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Südtiroler Scützenbund gegr.

1958

Jahresbericht
zur 55. Ordentlichen
Bundesversammlung

2. Mai 2020
Jahresbericht des Landeskommandanten 

Liebe Tirolerinnen, liebe Tiroler!


10. September 2019, 20 Uhr. Die Tagesschau auf RAI Südtirol beginnt. Eingangs wird über die
gewonnene Vertrauensabstimmung der Regierung in der Kammer berichtet. Interessierte mich
weniger, und so ging ich noch schnell in die Küche und holte mir ein Stück Tiroler Gugelhupf,
den meine Frau tags zuvor gebacken hatte. Rechtzeitig schaffte ich es zurück ins Wohnzimmer.
Seit Tagen waren Südtirols Medien voll mit Presseaussendungen, Minderheitenforscher
analysierten die Lage und Historiker meldeten sich zu Wort. 100 Jahre Friedensvertrag von Saint
Germain. Der Nachrichtensprecher begann mit folgenden Worten: „Heute vor genau 100 Jahren
ist der Friedensvertrag von Saint Germain unterzeichnet worden. Der Vertrag regelte nach dem 1.
Weltkrieg die Auflösung Österreichs und besiegelte die Zukunft. Das Land fiel an Italien.“ Die
Geschehnisse von damals wurden genauer analysiert und dann kam der Höhepunkt des Abends,
für mich persönlich des Jahres. Der Nachrichtensprecher kündigte an: „Wir hörten uns auf der
Straße um und fragten die Menschen nach ihrer Meinung, wie sie Südtirol nach 100 Jahren
Zugehörigkeit zu Italien, heute sehen.“ Die Erste der Befragten, der glorreichen drei, ein junges
Mädchen mit glänzenden Ohrringen meinte: „Um ehrlich zu sein, muaß i sogen, i bin froah, dass
mir zu Italien kemmen sein“. Ich legte meinen Tiroler Gugelhupf behutsam beiseite. In Montan
wurde in der Nähe des Friedhofs ein Erdbeben der Stärke 8,2 gemessen. Ettore schlug einen
dreifach Auerbachsalto in seinem mehrmals gesprengten Grabmal. Wie kann man so respektlos
mit der Geschichte unserer Heimat umgehen? Hat man im Geschichtsunterricht die Südtiroler
Geschichte nicht durchgemacht, oder fallen die Unterrichtsstunden auf Freitag, wo die halben
Schüler bei den Fridays-for-Future-Demos sind? Sicherlich ist es lobenswert, dass uns unsere
Schüler auf dem Klimawandel aufmerksam machen, angesichts dieser Äußerungen würde ich aber
Südtirols Geschichte bevorzugen. Oder sind es einfach die Gleichgültigkeit und der Wohlstand,
dass man solche Äußerungen tätigt. Eines ist sicher, die Autonomie und die autonome Schule
Südtirols haben aufgrund dieser Aussagen offenbar versagt. Es ist nicht gelungen, das
Bewusstsein als Minderheit den kommenden Generationen weiterzugeben.
Dann kam er, ein junger Bursche mit einem strammen Scheitel und Kapuzenpulli, und er meinte
im perfekten Rittner Dialekt: „I bin ehrlich gsog gonz froah Italiener zu sein, i find’s net schlimm,
i find’s sogor fein.“ Leichte Magenkrämpfe machten sich bemerkbar.
Also, ich habe schon mal was von Transgender gehört, also eine Frau oder ein Mann, das sich
nicht nach seinem Geschlechtsorgan einstufen lässt, oder so ähnlich. Aber der Begriff
Transidentitänder wäre mir jetzt neu. Ein junger schneidiger Rittner Bua, der in seiner
Muttersprache Deutsch ein Interview gibt, der die Gene seiner Tiroler Vorfahren in sich trägt, in
seiner Freizeit wahrscheinlich auf Wiesenfesten Lederhosen trägt und „Atemlos“ von Helene
Fischer singt, findet es fein, ein Italiener zu sein? Ich persönlich könnte mir vorstellen, einmal
Isländer zu sein, das würde mir gefallen. Vielleicht fange ich morgen damit an. Obwohl einen
Isländer als Landeskommandant, das möchte ich euch nun auch wieder nicht zumuten. Deshalb
bleibe ich das, was ich bin, der Wendl, a Kolterer und a Tiroler. Und sollte es jemand nicht
glauben, reißt mir das Herz raus, ihr werdet sehen, es leuchtet in den Farben unserer Heimat,
weiß und rot. Und dem jungen Rittner Bua muss ich leider mitteilen: „Zu mehr als zu einem
italienischen Staatsbürger wird auch er es nicht bringen.“
Die Letzte, ein nettes Mädchen mit Sonnenbrille und einem Muttermal auf der rechten Wange
meinte dazu: „I find net, dass es eppes Schlechtes isch, dass Südtirol zu Italien kemmen isch, i
find’s sogor guat, i denk es isch oane der besten Sochen, de uns passiert isch.“
Dass mir der Tiroler Gugelhupf inzwischen vom Teppichboden entgegen lachte, sei hier am Rande
erwähnt. Es ist also das Beste, was uns passiert ist, dass Südtirol zu Italien gekommen ist?
Ich möchte darauf hinweisen, dass all die unten angeführten Argumente vor der Corona-Krise
zutrafen. Wie es nachher ausschaut kann sich dann jeder selber ausmalen.

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Zu einem Staat mit einem aktuellen Schuldenstand von 2.630 Milliarden Euro?
Zu einem Staat, der unter einem Schuldenberg von mehr als 130 % der Wirtschaftsleistung ächzt,
der zweithöchsten in der Eurozone?
Zu einem Staat, wo das Haushaltdefizit jährlich größer wird?
Zu einem Staat mit einer ineffizienten Verwaltung?
Zu einem Staat mit einer chaotischen Gesetzgebung?
Zu einem Staat, wo es keine Rechtssicherheit für mögliche Investoren gibt?
Zu einem Staat mit dem geringsten Wirtschaftswachstum in der Eurozone?
Zu einem Staat mit einer stagnierenden Produktivität?
Zu einem Staat, in dem die Fortbewegungsgeschwindigkeit einer Schnecke jener Usain Bolt
ähnelt, im Vergleich zu jener, wie schnell die Justiz arbeitet?
Zu einem Staat mit einem dringend reformbedürftigen Steuersystem?
Zu einem Staat, mit einer im internationalen Vergleich schwachen Schule und einer
unzureichenden Berufsausbildung?
Zu einem Staat, wo gleich viel bestochen wird wie in allen anderen EU-Staaten zusammen?
Zu einem Staat mit dem wirtschaftlich unterentwickelten Süden, der noch dazu die Brutstätte für
Mafia, Ndrangheta und Camorra darstellt?
Zu einem Staat, wo einige Städte weiterhin im Müll versinken?
Zu einem Staat mit einem der schlechtesten Gesundheitssysteme Europas?
Zu einem Staat, wo dir bei Verkehrskontrollen eine vollautomatische geladene Beretta M12 ins
Gesicht gehalten wird.
Zu einem Staat, wo das politische System nicht auf Stabilität und handlungsfähiger Mehrheit
ausgerichtet ist?
Zu einem Staat, wo das Wahlrecht gleich oft geändert wird, wie der Mutschuner Pepm seine
Unterhosen wechselt?
Zu einem Staat, wo in den erdbebengeschädigten Städten wie L‘Aquila oder Amatrice die
Menschen nach drei Jahren immer noch in Zelten leben, dafür aber der Faschistentempel hier in
Bolzano für 735.000 Euro erdbebensicher gemacht wird?
Zu einem Staat mit einer Jugendarbeitslosenquote von knapp 30 %?
Zu einem Staat, in dem in den letzten fünf Jahren über einer halben Million Jugendliche mit
einer guten Schul- oder Universitätsausbildung abgewandert sind?
Zu einem Staat, der mit einem beispiellosen Geburtenrückgang konfrontiert ist?
Zu einem Staat, wo Brücken und Tunnels mit Haferbrei gebaut wurden?
Zu einem Staat, der auch nach 100 Jahren versucht, alles Österreichische und Deutsche in
Südtirol auszulöschen?
Also, ich bin da eher der Meinung, dass es das Beste wäre, was uns je passieren könnte, so schnell
wie möglich von diesem Staat wieder loszukommen. Nun gut, es sind junge Leute, noch
unerfahren, wohlbehütet aufgewachsen und noch ziemlich grün hinter den Ohren. Man möge
ihnen verzeihen. Und alles nur zu kritisieren, hilft auch keinem. Deshalb hier mein
Lösungsvorschlag:
Wenn sich mittlerweile gefühlt über 70 % der Südtiroler als Italiener fühlen, wenn wir unsere
Autonomie hier in Südtirol mehr verteidigen müssen wie gegenüber Rom, wenn das Recht auf
unsere Muttersprache nicht mehr gewährt wird, wenn gefühlt die ganze Welt doppelte
Staatsbürgerschaften verteilt, nur wir haben nicht das Recht auf unsere wahre Identität, wenn

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unsere Sportler mehr Italiener sind als alle anderen Italiener, wenn Tourismus und
Wirtschaftsverbände das Werk von Ettore Tolomei vollenden, wenn sich diejenigen verteidigen
müssen, die sich für die deutschen historisch gewachsenen Ortsnamen einsetzen, wenn schon
viele vergessen haben, warum wir unsere Autonomie überhaupt haben, nämlich nur aus einem
einzigen Grund, weil wir eine österreichische Minderheit in diesem fremden Staat sind,
ja dann frage ich mich, haben wir überhaupt noch das Recht auf unsere Autonomie?
NEIN! Denn eine Minderheit ist keine Minderheit mehr, wenn sie sich mit der Mehrheit
identifiziert.
Also geschätzte Vertreter Südtirols, haben Sie den Mut und verwirklichen Sie den Traum dieser
jungen Menschen und vieler Alto-Atesini und schaffen Sie diese Schein-Autonomie ab.

Wo Genie und Wahnsinn sich verbinden,


wo Worte nicht nach Lügen stinken,
gibt es noch einen anderen Weg der steinig ist,
den es aber lohnt zu gehen.

WIR HABEN NOCH LANGE NICHT,


NOCH LANGE NICHT GENUG,
AUF IN EIN NEUES JAHR,
WIR HABEN NOCH LANGE NICHT GENUG!

Jürgen Wirth Anderlan 17. April 2020


Landeskommandant

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Jahresbericht des Bundesgeschäftsführers 

Hohe Bundesversammlung,
das vergangene Schützenjahr war von einem größeren Wechsel in der Führung des
Schützenbundes gekennzeichnet. Die vier Gewählten wurden neu bestellt und die Referate neu
besetzt. Dabei blieb nicht viel Zeit zur Einschulung, denn die öffentlichen Medien, die eigene
Motivation und die Umsetzung von Ideen ließen kein längeres Warten zu.
In den ersten Wochen wollten die öffentlichen Medien unseren neuen Landeskommandanten −
das neue Gesicht, die neue Person − hinter diesem Andreas-Hofer-Bart und der Kalterer
Schützentracht vor die Blende und das Mikrofon bekommen. Die Bundeskanzlei wurde von
Interview-Anfragen überflutet, die Aufarbeitung der Interviews lief auf Hochtouren und der neue
Landeskommandant wurde erfolgreich auf Herz und Nieren geprüft.
Die neu gewählte Führung begann ihren Dienst mit den traditionellen Antrittsbesuchen. Am 6.
Mai 2019 empfing Landesrat Philipp Achammer den neuen Landeskommandanten. Zentrale
Themen waren das Ehrenamt sowie die deutsche und ladinische Schule und Kultur. Am 17. Mai
2019 wurde die neue Führungsriege von Diözesanbischof Ivo Muser in den Amtsräumen des
Bischofs empfangen. Am 28. Juli 2019 hat die neue Führung dem Landeshauptmann Arno
Kompatscher einen Antrittsbesuch abgestattet. Im Vordergrund des Gesprächs standen die
österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler sowie der Artikel 19 des Autonomiestatuts, bei
dem es um das Recht auf muttersprachlichen Unterricht geht.
Das ganze Schützenjahr stand im Zeichen von Kaiser Maximilian I. Unter dem Titel „MAX 500“
fanden anlässlich des 500. Todestages gemeinsame Veranstaltungen aller drei Schützenbünde
von Tirol statt.
Am ersten Wochenende im Juni wurde die erste Klausurtagung der Bundesleitung abgehalten. In
zwei Tagen wurde am Taleingang vom Ötztal gemeinsam die Marschrichtung der nächsten drei
Jahre erarbeitet.
— Stellungnahmen
Die ersten Stellungnahmen ließen nicht lange auf sich warten. So fragte sich der Südtiroler
Schützenbund, wo das Abschlussdokument des Autonomiekonvents von 2016 verschwunden sei.
Eine partizipative Mitgestaltungsmöglichkeit der Bevölkerung Südtirols für die Weiterentwicklung
unseres Landes mit schleichend verschwindendem Ergebnis als Abschluss.
Als traurigen Schlusspunkt stellte der Schützenbund das Zerbröseln des aufwändig restaurierten
Siegesdenkmals fest. Einmal mehr sei nun der Beweis geliefert worden, dass die Lüge immer
wieder die Stütze des Staates benötige, um aufrechterhalten zu werden.
Zum gängigen „Thema Wolf“ fragten sich die Schützen, wo denn die Kompetenzen der
Autonomie geblieben seien.
Die Verhandlungen zu den Lohnerhöhungen der öffentlichen Angestellten, das Recht auf
Gebrauch der Muttersprache, die Ausbildung des Sanitätspersonals und vieles mehr war Anlass
genug, die Reichweite unserer Autonomie wiederum in Frage zu stellen. Wie weit es mit der
Autonomie stehe, machte unser Landeskommandant deutlich: „Unsere Autonomie ist derzeit
gleich viel wert wie ein Regenschirmgeschäft in der Sahara.“
Eine außergewöhnliche Situation boten ab Juli manche Pfarreien im Pustertal. Manche Pfarrer
oder Pfarrgemeinderäte wollten den Schützen das Tragen der historischen Ausrüstung während
der Messfeier verbieten und die Anzahl an Ehrensalven vorschreiben. Nach einigen Wochen
konnte mit Dialog das Problem aus der Welt geschaffen werden. Und die Schützen werden
weiterhin zur Kirche im Land stehen und sich nicht von einigen übereifrigen Pfarrvertretern
maßregeln lassen.

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— Aktionen der Schützen
Wer Aufmerksamkeit will, muss neue Wege gehen. In diesem Sinne hat sich der Schützenbund
einiges einfallen lassen.
Am Herz-Jesu-Sonntag stiegen pünktlich um 18.09 Uhr weit über 200 Rauchsäulen in den
Farben rot-weiß-rot in den Himmel. Damit setzte der Südtiroler Schützenbund ein weiteres
Zeichen der Verbundenheit mit seinem Vaterland und erinnerte gleichzeitig an die Teilung Tirols
vor genau 100 Jahren.
Am 16. August fiel der Startschuss an der deutschen Sprachgrenze in Salurn. An rund 600
Ortseingangstafeln wurden die deutschen historisch gewachsenen Ortsnamen überklebt: DNA seit
97J (deutsch nicht amtlich seit 97 Jahren). Mit dieser Aktion hat der Südtiroler Schützenbund die
Bevölkerung auf das Unrecht, das 1922 begann und bis heute andauert, aufmerksam gemacht.
Seit 97 Jahren ist das Toponomastik-Problem ungelöst, und die deutschen Ortsnamen sind
immer noch nicht amtlich. Eine traurige Bilanz! Dazu trudelten nach der Aktion mehrere
Strafbescheide ein. Die Führung ließ sich davon aber nicht erschrecken und ging damit
umgehend vor das Friedensgericht.
Das Jubiläum ist Blech, denn es war eine Zwangsehe. Damals, vor genau hundert Jahren im
Pariser Vorort Saint-Germain wurde Südtirol gegen seinen Willen mit Italien vermählt. An der
Seite des ungeliebten Bräutigams standen die Trauzeugen Frankreich, Großbritannien, die USA
und die Sowjetunion. Aus diesem Anlass hat der Südtiroler Schützenbund den Kurzfilm „#GZ -
Gegen Zwangsehe, ICH TRENNE MICH UM FREI ZU SEIN“ gedreht. Premiere war am 10.
September um 19.19 Uhr.
Am selben Abend war bereits eine Delegation des Schützenbundes in Barcelona eingetroffen, um
den Ruf nach Selbstbestimmung zu unterstützen, der am Nationalfeiertag der Katalanen − am
11. September − mit über einer Million Menschen in Barcelona begann. Vor Ort standen die
Marketenderinnen und Schützen Schulter an Schulter mit Katalanen für Unabhängigkeit und das
Recht auf Selbstbestimmung ein.
Dass Europa in die falsche Richtung segelt, zeigte die Verurteilung von neun katalanischen
Politikern zu insgesamt 100 Jahren Haft durch den spanischen Obersten Gerichtshof. Innerhalb
zwei Tagen wurde ein Fackelzug für Kataloniens Freiheit in Bozen organisiert. Weiteres wurde der
Südtiroler Landtag in einer Petition dazu aufgefordert, sich mit Katalonien und den politischen
Häftlingen der katalanischen Freiheitsbewegung solidarisch zu zeigen und dies öffentlich zu
erklären.
Auf Einladung der Vlaamse Volksbeweging hat eine Delegation des Südtiroler Schützenbundes an
den Feierlichkeiten zum Flämischen Nationalfeiertag in Flandern teilgenommen. Das Streben
nach Freiheit findet nicht nur hier bei uns statt, sondern bei vielen weiteren Völkern in Europa,
mit denen eine gute Vernetzung und ein Austausch enorm wichtig sind.
„Schicksal 39 − Option, Gehen oder Bleiben“ war die Aktion der Schützen, um sich an diese
schwere Zeit zu erinnern. Im ganzen Land wurden 160 rote Koffer mit der Aufschrift
„schicksal39.com – Option, Gehen oder Bleiben“ an zentralen Stellen in allen Gemeinden und
Fraktionen aufgestellt. An den roten Koffern wurden Postkarten mit Gedichten und Liedern der
Dableiber als auch der Optanten angebracht. Verschiedene Kompanien haben die Aktion mit
eigenen Veranstaltungen vor Ort begleitet. Zum Abschluss wurden die roten Koffer gesammelt
und auf dem Silvius-Magnago-Platz vor dem Landtag in Bozen für zwei Wochen aufgestellt.
Als Zeichen der Verbundenheit und als Zeichen des Dankes für alles, was unser Vaterland für uns
Südtiroler getan hat, hisste der Südtiroler Schützenbund anlässlich des österreichischen
Nationalfeiertages bei der Burgruine Neuhaus eine überdimensionale österreichische Fahne.
Gerade in Zeiten des Wohlstands ist es besonders wichtig, sich zu seinen eigenen Wurzeln zu
bekennen.
Um sich besser für die österreichische Staatsbürgerschaft für Südtirol einsetzen zu können, haben
sich Verbände und Parteien in einer parteienübergreifenden Initiative zusammengeschlossen. Sie
trägt den Namen: „inoes - Initiative Österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler“. Der

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Anfang wurde mit einem Brief an Österreich mit 51 Unterzeichnern aus Südtiroler Politik und
Gesellschaft gemacht. Es folgte eine Fragestunde mit Völker- und Europarechtler Dr. Peter
Hilpold in der Bundeskanzlei in Bozen. Anschließend traf sich eine hochkarätige Delegation aus
Südtirol am 16. Dezember in Wien mit Vertretern der österreichischen Spitzenpolitik, um die
nächsten Schritte zu besprechen. Dabei überreichte sie ihnen eine Petition mit 1.000
Unterschriften von Südtiroler Persönlichkeiten, die sich allesamt für die doppelte
Staatsbürgerschaft aussprechen.
Zwei sympathische Kerle sind nun Teil der Schützen. Es sind Alfred und Sepp, die sich in
Karikaturen immer wieder treffen, um Ansichten auszutauschen. Gemeinsam tragen sie den
Namen „Die Sogmehlbuam“. Sie erscheinen in unterschiedlichen Abständen mit neuen Ansichten
auf allen Medien des Südtiroler Schützenbundes.
„Tiroler Lieder − G’sungen und g’spielt“ ist die erste App des Südtiroler Schützenbundes. Nach
dem großartigen Erfolg des Liederbuchs brachte es nun der Schützenbund auch als App für
mobile Geräte heraus, um auch in dieser digitalen Welt präsent zu sein.
Viele weitere Aktionen wurden vom Südtiroler Schützenbund im vergangenen Schützenjahr
durchgeführt: Podiumsdiskussionen zu Gesundheitsthemen, zur Option, über Tirol und den Herz
Jesu Notfonds. Verschiedene Seminare, Lehrgänge und Kurse wurden angeboten. Darunter sind
Offizierslehrgänge und Neumitgliederseminare sowie ein Goaßlbaukurs.
— Veranstaltungen
Am 23. November fand ein Landesüblicher Empfang für die Staatspräsidenten aus Österreich und
Italien statt. Mit diesem Empfang haben wir aufgezeigt, wie in unserem Land Gäste empfangen
werden, so wie es unsere Tiroler Kultur vorgibt und dass wir immer noch Tiroler sind und bleiben.
Wie es bereits Tradition ist, fand am 8. Dezember in St. Pauls die Sepp-Kerschbaumer-
Gedenkfeier statt. An die 2.000 Marketenderinnen, Schützen und Tiroler Landsleute waren der
Einladung gefolgt. Die Gedenkansprache hielt der Schütze und ehemalige Häftling Meinrad
Berger aus Andrian.
Die große Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier fand heuer nicht wie gewohnt in Meran, sondern
beim Sandwirt, dem Geburtshaus von Andreas Hofer in St. Leonhard in Passeier, statt. Rund
1.500 Marketenderinnen und Schützen nahmen an der Landesgedenkfeier teil.
— Ausnahmezustand
Zum Schluss dieses erfolgreichen Schützenjahres hat uns noch Das Corona-Virus ordentlich
durcheinandergebracht. Schnell war klar, dass sich in naher Zukunft einiges ändern wird. Mit
Bedauern musste das Alpenregionstreffen 2020 in Passeier auf das nächste Jahr verschoben
werden. Auch viele weitere Veranstaltungen der Schützen mussten verschoben oder abgesagt
werden.
Wir Schützen sind es aber gewohnt, standhaft im Gegenwind zu stehen! Erst recht in solchen
schwierigen Zeiten. Stillstand kommt bei uns Schützen nicht und nie in Frage. Deshalb haben wir
auch beschlossen, an vorderster Front gegen das Virus zu kämpfen, zum Schutz einer Generation,
der wir so vieles verdanken!
— Vergelt’s Gott!
Liebe Marketenderinnen, geschätzte Schützenkameraden! Vergelt’s Gott für euren unermüdlichen
Einsatz für unsere Heimat! Für die gelungene Zusammenarbeit danke ich außerordentlich
unserem Bundessekretär Richard Andergassen und unserem Landeskommandant Jürgen Wirth
Anderlan. Hoch leben unser Land Tirol und unser Vaterland Österreich!
Schützen Heil!
Mjr. Egon Zemmer
Bundesgeschäftsführer

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Bericht des Jugendreferenten 
 

Diese fast eineinhalb jährige Tätigkeit teilten sich vier Bundesjugendreferenten und
Bundesjugendreferentinnen. Vom Januar bis April 2019 waren Werner Oberhollenzer und Miriam
Schwarzer noch im Amt, bis bei der Vollversammlung Kuno Huber und Martin Flatz als
Landesjugendreferenten gewählt wurden und anschließend ihr Amt antraten.
In dieser Zeit traf sich die Bundesjugendleitung zu 3 Sitzungen, bei denen folgende Tätigkeiten
besprochen, diskutiert und organisiert wurden:
— Gesamttiroler Jungschützenschießen 2019
Am 11. Mai 2019 fand das Gesamttiroler Jungschützenschießen in Absam statt. In
Zusammenarbeit mit der SK Absam, der Schützengilde Absam und der Bundesjugendleitung des
BTSK wurde diese Veranstaltung durchgeführt. Aus dem südlichen Teil Tirols traten 37
Jungschützen und Jungmarketenderinnen bei diesem Wettkampf an. Dabei konnten folgende
Ergebnisse unter den ersten zehn in den verschiedenen Kategorien erzielt werden:
Kategorie MAR 1: Sophie Unterpertinger, Terenten, Platz 6 mit 98.2 Ringen
Kategorie MAR 2: Viktoria Zimmerhofer, Prettau, Platz 6 mit 98.1 Ringen
Kategorie MAR 3: Andrea Wiesler, Taufers i. M., Platz 7 mit 88,4 Ringen
Kategorie MAK 4 stehend frei: Nadine Frank, Tarsch, Platz 9 mit 68.3 Ringen
Kategorie bester Teiler: Stefanie Frank Tarsch, 5. Platz
Kategorie Schützenkönig: Heinrich Mackowitz, Terlan Platz 38 von immerhin 381 Teilnehmern
Nach dem Wettkampf und der hervorragenden Verköstigung der Teilnehmer und deren
Begleitungen wurde uns die Möglichkeit angeboten, einige Einrichtungen zu besichtigen.
Anschließend marschierten wir durch Absam zur Mittelschule. Die heilige Messe fand in der
Turnhalle statt. Zelebriert wurde sie von Schützenkurat Msgr. Josef Haselwanner und Pfarrer
Martin Chukwu. Gleich im Anschluss wurde die Siegerehrung durchgeführt.
— Zeltlager „Abenteuer Heimat“
Auch 2019 fand wieder das Zeltlager für die Jungmarketenderinnen und Jungschützen statt.
Gastgeber war diesmal die Kompanie Lüsen im Eisacktal, die uns vom 8. bis 11. August einige
sehr schöne und erlebnisreiche Tage ermöglichte. Am Donnerstag den 8. August fanden sich 130
Personen, bestehend aus 93 Jungschützen und 38 Betreuern ab 14.00 Uhr in Lüsen ein. Oberhalb
von Lüsen in der Sportzone Petschied befand sich der Zeltlagerplatz, wo wir uns für 4 Tage
niederlassen durften. Gleich nach dem Zeltaufbau wurde die Jungschützenfahne mit dem Logo
der Südtiroler Jungschützen gehisst und das Zeltlager feierlich eröffnet. Danach wurden die
Kinder und Jugendlichen wie jedes Jahr in Gruppen bunt durch die verschiedenen Kompanien
zusammengestellt, damit das Kennenlernen untereinander leichter in Gang gesetzt werden
konnte. Am Abend durften wir noch den Erzählungen von Sepp Gostner lauschen, was sehr
interessant war. Am Freitag wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Erstere machte sich
auf eine Wanderung rund um Lüsen, begleitet von einem Ortsansässigen. Bestaunen durfte man
dabei das alte Sägewerk und die Mühle. Die zweite Gruppe durfte ihr Wissen im Bereich Erste
Hilfe erweitern. Freiwillige des Weißen Kreuzes Brixen zeigten den Kindern auf verschiedenen
Stationen lebensrettende Maßnahmen und die Jungschützen hörten gespannt zu. Anschließend
mussten sie das Erlernte in einem Wettbewerb mit tollen Preisen umsetzen. Nach dem
Mittagessen wurden die Gruppen dann getauscht. Am Abend wurde beim Lagerfeuer der Tag mit
dem einen und dem anderen Ratschale beendet. Der Samstag wurde durch die Wetten-dass-Show
ein sehr toller Tag. Die Kinder, welche bereits zu Beginn des Zeltlagers in Gruppen eingeteilt
worden waren, hatten die Aufgabe, sich am Vormittag eine kreative Wette einfallen zu lassen, um
diese dann am Nachmittag vor einer kritischen Jury vorzuführen. Die Kriterien waren Kreativität,
Action, Spaßfaktor, Teamgeist und Schwierigkeit. Werner Oberhollenzer alias Kunigunde führte

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gekonnt durch die Show. Am Abend nach dem gemeinsamen Essen besuchte eine
Sagenerzählerin das Lager und am Feuer wusste sie so einige Geschichten über das Dorf und das
Tal zu berichten. Am Sonntag wurden dann wieder die Zelte abgebrochen und der Zeltplatz
wurde gereinigt. Danach gingen wir alle geschlossen zum Sportplatz, wo Hochwürden Alfred
Kugler einen Wortgottesdienst abhielt. Wieder im Zeltlager angekommen, wurde die Siegerehrung
von der Wetten-dass-Show durchgeführt und alle Jungmarketenderinnen und Jungschützen
durften sich über einen Preis freuen. Das Zeltlager wurde mit einem dreifachen Schützen Heil
und dem Abnehmen der Lagerfahne beendet. Die Bundesjugendleitung bedankt sich für die
hervorragende Organisation und für ein Zeltlager, wo es an nichts fehlte. Wir bedanken uns für
die 4 Tage bei der SK Lüsen im Eisacktal, allen voran bei Ernst Dorfmann, dem Hptm. Herbert
Federspieler und bei allen freiwilligen Helfern.
— Jungschützenbetreuerseminar 2019
Für den 26. Oktober 2019 hat das Referat Jugend des SSB ein Jungschützenbetreuerseminar zum
Thema „Gesundheit fängt in den jungen Jahren an“ organisiert. Um 10 Uhr trafen sich acht
Jungschützenbetreuer aus den verschiedenen Bezirken, um gemeinsam am Seminar zum Thema
Jugendarbeit teilzunehmen. Bundesjungschützenbetreuer Mjr. Kuno Huber begrüßte anfangs alle
Anwesenden und übergab gleich das Wort der Referentin Ruth Niederkofler. Das Ziel dieses
Gesundheitstages war es, wieder mehr Bewusstsein zu schaffen, was jede einzelne Person für ihre
Gesundheitserhaltung tun kann. Unsere Nahrung hat sich in den letzten 30 Jahren mehr
verändert als in den 10.000 Jahre zuvor. Chemie statt Natur. Was wir dagegen tun können und
wie wir Schadstoffe erkennen, wurde uns anhand von praktischen Beispielen und Tipps
aufgezeigt.
Zu Mittag haben wir dann gemeinsam etwas Gesundes und Nachhaltiges auf den Tisch gebracht.
Am Nachmittag ging es um das Thema „Alkohol − das Nervengift“. Aufklärung tut Not. Das
legitime und allseits akzeptierte Nervengift ist immer und überall gegenwärtig. Die Gefahren
werden verharmlost und Abhängigkeiten verleugnet. Als selbst Betroffene hat Ruth mit uns offen
über dieses Thema diskutiert und uns die Möglichkeit gegeben, ihr Fragen darüber zu stellen, die
sie ehrlich beantwortet hat. Ein großes Dankeschön gilt nochmals der Schützenkompanie
Klausen, die uns ihre Räumlichkeiten zu Verfügung gestellt hat.
Zurzeit haben die Südtiroler Schützenkompanien 513 Jungschützen und Jungmarketenderinnen
im Mitgliederverzeichnis des SSB eingetragen. Diese Anzahl an Kindern und Jugendlichen bedarf
einer hervorragenden Führung durch die Kompaniebetreuer der Bezirksbetreuer und der
Bundesjugendleitung. Nicht zuletzt sind dies unsere nächsten Hauptmänner, Offiziere und treuen
Schützen und Marketenderinnen. Deswegen darf uns die Zeit nicht zu schade sein, bei
Veranstaltungen die Kinder zu begleiten, sei es im Bezirk, auf Bundesebene oder ganz im
Kleinen, wenn man im Kompaniekreis etwas organisiert und unternimmt.
Zuletzt möchte ich mich bei allen bedanken, die uns in diesem Jahr geholfen und unterstützt
haben, sei es mit Organisation oder auch finanziell. Im Besonderen bedanke ich mich aber bei der
Bundesjugendleitung und der Bundesleitung für das angenehme Arbeitsklima und die
Unterstützung in meinem ersten Jahr.

Schützen Heil!

Mjr. Kuno Huber


Bundesjugendreferent

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Bericht der Bundesschießreferentin 

Ich möchte mich im Namen der Bundesschießleitung bei Walter Depentori aufrichtig für seinen
großartigen Einsatz und seinen enormen Zeitaufwand bedanken, den er rund um das
Schießwesen im SSB geleistet hat. Seine Freude und seine Einsatzbereitschaft können für uns alle
ein Vorbild sein. Ein weiterer Dank gilt unserem Exerzierreferenten Sepp Rungger, der in der
Zwischenzeit, bis zur schwierigen Wahl, das Referat Schießen betreut und kurzfristig
übernommen hat. Seit Ende November bin ich nun als neugewählte Referentin in diesem Bereich
tätig.
Das 18. Alpenregionsschießen der Schützen von Bayern, Südtirol, Welschtirol, Nord- und Ost-
Tirol fand am Samstag, den 22. Juni 2019 in Mieming statt. Rang 1 erzielt mit 3810 Ringen der
Bund der Bayerischen Gebirgsschützen, Rang 2 mit 3746 Ringen Bund der Tiroler
Schützenkompanien, Rang 3 mit 3464 Ringen der Südtiroler Schützenbund und Rang 4 mit 3180
Ringen der Welschtiroler Schützenbund.
Im Jahre 2019 wurden in den Bezirken die Bezirksschießen und im Winter Rundenwettkämpfe
mit Luftdruckwaffen abgehalten. Die Kompanien messen sich dabei, auch mit mehreren
Mannschaften von einer bis zu 6 Runden. Gleichzeitig ist dies auch ein gutes Training für das
Bezirksschießen. In einigen Bezirken wurden zusätzlich noch Freundschaftsschießen und
Gaudischießen abgehalten. In den meisten Bezirken herrscht deshalb eine gute Schießtätigkeit,
und die Bezirke arbeiten autonom und gut.
Die Bundesschießleitung hat sich zu fünf Sitzungen getroffen. Eines der Themen war die
Überarbeitung der Schießordnung und der Ringzahlen. Vor allem über die Regelung der
Schützenschnur und der Ringe wurde ausgiebig diskutiert und ein neuer Vorschlag ausgearbeitet.
Dieser dient jetzt als Grundlage für weitere Diskussionen in den Kompanien, Bezirken, im
Bundesausschuss und in der Bundesleitung.
Das Hauptthema wird jetzt in der Bundesschießleitung das Bundesschießen sein, das im Jahr
2021 stattfinden wird. Außerdem werden in den Bezirken nochmals die Bezirksschießen
stattfinden, nachdem im Frühjahr noch niemand als Referent tätig war und die Bezirke bereits
Vorbereitungen im Gange hatten.
Auch die Zusammenarbeit mit den Tiroler Kameraden wird intensiviert. Die Kompanien und
Bezirke sind hiermit aufgerufen, die Kontakte mit Ost- und Nordtiroler Kompanien, Bataillonen,
Bezirken und Vierteln wiederzubeleben oder neu zu knüpfen. Dazu kann die Schießtätigkeit ein
guter Einstieg sein.
Die Verantwortlichen der Bünde im Bereich Schießen werden in der kommenden Zeit das
Alpenregionsschießen, das 2021 in Welschtirol stattfinden wird, besprechen.
Zum Schluss wünsche ich allen Kameraden, Marketenderinnen und Jungschützen noch ein gutes
Schützenjahr und viel Erfolg bei den verschiedensten Schießveranstaltungen.

Sonja Oberhofer
Bundesschießreferentin

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Bericht des Schriftleiters der TSZ 

Hohe Bundesversammlung!
Vor knapp einem Jahr wurde ich gebeten, das Referat der Schriftführung der Tiroler
Schützenzeitung zu übernehmen − eine interessante und zeitfüllende Aufgabe.
Die Übernahme des Referats „Schriftführung der TSZ“, das von 2011 bis 2019 vorbildhaft von
meinem Vorgänger Günther Mairhofer geführt wurde, und die Einführung in die damit
verbundene Tätigkeit der Annahme der Berichte, Kontrolle, Filterfunktion und Zuordnung
erfolgte Zug um Zug. Günther hat mich fachkundig eingeschult und mich stets mit Ratschlägen
unterstützt.
Danke, lieber Günther, für deine professionelle Hilfe bei der Gestaltung der ersten Ausgaben der
Tiroler Schützenzeitung im vergangenen Jahr, danke für deinen Beistand in der Zeit der
Einführung und darüber hinaus, weil du immer bereit standst, wenn ich Unterstützung und Rat
brauchte.
Der englische Schriftsteller und Journalist George Orwell brachte es auf den Punkt: „Geistige
Freiheit ist die Freiheit – das sagen zu können, was andere nicht hören wollen.“ Dieses Zitat ist
wie für uns zurechtgeschnitten. Wir lassen uns die geistige Freiheit nicht nehmen. Schon gar
nicht wir Tiroler. Daher ist unser Sprachrohr in der Tiroler Schützenzeitung offen für alle
Schützen im Alpenraum.
Im vergangenen Schützenjahr konnten unseren Leserinnen und Lesern erneut sechs erfolgreiche
Ausgaben der Tiroler Schützenzeitung vorgestellt werden. Es wurden dabei − neben den
jeweiligen informativen Leitartikeln aus den Landesteilen − auch Beiträge über Historisches und
aktuelle Themen aus unserem Land Tirol veröffentlicht: über die Bundesversammlung des
Südtiroler Schützenbundes von 2019 mit Neuwahlen, das Alpenregionsfest im Zillertal, die
Vorbereitungen zum Alpenregionsfest der Schützen in St. Martin, die Euregio und das Kaiser-
Maximilian-Jubiläumsjahr, über Landesübliche Empfänge, den Staatsempfang in Meran, die
Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls, die Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier in St.
Leonhard i.P., Ereignisse in den Schützen-Bezirken mit einigen Bezirkstagen, mehrere
Wiedergründungsfeiern und weitere Aktivitäten unserer Kompanien, abgehaltene Lehrgänge und
Rhetorik-Seminare, über die Arbeit unserer Marketenderinnen und Veranstaltungen der
Jungschützen.
Landesweite Aktivitäten des Südtiroler Schützenbundes wurden bekanntgemacht, es wurde über
die „DNA-Aktion“ informiert, über Solidaritätsbekundungen für Katalonien, über die Aktion
„Schicksal 39“, über Zeugnisse der Verbundenheit zu unserem Vaterland Österreich am
Nationalfeiertag mit rot-weiß-roten Rauchsäulen und einer überdimensional großen Österreich-
Fahne auf der Burgruine Maultasch. Ein ausführlicher Bericht erschien auch über die neu
errichtete Andreas-Hofer-Gedenkstätte in Mantua.
Lobenswertes und auch Missstände konnten fallweise in einer eigenen Rubrik behandelt werden.
Auch Lesermeinungen kamen nicht zu kurz. Buchvorstellungen, Berichte über Ehrungen
verdienter Schützen, Gefallenengedenken, Gedenken für verstorbene Kameraden sowie
Spendenaktionen und die Terminvorschau waren wieder von allgemeinem Interesse. Wiederholt
berücksichtigt wurden auch Berichte unserer Welschtiroler Schützenkameraden.
Von sechs Ausgaben der Tiroler Schützenzeitung im vergangenen Schützenjahr 2019/2020 waren
fünf mit einer maximalen Seitenzahl von 36 Seiten belegt.
Da immer öfter eingereichte Berichte aus Platzmangel gekürzt oder auf die nächste Ausgabe
verschoben werden mussten und dadurch an Aktualität verloren haben, stellte sich wiederholt die
Frage der Erhöhung der maximalen Seitenanzahl von 36 auf 40. Aus Kostengründen konnte aber
bisher keine Erweiterung um vier Seiten vorgenommen werden.

11
 
Drastische Kürzungen einiger Beiträge aus soeben aufgeführten Gründen treffen immer wieder
auf Unverständnis der Verfasser, die sich viel Mühe um eine Berichterstattung zur
Veröffentlichung in der Tiroler Schützenzeitung gemacht haben.
Unsere TSZ ist Sprachrohr der Schützen: von – und für Schützen. Wir freuen uns deshalb über
jeden eingereichten Beitrag und versuchen, alle Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Je
größer die Zahl der Bezieher unserer Schützenzeitung wird, desto besser kann auch in Zukunft
der Südtiroler Schützenbund kostendeckend planen und arbeiten.
Helft uns, weitere Leser anzuwerben, um die Verbreitung der Tiroler Schützenzeitung zu fördern.
Vielleicht finden wir dann in Zukunft gemeinsam einen zufriedenstellenden Weg, um unser
Sprachrohr zu erweitern.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich den fleißigen ehrenamtlichen Pressemitarbeitern in den
Bezirken und Kompanien einen großen Schützendank aussprechen; ebenso unseren Freunden,
Historikern, Chronisten und Medienvertretern, die der Tiroler Schützenzeitung interessante und
aktuelle Berichte zukommen lassen. Ihre Beiträge sind stets eine informative Bereicherung für die
Ausgaben der Tiroler Schützenzeitung.
Ein Lob unserem Bundessekretär Richard Andergassen für die beispielhafte Unterstützung und
Kooperation.
Gleichzeitig bedanke ich mich bei Elmar Thaler für die gute Zusammenarbeit, für Hinweise und
Ratschläge bei der Einhaltung getroffener Vorgaben, für die Abwicklung fertig überarbeiteter
Ausgaben sowie entsprechende Platzierung der Beiträge. Einen großen Schützendank auch an Dr.
Margareth Lun für die Bereitwilligkeit, uns weiterhin mit ihrem fachkundigen Lektorat der Tiroler
Schützenzeitung zu unterstützen. Herzlichen Dank, liebe Margareth!

Danke allen für die Mitarbeit! Vergelt’s Gott für euer Verständnis.

Alles für Tirol! - Schützen Heil

Mjr. Renato des Dorides


Schriftleiter

12
 
Bericht des Bundesexerzierreferenten 

Im Arbeitsjahr 2019 wurden von den Ausbildnern in den Bezirken wieder unzählige Stunden
Ausbildungsarbeit geleistet. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich im Bereich Exerzieren ständig
etwas tut, sodass der Ausbildungsstand beibehalten und erweitert wird.
Von den einzelnen Bezirken wurden auf Bezirksebene unter der Leitung der
Bezirksexerzierreferenten die Gewehr- und Säbelprüfungen durchgeführt. Auch verschiedene
Exerzierübungen, Offiziersausbildungen und Waffenmeisterkurse wurden von den Bezirken
autonom organisiert.
Bezirksexerzierreferenten und Ausbildner haben den Ordnungsdienst bei den verschiedenen
Veranstaltungen übernommen.
Zur Organisation des Landesmarschierwettbewerbs, der mittlerweile verschoben werden musste,
traf ich mich mit den Bezirksexerzierreferenten der Bezirke zu einigen Sitzungen. Der
Landesmarschierwettbewerb musste leider auch aufgrund von zu wenigen Anmeldungen der
Kompanien auf den April 2021 verschoben werden.
Im Oktober wurde zwei Exerzieren in Sarnthein mit Teilnehmern aus den verschiedenen Bezirken
durchgeführt. Beim zweiten Exerzier-Termin war auch der Filmer Christian Gasser dabei, der
Filmaufnahmen machte. Sobald die noch fehlenden Teile des Films aufgenommen sind, wird
dieser aufgeteilt in einzelne Filmclips im Rahmen einer Online-Exerzierordnung auf der
Internetseite des Schützenbundes ins Netz gestellt.
Die Interessen der Ausbilder und Bezirksexerzierreferenten durfte ich bei 10
Bundesleitungssitzungen und bei 3 Bundesauschusssitzungen vertreten.
Säbel, Gewehre, Munition usw. wurden über das Bundesbüro den Kompanien zur Verfügung
gestellt. Bis zum 31. Dezember 2019 wurden insgesamt 1077 Säbel und 2630 Gewehre
ausgegeben.
Mein Dank gilt dem Landeskommandanten Mjr. Jürgen Wirth Anderlan, dem
Bundesgeschäftsführer Mjr. Egon Zemmer, allen Bezirksmajoren und den
Bezirksexerzierreferenten der einzelnen Bezirke für ihre Unterstützung und die gute
Zusammenarbeit.
Ein besonderes Dankeschön gilt aber allen Ausbildnern und Ordnungsdienstleuten für ihre
geleistete Arbeit. Die Ausbildner investieren viele ehrenamtliche Stunden für die Ausbildung der
Schützenkompanien und deren Offiziere und legen ehrenamtlich zahlreiche Kilometer zurück.
Dafür gilt ihnen unser aller Dank und Respekt.

Mjr. Sepp Rungger


Bundesexerzierreferent

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Bericht des Referenten für 
Medien und Öffentlichkeitsarbeit 
 
Das vergangene Schützenjahr wurde im Referat für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit weiter
ausgebaut und erfolgreich abgeschlossen. Das Referat hat den Südtiroler Schützenbund bei
verschiedenen Tätigkeiten in Medien- und Öffentlichkeitsarbeiten unterstützt.
Die Haupttätigkeiten des Referats sind schriftliche Berichterstattung, Berichterstattung mit Bild-
und Filmmaterial sowie Medienbeobachtung und Medienanalyse in themenrelevanten Bereichen
der Schützen und des Schützenbundes. Für die Verbreitung der eigenen Pressemitteilungen auf
verschiedenen medialen Kanälen betreibt das Referat einen eigenen Pressedienst.
— Berichterstattung
Im vergangenen Schützenjahr wurden 102 Berichte verfasst, korrigiert und veröffentlicht. Die
Anzahl der Berichte ergibt sich aus der Berichterstattung von Veranstaltungen und Aktionen des
Schützenbundes, der Bezirke und Kompanien sowie aus Pressemitteilungen, Stellungnahmen und
Ankündigungen.
— Berichterstattung mit Bild- und Filmmaterial
Die Berichterstattung mit Bild- und Filmmaterial wird durch ein großes Netz von Fotografen und
Filmern im Südtiroler Schützenbund unterstützt. Im vergangenen Schützenjahr konnte das
Referat rund 5.300 Fotos über 31 Veranstaltungen veröffentlichen.
Insgesamt konnte das Referat 24 Filme veröffentlichen. Die Anzahl der Filme ergibt sich aus
Kurzfilmen, Werbefilmen, der Berichterstattung von Veranstaltungen und Aktionen des
Schützenbundes sowie aus der Archivierung von Berichten des öffentlichen Rundfunks über
Schützen.
Die Reichweite des veröffentlichten Bild- und Filmmaterials erreichte ein Rekordhoch − voran der
Kurzfilm „Mut zur Treue“, der insgesamt über 350.000 Aufrufe über verschiedene sozialen
Netzwerke erreichen konnte; gefolgt vom Film „#GZ - Gegen Zwangsehe“, der insgesamt über
150.000 Aufrufe erzielen konnte. Weitere Filme befinden sich im mittleren fünfstelligen Bereich,
gefolgt von den restlichen Filmbeiträgen im niederen fünfstelligen Bereich.
— Medienbeobachtung und Medienanalyse
Rund um die Uhr werden die Medien vom Südtiroler Schützenbund beobachtet. Zeitungen,
Zeitschriften, Nachrichten-Plattformen und soziale Netzwerke im Internet müssen auf
Tagesthemen, Stellungnahmen und Berichte, die für uns Schützen relevant sind, durchstöbert
werden. Auch im vergangenen Jahr wurde diese notwendige und aufwändige Arbeit
durchgeführt. Funde wurden analysiert und besprochen. Bei Bedarf wurde intern oder öffentlich
mehrmals darauf reagiert.
— Pressedienst
Der Pressedienst wurde im vergangenen Schützenjahr weiter ausgebaut. Neue Kanäle wurden
eingerichtet, um unsere Mitglieder, Leser und Interessierte noch besser zu informieren. Das
Referat kann somit folgende Dienste anbieten:
• Presseverteiler über E-Mail
• Webseite des Südtiroler Schützenbundes
• Rundmail-System
• Verschiedene soziale Netzwerke im Internet

14
 
• Verschiedene Bild-, Film-, Ton- und Dokumentenplattformen im Internet
• Benachrichtigungen über übliche Online-Messenger
• Push-Nachrichten auf Mobiltelefone
• Berichte in der Tiroler Schützenzeitung
Diese Kanäle erfolgreich zu betreiben, bedarf großer Aufmerksamkeit, Geduld und Ausdauer. Dass
der unermüdliche Einsatz fruchtet, lässt sich aus den verschiedenen Statistiken herauslesen:
• Presseverteiler mit über 100 Medien und Journalisten als Empfänger
• Webseite mit 1.240 Beiträgen und monatlich über 10.000 Sitzungen
• Facebook mit über 13.260 Abonnenten, +2.400 im vergangenen Jahr.
• Instagram mit rund 2.000 Abonnenten +1.300 im vergangenen Jahr.
• YouTube mit über 2.300 Abonnenten (+420) mit über 11.000 Wiedergabestunden und
über 205.000 Aufrufen im letzten Jahr
• Flickr mit über 93.600 Fotos und über 14 Mio. Aufrufen insgesamt
• Twitter mit über 450 Abonnenten.
Die technologische Stütze bekommen das Referat und sein Medienapparat durch mein Wissen als
Informatiker und zugleich als ehrenamtlicher IT-Beauftragter des Südtiroler Schützenbundes. Aus
technologischer Sicht müssen diese Dienste ständig betreut werden, um einen reibungslosen
Einsatz garantieren zu können.
— Weiteres
Bisher konnte ein umfangreiches Archiv aufgebaut werden, auf das der Schützenbund immer
wieder zurückgreifen kann. Das Archiv umfasst neben sämtlichen Berichten auch
Gedankenprotokolle, Informationen und Hintergrundwissen zu verschiedenen Situationen.
Durch die Teilnahme an zahlreichen Sitzungen der Führung des Schützenbundes und der
verschiedenen Arbeitsgruppen war es mir möglich, die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit besser
auszuführen und die Bundesleitung sowie die Arbeitsgruppen als Referent besser zu betreuen.
— Vergelt’s Gott!
Dieses Referat ist umfangreich und aufwändig. Es ist trotzdem ein ungemein wichtiges Referat,
das einen unbezahlbaren Beitrag für unsere Heimat leistet. Dieser wichtige Beitrag kommt aber
nur in diesem Ausmaß zustande, weil mehrere Kameraden zusammenarbeiten.
Dieses Referat formt eine große Arbeitsgruppe mit Fotografen und Filmern. Manche korrigieren
die Texte und andere helfen mit ihrer Meinung und Aufmerksamkeit mit. Die Sozialen Netzwerke
müssen betreut werden, Webseiten und Online-Dienste müssen in Schuss gehalten werden und
viele weitere Aufgaben und Kameraden sind nötig, ohne die dieses Vorhaben nicht so ausfallen
würde.
Für die gelungene Zusammenarbeit danke ich außerordentlich unserem Bundessekretär Richard
Andergassen und unserem Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.

Vergelt’s Gott euch allen! Schützen Heil!

Mjr. Egon Zemmer

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Bericht der Bundesmarketenderin 

Hohe Bundesversammlung!
Seit nunmehr einem guten Jahr habe ich die Ehre, Bundesmarketenderin zu sein.
Eigentlich wollte ich zusammen mit den Bezirksmarketenderinnen einige Kurse anbieten, wie
bereits meine Vorgängerin Verena Geier. Es ist jedoch nicht gelungen, auf einen gemeinsamen
Nenner zu kommen.
Da sich auch die Bezirksmarketenderinnen bei der Organisation von verschiedenen Kursen nicht
leicht tun, die Mindestanzahl der Teilnehmerinnen zu erreichen und meine Vorschläge für Kurse
bereits in den Bezirken angeboten wurden, haben wir es darauf belassen, in diesem Tätigkeitsjahr
für das da zu sein, für das wir einstehen: Marketenderinnen zu sein mit Herz und Seele.
Einen Kurs, der bereits in den letzten Jahren großen Anklang gefunden hat, wollten wir aber
doch organisieren: Körperhaltung als Selbstschutz am 20. März 2020 in Lana, mit
Schützenkamerad und Body-Mental-Trainer Dr. Ing. Bernhard Pircher, der aber leider durch die
gegebenen Umstände abgesagt werden musste. Ein besonderer Höhepunkt im vergangen
Tätigkeitsjahr war sicherlich das 3. Tiroler Marketenderinnen-Treffen im Zillertal. Die Beteiligung
der Südtiroler Marketenderinnen war eher gering, das Treffen war aber eine Bereicherung für alle
Anwesenden.
Für das 4. Tiroler Marketenderinnen-Treffen 2021 in Königsberg haben wir uns bereits mit der
austragenden Kompanie für die ersten Vorbereitungen getroffen. Das Treffen wird 2 Tage
dauern, voraussichtlich am 29. und 30. Mai mit Rahmenprogramm, an dem schon fleißig
gearbeitet wird. Der Höhepunkt der Veranstaltung ist wie immer am Sonntag.
Als Bundesmarketenderin hatte ich die Ehre, bei zahlreichen im Jahre 2019 stattgefundenen
Jubiläumsfeiern verschiedener Kompanien teilzunehmen und mich immer wieder über die
wunderschönen Trachten unserer Marketenderinnen zu freuen. Die Marketenderinnen werten
jede Kompanie auf und ihre tatkräftige Mithilfe in den einzelnen Gremien ist von großer
Bedeutung. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Marketenderinnen für ihre wertvolle
Mitarbeit bedanken.
Unsere für den 13. März 2020 vorgesehene 7. Jahreshauptversammlung konnte leider nicht
stattfinden und wird voraussichtlich im Herbst abgehalten werden.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei meiner Stellvertreterin Lisa Althuber, die auch unsere
Kassierin ist, und bei meiner Beirätin Maria Kofler, die mir immer gerne die Protokolle bei den
Sitzungen schreibt, für die gute Zusammenarbeit bedanken.
Auch bedanke ich mich bei den Bezirksmarketenderinnen für die gute Zusammenarbeit und bei
allen Marketenderinnen unseres Landes, die sich immer wieder für unsere Heimat einsetzen.
Zu guter Letzt ein herzliches Dankeschön auch an die Bundesleitung, in der ich mich gut
integrieren konnte, die mir meine Fragen beantworteten und auch einige Unsicherheiten nehmen
konnte. Auch bei unserem Bundessekretär Richard Andergassen, der mir stets Rückhalt gibt,
möchte ich mich an dieser Stelle bedanken.
Ich freue mich auf meine zukünftige Arbeit im Tiroler Schützenwesen und bedanke mich mit
einem
Schützen Heil!

Manuela Lastei
Bundesmarketenderin

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Bericht des Ladiner‐Vertreters 

Stimei Scizeri!
In meinem ersten Amtsjahr als Ladinerreferent im Südtiroler Schützenbund kann ich berichten,
dass ich sehr stolz auf meine Kompanien in Ladinien bin. Ich habe versucht, das Beste daraus zu
machen, und habe im Jahr 2019 die Ladiner bei Sitzungen und Veranstaltungen 26 Mal
vertreten.
Im vergangenen Jahr wurde die Kapelle, die im 1. Weltkrieg vom Standschützenbataillon
Enneberg am Campolongopass errichtet worden war, wieder gereinigt und es wurde eine LED-
Beleuchtung installiert.
In Ladinien wurde auch mit viel Ehrgeiz bei der Kofferaktion „Schicksal39“ mitgemacht.
Außerdem ließ die Bundesleitung eine 4 Meter große Ladinerfahne mit einem Tiroler Adler
anfertigen.
Dieses Jahr wird ein ganz besonderes Jahr, denn wir werden das erste Mal in einem Ladinerblock
marschieren, wobei alle Kompanien der ladinischen Täler des Südtiroler Schützenbundes beim
Alpenregionstreffen der Schützen in St. Martin in Passeier dabei sein werden.
Unser Anliegen als Ladiner, und hauptsächlich auch meines, ist die Wiedergründung des
Schützenbataillons Enneberg, einst das größte Bataillon der Standschützen in Tirol mit knapp
1000 Mann. Es war ein Bataillon aus Familienvätern, Ehemännern, Bauern, Handwerkern,
Jugendlichen und Kindern, unschuldigen und gläubigen Männern, die sich nur eines in den Kopf
gesetzt hatten:
die Bewahrung der eigenen Identität. Denn bereits damals wussten sie: zusammen ist man stark
− als größtes Bataillon Tirols, gegründet von den Ladinern, einer Minderheit, zur Erhaltung der
Heimat; ein Traum, den diese Männer nicht mehr erleben durften.
Diesen Wunsch, wieder bei einem Umzug zeigen zu können, dass vor langer Zeit die Ladiner das
größte Schützenbataillon Tirols hatten, als Minderheit, als nicht gern gesehene Menschen, dieses
Anliegen hatte auch der junge Familienvater und das Mitglied der Schützenkompanie La
Pli/Enneberg, Günther Obwegs. Aber sein Schicksal hatte es mit ihm nicht gut gemeint und er
musste im Jahr 2013 nach einem Unfall von uns gehen. Er war es, der ein Buch über das
„Standschützenbataillon Enneberg“ geschrieben hat, eine Chronik in Bildern, die vom Leben der
Ladiner während einer der schlimmsten Zeiten der Menschheitsgeschichte erzählt. Und genau
diesem Gedanken wollen die ladinischen Schützen eine neue Richtung geben, indem sie erhalten,
schützen, pflegen und daran glauben, dass die Vergangenheit nicht abgeschottet, sondern
respektiert werden sollte.
Deshalb sollten wir damit anfangen, stolz darauf zu sein, was diese Menschen damals für uns
gemacht haben, anstatt diese Gedanken zu unterdrücken oder sich anzustrengen, ihr Leben und
ihre Geschichten vergessen zu wollen. Es geht hier um eine Frage des Respekts gegenüber
denjenigen, die das Leben für uns riskiert oder sogar verloren haben, um uns eine schöne
Zukunft ohne Ängste und negative Gedanken zu hinterlassen.
Ich bedanke mich bei allen ladinischen Hauptmännern und bei meiner Schriftführerin Katrin
Ellecosta.

Es lebe unsere unbezahlbare Heimat − es lebe Tirol!

Mjr. Emanuel Delmonego


Ladiner-Vertreter

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Jahresbericht des Herz‐Jesu‐Notfonds 

Liebe Landesleute!
Auch im vergangenen Jahr konnte aus dem Topf des Herz Jesu Notfonds einer in Not geratenen
Schützenfamilie finanziell geholfen werden.
In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 2019 ertönten in Meransen und Umgebung die
Sirenen. Der Wieserhof der Schützenfamilie Fischnaller in Meransen stand in Vollbrand. Der im
Jahre 2017 zum Teil neu errichtete Stall und Stadel brannten bis auf die Grundmauern nieder.
Das Nebengebäude, in dem drei Generationen unter einem Dach leben, wurde am Dachstuhl
beschädigt. Viele Landmaschinen, darunter zwei Traktoren, wurden ebenfalls ein Raub der
Flammen. Die Tiere konnte Jungbauer Georg Fischnaller unter Einsatz seines Lebens retten. Viele
Vereine, darunter die Schützenkompanie und die Bauernjugend von Meransen sowie viele
freiwillige Helfer unterstützten die Aufräumarbeiten in den darauffolgenden Tagen. Der Hof ist
zwar versichert, doch reicht diese Summe bei weitem nicht aus, um den Hof wieder aufzubauen.
Der Vorstand des Herz Jesu Notfonds hatte bereits im August beschlossen, den Wiederaufbau des
Wieserhofes in Meransen mit 10.000,- Euro zu unterstützen. Am 8. Dezember erfolgte nach der
Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls die offizielle Scheckübergabe.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt 12.589,00.- Euro an Mitgliedsbeiträgen und
12.368,52.- Euro an Spenden (davon 3.560,79.- Euro aus dem 5-Promille-Steuer-Topf)
eingezahlt. Mit dem Verkauf von Weihnachtskarten wurde der Erlös von 60,00.- Euro erzielt.
Der Kontostand des Herz Jesu Notfonds belief sich am 01.01.2019 auf 68.061,16.- Euro und am
31.12.2019 auf 82.478,82.- Euro. 100.000,- Euro sind auf dem Sparbuch der Raiffeisenkasse
Ritten angelegt.
Die eingezahlten Spendengelder waren von großem Nutzen, und aus diesem Grund sind alle
Schützen und Schützenfreunde gebeten, den Herz Jesu Notfonds weiterhin zu unterstützen.
Denn jeder – wir wollen es nicht hoffen − kann einmal in Not sein und wäre dann um
Unterstützung froh.
Der Herz Jesu Notfonds hat nun eine neue Internetseite und ist unter notfonds.com erreichbar,
ebenso in Facebook unter der Seite facebook.com/herzjesu.notfonds.
Dort wird laufend über die Tätigkeit des Herz Jesu Notfonds berichtet. Hiermit danke ich im
Namen des Vorstands auch jedem einzelnen Mitglied unserer Kompanien sowie allen
unterstützenden Mitgliedern und uns wohlgesinnten Personen für die vorbildliche
Spendentätigkeit, welche unsere Tätigkeit überhaupt erst ermöglicht.

Paul Bacher
Obmann
 
 
 
 
 
 
 

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Auswahl an veröffentlichten Presseaussendungen 

24.04.2019: Schützen demonstrieren Einigkeit


Die 54. Bundesversammlung spricht sich für das Führungsquartett Wirth Anderlan, Des Dorides,
Zemmer und Roner aus.
BOZEN - Die Schützen haben bei der Neuwahl der Bundesleitung am Samstag klar gezeigt, dass
sie ihrem neuen Landeskommandanten den Rücken stärken wollen. Jürgen Wirth Anderlan wurde
mit 160 von 167 abgegebenen Stimmen zum neuen Kommandanten gewählt, das sind 95,8
Prozent.
Der ehemalige Meraner Hauptmann Renato Des Dorides konnte 154 von 166 abgegebenen
Stimmen – 92,8 Prozent – auf sich vereinen und ist damit Wirth Anderlans Stellvertreter. Egon
Zemmer wurde mit 155 von 167 Stimmen zum Bundesgeschäftsführer gewählt, Franzjosef Roner
wurde mit 158 von 166 als Bundeskassier bestätigt.
Stehender Applaus für Elmar Thaler
Nun wird im Südtiroler Schützenbund eine neue Ära eingeläutet, nachdem Elmar Thaler als
Landeskommandant nicht mehr zur Verfügung stand. Dieser erntete einen lang anhaltenden
stehenden Applaus. Thaler war 8 Jahre Landeskommandant der Schützen, 17 Jahre in der
Bundesleitung, davon 3 Jahre als Schriftleiter der Tiroler Schützenzeitung und 6 Jahre als
Bundesgeschäftsführer.
Italien, der Klotz am Bein
Thaler ging in seiner Rede darauf ein, dass „die Zugehörigkeit zu Italien immer mehr zum Klotz
am Bein wird, nicht nur in der Wirtschaft, nicht nur im politischen Leben, mittlerweile auch im
Kulturleben“. Und er fuhr fort: „Nicht Italien, das unsere Heimat vor 100 Jahren geraubt hat, soll
sagen, wie unsere Zukunft auszusehen hat, sondern wir selbst!“ Und er ist überzeugt, dass
„unsere Lösungsansätze europäischer sind als jene eines zentralistischen Nationalstaates, der bis
heute keine Gelegenheit auslässt, uns Lehr’ und Weis’ zu erteilen.“
Geordnete Struktur
Der scheidende Landeskommandant Elmar Thaler schloss seine Rede mit den Worten: „Haltet
weiter treu zusammen, stellt immer das Einende vor das Trennende, und unterstützt auch die
neue Führung vertrauensvoll und nach Kräften. Wir übergeben einen soliden Verband, mit einer
soliden Kasse, mit einer geordneten Struktur. Wir müssen nur mehr unseren Einsatz und unseren
Enthusiasmus einbringen, und der Schützenbund wird blühen wie eh und je.“
Dank an Freunde
Thaler dankte seinen Mitarbeitern in der Bundesleitung, die ihm treue und tatkräftige
Weggefährten waren: „Insbesondere dem Bundessekretär Richard Andergassen, all jenen, die seit
weit über einem Jahrzehnt engstens mit mir zusammengearbeitet haben, Efrem Oberlechner,
Margareth Lun, Günther Mairhofer, aber auch Verena Geier und Werner Oberhollenzer.“ Letztere
blickten in ihren Tätigkeitsberichten auf ein umfangreiches Jahr zurück und kündigten an,
zukünftig in die zweite Reihe zu treten. Der Obmann des Herz Jesu Notfonds Paul Bacher gab
Rechenschaft über die geleistete Tätigkeit.
Verteidigung der Identität
Wirth Anderlan zollte der Leistung seines Vorgängers großen Respekt und sieht es nun als
Herausforderung an, Thalers Erbe gut fortzuführen. Wirth Anderlan präsentierte sich selbstsicher
und meinte: „Die Verteidigung unserer Werte, unserer Identität und unserer Sprache, spontane
Nachbarschaftshilfe und solidarische Aufgaben sind die Säulen des Schützenwesens. Und
natürlich geht der Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit für unsere Heimat weiter.“

19
 
SÜD- TIROL
Er kündigte an, dass er die Pflege der Tiroler Kultur, der Tiroler Tradition und des Väterglaubens
hochhalten werde, und fuhr fort mit den Worten, dass die Schützen weiterhin ein Garant dafür
bleiben werden, dass „SÜD-“ der Teil bleibt und „TIROL“ das Ganze. „Wir haben ein junges,
engagiertes, dynamisches Team, gemischt mit erfahrenen Frauen und Männern. Wir werden auch
weiterhin der Fels in der Brandung für alle Tirolerinnen und Tiroler in unserer Heimat sein, wir
werden weiterhin dafür kämpfen, dass unsere Heimat fest im Herzen verankert bleibt und nicht in
der Brieftasche“, so Wirth Anderlan.
Ärger über römische Politik
In seinen Grußworten überbrachte Landeshauptmann Arno Kompatscher den Dank der Südtiroler
Landesregierung für den Einsatz, den die Schützen und Marketenderinnen für die Heimat, für die
Bewahrung der Traditionen und für die Stärkung der Volkskultur bringen.
Der Landeshauptmann ergänzte zu den Kritikpunkten am Staat Italien durch Elmar Thaler, dass
er noch viele weitere Punkte aufzählen könne. Auch er ärgere sich, was in der römischen Politik
oft entschieden werde. Man müsse immer wieder die Autonomie verteidigen.
Die Autonomie sei eine große Errungenschaft und auch nicht immer perfekt. Es sei immer wieder
notwendig, diese weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das sei die Aufgabe der Südtiroler
Landespolitik. „Autonomie ist Schutz, Weiterentwicklung und Bewahrung unserer Sprache, Kultur
und Tradition“, so Kompatscher.
Hervorragende Zusammenarbeit
Die Landeskommandanten Fritz Tiefenthaler und Enzo Cestari überbrachten Grußworte ihrer
Schützenbünde und bedankten sich bei der Bundesleitung des SSB, allen voran beim scheidenden
Landeskommandanten Elmar Thaler für die hervorragende Zusammenarbeit. Grußworte
überbrachten auch der Nationalratsabgeordneten Werner Neubauer, der mit dem
Nationalratsabgeordneten und Vertreter im Südtirol-Ausschuss Christian Schandor angereist war.
Ehrung der Kameraden
Der Versammlung ging ein feierlicher Gottesdienst in der Franziskanerkirche voraus, der von
Landeskurat P. Christoph Waldner und P. Reinald Romaner zelebriert und von der Musikkapelle
Taufers im Münstertal musikalisch gestaltet wurde. Anschließend wurde am Peter-Mayr-Denkmal
im Gedenken an die verstorbenen Schützenkameraden ein Kranz niedergelegt und eine
Ehrensalve von der Ehrenkompanie Kastelbell abgefeuert.

06.05.2019: Siegesdenkmal: die Lüge benötigt offenbar immer wieder die Stütze des Staates.

BOZEN - Als hoffentlich traurigen Schlusspunkt in der Geschichte des sogenannten


Siegesdenkmals bezeichnet der neue Landeskommandant des Südtiroler Schützenbund Jürgen
Wirth Anderlan die kuriose Nachricht, wonach wenige Jahre nach aufwändiger Restaurierung des
Siegesdenkmals nun selbiges im wahrsten Sinne des Wortes zerbrösle.
Wohl kein Mensch guten Willens in Südtirol könne verstehen, wenn in diesen Protzbau nun
weiteres Geld gesteckt würde. Der Südtiroler Schützenbund fordert daher den umgehenden
Abbruch dieses offensichtlich baufälligen Werkes, das sowohl baulich als auch inhaltlich weiterhin
eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle. Einmal mehr sei nun der Beweis geliefert worden, dass
die Lüge immer wieder die Stütze des Staates benötige, um aufrechterhalten zu werden.
Damit, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan, solle nun endlich Schluss sein, er schließe
auch nicht aus, dass der Südtiroler Schützenbund dieser seiner Forderung bei einer erneuten
aufwändigen Restaurierung mit altbewährten Mitteln Nachdruck verleihen werde.

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07.05.2019: Landeskommandant Wirth Anderlan bei Landesrat Achammer

BOZEN - Am Montag, den 6. Mai 2019 empfing Landesrat Philipp Achammer den neuen
Landeskommandanten Mjr. Jürgen Wirth Anderlan zu einem Antrittsbesuch. Zentrale Themen
waren das Ehrenamt sowie die deutsche und ladinische Schule und Kultur.
Landesrat Achammer beglückwünschte den neuen Landeskommandanten in seinem Amt und
unterstrich dabei die Wichtigkeit der kulturellen und volkstumspolitischen Aufgaben, welche die
Schützen im ganzen Land wahrnehmen. Dabei liegen dem Landesrat vor allem der Dialog und die
gegenseitige Information sehr am Herzen. Achammer verwies dabei auf den Umstand, dass es in
Südtirol immer schwieriger werde, die Menschen für das Ehrenamt zu begeistern bzw. dass sich
immer weniger Menschen finden würden, die bereit seien, Verantwortung in Führungspositionen
zu übernehmen. „Die bürokratischen Auflagen tragen sicherlich auch dazu bei“, so Achammer. Er
selbst habe in letzter Zeit an vielen Sitzungen bei den verschiedensten Verbänden teilgenommen.
Er treffe sich nächste Woche diesbezüglich mit Senator Meinhard Durnwalder zu Gesprächen in
Rom.
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan ermunterte Landesrat Achammer, sich in erster Linie
für den Erhalt der deutschen und der ladinischen Schule und Kultur einzusetzen. „Ein insgesamt
sehr freundschaftliches und herzliches Gespräch, das von allen Gesprächsteilnehmern sehr positiv
aufgenommen wurde“, zeigte sich die Spitze des Schützenbundes überzeugt.

10.05.2019: AUTONOMnieKONVENT

BOZEN - „Was ist los? Findet man den Schlüssel der Schublade, in dem das Abschlussdokument
verstaut ist, nicht mehr? Ist der Hausmeister, der weiß, wo sie wären, in Frühpension gegangen?
Oder ist das Abschlussdokument des Autonomiekonvents jetzt doch nicht mehr der Wegweiser für
die Zukunft, da es nicht dem Wunsch einiger Politiker unseres Landes entspricht?“, fragt sich der
neue Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan in einer
Aussendung an die Medien.
Mit dem Autonomiekonvent war 2016 eine tolle partizipative Mitgestaltungsmöglichkeit der
Bevölkerung Südtirols ins Leben gerufen worden. In Open-Space-Veranstaltungen, im Forum der
100 und schließlich im Forum der 33 diskutierten viele Bürger unseres Landes über die Zukunft
unserer Heimat, ehrenamtlich und mit hohem persönlichem Aufwand.
Knapp zwei Jahre nach Fertigstellung des Abschlussdokuments herrscht immer noch großes
Schweigen über die Vorgangsweise zur Umsetzung der Ergebnisse des Autonomiekonvents! Nicht
nur viele Teilnehmer von damals, sondern die Bevölkerung insgesamt habe ein Recht darauf, dass
die damals angekündigte Realisierung des Abschlussdokuments endlich konkret angegangen
werde.
„Wir geben die Hoffnung trotzdem nicht auf, dass man den Schlüssel der Schublade, in dem das
Abschlussdokument verstaut ist, wiederfindet. Ansonsten helfen die Schützen gerne bei der
Suche“, meint Jürgen Wirth Anderlan, der in den nächsten Monaten besonders darauf achten
wird, dass Bewegung in die Umsetzung der Abschlussergebnisse kommen wird.

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08.06.2019: Schulers Märchen vom Wolf

BOZEN - Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan meldet
sich nach dem unglücklichen Veto von Landesrat Arnold Schüler bezüglich der geplanten
Teilnahme der Schützen bei der Bauernbundkundgebung in Sterzing zu Wort. In einer
Aussendung fordert er – auch als langjähriges Bauernbundmitglied – die Veranstalter der Demo
und vor allem Landesrat Schuler dazu auf, den Landwirten die Wahrheit zu sagen.
Fakt ist, so Wirth Anderlan, dass im vergangenen Juli der Südtiroler Landtag ein Großraubwild-
Gesetz verabschiedet hat, welches den Abschuss von Problem-Wölfe- und Bären ermöglichen
hätte sollen. Mit dem Gesetzentwurf hat Südtirol das entsprechende EU-Recht
unmittelbar umzusetzen versucht. Denn während andere Länder den Spielraum der EU-
Richtlinien genutzt und eine eigene Regelung erlassen hatten, wollte Italien an einer unbedingten
Schonung der Wölfe festhalten. Und hat im selben Atemzug das Südtiroler Gesetz erfolgreich
angefochten und damit verhindert.
Anders in Österreich. Dort dürfen die einzelnen Bundesländer autonom entscheiden,
wann Problem-Wölfe entnommen werden können. Denn in Artikel 12 der FFH-Richtlinien
heißt es dazu: „Bei Wölfen, die gelernt haben, sachgerecht geschützte Nutztiere zu erbeuten und
dies wiederholt tun und kein besserer Schutz nach behördlicher Feststellung möglich ist, ist
der Abschuss erlaubt."
Wenn nun Landesrat Arnold Schuler meint, „das Los von Rom würde das Problem
nicht lösen, selbst wenn wir ein eigener Staat wären, gilt die internationale Unterschutzstellung
des Wolfes“, dann klingt das nach einem Faktencheck wie ein böses Märchen. Überhaupt stellt
sich die Frage, warum man sich vor einem Jahr dann überhaupt die Mühe gemacht hat, ein
Großraubwild-Gesetz zu erlassen. Vermutlich weil man wusste, dass andere Länder sehr wohl
Wege gefunden haben, den Wolf besser in Schach zu halten.
Bei uns hingegen muss alles nach einer einzigen Pfeife tanzen: Italien hat die primären
Kompetenzen im Umwelt- und Naturschutz - und nicht Südtirol. Und damit entscheiden
nun weiterhin die Flip-Flop-Träger in Rom, was für uns richtig ist und was wir zu tun haben -
Frauen und Männer, deren einziger Bezug zu wildlebenden Tieren die „Frutti di Mare" auf ihrer
Pizza sind. „Deshalb steht meiner Meinung nach fest, dass ein „Los von Rom“ in weiterer Folge
auch ein „Los vom Wolf" bringen würde“, so Wirth Anderlan, der gleichzeitig auch davon
überzeugt ist, dass Südtirol bei einer fortdauernden Abhängigkeit von Rom auch das
Wolfsproblem nicht in Griff bekommen wird.

30.06.2019: SÜDTIROL IN ROT-WEISS-ROT

BOZEN - Am Herz-Jesu-Sonntag stiegen pünktlich um 18.09 Uhr weit über 200 Rauchsäulen in
den Farben rot-weiß-rot in den Himmel. Damit setzte der Südtiroler Schützenbund ein weiteres
Zeichen der Verbundenheit mit seinem Vaterland und erinnerte gleichzeitig an die Teilung Tirols
vor genau 100 Jahren.
Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan fordert in diesem
Zusammenhang die Bevölkerung auf, mehr Mut zu zeigen, und mahnt an, sich zur eigenen
Herkunft zu bekennen. "Schließlich haben wir unsere hart erkämpfte Autonomie nur aus einem
Grund: weil wir eine österreichische Minderheit in diesem für uns fremden Staat sind", so der
Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes. Gleichzeitig appelliert Jürgen Wirth Anderlan
an die Landespolitik, sich weiterhin für den österreichischen Pass für uns Südtiroler einzusetzen -
schließlich wurde diese Idee von allen deutschen Parteien in Südtirol mitgetragen.
Es wäre wohl eine vertane Jahrhundertchance, diese Möglichkeit zur Umsetzung untätig
verstreichen zu lassen - und bei den quer durch alle Parteien gehenden Befürwortern der
Doppelstaatsbürgerschaft niemals und durch nichts zu rechtfertigen.

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Möge der Rauch bis in die Landeshauptstadt Wien ziehen und mögen die dortigen
Verantwortungsträger das Zeichen erkennen und ein mutiges Zeichen setzen: DIE
ÖSTERREICHISCHE STAATSBÜRGERSCHAFT FÜR SÜDTIROLER!

05.07.2019: Kirche nicht an die Wand fahren - Wir stehen weiterhin zu unserer Kirche

BOZEN - Welch prachtvolles Bild! Am vergangenen Sonntag beteiligten sich tausende


Tirolerinnen und Tiroler in ihren historischen Trachten an den Herz-Jesu-Prozessionen im ganzen
Land. Musikalisch umrahmt wurden diese von den Musikkapellen, mit dabei waren auch die
Feuerwehren, die Bauernjugend, die Chöre, die Schützen und weitere Traditionsverbände.
„Manche möchten offensichtlich, dass sich in Zukunft an diesem Bild etwas ändert“, stellt der
Landeskommandant des Südtiroler Schützenbund Jürgen Wirth Anderlan fest. In gar einigen
Gemeinden im südlichen Tirol wollen Pfarrer oder Pfarrgemeinderäte den Schützen das Tragen
der historischen Ausrüstung während der Messfeier verbieten. Und bei Prozessionen soll – wenn
es nach dem Willen einiger offenbar übereifriger Kirchenmänner geht – nur noch eine einzige
Salve im Jahr abgefeuert werden. „Es verwundert sehr“, meint Wirth Anderlan, „was einige
wenige von oben herab diktieren möchten – vielfach ohne überhaupt mit den Betroffenen
gesprochen zu haben.“
Schließlich seien es gerade die Schützenkompanien, welche bei jeder ihrer Feierlichkeiten die
heilige Messe in den Mittelpunkt stellen. Und es sind auch die vielen Schützen, die ohne Wenn
und Aber immer zu ihrer Kirche gestanden sind und sich in vielfältiger Weise um den Erhalt des
Glaubens in diesem Lande bemühen.
In Zeiten, in denen die Kirchenbänke immer leerer werden und die Verantwortlichen nicht
imstande sind, viele brennende Probleme unserer Kirche zu lösen, ist es von diesen Funktionären
wohl unverantwortlich, auf diese Weise überzeugte Christen zu brüskieren.
„Wir sind gerne zum Dialog bereit“, meint Landeskommandant Wirth Anderlan, der dies auch
schon Bischof Ivo Musser in einem persönlichen Gespräch dargelegt hat. Gleichzeitig merkt er
aber an, dass die Schützen „weiterhin zur Kirche im Land stehen und sich nicht von einigen
übereifrigen Pfarrvertretern, welche die Zeichen der Zeit offenbar noch nicht erkannt haben,
maßregeln lassen werden. "Die Kirche sind nicht einige wenige, sondern wir alle“, so der
Landeskommandant der Schützen abschließend.

10.07.2019: Stellungnahme der Schützen zum Artikel "Das Gewehr vor der Kirchentür"

BOZEN - Auf das am Mittwoch in den Dolomiten erschienene Interview "Das Gewehr vor der
Kirchentür" mit Generalvikar Eugen Runggaldier, antwortet der Südtiroler Schützenbund in einer
Stellungnahme. "Auch der Südtiroler Schützenbund ist der Meinung, dass so viel Krach
vermieden werden könnte", schreibt der Landeskommandant der Schützen und präzisiert, "wenn
man bedenkt, dass diese Polemik nicht von den Schützen entfacht wurde."
Generalvikar Runggaldier kennt vielleicht nicht alle Details. Die Seelsorgeeinheit Oberes Pustertal
hat bereits am 14. Februar dieses Jahres einen Beschluss gefasst, das Tragen der Gewehre in den
Kirchen zu verbieten. Zusätzlich wurde beschlossen, wie viele Ehrensalven und zu welchem
Zeitpunkt die Schützenkompanien bei kirchlichen Feiern diese abfeuern dürfen. Am 17. Mai traf
sich die Schützenführung mit Diözesanbischof Ivo Muser. Bischof Ivo Muser unterstrich dabei die
Wichtigkeit der Aufgaben, welche die Schützen im ganzen Land wahrnehmen. Ihm liegen vor
allem der Dialog, die gegenseitige Information und die Mitarbeit der Schützen in den Pfarreien
am Herzen. Es wurden auch Anliegen wie jenes der Schützen und der Beschluss der
Seelsorgeeinheit im Oberen Pustertal besprochen. "Dialog ist auch den Schützen sehr wichtig.
Doch dieser blieb in Pustertal bis dahin aus." so der Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.

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Erst am 29. Juni folgte eine Einladung der Seelsorgeeinheit Oberes Pustertal für ein Gespräch,
welches am 24. Juli mit den betreffenden Kompanien stattfinden soll. Am 4. Juli gelang diese
Angelegenheit in die Öffentlichkeit, wodurch der Südtiroler Schützenbund am folgenden Tag, mit
der Pressemitteilung "Kirche nicht an die Wand fahren. Wir stehen weiterhin zu unserer Kirche"
reagierte.
Die betroffenen Schützen haben die Spitze des Schützenbundes über diesen bedauerlichen
Beschluss der Seelsorgeeinheit in Kenntnis gesetzt. Seitdem betreten zum Beispiel die
Schützenkompanie Toblach und Niederdorf nicht mehr die Kirche. "Ob die Lösung der
einheitlichen Regelung für alle Pfarreien die richtige Lösung und einvernehmlich war, bleibt
fraglich." schließt der Landeskommandant.

13.07.2019: Delegation beim Flämischen Nationalfeiertag

BRÜGGE/BOZEN - Auf Einladung der Vlaamse Volksbeweging hat eine Delegation des Südtiroler
Schützenbundes an den Feierlichkeiten zum Flämischen Nationalfeiertag in Flandern
teilgenommen.
Am Mittwochabend waren die Schützen zu einer Veranstaltung im Rathaus der Stadt Brügge
geladen. Im Anschluss fand eine Kranzniederlegung am Denkmal von Jan Breydel und Pieter de
Coninck statt. Diese beiden Männer sind Helden der „Guldensporenslag“, einer der aus
militärhistorischer Sicht bedeutendsten Schlachten des Spätmittelalters.
Am Donnerstag nahmen die Vertreter des Südtiroler Schützenbundes an der Gedenkfeier der
parteiunabhängigen Vlaamse Volksbeweging teil. Dabei wurde Schütze Paul Decarli die Ehre
zuteil, die Gedenkrede zu halten. Darin ging er auf die Freiheitsrechte jedes einzelnen Bürgers
und auf die Macht des Volkes ein: „Jeder Bürger trägt unabdingbare Rechte in sich. Diese können
weder von einem fremden Herrscher noch von einer Elitenregierung eingeschränkt werden. Jeder
mündige Bürger weiß, was am besten für ihn und sein Heimatland ist“, so der Politologe Decarli.
Die Südtiroler Delegationsteilnehmer wohnten außerdem der vom flämischen Parlament
organisierten, nationalweit bedeutendsten Gedenkveranstaltung im Brüsseler Rathaus bei.

14.07.2019: Solidarität mit Durnwalder – Verurteilung mahnendes Beispiel

BOZEN - Angesichts der Verurteilung von Luis Durnwalder in der Causa Sonderfonds spricht der
Südtiroler Schützenbund dem langjährigen Landeshauptmann von Südtirol seine Solidarität aus.
„Selbst für Laien leicht nachvollziehbar ist der Umstand, dass etwaige Unregelmäßigkeiten bei der
jährlichen amtlichen Überprüfung hätten moniert werden müssen – und nicht nach dem Ende
der Amtszeit“, so der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes.
Gleichzeitig will Jürgen Wirth Anderlan den Urteilsspruch von Freitag in einen größeren
Zusammenhang sehen. „Wenn nun nahezu wöchentlich ein neuer negativer Paukenschlag
eintritt, der mit der Zugehörigkeit zum italienischen Staat in engem Zusammenhang steht, dann
sollte dies zu denken geben. Ganz egal, ob es die sieben noch anhängigen Verfahren gegen den
Altlandeshauptmann sind oder mögliche daraus resultierende Verfahren gegen weitere Politiker –
all diese Angelegenheiten wären – eine korrekte Finanzgebahrung vorausgesetzt – mit dem
rechtzeitigen Engagement für eine Loslösung Südtirols von Italien nie vor Gericht gelandet.
Allzu gut erinnert man sich beim Schützenbund in diesem Zusammenhang an Durnwalders
oftmalige Aussage „Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“. Damit wollte er
in hitzigen Diskussionen seine bedingungslose Präferenz für die Autonomie bei Italien gegenüber
einem von Italien losgelösten Weg zum Ausdruck bringen.

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„Wer alle anderen Zukunftsszenarien als die heutige Situation unseres Landes als nicht machbar
hinstellt, wird mit der offensichtlich eigenartigen Handhabung der italienischen Gesetzgebung
leben müssen. Insofern könne der Ausgang dieses Prozesses, bei der ein ehrbarer Mann unter
Umständen hinter Schwedischen Gardinen landet, ein mahnendes Beispiel für all jene Südtiroler
sein, die sich beim italienischen Staat gut beheimatet sehen. Ich hoffe, dass man sich zukünftig
mehr an das alte Sprichwort „Aus Schaden wird man klug“ hält und die aktiven Politiker die
entsprechenden Weichen dafür stellen“ schließt der Landeskommandant des Südtiroler
Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan seine Aussendung.

13.08.2019: #DNA Südtirol

BOZEN - DNA steht für Desoxyribonukleinsäure, dies ist der Träger der Erbinformation eines
Menschen, also die materielle Basis der Gene. In Südtirol steht DNA unter anderem für -
DEUTSCH NICHT AMTLICH.
Ettore Tolomei, der Totengräber Südtirols, kommt seinem Ziel, der Italienisierung Südtirols,
immer näher. Unzählige Nachahmer führen sein Werk in vielen Institutionen im südlichen Tirol zu
Ende. Besondere Nacheiferer findet man bei Tourismusvereinen, Wirtschaftsverbänden und in
einigen Gemeindestuben, anders kann man sich das strickte Festhalten an pseudofaschistischen
Orts- und Flurnamen nicht erklären. „Mittlerweile erweckt es den Anschein, dass bei englischen
Beschreibungen die Toponyme von Ettore gar die einzig wahren seien, wie beispielsweise im
Hollywoodpark Pragser Wildsee“, so Jürgen Wirth Anderlan, Landeskommandant des Südtiroler
Schützenbundes.
In vielen öffentlichen Ämtern, im digitalen Bereich, im Konsumentenschutz, bei Medikamenten
oder den Staatsorganen ist Ettore Tolomei bereits kurz vor dem Ziel. Das Recht auf
Muttersprache wurde umgewandelt in eine Pflicht zur Stiefmuttersprache. Unsere neuen
Mitbürger werden mehrheitlich in die italienische Sprachgruppe integriert und unsere deutschen
Schulen möchte man am liebsten in Sprachexperimentierzentren umfunktionieren.
In der Sanität gilt, besser einsprachiges Personal als gar keines, allerdings ist damit nur
einsprachig italienisches Personal gemeint, wie hinlänglich bekannt wurde. Wenn der Proporz
schon derzeit für ein paar Jahre auf Urlaub ist, dann sollten zumindest, in einem mehrheitlich
deutschem Land, auch deutsches Personal eingestellt werden können.
Abschließend meint Wirth Anderlan: „Was der Faschismus nicht geschafft hat, schafft der
Wohlstand. Und aus DNA (Deutsch nicht amtlich) wird bald ein SII (Südtirol ist italienisch). In
dieser Phase des kulturellen Selbstmordes, wird der Südtiroler Schützenbund in den kommenden
Tage eine landesweite Aktion starten.“

14.08.2019: Jungschützen-Zeltlager 2019

LÜSEN – Unter dem Motto “Abenteuer Heimat – Erlebnis Lüsen” kamen an die 130
Jungschützen und Jungmarketenderinnen sowie deren Betreuer nach Lüsen im Eisacktal, um
vom 8. bis 11. August 2019 vier abwechslungsreiche Tage zu erleben.
Am Donnerstag wurden die Zelte und Schlafunterkünfte aufgebaut. Anschließend begrüßte
Bundesjugendreferent Kuno Huber die Teilnehmer und die Lagerfahne wurde gehisst. Abends
durften die Teilnehmer noch den Erzählungen von Sepp Gostner lauschen, was sehr interessant
war.

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Am Freitag wurden die Kinder der verschiedenen Kompanien in zwei Gruppen aufgeteilt. Erstere
machte sich auf zu einer Wanderung rund um Lüsen, begleitet von einem Ortsansässigen.
Bestaunen durfte man dabei das alte Sägewerk und die Mühle. Die zweite Gruppe durfte ihr
Wissen im Bereich Erste – Hilfe erweitern. Freiwillige des Weißen Kreuzes zeigten den Kindern auf
verschiedenen Stationen lebensrettende Maßnahmen und alle hörten gespannt zu. Anschließend
mussten sie das Erlernte in einem Wettbewerb umsetzten. Nachmittags wurden die Gruppen
dann vertauscht.
Am Samstag war es endlich so weit: Die alljährige „Wetten – Dass“ Show stand wieder an. Die
Kinder, welche bereits zu Beginn des Zeltlagers in Gruppen eingeteilt worden waren, hatten die
Aufgabe sich vormittags eine kreative Wette einfallen zu lassen, um diese dann am Nachmittag
vor einer kritischen Jury vorzuführen. Die Kriterien waren Kreativität, Action, Spaßfaktor,
Teamgeist und Schwierigkeit. Werner Oberhollenzer alias „Kunigunde die Kugelrunde“ führte
gekonnt durch die Show. Am Abend besuchte eine Sagenerzählerin das Lager und am Feuer
wusste sie so einige Geschichten über das Dorf und Tal zu berichten.
Am Sonntag feierte Hochwürden Alfred Kugler mit allen Teilnehmern und der Dorfbevölkerung
auf dem Zeltlagerplatz einen Wortgottesdienst. Anschließend wurde die Siegerehrung der
Wetten-dass-Show durchgeführt und die Lagerfahne eingeholt.
Die Bundesjugendleitung bedankt sich bei der Schützenkompanie Lüsen für die hervorragende
Zusammenarbeit – die Organisation und die Verköstigung waren perfekt – und bei den
Jungschützen und deren Betreuern für die Teilnahme.
Ebenfalls bedankt sie sich bei den vielen Sponsoren und Gönnern.

16.08.2019: DEUTSCH NICHT AMTLICH seit 97 JAHREN

BOZEN - Am 16. August 1865 wurde der Totengräber Südtirols, Ettore Tolomei in Rofreit, also
im Kronland Tirol geboren. 154 Jahre später, pünktlich um 6.30 Uhr startete der Südtiroler
Schützenbund eine landesweite, 12-stündige Aktion. Der Startschuss fiel an der deutschen
Sprachgrenze in Salurn. An rund 600 Ortseingangstafeln wurden die deutschen historisch
gewachsenen Ortsnamen überklebt: DNA seit 97J (deutsch nicht amtlich seit 97 Jahren). Mit
dieser Aktion möchte der Südtiroler Schützenbund die Bevölkerung auf das Unrecht, das 1922
begann und bis heute andauert, aufmerksam machen, so Jürgen Wirth Anderlan, der
Landeskommandant des Südtiroler Schützenbund.
Mit der Machtergreifung der Faschisten begann in Südtirol eine gewaltsame Assimilierungspolitik,
die die vollständige Italianisierung der deutschsprachigen Bevölkerung als erklärtes Ziel hatte. Ein
erster Schritt war die Übersetzung und amtliche Einführung von etwa 8.000 Orts- und Flurnamen
auf Basis des von dem italienischen Nationalisten Ettore Tolomei erstellten „Prontuario dei nomi
locali dell‘Alto Adige“ und das Verbot der Verwendung der deutschen Namen. Dieses Gesetz gilt
bis heute. Somit haben unsere deutschen Namen keine Gültigkeit. Die heute gültigen
italienischen oder pseudofaschistischen Namen wurden bereits vor dem Ersten Weltkrieg
geschaffen, mit dem Ziel die Sprach- und Siedlungsgeschichte Südtirols zu manipulieren und
diesen Zweck erfüllen sie bis heute.
„Seit 97 Jahren ist das Toponomastik-Problem ungelöst. Man befindet sich auf einer Schaukel,
man ist zwar in Bewegung, kommt aber keinen Schritt weiter“, meint Wirth Anderlan. In diese
offene Wunde unserer Landesgeschichte wird dann auch noch von Tourismusverbänden und
Wirtschaftstreibenden Salz gestreut, indem man das Werk des Wahl-Montaner Tolomei, mit
weiteren pseudoitalienischen Neuerfindungen weiterführt.
Die letzten 100 Jahre haben Südtirol geprägt, es ist eine leidvolle aber zugleich eine erfolgreiche
Geschichte. Zwei Weltkriege, Unterdrückung und Assimilierung, Option, Bomben und Folterung.
Und doch sind wir heute ein wirtschaftliches Erfolgssystem indem drei Volksgruppen friedlich

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zusammenleben. Aber es kann nicht sein, dass aus übertriebener Toleranz gegenüber einer
anderen Volksgruppe und des friedlichen Zusammenlebens zu liebe, die deutsche Volksgruppe
alles akzeptieren muss.
Nehmen wir die Schweiz als Vorbild, lassen wir die Italiener Italiener sein, die Deutschen Deutsche
und die Ladiner Ladiner. Dort werden keine Namen willkürlich übersetzt und man greift auch
nirgends auf willkürlich geschaffene Namen zurück. Respektieren wir uns gegenseitig und sind
wir stolze Südtiroler. Um diese Ziele zu erreichen brauchen wir Politiker, die den Mut haben in
Zukunft Entscheidungen zu treffen, wo Kulturverbrechen und Faschismus keinen Platz haben
und die aus DNA (deutsch nicht amtlich) ein RM (respektvolles miteinander) machen, so der
Landeskommandant abschließend.

09.09.2019: #GZ - Gegen Zwangsehe - Blecherne Hochzeit

BOZEN - Das Jubiläum ist Blech, denn es war eine Zwangsehe, die vor genau hundert Jahren im
Pariser Vorort Saint-Germain angeordnet und vollzogen wurde. Damals wurde Südtirol gegen
seinen Willen mit Italien vermählt. An der Seite des ungeliebten Bräutigams standen die
Trauzeugen Frankreich, Großbritannien und die USA. So kennzeichnet der Landeskommandant
der Schützen, Jürgen Wirth Anderlan, das Schicksal Tirols zum 100. Jahrestag der
Unterzeichnung des Pariser Friedensdiktats.
Die Folgen der Zwangsheirat vor hundert Jahren waren Jahrzehnte der Entbehrungen und des
Leids, Jahrzehnte der Unterdrückung und ein zweiter furchtbarer Krieg. Die hundert Jahre seit
Saint Germain sind aber auch die Geschichte des unbeugsamen Willens, der harten Arbeit, des
Respekts und Mutes von Frauen und Männern, die hart für die die Freiheit und Unabhängigkeit
ihres Landes gekämpft haben und nach wie vor für die Heimat einstehen, gibt der Südtiroler
Schützenbund zu bedenken. „Heute boomen Wirtschaft und Tourismus, die Arbeitslosenquote ist
gleich null, unsere jungen Handwerker sind Garanten für die Zukunft und ehrenamtliche
Traditions- und Kulturvereine haben regen Zulauf. Wir haben Bergsteigerlegenden,
Olympiasieger, Weltmeister, die Kastelruther Spatzen und Frei.Wild hervorgebracht und sprechen
immer noch mehrheitlich Deutsch. Italien hat sein Ziel der Italianisierung Südtirols noch nicht
erreicht“, stellt Landeskommandant Wirth Anderlan fest, ohne die Augen vor den Schwächen des
Landes zu verschließen: „Wir haben die weltbeste dynamische ‚Super-Sonder-Voll-Autonomie‘ im
‚europäischen Geist‘, zugleich aber auch die höchste Abwanderungs- und Suizid-Rate im
Stiefelstaat - und die drei Volksgruppen leben friedlich aneinander vorbei“, so Jürgen Wirth
Anderlan.
In seiner Aussendung zum 100. Jahrestag der Zwangsehe von St. Germain wagt der
Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes einen kritischen Ausblick in die Zukunft: „Wir
werden noch einige Regierungs- und Wirtschaftskrisen unseres ungeliebten Ehegatten
überstehen. Mit den 2.117 Euro pro Kopf, die wir jährlich und auf Nimmerwiedersehen nach Rom
schicken, verlängern wir weiterhin künstlich das Leben unsers wirtschaftlich todkranken
Ehepartners. Unsere Schüler demonstrieren montags gegen Ärzte- und Lehrermangel und unsere
Enkel und Urenkel wachsen fünfsprachig auf. Die deutsche Volksgruppe sinkt unter die 50%
Marke, die deutschen und ladinischen Ortsnamen werden immer noch nicht amtlich sein. Der
Proporz, Artikel 19, das Selbstbestimmungsrecht, der österreichische Pass oder die Ergebnisse des
Autonomiekonvents wandern ins Museum, gleich neben dem Ötzi, und werden dort den
Besuchern als Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit präsentiert. Kurzum, die Zwangsehe
von einst wird zur einseitigen Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen“, mahnt
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.
Aus aktuellem Anlass hat der Südtiroler Schützenbund den Kurzfilm „ICH TRENNE MICH UM
FREI ZU SEIN“ gedreht. Premiere ist am Dienstag, den 10. September 2019 um 19.19 Uhr auf
schuetzen.com.

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10.09.2019: „IN-! Inde-! Independencia!“

BARCELONA/BOZEN - Auf der „Plaça de Sant Jaume“ vor dem katalanischen Regierungspalais
werden am 11. September wieder über eine Million Katalanen für die Unabhängigkeit und
Selbstbestimmung eintreten. „Visca la republica catalana! Visca, visca! Sie geben nicht auf,
niemals. Und das verbindet uns!“, so Jürgen Wirth Anderlan, Landeskommandant des Südtiroler
Schützenbundes, in einer Aussendung.
Eine Delegation des Südtiroler Schützenbundes wird, wie jedes Jahr, vor Ort sein, um den Ruf
nach Selbstbestimmung zu unterstützen. Aber nicht nur in Barcelona, auch hierzulande werden
Zeichen gesetzt. Mit einer riesengroßen katalanischen Fahne bei der „Schwarzwand“ in Lana, die
von Burggräfler Schützen gehisst wurde, drückt der Südtiroler Schützenbund seine Solidarität mit
dem katalanischen Volk aus.
„Die Menschen in Katalonien sind unsere Vorbilder, sie geben nicht auf. Und wir auch nicht!
Niemals!“, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan abschließend.

11.09.2019: ICH TRENNE MICH UM FREI ZU SEIN - Video des Schützenbundes online

BOZEN - Das Jubiläum ist Blech, denn es war eine Zwangsehe, die vor genau hundert Jahren im
Pariser Vorort Saint-Germain angeordnet und vollzogen wurde. Damals wurde Südtirol gegen
seinen Willen mit Italien vermählt. An der Seite des ungeliebten Bräutigams standen die
Trauzeugen Frankreich, Großbritannien und die USA. So kennzeichnet der Landeskommandant
der Schützen, Jürgen Wirth Anderlan, das Schicksal Tirols zum 100. Jahrestag der
Unterzeichnung des Pariser Friedensdiktats.
Die Folgen der Zwangsheirat vor hundert Jahren waren Jahrzehnte der Entbehrungen und des
Leids, Jahrzehnte der Unterdrückung und ein zweiter furchtbarer Krieg. Die hundert Jahre seit
Saint Germain sind aber auch die Geschichte des unbeugsamen Willens, der harten Arbeit, des
Respekts und Mutes von Frauen und Männern, die hart für die die Freiheit und Unabhängigkeit
ihres Landes gekämpft haben und nach wie vor für die Heimat einstehen, gibt der Südtiroler
Schützenbund zu bedenken.
Aus aktuellem Anlass hat der Südtiroler Schützenbund den Kurzfilm „ICH TRENNE MICH UM
FREI ZU SEIN“ veröffentlicht.
▶ https://www.youtube.com/watch?v=DPH6h1bvmpA
▶ https://facebook.com/schuetzen/videos/359651134910893

13.09.2019: Tiroler Fahnen in Barcelona

BARCELONA/BOZEN - Anlässlich der Feierlichkeiten zum katalanischen Nationalfeiertag ist


vergangenen Mittwoch eine Delegation des Südtiroler Schützenbundes nach Barcelona gereist.
Vor Ort standen die Marketenderinnen und Schützen Schulter an Schulter mit hunderttausenden
Katalanen für Unabhängigkeit und das Recht auf Selbstbestimmung ein. Die gewaltigen
Menschenmassen setzten ein unübersehbares Zeichen für die Errichtung eines eigenstaatlichen
Kataloniens.
Zu Beginn des Nationalfeiertages, auch „Diada“ genannt, nahmen die Vertreter des Südtiroler
Schützenbundes an einer offiziellen Gedenkveranstaltung für den Nationalhelden Rafael

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Casanova teil. An dessen Denkmal legten die Schützen, bejubelt von tausenden Katalanen, eine
Tiroler Fahne nieder.
In weiterer Folge wurde der Kontakt mit den Menschen gesucht. In den vielen einzelnen
Gesprächen wurde besonders die alltägliche Repression seitens des Zentralstaates als untragbar
beschrieben. Höhepunkt des Tages war die Versammlung um 17.14 Uhr. Die Uhrzeit ist
absichtlich so gewählt, denn sie soll an das Jahr 1714 erinnern, in dem Katalonien dem
spanischen Staat einverleibt wurde.
Zudem fand anlässlich der „Diada“ ein Treffen der Nicht-Regierungsorganisation „International
Comission of European Citizen“ (ICEC) statt, dem Verband Europäischer Freiheitsbewegungen,
welchem auch der Schützenbund angehört. Diese Vereinigung dient als Plattform zum Austausch
von Ideen und Erfahrungen. Ziel der Sitzung waren die Terminausrichtung und die
Schwerpunktsetzung für das kommende Jahr.

02.10.2019: „Immer wieder, immer wieder, immer wieder Rom!“

BOZEN - „Unsere Autonomie ist derzeit gleich viel wert wie ein Regenschirmgeschäft in der
Sahara“, so Jürgen Wirth Anderlan, Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes in einer
Aussendung.
Jüngstes Beispiel dafür sind die Verhandlungen zu den Lohnerhöhungen der öffentlichen
Angestellten. Diese müssen nun um ihren hart erkämpften Kaffee mit Gipfele bangen, weil die
Zentralbürokratie in Rom die autonome Entwicklung in Südtirol wieder einmal blockiert.
Die Reichweite unserer Autonomie wird derzeit im Millimeter Maßstab berechnet. Das Recht auf
den Gebrauch der Muttersprache wird in öffentlichen Ämtern täglich missbraucht. Die Ausbildung
unseres Pflege- und Ärztepersonals wird schikaniert. Die Anpassung der Rente für unsere
Mindestrentner wurde nicht ermöglicht. Und nun soll auch noch die Angleichung des
Haushaltseinkommens unserer Familien an unsere Lebensverhältnisse verboten werden. Fehlt nur
noch, dass mit dem neuen nationalen Vereinsgesetz unsere ehrenamtlichen Vereine und Verbände
verbürokratisiert und die Verantwortungsträger im rechtsunsicheren Raum stehen gelassen
werden.
„Die Südtirol-Autonomie war von Anfang an als Übergangslösung gedacht. Also tauschen wir das
Regenschirmgeschäft in der Sahara mit einem Landgasthaus in Feldthurns und beugen so vor,
dass wir nicht krank werden, wenn Rom hustet“ schließt der Landeskommandant.

14.10.2019: Im Namen des Staates, des Volkes und des europäischen Geistes.

BOZEN - „Zwischen neun und 13 Jahre Haft für neun katalanische Politiker entschied der
spanische Oberste Gerichtshof. Begründung: Aufruhr und Veruntreuung. Zum Vergleich: erst vor
kurzem wurde ein Mann aus Eritrea in Memmingen zu 14 Jahre Gefängnis wegen
Vergewaltigung, Körperverletzung und sexueller Nötigung an drei Frauen verurteilt“, so Jürgen
Wirth Anderlan, Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes in einer Aussendung.
„Ab jetzt wird es schwierig, die schönen Sonntagsreden von einem friedlichen, demokratischen
und geeinten Europa, indem die Grenzen keine Rollen mehr spielen, zu verteidigen. Wenn es
darauf ankommt, zählen nur die Nationalstaaten und die scheinbar unsichtbaren Grenzen werden
zu Stahlmauern verstärkt mit Panzerglas“, so Wirth Anderlan. „Dieses Europa geht in die völlig
falsche Richtung, denn die Opfer eines solchen Europas sind wir, die Völker und Regionen in

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diesem Europa. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass es in Europa mehr Minderheiten als
Nationalstaaten gibt“, so der Landeskommandant.
„Europa wächst nicht durch Nationalstaaten zusammen, sondern durch Menschen mit
verschiedenen Sprachen, Kulturen und Traditionen. Wir wollen kein Europa der Nationalstaaten.
Wir wollen ein Europa der Völker, die im Respekt zusammen leben. Aber dann müssen wir auch
lernen, den Wunsch der Völker zu respektieren. Sonst passiert mit dem europäischen Geist
dasselbe wie mit dem heiligen Geist. Den hat auch niemand gesehen oder gespürt“, schließt
Jürgen Wirth Anderlan.

17.10.2019: Petition und Fackelzug für Kataloniens Freiheit in Bozen angekündigt

Schützenbund fordert Südtiroler Landtag auf, im Katalonienkonflikt die Stimme zu erheben. Stille
Protestaktion für Samstagabend in Bozen geplant.
BOZEN - Der Südtiroler Schützenbund fordert im Rahmen einer am Donnerstag übermittelten
Petition den Südtiroler Landtag dazu auf, sich mit Katalonien und den politischen Häftlingen der
katalanischen Freiheitsbewegung solidarisch zu zeigen und dies öffentlich zu erklären.
„Es ist bedenklich, wenn nun in Katalonien ehemalige Regierungsmitglieder, die sich im Auftrag
des Volkes für die Freiheit ihres Landes eingesetzt haben, zu langjährigen Kerkerstrafen verurteilt
worden sind“, so Jürgen Wirth Anderlan, Landeskommandant des Südtiroler
Schützenbundes. Schon dass die spanische Regierung das Militär gegen die friedlich nach
Unabhängigkeit strebende Bevölkerung Kataloniens eingesetzt hat, sei absolut unakzeptabel und
stellt einen schwerwiegenden Präzedenzfall in Europa dar.
Der Südtiroler Landtag habe aufgrund der Vorkommnisse in Katalonien und der besonderen
Situation Südtirols die Pflicht, auf nationaler und auf europäischer Ebene unmissverständlich klar
zu machen, dass das Projekt Europa nicht nach dem Prinzip der Nationalstaaten, sondern nur
nach dem Prinzip der Demokratie funktionieren kann und wird. Gleichzeitig, so die Schützen in
Ihrer Petition, soll sich der Südtiroler Landtag im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür verwenden,
dass der Konflikt zwischen dem spanischen Zentralstaat und Katalonien friedlich und
im europäischen Geist gelöst wird.
Gleichzeitig ruft der Südtiroler Schützenbund für diesen Samstag, den 19. Oktober 2019 zu einer
kurzfristig anberaumten Solidaritätskundgebung für die zu schweren Kerkerstrafen verurteilten
katalonischen Politiker auf. Sammelpunkt ist der Platz vor dem Museion in Bozen, ab 18.30 Uhr
wird dort im Rahmen eines Fackelzuges für die Freiheit Kataloniens und der verurteilten
katalanischen politischen Häftlinge demonstriert.

19.10.2019: Fackelzug für Kataloniens Freiheit

Stille Protestaktion des Südtiroler Schützenbundes vor dem Bozner Gefängnis


BOZEN - Rund 200 Schützen und Sympathisanten zeigten am Samstagabend in Bozen ihre
Solidarität für Katalonien und den politischen Häftlingen in einem Fahnen- und Fackelzug vom
Museion bis zum Bozner Gefängnis.
Das Bozner Gefängnis wurde bewusst als Symbolik für die Kundgebung ausgewählt. Die
politischen Häftlinge in Katalonien wurden vergangene Woche vom spanischen Obersten Gericht
zu 100 Jahren Haft verurteilt. „Wenn die Menschen in Minderheitsregionen den Glauben an das
vereinte Europa nicht verlieren sollen, muss für alle Staaten klar sein, dass das Recht auf freie,

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friedliche und demokratische Selbstbestimmung über den rechtlichen Schranken eines Staates
steht. Ansonsten wird es schwierig, die schönen Sonntagsreden von einem friedlichen,
demokratischen und grenzenlosen Europa zu verteidigen“, so Landeskommandant Jürgen Wirth
Anderlan in seiner Ansprache.
„Es ist bedenklich, wenn nun in Katalonien ehemalige Regierungsmitglieder, die sich im Auftrag
des Volkes für die Freiheit ihres Landes eingesetzt haben, zu langjährigen Kerkerstrafen verurteilt
worden sind“, so der Landeskommandant. „Schon dass die spanische Regierung das Militär gegen
die friedlich nach Unabhängigkeit strebende Bevölkerung Kataloniens eingesetzt hat, sei absolut
unakzeptabel und stellt einen schwerwiegenden Präzedenzfall in Europa dar“, betonte Wirth
Anderlan.
Der Südtiroler Schützenbund forderte in einer Petition den Südtiroler Landtag dazu auf, sich mit
Katalonien und den politischen Häftlingen der katalanischen Freiheitsbewegung solidarisch zu
zeigen und dies öffentlich zu erklären. Der Südtiroler Landtag habe aufgrund der Vorkommnisse
in Katalonien und der besonderen Situation Südtirols die Pflicht, auf nationaler und auf
europäischer Ebene unmissverständlich klar zu machen, dass das Projekt Europa nicht nach dem
Prinzip der Nationalstaaten, sondern nur nach dem Prinzip der Demokratie funktionieren kann
und wird. Gleichzeitig, so die Schützen in Ihrer Petition, soll sich der Südtiroler Landtag im
Rahmen seiner Möglichkeiten dafür verwenden, dass der Konflikt zwischen dem spanischen
Zentralstaat und Katalonien friedlich und im europäischen Geist gelöst wird.

21.10.2019: Schicksal 39 - Ein Koffer voller Geschichte(n) – Gedanken – Gefühle zur Option

BOZEN - Vor 80 Jahren – am 21. Oktober 1939 – vereinbarten Hitler und Mussolini ein
Abkommen zur Umsiedlung der deutschsprachigen Südtiroler – ein Dolchstoß für das, was bis
dahin „die Heimat“ war.
Rund 274.000 Südtiroler waren gezwungen sich bis zum 31. Dezember 1939 zu entscheiden, ob
sie deutsch bleiben und ins Deutsche Reich auswandern wollten, oder in der Heimat blieben und
„walsch wählten“. Wer sich fürs „Gehen“ entschied, hatte die Heimat unwiderruflich zu verlassen.
Es wurde ihm eine Ansiedlung in teilweise noch zu erobernden Gebieten in Aussicht gestellt. Wer
sich hingegen fürs „Bleiben“ entschied, ging ebenso einer ungewissen Zukunft entgegen. Eine
Zwangsumsiedlung in den Süden Italiens stand – vor allem zum Zwecke einer Mobilisierung für
die Auswanderung im Raum, erinnert der Südtiroler Schützenbund in einer Aussendung.
„Die Option spaltete das Land, entzweite Familien. Dableiber wurden als Volksverräter, Optanten
als Heimatverräter bezeichnet. Aufrufe und Stellungnahmen für das Verbleiben in der Heimat gab
es ebenso wie Flugblätter und Kundgebungen für das Abwandern“, so Landeskommandant
Jürgen Wirth Anderlan.
Das Ergebnis: 86 Prozent der Südtiroler entschieden sich für das Gehen. Tatsächlich abgewandert
sind rund 75.000. An die 20.000 Optanten kehrten nach Kriegsende zurück, 130.000 waren
staatenlos, weil sie zwar für Deutschland gestimmt hatten, aber nicht ausgewandert sind. Sie alle
haben eines gemeinsam: ihre Geschichte, ihr Schicksal geprägt von der Entscheidung 1939. Der
Entscheidung von Hitler und Mussolini. Ihrer eigenen Entscheidung.
Aus diesem Anlass erinnern die Südtiroler Schützen an diese schreckliche Zeit mit einer
landesweiten „Performance“. Im ganzen Land werden 160 rote Koffer mit der Aufschrift
„schicksal39.com – Option, Gehen oder Bleiben“ an zentralen Stellen in allen Gemeinden
aufgestellt. An den roten Koffern sind Postkarten mit Gedichten und Liedern der Dableiber als
auch der Optanten angebracht. Weitere Informationen stehen auf der Internetseite
schicksal39.com zur Verfügung.
„Die Erinnerung ist unvergänglich und lebt vom Erinnern und nicht vom Vergessen“, so Jürgen
Wirth Anderlan abschließend.

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26.10.2019: Vergelt´s Gott Österreich

„Da kann ma' machen was ma' will


Da bin I her, da g'hör I hin
Da schmilzt da Eis von meiner Seel'
Wie von an Gletscher im April
Auch wenn wir's schon vergessen haben
I bin dein Apfel, du mein Stamm.“

„Als Zeichen der Verbundenheit und als Zeichen des Dankes, für alles was unser Vaterland für uns
Südtiroler getan hat, hisst der Südtiroler Schützenbund anlässlich des österreichischen
Nationalfeiertages bei der Burgruine Neuhaus (Burg Maultasch) eine überdimensionale
österreichische Nationalfahne“, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan in einer
Aussendung.

„Unser ehrwürdiger Alt-Landeshauptmann Silvius Magnago brachte es auf den Punkt: „Wenn
Geld genug da ist, besteht die Gefahr der moralischen Verfettung.“ Moralische Verfettung ist
gleich Identitätsverlust. Deshalb ist es umso wichtiger, in Zeiten des Wohlstands, sich zu seinen
eigenen Wurzeln und zu seiner eigenen Herkunft zu bekennen. Und wenn zu später Stunde am
Staatsfeiertag, in ganz Österreich, die inoffizielle Nationalhymne von Reinhard Fendrich
angestimmt wird, in der es heißt:

„So wie dein Wasser talwärts rinnt


Unwiderstehlich und so hell
Fast wie die Tränen von an Kind
Wird auch mein Blut auf einmal schnell
Sag'i am End'der Welt voll Stolz
Und wenn ihr a wollt's a ganz alla
I am from Austria“

erklingt diese auch aus tausenden Kehlen im südlichen Tirol“, so Jürgen Wirth Anderlan
abschließend.

12.11.2019: G’sungen und g’spielt - Neue App „Tiroler Lieder“

TIROL - Nach dem großartigen Erfolg der drei Auflagen des Liederbuchs bringt der Südtiroler
Schützenbund sein Liederbuch digital als Applikation für mobile Geräte heraus. Unter dem Titel
„Tiroler Lieder, g’sungen und g’spielt“ werden rund 150 bekannte Lieder aus dem Tiroler- und
dem Alpenraum sowie verbreitete deutsche Volkslieder, die zum allgemeinen Kulturgut unserer
Sprachgemeinschaft gehören, gesammelt.
Früher gehörte es zur Selbstverständlichkeit, dass in der Familie, im Gasthaus, bei Schul- und
Vereinsausflügen, am Berg, aber auch sonst bei geselligem Beisammensein gesungen wurde – ein
Brauch, der in den vergangenen Jahrzehnten fast völlig verschwunden ist. Gerade heute, wo die
Kinder und Jugendlichen fast nie mehr im Kindergarten oder in der Schule Volkslieder lernen, ist
es besonders wichtig, dass diese von Eltern, von Großeltern und in Vereinen vermittelt werden –
zu groß ist sonst die Gefahr, dass sie innerhalb einer Generation endgültig aus der lebendigen
Volkskultur verschwinden. Eine Auswahl an bekannten ladinischen Liedern rundet die Sammlung
ab. Auch in dieser digitalen Auflage sind wieder die in der Faschistenzeit entstandenen

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Heimatlieder vorhanden. Da viele von ihnen eher unbekannt sind, ist es besonders wichtig, dass
sie in dieser Auflage dokumentiert sind.
Die Lieder sind alphabetisch angeordnet, zugleich aber in Kategorien nach Themengebieten
gebündelt. Damit sie relativ leicht gelernt und auch begleitet werden können, sind alle Lieder in
Notenschrift und mit den entsprechenden Gitarrenakkorden wiedergegeben. Eine Volltext-Suche
ermöglicht in kürzester Zeit das Auffinden aller gewünschten Lieder. Jeder Nutzer hat zudem die
Möglichkeit seine Lieblingslieder und Lieblingskategorien in einer Favoritenliste zu sammeln. Die
App benötigt keine Internetverbindung. Somit sind alle Lieder jederzeit und an jedem Ort
abrufbar. Derzeit bietet der Südtiroler Schützenbund die App im Google Playstore an.

17.11.2019: Hilpold: Zwei Staatsbürgerschaften relativieren Grenzen und nehmen Trennschärfe

BOZEN - Während am vergangenen Montag der Verfassungsrechtler Walter Obwexer bei seinem
Vortrag bei der SVP-Leitung keine wirklich klaren Empfehlungen geben konnte, steht für
Universitätsprofessor Peter Hilpold eindeutig fest: Das Recht auf die doppelte Staatsbürgerschaft
ist ein individuelles. Viele Vorbehalte, die immer wieder aufgeworfen werden, scheinen
konstruiert. Und – der Doppelpass wäre kurzfristig sogar leichter machbar als mittelfristig.
Der Andrang war groß im Sitzungssaal des SSB in der Schlernstraße in Bozen, wo die
parteiübergreifende Initiative für die österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler (inoes)
einlud. Neben aktiven Politikern aller deutscher Parteien und Altmandataren waren Historiker,
Gewerkschaftsvertreter, ehemalige hohe Landesbeamte und mitten im Berufsleben stehende
Bürger zugegen. Alle wollten sie aus berufenem Munde vor allem eines wissen: Ist der
Doppelpass machbar und besteht eine Chance auf Umsetzung? Um diese Frage beantworten zu
lassen, hatte der Landeskommandant der Schützen Jürgen Wirth Anderlan den Völker- und
Europarechtler Dr. Peter Hilpold geladen.
Schon in seiner Einleitung ließ dieser keine Zweifel aufkommen. Eine Mehrstaatlichkeit sei in
Europa eher die Regel als die Ausnahme. Von völkerrechtlicher Seite gebe es diesbezüglich keine
Schranken. Eine Zustimmung Italiens sei rein rechtlich nicht vorgesehen, es sei vielmehr eine
politische Frage, ob Österreich Italien einbinden möchte.
Die Südtirolautonomie und die Schutzmachtfunktion Österreichs blieben von der Möglichkeit
zum Erwerb der Doppelten Staatsbürgerschaft unberührt – auch weil letzteres ein individuelles
Recht jedes Einzelnen sei, während die Autonomie für eine ganze Volksgruppe gelte. In dieser
Hinsicht widersprach er den immer wieder von Landeshauptmann Kompatscher vorgebrachten
Bedenken, dass eine Gefahr der Schwächung der Schutzmachtfunktion gegeben sei. Eine
Staatsbürgerschaft sei eine persönliche Angelegenheit, wobei jeder frei sei, diese anzunehmen
oder darauf zu verzichten. Eine Auswirkung auf ein Kollektiv daraus abzuleiten, sei nicht zulässig,
so der Wissenschaftler.
Für Prof. Hilpold ist das Gerede um einen europäischen Pass hingegen obsolet. Es sei
einleuchtend, dass es für eine europäische Staatsbürgerschaft zu allererst einen europäischen
Staat brauche. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass die Nationalismen in Europa stärker
würden und ein solcher deshalb nicht denkbar sei. Mehrfachstaatsbürgerschaften seien hingegen
sehr wohl die Regel. Sie relativieren die Grenzen und nehmen diesen die Trennschärfe.
Eine Spaltung der Gesellschaft sieht Hilpold indes nicht. Erstens sei die Angelegenheit zu privat,
als dass wirkliches Spaltungspotential auszumachen wäre. All jene, die voraussichtlich zum
Erwerb einer österreichischen Staatsbürgerschaft zugelassen werden, könnten dies in freier
Entscheidung wahrnehmen oder ablehnen. Jene, die keine Anknüpfungspunkte an Österreich
haben, bei denen wird das wirkliche Interesse relativ gering sein. Ein wirklicher Spaltpilz könnte
lediglich eine wirtschaftliche Besserstellung sein, was aber durch die EU-Mitgliedschaft beider
betroffener Länder auszuschließen sei, so Prof. Hilpold.

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23.11.2019: Landesüblicher Empfang für Staatspräsidenten

MERAN - Im Innenhof der Landesberufsschule für das Gastgewerbe Savoy fand am heutigen
Samstag, den 23. November 2019 ein „Landesüblicher Empfang“ für die Staatspräsidenten aus
Österreich und Italien statt. Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan begrüßte die Gäste und
führte sie zum Empfang.
Mitgestaltet wurde der Landesübliche Empfang von der Stadtkapelle Meran und einer
Ehrenformation des Schützenbezirkes Burggrafenamt/Passeier unter dem Gesamtkommando von
Bezirksmajor Hannes Holzner.
Eröffnet wurde der Empfang mit der Meldung und der Tiroler Landeshymne. Nach der
Frontabschreitung feuerte die Ehrenformation unter dem Kommando von Hauptmann Thomas
Egger eine Ehrensalve ab. Anschließend wurde den Gästen das obligatorische
Begrüßungsschnaps‘l kredenzt.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Staatspräsident Sergio Mattarella waren von dem
traditionellen Empfang sehr angetan. Anschließend wurden die beiden Präsidenten von
Landeshauptmann Arno Kompatscher in die Landesberufsschule Savoy zum Mittagessen geladen.

30.11.2019: Landesausschuss in Brixen: Alles für Tirol

BRIXEN – Am Samstag, den 30. November 2019 fand im Forum in Brixen die neunte
Landesausschusssitzung des Verbandes „Tiroler Schützen“ statt. Daran teilgenommen haben die
Delegierten des Bundes Tiroler Schützenkompanien, des Welschtiroler Schützenbundes und des
Südtiroler Schützenbundes.
Nach der Begrüßung des scheidenden geschäftsführenden Landeskommandant Mjr. Fritz
Tiefenthaler wurde der Eduard-Reut-Nicolussi-Preis vergeben. Ausgezeichnet wurden der Tiroler
Behindertensportverband - Sektion Ski, vertreten durch Helmut Hörtnagl und den Vize-Obmann
des Snowclan Andreas Schiestl, sowie die Sportgruppe für Körperbehinderte Südtirols - Sektion
Ski, vertreten durch den Präsidenten der Sportgruppe Markus Kompatscher und den Sektionsleiter
Ski Alpin, Michael Stampfer.
Mit dem Eduard-Reut-Nicolussi-Preis werden Persönlichkeiten bedacht, die sich für die Tiroler
Landesteile und die Einheit Tirols verdient gemacht haben. Bereits seit dem Jahre 1993 werden
die Tiroler Skimeisterschaften immer abwechselnd in Nord-, Ost- oder Südtirol ausgetragen. Es ist
immer der gesellschaftliche Höhepunkt einer abgelaufenen Skisaison. Das Resultat ist nur
zweitrangig, im Mittelpunkt stehen die Freundschaft und die Verbundenheit zwischen
Tirolerinnen und Tiroler. Landeskommandant Mjr. Jürgen Wirth Anderlan meinte in seiner
Laudatio: „Es ist uns Schützen eine große Ehre, euch mit der Eduard-Reut-Nicolussi-Medaille
auszuzeichnen. Ihr seid für uns Vorbilder. Ihr seid Helden Tirols.“
Anschließend berichteten die drei Landeskommandanten über das abgelaufene Schützenjahr.
Enzo Cestari berichtete über abgelaufene und geplante Veranstaltungen des Welschtiroler
Schützenbundes. Es ist ihnen gelungen gemeinsam mit der Provinz Trient einen Gedenktag für
den Ersten Weltkrieg gesetzlich festzulegen, und zwar am 14. Oktober. Am Gedenktag beteiligen
sich auch alle Schulen.
Jürgen Wirth Anderlan berichtete über die vielen Jubiläumsfeiern in den Kompanien, über
aufsehenerregende Aktionen wie #DNA, #GZ 19, Schicksal39 und der Gründung der Initiative
österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler (inoes). Trotz des großen Umbruchs in der
neugewählten Bundesleitung sei es gelungen Akzente zu setzen. Nun gilt die ganze
Aufmerksamkeit den Vorbereitungen für das Alpenregionstreffen 2020 in St. Martin in Passeier.

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Fritz Tiefenthaler berichtet über die erfolgreiche Reise zum Papst, wo über 500 Schützen und
Marketenderinnen teilgenommen haben. Eine weitere Großveranstaltung war das Maximilianjahr
„MAX 500“ anlässlich des 500. Todestages von Kaiser Maximilian I. Außerdem berichtete er über
weitere abgelaufene und geplante Veranstaltungen des Bundes der Tiroler Schützen.
Abschließend übernahm Jürgen Wirth Anderlan den geschäftsführenden Vorsitz des Verbandes
„Tiroler Schützen“ für das Jahr 2020.

08.12.2019: Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier: Die Phantom-Autonomie

ST. PAULS - Am Sonntag, den 8. Dezember 2019, wurde in St. Pauls traditionsgemäß der
verstorbenen und lebenden Tiroler Freiheitskämpfer der 1950er und 1960er Jahre gedacht. An die
2.000 Marketenderinnen, Schützen und Tiroler Landsleute waren der gemeinsamen Einladung
des Südtiroler Heimatbundes und des Südtiroler Schützenbundes gefolgt. Die Teilnehmer
drückten bei dieser Gedenkfeier ihren Respekt, ihre Achtung und ihren Dank an jene Männer und
Frauen aus, die für die Freiheit der Heimat einen Teil ihres Lebens opferten.
Die Gedenkansprache hielt Schütze Meinrad Berger aus Andrian, der selbst in den 60er Jahren
Flugzettel verteilte, bei denen er auf die menschenrechtswidrige Behandlung der Inhaftierten
hinwies. Dafür wurde er zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Meinrad Berger war einer
der jüngsten politischen Häftlinge Südtirols.
Die Feier begann um 9.45 Uhr mit der Meldung der angetretenen Formationen und der
anschließenden Frontabschreitung durch den Bürgermeister von Eppan, Wilfried Trettl, den
Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes, Mjr. Jürgen Wirth Anderlan, den Obmann
des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang und den Gedenkredner Meinrad Berger. Die
Bürgerkapelle St. Michael begleitete anschließend die Marketenderinnen und Schützen durch die
Gassen von St. Pauls zum Kirchgang in die Pfarrkirche. Dort zelebrierte Pater Reinald Romaner
mit Konzelebrant Pater Christoph Waldner OT die Heilige Messe.
Nach dem Kirchgang marschierten die Teilnehmer zum Friedhof, wo Roland Lang die
Anwesenden begrüßte. Anschließend ergriff Gedenkredner Meinrad Berger das Wort. „Ohne die
Taten des BAS hätte es keine Neunzehner-Kommission gegeben. Das konnte man erst kürzlich
wieder in einem ORF-Bericht aus dem Munde von Silvius Magnago hören.“, betonte Meinrad
Berger und weiter: „das entbindet uns aber nicht der Verpflichtung, die großen Gefahren einer
zunehmenden politischen Gleichgültigkeit gegenüber den Machenschaften italienischer Kreise
und einer moralischen Verfettung wahrzunehmen.“. Berger rief die Südtiroler-Politik dazu auf,
aus der Lethargie, aus der Unbeweglichkeit heraus zu kommen, in der sie steckt, und beendete
die Gedenkrede mit: „Wer sich im Irrglauben aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende
beides verlieren!“.
Als kleines Zeichen des Dankes an die im Exil lebenden Freiheitskämpfer, wurden die
Freiheitskämpfer Sepp Forer und Siegfried Steger zur Gedenkfeier zugeschaltet. Sie überbrachten
ihre Grußworte an die über 2.000 Teilnehmer im Paulsner Friedhof.
Im Anschluss der Gedenkrede spielte die Bürgerkapelle St. Michael das Lied vom „Guten
Kameraden“ und am ehemaligen Grab von Sepp Kerschbaumer (heute liegt Sepp Kerschbaumer in
seiner Heimatgemeinde Frangart begraben) wurden Kränze niedergelegt. Mit eingebunden
wurden dabei auch die Mitstreiter Sepp Kerschbaumers: Franz Höfler, Anton Gostner, Luis
Amplatz, Jörg Klotz, Kurt Welser und all jene Kameraden, die eine Strecke des Weges mit ihnen
gegangen sind. Die Ehrensalve feuerte die Schützenkompanie Sepp Kerschbaumer Eppan ab.
Abgeschlossen wurde die sehr würdige Gedenkfeier mit der Tiroler Landeshymne und der
österreichischen Bundeshymne.
„Vor zwei Wochen hat man auf Schloss Tirol die Autonomie gefeiert. Wir erinnern heute und hier
an all jene Frauen und Männer, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir überhaupt
diese Autonomie haben. Diese Autonomie die zurzeit in der Intensivstation im Bozner

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Krankenhaus im Wachkoma liegt. Diese Autonomie, die immer nur als Übergangslösung gedacht
war. Das Ziel war, ist und bleibt die Selbstbestimmung!“, mahnte Landeskommandant Mjr. Wirth
Anderlan in seinen abschließenden Dankesworten.

15.12.2019: Geplatzte Jungfernfahrt - Direktverbindung Bozen-Wien scheitert an italienischem


Zugstreik

BOZEN - Im Mai 2017 hatte der Südtiroler Schützenbund an geeigneter Stelle den Wunsch
deponiert, Südtirol möge doch in das Railjetportfolio der ÖBB aufgenommen werden. Von der
gelungenen Umsetzung dieser Anregung konnten sich nun der Landeskommandant Jürgen Wirth
Anderlan und sein Geschäftsführer Egon Zemmer zusammen mit einer Delegation des
Schützenbundes bei der Jungfernfahrt nach Wien überzeugen.
„Die tägliche direkte Verbindung von und in die österreichische Hauptstadt ist sowohl aus
touristischer Sicht als auch für wirtschaftliche Kontakte wichtig, so der Landeskommandant des
Südtiroler Schützenbundes“, Jürgen Wirth Anderlan. „Wenn Südtirol nun mit einem weiteren
nennenswerten umweltfreundlichen Verkehrsmittel erreichbar ist, so ist das ein weiterer Grund
zur Freude“.
Während die tägliche Verbindung nach Rom immer aufrechterhalten worden war, gab es für die
Südtiroler seit 1991 keine Möglichkeit mehr, mit der Bahn ohne Umstieg nach Wien zu kommen.
„Jede Verbindung, die wir mit Wien und Österreich neu knüpfen können, ist ein kleiner
Meilenstein. In diesem Sinne nutzte die Schützendelegation den Abstecher nach Wien auch für
den weiteren Aufbau und die Vertiefung der Kontakte mit allen im Parlament vertretenen
Parteien“, so Wirth Anderlan.
Einziger Wermutstropfen bei der Jungfernfahrt war die Bestreikung des Bahndienstes durch die
Mitarbeiter der italienischen Bahn. Aufgrund eines vom 15. Dezember 3 Uhr bis zum 16.
Dezember 2 Uhr andauernden Bahnstreikes mussten alle Fahrgäste des neuen Railjets mit
Autobussen von Bozen nach Innsbruck gebracht werden.

16.12.2019: Petition der 1.000 für Doppelpass übergeben

Parteiübergreifende Initiative zu politischen Gesprächen in Wien


WIEN - Eine hochkarätige Delegation aus Südtirol ist am Montag, den 16. Dezember in Wien mit
Vertretern der österreichischen Spitzenpolitik zusammengetroffen, um die nächsten Schritte zur
Umsetzung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler zu besprechen. Dabei
überreichten sie ihnen eine Petition mit 1.000 Unterschriften von Südtiroler Persönlichkeiten,
darunter Bürgermeister, Gemeinderäte, Vereins- und Verbandsobleute und Unternehmer, die sich
allesamt für die doppelte Staatsbürgerschaft aussprechen.
Angeführt wurde die Delegation der parteiübergreifenden "Initiative Österreichische
Staatsbürgerschaft für Südtiroler - inoes" von Landesrätin Maria Hochgruber-Kuenzer und vom
Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan. Auch
Abgeordneten der SVP, der Süd-Tiroler Freiheit, der Freiheitlichen und Vertreter der SVP-
Altmandatare, der Plattform Heimat in der SVP, des Südtiroler Schützenbundes und des
Südtiroler Heimatbundes waren mit nach Wien gereist, um das Anliegen zu unterstützen.
Der österreichische Nationalrat hat sich im September 2019 mit großer Mehrheit für die Vergabe
der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen. Daraufhin wurde die

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parteiübergreifende Initiative "inoes" ins Leben gerufen, um mit vereinten Kräften für die rasche
Umsetzung zu sorgen.
Von der ÖVP wurde die Erstellung eines strategischen Fahrplans für die Umsetzung der doppelten
Staatsbürgerschaft vorgeschlagen. Mit den Vertretern des Innen- und Außenministeriums sowie
der Parlamentsklubs wurde daher vereinbart, dass auf Grundlage des bereits ausgearbeiteten
Gesetzentwurfes zwischen Bozen und Wien die Kriterien zur Vergabe des Doppelpasses festgelegt
werden sollen.
Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen wurde spontan von der Delegation begrüßt und
über das Vorhaben der parteiübergreifenden Initiative informiert. Nachdem der Wunsch der
österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler erfolgreich in Wien deponiert wurde, ging es
mit der direkten Zugverbindung von Wien nach Bozen wieder zurück.

28.12.2019: schicksal39 - Erinnerung lebt vom Erinnern und nicht vom Vergessen
Ein Koffer voller Geschichte(n) – Gedanken – Gefühle

BOZEN - Vor 80 Jahren – am 21. Oktober 1939 – vereinbarten Hitler und Mussolini ein
Abkommen zur Umsiedlung der deutschsprachigen Südtiroler – ein Dolchstoß für das, was bis
dahin „die Heimat“ war. Rund 274.000 Südtiroler waren gezwungen sich bis zum 31. Dezember
1939 zu entscheiden, ob sie deutsch bleiben und ins Deutsche Reich auswandern wollten, oder in
der Heimat blieben und „walsch wählten“.
Wer sich fürs „Gehen“ entschied, hatte die Heimat unwiderruflich zu verlassen. Es wurde ihm eine
Ansiedlung in teilweise noch zu erobernden Gebieten in Aussicht gestellt. Wer sich hingegen fürs
„Bleiben“ entschied, ging ebenso einer ungewissen Zukunft entgegen. Eine Zwangsumsiedlung in
den Süden Italiens stand – vor allem zum Zwecke einer Mobilisierung für die Auswanderung im
Raum, erinnert der Südtiroler Schützenbund in einer Aussendung.
„Die Option spaltete das Land, entzweite Familien. Die Geschichte und das Leid unseres Volkes in
den Jahren vor, während und nach der Option, ist und bleibt ein Unrecht und darf nicht in
Vergessenheit geraten. Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht.“, so
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.
Das Ergebnis: 86 Prozent der Südtiroler entschieden sich für das Gehen. Tatsächlich abgewandert
sind rund 75.000. An die 20.000 Optanten kehrten nach Kriegsende zurück, 130.000 waren
staatenlos, weil sie zwar für Deutschland gestimmt hatten, aber nicht ausgewandert sind. Sie alle
haben eines gemeinsam: ihre Geschichte, ihr Schicksal geprägt von der Entscheidung von 1939.
Der Entscheidung von Hitler und Mussolini. Ihrer eigenen Entscheidung.
Aus diesem Anlass erinnerten die Südtiroler Schützen an diese schreckliche Zeit mit einer
landesweiten „Performance“. Im ganzen Land wurden seit Oktober 160 rote Koffer mit der
Aufschrift „schicksal39.com – Option, Gehen oder Bleiben“ an zentralen Stellen in allen
Gemeinden aufgestellt. An den roten Koffern wurden Postkarten mit Gedichten und Liedern der
Dableiber als auch der Optanten angebracht.
Zum Abschluss wurden am 28. Dezember mehrere rote Koffer vor dem Landtag in Bozen
abgestellt. Aus allen Richtungen wurden die roten Koffer in Sternform durch den Straßen und
Gassen von Bozen getragen. Am Rathausplatz trafen die Schützen zusammen und zogen
gemeinsam bis zum Silvius-Magnago-Platz vor dem Landtag, wo alle roten Koffer abgelegt
wurden. Die roten Koffer werden bis zum 6. Jänner dort stehen bleiben.
„Genauso wie damals, machten auch wir Schützen uns mit Koffern auf den Weg. Zentrale Stellen
oder ein Bahnhof waren der Platz des Abschiedes, der Spaltung eines Landes und die Trennung
eines Volkes und deren Familien - für beide, Optanten und Dableiber. Diese roten Koffer voller
Geschichten, Gedanken und Gefühle sind Symbol gegen das Vergessen. Denn die Erinnerung ist

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unvergänglich und lebt vom Erinnern und nicht vom Vergessen“, so Jürgen Wirth Anderlan
abschließend.

07.01.2020: Deutsche Sprache, schwere Sprache

NEUMARKT - Der 16. August 2019 veränderte Südtirol, zumindest in den Köpfen vieler
Landsleute. An diesem Freitag startete der Südtiroler Schützenbund eine landesweite Aktion. Bei
über 600 Ortstafeln wurden die historisch gewachsenen deutschen Ortsnamen mit dem Aufkleber
„DNA seit 97 J“ (Deutsch nicht amtlich seit 97 Jahren) überklebt.
„Ziel des Südtiroler Schützenbundes war es, die Menschen im Lande auf ein Unrecht
hinzuweisen. In einem mehrheitlich deutschsprachigen Land, haben nur die zum Teil
pseudofaschistischen und italienischen Ortsnamen Gültigkeit. Unsere deutschen Namen sind nur
geduldet. Unsere Landsleute diesbezüglich aufzuklären ist uns somit gelungen“, so der
Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Jürgen Wirth Anderlan.
Wenige Tage nach der Aktion trudelte bereits der erste Strafbescheid von der
gemeindeübergreifenden Polizeistelle Neumarkt ein. Die Anklage lautet: „Auf allen Straßen,
Zubehör- und Nebenanlagen ist es verboten die Verkehrszeichen und -einrichtungen, zu
versetzen, zu entfernen oder zu beschmutzen“. „Dass die Wörter 'beschmutzen' und 'verdecken'
die gleiche Bedeutung haben, wusste ich bis dahin nicht“, gibt sich Wirth Anderlan verwundert.
Hier ein Auszug aus dem Strafbescheid:
"ÜBERTRETUNG/EN - Art. 15 c.1 e 2 der St.V.O. Weil sie am 16.08.2019 mit einem Aufkleber der
Aufschrift „DNA – Seit 97 J DEUTSCH NICHT AMTLICH“ die Straßebeschilderung der geschlossen
Ortschaft Salurn südlich der Trientrstrasse bedeckten/ veräderten. Gemäß Art. 13 des Gesetztes
Nr. 689/81 wurde der Beweis für die Zuwiederhandlung, welches in den Akten aufbewahrt wird,
durch ein auf Interet-Informationskanälen veröffenlichtes Video erbracht. Grund der
unterlassenen Vorhaltung: Die Übertretung wurde vom Übertreter nicht persönlich vorgehalten,
weil er nicht anwesend war."
Insgesamt wurden in diesem Strafbescheid 17 Rechtschreib- und Grammatikfehler festgestellt.
Von einem öffentlich Bediensteten der Ortspolizei könnte durchaus erwartet werden, dass er im
Stande ist einen Strafzettel fehlerfrei zu schreiben. Zusätzlich wurden die Personalien des
Übertreters mit „Gemeinde Salorno“ beschrieben. Somit trifft es genau die Aussage des
feststellenden Beamten im öffentlichen Dienst, der in der Verhandlung als Zeuge angehört
wurde. Der Beamte erklärte gegenüber der Friedensrichterin, der deutschen Sprache nicht mächtig
zu sein.
„Dies bekräftigt uns umso mehr, weiterhin auf das Recht zum Gebrauch der Muttersprache zu
beharren und das ungelöste Toponomastik-Problem weiterhin zu verfolgen. Weitere Aktionen
sind bereits geplant“, so der Landeskommandant abschließend.

13.01.2020: Hilfe! Mein Arzt versteht mich nicht, und ich ihn auch nicht!

BOZEN - Bereits seit einigen Jahren macht sich der Personalmangel an Südtirols Krankenhäusern
bemerkbar. Während immer mehr altgediente Mitarbeiter ins Pensionsalter kommen, sieht es
beim Nachwuchs mager aus. Einheimisches, zweisprachiges Personal ist schwierig zu bekommen
und Personal von auswärts spricht oft kein Wort Deutsch, so der Landeskommandant des
Südtiroler Schützenbundes.
Absolventen der Landesfachhochschule für Gesundheitswesen Claudiana zieht es vielfach ins
Ausland. Das liegt an den besseren Arbeitsbedingungen und dem höheren Lohnniveau, sagt man.

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Ärzte hingegen, welche bereit wären ihr Facharztpraktikum in Südtirols Krankenhäusern zu
machen, bekommen immer wieder Prügel in den Weg gelegt. Italienische Ärztegewerkschaften
stören sich am Südtiroler Sonderweg und reichen Klagen ein.
Um den Personalmangel in den Griff zu bekommen, wurden hunderte einsprachig italienische
Ärzte und Pfleger eingestellt. Die Folge: Immer öfter können Ärzte und Patienten einander nicht
verstehen. Was bei Personal mit wenig Patientenkontakt noch relativ problemlos gelingen kann,
schafft beim Logopäden oder beim Kinder- und Jugendpsychiater, deren Tätigkeit ja fast
ausschließlich aus Sprechen und Zuhören besteht, schon ernsthafte Probleme. Oft müssen dann
andere Mitarbeiter einspringen und übersetzen. Dies hilft dann zwar kurzfristig das
Verständigungsproblem zu lösen, trägt aber andererseits wieder zum allgemeinen Personalmangel
bei.
Dieser Mangel an qualifiziertem zweisprachigem Personal macht sich überall bemerkbar: Die
Wartezeiten für Visiten sind lang, das Risiko von Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen steigt,
vorhandene Strukturen können nicht voll ausgelastet werden, interne Kommunikation läuft
immer öfter nur noch in italienischer Sprache und qualifiziertes Personal wandert ab.
Ärztemangel und fehlende Mitarbeiter im Pflegebereich sind kein Südtiroler Spezialfall: Überall in
Europa gibt es einen mehr oder weniger starken Mangel an medizinischem Personal. Auch in
anderen Regionen Europas ist man darauf angewiesen, Personal aus dem Ausland zu rekrutieren
und notfalls gewisse Abstriche bei der Ausbildung hinzunehmen. Aber es dürfte wohl einzigartig
in Europa sein, dass Ärzte und Pfleger nicht die Landessprache, die Sprache ihrer Patienten, in
unserem Fall Deutsch, beherrschen müssen, um eingestellt zu werden. Es ist schlicht nicht
denkbar, dass jemand als Arzt oder Pfleger in Deutschland oder Österreich arbeiten kann ohne ein
Wort Deutsch zu sprechen. Genauso ist es undenkbar, dass irgendwo in Italien jemand eine Stelle
im öffentlichen Gesundheitswesen erhält, wenn er nicht Italienisch spricht. Niemand käme in
Deutschland, Österreich oder Italien auf die Idee, von den Patienten zu verlangen, sie müssten in
einer Fremdsprache wie z.B. mit dem Arzt sprechen. In Südtirol aber ist genau das der Fall: Es
wird Personal eingestellt, das die Landessprache nicht spricht und es wird vom Patienten
verlangt, sich in einer Fremdsprache zu verständigen.
Südtirols Ärztenachwuchs studiert Großteils in Österreich. Jungen Ärzten und Pflegern aus
Südtirol stehen dank ihrer Sprachkenntnisse Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland, Österreich und
der Schweiz offen. Für Südtirol ist es also ungleich schwieriger qualifiziertes, einheimisches
Personal im Land zu halten. Ebenso ist es auf Grund der notwendigen Zweisprachigkeit
schwieriger, geeignetes Personal von auswärts zu bekommen. Ein Vergleich mit anderen
italienischen Provinzen ist daher nur sehr bedingt möglich. Und genau deshalb bräuchte Südtirol
hier eigene Kompetenzen im Gesundheitswesen, um diesen besonderen Herausforderungen
wirksam begegnen zu können. Aber da stößt die Südtirol-Autonomie wieder einmal an ihre
Grenzen.
„Und für all jene, die gebetsmühlenartig wiederholen, dass ein Arzt der mich nicht versteht, noch
immer besser sei, als gar keiner, könnte man ja in Zukunft chinesisch sprechendes Personal
einstellen, dann wäre zumindest die Gleichstellung der deutschen und italienischen Sprache
wieder hergestellt“, so Landeskommandant Wirth Anderlan abschließend.

20.01.2020: Missstände im Gesundheitswesen

Lange Wartezeiten, Personalmangel und fehlende Zweisprachigkeit gefährden die Gesundheit der
Bevölkerung
SCHLANDERS – Am 17. Jänner fand im Kulturhaus Schlanders eine Podiumsdiskussion zum
Gesundheitswesen statt. Kritisiert wurden dabei vor allem die mangelnde Zweisprachigkeit des

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Personals, die fehlende Gesetzgebungskompetenz Südtirols und die Abwanderung der heimischen
Ärzte und Pfleger ins benachbarte Ausland.
Am Podium diskutieren Landtagspräsident Josef Noggler (Südtiroler Volkspartei),
Landtagsabgeordneter Franz Ploner (Team K), Landtagsabgeordneter Hanspeter Staffler (Grüne),
Landtagsabgeordneter Sven Knoll (Südtiroler Freiheit), Landtagsabgeordneter Andreas Leiter
Reber (Freiheitliche) und Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan (Südtiroler Schützenbund).
Der Abend wurde moderiert von Thomas Sinha.
Die Podiumsdiskussion stand unter dem Motto „Ist unser Gesundheitswesen krank?“. Schnell war
man sich am Podium einig, dass das Gesundheitswesen nicht krank sei, aber dass es zahlreiche
Missstände gäbe, die gelöst werden müssten. Vor allem die mangelnden Deutschkenntnisse von
immer mehr Ärzten wurden beklagt. Gleich mehrmals wurde betont, dass die Medizin eine
sprechende Kunst sei. Eine korrekte Diagnose und erfolgreiche Behandlung hänge zu etwa 80%
von einer guten Kommunikation zwischen Arzt und Patient ab, meinte etwa
Landtagsabgeordneter Franz Ploner (Team K), der selbst Arzt ist.
Beklagt wurde unter anderem auch, dass die internen Abläufe immer mehr nur in italienischer
Sprache stattfinden würden. So sei es gang und gäbe, dass deutschsprachige Ärzte im Kontakt
mit ihren Kollegen im Krankenhaus Bozen nur noch auf Italienisch kommunizieren würden. Auch
die EDV, z.B. zur Materialbestellung, sei immer mehr rein italienischsprachig.
Der zunehmende Personalmangel in Südtirols Krankenhäusern wurde vor allem darauf
zurückgeführt, dass heimische Ärzte und Pflegekräfte ins benachbarte Ausland abwandern bzw.
nach dem Studium erst gar nicht mehr in die Heimat zurückkehren. Grund dafür seien
bürokratische Hürden bei der Anerkennung der Studientitel, die fehlende Möglichkeit zur
Facharztausbildung in Südtirol und die besseren Arbeitsbedingungen und das höhere Lohnniveau
in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Aber auch die zentralistische Ausrichtung der
Südtiroler Krankenhäuser und die damit einhergehende Schwächung der Kleinkrankenhäuser
wurden genannt.
Die langen Wartezeiten auf Facharztvisiten wurden auf organisatorische Mängel und vor allem
auf den Personalmangel zurückgeführt. Selbst für einfachste Tätigkeiten wie etwa die
Auffrischung einer Zeckenimpfung müssen man in Bozen ein halbes Jahr warten, berichtete etwa
Moderator Thomas Sinha aus eigener Erfahrung, und dann sei die zuständige Ärztin nicht einmal
in der Lage Deutsch zu sprechen.
Landtagspräsident Josef Noggler (SVP) berichtete, dass man auf einem guten Weg sei, die
Probleme in den Griff zu bekommen. So werde das Problem der langen Wartzeiten bald der
Vergangenheit angehören, weil für nicht wahrgenommene Vormerkungen jetzt Strafen gezahlt
werden müssten. Auch seien die Primariate in der Peripherie ausgeschrieben worden, was zu einer
Verbesserung der Versorgung vor Ort führen werde.
Landtagsabgeordneter Andreas Leiter Reber (F) forderte eine Stärkung und Förderung der
Privatmedizin. Diese könne das öffentliche Gesundheitswesen unterstützen und entlasten. Dann
könne sich jeder Patient einen Arzt in seiner Muttersprache aussuchen und von kurzen
Wartezeiten profitieren. Voraussetzung sei hier aber, dass die Privatmedizin dank öffentlicher
Kostenübernahme allen Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werde.
Der Landtagsabgeordnete Hanspeter Staffler (Grüne) war der Meinung, dass es zu viele
Entscheidungsebenen im Gesundheitswesen gebe. Diese seien zu weit von den Patienten entfernt
und würden Entscheidungen unnötig in die Länge ziehen und verkomplizieren. Beim
Sprachproblem plädierte Staffler für den zeitweiligen Einsatz von Dolmetschern, um die
Kommunikation Arzt-Patient zu unterstützen.
Landtagsabgeordneter Sven Knoll (STF) betonte, dass es selbstverständlich sein müsste, dass sich
die deutschsprachige Mehrheitsbevölkerung in der Muttersprache mit dem Arzt verständigen
kann. Die Südtiroler Autonomie beruhe nämlich auf dem Recht auf Gebrauch der Muttersprache.
Wenn Südtirol sich sein Gesundheitswesen schon alleine finanziere, dann solle es auch alleine
entscheiden können.

40
 
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan (SSB) rief dazu auf, dass sich jeder selbst für sein
Recht auf Muttersprache stark machen solle. Nur wenn jeder einzelne sein Recht einfordere,
könne sich etwas ändern. Das Geheimnis des Erfolges hätte drei Buchstaben, nämlich TUN. Und
genau das müsse auch passieren: tun statt nur reden. Zu den mangelnden Deutschkenntnissen
der Ärzte meinte er, dass hier wohl vor allem der Wille fehle. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass
sich beispielsweise italienische Skilehrer aus dem Fleimstal innerhalb weniger Woche ausreichende
Deutschkenntnisse aneignen konnten, weil es ihnen sonst im Skigebiet Obereggen ganz einfach
an Kundschaft fehle.
Auch das Publikum hatte Gelegenheit mitzudiskutieren. Während ein Arzt aus dem Krankenhaus
Schlanders die Meinung vertrat, dass alles halb so schlimm sei, wie es dargestellt werde,
bemängelte eine freiberufliche Frauenärztin aus Meran, dass auch aus dem Krankenhaus
Schlanders oft rein einsprachig italienische Befunde an deutschsprachige Patientinnen
ausgegeben würden. Thema beim Publikum waren aber auch die fehlenden deutschen
Beipackzettel bei Medikamenten. In anderen Ländern wie der Schweiz seien diese eine
Selbstverständlichkeit und in Südtirol scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit.
Es zeigte sich, dass man sich der Probleme im Gesundheitswesen durchaus bewusst ist, die
notwendigen Lösungen aber vielfach an der fehlenden Gesetzgebungskompetenz im Land
scheitern. So sei eine automatische Anerkennung österreichischer Studientitel oder die
Facharztausbildung nach österreichischem Modell nur mit Zustimmung Roms möglich.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde an der Bar der Schützenkompanie Schlanders, die
zusammen mit dem Südtiroler Schützenbund und dem Schützenbezirk Vinschgau den
Diskussionsabend organisiert hatte, noch lange und lebhaft weiterdiskutiert. Das Thema
Gesundheit scheint die Bevölkerung wirklich zu bewegen.

31.01.2020: Schicksal der Schotten als Warnung für Südtirol

BOZEN/EDINBURGH - Ab heute Mitternacht sind sie also draußen aus der EU. Nicht nur die
Engländer und die Waliser sondern auch die Nordiren und insbesondere die Schotten. Letztere
hatten sich 2014 in einer Abstimmung für den Verbleib bei Großbritannien entschieden. Viele aus
Angst, als unabhängiges Schottland aus der EU zu fliegen. Nun fliegen sie trotzdem aus der EU -
gerade wegen der Zugehörigkeit zu Großbritannien. Und die 62 Prozent der Schotten, die für den
Verbleib in der EU gestimmt haben schauen durch die Finger. Der Benjamin Franklin
zugeschriebene Ausspruch „Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.“, wurde für
die Schotten bittere Wirklichkeit.
In diesem Zusammenhang verweist der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes auf
die Parallelen in unseren Breitengraden. Südtirol hätte in Italien ungleich weniger Gewicht, wenn
es um zukunftsweisende Entscheidungen geht. Zwar stehen ein Austritt bzw. Ausschluss Italiens
aus der EU derzeit nicht zur Diskussion, wie schnell aber unvorhersehbare Ereignisse eintreten
können, haben die Vergangenheit und insbesondere das Schicksal Schottlands eindrucksvoll
bestätigt.
Während der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, am vergangenen Mittwoch im
Europaparlament in Brüssel dem Projekt EU ein schnelles Ende gewünscht hat, wünschen sich die
Südtiroler Schützen um Jürgen Wirth Anderlan als überzeugte Europäer, dass die EU aus den
Fehlern der Vergangenheit ihre Lehren zieht.
„Wir glauben nicht an die heilige Kuh der Technokraten in Brüssel, wo die EU-Tintenburgen die
Menschen mit Themen wie Pommes Frites-Verordnungen, Glühbirnenverordnung und
Gurkenkrümmung bevormunden. Und leider schaut die EU auch bei Demokratiebewegungen
weg. Was sich der spanische Staat in Katalonien leistet erinnert an die Türkei. Die EU wendet

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nicht die Gesetzgebung der Bürger an, sondern nur die Gesetzgebung der Nationalstaaten“, so
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.
„Mehr Regionalität und merklich weniger nationales Denken und Handeln kann dieses Projekt
retten und die Menschen von den Vorteilen einer großen Gemeinschaft überzeugen. Bleibt die EU
aber weiterhin lediglich ein urbürokratischer Zusammenschluss von Nationalstaaten, dann könnte
es auch für Südtirol irgendwann ein böses Erwachen geben“, so der Landeskommandant
abschließend.

23.02.2020: Andreas-Hofer-Landesfeier beim Sandwirt

ST. LEONHARD I. PASS. – Die große Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier fand heuer nicht wie
gewohnt in Meran, sondern beim Sandwirt, dem Geburtshaus von Andreas Hofer in St. Leonhard
in Passeier statt.
Rund 1.500 Schützen nahmen dazu im Dorfzentrum Aufstellung, wo die Landeskommandanten
Mjr. Jürgen Wirth Anderlan (Südtirol), Mjr. Fritz Tiefenthaler (Nord- und Osttirol) und Mjr. Enzo
Cestari (Welschtirol) die Front abschritten. Anschließend setzte sich der lange Schützenzug von
St. Leonhard Richtung Sandwirt in Bewegung.
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan konnte dabei den Landtagsvizepräsidenten Manfred
Vallazza, die Landtagsabgeordneten Myriam Atz Tammerle, Sven Knoll und Franz Locher sowie
die Bürgermeisterin von St. Martin Rosmarie Pamer, den Bürgermeister von St. Leonhard Dr.
Konrad Pfitscher, den Obmann des Südtiroler Bauernbundes Leo Tiefenthaler und den Obmann
des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang begrüßen.
Beim Wortgottesdienst ging Landeskurat Pater Christoph Waldner OT in seiner Predigt auf den
Faschingssonntag ein. Laut Waldner sei es wichtig „dass wir - wie Andreas Hofer - bereit sind mit
all unseren Schwächen und Fehlern, mit all dem, was uns menschlich macht, mit all dem was uns
unseren Vorbildern näher bringt und vielleicht auch, indem wir das Unmögliche versuchen.
Wichtig ist, dass wir - wie Andreas Hofer - als Christen und Tiroler leben, dass wir Christen und
Tiroler sind“.
Elmar Morandell, der Obmann der Transporteure im LVH, meinte in seinen Grußworten, dass
Andreas Hofer für ihn ein Vorbild sei. Hofer hatte Verantwortung übernommen und an vorderster
Front mitgekämpft. Aber auch Menschen wie Kaiser Franz Josef, Silvius Magnago, Eduard
Wallnöfer und Luis Durnwalder waren Menschen mit Verantwortung und Weitsicht. Sie hätten
maßgeblich zum Infrastrukturausbau - sei es Straße oder Schiene - beigetragen, welche uns in
Südtirol zu unserem Wohlstand verholfen habe.
Mjr. Fritz Tiefenthaler befasste sich in seiner Gedenkansprache mit seinen Zugang zur Person
Andreas Hofer. Sein Respekt für Hofer und sein Wirken sei allerdings gerade deshalb größer
geworden, weil er ihn als Menschen mit Stärken und Schwächen zu sehen gelernt habe. Am
Beispiel von John F. Kennedy forderte er die Anwesenden dazu auf, sich nicht zu fragen, was die
Europaregion Tirol für sie tun könne, sondern was sie für die Euregio tun können.
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan meinte abschließend „100 Jahre nach der Zerreißung
Tirols und 100 Jahre nach der unrechtmäßigen Annexion unserer Heimat, stehen wir heute hier,
am Geburtsort unseres Helden dem Hofer Ander und können voll Stolz sagen, die Mehrheit in
unserem Land spricht immer noch deutsch, wir pflegen unsere Tiroler Werte und tragen immer
noch die Charaktereigenschaften unserer Vorfahren in uns, die dieses Land zu etwas ganz
besonderem gemacht haben. All jenen Kräften Italiens, die in den letzten 100 Jahren versucht
haben unsere Heimat zu italianisieren, möchte ich sagen: Ihr habt es nicht geschafft, ihr habt
versagt und ihr werdet es auch nicht schaffen, da wir etwas haben, das in uns unauslöschlich
brennt, die Liebe zu unserer Heimat“.

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Wirth Anderlan bedankte sich bei der Ehrenformation des Schützenbataillons Passeier, welche
zwei exakte Ehrensalven abfeuerte, für die Organisation der Feier sowie bei der Musikkapelle und
dem Männerchor von St. Leonhard für die musikalische Mitgestaltung. Mit der
Kranzniederlegung und der Tiroler Landeshymne wurde die Gedenkfeier abgeschlossen.
Anschließend wurden im Festsaal des Museums Passeier Ehrungen an verdiente
Marketenderinnen und Schützen verliehen.
Geehrt wurden mit der
Verdienstmedaille in BRONZE:
Monika Grünbacher
Johann Walder
Hans Paul Leiter
Josef Raffeiner
Mario Smaniotto
Verdienstmedaille in SILBER:
Lorenz Mair
Adelbert Ratschiller
Adalbert Tschenett
Werner Oberhollenzer
Günther Mairhofer
Verdienstmedaille in GOLD:
Efrem Oberlechner
Heinrich Seyr
Elmar Thaler

27.02.2020: DNA - Die Wahrheit als Provokation

BOZEN - Nach Neumarkt und Meran wurden nun die Verhandlungen zum Widerspruchsverfahren
der ausgestellten Strafen, betreffend der landesweiten Aufkleber Aktion am 16. August 2019 des
Südtiroler Schützenbund, in Brixen fortgeführt. Insgesamt trudelten in den vergangenen
Monaten 22 Strafbescheide in der Bundeskanzlei des Südtiroler Schützenbundes ein. Die
Anschuldigung lautet, dass angeblich auf öffentlichen Straßen Verkehrszeichen und -
einrichtungen „versetzt, entfernt oder beschmutzt“ worden seien.
Bei dieser Aktion, bei der über 600 Ortstafeln die deutschen Namen mit „DNA seit 97J“ (Deutsch
nicht amtlich seit 97 Jahren) überklebt worden sind, wurde weder ein Straßenschild versetzt,
entfernt oder beschmutzt. Ganz im Gegenteil, die Aufkleber wurden von den „Übeltätern“
höchstpersönlich nach 12 Stunden wieder entfernt und unsere historisch gewachsenen
Ortsnamen erstrahlten im neuen Glanze. „Dass nebenbei kein einziger Täter ausgeforscht werden
konnte und als Beschuldigter der Südtiroler Schützenbund herhalten soll, der keine physischen
Personen als Mitglieder hat, sondern nur Kompanien, spricht Bände“, so Landeskommandant
Jürgen Wirth Anderlan.
Hier geht es nicht darum, ein Vergehen der Straßenverkehrsordnung zu ahnden, sondern hierbei
geht es einzig und allein darum, gegen die geniale Aktion der Schützen vorzugehen, die einigen
nicht passte. Selbst die Bozner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es an der Aktion rechtlich

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nichts auszusetzen gibt, da die italienische Ortsangabe als amtliche Bezeichnung weiterhin
sichtbar war und somit kein Strafbestand vorliegt.
„Wir haben nicht provoziert. Wir haben mit unserer Aktion niemanden beleidigt. Wir haben auf
knapp hundertjähriges Unrecht hingewiesen. Am 16. August 2019 stand nichts anderes auf den
Ortstafeln, als die Wahrheit“, so Wirth Anderlan. „Aber heute ist es leider so, dass sich diejenigen
rechtfertigen müssen die die historischen deutschen oder ladinischen Ortsnamen wieder amtlich
machen wollen. Eigentlich sollte es umgekehrt sein. Diejenigen sollten sich rechtfertigen müssen,
die die faschistischen Ortsnamen noch immer verteidigen!“ schließt der Landeskommandant.

16.03.2020: #zommholtn - Heiliger Josef bitt für dein Land Tirol!

TIROL - Der Südtiroler Schützenbund ruft die Bevölkerung dazu auf, am Josefitag ein Zeichen
des Zusammenhalts zu setzen und das Land mit Tiroler Fahnen zu beflaggen.
Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeit und des Handwerks, er wird seit Papst Pius IX. als
Patron der gesamten katholischen Kirche verehrt. Zudem wird er durch ein kaiserliches Dekret
Maria Theresias bereits seit 1772 als Landespatron Tirols bezeichnet.
In Italien ist der Josefi-Tag seit dem Jahr 1977 zwar kein nationaler Feiertag mehr, wir wollen
diesen großen Schutzpatron Tirols aber trotzdem ehren. Auch an Josefi werden in unserem Land
um 12:00 Uhr für 10 Minuten die Kirchenglocken läuten, um uns an diesen Feiertag zu erinnern.
In diesem Jahr können wir dies leider nicht mit gemeinsamen Feiern tun, jedoch können wir den
Hl. Josef besonders in dieser so schweren Zeit um seine Fürsprache für unser Land bitten und um
seinen Schutz.
Ein äußeres Zeichen dafür und für das Zusammenhalten in unserem Land kann es auch sein,
wenn wir die Landesfahnen hissen.
#zommholtn
Alle Landsleute werden aufgerufen, ein sichtbares Zeichen zu setzen, dass wir zu unserem
Landespatron stehen: am 19. März sind alle aufgerufen die Tiroler Fahne zu hissen und als
weiteres Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit mit Volk und Heimat in dieser
schwierigen Zeit werden wir unsere Landesfahne bis zum 5. April auch hängen lassen.
Fotos der Tiroler Fahnen mögen in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden!
Hashtags: #zommholtn #tirol #josefi
Heiliger Josef bitt für dein Land Tirol!

P. Christoph Waldner OT
Landeskurat

Mjr. Jürgen Wirth Anderlan


Landeskommandant

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22.03.2020: Vergelt‘s Gott Vaterland

TIROL - Am Montag, den 23. März 2020 wird die Ankunft von 130 Tonnen an Schutzausrüstung
aus China in Österreich erwartet. Bundeskanzler Sebastian Kurz versprach diese Schutzanzüge
und Masken größtenteils dem Bundesland Tirol und Südtirol zur Verfügung zu stellen. Kurz
wörtlich: „Es ist unser aller Interesse, dass wir die dringend benötigte Ausrüstung
schnellstmöglich für Tirol, als derzeit meist betroffenes Bundesland zur Verfügung haben. Und
wir lassen auch Südtirol bei dieser logistischen Herausforderung nicht im Stich“.
„Eine wahrlich große Geste unseres Vaterlands, dem wir zu unendlichem Dank verpflichtet sind.
Hoffen wir, dass diese Ausrüstung auch in Südtirol ankommt und nicht wieder LKW‘s gestohlen
werden oder von Rom gestoppt und konfisziert werden“, so Jürgen Wirth Anderlan,
Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes.

26.03.2020: Coronavirus: 26. Alpenregionstreffen verschoben

Neuer Termin für das größte Schützentreffen im Alpenraum: 22. bis 25. April 2021
Das 26. Alpenregionstreffen der Schützen wird auf das nächste Jahr verschoben. „Wir haben uns
die Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärt der Hauptmann der Schützenkompanie St. Martin
in Passeier Armin Oberprantacher, „trotz unseres anfänglichem Optimismus haben wir uns nun
aber nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden, den Schützenbünden der Alpenregion
und den unzähligen Mitorganisatoren dazu durchgerungen, das Fest rechtzeitig abzusagen und
einen neuen Termin für das nächste Jahr festzulegen.“
10.000 Trachtenträger aus Bayern, Tirol, Südtirol und Welschtirol hätten vom 21. bis 24. Mai im
Passeiertal das 26. Alpenregionstreffen der Schützen feiern sollen. Daraus wird nun nichts, das
große Fest wird auf nächstes Jahr verschoben. „Das Coronavirus lähmt derzeit das
gesellschaftliche und öffentliche Leben in Europa“, erklärt der Hauptmann der ausrichtenden
Schützenkompanie St. Martin in Passeier Armin Oberprantacher. „Wenn auch im besten Fall in
einigen Wochen das Schlimmste ausgestanden sein dürfte, so wird es doch noch einige Zeit
dauern, bis wir zur Normalität zurückkehren können“, so der Schützenhauptmann. Davon
abgesehen haben die Organisatoren das Alpenregionstreffen auf 10.000 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer aus dem gesamten Alpenraum ausgerichtet, „können aber die Schützen,
Jungschützen und Marketenderinnen aus Bayern und Tirol nicht kommen, weil dort das Virus
einige Wochen später als bei uns in Südtirol seinen Höhepunkt erreicht, dann wäre das nicht nur
schade, sondern würde auch einen nicht auszudenkenden Schaden für Veranstalter, Touristiker
und Wirtschaft vor Ort mit sich bringen“, gibt Oberprantacher zu bedenken. „Und nicht zuletzt:
Gesundheit geht einfach vor!“
In enger Rücksprache mit den zuständigen Behörden, den Schützenbünden der Alpenregion und
den vielen Mitorganisatoren hat das Team rund um OK-Chef Lukas Fahrner daher nun
beschlossen, das Fest rechtzeitig abzusagen und auf nächstes Jahr zu verschieben. „Ein
besonderer Dank gilt dabei dem juniorTeam St. Martin.Moos, das den traditionellen Cordial Cup
auf das Wochenende vom 27. und 28. März vorverlegt“, betont Lukas Fahrner. „In den nächsten
Wochen werden wir die Festorganisation einen Moment ruhen lassen und unsere Kräfte
sammeln“, so Fahrner zu den nächsten Schritten, „um dann erneut durchzustarten.“ Einen
Termin gibt es bereits: Das 26. Alpenregionstreffen mit Psairer Musikfestival wird vom 22. bis 25.
April 2021 stattfinden. Wer sein Ticket für die Konzerte bereits gekauft hat, kann diese einfach
gut aufbewahren: die Eintrittskarten sind auch für nächstes Jahr noch gültig.

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02.04.2020: Wir Schützen kämpfen bereits an der Front

BOZEN - In den vergangenen Tagen kam es zu einem politischen Schlagabtausch zwischen


Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem Wirtschaftssprecher des Team K Josef
Unterholzner. Letzterer kritisierte das Krisenmanagement von Arno Kompatscher.
Landeshauptmann Kompatscher ging anschließend, so zu lesen auf einem Online-Blog, zum
Gegenangriff über.
Dass der Landeshauptmann uns Schützen in diesem Zwist ins Spiel bringt, und uns dabei ins
Lächerliche ziehen möchte, hat uns überrascht. Kompatscher meinte wörtlich: „Wir müssten
nämlich ganz einfach zuerst selber ein Staat sein. Den entsprechenden Krieg zu führen (mit den
Schützen?) und ihn zu gewinnen, geht sich derzeit leider zeitlich nicht aus.“
Herr Kompatscher weiß genau, dass wir Schützen uns bereits auf dem Schlachtfeld befinden,
nicht gegen Italien, sondern gegen das Virus. Schützen und Marketenderinnen sind seit Tagen
ehrenamtlich im Einsatz und gehen dorthin, wo es am notwendigsten ist. Für uns ist das eine
Selbstverständlichkeit.
„Wir lassen uns vom Landeshauptmann sicher nicht instrumentalisieren. Wir nehmen seine
Aussagen aber zur Kenntnis und wissen nun zumindest, was er von uns hält“, stellt
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan in einer Aussendung fest.
„Die Frauen und Männer des Südtiroler Schützenbundes werden weiterhin an vorderster Front
mitkämpfen, zum Schutz einer Generation, der wir so vieles verdanken. Ganz egal, ob es ein
Landeshauptmann zu schätzen weiß oder nicht“, so Landeskommandant Wirth Anderlan
abschließend.

10.04.2020: Schützen beliefern Sozialeinrichtungen mit Desinfektionsmittel

BOZEN - Am Karfreitag, den 10. April 2020 haben 17 Schützen alle 78 Sozialeinrichtungen in
Südtirol mit Desinfektionsmittel und Biozid (Chlorwasser) beliefert, teilt der Südtiroler
Schützenbund in einer Aussendung mit.
Hergestellt wurde das Desinfektionsmittel von der Firma Roner aus Tramin. Insgesamt wurden
3.640 Liter Desinfektionsmittel und 1.160 Liter Biozid an alle Sozialeinrichtungen zugestellt. Bei
dieser Gelegenheit wurden auch die Ostergeschenke des Bischofs für die Alten- und
Seniorenheime mitgeliefert. Sammelstelle war das Zivilschutzzentrum in Bozen. Von dort aus
wurden alle Landesteile beliefert.
„Die Frauen und Männer des Südtiroler Schützenbundes werden weiterhin an vorderster Front
mithelfen, zum Schutz einer Generation, der wir so vieles verdanken“, so Landeskommandant
Jürgen Wirth Anderlan.

14.04.2020: Zugehörigkeit Südtirols zu Italien keine Option mehr

BOZEN - Ein marodes Gesundheitssystem und ein katastrophales Krisenmanagement mit Pleiten,
Pech und Pannen – so steht Südtirol trotz vermeintlich weltbester Autonomie am Beginn der 6.
Coronawoche da.

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„Unsere Politiker haben keine Gelegenheit ausgelassen, um sich in der Vorreiterrolle unseres
Landes zu sonnen, nun sind wir mit dem Rest Italiens in den Maßnahmen der Coronakrise
gefangen“, so Jürgen Wirth Anderlan, der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes.
Während in Österreich und Deutschland das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben später
heruntergefahren worden ist und nun wieder viel früher anläuft, verweist Landeshauptmann
Kompatscher immer noch auf die restriktiven Vorgaben Italiens, die über seinen Kompetenzen
stehen würden.
In der Coronakrise gibt es viele Opfer. Jene die seit bald sechs Wochen ihre Tätigkeit nicht mehr
ausführen dürfen, jene die vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen und jene, für die es in den
Altersheimen und Krankenhäusern keine Rettung mehr gab. Wer sich aber die Zahlen genauer
anschaut, wird merken, dass die Opfer in Österreich und Deutschland in allen Bereichen
bedeutend weniger waren. Offenbar war die Zugehörigkeit zu Italien in allen Bereichen fatal.
Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan hofft, dass unter den Verantwortungsträgern
angesichts der derzeitigen Umstände die Erkenntnis reift, dass die Zugehörigkeit Südtirols zu
Italien keine Option mehr ist.

14.04.2020: Osteraktion der Jungschützen

BOZEN - Dieses Jahr haben sich die Jungschützen im ganzen Land, aufgrund der derzeitigen
Situation, etwas Besonderes einfallen lassen. Für fleißige Helfer und Mitarbeiter verschiedener
sozialer Einrichtungen, wie Altenheime und Weißes Kreuz, wurden Osterkörbe zusammengestellt.
Daheim färbten die Jungschützen die schönsten Ostereier und auch so manch süße Leckerei, wie
Schokohasen und Osterzopf, wanderte ins Nest. Zwischen Karfreitag und Karsamstag wurden die
Körbe dann ausgeteilt, worüber sich die Beschenkten überaus freuten. Die Jungschützen setzten
damit ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die Arbeit, welche die fleißigen
Mitarbeiter tagtäglich in den verschiedensten sozialen Einrichtungen leisten. Trotz schwieriger
Umstände sind sie stets mit viel Einsatz bei der Sache.
In schwierigen Zeiten helfen und zusammenstehen, das haben sich die Jungschützen auf die
Fahne geschrieben und darauf kann jeder einzelne stolz sein.

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Mitgliederstatistik des SSB 2020 

Der Südtiroler Schützenbund zählt 141 Mitgliedskompanien sowie 3 Schützenkapellen (Kapelle


„Freiherr von Cazan“, Meransen und Pichl) mit insgesamt 4.967 (-40) aktiven Mitgliedern.
Von den 4.967 aktiven Mitgliedern sind:
 514 (+2) Jungschützen und Jungmarketenderinnen (10 %)
 688 (-1) Marketenderinnen (14 %)
 3.765 (-41) Schützen und Offiziere (76 %)

Zu den aktiven Mitgliedern kommen 188 Ehrenmitglieder, 1.009 unterstützende Mitglieder und
44 SSB-Förderer hinzu. Insgesamt ergibt das 6.208 (+7) Mitglieder. Seit Anfang des letzten
Jahres sind insgesamt 362 Männer und Frauen in Südtirol einer Schützenkompanie beigetreten.

Bei den Bezirken steht das Pustertal (34 Kompanien und 1 Kapelle) mit 1.246 (-6) aktiven
Mitgliedern nach wie vor an erster Stelle, gefolgt vom Bezirk Burggrafenamt/Passeier mit 1.060
(+8) Aktiven. An dritter Stelle reiht sich der Bezirk Bozen mit 780 (-26) Aktiven ein, gefolgt vom
Bezirk Brixen mit 775 (-14) Mitgliedern. Der Bezirk Vinschgau hat 597 (-4) Mitglieder, der Bezirk
Süd-Tiroler Unterland 397 (+6) und der Bezirk Südliches Wipptal 112 (-4).

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Am meisten aktive Mitglieder haben die Kompanie Meransen (78), die Kompanie „Andreas Hofer“
St. Leonhard (70), die Kompanie „Franz Höfler“ Lana (68), die Kompanie Schenna (67) und die
Kompanie Partschins (66). Am wenigsten aktive Mitglieder haben die Kapelle Freiherr von Cazan
(9), die Kompanie Tiers (12), die Kompanie Welschnofen (13), die Kompanie Altrei (14) und die
Kompanie Wangen (15). Im Schnitt besteht eine Kompanie aus 34 aktiven Mitgliedern.
Am meisten Mitglieder dazugewonnen haben die Kompanien Morter (+12), Montan (+6) und St.
Nikolaus i. Ulten (+5). Den größten Mitgliederschwund hatten die Kompanien Göflan (-6), Meran
(-6) und Terenten (-6) zu verzeichnen.

Das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder im Südtiroler Schützenbund ist mit 40,98 (+0,22)
Jahren leicht angestiegen. Bedenkt man, dass in den Schützenkompanien Mitglieder − anders als
etwa bei der Feuerwehr − nicht altersbedingt ausscheiden und im Schnitt alle um ein Jahr älter
geworden sind, ist diese Statistik nach wie vor beachtenswert. Die ältesten aktiven Mitglieder sind
Matthias Plangger (98) aus Natz, Anton Gamper (96) aus Vahrn, Peter Pernthaler (96) aus Villnöss
und Josef Egger (96) aus St. Nikolaus in Ulten. Den stärksten Jahrgang stellen die 1990-
Geborenen (119), gefolgt von den 1988ern (115) und den 2002ern (108).

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Das Durchschnittsalter der Kompanien reicht von den 26,68 Jahren der Kompanie Pfunders
(Graun 28,26 und Platt i. Passeier 28,62) bis zu den 60,73 Jahren der Kompanie Wangen
(Gargazon 58,67 und Kastelruth 57,29). Der jüngste Bezirk in Bezug auf seine Mitglieder ist der
Bezirk Vinschgau mit durchschnittlichen 38,42 Jahren, der Bezirk Brixen ist mit 41,72 Jahren
nunmehr der älteste.

Die Mitgliederzahl bei den Jungschützen und Jungmarketenderinnen hat mit 514 den absoluten
Höchststand erreicht, was auf eine aktive Jugendarbeit schließen lässt. Hierbei muss auch
erwähnt werden, dass der gesamte Jahrgang der 2003-Geborenen zu den aktiven Schützen und
Marketenderinnen übergetreten ist, dies sind immerhin 98 (!) Mitglieder.

Stand: 3. April 2020

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Herz‐Jesu‐Notfonds ‐ Förderbeiträge der Kompanien 
Kompanie Betrag Kompanie Betrag
Villnöss 500,00 € Afing 135,00 €
Taufers i. Pustertal 500,00 € Urtijëi/St. Ulrich - Gröden 135,00 €
P.Leitgeb - Rasen/Antholz 500,00 € Waidbruck-Unterlayen-Ried 135,00 €
Meransen 400,00 € Mühlwald 135,00 €
Eppan 400,00 € P. Fructuos Padöller - Graun 135,00 €
Algund 320,00 € Peter Mayr - Brixen 125,00 €
Obermais 300,00 € Andrian 125,00 €
Alte Pfarre - Natz 295,00 € St. Georgen 125,00 €
Villanders 295,00 € Pater Haspinger - Klausen 120,00 €
Mjr. J. v. Morandell - Kaltern 275,00 € Buchenstein 120,00 €
Franz Höfler - Lana 275,00 € Laag 120,00 €
Tramin 265,00 € Völser Aicha 115,00 €
Ehrenburg 254,00 € Glurns 115,00 €
Goldrain 250,00 € St. Andrä 105,00 €
Mjr. Franz Muther - Laas 235,00 € Steinhaus 105,00 €
Neustift 232,00 € Aldein 105,00 €
Hptm. Schweiggl - Kurtatsch 230,00 € Latzfons 100,00 €
Meran 220,00 € Steinegg 100,00 €
Katharina Lanz - Spinges 215,00 € Toblach 100,00 €
Rein 215,00 € Franz Frischmann - Kortsch 100,00 €
Gummer 210,22 € Latsch 100,00 €
Burgstall 210,00 € St. Gertraud i. Ulten 90,00 €
Mölten 205,00 € Gossensass 90,00 €
Rosenthal - Lüsen 200,00 € Mareo/Enneberg 85,00 €
Lajen 195,00 € Franz v. Fenner - Margreid 85,00 €
Vahrn 195,00 € Mareit 85,00 €
Riffian 195,00 € Mauls 85,00 €
Göflan 195,00 € Anpezo Hayden 81,00 €
Bozen 190,00 € Wangen 75,00 €
Montan 190,00 € Georg Leimegger - Onach 75,00 €
Prettau 180,00 € Hofmark - Innichen 75,00 €
P. Josef Daney - Schlanders 175,00 € Kan. M. Gamper - Proveis 70,00 €
St. Pankraz 170,00 € Radein - Kaltenbrunn 70,00 €
Unteres Ahrntal 170,00 € Tiers 65,00 €
B. Trogmann - Untermais 165,00 € Auer 60,00 €
Sepp Innerkofler - Sexten 165,00 € Truden 60,00 €
Terenten 165,00 € Pichl 55,00 €
Dorf Tirol 155,00 € Dr. Josef Noldin - Salurn 55,00 €
Schenna 155,00 € Rodeneck 50,00 €
Neumarkt 155,00 € Deutschnofen 50,00 €
Peter Kemenater - Schabs 150,00 € Marling 50,00 €
Schalders 150,00 € Eyrs 50,00 €
Leifers 150,00 € Markt Mühlbach 30,00 €
Mjr. J. Eisenstecken - Gries 150,00 € Seis 30,00 €
Sëlva/Wolkenstein 150,00 € Simon Rieder - Feldthurns 25,00 €
Ahornach 150,00 € Michelsburg - St. Lorenzen 25,00 €
Peter Siegmayr - Olang 150,00 € Tschengls 25,00 €
Prad 150,00 € Tschars 22,00 €
Afers 150,00 € St. Johann in Ahrn 15,00 €
Sichelburg - Pfalzen 145,00 € Schluderns 15,00 €
Karneid 140,00 € Burgeis 10,00 €
Maria Trens 140,00 € Pfunders 8,00 €

51
 
Anzahl und Durchschnittsalter der Kompanien in Südtirol 2020 
Kompanie Anzahl Alter
Meransen 78 44,64
Andreas Hofer - St. Leonhard 70 34,03
Franz Höfler - Lana 68 40,84
Schenna 67 44,51
Partschins 66 32,67
Kapelle Pichl 66 36,23
Algund 64 46,06
Villanders 59 35,75
Sarntal 59 39,32
Alte Pfarre - Natz 59 41,83
Peter Kemenater - Schabs 57 42,46
Tramin 56 36,79
St. Martin i. Passeier 56 38,46
Mjr. J. v. Morandell - Kaltern 55 37,16
Obermais 54 49,46
Sichelburg - Pfalzen 53 36,25
Unteres Ahrntal 53 54,51
Eppan 52 39,73
Taufers i. Pustertal 52 44,65
Montan 50 37,20
Meran 50 44,00
Hptm. Schweiggl - Kurtatsch 47 36,26
Mjr. Franz Muther - Laas 47 37,40
Terlan 46 37,00
St. Pankraz 46 37,22
Prettau 46 39,85
Johann Jaeger - Niederdorf 46 40,83
Marling 45 38,13
Riffian 45 41,11
Anpezo Hayden 45 49,53
Pfunders 44 26,68
Gais 44 45,84
Latzfons 43 35,70
Truden 43 36,05
Nals 43 38,56
Rein 43 46,74
Peter Mayr - Brixen 43 47,51
St. Johann in Ahrn 42 42,79
Kastelbell 42 44,36
Mölten 41 33,00
Ehrenburg 41 33,27
Rosenthal - Lüsen 41 35,71
Burgstall 41 39,12
Sëlva/Wolkenstein 41 49,12
St. Andrä 40 39,15
Mühlwald 40 46,58
Rodeneck 39 35,90
Lajen 39 36,64
Göflan 39 37,41
Uttenheim 38 37,79
Kapelle Meransen 38 39,37

52
 
Mals 38 40,66
Vahrn 38 43,87
Bozen 38 53,39
Völser Aicha 37 32,46
Michelsburg - St. Lorenzen 37 42,46
Dorf Tirol 37 54,41
Taisten 36 42,42
Peter Mayr - Ritten 35 34,03
Schluderns 35 36,37
Naturns 35 43,66
Goldrain 35 44,74
Burgeis 34 31,71
Taufers i. Münstertal 34 37,56
Vöran 34 38,47
P. Josef Daney - Schlanders 34 40,53
B. Trogmann - Untermais 34 56,38
Tartsch 33 32,94
Terenten 33 36,91
Moos i. Passeier 33 38,03
Prad 33 40,58
Sepp Innerkofler - Sexten 33 47,82
Steinhaus 32 34,63
Georg Leimegger - Onach 32 36,06
Villnöss 32 43,31
Simon Rieder - Feldthurns 32 50,84
Auer 31 34,26
Neumarkt 31 39,13
Leifers 30 32,67
Ahornach 30 37,17
Franz Frischmann - Kortsch 30 37,43
Oberwielenbach 30 47,27
Anton Steger - Bruneck 30 51,10
Eggen 29 32,59
St. Nikolaus i. Ulten 29 35,69
G. Lantschner - Weitental 29 38,03
Mjr. J. Eisenstecken - Gries 29 48,59
Neustift 29 53,10
Pflersch 28 34,82
Dr. Josef Noldin - Salurn 28 40,32
Karneid 28 41,82
Mareo/Enneberg 28 42,96
Hofmark - Innichen 28 43,93
Maria Trens 28 44,57
P. Fructuos Padöller - Graun 27 28,26
Afing 27 33,00
B. von Guggenberg - Vintl 27 34,59
Eyrs 27 43,93
Urtijëi/St. Ulrich - Gröden 27 48,70
Katharina Lanz - Spinges 26 42,23
Toblach 26 42,35
Aldein 26 43,54
St. Georgen 25 35,16
P.Leitgeb - Rasen/Antholz 25 39,36
Andrian 25 46,24
Jenesien 24 38,04

53
 
Latsch 24 38,46
Peter Sigmayr - Olang 24 38,96
Markt Mühlbach 24 45,92
Buchenstein 24 50,58
Laag 24 51,79
Kastelruth 24 57,29
Gargazon 24 58,67
Glurns 23 35,09
Afers 23 38,70
Steinegg 23 42,39
Oberes Ahrntal 23 53,26
Tschengls 22 41,86
Gossensass 22 51,82
Platt i. Passeier 21 28,62
Luis Egger - St. Walburg 21 32,05
Pichl - Gsies 21 36,71
Morter 21 38,67
Radein - Kaltenbrunn 21 40,24
Kan. M. Gamper - Proveis 21 41,19
Tscherms 20 37,95
Katharina Lanz - St. Vigil 20 38,20
Schalders 20 44,35
Deutschnofen 20 47,55
Tschars 19 41,05
St. Gertraud i. Ulten 18 42,50
Mjr. Georg Klotz - Walten 18 46,56
Gummer 18 47,33
Mareit 17 35,12
Mauls 17 46,71
Seis 17 50,18
Franz v. Fenner - Margreid 17 52,59
Waidbruck-Unterlayen-Ried 15 39,60
Pater Haspinger - Klausen 15 48,40
Wangen 15 60,73
Altrei 14 44,07
Welschnofen 13 43,69
Tiers 12 44,92
Kapelle Freiherr von Cazan 9 49,89

Gesamtergebnis 4967 40,98

54