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Laveshaus Friedrichswall 5 30159 Hannover Telefon 0511 28096-0 Telefax 0511 28096-19 info @ aknds.de www.aknds.de

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besser. mit architekten.

Low

Budget

Häuser

unter 200.000 euro brutto

besser. mit architekten.

Low

Budget

Häuser

unter 200.000 euro brutto

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Der Traum vom Haus ist für die meisten Bauherren der

größte Wunsch und zeitgleich die größte Herausforderung, die es zu meistern gilt. Wer noch nie gebaut hat, steht zunächst vor vielen Fragen, hat viele Vorstellungen und in den meisten Fällen auch zeitgleich ein finanzielles Limit. Die Vorstellungen und das Budget in Einklang zu bringen, erfordert ein ständiges Abwägen verschiedenster Interessen.

low budget häuser

Kostengünstig Bauen heißt nicht unbedingt, auf seine Träume zu verzichten. Jeder Bauherr muss sich Prioritäten setzen. Für den einen ist der Keller unentbehrlich und für den an- deren der Kamin im Wohnzimmer oder aber das große Grundstück. Kostengünstig Bauen fängt bereits bei diesen ersten Überlegungen an: Machen Sie sich bewusst, welches Ihre Prioritäten sind und worauf Sie im Gegenzug bereit sind zu verzichten oder was Sie im persönlichen Einsatz in Form von Eigenleistung erbringen wollen und können.

Dass gerade Architekten qualifiziert sind, die persönlichen Wünsche der Bauherren auf- zunehmen und im Rahmen des vorgegebenen Budgets umzusetzen, zeigt diese Ausstel- lung. Aus über 70 eingereichten Arbeiten wurden von einer Jury acht Häuser ausgewählt, die durch ihre hohe bauliche Qualität bei kostengünstiger Umsetzung überzeugen. Alle hier gezeigten Neubauten haben unter 200.000 Euro brutto, die beiden Umbauten unter 125.000 Euro brutto gekostet. In den aufgeführten Kosten sind enthalten: Baukosten, technische Ausstattung, wie Heizung oder Lüftungsanlage, ferner die Nebenkosten, wie Baugenehmigung, Statik und das Architektenhonorar. Nicht aufgelistet sind Grund- stücks- und Erschließungskosten, denn diese unterscheiden sich je nach Standort stark voneinander und sind nicht vergleichbar.

inhalt

6 // Ein Haus am Waldrand

12

// Wohnhaus auf dem Lande

18

// Raumwunder

24

//

Sechs +

30

// Rhombus

36

// Familienscheune

42

// Kubus

48

// Himmlischer Ausblick

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// www.besser-mit-Architekten.de

1 // ein Haus am waldrand

Nicht immer lassen die Traumgrundstücke die Bebauung zu, die man sich wünscht. In diesem Fall war das Grundstück für die Familie viel zu groß. Da eine Doppelhaus- bebauung zulässig war, suchte sich die Familie gleich gesinnte Bauherren. Sie kauf- ten das Grundstück zusammen, ließen es in der Mitte teilen und konnten schließlich sogar jeder ihr Einfamilienhaus darauf pla- nen. Diese Experimentierfreudigkeit der Bauherren sollte sich auch für das gesamte Bauvorhaben lohnen. Um ihr Traumhaus zu realisieren, haben die Bauherren gemein- sam mit der Architektin viel Zeit darin in- vestiert, alle Möglichkeiten zu überprü- fen, das angestrebte Ziel zu erreichen. Um kostenbewusst zu planen, ist es notwen- dig, als Bauherr nicht nur schnell bauen zu wollen. Es muss Zeit vorhanden sein, aus Kostengründen Geplantes zu überarbeiten und nach günstigeren, aber gleichwertigen Lösungen zu suchen.

Bestimmte Dinge standen von Anfang an fest. So auch die Beheizung mit einer Luft- Wärmepumpe und die dadurch erforderliche Fußbodenheizung. Die Kosten waren von

Beginn an fixiert. Damit das Gesamtbudget passt, musste an anderer Stelle das Geld gespart werden. Das Haus besteht nur aus sehr wenig Mauerwerk, da der größte Teil der Fassade verglast ist. Durch den gerin- gen Mauerwerksanteil konnten sich auch die späteren Kosten für den Innenputz und die Malerarbeiten in Grenzen halten. Die großzügige Glasfassade lässt sich nur an wenigen Stellen öffnen und wurde damit preisgünstig hergestellt. Energietechnisch ist ein Fensterelement mit einem geringen Rahmenanteil hochwertiger als ein Element mit hohem Rahmenanteil. So ist also die formale Entscheidung nicht nur kostengün- stig, sondern auch energieoptimiert.

Einbauleuchten wurden im Sparset gekauft und selbst angebracht, im Internet wurde nach Treppenleuchten recherchiert und durch enge Absprachen mit den ausführen- den Firmen konnte sogar der Wunsch nach der gefalteten Stahltreppe Realität werden. Ohne die enge Zusammenarbeit mit den Handwerkern und die Offenheit der Bau- herren wären viele Wünsche aus preislichen Gründen nicht realisiert worden.

ein Haus am waldrand Projektdaten

Bauherren Familie Hahmann, Göttingen Architekten K2 Architekten, Dipl.-Ing. Irmgart Kösters, Bovenden Fertigstellung November 2006 Bruttogeschossfläche

232 qm

Wohnfläche

192 qm

Bruttorauminhalt

690 cbm

Grundstücksgröße

831 qm

Energiestandard

KfW-60 Haus

Baukosten

KGR 100 Grundstück KGR 200 Herrichten und Erschließen

90.000

Euro

10.000

Euro

KGR 300 Bauwerk – Baukonstruktion 143.000

Euro

– Rohbauarbeiten, Maurer- und Betonarbeiten, Dachdecker, Zimmermann, Gerüst

0.000

Euro

– Holzfenster (großer Teil fest verglast) inkl. Haustür

16.500

Euro

– Innenausbau inkl. Innenputz, Estrich, Trockenbau, Fliesen, Parkett, Türen, Maler

3.000

Euro

– Innenglasschiebetüren

3.000

Euro

– Treppenanlage als Stahlfaltwerk

6.500

Euro

– Außenputz (20 cm WDVS) 13.000

Euro

KGR 400 Bauwerk – Technische Anlagen

29.000

Euro

– Wärmepumpe (Luft) inkl. Fußboden- heizung

12.000

Euro

– Sanitär inkl. Objekte (2 Bäder)

12.000

Euro

– Elektroarbeiten

5.000

Euro

KGR 500 Außenanlagen KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke (Küche + Kamin) KGR 700 Baunebenkosten

20.000

Euro

22.000

Euro

24.000

Euro

– Honorare Statiker, Architekt Leistungsphasen 1 8 21.000

Euro

– Gebühren

3.000

Euro

gesamtsumme brutto

196.000 euro

Grundriss EG Grundriss OG 10 10
Grundriss EG Grundriss OG
Grundriss EG
Grundriss OG
11
11
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2 // wohnhaus auf dem Lande

Das Wohnhaus, am Oste-Hamme-Kanal und nördlichen Rand des Teufelsmoores gele- gen, orientiert sich an den Vorbildern länd- licher Architektur Norddeutschlands: den lang gestreckten Wohn- und Wirtschafts- gebäuden mit einem rechteckigen Grund- riss und einem einfachen Satteldach. Ein Grundriss ohne Schnörkel, ganz schlicht, ist nicht nur energetisch von großem Vorteil, sondern auch viel günstiger als ein Grund- riss mit Erkern und Giebeln.

Die großflächige Verglasung der Südfas- sade und die Dachüberstände mit Zink- blecheindeckung verleihen dem Gebäude eine Leichtigkeit. Das auskragende Dach wirkt im Sommer wie eine Baseballmütze als sehr wirksamer Sonnenschutz, im Win- ter, wenn die Sonne niedrig steht, kann sie jedoch weit in das Gebäude eindringen und für Helligkeit sorgen.

Das Raumprogramm ist auf einen Zwei- personenhaushalt zugeschnitten. Eine

leichte Treppe aus Stahl und Holz, gerade und schnörkellos, führt am Koch- und Ess- bereich vorbei in das Dachgeschoss. Dort befinden sich das Schlafzimmer sowie eine Lesegalerie, die großzügige Raumeindrücke schafft. Wo keine Abtrennung erforderlich ist, wurde auch keine gemacht: das gesam- te Haus hat nur drei Innentüren. Das spart Geld und schafft Weiträumigkeit.

Es herrscht ein angenehmes, ausgleichen- des Raumklima. Der Zusammenklang von Natur und Architektur findet in der Außenge- staltung seine Ergänzung. Nur ein Teil des Gartens wurde als »Kulturgarten« mit We- gen und Pflanzflächen angelegt, der über- wiegende Teil jedoch der Natur zurückge- geben und sich selbst überlassen. Schön zu sehen, wie die Birken, Vogelbeerbäume und Weiden die Flächen zurückerobern und zum Ferienhauscharakter des Hauses bei- tragen.

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wohnhaus auf dem Lande Projektdaten

Bauherr

Baukosten

Torsten Stelling,

KGR 100 Grundstück KGR 200 Herrichten und Erschließen KGR 300 Bauwerk – Baukonstruktion zzgl. Eigenleistung Maurerarbeiten, Parkettlegearbeiten, Malerarbeiten im Wert von

3.000

Euro

Gnarrenburg

8.000

Euro

Architekt

90.000

Euro

Dipl.-Ing. Torsten Stelling, Gnarrenburg Landschaftsarchitekt Ing. (grad.) Günther Bady, Harsefeld Fertigstellung März 200 Bruttogeschossfläche

15.000

Euro

KGR 400 Bauwerk – Technische Anlagen 10.000

Euro

KGR 500 Außenanlagen zzgl. Eigenleistung Pflaster- und Pflanzarbeiten im Wert von KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke KGR 700 Baunebenkosten zzgl. Eigenleistung Architektenleistung,

.000

Euro

2.000

Euro

1.000

Euro

133 qm

5.000

Euro

Wohnfläche

 

120 qm

Leistungsphasen 19 im Wert von

16.000

Euro

Bruttorauminhalt

528 cbm

gesamtsumme brutto

105.000 euro

Grundstücksgröße

.535 qm

Energiestandard

Niedrigenergiehaus

15

15

Grundriss EG Grundriss OG 16
Grundriss EG Grundriss OG
Grundriss EG
Grundriss OG
1
1
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1

3 // raumwunder

Eine Pferdekoppel an einer kleinen Wohn- straße am Ortsrand des Dorfes Gimbte im Münsterland bot das ideale Baugrundstück für eine Familie mit Kindern. Bei der gemein- samen Entwicklung des Raumprogramms mit den Architekten wurden die speziellen Bedürfnisse und Wünsche der Familie nach einem großzügigen, offenen Wohnbereich sowie drei gleichwertigen Kinderzimmern verwirklicht. Die Wohnflächen und Wege zwischen den Räumen wurden auf das absolut Notwendige minimiert und alle entstehenden Resträume, wie Spitzboden oder Treppenraum, konnten als Stauräume ausgenutzt werden. Durch diese räumliche Planung ließen sich die hohen Kosten zur Erstellung eines Kellerraumes sparen.

Das Konzept, jeden Winkel des Hauses auszunutzen und nach Zugänglichkeit und Ausbaustandard verschiedene Ne- ben- und Abstellflächen zu planen, fand

bei der Familie große Zustimmung. Das Raumkonzept passt sich an das Lebensalter seiner Bewohner an. Vorschulkinder benö- tigen viel Bewegungsraum sowie die Nähe zu allen Familienmitgliedern im offenen Wohnbereich. Jugendliche Hausbewohner wünschen einen ungestörten persönlichen Rückzugsort in den eigenen vier Wänden. Wenn dann junge Erwachsene die Famili- enwohnung verlassen möchten, lässt das obere Geschoss eine freie Umgestaltung zu:

die Trennwände der individuellen Zimmer sind als nicht tragende Wände konstruiert. Deshalb lassen sie sich nach Raumwunsch ganz oder teilweise entfernen.

Die kompakte Gebäudeform birgt ein gro- ßes Raumvolumen im Verhältnis zur Au- ßenwandfläche. Die gewählte Form spart hierdurch nicht nur in der Erstellung Kos- ten, sondern auch Betriebskosten für Heiz- energie.

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raumwunder Projektdaten

Bauherren Familie Jäger, Laukamp 2, 8268 Greven Architekten Ahad-Architekten, Dipl.-Ing. Katja Ahad, Dipl.-Ing. Sascha Ahad, Braunschweig Fertigstellung Mai 200 Bruttogeschossfläche 103 qm – entspricht der Bruttogrundfläche, da das OG kein Vollgeschoss ist und nicht in die Berechnung eingeht Wohnfläche 133 qm Bruttorauminhalt 61 cbm Grundstücksgröße 615 qm Energiestandard Niedrigenergiehaus

Baukosten

KGR 100 Grundstück KGR 200 Herrichten und Erschließen

keine Angabe

keine Angabe

KGR 300 Bauwerk – Baukonstruktion 123.548

Euro

KGR 400 Bauwerk – Technische Anlagen 21.938

Euro

KGR 500 Außenanlagen KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke KGR 700 Baunebenkosten

1.255

Euro

keine Angabe

20.361

Euro

gesamtsumme brutto

165.847 euro

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Grundriss EG Grundriss OG 22
Grundriss EG Grundriss OG
Grundriss EG
Grundriss OG
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4 // sechs +

Sich zu Hause fühlen, daheim sein und sich trotzdem immer wieder von dem wunder- baren Blick über die Landschaft in die Ferne ziehen lassen, das ist mittlerweile der ge- lebte Traum der Bauherren. Nach sorgfäl- tiger Analyse der Wünsche und Bedürfnisse aller Bewohner wurde das Raumprogramm auf das absolute Minimum reduziert. Dar- aus ergab sich im Entwurf eine Differenz der benötigten Fläche zwischen dem Wohnraum im Erdgeschoss und dem Platzbedarf im Obergeschoss. Die exakte Differenz von sechs qm zeigt sich nach außen durch das auskragende Badezimmer, das entschei- dend für das Erscheinungsbild des Hauses ist. Auch wenn das Bad der kleinteiligste Raum im Haus ist, genießt er den Luxus der Morgensonne, die durch die Dachfenster direkt über dem Spiegel fällt. Die gezielt gesetzten Fassadenöffnungen resultieren

aus der energetisch optimalen Ausrichtung und Belichtung sowie den Ausblicken in die Umgebung.

Die äußerst kompakte Gesamtform kommt der Energiebilanz des Hauses besonders zugute, überdurchschnittliche Dämmstoff- stärken sind von daher nicht notwendig. Der Verzicht auf einen Keller, eine Übereck-Ver- glasung im Wohnzimmer, ferner der Nicht- ausbau des Spitzbodens sowie der Verzicht auf sämtliche überflüssigen Wohnflächen, ein einfach strukturierter Grundriss und die schlichte Putzfassade machten eine Mini- mierung der Baukosten möglich.

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sechs + Projektdaten

Bauherren A. und R. Pfitzner, Isernhagen Architekt Pfitzner Architekten,

Baukosten

KGR 100 Grundstück KGR 200 Herrichten und Erschließen

keine Angaben

13.500

Euro

KGR 300 Bauwerk – Baukonstruktion 135.000 zzgl. Eigenleistung im Wert von

Euro

Dipl.-Ing. Serge Moorkens, Isernhagen Fertigstellung Mai 2006 Bruttogeschossfläche

– Wärmedämmung Sohle

1.000

Euro

– Dachdämmung und Verkleidung

5.000

Euro

– Trockenbau Wände

.000

Euro

– Malerarbeiten

6.000

Euro

KGR 400 Bauwerk – Technische Anlagen 35.000 EG und OG mit Fußbodenheizung, Bad teilweise Wandheizung

Euro

230

qm

Wohnfläche

10 qm

KGR 500 Außenanlagen

10.000

Euro

Bruttorauminhalt

zzgl. Eigenleistung im Wert von

60 cbm

– Pflanzung

1.000

Euro

Grundstücksgröße

– Holzterrasse

.000

Euro

600 qm

KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke

keine Angaben

Energiestandard

KGR 700 Baunebenkosten

26.000

Euro

Niedrigenergiehaus

gesamtsumme brutto

196.000 euro

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Grundriss EG Grundriss OG
Grundriss EG
Grundriss OG
29
29
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5 // rhombus

Modern sollte das Haus sein, offen, wohn- lich und mit warmen, natürlichen Materi- alien ausgestattet – ein individuelles Haus, in dem sich Familie und Hund wohlfühlen können. Dieser Traum vom Haus erfüllte sich den Bauherren mit einem Grundstück am Ortsrand und einem freien, unverbauten Blick über Felder und Wiesen. Die Sicht auf die leicht hügelige Landschaft wurde prägend für die Gestaltung des Raumpro- gramms und für das Äußere des Hauses. Während die Seite nach Norden relativ geschlossen ist, öffnet sich das Gebäude nach Süden und nutzt so passive Wärme- gewinne.

Von der Galerie aus wirkt die Landschaft wie ein gerahmtes Bild, das sich im Laufe der Jahreszeiten verändert. Der gewünschte Baustoff Holz ist im Inneren wie außen deut- lich sichtbar, trotzdem wirkt das Gebäude

keineswegs rustikal. Die sichtbaren Decken- balken stehen im Kontrast zu schlichten hel- len Wänden, lichtgrauen Fenstern und dem dunkleren, vom Bauherrn selbst verlegten Eichen-Dielenboden. Die Wohnräume wir- ken durch die ausgewählte Möblierung und dezente Farbigkeit.

Die solaren Wärmegewinne tragen das gan- ze Jahr über zur Erwärmung des Hauses bei. Das Haus ist mit einer Gasbrennwerttherme mit Schichtenspeicher ausgestattet, vorge- rüstet sind Solaranlage und Lüftungsan- lage. Der Wohnbereich wird durch eine im Lehmputz verlegte Wandheizung erwärmt. Dieses Beispiel beweist, dass energetisch und ökologisch zu bauen durchaus modern und kostengünstig sein kann.

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rhombus Projektdaten

Bauherren Christin Hentschel und Peter Hass, Etzener Weg , 21385 Rehlingen Architekt Dipl.-Ing. Sven Klobe, Lüneburg Fertigstellung November 2005 Bruttogeschossfläche

180

qm

Wohnfläche

139

qm

Bruttorauminhalt

56 cbm

Grundstücksgröße

1.508 qm

Energiestandard

KfW-60 Haus

Baukosten

KGR 100 Grundstück

5.000

Euro

KGR 200 Herrichten und Erschließen öffentliche Erschließung im Grundstücks- preis enthalten

6.000

Euro

KGR 300 Bauwerk – Baukonstruktion 135.000 zzgl. Eigenleistung Fußbodenverlegung

Euro

und Malerarbeiten im Wert von

10.000

Euro

KGR 400 Bauwerk – Technische Anlagen 35.000 einschl. Wandheizung im Wohnbereich

Euro

KGR 500 Außenanlagen in Eigenleistung erbracht KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke in Eigenleistung erbracht KGR 700 Baunebenkosten

keine Angabe

keine Angabe

26.000

Euro

gesamtsumme brutto

196.000 euro

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Grundriss EG Grundriss OG
Grundriss EG
Grundriss OG
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6 // Familienscheune

Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereint und dabei genügend Raum für ei- ne vierköpfige Familie, das sind immer häufiger die Rahmenbedingungen für ein zeitgemäßes Traumhaus. Ein wunderbarer alter Garten mit geschützten Bäumen ließ bei den Bauherren den Wunsch nach einem naturnahen Wohnen erwachsen. Das Haus ist direkt auf den Baumbestand ausgerich- tet und so kann man von jedem Raum aus die Natur wie ein gerahmtes Bild erleben. Natur erleben und zu nutzen, sich ihrer zu erfreuen, setzt nicht nur Respekt, sondern auch das Schonen von Ressourcen vor- aus. Energie sparen beim Hausbau fängt schon bei der Planung des Baukörpers an, das Haus will richtig ausgerichtet sein, um zum Beispiel passiv Solarwärme nutzen zu können, es geht weiter bei der Auswahl der Baumaterialien, einer guten Dämmung und vielem mehr. Die geschlossene Grundform des Hauses Seyfarth wirkt sich energiespa- rend aus und bietet trotzdem schöne Ge- staltungsmöglichkeiten, die das Haus innen wie außen gliedern.

Auf dem geputzten Baukörper ist das Dach mit der Giebelverkleidung aus Lärchenholz und den alten Tondachpfannen als eigenes Element gut erkennbar. Im Erdgeschoss bilden die Nutzungen Kochen, Essen und Wohnen einen zusammenhängenden Be- reich, der sich in der Höhe über zwei Ge- schosse erstreckt. Dieser große Raum ohne Trennwände ist der Hausmittelpunkt, in dem die Familie immer wieder gern zusam- menkommt. Die Nebenräume wie WC und Haustechnik liegen in der Gebäudemitte. Ein Arbeitszimmer nutzt die volle Haus- breite und ist an der Ostseite gelegen. Das Dachgeschoss dient als Rückzugsbereich. Auch hier sind die einfache Grundform des Gebäudes und der klare Grundriss Gründe für die relativ geringen Baukosten. Dass bei diesem Haus die Kosten gegenüber anderen Beispielen etwas höher ausfallen, liegt auch an dem hohen energetischen Anspruch des Hauses, durch den die Bauherren aber Jahr für Jahr Geld bei den Betriebskosten ein- sparen werden.

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Familienscheune Projektdaten

Bauherren Dagmar und Jens-Uwe Seyfarth, Am Rotdorn 1, 309 Wennigsen Architekt Dipl.-Ing. Jens-Uwe Seyfarth, Wennigsen Fertigstellung November 2005

Bruttogeschossfläche

235

qm

Wohnfläche

189

qm

Bruttorauminhalt

62 cbm

Grundstücksgröße

60 qm

Energiestandard

Niedrigenergiehaus

Baukosten

KGR 100 Grundstück

103.000

Euro

KGR 200 Herrichten und Erschließen (Erschließung und Abriss Scheune)

19.000

Euro

KGR 300 Bauwerk – Baukonstruktion 160.000 zzgl. Eigenleistung

Euro

– Malerarbeiten im Wert von

1.000

Euro

– Dachziegeldeckung im Wert von

2.000

Euro

– Holzverkleidung Giebel im Wert von

1.000

Euro

KGR 400 Bauwerk – Technische Anlagen 27.000 inkl. Fußbodenheizung

Euro

KGR 500 Außenanlagen KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke KGR 700 Baunebenkosten zzgl. Eigenleistung Architektenleistung Leistungsphasen 1 9 im Wert von

10.000

Euro

1.000

Euro

3.000

Euro

19.000

Euro

Gesamtsumme brutto

190.000

Euro

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Grundriss EG Grundriss OG 0

Grundriss EG

Grundriss EG Grundriss OG 0

Grundriss OG

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7 // Kubus

Das zweigeschossige Einfamilienhaus aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts war für die junge, vierköpfige Familie zu klein und die gewünschte Raumzuordnung nicht gegeben. Den Kristallisationspunkt des Familienlebens bildet der Essplatz in der Mitte des Hauses. Die Trennwand zur Küche wurde entfernt. Ein horizontales, schmales Fenster, oberhalb des Klaviers, ermöglicht den Blick vom Esszimmer zum südlichen Nachbarn und gewährleistet warmes Südlicht. Der Wohnraum wurde zur Gartenseite durch einen eingeschossigen Kubus erweitert. Der Boden ist um zwei Stufen abgesenkt, die Fensteröffnung ohne Sturz ausgeführt. Eine filigrane Metallfassa- de ermöglicht die gewünschte Transparenz zum Garten. Eine einfache Stahltreppe mit Holzdielen dient als Gartenzugang.

Die Wände wurden glatt geputzt und ge- strichen. Der Fußboden erhält ein Eichen- parkett. Im Obergeschoss waren keine räumlichen Veränderungen notwendig. Die Familie ist inzwischen auf fünf Personen angewachsen und im Sommer dieses Jah- res ist der Ausbau des Dachgeschosses vorgesehen.

Planen und Bauen in verschiedenen Pha- sen kann nicht nur finanziell von Interesse sein, sondern ermöglicht ein individuelles Reagieren auf differenzierte Anforderungen der Familie. Der Anbau ist ein gutes Beispiel für eine harmonische, selbstverständliche Ergänzung von Alt und Neu.

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Kubus Projektdaten

Bauherren Kerstin und Christian Grell, Liebrechtstraße 23, 30519 Hannover Architekten Kiefer + Kiefer Architekten BDA, Sarstedt Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Uwe Michel, Hildesheim Fertigstellung Dezember 200 Bruttogeschossfläche

200

qm

Wohnfläche

125

qm

Bruttorauminhalt

525 cbm

Grundstücksgröße

56 qm

Baukosten

KGR 100 Grundstück KGR 200 Herrichten und Erschließen Kgr 300 Bauwerk – Baukonstruktion

keine Angabe

 

55.000 euro

Kgr 400 Bauwerk – technische Anlagen KGR 500 Außenanlagen KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke Kgr 700 Baunebenkosten

 

keine Angabe

 

7.984

euro

– Baugenehmigung

9

Euro

– Architekt Leistungsphasen 1

5.50

Euro

– Statiker Leistungsphasen 1

2.0

Euro

gesamtsumme brutto

62.984 euro

5
Lageplan Grundriss EG 6

Lageplan

Lageplan Grundriss EG 6

Grundriss EG

8 // Himmlischer Ausblick

Eine Wohnung über den Dächern der Stadt ist für viele Bauherren ein lang ersehnter Traum. Gerade in Verbindung mit einer oh- nehin fälligen Dacherneuerung und einer energetischen Sanierungsmaßnahme lohnt es sich, über einen Dachgeschossausbau nachzudenken. Sie schaffen als Bauherr nicht nur neue und attraktive Wohnmög- lichkeiten, sondern steigern gleichzeitig den Wert Ihres Objekts.

Bei diesem 1938 errichteten Mietshaus ist der Dachraum auch nach der Umbau- maßnahme in seiner Gesamtheit erlebbar geblieben. Das Dach spannt sich wie ein großes Zelt über den Innenraum. Diese be- sondere Atmosphäre wird in der Gestaltung der Räume aufgegriffen: Die Küche bleibt offen, die Trennwand zum Schlafbereich ist im oberen Bereich bis zum First verglast. Garderobe, Technik- und Abstellraum, Gäste-WC und Badezimmer sind in einem »Kern« gebündelt. Die technischen An- schlüsse und Leitungen derart zu konzent- rieren, spart viel Geld. Um Platz zu sparen

und den Wohnraum zu ordnen, sind in die eingestellten Wände gleichzeitig Schränke und Regale eingelassen. So übernehmen die Trennwände gleichzeitig zwei Aufga- ben. Synergien zu schaffen, führt nicht nur zu mehr Raum und einer Großzügigkeit im Raumempfinden, sondern kann auch zu einer Kosteneinsparung führen.

Auf Dachgauben wird konsequent verzich- tet, stattdessen fällt das natürliche Licht durch Dachflächenfenster und im Bereich der Innenecke des winkelförmigen Grund- risses kommt von hoch gelegenen, kleinen Klappfenstern akzentuiertes Licht in den Raum. Neben der atmosphärischen Qua- lität ist das lüftungstechnisch vorteilhaft und stellt einen weiteren Synergieeffekt dar. Aufgrund der effektiven Dachdämmung sind die Heizkörper in minimalen Abmes- sungen in die Fensternischen hineingestellt. Während der Übergangszeit wird abends mit einem Kaminofen geheizt, um den Gas- verbrauch zu reduzieren.

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Himmlischer Ausblick Projektdaten

Bauherren Eigentümergemeinschaft Rodenstraße 18, 3051 Hannover Architekten mm-Architekten, Dipl.-Ing. Martin A. Müller, Hannover Fertigstellung März 200 Bruttogeschossfläche 13 qm Wohnfläche 11 qm Bruttorauminhalt 226 cbm

Baukosten

KGR 100 Grundstück KGR 200 Herrichten und Erschließen Kgr 300 Bauwerk – Baukonstruktion Kosten ohne bauseitige Dachdeckung/ Dämmung Kgr 400 Bauwerk – technische Anlagen KGR 500 Außenanlagen KGR 600 Ausstattung und Kunstwerke Kgr 700 Baunebenkosten zzgl. Eigenleistung Architektenleistung Leistungsphasen 1 9 im Wert von

 

84.144

euro

24.339

euro

8.000

Euro

8.240

euro

11.500

Euro

gesamtsumme brutto

116.723 euro

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Grundriss Isometrie 52
Grundriss Isometrie
Grundriss
Isometrie
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WAS HABEN EIN ARCHITEKT UND EIN ELEFANT GEMEINSAM? SIE VERGESSEN

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NICHTS.

Jedes Bauprojekt besteht aus vielen kleinen und großen

Baustellen. Gut, wenn es dann jemanden gibt, der für alles verantwortlich ist und der Ihnen den Kopf freihält. Merken Sie sich also nur eins: Besser. Mit Architekten.

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Impressum

Herausgeber Architektenkammer Niedersachsen www.aknds.de

Redaktion Meike Kubiak Korrektorat Marlies John Gestaltung Karin Dohle, Braunschweig Druck XXX

Hannover, März 2008

besser. mit architekten.