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Österreichische Post AG MZ 03Z012345 M Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Straße 2, A-6020 Innsbruck
Österreichische Post AG
MZ 03Z012345 M
Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Straße 2, A-6020 Innsbruck
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Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion

42. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 5 | Oktober 2019 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Kochel am See

Schützenfeste …

So langsam geht die Festsaison zu Ende und die Zahl der Versamm- lungen und Schützenjahrtage nimmt wieder zu. Als Landeskommandant hat man dabei das Privileg, im Laufe des Jahres Schützenfeste und Gedenkfeiern in Bayern und ganz Tirol in all ihrer Unterschiedlichkeit und Eigenart besuchen zu dürfen. Überall spüre ich aber dabei die Ernsthaftigkeit, das Engagement, die Begeisterung und das Bemühen um Gemeinsamkeit der Veranstalter und der Teilnehmer. Dafür sage ich gerne „danke“

meint euer Landeskommandant Fritz Tiefenthaler

SCHIESSEN:

SCHIESSEN:

Dem Kaiser Max zu Ehren

FOTOGRAFIEREN:

FOTOGRAFIEREN:

Dem Josef

Stiegler zum

Andenken

©Bundeswehr Schönbrodt
©Bundeswehr Schönbrodt

BESUCHEN:

Der Marine zur Unterstützung

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BESUCHEN: Der Marine zur Unterstützung 3 10 18 Marketenderinnen als lebendiges Netzwerk von Franziska

Marketenderinnen als lebendiges Netzwerk

von Franziska Jenewein und Alexandra Embacher

Das diesjährige dritte Tiroler Marketenderinnen-Treffen am 24. August fand ganz im Zeichen der freundschaftlichen Vernetzung statt. „Wir wollten dieses Jahr ein länderübergreifendes Treffen in der Alpenregion schaffen, das den Erfahrungsaustausch von Werten und Traditionen unserer Kultur unterstreicht“, meinte Franziska Jenewein vom BTSK. Nach den ersten zwei Treffen blühten die Idee und das Konzept des Tiroler Marketenderinnen- Treffens weiter und tragen bereits Früchte: Die Marketenderinnen vernetzen sich. „Marketen- derinnen im Tiroler Schützenwesen sind wesentliche Trägerinnen und Mitgestalterinnen von Tiroler Brauchtum und Schützentradition“, beschreibt die Bundesmarketenderin Franziska Jenewein (BTSK). Auch bei der diesjährigen Veranstaltung freut man sich auf den Austausch zwischen Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol sowie Bayern. „Im Dialog werden wir unser unter- schiedliches Rollenbild reflektieren, um einen gleichberechtigten Platz zu finden. Unser Ziel ist es, den Weg gemeinsam mit Männern und Frauen im Schützenwesen zu gehen.“ Bundesmarke- tenderin Manuela Lastei (SSB) schätzte ebenso die große Veranstaltung, auch wenn viel Arbeit dahinter steckte: „Aber es lohnt sich, und das Ergebnis ist, neue Freunde kennenzulernen, über andere Aktivitäten informiert zu werden und aktiv dabei mitzuarbeiten. Es tut gut, längere, aber

2 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019

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Aus den LANDESTEILEN …

N° 5 | Oktober 2019

2 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019 Bundesmarketenderinnen Franziska Jenewein (BTSK), Manuela Lastei
2 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019 Bundesmarketenderinnen Franziska Jenewein (BTSK), Manuela Lastei
2 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019 Bundesmarketenderinnen Franziska Jenewein (BTSK), Manuela Lastei

Bundesmarketenderinnen Franziska Jenewein (BTSK), Manuela Lastei (SSB) und Chiara Guetti (WTSB):„Wir sind stolz darauf, dass es das Tref- fen der Marketenderinnen alle zwei Jahre gibt. Es ist ein Fest der Gemeinschaft und der Zusammengehörigkeit.“

auch kurze Gespräche mit den Marketen- derinnen der verschiedensten Kompanien aller Tiroler Landesteile zu führen.“

Treffen aller Vertreterinnen aus Tirol Im Vorfeld sind bereits gespannte Stim- men der Zillertalerinnen auf die weiteren Marketenderinnen zu hören. „Es ist für uns ein eindrucksvolles Erlebnis, dass wir mit so vielen Marketenderinnen gemeinsam an solch einer Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es zeigt uns, wie viele junge Mädels genauso motiviert sind und mit Herzblut die Tradition zusammen mit den Schützen aufrechterhalten“, sind sich die Frauen der Kompanie Hart einig. Auch in Schlitters zeigt man sich begeistert, auf Marketen- derinnen aus nah und fern, auf bekannte und neue Gesichter zu treffen, so Karin Weidlinger. Lastei weiter: „Es ist nicht nur ein Austausch von Brauchtum und Kultur, sondern auch ein Austausch von Fachwis-

und Kultur, sondern auch ein Austausch von Fachwis- Kaltenbach von Enzo Cestari sen, welches seit Generationen

Kaltenbach

von Enzo Cestari

sen, welches seit Generationen weitergege- ben wird.“

Über die Landesgrenzen hinaus Farbenprächtige optische Erlebnisse lie- ferte der Samstag mit dem ersten Tiroler Marketenderinnen-Treffen in Nordtirol. Es war ein weiterer Höhepunkt des Wochen- endes, ein Ausdruck der Vielfältigkeit der Trachten und der Kulturen. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Ried verwandelten rund 300 Marketenderin- nen aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol sowie Bayern den Kaltenbacher Dorfplatz bei der Defilierung in ein Trachtenmeer. „Wir, Marketenderinnen im Schützenwesen und in den Brauchtumsvereinen, tragen die Verantwortung, unsere eigene Identität und unsere Tiroler Kultur zu schützen. Denn es sind zahlreiche Schritte notwendig, um Werte und Traditionen weiter in die Zukunft zu tragen. Jede und jeder einzelne

von uns kann mit einem gesunden Selbst- bewusstsein, mit Wissen und Verantwor- tung zum Gelingen des Weiterbestandes beitragen“, meinte Bundesmarketenderin Franziska Jenewein (BTSK) nach der Veran- staltung. „Gemeinsam tragen wir das Feuer unserer Werte und unserer gemeinsamen kulturellen Identität weiter, es bleibt durch die Gemeinschaft von Frauen und Männer angefacht. Wir erhalten es so am Leben.“ Jenewein lobte zudem die Vielfältigkeit der Trachten und setzte fort: „Denn nur eine Weiterentwicklung in diesem großen Netzwerk und die Schärfung unserer Posi- tion ermöglicht es uns, die Prinzipien und Leitmotive zu gewährleisten und gemein- sam zu tragen.“ Im Anschluss feierte man im riesigen Festzelt zum Konzert der BMK Ried-Kaltenbach, darauf folgte der Auftritt der Partyband „Volxrock“. n

Anche le Marketenderinnen del Welschtirol hanno partecipato

le Marketenderinnen del Welschtirol hanno partecipato Anche quest’anno le Marketenderinnen del Welschtirol hanno

Anche quest’anno le Marketenderinnen del Welschtirol hanno partecipato al Ge- samttiroler Marketenderinnen-Treffen a Kaltenbach nel Zillertal, accompagnate da ca. 30 Schuetzen e dalla Bundesfahne del WTSB. Dopo l’inquadramento e la Santa Messa a Ried sono partite in corteo fino a Kaltenbach, dove nel Dorfplatz si è svolto la Defilierung. Al termine della grande festa nel capannone, serata kameratesca con la musica dei „Volxrock“. n

N° 5 | Oktober 2019

N° 5 | Oktober 2019 Aus den LANDESTEILEN … 3

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N° 5 | Oktober 2019 Aus den LANDESTEILEN … 3 Thaur von Thomas Saurer Landesschießen MAX

Thaur

von Thomas Saurer

Landesschießen MAX 500 mit 2.890 Teilnehmern

Das Gedenkschießen MAX500 war ein vol- ler Erfolg. 2.890 Teilnehmer zählte die breit angelegte Schießsportveranstaltung, die an insgesamt 26 Schießständen in ganz Tirol erfolgreich abgewickelt wurde. Kaiser Maximilian I. legte mit der Erlassung des Tiroler Landlibells 1511 den Grundstein für das organisierte Schützenwesen in unse- rem Land. Die Tiroler Schützen würdigten „ihren“ Kaiser im Gedenkjahr zum 500. To- destag mit einem groß angelegten Landes- schießen, das vom 4. Mai bis 16. Juni 2019 Schießsportbegeisterten aus allen Tiroler Landesteilen und Bayerns die Möglichkeit geboten hatte, Ziel- und Treffsicherheit unter Beweis zu stellen. Unter dem Motto „Tiroler im Herzen, Europäer im Geiste“ einte besonders dieses Tiroler Landesschie- ßen „maximilianische“ Ansprüche an den sportlichen Wettkampf genauso wie Kern- werte des Schützenwesens und bestärkte ein weiteres Mal unsere Tiroler Landeskultur. Im Rahmen der Preisverteilung dankte Mjr. Manfred Schachner allen Teilnehmern:

„Ganz wesentlich für das gute Gelingen dieses Landesschießens war die große Ein- satzbereitschaft der durchführenden Schüt- zengilden mit ihren Oberschützenmeistern samt ihren Teams. Ein besonderer Dank

Oberschützenmeistern samt ihren Teams. Ein besonderer Dank Maximilian-Landesschießen an 26 Schießständen in ganz

Maximilian-Landesschießen an 26 Schießständen in ganz Tirol erfolgreich abgeschlossen (Foto Hans Gregoritsch)

gebührt den vielen Schützenkompanien, die ihre Schützen zahlreich zum Schießen mobilisiert haben.“

Preisverteilung in Thaur – 270 Teilnehmern nahmen Preise entgegen 270 Teilnehmern waren zur Preisverteilung nach Thaur gekommen, darunter die drei Landeskommandanten der Schützenbün- de des Bundeslandes Tirol, Südtirols und

Welschtirols. LR Mag. Johannes Tratter überbrachte die Grußworte und den Dank des Landes Tirol, der gemeinsam mit der Präsidentin zum Tiroler Landtag Sonja Ledl-Rossmann der Einladung gefolgt war. Neben dem Organisationskomitee wa- ren zahlreiche Schützenvertreter, wie die Viertelschießreferenten, gekommen, um die siegreichen Einzelschützen und erfolgrei- chen Teams zu feiern. n

Unsere Leser meinen

Italienische Südtiroler Tourismusprospekte – Ohne deutsche Ortsnamen? Wer kennt Südtiroler Tourismusprospekte in
Italienische Südtiroler Tourismusprospekte –
Ohne deutsche Ortsnamen?
Wer kennt Südtiroler Tourismusprospekte
in Italienisch, in welchen die Ortsnamen
zumindest zweisprachig aufscheinen? In
rückgratloser Unterwürfigkeit wird der
„Alto Adige“ fast ausschließlich mit den vom
Faschismus aufoktroyierten Ortsnamen
angepriesen. Interessierten Italienern wird
so der Eindruck einer stockitalienischen Pro-
vinz vermittelt, die sich diesbezüglich nicht
von Cuneo oder Caltanissetta unterscheidet.
Schlimmer noch: Sogar in französischen oder
englischen Ausgaben der Tourismusprospek-
te und Web-Auftritte werden die Ortsnamen
meist nur in Italienisch angeführt. Dieses
„siamo in Italia!“ wird sonst eigentlich nur
von ewiggestrigen Nationalisten propagiert.
Angenehm korrekt hingegen ein italienischer
Tourismusprospekt, herausgegeben von der
„Regione Autonoma Friuli - Venezia Giulia“,
der italienweit verteilt wird: Die Namen der
Orte und Naturschutzgebiete in Gemeinden
mit slowenischer Minderheit werden in
gleicher Größe auch in Slowenisch angeführt.
Unsere Touristiker hingegen „vertuschen“ so-
gar die Bevölkerungsmehrheit und Geschich-
te Südtirols.
Martin Schweiggl, Kurtatsch
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Aus den LANDESTEILEN … AusAus denden LANDESTEILENLANDESTEILEN ……
Aus den LANDESTEILEN …
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… AusAus denden LANDESTEILENLANDESTEILEN …… Meran von Renato des Dorides Im November 1809 – vor 210

Meran

von Renato des Dorides

Im November 1809 – vor 210 Jahren Tiroler Freiheitskampf (Teil 1)

In diesem Beitrag werden bisher weniger bekannte Ereignisse über ein letztes großes Aufbäumen der Tiroler gegen die frem- den Besatzer im Jahre 1809 wiedergegeben. Sie sind den „Memoiren de Mais“ des Augenzeugen Pater Thomas Voglsanger – Kooperator der Pfarre Mais 1809 (Stift Stams) entnommen.

Die letzte große Schlacht am Küchelberg

Das Land Tirol unter fremder Herrschaft. (Vgl. Buchchronik von Renato des Dorides, hgg. von der SK Meran im Gedenkjahr 2009) In großer Kriegsnot − ein Gelöbnis der Tiroler mit dem Heiligsten Herzen Jesu.

ein Gelöbnis der Tiroler mit dem Heiligsten Herzen Jesu. Herz-Jesu-Bild 11. 12. Tirol im November 1809

Herz-Jesu-Bild

der Tiroler mit dem Heiligsten Herzen Jesu. Herz-Jesu-Bild 11. 12. Tirol im November 1809 1. November
11. 12. Tirol im November 1809 1. November 1809: Die vierte und letzte Bergisel-Schlacht endet
11.
12.
Tirol im November 1809
1. November 1809: Die vierte und letzte
Bergisel-Schlacht endet mit einer Niederla-
ge der Tiroler.
2. November 1809: Andreas Hofer lässt dem
Vize-König von Italien Eugen Napoleon de
Beauharnais in Villach ein Unterwerfungs-
schreiben zustellen.
3. November 1809: Kundmachung des fran-
zösischen Generals Drouet mit Androhung
14.
standrechtlicher Erschießung aller Insur-
genten, die nach 24 Stunden noch Waffen
tragen.

4.

Gefecht im Eisacktal bei der Trostburg der Landstürmer von Lajen, Klausen und Waid- bruck gegen 1.200 Mann des französischen Generals Peyri.

5. November 1809: Neuerlicher Aufruf zum

Kampf durch den unter Zwang stehenden Andreas Hofer.

6. November 1809: Besetzung Bozens durch

General Vial mit 8000 Franzosen.

Niederlage der Tiroler bei Zell am Ziller.

8. November 1809: Unterwerfungsorder

Andreas Hofers – Niederlegung seines

November 1809: ein erfolgreiches

Kommandos. Verteidigung der Mühlbacher Klause gegen vier Angriffe des Generals Rusca. Anschließend Vormarsch des Generals

Baraguay d’Hilliers durch das Pustertal in Richtung Brixen und Bozen.

November 1809: Erzwungener neuer

Kampfaufruf Andreas Hofers. Am Martinstag, den 11. November 1809

dringen mehrere in das Meraner Rathaus ein und bemächtigen sich wieder der dort abgelieferten Waffen.

November 1809: Kundmachung an die

Tiroler mit vier Erlässen des Vizekönigs von Italien Eugen Napoleon II. aus Villach mit Androhung der Erschießung von jedem, der mit Waffen angetroffen wird.

Die Ereignisse der letzten großen Schlacht am Küchelberg bei Meran im November 1809

Der Küchelberg wird von französischen Truppen besetzt. 13. November 1809: Gene- ral Vial schickt von Bozen General Rusca mit 2000 Mann nach Meran, da es heißt, dass es in Meran noch „gäre“. Dort trifft er um 6.00 Uhr abends ein und bezieht mit seinen Truppen Stellung um Meran und am Küchelberg. Die Stadt ist geräumt und

erscheint friedlich. Stadtväter und Kaufleute übergaben die Stadtschlüssel und verspre- chen Nichtbeteiligung gegen Verschonung.

November 1809: Rusca entsendet 1000

Mann in Richtung Passeier und schickt nach Bozen um Verstärkung. Baraguay d’Hilliers bestimmt zwei weitere Bataillone unter Bertoletti für Meran und lässt einen Teil der in Brixen und Sterzing liegenden Garnison den Marsch über den Jaufen antreten. Auf Ruscas Kolonne nach Passeier warten bei Kuens und Riffian drei Schüt- zenkompanien unter Johann und Peter Hofer sowie Andreas Ilmer. Mit kräftiger Beschießung verlegen sie den Franzosen den Weg ins Dorf Riffian − und ein gelun- genes Manöver lockt die Franzosen in die Schlucht des Finele-Baches, wo die Tiroler Geschosse unter ihnen „arge Verheerung“ anrichten, wie etwa auf dem Preitenacker

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den LANDESTEILEN … Aus den LANDESTEILEN … … 5 5 5 A. Hofer wird in Saltaus

A. Hofer wird in Saltaus gezwungen, neu-

erdings die Waffen zu ergreifen. Abbildung aus der Kapelle beim Sandwirt i. Passeier

Alte Ansicht von Meran Richtung Nord- Westen mit Küchelberg und Schloss Tirol

(Stadtarchiv (Stadtarchiv Meran) Meran)
(Stadtarchiv (Stadtarchiv Meran) Meran)

Eugen Napoleon II - Kundmachung an die Tiroler. Stadtarchiv Meran

unter Kuens. Bereits bei den ersten Schüssen fällt der französische Anführer und bald darauf ein zweiter Offizier. Den Passeirern kommen Bewaffnete aus Schenna zu Hilfe. Die Franzosen ziehen sich auf den Segenbühel zurück. Nach Aussage des Kommandanten haben sie alleine beim Finele-Tal fünfzig Grenadiere verloren. Die Passeirer zählen drei Tote und drei Verwundete. Am gleichen Tag besetzen Franzosen die strategisch wichtige Anhöhe am Segenbühel beim Küchelberg. Das erste Gefecht führt zum Erfolg der Tiroler Landesverteidiger. Rusca erhält weitere Truppenverstärkung aus Bozen. Andreas Hofer erteilt mehrere Orders mit der Aufforderung an die Vinschger Verteidiger, eiligst nach Algund herzurücken. 15. November 1809: Andreas Hofer verlegt mit Schreiber Kajetan Sweth und einigen Offizieren sein Hauptquartier nach Saltaus. Es ergehen mehrere Aufrufe an die Landesverteidiger.

Die Vinschger Landesverteidiger rücken gegen Mittag über die

Töll bis Plars und Algund vor. Mit Tagesanbruch strömt von allen Seiten der Landsturm herbei und setzt sich gegen Meran herab in Marsch. General Rus- ca versucht einen Vor- stoß in den Vinschgau, stößt jedoch auf solch massiven Widerstand, dass er noch vor Abend aufgibt. Rusca führt unter seinen Fahnen italienische und dalmatinische Truppen. Er konzent- riert sich nun voll auf Meran. Es schneit be- reits in diesen Tagen bis in die mittleren Höhen. In Partschins erscheint mittags

eine französische Schwadron, um 104

Partschins erscheint mittags eine französische Schwadron, um 104 Historisches Gemälde des Malers Thomas Riss aus Meran

Historisches Gemälde des Malers Thomas Riss aus Meran

6 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019

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Aus den LANDESTEILEN …

N° 5 | Oktober 2019

6 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019 Star Roggen zu requirieren. Gleich fallen

Star Roggen zu requirieren. Gleich fallen Schüsse, worauf sich die feindlichen Reiter in Eile nach Meran zurückziehen. Angeführt von den beiden Partschinser Hauptleuten Thomas Klotz und Sebastian Mosmiller ziehen an die 200 Mann in Richtung Küchelberg gegen General Rusca ins Feld. Die Einkreisung der Franzosen in Meran ist nicht mehr zu übersehen. Am 15. November halten sich die Franzosen ruhig auf dem Segenbühel und wagen sich nicht in das Dorf hinein. Hingegen rücken immer mehr Schützen herbei. Auch Rusca sammelt Verstärkung um Meran. Gespannte Ruhe vor einem vorauszusehenden Sturm.

16. November 1809: Schnee, Regen und Sturmwind den ganzen Tag über. Die Franzosen halten die Umgebung von Meran und den Küchelberg mit fast 5000 Mann besetzt. Die dritte Passeirer Kom- panie rückt mit 300 Mann von Kuens über die Passer nach Schen- na, um mit der Kompanie von Schenna und Mais über Obermais vorzurücken. Algund wird von zahlreichen Schützen besetzt. Peter Thalguter an der Spitze mehrerer Schützenkompanien leitet die Kampfoperationen. General Rusca lässt verlauten, er wolle Algund niederbrennen. Die Marlinger stehen bereits mit Waffen am Etsch- ufer. Der Feind wird am Küchelberg im Halbbogen eingekreist. Pe- ter Thalguter übernimmt die Kampfoperationen am rechten Flügel, der von der Marlinger Brücke über Algund, Gratsch bis Dorf Tirol von Bauern aus Algund, Schützen und Stürmer von Marling, Ulten, Lana und Partschins unter der Leitung von Matthias Ladurner gebildet worden ist. Oberhalb von Tirol gruppieren sich hinter den Anführern Johann und Josef Hofer die meisten Passeirer Kontin- gente und Frischmanns Landstürmer aus dem unteren Vinschgau. Zur linken Seite stehen Ilmer und Haspinger mit den Mannschaften von Schenna und Mais. Am Platz vor dem Schulhaus von Tirol hält ein Feldkaplan eine „feurige Anrede“ an die zahlreich versammelten Schützen und erteilt ihnen die Generalabsolution.

Der linke Flügel mit Passeirern, Riffianern und Schennanern wird von Pater Haspinger geleitet. Um 10.00 Uhr rückt das Bauernheer mit den Schützen dem Feind entgegen in einem dichten Haufen in Richtung Segenbühel hinaus. Sie feuern bereits von weitem unter wildem Geschrei, vertreiben mit Schnelligkeit den Feind aus seinen Stellungen und besetzen den Segenbühel. Um 11.00 Uhr haben die Bauern die wichtigsten Stellungen des Küchelbergs besetzt. Eine weitere Schlacht ist gewonnen! Zu diesem Zeitpunkt sind von Bozen herauf 900 Grenadiere angekommen – eilig nach dem Zenoberg kommandiert, wo der Feind jetzt seine Hauptstellung hat. Der verstärkte Feind nimmt von hinten den Küchelberg und drängt die zu schwachen Passeirer auf dieser Seite bis über den Finelebach nach der Höhe von Kuens zurück. Von ihrer festen Stellung kämp- fen die Passeirer den ganzen Tag gegen den überlegenen Feind. Als die Passeirer vom Zentrum getrennt werden, fallen die Franzo- sen von Aichach her den Vinschgern auf dem Segenbühel in den Rücken. Diese müssen sich in das Dorf Tirol zurückziehen, flüchten bis zum Knappenloch und zum Teil in das Hauptschloss Tirol und teilweise nach Haslach. Die Landstürmer geraten zeitweise in arge Bedrängnis und Peter Thalguter muss mit ansehen, wie sich die Schützen flüchtig gegen das Knappenloch drängen. Hier sammeln sie sich wieder und stellen sich erneut dem Feind. Nun teilen sich die Schützen und die Franzosen das Knappenloch. Zwischenzeitlich kommen Johann Waibl, Stiegenwirt und mit ihm viele andere den Küchelberg herab bis in die Gegend des Sittnerhofes. Sie wissen nicht, was auf der Höhe des Küchelberges vorgeht und geraten daher in einen Hinterhalt. Die Schützen nehmen die Gefahr zu spät wahr, wer nicht frühzeitig unter dem Schloss Tirol gegen St. Peter

Originalauszüge aus dem Tagebuch „Memoiren de Mais“ des Augenzeugen Pater Thomas Voglsanger – Kooperator der
Originalauszüge aus dem Tagebuch „Memoiren de Mais“
des Augenzeugen Pater Thomas Voglsanger – Kooperator der
Pfarre Mais 1809 (Stift Stams)

fliehen kann, findet den Tod. Von den Partschinser fallen hier Jakob Verklairer, Felberwirtsohn, Mathias Torggler, Schwaigersohn, Josef Pircher, Mairhofersohn und Anton Weiracher, Bindtersohn.

Die Franzosen besetzen erneut den Küchelberg. Sie rücken den flüchtenden Vinschgern nach Dorf Tirol nach und wüten dort schrecklich. Die Feinde dringen in die Häuser des Dorfes und ermorden alte und wehrlose Männer. Viele Häuser werden von grausamen Räuberhorden geplündert. Der Tagwerker Martin Prunner, ein ehemaliger Soldat, der vom alten Widum zusehen will,

„sie plünderten ganze Häuser und mordeten wehrlose Männer“

plünderten ganze Häuser und mordeten wehrlose Männer“ Aus den LANDESTEILEN Aus den LANDESTEILEN … Aus den
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wird von einer französischen Patrouille verfolgt und mit Bajonettstichen so stark verwundet, dass er am 19. November stirbt. Josef Gartner (Knecht beim Dorfmeister in Untermais), der vor dem Haus Holz hackt, wird von einer Patrouille ergriffen, nach Meran geschleppt und dort erschlagen. Die verletzten Schützen, die den Franzosen in die Hände fallen, werden erschlagen und erstochen. Andere Bewohner werden als Gefangene verschleppt.

J. 1809 Nov. 16, S. 294f

„[…] So versprach Rusca auf General-Parole den Meranern und Tirolern vollkommene Sicherheit: Sie sollten nur ruhig zu Hause bleiben. Indessen wurden die neuen Tiroler Deputierten als Geiseln in Meran behalten. Die Gemeinde Tirol hielt ihr Wort, auf das Wort des Generals vertrauend und tathen, da sich das Treffen vom Küchelberg bis Dorf Tirol zog, keinen Widerstand. Allein das französische Wort war zerbrechlicher als Glas. Die Gelegenheit zu rauben war Anstoß genug. Die damit verbundene Grausamkeit war (wiederholt) satanisch. Sie plünderten ganze Häuser, mordeten wehrlose Männer mit ausgezeichneter Unmenschlichkeit. […]“

J. 1809 Nov. 16, S. 296f

„[…] Zweien Männer, führten sie zu Tirol das Feld hinaus, stellten sie nebeneinander und schossen ihnen durch das Gesicht. Wel- che Barbaren taten dies jemals? Ein Mensch wurde mit herausgeschnittener Zunge, rings- herum abgeschnittenen Lefzen, Ohren und Nase und einem Bajonett-Stich in der Brust gefunden. Der Fichtelbauer nahe beim Mayr in Eich wurde wehrlos in Stücke zerhauen. Eben jene Nößingertochter sagte mir, sie habe einen von den Franzosen ermordeten Bauern gesehen, dem sie die Hirnschale so ausgebrochen haben, wie man nach ihrem Ausdrucke, einen Kürbis aushölet und die

Leere herausnimmt.“

Der Feind rückte auch durch das Vinsch- gauer-Tor in Richtung Gratsch vor. Wer nicht rechtzeitig in Richtung St. Peter flie- hen konnte, fiel im Kugelregen der feind- lichen Musketen. Beim Spatzenturm hatte der Feind eine Kanone und gegen Gratsch hin eine zweite Kanone platziert. Feindliche Reiterei harrte auf dem Wiesenplan von Gratsch, um die vom Küchelberg herabge- sprengten Schützen in Empfang zu nehmen.

J. 1809 Nov. 16, S. 270ff

„Die Scheibenbüchsen der Schützen machten einen sonderbaren Kontrast mit dem schwa- chen Peletonfeuer französischer Musketen.

Die Schüsse aus den zwei französischen Haubitzen, deren eine beim Spatzenturm außer der Stadt Meran (deren Knall sogar die Fenster in unserem Vidum zu Mais er- schütterten) und die andere, die bei Gratsch stand unterschieden sich noch mehr. Es war ein schreckliches Konzert oder vielmehr ein fürchterlicher Contrapunkt – schon um 11.00 Uhr, also nach einer halben Stunde des gemachten (Auftrittes) wurden die Franzosen zurückgedrängt. Ich sah sie vom Segenbühel (den obersten Gipfel des Küchelbergs), beim Pulverturm vorbei, herabretirieren, und mitten im Berge die Gewehre der fliehenden Feinde hinauf, und die Stutzen der verfolgen- den Landesverteidiger von oben herab gegen- einander blitzen. Gegen 12.00 Uhr an eben den 16ten Nov. entstand eine Abwehraktion bey Marling, der ich aus unserem Vidumsda- che bis zum Ende zusah.“

fielen, zogen sie sich nach Meran zurück. Auch der Versuch, über den Steinernen Steg nach Schenna hinaufrücken, scheiterte am starken Widerstand. Die um 3.00 Uhr nach- mittags dort hin beorderten Soldaten gerie- ten beim sog. Stickle-Gassl unter heftigen Kugelhagel der von Pater Joachim Haspinger angeführten Schenner Schützen. Nachdem Einige gefallen waren, zogen sich die Fran- zosen wieder über die Passer zurück. Beim Feuergefecht im steilen Hohlweg im Stickle- Gassl kamen acht Männer des Landsturms ums Leben: Georg Gufler (Eggersohn in Verdins), ledig – 27 Jahre, Anton Kaufmann (Trater), ledig – 32 Jahre, Sebastian Gufler, ledig – 22 Jahre, Joseph Mair (von Tall) - 62 Jahre, Michael Gumpold, ledig – 18 Jahre, Georg Pacher (Pichlerhof in Untertall) – 42 Jahre, Kaplan Josef Alber (Kampersohn von Hafling), Pfarrkooperator in Schenna (zu Tode Verwundet) – starb am 3. Dezember 1809 in Verdins Johann Stadler (Mitterhofer in Verdins) – 42 Jahre.

In Gratsch töteten die Franzosen drei weitere wehrlose Männer: Franz Kuen (Saltenhofer) sitzend vor seinem
In Gratsch töteten die Franzosen drei weitere
wehrlose Männer: Franz Kuen (Saltenhofer)
sitzend vor seinem Hause am Degelstein,
Anton Schnitzer (Weinreich), Josef Prinster
(Sittenbauer) auf seiner Flucht nach St. Peter.
Die Schenner Schützen besetzten anschlie-
ßend das linke Passerufer bis zum Steineren
Gefecht bei der Trostburg

Weiters drang der Feind in Gratscher-Wirts- häuser ein, ließ sich volllaufen und brachte anschließend die Wirte um. Es wurden wei- tere vier wehrlose Männer getötet. Schützen aus Marling und Schenna kamen zu Hilfe. Um Forst, Algund und die Töll zu decken, trugen die Marlinger ihre Etschbrücke un- terhalb der Kirche ab und besetzten mit den Landstürmern aus Lana, Tisens und Ulten das rechte Ufer der Etsch. Um 12.00 Uhr näherte sich eine Abteilung Franzosen der abgebrochenen Marlinger Brücke, musste sich jedoch im Kugelhagel zurückziehen. Die Feinde erhielten Verstärkung und versuchten erneut, vorzudringen. Als wiederum Einige

Steg bei Meran. Den ganzen Tag wurde auf allen Punkten des Kampfplatzes gegenseitig gefeuert. Gegen Abend brachen die Pas- seirer erneut auf der Kuenser Höhe hervor und schnitten einer Truppe Franzosen den Rückzug ab. Diese hatten vor sich den hohen steilen Rand des Finelebaches und hinter sich die wütenden Bauern. Nach ei- nem Augenblick des Entsetzens stürzten sie sich in den tödlichen Abgrund und wählten den Freitod. Nun dehnten sich die Passeirer an der rechten Seite des Fineletales zum Schlosse Auer bis Aichach aus und rückten gegen den Segenbühel und Dorf Tirol vor, die beide stark mit Feinden besetzt waren. n

8 Aus den LANDESTEILEN … St. Martin i.P. von Maria Pichler GSK Garmisch Ehrenkompanie beim

8 Aus den LANDESTEILEN …

8 Aus den LANDESTEILEN … St. Martin i.P. von Maria Pichler GSK Garmisch Ehrenkompanie beim Alpenregionstreffen
8 Aus den LANDESTEILEN … St. Martin i.P. von Maria Pichler GSK Garmisch Ehrenkompanie beim Alpenregionstreffen

St. Martin i.P.

von Maria Pichler

GSK Garmisch Ehrenkompanie beim Alpenregionstreffen

Die Gebirgsschützenkompanie Garmisch wird beim Alpenregionstreffen 2020 in St. Martin in Passeier die bayerische Ehren- kompanie stellen. Wenn sich vom 21. bis 24. Mai 2020 im Passeiertal mehr als 10.000 Schützen, Jungschützen und Marketen- derinnen zum 26. Alpenregionstreffen einfinden, dann wird eine Kompanie die Organisation und den Ablauf besonders genau beobachten: die GSK Garmisch aus dem Baon Werdenfels. Die 27. Ausgabe des großen Schützentreffens im Jahr 2022 wird nämlich in Garmisch stattfinden. Anläss- lich des großen Treffens der Schützen aus dem gesamten Alpenraum wird die BGK Garmisch auch ihr 70-jähriges Wieder- gründungsjubiläum feiern. Deshalb gilt:

Sobald der Termin steht, wird mit der Organisation begonnen. Beim Alpenre- gionstreffen im nächsten Jahr stellen die Garmischer dann die bayerische Ehren- kompanie. „Wir werden zwar öfters als Ehrenkompanie eingeladen“, erzählt der Garmischer Hptm.-Stv. Alois Maderspa- cher. „Dass uns aber bei einem so großen Fest diese Ehre zuteil wird, passiert nur

einem so großen Fest diese Ehre zuteil wird, passiert nur Sich austauschen, die Kameradschaft pflegen, eine

Sich austauschen, die Kameradschaft pflegen, eine Freundschaft aufbauen: Alois Ma- derspacher (3.v.l.) hat sich in Südtirol mit den Passeirer Schützen getroffen. V.l.: Christian Raich (SK St. Martin in Passeier), Anna Raich (SK St. Martin in Passeier), Alois Maderspa- cher (Hauptmannstellvertreter Gebirgsschützen Garmisch), Armin Oberprantacher (Hauptmann SK St. Martin in Passeier), Artur Oberprantacher (SK St. Martin in Passeier und Passeirer Bataillonskommandant)

etwa alle zehn Jahre“. „Und das Alpenregi- onstreffen, das ist schon nochmal eine ganz besondere Sache.“ Wohl auch deshalb, weil es dann ernst wird mit der Organisation

der 27. Ausgabe des beliebten Treffens der Schützen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern. n

Schützen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern. n Die Gebirgsschützen Garmisch stellen die bayerische

Die Gebirgsschützen Garmisch stellen die bayerische Ehrenkompanie beim 26. Alpenregionstreffen in St. Martin in Passeier

9 Aus den LANDESTEILEN … St. Martin i.P. von Maria Pichler Alpenregionstreffen 2020: Jetzt online
9 Aus den LANDESTEILEN … St. Martin i.P. von Maria Pichler Alpenregionstreffen 2020: Jetzt online

9

Aus den LANDESTEILEN …

9 Aus den LANDESTEILEN … St. Martin i.P. von Maria Pichler Alpenregionstreffen 2020: Jetzt online an-

St. Martin i.P.

von Maria Pichler

Alpenregionstreffen 2020: Jetzt online an- melden!

Auf der Internetseite www.alpenregionstref- fen.com finden Schützen, Jungschützen und Marketenderinnen alle Informationen rund um das Alpenregionstreffen 2020 vom 21. bis 24. Mai 2020 in St. Martin in Passeier. Nun können sich die Schützenkompanien dort direkt zum Treffen anmelden. „Je genauer wir über die Teilnehmerzahl am Alpenregionstreffen 2020 Bescheid wissen, desto besser können wir das Treffen hin- sichtlich Anfahrt, Ablauf und Verpflegung vorbereiten“, erklärt der Hauptmann der Schützenkompanie St. Martin in Passeier Armin Oberprantacher. Daher können sich die Schützenkompanien und Trach- tenvereine aus der Alpenregion ab sofort online zum großen Fest in St. Martin in Passeier anmelden. In einem eigens dafür vorgesehenen Formular tragen die Kompa- nien dafür Kontaktdaten, Teilnehmerzahl und Informationen zu ihrer Anreise ins Passeiertal ein. „Nach der erfolgreichen An- meldung können die Vereine dann sehen, wer sich bereits zum Alpenregionstreffen angemeldet hat und wie viele Schützen, Musikkapellen und andere Vereine mit dabei sein werden“, so Oberprantacher. n

Vereine mit dabei sein werden“, so Oberprantacher. n Ab sofort können sich die Schützenkompanien von Tirol,

Ab sofort können sich die Schützenkompanien von Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern online zum Alpenregionstreffen 2020 in St. Martin in Passeier anmelden

Alpenregionstreffen 2020 in St. Martin in Passeier anmelden Innsbruck von Thomas Saurer Geburtstagsempfang für LH

Innsbruck

von Thomas Saurer

Geburtstagsempfang für LH Günther Platter:

Tiroler Schützen gratulierten mit Festschießen

Die Tiroler Traditionsverbände gratulierten LH Günther Platter zum halbrunden Geburtstag. Am Vorabend zu seinem 65. Ge- burtstag, am Freitag, den 6. Juni 2019, nutzten die Tiroler Schützen die Gelegenheit, Tirols Regierungschef zu einem Ehrenschuss im Rahmen des Maximilian-Gedenkschießens einzuladen. Landeskommandant Mjr. Mag. Fritz Tiefenthaler, LKdt.-Stv. Mjr. Christian Meischl und zahlreiche Mitglieder der Bundesleitung stellten sich im Meraner Innenhof ein, um − wie zahlreiche weitere Traditionsverbände des Landes Tirol − dem Landeshauptmann zu seinem 65. Geburtstag zu gratulieren. Die Bundesleitung war jedoch nicht alleine gekommen. Mit dabei war eine Abordnung der Sistranser Jungschützen und Jungmarketenderinnen sowie Viertel- Schießwart OLt. Ernst Markt, die die Laserschießanlage des Bundes aufgebaut hatten. Schließlich wurde LH Günther Platter vom BTSK dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Tiroler Landesschützenbund als ausrichtende Verbände des heurigen Maximilian-Gedenkschie-

ßens einen Ehrenschuss abzugeben. Mit fünf Zehnern traf der Lan- deshauptmann auch ins sprichwörtliche „Schwarze“. Viertelkom- mandant und Oberschützenmeister Mjr. Manfred Schachner konnte eine Maximilian-Sonderplakette zum Geburtstag überreichen. n

und Oberschützenmeister Mjr. Manfred Schachner konnte eine Maximilian-Sonderplakette zum Geburtstag überreichen. n
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Aus den LANDESTEILEN …

N° 5 | Oktober 2019

1 0 Aus den LANDESTEILEN … N° 5 | Oktober 2019 Kaltenbach von Gerhard Hauser Ranzensticker,

Kaltenbach

von Gerhard Hauser

Ranzensticker, Fotokünstler und Sänger Stiegler und der „Ausmarsch des Zillertaler Schützenregiments“ (1909)

Das Schützenregiment Zillertal wurde recht bald nach seiner Gründung im Jahr 1908 durch die streng einheitliche Tracht, die Offi- ziere mit den Straußenfedern, als starker und eigenständiger Traditionskörper dieser viel besungenen Talschaft weit über die Grenzen des Landes bekannt. Die große Gründungs- und Festpremiere feierten die Zillertaler Schützen am 29. August 1909 bei der 100-Jahr-Feier des Tiroler Freiheitskampfes 1809 in Innsbruck. Das Schützenregiment Zillertal nahm unter dem Kommando des Gründungskommandanten Johann Penz, Zell, beim glanzvollen Jubiläumsfestzug in der Stärke von 1.046 Schützen, formiert in drei Bataillonen mit 11 Kompanien, 37 Mar- ketenderinnen und der über 100 Mann star- ken Regiments-Musikkapelle (Stabführung Ferdinand Hechl, Zell) eindrucksvoll teil.

Das Bild „Ausmarsch des Zillertaler Schüt- zenregimentes“ Anlässlich dieser Festivität wurde ein einmaliges fotografisches Kunstwerk geschaffen: der Ausmarsch des Zillerta- ler Schützenregiments wurde meisterhaft auf Zelluloid verewigt. Der „Photograph“, Nationalsänger und Ranzensticker Josef Stiegler in Stumm „Zillerthal“ fertigte dieses Bild 1909 an. Dabei wurden alle Zillertaler Kompanien und die Regimentsmusikkapelle Zell am Ziller einzeln fotografiert und in

dieser Fotomontage zu diesem einzigartigen Kunstwerk zusammengefügt. Angesichts der damaligen technischen Ausrüstung, eine gewöhnliche Plattenkamera mit Fotoplatten, und der herausragenden Qualität der Fotos ist die große Kunstfertigkeit unbestritten und der damit verbundene Aufwand ist kaum erahnbar. Jede einzelne Person der insge- samt über 1.000 ist eindeutig erkennbar! Im heutigen digitalen Zeitalter ist dieses Bildnis mit weitaus besseren Kameras kaum besser anzufertigen.

Tod eines berühmten Zillertaler Sängers In der Innsbrucker Zeitung vom 20. Mai 1938 war zu lesen: „Am 17. Mai 1938 starb im Alter von 78 Jahren Josef Stiegler, ge- nannt „Sattlerseppal“. Er war der Leiter der berühmten Nationalsängergruppe „Stiegler“ aus Stumm, die in den Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts in ganz Europa herumzog und an Fürstenhöfen konzertierte. Die Bühnengestalten der Stiegler sangen vor Königin Viktoria von England, vor Kaiser Alexander von Russland, an fast allen deut- schen Fürstenhöfen, vor den Königen von Schweden und Norwegen. Dort konzertier- ten sie in 70 Städten und zogen dann nach Finnland.“ Die Zillertaler sangen damals in Leipzig und Breslau nicht nur Tiroler Lieder, sondern präsentierten auch Operettenarien, Märsche, Walzer und führten neben dem

auch Operettenarien, Märsche, Walzer und führten neben dem heimischen Schuhplattler auch den ungari- schen Csárdás

heimischen Schuhplattler auch den ungari- schen Csárdás auf. Im „Englischen Café“ zu München besuchte sie auch der alte Meister- sänger Ludwig Rainer, der eigens von seinem Gasthofe am Achensee herbeigeeilt war, um die aufstrebenden „Stiegler“ zu hören. Der alte Haudegen war selbst verwundert über das herrliche Stimmenmaterial und über die dargebotene Kunstfertigkeit. Im Moskau beteiligten sich unsere Sänger auch an den Krönungsfeierlichkeiten Zar Alexanders II., deren Pracht und Gepränge sie nie mehr ver- gessen konnten. Gerne erzählte „Seppal“ von der großen Militärparade in Moskau, an der über 600.000 Mann teilnahmen, und vom unvergleichlichen Riesenfeuerwerk. In Mos- kau verkehrten unsere Sänger oft und gern auch im Hause des Herrn Eichholz, dessen Gemahlin selbst eine Zillertalerin war und der das größte Zigarrengeschäft der Stadt innehatte. Der alte „Schloss-Ferdl“ erzählte mit Behagen gerne von den guten Zigarren mit dem „einzigen“ bzw. unvergleichlichen Aroma. Im Jahre 1887 kehrten die Sänger nach siebenjähriger Wanderschaft, reich an Ehren, Andenken und Erinnerungen, in die Heimat nach Stumm zurück. Nach seiner Rückkehr war Josef Stiegler nicht nur als Fotograf tätig, er fertigte auch, wie bereits sein Vater Georg, Lederstickarbeiten an. Sein Sohn, Franz Stiegler „Grande“ (am 25. Feb. 1892 in Berlin geboren), und die weiteren Generationen mit Friedl, Fritz und jetzt Ale- xander Stiegler setzten die Familientradition ungebrochen fort. Seit dem 17. Jahrhundert ist diese Kunstfertigkeit im Land bekannt. Von Anfang an gehörte die Zillertaler Familie Stiegler zu den Fachmännern dieser Zunft. Fritz Stiegler und sein Sohn Alexan- der üben mittlerweile als eine der letzten Federkielsticker Österreichs diese sehr selten gewordene Handwerkskunst aus. Mit 20 Jahren bereits mit der Federkielstickerei be- gonnen, geht Alexander Stiegler nunmehr in der sechsten Generation der Familie diesem Beruf mit Leidenschaft nach. Neben dem Beruf finden Fritz und Alexander Stiegler, wie ihr berühmter Vorfahre, in der Musik ihre Erfüllung.“ Sepp Oberguggenberger, der Verfasser des Artikels anlässlich des Ablebens von Josef Stiegler, schrieb abschließend: „Schlaf wohl, du guter „Seppal“, ruhe aus nach langer Wanderschaft, wir werden dir ein gutes Andenken bewahren.“ n

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St. Romedius/Nonsberg

St. Romedius/Nonsberg

von Hildegard Flor

„Die Jugend Tiroler Geschichte lehren“

Hildegard Flor „Die Jugend Tiroler Geschichte lehren“ Bei der Andreas-Hofer-Feier in St. Romedius, v.l. Herbert

Bei der Andreas-Hofer-Feier in St. Romedius, v.l. Herbert Winnischhofer, der Südtiroler Bundesfähnrich Robert Ventir, Luis Jageregger, Gior- gio Benoni, der Welschtiroler Landesfähnrich Remo Bortoluzzi, Giacomino Dorigato, Bundeskassier Rodolfo Moranduzzo, der emeritierte Erzbischof Luigi Bressan und der Prior des Klosters, P. Giorgio Silvestri OFM.

und der Prior des Klosters, P. Giorgio Silvestri OFM. An der Andreas-Hofer-Gedenktafel am Eingang zum

An der Andreas-Hofer-Gedenktafel am Eingang zum Wallfahrtsort brachten zwei Schützen einen Kranz an.

Da die Oberkirche des Heiligtums für die stetig wachsende Zahl von Schützen zu klein wurde, findet die Andreas-Hofer-Feier von Welschtirol seit einigen Jahren im Juli statt. Das Datum ist nicht zufällig gewählt:

Es erinnert an Andreas Hofers Wallfahrt am 7. Juli 1809, wo er sich den Segen für die Bergisel-Schlachten erbat. An die 150 Schützen aus Welschtirol sowie eine Abord- nung aus dem Bundesland Tirol und zwei aus Südtirol fanden sich am 14. Juli auf dem

Parkplatz neben dem Wallfahrtsort ein. Dazu kamen einige Ehrengäste und an die 50 Wallfahrer hinzu. Nach der Aufstellung und Meldung an die Höchstanwesenden durch Bundeskassier Rodolfo Moranduzzo erfolgten die Frontabschreitung und die Begrüßung durch LKdt. Mjr. Enzo Cestari, welcher den Sinn der Ehrensalven erklärte:

„Die Salve ist ein Zeichen des Friedens. Sie soll Gott im Evangelium, den Gefallenen und den Ehrengästen dienen. Nur freie Menschen durften früher Waffen tragen. Heute müssen wir nicht mehr damit das Land verteidigen, sondern für Gott, Familie und Heimat einstehen“, sagte Cestari und leitete über zur Vereidigung der 14 neuen Mitglieder: Alessio Giordani, Andrea Graziola, Maria Cristina Pizzina, Michele Nabacino und Stefano Mazzucchi (alle SK Castellam/Lagertal), Luigino Springhetti und Simone Filippi (beide SK Nonsberg), Stefano Degrandi, Luisa Moschini, Mara Gambin, Stefano Righetti und Annachi- ara Prosser (SK Roveredo/Rofreit) so- wie Amedeo Serra und Matteo Pozzatti (SK Sulzberg). Für diese verlas er einen Willkommensbrief und sie versammelten sich rund um die Bundesfahne, legten ihre Hände darauf und sprachen die Eidesformel nach. Danach gab Cestari einen geschicht- lichen Rückblick auf Andreas Hofer, dessen Aufenthalt in Welschtirol 1780 bis 1785 und die Pilgerfahrt mit 600 Mann 1809 zu diesem Wallfahrtsort. Es folgte die heilige Messe, gefeiert vom emeritierten Erzbischof

Luigi Bressan und dem Prior des Klosters, P. Giorgio Silvestri OFM. Die musikalische Begleitung besorgte die Schützenkapelle Kalisberg. Die zwei Ehrensalven feuerte eine gemischte Formation unter dem Kom- mando von Maurizio Albisoni ab. Bezogen auf das Evangelium vom barmherzigen Samariter stellte der Erzbischof die Frage, wer denn unser Nächster sei und dass diese Frage heute aktueller denn je sei. „Es gibt keinen Platz für Hass im Christentum. Der eigentliche Samariter ist Christus“, erklärte Bressan. Das Schützengebet sprach Chiara Guetti. Nach dem Segen dankte der Landeskommandant dem Erzbischof und dem Prior für die Messfeier, danach segnete Bressan den Kranz, der zur Weise vom guten Kameraden hinter dem Eingang des Klosters, wo eine Tafel an Andreas Hofers Wallfahrt erinnert, angebracht wurde. An den Erzbischof wurde eine Schützenschei- be überreicht. Es folgte eine Reihe von Grußworten von Landtagspräs. Walter Kaswalder, Bezirkspräs. Silvano Dominici, dem LKdt.-Stv. des SSB Mjr. Renato des Dorides, Senator a.D. Franco Panizza und Landeshauptmann a.D. Carlo Andreotti. Der Aufruf, die Unrechtsgrenze am Brenner zu überwinden, aber mehr noch der Jugend die Landesgeschichte nahezubringen, zog sich wie ein roter Faden durch alle Reden. Zum Schluss dankte LKdt. Enzo Cestari allen für den guten Ablauf der Feier. n

1 2 Aus den LANDESTEILEN … „Sie opferten alles für Tirol. Sie haben sich weder

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„Sie opferten alles für Tirol. Sie haben sich weder in einen eisernen, noch in einen goldenen Käfig einsperren lassen.“

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Saltaus / St. Martin i.P.

Saltaus / St. Martin i.P.

von Roland Lang

Gedenkfeier für Luis Amplatz Vor 55 Jahren auf den Brunner Mahdern ermordet

Mehr als 300 Personen nahmen am 1. September 2019 trotz eines mehr als 1-stündigen Fußmarsches auf die Brunner Mahder oberhalb Saltaus im Passeiertal an der Gedenkfeier für den Freiheitskämpfer Luis Amplatz teil. Der Leutnant der Grieser Schützenkompanie war dort von einem bezahlten italienischen Agenten im Schlaf erschossen worden. Die Gedenkfeier, die alle fünf Jahre vom Südtiroler Heimatbund und der SK St. Martin ausgerichtet wird, begann mit einer hl. Messe, zelebriert von Pater Christoph Waldner OT. Für die gesamte musikalische Umrahmung der 55-Jahr-Feier sorgte in gekonnter Weise die Bläsergruppe der Musikkapelle Saltaus. Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Sepp Mitterhofer, SHB-Bezirksobmann von Meran-Burggrafenamt, folgten die Gruß- worte des SHB-Landesobmannes Roland Lang. Dieser wies auf das tragische Ende von Luis Amplatz hin. Das Verbrechen, das hier im Auftrag eines Staates, der sich selbst als demokratisch bezeichnet, verübt wurde, ist Geschichte. Und doch berührt uns Tiroler die feige Art, mit der Rom zwei Freiheitskämpfer ausschalten wollte, immer noch. Und nicht nur uns. In seinem Grußwort kam Lang nicht umhin, auch auf die katalanischen politischen Häftlinge einzugehen. Jordi Turull wäre im März 2018 zum Regionalpräsident des katalanischen

wäre im März 2018 zum Regionalpräsident des katalanischen Amplatz-Marterle mit Kranz SHB-Obmann Roland Lang bei der

Amplatz-Marterle mit Kranz

des katalanischen Amplatz-Marterle mit Kranz SHB-Obmann Roland Lang bei der Luis-Amplatz-Gedenkfeier auf

SHB-Obmann Roland Lang bei der Luis-Amplatz-Gedenkfeier auf den Brunner Mahdern

Parlamentes gewählt worden, wenn ihn die spanische Zentralregierung nicht einen Tag vorher noch schnell verhaftet hätte. Da er somit bei der Debatte zur Wahl nicht prä- sent war, konnte er nach spanischen, noch aus der Franco-Zeit stammenden Gesetzen nicht ernannt werden. Für die ihm und den anderen Häftlingen des Öfteren bewiesene Solidarität wehten neben Tiroler und Schüt- zenfahnen auch zwei katalanische Fahnen auf den Brunner Mahdern.

Eva Klotz, Tochter des damals auf der Alm angeschossenen und dabei schwer verletz- ten Schützenmajors Jörg Klotz sagte in ihrer Gedenkrede für Amplatz: „Das, was auf den Tag genau vor 55 Jahren hier geschehen ist, wäre wohl nie ans Tageslicht gekommen, wenn alles wie geplant abgelaufen wäre: In diesem Heuschupfen wären zwei Tote auf- gefunden worden, Luis Amplatz und Jörg Klotz, die nach offizieller Darstellung bei einem Feuerwechsel mit den Carabinieri ums Leben gekommen wären! Bei der Ob- duktion wäre festgestellt worden, dass beide von Schüssen aus einer Beretta Kaliber 9 mm, der Dienstwaffe der Carabinieri töd- lich getroffen waren. Damit hätte sich alles erledigt, und keiner hätte Grund gehabt, an dieser Darstellung zu zweifeln! Aber es ist nicht so gelaufen! Luis Amplatz war tot, Georg Klotz hat aber überlebt, und so ist die Wahrheit ans Tageslicht gekommen: Es war ein Mord im Auftrag des Staates Italien,

ausgeführt durch einen gedungenen Killer, Christian Kerbler, der deshalb in Italien zwar verurteilt, aber nie der Strafe zuge- führt worden ist. Dass dieses Verbrechen von offizieller italienischer, österreichischer und Südtiroler Seite bis heute totgeschwie- gen wird, zeigt nicht nur, wie peinlich es allen ist, sondern auch, wie sehr Politik und Justiz versagt haben!“

Elmar Thaler, Alt-LKdt. des SSB, führte die Heldenehrung durch. Dabei sagte er über die Freiheitskämpfer „Sie opferten alles für Tirol. Sie haben sich weder in einen eisernen noch einen goldenen Käfig einsperren las- sen.“ Eine gekonnt durchgeführte Ehrensal- ve von der Ehrenformation der SK St. Mar- tin in Passeier und Riffian unter Leitung von Hptm. Armin Oberprantacher hallte dann durch das Passeiertal. Daraufhin spielte die Bläsergruppe der Musikkapelle Saltaus das Lied vom guten Kameraden, bei dem ein Kranz zu Ehren von Luis Amplatz an seinem Marterle niedergelegt wurde. Es folgte die Bundeshymne, und zum Ab- schluss dankte SHB-Bezirksobmann Sepp Mitterhofer jun. allen Anwesenden für ihre Teilnahme. n

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N° 5 | Oktober 2019 Aus den LANDESTEILEN … 1 3 Landeck von Thomas Saurer Ausstellung

Landeck

von Thomas Saurer

Ausstellung „Kaiser Maximilian I. im Tiroler Oberland“ auf Schloss Landeck feierlich eröffnet

Oberland“ auf Schloss Landeck feierlich eröffnet Die landesweite und grenzüberschreitende Ausstellung der
Oberland“ auf Schloss Landeck feierlich eröffnet Die landesweite und grenzüberschreitende Ausstellung der

Die landesweite und grenzüberschreitende Ausstellung der Tiroler Schützen im Schloss Landeck war bis 22. September als offizielles MAX500-Projekt für die Öffentlichkeit zugänglich.

Fotos: Hans Gregoritsch

Die Organisatoren dieser Ausstellung auf Schloss Landeck, der Obmann des Bezirksmuseumsvereins Landeck, Christian Rudig und der Kurator der Ausstellung, der Bildungsoffizier des Schüt- zenbezirks Landeck, Olt. Gerhard Gstraunthaler, konnten bei der Eröffnung zahlreiche Ehrengäste begrüßen: u.a. den Abt des Benediktinerstiftes Marienberg, Markus Spanier, den Abt des Stiftes Stams, Prälat German Erd und den Landeskuraten des BTSK, Pfarrer Martin Ferner. Südtirol wurde im Tiroler Oberland vertreten durch den Präsidenten zum Südtiroler Landtag Josef Noggler, und das Bundesland Tirol wiederum durch den Landesrat für Wissen- schaft und Forschung, Bernhard Tilg – zuhause in Landeck, ein Heimspiel sozusagen. Stellvertretend für einige Bürgermeister des „Oberen Weges“ konnte der Adjutant des Landeskommandanten, Mjr. Thomas Saurer, in seiner Begrüßung gemeinsam mit vielen weiteren Ehrengästen auch den Bürgermeister der Stadtgemeinde Landeck, Wolfgang Jörg, willkommen heißen. Ebenso konnten aus dem Amt der Tiroler Landesregierung der Direktor des Tiroler Landesarchivs, Christoph Haidacher, sowie aus der Abteilung Repräsentationswesen, die Historikerin und Koordi- natorin des Maximilianjahres, Isabelle Brandauer, begrüßt werden. Abordnungen mit den Landesfahnen der Tiroler Traditionsver- bände – darunter der Tiroler Landesschützenbund und der Tiroler Landestrachtenverband – werteten diese Eröffnungsveranstaltung durch ihre Anwesenheit auf. Für die anwesenden Präsidenten und Obleute der Tiroler Traditionsverbände war der Sprecher des Tradi- tionsforums, Franz Hitzl, nach Landeck gekommen. Dass die Alpenregion der Schützen als eine Völkerverständigung unter Nachbarn verstanden wird, ist unseren Schützen klar. Mit Freude konnten die bayerischen Abordnungen begrüßt werden:

der Landeshauptmann des BTSK, Martin Haberfellner, mit der Landesfahne der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und der Gauhauptmann des Loisachgaues, Stefan Schmid. Und wiederum begleitet von der Südtiroler Ehrenkompanie Tartsch im Vinschgau, konnte der LKdt.-Stv. Mjr. Renato des Dorides in Landeck willkom- men geheißen werden. Die Bundesstandarte des BTSK als führen-

des Feldzeichen des Landes Tirol führte zahlreiche Schützenabord- nungen unseres Bundes an. Der Festakt wurde mit einem Landesüblichen Empfang – würdig und traditionell – eröffnet. Die Ehrenkompanie stellte die SK Lan- deck. In den Jahren 1896 bis 1898 wurde die Freiwillige Reservis- tenkolonne Landeck gegründet, die dann 1925 in die SK Landeck umbenannt wurde. Die Geschichte der Landecker Schützen ist jedoch wesentlich älter und lässt sich bis in die Zeit vor dem Landli- bell von Kaiser Maximilian zurückverfolgen. In der Ausstellung auf Schloss Landeck wurden bis zum 22. September 2019 die Reisen Maximilians am „Oberen Weg“, dem mittelalterlichen Handelsweg entlang der Via Claudia Augusta über Reschen und Fernpass und seine Aufenthalte im Tiroler Oberland und im Außerfern nachgezeichnet. Diese Ausstellung verbindet also das historische Tirol und schlägt erneut eine Brücke nach Südtirol. Unter Maximilian wurden Innsbruck und Tirol zur Drehscheibe der dynastischen Politik des Hauses Habsburg und Wirkungsstätten zahlreicher bedeutender Künstler, die an seinem ewigen „Gedecht- nus“ arbeiteten. Er war Wegbereiter einer neuen Dimension euro- päischer Kultur und Politik. Das Land Tirol würdigt den „letzten Ritter und ersten Europäer“ mit einem umfassenden Bildungs-, Kul- tur- und Veranstaltungsprogramm, das nicht nur den Blick in die Geschichte, sondern auch in die Gegenwart und Zukunft wirft. n

sondern auch in die Gegenwart und Zukunft wirft. n SCHÜTZENKALENDER Vielfalt ist unsere Stärke Tiroler
SCHÜTZENKALENDER Vielfalt ist unsere Stärke Tiroler Schützenkalender 2020, Verfügbar ab Mitte Oktober, Bezug über
SCHÜTZENKALENDER
Vielfalt ist unsere Stärke
Tiroler Schützenkalender 2020, Verfügbar ab
Mitte Oktober, Bezug über Kanzlei, Di + Do 8-13 Uhr
Preis: 10 Euro
N° 5 | Oktober 2019 1 4 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

N° 5 | Oktober 2019

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Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

| Oktober 2019 1 4 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN Going von Thomas Saurer Goinger Schützen

Going

von Thomas Saurer

Goinger Schützen und Baon Wintersteller empfangen EU-Kommissionspräsidenten

und Baon Wintersteller empfangen EU-Kommissionspräsidenten Beim „Stangl“ in Going am Wilden Kaiser wurde der Große

Beim „Stangl“ in Going am Wilden Kaiser wurde der Große Tiroler Adler-Orden an Jean-Claude Juncker verliehen. Der Landeskommandant und zahlreiche Schützen gratulierten mit einer Ehrensalve.

Am 10. August 2019 ehrte Tirols Landes- hauptmann Günther Platter den Präsi- denten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker für sein Wirken im Interesse des Landes Tirol. Mit einem Lan- desüblichen Empfang haben Tirols Schüt- zen den scheidenden EU-Kommissions- präsidenten Jean-Claude Juncker in Going am Wilden Kaiser – gemeinsam mit rund 70 geladenen Ehrengästen – willkommen geheißen. Eine hervorragende freundschaft- liche Beziehung zum Land Tirol, die sich in Besuchen und Aufenthalten manifestiert und vor allem von politischer, wirtschaft- licher oder kultureller Bedeutung ist: Per- sönlichkeiten, auf die diese Beschreibung zutrifft, können mit dem Großen Tiroler Adler-Orden ausgezeichnet werden. n

mit dem Großen Tiroler Adler-Orden ausgezeichnet werden. n Neumarkt von Christoph Schmid Gewinnspiel Süd-Tiroler

Neumarkt

von Christoph Schmid

Gewinnspiel Süd-Tiroler Unterland im 1. Weltkrieg

Schmid Gewinnspiel Süd-Tiroler Unterland im 1. Weltkrieg David und Alexander, die Gewinner des Rundflugs Am 13.

David und Alexander, die Gewinner des Rundflugs

Am 13. Juli war es soweit und der große Tag für die Gewinner David Demattio (Grundschule Margreid) und Alexander Glöggl (Mittelschule Neumarkt) war gekommen. Sie durften endlich ihren Preis, einen 50-minütigen Rundflug über die Dolomiten, einlösen. Sie hatten sich den ersten Preis beim „Gewinnspiel

des Schützenbezirks Süd-Tiroler Unterland zum 1. Weltkrieg“ im Jahr 2018 gesichert, den dieser anlässlich der 100-jährigen Wiederkehr des Kriegsendes in allen Grund- und Mittelschulen im Süd-Tiroler Unterland und gemeinsam mit den Schulleitern und Kompanien organisiert hatte. An den Stellungen vorbei ging es mit einem professionel- len Piloten, der den Preisträgern erklärte, wo sie waren und was hier in unserer Heimat, im Krieg und Eis und vor der eige- nen Haustüre vorgefallen war. Auch die Familienmitglieder der Buben waren mitgekom- men. Christoph Schmid, Mit- glied der Bezirksleitung, hatte die Familien empfangen und die besten Grüße übermittelt. „Es hat allen sehr gut gefallen und wir bedanken uns nochmals bei allen, die uns so fest unterstützt haben, den Schulleitern, den Sponsoren und den Kompanien, so Christoph Schmid. n

den Sponsoren und den Kompanien, so Christoph Schmid. n Bozen / Absam von Renato des Dorides

Bozen / Absam

von Renato des Dorides

54. Tiroler Schützenwallfahrt

in Absam

Renato des Dorides 54. Tiroler Schützenwallfahrt in Absam Gemeinsam beten für eine „Heimat ohne Grenzen“ –

Gemeinsam beten für eine „Heimat ohne Grenzen“ – für all jene, die sich mit ihrem Leben dafür eingesetzt haben, für die Einheit im Glauben und für die Anliegen unserer Zeit. Am Sonntag, den 13. Oktober 2019, treffen sich Schützen, Marketenderinnen, Angehörige und Freunde zur traditionellen Schützenwallfahrt in Absam. Für die Tiroler Schützen laden

ein: der Bund der Tiroler Schützenkompanien, der Südtiroler Schützenbund und der Welschtiroler Schützen- bund. Treffpunkt: um 13.45 Uhr vor dem Gemeindehaus in Absam, um 14 Uhr Empfang der Ehrengäste, Bittgang durch das Dorf mit Prälat Eduard Fischnaller und Festgottes- dienst mit Predigt. n

Kreuth von Hans Baur 57. Bundesschießen N° 5 | Oktober 2019 Minister und Herzogin gratulieren
Kreuth von Hans Baur 57. Bundesschießen N° 5 | Oktober 2019 Minister und Herzogin gratulieren

Kreuth

von Hans Baur

57. Bundesschießen

N° 5 | Oktober 2019

Kreuth von Hans Baur 57. Bundesschießen N° 5 | Oktober 2019 Minister und Herzogin gratulieren den
Kreuth von Hans Baur 57. Bundesschießen N° 5 | Oktober 2019 Minister und Herzogin gratulieren den
Kreuth von Hans Baur 57. Bundesschießen N° 5 | Oktober 2019 Minister und Herzogin gratulieren den

Minister und Herzogin gratulieren den Siegern des Bundesschießens. V. l. LH Martin Haberfellner, Harald Schrangl, Manfred Münzlochner (Waakirchen), Franz Wietzorek, IKH Helene Herzogin in Bayern, Staatsminister Hubert Aiwanger, Agnes Gistl und Michael Danner

(Reichersbeuern), Uwe Hammer.

Foto: Uta Rowley

730 Teilnehmer, darunter 23 Marketenderinnen, fanden sich auf

Einzelwertung Senioren

den Schießstätten in Kreuth und Bad Tölz zusammen, um vom

Stefan Schloter

Tegernsee

98 Ringe

27. bis 29. September 2019 das 57. Bundesschießen des Bundes

Franz Kinshofer

Wackersberg

96 Ringe

der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien auszutragen. Erst-

Ludwig Riecker

Waakirchen

95 Ringe

mals überreichte Staatsminister Hubert Aiwanger in Vertretung des Bayerischen Ministerpräsidenten die Ehrengabe an den neuen

Punktscheibe Schützenklasse

Schützenkönig Franz Wietzorek von der Kompanie Audorf, der mit

Rolf Wassermann

Traunstein

83,9-Teiler

einem 187,9-Teiler die Königswürde errang. I.K.H. Herzogin Hele-

Kaspar Schöffmann jun.

Lenggries

197,4-Teiler

ne in Bayern überreichte den Ehrenpreis S.K.H. Herzog Franz von

Florian Sedlbauer

Waakirchen

256,8-Teiler

Bayern – ein Luftgewehr – an den Gewinner der Festscheibe Uwe Hammer, Kompanie Reichersbeuern mit einem 241,1-Teiler. In

Punktscheibe Seniorenklasse

der Mannschaftswertung der Schützenklasse siegte erneut die GSK

Jakob Gilgenreiner jun.

Gaißach

165,5-Teiler

Reichersbeuern, in der Seniorenklasse errang die GSK Waakirchen

Nikolaus Wasensteiner

Königsdorf

190,5-Teiler

die Ehrenscheibe. Den Pokal für die Mannschaftssieger übergab der

Hans Högg

Tegernsee

226,4-Teiler

neue Landesschützenmeister Christian Kühn. LH Martin Haber- fellner dankte Bundesschützenmeister Harald Schrangl und seinen

Einzelwertung Marketenderin

Helfern für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf.

Regina Rest

Jachenau

85 Ringe

Agnes Gistl

Reichersbeuern

84 Ringe

Königsscheibe

Maria Gruber

Elbach-Leitzachtal 83 Ringe

Franz Wietzorek

Audorf

187,9-Teiler

Rolf Wassermann

Traunstein

305,7-Teiler

Gästeklasse

Toni Liegl

Flintsbach

732,2-Teiler

Franz Josef Roner

88 Ringe

 

Theodor Kofler

84 Ringe

Festscheibe

Hubert Straudi

88 Ringe

Uwe Hammer

Reichersbeuern

241,1-Teiler

Tobias Bauer

Gmund

265,6-Teiler

Mannschaftswertung Schützenklasse

Florian Limmer

Tegernsee

275,5-Teiler

Reichersbeuern

771 Ringe

 

Wackersberg

770 Ringe

Einzelwertung Schützenklasse

 

Elbach-Leitzachtal

756 Ringe

Anton Simon

Wallgau

94 Ringe

Tobias Simon

Wackersberg

93 Ringe

Mannschaftswertung Senioren

Josef Simon

Wallgau

93 Ringe

Waakirchen

556 Ringe

 

Tegernsee

551 Ringe

Neubeuern

548 Ringe n

Berichte aus Bayern

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N° 5 | Oktober 2019

Berichte aus Bayern 16 N° 5 | Oktober 2019 Bernau von Anton Hötzelsperger Bataillonsfest Inn-Chiemgau V.l.

Bernau

von Anton Hötzelsperger

Bataillonsfest Inn-Chiemgau

Bernau von Anton Hötzelsperger Bataillonsfest Inn-Chiemgau V.l. Hptm. Matthias Wicha, Bgm. Philipp Bernhofer und

V.l. Hptm. Matthias Wicha, Bgm. Philipp Bernhofer und Gauhptm. Hans Rucker vor den angetretenen Schützen der Kompanie Wörgl.

Ein eindrucksvolles Ereignis war das 35. Bataillonsfest der Gebirgsschützen im Inn-Chiemgau am 22.09.2019, verbunden mit dem 19. Wiedergründungsfest der Kompanie Bernau und dem Jubiläum „100 Jahre Bataillonsstandarte“ in Bernau. Ein farbenreiches Bild bot der Kurpark, als Hauptmann Matthias Wicha das Fest mit dem Schirmherrn S.K.H. Herzog Max in Bayern und seiner Gemahlin Herzogin Elisabeth eröffnete. Pfarrer Klaus Hofstetter stellte in den Mittelpunkt seiner Predigt die Frage: „Was ist mir wichtig?“ Dabei gab

Predigt die Frage: „Was ist mir wichtig?“ Dabei gab Bernau von Hans Rucker er zwei beispielhafte

Bernau

von Hans Rucker

er zwei beispielhafte Antworten. Zuerst zitierte er Herzog Max in Bayern, der in der Festschrift schrieb: „Die Gebirgsschützen wissen, dass es letztlich nicht nur um den äußeren Rahmen und den Auftritt in der Montur geht, sondern auch um das innere Verhältnis zu Glaube, Heimat und Freiheit.“ Das zweite Zitat galt dem verstorbenen Gründer von Apple, Steve Jobs, der kurz vor seinem Tod sagte: „Ich habe den Gipfel des Erfolgs in der Geschäftswelt erreicht. Jetzt weiß ich, dass wir uns komplett anderen Fragen stellen müssen. Es gibt viel Wich-

100 Jahre Chiemgaustandarte

Beim Bataillonsfest in Bernau stand das Jubiläum „100 Jahre Chiemgaustandarte“ im Mittelpunkt. Bataillonskommandant Hans Rucker gab in seiner Ansprache einen geschichtlichen Überblick. Beeindruckend war seine Schilderung der schwierigen Lage der Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg und Rucker berichtete von den Erzählungen seines Großvaters, der Kriegsteilnehmer war und nach dem Krieg als Zwangsarbeiter bei Mannesmann im Rheinland arbeitete. Diese Schilderung ließ nachvollziehen, dass zur Sicherung der Bevölkerung vom Minis- terium für Militärische Angelegenheiten in Bamberg am 17.04.1919 die Aufstellung von Einwohnerwehren genehmigt wurde – mit dem Zweck, Haus und Hof zu schützen. Im Raum Chiemgau führte die Einwohnerwehr die Chiemgaustandarte und den Chiemgau- Adler als Symbol. Der sog. Chiemgau-Bund umfasste in 21 Kompanien mit 4.600 Mann. Im April 1920 wurden diese Einwohner-

wehren wieder aufgelöst. 1924 gründeten ehemalige Mitglieder den „Bund Chiemgau e.V.“ In der NS-Zeit wurde dieser Verein endgültig aufgelöst. Als 1945 Bayern wieder bayerisch sein durfte, konnte man die Standarte bei Beerdigungen von ehema- ligen Chiemgau-Bündlern wieder zeigen. Am 06.01.1980 trafen sich der letzte noch lebende Kompanieführer des Chiemgau- Bundes Franz Demmel mit der Haupt- mannschaft der Samerberger Gebirgsschüt- zen zu einer Besprechung. Ziel war die Bewahrung der Tradition durch Übergabe der Standarte an die Gebirgsschützen. Gauhauptmann Schuler erinnerte an das gemeinsame Gedankengut Heimatschutz und christlicher Glaube. Auf Vorschlag von Demmel übernahm die GSK Samerberg die Patenschaft. Die offizielle Übergabe der Standarte an die Gebirgsschützen erfolgte am 07.07.1980 beim Bataillonsfest in Neu- beuern. Seitdem erfüllt die GSK Samerberg

tigeres im Leben: zwischenmenschliche Beziehungen, Träume … . Darum sage ich euch, erreicht Höhepunkte in eurem Leben. Die ganze Kraft dafür liegt in eurem Her- zen!“ Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Musikkapelle Bernau sowie von den Hafenstoaner Alphornbläsern gestaltet. Erläuterungen zur Geschichte der 100 Jahre alten Chiemgaustandarte lieferte Gauhaupt- mann Hans Rucker. Für einen dreifachen Ehrensalut sorgte die GSK Aschau, einen einfachen Salut schoss die Kompanie Wörgl bei der Segnung der Fahnennägel. Die Stadt Wörgl/Tirol war mit ihrer Bürgermeisterin Hedi Wechner, mit weiteren Stadträten, mit der Standschützenkompanie und der Stadt- kapelle nach Bernau gekommen. „Diese seit fünf Jahren bestehende Freundschaft zwi- schen den Gebirgsschützen in Wörgl und Bernau sollten wir zu einer echten Partner- schaft der beiden Kommunen ausbauen“ – mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Philipp Bernhofer die Kameradschaft mit den Gästen aus Tirol. Der erfolgreiche Verlauf des Festes war für Hauptmann Matthias Wicha willkommener Grund, Verdienste um die Kompanie zu würdigen und er nannte dabei den Grün- dungshauptmann Max Hermann. n

er nannte dabei den Grün- dungshauptmann Max Hermann. n die ehrenvolle Aufgabe, die Chiemgau- Standarte als

die ehrenvolle Aufgabe, die Chiemgau- Standarte als Bataillonsstandarte des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau zu tragen. Standartenträger waren bisher Alois Wohlschlager (1980–1983), Josef Daxer (1983–1998), Josef Wagner (1998– 2007) und seit 2007 Peter Sattelberger. n

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Berichte aus Bayern

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N° 5 | Oktober 2019 Berichte aus Bayern 17 17 Wallgau von Hans Baur Wiedergründungsfest 30

Wallgau

von Hans Baur

Wiedergründungsfest 30 Jahre GSK Wallgau

In kleinem Rahmen feierte die Gebirgs- schützenkompanie Wallgau den 30. Jahres- tag der Wiedergründung. Nach dem Kirch- gang marschierte die Kompanie zum Haus des Gastes, angeführt von der Musikkapelle Wallgau unter der Leitung von Leonhard Breith und begleitet von den Kompanien des Bataillons Werdenfels und der Schüt- zenkompanie St. Pankraz aus Südtirol. Im Festprogramm standen die Ehrungen im Mittelpunkt. Leutnant Georg Jennewein, ein Mann der ersten Stunde und ehemali- ger Bürgermeister der Gemeinde Wallgau, wurde für seine großen Verdienste um die Kompanie zum Ehrenmitglied ernannt. Seit drei Jahrzehnten berät und begleitet der Anzenberger Dreigesang die Kompanie in musikalischen Fragen. Nun dankte die Kompanie Elli, Simone und Hans Anzen- berger mit der Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens. Dieselbe Auszeichnung wurde Zimmerermeister Marcus Sperer zuteil, der für die Planung und Ausführung der neuen Schutzhütte am Krepelschroffen federführend tätig war. Leutnant Florian

Krepelschroffen federführend tätig war. Leutnant Florian V.l. Franz Bartl, Lt. Florian Baumann, Simone, Hans und Elli

V.l. Franz Bartl, Lt. Florian Baumann, Simone, Hans und Elli Anzenberger, Marcus Sperer, Lt. Georg Jennewein, Hptm Hans Baur.

Baumann erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz beim Bau der Hütte die Verdienst- medaille am blauen Band. Der stellvertre- tende Tambourmajor Franz Bartl konnte sich über das Ehrenzeichen des Musikbun-

des für seinen 15-jährigen aktiven Dienst beim Trommlerzug freuen. Hptm. Hans Baur dankte den Kompaniemitgliedern für den Einsatz, den sie in den vergangenen 30 Jahren gezeigt haben. n

den sie in den vergangenen 30 Jahren gezeigt haben. n Kochel am See von Hans Baur

Kochel am See

von Hans Baur

Wechsel bei der Kiem-Pauli-Stiftung

Im Jahr 1953 wurde vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützen- kompanien die Kiem-Pauli-Stiftung gegründet. In den Statuten steht: Bleibend soll der Dank sein, der dem Kiem Pauli gebührt für seine Arbeit um das alpenländische Volkslied. Unvergänglich soll sein Lebenswerk sein, das er dem ganzen bayerischen Volk gegeben hat. Über die Verleihung der Medaille entscheidet ein Kuratorium, gebildet aus drei bayerischen Landsleuten. Bei diesem Kuratori- um ist nunmehr ein Wechsel eingetreten. Ehrenlandeshauptmann Karl Steininger, Beni Eisenburg und Ehrengauhauptmann Thomas Simon haben sich aus dem Kuratorium zurückgezogen. Ihre Arbeit wird von Landeshauptmann Martin Haberfellner, Peter Egner aus Garmisch und Xaver März aus Waakirchen fortgesetzt. n

aus Garmisch und Xaver März aus Waakirchen fortgesetzt. n München Oktoberfest Trachten- und Schützenzug 2019
aus Garmisch und Xaver März aus Waakirchen fortgesetzt. n München Oktoberfest Trachten- und Schützenzug 2019

München

Oktoberfest Trachten- und Schützenzug 2019

fortgesetzt. n München Oktoberfest Trachten- und Schützenzug 2019 Kompanie Beuerberg-Herrnhausen Kompanie Bichl

Kompanie Beuerberg-Herrnhausen

fortgesetzt. n München Oktoberfest Trachten- und Schützenzug 2019 Kompanie Beuerberg-Herrnhausen Kompanie Bichl

Kompanie Bichl

Berichte aus Bayern

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Wolfratshausen

Wolfratshausen

von Gerhard Gradwohl

Gebirgsschützen treffen Seebären

Um die „hervorragenden Beziehungen“ zur Patenstadt Wolfratshau- sen zu stärken, hatte Fregattenkapitän Timo Cordes, Kommandeur des 1. U-Boot-Geschwaders, eine 20-köpfige Abordnung der Ge- birgsschützenkompanie aus der Loisachstadt auf den Marinestütz- punkt Eckernförde eingeladen. Sie sollten auf dem Flottendienstbot Oste an der Geschwaderübung Squadex teilnehmen. Für vier Bayern waren Plätze auf dem U-Boot U 32 reserviert; es zählt zu den leisesten U-Booten weltweit. Die restlichen 16 Gebirgsschützen machten sich bereit, um beim Ablegen der „Oste“ Salut zu schießen. Zum Salut blies Trompeter Werner Hannes die Bayernhymne. Nicht nur die Fahrt, auch der Festabend wurde zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Der Kommandant der „Oste“, Korvettenkapitän Roland Spahr dankte Hauptmann Rainer Lorz für das Gastgeschenk, ein graviertes Erinnerungsschild aus Messing. Der Besuch zeigte, dass die Bundeswehr die Unterstützung aus der Bevölkerung schätzt. n

die Unterstützung aus der Bevölkerung schätzt. n Unterwössen von Uwe Hecht Marketenderinnen-Treffen Auf
die Unterstützung aus der Bevölkerung schätzt. n Unterwössen von Uwe Hecht Marketenderinnen-Treffen Auf

Unterwössen

von Uwe Hecht

Marketenderinnen-Treffen

Auf Initiative der im Herbst gewählten Verbindungsmarketenderin Brigitte Meier (GSK Wössen-Achental) trafen sich die Marketende- rinnen des Bataillons Inn-Chiemgau erstmals zum gemeinsamen Gedankenaustausch in der Schießstand-Gaststätte in Unterwössen. Gauhauptmann Hans Rucker freute sich, dass die meisten Kompa- nien des Bataillons mit ihren Marketenderinnen teils in Begleitung ihrer Hauptleute der Einladung gefolgt waren. „Wir brauchen Nach- wuchs bei den Schützen. Schaut euch die jungen Burschen in eurer Umgebung an und versucht, sie für unser wehrhaftes Brauchtum zu gewinnen“, war die humorvolle und doch ernst gemeinte Bitte des Gauhauptmanns, der zusammen mit weiteren Bataillons-Offizieren nach Unterwössen gekommen war, um das Engagement der Verbin- dungsmarketenderin zu unterstützen. Deren Hauptanliegen sind besonders die Information sowie die Kommunikation untereinan- der. An Ort und Stelle wurde eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, an der sich alle anwesenden Marketenderinnen beteili- gen konnten, und die auch denjenigen offen steht, die an diesem Nachmittag nicht anwesend sein konnten. Nach der Besichtigung des Schießstandes der GSK-Wössen-Achental wurde die Gelegen- heit genutzt, sich abseits der üblichen Ausrückungen untereinander kennen zu lernen. n

üblichen Ausrückungen untereinander kennen zu lernen. n Flintsbach Max Dirl † In Flintsbach am Inn wurde
üblichen Ausrückungen untereinander kennen zu lernen. n Flintsbach Max Dirl † In Flintsbach am Inn wurde

Flintsbach

Max Dirl †

In Flintsbach am Inn wurde am 27.09.2019 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und seiner Schützenkameraden Max Dirl zu Grabe getragen. Max Dirl ist 1976 in die Kompanie eingetreten, war 43 Jahre aktiver Schütze, davon 20 Jahre Mitglied der Hauptmannschaft. 10 Jahre lang leitete er als Hauptmann die Geschicke der Kompa-

nie. 2013 wurde er aufgrund seiner lang- jährigen Verdienste zum Ehrenhauptmann ernannt. Allzu früh im 72. Lebensjahr wurde er abberufen. Es war ihm aber noch gegönnt, die Geschichte der GSK Flints- bach, ein Werk mit über 700 Seiten, fertig zustellen. Mit einem Salut verabschiedeten sich seine Schützenkameraden. n

bach, ein Werk mit über 700 Seiten, fertig zustellen. Mit einem Salut verabschiedeten sich seine Schützenkameraden.

„Braucht es Schützen im südlichen Tirol?“

„Braucht es Schützen im südlichen Tirol?“ Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 1 9

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN

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Tirol?“ Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 1 9 Schlanders von Arno Rainer Warum es die Schützen

Schlanders

von Arno Rainer

Warum es die Schützen in Südtirol braucht

Braucht es die Schützen in Südtirol überhaupt noch? Wir leben heute schließlich in einer guten Zeit: Wir haben einen gewissen materiellen Wohlstand. Wir haben eine hohe Lebenserwartung. Wir haben die Möglichkeit, unser Leben frei zu gestalten. Wir haben so vieles, wovon unsere Landsleute früher nur träumen konnten. Als militärische Landesverteidiger braucht es die Schüt- zen sowieso nicht mehr. Diese Zeiten sind längst vorbei. In ganz Europa herrscht Frieden. Sind die Schützen in Südtirol also unnütz? Braucht es sie nicht mehr? Sollten sie lieber still sein und Ruhe geben? Ganz so einfach ist es nicht: Denn wir leben heute auch in einer unguten Zeit. Alles wird nur noch in Geld bemessen. Nur der materielle Wohlstand zählt. Sprache und Kultur werden dafür nur allzu oft leichtfertig geopfert. Immer wieder wird unser schönes Südtirol nach außen als Teil von „Bella Italia“ vermarktet. Es ist leider so: Wir Südtiroler verkaufen uns oft selber. Wichtige Errungenschaften des Südtiroler Autonomiestatutes werden heute wieder in Frage gestellt. Denken wir nur an den Proporz, den viele schon wieder abschaffen wollen, noch bevor ihn der Staat jemals ernsthaft eingehalten hätte. Der Proporz hat uns Frieden und Wohlstand gebracht. Das sollten wir nie vergessen! Oder denken wir an unsere Deutsche Schule und den muttersprachlichen Unterricht: Immer weniger Deutschstun- den, immer früher und immer mehr Stunden auf Italienisch, immer mehr CLIL-Unterricht (Sach- und Fachunterricht in der Fremd- sprache). Und all das, obwohl die italienische Schule seit Jahren beweist, dass CLIL & Co. die Kenntnisse der Fremdsprache nicht verbessern. Wo soll das noch hinführen? Wollen wir eines Tages enden wie im Elsass oder in Aosta? Ich habe ganz sicher nichts ge- gen gute Kenntnisse der Fremdsprache: Ganz im Gegenteil! Ich bin davon überzeugt, dass unsere Kinder sehr gute Italienischkenntnis- se brauchen und auch ein Recht darauf haben, diese Fremdsprache wirklich gut zu erlernen. Wenn aber unsere Schüler bis zum Ende der Mittelschule (8. Schulstufe) 1.100 Stunden Italienischunterricht haben und bis zur Matura (13. Schulstufe) sogar auf 1.700 Stunden Italienischunterricht kommen und dann die Sprache immer noch nicht beherrschen, dann muss man die Methoden ändern und nicht die Anzahl der Stunden immer weiter erhöhen. Wenn die Schüler die englische Sprache mit deutlich weniger Unterrichtsstunden in kürzerer Zeit weit besser erlernen, dann kann nicht die Anzahl der Stunden ausschlaggebend sein. Und noch etwas zum Thema Sprache und Schule: Wie soll denn das funktionieren, wenn in Bozen und Meran in manchen deutschen Kindergartengruppen und deutschen Schulklassen deutlich mehr als die Hälfte der Kinder zu Hause gar kein Deutsch spricht? Altes Unrecht besteht noch immer und wird mittlerweile schon als selbst- verständlich hingenommen: Denken wir nur an die Ortsnamen und an die Protestaktion der Schützen Mitte August. Heute müssen sich diejenigen rechtfertigen, die die historischen Ortsnamen wieder amtlich machen wollen; diejenigen, die die aufgezwungenen, falschen Ortsnamen aus der Zeit des Faschismus beseitigen wollen. Eigentlich sollte es umgekehrt sein! Diejenigen sollten sich recht- fertigen müssen, die die faschistischen Ortsnamen noch immer verteidigen. Mir ist schon klar, dass man geschehenes Unrecht nicht ungeschehen machen kann: Aber man kann sich entschuldigen und es wieder gutmachen! Es gibt weltweit und auch in Europa, ja selbst in Italien genügend Beispiele, wo historische Ortsnamen wieder

amtlich eingeführt wurden und aufgezwungene Ortsnamen abge- schafft wurden. Warum nicht auch in Südtirol? Ist Ettore Tolomei, der Erfinder der falschen italienischen Ortsnamen, noch immer so stark? Oder liegt es an uns? Müssten wir hier einfach viel mehr Druck machen? Zentrale Bestimmungen des Südtiroler Autono- miestatutes sind noch immer nicht voll umgesetzt. Denken wir nur an die rechtliche Stellung der deutschen Sprache: Seit dem Autono- miestatut von 1972 sind Deutsch und Italienisch als Amtssprachen in Südtirol offiziell gleichgestellt. Seit 1976 gibt es die Zweisprachig- keitsprüfungen für die Aufnahme in den öffentlichen Dienst. Man möchte meinen, dass nach weit über 40, ja bald 50 Jahren Zweispra- chigkeitspflicht die gesamte öffentliche Verwaltung, auch die staatli- che, im Stande sein müsste, allen Bürgern in ihrer Muttersprache zu begegnen. Und doch ist dem nicht so! Wohl jedem Südtiroler dürfte es schon einmal passiert sein, dass er auf irgendeinem öffentlichen Amt, bei der Polizei, den Carabinieri (Militärpolizei), den Finan- zern (Finanzpolizei) oder im Krankenhaus italienisch reden musste, weil er mit deutsch einfach nicht weitergekommen ist. Und ich habe den Eindruck, dass es in den letzten Jahren sogar schlimmer geworden ist. Die zunehmende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung trägt einiges dazu bei. Online geht ja ohne italienisch bald gar nichts mehr. Bei den staatlichen Organen hat das altbekannte „Parli italiano, siamo in Italia!“ („Sprechen Sie italienisch, wir sind in Italien!“) ja schon traurige Tradition. Aber, dass es in unseren eigenen, vom Land Südtirol geführten Krankenhäusern immer mehr, inzwischen sind es mehrere hundert (!), ich betone: mehrere hundert Ärzte und Pfleger gibt, die kein einziges Wort deutsch sprechen, das schlägt dem Fass den Boden aus! Das darf nicht sein! Hier geht es schließlich um das Leben und die Gesundheit von uns allen! Es ist höchste Zeit die alten Probleme zu lösen und auf die neuen Heraus- forderungen zu reagieren. Wir dürfen uns hier nicht allein auf die Politiker verlassen. Viele denken sich: „Die Politiker werden schon wissen, was sie tun.“ Nein! Dazu sind diese Themen zu wichtig! Es geht schließlich um unsere Zukunft und um die Zukunft unserer Kinder! Und genau deshalb braucht es die Schützen in Südtirol:

Es braucht Frauen und Männer, die sich trauen, Probleme beim Namen zu nennen. Es braucht Leute, die bereit sind, sich für etwas einzusetzen und auch einmal gegen den Strom zu schwimmen. Es braucht aufrechte Tiroler, die weiterhin Widerstand leisten. Es braucht die Schützen in Südtirol immer noch! n

Es braucht die Schützen in Südtirol immer noch! n zur Hochzeit Aus unseren Reihen sind den

zur Hochzeit

Aus unseren Reihen sind den Bund der Ehe eingegangen:

SCHWOICH: Die SK Schwoich gratulierte am 27. Juli 2019 mit einer Ehrensalve zur Hochzeit ihrer Marketenderin Christiane und ihrer Frau Jacqueline.

ACHENKIRCH: Bereits am 25. Mai konnte unser Viertel,- Ba- taillons- und Kompanie-Jungschützenbetreuer Mario Moser seine Nicole heiraten.

ARZL: Am 17. bzw. am 24. August 2019 ist die SK Arzl zur Hoch- zeit ihrer Marketenderin Romana mit Alexander ausgerückt.

20 Wir gratulieren … N° 5 | Oktober 2019

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Wir gratulieren …

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20 Wir gratulieren … N° 5 | Oktober 2019 Dölsach Fahnenpatin Anna Mair – 90 Unsere

Dölsach

Fahnenpatin Anna Mair – 90

Unsere Fahnenpatin und Ehrenkranzträgerin Anna Mair hat ihren 90. Geburtstag gefeiert. Eine Vorstandsabordnung hat Anna Mair besucht und nebst Geschenkskorb auch die Mar- garethen-Medaille mitgebracht. Fähnrich Helmuth Gütl überreichte ihr seinen Hutschmuck mit den besten Glückwünschen. n

ihr seinen Hutschmuck mit den besten Glückwünschen. n St. Andrä Bundes-Mark.-Betreuerin a.D. Marianne Posch –
ihr seinen Hutschmuck mit den besten Glückwünschen. n St. Andrä Bundes-Mark.-Betreuerin a.D. Marianne Posch –

St. Andrä

Bundes-Mark.-Betreuerin a.D. Marianne Posch – 80

Am 6. Juli feierte die langjährige Bundesbetreuerin der Marketenderinnen des SSB Marian- ne Posch ihren 80. Geburtstag. Dazu lud sie die Kommandantschaft der SK Rofreit ein, bei der sie seit deren Gründung im Jahre 1999 Fahnenpatin ist. Gratulation kam auch von der SK St. Andrä, vom Schützenbezirk Brixen und dem SSB, vertreten durch EMjr Sepp Kaser. Marianne war von 1984 bis 1987 Bezirksbetreuerin der Marketenderinnen und von 1987 bis 1996 Bundesbetreuerin, wofür sie die Verdienstmedaille des Landes Tirol erhielt. Wir wünschen ihr weiterhin viel Gesundheit und Freude bei den Bauernsenioren, bei denen sie sich rege einbringt. n

den Bauernsenioren, bei denen sie sich rege einbringt. n Geschenkübergabe durch den Kompaniehauptmann LKdt. Enzo

Geschenkübergabe durch den Kompaniehauptmann LKdt. Enzo Cestari an die Jubilarin (Bildmitte).

LKdt. Enzo Cestari an die Jubilarin (Bildmitte). Göflan Oswald Astfäller – 90 Der Gründervater und

Göflan

Oswald Astfäller – 90

Der Gründervater und Ehrenleutnant der SK Göflan Oswald Astfäller ist voriges Jahr 90 geworden. 2019 hat er die 60-Jahr- Medaille erhalten. n

90 geworden. 2019 hat er die 60-Jahr- Medaille erhalten. n Gummer EHptm. Toni Tutzer – 80

Gummer

EHptm. Toni Tutzer – 80

Am Herz-Jesu-Sonntag, den 30. Juni 2019 gratulierte die vollzählig angetretene SK Gummer ihrem EHptm. Toni Tutzer zu seinem 80. Geburtstag. Hptm. Karl Schrof- fenegger überreichte ihm zu diesem Anlass eine vom Künstler Karl Vieider angefer- tigte Schützenscheibe. Der Hauptmann bedankte sich beim Jubilar für seine vor- bildliche Tätigkeit in der Kompanie und wünschte ihm besonders Gesundheit und noch viele aktive Jahre bei den Schützen. n

Gesundheit und noch viele aktive Jahre bei den Schützen. n Tulfes EHptm. Josef Reichler – 80
Gesundheit und noch viele aktive Jahre bei den Schützen. n Tulfes EHptm. Josef Reichler – 80

Tulfes

EHptm. Josef Reichler – 80

Einen besonderen Grund zum Feiern gab es im Juli für die Tulfer SK, feierte doch Ehrenhauptmann Josef Reichler mit seinen Schützen den 80. Geburtstag. Über 30 Jahre lang, von 1971 bis 2001, stand er als Hauptmann der Tulfer Schützenkompanie vor, nachdem er als Jungschütze, Fähn- rich, Oberleutnant und Obmann gewirkt hatte. Durch seine langjährige Tätigkeit im

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Vorstand der Kompanie, seine gesellige Art und seinen hundert- prozentigen Einsatz um das Tulfer und das Tiroler Schützenwesen hat er sich längst einen unverzichtbaren Platz in der Kompanie, im Schützenbezirk Hall und bei der Bundesleitung gesichert. Auf- grund seiner Verdienste und seiner zahlreichen Aktivitäten für das Schützenwesen hatte ihn die SK Tulfes 2002 zum Ehrenhaupt- mann ernannt. Zu dieser Geburtstagsfeier im Schützenheim, auf Wunsch von Josef Reichler in kleiner Runde, kamen auch Bez.- Kommandant Mjr. Kurt Mayr, sein Stellvertreter Hptm. Florian Kiechl und Sfr. Philipp Weiler vom Schützenbezirk Hall, wo Josef Reichler Ehrenmitglied ist. n

Hall, wo Josef Reichler Ehrenmitglied ist. n Nals Lorenz Mair – 70 Am 10. August 2019
Hall, wo Josef Reichler Ehrenmitglied ist. n Nals Lorenz Mair – 70 Am 10. August 2019

Nals

Lorenz Mair – 70

Am 10. August 2019 konnte die SK Nals ihrem ehemaligen Haupt- mann Lorenz Mair zu einem runden Geburtstag gratulieren. Eine Abordnung der Schützenkompanie überbrachte ihm frühmorgens eine Torte und die Glückwünsche der gesamten Kompanie zu seinem 70. Geburtstag. n

der gesamten Kompanie zu seinem 70. Geburtstag. n Achenkirch Hptm. Franz Kronberger – 70 Am 14.
der gesamten Kompanie zu seinem 70. Geburtstag. n Achenkirch Hptm. Franz Kronberger – 70 Am 14.

Achenkirch

Hptm. Franz Kronberger – 70

Am 14. Juli 2019 durfte die Aschbacher SK ihrem Hauptmann Franz Kronberger zum 70. Geburtstag gratulieren. Diese Feier wurde mit einer Ehrensalve an seinem Privathaus begonnen und mit einem Kameradschaftsabend beim Fischerwirt beendet. Zur Gratulation waren Abordnungen von zahlreichen Vereinen anwesend. Die Ge- birgsschützen aus Tegernsee, der Reservisten-Kameradschaftsbund

aus Sulzfeld, eine Abordnung des Baon-Vorstandes Schwaz, der Feuerwehr Achenkirch, des Seniorenbundes Achenkirch, des Stock- schützenvereines sowie unsere Ehrenkranzträgerin Maria Jaud, Bgm. Karl Moser und Fahnenpatin Brigitte Moser. Umrahmt wurde diese Feier von einer Bläsergruppe der Bundesmusikkapelle Achenkirch. n

einer Bläsergruppe der Bundesmusikkapelle Achenkirch. n Strass Fähnrich Jakob Fischler – 60 Die SK Strass
einer Bläsergruppe der Bundesmusikkapelle Achenkirch. n Strass Fähnrich Jakob Fischler – 60 Die SK Strass

Strass

Fähnrich Jakob Fischler – 60

Die SK Strass gratuliert ihrem langjährigen Schützen und Fähnrich der „Herz-Jesu-Fahne“ Jakob Fischler recht herzlich zu seinem 60. Geburtstag! Er wurde bereits für seine langjährige Mitgliedschaft sowie die Obmannschaft ausgezeichnet. Ebenso übt er auch die Funktion als Maria-Brettfall-Beauftragter seitens der Strasser Schützen mit viel Einsatz aus. n

seitens der Strasser Schützen mit viel Einsatz aus. n Foto Hannes Leitner Hall Hptm. Dr. Christian

Foto Hannes Leitner

Schützen mit viel Einsatz aus. n Foto Hannes Leitner Hall Hptm. Dr. Christian Visinteiner – 60

Hall

Hptm. Dr. Christian Visinteiner – 60

Am 19. Juli gab es für die Speckbacher SK Hall wieder einen be- sonderen Anlass zum Ausrücken – Hptm. Dr. Christian Visinteiner feierte seinen 60. Geburtstag. Die Kompanie marschierte trotz der Urlaubszeit zahlreich auf, um dem Jubilar zu gratulieren. Nach der Meldung durch Oberleutnant Gerhard Plunser folgte die Ehren- salve und es wurden die Glückwünsche der Kompanie überbracht. Nachdem mit einem Zirbenschnapserl angestoßen worden war, staunte das Geburtstagskind nicht schlecht, als er das Geschenk seiner Kompanie auspackte: Neben einem Wellnessgutschein be- kam er einen neuen Säbel mit persönlicher Gravur! Diesen konnte er natürlich gleich bei einer weiteren Salve testen. Anschließend wurde gemeinsam mit den geladenen Gästen im Schützenheim bis zu späterer Stunde gefeiert. n

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Aus den KOMPANIEN …

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2 2 Aus den KOMPANIEN … N° 5 | Oktober 2019 Innsbruck von Franziska Jenewein Vereinsfit.Tirol

Innsbruck

von Franziska Jenewein

Vereinsfit.Tirol Leiten, Organisieren, Motivieren in Theorie und Praxis

Leiten, Organisieren, Motivieren in Theorie und Praxis Die erfolgreiche Führung eines Vereins erfordert eine
Leiten, Organisieren, Motivieren in Theorie und Praxis Die erfolgreiche Führung eines Vereins erfordert eine
Leiten, Organisieren, Motivieren in Theorie und Praxis Die erfolgreiche Führung eines Vereins erfordert eine

Die erfolgreiche Führung eines Vereins erfordert eine Fülle von Kompetenzen. Neben den rein fachlich-inhaltlichen Fähigkeiten der Vereinsverantwortlichen sind umfangreiche Kenntnisse für den organisatorischen und wirtschaftlichen Erfolg notwendig. Projekte, Feste und Feiern müssen geplant, organisiert und durchgeführt werden. Die Finanzen müssen stimmen, ein komplexes Vereinsge- setz muss beachtet werden, die Vereinsmitglieder müssen motiviert sein; schlussendlich benötigt man gute rhetorische Fähigkeiten und soziale Kompetenz. Diese Themen betreffen alle Funktionäre und Funktionärinnen, unabhängig von der jeweiligen inhaltlich-fachli- chen Ausrichtung des konkreten Vereins. Auf diese Weise entste- hen Synergien und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Deshalb gehen unter der Schirmherrschaft des Traditionsforums Tirol der Blasmusikverband Tirol, der Bund der Tiroler Schützenkompa- nien, der Tiroler Landestrachtenverband, der Tiroler Sängerbund und der Volksmusikverein seit 2018 einen gemeinsamen Weg. In Form von 10 Basismodulen wird die gemeinsame Aus- und Fort- bildungsreihe „Vereinsfit.Tirol“ angeboten. Die Module sprechen diverse Zielgruppen (Obleute, Kassiere/Kassierinnen, Schriftführer/ Schriftführerinnen, weitere Funktionäre/Funktionärinnen) an und werden innerhalb eines Jahres je einmal angeboten. Bestimmte Module können auch in Südtirol besucht werden. Jedes Modul ist in sich abgeschlossen und kann einzeln besucht werden. Wurden von einem Teilnehmer/einer Teilnehmerin alle Basismodule besucht, so erhält dieser/diese ein Zertifikat. Ergänzt werden die Basismodule durch sogenannte Wahlmodule, die aktuelle und relevante Zu- satzthemen abdecken und zeitgerechte Impulse und Denkanstöße bieten. Die Verantwortlichen der genannten Dachverbände sind sicher, dass neben der fachlichen Fortbildung das Zusammentreffen und gemeinsame Arbeiten der Funktionäre und Funktionärinnen aus den Verbänden viele wertvolle Impulse für ein gemeinsames Miteinander beinhalten wird!

Basis- und Wahlmodule 9. November 2019, 9:00 – 12:00 Uhr Verein: Recht, Steuern und Finanzen
Basis- und Wahlmodule
9. November 2019, 9:00 – 12:00 Uhr
Verein: Recht, Steuern
und Finanzen
Martin Krumschnabel & Helmut Schuchter
9. November 2019, 13:00 – 16:00 Uhr
Digitale Vereinsverwaltung mit Dropbox, WhatsApp, Facebook und Co
Alfred Gunsch
23. November 2019, 9:00 – 12:00 Uhr
Rhetorik: Begrüßung
– Die
gute Rede – Moderation
Peter Kostner
23. November 2019, 13:00 – 16:00 Uhr
Wahlmodul: Die Praxis des Sprechens – Workshop
Peter Kostner & Joch Weißbacher
18. Januar 2020, 9:00 – 12:00 Uhr
Motivieren und Wertschätzen
Sabina Frei
18. Januar
2020, 13:00 – 16:00 Uhr
Präsentieren – Faszinieren – Überzeugen
Sabina Frei
15. Februar 2020, 9:00 – 12:00 Uhr
Mit Verantwortung führen
Peter Mörwald
15. Februar 2020, 13:00 – 16:00 Uhr
Festkultur & Protokoll
Thomas Saurer
21. März 2020, 9:00 – 12:00 Uhr
Veranstaltungen: Recht, Steuer und AKM
Martin Krumschnabel & Helmut Schuchter
21. März 2020, 13:00
– 16:00 Uhr
Projektplanung – Veranstaltungsmanagement – Sponsoring
Peter Mörwald
25. April 2020, 9:00 – 12:00 Uhr
Öffentlichkeitsarbeit
Judith Haaser
25. April 2020, 13:00
– 16:00 Uhr
Wahlmodul: Website,
Social Media und Applikationen
Patricia Köll
3. Oktober 2020, 9:00 – 12:00 Uhr
Wahlmodul:
Regionalität, Nachhaltigkeit und
Umweltschutz für Vereine (GREEN EVENTS TIROL)
Gerald Flöck & Stephanie
Rauscher
3. Oktober 2020, 13:00 – 16:00 Uhr
Wahlmodul: Foto-Workshop inkl. grafische Grundlagen
Roland De Francesco
7. November 2020, 9:00 – 12:00 Uhr
Wahlmodul: Vereinschronik
ARGE Tiroler ChronistInnen
7. November 2020, 13:00 – 16:00 Uhr
Wahlmodul: Die Tracht im Dialog
Andrea Aschauer & Helene Mayr
Aufbau des Lehrgangs

- Unabhängige Module

- Teilnahmebestätigung für jedes Modul

- Zertifikat nach Absolvierung aller Basismodule

Anmeldung/Information: Online Anmeldung über die Website des Blasmusikverbandes Tirol www.blasmusik.tirol Teilnehmerbeitrag: € 25,00 pro Modul Veranstaltungsort: Haus der Musik Innsbruck, 2. Stock, Bespre- chungsraum der Vereine Universitätsstraße 1, 6020 Innsbruck n

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Gries

von Thomas Saurer

60 und kein bisschen leise – Salut zum 60-Jahr-Jubiläum

Die SK Gries im Sellrain feiert heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Allen Grund zur Freude hatten die Mitglieder dieser Sonnenburger Schützenkompanie eben- so wie Josef Wegscheider als noch einzig lebendes Gründungsmitglied und rund 250 Trachtenträgerinnen und -träger, die am vergangenen Samstag zur Jubiläumsfeier in das Sellraintal gekommen waren. Abordnungen des Schützenbataillons Sonnenburg, befreundete Kompanien und ranghohe Schützenvertreter waren ebenso gekommen wie die Bürgermeister des Sellraintales, um die Grieser Schützen gebührend zu feiern. Seinerzeit, am 10. Juni 1959, war die Kompanie mit „nur“ 17 Mit- gliedern gegründet worden. Ein Mitglied von damals ist noch immer aktiver Schütze der Grieser Kompanie und rückt nach wie vor mit seinen Schützenkameraden und Marketenderinnen aus: Josef Wegscheider. Vor 60 Jahren war er gemeinsam mit den Gründungsinitiatoren Franz Pramstaller, Gilbert Kapferer und Toni Holzer „prägend tätig und für alle Mitglieder der Kompanie Vorbild des Sellraintaler Schützenwesens“, wie Obmann Hansjörg Kirchebner festhal-

Schützenwesens“, wie Obmann Hansjörg Kirchebner festhal- Die Ehrenkompanie stellte die SK Sellrain unter Hptm.

Die Ehrenkompanie stellte die SK Sellrain unter Hptm. Manfred Haselwanter, der mit seinen exakten Salven auch Bürgermeister und Klubobmann Georg Dornauer vollends zufriedenstellte.

ten konnte. Gries’ Bürgermeister Martin Haselwanter dankte den Schützen seiner Heimatgemeinde für das vielschichtige und ehrenamtliche Engagement im Dorf. Und Pfarrer Karol Lazik nahm in seiner

„Schützenpredigt“ Bezug auf die Grundsät- ze der Schützen und unterstrich damit die Wertigkeit der Schützen für das Dorfleben, besonders das Erfüllen vieler kirchlicher Aufgaben. n

besonders das Erfüllen vieler kirchlicher Aufgaben. n Kufstein von Alexander Rossmair Fortbestand in Kufstein

Kufstein

von Alexander Rossmair

Fortbestand in Kufstein gesichert

Nachdem im April die bisherige Führung der SK Kufstein größ- tenteils zurückgetreten war, arbeitete man vereinsintern mit der Vorstehung der Schützengilde Kufstein an einer Lösung, um den Fortbestand der Kompanie zu garantieren. Schließlich wurde nach längerer Vorbereitung für 5. Juli eine außerordentliche Kompanie- hauptversammlung einberufen. Unter der Leitung von Bezirksober- schützenmeister und Leutnant der Kompanie Mag. Hannes Bodner wurde die Neuwahl durchgeführt. Das Ergebnis der Wahl: Stefan Kofler wurde zum Hauptmann, Stefan Fluckinger zum Oberleut- nant und Michael Tusch zum Leutnant gewählt. Alle drei Kandida- ten erhielten bei der Wahl 100% der Stimmen. n

V.l.: BOSM Lt. Mag. Hannes Bodner, Hptm. Stefan Kofler, Olt. Stefan

Fluckinger, Lt. Michael Tusch und OSM Josef Daxerer

Foto: Rossmair

Lt. Michael Tusch und OSM Josef Daxerer Foto: Rossmair Innsbruck von Hans Gregoritsch Übergabe der Ehrenscheibe
Lt. Michael Tusch und OSM Josef Daxerer Foto: Rossmair Innsbruck von Hans Gregoritsch Übergabe der Ehrenscheibe

Innsbruck

von Hans Gregoritsch

Übergabe der Ehrenscheibe an Bgm. Georg Willi

Baon-Kdt. Mjr. Helmuth Paolazzi und die drei Erstplatzierten der Ehrenscheibe des 45. Baon-Königsketten-Schießens überreichten dem Bürgermeister Georg Willi die von ihm gespendete Ehren- scheibe. Danach wurden alle zu einem Getränk in der Nachbar- schaft eingeladen. n

V.l. Olt. Ernst Markt SK Inzing (2. Platz), Baon-Kdt. Mjr. Helmuth Paolazzi, Bgm. Georg Willi, Klubobmann Christoph Appler (3. Platz) und Hptm. Heinrich Puelacher von der SK Arzl (1. Platz).

Bgm. Georg Willi, Klubobmann Christoph Appler (3. Platz) und Hptm. Heinrich Puelacher von der SK Arzl
Fahnenpatenschaft in Gedenken an Harald Oberhofer – dessen Lebensmittelpunkt die Berge und die Schützengemeinschaft

Fahnenpatenschaft in Gedenken an Harald Oberhofer – dessen Lebensmittelpunkt die Berge und die Schützengemeinschaft waren.

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waren. N° 5 | Oktober 2019 2 4 Aus den KOMPANIEN … Meran von Kornelia des

Meran

von Kornelia des Dorides

60. Wiedergründungsjubiläum der SK Meran

Die SK Meran feierte am 8. September 2019 das 60. Jubiläum der Wiedergründung. 1959 war die Zeit für eine Wiedergründung der SK Meran gekommen. Im Gasthof „Gol- dene Rose“ unter den Lauben trafen sich die mutigen Männer der ersten Stunde am 8. Dezember 1959. Nun – 60 Jahre danach – können die Schützen mit Stolz auf eine alte Tradition zurückblicken und sich mit vielen ehrenamtlichen und neuen Aufgaben beschäftigen. Heute kämpfen die Schützen mit friedlichen Mitteln für die Erhaltung der Tiroler Kultur, der Tiroler Traditionen und für die überlieferten Werte der Väter; weiters für den Erhalt der Sprache, der Sit- ten und Gebräuche. Mit Stolz beging daher die SK Meran ihr Jubiläumsfest, an dem Schützenabordnungen aus dem Burggra- fenamt, die Partnerkompanie aus Inns- bruck/Wilten mit ihrem Hptm. Alexander Mummert, aus Tesino/Suganatal, Abord- nungen des Erzherzog-Rainer-Regiments und der Prangerschützen aus Salzburg und Liefering sowie der BGSK Endorf im Chiemgau teilnahmen. Schlechte Witterung verlangte dem Hptm. der Jubelkompanie Meran Lukas Prezzi einiges an Programm- änderung und Improvisation ab. Eine gemischte Formation aus Talkompanien vom Bezirk Burggrafenamt /Passeier unter dem Kommando von Hptm. Thomas Egger (SK Schenna) bildete die Ehrenkompanie. Nach der Aufstellung am Meraner Pfarr- platz marschierten die Schützen – begleitet von der Stadtmusikkapelle Meran – zur Stadtpfarrkirche St. Nikolaus zum Fest- gottesdienst, den Pater Martin Steiner OT. zelebrierte. Zu gegebenem Anlass wurde die neue Batik-Kompaniefahne durch Pater

Anlass wurde die neue Batik-Kompaniefahne durch Pater Kirchgang der Jubelkompanie SSKM Martin geweiht, deren

Kirchgang der Jubelkompanie SSKM

Martin geweiht, deren Patenschaft Patrizia Innerhofer, Gattin des am 17. Juli 2016 beim Bergsteigen tödlich verunglückten Olt. der SK Meran Harald Oberhofer und Enkelin des Freiheitskämpfers Sepp Inner- hofer, übernommen hatte. „Gerne überneh- me ich diese Patenschaft im Gedenken an Harald, dessen Lebensmittelpunkt die Berge und die Schützengemeinschaft waren“ – betonte Patrizia in ihrer Ansprache. Beim anschließenden Festakt im Nikolaussaal wurde die 50-jährige Partnerschaft mit der SK Wilten hervorgehoben. Mjr. Andreas Raass, Viertelkdt. Tirol Mitte, hielt dabei die Festrede. In Gedenken an die verstorbenen Kame- raden der SK Meran wurden von Lt. Peter Pfeifer die Namen der Schützen verlesen, die im Laufe der vergangenen 60 Jahre die Kompanie verlassen haben. Im Namen der

Stadtgemeinde Meran überbrachte Stadtrat Stefan Frötscher herzliche Glückwünsche zum 60-jährigen Wiedergründungsju- biläum, er betonte das wertvolle Wirken der Schützen in der Passerstadt im Sinne der Bewahrung des Tirolertums und des Heimatbewusstseins. Ein besonderer Dank mit entsprechender Würdigung für gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde ging an den früheren Hptm. Renato des Dorides. Hptm. Alex Mummert von der SK Wilten überbrachte Glückwünsche an die Jubel- kompanie mit einem Geschenk für das Schützenheim der SK Meran. Es folgten Ehrungen für langjährige Zugehörigkei- ten mehrerer Kompaniemitglieder. (Siehe detaillierte Namensauflistung auf Rücksei- te). n

ten mehrerer Kompaniemitglieder. (Siehe detaillierte Namensauflistung auf Rücksei- te). n Langzeitehrungen der SK Meran

Langzeitehrungen der SK Meran

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N° 5 | Oktober 2019 Aus den KOMPANIEN … 2 5 Natz von Joachim Unterholzner 60-jähriges

Natz

von Joachim Unterholzner

60-jähriges Wiedergründungsfest der SK Alte Pfarre Natz

Am 10. und 11. August feierte die SK Alte Pfarre Natz das Jubiläum der 60-jährigen Wiedergründung. Die Feierlichkeiten wurden gemeinsam mit der Natzner Böhmischen ausgerichtet, welche ihr 30-jähriges Bestehen feierte. Beim Fest- akt am Samstag bildete die SK Alte Pfarre Natz gemeinsam mit der Partnerkompanie Igls-Vill die Ehrenformation. Nach kurzem Gebet durch den Pfarrer Christian Bräu- nig und den Ansprachen der Ehrengäste (darunter der Alt-LH Luis Durnwalder und BM Alexander Überbacher) bildete eine Schieß- bzw. Musikaufführung den Höhepunkt. Einige auserwählte Schützen, Musikanten und Ehrengäste schossen auf eine Schießscheibe. Die Musikkapelle Natz reagierte unmittelbar auf das Ergebnis des jeweiligen Schützen, indem es die gespielten Märsche stark oder schwach rhythmisierte. Die Ehrenurkunden der vier noch lebenden Gründungsmitglieder Johann Auer, Anton Klement, Matthias Plangger und Johann

Johann Auer, Anton Klement, Matthias Plangger und Johann (Josef) Thaler wurden vorgelesen. Nach dem Abmarsch zum

(Josef) Thaler wurden vorgelesen. Nach dem Abmarsch zum Festplatz schloss der Abend mit Musik- und Tanzunterhaltung. Am Sonntag gab es nach der heiligen Messe

einen Frühschoppen am Festplatz mit der Brixner Böhmischen und den Fritzner Musikanten. n

mit der Brixner Böhmischen und den Fritzner Musikanten. n Pfalzen von Patrick Brugger 60 Jahre für

Pfalzen

von Patrick Brugger

60 Jahre für Volk und Heimat

Die SK Pfalzen wurde 1969 wiedergegrün- det. Von den Gründungsmitgliedern leben neben der damaligen Fahnenpatin Rosa Harrasser Bachmann noch Peter Hilber und Franz Rigo. So wurde am 15. Juni 2019 das 60-jährige Wiedergründungsjubiläum der SK Sichelburg gefeiert. Angereist waren zahlreiche Fahnenabordnungen aus dem Pustertal, die Partnerkompanie Söllhu- ben aus Bayern und die Ehrenkompanie Terlan „Gericht Neuhaus“. Hptm. Walter Unterpertinger konnte zahlreiche Ehren- gäste begrüßen: Ortspfarrer und Bezirks- kurat Michael Bachmann, Bürgermeister Josef Gatterer mit den Gemeinderäten, Bundesmarketenderin Manuela Lastei, Bez.-Mjr. Erich Mayr und Festredner Alt- LKdt. Elmar Thaler. Das Jubiläum begann mit einer Messfeier, die von Ortspfarrer Michael Bachmann zelebriert und von der Musikkapelle Pfalzen mitgestaltet wurde. Von der Ehrenkompanie Terlan unter dem Kommando von Hptm. Andreas Franzelin wurde nach dem Evangelium eine Ehren- salve für den Allerhöchsten abgefeuert. Mit den Grußworten von Bezirksmjr. Erich Mayr begann der weltliche Teil der

von Bezirksmjr. Erich Mayr begann der weltliche Teil der Feier. Er lobte die SK Sichelburg für

Feier. Er lobte die SK Sichelburg für ihre gute Jugendarbeit. Auch hätte sie stets eine tragende Rolle in verschiedenen Bezirkslei- tungen gespielt und verlässliche Personen entsandt. Bundesmarketenderin Manue- la Lastei überbrachte die Grußworte der Bundesleitung des SSB. Unter das Motto „Es isch Zeit – Für Volk und Heimat“ stellte

Alt-LKdt. Elmar Thaler seine mitreißende Festrede. Hätten sich die Sichelsburger Schützen doch bereits vor 10 Jahren diesen Leitspruch auf die (Schützen-) Fahne ge- schrieben! Zu den Klängen der Landeshym- ne erfolgte der Abmarsch der Formationen durch das Dorf zum Festplatz. n

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2 6 Aus den KOMPANIEN … N° 5 | Oktober 2019 Pinzolo von Hildegard Flor Die

Pinzolo

von Hildegard Flor

Die SK Rhendena besteht seit 25 Jahren

Zwischen historischem Gedenken, dem Misstrauen von Bevölkerung, Medien und Behörden und dem gegenwärtigen Wohl- wollen bewegt sich die Geschichte der

1994 wiedergegründeten SK Rhendena.

Die 25-Jahr-Feier fand vor der historischen St.-Vigilius-Kirche mit den berühmten

Totentanzfresken statt. EHptm. Silvano Capella erzählte die Geschichte der Kompa- nie. Ausgehend vom Landlibell von Kaiser Maximilian I. gab es drei Formationen im Rendenatal, welche die Aufgabe hatten, ihre Heimat vor jeglichen Angreifern zu schützen. Langsam reiften Anfang der 90er Jahre das Geschichtsbewusstsein und der Wunsch, wenigstens eine Kompanie wiederzugründen. Leicht gemacht wurde es den beherzten Männern nicht. Sie wurden belächelt und von der Staatsmacht kontrol-

liert. Es fanden sich aber auch Unterstützer für historische Nachforschungen und beim Aufbau der Kompanie. So erfolgte am 29. Mai 1994 die feierliche Wiedergründung.

1997 stellte die Gemeinde Caderzone Räu-

me für die Kompanie zur Verfügung. Die Mitgliederzahl hat sich auf 30 eingependelt. EHptm. Capella bat auch um eine Schwei-

auf 30 eingependelt. EHptm. Capella bat auch um eine Schwei- Ramsau i. Z. von Georg Huber

Ramsau i. Z.

von Georg Huber

bat auch um eine Schwei- Ramsau i. Z. von Georg Huber Die SK Rhendena feierte in

Die SK Rhendena feierte in Pinzolo ihr 25-jähriges Bestehen.

geminute für die bereits verstorbenen Kameraden. Nach der Kranzniederlegung zur Weise vom „Guten Kameraden“ und der Ehrensalve durch das Baon Judikarien unter dem Kommando von Dino Cerato folgten die Grußworte von Hptm. Vittorio Sartori, Bgm. Michele Cereghini, LHptm. Maurizio Fugatti, L.Präs. Walter Kaswalder, der Kam-

merabg. Diego Binelli, Bez.-Präs. Giorgio Butterini, Senator a.D. Franco Panizza und LKdt. Enzo Cestari. Die Feier fand mit der Messe in der Pfarrkirche, zelebriert von Pfarrer Flavio Girardini und Diakon Giampiero Morigi sowie dem Umzug mit Defilierung ihren Abschluss. n

Jüngste Kompanie des Reg. Zillertal feiert 25-jähriges Jubiläum

des Reg. Zillertal feiert 25-jähriges Jubiläum Foto: Franz Geachberg Hptm. Georg Huber begrüßte die

Foto: Franz Geachberg

Hptm. Georg Huber begrüßte die zahlrei- chen Ehrengäste. Nach den Grußworten begann Dekan Ignaz Steinwender mit der Feldmesse, welche von der BMK Ramsau feierlich umrahmt wurde. Ein Rückblick der

Aktivitäten der letzten 25 Jahre gibt Aus- kunft über ein aktives Schützenleben der Kompanie: vom Gründungsfest mit Fah- nenweihe am 19. Juni 1994, der Ausrückung zur ersten Prozession zum Seligen Engel-

bert Kolland am 10. Juli 1994, Ausrückun- gen zum großen Zapfenstreich in Innsbruck 1995, in Paris/Cantilly auf Einladung der Österreich-Werbung 1996, zur Eröffnung des Tiroler Hofes in Schlesien (Polen)1998,

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zum Tiroler Ball im Wiener Rathaus 2004, zur EXPO in Shanghai 2010, 150 Jahre Tirolerbund in Wien 2013, bis zur Festorganisation von „Ein Tal trägt Tracht“ zum gemeinsamen Zillertaler Schützen- Regimentstreffen und Bezirks-Blasmusikfest 2016 zusammen mit der Musikkapelle Ramsau, um hier nur einige zu nennen. Hptm. Georg Huber bedankte sich bei der Gemeinde sowie auch bei den Ramsauer Vereinen für die Zusammenarbeit der letzten Jahre. Ein Dankeschön ging auch an die Ramsauer Frauen, die mit

Ein Dankeschön ging auch an die Ramsauer Frauen, die mit Schlanders von Joachim Frank ihrem Blumenschmuck

Schlanders

von Joachim Frank

ihrem Blumenschmuck immer für einen festlichen Rahmen sorgen. Zum Jubiläum wurde das Fotobuch 25 Jahre SK Ramsau vorgestellt. Nach den Festreden der Ehrengäste folgten die Aufstellung vor dem Gemeindehaus zur Meldung an die Höchstanwesenden und die Frontabschreitung der Formationen. Mit gebührenden Salven für die Ehrengäste und Jubilare wurde der Festakt beendet. Im Anschluss hieß es abrücken zum gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Tipotsch. n

40 Jahre Partnerschaft SK Schlanders und SK St. Anton

Bei einem Treffen der Bezirke Vinschgau und Landeck hatten die beiden SK Schlanders und St. Anton am Arlberg Freundschaft geschlossen. Am 19. Mai 1979 wurde in Schlanders ein Kamerad- schaftsabend zwischen den Kompanien Schlanders und St. Anton am Arlberg organisiert. Damals ist die bis heute anhaltende Freundschaft zwischen den Kompanien unter den beiden Hptm. Wendelin Pfit- scher, Schlanders, und Norbert Alber, St. Anton, geboren. Höhepunkt war sicherlich eine gemeinsame Flugreise 1992 nach Madeira. 2009 ist es, auf Vorschlag des damaligen Schlanderser Hauptmannes und heutigen EHptm. Karl Pfitscher, gelungen, auch auf politischer Ebene eine offizielle Partnerschaft der beiden Gemeinden Schlanders und St. Anton zu schließen. Vor einigen Jahren hat man beschlossen, jedes Jahr einen gemeinsamen Kompanieausflug zu veranstalten. Dadurch kommen auch die jungen Kompaniemitglieder zusammen und es entstehen neue Freundschaften. Im Jahre 2014 stellten sich beide amtierenden Hauptleute nicht mehr der Wahl. In St. Anton wurde Christian Strolz zum neuen Hauptmann gewählt und in Schlanders Joachim Frank. Beide führen die Partnerschaft im Sinne ihrer Vorgänger weiter und versuchen sie noch auszubauen. In diesem Jahr feiert diese Partnerschaft ihr 40-jähriges Jubiläum. So wurde bei der 60-Jahr-Feier und Fahnenweihe der SK Schlanders am 16. Juni 2019 auch dieses besondere Jubiläum gebührend mitgefeiert. In beiden Kompanien arbeitet man aktiv an der Pflege der Partnerschaft und blickt zuversichtlich auf die Zukunft dieser Gesamttiroler Verbindung als gelebten Beitrag, Tirol und die Tiroler einander wieder ein Stück näherzubringen. n

die Tiroler einander wieder ein Stück näherzubringen. n St. Martin i.P. von Maria Pichler SK St.
die Tiroler einander wieder ein Stück näherzubringen. n St. Martin i.P. von Maria Pichler SK St.

St. Martin i.P.

von Maria Pichler

SK St. Martin in Passeier feiert 60-jähriges Gründungsjubiläum

Die SK St. Martin in Passeier hat am 3. August 2019 ihr 60-jähriges Wiedergrün- dungsjubiläum gefeiert. Das Jubiläumsfest stand im Zeichen der grenzüberschrei- tenden Freundschaft und Kameradschaft, „denn was Freundschaft im Herzen verbin- det, kann die Politik am Verhandlungstisch nicht trennen!“, betonte Hptm. Armin Oberprantacher in seiner Rede. „Wir feiern unsere bewegte Geschichte und unsere viel- versprechende Zukunft. Wir feiern unsere Mitglieder. Und wir feiern unsere langjäh- rige Partnerschaft mit den Schützen von Längenfeld in Tirol.“ Mit diesen Worten begrüßte Hptm. Armin Oberprantacher etwa 1.000 Schützen, Jungschützen und Marketenderinnen aus allen Landesteilen Tirols zum Festakt anlässlich des 60-jäh- rigen Wiedergründungsjubiläums der SK St. Martin in Passeier. Für die Schützen aus

der SK St. Martin in Passeier. Für die Schützen aus Ein farbenfrohes Bild gab der Dorfplatz

Ein farbenfrohes Bild gab der Dorfplatz von St. Martin in Passeier anlässlich des 60. Wiedergründungsjubiläums seiner Schützenkompanie

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dem Heimattal des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer stand die Jubiläumsfeier im Zeichen der Freundschaft und der Kamerad- schaft, zumal die Kompanie von St. Martin im nächsten Jahr das Alpenregionstreffen 2020 ausrichten wird. Pius Leitner: „Zivilcourage muss unsere Triebfeder sein“ Alt-LKdt. Pius Leitner spannte in seiner Festrede den Bogen von den Freiheitskriegen 1809 über die Großkundgebung von Sigmundskron 1957 bis zur aktuellen Politik. „Wie schaut es mit dem Willen zu Unabhängigkeit und Freiheit aus?“, stellte Leitner angesichts des Gedenktages anlässlich der Angliederung Südti- rols an Italien vor 100 Jahren im nächsten Jahr die Frage in den Raum. „Wäre es nicht angebracht, zu diesem Anlass den Willen der Südtiroler abzufragen, wie sie sich die politische Zukunft wirklich vorstellen?“, schlug Leitner vor. „Die Schützen sind nach wie vor das Gewissen unseres Landes. Eigenverantwortung und Zivilcourage müssen unsere Triebfedern sein“, appellierte der Alt-Landeskom- mandant nicht zuletzt. „Wo Zivilcourage beheimatet ist, braucht es keine Helden.“ Rosmarie Pamer: „Generalprobe für 2020“ „Das heutige Fest ist eine kleine Generalprobe für das Alpenre- gionstreffen 2020“, begrüßte die Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier die zahlreichen Schützen aus allen Landesteilen Tirols zum Jubiläumsfest. Die Bürgermeisterin erinnerte dabei an den geschichtsträchtigen Dorfplatz, der viel zu erzählen habe – vor allem aus der Zeit Andreas Hofers. Grußworte überbrachten auch der Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal Rupert Hosp, der Bezirks-Mjr. des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier Hannes Holzner und der Baon-Kdt. des Ötztales Toni Klocker. Ehrenkranz für tatkräftige Unterstützung „Ein solcher Jubeltag wie heute ist ein Tag, der uns helfen soll, da- rüber nachzudenken, wofür wir dankbar sein müssen“, unterstrich Schützenkurat Pater Christoph Waldner OT in seiner Festpredigt. Das 60-jährige Wiedergründungsjubiläum war für die SK St. Martin in Passeier daher Anlass, Christl Schmiedhammer Oberprantacher

Strass im Zillertal

Strass im Zillertal

von Hannes Leitner

Oberprantacher Strass im Zillertal von Hannes Leitner Die mit dem Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes

Die mit dem Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes Ausge- zeichneten Christl Schmiedhammer Oberprantacher und Annelies Unterthurner Prünster (v.l.) mit Hptm. Armin Oberprantacher (l.) und Laudator Hermann Pirpamer (r.)

und Annelies Unterthurner Prünster als Dank für ihre langjährige tatkräftige Unterstützung mit dem Ehrenkranz des SSB auszu- zeichnen. Nicht zuletzt gedachten die etwa 1.000 Schützen auf dem Dorfplatz von St. Martin ihrer verstorbenen Helden. „Brauchen wir heute noch Helden?“, stellte LKdt. Jürgen Wirth Anderlan in seiner Gedenkrede in den Raum. „Für unsere Heimat ist nicht die Politik zuständig, sondern wir selber: Heimat ist im Herzen“, unterstrich Wirth Anderlan. „Jeder Tiroler, der die Freizeit für die Heimat opfert, ist ein Held.“ Der abschließende Festumzug durch den historischen Ortskern war ein farbenfroher Vorgeschmack auf das Alpenregionstreffen vom 21. bis 24. Mai 2020 in St. Martin in Passeier, zu dem mehr als 10.000 Schützen, Jungschützen und Mar- ketenderinnen aus Bayern, Tirol, Südtirol und Welschtirol erwartet werden. n

Ehrung verdienter Persönlichkeiten der SK Strass

n Ehrung verdienter Persönlichkeiten der SK Strass Am Jakobisonntag wurde in der Gemeinde Strass im Zillertal

Am Jakobisonntag wurde in der Gemeinde Strass im Zillertal die Jakobiprozession mit großem Pfarrfest abgehalten. Einer der Höhepunkte an diesem feierlichen Tag war die Ehrung verdienter Persönlichkeiten für ihre langjährige Treue zur Kompanie durch den Vorstand sowie Bgm. Ing. Karl Eber- harter und Pfarrer Mag. Bernhard Kopp im Beisein der Bevölkerung von Strass im Zillertal. Ein besonderer Höhepunkt der Ehrungen war zweifelsohne jene von Willi Leitner und Ludwig Jäger für die 60-jährige Mitgliedschaft bei den Strasser Schützen. n

V.l. Baon-Marketenderin Magdalena Kaltenhauser, Bgm. Ing. Karl Eberharter, EHptm. Gerhard Mallaun, Willi Leitner, Josef Eberharter, Ludwig Jäger, Obm. Erwin Sprenger, Richard Hechenblaickner, Hubert Unterladstätter, Robert Knabl, Hptm. Andreas Eberharter, Pfarrer Mag. Bernhard Kopp und Marketenderin Tamara Hollaus.

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N° 5 | Oktober 2019 Aus den KOMPANIEN … 2 9 Thaur von Dominik Ebner Herz-Jesu-Feuer

Thaur

von Dominik Ebner

Herz-Jesu-Feuer der SK Thaur

Dank der zahlreichen Vereine und Freiwilli- gen wird das alte Brauchtum der Herz-Jesu- Feuer in ganz Tirol gelebt. Der Brauch geht auf das Jahr 1796 zurück. Tirol wurde 1796 mit Beginn der Napoleonischen Kriege in Kriegsbereitschaft versetzt. Abt Sebasti- an Stöckl schlug vor, das Land unter den göttlichen Beistand des „Heiligsten Herzen Jesu“ zu stellen. Durch das Entzünden der Signalfeuer erreichte der Landsturm einen hohen Zulauf an freiwilligen kriegstaugli- chen Männern. Dies führte dazu, dass die Tiroler mit Andreas Hofer die Franzosen und Bayern überraschend besiegt haben. Deshalb werden jedes Jahr am Samstag nach dem religiösen Herz-Jesu-Fest in Nordtirol Feuer entzündet, in Südtirol am Herz-Jesu-Sonntag. Auch die SK Thaur entzündete am 22. Juni ein Herz-Jesu- Feuer. Als Motiv wurde heuer ein Kreuz gewählt. In einer „Schotterreiße“ oberhalb der Thaurer Alm musste das ca. 90 m lange

oberhalb der Thaurer Alm musste das ca. 90 m lange und 40 m breite Kreuz abgesteckt

und 40 m breite Kreuz abgesteckt und in Form gebracht werden. Dank zahlreicher Helfer wurden die 240 Feuerstellen im Nu aufgelegt und konnten bei Eintreten der

Dämmerung auch entzündet werden. Somit konnten die Bewohner der umliegenden Dörfer das Herz-Jesu-Feuer bewundern. n

der umliegenden Dörfer das Herz-Jesu-Feuer bewundern. n Uttenheim von Patrick Brugger 60-Jahrfeier der SK Uttenheim

Uttenheim

von Patrick Brugger

60-Jahrfeier der SK Uttenheim

Uttenheim von Patrick Brugger 60-Jahrfeier der SK Uttenheim Am 18. Mai 2019 feierte die SK Uttenheim

Am 18. Mai 2019 feierte die SK Uttenheim ihr 60-jähriges Bestehen, gleichzeitig wurde das von der SK Uttenheim neu errichtete Hasenstöckl feierlich eingeweiht. Begleitet von der Musikkapelle Uttenheim, erfolgte nach der Frontabschreitung der Abmarsch

zum Hasenstöckl. Hptm. Hannes Astner konnte zahlreiche Schützen des Bezirkes Pustertal, die Schützenkompanien aus Imst und Laas und eine Abordnung der FF Uttenheim begrüßen. Das Hasenstöckl sei einst als Schutz vor Muren durch den

Schlöglbach erbaut worden, berichtete der Hauptmann und wurde jetzt von der SK Uttenheim unter Mithilfe zahlreicher Helfer und Sponsoren neu errichtet. In seiner Fest- rede überbrachte Alt-LKdt. Elmar Thaler die Grüße von LKdt. Jürgen Anderlan und der Bundesleitung, sie alle würden sich über eine sehr rührige Kompanie freuen. 100 Jahre nach Kriegsende sei das Tragen von Schützenwaffen für Kompanien aus dem Bundesland Tirol immer noch nicht erlaubt, mahnte der Obmann der SK Imst Lt. Rolf Krabichler an. Es folgte die Feldmesse, die Bezirkskurat Michael Bachmann zelebrier- te. Die Ehrensalve wurde von der Ehren- kompanie Taufers unter dem Kommando von Hptm. Rudi Oberhuber abgefeuert. In seiner Predigt wählte der Bezirkskurat den Vergleich: „Ein Baum ohne Wurzeln hat keinen Bestand, wenn Menschen nicht tief verwurzelt in Glauben, Hoffnung und Lie- be, Heimat und Traditionen leben.“ Nach- dem er das Stöckl gesegnet hatte, wurde die Feier mit der Landeshymne beendet. n

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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN

2019 3 0 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN Lienz von Georg Lobenwein Baon-Jungschützenlager Lienzer

Lienz

von Georg Lobenwein

Baon-Jungschützenlager Lienzer Talboden 2019

Vom 24. bis 27. Juli 2019 veranstaltete das Jungschützen-Baon Lienzer Talboden sein traditionelles Lager. Unter der Leitung von Franz Walder kamen 27 Jungmarketende- rinnen und Jungschützen über die Lienzer Bergbahnen auf die Leisacher Alm am Hochstein. Die Kinder hatten eine tolle Zeit in der Natur und lernten für vier Tage in der Natur die Besonderheit unserer Heimat kennen. Am nächtlichen Lagerfeuer wur- den Geschichten erzählt, es wurde gelacht und über unsere Heimat diskutiert. Am Tag waren Wasserspiele, Holzschnitzen und Kartenspielen angesagt. Ein großer Renner war „Stadt, Land, Fluss. Am Freitag besuch- te uns Pater Martin Ferner, der für uns eine Feldmesse zelebrierte. Am Abend organi- sierten die Kinder eine Geisterbahn, und außerdem erzählte Betreuer Eric Krautgas- ser eine kleine Gruselgeschichte. Zum krö-

Eric Krautgas- ser eine kleine Gruselgeschichte. Zum krö- Lüsen von Miriam Schwarzer Feldmesse unter der Leitung

Lüsen

von Miriam Schwarzer

Gruselgeschichte. Zum krö- Lüsen von Miriam Schwarzer Feldmesse unter der Leitung von Schützenkurat Pater Martin

Feldmesse unter der Leitung von Schützenkurat Pater Martin Ferner

nenden Abschluss durften die Kinder mit der Sommerrodelbahn ins Tal fahren, wo sie von ihren Eltern in Empfang genommen wurden. An dieser Stelle bedanken wir uns bei unseren Unterstützern, die uns die tol-

len Tage ermöglicht haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr! Möchtest auch du dabei sein? Dann melde dich einfach bei deiner Schützenkompanie an! n

Abenteuer Heimat – Erlebnis Lüsen

an! n Abenteuer Heimat – Erlebnis Lüsen Unter dem Motto „Abenteuer Heimat – Erlebnis Lüsen“

Unter dem Motto „Abenteuer Heimat – Erlebnis Lüsen“ kamen an die 130 Jung- schützen und Jungmarketenderinnen sowie deren Betreuer nach Lüsen im Eisacktal, um vom 8. bis 11. August vier abwechs- lungsreiche Tage zu erleben. Am Donners- tag wurden die Zelte und Schlafunterkünfte aufgebaut. Anschließend begrüßte Bundes- jugendreferent Kuno Huber die Teilnehmer, und die Lagerfahne wurde gehisst. Am Abend durften die Teilnehmer den Erzäh- lungen von Sepp Gostner lauschen. Am Freitag wurden die Kinder der ver- schiedenen Kompanien in zwei Gruppen aufgeteilt. Erstere machte sich auf zu einer Wanderung rund um Lüsen, begleitet von einem Ortsansässigen. Bestaunen durfte

man dabei das alte Sägewerk und die Müh- le. Die zweite Gruppe durfte ihr Wissen im Bereich Erste Hilfe erweitern. Freiwillige des Weißen Kreuzes zeigten den Kindern an verschiedenen Stationen lebensrettende Maßnahmen, und alle hörten gespannt zu. Anschließend mussten sie das Erlern- te in einem Wettbewerb umsetzten. Am Nachmittag wurden die Gruppen dann getauscht. Am Samstag war es endlich so weit: Die alljährige Wetten-dass-Show stand wieder an. Die Kinder, welche bereits zu Beginn des Zeltlagers in Gruppen eingeteilt worden waren, hatten die Aufgabe, sich am Vormit- tag eine kreative Wette einfallen zu lassen, um diese dann am Nachmittag vor einer

kritischen Jury vorzuführen. Die Kriteri- en waren Kreativität, Action, Spaßfaktor, Teamgeist und Schwierigkeit. Werner Oberhollenzer alias „Kunigunde die Kugel- runde“ führte gekonnt durch die Show. Am Abend besuchte eine Sagenerzählerin das Lager, und am Feuer wusste sie so einige Geschichten über das Dorf und das Tal zu berichten. Am Sonntag feierte Hochwürden Alfred Kugler mit allen Teilnehmern und der Dorfbevölkerung auf dem Zeltlagerplatz einen Wortgottesdienst. Anschließend wurde die Siegerehrung der Wetten-dass- Show durchgeführt und die Lagerfahne eingeholt. n

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Hermann

Steinmann

† 18. MÄRZ 2019  SCHALDERS

3 1 Hermann Steinmann † 18. MÄRZ 2019  SCHALDERS Friedrich Faller † 4. JUNI 2019
3 1 Hermann Steinmann † 18. MÄRZ 2019  SCHALDERS Friedrich Faller † 4. JUNI 2019
3 1 Hermann Steinmann † 18. MÄRZ 2019  SCHALDERS Friedrich Faller † 4. JUNI 2019
3 1 Hermann Steinmann † 18. MÄRZ 2019  SCHALDERS Friedrich Faller † 4. JUNI 2019
3 1 Hermann Steinmann † 18. MÄRZ 2019  SCHALDERS Friedrich Faller † 4. JUNI 2019

Friedrich Faller

† 4. JUNI 2019  SCHALDERS

Innerhalb kurzer Zeit verlor die Kompanie zwei langjäh- rige treue Kameraden und Ehrenmitglieder. Im März verstarb Hermann Steinmann im Alter von 75 Jahren nach langer Krankheit. Hermann war über 40 Jahre Mitglied der SK Schalders gewesen. Nach seinem Rücktritt vom aktiven Dienst wurde er im Jubiläums- jahr 2009 zum Ehrenmitglied ernannt. Solange es seine Gesundheit zuließ, war er stets mit Begeisterung bei den Ausrückungen der Kompanie anwesend. Besonders stolz war er darauf, dass die Kompanie seit dem Jahr 2007 wieder die Gewehre tragen konnte. Im Juni folgte ihm sein langjähriger treuer Freund Friedrich Faller. Friedl war Gründungsmitglied der SK Schalders und ein begeisterter Schütze bei allen Ausrückun- gen. Im Jahr 1976 trat er dem Ausschuss bei und bekleide- te das Amt des Oberjägers. Ab 1980 war er für 11 Jahre Fähnrich der Kompanie. Er setzte sich für den Erhalt der Schützentradition und für Kulturdenkmäler im Dorf ein. 2009 erhielt er die Andreas- Hofer-Langjährigkeitsmedaille in Gold und wurde gleichzeitig

zum Ehrenmitglied ernannt. In den letzten Lebensjahren wurde es stiller um Friedl. Krankheiten schlichen sich ein, doch starb er plötzlich im Alter von 78 Jahren. Hermann und Friedl wurden von ihren Kameraden zu Grabe getragen. Beide wurden mit dem letzten Fahnengruß und der Ehrensalve verabschiedet.

dem letzten Fahnengruß und der Ehrensalve verabschiedet. Josef Siegl † 5. APRIL 2019  SISTRANS Die
dem letzten Fahnengruß und der Ehrensalve verabschiedet. Josef Siegl † 5. APRIL 2019  SISTRANS Die
dem letzten Fahnengruß und der Ehrensalve verabschiedet. Josef Siegl † 5. APRIL 2019  SISTRANS Die
dem letzten Fahnengruß und der Ehrensalve verabschiedet. Josef Siegl † 5. APRIL 2019  SISTRANS Die
dem letzten Fahnengruß und der Ehrensalve verabschiedet. Josef Siegl † 5. APRIL 2019  SISTRANS Die

Josef Siegl

† 5. APRIL 2019  SISTRANS

Die Sonnenburger SK Sistrans trauert um ihren Ehrenhaupt- mann Josef Siegl, welcher im Alter von 98 Jahren verstorben ist. Sepp war Gründungsmit- glied unserer Kompanie im Jahre 1956 und von Beginn an in verschiedenen Funktionen tätig: anfangs als Kassier, dann als Schriftführer und ab 1980 als Oberleutnant. Nach dem überraschenden Tod von Hans Schweiger übernahm Sepp 1986 das Amt des Haupt- mannes, welches er bis 1994 ausübte. Danach nahm er als Ehrenhauptmann noch bis vor

ausübte. Danach nahm er als Ehrenhauptmann noch bis vor ein paar Jahren an den Veran- staltungen

ein paar Jahren an den Veran- staltungen der Kompanie teil. Nachdem er kaum noch sehen konnte, musste ihm seine Frau Berta immer die Texte aus der Schützenzeitung und dem Schützenkalender vorlesen. Zu seiner Beerdigung ga- ben ihm die Fahnen des Bataillons und − als ehem. Feuerwehrkdt.-Stv. − auch die Fahnen des Feuerwehrab- schnittes die letzte Ehre.

auch die Fahnen des Feuerwehrab- schnittes die letzte Ehre. Thomas Stauder † 2. JULI 2019 
auch die Fahnen des Feuerwehrab- schnittes die letzte Ehre. Thomas Stauder † 2. JULI 2019 
auch die Fahnen des Feuerwehrab- schnittes die letzte Ehre. Thomas Stauder † 2. JULI 2019 
auch die Fahnen des Feuerwehrab- schnittes die letzte Ehre. Thomas Stauder † 2. JULI 2019 

Thomas Stauder

† 2. JULI 2019  TAUFERS I.P.

Die SK Taufers i.P. trauert um ihren Kameraden Tho- mas Stauder „Mitternöckler“, der im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Als die Tauferer Kompanie im Jahre 1970 wie- dergegründet wurde, war auch Thomas einer jener beherzten Männer, die sich für den Erhalt der Tiroler Kultur stark ma- chen wollten. Er war ein stiller und geselliger Kamerad und mit Leib und Seele Schütze. Solange es seine Gesundheit zuließ, rückte er immer gerne aus. Zur Beerdigung waren die SK Taufers sowie sechs Fahnenabordnungen der Nachbarkompanien angetre- ten, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Mit einer Ehrensalve, dem Fahnengruß und dem Lied vom „Guten Kameraden“ verabschiedeten wir unseren Kameraden Thomas. Der Herr- gott nehme ihn auf in die ewige Heimat!

Thomas. Der Herr- gott nehme ihn auf in die ewige Heimat! Andreas Klingenschmid † 11 AUGUST
Thomas. Der Herr- gott nehme ihn auf in die ewige Heimat! Andreas Klingenschmid † 11 AUGUST
Thomas. Der Herr- gott nehme ihn auf in die ewige Heimat! Andreas Klingenschmid † 11 AUGUST
Thomas. Der Herr- gott nehme ihn auf in die ewige Heimat! Andreas Klingenschmid † 11 AUGUST
Thomas. Der Herr- gott nehme ihn auf in die ewige Heimat! Andreas Klingenschmid † 11 AUGUST

Andreas

Klingenschmid

† 11 AUGUST 2019  TULFES

Die SK Tulfes trauert um Andreas Klingenschmid vulgo „Norer Ander“, der durch einen tragischen Arbeitsun- fall im Alter von 73 Jahren aus unserer Mitte genommen wurde. Andreas war 1970 in die Kompanie eingetreten. Das Ausrücken im Dorf − vor allem bei Beerdigungen von Kriegsteilnehmern und Schützenkameraden − war ihm stets wichtig, auch im Wissen, dass man an Werktagen jeden Schützen für das Ausrücken brauchte. Der Ander war aufgrund seiner vielen Erfolge als guter Rodler im Umfeld bestens bekannt, und so wurde er auch mehr- mals als Bezirksmeister des Schützenbezirks Hall beim Schützenrodeln ausgezeichnet. 1996 ging für ihn ein Herzens- wunsch in Erfüllung, als er in Tulfes auf seiner Heimstrecke von der Halsmarter einen Heimsieg feiern konnte. Die Schützenkompanie beglei- tete Ander auf seinem letzten Weg und erwies ihm mit einer Ehrensalve und einem Fahnen- gruß die letzte Ehre.

beglei- tete Ander auf seinem letzten Weg und erwies ihm mit einer Ehrensalve und einem Fahnen-
beglei- tete Ander auf seinem letzten Weg und erwies ihm mit einer Ehrensalve und einem Fahnen-
beglei- tete Ander auf seinem letzten Weg und erwies ihm mit einer Ehrensalve und einem Fahnen-
beglei- tete Ander auf seinem letzten Weg und erwies ihm mit einer Ehrensalve und einem Fahnen-
beglei- tete Ander auf seinem letzten Weg und erwies ihm mit einer Ehrensalve und einem Fahnen-
N° 5 | Oktober 2019 32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

N° 5 | Oktober 2019

32

Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT

| Oktober 2019 32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 5 Jahre Mark. Johanna Schwarz und Mark.
| Oktober 2019 32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT 5 Jahre Mark. Johanna Schwarz und Mark.

5 Jahre

Mark. Johanna Schwarz und Mark. Waltraud Stanzel (Meran)

10 Jahre

Manuel Geisler, Thomas Geisler, Fhr. Christian Kienzl, Franz Kienzl, Philipp Kleon, Olt. Christian Minonne, Oj. Michael Randich und Hptm. Lukas Prezzi (Meran)

15 Jahre

Ptf. Florian Mitterer (Alter Schießstand); David Pucher (Inns- bruck-Arzl); Lukas Haselwanter, Simon Haselwanter und Christoph Weber (Gries im Sellrain); Alfons Rieder (Meran); Olt. Matthias Hofer und Mark. Tamara Ladstätter (Olang); Manuel Fauner und Andreas Fauner (St. Leonhard i. Pass.); Bgf. Mjr. Egon Zemmer und Oswald Zemmer (St. Ulrich / Urtijëi)

20 Jahre

Jörg Stanzel (Meran)

25 Jahre

Ujg. Norbert Vanzetta und Alexander Lange (Alter Schießstand); Olt. Ing. Bernhard Huter (Innsbruck-Arzl); Roland Mathà (Meran); Mathias Huber, Martin Egger, Franz Egger, Peter Egger, Michael Klausner, Michael Klammer, Gerhard Aschenwald, Martin Hochmuth, Franz Eberharter, Richard Aschenwald, Wilfried Egger, Anton Gruber, Wilhelm Gruber, Herbert Brugger, Manfred Dornauer, Friedrich Brugger, Franz Stadler, Willi Dabernig, Andreas Klocker, Michael Kreidl, Manfred Pfister, Michael Taschler, Gottfried Haas, Peter Steinlechner, Engelbert Pölzl, Johann Schilcher, Kanonier und Böllerschütze Roman Pölzl, Fhr. Siegfried Schiestl, Olt. Christian Stöckl, Lt. Manfred Stattmann und Fhr. Markus Anfang (Ramsau im Zillertal)

30 Jahre

Flt. Arnold Pöhl (Meran)

35 Jahre

Michael Festini (Meran)

40 Jahre

Rainer Gebhart (Gries im Sellrain); Elmar Rier (Meran); Alois Pixner (St. Leonhard i. Passeier) und Herbert Comploj (St. Ulrich / Urtijëi)

50 Jahre

Robert Ogriseg (Bozen); Benno Frank (Meran) und Lt. Johann Gruber (Ramsau im Zillertal)

55 Jahre

EHptm. Johann Sparber, ELt. Richard Müssiggang (Innsbruck-Arzl)

60 Jahre

Karl Stockner, Walter Wieser, Hermann Schrott (Bozen); Peter Piock (Meran) und Josef Wegscheider (Gries im Sellrain)

Abs.: Bund der Tiroler Schützenkompanien, Brixner Str. 2, A-6020 Innsbruck

Termine 2019/2020

18. Oktober

Podiumsdiskussion Tirol Geteiltes Land, Prad

2. November

Tiroler Landesgedenkfeier am Bergisel

November

15. „schicksal.option“, Ehrenburg

16. 5. Viertelschießen der Jungschützen des Viertels Tirol Mitte

17. „schicksal.option“, Gais

24. November

November

November

Franz-Höfler-Gedenkfeier, Lana

Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier, St. Pauls

Josef-Noldin-Gedenkfeier, Salurn

JHV des SZ Bez. Imst

Einweihungsfeier Museum, Mantua

Andreas-Hofer-Feier, Mantua Andreas-Hofer-Feier, Verleihung Ehrenzeichen des Landes Tirol, Bergisel

Bundesversammlung SSB, Bozen

Bundesversammlung BTSK, Innsbruck

Gauderfest, Zell am Ziller

Patronatstag, Königsdorf

LS-Schießen

Alpenregionstreffen, St. Martin in Passeier

Baon-Fest Innsbruck, O-Dorf

Baon-Fest Hörtenberg, Oberhofen

Baon-Fest Petersberg, Haiming

8.

Dezember

15.

Dezember

10.

Jänner

19.

Feber

20.

Feber

25.

April

26.

April

30.

April

3.

Mai

9. Mai

21. Mai

6. Juni

28.

14.

Juni

Juni

April 3. Mai 9. Mai 21. Mai 6. Juni 28. 14. Juni Juni Impressum Anschriften der

Impressum

Anschriften der Schriftleitungen:

Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: baur-wallgau@gmx.de Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Gschnitz 140, A-6150 Gschnitz, Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at Süd-Tirol: SSB, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen, Tel. 0471/974078, E-Mail: presse@schuetzen.com Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. In der TSZ abgedruckte Bilder und Texte unterliegen dem Urheber- recht und dürfen nur mit Zustimmung der Schriftleiter reproduziert werden.

Die Beiträge müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Eigentümer und Herausgeber:

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Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jenewein, WTSB: Enzo Cestari Druck: Karodruck, Frangart