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HandlingProfi Inh. Clemens Mildner e.K.

Industriestr.2b, 02692 Obergurig


www.HandlingProfi.de / Tel.: 03591 5709351

Betriebs- und Instandhaltungsanleitung

Bezeichnung: Knickarm-Manipulator

Seriennummer: P17 11 81

Baujahr: 05.2018

Tragfähigkeit: max. 250 kg

Druckluftanschluss: min. 6 bar, Stecker NW 7,2, trocken


1.000 l/min 1

Einsatztemperatur: 0° bis +50°C

Empfohlene Anschlussleitung4: 12x8 aus PU


mit Knickschutz-Spirale und
drehbarer selbstabsperrender
Kupplungsdose NW 7,2

Farbgebung: RAL 1007 Narzissengelb

Betreiber: Porex Technologies GmbH


Industriestr. 1
02692 Obergurig OT Singwitz

Ansprechpartner: Uwe Hölzel

Einsatzort / Station Werkzeugbau

BM-Nr. (falls zutreffend): ________________________

Es gilt außerdem die JDN Betriebs- und Montageanleitung Hebezeug mini 250 Seriennr. M210822 (s. Anhang).

Stand 16.05.2018

Die Betriebs- und Instandhaltungsanleitung ist unbedingt zu lesen und strikt zu befolgen! Es geht um Ihre Gesundheit!
Bei Nichtbeachtung der vorliegenden Anleitung können Ansprüche im Rahmen der Produkthaftung oder Gewährleistung verloren gehen.
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Inhaltsverzeichnis

1 Beschreibung ........................................................................................................................................ 3
2 Bestimmungsgemäße Verwendung ..................................................................................................... 4
3 Sachwidrige / Missbräuchliche Verwendung ....................................................................................... 5
4 Inbetriebnahme / Zusammenbau ........................................................................................................ 6
5 Betriebsunterbrechung ........................................................................................................................ 6
6 Außerbetriebnahme / Entsorgung ....................................................................................................... 6
7 Handhabung und Lagerung des Manipulators ..................................................................................... 6
8 Bedienung............................................................................................................................................. 7
9 Sicherheitshinweise .............................................................................................................................. 8
10 Prüfungen ......................................................................................................................................... 9
11 Instandhaltung ............................................................................................................................... 10
12 Fehlerbehebung ............................................................................................................................. 13
13 Ersatz- und Verschleißteile ............................................................................................................. 14

Anhang:
Prüfbuch
EG-Konformitätserklärung
JDN Betriebs- und Montageanleitung Hebezeug mini 250 Seriennr. M210822
(Dok.-Nr.: VA044993-10-OM-DE-0318-64-1)

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 2 von 18

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1 Beschreibung

Der Knickarm-Manipulator (im Folgenden auch Manipulator genannt) ist ein pneumatischer Manipulator
zum Handling von Lasten. Der Manipulator ist auf einem geeigneten Bodenfundament befestigt. An der
Säule ist die Wartungseinheit mit Druckluftanschluss befestigt. An der Säule ist ein Lastarm schwenkbar
gelagert, an dessen anderem Ende ein Knickarm schwenkbar gelagert ist. Am anderen Ende des
Knickarmes ist ein Kettenzug in Manipulatorausführung aufgehängt. Die Schwenkbarkeit der Arme
erlaubt es den Kettenzug innerhalb des Arbeitsbereiches frei zu verschieben. Durch den Hub des
Kettezuges ergibt sich somit für den Kranhaken ein zylindrischer Arbeitsraum um die Säule. Die
Schwenklager verfügen über einstellbare Driftbremsen, welche ein ungewolltes Bewegen der Arme
verhindern. Die Bedienung des Kettenzuges ist mit dem Kranhaken verbunden, h.ieraus ergibt sich der
Unterschied des Manipulators zu übrigen Kranen. Der allgemeine Aufbau des Manipulators ist der
folgenden Abbildungen zu entnehmen.

Lastarm Schwenklager Knickarm Kettenzug


mit Driftbremse
Schwenklager

Driftbremse

Wartungseinheit
mit Druckluftanschluss

Säule

eingegossener Bedienung
Kompaktanker

Fundament

Abbildung 1: Übersicht Manipulator

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 3 von 18

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2 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Manipulator darf nur verwendet werden:

 für eine Last mit einem Gewicht von maximal 250 kg.
 in geschlossenen Gebäuden, nicht im Freien.
 bei guter Beleuchtung.
 gemäß der zum Zeitpunkt des Einsatzes gültigen rechtlichen Bestimmungen: nationalen
Richtlinien, Gesetzten und Vorschriften zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie
Vorschriften und Regeln der Berufsgenossenschaften, insbesondere der BGR 500: Betreiben von
Arbeitsmitteln Kapitel 2.8 : Betreiben von Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb.
 wenn er sich in technisch einwandfreiem Zustand befindet.
 wenn er sachgerecht gemäß der vorliegenden Anleitung gewartet wurde.
 wenn der Bediener zuvor von einer Person eingewiesen wurde, welche im Umgang mit dem
Manipulator sicher ist.
 von Bedienern, welche das 18. Lebensjahr vollendet haben.
 von Bedienern, welche mit der vorliegenden Anleitung vertraut sind, diese verstanden haben
und körperlich und geistig befähigt sind diese zu befolgen.
 von Bedienern, welche in der Anwendung der einschlägigen berufsgenossenschaftlichen
Vorschriften (z.B. BGR 500 Kapitel 2.8) geschult sind und diese befolgen.
 in Umgebungen ohne außergewöhnliche Schmutzbelastungen / Stäube (Beanspruchung der
Dichtungen).
 bei einem Versorgungsdruck von 6 bis 8 bar. Ein zu geringer Druck kann zu
Funktionseinschränkungen des Kettenzuges führen.
 bei einer Einstellung des Betriebsdruckes an der Wartungseinheit von 6 bar. Ein zu hoch
eingestellter Druck kann zu Überlastungen der Bauteile und somit zu Schäden und
Gefährdungen führen.
 wenn sich im Schwenkbereich der Arme keine Kollisionskanten befinden. Hindernisse sind ggf.
so abzupolstern, dass ein Zusammenstoß zu keinen Schäden oder Gefahren führen kann.

Der Bediener muss am Manipulator auftretende Mängel unverzüglich dem Betreiber melden!

Die Wartung und Instandhaltung muss durch sachkundiges Personal unter Beachtung der vorliegenden
Anleitung erfolgen! Als Ersatzteile dürfen nur die vom Hersteller freigegebenen in dieser Anleitung
aufgeführten Original-Teile verwendet werden.

Der Manipulator ist bei entsprechender Nutzung und Pflege ein langlebiges und robustes Gerät.
Trotzdem kann von ihm keine 100%ige Verfügbarkeit erwartet werden. Damit ein Ausfall keinen
Schaden verursacht, muss ggf. eine geeignete Ersatzlösung bereitgehalten werden.

Der Manipulator ist so aufzustellen, dass er im Betrieb nicht mit der Umgebung kollidiert. Dies könnte zu
Schäden und zu Gefahren für den Bediener führen.

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 4 von 18

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3 Sachwidrige / Missbräuchliche Verwendung


Der Manipulator darf nicht verwendet werden:
 für Lasten mit einem Gewicht von mehr als 250kg.
 zum Losreißen von Lasten.
 zum Auffangen von fallenden Lasten.
 zum Schrägziehen von Lasten.
 zum horizontalen Ziehen von Lasten.
 zum Schleppen von Lasten.
 zum Losreißen/Anheben festsitzender Lasten.
 für den Transport von Menschen oder Tieren.
 für den Transport über Menschen oder Tiere hinweg.
 von Personen die unter dem Einfluss von Rauschmitteln stehen, z.B. Alkohol, Drogen oder
Medikamente, welche sich auf die Reaktionsfähigkeit auswirken können.
 von Personen mit loser Kleidung, offenen langen Haaren oder Schmuck, da es sonst zu
Verletzungen durch Hängenbleiben kommen kann.
 wenn Mängel an ihm auftreten, insbesondere Risse, plastische Verformungen, lockere
Schrauben oder andere Teile, fehlende Teile, Kerben an tragenden Teilen, scharfe Kanten oder
Grate.
 in Umgebungen mit besonderer Atmosphäre (hohe Feuchtigkeit, Explosionsgefahr, salzig,
ätzend, basisch,…).
 zur Handhabung gefährlicher Güter (feuerflüssige Massen, radioaktive Materialien,…).
 auf Baustellen.
 an einer Druckluftquelle mit einem Druck von mehr als 6bar.

Es ist verboten:

 den Kranhaken auf der Spitze zu belasten.


 bei laufender Hubbewegung in die Gegenrichtung umzuschalten.
 Der Aufenthalt von Personen unter schwebenden Lasten.
 schwebende Lasten unbeaufsichtigt zu gelassen werden.
 ein betriebsmäßiges Anfahren der Hub-Endlagen. Die Hub-Endlagen dürfen nicht mit hoher
Geschwindigkeit angefahren werden.
 Veränderungen am Manipulator ohne ausdrückliche Zustimmung des Herstellers.
 sich verändernde Massen zu transportieren.

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 5 von 18

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4 Inbetriebnahme / Zusammenbau

Vor Auslieferung wurde der Manipulator den erforderlichen Prüfungen durch den Hersteller unterzogen.
Im Auslieferungszustand ist das Gerät drucklos.

Im Anlieferungszustand ist der Manipulator teilweise zerlegt.

Der Zusammenbau erfolgt gemäß der Zusammenbauzeichnung und den Hinweisen der vorliegenden
Anleitung und ist von Arbeitskräften vorzunehmen, welche über ausreichende Kenntnisse bzgl. der
Montage mechanischer Baugruppen und pneumatischer Anlagen verfügen.

5 Betriebsunterbrechung
Im Falle einer Betriebsunterbrechung ist der Manipulator ohne Last abzustellen. Es ist dafür zu sorgen,
dass der Manipulator während einer Betriebsunterbrechung keine Stoßgefahr hervorruft oder zum
Hindernis wird. Um einen unnötigen Druckluftverbrauch während längerer Betriebsunterbrechungen zu
vermeiden, sollte das Gerät vom Druckluftnetz getrennt werden.

6 Außerbetriebnahme / Entsorgung
Die Demontage / Zerlegung ist von Arbeitskräften vorzunehmen, welche über ausreichende Kenntnisse
im Umgang mit mechanischen Baugruppen und pneumatischer Anlagen verfügen. Bei Hebevorgängen
sind die einschlägigen berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (z.B. BGR 500 Kapitel 2.8) zu befolgen.

Die Werkstoffe sind einer fachgerechten Verwertung zuzuführen. Es wurden folgende Werkstoffe
verwendet: Eisenwerkstoffe (Stahl, Sphäroguss), Nichteisenmetalle (Bronze, Aluminium, Messing) und
Kunststoffe (Polyacetal, Polyurethan, Polyamid, Phenolharz, Epoxidharz, Duroplast, Gummi) teils
faserverstärkt.

7 Handhabung und Lagerung des Manipulators


Der Manipulator ist liegend in geschlossenen Räumen bei einer Temperatur von 0° bis +50°C zu lagern.
Eine Lagerung in Umgebungen mit besonderer Atmosphäre (hohe Feuchtigkeit, Explosionsgefahr, salzig,
ätzend, basisch,…) ist nicht zulässig.

Beim Transport des Manipulators und seiner Einzelteile sind sie entsprechend als Ladung zu sichern.

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 6 von 18

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8 Bedienung
Vor Beginn der Arbeit ist zu prüfen:

 ob die persönliche Schutzausrüstung angelegt ist: Sicherheitsschuhe mit Schutzkappen.


 ob Schäden am Manipulator erkennbar sind und der Kettenzug einwandfrei funktioniert (keine
unnormalen Geräusche, gleichmäßige ruckelfreie Bewegung).
 ob der Gefahrenbereich einsehbar ist und ob sich Personen im Gefahrenbereich befinden. Der
Bediener muss während der Handhabung den Gefahrenbereich ständig im Auge haben, um
notfalls die Arbeit sofort unterbrechen zu können.

Führen des Manipulators:

Zum Führen des Manipulators wird die Steuerung des Kettenzuges mit erfasst. Dadurch hat der
Bediener die bestmögliche Gewalt über die Bewegungen. Es ist darauf zu achten, dass es zu keinen
Kollisionen des Manipulators, der Last oder des Greifers mit Personen, anderen Gegenständen oder
Gebäudeteilen kommt! Andernfalls kann es zu mechanischen Gefährdungen und Schäden kommen. Es
ist besonders darauf zu achten, dass sich die Hände des Bedieners nicht zwischen der Last und anderen
Gegenständen (Maschinentisch,…) befinden. Andernfalls kann es zur Gefahr des Quetschend kommen.

Heben / Senken

Die Funktion „ Heben“, „Senken“, werden mit Hilfe der Tasten des Kettenzuges bedient.

Aufnehmen einer Last:

Der Bediener muss sich vergewissern, dass die aufzunehmende Last frei steht und nicht festsitzt oder
von anderen Gegenständen an der Hubbewegung gehindert wird. Andernfalls kann es zu Überlastungen
oder zu unerwarteten Bewegungen und somit zu mechanischen Gefährdungen kommen. Die Last wird
gemäß den einschlägigen berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (z.B. BGR 500 Kapitel 2.8)
angeschlagen.

Absetzen einer Last:

Die Last wird über die Absetzposition geführt und sorgsam über ihr abgesenkt. Achtung, beim Absetzen
der Last kann es zu unvorhergesehenen Bewegungen oder zum Umkippen der Last oder benachbarter
Teile kommen, sobald sich die Last auf der Unterlage abstützt. Vor damit verbunden mechanischen
Gefahren wird gewarnt.

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 7 von 18

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9 Sicherheitshinweise

Bei der Arbeit sind grundsätzlich die einschlägigen berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (z.B. BGR
500 Kapitel 2.8) einzuhalten. Der Bediener muss in deren Anwendung geschult sein und diese befolgen.

Schalldruckpegel

Entsprechende Hinweise entnehmen Sie bitte der JDN Betriebs- und Montageanleitung Hebezeug mini
250. Übertragungen auf die Umgebungskonstruktion, Reflexionen an der Umgebung oder ähnliches sind
dabei nicht berücksichtigt und können zu höheren Schalldruckpegeln führen.

Mechanische Gefahren:

Beim Führen und beim Auf-Ab-Bewegen des Gerätes kann es zu Gefahren durch Stoßen kommen,
insbesondere des Kopfes. Der Bediener muss darauf achten, dass sich sein Körper immer ausreichend
weit weg von entsprechenden Gefahrenstellen befindet.

Achtung! Am Manipulator gibt es bewegliche Teile, welche Gefahren des Quetschens, Scherens und
Stoßens hervorrufen können. Deshalb ist ein besonders umsichtiges Arbeiten nötig. Die Hände sollten
bei allen möglichst weit entfernt von entsprechenden Gefahrstellen sein.

Außerdem ist die Gefahr Quetschens, Scherens und Stoßens durch die Bewegung der Last vorhanden.
Deshalb ist ein aufmerksamer Umgang bei der Bedienung erforderlich. Das Hineingreifen in den Raum
zwischen bewegliche Teile ist verboten! Beim Umgang mit dem Manipulator ist grundsätzlich der Griff
der Steuerung des Kettenzuges zu nutzen. So vermeiden Sie unnötige mechanische Gefahren.

Besonders bei vernachlässigter Wartung, kann es zum Ausfall von Schläuchen, Verschraubungen oder
Ventilen kommen.

Bedienungs- und Instandhaltungsanleitung

Die Bedienungs- und Instandhaltungsanleitung ist unbedingt zu lesen und strikt zu befolgen! Es geht um
Ihre Gesundheit! Sie ist jeder Zeit leicht erreichbar am Einsatzort des Manipulators aufzubewahren!

Sicherheitsschuhe:

Bei der Benutzung kann es zum Herabfallen von Lasten oder anderen Gegenständen kommen. Um die
Gefahr für den Bediener zu vermindern, sind zwingend Sicherheitsschuhe mit Schutzkappen zu tragen!

Personen im Gefahrenbereich:

Beim Transport von Lasten mittels, kann es zu unvorhergesehenen Bewegungen der Last, des
Manipulators und des Kranhakens und somit zu Zusammenstößen oder zum Herabfallen von Lasten
oder anderen Gegenständen kommen. Das kann zu mechanischen Gefahren durch Stoßen, Quetschen,
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Scheren usw. führen. Deshalb handelt es sich bei der Umgebung der Last um einen Gefahrenbereich.
Dieser darf nur vom Bediener und nur soweit nötig betreten werden. Der Bediener muss während seiner
Tätigkeit darauf achten, dass sich keine weiteren Personen im Gefahrenbereich aufhalten! Insbesondere
ist darauf zu achten, dass sich niemals Personen unter Lasten befinden dürfen!

Piktogramme: Am Gerät können Piktogramme angebracht sein, die strikt zu befolgen sind. Sie haben
folgende Bedeutung:

Vor der Benutzung muss die Bedienungsanleitung gelesen werden!


Sie ist am Einsatzort gut zugänglich aufzubewahren und während der
Benutzung strikt zu befolgen!
weiß auf blauem Grund

Achtung! Hineinfassen verboten!

rot umrandet

Vorsicht! Quetschgefahr!

schwarz auf gelbem Grund

10 Prüfungen
Die Wartung und Instandhaltung muss durch sachkundiges Personal erfolgen.

Der Manipulator ist gemäß BGR 500 zu prüfen! Dabei sind alle beweglichen Teile (Haken, Bolzen,
Splinte, Federn, Achsen, Rollen, Umlenkrollen, Dämpfer usw.) und die Sicherungseinrichtungen auf
Vollständigkeit und Funktion zu prüfen. Außerdem ist die äußere Beschaffenheit auf Risse,
Verformungen, starke Korrosion und sonstigen Verschleiß und die Kennzeichnung (Typenschild,

BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 9 von 18

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Piktogramm „Betriebsanleitung beachten“, ggf. weitere Piktogramme oder Farbmarkierungen) zu


kontrollieren.

Es ist bei hergestelltem Druckluftanschluss und unter maximaler Last zu prüfen, ob der Greifer driftfrei
in jeder Stellung in Ruhe verharrt. Der Manipulator muss die Last mindestens 2 Minuten lang halten.
Kommt es dabei zu einer sichtbaren Bewegung, deutet dies auf eine Störung einer Bremse oder in der
pneumatischen Steuerung hin. Diese Prüfung ist für die typischen Positionen im Arbeitsbereich zu
prüfen.

Vor der ersten Inbetriebnahme:

…ist der Manipulator von einem Sachkundigen zu prüfen und etwaige Mängel zu beseitigen. Diese
Prüfung ist im Zuge der Montage erfolgt.

Regelmäßige Prüfungen:

…sind jährlich von einem Sachkundigen durchzuführen. Bei besonderen Einsatzbedingungen, die einen
höheren Verschleiß bewirken können, können verkürzte Prüfzyklen erforderlich werden. Beschädigte
oder verschlissene Teile sind zu ersetzen. Die Prüfung ist mindestens durch eine Plakette am
Lastaufnahmemittel zu dokumentieren, welche den durchführenden Betrieb der letzten Prüfung und
das späteste Datum der nächsten Prüfung angibt. Die Prüfung ist im Prüfbuch für den Manipulator und
im Prüfbuch des Kettenzuges zu dokumentieren.

Außerordentliche Prüfungen:

…sind nach Schadensfällen oder besonderen Vorkommnissen und nach durchgeführten


Instandsetzungsarbeiten durchzuführen.

11 Instandhaltung

Allgemeine Hinweise:

 Beim Schließen der Verkleidungen / Abdeckungen ist darauf zu achten, dass keine Leitungen
eingeklemmt werden. Andernfalls kann es zu Beschädigungen oder Fehlfunktionen kommen.

Kondensatablass:

Bitte sorgen Sie von Zeit zu Zeit dafür, dass das sich in der Wartungseinheit sammelnde Kondenswasser
abgelassen wird. In der Stellung AUTO geschieht dies bei Absenken des Druckes unter 0,2 bar selbsttätig.

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Abbildung 3: Kondensatablass

Folgende Tätigkeiten sind regelmäßig durchzuführen:

Tätigkeit Zyklus / Zuständigkeit


Zeitpunkt
Kontrolle auf augenfällige Mängel Arbeitsbeginn Bediener
Kontrolle auf augenfällige Mängel an der Kette monatlich Facharbeiter
Metallberuf
Kontrolle auf Festsitz aller Schraubverbindungen monatlich Facharbeiter
Metallberuf
Kontrolle auf Verformung durch Inaugenscheinnahme jährlich Sachkundiger
Kontrolle auf Abnutzung, Beschädigung und Verschleißkerben jährlich Sachkundiger
durch Inaugenscheinnahme
Kontrolle auf Korrosionskerben jährlich Sachkundiger
Kontrolle aller beweglichen Teile (Haken, Bolzen, Splinte, Federn, jährlich Sachkundiger
Achsen, Rollen, Umlenkrollen, Dämpfer, Sicherungsringe usw.)
und Sicherungseinrichtungen auf Vollständigkeit und Funktion
Kontrolle der Kennzeichnung (Typenschild, Piktogramm jährlich Sachkundiger
„Betriebsanleitung beachten“, ggf. weitere Piktogramme oder
Farbmarkierungen)
Kontrolle der Pneumatik auf Dichtheit und Verschleiß jährlich Sachkundiger
(Verschraubungen, Schläuche, Ventile,…)
Abschmieren der Lagerungen (Fettpresse) jährlich Facharbeiter
Metallberuf
Kontrolle aller Oberflächen auf Verletzungsgefahr durch Grate jährlich Sachkundiger
Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen jährlich Sachkundiger

Die Zyklen sind bei Bedarf, insbesondere bei besonderen Einsatzbedingungen (z.B. Staub,
Verschmutzungen, besonders häufige Nutzung,…), so zu verkürzen, dass zu jeder Zeit ein sicherer
Betriebszustand gewährleitet ist und es zu keinem übermäßigem Verschleiß kommt. Diese Einschätzung
ist von einem Sachkundigen zu treffen.
BIA Knickarm-Manipulator.docx Stand 16.05.2018 Seite 11 von 18

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Sind Mängel am Manipulator aufgetreten, darf er erst wieder benutzt werden, wenn diese abgestellt
und die Ursache festgestellt ist und beseitigt wurde.

Anziehdrehmoment MA der Schrauben mit Regelgewinde, Festigkeitsklasse 8.8:

M8 M10 M12 M16 M20


MA / Nm 20 40 69 210 410

Reparaturarbeiten:

Vor jeder Montage-, Demontage- und Reparaturarbeiten ist die jeweilige Baugruppe sicher zu lagern
und möglichst auf geeignete Weise fest einzuspannen (z.B. Schraubstock). Alle Arbeiten sind bei
getrenntem Druckluftanschluss vorzunehmen. Ein versehentliches Wiederanlaufen ist geeignet zu
verhindern.

Bei Reparaturen dürfen nur Original-Ersatzteile des Herstellers bzw. die in dieser Anleitung benannten
Kauf- und Normteile genutzt werden. Schrauben und Muttern dürfen nur durch entsprechende
Normteile der Festigkeitsklasse 8.8 ersetzt werden. Es sind vorzugsweise selbstsichernde Muttern zu
verwenden. Wo dies nicht möglich ist, sind die Schrauben mit flüssiger mittelfester Schraubensicherung
zu sichern.

Schläuche, Verschraubungen und Ventile sind zu ersetzen, falls sich Beschädigungen, Risse oder Abrieb
an der Oberfläche zeigen, falls Schläuche hart oder rissig geworden sind, falls Ventile deutliche
Korrosion zeigen oder falls Undichtheiten festzustellen sind (der Präzisionsdruckregler verliert
konstruktionsbedingt Luft an die Umgebung).

Abnutzungen, Beschädigungen, Verschleißkerben, Oberflächenrisse und Korrosionskerben dürfen bis zu


einer Querschnittsminderung von max. 5% kerbfrei nachgearbeitet werden, wenn dadurch die sichere
Funktion nicht beeinträchtigt wird. Z.B. dürfen die Zylinder und Pneumatik-Teile nicht nachgearbeitet
werden. Im Zweifelsfall ist der Schaden durch Auswechseln der betreffenden Teile zu beheben.

Es empfiehlt sich, bei Demontagearbeiten den Aufbau der jeweiligen Baugruppe schrittweise zu
fotografieren.

Ersatzteile: siehe Zeichnungen und Stücklisten

Bitte prüfen Sie vor Ersatzteilbestellungen, ob das gewünschte Teil der angegebenen Artikelnummer
entspricht. Durch Änderungen z.B. der Spezifikation oder des Lieferprogrammes oder durch Irrtum kann
es zu Abweichungen kommen.

Sicherungseinrichtungen:

 Driftbremsen an den Schwenklagern gegen unbeabsichtigte Bewegungen der Arme


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12 Fehlerbehebung

Störung Mögliche Ursache Behebung


Keine Funktion nach Herstellen Versorgungsdruck zu gering Versorgungsdruck von 6 bar
des Druckluftanschlusses herstellen
Kein Heben möglich, Balancer
läuft schwergängig

Hinweise zu Reparaturen an der Pneumatik:

 Sollte es nötig sein, Leitungen auszutauschen, sollte immer nur eine Leitung entfernt und
anschließend ersetzt werden. So lassen sich Verwechselungen und falsche Verlegung vermeiden
und Gefahren durch Fehler an der Pneumatik abwenden.
 Bei der Herstellung wurden die Leitungen so verlegt, dass Scheuerstellen, Zugbelastungen, zu
enge Biegeradien und ähnliches vermieden werden. Deshalb muss beim Auswechseln von
Leitungen immer die ursprüngliche Verlegung und Befestigung der Leitungen wieder hergestellt
werden. Eventuell beschädigte oder fehlende Halterung u.ä. sind zu ersetzen.
 Bestehen Zweifel über den Zustand einer Leitung sollte sie ersetzt werden.
 Leitungen und Ventile dürfen nur durch Teile gleichen Typs / Länge / Farbe ersetzt werden.
 Die Leitungen müssen immer so liegen, dass sie beim Schließen der Verkleidungen /
Abdeckungen nicht versehentlich eingeklemmt werden können.
 Im Zweifelsfall sollte die Instandsetzung durch den Hersteller vorgenommen werden.

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13 Ersatz- und Verschleißteile

5 6 7 8
1

Abbildung 4: Ersatz- und Verschleißteile

Ersatz- und Verschleißteilliste: E…Ersatzteil, V…Verschleißteil

Pos Stk Benennung Werkstoff Herst.-ArtNr Hersteller E V


1 1 Winkel-Drehverschraubung IQSRL 3812 Landefeld x
2 2 Gehäuselagereinheit UCF214 x
3 4 Gleitlager mit Bund, gekürzt GFM-7075-50 igus x
4 1 Wartungseinheit WH-K4-1/2-10-M 17960810 Timmer x
5 1 Gehäuselagereinheit UCF210 x
6 4 Winkel-Drehverschraubung IQSRL 1212 Landefeld x
7 4 Gleitlager mit Bund, gekürzt GFM-5055-10 igus x
8 4 Hebezeug mini Manipulator 250 M210822 J.D.Neuhaus x

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