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Reglement

Ausbildung Wanderleiterin / Wanderleiter


Schweizer Wanderwege

Version 2.2.
Genehmigt durch den Vorstand am 02.04.2015
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 2

Impressum
Ausgabedatum 24.06.2015
AutorInnen Christian Hadorn
Dateiname 2015-06-24_SWW_WL-Reglement.docx
Anzahl Seiten 12

Dokumentenverwaltung
Version Datum Autor Bemerkungen
1 29.11.2006 FvG Genehmigt und in Kraft gesetzt durch den Vorstand
1.1 18.04.2007 FvG Nachtrag Ziffer 2.4
1.2 18.11.2009 ch Nachtrag Ziffern 3.2, 5.2 und Muster-Zertifikat
2.0 12.12.2012 ch Anpassungen für esa-Anschluss
2.1 12.11.2013 ch Ersatz WL-Zertifikat durch Kursbestätigung
2.2 03.12.2014 ch Detailanpassungen Ausbildungskommission

Abkürzungen
BASPO Bundesamt für Sport
BAW Bündner Wanderwege
BWW Berner Wanderwege
esa Programm Erwachsenensport Schweiz
GF Geschäftsführung
SAC Schweizer Alpenclub
SBV Schweizerischer Bergführerverband
SWW Schweizer Wanderwege
WW-FO Kantonale Wanderweg-Fachorganisation/en

Sprachliche Gleichbehandlung
Wird in diesem Reglement zwecks Prägnanz nur eine Geschlechtsform (Wanderleiter) ver-
wendet, sind immer beide Geschlechter (Wanderleiterin / Wanderleiter) gemeint
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 3

Inhalt
1. GEGENSTAND .............................................................................................................. 4
2. AUSBILDUNG WANDERLEITERIN/WANDERLEITER SCHWEIZER WANDERWEGE4
2.1. ANFORDERUNGSPROFIL / LERNZIELE ......................................................................... 4
2.2. AUSBILDUNGSNACHWEIS .......................................................................................... 5
3. KURSANGEBOT ........................................................................................................... 6
3.1. KURSANBIETER ........................................................................................................ 6
3.2. KURSLEITUNG .......................................................................................................... 6
3.3. WANDERLEITERKURSE ............................................................................................. 7
3.4. FORTBILDUNGSKURSE .............................................................................................. 7
3.5. PLANUNG UND ORGANISATION .................................................................................. 7
4. FINANZIELLE BEITRÄGE ............................................................................................ 8
4.1. BEITRÄGE AN DIE KURSANBIETER GEMÄSS ZIFFER 3.1 ................................................ 8
4.2. BEITRÄGE AN DIE KURSTEILNEHMER .......................................................................... 8
5. VERSICHERUNG .......................................................................................................... 8
6. AUFSICHT ..................................................................................................................... 9
7. ERGÄNZENDE BESTIMMUNGEN ................................................................................ 9
7.1. ANDERE KURSANBIETER ........................................................................................... 9
7.2. ÜBERGANGSREGELUNG FÜR DIE ZERTIFIKATSERTEILUNG AN ERFAHRENE
WANDERLEITERINNEN OHNE AUSBILDUNGSKURS ................................................................. 10
7.3. ÜBERGANGSREGELUNG FÜR DIE ESA-ANERKENNUNG BESTEHENDER
WANDERLEITERINNEN MIT ZERTIFIKAT SCHWEIZER WANDERWEGE ....................................... 10
7.4. AUSWEIS UND BESTÄTIGUNG .................................................................................. 10
ANHANG 1: FUNKTIONENDIAGRAMM ............................................................................. 11
ANHANG 2: MUSTER-KURSBESTÄTIGUNG .................................................................... 12
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 4

1. Gegenstand
Das folgende Reglement enthält die Vorgaben für
• die Ausbildung der ehrenamtlichen Wanderleiter sowie die Anerkennung als esa-Leiter
Fachdisziplin Wandern.
• die Organisation und Durchführung entsprechender Aus- und Fortbildungskurse.
Unabhängig von diesem Reglement entscheiden die Wanderweg-Fachorganisationen in ei-
gener Verantwortung, welchen Personen (ob mit oder ohne Ausbildung) sie die Durchfüh-
rung geführter Wanderungen übertragen wollen.

2. Ausbildung Wanderleiterin/Wanderleiter Schweizer Wander-


wege
Die durch das vorliegende Reglement festgelegte Ausbildung befähigt die ausgebildeten
Personen zur Durchführung geführter Wanderungen im Auftrag der Wanderweg-Fachorgani-
sationen bzw. anderer Institutionen oder Vereine auf ehrenamtlicher Basis bis und mit
Schwierigkeitsgrad «Bergwanderweg» (entspricht SAC-Skala T1 bis T3).
Wer die Ausbildung erfolgreich absolvieren und aufrechterhalten will, muss folgende Voraus-
setzungen erfüllen:

2.1. Anforderungsprofil / Lernziele


Der Wanderleiter…

A) Planung und Führung einer Gruppenwanderung


A1. kann eine Wanderung für Gruppen derart planen, organisieren und durchführen, dass
sie dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Teilnehmenden gerecht wird
A2. kann eine Wanderzeit-Berechnung für sein Zielpublikum erstellen, unter Berücksichti-
gung von Distanz, Höhendifferenz und Leistungsfaktor
kann eine schriftliche Vorbereitung verfassen (Verschriftlichung) und kennt ihre Bedeu-
tung und Wichtigkeit (Verantwortlichkeit, Haftung)
A3. weiss, wie ein Wanderangebot erfolgreich ausgeschrieben wird
A4. weiss, wie eine mehrtägige Wanderung organisiert wird
A5. kann eine Wandergruppe führen und kennt Möglichkeiten, den Zusammenhalt in der
Gruppe zu fördern
A6. erkennt Konfliktsituationen und kann Lösungsansätze entwickeln

B) Orientierung im Gelände
B1. kennt jederzeit, auch bei besonderen Witterungsverhältnissen (Nebel, Gewitter, usw.)
oder in Ausnahmesituationen (Notfallsituation, Ablenkung, usw.) den aktuellen Standort
B2. weiss, dass GPS-Geräte die Orientierung und Navigation im Gelände erleichtern können
erlangt Grundkenntnisse über Arten, Einsatz und Bezug von digitalen Karten
B3. kennt die Signalisation und die verschiedenen Arten von Wanderwegen

C) Sicherheit und Unfallverhütung


C1. kann eine grössere Gruppe von Teilnehmenden auf einer Wanderung sicher führen
erkennt die Risiken beim Wandern und beherrscht die Sicherheitsmassnahmen (Sicher-
heitsdispositiv, Notfallkonzept)
C2. kann eine Grobbeurteilung der Wetterlage und der Wetterprognosen vornehmen
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 5

kennt Strategien im Umgang mit wetterbedingten Unsicherheiten


C3. kann für sein Wanderangebot die korrekte Ausrüstung und Bekleidung anordnen oder
empfehlen
erkennt Bedeutung und Wichtigkeit einer sinnvollen Verpflegung bei der Ausübung
sportlicher Tätigkeiten
C4. kann auch im schwierigen Gelände eine geeignete Rettung organisieren und eine kor-
rekte und klare Unfallmeldung absetzen
C5. ist über die (beschränkten) Einsatzmöglichkeiten von Handy und Funk sensibilisiert

D) Natur, Umwelt, Kultur


D1. ist sensibilisiert, mit der Gruppe „erlebnisorientiert“ zu wandern, d.h. bezieht Flora,
Fauna, Geologie, Geschichte und Kultur sinnvoll und angemessen in die Wanderung ein
D2. ist sensibilisiert für den schonungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt
D3. kennt die Konfliktbereiche zwischen Mensch und Tier und ist sensibilisiert für angemes-
sene Nutzungsmöglichkeiten

E) Körperliche, mentale und psychische Verfassung


E1. kennt die angemessenen Gehtechniken beim Bergwandern und kann sie den Teilneh-
menden vorzeigen und erklären
E2. ist sich bewusst, weshalb er eine Leiterfunktion übernimmt und kennt das Anforderungs-
profil eines Wanderleiters
kennt das Kompetenzprofil (4 Kompetenzen) und Evaluationsinstrumente (Beobachtung,
Beurteilung; Selbsteinschätzung, Fremdbeurteilung; Tagebuch)

F) Rechts- und Versicherungsfragen


F1. ist sich der Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung bewusst, die mit seiner Funk-
tion verbunden sind
F2. kennt Haftung und Versicherung nach Angaben von SWW

2.2. Ausbildungsnachweis

A) Wanderleiterkurs
Erfolgreicher Abschluss eines zertifizierten Wanderleiterkurses, durchgeführt durch eine der
unter Ziffer 3.1 aufgelisteten Institutionen. Die Präsenzzeit am Kurs darf 36 Ausbildungsstun-
den nicht unterschreiten. Die jeweilige Kursleitung bestätigt mit der Abgabe einer Kursbestä-
tigung, dass die Anforderungen zur Organisation und Durchführung geführter Wanderungen
erfüllt werden.

B) Erste Hilfe-Ausbildung
Absolvierung einer Erste Hilfe-Ausbildung (Nothelferkurs, Samariterkurs oder anspruchs-vol-
ler). Die Ausbildung muss mindestens alle 5 Jahre mit einem mindestens 3-stündigen Kurs
(z.B. Nothilfe-Refresher) aufgefrischt werden.

C) Fortbildung
Zur Aufrechterhaltung der Leiteranerkennung ist alle zwei Jahre ein Fortbildungsmodul von
mindestens einem Tag zu besuchen. Wird bis Ende des übernächsten Kalenderjahres seit
dem letzten Kursbesuch keine Fortbildung absolviert, erhält die Leiteranerkennung den Sta-
tus „weggefallen“. Bis zum Ablauf von weiteren vier Kalenderjahren kann die Leiteranerken-
nung durch den Besuch eines Fortbildungsmoduls reaktiviert werden.
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 6

3. Kursangebot
Die Schweizer Wanderwege koordinieren, zertifizieren und unterstützen die Kursangebote
der Anbieter gemäss Ziffer 3.1., welche sich auf das unter Ziffer 2.1 beschriebene Anforde-
rungsprofil stützen und die folgenden Anforderungen erfüllen:

3.1. Kursanbieter
Wanderleiterkurse werden von einem der folgenden durch die Schweizer Wanderwege zerti-
fizierten Kursanbieter angeboten:
• Berner Wanderwege BWW, für Deutschsprachige
• Bündner Wanderwege BAW, für Deutschsprachige
• Ticino Sentieri (ATSE), für Italienischsprachige
• Valrando, für Französischsprachige
Die Zertifizierung der Kursanbieter wird jeweils für 4 Jahre ausgestellt, nachdem die Kursor-
ganisation, das Kursprogramm und die Referenten durch das für die Aufsicht zuständige Or-
gan überprüft worden sind.

3.2. Kursleitung
Die Kursleitung erfolgt durch eine erfahrene Wanderleiterin, eidg. dipl. Wanderleiter oder
Bergführer mit einer abgeschlossenen Weiterbildung zum esa-Experten (mind. ein esa-Ex-
perte pro 15 Teilnehmende).
Weitere Leitende sowie punktuell eingesetzte Referentinnen verfügen über ausgewiesene
Kenntnisse im entsprechenden Fachgebiet sowie über Methodenkompetenz für die Stoffver-
mittlung.
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3.3. Wanderleiterkurse

A) Kursdauer:
Mindestens 36 Ausbildungsstunden verteilt auf 6 Ausbildungstage innerhalb von 6 Monaten

B) Schwierigkeitsgrad:
Wanderweg und Bergwanderweg (entspricht SAC-Skala T1 bis T3)

C) Kursinhalte:
Die Kursinhalte entsprechen dem Anforderungsprofil gemäss Ziffer 2.1. sowie dem auf die
Anforderungen von esa abgestimmten und durch die Ausbildungskommission genehmigten
Stoffprogramm
Als Grundlage und Lehrmittel dienen
• Bergsport Sommer: Technik, Taktik, Sicherheit, SAC-Verlag 2010
• Handbuch Erwachsenensport, Bundesamt für Sport 2011
• ggf. weitere individuelle Unterlagen der Kursanbieter

D) Kursprogramm:
Das Kursprogramm stützt sich auf das durch die Ausbildungskommission und das Baspo ge-
nehmigte Musterprogramm für Wanderleiterkurse.

3.4. Fortbildungskurse

A) Kursdauer:
Ein bis zwei Tage.

B) Kursinhalte:
Die fachspezifischen Kursinhalte werden durch die Kursanbieter festgelegt und stützen sich
auf das Anforderungsprofil gemäss Ziffer 2.1. Zudem sind in den Fortbildungskursen die im
jeweiligen Jahr vom Baspo vorgegebenen Fortbildungsthemen und -unterlagen fach- und
zielgruppengerecht umzusetzen.

C) Kursprogramm:
Das Kursprogramm stützt sich auf das durch die Ausbildungskommission und das Baspo ge-
nehmigte Musterprogramm für Fortbildungskurse.

3.5. Planung und Organisation


Das Baspo gewährt die Beiträge an die Ausbildungskurse nur bei einer fristgerechten Einrei-
chung der erforderlichen Kursunterlagen durch die Partnerorganisation.
Damit die Schweizer Wanderwege die erforderlichen Dokumente fristgerecht an das Baspo
weiterleiten können, senden die Kursanbieter folgende Informationen/Unterlagen rechtzeitig
an die Schweizer Wanderwege:
• Kurseingabe (Kursart, Datum, Ort, Leitung) bis 5. Januar bzw. 5. Juli des Vorjahres
• Kurseinladung, Kursprogramm und Teilnehmerliste bis 6 Wochen vor Kursbeginn
• Kursbericht und Qualifikations-Liste bis 2 Wochen nach Kursende.
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4. Finanzielle Beiträge
Die Schweizer Wanderwege subventionieren im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die
Ausbildung der Wanderleiterinnen und Wanderleiter wie folgt:

4.1. Beiträge an die Kursanbieter gemäss Ziffer 3.1


Fr. 2'000.- pauschal pro durchgeführten Wanderleiter-Kurs..
Fr. 500.- pauschal pro durchgeführten Fortbildungskurs.
Zusätzlich wird der Beitrag des Baspo von Fr. 50.- pro Teilnehmertag durch SWW an die
Kursanbieter weitergeleitet.

4.2. Beiträge an die Kursteilnehmer


Beitrag von 500 Franken an die Kursgebühren von Teilnehmerinnen und Teilnehmern von
Wanderleiterkursen, welche gewillt sind, für eine Wanderweg-Fachorganisation geführte
Wanderungen zu leiten und die durch die empfehlende Wanderweg-Fachorganisation zum
Wanderleiter-Kurs angemeldet wurden. Pro Jahr werden maximal 2 Beiträge pro Wander-
weg-Fachorganisation ausgerichtet. Die Beiträge sind bis Ende des jeweiligen Jahres durch
die WW-FO bei den SWW in Rechnung zu stellen.
An die Teilnehmer von Fortbildungskursen werden keine Beiträge ausgerichtet.

5. Versicherung
Die Schweizer Wanderwege verfügen über eine Kollektivversicherung zur Deckung der Haft-
pflicht (Police Nr. 149000.004 / Mobiliar Versicherung) sowie zur Deckung der Unfallkosten
(Police Nr. 149000.003 / Mobiliar Versicherung) von Personen, welche für die Wanderweg-
Fachorganisationen Wanderungen leiten. Diese Versicherung schliesst auch die Haftpflicht
der Kursanbieter mit ein. Berufsmässig tätige Wanderleiter sind von dieser Deckung ausge-
schlossen. Die Unfallversicherung auf geführten Wanderungen der Wanderweg-Fachorgani-
sationen ist Sache der Teilnehmer.
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6. Aufsicht
Der Vorstand der Schweizer Wanderwege setzt für die Umsetzung des vorliegenden Regle-
mentes eine Ausbildungskommission ein.

A) Auftrag:
• Weiterentwicklung Konzept WL-Ausbildung (inkl. Weiterbildung)
• Kontrolle der Umsetzung des vorliegenden Reglementes
• Überwachung der Prüfung und Zertifizierung der Kursangebote
• Behandlung von Rekursen von Teilnehmenden, welche die Anforderungen zum erfolg-
reichen Abschluss eines Kurses nicht erfüllt haben

B) Zusammensetzung:
• Je ein Vertreter der WW-FO gemäss Ziffer 3.1 (Kursanbieter)
• 2 Vertreter von WW-FO, welche keine WL-Kurse anbieten
• Geschäftsführer der Schweizer Wanderwege (Leitung und Koordination)

C) Sitzungen:
Die Kommission trifft sich im Normalfall 1x jährlich nach Abschluss der Ausbildungskurse im
laufenden Jahr. Nach Bedarf können weitere Sitzungen einberufen werden.

D) Entschädigung:
Die Kommissionsmitglieder werden im Rahmen des geltenden Spesenreglementes der
Schweizer Wanderwege entschädigt.

7. Ergänzende Bestimmungen

7.1. Andere Kursanbieter


In Ergänzung zu Ziffer 3.1. anerkennen die Schweizer Wanderwege folgende gleichwertigen
oder weitergehenden Kursangebote für Wanderleiter: (Stand Oktober 2012)
• Wanderleiter-Ausbildungen Schweizer Alpenclub, Naturfreunde Schweiz und Pro
Senectute
• Ausbildungen (u.a. Bündner Wanderwege, Schweizer Bergführerverband sowie Gîte
de St. Jean, VS), welche zum Abschluss des eidgenössisch anerkannten Diploms
WanderleiterIn führen.
Absolventinnen und Absolventen dieser Kurse sind ebenfalls prädestiniert, für die Wander-
weg-Fachorganisationen geführte Wanderungen zu leiten.
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 10

7.2. Übergangsregelung für die Zertifikatserteilung an erfahrene Wanderleite-


rInnen ohne Ausbildungskurs
Die Wanderweg-Fachorganisationen konnten für langjährige erfahrene Wanderleiterinnen
und Wanderleiter, welche keine der vorerwähnten Ausbildungen abgeschlossen haben, wäh-
rend einer Übergangsfrist von 3 Jahren ab dem erstmaligen Inkrafttreten des vorliegenden
Reglementes (d.h. Jahre 2007 bis 2009) ein Zertifikat «Wanderleiterin/ Wanderleiter Schwei-
zer Wanderwege» beantragen. Diese mussten den Nachweis über den Besuch eines Nothel-
fer- oder Samariterkurses innerhalb der vergangenen 5 Jahre erbringen.

7.3. Übergangsregelung für die esa-Anerkennung bestehender Wanderleite-


rInnen mit Zertifikat Schweizer Wanderwege
Wanderleiter mit Zertifikat «Wanderleiter Schweizer Wanderwege» erhalten die esa-Leiteran-
erkennung bis zum 30. Juni 2015 durch den Besuch eines zweitägigen von einem Kursan-
bieter gemäss Ziffer 3.1. angebotenen esa-Einführungskurses.

7.4. Ausweis und Bestätigung


Bei erfolgreichem Abschluss des Kurses erhalten die Kursabsolventen seit dem Jahr 2013
den esa-Leiterausweis Fachdisziplin Wandern. Das bisherige Zertifikat „Wanderleiterin /
Wanderleiter Schweizer Wanderwege“ wird dadurch hinfällig. Anstelle des bisherigen Zertifi-
kates wird den Absolventen zusätzlich zum esa-Ausweis eine Kursbestätigung ausgestellt.

Inkraftsetzung
Das vorliegende Reglement wurde durch den Vorstand an seiner Sitzung vom 29.11.2006
genehmigt und per 1.1.2007 in Kraft gesetzt. Nachträge per 18.04.2007, 18.11.2009,
06.02.2013, 12.11.2013 und 02.04.2015.

Schweizer Wanderwege

Werner Luginbühl Adèle Thorens Goumaz


Präsident Vizepräsidentin
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 11

Anhang 1: Funktionendiagramm

Nr. Aufgabe GV FO VO AK KA GS Bemerkungen

1 Reglement Ausbildung I I E A
Schweizer WL

2 Kursangebote Z D

3 Kontrolle über Absolvierung Erste K K KA = Nachkontrolle vor Aus-


Hilfe-Ausbildung händigung Zertifikat

4 Vorbereitung und Aushändigung D


Kursbestätigung an WL
4a Bestellung esa-Leiterausweise A D *)
5 Gesuche WL-Anerkennung gem. A R D Nach Vorgabe des Regle-
Ziff. 7.1 mentes
6 Gesuche WL-Anerkennung gem. A R D Nach Vorgabe des Regle-
Ziff. 7.3 mentes
7 Liste zertifizierter WL + Weiterlei- I D
tung Mutationen an Baspo
8 Kurseingaben beim Baspo I D KA  GS  Baspo

9 Sitzungen KO I E D GS erstellt Einladung und


Protokoll, Auszahlung der
Entschädigungen

10 Subvention Kurse E A D Auszahlung MWST-befreit

11 Subvention Teilnehmende A E/D Auszahlung MWST-befreit

12 Haftpflichtversicherung E K D Police bei GS

Organe / Stellen Funktionen


GV Generalversammlung Schweizer Wanderwege A Antrag stellen
FO Wanderweg-Fachorganisationen E Entscheiden
VO Vorstand Schweizer Wanderwege D Durchführen / Umsetzen
AK Ausbildungskommission Schweizer Wanderleiter I Information
KA Kursanbieter R Behandlung/Beschluss Rekurse
GS Geschäftsstelle Schweizer Wanderwege Z Zertifizierung
K Kontrolle

*)Die Teilnehmerliste wird bis spätestens 6 Wochen vor Kursbeginn durch die Kursanbieter an die Geschäftsstelle
der Schweizer Wanderwege zugestellt, damit diese den Kurs beim BASPO anmelden und die esa-Leiterausweise
bestellen kann.
Wanderleiter-Reglement Schweizer Wanderwege 12

Anhang 2: Muster-Kursbestätigung

Kursbestätigung
Wir bestätigen, dass

Herr Max Muster


geb. 29.03.1952
den

Wanderleiterkurs
Schweizer Wanderwege
vom 4. – 6. Mai und 26.- 28. Juni 2014

entsprechend dem Ausbildungsreglement der Schweizer Wanderwege


(ggf. FO-Wanderwege) und gemäss den Anforderungen von Erwachse-
nensport Schweiz (esa), Fachdisziplin Wandern, mit Erfolg bestanden
hat.

Die Kursleitung:

BAW Bündner Wanderwege

Paul Allemann,
Geschäftsführer

Bern, ………….

Die Ausbildung befähigt zur Durchführung geführter Wanderungen im Auftrag der Wanderweg-
Fachorganisationen bzw. anderer Institutionen oder Vereine auf ehrenamtlicher Basis bis und mit
Schwierigkeitsgrad «Bergwanderweg» resp. «T3» gemäss SAC-Skala, sofern der/die Wanderleite-
rIn mit Erfolg eine Erste Hilfe-Ausbildung (Nothelferkurs, Samariterkurs oder anspruchsvoller) absol-
viert hat, welche nicht länger als 5 Jahre zurückliegt, und sofern die reglementarische Fortbildungs-
pflicht erfüllt wurde.