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Oberflchenspannung an Seifenblasen

Experiment
Wir tauchen die Glasrhrchen vom Versuchsgestell gemss Abb. 1 in Seifenlauge und ziehen es wieder heraus. Danach blasen wir in den Gummischlauch, der die Luft in die Glasrhrchen verteilt und dadurch zwei unterschiedliche grosse Seifenblasen erzeugt. Durch das Schliessen der Lufteintrittsffnung, ffnen wir den Verbindungskanal zwischen beiden Seifenblasen. Wir beobachten, dass die kleinere Seifenblase immer kleiner wird und die grssere Blase immer grsser. Am Schluss ist die kleinere Seifenblase ganz verschwunden und die Grssere bleibt brig. Die Ursache kann ber den Innendruck der Seifenblase erklrt werden.

Rechnerische Begrndung
Formelherleitung ber die Oberflchenenergie dW p: Druck in der Seifenblase A: Oberflche der Seifenblase (da die Seifenblase eine innere und eine ussere Oberflche besitzt, muss die Kugeloberflche 4 r doppelt gerechnet werden) dV: Verndertes Volumen dr: Vernderter Radius r: Radius Seifenblase : Stoffkonstante der Oberflchenspannung. Betrgt bei Seifenwasser 30 mN/m dW= 2 * * A = 2 * 8 r * dr = 16 r * dr dW = p * dV = p * A * dr = 4 r * p * dr Gleichsetzen der Formeln 16 r * dr = 4 r * p * dr Auflsen der Gleichung nach p, r und

Fazit
Aus der erhaltenen Formel folgern wir, dass sich der Radius r umgekehrt proportional zum Innendruck p verhlt, da die Oberflchenspannung konstant ist. Das heisst, wenn der Radius grsser wird, sinkt der Innendruck und umgekehrt.

Daher ist der Innendruck in der grsseren Blase kleiner. Das System verbraucht frs Vergrssern der grsseren Blase weniger Energie als bei der Kleineren. Da die Natur immer danach strebt, einen mglichst energiearmen Zustand zu erreichen, fliesst die Luft aus der kleinen in die grosse Seifenblase.

Physik; ARB11; Experiment Oberflchenspannung an Seifenblasen; Selin Samci, Mattia Mariotto, Johannes Gadient