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Technische Universität Ilmenau Name, Vorname: ............................................................

Fakultät für Maschinenbau


Fachgebiet Maschinenelemente Sem.-Gr./Matr.: ...............................................................

Matr.-Nr.: ...............................................................

Vom Fachgebiet auszufüllen:

Note Zeichnung: ………. Note Berechnung: …………

Note gesamt: ................... Signatur ..…………………...


Hausbeleg im SS2019 für
Darstellungslehre / Maschinenelemente 1 (Bachelor)
Maschinenelemente 1 (Diplom)
(Gültig für alle Prüfungsordnungen)

„Lackiervorrichtung“
Ein Maschinenbau-Unternehmen plant die Herstellung und den Vertrieb von mobilen Kabinen zur
Lackierung von beliebigen Bauteilen bis zu einer Masse von 95 kg. Sie sollen die Vorauslegung der
Baugruppe „Aufhängung“ durchführen.
Beschreibung der Aufhängung:
Zur Aufhängung der Lackierteile soll gemäß Bild 1 ein horizontaler Hebel (1) zum Einsatz kommen.
An diesem Hebel sind drei Befestigungspunkte vorgesehen, um die Bauteile flexibel in der Lackierka-
bine platzieren zu können. Die Bauteile sollen einfach und schnell, sowie sicher gegen Verrutschen
entlang des Hebels, eingehängt werden können. Auf das eingehängte Bauteil wirkt die Erdbeschleu-
nigung g. Der Hebel soll auf einer Seite mit einem Gelenk an einem Lagerbock (2) befestigt sein, der
durch die Deckenmontage an einer Seitenwand den Freiraum für die zu lackierenden Bauteile sicher-
stellt. Der Lagerbock (2) soll mit 2 Befestigungsschrauben am Gestell befestigt werden.
Die andere Seite des Hebels (1) stützt sich über eine Justierschraube (3) an einer weiteren Seiten-
wand ab. Die Justierschraube (3) soll eine horizontale Ausrichtung des Hebels (1) in einem Bereich
von Δφ = ± 1° gewährleisten. Hinweis: Es wird immer nur ein Bauteil angehängt.

a a
3 b c
d

2
Δφ
1

zu lackierendes
Bauteil g

Bild 1: Technisches Prinzip „Aufhängung“


Vorgaben:
mBauteil 95 kg Werkstoffe:
a 1000 mm Hebel C45E
b 400 mm Lagerbock S275JR
c 600 mm Befestigungs- und Justierschrauben 4.6
d 150 mm Bolzen nach DIN EN 22341 E295
Δφ ± 1° alle anderen Werkstoffe sind mit Begründung frei
Lastfall ruhend wählbar
SF 2,5
g 9,81 m/s²
Teilaufgaben:
Berechnungsteil (maximal 10 Seiten A4)
1. Berechnung aller wirkenden Kräfte und Momente für die verschiedenen Einhängepositionen (inkl. Biege-
momentverläufe). Änderungen der Kräfte durch Auslenkung des Hebels um Δφ sind zu vernachlässigen.
2. Dimensionierung und Gestaltung der gelenkigen Verbindung zwischen Hebel (1) und Lagerbock (2) mittels
Bolzen nach DIN EN 22341 Form B (Kopf und Splintloch).
3. Gestaltung und Dimensionierung des Lagerbocks (2). Die Befestigung am Gestell soll mittels 2 Sechskant-
schrauben ISO 4017 erfolgen.
4. Dimensionierung (d, merf, Länge, Normangabe) der Justierschraube (3) und Auswahl einer geeigneten Aus-
führungsform. Hierbei sind ausschließlich die Kräfte in Richtung der Schraubenachse zu verwenden.
Hinweis: die Auflagefläche der Schraube auf dem Gestell soll vereinfacht als eben und orthogonal zur
Schraubenachse betrachtet werden.
5. Dimensionierung und Gestaltung des Hebels (1) einschließlich der Koppelstellen zum Haken;
(Ausführung unabhängig von einer Stückzahl frei wählbar). Die Hakengestaltung entsprechend der Koppel-
stellen soll erklärt und skizziert, aber nicht berechnet und nicht im Technischen Entwurf gezeichnet werden.
6. Auswahl bzw. Festlegung aller erforderlichen Passungen (Passungsanalyse bzw. Passungssynthese) und
Festlegung von Oberflächengüten.

Zeichnungsteil
1. Einzelteilzeichnung der Teile (1) und (2) mit fertigungsbezogener Bemaßung und allen zur Fertigung erfor-
derlichen Angaben.
2. Technischer Entwurf der Baugruppe (eindeutige Gesamtzeichnung in Form eines technischen Entwurfs mit
Einzelstückliste), wobei
• Alle verwendeten Bauteile eindeutig dargestellt sein müssen,
• das Gestell als Ausbruch anzudeuten ist,
• funktionswichtige Passungen und Oberflächengüten anzugeben sind.

Beachten Sie die Hinweise zum Anfertigen eines Hausbelegs (Moodle!)


Weitere Hinweise:
− Für Bachelor- und Diplom-Studenten ist dieser Beleg eine Prüfungsleistung
(Anmeldung im thoska-System erforderlich).
− Alle nicht gegebenen Größen bzw. Materialien sind (mit Begründung) frei wählbar.
− Vorgegebene Größen bzw. Materialien sind zwingend einzuhalten.
− Alle weiteren Annahmen bzw. Festlegungen sind zu begründen.
− Berechnungen sind immer durch eindeutige und beschriftete Skizzen zu unterstützen.
− Gegebene und gewählte Abmessungen bzw. Materialkennwerte sind vor Beginn der Rechnung aufzu-
listen (gegeben: gesucht: ).
− Die Eigengewichte der Bauteile (1), (2) und (3) sind zu vernachlässigen.
− Von den Berechnungen abweichende, gewählte Abmessungen sind zu begründen.
− Der Lösungsweg für die Berechnungen muss eindeutig und nachvollziehbar sein.
(Allgemeiner Ansatz  Festigkeitsdaten  eingesetzte Kennwerte  Ergebnis  evtl. Normbezeich-
nung)
− Das Ergebnis einer Rechnung ist kenntlich zu machen (z.B. durch Unterstreichen).
− Die Farbe ROT ist in der Niederschrift nicht zugelassen.
− Identische Belege werden mit "ungenügend" bewertet. Dies gilt auch für teilweise identische Belege.
− Nichtbeachtung der Vorgaben und Nichtbearbeiten einer Teilaufgabe führt zur Bewertung „ungenü-
gend“.
− Berechnungsteil und Zeichnungen werden unabhängig voneinander bewertet. Bei ungenügendem Er-
gebnis in einer Teilleistung gilt der Beleg als nicht bestanden.
− Der technische Entwurf muss selbsterklärend (ohne Kenntnis der Rechnung) sein. Dies gilt auch im
umgekehrten Fall.
− Zeichnungen ausschließlich Blei auf Karton. (Keine Rechnerunterstützung zugelassen!)
− Eventuelle Fragen und Rücksprachen sind ausschließlich an Herrn Petrich
(martin.petrich@tu-ilmenau.de, Tel. 03677/69-1865, Werner-Bischoff-Bau Zi. 4280) zu richten.

Ausgabetermin der Aufgabenstellung: 22.05.2019


Spätester Abgabetermin: 19.06.2019 (netto Arbeitszeit 4 Wochen)
Der Anmeldezeitraum für den Hausbeleg endet am 15.06.2019. Nach diesem Termin ist auch kein Rücktritt
mehr möglich!

Die Hausbelege sind in gehefteter Form, nicht in Folienhüllen, nicht in Klemmmappen, jeweils bis 14.30 Uhr
persönlich im Sekretariat Maschinenelemente (im Werner-Bischoff-Bau; Raum 4240) abzugeben (Vorlage des
Studienausweises und Unterschrift erforderlich). Verspätet eingehende Belege werden nicht bewertet.
Für den Beleg ist eine Anmeldung erforderlich. Nicht angemeldete Belege werden nicht kontrolliert!