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Bozen
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Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


Nummer 3 Bozen, Innsbruck, Weyarn, Kronmetz im Juni 2003 27. Jahrgang

Großkundgebung in Bozen ……………………3

Die Hl. Maria – Schutzfrau Bayerns


Predigt von Prof. Dr. Albert Keller SJ, München, Schütze der Kom-
panie Tegernsee, anlässlich des Patronatstages in Rottach-Egern
ROTTACH-EGERN - Wie schützt Maria das Land Bayern oder unsere Schützen? Etwa so, dass
sie einspringt, wo wir gedankenlos oder fahrlässig, faul oder feig es versäumt haben, das Unse-
re zu tun? Keineswegs. So haben wir kein Recht auf Gottvertrauen, wenn wir meinen, wir könn-
ten kopflos und tatenlos die Hände in den Schoß legen und es ihm überlassen, das Wohl und
Heil der Welt zu wirken. Gott wirkt nicht anstelle der Menschen, sondern durch sie. Nicht indem
er die Kräfte der Welt ersetzt, sondern indem er sie einsetzt. Gott hat nämlich seine Geschöpfe
Ausstellungseröffnung in Innsbruck …… 5 nicht arbeitslos geschaffen, sondern jedem vielfältige Aufgaben anvertraut: Der Sonne, daß sie
leuchte, dem Wasser, dass es tränke, dem Gras, dass es das Vieh nähre, Berge und Blumen, dass
wir uns daran erfreuen - und den Menschen, dass er sich um die Welt und vor allem um ande-
re Menschen kümmere. Das heißt, wenn sie in Gefahr sind, dass er sie schütze. Wer Bedräng-
Leserbriefe …………………………………………… 9 tes und Bedrohtes vor Gefahren schützt, erfüllt daher einen Auftrag Gottes. Freilich vorausge-
»Hui & Pfui« ……………………………………… 10 setzt, dass das Gefährdete es wert ist, gerettet zu werden. So gibt unser vielfaches und meist
lobenswertes Bemühen, Schutz zu gewähren, auch Auskunft darüber, was wir als wertvoll
Bataillone und Bezirke ……………………… 11 erachten. Wir kümmern uns um Tierschutz, Naturschutz, Denkmalschutz, Landschaftsschutz
Berichte aus Bayern ………………………… 13 und manches mehr.
Es mag zu denken geben, dass der Titel Menschenschutz darunter nicht auftaucht; aber das
Die Seite der Marketenderinnen mag hingehen, solange man weiß, dass alles andere deshalb geschützt wird, weil es den Men-
und Jungschützen ……………………………… 19
schen etwas wert ist, und dass jedenfalls kein anderer Wert den Menschen vorgezogen werden
Wir gratulieren ……………………………………21 darf. Gewiß ist Maria als Patrona Bavariae Schutzfrau vor allem der Menschen in Bayern und
sie schützt sie dadurch, dass wir nach ihrem Vorbild und in ihrer Gesinnung uns um die küm-
Gesamttiroler Schützenchronik ………… 22
mern, die in Not und Gefahr sind. So haben wir Gebirgsschützen dazu beigetragen, dass ihr
Totengedenken ………………………………… 30 Schutz erfahren wird. Wir sollen gleichsam als ihre Mitarbeiter Menschenschützer sein. Freilich
gibt es dankenswerter Weise viele, die sich ums leibliche Wohl und körperlichen Schutz küm-
Ehrungen für langjährige Treue ……… 32
mern. Mediziner und Militär, Bauern und Gastwirte, ja weitaus das meiste in Wirtschaft, Indu-
strie, Handel und Verkehr dient dieser Wohlfahrt, und alle Arten von Bildungseinrichtungen
2 Nummer 3 - Juni 2003

tragen dazu bei, Wissen und technische wie kulturelle Fähigkeiten zu hindurch weitergegeben und heute liegt es an uns, sie zu schützen und
vermitteln. Da glücklicherweise die Zeiten vorbei sind, da die Gebirgs- nicht untergehen zu lassen. Treten wir also in Wort und Tat für dieses
schützen und ihre Vorgänger vom Mittelalter an als Landwehren die Ziel ein das lautet: Der Mensch muss auf Gott ausgerichtet sein und
Heimat gegen äußere Feinde zu verteidigen hatten, scheint ihnen heu- jeder hat für den anderen einzutreten, oder klassisch christlich formu-
te fast keine eigene Schutzaufgabe übrig zu bleiben. So fragen sich liert: „Du sollst Gott lieben und den Nächsten wie dich selbst!“ Diese
manche, ob sie noch zeitgemäß sind. Die Zeit allein ist jedoch ein Überzeugung müssen wir wie ein Sauerteig in unsere Gesellschaft hin-
schlechter Ratgeber, denn nichts ist schon deshalb gut, weil es alt ist, eintragen, damit sie nicht als ein unverdaulicher fader Einheitsbrei
aber auch nichts deswegen, weil es „in“ ist. Daher sollte man nicht fra- ohne inneren Schwung dahinkümmert. Das ist der vordringlichste
gen, ob die Schützen und ihre Werte zeitgemäß sind, sondern viel- Dienst, den wir Gebirgsschützen zu leisten haben zum Wohle der Men-
mehr, ob die Zeit diesen Werten gemäß ist. schen in Bayern, in Deutschland und in ganz Europa.
Was aber sind diese Werte, die wir zu schützen haben, wenn doch
schon andere sich um leibliche Wohlfahrt, um Wissen und kulturelle
Fähigkeiten ausgiebig kümmern? Die Antwort darauf ergibt sich aus Bundesversammlung des SSB
einer Überlegung, die auf Sokrates, ein Vater der europäischen Philo-
BOZEN – Am 3. Mai fand in Bozen die 38. Ordentliche Bundesver-
sophie, zurückgeht. Sie fragt: „Wenn da einer strotzend gesund und
sammlung statt.
reich und gelehrt und technisch wie kulturell hervorragend ausgebil-
BMjr. Dr. Luis Zingerle, der die Versammlung leitete, konnte nach
det wäre - und bei alldem ein bösartiger Charakter, ein skrupelloser
der feierlichen Messe im Dom zu Bozen zu diesem Anlass die meisten
und egoistischer Schuft; wäre der nicht weit schlimmer als ein ebenso
Mitgliedskompanien, sowie zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Nach den
übelwollender, aber kränklicher, armer ungebildeter Tölpel?“
turbulenten Tagen Ende April war es, wie allgemein erwartet, eine
Geht es nur darum, dass die Menschen gesund und wohlhabend
relativ ruhige Versammlung; und trotzdem, der Rückblick des Lan-
und allseits befähigt sind, wer sorgt dafür, dass sie diese Fähigkeiten
deskommandanten und der Majore und Referenten stellten eindrucks-
nicht zum Bösen statt zum Guten einsetzen? Kümmert man sich heu-
voll unter Beweis, wie viel doch im abgelaufenen Jahr geschehen war.
te nicht fast ausschließlich darum, ob es die Menschen gut haben und
Als Jahr der Reformen im SSB bezeichnete es LKdt. Paul Bacher und
kaum darum, ob sie gut sind? Und wer schützt uns dann davor, daß
rief allen nochmals die gesetzten Meilensteine in Erinnerung. BMjr.
unsere Gesellschaft aus einem Heer von gewissenlosen Egoisten
Luis Zingerle verwies darauf, dass im letzten Jahr die Zahl der aktiven
besteht, von denen jeder nur darauf aus ist, sich oder seinesgleichen
Mitglieder erneut angewachsen ist und nicht ohne Stolz berichtete er,
einen Vorteil auf Kosten der anderen zu verschaffen, und niemand
dass das Durchschnittsalter mit heute 40,8 Jahren weiter nach unten
bereit, zugunsten des Allgemeinwohls auch einmal auf etwas zu ver-
tendiert. In seiner Funktion als Bundeskulturreferent hob er vor allem
zichten? Das ist keine fromme Frage für ein Wolkenkuckucksheim,
die Wichtigkeit der abgehaltenen Rethorik- und Organisationsschu-
sondern sie ist auch politisch brisant, denn die gesellschaftliche und
lungen hervor. LKdt.-Stv. Dr. Peter Piock berichtete aus seinen Zustän-
wirtschaftliche Misere, in der wir uns zur Zeit befinden, lässt sich nur
digkeitsbereichen über die abgehaltenen Exerzierübungen und über
meistern, wenn wir uns zumindest dafür interessieren, was denn den
den Stand der Ausrüstung in den Kompanien; 1.479 Gewehre und 610
Einzelnen zu einem guten und nicht bloß tüchtigen Menschen macht,
Säbel sind bis dato ausgegeben, weitere seien in Auslieferung. Auch
dass er also so ist und lebt, wie er soll, wie es seinem Ziel entspricht.
von der Bundesjugendleitung gab es positive Nachrichten. Ca. 20 %
Das ist wohl eine der größten Gefährdungen unserer Gesellschaft,
betrug der Zuwachs der Jungschützen im vergangenen Jahr im Ver-
vor der sie zu schützen ist, dass sie ohne Orientierung auf dieses rech-
gleich zum Vorjahr, die Aktivitäten waren umfangreich. Die neue
te Ziel dahintreibt. Wer nämlich ein falsches Ziel verfolgt, dem werden
Schießordnung gab in der Bundesschießleitung im Jahr 2002 Anlass
alle Wege zu Irrwegen. Unsere europäisch-christliche Tradition liefert
zu heftigen Kontroversen. Mjr. Hubert Straudi berichtete hierzu, man
uns nun eine Zielvorgabe, die wir – wenn auch nicht blindlings über-
suche weiterhin nach einer für alle akzeptablen Lösung.
nehmen – doch ernsthaft prüfen sollten, damit wir zunächst uns selbst
Relativ groß war heuer erstmals wieder auch der Andrang der
und dann unsere Mitmenschen davor schützen könnten, wie orientie-
Medien. Aufgrund der Ereignisse der letzten Jahre war man gespannt
rungslose Schafe umherzuirren und vielleicht allein von der Gier nach
auf die jüngsten Entwicklungen. Und die bekam sie dann auch prompt
kurzfristigem Eigennutz getrieben werden. Unsere Gesellschaft
präsentiert. Mit seiner etwas geharnischten Rede zum aktuellen Ver-
braucht ein solches Ziel so dringend wie ein vertrocknender Baum das
kauf der Heimat und Identität durch Wirtschaft und Tourismus stach
Wasser, und wenn sie von ihren Wurzeln abgeschnitten wird, muss sie
der LKdt. erneut ins Wespennest. „Wir wehren uns, wenn man aus
ohne dieses lebensrettende Nass jämmerlich verkümmern.
ökonomischen Überlegungen heraus versucht, der Heimat ihre Iden-
Niemand aber wird uns oder ihr ein solches Ziel diktatorisch vor-
tität zu nehmen“ so die Grundaussage Bachers, der auch konkrete
schreiben können; nicht einmal kirchliche Instanzen sind heutzutage
Namen und Tatsachen nannte. Und noch etwas sei festgehalten: „Der
dazu noch in der Lage. Auch keine Naturwissenschaft oder Soziologie
Schützenbund ist erwachsen geworden“ sagte der LKdt. in seinen
vermag uns da weiterzuhelfen. Denn alle derartigen Wissenschaften
Abschlussworten. Eine Aussage, die den Ablauf der 38. Ordentlichen
beschäftigen sich mit den Tatsachen und deren gesetzmäßigen Zusam-
Bundesversammlung nicht besser hätte beschreiben können.
menhängen. Sie stellen fest, was ist, können jedoch nicht darüber
befinden, was sein soll, was Sinn und Ziel der Welt und des Menschen
sind. Das festzulegen ist nur dem möglich, der alles entworfen und
geschaffen hat – nämlich Gott. Hätte der Mensch keinen Schöpfer, der
Vaterland in Not - Spendenaktion
seine Entwicklung aus dem Tierreich gewollt und bestimmt hat, dann BOZEN – Endgültig abgeschlossen wurde dieser Tage die Spenden-
hätte er weder Ziel noch Sinn. Dann bliebe auch die Rede von der aktion des SSB für die Flutopfer in Niederösterreich.
Menschenwürde grundlos, weil von unserem Gutdünken oder dem Mit den zuletzt eingegangenen Spenden der Kompanie „Anton
Geschmack des Zeitgeistes anhängig. Der Schöpfergott aber hat uns Steger“ Bruneck, des Bezirks Südliches Wipptal, der Kompanie Oberes
dieses Ziel nicht von außen auferlegt, so dass wir erst von irgendwel- Ahrntal, der Kompanie Natz-Schabs und des Herrn Josef Paris sind seit
chen Autoritäten darüber informiert werden müssten. Er hat es viel- Beginn der Aktion rund 24.000,– Euro gesammelt worden. Der Südti-
mehr jedem ins Herz gelegt und darüber hinaus in Jesus Christus roler Schützenbund bedankt sich abschließend noch einmal aufrichtig
erschlossen, in dem verkörpert ist, was in den Augen Gottes wahrhaft bei allen, die durch ihren Beitrag die Verbundenheit mit dem Vater-
menschliches Leben heißt, nämlich selbstloser Einsatz für andere. land Österreich zum Ausdruck gebracht haben mit einem herzlichen
Unsere Väter haben die Kunde davon über die bedrängtesten Zeiten Vergelt’s Gott.
Nummer 3 - Juni 2003 3

Das Vermächtnis der Nachgeborenen


BOZEN - Über 2.000 Schützen und knapp 1.000 Zivilisten nahmen
am 24. April an der Kundgebung „Tirol unterm Beil – 80 Jahre
Faschismus in Südtirol“ teil.
Entschlossen, gleichzeitig fast schon andächtig und mit größter
Disziplin, marschierten die Formationen unter dumpfem Trommel-
schlag Punkt 21 Uhr von ihren Aufstellungsplätzen in das Zentrum der
Stadt. Dem war eine schlichte Gedenkfeier im Ansitz Stillendorf vor-
ausgegangen. An der Stelle, wo Franz Innerhofer vor 82 Jahren zum
ersten Blutzeugen des Faschismus im südlichen Tirol ward, wurde ein
Kranz niedergelegt und LAbg. Martha Stocker würdigte ihn in ihren
Gedenkworten. Hart ging sie mit dem Nationalismus der damaligen
Zeit ins Gericht: „Ein Staat zudem, der die lokalen Behörden nach
einer solchen Tat auffordert, entschiedener gegen die Opfer, in diesem
Falle die Südtiroler aufzutreten, fördert ganz selbstverständlich seinen
eigenen Untergang. Gibt man dadurch ja jenen Elementen Recht, die Vor dem Ansitz Stillendorf wurde zu Beginn der Kundgebung Franz Innerho-
die Ordnung, den Frieden und das Miteinander, mit Gewalt und fer gedacht. Er war das erste Blutopfer des Faschismus auf Tiroler Boden.
Unrecht untergraben“ so Stocker unter anderem. Mit den Worten Erich gangs, für ihre Bereitschaft sich für diesen Tag zur Verfügung gestellt
Kästners, der meinte, dass die Vernunft erfriert, wenn die Seele kocht zu haben. Gekommen waren auch Kameraden vom Bund der Tiroler
und dass die Zeit kommen wird, da man sich erzählt - mit diesen Leu- Schützenkompanien und vom Welschtiroler Schützenbund.
ten war kein Staat zu machen, schloss sie ihre Ausführungen. Paul Bacher sprach in seinen einleitenden Worten ganz klar den
Am Waltherplatz bot sich inzwischen ein beeindruckendes Bild. Ein Grund der Veranstaltung an. „Gegen Diktaturen und gegen jegliche
Fackelmeer schien Aufstellung genommen zu haben, als stille Mah- Art von Faschismus in all seinen Formen - Wenn schon ein vereintes
nung an die Ereignisse im Zuge von 80 Jahre Faschismus in Südtirol. Europa aufgebaut werden soll, dann muss mit diesen geschichtlichen
BMjr. Dr. Luis Zingerle, der die Veranstaltung im wesentlichen initiert Lügen endlich Schluss sein und der immer noch praktizierten Huldi-
und organisiert hatte, konnte zu Beginn der Veranstaltung neben Lan- gung an die faschistische Vergangenheit ein Ende gesetzt werden“
desrat Hosp die Landtagsabgeordneten Klotz, Leitner, Pöder und sagte Bacher in Anspielung auf den immer noch präsenten faschisti-
Stocker sowie den Alt-LH–Stv. Alfons Benedikter und Altsenator Karl schen Müll im südlichen Tirol. „Nur durch die Abschaffung dieses
Mitterdorfer begrüßen. Der Musikkapelle von Albeins dankte er ein- Unrechts kann endlich Frieden in unser Land einkehren.“

Ein imposanter Blick in die Menge bot sich vom Podium aus. 2.000 Schützen waren gekommen um ihre Meinung gegen Faschismus und Nationalsozialismus
kund zu tun.
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schenfälle und ganz unspektakulär. Was (zurück-) geblieben ist, war


nur die Genugtuung und die Erinnerung der Teilnehmer an das eben
abgegebene Bekenntnis zu Volk und Heimat.

Lebendiger Faschismus in Südtirol


BOZEN – Eine Broschüre mit sämtlichen noch immer präsenten
Relikten des Faschismus in Südtirol wurde kürzlich an alle Europa-
parlamentarier verschickt.
Mit einem dringenden Appell
wendet sich der SSB an die Abge-
ordneten und bittet sie eindringlich,
„eine wirksame Schutzklausel für
den Erhalt und die Wahrung der
Identität volklicher und sprachlicher
Landesrat Bruno Hosp prangerte die drohende „Assimilierung mit
Samthandschuhen“ an! Minderheiten in der europäischen
Verfassung festzuschreiben, um so
In dieselbe Kerbe schlugen im Wesentlichen auch die nachfolgen- derartige Unterdrückungs- und
den Redner. Kulturlandesrat Bruno Hosp rief dazu auf, alte Wunden Assimilierungsmaßnahmen, wie sie
heilen zu lassen, sie aber vor allem nicht zu vergessen. „Eine Assimi- der Faschismus und Nationalsozia-
lierung mit Samthandschuhen“ nannte er die nun wohl bevorstehen- lismus in Südtirol und ganz Europa
de Einführung des Italienisch-Unterrichts in den Kindergärten und die mit aller Härte durchführte, von
gemischtsprachige Schule. vornherein wirksam zu unterbin-
Karl Mitterdorfer sprach in einer vielbeachteten Rede von der den.“ Weiters bittet er sie „um ihren Einsatz in dieser für Volks- und
europäischen Verantwortung und von der Wichtigkeit, sich des Sprachminderheiten lebenswichtigen Sache; auch um kriegerischen
faschistischen Unrechts bewusst zu sein. Auseinandersetzungen vorzubeugen und die Vielfalt Europas zu wah-
Eva Klotz ihrerseits zeichnete die für Südtirol leidvolle Geschichte ren.“
rund um Tolomei nach und zeigte ganz klar auf, woraus Italien seinen Die Broschüre, welche in vier Sprachen (deutsch, italienisch, eng-
Anspruch auf Südtirol ableitete, nämlich auf die erfundenen und bis lisch und französisch) erschienen ist, ging zeitgleich auch an den
heute einzig und allein gültigen italienischen Ortsnamen. Klotz stellte Deutschen Bundestag, an den Österreichischen Nationalrat, an den
die Feigheit der führenden Politiker an den Pranger und mahnte alle Bayerischen Landtag und an den Tiroler Landtag. Auch an die italie-
Verantwortlichen dazu, das Werk Tolomeis nicht noch weiter zu nischen Parlamentarier wurde die betreffende Broschüre verschickt.
gebrauchen und zu vollenden. Bleibt zu hoffen, dass der Versuch, das Problem zu internationalisie-
Pius Leitner schließlich ging auf die jüngste Geschichte ein. „Wie ren, seine Wirkung nicht verfehlt.
viele werden wohl für den Siegesplatz gestimmt haben, die jetzt in
Bozen die Friedensfahne hissen?“ Keine italienische Regierung und
kein Staatspräsident hätten sich bis jetzt für die Gräueltaten des Gewissen aus Papier (und andere) . . .
Faschismus zu einer Entschuldigung durchgerungen, so Leitner. Eigentlich hätte die Presse „die Aufgabe, das Gras zu mähen, das
Anzumerken bleibt die gewohnte absolute Disziplin der Schützen über etwas zu wachsen droht“, ungefähr so hatte es Frank Elstner ein-
vor, während und nach der Veranstaltung. Sicher haben perfekte Orga- mal treffend formuliert. In der Berichterstattung über die Großkund-
nisation, einwandfreie Beschallung und die Großbildleinwand das ihre gebung „Tirol unterm Beil“ und vor allem zum Thema lebendiger
dazu beigetragen, doch in der Frage der Verlässlichkeit und des Ord- Faschismus in Südtirol ist dies jedoch kaum der Fall.
nungssinnes unterscheiden sich die Schützen nun einmal von so vie- Niemand verlangt weiß Gott welche Lobeshymnen, eine objektive
lem in unserem Land. Es will schon etwas heißen, wenn der Statthal- Berichterstattung sollte aber doch, trotz teils skeptischer Einstellung
ter Roms, Quästor Saverio Poli Capelli, den Landeskommandanten des zum Thema, noch zustande gebracht werden.
SSB nach der Veranstaltung zu sich zitiert, um ihm ein „großes Lob für Da gibt es zum Beispiel Herrn Peterlini, seines Zeichens Chefredak-
die Disziplin“ der Schützen auszusprechen. Und in der Tat; nach der teur der „FF“. In einem Leitartikel nimmt er sich die Freiheit, den
Landeshymne war der Platz in Windeseile geräumt – ohne Zwi- Anlass und Sinn der Veranstaltung neu zu formulieren: „Gegen alle
die nicht stramm sind.“ Gut, sein gutes Recht, wenn man so will, trotz-
dem - diese Passage und der darauffolgende Text (. . . Großkundge-
bung eine Zumutung, . . . die Hatz ist ausgerufen auf jene, die das
Tirolertum nicht mit einer Habtachtstellung erstarrenden Wirbelsäule
demonstrieren wollen . . .) erwecken dann doch eher den Eindruck,
dass dieser Herr mit seinem „Nicht-Mehr-Schütze“ sein ein Problem
hat. Allerdings den Schützen vorzuwerfen, die Kundgebung galt nur
„dem schwarzen Mann, das Wort Nationalsozialismus kam nur ein
einziges Mal vor“ – und zwar in Hosps Rede, ist schlichtweg falsch.
Aber vielleicht ist der gute Herr Chefredakteur einfach zu spät gekom-
men und hat die Worte des Landeskommandanten nicht gehört . . .
Um einiges verwegener ist dann noch die Berichterstattung von
„Südtirol Heute“ im ORF. Kaum zu glauben, wie wenig man dazu lernt.
Vor einigen Jahren noch, als der Schützenbund einen Werbespot aus-
strahlen ließ, beeilte sich die Moderatorin vor dem Anlaufen des Films
zu bemerken, dass dies ein bezahlter Werbespot sei; in den Faschings-
Viele Ehrengäste waren gekommen - auch aus Nord-, Ost- und Welschtirol! sendungen wurden die Schützen in den letzten Jahren ebenfalls
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gehörig durch den Kakao gezogen, die Proteste blieben nicht aus. mentation des Schützenwesens dar. LR Elisabeth Zanon verwies bei
Trotzdem war die Berichterstattung zur Kundgebung dieses Mal aber der Präsentation, die sie gemeinsam mit dem Landesobmann des
unter jeder Kritik. In einem derart unterschwelligen Ton wurden, wie Gesamttiroler Schützenbundes, Reg.-Rat Hermann Huber (Herausge-
es Landesrat Hosp kürzlich formulierte, knapp 3.000 Teilnehmer regel- ber) und Autor Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz von Hye vornahm, auf die
recht „verarscht.“ Am Ende der Berichterstattung den Schützen dazu Bedeutung dieses Werkes: „Dieses Buch leistet einen wichtigen Bei-
noch vorzuwerfen sie wären ohne Händeschütteln auseinander gegan- trag, die Geschichte Tirols auch unserer Jugend weiter zu geben. Gera-
gen, ohne Bier (!), spricht Bände und braucht nicht mehr weiter kom- de in einem vereinigten Europa ist es unverzichtbar, die Traditionen
mentiert zu werden. Derartige Berichterstattungen sollten im öffent- und Kulturen eines Landes zu pflegen, weshalb mein besonderer Dank
lich-rechtlichen Rundfunk nicht möglich sein. den Schützen gilt, die dieser Aufgabe Tag für Tag nachkommen.“
Gewohnt oberflächlich war „Die Neue Südtiroler Tageszeitung“ - Nachdem die Wanderausstellung bereits in Bayern, Südtirol und
ein bisschen „Verarschung“ konnte sich Artur Oberhofer zudem auch dem Trentino gezeigt wurde, erhalten die Tirolerinnen und Tiroler die
nicht verkneifen; „Gerührte Hardliner“ im Titel, darunter schnell 1/4 Möglichkeit, sich über die Geschichte der Schützen der Alpenregion zu
der Teilnehmer wegleugnen und dazu die Kolumne von Arnold Tribus informieren.
- da denkt man am besten an das Sprichwort: „Es gibt keine gute Wer-
bung, es gibt keine schlechte Werbung, es gibt eigentlich nur Wer-
bung.“
Es war ein großer Tag für Tirol
Dass es auch anders geht, haben zum Beispiel die „Dolomiten“ INNSBRUCK - „Einst Feinde, heute Freunde“ - unter diesem Motto
bewiesen. Ohne gleich ein Loblied auf uns Schützen zu singen, brin- steht die große Ausstellung der Schützen der Alpenregion, die am
gen sie es fertig, eine ganze Seite zu füllen - ohne Unterstellungen und Mittwoch, dem 19. März im Landhaus eröffnet wurde.
ohne eigene Interpretationen, wie es übrigens auch die Sonntagszei- Nachdem die Wanderausstellung bereits in Bayern, Südtirol und
tung „Zett“ und der Sender Bozen der RAI geschafft haben. Und wenn dem Trentino gezeigt wurde, erhalten nun die Tirolerinnen und Tiro-
unlängst Günther Heidegger den Schützen auf Seite eins der aufla- ler, beginnend mit 19. März in fünf weiteren Orten unseres Landes die
genstärksten Tageszeitung in Südtirol zugute hält, „dass sie wohl die Möglichkeit, sich über die Geschichte der Schützen der Alpenregion zu
ehrlichsten im politischen Vorgarten sind“ und „ihre kritische Stimme informieren.
ohne Hintergedanken, einfach aus tiefster Überzeugung und Heimat-
liebe erheben“, dann ist es für viele eine Bestätigung mehr, dass der
eingeschlagene Weg doch der richtige ist. Sie darf und wird nicht ver-
stummen, die Schützen(de) Stimme!
Lt. Elmar Thaler

Die Tiroler Schützen und ihre


Geschichte
INNSBRUCK - Die dritte ergänzte Auflage des Buches „Die Tiroler
Schützen und ihre Geschichte in Nord und Süd, in Vergangenheit und
Gegenwart“ wurde am Freitag, dem 14. März im Landhaus in Inns-
bruck im Beisein der Lkdt. Otto Sarnthein und Paul Bacher, sowie Mit-
gliedern der Bundesleitung vorgestellt.
Erstmals befasst sich das von Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz von Hye
Höchste politische Prominenz war an diesem Festabend zugegen: die Bundes-
verfasste Buch mit der Neupositionierung der Schützen nach 1918 in
minister Ernst Strasser, Günther Platter flankiert von Landtagspräsident Hel-
allen drei Landesteilen. mut Mader und LR Konrad Streiter
Die bayerisch-tirolerische Gemeinschafts- und Wanderausstellung
„Einst Feinde - heute Freunde, Schützen der Alpenregion“ hat Der Eröffnung ging eine große landesübliche Feier unter freiem
ursprünglich den Anstoß zur Erarbeitung gegeben, mittlerweile stellt Himmel voraus, zu der 600 Schützen mit über 80 Fahnen sowie zwei
die bereits dritte und ergänzte Auflage des Werkes „Die Tiroler Schüt- Musikkapellen am Landhausplatz erschienen sind. Zahlreiche Zuseher
zen und ihre Geschichte“ einen unverzichtbaren Bestandteil zur Doku- verfolgten mit großem Ernst den Ablauf der Feierlichkeit.
LKdt. Mjr. Otto Sarnthein meldete an die Bundesminister Ernst
Strasser, Günther Platter und an Landtagspräsident Helmut Mader die
angetretenen Formationen, nach Abschreiten der Front wurde von den
Kompanien Wattens, Wattenberg unter dem Kommando von Kdt. Mjr.
Manfred Sparber eine exakte Ehrensalve abgegeben und die Landes-
hymnen von Bayern und Tirol von der Wattener Musikkapelle into-
niert.
LKdt. Sarnthein konnte zahlreiche Persönlichkeiten begrüßen, unter
ihnen die Minister Ernst Strasser und Günther Platter, den Landtags-
präsidenten Helmut Mader, LR EHptm. Konrad Streiter, Abgeordnete
zum Nationalrat und zum Tiroler Landtag, die LKdt. der Schützenbün-
de von Bayern, LHptm. Karl Steininger, von Südtirol, Mjr. Paul Bacher,
und Welschtirol, Mjr. Carlo Cadrobbi.
Landtagspräsident Mader sagte in seiner Begrüßung: „Heute ist ein
großer Tag für Tirol.“ Er begrüßte die beiden Minister, bedankte sich
Mit Freude und Genugtuung wurde das Schützenbuch präsentiert: (v.l.) LKdt. bei Strasser für seinen Einsatz für das grenzüberschreitende Schützen-
Otto Sarnthein, Obm. Hermann Huber, LR Elisabeth Zanon, ELt. Prof. Heinz wesen und begrüßte im besonderen Verteidigungsminister Platter, der
Hye, LKdt. Paul Bacher erstmals offiziell als Minister in Tirol weilte.
6 Nummer 3 - Juni 2003

(2)

(1)

(5)

„Heute ist ein großer Tag


Zahlreiche Schützenoffizie
(6) Günther Platter dekoriert
dem Goldenen Verdienstze
Vorbeidefilieren an den Eh
lischen Darbietung der Sw
Franz Schieferer und der M
Elt. Prof. Franz-Heinz Hye
Wanderausstellung konzip
Mader während des Tirole
rinnen halten das Band, d
unterstützt von den Minis
thaler, einer der Verantwo
darf zu solchen Anlässen
tenderin Lisi Konrad, nich
Schweglern mit (8) - Trad
wendung von Internet für
thaler mit seinen Schülern
von LKdt. Otto Sarnthein
miliankreuz ausgezeichne
teil zu nehmen: (v.l.) Carlo
Zangerl (Presseref.), Otto S
ließ die Ehrenformation d
(7) geschlossenem Auftreten
der TT vom 21. März 2003
(8)
Nummer 3 - Juni 2003 7

(3)
(4)
)

(9)

(12)

g für Tirol“ (Landtagspräsident EHptm. Prof. Helmut Mader)

ere der Alpenregion gaben diesem Ereignis die Ehre (1) - Minister (10)
in seiner Eigenschaft als Oberschützenmeister Minister Strasser mit
eichen des Schützenbundes (2) - Die Rettenberger Jungschützen beim
hrengästen (3) - Alle Anwesenden waren beeindruckt von der musika-
warovski-Musik Wattens unter der Leitung von Kapellmeister Prof.
Musikkapelle Wattenberg unter der Leitung von Johann Geisler (4) -
e, der gemeinsam mit dem „Haus der Bayerischen Geschichte“ die
piert hat (r.), mit Minister Ernst Strasser und Landtagspräsident Helmut
er Zapfenstreiches (5) - Eine originelle Idee: Zwei Milser Marketende-
das bei der Ausstellungseröffnung von Landtagspräsident Mader,
stern Platter und Strasser durchschnitten wurde. Viertel-Kdt. Tiefen-
ortlichen der Ausstellung in Innsbruck, assistierte dabei (6) - Natürlich
auch das obligate „Schnapsl“, dargeboten von unserer Bundes-Marke-
ht fehlen (7) - Auch der Telfer Hptm. Franz Grillhösl spielt bei seinen
dition und Fortschritt: Unter dieser Bezeichnung könnte man die Ver-
r diese Ausstellung bezeichnen, für die Viertel-Kdt. Prof. Fritz Tiefen-
n verantwortlich war (9) - Bundesinnenminister Ernst Strasser wurde
für seine Verdienste um die Alpenregion der Schützen mit dem Maxi-
t (10) - Für die LKdt. war es Ehre und Pflicht, an dieser Veranstaltung
o Cadrobbi, Hermann Huber (Landesobm.), Karl Steininger, Erwin
Sarnthein, Paul Bacher (11) - Ein Bild der Disziplin und Stärke hinter-
des Baon Rettenberg unter ihrem Kdt. Mjr. Manfred Sparber mit ihrem
und den hervorragenden Salven (12 - Foto: Parigger, Sonderbeilage
3)
(11)
8 Nummer 3 - Juni 2003

Minister Platter sprach in seinen Grußworten die große ehrwürdige „Wir Tiroler Schützen im Spannungsfeld
Tradition der Schützen an und wünschte dem Schützenwesen eine
gute Zukunft. zwischen Traditionsbewahrern
Bundesinnenminister Strasser wurde von LKdt. Mjr. Sarnthein mit und Moderne“
dem Maximiliankreuz, der höchsten Auszeichnung der Alpenregion Gedanken des Bildungsreferenten Lt. Dipl.-Ing. Christian Hopfens-
ausgezeichnet und Minister Platter, der auch Oberschützenmeister des perger anlässlich der Jahreshaupt-versammlung des Baons der
Landes Tirol ist, steckte Strasser das Goldene Verdienstzeichen des Wintersteller Ende März in St. Johann
Schützenbundes an das Revers.
Minister Strasser setzte sich besonders für das Zustandekommen ST. JOHANN - Es ist oft sehr schwierig- auch für mich - den rich-
des deutsch-österreichischen Staatsvertrages über die Vereinfachung tigen Weg zu erkennen, wenn es darum geht, welche sinnvollen Bräu-
des Verbringens von historischen Waffen (Schützengewehre) und che und Traditionen wir einerseits erhalten sollen - andererseits aber
Sportwaffen zwischen Bayern und Österreich bei traditionellen und wollen auch wir uns der Moderne nicht verschließen und am Aufbau
sportlichen Veranstaltungen ein. eines modernen Tirols mitgestalten. Im Zeitalter einer fortschreitenden
Minister Strasser war tief bewegt von der Atmosphäre des Festak- Globalisierung und Internationalisierung erscheint es mir sehr wich-
tes und von der hohen Auszeichnung. Er wünscht den Schützen, dass tig, gewachsene Kulturräume zu erhalten und so eine Welt der Vielfalt
sie in ihrer christlichen Grundeinstellung weiterhin erfolgreich sind. und Eigenarten zu kreieren. Stellt euch folgendes Szenario vor: Wir
Vor dem Tiroler Zapfenstreich wiederholte sich die Zeremonie des leben in einer Welt, in der alles Leben gleichgeschaltet und gleichför-
Frontabschreitens, dieses Mal mit den vier LKdt. der Alpenregion. Mit mig verläuft. Wir sprechen einen „Kauderwelsch“ aus Englisch,
Andacht und Würde wurde dann der Tiroler Zapfenstreich aufgeführt. Deutsch, Französisch und Italienisch. Wir feiern aus jeder Religion nur
Ausführende und Mitwirkende dieser erstmals zusammengestellten mehr jene Feste, die sich vermarkten lassen: Also neben dem katholi-
Fassung von Florian Pedarnig, der selbst anwesend war, waren die schen Nikolausfest, neben Weihnachten und Ostern das iberokeltische
Swarovski-Musik Wattens unter der Leitung von Kapellmeister Prof. Halloween, das moslemische Zuckerfest und das jüdische Paschamahl,
Franz Schieferer, die Musikkapelle Wattenberg unter der Leitung von weil Fleischkonsum auch vermarktet werden muss. Und unser Gott
Johann Geisler, die Schweglergruppe der Kompanie Telfs unter der heißt „Jährliches Wirtschaftswachstum über 5%“. - Eine arme Welt,
Leitung von Prof. Peter Reitmeir sowie die Ehrenkompanie des Baons eine kranke Welt, in der einerseits die Unzufriedenheit und anderer-
Rettenberg unter dem Kommando von Mjr. Manfred Sparber. seits die verloren gegangene Identität zum vorprogrammierten Anar-
Anschließend wurde im großen Landhaussaal die Ausstellung chismus und Bürgerkrieg führen müsste. Warum fühlen wir uns so
eröffnet und von den zahlreich erschienenen Gästen bestaunt und wohl in unserer Heimat Tirol?
bewundert. Neben 18 großen Schaukästen waren auch viele Schmuck- Weil wir hier in einem in Jahrhunderten gewachsenen Kulturraum
stücke und Kostbarkeiten zu sehen, die die Kompanien aus ihren Dör- aufgewachsen sind! Weil wir mit gewachsenen Traditionen und Bräu-
fern zusammengetragen haben. Darunter etwa ein noch nie gezeigtes chen vom Kleinkindesalter an in Berührung waren, und weil dieser
Portrait der Frau Andreas Hofers, der Sandwirtin Anna Hofer, gebore- kleine, persönliche Kulturraum unser Leben geprägt hat und uns Iden-
ne Ladurner. tifikation und damit Wurzeln, Heimat und unsere regionale Sprache,
unseren Dialekt gegeben hat. So geht es natürlich aber auch allen
anderen Bewohnern dieser Erde. Und diese gewachsene Verwurzelung
Zur Schützen- ist eigentlich ein Grundstein für ein zufriedenes, ausgeglichenes Leben
eines jeden Menschen. Damit aber auch der Grundstein für eine funk-
ausstellung tionierende Globalisierung und politisch gesehen auch für eine funk-
tionierende Europäische Union. Ich bin der festen Überzeugung, dass
in Innsbruck zu einem modernen Tirol auch die Rückbesinnung auf unseren
gewachsenen Kulturraum gehört.
Die am 19. März 2003 feierlich Mit unserer Identifikation können wir sehr viel zu einem multikul-
eröffnete und bis 5. April im turellen Europa beitragen, zu einer funktionierenden Globalisierung,
Großen Saal des Tiroler Landhauses welche die Verschie-
gezeigte Ausstellung des Tiroler denartigkeiten und
Schützenbundes „Einst Feinde, heu- Eigenheiten der Völ-
te Freunde - Schützen der Alpenre- ker respektiert und
gion“ wurde laut einem ersten Resümée von LKdt. Dr. Sarnthein sogar zu ihren Wur-
von der Bevölkerung sehr gut angenommen. zeln macht.
Mehrere tausend Tiroler und Tirolerinnen aller Altersschichten Dies in der Bevöl-
haben die Ausstellung besucht. Erfreulich ist auch, dass sehr viele kerung bewusst zu
Schulklassen die Ausstellung über die Geschichte der Schützen in machen ist auch ein
Tirol und Bayern mit großem Interesse aufgesucht haben. Teil einer funktionie-
Die als Wanderausstellung konzipierte Ausstellung geht nunmehr renden Schützenar-
auf Wanderschaft in die Bezirke. Als nächstes wurde die Ausstel- beit.
lung vom 4. Mai bis 18. Mai 2003 in der Spitalskirche in Lienz
gezeigt. Danach wird sie vom 24. Mai bis 15. Juni auf dem Schloss
Landeck, vom 14. bis 26. September in den Stadtwerken Kufstein,
Landauf landab sind
vom 12. bis 26. Oktober im Rathaus Schwaz und vom 4. bis 23. viele unserer Kompani-
November im Schützenheim Imst gezeigt. Die Wanderexponate en, wie rechts abgebil-
werden mit interessanten historischen Ausstellungsstücken der det, bei der Sebastiani-
jeweiligen Region ergänzt. Das für die Ausstellung neu aufgelegte Prozession in Telfs am
20. Jänner jeden Jahres
Tiroler Schützenbuch wurde ebenfalls sehr gut angenommen, so in den kirchlichen Jah-
ein zufriedener Landeskommandant. reskreis mit eingebun-
den.
Nummer 3 - Juni 2003 9

Herz Jesu – Leserbriefe


Gott am Rand – Gott in der Mitte
Die Friedensfahne
Einstmals wäre nur diese Überschrift möglich gewesen: „Gott in
der Mitte - Herz Jesu, Wundermächtig immer fort, warst Du Deines Eigentlich interessant zu beobachten, wie sich die italienische
Volkes Hort. Stets in Not und Kriegsgefahr schirmtest Du den Roten Volksgruppe in Bozen verhält.
Aar! Drum geloben wir aufs neue, Jesu Herz, Dir ew’ge Treue.“ Überall wurden Fahnen mit der Aufschrift „PACE“ (Frieden) aus-
1896 hat der Vinzentiner Professor Josef Seeber diese Zeilen gehängt und Kundgebungen gegen den Krieg im Irak organisiert. Noch
verfasst und damit die Volksseele getroffen. Gott in der Mitte, nicht vor einigen Monaten, es müsste der 6. Oktober 2002 gewesen sein, hat
am Rand! „Wenn das Herz wandert oder leidet, bring es behutsam sich Bozen gegen „Piazza della Pace – Friedensplatz“ ausgesprochen.
an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart des Nun sprechen sich diese Bozner gegen den brutalen Irakkrieg aus.
Herrn.“
Ich halte es mit dem hl. Augustinus: Wir sind auf Gott hin
geschaffen. Natürlich ist Gott der ganz Andere, der Heilige, der
Gerechte, der Gute
und die Liebe. Die
Liebe ist durch Jesus
Christus souverän
und rein hingestellt
worden: Am Kreuz.
In Gottes Liebe, in
Gottes Herzen, in
der Mitte ist Ruhe
und Geborgenheit.
Am Rande lebt man
zu gefährlich.
Auf dem Hinter-
grund dieser Gedan-
ken gewinnt Tirols Im selben Atemzug sind sie aber immer noch auf die eigenen Krie-
Bund vom Jahr ge stolz. Mit dem „Siegesplatz“ und dem „Siegesdenkmal“ in Bozen
1796 eine bisher wird der Sieg - welcher auch immer - eines schrecklichen Krieges ver-
wenig beachtete Di- herrlicht, der Hunderttausenden von Menschen das Leben gekostet
mension. Der Tiroler hat. Kriegstote verherrlichen heißt, Kriegstote befürworten.
sucht seit Jahrtau- Ein Schelm, wer hier Böses denkt!
senden nach dem Richard Andergassen, Lana
Sinn und findet die Antwort „Herz Jesu“. In der Vertikalen und der
Vorstellung, in ihr geborgen zu sein, Wärme und Atem zu haben,
lebt unser Volk: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“.
Der Bund als sichtbarer Handschlag, als Ausdruck der Grundüber-
. . . in die Zukunft!
zeugung, dass zur Schöpfung Gott gehört. Tirols Geschichte ist eine Mit tiefer Betroffenheit, Enttäuschung und Verbitterung müssen
Geschichte Gottes mit Tirol. Die Tiroler sind nicht Randmenschen geschichts-, kultur- und heimatbewusste Südtiroler sehen, wie im süd-
und Randgläubige. Die gelobte Bundeserneuerung jedes Jahr ent- lichen Tirol mit historisch und architektonisch wertvoller Bausubs-
reißt Gott der Grube des Vergessens. Der Tiroler steigt nicht in den tanz, mit der Bezeichnung öffentlicher Einrichtungen und mit histo-
Strom ungezählter diesseitiger Ordnungen und nicht zusammen- risch gewachsenem Namengut umgegangen wird.
passender, ausschnitthafter Bewegungen, Funktionen, Erkenntnis- In Brixen wird das Auenhaus durch die Gemeinde und das Land
se, Reflexe und Einflüsse. Das totale Diesseits enthüllt ihm sein plu- zum Abbruch freigegeben. Gegen das negative Gutachten des Landes-
ralistisches Chaos. Ohne Gottesbezug verlöre Tirol in den entschei- denkmalamtes, nur weil der Besitzer ein Ersatzprojekt erstellen und bei
denden Fragen seine Orientierung. Auf das konfliktvolle, zeitlich den diesbezüglichen Planungsarbeiten Spesen hatte. Wenn dies Schu-
begrenzte Leben der Menschen leuchtet ohne Gott keine Hoffnung, le macht, dann können wir uns von den Zeugen unserer Geschichte
und die Jahre der Tiroler Geschichte erhalten keinen Glanz. Eine ehestens verabschieden.
Gesellschaft – und wäre es sogar die Europäische Union –, die nur Das Hallenschwimmbad in Brixen wurde mit einem rein italieni-
gelegentlich und momenthaft Gott beachtet, steckt voller Misstrau- schen Namen „Acquarena“ und die sich darin befindliche Bar mit
en, verliert die Zuversicht, die befreiende Orientierung und den „Grissino“ benannt. Dies ist politisch und kulturpolitisch eine Dumm-
transzendierenden Ausblick. Die öffentliche Stimmung zeigt doch heit; verantwortlich dafür ist eine klare deutsche Mehrheit der
überall, dass Menschen ohne Gott nicht froh werden können. Auch Gemeinde Brixen.
Tirol nicht. Liebes Land Tirol, sing das Herz-Jesu-Bundeslied, wie In Bozen wiederum hat die italienische Mehrheit im Gemeinderat
es gemeint ist – „Auf zum Schwur ... was die Väter einst gelobt ... die historisch gewachsenen Flurnamen „Rosenbach“ und „Kaiserau“
das geloben wir aufs Neue ... fest und stark zu unserm Gott ... fest mit italienischen ersetzt, hier eine klare Fortsetzung der faschistischen
am Glauben halten wir ... lästern uns die Feinde auch ... Treue ist Politik der Toponomastik. Berechtigte und sachlich fundierte Einwän-
Tiroler Brauch“ de des Fraktionschefs der SVP Oswald Ellecosta gegen dieses Vorge-
hen werden von italienischen Stadträten ins Lächerliche gezogen und
Euer Paul Rainer – Landeskurat im Süden
vom Land mit der einfachen Bemerkung vom Tisch gewischt - setzt
euch zusammen. Kein Wort davon, dass Namen nicht übersetzbar und
10 Nummer 3 - Juni 2003

historisch gewachsene nicht ersetzbar sind, dass es „Zeugen unserer


Sprach- und Siedlungsgeschichte“ sind. Hier braucht es weniger einen Hui & Pfui
Blick zurück in die Zukunft als vielmehr einen Blick in die wirkliche
Zukunft, um zu erahnen, was aus dem historischen Namengut unserer
Tiroler Heimat wird.
Der Unterschied zwischen der heutigen Zeit und der Zeit des
Faschismus scheint unter anderem darin zu bestehen, dass die Verant-
wortlichen unserer Tiroler Heimat nun selbst dabei sind, die Italiani-
sierung des geschlossenen deutschen und ladinischen Siedlungsgebie-
tes des südlichen Tirol zu übernehmen.

Paul Bacher, Bozen


Schau, schau, was die Brimi
alles macht!
„Schützen Heil“ Brimi Frischkäse, fein säuberlich
Ein Gruß von unserem Freund verpackt in die Trikolore. Somit
Dr. Franco Bellegrandi aus Rom versucht sie gleich effizient den
jüngsten Forderungen von „Forza
Italia“-Koordinatorin Michaela
Diese Karte, ein Ostergruß, beweist, dass nicht nur Tiroler Schützen
Biancofiore nachzukommen und
in ihren Trachten farbenprächtig sind, auch die Schweizer Garde im
gibt jedem Südtiroler Haushalt
Vatikan hat diesbezüglich einiges zu bieten.
wenigstens die Möglichkeit, viele
kleine Tricolore zu besitzen. Und dreht
Karl Pertl, Völs
man die Verpackung um, findet man in den
Ortsbezeichnungen nur den tolomeischen Falsch-
namen für Vahrn - Varna und für Brixen nur die italie-
nische Bezeichnung Bressanone. Na ja - auf so einen
(Frisch-)Käse kann ich verzichten! - Der Brimi dafür ein
dickes Pfui!

Verleihung der goldenen Fascia für besondere


Verdienste an der Altoatesinisierung unserer
Heimat, heute an:
Tourismusverein Algund /
Associazione Turistica Lagundo
Schön, hier zu sein - in Algund bei Meran in Italien!
Piacevole essere qui: a Lagundo presso Merano in Alto Adige!
Ettore Tolomei, der Erfinder des „Alto Adige“ und von weiteren
8.000 Falschnamen, lässt grüßen. Wer mit faschistischen Namen wirbt,
betreibt Schleichwerbung für den Faschismus! Lagundo: Dem italieni-
schen Gast ist der Zungenbrecher Algund doch nicht zumutbar. Und
– An unsere geschätzten Leser! –
schließlich geht es auch darum, ihm das Gefühl zu vermitteln, das
Die Texte der Berichte für die TSZ sollten nach Möglichkeit per „Alto Adige“ sei mit all den übrigen altoatesinisierten Namen seit je
e-mail oder auf Diskette (Word.doc) an die jeweiligen mail- „una parte integrante dell’Italia“. Aber dem ist nicht genug: Nicht ein-
Adressen der Bünde gesendet werden, um die Arbeit der Text- mal im deutschen Text hat der Name Südtirol Platz gefunden.
erfassung zu erleichtern. Die Qualität der Bilder wird durch den Liegt das Stammschloss der Tiroler schon so nahe bei Algund,
Ausdruck von Digitalkameras leider immer schlechter. Bitte so dass man sich für dessen Nähe schämen
nach Möglichkeit unbedingt Originalfotos schicken. muss? Tolomei wird sich vor Genugtuung
Digitale Bilder müssen mit höchster Auflösung gemacht und
über das brave Gedeihen seiner Alto-Adige-
eindeutig zum dazugehörigen Artikel benannt werden. Es
Früchte im Grab umdrehen. Seine Altoatesinen
treffen immer wieder Bilder mit einer Bezeichnung wie
und Altoatesininnen leisten hervorragende
„SCHUETZEN“ etc. ein, die man nur schwer den Artikeln
zuordnen kann.
Arbeit. Das ist altoatesinische Realität, das
Bei Fragen zu digitalen Daten: Für den SSB - Tel. 00 39 / 0471 ist altoatesinische Authentizität,
/ 813 482 oder für den BTSK - 00 43 / (0) 512 / 345 440 Bodenständigkeit und Kultur!
Ansonsten geht’s uns ja eh gut!
Hauptsache, der Centesimo rollt!
Ungeachtet dessen, dass unsere
Identität und Kultur, sprich
Ankündigung: 6. Juni 2004 Heimat, dabei unter die Räder
kommt. Schließlich sind wir ja Altoatesi-
Alpenregionstreffen nen, ach ja: und -innen. Es lebe die Alto-
atesinisierung unserer Heimat! Tolomei
in Trient lässt grüßen.
Euer Raffl
Nummer 3 - Juni 2003 11

Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl und Bgm. Erwin Eberharter nahmen


Bataillone und Bezirke die Siegerehrung vor: Das Team der Schützenkompanie Weer gewann
auch heuer wieder die Mannschaftswertung, übrigens siegten sie 1997,
1998, 2000, 2001, 2002 und jetzt 2003. Im erfolgreichen Team Martin
Andreas-Hofer-Gedenkfeier Misslinger, Manfred und Roland Wechselberger, Markus Egger und
Claudia Arnold, sie siegten mit 494,2 Ringen.
IMSTERBERG - Die mittlerweile bereits traditonelle Gedenkfeier des Nicol Schwierz, Marketenderin der 1. Andreas-Hofer-Schützen-
Bataillons Starkenberg fand am Sonntag den 23. Februar 2003 tur- kompanie Schwaz, siegte mit 99,2 Ringen bei den Damen und Martin
nusmäßig in Imsterberg statt. Misslinger mit 101,8 von der Kompanie Weer in der Schützenklasse.
Das Baon Starkenberg möchte damit an den Tiroler Freiheitskampf Die Seniorenwertung gewann Rudolf Gugg von der Kompanie Achen-
von 1809 und den Todestag von Andreas Hofer erinnern. kirch mit 99,3 und bei den Jungschützen Christoph Binder (Terfens)
mit 100,3 Ringen. Bei den Gästen siegte Hugo Arnold mit 98,2 Ringen.
Den Tiefschussbewerb gewann heuer Georg Danzl von der 1. Schwa-
zer Schützenkompanie mit 5,52 Teilern.

52. Generalversammlung
des Schützenbezirkes Hall
TULFES - In Tulfes trafen sich am Sonntag, dem 9. März 2003, die
Abordnungen der 15 Kompanien des Schützenbezirkes Hall zur der
von Pfarrer Florian Schomers und Ehrenkurat Pater Paul Gutmann
zelebrierten Messfeier, um anschließend an der 52. ordentlichen Gene-
ralversammlung teilzunehmen.

Die zur Andreas-Hofer-Gedenkfeier angetretene Kompanie Imsterberg und die


Fahnenabordnungen des Bataillon Starkenberg

Neben den Abordnungen der Kompanien Imst, Tarrenz, Nassereith,


Obsteig, Karres und Karrösten ist die gastgebende Kompanie Imster-
berg in voller Stärke ausgerückt An Ehrengästen waren Alt-LKdt.
Emmerich Steinwender, Viertel-Kdt. Horst Strobl, Baon-Kdt. Franz
Kranewitter und Bez.-Kdt. Walter Thaler anwesend. Nach der Schüt-
zenmesse, zelebriert vom Ortspfarrer Stephan Müller, fand eine Kranz-
niederlegung am Kriegerdenkmal statt. Erinnernde und mahnende
Worte sprach Baon-Kdt. Franz Kranewitter. Eine beeindruckende Sal-
ve der Schützen von Imsterberg beschloss die Feier.
Lt. Alfred Schiechtl, Obmann
Mjr. Florian Fischler, der Kdt. des Schützenbezirkes Hall, bedankte sich bei
den Kompanien für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr (v. l.): Bez.-
Kurat Dr. Pater Paul Gutmann, Bgm. Josef Gatt, Viertel-Kdt. Mjr. Mag. Fritz
Weerer Schützen schon sechsmal Tiefenthaler, Mjr. Fischler, Mjr. Manfred Sparber, Hptm. Dr. Ludwig Kössler

Mannschaftsmeister im Schießen Dazu konnte Mjr. Florian Fischler im Vereinshaus von Tulfes zahl-
reiche Ehrengäste wie Bez.-Kurat Dr. Pater Paul Gutmann, Pfarrer Dr.
WEER - Die Schützen des Schwazer Bataillons schießen bei ver- Florian Schomers, Bgm. Josef Gatt, Viertel-Kdt. Mjr. Mag. Fritz Tie-
schiedenen Anlässen eine „Salve“, also eher Löcher in die Luft, beim fenthaler sowie den Oberschützenmeister der Schützengilde Hall, Ar-
Baonsschießen in Weer bewiesen sie allerdings ihre Treffsicherheit mit no Gufler, begrüßen.
dem Luftgewehr. Bei der Preisverteilung des Schützenschnurschießens ging die Kom-
panie Mils als Sieger hervor und der beste Tiefschuss für das Erreichen
der Speckbacher-Schützenkette gelang Adolf Plattner mit 55,4 Teiler
von der Speckbacher SK Hall.

Neue Standarte
für das Baon Sonnenburg
VÖLS - Am Sonntag, dem 23. März 2003, trafen sich die Haupt-
leute und Ausschussmitglieder der 14 Kompanien des Baons Sonnen-
burg zur 51. ordentlichen Baonversammlung in Völs.
Bereits zum fünften Mal bildete ein gemeinsamer Aufmarsch mit
der örtlichen Musikkapelle und anschließendem Gottesdienst den Auf-
takt der Versammlung, an der auch Bgm. Josef Vantsch und Mjr. Karl
Pertl teilnahmen.
Die Schützenkompanie Weer gewann auch heuer wieder die Mannschafts- Nach Begrüßung der Anwesenden durch Baon-Kdt. Anton Pertl und
wertung Feststellung der Beschlussfähigkeit bildete der Rückblick auf Aktivitä-
12 Nummer 3 - Juni 2003

ten des Vorjahres ebenso einen


Schwerpunkt wie die Voraus-
Baonsschießen
schau auf die kommenden Auf-
gaben. Unter anderem wurde
der Stubaier in Fulpmes
die Baon-Schützenkette an den FULPMES - Die Schützenkompanie Fulpmes veranstaltete im März
neuen und alten Schützenkönig das Stubaier Baonsschießen 2003.
Josef Triendl aus Sistrans über- An der Veranstaltung, die im Lokal der Schützengilde Fulpmes
geben. Als Höhepunkt wurde stattfand, nahmen über 100 Mitglieder und Gäste sowie alle Bürger-
bei dieser Sitzung der Entwurf meister des Stubaitales teil.
der neuen Standarte unseres Auch die Fahnenpatin KR Loni Mussmann, EMjr. Alt–LH Dr. Alois
Baons vorgelegt. Für die Partl sowie Alt-LR Dr. Luis Bassetti waren Teilnehmer dieser Veran-
Anschaffung der Standarte staltung.
konnten Gönner gefunden wer-
den, wodurch der Baon-Kasse Schützenkönig Josef Triendl aus
keinerlei Ausgaben entstanden. Sistrans mit Baon-Kdt. Toni Pertl
Die Einweihung erfolgt im fest-
lichen Rahmen beim 50. Baon-Fest in Völs, welches am 6. Juli abge-
halten wird.
Harald Graus, Pressereferent des Baon Sonnenburg

Baon Oberes Iseltal


Die Schützen gelten als Sinnbild für Freiheit und traditionelle Wer-
te. Mit Spenden für die Hochwasseropfer und der Teilnahme an ver-
schiedenen Schießveranstaltungen, bietet das Schützenwesen im
Bataillon Oberes Iseltal auch außerhalb der kirchlichen Prozessionen
einiges an. Hptm. Schmoller übernimmt für seine Kompanie Mieders den Wanderpokal:
Die Kompanien Matrei, Virgen, St. Jakob, St. Veit, St. Johann i. W, (v.l.) Hptm. Pfurtscheller - Fulpmes, Hptm. Schmoller, Talmajor Steuxner, Olt.
Hopfgarten, Kals und Prägraten bilden eines der größten Baone Tirols. Larcher
Mit 604 aktiven Mitgliedern zählt das Baon Oberes Iseltal zu den In der Einzelwertung der Schützen waren Alois Volkan von der
wichtigsten Meinungsträgern im heimischen Schützenwesen. „Schüt- Schützenkompanie Fulpmes und bei den Marketenderinnen Beatrix
zen stellen die Heimat dar und sind keine Tourismuserfindung, wo ein Schmoller aus Mieders siegreich. In der Mannschaftswertung ging der
paar bunte Männer herumlaufen“, strich Baon-Kdt. Klaus Riepler her- Wanderpokal endgültig in den Besitz der Kompanie Mieders über. Die
vor. Ergebnisse bei der Mannschaftswertung: 1. Mieders, 2. Fulpmes, 3.
Dass die Aktivitäten der heimischen Schützen äußerst vielfältig Telfes, 4. Neustift, 5. Schönberg
sind, konnte man an den Berichten der diversen Kompanien erkennen. Ein herzlicher Dank an die Schützengilde Fulpmes unter Ober-
Neben zahlreichen Kameradschaftsaktivitäten und Ausrückungen, schützenmeister Sigmar Span für die einwandfreie Durchführung die-
blieb auch der Sport nicht auf der Strecke. Besonders die Schieß- ser Veranstaltung.
bewerbe fanden großen Anklang. Nicht zuletzt aufgrund des hervor-
ragenden Erfolges des Hopfgartners Dominic Veider, der als Jung-
schütze den ersten „Catharina Lonz“-Gedenkfeier
Landesmeistertitel des
Baons gewann. Auch ST. VIGIL IN ENNEBERG - Catharina Lonz wurde im Jahre 1771 in
der Kontakt zu ande- St. Vigil Enneberg geboren. Als Bauernmagd kam sie in jungen Jah-
ren Schützenverbän- ren nach Spinges, wo sie bis Ende 1797 blieb. In ganz Tirol ist sie auch
den wird gepflegt. So als Heldenmädchen von Spinges bekannt. Am 2. April 1797 setzte sich
unterhält Hopfgarten die heugabelbewehrte Jungfrau auf der Friedhofsmauer mit ihren Mit-
gute Kontakte zu den streitern erfolgreich gegen die Franzosen zur Wehr. Von 1798 bis zum
Kameraden aus Mit- 30. Mai 1845 diente sie als Widumshäuserin bei dem Kuraten
tersill, und Kals trifft Johannes Petrus Anton Dethono (Alton) in Colle S. Lucia. Im Jahre
sich häufig mit den 1850 ging sie als Wirtschafterin zu ihrem Verwandten, dem Benefizia-
Schützen aus Toblach. ten Jan Maneschg, nach Andraz, wo sie 83-jährig am 8. Juli 1854
Die Kompanie St. starb. Beigesetzt wurde sie im Friedhof von Pieve.
Jakob legte im Jahr Ihr zu Ehren fand vor einiger Zeit in St. Vigil-Enneberg ein
2002 ihren Schwer- Gedenkschießen mit historischen Scheibenstutzen auf die Distanz von
punkt neben den übli- 150 Metern statt. Ziel dieser Veranstaltung war es nicht zuletzt, das
chen Pflichten der Schützenbewusstsein im Gadertal zu beleben, war doch vor dem
Brauchtumspflege auf Ersten Weltkrieg in jeder Gadertaler Gemeinde eine Schützenkompa-
soziale Aspekte und nie zu finden; zurzeit ist leider nur noch die von Enneberg aktiv!
spendete EUR 200,– Nach der Meldung an den LKdt. Paul Bacher und der anschließen-
für ein Wegkreuz in der Frontabschreitung begann die Gedenkfeier. Nach dem Abmarsch
Erlsbach und EUR Der Hptm. der Kompanie St. Jakob i. Def., Baon der Formationen begaben sich die Teilnehmer zum Catharina-Lonz-
Oberes Iseltal, verkörpert die Meinung von Baon-
500,– für die Hoch- Kdt. Klaus Riepler, dass die Schützen die Heimat Denkmal, wo ein Wortgottesdienst von Guardian Fr. Siegfried Volgger
wasseropfer in Tirol. darstellen und keine Tourismuserfindung seien. und Rudolf Kirsch abgehalten wurde.
Nummer 3 - Juni 2003 13

Dr. Lois Trebo sprach in seiner anschließenden Gedenkrede vom


Herz-Jesu-Fest und stellte die Frage in den Raum, was uns dieses heu-
te noch bedeute? Er verwies auf das Gelöbnis im Jahre 1946 mit den
Worten: „Wir versprechen von neuem, deine Gebote zu halten, auf die
Kirche zu hören, unsere Jugend im christlichen Glauben zu unterwei-
sen und die christliche Erziehung zu gewährleisten. Beim Betrachten
dieser Worte unserer Väter müssen wir feststellen, dass in unserer vom
Wohlstand verwöhnten Gesellschaft die wenigsten diese höheren Wer-
te heutzutage noch kennen. Allzu oft wird vergessen, dass es allein im
südlichen Tirol 20.000 Menschen gibt, die in Armut leben, mindestens
ebenso viele Alkoholiker und nicht zuletzt die viel zu hohe Selbst-
mordrate! All dies muss uns aufrütteln, wobei wir uns fragen sollten,
ist dies Entwicklung, Trend oder Wohlstand?
Wir sollten uns alle fragen, wo ist der Glaube an Gott und Heimat
geblieben!?“ In seiner Ansprache appellierte Trebo an die Kirche, sie „Präsen-tiert!“ Die angetretene Kompanie Mühlwald unter Hptm. Roland
solle doch mehr Brauchbareres und Attraktiveres für die jungen Oberhollenzer
Christen bringen, die Christen der Zukunft. Abschließend rief er alle liches dazu beiträgt, das überlieferte Brauchtum zu erhalten. Einen
Tiroler dazu auf, ihren Beitrag zu leisten, zur Erhaltung des Glaubens besonderen Dank richtete er an die Kompanie Enneberg für die Aus-
an Gott, die Treue zur Heimat zu wahren, die Grundsätze der Väter nie richtung der Gedenkfeier des Heldenmädchens von Tirol, „Catharina
zu vergessen. Lonz“, mit anschließendem Scheibenstutzenschießen.
Mit Stolz berichtet Stoll über die fast flächendeckende Ausstattung
mit Säbel und Gewehren. Ein besonderes Lob ging an die Organisato-
ren der Ausstellung „Einst Feinde - heute Freunde“ auf Schloss Brun-
eck. Er erwähnte auch die Aktivitäten im vergangenen Jahr wie die
Aktion Klockerkarkopf, unzählige Veranstaltungen, Vorträge und Feste
sowie Schützentreffen, Sportveranstaltungen und nicht zuletzt zahl-
reiche Heldengedenkfeiern und Schützenmessen im Herbst.
BMjr. Dr. Luis Zingerle erläuterte in seinen Worten die Großkund-
gebung in Bozen am 24. April (Tirol unterm Beil - 80 Jahre Faschis-
mus in Südtirol) und rief zur großen Teilnahme auf. Der Bürgermeister
von Mühlwald, Josef Unterhofer und Baon-Kdt. vom Pustertaler Ober-
land, Mjr. Johann Obrist, sprachen die Grußworte. Mit der Landes-
hymne und anschließendem Mittagessen endete die Jahreshauptver-
sammlung 2003.
Heinrich Seyr
Die Abordnungen bei der Frontabschreitung. Katharina Lanz ist, wie die
starke Teilnehmerzahl beweist, auch heute noch vielen ein ideelles Vorbild.

Die Ergebnisse des „Catharina-Lonz-Gedenkschießens“: Festscheibe: 1. Schützen ehren Giuseppina Negrelli


Kurt Egartner - Gossensaß, 2. Reinhold Nocker - Wolkenstein, 3. Rein-
PRIMÖR - Die Schützenkompanie „Giuseppina Negrelli“ von Primör
hard Fauner - St. Leonhard; 5er-Serie Schützen und Senioren: 1. Ha-
hat im Friedhof von Mezzano dem 160. Todestag der Heldin gedacht.
rald Lercher - Toblach, 2. Ulrich Ladstätter - Olang, 3. Elmar Stoll -
Sie verteidigte das Primör-Tal vor dem napoleonischen Angriff vom
Taisten; 5er-Serie Altschützen: 1. Reinhold Nocker - Wolkenstein, 2.
Jahre 1809 und ist seither ein leuchtendes Vorbild.
Christian Laner - Meran, 3. Herbert Comploi - St. Ulrich; 5er-Serie
An der in der Pfarrkirche stattgefundenen Zeremonie haben über
Veteranen und Versehrte: 1. Hermann Liensberger - St. Lorenzen, 2.
zehn Fahnenabordnungen und neun Schützenkompanien, sechs davon
Johann Oberparleiter - St. Lorenzen, 3. Konrad Winding - Bruneck;
aus dem Trentino und drei aus Südtirol, teilgenommen; die Schüt-
5er-Serie Marketenderinnen: 1. Petra Hintner - Taisten; 5er-Serie
zenkompanie Truden bildete die Ehrenkompanie.
Jungschützen: 1. Dominik Reden - Sand in Taufers; Ehrenscheibe: 1.
Josef Oberparleiter - Olang, 2. Hubert Straudi - Tramin, 3. Josef
Gasteiger - St. Johann

Bezirksversammlung im Pustertal
MÜHLWALD - Mit der vollzähligen Beteiligung von 26 Kompanien
und einer Schützenkapelle fand am 9. März 2003 in Mühlwald die
Bezirksjahreshauptversammlung statt.
Nach dem Besuch der hl. Messe fanden sich alle Beteiligten im
Friedhof ein, um dort die Heldenehrung beim Kriegerdenkmal abzu-
halten. Mit einer exakt durchgeführten Salve der Kompanie Mühlwald
endete der Festakt.
Anschließend eröffnete Bez.-Mjr. Richard Stoll die Vollversamm-
lung, begrüßte alle Ehrengäste und rief in seinem Jahresbericht ver-
stärkt zu Kameradschaft und Heimatschutz auf. Ein großer Dank ging
an alle Kompanien für die rege ehrenamtliche Arbeit, die ein Wesent- Die angetretenen Kompanien aus Welsch- und Südtirol in Mezzano
14 Nummer 3 - Juni 2003

Außer Hptm. Fabio Gadenz haben auch Marco Depaoli, Präsident ist die Gründung der Schützenkompanie Leifers, dessen offizielle Fei-
des Bezirkes Primör, der mit den anderen Bürgermeistern anwesend er am 15. Juni dieses Jahres stattfinden wird und bei der Bez.-Mjr.
war, Franco Panizza, Vizepräsident des Regionalrats und LKdt. Mjr. Marmsoler zu einer starken Beteiligung aufrief. Die jährliche Bil-
Carlo Cadrobbi Ansprachen gehalten. dungsfahrt führte die Schützen in die 13 deutschen Gemeinden des
Veroneser Raumes. Der Bezirk hat derzeit 654 Mitglieder und 24 Jung-
schützen. Bundesexerzierreferent Lt. Franz Pixner berichtete, dass der
Bezirk Bozen hält Rückschau Bezirk über 115 Säbel- und 146 Gewehrträger verfügt und dass zurzeit
DEUTSCHNOFEN - In Deutschnofen trafen sich unlängst die Schüt- neun Kompanien in Ausbildung seien. Mit der Tiroler Landeshymne
zen des Bezirkes Bozen zu ihrer jährlichen Bezirksjahreshauptver- fand die Jahreshauptversammlung ihren Abschluss.
sammlung. Unter den Klängen der Musikkapelle Deutschnofen mar-
schierte man zum Gottesdienst, anschließend begann im Pfarrhaus die
offizielle Versammlung. Unter den zahlreichen Ehrengästen konnte
Bez.-Mjr. Karl Marmsoler unter anderem Bgm. Bernhard Daum, LKdt.
Mjr. Paul Bacher, seinen Stellvertreter Mjr. Peter Piock, die Fahnen-
patin Gisela Schatzer und 24 anwesende Kompanien begrüßen.
Bez.-Mjr. Marmsoler erwähnte in seiner Rückschau unter anderem
die Organisation der Andreas-Hofer-Feier in Mantua mit 350 Teilneh-
mern. Weiters fand in Eppan ein Bezirksschießen statt. Ein Höhepunkt
war die Wanderausstellung „Einst Feinde - heute Freunde“ im Bozner
Kolpinghaus, organisiert zusammen mit dem Bezirk Süd-Tiroler
Unterland. Teilgenommen hat man auch am Alpenregionsfest in Prutz,
zu einer Landesgedenkfeier entwickelt sich die Sepp-Kerschbaumer-
Feier in St. Pauls am 8. Dezember mit immer mehr Teilnehmern, was
einen äußerst erfreulichen Umstand darstellt. Im Umweltbereich hat
man sowohl an der Transitblockade der Inntalautobahn als auch an
der Tagung „Verkehr steigt - Politik schweigt“ in Brixen teilgenom-
Die Bezirksleitung des Bezirkes Bozen (v.l.): Sigmar Stocker, Karl Kasseroler,
men. Für die hochwassergeschädigten Landsleute in Österreich wurden Martina Sinn, Bez.-Mjr. Karl Marmsoler, Dieter Sölva, Erich Pichler, Egon
aus dem Bezirk Bozen 8.500,– Euro gespendet. Eine besondere Freude Kaspar, Luis Ploner und Walter Depentori

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Bund der Tiroler Schützenkompanien:
der Schützen
5

Südtiroler Schützenbund: Mangfall/


Leitzachgau
Werdenfels
Werdenfels
Garmisch
Garmisch/ 1
Partenkirchen
Partenkirchen

Anschriften der Schriftleiter:


OSR Mjr. Karl Pertl, Werth 21, A-6176 Völs, 2
Tel. 0512/303179, e-mail.: k.pertl@tirol.com
Lt. Elmar Thaler, Schlernstr. 1, I-39100 Bozen,
Tel. 0471/974078, e-mail.: info@schuetzen.com
Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau, Tel. + 6 Viertel Osttirol
Fax 089/5469521, e-mail: Baur-Hans@t-online.de
Redaktionsschluss ist der jeweils 20. der Monate Feber,
April, Juni, August, Oktober und Dezember. 7
3
Fotos von Verstorbenen können auf ausdrücklichen Wunsch Brixen

retourniert werden. Namentliche Beiträge müssen nicht die


Meinung der Redaktion wiedergeben.
Eigentümer und Herausgeber: Bund der Tiroler Schützen-
kompanien, Bozner Platz 6/III, Innsbruck, und Südtiroler
Südtiroler
Schützenbund, Schlernstr. 1, Bozen Unterland
Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 6/77. Verant-
wortlicher Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hart-
muth Staffler. Die Tiroler Schützenzeitung versteht sich als
Mitteilungsblatt des Südtiroler Schützenbundes, des
Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der Tiroler 4
Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen
Gebirgsschützenkompanien. Schriftleiter SSB: Elmar Tha-
ler; BTSK: OSR Karl Pertl; BGK: Hans Baur. Schrift: Rotis
Serif von Otl Aicher
Herstellung: dtp Tyrol, Klaus Leitner, Innsbruck
Druck: Fotolito Varesco, Auer
Bayerische Gebirgsschützen
Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien

Auf der Bachmair-Wiese zelebrierte Pater


Fritz Setzer zusammen mit Pfarrer Xaver
Gröppmair den Gottesdienst, der von der
Schützenkapelle Tegernsee sowie den Brü-
dern Rehm musikalisch umrahmt wurde. Zu
einem besonderen Höhepunkt wurde die Pre-
digt des Jesuitenpaters Albert Keller, der den
Patronatstag als gelebte Ökumene bezeichne-
te und gegen die Gleichgültigkeit, die sich
durch die Globalisierung breit macht, argu-
mentierte (siehe Leitartikel, Seite 1). Diese
eindringlichen Worte veranlassten Bayerns
Ministerpräsident Stoiber, das vorbereitete
Redemanuskript beiseite zu legen und, inspi-
riert von den Worten des Jesuitenpaters, aus
dem Stegreif ein von Herzen kommendes
Bekenntnis zu seinem Bayernland zu formu-
lieren. Der Bürgermeister von Rottach, Franz
Hafner, hatte vorher Hptm. Alfred Baier und
seinen vielen Mitstreitern in der Tegernseer
Kompanie Dank und Anerkennung für die
Ehrengäste beim Patronatstag in Rottach-Egern: v.l. StMin. Monika Hohlmeir, LHptm. Karl Steininger,
MinPräs. Dr. Edmund Stoiber, Karin Stoiber, 1. Bgm. Franz Hafner, SKH Herzog Max in Bayern Organisation ausgesprochen und auch den
Präsidenten des Südtiroler Landtages, Her-
mann Thaler und den Bürgermeister von
Patronatstag in Rottach-Egern - Rottachs Patengemeinde Kastelruth, Vinzenz
Carbon, willkommen geheißen.

ein bayerischer Festtag Die Grüße der Schützenbünde der Alpen-


region überbrachten die LKdt. von Tirol, Süd-
und Welschtirol, Otto v. Sarnthein, Paul
ROTTACH-EGERN - Am Mariensonntag, terpräsident Dr. Edmund Stoiber mit Gattin Bacher und Carlo Cadrobbi.
dem ersten Sonntag im Mai, huldigen die Karin, die Königlichen Hoheiten Herzog Max Für seine Verdienste beim Zustandekom-
bayerischen Gebirgsschützen ihrer Schutz- und Herzogin Elisabeth in Bayern sowie Kul- men des Staatsvertrages über die grenzüber-
patronin. Dieser Patronatstag führt jährlich tusministerin Monika Hohlmeier. schreitende Mitnahme von Waffen wurde
alle 46 Kompanien aus dem Werdenfelser
Land, dem Loisachtal, dem Isarwinkel, dem
Mangfall- und Leitzachtal sowie aus dem
Inn- und Chiemgau zusammen.
Dieses Jahr feierten mehr als viertausend
Gebirgsschützen zusammen mit Abordnun-
gen aus Tirol, Süd- und Welschtirol sowie
zahlreichen Ehrengästen bei strahlendem
Wetter in Rottach-Egern ein Fest, das die alt-
bayerische Seele wiederspiegelte.
Bereits am Vorabend legte der LHptm. und
die gastgebende Kompanie Tegernsee vor der
Mariensäule einen Kranz nieder. An-
schließend wurde vor dem Rathaus der
Bayerische Zapfenstreich von der Schützen-
kapelle Tegernsee und dem 60 Mann starken
Spielmannszug Rottach-Egern/Kreuth ausge-
führt.
Beim Festgottesdienst konnte LHptm. Karl
Steininger hochrangige Vertreter aus Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft begrüßen: Minis- Spielleute aus dem Isarwinkel
16 Berichte aus Bayern Nummer 3 - Juni 2003

Ministerpräsident Edmund Stoiber mit dem ten Hans Harrer, Anton Mangold sen. und wurde die Gebirgsschützenkompanie Aschau
Maximilianskreuz, der höchsten Auszeich- Johann Fuchs, alle GSK Reichersbeuern, die beauftragt. Der Patronatstag wird in Bad Aib-
nung der Alpenregion, ausgezeichnet. Dr. Plakette des BBGK. ling stattfinden. Das Adventsingen wurde an
Dieter Soltmanns große Unterstützung bei Dann formierte sich ein farbenprächtiger Schliersee vergeben und am Oktoberfest-
der Herausgabe des Gebirgsschützenbuches Festzug durch die von mehr als zehntausend Trachten- und Schützenzug 2003 werden die
wurde mit der Verdienstmedaille des Bundes Zuschauern gesäumten Straßen von Rottach- Kompanien Lenggries und Reichersbeuern
der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien Egern. Ein schönes Bild, das in der Presse wie teilnehmen.
gewürdigt. Für 50-jährige Zugehörigkeit zu folgt gewürdigt wurde: „Alpenländische Tra- LHptm. Steininger dankte der gastgeben-
den Schützen wurden 23 Kameraden mit der ditionspflege, feierlich-machtvoll demonst- den Kompanie Miesbach und ihrer Musikka-
Goldenen Medaille am weiß-blauen Band riert“. pelle und schloß die Bundesgeneralversamm-
geehrt (siehe Seite 18!). Für 60 Jahre erhiel- lung.

Hans Maier - 75 Jahre


Bundesgeneralversammlung in Miesbach
SCHLIERSEE - Mehr als 50 Jahre ist Hans
MIESBACH - Im prachtvollen Saal des der Landeshauptmannschaft ihre Berichte.
Maier aktiver Gebirgsschütze bei der Kompa-
Waitzinger-Kellers trafen sich die Vertreter Dabei wurde das abgelaufene Jahr wieder in
nie Schliersee-Agatharied.
der 46 Kompanien zur Bundesgeneralver- Erinnerung gerufen: Die Romfahrt zum 75.
Er war bei der Kompanie Salutzugführer
sammlung der Bayerischen Gebirgsschützen- Geburtstag von Joseph Kardinal Ratzinger,
und von 1981 bis 1993 Hptm., seit 1993
kompanien. Miesbachs Bürgermeister Dr. die Feier zum 75. Geburtstag von Friedrich
EHptm. Zwölf Jahre stand er als Gau-Hptm.
Gerhard Maier und Landrat Norbert Kerkl, Kardinal Wetter, der Patronatstag in Beuer-
an der Spitze der acht Kompanien des Mang-
beides aktive Gebirgsschützen, begrüßten die berg, das Alpenregionstreffen in Prutz/Tirol
fall-Leitzach-Gaues und wurde für seine Ver-
Versammlung. sowie die regionalen Feste.
dienste 2000 zum Ehrengauhauptmann
Nach dem Gedenken an die Verstorbenen Zum Thema Waffenrecht wurde der
ernannt.
ernannte LHptm. Karl Steininger Lt. Adolf Staatsvertrag zwischen der Republik Öster-
Lindner von der GSK Tegernsee, den reich und der Bundesrepublik Deutschland
langjährigen Schriftführer des Bundes der hervorgehoben, der die Mitnahme von Waf-
Bayerischen Gebirgsschützenkompanien, fen bei grenzüberschreitenden Besuchen
zum Ehrenoffizier. 19 Gebirgsschützen wur- ohne großen bürokratischen Aufwand
den für ihre Verdienste mit der Goldenen Ver- ermöglicht und es wurde der Hoffnung Aus-
dienstmedaille am Blauen Band geehrt (siehe druck gegeben, daß es in absehbarer Zeit
Seite 18!) und die ausscheidenden Hauptleu- auch mit der Republik Italien möglich wird,
te Josef Astner - GSK Flintsbach, Karl Ruf - unnötige Formalitäten abzubauen. Der positi-
GSK Garmisch, Georg Schießl - GSK Traun- ve Trend beim Bundesschießen hielt erfreuli-
stein, Hans Schuderer - GSK Prien, Roland cherweise an. Der Bund kann sich auf geord-
Spornitz - GSK Mittenwald, und Robert nete wirtschaftliche Verhältnisse stützen. Im
Spring - GSK Schliersee, erhielten den Ehren- Mittelpunkt stand die Neuwahl der Landes-
krug des Landeshauptmanns. hauptmannschaft. Diese wurde komplett in
Mit der Bayernhymne endete der offizielle ihrem Amt bestätigt.
Teil, der von der Schützenkapelle Miesbach Die Delegierten legten die Veranstaltungs-
umrahmt wurde. orte für das Jahr 2004 fest. Mit der Durch-
Im Arbeitsteil erstatteten die Amtsträger führung der Bundesgeneralversammlung
Hans Maier als Begleiter der Bundesfahne

Die Kompanie Schliersee schoß ihm an


seinem Ehrentag einen Salut und feierte im
Beisein von Vertretern des Bundes der
Bayerischen Gebirgsschützenkompanien den
75. Geburtstag.
LHptm. Karl Steininger überbrachte die
Glückwünsche des Bundes der Bayerischen
Gebirgsschützenkompanien.

Wechsel im Bataillon
Werdenfels
GARMISCH - Karl Ruf, EHptm. der
Gebirgsschützenkompanie Garmisch, gab
nun auch sein Amt als stellvertretender
Bataillonskommandant des Bataillons Wer-
denfels in jüngere Hände. Die Bataillonsver-
Die wiedergewählte Landeshauptmannschaft, v.l. Anton Linsinger, Günther Zieglmeier, Martin Haberfell- sammlung wählte zu seinem Nachfolger den
ner, Karl Steininger, Benno Lindner, Rudolf Erdmann, Hans Baur, Günter Reichelt Garmischer Hptm. Thomas Maurer.
Nummer 3 - Juni 2003 Berichte aus Bayern 17

Dr. Gerhard Maier † aus. Als die Kompanie Miesbach-Parsberg-


Wies wiedergegründet wurde, war er die trei-
bende Kraft. In Anerkennung seiner Leistun-
MIESBACH - Mit großer Bestürzung haben gen für die Kompanie wurde er zum Ehren-
die Bayerischen Gebirgsschützen die Nach- leutnant ernannt. Durch seine Briefe und
richt vom plötzlichen Tod ihres Schützenka- Festschriften über das Gebirgsschützenwesen
meraden Dr. Gerhard Maier aufgenommen. im Mangfall-Leitzach-Gau und im Bund der
Hat er noch bei der Bundesgeneralversamm- Bayer. Gebirgsschützen hatte er sich große
lung als Hausherr die Grüße der Stadt Mies- Verdienste erworben. Der Mangfall-Leitzach-
bach überbracht, so mussten sie ihn nun nur Gau ernannte ihn dafür 1983 zum Ehrenleut-
wenige Wochen später zu Grabe geleiten. nant. Der Bund der Bayerischen Gebirgs-
Dr. Gerhard Maier war von echter tief ver- schützen verlieh ihm 2001 die Goldene Ver-
wurzelter Liebe zu seiner bayerischen Heimat dienstmedaille.
Die Führung des Bataillons Werdenfels, v.l. Anton und ihrem Brauchtum geprägt. Schon in jun- Bei der Vorstellung des Heftes zur bayeri-
Witting, Thomas Maurer, Karl Ruf und Hans Jais gen Jahren hatte er sich neben dem Trachten- schen Geschichte und Kultur mit dem Titel
Bataillonskommandant Hans Jais und auch dem Gebirgsschützenwesen verschrie- „Bayerische Gebirgsschützen“ reifte in ihm
Adjutant Toni Witting wurden in ihren ben. 1970 rückte er erstmals als aktiver der Gedanke einer länderübergreifenden Aus-
Ämtern einstimmig bestätigt. Gebirgsschütze bei der Kompanie Gmund stellung des Gebirgsschützenwesens zusam-
men mit den vier Schützenbünden des
Alpenraumes. Unterstützt wurde er dabei
Staatsminister vom Haus der Bayerischen Geschichte und
der Stadt Miesbach.
Reinhold Bocklet - 60 Jahre An seinem Grabe hielt Heiner Poensgen,
der Gau-Hptm. des Mangfall-Leitzach-Gaus
MÜNCHEN - Der Bayerische Staatsmini-
die Grabrede und zitierte gleichsam als Ver-
ster für Bundes- und Europaangelegenheiten
mächtnis einige Zeilen aus dem Vorwort des
und Ehrenleutnant der Gebirgsschützenkom-
Buches von Dr. Gerhard Maier „Die Gebirgs-
panie Schliersee-Agatharied, Reinhold Bock-
schützen des Miesbacher Oberlandes“: „Die
let, empfing zum 60. Geburtstag eine große
Gebirgsschützen wollen das gute Alte erhal-
Schar von Gratulanten. Ministerpräsident
ten, stehen dem guten Neuen aufgeschlossen
Edmund Stoiber dankte ihm für drei Jahr-
gegenüber, werfen aber nicht des Fortschrit-
zehnte erfolgreiche politische Arbeit für Bay-
tes willen das Bewährte über Bord. In konser-
ern, für Deutschland und für Europa und hob
vativem, liberalem und fortschrittlichem
Bocklets Rolle als überzeugender Fürsprecher
Geist arbeiten wir zielbewusst für eine
für einen funktionierenden Föderalismus in
lebenswerte Umwelt und einer liebenswerten
Deutschland und für echte Subsidiarität in
Heimat“.
Europa hervor. Anlässlich der Bundesgeneralversammlung wurde
das letzte Bild aufgenommen, das Dr. Gerhard Die Gebirgsschützen werden Dr. Gerhard
Maier in Schützentracht zeigt. Maier ein ehrendes Gedenken bewahren.

Ministerpräsident Edmund Stoiber bei seiner Lau-


datio auf Staatsminister Reinhold Bocklet (l.)
(Foto-Studio S. Heuser, München)

Da Reinhold Bocklet auch ein überzeugter


und sehr aktiver Gebirgsschütze ist, über-
brachte LHptm. Karl Steininger persönlich die
Wünsche des Bundes der Bayerischen
Gebirgsschützenkompanien und überreichte
dem sichtlich erfreuten Jubilar einen kleinen
holzgeschnitzten Schützenkameraden. Die Hie gut allweg - alten Brauches Pfleg’ - nach Ettendorf wir reiten - wie zu Väters Zeiten“
Kompanie Schliersee-Agatharied nahm vor
der Staatskanzlei in München Aufstellung, TRAUNSTEIN - Zum zweiten Mal reiten drei Traunsteiner Gebirgsschützen mit der Kompa-
schoß einen Ehrensalut und gratulierte eben- niestandarte beim Georgi-Wallfahrtsritt mit. Sie beteiligen sich damit an einem alten Brauch,
falls mit einem Geburtstagsgeschenk. der immer mehr Unterstützer findet. Im Jahr 2003 nahmen 396 Pferde teil.
18 Berichte aus Bayern Nummer 3 - Juni 2003

Gehört - Gelesen Die Goldene Verdienstmedaille am weiß-blauen Band für 50


Toni Braun, Schriftführer und Leutnant aus Jahre wurde in Rottach-Egern verliehen an . . .
Mittenwald, besuchte mit seiner Familie in Anton Würmseer, Schütze, GSK Jachenau; Peter Herzinger, Tambour; Franz Seestaller,
Innsbruck die Ausstellung „Einst Feinde, Schütze, GSK Gmund; Josef Fichtner sen., Tambour; Balthasar Mayr, Tambour; Florian
heute Freunde“". Dabei konnte er selbst Öttl, Tambour; Martin Sappl sen. (Dull), Tambour; Josef Sappl (Kernzl), Schütze, GSK Ell-
miterleben, wie der Viertel-Kdt. Tirol-Mitte bach; Nikolaus Städele, Schütze, GSK Reichersbeuern; Jakob Keferloher, Schütze, GSK
höchstpersönlich zwei Jungschützengrup- Elbach-Leitzachtal; Peter Rauh, Schütze; Josef Schober, Schütze, GSK Tegernsee; Leonhard
pen durch die sehr gut ausgestattete und Fichtner, Hauptmann; Franz Huber, 1. Schützenmeister; Alois Puffer sen., Schütze, GSK
gut präsentierte Ausstellung im neuen Beuerberg; Alois Willibald, Schütze, GSK Wackersberg; Jakob Haslinger, Schütze; Franz
Landhaussaal geführt hat. Besonders beein- Oswald, Schütze; Jakob Pauli, Schütze; Hans Rest, Schütze, GSK Gaißach; Hans Karrer,
druckt hat die altersgerechte Führung mit Ehrenhauptmann; Georg Astner sen., Ehrenmitglied, GSK Flintsbach; Andreas Schnitzer
einem anschließenden Fragespiel, welches sen., Schütze, GSK Partenkirchen
bei den Kindern besonders gut angekom-
men ist. Dieses Engagement der Tiroler . . . und die Goldenene Verdienstmedaille am blauen Band in
Schützen verdient Anerkennung.
Miesbach an . . .
Michael Bromberger, Gauhauptmann, Loisachgau; Thomas Simon, Hauptmann, GSK
Kompanie Prien unter neuer Wackersberg; Edi Holzner, Fähnrich, GSK Inzell; Engelbert Kellner, Leutnant; Berthold
Freiberger, Oberjäger; Konrad Thannberger, Pionier, GSK Gmund; Josef Gerg, Fahnenjun-
Führung ker und stv. Hauptmann; Josef Kreidl, Fahnenbegleiter; Thomas Murböck, Fahnenbeglei-
ter, GSK Lenggries; Michael Wörner, Leutnant, GSK Eschenlohe; Helmut Hirsch, Leutnant,
PRIEN - Rudolf Holthausen heißt der neue GSK Wolfratshausen; Günther Hochhäuser, Oberleutnant; Franz Steinkirchner, Leutnant;
Hptm. der Gebirgsschützenkompanie Prien. Max Tiefenmooser, Leutnant, GSK Neubeuern; Mathäus Hammerl, 1. Vorstand; Georg
Der bisherige Hptm. Hans Schuderer stand Rauchenberger, Schütze; Pater Karl Abt, Kompaniepfarrer, GSK Benediktbeuern; Josef
zur Neuwahl nicht mehr zur Verfügung. Miedl, Leutnant, GSK Endorf; Klement Neuner, Oberjäger, GSK Mittenwald

Rudolf Holthausen, neuer Hptm. der GSK Prien

Die neuen Träger der Goldenen Verdienstmedaille am blauen Band


Hptm. Rudolf Holthausen ist kein Neuling
in der Führungsmannschaft der Kompanie,
gehörte er ihr doch schon seit 1982 als Oj.
und seit 1985 als Lt. an.

Josef Seitz neuer Hptm. der


Gebirgsschützenkompanie
Mittenwald
MITTENWALD - Der langjährige Fhr. der
Gebirgsschützenkompanie Mittenwald, Josef
Seitz, wurde von der Kompanieversammlung
zum neuen Hptm. gewählt. Olt. wurde Roland
Spornitz, Kassier Manfred Moritz. Im Amt
bestätigt wurden Schriftführer Anton Braun
sowie Salutzugführer Peter Brandtner.
Bild rechts: Hptm. Josef Seitz (l.) mit seiner neuen
Mannschaft
Nummer 3 - Juni 2003 19

Die Seite der Marketenderinnen und Jungschützen


Bezirksschießen in Tramin üblichen Unterhaltungsmöglichkeiten, wie das Goasslschnöllen, Ori-
entierungslauf und Lagerfeuer werden im Bergdorf Radein im Südti-
TRAMIN – Wie jedes Jahr richteten die beiden Bezirke Bozen und roler Unterland am Fuße des Weiß- und Schwarzhorns sicher nicht zu
Süd-Tiroler Unterland auch heuer wieder gemeinsam ein Schießen für kurz kommen. Dieser Tage sind die Anmeldekarten ins Haus geflattert,
Jungschützen aus. Das Schießen, welches Julius Mosen, dem Dichter also nichts wie „ab die Post!“
des Andreas-Hofer-Liedes gewidmet war, fand dieses Mal besonders
starken Anklang und wird als Qualifikation für das Gesamttiroler Sonnenburger schießen in Aldrans
Jungschützenschießen gewertet. Prämiert wurden alle Teilnehmer,
nachstehend veröffentlichen wir die Sieger der einzelnen Kategorien: ALDRANS - Beim Luftgewehrschießen in Aldrans gab es wieder
Jahrgang 1991–1993: 1. Silvester Lochmann - Altrei, 2. David Spiess gute Schießleistungen. 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten
- Bozen-Stadt, 3. Armin Gschnell - Kurtatsch; Jahrgang 1987–1990: für Hochbetrieb am Aldranser Schießstand, wo das Baon-Luftge-
1. Alex Franzelin - Montan, 2. Katharina Gschnell - Kurtatsch, 3. wehrschießen der Jungschützen 2003 durchgeführt wurde.
Johannes Daum - Aldein. Die Tiefschussscheibe ging heuer nach Epp- Unter der Leitung vom Aldranser Jungschützenbetreuer Lt. Jürgen
an - und zwar an Michael Nocker. Möller und seinem Team wurde diese Veranstaltung reibungslos und
ohne Unfälle abgewickelt. Ein Dank gilt auch dem Hptm. der Aldran-
ser Sebastian Wolf, Obm. Hubert Rösch und Baon-JS-Betr. Lt. Oskar
Untermarzoner. Die Preisverteilung wurde von Baon-Kdt. Mjr. Anton
Pertl im Beisein der oben Angeführten vorgenommen.

Am Ende war jeder Sieger: Die Jungschützen der Bezirke Bozen und Süd-
Tiroler Unterland

Abenteuer Heimat
Die Siegermannschaft aus Kematen mit dem Aldranser Hptm. Sebastian Wolf
Die Vorbereitungen sind angelaufen (l.) und seinem Team sowie Baon-Kdt. Mjr. Toni Pertl und Baon-JS-Betr. Lt.
Oskar Untermarzoner (m.)
BOZEN/RADEIN - Mitten in den Vorbereitungen zum heurigen
Von den zehn teilnehmenden Kompanien holte sich im Mann-
Zeltlager für Jungschützen stehen mittlerweile die Bundesjugendlei-
schaftsbewerb der Schützennachwuchs aus Kematen mit 372 Ringen
tung, die Betreuer des Bezirks Süd-Tiroler Unterland und die Schüt-
den Wanderpokal und somit den Mannschaftssieg (zum dritten Mal in
zenkompanie Radein.
Folge und deshalb ging dieser auch in deren Besitz über), knapp
Um auch heuer wieder drei Tage Spiel, Spaß und vor allem auch ein
gefolgt von Sistrans (368) und Völs (358). In der Einzelwertung ging
Stück Heimat vermitteln zu können, haben sich die Verantwortlichen
die Baonskette an Nicole Prohaszka (96 Ringe) und somit ebenfalls
ein umfangreiches Programm ausgedacht. Der Aufbau unserer hei-
nach Kematen. Im Tiefschußbewerb holte sich Georg Fidler aus Nat-
matlichen Gebirge im Laufe vieler, vieler Jahre wird der Schwerpunkt
ters den Sieg. Der Jüngste dieser Schießveranstaltung war übrigens
beim Zeltlager vom 17. bis 20. Juli 2003 sein. Und was sich auf den
mit 9 1/2 Jahren Michael Untermarzoner aus Götzens.
ersten Blick vielleicht für so manchen von euch etwas ungewohnt
anhört, wird durch eine aufregende, geführte Tour in die nahe gelege- Lt. Harald Graus, Pressereferent Baon Sonnenburg
ne Bletterbachschlucht so richtig zum Erlebnis werden. Aber auch die
Baon-Schießen in Schwaz
SCHWAZ - Am 2. März 2003 fand das 26. JS-Schießen des Baon-
Schwaz statt. Austragungsort bzw. ausrichtende Kompanie war heuer
Weerberg.
Geschossen wurde auf die Ehrenscheibe am Schießstand Weerberg
und am Schießstand der Sportschützen Swarovski Wattens, wo auch
das JS-Leistungsabzeichen geschossen wurde. Die Preisverteilung fand
am Samstag, dem 15. März im Gemeindesaal Weerberg statt.
Jungschützenkönig wurde heuer wieder Christoph Messner aus der
Kompanie Aschbacher aus Achenkirch mit 149,1 Ringen. Die
Ehrenscheibe errang Angelika Oberlechner von der 1. Andreas Hofer
20 Nummer 3 - Juni 2003

„Als Landeshauptmann von Tirol bin ich stolz auf unsere Schützen.
Sie prägen das Bild unseres Landes und werden von Einheimischen
und Gästen gleichermaßen geschätzt“, so van Staa, „und ich freue
mich vor allem darüber, dass Traditions- und Schützenvereine auch
bei jungen Menschen so großen Anklang finden“.
Der ehemalige legendäre Landesvater Eduard Wallnöfer war EHptm.
der Schützenkompanie Amras, deshalb besteht seit Jahren auch eine
enge Verbindung zwischen der Schützenkompanie und der Familie des
Landeshauptmannes.

Schießleistungsabzeichen
für Lienzer Jungschützen

Die erfolgreichen Jungschützen und Ehrenscheibengewinner mit den Ehren-


gästen (v.l.o.) Bgm. Hans Tipotsch, Hptm. Willi Schösser, Hannes Schiffmann,
JS-König Christoph Messner, Ehrenscheibe Angelika Oberlechner, Baon-JS-
Betr. Oj. Franz Ploner, Nicole Schwierz, Simon Dornauer und
Andreas Knapp

Schützenkompanie aus Schwaz mir einem Teiler von 15,4. Die JS-
Betreuerscheibe errang JS-Betr. Hannes Schiffmann aus Weerberg mit
einer Ringzahl von 51,8.
Den Ehrenschutz für diese Veranstaltung übernahmen Bgm. Hans
Tipotsch, Weerberg, Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl und Viertel-Kdt.-Stv.
Hptm. Max Häusler.
Ein besonderer Dank gilt den Sportschützen Swarovski Wattens
unter der Leitung von Hptm. Gerhard Gründler, Hptm. Willi Schösser,
Weerberg, und allen Obmännern, Hauptmännern, Gönnern und Förde- Die erfolgreichen Lienzer Jungschützen, die bei der Jahreshauptversammlung
rer der Jungschützen. das Schießleistungsabzeichen in Gold bekamen (siehe Gesamttiroler Schüt-
zenchronik).
Baon-JS-Betr. Franz Ploner

Amraser Jungschützen besuchten Jungschützenausflug der Burggräfler


den Landeshauptmann MERAN - Am 25. April war es nach reichlicher Planung und Orga-
nisation endlich so weit. 70 Jungschützen und 20 Begleitpersonen
INNSBRUCK - Eine Abordnung von Jungschützen und -marketen- unseres Bezirkes starteten in Lana zu einem unvergesslichen Ausflug.
derinnen der Schützenkompanie Amras, in Begleitung von Hptm. Um 8 Uhr ging es los, die Fahrt führte uns nach Schwaz, ins Sil-
Peter Gasteiger, besuchte vor kurzem LHptm. Herwig van Staa in sei- berbergwerk. In drei Gruppen ging es mit der Bergwerkbahn hinein in
nen Amtsräumen im Landhaus. den Stollen, wo uns die Führer alles über den Bergbau erklärten. Nach
der Führung ging es mit der Bahn wieder aus dem Stollen raus, wo uns
in der Knappenkuchl ein deftiges Mittagessen erwartete. Um 14 Uhr
erfolgte dann die Preisverteilung des Bezirks-Freundschaftsschießens
und es wurden die fünf Teilnehmer am Gesamttiroler Jungschützen-
schießen in Arzl bekannt gegeben.
Anschließend beeindruckte alle das Riesenrundgemälde in Inns-
bruck. Um 17 Uhr trat man die Heimreise an und ein schöner, ereig-
nisreicher Tag ging zu Ende.
Ein Dank an die Betreuer und vor allem unseren Jungschützen für
ihr reges Interesse und dem Bezirk und dem Bund für die finanzielle
Unterstützung, ohne die dieser Tag nicht möglich gewesen wäre.
Lt. Joachim Schwienbacher

Die weiteren Termine der Wanderausstellung


„Einst Feinde - heute Freunde;
die Schützen der Alpenregion“:
Landeck, Schloss: 24. Mai bis 15. Juni 2003
Kufstein, Stadtwerke - Fischergries 2: 14. bis 26. September 2003
Schwaz, Rathaus: 12. bis 26. Oktober 2003
Imst, Schützenheim: 4. bis 23. November 2003
LHptm. Herwig van Staa, Hptm. Peter Gasteiger mit der Abordnung von
Jungschützen und -marketenderinnen (Foto: Land Tirol / Andreas Ambrosi)
Nummer 3 - Juni 2003 21

Wir gratulieren . . . Luis Larch zum 70sten


LANA, GRAZ - Am Freitag, dem 7. März 2003, begab sich eine
Abordnung der Schützenkompanie „Franz Höfler“ Lana nach Graz, um
EHptm. Albert Waibl - 85 Jahre mit ihrem Ehrenmitglied Luis Larch seinen 70. Geburtstag zu feiern.
SEE - Am 11. Februar feierten wir den 85. Geburtstag von unserem Luis Larch, Südtirolaktivist in den 60er-Jahren, der an der Seite von
Ehrenkranzträger und EHptm. Albert Waibl. Jörg Klotz kämpfte, lebt nunmehr seit 42 Jahren im Exil in Graz.
Er hat im Jahre 1956 die Kompanie als führende Kraft wiederge- Eigentlich wollte er seinen 70. Geburtstag in seiner Heimat Südtirol
gründet. Mit seiner kameradschaftlichen, geradezu väterlichen Art hat feiern, doch ist dies immer noch nicht möglich. Im vergangenen
er 20 Jahre die Kompanie geführt. Seine Verdienste für das Schützen- Herbst war auch er einer derjenigen, die gehofft hatten, dass Bundes-
wesen, im Besonderen für die Schützenkompanie See, sind von präsident Thomas Klestil die Begnadigung der Freiheitskämpfer von
unschätzbarem Wert. seinem Staatsbesuch in Italien mit nach Österreich bringen würde.
Doch, wie allgemein bekannt, kam es ganz anders. Klestil kam nicht
nur ohne Begnadigungen zurück, er verlieh Gianfranco Fini sogar die
zweithöchste Auszeichnung der Republik Österreich!

Gratulation zum 85. Geburtstag von der Kompanie See an EHptm. Albert
Waibl mit seiner Gattin Ines

Es war für die Kompanie mehr als eine Pflicht, es war eine Freude, Der ehemalige Südtirolaktivist Luis Larch wurde 70. Fern der Heimat feierte
unserem Albert zu seinem 85. Geburtstag mit einer Ehrensalve zu gra- seine Kompanie mit ihm den runden Geburtstag.
tulieren. Lieber Albert, wir möchten dir auf diesem Wege noch einmal
herzlich für alles danken, was du für die Schützenkompanie See getan Aus aktuellem Anlass beschlossen die Lananer Schützen, ein Stück
hast und bleib weiterhin so mit uns verbunden. Heimat mit nach Graz zu nehmen und dort mit ihrem Luis zu feiern.
Am Samstagnachmittag wurde unter der Führung von Luis die Alt-
Obm. Manuel Pircher stadt und das Wahrzeichen von Graz, der Uhrturm, besichtigt. Am
Abend wurde dann im Stadtteil St. Peter mit dem Luis und seiner Frau
EHptm. Artur Acherer - 75 Maria gefeiert, wobei ihm auch eine Schießscheibe, gemalt von Kame-
rad Helmuth Gufler, überreicht wurde.
KUFSTEIN - Am 28. Jänner hatte unser EHptm. Artur Acherer sei- In der Hoffnung, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem
nen 75er. man mit dem Jubilar in Südtirol in geselliger Runde feiern kann, nahm
Das war natürlich Anlass genug, mit der Kompanie auszurücken man schweren Herzens Abschied.
und dem Jubilar eine exakte Ehrensalve zu schießen. Bei der an- Dem Organisator - Schützenkamerad Martin Flatz - und allen Teil-
schließenden Feier im Schützenheim gratulierten die Gilde- und Kom- nehmern ist von Herzen zu danken; möge ihnen und dem Larch Luis
paniemitglieder und wünschten dem Artur alles Gute. dieses Wochenende noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Richard Andergassen

Zur Hochzeit alles Gute . . .


OLANG - Am 19. September 2002 führte Peter Unteregelsbacher,
ein eifriger Schütze aus den Reihen der Kompanie Olang, seine Braut
Sabine zum Traualtar.
14 Schützen und zwei Marketenderinnen gratulierten in der Heilig-
Kreuz-Kirche in St. Lorenzen mit zwei Ehrensalven und wünschten
dem Brautpaar alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

Zum 75. Geburtstag von EHptm. Artur Acherer fanden sich im Kufsteiner
Schützenheim zahlreiche Gratulanten ein. (V.l.) Hptm. Hundögger, Baon-Kdt.
Hermann Egger, der Jubilar EHptm. Artur Acherer, EOM Rudi Bucher und
Siegfried Staffler
22 Nummer 3 - Juni 2003

Aber auch die jüngste Aktion der Kompanie Bruneck fand großen
Gesamttiroler Schützenchronik Anklang, besonders unter der Bevölkerung des Altersheimes Bruneck.
Hier wurde am 29. März nach längerer Vorbereitungszeit und mit tat-
kräftiger Mithilfe einiger Kompaniemitglieder ein neues Wegkreuz
Jahreshauptversammlung aufgestellt. Im Rahmen einer Einweihungsfeier wurde es als Geschenk
in St. Johann i. Ahrn der Kompanie Bruneck den Bewohnern des Altersheimes übergeben.
Den Korpus dazu stellte Pater Franz, Guardian der Kapuziner, zur Ver-
ST. JOHANN - Nach einem arbeitsamen Jahr fand am 14. Dezem- fügung, der in seiner Ansprache über den Sinn und den Wert der Weg-
ber die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Mit einem Rorate in kreuze im Allgemeinen sprach; über Ruhe und Frieden, die von ihnen
der Pfarrkirche von St. Johann, zelebriert von Hochwürden Markus ausgehen - besonders in einer Zeit, die von Rastlosigkeit und Krieg
Küer, wurde begonnen. Im Hotel „zum Schachen“ begrüßte Hptm. geprägt ist.
Franz Steger anschließend die anwesenden Marketenderinnen und
Schützen sowie die Ehrengäste Hochwürden Markus Küer, die Fah-
nenpatinnen Antonia Gruber und Christine Oberkofler, den Gemeinde-
assessor Adolf Niederkofler, den Bez.-Mjr. Richard Stoll und die Vetre-
tungen der Vereine.

Die Kompanie Bruneck vor dem neu errichteten Wegkreuz

Kompanie Algund
ALGUND - Bei der jüngsten Vollversammlung hat die Kompanie
eine umfangreiche Tagesordnung behandelt. Die Kompanie ist im Vor-
Die Geehrten der Kompanie St. Johann. Stehend v.l.: Bez.-Mjr. Richard Stoll,
Herbert Stolzlechner, Josef Gasteiger, Kurt Gasteiger, Klaus Gasteiger, Hptm.
jahr siebenmal in Kompaniestärke und 52-mal als Abordnung aus-
Franz Steger; kniend v.l.: Alfred Stolzlechner, Sebastian Innerhofer gerückt. Acht neue Mitglieder wurden aufgenommen. Höhepunkt
waren der Aufmarsch bei der 1000-Jahr-Feier in Algund und das erste
Es folgte der Appell und die Gedenkminute für die verstorbenen Salutschießen bei der Andreas-Hofer-Gedenkfeier.
Kameraden, besonders für die Kameraden Hofer Peter, Mölgg Josef Beim Festakt zur 1000-Jahr-Feier in Algund im Juni des vergange-
und Niederlechner Alois, welche im abgelaufenen Jahr verstorben nen Jahres war fast die ganze Kommandantschaft anwesend. Dabei
sind. wurden drei Schützenmitglieder der Kompanie zu Ehrenzeichenträ-
Aus dem Tätigkeitsbericht ging hervor, dass 35 Ausrückungn in gern der Gemeinde Algund ernannt, nämlich EHptm. Konrad Unter-
Tracht und 57 in Zivil stattfanden. Ein außerordentliches Ereignis war weger, der langjährige Olt. Josef Schmieder und Schriftführer Walter
die Teilnahme am Alpenregionsfest in Prutz, zwei weitere wichtige Dissertori.
Ereignisse waren die Fahrt zu den Fellerer Schützen nach St. Johann Als Beitrag zur Jubiläumsfeier in Algund richtete die Schützen-
in Tirol, mit denen man schon über 20 Jahre eine Partnerschaft pflegt kompanie das 12. Bezirksschützenfest Burggrafenamt-Passeier aus, zu
und die Aktion Klockerkarkopf. dem viele Zuschauer gekommen waren. Oj. Stefan Gutweniger hatte
Hochwürden Küer Markus bedankte sich für die geleisteten Arbei-
ten beim Widum und auch für die zahlreiche Teilnahme an kirchlichen
Festen. Bez.-Mjr. Richard Stoll erinnerte vor allem an die Aktion
Klockerkarkopf und die Gedenkfeier für Sepp Kerschbaumer. Die Kom-
panie gehöre zu einer der fleißigsten aus dem Bezirk, traurig sind nur
die vielen Ausrückungen zu Beerdigungen. Auf die Grußworte folgte
die Ehrung von mehreren verdienten Kameraden, welche vom Bez.-
Mjr. Richard Stoll und dem Hptm. Franz Steger durchgeführt wurde.

Rückschau bei der Kompanie Bruneck


BRUNECK - Umfangreich waren die Tätigkeiten der Schützenkom-
panie Bruneck auch im abgelaufenen Jahr. Hptm. Hans Unterfrauner
hielt Rückschau. Höhepunkt war wohl die Ausrichtung der Wander-
ausstellung „Einst Feinde – heute Freunde“ in Zusammenarbeit mit
dem Bezirk Pustertal auf Schloss Bruneck. Nicht nur der äußere Rah-
men, der Standort und die vielen Kleinode als Ausstellungsstücke,
sondern auch der unermüdliche Einsatz verschiedener Mitglieder Die Schützenkompanie Algund gehört mittlerweile zu den stärksten
ließen die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden. Kompanien im südlichen Tirol
Nummer 3 - Juni 2003 23

dazu eine beachtenswerte Festschrift verfasst. Das erste Salutschießen ten, warum sie sich in der damals ausweglos erscheinenden Situation
anlässlich der Andreas-Hofer-Gedenkfeier war für die Algunder ein an Aktionen gegen den Staat und die faschistischen Herrschaftssym-
besonderer Tag. bole beteiligten. Alle Aktionen wurden ausnahmslos unter dem
Bgm. Schrötter, der den Schützen ihren neuen Raum im alten Aspekt, Menschenleben absolut zu schonen, gestartet.
Widum zur Verfügung gestellt hatte, bezeichnete die Schützen im Sin-
ne von Alt-LH Silvius Magnago als „moralische Wächter“.
Für seine sportlichen Leistungen wurde Schütze Christian Picher
besonders gelobt. Er hatte bei der Mountain-Bike-Italienmeisterschaft
in Castel Rignone in Umbrien den 3. Platz in der Kategorie „Sports-
man“ erreicht.
Walter Dissertori, Schriftführer

45-Jahr-Feier
„Major Josef von Morandell“, Kaltern
KALTERN - Besonders feierlich gestaltet wurde anlässlich der 45-
Jahr-Feier der Schützenkompanie Kaltern die heurige Jahreshauptver-
sammlung.
Nach der hl. Messe konnte im Gasthof „Goldener Stern“ Hptm.
Walter Bernard den Bgm., den LKdt., die Ehrenkranzträgerinnen, Vielbeachteter Vortrag in Meran: v.l. Hptm. Roman Grossteiner, Renato des
Ehrenoffiziere und den EHptm. sowie Marketenderinnen, Jungschüt- Dorides, Sepp Mitterhofer, Alois Gutmann
zen und Schützen begrüßen.
Sepp Mitterhofer aus Meran-Obermais sprach über sein Mitwirken
beim BAS (Befreiungsausschuss für Südtirol) in der Gruppe um Sepp
Kerschbaumer. Er berichtete über die Handlungen, welche die Welt auf
das Schicksal Südtirols aufmerksam machen sollten. Über seine daraus
resultierende Verhaftung, die erlittenen Folterungen in der Carabinie-
ri- Kaserne in Meran, dem darauf folgenden Massenprozess in Mailand
und dem anschließenden Freiheitsentzug.
Fern von Familie und Heimat musste er acht Jahre Haft unter
schwersten Bedingungen absitzen, bis er zu seiner Familie zurückkeh-
ren konnte und seine Integration in die Gesellschaft wieder möglich
war.
Luis Gutmann aus Tramin berichtete über die erlittenen unmensch-
lichen Folterungen, welche ihm in der Carabinieri-Kaserne von Tramin
widerfahren sind. Er sprach über den Aufschrei der Häftlinge in zahl-
reichen Briefen an Politiker und Spitzen der katholischen Kirchen im
Lande. Briefe, die ungehört geblieben sind. Die Schilderungen von Luis
V.l. Hptm. Walter Bernard, die Geehrten der Kompanie Kaltern und LKdt. Mjr. Gutmann lösten im Publikum tiefste Fassungslosigkeit aus.
Paul Bacher
Umrahmt wurden die Referate durch Lichtbilder, die von Günther
Obwegs zusammengestellt wurden.
Der Appell durch Olt. Dieter Sölva ergab 52 Anwesende. An- Im Anschluss an die Referate erfolgte die Podiumsdiskussion unter
schließend gedachte man der verstorbenen Kameraden Thomas Werth der Leitung von Kultur- und Bildungsreferent Renato des Dorides, an
und Sepp Mayr. JS-Betr. und Schießreferent Flt. Johannes Pfraumer welcher sich das Publikum rege beteiligte.
berichtete über die Tätigkeiten der Jungschützen. Nach absolviertem Der Vortragsabend hat dazu beigetragen, die damals schwierige Zeit
Probejahr wurde heuer Fabian Kemenater angelobt und als Schütze aus der Sicht der Teilhabenden zu sehen. Durch die Bereitschaft der
aufgenommen. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Ehrungen aus- Zeitzeugen, über ihr erlittenes Schicksal zu sprechen, ist das Begreifen
gesprochen (siehe letzte Seite!). Kamerad Sepp Mayr konnte die der damaligen Umstände leichter geworden. Südtirol wäre heute mit
Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft leider nicht mehr entgegenneh- Sicherheit nicht jenes Südtirol, wie wir es kennen, wenn es nicht Men-
men, da er kurz vor der Versammlung verstarb. schen wie Sepp Mitterhofer oder Luis Gutmann gegeben hätte, die
ohne Rücksicht auf ihre eigenen Interessen, die Interessen unseres
Landes vertreten hatten, vielleicht sogar besser vertreten hatten als
„Terrorismus mancher Politiker.
oder Freiheitskampf“ Die Aktionen selbst mögen heute wohl vielleicht manchen Men-
schen nicht gerade richtig erscheinen, jedoch zeigen gerade solche
MERAN - Am Freitag, dem 28. März 2003, wurde von der Schüt- Vortragsabende, warum damals kein anderer Weg möglich war.
zenkompanie Meran-Stadt im Zuge des Kulturprogramms 2003 ein
Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion veranstaltet, welcher Schlanderser Schützen im Aufwind
unter dem Motto „Terrorismus oder Freiheitskampf“ stand. Bei der von
zahlreichen Gästen besuchten Veranstaltung wurde über Südtirol in SCHLANDERS - Kürzlich hielt die Schützenkompanie Schlanders
den 50er- und 60er-Jahren mit seiner politischen Tragik und seinen im Gasthaus „Goldene Rose“ ihre Jahreshauptversammlung, zu der
menschlichen Schicksalen referiert und diskutiert. Hptm. Karl Pfitscher neben den Mitgliedern auch die Ehrengäste
Hptm. Roman Grossteiner konnte die Zeitzeugen Sepp Mitterhofer begrüßen konnte, ab. Die Schützenkompanie Schlanders kann wieder
und Luis Gutmann begrüßen, welche über ihre Beweggründe berichte- auf ein reges Tätigkeitsjahr zurückblicken.
24 Nummer 3 - Juni 2003

Neben der Maria-Namen-Prozession wurde im letzten Vereinsjahr ein Haus errichtet hat und ebenfalls Unterstützung aus Tirol bekam,
bei einigen Veranstaltungen das erste Mal eine Ehrensalve nach dem ebenso dem Versuchsfeld, welches von der Südtiroler Landesregierung
I. Weltkrieg geschossen. Höhepunkte waren die Wanderausstellung angelegt und von Dr. Hermann Oberhofer aus Lana betreut wurde.
„Einst Feinde – heute Freunde“, die im März und April 2002 im Kul- Man konnte feststellen, dass es dort Fortschritte gibt und viele Obst-
turhaus „Karl Schönherr“ gezeigt wurde, sowie die Bezirkstagung zur und Gemüsesorten gedeihen. Am Nachmittag stand eine hl. Messe auf
Ortsnamensgebung und die Brasilien-Reise zu den Tiroler Landsleuten. dem Programm, welche von Pater Augustinho Daniel Schaefer aus
Beteiligt hat man sich auch bei der Aktion „Klockerkarkopf“ und an Minas Gerais zusammen mit dem angehenden Priester Bento aus
weiteren Aktionen. Angesprochen hat Hptm. Karl Pfitscher auch das Angola zelebriert wurde. Leider musste festgestellt werden, dass die
Schützenheim, welches in Kürze fertig sein wird und die Restaurierung Arbeiten bei der Dacheindeckung dieser Kirche vom Jahre 1996 nicht
bzw. Konservierung der „Alten Schlanderser Militär- und Veteranen- die Besten sind, denn das Dach ist an einigen Stellen bereits leck und
fahne“. Olt. Herbert Schuster sprach über das „gottlose Abtreibungsge- es muss dringend gehandelt werden, damit die restaurierten Fresken
setz,“ das vor 25 Jahren in Italien eingeführt wurde und das die Süd- nicht neuerlich in Gefahr kommen. Gespannt war man auch auf das
tiroler nie gewollt hätten. Es sei an der Zeit, dass man auch auf dieses Projekt der Maniokmühlen.
„himmelschreiende Unrecht“ aufmerksam macht. Auch die Schützen
dürften hier nicht schweigen. In ganz Italien wären in diesen 25 Jah-
ren durch dieses Gesetz an die vier Millionen Kinder im Mutterleib
getötet worden, davon auch viele Tausende in Südtirol.
Dank des Beitritts fünf junger Schützen (Christian Tappeiner, Fried-
rich Weissenhorn, Andreas Holzknecht, Werner Hauser und Emanuel
Abertegger) ist die Kompanie auf 32 aktive Mitglieder angewachsen.
Johann Graber wurde bei der Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran
zum EMjr. des Südtiroler Schützenbundes ernannt.
Dekan Josef Mair würdigte den Einsatz der Schützen für Werte wie
Heimat, Vaterland, Sprache, Kultur und Glaube. Auch sprach der
Dekan davon, dass es höchst an der Zeit wäre, das „faschistische
Unrecht“ zu lösen. Richard Theiner, Vizepräsident der Region, zeigte
sich ebenfalls wegen des Irak-Krieges sehr besorgt. Zum Transitprob-
lem meinte er, dass dieses im Vinschgau im Vergleich zu anderen
Bezirken eher gering sei. 80 Prozent des Verkehrs seien hausgemacht.
Auch sprach er das Thema „Toponomastik“ an und sagte, dass man
hier eine vernünftige Lösung für alle suchen muss. Anerkennung für
Maniokmühle bei Florian Thomas in Brasilien
die Schützen gab es von ihm und von Seiten der Öffentlichkeit für die
geleistete Arbeit.
In seiner Vorschau rief Hptm. Karl Pfitscher die Schützen und die Bei Florian Thomas sind die Arbeiten diesbezüglich zufriedenstel-
Bevölkerung zur Teilnahme an der Großkundgebung „Tirol unterm lend abgeschlossen, bei Erni Flegler hingegen noch nicht. Die Schüt-
Beil – 80 Jahre Faschismus in Südtirol“ auf, die am 24. April in Bozen zenkompanie Schlanders wird dafür sorgen, dass auch diese Maniok-
stattfindet. Auch brachte er das Jahresprogramm des SSB vor, das mühle wieder in ihren alten Zustand kommt. Am Abend wurde
bevorstehende Dammlfest und das Musikfest in St. Anton im Sommer schließlich so richtig gefeiert, denn man hatte mit Rosmarie Eberhö-
dieses Jahres, sowie die Heiligsprechung von MissionarPater Josef fer-Rechenmacher ein Geburtstagskind dabei. Am folgenden Tag ließ
Freinademetz am 5. Oktober. es sich ein Teil der Gruppe nicht entgehen, den 1.000 Meter hohen
„faulen Fisch“ zu besteigen um dort mit Wirt Hubert und Geraldo ein
Hptm. Karl Pfitscher
vier Meter hohes Holzkreuz aufzustellen, das erste Gipfelkreuz auf
Tiroler Boden in Brasilien. Der krönende Abschluss der Reise war Rio
Schützen besuchen zum dritten Mal de Janeiro mit all seinen Sehenswürdigkeiten.
Tiroler in Brasilien Hptm. Karl Pfitscher

SCHLANDERS / SANTA LEOPOLDINA – Das Projekt der Schützen-


kompanie Schlanders wird fortgesetzt. 24 Personen aus dem ganzen Kompanie Seis am Schlern
Land, vorwiegend Schützen, nahmen vom 7. bis 24. Jänner an der
dritten Brasilienreise teil, zu der die Kompanie Schlanders eingeladen SEIS AM SCHLERN - Am 11. Februar fand im „Gasthof Schlern“ die
hatte. Reiseleiter war Hptm. Karl Pfitscher. Im Mittelpunkt der Reise Jahreshauptversammlung der Schützenkompanie Seis am Schlern
stand ein viertägiger Besuch bei den Landsleuten in der Colonia Tirol statt.
in der Gemeinde Santa Leopoldina. Hptm. Erich Mayrl begrüßte Schützenkameraden, Marketenderin-
In der Colonia Tirol wurde man am frühen Morgen von Geraldo nen und die Ehrengäste, darunter Bez.-Mjr. Karl Marmsoler, Prof. Luis
empfangen, der mit den Teilnehmern den ganzen Tag über die Nach- Ploner, Pfarrer Franz Pixner und Abordnungen der Nachbarkompani-
bardörfer von Tirol besuchte. In Santa Leopoldina wurde das Einwan- en Kastelruth und Völser Aicha. Schriftführerin Paula Fill berichtete,
derermuseum der wohl berühmtesten Tiroler Emigrantenfamilie Holz- dass sich die örtliche Schützenkompanie nach der Aufnahme von 12
meister besichtigt. Spät abends, in der Colonia Tirol im Gasthaus jungen Schützen bzw. Marketenderinnen im Alter von 25 bis 30 Jah-
„Tirol“ angekommen, wartete die örtliche Bevölkerung und der aus ren um fast ein Drittel verjüngt hat. Für die eifrigen Neumitglieder
Gomagoi im Vinschgau stammende Wirt Hubert Thöni mit einem wurden im Vorjahr zudem 10 Gewehre und zwei Säbel angeschafft,
herzlichen Empfang auf. Am nächsten Tag ging es mit den Besuchen eine neue Fahnenstange aus Stahl wurde für die Ruine Hauenstein
bei den Landsleuten weiter, so beim Bauer Vladimiro Siller, dann bei angefertigt. Im Jahr 2002 verzeichnete die Kompanie mit 36 Aus-
Silvano Thomas, der neben Bauer noch Fischzüchter und auch Tisch- rückungen eine rege Tätigkeit. Außer bei den Prozessionen zu Fron-
ler ist. Diese Tischlerei wurde vom Bundesland Tirol eingerichtet. Ein leichnam, der Herz-Jesu-Prozession mit abendlichem Herz-Jesu-Feuer
Besuch wurde auch Vital Thomas abgestattet, der mit einem Kärntner am Spitzbühl, der Peter-und-Paul-Prozession und der Erntedank-
Nummer 3 - Juni 2003 25

die vielfältige Tätigkeit und sicherte seine Unterstützung bei der


Finanzierung des Buches und bei der Suche nach dem lang ersehnten
Schießstand zu.
Aus dem Tätigkeitsbericht der Kompanie geht hervor, dass im abge-
laufenen Schützenjahr zahlreiche Aktivitäten und Initiativen zu ver-
zeichnen waren. Hervorzuheben ist dabei die starke Teilnahme an der
Aktion Klockerkarkopf im Sommer, wo die Problematik der faschisti-
schen Toponomastik aufgegriffen wurde.
Am vergangenen Andreas-Hofer-Tag rückte die Schützenkompanie
erstmals mit eigenen Gewehren aus. Diese wurden mit Spenden von
Vahrner Bürgern, der Gemeinde und von aktiven Schützen finanziert.
Im Mittelpunkt der Jahresversammlung stand die Angelobung von
Michael Dorigatti als Schütze und eine Auszeichnung für 15-jährige
Mitgliedschaft. Erfreut zeigte sich die Kompanie auch darüber, dass
wiederum drei junge Schützen das Probejahr angetreten haben. Die
Aufbauarbeit der vergangenen Jahre trägt Früchte.
Die Schützenkompanie Seis am Schlern mit dem neuen Hptm. Erich Mayrl
(zweiter v.r.) (Foto: Foto Gabi - Seis)
Andreas-Hofer-Gedenkfeier
Prozession in Kastelruth waren die Seiser Schützen auch außerhalb
des Schlerngebietes vertreten. Neben dem Alpenregionstreffen in Prutz
in Mölten
bei Landeck auch beim Schützentreffen in Mittelbiberach bei Ulm oder MÖLTEN - Zum ersten Mal feierte heuer eine Abordnung der Schüt-
in Natters, bei der Andreas-Hofer-Feier in Mantua und bei verschie- zenkompanie Mils mit Hptm. Hermann Pittl und EHptm. Hermann Tie-
denen Schützenfesten im ganzen Land. Auch die älteren Mitmen- fentaler mit den Möltner Schützen die Andreas-Hofer-Gedenkfeier in
schen im Altersheim wurden nicht vergessen, drei Schützen über- Mölten.
brachten die Wünsche der Schützenkompanie Seis und teilten
Geschenke aus. Mit Begeisterung nahmen die Schützen und Marke-
tenderinnen am Martinischießen in Eppan teil, wobei Hptm. Erich
Mayrl und Harald Köfler Gold, sowie Sonya Mauroner, Harald Köfler,
Oskar Fill und Florian Malfertheiner mit Silber ausgezeichnet wurden.
ELt. Karl Recla

Kompanie Vahrn - 50 Jahre alt


VAHRN - Ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf die 50-jährige
Wiedergründung stand die diesjährige Jahreshauptversammlung der
Schützenkompanie Vahrn. Hptm. Günther Mairhofer konnte unter den
Ehrengästen Vizebürgermeister Andreas Schatzer und den Ehren-
kranzträger des Südtiroler Schützenbundes, Dr. Ernst Parschalk,
begrüßen, der für die bevorstehende Jubiläumsfeier ein Buch über die
kriegerischen Auseinandersetzungen im Raum Brixen verfasst hat.
Die Abordnung der Kompanie Mils anlässlich der Andreas-Hofer-Feier in
Den Teil über die Chronik der Kompanie hat der ehemalige Hptm. Mölten
Erich Burger gestaltet. Das Buch wurde anlässlich der Wiedergrün-
dungsfeier am 24. und 25. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt. Man Weiters waren, wie bereits die Jahre zuvor, auch die Musikkapelle,
wollte zu diesem Frontkämpfer, der Kirchenchor, der Bürgermeister, der Gemeinderat
besonderen Anlass bzw. Ausschuss und die SVP Ortsgruppe mit dabei. Heuer wurde zum
etwas Bleibendes ersten Mal auch eine Salve am Kriegerdenkmal abgefeuert.
schaffen und der
Nachwelt hinter-
lassen, wie Mair- Jahreshauptversammlung
hofer betonte. Ein in Mühlwald
weiterer Schwer-
punkt des Jubi- MÜHLWALD - Am 19. Jänner 2003 versammelte sich die Schüt-
läums war die zenkompanie Mühlwald zur Jahreshauptversammlung.
Anbringung einer Dabei wurden fünf verdiente Mitglieder geehrt. Nach einem feierli-
Gedenktafel am chen Gottesdienst eröffnete Hptm. Roland Oberhollenzer die Vollver-
Gallhof, die an die sammlung und begrüßte die Ehrengäste Bgm. Josef Unterhofer und
Brandschatzung Bez.-Mjr. Richard Stoll. In Anschluss folgte eine Gedenkminute zu
der Franzosen im Ehren des verstorbenen Frontkämpfers Josef Aschbacher (Oberkofl).
Tiroler Freiheits- An Anna Reichegger wurde eine Ehrentafel als Dank für ihren
kampf erinnern unentgeltlichen Einsatz und ihre Liebe und Treue zur Kompanie über-
soll. reicht. Bez.-Mjr. Richard Stoll begrüßte alle Anwesenden, dankte der
Der Vizebür- Kompanie für die vielen Auftritte und konnte feststellen, wie gut und
germeister dankte effizient gearbeitet worden ist. Bgm. Josef Unterhofer richtete auch
Ehrung bei der Kompanie Vahrn der Kompanie für zufriedenstellende und anerkennende Worte an die Kompanie.
26 Nummer 3 - Juni 2003

Schützen
fördern die Dorfgemeinschaft
STRASSEN - Bei der Jahreshauptversammlung im Kultursaal wur-
den die zahlreichen Aktivitäten der Schützen auf religiös-kulturellem
Gebiet während des vergangenen Jahres positiv erwähnt. So war auch
die Fahnenabordnung unter anderem beim Tiroler Ball in Wien und
beim Alpenregionstreffen in Prutz im Einsatz. Für ihr Ehrenmitglied
Prof. Oswald Kollreider besorgten die Schützen die Ordnerdienste zu
dessen Jubiläumsausstellung anlässlich seines 80. Geburtstages. Der
Bürgermeister ersuchte, bei der Erneuerung des Kriegerdenkmals und
bei der Anbringung des großen Jakobusbildes in der Oberen Kirche
behilflich zu sein. Weiters steht die Renovierung der Schützenfahne
an.
Schützenkamerad ELt. Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye bei der Führung durch
das Riesenrundgemälde

Ehrenmitglied und ELt. Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz Hye behilflich, der


auch meistens die Führungen und die dazugehörigen Referate hält.
Die heurige Frühjahrsveranstaltung wurde in zwei Teilen abgehal-
ten: Zum einen die Besichtigung des Innsbrucker Riesenrundgemäldes
mit der Darstellung der dritten Bergiselschlacht im Jahre 1809, wo uns
am Samstag, dem 8. März 2003 Schützenkamerad Dr. Hye, in seiner
gekonnten, kompetenten Art führte, zum anderen am Freitag, dem 14.
März 2003 im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Amras - als
Schwerpunkt - die Vorführung des Stummfilmes „Andreas Hofer. Der
Freiheitskampf des Tiroler Volkes“ von 1929, zu dem Olt. Ing. Werner
Erhart die erläuternden und verbindenden Worte sprach.
Die heurige Veranstaltung verfolgte zwei Zielrichtungen. Einmal
die Darstellung der Entwicklung von der herkömmlichen Malerei zur
Jahreshauptversammlung in Strassen, v.l. Hptm. Oswald Mayr, Obm. Franz Panoramatechnik, wo die räumliche Illusion verbessert wird, zum
Valtiner, Bez.-Mjr. Bertl Jordan
Medium Film, welches erst die Nachbildung von Bewegungsabläufen
möglich macht. Zweitens das Andreas-Hofer-Thema und den Tiroler
Die Maibaumverlosung gestaltete sich zu einem gemütlichen Dorf- Freiheitskampf 1809, dessen letzte, ziemlich umstrittene filmische
fest, und im schönen Schützenheim wurde ein Kameradschafts- Bearbeitung die meisten gesehen haben werden.
schießen sowie eine außerordentliche Baonsversammlung abgehalten. Mit dem Riesenrundgemälde, das 1896 entstanden ist, haben wir in
Mit dem Besuch der Jahreshauptversammlung in Olang pflegte man Innsbruck eines der weltweit wenigen erhaltenen, hervorragenden Bei-
auch die Beziehung zu den Kameraden in Südtirol. spiele der Panoramakunst.
Das Baon-JS-Kegeln in Sillian (zweiter Mannschaftsrang), das Eier- Das alte, stark beschädigte Material für den Film „Andreas Hofer.
Gurtschen am Ostermontag, weiters ein Fahrradausflug mit Kegeln in Der Freiheitskampf des Tiroler Volkes“ aus dem Jahr 1929 wurde 1990
Sillian und die traditionelle Weihnachtsfeier tragen sehr zur Gemein- im Archiv der Landesbildstelle aufgefunden und vom Österreichischen
schaftsbildung und zur Jugendarbeit bei. Beim Osttiroler Bez.-JS- Filmarchiv in Wien aufwändig restauriert, so dass es nunmehr in
Schießen am 14. April in Sillian sah man zwei Strassener Sieger (Lisa- spielbarer Form zur Verfügung steht. An den Filmaufnahmen hat
Maria Valtiner und Reinhard Wieser) nebst einem zweiten (Thomas damals die gesamte Innsbrucker Bevölkerung Anteil genommen. Hun-
Schett) und dritten Rang (Hubert Walder) sowie weiteren guten Plat- derte Statisten haben ihr Rollenspiel als „Franzosen“, „Bayern“ und
zierungen. Reinhard Wieser wurde Osttiroler Jungschützenkönig. Von „Tiroler“ so ernst genommen, dass es Dutzende von Verletzten gab.
den elf teilnehmenden Mannschaften landeten die Strassener auf dem Jeweils rund fünfzig interessierte Teilnehmer nahmen an den Ver-
zweiten Gesamtplatz. Eine wichtige Verstärkung für das Jungschüt- anstaltungen teil, darunter auch der Andreas-Hofer-Darsteller Tobias
zenbaon Osttiroler Oberland bedeuteten die Strassener Jungschützen Moretti.
beim Landesjungschützenschießen am 1. Mai in Sillian und Strassen.
Die Marketenderin Lisa-Maria Valtiner verteidigte ihren ersten Platz,
die Osttiroler wurden zweitbeste von 21 Mannschaften aus Tirol. Der Neuer Hauptmann in Anras
Einsatz des gesamten Ausschusses und das Bemühen der ganzen Kom- ANRAS - Nach 18-jähriger Hauptmannschaft trat Gottfried Gietl
panie wurde von Bürgermeister Prof. Kollreider gewürdigt. Bez.-Mjr. von seinem Amt zurück und wurde durch seinen bisherigen Stv. Peter-
Bertl Jordan erinnerte daran, dass Tiroler Schützen immer unei- Paul Kollreider, dessen Vater langjähriger Hptm. und Baon-Kdt. des
gennützig da sein sollen, wo Menschen Hilfe brauchen. Oberlandes gewesen war, ersetzt. Das ist das herausragende Ergebnis
der diesjährigen Jahreshauptversammlung, die kürzlich im Hotel
Erfolgreiche Bildungsveranstaltung „Pfleger“ abgehalten wurde. (Langjährigkeitsehrungen siehe letzte Sei-
te!)
INNSBRUCK/AMRAS - Seit einigen Jahren werden von der Schüt- Der neue Vereinsausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Hptm.
zenkompanie Amras zweimal jährlich Bildungsveranstaltungen ange- Peter Paul Kollreider; Stv. Peter Kollreider; Obm. Bernhard Koffer;
boten, zu der nicht nur die Schützen, sondern auch alle, besonders Schriftführer SR Gerhard Weimert; Kassier Josef Fronthaler; Fähnrich
natürlich die Amraser, die Interesse an dem jeweiligen Thema haben, Alois Gietl.
eingeladen werden. Bei der Auswahl der Themen ist uns immer unser Bgm. Anton Oberhofer lobte besonders den ausgeschiedenen Hptm.
Nummer 3 - Juni 2003 27

Gottfried Gietl für sein schneidiges Auftreten. Er hob auch die gesam-
te Kompanie als ein Aushängeschild für die Gemeinde hervor. Baon-
Kdt. Hans Obrist warb für einen Besuch der Ausstellung „Einst Feinde
- heute Freunde“ im Mai in Lienz und hob die Sicherheitsbestimmun-
gen im Umgang mit Waffen hervor.
Der Versammlung die Ehre hatten auch Viertel-Kdt. BMj. Hermann
Huber, Baon-Kdt. Hans Obrist, Bgm. Anton Oberhofer, Pfarrer Her-
mann Gassen sowie Vereinsvertreter und unterstützende Mitglieder
gegeben.

Fahnenpatin der Kompanie Fulpmes KR Loni Mussmann mit EHptm. Alt-LR


Dr. Luis Bassetti, Hptm. Gotthard Pfurtscheller und Mjr. Hans Steuxner

teil. Auch EHptm. Alt-LR Dr. Luis Bassetti war erschienen, um dieser
Feier beizuwohnen.
Die Schützenkompanie Fulpmes mit Hptm. Gotthard Pfurtscheller
möchte sich bei KR Loni Mussmann für diese schöne Feier herzlichst
bedanken.

Ein Jahr der Freuden und der Trauer


Viertel-Kdt. Reg.-Rat Hermann Huber, Alt-Hptm. Gottfried Gietl, Josef Kase-
bacher, Hubert Dapunt, Baon-Kdt. Hans Obrist, Hptm. Peter-Paul Kollreider, LIENZ - Mit dem abgelaufenen Vereinsjahr zeigten sich die Schüt-
Bgm. Anton Oberhofer, Obm. Bernhard Kofler (v.l.)
zen mehr als zufrieden.
„Das Vereinsjahr 2002 war ein Jahr der Freuden und der Trauer“,
Kompanie Kufstein erklärte Hans Jenkner, Obm. der Schützenkompanie Lienz, anlässlich
KUFSTEIN - Das abgelaufene Schützenjahr 2001/02 der Schützen- der Jahreshauptversammlung. Zum einen gab es so viele Ausrückun-
kompanie Kufstein unter Hptm. Albin Hundögger erbrachte einige gen wie schon lange nicht mehr, zum anderen aber wurde das Jahr
Veränderungen und war wieder voll Aktivitäten. von zwei traurigen Ereignissen überschattet. Hptm.-Stv. Alois Unter-
Laut Tätigkeitsbericht des Hptm. rückte die Kompanie elfmal sowie luggauer verstarb im November des Vorjahres. Nur knapp zwei Mona-
die Fahnenabordnung zehnmal aus, wobei zwei Kompanieausrückun- te später traf die Schützenkompanie der Verlust von EHptm. Alois
gen nach Bayern - einmal nach Oberaudorf und einmal nach Tör- Volgger. „Mit ihm haben wir einen echten Tiroler Patrioten verloren,
wang/Laufest Samerberg erwähnenswert sind. der das gesamte Jungschützenwesen mit aufgebaut hat“, betonte Vier-
Nicht unerwähnt soll unser jährlicher Gelöbnisgottesdienst für die tel-Kdt. Reg.-Rat Hermann Huber.
ehemaligen Standschützen in der Wallfahrtskirche Maria-Stein, immer Zwei Punkte der Jahreshauptversammlung standen auch im Zei-
am Dreifaltigkeitssonntag, sein, mit dem unsere Ausrückungen mei- chen der verstorbenen Schützenkameraden. Zum Nachfolger von
stens beginnen. Unterluggauer und damit zum Hptm.-Stv. wurde Peter Pedarnig
Außerdem waren wir auch noch 18-mal bei diversen Veranstaltun- ernannt. Volgger erhielt posthum für seine 65-jährige Schützenmit-
gen, zum Beispiel Kompanieschießen, Nikolomarkt, Kaiserfest usw. im gliedschaft die Andreas-Hofer-Medaille.
Einsatz. „Jede einzelne Kompanie ist auch heuer wieder gefordert“, betonte
Auch karitative Einsätze wie Einladungen von MS-Patienten zu Huber und sprach damit Stadt- und Baonsfest sowie die Wanderaus-
einem Kaffee- oder Jausennachmittag wurden wieder durchgeführt. stellung „Einst Feinde - heute Freunde“ vom 4. bis 18. Mai in der Spi-
Am 15. Dezember hatten wir unsere Weihnachtsfeier mit Familie talskirche in Lienz an. „Das Gesicht der Stadt Lienz wird durch die
bzw. Freunden im Schützenheim, am 24. Dezember treffen wir uns Kompanie mitgeprägt“, erklärte Bildungsoffizier Mag. Anton Wolseg-
immer zum Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder bei unserer ger.
Schützenkapelle am Kalvarienberg.
Für die notwendig gewordene Komplettierung der Kompanie-
führung (wegen Todesfall und beruflicher Verhinderung) wurde bei der
Kompanieversammlung im November Herbert Rieder zum Lt. und
Mario Decassian zum Dienstführenden gewählt. Wir gratulieren und
wünschen alles Gute.

20 Jahre Fahnenpatin
der Kompanie Fulpmes
FULPMES - Am Samstag, dem 11. Jänner 2003 lud die Fahnenpatin
der Kompanie Fulpmes, KR Loni Mussmann, die Kameraden mit
Begleitung anlässlich ihrer 20-jährigen Tätigkeit als Fahnenpatin zu
einer kleinen Feier im Hotel „Donnerhof“ ein. Mjr. Hermann Huber, Hermann Monitzer, Andreas Bürgler, Andreas Gröber,
Ca. 30 Schützenkameraden mit Begleitung nahmen an dieser Feier JS-Hptm. Gerhard Gander, Baon-Kdt. Anton Huber
28 Nummer 3 - Juni 2003

Ehrungen in Münster
MÜNSTER - Beim heurigen Kameradschaftsabend, am 22. Feber
wurden einige Mitglieder der Kompanie befördert und geehrt. So wur-
den Alexander Niedrist zum Ptf., Heinrich Kastner zum Uj., Mag.
Franz Mair und Anton Niedrist zu Zgf. befördert.
Die Marketenderin Barbara Schrettl wurde für ihre Verdienste um
die Kompanie besonders ausgezeichnet. Das Verdienstkreuz des Baon
Kufstein in Silber wurde an Zgf. Hansjörg Flöck verliehen. Mit den
Verdienstmedaillen des Bundes in Bronze wurde Zgf. Otmar Wopfner
und mit der „Silbernen“ Lt. Alfons Putzer ausgezeichnet.
Den geehrten Kameraden wurden vom Baon-Kdt. Mjr. Hermann
Egger, Bgm. Werner Entner sowie vom Obm. Olt. Josef Zeindl und
Hptm. Erich Wohlfahrtstätter für ihr Engagement um die Kompanie
Dank und Anerkennung ausgesprochen. Geehrte Kameraden mit Bgm. und Schützenführung: Dritte Reihe v.l.: Bgm.
Franz Pedarnig, Hptm Josef Klaunzner, Mjr. Hermann Huber, Mjr. Anton Wol-
segger, Mjr. Anton Huber; Zweite Reihe v.l.: Walter Oblasser, Anton Tabernig,
Alois Niedertscheider, Dominik Pedarnig, Herbert Lumaßegger, Hannes
Lumaßegger; Erste Reihe: Markus Nöckler, Alois Plattner, Obm. Josef Plattner

treffen besonders die Renovierung des Dreifaltigkeitsstöckels, das


Pfarrer Huber am 6. Oktober 2002 einweihte.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden verdiente Mitglieder
geehrt. Weiters wurden die Marketenderinnen Andrea und Lydia
Tabernig, die der Kompanie 12 Jahre die Treue hielten, verabschiedet.
Obm. Plattner bedankte sich bei ihnen für ihre Verlässßlichkeit und
überreichte ein Geschenk.

Die „1. Schwazer“ zog Bilanz


SCHWAZ - Am 21. März hielt die 1. Schwazer Schützenkompanie
Beförderte und Ausgezeichnete der Kompanie Münster mit Ehrengästen. ihre jährliche Generalversammlung ab. Der Besuch war sehr gut, der
Aber auch fördernde Mitglieder der Kompanie wurden an diesem Kolping-Stadtsaal war fast gefüllt. Neben den Marketenderinnen und
Abend für ihre langjährige Treue geehrt. So erhielten Josef Mai für 40, aktiven Schützen sind sieben Ehrenkranzträgerinnen und die Ehren-
Margit Geiger, Heidrun und Anton Sappl sowie Anni und Alois Vor- gäste Bgm. Dr. Hans Lintner, Dekan Cons. Josef Trojer, Guardian Fr.
hausberger für jeweils 20 Jahre Unterstützung des Vereines ein nettes Florenz Graf und Baon-Kdt. Mjr. Hubert Danzl erschienen. Aus dem
Erinnerungspräsent. Bericht des Obm. Gottfried Anfang konnte man u.a. entnehmen, dass
die Kompanie derzeit aus fünf Marketenderinnen, 27 Jungschützen
und 136 Schützen besteht, neben den vielen Ausrückungen das „Gras-
Gut gezielt – „ist die halbe Miete“! ausläuten“ organisierte, für die Kellerjoch-Gipfelmesse verantwortlich
MUTTERS - Beim schon traditionellen Zimmergewehrbewerb in war und beim Schwazer Weihnachtsmarkt mitwirkte.
Mutters gab es wieder gute Schießleistungen. JS-Betr. Reinhard Hechenblaickner berichtete, dass die Jungschüt-
82 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten für Hochbetrieb am zen 25-mal in Erscheinung getreten sind, davon 12-mal mit der Kom-
Mutterer Schießstand. Die Preisverteilung wurde von Hptm. Werner panie, 20 Jungschützen haben sich am „Palmtragen“ beteiligt, ein-
Graus vorgenommen. Ausflug ging nach Pertisau am Achensee, an einem Fußball-Turnier
Ergebnisse: Kinder: 1. Patrick Kempf, 2. Veronika Zlotek, 3. Harald der Kath. Jugend beteiligte man sich, der Nikolaus wurde bei seinem
Tanzer; Jugend: 1. Robert Pichler, 2. Michael Kiechl, 3. Johanna Fritz; Einzug begleitet, am Kinder-Masken-Umzug und am Baonschießen
Damen: 1. Christine Pichler, 2. Marlies Pichl, 3. Brigitte Tanzer; All- haben die Jungschützen teilgenommen.
gem. Klasse: 1. Erich Pichler jun., 2. Romed Hörmann, 3. Richard Hör- Weiters wurden verdiente Kameraden für ihre Treue zur Kompanie
mann; Altschützen: 1. Erich Pichler sen., 2. Hermann Habel, 3. Alois ausgezeichnet.
Sigmund; Tiefschuss: 1. Klaus Hahn jun., 2. Christian Siller, 3. Walter Fritz Danzl, EHptm.
Habel; Sportklasse: 1. Klaus Pichler, 2. Erich Pichler jun., 3. Engelbert
Fritz; Sportklasse Gurt: 1. Robert Pichler
Lt. Harald Graus
Pressereferent Baon Sonnenburg

Rückblick 2002
SCHLAITEN - Nach dem Gottesdienst wurde am 9. Feber die Voll-
versammlung beim „Schlaitner Wirt“ abgehalten, zu der Obm. Josef
Plattner die Marketenderinnen, Schützenkameraden und die Ehren-
gäste Pfarrer Cons. Josef Huber, Bgm. Franz Pedarnig und die Mjr.
Hermann und Anton Huber sowie Anton Wolsegger begrüßen konnte.
Hptm. Josef Klaunzer erwähnte in seinem Tätigkeitsbericht neben Einen umfangreichen Tätigkeitsbericht gab der Obmann der „1. Schwazer“
den vielen Ausrückungen, Schießveranstaltungen und Gemeinschafts- Gottfried Anfang der Vollversammlung.
Nummer 3 - Juni 2003 29

Elfriede Unterlechner beste Schützin


VOMP - Die Schützenkompanie Vomp veranstaltete nun schon zum
18. Mal die beliebte Dorfmeisterschaft im Zimmergewehrschießen. Es
beteiligten sich daran 367 Frauen und Männer aus allen Ortsteilen der
Gemeinde Vomp.
Das Schützenheim der Vomper wurde einige Tage zu einem Ort der
Begegnung. Die schießfreudigen Vomperinnen und Vomper demons-
trierten durch ihre Teilnahme am sportlichen Wettkampf die Verbun-
denheit zu ihren Schützen. Dabei zeigte sich, dass auch die Damen
eine ruhige Hand und ein zielsicheres Auge bewiesen.
Die Mannschaft Oberdorf siegte mit 1.956,8 Ringen vor dem Orts-
teil Mooswinkel (1.956,5) und Vomperberg (1.934,6). Vomper Dorf-
meisterin 2003 wurde Elfriede Unterlechner (Oberdorf) mit 103,3 Rin-
gen. Den Titel eines Vomper Dorfmeisters 2003 kann Hubert Weber Ein Blick ins Schützenlokal während der gut besuchten Preisverteilung, bei
der schon fürs nächste Schießturnier Vorarbeit geleistet wurde.
(Vomperberg) mit 102,9 Ringen für sich in Anspruch nehmen.
(Foto: Umweltwerkstatt Landeck)
Das Vergleichsschießen der Vomper Gemeinderäte konnte GR Hans
Weber zusammen mit der ihm zugelosten Partnerin Elisabeth Stein- Schalber, Helmut Scheiber, Josef Senn); 4. Schiklub (Karin Ladner,
lechner mit 195,9 Ringen für sich entscheiden. Die Einzelwertung ste- Michaela Weiskopf, Annemarie Gaggl, Sigrid Melichar); 5. Feuerwehr
hend aufgelegt weiblich ging an Barbara Steinlechner mit 100,9 Rin- (Franz Sprenger, Christian Scheiber, Markus Wolf, Herbert Hainz); 6.
gen. Max Häusler gewann mit 102,0 Ringen die Seniorenwertung sit- Frauenbund (Rosi Grießer, Karoline Postai, Priska Monz, Margit Hau-
zend aufgelegt. Den Tiefschussbewerb, es zählte nur der beste Treffer, ser); 7. Mädchenbund (Kathrin und Martina Leitner, Irene Kuntner,
gewann heuer Georg Unterlechner mit 10,5 Teilern, den Tiefschussbe- Michaela Weiskopf); 8. Tennisklub (Agnes Kolp, Beate Kainbacher,
werb bei den Damen gewann Sabine Dengg mit 23,3 Teilern. Die Sie- Simone Egger, Alois Kolp); 9. Bäuerinnen (Irene Grießer, Alexandra
ger erhielten als Trophäen jeweils eine „Ehrenscheibe“, die Hptm. Max Pfeifer, Klara Haselwanter, Rosi Auer); 10. Burschenbund (Claudio
Häusler persönlich geschnitzt und gespendet hatte. Hauser, Wolfgang Hainz, Thomas Auer, Stefan Leitner); 11. Heimat-
bühne (Monika Klien, Rosmarie Gitterle, Egon Gitterle, Albin Bonelli);
12. Fußballclub (Willi Leitner, Gert Pfeifer, Anton Wolf, Adi Leitner)
Alexandra Zangerl

Kultureller Auftrag
für Völser Schützen

Die Gewinner der Ehrenscheiben beim 18. Vomper Dorfschießen mit dem
Viertel-Kdt.-Stv. Hptm. Max Häusler (r.), der die Scheiben selbst geschnitzt
und spendiert hatte, und Obm. Max Hadatsch (l.)

Die Preise überreichten im Gasthof „Traube“ EHptm. LR Konrad


Streiter, Bgm. Karl-Josef Schubert, Vizebgm. Ernst Kluckner und die
Gemeindevorstände Alois Kometer, Werner Allinger und Klaus Mair.

Schützenkompanie Pians
PIANS - Das „Vereinsschießen“ hat von November 2002 bis April
2003 wieder viele Scharfsichtige mit ruhiger Hand im Schützenlokal
zusammengebracht. Dem sportlichen Wettkampf unter dem
Ehrenschutz von Bgm. Alois Kolp folgte am 5. April die Preisvertei-
lung, zu der die Kompanie unter Obm. Hubert Zangerl und Hptm.
Alois Thurner neben den Mitgliedern der verschiedenen Vereine (im
gut 800-Seelendorf Pians gibt es etwa 25 Vereine) auch die Fahnen-
patin Alexandra Zangerl begrüßte.
Mit der Feststellung, dass die Schützen die Zeit zwischen Herbst
und Frühjahr gut zu nützen wüssten, dass das Zusammenleben in der
Dorfgemeinschaft mit diesen Schießabenden gefördert würde und er
sich deshalb aufs Weitermachen freue, dankte der Bgm. den Pianner
Schützen für Organisation und Durchführung.
Die Ergebnisse: 1. Männerbund (Otmar Kröll, Hubert Grießer, Edgar In der Alten Kirche in Völs wurde unter Mitinitiative der Schützenkompanie
Fahrner, Norbert Weiskopf)); 2. Musikkapelle (Arnold Pfeifer, Martin nach 40-jähriger Pause das Ostergrab wieder aufgestellt und die Schützen
Schuler, Evi Grießer, Evi Mattle); 3. Bienenzüchter (Thomas Wolf, Alois haben sich verpflichtet, alljährlich dafür die Verantwortung zu übernehmen.
30 Nummer 3 - Juni 2003

Kurat der Osttiroler Schützen.


Wir gedenken unserer Verstorbenen Angesichts der wiederkehren-
den Erkrankungen bat er um
Josef Mayr † panie Partschins und ein Art gewann er viele Freunde Entlassung aus dem Dienst
pflichtbewusster und zuver- unter seinen Kameraden. und Girstmair wurde zum
KALTERN - Nach längerer lässiger Kamerad, der stets für Majore des Südtiroler Ehrenkuraten ernannt.
Krankheit verstarb kürzlich die Ideale der Tiroler Heimat Schützenbundes hielten an Er war von Anbeginn einer
Kamerad Josef Mayr - „Moar und für das Schützenwesen seinem Sarg Ehrenwache, mit der Mentoren des Osttiroler
Sepp“. eintrat. einer Ehrensalve wurde der Jungschützenwesens. Beson-
Im Jahre 1963 der Kompa- Seine Kameraden trugen verdiente Kamerad verab- ders der Ausbildung der
nie beigetreten, waren Kame- ihn zu seiner letzten Ruhe- schiedet. Ruhe in Frieden! Jungschützenbetreuer widme-
radschaft, Hilfsbereitschaft stätte und verabschiedeten te er viel Zeit, Energie und
und Verlässlichkeit Werte, die ihn mit einer Ehrensalve. Sie Hptm. Josef und
für ihn zählten. Leider war es werden ihn in ehrender und
ihm nicht mehr gegönnt, die dankbarer Erinnerung behal- Fhr. Karl Pfeifer †
Langjährigkeitsmedaille für ten. GRIES - Zwei verdiente
die vierzigjährige Mitglied- Mitglieder der Schützenkom-
schaft in der Kompanie ent- EMjr. Fritz Pohl † panie Gries sind im Herrn
gegen zu nehmen. Schützen entschlafen.
aus allen drei Landesteilen BOZEN, BRIXEN - Kürzlich
und die Freiwillige Feuerwehr verstarb der Ehrenmajor des
begleiteten ihn auf seinem Südtiroler Schützenbundes
letzten Wege. Mit einer Fritz Pohl.
Ehrensalve und dem Senken Er wurde am 8. März 1912
der Fahnen verabschiedeten in Bozen geboren, war Grün-
wir uns vom Sepp. Möge der dungsmitglied der Stadtkom-
Herrgott sich seiner anneh- panie Bozen und von 1959 Ehren-Schützenkurat
bis 1961 Bez.-Mjr. des Schüt- Cons. Peter Girstmair †
men.
Die Kameraden der zenbezirkes Bozen-Stadt und auch so manche finanzielle
Kompanie „Major Josef von -Land. Zuwendung. Bildung, auch
Morandell“ - Kaltern der Altschützen, war ihm ein
großes Anliegen. Sein Enga-
gement in Predigten, bei Bil-
Josef Laimer † Hptm. Josef Pfeifer † dungstagen und in den Aus-
PARTSCHINS - Am 5. März Gründungs-Hptm. Josef schüssen hat nachhaltig Spu-
2003 ist Josef Laimer, Ehren- Pfeifer und Gründungs-Fhr. ren hinterlassen.
mitglied der Schützenkompa- Karl Pfeifer wurden von Gott A. Wolsegger
nie Partschins im 81. Lebens- abberufen. Als fröhliche
jahr verstorben. Kameraden werden sie allen,
Der „Brugger Sepp“, wie er
EOlt. Hans Muigg †
die sie gekannt haben, in
im Dorf genannt wurde, Erinnerung bleiben. Herr, ALDRANS - In großer
zeichnete sich durch seine schenk ihnen die ewige Ruhe! Wertschätzung der Verdienste
gesellige und kameradschaft- des Verstorbenen für die
liche Art aus. Er war Wieder- EMjr. Fritz Pohl † Schützenkompanie verab-
gründungsmitglied der Kom- Ehren-Schützenkurat
schiedete sich die Kompanie
Nach der Verbotszeit Cons. Peter Aldrans von EOlt. Hans
bekleidete er von 1968 bis
1974 das Amt des LKdt.-Stv. Girstmair † Muigg.
Hans Muigg war bei der
und wurde danach, aufgrund LIENZ - Die Ehrenkompa- Neugründung der Kompanie
seiner Verdienste um das Süd- nie Lienz und die Fahnen- im Jahre 1957 als einer der
tiroler Schützenwesen, zum kompanie des Schützenvier- Jüngsten mit großer Tatkraft
EMjr. ernannt. tels Osttirol verabschiedeten und Eifer dabei. Schon
Fritz war ein tiefgläubiger am Josefitag 2003 gemeinsam damals war er von den Schüt-
und fürsorglicher Familienva- mit der Pfarre, dem Kirchen- zengrundsätzen unserer Väter
ter und ein aufrechter Tiroler, chor, der Musikkapelle und „Treue zum Glauben und zur
dem besonders das Schützen- der Feuerwehr Grafendorf- Heimat“ erfasst.
wesen sehr am Herzen lag. Gaimberg Cons. Peter Girst- In den Jahren von 1962 bis
Durch seine zurückhalten- mair auf dem Ortsfriedhof. 1980 hat er als Fhr. die
de, ruhige und bescheidene Von 1962 bis 1999 war er
Josef Laimer † Schützenfahne getragen.
Nummer 3 - Juni 2003 31

auch sein Lebensgrundsatz. Bis 1986, also 40 Jahre, führ-


Lieber Hans! Wir sagen dir te er seine Kompanie als Hptm.
Vergelt's Gott für dein Vor- 1970 wurde er zum Regiments-
bildsein, für deinen Einsatz Kdt. gewählt und er führte es bis
1985. Besondere Verdienste hat
und deine Kameradschaft.
er sich um den Regimentsschieß-
Wir werden dir ein ehrendes stand in Aschau-Thrunbach
Andenken bewahren. erworben und zu dessen Errich-
tung wesentlich beigetragen. Er
Johann
Lt.
Zangerl †
SEE - Lt. Johann Zangerl
EOlt. Hans Muigg †
war Gründungsmitglied der EOlt. Bruno Ambrosi †
Schützenkompanie See im Seine schneidigen und exak-
1980 wurde er zum Lt. und Jahre 1956 und hat die Funk- ten Kommandos trugen ihm
1990 zum Olt. gewählt. Zu tion des Fahnenbegleiters nicht nur in der Kompanie, son-
seinem großen Bedauern gelebt. dern auch bei den Männern von
konnte er in den letzten Jah- Völs Achtung und Respekt ein.
ren durch seine Krankheit Die Nachrufe bestätigten sei-
nicht immer bei den Aus- nen Einsatz für Familie, Betrieb,
rückungen der Kompanie Dorfgemeinschaft und Schützen.
dabei sein. Die zahlreichen Trauergäste
verabschiedeten sich mit seiner EMjr. Hans Wurm †
Hans Muigg war und bleibt
uns Schützen Vorbild in sei- Familie, der Feuerwehr, deren
Mitglied Bruno auch war, und war auch Träger höchster Lan-
ner Schützentreue und sei- desauszeichnungen.
der Kompanie, die mit einer
nem Einsatz für die Schützen- Ein großer Trauerzug mit sei-
Ehrensalve ihrem Kameraden
kompanie Aldrans und das Bruno die letzte Ehre erwies. ner Kompanie, dem Regiments-
gesamte Schützenwesen. Bruno wird uns immer in Kdt., den Fahnenabordnungen
Erinnerung bleiben. aller Zillertaler Kompanien, Ver-
tretern des Bundes und des Vier-
Elt. Hans Just † tels, Abordnungen der „Sonn-
Lt. Johann Zangerl †
EMjr. Hans Wurm† jochkompanien“ Alpbach, Hopf-
INZING - Am 26. Feber Er hat die Kompanie über
2003 verstarb nach langer STUMM – Am 11. März 2003 garten, Wildschönau und der
40 Jahre begleitet. Seine ist der Emjr. des Zillertaler Südtiroler Kompanie Gais,
Krankheit ELt. Hans Just. Kameradschaft seine Verläss- Schützenregimentes und EHptm. begleiteten den Verstorbenen zu
Im Jahr 1963 trat er den lichkeit wird uns immer in der Kompanie Stumm, Hans seiner letzten Ruhestätte und
Inzinger Schützen bei und Erinnerung bleiben und für Wurm, im Alter von 80 Jahren erwiesen ihm die letzte Ehre.
war von 1970-1979 ihr alles, was er für die Schützen- verstorben. Die Schützenkameraden der
Obmann. Er hat in dieser Zeit kompanie See getan hat, bit- Im Jahre 1946 trat er in die Kompanie Stumm und die Ziller-
viel für seine Schützen in ten wir: Vergelt’s ihm Gott. Schützenkompanie Stumm als taler Schützen werden ihm ein
ideeller und materieller Hin- Gewehrschütze ein und wurde ehrendes Gedenken bewahren.
sicht geleistet. noch im gleichen Jahr zum
Hptm. gewählt.
Bruno
EOlt.
Ambrosi Zur Beachtung
VÖLS - Für alle völlig überra- Um den Umfang unseres Mitteilungsblattes von 32 Seiten nicht
schend ist EOlt. Bruno Ambrosi zu sprengen und daraus entstehende Mehrkosten vermeiden,
am 11. Feber 2003 im 64. sehen wir uns veranlasst, Mitteilungen und Berichte zur Rubrik
Lebensjahr verstorben. „Gesamttiroler Schützenchronik" auf 1.500 Anschläge und
Bruno war 40 Jahre Mitglied Berichte zu den Rubriken „Wir Gedenken" und „Wir Gratulieren"
der Kompanie Völs und über- auf 800 Anschläge (Buchstaben und Leerzeichen) zu beschränken.
nahm schon sehr früh verant- Artikel, welche diese Vorgaben überschreiten, müssen in Zukunft
wortungsvolle Funktionen in der gekürzt bzw. können nicht mehr berücksichtigt werden.
Kommandantschaft. Sein ausge- Wir bitten unsere geschätzten Korrespondenten und Mitarbeiter
sprochenes Organisationstalent in den Kompanien um Nachsicht für diese unsere Maßnahme. Sie
stellte er bei vielen Veranstaltun- soll wirklich nur dazu da sein, dass wir die Zeitung auch in
ELt. Hans Just † gen, Festen, Ausrückungen und Zukunft für alle zu einem erschwinglichen Preis anbieten können.
Ausflügen immer wieder unter Im übrigen bedanken wir uns und hoffen auch weiterhin auf die
Der Grundsatz der Tiroler Beweis. Er war auch maßgeblich gewohnt fleißige Mitarbeit aus allen Teilen Tirols.
Schützen: „Die Treue zu Gott an der Beschaffung der Jung-
Die Redaktion der TSZ
und dem Erbe der Väter“ war schützenfahne beteiligt.
32 Nummer 3 - Juni 2003

Für langjährige Treue zur Kompanie wurden geehrt:


Für 50 Jahre und mehr: EHptm. Ing. Fritz Danzl sen. (75), Lt. Josef Schaller (70), Zgf. Hans Mair (55), Zgf. Ing. Fritz Danzl jun., Lt. Hubert
Kometer, Zgf. Robert Schwarzenberger (50) (1. Schwazer) - Alois Niedertscheider (65) (Schlaiten) - EHptm. Alois Volgger postum (65) -
(Lienz) - Johann Rieder (50) (Gummer)

Für 40 Jahre: Josef Fronthaler, Alois und Johann Fuchs, Peter Gruber, Obm. Bernhard Koffer, Anton Untertroger (Anras) - Oj. Gerhard
Danzl, Zgf. Fritz Kirchmair, Fhr. Anton Orgler (1. Schwazer) - Johann Kral (Sarntal) - Hermann Steinmann, Josef Steinmann (Schalders)
- Eduard Gruber („Franz Höfler“ Lana) - EOlt. Franz Josef Pircher (Algund) - Hermann Hanny (Kaltern)

Für 25 Jahre: Uj. Andreas Bürgler (Lienz) - Hubert Dapunt, Josef Kasebacher, Hptm. Peter Paul Kollreider (Anras) - Uj. Dr. Ulrich Brandl,
Olt. Hannes Filzer, Uj. Harald Gögl, Uj. Mag. Klaus Kandler, Uj. Dr. Karl Kirchmeyer, Uj. Manfred Lechner, Uj. Hannes Mair, Uj. Stefan Ort-
ner (1. Schwazer) - Walter Oblasser, Anton Tabernig, Alois Plattner (Schlaiten) - Obj. Georg Mahlknecht, Hptm. Otto Rifesser, Olt. Emme-
rich Stuffer, Lt. Arthur Costa, Franz Wieser, Adolf Überbacher, Norbert Oberbacher, Georg Demetz, Luis Senoner, Konrad Oberkofler, Sieg-
fried Santifaller, Josef Picolruaz, Walter Comploj, Arthur Prinoth, Karl Moroder, Werner Pitscheider, Rafael Moroder, Richard Profanter,
Luis Holzknecht, Werner Mahlknecht, Karl Frisott, Reinhard Senoner, Leo Mahlknecht, Arnold Lardschneider, Roman Demetz (St. Ulrich)
- Bernhard Matzohl (Schlanders) - Martin Egger, Fhr. Franz Schatzer, FLt. Johann Stelzer (Jenesien) - Olt. Hermeter Josef (Wangen) -
Josef Gasteiger, Sebastian Innerhofer, Alfred Stolzlechner (St. Johann in Ahrn) - Hptm. Meinhard Oberdörfer, Albin Lampacher
(Latsch) - Hptm. Rudolf Brunner, FLt. Adolf Unterthurner, Siegfried Raich (St. Martin)

Für 15 Jahre: Ptf. Andreas Gröber (Lienz) - Uj. Alois Schrettl (Münster) - Franz Gassen, Herbert Gietl, Gottfried Kollreider, Hannes Kol-
lreider, Alois Maschen, Wolfgang Waldauf und SR Gerhard Weimert (Anras) - Ptf. Michael Kometer, Ptf. Martin Obholzer (1. Schwazer)
- Herbert Lumaßegger, Hannes Lumaßegger, Markus Nöckler (Schlaiten) - Hartmann Gruber, Nikolaus Hofer, Manfred Notdurfter, Erich
Zimmerhofer, Josef Zimmerhofer (Unteres Ahrntal) - Herbert Stolzlechner, Klaus Gasteiger, Kurt Gasteiger (St. Johann in Ahrn) - Sera-
fin Holzner (Algund) - Fhr. Norbert Waid (Kaltern) - Werner Burger (Vahrn)

Für 5 Jahre Marketenderin: Astrid Gruber, Erna Rungger (Wangen)

Termine 2003
1. Juni: 25-jähriges Wiedergründungsjubiläum Kompanie „Pater Haspinger“ Klausen
15. Juni: Bataillonsfest des Bataillons Inn-Chiemgau in Verbindung mit dem 50-jährigen Wiedergründungsfest der GSK Flintsbach
15. Juni: Gründungsfest der Kompanie Leifers
15. Juni: Bezirksschützenfest des Bezirks Pustertal in Pfalzen
22. Juni: Bataillonsfest Lienzer Talboden in Oberlienz
28. Juni: WTSB - Feierlicher Umzug und Gottesdienst zu Ehren des Heiligsten Herz Jesu in der gleichnamigen Kirche in Trient
6. Juli: 30 Jahre Schützenkompanie Aldein
Bataillonsfest Petersberg in Rietz
Bataillonsfest Sonnenburg in Völs
13. Juli: Bataillonsfest Oberes Zillertal in Mayrhofen
Bataillonsfest Schwaz in Jenbach
Bataillonsfest Kufstein in Schwoich
14. Juli: 70. Geburtstag S.K.H. Herzog Franz von Bayern
17./20. Juli: JS-Zeltlager des SSB in Radein
20. Juli: Baonsfest des Bataillons Schlerngebiet/Grödnertal in Wolkenstein, 25 Jahre Wiedergründung der Kompanie Wolkenstein
Bataillonsfest Wipptal in Matrei a. B.
Bataillonsfest Hörtenberg in Mieming
Bataillonsfest Ötztal in Längenfeld
Bataillonsfest Oberes Iseltal in Matrei i. O.
300-Jahr-Feier der Sturmfahne Taufers im Pustertal in Sand in Taufers
26. Juli: Annatag - Festakt bei der Annasäule in Innsbruck
27. Juli: 45-jähriges Wiedergründungsjubiläum Kompanie Kastelruth
Bataillonsfest Vorderes Zillertal in Uderns
Bezirksfest Reutte in Elbigenalp
1. August: Isarwinkler Schützenwallfahrt in Ellbach/Tölz (nur Isargau)
3. August: Bataillonsfest Oberland (Osttirol) in Innervillgraten
Regimentsfest Oberland in Imst
10. August: Talschaftsfest Paznaun in Galtür
Bataillonsfest Pitztal in Arzl
23. August: Kastelfedercup – Fussballturnier für Schützenkompanien in Montan