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Merkblatt 875

Edelstahl Rostfrei im Bauwesen:


Technischer Leitfaden

Informationsstelle Edelstahl Rostfrei


Die Informations­ Impressum Inhalt
stelle Edelstahl Merkblatt 875 Seite
Rostfrei Edelstahl Rostfrei im Bauwesen: 1 Edelstahl Rostfrei für das
Technischer Leitfaden Bauwesen im Überblick 2
Die Informationsstelle Edelstahl Rost- 6. überarbeitete Auflage 2015
frei (ISER) ist eine Gemeinschafts- 2 Edelstahl Rostfrei für
organisation von Unternehmen und Herausgeber: tragende Anwendungen
Institutionen aus den Bereichen Informationsstelle Edelstahl Rostfrei im Bauwesen 2
Postfach 10 22 05
– Edelstahlherstellung, 40013 Düsseldorf 3 Fügen und Verbinden 7
– Edelstahlhandel und Anarbeitung, Telefon: 0211 / 67 07-8 35
– Edelstahlverarbeitung, Telefax: 0211 / 67 07-3 44 4 Grenzabmessungen der
– Oberflächenveredelung, Internet: www.edelstahl-rostfrei.de Erzeugnisse und Verbin­
– Legierungsmittelindustrie, E-Mail: info@edelstahl-rostfrei.de dungsmittel 9
– Marktforschung und Verlage
für nichtrostende Stähle. Autor: 5 Korrosionsschutz der
Dr.-Ing. Ulrich Heubner, Werdohl Bau­produkte und Aus­
Die Aufgaben der ISER umfassen führungsart ihrer Ober­fläche 9
die firmenneutrale Information über Titelfoto:
Eigen­schaften und Anwendungen Forster Profilsysteme AG, Arbon (CH) 6 Weitere Bestimmungen für
von Edelstahl Rostfrei. Schwerpunkte Bauprodukte aus Edelstahl
der Aktivitäten sind Die in dieser Broschüre enthaltenen Rostfrei für tragende An­
Informationen vermitteln Orientie- wendungen im Bauwesen 12
– praxisbezogene, zielgruppenorien- rungshilfen. Gewährleistungsansprü­
tierte Publikationen, che können hieraus nicht abgeleitet 7 Oberflächenbehandlung 12
– Online-Informationsplattform unter werden. Nachdrucke aus dieser Do-
www.edelstahl-rostfrei.de, kumentation bzw. Veröffentlichun- 8 Bearbeiten 14
– Pressearbeit für Fach- und Publi­ gen im Internet, auch auszugsweise,
kums­medien, sind nur mit schriftlicher Genehmi- 9 Umformen 14
– Messebeteiligungen, gung des Herausgebers und mit deut-
– Durchführung von Schulungsveran- licher Quellenangabe gestattet. 10 Herstellen von
staltungen, Wandelementen 15
– Errichtung von Kompetenzzentren
„Edelstahl-Rostfrei-Verarbeitung”, 11 Konstruktionshinweise 15
– Informationen über Bezugsmög-
lichkeiten von Produkten aus Edel- 12 Oberflächenschutz
stahl Rostfrei, mit Folien 16
– individuelle Bearbeitung techni-
scher Anfragen. 13 Reinigung und Pflege 17

Ein aktuelles Schriftenverzeichnis ist 14 Literatur 18


einsehbar unter
www.edelstahl-rostfrei.de/
Publikationen.

1
1 Edelstahl Rostfrei 2 Edelstahl Rost­ nach dem Stand vom April 2014 eine
Auswahl von 21 Werkstoffen getrof-
für das Bauwesen frei für tragende fen. Es sind 2 ferritische Werkstoffe,
im Überblick Anwendungen im 5 ferritisch-austenitische, so genann-
te Duplex-Werkstoffe und 14 auste-
Edelstahl Rostfrei ist ein handelsüb- Bauwesen nitische Werkstoffe. Sie alle sind in
licher Sammelbegriff für die nicht- Tabelle 1 aufgeführt.
rostenden korrosionsbeständigen Für tragende Anwendungen im Bau-
Stähle. Diese sind mit ihren Eigen- wesen bedarf es in Deutschland da- Die aus der allgemeinen bauaufsicht-
schaften im ISER–Merkblatt 821 in rüber hinausgehend der allgemeinen lichen Zulassung [26,27] entnom-
Form einer Übersicht beschrieben bauaufsichtlichen Zulassung [26,27]. mene Tabelle 1 kann man wie ein
[1] und in DIN EN 10088-1 bis DIN EN Diese stellt einen allgemeinen tech- tabellarisches Diagramm ansehen. In
10088-5 sowie in DIN EN 10296-2, nischen Leitfaden für die Auswahl diesem sind in der Horizontalen die
DIN EN 10297-2, DIN EN ISO 3506-1 geeigneter nichtrostender Stähle dar, Werkstoffe in ihren unterschiedlichen
und DIN EN ISO 3506-2 genormt [2- welche für statisch und quasistatisch Erzeugnisformen nach ansteigenden
10]. Die nichtrostenden Stähle fin- beanspruchte Bauteile und Verbin- Festigkeitsklassen angeordnet, und
den im Bauwesen vielfältige Anwen- dungen unter atmosphärischer Kor- in der Vertikalen nach den mit ihnen
dungen, über die in Einzelschriften rosionsbeanspruchung im Bauwe- erzielbaren Korrosionswiderstands-
ausführlich berichtet wird, sowohl in sen zur Anwendung kommen sollen. klassen für den Fall atmosphärischer
Hinblick auf die Komponenten [11- Nichtrostende Betonstähle fallen we- Korrosionsbeanspruchung metal-
13] und deren Verarbeitung [14-16] gen ihrer andersartigen Korrosions- lisch blanker Oberflächen, wobei die
als auch in Hinblick auf die architek- beanspruchung nicht darunter [13]. Werkstoffauswahl gemäß den Kor-
tonischen Aspekte [17-25]. Das ge- rosionswiderstandsklassen nur die
nügt für eine Vielzahl nichttragender Aus der sehr großen Zahl der ge- bauaufsichtlichen Anforderungen
Anwendungen im Bauwesen, wie sie normten Werkstoffe [2] wird in der erfasst, nicht jedoch die dekorative
beispielsweise als Bedachungsble- allgemeinen bauaufsichtlichen Zu- Beständigkeit.
che und in Gebäudehüllen vorkom- lassung [26,27] für Erzeugnisse,
men können. Verbindungsmittel und Bauteile in Die in Tabelle 1 aufgeführten Fes-
tragender Anwendung im Bauwesen tigkeitsklassen für die Erzeugnisse,

Stahlsorte1) Gefüge2) Festigkeitsklassen3) und Erzeugnisformen4) Korro­si­ons­


Lfd. Kurzname W-Nr. S 235 S 275 S 355 S 460 S 690 widerstands­
Nr. klasse5)
1 X2CrNi12 1.4003 F B, Ba, H, P D, H, S,W D, S D, S --- I/
2 X6Cr17 1.4016 F D, S,W --- --- --- --- gering
3 X5CrNi18-10 1.4301 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, H, P, S B, Ba, D, H, S Ba, D, H, S S
4 X2CrNi18-9 1.4307 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, H, P, S Ba, D, H, S Ba, D, S S
II/
5 X3CrNiCu18-9-4 1.4567 A D, S,W D, S D, S D, S ---
mäßig
6 X6CrNiTi18-10 1.4541 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, H, P, S Ba, D, H, S Ba, D, H, S ---
7 X2CrNiN18-7 1.4318 A --- --- B, Ba, D, H, P, S B, Ba, H ---
8 X5CrNiMo17-12-2 1.4401 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, H, P, S Ba, D, H, S Ba, D, S S
9 X2CrNiMo17-12-2 1.4404 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, H, P, S Ba, D, H, S Ba, D, H, S D, S
10 X3CrNiCuMo17-11-3-2 1.4578 A D, S,W D, S D, S D, S ---
11 X6CrNiMoTi17-12-2 1.4571 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, H, P, S Ba, D, H, S Ba, D, H, S D, S III/
12 X2CrNiN23-4 1.4362 FA --- --- --- B, Ba, D, S, W D,S mittel
13 X2CrNiN22-2 1.4062 FA --- --- --- B, Ba, D, S, W D, S
14 X2CrMnNiN21-5-1 1.4162 FA --- --- --- B, Ba, D, S, W D, S
15 X2CrNiMnMoCuN24-4-3-2 1.4662 FA --- --- --- B, Ba, D, S, W D,S
16 X2CrNiMoN17-13-5 1.4439 A --- B, Ba, D, H, S, W --- --- ---
IV/
17 X2CrNiMoN22-5-3 1.4462 FA --- --- --- B, Ba, D, P, S, W D, S
stark
18 X1NiCrMoCu25-20-5 1.4539 A B, Ba, D, H, P, S, W B, Ba, D, P, S D, P, S D, S D, S
19 X2CrNiMnMoNbN25-18-5-4 1.4565 A --- --- --- B, Ba, D, S ---
V/
20 X1NiCrMoCuN25-20-7 1.4529 A --- B, D, S,W B,D,H, P, S D,P, S D,S
sehr stark
21 X1CrNiMoCuN20-18-7 1.4547 A --- B, Ba B, Ba --- ---
1) nach DIN EN 10088-1:2005-09
2) A = Austenit; F = Ferrit; FA = Ferrit-Austenit (Duplex)
3) Die der jeweils untersten Festigkeitsklasse folgenden Festigkeitsklassen sind durch Kaltverfestigung mittels Kaltverformung erzielt.
4) B = Blech; Ba = Band und daraus gefertigte Bleche; D = Draht, gezogen; H = Hohlprofile; P = Profile; S = Stäbe; W = Walzdraht
5) gilt nur für metallisch blanke Oberflächen

Tabelle 1: E
 inteilung der Stahlsorten nach Festigkeitsklassen und Korrosionswiderstandsklassen gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22.
April 2014 [26,27]

2
Bild 1: D
 iese schlichte, aber effiziente Lösung mit Rohren aus nichtrostendem Stahl schafft einen eleganten und raumsparenden
Carport (Foto: Edgar – Funktionelle Form GmbH, Wermelskirchen)

Verbindungsmittel und Bauteile aus kN/cm2 bezeichnet werden. Kerbschlagarbeit von 40 J mit ISO-V-
den nichtrostenden Stählen sind in Proben nachgewiesen werden. Der
Anlehnung an die Baustähle gewählt Nach der zur Einstellung der Festig- Nachweis muss gemäß den Angaben
und nach den Dehngrenzen Rp0,2 in keitsklassen gemäß Tabelle 1 vorge- in der allgemeinen bauaufsichtlichen
N/mm2 bezeichnet. Dabei sind die nommenen Kaltverfestigung müssen Zulassung geführt werden [26,27].
Festigkeiten, die jeweils der niedrigs- die Zugfestigkeit Rm und die Bruch-
ten folgen, durch Kaltverfestigung dehnung A5 der Bauteile und Ver- Die umfangreiche Tabelle 1 darf
erzielt. Eine solche Einstellung der bindungsmittel aus nichtrostenden nicht darüber hinwegtäuschen, dass
Festigkeiten durch Kaltverfestigung Stählen die in Tabelle 3 angegebe- für nichttragende Anwendungen im
schließt allerdings ein nachfolgen- nen Mindestwerte gemäß der allge- Bauwesen auch andere Sorten von
des Schweißen dort aus, wenn nicht meinen bauaufsichtlichen Zulassung Edelstahl Rostfrei möglich und üblich
infolge der mit dem Schweißen ver- [26,27] erfüllen. sind, wie beispielsweise der ferriti-
bundenen Erwärmung die Kaltverfes- sche nichtrostende Stahl EN 1.4510
tigung wieder verloren gehen soll. Die technischen Lieferbedingungen für Bedachungen [19].
für die Erzeugnisse ohne oder vor der
In Ergänzung hierzu zeigt die gleich- Kaltverfestigung gemäß Tabelle 1 ge- Entscheidend für die Auswahl von
falls der bauaufsichtlichen Zulassung hen aus den einschlägigen Normen Edelstahl Rostfrei für tragende Anwen-
[26,27] entnommene Tabelle 2 für [3-8] hervor. dungen im Bauwesen sind zunächst
Verbindungsmittel aus nichtrosten- die Korrosionswiderstandsklassen.
den Stählen eine Zuordnung der Da die austenitischen nichtrostenden Die jeweils gewählte Korrosionswi-
Stahlgruppen zu den Festigkeitsklas- Stähle bis zu Temperaturen von - 40 °C derstandsklasse muss die an die Bau-
sen 50, 70 und 80 gemäß DIN EN ISO nicht sprödbruchgefährdet sind, kön- teile gestellten Anforderungen für den
3506-1 [9] und DIN EN ISO 3506-2 nen sie bis zu diesen Temperaturen Korrosionsschutz erfüllen, auch in
[10], mit den zugehörigen Kennzeich- ohne weiteren Nachweis eingesetzt Hinblick auf die Schutzdauer [26,27].
nungen und maximalen Nenndurch- werden. Für die ferritischen und für Die Auswahl gemäß der Korrosionswi-
messern, wobei die Festigkeitsklas- die ferritisch-austenitischen Stahlsor- derstandsklasse muss deshalb sehr
sen nach den Zugfestigkeiten Rm in ten muss bei - 40 °C mindestens eine sorgfältig vorgenommen werden, wo-

3
bei die nachfolgend genannten Krite- • einen pH-Wert an der Oberfläche • eine dauerfeuchte Exposition mit
rien [26,27] gelten: von über 9 (alkalische Exposition, einem Jahresmittelwert der Feuch-
z.B. in Kontakt mit Beton) oder te von ≥ 95 %,
5 < pH ≤ 9 (neutral), • einen mittleren Chloridgehalt der
Korrosionswiderstandsklasse I • Lage der Bauteile in beheizten und Umgebungsluft, wie er erwartet
nicht beheizten Innenräumen. werden kann in einem Industriege-
Ferritische nichtrostende Stähle der biet oder in einer Entfernung vom
Werkstoff-Nummern EN 1.4003 und Wie gleichfalls aus Tabelle 1 hervor- Meer zwischen 1 km und 10 km,
1.4016 sind in Tabelle 1 unter den geht, ist die Verfügbarkeit der Erzeug- oder einem Abstand von belebten
lfd. Nr. 1 und 2 aufgeführt und der nisformen und Festigkeitsklassen für Straßen mit Streusalzeinsatz zwi-
Korrosionswiderstandsklasse I zuge- die beiden in der bauaufsichtlichen schen 10 m und 100 m,
ordnet. Sie kommen gemäß der allge- Zulassung [26,27] genannten ferri- • einen pH-Wert an der Oberfläche
meinen bauaufsichtlichen Zulassung tischen nichtrostenden Stähle ver- von größer als 3 bis maximal 5
[26,27] damit nur für geringe Korro- gleichsweise begrenzt. (leicht sauer, wie beispielsweise
sionsbeanspruchungen in Frage. Als im Kontakt mit Holz),
Beispiele für solche geringen Korrosi- • Lage der Bauteile als frei stehende
onsbeanspruchungen nennt die bau- Korrosionswiderstandsklasse II Konstruktionen mit einer Expositi-
aufsichtliche Zulassung [26,27]: on außen, frei beregnet, oder als
• eine trockene bis wechselfeuchte Austenitische nichtrostende Stähle überdachte Konstruktion mit Ex-
Exposition mit einem Jahresmittel- der Werkstoff-Nummern EN 1.4301, position außen, zugänglich, witte-
wert der Feuchte von unter 95 %, 1.4307, 1.4567, 1.4541 und 1.4318 rungsgeschützt.
• einen geringen Chloridgehalt der sind in Tabelle 1 unter den lfd. Num-
Umgebungsluft, wie er erwartet mern 3-7 der Korrosionswiderstands- Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, ist die
werden kann bei einer Entfernung klasse II zugeordnet. Sie können Verfügbarkeit der Erzeugnisformen
vom Meer von mehr als 10 km und gemäß der allgemeinen bauaufsichtli- und Festigkeitsklassen für die fünf
in einem Abstand von belebten chen Zuordnung [26,27] damit für mä- in der bauaufsichtlichen Zulassung
Straßen mit Streusalzeinsatz von ßige Korrosionsbeanspruchungen in [26,27] für die Korrosionswider-
mehr als 100 m, Betracht gezogen werden. Als Kriterien standsklasse II genannten austeniti-
• geringe Belastung von Stadt- oder und Beispiele für solche mäßigen Kor- schen nichtrostenden Stähle verhält-
Landatmosphäre mit SO2 von we- rosionsbeanspruchungen nennt die nismäßig umfangreich.
niger als 10 µg/m3, bauaufsichtliche Zulassung [26,27]:

Kennzeichnung für Schrauben Kennzeichnung für Gewin-


mit Kopf in Anlehnung an destangen, Stiftschrauben,
Stahlsorte Korrosions­ DIN EN ISO 3506-1 Muttern und Scheiben in
widerstands­ Anlehnung an
klasse1) DIN EN ISO 3506-1+2
lfd.
Kurzname W-Nr. Gruppe Festigkeitsklasse Festigkeitsklasse
Nr.
50 70 80 50 70 80
3 X5CrNi18-10 1.4301 A2 ≤ M 39 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 24
4 X2CrNi18-9 1.4307 A2L ≤ M 39 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 24
II/mäßig
5 X3CrNiCu18-9-4 1.4567 A2L ≤ M 24 ≤ M 16 ≤ M 12 ≤ M 24 ≤ M 16 ≤ M 12
6 X6CrNiTi18-10 1.4541 A3 ≤ M 39 ≤ M 20 ≤ M 16 ≤ M 64 ≤ M 30 ≤ M 24
8 X5CrNiMo17-12-2 1.4401 A4 ≤ M 39 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 24
9 X2CrNiMo17-12-2 1.4404 A4L ≤ M 39 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 24
10 X3CrNiCuMo17-11-3-2 1.4578 A4L ≤ M 24 ≤ M 16 ≤ M 12 ≤ M 24 ≤ M 16 ≤ M 12
11 X6CrNiMoTi17-12-2 1.4571 A5 ≤ M 39 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 24
2) III/mittel
12 X2CrNiN23-4 1.4362 --- ≤ M 24 ≤ M 20 --- ≤ M 64 ≤ M 20
13 X2CrNiN22-2 1.4062 2) --- ≤ M 24 ≤ M 20 --- ≤ M 39 ≤ M 20
14 X2CrMnNiN21-5-1 1.4162 2) --- ≤ M 24 ≤ M 20 --- ≤ M 39 ≤ M 20
15 X2CrNiMnMoCuN24-4-3-2 1.4662 2) --- ≤ M 24 ≤ M 20 --- ≤ M 39 ≤ M 20
16 X2CrNiMoN17-13-5 1.4439 2) ≤ M 20 --- --- ≤ M 64 --- ---
17 X2CrNiMoN22-5-3 1.4462 2) IV/stark --- ≤ M 24 ≤ M 20 --- ≤ M 64 ≤ M 20
18 X1NiCrMoCu25-20-5 1.4539 2) ≤ M 39 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 20
19 X2CrNiMnMoNbN25-18-5-4 1.4565 2) --- ≤ M 24 ≤ M 20 --- ≤ M 64 ≤ M 30
2) V/sehr stark
20 X1NiCrMoCuN25-20-7 1.4529 ≤ M 30 ≤ M 24 ≤ M 20 ≤ M 64 ≤ M 45 ≤ M 45
1) gemäß Tabelle 1
2) Da derzeit keine normativen Festlegungen gelten, sind diese Stähle mit der Werkstoff-Nummer zu kennzeichnen
Tabelle 2: S
 tahlsorten für Verbindungsmittel mit Zuordnung zu Stahlgruppen nach DIN EN ISO 3506-1 und -2 und maximale Nenn-
durchmesser gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

4
Stahlsorten Rp0,2 Rm A51)
Festigkeits- %
klasse Lfd. Nr. nach Tab. Werkst.-Nr. N/mm2 N/mm2 Band, Blech, Stäbe, Draht, Rohre,
Flachzeug Profile, Hohlprofile
S 275 1 1.4003 275 550 - 25
2 1.4016 - 25
3 1.4301 40 25
4 1.4307 40 25
5 1.4567 - 25
6 1.4541 40 25
8 1.4401 40 25
9 1.4404 40 25
10 1.4578 - 25
11 1.4571 40 25
18 1.4539 40 25
S 355 1 1.4003 350 600 - 20
3 1.4301 30 20
4 1.4307 30 20
5 1.4567 - 20
6 1.4541 30 20
8 1.4401 30 20
9 1.4404 30 20
10 1.4578 - 20
11 1.4571 30 20
18 1.4539 - 20
20 1.4529 30 30
21 1.4547 30 -
S 460 1 1.4003 460 600 - 10
3 1.4301 650 20 12
4 1.4307 650 20 12
5 1.4567 650 - 12
6 1.4541 650 20 12
7 1.4318 650 20 12
8 1.4401 650 20 12
9 1.4404 650 20 12
10 1.4578 650 - 12
11 1.4571 650 20 12
18 1.4539 650 - 12
20 1.4529 650 - 22
S 690 9 1.4404 690 800 - 10
11 1.4571 800 - 10
12 1.4362 800 - 10
13 1.4062 800 - 10
14 1.4162 800 - 10
15 1.4662 800 - 10
17 1.4462 800 - 10
18 1.4539 800 - 10
19 1.4565 800 - 10
20 1.4529 850 - 15
1) Falls kein Wert angegeben ist, kommt das Erzeugnis in der angegebenen Festigkeitsklasse nicht vor oder liegt nicht im kaltverfestigten Zustand vor.
Tabelle 3: M
 echanische Eigenschaften nach der Kaltverfestigung (Mindestwerte) für Stahlsorten für Bauteile und Vorprodukte für
Verbindungsmittel gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

5
Ferritisch-austenitische nichtrosten-
de Stähle der Werkstoff-Nummern
EN 1.4362, 1.4062, 1.4162 und
1.4662 sind in Tabelle 1 unter den
lfd. Nummern 12 bis 15 gleichfalls
der Korrosionswiderstandsklasse III
zugeordnet, jedoch mit deutlich ein-
geschränkter Verfügbarkeit, deren
Schwerpunkt in der Festigkeitsklasse
S 460 liegt, und die nur als Draht und
Stäbe in der Festigkeitsklasse S 690
verfügbar sind.

Durch regelmäßige Reinigung zu-


gänglicher Konstruktionen oder di-
rekte Beregnung wird die Korrosions-
belastung erheblich verringert, so
dass lt. bauaufsichtlicher Zulassung
[26,27] um eine Korrosionswider-
standsklasse abgemindert werden
kann. Umgekehrt ist im Fall mögli-
cher Aufkonzentration der Stoffe auf
Oberflächen in maritimem oder In-
dustriegebiet eine Korrosionswider-
standsklasse höher zu wählen.

Korrosionswiderstandsklasse IV
Die Korrosionswiderstandsklasse IV
umfasst in Tabelle 1 unter den lfd.
Nummern 16 und 18 die beiden aus-
tenitischen nichtrostenden Stähle
EN 1.4439 und 1.4539 und unter der
lfd. Nummer 17 den ferritisch-aus-
tenitischen nichtrostenden Stahl EN
1.4462.
Bild 2: H
 ängezuganker aus nichtrostendem Stahl sorgen für die Sicherheit von vorge-
hängten Fassaden (Foto: Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG, Spenge) Die Korrosionswiderstandsklasse IV
betrifft gemäß der bauaufsichtlichen
Zulassung [26,27] sehr hohe Chlo-
Korrosionswiderstandsklasse III lebten Straßen mit Streusalzein- ridgehalte der Umgebung, wie sie
satz, beispielsweise im Spritzwasserbe-
Austenitische nichtrostende Stähle • eine mittelhohe Schwefeldioxid- reich in weniger als 0,25 km Abstand
der Werkstoff-Nummern EN 1.4401, Belastung zwischen 10 und 90 µg/ vom Meer gegeben sind. Durch eine
1.4404, 1.4578 und 1.4571 sind in Ta- m3 SO2, wie sie erwartet werden regelmäßige Reinigung zugänglicher
belle 1 unter den lfd. Nummern 8 bis kann in einer Industrieatmosphäre, Konstruktionen kann die Korrosi-
11 der Korrosionswiderstandsklasse • Lage der Bauteile außen, aber un- onsbelastung dort jedoch erheblich
III zugeordnet. Sie können gemäß zugänglich, mit Zutritt von Umge- verringert werden, so dass dann lt.
der allgemeinen bauaufsichtlichen bungsluft und deshalb mit Aufkon- bauaufsichtlicher Zulassung [26,27]
Zuordnung [26,27] damit für mittlere zentration von Luftschadstoffen, eine Abminderung um eine Korrosi-
Korrosionsbeanspruchungen in Be- ohne dass Reinigung möglich ist. onswiderstandsklasse möglich wird.
tracht gezogen werden. Als Beispiele
für solche mittlere Korrosionsbean- Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, ist die
spruchungen nennt die bauaufsicht- Verfügbarkeit der Erzeugnisformen Korrosionswiderstandsklasse V
liche Zulassung [26,27]: und Festigkeitsklassen für die vier
• einen hohen Chloridgehalt der in der bauaufsichtlichen Zulassung Die austenitischen nichtrostenden
Umgebungsluft, wie er erwartet [26,27] für die Korrosionswider- Stähle der Werkstoff-Nummern EN
werden kann in einem maritimen standsklasse III genannten austeniti- 1.4565, 1.4529 und 1.4547 sind in Ta-
Gebiet in einem Abstand vom Meer schen nichtrostenden Stähle verhält- belle 1 unter den lfd. Nummern 19 bis
zwischen 0,25 und 1 km, oder in nismäßig umfangreich. 21 für die Korrosionswiderstandsklas-
maximal 0,01 km Abstand von be- se V benannt. Als Beispiele für solche

6
Grundwerk- Stabelektrode nach Drahtelektroden, Drähte und Stäbe Fülldrahtelektroden nach
stoffe DIN EN ISO 3581 nach DIN EN ISO 14343 DIN EN ISO 17633
1.4003 19 9 L 19 9 L 19 9 L
18 8 Mn 18 8 Mn 18 8 Mn
1.4301 19 9
19 9 L 19 9 L 19 9 L
19 9 Nb 19 9 Nb 19 9 Nb
1.4307 19 9 L 19 9 L 19 9 L
1.4541 19 9 L 19 9 L 19 9 L
19 9 Nb 19 9 Nb 19 9 Nb
1.4318 19 9 L 19 9 L 19 9 L
19 9 Nb 19 9 Nb 19 9 Nb
1.4401 19 12 2
19 12 3 L 19 12 3 L 19 12 3 L
19 12 3 Nb 19 12 3 Nb 19 12 3 Nb
1.4404 19 12 3 L 19 12 3 L 19 12 3 L
1.4571 19 12 3 L 19 12 3 L 19 12 3 L
19 12 3 Nb 19 12 3 Nb 19 12 3 Nb
1.4539 NiCr22Mo9Nb1) 20 25 5 Cu N L –
NiCr22Mo9Nb2)
1.4439 18 16 5 N L 18 16 5 N L 18 16 5 N L
1.4362, 1.4462 22 9 3 N L 22 9 3 N L 22 9 3 N L
1.4662
1.4062, 1.4162 22 9 3 N L 22 9 3 N L 22 9 3 N L
23 7 N L 23 7 N L 23 7 N L
1.4529 NiCr23Mo161) NiCr23Mo16Cu22) –
NiCr22Mo9Nb1) NiCr22Mo9Nb2)
1.4547 NiCr22Mo9Nb1) NiCr22Mo9Nb2) –
1) nach DIN EN ISO 14172:2009-03
2) nach DIN EN ISO 18274:2011-04

Tabelle 4: Zuordnung der Schweißzusätze für nichtrostende Stähle gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

sehr starke Korrosionsbeanspruchung


benennt die bauaufsichtliche Zulas-
3 Fügen und nicht abschmelzende Wolframelek-
trode verwendet. Der Schweißzu-
sung [26,27] eine hohe Belastung der Verbinden satzwerkstoff kann von Hand oder
Umgebungsluft mit Schwefeldioxid auch maschinell stromlos zuge-
zwischen 90 und 250 µg/m3, wie sie in Bauteile aus Edelstahl Rostfrei lassen führt werden. Beim Mikroplasma-
Straßentunneln gegeben sein kann. Für sich mit Hilfe praktisch aller bekann- schweißen wird nach Zünden des
Bauteile in Schwimmhallenatmosphä- ten Verfahren zum Fügen, Kleben und Lichtbogens das Plasmagas (Argon)
re ohne regelmäßige Reinigung der mechanischen Befestigen sowohl in unmittelbarer Nähe der Katho-
Bauteile schreibt die bauaufsichtliche miteinander als auch mit zahlreichen de durch besondere Führung des
Zulassung [26,27] die Verwendung der anderen Materialien verbinden. Schutzgasstroms ionisiert, wodurch
vorstehend genannten nichtrostenden hohe Energien verfügbar werden
Stähle EN 1.4565, 1.4529 und 1.4547 und die Schweißnaht mit oder ohne
ausdrücklich vor. Durch eine regelmäßi- Schweißen Schweißzusatz hergestellt wird. Als
ge Reinigung zugänglicher Konstruktio- weiteres Fügeverfahren hat sich das
nen kann die Korrosionsbelastung dort Für das Schweißen von Edelstahl Laserstrahl-Schweißen etabliert,
jedoch erheblich verringert werden, so Rostfrei [14,15] lassen sich alle in insbesondere für das Verschweißen
dass dann lt. bauaufsichtlicher Zulas- der Praxis üblichen Schweißverfah- von Blechdicken bis zu 15 mm und
sung [26,27] der Einsatz nichtrostender ren wie WIG-, MIG-, Metall-Lichtbo- mehr. Aufgrund der lokal begrenzten
Stähle der Korrosionswiderstandsklas- gen und das Widerstandsschweißen Wärmeeinbringung und schnellen
se III möglich wird. Zu berücksichtigen einsetzen. Besonders bei dünneren Wärmeabfuhr ergeben sich schlan-
sind jedoch auch unzugängliche oder Blechkonstruktionen haben das WIG- ke Schweißnähte mit sehr schmaler
von der regelmäßigen Reinigung nicht Verfahren, das auch auf der Baustel- Wärmeeinflusszone, geringem ther-
erfasste Bereiche, in die Wasser und le angewendet werden kann, und das mischen Verzug und guter Umform-
Aerosole beispielsweise über die Lüf- Mikroplasmaschweißen besondere barkeit. Das Widerstandsschweißen
tung oder über Undichtigkeiten gelan- Bedeutung erlangt. wird besonders in Form von Punkt-
gen und dort zu Aufkonzentrationen oder Rollnahtschweißen bei Edel-
führen können. Beim WIG-Schweißen wird eine stahl-Rostfrei-Blechen unter 2 mm

7
1 2 3 4
Stabelektroden nach DIN EN Drahtelektroden, Drähte und Fülldrahtelektroden nach DIN Streckgrenze fy,k1) N/mm2
ISO 3581 Stäbe nach DIN EN ISO 14343 EN ISO 17633
23 12 L 23 12 L 23 12 L 320
23 12 2 L 23 12 2 L 23 12 2 L 350
20 10 3 20 10 3 20 10 3 400
18 8 Mn 18 8 Mn 18 8 Mn 350
NiCr20Mn3Nb2) NiCr20Mn3Nb3) – 355
NiCr16Fe12NbMo2) NiCr20Mo153) 355
Tabelle 5: Z
 uordnung der Schweißzusätze für Mischverbindungen zwischen austenitischen Stählen und der ferritischen Stahlsorte
mit der Werkstoffnummer EN 1.4003 gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

1 2 3 4
Stabelektroden nach DIN EN Drahtelektroden, Drähte und Fülldrahtelektroden nach DIN Streckgrenze fy,k1) N/mm2
ISO 3581 Stäbe nach DIN EN ISO 14343 EN ISO 17633
18 8 Mn 18 8 Mn 18 8 Mn 350
20 10 3 20 10 3 20 10 3 400
2312 L 23 12 L 23 12 L 320
23 12 2 L 23 12 2 L 23 12 2 L 350
NiCr20Mn3Nb2) NiCr20Mn3Nb3) – 355
NiCr16Fe12NbMo2) NiCr20Mo153) 355
NiCr23Mo162) NiCr23Mo16Cu23) – 355
NiCr22Mo9Nb2) NiCr22Mo9Nb3) 355
NiCr19Mo152) NiCr20Mo153) – 355
Tabelle 6: Z
 uordnung der Schweißzusätze für Mischverbindungen zwischen nichtrostenden Stählen der Sorten EN 1.4003, 1.4301,
1.4307, 1.4401, 1.4541, 1.4571, 1.4404, 1.4318, 1.4539, 1.4547, 1.4439, 1.4529, 1.4565 und Baustählen/Feinkorn-
baustählen gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

1 2 3 4
Stabelektroden nach DIN EN Drahtelektroden, Drähte und Fülldrahtelektroden nach DIN Streckgrenze fy,k1) N/mm2
ISO 3581 Stäbe nach DIN EN ISO 14343 EN ISO 17633
22 9 3 N L 22 9 3 N L 22 9 3 N L 450
NiCr20Mn3Nb2) NiCr20Mn3Nb3) – 355
NiCr16Fe12NbMo2) NiCr20Mo153) 355
1) Ist als charakteristischer Wert für den Tragsicherheitsnachweis der Schweißverbindung zu verwenden.
2) nach DIN EN ISO 14172:2009-03
3) nach DIN EN ISO 18274:2011-04

Tabelle 7: Z
 uordnung der Schweißzusätze für Mischverbindungen zwischen den ferritisch-austenitischen Stahlsorten EN 1.4062,
1.4162, 1.4362, 1.4462 oder 1.4662 und den austenitischen Stahlsorten sowie den Baustählen/Feinkornbaustählen ge-
mäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

Dicke eingesetzt. Neben einer hohen zusätze. Die Zuordnung dieser Für das Hartlöten dienen Silberlote
Schweißgeschwindigkeit machen Schweißzusätze zu den zugelasse- mit hohem Silbergehalt. Je niedriger
sich die kurze Erwärmungszeit und nen Grundwerkstoffen gemäß der der Schmelzpunkt, desto geringer ist
damit ein geringer Verzug günstig bauaufsichtlichen Zulassung [26,27] die Gefahr des Verziehens. Wegen
bemerkbar. Für ein gutes Anliegen ist in Tabelle 4 wiedergegeben, die der Gefahr von Lötrissigkeit darf Mes-
der entfetteten und zunderfreien Tei- Zuordnung der Schweißzusätze für singlot nicht verwendet werden.
le muss durch hohen Anpressdruck Mischverbindungen zwischen den
gesorgt werden. Für das Anbringen verschiedenen Stahlsorten gemäß
von Befestigungselementen, in der der bauaufsichtlichen Zulassung Nieten
Hauptsache Bolzen oder Schrauben, [26,27] in den Tabellen 5, 6 und 7.
auf rostfreien Blechen ist das Bol- Nietlöcher können mit einem Auf-
zenschweißen sehr gut geeignet. maß von 0,4 mm gebohrt oder ge-
Löten stanzt werden. Bei Konstruktion und
Für das Schweißen von Edelstahl Ausführung ist große Sorgfalt erfor-
Rostfrei in Anwendungen, die der Neben dem Schweißen [14,15] ist derlich, da sich Fehler nicht einfach
allgemeinen bauaufsichtlichen Zu- auch das Löten möglich [14], im Bau- korrigieren lassen. Die Verwendung
lassung [26,27] unterliegen, macht wesen beispielsweise das Weichlöten eines Durchschlages oder eines Dor-
diese u.a. umfangreiche Angaben bei Bedachungen und Dachentwäs- nes ist unzweckmäßig. Verwendet
in Hinblick auf die zugelassenen serungen [18], wobei auf geeignete werden Voll- und Hohlniete aus nicht-
Schweißprozesse und Schweiß- Lote und Flussmittel zu achten ist. rostendem Stahl oder NiCu30Fe, die

8
im Handel erhältlich sind. In Berei- Für größere Rohrdurchmesser stehen Zulassung [26,27] zu prüfen und zu
chen, die nicht sichtbar sind und an einfach zu verschraubende und wie- überwachen.
die keine optischen Ansprüche ge- derlösbare Nut-Rohrverbindungssys-
stellt werden, können auch Popniete teme zur Verfügung.
verwendet werden.
5 Korrosionsschutz
Kleben der Bauprodukte
Schrauben
Das Kleben ist eine Verbindungs-
und Ausführungs­
Wiederholt lösbare Verbindungen für technik, die das Spektrum der klas- art ihrer Ober­
Bauteile aus nichtrostendem Stahl
werden durch Verschrauben herge-
sischen Fügeverfahren wie Schwei-
ßen, Nieten oder Schrauben ergänzt
fläche
stellt. Für Schrauben und Muttern aus [28,29]. Gerade bei Sichtflächen
Edelstahl Rostfrei gilt DIN EN ISO 3506 bietet sich das Kleben an, da auf Bauteile und Verbindungsmittel für
– Teile 1 und 2. Nichtrostende Schrau- Schweißpunkte oder auch mechani- das Bauwesen aus nichtrostenden
ben sind in unterschiedlichen Ausfüh- sche Punktverbindungen verzichtet Stählen gemäß der bauaufsichtli-
rungen erhältlich. Für die bauaufsicht- werden kann. Im Bereich beispiels- chen Zulassung [26,27] benötigen
liche Zulassung [26,27] sei auf diese weise der Edelstahl-Glas-Klebver- aus Gründen der Standsicherheit kei-
und auf Tabelle 2 verwiesen. bindungen können die elastischen nen Korrosionsschutz,
Eigenschaften der Klebschicht die • wenn der verwendete Werkstoff der
Auf eine sachgemäße Vorspannung – unterschiedlichen Wärmeausdeh- Korrosionswiderstandsklasse nach
möglichst unter Verwendung von nungen der verschiedenartigen Füge- Tabelle 1 entspricht, die nach den
Drehmoment-Schlüsseln – sollte ge- partner hervorragend kompensieren. vorstehend angegebenen Kriterien
achtet werden. mindestens erforderlich ist,
• wenn sich aus den in der bauauf-
Um ein Fressen der Schrauben zu ver- sichtlichen Zulassung [26,27] ge-
meiden, sollte man die Richtwerte für 4 Grenzabmessun­ nannten und dort nachzulesenden
Bohrlochdurchmesser in Abhängig-
keit von Blechdicke und Schrauben-
gen der Erzeug­ Gesichtspunkten keine abweichen-
den Forderungen ergeben,
Nenndurchmesser berücksichtigen: nisse und Verbin­ • wenn die in der bauaufsichtlichen

Blechdicke Schrauben-Nenndurch-
dungsmittel Zulassung [26,27] genannten For-
derungen bezüglich Unterhalt und
[mm] messer [mm] Wartung eingehalten werden.
0,6 - 1,4 2,4 2,8 3,0
Die der allgemeinen bauaufsichtli-
chen Zulassung unterliegenden Er- Insbesondere dürfen in Schwimm-
1,4 - 2,0 2,5 2,9 3,2 zeugnisse bzw. deren Teilquerschnit- hallen unter den in Tabelle 10 ge-
2,0 - 3,0 2,5 3,0 3,6 te müssen eine Mindestdicke von nannten Bedingungen nur die dort
Bohrloch- 1,5 mm haben [26,27]. Sofern nicht genannten Werkstoffe verwendet
durchmes- 2,9 3,5 3,9 in der bauaufsichtlichen Zulassung werden.
ser [mm] [26,27] zusätzliche Einschränkungen
gemacht sind, gelten für die Höchst- Die Korrosionswiderstandsklassen
Für selbstschneidende Blechschrau- dicken von nicht kaltverfestigten Er- gemäß der bauaufsichtlichen Zulas-
ben sollten verzinkte Schrauben aus zeugnissen die Festlegungen in den sung [26,27] fassen verschiedene
nichtrostendem Stahl verwendet einschlägigen Normen [5,6], und von Legierungen zusammen, die unter
werden, um Kaltschweißen zu ver- kaltverfestigten Erzeugnissen die An- atmosphärischem Korrosionsangriff
meiden. Bei sichtbaren Schraubver- gaben in Tabelle 8. Die Höchstdicken bei gleichen Korrosionsbelastungen
bindungen sind Kreuzschlitz- oder für geschweißte Bauteile gehen aus eine vergleichbare Korrosionsbe-
Innensechskantschrauben zweck- Tabelle 9 hervor. ständigkeit zeigen. Dabei werden
mäßig, denn sie erfordern kein Aus- nur die bauaufsichtlichen Anforde-
richten der Schlitze, was zu Beulen Für die der allgemeinen bauaufsicht- rungen betrachtet, nicht jedoch die
führen könnte. lichen Zulassung unterliegenden dekorative Beständigkeit. Bestehen
Verbindungsmittel gilt ein Mindest- hohe dekorative Anforderungen, so
gewindedurchmesser von M 6. Die kommt der Ausführungsart und der
Rohrverbindungssysteme größten Nenndurchmesser ergeben Oberflächenbeschaffenheit der Bau-
sich für die verschiedenen Stahlsor- teile besondere Bedeutung zu. Dabei
Das Pressfitting-System für Rohr- ten aus Tabelle 2. Die mechanischen sind fein bearbeitete, glatte und feh-
verbindungen erlaubt auch in zahl- Eigenschaften nach DIN EN ISO 3506- lerfreie Oberflächen sicherzustellen.
reichen anderen Anwendungen als 1 und -2:2010-04 sind auch für die Die Wahl einer höheren Korrosionswi-
der Trinkwasserinstallation [30] eine hier gegenüber der Norm erweiterten derstandsklasse bietet hierfür keinen
form- und kraftschlüssige mechani- Abmessungsbereiche zu gewähr- Ersatz. Die in den einschlägigen Nor-
sche Verbindung innerhalb von Se- leisten und gemäß den Angaben in men [5,6] spezifizierten, werksseitig
kunden. der allgemeinen bauaufsichtlichen lieferbaren Oberflächen 2B, 2R, 1G,

9
Festig- Stäbe und Draht,
Blech, Band und Hohlprofile
keits- stranggepresste und kaltumgeformte Profile
klasse
Lfd. Nr. nach Tab. 1 Werkstoff-Nr. max t1) mm Lfd. Nr. nach Tab. 1 Werkstoff-Nr. max d1) mm
S 275 3 1.4301 62) 1 1.4003 80
4 1.4307 6 3 1.4301 80
6 1.4541 6 4 1.4307 80
8 1.4401 6 5 1.4567 30
9 1.4404 62) 6 1.4541 60
11 1.4571 6 8 1.4401 80
18 1.4539 6 9 1.4404 80
10 1.4578 30
11 1.4571 80
18 1.4539 80
S 355 3 1.4301 8 1 1.4003 80
4 1.4307 6 3 1.4301 60
6 1.4541 6 4 1.4307 60
8 1.4401 6 5 1.4567 30
9 1.4404 8 6 1.4541 50
11 1.4571 6 8 1.4401 60
20 1.4529 6 9 1.4404 60
21 1.4547 6 10 1.4578 30
11 1.4571 40
18 1.4539 80
20 1.4529 80
S 460 3 1.4301 6 1 1.4003 60
4 1.4307 4 3 1.4301 50
6 1.4541 6 4 1.4307 50
7 1.4318 6 5 1.4567 42
8 1.4401 4 6 1.4541 30
9 1.4404 6 8 1.4401 50
11 1.4571 6 9 1.4404 50
10 1.4578 42
11 1.4571 22
18 1.4539 50
20 1.4529 50
S 690 3 1.4301 22
4 1.4307 22
6 1.4541 22
8 1.4401 22
9 1.4404 22
11 1.4571 22
12 1.4362 60
13 1.4062 40
14 1.4162 40
15 1.4662 40
17 1.4462 60
18 1.4539 50
20 1.4529 50

1) Größere Werte sind zulässig, wenn dies bei der Erstprüfung durch Ermittlung der mechanisch-technologischen Kennwerte nachgewiesen und im Erstprüfbericht sowie
dem Übereinstimmungszertifikat belegt ist.
2) max t ≤ 12,5 mm, wenn ein entsprechender Nachweis erbracht wurde

Tabelle 8: H
 öchstdicken der Erzeugnisse für Bauteile und aus den Erzeugnissen hergestellte Profile und Hohlprofile im kaltverfes-
tigten Zustand gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

10
Stäbe und Draht,
Blech, Band und Hohlprofile
stranggepresste und kaltumgeformte Profile

Lfd. Nr. nach Werkstoff-Nr. max t1) mm Lfd. Nr. nach Werkstoff-Nr. max d1) mm
Tab. 1 Tab. 1
1 1.4003 12 1 1.4003 25
3 1.4301 62) 3 1.4301 252)
8 1.4401 8 1.4401
4 1.4307 30 4 1.4307 45
6 1.4541 6 1.4541
7 1.4318 7 1.4318
9 1.4404 9 1.4404
11 1.4571 11 1.4571
16 1.4439 12 16 1.4439 25
18 1.4539 18 1.4539
19 1.4565 19 1.4565
20 1.4529 20 1.4529
21 1.4547
12 1.4362 30 12 1.4362 45
13 1.4062 30 13 1.4062 40
14 1.4162 30 14 1.4162 40
15 1.4662 30 15 1.4662 40
17 1.4462 30 17 1.4462 45
1) Bei größeren Dicken ist eine Verfahrensprüfung für die jeweilige Dicke und Schweißverbindung erforderlich.
2) Bei größeren Dicken ist die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion nach DIN EN ISO 3651 nachzuweisen.

Tabelle 9: Höchstdicken für geschweißte Bauteile gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

Bauteile in Schwimmhallenatmosphäre2) Stahlsorten


mit regelmäßiger Reinigung der Bauteile Ermittlung der Korrosionswiderstandsklasse gemäß Tabelle 1
1.4565
ohne regelmäßige Reinigung1) der Bauteile 1.4529
1.4547
1) vgl. Merkblatt 831 der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei
„Edelstahl Rostfrei in Schwimmbädern (MB831)”, 2. Auflage 2000
2) Zu berücksichtigen sind auch unzugängliche oder von der regelmäßigen Reinigung nicht erfasste Bereiche, in die Wasser und Aerosole z.B. über die Lüftung oder über
Undichtigkeiten gelangen und dort zu Aufkonzentrationen führen können.

Tabelle 10: Stahlsorten für Schwimmhallen gemäß der ABZ Z-30.3-6 vom 22. April 2014 [26,27]

2G, 1K, 2K für Blech und Band oder Die Ausführung 2R muss wegen Geschliffene Oberflächen der Aus-
1G, 2G, 2B und 2P für Draht, Stäbe ihrer hohen Reflexion mit größter führungsarten G haben eine gute op-
und Profile erfüllen diese Anforderun- Sorgfalt verarbeitet werden, stellt tische Gleichmäßigkeit und eignen
gen [26,27]. Sie sind sehr ausführlich aber den idealen Ausgangszustand sich überall dort, wo hohe Ansprüche
und anschaulich in [31] beschrieben. für geschliffene oder gebürstete an das Aussehen gestellt werden. Die
Oberflächen dar. Die Ausführung für Edelstahl Rostfrei üblichen Korn-
Aus der Vielfalt der werksseitig lie- 2R kann auch dessiniert werden. abstufungen sind 80, 150, 180, 240,
ferbaren Oberflächen haben für das Nach Fertigstellen der Coils werden 320, und 400. Hierbei ist zu beach-
Bauwesen besondere Bedeutung die durch Prägewalzen standardisier- ten, dass z.B. Ölschliff glatte, seiden-
Ausführungsarten 2B, 2R, 1G und 2G. te einseitige Dessins hergestellt. matt glänzende Oberflächen ergibt,
Dessinierte Bleche sind durch ihre die im Vergleich zu Emulsions- und
Die glatte Oberfläche der Ausfüh- Oberflächenstruktur unempfindlich Trockenschliff kaum Verschmutzun-
rungsart 2B verschmutzt im Freien gegen Verkratzen und gegen Finger- gen ansetzen. Durch zusätzliches
kaum, sie wird häufig bei Brüstungs- abdrücke. Je nach Lichteinfall, Be- Bürsten lässt sich das Aussehen
bekleidungen, fensterlosen Wänden trachtungswinkel und Dessin ent- geschliffener Oberflächen noch ver-
oder Dacheindeckungen verwendet. steht eine zusätzliche Belebung der bessern. Profile werden generell ge-
Diese Ausführung lässt sich auch Oberfläche. zogen, geschält oder geschliffen ge-
schleifen und bürsten. liefert.

11
6 Weitere Bestim­ • Bestimmungen für Abnahme, Un- der Oberflächen beispielsweise indi-
terhalt und Wartung. viduell erstellter Bauteile erforderlich
mungen für Bau­ machen.
produkte aus Diese zum Teil sehr umfangreichen
Angaben müssen der allgemeinen Beim Schleifen von Edelstahl Rostfrei
Edelstahl Rostfrei bauaufsichtlichen Zulassung [26,27] [32] ist unter anderem darauf zu ach-
für tragende An­ unmittelbar entnommen werden. ten, dass dessen Wärmeleitfähigkeit
geringer ist als die von unlegiertem
wendungen im Stahl. Deshalb muss mit entspre-
Bauwesen chend geringem Andruck und nur mit
7 Oberflächen­ einer Schleifgeschwindigkeit von unter

Für Edelstahl Rostfrei für tragende


behandlung 40 m/s gearbeitet werden, um eine zu
starke örtliche Erwärmung des Schleif-
Anwendungen im Bauwesen macht guts zu vermeiden, die zu Anlauffar-
die allgemeine bauaufsichtliche Zu- Schleifen ben und zu Verwerfung führen könnte.
lassung [26,27] weiterhin umfangrei-
che Angaben zu: Schleifarbeiten können an Bauteilen Die verwendeten Schleifmittel müs-
• Verpackung, Transport, Lagerung aus Edelstahl Rostfrei aus mehreren sen frei von Eisen und von Eisenoxid
und Kennzeichnung der Baupro- Gründen erforderlich sein. Zum ei- sein, um die Bildung von Fremdrost
dukte, nen ist eine optimale Korrosionsbe- auf den geschliffen Oberflächen zu
• Übereinstimmungsnachweis der ständigkeit nur mit einer metallisch vermeiden. Aus dem gleichen Grund
Bauprodukte, blanken, von Schweißrückständen dürfen für die Bearbeitung von Edel-
• Bestimmungen für die Konstrukti- und Anlauffarben freien Oberfläche stahl Rostfrei keine Schleifscheiben
on und die Bemessung der Bautei- möglich. Auch die Forderung nach oder Schleifbänder benutzt werden,
le und Verbindungen, einem einheitlichen Aussehen oder die auch für die Bearbeitung von
• Bestimmungen für die Ausführung der Erzielung eines bestimmten opti- Bauteilen aus unlegiertem Stahl Ver-
der Bauteile, schen Effekts kann das Nacharbeiten wendung gefunden haben.

Bild 3: Z
 um Entfernen von Anlauffarben und Nacharbeiten von Schliffbildern an dekorativen Bauteilen stehen leistungsstarke
Handschleifgeräte wie zum Beispiel dieser Geradschleifer zur Verfügung (Foto: C. & E. Fein GmbH, Schwäbisch Gmünd)

12
Strahlen wie Schweißraupen und Anlauffarben austenitische nichtrostende Stähle
entfernen lassen, sollen durch me- besonders geeignet. Die Dauer der
Zur Herstellung matter, nicht rich- chanisches Polieren Feinabstufungen Säurebehandlung entscheidet dar-
tungsorientierter Oberflächenstruk- der Oberflächenrauigkeit bis hin zu über, wie groß die Dickenzunahme
turen kann Edelstahl Rostfrei mit spiegelnd glänzenden Oberflächen der Passivschicht ist. Sie bestimmt
Glasperlen oder Glasbruch, Edel- erzeugt werden [32]. auch, welche Frequenzanteile des
stahlkorn oder eisenfreiem Quarz- Lichts durch die oben beschriebe-
sand gestrahlt werden. ne Interferenz verstärkt oder ausge-
Elektropolieren löscht werden, d.h. welcher Farbein-
druck entsteht. In dem Maß, wie die
Beizen Neben dem mechanischen Polieren Schichtdicke aufgebaut wird, durch-
wird auch das elektrolytische Polie- laufen die resultierenden Farben eine
Wie vorstehend bereits erwähnt, er- ren mit zunehmender Bedeutung Skala von Bronze über Gold, Rot, Pur-
reicht Edelstahl Rostfrei seine opti- für das Bauwesen angewendet [35]. pur, Blau bis hin zu Grün. Ferritische
male Korrosionsbeständigkeit nur mit Nach diesem Verfahren, das sich nichtrostende Stähle lassen sich an-
einer metallisch blanken Oberfläche. besonders für kompliziert gestalte- thrazitgrau färben [36].
Zunderschichten oder Anlauffarben, te, aber auch für großflächige Bau-
deren Ursache Wärmebehandlung teile eignet, wird das Werkstück in Bis zu 200 °C sind die Farbschichten
oder Schweißen sein kann, müssen geeigneten Elektrolytlösungen einer temperaturbeständig. Sie sind nicht
daher entfernt werden. Dies erfolgt anodischen Strombelastung unter- abriebbeständig. Bei höheren Tem-
in vielen Fällen bevorzugt durch Bei- worfen. Die Rauhigkeitsspitzen wer- peraturen, wie sie beim Löten oder
zen [33,34]. Eine Vollbadbeizung in den hierbei abgetragen. Das Ergeb- Schweißen entstehen, werden sie
Tauchbädern ist nicht immer möglich. nis ist ein Seidenmattglanz, in der zerstört.
Deshalb begnügt man sich zur Besei- Regel noch perfekter als er mit Hilfe
tigung der Anlauffarben auf und ne- des mechanischen Polierens erzielt Eine weitere Möglichkeit zur farbi-
ben den Schweißnähten bisweilen mit werden kann. Grate an Schnittkan- gen Gestaltung von Edelstahl-Ober-
dem Einsatz von Beizpasten. Bei Edel- ten werden ebenfalls entfernt. Ein flächen bietet die farbige Sol-Gel-
stahl Rostfrei betragen die erforderli- erfolgreiches Elektropolieren setzt Beschichtung, die auf der gezielten
chen Einwirkzeiten je nach Intensität allerdings auch einen entsprechend Einbringung anorganischer Pigmente
der Anlauffarben oder Verzunderung perfekten Grundwerkstoff voraus, mit in einer Sol-Gel-Schicht basiert. Die
etwa 10 bis 60 Minuten. Anschließend der Folge, dass stabilisierte nichtros- Farben können mit unterschiedlicher
ist sorgfältig mit Wasser abzuspülen. tende Stähle wie EN 1.4541 und EN Farbtiefe aus einer breiten Farbpalet-
Ggfs. muss mit einer Edelstahl-Draht- 1.4571 für das Elektropolieren nicht te einschließlich Weiß und Schwarz
bürste oder einem Hochdruckreiniger geeignet sind. frei gewählt werden und sind zeitlich
nachgeholfen werden. unbeschränkt reproduzierbar. Ihr
Glanzgrad ist frei wählbar und der
Färben von Oberflächen metallische Charakter der Ausgangs-
Passivieren oberfläche bleibt erhalten. Farbige
Oberflächen von Edelstahl Rostfrei Sol-Gel-Beschichtungen sind absolut
Bei Edelstahl Rostfrei bedecken sich können durch Tauchen in eine hei- UV- und alterungsbeständig, wetter-
frisch entstandene Oberflächen an ße Chromschwefelsäure-Lösung fest und widerstehen Temperaturen
der Umgebungsluft spontan mit einer eingefärbt werden [36]. Durch Nach- bis 400 °C. Sie sind wasser- und
sogenannten Passivschicht. Dieser behandeln wird eine hinreichende schmutzabweisend, beständig gegen
spontan eintretende Vorgang bedarf Abriebfestigkeit der farbgebenden Fingerabdrücke und selbst von Graf-
zu seiner weiteren Stabilisierung an- Schichten erzielt. Bei diesem Ver- fiti leicht zu reinigen. Die Oberflä-
schließend noch etwas Zeit, die je fahren wird die Chrom-haltige Pas- chen haben eine gute Verschleißbe-
nach Temperatur und Feuchtigkeit sivschicht, die dem nichtrostenden ständigkeit und können mindestens
der Umgebungsluft unterschiedlich Stahl seine Korrosionsbeständigkeit um einen Radius von 5 x Blechdicke
lang sein kann. Durch Behandlung verleiht, auf chemischem Weg zu grö- gebogen werden. Farbige Sol-Gel-
mit oxidierenden Säuren kann man ßerer Dicke aufgebaut. Die Farbwir- Beschichtungen sind porenfrei und
eine solche Passivierung beschleuni- kung entsteht durch Interferenz des bieten einen zusätzlichen Korrosi-
gen. Es ist darauf zu achten, dass hier Lichts in der Passivschicht [36]. Die- onsschutz für den nichtrostenden
gut mit Wasser nachgespült wird, und se Farben sind gegen UV-Strahlung Stahl.
dass die Sicherheitsvorschriften für beständig, vollständig lichtecht und
das Arbeiten mit Säuren eingehalten gegenüber atmosphärischen Einflüs-
werden. sen sehr unempfindlich. In bestimm- Sonstige Oberflächen­
ten Medien können diese Schichten behandlungen
sogar zur Verbesserung des Korrosi-
Mechanisches Polieren onswiderstands beitragen. Die Oberfläche von elektrolytisch
verzinnten Blechen, die vor allem für
Während sich mit Hilfe des Schleifens Für das elektrochemische, auf Lichtin- Bedachungen eingesetzt werden, bil-
unerwünschte Oberflächeneffekte terferenz beruhende Färben, sind det an der Luft eine mattgraue Patina

13
aus. Durch den Zinnüberzug wird die durchmessern und Stanzabständen ebenso eingesetzt werden wie bei
Lötfähigkeit verbessert. Darüber hin- sei auf [14] verwiesen. unlegierten Stählen, man benötigt
aus stehen auch gleichmäßig matt- hierzu jedoch mehr Kraft. Deshalb
graue Oberflächen zur Verfügung, die Zum Sägen werden Kreis-, Bügel-, empfiehlt es sich, mit möglichst dün-
werksseitig durch spezielle Walzpro- Band- oder Handsägen benutzt. Es nem Material zu arbeiten. Alle Fal-
zesse erzeugt werden. sind nur HSS-Sägeblätter zu verwen- zausführungen sind herstellbar und
den. Grobe Zahnung ist für Vollmate- dicht [14].
Durch Tiefätzen und Emaillieren von rial, feine Zahnung für dünnwandiges
Edelstahl Rostfrei lassen sich außer- Material erforderlich. Ausreichend Beim Rollprofilieren von Edelstahl
ordentlich dekorative Oberflächenef- Kühlung ist erforderlich. Rostfrei kann sowohl mit freilaufen-
fekte erzielen. Für diese Arbeiten gibt den als auch mit angetriebenen Wal-
es Spezialbetriebe mit entsprechen- Zum Trennen dünner Profil- oder zen gearbeitet werden. Das weich-
den Einrichtungen; ebenso für das Rohrabmessungen eignen sich geglühte oder auch kaltverfestigte
Aufbringen von Beschriftungen und handelsübliche Nylon- oder Dia- Band oder Blech läuft hierbei durch
Piktogrammen. manttrennscheiben [14]. Das Was- eine Folge von Rollenpaaren. Durch
serstrahlschneiden ist ein kaltes, hintereinanderschalten mehrerer
abriebarmes Trennverfahren. Mit solcher Durchläufe lassen sich auch
dem dünnen Schneidstrahl steht ein komplizierte Profile herstellen. Beim
8 Bearbeiten universelles Werkzeug zur Verfügung, Rollprofilieren von Edelstahl Rostfrei
mit dem beliebige Konturen geschnit- [14] verfestigt sich der Werkstoff, so
Edelstahl Rostfrei hat eine höhere ten werden können. Die Schnittkan- dass diese Profile eine besonders
Scherfestigkeit als unlegierte Stähle, ten sind gratfrei und müssen nicht große Steifigkeit erhalten.
deshalb benötigt man zum Schnei- nachgearbeitet werden [14]. Weitere,
den mehr Kraft. Ein ähnliches Ver- mit spezifischem Vorteil bei Edelstahl Zum Biegen von glatten Blechen aus
hältnis besitzen die austenitischen Rostfrei anzuwendende Trennverfah- Edelstahl Rostfrei gibt es Anhaltswer-
Edelstähle gegenüber den nichtros- ren sind das Plasmaschneiden und te hinsichtlich der Biegeradien, Werk-
tenden Duplexstählen, bei denen der das Laserschneiden [14]. zeugabmessung und Rückfederung
Schneidkraftbedarf noch deutlich hö- [14]. Das Walzenbiegen wird wie bei
her liegt. Da jedoch im Allgemeinen unlegierten Stählen durchgeführt.
dünnere Bleche genommen werden Der kleinste Zylinderdurchmesser,
als für gleiche Teile aus unlegiertem 9 Umformen der sich auf einer Drei-Walzen-Biege-
Stahl, sind die erforderlichen Scher- maschine herstellen lässt, entspricht
kräfte annähernd gleich [14]. Edelstahl Rostfrei lässt sich in glei- etwa dem doppelten Durchmesser
cher Weise umformen wie unlegier- der Innenwalze [14].
Der Schneidspalt soll etwa 5 % der te Stähle; der Kraftbedarf ist bei
Blechdicke betragen. Steht nur eine den austenitischen Stählen jedoch Das Biegen von Rohren erfordert die
Schere zur Verfügung, so ist für all- größer, außerdem ist die stärkere gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie
gemeine Blecharbeiten ein Schneid- Rückfederung zu beachten. Geringe bei unlegierten Stählen. Werden die
spalt von 0,1 mm zu empfehlen Stückzahlen von Profilen oder Flä- Rohrwandungen nicht abgestützt,
[14]. Der Spalt ist richtig eingestellt, chenelementen werden aus Blech dann sollte der kleinste Biegeradius,
wenn die geschnittenen Anteile der durch Abkanten hergestellt [14]. In bezogen auf die Achse des Rohres,
Schnittflächen etwa 40 % oben und einer Abkantpresse wird das Material mindestens dem sechsfachen Au-
unten betragen [14]. zwischen Biegeschiene und Matrize ßendurchmesser entsprechen. Das
- meist in mehreren Arbeitsgängen – freie Biegen kann nur für kleinkalib-
Bei Scheren mit Niederhaltern ist es abgewinkelt. Die Kanten des Profils rige oder dickwandige Rohre empfoh-
zweckmäßig, die Auflagefläche der werden nicht scharf, die Radien ent- len werden [14].
Niederhalter mit einem Profil aus sprechen nahezu der halben Blech-
Gummi oder ähnlichem Material zu dicke. Beim Abkantverfahren muss Auch das Streckbiegen von Rohren
versehen, um die Oberfläche der die Konstruktion geringe Maßabwei- mit und ohne Dorn lässt sich bei
Werkstücke nicht zu beschädigen. chungen tolerieren. Allerdings haben Edelstahl Rostfrei anwenden [14].
die Hersteller von Abkantwerkzeu- Man vermeidet Verwerfungen, wenn
Beim Stanzen von Edelstahl Rost- gen gerade für die Verarbeitung von an der Innenseite des Bogens aus-
frei lässt sich die erforderliche Kraft Edelstahl Rostfrei technologisch sehr reichend hohe Zugspannungen an-
häufig dadurch vermindern, dass ein große Fortschritte gemacht. Mit mo- greifen, so dass dort während des
Werkzeugteil angeschrägt wird, wie dernen Pressen ist das Abkanten so Biegens keine Druckspannungen
im Einzelnen in [14] erläutert. Beim perfektioniert, dass Winkelgenauig- auftreten. Auf Biegevorrichtungen
Lochen soll der kleinste Lochdurch- keiten von +/-0,3 ° bei kaltgewalzten können dickwandige Rohre zu vollen
messer mindestens der doppelten Blechen möglich sind [14]. Kreisen oder Wendeln gebogen wer-
Blechdicke und der Mindestabstand den, deren Biegeradien dem sechs-
zwischen den Löchern dem halben Falzen als Verbindungstechnik und fachen Außendurchmesser des
Lochdurchmesser entsprechen. Für Kantenverstärken durch Umfalzen Rohres entsprechen [14]. Umlauf-
die Festlegung von machbaren Stanz- können bei nichtrostenden Stählen biegemaschinen können eingesetzt

14
Bild 4: Neue automatisierte Abkantpressen ermöglichen durch sehr schnellen, robotergesteuerten Werkzeugwechsel eine be-
sonders wirtschaftliche Produktion von nichtrostenden Profilen in Kleinserien (Foto: Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG,
Spenge)

werden, wenn kleinere Biegeradien Durch Tiefziehen lassen sich beson- frei in Kombination mit dessen hoher
gefordert sind. Wird das Rohr durch ders effektvolle Umformungen bei Festigkeit. Das bedeutet Leichtbau-
einen Dorn von innen abgestützt, so Fassadenbekleidungen erzielen. Konstruktionen mit dünnwandigen
lassen sich zum Beispiel bei Rohren Bauteilen und niedrigem Gewicht.
mit 25 mm Durchmesser und Wand- Ebene Wandelemente für die Beklei- Dabei kann die Kaltverfestigung
dicken von 1,0 bis 1,5 mm Krümmer dung von Gebäudeteilen müssen mit durch Umformen, wie sie beispiels-
mit Biegeradien bis herab zum an- größter Sorgfalt hergestellt werden, weise aus Tabelle 1 gemäß der bau-
derthalbfachen Außendurchmesser denn auf ebenem Blech machen aufsichtlichen Zulassung [26,27] her-
herstellen [14]. sich geringste Ungenauigkeiten, die vorgeht, gezielt genutzt werden.
schon durch die Befestigung entste-
hen können, deutlich bemerkbar. Bei der konstruktionsbedingten
Erwärmung durch Sonneneinstrah- Kombination mit anderen metalli-
10 Herstellen von lung kann zum Ausbeulen führen. Die schen Werkstoffen, wie beispielswei-
Wandelementen Halterung muss deshalb Wärmeaus-
dehnung zulassen. Für größere ebe-
se un- und niedriglegierten Stählen,
verzinktem Stahl oder Aluminium ist
ne Flächen kann es empfehlenswert eine Korrosionsgefährdung der un-
Geprägte, profilierte oder tiefgezoge- sein, dünne Bleche aus Edelstahl edleren Kontaktwerkstoffe zu vermei-
ne Wandelemente für Fassaden und Rostfrei auf Grundplatten aus ande- den. An den nichtrostenden Stählen
Bekleidungen sind raumabschlie- rem Material zu kleben. selbst kommt Kontaktkorrosion prak-
ßende Bauteile, die durch Abkanten tisch nicht vor.
und evtl. zusätzliches Sicken, durch
Tiefziehen oder Profilieren von ent- 11 Konstruktions­ Das Auftreten von Kontaktkorrosion
sprechenden Blechzuschnitten her-
gestellt werden. Hierbei entstehen
hinweise ist an das Vorhandensein einer Flüs-
sigkeit (Elektrolytlösung) im Kontakt-
Kassettenelemente mit markanter bereich gebunden; d.h. eine Gefähr-
Form. Die Oberfläche der Kassetten Eine werkstoffgerechte Konstruktion dung besteht grundsätzlich nur dann,
wird durch die Auswahl geschliffener nutzt die Vorteile der hohen Korrosi- wenn die entsprechende Verbindung
oder dessinierter Bleche bestimmt. onsbeständigkeit von Edelstahl Rost- häufig und langanhaltend feucht ist.

15
Bild 5: D
 ie beidseitig mustergewalzte Oberflächenausführung der nichtrostenden Fassadenbekleidung der von Meier Associés
Architectes S.A. realisierten Schutzhütte Topali des Alpenvereins Mattertal, St. Niklaus, schimmert reflexionsarm im Son-
nenlicht (Foto: Aperam Stainless Services & Solutions Germany GmbH, Erkrath)

Ganz allgemein hat die Kontaktkorro- Die Wärmeausdehnung der nichtros- • Die Oberfläche wird bei Lagerung
sion in wässriger Umgebung – auch tenden Stähle ist zwar größer als die und Transport geschützt.
im Erdboden – eine größere Bedeu- der unlegierten Stähle, jedoch teil- • Geeignete plastische Überzüge ver-
tung als an der Atmosphäre, wo sie weise wesentlich geringer als die an- hindern bei vielen Verarbeitungs-
nur wirksam ist, solange Wasser derer Baumetalle wie beispielsweise vorgängen wie Abkanten, Biegen,
nicht abtrocknet. Liegen Verschmut- Aluminium und Zink. Insbesondere Tiefziehen und Stanzen, dass die
zungen, hygroskopische oder dau- bei großflächigen Konstruktionen Oberfläche beschädigt wird.
erfeuchte Ablagerungen vor, so sind oder Bauteilen muss dafür gesorgt • Beim Umformen bleibt die Origi-
auch unter den Bedingungen einer werden, dass der Werkstoff „arbei- naloberfläche, beispielsweise die
sonst unbedenklichen atmosphä- ten“ kann, ohne das Spannungen Schliffstruktur, weitgehend erhal-
rischen Korrosionsbeanspruchung auftreten, die zu Beulen oder Knack- ten.
Schäden an dem unedleren Werk- geräuschen führen können. • Klebefolien lassen sich bis zu ihrer
stoff möglich. Die Kontaktkorrosion beginnenden Alterung bei Raum-
kann in derartigen Fällen verhindert temperatur problemlos abziehen.
werden, indem durch Zwischenlagen 12 Oberflächen­
aus Kunststoff oder Schutzanstrich
des edleren Metalls die Bauteile elek-
schutz mit Folien An Bauteilen, die der Außenatmo-
sphäre ausgesetzt sind, müssen
trisch voneinander isoliert werden. Schutzüberzüge – gleich welcher
Für viele Verwendungszwecke ist es Art – sofort nach der Montage ent-
Nähere Informationen sind den Fach- erforderlich, Bleche und Bänder mit fernt werden. Unter Wärme- und
regeln für die Klempnertechnik des ein- oder beidseitigen Schutzüberzü- Lichteinwirkung können die Schutz-
ZVSHK zu entnehmen, sowie dem gen zu versehen. Das gilt besonders überzüge nämlich schnell altern, so
Merkblatt 829 der Informationsstelle für Oberflächen nach Ausführungs- dass sie sich nicht mehr rückstands-
Edelstahl Rostfrei „Edelstahl Rostfrei verfahren 2B, 2R und 2G. Ein solcher frei oder auch überhaupt nicht mehr
in Kontakt mit anderen Werkstoffen“ Oberflächenschutz hat folgende Vor- ablösen lassen.
[37]. teile:

16
Bild 6: D
 ie Technik des partiellen Folierens der späteren Sichtflächen von Bauprofilen aus Edelstahl Rostfrei erleichtert das Entfer-
nen der Schutzfolie nach dem Einbau erheblich (Foto: VOGEL-BAUER Edelstahl GmbH & Co. KG, Solingen)

13 Reinigung und Bauteilen sind Edelstahl-Elemente zu


schützen.
Pflege
Eine Vielzahl von sehr nützlichen wei-
Da Rückstände des Klebers oder teren Hinweisen zur Reinigung und
Schutzlacks (auch unsichtbare) zu Pflege von Edelstahl Rostfrei im Bau-
Korrosion führen können, ist stets wesen findet sich in den Merkblät-
eine Grundreinigung nach Herstel- tern der Informationsstelle Edelstahl
lervorschrift, meist mittels abrasiv Rostfrei [14,16,38].
wirkender alkalischer Reiniger vorzu-
nehmen.

Farbspritzer lassen sich mit Lösungs-


mitteln (Terpentin bei Ölfarben, sonst
Benzol, Toluol o.ä.) entfernen. Kalk-
oder Zementspritzer sind möglichst
vor dem Aushärten mit Hilfe eines
Holzspans abzuschaben. Hierbei dür-
fen keine Werkzeuge aus unlegiertem
Stahl verwendet werden (Fremdrost-
gefahr).

Salzsäure darf keineswegs verwen-


det werden; auch nicht als schwache
Lösung. Beim Absäuern von angren-
zenden Mauern oder keramischen

17
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Stähle – Teil 5: Technische Lie- Düsseldorf, 2004 Rostfrei, Düsseldorf, 2014
ferbedingungen für Stäbe, Walz-
draht, gezogenen Draht, Profile [16] „Fertigung und Montage von [27] “Allgemeine bauaufsichtliche
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korrosionsbeständigen Stählen dem Stahl – allgemeine Hinwei- 2014 (national technical appro-
für das Bauwesen se“ ISER-Merkblatt 969, 1. Aufla- val) „Products, fasteners and
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DIN EN 10296-2 Geschweißte
[7]  stainless steels”” available as
kreisförmige Stahlrohre für den [17] „Edelstahl Rostfrei im öffentli- Sonderdruck 862e der Informa-
Maschinenbau und allgemei- chen Bereich“ ISER-Dokumen- tionsstelle Edelstahl Rostfrei,
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Technische Lieferbedingungen tionsstelle Edelstahl Rostfrei,
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schinenbau und allgemeine 1. Auflage, Euro Inox, Brüssel, Rostfrei, Düsseldorf, 2012
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Technische Lieferbedingungen – [29] „Kleben – ein praxisgerechtes
Teil 2: Rohre aus nichtrostenden [19] „Technischer Leitfaden: Dächer Fügeverfahren für nichtrosten-
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Stählen – Teil 1: Schrauben wässerung und Dachzubehör“ ridhaltigen Wässern“ ISER-
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18
[31] „Edelstahl Rostfrei: Oberflächen
im Bauwesen“ ISER-Dokumenta-
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[32] „Mechanische Oberflächenbe-


handlung nichtrostender Stähle
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ISER-Merkblatt 968, 1. Auflage,
Euro Inox, Brüssel, 2005

[33] „Beizen von Edelstahl Rostfrei“


ISER-Merkblatt 826, 3. überar-
beitete und erweiterte Auflage,
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[34] „Aktueller Stand zum Beizen


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[35] „Elektropolieren nichtrosten-


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1. Auflage, Euro Inox, Brüssel,
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[36] „Farbiger nichtrostender Stahl“


ISER-Merkblatt 976, 1. Auflage,
Euro Inox, Brüssel, 2011

[37] „Edelstahl Rostfrei in Kontakt


mit anderen Werkstoffen“ ISER-
Merkblatt 829, 4. überarbeitete
und erweiterte Auflage, Infor-
mationsstelle Edelstahl Rostfrei,
Düsseldorf, 2005

[38] „Reinigung nichtrostender Stäh-


le im Bauwesen“ ISER-Merkblatt
965, 1. Auflage, Euro Inox, Brüs-
sel, 2009

19
20
Informationsstelle Edelstahl Rostfrei
Postfach 102205
40013 Düsseldorf
www.edelstahl-rostfrei.de