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Terminales Abibac – Bertolt Brecht, „Der gute Mensch von Sezuan“

Die „Gute“, der „Böse“ und die hässliche Welt – Warum überhaupt moralisch
sein?

Szene 1

1) „Sie kann nicht nein sagen!“

Lesen Sie die Seiten 18-29.

a. Von welchen Hoffnungen ist Shen Te bei Eröffnung ihres Ladens getragen? Stellen Sie dar,
wie She Te ihr Vorhaben umsetzt.
b. Was für Leuten begegnet Shen Te? Wie beurteilt sie das Verhalten der Ankömmlinge?
c. Wie schätzen die Gäste Shen Te ein?
d. Beurteilen Sie die Menschen, die um Hilfe bitten.
e. „Wer könnte Sie schelten?“ => Wie stehen Sie zu dieser Frage Shen Tes?

Hausaufgabe: Schreiben Sie den Beginn der Szene (S.18 – 22) so um, dass Shen Te nicht in
Bedrängnis (= schwierige Lage) gerät.

2) Shen Te auf ersten Abwegen – Die Lüge

a. Auf welche Weise und durch wen greift der Vetter zum ersten Mal ein?
b. Der Schreiner lässt sich, obwohl er zunächst nichts von dem Vetter und einer Stundung der
Zahlung wissen will, doch auf eine Stundung ein. Nennen Sie einen möglichen Grund.
c. Durch welchen Umstand bringt Shen Te den Vetter zum ersten Mal selbst ins Spiel?
d. Die Situation Shen Tes am Ende der Szene. Die Lehre dieser ersten Szene.

3) „Das Lied vom Rauch“ – die Lage bleibt aussichtslos

a. Diskutieren Sie den Gedanken: Shen Te – in größere Not geworfen – ist nicht viel besser
als ihre Gäste.
b. Beschreiben Sie, wie die Personen Großvater, Vater, Nichte im „Lied vom Rauch“ ihr
persönliches Schicksal sehen.

Vereinsamt Nun stehst du bleich,


Die Krähen schrei‘n Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: Dem Rauche gleich,
Bald wird es schnei‘n – Der stets nach kältern Himmeln sucht.
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat! Flieg‘, Vogel, schnarr‘
Nun stehst du starr, Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Schaust rückwärts ach! wie lange schon! Versteck‘ du Narr,
Was bist du, Narr, Dein blutend Herz in Eis und Hohn!
Vor Winters in die Welt – entflohn? Die Krähen schrei‘n
Die Welt – ein Tor Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Zu tausend Wüsten stumm und kalt! Bald wird es schnei‘n –
Wer Das verlor, Weh dem, der keine Heimat hat!
Was du verlorst,macht nirgends Halt. Friedrich Nietzsche, 1884