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Finite Elemente am Stabbeispiel

• Die Finiten Elemente am Stab sind Strecken mit zwei


Endpunkten, die wir Knotenpunkte nennen.
• Es gibt je Element zwei (unabhängige) lineare
Ansatzfunktionen (Polynome 1. Grades).
• Die beiden linearen Ansatzunktionen sind durch Ihre Werte
an den Knotenpunkten eindeutig definiert.
1 2 3 4 5
Strecken (1D Polyeder)
N 1,2 N 2,2 N 3,2 N 4,2 N 5,2
Polynomielle
1,1 2,1 3,1 4,1 5,1
N N N N N Ansatzfunktionen

x1 x2 x3 x4 x5 x6 Knotenpunkte

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03.07.2019
156
Numerische Integration am Stabbeispiel

Entsprechend den linearen Ansatzfunktionen wurde zur


Berechnung der Steifigkeitsmatrix und des Lastvektors eine
numerische Integration eingeführt, welche Polynome ersten
Grades exakt integriert, die Mittelpunktsregel.
Dadurch werden komplementär zu den Knotenpunkten
sogenannte Integrationspunkte eingeführt.
1 2 3 4 5
Strecken (1D Polyeder)

Integrationspunkte
x1I xI2 xI3 xI4 xI5

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03.07.2019
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Abstrakte Definition eines Finiten Elements
frei nach Ciarlet, 1978.
Ein finites Element ist ein Tripel mit folgenden
Eigenschaften:
(i) ist ein kompaktes -dimensionales Polyeder im
(ii) ist ein Unterraum der stetigen Funktionen auf ,
mit Dimension und .
(iii) ist eine Menge von linear unabhängigen
Funktionalen über . Jedes ist durch die Werte
der Funktionale aus bestimmt.
heißt Element (auch Elementgebiet oder Zelle).

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03.07.2019
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Bezeichnungen

Die Elemente aus heißen Formfunktionen (auch


Ansatzfunktionen).
besteht meistens aus Polynomen .
In wird eine Basis von Ansatzfunktionen gewählt,
so dass jedes Element die Darstellung
 s

p  x    pi N i  x 
i 1

hat.
Die Wahl der Basis hängt von den Funktionalen ab.

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03.07.2019
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Bemerkung zu den Funktionalen

(Lineare) Funktionale ordnen Funktionen reelle Zahlen zu.


Beispiel für Funktionale sind
• bestimmte Integrale,
• Funktionsauswertungen an gegebenen Punkten,
• Auswertungen von Ableitungen an gegebenen Punkten.

Die Funktionale heißen Freiheitsgrade des FE

Ein FE heißt ein Lagrange-Element, wenn nur


Funktionsauswertungen an Knotenpunkten enthält.
Ein FE heißt ein Hermite-Element, wenn neben
Funktionsauswertungen auch Auswertungen von Ableitungen an
Knotenpunkten enthält.

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Basis von Ansatzfunktionen

Es seien linear unabhängige Funktionale über .


Nach Voraussetzung gilt, dass jedes durch die Werte
der Funktionale aus bestimmt ist.
Die Basis der Ansatzfunktionen wird in der Regel so gewählt,
dass gilt

 i  N j  x    δij .

Bei Lagrange-Elementen bedeutet das, dass die


Basisfunktionen an genau einem Knotenpunkt den Wert 1
und allen anderen den Wert Null haben. (Vgl. Stab)

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Numerische Integration

Abhängig vom Polynomgrad in werden numerische


Integrationsschemata gewählt, die die Elemente aus exakt
integrieren.
Da sich hierfür gewisse Standardkombinationen von
Ansatzfunktionen und numerischer Integration durchgesetzt
haben, wird die Wahl der numerischen Integration bisweilen
als Bestandteil der Finite Elemente Definition aufgefasst.

Wir konzentrieren uns zunächst auf die Wahl der Finiten-


Elemente und betrachten die numerische Integration später.

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Eindimensionale FE höherer Ordnung

Für eindimensionale Probleme gibt es nur Strecken als


„Polyeder“.
Die FE aus dem obigen Stabbeispiel sind lineare Lagrange
Elemente.
Wir beschränken uns erneut auf das Einheitsintervall, d.h.
.

Im folgenden wollen wir zunächst das Lagrange-Element 2-


ter Ordnung (quadratisch) und dann für beliebigen Grad
herleiten.

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1D: quadratisches Lagrange-Element

Polynome zweiten Grades


p  x   ax 2  bx  c
sind durch Auswertung an drei Punkten eindeutig bestimmt.
Der Raum der Polynome 2. Grades ist dreidimensional.
Die drei Knotenpunkte des Lagrange-Elements 2. Ordnung
sind die Streckenrandpunkte und der Mittelpunkt.
j 
Wir fordern  i  N  x    N j  x i   δij .

Beispiel N 1:
Aus der Forderung N 1  0   1, N 1  0,5   0, N 1 1  0
folgt N 1  x   2  x  0,5  x  1  2 x 2  3x  1.
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1D: quadratisches Lagrange-Element

Analog zu
N  x   2  x  0 ,5  x  1
1 N1  x N 2
 x N 3  x

folgen
N 2  x   4 x  x  1
N 3  x   2 x  x  0 ,5 

Assemblieren

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Lagrange-Polynome höherer Ordnung

Die oben erhaltenen Polynome sind jeweils von der Form


3
x  x j
N i  x   i
j 1 x  x
j

j i

aus der auch unmittelbar die Eigenschaft N j  x i   δij


abzulesen ist.
Die Ansatzfunktion für Lagrange-Elemente -
ter Ordnung sind daher gerade die sog. Lagrange-Polynome
, die definiert sind durch
x xj n 1
N  x  l  x   i
i ,n
i
n

j 1 x  x j

j j

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Lagrange-Polynome höherer Ordnung

Lagrange-Polynome
3. Grades 4. Grades

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Bemerkung zur Stetigkeit

Stetigkeit entsteht durch Verbindung der Basisfunktionen,


welche auf den Randknoten den Wert 1 haben (alle andere
sind dort 0).
Wie gesehen bedingt die Verwendung höherer Ansatz-
funktion nicht notwendig, dass global eine höhere
Differenzierbarkeit vorliegt.
Soll bspw. eine stetige Ableitung sichergestellt werden
(Balkenelemente), so müssen die Ableitungen in den
Randpunkten ausgewertet und miteinander verknüpft
werden. Dies führt auf Hermite-Elemente.

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1D Hermite-Element

Für Balkenprobleme (DGl. 4. Ordnung) werden eindimen-


sionale -Elemente (stetig differenzierbar) benötigt.
Das -Element niedrigster Ordnung benötigt Polynome 3.
Grades und wird als kubisches 1D Hermite-Element
bezeichnet.
N  x  N  x 
1 2
Die 4 Freiheitsgrade sind

 1  p  x    p  0  N 1  x   1  x  1  2 x 
2


 2  p  x    p 1 N 2  x    3  2 x  x 2 „keine Knicke“

 3  p  x    p  0  N 3  x   x 1  x 2 N 3  x 

 4  p  x    p 1 N  x    x 1  x 
4 2

N 4  x 

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Zweidimensionale FE

Für zweidimensionale Probleme


• Ebener Dehnungszustand,
• Scheiben (ebener Spannungszustand)
• Rotationssymmetrie
• Platten
• etc.
werden zweidimensionale FE benötigt.
Wir konzentrieren uns im folgenden auf
• Dreieck- und Viereckelemente
Andere 2D Polyeder (d.h. Polygone) werden nur selten
verwendet.
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Viereckelemente

Lagrange Viereckelemente sind dadurch gekennzeichnet,


dass mindestens die vier Ecken, und ggf. weitere Punkte am
Rand oder im Inneren der Vierecke als Knotenpunkte
dienen.
Beispiele dafür sind
Bilineares Biquadratisches Serendipity Viereck
Lagrange Viereck Lagrange Viereck
x1 x1 x1

1 1 1

1 x2 1 x2 1 x2

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171
Ansatzfunktionen bilinear

Die Ansatzfunktionen der Lagrangevierecke ergeben


sich aus Produkten der Lagrange-Polynome.
Also im bilinearen Fall
N 11  x1 ,x2    1  x1 1  x2 
N 11  x1 ,x2  
N 12  x1 ,x2    1  x1  x2
N 21  x1 ,x2    x1 1  x2 
N 22  x1 ,x2    x1 x2

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172
Ansatzfunktionen biquadratisch

Die Ansatzfunktionen der Lagrangevierecke ergeben


sich aus Produkten der Lagrange-Polynome.
Allgemein gilt N ij ,n  x   N i ,n  x1  N j ,n  x2   lin  x1  l nj  x2 
Biquadratisch gibt es neun Ansatzfunktionen, die von
folgendem Typ sind
N 11  x1 ,x2   N 12  x1 ,x2   N 22  x   16 x1 x1  x1  1 x2  1

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Serendipity Element

Serendipity (engl. für glücklicher Zufall, Entdeckung, Spürsinn)


Elemente wurden wie der Name sagt mehr entdeckt als
entwickelt.
Ihnen fehlen die Knotenpunkte im Inneren des Vierecks.
Die Basisfunktionen des Serendipity-Vierecks sind durch acht
Parameter als Polynom der Form
p  x1 ,x2   a  1  2 x   b  1  2 y   c  1  2 x  1  2 y   d
 8e  1  x  x  1  y   4 f  1  x  x 1  x 2 
bestimmt.  8 g  1  x  1  y  y  8hx  1  y  y
Die Parameter der Basispolynome ergeben sich wiederum aus
der Forderung N j  x i   δij .

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174
Dreieckelemente

Als Standarddreieck wählen wir jenes, das von den Punkten


, und aufgespannt wird.

Lineares Quadratisches Kubisches


Lagrange Dreieck Lagrange Dreieck Lagrange Dreieck

x1 x1 x1

x2 x2 x2

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175
Lineare Ansatzfunktionen auf
Standarddreieck
Die linearen Ansatzfunktionen auf dem Standarddreieck sind

N 1  x1 ,x2    1  x1  x2 N 2  x1 ,x2    x1 N 3  x1 ,x2    x2

x2

x1

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176
Quadratische Ansatzfunktionen auf
Standarddreieck
Die quadratischen Ansatzfunktionen lassen sich durch die
linearen Ansatzfunktionen ausdrücken. Es gibt zwei Typen,
diejenigen die an den Ecken und jene welche an den
Seitenmitten den Wert 1 annehmen. Exemplarisch dafür
seien genannt
N 11  x1 ,x2    N 1  x1 ,x2    2 N 1  x1 , x2    1
 1  3 x1  3 x2  4 x1 x2  2 x12  2 x22

N 12  x1 , x2    4 N 1  x1 ,x2   N 2  x1 ,x2  
 4  x1  x1 x2  x12 
Die weiteren Funktion entstehen analog.
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177
Spezifika für die Elastizitätstheorie

Die oben genannten Finiten Elemente sind skalare


Funktionen.
Die Elastizitätstheorie behandelt jedoch ein vektorielles
Problem.
Bis heute werden die vektoriellen Ansatzfunktion in der
Elastizitätstheorie meist einfach durch Multiplikation der
skalaren Ansatzfunktionen mit den Einheitsvektoren in den
kartesischen Koordinatenrichtungen gebildet.
Im zweidimensionalen führt daher jede skalare
Ansatzfunktion auf zwei Vektorfelder.
   
N1  x1 , x2    N   x1 ,x2   e1 N 2  x1 , x2    N   x1 ,x2   e2
(× steht für einen oder
mehrere obere Indizes)

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178
Lineare Vektoransatzfunktionen

Für das lineare Dreieckselement erhalten wir beispielsweise


aus der ersten Ansatzfunktion N 1  x1 ,x2    1  x1  x2 :
1  1 
N1  x1 ,x2    N 1  x1 ,x2   e1 N 2  x1 ,x2    N 1  x1 ,x2   e2

j 
Die 6 Ansatzvektorfelder sind offenbar Ni  x1 , x2    N j  x1 , x2   ei
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179
Vektorielle Finite Elemente

Für Vektorgleichungen besser geeignete Finite-Elemente


sind vor allem in der Elektrodynamik entwickelt worden.
Diese Elemente haben bestimmte Eigenschaften hinsichtlich
ihrer Divergenz oder Rotation. Sie sind verknüpft mit den
Namen Raviart-Thomas und Nedelec.
Mit dem sog. „Finite element exterior
calculus“ (Arnold, Falk, Winther 2006)
werden diese Ansätze systematisch
erfasst.
Eine Anwendung auf die Elastizität
steht bislang offenbar noch aus. Beispiel eines Nedelec
Basisfelds
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180
Dreidimensionale Finite Elemente

Das Vorgehen zum Aufbau finiter Elemente ist im


Dreidimensionalen völlig Analog zum Zweidimensionalen.
Als Elemente werden in erster Linie
• Tetraeder und
• Hexaeder
verwendet.
Bisweilen kommen auch
Pentaeder vor.

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181
(Tri-)Lineare Hexaederelemente

Bei Lagrange Hexaederelementen entstehen die


Ansatzfunktionen wiederum als Produkt der
eindimensionalen, also im linearen Fall
N ijk  x1 ,x2 ,x3    N i  x1  N j  x2  N k  x3 
Also
N 111  x1 ,x2 ,x3    1  x1 1  x2 1  x3 
N 121  x1 ,x2 ,x3    1  x1  x2 1  x3 
N 211  x1 ,x2 , x3    x1 1  x2 1  x3 

N 222  x1 ,x2 ,x3   x1 x2 x3

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182
(Tri-)Quadratisches Hexaeder Element

Das vollständige quadratische Element hat 27 Knoten.


Die Ansatzfunktionen entstehen aus Produkten
der Lagrange-Polynome 2-ten Grades
N ijk ,2  x   N i ,2  x1  N j ,2  x2  N k ,2  x3   li2  x1  l 2j  x2  lk2  x2 

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183
20 knotiges Serendipity-Hexaederelement

In der Praxis wird statt des voll quadratischen


Hexaederelements mit 27 Freiheitsgraden bisweilen das 20-
knotige Hexaederelement vom Serendipitytyp verwendet.
Wesentliche Motivation dafür ist der geringere
Rechenaufwand.
Aus theoretischer Sicht sind die Serendipity
Elemente nicht zu empfehlen.

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184
Lineares Tetraederelemtent

Auch für die Tetraederelemente verallgemeinert sich das


Vorgehen aus dem Zweidimensionalen.
Die 4 linearen Ansatzfunktionen sind
x3
N  x1 ,x2  ,x3   1  x1  x2  x3
1

N 2  x1 ,x2 ,x3    x1

N 3  x1 ,x2  ,x3   x2

N 4  x1 ,x2  ,x3   x3 x2

x1

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185
Quadratisches Tetraederelement

Auch der quadratische Fall ist analog zum Dreieck, indem


die quadratischen Ansatzfunktionen durch die linearen
ausgedrückt werden können. Es gibt wieder solche mit Wert
1 an Ecken oder auf Kantenmittelpunkten.
x3
Beispiele:
N 11  x1 ,x2 ,x3    N 1  x1 ,x2  ,x3   2 N 1  x1 , x2 , x3    1

N 12  x1 ,x2  , x3   4 N 1  x1 ,x2 ,x3   N 2  x1 ,x2 ,x3  



x2

x1

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