Sie sind auf Seite 1von 6

Stöchiometrie

Grundlagen

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 1

Chemische Formeln

Ausdruck für die Zusammensetzung einer


Verbindung
Gibt an wie viele Atome unterschiedlicher
Elemente beteiligt sind (Summenformel)
Molekül: Teilchen, in dem 2 oder mehr Atome
miteinander verknüpft sind
Beispiele:
Elemente: H2 O2
Verbindungen: H2O; CO2, NH3, NaCl

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 2


Formeln und Molekülmassen

Relative Molekülmasse = Summe der


Atommassen der beteiligten Atome in u
Empirische Formeln:
Werden mittels Elementaranalyse erhalten
Geben das kleinstmögliche, ganzzahlige Verhältnis
aller Atome in einer Verbindung an
H2O Wasser
CH: gibt zwei Möglichkeiten:
C2H2 (Acetylen) oder C6H6 (Benzol)

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 3

Stöchiometrie - Mol

Stöchiometrie
Lehre der Mengenverhältnisse der Elemente in
Verbindungen und
quantitativen Beziehungen zwischen Verbindungen
und Elementen, die an chemischen Reaktionen
beteiligt sind.
Mol
Menge in Gramm eines Elementes oder einer
Verbindung, die genau der relativen Atom- oder
Molekülmasse in u entspricht – enthält genau
NA-Teilchen

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 4


Stöchiometrie - Mol

Avogadro-Zahl NA = 6,022*1023 Teilchen/mol


Weitere Definition Mol:
1 Mol entspricht der Stoffmenge aus so vielen Teilchen, wie 12 g
12 C enthalten, dies sind 6,022*1023 Teilchen/mol.
6
Damit entspricht die Stoffmenge eines Elementes in g der
relativen Atommasse zahlenmäßig (s. oben)
(C: 12 u; 1 mol C wiegt 12 g)
Verbindungen: Atommassenzahlen werden addiert: z.B.
H2O: 2*1,008 (H) + 15,9995 (O) = 18,02 g/mol

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 5

Stöchiometrie

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 6


Stöchiometrie

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 7

Begrenzende Reaktanden

Wie viel mol Wasserstoff können theoretisch aus 4 mol


Fe und 5 mol Wasser enthalten werden?
Reaktionsgleichung:
3 Fe(s) + 4 H2O(g) → Fe3O4(s) + 4 H2(g)
Ermittlung des begrenzenden Reaktanden durch Division
der Stoffmengen durch die Koeffizienten der
Reaktionsgleichung:
n( Fe) 4 mol n( H 2O) 5 mol
= =1,33> = =1,25
3mol 3mol 4mol 4 mol
damit ist H2O begrenzender Reaktand und aus dem
Eisenüberschuss werden nur n(Fe) = 1,25 * 3 mol =
3,75 mol verbraucht.

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 8


Ausbeute bei chemischen Reaktionen

Tatsächliche Ausbeute = tatsächlich erhaltene Produktmenge


Theoretische Ausbeute = die nach Reaktionsgleichung und
eingesetzten Stoffmenge maximal erzielbare Ausbeute
tatsächliche Ausbeute
Prozentuale Ausbeute = *100%
theoretische Ausbeute

Beispiel: 4,00 g Ammoniak + 14,00 g Fluor → 8,72 g NF3 Wie


hoch ist die prozentuale Ausbeute, wenn 4,80 g NF3 erhalten
werden?
NH3 + 3 F2 → NF3 + 3 HF
4,00 g NH3 = 0,235 mol; 14,00 g F2 = 0,368 mol, begrenzender
Reaktand Fluor: 0,368/3 = 0,123, maximal 0,123 mol an NF3
M(NF3) = 71 g/mol m(NF3) = n*M = 0,123 mol*71,00 g/mol =
8,72 g
mtats . 4,80 g
Prozentuale Ausbeute = = * 100% = 55,0 %
mtheor. 8,72 g
Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 9

Konzentrationsangaben

Massenkonzentration: Masse/Volumen z.B. g/L ; mg/L oder g/kg


bzw. mg/kg. Z.B. physiologische Kochsalzlösung: ca. 9g/L NaCl in
Wasser
Molare Konzentration: Stoffmenge/Volumen
9 g /L NaCl entsprechen: n = 0,155 mol NaCl und damit beträgt die
Konzentration einer physiologischen Kochsalzlösung c = n/V = 0,155
mol/L
Molalität: Stoffmenge /Masse Lösungsmittel z.B. mol/kg. z. B.
Meerwasser: 18 g/kg an NaCl = 0,308 mol/kg
Berechnung der Stoffmenge aus der Masse: n = m/M (mit m =
Masse in g, M = Molekulargewicht in g/mol)
Löslichkeit: Konzentration der gesättigten Lösung = die
Stoffmenge oder Masse an Stoff, die gerade in Lösung geht. Ist
stoffspezifisch und lösungsmittelspezifisch.

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 10


Berechnung von Konzentrationen

Prof. Dr. Deister Chemie 1 Stöchiometrie – Grundlagen 11