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Kupplungsauslegung nach DIN 740

Kupplungsauslegung nach DIN 740

1.

Elektromotor

Bedingung

T KN

S T

L

Belastungskennwert:

(aus Kupplungskatalog)

S 1,75

T L Belastungskennwert: (aus Kupplungskatalog) S  1,75 für  Belastungsfaktor „S“  Antrieb:

für

Belastungsfaktor „S“

Antrieb: E-Motor

T

L

P

L

15200 W

2

n

L

2

1500

1

60 s

96,8 Nm

Somit ergibt sich:

T KN ST L =1,75 96,8Nm=169,4Nm

Auswahl der Kupplung aus Hadeflex Katalog (gemäss der Hersteller-Bedingung):

X48-92 mit T KN =240Nm

Bemerkung: Hier wurde das Nennmoment aus den Daten der Lastseite bestimmt, weil die Anlage im störungsfreien Betrieb mit dem Moment läuft, das die Last ‚anfordert‘. Man hätte auch das Motor- Nennmoment nehmen können, das ist normalerweise höher, führt also zu einer ‚stärkeren‘, noch sicheren Auslegung der Kupplung.

Nachrechnung nach DIN 740:

1.) Nennmoment

Bedingung nach DIN:

N  T  T S KN

N

T T S

KN

N

mit T

L

T

96,8 Nm

S (50°C)=1,4

für PUR

(aus Skript Tabelle 3-4 Seite 3-31)

Einsetzen in die Bedingung:

TN S

96.8 Nm 1.4 135.52 Nm 240 Nm

ist in Ordnung !!!

2.)Stoßmoment ( durch Einschalten, Blockaden) Von einem E-Motor kann maximal sein Kippmoment abgegeben werden

T A,N

T kipp =2,5T A

P A 18500 W

2

n

A

2

1500

1

60 s

117,77 Nm

Kupplungsauslegung nach DIN 740

Kupplungsauslegung nach DIN 740 T A , S = T A , K i p p

T A,S = T A,Kipp - T N = 2,5117,77Nm - 96,8Nm = 197,63Nm

Normalerweise läuft die Anlage im Nennbetrieb mit der Anlagen-Nennleistung, d.h. der Leistung der Lastseite. Bei Blockaden etc. gibt der Motor maximal sein Kippmoment ab und fällt dann wieder aufs Nennmoment zurück, die Drehmomentüberhöhung bei einem Stoß ist also Kippmoment minus Anlagennennmoment. Siehe auch die Bemerkung Weiter unten.

Stoßmoment an der Kupplung :

T S

T

AS

1

m 1

S

A

(T AS ist das Stoßmoment, das von außen auf den Antriebsstrang einwirkt, es wird durch das dynamische Verhalten des Zweimassenschwingers verstärkt oder gedämpft an der Kupplung liegt dann T S an)

m

I

A

0,13 kg m 0,3 kg m

2

2

I

L

0,43

S

A

(1

S 1.8

A

cos(2

f

0

t

0

))

(ungünstigster Fall, siehe Skript, f 0 und t 0 kennt man fast nie)

Damit:

T

S

197,63

Nm

1

1

0,43

1,8

248,76

Nm

Bedingung aus DIN:

T

K ,max

T S

S

Z

S

T S

N

S =1,4

S Z =1,0

(siehe oben)

(weil weniger als 120 Stöße pro Stunde ausgeführt werden)

Also: T

K

,max

T S

S

Z

S

T S

N

248

Nm

1.0 1.4

96,8

Nm

1.4

483,78

wieder aus Katalog:

Also gilt:

T K,max =720Nm

T K,max =720Nm > 483,78Nm

ist in Ordnung !!!

Nm

Ausreichende Dimensionierung (eventuell würde auch kleinere Baugröße reichen)

Bei der Auswahl ist es sinnvoll, die Kupplung passend für Wellendurchmesser nach DIN zum Motor

auszuwählen, die Grobauslegung nach dem Herstellerkatalog berücksichtigt dies meist schon.

Bemerkung: Man hätte, wenn man das anfahren aus dem Stillstand betrachtet, auch T S =T A,Kipp nehmen können und dann T Kmax =T S S Z S es käme fast das gleiche Ergebnis raus.

Kupplungsauslegung nach DIN 740

2. Diesel-Motor

Überschlagsrechnung:

Herstellerkatalog: Bedingung

T KN

S T

L

T

L

P

L

15200 W

2

n

L

2

1500

1

60 s

96,8 Nm

Belastungskennwert:

(aus Kupplungskatalog)

Also ergibt sich:

T

KN

S T

L

2,596.8

S 2,5

sich: T KN  S T  L  2,5  96.8 S  2,5 

242

Nm Nm

für

Belasungsfaktor „S“

Antrieb: 3-Zylinder-Kolbenmaschine

Auswahl der Kupplung aus Hadeflex Katalog (gemäss der Hersteller-Bedingung):

wieder:

X48-92 mit T KN =240Nm

(Der Unterschied zu den geforderten 242Nm ist sehr gering, es wäre nicht sinnvoll deshalb die nächstgrößere Kupplung zu nehmen. Außerdem ist dies nur die überschlägige Auslegung, gleich folgt die genauere DIN- Nachrechnung)

Nachrechnung nach DIN 740:

1.)Nennmoment

Bedingung nach DIN:

T T S

KN

N

mit T

KN

T

L

96,8

Nm

S (50°C)=1,4

für PUR

(aus Skript Tabelle 3-4 Seite 3-31)

Einsetzen in die Bedingung:

TN S

96.8 Nm 1.4 135.52 Nm 240 Nm

ist in Ordnung !!!

2.)Wechselmoment (da ein Diesel ungleichmäßig läuft)

T  T  S  S KW Wi  f DIN-Bedingung: T  T
T
 T  S  S
KW Wi
f
DIN-Bedingung:
T
T
Wi
Ai
Bestimmung von
f
V fi
:
e
Eigenfrequenz
:
1
1
f 
1 C
)
e
2
T dyn
( I
I
A
L

1

m

1

V fi

Kupplungsauslegung nach DIN 740

c Tdyn bei T N =96,6Nm (aus Katalog)

T

N

T KN

96,8

240

Katalog:

0,403

9200 13350 Nm Nm Nm Nm

interpoliert:

c

Tdyn

(0,4

T

KN

)

11745

Nm

Damit ergibt sich für die Eigenfrequenz:

f e

1 2 
1
2

11745

Nm

(

1 1

)

1

1,5575

0,3

kgm

2

34,39

1

s

Erregerfrequenz:

Viertaktmotor: 2 Umdrehungen pro Arbeitshub (Ansaugen des Treibstoffs und Verdichten: erste Umdrehung; Zündung und Ausstoßen der Verbrennungsgase zweite Umdrehung), das ganze passiert bei jedem der drei Zylinder:

3 Zylinder:

i

Zylinderza hl

Umdrehungen pro Arbeitshub

3

2

1,5

1

f

i

f

m

0

i

n

A

i

1500

60 s

5,19

I 1,5575 kgm

A

2

I 0,3 kgm

L

2

1,5

37,5

s

1

V

fi

1

(

2

)

2

(1

(

f

i

f

e

)

2

)

2

(

2

) 2

=4,47

Damit ergibt sich:

T

Wi

T

Ai

1

m

1

V

fi

356,8

Nm

1

4,47

257,77 Nm

 

1

5,19

T  T  S  S KW Wi  f Bedingung aus DIN: f
T
 T  S  S
KW
Wi
f
Bedingung aus DIN:
f
37,5
S
i
 1,94
mit:
S 1,5
f
10 s
 1
10

257,77 Nm 1,941,5

Kupplungsauslegung nach DIN 740

aus dem Katalog: T

KW 120 Nm

Damit gilt für die Bedingung:

T 120 Nm

KW

T

Wi

S

S

f

257,77 Nm 1,941,5 700,10 Nm

Paßt nicht, da Bedingung aus DIN nicht erfüllt

Erregerfrequenz 37,5 Hz nahe an Eigenfrequenz 34,2 Hz!!!

Mit dieser Kupplungsbauart nicht zu schaffen.

Man braucht eine Kupplung mit geringerem c dyn f e kleiner

oder

größeres c dyn f e größer.

3. Schaltkupplung

I.) Kupplungs-Axialkraft

 t T t 3  I  A  1  (1  L
t
T
t
3 
I
A
1
(1
L
)
L
 T
2
T KR
L
T KR
 0, wegen : t  t
1
3
 I 
M
 T
T KR
L
t
L
3
1500
n A
2 
2
M
A
60 s
Somit ergibt sich:
2 1500
2
 T
0,3
kgm
 Nm
96,8
KR
60 s
0,7
s

T

T KR

T L

164,12 Nm

Auch ist:

T

KR

mit:

D

m

2

D

m

z

F

R

D

a

D

i

2

F

R

F

A

z = Anzahl Reibflächen

t 1 t 3 t
t 1
t 3
t
i 2 F R    F A z = Anzahl Reibflächen t 1 t
i 2 F R    F A z = Anzahl Reibflächen t 1 t

Gesamt-Kupplungszeit

bis

L

AM

Zeit, bis Schlupf überwunden

Kupplungsauslegung nach DIN 740

ALSO:

T

KR

F

A

D

a

D

i

4

z

Umformen zu der gesuchten Kupplungs-Axialkraft:

F

A

T KR

D

a

D

i

4

z

164,12 Nm

0.05 2

(0,4

0,17) m

4

11517 N

Überprüfung, ob die aus F A resultierende Flächenpressung ertragbar ist:

zul. Pressung:

F

A

A

F

A

p

(

D

a

N

2

D

i

2

p

zul

)

4

0,115921

p

2

mm

N

11592,1 m

2

N

0,5 mm

2

die aus F A resultierende Flächenpressung ist ertragbar !!!

weitere (überprüfbare) Kriterien:

Schaltarbeit:

1 1 Q  2  A  I 2 L  1  KR
1
1
Q
2
 A
I
2
L
 1 
KR
1
1500
1
(
2
)
2
0,3
kgm 
3
2
60 s
96,8
1 
164,12

9022,95 J

flächenbezogene Reibarbeit (damit Wert mit Tabellenangaben verglichen werden kann):

mit:

q A D

a

A z

((

2

Damit ergibt sich:

Q

A

)

2

(

q A

D

i

2

Q

A

)

)

2(0,2 0,085 ) 0,206 m

9022,9 J

43800

J

0,0438

0,206

m

²

m

²

2

2

2

2

J

mm ²

Hier muß die gesamte Fläche des Reibmaterials betrachtet werden, da sich die Arbeit auf die Gesamte Fläche verteilt: Also hier die Fläche einer Kupplungsscheibe mal die Anzahl der Reibflächen z multiplizieren. Bei der Pressung wirkt die Axialkraft auf jede der Reibflächen, deshalb wurde dort auch nur die Fläche einer Reibfläche eingesetzt.

Kupplungsauslegung nach DIN 740

J 0,0438 q mm 2 W q   A   0,063 Reibleistung: A
J
0,0438
q
mm
2
W
q  
A
 0,063
Reibleistung:
A
t
0,7 s
mm
2
3

 r
v max
max
max
Gleitgeschwindigkeit:
M
 max. Unterschied:  M
 L
t 1
t 3
t
D
r
a
und
max
2

Damit ergibt sich für die Gleitgeschwindigkeit:

v

max

M

D

a

2

1500

60 s

2

0,4 m

2

31,42

m

s