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Abschlussprüfung Sommer 2007

Fachkraft fur
Lagerlog istik
5546

Wirtschafts- und Bearbeitungshinweise


Sozialkunde 1. Bevor Sie mit der Bearbeitung der Aufgaben beginnen, prüfen Sie
bitte, ob dieser Aufgabensatz die auf dem Deckblatt angegebene
Zahl von Aufgaben enthält! Wenden Sie sich bei Unstimmigkeiten
sofort an die Aufsichtl Reklamationen nach Schluss der Prüfung kön-
nen nicht anerkannt werden.
2. Diesem Aufgabensatz liegt ein Lösungsbogen zur Erntragung der
Lösungen bei. Füllen Sie als Erstes die Kopfleiste aus!Tragen Sie lh-
29 Aufgaben ren Namen, Vornamen und die Prüflingsnummer ein I Verwenden Sie
60 Minuten Prüfungszeit nur einen Kugelschreiber, drücken Sie dabei kräftig auf und schrei-
ben Sie deutlich, da lhnen bei unleserlichen Eintragungen Punkte
100 Punkte verloren gehen !

3. Verwenden Sie den Lösungsbogen nicht als Schreibunterlage und


kontrollieren Sie vor dem Abgeben des Lösungsbogens, ob lhre Ein-
tragungen auf der Durchschrift deutlich erscheinen (auch in der
Kopf leiste)!
4. Die Aufgaben können in beliebiger Reihenfolge gelöst werden.
Bei zusammenhängenden Aufgaben mit gemeinsamer Situationsvor-
gabe sollten Sie sich jedoch an die vorgegebene Reihenfolge halten.
5. Die Lösungskästchen für die auf einer Seite abgedruckten Aufgaben
sind auf dem Lösungsbogen jeweils in einer Zeile angeordnet. Tra-
gen Sie in die Lösungskästchen die Kennziffern der richtigen Ant-
worten bzw. bei Offen-Antwort-Aufgaben die Lösungen, zumeist
Lösungsbeträge, ein ! Bei Zuordnungs- und Reihenfolgeaufgaben
empfiehlt es sich, die Lösungsziffern zunächst in die hierfür vorgese-
henen Kästchen im Aufgabensatz und erst dann in den Lösungsbogen
von links nach rechts in der richtigen Reihenfolge einzutragenl
6. Die Anzahl der richtigen Lösungsziffern erkennen Sie an der Zahl der
vorgedruckten Lösu n gskästchen.
7. Eine bereits eingetragene Lösungsziffel die Sie ändern wollen, strei-
chen Sie bitte deutlich durch. Schreiben Sie die neue Lösungsziffer
ausschließlich unter dieses Kästchen, niemals daneben oder darüberl
B. Als Hilfsmittel ist ein netzunabhängiger. geräuscharmer und nicht
prog ra m m ierba rer Taschen rech ner zu gel asse n.
9. Für Nebenrechnungen/Hilfsaufzeichnungen können Sie die im
Anschluss an die jeweiligen Aufgaben abgedruckten Rechenkästchen
verwenden. Bewertet werden jedoch nur lhre Eintragungen auf dem
Lösungsbogen.

Gemeinsame Prüfungsaufgaben der Industrie- und Handelskammern. Dieser Aufgabensatz wurde von einem überregionalen
Ausschuss, der entsprechend 5 40 Berufsbildungsgesetz zusammengesetzt ist, beschlossen" Die Vervielfältigung, Verbreitung
und öffentliche Wiedergabe der Prüfungsaufgaben und Lösungen ist nicht gestattet. Zuwiderhandlungen werden zivil- und
strafrechtlich (59 97 ff., 106 ff. UrhG)verfolgt. @ IHK Nürnberg für Mittelfranken - AkA - Nürnberg 2007 - Alle Rechte vorbehalten!
Bearbeiten Sie die Aufgaben, indem Sie die Kennziffern der richtigen Antworten, entsprechend den Bearbeitungshinweisen auf dem
Deckblatt, in die Kästchen auf dem Lösungsbogen eintragen! Bei )ffen-Antwort-Aufgaben (2. B. Rechenaufgaben) uagen Sie das
Ergebnis in die Kästchen auf den Lösungsbogen ein!

1. Aufgabe
Für sein Betriebswirtschaftsstudium absolviert DanielVogel ein Praktikum in einem großen Autohaus. Sein Praktikumsplan sieht seinen Einsatz in
verschiedenen 0rganisationsbereichen vor (Beschaffung, Lager, Reparatur, Absatz, Personal). Ordnen Sie zu, indem Sie die Kennziffern von 2 der
insgesamt 6 Tätigkeiten in die Kästchen neben den 0rganisationsbereichen eintragen ! Ubertragen Sie anschließend lhre senkrecht anopordnptpn
Lösungsziffern in dieser Reihenfolge von links nach rechts in den Lösungsbogen I

Tätigkeiten Organisationsbereiche

1. DanielVogel führt kleinere Wartungsarbeiten durch (Olwechsel, etc ). Absatz


2. Danlel Vogel verkauft einen Neuwagen an einen Kunden.
3. mit.
DanielVogel hilft bei der lnventur der Ersatzterle Beschaffung
4. DanielVogel ermittelt von Ersatzteilen, die nicht im Lager vorrätig sind,
die Bestellnummer und fordert sie telefonrsch beim Autoteilelieferanten an,
5. Daniel Vogel händigt den Kfz-Mechan ikern gemäß Werkstattanforderung
Ersatzteile aus dem Lager aus.
6. DanielVogel stellt eine Übersicht zusammen, wie vtel Urlaub
die einzelnen Mitarbeiter im laufenden Jahr bisher beansprucht haben.

2. Aufgabe
In lhrem Betreb soll die Arbeitsproduktivität gesteigert werden. Durch welche Maßnahme kann dies erreicht werden?
1. Indem die Löhne erhöht werden und die erbrachte Leistung unverändert bleibt
2. Indem die erbrachte Leistung bei konstanter ZahlderArbeitskräfte vermehrt wird
3. Indem zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden und die erbrachte Leistung unverändert bleibt
4. Indem der Maschinenpark vergrößert wird und die erbrachte Leistung konstant bleibt
5. lndem Mitarbeiter eingestellt werden und die erbrachte Leistung gesenkt wird

3. Aufgabe
Sie haben einen neuen Lie{eranten in lhre Lieferantendatei aufgenommen,Aus dem Handelsregister entnehmen Sie weitere Informationen über
diesen Lieferanten:

HRA 1403412. September 2005 Stefan Grubenschmidt Einzelhandels 0HG, Nürnberg, Hauptstraße 19.
Persönlich haftende Gesellschafter sind Stefan Grubenschmidt, Nürnberg, Werner Hauptmann, Erlangen.
Die persönlich haftenden Gesellschafter vertreten gemeinsam.

Geben Sie an, wie in diesem Falldie Haftung geregelt istl


1. Sowohl Herr Grubenschmidt als auch Herr Hauptmann haften jeweils unmittelbar fur die gesamten Verbindlichkeiten der Gesellschaft.
2. Nur Herr Grubenschmidt haftet gegenüber den Gläubigern.
3. Herr Grubenschmidt und Herr Hauptmann haften nur gemeinsam mit dem Betriebsvermögen.
4. Die Haftung kann nur gegenLiber der Stefan Grubenschmidt Einzelhandels 0HG geltend gemacht werden.
5. Die solidarische Haftung von Herrn Grubenschmidt und Herrn Hauptmann ist ausgeschlossen.

4. Aufgabe
Die wirtschaftlichen Verflechtungen nehmen weltweit zu (Globalisierung). Stellen Sie fest, welche Auswirkung diese Entwicklung unter anderem hatl
1. Wenn ein lndustrieprodukt mit,,Made in Germany" ausgezeichnet ist, bedeutet dies, dass alle Einzelteile des Produktes in Deutschland herge-
stellt wurden.
2. Aufgrund sinkender Lohnkosten im Inland wird die Produktion insAusland verlagert.
3. Durch die Einführung des Euro gelten in der EU uberalldie selben Preise.
4. Die Verlagerung der Produktion in Länder mit geringeren Umweltschutzauflagen kann zu einer weltweiten Zunahme der Umweltverschmutzung
lu n ren.
5. Beim Pro-Kopf-Einkommen haben die ärmsten Länder derWelt mit den reichsten Ländern nahezu gleichgezogen.

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5. Aufgabe
Die Berufsausbildung erfolgt in den Betrieben und in der Berufsschule.Wie bezeichnen Sie dieseArt derAusbildung korrekt?
1. Als überbetriebliche Ausbildung
2. Als Rahmenausbildung
3. Als Berufsfortbildung
4. Als Berufsgrundbildung
5. Als duales System

6. Aufgabe
Martina Hess, 16 Jahre alt, beginnt am 1 . August 2007 bei der Center AG eine 3-jährige Ausbildung, Probezeit vier Monate. Bringen Sie die folgen-
den Schritte, die in diesem Zusammenhang anfallen, in die richtige Reihenfolge, indem Sie die Ziffern 1 bis B in die Kästchen neben den Schritten
eintragenl Ubertragen Sie anschließend lhre senkrecht angeordneten Lösungsziffern in dieser Reihenfolge von links nach rechts in den Lösungs-
00gen !

Vorstellungsgespräch bei der Center AG

Bewerbung um den Ausbildungsplatz

Beginn der Ausbildung

Ü berweisung der ersten Ausbildungsvergütung

Teilnahme an der Zwischenprüfung im März 2009

Abschluss des Berufsausbildungsvertrages

Erste Nachuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

Ende der Probezeit

7. Aufgabe
Nach Ablauf der Probezeit möchte ein 1B-jähriger Auszubildender schriftlich kündigen, um in der darauf folgenden Woche als Ungelernter eine Stelle
mit besserenVerdienstmöglichkeiten anzutreten. Prüfen Sie, ob derAusbildungsbetrieb die Kündigung in dieser Form zum gewünichten Termin
akzpntiorpn mrrc( |

'1. Ja, weil ein wichtiger Kündigungsgrund vorliegt


2. Ja, weil derAuszubildende volljährig ist
3. Nein, weil derAuszubildende eine Kundigungsfrist von vierWochen einhalten muss
4. Nein, weil der Auszubildende keinen anderen Beruf erlernen möchte
5. Nein, wenn derAuszubildende auch in seinem Ausbildungsbetrieb als Ungelernter beschäftigt werden könnte

8. Aufgabe
DerAuszubildende zum Hotelkaufmann Ludwig Kroner hat mit der HotelAG einen Ausbildungsvertrag bis zum 31. Juli 2007 abgeschlossen. Nach
Abschluss der Berufsausbildung ist er für den Einsatz in der Personalabteilung vorgesehen. Am 1 1.05)007 legt er die schriftliche Abschlussprüfung
ab, am 09.07.2007 besteht er den letzten Teil der Abschlussprüfung und erhält die ,,vorläufige Mitteilung" über das Bestehen der Abschlussprüfung.
Am 10,07.2007 legt er diese Mitteilung in der Hotel AG vor.
Stellen Sie fest, ab welchem Tag Herrn Kroner die volleVergütung als ausgebildeter Hotelkaufmann zustehtlTragen Sie das Datum (TT.MM.JJJJ) in
die Kästchen auf dem Lösunosbooen ein I

9. Aufgabe
Sie möchten nach bestandener Abschlussprüfung den Ausbildungsbetrieb verlassen. Welche Unterlagen müssen lhnen von lhrem Ausbildungsbetrieb
ausgehändigt werden?
1. Das Zeugnis tlber die betriebliche Ausbildung, der Sozialversicherungsnachweis, der Urlaubsnachweis und die Lohnsteuerkarte
2. Die Lohnsteuerkarte, der individuelleAusbildungsplan alsAusbildungsnachweis, der Sozialversicherungsnachweis und der Urlaubsnachweis
3. Die Versichertenkarte der Krankenkasse, der Sozialversicherungsnachweis, die Bewerbungsunterlagen und die Lohnsteuerkarte
4. Die Lohnsteuerkarte, der Urlaubsnachweis, der Sozialversicherungsnachweis, die Bewerbungsunterlagen und die Personalakte
5. Das Zeugnis über die betrieblicheAusbildung, der Sozialversicherungsnachweis und die Personalakte

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10. Aufgabe
Herr Roth hat seinen Arbeitsvertrag fristgemäß zum 31.05.2007 gekündigt Vom 2'1. bis 25.05,2007 nimmt er den Resturlaub, der ihm gegenüber
dem Betrieb zusteht. Am 29.05.2007 erkrankt er plötzlich, muss in ein Krankenhaus, wo ihm der Blinddarm entfernt wird. Stellen Sie fest, welchen
Anspruch auf Entgeltfortzahlung Herr Roth in diesem Zusammenhang gegenüber dem Betrieb hat!
1. Er hat keinen Anspruch mehr, da das Beschäftigungsverhältnis gekündigt ist.
2. Er hat kernen Anspruch mehr, da es sich nicht um einen Betriebsunfall handelt.
3. Er hat keinen Anspruch mehr, da er sich im Urlaub befindet.
4. Er hatAnspruch auf Entgeltfortzahlung bis einschließlich 31.05.2007.
5. Er hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung bis zum Ablauf von sechs Wochen.

11. Aufgabe
Die Arbeitszeit in einem Betrleb beginnt um 07:30 Uhr und endet um 16:30 Uhr: Es sind zwei Pausen vorgesehen: die Frühstückspause dauert von
09:00 Uhr bis 09:20 Uhr,, die Mittagspause beginnt um 12:30 Uhr.
Ermitteln Sie anhand des abgedruckten Gesetzesauszuges, wie vrele Minuten die Mittagspause für die jugendlichen Auszubildenden mindestens
dauern mussl

$ 11 Ruhepausen, Aufenthaltsräume
(l) Jugendlichen müssen im Voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden. Die Ruhepausen müssen mindestens
betragen
1. 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stundel.
2. 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Strunden.
Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten.
(2) Die Ruhepausen müssen in angemessener zeitlicher Lage gewährt werden, frühestens eine Stunde nach Beginn und spätestens eine Stunde vor
Ende derArbeitszeit. Länger als viereinhalb Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht ohne Ruhepausen beschäftigt werden.

1 2. Aufgabe
EinArbeitgeber (240 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen)wird von einer Mitarbeiterin über ihre Schwangerschaft informiert.Was muss er daraufhin tun
(siehe abgebildeten Auszug aus dem Mutterschutzgesetz!)?

1. Er muss von der Schwangeren unverzüglich ein ärztliches Attest verlangen.


2. Er muss die Betriebsversammlung über die Schwangerschaft informieren.
3. Er muss die zuständige Gewerbeaufsichtsbehörde unverzüglich benachrichtigen.
4. Er muss den mutmaßlichen Tag der Entbindung berechnen.
5. Er muss die Schwangere auffordern, regelmäßig zum Betriebsarzt zu gehen.

$ 5 Mitteilungspflicht, ärztliches Zeugnis. (i)


Werdende Mütter solten dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag
der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. Auf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer
Hebamme vorlegen. Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden Mutter zu benachrichtigen.
Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekanntgeben.

1 3. Aufgabe
Ftlr lhre Branche finden zurzeit Tarifverhandlungen statt, lhr Kollege meint ,,Sollten die Tarifpartner kein Einsehen zeigen, so sollte vom Bundestag
gesetzlich eine Nullrunde beschlossen werden." Informieren Sie lhren Kollegen, gegen welchen Grundsatz ein solchesVorgehen des Bundestagei
verstoßen würde !

1. Gegen den Grundsatz der Friedenspflicht


2. Gegen den Grundsatz der Preisstabilität
3. Gegen den Grundsatz des Stabilitätsgesetzes
4. Gegen den Grundsatz der Allgemeinverbindlichkeit
5. Gegen den Grundsatz der Tarifautonomie

14. Aufgabe
Vor Abschluss eines Arbeitsvertrages interessieren Sie sich für die Rahmenbedingungen für eine Tätigkeit in lhrer Branche. Welche Information
erhalten Sie aus dem Entgelttarifvertrag?
1. Die Vergütung in den einzelnen Tarifgruppen
2. Die Höhe des Solidaritätszuschlages
3. Die Regelung zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
4. Den Zeitpunkt der Entgeltzahlung
5. Die Anzahl der bezahlten Urlaubstaqe

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1 5. Aufgabe
Sie möchten sich uber lhre Mitbestimmungsrechte alsArbeitnehmer/Arbeitnehmerin informieren.ln welchem Gesetz sind lhre Rechte unmittelbar
geregelt?
'1. lm Tarifvertragsgesetz (TVG)
2. lm Berufsbildungsgesetz (BBiG)
3. lm Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
4. lm Grundgesetz (GG)
5. lm Burgerlichen Gesetzbuch (BGB)

1 6. Aufgabe
In einem Betrieb sind regelmäßig acht Arbeitnehmer unter 18 Jahren beschäftigt. Es wurde erne Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt.
Wie werden ihre lnteressen gegenüber dem Arbeitgeber vertreten?
1. DielnteressenmüssendurchdieJugend-undAuszubildendenvertretungzusammenmitdenGewerkschaftenwahrgenommenwerden.
2. Die Interessen werden durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung des Betriebes wahrgenommen, die die Anliegen dann uber den
Betriebsrat klären lässt
3. Die Interessen werden durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung in direkterVerhandlung mit der Geschäftsleitung wahrgenommen.
4. Die lnteressen werden von den jugendlichen Arbeitnehmern in direkten Verhandlungen mitVertretern des jeweiligen Arbeitgeberverbandes
wa h rgenommen.
5. Die Interessenwahrnehmung wird durch Betriebsvereinbarungen zwischen Jugend- undAuszubildendenvertretung und Betriebsrat geregelt.

1 7. Aufgabe
Frau Heinlein, 47 )ahre alt, verheiratet, hat ihren 82-jährigen Vater bei sich aufgenommen, der seit einem halben Jahr im Rollstuhl sitzt. Sie hat ihre
Halbtagsstelle aufgegeben, um sich.um den Vater zu kümmern. Von welcher Versicherung erhält sie eine Entschädigung für dre geleistete Betreuung?
1. Von der gesetzlichen Unfallversicherung
2. Von der gesetzlichen Krankenversicherung
3. Von der gesetzlichen Rentenversicherung
4. Von der gesetzlichen Pflegeversicherung
5. Von der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung

1 8. Aufgabe
DerTräger der gesetzlichen Unfallversicherung hat die Beiträge erhöht.Wer muss diese Beiträge zahlen?

1. Nur derArbeitnehmer
2. Die Krankenkasse
3. Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte
4. Die Berufsgenossenschaft
5. Nur derArbeitgeber

1 9. Aufgabe
Herr Lohmann bezieht ein monatliches Bruttoentgelt von '1 850,0 €
und 60 % eines monatlichen Bruttoentgeltes als Urlaubsgeld. Sein Arbeit-
nehmer-Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 7,6 %.
Ermrtteln Sie, wie vrel€ Herrn Lohmann aufgrund dieserAngaben jährlich an Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung abgezogen werden!

57Wt KVil 5
Zusammenhängende Aufgaben

Situation zur 20. bis 22. Aufgabe


Abiturient Peter Panzer hat sich im Januar 2007 bei der Eltron GmbH erfolgreich um die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ab 1. August
2007 beworben.Auf Grund derVorbildung von Herrn Panzerwird eineVerkürzung der 3-jährigenAusbildungszert um ein halbes Jahrvereinbart.
Bereits im Februar 2007 haben 5ie als Mitarbeiter/Mitarbeiterin in der Personalabteilung den Ausbildungsveitrag zur Unterschrift durch die Vertrags-
parteien vorbereitet (siehe abgebildeten Auszug aus dem Vertrag !):

20. Aufgabe Auszug aus dem Ausbildungsvertrag zur 20. bis 22. Aufgabe
Prüfen Sie, bei welcher in der
nebenstehenden Abbildung
Handerskammer Eingangsstempel der IHK
bezifferten Position Sie einen
ffi g
:ff'1'iä'"0 Vedrag gepdff und reg $ried am:

Verstoß gegen das Berufsbildungs- (Siesel) Rq.-Nr

nocotT {a(t(tallpn mii<<pn I


Vo€esehen fUr tusch !spdtung.
Berufsausbildu n gsvertra g Sommer/Wnler
($$ 3, 4 Beruftbildungsgesetz - BBlc)
21. Aufgabe Bifte die hinlerleglen Felder ausfüllen
A*
Sie haben den Fehler mittlerweile Zwischen dem Ausbildenden (Ausbildun gsbetrieb) und oerder Auszubildenden
Hetrn lA{ Frau Ll
berichtigt, Von wem muss der
Vertrag unterschrieben werden,
'öö--t
Firmenident-Nr.: Tel.-N

böil'g.-o--l I Panzer, Peter


Slraße. Hau$Nr.
damit er rechtskräftig wird? I Parkstraße 57 |
PLZ Orl
1. Von Peter Panzer, seinen | 91211 I Nürnberg
Eltern und dem Ausbildenden Geburtsdatum Gebudsorl

2. Von Peter Panzer, dem


Eitron GmbH | Saarbrücken
14.01.1987 |
Staatsangehörigkeil Geselzl. Eltern Valer Mufler
I

Luisenstr. 36 Vomund
Ausbilder und der Industrie- un.d 90312 Nürnberg loeutsch I verrreter n n n n
Handelskammer Namen, Vornamen der gesetzl. Vedretel

3. Von Peter Panzer, seinen Eltern, Slraße, Hausnummer


dem Ausbildenden und der
Industrie- und Handelskammer
4. Nur von Peter Panzer und dem
Ausbilder wrro nachslehender vedrag zur Ausbildung
im Ausbildungsberuf I Fachkraft für Lagerlogistik I
5. Nur von Peter Panzer und dem
Ausbildenden mi1 der Fachrchtung/dem Schwerpunkl I
nach Maßgabe der Auslildungsordnung geschlosen
Anderungen des wesentlichen Verlragsinhaltes sind vom Ausbildenden unver- Die beigeiügten Angaben zur sachlichen und zeitlichen Gliederung
züglich zur Einlragung in das Verzeichnts der Berufsausbildungsverhällniss bel des Ausbrldungsablaufs (Ausbildungsplan) sind Bestandleil dieses
22. Aufgabe der Induslrie- und Handels(anrer
"1lu1eqen. Vedraoes.

Mit dem Abschluss des Ausbildungs- Die AusbrldJnoszeü belrägl n"r h de Ausotldunosordr rr 9 F Drereoelm.rol.Ausbrldungslel(S6\r 1)beträgt | 8 l"a
r
vertrages geht Herr Panzer Pflichten [{ lvlonate. Dre regelm. wöchentl. AusbrldungsTed belrägl l----l t,o
vo€usoeoanoene Berufsusbilduno,^y'orbilduno DerAusbildende gewähd dem Auszubrldenden lirlaub nach den qehenden
ein. Stellen Sie fest, welche Pflicht er
als Auszubildender nicht eingehtl
rrrd mil l_9_l N{onaten anoere(l-1e1. bru. es w.rd ernF
1. Die Sorgfaltspflicht enlsprechende Verkürzung beanlEqt

Das Berufsausbildungsverhältnis (TT-MM. JJ):


2. Die Verschwiegenheitspflicht
3. Die Lernpflicht
u"qinnt L-girqq?qqzj "na"t,, lQLQf-lQlQ__l
Hinweis auf anzuwendende Tadfverträge und Beliebsvereinbarungen; sonstige

B oie prooezert ($ 1 Nr. 2) berräsr I 2 l on","


4. Die Fürsorgepflicht
Die Ausbildung findel vorbehaltlich der
5. Die Pflicht zur Führung des 12j in

Ausbildungsnachweises I Frankfurt am Main I


Die Vereinbarungen auf der Seile 2 sind Gegenstand dieses Verlrages und
6. Die Berufsschulpflicht und den mit dem Bekiebssilz für die Ausbiidung üblicheMeise
werden anerkannl.

zusammenhängenden Bau-, Monlage- und sonstigen Arbeilsstellen


stat. Od, Datum
Ausbildungsmaßnahmen außerhalb derAusbildungsslätie (S 3 Nr
(mil Zeilraumangabe) DerAusbildende:

Der Ausbildende zahll dem Auszubildenden eine anqemessene


Ve,gÜlung {E 5l dre* bFlrägt lur Zeil monallKh bruno

_i
tsil EUR 400.00 400.00 400,00

Ausbildunosiähr Die geselzl, V6rlret6r de8 Aueubildenden

Soweit Vergülungen lariflich geregell sind, gellen mindeslens die


l lariflichen Sätze.
i

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Situation zur 23. bis 27. Aufgabe
Sie sind in der Personalabteilung eingesetzt. Josef Müller, 37 Jahre alt, soll wegen häufiger unentschuldigter Fehlzeiten ordentlich qekündigt werden.
Aus diesem Grund erfolgten beieits irehrere Abmahnungen. Herr Müiler ist se'it 4 Jahre-n im Unternehmön beschäftigt.

23. Aufgabe
Was müssen Sie hinsichtlich der Formvorschriften bei der Kündiqunq beachten?

1. Die Kundigung bedarf der Schriftform.


2. Die Kündigung kann mrindlich erfolgen.
3. Die Kündigung bedarf keiner besonderen Formvorschrift.
4. Die Kündigung bedarf der Schriftform nur, wenn es einzelvertraglich vereinbart worden ist.
5. Die Kündigung bedarf der Schriftform nur, wenn es tarifvertraglich vereinbart worden ist.

24. Aufgabe
lhnen liegt der auszugsweise abgebildete 5 622 BGB vor. Stellen Sie fest, zu welchem Datum Sie am 07.05.2007 unter Einhaltung der gesetzlichen
Kündigungsfrist Herrn Müller frühestens kündigen können I

1. Zum 31.05.2007 2. Zum 30.06.2007 3. Zum 31 .07.2001 4.Zun31.08.2007 5. Zum 30,09,2007

, 622 [ Kündigungsfrist bei Arbeitsverhältnissen] (1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestetlten (Arbeitnehmers) kann
mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen
1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,
2. fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eineö Kalendermonats,
3. acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
4. zehn Jahre bestanden hat. vier Monate zum Ende eines Kalendermonats.
5. zwölf Jahre bestanden hat. fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,
6. fünfzehn Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,
7 . zwanzrg Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

25. Aufgabe
Müssen Sie den Betriebsrat bei der Kündigung einbeziehen?
1. Ja, der Betriebsrat ist uber die Kündigung zu informieren. Erfolgt die lnformation nicht spätestens zweiWochen nach der Kündigung, ist diese
unwirksam.
2. Ja, der Betriebsrat muss der Kündigung zustimmen,0hne Zustimmung des Betriebsrates ist die Ktindigung unwirksam.
3. Ja, der Betriebsrat ist vor der Krindigung zu hören und ihm sind die Gründe
für die Kündigung mitzuteilen. 0hne Anhörung des Betriebsrates ist
die Kündigung unwirksam.
4. Nein, da Herr Müller bereits mehrmals abgemahntwurde, ist keine Beteiligung des Betriebsrates nötig.
5. Nein, da eine Beteiligung des Betriebsrates nur beifristlosen Kündigungen erforderlich ist.

26. Aufgabe
Stellen Sie fest, welche Verpflichtung sich für den Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinsichtlich der Zeugniserteilungspflicht
ergibtl
1. DerArbeitgeber hat aufVerlangen von Herrn Müller im Zeugnis auch auf Leistung und Führung einzugehen.
2. Der Arbeitgeber ist immer verpflichtet, ein Zeugnis mit Leistungsbewertung auszustellen.
3. DerArbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, bel Beendigung desArbeitsverhältnisses ein Zeugnis über dasArbeitsverhältnis und dessen Dauer
zu erteilen. DerArbeitnehmer hat keinen Anspruch auf eine Bewertung seiner Leistungen.
4. DerArbeitgeberistverpflichtet,unaufgefordert4WochennachBeendrgungdesArbeitsverhältnisseseinschriftlichesZeugnisüberdasArbeits-
verhältnis und dessen Dauer zu erteilen.
5, Selbst wenn Herr ffiljllpr oc vorlannt ict dor arhoilggber nicht verpflichtet, ein Zeugnis auszustellen.

27. Aufgabe
Herr Müller erhält am 07.05.2007 die Kündigung, die er fur sozial ungerechtfertigt hält. Stellen Sie fest, wann er auf Grund des Kundigungsschutz-
gesetzes (siehe abgebildeten Auszug) spätestens Klage beim Arbeitsgericht erheben muss!

1. Am 14,05.2007 2. Am 28.05.2007 3. Am 31.05.2007 4. Am 01.06.2007 5. Am 30.06.2007 6. Am 31.07.2007

$ 3 Kündigungseinspruch. Hält der Arbeitnehmer eine Kündigung für sozial ungerechtfertigt, so kann er binnen einer Woche nach der
Kündigung Einspruch beim Betriebsrat einlegen. Erachtet der Betriebsrat den Einspruch für begründet, so hat er zu versuchen, eine
Verständigung mit dem Arbeitgeber herbeizuführen. Er hat seine Stellungnahme zu dem Einspruch dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber auf
Verlangen schriftlich mitzuteilen.
$ 4 Anrufung des Arbeitsgerichtes. Wilt ein Arbeitnehmer gettend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt ist, so muss er
innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch
die Kündigung nicht aufgelöst ist. Im Falle des $ 2 ist die Klage auf Feststellung zu erheben. dass die Anderung der Arbeitsbedingungen sozial
ungerechtfertigt ist. Hat der Arbeitnehmer Einspruch beim Betriebsrat eingelegt ($ 3), so soll er der Kiage die Stellungnahme des Betriebsrates
beifügen.

57 Wl KVil 7
28. Aufgabe
Sie überlegen, ob die Rechtsform der Einzelunternehmung oder die der GmbH für das neue Unternehmen geeignet ist. Prüfen Sie, welchesArgument
für die Gründung einer Einzelunternehmung spricht!
1. Bei der Einzelunternehmung ist die Haftung des Unternehmens für Betriebsschulden auf das Betriebsvermögen begrenzt.
2. Die Gründungsformalitäten sind beider Einzelunternehmung einfacher und damit die Gründungskosten geringer.
3. DieEinzelunternehmungbenötigtzwingendeinenAufsichtsrat.DieGefahrfüreinenwirtschaftlichenMisserfolgwirddadurchgeringer.
4. Die Einzelunternehmung benötigtein Mindestkapitalvon 20 000,00€. Dadurch steigtdie Kreditwürdigkeitdes Unternehmens.

29. Aufgabe
Sie entscheiden sich für die Rechtsform der GmbH und gründen die Restaurant GmbH. Geben Sie an, wie viele Gesellschafter für dre Gründung einer
GmbH nach dem Gesetz mindestens voroeschrieben sindl

PRÜFUNGSZEIT - NICHT BESTANDTEIL DER PRÜFUNGI


Wie beurteilen Sie nach der Bearbeitung derAufgaben die zurVerfügung stehende Prüfungszeit?
1. Sie hätte kürzer sein können.
2. Sie war angemessen,
3. Sie häne länger sein müssen.

STWI KVII LA 8
Familienname, Vorname (bitte durch eine Leerspalte trennen, ä = ae etc.) Sp.3-6 5p. 7- 14

::t:::tii:ii::i:iii:i:i::l::::!l
Rorrhtort C,ia hi+to zrrrn Aucfiillan diacac | ä<rrnnc b€tl{disr fftf:dm

o$[ o!o[ o[
r:1 PJ oI
:::.l@[ @[Tl o[ o[ o!
@I @n @I @I

o[ @I
Aufqabe
N, @I aI oI oI oI
Gesellschaftel

.ii:i@I @I @I

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