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20.

Jahrhundert (1945-1969)

1945
Der Schiffbau ist nach dem Zusammenbruch zunächst total verboten. Mit dem
POTSDAMER ABKOMMEN vom 2. August ist dann ein bescheidener Beginn möglich.
Schiffe mit max. 1500 BRT, angetrieben durch DAMPFMASCHINEN die den Schiffen
eine max. Geschwindigkeit von 12 kn ermöglichte, werden zugelassen. Um die
Versorgung der deutschen Bevölkerung sicher zu stellen wird mit
KONTROLLRATSBESCHLUSS NR. 44 1946 der Bau von FISCHDAMPFERN bis 400 BRT
erlaubt.

1947
- Bei John Brown & Co, Clydebank läuft das erste Dampfturbinen Passagierschiff
nach dem Krieg, der Cunard White Star Liner CARONIA, vom Stapel.
- Harold E.Saunders berichtet über die Vor- und Nachteile der sog. SKEG- FORM der
Hinterschiffslinien für Zweischrauber1.

Normale und neuartige SKEG - FORM der Achterschiffslinien von Seeschiffen

1948
- Die Firma Christiansen & Meyer baut eine Dampfmaschine mit Abdampfturbine
nach Bauer-Wach mit parallel angeordneten Zylindern nach Ideen des Danziger Prof.
Viktor Rembold aus dem Jahr 1943, die als sog. Hamburger Maschine bekannt
geworden ist und z. B. in den Fischdampfer NIENSTEDTEN der Reederei ANDERSEN &
CO. in Hamburg eingebaut wird2.

Sog. Hamburger Dampfmaschine


1
Saunders, H. E.: The Multiple Skeg Stern for Ships, Tran. SNAME, New York, 1947
2
GaLDas, H.: Kolbendampfmaschine mit Getriebe für Schiffsantriebe, S+H, 1949, S. 42

1
- Die dritte Schiffssicherheitskonferenz findet vom 23. April bis 10. Juni in London
statt. Sie bestätigt im Wesentlichen die Beschlüsse von 1929 und ergänzt diese
durch genauere Stabilitätsvorschriften, Rettungsmittel und Feuerschutz.
- DIE BUNDESFORSCHUNGSANSTALT FÜR FISCHEREI wird in Hamburg als
Nachfolgeeinrichtung der REICHSANSTALT FÜR FISCHEREI gegründet.
- In England werden am naturgroßen Schiff erstmalig optische
Kavitationsbeobachtungen gemacht3.

1949
- Die Zeitschrift Schiff und Hafen wird in Hamburg gegründet.
- Da man die Antriebsleistung von Seeschiffen begrenz hat, bekommen
HILFSBESEGELUNGEN eine besondere Bedeutung4.
- Hans K. Kloess veröffentlicht umfangreiche Messungen von Fischdampfern mit
und ohne MAIERFORM-SCHIFFSLINIEN5.
-. Die Howaldtswerke Kiel A. G. bauen aus dem Rumpf des 1940 bei der
Germaniawerft für die Hamburg-Amerika- Linie von Stapel gelaufenen Frachtschiffs
OSTMARK, für die norwegische Reederei J. M. Skaugen, das dieselelektrische
Auswandererschiff SKAUGUM.
- Die erste hydraulische DREHFLÜGELRUDERANLAGE, als Ergebnis einer längeren
Entwicklung die bereits vor dem Krieg begonnen hat, wird vorgestellt 6.
- Der Betriebsdirektor der DESCHIMAG Lübbe Schnitger schlägt eine etwa auf 0,5R
der Flügel eingegossene Düse vor, die auch verschiedentlich eingebaut wurde78
- W. P. A. van Lammeren publiziert die neuesten Ergebnisse mit DÜSENRINGEN vor
dem Propeller unterschiedlichster Form9.

Erste Drehflügel- Ruderanlage

- Das bereits 1939 bei Jos. L. Meyer in Papenburg in Auftrag gegeben Feuerschiff
ELBE I wird in Dienst gestellt.
- Weil Deutschland in den vergangenen Jahren von der weltweiten Entwicklung
weitestgehend abgeschnitten war, gibt Prof. Kempf einen allgemeinen

3
Schmierschalski, H.: Unterwasseraufnahmen zur Beobachtung von Kavitation an naturgroßen
Propellern, Hansa, 1952, S. 809.
4
Remmers, K.: Die Leistung von Hilfssegeln, S+H, 1949, S. 5
5
Kloess, H. K.: Schiffsform und Fahrtverlust von Seeschiffen, S+H, 1949, S. 49
6
Gregor, W.: Eine moderne hydrodynamische Drehflügel- Ruderanlage, S+H, 1949, S. 39
7
Foerster, E.: Der Schnitger- Propeller, S+H, 1949, S. 108.
8
Hoppe, H.: Betriebsmessungen an ausgeführten Schnitger - Propellern, S+H, 1949, S. 170.
9
Schmierschalski, H.: Konstruktionen zur weiteren Verbesserung des Propulsion- Gütegrades, S+H,
1949, S. 120.

2
HYDROMECHANISCHEN FORTSCHRITTSBERICHT über die Forschungen auf dem Gebiet
der SCHIFFSANTRIEBE der letzten Jahre10.
- Prof. Viktor Rembold publiziert eine Arbeit über SCHNELL LAUFENDE
DAMPFMASCHINEN für Ladewinden, Pumpen und sonstige Hilfsantriebe11.
- Die zur Ernährung der Bevölkerung notwendige Fischerei wird durch den Bau von
Fischdampfern gesichert, wobei eine Reihe von technischen Neuerungen diese
Fahrzeuge wesentlich weiter entwickelt werden12.
- Zur Demonstration der Zuverlässigkeit von VOITH- SCHNEIDER ANTRIEBEN überquert
ein ehemaliges Räumboot der Kriegsmarine, ausgerüstet ausschließlich mit zwei
Voith- Schneider Antrieben den Atlantik, ohne technische Probleme trotz schwerem
Wetter, erfolgreich13.
- Das PETERSBERGER ABKOMMEN vom 22. Nov. 1949 hebt eine Reihe von
Bestimmungen des Potsdamer Vertrages auf.
- Die Reederei Nordsee bestellt die ersten DIESELELEKTRISCH GETRIEBENEN
FISCHTRAWLER beim Bremer Vulkan, die 1950 in Fahrt gehen14. Die Schiffe
unterscheiden sich nur unwesentlich von den 400 BRT Dampftrawlern, besitzen aber
einen wesentlich größeren Fischraum.
- Eine STUDIENGESELLSCHAFT FÜR BEHÄLTERVERKEHR wird gegründet und gibt
regelmäßig Informationsblätter heraus. 1929 hat die Deutsche Reichsbahn ein
Preisausschreiben für Behälterverkehr ausgelobt. 1933 wurde als eines der
Ergebnisse das Bureau International des Containers (BIC) in Paris, später
Société Intercontinentale des Containers (SIC) gegründet. 1952 wird in Hamburg
die Contrans Gesellschaft für Überseebehälterverkehr mbH unter maßgeblicher
Beteiligung der Deutschen Bundesbahn gegründet15.

1950
- Bei der Lübecker Maschinenbau- Gesellschaft läuft der Frachtdampfer BROOK
vom Stapel. Das Schiff erhielt, bedingt durch den POTSDAMER VERTRAG nur eine 1200
PS Doppelverbunddampfmaschine, mit der lediglich 11 kn erreicht werden und durfte
nicht mehr als 1500 BRT vermessen. Das Schiff erhielt aber schon eine AEG
DREHFLÜGELRUDERMASCHINE. Das Schiff kennzeichnet den Begin des Wiederaufbaus
der deutschen Handelsflotte nach dem Zweiten Weltkrieg.
- Da die Produktion von ALUMINIUM wesentlich größer als der Bedarf ist, versucht die
Aluminiumindustrie neue Einsatzfelder im Handelsschiffbau16.
- Beim Betrieb der LIBERTY - SCHIFFE hatte sich gezeigt, dass die Betriebsdrehzahl
von 76 Upm mit einer kritischen Torsionseigenschwingung der Wellenleitung
zusammen viel. Als beste Maßnahme empfiehlt Hans Brehme von der Firma
Propeller Zeise das Schwungmoment des Propellers deutlich zu verkleinern, um so
aus der Resonanz zu kommen17. In Amerika geht man einen anderen Weg, indem
man erstmalig einen sechsflügligen Propeller verwendet, sodass keine
Resonanzschwingungen zu erwarten sind.

10
Kempf, G.: Hydromechanische Forschungen über den Schiffsantrieb in den letzten zehn Jahren,
S+H, 1949, S. 102, 113
11
RemboLd, V.: Einfachwirkende Schnelllaufende Dampfmaschinen für Schiffe, S+H, 1949, S. 201
12
Schleufe, F.: Neuzeitlicher Fischdampferbau, S+H, 1949, S. 208
13
Foerster, E.: Atlantiküberquerung des ehemaligen Räumbootes R 148, S+H, 1949, S. 194, 208
14
Schneider, D., Leo, H., Elischak, A.: Die dieselelektrischen Trawler „Freiburg i. Br“. und „Tübingen“,
Hansa, 1951, S. 303.
15
Reimer, K.: Behälterverkehr und Schiffahrt, S+H, 1954, S. 81.
16
S+H, 1949, S+H, 1949, S. 229, 231, 234, 236, 239, 245, 246, 249 und 1950 S.10, 16, 18
17
Brehme, H.: Die kritischen Schwingungen auf Liberty- Schiffen, Schiff+ Hafen, 1950, S. 35

3
- Auf den GROSSEN SEEN in Nordamerika wird der erste SCHUBVERBAND bestehend
aus dem 2000t LEICHTER G1 und dem SCHUBSCHIFF CARPORT erprobt.
- Hamburg stellt zwei neue Eisbrecher JOHANNES DALMANN und HOFE in Dienst. Die
Dampfer erhalten Schiffslinien in direkter Fortführung der Prinzipien des ersten von
Steinhaus gebauten Eisbrechers Nr. 118.

Generalplan des Dampfers BROOK. Die Matrosen wohnen noch ganz traditionell im
Hinterschiff im „Hotel zur Schraube“. Die VERMESSUNGSLUKE, auf dem Achterschiff
geschlossen, erhöhte die Vermessung von 1500 BRT als SCHUTZDECKER auf 2500
BRT als VOLLDECKER.

- Der spätere Prof. Helmut Völker schlägt zur Motorisierung der Schleppkähne
neuartige SCHUBEINHEITEN vor.
- Die Lübecker Flender-Werke sind mit einem Neubauvolumen von 11 Schiffen mit
fast 17 000 BRT die zweitgrößte Werft in Westdeutschland.
- die Deutsche Werft in Hamburg- Finkenwerder liefert den größten Nachkriegsbau
den Tanker IRLAND an die Dansk- Franske-Dampskipsselskab, Kopenhagen ab,
(150,87m lang, 20,42 m breit, 14 300 tdw).

18
Maasch, O.: Die neuen hamburgischen Eisbrecher „Johannes Dalmann“, und „Hofe“, S+H, 1952, S.
184.

4
Von Helmut Völker 1950 vorgeschlagene Schubeinheit für Lastkähne

- Der Zentralverein für deutsche Binnenschiffahrt lässt vier Typschiffe GUSTAV


KOENIGS, KARL VORTISCH, OSKAR TEUBERT und JOHANN W ELKER entwerfen, die
bestimmende für die Binnenschiffsentwicklung nach dem Krieg werden.

Die vier neuen Standard Binnenschiffstypen des Zentralvereins für deutsche


Binnenschiffahrt

5
1951
- Am 23. Feb. 1951 tritt das Bundesdeutsche FLAGGENRECHTSGESETZ mit der Folge in
Kraft, dass deutsche Handelschiffe statt der FLAGGE C die Bundesflagge Schwarz
Rot Gold führen19.
- In Schweden werden sog. ERZ/ÖL SCHIFFE gebaut. Diese, später als OBO CARRIER
(Oil, Bulk, Ore) genannten Fahrzeuge, gehen in größerer Zahl in Fahrt gehen.
Vorläufer sind die bei der Deutschen Werft 1925 gebauten Er/Öl Schiffe SVEALAND
und AMERIKALAND, die allerdings nur in der reinen Erzfahrt eingesetzt wurden.
- In Emden bei den Nordseewerken laufen die letzten unter den Bedingungen des
POTSDAMER VERTRAGES bestellten Frachter vom Stapel. Da zwischenzeitig durch das
PETERSBERGER ABKOMMEN Restriktionen gefallen sind, können diese Schiffe durch
relativ geringe Maßnahmen mit wesentlich größerer Vermessung in Fahrt gehen20.

16 600 tdw Erz/Öl Transporter PORJUS, gebaut 1951 von den Götaverken

- Die F. Schichau A. G, Bremerhaven bietet die vollautomatische


Brennschneidmaschine SCHICHAU MONOPOL an, die mittels eines fotografisch
verkleinerten Diapositivs ohne weitere Anzeichenarbeit schiffbauliche Bauteile
Brennschneiden kann.
- Die Firma Pleuger & Co., Hamburg, bietet das sog. PLEUGER AKTIV RUDER an.
- Das SCHWEIßEN VON ALUMINIUMLEGIERUNGEN setzt sich durch21,22.
- Die Aufstellung der nunmehr in die Seeschifffahrt eingeführten RADARANTENNEN an
Bord von Schiffen mit störenden Aufbauten und Masten ist Gegenstand ausführlicher
Diskussionen23.
- Die Erfahrungen der MAN mit dem SCHWERÖLBETRIEB von Schiffsdieselmotoren
führen dazu, dass die deutsche Schiffsmotorenentwicklung schnell Anschluss an die
internationale Entwicklung findet24
19
Seebohm, Ch.: Heißt Bundesflagge, Hansa, 1951, S.357 und S. 362.
20
Schulthes, K.: Die letzten „Emdener Potsdamschiffe“, Hansa 1951, S. 314.
21
Fiedler, W.: Das Schweißen von Leichtmetall, S + H, 1951, S.127.
22
Busmann, F.: Das Aktivruder, S + H, 1951, S. 250.
23
Peters, W.: Radarinstallationen und Schiffsaufbauten, S + H, 1951, 155.
24
Schuler, P.: Der Schiffs Dieselmotor im Schwerölbetrieb, Hansa, 191, S. 242, 261

6
PLEUGER AKTIVRUDER Patent

- Die Firma Pleuger KG veranstaltet ein Preisausschreiben für das FORMSCHÖNSTE


FRACHTSCHIFF.
- Der erste Eisbrecher EISFUCHS ist seit 80 Jahren erfolgreich auf der Elbe beim
Eisbrechen tätig25.
- Dem SCHUTZDECKER, dem sog. SHELTERDECKER, wird besondere Aufmerksamkeit
gewidmet, um eine besonders günstige Vermessung zu erzielen. Das Verhältnis
Schiffsbreite zur dritten Wurzel der Tragfähigkeit ist bei kleinen Schiffen dieses Typs
 
stets etwa eins ( B 3 tdw  1 26.
- Der schwedische Ingenieur Eskil Hallen konstruiert ZWEIBEINMASTEN, die ohne
Verstagungen auskommen.
- Um Dieselmotoren besser miteinander vergleichen zu können wird ein spezifisches
Leistungsgewicht mit g s  Gkg 3 N e PS  eingeführt.
- Eine neuartige Schraubenwellenabdichtung unter dem Namen SIMPLEX
STEVENROHRABDICHTUNG wird von dem Erfinder Berthold Bleicken durch die
Deutsche Werft patentiert2728 löst die klassische Pockholzlagerung ab.

Klassisches Stevenrohr mit Pockholzlagerung, wie sie viele Jahrzehnte in der


Schifffahrt üblich waren. a)Stevenrohr, b) Stopfbuchsenschott, c) Stevenrohrmutter,
d) hintere Laufbuchse, e) vordere Laufbuchse, f) Pockholzstäbe, g)
Sicherungsleisten, h) Anschluss für Ölleitung, i) vordere Stopfbuchse, k) Propeller.
25
Franke, H.: 80 Jahre Eisbrecher auf der Elbe, S + H, 1951, 294.
26
Karnatz, H.: Kleine Schutzdecker, Hansa 1951, S. 120,191
27
Bleicken, B.: Neue Schraubenwellenabdichtung, Hansa, 1951, S. 608.
28
Rothardt, A.: Erfahrungen mit Schiffswellenanlagen, Hansa, 1952, S. 561.

7
SIMPLEX STEVENROHRABDICHTUNG nach den Patenten der Deutschen Werft,
a)Stevenrohr, b) Stopfbuchsenschott, c) vordere Simplexdichtung, d) vordere
Laufbuchse, e) hintere Laufbuchse, f) hintere Simplexdichtung, g) Propeller, h)
Schierölhochtank.

- Die Schweißtechnik wird verstärkt auch für Konstruktionsteile angewendet, die


bisher aus Stahlguss hergestellt wurden29.
- Auf dem Neubau BÄRENFELS der DDG Hansa auf der AG Weser Werk Seebeck in
Bremerhaven wird das größte Schwergutgeschirr mit 165 t SWL30Hebekapazität
erprobt.
- Leichtmetall, welches nicht kontengiert ist wie Stahl, findet in größerem Umfang bei
der Konstruktion von Schiffen und Ausrüstungsteilen Anwendung31,32.
- Die Befallssituation der Holzbauten im Elbegebiet durch TEREDINIDEN, insbesondere
durch den TEREDO NAVALIS hat sich nicht wesentlich geändert33.
- Die Berechnung von Leichtgut-Lademasten ist Gegenstand ausführlicher
Darstellung in der schiffbaulichen Fachliteratur34.
- Die Automation der Schweißtechnik bestimmt die derzeitige Entwicklung35.
- Der schwedische Ingenieur Erland Bratt entwickelt das DRUCKÖLVERFAHREN zur
Kopplung von flanschlosen Wellen und ähnlichen Problemen36. Das Verfahren wurde
später um 1959/60 auf Schiffspropeller angewendet37.

29
Vos, P. B. Geschweißte Hintersteven, Hansa, 1951, S. 1408,1449.
30
SWL Safe Working Load, die mit 10 % Überlast erprobt wird.
31
Flieder, W.: Leichtmetall-Konstruktion für Schiffbau, Hochseefischerei und Hafenbau, Hansa, 1951,
S. 1672
32
Vos, P. B.: Decksaufbauten aus Leichtmetall, Hansa, 1951, S. 1676
33
Laucht, H.: Der gegenwärtige Teredo - Befall in der Elbmündung, Hans, 1951, S. 1819.
34
Voigt H.: Berechnung von Leichtgut-Lademasten mit vier symmetrischen Wanten, Hansa, 1951,
S.1783,1823.
35
Vos, P. B.: Automatisches Schweißen im Schiffbau, Hansa, 1951, S. 1683,,1859.
36
Mundt, R.: Die Anwendung des Druckölverfahrens bei Pressverbänden im Schiffsmaschinenbau, J
STG, 45. Bd., 1951
37
Fincke, W.: Die Anwendung des Druckölverfahrens im Schiffsmaschinenbau, S+H, 1961, S. 139.

8
Druckölverband nach dem Patent von Erland Bratt.

1952
- Die im Wiederaufbau befindlichen Versuchsanstalten in Berlin und Hamburg
berichten über ihre Arbeiten zu Fragen der Binnenschifffahrt38.
- Die SCHWEIßTECHNIK entwickelt sich zum entscheidenden PRODUKTIONSFAKTOR des
Neubaus und der Reparatur von Schiffen auf den Werften39. Präzise Planung der
Schweißfolgen zur Vermeidung unakzeptablem Schweißverzug, erfordert den
gleichzeitigen Einsatz von möglichst vielen Schweißern, symmetrisch zu den
Schiffsachsen, eingesetzt.

Wichtig ist eine strenge Schweißfolge zu beachten, damit ein unakzeptabler


Schweißverzug verhindert wird. Hierzu sind ausreichend viele Schweißer gleichzeitig
und möglichst symmetrisch einzusetzen.

38
Foerster, E., Helm, K.: Hamburgs Fürsorge für die Binnenschiffahrts-Versuchstechnik, S+H, 1952,
S. 195
39
Holm, H.: Schweißtechnik im Schiffbau, Hansa, 1952, S. 451, 570, 803.

9
- Die Technische Hochschule Hannover richtet in Hannover, als Ersatz für die
entsprechende Einrichtung der TH Danzig, in Kooperation mit dem INSTITUT FÜR
SCHIFFBAU der Universität Hamburg, eine ABTEILUNG SCHIFFSTECHNIK ein.
- Dr.-Ing. KURT ILLIES wird erster schiffstechnischer Professor der neuen
Einrichtung4041. Etwas später werden Prof. Dipl.-Ing. JOHANNES HANSEN ehemaliger
Prof. der TH Danzig sowie Dr.-Ing. KURT W ENDEL nach Hannover berufen.
- Die USA verfügen über eine still gelegte Reserveflotte von über 1400 Schiffen,
davon über 1000 vom Typ LIBERTY42.
Durch den Wunsch nach großen Lukenöffnungen wird die direkte BERECHNUNG von
UNTERZÜGEN, LUKENSÜLLEN mittels der Balkenstatik, neben der Erfüllung der
entsprechenden Bauvorschriften der Klassifikationsgesellschaften, notwendig43.
- Da den Werften einerseits für ihre Neubauten geeignete Motoren fehlten, aber
andererseits noch eine größere Anzahl von U-BOOT DIESELMOTOREN höherer
Drehzahl zur Verfügung standen, fand das von Herrmann Föttinger erfundene
VULCAN-GETRIEBE für Mehrmotorenanlagen mit ZAHNRADGETRIEBEN wieder häufig
Verwendung44.

Schematische Antriebsanlage des Dampf- und Motorschiffes Arion der


Dampfschiffsgesellschaft Neptun.

- Die Laderaumlüftung von Stückgutschiffen ist für den sicheren Transport,


insbesondere in und aus den Tropen von besonderer Bedeutung und Gegenstand
ausführlicher Fachdiskussion45.
40
Lehmann, E.: Schiffstechnik, Festschrift 150 Jahre Universität Hannover. Das Schatt.1981, Verlag
Kohlhammer, Stuttgart, 1981.
41
Lehmann, E.: Schiffbautechnische Ausbildung in Deutschland, Schiff und Hafen, Hamburg,2001.
42
Maack, H.: Die Reserveflotte, Hansa, 1952, S. 616
43
Schellenberger, K.: Berechnung von Unterzügen, Längssüllen und Lukenendbalken, Hansa, 1952,
S. 91, 298, 401, 645, 749.
44
Wolfenstetter, J.: Vulcan- Getriebe-Anlagen in Nachkriegsschiffen, S+ H, 1952, S.160.
45
Harrie: Entwicklung und jetziger Stand der Laderaum-Meteorologie, Hansa, 1952, S. 754, 1804.

10
- Der durch seine Filme später sehr bekannte österreichische Meereskundler HANS
HASS lässt auf der Norderwerft in Hamburg den Dreimastschoner XARIFA als
Forschungsschiff umbauen46.
In Göteborg findet die Internationale Schweißtagung des IIW (International
Institution of Welding) statt, die sich Schwerpunktmäßig mit dem SCHWEIßEN im
Schiffbau beschäftigt47.
- In Linz, Österreich, wird das erste Stahlwerk in Betrieb genommen, welches das
neue LD48 Blasverfahren welches mit reinem Sauerstoff aufbläst, verwendet4950.
- Otto Grim präsentiert eine Arbeit über die Festigkeit eines SCHALENSCHIFFES51.

1953
- Nach dem Preisausschreiben der Firma Pleuger KG für den Entwurf eines
Frachtschiffes mit einer möglichst eleganten Silhouette im Jahr 1951, baute die Werft
von H. C. Stülcken & Sohn das DIESEL - ELEKTRISCH angetriebene Frachtschiff
FALKENSTEIN52.

DIESEL - ELEKTRISCH angetriebenes Frachtschiff FALKENSTEIN mit Pleuger Aktiv


Ruderin Tandemanordnung53

- Die Howaldtswerke Hamburg entwickeln eine Serie von GETRIEBEDAMPFTURBINEN


für Leistungen von 10 000 WPS bis 17 500 WPS. Neben der AG. Weser baut die
AEG Schiffbau ebenfalls Turbinenanlagen.

46
Krummlinde, K., Voltmer, B.: Die Geschichte der Norderwerft, ElbeSpree Verlag, Hamburg, 2006.
47
Dohrmann, H.: Internationale Schweißtagung in Göteborg, Hansa, 1952, S. 1511, 1784.
48
L steht für Linz und D für den Erfinder Robert Durrer. Es wird auch LD mit den beiden Orten Linz
und Donawits, in denen die beiden Eisenhütten stehen, die das Verfahren ursprünglich verwenden, in
Verbindung gebracht.
49
Hauttmann, H.: Die Eigenschaften der unberuhigten und beruhigten LD – Stähle, S+H, 1956, 819.
50
Weitzer, H. P., Hauttmann, H.: LD- Stahl für den Schiffbau, Hansa, 1956, S.1006.
51
Grim, O.: Berechnung der Festigkeit eines Schalenschiffes, S+H, 1952, S. 524 und 1953, S.11.
52
Zetzsche, S., Bartel, F., Sprengel, H., Busmann, F., u. a.: ES „Falkenstein“, S+H, 1953, S. 245.
53
Busmann, F.: Das Aktivruder in Tandem-Betrieb hinter der Hauptschraube, S+H, 1953, S. 353.

11
- In verschiedenen Artikeln wird der Einsatz von Schwerölen in der Seeschifffahrt
diskutiert54.
- Mit dem neuen Eisenbahn-Fährschiff DEUTSCHLAND der Deutschen Bundesbahn,
gebaut bei den Kieler Howaldtswerken, kommt es zu der ersten
Nachkriegsfährverbindung zwischen Großenbrode Kai und Gedser, da die sog.
Vogelflugverbindung zwischen Rödby und Fehmarn aus Zeit- und Kostengründen
sich nicht realisieren lässt55.
- Die von Leo Costa entwickelte COSTA- BIRNE, im Schraubenstrahl am Ruder
angebracht, verbessert nicht nur den Schiffseinflussgrad, sondern reduziert auch
beachtlich die Propeller erregten Vibrationen. Sie kann auch direkt zur Installation
des Elektromotors für ein PLEUGER AKTIVRUDER verwendet werden56,57.

Prinzipielle Wirkung der Costa- Birne, links ohne und rechts mit einer Costa- Birne.

54
S+H, 1953.
55
Oelert, W., Harbeck, R.: Neues Fährschiff „Deutschland“, S+H, 1953, S. 331.
56
Zeno, G.: Die Costa- Propulsionsbirne, S+H, 1953, S. 358Deutsches . Patent von 1955, Hansa,
1957, S. 1064.
57
Greger, O.: Überblick über den gegenwärtigen Stand der Costa Propulsionsbirne, Hansa, 1960, S.
1085.

12
- Um den W ELLENWIDERSTAND zu reduzieren ist bekannt, dass dieses mit einem
Bugwulst erfolgen kann. Versuche im Massachusetts Institut of Technology (MIT)
mit einem Tragflügel am Bug zeigen, dass bei höheren Froudeschen Zahlen eine
deutliche Verbesserung, während bei kleinen Froudeschen Zahlen eine
Verschlechterung zu erwarten ist58.
- Als ein besonderer Höhepunkt des wiedererstandenen deutschen Schiffbaus wird
der Stapellauf der TINA ONASSIS bei den Howaldtswerken Hamburg AG empfunden.
Der äußerlich wie eine Yacht aussehende Tanker besitzt eine Tragfähigkeit von 45
000 tdw und ist mit einer Länge über Alles von 236,48 m der erste Großtanker, der in
Deutschland gebaut wird59,60,61.
- In der Staatlichen Ingenieurschule Duisburg wird ein STUDIENGANG SCHIFFBAU
eingerichtet.
-. Eine Untersuchung der HSVA von im Eis beschädigten Propellern zeigt, dass diese
bei verbogenen Flügelspitzen zwar einen geringeren Wirkungsgrad im
Freifahrtversuch aber höhere Sog- und Nachstromziffern besitzen und damit der
Schiffseinfußgrad sich verschlechtert, dagegen eine unveränderte
Leistungsaufnahme und Drehzahl besitzen62.

Modellpropeller der HSVA mit bzw. ohne Beschädigung der Flügelspitzen.

- Auf den GROßEN SEEN NORDAMERIKAS haben sich spezielle ERZTRANSPORTER mit
einer Tragfähigkeit von weit mehr als 20 000 tdw für den Transport von Erzen
entwickelt. Das besondere Kennzeichen dieser Schiffe ist ihre ungewöhnliche
Schiffslänge sowie der Anordnung der Antriebsanlage im Hinterschiff und dem
Brückenhaus auf der Back. Mit einem Längen / Breitenverhältnis von etwa L/B  10
und einem Seitenhöhe zu Länge von etwa L/H  20 und der ungewöhnlichen
Völligkeit von fast 0,90 weichen diese Schiffe deutlich von den entsprechenden
Verhältnissen von Seeschiffen mit L/B  7,50 und einem Verhältnis von L/H  12,
sowie Völligkeiten um 0,68, ab. Ursache sind die begrenzten Tiefgangsverhältnisse
58
Abkowitz, M. A., Paulling, R.: Trans. SNAME, New York, 1953.
59
Börner, W.: Der Stapellauf der Tina Onassis, S+H, 1953, S. 377.
60
Rother u. a.: Großtanker „Tina Onassis“, S+H, 1953, S. 541.
61
Palm, H., Schepler, H.: Ergebnisse der Probefahrt der „Tina Onassis“, S+H, 1954, S. 21.
62
Schmieschalski, H.: Über den Einfluß der Propellerbeschädigung durch Eisgang auf die Propulsion,
S+H, 1^953, S. 481.

13
der Grossen Seen, die keine größeren Tiefgänge für Schiffe als 8.0 m
ermöglichen63,64.

Typisches Erztransportschiff auf den Grossen Seen in Nordamerika.


- Die Firma Escher Wyss stellt ihre VERSTELLPROPELLERKONSTRUKTIONEN vor65.
Schon wenige Jahre später wird von erheblichen Neuerungen dieser Konstruktion
berichtet66.

1954
- Die AG. Weser baut im Auftrag der Deutschen Bundesbahn TRANSPORTCONTAINER.
Die Abmessungen sind 2,10 m Breite, 2,40m Höhe und 3,10 m Länge.
Die HSVA führt eine größere Zahl von Querschleppversuchen durch. Man kann von
einer Driftgeschwindigkeit, die zwischen 3 und4 % der Windgeschwindigkeit bei
mäßigen Windstärken ausgehen67.
- Mit dem Schwesterschiff der TINA ONASSIS läuft der Tanker ALI- MALIK SAUD AL-
AWAL bei den Howaldtswerken in Hamburg vom Stapel. Durch einen größeren
Tiefgang als sein Schwesterschiff, besitzt dieser eine Tragfähigkeit von 46 550tdw
und ist damit der größte Tanker der Welt.
- In Duisburg wird die neue Versuchsanstalt für Binnenschiffbau Duisburg (VBD)
eingeweiht68.
- Die KORROSION von Ladetanks von ROHÖLTANKERN beginnt ein ernstes Problem für
ältere Schiffe zu werden69.
- Prof. Schnadel gibt einen historischen Überblick über die Grundlagen der
LÄNGSFESTIGKEIT VON SCHIFFEN70.
- Die wachsende Bedeutung der SCHIFFSELEKTROTECHNIK führt dazu, dass der VDE
seine Hauptversammlung diesem Thema widmet71.
- Die Werft von H. C. Stülcken & Sohn lieferte an die D. D. G. Hansa das
SCHWERGUTSCHIFF LICHTENFELS mit einem neuartigen SCHWERGUTGESCHIRR, das
später als STÜLCKENGESCHIRR bekannt geworden ist, ab7273. Im Rahmen der

63
Foerster, E.: Die größten Erztransporter, S+H, 1953, S. 588..
64
Franke, W.: Die Weiterentwicklung der amerikanischen Selbstentladeboote, S+H. 1954, S. 128.
65
Greiner, E.: Konstruktion und bau von Verstellpropellern, J. STG, 47. Bd., 1953
66
Schanz, F.: Konstruktive Neuerungen am Escher Wyss- Verstellpropeller, S+H, 1961, S. 146.
67
Thieme, H.: Schleppversuche bei Queranströmung, S+H, 1954, S. 350.
68
Graff, W.: Entstehung und Einrichtung der neuen Versuchsanstalt, Hansa, 1954, S. 1160
69
Jupp, W.: Korrosion von Tankern, S+H, 1954, S. 475.
70
Schnadel, G.: Die Grundlagen der Längsfestigkeit der Schiffe, S+H, 1954, S. 506.
71
Breitenstein, Ch.: Schiffelektrotechnik, S+H, 1954, S. 608.
72
Barthel, F.: Motorschiff Lichtenfeld, S+H, 1954, S. 524.
73
Barthel, F., Zetsche, S., Sprengel, H.: Motorschiff Lichtenfeld, S+H, 1954, S. 683 und Hansa, 1954,
S. 2039.

14
Erprobung des Nachbaus SCHWARZENFELS wird eine ausführliche Messung der
Spannungen mit den Berechnungen durchgeführt74.

Entwurfsskizze eines Schwergutgeschirres der Werft von H. C. Stülcken & Sohn.


Die Geweihartige Gabel dient dazu den Lasthaken durchschwenken zu können, um
das Geschirr für zwei Luken verwenden zu können.

- Hans Brehme weißt auf die die günstigen VIBRATIONSEIGENSCHAFTEN des


75
FÜNFFLÜGLIGEN PROPELLERS hin .
- Die Beschaffung von Fahrgastschiffen nach dem Krieg veranlasst die Zeitschrift
Hansa über die Entwicklung der FAHRGASTSCHIFFE eine Reihe von Artikel zu
publizieren76.
- Leichtmetall wird in großem Umfang beim Bau der United States verwendet77.
- Erstmalig findet eine Internationale Konferenz über die Verschmutzung der See
durch Öl in London statt78.
- Der französische Konstrukteur Lascroux schlägt eine besondere Form der
SCHIFFSSCHORNSTEINE vor, die so konstruiert sind, dass der Rauch sich nicht auf die
angrenzenden Decks niederschlägt79.
- Kurt Wendel untersucht in ausführlicher Weise den Kenterunfall IREN OLDENDORF,
die mit der gesamten Besatzung 1951 in der Emsmündung untergegangen ist 80.
- Die DEUTSCHE W ERFT baut zwei Bitumentanker von 15 000tdw. Die
Transporttemperatur von Bitumen beträgt 110 OC-150 OC. Die Ladung wird nur in
den Mitteltanks gefahren.
- Die Firma Gebrüder Sulzer geht zum Bau GESCHWEIßTER ZWEITAKT SCHIFFSDIESEL
über81.
- Die schwedische Werft Kockums baut das erste Massengutschiff CASSIOPEIA von
19 000 tdw, welches mit oberen und unteren WINGTANKS sowie FALTSCHOTTEN mit
Schottstühlen ausgerüstet, den Typ des heutigen BULK CARRIERE schlechthin
74
Carstens, H, Becker, E., Sprengel, H.: Motorschiff „Schwarzenfels“, S+H, 1954, S. 867.
75
Brehme, H.: Der Einfluß der Flügelzahl eines Schiffspropellers auf die Erregung von
Schiffsvibrationen, S+H, 1954, S. 662.
76
Börnsen, H. A., Boie, C.: Entwicklung im Fahrgastschiffbau, Hansa, 1954, S. 1303, 1360.
77
Gürtler, G.: Leichtmetall und Kunststoff auf der „United States“, Hansa, 1954, S. 1593.
78
Kressner, B.: Internationale Konferenz über die Verschmutzung der See durch Öl, Hansa, 1954, S.
1709.
79
Börnsen, H. A.: Der Lascroux- Schornstein, Hansa, 1954, S.1870
80
Wendel, K.: Stabilitätseinbußen im Seegang und durch Koksdeckslast, Hansa, 1954, S. 2009.
81
N.N.: Die neuen Sulzer Zweitakt- Schiffsmotoren in geschweißter Ausführung, Hansa , 1954, S. 484.

15
beschreibt82. Wingtanks selbst sind schon am Ende des 19. Jahrhunderts verwendet
worden.

Typische sog. Handy, Panmax und Cape Size Bulk Carrier

Obere Wingtanks sind schon am Ende des 19. Jahrhunderts als Ballasttanks
verwendet worden83.

1955
- Die im Vergleich mit Landanlagen zögerliche Entwicklung der
Schiffsantriebsanlagen ist begründet durch die Notwendigkeit sehr hoher
Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb auf See84.
- Die Werft von Blohm & Voss baut als erstes größeres Seeschiff das
dieselelektrische Seebäderschiff W APPEN VON HAMBURG. Die Werft war nach 1945
fast vollständig demontiert bzw. ihre Anlagen gesprengt worden. Das Schiff ist in
allen Einzelheiten in der Literatur beschrieben85.
- Das von Prof. Hardy Cross entwickelte MOMENTENAUSGLEICHSVERFAHREN wird zur
numerischen Berechnung von schiffbaulichen Rahmen, Durchlaufträgern und
Lukenlängs- und Querträgern verwendet, wobei nunmehr auch veränderliche
Trägheitsmomente berücksichtigt werden können86.

82
Strobel, C.: Bulk Carrier Fit for Purpose, DNV-Germany, 2010
83
Müller, E.: Eisenschiffbau, Teubner, Leipzig, 1910.
84
Illies, K.: Entwicklung der Antriebsanlagen für Seeschiffe, S+H, 1955, S. 1.
85
Tetzlaff, L.: Das dieselelektrische Seebäderschiff „Wappen von Hamburg“, S+H, S. 396.
86
Bischoff, E.: Die Berechnung von Durchlaufträgern mittels Ausgleichverfahren bei beliebig
veränderlichem Trägheitsmomenten, S+H, 1955, S. 30 und S. 75. Siehe auch Hansa, 1950, S. 1480
und Metzmeier, E.: Hansa, 1952, s. 934.

16
- Die konstruktive Gestaltung der eisernen Schiffskonstruktion wandelt sich in
Richtung schweißgerechter Gestaltung der Konstruktion8788.Schäden an
geschweißten Schiffen bleiben nicht aus89.
- Mit dem Turbinentanker OLYMPIC HILL liefern die Kieler Howaldtswerke AG den
zehnten Neubau an A. S. Onassis ab. Die Schiffe haben eine Tragfähigkeit von 21
850 tdw. Mit horizontal GEKNICKTEN LÄNGSSCHOTTEN und vertikal GEKNICKTEN
QUERSCHOTTEN sind die Schiffe bis auf Kimm und Schergang vollständig geschweißt.

Anschlusskonstruktion eine Rahmenspantes genietet und geschweißt

- Carl von den Steinen untersucht Vor- und Nachteile von 12, auf
unterschiedlichsten Prinzipien beruhende, STABILISATOREN ZUR ROLLDÄMPFUNG von
Schiffen90.
- Drehstromladewinden werden wegen ihrer großen Robustheit erstmalig auf
Seeschiffen verwendet91.
- Otto Grim publiziert eine wichtige Arbeit über das Bewegungsverhalten von
Schiffen im Falle der KOLLISION MIT EINEM DALBEN92.
- Horst Anders und Friedrich Jorberg restaurieren und beschreiben die Geschichte
des historisch bedeutenden Modells des britischen Linienschiffes ROYAL GEORG. Das

87
Dohrmann, H.: Die Schweißtechnik und ihre Auswirkung auf die konstruktive Gestaltung im
Schiffbau, S+H, 1955, S. 37.Siehe auch Hansa, 1956, S.1112, 1404.
88
Wulff, H.: Konstruktive Gestaltung von Lukenträgern, Hansa, 1954, S. 525.
89
Dohrmann, H.: Untersuchung von Schadensfällen an geschweißten amerikanischen
Handelsschiffen, Hansa, 1954, S. 715.
90
Steinen von den, C.: Kritische Betrachtungen über Stabilisatoren, S+H, 1955, S. 132, 235.
91
Schirmer, E.: Neuartige Windenantriebe auf Drehstrom-Frachtschiffen, S+H, 1955, S. 240.
92
Grim, O.: Das Schiff und der Dalben, S+H, 1955, S. 537. Siehe auch Sander, O,, Ulpe, A.:
Berechnung von Stahldalben bei Stoßbeanspruchung, S+H, 1959, S. 62 und Ebner, H.: Die
Hamburger Dalbenpfahlversuche, Hansa, 1957, S. 813.

17
Modell ist ein Geschenk des Prince of Wales 1744 an die UNIVERSITÄT GÖTTINGEN,
die es an die TH HANNOVER als Schenkung 1882 übergab. Es handelt sich um das
einzige Admiralitätsmodell der britischen Admiralität in Deutschland93.
- In Hamburg wird die Studiengesellschaft für Kernenergieverwertung in der
Schiffahrt gegründet.
- Die Deutsche Hochseefischerei A. G. bringt die ersten
Dampfturbinenfischdampfer BRAUNSCHWEIG, HOF und FRANKFURT A. M., gebaut bei
der A.G. Weser, Werk Seebeck in Fahrt94.
- Friedrich Wilhelm Pleuger und Friedrich Busmann erhalten ein Patent eines
UNTERWASSERAKTIVRUDERS, das als AZIPOD ANTRIEBE später große Bedeutung
erlangt.

Ausschnitt aus dem Patent des Aktivruders F. W. Pleuger und F. F. Busmann

1956
- Der erhöhte Einsatz von Aluminium im Schiffbau wird durch eine Reihe von
Veröffentlichungen und Vorträge durch die Aluminium- Zentrale Düsseldorf
empfohlen9596.
- Die Deutsche Werft baut sich für ihre Seilkrananlage eine Traverse mit 10
Laufkatzen aus Aluminium um 45 t Sektionen heben zu können97.

93
Anders, H., Jorberg, F.: Das Modell „Royal Georg“ von 1715 in der T.H. Hannover, S+H, 1955, S.
768.
94
Schmick, W.: Die Maschinenanlage des Turbinentrawlers „Braunschweig“. S+H, 1956, S. 167.
95
Gürtler, G.: Wo stehen wir heute in der Verwendung von Aluminium im deutschen Schiffbau, S+H,
1956, S. 1.
96
Segitz, W.: Die Anwendung und das Schweißen von Aluminium im Schiffbau, S+H, 1956, S. 6, 201,
325, 413, 536, 596, 1093.
97
Weisgerber, J.: 10-Katzen-Seil-Traverse aus Leichtmetall auf der Deutschen Werft, Hamburg, S+H,
1956, S. 22..

18
- Die ersten DIESELELEKTRISCH angetriebenen SCHLEPPER gehen in Hamburg in
Fahrt98.
- Die Götaverken bauen das Massengutmotorschiff ABISKO. Das Schiff stellt mit
einer kompletten DOPPELHÜLLE einen neuen Schiffstyp dar- die SCHALLDÄMPFUNG zur
Erhöhung des Komforts an Bord von Schiffen erfährt eine umfangreiche
Beachtung99.
- Gerhard Timmermann führt eine vergleichende Betrachtung der BODENFUNDE VON
SCHIFFEN als Grundlage der Schiffsgeschichte durch.100
- Der von dem holländischen Ingenieur Speksnijder erfundene SPEKANKER, der
besonders gute Eigenschaften beim Einholen in die ANKERKLÜSE und gute
Halteeigenschaften auf dem Meeresgrund besitzt, da der Schwerpunkt des
ANKERKOPFES in der Drehachse des ANKERSCHAFTES liegt, wird vorgestellt 101.
- Die Orenstein- Koppel Lübecker Maschinenbau A. G. (LMG) baut den selbst
fahrenden dieselelektrischen Laderaum Schleppkopf SAUGEBAGGER SUMATRA II. Es
handelt sich um den größten Bagger seiner Art in der Reihe von großen
Saugbaggern, die seit 1913 in Lübeck gebaut worden sind102.
- Prof. Weinblum berichtet über den derzeitigen Stand der internationalen
Untersuchungen über die BEANSPRUCHUNG VON SCHIFFEN IM SEEGANG, insbesondere
der stoßartigen Beanspruchung103.
- Die internationale Diskussion über die Möglichkeiten des Einsatzes von
KERNENERGIE IM SCHIFFBAU wird durchaus positiv beurteilt104.
- ELEKTRISCHE SCHLUPFKUPPLUNGEN, die 1954 von der AEG entwickelt wurden,
werden in größerem Umfang im deutschen Schiffbau verwendet105,106,107,108.
- Die Anforderungen an den Werkstoff für Schiffspropeller in Bezug auf KORROSION
und EROSION ist Gegenstand intensiver Untersuchungen109.
- Der WIRTSCHAFTLICHE TRANSPORT VON großen Mengen ERZEN führt zu
umfangreichen Überlegungen hierfür spezielle MASSENGUTSCHIFFE zu konzipieren. Im
Wesentlichen handelt es sich um die Gestaltung der Laderäume zur optimalen
Beladung- und Löschung von Schüttgütern110.
- Die SCHWEIßTECHNIK, als wichtigste Verbindungsmöglichkeit im Stahlschiffbau,
erfährt eine vertiefte Untersuchung insbesondere zur SPRÖDBRUCHFRAGE.111
- Güte und Wirtschaftlichkeit des Schweißens im Schiffbau wird durch
Weiterentwicklungen der Schweißelektroden nachhaltig verbessert112.

98
Jung, H.: Die Hafen- und Seeschlepper “Michael“ und „W. Th. Stratmann“, S+H, 1956, S. 35
99
Jakob, J.: Schall Dämpfung im Schiffbau, S+H, 1956, S. 121
100
Timmermann, G.: Vom Einbaum zum Wikingerschiff, S+H, 1956, S. 130, 218 336, 403, 431, 545..
101
Köppler, F.: Der Spekanker, eine verbesserte Konstruktion des stocklosen Bugankers
102
Raper, L.; Klucker, O.: Sumatra II, S+H, 1956, S. 517.
103
Weinblum, G.: Neuer Untersuchungen über die das Schiff im Seegang beanspruchenden Kräfte,
Hansa, 1956, S. 352.
104
Wehner, H.: Atomkraft für Handelsschiffe, Hansa, 1956, S. 372.
105
Borre, H.: Die elektrische Schlupfkupplung und ihre Anwendung im Schiffbau, Hansa, 1956, S. 526.
106
Morawetz, R: Betriebsverhalten von Schraubenantrieben mit elektromagnetischen
Schlupfkupplungen, Hansa, 1958, S. 399.
107
Benz, W.: Kenngrößen elektromagnetischer Schlupfkupplungen für Schiffsmotorenanlagen, S+H,
1959, S. 469
108
Schewe, W., Münnich, K.: Auslegung und Anwendung der elektromagnetischen Schlupfkupplungen
im Schiffbau, S+H, 1960, S. 8.
109
Brehme, H., Möller, J.: Korrosion und Erosion an Schiffspropellern, Hansa, 1956, S.540.
110
Dohrmann, H.: Der Erztransport und seine Anforderungen an den Schiffbau,, Hansa, 1956, S. 765,
989.
111
Zeyen. K. L.: Neue Erkenntnisse und Fortschritte auf dem Gebiet der Metallurgie des Schweißens
von Eisenwerkstoffen, Hansa, 1956, S. 795, 939, Hansa, 1959, S. 1198, Hansa, 1960, S.799, 1244.

19
- Der Vergleich zwischen AZETYLEN und PROPAN als Heizgas zum BRENNSCHNEIDEN
ergibt eine wesentlich höhere Wirtschaftlichkeit von Azetylen113.
- Der Erfinder des OPTISCHEN ANZEICHNENS Johannes Kriepke berichtet über das
optische Anzeichnen im Vergleich mit den USA, Frankreich und England 114,115.
- Die Vereinheitlichung der Werkstoffvorschriften durch die
Klassifikationsgesellschaften hat Fortschritte gemacht, sodass zwar diese noch nicht
einheitlich, aber doch vergleichbar sind116.

- Die Schäden an den Liberty- Schiffen hatte in den USA zu einem thermischen
Verfahren unter der Bezeichnung Controlled Low-Temperature Stress
Relieving geführt mit dem SCHWEIßEIGENSPANNUNGEN deutlich reduziert
werden. Dieses Verfahren wird beim Bau hochwertiger Schiffen empfohlen117.
-

Prinzip des Abbaus der Eigenspannungen durch autogenes Entspannen

112
Zeyen. K. L.: Streiflichter zu Neuentwicklungen auf dem Gebiete der Schweißelektroden, Hansa,
1956, S. 1067
113
Lange, B.: Wirtschaftliche Erwägung bei der Verwendung von verschiedenen Heizgasen in der
Schiffbaustahlverarbeitung, Hansa, 1956, S. 1022.
114
Kriepke, J.: Optisches Anzeichnen und maschinelles Brennschneiden, Hansa, 1956, S. 1164,
Hansa 1959, S. 423.
115
Riet v., J. W.: Optisches Anzeichnen und maschinelles Brennschneiden, Hansa, 1956, S. 2245.
116
Janssen, W.: Vereinheitlichung von Schiffbaustahlgüten und Abmessungen von Schiffsblechen,
Hansa, 1956, S. 2205.
117
Kunz, H. G.: Autogenes Entspannen im Schiffbau, Hansa, 1956, S. 1155.

20
Abbau der Längseigenspannungen durch autogenes Entspannen an der Oberfläche
eines 26 mm dicken Bleches

- Das Registro Italiano Navale (RINA) und der Germanische Lloyd (GL)
klassifizieren das erste TRAGFLÄCHENBOOT der Firma Supramar. In den folgenden
Jahren werden eine ganze Reihe von Tragflächenboote für den Passagierverkehr
von Supramar gebaut118.

Tragflächenboot PT20/54 der Supramar AG, Schweiz

- Die ersten GANZ GESCHWEIßTEN SEGELYACHTEN AUS ALUMINIUM, entworfen von


Sparkmann & Stephens werden in Amerika als Renn- und Fahrtenyacht gebaut119.

118
Büller, K. J.: Neue und noch größere Tragflächenboote, S+H, 1959, S. 802.
119
Aus Revue de l’aluminium, Paris, sept. 1958.

21
Die Yachten DYNA und ARIA waren die ersten aus seewasserfesten Aluminium
gebauten Renn und Fahrtenyachten.

1957
- Durch eine größere Zahl von Veröffentlichungen wird der Einsatz von ALUMINIUM im
Schiffbau propagiert120121.
- Auf der Deutschen Werft wird das Fahrgastschiff THEODOR HERZL im Rahmen der
Wiedergutmachung an die ZIM Israel Navigation Company Ltd. Als
Schwesterschiff JERUSALEM gebaut122.
- Die Krögerwerft in Rendsburg liefert den Frachter TRANSSYLVANIA Das Schiff
besitzt drei Luken von denen Luke Nr. 1 ohne Sülle gebaut ist, sodass im Vorschiff
ein völlig glattes Deck mit einer bisher noch nie verwirklichten GLATTDECKLUKE
entsteht123124.

Glattdeckluke Nr. 1 an Bord des MS TRANSSYLVANNIA

120
Segitz, W.: Verwendung von Aluminium beim Bau des Frachters „Sunrip“, S+H, 1957, S. 17
121
Reiprich, J.: Isolationsmaßnahmen beim Zusammenbau von Aluminium mit anderen Werkstoffen,
S+H, 1957, S. 13, 396
122
Brockmann, W. u. a.: Zweischrauben- Turbinen- Fahrgastschiff „Theodor Herzl“, S+H, 1957, S.
443.
123
Börnsen, G.: MS „Transsylvania“, S+H, 1957, S. 477.
124
Kratzsch, E.: Die Lukendeckel auf MS „Transsylvania, S+H, 1957, S. 670. Siehe auch Hebeler, H,
Müller, M.: Zeitstudien über Umschlagsleistungen und Durchbiegungsmessungen auf dem Frachter
„Transsylvania“, Hansa, 1960, S. 1915.

22
- LOCHFRAß in Stahlkonstruktionen, die mit Rohöl in Verbindung stehen, wird in
größerem Umfang auf Tankern beobachtet125.
- Gerhard Timmermann erklärt die historische Entwicklung der TRANSOMPLATE126.
- am 21. Sept. kentert das deutsche Frachtschulschiff die Viermastbark PAMIR.
- Die Frage der Wirtschaftlichkeit des DIESEL- bzw. DAMPFTURBINENANTRIEBES für
große Schiffe wird diskutiert. Es zeigt sich, dass ab etwa 8000 PS die Dieselantriebe
teuerer als die Dampfturbinen sind. Allerdings wird die Ladefähigkeit bei
Dieselantrieben deutlich erhöht. Auch sind die Betriebskosten deutlich niedriger als
bei Dampfturbinenantrieben.
- Die Eigenfrequenzen von Propellern können störende Geräusche hervorrufen.
Daher untersuchen Fritz Gutsche und Erich Hasbach diese Phänomene127128.
- Zur Verhinderung von Korrosion in Ballasttanks wird SCHWIMMENDES
KORROSIONSSCHUTZMITTEL, ähnlich wie das bekannte Wollfett, unter dem Namen
Floatcoat von der Texaco angeboten.
- In England, den USA und Norwegen erscheinen Studien zum Bau von
KERNENERGIE angetriebenen Handelsschiffen. Übereinstimmend sind die Ergebnisse,
dass ein solcher Antrieb für größere Tanker einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber
traditionellem Diesel- oder Dampfturbinenantrieb, insbesondere bei
Geschwindigkeiten über 17 kn, besitzt129,130,131.
- J. D. van Manen von der Schiffbauversuchsanstalt in Wageningen gibt in
Würdigung der Arbeiten von Fritz Horn, Ludwig Kort und Hans Dickmann eine
ausführliche Darstellung des Fortschrittes in der Forschung über DÜSENPROPELLER132.
- Die Hansa veröffentlicht einen Aufsatz zur Geschichte, Entwicklung und
Arbeitsweise von Hopper-Baggern133.
- Der Bau von Booten und kleineren Nutzfahrzeugen aus GLASFASER VERSTÄRKTEM
KUNSTSTOFF erfährt größere Verbreitung. Die ersten solcher Fahrzeuge wurden
schon um 1948 von der US Navy in Auftrag gegeben134.
- Odo Krappinger gibt einen Überblick über den ENTWURF VON EISBRECHERN135.
- Anlässlich des Demonstrationstauziehens zwischen einem 180 PS Schleppers
ohne KORTDÜSE und einem 120 PS Schleppers mit Kortdüse auf der Weser bei
Minden vor 25 Jahren (1932), bei dem der kleinere Schlepper den größeren hinter
sich her gezogen hatte, wird ein Überblick über die Anwendung der Kortdüse in den
vergangenen 25 Jahren gegeben136.

125
Becker, G, Dick, W.: Lochfraß in Rohöltransportschiffen, S+H, 1957, S. 510.
126
Timmermann, G.. Zur Geschichte der Transomplatte, S+H, 1957, S. 694.
127
Gutsche, F., Geräusche- und Tonerzeugung an Schiffsschrauben, S+H, 1957, S. 166.
128
Hasbach, E.: Eigenfrequenzen von Schiffsschrauben über und unter Wasser, S+H, 1957, S.
976,1079.
129
N. N.: Kernenergie für den Antrieb von Handelsschiffen, S+H, 1957, S. 663.
130
N. N.: Norwegische Untersuchung über den Antrieb von Tankern, S+H, 1957, S. 735.
131
Maddocks, K.: Kernreaktoren als Energiequelle für den Antrieb von Handelsschiffen, S+H, 1957, S.
210.
132
Manen van, J. D.: Neuere Fortschritte in der Forschung über Düsenpropeller, S+H, 1957, S. 101.
133
N.N.: Der Hopper-Bagger, Hansa, 1957, S. 163, 304..
134
Bestmann, J.: Der Bau von Kunstharzbooten, Hansa, 1957, S. 588.
135
Krappinger, O.: Eisbrecher und ihr Entwurf, Hansa, 1957, S. 675.
136
Roscher, E. K.: 25 Jahre Kort-Düsen-Antrieb, Hansa, 1957, S. 1125.

23
-
Das Diagramm zeigt sehr schön die Möglichkeiten der Verbesserung eines Antriebes
durch eine Düse.

- Da die HAMBURGISCHE FÄHRSCHIFFSFLOTTE schon vor dem Krieg erheblichen


Neubaubedarf hatte und durch die Kriegseinwirkungen schwere Schäden
entstanden waren, kam es in den 50. Jahren zu einem umfangreichen
Neubauprogramm mit zum Teil auch neuartigen Konstruktionen137.

1958
- Prof. Wendel und Kapt. Platzoeder legen ihr Gutachten zum Untergang des
Segelschulschiffes PAMIR vor. Es ist unzweifelhaft das Kentern durch übergehende
Gerstenladung verursacht worden138.
- Die ZUNDERENTFERNUNG der Schiffbaubleche mittels ABBEIZEN, SANDSTRAHLEN und
ABWITTERUNG wird detailliert untersucht139.
- Die Fragen der KORROSION schiffbaulicher Stahlkonstruktionen insbesondere von
PITTINGBILDUNG und LOCHFRAß sowie die Verhinderung von Korrosion durch
KATHODISCHEN SCHUTZ sind Gegenstand ausführlicher
Untersuchungen140,141,142,143,144,145.

137
Barthel, F.: Moderne Schiffe als Nahverkehrsmittel, Hansa, 1957, S. 1257,1759,1980 Hansa, 1958,
S. 573, 2069.
138
Wendel, K., Platzoeder, W.: Der Untergang des Segelschulschiffes Pamir, Hansa, 1958,
S.367,430,434.
139
Rädeker, W.: Die Ergebnisse der Gemeinschaftsuntersuchung über die Zunderentfernung von
Schiffsblechen, S+H, 1958, S. 23.
140
Schormaier, J.: Beobachtungen und Feststellungen auf dem Gebiet der Tankerkorrosion, S+H,
1958, S. 25
141
Hil, F. W.: Die ursächlichen Bedingungen der Lochfraßkorrosion, S+H, 1958, S. 29
142
Adams, H. I.; Hudson, I. C.: Korrosionserscheinungen auf Frachtschiffen und ihre Verhinderung,
Übersetzter Ausschnitt von Creutzfeldt, W. H., S+H, 1958, S. 39, 213.
143
Tydell, B. H.; Preiser, H. S.: Kathodischer Schutz eines im Dienst befindlichen Schiffes durch
Verwendung von Zink-Anoden, Übersetzung von Schünke, W., S+H, 1958, S. 45
144
Engell. H.-J., Wever, F.: Untersuchung über Lochfraßkorrosion in Rohöl-Tankschiffen, S+H, 1958,
S. 39
145
Determann, H.: Lochfraßkorrosion und Stahlqualität, Hansa, 1956, S. 538.

24
- HOLZWERKSTOFFE werden nach wie vor in größerem Umfang im Schiffbau
verwendet. Dieses allerdings überwiegend als HARTFASERPLATTEN, SPERRHOLZ und
SPANPLATTEN aber auch als ZIMMEREIHOLZ und TISCHLERVOLLHOLZ146.
-. Die ZERSTÖRUNGSFREIE PRÜFUNG VON SCHWEIßNÄHTEN mittels RÖNTGENSTRAHLEN
ULTRASCHALL- und OBERFLÄCHENRISSPRÜFUNG mittels neuer Prüfgeräte findet größere
Verbreitung im Schiffbau147.
- Die Versuchsanstalt für Binnenschiffbau in Duisburg nimmt den ihren Betriebe
auf.
- Die Götaverken in Göteborg, Schweden projektieren einen 65 000 tdw Tanker mit
einem KERNENERGIEANTRIEB von 30 000 WPS, der das Schiff mit 18 kn antreiben soll.
Das Schiff soll einen SIEDEWASSER- REAKTOR erhalten, der den Dampf für die
Turbinengeneratoren für den elektrischen Propellerantrieb direkt erzeugen soll 148.

Projekt eines Kernenergie angetriebenen Tanker

- Kurt Eckelmann gibt eine ausführliche Darstellung der Entwicklung der Hamburger
SCHUTEN149.
- Das Segelschulschiff GORCH FOCK, gebaut bei Blohm & Voss geht in Fahrt. Das
Schiff ist ein Nachbau der GORCH FOCK der Reichsmarine, die als TOWARISCHTSCH in
der Sowjetischen Kriegsmarine Dienst tut.
- Die Rickmers Werft baut den Hecktrawler SAGITTA (III) mit Gasturbinenantrieb für
die Reederei F. Buss.
- Der SIEDEWASSER-REAKTOR für den Schiffsantrieb wird diskutiert. Hauptvorteil des
Kernenergieantriebes wird darin gesehen, dass der Brennstoff für eine Zeit von ein
bis zwei Jahren reicht.
- AUFBLASBARE RETTUNGSMITTEL, wie in der Luftfahrt bereits verwendet werden,
finden Eingang in der Schifffahrt150.
- Auf Betreiben von Heinrich Waas wird der Tonnenleger W ALTER KÖRTE sowohl mit
einer elastischen Stevenrohrlagerung einer sog. GRIM’SCHEN W ELLE, als auch mit
einem VERSTELLPROPELLER und einem PLEUGER AKTIV RUDER ausgerüstet. Außerdem
erhält das Schiff ein JASTRAM BUGSTRAHLRUDER151. Als Antriebsanlage werden vier

146
Jensch, H.: Holz für Schiffbau und Schiffahrt, S+H, 1958, S. 49
147
Rüdel, F. W.: Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißnähten, S+H, 1958, S. 304,394.
148
Harms, H.: Projekt eines Atomtankers von 65 000 tdw Tragfähigkeit, S+H, 1958, S. 628
149
Eckelmann, K.: Hamburger Schutenform, S+H, 1958, S. 776, Hansa, 1958, S. 2051.Siehe auch
Eckelmann, K.: Weitere Fortschritte in der Rationalisierung des Hafenbetriebes, S+H, 1961, S. 1238.
150
Koppenhagen, R.: Über die automatischen Schlauchrettungsinseln un deren Entwicklung, Hansa,
1958, S. 700.
151
Waas, H.: Der Tonnenleger „Walter Körte“, Hansa 1958, S. 719.

25
schnell laufende Dieselmotoren mit einem Getriebe eingebaut, über das auch die
Generatoren versorgt werden.

Tonnenleger Walter Körte

Jastram Bugstrahlruder

- Prof. Wendel schlägt das sog. OFFENE SCHIFF vor, welches mit sehr großen Luken
ausgerüstet es ermöglicht, Stückgutladung ausschließlich vertikal zu stauen, sodass
die zeitaufwendige QUERSTAUUNG entfällt. Auf der Idee Wendels beruhen die
heutigen CONTAINERSCHIFFE.
- Heinrich Waas berichtet über die Wirkung von STAMPFANLAGEN BEI EISBRECHERN152.
Die THEORIE DES EISBRECHENS MIT STAMPFANLAGEN ist einige Jahre später
Gegenstand einer Untersuchung153.

152
Waas, H.: Die Wirkung von Stampfanlagen bei Eisbrechern, S+H, 1959, H. 12.
153
Mohácsi, S.: Kinematik von Eisbrechern mit Stampfanlagen, S+H, 1965, S. 461.

26
- Im Rahmen der weltweiten Untersuchungen DER SICHERHEIT VON KERNENERGIE
angetriebenen Schiffen werden in Japan umfangreiche KOLLISIONSVERSUCHE mit
Modellen von unterschiedlichsten TANKERKONSTRUKTIONEN durchgeführt. Hierzu
werden zahlreiche Stahlkonstruktionen von Tankschiffen im Maßstab 1:20
experimentell untersucht154.

Japanischer Kollisionsversuchsstand

Eine der unterschiedlichen Stahlkonstruktionen im Bereich des Reaktors des


japanischen Projektes für einen Kernenergie angetriebenen Tankers.

154
N.N.: Die Widerstandsfähigkeit verschiedener Bordwandkonstruktionen bei Zusammenstößen,
Hansa, 1962, S. 2174.

27
Hauptspant des Stückgut/ Containerschiffs GOLDENFELS/GUTENFELS, gebaut
1970 bei den Lübecker Flender – Werken. Die Idee des „Offenen Schiffes“ von Prof.
Wendel ermöglicht sowohl Stückgut als auch Container im Laderaum zu
transportieren.

1959
- C. W. Prohaska berichtet über die in den Jahren 1956 bis 1957 an der
Technischen Hochschule Kopenhagen Lynby durchgeführten schiffstechnischen
Berechnungen mittels elektronischer Rechner155.
- Der erste in Deutschland gebaute HECK-TRAWLER HEINRICH MEINS geht in Fahrt.
Das Schiff wird diesel-elektrisch durch zwei Schrauben angetrieben.
- Die Motoryacht BEVINDA ist mit einer Länge von 17,06m das bisher größte Schiff
aus GLASFASER VERSTÄRKTEM KUNSTSTOFF gebaute Schiff.
- Auf der Industrieausstellung in Utrecht wird in einer Vortragsreihe ausführlich über
die Möglichkeiten des Einsatzes der KERNENERGIE von holländischen, englischen,
deutschen und norwegischen Fachleuten referiert. Der Bau wird insgesamt positiv
beurteilt156.
- Die Götaverken in Göteborg beginnen mit dem Bau einer neuen Werft in Arendal in
der modernste Fertigungsmethoden wie die Fließbandfertigung realisiert werden soll.
- Die Unfangreichen Untersuchungen zum Bruchverhalten von Schäkeln, veranlasst
vom Germanischen Lloyd, ergeben erstmalig zuverlässige Bruchlasten von
Schäkeln157.
- Heinz Doctor beschreibt die Entwicklung der deutschen TORPEDO SCHNELLBOOTE
bis 1945158.

155
Prohaska, C. W.: Das elektronische Rechenverfahren im Schiffbau, S+H, 1959, S. 976.
156
N. N.: Schiffskernenergieantriebe, S+H, 1959, S.: 478.
157
Gütschow, W., Schütze, C.: Belastungsprüfungen und Dehnungsmessungen an Schäkeln, S+H,
1959, S. 811.
158
Doctor, H.: Die Entwicklung der deutschen Torpedo- Schnellboote, Hansa, 1959, S. 411.

28
- Nachdem in den Jahren 1951 bis 1954 mehrere Sprödbruchunfälle von Schiffen
gemeldet wurden wird die Frage der SPRÖDBRUCHANFÄLLIGKEIT der geschweißten
Schiffskonstruktion erneut eingehend diskutiert159.
- Völlig GESCHLOSSENE RETTUNGSBOOTE aus Glasfaser verstärktem Kunststoff (GFK)
ersetzen die herkömmlichen Rettungsboote160.

Vollständig geschlossenes Rettungsboot aus GFK

- Die SCHUBSCHIFFFAHRT in RUSSLAND begann 1943 mit den ersten Versuchen auf
dem Moskau-Wolga Kanal. 1957 wurde der erste Schubschlepper auf der Wolga
eingesetzt161.
- Die GASTURBINE als Schiffsantrieb ist immer noch Gegenstand ausführlicher
Überlegungen162.- Die Studiengesellschaft zur Förderung der Kernenergieverwertung
in Schiffbau und Schiffahrt e. V. veranstaltet eine Tagung auf der eine größere
Anzahl von Vorträgen sich mit den unterschiedlichsten REAKTORTYPEN , dem Bau des
US Kernenergieschiffes SAVANNAH, sowie spezieller Sicherheitsfragen, diskutiert
werden163.

1960
- Minorsky gibt eine einfache Abschätzung der absorbierten Energie bei Kollision
zweier Schiffe. Die arbeit kennzeichne den Beginn der KOLLISIONSFORSCHUNG im
Schiffbau164.

159
Häusler, W.. Sprödbrüche in geschweißten Schiffen, Auswertung des Vortrages von Hodgson, J.
und G. M. Byd, Trans. INA 1958, London, Hansa,1959, S. 427.
160
Schultz, K.: Ein neuartiges Rettungsboot aus Kunststoff, S+H, 1959, S.: 478.
161
N. N.: Russisches Schubschlepper, Hansa, 1959, S. 342.
162
Schwechheimer, H. J.: Die Gasturbine als Schiffsantrieb, Hansa, 1959, S. 801.
163
Kernreaktoren für Schiffsbetriebe, S+H, 1960, S. 128, Siehe auch Hansa 1959, S. 2611,1960, S.
189, 251, 343.
164
Minorsky, V. U.: Eine Studie über Schiffskollisionen mit Bezug auf schiffbauliche
Schutzmaßnahmen für Kernenergie- Antriebsanlagen, S+H, 1960, S. 163.

29
- Die Rationalisierung des GÜTERUMSCHLAGES wird durch Modernisierung der
Hamburger HAFENSCHIFFFAHRT nachhaltig gesteigert165.

So wurde noch 1960 Stückgut verladen

- In Hamburg findet eine Tagung zur SCHIFFSLÄRMBEKÄMPFUNG mit einer Vielzahl von
Beiträgen statt166.
- .E. Schneider stellt erstmalig ein numerisches Verfahren zur Berechnung der
TORSION von schiffsähnlichen Kastenträgern vor. Das Verfahren beruht auf dem im
Flugzeugbau u. a. von Prof. Hans Ebner entwickelte SCHUBFELDTHEORIE167.
- Gerhard Timmermann berichtet über den Niederländischen Einfluss auf den
Schiffbau Schleswig-Holsteins in der Vergangenheit168.
- Krupp baut für Jacques Piccard eine Tauchkugel mit der dieser 11521 m in den
Marianengraben taucht. Die Kugel wird aus 34 Cr Ni Mo 6 geschmiedet. Der
Werkstoff besitzt eine Streckgrenze von 920 N/mm2 und eine Bruchdehnung von
15,4 %.
- In Hamburg wird eine Fachtechnische Tagung KORROSION UND KORROSIONSSCHUTZ
am Schiff und im Hafen abgehalten.
- Die ABTEILUNG SCHIFFSTECHNIK der Technischen Universität Berlin wird 100 Jahre
alt169.
- Die Föttinger-Kupplung erfährt erneute Beachtung170.
- Das ELEKTRO- SCHLACKENSCHWEIßUNG zur Verschweißung der senkrechten
Sektionsstöße entwickelt in der Sowjetunion wird beim bau der Großtanker
eingeführt.

165
Eckelmann, K.: Rationalisierung in der Hamburger Hafenschiffahrt, Hansa, 1960, S. 327.
166
Tagung Schiffslärmbekämpfung, S+H, 1960, S. 270.
167
Schneider, E.: Angenäherte Berechnung schiffsähnlicher Kastenträger ohne und mit Zwischendeck
bei Drillbeanspruchung, S+H, 1960, S. 327, 429.
168
Timmermann, G.: Niederländischer Einfluß auf den Schiffbau Schleswig-Holsteins in der
Vergangenheit, S+H, 1960, s. 350.
169
Horn, F.: 100 Jahre Abteilung Schiffstechnik an der Technischen Universität Berlin, Hansa, 1960,
S. 2353.
170
Voigt, R.: Aktivierte Föttinger- Kupplung, , S+H, 1960, S. 926.

30
Schema der Elektroschlackenschweißung. 1 Werkstück, 2 Schlackenhalter,
3Schlackenbad, 4 Elektrode, 5 Metallbad, 6 Schweißgut, 7 Kühlwasserrohre

Hermann Wendel stellt sein TRAGFLÄCHENBOOt vor171 und wird diskutiert172,173.

Wendel – Schnellboot

Die Entfernung der Walzhaut durch Sandstrahlen gewinnt an Bedeutung im


Schiffbau. Das Verfahren selbst ist bereits vor ca. 100 Jahre angewendet worden174
- Die UMSTRÖMUNG VON SCHIFFSSCHORNSTEINEN wird durch
Windkanaluntersuchungen systematisch untersucht175,176.

171
Wendel, H.: Das Wendel-Schnellboot, S+H, 1960, S.605.
172
Lachmann, G. V.: Übertragung von Lehren und Erfahrungen aus der Flugtechnik auf Wendel-
Schnellschiffe, S+H, 1960, S.777..
173
N.N.: Die Wendel- Schnellschiffe, S+H, 1960, S.875.
174
Zaat, J. H. :Voruntersuchung über die Strahlreinigung von Stahlkonstruktionen, S+H, 1960, S.624..
175
Wille, R.: Strömungsvorgänge an Schiffsschornsteinen, J STG, 54. Bd., Springer Verlag, Berlin
1960
176
Richter, E.: Maßnahmen zur Erzielung günstiger Abgasströmung aus Schiffsschornsteinen, S+H,
1961, S. 875.

31
- In Weiterentwicklung des W ESTPHAL FLOSSES baut die Krupp Binnenschiffahrt ein
neues System von SCHWERLASTFLÖßEN in der Ruhrorter Schiffswerft177. Die
einzelnen Lastflöße waren 15 m lang und auch 15 m breit und hatten eine
Tragfähigkeit von 500t.
- Wegen wesentlich längerer Einsatzzeit und größerer Leistungen wird der
KERNENERGIEANTRIEB FÜR EISBRECHER propagiert178.
- Ein NEUARTIGES LADEGESCHIRR aus eine Kombination eines Doppellenker
Wippkranes und Komponenten des traditionellen Ladegeschirres wird zur
Rationalisierung des Ladungsbetriebes vorgeschlagen179.
- Johann Kriepke schlägt ein Gerät vor zur ABWICKLUNG VON AUßENHAUTPLATTEN zu
Herstellung von 1:10 optischen Brennunterlagen vor. Das Gerät ist dann mit dem
Spitznamen Igel viele Jahre auf deutschen Werften im Einsatz gewesen 180.

Zur Abwicklung von gekrümmten Flächen im Maßstab von 1:10 entwickelte Johann
Kriepke den Igel

- Um in den Markt des Gastransportes zu kommen fertigt die die A. G. Weser eine
umfangreiche Entwurfsstudie für GASTANKER an181.
- Kurt Wendel publiziert eine Arbeit zur Bestimmung der W AHRSCHEINLICHKEIT DES
ÜBERSTEHENS VON VERLETZUNGEN auf der Basis einer probabilistischen Betrachtung.
Das Vorgehen von Wendel wurde die Grundlage für die Neufassung des
Internationalen Vertrages zum Schutz des menschlichen Lebens (SOLAS)182183.
- Der Aufbau der Schlieker Werft auf dem Geländer von Blohm & Voss ist soweit
fortgeschritten, dass nunmehr große Massengutschiffe gebaut werden können184.
- In Hamburg findet ein Kongress zur Lärmbekämpfung auf Schiffen statt. Außer
medizinischen Fragen werden über Maßnahmen zu Lärmbekämpfung und
Maßnahmen zur Reduzierung berichtet185.
177
Zahn, H.: Das Schwerlastfloß der Ruhrorter Schiffswerft, Hansa, 1960, S. 405.
178
Lank, S. W.; Oakley G. H.: Kernenergie für Eisbrecher, Hansa, 1960, S. 733.
179
Stummer, W.: Neuartiges Ladegerät, Hansa, 1960, S. 779. Sieh auch S+H, 1963, S. 154.
180
Kriepke, J.: Spezialgerät zum Abwickeln von Außenhautplatten und anderer stark verformter
Bauteile, Hansa, 1960, S. 785.
181
Volger, M.: Der Seetransport von flüssigen Erdgasen, Hansa, 1960, S. 1043. Siehe auch Salnikoff,
W.: Schiffstransport von Flüssiggas, Hansa, 1960,
182
N. N.: Sicherheit durch Unterteilung, Hansa, 1960, S. 1073.
183
Wendel, K.: Die Wahrscheinlichkeit des Überstehens von Verletzungen, Schiffstechnik, 1960, S. 47.
184
Riet van, J. H.: Der Aufbau der Schlieker Werft, Hansa, 1960, S. 1253.
185
N. N.: Schiffslärmbekämpfung, Hansa 1960, S. 597.

32
- In Bremen veranstaltet der VDE eine Fachtagung ELEKTRISCHE ANTRIEBE AUF
SCHIFFEN186.
- Der ELEKTRISCHE PROPELLERANTRIEB wird wegen seiner Vorteile bei
unterschiedlichen Betriebszuständen ins Gespräch gebracht187.
- Heinz Doctor publiziert eine kurze Entwicklungsgeschichte des Tragflügelbootes188.
- Karl Büller stellt verschiedene Ideen vor, den Tiefgang von TRAGFLÄCHENBOOTEN
zu verringern, da die verhältnismäßig großen Tiefgänge von Tragflächenbooten den
Einsatz in der Binnenschifffahrt beschränken189.
- Die ULTRASCHALPRÜFUNG von Platten und Schweißungen wird propagiert190.
- Die Schubschifffahrt entwickelt sich besonders auf dem Rhein neben der
Motorgüterschifffahrt zur wichtigsten Transporttechnik191.
- Der VOITH-SCHNEIDERANTRIEB wird verstärkt in den sog. W ASSERTRECKERN als
wendige Schlepper und sogar als EISBRECHTRECKER eingesetzt192.

Eisbrechtrecker AKILLES, gebaut in Finnland

- Der Transport von Autos in Stückgut- und Massengutschiffen nach Übersee


erfordert neuartige AUTODECKS193,194,195.

186
N.N.: Elektrische Antriebe auf Schiffen, Hansa, 1960. 535
187
Kat de, K.: Einige Betrachtungen über den elektrischen Propellerantrieb von Schiffen, Hansa, 1960,
S. 433, 2008..
188
Doctor, H.: Die Entwicklung des Tragflügelboote, Hansa.1960, S. 2319. Siehe auch Russische
Tragflügelboote, Hansa, 1960, 2600.
189
Büller, K.: Einige Möglichkeiten den Tiefgang von Tragflächenbooten zu verringern, Hansa, 1960,
S. 447.
190
Lehfeldt, W.: Ultraschall-Prüfung von Schiffsblechen, Hansa, 1960, S. 441.
191
Bumm, H.: Die Entwicklung der Schubschiffahrt, Hansa, 1960, S. 1451. Siehe auch Zahn, H.:
Schubschiffahrt für Kanäle, Hansa, 1960, S. 1741 und Schäle, E.: Manövrierversuche mit starren
Schubverbänden auf beschränktem Fahrwasser, Hansa,1960. S. 2385..
192
Baer, W; Fork, W.: Die Entwicklung des Voith- Wassertreckers, Hansa, 1960, S. 1535.
193
Heptner, P.: Einrichtungen zum Transport von Kraftfahrzeugen auf Schiffen, Hansa, 1960, S. 1921.

33
Transport von Autos im Massengutschiffen mittels spezieller Autohängedecks.

- Die Vereinheitlichung der Materialkennwerte führt zur allgemeinen Einführung der


STAHLGÜTEN A, D UND E.
- Die ersten deutschen Schubeinheiten auf dem Rhein gehen in Fahrt196.
- Der erste Schubverband wird auf der Elbe eingesetzt197.
- In London findet die Internationale Schiffssicherheitskonferenz London 1960
statt198.
- Die MECHANISCHE ENTZUNDERUNG beginnt allgemeiner Standard beim Bau von
Schiffen in Deutschland zu werden, wobei das vertikale Strahlen dem horizontalen
Vorteile verspricht199.

1961
- Obwohl auch verwickelte schiffbauliche Konstruktionen ganz in schweißtechnischer
Konstruktion ausgeführt werden, werden nach wie vor einige Bauteile als
GUSSKONSTRUKTION empfohlen. Wobei STAHLGUSS (GS), LAMELLENGRAPHIT GRAUGUSS
(GGL) und GRAUGUSS MIT KUGELGRAPHIT (GGG) verwendet wird200.
- Gerhard Timmermann beschreibt die zeichnerische DARSTELLUNG DER
SCHIFFSFORM in der Vergangenheit201.
- Den Stand der GROßDIESELMOTOREN für die Seeschifffahrt wird durch verschiedene
Herstellern beschrieben.202203204.
194
Terno, P.: Der Seetransport von Autos, Hansa, 1960, S. 1925.
195
Pundt, J.; Dürkop, H.: 23 000tdw Autotransport- Massengutfrachtschiff, S+H, 1963, S.540.
196
Hummel, A.: Wasserbüffel und Nashorn, Hansa, 1960, S. 1975.
197
Pfenningstorf, J.: Elbschub, erster Schubverband auf der Elbe, Hansa, 1960, S. 2225.
198
Scholvin, J. u. a.: Die Internationale Schiffssicherheitskonferenz London 1960, Hansa, 1960, 2168,
2357, 2534, Hansa, 1961, S. 490.
199
Wirtz, H.: Mechanische Entzunderung von Schiffsblechen, Hansa, 1960, S. 2415.
200
Repetzki, K. R.: Die Nutzung der Eigenschaften gegossener Eisenwerkstoffe bei neuzeitlichen
Schiffselementen, S+H, 1961, S. 1.
201
Timmermann, G.: Zeichnerische Festlegung der Schiffsform in der Vergangenheit, S+H, 1961, S.
43.

34
- Die Diskussion des Kernenergieantriebes von Schiffen wird besonders von der
Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt (GKSS)
publizistisch geführt205.
- Sicherheitsfragen beim Betrieb von KERNENERGIEANLAGEN AUF SCHIFFEN sind
Gegenstand ausführlicher Untersuchungen am Lehrstuhl von Prof. Illies an der TH
Hannover206.

Anordnung einer Kernenergieantriebsanlage in einem Tankschiff

- Das Fährschiff BORE erhält, als eines der letzten Seeschiffe wegen ihres weichen
Laufes, eine von den Götaverken, Schweden entworfene DREIFACH EXPANSIONS
207
DAMPFMASCHINE von 3050 PSi und 122 Upm . Die Maschine ist nach den Prinzipien
moderner Dieselmotoren mit zwei Mitteldruckzylindern von unterschiedlichen
Zylinderdurchmessern gebaut.
- Die Firma Oerlikon, Bührle & Co. publiziert eine Reihe von Fortschrittsberichten
der internationalen Entwicklung der Schweißtechnik208.
- Prof. Wilhelm Sturtzel veranstaltet im Haus der Technik in Essen eine
Vortragsreihe zur Entwicklung des MASSENGUTTRANSPORTES IN DER
BINNENSCHIFFFAHRT. Dabei wird auf die Leistungssteigerung durch die TYPISIERUNG
209
DER BINNENSCHIFFE, sowie die SCHUBSCHIFFFAHRT ausführlich eingegangen .
- Der LEHRSTUHL FÜR ENTWERFEN VON SCHIFFEN UND SCHIFFSTHEORIE DER TH
HANNOVER (Prof. Wendel) beschreibt den Stand schiffbautechnischen Berechnungen
mit ELEKTRONISCHEN RECHNERN210.

202
Schmidt, F.: Der heutige Stand der Großmotoren in der Seeschiffahrt, S+H, 1961, S. 116..
203
N. N.: Burmeister & Wain führen neuen Dieselmotor vor, S+H, 1961, S. 125.
204
N. N.: Der Fiat- Großdiesel 900, S+H, 1961, S. 128
205
Daldrup, H.: Die Entwicklung vom Kernenergieantrieb für Handelsschiffe, Hansa, 1960, S. 2401.
206
Gerold, K.: Einige Sicherheitsprobleme bei Schiffsreaktoranlagen, S+H, 1961, S. 132.
207
N. N.: Eine moderne Kolbendampfmaschine, S+H, 1961, S. 137.
208
Zeyen, K. L.: S+H, 1960, S. 7, 221, 442,632,709, 889, 970, 1210,262,348,465,641, 715,895. S+H,
1961, S. 632, 709, 889, 970, 1963, S. 22
209
Sturtzel, W. u. a.: Die Entwicklungstendenzen im Massengutverkehr auf Binnenwasserstrassen,
S+H, 1961, S. 379.
210
Knüpffer, K.: Vorführung schiffbaulicher Berechnungen auf einem Elektronenrechner IBM 650 an
der Technischen Hochschule Hannover, S+H, 1961, S. 421.

35
- Ulrich Johannsen berichtet über die Erfahrungen mit den in Dänemark
entwickelten elektronischen Rechenprogrammen für schiffbauliche Berechnungen211.
- Der Transport von VERFLÜSSIGTEN GASEN212 erfolgt meist in Druckgefäßen in dafür
umgebauten Tankern. Der wachsende Bedarf führt zu Überlegungen speziell für den
Transport von verflüssigtem Gas konstruierte Schiffe zu bauen213.
- Aus Anlass des 10 jährigen Bestehens der schiffstechnischen Fakultät findet in
Rostock ein Symposium zu den SCHWINGUNGSERSCHEINUNGEN der Schiffstechnik. Es
werden Probleme der Steuerbarkeit von Schiffen, Gerhard Schmitz, Sicherheit des
Schiffes im Seegang, Otto Grim, Schwingungen der Wellenleitung, Siegfried
Schuster, elastische Schiffskörperschwingungen, W. Biermann, Motor erregte
Schwingungen, F. Schmidt, behandelt 214.
- Kurt Eckelmann berichtet vom Wandel der hamburgischen SPITZSCHUTE zu der
Kasten- Puntschute215.
- Das FLAMMSTRAHLEN zur Oberflächenvorbereitung zum Beschichten gewinnt eine
gewisse Bedeutung216.
-Die Firma ESAB publiziert eine umfangreiche Arbeit über die GALVANISCHE
KORROSION von Schweißnähten an geschweißten Wasserfahrzeugen217.
- Die hydrodynamisch optimale Form für MOTORLEICHTER SCHUBVERBÄNDE ist
Gegenstand umfangreicher Untersuchungen218.
- In Glasgow findet der 1 International Ship Structure Congress (ISSC) statt, de rim
Lauf der Jahre bis dato die wichtigste Institution zur Strukturberechnung von Schiffen
geworden ist219.
- Die Kieler Howaldtwerke stellen ein Projekt für einen METHANGASTANKER vor.
Hierzu wird ein schwimmender Versuchstank gebaut, um die neuartige Isoliertechnik
aus Styropor zu erproben220.
- Die Hamburgische Schiffbauversuchsanstalt (HSVA) nimmt einen neuen
KAVITATIONSTUNNEL in Betrieb, da der Tank in der alten Versuchsanstalt nach dem
Krieg als Kriegsbeute von den Engländern requiriert worden war.

211
Johannsen, U.: Schiffbauliche Berechnungen auf elektronischen Schnellrechenanlagen,
Erfahrungen mit einigen Rechenprogrammen, S+H, 1961, S. 427.
212
Man unterscheidet heute sog. LPG (Liquified Petroleum Gas) und LNG (Liquified Natural Gas)
213
Mc Mullen, J.: Technische und wirtschaftliche Betrachtungen zum Transport von Flüssiggas, S+H,
1961, S. 429.
214
Symposium Schwingungserscheinungen der Schiffstechnik, S+H, 1961, S.479, 591.
215
Eckelmann, K.: Die „Kasten“- Puntschute, S+H, 1961, S.548.
216
Jess, H.: Aus der Praxis des Flammstrahlens, S+H, 1961, S.557..
217
Valanti, V. O.: Über galvanische Korrosion von Schweißnähten an geschweißten
Wasserfahrzeugen, S+H, 1961, S.695..
218
Heuser, H. H.: Untersuchungen über Antrieb und Manövrierfähigkeit von Motorleichter-
Schubverbände für den Einsatz auf flachem Wasser, S+H, 1961, S. 1003.
219
Weiß, S. 1. Internationaler Kongress über Schiffsfestigkeit, S+H, 1961, S. 1023.
220
Meesen, H.: Der Methan-Gastanker der Kieler Howaldtswerke AG, Kiel, S+H, 1961, S. 1061.

36
Der neue große Kavitationstunnel der HSVA

- Es finden zwei wichtige Kongresse zur VERMESSUNG VON SCHIFFEN STATT, auf denen
wichtige Fragen der gegenwärtigen Vermessungspraxis diskutiert werden221.
- Auf der Grossen Schweißtechnische Tagung 1961 in Essen werden wichtige
Fragen des SCHWEIßENS IM DEN SCHIFFBAU behandelt222.
- In Finnland werden neue sehr leistungsstarke EISBRECHER gebaut und auch
Projekte für Kernenergieangetriebene Eisbrecher durchgeführt223.
- Die Interesse am Bau von KONVENTIONELLEN U BOOTEN ist der Hansa ein Artikel
wert224.
- Konstruktionshinweise für die Verwendung von ALUMINIUM IN DER
SCHIFFSKONSTRUKTION225.
- Der Herstellungsprozess von Blechteilen mittels BRENNSCHNEIDMASCHINEN mit
neuartigen Steuerungen wird wesentlich rationalisiert226,227.

Mehrfach Brennschneidautomat mit seitlicher optischer Abtastung

221
Eisenhardt, E.: Vereinheitlichung oder Abkehr von den gegenwärtigen Vermessungssystem, S+H,
1961, S. 1113.
222
Verschiedene Autoren: Grosse Schweißtechnische Tagung, S+H, 191, S.958, 1119,
223
Landtman, C.: Technische Gesichtspunkte über moderne große Eisbrecher, S+H, 1961, S. 1165.
224
N. N.: Moderner Unterseebootsbau, Entwicklung, Konstruktion und Probleme, Hansa, 1961, S.
395.
225
Schönfeldt, H.: Leichtkonstruktionen aus Leichtmetallen im Schiffbau, Hansa, 1961, 1509.
226
Bechtle, R. Hysing T.: Neue Brennschneidmaschinen, Hansa 1961, S. 1723.
227
Kriepke, J.: der Optische Vorlagentisch, Hansa 1961, S. 1731.

37
- Die von Wendel 1958 propagierte Idee des „Offenen Schiffes“ beginnt reale
Konturen anzunehmen228.
- Da immer noch viele Schiffe mit hölzernen Lukendeckeln mit Lukenbalken und
SCHERSTÖCKEN in Fahrt sind und verschiedentlich noch gebaut werden, macht man
sich eingehende Gedanken der Sicherung von Scherstöcken beim Ladungsbetrieb,
bei dem diese nicht entfernt werden229.
- Aus Japan wird ein interessantes U-TANKER- PROJEKT bekannt, welches einen
Kernenergieantrieb erhalten soll230.
- Das erste Nachkriegsunterseeboot U1 wird getauft.
- Die Udevallavarvet in Schweden baut einen Massengutfrachter mit von Blohm &
Voss konstruierten hochziehbaren HÄNGEDECKS für den Autotransport231.

1962
-. Die Gestaltung der Hinterschiffslinien besonders von völligen großen Schiffen ist
Gegenstand ausführlicher Erörterungen232.
- Das Institut für Schiffbau der Universität feiert sein 10 jähriges Jubiläum233.
- Gerhard Timmermann referiert über die SCHIFFSTHEORIE im 17. und 18.
Jahrhundert. Sowie über plattbodige Klinkerschiffe234235.
- Das PLASMA- SCHNEIDEN beginnt erfährt eine breite Anwendung in der
Werftindustrie236.
- Bei den Howaldtswerken in Hamburg werden die ersten schiffbaulichen
Rechnungen mit Hilfe einer ELEKTRONISCHEN DATENVERARBEITUNGSANLAGE IBM 1401
durchgeführt237.
- Prof. Wendel führt mit seinen Mitarbeitern erstmalig KENTERVERSUCHE im
natürlichen Seegang auf dem Plöner Se durch238.
- Unter Leitung von Prof. Hansen und L. Raudenkolb, werden EMPFEHLUNGEN ZUR
BEURTEILUNG VON RÖNTGENFILMEN von Schweißnähten im Schiffbau erarbeitet.
- Prof. Illies referiert über Fragen der Forschung auf dem Gebiet der KERNENERGIE-
SCHIFFSANTRIEBE und hebt besonders auf die hohen Risiken dieser Antriebsart ab239.
- GFK als Werkstoff für kleinere Gebrauchsfahrzeuge erfährt eine breite
Anwendung240.
- Odo Krappinger publiziert eine historische Entwicklung des FREIBORDES von
Schiffen241.
228
Boie, C.: Das „Offene Schiff“- Eine Realität, Hansa, 1961, S. 1907. Siehe auch S.1912 und S. 1916
sowie S. 2733.
229
N.N.: Scherstocksicherung, Hansa,1961, S. 1999.
230
N.N.: Japanisches U-Tanker-Projekt, Hansa, 1961, S. 2146.Siehe auch S+H, 1962, S. 255.
231
N.N.: Massengutschiffe mit hochziehbaren Hängedecks, Hansa, 1962, S. 913.
232
Nitzki, L., Alsen, J., Brenke, R.: Einige Untersuchungen im Zusammenhang mit der Anwendung
der A. G. „Weser“ Hinterschiffsform, S+H, 1962, S. 108.
233
N. N. Das Institut für Schiffbau der Universität Hamburg, S+H, 1962, S.35. siehe auch Schnadel,
G.: Die Errichtung des Instituts für Schiffbau an der Universität Hamburg, S+H, 1962, S. 164 und
234
Timmermann, G.: Schiffstheorie in 17. und 18. Jahrhundert, S+H, 1962, 553.
235
Timmermann, G.: Platt bodige Klinkerschiffe im Gebiet der Niederelbe, S+H, 1962, 875.
236
Klohnen, H. J.: Plasma- Schneiden, S+H, 1962, S. 629.
237
Thomsen, P.: Über die Anwendung schiffbaulicher Rechnungen mit Hilfe eines
Datenverarbeitungs-System IBM 1401, S+H, 1962, S. 766.
238
Roden, S.: Modellversuche in natürlichem Seegang, S+H, 1962, S. 863.
239
Illies, K.: Beitrag zur Frage der Forschung auf dem Gebiet der Kernenergie- Schiffsantriebe, S+H,
1962, S. 1073.
240
Does, J. C.; Wimmers, H. J.: Überlegungen beim Entwurf und Konstruktion von aus GFK
hergestellten Schiffen, S+H, 1962, S. 1112.
241
Krappinger, O.: Über den Freibord, Hansa, 1962, S. 570.

38
- Die Verhoef Aluminium Scheepsbouw Industrie in Holland entwickelt das erste
geschlossene Freifall Rettungsboot in Aluminium242.
- INTERNATIONALE KONFERENZ ZUR VERHÜTUNG DER VERSCHMUTZUNG DER SEE DURCH
ÖL findet in London als Nachfolgekonferenz von 1954statt243.
-
- Die Qualität der LÜFTUNG DER LADERÄUME VON KÜHLSCHIFFEN entscheidet den
wirtschaftlichen Erfolg eines Kühlschiffsentwurfes. Daher werden unterschiedliche
Methoden u. a. das SYSTEM ROBSON vorgeschlagen244245.
- Gerhard Timmermann publiziert eine Monographie über die norddeutschen
Seefischereifahrzeuge im Handbuch der SEEFISCHEREI Nordeuropa, Bd. XI,
Nachtragsband, H. 4246.

Ladraumlüftung von Kühlschiffen nach dem Robson System

- Die deutschen Werften führen umfangreiche Studien zum Seetransport von


flüssigen Gasen bei tiefen Temperaturen durch247.

242
N.N.: Rettungsboot und Aussetzvorrichtung in neuartiger Konstruktion, Hansa, 1962, S. 782.
243
Breuer, G.: Die internationale Konferenz zur Verhütung der Verschmutzung der See durch Öl,
1962, Hansa, 1962, S. 1394.
244
Gassner, V.: Laderaumlüftung von Kühlschiffen, Hansa, 1962, S. 1995.
245
Hochhaus, K.-H.: Deutsche Kühlschiffahrt, Hauschild, Bremen, 1996.
246
Timmermann, G.: Die norddeutschen Seefischereifahrzeuge, ihre Entwicklung und ihre Typen, E.
Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 1962.
247
Volger, M.: Seetransport von flüssigen Gasen bei tiefen Temperaturen, Hansa, 1962, S. 2317.
Siehe auch Davies, J. B.: Der Transport von verflüssigtem Rohöl- und Erdgasen, S+H, 1964, S. 573.

39
Ladetankanordnung für einen 15 000 t LPG Tanker

In der Weser wird ein hölzernes Wrack geborgen, welches sich als eine
MITTELALTERLICHE KOGGE heraus stellt. Die Identifizierung als Kogge wird durch die
Dissertation von Paul Heinsius von 1956 ermöglicht248. Der Fund leitet eine intensive
Forschung zum hansischen Schiffbau ein. Das

Der KOGGENFUND VON BREMEN löst eine umfangreiche Forschungsaktivität mit der
Konservierung des Fundes sowie dem Bau gleich mehrerer Repliken aus249.

1963
- Trotz der nachgewiesenen Vorteile gestrahlter Stahloberflächen wird auch weiterhin
das ABWITTERN VON STAHLFLÄCHEN untersucht250.
- Sowohl in England als auch in den USA wird die SCHIFFSDAMPFTURBINE weiter
entwickelt251252.

248
Heinsius, P.: Das Schiff der Hansischen Frühzeit, Herrmann Böhlaus Nachfolger Weimar, 1956.
249
Hoffmnn, G., Schnall, U.: Die Kogge, Sternstunden der deutschen Schiffsarchäologie, Convent
Verlag, Hamburg, 2003.
250
Becker, G.: Das Abwittern von Zunder auf Schiffbaustahl in See-, Hafen- und Industrieluft, S+H,
1963, S. 17.

40
- Die Entwicklung von TRAGFLÄCHENBOOTEN, welche von den Gebr. Sachsenberg in
Dessau bis 1945 intensiv betrieben wurde, wird nunmehr von der VEB Rosslauer
Schiffswerft als Nachfolgewerft der Gebr. Sachsenberg weiter geführt253.
- Die Götaverken in Göteborg nehmen ihre nach neuesten Produktionsmethoden
geplante Werft in Arendal in Betrieb. Die Werft galt als die modernste Werftanlage
der Welt254255.
- Die SKF Kugellagerfabrik entwickelt eine groß angelegte Aktivität zum Einsatz von
WÄLZLAGERN FÜR RUDER.

Rudertraglager mit Seewasserabdichtung

Auf dem Rhein werden unterschiedliche EISBRECHER erprobt. Dabei wird die
Leistungsfähigkeit der HITZLER- STAMPFANLAGE gezeigt.

Hitzler-Stampfanlage

- Die mechanischen Eigenschaften von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK)


werden ausführlich untersucht256.
- Bedingt durch den Bedarf in kurzer Zeit neuen Schiffsraum zu Verfügung zu
bekommen, werden bei den Howaldtswerken in Hamburg und den Kieler
Howaldtswerken mehrere existierende TANKER verlängert und erhöht257,258.

251
Veitch, A. F.: Schiffsturbinen-Entwicklung in England, S+H, 1963, S. 122.
252
Mac Millan, D. C.; Rohde, E. C.: Amerikanische Dampfturbinen-Entwicklung, S+H, 1963, S. 126.
253
Presia E.: Augenblicklicher Stand der Entwicklung von Tragflächenbooten für den Zweck im VEB
Roßlauer Schiffswerft, S+H, 1963, S. 304.
254
Boie, C.: Die Arendals-Werft der Götaverken, Hansa, 1963, S. 1431.
255
Svenson, N.: Das Erste Produktionsjahr der Arndalswerft, Hansa, 1965, S. 971
256
Niederstadt, G.: Die mechanischen Eigenschaften der glasfaserverstärkten Kunststoffe, S+H, 1963,
S. 748.
257
N.N.: Vergrößerung des Tankers „Esso Balbao“, S+H, 1963, S. 1036 und Hansa, 1963, S. 2201.
258
Coehn, W.: Vergrößerung des Turbinentankers „Jawesta“, S. 1041 und Hansa, 1963, S. 2004.

41
- Die Kieler Howaldtswerken entwickeln sich zu der leistungsfähigsten Großwerft in
Westdeutschland259.

Verlängerung und Erhöhung eines Tankers bei den Kieler Howaldtswerken

259
Gentzsch, B.: Die Fertigungsanlagen der Kieler Howaldtswerke, Wiederaufbau und Entwicklung
nach dem zweiten Weltkrieg, Hansa, 1963, S. 1990.

42
- Die Einführung AUTOMATISCHER BRENNSCHNEIDMASCHINEN in den Werften führt zu
erheblichen Produktionsverbesserungen bei gleichzeitigen erheblichen
organisatorischen Änderungen260.
- Die Vorteile des STAHLGUSSES FÜR HINTERSTEVEN und Rudersporne im Schiffbau,
insbesondere für große Schiffe wird propagiert261.
- Kurt Oehlmann beschreibt den derzeitigen Stand des Baus von Segelyachten262.
- Die Schiffbautechnische Gesellschaft gründet die DOKUMENTATIONSSTELLE FÜR
SCHIFFSTECHNIK.

1964
- Blohm & Voss erprobt Rettungsboote aus Glassfaserverstärktem Kunststoff263.
- Prof. Spinelli berichtet über KOLLISIONSVERSUCHE an Schutzkonstruktionen für
Kernenergie angetriebene Frachtschiffe, die er bereits 1962 in Italien durchgeführt
hat264.

Kollisionsversuchsstand der Universität Neapel

- Das Ingenieurbüro Adolf Weselmann entwickelt für den Hamburger Hafen neue
EINHEITSSCHUTEN265.
- Prof. Béla Balogh berichtet über die Entwicklung der UNGARISCHEN DONAU-
SEESCHIFFFAHRT266.
Hansjörg Klante berichtet über die Entwicklung von TRAGFLÄCHENBOOTEN in den
USA267.
- Die Kieler Howaldtswerke bauen für den Hamburger Reeder Ulrich Harms den
größten Schwimmkran MAGNUS der Welt268.
- Günter Mau beschreibt die Möglichkeiten und Grenzen der AUTOMATISIERUNG IN
269270
DER SEESCHIFFFAHRT und die Auswirkungen auf den Schiffsentwurf271.

260
Janssen, J.: Der Einfluß automatischer Brennmaschinen auf die Betriebsorganisation auf Werften,
Hansa, 1963, S. 2189.
261
Roes, H. J.: Stahlguß im Schiffbau, Hansa, 1963, S. 757.
262
K. A. H. Oehlmann: Segelyachten, Hansa, 1963, S. 1195.
263
Knüpffer, K.: Blohm & Voss erprobt Rettungsboote aus Glasfaser-Kunststoff, S+H, 1964, S. 27.
264
Spinelli, F.: Schutz von Kernreaktoren auf Schiffen gegen Kollisionen, S+H, 1964, S. 148.
265
Benz, W., Weselmann, A.: Die Typschute des Hamburger Hafen, S+H, 1964, S. 197.
266
Balogh, B.. Die Entwicklung der ungarischen Donau- Seeschifffahrt, S+H, 1964, S. 313.
267
Klante, H.: die Entwicklung von TRAGFLÄCHENBOOTEN in den USA, S+H, 1964, S. 347.
268
Schultz, K.: „Magnus“, der größte Schwimmkran der Welt, S+H, 1964, S. 357.

43
MAGNUS war der größte Schwimmkran

- Prof. Kurt Illies schlägt den Bau von Schiffen zu Forschungszwecken


insbesondere der Kernantriebe vor272.
- Die verschiedenen Aspekte der Konstruktion von KERNENERGIEANLAGEN wie
DRUCKGEFÄßE273, Einfluss von Seegang auf Kernreaktoren274 und allg.
Sicherheitsfragen werden275 diskutiert.
- Stapellauf des Kernenergieschiffes OTTO HAHN (Lpp 157 m, Breite a. Spt. 23,40 m,
15 030 tdw, 10 000 WPS) bei den Kieler Howaldtswerken.

Kernenergie- Massengutschiff OTTO HAHN

269
Mau, G.: Automatisierung in der Seeschiffahrt- Möglichkeiten und Grenzen, Hansa, 1964, S. 215.
Siehe auch S. 529.
270
Mau, G.: Die Automation in der ausländischen und deutschen Schiffahrt, ihre Notwendigkeit,
Möglichkeiten und Grenzen, Hansa, 1964, S.1055.
271
Mau, G.: Die Auswirkungen der Automatisierung aud den Schiffsentwurf, Hnsa, 1965, S. 873.
272
Illies, K.: Schiffe zu Forschungszwecken, S+H, 1964, S. 448.
273
Dorner, H., Konstruktion und Berechnung von Reaktordruckgefäßen, S+H, 1964, S. 455.
274
Spinelli, F.: Durch Seegang hervorgerufene Beschleunigungen und ihre Auswirkung auf
Reaktoranlagen von Überwasserschiffen, S+H, 1964, S. 453.
275
O’Brien, R. B.: Safety Aspects of the 630 A Nuclear Steam Generator for Merchant Ship
Propulsion, S+H, 1964, S. 461.

44
- Der SICHERHEITSBEHÄLTER mit dem innen liegenden DRUCKBEHÄLTER wurden
außerordentlich sorgfältig sowohl was die Materialauswahl als auch was die
Verschweißung betrifft, von Fried. Krupp Maschinen- und Stahlbau
Rheinhausen,gefertigt276277.

Sicherheitsbehälter mit Druckbehälter des Kernenergieschiffes „Otto Hahn“

Kernenergie Massengutfrachter Otto Hahn vor Kapstadt

276
N., N.: Material und Schweißung beim Reaktor- Druckbehälter für „Otto Hahn“, S+H, 1966, S.576.
277
Assenheimer H.: Der Sicherheitsbehälter für das Kernenergieschiff „Otto Hahn“, Hansa, 1968, S.
401.

45
- Der Untergang der MARIANNE W EHR wird in einem Gutachten von Kurt Wendel von
Cai Boie geschildert. Der Unfall ist insofern von besonderer Bedeutung da es sich
um ein Schiff einer Serie der Hugo Peters Werft278 in Wewelsfleth handelt, von
denen die meisten durch einen KENTERUNFALL verlorenDie Dämpfung der
Schiffsbewegungen im Seegang gegangen sind279280.
- Cai Boie geschildert den Kenterunfall des Kümos Lohengrin281.
Armco Ltd. mit Unterstützung durch die British Ship Research Association das
Verfahren entwickelt282283284285.
- Die Versuchsanstalt für Binnenschiffbau e. V. Duisburg (VBD) führt
umfangreiche Schleppversuche mit Schiffsverbänden für den Einsatz auf Kanälen
und kanalisierten Flüssen durch286.
- Otto Maasch berichtet über die Entwicklung des BAGGEREI- UND
SCHIFFAHRTSBETRIEBES DER HANSESTADT HAMBURG nach dem Zweiten Weltkrieg287.
Es wird auch das HAMBURGISCHE EISBRECHWESEN beschrieben.
- Bruno Donner und Ernst Mersmann beschreiben ausführlich den Aufbau und die
Wirkungsweise von SCHIFFS-STABILISIERUNGSANLAGEN288.

- Das amerikanische Kernenergie - Frachtschiff SAVANNAH absolviert seine ersten


Reisen ohne technische Probleme289290. Es besucht 1964 den Hamburger Hafen291.

278
Es handelt sich um die Schiffe Hoheneichen, gekentert 1959, Marianne Wehr ex Hohenbuchen,
gekentert, 1963,Hohenlinden, gesunken1972, Halstenbeck ex Helga Mathiesen, gekentert, 1996,
Wilhelm ex Arn IX, gekentert 1973. Siehe Karting, H.: Die Peterswerft und ihre Schiffe, Hauschild,
Bremen, 1996.
279
Boie, C.: Stabilitätsuntersuchungen zum Kentern des Motorschiffes „Lohengrin“, Hansa, 1964. S.
1205.
280
Kastner, S.. Modellversuche im achterlichen Seegang mit dem Küstenmotorschiff „Lohngrin“,
Hansa, 1964. S. 1212.
281
Boie, C.: Stabilitätsuntersuchungen zum Kentern des Motorschiffes „Lohengrin“, Hansa, 1964. S.
1205.
282
N. N.: Stumpfnahtschweißen nur von einer Seite, S+H, 1964, S. 878.
283
N.N.: Einseiten- Stumpfnahtschweißung im Schiffbau, S+H, 1964, S. 751.
284
N. N.:Schweißen von Stumpfnähten nur noch von einer Seite, Hansa, 1964, S. 1192.
285
N. N.: Schweißen von Stumpfnähten nur noch von einer Seite, Hansa1964, S. 381.
286
Schmidt- Stibitz, Mühlbradt, M.: Schiffsverbänden für den Einsatz auf Kanälen und kanalisierten
Flüssen, Hansa, 1964. S. 549.
287
Maasch, O.: Entwicklung des Baggerei- und Schiffahrtsbetriebes der Hansestadt Hamburg nach
dem Zweiten Weltkrieg, Hansa, 1964, S. 543, 716,892, 1242. Siehe auch Heers, K.-F.: Das
hamburgische Baggerwesen, Hansa, 1967, 1071.
288
Donner, B., Mersmann, E.: Aufbau und die Wirkungsweise von Schiffs-Stabilisierungsanlagen,
Hansa, 1964, S. 727.
289
N. N.: Atomschiff „Savannah“, S+H, 1964,
290
Weidauer, R.: Die „Savannah“ ein Jahr im Betrieb, Hansa, 1965, S. 1713.
291
N. N.: Die „Savannah“ in Deutschland, Hansa, 1964, s. 1537

46
Amerikanisches Kernenergie Frachtschiff Savannah

Antriebsanlage der Savannah. 1 Reaktorraum, 2 Sicherheitsbehälter, 3


Einstiegsluken in den Sicherheitsbehälter, 4 Betonabschirmung, 5
Primärabschirmung, 6 Kollisionsschutz, 7 Reaktordruckgefäß, 8 Regelstabantriebe, 9
un10 Primär Wasser Ein- und Austritt, 11 Druckhalter, 12 Wärmetauscher, 13
Primärwasser- Umwälzpumpe, 14Wärmetauscher- Dampftrommel, 15
Sekundärdampfleitung. 16, Dampftrockner, 17 Fahrventile, 18 Düsenkasten, 19
Hochdruckturbinen, 20 Niederdruckturbine, 21Getriebe, 22 Törnmaschine, 23 Take
Home Antrieb, 24 Kontrollstand.

- Eine Studie zum Unterwassertransport, angeregt durch den technischen Erfolg der
Kernenergie Uboote der US Navy zeigt die Möglichkeiten für den zivilen
SEETRANSPORT UNTER WASSER292.
- Die Kieler Howaldtswerke liefern die erste für die Nordsee von Phillips
Petroleum Comp. entworfene Hubinsel TRANSOCEAN I als Bohrplattform ab. Damit

292
Heggstad, K. M.: Unterwasser- Transport, S+H, 1964, S. 601.

47
steigt Deutschland mit der Plattform HUBINSEL 3 und MR. LOUIE in das Öl- und
Gasgeschäft auf der Nordsee ein293.

Bohr- Hubinsel TRANSOCEAN I

- Die schottische Werft Alexander Stephen & Sons am Clyde, die sich seit Jahren
mit der Einseiten- Stumpfnahtschweißung beschäftigt, hat zusammen mit der Firma
- Die Staatliche Schwedische Schiffbau- Versuchsanstalt in Göteborg (SSPA)
stellt ihr umfangreiches Forschungsprogramm vor. Es umfasst den Propeller, den
WIDERSTAND und das SEEGANGSVERHALTEN VON SCHIFFEN, sowie eine Reihe von
Sonderproblemen wie KAVITATIONERSCHEINUNGEN und Tragflächenboote294 und
Steuern bei geringer Fahrt295.
- Gerhard Woisin berichtet über die Arbeiten zur Kollision von Kernenergieschiffen
der GKSS296.
- Durch die verschiedenen SCHLEPPERUNFÄLLE bei der Übernahme der vorderen
Trosse führt die HSVA Modellversuche durch297.
- Die Bemühungen durch ROLLZEITMESSUNGEN eine STABILITÄTSKONTROLLE, mittels
des Ausdruckes MG   f  B T  zu ermöglichen, führen zu verschiedenen
2

Messfahrten und Entwicklungen von Rollzeitmessinstrumenten, sowie zu einer


Sammlung von f- Werten 298,299,300,301.

293
Cooper, B., Gaskell, T. F.: Northsea Oil - The Great Gamble, Hennemann, London, 1966.
294
Lindgren, H.: Die Forschungstätigkeit der Staatlichen Schwedischen Schiffbau-Versuchanstalt,
Hansa, 1964, S. 957.
295
Norrbin, N. H.: Steuern bei geringer Fahrt, Hansa, 1964, S.1011.
296
Woisin, G.: Kollisionsprobleme bei Atomschiffen, Hansa, 1964, S. 999.
297
Möckel, W.: Modellversuche über Schlepperunfälle bei Übernahme der vorderen Trosse, Hansa,
1964, S. 1235.
298
Thode, H.: Die Rollzeitmessung auf See und Ergebnisse einer Meßfahrt mit dem Fahrschiff
“Gedser”, Hansa, 1964, S. 1411.
299
Jens, J.: Stabilitäts- und Rollschwingungsuntersuchungen mit Küstenmotorschiffen, Hansa, 1964,
S. 1419..
300
Thode, H.: Rollzeitmessungen und Stabilität, Ergebnisse von 65 kombinierten Rollzeit- und
Krängungsversuchen zur Bestimmung des f- Wertes der Rollzeitformel, Hansa, 1965, S. 1691.
301
Thode, H.: Trägheitsdurchmesser bei Sonderschiffen, Hansa, 1965, S. 2329.

48
1, 2 Amerikanische bzw. 4,6 japanische Projekte, 3 englisches und 5 schwedisches
Projekt

49
- HECKTRAWLER lösen die traditionellen SEITENFÄNGER ab302303.
- Die W IRTSCHAFTLICHKEIT VON KERNENERGIE- HANDELSSCHIFFEN ist Gegenstand der
Erörterungen304.
- Die Verwendung von LASTHEBEMAGNETEN bürgert sich auf den Werften ein, da
einerseits das An- und Abschlagen durch Handarbeit entfällt und andererseits die
Plattenkanten nicht beschädigt werden305.
- Der KORROSIONSSCHUTZ im Schiffsneubau gewinnt im Rahmen der
Qualitätserhöhung wachsende Bedeutung306.
- Unter dem Namen SCHILLINGRUDER werden unterschiedliche Formen von
Mehrflächenrudern mit Erfolg von der Weserwerft in Minden gebaut307.
- Das Komitee ISO /TC 104 beschließt die NORMUNG DER CONTAINER308.
- Das Prinzip der SCHUBSCHIFFFAHRT wird durch eine Variante mit elastisch
gekoppelten Schubeinheiten erweitert. Der vordere Schubverband ist dabei mit
einem Bugruder ausgestattet, sodass der Verband sich an Fahrwasserkrümmungen
anpassen kann309.

Der elastisch gekoppelte Schubverband benötigt eine wesentlich schmalere


Verkehrsbreite als herkömmliche Schubverbände

302
Kocik, G., Dürkop, H.: Die neuen Frischfisch-Hecktrawler „Flensburg”, „Eckernförde”, „Glückstadt“.
Hansa, 1964, S. 1599.
303
Morte, F., Birkhoff, C.: Ein neuer Hecktrawler für die portugiesische Fischerei, Hansa, 1964, S.
1609.
304
Aass, H.: Die Wirtschaftlichkeit von Kernenergie- Handelsschiffen, Hansa, 1964, S. 1705.
305
Teigelkamp, W.: Moderne Lasthebemagnete und- traversen auf Schiffswerften, Hansa, 1964, S.
1797.
306
Bestmann, L.: Korrosionsschutz im Schiffsneubau, Hansa, 1964, S. 1807, Hansa, 1966, S. 219.
307
Schilling, K.: Das Schillingruder In der Binnenschiffahrt, Hansa, 1964, S. 1832.
308
Röper, C.: Normung der Container, Hansa1964, S. 1945.
309
Melchior, A.: Selbstausrichtende gelenkige Schubverbände, Hansa1964, S. 2021.

50
Die Kieler Howaldtswerke bauen einen sog. SCOOP-KONDENSATOR in den
Turbinentanker JALTA ein. Das Kühlwasser wird durch ein Rohr mit einer Staulippe an
der Außenhaut direkt ohne Pumpen in den Kondensator geleitet310.
- LUFTKISSENFAHRZEUGE werden für unterschiedlichste Einsatzmissionen in England
entwickelt. Für die von Christopher Cockerill entwickelten Fahrzeuge unter dem
Namen Hovercraft werden von Sounders- Roe, William Denny & Brothers,
Vickers- Armstrong und Britton Norman Lizenzen erworben. Die bekanntesten
sind die Konstruktionen SOUNDERS-ROE NAUTICAL SR-N 1 bis SR-N 4311.

Luftkissenfahrzeug Typ SR-N 3

- Der Abteilungsleiter Seeverkehr im Bundesministerium für Verkehr Scholvin


veranlasst Untersuchungen über den FREIBORD VON HANDELSSCHIFFEN312.

310
Großmann, G.: Erprobung am Scoop- Kondensator des Turbinentankers, „Jalta“, Hansa1964, S.
2204
311
Doctor, H.: Luftkissenfahrzeuge, Hansa, 1964, S. 2032.
312
Bakenhus, J.: Die Eintauchung von Schiffen in unregelmäßigem Seegang, abicht, W.: Über den
Zusammenhang zwischen Freibord und aufrichtendem Moment, Hansa, 1964, S. 2207

51
- Die Firma Kjellberg- Eberle führt eine numerisch, Lochband gesteuerte, TELEREX
BRENNSCHNEIDMASCHINE vor und löst damit die optische Steuerung von
Brennschneidmaschinen ab.
- Die A. G. Weser nimmt einen 500 t HELGENKRAN in Betrieb.
- der zunehmende Schiffsverkehr in den Häfen und die Überalterung der
Schlepperflotten führen zu vermehrten Neubauaufträgen mit NEUARTIGEN
SCHLEPPERENTWÜRFEN.313

1965
- Der amerikanische Prof. Henry A. Schade publiziert eine Arbeit über die
MITTRAGENDE BREITE von schiffsähnlichen Querschnitten314. Die Arbeit ist eine
Erweiterung seiner Arbeit über die Mittragende Breite aus dem Jahr 1953315. Schade
hatte zwischen den Kriegen als Assistent bei Prof. Georg Schnadel in Berlin
promoviert und war nach dem Krieg Mitglied der Militärkommission, die das
schiffbauliche Wissen, insbesondere im Bereich der U- Boote, ausforschen sollte.
- Die Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau in Berlin führt eine Reihe von
wichtigen Versuchen mit einem sehr großen Schleppmodell großer Völligkeit aus, um
mit sog. GEOSIM- VERSUCHEN Umrechnungsfragen auf die Großausführung von
Schleppergebnissen völliger Schiffe zu prüfen316. Weiterhin werden
SCHLEPPVERSUCHE MIT BUGWULSTSCHIFFEN durchgeführt317.
- Die unterschiedlichsten BORDKRANE ersetzen langsam das traditionelle
Ladegeschirr318.
- Zum Schutz gegen Korrosion werden BEZÜGE AUS KUPFER AUF SCHIFFSWELLEN
aufgezogen319.
- Neuartige Entwürfe von MASSENGUTSCHIFFEN werden diskutiert320.

Hauptspantentwurf eines Massengutschiffes mit gefaltetem Boden der oberen


Wingtanks zur bequemeren Nutzung für Getreide. Die innere Ecke der W INGTANKS ist
abgeschottet.
313
Buhtz C.-P.: Moderne Hafen und Seeschlepper, Hansa1964, S. 2521.
314
Schade, H. A.: Thin- Walled Box Girder- Theory and Experiment, S+H, 1965, S. 2.
315
Schade, H. A.: The effective breadth concept in ship structure design, SNAME Tran., 1953.
316
Grothues- Spork, H.: Geosim- Versuche, S+H, 1965, S. 18.
317
Müller, B.: Einige Erfahrungen mit Bugwulstschiffen, S+H, 1965, S. 20.
318
N.N. Bordkrane für Stückgut- und Greiferbetrieb, S+H, 1965, S. 46.
319
Amesz, H. J., Beckhoven van, J. A.: Das Aufbringen von bronzenen Schutzbezügen, S+H, 1965, S.
51.
320
Adams, H. .: Advances in British Bulk Carrier Design, S+H, 1965, S. 23.

52
- Auf der großen Festigkeitsanlage des Instituts für Schiffbau untersucht Hans-
Georg Schultz ein Schiffbaumodell im Nachbeulbereich321.
- Mit dem Ziel die Maschinenanlage so zu automatisieren, dass die Schiffe mit einem
UNBEMANNTEN MASCHINENRAUM fahren können, entwickelt Siemens eine
FERNSTEUERAUTOMATIK FÜR DEN HAUPTANTRIEB322.
- Werner Coehn beschreibt Vorschläge zur Verwendung von HÖHERFESTEN STÄHLEN
aus der Praxis heraus323.
Dieter Ulken beschreibt den Stand der internationalen
SCHIFFSREAKTORENTWICKLUNG324.
- Unter dem Namen SYNCROLIFT wirbt die amerikanische Firma Pearlson
Engineering Co. Miami mit einer fest gegründeten Hebeeinrichtung für Schiffe. In
den folgenden Jahren werden verschiedene solche Lifte auf deutschen Werften
installiert325.

SYNCROLIFT auf einer großen Neubauwerft

Günther Schwager führt Spannungsmessungen und Bruchversuche an


geschweißten und genieteten KIMMKONSTRUKTIONEN durch. Es zeigt sich eine
Überlegenheit der geschweißten Konstruktionen326.
- Die AEG, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Werft konstruiert, zusammen mit
der schottischen Werft Denny- Brown, eine FLOSSENSTABILISATORANLAGE und
erproben diese auf dem Reiherstiegbetrieb der Deutschen Werft in Hamburg327328.

321
Schultz, H.-G.: Experimentelle Beuluntersuchungen querversteifter Plattenfelder, S+H, 1965, S. 93.
322
Langhans, W., Dreßler, R.: Die Siemens- Fernsteuerautomatik für Schiffs-Hauptdieselmotoren,
S+H, 1965, S. 152.
323
Coehn, W.: Voraussetzung und Vorschläge als Richtlinien für höherfeste Stähle, S+H, 1965, S.
174.Siehe auch S. 263, 264..
324
Ulken, D.: Stand der internationalen Schiffsreaktorentwicklung, S+H, 1965, S. 159.
325
Oehlmann, K.: Schiffshebbühne „Syncrolift“, Hansa1965, S. 373. Siehe auch S+H, 1968, S,
805.
326
Schwager, G.: Festigkeitsversuche an genieteten und geschweißten Kimmkonstruktionen, S+H,
1965, S. 180.
327
N. N.: Denny- Brown- AEG- Flossenstabilisatoren auf dem Prüfstand, S+H, 1965, S. 319.
328
N. N.: Denny- Brown- AEG- Stabilisator, Hansa, 1965, S. 975.

53
Denny- Brown- AEG, FLOSSENSTABILISATORANLAGE

- Da die Bordkrane relativ hohe Investitionen erfordern werden unterschiedliche


LADEGESCHIRRVORSCHLÄGE gemacht329.
- In Japan wird der erste 150 000 tdw Tanker TOKIO MARU von der Ishikawajima
Harima Heavy Industries auf Kiel gelegt.
- Der Vorstand der Orenstein & Koppel Lübecker Maschinenbau Gesellschaft
(LMG) Ludwig Rasper propagiert neuartige Schiffsentladegeräte330.
- Die Fortschritte der Bagger- und Schiffbautechnik beim HOPPERBAGGER wird
ausführlich diskutiert331
- LUFTKISSENFAHRZEUGE, insbesondere Konstruktion vom Typ Hovercraft des
englischen Ingenieurs Christopher Cockerill beginnen sich auf dem Markt zu
behaupten332333334.

Prinzip des HOVERCRAFT- Antriebs

329
Issendorf von, C.: Ladegeschirre, S+H, 1965, S. 336.
330
Rasper, L.: Neuartige kontinuierlich fördernde bordeigene und landseitige Schiffsentladegeräte für
Massengutschiffe, S+H, 1965, S. 516.
331
Walter, H., Witt, W.: Die Fortschritte der Bagger- und Schiffbautechnik beim Hopperbagger „Ludwig
Franzius“ der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung, S+H, 1965, S. 595, 676.
332
Barthel, F.: Luftkissenfahrzeuge- Schiff oder Flugzeug?, S+H, 1965, S. 415.
333
Arndt, B.: Britische Luftkissenfahrzeuge, Hansa, 1967, S. 1377.
334
Hardy, D. J.: Seegehende Luftkissenfahrzeuge, S+H, 1968, S. 419.

54
- Die Firma Siemens baut ein Versuchsboot mit einem BRENNSTOFFZELLENANTRIEB.
- Das PLASMA- SCHNEIDEN, obwohl schon fast 10 Jahre in verschiedenen Industrien
im Einsatz, beginnt im deutschen Schiffbau sich zu etablieren335.
- Die 1880 gegründeten Ottensener Eisenwerke (OEW) sind von der
Brunnenstrasse in Altona nach Steinwerder in die Nähe der Muttergesellschaft
Stülcken- Maschinenbau gezogen.
- In der Sowjetunion werden seit dem Ende der 50. Jahre unterschiedlichste
PASSAGIER- TRAGFLÄCHENBOOTE gebaut und in Fahrt gebracht. Dabei können die
sowjetischen Ingenieure auf den Erfahrungen der ehemaligen Werft der Gebr.
Sachsenberg in Dessau zurückgreifen. Eines davon vom Typ KOMETA führt auf der
Unterelbe Probefahrten aus336.

Tragflächen-Passagierschiff Typ METEOR

- Der Germanische Lloyd veranstaltet ein jährliches Schiffbau- Kolloquium, um die


Werften mit den neuesten Bauvorschriften vertraut zu machen. aber auch den
Werften die Möglichkeit zu geben, eigene Erkenntnisse und Vorschläge
einzubringen.
- Joachim Jens gibt einen Vergleich der NATIONALEN STABILITÄTSVORSCHRIFTEN und
Stabilitätsnormen, die sehr unterschiedlich sind und daher zu einer Vereinheitlichung
geradezu einladen.
- Der technische Leiter der Propellergießerei Theodor Zeise HANS BREHME publiziert
einen Beitrag zu den Eigenschaften eines SCHIFFSPROPELLERS im inhomogenen
Feld337.
- Das neue Forschungsschiff METEOR gebaut bei der A. G. Weser Seebeck Werft,
geht in Fahrt.
- Eine neuartige GASTURBINENANLAGE für den Antrieb von Schiffen wird vorgestellt338 .
es handelt sich um die erste Anlage dieser art in Deutschland.

335
Wolff, L.:Ö Plasma- Schneiden im Schiffbau, , S+H, 1965, S. 752.
336
N. N.: Sowjetische Tragflügelboote, S+H, 1965, S. 830.
337
Brehme, H.: Ein Beitrag zu den Eigenschaften eines Schiffspropellers im inhomogenen Feld, S+H,
1965, S. 687, 871.
338
Loose, H.: Neuartige Gasturbinenanlage für den Antrieb von Schiffen, S+H, 1965, S. 925.

55
Schnittbild durch eine Schiffsgasturbinenanlage

- H. C. Stülcken und Sohn erprobt ein 300 t SCHWERGUTGESCHIRR an Bord des M.S.
AUSTRALIA STAR. Neu ist, dass in den Pfosten, mit einem unteren Durchmesser von
3,40 m, die Last- und Hangerwinden wettergeschützt untergebracht werden konnten.

M.S. AUSTRALIA STAR bei der Schwerguterprobung

- Eckhard Pleß führt eine Untersuchung zur Ermittlung von


Eigenbiegeschwingungen von Schiffen. Erstmalig wird das Verfahren von Denis
Csupor auf der Basis der ÜBERTRAGUNGSMATRIZEN im Vergleich mit
unterschiedlichen Bordmessungen validiert.
- Die Berechnung der LÄNGSFESTIGKEIT mittels des elektronischen Rechners IBM
1620 findet Eingang in die Werftpraxis339.
- HÖHERFESTER STAHL wird in zunehmendem Umfang beim Bau großer Schiffe
verwendet. Die Klassifikationsgesellschaften passen ihre Vorschriften an340.
- Walter Killmer berichtet über die VERMESSUNG DER SEESCHIFFE341.

339
Knobbe, J.: Die Berechnung der Längsfestigkeit mit einer elektronischen Rechenanlage, Hansa,
1964, S. 1223.
340
N. N.: Vorschriften des Norske Veritas für die Verwendung von höherfestem Stahl im Schiffbau,
Hansa, 1965, S. 341.

56
- Jürgen Isensee gibt eine zusammenfassende Darstellung über GASTANKER342.
- Die seit langem auf den Werften eingesetzten DRUCKLUFTHANDGERÄTE erfahren eine
Erweiterung ihres Einsatzgebietes343.
- Die Frage, ob DIESELMOTOR oder DAMPFTURBINEN für Tanker besser als Antrieb
geeignet sind, wird konträr diskutiert344.
- Jon Valer Chirila publiziert umfangreiche Arbeiten über die Messung des
Widerstandes, der Schiffsschwingungen und der Rudermanöver des Kühlschiffs
POLARSTERN345, gebaut bei Blohm & Voss, sowie des Massengutschiffes SIGHANSA,
gebaut bei der Deutschen Werft346.
- LUKENDECKEL der diversen MacGregor Gesellschaften bieten eine Palette von
Konstruktionen von Lukenabdeckungen an347. Die Brüder Robert und Joseph
MacGregor hatten sich 1945 mit Henry Kummermann zusammen getan. Letzterer
hat dann die weltweite MacGregor Organisation gegründet348.
- Die vermessungsmäßige Behandlung von Schutzdeckern wird durch die IMCO neu
geregelt. Statt des Prinzips durch wasserdichtes Verschließen mittels einer
Vermessungsöffnung einen Schutzdecker zum Volldecker zu verwandeln, wird eine
sog. Tonnagemarke eingeführt, die die Aussonderung von Räumen im Zwischendeck
zulässt, solange die Tonnagemarke nicht eintaucht. Die Festlegung der Lage der
Tonnagemarke wird von der Schiffslänge abhängig in einer Tabelle festgelegt 349.

Tonnagemarke für Schutzdecker und Freibordmarke für Volldecker

- Der Untergang des Kernenergie U Bootes THRESHER der US- Navy am 10. April
1963 wirft viele Fragen auf. Der Untersuchungsbericht kann den Unfall nicht
eindeutig klären350.

341
Killmer, W.: Die Vermessung der Seeschiffe heute und in der Zukunft, Hsnsa, 1965, S.
353,515,601,961.
342
Isensee, J.: Gastanker, Hansa1964, S. 537.
343
Rüb, F.: Druckluftwerkzeuge im Schiffbau, Hansa1964, S. 544.
344
Protz, O.: Diesel oder Turbine bei Großtankern, Hansa1964, S. 637.
345
Chirila, J. V.: Kühlmotorschiff „Polarstern“, Meß- und Rechnungsergebnisse der Großausführung,
Hansa1964, S. 663.
346
Chirila, J. V.: Messergebnisse und Rechnungen über Manövrierfähigkeit, Vibrationen, Schall und
Festigkeit des Massengutfrachters „Sighansa“, Hansa, 1965, S. 2143, Hansa 1966, S. 297.Siehe auch
Hansa, 1966, S. 450.
347
N. N.: Sicherheit und Wirtschaftlichkeit durch MacGregor- Lukenabdeckungen, Hansa1964, S. 770.
348
Sivewright, S.: One Man’s Mission: 20 000 ships, Lloyds of London Press Ltd., London, 1989.
349
N. N.: Behandlung von Schutzdeck- und anderen „offenen“ Räumen, Hansa, 1965, S. 876.
350
N. N.: Untersuchungsbericht über den Untergang des Atom- U- Bootes „Thresher“, Hansa, 1965, S.
943.

57
- Für die Isolierung von Ladkühlräumen von Kühlschiffen wird Styropor der BASF
eingesetzt351.

Styropor Isolierung eines Kühlschiffsladeraums

- Die Stabilitätsprobleme kleinerer Küstenmotorschiffe (Kümos) sind durch


verschiedene Kenterunfälle Gegenstand besonderer Untersuchungen352.
- Karl Büller berichtet über die neueste Entwicklung bei den TRAGFLÄCHENBOOTEN353.
- Die Frage von OFFSHORE- BOHRUNGEN in der Nordsee wird nunmehr durch die im
Jahr 1964 beschlossene Gesetzgebung zur Nutzung des DEUTSCHEN
FESTLANDSSOCKELS in der Nordsee akut354.
- Die Werft H. C. Stülcken Sohn wird 125 Jahre355.
- Heinz Sprengel berichtet über den Holzfrachter TIHA, gebaut bei H. C. Stülcken
Sohn als sog. OFFENES SCHIFF, also einem Schiff mit so breiten Luken, dass die
Ladung beim Be- und Entladen nur vertikal bewegt werden muss356.
- Die Werften Gustav Wolkau und Hilgers A. G. lassen sich ein
EINFLÄCHENFLOSSENRUDER unter dem Namen Becker schützen, welches den
Vorschub bei möglichst geringen Verlusten in Querkraft verwandelt, damit ein
möglichst geringer Drehkreismöglich wird357.
- Die Automatisierung der Schiffsanlagen wird verstärkt betrieben und wird damit zu
der bedeutendsten Innovation im Schiffsmaschinenbau nach dem Zweiten
Weltkrieg358.
- Bei einem TANKERUMBAU in Japan bei der Kure Werft wird aus einem 68 000 tdw
ein 120 000 tdw Tanker. Aus dem Hinterschiff und dem Brückenaufbau wird ein
Tanker der mit gleicher Maschinenleistung nur 1,2 kn Geschwindigkeit verliert.
351
Gaßner, V.: Die Verwendung von Styropor zur Isolierung von Kühlladeräumen, Hansa, 1965, S.
1009.
352
Norrby, R. A.: Stabilitätsprobleme bei Küstenfahrzeugen, Hansa, 1965, S. 1185.
353
Büller, K.: Tragflügelboote- heute und morgen, Hansa, 1965, S.1305.
354
Memmen, E.: Offshore- Bohrungen in der Nordsee, Hansa, 1965, S.1481.
355
N. N.: Über 125 Jahre Stülckenwerft, Hansa, 1965, S. 1517.
356
Sprengel, H.: „Tiha“- ein „offenes Schiff“ für den Holztransport, Hansa, 1965, S.1520.
357
Hinze, H.: Einflächeflossenruder „Becker“, Hansa, 1965, S. 1549
358
Augustin, H., Beigel, O.: Automatisierung von Schiffsanlagen, Hansa, 1965, S. 1684.

58
Umbau des Tankers LAKE PALOURDE auf der Kure Werft in Japan

- Die Firma John J. McMullen Associates, Inc. führt ihren sog. FLUME
ROLLSCHWINGUNGSDÄMPFUNGSTANK vor. Bei Tankern vereinfacht sich das System,
indem lediglich in die Seitenschotte im Bodenbereich Öffnungen eingeschnitten
werden. Die Flüssigkeiten in den Seitentanks schwingen immer in der
entsprechenden Rolleigenfrequenz des Schiffes allerdings Phasen verschoben,
sodass eine Rolldämpfung entsteht359.
- Die Firma Gebr. Sulzer entwickelt einen TAUCHKOLBENMOTOR geringer Bauhöhe mit
hohen Drehzahlen, sog. Z Motoren für dieselelektrischen Antrieb360.
- Die Frage der Erzeugung von elektrischem Strom durch extra HILFSDIESEL oder
WELLENGENERATOREN ist Gegenstand der Diskussion361.
- Asmus Bergemann untersucht den Einfluss der Hauptabmessungen auf die
Stabilität von Hafenschleppern362.
- Cai Boie untersucht die Kentersicherheit von Scleppern363.
- Es wird eine größere Anzahl von FISCHTRAWLERN auf deutschen Werften für in- und
ausländische Kunden gebaut. Technisch sehr aufwendige FISCHFABRIKSCHIFFE bauen
die Kieler Howaldtswerke für die UDSSR364.
- Die MAN wird 125 Jahre alt.
- Zur Absicherung der von Kurt Wendel eingeführten Hebelarmbilanz werden die
krängenden Hebel detailliert untersucht365.
- Die Firma Escher Wyss berichtet über die Fortschritte in der Anwendung und
Konstruktion von VERSTELLPROPELLERN366.

359
N. N.: Vorführung des Flume- Stabilisierungssystems, Hansa, 1965, S. 1727.
360
Wolf, G.: Die neuen Sulzer „Z“ Motoren, Hansa, 1965, S. 1719
361
Gaßner, V.: Vergleichende Untersuchung über die Gestehungskosten elektrischer Energie an Bord
von Handelsschiffen mit Dieselgeneratoren und mit Wellengeneratoren, Hansa, 1965, S. 1751.
362
Bergemann, A.: Der Einfluss der Hauptabmessungen auf die Stabilität von Hafenschleppern,
Hansa, 1965, S. 1815.
363
Boie, C.: Kentersicherheit von schleppern, Hansa, 1965, S. 2097..
364
Ilchmann, W., Muhs,: Fischfabrikschiff „Rybatskaja Slava“, erbaut von den Kiler Howaldtswerke
Aktiengesellschaft, Hansa, 1965, S. 2069.
365
Wegner, U.: Untersuchung und Überlegungen zur Hebelarmbilanz, Hansa, 1965, S. 2085.
366
Schanz, F.: Fortschritte in der Anwendung und Konstruktion von Verstellpropellern, Hansa, 1965,
S. 2101

59
1966
- János Kenderesi referiert über das nunmehr in England und Japan in die
industrielle Fertigung im Schiffbau eingeführte EINSEITENSCHWEIßUNG. Er weist darauf
hin, dass das Einseitenschweißen auf einem Magnettisch bis zu Blechdicken von 12
mm schon seit 1953 in der Schiffswerft Korneuburg A. G. eingeführt wurde367.
-
Ludwig Rasper gibt einen Überblick der Entwicklung des Nassbaggerbaues368.
- Die Zwischenüberhitzung ist bei Dampfturbinenanlagen bei Rückwärtsfahrt mit
Schwierigkeiten verbunden. Daher wird von dem amerikanischen Ingenieurbüro J.
J. Henry Co. Inc. ein VERSTELLPROPELLER empfohlen, sodass die Turbine keine
Umsteuerung benötigt369. Der Verstellpropeller verhindert bei Drehzahländerung
durch Veränderung der Steigung einen Wirkungsgradabfall.
- Gerhard Timmermann berichtet über die Bergung des schwedischen
Kriegsschiffes VASA, welches 1628 bei seinem ersten Auslaufen im Stockholmer
Hafen gekentert war370.
- Die Orenstein- Koppel und Lübecker Maschinenbau Aktiengesellschaft, Werk
Lübeck stellt ihre GEMINI DOPPELBORDKRANE, die in den folgenden Jahren in größerer
Zahl gebaut werden, vor371.

Gemini Doppelbordkrane der Orenstein- Koppel und Lübecker Maschinenbau


Aktiengesellschaft

Das SCHWEIßEN VON HOCHFESTEN BAUSTÄHLEN ist eine neue Herausforderung der
Werften372.
- KORROSIONSSCHÄDEN AN ROHRLEITUNGEN werden in großem Umfang beobachtet
und untersucht373.

367
Kenderesi, J.: UP- Stumpfnahtschweißen nur von einer Seite im Schiffbau und Behälterbau,
Hansa, 1966, S. 285
368
Rasper, L.: Über die Entwicklung des Naßbagggerbaues in der Bundesrepublik, S+H, 1966, S.
154. Weitere wichtige Lit. Paulmann, M., Blaum, R.: Die Naßbagger und ihre Baggereihilfsgeräte,
Springer Verlag, Berlin 1912. 2. Aufl. 1923, Neubearbeitung als Blaum, R., Marnitz von, F.: Die
Schwimmbagger, Springer Verlag, Berlin, Bd. I, 1963, Bd II, 1969.
369
Henry, J. J.: Dampfturbinenantriebe und Verstellpropeller, S+H, 1966, S.161.
370
Timmermann, G.: Die Bergung der „Vasa“, S+H, 1966, s. 189.
371
N. N.: Gemini Doppelbordkran, S+H, 1966, S. 248.
372
Hennemann, K.: Das Schweißen hochfester Baustähle, S+H, 1966, S. 250.

60
- Die Verbindungen in den Konstruktionselementen von Aufbauten etc. aus
Kunststoff und in Kompositbauweise ist Gegenstand der Erörterung374.
- Hendry A. Schade publiziert eine Theorie der Berechnung der LÄNGSFESTIGKEIT
375
VON SCHIFFEN MIT LANGEN AUFBAUTEN .
- Auf Einladung des Germanischen Lloyd tritt eine Arbeitsgruppe Festigkeit des
Schiffes der Klassifikationsgesellschaften ABS, BV, DNV, GL, LR, RINA zusammen,
um einheitliche Bauvorschriften im Hinblick auf die MINDESTFESTIGKEITSFORDERUNGEN
FÜR QUER- UND LÄNGSFESTIGKEIT zu erarbeiten.
- Die Hamburgische Schiffbauversuchsanstalt (HSVA) führt umfangreiche
Untersuchungen von STOPPMANÖVERN im Gefahrenfalle durch376.
- Hermann Schmidt- Stiebitz führt umfangreiche Versuche zur Abhängigkeit des
Schiffswiderstandes von flachwasserbedingten Umströmungen mit
Wasserspiegelabsenkung durch377.
- Das ABBRENNSTUMPFSCHWEIßEN von Schiffbauprofilen wird zur besseren
Ausnutzung der in Standardlängen gelieferten W ULSTPROFILE empfohlen378.
- Die Boelwerft in Belgien entwickelt ein Schweißgerät unter dem Namen
Vertomatic-N, welches wettergeschützt mit dem ELEKTRO-GAS- SCHWEIßVERFAHREN
es ermöglicht vertikale Stöße in der Außenhaut von Schiffen Sektionen miteinander
zu verbinden379.
- Die AEG entwickelt gemeinsam mit der Pleuger Unterwasserpumpen GmbH
einen neuartigen Antrieb eines Unterwasserelektromotors für ihr AKTIV RUDER380.

Neuer Antrieb für das Pleuger Aktiv Ruder

- Um die beim Schweißen unvermeidlichen Verwerfungen zu reduzieren, wird das


thermische Richten, das sog. FLAMMRICHTEN empfohlen. Das Verfahren setzt sich
allerdings wegen der hohen Kosten und den verbleibenden Eigenspannungen nicht
durch381.

373
Kauczor, E.: Korrosionsschäden an Rohrleitungen, S+H, 1966, S. 254.
374
Prochorov, B. F.: Die Verbindungen in den Konstruktionselementen von Aufbauten etc. aus
Kunststoff und in Kompositbauweise. Aus dem russischen in S+H, 1966, S. 257.
375
Schade, H. A.: Two- Beam Deckhouse Theory with Shesr Effects, S+H, 1966, S. 291.
376
Möckel, W., Hattendorf, H. C.: Untersuchungen von Stoppmanövern im Gefahrenfalle, S+H, 1966,
S. 306.
377
Schmidt- Stiebitz, H.: Die Abhängigkeit des Schiffswiderstandes von flachwasserbedingten
Umströmungen mit Wasserspiegelabsenkung, S+H, 1966, S.381.
378
Schmidt, W.: Untersuchungen über das Abbrennstumpfschweißen von Schiffbauprofilen, S+H,
1966, S.435.
379
N. N.: Vertomatic-N, S+H, 1966, S.508.
380
Dworski, M., Jung, H., Schneider, J.: Neuartiger Antrieb für Aktiv- und Bugstrahl- Ruder, S+H,
1966, S.560.
381
Bernard, P., Schulze, K.: Flammrichten im Schiffbau, S+H, 1966, S. 579.

61
- Hermann Schmidt- Stiebitz publiziert eine umfangreiche Arbeit zu der
Beeinflussung des NACHSTROMS durch das Druckfeld des arbeitenden Propellers am
Beispiel des Hinterschiffes des Binnenmotorschiffes Typ JOHANN W ELKER. Die
Messung erfolgt durch eine Staudruckmessung direkt vor dem Propeller382.
- Siegfried Weiss untersucht die Steifigkeit von Doppelböden mit Hilfe der
CLAPEYRON’SCHEN GLEICHUNGEN und dem PRINZIP DER VIRTUELLEN VERRÜCKUNGEN.
Die Gleichungssysteme werden mit einem elektronischen Rechner ZUSE Z 31der
HSVA durchgeführt.
- Heinrich- Dieter Haferkamp habilitiert sich mit einer Arbeit über GLASFASER
383
VERSTÄRKTE KUNSTSTOFFE (GFK) im Schiffbau .
- Hans Thaeter berichtet von neuzeitlichen Tauchkolben-Rudermaschinen384.

Neuzeitliche Tauchkolben- Rudermaschine. Die Leistung der Maschine kann durch


die Modulbauweise leicht durch ein weiteres Kolbenpaar verdoppelt werden.

- Vor 100 Jahren entdeckte Werner Siemens das DYNAMO-ELEKTRISCHE PRINZIP. Aus
diesem Anlass gibt Hugo Falkenberg eine kurze Darstellung des Einsatzes der
Elektrotechnik an Bord von Schiffen385.
- Die ersten Schubschiffe werden mit Schottel- Ruderpropellern ausgerüstet386.

Einbau eines Schottel Ruderpropellers in ein Schubschiff

382
Schmidt- Stiebitz, H.: Beeinflussung des Nachstromfeldes durch den Propeller, S+H, 1966, S. 595.
383
Haferkamp, H.-D.: Glasfaser verstärkte Kunststoffe im Schiffbau, S+H, 1966, S. 611, S+H, 1967, S.
271, 617, 806.
384
Thaeter, H.: neuzeitlichen Tauchkolben-Rudermaschinen, S+H, 1966, S. 631.
385
Falkenhagen, H.: Vor hundert Jahren begann die Starkstromtechnik. S+H, 1966, S. 635.
386
Repke, G.: Schubschiffe mit Schottel- Antrieben, S+H, 1966, S. 699.

62
- Die jahrelange Entwicklungsarbeit der AEG unter maßgeblicher Beteiligung von
Werner Droste auf dem Gebiet der W ELLENGENERATOREN führt zu einem Typ direkt
auf der Antriebswelle positionieren Generator sowohl für Gleichstrom-387 als auch
Drehstrom- Bordnetze388.
- Manfred Volger beschreibt die Weiterentwicklung des BULKFRACHTERS389.
- Herbert Thode beschreibt aus der Sicht des praktischen Schiffbauers die Frage
nach dem SEEVERHALTEN UND SCHLINGERDÄMPFUNG von Schiffen390.

Rollversuch für verschiedene Längen von SCHLINGERKIELEN mit einem Saugbagger


mit bei einer Geschwindigkeit von10 kn.

Die Firma Voith entwickelt den VOITH-SCHNEIDERPROPELLER zu einem modernen


Propulsionsorgan391392.
- Der Normentwurf DIN 80 061 GERÄUSCHMESSUNG auf Schiffen wird der Fachwelt
vorgelegt393.
- Das neue FREIBORDABKOMMEN 1966 wird vorgestellt394.
- Das ELLIRA- Unterpulver Schweißverfahren wird für die Verschweißung
senkrechter Stöße in der Außenhaut von großen Schiffen modifiziert und als UP-
Senkrecht-Schweißverfahren mit abschmelzender Drahtführungselektrode
angeboten395.

387
Brandes, W., Büttner, W. Droste, W.: Ein neuartige Wellengeneratoranlage für Schiffe mit
Gleichstrom- Bordnetzen, S+H, 1966, S. 369.
388
Droste, W.: Eine neuartige Wellengenerator- Anlage für Schiffe mit Drehstrom- Bordnetz, S+H,
1966, S. 786. Siehe auch S. 634. Siehe auch Hansa, 1967, S. 397, S+H, 1968, S. 883.
389
Volger, M.: Die Weiterentwicklung des Bulkfrachters, Bulk/Erz/Öl Schiff „Naess Norsemann, Hansa,
1966, S. 443, 577.
390
Thode, H.: Seeverhalten und Schlingerdämpfung, Hansa, 1966, S.597. Hierzu auch Brockmann,
W.: Schlingerdämpfung auf Seeschiffen, Hansa, 1966,S. 694.Siehe auch Hansa, 1966,S. 2110Durch
Übergehen der Schüttladung kentert das Massengutschiff Kremsertor.
391
Baer, W.: Die Konstruktion des modernen Voit- Schneider- Propellers, Hansa, 1966, S. 807.
392
Laucks, R.: Neuere Voith- Wassertrecker, Hansa, 1966, S. 1350.
393
Taubert, O.: Geräuschmessung auf Schiffen, Hansa, 1966, S. 824.
394
Stark, G.: Das neue „Internationale Freibord- Abkommen 1966“, Hansa, 1966, S. 999.
395
N. N.: Das Unterpulver- Senkrecht-Schweißverfahren mit abschmelzender Drahtführungselektrode,
Hansa, 1966, S.1516.

63
- Um die Wahrscheinlichkeit für das Überstehen von Leckagen zu berechnen wird
eine statistische Untersuchung der Leckgrößen bei Schiffsunfällen im Rahmen der
Bemühungen der IMCO durchgeführt396.
- Die LÄNGSFESTIGKEIT VON TRAGFLÄCHENBOOTEN ist wegen seiner speziellen Form
Gegenstand einer speziellen Untersuchung397.
- Die Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau in Berlin betreibt eine
fortschrittliche Messtechnik einschließlich elektronischer Datenverarbeitung mit
einem Rechner ZUSE Z 23.
- Manfred Volger beschreibt die Weiterentwicklung des Gastankers bei der
Aktiengesellschaft Weser Bremen398.
- Durch ÜBERGEHEN DER SCHÜTTGUTLADUNG kentert das Massengutschiff
KREMSERTOR399.
- Bei den Kieler Howaldtswerken wird der Kiel für einen 190 000 TDW TANKER für die
Esso Transport Company Inc. In New York gelegt.

1967
- Trotz Mauer ist es immer noch möglich für DDR- Wissenschaftler im Westen zu
publizieren. So beschreibt Prof. H. Gröbe aus Rostock die Probleme bei der
UMSTEUERUNG ELEKTRISCH ANGETRIEBENER SCHIFFE400.
- Mit Modellen der PAMIR bzw. PASSAT werden im Windkanal des Instituts für
Schiffbau der Universität Hamburg Windwiderstandsversuche durchgeführt. Dabei
zeigt sich, dass bei seitlichem Wind, also bei in angebrasstem Zustand der Rahen
der Querkraftbeiwert cC als Funktion des Widerstandsbeiwerte cD sich für den Fall
alle Rahsegel gesetzt nur relativ gering von dem Fall unterscheiden, das keine Segel
gesetzt sind401.

Beiwerte bezogen auf die jeweilige Segelfläche links und rechts bezogen auf die
max. Segelfläche.

396
Riepe, W.: Statistische Untersuchungen über Leckgrößen bei Schiffsunfällen, Hansa, 1966, S.
1537.
397
Zahar, G.: Das Passagier- Tragflächenboot und seine Festigkeit, Hansa, 1966, S.1715.
398
Volger, M.: die Weiterentwicklung des Gastankers bei der Aktiengesellschaft Weser Bremen,
Hansa, 1966, S.1839.
399
Arndt, B.: Kentern durch Übergehe der Schüttladung, Hansa, 1966,S.2113.
400
Gröbe, H.: Probleme bei der Umsteuerung elektrisch angetriebener Schiffe, S+H, 1967. S. 1.
401
Wagner, B.: Windkanalversuche mit dem Takelmodell einer Viermastbark, S+H, 1967,, S. 13.

64
- Der Germanische Lloyd wird 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass werden
verschiedene Würdigungen und Fachbeiträge in der Hansa abgedruckt402.
- Otto Grim und Harald Keil ermitteln experimentell den Einfuß der
hydrodynamischen Größen beim Rollversuch403.
- Heribert Schneekluth publiziert einen Beitrag zur Ermittlung des
RUMPFSTAHLGEWICHTES im Entwurfsstadium404.
- Hans- Georg Schultz publiziert eine Arbeit über den Spannungszustand der
405
ELASTISCH EINGESPANNTEN RECHTECKPLATTE oberhalb der Beullast .
- Die A. G. Weser untersucht messtechnisch antriebserregte
Schiffsschwingungen406.

Gemessene Grundeigenfrequenzen von Propellerflügeln aus Aluminiumbronze in


Abhängigkeit des Propellerdurchmessers in Hz.

-. Wilhelm Prölss lässt eine von ihm entworfenes, sechsmastiges Segelfrachtschiff


im Windkanal untersuchen407408

402
Hansa, 1967, S.332, 335,, 336, 339, 342, 503.
403
Grim, O., Keil, H.: Der Einfuß der hydrodynamischen Größen beim Rollversuch, S+H, 1967, S. 82.
404
Schneekluth, H.: Ein Beitrag zum Rumpfstahlgewicht von Trockenfrachtern, S+H, 1967, S.84.
Siehe auch Carstens, H.: Ein neues Verfahren zur Bestimmung des Stahlgewichtes von Seeschiffen,
Hansa, 1967, S. 1864.
405
Schultz, H.-G.: Zum Spannungszustand der elastisch eingespannten Rechteckplatte oberhalb der
Beullast, S+H, 1967, S.86.
406
Nitzki, L., Alsen, J., Brenke, R., Brolich: Ein Beitrag der A. G. „Weser“, Bremen über Messungen
antriebserregter Schwingungen, S+H, 1967, S.98.
407
Wagner, B.: Windkanalversuche für einen sechsmastigen Segler nach Prölss, , S+H, 1967, S. 165.
408
Prölss, W.: Zur Frage der Wirtschaftlichkeit von windgetriebenen Handelsschiffen, S+H, 1967,
S.261.

65
Der DYNA SEGLER von W. Prölss

Segelpolaren am Wind, halben Wind, Backstagsbrise des Prölss - Segler zu einer


konventionellen Viermastbark mit und ohne Segel.

- Otto Tauber referiert über den Einfluss von Schiffsvibrationen und Körperschall auf
die Luftschalldämpfung409.
- Hans Amtsberg stellt International vereinbarte Buchstabensymbole und
Bezeichnungen auf dem Gebiet der Schiffshydrodynamik zusammen 410.
- Die Auswertung von Schadensfällen von Tankern ergibt, dass die meisten und
schwerwiegendsten Unfälle Kollisionen und Grundberührungen sind411.
- Blohm & Voss entwickelt eine modularisierte Bauweise von Schiffen unter dem
Namen PIONEER MULTI CARRIER SYSTEM. Die Schiffe erhalten eine Rumpfform aus
ebenen Flächen bestehend. Die Modulbauweise soll eine Baukostenreduktion von 25

409
Tauber, O.: Über den Einfluss von Schiffsvibrationen und Körperschall auf die Luftschalldämpfung,
S+H, 1967, S.193.
410
Amtsberg, H.: International vereinbarte Buchstabensymbole und Bezeichnungen auf dem Gebiet
der Schiffshydrodynamik, S+H, 1967, S.224.
411
Fletcher, A.: Schadensfälle auf Tankern, S+H, 1967, S.234.

66
% ermöglichen412. Später hat man für höhere Geschwindigkeit die Linien
optimiert413,414.

Linienriss des Pioneers

- Die Firma J. M. Voith GmbH wird 100 Jahre alt.


- Alaa El-Din Mansour beschreibt seine systematische BERECHNUNG VON
DOPPELBÖDEN auf der Grundlage der ANISOTROPEN ORTHOGONALEN PLATTENTHEORIE.
Das eigentlich neue ist die umfangreiche numerische Berechnung mit einem
elektronischen Rechner IBM 7040 bzw. 7096 und die systematische Aufbereitung der
Ergebnisse.
- Ralf Norrby beschreibt die Wirkung des BUGSTRAHLRUDERS bei Fahrt des Schiffes.
Er weist darauf hin, dass dennoch bei großen Werten von m das Unterdruckgebiet
durch den Strahl des Bugstrahlruders sich günstig auf die Anströmung des
eigentlichen Ruders auswirken kann415.

Wahrscheinliche Form und Unterdruckgebiet des Bugstrahls für verschiedene


Verhältnisse Schiffsgeschwindigkeit vS zu Strahlgeschwindigkeit vQ, (m=vS/vQ).

- Bei den Kieler Howaldtswerken wird erstmalig ein Propeller der Firma Theodor
Zeise aus ALCUNIC mit einem Durchmesser von 8,9 m und einem Gewicht von 55 t
ohne Passfeder mit einem Ölpressverband aufgezogen.

412
Sandmann, F., Gallin, C.: Das Blohm & Voss Pioneer Multi-Carrier-System, S+H, 1967, S. 241.
413
Gallin, C.: Neue „Pioneer“ – Modellversuche von Blohm + Voss, S+H, 1967, S. 755, Hansa, 1967,
S. 1874.
414
Sandmann, F.: Das „Blohm + Voss- Pioneer Multi- Carrier- System, Hansa, 1967, S. 571.
415
Norrby, R.. die Wirkung des Bugstrahlruders bei Fahrt. S+H, 1967, S. 364.

67
Aufziehen eines Propellers mittels Ölpressverbandes

- Die Versuchsanstalt für Binnenschiffahrt Duisburg (VBD) führt umfangreiche


Untersuchungen über die gegenseitige Kursbestimmung von Schiffen auf
Binnenwasserstrassen durch416.
- Das FESTMACHEN VON SCHIFFEN ist Gegenstand neuartiger Überlegungen in Bezug
auf die DECKSAUSRÜSTUNG417.
- Helmut Schwanecke untersucht die Wirkungsweise des sog. W ELL-PROPELLERS.
- In Oslo findet der INTERNATIONALE SHIP STRUCTURE CONGRESS (ISSC) statt.
- Die Kieler Howaldtswerke taufen den ersten 190 000 tdw Tanker ESSO MALAYSIA.
Bei dem Schiff zeigten sich bei der Tankerprobung erhebliche strukturelle Mängel,
die zu einer erheblichen Verzögerung bei der Ablieferung führen418.
- Die Deutsche Werft entwirft ein Spezialschiff zum Transport von Stahlhalbzeugen
aus Südamerika419.
- die Lübecker Flender -Werke liefern ein PRÜFDOCK FÜR U-BOOT an die DEUTSCHE
BUNDESMARINE ab.
- Die Firma Maschinebau Gabler liefert ein vom Ingenieurkontor Lübeck
konstruiertes Mini- U-Boot an die Auftraggeber ab.

Klein U-Boot Tours 73

416
Müller, E.: Untersuchungen über die gegenseitige Kursbestimmung von Schiffen auf
Binnenwasserstrassen durch, S+H, 1967, S.393.
417
Thaeter, H.: Decksausrüstung für Festmachen und Verholen von schiffen, S+H, 1967, S.430.
418
N. N. „Esso Malaysia, 191350 tdw Turbinentanker erbaut von den Kieler Howaldtswerken, Hansa,
1967, S. 1903.
419
Linde, H,. Wasmuth, R.: Neue Wege in der Rohstoffversorgung der Hüttenwerke, II. Entwurf eines
Spezialschiffes für den Überseetransport von Stahlhalbzeugen, S+H, 1967, S. 551.

68
- Die Versuchsanstalt für Binnenschiffbau Duisburg untersucht SCHNELL
LAUFENDE SCHAUFELRÄDER der Bauart Süberkrüb für das Befahren von Flüssen mit
geringen Tauchtiefen. Schnell laufend weil mit solchen Rädern gewichtsgünstige
Motoren verwendet werden können

Schnelldrehendes Schaufelrad nach Süberkrüb

- Ladegeschirr für Stückgüter insbesondere auch von Container erfahren eine Reihe
von verbesserten Lösungen420.

a) b)

c)
Verschiedene Ladegeschirre. a) System Halén, b) Sytem Velle, c)System MO-
Slewing

420
Issendorff v., C.: Ladegeschirre für Stückgut, S+H, 1967, S. 736.

69
- Gerhard Timmermann publiziert eine Arbeit zur ENTWICKLUNG DES
SEGELSCHIFFBAUES im 19. Jahrhundert in Hamburg und Altona und der
amerikanische Einfluss421.
- Der BRENNSTOFFZELLENANTRIEB für U- Boote beginnt Gegenstand vertiefter
Überlegungen zu werden422.
- Die KORROSION VON METALLISCHEN W ERKSTOFFEN IM SEEWASSER ist Gegenstand der
Erörterung423.
- Fritz Gutsche referiert über Probleme des DÜSENPROPELLERANTRIEBES von
Schiffen424.
- Blohm + Voss baut für die Hamburg-Süd sechs Kühlschiffe der POLAR ECUADOR-
KLASSE425.
-. Die Vorträge der SCHIFFBAUTECHNISCHEN TAGUNG IN ROSTOCK finden großes
Interesse in der westlichen Fachpresse426.
- Der HAMBURGER HAFEN bereitet sich auf den kommenden Containerumschlag vor.
- Um KORROSION DES SCHIFFBAUMATERIALS während des Baues zu verhindern
konserviert man die gestrahlten Oberflächen mit einem sog. SHOPPRIMER auf dem
nach Abschluss der schiffbaulichen Arbeiten die eigentliche Konservierung
aufgebracht wird427.
- Bei der HATRA Schiffswerft und Maschinenfabrik Hagelstein in Travemünde wird
der erste HYDRAULISCHE HEBELIFT in Europa in Betrieb genommen428.
- Hans Schädlich berichtet über SCHIFFSKABEL, die durch die Besonderheiten an
Bord sich von üblichen Kabeln und Leitungen unterscheiden429.
- Der Bau von Winden aller Art an Bord von Schiffen konzentriert sich auf
automatische Winden für Verholzwecke, sog. MOORINGWINDEN in Kombination mit
Ankerwinden.430
- Die schwedische Transatlantic- Reederei lässt bei den Rheinstahl-
Nordseewerken in Emden ein Frachtschiff zum Transport von rollender Ladung und
wahlweise Containern bauen. Aus diesem Schiffstyp entwickelt sich dann das sog.
RO –RO- Schiff431.
- Die Rationalisierung der ROHRFERTIGUNG MIT HILFE VON ROHRMODELLEN, zu erst
beim Bau von U Booten erprobt, gewinnt eine immer größere Bedeutung432.
- Die Kieler Howaldtswerke, die Howaldtswerke Hamburg und die Deutsche
Werft fusionieren zur Howaldtswerke- Deutsche Werft A. G. Hamburg und Kiel
(HDW).
- Der Fachnormenausschuss- Schiffbau (HNA) wird 50 Jahre alt433.

421
Timmermann, G.: Entwicklung des Segelschiffbaues im 19. Jahrhundert in Hamburg und Altona
und der amerikanische Einfluss, S+H, 1967, S.646.
422
Sawitski, P.: Brennstoffzellen -Antriebe für U- Boote, S+H, 1967, S. 713.
423
Bäumel, A.: Korrosion metallischer Werkstoffe in Seewasser, S+H, 1967, S.635, 719.
424
Gutsche, F.: Probleme des Düsenpropellerantriebes von Schiffen, S+H, 1967, S. 748.
425
Zoepfel, D.: MS „Polar Ecuador“, ein 420 000- cft –Kühlschiff von Blohm + Voss, S+H, 1967, S.769.
Siehe auch Hansa, 1967, S. 1923.
426
Schiffbautechnischen Tagung in Rostock, S+H, 1967, S. 905.
427
Isink, M., Treede, E.: Shopprimer im Schiffbau, Hansa, 1967, S. 207.
428
N. N.: Neuartige und rationelle Schiffs- Hebeanlage auf der Hagelstein- Werft in Travemünde,
Hansa, 1967, S.215.
429
Schädlich, H.. Kabel und Leitungen im Schiffbau, Hansa, 1967, S.279.
430
Kohnert, R.: Automatische Verholwinden mit Drehstrom- Kafigläuferantrieb, Hansa, 1967, S.282.
431
N. N.: Auto- und Container- Frachtschiff, Hansa, 1967, S. 383.
432
Kayser, P.: Rationalisierung bei der Rohrverlegung durch Anwendung von Konstruktionsmodellen,
Hansa, 1967, S. 2126.
433
N. N.: 50 Jahre Schiffbau- Normung 1917-1967, Festschrift des HNA

70
Mit RO-RO-Schiffen sind die unterschiedlichsten Beladungsvarianten möglich

- Lloyd’s Register stellt eine Studie zum Bau eines 500 000 TDW TANKER vor. Dabei
geht man von der Verwendung höherfester Stähle (Fließgrenze 350 N/mm 2) aus.
- Der neue deutsche EISBRECHER HANSE wird in Dienst gestellt434.
- Seit mehr als 10 Jahren sind die PLATTENWÄRMEAUSTAUSCHER international an Bord
von Schiffen im Einsatz435.
-In Travemünde wird von dem Arbeitsring für Lärmbekämpfung und der
Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin eine Tagung über die Fortschritte in
der SCHIFFSLÄRMBEKÄMPFUNG abgehalten436,437,438,439,440,441,442,443,444,445. Die
Publikation der Tagungsbeiträge veranlasst weitere Veröffentlichungen zur
SCHIFFSLÄRMBEKÄMPFUNG446,447,448.
- Der Einsatz von Groß- BRENNSCHNEIDANLAGEN ermöglicht eine Rationalisierung der
Fertigung der Schiffe449.

434
Johannsen, K., Paulßen von Beck, H. C.; Kunstmann, H., Koehler, H.: Der neue Eisbrecher
„Hanse“, Hansa, 1967, S. 463.
435
Pries, H.: Der Einsatz von Plattenwärmeaustauschern im Schiffbau, Hansa, 1967, S. 476.
436
Weise, A.: Schiffslärmbekämpfung aus der Sicht der See- Berufsgenossenschaft, Hansa, 1967, S.
533,
437
Körte, G.: Erfolge der Lärmminderung im Maschinenraum, Hansa, 1967, S. 537.
438
Goethe, H.: Schiffslärmbekämpfung als Problem und Aufgabe, Hansa, 1967, S. 553.
439
Wandel, A.: Lärmschutzüberwachung in der Marine, Hansa, 1967, S. 556.
440
Böhme, K.: Grundbauelemente zur Abgasentlärmung der Schiffsmotoren, Hansa, 1967, S. 604.
441
Jansen, G.: Zur medizinischen Begründung der Lärmbekämpfung auf Schiffen, , Hansa, 1967, S.
1340.
442
Hey, P.: Lärmüberwachung und– bekämpfung in der Bundesmarine, Hansa, 1967, S. 1467.
443
Behrmann, K.: Forschritte bei der Lärmminderung von Schiffsmaschinenanlagen, Hansa, 1967, S.
1831.
444
Piening, O.: Maßnahmen zur Lärmminderung im navigatorischen Bereich. Hansa, 1967, S.1823.
445
Kraege,R.: Lärmbekämpfung bei Wasserinstalationen auf Schiffen, Hansa, 1968, S. 349.
446
Myncke, H.: Erfolge in der Schiffslärmbekämpfung in Belgien, Hansa, 1967, S. 821.
447
Venke, G., Dämmig, P.: Die Schalldämpfung von Schiffszwischenwänden, Hansa, 1967, S. 1023.
448
Taubert, O.: Schallschutz in der Konstruktion der Wohnräume an Bord, Hansa, 1967, S. 1097.
449
Hirschberg, H.: Rationalisierung der Fertigung durch Einsatz von Groß- Brennschneidanlagen,
Hansa, 1967, S. 627.

71
- Die Firma Krupp- Ardelt baut den größten BOCKKRAN der Welt mit einer
Hebekapazität von 750 t bei einer Höhe von 59 m für die französische Werft
Chantiers de l’ Atlantique in St. Nazaire.

BOCKKRAN für die französische Werft Chantiers de l’ Atlantique

- Große BOCKKRANE der Firma Krupp- Ardelt beginnen weltweite Anwendung zu


finden450451.
- Der Transport von losem Zement über See löst den Bau von speziellen
ZEMENTFRACHTERN aus452453454.

Zementfrachtschiff
450
Macrander, K.: Der Großbockkran und seine Verwendung im Schiffbau, S+H, 1968, S. 272.
451
Macrander, K.: Neue Bockkrane von Krupp- Ardelt, Hansa, 1968, S.2202
452
Delfs, H.-J.: Transport und Umschlag von losem Zement auf See- und Flussschiffen, Hansa, 1967,
S. 869.
453
Crul, J. J. J.: Die Entwicklung im Bau von selbstlöschenden Zementfrachtern in den Niederlanden,
Hansa, 1967, S, 1224.
454
Schneider, J., Molsberger, H.: Zementtransporter MS „Cementia“, S+H, 1968, S. 33.

72
- Das Größenwachstum der ROHÖLTANKER hat dazugeführt, das einstufige
LADEÖLKREISELPUMPEN deren Leistungen für ein Schiff von 200 000 tdw z. B. 15 000
m3 pro Stunde sein muss, sich durchsetzen455.
- Zwischen 1951 und 1966 erlitten 22 deutsche SCHLEPPER einen Kenterunfall. Daher
ist die frage der KENTERSICHERHEIT ein aktuelles Thema456.
- Erstmalig erscheint in der deutschen Fachpresse eine Übersicht über die modernen
BOHRPLATTFORMEN unterschiedlichster Bauart457.
- Herbert Thode weist darauf hin, dass eine zu GROßE ANFANGSSTABILITÄT eine
mögliche Gefahrenquelle sein kann458.
- Heinrich Söding publiziert ein Verfahren des STAKENS VON SCHIFFSLINIEN mit
Digitalrechnern459.
- MACGREGOR LUKENABDECKUNGEN, hydraulisch betätigt gewinnen immer mehr an
Bedeutung460.
- Die Auslegung und Berechnung von LÜFTUNGS-, LUFTHEIZUNGS-, UND KLIMAANLAGE
auf Handelsschiffen bekommt eine immer größere Bedeutung461462463.
- Die Strandung des Tankers TORREY CANYON auf den Seven Stone Riff der SCILLY
ISLANDS hat Auswirkungen bei der IMCO464.

Tankers TORREY CANYON auf den Seven Stone Riff der SCILLY ISLANDS

455
Weber, S.: Ladöl- und Ballastpumpen in modernen Tankern, Hansa, 1967, S. 881.
456
Stamp, W.: Sicherheit von Schleppern, Hansa, 1967, S.915.
457
N. N.: Moderne Bohrinseln, Hansa, 1967, S. 1061.
458
Thode, H.: Große Anfangsstabilität als mögliche Gefahrenquelle, Hansa, 1967, S. 1374.
459
Söding, H.: Das Straken von Schiffslinien mit Digitalrechnern, Hansa, 1967, S. 1386, 1527.
460
Pohl, G.: Hydraulisch betätigte MacGREGOR- Lukenabdeckungen auf Frachtschiffen, Hansa,
1967, S. 1537.
461
Klepper, H.: Lüftungs-, Luftheizungs-, und Klimaanlage auf Handelsschiffen, Hansa, 1967, S.
1735.
462
Ekelund, B.: Belüftung von Kühlräumen auf Schiffen, Hansa, 1967, S. 1747.
463
Blume, H.: Anwendung von Ozon in Kühl- und Lagerräumen auf Seeschiffen, Hansa, 1967, S.
1749.
464
Sohnke, F.: Die „Torrey Canyon“ Katastrophe, Auswirkungen auf die IMCO, Hansa, 1967, S. 1704.

73
VEREISUNG VON FISCHEREIFAHRZEUGEN stellt eine große Gefahr für die
Schiffssicherheit dar465. Durch das Eis wird der Gewichtsschwerpunkt deutlich nach
Oben verschoben, sodass die aufrichtenden Hebel zu gering werden und ein Kentern
einleiten kann.
- Heribert Schneekluth und die Lindenau Werft lassen sich einen sog.
Kantenbugwulst patentieren466.

1968
- Die mögliche RADIOAKTIVE KONTAMINIERUNG der Abluft und des Abwassers an Bord
des Kernenergiefrachtschiffes OTTO HAHN ist Gegenstand von Untersuchungen der
INTERATOM Internationale Atomreaktorbau GmbH467.

Reaktorbereich der Otto Hahn. 1 Druckbehälter, 2 Sicherheitsbehälter, 3


Abblasbehälter, 4 Abluftmast, 5 Probenentnahmeschrank, 6 Abgasbehälter, 7
Aktivwasserbehälter, 8 Servicebecken, 9 Mischbettfilter im Reinigungskreislauf, 10
Prüfbehälter, 11 Mischbettfilter im Aktivwassersystem, 12 Abwasserbehälter

- Die Entwicklung von MAST- UND DREHKRANEN führt zu einer Vielzahl von
verschiedenen Lösungen468.
- Die A. G. Weser führt den STAPELLAUF des 170 000 tdw Tankers ESSO MERCIA
durch. Da die im Auftrag stehenden 250 000 tdw Tanker der Esso ebenfalls auf dem
Helgen gebaut werden sollen, werden umfangreiche Messungen während des
Stapellaufes durchgeführt.
- Die Bayerische Schiffbaugesellschaft vormals Anton Schellenberger feiert ihr
300 jähriges Bestehen.

465
N. N.: Die Sicherheit bei Vereisung, Hansa, 1967, S. 1819.
466
N. N.: Der Kantenbugwulst, Hansa, 1967, S. 1879.
467
Hörning, H., Mühlhoff, W.: Gas- und Flüssigkeitsaktivitäten beim Kernenergiefprschungsschiff „Otto
Hahn“, S+H, 1968, S. 505.
468
Thaeter, H.: Rationeller Einsatz von Mast- und Drehkranen auf Stückgutfrachtern, S+H, 1968, S.
111.

74
- Der Germanische Lloyd führt Messungen des DRUCKS IN GETREIDELADUNGEN unter
statischer und dynamischer Beanspruchung durch. Es zeigt sich, dass die
Druckverteilung stark von der hydrostatischen Verteilung abweicht469.
- Die Deutsche Werft wird 50 Jahre alt470.
- die Reederei Rob. M. Sloman wird 175 Jahre alt.
- Die Firma Kocks baut in Bremerhaven die erste 45 t CONTAINERBRÜCKE.
- die Ursachenforschung von KORROSION AN DER AUßENHAUT von Schiffen, an
Spundwänden vertäut, ist Gegenstand detaillierter Untersuchungen471.
- CUNI10 FE, in den dreißiger Jahren für die britische Marine entwickelt, bewährt sich
besonders für SEEWASSERFÜHRENDE LEITUNGEN und Apparate472.
- Unter dem Namen GERMAN LIBERTY entwickeln seit 1966 der Bremer Vulkan, die
Rickmerswerft und die Flensburger Schiffsbau Gesellschaft (FSG) einen
Einheitsfrachter in der Annahme dass sich bald ein großer Ersatzbedarf weltweit
ergibt, wenn die ehemals amerikanischen LIBERTYSCHIFFE, die von verschiedenen
Reedern noch betrieben werden, aus der Fahrt gehen. Das erste Schiff dieser Bauart
ist die DIRK MITTMANN gebaut bei der FSG473.
- Im Windkanal des Instituts für Schiffbau der Universität Hamburg wird eine
Segelyacht untersucht474.
- Der Bau von SEGELYACHTEN und kleineren FISCHEREIFAHRZEUGEN IN GFK setzt sich
langsam durch, zumal spezielle Fertigungsanlagen den Serienbau wesentlich
kostengünstiger machen475476.
- Der GRÖßTE TANKER DER W ELT ist der 312 000 tdw Tanker UNIVERSE IRELAND.
- Die OTTO HAHN geht auf Probefahrt.
- Gerd Woisin führt eine Ähnlichkeitsbetrachtung bei Modellkollisionsversuchen
durch und wertet die bekannten Versuche mit der Minorskymethode aus477.
- Die HSVA führt im Auftrag der Wasserschiffahrtsdirektion Bremen und der
Orenstein & Koppel und Lübecker Maschinenbau Gesellschaft umfangreiche
Versuche mit einem LMG QUERSTRAHLRUDER durch478.
- Kockums Mechaniska Verkstads AB in Malmö dockt aus ihrem 700 000 T
TROCKENDOCK, dem derzeit größten Trockendock der Welt zwei Gastanker.
- Schiff+ Hafen publizieren eine A. G. Weser Sondernummer anlässlich deren 125
jährigem Jubiläums479.
- Gebr. Sulzer publizieren eine Reihe von Neuigkeiten480.
- Der Chefkonstrukteur der MAN Joachim Siegfried Meurer beschreibt die
ZUKUNFTSAUSSICHTEN DER VERBRENNUNGSKRAFTMASCHINEN481.

469
Kerner, H.: Getreidedruck, S+H, 1968, S. 399.
470
N. N.: 50 Jahre Deutsche Werft, Hansa, 1968, S. 999.
471
Determann, H., Hargarter, E.: Ursachen für die Korrosions- Elemente mit der Außenhaut, S+H,
1968, S. 533.
472
Kupfer- Nickel- Legierung CuNi10Fe für Seewasserleitungen, S+H, 1968, S. 552.
473
Rohmann, K., Kohlmann, O.: MS Dirk Mittmann, Deutscher Mehrzweckfrachter, S+H, 1968, S. 565.
474
Wagner, B., Boese, P.: Windkanaluntersuchung einer Segelyacht, S+H, 1968, S.619.
475
Reher, H.: Wirtschaftliche Herstellung von GFK- Schiffen im Imprägnierungsverfahren, S+H, 1968,
S. 637.
476
Scholte, H. G.: Entwurf einer Werft für den Serienbau von Fahrzeugen aus glasfaserverstärktem
Polyester, S+H, 1968, S. 640.
477
Woisin G.: Eine Untersuchung der Ähnlichkeitsgesetze bei Stoßvorgängen besonders
Schiffskollisionen und Kollisionsmodellversuchen, S+H, 1968, S. 740.
478
Meyne, K., Heinzel, S.: Versuche mit dem LMG- Querstrahlruder, S+H, 1968, S. 747.
479
Stöterau, H.: 125 Jahre A. G. „Weser“, S+H, 1968, Sonderheft 10.
480
N. N.: Einige Neuentwicklungen von Dieselmotoren der Gebr. Sulzer, S+H, 1968, S. 808.
481
Meurer J. S.: Die Zukunft der Verbrennungskraftmaschinen für den Schiffsantrieb, , S+H, 1968, S.
814.

75
- Der amerikanische Meerestechniker Alfred Keil berichtet über derzeitige
Entwicklungen der Meerestechnik in den USA482.

Blohm + Voss und der Bremer Vulkan bauen die ersten Vollcontainerschiffe ELBE
EXPRESS und Weser Express für die HAPAG und den Norddeutschen Lloyd483.
- Der nunmehr verstärkte Einsatz von FLOSSENSTABILISIERUNGEN von
Containerschiffen führt international zu neuen Untersuchungen und
Anlagenkonfigurationen484485.
-

Schlingerdämpfungsanlage Denny- Brown- AEG der Elbe/ Weser Express. 1 Flosse,


2 Gleitstein, 3 Hilfsklappe, 4 Kurbelwelle, 5 und 7 Gleitschuh, 6 Achse, 8 Gleitschine,
9 Flossenkasten, 10 Schwenkwelle, 11 Kolbenstange, 12 Blockschaft, 13 und 14
Schwenkmotor und -getriebe, 15 Törnvorrichtung.

- Die DÄMPFUNG VON SCHIFFSBEWEGUNGEN ist Gegenstand einer Zusammenstellung


der wichtigsten 81 Publikationen486.
- In Norwegen wird ein 150 t großes TRAGFLÄCHENBOOT VOM TYP SUPRAMAR PT 150
DC gebaut487.
- KUNSTSTOFFE FÜR MASCHINENELEMENTE IM SCHIFFBAU finden eine breite
Anwendung488.

482
Keil, A.: Meerestechnik, , S+H, 1968, S.861.
483
Flender, D., Bartholomes, Schwiers, G., Christiansen, H., Themann, R., Dienstorf, J., Leo, H.,
Wortmann, F.: Containerschiffe MS „Elbe Express“ und MS „Weser Express“, S+H, 1968, S. 755.
484
Volpich, H., Borke, J., Tann. A.: Neue Untersuchungen von Schlingertank- Anlagen, , S+H, 1968,
S.867.
485
Ehluss, H. G.: Flossenstabilisatoren, mit nicht einziehbaren Flossen für Großschiffe, S+H, 1969, S.
779.
486
Andersson, G.: Möglichkeiten zur Dämpfung der Schlingerbewegungen im Seegang, Hansa, 1968,
S. 561.
487
Jost, V., Faber, E., Cebulla, D.: Tragflächenboot vom Typ Supramar PT 150 DC, Hansa, 1968, S.
825.
488
Weber, A.: Kunststoffe im Schiffbau. Hansa, 1968, S. 1011.

76
Die Wirtschaftlichkeit des Umschlages von Schüttgütern ist von der hohen
Funktionalität der MASSENGUTGREIFER abhängig. Daher werden die
unterschiedlichsten technischen Lösungen für Greifer angeboten489490.

a) Mehrseilgreifer b) Einseilgreifer c) Motorstangengreifer

- Aus der Praxis wird berichtet, sowohl im Schleppversuch als auch bei den
Probefahrtsergebnissen nachgewiesen, dass erhebliche Verbesserungen der
Propulsion mit einem BUGWULST FÜR VÖLLIGE SCHIFFE mit einem cB  0, 8 bei einer
Froudeschen Zahl von Fr  0,2 möglich sind491.
- Die Werkzeugmaschinenindustrie bietet verschiedene KOORDINATEN-
BRENNSCHNEIDMASCHINEN unter den Markennamen STATOSEC, MULTISEC oder
SICOMAT an. Branchenführer ist die FIRMA MESSER- GRIEßHEIM. Die Steuerung findet
photoelektrisch oder auch mit schon Lochstreifen statt492493.

Portal- Koordinaten- Brennschneidmaschine mit photoelektrischer Steuerung

489
Conrad, S.: Lastaufnahmemittel für Massengüter an Bordkranen, Hansa, 1968, S. 331.
490
Heidger, M.: Verschiedene Greiferbauarten für Massengüter, S+H, 1969, S. 747
491
Kerlen, H., Petershagen, H.: Über den Einfluß eines Bugwulstes auf Leistung und Geschwindigkeit
eines völligen Frachtschiffes, Hansa, 1968, S. 1063.
492
Münzel, J.: Moderne Brennschneidmaschinen für Schiffswerften, Hansa, 1968, S. 1073.
493
Schaller, L.: Optisches Anzeichnen und automatisches Brennschneiden, Richard Karl Schmidt &
Co, Braunschweig und Berlin, 1962.

77
- Die deutschen Werften beginnen sich intensiv für den Stand der AUTOMATISCHEN
SCHWEIßVERFAHREN im japanischen Schiffbau zu interessieren494.
- Es wird über die Vorläufer der ersten photooptisch gesteuerten
Brennschneidmaschine SCHICHAU-MONOPOL berichtet495.
- Hans-Joachim Lawrenz publiziert eine entwicklungsgeschichte des U Bootes496.
- SCHLEPPER werden mit modernen FENDERN statt einfachen Altreifen ausgestattet497.
- Bruno Arndt berichtet über die KENTERSICHERHEIT BEIM TRANSPORT VON
SCHÜTTGÜTERN498.
- Die Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau (VWS) in Berlin beginnt mit
dem Bau eines sehr großen UMLAUFTANKS mit freier Oberfläche499.
- Gerd Woisin berichtet über die schiffbauliche Sicherheit des
Kernforschungsschiffes OTTO HAHN500.

Kollisionsschutz des Kernenergieforschungsschiffes Otto Hahn

- Peter Oltmann entwickelt Entwurfsunterlagen für QUERSTRAHLRUDER501.


- Kurt Wendel publiziert ein Verfahren zur Berechnung der WAHRSCHEINLICHKEIT DES
ÜBERSTEHENS VON VERLETZUNGEN DES SCHIFFSRUMPFES
- Gerhard Timmermann gibt zur Geschichte des STAPELLAUFES eine kurze
Skizze502.

494
Hasegava, M.: Automatische Schweißverfahren im japanischen Schiffbau, Hansa, 1968, S. 1081.
495
N. N.:25 Jahre 1:10 Arbeitsweise, Hansa, 1968, S. 1089.
496
Lawrenz, H.-J.: Die Entwicklungsgeschichte des U Bootes, J. F. Lehmann Verlag, München, 1968.
497
Tschumel, D,: Moderne Fender für Schlepper, Hansa, 1968, S. 2123.
498
Arndt, B.: Schüttgut und Kentersicherheit, Hansa, 1968, S.2013.
499
Schuster, S., Böes, C.: Ein neuer Umlauftank für die VWS, Hansa, 1968, S. 2006.
500
Woisin, G.: schiffbauliche Sicherheit des Kernforschungsschiffes OTTO HAHN, Hansa, 1968, S.
1967.
501
Oltmann, P.: Beitrag zum Entwurf von Querstrahlruder, Hansa, 1968, S. 1955.

78
- Siegfried Schuster berichtet über die Fortschritte der SCHIFFSSTRAHLANTRIEBE503.

Flussfähre ,mit KSB504 Nowka Strahlantrieb

a) Dowty- Hamilton- Antrieb b) Boeing Strahlantrieb

- Eine Zusammenstellung verschiedener derzeitiger SCHIFFSDAMPFKESSEL zeigt, dass


es offensichtlich noch einen Markt für Dampf getriebene Schiffe gibt.505.
- Manfred Volger zeigt die Entwicklungstendenzen und Probleme im
GROßTANKERBAU auf506.
- Die Firma Emil G. von Höveling propagiert einen neuen ANTIFOULINGANSTRICH507.
- Im Schiffbau ist die Frage nach der Festigkeit der Schiffe im Falle des Auftretens
von SPANNUNGSRISSKORROSION insbesondere bei CROMNICKELSTÄHLEN ein wichtiges
Thema508.

502
Timmermann, G.: Zur Geschichte des Stapellaufes, Hansa, 1968, S.1936.
503
Schuster, S.: Fortschritte bei der Entwicklung der Schiffs- Strahlantriebe, Hansa, 1968, S. 1932.
504
KSB ist ein weltweit agierender Konzern für Pumpen und Armaturen und wurde von den Herren
Klein, Schanzlin und Becker 1871 gegründet.
505
Aker, P.: Betrachtungen zum Kesselbau, Hansa, 1968, S. 1817.
506
Volger, M.: Entwicklungstendenzen und Probleme im Großtankerbau, Hansa, 1968, S.1775.
507
Isink, M.: Neue Antifoulinganstriche, Hansa, 1968, S. 201
508
Speckhard, H.: Werkstoffverhalten unter Korrosion und mechanischer Beanspruchung, Hansa,
1968, S.

79
- Da die Einsatzbedingungen für ELEKTROKABEL AN BORD sich vom Einsatz an Land
deutlich unterscheiden, bemüht man sich eine entsprechende Normung und
Weiterentwicklung509.
- Der Military Sea Transport Service der USA und plant spezielle FRACHTSCHIFFE
510
ZUM TRANSPORT VON MILITÄRISCHEM NACHSCHUB über See .

1969
- In Holland wird ein 210 000 tdw Tanker in zwei Teilen vom Stapel gelassen
und dann im Wasser mit Hilfe eines CAISSONS zusammen geschweißt511.
-

Vorgehensweise beim Zusammensetzen von zwei Tankerhälften in schwimmendem


Zustand

- Klaus Meyne eine Arbeit zur optimalen Dimensionierung von Propellern512.


- Für die russische UNTERWASSERFORSCHUNG werden eine Reihe von
Unterwasserfahrzeuge und FORSCHUNGSLABORATORIEN gebaut513.
- Der Germanische Lloyd gibt ALLGEMEINE KONSTRUKTIVE HINWEISE ZUR AUSFÜHRUNG
514
DER STAHLKONSTRUKTION VON SCHIFFEN .
- Ohe Röhl publiziert eine umfangreiche Arbeit über die Berechnung und
Konstruktion von SCHIFFEN MIT GROßEN DECKSÖFFNUNGEN515.
509
Entwicklung der Technik und Normung von Schiffs- und Marinekabeln, Hansa, 1968, S. 265.
510
N. N.: Spezialschiffe zum Transport von militärischem Nachschub, Hansa, 1968, S. 275.
511
Herfst, L. P.: Some Aspects of Building Mammoth Tankers, S+H, 1969, S. 49.
512
Meyne, K.: Zur optimalen Dimensionierung von Propellern, S+H, 1969, S. 93.Siehe auch S. 359.-
513
Aus verschiedenen Artikeln der Zeitschrift Sudostroenie Jg. 57 (1967) und Jg. 58 (1968):
Sowjetische Unterwasser- Forschungen, S+H, 1969, S. 130. Siehe auch S. 144.
514
Wulf, H.: Allgemeine konstruktive Hinweise , zu den schiffbaulichen Bauvorschriften des
Germanischen Lloyd, Ausgabe 1967, S+H, 1969, S. 188, 466. siehe auch S. 271.S+H, 1971, S. 98,
636.

80
- Dieter Tschumpel, berichtet über die SCHALLISOLIERUNG UND ELASTISCHE LAGERUNG
516
VON QUERSTRAHLAGGREGATEN .
- Um die Eigenschaften von Schiffen zum Eisbrechen abschätzen zu können
entwickelt P. G. Bölin ein Eiswiderstandsdiagramm als Wertmesser der
EISBRECHEIGENSCHAFTEN VON SEESCHIFFEN517.
- Die Firma Schottel baut ein Baufloß mit sechs SCHOTTELNAVIGATOREn für den Bau
des Unterwassertunnels Parana- Santa Fé518.
- Peter Oltmann berichtet über den positiven Effekt der Verminderung des
Reibungswiderstandes durch Einblasen von Polyätylenoxyd in die Grenzschicht519.
- Eckhard Pleß berichtet über die Verwendung der LASER-MEßTECHNIK im
Schiffbau520.
- Bedingt durch das verstärkte Auftreten von Schwingrissen im Bereich von den
Enden von Aufbauten aus Aluminium von Marinefahrzeugen, werden umfangreiche
Betriebsfestigkeitsuntersuchungen durchgeführt521.
- Richard Dien führt Berechnungen von propellererregten DREH- UND
LÄNGSSCHWINGUNGEN durch522.
- Neue Anker- und Verholspille werden vorgestellt523.

Anker- und Verholspill

515
Röhl, O.: Beitrag zur Berechnung und Konstruktion von Schiffen mit großen Decksöffnungen, S+H,
1969, S.233, 457,553.
516
Tschumpel, D.: Schallisolierung und elastische Lagerung von Querstrahlaggregaten, , S+H, 1969,
S. 24.
517
Bölin, P. G.: Das Eiswiderstandsdiagramm als Gradmesser der Eisbrecheigenschaften von
Seeschiffen, S+H, 1969, S. 262..
518
Repke, G.: Der Einsatz von Schottel- Navigatoren beim Bau des Unterwassertunnels Parana-
Santa Fé, S+H, 1969, S. 423.
519
Oltmann, P.: Versuche zur Verminderung des Reibungswiderstandes von Schiffen, S+H, 1969, S.
460. Siehe auch, Hansa, 1969, S. 145.
520
Pleß, E. A.: Anwendung der Laser-Technik im Schiffbau, S+H, 1969, S. 650.
521
Schütz, W., Winkler, K.: Betriebsfestigkeit geschweißter Schiffsaufbauten aus AlMg 4,5 Mn, S+H,
1969, S. 804.
522
Dien, R.: Berechnungen von propellererregten Dreh- und Längsschwingungen, S+H, 1969, S. 868..
523
Lübbe, H.: Senkrechte Anker- und Verholeinrichtungen, , S+H, 1969, S. 898..

81
- Cai Boie gibt einen Überblick der wichtigsten technischen FRAGEN DES
524
GEGENWÄRTIGEN SCHIFFBAUS .
- Das sog. METALOCK VERFAHREN zur Reparatur von rissen in Gusskonstruktionen
wird mit Erfolg auch an Bord von Schiffen angewendet525.
- Die W IRTSCHAFTLICHKEIT VON KERNENERGIEANTRIEBEN von Schiffen ist nach wie vor
Gegenstand der Diskussion526.

Ein Teil der Lüftungsanlage der HAMBURG zeigt schon die ganze Komplexität solcher
Anlagen

524
Boie, C.: Gegenwartsfragen der Schiffstechnik, Hansa, 1969, S. 119.
525
N. N.: Reparaturprogramm der Deutschen Metalock, Hansa, 1969, S. 168.
526
Schmidt, K.-E.: Zur Frage des Wirtschaftlichkeitskriteriums bei mit Kernenergie und konventionell
angetriebenen Handelsschiffen, Hansa, 1969, S. 267.

82
- Die Deutsche Werft der Howaldtswerke- Deutsche Werft A. G. in Finkenwerder
bauen als letztes Schiff vor der Schließung der Werft das Fahrgastschiff HAMBURG527.
Das Schiff ist später als MAXIM GORKIY viele Jahre ein beliebtes Urlaubschiff
gefahren.

Fahrgastschiff Hamburg

In Japan bei Saebo Heavy Industries werden vier 215 000 tdw TANKER MIT EINEM
DOPPELBODEN für die Mobil Oil Corporation gebaut528.

Erster Großtanker mit einem Doppelboden

527
N. N.: Fahrgastschiff „Hamburg“, Hansa, 1969, S. 389.
528
N. N.: Tankerkonstruktion mit Doppelboden im Bereich der Ladetanks, Hansa, 1969, S. 496. Es
handelt sich um die Turbinentanker Mobil Pegasus, 1969,Mobil Pinnacle 1970, Mobil Pride 1971,
Mobil Progress 1971, Mobil Petroleum 1973.

83
- Der steigende Bedarf an Containerschiffstonnage und die Abnahme von Stückgut
führt zu Umbauten von Stückgutfrachtern zu sog. SEMICONTAINERSCHIFFEN529530.
- Neuartige Entladeeinrichtungen für Massengutschiffe werden unter dem Namen
CONFLOW - SCHIFFSENTLADER eingesetzt531.

Conflow- Entlader

a) b)

Conflow- Entlader a) für lange Laderäume und b) tiefe Laderäume

Conflow- Entlader für kurze und tiefe Laderäume


529
Buhr, W.: Umbau der Frachtschiffe „Tyrusland“, „Thebenland“, „Trojaland“ in Semicontainerschiffe,
Hansa, 1969, S. 607.
530
N. N.: Umbau der Linienfrachter „Finneagle“, „Finnclipper“, „Finnforest“ in Semocontainerschiffe,
Hansa, 1969, S. 1029.
531
Scholler, G.: Conflow- Schiffsentlader, Hansa, 1969, S. 615.

84
- Die LÜFTUNGS- UND KLIMAANLAGEN AUF SCHIFFEN DER BUNDESMARINE werden auch
unter dem Gesichtspunkt eine hohe Leistungsfähigkeit der Besatzung im Einsatz
sicher zu stellen besonders sorgfältig ausgeführt532.
- Verstärkte Bemühungen den GERÄUSCHPEGEL von Schiffsdieselmotoren zu
reduzieren533.
- Der erste sog. LASH- CARRIER (Lighter aboard Ship), ACADIA FOREST (234 m lang,
32,50 breit, 18,29 hoch, 43 688 tdw), läuft vom Stapel534.

ACADIA FOREST bei der Übernahme einer LASH- Barge

- Die Überschweißung von sog. SHOP PRIMERN hat Einfluss auf die Qualität der
Schweißung. Da es wünschenswert ist, im Rahmen ausreichender Qualität dennoch
dieses zu tun, untersucht der Germanische Lloyd diesen Einfluss535.
- Gérald Bourceau und Guy Volcy von Bureau Veritas untersuchen die
VERFORMUNGEN VON TANKSCHIFFEN durch Beladung und Seegang und deren Einfluss
auf die W ELLENLEITUNG.
- Rainer Alte gibt eine Abschätzung der BETRIEBSFESTIGKEIT VON LUKENECKEN von
Containerschiffen536.
- KALTBIEGEMASCHINEN FÜR SPANTEN erhöhen die Produktivität der Fertigung auf den
Werften537.
- Auf dem Fährschiff MALMÖ wird erstmalig eine VAKUUM- TORLETTENSYSTEM
eingebaut538.
- Die Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt
(GKSS) publiziert eine Studie zum Entwurf von CONTAINERSCHIFFEN539.
- Die Werft Nobiskrug präsentiert ihre Fährschiffsneubauten540.

532
Brock, H.-W.: Lüftungs- und Klimaanlagen auf Schiffen der Bundesmarine, Hansa, 1969, S. 636.
533
Hahold, S.: Maßnahmen zur Verminderung der durch Schiffsdieselmotoren verursachten
Geräuschpegel, Hansa, 1969, S. 512.
534
Witthöft, H. J.: Huckepack über See, Koehler Verlagsgesellschaft, Herford, 1982. Siehe auch S+H,
1970, S. 29. Siehe auch Hansa, 1970, S. 1178.
535
Tölken, O.: Prüfung des Einflusses überschweißbarer Farben (Shop Primer) auf die Güte von
Schweißverbindungen im Schiffbau, Hansa, 1969, S. 880.
536
Alte, R.: Die Betriebsfestigkeit von Lukenecken von Containerschiffen, Hansa, 1969, S. 909.
537
N. N.: Kaltbiegeanlagen für Spanten, Hansa, 1969, S. 1046.
538
N. N.: Ein neues System von Schiffs-Toilettenanlagen, Hansa, 1969, S. 1114.
539
Lettnin, H., Bianchi, h., Kaiser, F. K., Wolter, K.: Zum Entwurf nuklearangetriebener
Containerschiffe, Hansa, 1969, S. 1364.
540
Neumann, W.: Fährschiffe der Werft Nobiskrug GmbH, Rendsburg, Hansa, 1969, S.1379.

85
- Auf dem Rhein ist nur noch ein einziger DAMPFRADSCHLEPPER im Einsatz. Es
handelt sich um den von der Schiffswerft Ewald Berninghaus 1922 gebauten
Schlepper OSKAR HUBER.
- SCHOTTEL- RUDERPROPELLER werden für unterschiedliche Aufgaben, wie
Naßbaggerei und Bohrgeräte im Wasser eingesetzt541.

Schottel- Ruderpropeller Typ SRP 225

- NUMERISCH GESTEUERTE BRENNSCHNEIDMASCHINEN sowie das


PLASMASCHMELZSCHNEIDEN erlangen langsam in den Werften Aufmerksamkeit542.
- Bei der A. G. Weser läuft der 254 00 tdw Tanker Esso Scotia vom Stapel543 und
wird in Fahrt gebracht544.
- Der US-amerikanische 108 400 tdw Tanker MANHATTAN gelingt die durch die Nord-
West Passage. Das Schiff wurde hierfür in Sektionen zerteilt und auf verschiedenen
Werften in den USA für die Eisfahrt verstärkt.
- Claus Kruppa berichtet über Tauchfahrzeuge für Meeresforschung und- technik545.
- Horst Nowacki berichtet über Entwicklungstendenzen im RECHNERGESTÜTZTEN
SCHIFFSENTWURF546.
- Hansjörg Petershagen beschreibt die Überlegungen zur FESTIGKEIT EINES GROßEN
TANKERS BEIM STAPELLAUF547.

541
Bussmaker, O.: Schottel- Antriebe für Vortrieb und Steuerung von Baggergeräten sowie
Positionshaltung von schwimmenden Bohrgerät, Hansa, 1969, S. 1491.
542
Hirschberg, H.: Brennschneidmaschinen im Schiffbau- Tendenzen in modernen Werften, Hansa,
1969, S. 1551.
543
Brenke, R.: Der Stapellauf sehr großer Schiffe, Hansa, 1969, S. 1559.
544
Kurz, H., Patschke, G.: Turbinentanker „Esso Scotia. “, Hansa, 1969, S. 1777
545
Kruppa, C.: Tauchfahrzeuge für Meeresforschung und- technik, Hansa, 1969, S. 1927.
546
Nowacki, H.: Entwicklungstendenzen im rechnergestützten Schiffsentwurf, Hansa, 1969, S. 1947.
547
Petershagen, H.: Der Stapellauf eines 110 000 tdw- Tankers bei den Rheinstahl Nordseewerken in
Emden, Hansa, 1969, S.1955.

86
US-amerikanische 108 400 tdw Tanker MANHATTAN

- Klaus Meyne beschreit den ZEISE- DRUCKÖLVERBAND FÜR SCHIFFSSCHRAUBEN548.


- Blohm +Voss entwickeln das EINRICHTUNGSSYSTEM M1000, welches aus
standardisierten Teilen montiert werden kann.

548
Meyne, K.: Zeise- Druckölverband für Schiffsschrauben, Hansa, 1969, S.1955

87