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BAUHAUS-UNIVERSITÄT WEIMAR

FAKULTÄT BAUINGENIEURWESEN
INSTITUT FÜR KONSTRUKTIVEN INGENIEURBAU
PROFESSUR MASSIVBAU II
FORSCHUNGSGRUPPE FOMEKK

Diplomarbeit

Experimentell-rechnerische Untersuchungen an
einem Tensegrity-Modell

eingereicht von: Christian Alexy


geboren am / in: 08.11.1978 / Kulmbach
Seminargruppe: B/99/C
Matrikelnummer: 990298

Reg.-Nr.: B/2004/116

Erstprüfer: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ruth


Zweitprüfer: Dr.-Ing. Veit Bayer

Ausgabedatum: 01.11.2004
Abgabedatum: 01.02.2005

Vorsitzender des
Prüfungsausschusses: Prof. Dr.-Ing. K. Rautenstrauch
Vorwort 4

Vorwort
Bei der Anfertigung dieser Arbeit und für die Unterstützung meines Studiums
möchte ich mich für deren Hilfe bei folgenden Personen und Institutionen
bedanken:

- bei meinen Eltern Monika und Thomas Alexy,

- bei Professor Dr.-Ing. Jürgen Ruth für die Unterstützung des Projektes,

- bei meinem Betreuer Dr.-Ing. Veit Bayer für die vielen produktiven Ge-
spräche und für die Geduld an der Telefonhotline über unzählige
Probleme,

- bei Herrn Udo Nagel, Direktor des Zoo Rostock, für die finanzielle Un-
terstützung dieses Projektes,

- bei Herrn Thomas Krieger, Fa. Carl Stahl GmbH, Süssen, für die Bera-
tung und das kostenlose Bereitstellen der Edelstahlmaterialien,

- bei Klaus Wagener, Architekt, Fa. PWP, Berlin, aus dessen Feder der
Entwurf für die Voliere stammte und der das Projekt finanziell und geis-
tig unterstützte,

- bei der Versuchstechnischen Einrichtung VTE der Bauhaus-Universität


Weimar, insbesondere Herrn Dabbert, Herrn Pfirschke, Herrn Schu-
mann und Herrn Vogler für die Hilfe bei dem Versuchsaufbau,

- bei Christian Wolkowicz, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Profes-


sur Tragwerkslehre, Fakultät Architektur, der mir seine Unterlagen zur
Verfügung gestellt hat,

- bei Volkmar Zabel, Mitarbeiter am Institut für Strukturmechanik, der die


Messtechnik für die Versuche zur Verfügung stellte,

- bei Steve Seyler, Professur Geodäsie für den Tachymeter,

- bei meinen Freunden Fred Baumeyer, Dennys Dressel, Christian Hei-


denreich, Franziska Luther, Philipp Luther, Michael Fuß und Kathrin
Spahn, die mir bei den Versuchsdurchführungen geholfen haben.
Inhaltsverzeichnis 5

Inhaltsverzeichnis
Liste der Abkürzungen und Symbole..........................................................8

1 Einleitung und Problemstellung ...................................................9


1.1 Die Tensegrity-Struktur im Zoo Rostock ..........................................9
1.2 Allgemeines über Tensegrity-Strukturen ........................................11
1.3 Dokumentierte Experimente...........................................................12

2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik...........................23


2.1 Allgemeines....................................................................................23
2.2 Ähnlichkeitsmechanik.....................................................................24
2.3 Strenge Ähnlichkeit ........................................................................25
2.4 Erweiterte Ähnlichkeit.....................................................................27
2.5 Angenäherte Ähnlichkeit ................................................................28
2.6 Modellstatische Versuche an Seiltragwerken.................................29
2.7 Zusammenfassung.........................................................................31

3 Statische Berechnung von Seiltragwerken................................33


3.1 Allgemeines....................................................................................33
3.2 Mechanische Eigenschaften von Seilen.........................................33
3.3 Tragsicherheitsnachweis von Seilen ..............................................34
3.4 Verformungsverhalten von Seiltragwerken ....................................36

4 Beschreibung der Voliere............................................................41


4.1 Grundriss der Versuchs-Voliere .....................................................41
4.2 Schnitt der Versuchs-Voliere..........................................................41
4.3 Positionsplan der Seile...................................................................43
4.4 Verwendete Materialien .................................................................44

5 Rechenmodell und SLANG ...........................................................47


5.1 Allgemeines....................................................................................47
5.2 Modellierung...................................................................................47
5.3 Element GEOTRUSS2N ...................................................................47
5.4 Element GEOROD ...........................................................................49
5.5 Element GEOPIPE ...........................................................................51
Inhaltsverzeichnis 6

5.6 Nicht-lineare Berechnung...............................................................52

6 Vorberechnung des Versuchmodells .........................................56


6.1 Vorspannungsvektor ......................................................................56
6.2 Lastfälle..........................................................................................56
6.3 Beanspruchungsniveau der Seile...................................................57

7 Seilkalibrierungskurven ..............................................................59
7.1 Möglichkeiten der Seilkraftmessung...............................................59
7.2 Messung der Seilkraft über die Eigenfrequenz...............................60
7.3 Frequenzmessung .........................................................................62
7.4 Empfindlichkeit der Ergebnisse ......................................................64
7.5 Versuchsaufbau und -durchführung ...............................................66
7.6 Versuchsergebnisse der Seilkalibrierung .......................................67

8 Versuchsdurchführung................................................................70
8.1 Ablauf und Vorgehensweise...........................................................70
8.2 Lasten ............................................................................................70
8.3 Verformungen ................................................................................71
8.4 Einstellen der Vorspannkräfte ........................................................72

9 Versuchsergebnisse ....................................................................75
9.1 Lastfall 1.........................................................................................75
9.2 Lastfall 2.........................................................................................76
9.3 Lastfall 3.........................................................................................78
9.4 Lastfall 4.........................................................................................79
9.5 Lastfall 5.........................................................................................81

10 Vergleichsrechnungen ................................................................83
10.1 Manuelle Eingabe der Vorspannkräfte ...........................................83
10.2 Vergleichsrechnung Modell TRUSS .................................................85
10.3 Vergleichsrechnung Modell ROD-Gelenkig.....................................86
10.4 Vergleichsrechnung Modell ROD-Eingespannt ...............................87
10.5 Vergleichsrechnung Modell ROD-Eingespannt-Hebelarm ..............88

11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung ....................89


11.1 Auswertung Lastfall 1.....................................................................89
11.2 Auswertung Lastfall 2.....................................................................93
Inhaltsverzeichnis 7

11.3 Auswertung Lastfall 3.....................................................................97


11.4 Auswertung Lastfall 4...................................................................102
11.5 Auswertung Lastfall 5...................................................................106

12 Zusammenfassung und Ausblick .............................................109

Literaturverzeichnis..................................................................................112

Verzeichnis der Abbildungen...................................................................115

Verzeichnis der Tabellen ..........................................................................117

Verzeichnis der Diagramme .....................................................................118

Inhaltsverzeichnis zum Anhang ...................................................................I

Anhang A: Seilkalibrierungskurven ............................................................II

Anhang B: Diagramme der Vergleichsrechnungen ................................. VI

Anhang C: CD-ROM ............................................................................. LXXXI

Selbständigkeitserklärung ............................................................................I
Liste der Abkürzungen und Symbole 8

Liste der Abkürzungen und Symbole

Abkürzungen für eingeführte physikalische Größen:

A Fläche

A Matrix, allgemein

b Breite

E Elastizitätsmodul

E’S ideeller Elastizitätsmodul eines Seiles

ε Dehnung

f Durchbiegung

h Höhe

I Flächenträgheitsmoment 2.Grades

l Länge

lM
lV = Längenmaßstab
lH

µ POISSON-Querdehnzahl

P Kraft

PM
PV = Kräftemaßstab
PH

σ Spannung

t Vektor, allgemein

W Flächenträgheitsmoment 1.Grades
1 Einleitung und Problemstellung 9

1 Einleitung und Problemstellung

1.1 Die Tensegrity-Struktur im Zoo Rostock


Der Zoo Rostock plant eine neue große Vogel-Voliere zu bauen. Neben der
Funktionalität sollen auch repräsentative Aspekte eine Rolle spielen. Gleich-
zeitig soll sich das Gebäude in das Konzept „Infotainment“ des Zoos einord-
nen. Es sollen nicht nur die Tiere im Vordergrund stehen, sondern es soll
auch das Interesse der Besucher an der Wissenschaft angeregt werden.
Hierin fügt sich auch die Idee ein, Gebäude zu entwerfen, die aus neuen
Tragwerkstypen bestehen. Diese sollen dem Besucher gezeigt und deren
Tragverhalten erklärt werden.

Als Randbedingung ist vorgegeben, einen strukturfreien Raum im Inneren zu


erzeugen. Dies ist mit den bekannten Tensegrity-Standardelementen (z.B.
Abbildung 3) nicht möglich. Deshalb wurde von diesen Elementen Abstand
genommen und eine freie Form entwickelt. Das Problem bei dieser freien
Form ist, dass man nicht allein aus Erfahrung die Tragfähigkeit beurteilen
kann. Deswegen wurde von Dr. VEIT BAYER ein Algorithmus auf Basis des
FEM-Systems SLANG entwickelt, mit der zum einen die Gültigkeit der Geo-
metrie einer Tensegrity-Struktur überprüft werden kann und zum anderen
eine Tragwerksberechnung erfolgen kann [BAY-04].

Nach den ersten Entwürfen von BAYER und WAGENER musste aus der Geo-
metrie ein Vorspannzustand ermittelt werden. Dies konnte nach verschiede-
nen Modifikationen der Anordnung von Stäben und Seilen erreicht werden.
Die geringen Eingriffe in den Entwurf veränderten nicht die Charakteristik der
Voliere. Anschließend wurden statische Berechnungen durchgeführt. Ziel war
es, alle beteiligten Konstruktionselemente zu optimieren. Die Auslastung der
Seile und der Stahlrohre können durch die Vorspannkräfte angepasst wer-
den.

In Abbildung 1 und Abbildung 2 sind die Ansichten und die Abmessungen der
Voliere dargestellt. Die Gesamtgrundfläche beträgt ca. 12 x 11 m und die
Voliere ist etwa 9 m hoch.
1 Einleitung und Problemstellung 10

Abbildung 1 Ansicht der Voliere von der Seite

Abbildung 2 Ansicht der Voliere von Vorne

Die Stützen sind Stahlrohre mit einem Durchmesser von 324 mm, die Riegel
besitzen einen Durchmesser von 219 mm. Für die Seile werden die Durch-
messer 16, 22 und 2x22 mm verwendet.
1 Einleitung und Problemstellung 11

Um die Berechnungen zu überprüfen, galt es ein Versuchsmodell im Maß-


stab 1:5 der geplanten Voliere in Rostock zu berechnen, zu bauen und expe-
rimentelle Versuche durchzuführen. Dabei soll zuerst auf die Modellstatik
eingegangen werden. Es gilt zu klären, inwiefern Versuchsergebnisse auf die
Originalstruktur übertragbar sind. Für die Versuche sind Vorbereitungen zu
treffen und mögliche Messtechniken und –geräte auszuwählen. Mit dem Soft-
warepaket SLANG sollen verschiedene FE-Modelle des Versuchsmodells er-
stellt und berechnet werden. Nach der Versuchsdurchführung erfolgt die
Zusammenstellung und Auswertung der Versuchsergebnisse, die gleichzeitig
mit den erfolgten Berechnungen verglichen werden. Weiterhin sollen mögli-
che Fehlerquellen bei der Berechnung identifiziert und Vorschläge zur Ver-
besserung gegeben werden. Die ersten Erfahrungen zum Bau dieser
Strukturen werden gesammelt und auftretende Probleme dokumentiert.

1.2 Allgemeines über Tensegrity-Strukturen


Der Erfinder des Begriffs tensegrity war R. BUCKMINSTER FULLER. Das Wort
tensegrity ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern tension und integrity.
Unter dem Begriff tensegrity versteht man Konstruktionen, die aus diskonti-
nuierlich angeordneten Druckstäben und einem Netzwerk vorgespannter Sei-
le bestehen. Nur durch Vorspannung der Seile kann die Stabilität der Struktur
garantiert werden.

SKELTON [SKE-01] klassifiziert tensegrities in class 1 und 2. Die erste Klasse


beschreibt tensegrities, in denen die Druckstäbe nicht miteinander verbunden
sind, während bei class-2-Modellen sich maximal zwei Druckstäbe an einem
Punkt berühren dürfen. Das Verbinden von Druckstäben ist ein großer Dis-
kussionspunkt in der Fachliteratur. Eine reine Tensegrity-Struktur besteht aus
Druckstäben, die sich nicht berühren dürfen. Wenn sie sich aber berühren,
kann die Struktur nach und nach als Rahmen oder Fachwerk angesehen
werden.

Eine andere Möglichkeit ist, tensegrities in offene und geschlossene Systeme


zu unterscheiden. Ein geschlossenes System ist in sich selbst stabil und be-
nötigt nur eine statisch bestimmte Lagerung, während offene Strukturen Auf-
1 Einleitung und Problemstellung 12

lager haben, an denen Druckstäbe oder Seile befestigt sind. Die tensegrity ist
dann kein geschlossenes Kräfte-System mehr.

Mit tensegrities können effiziente und leichte Tragwerke entwickelt werden.


Theoretisch kann mit dieser Struktur eine unendliche Spannweite für Dach-
tragwerke erreicht werden [SKE-01]. Bis heute wurden jedoch nur wenige
tragende Bauwerke gebaut, abgesehen von den bekannten Skulpturen von
KENNETH SNELSON [SNE]. Erwähnenswert sind die Bauwerke von KAWAGUCHI
in Japan und von SCHLAICH, BERGERMANN & PARTNER der Messeturm in Ros-
tock. Auch die Weltraumtechnik verwendet tensegrities für Teleskopausleger
von Parabolantennen.

1.3 Dokumentierte Experimente


Das Thema tensegrity ist schon seit Jahren ein Spielball von Mathematikern,
Ingenieuren und Künstlern. Obwohl viele Veröffentlichungen zur Theorie und
Berechnung über diese Strukturen existieren, wurden nur wenige durchge-
führte Experimente dokumentiert.

Ein Vorreiter im Bereich Entwurf und Berechnung ist MOTRO an der Universi-
tät Montpellier, Frankreich. Dieser führte Versuche an einem Simplex-Modell
(Abbildung 3) durch. [MOT-84]

Abbildung 3 Ansicht und Grundriss einer Simplex-Struktur [MOT-84]

Der Vergleich zwischen experimentellen und theoretischen Werten bestätigte


die Gültigkeit seines theoretischen Modells. Als Ergebnis zeigte sich, dass
das Simplex-Modell eine große Flexibilität aufweist und eine Versteifung des
Systems unter Laststeigerung erfolgte. Dies ist aus Abbildung 4 ersichtlich.
1 Einleitung und Problemstellung 13

Abbildung 4 Verschiebungen in Abhängigkeit der Belastung [MOT-84]

KONO vom Center for Space Structures Research, Taiyo Kogyo Corp., Japan
baute ein so genanntes double-layer tensegrity grid (DLTG), dargestellt in
Abbildung 5. Dies hatte eine Spannweite von 9 m und eine Fläche von circa
80 m². Es bestand aus 33 Tensegrity-Modulen. [KON-99]

Abbildung 5 Modul, Grundriss und Positionsplan des DLTG [KON-99]

Das DLTG wurde auf sechs radial angeordneten Stützen gelagert (Radius:
9 m). Die Höhe der Struktur betrug 1,5 m. Durch die modulare Bauweise
konnte jedes einzelne Modul separat vorgespannt werden. Das Vorspannen
erfolgte über eingebaute Spannschlösser. Bei den Versuchen wurden zum
einen statische Lasten aufgebracht und zum anderen dynamische Messun-
gen durchgeführt. Auf die dynamischen Experimente wird hier nicht einge-
gangen.
1 Einleitung und Problemstellung 14

Dargestellt sind in Abbildung 6 die vertikalen Verschiebungen von Knoten 9


und 10 unter jeweils anderen vertikalen Lastfall S1 und S2. Im Lastfall S1
wird die Belastung an den Knoten 2, 3 und 5 aufgebracht, im Lastfall S2 nur
am Knoten 6. Die gestrichelten Linien sind die analytisch bestimmten Werte.

Abbildung 6 Last-Verformungskurve von Knoten 9 (li., S1) und Knoten 10 (re., S2)
[KON-99]

Im Lastfall S1 ergibt sich eine deutliche Abweichung zwischen den experi-


mentell und analytisch ermittelten Werten, während sich Lastfall S2 besser
darstellen lässt. In Abbildung 7 ist der Verlauf der Zugkräfte der Elemente A
und C dargestellt. Diese weichen ebenfalls deutlich von den analytischen
Werten ab, es lässt sich aber zumindest ein qualitativer Zusammenhang her-
stellen.

Abbildung 7 Zugkraft-Verlauf in Element A (li., S1) und Element C (re., S2) [KON-99]

Weiterhin wurden die Verläufe der Kräfte in den Druckstäben B und D ge-
messen. Diese sind in Abbildung 8 dargestellt. Der Verlauf in Element D bes-
tätigt die analytische Berechnung, während Element B deutliche Differenzen
zeigt.
1 Einleitung und Problemstellung 15

Abbildung 8 Druckkraftverläufe in Element B (li., S1) und Element D (re., S2) [KON-99]

Neben zwei vertikalen Lastfällen wurde auch ein horizontaler Lastfall aufge-
bracht. Abbildung 9 zeigt den Kraft-Verformungs-Verlauf und den Kräfte-
Verlauf. Diese Ergebnisse zeigen ebenfalls eine Differenz zu den Berech-
nungen.

Abbildung 9 Verlauf der Zug- und Druckkräfte in Element E (li.) und Element F (re.),
Horizontale Verschiebung Knoten 7 (u.) [KON-99]

KONO stellt zwei Beobachtungen fest: Zum einen sind die gemessenen und
berechneten Kurven ähnlich, es bestehen aber zum Teil große Differenzen.
Zum anderen sind die Kurven nicht glatt und zeigen ein klares Hysterese-
Verhalten. Weiterhin vermutet er, dass die Anschlüsse der Knotenpunkte und
die vereinfacht gelenkig angenommene Lagerung auf den Stützen Einfluss
auf die beobachteten Vorgänge nehmen.
1 Einleitung und Problemstellung 16

HANAOR vom Technion-Israel Institute of Techn., Haifa, Israel, führte eben-


falls analytische und experimentelle Untersuchungen an einem double-layer
tensegrity grid (DLTG, Abbildung 10) durch. [HAN-91]

Abbildung 10 Ansicht und Schnitt des Versuchs-Modells [HAN-91]

Diese Struktur bestand ebenfalls aus sieben zusammengesetzten Modulen.


Die Module wurden einzeln hergestellt, vorgespannt und dann miteinander
verbunden. Für die Berechnung wurden zwei verschiedene analytische Mo-
delle entwickelt. Das eine beruht auf kleinen linearen Verschiebungen, das
andere auf großen nicht-linearen Verschiebungen. Bereits vorher wurden
Versuche an einem verkleinerten Modell durchgeführt, das aus nur drei Ele-
menten bestand. Daraus konnte abgeleitet werden, dass die Systemsteifig-
keit und das Tragverhalten mit dem linearen analytischen Modell
einigermaßen übereinstimmten, aber die internen Kräfte einzelner Bauteile
wesentlich von den vorhergesagten Werten abwichen.
1 Einleitung und Problemstellung 17

In diesem Versuch wurde das Modell mit Dehnmessstreifen versehen, um


die Kräfte zu messen. Die Verschiebungen wurden mit Wegaufnehmern er-
fasst. Vier Durchläufe wurden absolviert. Drei hatten unterschiedliche Vor-
spanngrade, um den Einfluss der Vorspannung auf die Systemantwort zu
erfassen, während im vierten Durchlauf die maximale Traglast bestimmt wer-
den sollte. Die Vorspannung wurde durch Verlängerung von Gewindestan-
gen realisiert, die an den Enden der Druckstäbe angebracht waren. Obwohl
die Vorspannkräfte in allen Stäben identisch sein sollten, wiesen sie Streu-
ungen auf. (Abbildung 11, links)

Abbildung 11 zeigt die Kraft-Verschiebungs-Kurve für die verschiedenen Ver-


suchsdurchläufe. HANAOR interpretiert seine Ergebnis folgendermaßen: Ers-
tens unterschätzt die lineare analytische Berechnung die Steifigkeit des
DLTG. Die auftretenden Verformungen sind kleiner als die durch das Be-
rechnungsmodell vorhergesagten Werte. Das nicht-lineare Modell kann die
Last-Verschiebungs-Kurve gut abbilden. Zweitens treten Unterschiede in den
gemessenen internen Kräften auf. Die Kräfte wachsen stärker bei Belastung
an, als mit dem einfachen Modell vorhergesagt, und dieser Effekt verstärkt
sich, je kleiner die aufgebrachte Kraft ist. Die nicht-lineare Berechnung über-
schätzt die gemessenen Druckkräfte und unterschätzt die gemessenen Seil-
kräfte. Und drittens als Konsequenz seiner Ergebnisse fordert er, dass die
Analyse auf einem nicht-linearen analytischen Modell basieren muss, mit
Berechnung nach Theorie 2. Ordnung. Eine lineare Berechnung ergibt i. A.
eine unsichere Dimensionierung der Struktur. [HAN-91]
1 Einleitung und Problemstellung 18

Abbildung 11 links: durchschnittlicher Kraft-Verlauf


rechts: Last-Verschiebungs-Kurven (a) Test 1; (b) Test 2; (c) Test 3;
(d) Test 4 (Ultimate Load) [HAN-91]
1 Einleitung und Problemstellung 19

KAWAGUCHI vom Institute of Industrial Science, University of Tokyo, Japan,


studierte das Verhalten von Tensegrity-Strukturen mit drei Druckstäben
[KAW-01]. Weil über das Tragverhalten von Tensegrity-Strukturen als Ele-
mente im Bauwesen wenig Erfahrung vorhanden ist, wurden als erstes ana-
lytische Parameterstudien an drei verschiedenen Modellen durchgeführt. Die
Modelle waren 8 m hoch, die Seitenlänge des unteren Dreiecks betrug ca. 12
m und die Seitenlänge des oberen Dreiecks ca. 5 m (Abbildung 12).

Abbildung 12 Drei Modellvarianten [KAW-01]

Mittels numerischer Berechnung wurde das Last-Verformungsverhalten un-


tersucht. Dabei wurde die Berechnung beendet, wenn die Fließspannung
erreicht war; der Ausfall von Seilen wurde ebenfalls berücksichtigt.

Alle Kurven in Abbildung 13 zeigten ein nicht-lineares Verhalten. Modell 1


und 2 hatten in etwa das gleiche Last-Verformungsverhalten. Bei 1 konnte
ein Verdrehen der horizontalen, parallelen Dreiecke beobachtet werden. Mo-
dell 2 hatte eine geringere Tragfähigkeit als 1 und 3. Interessant war, dass
sich Modell 3 bis 50 kN sehr steif verhielt, bis die Seile T4 schlaff wurden.
Danach zeigte sich ebenfalls ein nicht-lineares Verhalten. Dies kann dadurch
erklärt werden, dass diese Seile anfangs die Druckkräfte aufnehmen, bis die
Vorspannung abgebaut wird, und sich dann die Kräfte umlagern.

Nach der numerischen Studie wurde ein Versuch an Modell 3 in Originalgrö-


ße durchgeführt. Problematisch erwies sich das Einstellen der Vorspannkräf-
te. Modell 3 hat drei unabhängige Vorspannzustände, während Modell 1 nur
einen Zustand besitzt. Deshalb wurde zuerst Modell 1 gebaut und nur durch
das Einstellen von einem Seil vorgespannt. Danach wurden die T4-Seile an-
gebracht und mit Spannschlössern gleichzeitig vorgespannt. Hier waren auch
hohe Drehmomente notwendig, um die Schlösser zu verstellen.
1 Einleitung und Problemstellung 20

Abbildung 13 Last-Verformungskurve unter vertikaler Last [KAW-01]

Mittels Dehnmessstreifen wurden alle Dehnungen der Bauteile in Echtzeit


gemessen, so dass die Kräfte interaktiv eingestellt werden konnten. In
Abbildung 14 ist die Verteilung der Kräfte in den einzelnen Bauteilen darge-
stellt und mit den analytischen Werten verglichen.

Abbildung 14 Verteilung der Kräfte in den Bauteilen [KAW-01]

Die gemessenen Werte stimmen gut mit den analytischen Werten überein.
Um die Zugkraft in T1 von 30 kN zu 155 kN zu erhöhen, mussten die T4-
Seile um 8 cm gekürzt werden.

Es zeigt sich, dass mit Hilfe von Echtzeit-Messung die gewünschten Vor-
spannkräfte erfolgreich eingestellt werden können. Zudem erweist sich Mo-
dell 3 als sehr steif und mit ausreichender Redundanz.
1 Einleitung und Problemstellung 21

LUO, GANG und TING führten Untersuchungen an der Zehjiang University,


China durch [LUO-04]. Die Struktur wird als tensegrity propagiert, doch ist in
Abbildung 15 deutlich zu erkennen, dass sich zum einen mehrere Druckstä-
be an einem Knoten treffen und dass man zum anderen nicht von einer ge-
lenkigen Lagerung der Seile und Stäbe ausgehen kann. Das Modell bestand
aus kombinierten, flachen, quadratisch-prismatischen Tensegrity-Modulen.
Die Vorspannung wurde durch das Einschrauben der Seilanschlüsse in den
Knotenpunkten eingeleitet.

Abbildung 15 Ansicht der Tensegrity-Struktur [LUO-04]

Die Ergebnisse der Versuche zeigten, dass es sich bei dieser Struktur um ein
so genanntes nicht-konservatives System handelt. Das bedeutet, dass sich
die Steifigkeit der Struktur bei steigender Belastung ändert und nach Ende
der Belastung Residual-Kräfte und Verformungen im Modell verbleiben.
Abbildung 16 zeigt den Knoten-Verschiebungs-Verlauf des Knoten 1 und den
Seilkraftverlauf der Position 3. Bei den Verschiebungen lässt sich ein fast
linearer Verlauf erkennen, während die Seilkraftänderung sehr nicht-linear
abläuft. Auch sieht man, dass die Verformungen nicht auf Null zurückgehen
und die Seilkraft oberhalb des Ausgangswerts verbleibt.

Der Vergleich zwischen gemessenen und berechneten Werten ist in


Abbildung 17 dargestellt. Der Verlauf der experimentellen Verschiebungen ist
nach anfangs flachem Verlauf ähnlich den theoretischen. Gegensätzlich sieht
es bei der Seilkraft aus. Nach linearem Verlauf treten ab Laststufe zwei Ab-
weichungen auf.
1 Einleitung und Problemstellung 22

Abbildung 16 Knoten-Verformung Knoten 1 und Seilkraftverlauf Pos. 3 [LUO-04]

Abbildung 17 Vergleich der Verschiebung (li.) und der Seilkraftänderung (re.) [LUO-04]

Die Autoren dieses Artikels zeigten sich zufrieden mit ihren Ergebnissen. Die
Verläufe sollten aber kritischer beurteilt werden. So konnte eine Ähnlichkeit
der Verschiebungs- und Kraftverläufe festgestellt werden. Doch stimmten
diese quantitativ mit den berechneten Werten nicht überein.

Alle durchgeführten Experimente zeigen, dass es sehr oft Abweichungen


zwischen berechneten und gemessenen Werten gibt. Verantwortlich dafür
sind die Annahmen der Modellbildung für die Berechnung einer Tensegrity-
Struktur, weniger das Material- und Querschnittsverhalten. KAWAGUCHI kann
ein erfolgreich durchgeführtes Experiment vorweisen.
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 23

2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik

2.1 Allgemeines
HOSSDORF erklärt in seinem Buch die Frage nach dem Sinn der Modellstatik:

„Der Modellversuch soll dem entwerfenden Ingenieur ein wissenschaftlich


vollwertiges Werkzeug in die Hand geben, welches ihm erlaubt, mit seinen
konstruktiven Entwürfen frei von den Fesseln sehr begrenzter theoretischer
Kenntnisse der Mechanik in den Bereich der uns noch verborgenen Vielfalt
physikalisch möglicher, baulicher Strukturen vorzudringen.“ [HOS-71]

Um diese Aussage zu bewerten, muss berücksichtigt werden, dass er sein


Buch im Jahre 1971 schrieb, und damals die Berechnung komplexer Syste-
me nicht immer möglich war. Die Modellstatik war das einzige Hilfsmittel, um
das Tragverhalten komplizierter Tragwerke zu untersuchen und Schwach-
punkte aufzudecken. Computer gab es nur in Rechenzentren und waren
nicht jedem zugänglich.

HOSSDORF versucht die Notwendigkeit der Modellstatik zu begründen. Ein


Argument ist die klassische Ausbildung der Bauingenieure. „Von jenen
Hochschulen (die technischen Hochschulen alten Typs, Anm. d. Verf.)
kommt der Ingenieur mit der irrigen Vorstellung in die Praxis, alle anfallenden
Aufgaben sollten analytisch gelöst werden können. Die Grenzen unserer
Theorien wurden ihm schamhaft verschwiegen.“ [HOS-71]

In großer Weitsicht erkannte er aber auch, dass der Computer einen größe-
ren Stellenwert einnehmen wird. Und er hatte Recht. Mit der heutigen Soft-
ware bestehen zwar unendliche Möglichkeiten, Tragwerke zu entwerfen und
zu berechnen, auf beliebig viele Stellen genau. Doch gerade deswegen be-
steht die Notwendigkeit, Modellversuche durchzuführen, da das interne
Computer-Modell auch nur ein Modell der Realität darstellt, aber man nicht
immer genau vorhersagen kann, wie sich etwas in der Realität verhalten
wird. Aus diesem Grund soll ein modellstatischer Versuch an einer Tensegri-
ty-Struktur durchgeführt werden.
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 24

2.2 Ähnlichkeitsmechanik
„Die Modellstatik hat die Aufgabe, die an einem geometrisch ähnlichen meist
verkleinerten Modell eines Tragwerkes ähnlich nachgeahmten Beanspru-
chungen durch Messung zahlenmäßig zu ermitteln.“ [MÜL-71]

Mit der Durchführung von Versuchen soll auf das Verhalten des wirklichen
Bauwerks geschlossen werden. Der Zusammenhang zwischen Modell(M)
und Hauptausführung(H) wird durch die Modell- oder Ähnlichkeitsgesetze
beschrieben. Diese besagen, dass physikalische Effekte ähnlich ablaufen,
wenn diese an einem geometrisch ähnlichen System unter der Wirkung glei-
cher physikalischer Ursachen stattfinden. In physikalischen Formeln werden
Wechselwirkungen zwischen physikalischen Maßgrößen in Form von Po-
tenzprodukten beschrieben. Die Formeln sind allgemein gültig und unabhän-
gig von jeglichem Größeneinfluss. [MÜL-71]

Maßgrößen werden in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe umfasst die
fünf frei gewählten, unabhängigen Grundgrößen (Länge l, Kraft P, Zeit t,
Temperatur ϑ und Elektrizitätsmenge Q), auf denen sich ein System der
Maßeinheiten aufbauen lässt. Gruppe zwei besteht aus den Definitionsgrö-
ßen, die aus Definitionsgleichungen zusammengeführt werden (z.B. Moment
M = P · l) und deren Einheiten sich als Potenzprodukte der Grundeinheiten
ergeben und als Ableiteinheiten bezeichnet werden. Neben diesen Maßgrö-
ßen werden auch Stoffbeiwerte in Gleichungen verwendet. Diese stellen ein
Charakteristikum eines Materials dar, wie z.B. der Elastizitätsmodul und wer-
den ebenfalls mit Ableiteinheiten beschrieben. [MÜL-71]

Werden die Grundgrößen für die Beschreibung eines Vorganges in einer


Hauptausführung H und einem Modell M verwendet, so haben diese unter-
schiedliche Werte aufgrund der unterschiedlichen Geometrie. Die Größen
werden für Hauptausführung H bezeichnet als lH, PH, tH, ϑH, QH und für Mo-
dell M als lM, PM, tM, ϑM, QM. Die Verhältnisse zwischen den jeweiligen Grö-
ßen werden mit V indiziert und haben einen eigenen Zahlenwert, der sich
von den anderen unterscheidet.

lM P t ϑ Q
lv = , Pv = M , t v = M , ϑv = M , Qv = M
lH PH tH ϑH QH
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 25

Bleibt nun aber jeder einzelne Wert während des physikalischen Vorganges
im System M und H konstant, dann sind die Vorgänge in M und H vollkom-
men ähnlich. Die fünf Verhältniszahlen werden als Ähnlichkeits- oder Über-
tragungsverhältnisse oder kurz als Maßstäbe bezeichnet. Weil die
abgeleiteten Werte mit den Grundeinheiten gemessen werden, sind auch bei
Erfüllung der fünf Bedingungen, diese zwischen H und M ähnlich. [MÜL-71]

2.3 Strenge Ähnlichkeit


Für die Baustatik relevante Grundgrößen sind Länge l, Kraft P, Zeit t und
Temperatur ϑ. Die Zeit t wird i. Allg. im Rahmen von zeitabhängigen Vorgän-
gen wie Kriechen und Schwinden verwendet. Weiterhin sind die Stoffbeiwer-
te wichtig, welche bei der Verknüpfung der Grundgrößen in physikalischen
Ansatzgleichungen auftreten. Erwähnenswert sind folgende Beiwerte:

E, µ, γ verknüpfen l und P,

α verknüpft l und ϑ,

λ, k, c verknüpfen l, ϑ und t

Dabei wird vorausgesetzt, dass die Stoffbeiwerte unabhängig von den betei-
ligten Grundgrößen sind und man den Werkstoff deswegen als homogen und
isotrop betrachtet. [MÜL-71]

„Vollkommene Ähnlichkeit verlangt, dass für alle beteiligten Maßgrößen je ein


einheitlicher orts-, richtungs- und zeitunabhängiger Maßstab vorliegt, und
zwar sowohl für die Grundgrößen (lV, PV, tV und ϑV) als auch für die abgelei-
teten Maßgrößen (z.B. σV, εV) und die mit ci bezeichneten Stoffbeiwerte (ciV).
Diese Maßstäbe können nun nicht alle unabhängig voneinander frei gewählt
werden, sondern sie sind durch Modellgesetze verknüpft. […] Bei strenger
Ähnlichkeit sind ohne weiteres auch Modelluntersuchungen von Stabilitäts-
problemen und bei großen elastischen Verformungen möglich.“ [MÜL-71]

Ein einfaches Beispiel aus der Baustatik ist ein Einfeldträger mit Einzellast.
Zwei geometrisch ähnliche Balken werden an homologen Punkten belastet,
die Spannungen werden an homologen Punkten ermittelt und untereinander
verglichen (Abbildung 18). [HOS-71]
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 26

PM PH

σΜ , b M , h M σΗ , b H , h H

dM eM dH eH
lM lH

Abbildung 18 Beispiel geometrisch ähnlicher Einfeldträger [HOS-71]

Die Biegespannungen an den Einfeldträgern ergeben sich zu

M M PM d M eM 6
σM = = · und
WM lM bM hM 2

M H PH d H eH 6
σH = = · .
WH lH bH hH 2

Wegen der vorausgesetzten geometrischen Ähnlichkeit können die Längen d


e, l, b und h für Modell und Hauptausführung mit der Verhältniszahl lV inein-
ander übergeführt werden.

d H eH d M eM
2
= lV 2
l H b H hH l M bM hM 2

Dieser Ausdruck kann in die Gleichung für σ Η eingesetzt werden, so dass


sich ergibt

PH d M eM PH 2
σH = 6 lV 2 = σ M lV .
l M bM hM 2 PM

Wenn die Geometrie mit einem einheitlichen Maßstab lV skaliert wurde, so


kann die am Modell gemessene Spannung σ M mit dem Längenmaßstab lV
und dem Verhältnis der Kräfte PH/PM auf die Spannung der Hauptausführung
σ H umgerechnet werden.
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 27

2.4 Erweiterte Ähnlichkeit


Wenn die Lösungsgleichung in geschlossener mathematischer Form vorliegt,
so kann man von der vollkommenen Ähnlichkeit zwischen H und M abwei-
chen. Die Gleichung muss als Ergebnis das gleiche Zahlengesetz und die
gleiche Kenngröße haben. Dimensionsgleiche Größen können dann unter-
schiedliche Maßstäbe besitzen. [MÜL-71]

Ein Beispiel hierfür ist die Durchbiegung f eines Balkens bei verschiedener
Querschnittsform aber gleichem Trägheitsmoment. Die Durchbiegung eines
Balkens an einem Modell soll der Hauptausführung geometrisch ähnlich sein.
Die Formel für f unter Gleichstreckenlast p eines gelenkig gelagerten Balkens
lautet:

5 l4
f = ·p·
384 EI

Bei Division der Formel für H und M ergibt sich:

lV4
f V = pV · .
EV I V

Weil die Durchbiegung geometrisch ähnlich sein soll, ist fV = lV, und man er-
hält als Maßstabsgleichung

pV lV3
= 1.
EV I V

Daraus lässt sich ableiten, dass die Kenngröße Kf bei der geforderten geo-
metrischen Ähnlichkeit der Biegelinien für M und H den gleichen Zahlenwert
haben muss.

pl 3
Kf =
EI

Bei vollkommener Ähnlichkeit wäre mit der Wahl von lV auch IV festgelegt, da
dann Iv = lv4 sein muss. Da im vorliegenden Fall jedoch der analytische Zu-
sammenhang zwischen den einzelnen Größen bekannt ist, kann IV unab-
hängig von lV gewählt werden, wenn nur die Maßstabsgleichung erfüllt ist.
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 28

Bei einem Balken mit Rechteckquerschnitt können die Maßstäbe EV, lV, bV
und hV frei gewählt werden, womit sich dann für Belastungen, Spannungen
und Dehnungen folgende Maßstäbe ergeben, wenn die Biegelinie geomet-
risch ähnlich sein soll:

EV bV hV3 hV hV
pV = , σV = · EV , εV = .
lV3 lV lV

Die Erweiterung der strengen Ähnlichkeit besteht in diesem Beispiel darin,


dass für Größen gleicher Dimensionen wie Länge, Breite und Höhe ver-
schiedene Maßstäbe gewählt werden können; dies hat aber zur Folge, dass
dann der Maßstab der dimensionslosen Größe ε nicht mehr 1 ist.

2.5 Angenäherte Ähnlichkeit


Durch Ungenauigkeiten bei der Modellherstellung, durch Inhomogenitäten
des Materials, durch Änderung des E-Moduls infolge Temperatureinwirkung
und ähnlichen Einflüssen, liegt in der Realität nur eine angenäherte Ähnlich-
keit vor. Zusätzlich kommt noch die Vernachlässigung von Nebeneinflüssen
durch die Erweiterung der Ähnlichkeit vor, beispielsweise die Schubverfor-
mung bei der Durchbiegung eines Balkens.

MÜLLER beschreibt eine Möglichkeit, den Einfluss der angenäherten Ähnlich-


keit auf die wirkliche Hauptausführung abschätzen zu können. Man kann die
am Modell gewonnenen Ergebnisse zunächst gedanklich auf eine idealisierte
Hauptausführung übertragen. Diese entspricht in ihren hauptsächlichen Ab-
messungen der wirklichen Hauptausführung und besitzt auch den gleichen
E-Modul wie diese, d.h. alle Vereinfachungen, die am Modell gegenüber dem
wirklichen Bauwerk getroffen wurden, sind auch bei der idealisierten Haupt-
ausführung vorhanden. Deshalb lassen sich die am Modell gefundenen
Messergebnisse exakt auf sie übertragen, denn zwischen beiden besteht
vollkommene physikalische Ähnlichkeit. Anschließend wird in Gedanken der
Übergang von der idealisierten zur wirklichen Hauptausführung vollzogen.
[MÜL-71]

Dieses Vorgehen findet sehr oft statt, denn jede Berechnung in der elemen-
taren Statik oder in der Elastizitätstheorie wird an einer idealisierten Haupt-
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 29

ausführung durchgeführt, die, wie in der Modellstatik, vereinfacht wurde. Ein


Beispiel ist der Stahlbeton. Die Schnittgrößen werden an einer idealisierten
Hauptausführung berechnet, die aus einem ideal-elastischen homogenen
und isotropen Werkstoff besteht. Die wirkliche Hauptausführung unterschei-
det sich hiervon beträchtlich. Nicht nur, dass ein Verbundquerschnitt vorliegt,
bei dem Zug- und Druckspannungen von verschiedenen Werkstoffen aufge-
nommen werden, sondern Stahlbeton hat auch keine lineare σ-ε-Linie und ist
in gerissenem Zustand weder homogen noch isotrop. [MÜL-71]

2.6 Modellstatische Versuche an Seiltragwerken


Auf Zug beanspruchte Elemente weisen meist einen geringeren Querschnitt
auf als biegebeanspruchte Elemente. Das bedeutet aber auch, dass Längs-
dehnungen einen stärkeren Einfluss nehmen, und deswegen Berechnungen
nach Theorie 2. Ordnung erforderlich werden. Der lineare Zusammenhang
zwischen Lasten und Schnittgrößen besteht nicht mehr. „Bei modellstati-
schen Untersuchungen solcher Tragwerke muss daher strenge Verfor-
mungsähnlichkeit zwischen M und H vorliegen; Dehnungsübertreibung als
Erweiterung der Ähnlichkeit ist unzulässig.“ [MÜL-71]

Diese Einschränkung muss bei der Wahl des Modellseiles berücksichtigt


werden. Wichtig ist nämlich die Affinität zwischen den σ-ε-Linien des M- und
H-Materials. Die Dehnungsgleichheit εV = 1 fordert

PV = E ' S ,V · AS ,V ,

wobei E’S,H der ideelle E-Modul des H-Seiles ist, der aus der Beziehung

σ H · AH = PH = ε H · E ' H · AH

ermittelt wird. E’S,M kann auch dann, wenn es sich im Modell um einfache
Drähte handelt, nicht ohne weiteres gleich dem E-Modul des Drahtmaterials
gesetzt werden, da bei dünnen Drähten das Last-Dehnungs-Verhalten vom
Drahtdurchmesser abhängt. E’S,M muss durch Versuche bestimmt werden.
[MÜL-71]
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 30

Eine Erweiterung der Ähnlichkeit ist nur dahingehend zulässig, dass

AS ,V ≠ lV2

gewählt werden kann. Dies bedeutet, dass der Flächenmaßstab und der
Längenmaßstab unterschiedlich sein können, weil der Ausdruck E´S AS als
Seilbeiwert aufgefasst werden kann. Somit ist es auch möglich, andere Seil-
durchmesser zu verwenden, die nicht mit dem globalen Maßstab lv skaliert
werden.

MÜLLER gibt eine Übersicht über Modellgesetze bei Seilwerken mit biegestei-
fen Elementen, die in Tabelle 1 dargestellt sind.

Tabelle 1 Modellgesetze für Sonderfälle durch Erweiterung der Ähnlichkeit [MÜL-71]


System Maßstäbe Abweichung Einschränkende
gegenüber Bedingung
frei gebunden bzw.
strenger
abgeleitet
Ähnlichkeit
Seilwerke mit lV ε S ,V = 1 µ ≠1 Biegesteife
biegesteifen Elemente:
Elemente, Vernachlässi-
Hängebrücken AS,V PV = E ' S ,V · ASV AS ,V ≠ lV2 gung der Nor-
mal-Kraft-
Th. 2. Ordnung
PV lV2 Verformung;
E’S,V I B ,V = hB ,V ≠ lV
E B ,V

hB ,V
EB,V ε B ,V = σ B ,V ≠ E B ,V
lV

µV hB4 ,V = I B ,V

W B ,V = hB3 ,V

AB ,V = hB2 ,V

uV = lV

σ S ,V = E ' S ,V

hB ,V
σ B ,V = E B ,V
lV
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 31

2.7 Zusammenfassung
Tabelle 1 zeigt in der zweiten Spalte die frei wählbaren Maßstäbe für Seil-
tragwerke mit biegesteifen Elementen. Diese sind der Längenmaßstab lV, der
Flächenmaßstab der Seile AS,V, der Vergleichsmaßstab des ideellen E-
Moduls der Seile E´S,V, der Vergleichsmaßstab des E-Moduls der biegestei-
fen Elemente EB,V und der Maßstab der Querdehnzahl µV. Aus diesen erge-
ben sich die gebundenen bzw. abgeleiteten Maßstäbe in der dritten Spalte.

Für die Geometrie wurde in dieser Arbeit ein einheitlicher Übertragungsmaß-


stab

lM 1
lv = =
lH 5

gewählt. Im vorliegenden Tensegrity-Modell wurde die gleiche Bauart von


Seilen und gleiches Material verwendet, so dass die Dehnungsgleichheit ge-
geben und der Maßstab E’S,V = 1 ist. Durch die Möglichkeit, dass Längen-
und Flächenmaßstab unterschiedlich sein können, sind zur Originalstruktur
unterschiedliche Seildurchmesser möglich. Dies kann durch den Maßstab

PV = E ' S ,V · AS ,V

berücksichtigt werden. In der Original-Voliere kommen Seile mit dem Durch-


messer von 16 mm und 22 mm zur Anwendung. In Tabelle 2 sind die Ver-
hältnisse der Flächen dargestellt. In der vierten Spalte stehen die Flächen,
die sich für den Faktor AS,V = lv² ergeben würden. Die Seile im M-Modell be-
sitzen als Durchmesser 4 mm und 5 mm. Daraus ergeben sich abweichende
Maßstäbe, die in Spalte 7 enthalten sind. Weil die Werte AS,V,neu unterschied-
lich sind, kann kein einheitlicher Maßstab PV für die Kräfte festgelegt werden.

Tabelle 2 Maßstäbe der Seile

Durchmesser Fläche A S, V Fläche Durchmesser Fläche A S, V,neu


d H in mm A H in mm² - A M,erf in mm² d M in mm A M,vorh in mm² -
16 152,81 1/25 = 0,04 6,112 4 9,550 0,0625
22 288,90 1/25 = 0,04 11,556 5 14,923 0,0517
2 Theoretische Betrachtungen zur Modellstatik 32

Ein weiteres Problem hierbei ist, dass neben Seilen auch Zugstäbe verwen-
det werden. Die Zugstäbe mussten aufgrund der Mindestherstellungslänge
von Seilen gewählt werden. Die E-Module der Stäbe und der Seile unter-
scheiden sich. Dies verletzt die Bedingung der gleichen Dehnungen. Daher
müssen bei dem Vergleich mit der Hauptausführung die Zugstäbe mit ihrem
E-Modul bei der FEM-Berechnung berücksichtigt werden.

Mit der Bedingung für die Trägheitsmomente der biegesteifen Elemente

2
PV lV2 E ' S ,V · AS ,V · lV
I B,V = =
E B ,V E B ,V

muss die Geometrie der Rohre festgelegt werden. PV wird durch die Dimen-
sionierung der Seile festgelegt, aber dieser Wert ist nicht einheitlich. Bei
Verwendung von PV = 0,0625 und damit

1· 0,0625 · 0,20 2
I B ,V = = 0,0025
1

ergeben sich folgende Werte, dargestellt in Tabelle 3.

Tabelle 3 Maßstäbe der Stahlrohre

Typ Trägheitsmoment I B, V Trägheitsmoment Typ Trägheitsmoment I B, V


4 4 4
- I H in cm - I M,erf in cm - I M,vorh in cm
219,0x10 3598 0,0025 8,995 42,4x4 8,99 0,0025
323,9x8 9910 0,0025 24,775 48,3x3,2 11,59 0,0012

Während das Stahlrohr 219,0x10 für die Riegel richtig skaliert wurde, ist das
Rohr 323,9x8 für die Stützen zu klein dimensioniert.

Die Festlegung der Geometrie erfolgte durch konstruktive Randbedingungen,


z.B. die Gewindestangen an den Riegeln oder die Seildurchmesser, die auf
die Anschlussbauteile (Schäkel, Gabeln) abgestimmt werden mussten.
Grundsätzlich können die Ergebnisse des Modellversuches auf die Original-
struktur übertragen werden. Doch lässt sich dafür kein einheitlicher Übertra-
gungsmaßstab finden. Deshalb muss man Abstriche bei der Genauigkeit der
Werte und der Verformungen hinnehmen.
3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 33

3 Statische Berechnung von Seiltragwerken

3.1 Allgemeines
Nach PEIL ist ein wesentliches Charakteristikum von Seilkonstruktionen die –
im Vergleich zu konventionellen Konstruktionen – relativ große Weichheit.
Sie ist bedingt durch mehrere Einflüsse [PEI-00]:

- Durch Verwendung hochfester Werkstoffe führen die aufnehmbaren


großen Kräfte (bei i. A. geringeren Verformungsmoduli als für üblichen
Baustahl) zu relativ großen elastischen Verformungen.

- Bei langen und schweren Einzelseilen treten darüber hinaus Zusatz-


verformungen auf, da das Seil bei Anwachsen der Längsbeanspru-
chung zunächst den immer vorhandenen Durchhang aus dem Seil
zieht. Dies führt zu einer weiteren Vergrößerung der Längsverformun-
gen.

- Bei nicht gewichtsaffiner Belastung hängt sich das Seil in eine neue
Gleichgewichtslage um.

3.2 Mechanische Eigenschaften von Seilen


Seile können unterschiedliche Querschnitte aufweisen. Neben Rundlitzensei-
len (c), offenen (a) und vollverschlossenen (b) Spiralseilen gibt es auch Zug-
glieder aus zueinander parallel zur Bündelachse laufenden Spanndrähten,
-litzen und -stäben (d).

(a) (b) (c) (d)

Abbildung 19 Querschnitte hochfester Zugglieder [PEI-00]

Wie in Abbildung 19 zu erkennen, bestehen Rundlitzen- und Spiralseile aus


einer großen Zahl von Einzeldrähten. Die einzelnen Lagen der Seile werden
3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 34

in jeweils entgegengesetzter Richtung geschlagen, um ein Aufdrehen bei


einer Zugbeanspruchung zu verhindern. Dadurch kreuzen sich die Seile, so
dass benachbarte Einzeldrähte sich gegenseitig beeinflussen und lokale
Querpressungen hervorrufen, die durch entstehende Querdehnungen zu ei-
ner zusätzlichen Verlängerung der Seile führen können. „Darüber hinaus sind
nicht alle Drähte exakt gleich lang, es braucht eine gewisse Verformung, bis
alle Drähte gleich mitwirken.“ [PEI-00]

Wegen dieser Eigenschaften ist es kaum möglich, das Verformungsverhalten


von Seilen zu bestimmen. In diesem Zusammenhang spricht die DIN 18800,
Element (426) auch von einer Dehnsteifigkeit, die sich aus einem Verfor-
mungsmodul und dem metallischen Querschnitt ergibt. „Der Begriff Elastizi-
tätsmodul wird für Seile nicht verwendet, da er eine Werkstoffkonstante und
keine „Bauteil“-Konstante ist (Seil = Bauteil aus Drähten).“ [PEI-00]

Wird ein Seil belastet, so schließen sich erst Spalten und Fugen zwischen
den Drähten. Bei weiter steigender Belastung kommt es zu den oben be-
schriebenen Querdehnungen, in Folge dessen sich das Seil verlängert. „Die
sich nach mehrmaliger Belastung im Seil einstellende bleibende Längenän-
derung wird als Seilreck bezeichnet.“ [PEI-00]. Um den Seilreck zu reduzie-
ren, werden Seile vorgereckt, d.h. sie werden vor dem Einbau bis höchstens
0,45 · fu,k nach DIN 18800 belastet. Wichtig ist dabei aber, dass dies vor dem
Einbau durchgeführt wird, da sich sonst das Vorrecken nach einer gewissen
Zeit wieder abbaut.

3.3 Tragsicherheitsnachweis von Seilen


Der Tragsicherheitsnachweis erfolgt nach DIN 18800 T.1: 1990-11. Hierbei
werden die vorhandene Zugkraft Z und die Grenzzugkraft ZR,d gegenüberge-
stellt:

Z
≤1
Z R ,d

Die Grenzzugkraft ergibt sich aus:

Z B ,k /(1,5 ⋅ γ M )
Z R ,d =
Z D , k /(1,0 ⋅ γ M )
3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 35

Wobei ZB,k die Bruchkraft und ZD,k die Dehnkraft ist. „Die Dehnkraft ist kein
Maß für die Sicherheit selbst, sondern bedeutet, dass sich das Seil auch un-
ter kurzzeitiger Belastung elastisch verhält und so keine Lastumlagerung auf
andere Bauteile stattfindet.“ [PEI-00]

Die Bruchkraft ZB,k kann entweder aus Berechnung oder aus Versuchen er-
mittelt werden. Bei der Berechnung sind verschiedene Faktoren zu berück-
sichtigen:

d ² ⋅π
cal Z B , K = Am ⋅ f u , k ⋅ k s ⋅ k e mit Am = f ⋅
4

Am ist der metallische Querschnitt mit Füllfaktor f aus DIN 18800 Tab. 10.
Dieser Faktor ist abhängig von der Seilkonstruktionsart. Für das Versuchs-
modell kommen nur offene Spiralseile mit zwei um den Kerndraht angeord-
neten Drahtlagen zur Verwendung. Der Füllfaktor f ergibt sich zu 0,76. Der
Verseilfaktor ks ergibt sich zu 0,88 nach Tab. 23 (DIN 18800-1) und der Ver-
lustfaktor ke zu 0,9 nach Tab. 24 (DIN 18800-1). In Tabelle 4 wird die Be-
rechnung der Bruchkraft für die verwendeten Seile dargestellt.

Tabelle 4 Übersicht der verwendeten Seile


∅ Füllfaktor Fläche Spannung Verseilfaktor Verlustfaktor Bruchkraft
d f Am fu,k ks ke cal Zb,k
mm mm² N/mm² kN
4 0,76 9,55 1.570 0,88 0,9 11,875
5 0,76 14,923 1.570 0,88 0,9 18,556

Aus diesen Faktoren lässt sich die zulässige Spannung für die FEM-
Berechnung errechnen. Wird der metallische Querschnitt als Fläche im Pro-
gramm eingegeben, so ergibt sich die zulässige Spannung zu:

σ R ,d = f u ,k ⋅ k s ⋅ k e (1,5 ⋅ γ m ) = 753,6 N/mm².


3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 36

3.4 Verformungsverhalten von Seiltragwerken


Seile besitzen ein nicht-lineares Kraft-Verformungs-Verhalten. Dies er-
schwert das Verformungsverhalten von Seiltragwerken einzuschätzen. Ande-
rerseits kann die Kraft-Verformungs-Kurve ab einem bestimmten
Vorspanngrad linearisiert werden. Dies wird im Folgenden erläutert.

Zuerst wird das lange Einzelseil unter Eigengewicht dargestellt und das
Tragverhalten erläutert. (Abbildung 20) [PEI-00].

H
x
z
f

A
s

Abbildung 20 Kräfte am Seil

Für jede beliebige Stelle des biegeschlaffen Seils gilt:

M ( x) − H · z ( x) = 0

Wenn das einwirkende äußere Moment gegeben ist, z.B. durch Vorgabe ei-
ner Gleichlast, lässt sich oben genannte Gleichung wie folgt schreiben:

x2
M ( x) = A · x − g − H · z ( x) = 0
2

Mit der Auflagerkraft A = g · s / 2 folgt:

g
z ( x) = ( s · x − x ²)
2· H

Die Horizontalkraft H kann mit Hilfe des Durchhangs in Feldmitte f bestimmt


werden:

⎛s⎞ g ⎛⎜ s 2 s 2 ⎞⎟ g ·s2
f = z⎜ ⎟ = · − und damit H=
⎝ 2 ⎠ 2 · H ⎜⎝ 2 4 ⎟⎠ 8· f
3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 37

Diese Gleichungen sind aber nur bei kleinen Durchhängen ausreichend, da


sonst die Voraussetzung g(x) = const. nicht mehr gilt. Bei größeren Durch-
hängen wächst das auf die Sehnenlänge projizierte Gewicht im Auflagerbe-
reich an und es gilt:

ds dx 2 + dz 2
g ( x) = g · = g · = g · 1 + z'2
dx dx

Die exakte Lösung führt auf die sog. Kettenlinie

H ⎛g ⎞
z= · (cosh⎜ · x ⎟ − 1) .
g ⎝H ⎠

„Bei statisch unbestimmten Aufgaben sind die Seilkräfte nicht mehr allein aus
Gleichgewichtsbedingungen bestimmbar. Die Seilkräfte werden nicht-linear
von den Kräften und den Verschiebungen abhängig.“ [PEI-00]

Am Beispiel eines Seils zwischen zwei festen Auflagern muss die Seillänge
im spannungslosen Zustand gleich dem Abstand der Auflagerpunkte sein. Es
muss sich den notwendigen Durchhang aus der Verlängerung infolge der
entstehenden elastischen Dehnung holen. Diese ist von der Kraft Hg abhän-
gig und beträgt

H g ·s
∆s 0,S ≈ .
E·A

PEIL ermittelt in [PEI-00] die Bogenlänge eines Seils unter Ansatz einer quad-
ratischen Parabel für kleinen Seildurchhang. Nach Integration und einer Rei-
hen-Entwicklung ergibt sich die Bogenlänge zu:

8 f2
b = s + ∆s 0, f bzw. b=s+ ·
3 s

Diese setzt sich aus der Seillänge s und der Verlängerung durch den Seil-
durchhang ∆s0,f zusammen. Der Durchhang f ergibt sich damit zu:

g 2 ·s 4
f 02 =
64·H g2
3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 38

Damit wird die Verlängerung durch den Seildurchhang ∆s0,f , die ebenfalls
abhängig von der Kraft Hg im Seil ist:

s3· g 2
∆s 0, f = .
24 · H g2

Der gesamte Durchhang ∆s0 bestimmt sich aus der Verlängerung infolge der
HOOKE´schen Dehnung ∆s0,S und der Verlängerung der Seillänge durch den
Durchhang ∆s0,f , d.h. es muss sein:

s·H g s3· g 2
∆s 0 = ∆s 0,s − ∆s 0, f = − =0
E·A 24 · H g2

Wird die Seillänge nach dem Einbau z.B. mit einem Spannschloss verändert,
ist ∆s0 nicht mehr gleich Null, sondern entspricht dieser Längenänderung. Die
Auswertung dieser Gleichung erfolgt an einem Beispiel aus [PEI-00]. Die
Seillänge wird durch ein Spannschloss verändert und der Einfluss auf die
Seilkraft untersucht. Die Seilkraft wird durch die Horizontalkomponente Hg
beschrieben.

Weiterhin gilt: Spannschlossverkürzung: ∆s0 < 0


Spannschlossverlängerung: ∆s0 > 0

Es stehen folgende Parameter zur Verfügung:

Sehnenlänge: s = 2700 cm
Seilgewicht: g = 8 · 10-4 kN/cm
Seilfläche: A = 10 cm²
E-Modul: E = 1,6 ·104 kN/cm²

In Tabelle 5 wird die Auswertung oben genannter Gleichung dargestellt. Das


Ergebnis ∆s0 wird in seine Anteile ∆s0,s und ∆s0,f zerlegt. Man erkennt, dass
die beiden Anteile abhängig von der Vorspannkraft sind. Bei steigender Vor-
spannkraft dominiert der Anteil aus der HOOKE´schen Dehnung ∆s0,s, während
bei kleinen Vorspannkräften der Anteil aus dem Seildurchhang ∆s0,f zunimmt.
Die Werte aus Tabelle 5 lassen sich auch in Diagramm 1 darstellen. Man
sieht deutlich das lineare Verhalten des Seiles bei stärkerer Vorspannung.
3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 39

Tabelle 5 Änderung der Seilkraft in Abhängigkeit der Spannschlosseinstellung

Seilkraft Hg Spannschlossweg ∆s0 ∆s0,s ∆s0,f


in kN in cm in cm in cm
9,2 -6,050 0,160 -6,200
10,0 -5,080 0,170 -5,249
11,2 -4,000 0,190 -4,184
12,8 -3,010 0,220 -3,228
15,0 -2,080 0,250 -2,333
19,0 -1,050 0,320 -1,454
32,0 0,030 0,540 -0,513
67,0 1,010 1,130 -0,117
121,0 2,010 2,040 0,036
179,0 3,000 3,020 -0,016
238,0 4,010 4,020 -0,010

Ve rlauf de r Se ilkraft in Abhängigke it de r


Spannschlosse inste llung
250,0

200,0
Kraft Hg in kN

150,0

100,0

50,0

0,0
-8,00 -6,00 -4,00 -2,00 0,00 2,00 4,00 6,00

Spannschloss-Änderung ∆ s 0 in cm

Seilkraftverlauf

Diagramm 1 Verlauf der Seilkraft in Abhängigkeit der Spannschlosseinstellung


3 Statische Berechnung von Seiltragwerken 40

Für die Berechnung mit der Finiten-Elemente-Methode (FEM) muss die Seil-
gleichung

s·H g s3· g 2
∆ s ,0 = ∆s 0,s − ∆s 0, f = − =0
E·A 24·H g2

für die Steifigkeitsmatrizen linearisiert werden. „Dies geschieht durch eine


TAYLOR-Reihe, die nach dem ersten Glied abgebrochen wird. Der gesuchte
Zustand ergibt sich dann aus dem Ausgangszustand (gekennzeichnet durch
einen Strich) und der linearen Änderung im Ausgangszustand.“ [PEI-00] Die
Dehnsteifigkeit E·A ist nicht mehr konstant. Sie ergibt sich wie folgt:

E·A
E·A =
l s2 E · A · q 2
1+ · 3
12 S

Bei großer Seilkraft S verschwindet der zweite Term im Nenner und nur der
übliche HOOKE´sche Anteil bleibt bestehen. „Seilnetze oder ähnliche Kon-
struktionen mit geringen Einzelseildurchhängen zwischen den Knotenpunk-
ten können deshalb wie Fachwerkstäbe mit Vorspannung berechnet
werden.“ [PEI-00] In Abbildung 21 ist die Linearisierung dargestellt. Sie kann
auch für das Abstimmen von Konstruktionen verwendet werden. Durch Ein-
stellen der Vorspannkraft in den steilen Ast der Kennlinie erhält man ein
überschaubares (linearisierbares) und steifes Tragverhalten. Bei der notwen-
digen inkrementell-iterativen Berechnung von Seiltragwerken erfolgt die Li-
nearisierung in jedem Rechenschritt.

Abbildung 21 Linearisierung [PEI-00]


4 Beschreibung der Voliere 41

4 Beschreibung der Voliere


Im folgendem Abschnitt wird der Aufbau der Versuchs-Voliere beschrieben.
Nachdem diese Tensegrity-Struktur kein geschlossenes System darstellt,
muss sie an Auflagerpunkten befestigt werden. Die Punkte werden durch
einen Stahlrahmen geschaffen.

4.1 Grundriss der Versuchs-Voliere


Die Voliere ist an sechs Punkten befestigt. Zwei Punkte liegen im vorderen
Teil (5,6), zwei Punkte im hinteren Teil (3,4) und weitere zwei bilden die zwei
Stützen (1,2). Die Stützen verlaufen durch die Punkte 1,7 und 2,8. Das lokale
Koordinatensystem liegt im Punkt 1, wobei die x-Achse durch die Punkte 1
und 2 definiert wird. Die y-Achse steht senkrecht auf x in Richtung zu
Punkt 5. Dargestellt in Abbildung 22 sind weiterhin alle Knoten, durch die die
Geometrie festgelegt wird.

4.2 Schnitt der Versuchs-Voliere


In Abbildung 23 ist der Vertikal-Schnitt durch das Modell dargestellt. Die posi-
tive z-Achse ist nach oben definiert. Durch beide Abbildungen kann man er-
kennen, dass sich die Druckstäbe nicht berühren, und es sich deswegen um
eine reine Tensegrity-Struktur handelt.
4 Beschreibung der Voliere 42

15 16
11 12

5 6
y

1 u. 7 x 2 u. 8
9 10
3 4
13 14

[mm]

Abbildung 22 Draufsicht mit Knotennummerierung

z
7 u. 8

15 u. 16
9 u. 10

11 u. 12 13 u. 14

y
5 u. 6 1 u. 2 3 u. 4

[mm]

Abbildung 23 Schnitt mit Knotennummerierung


4 Beschreibung der Voliere 43

4.3 Positionsplan der Seile


In Abbildung 24 und Abbildung 25 werden die Positionsnummern der Seile
gezeigt. In Tabelle 6 sind die einzelnen Positionen und Längen aufgelistet.

17 3

16 1

18 19 14 13 5 4

21 6

22 20 7 8
24 12 11 9
23 10

Abbildung 24 Draufsicht und Positionsplan

13
5 20
14 21
19 7
6
4
17 18
22
3 8

16 24 23
1 9 10

11
12

Abbildung 25 Schnitt und Positionsplan


4 Beschreibung der Voliere 44

Tabelle 6 Übersicht der einzelnen Positionen


Position Typ Durchmesser Länge
in mm in mm
1 Seil 4 1160
3 Zugstange 8 294
4 Seil 4 1536
5 Seil 4 1657
6 Zugstange 10 266
7 Zugstange 8 606
8 Zugstange 10 400
9 Seil 5 1287
10 Seil 4 1062
11 Seil 5 2141
12 Seil 5 2141
13 Seil 5 2467
14 Seil 5 2467
16 Seil 4 1160
17 Zugstange 8 294
18 Seil 4 1536
19 Seil 4 1657
20 Zugstange 8 606
21 Zugstange 10 266
22 Zugstange 10 400
23 Seil 4 1062
24 Seil 5 1287

4.4 Verwendete Materialien


Die Seile sind Edelstahlspiralseile 1x19 von der Firma CARL STAHL. Als
Durchmesser kommen vier und fünf Millimeter zum Einsatz. Sie wurden mit
verpressten Gabeln und Spannschloss geliefert. Durch die Spannschlösser
kann die Vorspannkraft in den Seilen eingestellt werden. Der verwendete
Werkstoff 1.4401 hat lt. Herstellerangabe einen Verformungsmodul von
130.000 N/mm² [CAR-04]. Die Seillängen wurden mit Hilfe von AutoCAD be-
stimmt. Zusätzlich mussten die Spannwege und die Länge der Schäkel be-
rücksichtigt werden.

Die Positionen 3, 6, 7, 8, 17, 20, 21 und 22 hatten eine Länge kleiner als 1,00
m. Nachdem aber Spannschlösser nötig sind und diese etwa eine Länge von
25 cm haben, konnten diese Positionen nicht als Seile hergestellt werden.
Deshalb wurden Zugstäbe aus Edelstahl verwendet. An diesen wurden die
Gabeln aufgeschraubt und damit die Länge eingestellt.
4 Beschreibung der Voliere 45

Für die Stützen werden Rohre 48,3 x 3,2 mm und für die Riegel 42,4 x 4 mm
aus dem Material S355 verwendet. An den Riegelenden waren Gewindestä-
be angeschweißt. Die Schäkel wurden auf diese Anschlüsse gesteckt und
mit Muttern und Scheiben fixiert. So konnte jeder in die entsprechende Rich-
tung ausgerichtet werden. Gleichzeitig schneiden sich die Seilrichtungen
nicht mehr in einem Punkt, so dass Versätze entstehen. In Abbildung 26 und
Abbildung 27 sind die typischen Anschlussdetails dargestellt.

Der Auflagerrahmen besteht aus HEB-120-Profilen, Material S235. Die ein-


zelnen Profile sind miteinander durch Stirnplatten verschraubt. Dieser Rah-
men verhält sich sehr steif gegenüber der Voliere, aber um die Einflüsse auf
das Gesamtsystem zu erfassen, wurde er im FE-Modell berücksichtigt. Die
Stützen wurden gelenkig am Rahmen gehalten. Hierfür wurden an den Stüt-
zenfüssen Halbkugeln angeschweißt, die mit CNC-Gefrästen Gegenstücken
eine Kalotte bildeten. Die Seile wurden mit Ringmuttern am Rahmen befes-
tigt (Abbildung 28). In dieser Abbildung sind auch die Spannschlösser der
Seile sichtbar.

Abbildung 26 Anschlussdetail Riegelende


4 Beschreibung der Voliere 46

Abbildung 27 Detailpunkt Stützenkopf

Abbildung 28 Detailpunkt Stütze und Seilanschluss am Auflagerrahmen


5 Rechenmodell und SLang 47

5 Rechenmodell und SLANG

5.1 Allgemeines
SLANG ist ein Finites-Element Programmsystem, dessen Entwicklung durch
Prof. CHRISTIAN BUCHER am Institut für Mechanik an der Universität Inns-
bruck, Österreich begann. Seit 1994 wurde es an der Bauhaus-Universität,
Weimar am Institut für Strukturmechanik weiterentwickelt. Die Vorzüge die-
ses Programms sind die Implementation von geometrisch-linearen und
–nicht-linearen finiten Elementen, die iterative und inkrementelle statische
und dynamische Analyse und die direkte Kontrolle des Berechnungsablaufs
und der Zugriff auf alle Ergebnisse durch den Benutzer. [BUC-04]

Nachdem in anderen FE-Softwarepaketen die Berechnungsschemata von


Tensegrity-Strukturen noch nicht enthalten sind, wurde dies von Dr. VEIT BAY-
ER in SLANG realisiert. Der Berechnungsvorschlag von SKELTON [SKE-01]
konnte hier eingebaut werden, da direkter Zugriff auf alle Knoten- und Ele-
menteigenschaften besteht. [BAY-04]

5.2 Modellierung
Die Modellierung der Voliere erfolgte mit dem Pre-Processor PRESLANG. Ein-
zelne Seil- und Stababschnitte wurden jeweils in acht Elemente unterteilt.
Alle Lagerungen wurden als Gelenke ausgebildet. Für die Seile werden die
Elemente GEO-TRUSS2N verwendet, für die Zugstäbe GEOROD und für die
Rohre GEOPIPE. Im Folgenden werden die Elemente näher beschrieben.
[BUC-04]

5.3 Element GEOTRUSS2N


Das Element GEOTRUSS2N ist ein isoparametrisches geometrisch nicht-
lineares Stabelement mit zwei Knoten. Als Materialeigenschaften können
linear-elastisches und bi-lineares Verhalten verwendet werden. Das Element
besitzt je Knoten drei Translations-Freiheitsgrade und einen Integrations-
punkt.
5 Rechenmodell und SLang 48

Abbildung 29 Element GEOTRUSS2N [BUC-04]

Sowohl die globalen inkrementellen Element-Verschiebungen als auch die


Geometrie werden zum Zeitpunkt t mit linearen Ansatzfunktionen interpoliert:
2
ui (r ) = ∑ hk (r ) ⋅ uik
k =1

wobei gilt, uik als die globalen Knoten-Verschiebungs-Komponenten mit


i = 1, 2, 3 und k = 1, 2 als Knotennummer des Elements. Die Interpolations-
funktionen hk sind gegeben durch:

1 1
h1 = ⋅ (1 − r ) und h2 = ⋅ (1 + r )
2 2

Das lokale Koordinatensystem wird beschrieben durch die Knoten eins und
zwei, die in der Querschnittsmitte liegen. Knoten eins definiert den Ursprung
des lokalen Koordinatensystems und Knoten zwei und drei die lokale r-s-
Ebene.

Abbildung 30 Lineare Ansatzfunktionen [BUC-04]


5 Rechenmodell und SLang 49

Nachdem Seile nur Normalkraft aufnehmen können, sind lineare Ansatzfunk-


tionen ausreichend. Denn diese können den konstanten Normalkraftverlauf in
einem Element exakt abbilden. Für das GEOTRUSS-Element wurde auch das
Verformungsverhalten in Abhängigkeit zur Vorspannkraft untersucht. Wie in
Abschnitt 3.4 beschrieben, haben Seile ein nicht-lineares Dehnungsverhal-
ten. In Diagramm 2 ist der Zusammenhang zwischen Durchhang und Vor-
spannkraft dargestellt. Das Verhalten wurde als Hilfsmittel für die
Optimierung der Vorspannkräfte verwendet. Ziel ist es, das alle Vorspann-
kräfte im hinteren, steilen und linearisierten Bereich liegen.

Seil-Kennlinie Seil Pos 10/23

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
-8,00E-08 -7,00E-08 -6,00E-08 -5,00E-08 -4,00E-08 -3,00E-08 -2,00E-08 -1,00E-08 0,00E+00

Durchhang in m

Kennlinie

Diagramm 2 Seilkennlinie des GEOTRUSS2N Pos.1

5.4 Element GEOROD


Das Element GEOROD ist ein geometrisch nicht-lineares Balken-Element mit
zwei Knoten in der generalisierten Koordinaten-Finite-Element-Formulierung.
Die Element-Knoten haben je drei Translations- und drei Rotations-
Freiheitsgrade. Die lokalen inkrementellen Element-Verschiebungen z zum
Zeitpunkt t werden mit einer Polynomfunktion dritten Grades interpoliert.
5 Rechenmodell und SLang 50

Abbildung 31 GEOROD-Element [BUC-04]

Das lokale Koordinatensystem wird beschrieben durch die Knoten eins und
zwei, die in der Querschnittsmitte liegen. Knoten eins definiert den Ursprung
des lokalen Koordinatensystems. Die Knoten eins, zwei und drei legen die
lokale x-y-Ebene fest. Das Element besteht aus vier Querschnittsebenen mit
jeweils vier Integrationspunkten, so dass sich insgesamt 16 Integrationspunk-
te ergeben.

Abbildung 32 Integrationspunkte GEOROD [BUC-04]

Normalerweise verhalten sich die Zugstäbe wie Pendelstäbe im System, da


sie nur gelenkig angeschlossen werden. Somit dürfte die Biegesteifigkeit ei-
nen geringen Einfluss auf die Berechnungsergebnisse haben. Deshalb wäre
es auch möglich, für die Zugstäbe GEOTRUSS2N-Elemente zu verwenden.
Nachdem bei den Seil-Kalibrierungen die Biegesteifigkeit in die Eigenfre-
quenz mit eingeht, werden die GEOROD-Elemente in späteren Berechnungen
verwendet.
5 Rechenmodell und SLang 51

5.5 Element GEOPIPE


Das Element GEOPIPE ist ein geometrisch nicht-lineares Balken-Element mit
zwei Knoten in der generalisierten Koordinaten-Finite-Element-Formulierung.
Die Element-Knoten haben je drei Translations- und drei Rotations-
Freiheitsgrade. Die lokalen inkrementellen Element-Verschiebungen z zum
Zeitpunkt t werden mit einer Polynomfunktion dritten Grades interpoliert.

Abbildung 33 GEOPIPE-Element [BUC-04]

Das lokale Koordinatensystem wird durch die Knoten eins und zwei be-
schrieben, die in der Querschnittsmitte liegen. Knoten eins definiert den Ur-
sprung des lokalen Koordinatensystems. Die Knoten eins, zwei und drei
legen die lokale x-y-Ebene fest. Das Element besteht aus vier Querschnitts-
ebenen mit jeweils acht Integrationspunkten, so dass sich insgesamt 32 In-
tegrationspunkte ergeben.

Abbildung 34 Integrationspunkte GEOPIPE [BUC-04]


5 Rechenmodell und SLang 52

Das GEOPIPE-Element wird für die Stahlrohre verwendet. Durch die nicht-
lineare Berechnung wird gleichzeitig Stabilitätsversagen berücksichtigt. In
den Berechnungen wurden aber keine Vorverkrümmungen oder Vorverfor-
mungen auf die Rohre aufgebracht. Für die Berechnung der Original-Voliere
muss dies aber nach DIN 18800-1 berücksichtigt werden.

5.6 Nicht-lineare Berechnung


Die Berechnung des Systems erfolgte mit der Software SLANG. Dr. VEIT
BAYER entwickelte die entsprechenden Algorithmen und implementierte sie.
Die Berechnung erfolgt in zwei Schritten. Mit der Routine TENSEXOPEN.S
können die benötigten Vorspannkräfte einer Tensegrity-Struktur ermittelt
werden. In der Routine TENSNLOPEN.S erfolgt die nicht-lineare FEM-
Berechnung. In Abbildung 35 ist der Berechnungsablauf dargestellt.

Pre-Processor PRESLANG

Geometrie, Material, Vernetzung

TENSEXOPEN.S

Aufstellen des Vorspannvektor t0

TENSNLOPEN.S

- Einlesen des Vorspannvektor t0

- Vorspannen aller Elemente

- Geometrisch-Nicht-Lineare
Berechnung

- Spannungs- und Verformungsaus-


wertung

Abbildung 35 Berechnungsablauf
5 Rechenmodell und SLang 53

TENSEXOPEN.S

Der Vorspannzustand ist von der Geometrie der Tensegrity-Struktur abhän-


gig, d.h. es existiert nicht für jede Geometrie ein gültiger Vorspannzustand.
Bei der Modellierung der Struktur müssen die Druck- und Zugstäbe identifi-
ziert werden.

Im nächsten Schritt erfolgt die Aufstellung der Knoten-Gleichgewichts-


Matrix A. Die Dimension beträgt (3·n,m). Wobei n die Anzahl aller Knoten ist,
multipliziert mit den drei Vektorkomponenten und m die Anzahl aller Elemen-
te im FE-Modell. Das Knoten-Gleichgewicht wird für die x-, y- und z-
Komponenten getrennt aufgestellt.

El . 1 El . 2 El . m
Kn . X 1
2
n
Kn . Y 1
A =
2
n
Kn . Z 1
2
n
Abbildung 36 Knoten-Gleichgewichtsmatrix A

Für jedes Element m werden die Koordinaten der zugehörigen Knoten (i,j)
ausgelesen. Daraufhin wird der Differenzvektor (diffij) zwischen den beiden
Knoten aufgestellt und normiert.

j
diffij
i
z rj diffij = rj – ri
y
ri
x
O norm(diffij) = diffij / ⎜diffij⎜

Abbildung 37 Vektoroperationen
5 Rechenmodell und SLang 54

Die Matrix A wird komponentenweise mit den normierten Differenzvektoren


belegt. Durch das Lösen des Eigenwertproblems kann der zugehörige Ei-
genvektor von A bestimmt werden. Für den Eigenwert λ ≈ 0 ist der zugehöri-
ge Eigenvektor ein normierter Vorspannvektor t0. Durch Skalierung dieses
Vorspannvektors t0 können die jeweiligen Elementvorspannkräfte bestimmt
werden.

TENSNLOPEN.S

Nachdem der Vorspannvektor t0 aufgestellt wurde, kann er in dieser Routine


eingelesen werden. Jetzt erfolgt der normale FE-Berechnungs-Ablauf durch
Aufstellen der Ausgangs-Steifigkeitsmatrix K0. In diesem Programm wird die
NEWTON-RAPHSON-Methode für die geometrisch-nicht-lineare Berechnung
verwendet.

Die Steifigkeitsbeziehung K · u = f setzt für lineare Probleme voraus, dass


K = const., das heißt unabhängig vom Beanspruchungsniveau des Materials
und des Verformungszustandes des Tragwerkes. Mit der Annahme linearen
Tragverhaltens kann damit das Gleichgewicht am unverformten System auf-
gestellt werden und alle äußeren Lasten bleiben richtungstreu. Zusätzlich
wird vorausgesetzt, dass es ein linear-elastisches Materialverhalten nach
HOOKE zwischen σ und ε gibt. [KÖN-03]

Nachdem aber bei Seiltragwerken zum einen große Verformungen zu erwar-


ten sind und zum anderen die Seile ein deutlich nicht-lineares Verhalten auf-
weisen, ist es nötig, das System geometrisch-nicht-linear zu berechnen. Für
dieses nicht-lineare Verhalten ist die Steifigkeit des Systems nicht mehr kon-
stant, sondern eine Funktion des Verformungszustandes: K(u) · u = f(u)

Die Lösung dieses Gleichungssystems muss jetzt iterativ erfolgen. Die Seil-
kräfte, die in der Steifigkeitsmatrix berücksichtigt werden, ändern sich in je-
dem Iterationsschritt. Deshalb muss die Matrix iterativ so lange verbessert
werden, bis die Abweichung zwischen vorausgesetzter Seilkraft für die Be-
stimmung der Steifigkeitsmatrix und der sich ergebenden Seilkraft hinrei-
chend genau ist. [PEI-00]
5 Rechenmodell und SLang 55

Eine weitere Konsequenz aus dieser Feststellung ist zum Beispiel die Ungül-
tigkeit des Superpositionsgesetzes. Sämtliche Lastfallkombinationen müssen
getrennt untersucht werden.

Für die iterative Berechnung findet die NEWTON-RAPHSON-Methode Anwen-


dung. Wie erwähnt, sind die Steifigkeitsmatrix und die Belastungen abhängig
von der Verschiebung u. Dieses nicht-lineare Gleichungssystem wird deswe-
gen iterativ gelöst. Im ersten Schritt wird die Steifigkeitsmatrix mit den be-
kannten Vorspannkräften aufgebaut. Mit dieser können mit Lösung des
Gleichungssystem die zugehörigen Verschiebungen ui berechnet werden
und damit auch die Seilsehnenlängenänderung. Weiterhin kann dann mit der
exakten Seilgleichung iterativ die tatsächliche Seilkraft ermittelt werden.

Aufgrund der Nichtlinearität führen die ermittelten Kräfte und Verformungen


zu einer Änderung der Steifigkeitsmatrix im nächsten Schritt. Mit dieser wird
erneut das Gleichungssystem gelöst und die Seilkräfte berechnet. Nachdem
diese wieder vom vorher berechneten Ergebnis abweichen, müssen diese
erneut verbessert werden. Die Steifigkeitsmatrix wird nun immer wieder mit
den berechneten Seilkräften neu aufgebaut, solange bis der Ausgangszu-
stand und das Ergebnis bis auf einen Abbruchfehler übereinstimmen.
[PEI-00]
6 Vorberechnung des Versuchmodells 56

6 Vorberechnung des Versuchmodells


Um die Bauteile zu dimensionieren, erfolgte eine Berechnung des Ver-
suchsmodells. Zunächst wurde das Modell mit PRESLANG modelliert und die
Elementeigenschaften wurden zugeordnet. Als Elemente für Seile und Zug-
stäbe wurden nur GEOTRUSS2N-Elemente verwendet. Die Rohre wurden mit
GEOPIPE-Elementen modelliert. Durch die gelenkigen Anschlüsse verhalten
sich die Zugstäbe wie Pendelstäbe, so dass der Anteil der Biegesteifigkeit
bei der dieser Berechnung vernachlässigt wurde.

6.1 Vorspannungsvektor
Mit der Datei TENSEXOPEN.S wurde der Vorspannungsvektor t0 aufgestellt.
Das Spannungsspiel der Seile soll im oberen linearisierten Ast der Seilkenn-
linie liegen. Daher wurden die Lastfälle berechnet und der Vorspannungsvek-
tor so ausgelegt, dass keine Spannungsüberschreitung durch die
Belastungen stattfindet, andererseits aber auch die Seile nicht schlaff wer-
den. (siehe auch Abschnitt 6.3)

6.2 Lastfälle
Für die Versuche sind fünf Lastfälle vorgesehen. Für diese wurden die Ver-
formungen und die Elementkräfte berechnet und ausgewertet.

12
12

10
13 14

Abbildung 38 Draufsicht des Versuchsmodell und Lasteinleitungspunkte


6 Vorberechnung des Versuchmodells 57

In Tabelle 7 sind die verschiedenen Lastfälle dargestellt. Je Lastfall werden


die belasteten Knotenpunkte und die jeweils einwirkenden Kräfte und Rich-
tungen beschrieben. Die Auswahl der Lastfälle ergibt sich aus den Möglich-
keiten in der Versuchshalle. Es konnten nur Druckkräfte aufgebracht werden.
Die Rahmen zur Befestigung der Lasteinleitung befanden sich parallel zu den
Punkten 13,14 und den Punkten 10,12.

Tabelle 7 Lastfälle für die geplanten Versuche


Lastfall Knoten 10 Knoten 12 Knoten 13 Knoten 14
1 - - + 500 N in y + 500 N in y
2 - - + 500 N in y -
3 -500 N in x -500 N in x - -
4 - -500 N in x - -
5 -600 N in x - - -

6.3 Beanspruchungsniveau der Seile


Die Seile haben, wie 3.4 beschrieben, ein nicht-lineares Kraft-Verformungs-
Verhalten. Das bedeutet, dass sich bei geringer Vorspannung große Verfor-
mungen einstellen, während bei hoher Vorspannung die Seile ein steiferes
Verhalten besitzen. Gleichzeitig gibt es einen Knick in der Seilkennlinie ab
einem bestimmten Beanspruchungsniveau. Danach zeigt sich ein Verhalten,
das linearisiert werden kann. Andererseits wenn die Kraft im Seil nachlässt,
wird das Seil schlapp und kann unter Umständen komplett seine Zugkraft
verlieren (Diagramm 2). Dies kann zum Kollaps des Modells führen.

Deshalb wurden folgende Versagenszustände definiert.

- Zustand 1: Das Seil erreicht seine maximale Zugspannung

- Zustand 2: Die Seilkraft kommt unterhalb des linearen Astes und droht
schlapp zu werden.

- Zustand 3: Die maximal zulässige Stahlspannung wird in den Stahl-


rohren erreicht.

Diese Kriterien wurden bei der Wahl des Vorspanngrades und der Höhe der
eingetragenen Last berücksichtigt. Für jede Seilposition wurden alle Lastfälle
6 Vorberechnung des Versuchmodells 58

ausgewertet und das Spannungsspiel in der zugehörigen Seilkennlinie ein-


gezeichnet. Um in den gewünschten steilen linearen Ast zu kommen, konnte
dann entweder die Vorspannung geändert, die Lasthöhe angepasst oder der
Seilquerschnitt geändert werden. Nach Abschluss der Dimensionierung
konnten dann auch die entsprechenden Seilanschlüsse ausgewählt werden.
Im folgendem Diagramm 3 wird exemplarisch der Lastbereich und die Seil-
kennlinie der Position 10 und 23 gezeigt.

Seil-Kennlinie Se il Pos 10/23

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
-8,00E-08 -7,00E-08 -6,00E-08 -5,00E-08 -4,00E-08 -3,00E-08 -2,00E-08 -1,00E-08 0,00E+00

Durchhang in m

Kennlinie Position 10 Position 23

Diagramm 3 Lastbereich in der Seilkennlinie


7 Seilkalibrierungskurven 59

7 Seilkalibrierungskurven

7.1 Möglichkeiten der Seilkraftmessung


Tensegrity-Strukturen bestehen aus vorgespannten Seilen. Daher ist es not-
wendig, die Kräfte in den Seilen genau einzustellen und während den Belas-
tungsversuchen zu kontrollieren. Hierfür gibt PEIL verschiedene
Möglichkeiten an. [PEI-00]

Bei größeren Bauwerken werden die Vorspannkräfte über Hydraulikzylinder


eingeleitet. Über die Zylinderkraft können die Seilkräfte gemessen werden.
Diese Möglichkeit fällt bei der Größe des Modells und der Vorspannkräfte
aus. Zum einen auf Grund der hohen Anzahl der benötigten Hydraulikzylin-
der, die bei der VTE nicht vorhandenen sind, zum anderen beschränkt sich
die Höhe der Kräfte auf maximal 2 t. Zusätzlich ist eine Befestigung der Zy-
linder am Versuchsmodell nur schwer zu realisieren. Außerdem kann dann
auch der Einfluss des Gewichtes der Zylinder nicht vernachlässigt werden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine Seilkraft über die Änderung einer de-
finierten Seillänge mit Wegaufnehmern zu messen. Die Wegaufnehmer wer-
den mit Manschetten an den Seilen befestigt. Für diese Methode sind
Kalibrierversuche mit dem gleichen Seiltyp notwendig, um eine hinreichend
genaue Messung zu gewährleisten.

Eine andere Methode verwendet die seilkraftabhängige Durchbiegung zwi-


schen zwei Messpunkten als Messgröße. Die Festpunkte werden durch das
Messgerät selbst geschaffen. Hier sind ebenfalls Kalibierversuche mit dem
gleichen Seiltyp erforderlich. Nach Rücksprache mit der Firma CARL STAHL
gibt es aber kein Messgerät für die verwendeten Seildurchmesser, zudem
liegt der Genauigkeitsbereich eines solchen Gerätes bei ±20 Prozent.

Die Möglichkeit, die Vorspannkräfte direkt mit Kraftmessdosen zu messen,


scheidet aus. Zum einen würden 22 Dosen benötigt werden, die bei der VTE
nicht vorhanden sind und für die Versuche angeschafft werden müssten. Die
Kosten hierfür würden sich auf ca. 15.000 € belaufen. Zum anderen können
7 Seilkalibrierungskurven 60

die Geräte nicht mehr ausgebaut werden und müssten permanent im Modell
verbleiben.

Die Messung mittels Dehnmessstreifen (DMS) bei Seilen scheidet ebenfalls


aus, „da die örtliche Drahtdehnung weit von der integralen Seildehnung ab-
weichen kann“ [PEI-00]. In den in Abschnitt 1.3 aufgeführten Versuchen wur-
den allerdings DMS verwendet.

Neben den bereits erwähnten Verfahren kann auch die Messung der Eigen-
frequenz eines Seiles als Messgröße der Vorspannkraft verwendet werden.
„Hierzu muss die Eigenfrequenz nach einer Anregung des Seiles (durch Auf-
schaukeln, Pendelschwingung) entweder ausgezählt werden, oder mit Hilfe
eines Messgerätes ermittelt werden. […] Wichtig ist hierbei, dass das Seil in
der ersten Eigenform schwingt.“ [PEI-00]

7.2 Messung der Seilkraft über die Eigenfrequenz


Aus den oben beschriebenen Möglichkeiten wurde die Messung der Eigen-
frequenz gewählt. PEIL gibt den Zusammenhang zwischen Kraft und Fre-
quenz in folgender Formel an: [PEI-00]

S = 4 ⋅ s 2 ⋅ f 12 ⋅ g s 9,81

Mit:

S Seilkraft in kN

s Sehnenlänge des Seils in m

gs Gesamtgewicht des Seiles, einschl. Beschichtung in kN/m

f1 1. Eigenfrequenz des Seiles in Hz

Um die Genauigkeit dieser Methode zu erfassen, wurde mit Hilfe des Pro-
grammsystems SLANG das Programm SEILTEST.S (Anhang C) erstellt.
Durch Vorgabe von Seillänge und Durchmesser bei vorhandenen Materialpa-
rametern kann der Zusammenhang zwischen Vorspannkraft und erster Ei-
genfrequenz dargestellt werden.

Die Peil-Kurve im Diagramm 4 entspricht den Werten, die mit oben genann-
ter Formel berechnet wurden. Die SLANG-Kurven ergeben sich aus der Fini-
7 Seilkalibrierungskurven 61

te-Element-Berechnung. Man kann erkennen, dass die analytischen und be-


rechneten Werte sehr gut übereinstimmen. Die Abweichung liegt unter einem
Prozent. Weiterhin lässt sich feststellen, dass das verwendete Element
GEOTRUSS2N die Dehnsteifigkeit sehr gut abbilden und so bei der FEM-
Berechnung verwendet werden kann.

Vergleich der berechneten Frequenzen Seil Pos. 11

80

70

60
Frequenz in Hz

50

40

30

20

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00

Laststufe in kN

Peil Slang ohne Masse Slang mit Masse

Diagramm 4 Zusammenhang zwischen Vorspannkraft und Frequenz, Seil Pos.11

Nach den ersten Kalibrierungsversuchen stellte sich aber heraus, dass die
gemessenen Werte nicht mit den berechneten Werten übereinstimmten.
Deshalb wurde bei der Berechnung mit SLANG ein zusätzlicher Massepunkt
in der Seilmitte eingebaut, der dem Gewicht des befestigten Beschleuni-
gungsaufnehmers entsprach. Durch diesen Eingriff stimmten die experimen-
tellen und berechneten Werte überein.

Da bei den Zugstäben neben der Dehnsteifigkeit auch die Biegesteifigkeit


Einfluss nimmt, kann die Formel von PEIL hier den Zusammenhang Vor-
spannkraft-Eigenfrequenz nicht beschreiben. Dies ist aus Diagramm 5 er-
kennbar, die Frequenzen aus der analytischen Formel liegen weit über
denen der FE-Elemente. Weiterhin ersichtlich ist der Einfluss der Biegestei-
figkeit. Das GEOTRUSS2N, das nur Dehnsteifigkeit besitzt und sich wie ein
Fachwerkstab verhält, liegt unterhalb der zu erwartenden Ergebnisse. Auch
wurde der Einfluss einer möglichen Einspannung der Zugstäbe am Auflager
7 Seilkalibrierungskurven 62

untersucht. Wie zu erkennen, liegen die Frequenzen des eingespannten Bie-


gestabes über den Frequenzen des gelenkig gelagerten Biegestabes.

Vergleich der berechneten Frequenzen Gewinde Pos. 3

200

180

160

140
Kraft in kN

120

100

80

60

40

20

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00

Verschiebung in m

Peil GeoRod ohne Einspannung GeoRod mit Einspannung Truss

Diagramm 5 Zusammenhang zwischen Vorspannkraft und Frequenz, Zugstab Pos. 3

7.3 Frequenzmessung
Die Frequenzmessung erfolgte mittels Beschleunigungsaufnehmern. Diese
wurden an die Seile festgeklemmt und dann wurde das Seil zum Schwingen
angeregt. Die angeschlossene Messtechnik kann das empfangene Zeitsignal
mittels der FAST-FOURIER-Transformation in den Frequenzbereich umwan-
deln. Aus dem erhaltenen Frequenzspektrum können die Eigenfrequenzen
abgelesen werden (Abbildung 39). Die Genauigkeit dieser Messung ist ab-
hängig von der Zeit-Abtastrate des Gerätes. Diese ist aber wiederum durch
das NYKVIST-Theorem beschränkt. [BUC-02]

Das Zeitsignal wird in diskreten Messwerten in einer gleichen Anzahl N Zeit-


intervallen mit der Länge ∆t aufgezeichnet. Um die Frequenz-Komponenten
eindeutig zu beschreiben, sind mindestens zwei Messwerte je Periode not-
wendig.
7 Seilkalibrierungskurven 63

Abbildung 39 Monitorausgabe der gemessenen Frequenzen

Nach dem NYKVIST-Theorem ergibt sich daraus eine minimal darstellbare


Periode von

Tmin = 2∆ t

bzw. eine minimale Frequenz von

1
f min = .
2∆ t

Als Folge ergibt sich eine maximale Grenze für die Frequenzdarstellung:

2π π
ϖ max = = .
Tmin ∆ t

Die maximale darstellbare Periode wird durch Tmax = N∆t definiert, die mini-
male Kreisfrequenz mit:

2π 2ω max
ϖ min = ∆ω = = .
N∆t N

In Tabelle 8 ist der Zusammenhang zwischen Messzeit und Frequenzauflö-


sung dargestellt. Die zu erwartenden Frequenzen bewegen sich im Bereich
zwischen 0 Hz bis 100 Hz für Seile und 0 Hz bis 200 Hz für die Zugstäbe.
Um diese Frequenzen darzustellen, darf die Messzeit maximal 8 s bzw. 4 s
betragen. Gleichzeitig ist aber auch davon die Frequenzauflösung abhängig.
7 Seilkalibrierungskurven 64

Würde man für die Seile das Gerät nur auf 4 s einstellen, so kann man eine
Genauigkeit von 0,25 Hz erwarten, während bei 8 s die Auflösung 0,125 Hz
beträgt. Die Einstellung des Messgerätes ist ein Kompromiss aus Messzeit,
maximal darstellbarer Frequenz und Frequenzauflösung. Für Seile wurde
eine Messdauer von 8 s verwendet, bei Zugstäben 4 s, wenn die Frequenzen
die 100 Hz-Grenze überschritten.

Tabelle 8 Zusammenhang Messzeit und Frequenzauflösung


Messzeit t ∆t Tmin fmin ωmin fmax ωmax
in s in ms in ms in Hz in rad/s in Hz in rad/s
2 0,98 1,95 512 3216,991 0,500 3,142
4 1,95 3,91 256 1680,495 0,250 1,571
8 3,91 7,81 128 804,248 0,125 0,785
16 7,81 15,63 64 402,124 0,063 0,393

7.4 Empfindlichkeit der Ergebnisse


Es ist wichtig, eine Aussage über die Fehleranfälligkeit bzw. Genauigkeit der
Ergebnisse zu treffen. Fehler können in vielfältiger Art auftreten. SCHWESIN-
GER et al. teilen Fehler in drei Kategorien ein: [SCH-90], [QUA-93]

- Systematische Fehler, die aus der Unvollkommenheit der Messein-


richtung, des Messverfahrens und des Messobjektes resultieren. Sie
haben einen gleich bleibenden Wert mit bestimmtem Vorzeichen und
verfälschen das Messergebnis.

- Zufällige Fehler, die aus messtechnisch nicht erfass- und beeinfluss-


baren Änderungen des Messobjektes, der Messeinrichtungen und der
Ablesung resultieren. Sie schwanken nach Wert und Vorzeichen und
machen das Messergebnis unsicher.

- Grobe Fehler infolge unkorrekter Arbeitsweise und nicht intakten


Messgeräten. Sie sind durch geschultes Personal, richtige Handha-
bung der Messgeräte, korrekte Arbeitsweise vermeidbar und durch
Plausibilitätskontrollen erkennbar.

Um Fehler bei den Messgeräten zu verkleinern, wurden zwei Dinge berück-


sichtigt. Bei der Erstellung der Seilkennlinien wurden zwei Messungen
7 Seilkalibrierungskurven 65

durchgeführt, einmal bei der Belastung und einmal bei der Entlastung. Aus
diesen beiden Werten wurde das arithmetische Mittel gebildet. Mit diesen
Kurven wurden dann die Messungen der Frequenzen am Modell in Kräfte
umgerechnet. Auf eine statistische Auswertung mittels Standardabweichung,
Varianz und Vertrauensbereich wurde verzichtet, da diese bei zwei Messwer-
ten nicht aussagekräftig ist. Weiterhin wurden immer dieselben Geräte ver-
wendet. Wenn ein systematischer Fehler auftrat, machte sich dieser aber bei
der Seilkalibrierung und den Messungen am Modell nicht bemerkbar.

Für die Untersuchung der Genauigkeit der Ergebnisse und den Einfluss einer
Fehleraddition, kann die analytische Gleichung für die Frequenz eines Seiles
in Abhängigkeit der Vorspannung verwendet werden. Für diese Betrachtung
wird exemplarisch das Seil Position 13 verwendet.

Parameter: Länge: 2,4669 m

Durchmesser: 5 mm

Gewicht: 0,001239 kN/m

In Tabelle 9 ist der Zusammenhang zwischen Frequenz, Vorspannkraft der


analytischen Berechnung und die Addition eines Fehlers dargestellt. Das
Messgerät kann auf verschiedene Messzeiten eingestellt werden. Würde
man eine Messzeit von 2 s einstellen, so liegt die Frequenzabtastrate bei 0,5
Hz. Für oben gewähltes Beispiel würde sich dann ein Fehler von ±5 % für die
Seilkraft ergeben, bezogen auf die analytische Lösung für genau 20 Hz. Bei
einer Messzeit von 16 s kann der Fehler unter ±1 % begrenzt werden, die
Abtastrate liegt bei 0,063 Hz. Weiterhin ist auch ersichtlich, dass der Fehler
von der Größe der gemessenen Frequenz abhängig ist. Für kleinere Fre-
quenzen würde sich der Fehler stärker bemerkbar machen als für größere.

Tabelle 9 Fehlereinfluss bei der Frequenzmessung für Pos. 13

Frequenz Fehler Fehler Frequenz Seilkraft Fehler Fehler


in Hz in Hz in % in Hz in kN in kN in %
20 0,000 0,000% 20,0000 1,2298 0,0000 0,000%
20 0,063 0,313% 20,0625 1,2375 0,0077 0,626%
20 0,125 0,625% 20,1250 1,2452 0,0154 1,254%
20 0,250 1,250% 20,2500 1,2608 0,0309 2,516%
20 0,500 2,500% 20,5000 1,2921 0,0623 5,062%
7 Seilkalibrierungskurven 66

In 7.2 wird gezeigt, dass ein Unterschied zwischen analytischer Lösung und
den experimentellen Werten auf Grund der zusätzlich eingebauten Masse
besteht. Die experimentellen Werte verlaufen wesentlich flacher als die ana-
lytischen (Diagramm 4). In Tabelle 10 erfolgt exemplarisch die gleiche
Fehlerbetrachtung für die experimentell ermittelten Werte des Seils Pos. 13.
Trotz des Unterschieds der sich ergebenden Kräfte gibt es kaum einen Un-
terschied bei dem Fehlereinfluss.

Tabelle 10 Fehlereinfluss auf die experimentellen Werte, Pos. 13


Frequenz Fehler Fehler Frequenz Seilkraft Fehler Fehler
in Hz in Hz in % in Hz in kN in kN in %
20 0,000 0,000% 20,0000 5,4560 0,0000 0,000%
20 0,063 0,313% 20,0625 5,4870 0,0310 0,568%
20 0,125 0,625% 20,1250 5,5230 0,0670 1,228%
20 0,250 1,250% 20,2500 5,5940 0,1380 2,529%
20 0,500 2,500% 20,5000 5,7370 0,2810 5,150%

7.5 Versuchsaufbau und -durchführung


Wie in Abschnitt 7.1 erwähnt, muss nun für alle 22 Seil- und Zugstabpositio-
nen die Kalibrierung durchgeführt werden. Hierfür wurde ein Versuchsstand
aufgebaut. Dieser bestand aus zwei Stützen, die in den vorhandenen Spann-
rinnen eingespannt wurden. An einer dieser Stütze befand sich eine Kraft-
messdose, an der anderen Stütze ein hydraulisch gesteuerter Zylinder, durch
den die Seile und Stäbe gespannt wurden. Die Seile und Zugstäbe wurden
ab 1,0 kN bis zur zulässigen Kraft in 0,5-kN-Schritten belastet und die dazu
gehörige Frequenz mittels eines Beschleunigungsaufnehmers gemessen.
Der Versuchsstand ist in Abbildung 40 dargestellt.
7 Seilkalibrierungskurven 67

Kraftmessdose Beschleunigungsaufnehmer
eingespannte Stütze Hydraulikzylinder

Abbildung 40 Ansicht und Draufsicht des Versuchstandes

7.6 Versuchsergebnisse der Seilkalibrierung


Die Ergebnisse aller Positionen sind in Anhang A ersichtlich. Die Kräfte und
die zugehörigen Frequenzen wurden bei Be- und Entlastung der Seile ge-
messen. Zwischen diesen Messwerten wurde das arithmetische Mittel gebil-
det. Diese Werte wurden in die Diagramme zu den mit SLANG berechneten
Werten eingezeichnet.

Man kann erkennen, dass sich die experimentellen Werte bei den Seilen gut
durch die FE-Berechnung bestätigen lassen. Somit können diese Elemente
ohne Einschränkung in der FE-Rechnung Verwendung finden, da sie die tat-
sächlichen Eigenschaften gut abbilden können. Exemplarisch wird die Kalib-
rierungskurve des Seils Pos. 9 in Diagramm 6 dargestellt.

Weniger viel versprechend sind die Messwerte der Zugstäbe Pos. 6 und 21.
Gerade bei den kürzeren und gleichzeitig dickeren Stäben konnten die Fre-
quenzen nicht sehr genau bestimmt werden. Deutlich lässt sich das an Pos.
21 in Diagramm 7 zeigen. Die berechneten Werte liegen zwar sehr gut an
den experimentellen Werten, doch gerade bei den Messungen traten Fre-
quenz-Peaks nebeneinander auf. Dadurch kann man nicht genau die ge-
messene Frequenz einer Kraft zuordnen, weder bei den experimentellen
noch bei den berechneten Werten.
7 Seilkalibrierungskurven 68

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 9

50

45

40

35
Frequenz in Hz

30

25

20

15

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00

Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte

Diagramm 6 Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 9

Frequenz-Kraft-Kurve Gewinde Pos. 21

100

90

80
70
Frequenz in Hz

60

50

40

30
20

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00

Laststufe in kN

SLang ohne Einspannung Messung 1 Messung 2 Messung 3

Diagramm 7 Frequenz-Kraft-Kurve Zugstab Pos. 21

Die anderen Zugstäbe lieferten eine bessere Übereinstimmung der Werte.


Bei Pos. 3 und Pos. 17 in Diagramm 8 konnten die Frequenzen gut gemes-
sen werden, aber die Vergleichsrechnung zeigte größere Abweichungen.
Exemplarisch wurden bei Pos. 3 die Frequenzen berechnet, bei einem klei-
7 Seilkalibrierungskurven 69

neren Durchmesser von 7 mm anstatt 8 mm. Dadurch kann man sich den
experimentellen Werten annähern. Dieser Schritt ist jedoch fraglich, weil die
tatsächliche Abmessung von 8 mm vorhanden ist.

Frequenz-Kraft-Kurve Gewinde Pos.3

80

70

60
Frequenz in Hz

50

40

30

20

10

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00
Laststufe in kN

SLang ohne Einspannung Experiment SLang d=7mm

Diagramm 8 Frequenz-Kraft-Kurve Zugstab Pos. 3

Insgesamt kann die Frequenzmessung für die Seile verwendet werden. Es


bestehen Abweichungen zwischen experimentellen und rechnerischen Wer-
ten, die sehr klein sind. Für die Auswertung der Frequenzen aus den Belas-
tungsversuchen werden die experimentellen Werte verwendet.
Gegensätzlich sieht es bei den Zugstäben aus. Teilweise lassen sich die
Werte bestätigen, teilweise weichen sie voneinander ab. Dies kann an der
Lagerung liegen. Vermutlich können die verwendeten Schäkel nicht immer
ein Gelenk ausbilden.
8 Versuchsdurchführung 70

8 Versuchsdurchführung

8.1 Ablauf und Vorgehensweise


Für jeden Lastfall sollen die Knotenverschiebungen und die Änderung der
Seilkräfte gemessen werden. Dafür wurde vor der Lasteintragung der Nullzu-
stand sowohl der Seil- und Zugstabkräfte als auch der Geometrie gemessen
und dann sukzessive je Laststufe erneut Messungen durchgeführt.

8.2 Lasten
Für den Versuchsablauf waren fünf Lastfälle vorgesehen. Um die eingeleite
Last zu messen, wurden Kraftmessdosen (KMD) verwendet. Die Lasteinlei-
tung erfolgte mittels weggesteuerten Wagenhebern, die an den Riegeln an-
setzten. Zwischen Wagenheber und Riegel befanden sich die Kraftmess-
dosen (Abbildung 41). Die Wagenheber wurden jeweils auf die Verschiebung
eingestellt, so dass die KMD die notwendige Kraft anzeigten. Die Last blieb
konstant je Laststufe. Nach Abschluss der Messungen folgte die nächst hö-
here Laststufe.

Bei der seitlichen Belastung (LF 3, 4 und 5) musste auch die Lasteintragung
verändert werden. Weil sich das Modell verdreht, kann die Last nicht fixiert
an einem Punkt eingetragen werden. Deshalb wurden an den Knotenpunkten
Bleche befestigt, an denen die KMD entlang gleiten kann. Gleichzeitig wurde
aber durch die Exzentrizität zur Stabachse ein Moment eingetragen, welches
bei der Berechnung berücksichtigt werden muss (Abbildung 42 und
Abbildung 43).
8 Versuchsdurchführung 71

Abbildung 41 Lasteinleitung

Wagenheber

Blech
KMD

Abbildung 42 Lasteinleitung bei seitlicher Belastung

8.3 Verformungen
Das Versuchsmodell hat insgesamt zehn Knoten, die sich verschieben. Um
diese Verschiebung aufzunehmen, wurde ein Tachymeter ZEISS ELTA R55
verwendet. Dieser kann x-, y- und z-Koordinaten messen und speichern. Für
die Messung waren Reflexfolien notwendig, die jeweils an den Knotenpunk-
ten befestigt wurden (Abbildung 43). Durch die freie Stationierung kann der
Tachymeter beliebig aufgestellt werden. Zur Koordinatenbestimmung des
Standpunktes wurden zwei Festpunkte verwendet, die am Auflagerrahmen
fixiert und eingemessen waren. Gleichzeitig konnte die Orientierung des Ko-
ordinatensystems vom Tachymeter auf das der Voliere eingestellt werden.
Die Winkelmessgenauigkeit liegt bei 1,5 mgon und einer Streckenmessge-
nauigkeit von 5 mm + 3 ppm.
8 Versuchsdurchführung 72

Abbildung 43 Reflexfolie und Lasteinleitungspunkt Knoten 12

8.4 Einstellen der Vorspannkräfte


Ein Problem war die genaue Einstellung der Vorspannkräfte im Modell. Dies
erwies sich als nicht so einfach wie anfangs vermutet. Die Spannschlösser
waren nur bedingt für das Einstellen der großen Kräfte geeignet. Das Edel-
stahlmaterial ist sehr weich, so dass schnell Verschleißerscheinungen auftra-
ten, die das Justieren erschwerten. Über die Kräfte der Zugstäbe konnte
keine genaue Aussage getroffen werden. Die Frequenzen der Stäbe ließen
sich im Kalibrierungstest teilweise gut messen, doch schwankten die Werte
im Versuchsmodell erheblich. Die genaue Kraft in den Zugstäben konnte
nicht mit Sicherheit gemessen werden bzw. die Frequenzen deuteten auf
Kräfte hin, die oberhalb der zulässigen Kräfte der Stäbe lagen. Um ein Mate-
rialversagen zu vermeiden, wurden die Seile nicht mit der geplanten Vor-
spannung eingestellt. Dies muss im Nachgang bei der Verifizierung der
Ergebnisse mit den Computerberechnungen berücksichtigt werden.

Das Einbringen der Vorspannkräfte muss nach einem Spannplan erfolgen.


Bei dem Versuchsaufbau zeigte sich, dass nicht jede Vorspannstrategie zum
Ziel führt. Im ersten Anlauf wurden die Seile nacheinander mit der gewünsch-
ten Vorspannkraft eingestellt. Nachdem alle Positionen justiert waren, be-
gann die Einstellung von vorne, weil sich die Kräfte durch das Verstellen der
anderen Seile wieder verändert hatten. Der Weg, der zum Ziel führte, war,
8 Versuchsdurchführung 73

dass in mehreren Etappen nur immer ein Bruchteil der Vorspannung einge-
stellt wurde. Erst wurde mit dem 0,8-fachen der Kräfte begonnen und dann
nach Durchgang aller Positionen in 5%-Schritten die nächst höhere Stufe
eingestellt. So konnten einigermaßen die gewünschten Kräfte in den Seilen
erreicht werden.

In Diagramm 9, Diagramm 10 und Diagramm 11 ist der Verlauf der Frequen-


zen während der Einstellung dargestellt. Die Kurve „Zielwerte“ ergibt sich aus
der 5%-Steigerung der Frequenz von 80% bis zur gewünschten Zieleinstel-
lung bis 100%. Die gestrichelte Linie zeigt die Änderung der Frequenz.

Frequenz-Verlauf Seil Pos. 9


bei der Einstellung auf die Zielfrequenz
24,00

23,50

23,00
Frequenz in Hz

22,50

22,00

21,50

21,00

20,50

20,00
75,00 80,00 85,00 90,00 95,00 100,00 105,00

Frequenzstufe in %

Zielw erte Eingestellte Werte

Diagramm 9 Frequenz-Verlauf Seil Pos.9 bei der Einstellung auf die Zielfrequenz
8 Versuchsdurchführung 74

Frequenz-Verlauf Seil Pos. 10


bei der Einstellung auf die Zielfrequenz
20,50

20,00

19,50
Frequenz in Hz

19,00

18,50

18,00

17,50

17,00

16,50
75,00 80,00 85,00 90,00 95,00 100,00 105,00

Frequenzstufe in %

Zielw erte Eingestellte Werte

Diagramm 10 Frequenz-Verlauf Seil Pos.10 bei der Einstellung auf die Zielfrequenz

Frequenz-Verlauf Seil Pos. 11


bei der Einstellung auf die Zielfrequenz
27,00

25,00

23,00
Frequenz in Hz

21,00

19,00

17,00

15,00
75,00 80,00 85,00 90,00 95,00 100,00 105,00

Frequenzstufe in %

Zielw erte Eingestellte Werte

Diagramm 11 Frequenz-Verlauf Seil Pos.11 bei der Einstellung auf die Zielfrequenz
9 Versuchsergebnisse 75

9 Versuchsergebnisse

9.1 Lastfall 1
An den Punkten 13 und 14 wurde jeweils eine horizontale Kraft in y-Richtung
in Laststufen von 0,1 kN eingetragen. Das Lastregime lag zwischen 0 und
0,5 kN. Das Modell wurde symmetrisch belastet und die Verformungen in
y-Richtung stellten sich etwa gleich groß ein. Anhand der Kraft-
Verschiebungs-Kurve im Diagramm 12 kann man sehr gut das lineare Ver-
halten erkennen. Bei Laststufe 0,1 ist ein Knick zu sehen. Der Knick kann
vermutlich durch Setzungen in den Anschlüssen verursacht worden sein.
Danach gibt es eine lineare Antwort des Modells. Dies kann auf den lineari-
sierten Bereich in der Seilkennlinie zurückgeführt werden, der sich bei größe-
rer Vorspannkraft ergibt (siehe Abschnitt 5.3). Exemplarisch wird in
Diagramm 12 die Kraft-Verschiebungs-Kurve der Punkte 11 und 12 darge-
stellt. Die Kurven der anderen Punkte sind im Anhang B1 zu finden.

Kraft-Verschiebungs-Kurve
Knoten 11 Y und 12 Y
0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Knoten 11 Y Knoten 12 Y

Diagramm 12 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 und 12 in y


9 Versuchsergebnisse 76

In Abbildung 44 ist die Verschiebungsfigur dargestellt. Wegen der Übersicht-


lichkeit werden nur die Riegel und Stützen dargestellt. Die gestrichelte Figur
zeigt das Modell im unverformten Zustand. Die maximale Verschiebung er-
gibt sich zu 6,5 cm in y-Richtung.

15 16

11 12

7 8

9 10

13 14

Abbildung 44 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,4

9.2 Lastfall 2
Das Modell wurde am Knoten 13 in y-Richtung belastet. Nur die Punkte auf
der belasteten Seite verschieben sich nennenswert in y -Richtung. Eine deut-
liche Verschiebung in x-Richtung ergibt sich nur an den Knoten 11,12 und
15,16. Aus der Kombination dieser x - und y -Werte ergibt sich eine Verdre-
hung des Modells, dargestellt in Abbildung 45.

Im Bereich der Stützen ist das Modell wesentlich steifer als im vorderen Teil.
Vorne befinden sich keine sich kreuzenden Seile, die als Aussteifungsver-
band dienen und Verformungen reduzieren könnten. Deshalb verlagert sich
der Schubmittelpunkt in den hinteren Bereich. Bei einer exzentrischen Belas-
tung ergibt sich eine Verdrehung des Modells um die z-Achse mit den größ-
ten Verschiebungen im vorderen Teil, da diese den größten Abstand zum
Schubmittelpunkt haben.
9 Versuchsergebnisse 77

15 16
11 12

7 8
9 10

13 14
Abbildung 45 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,5

In Diagramm 13 erkennt man wieder den linearen Verschiebungsast. Wäh-


rend sich der Punkt 15 auf der belasteten Seite in y-Richtung verformt, bleibt
Punkt 16 nahezu auf der Ausgangsposition. Weitere Verschiebungskurven
sind in Anhang B3 dargestellt.

Kraft-Verschiebungs-Kurve
Knoten 15 Y und 16 Y
0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,02 0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10

Verschiebung in m

Knoten 15 Y Knoten 16 Y

Diagramm 13 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in y


9 Versuchsergebnisse 78

9.3 Lastfall 3
Das Modell wurde am Knoten 12 und 10 in horizontaler x-Richtung belastet.
Hier lässt sich auch wieder in Abbildung 46 deutlich die Verdrehung des Mo-
dells erkennen. Obwohl gleich hohe Lasten eingetragen werden, sind die
Verformungen im vorderen Teil größer als im hinteren Bereich bei den Stüt-
zen. Dies bestätigt wieder die Feststellung, dass das Modell im hinteren Be-
reich wesentlich steifer ist.

Gleichzeitig muss in diesem Lastfall die veränderte Lasteinleitung berück-


sichtigt werden. In Abschnitt 8.2 wird beschrieben, dass gleichzeitig ein Stab-
endmoment eingetragen wird, das auch bei den Berechnungen
berücksichtigt werden muss. Dargestellt in Diagramm 14 sind die Verschie-
bungen in x-Richtung der Knoten 15 und 16. Die Verformungen stellen sich in
etwa gleicher Höhe ein. Weitere Kurven sind im Anhang B5 abgebildet.

15 16

11 12

7 8

9 10

13 14

Abbildung 46 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,5


9 Versuchsergebnisse 79

Kraft-Verschiebungs-Kurve
Knoten 15 X und 16 X
0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Knoten 15 X Knoten 16 X

Diagramm 14 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in x

9.4 Lastfall 4
Das Modell wurde nur an Knoten 12 in horizontaler x-Richtung belastet. Man
kann die Verdrehung erkennen, die aus dieser Belastung resultiert
(Abbildung 47).

15 16
12
11

7 8
9 10

13 14

Abbildung 47 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,5

Die Verformungen in Diagramm 15 bei den Knoten 15 und 16 in x-Richtung


verlaufen in gleicher Höhe, allerdings nicht-linear. Aus Diagramm 15 und
Diagramm 16 ist die Verdrehung ersichtlich. Die Werte in x- und y-Richtung
9 Versuchsergebnisse 80

nehmen gleichzeitig zu, aber mit unterschiedlichem Anstieg. Hier kann das
durch die Belastung eingetragene Moment einen Einfluss auf die Verformun-
gen haben. Weitere Kurven sind in Anhang B7 dargestellt.

Kraft-Verschiebungs-Kurve
Knoten 15 X und 16 X
0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Knoten 15 X Knoten 16 X

Diagramm 15 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in x

Kraft-Verschiebungs-Kurve
Knoten 15 Y und 16 Y
0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,06 -0,04 -0,02 0,00 0,02 0,04 0,06

Verschiebung in m

Knoten 15 Y Knoten 16 Y

Diagramm 16 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in y


9 Versuchsergebnisse 81

9.5 Lastfall 5
In diesem Lastfall wurde der Knoten 10 in negativer x-Richtung belastet. Die
Verformungen waren sehr gering, wie aus Abbildung 48 zu erkennen ist.
Deswegen begann die Belastung bei 0,2 kN und wurde in fünf Lastschritten
gesteigert.

15 16
11 12

7 8
9 10

13 14
Abbildung 48 Verschiebungsfigur Laststufe 0,6

Dies bestätigt die Vermutung, dass sich das ganze Modell im hinteren Teil
sehr steif verhält. In diesem Bereich sind auch die Zugstäbe und sich kreu-
zende Seile angeordnet. In Diagramm 17 kann man die geringen Verschie-
bungen sehen. Sie betragen maximal 1,5 cm, welche, verglichen mit den
anderen Lastfällen, klein sind.
9 Versuchsergebnisse 82

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 7 X und 8 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,04 -0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Knoten 7 X Knoten 8 X

Diagramm 17 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 7 und 8 in x


10 Vergleichsrechnungen 83

10 Vergleichsrechnungen
Nachdem die Versuche durchgeführt und ausgewertet wurden, ist es not-
wendig, Vergleichsrechnungen mit SLANG durchzuführen. Deshalb wurden
verschiedene FE-Modelle erstellt, die im Einzelnen beschrieben und in Ab-
schnitt 11 mit den experimentellen Werten verglichen werden. Ziel ist es,
durch die experimentellen Werten die FE-Modelle zu bestätigen oder etwaige
Fehler bei der Modellierung oder den Annahmen zu finden und deren Ein-
fluss zu verifizieren. Alle Vergleichsdiagramme befinden sich im jeweiligen
Anhang B1-B10.

Wie in Abschnitt 8.4 beschrieben wurde, weichen die eingestellten Vor-


spannkräfte von den ursprünglich geplanten Kräften ab. Um aber die experi-
mentellen Werten mit den Computerberechnungen vergleichen zu können,
wurde versucht, einen Vorspannvektor für die FE-Modell einzugeben, so
dass dieser den Vorspannkräften im Versuch entspricht.

10.1 Manuelle Eingabe der Vorspannkräfte


Es stehen aus den Versuchen die Vorspannkräfte in den Seilen zur Verfü-
gung. Diese sind unter Eigengewicht gemessen worden. Jetzt muss in der
FE-Rechnung versucht werden, diese Kräfte einzustellen. Dies geschieht,
wie in Abschnitt 5.6 erläutert, durch den Vorspannvektor t0. Dieser Vektor
enthält aber Kräfte, die am unverformten und unbelasteten System aufge-
stellt werden. Dann erst beginnt die Berechnung mit Eigengewicht und Vor-
spannung. Das bedeutet, man muss den Vorspannvektor so einstellen, dass
nach Abschluss der Berechnung die berechneten Seilkräfte mit den experi-
mentellen Seilkräften übereinstimmen. Um diese Anpassung des Vektors zu
automatisieren, wurde eine Berechnungsschleife CALC.S (Anhang C) er-
stellt, die nach jedem Rechenschritt die Differenz zwischen den Kräften au-
tomatisch in dem Vektor anpasst. Im Folgendem soll der Ablauf kurz erläutert
und in Abbildung 49 als Struktogramm dargestellt werden.
10 Vergleichsrechnungen 84

Zunächst wird ein Vorspannvektor v0 definiert, der die Startwerte für das Vor-
spannen der Elemente enthält. Der Experimentvektor e0 enthält die gemes-
senen Kräfte aus dem Experiment. Und im Ergebnisvektor b0 werden die
Kräfte aus der nicht-linearen Berechnung abgelegt. Im experimentellen Ver-
such wurden nur die Seile vorgespannt. Deswegen werden auch nur die Sei-
le der Struktur mit dem Vektor v0 vorgespannt und die nicht-lineare
Berechnung beginnt. Nach Abschluss der ersten Berechnung werden für je-
de Position die Seilkräfte ausgelesen und im Vektor b0 gespeichert. An-
schließend wird die Differenz ∆eb zwischen Experimentvektor e0 und
Ergebnisvektor b0 gebildet. Im nächsten Iterationsschritt ergibt sich der Vor-
spannvektor v1 aus der Addition von v0 mit 0,5 · ∆eb. Der Faktor 0,5 wurde
aus Gründen der Konvergenz gewählt. Und die Schleife beginnt von vorne.

ei = ei −1 + 0,5 · ∆ebi −1
Vorspannen mit Vektor ei

Nicht-lineare Berechnung mit


TENSNLOPEN.S

i = 1…n
Ergebnisvektor bi

Differenzvektor ∆ebi

∆ebi = ei − bi

Abbildung 49 Struktogramm CALC.S

Das Erstellen des manuellen Vorspannvektors erfolgt für jedes FE-Modell.


Bei 20 Iterationsschritten zeigte sich eine gute Konvergenz. Nur bei dem Mo-
dell mit eingebauten Hebelarmen wurde die Zahl der Iteration auf 75 erhöht
und nur 0,25 · ∆eb addiert (Abschnitt 10.5).
10 Vergleichsrechnungen 85

10.2 Vergleichsrechnung Modell TRUSS


Dieses Modell entspricht dem Modell, mit dem die Vorberechnung erfolgte.
Nur mussten jetzt die Vorspannkräfte, wie beschrieben, manuell angepasst
werden. In Tabelle 11 sind die berechneten Werte mit den experimentellen
gegenübergestellt. Die erste Spalte enthält den Vorspannvektor aus den
Vorberechnungen für das Versuchsmodell (Abschnitt 6.1). In der dritten Spal-
te stehen die Vorspannkräfte, die sich aus der Berechnung mit CALC.S er-
geben haben. Und in der vierten Spalte sind die Elementkräfte nach der
nicht-linearen Berechnung enthalten. Die fünfte Spalte enthält die experimen-
tellen Werte. Es wurden die prozentuale Abweichung erstellt und die Durch-
schnittsabweichung berechnet. Man kann erkennen, dass die Ergebnisse
insgesamt gut zu den experimentellen Werten passen, die Einzelabweichung
beträgt maximal 10%. Es lässt sich aber auch die große Differenz zwischen
den Kräften der Zugstäbe erkennen. Dies ist ein Indiz dafür, dass die gemes-
senen Werte der Zugstäbe fehlerbehaftet sind. In folgenden Abschnitten wird
dieses Modell als das „TRUSS-Modell“ bezeichnet.

Tabelle 11 Ergebnisübersicht für Modell TRUSS


Position Vorspannung Typ Vorspannung Elementkräfte Elementktäfte Abweichung Abweichung
aus Vorberechnung aus CALC.S nach CALC.s Experiment Berechn/Exp Berechn/Exp
in N - in N in N in N in % in %
1 1.925 Seil 1.309 1.576 1.495 105% -
3 4.697 Zugstab - 3.812 4.866 - 78%
4 2.021 Seil 756 1.731 1.602 108% -
5 1.463 Seil 2.947 1.461 1.535 95% -
6 8.233 Zugstab - 6.172 13.400 - 46%
7 2.957 Zugstab - 2.447 5.763 - 42%
8 6.126 Zugstab - 5.343 6.381 - 84%
9 3.883 Seil 4.168 2.126 2.247 95% -
10 1.331 Seil 2.302 1.246 1.270 98% -
11 5.089 Seil 3.674 4.295 4.161 103% -
12 5.088 Seil 1.243 4.300 3.932 109% -
13 5.005 Seil 7.950 3.987 4.242 94% -
14 5.003 Seil 8.223 3.986 4.268 93% -
16 1.921 Seil 1.004 1.580 1.468 108% -
17 4.690 Zugstab - 3.808 5.145 - 74%
18 2.020 Seil 623 1.728 1.588 109% -
19 1.454 Seil 2.849 1.474 1.553 95% -
20 2.943 Zugstab - 2.472 5.819 - 42%
21 8.228 Zugstab - 6.173 13.400 - 46%
22 6.124 Zugstab - 5.339 7.440 - 72%
23 1.323 Seil 3.033 1.254 1.344 93% -
24 3.877 Seil 4.055 2.140 2.244 95% -

Durchschnitt 100,10% 60,62%


10 Vergleichsrechnungen 86

10.3 Vergleichsrechnung Modell ROD-Gelenkig


In diesem Modell wurde anstatt des Elements GEOTRUSS das Element
GEOROD für die Zugstäbe verwendet. Der Anschluss bleibt weiterhin gelenkig
gelagert. Der Unterschied beider Elemente liegt an dem Biegesteifigkeitsan-
teil, den die GEOROD-Elemente besitzen. Bei der Auswertung der Verfor-
mungen und Kräfte ergeben sich kaum Unterschiede zum Modell „TRUSS“
(Tabelle 12). Grund dafür ist, dass die Zugstäbe nur als Pendelstäbe einge-
baut sind, und so keine Biegung aufnehmen und auf andere Bauteile über-
tragen können. Es entstehen aber Biegemomente aus Eigengewicht, die sich
aber auf die Berechnungen kaum auswirken. Deswegen wird auf die Darstel-
lung der Kraft- und Verschiebungskurven verzichtet und auf Abschnitt 10.2
verwiesen.

Tabelle 12 Ergebnisübersicht für Modell ROD-Gelenkig


Position Vorspannung Typ Vorspannung Elementkräfte Elementkräfte Abweichung Abweichung
aus Vorberechnung aus CALC.S nach CALC.S Experiment Berechn/Exp Berechn/Exp
in N in N in N in N in % in %
1 1.925 Seil 1.091 1.577 1.495 105%
3 4.697 Zugstab - 3.822 4.866 - 79%
4 2.021 Seil 570 1.731 1.602 108% -
5 1.463 Seil 2.963 1.453 1.535 95% -
6 8.233 Zugstab - 6.178 13.400 - 46%
7 2.957 Zugstab - 2.441 5.763 - 42%
8 6.126 Zugstab - 5.337 6.381 - 84%
9 3.883 Seil 4.579 2.131 2.247 95% -
10 1.331 Seil 2.184 1.247 1.270 98% -
11 5.089 Seil 3.503 4.284 4.161 103% -
12 5.088 Seil 454 4.289 3.932 109% -
13 5.005 Seil 8.460 3.999 4.242 94% -
14 5.003 Seil 8.793 4.000 4.268 94% -
16 1.921 Seil 823 1.579 1.468 108% -
17 4.690 Zugstab - 3.817 5.145 - 74%
18 2.020 Seil 425 1.728 1.588 109% -
19 1.454 Seil 2.870 1.466 1.553 94% -
20 2.943 Zugstab - 2.465 5.819 - 42%
21 8.228 Zugstab - 6.178 13.400 - 46%
22 6.124 Zugstab - 5.333 7.440 - 72%
23 1.323 Seil 2.867 1.253 1.344 93% -
24 3.877 Seil 4.448 2.147 2.244 96% -

Durchschnitt 100,07% 60,62%


10 Vergleichsrechnungen 87

10.4 Vergleichsrechnung Modell ROD-Eingespannt


Die Zugstäbe werden als GEOROD-Elemente modelliert, die einen starren
Anschluss an den Riegeln und Stützen haben. Nachdem die Berechnungen
mit gelenkigem Anschluss sich stets weicher verhielten, wurde angenom-
men, dass die Schäkel eine teilweise starre Lagerung bewirken. Zwar besit-
zen diese eine gelenkige Lagerung, aber nur in einer Achse. Diese Achsen
lagen aber im eingebauten Zustand nicht parallel, so dass sich dadurch eine
Einspannwirkung bemerkbar machte. Mit diesem Schritt konnten die rechne-
rischen Werte an die experimentellen Werte weiter angenähert werden, aber
dies war für die Verformungs- und Kraftauswertung noch nicht befriedigend
genau (siehe Abschnitt 11). Dieses Modell wird in folgenden Abschnitten als
Modell „ROD-Eingespannt“ bezeichnet. Die Übersicht der eingestellten Kräfte
ist in Tabelle 13 dargestellt.

Tabelle 13 Ergebnisübersicht für Modell ROD-Eingespannt


Position Vorspannung Typ Vorspannung Elementkräfte Elementkräfte Abweichung Abweichung
aus Vorberechnung aus CALC.S nach CALC.S Experiment Berechn/Exp Berechn/Exp
in N in N in N in N in % in %
1 1.925 Seil 1.027 1.579 1.495 106% -
3 4.697 Zugstab - 3.835 4.866 - 79%
4 2.021 Seil 858 1.695 1.602 106% -
5 1.463 Seil 2.768 1.464 1.535 95% -
6 8.233 Zugstab - 6.160 13.400 - 46%
7 2.957 Zugstab - 2.542 5.763 - 44%
8 6.126 Zugstab - 5.289 6.381 - 83%
9 3.883 Seil 4.838 2.102 2.247 94% -
10 1.331 Seil 1.832 1.282 1.270 101% -
11 5.089 Seil 3.349 4.273 4.161 103% -
12 5.088 Seil 311 4.276 3.932 109% -
13 5.005 Seil 8.244 4.021 4.242 95% -
14 5.003 Seil 8.567 4.023 4.268 94% -
16 1.921 Seil 761 1.581 1.468 108% -
17 4.690 Zugstab - 3.829 5.145 - 74%
18 2.020 Seil 718 1.692 1.588 107% -
19 1.454 Seil 2.668 1.478 1.553 95% -
20 2.943 Zugstab - 2.566 5.819 - 44%
21 8.228 Zugstab - 6.164 13.400 - 46%
22 6.124 Zugstab - 5.283 7.440 - 71%
23 1.323 Seil 2.511 1.289 1.344 96% -
24 3.877 Seil 4.687 2.122 2.244 95% -

Durchschnitt 100,11% 60,91%


10 Vergleichsrechnungen 88

10.5 Vergleichsrechnung Modell ROD-Eingespannt-Hebelarm


Zusätzlich zum starren Anschluss wurde der Versatz modelliert, der sich aus
den Anschlusskonstruktionen ergab (Abbildung 26). Dafür wurden an den
Knotenpunkten zusätzliche GEOROD-Elemente biegesteif angebracht und in
Richtung der Seilachsen ausgerichtet. Diese eingebauten Hebelarme wurden
mit sehr hohem E-Modul und sehr kleinem Gewicht belegt. Gleichzeitig wur-
de bei den Lastfällen 3 und 4 ein Stabendmoment aufgebracht, dass die
Ausmitte der Lasteinleitung berücksichtigen sollte (Abschnitt 8.2). Auffällig ist
aber, dass bei Position 9 eine negative Vorspannkraft notwendig ist. Tabelle
14 zeigt aber auch, dass sich nach der Berechnung die gewünschte Kraft
einstellte.

Tabelle 14 Ergebnisübersicht für Modell ROD-Eingespannt-Hebelarm


Position Vorspannung Typ Vorspannung Elementkräfte Elementkräfte Abweichung Abweichung
aus Vorberechnung aus CALC.S aus CALC.S Experiment Berechn/Exp Berechn/Exp
in N in N in N in N in % in %
1 1.925 Seil 147 1.666 1.495 111% -
3 4.697 Gewinde - 3.867 4.866 - 79%
4 2.021 Seil 2.484 1.578 1.602 99% -
5 1.463 Seil 6.721 1.404 1.535 91% -
6 8.233 Gewinde - 6.165 13.400 - 46%
7 2.957 Gewinde - 2.870 5.763 - 50%
8 6.126 Gewinde - 4.809 6.381 - 75%
9 3.883 Seil -492 2.498 2.247 111% -
10 1.331 Seil 6.381 1.185 1.270 93% -
11 5.089 Seil 3.915 4.204 4.161 101% -
12 5.088 Seil 228 4.161 3.932 106% -
13 5.005 Seil 10.102 4.066 4.242 96% -
14 5.003 Seil 11.319 4.034 4.268 95% -
16 1.921 Seil 120 1.627 1.468 111% -
17 4.690 Gewinde - 3.832 5.145 - 74%
18 2.020 Seil 2.017 1.588 1.588 100% -
19 1.454 Seil 5.683 1.451 1.553 93% -
20 2.943 Gewinde - 2.904 5.819 - 50%
21 8.228 Gewinde - 6.126 13.400 - 46%
22 6.124 Gewinde - 4.837 7.440 - 65%
23 1.323 Seil 6.721 1.244 1.344 93% -
24 3.877 Seil 561 2.443 2.244 109% -

Durchschnitt 100,62% 60,72%


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 89

11 Vergleich zwischen Experiment und Be-


rechnung
Im folgenden Abschnitt werden exemplarisch für jeden Lastfall die Kraft-
Verformungs-Kurven und die Kraft-Verlaufs-Kurven dargestellt. In jedem Dia-
gramm werden die experimentellen Werte mit drei berechneten Werten ver-
glichen.

11.1 Auswertung Lastfall 1


Im Lastfall 1 treten die dominanten Verformungen in y-Richtung auf. Die Ver-
formungen in x-Richtung betragen maximal 1,5 cm. In Diagramm 18 ist der
Verschiebungsverlauf von Knoten 9 in y dargestellt. Die „TRUSS-Linie“ ver-
läuft wesentlich flacher als die anderen Kurven, so dass die Steifigkeiten
nicht richtig berücksichtigt werden. Die experimentelle Kurve liegt zwischen
den beiden „ROD-Modellen“. Quantitativ ist die Differenz nicht groß, doch ist
der Anstieg unterschiedlich. Ähnlich sieht es bei Knoten 12 und 13 aus
(Diagramm 19 und Diagramm 20). Die experimentelle Kurve liegt zwischen
den beiden ROD-Kurven. Weitere Kurven werden in Anhang B1 dargestellt.

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 18 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 in y


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 90

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 19 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in y

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 13 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 20 Kraft-Verschiebungs-Kurve 13 in y
11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 91

In Diagramm 21 ist der Kraft-Verlauf des Seil-Position 1 dargestellt. Der Ver-


lauf aller Kurven ist sehr ähnlich. Der Schnittpunkt mit der y-Achse ergibt sich
aus unterschiedlichen Vorspann-Kräften, die mit der Routine CALC.S (Ab-
schnitt 10.1) ermittelt wurden. Die „ROD-Modelle“ zeigen ähnliches Verhalten
wie das Versuchsmodell. Der Einfluss der Einspannung der Zugstäbe ist er-
kennbar, das „TRUSS-Modell“ ist wesentlich weicher. Gegensätzliches zeigt
Diagramm 22. Hier kann die „TRUSS-Kurve“ das Verhalten der experimentel-
len Kurve besser abbilden, während die beiden „ROD-Kurven“ deutlich ab-
weichen. Diagramm 23 zeigt den Kraftverlauf des Zugstabes Pos. 20. Die
gemessenen Werte liegen deutlich oberhalb der berechneten Werte.
Aber der Verlauf ist parallel. Weitere Kurven werden in Anhang B2 dar-
gestellt.

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 21 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 92

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 22 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10

Kraft-Verlauf-Kurve Gewinde Pos. 20

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 23 Kraft-Verlauf-Kurve Zugstab Pos. 20


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 93

11.2 Auswertung Lastfall 2


Im Lastfall 2 wurde die linke Seite des Modells belastet. Die Verformungen
des Modells sind in Abbildung 45 in Abschnitt 9.2 dargestellt. An diesem Bild
sieht man, dass nur die Knoten auf der linken Seite (ungerade Nummern)
merklich Verschiebungen in x-Richtung erfahren.

Aus Diagramm 24 erkennt man wieder, dass das „TRUSS-Modell“ zu weich


ist, während sich die anderen Kurven ähneln. Insbesondere die Kurve „ROD
eingespannt“ verläuft parallel zu den experimentellen Werten. Daraus kann
man schließen, dass für diesen Lastfall für die Zugstäbe Einspannungen an
ihren Lagern anzunehmen sind. Weiterhin deutet die Parallelität auf gleiche
Steifigkeitsverhältnisse hin. Derselbe Effekt lässt sich auch für die Knoten 11
y, 13 y und 15 y feststellen (Diagramm 25, Diagramm 26 und Anhang B3).
Ähnlich verhalten sich die Verschiebungen in x-Richtung, dargestellt in
Diagramm 27 und Diagramm 28, wobei hier eine Tendenz zur Kurve „ROD
mit Hebel“ zu sehen ist.

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 7 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 24 Kraft-Verschiebungs-Kurve 7 in y
11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 94

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 25 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 in y

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 13 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 26 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 13 in y


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 95

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,010 0,020 0,030 0,040 0,050 0,060 0,070 0,080 0,090 0,100

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 27 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in x

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 16 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,010 0,020 0,030 0,040 0,050 0,060 0,070 0,080 0,090 0,100

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 28 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 16 in x


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 96

Dasselbe Verhalten findet sich auch wieder in den Kraft-Verlauf-Kurven. So-


wohl im Diagramm 29 als auch im Diagramm 30 besitzen die Kurven einen
ähnlichen Anstieg. Weitere Kurven werden in Anhang B4 dargestellt.

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1

2000
1800
1600
1400
Kraft in N

1200
1000
800
600
400
200
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 29 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9

3500

3000

2500
Kraft in N

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 30 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 97

Insgesamt kann man feststellen, dass der Verlauf der Verformungen und der
Kräfte gut durch die ROD-Modelle darstellbar sind, sowohl qualitativ als auch
quantitativ. Das TRUSS-Modell kann dies nicht. Der Einfluss der Zugstäbe ist
sehr groß, weil sie teilweise Lagerungen besitzen, die einer Einspannung
ähneln. Weiterhin müssen auch die Versätze der Anschlüsse berücksichtigt
werden. Einschränkungen müssen bei dem Kräfte-Verlauf der Zugstäbe hin-
genommen werden. Die gemessenen Kräfte zeigen nicht immer den gleichen
Verlauf, andererseits konnten mit der Frequenzmessung keine zuverlässigen
Werte ermittelt werden.

11.3 Auswertung Lastfall 3


Die Lasteinleitung erfolgte an den Punkten 10 und 12 in negativer x-
Richtung. Bei Lastfall 3 treten zwei Effekte auf. Zum einen ähneln die Ver-
schiebungen der Knoten der Last abgewandten linken Seite besser den be-
rechneten Werten und zum anderen verhält sich das Modell im hinteren
Bereich wesentlich steifer bei allen Berechnungen, insbesondere in der x-
Richtung. In Diagramm 31 ist die Verschiebung des Knoten 11 (last-
abgewandte Seite) in y-Richtung dargestellt. Die „Experiment-Kurve“ verhält
sich ähnlich dem „ROD mit Hebel“- Modell. Ähnliches Verhalten ist auch bei
den anderen Knoten auf der linken Seite zu erkennen. Diagramm 33 bestä-
tigt die Behauptung, dass sich die Werte auf der last-zugewandten Seite
schlechter abbilden lassen.

In x-Richtung kann keine Annäherung der berechneten an die experimentel-


len Werte erreicht werden. Diagramm 33 und Diagramm 34 zeigen, dass alle
Kurven unterschiedliche Steigungen besitzen, sowohl für die linke als auch
rechte Seite. Der Widerstand des Modells ist wesentlich größer als der der
berechneten Computer-Modelle. Weitere Kurven befinden sich in Anhang B5.
11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 98

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 11 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,14 -0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 31 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 in y

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 32 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in y


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 99

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,200 -0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 33 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 in x

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,200 -0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 34 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in x


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 100

Der Kräfte-Verlauf lässt sich teilweise sehr gut abbilden. Bei den Diagonal-
Seilen 11,12 und 13,14 sieht man, dass sie die horizontale Kraft aufnehmen.
Das eine Seil nimmt Zugkräfte auf, das andere vermindert seine Zugkräfte
(Diagramm 35 und Diagramm 36).

Eine Ausnahme bilden die Seile 9, 10 und 19. Hier treten keine Gemeinsam-
keiten zu den berechneten Werten auf. Es gibt deutliche Abweichungen
(Diagramm 37, Anhang B6). Ursache dafür kann der Vorspanngrad sein. Bei
der Dimensionierung der Seile wurde von einer höheren Vorspannkraft aus-
gegangen. Diese wurde aber nicht eingestellt. In Abschnitt 5.3 wurde die
Seilkennlinie vorgestellt. Wenn nun die Kraft relativ gering ist, rutscht der
Auslastungsbereich in den unteren linearisierten Bereich. Dadurch verändert
sich die Seilcharakteristik, es wird wesentlich weicher und nimmt weniger
Kraft auf bzw. hat einen anderen Kraftanstieg. Weitere Kurven sind in An-
hang B6 abgebildet.

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 11

5000
4500

4000
3500
Kraft in N

3000

2500
2000
1500
1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 35 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 11


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 101

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 12

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 36 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 12

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9

5000

4500

4000

3500
Kraft in N

3000

2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 37 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 102

11.4 Auswertung Lastfall 4


In diesem Lastfall zeigt sich ebenfalls, dass die Verschiebungen auf der der
Last abgewandten Seite bessere Übereinstimmungen zeigen. Dargestellt in
den Diagramm 38 und Diagramm 39 ist die Verschiebung des Knoten 12, an
dem die Last aufgebracht wurde.

Die „Experiment“-Kurve besitzt einen stärkeren Anstieg als die anderen Kur-
ven. Die Kurve „ROD mit Hebel“ kann die gemessenen Werte noch am bes-
ten annähern, doch zeigen sich Abweichungen. Wiederum bestätigt sich,
dass die „TRUSS-Kurve“ die experimentellen Werte nicht abbilden kann.

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 38 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in x

Die berechneten Werte in x-Richtung sind immer größer und zeigen unter-
schiedliches Verformungsverhalten der Computer-Modelle. Teilweise zeigen
die y-Werte besseres Verhalten, wie z.B. die Position 15 (Diagramm 40 und
Diagramm 41). Hier ist der Anstieg in etwa gleich. Weitere Kurven sind im
Anhang B7 dargestellt.
11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 103

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 39 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in y

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 40 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 in x


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 104

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 41 Kraft-Verlauf-Kurve Knoten 15 in y

Bei den Kraft-Verlauf-Kurven sieht man, dass der Verlauf teilweise sehr gut
beschreibbar ist. Diagramm 42 zeigt den Kraft-Verlauf des Seiles Pos. 4. Hier
liegen die Kurven „Experiment“ und „ROD mit Hebel“ aufeinander. Ähnlich
sieht es für die anderen Diagramme aus (s. Anhang B8). Die Positionen 19
und 23 zeigen unterschiedliches Verhalten. Diese Seile befinden sich auf der
unbelasteten Seite des Modells. Die Verläufe haben einen abweichenden
Anstieg zu den berechneten Werten (Diagramm 43). Dies kann wieder mit
dem Vorspanngrad der Seile und der Seilkennlinie zusammenhängen. Die
„TRUSS-Rechnung“ weicht wieder deutlich von den anderen Werten ab. Wei-
tere Kurven sind in Anhang B8 abgebildet.
11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 105

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 4

2000

1800

1600
1400
Kraft in N

1200

1000

800

600
400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 42 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 4

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 19

3000

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 43 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 19


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 106

11.5 Auswertung Lastfall 5


In diesem Lastfall wurde der hintere Riegel am Punkt 10 belastet. Das Modell
verhielt sich sehr steif. Die gemessenen Verformungen lagen maximal bei
1,5 cm. Auch der Computer zeigte, dass die Verschiebungen nur sehr gering
sein würden. Die Kurven weichen quantitativ kaum voneinander ab, doch
besitzen sie unterschiedliche Anstiege.

Diagramm 44 und Diagramm 45 zeigen die Verschiebungen in x-Richtung im


hinteren Bereich. Punkt 8 ist der Stützenkopf auf der der Last zugewandten
Seite und Punkt 10 der Lasteinleitungspunkt. Hier sieht man ein lineares
Verhalten, aber das Modell ist steifer als berechnet. Gerade bei Punkt 10 gibt
es eine kaum messbare Verformung. Auf die anderen Kurven im Anhang B9
sei verwiesen.

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 8 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,04 -0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 44 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 8 in x


11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 107

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 10 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 45 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 10 in x

Der Kraftverlauf lässt sich wieder gut abbilden, bis auf die Positionen 9 und
10. Hier weichen die Werte ab, wie es auch schon in Lastfall 3 der Fall war.
Die Auswertung für Position 4 zeigt wieder eine gute Übereinstimmung mit
den berechneten Werten, wie es auch bei anderen Positionen der Fall ist
(Diagramm 46). Aus Diagramm 47 ist der unterschiedliche Verlauf der Kur-
ven ersichtlich. Alle berechneten Kurven zeigen eine Verringerung der Zug-
kraft, während die gemessenen Werte ansteigen. Weitere Kurven befinden
sich in Anhang B10.
11 Vergleich zwischen Experiment und Berechnung 108

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 4

2000

1800
1600

1400
Kraft in N

1200
1000

800

600

400
200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 46 Kraft-Verlauf Kurve Seil Pos. 4

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Diagramm 47 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10


12 Zusammenfassung und Ausblick 109

12 Zusammenfassung und Ausblick


Im Ergebnis dieser Arbeit ist es gelungen, den Nachweis zu erbringen, dass
Tensegrity-Modelle mit dem Softwarepaket SLANG und denen von Herrn Dr.
VEIT BAYER erstellten Algorithmen berechnet werden können. Es zeigt sich
aber auch, dass die Anschlüsse im Versuchsmodell einen großen Einfluss
auf die Systemsteifigkeit haben. Dies wurde auch bei anderen Experimenten
festgestellt (siehe Abschnitt 1.3). Es gibt Unterschiede zwischen den getrof-
fenen Idealisierungen, z.B. für eine gelenkige Lagerung, und den tatsächlich
vorhandenen Lager-Eigenschaften. Bei der Erstellung des FE-Modells muss
sorgfältig gearbeitet werden, da sonst Abweichungen in der Berechnung auf-
treten können. Dies konnte durch Erstellen unterschiedlicher Computer-
Modelle in dieser Arbeit gezeigt werden.

Nun ist die Frage, wie sich derartige Abweichungen auf die Tragfähigkeit die-
ser Strukturen auswirken. Der Kraft-Verlauf in den Seilen kann gut nachvoll-
zogen werden, so dass hier kein plötzliches Versagen zu erwarten ist. Die
biegsteifen Rohre besitzen ein duktiles Verhalten und das Versagen kündigt
sich durch große Verformungen an. Aber es ist wichtig, ein Stabilitätsversa-
gen, wie z.B. Knicken, zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Zugstäbe
müssen zum Nachdenken anregen. Bei der Berechnung wurden zunächst
gelenkige Lagerungen angenommen. Aber schon bei der Bestimmung der
Frequenz-Kraft-Linien zeigte sich, dass Abweichungen auftreten. Diese kön-
nen durch eine teilweise unplanmäßige Einspannwirkung entstehen, die aber
nur sehr schwierig im Computer-Modell abgebildet werden kann. Durch die
Verwendung der Schäkel und der Gabel kann man nicht immer von einer rein
gelenkigen Lagerung ausgehen. Das brachte Probleme bei der Bestimmung
der Kräfte während der Belastungsversuche. Der Einsatz von Dehnmess-
streifen (DMS) könnte bessere Ergebnisse liefern. Interessanterweise zeigte
sich, dass die Ergebnisse der nicht-linearen Seile besser nachvollziehbar
waren, als die der Zugstäbe, von denen man ein linear-elastisches Verhalten
erwarten würde.
12 Zusammenfassung und Ausblick 110

Weiterhin ist festzustellen, dass nicht alle im Versuchsmodell vorhandenen


Einflüsse bei der Computer-Berechnung abgebildet werden konnten. Sei es
durch Zwängungen der Schäkel oder durch Probleme der seitlichen Lastein-
leitung. Hier kann es zu Messfehlern in der Kraftmessdose gekommen sein.
Die KMD ist nur für rein zentrische Druckbelastung ausgelegt. Durch die Ver-
drehung und die Reibung zwischen der KMD und dem am Riegel angebrach-
ten Blech können Querkräfte auf die Kraftmessdose übertragen werden, die
die Messergebnisse maßgeblich beeinflussen können.

Auch bei den Verformungen des Versuchsmodells sah man, dass sie nicht
immer den Berechnungen ähnlich waren. Diese zeigen ebenfalls, dass nicht
alle Einflüsse erfasst wurden. Andererseits kann die Größenordnung der Ver-
formungen einigermaßen gut abgeschätzt werden. Die Verformungen sind
nicht für einen Versagenszustand notwendig, aber aus Gründen der
Gebrauchstauglichkeit zu berücksichtigen.

Die nicht komplette Instrumentierung des Versuchsmodells führte dazu, dass


nicht alle Einflüsse erfasst worden konnten. Gerade bei dem Kraftverlauf wä-
ren Messungen an den Auflagerpunkten und den Druckstäben interessant
gewesen. Nachteilig erweist sich hierbei aber die Anzahl der benötigten
Messkanäle und die dafür notwendigen Geräte.

Die Frequenz-Messung zur Bestimmung der Vorspannkräfte kann für die Sei-
le verwendet werden. Die Lagerung ist immer als gelenkig anzusehen. Auch
die Einbaulage ist nicht maßgebend, da die Frequenz nur von Masse und
Steifigkeit abhängt, nicht aber von der Gewichtskraft. Auch aus Sicherheits-
gründen muss eine Seilkalibrierung durchgeführt werden. Dadurch werden
die Seile zum einen vorgereckt und zum anderen auf ihre Tragfähigkeit hin
überprüft. In den in Abschnitt 1.3 vorgestellten Versuchen wurden für die Sei-
le DMS verwendet. Dies wäre eine weitere Variante, die es zu überprüfen
gilt. Vielleicht können damit noch bessere Ergebnisse erzielt werden.

Bei der Modellierung des FE-Modells zeigte sich auch, dass bei steigendem
Detaillierungsgrad sich die Ergebnisse verbessern ließen. Insbesondere die
Verwendung der GEOTRUSS-Elemente führte stets zu einer weicheren Struk-
tur. Die Ausbildung der Anschlüsse sollte mit großer Sorgfalt erfolgen, gera-
12 Zusammenfassung und Ausblick 111

de bei der Entwicklung der Details, die Einfluss auf die Lagerungsausbildung
haben können.

Die verwendeten Schäkel wiesen nach Versuchsdurchführung plastische


Verformungen auf. Es bestand keine Bruchgefahr, doch war die elastische
Grenze überschritten. Wie groß der Einfluss der verbogenen Bolzen auf die
Seilkräfte und Systemsteifigkeit war, lässt sich nicht feststellen.

Das Einbringen der Vorspannkräfte muss nach einem Spannplan erfolgen.


Bei dem Versuchsaufbau zeigte sich, dass nicht jede Vorspannstrategie zum
Ziel führt. Leider konnten aus Sicherheitsgründen nicht die ursprünglich ge-
planten Vorspannkräfte eingestellt werden, so dass es schwer fällt, das Ver-
suchsmodell mit der Original-Struktur zu vergleichen. Um hier trotzdem einen
Vergleich herzustellen, muss das Ursprungsmodell ähnlich der Berech-
nungsvarianten modelliert und in etwa die im Verhältnis ähnlichen Vorspann-
kräfte eingestellt werden. Wie sich zeigte, kann für die Zugstäbe das TRUSS-
Element nicht verwendet werden.

Es gibt Abweichungen zwischen Experiment und Berechnung und es konn-


ten nicht alle Einflüsse aufgedeckt werden, aber verglichen mit anderen Ex-
perimenten (siehe Abschnitt 1.3) kann man sich zufrieden zeigen. Insgesamt
kann die Versuchsdurchführung als erfolgreich bezeichnet werden, auch
wenn Verbesserungsbedarf besteht.

Die Arbeit möchte ich mit einem Zitat abschließen, das ich im Zusammen-
hang mit dem Thema Tensegrity gefunden habe.

„In the end, I have no one to blame for all but myself”

Robert William Burkhardt

A Practical Guide to Tensegrity Design


Literaturverzeichnis 112

Literaturverzeichnis

Zitierte Fachliteratur

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CD-ROM IASS Symposium 2004, Montpellier. Montpellier:
IASS Symposium, 2004.

[BUC-02] BUCHER, C.: Structural Dynamics – Vorlesungsunterlagen im


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Bauingenieurwesen, Institut für Strukturmechanik, 2002.

[BUC-04] BUCHER, C., et al.: Slang 5.0.5 – The structural language -


Documentation. Weimar: Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät
Bauingenieurwesen, Institut für Strukturmechanik, 2004.

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[KAW-01] KAWAGUCHI, K.: A study of trapezoidal three-strut tension sys-


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Zitierte Normen:
DIN 18800-1 Stahlbauten - Bemessung und Konstruktion. November
1990.

Software:
AUTODESK AUTOCAD 2002

MICROSOFT EXCEL 2003

MICROSOFT WORD 2003

PRESLANG 5.3.7

SLANG 5.0.5.
Verzeichnis der Abbildungen 115

Verzeichnis der Abbildungen

Abbildung 1 Ansicht der Voliere von der Seite ........................................10


Abbildung 2 Ansicht der Voliere von Vorne .............................................10
Abbildung 3 Ansicht und Grundriss einer Simplex-Struktur .....................12
Abbildung 4 Verschiebungen in Abhängigkeit der Belastung ..................13
Abbildung 5 Modul, Grundriss und Positionsplan des DLTG...................13
Abbildung 6 Last-Verformungskurve von Knoten 9 (li., S1) und
Knoten 10 (re., S2) ..............................................................14
Abbildung 7 Zugkraft-Verlauf in Element A (li., S1) und
Element C (re., S2) ..............................................................14
Abbildung 8 Druckkraftverläufe in Element B (li., S1) und
Element D (re., S2) ..............................................................15
Abbildung 9 Verlauf der Zug- und Druckkräfte in Element E (li.) und
Element F (re.), Horizontale Verschiebung Knoten 7 (u.) ....15
Abbildung 10 Ansicht und Schnitt des Versuchs-Modells..........................16
Abbildung 11 links: durchschnittlicher Kraft-Verlauf rechts: Last-
Verschiebungs-Kurven (a) Test 1; (b) Test 2; (c) Test 3;
(d) Test 4 (Ultimate Load)....................................................18
Abbildung 12 Drei Modellvarianten............................................................19
Abbildung 13 Last-Verformungskurve unter vertikaler Last .......................20
Abbildung 14 Verteilung der Kräfte in den Bauteilen .................................20
Abbildung 15 Ansicht der Tensegrity-Struktur ...........................................21
Abbildung 16 Knoten-Verformung Knoten 1 und Seilkraftverlauf Pos. 3 ..22
Abbildung 17 Vergleich der Verschiebung (li.) und der
Seilkraftänderung (re.) .........................................................22
Abbildung 18 Beispiel geometrisch ähnlicher Einfeldträger.......................26
Abbildung 19 Querschnitte hochfester Zugglieder.....................................33
Abbildung 20 Kräfte am Seil ......................................................................36
Abbildung 21 Linearisierung ......................................................................40
Abbildung 22 Draufsicht mit Knotennummerierung ...................................42
Abbildung 23 Schnitt mit Knotennummerierung ........................................42
116

Abbildung 24 Draufsicht und Positionsplan ...............................................43


Abbildung 25 Schnitt und Positionsplan ....................................................43
Abbildung 26 Anschlussdetail Riegelende.................................................45
Abbildung 27 Detailpunkt Stützenkopf.......................................................46
Abbildung 28 Detailpunkt Stütze und Seilanschluss am Auflagerrahmen .46
Abbildung 29 Element GEOTRUSS2N .........................................................48
Abbildung 30 Lineare Ansatzfunktionen ....................................................48
Abbildung 31 GEOROD-Element ................................................................50
Abbildung 32 Integrationspunkte GEOROD ................................................50
Abbildung 33 GEOPIPE-Element ................................................................51
Abbildung 34 Integrationspunkte GEOPIPE ................................................51
Abbildung 35 Berechnungsablauf..............................................................52
Abbildung 36 Knoten-Gleichgewichtsmatrix A...........................................53
Abbildung 37 Vektoroperationen ...............................................................53
Abbildung 38 Draufsicht des Versuchsmodell und Lasteinleitungspunkte.56
Abbildung 39 Monitorausgabe der gemessenen Frequenzen ...................63
Abbildung 40 Ansicht und Draufsicht des Versuchstandes .......................67
Abbildung 41 Lasteinleitung ......................................................................71
Abbildung 42 Lasteinleitung bei seitlicher Belastung.................................71
Abbildung 43 Reflexfolie und Lasteinleitungspunkt Knoten 12 ..................72
Abbildung 44 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,4...................................76
Abbildung 45 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,5...................................77
Abbildung 46 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,5...................................78
Abbildung 47 Verschiebungsfigur bei Laststufe 0,5...................................79
Abbildung 48 Verschiebungsfigur Laststufe 0,6 ........................................81
Abbildung 49 Struktogramm CALC.S ........................................................84
Verzeichnis der Tabellen 117

Verzeichnis der Tabellen

Tabelle 1 Modellgesetze für Sonderfälle durch Erweiterung der


Ähnlichkeit ...........................................................................30
Tabelle 2 Maßstäbe der Seile .............................................................31
Tabelle 3 Maßstäbe der Stahlrohre .....................................................32
Tabelle 4 Übersicht der verwendeten Seile.........................................35
Tabelle 5 Änderung der Seilkraft in Abhängigkeit der
Spannschlosseinstellung .....................................................39
Tabelle 6 Übersicht der einzelnen Positionen .....................................44
Tabelle 7 Lastfälle für die geplanten Versuche ...................................57
Tabelle 8 Zusammenhang Messzeit und Frequenzauflösung .............64
Tabelle 9 Fehlereinfluss bei der Frequenzmessung für Pos. 13 .........65
Tabelle 10 Fehlereinfluss auf die experimentellen Werte, Pos. 13........66
Tabelle 11 Ergebnisübersicht für Modell TRUSS ..................................85
Tabelle 12 Ergebnisübersicht für Modell ROD-Gelenkig ........................86
Tabelle 13 Ergebnisübersicht für Modell ROD-Eingespannt ..................87
Tabelle 14 Ergebnisübersicht für Modell ROD-Eingespannt-Hebelarm.88
Verzeichnis der Diagramme 118

Verzeichnis der Diagramme

Diagramm 1 Verlauf der Seilkraft in Abhängigkeit der


Spannschlosseinstellung .....................................................39
Diagramm 2 Seilkennlinie des GEOTRUSS2N Pos.1 .................................49
Diagramm 3 Lastbereich in der Seilkennlinie ...........................................58
Diagramm 4 Zusammenhang zwischen Vorspannkraft und Frequenz,
Seil Pos.11 ..........................................................................61
Diagramm 5 Zusammenhang zwischen Vorspannkraft und Frequenz,
Zugstab Pos. 3 ....................................................................62
Diagramm 6 Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 9 ........................................68
Diagramm 7 Frequenz-Kraft-Kurve Zugstab Pos. 21 ...............................68
Diagramm 8 Frequenz-Kraft-Kurve Zugstab Pos. 3 .................................69
Diagramm 9 Frequenz-Verlauf Seil Pos.9 bei der Einstellung auf die
Zielfrequenz.........................................................................73
Diagramm 10 Frequenz-Verlauf Seil Pos.10 bei der Einstellung auf die
Zielfrequenz.........................................................................74
Diagramm 11 Frequenz-Verlauf Seil Pos.11 bei der Einstellung auf die
Zielfrequenz.........................................................................74
Diagramm 12 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 und 12 in y..............75
Diagramm 13 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in y..............77
Diagramm 14 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in x..............79
Diagramm 15 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in x..............80
Diagramm 16 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 und 16 in y..............80
Diagramm 17 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 7 und 8 in x..................82
Diagramm 18 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 in y............................89
Diagramm 19 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in y..........................90
Diagramm 20 Kraft-Verschiebungs-Kurve 13 in y ......................................90
Diagramm 21 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1............................................91
Diagramm 22 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10..........................................92
Diagramm 23 Kraft-Verlauf-Kurve Zugstab Pos. 20...................................92
Diagramm 24 Kraft-Verschiebungs-Kurve 7 in y ........................................93
Verzeichnis der Diagramme 119

Diagramm 25 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 in y..........................94


Diagramm 26 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 13 in y..........................94
Diagramm 27 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in x..........................95
Diagramm 28 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 16 in x..........................95
Diagramm 29 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1............................................96
Diagramm 30 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9............................................96
Diagramm 31 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 in y..........................98
Diagramm 32 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in y..........................98
Diagramm 33 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 in x..........................99
Diagramm 34 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in x..........................99
Diagramm 35 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 11........................................100
Diagramm 36 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 12........................................101
Diagramm 37 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9..........................................101
Diagramm 38 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in x........................102
Diagramm 39 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 in y........................103
Diagramm 40 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 in x........................103
Diagramm 41 Kraft-Verlauf-Kurve Knoten 15 in y ....................................104
Diagramm 42 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 4..........................................105
Diagramm 43 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 19........................................105
Diagramm 44 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 8 in x..........................106
Diagramm 45 Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 10 in x........................107
Diagramm 46 Kraft-Verlauf Kurve Seil Pos. 4 ..........................................108
Diagramm 47 Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10........................................108
Anhang I

Inhaltsverzeichnis zum Anhang

Anhang A: Seilkalibrierungskurven ............................................................II

Anhang B: Diagramme der Vergleichsrechnungen ................................. VI


Anhang B1: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 01…………………………. VI

Anhang B2: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 01………………………………….XIII

Anhang B3: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 02……………………..… XXI

Anhang B4: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 02………………………………XXVIII

Anhang B5: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 03……………………. XXXVI

Anhang B6: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 03………………………………...XLIII

Anhang B7: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 04…………………………..LI

Anhang B8: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 04………………………………...LVIII

Anhang B9: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 05……………………….LXVI

Anhang B10: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 05……………………………..LXXIII

Anhang C: CD-ROM ............................................................................. LXXXI

Selbständigkeitserklärung ............................................................................I
Anhang II

Anhang A: Seilkalibrierungskurven
Im Folgenden werden die Seilkalibrierungskurven der einzelnen Positionen
dargestellt. Die ausführlichen Daten sind auf der beigelegten CD enthalten.

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 1/16

45

40

35

30
Frequenz in Hz

25

20

15

10

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00
Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Gewinde Pos. 3/17

80

70

60
Frequenz in Hz

50

40

30

20

10

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00

Laststufe in kN

SLang ohne Einspannung experimentelle Werte


Anhang III

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 4/18

35

30

25

Frequenz in Hz
20

15

10

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00
Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 5/19

35

30

25
Frequenz in Hz

20

15

10

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00

Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Gewinde Pos. 6/21

100

90

80

70
Frequenz in Hz

60

50

40
30

20
10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00

Laststufe in kN

SLang ohne Einspannung experimentelle Werte


Anhang IV

Frequenz-Kraft-Kurve Gewinde Pos. 7/20

60

50

40

Frequenz in Hz
30

20

10

0
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00

Laststufe in kN

SLang ohne Einspannung experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Gewinde Pos. 8/22

80

70

60
Frequenz in Hz

50

40

30

20

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00

Laststufe in kN

SLang ohne Einspannung experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 9/24

50

45

40

35
Frequenz in Hz

30

25

20

15

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00

Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte


Anhang V

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 10/23

45,000

40,000

35,000

30,000

Frequenz in Hz
25,000

20,000

15,000

10,000

5,000

0,000
0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00 7,00 8,00

Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 11/12

35

30

25
Frequenz in Hz

20

15

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00
Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte

Frequenz-Kraft-Kurve Seil Pos. 13/14

35

30

25
Frequenz in Hz

20

15

10

0
0,00 2,00 4,00 6,00 8,00 10,00 12,00 14,00

Laststufe in kN

SLang mit Massepunkt experimentelle Werte


Anhang VI

Anhang B:
Diagramme der Vergleichsrechnungen

Anhang B1: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 01

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 7 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 7 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang VII

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 8 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,01 0,01 0,02 0,02 0,03

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 8 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang VIII

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 10 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 10 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang IX

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 11 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang X

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 12 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 13 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 13 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XI

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 14 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 14 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,005 0,010 0,015 0,020 0,025

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XII

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 16 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 16 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XIII

Anhang B2: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 01

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1

2500

2000

Kraft in N
1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Gewinde Pos. 3

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 4

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XIV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 5

2000

1800

1600
1400

1200

Kraft in N
1000

800

600
400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 6

10000
9000
8000

7000
6000
Kraft in N

5000

4000
3000

2000
1000
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment posst nicht

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 7

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Gewinde Pos. 8

8000

7000

6000

5000

Kraft in N
4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Seil Pos. 9

5000
4500

4000
3500

3000
Kraft in N

2500
2000

1500
1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Se il Pos. 10

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XVI

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Seil Pos. 11

5000

4500

4000

3500

3000

Kraft in N
2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 12

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 13

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XVII

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 14

6000

5000

4000

Kraft in N
3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Se il Pos. 16

3000

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Gewinde Pos. 17

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XVIII

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 18

3000

2500

2000

Kraft in N
1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 19

3500

3000

2500
Kraft in N

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 20

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XIX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 21

8000

7000

6000

5000

Kraft in N 4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment passt nivht

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 22

9000

8000

7000

6000
Kraft in N

5000

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 23

3000

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 24

2500

2000

1500

Kraft in N
1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXI

Anhang B3: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 02

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 7 X

0,6

0,5

Kraft in kN 0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,02 -0,01 -0,01 -0,01 -0,01 -0,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,01

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschiebungs-Kurv e Knoten 7 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurve Knote n 8 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,02

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 8 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,01 -0,01 0,00 0,01 0,01 0,02 0,02

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 9 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXIII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knoten 10 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 10 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,01 -0,01 0,00 0,01 0,01 0,02 0,02

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 11 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,010 0,020 0,030 0,040 0,050 0,060 0,070 0,080 0,090 0,100

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXIV

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 11 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,010 0,020 0,030 0,040 0,050 0,060 0,070 0,080 0,090 0,100

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 12 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,01 -0,01 0,00 0,01 0,01 0,02 0,02

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXV

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 13 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 13 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,005 -0,003 -0,001 0,001 0,003 0,005 0,007 0,009

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang XXVI

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,01 -0,01 0,00 0,01 0,01 0,02 0,02

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,010 0,020 0,030 0,040 0,050 0,060 0,070 0,080 0,090 0,100

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang XXVII

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 16 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,000 0,010 0,020 0,030 0,040 0,050 0,060 0,070 0,080 0,090 0,100

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 16 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,010 -0,005 0,000 0,005 0,010 0,015 0,020

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang XXVIII

Anhang B4: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 02

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Seil Pos. 1

2000
1800
1600
1400
1200
Kraft in N

1000

800
600

400
200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Gewinde Pos. 3

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 4

2000

1800

1600
1400

1200
Kraft in N

1000

800

600
400

200
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXIX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 5

1800

1600

1400

1200

Kraft in N
1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 6

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment posst nicht

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 7

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 8

8000

7000

6000

5000

Kraft in N
4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 9

3500

3000

2500
Kraft in N

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 10

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXI

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 11

5000
4500

4000
3500

3000

Kraft in N
2500
2000
1500

1000

500
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 12

5000
4500

4000
3500

3000
Kraft in N

2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 13

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXII

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 14

5000

4500
4000

3500

3000

Kraft in N
2500

2000
1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 16

2000

1800
1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400
200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Gewinde Pos. 17

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXIII

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 18

2000

1800

1600

1400

1200

Kraft in N
1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 19

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 20

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXIV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 21

9000

8000

7000

6000

Kraft in N
5000

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment passt nivht

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 22

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Se il Pos. 23

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 24

4500

4000

3500

3000

Kraft in N
2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXVI

Anhang B5: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 03

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 7 X

0,6

0,5

Kraft in kN 0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,05 -0,05 -0,04 -0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschiebungs-Kurv e Knoten 7 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,14 -0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurve Knote n 8 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,05 -0,05 -0,04 -0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXVII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 8 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 9 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,050 -0,045 -0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,14 -0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXVIII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knoten 10 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,050 -0,045 -0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 10 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 11 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,200 -0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XXXIX

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 11 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,14 -0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,200 -0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 12 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XL

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 13 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,010 -0,008 -0,006 -0,004 -0,002 0,000 0,002

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 13 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,14 -0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,010 -0,008 -0,006 -0,004 -0,002 0,000 0,002

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang XLI

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,200 -0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,14 -0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang XLII

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 16 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,200 -0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 16 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang XLIII

Anhang B6: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 03

Kraft-Ve rlauf-Kurve Seil Pos. 1

2000

1800
1600

1400
1200
Kraft in N

1000
800
600
400
200
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Gewinde Pos. 3

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XLIV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 4

2000

1800

1600
1400

1200

Kraft in N
1000

800

600
400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 5

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Gewinde Pos. 6

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment posst nicht


Anhang XLV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Gewinde Pos. 7

7000

6000

5000

Kraft in N
4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Ge winde Pos. 8

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 9

3500

3000

2500
Kraft in N

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XLVI

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 10

1800

1600

1400

1200

Kraft in N
1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 11

5000

4500

4000
3500

3000
Kraft in N

2500

2000
1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 12

5000

4500

4000
3500

3000
Kraft in N

2500
2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XLVII

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 13

6000

5000

4000

Kraft in N 3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 14

5000

4500

4000

3500
3000
Kraft in N

2500

2000

1500

1000
500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 16

2000

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400
200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XLVIII

Kraft-Verlauf-Kurv e Ge winde Pos. 17

6000

5000

4000

Kraft in N
3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Seil Pos. 18

2000

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 19

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang XLIX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 20

7000

6000

5000

Kraft in N
4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 21

9000

8000

7000

6000
Kraft in N

5000

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment passt nivht

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Gewinde Pos. 22

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang L

Kraft-Verlauf-Kurv e Se il Pos. 23

1600

1400

1200

1000

Kraft in N 800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 24

4500

4000

3500

3000
Kraft in N

2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LI

Anhang B7: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 04

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 7 X

0,6

0,5

Kraft in kN 0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschiebungs-Kurv e Knoten 7 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurve Knote n 8 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 8 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 9 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LIII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knoten 10 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 10 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 11 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LIV

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 11 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 12 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 12 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LV

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 13 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,0020 -0,0015 -0,0010 -0,0005 0,0000 0,0005 0,0010 0,0015 0,0020

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 13 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,0020 -0,0015 -0,0010 -0,0005 0,0000 0,0005 0,0010 0,0015 0,0020

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang LVI

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 Y

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 X

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 15 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
-0,12 -0,10 -0,08 -0,06 -0,04 -0,02 0,00

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang LVII

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 16 X

0,6

0,5

0,4

Kraft in kN
0,3

0,2

0,1

0
-0,180 -0,160 -0,140 -0,120 -0,100 -0,080 -0,060 -0,040 -0,020 0,000

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 16 Y

0,6

0,5

0,4
Kraft in kN

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,02 0,04 0,06 0,08 0,10 0,12

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment
Anhang LVIII

Anhang B8: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 04

Kraft-Verlauf-Kurve Seil Pos. 1

1800

1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 3

5000

4500
4000

3500
3000
Kraft in N

2500
2000

1500

1000
500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 4

2000

1800
1600
1400

1200
Kraft in N

1000

800
600
400

200
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LIX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 5

1800

1600

1400

1200

Kraft in N
1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Gewinde Pos. 6

9000

8000

7000

6000
Kraft in N

5000

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment posst nicht

Kraft-Verlauf-Kurv e Gewinde Pos. 7

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Gewinde Pos. 8

8000

7000

6000

5000

Kraft in N 4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 9

4500

4000

3500

3000
Kraft in N

2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 10

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXI

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 11

5000

4500

4000
3500
3000

Kraft in N 2500

2000
1500
1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Se il Pos. 12

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 13

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXII

Kraft-Ve rlauf-Kurve Seil Pos. 14

5000

4500
4000

3500
3000

Kraft in N 2500

2000
1500

1000
500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 16

2500

2000

1500
Kraft in N

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Gewinde Pos. 17

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXIII

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 18

2500

2000

1500

Kraft in N
1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 19

3000

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 20

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXIV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 21

8000

7000

6000

5000

Kraft in N 4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment passt nivht

Kraft-Ve rlauf-Kurve Ge winde Pos. 22

9000

8000

7000

6000
Kraft in N

5000

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Seil Pos. 23

3000

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXV

Kraft-Verlauf-Kurv e Seil Pos. 24

2500

2000

1500

Kraft in N
1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXVI

Anhang B9: Kraft-Verschiebungs-Kurven Lastfall 05

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 7 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,04 -0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschiebungs-Kurv e Knoten 7 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

ROD mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurve Knote n 8 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,04 -0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXVII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 8 Y

0,7

0,6

0,5

Kraft in kN
0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,01 0,00 0,01 0,01 0,02 0,02 0,03

Verschiebung in m

ROD mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 9 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 9 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

ROD mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXVIII

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knoten 10 X

0,7

0,6

0,5

Kraft in kN
0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 10 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,01 0,01 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04

Verschiebung in m

ROD mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 11 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXIX

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 11 Y

0,7

0,6

0,5

Kraft in kN
0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,04 -0,03 -0,03 -0,02 -0,02 -0,01 -0,01 0,00

Verschiebung in m

ROD mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurve Knoten 12 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,040 -0,035 -0,030 -0,025 -0,020 -0,015 -0,010 -0,005 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knote n 12 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
0,00 0,01 0,01 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXX

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 13 X

0,7

0,6

0,5

Kraft in kN
0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,002 -0,002 -0,001 -0,001 0,000 0,001 0,001 0,002 0,002

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschie bungs-Kurv e Knote n 13 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,016 -0,014 -0,012 -0,010 -0,008 -0,006 -0,004 -0,002 0,000 0,002

Verschiebung in m
Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,0020 -0,0015 -0,0010 -0,0005 0,0000 0,0005 0,0010 0,0015 0,0020

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXI

Kraft-Ve rschie bungs-Kurv e Knote n 14 Y

0,7

0,6

0,5

Kraft in kN
0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,004 -0,002 0,000 0,002 0,004 0,006 0,008 0,010 0,012 0,014 0,016

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 15 X

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,060 -0,050 -0,040 -0,030 -0,020 -0,010 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschiebungs-Kurve Knoten 15 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,018 -0,016 -0,014 -0,012 -0,010 -0,008 -0,006 -0,004 -0,002 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXII

Kraft-Verschiebungs-Kurve Knoten 16 X

0,7

0,6

0,5

Kraft in kN
0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,060 -0,050 -0,040 -0,030 -0,020 -0,010 0,000

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rschiebungs-Kurve Knoten 16 Y

0,7

0,6

0,5
Kraft in kN

0,4

0,3

0,2

0,1

0
-0,004 -0,002 0,000 0,002 0,004 0,006 0,008 0,010 0,012 0,014 0,016

Verschiebung in m

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXIII

Anhang B10: Kraft-Verlauf-Kurven Lastfall 05

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Seil Pos. 1

1800

1600

1400

Kraft in N 1200

1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Gewinde Pos. 3

5000
4500
4000

3500
3000
Kraft in N

2500
2000
1500
1000

500
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Verlauf-Kurve Se il Pos. 4

2000
1800
1600
1400
1200
Kraft in N

1000
800

600
400
200
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXIV

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 5

1800

1600

1400

1200

Kraft in N
1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 6

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment posst nicht

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 7

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXV

Kraft-Verlauf-Kurv e Ge winde Pos. 8

8000

7000

6000

5000

Kraft in N
4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 9

3000

2500

2000
Kraft in N

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 10

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXVI

Kraft-Verlauf-Kurve Se il Pos. 11

5000
4500

4000
3500
3000

Kraft in N
2500
2000
1500
1000

500
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 12

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 13

4500

4000

3500

3000
Kraft in N

2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXVII

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Se il Pos. 14

5000

4500

4000

3500

3000

Kraft in N
2500

2000

1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Se il Pos. 16

2000

1800
1600

1400

1200
Kraft in N

1000

800

600

400
200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Gewinde Pos. 17

6000

5000

4000
Kraft in N

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXVIII

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Seil Pos. 18

2000

1800

1600

1400

1200

Kraft in N
1000

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70

Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurve Seil Pos. 19

2000
1800
1600
1400
1200
Kraft in N

1000
800
600
400
200
0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 20

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXIX

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 21

7000

6000

5000

Kraft in N
4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Ge winde Pos. 22

8000

7000

6000

5000
Kraft in N

4000

3000

2000

1000

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment

Kraft-Ve rlauf-Kurv e Seil Pos. 23

1600

1400

1200

1000
Kraft in N

800

600

400

200

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXX

Kraft-Verlauf-Kurv e Se il Pos. 24

3000

2500

2000

Kraft in N
1500

1000

500

0
0,00 0,10 0,20 0,30 0,40 0,50 0,60 0,70
Laststufe in kN

Rod mit Hebel Rod eingespannt Truss Experiment


Anhang LXXXI

Anhang C: CD-ROM

CD-ROM

Anhang A

Anhang B

Auswertung

FrequenzInKräfte

Verformungen

Bilder

270404

Rostock

Versuchshalle

CAD-Dateien

Dokument

Bilder

Excel-Tabellen

Literatur

PDF

Rohdaten

Frequenzen

Seiltest

Verformungen

SLang

SLang-Files

AusgangsModell

ManuellesEinstellenVorspannkräfte

SeiltestundExperimenteAnpassen

VorspannenMitVorspannvektor
Selbständigkeitserklärung I

Selbständigkeitserklärung

Ich erkläre, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und nur unter Ver-
wendung der angegebenen Quellen und Hilfsmittel angefertigt habe.

Christian Alexy

Weimar, 01. Februar 2005