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B.

Akustik
XI. Schwingungslehre
§ 96. Vorbemerkung. Die Kenntnis der Schwingungen und Wellen ist ursprünglich in engstem Zusammenhang mit dem Hören und mit musikalischen Fragen entwickelt worden. Unser Organismus besitzt ja in seinem Ohr einen überaus empfindlichen Indikator für mechanische Schwingungen und Wellen in einem erstaunlich weiten Frequenzbereich (ν etwa 20 Hz bis 20 000 Hz)1 . Heute stellt man zweckmäßig allgemeine Fragen der Schwingungs- und Wellenlehre in den Vordergrund und bringt nur wenig aus der Akustik im engeren Sinn. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Stoff der Kapitel XI und XII ausgewählt und gegliedert.K1 § 97. Erzeugung ungedämpfter Schwingungen. Bisher haben wir lediglich die Sinusschwingungen einfacher Pendel mit linearem Kraftgesetz behandelt. Das Schema derartiger Pendel fand sich in den Abb. 48 bis 50. Die Schwingungen dieser Pendel wurden durch Stoß gegen den Pendelkörper eingeleitet. Sie waren gedämpft, ihre Amplituden klangen zeitlich ab. Die Pendel verloren allmählich ihre anfänglich „durch Stoßanregung“ zugeführte Energie, und zwar in der Hauptsache durch die unvermeidliche Reibung. Nun braucht man jedoch für zahllose physikalische, technische und musikalische Zwecke ungedämpfte Schwingungen mit zeitlich konstant bleibender Amplitude. Die Herstellung derartiger ungedämpfter Schwingungen verlangt den ständigen Ersatz der oben genannten Energieverluste. Die für diesen Zweck ersonnenen Verfahren fasst man unter dem Namen der Selbststeuerung zusammen: Das Pendel betätigt selbst eine Vorrichtung, die es im richtigen Augenblick im Sinn seiner Bewegungsrichtung beschleunigt. Das klassische Vorbild jeder Selbststeuerung liefert uns die Pendeluhr, Abb. 249. Sie entnimmt den Energieersatz der potentiellen Energie einer gehobenen Last M . Die Übertragung erfolgt durch ein „Steigrad“ mit asymmetrisch geschnittenen Zähnen und durch einen mit dem Pendel starr verbundenen „Anker“. Mit diesem Anker steuert das Pendel schrittweise ein Vorrücken des Steigrades und eine Energieabgabe durch die sinkende Last M . Dabei drückt in der gezeichneten Stellung ein Zahn gegen die Innenfläche des rechten Ankerendes b und beschleunigt dabei den Pendelkörper im Pfeilsinn nach links. Bald nach Passieren der Mittellage lässt das Pendel den Zahn von b abrutschen und unmittelbar darauf fängt die Nase a das Steigrad wieder auf. Der Zahn drückt gegen die Oberseite der Nase a, der Pendelkörper wird nach rechts beschleunigt, und so fort. Die Selbststeuerung wird praktisch in zahlreichen Varianten ausgeführt, oft mit ausschließlicher Anwendung mechanischer Mittel. Man kann z. B. den periodischen Anschluss eines schwingungsfähigen Gebildes an seine Energiequelle durch das „Verkleben“ oder „Verhaken“ zweier relativ zueinander ruhender Körper erreichen. Versuch:
Wir sehen in Abb. 250 in Seitenansicht ein Schwerependel von der Größe eines mittleren Uhrpendels. Es ist mit zwei mit Leder gefütterten Klemmbacken an einer Achse von etwa 4 mm Dicke befestigt. Nach dem Ingangsetzen der Achse wird das Pendel nach vorn mitgenommen. Die Klemmbacken kleben oder haken an der Achse („Haftreibung“). Bei einer bestimmten Auslenkung wird das vom Gewicht des Pendels
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K1. Die Akustik im engeren Sinn wird im nächsten Kapitel von § 136 an behandelt.

Die Frequenzeinheit ist 1 Hertz = 1 sec−1 (Abkürzung Hz).

§ 97. Erzeugung ungedämpfter Schwingungen

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Abb. 249. Selbststeuerung eines Schwerependels mit Anker und Steigrad

Abb. 250. Selbststeuerung eines Schwerependels mit einer rotierenden reibenden Achse. Das Leder in den Klemmbacken muss, wie bei einem Violinbogen, mit Kolophonium bestrichen sein. Pendellänge etwa 30 cm, Masse des Pendelköpers etwa 200 g

herrührende Drehmoment zu groß, die Klebeverbindung reißt. Die Backen gleiten, von Gleitreibung gebremst, auf der Achse. Das Pendel schwingt nach hinten. Bei dem dann folgenden Rücklauf des Pendels nach vorn wird in einem bestimmten Augenblick die Relativgeschwindigkeit zwischen Backenfutter und Achsenumfang gleich null. Beide Körper sind gegeneinander in Ruhe, die Backen kleben wieder fest, das Pendel wird bis zur Abreißstellung nach vorn mitgenommen. Es beginnt die zweite Schwingung mit der gleichen Amplitude wie die erste, und so fort.

Abb. 251. Hydrodynamische Selbststeuerung einer Stimmgabel (Videofilm 49)

Abb. 252. Zur hydrodynamischen Selbststeuerung einer Stimmgabel (Videofilm 49)

Sehr verbreitet sind auch Selbststeuerungen mit strömender Luft. Abb. 251 zeigt eine solche für den Betrieb einer Stimmgabel.
Der wesentliche Teil ist in Abb. 252 im Schnitt dargestellt. Ein Kolben a passt mit kleinem Spielraum in den Zylinder b, berührt jedoch nirgends. Der Zylinder wird mit einer Druckluftleitung verbunden. Der Luftdruck treibt den Kolben aus seiner Ruhelage im Zylinder heraus und damit die Stimmgabelzinke nach rechts. Nach dem Austritt des Kolbens entsteht zwischen Kolben und Zylinderwand ein ringförmiger Spalt. Durch diesen Spalt entweicht die Luft mit eng zusammengedrängten Stromlinien. Folglich wird nach der Bernoulli’schen Gleichung (Gl. 185 auf S. 157) der statische Druck der Luft gering und der Kolben zurückgesaugt.

Videofilm 49: „Schwingungen einer Stimmgabel“ Der Film zeigt diese

Stimmgabel. Man beachte darin auch die Einstellung der Selbststeuerung durch Verdrehung der Rändelschraube am Zylinder b in Abb. 252.

Schon lange hat die Anwendung elektrischer Hilfsmittel für die Selbststeuerung mechanischer Schwingungen große Bedeutung gewonnen. Das älteste Beispiel liefert die heute schon Schulkindern geläufige Hausklingel (vgl. Abb. 253). Ein Pendel mit einer eisernen Pendelstange schwingt vor dem Pol eines Elektromagneten M . Die Pendelstange trägt die Kontaktfeder eines Stromunterbrechers S.

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XI. Schwingungslehre

Abb. 253. Selbststeuerung eines Schwerependels mit einem Elektromagneten Bei der Wirkungsweise der Hausklingel wird der entscheidende Punkt häufig verkannt. Während des Stromschlusses wird der Pendelkörper vom Elektromagneten beschleunigt. Diese Beschleunigung erfolgt nicht nur während der Viertelschwingung 1 → 0, sondern ebenfalls während der Viertelschwingung 0 → 1. Aber auf dem Weg 0 → 1 hat die Beschleunigung ein falsches Vorzeichen. Sie ist der Pendelbewegung entgegengerichtet. Sie verzögert das Pendel und vermindert seine Energie. Folglich muss unbedingt eine Zusatzbedingung erfüllt werden: Der Energiegewinn auf dem Weg 1 → 0 muss größer sein als der Energieverlust auf dem Weg 0 → 1. Nur die Differenz dieser beiden Energiebeträge kommt dem Pendel zugute. Praktisch heißt das: Der Strom im Elektromagneten muss während des Weges 0 → 1 im zeitlichen Mittel kleiner sein als während des Weges 1 → 0. Der Strom im Elektromagneten muss also nach 0 → 1 zeitlich ansteigen. Technisch ergibt sich dieser Stromanstieg durch die Selbstinduktion des Stromkreises. — Zur Vorführung benutzt man, wie in Abb. 253, ein langsam schwingendes Schwerependel (ν = 2 Hz) und im Stromkreis eine Hilfsspule L mit großer Induktivität (s. Elektrizitätslehre und Optik, Kap. X). Ein Glühlämpchen unter der Ruhestellung des Pendels lässt den langsamen Stromanstieg (Abb. 254) bequem verfolgen: Das Lämpchen beginnt während jeder Schwingung erst dann zu leuchten, wenn das Pendel beim Höchstausschlag 1 umkehrt.

Abb. 254. Der Stromverlauf bei der Selbststeuerung in Abb. 253 (Hausklingelschema)

Diese werden durch einen Elektromotor gedreht. Die Klöppelstange ist in bekannter Weise (Abb. 270 und 271. Ebenso zeigen die meisten periodischen Strukturen nicht das Profil einer einfachen Sinuskurve. Dazu kann man das von der Schraubenfeder F gehaltene obere Zahnrad rechts zur Seite ziehen. Sicherlich kann man solche Überlagerungen heutzutage sehr viel einfacher mit elektronischen Hilfsmitteln vorführen. 255 zeigt das Schwingungsbild einer Hausklingel nach Entfernung der eigentlichen Glockenschale. 9) vor einen Spalt gesetzt und ihre Bewegung fotografisch aufgenommen worden. sowohl herstellen als auch beschreiben. der meisten periodischen Vorgänge verlaufen nicht sinusförmig. die wir kinematisch erzeugen. Abb. und zwar anknüpfend an den bekannten Zusammenhang von Kreisbahn und Sinuskurve (§ 7 und § 23). Siehe auch im Folgenden die Abb. XI. Beispiele findet man im Band Elektrizität und Optik. Abb. d. Die mechanischen Geräte — in späteren Auflagen hat POHL noch weitere hinzugefügt — haben aber vielleicht den Vorteil. Wir sehen den Stab und den Spalt oben im Fenster in Abb. Darstellung nichtsinusförmiger periodischer Vorgänge 177 Abb. Ausschlag.K2 Der zeitliche Verlauf der Schwingungen lässt in diesem Fall deutlich Abweichungen vom Bild der einfachen Sinuskurven erkennen: Die Bögen erscheinen ein wenig zugespitzt. h. Darstellung nichtsinusförmiger periodischer Vorgänge und Strukturen mithilfe von Sinuskurven. Trotzdem spielen die Sinuskurven in der Physik eine große Rolle: Man kann nichtsinusförmige Kurven mithilfe einfacher Sinuskurven darstellen. Geschwindigkeit usw. Die beiden Achsen 1 und 2 werden über die Zahnräder von einem an der Achse 3 angesetzten Elektromotor gedreht. gegen das untere um einen gewünschten Winkel verdrehen und dann wieder einklinken.§ 98. Der Stab ist beiderseits mit seinen Enden am Umfang zweier Kreisscheiben I und II gefasst. K2. Doch lassen sich die Abweichungen bei zweckmäßiger Bauart erheblich geringer machen als in dem absichtlich übertreibenden Schauversuch. Man erkauft die Beseitigung der Dämpfung mit einem Verzicht auf strenge Sinusform der Schwingungen. Wir beginnen mit der Überlagerung zweier sinusförmiger Schwingungsbilder verschiedener Frequenz. Nichtsinusförmiges Schwingungsbild des Klöppels einer Hausklingel Viele der heutigen Selbststeuerungen mechanischer Schwingungen mit elektrischen Mitteln verwenden Trioden (Elektronenröhren und Transistoren). 255.K3 K3. dass alles „handgreiflich“ ist! . Vorführungsapparat für die Überlagerung zweier Sinusschwingungen. Kap. 256. Die Zahnräder erlauben ein festes ganzzahliges Frequenzverhältnis herzustellen und außerdem jede gewünschte Phasendifferenz zwischen den beiden Schwingungen. Bei jeder Selbststeuerung leidet die Sinusform des Schwingungsbildes. 256. Wir bewegen einen Stab vor einem Spalt in einer Kreisbahn und betrachten die zeitliche Reihenfolge der Spaltbilder räumlich nebeneinander (Polygonspiegel im Strahlengang). § 98. Das zeigen wir zunächst mit Schwingungsbildern.

Abb. — Jetzt einige Beispiele: In Abb. also S1 . Das resultierende Schwingungsbild Sr ist das einer Schwebung. K4. Im Zeitpunkt eines Minimums sind die gleich großen Amplituden der beiden Teilschwingungen einander entgegengesetzt gerichtet. die von einer stark zitternden Hand gezeichnet ist. Im Zeitpunkt eines Schwebungsmaximums hingegen addieren sich beide Amplituden mit der Phasendifferenz null zum doppelten Wert der Einzelamplituden. dass diese Schwebungsfrequenz doppelt so groß ist wie die aus der trigonometrischen Summenformel sin α + sin β = α+β α−β 2sin · sin 2 2 hergeleitete Differenzfrequenz. Dieses Bild sowie die folgenden 258 und 259 sind fotografische Aufzeichnungen. deren Frequenzen sich zueinander wie 1 : 5 verhalten. Abb. 258. Dadurch kann das Verhältnis der Amplituden beider Schwingungen auf einen gewünschten Wert eingestellt werden. 258 zeigen wir oben zwei Sinusschwingungen S9 und S10 mit nahezu gleich großen Amplituden. ihre Phasendifferenz beträgt 180◦ . d. Die oft νs genannte SchwebungsfrequenzK4 ist gleich der Differenz ν der beiden Frequenzen. 256 gezeigten Apparat. Überlagerung zweier sinusförmiger Schwingungsbilder S1 und S5 . Das untere Teilbild zeigt die Überlagerung: Das Schwingungsbild Sr gleicht einer Sinuskurve. also zweier Schwingungen. also zweier Schwingungen. Amplituden-Verhältnis A1 : A5 ≈ 3 : 1. Die Überlagerung beider Sinuskurven findet sich in dem unteren Teilbild Sr . unterscheiden wir fortan mit diesen Zahlen in Indexstellung. deren Frequenzen sich nach Herausheben gemeinsamer Teiler wie ganze Zahlen verhalten. Für zwei Teilschwingungen ungleicher Amplituden werden die Schwebungsminima weniger vollkommen ausgebildet. . Man nennt ein solches Schwingungsbild eine Schwebungskurve. In Abb. Es gleicht äußerlich einer Sinuskurve mit periodisch veränderlicher Amplitude. ausgeführt mit dem in Abb. A9 ≈ A10 . 257.178 XI. Man beachte. . S2 . Für das Verhältnis der Amplituden A1 : A5 ist rund 3 : 1 gewählt worden. deren Frequenzen sich wie 10 : 9 verhalten und deren Amplituden angenähert gleich sind. h. Schwingungslehre Der Spalt ist innerhalb des Fensters horizontal verschiebbar. In dem gewählten Beispiel kommt die Schwingung in jedem Schwebungsminimum zur Ruhe. S3 . deren Frequenzen sich wie 1 : 5 verhalten. . 257 sehen wir die Schwingungsbilder zweier sinusförmiger Schwingungen S1 und S5 . Schwingungen S. Die gleichen Indizes benutzen wir für die Amplituden A. also Schwingungen. Überlagerung zweier sinusförmiger Schwingungsbilder S10 und S9 .

260 haben wir oben eine Schwebungskurve aus zwei Teilschwingungen S9 und S10 dargestellt. also zweier Schwingungen. 259 unten benutzen wir die gleichen Schwingungen S1 und S2 wie im oberen Teilbild. In diesem Beispiel zeigt sich deutlich der Einfluss der Phase auf die Gestalt des resultierenden Schwingungsbildes. Überlagerung zweier Schwingungen S1 und S2 . Soweit die Überlagerung von nur zwei Sinusschwingungen: Wir konnten in den Abb. 227 (1978)). Amplituden und Phasen der Teilschwingungen sind passend zu wählen. Sie verläuft unsymmetrisch zur Zeitachse.§ 98. In den nichtsinusförmigen Schwingungsbildern der Abb.K5 Ihre Frequenz soll also gleich der Differenz der beiden anderen Frequenzen sein. 259 sehen wir oben die Schwingungsbilder der beiden Schwingungen S1 und S2 mit dem Amplitudenverhältnis A1 : A2 ≈ 3 : 2. In entsprechender Weise lassen sich durch Hinzunahme weiterer Teilschwingungen auch kompliziertere Schwingungskurven „darstellen“. BEUERMANN beschrieben (Praxis der Naturwissenschaften 27. 257 bis 259 die Kurven nichtsinusförmiger Gestalt schon durch zwei Sinuskurven „darstellen“. Abb. Ihre Frequenzen müssen ausnahmslos ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz des darzustellenden Kurvenzuges bilden. Den Kehrwert 1/T1 nennt man die Grundfrequenz ν1 des nichtsinusförmigen Schwingungsvorganges. Die resultierende Schwingung Sr zeigt trotz gleicher Amplituden und Frequenzen ein erheblich anderes Aussehen. Die Überlagerung ergibt eine zur Zeitachse symmetrisch verlaufende Kurve Sr . . jedoch beginnt die Schwingung S2 zur Zeit t = 0 mit der Phase 90◦ oder ihrem Höchstausschlag. wohingegen S1 den Ausschlag null hat. Eine Apparatur zur mechanischen Überlagerung von drei Schwingungen wurde von G. In Abb. Darstellung nichtsinusförmiger periodischer Vorgänge 179 In Abb. 259. 257 bis 259 wiederholt sich nach je einer Periode T1 ein bestimmtes Schwingungsbild in allen Einzelheiten. Der Vergleich der beiden resultierenden Kurven Sr zeigt den Einfluss der Phasen auf die Gestalt der Schwingungsbilder. K5. deren Frequenzen sich wie 1 : 2 verhalten. — Durch die Addition einer solchen Differenzschwingung entsteht aus der ursprünglich zur Abszissenachse symmetrischen Schwebungskurve eine asymmetrische. Dieser Schwebungskurve wollen wir jetzt eine dritte Sinuskurve S1 = S(10−9) überlagern. Die Frequenzen der beiden Teilschwingungen sind ganzzahlige Vielfache dieser Grundfrequenz. — Zwei Beispiele: In Abb. also sowohl herstellen als auch beschreiben. Außerdem sollen ihre positiven Maxima mit denen der Schwebungskurve zusammenfallen.

hinzunimmt. A = Amplitude der Rechteckfunktion (Abb. 261. . wenn man die Sinuskurven S7 . Der Betrag der Asymmetrie hängt in ersichtlicher Weise von der Amplitude der benutzten Differenzschwingung ab. d. 260. ω = Dieses Beispiel einer „Fourier-Analyse“. kann die ungeheure Wichtigkeit dieser Methode nur andeuten. der Beschreibung eines komplizierten Schwingungsvorganges durch eine Summe von Sinusschwingungen. Im zweiten Beispiel wollen wir das in Abb. Selbstverständlich kann die Fourier-Analyse auch für . Schwingungslehre Abb. Asymmetrisches Schwingungsbild Sr bei Überlagerung zweier Sinusschwingungen S10 und S9 mit ihrer Differenzschwingung S1 = S(10−9) . eine periodische Folge von „Rechtecken“ oder „Kästen“. (197) x = Ausschlag. Dieses Schwingungsbild präge man sich fest ein. . Die Frequenz dieser Schwingung ist also gleich der Differenz der beiden anderen Frequenzen. Die Kurve Sr ist das resultierende Schwingungsbild. Die Annäherung lässt sich beliebig verbessern. S9 . In analytischer Form hat die Beschreibung folgendes Aussehen: x= 1 1 4A sin ωt + sin 3ωt + sin 5ωt + · · · π 3 5 2π T . Das gelingt schon dann mit leidlicher Näherung. S3 und S5 graphisch addiert. wenn man nur drei Sinuskurven S1 . 261 oben skizzierte Schwingungsbild I. S3 und S5 . Das in Abb. 261 skizzierte Schwingungsbild I können wir also näherungsweise mithilfe der drei unter ihm abgedruckten Sinusschwingungen beschreiben. Darstellung eines kastenförmigen Schwingungsbildes I mithilfe dreier Sinusschwingungen S1 . Man erhält die Kurve Sr in Abb. deren Kreisfrequenzen ganzzahlige Vielfache der Grund-Kreisfrequenz ω sind. 261. h. mithilfe von Sinusschwingungen darstellen. 261).180 XI. Abb. In der Kurve Sr ist die Kurve I durch Anheben um die Höhe A ganz auf die Oberseite der Abszissenachse verschoben.

261 gehörige Spektrum. Wir bringen noch zwei weitere Spektren wichtiger Schwingungsvorgänge. Im Teilbild E erfolgt ein neuer . Die Ordinaten. In Abb. 261 dargestellten kastenförmigen Schwingungsbildes. Für die Ausbildung der unteren Ecken a und d muss man eine große Zahl weiterer Spektrallinien hinzunehmen. Zwar ist die Kenntnis der Phasen zum Zeichnen des Schwingungsbildes unerlässlich (z. Abb. 263 τ/T = 1/12. Spektraldarstellung komplizierter Schwingungsvorgänge. der Zeitperiode T entspricht. 262 das zum Schwingungsbild Sr in Abb. Linienspektrum des unten in Abb. indem man ωt durch (ωt − kz) ersetzt. Abb. 1. Es war τ/T = 1/2. Infolgedessen zeigt es jetzt nach einer einmaligen Stoßanregung ein Schwingungsbild mit abklingender Amplitude und begrenzter Länge (Abb. Als Beispiel wählen wir in Abb. Bei komplizierten Schwingungsvorgängen verzichtet man oft auf eine Darstellung des Schwingungsbildes und begnügt sich mit einer Darstellung ihres Spektrums. steil zur Zeitachse stehenden Teilstücken. und ω = 2π/T durch k = 2π/D. die einfachste Darstellung eines Schwingungsvorganges. Gleiches gilt ganz allgemein für Kurvenstücke mit geraden. Ein Spektrum enthält in seiner Abszisse die Frequenzen der einzelnen Teilschwingungen. Dadurch hat wenigstens die Ausbildung der oberen Ecken b und c begonnen. Wir nehmen der Kürze halber ein numerisches Beispiel: Irgendein schwingungsfähiges Gebilde soll ohne Dämpfung Sinusschwingungen der Frequenz ν = 400 Hz ausführen. Spektrallinien genannt. so steigt die Anzahl der erforderlichen Sinusschwingungen. Sein Spektrum besteht aus nur einer einzigen Spektrallinie mit der Frequenz 400 Hz. es fehlen also noch die scharfen oberen Ecken b und c. 261 würde die Spektrallinie der Frequenz null wegfallen. § 99. Im Teilbild IV sind die nächstfolgenden 10 Spektrallinien hinzugenommen worden. — Für das zur Abszissenachse symmetrische Schwingungsbild I in der obersten Zeile von Abb. markieren durch ihre Länge die Amplituden der einzelnen benutzten Teilschwingungen. die Längenperiode. 262. So zeigt Abb. B. Ein Spektrum sagt weniger aus als ein Schwingungsbild: Ein Spektrum enthält keine Angaben über die Phasen. a ist eine beliebige Zahl.§ 99. so erhält man die periodische Kurve III. B. In Abb. also in positiver z-Richtung mit der Geschwindigkeit u laufende kastenförmige Welle (s. wo D. 264. z. die aus den benutzten Frequenzen als gemeinsamer Teiler herausgenommen ist. Doch braucht man diese Kenntnis nicht für eine Reihe physikalisch bedeutsamer. ergibt sich als Schwingungsbild eine Sinuskurve von konstanter Amplitude und unbegrenzter Länge. Spektraldarstellung komplizierter Schwingungsvorgänge 181 räumlich variierende Strukturen verwendet werden. Linienspektren gedämpfter Sinusschwingungen bei periodischer Stoßanregung. 263 ist das Linienspektrum dieses kastenförmigen Schwingungsbildes mit den ersten 20 Spektrallinien dargestellt. Abb. 261) mithilfe von Gl. wobei ω/k = (2π/T )/(2π/D) = D/T = u ist. Setzt man die ersten 10 dieser Teilschwingungen zusammen. Zum Beispiel kann eine nach rechts. mit nichtsinusförmigen Schwingungen verknüpfter Aufgaben. Dann werde dies schwingungsfähige Gebilde irgendwie gedämpft. 259). 261 handelt es sich um einen Sonderfall. Wird das Verhältnis τ/T kleiner. Ferner kann die Fourier-Analyse auch für fortschreitende Wellen benutzt werden. Es ist ein Linienspektrum. Darüber sehen wir die Schwingungen des gleichen Gebildes bei periodisch wiederholter Stoßanregung. (197) beschrieben werden. Einmal angestoßen. Man hat dann nur die Beschriftung der Koordinaten zu ändern. dem einseitig steilen Sägezahnprofil. Die Zeit-Koordinate t ist durch eine Längen-Koordinate zu ersetzen. B. Teilbild G). z. 103 .

Aber sie finden sich — das ist wesentlich — stets im gleichen Frequenzbereich. Kap. 263. B. 80 und 50 Hz. Kurve II zeigt die ersten 20 Spektrallinien des zugehörigen Linienspektrums. Ströme) sehr viel kleiner ist als die Periode T . Anstoß nach jeweils 8. John Wiley. Schwingungslehre Abb. An die Stelle des Linienspektrums ist ein kontinuierliches Spektrum getreten. 9. „The Physics of Vibrations and Waves“. Alle übrigen Spektralfrequenzen müssen ganzzahlige Vielfache der jeweils benutzten Stoßfrequenz sein. also nur eine einzige Spektrallinie bei der Frequenz 400 Hz. Mit sinkender Stoßfrequenz nimmt die Zahl der zur Spektraldarstellung benötigten Teilschwingungen oder Spektrallinien dauernd zu. Die Spektrallinien sind jetzt unendlich dicht gehäuft. (z. einen zeitlich konstanten Gleichstrom). im Bild C nach jeweils 5. Neben jedem dieser drei Schwingungsbilder finden wir das zugehörige Spektrum. Eine Spektrallinie bei der Frequenz null bedeutet einen „konstanten“ Ausschlag. Diese wichtigen Zusammenhänge haben wir nur beschreibend mitgeteilt. Diese Anordnung heiße fortan ein Elementarpendel. Elastische Transversalschwingungen gespannter linearer fester Körper. Aufl. Die übersichtlichste Form dieses Schemas war die Kugel zwischen zwei gespannten Schraubenfedern (Abb. Diese Kurve ist demgemäß mit schwarzer Fläche gezeichnet worden. B. bei dem die Zeitdauer τ der Ausschläge (z. Ihre analytische Herleitung wird in allen mathematischen Lehrgängen als Fourier-Analyse ausgiebig behandelt. Dies Schema war für die Mehrzahl der von uns bisher . Kurve III ist die Resultierende der ersten 10 Teilschwingungen. Zum Beispiel in H. 4. Die Stoßfrequenz ist die Grundfrequenz ν1 der drei nichtsinusförmigen Schwingungen. Sie beträgt in den drei Spektren von oben beginnend 200. New York.182 XI. K6. Kontinuierliches Spektrum einer gedämpften Schwingung bei einmaliger Stoßanregung. um durch gegenseitiges Wegheben ihrer Amplituden die weiten Lückenbereiche zwischen den gedämpften Schwingungen darzustellen. Teilbild G die gedämpft abklingende Schwingung nach einer einmaligen Stoßanregung und im Teilbild H ihr Spektrum aufgetragen.J. Wir haben in Abb. Infolgedessen können die Spektrallinien bei verschiedenen Stoßfrequenzen nur in einzelnen Fällen zusammenfallen. Keines von ihnen zeigt noch das einfache Spektrum der ungedämpften Schwingung.K6 § 100. Schwingungsfähige Gebilde oder Pendel haben wir bisher stets auf ein einfaches Schema zurückgeführt. Zu der ursprünglichen Frequenz 400 Hz gesellt sich eine ganze Reihe weiterer Spektrallinien. Kurve I: Darstellung eines kastenförmigen Schwingungsbildes. Kurve IV die Resultierende der ersten 20 Teilschwingungen. Man nennt ihn Formantbereich. einen trägen Körper zur Aufnahme der kinetischen Energie und eine elastische Feder zur Aufnahme potentieller Energie. In jedem der drei Spektren ist die niedrigste Frequenz die der Stoßfolge oder kurz Stoßfrequenz. 48). Man braucht eine immer größere Zahl von Sinusschwingungen. im Bild A schon nach jeweils 2 Schwingungen. 264. So gelangen wir endlich im Grenzübergang zu 2. Pain. 1993. Sie erfüllen kontinuierlich den Bereich der oben punktierten umhüllenden Kurve.

Damit gelangen wir zu dem Problem der elastischen Eigenschwingungen beliebiger Körper. Elastische Transversalschwingungen gespannter linearer fester Körper 183 Abb. Man beachte die Ordinatenmaßstäbe. Das sagt uns die Erfahrung des täglichen Lebens. nur einmal angestoßenen gedämpften Schwingung. F: Linienspektren (Fourier-Transformationen) der nebenstehenden Schwingungskurven. Der zeitliche Verlauf der gleichen gedämpften Sinusschwingung mit Stoßanregung verschiedener Frequenz. Sehr häufig ist eine getrennte Lokalisierung von trägem Körper und Feder nicht möglich. benutzten schwingungsfähigen Gebilde ausreichend. Es reicht aber keineswegs für alle vorkommenden Fälle aus. C: Anstoß nach je 5 Schwingungen oder Stoßfrequenz 80 Hz. E: Anstoß nach je 8 Schwingungen oder Stoßfrequenz 50 Hz. G: Anstoß erfolgt nur einmal. D. B. H: Kontinuierliches Spektrum (Fourier-Integral) der nebenstehenden. Es können ja schließlich alle beliebig gestalteten Körper schwingen. A: Anstoß nach je 2 Schwingungen oder Stoßfrequenz 200 Hz. .§ 100. wenngleich manchmal etwas gewaltsam. 264.

266. In jedem dieser Beispiele sehen wir drei Größen längs des Bandes periodisch verteilt. Momentbilder Abb. Abb. Für ein solches ist also eine praktisch unbegrenzte Anzahl von transversalen Eigenschwingungen zu erwarten. In ganz entsprechender Weise sind in Abb. K7. Die Körper gegeneinander um 180◦ phasenverschoben. In Abb. In ihren Knoten bleibt jede der drei Größen dauernd gleich null. Die Bäuche der Ausschläge und . die zweite Eigenschwingung erste Oberschwingung. In ihren Bäuchen haben die drei Größen ihre größten Ausschläge. Zunächst wollen wir Transversalschwingungen untersuchen. 267. MomentbilderK7 In dieser Weise kann man nun beliebig fortfahren. Transversalschwingungen zweier gekoppelter Elementarpendel. nämlich die transversalen Ausschläge. Im zweiten Fall schwingen beide Kugeln gegensinnig oder um 180 ◦ phasenverschoben. Ihre experimentelle Vorführung bietet keine Schwierigkeit. die transversale Geschwindigkeit und die Neigung des Bandes gegen seine Ruhelage. usw.184 XI. 265 und 266 sind zwei solcher Elementarpendel aneinandergefügt oder gekoppelt. Bei drei gekoppelten Elementarpendeln erhalten wir also drei Eigenfrequenzen. Im Grenzübergang gelangt man zu kontinuierlichen linearen Gebilden.! Abb. Auch hier sind wieder zwei Momentbilder skizziert (Abb. 266 beobachten wir mit der Stoppuhr eine höhere Frequenz als in Abb. In Abb. eine in Richtung quer zur Federlänge Transversalschwingung. Bei zwei miteinander gekoppelten Elementarpendeln beobachten wir also zwei transversale Eigenschwingungen mit den Frequenzen ν1 und ν2 . 268 zeigt in Seitenansicht fotografische Zeitaufnahmen seiner zweiten bis vierten transversalen Eigenschwingung. Für eine Kette von N gekoppelten Elementarpendeln erhält man N Eigenschwingungen. In Abb. Abb. Bei der Nomenklatur muss man aufpassen: Die erste Eigenschwingung heißt auch Grundschwingung. Dies Gebilde kann in zweifacher Weise schwingen: Im ersten Fall schwingen beide Kugeln gleichsinnig oder in Phase. Beide Körper in Phase. 265 sind zwei Momentbilder dieser Schwingungen eingezeichnet. Als erstes Beispiel bringen wir ungedämpfte Transversalschwingungen eines horizontal ausgespannten Gummizugbandes. alle drei sind durch geeignete Momentbilder belegt. Transversalschwingungen zweier gekoppelter Elementarpendel. Die drei möglichen Transversalschwingungen dreier gekoppelter Elementarpendel. Diesmal sind drei verschiedene Transversalschwingungen möglich. 266). 265. Alle drei Größen zeigen Knoten und Bäuche. 265. Momentbilder Die Frequenzen sind in beiden Fällen verschieden. 267 drei Elementarpendel miteinander gekoppelt. Schwingungslehre Eine Schwingung des Elementarpendels in der Längsrichtung seiner Feder soll fortan Longitudinalschwingung heißen.

§ 100. 268. Helles Band vor dunklem Grund. Bei raschen Kurbeldrehungen kann man bequem den Übergang zu den aus Abb. Abb. Sie wird durch einen Violinbogen zu Schwingungen angeregt (Abb. zeigt transversale Eigenschwingungen (stehende Wellen) bis zur achten Eigenschwingung. Abb. Diese primitive Vorrichtung ist recht nützlich. Das Bild lässt dann die einzelnen Momentbilder der Schwingungen (oft kurz „Schwingungsphasen“ genannt) nacheinander beobachten. Fotografische Zeitaufnahme (Seitenansicht) der zweiten bis vierten transversalen Eigenschwingung eines gespannten Gummizugbandes. 268 ersichtlichen Zeitaufnahmen erreichen. Die Bäuche der Neigung hingegen liegen dort. Für eine rein kinematische Veranschaulichung transversaler Eigenschwingungen genügt ein sinusförmig gebogener Draht mit einer Kurbel an einem Ende (Abb. 270 eine horizontale Saite aufgespannt. Zur Anregung einer Eigenschwingung der Frequenz ν wird ein Ende des Bandes von einem Motor periodisch bewegt. 268 zurück und denken uns gegen das in der vierten Eigenschwingung schwingende Band in der Papierebene einen Schlag ausgeführt. 271). wo Ausschlag und Geschwindigkeit Knoten haben.) (Videofilm 50. Ein solch gleichzeitiges Auftreten von mehreren Eigenschwingungen benutzt man sehr viel bei den Saiten unserer Musikinstrumente. Wo das Band grau erscheint. und zwar entweder quer zur Bandrichtung mit der Frequenz ν oder in der Bandrichtung mit der Frequenz 2ν. B. Wir sehen in Abb. 270. Im zweiten Fall nennt die Technik die Anregung parametrisch. 271 zeigt einige Beispiele: Videofilm 51: „Transversale Schwingung einer Saite“ Die Saite wird gezupft oder gestrichen. Elastische Transversalschwingungen gespannter linearer fester Körper 185 Abb. Mit einem senkrecht zur Saite stehenden Spalt kann man einen „Punkt“ der Saite ausblenden und seine Bewegungen fotografisch aufnehmen. Projektion von Schwingungskurven eines Punktes einer Saite mithilfe einer rotierenden Linsenscheibe (Videofilm 51) Wir greifen noch einmal auf Abb. s. . und die beiden Eigenschwingungen treten gleichzeitig auf. Diesen Draht versetzt man vor der Projektionslampe in Drehungen um seine Längsachse. erreicht seine Geschwindigkeit quer zur Längsrichtung große Werte. weil die Bandspannung als Parameter periodisch geändert wird. 269). auch Videofilm 1) Videofilm 50: „Transversale Eigenschwingungen eines Gummibandes“ Der Film die Bäuche der Geschwindigkeit liegen an den gleichen Stellen und ebenso die Knoten beider. Dann beginnt das Band als Ganzes zusätzlich in seiner ersten Eigenschwingung zu schwingen. Zur Veranschaulichung transversaler Eigenschwingungen oder stehender Wellen Abb. (Sie erreicht während einer Periode der Eigenschwingung zweimal einen Höchstwert. 269. also z. an den beiden Enden des Bandes.

Zeitlicher Verlauf des Ausschlages eines „Punktes“ auf einer transversal schwingenden Violinsaite (Videofilm 51) K8. Als Beispiel bringen wir ungedämpfte Longitudinalschwingungen eines horizontal gespannten schwarzen Gummibandes mit weißen Querstreifen. Als Longitudinalschwingungen eines Elementarpendels haben wir am Anfang vom § 100 eine Schwingung des Pendelkörpers in Richtung der Schraubenfedern definiert. So gelangen wir wiederum im Grenzübergang zu einem linearen Gebilde mit einer praktisch unbegrenzten Anzahl longitudinaler Eigenschwingungen.186 XI. 270 der Mittelpunkt. Oben und unten im Zeitpunkt großer Ausschläge.K8 Für Schauversuche benutzt man statt der geradlinigen Linsenbewegung in der Horizontalen die in Abb. — Links schwingen beide Körper mit gleicher Phase.und Torsionsschwingungen gespannter linearer fester Körper. Das alleinige Auftreten einer Eigenschwingung lässt sich nur durch eine besondere Bogenführung und auch dann nur mit Annäherung erreichen. Je drei Momentbilder von Longitudinalschwingungen zweier gekoppelter Federpendel. Rechts schwingen sie gegenläufig oder „um 180◦ phasenverschoben“. in der Mitte beim Passieren der Ruhelage. 272. in Abb. Der Antrieb erfolgt mit Daumen und Zeigefinger am Kordelknopf K . 271. das Linienspektrum eines Geigenklanges in Abb. Abb. Abb. Schwingungslehre Abb. Wir fahren mit der kettenartigen Ankopplung weiterer Elementarpendel fort und finden für N Elementarpendel N Eigenschwingungen. Siehe z. 272 sehen wir die beiden Longitudinalschwingungen zweier aneinander gekoppelter Elementarpendel dargestellt. B. 392. nämlich die longitudinalen Ausschläge und die longitudinale Geschwindigkeit. B. § 101. Die Zeitabszisse ist leicht gekrümmt. z. Im Allgemeinen besitzen die Saiten der Musikinstrumente ein kompliziertes Schwingungsspektrum. Bei der Rotation treten ihre einzelnen Linsen nacheinander in Tätigkeit. Ein einzelner Punkt der Saite. In Abb. 270 gezeigte Linsenscheibe. rechts hingegen um 180◦ gegeneinander phasenverschoben. Das ist ein harmloser Schönheitsfehler. Die Bäuche von Ausschlag und Geschwindigkeit fallen zusammen . Man sieht vielmehr meistens schon recht komplizierte nichtsinusförmige Schwingungsbilder. vollführt also auf seiner Bahn quer zur Längsrichtung der Saite keineswegs eine einfache Sinusschwingung. Links schwingen beide Pendel gleichsinnig oder „in Phase“. Elastische Longitudinal. Sie rühren von der Überlagerung einer größeren Anzahl von Eigenschwingungen her. 273 zeigt in Aufsicht fotografische Zeitaufnahmen der ersten und der zweiten longitudinalen Eigenschwingung: In beiden Beispielen sehen wir sogleich zwei Größen längs des Bandes periodisch verteilt.

Zeitaufnahmen in Aufsicht. Länge 1 m. der Verteilung der Streifendichte Nl längs des Bandes. Unten graphische Darstellungen der Verteilung der Höchstausschläge (und der longitudinalen Geschwindigkeiten) längs des Bandes. . gilt für die N-te Eigenschwingung. Als dritte Größe ist die elastische VerformungK9 (Dehnung und Stauchung) längs des Bandes periodisch verteilt. erreichen die Geschwindigkeiten in der Längsrichtung des Bandes große Werte. gemittelt über die Gesamtlänge. Abb. Abb. d.§ 101.K10 Zu den Transversal. Die periodische Verteilung der elastischen Verformung bewirkt eine periodische Änderung Nl . (Stroboskopisch betrachten!) Der maximale Ausschlag beträgt in der Mitte ± 8 cm. Als Streifendichte Nl definieren wir den Quotienten Nl = Anzahl der Streifen im Abschnitt Länge l l = 1 . Da an den Enden Bäuche von Nl liegen. 268). Die etwas längeren senkrechten Striche lassen die Schwingungsphasen erkennen.und Longitudinalschwingungen linearer fester Körper gesellen sich Torsionsschwingungen hinzu. Streifenabstand (198) K9. und zwar nahezu in den Phasen der Höchstausschläge. mittel der mittlere Streifenabstand ist. h. 275 zeigt Zeitaufnahmen für drei Eigenschwingungen. K10. Siehe dazu im Folgenden Abb.) Videofilm 1: „R. Die Maxima dieser Änderung. 273). 274 zeigen längs der Bandlänge l die Änderungen Nl der Streifendichte Nl für die erste longitudinale Eigenschwingung. Man zeigt auch sie bequem mit einem gespannten. Diese Verformung entspricht der Neigung bei den transversalen Schwingungen (Abb. Erste und zweite longitudinale Eigenschwingung eines Gummizugbandes mit weißen Querstreifen auf schwarzem Grund. 273. Elastische Longitudinal. Fotografische Momentaufnahmen (etwa 10−5 sec) der ersten longitudinalen Eigenschwingung eines quer gestreiften Gummibandes in Phasen fast maximaler Längsausschläge. Wo die weißen Querstreifen nur eine graue Spur ergeben. Zur Anregung einer Eigenschwingung wird hier das linke Bandende in der Bandrichtung mit der Frequenz ν der Eigenschwingung von einem Motor periodisch hin und her bewegt. 274. POHL in der Vorlesung“ Die beiden Momentaufnahmen in Abb. an denen die Ausschläge und die Geschwindigkeiten ihre Knoten haben (Abb. mittel. Abb. Die Bilder sind wegen Überdehnung des Bandes nur qualitativ korrekt.und Torsionsschwingungen gespannter linearer fester Körper 187 und ebenso ihre Knoten. einige Zentimeter breiten gewebten Gummizugband. liegen an den Enden. Sie liegen also an den Stellen. 279. (Im Videofilm 1 führt der Autor dies Experiment selbst vor.W. (198) definierten Nl ist gegeben durch Nl = Nl − Nl. 274 gezeigten Nl und dem in Gl. wobei Nl. dass (N + 1) Bäuche für Nl existieren. ihre Bäuche. Der Zusammenhang zwischen dem in Abb.

Man hängt im Inneren eines Rohres von quadratischem Querschnitt zwei kleine Holunderkugeln an dünnen Fäden auf (Abb. die Kugeln im Projektionsbild zu beobachten. — Für Schauversuche in großem Kreis zeigt man das Hinundherströmen der Luft in den Bäuchen der Geschwindigkeit mit hydrodynamischen. von der Bewegungsrichtung unabhängigen Kräften. Durch Zupfen oder Schlagen der Membran erregt man diese „Luftsäule“ zu laut hörbaren. Der Halter des einen Endes wird irgendwie mithilfe eines Exzenters um eine zur Bandlänge parallele Achse hin und her gedreht. Diese Schichten strömen zwischen den Knoten des Ausschlages hin und her. nicht einzelner Moleküle. Im Inneren von Flüssigkeiten und Gasen (Unterschied: Oberfläche) sind keine Transversalund Torsionsschwingungen.) 1 Im Sinn kleiner Volumenelemente. 276). Elastische Schwingungen in Säulen von Flüssigkeiten und Gasen. Man kann beispielsweise für einen Schauversuch ein Papprohr von rund 1 m Länge und etlichen Zentimetern Weite an einem Ende mit einer Gummimembran verschließen. Bei diesen longitudinalen Schwingungen verläuft grundsätzlich alles ebenso wie bei den longitudinalen Schwingungen eines Gummizugbandes in § 101. Linear begrenzte Flüssigkeits. Hydrodynamischer Nachweis der Luftströme wechselnder Richtung in der Längsrichtung einer Pfeife. Die Verbindungslinie der beiden Kugeln wird zunächst senkrecht zur Rohrachse gestellt. Wie bei den festen Körpern wollen wir anfänglich auch bei den Flüssigkeiten und Gasen lineare Gebilde behandeln. Wie stets behandeln wir auch hier Flüssigkeiten und Gase gemeinsam. Man kann Gassäulen sehr leicht zu Eigenschwingungen anregen. 275. 223 bekannte Stromlinienbild. Oder man gibt dem einen Rohrende einen festen Boden und zieht vom anderen Ende einen hülsenförmigen Deckel herunter. Beispiel. Unsere Experimente werden wir meistens mit Luft ausführen. Es genügen Winkel von einigen Grad. aber rasch abklingenden Eigenschwingungen. Zwei Fenster erlauben. sondern nur Longitudinalschwingungen möglich. Beide Kugeln müssen sich beim Schwingen oder Tönen der Pfeife einander nähern. Man kann sie mikroskopisch beobachten und so die beiderseitigen Maximalausschläge („Bewegungsamplituden“) messen. Schwingungslehre Abb. Kleine in der Luft schwebende Staubteilchen machen die Bewegung der Luftschichten mit. 276. (Man kann auch die Kugeln hinter. Dritte bis fünfte Torsionsschwingung eines 1 m langen und 3 cm breiten gespannten Gummizugbandes.188 XI.und Gasteilchen1 gegeneinander. Dann gilt für eine zur Rohrachse parallele Strömung das aus Abb. Das folgt ohne Weiteres aus der freien Verschiebbarkeit aller Flüssigkeits. Abb. Man denke sich die Luftsäule quer in dünne Schichten unterteilt und jede Schicht an die Stelle eines Querstreifens auf dem Gummiband tretend.statt nebeneinander stellen. Zwischen beiden Kugeln werden die Stromlinien zusammengedrängt. . Dann erzeugt der Luftstrom wechselnder Richtung eine gegenseitige Abstoßung der Kugeln. § 102.und Gassäulen stellen wir uns mithilfe von Röhren her. Das ist in der Tat der Fall.

Diese Autoren berichten auch. Elastische Schwingungen in Säulen von Flüssigkeiten und Gasen 189 Die Knoten der Längsbewegung lassen sich mit feinem. dass dieser Effekt nur bei kleiner Schallamplitude beobachtet wird. laufen die stationären Strömungen einander entgegengerichtet. wo die Längsbewegung einen Knoten besaß. Bei den Longitudinalschwingungen eines Gummizugbandes war die Streifendichte periodisch längs des Bandes verteilt. 149 (1905). auf dem Boden des Rohres liegendem Pulver nachweisen. 274. K11. Die Achse dieser Ringe ist die Rohrachse. H. das unten etwas Wasser enthält. Das bewirkt die periodische Verteilung der zeitlich konstanten Flammenhöhe. — In einem ähnlichen Experiment werden im 3.und Herströmen des schwingenden Gases entsteht an der Rohrwand eine Grenzschicht. d. Man erhält also für eine longitudinal schwingende Gassäule die in Abb. KrigarMenzel. RONNEBERGER) stehende Schallwellen (Frequenz 2800 Hz) in Luft in einem Plexiglasrohr gezeigt. — Beim Hin. In ihr wird der statische Druck über den Bäuchen der Geschwindigkeit um zeitlich konstante Beträge erhöht und über den Knoten erniedrigt1 . Die Bäuche der Streifendichte lagen dort. wenn auch nicht in den Einzelheiten. das andere mit einer Membran verschlossen. Dort erhöht sich der statische Druck in der Grenzschicht. D.§ 102. Während der Schwingungen bildet der Staub feine zur Rohrachse senkrecht stehende kulissenartige Schleier. Abb. 283). An der Rohrwand laufen die stationären Strömungen der Wirbel in den Abschnitten des Rohres aufeinander zu. entsprechend dem Fall großer Schallamplitude bei RUBENS und KRIGAR-MENZEL. RUBENS und KRIGAR-MENZEL erklären die räumliche Oszillation bei kleiner Schallamplitude durch Effekte in der Grenzschicht. Die periodische Verteilung der Bäuche der Geschwindigkeit zeigt man mit dem Rubens’schen Flammenrohr (Abb. Auch oszillieren diese Maxima dann mit der Frequenz der im Rohr stehenden Schallwelle. 353 gezeigt. 277). dort erniedrigt sich der statische Druck in der Grenzschicht. dass die Strömungen innerhalb der longitudinal schwingenden Gassäule mit komplizierten Nebenerscheinungen („Effekten zweiter Ordnung“) verbunden sind. Sperber beim Entzünden des Rubens’schen Flammenrohres. Sie zeigen. Ihre Frequenz muss mit der Frequenz einer der Eigenschwingungen der Gassäule übereinstimmen. Physikalischen Institut in Göttingen (Dr.) Das Flammenrohr ist ein einige Meter langes mit Erdgas beschicktes Rohr. Ann. Physik 17. Nur tritt an die Stelle der Streifendichte die Anzahldichte NV der Moleküle (§ 143). Das eine Rohrende ist starr. Abb. In den Abschnitten des Rohres. . Genau das Entsprechende gilt für longitudinal schwingende Gas. in denen Geschwindigkeits-Bäuche der longitudinal schwingenden Luftsäule liegen. 277. in denen Knoten der Geschwindigkeit liegen.K11 (Der Videofilm 1 zeigt W. Es hat an seiner Oberfläche eine über die ganze Rohrlänge laufende Reihe von Brenneröffnungen. 278). Die Flammenhöhen sind zeitlich konstant und ihre Maxima liegen über den Bäuchen der Strömungsgeschwindigkeit. Der Umlauf in zwei benachbarten Wirbelringen ist gegensinnig. 279 skizzierte Verteilung. wächst diese.oder Flüssigkeitssäulen. Eine Anwendung dieser Erscheinung wird in Abb. wie sie hier beschrieben sind. Kundt’sche Staubfiguren. Wir zeigen sie für Eigenschwingungen der Frequenz ν ≈ 3 · 104 Hz (Abb. Die Pulverteilchen kommen in den Knoten der Längsbewegung zur Ruhe und bilden die Kundt’schen Staubfiguren. Es sind drei Phasen für die vierte 1 Drehungen des Gases in der Grenzschicht (§ 86 und Gl. 278. 162) lassen zwischen jedem Bauch der Geschwindigkeit und den beiden ihm benachbarten Knoten je zwei ringförmig geschlossene ortsfeste Wirbel entstehen. Rubens und O. so erscheinen die Maxima an den Bewegungsknoten. Als Erreger dient eine dicht vor der Rohröffnung stehende Pfeife (Abb. Sie wandern langsam in Richtung der Rohrachse. Diese wird irgendwie zu ungedämpften Schwingungen angeregt. Abb. Das Rubens’sche Flammenrohr zeigt die Verteilung der Strömungsgeschwindigkeit in einer longitudinal schwingenden Gassäule. § 86. In diesem Experiment werden Druckamplituden der Größenordnung 10 Newton/m2 (≈ 1 mm Wassersäule) an den Knoten der Bewegung beobachtet. Diese entstehen durch die Ausbildung einer Grenzschicht zwischen der Rohrwand und den strömenden Teilen der Gassäule. 190 v. S.

Schwingungslehre Eigenschwingung eines an den Enden geschlossenen Rohres dargestellt. Entsprechendes gilt bei der Zungenpfeife für die Zunge und die Luftsäule. Angenähert sinusförmiges Schwingungsbild einer Pfeife. K12. die mit ihrer vierten Eigenfrequenz schwingt. 279.) Pfeife wie in Abb. Als Frequenz ist diesmal rund 4 · 104 Hz gewählt (entsprechend einer Wellenlänge λ ≈ 8 mm). Die gebräuchlichsten Ausführungsformen können äußerlich als bekannt gelten. in dem die Gassäule mit einer Eigenfrequenz schwingt. Aufnahme von F.190 XI. am besten mit einer Schlierenmethode. Die Längenabschnitte l des oberen und des unteren Teilbildes entsprechen den Teilbildern b und a der Abb. Oben und unten in Zeitpunkten der größten Amplituden der Dichteänderung. Es zeigt longitudinale Eigenschwingungen einer Luftsäule. 280 ein Beispiel. Trendelenburg . weiße Tönung Gebiete verminderter. Lippenpfeife. Ganz analog zu den longitudinalen Schwingungen eines Gummibandes. Bei der Lippenpfeife handelt es sich um einen periodischen Zerfall des gegen die Schneide blasenden Luftstrahls in einzelne Wirbel. Man beachte. Dieser Mechanismus bedingt Abweichungen der Pfeifenschwingungen von der Sinusform. liegen an den Enden Knoten der Anzahldichte (des Drucks) und Bäuche der Strömungsgeschwindigkeit. 274. Im beiderseitig offenen Rohr. also einer halben Wellenlänge. Drei Momentbilder für die Verteilung der Anzahldichte NV in einer geschlossenen Gassäule. Abb. in der Mitte gleichmäßige Dichteverteilung in dem zwischen beiden liegenden Zeitpunkt. bei denen Nl oszilliert (s. schwarze Tönung Gebiete vergrößerter Anzahldichte. Die Abb. b in Abb. Ihre Wirkungsweise ist im Einzelnen ziemlich kompliziert und nur qualitativ aufgeklärt. Sie werden mit einer kleinen Pfeife angeregt. 281 und 282 zeigen eine noch recht einfache Pfeifenschwingung mit ihrem Linienspektrum. 279 schematisch skizzierte Verteilung lässt sich auch experimentell vorführen. Graue Tönung bedeutet die normale Anzahldichte. (Der Abstand zwischen dem Kondensor und der drahtförmigen Blende in der Austrittspupille. 281. Im Bild sieht man oben und unten vertauscht. § 187. dass dementsprechend in der N-ten Eigenschwingung für NV und für Nl die Anzahl der Maxima (N + 1) ist. (Aufg. betrug 4. In einem Dunkelfeld mit der Toepler’schen Schlierenmethode fotografierte stehende Welle (Elektrizitätslehre und Optik. Abb. 283 Technisch spielen Eigenschwingungen von Gassäulen beim Bau von Pfeifen aller Art eine große Rolle. Diese in Abb. Die periodische Verteilung der Anzahldichte NV in einer longitudinal schwingenden Luftsäule. Wir bringen in Abb. 479. 61) Abb.8 m. 479). Der Luftstrahl wird von den Schwingungen der Luftsäule in der Pfeife gesteuert. Abb. oszilliert in einer Gassäule die Anzahldichte NV (und damit also auch der Druck) um einen Mittelwert. Schallwellen mit Frequenzen über rund 2 · 104 Hz werden oft Ultraschall genannt. 274).K12 Abb. 280.

Die Knoten der Ausschläge sind mit aufgestreutem Sand sichtbar gemacht. Man nennt diese Schwingungen Biegeschwingungen. 283) ein wichtiges Hilfsmittel.§ 103. Unser Ohr hört einen in etlichen Sekunden abklingenden Ton. die von außen gespannt werden mussten. 283. 281 dargestellten Pfeifenschwingung Abb. Grundfrequenz ν = c/2l (c = Schallgeschwindigkeit im Stab) . das bis zur 11. Abb. Aufl. Lippenpfeife für Frequenzen von etwa 104 bis 6·104 Hz. die in Projektion gut zu sehen sind. Eigenschwingungen starrer linearer Körper. Longitudinalschwingungen eines an Fäden aufgehängten Stabes (Länge l = 25 cm). 284 zeigt für einen solchen Fall Transversalschwingungen eines flachen Stahlstabes. Stablänge 87 cm Abb. Für die Physik sind Lippenpfeifen hoher Frequenz (Abb. Abb. Biegeschwingungen eines flachen Stahlstabes. wie z. In den Knoten bleibt der Querschnitt des Stabes ungeändert. Abb. 284. in den Bäuchen wechselt Aufblähung und Einschnürung in periodischer Folge. 285. B. Zur Anregung hat ein kleiner unter dem linken Ende befindlicher Elektromagnet gedient. Diese Stoßanregung ergibt eine gedämpft abklingende Schwingung. der von Wechselstrom der Frequenz = 252 Hz durchflossen war. Für die Eigenschwingungen fester linearer Körper hatten wir bisher nur schlaffe Körper benutzt. Lippenspalt und Schneide sind als Rotationskörper ausgeführt. stehende Wellen einer kleinen Spiralfeder. im Buch enthalten war. Der eigentliche Pfeifenhohlraum stellt nur noch eine sehr dürftige Annäherung an eine lineare Luftsäule dar. 285 zeigt die Vorführung von Longitudinalschwingungen (Videofilm 52) eines kurzen zylindrischen Stahlstabes. wie z. Videofilm 52: „Longitudinale Schwingung einer Spiralfeder“ Der Film zeigt als Ergänzung zu diesem Paragraphen longitudinale Eigenschwingungen bzw. Das Spektrum der in Abb. § 103. B. 282. Schwieriger ist die Vorführung der Eigenschwingungen starrer linearer Körper. Eigenschwingungen starrer linearer Körper 191 Abb. ein Experiment. ein Gummizugband. Das rechte Teilbild lässt Einzelheiten der Konstruktion erkennen. Er wird durch einen Schlag gegen sein eines Ende angeregt. Solche Stäbe müssen auf Schneiden unter zwei Knoten gelagert oder an diesen Stellen mit dünnen Fadenschleifen aufgehängt werden. von Stäben aus Glas oder Metall.

(202) 1 2l E . K15. § 104. dass bei dieser Schwingung die erste Eigenfrequenz umgekehrt proportional zu l2 ist (h ist die Stabdimension in der Richtung der Schwingung). XI. 1974. K14. Doch handelt es sich. Tab. W. S. Weaver. Man benutzt eine etwa 5-mal größere Frequenz als in Abb. Die Form der Schwingung des an den Enden gelagerten (aber nicht eingespannten) Stabes ist gleich der des gespannten Seiles. dessen Enden entweder beide festgehalten oder beide frei sindK14 ν1 = Für Torsionsschwingungen: an beiden Enden festgehaltener (keine Rotation) oder freier zylindrischer StabK15 ν1 = 1 2l G . John Wiley. z. 198. Man denke an die Schwingungen von Luftsäulen in beiderseits geschlossenen oder beiderseits offenen Röhren. vor allem auf dem weiten Gebiet der Fernmeldetechnik und beim Uhrenbau. 280. hat eine sehr große technische Bedeutung gewonnen. 2 auf S. Kap. um in Flüssigkeitssäulen stehende Wellen zu erzeugen.Y. Beim freien Stab liegt der Knoten in der Mitte. B. Zu Longitudinalschwingungen s. 284) und deren Eigenfrequenzen sind recht kompliziert. um mathema- . Bei dem gespannten Seil und dem an den Enden festgehaltenen Stab liegen die Knoten der Bewegung an den Enden. man kann das gleiche primitive Verfahren anwenden wie z. auch § 129. auch Abb. Infolgedessen kann man größere Dichteschwankungen erreichen. nämlich eine periodische Folge von Gebieten normaler Dichte und solchen. Zum optischen Nachweis genügt bereits eine Schlierenbeobachtung mit Hellfeldbeleuchtung. (199) (l = Länge. Wärmeschwingungen. Schwingungslehre Für die Frequenzen der ersten Eigenschwingungen dieser Körper gelten die folgenden Beziehungen: Für Transversalschwingungen: an den Enden gelagerter StabK13 ν1 = 0. Eigenschwingungen flächenhaft und räumlich ausgedehnter Gebilde. Für Einzelheiten siehe z. Zur Aufrechterhaltung der Kristallschwingungen benutzt man elektrische Hilfsmittel. N. (201) 1 2l σ . Young. Die Versuche zeigen für eine Flüssigkeitssäule dasselbe.192 K13. Vibration Problems in Engineering.) Die Verwendung von Schwingungen kurzer Kristallstäbe. Bei festgehaltenen Enden liegen die Knoten der Bewegung am Ende.453 zum Vergleich: gespanntes Seil ν1 = Für Longitudinalschwingungen: gespanntes Seil oder ein Stab. 280 für eine Gassäule. E = Elastizitätsmodul. σ = Zugspannung. aus Quarz.H. Biegeschwingungen (s. D. h = Dicke des Stabes. beim freien Stab liegt der Knoten in der Mitte. Timoshenko. Man beachte aber. G = Schubmodul. 4. 5. B. von wenigen Ausnahmen abgesehen. Man kann auch hier das Zustandekommen der Eigenschwingungen auf die Aneinanderkopplung vieler Elementarpendel zurückführen. Auch eignen sich die Longitudinalschwingungen von Kristallstäben. d. Aufl. in Abb. h. wie Abb. Wir fassen uns hier ganz kurz. B. (200) h l2 E . also sinusförmig mit Knoten der Bewegung an den Stabenden. 107. in denen die Dichte zwischen vergrößerten und verkleinerten Werten mit der Frequenz der Schwingungen hin und her schwankt. = Dichte.

Elektrizitätslehre und Optik. tisch recht komplizierte Aufgaben. Aufnahmen von L. Aufl. § 211. So ungefähr haben wir uns auch die einfachsten Schwingungen unserer Schädelkapsel vorzustellen. Bergmann. Stuttgart. Verlag S. die in ihren Wänden unsere Gehörorgane beherbergt. 287. Abb. sondern optische Hilfsmittel (polarisiertes Licht).F. Eigenschwingungen flächenhaft u. Chladni.F.54 · 106 Hz. L. „Der Ultraschall“.K16 In der Mehrzahl aller praktisch wichtigen Fälle bleibt man auf die experimentelle Beobachtung angewiesen. Hochfrequent schwingende Glaszylinder in linear polarisiertem Licht zwischen gekreuzten Nikols. K17. Die erste Veröffentlichung dieser Forschung enthält Zeichnungen von über 100 Eigenschwingungen runder und quadratischer Platten (E. Abb. Zu ihrer Lösung steht heute die sogenannte Finite-ElementMethode zur Verfügung. räumlich ausgedehnter Gebilde 193 K16.oder Glockenform. „Entdeckungen über die Theorie des Klanges“. . 286. Hirzel. Chladni’sche Klangfiguren (fotografisches Positiv)K17 Benutzt man nicht aufgestreuten Sand. (1954). BergmannK18 Eine Wölbung der Platten führt zur Glas. Zylinderdurchmesser 30 und 44 mm. Anregungsfrequenzen 1. 6. Schwingungen mit diesen Frequenzen bilden die ungeordnete „Wärmebewegung“ K18. Bei K haben wir die Durchstoßpunkte von vier „als Meridiane“ verlaufende Knotenlinien. so kann man auch wesentlich kompliziertere Eigenschwingungen beobachten (s. Leipzig 1787). 286 zeigt die Knotenlinien einer quadratischen und einer kreisförmigen Metallplatte in verschiedenen Schwingungszuständen.§ 104. 287 zeigt zwei Beispiele für kurze Glaszylinder von kreisförmigem Querschnitt. 636ff. Die Schwingungen dieser geometrisch noch relativ einfachen Gebilde sind schon unangenehm kompliziert. Im Gebiet extrem hoher Frequenzen bis zur Größenordnung 1013 Hz besitzen alle festen Körper ganz unabhängig von ihrer Gestalt eine Unzahl elastischer Eigenfrequenzen. Im einfachsten Fall schwingt ein Glas von oben betrachtet nach dem Schema der Abb. S. Abb. Spannungsdoppelbrechung). Weidmanns Erben und Reich. Zum Nachweis der Knotenlinien benutzt man meist die Ansammlung von aufgestreutem Staub oder Sand. 288. Abb.

Greenslade. das „POHL’sche Rad“. Wir benutzen für diesen Zweck Drehschwingungen sehr kleiner Frequenz: Auch hier erleichtert ein langsamer Ablauf die Beobachtungen. Dies folgt mathematisch aus der Grundgleichung für Drehbewegungen (Gl. dass die Abnahme der Amplitude α exponentiell erfolgt: α(t) = α0 · e−δt mit dem logarithmischen Dekrement Λ. §§ 85 und 226. (Aufg. 2. definiert durch δT = Λ = lnK (T = Schwingungsdauer).K19 (Videofilm 53) Für Architekten sind die Eigenschwingungen großer Wohn. 290a dargestellt (Ausschlag α). 290a vermerkt. Diese erzwungenen Schwingungen spielen im Gesamtgebiet der Physik eine überaus wichtige Rolle. Sein träger Körper besteht aus einem kupfernen Rad. Das in diesem Paragraphen beschriebene Drehpendel zur Vorführung erzwungener Schwingungen. „The Physics of Vibrations and Waves“. innerhalb derer die Amplitude des Ausschlages auf 1/e = 37 % absinkt. 1999. § 105. Auf diese Weise kann man also zusätzlich an der Achse des Drehpendels sinusförmig verlaufende Drehmomente von konstantem . K20.J. Die Einzelheiten bilden den Gegenstand einer technischen Sonderliteratur. John Wiley. Dieser Hebel kann mit der Schubstange S. findet sich heute wohl in jeder Vorlesungssammlung und in jedem Anfängerpraktikum. T. New York. offenem Hals zu nennen. Der Kehrwert des logarithmischen Dekrements ist gleich der Anzahl der Schwingungen. 228. Sein natürlicher Logarithmus heißt das logarithmische Dekrement Λ. Der zeitliche Verlauf der Schwingungen wird durch Kurven nach Art der Abb.K20 Für ihre Darstellung müssen wir zunächst den Begriff der Dämpfung eines Pendels schärfer fassen als bisher. XVI) in den festen Körpern oder Kristallen. S.194 XI. 288. Abb. Videofilm 53: „HELMHOLTZ’sche Resonatoren“ Der (Kap. Doch kann man jedes schwingungsfähige Gebilde auch in beliebigen anderen. Siehe z. Einfache Schwingungen eines Weinglases. mit keiner seiner Eigenfrequenzen zusammenfallenden Frequenzen schwingen lassen. Dies bedeutet. einem Exzenter und einem langsam laufenden Motor (Zahnraduntersetzung) in jeder gewünschten Frequenz und Amplitude praktisch sinusförmig hin. Eine ausführliche mathematische Behandlung findet sich in H. 94 in Tab.und herbewegt werden.und Versammlungsräume von Wichtigkeit. 34 (1996). B. Infolge unvermeidlicher Energieverluste oder auch beabsichtigter Energieabgabe klingt die Amplitude jedes Pendels nach einer Stoßanregung ab. Kap. In diesem Fall vollführt das Gebilde erzwungene Schwingungen. Von den Eigenschwingungen gaserfüllter Hohlräume sind besonders die Eigenschwingungen lufthaltiger kugel. K21.B. Bd. 289 zeigt ein geeignetes Drehpendel. Man nennt es das Dämpfungsverhältnis K . S. 64) Nach diesen Definitionen wollen wir jetzt das Wesen der erzwungenen Schwingungen an einem möglichst klaren und in allen Einzelheiten übersichtlichen Schauversuch erläutern.K21 Dämpfungsverhältnisse und logarithmische Dekremente sind in Abb. Pain. Bei den höchsten der genannten Frequenzen schwingen die einzelnen Atome oder Moleküle der Kristallgitter in einer grob durch die Abb. Siehe auch Elektrizitätslehre und Optik.oder flaschenförmiger Gefäße mit kurzem. Schwingungslehre Abb. Aufl. 5. Es sind die messtechnisch wichtigen „Helmholtz’schen Resonatoren“. Nach einer Stoßanregung schwingt jedes schwingungsfähige Gebilde in einer oder mehreren seiner Eigenfrequenzen. „Experiments with Helmholtz Resonators“. 67) für ein zur Winkelgeschwindigkeit proportionales Reibungsdrehmoment. Physics Teach. Erzwungene Schwingungen. von oben gesehen (schematisch) K19. Das obere Federende A ist an einem um D drehbaren Hebel befestigt. 266 und 272 (rechts) veranschaulichten Weise. Physikalischen Instituts in Göttingen gedreht. An seiner Achse greift eine Schneckenfeder an. In manchen Fällen zeigen diese Kurven bei sinusförmig schwingenden Pendeln eine einfache Gesetzmäßigkeit: Das Verhältnis zweier auf der gleichen Seite aufeinanderfolgender Höchstausschläge oder Amplituden bleibt längs des ganzen Kurvenzuges konstant. Sie werden beim Sprechen und Musizieren angeregt. Film wurde in der historischen Sammlung des 1. Sie stellen in handlichen Formen Pfeifen von wohldefinierter Grundfrequenz dar. 1.

B. nennt man häufig ein beliebiges. Damit folgt für M: M(t) = D∗ (β(t) −α(t)) (D∗ ist die Winkelrichtgröße der Schneckenfeder). Im Fall kleiner Dämpfung. Erzwungene Schwingungen 195 Abb. wie im Text beschrieben.42 Hz. ist der die Eigenfrequenz des Pendels umgebende Frequenzbereich durch besonders große Höchstausschläge α0 vor den erzwungenen Schwingungen anderer Frequenz ausgezeichnet. Zu ihrer Veranschaulichung sind die nacheinander links und rechts abgelesenen Amplituden in je 1. 289. Zahlenbeispiel. erreicht bei Kurve A den Wert 12. im Videofilm 1 führt Pohl sein Drehpendel selbst vor. h. und α die Auslenkung des Drehpendels. VIII. Es ist eine Wirbelstromdämpfung.) Videofilm 54: „Freie und erzwungene Schwingungen eines Drehpendels (POHL’sches Rad)“ Höchstwert. Zusammengehörige Wertepaare von α0 und ν sind in Abb. Diese Auslenkung ist β − α. Die Kurven A. Bei der mathematischen Behandlung des Drehpendels ist dies das Drehmoment.3 · 10−3 kg m2 . Drehpendel zur Vorführung erzwungener Schwingungen. erhält man die Differentialgleichung. Für β = 0. . Amplitude bei der Erregerfrequenz null (203) K22. Jetzt kommt der eigentliche Versuch.285. Je größer der Strom im Elektromagneten. Schwingungszeit oder Periode Te = 2. (Videofilm 54. Man nennt diesen ausgezeichneten Fall den der Resonanz. aber beliebig einstellbarer Frequenz angreifen lassen. An dies Wort anknüpfend. mit der man die Dämpfung des Drehpendels nach Belieben einstellen kann. C sind etwas unsymmetrische Glockenkurven. Das Verhältnis zweier auf der gleichen Seite aufeinanderfolgender Amplituden ergibt sich angenähert konstant = 1. der die Bewegung der Schubstange um die Drehachse des Pendels beschreibt. Kap. Man setzt den „Erreger“. genannt Vergrößerung. wartet den stationären Endzustand ab und beobachtet dann die dem Drehpendel aufgezwungene Amplitude α0 . also Schubstange in Ruhe. Für beide Zwecke stößt man das Pendel bei ruhender Schubstange an und beobachtet seine Umkehrpunkte. Links unten befindet sich bei M eine Hilfseinrichtung. TrägRadiant heitsmoment Θ = 3. und die Kurven A.§ 105.3 Newtonmeter . Vor Beginn des eigentlichen Versuches werden Eigenfrequenz νe und Dämpfungsverhältnis K des Drehpendels ermittelt. aber nur dann. Winkelrichtgröße D∗ = 2. bestimmt ihre Frequenz ν. folglich Eigenfrequenz νe = 1/Te = 0. Das Verhältnis V = Amplitude bei der Eigenfrequenz νe .5. Die Schneckenfeder hat statt der einen gezeichneten in Wirklichkeit mehrere Windungen. Das ist die Dämpfungskonstante K . die die Bewegung des freien Drehpendels (ohne Dämpfung) beschreibt. Ein kleiner Elektromagnet umfasst mit seinen beiden Polen den Radkranz. Man erhält Θ ω+ D∗ α(t) = D∗ β(t) ˙ (Θ = Trägheitsmoment des Drehpendels). das in die Grundgleichung (94) (S. wobei β = β0 sin(2πνt) der Winkel ist.2 sec Abstand in Abb. Das schwingende Rad kann sich ohne Berührung der Pole durch das Magnetfeld zwischen ihnen bewegen. Man nennt sie die Ausschlagskurven der erzwungenen Schwingungen.K22 Die Ausschläge des Drehpendels werden an einer Winkelskala abgelesen. 290a graphisch eingetragen und ihre Endpunkte freihändig verbunden worden. 67) einzusetzen ist.39 sec. d. Zur Erläuterung: Das gesamte auf die Achse wirkende Drehmoment M wird durch die Winkel-Auslenkung der Schneckenfeder bestimmt. Eigenfrequenz νe = 0. Bei extrem großer Dämpfung (Kurve D) treten Besonderheiten auf: Das Maximum ist kaum noch angedeutet und in Richtung kleiner Frequenzen verschoben. Auf der rechten Seite steht das zusätzlich von der Schubstange sinusförmig ausgeübte Drehmoment. Siehe Elektrizitätslehre und Optik. C die Ausschlagsresonanzkurven. in Gang. B. desto größer die Dämpfung. hier die Schubstange.42 Hz. für erzwungene Schwingungen benutztes Pendel einen Resonator. 290b eingetragen. und zwar für vier verschiedene Dämpfungsverhältnisse.

§§ 85 und 226). zeitlicher Verlauf der freien Schwingungen des Drehpendels von Abb. auch Elektrizitätslehre und Optik. 290b und c eine zweite. b: Die Ausschlagsamplituden erzwungener Schwingungen des Drehpendels bei konstanter Erregeramplitude in ihrer Abhängigkeit von Erregerfrequenz und Resonatordämpfung. Die geringe Zunahme der Schwingungsdauer mit zunehmender Dämpfung (bei Λ = 1 nur 4 %) ist bei den hier verwendeten Messgenauigkeiten vernachlässigbar. Der Erreger eilt immer voraus. 289 bestimmt. 289 bei verschiedenen Dämpfungen. Bei der Resonanzfrequenz νe ist die Phasendifferenz ϕ = 90◦ .196 XI. Die Messpunkte sind fotografischen Momentaufnahmen entnommen. d. Die Kurve D nach einer Filmaufnahme. von den Zahlenwerten des Vorführungsapparates unabhängige Abszisse angefügt. Dadurch werden die Kurven nicht nur für beliebige mechanische und akustische. Das rechtfertigt die Verwendung von nur einer Eigenfrequenz im Text. unabhängig von Λ. 290. νe = ωe /2π. . Mit zunehmender Dämpfung nimmt der Höchstwert von α0 bei der Resonanzfrequenz νe deutlich ab. Deshalb ist für die Abb. Man beachte eine optische Täuschung am Schnittpunkt der Kurven. Bei der Erregerfrequenz null ist α0 durch die beiden Extremstellungen des Federendes A in Abb. Sie zählt die Frequenz des Erregers in Bruchteilen der Eigenfrequenz des ungedämpften Resonators. c: Einfluss der Erregerfrequenz und der Resonatordämpfung auf die Phasendifferenz ϕ zwischen Erreger und Resonator. sondern auch elektrische und optische erzwungene Schwingungen mit unterschiedlichen Resonanzfrequenzen brauchbar (s. unabhängig von der Dämpfung. h. a: Schwingungsbilder. (Videofilm 54) Die so an einem Sonderfall experimentell für verschiedene Dämpfungsverhältnisse gefundenen Resonanzkurven gelten ganz allgemein. Schwingungslehre Abb.

23/sec. 289 zugleich das Federende A und den Zeiger Z des Drehpendels zu beobachten. für die Kurve C der Abb. Damit gilt das Gleiche auch für die Resonanzkurve der Energie. Sie hängt mit dem maximalen Ausschlag α0 . Dies ist das Drehmoment D∗ β. Im Resonanzfall erreicht die Phasenverschiebung 90◦ .) soll man sich ihr Zustandekommen recht anschaulich klarmachen. Im Resonanzfall führt also das dem Ausschlag α um den Phasenwinkel 90◦ vorauseilende Drehmoment dem Pendel auf seinem ganzen Hin. (204) ω0 genannt wird. Für diese gilt 1 2 (92) E0 = Θω0 2 (Θ = Trägheitsmoment des Drehpendels).und Herweg dauernd Energie zu. Beim linken Höchstausschlag des Pendels verlässt das Federende A die Ruhelage nach rechts. Für die Pendelschwingung von rechts nach links gilt das Gleiche mit umgekehrtem Vorzeichen. Abb. dass sie das Drehpendel zusätzlich beschleunigt. Resonanzkurve der Winkelgeschwindigkeit. Diese Resonanzkurve hat ihren maximalen Wert immer bei νe . Diesem Zweck dient eine weitere experimentelle Beobachtung. Drücke.§ 105. 290c enthält die Ergebnisse. Der Höchstwert der Winkelgeschwindigkeit ist im Resonanzfall ω0 = 71 Grad/sec = 1. Erzwungene Schwingungen 197 Bei der universellen Bedeutung dieser Kurven erzwungener Schwingungen der verschiedenartigsten Amplituden (Längen. Sie bedeutet: Auf dem ganzen Weg des Pendels verspannt der Erreger die Feder immer so. unabhängig von der Dämpfung. und für seine zeitabhängige Winkelgeschwindigkeit dα = α0 (2πν) cos(2πνt).K23 Dies erreicht seinen Höchstwert (Federende A ganz rechts) beim Durchgang des Pendels durch die Ruhelage. Man unterscheide hier die zeitabhängige Winkelgedα schwindigkeit ω = von der dt konstanten Kreisfrequenz 2πν. mit der die Amplitude des Erregers (Federende A) der Amplitude des Resonators (Zeiger Z ) vorauseilt. und beide kehren im gleichen Augenblick um. da diese proportional zum Quadrat der Geschwindigkeit ist. mit der der Resonator angeregt wird. Feldstärken usw. dt deren Amplitude in Gl. Das Pendel passiert die Ruhelage mit dem Höchstwert seiner kinetischen Energie E0 . 290b. Winkel. Ströme. Es endet (Feder wieder in der Mittelstellung) im Augenblick der Pendelumkehr rechts. Ohne die Dämpfungsverluste müssten die Amplituden im Resonanzfall über alle Grenzen ansteigen. Der Erreger erzeugt ein zusätzliches nach rechts drehendes Drehmoment. mit der das Drehpendel die Ruhelage passiert. 291 zeigt für die Kurve C der Abb. Im eingeschwungenen Zustand gilt für den Ausschlag α(t) = α0 sin(2πνt). Es handelt sich um den Einfluss der Erregerfrequenz auf die Phasenverschiebung. 291. Wir haben dafür in Abb. zusammen. Ihr Phasenunterschied ist null. siehe Kommentar K22. mit der das Pendel die Ruhelage passiert. 290b die maximale Winkelgeschwindigkeit ω0 . also die Amplitude der Winkelgeschwindigkeit. Für sehr kleine Frequenzen laufen der Zeiger Z und das Federende A gleichsinnig. K24. Spannungen. Abb. Abb. also der Amplitude des Ausschlags. Bei wachsender Erregerfrequenz eilt die Amplitude des Erregers der Amplitude des Drehpendels (Resonators) mehr und mehr voraus. . durch die einfache GleichungK24 ω0 = α0 · 2πν (204) (ν = Anregungsfrequenz) K23.

Damit ist der Fall der Resonanz gegeben: Der Erreger eilt dem Resonator mit einer Phasenverschiebung ϕ = 90◦ voraus. Im Film wird gezeigt. 294). Spektralapparate. Man hat für die auf diese Weise erzielbaren. Sie spielt in der Optik und Elektrizitätslehre eine große Rolle (s. Als Erreger diente eine durch den Halter der Feder senkrecht hindurchgeführte Achse. Die Halbwertsbreite H ist derjenige Frequenzbereich. K26. d. im Gegensatz zum Höchstausschlag α0 . XI. Sie zerlegen ohne Beachtung der Phasen einen beliebig komplizierten Schwingungsvorgang in ein Die hier erforderliche Phasenverschiebung von 180◦ lässt sich auch dadurch erreichen. an dessen Grenzen die Amplituden der kinetischen Energie nur halb so groß sind wie ihr Höchstwert bei der Frequenz νe . den erzwungenen Biegeschwingungen einer Blattfeder (Abb. ihre periodischen Bewegungen wurden von einem Elektromotor mithilfe eines Exzenters erzeugt. Dazu muss das Pendel schwach gedämpft sein und seine Eigenfrequenz möglichst nahe mit der des Erregers übereinstimmen. Solche Zungenfrequenzmesser sind typische Spektralapparate. — (Videofilm 55) § 106. allerdings nur. POHL meint den in früheren Auflagen beschriebenen Phasenschieber (s. Auflage (1947) hat POHL als Beispiel erzwungener Schwingungen die Resonanz zwischen einer pendelnd aufgehängten Taschenuhr (minimal gedämpftes physikalisches Schwerependel) und der ihren Gang bestimmenden Unruh (selbsterregtes Drehpendel) beschrieben. Sie war durch einen seitlichen Ansatzstift zu leichtem Schlagen gebracht worden. Durch Resonanz stimulierte Energieabgabe. Die Resonanz in ihrer Bedeutung für den Nachweis einzelner Sinusschwingungen. Es gilt in guter Näherung H = Λνe /π. Bei diesen gekoppelten Pendeln synchronisiert die Rückwirkung auf die Unruh diese mit der Pendelbewegung. Wir begnügen uns mit einem Beispiel. Aus einer Reihe derartiger Blattfedern oder Zungen auf einem gemeinsamen Träger entsteht ein wichtiges Messinstrument. verblüffend großen Amplituden viele Schauversuche ersonnen. der Zungenfrequenzmesser (Abb. 292 dargestellt.und Rückweg dauernd verzögert und die zuvor gespeicherte Energie abgegeben. B. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum POHL’schen Drehpendel (Videofilm 54). Nach Schluss der Anregung wird sie gemäß dem Schwingungsbild C in Abb. . vom Maximalausschlag des Pendels auf der einen Seite bis zum Maximalausschlag auf der anderen Seite. Nun kommt das Neue: Die Phasenverschiebung wird bei laufendem Motor von 90◦ auf 270◦ erhöht. Schwingungslehre Die Abhängigkeit der Größe E0 von der Erregerfrequenz ist in Abb. § 107. die Energie des Resonators wird vom Anfangswert null auf den Höchstwert Emax gebracht. Die in Abb. um die stroboskopische Zeitmessung zu erläutern. — Jetzt setzen wir zwischen den Motor und den Exzenter einen mechanischen PhasenschieberK26. Resonanzkurve der kinetischen Energie. § 106). Als Erreger diente eine Schubstange. 290a in etwa 8 sec verzehrt. Man nennt eine solche Kurve die Energieresonanzkurve. wenn die Pendelfrequenz der Uhr kleiner gewählt wird als die Frequenz der Unruh. dass sie gleich der Eigenfrequenz des Resonators ist. h. Videofilm 55: „Erzwungene Schwingungen einer Taschenuhr“ Bis zur 11. z.198 K25. ein ruhendes Pendel enthält keine kinetische Energie.K25 Die kinetische Energie E0 verschwindet bei der Erregerfrequenz null.B. Die zu untersuchenden Schwingungen werden dem Träger der Zungen entweder mechanisch zugeführt (z. Wir haben ihre erzwungenen Schwingungen schon in § 8 benutzt. Infolgedessen wird der Resonator auf dem Hin. dass stationäre Schwingungen der Uhr mit erstaunlich großer Amplitude beobachtet werden. bis das Drehpendel zur Ruhe kommt. 292 gezeigte Resonanzkurve ist also identisch mit der der gesamten Energie des Resonators. In § 105 wurden erzwungene Schwingungen vorgeführt. Diesen Vorgang nennt man stimulierte Energieabgabe. Dann stellen wir die Frequenz ν des Erregers so ein. Außerhalb der Ruhelage besteht diese Energie aus der Summe von kinetischer und potentieller Energie. 292. die das Drehpendel beim Passieren der Ruhelage besitzt. gemessen bei ruhendem Pendel. Nach den Darlegungen des § 105 können erzwungene Schwingungen eines Pendels oder Resonators auch bei kleinen periodisch einwirkenden Kräften sehr große Amplituden erreichen. 293). dass man den Exzenter für eine halbe Periode ausschaltet. zunächst auf null gestellt. Abb. durch Anbringung am Fundament einer Maschine) oder bequemer mithilfe eines Elektromagneten. Bei den verschiedenen Anwendungen erzwungener Schwingungen muss man sich immer darüber klar sein. Elektrizitätslehre und Optik. Bild). für welche Größe die Ausschläge in der Resonanzkurve dargestellt werden.

Die Resonanz in ihrer Bedeutung für den Nachweis einzelner Sinusschwingungen 199 Abb. 13). Das zeigt man am einfachsten mit Benutzung elektrischer Hilfsmittel. Der Spektralapparat zeigt uns klar die Frequenzen ν1 = 20 Hz und ν3 = 60 Hz. 295. 296 A zeigt die ohne Erläuterung verständliche Anordnung. Abb. Blattfeder oder Zunge. Abb. Sofort zeigt sich außer den beiden Frequenzen ν7 und ν4 die Differenzschwingung ν7 − ν4 = 30 Hz. 260 an und ersetzen die Gleichstromquelle in Abb. Abb. B: Herstellung von Schwebungen zweier sinusförmiger Wechselströme und Verzerrung der Schwebungskurve durch einen Gleichrichter . Der Spektralapparat zeigt die beiden Frequenzen an. der die Frequenz eines technischen Wechselstromes (50 Hz) anzeigt Spektrum einfacher Sinusschwingungen. Die nächste Frequenz ν5 = 100 Hz ist gerade noch erkennbar. A: Herstellung eines kastenförmigen Gleichstromes mit einem rotierenden Schaltwerk. Wir greifen auf Abb.§ 107. Wir bringen zwei Beispiele: 1. dass sie der Kurve Sr in Abb. 261 zurück und schicken durch den Elektromagneten des Zungenfrequenzmessers einen kastenförmigen oder abgehackten Gleichstrom. 294. zu erzwungenen Biegeschwingungen angeregt (vgl. 296 A (Akkumulatoren) durch zwei in Reihe geschaltete Wechselstromgeneratoren mit den Frequenzen ν7 = 70 Hz und ν4 = 40 Hz. — Dann wird ein Gleichrichter eingeschaltet und die Schwebungskurve einseitig so beschnitten. 295). Das rotierende Schaltwerk macht in der Zeit T = (1/20) sec einen Umlauf. Ausschnitt aus der Skala eines technischen Zungenfrequenzmessers. In diesem Spektrum kann man die Frequenzen der einzelnen Sinusschwingungen und die Größe ihrer Amplituden ablesen. und die Dauer τ des einzelnen Stromstoßes beträgt (1/40) sec. 296. Die Blattfedern haben passend abgestufte Frequenzen und tragen oben einen weißen quadratischen Kopf (siehe Abb. 293. 2. 260 ähnlich wird. Wir knüpfen an Abb. Skizze eines Zungenfrequenzmessers. Zeitaufnahme Abb. Abb.

B. Für den bloßen Nachweis mechanischer Schwingungen reichen in der Mehrzahl der Fälle unsere Sinnesorgane aus. Kraft und Verformung oder (wie beim Gleichrichter) Strom und Spannung nicht proportional zueinander sind. Über die ungeheure Empfindlichkeit des Ohres folgen Zahlenangaben in § 141. — Beide Forderungen werden erfüllt. z. den zeitlichen Ablauf des Vorganges richtig wiedergebende Aufzeichnung müssen zwei Fehler vermieden werden: Erstens darf das Aufnahmesystem nicht die Amplituden einzelner in dem aufzuzeichnenden Vorgang enthaltenen Teilschwingungen wegen ihrer Frequenz ν bevorzugen. d. Erstens dient der Erdboden als beschleunigtes Bezugssystem. Diese Bewegung wird fortlaufend aufgezeichnet. die Teilschwingungen aller Frequenzen werden um die gleiche Zeit t verspätet. Diese physikalische Selbständigkeit der einzelnen Teilschwingungen spielt bei allen Anwendungen erzwungener Schwingungen eine große Rolle. Sie zeigen.. h. weil der Resonator dem Erreger (Erdboden) umso weniger folgen kann. Spiegel oder Mikrophone) in Bewegung. Begründung: Nach Kurve D in Abb. Das Tastorgan vollführt erzwungene Schwingungen. Schwingungslehre Differenzschwingungen treten allgemein auf. Unser Körper spürt beispielsweise Schwingungen seiner Unterlage (ν etwa 10 Hz) schon bei Horizontalamplituden von nur 3 · 10−3 mm. In ihm entstehen Trägheitskräfte. also ohne Phasenverschiebungen relativ zueinander aufgezeichnet.7 νe und das Dämpfungsverhältnis K des Aufnahmesystems ≈ 50 ist1 . wenn an der Übertragung der Schwingungen irgendein „nichtlinearer Vorgang“ beteiligt ist. Jede einzelne Teilschwingung vermag ungestört von den anderen die Blattfedern des Zungenfrequenzmessers zu erzwungenen Schwingungen anzuregen. Das heißt. je größer die Frequenz ist. (nach elektrischer Verstärkung) mit einem Oszillographen. Bei ihnen muss die Eigenfrequenz des Instrumentes („Resonators“) klein sein gegenüber der Frequenz der Erdbebenwellen. Bei jeder Aufzeichnung setzen die zu untersuchenden Schwingungen irgendwelche Tastorgane (Hebel. Das hat zwei Gründe. Für eine einwandfreie. Im Allgemeinen ist es jedoch mit dem bloßen Nachweis von Schwingungen nicht getan. Derartige Versuche sind sehr wichtig. Zweitens darf es nicht die Phasen der einzelnen Teilschwingungen gegeneinander verschieben. B.200 XI. Unsere Fingerspitzen spüren bei zarter Berührung Schwingungsamplituden von etwa 5 · 10−4 mm (bei ν = 50 Hz). 1 Das Gesagte gilt nicht für Seismographen. Mit ihnen wirkt der Boden als der Erreger erzwungener Schwingungen. 290 ist der Phasenwinkel ϕ = 2πt/T = 2πtν bis zu ν ≈ 0. . 290b. — Nach Kurve D im Teilbild c von Abb. dass sich ein nichtsinusförmiger Schwingungsvorgang wie ein physikalisches Gemisch seiner einzelnen Teilschwingungen verhält. im Gegensatz zu Kurve D in Abb. 290b sind bei gleicher Erreger-Amplitude die Amplituden der erzwungenen Schwingungen bis zu ν ≈ 0. § 108. Die Bedeutung erzwungener Schwingungen für die verzerrungsfreie Aufzeichnung nichtsinusförmiger Schwingungen. Also ist 2πt = const und daher t = const. Nur in seltenen Fällen tritt eine Differenzschwingung allein auf.7 νe von der Frequenz ν unabhängig. wenn z. Ein wichtiges Beispiel bringt der nächste Paragraph. Zweitens nimmt die Skala des Instrumentes (also Resonators) an den Bewegungen des Erregers teil. Ihre Frequenzen berechnen sich nach dem Schema νk = aν1 ± bν2 (a und b kleine ganze Zahlen). Man braucht vielmehr eine formgetreue oder verzerrungsfreie Aufzeichnung ihres Verlaufes. es ist ein schwingungsfähiges Gebilde mit der Eigenfrequenz νe . solange ν nicht größer als etwa 0. Infolgedessen werden bei gleichen Erregeramplituden die Ausschläge des Instrumentes (Resonators) klein bei kleiner und groß bei großer Erregerfrequenz. Meist sind noch andere sogenannte Kombinationsschwingungen vorhanden.7 νe proportional zu ν.

Braunschweig 1929. 297 ersichtlichen Anordnung. hier also der Membran. Verstärkung von Schwingungen. 11. dass die Schwingungen die Abgabe von Energie aus einer Quelle steuern. Sofort treten weithin tönende ungedämpfte Schwingungen auf. Drei verschiedene Arten der Kopplung sind zu unterscheiden:K27 K27. die für sich allein die gleiche Eigenfrequenz haben. Ein Wasserstrahl fließt aus einer Glasdüse nahezu horizontal gegen eine stark gedämpfte gespannte Membran (z. Man hat durch eine mechanische Verbindung die Schwingungen der Membran auf die Düse zu übertragen. Für akustisch-musikalische Zwecke. Eine mathematische Behandlung der hier besprochenen Beispiele findet man in MüllerPouillet’s Lehrbuch der Physik. § 140). sondern einem Wasserstrom entnommen. Ein Wasserstrahl als Lautverstärker. § 109. B. weithin hörbarem Schwingen. z. Genauso werden die Schwingungen einer mit dem Stiel gegen die Düse gehaltenen kleinen Stimmgabel oder das Ticken einer Taschenuhr im größten Auditorium hörbar. Man hat dazu nur der Membran durch Änderung ihrer mechanischen Spannung eine andere Eigenfrequenz zu geben. und zwar der Einfachheit halber nur an jeweils zwei Pendeln. Ein Wasserstrahl erzeugt durch Selbststeuerung ungedämpfte Schwingungen (Rückkopplung). sich das Wesen einer Verstärkung an einem sehr übersichtlichen. Es genügt. Trotzdem ist es nützlich. 212). aber für viele wissenschaftliche Zwecke unentbehrliche Aufgabe. Bei der Aufzeichnung von Schwingungen und zahllosen anderen Aufgaben der Schwingungstechnik spielt eine Verstärkung der Schwingungen eine große Rolle: Das Wesen einer Verstärkung besteht stets darin. § 55. Vieweg und Sohn.) Abb. Ihre Frequenz kann man nach Belieben verändern. mit einer Stimmgabel vor. Zwei gekoppelte Pendel und ihre erzwungenen Schwingungen 201 Die formgetreue Aufzeichnung von Schwingungskurven ist eine recht anspruchsvolle. Dann steuert die Membran den Zerfall des Wasserstrahls im Rhythmus ihrer Eigenfrequenz. 298. Das Gleiche leistet unser mechanischer Verstärker für die Erzeugung ungedämpfter mechanischer Schwingungen. Das gelingt schon mit der primitiven. 298 einen Metallstab zu legen. Zwei gekoppelte Pendel und ihre erzwungenen Schwingungen. für die Herstellung von Tonträgern und ihre Wiedergabe. B. Jetzt sollen einige Eigenschaften gekoppelter Pendel untersucht werden.§ 110. Ein solcher fadenförmiger Strahl ist ein sehr labiles Gebilde (Abb. Er bildet dabei einen ganz glatten Faden. Der daher wechselnde Aufschlag des Wassers erregt die Membran zu rasch abklingendem. Abb. Durch winzige Bewegungen der Düse entstehen an seinem Ende Querschnittsänderungen oder Unterbrechungen des Strahles. (Im Videofilm 1 führt Pohl die Verstärkung. sind die Anforderungen glücklicherweise geringer (vgl. Dieser Wasserstrom wird durch die zu verstärkenden Schwingungen gesteuert. rein mechanischen Beispiel klarzumachen. 1. So wird ein leiser Stoß gegen die Düse zu einem lauten Schlag verstärkt. Elektronische Verstärker werden von der Technik in größtem Umfang auch zur Erzeugung ungedämpfter elektrischer Schwingungen angewandt.) Videofilm 1: „R. auf die Membran und die Düse gemäß Abb. Bd. die er gegen die Wasserdüse presst. 297. (Auch dies Experiment wird im Videofilm 1 vom Autor (stumm) vorgeführt. aus Abb. Man hat nur zwischen dem schwingungsfähigen Gebilde. Tamburin). POHL in der Vorlesung“ § 110. Dafür benutzt man fast ausschließlich elektronische Hilfsmittel.. und der Glasdüse eine Rückkopplung anzubringen. Bei dieser mechanischen Verstärkung wird die Energie nicht einem elektrischen. Aufl. . allerdings nur stumm.W.

202 XI. die um a drehbare Schubstange S. 300. 265. z. (Videofilm 56) (Aufg. 300). 3. sog. in der drehbaren Muffe b. (Aufg. 2. Moon. 299c). 1. Darauf beginnt dasselbe Spiel mit vertauschten Rollen. Die niedrigere ν1 erhält man beim gleichsinnigen. 1) aus seiner Ruhelage und lassen es dann los (Abb. An zwei anders zusammengesetzten ähnlichen Schwerependeln tritt bei großen Amplituden eine neue Form der Schwingung auf.K28 Zweitens als erzwungene Schwingungen im Resonanzfall. 301). K28. 299b) sowie deren Schwebung und außerdem die Schwebungen eines Feder-Torsionspendels und eines Doppelschwerependels (Abb. die höhere ν2 beim gegensinnigen Schwingen beider Pendelkörper (analog zu den Schwingungen in Abb. Beschleunigungskopplung (Abb. 300) werden die zwei Eigenschwingungen und deren Schwebung beobachtet (Aufg. Dabei tritt etwas Überraschendes ein. 299a). 66) die Eigenschwingungen von zwei gekoppelten Schwerependeln (Abb. also Beschleunigungskopplung und Kraftkopplung. c Reibungskopplung. Die an diesem Beispiel gefundene Tatsache gilt ganz allgemein für gekoppelte Pendel: Alle Schwingungen können durch Überlagerungen ihrer Eigenschwingungen beschrieben werden. „Chaotic Vibrations. Schwingungslehre Videofilm 56: „Gekoppelte Pendel. Das anfänglich in einem Umkehrpunkt losgelassene Pendel Nr. an Introduction for Applied Scientists and Engineers“. 1987). z. Beide Pendel sind durch eine elastische Feder miteinander verknüpft. 266 und 272). reibt an einem Teil des anderen Pendels. Kraftkopplung (Abb. Jetzt kommt eine neue Beobachtung: Wir entfernen anfänglich nur das eine der beiden Pendel (Nr. Wir haben erzwungene Schwingungen mit einer starken Rückwirkung des Resonators auf den Erreger. B. Nach ihrer Kopplung sind in beiden Fällen die uns schon aus § 100 bekannten zwei Eigenfrequenzen vorhanden. . 65). Wir betrachten im Folgenden nur die beiden ersten Fälle. Reibungskopplung (Abb. Es beschleunigt Nr. Pendel 1 kommt dabei selbst zur Ruhe. 1 gibt allmählich seine ganze Energie an das zuvor ruhende Pendel Nr. 299b). Francis C. Kraftkopplung“ Der Film zeigt Abb. Abb. 1 eilt als Erreger dem Pendel Nr. Es befindet sich in einem beschleunigten Bezugssystem und ist daher Trägheitskräften unterworfen. 2 ab und schaukelt dieses zu großen Amplituden auf. Pendel Nr. und fortan schwingen beide mit gleicher Amplitude und Phase. New york. Das eine Pendel hängt am anderen. 2 als Resonator um 90◦ phasenverschoben voraus. 299. chaotische Schwingungen (s. b Kraftkopplung. B. Ein Teil des einen Pendels. Bei der Reibungskopplung entsteht keine Schwebung. John Wiley. Zwei gekoppelte Schwerependel (Videofilm 57) Diesen Vorgang des Energietransports können wir in zweifacher Weise beschreiben: Erstens als Schwebungen der beiden überlagerten Eigenfrequenzen ν1 und ν2 . Das erste Pendel schaukelt das zweite auf. Es selbst aber wird dabei durch die nach „actio = reactio“ auftretende Gegenkraft gebremst. 65) Videofilm 57: „Beschleunigungskopplung und chaotische Schwingungen“ An zwei gekoppelten Schwerependeln (Abb. 2 längs seines ganzen Weges mit richtigem Vorzeichen. a Beschleunigungskopplung.

Eine stark gedämpfte Blattfeder sitzt als kleiner Reiter auf einer Stimmgabel. Zwei gekoppelte Pendel und ihre erzwungenen Schwingungen 203 Wir bringen noch weitere Beispiele gekoppelter Schwingungen: In Abb.§ 110. d. Siehe dazu: Ch. Haskett. die Beseitigung von Schlingerbewegungen von Schiffen im Seegang. Weiter denke man sich die einzelne Stoßanregung der Stimmgabel durch den periodischen Anprall der Wasserwogen ersetzt. vollführt nach einer anfänglichen Kippung um 40◦ K29. 301 sind zwei bifilare Schwerependel gleicher Schwingungsdauer aneinander gehängt. Ann. ASCE 71/2001(12). Konstruktiv realisiert man das stark gedämpfte Pendel durch eine Wassersäule in einem U-Rohr. und B. gekoppelte Schwerependel mit Pendelkörpern sehr ungleicher Masse. Breukelman und T. Statt der lang andauernden Schwebungen bei ungedämpftem Pendel sieht man deren hier nur wenige. Phys. etwa in einer Minute. Das sind große Pendel in ihrem Inneren. Die Schwingungen erfolgen senkrecht zur Papierebene. ab. also das Schiffsmodell. 302. 61. Wir beschränken uns auf ein einziges Beispiel. Feder und Gabel haben jede für sich die gleiche Frequenz.-J. S. 302 ersichtlich. Die Anordnung ist aus Abb. Dann hat man schon das Prinzip. Man kann ihre Schwingungen mithilfe des Spiegels Sp weithin sichtbar machen. kann Energie an das Pendel im Gebäude weitergeleitet und dort durch Reibung gedämpft werden. Dann wiederholt man den Versuch bei unbehinderter Blattfeder. Wenn das Gebäude durch Wind zu Schwingungen angeregt wird. . 151 (1897)) (Videofilm 58) Videofilm 58: „Gekoppelte Schwingungen mit Dämpfung“ Zunächst werde die Blattfeder durch eine aufgesetzte Fingerspitze am Schwingen gehindert. 303 dargestelle Modell zeigt einen solchen Schlingertank auf einem in A pendelnd aufgehängten Brett mit dem Profil eines Dampferquerschnitts. Die Dämpfung der Blattfeder erfolgt in üblicher Weise durch ihre Fassung in Gummi. Phys. 139. Ein weiteres Beispiel dazu sind die „Schwingungstilger“ in hohen Bauwerken. 302 die Stimmgabel als einen Dampfer. wodurch ein System gekoppelter Pendel gebildet wird. In den folgenden Beispielen kann eine der beiden Pendelschwingungen gedämpft werden. Das in Abb. kaum sichtbaren Anstoß. 301. Seine beiden Schenkel sind oben durch eine Luftleitung und den Drosselhahn H miteinander verbunden. Stimmgabel mit aufgesetzter stark gedämpfter Blattfeder (Max Wien’scher Versuch. Gibt man ihm einen kleinen. „Schwingende Puppen und Wolkenkratzer“.K29 Man denke sich in Abb. Abb. Bei günstigsten Abmessungen kann die Energie sogar schon bis zum ersten Schwebungsminimum vernichtet sein. Civ Eng. die Blattfeder als ein in das Schiff eingebautes stark gedämpftes Pendel. In der Technik spielen erzwungene Schwingungen zweier gekoppelter Pendel eine wichtige Rolle. Abb. Der obere Pendelkörper hat eine sehr viel größere Masse als der untere. Dann klingt die Stimmgabel nach einer Stoßanregung sehr langsam. So weit die freien Schwingungen zweier miteinander gekoppelter Pendel. „Good Vibrations“. Unserer Zeit 3/2008(39). Das Brett. Bei gesperrtem Hahn kann die Wassersäule nicht schwingen. S. so beginnt der kleinere untere Pendelkörper Schwebungen mit großer Amplitude. Die Stimmgabel kommt nach einer Stoßanregung schon nach knapp einer Sekunde zur Ruhe. deren Frequenz gleich der Eigenfrequenz des Gebäudes ist. Die auf die angekoppelte Blattfeder übertragene Schwingungsenergie wird als Wärme in der Gummifassung vernichtet. Ucke und H. 55. Die Schwebungen des großen Körpers sind kaum zu sehen. Schlichting. Zwei bifilar aufgehängte.

Auf ihnen liegt ein Metallstab S. (Videofilm 60) — Zur Anregung erzwungener Wackelschwingungen eignen sich Trägheitskräfte: Man bewege die Unterlage mit Motor und Exzenter periodisch in Richtung des Doppelpfeiles P. einen periodischen Wechsel von kinetischer und potentieller Energie (letztere abwechselnd um zwei verschiedene Gleichgewichtslagen). 304. ist ein erstes Beispiel unter Abb. rechts). Länge der Säule rund 30 cm. Je kleiner die Winkelamplitude α0 . 305 kurz erläutert: A und B seien zunächst zwei auf eine Tischkante T gelegte Zeigefinger. Für eine Fremdsteuerung. Auch Wackelschwingungen können mit konstanter Amplitude.“ § 111. Diesmal kommt das Modell nach einer anfänglichen 40◦ -Kippung schon nach zwei bis drei Schwingungen zur Ruhe. Danach rollt die Scheibe auf ihrem Umfang ab. Videofilm 60: „Wackelschwingungen“ Im Film wird außer der zwischen zwei Unterstützungslinien wackelnden Säule auch eine kreisförmige Metallscheibe (mit einem PlastikÜberzug wegen des optischen Effektes) schräg auf eine horizontale Glasplatte gestellt und mit einem kleinen Schwung um ihre Achse losgelassen. In Abb. Schon eine flüchtige Beobachtung lässt das charakteristische Merkmal der Wackelschwingungen erkennen.204 XI. Modell eines Schlingertanks (Videofilm 59) etwa 20 Schwingungen. Rechts: Nach einer Stoßanregung fotografisch registriertes Schwingungsbild dieser Säule. also ungedämpft. Dieser Einfachheit verdanken diese Vorgänge ihre bevorzugte Behandlung in allen Physikbüchern. 303. . 304 beschrieben. aufrecht erhalten werden. bis sie auf der Unterlage zur Ruhe kommt. Ein zweites werde mit Abb. aber mit entgegengesetzter Phase als „Erreger“ auf und nieder bewegt. Ein kleiner Kraftstoß in der Pfeilrichtung hebt die rechte Schneide und erregt damit die Wackelschwingungen. 304. dieser kann im idealisierten Grenzfall unabhängig von einer dauernden Energiezufuhr aufrechterhalten bleiben und erfolgt rein sinusförmig mit einer von der Amplitude unabhängigen Frequenz. desto größer die Frequenz (Abb. Durch Aufdrehen des Hahnes kann man die Schwingungen der Wassersäule freigeben und zugleich in passender Weise dämpfen. 304 links steht eine Säule mit zwei schneidenförmigen Füßen auf einer ebenen Unterlage.und Schwerependel ergeben für die Entstehung von Schwingungen ein einfaches Schema: Es erfolgt ein periodischer Wechsel von potentieller und kinetischer Energie. Feder. z. nämlich die Abhängigkeit ihrer Frequenz von der Amplitude. Sinusschwingungen: „Dieser Einfachheit verdanken diese Vorgänge ihre bevorzugte Behandlung in allen Physikbüchern. die im täglichen Leben so häufig vorkommenden Wackelschwingungen. der Drosselung wird die Frequenz der schwingenden Wassersäule der Frequenz des Schiffskörpers angepasst. Schwingungslehre Videofilm 59: „Schlingertank“ Durch Änderung Abb. B. Dann werden A und B periodisch. — Sehr viele Schwingungsvorgänge passen aber durchaus nicht in dieses einfache Schema. Gedämpfte und ungedämpfte Wackelschwingungen. also erzwungene Schwingungen. wobei die Frequenz im Lauf einer Minute anwächst. Abb. Die Dämpfung erfolgt in der Drossel. Links: Herstellung von Wackelschwingungen mit einer Holzsäule von rechteckigem Querschnitt auf einer Stahlplatte.

Kippschwingungen treten immer auf.K30 § 112.oder Kippschwingungen.oder Kippschwingungen 205 Abb. und zwar mit der festliegenden Amplitude von 20 cm. Sie wurden durch das Glockenläuten zu Wackelschwingungen angeregt. aus Cu. 382. — Eine andere sehr wichtige Gruppe von Schwingungen aber kann ohne eine stetige Energiezufuhr überhaupt nicht zustande kommen: Es ist die Gruppe der Relaxations. Trans. The Phys. Relaxations. Mollwo). 306. Die neue Füllung wird der stetig fließenden Energiequelle entnommen. Jeder Berührung folgt eine zeitlich zunehmende Ausbeulung des Bleis und durch sie wird der Stab in richtigem Sinn beschleunigt (Trevelyan-Wackler). „What is Trevelyans Rocker?“. K30. Dann blitzt die Lampe auf und entlädt den Kondensator mit einem kurz dauernden Stromstoß. a und b sind Anschläge. Nach einem ersten Anstoß berührt der heiße Stab abwechselnd das linke und das rechte Bleiblech. 12 (1834). Sie gefährdeten das Gebäude in keiner Weise (E. S einen heißen Metallstab. Wackelschwingungen mit Selbststeuerung lassen sich ebenfalls mit Abb. Das Spiel beginnt von neuem. Bd.oder Kippschwingungen. 307. 306 zeigt ein einfaches Beispiel. 304 keine Gefahr des Umkippens.1 Hz. Diesmal bedeuten A und B zwei an einem Metallklotz befestigte Bleche aus Blei (Abstand ca. solange die Erregerfrequenz nicht eine untere Grenze unterschreitet1 . Edinburgh.. 12 (1974).-Gumbertus-Kirche in Ansbach sind die Türme nicht starr mit dem Langhaus verbunden. Am Ende dieser Verzögerungszeit wird der Energiespeicher entladen und die dabei abgegebene Energie wird hinterher nicht wieder zur Füllung des Energiespeichers benutzt. Teach. . Er kann sich zwischen zwei Anschlägen a und b bewegen.M. entleert ihren Inhalt und richtet sich wieder auf. Abb. 307 zeigt den analogen Versuch in elektrischer Ausführung. zeigt uns die Funkenfolge jeder mit Leidener Flaschen versehenen Influenzmaschine. S. Trevelyan. Zur Herstellung von Wackelschwingungen konstanter Amplitude entweder mit einer Fremdoder mit einer thermischen Selbststeuerung (Trevelyan-Wackler) Fremdgesteuerte. Trotzdem ist dies Beispiel erzwungener Wackelschwingungen leider beseitigt worden. Mechanische Kippschwingungen. Ein stetig fließender Wasserstrom füllt den Behälter und verschiebt seinen Schwerpunkt nach links. z. 305. Ein Flüssigkeitsbehälter in Form eines nicht gleichschenkligen Dreiecks ist als Wippe gelagert. sie kippt nach links. Ein Kondensator wird durch eine Zuleitung mit großem Widerstand langsam aufgeladen. Soc. ν ≈ 0.§ 112. Relaxations. Elektrische Kippschwingungen In der St. Bei einem bestimmten Punkt wird die Wippe instabil. eine Abbildung befindet sich vor der Seite 429 im selben Band. S. bis die Zündspannung einer parallel geschalteten Glimmlampe erreicht ist. Roy. B. Wackelschwingungen können nach einer Stoßanregung im idealisierten Grenzfall unabhängig von jeder weiteren Energiezufuhr fortbestehen. also erzwungene Wackelschwingungen zeigen eine bemerkenswerte Besonderheit: Jeder Erregerfrequenz entspricht eine eigene Amplitude sowohl des Resonators als auch des Erregers. Bd. 137. Siehe auch I. Abb. 6 mm). Freeman. A. und zwar mit einem einfachen Verfahren: Man hat lediglich die vertikale Schwingungsebene der Glocke um 90◦ gedreht. 1 Abb. 305 erläutern. Kippschwingungen kleiner Frequenz. Daher besteht in Abb. Abb. wenn zwischen der Speicherung der potentiellen Energie und ihrer Umwandlung in kinetische eine Verzögerungszeit (Relaxationszeit) eingeschaltet ist.

deswegen finden sie in der physikalischen Literatur nicht die gebührende Beachtung. 306 durch Verstellen des Hahnes. 307 durch Änderung des Regelwiderstandes). Im täglichen Leben sind Relaxations. beim Quietschen einer Tür oder von Kreide an der Wandtafel und beim Betrieb eines Presslufthammers. also dem periodischen Wechsel zweier Energieformen: 1. sondern nur die Frequenz der Kippschwingungen ändern (in Abb.oder Kippschwingungen schwierig. Kippschwingungen lassen sich leicht durch eine Hilfsschwingung mit kleiner Amplitude steuern. Doch ist ihr Verständnis durch die oben in Kleindruck genannten elektrischen Versuche sehr gefördert worden. Leider ist die mathematische Behandlung der Relaxations. B.oder Kippschwingungen außerordentlich häufig. Infolgedessen kann man Kippschwingungen leicht synchronisieren. B.206 XI. in Abb. Schwingungslehre Durch zwei Eigenschaften unterscheiden sich Kippschwingungen sehr wesentlich von gewöhnlichen Schwingungen. Vor allem aber spielen die Kippschwingungen im Leben der Organismen eine ganz überragende Rolle. . 2. Die Arbeitsweise des menschlichen Herzens lässt sich durch drei miteinander gekoppelte Kippschwingungen bis in feine Einzelheiten hinein erläutern. Auf ihnen beruht die Erregung der Nerven und die Tätigkeit der Muskeln. Ohne konstruktive Änderungen (z. 306) kann man nicht die Amplitude. des Behälters in Abb. Wir beobachten sie z.