen Spitzenvertreter der Bundesleitung des SSB und überbrachten ihrem Ehrenmajor herzliche Glückwünsche. Ehrenmitglied ist Luis Zingerle aber auch in den Schützenbezirken Brixen und Pustertal sowie in den Kompani- en Spinges und Niederdorf. Vertreter all dieser Vereine sowie seiner Stammkompanie „Alte Pfarre“ Natz waren bei der Geburtstagsfeier zugegen. Nach der Begrüßung des Jubilars ging dieser auf die heutige Situation Süd-Tirols ein und verwies auf die Gründung des Gesamt- tiroler Schützenbundes im Jahre 1996. In Vertretung des SSB hielt EMjr. Sepp Kaser die Festrede. Er nutzte den Anlass, Dr. Zingerle für seinen unermüdlichen Einsatz in seiner langen Zeit als Politiker, als Schützenoffizier sowie als langjähriger Direktor der Berufsschu- le „Tschuggmall“ in Brixen zu danken. Dr. Luis Zingerle kann mit Freude darauf zurückblicken, für Schule, Politik und Schützen vieles geleistet zu haben und durch seine Tätigkeiten bleibende Dokumenta- tionen und Grundlagen für die Heimat Tirol geschaffen zu haben. n

Hopfgarten i. Def.

Hopfgarten i. Def.

Ehrenhauptmann Alois Gsaller - 85

Am 2. September 2018 feierte Alois Gsaller seinen 85. Geburtstag, zu dem die SK Hopfgarten i.Def. herzlich gratuliert. Von seiner über 60-jährigen Mitgliedschaft war er 34 Jahre Schützenhaupt- mann, er bekam hohe Auszeichnungen und wurde im Jahr 2010 zum Ehrenhauptmann ernannt. Wir wünschen unserem Jubilar noch viele gesunde Jahre. EHptm. n

Alois Gsaller (2.v.l.) mit weiteren Jubilaren bei der Entgegennahme der Ehrensalve.

mit weiteren Jubilaren bei der Entgegennahme der Ehrensalve. Lienz Ehrenmajor Hermann Huber - 80 Hermann Huber,

Lienz

Ehrenmajor Hermann Huber - 80

Hermann Huber, Ehrenmitglied der SK Lienz – aber vor allem Kamerad und Freund − vollendete am 8. August sein 80. Lebens- jahr. Er war von 1995 bis 2001 stellv. Obmann des Gesamttiroler Schützenbundes Europäische Region Tirol. Von 2001 bis 2011 war er dann selbst Obmann. Gefeiert wurde am 11. August 2018 in der Dorfstube Tristach mit vielen Freunden und Weggefährten. Am Nachmittag marschierte die SK Lienz auf. Mit einer Salve und einer Ehrenscheibe gratulierten die Lienzer ihrem treuen Kameraden. n

gratulierten die Lienzer ihrem treuen Kameraden. n Der Jubilar Dr. Luis Zingerle mit Hptm. Richard Stoll
gratulierten die Lienzer ihrem treuen Kameraden. n Der Jubilar Dr. Luis Zingerle mit Hptm. Richard Stoll

Der Jubilar Dr. Luis Zingerle mit Hptm. Richard Stoll und Lt. Hubert Niederwolfsgruber

mit Hptm. Richard Stoll und Lt. Hubert Niederwolfsgruber Mühlbach Franz Egger - 80 Am 22. Oktober
mit Hptm. Richard Stoll und Lt. Hubert Niederwolfsgruber Mühlbach Franz Egger - 80 Am 22. Oktober

Mühlbach

Franz Egger - 80

Am 22. Oktober 2018 feierte Schützenmitglied Franz Egger in voller Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Die gesamte Schützenkompanie Markt Mühlbach freute sich, ihr Gründungs- und Ehrenmitglied hochleben zu lassen, und wünscht ihm für die Zukunft vor allem Gesundheit und weiterhin viel Freude am Tiroler Schützenwesen. n

zu lassen, und wünscht ihm für die Zukunft vor allem Gesundheit und weiterhin viel Freude am
N° 6 | Dezember 2018 Grußbotschaft zum Jahreswechsel 2018 für das entgegengebrachte Vertrauen und die

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Grußbotschaft zum Jahreswechsel 2018 für das entgegengebrachte Vertrauen und die wohlwollende
N° 6 | Dezember 2018 Grußbotschaft zum Jahreswechsel 2018 für das entgegengebrachte Vertrauen und die wohlwollende

Grußbotschaft zum Jahreswechsel 2018

für das entgegengebrachte Vertrauen und die wohlwollende Unterstützung. Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2019

für das entgegengebrachte Vertrauen und die wohlwollende Unterstützung. Frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2019 unter Gottes Segen wünscht

Das zu Ende gehende Jahr 2018 ist geprägt von einer Reihe herausragender Ereignisse bei uns Gebirgsschützen. Karl Steininger hat nach 24 erfolgreichen Jahren das Amt des Landeshauptmanns zurückgelegt. Der Bayerische Ministerpräsident Horst See- hofer hat nach 10 Jahren, in denen er uns ein guter Freund war, sein Amt abgegeben. Markus Söder ist ihm als Ministerpräsident nachgefolgt und gern in die Ehrenpflicht als unser weltlicher „Schutzherr“ eingetreten. Die Kompanie Bichl hat einen beispiel- haften Patronatstag ausgerichtet. Das Treffen der Alpenregion der Schützen in Mayrhofen im Zillertal sticht hervor mit einem Teilnehmerrekord von rund 11.000 Schützen. 2.500 Bayerische Gebirgsschützen waren dabei, auch das ein Rekord. Die Isar- winkler Schützenwallfahrt auf den Reutberg war ein vielbeachtetes, imposantes Glau-

bens- und Brauchtumszeugnis. Nicht nur deshalb hat der Bayerische Ministerpräsi- dent den Gebirgsschützen den Heimatpreis verliehen. Die Kompanien haben in der Gemeinschaft ihrer Gaue / Bataillone und des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien ihre Tradition mit einer nicht zu übersehen- den Präsenz „gelebt“. Wir Gebirgsschützen haben uns als tragendes Element der baye- rischen Volkskultur gezeigt. Ich danke allen Gebirgsschützen, Haupt- leuten, Offizieren, Marketenderinnen, Spielleuten und Musikanten sowie Freun- den, Förderern und Gönnern, die unseren Erfolg möglich machen. Wir genießen in unserem Staat und in unserer bayerischen Gesellschaft ein hohes Ansehen. Allen Verantwortlichen in der Kirche, im Staat und in der gestaltenden Politik danke ich

Martin Haberfellner

Landeshauptmann

 

Bad Tölz/Kreuth

von Hans Baur

Hoher Besuch beim 56. Bundesschießen

 

Vom 28. bis 30. September 2018 fand auf den Schießstätten in Kreuth und Bad Tölz das 56. Bundesschießen des BBGK statt. 780 Teilnehmer, darunter 26 Marketenderinnen, nahmen am Wett- bewerb teil. Bei der Siegerehrung in Kreuth überreichte die Stv. Ministerpräsidentin Ilse Aigner den Porzellanlöwen als Ehrenga- be an den neuen Bundesschützenkönig Benedikt Deiser jun. von der Kompanie Bichl, der die Königswürde mit einem 176-Teiler errang. I.K.H. Herzogin Helene in Bayern überreichte den Ehren- preis S.K.H. Herzog Franz von Bayern − ein Luftgewehr – an den Gewinner der Festscheibe, Florian Baumann von der Kompanie Wallgau, der einen 153-Teiler erzielte. In der Mannschaftswertung der Schützenklasse siegte die GSK Reichersbeuern, in der Senioren- klasse sicherte sich die GSK Neubeuern die Ehrenscheibe, die vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München Dieter Reiter, gegeben wurde. LH Martin Haberfellner dankte Bundesschützen- meister Harald Schrangl, der mit seinen Helfern die Organisation der größten Schießveranstaltung der Bayerischen Gebirgsschützen übernommen und den reibungslosen Ablauf gewährleistet hat.

Festscheibe

Florian Baumann

Wallgau

153-Teiler

Thomas Baumann

Wolfratshausen

198-Teiler

Andreas Hartl

Gaißach

236-Teiler

Einzelwertung Schützenklasse

Michael Klauser Xaver Heimgreiter jun. Josef Simon

Wössen-Achental

94 Ringe

Wackersberg

94 Ringe

Wallgau

92 Ringe

Einzelwertung Senioren

Georg Winkler

Neubeuern

98 Ringe

Balthasar Hammerl

Wössen-Achental

98 Ringe

Peter Denk

Tegernsee

97 Ringe

Punktscheibe Schützenklasse

Andreas Danner Florian Schwengsbier Georg Doll

Jachenau

84-Teiler

Prien

139-Teiler

 

Kohlgrub

324-Teiler

Königsscheibe

 

Benedikt Deiser jun. Ludwig Lindmair Bernhard Kneifel

Bichl

176-Teiler

Punktscheibe Seniorenklasse

 

Elbach-Leitzach

320-Teiler

Peter Egner

Garmisch

58-Teiler

Bad Aibling

394-Teiler

Balthasar Bauer

Gaißach

175-Teiler

 

Hans Högg

Tegernsee

196-Teiler

Berichte aus Bayern

18

N° 6 | Dezember 2018

Einzelwertung Marketenderinnen

Mannschaftswertung Schützenklasse

Agnes Gistl

Reichersbeuern

88 Ringe

Reichersbeuern

786 Ringe

Magdalena Gassner

Ohlstadt

86 Ringe

Wallgau

761 Ringe

Magdalena Freisl

Kohlgrub

82 Ringe

Elbach-Leitzach

754 Ringe

Gästeklasse

Mannschaftswertung Senioren

Alois Pixner

87 Ringe

Neubeuern

554 Ringe

Walter Christofori

85 Ringe

Endorf

551 Ringe

Hubert Straudi

87 Ringe

Waakirchen

547 Ringe

Hubert Straudi 87 Ringe Waakirchen 547 Ringe Fotos Uta Rowlay Prien von Fritz Kelzenberg

Fotos Uta Rowlay

87 Ringe Waakirchen 547 Ringe Fotos Uta Rowlay Prien von Fritz Kelzenberg Marketenderinnen-Schießen des

Prien

von Fritz Kelzenberg

547 Ringe Fotos Uta Rowlay Prien von Fritz Kelzenberg Marketenderinnen-Schießen des Bataillons Inn-Chiemgau Die

Marketenderinnen-Schießen des Bataillons Inn-Chiemgau

Die GSK Prien richtete das diesjährige Marketenderinnen-Schie- ßen auf der Schießanlage „Eichental“ aus. Die Beteiligung mit 34 Schützinnen war zufriedenstellend und die Ergebnisse bestens. Rosi Schallinger von der GSK Traunstein gewann mit 75 Ringen den be- gehrten Porzellan-Löwen des Bataillons. Marlene Schwarzbeck von der GSK Audorf erreichte mit 73 Ringen den 2. Platz und mit der gleichen Ringzahl wurde Gabi Haslberger, GSK Wössen-Achental, Dritte. Die von der GSK Prien gestiftete Ehrenscheibe holte sich Therese Steinbacher von der GSK Inzell mit dem besten Blattl. Gauhauptmann Fritz Kelzenberg bedankte sich bei den Prienern für die hervorragende Organisation. n

V.l.: Olt. Josef Kirner, Gauhptm. Fritz Kelzenberg, Rosi Schallinger, Therese Steinbacher und Florian Schwengsbier

n V.l.: Olt. Josef Kirner, Gauhptm. Fritz Kelzenberg, Rosi Schallinger, Therese Steinbacher und Florian Schwengsbier

N° 6 | Dezember 2018

Berichte aus Bayern

19

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N° 6 | Dezember 2018 Berichte aus Bayern 19 19 Beuerberg von Alois Schwaiger 60 Jahre

Beuerberg

von Alois Schwaiger

60 Jahre Kreuz auf dem Jochberg

Der Jochberg (Gemeinde Jachenau) mit seinen 1.576 Metern ist bei Wanderern sehr beliebt. Der Aufstieg ist nicht alpin, aber die Aussicht auf Walchen- und Kochelsee sowie ins Karwendelgebirge ist überwältigend. 1958 hat die GSK Beuerberg-Herrnhausen dort ein Gipfelkreuz errichtet. Am 16. Sep- tember 2018 wurde das Jubiläum „60 Jahre Jochberg-Kreuz“ mit einem Gottesdienst am Gipfel feierlich begangen. Zelebriert wurde die Gipfelmesse vom Beuerberger Ortspfarrer Dekan Mario Friedl, musika- lisch begleitet wurde sie von der Beuer- berger Musikkapelle. Gedacht wurde aller

verstorbenen Kompaniemitglieder, aber auch der Verstorbenen der Familie Oswald (Seppenbauer) aus Sachenbach, Eigentümer des Geländes. Bei der Messe gab es eine Besonderheit: Die Eucharistie wurde mit dem originalen Primizkelch von Dekan Johann Baptist Held, der vor 60 Jahren das Kreuz geweiht hatte, gefeiert. Die Weihe des Kreuzes war am 1. Juni 1958 im Beisein von 42 Schützenkameraden erfolgt. Sie setzten die Idee des Herrnhauser Landwirts Josef Schieder (Bräumann) und von Hans Oswald (Seppenbaur) in die Tat um. Das Eichenholz für das Kreuz stellte Michael Bromberger

um. Das Eichenholz für das Kreuz stellte Michael Bromberger Gmund von Robert Stumbaum (Winkler) zur Verfügung.

Gmund

von Robert Stumbaum

Kreuz stellte Michael Bromberger Gmund von Robert Stumbaum (Winkler) zur Verfügung. Dank des Königs- dorfer

(Winkler) zur Verfügung. Dank des Königs- dorfer Fotografen Werner Beier wurde das Ereignis auch im Bild festgehalten. n

Gelöbnis beim Jahrtag der Gebirgsschützenkompanie Gmund

Wenige Tage nach dem Inkrafttreten der Gebirgsschützenordnung von Oberbayern am 21. April 1848 wurden in Tegernsee vor der Pfarrkirche unter Anwesenheit S.K.H. Herzog Max Gebirgsschützen vom Tegern- seer Landrichter Frhr. v. Poißl vereidigt – so der Autor von „Gebirgsschützen im Miesba- cher Oberland“, Dr. Gerhard Maier. Nun ließ die Gmunder Gebirgsschützen-

Dr. Gerhard Maier. Nun ließ die Gmunder Gebirgsschützen- Bad Aibling von Fritz Kelzenberg kompagnie diese Tradition

Bad Aibling

von Fritz Kelzenberg

kompagnie diese Tradition wieder aufleben. Sie hat im Rahmen ihres Jahrtags zehn neuen Mitgliedern auf dem Rathausplatz ein Gelöbnis abgenommen. Den würdigen Rahmen gestalteten der Spielmannszug, die Dorfmusikanten, Gebirgsschützen aus dem Mangfall-Leitzach-Gau sowie aus Südtirol und Tirol. n

Neuer Bataillonskommandant im Bataillon Inn-Chiemgau

Bei der diesjährigen Herbstversammlung, ausgerichtet von der GSK Aibling, wurde die Bataillonsführung Inn-Chiemgau neu gewählt, da Gauhauptmann Fritz Kelzenberg aus gesundheitlichen Gründen für eine Wie- derwahl nicht mehr zur Verfügung stand. Neuer Gauhauptmann wurde der Aschauer Oberleutnant Hans Rucker. Gegenkandi- dat war der Aiblinger Hauptmann Man- fred Ortner. Manfred Ortner und Günter

Hauptmann Man- fred Ortner. Manfred Ortner und Günter Traunstein von Günter Reichelt Hochhäuser aus Neubeuern

Traunstein

von Günter Reichelt

Hochhäuser aus Neubeuern bekleiden gleichberechtigt das Amt des Gauhaupt- mannstellvertreters. Neue Marketenderin- nensprecherin wurde Brigitte Maier von der GSK Wössen-Achental. Der ausscheidende Bataillonskommandant Fritz Kelzenberg, der das Bataillon 18 Jahre geleitet hat, wurde zum Ehrengauhauptmann ernannt; eine Auszeichnung, die bisher nur Toni Greimel zuteil geworden ist. n

Solidarität und Verpflichtung

Ein ganz besonderes Engagement zeigen Mitglieder der GSK Traunstein an Allerheiligen. Seit Bestehen der Prinz-Eugen-Kaserne in Traunstein haben Soldaten der Bundeswehr immer an Allerheiligen vor den Eingängen des städtischen Friedhofs in Traunstein für den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Im Jahr 1997 wurde der Standort aufgelöst. Seit dieser Zeit haben die Traunsteiner Gebirgsschützen diese Aufgabe übernom- men. Ein ganz besonderes Zeichen der Solidarität, aber ebenso ein Zeichen dafür, dass sich die bayerischen Gebirgsschützen dem Andenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege verpflichtet fühlen. n

dass sich die bayerischen Gebirgsschützen dem Andenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege verpflichtet fühlen. n
dass sich die bayerischen Gebirgsschützen dem Andenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege verpflichtet fühlen. n
dass sich die bayerischen Gebirgsschützen dem Andenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege verpflichtet fühlen. n

Berichte aus Bayern

20

N° 6 | Dezember 2018

Berichte aus Bayern 20 N° 6 | Dezember 2018 Beuerberg von Hans Baur Neue Führung im

Beuerberg

von Hans Baur

Neue Führung im Loisach-Gau

Als Nachfolger von Gauhauptmann Michael Bromberger wählten die Vertreter der sechs Kompanien des Loisach-Gaues bei der Ver- sammlung in Beuerberg den Hauptmann von Benediktbeuern Stefan Schmid zum neuen Gauhauptmann. Zum Stellvertreter beriefen sie den Kocheler Hauptmann Herbert Bernhauer. Christian Bauer (Benediktbeuern) bekleidet künftig das Amt des Schriftführers und Alois Schwaiger (Beuerberg) fungiert als Kassier. Michael Bromber- ger wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrengauhauptmann ernannt. n

aufgrund seiner Verdienste zum Ehrengauhauptmann ernannt. n München V.l. Alois Schwaiger, Stefan Schmid, Herbert

München

seiner Verdienste zum Ehrengauhauptmann ernannt. n München V.l. Alois Schwaiger, Stefan Schmid, Herbert Bernhauer und

V.l. Alois Schwaiger, Stefan Schmid, Herbert Bernhauer und Christi- an Bauer

Gebirgsschützen beim Trachten- und Schützenzug in München

Ohlstadt

beim Trachten- und Schützenzug in München Ohlstadt Ohlstadt von Hans Baur Neuer Hauptmann in Ohlstadt Die

Ohlstadt

von Hans Baur

Neuer Hauptmann in Ohlstadt

Die Kompanieversammlung der GSK Ohl- stadt wählte am 4. November 2018 Michael Hägle zum neuen Hauptmann. Er folgt Stefan Stadler nach, der nicht mehr kandi- diert hatte. Zu seinem Stellvertreter wurde Hubert Lichtenstern bestimmt. n

seinem Stellvertreter wurde Hubert Lichtenstern bestimmt. n Waakirchen Eschenlohe Bad Endorf Hans Doll † Am 23.
Waakirchen
Waakirchen

Eschenlohe

wurde Hubert Lichtenstern bestimmt. n Waakirchen Eschenlohe Bad Endorf Hans Doll † Am 23. Oktober 2018

Bad Endorf

Hans Doll †

Am 23. Oktober 2018 verstarb der Ehren- hauptmann der Kompanie Endorf im 83. Lebensjahr. Er war Gründungsmitglied und Gründungshauptmann und führte die Kompanie 31 Jahre mit ganzer Kraft und großer Leidenschaft. Seine Kameraden der Kompanie Endorf, des Bataillons Inn- Chiemgau und die Landeshauptmannschaft gaben ihm das letzte Geleit. n

die Landeshauptmannschaft gaben ihm das letzte Geleit. n DER OBERBAIERISCHE FEST-TÄG- UND ALTE-BRÄUCH-KALENDER 2019

DER OBERBAIERISCHE FEST-TÄG- UND ALTE-BRÄUCH-KALENDER 2019

Die Ausgabe berichtet über das gelebte bayerische Brauchtum in seiner Vielfalt. Hinzu kommen Veranstaltungstermine und ein anspruchsvolles Kalendarium. Der Kalender kann direkt beim Raab- Verlag bestellt werden.

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N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Wir gratulieren … 2 1

Wir gratulieren …

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N° 6 | Dezember 2018 Wir gratulieren … 2 1 Götzens Ernst Gamper, Johann Pittl, Herbert

Götzens

Ernst Gamper, Johann Pittl, Herbert Holzmann und Erich Haller - 70

Dieses Jahr hatte die Schützenkompanie Götzens einige Gründe zu feiern. Dieses Jahr durfte die Kompanie den Mitgliedern Ernst Gamper, Johann Pittl, Herbert Holzmann und Erich Haller zum

70. Geburtstag gratulieren. Wir wünschen den fleißigen Schützen

auf diesem Weg nochmals alles Gute zum runden Geburtstag und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Ausrückungen. n

freuen uns auf viele weitere gemeinsame Ausrückungen. n Abfaltersbach Bozen Steeg Bataillonskommandant Mjr. Hans
Abfaltersbach

Abfaltersbach

auf viele weitere gemeinsame Ausrückungen. n Abfaltersbach Bozen Steeg Bataillonskommandant Mjr. Hans Obrist - 70 Den

Bozen

weitere gemeinsame Ausrückungen. n Abfaltersbach Bozen Steeg Bataillonskommandant Mjr. Hans Obrist - 70 Den

Steeg

Bataillonskommandant Mjr. Hans Obrist - 70

Den Siebzigsten feierte Baon-Kdt. Mjr. Hans Obrist am 4. Mai 2018. Nicht nur im Familienkreise − nein, auch der Viertel- ausschuss, der Bataillonsausschuss und der Kompanieausschuss waren geladen, um mit Hans diesen Tag zu feiern. Hans wartete mit allem auf, was das Herz so begehrte, und so wurde lange und gesellig gefeiert. n

so begehrte, und so wurde lange und gesellig gefeiert. n Peter Thurner - 70 Die Schützenkompanie

Peter Thurner - 70

Die Schützenkompanie Bozen freute sich über die Einladung des langjährigen Schüt- zen, früheren Oberjägers und derzeitigen Fahnenleutnants Peter Thurner zu seinem runden Geburtstag. Die Kommandant- schaft gratulierte ihm herzlichst und es wurde in großer Runde mit der Familie und Freunden gefeiert. n

in großer Runde mit der Familie und Freunden gefeiert. n Hptm. Norbert Huber - 60 Am

Hptm. Norbert Huber - 60

Am 27. Juni dieses Jahres feierte Hptm. Nor- bert Huber seinen 60. Geburtstag. Er ist seit 1973 Mitglied unserer Kompanie und führt nun seit 29 Jahren die SK Steeg mit viel Ge- schick und Umsicht, dem rechten Wort zur richtigen Zeit und viel Verständnis für Jung und Alt. Besonders gefreut hat ihn natürlich, dass auch die Musikkapelle Steeg ausgerückt war, um ihm ein Geburtstagsständchen zu spielen, und dass sich unter den zahlreichen Gratulanten auch LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tie- fenthaler und der Viertelkdt. Mjr. Fritz Gastl eingefunden hatten. n

und der Viertelkdt. Mjr. Fritz Gastl eingefunden hatten. n Tulfes Ehrenobmann Hermann Junker - 70 Im
und der Viertelkdt. Mjr. Fritz Gastl eingefunden hatten. n Tulfes Ehrenobmann Hermann Junker - 70 Im

Tulfes

Ehrenobmann Hermann Junker - 70

Im September feierte unser Ehrenobmann Hermann Junker seinen

70. Geburtstag. Im Beisein seiner Frau und Fahnenpatin Maria-

Luise und seiner Familie gratulierte die Tulfer Schützenkompanie unter der Leitung von Hptm. Richard Angerer mit einer Ehrensalve und einem kleinen Geschenk. Er war bei vielen Tulfer Vereinen in Ausschüssen dabei, aber bei der Schützenkompanie ist er seit sechs Jahrzehnten als verdienstvoller und überzeugender Schütze tätig. n

aber bei der Schützenkompanie ist er seit sechs Jahrzehnten als verdienstvoller und überzeugender Schütze tätig. n
2 2 Aus den KOMPANIEN … N° 6 | Dezember 2018

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Aus den KOMPANIEN …

N° 6 | Dezember 2018

2 2 Aus den KOMPANIEN … N° 6 | Dezember 2018 Bad Ischl von Georg Huber

Bad Ischl

von Georg Huber

Geschichte und Tradition

2018 Bad Ischl von Georg Huber Geschichte und Tradition Bad Ischl ganz im Zeichen des Geburtstages

Bad Ischl ganz im Zeichen des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph I.

Die SK Ramsau und die Zillertaler Röckl- frauen wurden vom Stadtmanagement Bad Ischl eingeladen, beim traditionellen Fest, welches jährlich am 18. August zur Erinnerung an den Geburtstag von Kaiser Franz Joseph I. stattfindet, dabei zu sein.

von Kaiser Franz Joseph I. stattfindet, dabei zu sein. Bozen von Peter Brachetti Nach entsprechender Vorbereitung

Bozen

von Peter Brachetti

Nach entsprechender Vorbereitung ging die Reise am Freitag, den 17. August ins Salzkammergut. Ein 2,5 km langer roter Teppich, welcher sich durch die Geschäfts- straße schlängelte, führte an einer Vielzahl an Ständen und Traditionsgeschäften vor-

bei. Am nächsten Morgen ging die Fahrt in Tracht zusammen mit den Röcklfrauen zur Aufstellung am Stadtplatz. Nach dem Ein- marsch der Bürgerkapelle und der Meldung an die Familie Habsburg sowie dem Ab- schreiten der Ehrenfront durch Erzherzog Markus erfolgte der Einzug in die festlich geschmückte Stadtpfarrkirche. Die Mes- se wurde von Abt. Mag. Gerhard Hafner OBS, Stift Admont, zelebriert. Alt-Bischof Ludwig Schwarz hob in seiner Ansprache besonders die Glaubenstreue der Habsbur- ger hervor. Als Schlusspunkt der zweistün- digen Messe erklang die Kaiserhymne. Im Anschluss an die Messe marschierten die Schützen und die ausgerückten Regimenter, angeführt von der Bürgermusik Bad Ischl, zur Kaiservilla, um dort Seiner kaiserlichen Hoheit Erzherzog Markus Salvator von Habsburg-Lothringen die Referenz zu er- weisen. Stolz marschierten die Röcklfrauen inmitten der kaiserlichen Gesellschaft. Eine perfekte Ehrensalve der SK Ramsau war der krönende Abschluss dieser Ausrückung. n

Eröffnung und Segnung des Schützenheimes

Am 15. September 2018 war es endlich soweit. Nach jahrelangem Suchen und Unterbringung in provisorischen Räumlichkei- ten konnte die SK Bozen ihr neues Schützenheim feierlich einweihen. Als zu Beginn des Jahres diese Räumlichkeiten in der St. Johanngasse 1/D zur Verfügung waren, war die ganze Kompanie von dieser Möglichkeit begeistert. Ab diesem Moment wurde den ganzen Sommer über gemeinsam an der Adaptierung dieser Räumlichkeiten zum jetzigen Schützenheim gearbeitet.

Auch mussten die Mittel aufgebracht werden, um die Arbeiten und die Einrichtung zu ermöglichen. So konnten mit großzügiger Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse, der Stadtgemeinde Bozen und vieler privater Sponsoren diese Arbeiten durchgeführt werden. An diesem Samstag konnte jedem einzelnen Geldgeber persönlich gedankt werden. Alle Sponsoren sind auf einer Tafel im Heim aufgelistet. Das Heim besteht aus einem Versammlungssaal, einem Büro und einem Magazin. Nach der Begrüßung der Festver- sammlung durch den Hauptmann hielt der Bundesgeschäftsführer des Schützenbundes, Mjr. Jürgen Wirth-Anderlan, eine viel beach- tete Festrede. Anschließend überbrachte der Bozner Stadtrat Luis Walcher die Grußworte der Gemeinde. Es folgte die Segnung der Räumlichkeiten durch Schützenkamerad Pater Reinald Romaner OFM. Anschließend wurde das traditionelle Band durchgeschnitten und das Schützenheim seiner Bestimmung übergeben. n

und das Schützenheim seiner Bestimmung übergeben. n Stadtrat Luis Walcher, Bgf. Jürgen Wirth-Anderlan und Hptm.

Stadtrat Luis Walcher, Bgf. Jürgen Wirth-Anderlan und Hptm. Arthur Bacher freuen sich über das neue Bozner Schützenheim. Die Einweihungsfeier wurde mit einem gemütlichen Zusammen- sein bei Speis und Trank, umrahmt von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Zwölfmalgreien und einem bekannten Zitherspieler, abgeschlossen.

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Falzaregopass/Valparola

Falzaregopass/Valparola

von Ugo Constantini

100 Jahre Ende 1. Weltkrieg – Segnung von Gedenktafeln

Am 30. September fand bei der Sperre „Tre Sassi“ am Falzare- gopass/Valparola, auf Gemeindegebiet von Cortina d’Ampezzo, eine Feier im Gedenken an das Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren statt.

Während der Feier, organisiert von der SK Anpezo/Hayden, wurden zwei Gedenktafeln gesegnet. Eine, welche der SK Anpezo Hayden 2015 vom Tiroler Schützenbund übergeben wurde und auf der aller Standschützen gedacht wird, die an der Dolomitenfront kämpften. Und eine zweite Tafel, welche auf Initiative der Schützenkompanie selbst gefertigt wurde, in Erinnerung an alle Soldaten aus Anpezo, die von 1915 bis 1918 für ihre Heimat kämpften. Die von Hoch- würden Luigi Rocco zelebrierte Messfeier und die Weihe der Tafeln fanden im Beisein der Ehrenkompanie Buchenstein, von Vertre- tern verschiedener Kompanien aus Süd-Tirol, von Kaiserjägern aus Kirchbichl sowie von örtlichen Amtsträgern wie Elsa Zardini Soriza, Präsidentin der „Union di Ladins de Anpezo“ und Giulia Girardi, Referentin der Gemeinde Cortina statt. Mit dabei war auch als willkommene Überraschung der Landeskommandant des WTSB, Mjr. Enzo Cestari. n

der Landeskommandant des WTSB, Mjr. Enzo Cestari. n Nach der Messfeier und der Ehrensalve berichteten Prof.

Nach der Messfeier und der Ehrensalve berichteten Prof. Paolo Gia- comel und Loris Lancedelli, Betreiber des Museums Sperre „Tre Sassi“, in sehr interessanten Ausführungen über die schwerwiegenden Geschehnisse, die sich nach Ende des 1. Weltkrieges ereignet haben. Anschließend führte Loris Lancedelli die Anwesenden durch die Sper- re, die heute nach einer vorbildlichen Restaurierung und Instandset- zung als Museum dem Krieg in den Dolomiten gewidmet ist.

zung als Museum dem Krieg in den Dolomiten gewidmet ist. Gummer von Karl Schroffenegger Neues Wegkreuz

Gummer

von Karl Schroffenegger

Neues Wegkreuz

Im September wurde von der SK Gum- mer bei der Gamperschupf, hinter der Handwerkerzone Eggermoos, auf halber Strecke zwischen Steinegg und Gummer, ein neues Wegkreuz aufgestellt.

Am 23. September wurde das neue Weg- kreuz nach einer von P. Sepp Hollweck zelebrierten Feldmesse gesegnet. Unter den zahlreichen Besuchern begrüßte Hptm. Karl Schroffenegger Bürgermeisterin Martina Lantschner, Vizebgm. Albin Kofler sowie die Gemeindereferentin für Kultur Barbara Wild. In einer kurzen Ansprache erklärte Hptm. Schroffenegger, wieso dieses Wegkreuz hier errichtet wurde: Die Idee kam vom Kameraden Siegfried Lantschner, der auch Grundstücksbesitzer ist. Schrof- fenegger erklärte das Vorhaben, dass hier ein Themenweg entstehen sollte. Deshalb soll das Kreuz allen Menschen immer in Erinnerung rufen, wer diese wunderschöne Heimat geschaffen hat. n

rufen, wer diese wunderschöne Heimat geschaffen hat. n Im Anschluss an die Segnung des neuen Wegkreuzes

Im Anschluss an die Segnung des neuen Wegkreuzes bedankte sich Bürgermeisterin Mar- tina Lantschner bei der SK Gummer für diese lobenswerte Aktivität. Hptm. Schroffenegger sprach dem Kameraden Hannes Mahlknecht, der das schöne Wegkreuz geschaffen hat, und dem Kameraden Siegfried Lantschner ein herzliches Vergelt’s Gott für die Initiative aus.

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N° 6 | Dezember 2018 2 4 Aus den KOMPANIEN … Götzens von Lisa Haller Vereinsturnier

Götzens

von Lisa Haller

Vereinsturnier

Auch sportlich war die SK Götzens heuer sehr aktiv. Neben vielen Ausrückungen stand auch heuer wieder das alljährliche Fußball- Vereinsturnier am Götzner Sportplatz auf dem Programm. Die Mannschaft der Jungschützen, Marketenderinnen und Schützen aus Götzens konnte den hervorragenden zweiten Platz erzielen. n

konnte den hervorragenden zweiten Platz erzielen. n Die Mannschaft freut sich über das Spitzenergebnis und

Die Mannschaft freut sich über das Spitzenergebnis und hofft im nächsten Jahr den Titel für sich entscheiden zu können.

nächsten Jahr den Titel für sich entscheiden zu können. Igls/Vill von Lothar Zimak Hall i.T. von

Igls/Vill

von Lothar Zimak

für sich entscheiden zu können. Igls/Vill von Lothar Zimak Hall i.T. von Stefanie Hotter Bergmesse im

Hall i.T.

von Stefanie Hotter

Bergmesse im Voldertal

Bei kaiserlichem Herbstwetter durfte die Speckbacher SK Hall ge- meinsam mit der extra angereisten Abordnung der Partnerkompanie Bissingen-Kesseltal und der Abordnung der Kaspar-Sauter-SK Am- pass am 16. September eine Bergmesse im Voldertal feiern. Zelebriert wurde die heilige Messe vom Schützenkurat Pater Damian Heuer. n

die heilige Messe vom Schützenkurat Pater Damian Heuer. n Gemeinsam mit der Fahnenabordnung der Partnerkompanie

Gemeinsam mit der Fahnenabordnung der Partnerkompanie Bissingen-Kesseltal und der Abordnung der Kaspar Sauter Schützen- kompanie Ampass war es wieder ein unvergessliches Bild am Berg.

„An der Front 2018“: Gedächtnisfeierlichkeiten in Roncone

Am 25. und 26. August 2018 fanden in Roncone die Gedächtnisfeierlichkeiten zu 100 Jahre Ende des I. Weltkriegs statt, zu der die SK „Roncon“ als Veranstalter eingeladen hatte. Von Nordtirol nahm die SK Igls-Vill mit einer verstärkten Fahnen- abordnung daran teil. Am 25. August 2018 stand die Kranzniederlegung beim Ge- denkkreuz am Dosso dei Morti (2.183 m) auf dem Programm. Am 26. August konnte die SK Igls-Vill bei ihrem Kreuz auf dem Soldatenfriedhof in Bondo den Kranz der Stadt Innsbruck, gestiftet von Bgm. Georg Willi, niederlegen. Hierbei nahm auch die Abordnung der SK Lajen teil. Danach fuhren alle zum Festungswerk Larino in Lardaro, wo eine Feldmesse gefeiert wurde. Die Ehrenkompanie wurde von Schüt- zen der SK Roncon, der SK Lajen, der SK Meransen und der SK Igls-Vill gebildet. Kommandierender war Bezirksmjr. Florian Lechner vom Bezirk Brixen, der dem Bgm. Franco Bazzoli die angetretenen Formati- onen und Fahnenabordnungen meldete. Nach der Frontabschreitung marschierte die Formation zur Feldmesse unterhalb des Werks Larino. Zelebriert wurde die Messe

unterhalb des Werks Larino. Zelebriert wurde die Messe Das Gedenkkreuz beim Festungswerk Larino von Pfarrer Don

Das Gedenkkreuz beim Festungswerk Larino

von Pfarrer Don Celestino Ritz, der in seiner Predigt den europäischen Gedanken als Friedensprojekt hervorhob. Die aus allen Landesteilen bestehende Ehrenkom- panie schoss unter dem Kommando von Bezirksmjr. Florian Lechner zwei perfekte Salven. Beim Gedenkkreuz „Festungswerk Larino“ legte die SK Roncone dann noch

einen Kranz nieder, bevor die Grußworte gesprochen wurden. Bgm. Franco Bazzoli ging in seiner Rede auch auf die Bedeu- tung des Friedens in unserer Zeit ein und forderte die Schützen auf, ihren Beitrag zur Völkerverständigung und zum Frieden zu leisten. n

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Innsbruck

von Adrian Egger

190 Jahre Schützenkompanie Mühlau-Innsbruck

Die SK Mühlau-Innsbruck beging 2018 ihr 190-jähriges Bestehen und feierte diesen Anlass offiziell am 10. Juni 2018 mit einer wür- digen Herz-Jesu-Prozession und einem im Anschluss abgehaltenen Landesüblichen Empfang am Mühlauer Dorfplatz. Hptm. Hubert Holzbaur führte mit sichtlichem Stolz die stark auftretende Kompa- nie, und in seiner Ansprache betonte er erneut die Wichtigkeit des Tiroler Schützenwesens und die großartige Zusammenarbeit aller Vereine in Mühlau. Mit großer Freude vernahm Pfarrer Boris Rep- cinski, dass das im Oktober stattfindende Festschießen zugunsten der Dachsanierung der Mühlauer Kirche erfolgen wird. Anlässlich des 190-jährigen Bestehens der SK Mühlau wurde im Jubiläumsjahr 2018 unter zahlreicher Beteiligung der Mühlauer Bevölkerung ein Festschießen veranstaltet. Vom 19. bis 21. Oktober 2018 wurden auf dem kompanieeigenen Schießstand neben den Schießkategorien Serie, Fest- und Jux-Scheibe die prachtvoll gestaltete Jubiläumsschei- be beschossen. Dazu konnte die SK Mühlau über 130 teilnehmende Schützen begrüßen. Der Höhepunkt des Jubiläumsschießens war der sonntägliche Frühschoppen. Vor der Preisverleihung wurden die Ehrengäste gebeten, die Jubiläumsscheibe zu beschießen. Die

gebeten, die Jubiläumsscheibe zu beschießen. Die Mayrhofen von Gerhard Biller V.l. sitzend Baon-Kdt.

Mayrhofen

von Gerhard Biller

zu beschießen. Die Mayrhofen von Gerhard Biller V.l. sitzend Baon-Kdt. Innsbruck Mjr. Helmut Paolazzi,

V.l. sitzend Baon-Kdt. Innsbruck Mjr. Helmut Paolazzi, EHptm. LH a.D. Wendelin Weingartner, der Vizebgm. der Stadt Innsbruck Franz Xaver Gruber und stehend ganz rechts Hptm. Hubert Holzbaur

Schützenküche überzeugte erneut mit dem legendären Mühlauer Schützenschnitzel die anwesende Festgesellschaft. n

Zweifache Verleihung der Margarethen-Medaille

n Zweifache Verleihung der Margarethen-Medaille Mils von Christian Unterberger Schützenkompanie Mils Es ist
n Zweifache Verleihung der Margarethen-Medaille Mils von Christian Unterberger Schützenkompanie Mils Es ist

Mils

von Christian Unterberger

Schützenkompanie Mils

Es ist bereits zur Tradition geworden, dass die SK Mils den Alpenpark Karwendel unterstützt, um unsere schöne Heimat zu erhalten. Im Frühjahr 2014 sind am Hochmahdkopf durch einen fast 4-tägigen Waldbrand schwere Schäden an der Vege- tation und der Infrastruktur (Schutzwald,

Latschen, Lawinenverbauung

So trafen sich am 15. September 2018 neun Mitglieder der Kompanie beim Halltal-Ein-

) entstanden.

gang, um nach fachmännischer Einschu- lung durch den Absamer Waldaufseher in dem ihnen zugewiesenen Bereich die in den letzten Jahren gepflanzten Nadel- und Laubbäumchen mittels Schutzanstrichs vor dem Wildverbiss zu schützen. Die SK Mils freut sich schon auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Alpenpark Kar- wendel im nächsten Jahr. n

Nach der anstrengenden Arbeit im steilen Gelände wurden wir von Arno Schafferer noch zu einer Jause eingeladen.

Im Rahmen der Schutzengelprozession wurden am 30. September 2018 die Bürger- meisterin der Marktgemeinde Mayrhofen MMag. Monika Wechselberger und die Kul- turreferentin der Markgemeinde Mayrhofen Burgi Huber für ihre Verdienste um das 25. Alpenregionstreffen der Schützen 2018 mit der Margarethen-Medaille des Bundes der Tiroler Schützenkompanien ausgezeichnet. Die Ehrung wurde vom Landeskomman- danten Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler und Hptm. Gerhard Biller vorgenommen. n

Die beiden Geehrten Monika Wechselber- ger und Burgi Huber mit LKdt. Fritz Tiefen- taler, Hptm. Gerhard Biller und Willi Rauch

beiden Geehrten Monika Wechselber- ger und Burgi Huber mit LKdt. Fritz Tiefen- taler, Hptm. Gerhard Biller
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2 6 Aus den KOMPANIEN … N° 6 | Dezember 2018 Lienz von Georg Lobenwein Jubiläumsschießen

Lienz

von Georg Lobenwein

Jubiläumsschießen zum 120-jährigen Bestehen der SK Lienz

Am 15. September fand am hauseigenen Schießstand der SK Lienz das Jubiläumsschießen statt, zu dem Freunde, Kameraden und Weggefährten zum sportlichen Zimmergewehrschießen eingeladen waren. Anlass waren die 120 Jahre seit der Wiedergründung der SK Lienz. Zu gewinnen gab es die Jubiläumsscheibe und Sachpreise für die jeweiligen Teilsieger. Gesamtsieger wurde Daniel Stocker, der stolz die Jubiläumsscheibe nach Hause tragen konnte. Das Schießen auf die Jubiläumsscheibe gewann das Geburtstagskind Alexander Tscharnid- ling aus Dölsach mit 10,7 Ringen. Die 10er-Serie gewann Alois Platter aus Schlaiten mit 101 Ringen. Die Wildscheibe erlegte Daniel Stocker mit 15 Ringen Maximalwertung und der besseren Deckserie vor Eli- sabeth Hanser. Auf die Glücksscheibe traf der Sieger Daniel Stocker mit 47 Punkten knapp vor Barbara Indrist mit 46 Punkten. n

Gesamtsieger Daniel Stocker mit Obmann Hans Pramstaller (l.) und Hptm. Alexander Kirchstätter (r.)

Hans Pramstaller (l.) und Hptm. Alexander Kirchstätter (r.) Mieders von Herbert F. Genser Ein Denkmal für

Mieders

von Herbert F. Genser

Alexander Kirchstätter (r.) Mieders von Herbert F. Genser Ein Denkmal für einen beliebten Tiroler Am 2.

Ein Denkmal für einen beliebten Tiroler

Am 2. September 2018 fand die Enthüllung der Bischof-Stecher- Büste am Koppeneck in Mieders statt. Die Bronzebüste wurde vom Schönberger Bildhauer Hermann Pirkner geschaffen.

Die Idee des Künstlers Hermann Pirkner zur Schaffung eines Denkmals für den Tiroler Altbischof Reinhold Stecher wurde von den Stubaier Schützen mit großer Freude gefördert. Der Standort für das Denkmal stand bald fest: Bischof Stecher ging nämlich jedes Jahr auf dem Kapellenweg von Mieders zur Maria Waldrast. Dabei konnte er Stille und Kraft für sein Amt als Hirte gewinnen und erleben. Der Weg zur Waldrast bekam für viele eine spirituelle Dimension. Bischof Stecher sagte immer wieder: „Die Liebe zu Gott führt auch über die Berge.“ Pirkner schuf mit seiner Bischof- Stecher-Büste ein rundum gelungenes Portrait des großen Tirolers:

Bischof Stecher blickt mit einem Lächeln im Gesicht zur Serles, dem Altar Tirols. Ist das nicht ein „Kraftplatz“ für uns Wanderer durch die Zeit? Pfarrer Josef Scheiring, der die Bronzebüste mit Fich- tenzweigen segnete, war mit Fahrrad und Rucksack von Fulpmes nach Mieders zum Koppeneck gekommen − eine schöne Geste. Ein spontaner Applaus der zahlreich erschienenen Menschen, darunter

Applaus der zahlreich erschienenen Menschen, darunter Ein idealer Ort für ein besonderes Denkmal: Pfarrer Josef

Ein idealer Ort für ein besonderes Denkmal: Pfarrer Josef Scheiring, Bildhauer Hermann Pirkner und der Miederer Bgm. Daniel Stern (v.l.)

die Bürgermeister aus dem Stubai und dem Wipptal sowie eine große Schützenabordnung, war ein von Herzen kommender Dank für seinen Einsatz. n

war ein von Herzen kommender Dank für seinen Einsatz. n Innsbruck von Herbert Schweißgut Verdienstmedaille des

Innsbruck

von Herbert Schweißgut

Verdienstmedaille des Landes Tirol an Hptm. Wolfgang Santa

Hptm. Wolfgang Santa wurde erst kürzlich große Ehre zuteil. Am Hohen Frauentag wurde er von den Spitzen des Landes Tirol und Südtirol für Verdienste um das Schüt- zenwesen mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet. Hptm. Santa ist seit über zwanzig Jahren Kommandant

der SK Reutte und war über viele Jahre auch Obmann in Personalunion. Seit 2011 ist er stellvertretender Bataillonskommandant und hat in dieser Zeit das Außerferner Schützenwesen wesentlich mitgeprägt. Das Schützenbataillon Ehrenberg gratuliert sehr herzlich! n

Zeit das Außerferner Schützenwesen wesentlich mitgeprägt. Das Schützenbataillon Ehrenberg gratuliert sehr herzlich! n

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N° 6 | Dezember 2018 Aus den KOMPANIEN … 2 7 Pians von Alexandra Zangerl Kirchtag

Pians

von Alexandra Zangerl

Kirchtag in Pians 2018

Der Pianner Kirchtag am 9. September begann mit einer hl. Messe, zelebriert von Schützenkurat Mag. Georg Schödl, und endete − musikalisch begleitet von der BMK Pians unter Harald Bonelli – in einem gemütlichen Beisammensein auf dem Dorf- platz. So dankte heuer die Caritas ehrenamt- lichen Helfern, darunter dem Hauptmann der Kompanie, Alois Thurner, für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienst der Gemeinschaft. Für die jährliche Osteuropa- Hilfsaktion, die vor 13 Jahren Heinrich Juen aus See mit seinem Team ins Leben gerufen hatte, gab es heuer einen Scheck über 1000.- €. Diese Benefizaktion koordiniert seit 2012 VKdt. Mjr. Fritz Gastl. Im letzten Jahr waren 62 Tonnen Hilfsgüter für osteuropäische Ar- menregionen zusammengekommen, sortiert

osteuropäische Ar- menregionen zusammengekommen, sortiert Schwoich von Alois Thaler „Osteuropahilfe“ (Otmar

Schwoich

von Alois Thaler

zusammengekommen, sortiert Schwoich von Alois Thaler „Osteuropahilfe“ (Otmar Kröll); Norbert Weiskopf, Fritz

„Osteuropahilfe“ (Otmar Kröll); Norbert Weiskopf, Fritz Gastl und Alois Thurner

und transportiert worden. Mjr. Gastl lobte u.a. den Einsatz der Tiroler Schützenkom- panien für Hilfsprojekte im In- und Ausland und dankte den Piannern sehr. Er zeigte

einmal mehr auf, wie wichtig es sei, die Auf- gaben als Schützen und Marketenderinnen zu erfüllen und dabei auch Lebensfreude in einer Gemeinschaft zu erfahren. n

Großzügigkeit der Schwoicher Schützen

Dass sie das Herz am rechten Fleck haben, bewiesen die Mannen der Schwoicher Schützenkompanie wieder einmal bei ihrem Frühschoppen am 2. September. Die Versteigerung des Maibaumes brach- te stolze 2.000,- €, und die Hälfte davon spendeten die Schützen für den Schwoicher Sozialfonds. n

Hptm. Alois Thaler (l.) und Obmann Harald Gschwentner überreichten den Scheck an Vizebgm. Peter Payr, der sich im Namen der Gemeinde für die noble Geste bedankte. (Foto Hans Gregoritsch)

für die noble Geste bedankte. (Foto Hans Gregoritsch) von Wolfram Vindl Kopfbedeckung im Tausch?! Sieht doch

von Wolfram Vindl

Kopfbedeckung im Tausch?! Sieht doch fesch aus!

Bischof Hermann Glettler zeigte sich bei einem Schützenfest sehr nah dem Volk und überredete eine Jungmarketenderin mit ihm die Kopfbedeckung zu tauschen. Dies zauberte wohl beiden Persön- lichkeiten ein besonders Lächeln ins Gesicht. Wie findet ihr das? n

zu tauschen. Dies zauberte wohl beiden Persön- lichkeiten ein besonders Lächeln ins Gesicht. Wie findet ihr
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2 8 Aus den KOMPANIEN … N° 6 | Dezember 2018 Söll von Manfred Schachner Gründungsfest

Söll

von Manfred Schachner

Gründungsfest der Josef-Rainer-Schützenkompanie Söll

Gründungsfest der Josef-Rainer-Schützenkompanie Söll Die Josef-Rainer-Schützenkompanie Söll ist die 23 Kompanie

Die Josef-Rainer-Schützenkompanie Söll ist die 23 Kompanie die im Bataillon Kufstein gegründet wurde

Die Idee, in Söll eine Schützenkompanie zu gründen, war bereits bei der 800-Jahr-Feier im Jahr 2017 vorhanden. Bei der Umsetzung maßgeblich beteiligt waren der zuständige Baon-Kdt. Mjr. Hermann Egger und der Ehrenoberleutnant der Brixlegger Schützen, Konrad Kirchmaier. Die Josef-Rainer-SK Söll unter der Führung von Hptm. Harald Treichl und Obm. Olt. Hans Ager lud zum Gründungsfest nach Söll ein. Trotz regnerischen und kalten Wetters folgten über 1000 Tiroler Schützen, Musikanten und Traditionsvereine der Einladung nach Söll. Auch viele Ehrengäste ließen es sich nicht neh- men, am Gründungsfest teilzunehmen, unter ihnen der Vertreter vom Land Tirol LR. Mag. Johannes Tratter, der Bürgermeister der Gemeinde Söll Alois Horngacher, LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, Viertel-Kdt. Mjr Manfred Schachner und sein Stellvertreter Hptm.

Mjr Manfred Schachner und sein Stellvertreter Hptm. Stams von Helmut Hörmann Georg Huber. Pünktlich um 9.15

Stams

von Helmut Hörmann

Georg Huber. Pünktlich um 9.15 Uhr begann der Festakt mit der Meldung an die Höchstanwesenden. Nach dem Landesüblichen Empfang mit Frontabschreitung und Ehrensalve durch die Ehren- kompanie Bad Häring unter dem Kommando von Hptm. Alexander Biechl erfolgte die Begrüßung durch den Baon-Kdt. Mjr. Hermann Egger. Die Feldmesse wurde vom Pfarrer Mag. Adam Zasada zele- briert und von der Bundesmusikkapelle Söll musikalisch umrahmt. Im Anschluss an die Feldmesse wurde die Kompaniefahne ge- weiht und die Fahnenpatin Sonja Rainer übergab die Fahne an die Kompanie Söll, welche nach dem Eintreten der Fahne eine perfekte Ehrensalve abfeuerte. Nach der Übergabe der Fahnenbänder erfolgte ein farbenprächtiger Festumzug durch Söll zum Festplatz, wo das Gründungsfest seinen Ausklang fand. n

Schützenkompanie Stams in Kaisheim

Die Alois-Kluibenschedl-SK Stams beein- druckte im bayrischen Kaisheim mit einem Landesüblichen Empfang und einer Ehren- salve für die Geistlichkeit nach der Festmesse im Mariendom anlässlich der 40-jährigen Partnerschaft der Gemeinden Stams und Kaisheim. 1273 waren Mönche aus dem Zis- terzienserstift Kaisersheim auf Einladung von Graf Meinhard II. von Tirol ins Oberinntal gekommen, um in Stams ein Tochterkloster zu gründen. Über viele Jahrhunderte bestand eine rege Verbindung zwischen beiden Ab- teien, ehe Kaisheim im Zuge der Säkularisie- rung 1803 aufgehoben und in ein Gefängnis – heute Strafvollzugsanstalt – umfunktioniert wurde. Als Stams 1973 sein 700-jähriges Be- standsjubiläum feierte, besucht der Konvent mit Abt Bernhard das ehemalige Mutterklos- ter, um dort einen Gedenkgottesdienst zu feiern. Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen beiden Gemeinden, die 1978 zur

eine Freundschaft zwischen beiden Gemeinden, die 1978 zur Die Stamser Schützen mit Hptm. Bernhard Häfele in

Die Stamser Schützen mit Hptm. Bernhard Häfele in Kaisheim im September 2018 (Foto M. Hörmann)

Partnerschaftserklärung führte. Seit 40 Jahren wird diese durch gegenseitige Besuche von Gemeindedelegationen und Vereinsmit-

gliedern von Schützen, Gilde, Musikkapelle und Feuerwehr gepflegt und vertieft. n

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N° 6 | Dezember 2018 Aus den KOMPANIEN … 2 9 Strengen von Werner Diesel Erntedank

Strengen

von Werner Diesel

Erntedank und Ketten- und Adlerschießen 2018

Am 30. September 2018 wurde bei wundervollem Wetter Erntedank in Strengen gefeiert. Das ganze Dorf war schon früh auf den Beinen.

gefeiert. Das ganze Dorf war schon früh auf den Beinen. Bettina Zangerl wurde die Katharina-Lanz-Medaille verliehen

Bettina Zangerl wurde die Katharina-Lanz-Medaille verliehen und Martin Senn die Andreas- Hofer-Medaille (Mitte 2. Reihe)

sich bei den Geehrten für ihre langjährige Treue und hofft, dass Sie auch weiterhin der Schützenkompanie Strengen mit ihrem unermüdlichen Einsatz erhalten bleiben. Die Jungschützenkette konnte Kilian Zangerl mit einer Ringzahl von 8,8 Ringen wieder für sich gewinnen. Die Schützenket- te ging dieses Jahr an Andreas Streng mit

einer Ringzahl von 10,0 Ringen. Den Adler als Trophäe konnte sich dieses Jahr Lukas Hiesel mit einer Ringzahl von 10,8 Ring sichern. Die Schützenkompanie gratuliert allen Schützen und den Geehrten und bedankt sich bei der Schützengilde Strengen für die tadellose Durchführung des Schie- ßens am Schießstand. n

Die Schützenkompanie und die Musikka- pelle Strengen holten die Volksschulkinder mit ihren schön geschmückten, mit allerlei Gaben gefüllten Körbchen von der Volk- schule in Strengen ab. Nach der heiligen Messe luden die Bäuerinnen zu einer Agape ein. Nach Speis und Trank ging es für die SK Strengen auf den Schießstand, um den alljährlichen Träger der Schützenketten (Jungschützen- und Schützenkette) und des Adlers mittels einen einzelnen Schus- ses zu ermitteln. Doch bevor die Ketten und der Adler ausgeschossen wurden, war es an der Zeit, dass die Kompanie auch einmal ein Dankeschön sagt. Dabei wurden verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Bevor die Ehrungen vorgenommen wurden, wurde eine Ehrensalve für alle Geehrten von der Kompanie Strengen abgefeuert. Bettina Zangerl erhielt die Katharina- Lanz-Medaille für Verdienste für die SK Strengen und Helmut Mair wurde für seine 14-jährige Ausschusstätigkeit als Kassier die Bronzene Verdienstmedaille überreicht. Die Schützenkompanie Strengen bedankt

überreicht. Die Schützenkompanie Strengen bedankt Völs von Thomas Wirth Schützenkompanie Völs an der

Völs

von Thomas Wirth

Schützenkompanie Völs an der Südfront

Am 6. und 7. Oktober 2018 reiste eine Abordnung der SK Völs an die Südfront des 1. Weltkriegs. Bereits 2015, 100 Jahre nach Aus- bruch des Kriegs gegen Italien, waren die Völser Schützen in dieser Region, um dort zum Gedenken der Toten des 1. Weltkriegs ein Kreuz zu errichten. An der damaligen Aktion waren die Kameraden der Schützenkompanien Mutters-Kreith und Lans aus Nordtirol sowie Vertreter der Kompanien Enneberg (Gadertal) und Cortina Anpezzo (Belluno) beteiligt. Diese Kompanien verteidigten die Südgrenze im Gebiet der Edelweißstellung und des Kleinen Laga- zuoi. Trotz intensiver Suche ließ sich kein gemeinsamer Termin zur Rückkehr an diesen Frontabschnitt finden. So gedachte die SK Völs an diesem Wochenende alleine des Kriegsendes vor 100 Jahren. Zunächst suchten die Völser Schützen die Edelweißstellung unweit des Valparolapasses auf, wo die Schützengräben und die Unterkünf- te der Soldaten sehr schön restauriert worden sind. Anschließend besichtigten sie die ehemalige österreichische Festung Tre Sassi, in der heute ein Museum zum Gedenken an den 1. Weltkrieg unter- gebracht ist. Ihr nächstes Ziel war der Kleine Lagazuoi, der in den Jahren 1915–1917 hart umkämpft war. Den Rückweg wählten sie durch den italienischen Stollen, den die Soldaten der italienischen Armee mühevoll in den Berg geschlagen hatten, um so vielleicht den Gipfel einnehmen zu können. Trotz der Strapazen gelang ihnen das allerdings nicht. Dann ging es weiter auf das Pordoijoch zur deutschen Kriegsgräberstätte. Diese ist Grabstätte für ca. 8.600

Kriegsgräberstätte. Diese ist Grabstätte für ca. 8.600 Eine Abordnung der SK Völs reiste an die Südfront,

Eine Abordnung der SK Völs reiste an die Südfront, um dort des Endes des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren zu gedenken

gefallene deutsche und österreichische Soldaten des 1. Weltkriegs. Daneben wurde im Jahr 2015 ein Kreuz der Schützenkompanien aufgestellt. Letzter Punkt dieser Besichtigungs- und Gedenkreise war die Langkofelscharte, die mit einer sehr nostalgischen Gon- delbahn erreicht werden kann. Die Rückreise führte durch Gröden nach Klausen und über den Brenner zurück nach Völs. n

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N° 6 | Dezember 2018

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N° 6 | Dezember 2018 3 0 Aus den KOMPANIEN … Wattens von Robert Frötscher Tag

Wattens

von Robert Frötscher

Tag des Ehrenamtes - „Essen auf Rädern“

In Tirol kann man sich eine Prozession ohne die Ehrensalven der Schützenkompa- nien nicht vorstellen − das ist Tradition und wird in Wattens genauso abgehalten. Bei der SK Wattens-Wattenberg gibt es aber noch etwas, was bereits Tradition ist, nämlich der Wochenenddienst von „Essen auf Rädern“. Es war im Frühsommer des Jahres 1981, als der damalige Kommandant Mjr. Rudolf Troppmair der Kompanie den Vorschlag unterbreitete, die Gemeinde Wattens bei der Auslieferung des Mittagessens für ältere und kranke Mitbürger an den Wochenenden zu unterstützen. Die Kompanie war mit diesem Vorschlag sofort einverstanden. An den Wochentagen bringt der Hausmeister des Seniorenheimes das Essen. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie am Heiligabend und zu Silvester übernahmen die Schützen diesen ehrenamtlichen Sozialdienst. In den ersten Jahren wurde noch mit den Privatau- tos der Schützen das Essen ausgefahren, und es war für alle eine große Erleichterung, als die Gemeinde Wattens ein eigenes Fahrzeug mit einem Gestell für die Essensbehälter anschaffte. Die Schützen fahren nun das 38. Jahr, und je nachdem, wie die Feiertage

fahren nun das 38. Jahr, und je nachdem, wie die Feiertage Innsbruck von Hans Gregoritsch V.l.

Innsbruck

von Hans Gregoritsch

je nachdem, wie die Feiertage Innsbruck von Hans Gregoritsch V.l. Thomas Holzner, Robert Frötscher und Stefan

V.l. Thomas Holzner, Robert Frötscher und Stefan Gritscher

fallen, liefern sie an ca. 117 Tagen im Jahr zwischen 25 und 35 Mittagessen an betagte und kranke Mitbürger aus. Der „Perso- nalstand“ an Freiwilligen erhöhte sich im Laufe der Jahre auf ca. 35 Schützen und eine Marketenderin. Es ist bereits zur Tradition geworden, dass der Hauptmann am Heili- gen Abend das Essen selbst liefert und mit einem von der Fa. Blumen Tauber gespen- deten Weihnachtsstern die Weihnachtsgrü-

ße überbringt. Wir Schützen sehen diesen Dienst an der Allgemeinheit, besonders aber im Kontakt mit alten Mitbürgern, als eine Bereicherung im persönlichen Leben. Die Schützen haben ihren Dienst für „Essen auf Rädern“ nie an die große Glocke gehängt. Sie haben bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann und dass die Schützen mehr können als aufmarschieren, Salven abfeuern und Schützenfeste feiern. n

52. Jungschützenmesse auf der Höttinger Alm

feiern. n 52. Jungschützenmesse auf der Höttinger Alm Allen ein großer Dank für die Hilfe der

Allen ein großer Dank für die Hilfe der Generalsanierung

Bei schönstem Wetter fand der feierliche Abschluss der Sommerferien mit den Jungschützen, Marketenderinnen, Betreu- ern und deren Eltern auf der Höttinger Alm statt. Gemeinsam wurde bei der Kapelle ein Gottesdienst mit dem Abt von Wilten Mag. Raimund Schreier gefeiert. Die Jungschüt-

zenhütte neben der Höttinger Alm wurde einer Generalsanierung unterzogen. Allen, welche am Gelingen des Werkes Anteil hatten, sei aufrichtig gedankt. Nach der hl. Messe segnete Abt Schreier die Hütte, in welcher sich die verschiedenen Jung- schützengruppen des Bataillons Innsbruck

(Foto Hans Gregoritsch)

wohl fühlen werden. Nach der Segnung durften alle die Räumlichkeit besichtigen. Anschließend ging es zur Stärkung in die Gastwirtschaft der Höttinger Alm und am späteren Nachmittag wieder zurück nach Innsbruck. n

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 1

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

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2018 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 1 Brixen/Telfs von Sonja Hackhofer Jungschützenausflug ins

Brixen/Telfs

von Sonja Hackhofer

Jungschützenausflug ins Stubaital

Am 8. September 2018 fand der Ausflug der Jungschützen des Bezirkes Brixen zur Klotzhütte statt. Am frühen Morgen fuhren die Teilnehmer mit dem Bus über den Brenner ins Stubaital. Während der Fahrt informierte Bezirkskulturreferent Sepp Kaser über die Geschichte Tirols.

Sepp Kaser über die Geschichte Tirols. Nach dem Gruppenfoto wurde an einer sonnigen Stelle

Nach dem Gruppenfoto wurde an einer sonnigen Stelle gegrillt, um sich anschließend bei Spiel und Spaß ordentlich auszutoben

In Mieders in Stubaital empfang der „Pusch- tra Bui“ Siegfried Steger die Gruppe aus dem Eisacktal. Er begleitete die Jungschützen und

deren Betreuer weiter bis zur Klotzhütte. Dort erzählte Freiheitskämpfer Steger, was sich vor ca. 50 Jahren in unserem Land zugetragen

was sich vor ca. 50 Jahren in unserem Land zugetragen Aldrans von Franziska Jenewein hat. Anschließend

Aldrans

von Franziska Jenewein

hat. Anschließend wurde in geselliger Runde diskutiert, was sich bis heute geändert hat und wie die Zukunft wohl aussehen mag. n

Kerzen in Handarbeit als ein Symbol

aussehen mag. n Kerzen in Handarbeit als ein Symbol Zum Zeichen der Gefallenen, an Männer, Frauen
aussehen mag. n Kerzen in Handarbeit als ein Symbol Zum Zeichen der Gefallenen, an Männer, Frauen

Zum Zeichen der Gefallenen, an Männer, Frauen sowie Kinder im 1. Weltkrieg wurden von den Marketenderinnen des BTSK Kerzen in Hand- arbeit erstellt. Diese wurden als Symbol am 2. November bzw. am 4. November aufgestellt und entzündet

Kerzen haben ihren Ursprung im alten Rom. Zu den damaligen Zwecken wurden Kerzen ausschließlich zur Beleuchtung von Räumen benutzt. Kerzen werden heutzutage vor allem in Kirchen, zu Hause oder bei festlichen Anlässen verwendet. Die brennende Kerze wird im religiösen Verständnis meist als Symbol für die Seele gedeutet, die im dunklen Reich des Todes leuchtet. Altarkerzen und das Anzünden der Osterkerze symbolisieren in der Liturgie der Kirche die Auferstehung Jesu. Er kommt als Licht in die Welt und erhellt die Dunkelheit. In unserer Gesellschaft ist das Entzünden von Kerzen zu einem Gedenken an Verstorbene geworden. So ha-

ben es sich die Marketenderinnen des BTSK zur Aufgabe gemacht, Kerzen von Hand mit Wachs zu verzieren. Damit wurde ein Symbol für alle Frauen, Kinder und Männer, die im 1. Weltkrieg gestorben sind, geschaffen. Die Schützenkompanie Aldrans hat dafür Bundes- marketenderin Franziska Jenewein und ihren Marketenderinnen das dortige Schützenheim zur Verfügung gestellt. Mit persönlichem Einsatz und Engagement konnten die Kerzen an die Kompanien verteilt werden. Sie wurden bei der Gedenkfeier am 4. November gesegnet, entzündet und aufgestellt. n

N° 6 | Dezember 2018 3 2 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

N° 6 | Dezember 2018

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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

2018 3 2 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Kirchbichl von Manfred Schachner Weihe der

Kirchbichl

von Manfred Schachner

Weihe der Viertel-Jungschützenstandarte

Manfred Schachner Weihe der Viertel-Jungschützenstandarte Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich nach Einladung des

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich

nach Einladung des Schützenviertels Unter- land am 16. September zahlreiche Jungmar- ketenderinnen und Jungschützen, Fahnen- abordnungen aus dem Bataillon Kufstein, Schwaz, dem Wintersteller-Bataillon und dem Regiment Zillertal sowie der Traditi- onsvereine Kirchbichl zur Weihe der Jung- schützenstandarte des Viertels Unterland in Kirchbichl ein. Der Schützenempfang

für den Höchstanwesenden – LKdt. Mjr.

Mag. Fritz Tiefenthaler − begann nach dem

Eintreffen aller Ehrengäste und Teilnehmer mit der Meldung der anwesenden Formati- onen durch Viertelkdt.-Stellv. Hptm. Georg Huber an den Viertelkdt. Mjr. Manfred Schachner. Die anschließende Frontab- schreitung erfolgte zu den Klängen der BMK Kirchbichl. Die Ehrenkompanie Bad Häring unter dem Kommando von Hptm. Alexander Biechl beendete diesen Schüt- zenempfang mit einer exakten Ehrensalve. Anschließend erfolgte der Abmarsch zur heiligen Messe in der Pfarrkirche, zelebriert von Pfarrer Franz Leitner und musikalisch umrahmt von der BMK Kirchbichl. Nach der heiligen Messe fand am Vorplatz der Kirche die Weihe der Jungschützenstandar- te des Viertels Unterlands statt. Am Beginn dieses feierlichen Aktes begrüßte der Vier- telkdt. Mjr. Manfred Schachner die vielen hochrangigen Ehrengäste, unter anderen LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, Baon- Kdt. Mjr. Hermann Egger, Baon-Kdt.-Stellv. EHptm. Josef Ager, EMjr. Josef Pockenauer, Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer, Baon- Kdt. Mjr. Karl Josef Schubert, Landes-JS- Betreuer Mjr. Rupert Usel, Regimentskdt. Mjr. Herbert Empl, Baon-Kdt. Hptm. Fritz Sandhofer, Baon-Kdt. Hptm. Martin Kam- merlander, Baon-JS-Betreuer Lt. Reinhold Berger, EMjr. Max Häusler, Bgm. Herbert Rieder, NR Carmen Schimanek, NR Mag. Josef Lettenbichler, LSM Andreas Hauser, Bez.OSM Mag. Hannes Bodner, E-LSM

Hansjörg Maier und den EObm. der Tiroler Kameradschaft Hermann Hotter. Die Vier- tel-Jungschützenbetreuer Olt. Alois Gollner aus Osttirol und Lt. Dipl. Ing. Thomas Zangerl aus dem Viertel Tirol Mitte. Bei der Weihe und Segnung der Jungschützen- standarte und Fahnenbänder durch Pfarrer Franz Leitner waren auch die vier Patinnen Renate Schachner, Sybille Huber, Nicole Moser und Katharina Hagsteiner anwe- send und übergaben anschließend feierlich die Fahne und die Fahnenbänder an die Fähnriche. An diesem Festtag erhielten alle vier Fahnenpatinnen bei herrlichem Wetter unter großem Applaus von LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler die Margarethen- Medaille verliehen. Für seine Unterstützung bei der Beschaffung der Jungschützenstan- darte bekam Lt. Wolfgang Hagsteiner von Viertelkdt. Mjr. Manfred Schachner und Viertelkdt.-Stellv. Hptm. Georg Huber eine Ehrenscheibe überreicht. Ein farbenpräch- tiger Festumzug durch Kirchbichl vorbei an den Ehrengästen mit Defilierung beendete diesen gelungen Festakt. Nach dem Mittag- essen im Strandbad Kirchbichl konnte beim Gedenkschießen des Verbandes Tiroler Schützen „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ und dem 1. Jungschützenschießen Viertel Unterland bei der Schützengilde Kirchbichl die Schützenjugend (92 Teilnehmer) ihre Treffsicherheit beweisen. n

(92 Teilnehmer) ihre Treffsicherheit beweisen. n Lienz von Eric Krautgasser 60 Jahre Lienzer Jungschützen

Lienz

von Eric Krautgasser

60 Jahre Lienzer Jungschützen

Jugendarbeit hat bei den Tiroler Schützen einen sehr hohen Stel- lenwert. Deshalb entschloss sich auch die Schützenkompanie Lienz, einen Jungschützenzug zu gründen. Im Herbst 1958 machte man

sich schließlich ans Werk. Bereits im erstem Jahr konnte dieser Zug mit 34 Kindern und Jugendlichen aufwarten. 10 Jahre später waren es bereits 45 junge Mitglieder. Am 15. September 2018 konnten

die Lienzer Jungschützen im Rahmen eines kleinen Festaktes auf

ihre 60-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Zusammen mit Freunden und Kameraden schritten die jungen Schützen und Marketenderinnen zum Bezirkskriegerdenkmal, wo Dekan Franz

Trojer eine schöne Andacht zelebrierte. Auch die Ehrengäste − LA

DI Hermann Kuenz, BKdt. Mjr Friedl Steinwender und Viertel-JS-

Betr. Olt Alois Goller − waren voll des Lobes für die angetretenen Jungschützen. Das Ende dieser gelungenen Veranstaltung markierte eine traditionelle Defilierung, bei der sich die Ehrengäste noch von der Disziplin und dem Leistungswillen unserer Jugend überzeu- gen konnten. Auch die beiden anschließenden Bewerbe, der 8. Jungschützentriathlon und das Jubiläumsschießen der Kompanie, konnten mit großem Erfolg bestritten werden. n

Kompanie, konnten mit großem Erfolg bestritten werden. n Freunde und Kameraden (SK Leisach, SK Ainet, SK

Freunde und Kameraden (SK Leisach, SK Ainet, SK Nikolsdorf, JS-Zug Leisach, JS-Zug Hopfgarten i.D.)

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 3

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

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2018 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 3 3 Lienz von Georg Lobenwein 8. Jungschützen-Triathlon Mit

Lienz

von Georg Lobenwein

8. Jungschützen-Triathlon

3 3 Lienz von Georg Lobenwein 8. Jungschützen-Triathlon Mit Freude die Preise entgegengenommen: eine Hopfgartner

Mit Freude die Preise entgegengenommen: eine Hopfgartner Jungmarketenderin beim Kegeln, Einzelsieger Markus Krautgasser beim Quiz, Leisacher Jungschützen beim Kegeln, Sieger der Herzen Alexandra Krautgasser und Liam-Noel Strobl, Sieger Einzelwertung Markus Kraut- gasser und Sieger Mannschaftswertung JS-Zug Leisach

Am 15. September 2018 fand im Schützenheim der SK Lienz der traditionelle Jungschützen-Triathlon statt. Es fanden sich Freunde und Kameraden ein, um diesen zu bestreiten. Es war eine gelungene Kinderveranstaltung, die sich sehen lassen konnte. Es gab die Bewer-

Naturns/St. Lorenzen

Naturns/St. Lorenzen

von Verena Geier

Für den Ernstfall gewappnet

be Kegeln, Zimmergewehrschießen und ein Quiz über die Tiroler Geschichte. Der Gewinner der Mannschaftswertung waren die Jung- schützen aus Leisach und als Einzelsieger kürte sich der Jungschüt- zenfähnrich des Jungschützen-Zuges Lienz Markus Krautgasser. n

Wenn eine Frau angegriffen wird, weiß sie meist nicht, wie sie sich verhalten und zur Wehr setzen soll. Aus diesem Grund wurden im Sommer wieder zwei Sicherheitstrainings für Marketenderinnen mit Bernhard Pircher, Karatemeister und Mit- glied der Schützenkompanie Glurns, organisiert. Diese fanden im Schützenheim der SK Naturns und in der Turnhalle der Schule in St. Lorenzen statt.

Unter anderem wurde dabei auch der Ernstfall geprobt, und sowohl in Naturns als auch in St. Lorenzen wurden beim zwei- stündigen Training voller Körpereinsatz und Ausdauer von den Teilnehmerinnen abverlangt. Die Marketenderinnen erhielten viele wertvolle Tipps und Ratschläge, um sich vor einem Angreifer verteidigen zu können. Die Landesleitung der Marketen- derinnen bedankt sich ganz herzlich bei der SK Naturns für das Zur-Verfügung-Stellen des Schützenheims, bei Bernhard Pircher für das professionelle Training und bei allen Marketenderinnen und Jungmarketenderin- nen für die zahlreiche Teilnahme. n

und Jungmarketenderin- nen für die zahlreiche Teilnahme. n Gruppenfoto der Kursteilnehmer in St. Lorenzen. Bernhard

Gruppenfoto der Kursteilnehmer in St. Lorenzen. Bernhard Pircher erklärte den Marketen- derinnen und Jungmarketenderinnen beim Selbstverteidigungskurs, dass eine starke Per- sönlichkeit, selbstsicheres Auftreten und die richtige Verteidigungstechnik eine besonders wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, sich als Frau oder Mädchen bei einem Angriff zu verteidigen.

Seit mittlerweile über 50 Jahren lebt Freiheitskämpfer Siegfried Steger im Exil 3 4 Unsere JUNGSCHÜTZEN

Seit mittlerweile über 50 Jahren lebt Freiheitskämpfer Siegfried Steger im Exil

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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

Exil 3 4 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Rum von Julia Sieberer Törggelezeit Am 27. Oktober 2018

Rum

von Julia Sieberer

Törggelezeit

Am 27. Oktober 2018 trafen sich die Marketenderinnen des Schüt- zenbezirkes Hall und des Baon Rettenberg bereits zum zweiten Mal im Schützenheim Rum, um einen gemütlichen Törggeleabend miteinander zu verbringen. An diesem Abend wurde beim ge- meinsamen Beisammensein viel beredet, gelacht und es wurden

Taufers im Pustertal/Telfs

Taufers im Pustertal/Telfs

von Peter Villgrater

Erfahrungen ausgetauscht. Im Anschluss wurde die Treffsicherheit der Marketenderinnen am Schießstand Rum unter Beweis gestellt. Mit Kastanien und einem Gläschen ließen die Marketenderinnen den Abend ausklingen. Vielen Dank an die Schützenkompanie Rum für die gute Bewirtung. n

Beim Freiheitskämpfer Siegfried Steger zu Besuch

Am 7. Juli 2018 machten sich die Jungschützen der Schützenkompanie Taufers in Pustertal auf, ihr im Exil lebendes Ehren- mitglied Siegfried Steger zu besuchen. Schon lange war vereinbart worden, ein Zeltlager bei der Klotzhütte im Norden Tirols mit Siegfried abzuhalten. Dort verbrachte der ehemalige LKdt.-Stellv. und Mitbegründer der Südtiroler Schützenbundes Jörg Klotz seine letzten Jahre im Exil – hier verstarb er auch im Jahre 1976.

Nach einer kurzen Wanderung durch den Wald wurden gleich die mitgeschleppten Zelte aufgebaut. Die Hütte bietet zwar Schlaf- möglichkeiten, aber die meisten Jungschützen bevorzugten es, in ihren selbst mitgebrachten Zelten zu übernachten. Anschließend wurde das Lagerfeuer entzündet. Dort bot sich für die interessierten Jungschützen dann auch die Möglichkeit, mit Siegfried Steger ins Gespräch zu kommen. Steger erklärte seine Beweggründe, sich für den Freiheitskampf in den 60er Jahren entschieden zu haben, und erzählte die eine und andere Episode aus jener Zeit. Gerne beant- wortete er auch die neugierigen Fragen der Jungschützen, die sich rege an der entstehenden Diskussion beteiligten. Man sah förmlich, wie sich Siegfried wohl fühlte, wieder unter Tauferern zu sein und über seine geliebte Heimat zu sprechen. Am Abend wurde noch ge- grillt und mitgebrachtes Brot über dem Feuer gebacken. Bis spät in die Nacht wurden noch am Lagerfeuer gehoagascht und gelacht. n

Nacht wurden noch am Lagerfeuer gehoagascht und gelacht. n Mit einem Dank für seinen Einsatz für

Mit einem Dank für seinen Einsatz für die Heimat Tirol wurde Goll- Siegfried noch ein Geschenk überreicht und man verabschiedete sich mit dem Versprechen, dieses tolle Wochenende im nächsten Jahr zu wiederholen.

dieses tolle Wochenende im nächsten Jahr zu wiederholen. Kurz & bündig - Bereits im vergangenen Oktober

Kurz & bündig

- Bereits im vergangenen Oktober wurde die SK Meran von den befreundeten Kameraden der Prangerschützen aus Salzburg- Liefering unter dem Kommando von Obm. Alois Wallner ein- geladen, anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums die Ehrenfor- mation zu stellen. Am Samstag, den 15. September 2018 reisten die Schützen der Meraner Kompanie unter dem Kommando ihres Hauptmanns Renato des Dorides zur Jubiläumsfeier der Lieferinger Kameraden nach Salzburg. Am Sonntag stellten dann Schützen, Jungschützen und Marketenderinnen der SK Meran die Ehrenformation beim großen Festumzug, bei der Feldmesse und bei der Defilierung vor Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Salzburgs Bürgermeister Dipl. Ing. Harald Preuner und LKdt. Franz Meißl.

- Ganz Walten ist auf den Beinen, wenn am letzten Sonntag im Juni die Johannes-Prozession abgehalten wird. Seit fast 200 Jahren führt diese von der Antoniuskirche in Walten durch Wiesen und Fluren bis zum Johanneskirchlein nach Wans. An diesem Festtag finden u.a. auch die Ehrungen von treuen Schützenkameraden statt. Eine ganz besondere Ehrung erhielt heuer aber Dr. Eva Klotz. Als unterstützendes Mitglied der

Waltner SK überreichte ihr Hptm. Johann Gufler als Dank für ihre Verdienste um das Tiroler Schützenwesen den Ehren- kranz. Norman Klotz würdigte ihren unermüdlichen Einsatz und überreichte ihr ein ganz besonderes „Straißl“, gebunden aus rot-weiß blühenden Alpenrosen, die nur an einem Ort in Walten blühen − für eine echte Tirolerin!

- Schützen der SK St. Leonhard, der SK Walten und der SK Lana sowie Musikanten der MK St. Leonhard und der MK Walten feierten kürzlich mit der Königlich-Bayrischen KSK Aschau im Chiemgau ihr 60-jähriges Wiedergründungsfest. Gleichzeitig trafen sich die Schützen der Alpenregion zum 34. Bataillonsfest Inn-Chiemgau. Rund 1.700 Schützen fanden sich zu diesem Jubiläum ein. Unter den Ehrengästen befand sich der Südtiroler LKdt. Mjr. Elmar Thaler. Seit der Primiz von Hochw. Philipp Werner am 3. Juni 2016 in St. Leonhard steht die Passeirer SK Andreas Hofer in Verbindung mit der SK Aschau und besucht sich seitdem gelegentlich gegenseitig. Hochw. Philipp hatte ein Jahr lang als Diakon in der Pfarrgemeinde Aschau und als Feuerwehrmann in der FFW Aschau gedient.

N° 6 | Dezember 2018

N° 6 | Dezember 2018 Wir gedenken … 3 5

Wir gedenken …

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Rudolf Mitterer

† 5. AUGUST 2018 − INNSBRUCK

Wir trauern um unseren lang- jährigen Ehrenoberleutnant Rudolf Mitterer, der im 81. Lebensjahr friedlich entschlafen ist. Er war uns gut 44 Jahre lang ein wertvoller Schützenkame- rad, Freund und Vorbild. EOltn. Mitterer war seit 1980 treiben- des Mitglied unserer Komman- dantschaft, und viele seiner Ide- en wurden auch verwirklicht. Rudl führte über 11 Jahre unser Schützenheim als Heimwart und war knapp 7 Jahre Jungs- chützenbetreuer. Unsere Kinder und Jugendlichen waren sehr wichtig für ihn.

Unsere Kinder und Jugendlichen waren sehr wichtig für ihn. Roman Bortolotti † 22. MAI 2018 −
Unsere Kinder und Jugendlichen waren sehr wichtig für ihn. Roman Bortolotti † 22. MAI 2018 −
Unsere Kinder und Jugendlichen waren sehr wichtig für ihn. Roman Bortolotti † 22. MAI 2018 −
Unsere Kinder und Jugendlichen waren sehr wichtig für ihn. Roman Bortolotti † 22. MAI 2018 −
Unsere Kinder und Jugendlichen waren sehr wichtig für ihn. Roman Bortolotti † 22. MAI 2018 −

Roman Bortolotti

† 22. MAI 2018 − LAAG

Noch jung und mit der Liebe zur Heimat hat Ro- man zusammen mit einigen Gleichgesinnten die Wieder- gründung der SK Laag 1976 ermöglicht. Er wirkte in der Kommandantschaft und von 1994 bis 2005 als Haupt- mann. Immer hatte Roman neue Ideen. Durch seine tatkräftige Mitarbeit wurden viele Arbeiten durchgeführt. 2006 erhielt er anlässlich der Andreas-Hofer-Feier in Meran die Verdienstmedaille des SSB in Bronze. Die SK Laag wird ihren ehemaligen Hauptmann stets in lieber Erinnerung behalten, und sein Leitspruch möge anspornen, so wie er zu denken und zu handeln:

„Es ist kein Verdienst, in der Heimat geboren zu sein. Es ist kein Verdienst, in der Heimat begraben zu sein. Es ist aber

ein schöner Verdienst, für die

Heimat gearbeitet zu haben.“

schöner Verdienst, für die Heimat gearbeitet zu haben.“ Sepp Unterkircher † 26. SEPTEMBER 2018 − MÜHLBACH
schöner Verdienst, für die Heimat gearbeitet zu haben.“ Sepp Unterkircher † 26. SEPTEMBER 2018 − MÜHLBACH
schöner Verdienst, für die Heimat gearbeitet zu haben.“ Sepp Unterkircher † 26. SEPTEMBER 2018 − MÜHLBACH
schöner Verdienst, für die Heimat gearbeitet zu haben.“ Sepp Unterkircher † 26. SEPTEMBER 2018 − MÜHLBACH
schöner Verdienst, für die Heimat gearbeitet zu haben.“ Sepp Unterkircher † 26. SEPTEMBER 2018 − MÜHLBACH

Sepp Unterkircher

† 26. SEPTEMBER 2018 − MÜHLBACH

Am 29. September wurde unter großer Anteilnahme unser Gründungs- und Ehrenhaupt- mann Sepp Unterkircher zu Grabe getragen. Er hat 1974, als Oberleutnant der Schab- ser Schützenkompanie voller Begeisterung die SK Markt Mühlbach gegründet. Am 29. Juni 1976 erfolgte die Wie- dergründungsfeier. Die junge Kompanie zählte 45 Schützen plus Marketenderinnen und Jungschützen. Viele Jahre war Sepp Unterkircher die Seele

und der Motor der Kompanie. Sepp war ein Vorzeigeschüt- ze, immer voller Energie und voller Hilfsbereitschaft. Ebenso war er viele Jahre stolzer Begleiter der Bundesfahne des SSB. Für seine Verdienste um das Schützenwesen wurde er u.a. mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet und zum Ehrenhauptmann der SK Mühlbach ernannt.

und zum Ehrenhauptmann der SK Mühlbach ernannt. Alois Geier † 28. AUGUST 2018  SARNTAL Nach
und zum Ehrenhauptmann der SK Mühlbach ernannt. Alois Geier † 28. AUGUST 2018  SARNTAL Nach
und zum Ehrenhauptmann der SK Mühlbach ernannt. Alois Geier † 28. AUGUST 2018  SARNTAL Nach
und zum Ehrenhauptmann der SK Mühlbach ernannt. Alois Geier † 28. AUGUST 2018  SARNTAL Nach
und zum Ehrenhauptmann der SK Mühlbach ernannt. Alois Geier † 28. AUGUST 2018  SARNTAL Nach

Alois Geier

† 28. AUGUST 2018  SARNTAL

Nach einem kurzen Spi- talaufenthalt verstarb das Gründungsmitglied der SK Sarntal Alois Geier, Rueb- Bauer. Luis hat viele Jahre in der Kommandantschaft aktiv mitgearbeitet, u.a. bekleidete er einige Legislaturen das Amt des Oberleutnants. Am Ho- chunserfrauentag konnte ihm im Sarner Spital die Urkunde über 60 Mitgliedschaft und die entsprechende Auszeichnung überreicht werden. Die SK begleitete den Kameraden auf seinem letzten Weg und verab- schiedete ihn auf dem Friedhof in Sarnthein.

Weg und verab- schiedete ihn auf dem Friedhof in Sarnthein. Siegfried Kaserer † 22. MAI 2018
Weg und verab- schiedete ihn auf dem Friedhof in Sarnthein. Siegfried Kaserer † 22. MAI 2018
Weg und verab- schiedete ihn auf dem Friedhof in Sarnthein. Siegfried Kaserer † 22. MAI 2018
Weg und verab- schiedete ihn auf dem Friedhof in Sarnthein. Siegfried Kaserer † 22. MAI 2018
Weg und verab- schiedete ihn auf dem Friedhof in Sarnthein. Siegfried Kaserer † 22. MAI 2018

Siegfried Kaserer

† 22. MAI 2018 − SARNTAL

Ganz plötzlich verstarb Sieg- fried Kaserer, Mitglied der SK Sarntal. Der „Pöltele“ Sigi war ein allseits beliebter Kamerad, denn er sorgte mit seinen Spä- ßen für so manche Heiterkeit bei Ausrückungen. Auf ihn war auch immer Verlass; seine Tüchtigkeit und sein hand- werkliches Geschick konnte er immer wieder bei verschie-

werkliches Geschick konnte er immer wieder bei verschie- densten Gelegenheiten auf seinem Hof oder zuletzt beim

densten Gelegenheiten auf seinem Hof oder zuletzt beim großen Landesfest einbringen. Mit einer Ehrensalve verab- schiedete sich die Kompanie am Friedhof.

Ehrensalve verab- schiedete sich die Kompanie am Friedhof. Heinrich Geisler † 19. SEPTEMBER 2018  TULFES
Ehrensalve verab- schiedete sich die Kompanie am Friedhof. Heinrich Geisler † 19. SEPTEMBER 2018  TULFES
Ehrensalve verab- schiedete sich die Kompanie am Friedhof. Heinrich Geisler † 19. SEPTEMBER 2018  TULFES
Ehrensalve verab- schiedete sich die Kompanie am Friedhof. Heinrich Geisler † 19. SEPTEMBER 2018  TULFES

Heinrich Geisler

† 19. SEPTEMBER 2018  TULFES

Mit Heinrich Geisler verliert die SK Tulfes ein langjähriges Mitglied und einen treuen und pflichtbewussten Schützenka- meraden. Der „Pfuner Heindl“ trat 1945 als Jungschütze in die Kompanie ein und war über 60 Jahre ein aktives Mitglied, bis er sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schützen- dienst zurückziehen musste. Am 27. September begleite- ten wir unseren Ehrenbürger Heinrich Geisler unter großer Anteilnahme auf seinem letz- ten Weg und verabschiedeten uns mit einer Ehrensalve und dem letzten Fahnengruß. Die Tulfer Schützen werden ihn immer in guter Erinnerung behalten.

uns mit einer Ehrensalve und dem letzten Fahnengruß. Die Tulfer Schützen werden ihn immer in guter
uns mit einer Ehrensalve und dem letzten Fahnengruß. Die Tulfer Schützen werden ihn immer in guter
uns mit einer Ehrensalve und dem letzten Fahnengruß. Die Tulfer Schützen werden ihn immer in guter
uns mit einer Ehrensalve und dem letzten Fahnengruß. Die Tulfer Schützen werden ihn immer in guter
uns mit einer Ehrensalve und dem letzten Fahnengruß. Die Tulfer Schützen werden ihn immer in guter
N° 6 | Dezember 2018 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

N° 6 | Dezember 2018

36

Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

Dezember 2018 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 15 Jahre Franz Matthias, Franz Ulrich, Ptrlf. Günther
Dezember 2018 36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 15 Jahre Franz Matthias, Franz Ulrich, Ptrlf. Günther

15 Jahre

Franz Matthias, Franz Ulrich, Ptrlf. Günther Kaidischmayr und Andreas Wanker (Mühlau); Hptm. Joachim Frank, Flt. Ulrich Platzgummer, Fhr. Ulrich Hauser und Karin Meister (Schlanders); Zgf. Markus Juen (See); Stefan Hofer und Ptf. Peter Zabernig (Sis- trans); Marco Wolf und Florian Reich (Strengen); Margit Badstu- ber, Andreas Staudacher und Florian Ursch (Maria Trens)

20 Jahre

Rosmarie Öttl (Pflersch)

25

Jahre

Waltraud Hofer (St. Leonhard i. Pass.); Theo Telfser und Lt. Wer- ner Schuster (Schlanders)

40

Jahre

Uj. Gerhard Kirchmayr (Mühlau); Hans-Peter Auer, Vigil Pixner und Klaus Gögele (St. Leonhard i. Pass.); Bernhard Matzohl (Schlanders); Martin Senn (Strengen) und Josef Markart (Maria Trens)

50 Jahre

Hptm. Hubert Holzbauer und Uj. Gottfried Marcher (Mühlau); EHptm. Karl Pfitscher (Schlanders) und Zgf. Hans Schweiger (Sistrans)

55 Jahre

Zgf. Josef Früh (Sistrans)

65 Jahre

Zgf. Christian Hell und Zgf. Hermann Marksteiner (Mühlau)

Abs.: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, A-6020 Innsbruck

Termine 2018/2019

8. Dezember

16. Dezember

2.

Februar 2019

17.

Februar 2019

20. Februar 2019

15.

März 2019

27.

28.

5. Mai 2019

April 2019

April 2019

10.

Mai 2019

19.

Mai 2019

16.

Juni 2019

03.

August 2019

24.

August 2019

25.

August 2019

Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier, St. Pauls

Dr. Josef-Noldin-Gedenkfeier, Salurn

19. Skimeisterschaft der Tiroler Schützen, Obereggen

Andreas-Hofer-Landesfeier, Meran Andreas-Hofer-Feier, Bergisel

Andreas-Hofer-Gedenkfeier, Mantua

Jahreshauptversammlung der Marketenderinnen im SSB, Kardaun

Bundesversammlung des SSB, Bozen

Bundesversammlung BTSK, Innsbruck

Patronatstag des BBGK, Benediktbeuern

LJS-Schießen, Absam

Baonsfest Petersberg, Mötz

Bezirks- und Baonsfest Pitztal, Zaunhof

Maximilianjahr 2019 Kaiser Maximilian I., Tiroler Oberland

3. Tiroler Marketenderinnentreffen, Ried-Kaltenbach

Regimentstreffen SZ Reg. Zillertal, Ried-Kaltenbach

Regimentstreffen SZ Reg. Zillertal, Ried-Kaltenbach Impressum Anschriften der Schriftleitungen: Bayern:

Impressum

Anschriften der Schriftleitungen:

Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: baur-wallgau@gmx.de Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Gschnitz 140, A-6150 Gschnitz, Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen, Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheber- recht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.

Die Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Eigentümer und Herausgeber:

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Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jennewein, WTSB: Enzo Cestari Druck: Karodruck, Frangart