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1 ВОПРОС: Lexikologie als Wissenschaft.

Die Verbringung der


Lexikologie mit den anderen sprachlichen Fächern.
Die Lexikologie – ist eine selbstständige linguistische Wissenschaft, die sich mit dem Studium
des Wortschatzes beschäftigt.
Arten der Lexikologie:
 allgemeine
 vergleichende
 konkrete Lexikologie
Die erste lexikalische Arbeit entstand in den 11 J.H, das war ein Sprachwörterbuch, der Autor –
Moenchlerer Notker Labeo. Das war eine praktische Arbeit.
Als Wissenschaft entwickelt sein die Lexikologie am Ende des 19 J.H. Die Vertreter der
Junggrammatischen Schule – Hermann Daul, Friedrich Kluge.
Die psychologische linguistische Schule – Wilhelm Wundt. Die Schule erklärte alle
Veränderungen der Bedeutung durch Gefühlsassoziationen.
Ferdinand de Saussure – seine Auffassung der Sprache als System und Abgrenzung der
Synchronie von der Diachronie.
Die Verbringung der Lexikologie mit den anderen sprachlichen Fächern:
1. Grammatik
2. Phonetik
3. Geschichte der Sprache
4. Stilistik
Lexikologie und Grammatik
1. Die meisten Wörter – mehrdeutig. Lexikalische Bedeutung aus dem Kontext.
2. Ableitung – ein lexikalische Wortbildungsmittel aber nach denselben Affixen können wir
die grammatische Wortart bestimmen.
3. Der Wechsel der grammatischen Wortart führt zur Bildung der neuen Wörter.
4. Viele zusammengesetzte Wörter drücken zu gleich auch syntaktische Verhältnisse aus.
(Golduhr=Uhr aus Gold)
Lexikologie und Phonetik
1. Lautbeschaffenheit der Worte bestimmt ihre Bedeutung.
2. Die Längerung die kürze der Vokale bewirken die Bedeutung.
3. Die Stelle der Betonung bewirkt die Bedeutung.
Geschichte der Sprache und Lexikologie
Die Geschichtlich etymologische Analyse gibt uns echte Kenntnisse über diese Wörter und viele
Wörter können nur auf Grund der historischen Analyse erklärt wurde.
Lexikologie und Stilistik
Die Stilistik interessiert sich für Bildhaftigkeit, Ausdruckskraft.
2 ВОПРОС: Das Wort. Phonetische, morphologische und semantische
Charakteristik des deutschen Wortes.
Das Wort bildet den Hauptgegenstand der lexikalischen Forschung.
Das Wort – die kürzeste sprachliche Einheit einer Bedeutung und einer materielle Hülle, die für
die Bezeichnung der Dinge und Erscheinungen der objektiven Realität dient.
Das Morphem – der kleinste bedeutungstragende Teil des Wortes. Das Morphem ist zweiseitig
(materielle und ideelle Seiten)
Das Phonem – ist einseitig, hat keine Bedeutung (nur materielle Seite)
Materiell am Worte ist das, was wir wahrnehmen können: Gehör, Gesicht, Geruch, Geschmack,
Tastgefühl.
Die wichtigsten materiellen Formen: lautliche (phonetische) und graphische (morphologische)
Ideell am Worte ist die Bedeutung des Wortes.
Phonetische Charakteristik
1. Dynamische Betonung. Sie liegt auf dem Stammmorphem.
2. Die stimmhaften Konsonanten werden im Auslaut stimmlos ausgesprochen.
3. Reduktion der Vokale in der unbetonten Lage.
4. Vokale im Wort- oder Silbenanlaut bekommen den Knacklaut.
5. Die meisten echtdeutschen Wörter sind ein- oder zweisilbig.
Morphologische Charakteristik
Es gibt drei Gruppen der Morpheme:
1. Wurzelmorphem. Sinntragendes=Lexem.
2. Wortbildendem (lexikalisches) Affixe.
3. Formbildendes (grammatisches).
Semantische Charakteristik
Die Bedeutung des Wortes ist sein Inhalt, der in unserem Bewusstsein entstehet, bei der
Erwähnung des Wortes
Es gibt vier Gruppen der Bedeutung:
1. Denotative – Hinweis auf Konkreten Gegenstand.
2. Signikative (begriffliche). Der Begriff – verallgemeinerte Vorstellung über die
wichtigsten Eigenschaften eines Gegenstandes oder einer Erscheinung.
3. Konnotative (pragmatische) – die Äußerung des persönlichen Verhaltens des
Sprechenden zum Gegenstand der Rede.
4. Syntaktische – Fähigkeit des Wortes mit anderem Wörtern in Verbindung zu treten.

3 ВОПРОС: Das Etymon. Verdunkelung des Etymons.


Volksetymologie
Die Benennung – die Verleihung des Namens dem Gegenstand.
Der Name wird dem Gegenstand nach einem Merkmal gegeben, nach einem motivierenden
Merkmal.
Das Etymon - das Merkmal, das der Benennung zu Grunde liegt.
1. Die Merkmale können in verschiedenen Sprachen zusammenfallen.
2. Oft sind die Benennungen jedoch verschieden. 2 und 1 Merkmal
Es gibt drei Arten des Etymons:
1. Lebendige. z.B. Geburtstag, vierzehn, Flieger
2. Verdunkelte. Die Urbedeutung dieser Wörter vom Standpunkt der modernen deutschen
Sprache aus ist nicht mehr motiviert. Man muss sie einer historisch-etymologischen
Analyse unterwerfen.
3. Töte. Das Etymon ist längst aus Sprache verschwunden.

Die Ursachen von der Verdunkelung des Etymons eines Wortes


1. Das Verschwinden des Wortes aus dem selbständigen Gebrauch.
2. Phonetische Veränderungen des Wortes – Assimilation, Reduktion, Akkommodation.
3. Der Bedeutungswandel.

Fehletymologie/Volksetymologie – ist eine falsche künstliche Erklärung der Wörter mit totem
Etymon.
Der Fachausdruck Volksetymologie wurde 1852 von dem Sprachwissenschaftler E.W.
Förstemann auf Grund einer falschen Vorstellung von Volkslaune oder Volksdenken eingeführt.
(Meerkatze, Flusspferd)

4 ВОПРОС: Wortbildung als Hauptweg der Bereicherung des deutschen


Wortschatzes. Die Arten der Wortbildung.
Es gibt 4 Wege der Bereicherung des deutschen Wortschatzes:
1. Wortbildung
2. Entlehnung
3. Bedeutungswandel
4. Bildung der Phraseologismen
Wortbildung – der produktivste Weg des Ausbaues des deutschen Wortschatzes.
Wortbildung – die Bildung von neuen Wörtern aus den schon existierenden Wörtern und
Morphemen nach den Modellen, die für die Sprache typisch sind.
Die Arten der Wortbildung
1. Zusammensetzung
2. Ableitung
3. Konversion
4. Abkürzung
5. Lautnachahmung

5 ВОПРОС: Zusammensetzung. Die Arten der


Zusammensetzungen.
Zusammensetzung – Bildung von neuen Wörtern durch Aneinanderrücken.
Die Arten der Zusammensetzungen
1. Attributive
2. Kopulative
3. Zusammenrückung
4. Zusammenbildung
Zusammensetzung
 Das Kompositum – die wichtigste Art der Wortbildung
 Für alle Sprachen der indoeuropäischen Sprachfamilie typisch
 Die deutsche Sprache – besonders reich an Komposita
 Der ersten Zusammensetzungen entstanden aus den freier syntaktischen Verbindungen
von 2 oder mehr Wörter, die in der lebendigen Rede oft nebeneinander standen
 Viele mehrgliedrige Zusammensetzung (Schlagewörter)

6.Attributive Zusammensetzungen (Bahuvrihi)

Attributive Zusammensetzungen (Bestimmungszusammensetzungen) – ist solche, wo


eine Komponete die andere näher bestimmt, z. b. Waldblume, Handtasche, Fensterbrett.
Diese Art der Zusammensetzung ist durch die attributive Verbindung der Komponenten
charakterisiert – die erste Komponente bestimmt die zweite. Attributive
Zusammensetzungen können sowohl Substantive als auch Adjektive sein: Schwarzbrot,
Tischlampe, Tageslicht, Sonnenstrahl, dunkelrot u. a. Als eine besondere Abart gehören
hierher auch Bahuvrihi wie Graukopf, Rotkappchen u. a.

Attributive Zusammensetzung - die verbreitesten die 1.Komponente ist das


Bestimmungswort ( z.b. Eingangs für Fußboden). Den Hauptbetonung fällt auf sie.
Die 2.Komponente ist das Grundwort, schildert die Hauptinformation der
Zusammensetyung ( z.b. Seeluft, Schwarzbrot)

Attributive Zusammensetzung:

1) echte (eigentlich) – kommen ohne Bildelemente Zustande, z.b. Reisetasche.


2) Unechte (uneigentliche) – kommen mit Bildeelemente Zustande (-en, -er, -e (s),
z.b. Arbeitsplan)

Bahuvrihi ist eine besondere Abart der attributiven Zusammensetzungen. Unter


Bahuvrihi versteht man:

 attributive Zusammensetzung
 die Lebewesen bezeichen
 und metonymische Übertragung enthalten (z.b. Rotkopf, Linkhand)

Bahuvrihi-Bildungen lassen sich mit einer „haben“-Konstruktion umschreiben: z.b. Ein


Rotkehlchen ist ein Vogel, der eine rote Kehle hat und danach bezeichnet wird. Das
namengebende Beispiel bahuvrihi setzt sich zusammen aus bahu ‚viel‘ und vrihi ‚Reis‘,
bedeutet zusammengesetzt aber nicht nur „viel Reis“, sondern bezeichnet jemanden, der
viel Reis hat, also einen reichen Menschen.

Weitere Beispiele aus der deutschen Sprache sind Dickkopf, Rotkäppchen und
Schlitzohr.

7.Kopulative Zusammensetzungen. Zusammenrückungen.


Zusammenbildungen.

Kopulative Zusammensetzungen ist solche, wo Bestandteile syntaktisch gleichberechtigt


sind. Kopulative Zusammensetzungen bestehen aus zwei grammatisch gleichwertigen
Elementen, die auf Grund der Beiordnung in Verbindung treten. Jedes Element behält
seine selbständige Bedeutung, aber die Bedeutung des Ganzen drückt einen neuen Begriff
aus. Die Verbindung zwischen diesen Elementen ist so lose, so deutlich kopulativ, dass
man dabei die beiordnende Konjunktion und vermuten könnte, z. B. taubstumm,
eigentlich taub und stumm; der Strichpunkt — der Strich und der Punkt; Schwarz-Rot-
Geld, deutsch-russisch

Zusammenrückungen ist die lockere Verbindungen von mehreren Wörtern ohne


Veräanderung ihrer grammtischen Form.

 meistens sind das kleine Sätze in den Imperativform ( imperativische Satzname)


z.b. Lebewohl, gottbewahre, Vergissmeinnicht.

Die Wortbildungsforschung sah die Zusammenrückung als Spezialfall einer Komposition


(Zusammensetzung). Die Wortbildung erfolgte aus Syntagmen, welche anscheinend
Merkmale von Beugungen (Flexion) enthalten.

Beispiele: trotzdem, Bücherkiste, Waldesruhe, Sonnenwende.

Die Zusammenbildung.

Unter Zusammenbildung versteht man in der Linguistik eine besondere Form der
Wortbildung, genauer der Ableitung, bei der aus einem Syntagma, also einer Wortgruppe,

unter Anfügung eines Affixes ein neues Wort entsteht.

Die Zusammenbildung ist eine relativ junge Wortbildungsart. Die Zusammenbildungen


entstehen durch zwei Prozesse:

1.Zusammensetzung + Suffigierung: Gesetz(e) + geb(en) + ung -» Gesetzgebung;


Macht + hab(en) + er → Machthaber;
2.Zusammensetzung + Substantivierung: das Kopfschütteln, Zuspätkommen,
Blutvergießen, Händeklatschen, Skilaufen, Schlangestehen.

Die produktivsten Modelle der Zusammenbildungen je nach der Wortart sind:

- bei den Substantiven:-er, -ung, -e: Eisbrecher, Langschläfer, Gesetzgebung,


Danksagung;
 bei den A d j e k t i v e n: -ig, -erisch: blondhaarig, schwerhörig, vielköpfig,
großtuerisch, wichtigtuerisch.

8.Ableitung. Gruppen der Affixe nach dem genetischen Prinzip.


Unter der Ableitung versteht man Bildung neuer Wörter mit Hilfe von Affixen.
Unter Affixen versteht man wortbildende Morpheme, mit deren Hilfe neue Wörter
gebildet werden. Man unterscheidet zwei Arten der Affixe: Suffixe, Präfixe.

Das Suffix ist ein wortbildendes Morphem, das am Ende des Wortes zur Wurzel oder
zum Stamm hinzufügt wird. Das Präfix ist ein wortbildendes Morphem, das am Anfang
des Wortes zur Wurzel oder zum Stamm hinzufügt wird.

Die Klassifikation und die Charakteristik der Affixe nach dem genetischen Prinzip
(nach ihrer Herkunft):

1. Affixe, die aus selbstständigen Wörtern entstanden sind (z. b. Suff. –schaft aus dem
Substantiv „Eigenschaft“;

2. Affixe, die sich infolge der Neuverteilung der Stämme entwickelt haben (die
Suffixen, die aus den schon existierenden Suffixen gebildet wurden, die durch die
Zufügung von Konsonanten oder Vokalen des Stammes erweitert werden: -ling aus dem
alten -ing)

3. Affixe, die aus Fremdsprachen entlehnt sind (mit deutschen Stämmen werden sie
selten verbunden: erz- aus dem Lateinischen arci; Suffixen –ist; -ismus.

9.Ableitung. Klssifikation der Affixe nach dem morphologischen,


historischen und semantischen Prinzipien.
Unter der Ableitung versteht man Bildung neuer Wörter mit Hilfe von Affixen.
Unter Affixen versteht man wortbildende Morpheme, mit deren Hilfe neue Wörter
gebildet werden. Man unterscheidet zwei Arten der Affixe: Suffixe, Präfixe.

Das Suffix ist ein wortbildendes Morphem, das am Ende des Wortes zur Wurzel oder
zum Stamm hinzufügt wird. Das Präfix ist ein wortbildendes Morphem, das am Anfang
des Wortes zur Wurzel oder zum Stamm hinzufügt wird.
Die Klassifikation und die Charakteristik der Affixe nach dem morphologischen
Prinzip: Affixe dienen als Mittel der grammatischen Charakteristik des Wortes. In dieser
Hinsicht unterscheiden sich die Präfixe von den Suffixen. Die letzteren weisen immer
auf die Zugehörigkeit des Wortes zu einer bestimmten Kategorie (Wortart, Geschlecht).
Von diesem Standpunkt aus teilt man die Suffixe in:

1. die Suffixe der Substantive: er, ler, ner (die meisten dieser Suffixe können die
grammatische Kategorie des Geschlechts bestimmen: -er, -ler, -ner u.a. bilden immer
die Substantive männlichen Geschlechts), -chen, - lien, -ung, -erei, - schaft, - heit, - keit,
- tum, - at.

2. die Suffixe der Adjektive: lich, bar, ig, sam, haft, isch, en, ern.

3. die Suffixe der Adverbien: die meisten Ableitungen mit den adjektivischen Suffixen
können als Adverbien auftreten; als Adverbialsuffix kann die Suffixen –s, - ens, - lings
gelten.

4. Suffixe der der Verben –n, eln, ern, sen, - sen, - zen, -igen, - ihrem.

Nach diesem Prinzip unterscheidet man Gruppen von Suffixen, die bestimmte
Bedeutung den Wörtern vorleihen.

Die Klassifikation und die Charakteristik der Affixe nach dem semantischen Prinzip:

1) Suffixe, die zur Bildung von Personenbezeichnungen dienen: er, ler, ner, ling, im,
ent, ant, ist, or, at.

Z.b Leser, Sportler, Aspirant, Doktor

2) Suffixe der Handlungs und Tätigkeitbezeichnungen: ei, erei, ung, nis.

Z.b. Reinigung, Begräbnis, Dieberei, Tischlerei.

3) Suffixe für Gegenstandsbezeichnungen: er, ling, schaft,

Z.b. Wecker, Fäustling, Barschaft.

4) Suffixe für Bezeichnungen von abstrakten Begriffen: heit, keit, igkeit, nis, ung,
schaft

Z. b. Dunkelheit, Ewigkeit, Geschwindigkeit, Hoffnung, Leidenschaft.

5) Suffixe für Bezeichnung des Ortes der Handlung: ei,erei


Z.b. Molkerei, Gießerei, Molkerei

6) Suffixe für Zustandsbezeichnungen: schaft, tum, heit,

Z.b. Vaterschaft, Witwentum, Gesundheit.

7) Suffixe für Abstammungsbezeichnungen: ner, aner, er, e, in

Z.b. Amerikaner, Italiener, Tschech, Tschechin

8) Suffixe für Bezeichnung der subjektiven Einschätzung: chen, lein

Z.b. Häuslein, Tischlein, Mänlein

Die Klassifikation und die Charakteristik der Affixe nach dem historischen Prinzip.

Man unterscheidet:

produktive, unproduktive , halbaffixe

1) Unproduktive

Solche, mit deren Hilfe im modernen Deutsch kein neuen Wörter gebildet werden —
veraltete Affixe:

а) Suffixe: e, t, st, el, sei, sal, rich, tel. Z.b. Gift, Kunst, Sessel, Schicksal, Viertel

b) Fast alle entlehnten Suffixe:ent, ant, or, at

c) das Verbalpräfix: dar

2) Produktive:

Solche, die auch heute aktiv gebraucht werden, mit deren Hilfe neue Wörter gebildet
werden:

a) Suffixe der Substantive: er, ler, ner, aner, in, ling, ung, ei, elei, schaft, keit, heit, tum,
nis, chen, lein, lich

b) Suffixe der Adjektive: lich, ig, bar, sam, haft, isch, ern

c) Suffixe der Verben: n, nen, eln, ern, sen, zen, igen, ieren:

а) Untrennbare verbale Präfixe: be, ge, er, ver

b) trennbare verbale Präfixe: auf, aus, an, mit, zu


c) nominale Präfixe: un, er

3) Halbaffixe

Solche Elemente, die als selbständige Wörter und als selbständige Morpheme gebraucht
werden.

10.Wortartwechsel. Arten der Konversion.


Unter der Konversion (Konvertierung) versteht man Übergang aus einer
Wortart in die andere.

Atren der Konversion:

n Substantivierung

n Adjektivierung

n Adverbialisierung

n Verbalisierung

Substantivierung:

n Substantivierung der Verben

n Substantivierung der Partizipien

n Substantivierung der Adjektive

n Substantivierung beliebiger Wortart: Pronomen, Konjunktion, Präposition


(individuelle Wortschöpfungen)

Substantivierung der Verben:

n jedes Verb kann substantiviert werden;

n die substantivierten Verben bezeichnen Prozesse und Zustände;

n meistens sind sie sächlichen Geschlechts

n werden stark dekliniert

z.B.: das Lesen, das Gehen, das Essen


n Umdeutung der substantivierten Infinitive

z.B.: das ‘Wesen’ - mhd. ‘wёsen’ = ‘ sein’ – metonymischer Bedeutungswandel –


neue

Semantik – ‘das Geschöpf’; das Einkommen, das Vermögen, das Aufsehen, das
Anliegen

Substantivierung der Partizipien:

n Substantiviertes Partizip I – eine aktivhandelnde Person

z.B.: der Lesende, der Sprechende;

n Substantiviertes Partizip II – eine Person mit einem Merkmal

z.B.: der Bekannte, der Verwandte;

Substantivierung der Adjektive:

n Den Übergang erleichtert frühere Undifferenziertheit des Nomens

z.B.: der Laut (Subst.) – laut (Adjekt.)

n flektierte Formen der Adjektive werden oft substantiviert

z.B.: der Junge – jung, der Arme – arm;

n oft werden sie umgedeutet

z.B.: die Eltern – ältere, der Herr – herrisch vom herrschen

Adjektivierung- Übergang von verschiedenen Wortarten in die Adjektive.

Adjektivierung:

Substantive:

Den Übergang erleichtert der Gebrauch der Substantive in der prädikativen Funktion.

z.B.: Mir ist angst.

Ich bin schuld.

Es tut weh.

rosa – Rosa.

Partizipien:
Partizip I

z.B.: reizend, wütend, spielend

Partizip II

z.B.: gesprochen, gebraten

Adverbien:

in den flektierten Formen

z.B.: gut, zufrieden

vgl: Der Mensch ist gut. Er arbeitet gut.

Adverbialisierung:

Adjektive und Substantive:

z.B.: abends, morgens, nachts, zu (nach) Hause.

Zusammengesetzte Wörter:

z.B.: andererseits, innerhalb, sonntags

und

präpositionale Konstruktionen:

z.B.: überhaupt, bisweilen, im allgemeinen

Verbalisierung:

· Substantive

· Adjektive

Aus den Substantiven und Adjektiven werden schwache Verben gebildet.

z.B.: aus dem Adjekt. grün – das Verb grünen, aus dem Subst. Frühstück –
frühstücken.

ВОПРОС 11: Abkürzung. Arten der Abbreviaturen


Abkürzung – Bildung von kürzeren Lautkomplexen aus den zusammengesetzten
Wörtern und Wortverbindungen, z.B.: usw, u.a., z.B.
Klassifikation der Abbreviaturen:
(Arten)
1. Stummel
2. Kontrakturen (Zusammenziehungen)
3. Akronyme
4. Silbenkurwörter
5. Eine besondere Art
1. Stummel:
1) Kopfwörter
z.B.: Abi, Kilo, Disko, Uni, Akku, Auto, Lok, Demo, Krimi
2) Schwanzwörter
z.B.: Bus, Funk, Rad
2. Kontrakturen (Zusammenziehungen) – entstehen durch das Auslassen von
Konsonanten und Vokabeln aus der Mitte von Wörtern.
z.B.: Dr – Doktor, Ztg – Zeitung, mdl – mündlich.
3. Akronyme entstehen dadurch, dass Wörter oder Wortgruppen auf ihre
Anfangsbestandteile gekürzt werden.
1) Buchstabenabkürzungen werden nach den Namen der Buchstaben gebildet.
z.B.: USA, BRD, CDU
2) Lautkurzwörter werden nach den Name der Laute gebildet.
z.B.: UNO; NATO
4. Silbenkurzwörter bestehen aus den ersten Silben der Zusammengesetzungen.
z.B.: Moped – motorisches Pedal
Feba – Feldbahn
Kripo – Kriminalpolizei
5. Eine besondere Art der Abkürzung – Buchstabenabkürzung des ersten Elements
der Zusammensetzung bei Beibehaltung des Grundwortes.
z.B.: die U-Bahn, der D-Zug, die S-Bahn, das U-Boot (Unterseeboot), die M-Brille
(Maskenbrille), der V-Mann )Verbindungsmann –связист).

ВОПРОС 12: Lautnachahmung als eine besondere Art der Wortbildung.


Lautnachahmung – Bildung von neuen Wörtern durch Nachbildung der
Naturlaute.
Lautnachahmungen können verschiedenen Wortarten angehören:
- Interjektionen: Ach! Bum! Hops!
- Verben: krähen, miauen, quaken, ticken, meckern, piepsen.
- Substantive: Uhu, Krähe, Kuckuck, Kiebitz.

ВОПРОС 13: Entlehnung. Keltische und slawische Entlehnungen in


Deutschen.
Entlehnung ist die Übernahme sprachlicher Bestandteile aus einer Sprache in eine
andere.
Keltische Entlehnungen:
- sind die ersten Entlehnungen in der Deutschen Sprache.
- viele Bezeichnungen von wichtigen Begriffen.
z.B.: Amt, Beil, Eisen, Erbe, Reich, Eid usw.
Slawische Entlehnungen:
- das 12-13 Jahrhundert
- Bedingt – durch Eroberungskriege und Einbringen der Deutschen in Slawische
Länder; Epoche der Kruezzüge.
z.B.: Säbel, Gurke, Roboter, Quark, Steppe, Brandenburg, Leipzig, Lübeck,
Pommern.

ВОПРОС 14: Französische Entlehnungen in der Deutschen Sprache.


Assimilation.
Französische Entlehnungen:
- Die erste Schicht – im 11-12. Jahrhundert.
- Entwicklung der feudalistischen Gesellschaftsordnung, Epoche des Rittertums
z.B.: Lanze, Tanze, Tournier, Abenteuer, fein usw.
Französische Entlehnungen:
- Die zweite Schicht –das 17. Jahrhundert.
- Die Epoche des Absolutismus.
- a-la-mode Zeit
z.B.: elegant, Mode, kokett, nett, Krawatte, Weste usw.
Französische Entlehnungen:
- Die dritte Schicht – im 18-19. Jahrhundert.
- Bedingt – durch die Ideen der französischen Aufklärer: Rosseau, Diderot,
Voltaire, Montesquieu.
- Zur Bildung dieser Wörter wurden oft lateinische und griechische Stamme
benutzt.
z.B.: Demokratie, Republik, Monarchie, Sozialismus, Revolution, Terror usw.
Assimilation ist ein Prozess, bei dem Fremdwörter sich an das System der
geliehenen Sprache in Klang, Rechtschreibung, Formbildung und Bedeutung
anpassen. Man unterscheidet einige Arten der Assimilation: orthographische,
phonetische (lautliche), grammatische, semantische.
Orthographische Assimilation bedeutet, dass entlehnte Wörter nach den Regeln der
deutschen Rechtschreibung geschrieben werden. Z.B. werden alle entlehnten
Substantive groβ geschrieben. Die französische Schreibweise wird durch die
deutsche ersetzt: Büro (statt bureau), Frisör (statt friseur), Schofför (statt
Chauffeur) usw.
Lautliche Assimilation bedeutet, dass entlehnte Wörter nach den Regeln der
deutschen Orthoepie ausgesprochen. Z.B. wird in den englischen Entlehnungen der
Laut [θ] durch den Laut [t] ersetzt: Thriller.
Unter der grammatischen Assimilation versteht man die Anpassung der
Entlehnung an das morphologische System der deutschen Sprache. Die
morphologische Assimilation besteht vor allem in der Hinzufügung des Artikels,
der Pluralsuffixe und Kasusendungen zu den Substantiven, Verbalsuffixe und
Verbalendungen zu den Verben.
Semantische Assimilation besteht darin, dass bei mehrdeutigen Wörtern oft nicht
alle lexikalisch-semantischen Varianten, sondern nur eine entlehnt wird. Z.B. das
englische Wort ‚cool‘ wurde ins Deutsche in der Bedeutung ‚toll„,
‚super„ entlehnt, aber nicht in der Bedeutung ‚kühl„.

ВОПРОС 15: Entlehnungen aus dem Lateinischen. Rückentlehnungen.


Lateinische Entlehnungen:
- Der erste Strom – das 1. Jahrhundert unsere Zeitrechnung.
* Landwirtschaft: Pflanze, Kürbis, Pflaume, Kohl, Wein, Pilz, Sichel usw.
* Bauwesen: Mauer, Fenster, Straße, Kammer, Ziegel, Keller, Kalk usw.
* Handelwesen: Münze, Kupfer, kaufen, Kiste, Korb, Sack, Pfund usw.
* Hauswirtschaft: Küche, Pfanne, Käse, Tisch, kochen usw.
Lateinische Entlehnungen:
- Der zweite Strom – das 5-7. Jahrhundert.
- Der Einfluss der katholischen-römischen Kirche.
z.B.: Kloster, opfern, Schule, Kreide, Nonne, dichten, Bischof, Tinte, Brief,
Mönch, Kreuz usw.
Eine Rückentlehnung ist eine besondere Form des Lehnworts. Manchmal wird
ein Wort in eine andere Sprache übernommen und ändert dort seine Bedeutung,
seine Lautung oder seine Schreibung. Wird dieses neue Wort in seine
Ursprungssprache zurückentlehnt, so spricht man von Rückentlehnung.

16.Ultrapurismus und seine Vertreter.

Purismus(lat.)’rein’-die Reinigung der Sprache.

Purismus-eine linguistische Bewegung für die Reinigung der Sprachen von den überflüssigen
Entlehnungen.
-das 16.-17. Jh.
Arten der Purismus:
1.Der Positive Purismus=der gemässigte Purismus(Die wichtigste Vertreter: Georg
Schottelius,Philipp Harsdörfer”

2.Der negative Purismus=Ultrapurismus=Hyperpurismus(Die wichtigste Vertreter: Martin


Opitz, Philipp von Zesen, Heinrich Campe, Eduard Engel)
Der negative Purismus: (gegen alle Entlehnungen)
z.B.: Heer-Armee
Vertrag-Kontrakt
Augenblick-Moment
Aber;
Mantel-Windfang(ветровка)
Fenster-Tageleuchter
Natur-Zeugemutter aller Dinge
Nase-Löschohorn

17. Positiver Purismus.Forderungen der positiven Puristen.

Purismus(lat.)’rein’-die Reinigung der Sprache.

Purismus-eine linguistische Bewegung für die Reinigung der Sprachen von den überflüssigen
Entlehnungen.
-das 16.-17. Jh.
Arten der Purismus:
1.Der Positive Purismus=der gemässigte Purismus(Die wichtigste Vertreter: Georg
Schottelius,Philipp Harsdörfer”

2.Der negative Purismus=Ultrapurismus=Hyperpurismus(Die wichtigste Vertreter: Martin Opitz,


Philipp von Zesen, Heinrich Campe, Eduard Engel)

Der positive Purismus:


z.B.: Substantiv-Hauptwort
Verb-Zeitform
Diphthong-Doppellaut
Mundart-Dielekt
Springbrunnen-Fontaine
Mittlpunkt-Zentrum
Rechtschreibung-Orthographie

-In der deutschen Sprache bleiben Wörter, die folgenden Forderungen entsprechen:

1.Vollständig assimilierte Wörter,z.B.: Tisch, Zaun usw.

2.Die Wörter, die allen verständlich sind, sogar denen, die die fremden Sprachen nicht
beherrschen, z.B.: Waggon, Text, Kollege, Doktor usw.

3. Die Wörter, die man nicht gelungen verdeutschen kann.

18. Bedeutungswandel. Erweiterung und Verengung der Bedeutung.

Bedeutungswandel
-der 3. Weg der Bereicherung des deutschen Wortschatzes.
-die Veränderung der Bedeutung schon existierender Wörter.

Gründe des Bedeutungswandel;

-Heinrich Schuchardt
erklärte alle Fälle des Bedeutungswandels durch Veränderung der Gegenstände

-Otto Behaghel
erklärte den Bedeutugswandel durch den Kampf der Wörter ums Dasein.

-Wilhelm Wund
erklärte den Bedeutungswandel durch Gefühlssituationen.

Arten des Bedeutungswandels:


1. Metaphorische und metonymische Namensübertragung;
2.Bedeutungserweiterung und Bedeutungsverengung;
3.Bedeutungsverbesserung(Wertsteigerung) und Bedeutungsverschlechterung(Wertminderung)
4.Hyperbel(Übertragung) und Litotes(Abschwächung der Wortbedeutung)
5.Euphemismus.

Bedeutungserweiterung-solche semantische Entwicklung des Wortes, der zufolge der


Bedeutungsumfang des Wortes größer wird.(Generalisierung)
z.B.:'fertig' ursprünglich 'zur Fahrt bereit sein''
jetzt-'Bereitschaft' im allgemeinen;

'Öl'-ursprünglich nur das 'Olivenöl'


jetzt-'verschiedene Ölarten'
Sonnenblumenöl, Baumwollöl, Rapsöl, heinöl

z.B.:'gehen'-ursprünglich in Bezug auf 'Tiere und Menschen'


jetzt-auch in Bezug auf 'Verkehrsmittel'

'Ferien'-ursp. 'Fest und Feiertage bei den Gerichten'


Jetzt-im allgemeinen; in der Schule, für den Urlaub usw.

'Ein bisschen'-ursprünglich 'ein kleiner Biss'(beißen)


-jetzt 'eine kleine Masse von etwas'
'Gefährtin'-ursprünglich nur 'Reisegefährtin'
-jetzt 'Begleiter im allgemeinen'(Freund, Helfer usw.)

Bedeutungsverengung – solche semantische Entwicklung des Wortes, der zufolge die


Bedeutung des Wortes spezialisiert wird (Spezialisierung).

z-B.: ,Kunst’ – ursp. ‘eine beliebige Art des Könnens‘


- jetzt mit Einschränkung auf den ästhetischen Genuss, ‘geistige Tätigkeit‘;

z-B.: ,Hochzeit’ – ursp. ‘Fest im allgemeinen’ (Ostern, Weihnachten usw.)


jetzt – ‘Vermählungsvertrag‘;

‘Miete’ – ursp. ‘Lohn’


jetzt ‘Zahlung für die Benutzung vom Raum‘

‘Gast’ – urs. ‘Fremdling’ im allgemeinen (Fahrgast, Kurgast usw.)


jetzt nur ‘eingeladener Gast’;

z-B.: ,Brief’ – ursp. ‘Urkunde, kurzes offizielles Schriftstück‘ ;


jetzt ‘eine schriftliche Mitteilung auf Entfernung’;

19. Metapher. Arten der metaphorischen Namensübertragung.

Metaphorische Übertragung-(die) Metapher(n) die Übertragung von einem Gegenstand auf den
anderen, von einer Erscheinung auf die andere auf Grund der Ähnlichkeit.

- die verbreiteste Art des Bedeutungswandels;

-zu Gruppe der Metapher-latenter Vergleich.

Arten der Metapher:

1.Ähnlichkeit der Form


z.B.: Augapfel,Linse eines Auges, Kopf eines Nagels, Schlange der Menschen,
Brustkorb,Kniescheibe, Zahn eines Rades,Rücken eines Messers, Granate.

2.Ähnlichkeit der Farbe


z.B.:Scharlach, Karfunkel, Fuchs, Rappe.

3.Synestesie-die Übertragung aus einem Sinnsgebiet in das andere;


4.Ähnlichkeit der Charakterzüge oder des Äußeren.
z.B.: Othello, Venus,Apollo,Plueschkin, Krösus.

5.Übertragung aus dem Konkreten ins Abstrakte;


z.B.: Grund, Spur, Zweig der Wissenschaft,Stamm des Wortes, Zeitpunkt, tiefe Stimme, tiefes
Gefühl.

6. Übertragung der Tiernamen auf Menschen;


z.B.:Elefant, Esel,Kamel,Hund,Gans,Schwein(Schimpfwörter)

7.Personifizierung-die Übertragung der Eigenschaften eines Lebewesens auf Gegenstände oder


Erscheinungen;
z.B.; die Sonne geht auf, dieNatur jubelt, der Frühling kommt,freundlicher Wind, die Stunde ist
gekommen, seine Augen sprechen, das Leben geht weiter

8.Ähnlichkeit der Funktion;


z.B.:Haupt, Feder des Vogels (zum Schreiben),Fuß eines Menschen,Tieres(eines Berges, einer
Maschine)

Arten der Metapher:

1)Stilistische=poetische;
z.B.: die Flamm-der Liebe, ein Strom von Erinnerungen
2)Lexikalische:
-tote(Wasserhahn, Gashahn, Scharlach)
-lebendige(der Flügel des Flugzeugs,der Fuß des Stuhls, der Kopf eines Balkens,Nagels usw)
-verblasste(Wetterhahn, Dozent)

20.Metonymie. Arten der metonymischen Namensübertragung.

(die) Metonymie(n)- die Namensübertragung von einem Gegenstand auf einen anderen, von
einer Erscheinung auf eine andere auf Grund eines logischen Verhältnisses oder tatsächlicher
Berührung zwischen diesen Gegenstand oder Erscheinungen.

Zu Grunde der Metonymie-bestimmte


-räumliche;
-zeitliche;
-stoffliche;
-kausale;
-und andere Verhältnisse-kein latenter Vergleich;
-Metonymie ist weniger verbreitet als metaphorische Übertragungen.

Arten der Metonymie:


1.Synekdoche-die Umbenennung der Dinge auf Grund des Verhältnisses zwischen dem Teil und
dem Ganzen.

Arten der Synekdoche:


1.Der 1. Typ -wo wir den Teil nennen und das Ganze meinen( alle Bahuvrihi)
z.B.:4 Wände-ein Haus,Langohr,Schlafmütze, Rotznase, Blaubart.
2.Der 2. Typ-wo wir das Ganze nennen und den Teil meinen:
z.B.: die gange Stadt,Stadt jubelte(Studenten), die gestrige Gesandtschaft war interessant(ein
paar Menschen)
2.Namensübertragung vom Raum auf die sich dort befindlichen Personen;
z.B.:das ganze Auditorium(statt alle Zuhörer),Stadt(anstatt Einwohner),Theater(statt Zuschauer)
3.Namensübertragung vom Behälter auf das, was sich darin befindet:
z.B.: eine Tasse, ein Glas, eine Flasche(statt Bier,Wein,Tee, Kaffee, Saft) trinken usw.
4. Namensübertragung von einem Kleidungsstück auf einen Körperteil:
z.B.: Sohle-ursprünglich nur den unteren Teil eines Schuhes;
-jetzt-auch die untere Schloß-den unteren Teil der Kleidung;-metonymisch auch Kni;
5.Namensübertragung von einem Körperteil auf ein Kleidungsstück
z.B.:Arm-Ärmel,Leib-Leibchen,Kragen-Hals
6.Übertragung der Benennung des Ortes auf das, was dort verfertigt wird.
z.B.: Nanking-chinesische Stadt Nanking Manchester-die Stadt in England,Mokka,
Havanna,Mosel,Champagner,Portwein(Wein aus Portogy)
7.Übertragung vom Namen des Erfinders auf das Werk;
z.B.: Ohm, Gauß, Mansarde, Zeppelin, Gobelin, Guillotine,Macinrosh,Raglan,Draisine.
8.Namensübertragung von dem Stoff auf den Gegenstand, der daraus verfertigt wird;
z.B.:Brille-nach dem Halbedelstein Beryll;
Gulden-aus Gold;
Aquarell-die Farbe; -das Gemälde mit Wasserfarbe;
9. Namensübertragung von der Handlung auf das Resultat der Handlung;
z.B.: Übung, Sammlung, Sendlung,Zeichnung.

21: Wertsteigerung und Wertminderung der Wortbedeutung


Wertsteigerung/Bedeutungsverbesserung - der Prozess, demzufolge das Wort eine
neue, bessere Bedeutung bekommt.

z.B.Arbeit – ursp. „Not“, „Mühsal“

„nützliche zweckmäßige Beschäftigung“

Jetzt – nur „nützliche zweckmäßige Beschäftigung“

„Marschall“- upsp. „Pferdeknecht“,

dann „der Stallmeister eines Fürsten“

jetzt – „ein großer Millitärrang“

Held – ursp. „Mann“, „Krieger“

Jetzt – „Jemand. Der sich mit Mut einer schweren Aufgabe stellt“

Höflich – ursp. Höfisch – «am Füstenhof üblich“

Jetzt: „das schöne ( wohlerzogene Benehmen)

Minister – ursp.“der Kleinere“

Jetzt – «der höchste Staatsbeamte“

Wertminderung/Bedeutungsverschlechterung – solche semantische Entwicklung


der Wortes, die zur Verschlechterung der Bedeutung führt.

Gemein - ursp. allgemein, gemeinsam

Jetzt – „vulgär“, „niedrig“

Stinken ursp. „ einen angenehmen oder unangenehmen Geruch von sich selbst geben“

Jetzt – der üble Geruch

Knecht – ursp „Knabe „

Jetzt „niedrige gesellschaftliche Stellung“

Fressen ursp.“essen mit gutem Appetit „

Jetzt „von Tiere feste Nahrung zu sich nehmen“

22 Bedeutungswandel. Hyperbel und Litotes.


Bedeutungswandel – Die Veränderung der Bedeutung schon existierender Wörter.

Heinrich Schuchardt erklärte alle Fälle des Bedeutungwandels durch Veränderung der
Gegenstände

Otto Behqhel - erklärte alle Fälle des Bedeutungwandels durch den Kampf der Wörter
ums Dasein

Wilhelm Wundt - erklärte alle Fälle des Bedeutungwandels durch


Gefühlassoziationen

Gründe des Bedeutungswandels

1. Sprachökonimie

2. Syntaktische Funktion der Wörter

3. Progressive, geistige Entwicklung der Sprachträger

4. Übertragung aus einem Gebrauchsgebiet ins andere

Sprachökonomie - Bezeichnung für die Tendenz zur Minimierung des sprachlichen


Aufwands bei gleichzeitiger Wahrung eines maximalen kommunikativen Effekts.

Syntaktische Funktion der Wörter kann ihre lexikalische Bedeutung verändern.

Z.B. Mann (Subst) verwandelte sich in „man“ ( unbest. Pronomen)

Progressive, geistige Entwicklung der Sprachträger

Übertragung aus einem Gebrauchsgebiet in die andere

Z.B. der Flügel

Der Flügel des Vogels. Des Fensters, der Gebäudes, der Flügel als Musikinstrument.

Arten des Bedeutungswandels.

1. Bedeutungserweiterung und Bedeutungsverengung

2. Wertsteigerung und Wertminderung der Bedeutung

3. Bedeutungsübertragung (Metapher, Metonymie)

Litotes und Hyperbel

Die Litotes – eine absichtliche Übertreibung der Bedeutung in die Richtung der
Abschwächung, wobei sich die Schilderung von der Wirklichkeit unterscheidet.
Z.B. er kann bis 3 nicht zählen, seine Siebensachen packen, ein paar Menschen, zu
einer Tasse Tee, im Augenblick bekommen.

Hyperbel-eine absichtliche Übertreibung der Bedeutung in die Richtung der


Verstärkung, wobei sich die Schilderung von der Wirklichkeit unterscheidet.

Z.B.ein Weer von Tränen vergießen, j-m tausendmal etwas sagen, die Welt von
Gedanken, j-n ganze Ewigkeit nicht sehen.

23 Euphemismus. Arten des Euphemismus.


Als Euphemismus bezeichnet man ein Stilmittel, das etwas beschönigt, anstatt es
direkt zu benennen. Der Euphemismus kann uns in allen literarischen Gattungen und
außerdem im alltäglichen Gespräch begegnen.

Im XVI. Jahrhundert trug Shakespeare zur Entwicklung von Euphemismen bei.

Gründe für Euphemismen

o Der Schrecken der Naturphänomene in der Antike.

Für diese Art von Ausdrücken werden auch die Begriffe "Tabu" und "Worttabu"
verwendet. Die bekanntesten Worttabus in den germanischen Sprachen haben
religiösen und antireligiösen Charakte

o Das Gefühl des Taktes in unangenehmen Situationen.

Die Euphemismen zielen in diesem Fall darauf ab, das Wesen zu schmücken:
verschneiden, einschlafen, die Augen schließen statt " sterben"

o Schüchternheit.

Freundin statt "Geliebte"

o Höflichkeit, Freundlichkeit, Witz, Ironie.

"dritte Zähne" statt "künstlicher Kiefer

3. Wege zur Bildung von Euphemismen

Euphemismen werden auf unterschiedliche Weise gebildet:

Es gibt euphemistische Umschreibungen, wie »gut beieinander« für dick.


In manchen Fällen wird nur ein Teil des Ganzen genannt. So bezeichnen viele
Menschen die schwere Krankheit Krebs nur als »die Krankheit«.

Gern werden auch Wortspiele wie »Sapperment« für Sakrament benutzt.

Durch Euphemismen in Form von Abkürzungen soll häufig ein eher peinliches Wort
vermieden werden. So kam der heute allgemein gebräuchliche Ausdruck »BH« für
Büstenhalter zustande.

Besonders verbreitet ist die Verwendung von Fach- und Fremdwörtern. Wird das
englische Wort »Event« für eine beliebige Veranstaltung verwendet, soll diese
aufgewertet werden.

Auch mit einer aus einer Fremdsprache übernommenen Schreibweise ist eine
Aufwertung beabsichtigt. Dies kommt häufig in der Werbung und in
Produktbezeichnungen vor. Hier finden sich beispielsweise die Schreibweisen
»Cosmetic« und »Cigaretten«.

4. Stilistischer Unterschied der Euphemismen

(a) Stilistisch überschätzter Wortschatz

(b) Stilistisch neutrales Vokabular

(c) Stilistisch reduziertes Vokabular

5. Bereiche der Euphemismen

- Übernatürliche Mächte- der Allvater, der Ewige 'Got

- Tod- der Freitod, Selbstmord ist ' Suizid '

- Krankheiten- das Unwohlsein

- Körperliche und geistige Beeinträchtigung- nicht alle auf dem Christbaum haben -
'verrückt sein'

- Der menschliche Körper und seine Einzelteile

- Physiologie- die Herzkammer - 'Badezimmer

- Schwangerschaft - bei ihnen hat sich der Nachwuchs gestellt / bei ihnen ist
Nachwuchs angekommen

- Geschlechterverhältnis- fremdgehen - 'Veränderung

- Alkohol- und Drogenkonsum- auf die Reise gehen - 'eine Dosis Drogen nehmen'
- Straftaten und Vergehen - käufen, mitgehen heißen / lassen - 'stehlen

- Öffentliche Ordnung- Frieden schaffende / sichernde / erzwingende Maßnahmen -


'Krieg'

- Innenpolitik- aufs Abstellgleis schieben - 'Versetzung

- Wirtschaft- die Gegenfinanzierung - 'Missbrauch von Gelder

- Zuwanderung- die Durchbeförderung - "Abschiebung

- Reichtum und Armut- : die Bessergestellten / Besserverdienenden - 'reich

- Umwelt- atomare Giftwolke - 'Strahlung'

- Berufe- der Facility-Manager anstelle von Hausmeiste

24 Mehrdeutigkeit der Wörter : Haupt und Nebenbedeutung


Unter Mehrdeutigkeit oder Polysemie versteht man die Fähigkeit eines Wortes (einer
Wortform oder eines Formativs), mehrere miteinander
verbundene/zusammenhängende Bedeutungen zu haben. Mehrdeutige oder polyseme
Wörter sind innerhalb des Bedeutungsgefüges strukturiert. Den Kern eines polysemen
Wortes bildet die direkte Bedeutung. Sie wird als Hauptbedeutung bezeichnet.

In jedem vieldeutigen Wort gibt es eine Hauptbedeutung (zentrale Bedeutung),

um die sich mehrere Nebenbedeutungen gruppieren. Diese Nebenbedeutungen

entstehen auf Grund der zentralen. Die Hauptbedeutung ist viel stabiler als die

Nebenbedeutungen, die letzteren sind sehr beweglich und leicht veränderlich.

Ein krasses Beispiel dafür ist das Wort Rohr.

Manche Bedeutungen dieses Wortes sind noch eng miteinander verbunden, weil ihre
inneren Beziehungen heutzutage noch lebendig und leicht ersichtlich sind.Die
Grundbedeutung dieses Wortes ist die Bezeichnung eines Gewächses. Abgeschnitten
und fuer den menschlichen Gebrauch hergerichtet, bezeichnet das Wort Rohr einen
Spazierstock. Dann wird schliesslich Rohr auf rohrförmige hohle Geraete übertragen,
die zu verschiedenen Zwecken dienen: Rohr als Pfeifenrohr; als Rohr einer Kanone.

Von den Bedeutungen eines vieldeutigen Wortes lässt sich die direkte, nominative
Bedeutung absondern.

Diese direkte nominative Bedeutung bildet die Grundlage, das Fundament aller
anderen Bedeutungen, die auf ihrem Grunde entstehen können. Die direkte
nominative Bedeutung kann mit der Zentralbedeutung zusammenfallen, was aber
nicht immer der Fall ist, denn infolge des Bedeutungswandels kann die direkte
nominative Bedeutung verblassen und sogar völlig verschwinden. In diesem Fall
entwickelt sich eine von den abgeleiteten Bedeutungen zur zentralen, die ihrerseits
schon zum Zentrum der weiteren Wortbildung werden kann. Vergleichen wir den
Fall, wo die zentrale Bedeutung mit der ursprünglichen zusammenfällt, mit dem Fall,
wo eine abgeleitete , also nicht die direkte Bedeutung zur zentralen geworden ist. In
dem mehrdeutigen Wort Fuss ist die ursprüngliche Bedeutung ,Fuss eines Menschen,
Tieres’ zugleich auch die zentrale, auf die andere abgeleitete Bedeutungen
zurückzuführen sind, z.B. Fuss eines Stuhls, einer Maschine ,eines Berges, Fuss als
Längenmass, als Versglied. Diese abgeleiteten Bedeutungen sind infolge der
metaphorischen Übertragung der Namensbezeichnung des Fusses eines Menschen,
Tiere auf andere Gegenstände entstanden.

25 Deutsche Phraseologie. Idiome. Sprichwörter.


Sprache

Einzelne Wörter Wortverbindungen = lexikalische Einheiten. Einzelwörter stehende


Wortverbindungen

Wortverbindungen :

1) Freie Wortverbindungen ( ein kleines Kind, in den Klub gehen) 2) Stehende


Wortverbindungen (j-m das Gesicht waschen, ein Buch in der Hand halten)

Der Fachausdruck Phraseologie ist zweideutig.

1. Ein Zweig der Lexikologie, die sich mit den stehenden Wortverbindungen befasst.
2. Die Gesamtheit aller umgedeuteten stehenden Wortverbindungen der deutschen
Sprache.

Stehende Wortverbindungen:

1. Nicht umgedeutete
2. Umgedeutete

Solche deren Gesamtbedeutung sich verändert hat und mit der Summe der
Beduetungen der Kompo

Bedeutungen der Komponenten nicht zusammenfällt. (z.B. den Mund


halten=schweigen)

Phraseologie

Friedrich Seiler „Deutsche Sprichwörterkunde“

Erhardt Agrikola „Wörter und Wendungen“


Borchardt – Wustmann – Schoppe „ Die sprichwörtlichen Redensarten im deutschen
Volksmund nach Sinn und Ursprung erläutert“

Georg Büchmann „Geflügte Worte und Zitatenschaft“

Viktor Wladimirowitsch Winogradow „Klassifikation nach dem semantischen


Prinzip“

E.Rosen, M.D. Gorodnikowa „Klassifikation nach der Korrelation mit den


Redeteilen“

Idiome

Das Idiom – erstarrte Wortverbindungen mit Umdeutung und hoher Expressivität.

z.B. das Geld zum Fenster herauswerfen. Unter die Haube bringen, die Augen in die
Hand nehmen, Pech haben.

Die wichtigsten Merkmale von Idiomen

1. Immer Wortverbindungen

2. Eine starke semantische Einheitlichkeit, nicht selten semantisch einem Worte


äquivalent.

3. Können motiviert und nicht motiviert sein (den Sinn kamm man aus den
Bedeutungen ihrer Komponenten schließen), (z.B. die Nase in etwas stecken)

4. Strukturell – meist verbale Wortverbindungen(Verb+Subst, Verb+Subst mit Adjekt,


Verb+Ad. Verb+Adverb, Verb +Inf, Verb+Präp)

Z.B. für bare Münze etw.nehmen. j-n kalt lassen, blau machen)

5.stark expressiv (betteln gehen, 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen)

Sprichwörter

Erstarrte im Volksmunde kurze Sprüche mit lehrhafter Tendenz.

Z.B. Ende gut – alles gut

Eile mit Weile

Viele Köcher verderben den Brei

Die wichtigsten Merkmale von Sprichwörtern:


1. Haben immer syntaktische Struktur des Satzes

2. Semantisch nie einem Wort äquivalent

3. Enthalten eine wichtige Lebenserfahrung . Besitzen einen belehrenden moralischen


Sinn und enthalten einen Rat

4. Manche sind gereimt (Z.B. Wie gewonnen,so zerronnen)

5. Besitzen die Fähigkeit einen ganzen Gedanken lakonisch, auszudrücken

27 Geflügelte Worte
– sind Ausdrücke von prominenten Persönlichkeiten und literarischen
Helden und Redewendungen, die mit einer geschichtlichen Begebenheit
verbunden sind. z-B.: Sturm-und-Drang-Periode (von M. Klinger – период
бури и натиска) den Rubikon überschreiten (schwere Entscheidung), die
Würfel sind gefallen(Entschluss ist gefasst), sein oder nicht sein, das ist die
Frage (Hamlet), to be, or not to be (Shakespeare) (eng.)= sein oder nicht
sein, das ist die Frage. Geflügelte Worte sind vor allem Aphorismen,
Losungen, Sentenzen, Zitate. Sie bilden feste, stabile Elemente des
Wortschatzes und bereichern ihn.
Merkmale der Geflügelten Worte
1. Sie haben immer einen Autor (Schriftsteller, Wissenschaftler, Politiker)
oder Verbindung mit einer Geschichte.
2. Sie haben einen tiefen treffenden Sinn; der gordische Knoten, das Sein
bestimmt das Bewusstsein (K. Marx)(бытие определяет сознание).
3. Sie haben einen internationalen Charakter; werden in verschiedenen
Sprachen gebraucht. Sie sind keine Termini, sie drücken verschiedene
Begriffe aus, ihre Quellen sind gewöhnlich bekannt: Apfel der Zwietracht
(яблоко раздораMythologie), Liebe macht blind (Plato), Kampf ums
Dasein (Darvin) u. a.
4. Geflügelte Worte haben eine mannigfaltige syntaktische Struktur. Sie
können
- Sätze sein (volle und elliptische): z-B.: das Geld riecht nicht; Alles fließt
– alles verändert sich; Ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates);
- Wortverbindungen: z-B.: der Apfel der Zwietracht, der Erisapfel, der
rote Faden (Goethe), Sisyphusarbeit (Homer)- ein schweres und
vergebliches Bemühen, das rote Gespenst – als Symbol der Revolution (K.
Marx und Fr. Engels).
- einzelne Wörter: Parisapfel, Heurika, Vaterunser – отче наш.
5. Geflügelte Worte unterscheiden sich durch die Art der Übersetzung in
andere Sprachen. Meistenteils werden sie genau, wörtlich übersetzt, d.h.
kalkiert. Viel Lärm um nichts (Shakespeare) – много шуму из ничего,
alles fließt (Heraklit) – всё течёт; lernen, lernen und lernen (W.I. Lenin)
Abhängig von der Quelle unterscheidet man 6 Gruppen der Geflügelten
Worte:
1. biblische: sein eigenes Kreuz tragen, verbotene Frucht, im siebenten
Himmel leben, Sündenbock – козёл отпущения; Fleisch und Blut, die
Perlen vor die Säue werfen – zu jemandem sprechen, der nichts davon
versteht; Sodom und Gomorra, die zehn Gebote u. a.
2. mythologische: auf dem Olymp sitzen, Olympische Ruhe, Ekarusflug,
Ariadnenfaden;
3. geschichtliche: nach Kanossa gehen (sich erniedrigen vor dem Feind),
Rubikon überschreiten, Potemkinsche Dörfer (Schwindelei); der gordische
Knoten
4. politische - der Kalte Krieg, Blut und Eisenpolitik von Bismarck,
Straußenparlament – страусовый парламент, das rote Gespenst,
5. literarische – mit Windmühen kämpfen, das ist das Pudelskern,
Gretchen Tragödien, wer sind die Richter? (Gribojedow), ich weiß nicht,
was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin (Heine), mit Windmühlen
kämpfen,
6. volkstümliche- kommen aus der Folklore, Volksmärchen, wo der alte
Glaube und Aberglaube des Volkes ihre Widerspiegelung gefunden haben:
der Geist des Hauses, guter, böser Geist, der dritte Hahnenschrei.
IV. Wortpaare (= Zwillingsformeln) – bestehen aus 2 Wörtern,
derselben Wortart, die bildhaft einen einheitlichen Begriff ausdrücken. z-
B.: auf und ab, Tag und Nacht, alt und jung, schwarz auf weiß, fix und
fertig, Mann und Maus,
Merkmale der Wortpaare
1. bestehen aus 2 Wörtern
2. Verbindungsmittel: Konjunktion und (Haus und Hof), Präpositionen
für, um (Schritt für Schritt, Stunde um Stunde)
2. oft werden sie durch euphonische Mittel gestaltet und bekommen
dadurch eine besondere lautliche Form: durch die Alliteration – gleicher
Anfang (Zweck und Ziel, Kisten und Kasten, bei Nacht und Nebel, mit
Kind und Kegel, mit Mann und Maus, ) und durch den Reim (mit Sack und
Pack, mit Ach und Krach, weit und breit, außer Rand und Band,
geschniegelt wie gebügelt, Saus und Braus, in Hülle und Fülle, )
3. Bestandteile sind oft
a) Antonyme (auf Leben und Tod- auf immer, , Tag und Nacht, alt und
jung- alle, Freund und Feind - alle, )
b) Synonyme (auf Schritt und Tritt, an Ort und Stelle, Art und Weise, ohne
Sinn und Verstand- sinnlos)
c) verschiedene Wörter ( Mit Rat und Tat, Leben und Weben, Feuer und
Flame sein, mit Mühe und Not, rat und Tat – mit allem, leben und weben-
schaffen, weit und breit - überall)
Unabhängig davon, ob die Wortpaare aus Synonymen, Antonymen oder
aus der Bedeutung verschiedener Wörter bestehen, drücken sie immer
einen einheitlichen Begriff aus, besitzen eine einheitliche
Gesamtbedeutung.
Auch heutzutage können Wortpaare entstehen. Als Grundlage für ihre
Bildung dienen die so genannten koordinierten Wörtern, die im
Sprachgebrauch schon als erstarrte Wortgruppen existieren. Zu solchen
koordinierten Wörtern gehören Ost und West, Mensch und Tier, Mann und
Frau, Grüsse und Küsse, hin und her, halb und halb u. a. Еs gibt auch
Wortpaare im der russischen Sprache: на жизнь и на смерть, день и ночь,
стар и млад, склянки и банки, стыд и срам, кожа да кости, шутки-
прибаутки и др.
V. Stehende Vergleiche – sind solche Phraseologismen, die in ihrem
Gebrauch erstarrt sind und sich durch teilweise Umdeutung kennzeichnen:
hoch wie Himmel, weiß wie Schnee, schön wie Venus, hungrig wie ein
Wolf, rot wie Blut, reich wie Krösus, hart wie Stein usw.
(Можно добавить)
Allgemeine Merkmale der Phraseologismen
1. Hohe Stabilität (Unveränderlichkeit);
2. Umdeutung
3. semantische Einheitlichkeit (die ganze Bedeutung entspricht nicht der
Summe der Bedeutungen der Komponenten=Unableitbarkeit der
Gesamtbedeutung der Summe der Bedeutungen.);
4. Widerspiegelung der Sitten und Bräuche von Völkern.
Übersetzungsmöglichkeit
Traditionell unterscheidet man 4 Arten der Übersetzung von
Phraseologismen
1. Wortgenaue – wortwörtliche Übersetzung – alle geflügelten Worte (O,
Zeiten! O, Sitten!)
2. äquivalentgenaue Übersetzung (Eile mit Weile – тише едешь – дальше
будешь – не спеши - поторапливаясь);
3. äquivalentungenaue Übersetzung (Eulen nach Athen tragen – ехать в
Тулу со своим самоваром, auf der Bärenhaut liegen);
4. Umschreibung (описание) – die schwächste Form (Schwein haben, Pech
haben, etwas um ein Butterbrot kaufen.- за бесценок)

28 Merkmale der Phraseologismen. Übersetzungsarten.


Allgemeine Merkmale der Phraseologismen
1. Hohe Stabilität (Unveränderlichkeit);
2. Umdeutung
3. semantische Einheitlichkeit (die ganze Bedeutung entspricht nicht der
Summe der Bedeutungen der Komponenten=Unableitbarkeit der
Gesamtbedeutung der Summe der Bedeutungen.);
4. Widerspiegelung der Sitten und Bräuche von Völkern.
Übersetzungsmöglichkeit
Traditionell unterscheidet man 4 Arten der Übersetzung von
Phraseologismen
1. Wortgenaue – wortwörtliche Übersetzung – alle geflügelten Worte (O,
Zeiten! O, Sitten!)
2. äquivalentgenaue Übersetzung (Eile mit Weile – тише едешь – дальше
будешь – не спеши - поторапливаясь);
3. äquivalentungenaue Übersetzung (Eulen nach Athen tragen – ехать в
Тулу со своим самоваром, auf der Bärenhaut liegen);
4. Umschreibung (описание) – die schwächste Form (Schwein haben, Pech
haben, etwas um ein Butterbrot kaufen.- за бесценок)
29 Strukturelle und genetische Analyse des deutschen
Wortschatzes
30 Semantische Analyse des Wortbestandes. Synonyme.
Semantische Analyse lässt sagen, dass verschiedene Wortgruppen im
Wortschatz einer Sprache vorhanden sind, die semantisch miteinander
verbunden sind. Entweder näher sie sich einander in ihrer Bedeutung, oder sie
gehen weiter aus einander. In Hinsicht auf diese gegenseitigen Beziehungen der
Wörter zueinander lassen sich vier Wortgruppen unterscheiden:

Synonyme -Wörter und Wortverbindungen, deren Bedeutungen zufallen oder nah


sind;
Antonyme – Wörter und Wortverbindungen mit entgegengesetzten Bedeutungen;
Homonyme – Wörter und Wortverbindungen mit gleicher Form und völlig ver-
schiedenen Bedeutungen;
Wortfamilien – Wörter und Wortverbindungen, die historisch beobachtet, durch
die ihnen zugrunde liegende Wurzel semantisch verbunden sind.
Synonymie (f) - die Bezeichnung für die Beziehung zwischen Synonymen;
Synonyme – sprachliche Einheiten oder Strukturen, die sich formal unterschei-
den, aber ähnliche oder gleiche Bedeutung haben und deshalb im Kern der Bedeu-
tung übereinstimmen;
Vollständige Synonyme – solche Wörter und Wortverbindungen, die ganz glei-
che dingliche Bedeutungen haben;
Territoriale (regionale) Dubletten – Lexeme, die sich auf dieselbe Erscheinung
der Wirklichkeit beziehen, sich aber regional unterscheiden;
Synonymische Reihen/Gruppen (Synonymenreihen) – eine historisch entstan-
dene, aber jetzt synchrone Wörtergruppierung mit Systemcharakter, die auf Be-
deutungsähnlichkeit aufgebaut ist;
Die Dominante/das Grundsynonym (Leitsynonym) - ein Lexem, das begrifflich
und stilistisch eine Invariante der anderen Glieder dersynonymischen Reihe bil-
det;
Unvollständige Synonyme – solche, die nicht völlig zusammenfallen, obwohl sie
sich auf dieselbe Erscheinung der Realität beziehen;
Ideographische Synonyme – Wörter und Wortverbindungen, die eine und die-
selbenominative Bedeutung besitzen, aber sich voneinander durch verschiedene
Nebenbedeutungen und durch die Besonderheiten des Gebrauchs
unterscheiden;
Unabhängige Synonyme – solche ideographische Synonyme, die unabhängig
vom Kontext die gleichen Hauptmerkmale des Gegenstandes, derErscheinung oder
des Vorgangs bezeichnen, aber sich durch deren verschiedeneNebenmerk-male
unterscheiden und demzufolge verschiedene Schattierungen der Bedeutung
besitzen;
Kontextuelle Synonyme – solche Wörter und Wortverbindungen, die nicht im-
mer, sondern nur in bestimmten Kontexten als Synonyme auftreten;
Stilistische Synonyme – solche, die sich von anderen durch ihre besondere stilis-
tische Färbung oder durch den Gebrauch in verschiedenen funktionalen Stilen un-
terscheiden

Die Funktionen der Synonyme


Es bestehen folgende Funktionen der Synonyme:
1. Sie dienen zur Variation des Sprachlichen Ausdrucks, zur
Ausdrucksverstärkung:
Die Tatsache, dass es Widersprüche, Kollisionen, Konflikte gibt
(Steigerung)
2. Sie geben eine zusätzliche Information, indem sie das Gesagte
konkretisieren:
Löwenzahn (m) – Pusteblume (f)– Kuhblume (f);
3. Sie drücken eine subjektive Bewertung aus, die die Einstellung des
Sprechers zum Gegenstand der Rede offenbart:
Fahrrad – Drahtesel (m; драндулет)

ЕСЛИ ОЧ КРАТКО БЕЗ ПОДРОБНОСТЕЙ


1) Synonyme sind Wörter einer und dieselbe Wortart mit unterschiedlicher
Form, aber mit ähnlicher oder gleicher Bedeutung.
2) Synonymen lassen sich in zwei Gruppen teilen: vollständige und
unvollständige, die zweite zerfällt noch in ideographische und stilistische
Synonyme und ideographische Synonyme gliedern sich in unabhängige und
kontextuelle.
3) Synonyme können Glieder einer ganzen Reihung sein, d.h. synonymische
Reihen/Gruppen bilden.
4) In jeder synonymischen Reihe gibt es die Dominante, d.h. das semantisch
klarste Wort, das stilistisch neutral und gebräuchlicher als die übrigen
Wörter sind.

Die Synonymen erfüllen drei wichtige Funktionen in der Sprache und ihre Rolle
ist von großer Wichtigkeit. Sie bereichern und schmücken die Sprache, machen
sie vielfältiger und bildlicher. Mit Hilfe der Synonyme können wir unsere
Einstellung zum Gegenstand der Rede zeigen.

31 Homonyme. Arten der Homonyme.


Homonyme – Wörter und Wortverbindungen mit gleicher Form und völlig
verschiedenen Bedeutungen
Flügel (Instrument und Körperteil eines Vogels)

Bank (Sitzgelegenheit und Geldinstitut)

Erde (Planet und Material im Garten)


Man unterscheidet:

▬ Lexikalische H. sind Wörter mit der gleichen lautlichen Form und völlig verschiedenen
Bedeutungen (z.B. Reif =, Ring’ und, gefrorener Tau'). Sie fallen üblicherweise in allen Formen
zusammen.

▬ Lexikalisch-grammatische H. unterscheiden sich von einander sowohl lexikalisch, als


auch grammatisch durch irgendein grammatisches Merkmal (verschiedene Wortarten;
verschiedenes grammatische Geschlecht): hängen hing gehangen висеть - hängen hängte
gehängt вешать

▬ Grammatische H. unterscheiden sich durch die meisten grammatischen Merkmale: er


kann nicht die Zahl sieben sieben. 
Sie unterscheiden sich voneinander durch ihre grammatische Charakteristika: 

grammatisches Geschlecht (der Messer, der messende Mensch' - das


Messer, Schneideinstrument'), 

Pluralform (das Wort: -e als ,Aussage' его последние слова (высказывание)


Das waren seine letzten Worte. und -er als, ein Teil davon' единица речи
Wir sollen neue Wörter lernen).

Beispiel:

 Der  Band, die Bände → Buch einer mehrbändigen Reihe

 Das  Band, die Bänder → schmaler Streifen

Die  Band, die Bands → Musikgruppe

32 Antonyme. Arten der Antonyme


Antonyme - sind solche Wörter, die völlig entgegengesetzte Begriffe
bezeichnen.
Antonyme: Charakteristik.
Dem Inhalt nach bezeichnen sie:
1. den Zustand, Tätigkeit: z.B. Gesundheit – Krankheit
2. die Gefühle: z.B. Liebe – Hass
3. die Naturerscheinungen: hell – dunkel, Wärme – Kälte
4. die Qualität: schön – hässlich
5. die Zeitbegriffe: Morgen – Abend
Antonyme finden wir bei verschiedenen Redeteilen:
6. Substantive: Reichtum – Armut, Himmel – Erde, Hitze – Kälte u.a.
7. Adjektive: kalt – heiß, klug – dumm
8. Adverbien: unten – oben, links – rechts, hier – dort
9. Verben: leben – sterben, geben – nehmen
Ihre Herkunft nach zerfallen die Antonyme in zwei Gruppen:
1. Antonyme, die vom Anfang an entgegengesetzte Bedeutungen
haben.
Diese Gruppe ist sehr groß - Morgen – Abend, Freund – Feind, groß –
klein, u.a.
2. Antonyme, die infolge ihrer Entwicklung entgegengesetzte
Bedeutungen bekommen haben: infolge des Bedeutungswandels und
der Wortbildung.

1. Im Prozess des Bedeutungswandels sind folgende Antonyme


entstanden:
z.B. gut – schlecht, teuer – billig, reich – arm. Das Adjektiv „schlecht“ als
Antonym zu „gut“ entwickelte sich infolge der Degradierung der
Bedeutung. Infolge der Verengung der Bedeutung ist das Wort „billig“
als Antonym zu „teuer“ entstanden. „Reich“ bedeutete ursprünglich
„mächtig“, dann erhielt es durch metonymische Übertragung die
Bedeutung „mächtig“, „reich“, schließlich nur „reich“ (Verengung der
Bedeutung) und auf diese Weise ist ein Antonym zu „arm“ geworden.

2. Antonyme entstehen auch durch Wortbildung und zwar auf dem


Wege der Abteilung. Zur Bildung von Antonymen dienen viele
Halbsuffixe und Präfixe. Unter den Halbsuffixen sind besonders
produktiv: -los, -frei einerseits, und –voll, -reich anderseits. Sie können
zu einem und demselben Stamm hinzugefügt werden.
Auf diese Weise entstanden solche Antonyme: z.B. „tränenlos“,
„lieblos“, „freudlos“ zu „tränenvoll“, „liebevoll“, „freudevoll“,
„schmerzreich“ zu „schmerzlos“.

Große Bedeutung für die Bildung der Antonyme haben solche Präfixe:
zu- und ab-: zunehmen – abnehmen
auf- und zu-: aufmachen – zumachen
ein- und aus-: einpacken – auspacken
be-,ver- und ent-: bewaffnen – entwaffnen
zu- und ent-: zukorken – entkorken

Die Präfixe ent-, un-, miß- haben die Fähigkeit, dem Wort eine
entgegengesetzte Bedeutung zu verleihen: z.B. Lust – Unlust, laden –
entladen, Glück – Unglück, Geduld – Ungeduld, lieb – unlieb, Erfolg –
Misserfolg, gelingen – misslingen.
Es gibt auch Antonyme, die zu zwei, drei Wörtern antonymisch sein
können.
z.B. „breit“ zu „schmal“, „eng“
„alt“ zu „neu“, „jung“
„kalt“ zu „warm“, „heiß“
„klug“ zu „dumm“, „albern“
„süß“ zu „sauer“ und „bitter“

Die Antonyme treten viel seltener als Synonyme auf. In der deutschen
Sprache kann man circa 200-250 antonymische Paare finden.

Typen der Antonyme.


Nach dem Grad des Gegensatzes teilt man die Antonyme in 2 Gruppen
ein: totale und partielle Antonyme.
Bei den totalen Antonymen, die meistens eindeutig und gleichwurzlig
sind, stehen lexikalische Bedeutungen durch Wortbildende Mittel oft
gegenüber, z.B: korrekt ß unkorrekt, zeitlich – ewig.
Partielle verschiedenwurzlige Antonyme haben außer antonymischen
auch andere Bedeutungen, die im Bedeutungssystem des anderen
Wortes keine Gegenüberstellung finden, z.B: trocken – nass:
a. nasser Sommer (Kleid) – trockener Sommer (Kleid)
b. trockener Vortrag (Mensch)

Nach dem Typ des Gegensatzes unterscheidet man: kontradiktorische\


komplementäre, kontrastive und konverse Antonyme.
Die kontradiktorischen\ komplementären Antonyme, die sich
gegenseitig ausschließend sind, setzen bei der Negation eines Begriffes
die Behauptung eines anderen Begriffes voraus: z.B.: männlich –
weiblich, ledig – verheiratet. Sie drücken eine logische Negation des
gegensätzlichen Begriffes aus: Armut – Reichtum, Liebe – Hass.

Die konträren Antonyme bezeichnen zwei Begriffe, die innerhalb eines


bestimmten Bewertens oder Bezugssystems als positive Artbegriffe
existieren: z.B. Maximum – Minimum, gut – schlecht u.a.

Die konversen Antonyme bilden solche Wortpaare, bedienen das eine


der Lexeme beider Anderung der Betrachtersblickrichtung das andere
voraussetzt, z.B.: steigen – sinken, geben – nehmen, fragen –
antworten.

33 Soziale und territoriale Analyze des Wortschatzes


(ПрофессионализМы, жаргонизмы, диалектизмы)

Deutsch klingt nicht überall gleich. Ein und dieselbe Sprache wird in
verschiedenen Regionen in Deutschland nicht nur anders ausgesprochen, die
Dialekte folgen manchmal auch eigenen grammatischen Regeln und haben oft
einen unterschiedlichen Wortschatz.
Der Dialekt - ist eine Variante der deutschen Sprache, die nur in bestimmten
Regionen verwendet wird.

In Deutschland unterscheidet man die drei Großdialektgruppen:


• Oberdeutsch;
• Mitteldeutsch;
• Niederdeutsch.

Der Begriff Oberdeutsch umfasst die fränkischen, die schwäbisch-alemannischen


und die bairischen Mundarten.
Die wichtigsten mitteldeutschen Mundarten sind Moselfränkisch, Rheinfränkisch,
Hessisch, Thüringisch und Sächsisch.
Zum niederdeutschen Sprachbereich zählen z.B. Nordfriesisch, Ostfriesisch und
Westfälisch.

Jetzt erzähle ich über einen der häufigsten Dialekte Deutschlands – den
Bayerischen.
Die bairischen Dialekte (auch Bairisch genannt) sind ein Dialektverbund, das heißt
eine Sammlung von etwa 60 Sprachvarietäten im Südosten des oberdeutschen
Sprachgebiets.
Das Bairische wird nicht ausschließlich in Bayern gesprochen. Es wird von
ungefähr 15 Millionen Menschen gesprochen, das entspricht 17 % aller
Deutschsprachigen.

Grammatische Merkmale
1. Im Bairischen gibt es den Genitiv nur noch in erstarrten Redewendungen.
2. Das grammatische Geschlecht bei Nomen weicht teilweise vom
Standarddeutschen ab.
3. Die Zeitformen werden anders verwendet.
4. Es gibt ein separates Höflichkeitspronomen in der direkten Anrede
(vergleichbar dem deutschen „Sie“): Eana.

жаргоны

Die Sprache ist ein soziales Phänomen, ein Mittel für die gesellschaftliche Kommunikation. Jede
Gesellschaft lässt sich in verschiedene Gruppen einteilen – nach der beruflichen Tätigkeit, nach
gemeinsamen Interessen, nach dem Alter. Diese Gruppen weisen im Kommunikationsprozess
gemeinsame Interessen. Auf solche Weise entstehen Gruppenwortschätze (Gruppenlexikone).

Jargons sind Abzweigungen von der Nationalsprache, die sich von ihr durch eine besondere Lexik
unterscheiden.

Jargon wird eine nicht standardisierte Sprachvarietät oder ein nicht


standardisierter Wortschatz bezeichnet, der in einer beruflich, gesellschaftlich
oder kulturell abgegrenzten Menschengruppe, einem bestimmten sozialen Milieu
oder einer Subkultur verwendet wird
Jargons entstehen oft auf dem Wege der Metaphorisierung: zum Beispiel
Erzeuger für Vater, Biene für Mädchen,
Man muss unterstreichen, dass Jargon keine selbständige Erscheinungsform der
Sprache ist, sondern ein eigentümlicher Wortschatz.
A.Iskos gliedert Jargons in drei Gruppen: Klassenjargons, Gruppenjargons und
Geheimjargons. Besonders aktiv werden heutzutage Gruppenjargons und die zur
diesen Gruppe gehörende Jugendjargon untersucht. Jugendsprache ist Teil der
Jugendkultur. Mithilfe der Jugendsprache versuchen die Jugendlichen das
Alltägliche und Langweilige der Sprache zu überwinden.

1. Gruppen des Jargons


Die Jargons zerfallen in drei Gruppen: Klassenjargons, Gruppenjargons und
Geheimjargons.

Klassenjargons
Klassenjargons entstehen unter bestimmten historischen Umständen und stellen
gewöhnlich die Sprachweise der Oberschichten der herrschenden Klassen in der
Klassengesellschaft dar.
Die Klassenjargons haben eine gewisse Anzahl von Wörtern und Redewendungen,
die die spezifischen Geschmacksrichtungen der Oberschichten der Bourgeoisie
widerspiegeln

Gruppenjargons
Zu den Gruppenjargons gehört die Lexik der Menschen, die gezwungen sind,
gemeinsam zu leben, viel Zeit miteinander zu verbringen. Diese Jargons entstehen
spontan und zu keinen besonderen Zweck. Darunter sind solche wie der
Soldatenjargon, der Studentenjargon, der Jargon der Seeleute, der Schüler und
andere.

Für alle diese Jargons sind folgende Merkmale charakteristisch:


Die Jargonlexik ist sehr bildlich, in ihrem Gebrauch beschränkt, von Ironie und
Sarkasmus durchdrungen und besitzt viele emotionell gefärbte Synonyme.
So nennt man beim Militär das Bewehr - Knarre, Soldatenbraut; das
Maschinengewehr - Stottertante, Tippmamsell und andere.
In der Schule nennt man das Lehrerkatheder - Olymp, den Direktor - Zeus.
Die Studenten an alten deutschen Universitäten nannten sich Burschen,
Bacchanten, Musensöhne, Brüder Studiosi und so weiter.

Heutzutage gibt es in dem Jargon der Schüler und Studenten solche Wörter wie:
backenbleiben, klebenbleiben statt sitzenbleiben, nicht versetzt sein; bimsen,
ochsen statt einstudieren, türmen, schwänzen statt den Unterricht versäumen.

Zu den Gruppenjargons gehört auch die Jugendsprache.


Manche Jargonismen verlieren allmählich ihr Spezifik und gehen in den
allgemeinen Wortschatz über, zunächst in die Umgangssprache.

Zum Beispiel büffeln, ochsen, pauken für angestrengt lernen, schwänzen in der
allgemeinen Bedeutung - etwas versäumen oder Pinkepinke als Bezeichnung für
Geld.
Geheimjargons
Als Argot nennt man geheimnisvolle Umschreibungen aus dem Kiez- oder
Häftlingsjargon, um Strafverfolgungen zu entgehen. Das deutsche Argot wird auch
Rotwelsch genannt. Rotwelsch ist historische Gauner- und Bettlersprache, das
durch geheim eine Geheimlexik charakterisiert wird.
Zum Beispiel Grünbart für Wiese, Glimmelt für Zigarette, bickern für verkaufen,
holchen für fahren, loori für nicht
Zuweilen verlieren manche Argotismen ihre ausgesprochen argotischen Charakter
und werden in der Umgangssprache gebraucht.
Jugentsprache
Jugendsprache oder “Slang” ist der gruppenspezifische, burschikose,
überexpressive und zugleich emotional unterkühlte Wortschatz großstädtischer
Jugend, in dem die Bereiche Geld, Mädchen, Sexualität, Musik, Polizei, Angst,
Drogen und Todbesondere Metaphorik zeigen
Träger dieses Gruppenwortschatzes sind verschiedene Altersgruppen, sie
umfassen Jugendliche im Alter von 14 bis 30 Jahren.

Профессионализмы

Professionalismen ist der Wortschatz, der als Resultat der Kommunikation der Menschen
während der Zusammenarbeit entstand.

Die Professionalismen treten in der Formverschiedener Synonyme (meistenteils Metaphern) zu


einem Terminus auf: in der Technik Arm, Zahn, Fuß, Ohr, Hase, Haube.

Die Vielfalt der Professionalismen hängt vom Anteil einer Fachsprache an der Praxis ab.

Die Professionalismen beeinflussen die Gemeinsprache stark, sie dringen in alltägliche bereiche
ein: Analyse, Basis, Charakter, Faktor, Kollektiv. Die Entwicklung der Produktionsprozesse
benötigt neue Benennungen, neue Wörter. Der Bedarf an dieser Lexik wird durch
„Spezialisierung“ der allgemeingebräuchlichen Wörter bedeckt: Strom = Elektrizität,
Wechselstrom, Stromnetz, Gleichstrom.
Die Tendenz zur Spezialisierung zeigt sich im Bereich der Substantive, bei Komposita. Sie
machen den Begriff eindeutig, genau. Hier wirkt das Gesetz der Sprachökonomie:
Weltstoffmärkte, Kleinhandelspreis. Als Bestimmungswörter werden Welt, groß, klein, super
gebraucht.

Andererseits geschieht Generalisierung der Bedeutung zum Unterschied von der Spezialisierung:
Handgepäckaufbewahrung, Handkoffer, Handkarren.

34 Historische Analyze des deutschen Wortschatzes: Archaismen,


Neologismen
Archaismen (griech. archaios „alt“, „veraltet“).

Unter Archaismen versteht man Wörter und Wendungen, die im heutigen


Sprachgebrauch wegen ihrer Bedeutung oder lautlich-grammatischen Form als
veraltet empfunden werden.

(Archaismus ist ein aus irgendeinem Grund veraltetes Wort, das aber noch im
Bewusstsein der Sprachträger lebt und in gegenwartssprachlichen Texten
verwendet wird.
In der heutigen Kommunikation sind Archaismen nur motiviert zu gebrauchen.

Archaismen zeigen die Zeitepochen, Zeitkolorits aus.

Archaismen werden auch als Mittel des Sprachporträts altertümliche Redeweise


wird die Generationsgebundenheit charakterisiert.

Einige Archaismen bleiben im Gebrauch als Komponenten der anderen Wörter


oder Wortverbindungen (bäran ‚tragen„ → gebären; mit Kind und Kegel / Kegel
‚uneheliches Kind„; in Hülle und Fülle ‚Kleidung und Nahrung„).

Die Typen von Archaismen

1. Historismen sind veraltete Wörter aus verschiedenen Zeitperioden in der


Geschichte Deutschlands:

der Kurfürst, das Turnier, der Frondienst – aus dem Mittelalter;

Hitlerjugend – aus der Nazizeit;


die FDJ, die SED, die Volkskammer – Historismen aus der DDR-Zeit.

2. Semantische Archaismen, die im modernen Sprachgebrauch von jüngeren


Synonymen ersetzt wurden:

die Minne – die Liebe, das Gewand – das Kleid, der Born – die Quelle, der Oheim
– der Onkel. Hinzu kommen poetische Archaismen: z. B. der Friede – der
Frieden, der Quell – die Quelle; der Odem – der Atem.

3. Bedeutungsarchaismen, darunter versteht man solche Lexeme, deren

Grundbedeutung oder eine andere Bedeutung veraltet ist.

So ist die alte Bedeutung des Wortes Zunge – ‚Sprache„ – veraltet, und das Wort
Zunge ist

in dieser Bedeutung zum Bedeutungsarchaismus geworden.

4. Archaismen der Form oder lautlich-morphologische Archaismen, hier geht es


um Wörter, deren lautliche bzw. morphologische Form durch neuere Varianten
verdrängt wurde

(der Friede = der Frieden, der Quell = die

Quelle, der Odem = der Atem, gülden = golden, ward = wurde).

Und unterscheidet man drei Typen von Archaismen:

(1) Lebende lexikalische Archaismen, „veraltet“, aber noch verwendbar und


verstehbar sind.

(2) Passiv lebende lexikalische Archaismen, nicht mehr verwendet, aber noch
verstanden werden

(3) Tote lexikalische Archaismen, nicht mehr verstanden und nicht mehr
verwendet werden

Ursachen der Archaisierung:


Im „Kleinen Lexikon untergegangenen Wörter“(München, 1971) nennt N.
Osmann die folgenden Gründe/Ursachen der Archaisierung:

1. Wörter gehen unter, weil die von ihnen bezeichneten Sachen (Denotate)
verschwunden sind: Leibrock (Frack, Gehrock).

2. Wörter kommen außer Gebrauch, weil sie als Verdeutschungen von


Fremdwörtern nicht gelungen sind und die Fremdwörter nicht verdrängen
können: Gebefall (Dativ), Kläger (Akkusativ), Brachmonat (Juni), Zeugemutter
(Natur).

3. Wörter verschwinden, weil sie gefährliche Konkurrenzwörter haben:


Künftigkeit (Zukunft), Scheelsucht (Neid).

4. Euphemismen (verhüllende Ausdrücke), die sich nach allzu haüfigem


Gebrauch abnutzen: Jammer (für „Fallsucht“), Freudenmädchen (für
„Prostituierte“).

5. Sprachökonomie: kürzere Ausdrücke verdrängen die längeren: erwachsen


(auferwachsen), Ende (Endschaft), Handel (Handelschaft), Ratschlag
(Ratschlagung).

6. Im umgekehrten Sinne haben zusammengesetzte Formen einfache Wörter


verdrängt: Einmütigkeit (Einmut), Gefahr (Fahr), erhöhen (höhen), Geschmack
(Schmack), erträglich (träglich).

7. Präfix- und Suffixumtausch: Empfindung (Empfindnis), enthüllen


(aufhüllen), aushändigen (behändigen), artig (artlich).

Funktionen der Archaismen im heutigen Deutsch

· Als stilistisch integrierte Elemente der Sprachkompetenz einzelner


Sprachteilnehmer oder bestimmter Gruppen;
· Als Indikatoren der sozialen Differenz verschiedener Altersgruppen in einer
Sprachgemeinschaft;

· Als eigentümliche Bestandteile unterschiedlicher Spezialsprachen;

· Als Repräsentanten der kulturellen Kontinuität älterer Texte und


Sprachzustande.

Eine spezielle, man kann sagen die fünfte Funktion, haben Archaismen in der
schönen Literatur, im Sprachkunstwerk. Autoren nutzen sie, um Zeitkolorit zu
schaffen.

Im spontanen Sprachgebrauch können Archaismen Lebensumstände und –


erfahrungen des Sprechers signalisieren, auf sein hohes Alter hinweisen.
Die Forschung

Die aktuelle Forschungsdiskussion über Archaismen konzentriert sich auf zwei


Bereiche:

a) die Dokumentation von Archaismen in Wörterbüchern des Deutschen (oder


in anderen Sprachen)

b) die stilistische Verwendung in Texten.

Neologismen in der deutschen Sprache

Ein Neologismus ist ein lexikalisches Zeichen, das in einem bestimmten Zeitraum in einer
Sprachgemeinschaft aufkommt und sich verbreitet.

der Prozess der Erneuerung des Wörterbuchbestandes der Sprache ist ununterbrochen. Das Leben
steht nicht still.

Die Wahl des Materials (die Neologismen) ist von den vielen Faktoren bedingt:

• demonstrieren die Dynamik der Bereicherung des Wörterbuches;

• erleichtert das Wissen ihrer Bedeutungen das gegenseitige Verständnis;


• trägt das Studium ihres Funktionierens in den modernen Quellen zum Entdecken der allgemeinen
Tendenzen der Entwicklung der Sprache.

 Neue Wörter, die Erfindungen beschreiben:


 Handy
 Compact Disc
 Radar
 Neue Wörter, die Sachen beschreiben:
 Hühnergott (ein Stein mit einem natürlich entstandenen durchgehenden Loch)
 Politische Neologismen bringen einen bestimmten politischen oder
rhetorischen Sachverhalt zum Ausdruck:
 Politische Korrektheit
 Im Deutschen spielen  Anglizismen eine besondere Rolle als Neologismen
allgemeinerer Bedeutung:
 Outfit
 Recycling
 Shopping
 Teamwork

Der Terminus "Neologismus" ist in die deutsche Sprache in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus
Frankreich angekommen. 1754 hat Christoph Otto Freiherr ein Buch veröffentlicht.

Okkasionalismen, auch Gelegenheitswörter, sind Begriffe, die einmalig beim Sprechen geschaffen
werden, um in der jeweiligen Situation etwas zu bezeichnen.

Der Unterschied zum Neologismus ist demnach, dass der Okkasionalismus nur in einer einmaligen
Situation durch den Sprechenden gebraucht wird,

Z. B. Coffeinloserkaffeetrinker ( Das ist ein Mensch, der Kaffee ohne Coffein trinkt)

Arten der Neologismen:

Neuwörter.

Wörter, die gänzlich neu sind und dieser Form vorher nicht existiert haben. das Verb simsen (eine SMS
schreiben)

Neubedeutungen.

Ein alter Ausdruck erhält lediglich eine neue (weitere) Bedeutung. Maus „ ein technisches Gerät, Teil der
Computerperipherie“.

Neue Wortkombinationen.

Hierbei werden existente Wörter neuartig miteinander verbunden und werden so zum Neologismus. ZB
ein Internetcafé. Laptoptasche.
Quellen von Neuwörtern.

die Entlehnung aus anderen Sprachen.

Wörter, die aus einer anderen Sprache entlehnt sind (z. B. downloaden aus dem Englischen) und in den
allgemeinen Sprachgebrauch übergehen, werden oft als Neologismen gesehen und entsprechend
lexikographisch erfasst, im engeren Sinne sind sie aber keine Neuschöpfungen, somit keine
Neologismen.

Komposition. Die Zusammensetzung neuer Wörter (Dosenpfand, Genmais).

Derivation. Durch Affixe werden neue Wortformen gebildet. Als Beispiel kann das Affix Cyber- gelten:
Cyberpunk, Cyberkriminalität, Cyberkrieg.

Abkürzungen: IKEA – ich kaufe einfach alles

Tilgung und Zusammenziehung

Wörter werden aus dem ersten Teil eines Wortes und dem zweiten eines anderen gebildet. z. B. Bionik,
Bollywood, Modem

Sprachwitz: nichtsdestotrotz kommt aus nichtsdestoweniger und trotzdem von Studenten

35 Lexikographie
Unter der Lexikographie versteht man einen besonderen Zweig der Lexikologie, die Wissenschaft, die
sich mit dem Zusammenstellen von Wörterbüchern beschäftigt.

6Alle Wörterbücher lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: einsprachige und zweisprachige
Wörterbücher.
Die einsprachigen Wörterbücher schließen den Wortschatz von einer Sprache ein und werden in drei
Gruppen eingeteilt: in erläuternde, enzyklopädische und orthographisch-orthoepische.

Es gibt auch Klassifikationen von Rachmanov: 4 Gruppe und Щерба(6 Typen). Sie sind nicht ähnlich aber
unterscheiden sie sich auch nicht so sehr.

1. Wörterbücher, die auf die Herkunft des Wortes und die Entwicklung seiner Bedeutung angehen (noch
Historische und etymologische Wörterbüchern)
2. Wörterbücher, die die Wortbedeutung und den Wortgebrauch in der Gegenwartsprache
entschließen: Bedeutungswörterbuch; Zweisprachiges Wörterbuch; Stilwörterbuch; Phraseologisches
Wörterbuch; Synonymwörterbuch; Sachgruppenwörterbuch; Rotwelschwörterbuch;
3. Wörterbücher. Die den Lautbestand und die Rechtschreibung angehen: Aussprachewörterbuch;
Rechtschreibungswörterbuch
4. Wörterbücher, die die Begriffen erschließen (Eigennamen): Konversationswörterbücher;
Sachwörterbücher.

Щерба (6 Typen):
1. Akademie-Wörterbuch (простой) und Nachschlage Wörterbuch (словарü справочник)
2. Allgemeines Wörterbuch — Enzyklopädisches Wörterbuch
3. Thesaurus (все возможные слова) — Bedeutungswörterbuch (äлß перевоäа)
4. Alphabetischübersetzungswörterbuch — ideographisches Wörterbuch (Begriff bezogen)
5. Bedeutungswörterbuch — Mehrsprachiges Übersetzungswörterbuch
6. Synchronisches — Historisches Wörterbuch

Nachschlagewerk, in dem die Wörter einer Sprache nach bestimmten Gesichtspunkten verzeichnet [und
erklärt] sind

Kasper Stiller (der deutschen Sprache Stammbild und fortwachs-1691); Steinbach, Gebrüder Grimm (das
deutsche Wörterbuch-1811), Wahrig; 20-bändige Brockhaus Enzyklopädie
Wörterbuch erschien unter dem Titel „Duden – Rechtschreibung der deutschen Sprache und der
Fremdwörter“ im Jahr 1915 erstmals.
Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm erschien am Ende 1830. das „Deutsche Wörter¬buch" von
Hermann Paul.
Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von F. Kluge