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Verlagspostamt 6020 Innsbruck - P.b.b.

- 02Z030036

ISSN 2531-4874

9 772531 487407

Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


42. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 6 | Dezember 2018 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Kochel am See

Zauberwort
Die Alten haben immer gesagt:
„Man kann die Uhr nicht zu-
rückdrehen – sehr wohl aber neu
aufziehen …“ Jene, die noch eine
mechanische Armbanduhr hatten,
werden es nachvollziehen können –
es würde nichts nützen, die Zeiger
der Uhren anzuhalten oder gar
zurückzudrehen. Das Leben geht
weiter. Aber wir können die immer
wiederkehrenden Chancen nutzen,
Gutes bewahren und Verbesse-
rungswürdiges neu denken. Wichtig
ist dabei, dass wir die Vergangenheit
nicht als Sofa, sondern als Sprung-
brett benutzen. Und vor allem nicht
nur davon reden. Das würde uns
unglaubwürdig machen. Nehmen
wir uns also für das neue Jahr in
jeder Hinsicht das Zauberwort mit
3 Buchstaben zum Vorsatz: ganz
einfach und endlich „tun“ ...

... meint euer Landekommandant


Elmar Thaler
Das Gedenkkreuz „An der Front“ wurde von den Trägern und Vertretern der Traditionsverbän-
de am Landestheater-Vorplatz aufgerichtet. Unter den Schützen ist auch der Hersteller des
Kreuzes, Hans Bergmann.

ZIELSICHER:
Der stille Helfer 100 Jahre Ende I. Weltkrieg –
Abschluss des Gedenkprojektes
aus dem Vater-
land
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von Thomas Saurer

Gemeinsam erinnern – Gemeinsam an die Zukunft denken!


Vor 100 Jahren wurde von den Siegermächten das Ende des 1. Weltkriegs ausgerufen. Die Zerrei-
SELBSTSICHER:
ßung Tirols war schließlich die Folge. Das Land Tirol lud in Zusammenarbeit mit den drei Tiroler
Die neue
Miss Südtirol Schützenbünden und der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino vom 2. bis 4. November 2018 zu
aus Ulten gemeinsamen Veranstaltungen, die nicht nur den Blick in die Vergangenheit richteten, sondern
11 bewusst auch Gegenwart und Zukunft beleuchteten. Unter dem Motto „Denktage 1918|2018 –
Konflikt-Erfahrung-Chance“ wurde der Fokus auf die gemeinsame Geschichte und auf aktuelle
Herausforderungen gelegt.
Den Auftakt machte die Erinnerungsfeier am Freitagabend, dem 2. November, zum 100-jährigen
TREFFSICHER:
Ende des 1. Weltkrieges und der Ausrufung der Ersten Republik Österreich. Vor der Innsbrucker
65. Bundes- Hofburg und anschließend im Congress Innsbruck konnten 1.000 Teilnehmer aus der Politik,
schießen in von offiziellen Einrichtungen und vor allem von Traditionsverbänden nördlich und südlich des
Bayern Brenners begrüßt werden. Am 3. November fand in der Dogana des Innsbrucker Kongresshauses
15 der Zukunftskongress mit 250 Mitwirkenden statt, zu der Gemeindevertreter aus allen Teilen
Tirols geladen waren. Den Abschluss machten schließlich am 4. November, dem Seelensonntag,
100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges - N° 6 | Dezember 2018

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Brückenschlag zur Gegenwart schaffen

Aus den LANDESTEILEN …

Das Landesgedenken mit rund 1.000 Teilnehmern fand


in der Dogana im Congress Innsbruck statt.

Gedenkkreuz „An der Front“ –


Landesgedenken mit drei Ehrenkompanien
Die Denktage 1918|2018 hatten am Allerseelentag, dem 2. Novem-
ber 2018, mit einer Erinnerungsfeier vor der Innsbrucker Hofburg
begonnen – dabei zog, wie bereits beim Gedenken „Brücken für
den Frieden“ am 23. Mai 2015, ein überdimensionales Gedenk-
kreuz ein. Das 3,6 m große Kreuz aus Cortenstahl entstammt der
LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher und Giuseppe Zorzi
Werkstatt von Hans Bergmann, Schützenkamerad der SK Stras-
halten vor dem Gedenkkreuz der Tiroler Schützen inne. sen in Osttirol. Hans Bergmann war es auch, der die 75 kleineren
Gedenkkreuze für das gemeinsame Schützenprojekt „An der Front“
viele Tiroler Gemeinden – dort fanden Gedenkveranstaltungen und gefertigt hat. Die Erinnerungstafel nahm Bezug auf die Weltkriegs-
Vernetzungstreffen mit Partnergemeinden statt. jahre von 1914 bis 1918: „Im Gedenken den Opfern des Ersten
Weltkrieges – Das Land Tirol und die Tiroler Schützen.“
Gemeinschaftsprojekt „DENKTAGE 1918|2018“
Intention der Denktage war es, an die Gräuel der Kriegsjahre und Die drei Schützenbünde nahmen sich
an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren zu erinnern. der Gedenkfeiern würdig an
Die Denktage werden ganz bewusst von den Euregioländern Tirol, Das Gedenkkreuz zog würdevoll ein, getragen von Schützen und
Südtirol und Trentino gemeinsam mit den drei Tiroler Schützen- Vertretern der Tiroler Traditionsverbände, begleitet von Marketen-
bünden und den drei Gemeindeverbänden ausgerichtet, und zwar derinnen, die später ihre Fackeln mit den selbst gestalteten Erinne-
als starkes Zeichen dafür, dass die Länder zusammenarbeiten und rungskerzen tauschten.
zusammenwachsen. Nach der feierlichen Segnung und einem Allerseelengebet durch
„Wenn wir gemeinsam erinnern und gemeinsam an die Zukunft Innsbrucks Diözesanbischof SE MMag. Hermann Glettler feuer-
denken, dann müssen wir uns auch die Verantwortung ins Bewusst- ten die drei Ehrenkompanien – die SK Strassen aus Osttirol, die
sein rufen, die wir für die Entwicklung unseres Landes tragen. Wir Ehrenformation aus dem Ultental und die gemischte Ehrenforma-
müssen uns bewusst sein, wo die Ursachen des Weltkrieges lagen: tion aus Welschtirol – ihre General-de-Chargen in Erinnerung an
im Nationalismus, in einem völligen Versagen der politischen die Gefallenen und Opfer dieses ersten industriellen Krieges ab. Zu
Führungen und in der Fehleinschätzung, dass mit Krieg Probleme
gelöst werden können, welche Politik und Diplomatie nicht lösen
können. Alles, was wir tun, aber auch das, was wir unterlassen,
muss daher den Frieden im Blick haben. Wir dürfen im Herzen
Europas seit Jahrzehnten in Frieden leben. Dies ist nicht zuletzt ein
Verdienst der europäischen Einigung, der Europäischen Union“,
betonte Tirols Landeshauptmann Günther Platter in seiner Eröff-
nungsrede.
Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte in seiner
Ansprache: „Imperialismus und Nationalismus haben zum 1. Welt-
krieg mit 17 Millionen Toten, unsäglichem Leid und Zerstörung
geführt. Es war der Krieg, an dessen Ende auch die Teilung Tirols
und die Grenzziehung am Brenner stand. Erst nach Faschismus und
Nationalsozialismus, einem weiteren Weltkrieg und dem Holocaust
hat Europa die richtigen Lehren gezogen und den Weg der Zusam-
menarbeit gefunden.“ Die Schützenmarketenderinnen stellten ihre selbst gefertigten
Erinnerungskerzen zum Gedenkkreuz und hatten damit auch
ihren wesentlichen Anteil an der Gedenkfeier.
N° 6 | Dezember 2018

Aus den LANDESTEILEN … 3

Die drei Landeskommandanten der Schützenbünde mit Mitgliedern der Bundesleitungen


beim Festakt vor dem Landestheater. (Fotos Hans Gregoritsch und DieFotografen/
Land Tirol)

den Klängen „Ich hatt’ einen Kameraden“ die vielen Schützenabordnungen, darun-
durch die K.u.k Postmusik Tirol wurde ein ter auch unzählige Bezirks-, Regiments-,
Gedenkkranz in den Landesfarben Weiß- Talschafts- und Bataillonsstandarten
Rot niedergelegt. Die Landeshauptleute der Schützenbünde, in die Dogana des
Günther Platter und Arno Kompatscher Kongresshauses. Auch dabei stand das
sowie Giuseppe Zorzi, der in Vertretung Gedenkkreuz und somit das gemeinschaft- Innsbrucks Bischof Hermann Glettler
des Trentiner Landeshauptmannes gekom- liche Schützenprojekt „An der Front“ im segnet das Gedenkkreuz.
men war, richteten die Kranzschleifen und Mittelpunkt der Erinnerungsfeierlichkeiten.
hielten in Stille inne. Der Gesamtkomman- Somit schlossen sich aber auch die Gedenk- Erinnerungsjahren 2014 bis 2018 würdig
dierende, Innsbrucks Baon-Kommandant feierlichkeiten zu „100 Jahre Erster Welt- und verantwortungsbewusst angenommen
Mjr. Helmuth Paolazzi, führte schließlich krieg“, dem sich die Tiroler Schützen in den hatten. n

Innsbruck
von Heinz Wieser

Neues Maximilian-Buch der Tiroler Historiker Michael Forcher


und Christoph Haidacher
Im Haymon-Verlag erschien das vom bekannten Verleger und
Publizisten Dr. Michael Forcher und Landesarchivdirektor Hofrat
Dr. Christoph Haidacher herausgegebene Buch „Kaiser Maximilian
I. − Tirol. Österreich. Europa. 1459−1519“, das 216 Seiten umfasst
und um Euro 34,90 erhältlich ist. Unter dem Motto „Tiroler im
Herzen — Europäer im Geiste“ begeht das Land Tirol das Gedenken
an Kaiser Maximilian I., dessen Tod sich 2019 zum 500. Mal jährt.
Die Neuerscheinung ist ein wertvoller Beitrag dazu. Die Präsenta-
tion dieses Bandes fand am 13. September im Tiroler Landesarchiv
statt, in dem sich eine große illustre Runde von Tyrolensien-Lieb-
habern mit Haymon-Verlagsleiter Markus Hatzer einfand. In ihrem
Maximilianbuch stellen Michael Forcher und Christoph Haidacher
zusammen mit Christian Lackner, Mark Mersiowsky und Ellen
Widder, die an den Universitäten Wien, Stuttgart und Tübingen
lehren und forschen, den Kaiser aus vier Blickpunkten vor: Maximi-
lian als Mensch und Herrscher zwischen den Epochen; als Tiroler
Landesfürst, der ein besonders enges Verhältnis zu diesem Land Die beiden Tiroler Historiker Dr. Michael Forcher (l.) und
hatte; als Habsburger, der das Zusammenwachsen eines heterogenen Dr. Christoph Haidacher blättern in ihrem eben erschienenen
Länderkomplexes zum späteren Staat Österreich entscheidend vor- Werk über Kaiser Maximilian I.
antrieb, und schließlich als übernationalen Kaiser und europäischen
Politiker. n
Acht Glocken sind im Dom zu St. Jakob (Mariahilf, Pirminus, Josefs- und
N° 6 | Dezember 2018
Georgsglocke, Paulus-, Anna- und Petrus Canisius-, Matthäus-, Christopherus-

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und Homobonus-Glocke, Glocke des Seligen Heinrich von Bozen)

Aus den LANDESTEILEN …


Innsbruck
von Heinz Wieser

Feierliche Glockenweihe in Innsbruck


Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, der Glocken hin, die unser Leben beglei-
Propst Prälat Dr. Florian Huber, konsek- ten: Seit Jahrhunderten rufen die Glocken
rierte in Anwesenheit von Diözesanbischof drei Mal täglich zum Gebet des „Engel des
Dr. Hermann Glettler am 19. September Herrn“, nämlich in der Früh, um 12 Uhr
in Innsbruck die von der Firma Grassmayr mittags und am Abend. Diese neue Glocke
neu gegossene, 777 kg schwere „Anna- und ist der hl. Anna und dem hl. Kirchenlehrer
Petrus Canisius-Glocke“ für den Dom zu Petrus Canisius geweiht.
St. Jakob. Diese Glocke ersetzt eine Glocke, Sie wird mit den weiteren sieben sich im
die vor vielen Jahren aufgrund zu starker Turm des Domes befindlichen Glocken zu
Klöppelbeanspruchung gesprungen ist. den Gottesdiensten erklingen. n
Generalvikar Huber wies auf die Bedeutung
Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, Propst Prälat
Dr. Florian Huber, konsekrierte am 19. September in Innsbruck
die von der Firma Grassmayr neu gegossene „Anna- und Petrus
Canisius-Glocke“ für den Dom zu St. Jakob.

Innsbruck
von Fritz Gastl

Offiziersausbildung 2018

Am 24. Oktober 2018 konnte der neue Kurs- einem Festakt wurde von den Teilnehmern Das war auch die Voraussetzung dafür,
leiter Mjr. Rupert Usel 52 Teilnehmer der geübt. Die einzige weibliche Referentin, dass die Kursteilnehmer am Vorabend des
Offiziersausbildung 2018 im neu erbauten welche aber begeistert aufgenommen wurde, Nationalfeiertages mit den Ausbildnern als
Bildungshaus St. Michael in Pfons herzlich war die Bundesmarketenderin, die sich Block am Festakt des Landes Tirol auf dem
begrüßen. Nach einer kurzen Einleitung natürlich mit den Themen Marketenderin- Eduard-Wallnöfer-Platz vor dem Landhaus
und Vorstellung der Tagungsmappe wurde nen und Schützenzeitung beschäftigte. Am zum Zapfenstreich antraten. Nach dieser be-
bereits das 1. Impulsreferat von EMjr. Hans Abend des ersten Tages stand im Café des eindruckenden Ausrückung verabschiedeten
Steiner, dem früheren Leiter dieses Kurses, Bildungshauses ein „Schützenhoangart“ sich die Kursteilnehmer und Ausbildner. Die
vorgetragen. Abwechselnd mit Referaten mit dem Landeskommandanten und dessen einstimmige Meinung zu diesem Fortbil-
über Offiziere, Marketenderinnen, Jugend- Stellvertreter, Mjr. Fritz Tiefenthaler und dungskurs: „Zwei abwechslungsreiche Tage
arbeit, kirchliche Feiern, Tiroler Geschichte, Mjr. Christian Meischl, auf dem Programm. mit vielen neuen Eindrücken. Ein herzlicher
Medienarbeit, Bildungsarbeit und Waffen- Dabei wurden die verschiedensten Proble- Dank allen Ausbildnern und Referenten, sie
recht wurden die Kursteilnehmer auch the- me und Tätigkeiten im und um das Tiroler haben ihre Sache gut gemacht!“ n
oretisch und praktisch im richtigen Umgang Schützenwesen angeregt diskutiert. Am
mit dem Säbel und dem Gewehr vertraut Donnerstagvormittag standen weitere Re-
gemacht. Auch die richtige Kommandospra- ferate auf dem Programm. Am Nachmittag
che bzw. die entsprechende Meldung bei wurde dann das Exerzieren im Block geübt.
N° 6 | Dezember 2018
10.580 Schützen und Marketenderinnen

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nahmen teil.

Aus den LANDESTEILEN …


Mayrhofen
von Gerhard Biller

„Vergelt’s Gott“
Als symbolisches Dankeschön für das
gelungene, perfekt organisierte – und von
vielen als Jahrhundertfest bezeichnete 25.
Alpenregionstreffen der Schützen 2018 in
Mayrhofen im Zillertal hat die SK Mayr-
hofen u.a. an den Fonds „Schützen helfen
Schützen“ eine Spende in Höhe von 3.000,- €
an den LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler
übergeben. n

LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler gemein-


sam mit Hptm. Gerhard Biller und Obm.
Willi Rauch von der SK Mayrhofen

Absam
von Thomas Saurer

53. Schützenwallfahrt in Absam mit Bischof Hermann Glettler:


„Habt Mut zur Entschlossenheit!“
Am 14. Oktober 2018 trafen sich bereits zum 53. Mal hunderte
Schützen, Marketenderinnen, EhrenkranzträgerInnen, Ange-
hörige und Freunde der Schützen zur traditionellen Schützen-
wallfahrt in Absam.

Nach dem Bittgang durch die Gemeinde Absam, einem der be-
deutendsten Marien-Wallfahrtsorte Österreichs, zelebrierte der
Diözesanbischof von Innsbruck, SE MMag. Hermann Glettler, die
Feldmesse: „Wir beten gemeinsam für eine Heimat ohne Grenzen,
die Einheit im Glauben, die Anliegen unserer Zeit und für all jene,
die sich dafür einsetzten und ihr Leben wagten.“ In seiner Predigt
sprach er den Tiroler Schützen 3-fach Mut zu: „Die Mutigen machen
Mut: Habt dreifach Mut! Habt Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Habt Mut zur Entschlossenheit. Und habt Mut zum Glauben.“

Die Musikkapelle Gnadenwald und die Speckbacher-SK Absam als


Ehrenkompanie bereiteten am Gemeindehaus einen Landesüblichen
Empfang − im Beisein von LR HR Mag. Johannes Tratter und des
Absamer Vize-Bürgermeisters Manfred Schafferer.

Die Landeskommandanten Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler (BTSK) und


Mjr. Elmar Thaler (SSB) konnten zahlreiche Abordnungen aus allen
Teilen Tirols in Absam willkommen heißen und dankten für die
Teilnahme. n

Gemeinsam gehen wir eine bestimmte Richtung und


legen einen Pilgerweg zu Fuß zurück, wo wir am Ende
gemeinsam beten, in der Hoffnung auf Erhörung.
Alle Infos zur Ausstellung in Bozen unter www.bas.tirol

6 Aus den LANDESTEILEN …


Tirol
von Reinhard Olt

BAS – Opfer für die Freiheit.


Eine Ausstellung in Bozen (Teil 3)
Rom: „Vorbildlicher Einsatz“ der Folterknechte

44 Südtiroler Häftlinge erstatteten gegen 21 namentlich bekannte Carabinieri Anzeige wegen Folterns. Lediglich deren sieben
wurden justiziell berücksichtigt und nur zehn „Foltercarabinieri“ 1963 in Trient vor Gericht gestellt, die anderen amnestiert.
Im laufenden Verfahren wurden zwei Carabinieri verurteilt und unmittelbar nach dem Urteilsspruch amnestiert, die übrigen
Folterer sofort freigesprochen. Anschließend wurden sie allesamt in Rom von General Giovanni De Lorenzo, dem Oberbefehls-
haber der Carabinieri, Geheimdienstchef und späteren neofaschistischen Kammerabgeordneten, öffentlich für ihren „vorbild-
lichen Einsatz“ belobigt, ausgezeichnet und einige sogar befördert.

Die meisten der verhafteten BAS-Aktivisten wurden indes zu hohen weit größere Rolle gespielt haben. Jüngere Forschungsergebnisse des
Haftstrafen verurteilt, ihre gesamte Habe wurde eingezogen. Einige österreichischen (Militär-)Historikers Hubert Speckner legen offen,
wenige blieben trotz der Verhaftungswelle nach der „Feuernacht“ dass die meisten Anschläge/Attentate, die dem BAS verbundenen
unerkannt, andere konnten in letzter Minute über die Grenze nach nachmaligen Freiheitskämpfern und Gruppierungen zugeschrieben
Österreich entkommen: so der legendäre Schützenmajor Georg wurden, eher auf das Konto italienischer Dienste respektive von
Klotz (1919–1976), der Schützenleutnant Luis Amplatz aus Bozen- Angehörigen der von Geheimdienstlern und neofaschistischen
Gries (1926–1964) und die „Pusterer Buben“ (im Volksmund Parteigängern bzw. Sympathisanten durchsetzten „Gladisten“, An-
„Puschtra Buibm“) Siegfried Steger, Sepp Forer, Heinrich Oberlech- gehörigen des italienischen Zweigs der „Stay behind“-Verbände der
ner und Heinrich Oberleiter. Sie flüchteten nach Österreich und ka- NATO, gehen dürften.
men zu gegebenen Anlässen allein oder zusammen mit österreichi-
schen Kameraden immer wieder über die Grenze, um ihren Kampf „Attentate“, die keine waren
weiterzuführen − nach Bekanntwerden der Folterungen bewaffnet So zeigen Speckners auf bis dato unausgewerteten sicherheits-
weiterzuführen: Denn sie waren fest entschlossen, eher im Feuer- dienstlichen und juristischen österreichischen Unterlagen fußen-
gefecht zu sterben, als Folterern in die Hände zu fallen. Es kam zu den Untersuchungen, dass der als „schlimmstes Attentat“ geltende
weiteren bewaffneten Aktionen, und es gab Opfer auf der Seite der „Porzescharte“-Vorfall vom 25. Juni 1967 (vier Tote) keinesfalls
italienischen Sicherheitskräfte wie auf Seiten der Freiheitskämpfer. so abgelaufen sein konnte, wie er von italienischen Stellen offiziell
dargestellt und von politischer Seite Österreichs sowie von der jour-
Die Rolle der italienischen Geheimdienste nalistischen wie wissenschaftlichen Publizistik als gegeben erachtet
Eine besonders düstere Rolle spielten die beteiligten italienischen wurde und bis zur Stunde wird. Die völlige Rehabilitierung der
Geheimdienste. Luis Amplatz wurde in der Nacht auf den 7. Sep- 1971 in Florenz verurteilten, in Österreich hingegen freigesproche-
tember 1964 in einem Heustadel auf den „Brunner Mahdern“ im nen Beschuldigten Erhard Hartung, Peter Kienesberger (verstorben
Passeier von Christian Kerbler, einem vom Militärgeheimdienst 2015) und Egon Kufner steht indes aus. Desgleichen gilt für eine
Servizio Informazioni Forze Armate (SIFAR) − danach Servizio In- zweite, ebenso voluminöse Studie Speckners, in welcher er anhand
formazioni Difesa (SID) − gedungenen Mörder, im Schlaf erschos- von 48 Geschehnissen, für welche (nicht allein) Italien den BAS ver-
sen. Sein Kamerad Georg Klotz wurde dabei schwer verwundet und antwortlich machte, nachweist, dass die offizielle Darstellung nicht
konnte sich wie durch ein Wunder aus eigener Kraft über die Gren- der Wirklichkeit, folglich auch nicht der Wahrheit entspricht.
ze nach Nordtirol in Sicherheit bringen. Im Zusammenhang mit Lesen Sie in der nächsten Ausgabe, warum es ohne das Wirken des
späteren Vorkommnissen dürften Geheimdiensteinflüsse eine noch BAS wohl zu keinem Autonomiepaket gekommen wäre. n
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Aus den LANDESTEILEN … 7


Tirol/Wien
von Günther Mairhofer

Hilfe aus dem Vaterland – die Union für Südtirol


Der „Bergisel-Bund“, der „Notring für Südtirol“, der „Bund der Tiroler“ in Wien, der „Verband der Südtiroler“, der „Freundes-
kreis Südtirol“ und der „Bund für Südtirol“ gründeten am 19. März 1966 in Wien die Arbeitsgemeinschaft „Union für Südti-
rol“. Die Union für Südtirol verlangte von der Regierung die Wiedereinrichtung eines Staatssekretariats für Süd-Tirol, eine
neuerliche Befassung der UNO mit der Süd-Tirol-Frage und die Schaffung eines Süd-Tirol-Fonds aus den Mitteln des Bundes
und der Länder.

tung Süd-Tirols von Österreich 1919 als die


Folge eines Verrates.
TSZ: Wie bewerten Sie aus heutiger Sicht
den Einsatz der genannten Politiker für
diese Anliegen?
RAMING: Aloys Oberhammer war Partei-
obmann, zuständiger Landesrat für Süd-
Tirol und Obmann des Befreiungsausschus-
ses für Südtirol (BAS). Er und Wallnöfer als
Landesrat und später als Landeshauptmann
haben ehrlichen Herzens und erfolgreich
für Süd-Tirol gewirkt. Anders beurteile ich
die Rolle von Bundeskanzler Gorbach: Ich
habe den Eindruck, dass ihm die Anliegen
der NATO und der Italiener wichtiger
waren als jene Süd-Tirols. Die NATO nahm
schon damals eine bestimmende Rolle in
der Europapolitik ein. Gorbach fühlte sich
dieser Politik verpflichtet, ob aus staatspoli-
Der Journalist Walter Raming war jahre- Tiroler Nachrichten nach Innsbruck. Diese tischer Raison oder aus anderen Gründen,
lang Vorsitzender dieser geheim wirkenden Aufgabe erfüllte ich bis 1964, dann holten kann und mag ich nicht beurteilen.
Vereinigung. Am 5. Oktober 2018 verstarb mich Bundeskanzler Klaus und Generalse- TSZ: Ihr ehemaliger Vorgesetzter Ober-
Walter Raming in Wien. Kurz vor seinem kretär Withalm zurück nach Wien und ich hammer kämpfte also für ein Selbstbestim-
Tod hat Raming dem Südtiroler Schüt- übernahm die Chefredaktion des Volks- mungsrecht Süd-Tirols. Aufgrund seiner
zenbund äußerst interessante, z.T. auch blattes (Zentralorgan der ÖVP) und der politischen Einstellung und seiner Mitarbeit
als „streng vertraulich“ gekennzeichnete Monatshefte. Ich war Mitglied der Tiroler beim Befreiungsausschuss Südtirol (BAS)
Dokumente aus dem österreichischen Landesparteileitung der ÖVP und in alle wurde er im Zweiten Mailänder Prozess
Staatsarchiv zukommen lassen. Im Inter- Entscheidungen − auch hinsichtlich Süd- zu 30 Jahren Haft in Italien verurteilt. Wie
view mit der Tiroler Schützenzeitung gibt Tirol − voll eingebunden. Noch mehr: Die nahm er dieses Urteil auf?
Walter Raming Auskunft über seine guten Tiroler Nachrichten waren eine Speerspitze RAMING: Oberhammer hat seine wider-
Kontakte zu verschiedenen BAS-Aktivisten der Süd-Tirol-Politik. Der Tiroler Landes-
sowie zu ranghohen Spitzenpolitikern und hauptmann Wallnöfer beauftragte mich
wie er die entscheidenden Jahre im Ringen 1964 mit den Worten „Dös muascht mir
um unser Land persönlich miterlebt hat. måchen“ mit der Funktion des Obmannes
der Union für Südtirol.
TSZ: Herr Raming, Sie waren ein enger TSZ: Die „Union für Südtirol“ wirkte ge-
Mitarbeiter des ehemaligen Tiroler Lan- heim. Wie kann man sich das vorstellen?
desrates Aloys Oberhammer, von Landes- RAMING: Ja, das stimmt. Die Union für
hauptmann Eduard Wallnöfer und von Südtirol war eine Vereinigung, über die
Bundeskanzler Alfons Gorbach − allesamt nur einige wenige Bescheid wussten. Ich
Persönlichkeiten, die in den 60er Jahren vermied es z.B. als Obmann der Union für
wesentlich in die Süd-Tirol-Politik mitein- Südtirol, in der Öffentlichkeit als solcher
gebunden waren. Welche konkreten Funk- bekannt zu werden. So konnte wirksam an
tionen hatten Sie bei diesen hochrangigen der Umsetzung der Ziele gearbeitet werden.
Politikern? TSZ: Was waren die Ziele?
RAMING: Als Sekretär des Dr.-Karl- RAMING: Die Bewahrung des Selbstbe-
Der ehemalige Vorsitzende der „Union für
Kummer-Instituts (Institut für Sozialpolitik stimmungsrechtes der Süd-Tiroler, die
Südtirol“ Walter Raming verstarb am 5.
und Sozialreform) nahm ich Einfluss auf Unterstützung des BAS, die Förderung Oktober 2018 im Alter von 86 Jahren in
die Politik dieser Persönlichkeiten und hatte aller Maßnahmen, die der Bewahrung des Wien. Wenige Wochen vorher hatte er der
regelmäßigen Kontakt zu ihnen. 1961 holte Selbstbestimmungsrechtes dienten. Die Tiroler Schützenzeitung ein ausführliches
mich Oberhammer als Chefredakteur der Union für Südtirol betrachtete die Abtre- Interview gegeben.
N° 6 | Dezember 2018

8 Aus den LANDESTEILEN …

rechtliche Haft in Italien natürlich nie angetreten. Er nahm das ausgestrahlt wurde und ein großes Pressecho fand. Was wollten Sie
Urteil mit Verachtung für die „italienischen Folterknechte“, wie er dadurch erreichen?
seine Verfolger nannte, auf. RAMING: Das Telegramm im Wortlaut: „Die Union für Südtirol
TSZ: Sie kannten viele Süd-Tiroler Freiheitskämpfer persönlich und als Sammlung der österreichischen Südtirolverbände wendet sich in
waren bei mehreren Treffen zwischen BAS-Mitgliedern und Ober- dringender Form an die Teilnehmer der in Innsbruck tagenden Süd-
hammer mit dabei. Welchen Eindruck machten diese Männer auf tirolkonferenz: Gebt keine Lebensrechte der Südtiroler preis! Sorgt
Sie und welches Treffen ist Ihnen heute noch in guter Erinnerung? für unmissverständliche Formulierung eines akkordierten ‚Paketes‘!
RAMING: In guter Erinnerung sind mir Klotz, Amplatz und Verzichtet keinesfalls auf wirksame internationale Verankerung!
Kerschbaumer; ich habe sie mehrfach getroffen. Es waren reine Versperrt nicht den Weg zu den internationalen Gremien UNO und
Idealisten in ihrem Freiheitskampf. Es kam mehrfach zu vertrauli- Europarat! Bewahrt das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler! Die
chen Treffen in Innsbruck und später auch in Wien mit Klotz und Republik möge sich als Schutzmacht Südtirols bewahren! Für den Ex-
Amplatz, wo ich Hilfsaktionen für die in ihrer Heimat Verfolgten ekutivausschuss der UNION für SÜDTIROL, Raming, Vorsitzender“.
einleiten konnte. Besonders hervorheben möchte ich die vertrauli- Das Telegramm war von der Befürchtung getragen, dass die Süd-
chen Gespräche von Wallnöfer und Freiheitskämpfern mit Bundes- Tirol-Interessen von Tončić-Sorinj und Klaus verraten werden
kanzler Klaus, an denen ich teilhaben konnte. Leider unterstützte könnten. Deshalb haben die in der Union für Südtirol zusammen-
uns die Österreichische Bundesregierung nicht so, wie wir es gefassten Verbände nochmals eindringlich auf klare Forderungen
erwartet hatten. verwiesen. [Lujo Tončić-Sorinj war 1966 bis 1968 österreichischer
TSZ: Waren auch Sie über Aktionen des BAS eingeweiht? Außenminister und Josef Klaus war 1964–1970 österreichischer
RAMING: Durch meine Funktionen kam es zu zahlreichen ver- Bundeskanzler; Anm. der Redaktion]
traulichen Kontakten zu Süd-Tiroler Freiheitskämpfern, u.a. zu TSZ: Wussten Sie etwa bereits vorher Bescheid, was Außenminister
Helmuth Kritzinger, der dem BAS in Sterzing angehörte und nach Tončić beim Gipfel präsentieren würde?
seiner Flucht mein Mitarbeiter bei den „Tiroler Nachrichten“ wurde. RAMING: Nein, auch mir waren die genauen Inhalte der Lon-
TSZ: Im Juni 1962 musste sich das Innsbrucker BAS-Mitglied doner Vereinbarung von Tončić im Vorhinein nicht bekannt. Ich
Wolfgang Pfaundler in Graz vor Gericht verantworten. Im Laufe des befürchtete aber aus der Vorgeschichte, dass diese Vereinbarung
Prozesses wurden unter anderem auch Sie als Zeuge vernommen. den Interessen der Süd-Tiroler widersprechen wird. Die Tončić-
Was wurde Herrn Pfaundler vorgeworfen? Vereinbarung wurde vom Gipfel am 13. Dezember 1967 dann auch
RAMING: Wolfgang Pfaundler war aktiver Widerstandskämpfer im verworfen. LH Wallnöfer rettete die Situation durch Einsetzung
Ötztal gegen das NS-Regime und ein guter Freund von mir. Beim eines Ausschusses, der im Nachhinein am 29. Dezember 1967 die
Grazer Schwurgerichtsprozess wurde Pfaundler vorgeworfen, in sei- Tončić -Vereinbarung ablehnte.
ner Innsbrucker Wohnung ein Waffenlager eingerichtet zu haben. TSZ: Sie waren Anfang der 60er Jahre Chefredakteur-Stellvertreter

Die Zeitung der Union für Südtirol: „Der Südtiroler Ruf“

des „Volksblattes“ und haben darin ab Ende 1963 eine Artikelserie


über Süd-Tirol mit 106 (!) Fortsetzungen veröffentlicht. Von wem
wurde diese Serie in Auftrag gegeben und wie waren darauf die
Ein streng vertraulicher Brief von Walter Raming aus dem Jahr Reaktionen in Österreich?
1966 an die Mitglieder der „Union für Südtirol“ RAMING: Dafür musste mich niemand beauftragen, hat mich auch
nicht. Ich habe das in meiner Verantwortung als Journalist und
Die Geschworenen haben ihn letztendlich freigesprochen. tiefer Kenner der Süd-Tirol-Materie getan. Die Reaktion unter den
TSZ: Wie beurteilen Sie heute – fast 60 Jahre später − die Aktionen Lesern war erfreulich positiv, die Artikelserie sollte Verständnis auf
des BAS? Waren die Anschläge Ihrer Meinung nach von Nutzen für breiter Basis für die Anliegen Süd-Tirols erzeugen.
die politische Entwicklung des Landes? TSZ: Mit knapper Mehrheit wurde am 22. November 1969 von der
RAMING: Ohne Befreiungskampf hätte es keine Autonomie gegeben! Landesversammlung der SVP das so genannte Süd-Tirol-Paket an-
TSZ: Am 13. Dezember 1967 kam es in Innsbruck zu einem großen genommen. Standen Sie damals auf der Seite von Silvius Magnago
Süd-Tirol-Gipfel. Bereits am Vortag schickten Sie Telegramme an oder von Peter Brugger?
die Konferenzteilnehmer, deren Text auch über den Rundfunk RAMING: Peter Brugger war für mich ein verlässlicher Partner
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Aus den LANDESTEILEN … 9

Protokoll der Delegiertenversammlung der Protokoll vom 22. Dezember 1966


„Union für Südtirol“ vom 13. August 1966 in
Innsbruck
im Interesse Süd-Tirols. Silvius Magnago die Autonomie immer noch als Zwischen-
konnte sich nicht in ein staatspolitisches lösung, wollen mehr und pochen nach wie
In einem Brief vom 5. März 1968
Dilemma ziehen lassen. Ich persönlich vor auf eine Selbstbestimmung des Landes.
versichert Österreichs Bundeskanzler der
stand auf Seiten Bruggers. Haben Sie dafür Verständnis? Union für Südtirol, „dass das Südtirolpro-
TSZ: Welches waren die herausragendsten RAMING: Natürlich habe ich dafür abso- blem ebenso wie für Sie auch für mich eine
bzw. die entscheidendsten Persönlichkeiten lutes Verständnis! Den Tiroler Schützen ernste, schwerwiegende Frage ist, um deren
der 60er Jahre im politischen Ringen um kommt dabei als Symbol der Einheit Tirols Lösung die Bundesregierung jederzeit und
Süd-Tirol? und als Brückenbauer eine besondere mit vollem Einsatz bemüht sein wird“.
RAMING: Aloys Oberhammer, Eduard Aufgabe zu.
Wallnöfer, die Freiheitskämpfer und ihre TSZ: Europa ist im Umbruch. Katalanen, kann in einigen Jahren anders aussehen.
Sympathisanten, auf Bundesebene Bruno Basken, Schotten und Flamen drängen auf TSZ: Noch immer leben einige Freiheits-
Kreisky. Richtig und beispielgebend war Unabhängigkeit. Wie beurteilen Sie die kämpfer fernab ihrer Heimat im politischen
der Einsatz der Süd-Tiroler, des BAS, der momentane politische Lage in Österreich Exil...
Bundesländer Tirol und Oberösterreich, bzw. Süd-Tirol? RAMING: ...ich finde das sehr traurig. In
enttäuschend hingegen war die Rücksicht- RAMING: Kurzfristig erscheint mir eine einem aufgeschlossenen Europa sollte es
nahme der Bundesregierung auf internatio- Loslösung Süd-Tirols nicht wahrscheinlich, keine Verbannung geben. Die Österreichi-
nale Interessen. aber die Geschichte ist sehr kurzlebig ge- sche Bundesregierung sollte sich für ihre
TSZ: Inzwischen sind Jahrzehnte vergan- worden. Deshalb ist es notwendig und sinn- Heimkehr einsetzen. n
gen. Trotzdem sehen gar einige Süd-Tiroler voll, die Ziele weiter aufrecht zu erhalten. Es

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!


Die Kommandanten der in der Alpenregion vereinten Schützenbünde wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest
und Gesundheit, Freude und Erfolg für das Jahr 2019.

Mjr. Fritz Tiefenthaler


geschäftsführender Landeskommandant des Verbandes Tiroler Schützen,
die Landeskommandanten
Mjr. Elmar Thaler, Mjr. Enzo Cestari
und Martin Haberfellner, Landeshauptmann des BBGK
sowie ihre Schriftleiter
Mjr. Günther Mairhofer, Hptm. Hans Baur, BM Franziska Jenewein
Über 100 Fotos vom Volksmarsch in Kaltern

10
auf www.schuetzen.com

Aus den LANDESTEILEN …


Kaltern
von Efrem Oberlechner

Volksmarsch: Heimat in Bewegung


„Heimat in Bewegung“ hieß es am 8. September 2018, als hunderte Wanderlustige durch den Altenburger Wald spazierten
und dabei kulinarische Köstlichkeiten und Unterhaltung genossen. Der Südtiroler Schützenbund ließ mit dem Volksmarsch
eine alte Tradition wieder aufleben.

Unterhaltung bei den verschiedenen Ständen auf der Route am Diskussion mit den Teilnehmern – Landeshauptmann Arno Kompat-
Kalterer See scher war auch gekommen.

Die Idee dahinter bestand darin, Sport, Spaß und politische Bildung In der kurzen Vorbereitungszeit von Anfang Mai bis September
miteinander zu verbinden. Aufbauend auf die Volksmärsche, die in den ist es dem Südtiroler Schützenbund gelungen, ein spannendes
70er und 80er Jahren in Süd-Tirol sehr populär waren, ist dem Süd- Programm zusammenzustellen. Auf der leicht bewältigbaren
tiroler Schützenbund die Idee gekommen, etwas Bewährtes in leicht Wanderung begegneten den Teilnehmern Handwerker, Künstler,
abgewandelter Form wieder aufleben zu lassen – den Volksmarsch. Brauchtumsgruppen und kulinarische Anbieter an ihren Ständen.
Und mitten drin waren Politiker sämtlicher Parteien, angeführt von
Landeshauptmann Arno Kompatscher, die ganz ungezwungen mit
der Bevölkerung diskutierten und ihnen etwas für die kommende
Landtagsperiode mit auf den Weg gaben. Themen waren unter an-
derem die Doppelte Staatsbürgerschaft, Bär und Wolf, Gesundheits-
wesen und Immersion. Bei einigen Themen war die Abhängigkeit
von Rom stark zu spüren, welche die Diskutanten immer wieder
ankreideten. Die Arbeitsgruppe „Iatz“ im Südtiroler Schützenbund
hat damit einen Beitrag zur politischen Bildung und Gestaltung
dieses Lands gegeben – überparteilich wie immer. Jeder konnte
teilnehmen. Am Abend mündete alles in einem Fest am Alten
Sportplatz in Altenburg, wo auch die erste Tiroler Armdrück-Meis-
terschaft stattfand. Wer auf dem Weg alle Stationen besucht hatte,
erhielt am Ende eine Anstecknadel und eine kleine Überraschung.
Auch an einem Heimatquiz konnten die Besucher teilnehmen, wo
Ausfüllen des Quiz beim Volksmarsch unter allen richtigen Antworten tolle Preise verlost wurden. n

25 JAHRE STREITBEILEGUNG 1992–2017 – IST DAS „SÜDTIROLPROBLEM“ GELÖST?!


648 Seiten, Dr. Kovac Verlag, ISBN 978-3-8300-9975-8

Nach 1918 und der Annexion durch das damalige Königreich Italien verschärften sich die Spannungen
im Land von Etsch, Eisack und Rienz unter der faschistischen Unterdrückungspolitik und dem Nati-
onalsozialismus Hitler-Deutschlands. Der Konflikt dauerte bis weit in die 1960er-Jahre und kam der
Vergewaltigung einer kulturellen und sprachlichen Minderheit in einem fremdnationalen Staat gleich.
Erst mit dem „Paket“ aus dem Jahr 1969 konnte sich eine halbwegs befriedigende Lösung für die ge-
genwärtige Autonomie abzeichnen.
1992 wurde der Streit zwischen Österreich und Italien formell beendet. Und trotzdem, ein Viertel-
jahrhundert später, muss man als Minderheit immer auf der Hut sein. Die Entwicklungen in Schott-
land und Katalonien haben gezeigt, dass es Völker in Europa gibt, die den Weg der Unabhängigkeit
beschreiten wollen. Wird auch Süd-Tirol diesen Weg einschlagen? Die Zukunft wird es weisen.
N° 6 | Dezember 2018
Der hübschen Ultnerin Felicia Gamper steht als

11
Miss Süd-Tirol 2019 ein aufregendes Jahr bevor.

Aus den LANDESTEILEN …


St. Pankraz
von Richard Andergassen und Lukas Wegscheider

Die Schönste im Land ist eine Marketenderin


Felicia Gamper aus St. Pankraz wurde am 13. Oktober 2018 zur neuen Miss Süd-Tirol 2019 gekürt. Die 18-jährige Oberschülerin
ist seit einem Jahr auch Marketenderin bei der SK St. Pankraz in Ulten.

ich ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit.


Ich denke, dass Marketenderinnen sehr
wohl die Möglichkeit geboten bekommen,
innerhalb solcher Gemeinschaften überaus
wichtige Aufgaben zu erfüllen. Und dies
auch tun − ob als Schriftführerin oder etwa
als Betreuerin der Jungschützen. Aber auch
Kassier oder andere Betätigungsfelder in-
nerhalb einer Kompanie können sehr span-
nend und für eine Frau überaus interessant
und erfüllend sein. Dabei geht es auch dar-
um, sich mit dem eigenen Verein für andere
einzubringen, was ich mit meinen Freun-
den der SK St. Pankraz sehr gerne mache.
Die Wertschätzung, die wir Marketende-
rinnen innerhalb einer Schützenkompanie
erfahren, kann jeder ganz einfach daran
Gratulierten der neuen Miss Süd-Tirol Felicia Gamper (v.l.): Bundesgeschäftsführer Jürgen erkennen, dass wir bei Ausrückungen gleich
Wirth-Anderlan, Bezirksmajor Hannes Holzner, Felicia, Hptm. Hansjörg Mitterhofer, Bgm. hinter dem Kommandierenden eingereiht
Thomas Holzner und sein Stellvertreter Christian Holzner. sind – und noch vor der Fahne!
TSZ: Wirst du deiner neuen Aufgabe als
Kürzlich wurde der neuen Miss Süd-Tirol und mir eine nette Überraschungsfeier Miss Süd-Tirol auch eine heimatverbunde-
im Schützenheim ein Überraschungsemp- bereitet, bei der sogar einige von der Bun- ne Note geben?
fang bereitet und ihrer Kür aufs Herzlichs- desleitung des SSB vorbeigeschaut haben. Felicia: Ich werde den Spielraum in nächs-
te gratuliert. Mit dabei waren auch eine Ich bin sehr froh, Mitglied einer Schützen- ter Zeit einmal ausloten. Aber Thema war
Delegation der Bundesleitung des Südti- kompanie zu sein. das eigentlich noch nicht. Man wusste,
roler Schützenbundes unter der Führung TSZ: Wie bist du überhaupt zu den Schüt- dass ich − wie übrigens auch eine wei-
von Bundesgeschäftsführer Jürgen Wirth- zen gekommen? tere Kandidatin − bei den Schützen bin.
Anderlan sowie der Bürgermeister von St. Felicia: Als meine Familie nach St. Pankraz Daran gestoßen oder darauf angesprochen
Pankraz Thomas Holzner. gezogen ist, habe ich schnell Freundschaft wurde ich eigentlich nicht. Ich werde aber
Die Tiroler Schützenzeitung bat die sympa- mit anderen Jugendlichen aus dem Dorf dennoch darauf achten, im Italienischen die
thische Ultnerin zum Interview. geschlossen, und einige haben mir vorge- Miss Sud-Tirolo zu sein und nicht die von
TSZ: Hallo Felicia! Wie geht es dir als neue schlagen bei den Schützen vorbeizuschau- Alto Adige! [lacht].
Miss? Hast derzeit wohl viel zu tun? en, da dies eine coole Gruppe sei. Das TSZ: Würdest du auch anderen jungen
Felicia: Hallo, ja, es geht. Nicht so schlimm! habe ich dann gemacht und es hat mir auf Menschen nahelegen, den Schützen beizu-
Am meisten habe ich momentan in der Anhieb sehr gut gefallen. Ich bin auch voll treten?
Schule zu tun. Ich lege heuer am Kaiserhof lieb aufgenommen worden. Felicia: Ich selbst fühle ich mich rundum
meine Matura ab, und da kommt schon TSZ: Kann gerade auch eine Schützenkom- wohl in meiner Schützenkompanie. Darum
einiges zusammen. Als Miss muss ich panie eine Möglichkeit bieten, sich in eine kann ich nur allen jenen, die auch einmal in
neuerdings auch Termine wahrnehmen. Ich Dorfgemeinschaft zu integrieren? eine solche Organisation hineinschnuppern
kann mir aber selbst auswählen, zu welchen Felicia: Auf jeden Fall! Gerade in meinem möchten, wärmstens empfehlen, dies zu
ich gehe und zu welchen nicht. Das ist sehr Fall sieht man, dass dies wunderbar klappt tun. Es ist ein tolles Gefühl der Zusammen-
angenehm. Und auch nicht so stressig, wie und dass man, wie ich, die von „außen“ gehörigkeit. Weiters ist die Breite, die sich
ich vorher gedacht habe. dazugestoßen ist, so eine noch nähere da bietet, wirklich toll, vom Beitragen zu
TSZ: Hat sich seit dem 13. Oktober etwas Bindung zu meinen Mitmenschen aufbauen religiösen Anlässen und Auftritten bei welt-
verändert? kann. lichen Feiern bis zum Abhalten von Festen.
Felicia: Klar. Leute schauen mich manchmal TSZ: Und fühlst du dich innerhalb deiner TSZ: Danke, dass du dir für uns Zeit
merkwürdig an und dann ist es sehr lustig, Kompanie wohl? Fühlst du dich als Mar- genommen hast, und alles Gute in deiner
wenn sie ins Grübeln kommen, ob ich es bin ketenderin den Männern gleichberechtigt Rolle als Miss Süd-Tirol!
oder nicht. Manche kommen einfach auf oder eher als Dekoration? Felicia: Danke euch für das Interesse und
mich zu und dann entwickeln sich immer Felicia: Ich fühle mich absolut wohl! Ich für die Möglichkeit, in der TSZ meine
sehr nette, überaus angenehme Gespräche. kenne diese Diskussion und weiß, was Ansichten darlegen zu dürfen. Liebe Grüße
TSZ: Und innerhalb deiner Kompanie? gemeint ist. Bereits seit meinem ersten Kon- allen Marketenderinnen und Schützenkam-
Felicia: Die haben sich alle mit mir gefreut takt mit der Führung der Kompanie habe meraden! n
N° 6 | Dezember 2018

12 Aus den LANDESTEILEN …


Neumarkt
von Lukas Wegscheider

Ein Plan „B“, hat Plan „A“ überholt: Unsere forsche Jugend
Diesmal hat sich die Redaktion der TSZ entschlossen, keinen Politiker zu befragen. Also ziehen wir Plan „B“ heraus: Wir
beschäftigen uns mit uns selbst. Und zwar mit einem jungen Bursch aus Neumarkt, welcher sich vor gut zwei Jahren der dor-
tigen Schützenkompanie angeschlossen hat. Lukas Wegscheider im Gespräch mit Moritz Selva.

Geschichten über Tirol aus allererster, erle- richt der eigenen Geschichte intensiver als
sener Hand erfahren. bisher zu gestalten, um in jungen Menschen
Den Schützen beigetreten ist Moritz dann die Neugierde, oder bereits vorhandene
am 20. September 2016, einen Monat Kenntnisse über unsere Heimat zu vertie-
nachdem sich die Kompanie mit anderen fen. Leider Gottes haben wir immer noch
Vereinen des Dorfes auf einem Stand der Mitmenschen, die sich für die Historie
Bevölkerung vorgestellt hat. „Zuerst war Tirols wenig bis gar nicht interessieren“, so
ich daran interessiert, meine geschichtli- der Schüler.
chen Kenntnisse über unser Heimatland Die Frage, wie es denn sei, in einer Gemein-
innerhalb dieser Organisation zu vertiefen. schaft Zeit einzubringen, in welcher sich
Weiters haben mich auch diese Frauen und Personen unterschiedlicher Generationen
Männer in der Tracht, welche ich bei den dieselben Interessen teilen, beantwortet
Prozessionen sehen konnte, seit jeher impo- Moritz: „In einer Gemeinschaft wie den
niert. Daher habe ich mich bewusst diesem Schützen hat man wirklich die einmalige
Verein zugewandt, und da ich nun auch Gelegenheit, mit Personen aus allen sozia-
Teil dieser Gemeinschaft bin, bekommt len Schichten, Berufen oder verschiedenen
obendrein der Komponente Kameradschaft Alters zusammenzukommen. Und ich kann
für mich eine neue, bisher nicht so gekann- wirklich alle duzen (lacht)! Persönlich habe
te Bedeutung zu. Ja, ich fühle mich rundum ich auf diesem Wege schon vieles, für mich
Mit sympathischen und heimatverbunde- wohl in meiner Kompanie“, kommt der Wichtiges erfahren können. Der Austausch
nen Burschen wie Moritz Selva aus Neu- junge Mann ins Schwärmen. mit den anderen bereichert mich tagtäglich,
markt sind Süd-Tirols Schützen auch für und natürlich profitieren jüngere Menschen
die Zukunft bestens gerüstet. Das Ausrücken in Tracht, das Repräsentie- von Erfahrungen, welche andere zuvor
ren der Kompanie im Dorf bei verschiede- gemacht haben. Dem 86-jährigem Franz
„Nein, Berührungspunkte mit dem Schüt- nen Anlässen, aber auch die gemeinsamen Lanziner zum Beispiel höre ich sehr gerne
zenwesen gab es zuvor innerhalb meiner Abende im Kreise seiner Freunde, das zu, wenn er eine seiner Geschichten erzählt.
Familie nicht“, sagt der 17-jährige Moritz Abhalten von Festen und der Einsatz zum Gleichzusetzen mit solchen Begegnungen
trocken am Telefon. „Aber als ich den Wohle der Allgemeinheit ist mittlerweile sind natürlich jene, die ich mit Kameraden
Neumarktnern beigetreten bin, haben zu ein fester Bestandteil im Jahreskreis des von anderen Kompanien, anderen Bezirken,
Hause doch alle ihre Freude gehabt.“ Man jungen Neumarktners geworden. anderen Ländern mache.“
muss wissen, Moritz’ Vater ist Roland Selva. „Durchaus positiv. In der Zwischenzeit sind Sein eindrucksvollstes Erlebnis? Das war
Eine Institution in unserem Lande, wenn auch andere Jungs aus meinem Bekannt- am 8. Dezember vor drei Jahren in St. Pauls,
es ums Thema Theater und Schauspielerei schaftskreis den Schützen beigetreten, und als er zusammen mit dem Jungschützen-
geht. Kinodarsteller, Regisseur, ein Macher ein weiterer Freund von mir wird gerade betreuer Manuel, damals noch in Zivil, zur
der heimischen Künstlerszene. Mutter Nora in seinem Dorf eingekleidet. Also, ein Kerschbaumer-Gedenkfeier gefahren sei.
Veneri, hauptberuflich Lehrerin, ist nicht positiver Fall von Ansteckung“, erzählt Aber auch als seine Neumarktner in Mals
weniger bekannt; u.a. für ihr Engagement mir Squello, wie er von seinen Freunden die Ehrenkompanie stellen durften, war ein
bei den Freilichtspielen Unterland, welche genannt wird, mit einem Lachen auf meine Auftritt, an den er sich noch gerne erinnert.
ihr Mann leitet. Frage, wie denn sein Eintritt von seinem „Moritz, sind dir, seit du bei den Schützen
Meiner Eingangsfrage, ob in solch einer Umfeld aufgenommen wurde. bist, auch einmal Menschen mit radikaler
künstlerisch tätigen Familie Begriffe wie Dass sich immer mehr junge Menschen bei Einstellung begegnet?“ „Nein, das nicht. Ich
Brauchtum oder gar Patriotismus denn verschiedenen Festen und Gelegenheiten habe zwar Bekanntschaft mit solchen Typen
überhaupt verankert seien, entgegnet Mo- trachtig kleiden, führt der junge Mann gemacht, aber die waren meines Wissens
ritz entschieden mit dem Verweis auf seine auf einen willkommenen Trend hin. Aber nicht Mitglieder des SSB. Ich hätte sicher
Oma Bruna Maria Dallago-Veneri. Die dass sich Alterskollegen nun vermehrt mit meine Probleme damit, sollten sich Perso-
Trägerin des Verdienstkreuzes des Landes der eigenen Geschichte auseinandersetzen nen mit solchen Einstellungen, Ideologien
Tirol verfasste bereits mehrere Reiseführer, würden, dem kann er nur bedingt zustim- in unseren Reihen befinden. Außerdem
Tyrolensien und Bücher mit geschichtli- men. Auch sein eigener − schlummernder − hat meiner Meinung nach jemand, der
chem Hintergrund, schrieb Sagen aus der Patriotismus wurde erst durch den Beitritt zum Beispiel Menschen nacheifert, welche
ladinischen Mythologie oder Erzählungen zur Schützenkompanie so richtig geweckt. Verbrechen an der Menschheit begangen
aus dem Welsch-Tirol. Und somit konnte „Diesbezüglich wäre es meiner Meinung haben, nicht den Sinn des Schützenwesens
der junge Mann bereits im Kindesalter nach auch immens wichtig, den Unter- verstanden.“
N° 6 | Dezember 2018

Aus den LANDESTEILEN … 13


Das ist ein passender Schlusssatz, um dieses tenderinnen hätte. Da brauchte er ziemlich
Gespräch zu beenden. Dieses Interview lange, um sich eine passende Antwort
bekräftigt die allgemeine Meinung, dass zurechtzulegen. Als ich mit dem: „... jo die
es mit solch einer Jugend doch gut um das Mataner holt!!“ etwas nachhelfen wollte,
Schützenwesen im südlichen Tirol bestellt sagte der Fugatt: „Na woasch, des wearn
ist. Das sagen die Zahlen zum einen, aber hegschtwohrscheinlich a poor Gitschn
auch dieses Gespräch bestätigt mir dieses leisn. Und i mecht’s mier mit koaner ver-
Gefühl. scherzn. Woasch, wos schreibm konnsch?!
Nur einmal, da ist es mir gelungen, ihn Schreib, dass olle zommen fan Unterlond
irgendwie auf dem falschen Fuß zu erwi- furchtbor wahnsinnig schian sein. Nor isch
schen. Als ich ihn gefragt hatte, welche sicher koana beleidigt...!“ n
Kompanie denn die hübschesten Marke-

In seiner Freizeit widmet sich der patriotische


junge Mann dem Eishockey. In dieser Saison steht er
für den Hockey Club Auer auf dem Eis.

9. Skimeisterschaft der Tiroler Schützen in Obereggen


Die Skimeisterschaft der Tiroler Schützen ruft diesen Winter zum sportlichen Wettkampf nach Obereggen. Das mehrfach
ausgezeichnete Skigebiet unter dem Latemar im UNESCO Weltnaturerbe ist Austragungsort der Skimeisterschaft der Tiroler
Schützen. Zu erreichen ist das Skigebiet von der Autobahnausfahrt Bozen Nord über das Eggental in ca. 30 Min.

ORGANISATION Schriftliche Anmeldungen per


- Veranstalter: Südtiroler Schützenbund E-Mail bis zum 26. Jänner 20 Uhr:
- Durchführende Kompanie: Schützenkompanie Eggen schuetzeneggen@gmail.com
- Gesamtleitung und Kontaktperson: Hptm. Lukas Pfeifer
- Austragungsort: Rennstrecke Ochsenweide Anmeldung: Kompanie, Name und Geburtsjahr des Teilnehmers.
- Start: 1.730 m Das Nenngeld wird auf folgendem Konto im Voraus überwiesen,
- Ziel: 1.550 m um die Teilnahme zu bestätigen:
- Länge: 745 m
- Bewerb: Riesentorlauf – 1 Durchgang Schützenkompanie Eggen
- Startintervall: flexibel Vereinshaus Nr. 40, 39050 Eggen - Südtirol
- Teilnahmeberechtigung: Aktive Mitglieder der Schützenkompa- IBAN: IT 40 C 08162 58661 000301208896
nien der drei Tiroler Schützenbünde SWIFT-BIC: RZSBIT21106

Programm
Anmeldeschluss: Samstag, 26. Jänner 2019, 20 Uhr: Es gibt ermäßigte Tageskarten für die Rennläufer am Kartenschalter:
Samstag, 2. Februar 2019 Tageskarte für 7 Lifte: 21,00 €
- 8.30 Uhr: Startnummernausgabe im Rennbüro an die Mann- Tageskarte für das gesamte Skigebiet: 34,00 €
schaftsführer Es können auch Einzelfahrten erworben werden.
- Abholung Tageskarte am Skipassschalter an der Talstation
- 10 Uhr: Start Nächtigungen:
- 13 Uhr: Preisverteilung im Ziel Anfrage bei Skicenter Latemar, Tel. +39 0471 618200
www.eggental.com | info@eggental.com
Nenngeld: www.obereggen.com | obereggen@latemar.it
- 20,00 € pro Person
Fresko bei der Schützenkapelle am Kronplatz im Gedenken an
100 Jahre der Abtrennung Süd-Tirols vom Vaterland

14 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Brixen von Josef Kaser

60 Jahre Schützenbezirk Brixen


100 Jahre Kriegsende – Untergang der muth Staffler und Josef Kaser: Die Lehr-
Monarchie – 100 Jahre Zerreißung Tirols fahrten des Schützenbezirkes Brixen | Josef
Als Beitrag „100 Jahre Kriegsende – 100 Kaser: Tätigkeiten vom Bezirk 2008−2018;
Jahre Zerreißung Tirols“ hat der Schützen- Ein Christbaum für den Papst Benedikt
bezirk Brixen ein Buch herausgegeben, das XVI.; Kaiser-Karl-Seligsprechung und Reli-
am 10. November 2018 im Rahmen einer quie für den Dom zu Brixen; Tirolerball in
Gedenkfeier in Brixen vorgestellt wurde. Wien; Kameradenkreis der Gebirgstruppe-
Das Buch Band III des Schützenbezirkes OG Burgau | Ernst Dorfmann: Jungschüt-
Brixen beinhaltet 408 Seiten und 635 Fotos. zen | Viktoria Stampfl: Marketenderinnen
Mitwirkende Autoren: Sonja Hackhofer Oberhofer: Schießleitung
Oswald Mederle: Der Brixner Raum und Weitere Beiträge lieferten Fabian Tirler,
der 1. Weltkrieg 1914−1918 bzw. 1919 Manfred Wimber, Karl Gassner und Gerd
Hartmuth Staffler: Das Kriegsende 1918 Naumann | Schriftführer der Kompanien:
und seine Folgen | Dr. Peter Piock: Die Tätigkeitsberichte der Schützenkompanien
Kreuze in den Bergen sowie die Schützen- von 2008−2018 n
scheiben im Bezirk | Beate Hofer†, Hart-
Das Buch kann bei Josef Kaser: kaser.josef@virgilio.it,
Tel. 348 094 75 00, in den Buchhandlungen im Raum
Brixen, im Bundesbüro des SSB oder bei den Kompanien
des Bezirkes um 20 Euro erworben werden.

Kronplatz/Bruneck von Georg Florian Grabenweger

100-Jahre-Gedenken der Abtrennung Süd-Tirols


„Mächtig durch den Glaubens Stütze“, ein Wort aus der alten Kaiserhymne, das der heutigen Zeit ein wenig fremd geworden
zu sein scheint, war am 23. September 2018 der Leitspruch einer Gedenkveranstaltung der Pustertaler Schützen am Kronplatz.

Österreich zitierte in seiner Gedenkrede den heiligen Papst Johan-


nes Paul II.: „Für die Kirche ist es nicht wichtig, was man erreicht,
es ist wichtig, wie man etwas erreicht und jeden Tag arbeitet und
jeden Tag leistet.“ Dies hätte sein Großvater, der Selige Kaiser in
vorbildhafter Weise gelebt, so der Kaiserenkel. Der Landeskom-
mandant des Südtiroler Schützenbundes Mjr. Elmar Thaler lobte
den weitblickenden Staatsmann Kaiser Karl, der seinen Völkern das
Selbstbestimmungsrecht ermöglichen wollte, spannte einen Bogen
in die heutige Zeit und sagte zum Thema Doppelpass: „Wenn ich
mir die Diskussion der letzten Tage anschaue, dann möchte Italien
nicht nur darüber bestimmen, welchem Staat unser Land angehört,
sondern auch, welcher Nation sich jeder einzelne zugehörig fühlen
darf.“ Beim anschließenden Pontifikalamt fasste der Abt des Stiftes
Wilten, Raimund Schreier, der Erb-, Haus- und Hofkaplan des
Das Gedenken am Kronplatz wurde von der SK Anton Steger Brun- Landes Tirol, mit Blick auf die Lesungen und den Seligen Kaiser
eck und vom Schützenbezirk Pustertal ins Zeichen des letzten Kai- Karl zusammen: „Kaiser Karl war ein Zeuge der Gottesliebe, der
sers und gefürsteten Grafen von Tirol, des nunmehr Seligen Kaisers christlichen Spiritualität.“ Am Schluss der heiligen Messe wurde
Karl gestellt. V.l.: Georg Florian Grabenweger, Bezirksmjr. Erich Mair dann von SKKH Erzherzog Georg eine Gedenktafel an der Schüt-
und Erzherzog Georg von Österreich bei der Gedenkrede. zenkapelle am Kronplatz enthüllt und eine Reliquie des Seligen
Kaisers übergeben, die im Anschluss in die Kapelle eingesetzt
500 Schützen, Marketenderinnen und Freunde der Schützen wurde. Die Organisation der Veranstaltung oblag Florian Georg
versammelten sich und gedachten der 100 Jahre, die Süd-Tirol nun Grabenweger von der SK Bruneck. Das Kommando der gesamten
schon vom restlichen Tirol und vom Vaterland Österreich getrennt Feier führte Bezirksmajor Erich Mair. Als Ehrenkompanie fungierte
ist. 100 Jahre, die zumindest in der ersten Hälfte von Demütigung, die SK Nussdorf-Debant aus Ost-Tirol. Die Feier wurde von der
Unterdrückung, Vertreibung und Unterwanderung gekennzeichnet Musikkapelle Reischach feierlich umrahmt. n
waren. Die anwesende kaiserliche Hoheit Erzherzog Georg von
N° 6 | Dezember 2018 Das Schützenbataillon Passeier wurde

15
am 7. April 1978 gegründet

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Obernberg von Otto Sarnthein

Hans Steuxner Ehrenmitglied des Baons Wipptal-Eisenstecken


Bei der Gründung des Bundes der Tiroler 1952 erfolgte die Teilung in die nunmehr beiden Bataillonen, die EMjr. Hans Steuxner
Schützenkompanien im Jahre 1950 waren selbstständigen Bataillone Stubai und Wipp- in seiner 24-jährigen Kommandantschaft
die acht Schützenkompanien des nördlichen tal. Baon-Kdt. Konrad Egg aus Matrei blieb besonders gepflegt hat. Mit der Verleihung
Wipptals (die SK Obernberg wurde erst 1999 Kommandant des Wipptales, der Schmie- der Ehrenmitgliedschaft durch das Baon
wiedergegründet) und die 4 Schützenkom- demeister Ferdinand Pittl aus Fulpmes Wipptal-Eisenstecken beim Bataillonsfest in
panien des Stubaitales (die Gründung der übernahm des Bataillon Stubai. Seit dieser Obernberg sollen diese Verdienste gewürdigt
SK Schönberg erfolgte 1952/53) im Bataillon Zeit bestehen nach wie vor enge kamerad- und die gelebte Verbundenheit beider Batail-
Wipptal-Stubai zusammengefasst. Ende schaftliche Verbindungen zwischen den lone zum Ausdruck gebracht werden. n

Obertilliach von Hans Bergmann und Lois Ebner

Gedenkjahr 1918–2018 - 100 Jahre Ende 1. Weltkrieg


Zum Abschluss der Gedenkjahre 1. Weltkrieg
organisierte die SK Obertilliach eine würdige
Feier, die eigentlich beim Gedenkkreuz am
Tilliacher Joch hätte stattfinden sollen. Dort
steht eines von 68 Kreuzen an der ehemali-
gen Tiroler Front des 1. Weltkriegs. Aufgrund
des nächtlichen Wettersturzes und einer ca.
20 cm hohen Neuschneedecke wurde die
Feierlichkeit ins Dorf verlegt. Die gesamte
SK Obertilliach, eine verstärkte Abordnung
der Strassener Schützen sowie Abordnungen
der Speckbacher Schützenkompanien Tulfes Obertilliach war von den italienischen Stellungen aus mehrmals beschossen worden. Im
und Rinn und eine Abordnung der Kaspar- Sommer 1915 besetzen italienische Truppen den Porze-Gipfel, mit verheerenden Konsequen-
Sautner-Schützen aus Ampass hatten vor zen für Obertilliach, das mehrfach massiv beschossen wurde. Beim schwersten Angriff im
dem Gemeindehaus Aufstellung genommen. September 1917 brachen Brände im Ort aus, sie können aber gelöscht werden.
Mit dabei waren auch Baon-Kdt. Obrist u.
Bezirksmjr. Rossmann sowie Bürgermeister Scherer. Es erfolgte der und nannte markante Ereignisse, die für das Dorf Obertilliach
Aufmarsch durch das Dorf Obertilliach zur Gedenkmesse in der schwerwiegend waren. Nach der Messfeier folgte am Kirchplatz das
Pfarrkirche. Die hl. Messe wurde vom langjährigen Schützenfreund Totengedenken mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Die
Pfarrer Siegmund Bichler gefeiert. Die musikalische Umrahmung SK Obertilliach gedachte mit einer Ehrensalve und der Trompeter
gestaltete eine Bläsergruppe der Musikkapelle Obertilliach. Bichler intonierte das „Lied vom guten Kameraden“, während die Kranzträ-
und Scherer nahmen zu dem Kriegsthema Stellung und machten ger − begleitet von der Bataillonsführung und Bgm. Scherer – zum
die Bedeutung unserer derzeitigen friedlichen Zeit bewusst. „Nie Kriegerdenkmal schritten. Die Schützen aus Strassen beteiligten
wieder Krieg“ war der Tenor ihrer Ansprachen. Obmann Ebner sich dabei mit einem dreifachen Kanonensalut. n
hob die historischen Eckpunkte der Kriegszeit 1915−1918 hervor

St. Martin in Passeier von Bernadette Pfeifer

40 Jahre Schützenbataillon Passeier – 3. Bataillonsschützenfest


Am 7. April 1978 wurde das Schützenbataillon Passeier auf Initiative von Wolfram Klotz, Schützenhauptmann der SK Mjr.
Georg Klotz Walten, zusammen mit Rudolf Rier von der SK St. Martin und Anton Auer von der SK Andreas Hofer St. Leonhard
wiedergegründet.

Mit dem Eintreffen der Schützenkompani- marschierten rund 300 Schützen durch schoss die SK Sarntal unter dem Komman-
en, der Fahnenabordnungen, der Ehrengäs- die Dorfstraße zum Dorfplatz. Allein das do von Mjr. Sepp Rungger.
te sowie der MK St. Leonhard beim „Jager- Bataillon Passeier stellte 112 Mitglieder. Wolfram Klotz wurde für seinen uner-
Hans“ in St. Martin nahm das Bataillonsfest Zum Mitfeiern waren unter anderen das müdlichen Einsatz um das Schützenwesen
mit Böllern seinen Auftakt. Bataillon Ötztal, Schützenkameraden aus in Tirol geehrt und zum Ehrenkomman-
Mit der Meldung zur Frontabschreitung, dem gesamten Burggrafenamt und aus danten des Bataillons Passeier ernannt.
der General-de-Charge durch die Ehren- Lüsen gekommen. Um 16.00 Uhr feierte LKdt. Elmar Thaler überreichte ihm eine
formation der Talschaft Ulten unter dem Schützenkurat P. Christoph Waldner OT Ehrenurkunde und der Bezirksmajor vom
Kommando von Hptm. Thomas Kuppel- gemeinsam mit dem Diakon Hermann Burggrafenamt-Passeier Hannes Holzer
wieser und dem obligatorischen „Schnapsl“ Pirpamer die hl. Messe. Die Ehrensalven eine Ehrenmedaille. n
Am 17. September 1995 wurde der Gesamttiroler Schützenbund gegründet.
Dr. Luis Zingerle wurde Landesobmann, Hermann Huber sein Stellvertreter. N° 6 | Dezember 2018

16 Wir gratulieren …
Natz

Ehrenmajor Dr. Luis Zingerle – 85


Am 11. August 2018 konnte Dr. Luis Anton Zingerle seinen 85.
Geburtstag feiern. In ehrender Verpflichtung kamen Spitzenvertreter
der Bundesleitung des SSB und überbrachten ihrem Ehrenmajor
herzliche Glückwünsche. Ehrenmitglied ist Luis Zingerle aber auch in
den Schützenbezirken Brixen und Pustertal sowie in den Kompani-
en Spinges und Niederdorf. Vertreter all dieser Vereine sowie seiner
Stammkompanie „Alte Pfarre“ Natz waren bei der Geburtstagsfeier
zugegen. Nach der Begrüßung des Jubilars ging dieser auf die heutige
Situation Süd-Tirols ein und verwies auf die Gründung des Gesamt-
tiroler Schützenbundes im Jahre 1996. In Vertretung des SSB hielt
EMjr. Sepp Kaser die Festrede. Er nutzte den Anlass, Dr. Zingerle
für seinen unermüdlichen Einsatz in seiner langen Zeit als Politiker,
als Schützenoffizier sowie als langjähriger Direktor der Berufsschu-
le „Tschuggmall“ in Brixen zu danken. Dr. Luis Zingerle kann mit
Freude darauf zurückblicken, für Schule, Politik und Schützen vieles
geleistet zu haben und durch seine Tätigkeiten bleibende Dokumenta- Der Jubilar Dr. Luis Zingerle mit Hptm. Richard Stoll und
tionen und Grundlagen für die Heimat Tirol geschaffen zu haben. n Lt. Hubert Niederwolfsgruber

Hopfgarten i. Def.

Ehrenhauptmann Alois Gsaller - 85


Am 2. September 2018 feierte Alois Gsaller seinen 85. Geburtstag,
zu dem die SK Hopfgarten i.Def. herzlich gratuliert. Von seiner
über 60-jährigen Mitgliedschaft war er 34 Jahre Schützenhaupt-
mann, er bekam hohe Auszeichnungen und wurde im Jahr 2010
zum Ehrenhauptmann ernannt. Wir wünschen unserem Jubilar
noch viele gesunde Jahre. EHptm. n
Alois Gsaller (2.v.l.) mit weiteren Jubilaren
bei der Entgegennahme der Ehrensalve.

Lienz Mühlbach

Ehrenmajor Hermann Huber - 80 Franz Egger - 80


Hermann Huber, Ehrenmitglied der SK Lienz – aber vor allem Am 22. Oktober 2018 feierte Schützenmitglied Franz Egger in voller
Kamerad und Freund − vollendete am 8. August sein 80. Lebens- Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Die gesamte Schützenkompanie
jahr. Er war von 1995 bis 2001 stellv. Obmann des Gesamttiroler Markt Mühlbach freute sich, ihr Gründungs- und Ehrenmitglied
Schützenbundes Europäische Region Tirol. Von 2001 bis 2011 war hochleben zu lassen, und wünscht ihm für die Zukunft vor allem
er dann selbst Obmann. Gefeiert wurde am 11. August 2018 in der Gesundheit und weiterhin viel Freude am Tiroler Schützenwesen. n
Dorfstube Tristach mit vielen Freunden und Weggefährten. Am
Nachmittag marschierte die SK Lienz auf. Mit einer Salve und einer
Ehrenscheibe gratulierten die Lienzer ihrem treuen Kameraden. n
N° 6 | Dezember 2018

Grußbotschaft zum Jahreswechsel 2018


Das zu Ende gehende Jahr 2018 ist geprägt bens- und Brauchtumszeugnis. Nicht nur
von einer Reihe herausragender Ereignisse deshalb hat der Bayerische Ministerpräsi-
bei uns Gebirgsschützen. Karl Steininger dent den Gebirgsschützen den Heimatpreis
hat nach 24 erfolgreichen Jahren das Amt verliehen.
des Landeshauptmanns zurückgelegt. Der Die Kompanien haben in der Gemeinschaft
Bayerische Ministerpräsident Horst See- ihrer Gaue / Bataillone und des Bundes der
hofer hat nach 10 Jahren, in denen er uns Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien
ein guter Freund war, sein Amt abgegeben. ihre Tradition mit einer nicht zu übersehen-
Markus Söder ist ihm als Ministerpräsident den Präsenz „gelebt“. Wir Gebirgsschützen
nachgefolgt und gern in die Ehrenpflicht als haben uns als tragendes Element der baye-
unser weltlicher „Schutzherr“ eingetreten. rischen Volkskultur gezeigt.
Die Kompanie Bichl hat einen beispiel- Ich danke allen Gebirgsschützen, Haupt-
haften Patronatstag ausgerichtet. Das leuten, Offizieren, Marketenderinnen,
Treffen der Alpenregion der Schützen in Spielleuten und Musikanten sowie Freun- für das entgegengebrachte Vertrauen und
Mayrhofen im Zillertal sticht hervor mit den, Förderern und Gönnern, die unseren die wohlwollende Unterstützung. Frohe
einem Teilnehmerrekord von rund 11.000 Erfolg möglich machen. Wir genießen in Weihnachten und ein gutes Jahr 2019 unter
Schützen. 2.500 Bayerische Gebirgsschützen unserem Staat und in unserer bayerischen Gottes Segen wünscht
waren dabei, auch das ein Rekord. Die Isar- Gesellschaft ein hohes Ansehen. Allen
winkler Schützenwallfahrt auf den Reutberg Verantwortlichen in der Kirche, im Staat Martin Haberfellner
war ein vielbeachtetes, imposantes Glau- und in der gestaltenden Politik danke ich Landeshauptmann

Bad Tölz/Kreuth
von Hans Baur

Hoher Besuch beim 56. Bundesschießen


Vom 28. bis 30. September 2018 fand auf den Schießstätten in Festscheibe
Kreuth und Bad Tölz das 56. Bundesschießen des BBGK statt. 780 Florian Baumann Wallgau 153-Teiler
Teilnehmer, darunter 26 Marketenderinnen, nahmen am Wett- Thomas Baumann Wolfratshausen 198-Teiler
bewerb teil. Bei der Siegerehrung in Kreuth überreichte die Stv. Andreas Hartl Gaißach 236-Teiler
Ministerpräsidentin Ilse Aigner den Porzellanlöwen als Ehrenga-
be an den neuen Bundesschützenkönig Benedikt Deiser jun. von Einzelwertung Schützenklasse
der Kompanie Bichl, der die Königswürde mit einem 176-Teiler Michael Klauser Wössen-Achental 94 Ringe
errang. I.K.H. Herzogin Helene in Bayern überreichte den Ehren- Xaver Heimgreiter jun. Wackersberg 94 Ringe
preis S.K.H. Herzog Franz von Bayern − ein Luftgewehr – an den Josef Simon Wallgau 92 Ringe
Gewinner der Festscheibe, Florian Baumann von der Kompanie
Wallgau, der einen 153-Teiler erzielte. In der Mannschaftswertung Einzelwertung Senioren
der Schützenklasse siegte die GSK Reichersbeuern, in der Senioren- Georg Winkler Neubeuern 98 Ringe
klasse sicherte sich die GSK Neubeuern die Ehrenscheibe, die vom Balthasar Hammerl Wössen-Achental 98 Ringe
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München Dieter Reiter, Peter Denk Tegernsee 97 Ringe
gegeben wurde. LH Martin Haberfellner dankte Bundesschützen-
meister Harald Schrangl, der mit seinen Helfern die Organisation Punktscheibe Schützenklasse
der größten Schießveranstaltung der Bayerischen Gebirgsschützen Andreas Danner Jachenau 84-Teiler
übernommen und den reibungslosen Ablauf gewährleistet hat. Florian Schwengsbier Prien 139-Teiler
Georg Doll Kohlgrub 324-Teiler
Königsscheibe
Benedikt Deiser jun. Bichl 176-Teiler Punktscheibe Seniorenklasse
Ludwig Lindmair Elbach-Leitzach 320-Teiler Peter Egner Garmisch 58-Teiler
Bernhard Kneifel Bad Aibling 394-Teiler Balthasar Bauer Gaißach 175-Teiler
Hans Högg Tegernsee 196-Teiler
Berichte aus Bayern N° 6 | Dezember 2018

18
Einzelwertung Marketenderinnen Mannschaftswertung Schützenklasse
Agnes Gistl Reichersbeuern 88 Ringe Reichersbeuern 786 Ringe
Magdalena Gassner Ohlstadt 86 Ringe Wallgau 761 Ringe
Magdalena Freisl Kohlgrub 82 Ringe Elbach-Leitzach 754 Ringe

Gästeklasse Mannschaftswertung Senioren


Alois Pixner 87 Ringe Neubeuern 554 Ringe
Walter Christofori 85 Ringe Endorf 551 Ringe
Hubert Straudi 87 Ringe Waakirchen 547 Ringe

Fotos Uta Rowlay

Prien
von Fritz Kelzenberg

Marketenderinnen-Schießen des Bataillons Inn-Chiemgau


Die GSK Prien richtete das diesjährige Marketenderinnen-Schie-
ßen auf der Schießanlage „Eichental“ aus. Die Beteiligung mit 34
Schützinnen war zufriedenstellend und die Ergebnisse bestens. Rosi
Schallinger von der GSK Traunstein gewann mit 75 Ringen den be-
gehrten Porzellan-Löwen des Bataillons. Marlene Schwarzbeck von
der GSK Audorf erreichte mit 73 Ringen den 2. Platz und mit der
gleichen Ringzahl wurde Gabi Haslberger, GSK Wössen-Achental,
Dritte. Die von der GSK Prien gestiftete Ehrenscheibe holte sich
Therese Steinbacher von der GSK Inzell mit dem besten Blattl.
Gauhauptmann Fritz Kelzenberg bedankte sich bei den Prienern für
die hervorragende Organisation. n

V.l.: Olt. Josef Kirner, Gauhptm. Fritz Kelzenberg, Rosi Schallinger,


Therese Steinbacher und Florian Schwengsbier
N° 6 | Dezember 2018 Berichte aus Bayern

19
Beuerberg
von Alois Schwaiger

60 Jahre Kreuz auf dem Jochberg


Der Jochberg (Gemeinde Jachenau) mit verstorbenen Kompaniemitglieder, aber
seinen 1.576 Metern ist bei Wanderern sehr auch der Verstorbenen der Familie Oswald
beliebt. Der Aufstieg ist nicht alpin, aber die (Seppenbauer) aus Sachenbach, Eigentümer
Aussicht auf Walchen- und Kochelsee sowie des Geländes. Bei der Messe gab es eine
ins Karwendelgebirge ist überwältigend. Besonderheit: Die Eucharistie wurde mit
1958 hat die GSK Beuerberg-Herrnhausen dem originalen Primizkelch von Dekan
dort ein Gipfelkreuz errichtet. Am 16. Sep- Johann Baptist Held, der vor 60 Jahren das
tember 2018 wurde das Jubiläum „60 Jahre Kreuz geweiht hatte, gefeiert. Die Weihe des
Jochberg-Kreuz“ mit einem Gottesdienst Kreuzes war am 1. Juni 1958 im Beisein von
am Gipfel feierlich begangen. Zelebriert 42 Schützenkameraden erfolgt. Sie setzten
wurde die Gipfelmesse vom Beuerberger die Idee des Herrnhauser Landwirts Josef
Ortspfarrer Dekan Mario Friedl, musika- Schieder (Bräumann) und von Hans Oswald (Winkler) zur Verfügung. Dank des Königs-
lisch begleitet wurde sie von der Beuer- (Seppenbaur) in die Tat um. Das Eichenholz dorfer Fotografen Werner Beier wurde das
berger Musikkapelle. Gedacht wurde aller für das Kreuz stellte Michael Bromberger Ereignis auch im Bild festgehalten. n

Gmund
von Robert Stumbaum

Gelöbnis beim Jahrtag der Gebirgsschützenkompanie Gmund


Wenige Tage nach dem Inkrafttreten der kompagnie diese Tradition wieder aufleben.
Gebirgsschützenordnung von Oberbayern Sie hat im Rahmen ihres Jahrtags zehn
am 21. April 1848 wurden in Tegernsee vor neuen Mitgliedern auf dem Rathausplatz
der Pfarrkirche unter Anwesenheit S.K.H. ein Gelöbnis abgenommen. Den würdigen
Herzog Max Gebirgsschützen vom Tegern- Rahmen gestalteten der Spielmannszug, die
seer Landrichter Frhr. v. Poißl vereidigt – so Dorfmusikanten, Gebirgsschützen aus dem
der Autor von „Gebirgsschützen im Miesba- Mangfall-Leitzach-Gau sowie aus Südtirol
cher Oberland“, Dr. Gerhard Maier. und Tirol. n
Nun ließ die Gmunder Gebirgsschützen-

Bad Aibling
von Fritz Kelzenberg

Neuer Bataillonskommandant im
Bataillon Inn-Chiemgau
Bei der diesjährigen Herbstversammlung, Hochhäuser aus Neubeuern bekleiden
ausgerichtet von der GSK Aibling, wurde gleichberechtigt das Amt des Gauhaupt-
die Bataillonsführung Inn-Chiemgau neu mannstellvertreters. Neue Marketenderin-
gewählt, da Gauhauptmann Fritz Kelzenberg nensprecherin wurde Brigitte Maier von der
aus gesundheitlichen Gründen für eine Wie- GSK Wössen-Achental. Der ausscheidende
derwahl nicht mehr zur Verfügung stand. Bataillonskommandant Fritz Kelzenberg,
Neuer Gauhauptmann wurde der Aschauer der das Bataillon 18 Jahre geleitet hat, wurde
Oberleutnant Hans Rucker. Gegenkandi- zum Ehrengauhauptmann ernannt; eine
dat war der Aiblinger Hauptmann Man- Auszeichnung, die bisher nur Toni Greimel
fred Ortner. Manfred Ortner und Günter zuteil geworden ist. n

Traunstein
von Günter Reichelt

Solidarität und Verpflichtung


Ein ganz besonderes Engagement zeigen Mitglieder der GSK Traunstein an Allerheiligen.
Seit Bestehen der Prinz-Eugen-Kaserne in Traunstein haben Soldaten der Bundeswehr
immer an Allerheiligen vor den Eingängen des städtischen Friedhofs in Traunstein für den
Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Im Jahr 1997 wurde der Standort
aufgelöst. Seit dieser Zeit haben die Traunsteiner Gebirgsschützen diese Aufgabe übernom-
men. Ein ganz besonderes Zeichen der Solidarität, aber ebenso ein Zeichen dafür, dass sich
die bayerischen Gebirgsschützen dem Andenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege
verpflichtet fühlen. n
Berichte aus Bayern N° 6 | Dezember 2018

20
Beuerberg
von Hans Baur

Neue Führung im Loisach-Gau


Als Nachfolger von Gauhauptmann Michael Bromberger wählten
die Vertreter der sechs Kompanien des Loisach-Gaues bei der Ver-
sammlung in Beuerberg den Hauptmann von Benediktbeuern Stefan
Schmid zum neuen Gauhauptmann. Zum Stellvertreter beriefen
sie den Kocheler Hauptmann Herbert Bernhauer. Christian Bauer
(Benediktbeuern) bekleidet künftig das Amt des Schriftführers und
Alois Schwaiger (Beuerberg) fungiert als Kassier. Michael Bromber-
ger wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrengauhauptmann
ernannt. n
V.l. Alois Schwaiger, Stefan Schmid, Herbert Bernhauer und Christi-
an Bauer
München

Gebirgsschützen beim Trachten- und Schützenzug in München

Eschenlohe

Waakirchen
Ohlstadt

Ohlstadt Bad Endorf


von Hans Baur DER OBERBAIERISCHE FEST-TÄG-

Neuer Hauptmann Hans Doll †


UND ALTE-BRÄUCH-KALENDER 2019

in Ohlstadt
Die Ausgabe berichtet über das gelebte
Am 23. Oktober 2018 verstarb der Ehren- bayerische Brauchtum in seiner Vielfalt.
hauptmann der Kompanie Endorf im 83. Hinzu kommen Veranstaltungstermine
und ein anspruchsvolles Kalendarium.
Die Kompanieversammlung der GSK Ohl- Lebensjahr. Er war Gründungsmitglied
Der Kalender kann direkt beim Raab-
stadt wählte am 4. November 2018 Michael und Gründungshauptmann und führte die
Verlag bestellt werden.
Hägle zum neuen Hauptmann. Er folgt Kompanie 31 Jahre mit ganzer Kraft und
Stefan Stadler nach, der nicht mehr kandi- großer Leidenschaft. Seine Kameraden der T. +49 8801 915 452, F. +49 8801 915 453
diert hatte. Zu seinem Stellvertreter wurde Kompanie Endorf, des Bataillons Inn- oder raab@raab-verlag.info
Hubert Lichtenstern bestimmt. n Chiemgau und die Landeshauptmannschaft
gaben ihm das letzte Geleit. n Preis: 16,00 Euro
(zzgl. Versand-
kosten)

Für das Jahr des Herrn

Heiligenfe= te
Bitt- und Wallfahrte n
Ritte u. Proze==ion en
Märkte, Dulten u. Fe=te
Gemeinde- u. Hausbrau+
in ganz Oberbayer n
und Mün+en

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N° 6 | Dezember 2018

Wir gratulieren … 21
Götzens

Ernst Gamper, Johann Pittl, Herbert


Holzmann und Erich Haller - 70
Dieses Jahr hatte die Schützenkompanie Götzens einige Gründe
zu feiern. Dieses Jahr durfte die Kompanie den Mitgliedern Ernst
Gamper, Johann Pittl, Herbert Holzmann und Erich Haller zum
70. Geburtstag gratulieren. Wir wünschen den fleißigen Schützen
auf diesem Weg nochmals alles Gute zum runden Geburtstag und
freuen uns auf viele weitere gemeinsame Ausrückungen. n

Abfaltersbach Bozen Steeg

Bataillonskommandant Peter Thurner - 70 Hptm. Norbert Huber - 60


Mjr. Hans Obrist - 70 Die Schützenkompanie Bozen freute sich Am 27. Juni dieses Jahres feierte Hptm. Nor-
über die Einladung des langjährigen Schüt- bert Huber seinen 60. Geburtstag. Er ist seit
Den Siebzigsten feierte Baon-Kdt. Mjr. zen, früheren Oberjägers und derzeitigen 1973 Mitglied unserer Kompanie und führt
Hans Obrist am 4. Mai 2018. Nicht nur im Fahnenleutnants Peter Thurner zu seinem nun seit 29 Jahren die SK Steeg mit viel Ge-
Familienkreise − nein, auch der Viertel- runden Geburtstag. Die Kommandant- schick und Umsicht, dem rechten Wort zur
ausschuss, der Bataillonsausschuss und der schaft gratulierte ihm herzlichst und es richtigen Zeit und viel Verständnis für Jung
Kompanieausschuss waren geladen, um mit wurde in großer Runde mit der Familie und und Alt. Besonders gefreut hat ihn natürlich,
Hans diesen Tag zu feiern. Hans wartete mit Freunden gefeiert. n dass auch die Musikkapelle Steeg ausgerückt
allem auf, was das Herz so begehrte, und so war, um ihm ein Geburtstagsständchen zu
wurde lange und gesellig gefeiert. n spielen, und dass sich unter den zahlreichen
Gratulanten auch LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tie-
fenthaler und der Viertelkdt. Mjr. Fritz Gastl
eingefunden hatten. n

Tulfes

Ehrenobmann Hermann Junker - 70


Im September feierte unser Ehrenobmann Hermann Junker seinen
70. Geburtstag. Im Beisein seiner Frau und Fahnenpatin Maria-
Luise und seiner Familie gratulierte die Tulfer Schützenkompanie
unter der Leitung von Hptm. Richard Angerer mit einer Ehrensalve
und einem kleinen Geschenk. Er war bei vielen Tulfer Vereinen in
Ausschüssen dabei, aber bei der Schützenkompanie ist er seit sechs
Jahrzehnten als verdienstvoller und überzeugender Schütze tätig. n
N° 6 | Dezember 2018

22 Aus den KOMPANIEN …


Bad Ischl
von Georg Huber

Geschichte und Tradition


bei. Am nächsten Morgen ging die Fahrt in
Tracht zusammen mit den Röcklfrauen zur
Aufstellung am Stadtplatz. Nach dem Ein-
marsch der Bürgerkapelle und der Meldung
an die Familie Habsburg sowie dem Ab-
schreiten der Ehrenfront durch Erzherzog
Markus erfolgte der Einzug in die festlich
geschmückte Stadtpfarrkirche. Die Mes-
se wurde von Abt. Mag. Gerhard Hafner
OBS, Stift Admont, zelebriert. Alt-Bischof
Ludwig Schwarz hob in seiner Ansprache
besonders die Glaubenstreue der Habsbur-
ger hervor. Als Schlusspunkt der zweistün-
digen Messe erklang die Kaiserhymne. Im
Anschluss an die Messe marschierten die
Schützen und die ausgerückten Regimenter,
angeführt von der Bürgermusik Bad Ischl,
Bad Ischl ganz im Zeichen des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph I. zur Kaiservilla, um dort Seiner kaiserlichen
Hoheit Erzherzog Markus Salvator von
Die SK Ramsau und die Zillertaler Röckl- Nach entsprechender Vorbereitung ging Habsburg-Lothringen die Referenz zu er-
frauen wurden vom Stadtmanagement die Reise am Freitag, den 17. August ins weisen. Stolz marschierten die Röcklfrauen
Bad Ischl eingeladen, beim traditionellen Salzkammergut. Ein 2,5 km langer roter inmitten der kaiserlichen Gesellschaft. Eine
Fest, welches jährlich am 18. August zur Teppich, welcher sich durch die Geschäfts- perfekte Ehrensalve der SK Ramsau war der
Erinnerung an den Geburtstag von Kaiser straße schlängelte, führte an einer Vielzahl krönende Abschluss dieser Ausrückung. n
Franz Joseph I. stattfindet, dabei zu sein. an Ständen und Traditionsgeschäften vor-

Bozen
von Peter Brachetti

Eröffnung und Segnung des Schützenheimes


Am 15. September 2018 war es endlich soweit. Nach jahrelangem Suchen und Unterbringung in provisorischen Räumlichkei-
ten konnte die SK Bozen ihr neues Schützenheim feierlich einweihen. Als zu Beginn des Jahres diese Räumlichkeiten in der St.
Johanngasse 1/D zur Verfügung waren, war die ganze Kompanie von dieser Möglichkeit begeistert. Ab diesem Moment wurde
den ganzen Sommer über gemeinsam an der Adaptierung dieser Räumlichkeiten zum jetzigen Schützenheim gearbeitet.

Auch mussten die Mittel aufgebracht werden, um die Arbeiten


und die Einrichtung zu ermöglichen. So konnten mit großzügiger
Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse, der Stadtgemeinde
Bozen und vieler privater Sponsoren diese Arbeiten durchgeführt
werden. An diesem Samstag konnte jedem einzelnen Geldgeber
persönlich gedankt werden. Alle Sponsoren sind auf einer Tafel im
Heim aufgelistet. Das Heim besteht aus einem Versammlungssaal,
einem Büro und einem Magazin. Nach der Begrüßung der Festver-
sammlung durch den Hauptmann hielt der Bundesgeschäftsführer
des Schützenbundes, Mjr. Jürgen Wirth-Anderlan, eine viel beach-
tete Festrede. Anschließend überbrachte der Bozner Stadtrat Luis
Walcher die Grußworte der Gemeinde. Es folgte die Segnung der
Räumlichkeiten durch Schützenkamerad Pater Reinald Romaner
OFM. Anschließend wurde das traditionelle Band durchgeschnitten
und das Schützenheim seiner Bestimmung übergeben. n
Stadtrat Luis Walcher, Bgf. Jürgen Wirth-Anderlan und Hptm.
Arthur Bacher freuen sich über das neue Bozner Schützenheim.
Die Einweihungsfeier wurde mit einem gemütlichen Zusammen-
sein bei Speis und Trank, umrahmt von einer Bläsergruppe der
Musikkapelle Zwölfmalgreien und einem bekannten Zitherspieler,
abgeschlossen.
N° 6 | Dezember 2018

Aus den KOMPANIEN … 23


Falzaregopass/Valparola
von Ugo Constantini

100 Jahre Ende 1. Weltkrieg – Segnung von Gedenktafeln


Am 30. September fand bei der Sperre „Tre Sassi“ am Falzare-
gopass/Valparola, auf Gemeindegebiet von Cortina d’Ampezzo,
eine Feier im Gedenken an das Ende des 1. Weltkriegs vor 100
Jahren statt.

Während der Feier, organisiert von der SK Anpezo/Hayden, wurden


zwei Gedenktafeln gesegnet. Eine, welche der SK Anpezo Hayden
2015 vom Tiroler Schützenbund übergeben wurde und auf der aller
Standschützen gedacht wird, die an der Dolomitenfront kämpften.
Und eine zweite Tafel, welche auf Initiative der Schützenkompanie
selbst gefertigt wurde, in Erinnerung an alle Soldaten aus Anpezo,
die von 1915 bis 1918 für ihre Heimat kämpften. Die von Hoch-
würden Luigi Rocco zelebrierte Messfeier und die Weihe der Tafeln
fanden im Beisein der Ehrenkompanie Buchenstein, von Vertre-
tern verschiedener Kompanien aus Süd-Tirol, von Kaiserjägern
aus Kirchbichl sowie von örtlichen Amtsträgern wie Elsa Zardini Nach der Messfeier und der Ehrensalve berichteten Prof. Paolo Gia-
Soriza, Präsidentin der „Union di Ladins de Anpezo“ und Giulia comel und Loris Lancedelli, Betreiber des Museums Sperre „Tre Sassi“,
Girardi, Referentin der Gemeinde Cortina statt. Mit dabei war in sehr interessanten Ausführungen über die schwerwiegenden
auch als willkommene Überraschung der Landeskommandant des Geschehnisse, die sich nach Ende des 1. Weltkrieges ereignet haben.
Anschließend führte Loris Lancedelli die Anwesenden durch die Sper-
WTSB, Mjr. Enzo Cestari. n
re, die heute nach einer vorbildlichen Restaurierung und Instandset-
zung als Museum dem Krieg in den Dolomiten gewidmet ist.

Gummer
von Karl Schroffenegger

Neues Wegkreuz
Im September wurde von der SK Gum-
mer bei der Gamperschupf, hinter der
Handwerkerzone Eggermoos, auf halber
Strecke zwischen Steinegg und Gummer,
ein neues Wegkreuz aufgestellt.

Am 23. September wurde das neue Weg-


kreuz nach einer von P. Sepp Hollweck
zelebrierten Feldmesse gesegnet. Unter den
zahlreichen Besuchern begrüßte Hptm.
Karl Schroffenegger Bürgermeisterin
Martina Lantschner, Vizebgm. Albin Kofler
sowie die Gemeindereferentin für Kultur
Barbara Wild. In einer kurzen Ansprache
erklärte Hptm. Schroffenegger, wieso dieses
Wegkreuz hier errichtet wurde: Die Idee
kam vom Kameraden Siegfried Lantschner,
der auch Grundstücksbesitzer ist. Schrof-
fenegger erklärte das Vorhaben, dass hier
ein Themenweg entstehen sollte. Deshalb
soll das Kreuz allen Menschen immer in
Erinnerung rufen, wer diese wunderschöne
Heimat geschaffen hat. n

Im Anschluss an die Segnung des neuen Wegkreuzes bedankte sich Bürgermeisterin Mar-
tina Lantschner bei der SK Gummer für diese lobenswerte Aktivität. Hptm. Schroffenegger
sprach dem Kameraden Hannes Mahlknecht, der das schöne Wegkreuz geschaffen hat, und
dem Kameraden Siegfried Lantschner ein herzliches Vergelt’s Gott für die Initiative aus.
N° 6 | Dezember 2018

24 Aus den KOMPANIEN …


Götzens Hall i.T. von Stefanie Hotter
von Lisa Haller

Vereinsturnier Bergmesse im Voldertal


Auch sportlich war die SK Götzens heuer sehr aktiv. Neben vielen Bei kaiserlichem Herbstwetter durfte die Speckbacher SK Hall ge-
Ausrückungen stand auch heuer wieder das alljährliche Fußball- meinsam mit der extra angereisten Abordnung der Partnerkompanie
Vereinsturnier am Götzner Sportplatz auf dem Programm. Die Bissingen-Kesseltal und der Abordnung der Kaspar-Sauter-SK Am-
Mannschaft der Jungschützen, Marketenderinnen und Schützen aus pass am 16. September eine Bergmesse im Voldertal feiern. Zelebriert
Götzens konnte den hervorragenden zweiten Platz erzielen. n wurde die heilige Messe vom Schützenkurat Pater Damian Heuer. n

Die Mannschaft freut sich über das Spitzenergebnis und hofft im Gemeinsam mit der Fahnenabordnung der Partnerkompanie
nächsten Jahr den Titel für sich entscheiden zu können. Bissingen-Kesseltal und der Abordnung der Kaspar Sauter Schützen-
kompanie Ampass war es wieder ein unvergessliches Bild am Berg.

Igls/Vill von Lothar Zimak

„An der Front 2018“: Gedächtnisfeierlichkeiten in Roncone


Am 25. und 26. August 2018 fanden in
Roncone die Gedächtnisfeierlichkeiten
zu 100 Jahre Ende des I. Weltkriegs statt,
zu der die SK „Roncon“ als Veranstalter
eingeladen hatte. Von Nordtirol nahm die
SK Igls-Vill mit einer verstärkten Fahnen-
abordnung daran teil. Am 25. August 2018
stand die Kranzniederlegung beim Ge-
denkkreuz am Dosso dei Morti (2.183 m)
auf dem Programm. Am 26. August konnte
die SK Igls-Vill bei ihrem Kreuz auf dem
Soldatenfriedhof in Bondo den Kranz der
Stadt Innsbruck, gestiftet von Bgm. Georg
Willi, niederlegen. Hierbei nahm auch
die Abordnung der SK Lajen teil. Danach
fuhren alle zum Festungswerk Larino in
Lardaro, wo eine Feldmesse gefeiert wurde.
Die Ehrenkompanie wurde von Schüt- Das Gedenkkreuz beim Festungswerk Larino
zen der SK Roncon, der SK Lajen, der SK
Meransen und der SK Igls-Vill gebildet. von Pfarrer Don Celestino Ritz, der in einen Kranz nieder, bevor die Grußworte
Kommandierender war Bezirksmjr. Florian seiner Predigt den europäischen Gedanken gesprochen wurden. Bgm. Franco Bazzoli
Lechner vom Bezirk Brixen, der dem Bgm. als Friedensprojekt hervorhob. Die aus ging in seiner Rede auch auf die Bedeu-
Franco Bazzoli die angetretenen Formati- allen Landesteilen bestehende Ehrenkom- tung des Friedens in unserer Zeit ein und
onen und Fahnenabordnungen meldete. panie schoss unter dem Kommando von forderte die Schützen auf, ihren Beitrag zur
Nach der Frontabschreitung marschierte Bezirksmjr. Florian Lechner zwei perfekte Völkerverständigung und zum Frieden zu
die Formation zur Feldmesse unterhalb des Salven. Beim Gedenkkreuz „Festungswerk leisten. n
Werks Larino. Zelebriert wurde die Messe Larino“ legte die SK Roncone dann noch
N° 6 | Dezember 2018

Aus den KOMPANIEN … 25


Innsbruck
von Adrian Egger

190 Jahre Schützenkompanie Mühlau-Innsbruck


Die SK Mühlau-Innsbruck beging 2018 ihr 190-jähriges Bestehen
und feierte diesen Anlass offiziell am 10. Juni 2018 mit einer wür-
digen Herz-Jesu-Prozession und einem im Anschluss abgehaltenen
Landesüblichen Empfang am Mühlauer Dorfplatz. Hptm. Hubert
Holzbaur führte mit sichtlichem Stolz die stark auftretende Kompa-
nie, und in seiner Ansprache betonte er erneut die Wichtigkeit des
Tiroler Schützenwesens und die großartige Zusammenarbeit aller
Vereine in Mühlau. Mit großer Freude vernahm Pfarrer Boris Rep-
cinski, dass das im Oktober stattfindende Festschießen zugunsten
der Dachsanierung der Mühlauer Kirche erfolgen wird. Anlässlich
des 190-jährigen Bestehens der SK Mühlau wurde im Jubiläumsjahr
2018 unter zahlreicher Beteiligung der Mühlauer Bevölkerung ein
Festschießen veranstaltet. Vom 19. bis 21. Oktober 2018 wurden auf
dem kompanieeigenen Schießstand neben den Schießkategorien V.l. sitzend Baon-Kdt. Innsbruck Mjr. Helmut Paolazzi, EHptm. LH
Serie, Fest- und Jux-Scheibe die prachtvoll gestaltete Jubiläumsschei- a.D. Wendelin Weingartner, der Vizebgm. der Stadt Innsbruck Franz
be beschossen. Dazu konnte die SK Mühlau über 130 teilnehmende Xaver Gruber und stehend ganz rechts Hptm. Hubert Holzbaur
Schützen begrüßen. Der Höhepunkt des Jubiläumsschießens war
der sonntägliche Frühschoppen. Vor der Preisverleihung wurden Schützenküche überzeugte erneut mit dem legendären Mühlauer
die Ehrengäste gebeten, die Jubiläumsscheibe zu beschießen. Die Schützenschnitzel die anwesende Festgesellschaft. n

Mayrhofen
von Gerhard Biller

Zweifache Verleihung der Margarethen-Medaille


Im Rahmen der Schutzengelprozession
wurden am 30. September 2018 die Bürger-
meisterin der Marktgemeinde Mayrhofen
MMag. Monika Wechselberger und die Kul-
turreferentin der Markgemeinde Mayrhofen
Burgi Huber für ihre Verdienste um das 25.
Alpenregionstreffen der Schützen 2018 mit
der Margarethen-Medaille des Bundes der
Tiroler Schützenkompanien ausgezeichnet.
Die Ehrung wurde vom Landeskomman-
danten Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler und
Hptm. Gerhard Biller vorgenommen. n

Die beiden Geehrten Monika Wechselber-


ger und Burgi Huber mit LKdt. Fritz Tiefen-
taler, Hptm. Gerhard Biller und Willi Rauch

Mils
von Christian Unterberger

Schützenkompanie Mils
Es ist bereits zur Tradition geworden, dass gang, um nach fachmännischer Einschu-
die SK Mils den Alpenpark Karwendel lung durch den Absamer Waldaufseher in
unterstützt, um unsere schöne Heimat dem ihnen zugewiesenen Bereich die in
zu erhalten. Im Frühjahr 2014 sind am den letzten Jahren gepflanzten Nadel- und
Hochmahdkopf durch einen fast 4-tägigen Laubbäumchen mittels Schutzanstrichs vor
Waldbrand schwere Schäden an der Vege- dem Wildverbiss zu schützen.
tation und der Infrastruktur (Schutzwald, Die SK Mils freut sich schon auf die weitere
Latschen, Lawinenverbauung...) entstanden. Zusammenarbeit mit dem Alpenpark Kar-
So trafen sich am 15. September 2018 neun wendel im nächsten Jahr. n
Mitglieder der Kompanie beim Halltal-Ein-
Nach der anstrengenden Arbeit im steilen
Gelände wurden wir von Arno Schafferer
noch zu einer Jause eingeladen.
N° 6 | Dezember 2018

26 Aus den KOMPANIEN …


Lienz
von Georg Lobenwein

Jubiläumsschießen zum 120-jährigen Bestehen der SK Lienz


Am 15. September fand am hauseigenen Schießstand der SK Lienz
das Jubiläumsschießen statt, zu dem Freunde, Kameraden und
Weggefährten zum sportlichen Zimmergewehrschießen eingeladen
waren. Anlass waren die 120 Jahre seit der Wiedergründung der SK
Lienz. Zu gewinnen gab es die Jubiläumsscheibe und Sachpreise für
die jeweiligen Teilsieger. Gesamtsieger wurde Daniel Stocker, der stolz
die Jubiläumsscheibe nach Hause tragen konnte. Das Schießen auf die
Jubiläumsscheibe gewann das Geburtstagskind Alexander Tscharnid-
ling aus Dölsach mit 10,7 Ringen. Die 10er-Serie gewann Alois Platter
aus Schlaiten mit 101 Ringen. Die Wildscheibe erlegte Daniel Stocker
mit 15 Ringen Maximalwertung und der besseren Deckserie vor Eli-
sabeth Hanser. Auf die Glücksscheibe traf der Sieger Daniel Stocker
mit 47 Punkten knapp vor Barbara Indrist mit 46 Punkten. n

Gesamtsieger Daniel Stocker mit Obmann Hans Pramstaller (l.)


und Hptm. Alexander Kirchstätter (r.)

Mieders
von Herbert F. Genser

Ein Denkmal für einen beliebten Tiroler


Am 2. September 2018 fand die Enthüllung der Bischof-Stecher-
Büste am Koppeneck in Mieders statt. Die Bronzebüste wurde
vom Schönberger Bildhauer Hermann Pirkner geschaffen.

Die Idee des Künstlers Hermann Pirkner zur Schaffung eines


Denkmals für den Tiroler Altbischof Reinhold Stecher wurde von
den Stubaier Schützen mit großer Freude gefördert. Der Standort
für das Denkmal stand bald fest: Bischof Stecher ging nämlich
jedes Jahr auf dem Kapellenweg von Mieders zur Maria Waldrast.
Dabei konnte er Stille und Kraft für sein Amt als Hirte gewinnen
und erleben. Der Weg zur Waldrast bekam für viele eine spirituelle
Dimension. Bischof Stecher sagte immer wieder: „Die Liebe zu
Gott führt auch über die Berge.“ Pirkner schuf mit seiner Bischof-
Stecher-Büste ein rundum gelungenes Portrait des großen Tirolers:
Bischof Stecher blickt mit einem Lächeln im Gesicht zur Serles, dem
Altar Tirols. Ist das nicht ein „Kraftplatz“ für uns Wanderer durch Ein idealer Ort für ein besonderes Denkmal: Pfarrer Josef Scheiring,
die Zeit? Pfarrer Josef Scheiring, der die Bronzebüste mit Fich- Bildhauer Hermann Pirkner und der Miederer Bgm. Daniel Stern (v.l.)
tenzweigen segnete, war mit Fahrrad und Rucksack von Fulpmes die Bürgermeister aus dem Stubai und dem Wipptal sowie eine
nach Mieders zum Koppeneck gekommen − eine schöne Geste. Ein große Schützenabordnung, war ein von Herzen kommender Dank
spontaner Applaus der zahlreich erschienenen Menschen, darunter für seinen Einsatz. n

Innsbruck
von Herbert Schweißgut

Verdienstmedaille des Landes Tirol


an Hptm. Wolfgang Santa
Hptm. Wolfgang Santa wurde erst kürzlich der SK Reutte und war über viele Jahre auch
große Ehre zuteil. Am Hohen Frauentag Obmann in Personalunion. Seit 2011 ist er
wurde er von den Spitzen des Landes Tirol stellvertretender Bataillonskommandant
und Südtirol für Verdienste um das Schüt- und hat in dieser Zeit das Außerferner
zenwesen mit der Verdienstmedaille des Schützenwesen wesentlich mitgeprägt. Das
Landes Tirol ausgezeichnet. Hptm. Santa Schützenbataillon Ehrenberg gratuliert sehr
ist seit über zwanzig Jahren Kommandant herzlich! n
N° 6 | Dezember 2018

Aus den KOMPANIEN … 27


Pians
von Alexandra Zangerl

Kirchtag in Pians 2018


Der Pianner Kirchtag am 9. September
begann mit einer hl. Messe, zelebriert von
Schützenkurat Mag. Georg Schödl, und
endete − musikalisch begleitet von der
BMK Pians unter Harald Bonelli – in einem
gemütlichen Beisammensein auf dem Dorf-
platz. So dankte heuer die Caritas ehrenamt-
lichen Helfern, darunter dem Hauptmann
der Kompanie, Alois Thurner, für ihren
unermüdlichen Einsatz im Dienst der
Gemeinschaft. Für die jährliche Osteuropa-
Hilfsaktion, die vor 13 Jahren Heinrich Juen
aus See mit seinem Team ins Leben gerufen „Osteuropahilfe“ (Otmar Kröll); Norbert Weiskopf, Fritz Gastl und Alois Thurner
hatte, gab es heuer einen Scheck über 1000.-
€. Diese Benefizaktion koordiniert seit 2012 und transportiert worden. Mjr. Gastl lobte einmal mehr auf, wie wichtig es sei, die Auf-
VKdt. Mjr. Fritz Gastl. Im letzten Jahr waren u.a. den Einsatz der Tiroler Schützenkom- gaben als Schützen und Marketenderinnen
62 Tonnen Hilfsgüter für osteuropäische Ar- panien für Hilfsprojekte im In- und Ausland zu erfüllen und dabei auch Lebensfreude in
menregionen zusammengekommen, sortiert und dankte den Piannern sehr. Er zeigte einer Gemeinschaft zu erfahren. n

Schwoich
von Alois Thaler

Großzügigkeit der Schwoicher Schützen


Dass sie das Herz am rechten Fleck haben,
bewiesen die Mannen der Schwoicher
Schützenkompanie wieder einmal bei
ihrem Frühschoppen am 2. September.
Die Versteigerung des Maibaumes brach-
te stolze 2.000,- €, und die Hälfte davon
spendeten die Schützen für den Schwoicher
Sozialfonds. n

Hptm. Alois Thaler (l.) und Obmann Harald


Gschwentner überreichten den Scheck an
Vizebgm. Peter Payr, der sich im Namen der
Gemeinde für die noble Geste bedankte.
(Foto Hans Gregoritsch)

von Wolfram Vindl

Kopfbedeckung im Tausch?!
Sieht doch fesch aus!
Bischof Hermann Glettler zeigte sich bei einem Schützenfest sehr
nah dem Volk und überredete eine Jungmarketenderin mit ihm die
Kopfbedeckung zu tauschen. Dies zauberte wohl beiden Persön-
lichkeiten ein besonders Lächeln ins Gesicht. Wie findet ihr das? n
N° 6 | Dezember 2018

28 Aus den KOMPANIEN …


Söll
von Manfred Schachner

Gründungsfest der Josef-Rainer-Schützenkompanie Söll

Die Josef-Rainer-Schützenkompanie Söll ist die 23 Kompanie die im Bataillon Kufstein gegründet wurde

Die Idee, in Söll eine Schützenkompanie zu gründen, war bereits Georg Huber. Pünktlich um 9.15 Uhr begann der Festakt mit der
bei der 800-Jahr-Feier im Jahr 2017 vorhanden. Bei der Umsetzung Meldung an die Höchstanwesenden. Nach dem Landesüblichen
maßgeblich beteiligt waren der zuständige Baon-Kdt. Mjr. Hermann Empfang mit Frontabschreitung und Ehrensalve durch die Ehren-
Egger und der Ehrenoberleutnant der Brixlegger Schützen, Konrad kompanie Bad Häring unter dem Kommando von Hptm. Alexander
Kirchmaier. Die Josef-Rainer-SK Söll unter der Führung von Hptm. Biechl erfolgte die Begrüßung durch den Baon-Kdt. Mjr. Hermann
Harald Treichl und Obm. Olt. Hans Ager lud zum Gründungsfest Egger. Die Feldmesse wurde vom Pfarrer Mag. Adam Zasada zele-
nach Söll ein. Trotz regnerischen und kalten Wetters folgten über briert und von der Bundesmusikkapelle Söll musikalisch umrahmt.
1000 Tiroler Schützen, Musikanten und Traditionsvereine der Im Anschluss an die Feldmesse wurde die Kompaniefahne ge-
Einladung nach Söll. Auch viele Ehrengäste ließen es sich nicht neh- weiht und die Fahnenpatin Sonja Rainer übergab die Fahne an die
men, am Gründungsfest teilzunehmen, unter ihnen der Vertreter Kompanie Söll, welche nach dem Eintreten der Fahne eine perfekte
vom Land Tirol LR. Mag. Johannes Tratter, der Bürgermeister der Ehrensalve abfeuerte. Nach der Übergabe der Fahnenbänder erfolgte
Gemeinde Söll Alois Horngacher, LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, ein farbenprächtiger Festumzug durch Söll zum Festplatz, wo das
Viertel-Kdt. Mjr Manfred Schachner und sein Stellvertreter Hptm. Gründungsfest seinen Ausklang fand. n

Stams
von Helmut Hörmann

Schützenkompanie Stams in Kaisheim


Die Alois-Kluibenschedl-SK Stams beein-
druckte im bayrischen Kaisheim mit einem
Landesüblichen Empfang und einer Ehren-
salve für die Geistlichkeit nach der Festmesse
im Mariendom anlässlich der 40-jährigen
Partnerschaft der Gemeinden Stams und
Kaisheim. 1273 waren Mönche aus dem Zis-
terzienserstift Kaisersheim auf Einladung von
Graf Meinhard II. von Tirol ins Oberinntal
gekommen, um in Stams ein Tochterkloster
zu gründen. Über viele Jahrhunderte bestand
eine rege Verbindung zwischen beiden Ab-
teien, ehe Kaisheim im Zuge der Säkularisie-
rung 1803 aufgehoben und in ein Gefängnis
– heute Strafvollzugsanstalt – umfunktioniert
wurde. Als Stams 1973 sein 700-jähriges Be- Die Stamser Schützen mit Hptm. Bernhard Häfele in Kaisheim im September 2018
standsjubiläum feierte, besucht der Konvent (Foto M. Hörmann)
mit Abt Bernhard das ehemalige Mutterklos-
ter, um dort einen Gedenkgottesdienst zu Partnerschaftserklärung führte. Seit 40 gliedern von Schützen, Gilde, Musikkapelle
feiern. Es entwickelte sich eine Freundschaft Jahren wird diese durch gegenseitige Besuche und Feuerwehr gepflegt und vertieft. n
zwischen beiden Gemeinden, die 1978 zur von Gemeindedelegationen und Vereinsmit-
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Aus den KOMPANIEN … 29


Strengen
von Werner Diesel

Erntedank und Ketten- und Adlerschießen 2018


Am 30. September 2018 wurde bei wundervollem Wetter Erntedank in Strengen gefeiert. Das ganze Dorf war schon früh auf
den Beinen.

Die Schützenkompanie und die Musikka-


pelle Strengen holten die Volksschulkinder
mit ihren schön geschmückten, mit allerlei
Gaben gefüllten Körbchen von der Volk-
schule in Strengen ab. Nach der heiligen
Messe luden die Bäuerinnen zu einer Agape
ein. Nach Speis und Trank ging es für die
SK Strengen auf den Schießstand, um den
alljährlichen Träger der Schützenketten
(Jungschützen- und Schützenkette) und
des Adlers mittels einen einzelnen Schus-
ses zu ermitteln. Doch bevor die Ketten
und der Adler ausgeschossen wurden, war
es an der Zeit, dass die Kompanie auch
einmal ein Dankeschön sagt. Dabei wurden Bettina Zangerl wurde die Katharina-Lanz-Medaille verliehen und Martin Senn die Andreas-
verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Bevor Hofer-Medaille (Mitte 2. Reihe)
die Ehrungen vorgenommen wurden,
wurde eine Ehrensalve für alle Geehrten sich bei den Geehrten für ihre langjährige einer Ringzahl von 10,0 Ringen. Den Adler
von der Kompanie Strengen abgefeuert. Treue und hofft, dass Sie auch weiterhin als Trophäe konnte sich dieses Jahr Lukas
Bettina Zangerl erhielt die Katharina- der Schützenkompanie Strengen mit ihrem Hiesel mit einer Ringzahl von 10,8 Ring
Lanz-Medaille für Verdienste für die SK unermüdlichen Einsatz erhalten bleiben. sichern. Die Schützenkompanie gratuliert
Strengen und Helmut Mair wurde für seine Die Jungschützenkette konnte Kilian allen Schützen und den Geehrten und
14-jährige Ausschusstätigkeit als Kassier Zangerl mit einer Ringzahl von 8,8 Ringen bedankt sich bei der Schützengilde Strengen
die Bronzene Verdienstmedaille überreicht. wieder für sich gewinnen. Die Schützenket- für die tadellose Durchführung des Schie-
Die Schützenkompanie Strengen bedankt te ging dieses Jahr an Andreas Streng mit ßens am Schießstand. n

Völs
von Thomas Wirth

Schützenkompanie Völs an der Südfront


Am 6. und 7. Oktober 2018 reiste eine Abordnung der SK Völs an
die Südfront des 1. Weltkriegs. Bereits 2015, 100 Jahre nach Aus-
bruch des Kriegs gegen Italien, waren die Völser Schützen in dieser
Region, um dort zum Gedenken der Toten des 1. Weltkriegs ein
Kreuz zu errichten. An der damaligen Aktion waren die Kameraden
der Schützenkompanien Mutters-Kreith und Lans aus Nordtirol
sowie Vertreter der Kompanien Enneberg (Gadertal) und Cortina
Anpezzo (Belluno) beteiligt. Diese Kompanien verteidigten die
Südgrenze im Gebiet der Edelweißstellung und des Kleinen Laga-
zuoi. Trotz intensiver Suche ließ sich kein gemeinsamer Termin zur
Rückkehr an diesen Frontabschnitt finden. So gedachte die SK Völs
an diesem Wochenende alleine des Kriegsendes vor 100 Jahren.
Zunächst suchten die Völser Schützen die Edelweißstellung unweit
des Valparolapasses auf, wo die Schützengräben und die Unterkünf-
te der Soldaten sehr schön restauriert worden sind. Anschließend
besichtigten sie die ehemalige österreichische Festung Tre Sassi, in Eine Abordnung der SK Völs reiste an die Südfront, um dort des
der heute ein Museum zum Gedenken an den 1. Weltkrieg unter- Endes des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren zu gedenken
gebracht ist. Ihr nächstes Ziel war der Kleine Lagazuoi, der in den
Jahren 1915–1917 hart umkämpft war. Den Rückweg wählten sie gefallene deutsche und österreichische Soldaten des 1. Weltkriegs.
durch den italienischen Stollen, den die Soldaten der italienischen Daneben wurde im Jahr 2015 ein Kreuz der Schützenkompanien
Armee mühevoll in den Berg geschlagen hatten, um so vielleicht aufgestellt. Letzter Punkt dieser Besichtigungs- und Gedenkreise
den Gipfel einnehmen zu können. Trotz der Strapazen gelang ihnen war die Langkofelscharte, die mit einer sehr nostalgischen Gon-
das allerdings nicht. Dann ging es weiter auf das Pordoijoch zur delbahn erreicht werden kann. Die Rückreise führte durch Gröden
deutschen Kriegsgräberstätte. Diese ist Grabstätte für ca. 8.600 nach Klausen und über den Brenner zurück nach Völs. n
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30 Aus den KOMPANIEN …


Wattens
von Robert Frötscher

Tag des Ehrenamtes - „Essen auf Rädern“


In Tirol kann man sich eine Prozession
ohne die Ehrensalven der Schützenkompa-
nien nicht vorstellen − das ist Tradition und
wird in Wattens genauso abgehalten. Bei der
SK Wattens-Wattenberg gibt es aber noch
etwas, was bereits Tradition ist, nämlich der
Wochenenddienst von „Essen auf Rädern“.
Es war im Frühsommer des Jahres 1981,
als der damalige Kommandant Mjr. Rudolf
Troppmair der Kompanie den Vorschlag
unterbreitete, die Gemeinde Wattens bei der
Auslieferung des Mittagessens für ältere und
kranke Mitbürger an den Wochenenden zu
unterstützen. Die Kompanie war mit diesem
Vorschlag sofort einverstanden. An den
Wochentagen bringt der Hausmeister des V.l. Thomas Holzner, Robert Frötscher und Stefan Gritscher
Seniorenheimes das Essen. An Samstagen,
Sonn- und Feiertagen sowie am Heiligabend fallen, liefern sie an ca. 117 Tagen im Jahr ße überbringt. Wir Schützen sehen diesen
und zu Silvester übernahmen die Schützen zwischen 25 und 35 Mittagessen an betagte Dienst an der Allgemeinheit, besonders aber
diesen ehrenamtlichen Sozialdienst. In den und kranke Mitbürger aus. Der „Perso- im Kontakt mit alten Mitbürgern, als eine
ersten Jahren wurde noch mit den Privatau- nalstand“ an Freiwilligen erhöhte sich im Bereicherung im persönlichen Leben. Die
tos der Schützen das Essen ausgefahren, und Laufe der Jahre auf ca. 35 Schützen und eine Schützen haben ihren Dienst für „Essen auf
es war für alle eine große Erleichterung, als Marketenderin. Es ist bereits zur Tradition Rädern“ nie an die große Glocke gehängt.
die Gemeinde Wattens ein eigenes Fahrzeug geworden, dass der Hauptmann am Heili- Sie haben bewiesen, dass man sich auf sie
mit einem Gestell für die Essensbehälter gen Abend das Essen selbst liefert und mit verlassen kann und dass die Schützen mehr
anschaffte. Die Schützen fahren nun das einem von der Fa. Blumen Tauber gespen- können als aufmarschieren, Salven abfeuern
38. Jahr, und je nachdem, wie die Feiertage deten Weihnachtsstern die Weihnachtsgrü- und Schützenfeste feiern. n

Innsbruck
von Hans Gregoritsch

52. Jungschützenmesse auf der Höttinger Alm

Allen ein großer Dank für die Hilfe der Generalsanierung (Foto Hans Gregoritsch)

Bei schönstem Wetter fand der feierliche zenhütte neben der Höttinger Alm wurde wohl fühlen werden. Nach der Segnung
Abschluss der Sommerferien mit den einer Generalsanierung unterzogen. Allen, durften alle die Räumlichkeit besichtigen.
Jungschützen, Marketenderinnen, Betreu- welche am Gelingen des Werkes Anteil Anschließend ging es zur Stärkung in die
ern und deren Eltern auf der Höttinger Alm hatten, sei aufrichtig gedankt. Nach der Gastwirtschaft der Höttinger Alm und am
statt. Gemeinsam wurde bei der Kapelle ein hl. Messe segnete Abt Schreier die Hütte, späteren Nachmittag wieder zurück nach
Gottesdienst mit dem Abt von Wilten Mag. in welcher sich die verschiedenen Jung- Innsbruck. n
Raimund Schreier gefeiert. Die Jungschüt- schützengruppen des Bataillons Innsbruck
N° 6 | Dezember 2018

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 31


Brixen/Telfs
von Sonja Hackhofer

Jungschützenausflug ins Stubaital


Am 8. September 2018 fand der Ausflug der Jungschützen des Bezirkes Brixen zur Klotzhütte statt. Am frühen Morgen fuhren
die Teilnehmer mit dem Bus über den Brenner ins Stubaital. Während der Fahrt informierte Bezirkskulturreferent Sepp Kaser
über die Geschichte Tirols.

Nach dem Gruppenfoto wurde an einer sonnigen Stelle gegrillt, um sich anschließend bei Spiel und Spaß ordentlich auszutoben

In Mieders in Stubaital empfang der „Pusch- deren Betreuer weiter bis zur Klotzhütte. Dort hat. Anschließend wurde in geselliger Runde
tra Bui“ Siegfried Steger die Gruppe aus dem erzählte Freiheitskämpfer Steger, was sich vor diskutiert, was sich bis heute geändert hat
Eisacktal. Er begleitete die Jungschützen und ca. 50 Jahren in unserem Land zugetragen und wie die Zukunft wohl aussehen mag. n

Aldrans von Franziska Jenewein

Kerzen in Handarbeit als ein Symbol

Zum Zeichen der Gefallenen, an Männer, Frauen sowie Kinder im 1. Weltkrieg wurden von den Marketenderinnen des BTSK Kerzen in Hand-
arbeit erstellt. Diese wurden als Symbol am 2. November bzw. am 4. November aufgestellt und entzündet

Kerzen haben ihren Ursprung im alten Rom. Zu den damaligen ben es sich die Marketenderinnen des BTSK zur Aufgabe gemacht,
Zwecken wurden Kerzen ausschließlich zur Beleuchtung von Kerzen von Hand mit Wachs zu verzieren. Damit wurde ein Symbol
Räumen benutzt. Kerzen werden heutzutage vor allem in Kirchen, für alle Frauen, Kinder und Männer, die im 1. Weltkrieg gestorben
zu Hause oder bei festlichen Anlässen verwendet. Die brennende sind, geschaffen. Die Schützenkompanie Aldrans hat dafür Bundes-
Kerze wird im religiösen Verständnis meist als Symbol für die Seele marketenderin Franziska Jenewein und ihren Marketenderinnen
gedeutet, die im dunklen Reich des Todes leuchtet. Altarkerzen und das dortige Schützenheim zur Verfügung gestellt. Mit persönlichem
das Anzünden der Osterkerze symbolisieren in der Liturgie der Einsatz und Engagement konnten die Kerzen an die Kompanien
Kirche die Auferstehung Jesu. Er kommt als Licht in die Welt und verteilt werden. Sie wurden bei der Gedenkfeier am 4. November
erhellt die Dunkelheit. In unserer Gesellschaft ist das Entzünden gesegnet, entzündet und aufgestellt. n
von Kerzen zu einem Gedenken an Verstorbene geworden. So ha-
N° 6 | Dezember 2018

32 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Kirchbichl von Manfred Schachner

Weihe der Viertel-Jungschützenstandarte


Eintreffen aller Ehrengäste und Teilnehmer Hansjörg Maier und den EObm. der Tiroler
mit der Meldung der anwesenden Formati- Kameradschaft Hermann Hotter. Die Vier-
onen durch Viertelkdt.-Stellv. Hptm. Georg tel-Jungschützenbetreuer Olt. Alois Gollner
Huber an den Viertelkdt. Mjr. Manfred aus Osttirol und Lt. Dipl. Ing. Thomas
Schachner. Die anschließende Frontab- Zangerl aus dem Viertel Tirol Mitte. Bei
schreitung erfolgte zu den Klängen der der Weihe und Segnung der Jungschützen-
BMK Kirchbichl. Die Ehrenkompanie Bad standarte und Fahnenbänder durch Pfarrer
Häring unter dem Kommando von Hptm. Franz Leitner waren auch die vier Patinnen
Alexander Biechl beendete diesen Schüt- Renate Schachner, Sybille Huber, Nicole
zenempfang mit einer exakten Ehrensalve. Moser und Katharina Hagsteiner anwe-
Anschließend erfolgte der Abmarsch zur send und übergaben anschließend feierlich
heiligen Messe in der Pfarrkirche, zelebriert die Fahne und die Fahnenbänder an die
von Pfarrer Franz Leitner und musikalisch Fähnriche. An diesem Festtag erhielten alle
umrahmt von der BMK Kirchbichl. Nach vier Fahnenpatinnen bei herrlichem Wetter
der heiligen Messe fand am Vorplatz der unter großem Applaus von LKdt. Mjr.
Kirche die Weihe der Jungschützenstandar- Mag. Fritz Tiefenthaler die Margarethen-
te des Viertels Unterlands statt. Am Beginn Medaille verliehen. Für seine Unterstützung
dieses feierlichen Aktes begrüßte der Vier- bei der Beschaffung der Jungschützenstan-
telkdt. Mjr. Manfred Schachner die vielen darte bekam Lt. Wolfgang Hagsteiner von
hochrangigen Ehrengäste, unter anderen Viertelkdt. Mjr. Manfred Schachner und
LKdt. Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, Baon- Viertelkdt.-Stellv. Hptm. Georg Huber eine
Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich Kdt. Mjr. Hermann Egger, Baon-Kdt.-Stellv. Ehrenscheibe überreicht. Ein farbenpräch-
nach Einladung des Schützenviertels Unter- EHptm. Josef Ager, EMjr. Josef Pockenauer, tiger Festumzug durch Kirchbichl vorbei an
land am 16. September zahlreiche Jungmar- Baon-Kdt. Mjr. Hans Hinterholzer, Baon- den Ehrengästen mit Defilierung beendete
ketenderinnen und Jungschützen, Fahnen- Kdt. Mjr. Karl Josef Schubert, Landes-JS- diesen gelungen Festakt. Nach dem Mittag-
abordnungen aus dem Bataillon Kufstein, Betreuer Mjr. Rupert Usel, Regimentskdt. essen im Strandbad Kirchbichl konnte beim
Schwaz, dem Wintersteller-Bataillon und Mjr. Herbert Empl, Baon-Kdt. Hptm. Fritz Gedenkschießen des Verbandes Tiroler
dem Regiment Zillertal sowie der Traditi- Sandhofer, Baon-Kdt. Hptm. Martin Kam- Schützen „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“
onsvereine Kirchbichl zur Weihe der Jung- merlander, Baon-JS-Betreuer Lt. Reinhold und dem 1. Jungschützenschießen Viertel
schützenstandarte des Viertels Unterland Berger, EMjr. Max Häusler, Bgm. Herbert Unterland bei der Schützengilde Kirchbichl
in Kirchbichl ein. Der Schützenempfang Rieder, NR Carmen Schimanek, NR Mag. die Schützenjugend (92 Teilnehmer) ihre
für den Höchstanwesenden – LKdt. Mjr. Josef Lettenbichler, LSM Andreas Hauser, Treffsicherheit beweisen. n
Mag. Fritz Tiefenthaler − begann nach dem Bez.OSM Mag. Hannes Bodner, E-LSM

Lienz von Eric Krautgasser

60 Jahre Lienzer Jungschützen


Jugendarbeit hat bei den Tiroler Schützen einen sehr hohen Stel-
lenwert. Deshalb entschloss sich auch die Schützenkompanie Lienz,
einen Jungschützenzug zu gründen. Im Herbst 1958 machte man
sich schließlich ans Werk. Bereits im erstem Jahr konnte dieser Zug
mit 34 Kindern und Jugendlichen aufwarten. 10 Jahre später waren
es bereits 45 junge Mitglieder. Am 15. September 2018 konnten
die Lienzer Jungschützen im Rahmen eines kleinen Festaktes auf
ihre 60-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Zusammen mit
Freunden und Kameraden schritten die jungen Schützen und
Marketenderinnen zum Bezirkskriegerdenkmal, wo Dekan Franz
Trojer eine schöne Andacht zelebrierte. Auch die Ehrengäste − LA
DI Hermann Kuenz, BKdt. Mjr Friedl Steinwender und Viertel-JS-
Betr. Olt Alois Goller − waren voll des Lobes für die angetretenen
Jungschützen. Das Ende dieser gelungenen Veranstaltung markierte
eine traditionelle Defilierung, bei der sich die Ehrengäste noch von
der Disziplin und dem Leistungswillen unserer Jugend überzeu- Freunde und Kameraden (SK Leisach, SK Ainet, SK Nikolsdorf, JS-Zug
gen konnten. Auch die beiden anschließenden Bewerbe, der 8. Leisach, JS-Zug Hopfgarten i.D.)
Jungschützentriathlon und das Jubiläumsschießen der Kompanie,
konnten mit großem Erfolg bestritten werden. n
N° 6 | Dezember 2018

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 33


Lienz von Georg Lobenwein

8. Jungschützen-Triathlon

Mit Freude die Preise entgegengenommen: eine Hopfgartner Jungmarketenderin beim Kegeln, Einzelsieger Markus Krautgasser beim Quiz,
Leisacher Jungschützen beim Kegeln, Sieger der Herzen Alexandra Krautgasser und Liam-Noel Strobl, Sieger Einzelwertung Markus Kraut-
gasser und Sieger Mannschaftswertung JS-Zug Leisach

Am 15. September 2018 fand im Schützenheim der SK Lienz der be Kegeln, Zimmergewehrschießen und ein Quiz über die Tiroler
traditionelle Jungschützen-Triathlon statt. Es fanden sich Freunde Geschichte. Der Gewinner der Mannschaftswertung waren die Jung-
und Kameraden ein, um diesen zu bestreiten. Es war eine gelungene schützen aus Leisach und als Einzelsieger kürte sich der Jungschüt-
Kinderveranstaltung, die sich sehen lassen konnte. Es gab die Bewer- zenfähnrich des Jungschützen-Zuges Lienz Markus Krautgasser. n

Naturns/St. Lorenzen
von Verena Geier

Für den Ernstfall gewappnet


Wenn eine Frau angegriffen wird, weiß sie meist nicht, wie sie sich verhalten und zur Wehr setzen soll. Aus diesem Grund
wurden im Sommer wieder zwei Sicherheitstrainings für Marketenderinnen mit Bernhard Pircher, Karatemeister und Mit-
glied der Schützenkompanie Glurns, organisiert. Diese fanden im Schützenheim der SK Naturns und in der Turnhalle der
Schule in St. Lorenzen statt.

Unter anderem wurde dabei auch der


Ernstfall geprobt, und sowohl in Naturns als
auch in St. Lorenzen wurden beim zwei-
stündigen Training voller Körpereinsatz
und Ausdauer von den Teilnehmerinnen
abverlangt. Die Marketenderinnen erhielten
viele wertvolle Tipps und Ratschläge, um
sich vor einem Angreifer verteidigen zu
können. Die Landesleitung der Marketen-
derinnen bedankt sich ganz herzlich bei der
SK Naturns für das Zur-Verfügung-Stellen
des Schützenheims, bei Bernhard Pircher
für das professionelle Training und bei allen
Marketenderinnen und Jungmarketenderin-
nen für die zahlreiche Teilnahme. n

Gruppenfoto der Kursteilnehmer in St. Lorenzen. Bernhard Pircher erklärte den Marketen-
derinnen und Jungmarketenderinnen beim Selbstverteidigungskurs, dass eine starke Per-
sönlichkeit, selbstsicheres Auftreten und die richtige Verteidigungstechnik eine besonders
wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, sich als Frau oder Mädchen bei einem Angriff
zu verteidigen.
Seit mittlerweile über 50 Jahren lebt
Freiheitskämpfer Siegfried Steger im Exil

34 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Rum
von Julia Sieberer

Törggelezeit
Am 27. Oktober 2018 trafen sich die Marketenderinnen des Schüt- Erfahrungen ausgetauscht. Im Anschluss wurde die Treffsicherheit
zenbezirkes Hall und des Baon Rettenberg bereits zum zweiten der Marketenderinnen am Schießstand Rum unter Beweis gestellt.
Mal im Schützenheim Rum, um einen gemütlichen Törggeleabend Mit Kastanien und einem Gläschen ließen die Marketenderinnen
miteinander zu verbringen. An diesem Abend wurde beim ge- den Abend ausklingen. Vielen Dank an die Schützenkompanie Rum
meinsamen Beisammensein viel beredet, gelacht und es wurden für die gute Bewirtung. n

Taufers im Pustertal/Telfs von Peter Villgrater

Beim Freiheitskämpfer Siegfried Steger zu Besuch


Am 7. Juli 2018 machten sich die Jungschützen der Schützenkompanie Taufers in Pustertal auf, ihr im Exil lebendes Ehren-
mitglied Siegfried Steger zu besuchen. Schon lange war vereinbart worden, ein Zeltlager bei der Klotzhütte im Norden Tirols
mit Siegfried abzuhalten. Dort verbrachte der ehemalige LKdt.-Stellv. und Mitbegründer der Südtiroler Schützenbundes Jörg
Klotz seine letzten Jahre im Exil – hier verstarb er auch im Jahre 1976.

Nach einer kurzen Wanderung durch den Wald wurden gleich die
mitgeschleppten Zelte aufgebaut. Die Hütte bietet zwar Schlaf-
möglichkeiten, aber die meisten Jungschützen bevorzugten es, in
ihren selbst mitgebrachten Zelten zu übernachten. Anschließend
wurde das Lagerfeuer entzündet. Dort bot sich für die interessierten
Jungschützen dann auch die Möglichkeit, mit Siegfried Steger ins
Gespräch zu kommen. Steger erklärte seine Beweggründe, sich für
den Freiheitskampf in den 60er Jahren entschieden zu haben, und
erzählte die eine und andere Episode aus jener Zeit. Gerne beant-
wortete er auch die neugierigen Fragen der Jungschützen, die sich
rege an der entstehenden Diskussion beteiligten. Man sah förmlich,
wie sich Siegfried wohl fühlte, wieder unter Tauferern zu sein und
über seine geliebte Heimat zu sprechen. Am Abend wurde noch ge-
grillt und mitgebrachtes Brot über dem Feuer gebacken. Bis spät in Mit einem Dank für seinen Einsatz für die Heimat Tirol wurde Goll-
die Nacht wurden noch am Lagerfeuer gehoagascht und gelacht. n Siegfried noch ein Geschenk überreicht und man verabschiedete
sich mit dem Versprechen, dieses tolle Wochenende im nächsten
Jahr zu wiederholen.

Kurz & bündig


- Bereits im vergangenen Oktober wurde die SK Meran von den Waltner SK überreichte ihr Hptm. Johann Gufler als Dank für
befreundeten Kameraden der Prangerschützen aus Salzburg- ihre Verdienste um das Tiroler Schützenwesen den Ehren-
Liefering unter dem Kommando von Obm. Alois Wallner ein- kranz. Norman Klotz würdigte ihren unermüdlichen Einsatz
geladen, anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums die Ehrenfor- und überreichte ihr ein ganz besonderes „Straißl“, gebunden
mation zu stellen. Am Samstag, den 15. September 2018 reisten aus rot-weiß blühenden Alpenrosen, die nur an einem Ort in
die Schützen der Meraner Kompanie unter dem Kommando Walten blühen − für eine echte Tirolerin!
ihres Hauptmanns Renato des Dorides zur Jubiläumsfeier der - Schützen der SK St. Leonhard, der SK Walten und der SK Lana
Lieferinger Kameraden nach Salzburg. Am Sonntag stellten sowie Musikanten der MK St. Leonhard und der MK Walten
dann Schützen, Jungschützen und Marketenderinnen der SK feierten kürzlich mit der Königlich-Bayrischen KSK Aschau im
Meran die Ehrenformation beim großen Festumzug, bei der Chiemgau ihr 60-jähriges Wiedergründungsfest. Gleichzeitig
Feldmesse und bei der Defilierung vor Landeshauptmann Dr. trafen sich die Schützen der Alpenregion zum 34. Bataillonsfest
Wilfried Haslauer, Salzburgs Bürgermeister Dipl. Ing. Harald Inn-Chiemgau. Rund 1.700 Schützen fanden sich zu diesem
Preuner und LKdt. Franz Meißl. Jubiläum ein. Unter den Ehrengästen befand sich der Südtiroler
- Ganz Walten ist auf den Beinen, wenn am letzten Sonntag im LKdt. Mjr. Elmar Thaler. Seit der Primiz von Hochw. Philipp
Juni die Johannes-Prozession abgehalten wird. Seit fast 200 Werner am 3. Juni 2016 in St. Leonhard steht die Passeirer SK
Jahren führt diese von der Antoniuskirche in Walten durch Andreas Hofer in Verbindung mit der SK Aschau und besucht
Wiesen und Fluren bis zum Johanneskirchlein nach Wans. sich seitdem gelegentlich gegenseitig. Hochw. Philipp hatte
An diesem Festtag finden u.a. auch die Ehrungen von treuen ein Jahr lang als Diakon in der Pfarrgemeinde Aschau und als
Schützenkameraden statt. Eine ganz besondere Ehrung erhielt Feuerwehrmann in der FFW Aschau gedient.
heuer aber Dr. Eva Klotz. Als unterstützendes Mitglied der
N° 6 | Dezember 2018

Wir gedenken … 35
Rudolf Mitterer ein schöner Verdienst, für die Alois Geier densten Gelegenheiten auf
† 5. AUGUST 2018 − INNSBRUCK Heimat gearbeitet zu haben.“ † 28. AUGUST 2018  SARNTAL seinem Hof oder zuletzt beim
Wir trauern um unseren lang- Nach einem kurzen Spi- großen Landesfest einbringen.
jährigen Ehrenoberleutnant talaufenthalt verstarb das Mit einer Ehrensalve verab-
Rudolf Mitterer, der im 81. Gründungsmitglied der SK schiedete sich die Kompanie
Lebensjahr friedlich entschlafen Sarntal Alois Geier, Rueb- am Friedhof.
ist. Er war uns gut 44 Jahre lang Bauer. Luis hat viele Jahre in
ein wertvoller Schützenkame- der Kommandantschaft aktiv
rad, Freund und Vorbild. EOltn. mitgearbeitet, u.a. bekleidete
Mitterer war seit 1980 treiben- er einige Legislaturen das Amt Heinrich Geisler
des Mitglied unserer Komman- des Oberleutnants. Am Ho- † 19. SEPTEMBER 2018  TULFES
dantschaft, und viele seiner Ide- chunserfrauentag konnte ihm Mit Heinrich Geisler verliert
en wurden auch verwirklicht. im Sarner Spital die Urkunde die SK Tulfes ein langjähriges
Rudl führte über 11 Jahre unser über 60 Mitgliedschaft und die Mitglied und einen treuen und
Schützenheim als Heimwart entsprechende Auszeichnung pflichtbewussten Schützenka-
und war knapp 7 Jahre Jungs- überreicht werden. Die SK meraden. Der „Pfuner Heindl“
chützenbetreuer. Unsere Kinder begleitete den Kameraden auf trat 1945 als Jungschütze in die
und Jugendlichen waren sehr Sepp Unterkircher seinem letzten Weg und verab- Kompanie ein und war über 60
wichtig für ihn. † 26. SEPTEMBER 2018 − schiedete ihn auf dem Friedhof Jahre ein aktives Mitglied, bis
MÜHLBACH in Sarnthein. er sich aus gesundheitlichen
Am 29. September wurde unter Gründen aus dem Schützen-
großer Anteilnahme unser dienst zurückziehen musste.
Gründungs- und Ehrenhaupt- Am 27. September begleite-
mann Sepp Unterkircher zu ten wir unseren Ehrenbürger
Grabe getragen. Er hat 1974, Heinrich Geisler unter großer
als Oberleutnant der Schab- Anteilnahme auf seinem letz-
ser Schützenkompanie voller ten Weg und verabschiedeten
Begeisterung die SK Markt uns mit einer Ehrensalve und
Mühlbach gegründet. Am 29. dem letzten Fahnengruß.
Juni 1976 erfolgte die Wie- Die Tulfer Schützen werden
dergründungsfeier. Die junge ihn immer in guter Erinnerung
Kompanie zählte 45 Schützen behalten.
plus Marketenderinnen und
Jungschützen. Viele Jahre war
Roman Bortolotti Sepp Unterkircher die Seele
† 22. MAI 2018 − LAAG und der Motor der Kompanie. Siegfried Kaserer
Noch jung und mit der Sepp war ein Vorzeigeschüt- † 22. MAI 2018 − SARNTAL
Liebe zur Heimat hat Ro- ze, immer voller Energie und Ganz plötzlich verstarb Sieg-
man zusammen mit einigen voller Hilfsbereitschaft. Ebenso fried Kaserer, Mitglied der SK
Gleichgesinnten die Wieder- war er viele Jahre stolzer Sarntal. Der „Pöltele“ Sigi war
gründung der SK Laag 1976 Begleiter der Bundesfahne des ein allseits beliebter Kamerad,
ermöglicht. Er wirkte in der SSB. Für seine Verdienste um denn er sorgte mit seinen Spä-
Kommandantschaft und das Schützenwesen wurde er ßen für so manche Heiterkeit
von 1994 bis 2005 als Haupt- u.a. mit der Verdienstmedaille bei Ausrückungen. Auf ihn
mann. Immer hatte Roman des Landes Tirol ausgezeichnet war auch immer Verlass; seine
neue Ideen. Durch seine und zum Ehrenhauptmann der Tüchtigkeit und sein hand-
tatkräftige Mitarbeit wurden SK Mühlbach ernannt. werkliches Geschick konnte
viele Arbeiten durchgeführt. er immer wieder bei verschie-
2006 erhielt er anlässlich der
Andreas-Hofer-Feier in Meran
die Verdienstmedaille des SSB
in Bronze. Die SK Laag wird
ihren ehemaligen Hauptmann
stets in lieber Erinnerung
behalten, und sein Leitspruch
möge anspornen, so wie er
zu denken und zu handeln:
„Es ist kein Verdienst, in der
Heimat geboren zu sein. Es ist
kein Verdienst, in der Heimat
begraben zu sein. Es ist aber
N° 6 | Dezember 2018

36 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT ...

15 Jahre
Franz Matthias, Franz Ulrich, Ptrlf. Günther Kaidischmayr und
Termine 2018/2019
Andreas Wanker (Mühlau); Hptm. Joachim Frank, Flt. Ulrich 8. Dezember Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier, St. Pauls
Platzgummer, Fhr. Ulrich Hauser und Karin Meister (Schlanders);
Zgf. Markus Juen (See); Stefan Hofer und Ptf. Peter Zabernig (Sis- 16. Dezember Dr. Josef-Noldin-Gedenkfeier, Salurn
trans); Marco Wolf und Florian Reich (Strengen); Margit Badstu- 2. Februar 2019 19. Skimeisterschaft der Tiroler Schützen,
ber, Andreas Staudacher und Florian Ursch (Maria Trens) Obereggen
17. Februar 2019 Andreas-Hofer-Landesfeier, Meran
20 Jahre Andreas-Hofer-Feier, Bergisel
Rosmarie Öttl (Pflersch)
20. Februar 2019 Andreas-Hofer-Gedenkfeier, Mantua

25 Jahre 15. März 2019 Jahreshauptversammlung der


Marketenderinnen im SSB, Kardaun
Waltraud Hofer (St. Leonhard i. Pass.); Theo Telfser und Lt. Wer-
ner Schuster (Schlanders) 27. April 2019 Bundesversammlung des SSB, Bozen
28. April 2019 Bundesversammlung BTSK, Innsbruck
40 Jahre 5. Mai 2019 Patronatstag des BBGK, Benediktbeuern
Uj. Gerhard Kirchmayr (Mühlau); Hans-Peter Auer, Vigil Pixner 10. Mai 2019 LJS-Schießen, Absam
und Klaus Gögele (St. Leonhard i. Pass.); Bernhard Matzohl
19. Mai 2019 Baonsfest Petersberg, Mötz
(Schlanders); Martin Senn (Strengen) und Josef Markart (Maria
Trens) 16. Juni 2019 Bezirks- und Baonsfest Pitztal, Zaunhof
03. August 2019 Maximilianjahr 2019 Kaiser Maximilian I.,
50 Jahre Tiroler Oberland
Hptm. Hubert Holzbauer und Uj. Gottfried Marcher (Mühlau); 24. August 2019 3. Tiroler Marketenderinnentreffen,
EHptm. Karl Pfitscher (Schlanders) und Zgf. Hans Schweiger Ried-Kaltenbach
(Sistrans)
25. August 2019 Regimentstreffen SZ Reg. Zillertal,

55 Jahre Ried-Kaltenbach

Zgf. Josef Früh (Sistrans)

65 Jahre
Zgf. Christian Hell und Zgf. Hermann Marksteiner (Mühlau)

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