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Reichsarmee

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Ein Grenadier der Reichsarmee im Polnischen Erbfolgekrieg vor Philippsburg 1734 (Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis:
Paderbornisches Infanterieregiment – Zeitgenössische Gudenus-Handschrift

Als Reichsarmee oder Reichsarmatur (lateinisch: exercitus imperii) wurde das Heeresaufgebot des Heiligen Römischen Reiches
bezeichnet. Anders als das Vasallenheer in fränkischer Zeit war sie nicht mehr das Heer des Kaisers, sondern ein unmittelbares
Machtinstrument des Reiches und wurde vom Reichstag aufgeboten. Sie diente sowohl als Instrument der Reichsexekution nach
innen als auch zur Verteidigung des Reiches nach außen. Neben der Reichsarmee gab es auch eine Kaiserliche Armee, die dieser
ohne Beteiligung des Reichstages aufstellte und einsetzte.[1]
Rechtsgrundlage und nominelle Stärke
→ siehe auch Reichsheeresverfassung
Das Reichsheer von 1422 Auf dem Reichstag 1422 zu Nürnberg kam erstmals eine Aufstellung der für ein Reichsheer zu stellenden
Truppen zustande [2]. In den folgenden hundert Jahren wurde der Umfang der Reichsarmee wechselnd in konkreten Truppenstärken
oder in Geldbeträgen zu ihrer Finanzierung festgesetzt. Auf dem Reichstag zu Worms 1521 wurde durch die „allzeit neueste
Matrikel“ sowohl die Stärke auf 20.000 Mann Infanterie (genau 20.063) und 4.000 Mann Kavallerie (genau 4.202) wie auch die
Summe der Entlohnung für einen Monat (Römermonat) auf 51.269 fl (=Gulden) festgeschrieben. [3] Die Reichsmatrikel legte fest, wie
viel Truppen die einzelnen Reichsstände zur Reichsarmee zu stellen hatten. Die erste Reichsmatrikel von 1422 schrieb folgende
Truppen noch für die einzelnen Reichsstände vor [4]:
1913 gleven (ursprünglich Lanze, hier: die kleinste Einheit der Kavallerie, d. h. ein Ritter mit drei bis vier Mann Gefolge)
24 gewapneter die geriten sind
486 schuczen (Schützen)
20 schuczen gerittner
6 spiss
250 pferd
1500: Kreistruppen bilden das Reichsheer Die Reichskreise entstanden erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die ersten sechs
Reichskreise wurden auf dem Reichstag von Augsburg 1500 eingerichtet. Sie wurden lediglich mit Nummern bezeichnet und setzten
sich aus Reichsständen aller Gruppen mit Ausnahme der Kurfürsten zusammen. Mit der Schaffung vier weiterer Reichskreise im
Jahre 1512 wurden nun auch die österreichischen Erblande und die Kurfürstentümer mit in die Kreisverfassung eingebunden. Fortan
bezeichnete man die Kontingente der Reichskreise als Kreistruppen, die diese zur Reichsarmee des Heiligen Römischen Reiches
tatsächlich stellten. Nach der Reichsdefensionalordnung waren zwar alle Reichskreise verpflichtet, Kontingente zu stellen, aber nicht
alle kamen dieser Verpflichtung nach. Die auf dem Wormser Reichstags von 1521 aufgestellte „allzeit neueste Matrikel“ [5]
bestimmte das einfache Reichsaufgebot, das „Simplum“, mit 4.202 Reitern und 20.063 Fußknechten, später vereinfacht auf 4.000
bzw. 20.000. Ihre Besoldung, für einen Reiter zehn Gulden, ab 1542 zwölf Gulden, und für einen Fußknecht vier Gulden, betrug pro
Monat 128.000 Gulden. Diese Summe, ein Römermonat genannt, wurde zum Maßstab für die Beiträge der Kreise zur Kriegskasse.
Der Anschlag konnte für einen Krieg verdoppelt oder vervielfacht werden ("Duplum", "Triplum" usw.).
1681: Reichdefensionalordnung Die Reichsheeresverfassung („Reichsdefensionalordnung“) von 1681 bestimmte endgültig die
Zusammensetzung dieses Reichsheeres für große, das gesamte Reich betreffende Einsätze aus den Kontingenten der Reichskreise.
Die einfache Gesamtstärke (Simplum, lat. simplum das Einfache) wurde nun auf 40.000 Mann festgelegt (28.000 Mann Infanterie,
12.000 Mann Kavallerie) und blieb bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 annähernd gleich. Die Territorien des
Reiches hatten das simplum von Truppen für die Reichsarmee ständig unter Waffen zu halten. Bei Bedarf konnte das Reich auch das
Doppelte (duplum) oder Dreifache (triplum) dieses Kontingents verlangen. In der Praxis erfüllten die Fürsten ihre Pflicht nicht selten
nur durch Stellung unzureichend ausgestatteter und ausgebildeter Truppen, während gute Verbände (sofern vorhanden) für die eigene
Machtpolitik eingesetzt oder gegen Subsidien an fremde Fürsten vermietet wurden. Die Verwendbarkeit der Reichsarmee litt zudem
darunter, dass die Kontingente der Reichskreise aus Truppen verschiedener Reichsstände zusammengesetzt waren, die in
Friedenszeiten nie miteinander übten und meist unterschiedliche Exerzierreglements hatten, was einen geschlossenen Einsatz mit
anderen Kontingenten sehr erschwerte. Für die offene Feldschlacht daher nur bedingt geeignet, wurden die Truppen daher oft für
Sicherungs- und Besatzungsaufgaben eingesetzt, so z. B. die fränkische Kreisinfanterie bei der Sendlinger Mordweihnacht.
Soll-Zusammensetzung der Reichsarmee 1681[6]
Reichskreis Kavallerie Infanterie
Österreichischer Reichskreis 2522 5507
Burgundischer Reichskreis 1321 2708
Kurrheinischer Reichskreis 600 2707
Fränkischer Reichskreis 980 1902
Bayerischer Reichskreis 800 1494
Schwäbischer Reichskreis 1321 2707
Oberrheinischer Reichskreis 491 2853
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis 1321 2708
Obersächsischer Reichskreis 1322 2707
Niedersächsischer Reichskreis 1322 2707
Summe 12000 28000
Die weitere Aufteilung innerhalb des Kreises auf die einzelnen Reichsstände nach Maßgabe der Wormser Matrikel war jetzt Sache
der Kreise.
Kommandostruktur [Bearbeiten]
Oberkommando Das Oberkommando über die Reichsarmee führte der Kaiser selbst oder ein „Reichsgeneralleutnant“ als sein
Stellvertreter, später ein „Reichsgeneralfeldmarschall", der von Kaiser und Reichstag gemeinsam ernannt wurde. Wegen der auf dem
Reichstag 1555 zu Augsburg beschlossenen Parität wurde jeweils ein katholischer und ein evangelischer Reichsgeneralfeldmarschall
ernannt. Die oberste Leitung des Reichskriegs lag in der Hand eines Reichskriegsrats. Weitere Dienstgrade auf Reichsebene waren
(aufsteigend) Reichs-Generalfeldzeugmeister zu Fuß, -Generalwachtmeister zu Ross, -Generalfeldzeugmeisterleutnant (Infanterie),
-Generalfeldzeugmeister (Infanterie), -General von der Kavallerie, - Generalleutnant. Niedrigere Dienstgrade waren nicht
erforderlich, da die einzelnen Kontingente durch Kommandeure der Kreise oder Stände geführt wurden.
Kreisobristen Nur in wenigen Kreisen wurde das Amt des Kreishauptmanns/Kreisobristen als militärischer Führer tatsächlich bzw.
auf Dauer geschaffen. In einigen Kreisen wurde für die Führung der eigenen Truppen das Amt des Kreisgenerals geschaffen, der
vom Kreis bestellt und mit seinem Stab ebenso aus der Kreiskasse bezahlt wurde wie die Kommandeure der Regimenter. Die
Bestellung und Bezahlung der übrigen Offiziere erfolgte teilweise durch die Kreise, teilweise durch kontingentstellenden Stände
selbst.
Tatsächliche Aufgebote der Reichsarmee
Interessenkonflikte zwischen Kaiser, Reichsständen und den Kreisen Aufgrund der oft unterschiedlichen politischen Interessen
des Kaisers, der großen Reichsfürsten und der Reichskreise kam auf dem Reichstag – wenn überhaupt – nur selten oder verzögert
eine Einigung über das Aufgebot der Reichsarmee zu einem Reichskrieg oder einer Reichsexekution zustande. Auch nach einem
Beschluss des Reichstags stellten nicht immer alle Reichsfürsten oder Reichskreise Truppen zur Reichsarmee. Die einzelnen
Reichskreise setzten sich zudem aus einer unterschiedlichen Zahl von Reichständen zusammen. So bestand der Österreichische Kreis
aus den habsburgischen Erblanden und umfasste praktisch nur einen Reichsstand, das andere Extrem war der Schwäbische Kreis mit
81 Reichsständen. Dies machte sich auch bei der Stellung von Truppen zur Reichsarmee bemerkbar. Die Reichsstände hatten im
Westfälischen Frieden 1648 das Recht eigene Truppen aufzustellen (lat. jus armorum) erworben. Die mächtigen Fürsten stellten
daher zur Verfolgung ihrer Interessen Truppen auf (so genannte armierte Reichsstände). Sie waren folgerichtig auch nicht gewillt,
Macht oder Truppen an den Kreis abzutreten. Wenn überhaupt, stellten sie ihre Truppen direkt an den Kaiser im Rahmen eines
Subsidienvertrages, also zur kaiserlichen Armee. Kleinere Reichsstände, die zu einem Kreis der armierten Reichsstände gehörten,
stellten entweder gar keine Truppen auf, unterstellten ihre Kontingente ebenfalls direkt der kaiserlichen Armee oder kauften sich von
ihrer Verpflichtung frei, indem sie ihr Kontingent in Form von Geldzahlungen ablösten. Nur die vier „Vorderen“ Kreise, die direkt an
Frankreich grenzten, der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis, der Oberrheinische Reichskreis und vor allem der Fränkische
Reichskreis und der Schwäbische Reichskreis organisierten ihr Militärwesen dauerhaft, als einziger unterhielt der Schwäbische
Reichskreis stehende Truppen (lateinisch miles perpetuus). Zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs wurde auf dem Reichstag zu
Regensburg 1702 die Aufstellung eines Stehenden Reichsheers erwogen, es kam aber nie dazu. Die Reichsarmee bestand daher
immer nur während einzelner Kriege.
→ siehe auch
• Liste der Regimenter des bayerischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des fränkischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des kurrheinischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des niederrheinisch-westfälischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des niedersächsischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des oberrheinischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des obersächsischen Reichskreises
• Liste der Regimenter des schwäbischen Reichskreises
Reichskriege „Zu keinem Reichskrieg stellten alle Reichsstände oder seit 1681 alle Reichskreise gleichrangig Soldaten“. [7] Ob und
wie viel Truppen sie tatsächlich nach erfolgtem Beschluss des Reichstags stellten, hing von den jeweils bestehenden politischen
Verhältnissen innerhalb eines Kreises ab oder von seinen außenpolitischen Bestrebungen. Gegenüber dem Reich waren die
Kreisauschreibenden Fürsten im Falle eines erklärten Reichskrieges verantwortlich für die vollständige Gestellung des
Kreiskontingents. Sie hatten auch die Kreisgeneralität der Reichsgewalt „anzuweisen, das heißt deren militärischem Kommando zu
unterstellen".[8]
Türkenkrieg 1663/64 Im Krieg des Kaisers gegen die Türken beschloss der Reichstag im Februar 1664 zur „eyligen Hülf“ die erste,
noch freiwillige Armatur des Reiches. So stellte der Schwäbische Reichskreis zwei Regimenter zu Fuß und vier Kompanien Reiterei
zu Reichsarmee.
Türkenkrieg 1683–1699 Gesamtstärke 1686: 40.000 Mann[9] Verschiedene Reichskreise stellten Truppen zur Verfügung. So stellte
der Schwäbische Reichskreis je ein katholische und evangelisches [10] Regiment zu Pferd und Regiment zu Fuß als freiwillige
Türkenhilfe nur dem Kaiser für sechs Feldzüge (1683 – 1686]) in Ungarn jeweils auf Anforderung unter gewissen Bedingungen zur
Verfügung [11].
Französisch-Holländischen Krieg 1672–1678 Im Französisch-Holländischen Krieg wurde die Reichsarmee durch Reichsschluß von
1674 eingesetzt. Hier stellte beispielsweise der Schwäbische Reichskreis ab Sommer 1675 zwei katholische und zwei evangelische
eigene Regimenter, die zwar dem Reichskommando unterstellt wurden, aber im Lande blieben. Sie wurden 1677 aufgelöst.
Pfälzischer Erbfolgekrieg 1688–1697 Der Reichsschluß vom 14. Februar 1689 legte die Teilnahme der Reichsarmee im Pfälzischen
Erbfolgekrieg (1688-1697) gegen Frankreich fest. Ihre Gesamtstärke betrug 1691: 19.000 Mann [12]. Hier stellte z.B. der Schwäbische
Reichskreis drei katholische und zwei evangelische eigene Regimenter, ab 1691 ein zusätzliches gemischtes Dragonerregiment, ab
1696 ein weiteres gemischtes Regiment zu Fuß. Von 1693 bis 1698 nahm der Kreis außerdem drei württembergische Hausregimenter
als Subsidientruppen in Sold, die er ebenfalls zur Reichsarmee stellte.
Spanischer Erbfolgekrieg 1701–1714 Für den Krieg gegen Frankreich im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) wurde die
Reichsarmee laut Reichsschluß vom 30. September 1702 mobilisiert. Sie hatte 1702 eine Gesamtstärke 44.000 Mann [13]. Hier stellte
der Schwäbische Reichskreis stellte z.B. zwei Regimenter zu Pferd, ein Dragonerregiment und fünf Regimenter zu Fuß. Die fünf
Grenadierkompanien wurden meist von ihren Regimentern getrennt in einem besonderen Grenadierbataillon als taktische Einheit
eingesetzt.
Polnischer Erbfolgekrieg 1733–1738 Der Reichsschluß von 1734 bot die Reichsarmee auf Grund der Besetzung Lothringens durch
Frankreich auf, vgl. Polnischen Erbfolgekrieg (1733-1738); hier stellte z.B. der Schwäbische Reichskreis stellte alle seine Truppen
(ein Kürassier-Regiment, ein Dragonerregiment und drei Regimenter zu Fuß) auf.
1. Koalitionskrieg 1792–1797 Der Reichsschluß vom 22. März 1793[14] setzte die Reichsarmee im Krieg gegen das revolutionäre
Frankreich im 1.Koalitionskrieg (1792-1797) ein. Die Gesamtstärke betrug 1795 44.000 Mann[15]. Der Schwäbische Reichskreis
stellte 1796 als einziger ein komplettes Corps (Fünffaches der Matrikularstärke ’’Quintuplum’’ = 7.300 Mann; mit einem Kürassier-
Regiment, einem Dragoner-Regiment, vier Regimentern zu Fuß, zwei Grenadier-Bataillonen, zwei combinierten Bataillonen und
einer Artillerie-Reserve von 20 Geschützen), gegliedert in drei Brigaden. Herzog Friedrich II. von Württemberg schloss am 17. Juli
1797 mit General Moreau einen Waffenstillstand und berief sein Kontingent vom schwäbischen Korps ab, der badische Markgraf
Carl Friedrich folgte diesem Schritt am 25.Juli. Der Kreis verhandelte dann für die restlichen Truppen ebenfalls wegen eines
Waffenstillstands. Noch vor Abschluss der Verhandlungen ließ der kaiserliche Generalfeldmarschall Erzherzog Karl am 29. Juli die
bei Biberach an der Riß stehenden Reste des schwäbischen Korps (4.000 Mann Infanterie, 850 Reiter und 21 Geschütze) durch 6.000
Mann umstellen und entwaffnen [16]. Der Fränkische Kreis stellte ein Kürassier-Regiment, ein Dragoner-Regiment, vier Regimenter
zu Fuß, zwei Grenadier-Kompanien und Artillerie. Der Bayerische Kreis stellte ein Regiment zu Fuß. Kurpfalz-Bayern stellte seine
Truppen direkt zur Reichsarmee. Der Oberrheinische Kreis stellte drei Regimenter. Der Kurrheinische Kreis stellte vier Regimenter.
Der Niederrheinisch-Westfälische Kreis stellte drei Regimenter zu Fuß.
2. Koalitionskrieg 1799–1802 Auch der letzte Krieg der Reichsarmee wurde gegen Frankreich geführt. Im 2. Koalitionskrieg (1799-
1802) wurde per Reichsschluß vom 16. September 1799 ein letztes Aufgebot aufgestellt. Der Schwäbische Reichskreis etwa stellte
kein geschlossenes Korps. Württemberg und Baden stellten ihre Kontingente zusammen mit eigenen Truppen zur Reichsarmee. Das
3. Kreis-Infanterie-Regiment (Königsegg-Aulendorf) und das Kreis-Kürassier-Regiment (Hohenzollern) wurden mit österreichischen
Uniformen in das österreichische Heer eingegliedert.
Die Reichsexekutionen
gegen Mecklenburg-Güstrow 1719 1718 beauftragte der Kaiser die Welfen den Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg und den
Fürsten von Braunschweig-Wolfenbüttel mit der Reichsexekution gegen Mecklenburg. 1719 marschierten 11.000 Mann in
Mecklenburg ein und übernahmen mit kaiserlichem Mandat die Landesverwaltung von Mecklenburg-Güstrow.[17]
gegen Preußen 1757–63 Die wichtigste Reichsexekution erfolgte durch Reichsschluß vom 17. Januar 1757 gegen Preußen, das
durch die Besetzung Sachsens 1756 im Siebenjährigen Krieg Landfriedensbruch begangen hatte. Der Fränkische, der Schwäbische,
der Oberrheinische, der Kurrheinische, der Niederrheinisch-Westfälische und der Sächsische Reichskreis stellten daraufhin mit
großer Verspätung Truppen. Die Reichsarmee wurde in der Schlacht bei Roßbach als geschlossener Verband unter französischem
Kommando eingesetzt und von den Preußen entscheidend geschlagen. Obwohl sie sich dabei durchaus ordentlich gehalten hatte und
die Niederlage primär auf fehlerhafte Planung durch den französische Oberkommandierenden Charles de Rohan zurückzuführen war,
dichtete die preußisch-deutsche Geschichtsschreibung der Reichsarmee später den Spottnamen „Reißausarmee“ an.
gegen Lüttich 1790/91 1789 verhängte das Reichskammergericht in Wetzlar die Reichsexekution über das revolutionäre Lüttich. In
Unruhen wurde zuvor der Fürstbischof Konstantin von Hoensbruch vertrieben. Der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis war
mit der Umsetzung der Reichsexekution beauftragt.[18]
Das Ende der Reichsarmee
Mit dem Heiligen Römischen Reich ging auch die Reichsarmee unter. Der Rheinbund hatte keine einheitliche Heeresstruktur mehr,
sondern sah nur die Stellung von Truppen unter französischem Kommando vor.
Siehe auch
• Kaiserliche
• Reichsmatrikel
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
• Truppen des Schwäbischen Reichskreises
• Bundesheer (Deutscher Bund)
Quellen
• Heeresmatrikel von 1422 als Volltext im Projekt Wikisource
• Reichsmatrikel von 1521 als Volltext im Projekt Wikisource
• Verzeichnis der Reichskreise von 1532 als Digitalisat und Volltext im Projekt Wikisource
• Der Augsburger Reichsabschied ("Augsburger Religionsfrieden" 1555) im Volltext
• Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ( Hrsg): „Deutsche Reichstagsakten unter
Kaiser Sigmund, zweite Abteilung 1421 – 1426“, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1956
• Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ( Hrsg).: „Deutsche Reichstagsakten unter
Kaiser Friedrich III., Achte Abteilung 1471“, Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 1999, ISBN 3-525-35203-4
• „Deutsche Reichstagsakten unter Maximilian I., Erster Band Reichstag z Frankfurt 1486, Teil I“, Vandenhoeck & Ruprecht
Göttingen 1989, ISBN 3-525-35403-7
• Hanns Hubert Hofmann: Quellen zum Verfassungsorganismus des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1495-
1815, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1.Auflage 1976
Literatur
• Winfried Dotzauer: Die deutschen Reichskreise (1383–1806): Geschichte und Aktenedition; Stuttgart 1998; S. 488ff
(Fahnen und Uniformen der Kreismilitärs); ISBN 978-3-515-07146-8 - online bei Google Books
• Hans-Joachim Harder: Militärgeschichtliches Handbuch Baden-Württemberg, Herausgeber Militärgeschicht-liches
Forschungsamt, Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1987, ISBN 3-17-009856-X
• Helmut Neuhaus: Das Reich im Kampf gegen Friedrich den Großen - Reichsarmee und Reichskriegführung im
Siebenjährigen Krieg, in: Bernhard Kröner (Hrsg.): Europa im Zeitalter Friedrichs des Großen - Wirtschaft, Gesellschaft,
Kriege, München 1989, S.213–243.
• Gehrard Papke: Von der Miliz zum Stehenden Heer: Wehrwesen im Absolutismus, in: Militärgeschichtlichen
Forschungsamt Freiburg (Hg.): Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, Pawlak München 1983, ISBN 3-
88199-112-3, Band 1.
• Martin Rink, Harald Potempa: Der Zusammenbruch des Alten Reichs (962-1806) und des alten Preußen im Jahre 1806, in
Militärgeschichte, Heft 3/2006, Militärgeschichtliches Forschungsamt, ISSN 0940-4163
• Peter-Christoph Storm: Der Schwäbische Kreis als Feldherr, Schriften zur Verfassungsgeschichte Band 21, Duncker &
Humblot Berlin, 1974, ISBN 3-428-03033-8
• Siegfried Fiedler: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Landsknechte, Bernard & Graefe Verlag, Koblenz, 1985,
ISBN 3763754628
Weblinks
• Das Kölner Kontingent der Reichsarmee ("Rote Funken") 1654-1806
• Nur nach Beschreibungen nachempfundene Truppenfahnen der Reichsarmeekontingente (engl.)
• Schlachtordnung der Reichsarmee im Lager zwischen Fürth und Farnbach 1758 - Germanisches Nationalmuseum
Nürnberg
Einzelnachweis
1. ↑ nach Papke S. 237
2. ↑ ’’Anslag des teglichen kriegs zu Beheim’’ in Histor. Komm. S. 156ff
3. ↑ Reichsmatrikel
4. ↑ zitiert nach Heeresmatrikel von 1422
5. ↑ Hofmann, S. 41ff
6. ↑ vgl. Militärgeschichtliches Forschungsamt, Militärgeschichte - Zeitschrift für historische Bildung, Ausgabe 3/2006,
Tabelle S. 7
7. ↑ zitiert nach Papke, S. 254
8. ↑ nach Storm, S. 172 ff
9. ↑ zit. nach Rink und Potempa, S. 7
10. ↑ Die Bezeichnung katholisch und evangelisch bezog sich auf das Bekenntnis der truppenstellenden Stände, nicht auf das
der Soldaten.
11. ↑ nach Storm, S. 88
12. ↑ zit. nach Rink und Potempa, S. 7
13. ↑ zit. nach Rink und Potempa, S. 7
14. ↑ vgl. Rezension zum Zustand der Reichsarmee (1797) in der allgemeinen Literatur-Zeitung
15. ↑ zit. nach Rink und Potempa, S. 7
16. ↑ Harder, S. 36f
17. ↑ vgl. Von Harm Klueting, Wolfgang Schmale: Das Reich und seine Territorialstaaten im 17. und 18. Jahrhundert
18. ↑ Vgl. Dominique Bourel: Zwischen Abwehr und Neutralität: Preußen und die Französische Revolution 1789 bis
1795/1795 bis 1803/06; in: Preussen und die revolutionäre Herausforderung seit 1789: Ergebnisse einer Konferenz; Berlin,
von Walter de Gruyter, 1991; ISBN 9783110126846 online bei google books
Hernach volgend die zehen Krayß
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Die Reichskreise waren größere, mehrere Landesherrschaften umfassende, territoriale Einheiten des Heiligen Römischen Reiches,
die 1500 im Zuge der Reichsreform Maximilians I. geschaffen wurden und eine bessere Verwaltung des Reichs (Reichsregiment)
ermöglichen sollten. Dieses Buch enthält eine Aufstellung der Reichskreise und der dazugehörigen Territorien mit ihren für die
Türkenhilfe im Jahre 1532 zu erbringenden Truppenkontigente. Für weitere Informationen siehe Römermonat, Reichsmatrikel und
Reichsmatrikel von 1521. Für dieses Buch ist kein Druckort und kein Verleger angegeben, allerdings ließ sich als Druckort Augsburg
(Drucker: Heinrich Steiner) und als Jahr des Druckes 1532 ermitteln (im
VD16 unter der Nummer Z 230 nachgewiesen). Der Holzschnitt wurde
Hans Weiditz zugeschrieben. Am Ende des Buches finden sich
Streichungen und die Ergänzung des Niedersächsischen Reichskreises
von unbekannter Hand. Dieser Reichskreis findet sich nur teilweise im Druck. Denn in diesem wurde einige der Reichsstädte und
geistlichen Territorien anderen Reichskreisen zugeordnet. Die anderen Territorien des Niedersächsischen Reichskreisen sind nicht
aufzufinden. Die anderen Reichskreisen zugeordneten Städte und Bistümer wurden handschriftlich gestrichen und auf Seite 17 mit
den fehlenden Territorien ergänzt. Es ist zu vermuten, dass bei der Wiedergabe der Kontingente des Niedersächsischen Reichskreise
dem Drucker ein Fehler unterlief oder dieser eine fehlerhafte Vorlage verwendete. Ein späterer Verlust der Seiten und die Ersetzung
der entsprechenden Seite durch die handschriftlichen Notizen kann wohl auf Grund der manuellen Korrekturen und der im Druck
fehlerhaften Zuordnung von Reichsstädten und Hochstiften ausgeschlossen werden.

Ausgabe des Drucks Ausgabe des Drucks als PDF (es fehlen für die meisten Seiten noch die Anmerkungen, ansonsten
vollständig)

Seite 1: Fränkisch Krayss


Hernach volgent die zehen Krayss
wie /und auff welche Art / die inn das gantz Reych außgeteylt werden / und welche Ständt in yeden Krayß gehörendt / nach
altem herkommen.
Fränkisch Krayss
zuo Ross zuo Fuoss Wikipedia-Link
72 § Bambergk 404 Hochstift Bamberg

90 Würzburgk 416 Hochstift Würzburg

60 Aichstett 254 Hochstift Eichstätt

38 Teütschmeyster 110 Deutschmeister des Deutschen


Ordens
2 Lambergk Probst 6 Stift Comburg

2 Abt zuo S. Gilgen 26 Kloster St. Ägidien Nürnberg[1]


90 Markgrauen zuo Brandenburg als Burgkgraue zuo Nürnberg. 416 Burggrafschaft Nürnberg

18 Graff Herman zuo Hennebergk 48 Grafschaft Henneberg-Römhild[2]

18 Graff Wilhelm zuo Hennebergk 48 Grafschaft Henneberg-


Schleusingen[3]
2 Graff zuo Castell 8 Grafen von Castell

12 Graff zuo Wertheim 60 Grafen von Wertheim

4 Graff zuo Reinecken zuo Lorch 20 Grafschaft Rieneck (Lohr)

12 Graff Albrecht zuo Hohenloe, Graff Georg zuo Hohenloe 60 Grafschaft Hohenlohe[4]

4 Graff Wolff 24 Grafschaft Hohenlohe-


Weikersheim[5]
2 Reichelspergk 8 Herrschaft Reichelsberg

4 Schencken Goetzen von Limpergs erben. 20 Schenken von Limpurg[6]

4 Georg vnd Wilhelm Schencken von Limpergk. 20 Schenken von Limpurg[7]

4 Eberhart und Valten Schenken Herrn zuo Erbach. 8 Herren von Erbach[8]

Seite 2: Beyrisch Krayss


zuo Roß zuo Fuoß Wikipedia-Link
2 Herren Johansen von Schwarzenburgs erben. 6 Herrschaft Schwarzenberg
80 Statt Nuernberg 500 Nürnberg
20 Rottenburg 180 Rothenburg ob der Tauber
8 Windtßheim 72 Windsheim
10 Schweynfurt 72 Schweinfurt
8 Weyssenburg am Norkaw 36 Weißenburg am Nordgau
566 Summa 2832
Beyrisch Krayss Bayerischer Reichskreis
320 Saltzburg Erzbischoff 554 Erzstift Salzburg
36 Bassaw 156 Hochstift Passau
28 Freysingen 164 Hochstift Freising
18 Regenspurg 62 Hochstift Regensburg
12 Khemße 48 Hochstift Chiemsee
4 Berchtolsgaden Propst 68 Fürstprobstei Berchtesgaden
8 Abt zuo Waldsachen 36 Kloster Waldsassen
2 Abt zuo Roethen 20 Kloster Mönchröden
8 Abt zuo Kheyßheym 138 Kloster Kaisheim
8 Abt zuo S. Heymerandt 90 Kloster St. Emmeram Regensburg
4 Abtissin zuo dem Nidern Münster 36 Kloster Niedermünster Regensburg
4 Abtissin zu dem Obern Münster zu Regensperg. 26 Kloster Obermünster Regensburg
120 Hertzog Wilhelm vnd Ludwig zuo Bayren 554 Herzogtum Bayern (Wilhelm IV. und Ludwig X.)
60 Herzog Ott Heinrich vnd Philips Pfalzgrauen. 230 Herzogtum Pfalz-Neuburg (Ottheinrich und Philipp der
Streitbare)
12 Landtgraff zu Leüchtenberg 28 Landgrafschaft Leuchtenberg
8 Graff vom Hagg 36 Grafschaft Haag
4 Graffen von Ortenberg 12 Grafschaft Ortenburg
Seite 3: Osterreychische Krayss, Schwebisch Krayss
zuo Ross zuo Fuoss Wikipedia-Link
o
6 Freyherrn zu Stauff vnd Ernfelß 20 Herrschaft Ehrenfels[9]
4 Herren zu Dogenberg 8 Herrschaft Degenberg[10]
4 Die von Wolffsteyn Freyherrn zuo Obern Saltzberg 8 Herrschaft Sulzbürg-Pyrbaum[11]
40 Statt Regenspurg. 224 Regensburg
510 Summa 2528
Osterreychische Krayss mit seinen Österreichischer Reichskreis
Landen/ vnd nachfolgenden Staenden
240 Ertzhertzog zuo Osterreych 120 Erzherzogtum Österreich
28 Tryendt 182 Hochstift Trient
28 Brichßen 182 Hochstift Brixen
24 Gurgken 120 Hochstift Gurk
12 Seckaw 48 Hochstift Seckau
10 Layffland 38 Hochstift Lavant
6 Balay in Osterreich 26 Ballei Österreich
6 Balay an der Etsche im gepürg 26 Ballei an der Etsch und im Gebirge
16 Graff Jörg von Schamberg am lande der Enns. 68 Grafschaft Schaunberg
16 Freyherren von Wolckensteyn 68 Freiherren von Wolkenstein-Rodenegg
6 Freyherren von Loßenstein 26 Freiherren von Losenstein
4 Herren von Rogendorff 8 Herren von Rogendorf[12]
24 Graffen von Hardecken 90 Grafschaft Hardegg
420 Summa 2082
Schwebisch Krayss Schwäbischer Reichskreis
42 Augspurg Bischoff 200 Hochstift Augsburg
28 Costnitz Bischoff 120 Hochstift Konstanz
10 Chur Bischoff 36 Hochstift Chur
Seite 4
zuo Roß zuo Fuoß Wikipedia-Link
o
10 Abt zu Khempten 36 Kloster Kempten
2 Abt zuo der Reichenaw 8 Kloster Reichenau
12 Abt zuo S. Gallen 60 Kloster St. Gallen
10 Probst zuo Elwangen 36 Kloster Ellwangen
8 Salmansweyler 134 Kloster Salem
8 Weingarten 36 Kloster Weingarten
6 Schotten 26 Kloster Schuttern
4 Weissenaw 40 Kloster Weißenau
8 S. Blesij im Schwartzwaldt 36 Kloster St. Blasien
2 S. Peter im Schwartzwaldt 20 Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald
10 Maulprunn 44 Kloster Maulbronn
8 Schaffhaußen 36 Kloster zu Allerheiligen (Schaffhausen)
0 Stein am Rein 20 Kloster Stein am Rhein
0 Petershaußen 12 Kloster Petershausen
2 Creützlingen 8 Kloster Kreuzlingen
6 Endsidel 44 Kloster Einsiedeln
2 Pfeffers 8 Kloster Pfäfers
2 Disitis 20 Kloster Disentis
2 S. Johans imm thorthal 8 Kloster St. Johann im Turital
4 Schussenriedt 39 Kloster Schussenried
2 Rockenpurgk 16 Kloster Roggenburg
6 Offenhaußen 26 Kloster Ochsenhausen
2 Khünigsprunn 20 Kloster Königsbronn
2 Margthal 8 Kloster Marchtal
6 Elchingen 26 Kloster Elchingen
2 Ysan 12 Kloster St. Georg (Isny)
2 Münchs Ratt 20 Kloster Rot an der Rot
0 Aursperg 70 Kloster Ursberg
0 Hirsee 28 Kloster Irsee
2 Giengenbach 8 Kloster Gengenbach
Seite 5
o
zu Roß zuo Fuoß Wikipedia-Link
o
2 Abtissin zu Lindaw 20 Kloster Lindau

0 Abtissin zuo dem Roten Münster 8 Kloster Rottenmünster

4 Abtissin zuo Buchshorn 20 Stift Buchau


0 Abtissin zuo Hegthbach 10 Kloster Heggbach

0 Abtissin zuo Guetenzell 10 Kloster Gutenzell

0 Abtissin zuo Bunde 10 Kloster Baindt

6 Balay imm Elsaß vnd 62 Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund

Burgundi. 62
120 Hertzog zuo Würtenbergk 554 Herzogtum Württemberg
38 Marggraff Philips zuo Baden 96 Markgrafen von Baden (Philipp)
4 Vlrich Graff zuo Helffenstein 0 Grafen von Helfenstein (Herrschaft Wiesensteig)
16 Cristoff Graff zuo Werdenbergk 90 Grafen von Werdenberg
16 Ottingen 90 Grafen von Oettingen
0 Lupfen Grauen 36 Grafen von Lupfen (Stühlingen)
8 Montfort Wolffgang vnd Hanß 44 Grafen von Montfort
16 Fürstenberg Graff Fridrich allein 90 Grafen von Fürstenberg
0 Eberstein 8 Grafen von Eberstein (Gernsbach)
12 Zollern Joachim vnd Willundt Graff Frantzen seligen 60 Grafen von Hohenzollern[13]
khinder
4 Sultz Graff Rudolff 16 Grafen von Sulz
4 Losenstein Ludwig vnd Fridrich 18 Grafen von Löwenstein[14]
2 Thübingen 2 Pfalzgrafschaft Tübingen[15]
10 Innhaber der Graffschafft Kirchperg 20 Fugger von Kirchberg und Weißenhorn
2 Brandisch Graff Ruodolff zuo Sultz 12 Graf von Sulz[16]
4 Zimern 18 Herren von Zimmern[17]
Seite 6
zuo zuo
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Roß Fuoß
2 Inhaber der herrschafft Justingen 8 Herrschaft Justingen[18]
2 Graff Cristoff zuo Theningen 0 Grafschaft Tengen
4 Gundelfingen Herr Schweickhart 8 Herrschaft Gundelfingen
6 Inhaber der herrschafft Dissen / 12 Herrschaft Dießen (bei Horb) ?
findt man vrsach das er jn die anschleg nit gehoert bey der visitation zuo
Speyr Anno.ic. 1531.
24 Truchsessen von Waldbergk vnd Inhaber der Sonnenbergischen guetter. 134 Truchsessen von Waldburg mit Grafschaft
Sonnenberg
2 Herr Leon von Stauffs erben 18 Herren von Staufen[19]
2 Herr Sigmund von Falckensteyn 6 Herren von Falkenstein[20]
4 Herr Hans von Künigs Ecken 20 Herren von Königsegg
0 Herr Hans Dionisi zuo Kahersperck 10 Johann Dionys von Königsegg[21]
2 Herr Gangolff vnd Herr Walther zuo Geroltzeck 6 Herrschaft Geroldseck
2 Herren von Hohenzollern 8 Hohenzollern[22]
50 Augspurg 300 Augsburg
8 Kauffpeüren 136 Kaufbeuren
58 Vlm 300 Ulm
20 Memmingen 134 Memmingen
6 Kempten 72 Kempten
12 Bibrach 110 Biberach an der Riß
4 Leüthkirch 36 Leutkirch
8 Ysin 44 Isny
4 Wangen 46 Wangen
12 Lindaw 144 Lindau
8 Rauenspurgk 134 Ravensburg
0 Buchhorn 20 Buchhorn[23]
20 Vberlingen 156 Überlingen
Seite 7: Reynisch Krayß
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12 Costnitz 144 Konstanz
6 Pfullendorff 80 Pfullendorf
0 S. Gallen 114 St. Gallen
14 Schaffhaußen 90 Schaffhausen
12 Reutlingen 110 Reutlingen
20 Eßlingen 134 Esslingen
10 Gmundt 70 Schwäbisch Gmünd
4 Weyl 36 Weil der Stadt
12 Helprunn 120 Heilbronn
6 Wimpffen 26 Wimpfen
2 Hal 160 Schwäbisch Hall
10 Dinckelspühel 116 Dinkelsbühl
2 Bopffingen 18 Bopfingen
4 Gengen 26 Giengen
4 Aulen 36 Aalen
20 Noerlingen 160 Nördlingen
8 Werdthen 72 Donauwörth
0 Buchaw 12 Buchau
0 Offenburgk 90 Offenburg
0 Giengenbach 72 Gengenbach
0 Zell imm Hamerspach 44 Zell am Harmersbach
6 Rotweyl 244 Rottweil
890 Summa 6338
Reynisch Krayß. Oberrheinischer Reichskreis
4 Wormbs Bischoff 26 Hochstift Worms
36 Speyer Bischoff 120 Hochstift Speyer
30 Straßburgk Bischoff 200 Hochstift Straßburg
14 Basel Bischoff 84 Hochstift Basel
Seite 8
zuo Ross zuo Fuoss Wikipedia-Link
48 Bisantz 50 Erzstift Besançon
0 Welsch 450 Hochstift Sitten (Wallis)
6 Genff 26 Hochstift Genf
28 Lusan Bischoff 120 Hochstift Genf
48 Metz Bischoff 150 Hochstift Metz
18 Tholl 48 Hochstift Verdun
38 Verdon 86 Hochstift Verdun
28 Abt zuo Fulda 92 Kloster Fulda
4 Abt zuo Hirßfeldt 18 Kloster Hersfeld
8 Probst zuo Weyssenburgk 36 Kloster Weißenburg im Elsass
28 Johanser Maister 82 Johannitermeister[24]
2 Probst zu Otterheim 20 Kloster Odenheim[25]
2 Abt zuo S. Joergen thal 8 Kloster Münster[26]
8 Abt zuo Pfreim 60 Kloster Prüm
2 Abtissin zuo Kauffingen 20 Kloster Kaufungen
120 Hertzog zu Lottringen 554 Herzogtum Lothringen
120 Hertzog zu Sophei 554 Herzogtum Savoyen
36 Hertzog Hans Graff zuo Spanheym. 150 Grafschaft Sponheim[27]
36 Marggraff Ernst zuo Baden 150 Markgrafschaft Baden[28]
40 Hertzog Ludwig Graff zuo Veldentz 150 Grafschaft Veldenz[29]
120 Landgraff zuo Hessen 554 Landgrafschaft Hessen
60 Printz zuo Kolin 188 Oranien[30]
4 Graff Johan Ludwig zuo Nassaw und Sarprucken. 24 Grafschaft Nassau-Saarbrücken[31]
888 Summa 4064
Seite 9: Alle Reingraffen
zuo zuo
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Ross Fuoss
Alle Reingraffen Rheingrafen
6 Johan vnd Weillund Graff Philipsen Kinder vormünder. 24 Grafen von Salm-Kyrburg und Salm-Dhaun[32]
4 Herr Wolffgang von Reypoltzkirch 26 Herrschaft Reipoltskirchen
4 Herr von Krichingen 8 Grafschaft Kriechingen
2 Herr Philips von Oberstein zuo Rixingen 2 [33]

8 Graff Reinhardt von Pitsch 24 Grafschaft Zweibrücken-Bitsch[34]


2 Graff Goerg von Pitsch 6 Grafschaft Zweibrücken-Bitsch[35]
4 Graff von Salm 18 Grafschaft Salm
8 Graff Philips von Hanaw Herr zuo Liechtenbergk. 24 Grafschaft Hanau-Lichtenberg
6 Graff Emich vnd Engelhart von Leiningen gebrueder. 18 Grafschaft Leinigen
2 Vlrich von Ebersteyn vnd Graff zuo Falckenstein. 8 Grafschaft Falkenstein ?
8 Herr Johans Jacob zuo Moerspergk und Beffhort. 40 Hans Jakob, Freiherr von Mörsberg (Morimont) und
Belfort
8 Herr von Rauenstein 90 Herrschaft Reichenstein?
4 Jnnhaber Hohenkünigspergk gen Enßheim zuo antworten. 18 Herrschaft Hochkönigsburg[36]
12 Hertzog von Luttringen als jnnhaber der Herrschafft 50 Herrschaft Blankenberg[37]
Planckenpergk.
6 Graff Philips von Nassaw zuo Wispaden. 20 Grafschaft Nassau-Wiesbaden
8 Graff Eberhart von Khünigstein Herr zuo Obstein. 26 Grafschaft Königstein
12 Graff Johan vnd Anthoni von Eissenburgk zuo Budingen 60 Grafschaft Isenburg-Büdingen

Seite 10: Stätt


zuo zu
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Ross Fuss
8 Graff Philips von Solms 40 Grafschaft Solms-Braunfels
6 Graff Bernhart von Solms 32 Grafschaft Solms-Lich
12 Graff Philips von Nasaw zuo Weilburgk 0 Grafschaft Nassau-Weilburg
4 Innhaber Weillundt Graff Weickers von Leiningen gueter / zuo antworten dem 18 Grafschaft Leiningen-Leiningen
von Ripoltzkirch / vnd dem von Oberstein zuo Rixingen.
24 Walthassarn vnnd Weillund Graff Philipsen vonn Haimen / Herrn zu o 60 Grafschaft Hanau-Münzenberg
Müntzenpergk kinder vormünder.
4 Graff Khüen von Westerbergk 20 Grafschaft Leiningen-Westerburg
2 Graff Wilhelm von Wittigsteyg 8 Grafschaft Sayn-Wittgenstein
6 Graff Philips vnd Heinrich von Waldecken. 32 Grafschaften Waldeck-Eisenberg und
Waldeck-Wildungen
[38]
2 Herrn von Pleß 0
172 Summa 672
Stätt.

20 Basel 360 Basel


20 Muelhaußen 54 Mülhausen im Elsass
10 Colmar 78 Colmar
6 Kheyßerspergk 36 Kaysersberg
2 Thürckheim 18 Türkheim im Elass
0 Münster inn S. Joergenthal 44 Münster im Elsass
6 Obern Nehenheim 62 Oberehnheim
80 Straßburgk 450 Straßburg
2 Roßheym 18 Rosheim
14 Schlettstat 116 Schlettstadt
16 Hagenaw 72 Hagenau
Seite 11: Der vier Churfürsten am Rein kreyß
zuo Ross zuo Fuoss Wikipedia-Link
4 Weyssenburgk am Rein 44 Weißenburg (Elsass)
4 Landaw 44 Landau
6 Speyer 198 Speyer
20 Wormbs 156 Worms
40 Franckfurt 280 Frankfurt
0 Fridburgk 44 Friedberg
0 Wetzlar 62 Gießen
0 Metz 500 Metz
20 Ritterschafft des Schloß Fridburgk 90 Burg Friedberg
8 Ritterschafft des Schloß Geilhaußen 36 Pfalz Gelnhausen
14 Thull 122 Toul
28 Verdun 90 Verdun
4 Kauffmanßanprucken 18 Sarrebourg
41 Bisantz 116 Besançon
338 Summa 3108
Der vier Churfürsten am Rein Kurrheinischer Reichskreis
kreyß / Mentz / Coeln / Trier vnd Pfaltz / mit jren Landen vnd nachfolgenden Staenden
120 Mentz 554 Kurmainz
120 Coeln 554 Kurköln
120 Trier 554 Kurtrier
120 Pfaltz 554 Kurpfalz
2 Graff Philips zuo Nassaw zuo Bachelstein 8 Herrschaft Beilstein (zu Nassau)
4 Grauen von Newenaw 8 Grafschaft Neuenahr
4 Herrn von Reüfferscheidten 12 Herren von Reifferscheid[39]
2 Herrn von Reynecken 6 Herren von Rheineck
6 Balay zuo Coblentz 26 Ballei Koblenz

Seite 12: Niderlendisch vnnd Westuelisch Krayß


zuo Ross zuo Fuoss Wikipedia-Link
o
6 Abt zu Sant Maximian 44 Kloster St. Maximin Trier
4 Propst zuo Stoltz 12 Kloster Selz[40]
6 Statt Geilhaußen 60 Gelnhausen
4 Gerlach Herrn zuo Nydereissen 16 Grafen von Isenburg[41]
518 Summa 2408
Niderlendisch unnd West- Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
velisch Krayß.
36 Badeborn 68 Hochstift Paderborn
120 Lüttich 380 Hochstift Lüttich
100 Vtrich 410 Hochstift Utrecht
68 Münster 338 Hochstift Münster
44 Camerich 164 Hochstift Cambrai
12 Offenburcken 22 Hochstift Osnabrück
10 Werden 48 Hochstift Verden
12 Minden 30 Hochstift Minden
4 Weyden 26 Kloster Werden
4 Staibel 44 Kloster Stablo
8 Abt. zuo S. Cornelius Münster 90 Kloster Kornelimünster
4 Achternacht 36 Kloster Echternach
4 Churfan 18 Kloster Corvey
0 Herwerden 20 Stift Herford
4 Egsne 20 Stift Essen
90 Hertzog Hans zuo Gülchamberg 540 Herzogtum Jülich-Berg[42]
60 Hertzog Johans zuo Cleve vnd Marckt 540 Herzogtum Kleve[43]
16 Marggraff Bernhart zuo Baden zuo Lützelburg. 46 Herzogtum Luxemburg[44]
16 Graff Heynrich in Ostfrißlandt 90 Grafschaft Ostfriesland[45]
2 Graff Wilhelm von Nassaw zuo Thulberg 90 Grafschaft Nassau-Dillenburg[46]
Seite 13: Stett
zuo zuo
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Ross Fuoss
6 Graff Johann von Sam 26 Grafen von Salm-Reifferscheid[47]
4 Graff Philips von Virenberg 20 Grafschaft Virneburg[48]
2 Dietrich 54 Grafen von Manderscheid (Linie?)
8 Johans erben Graffen zuo Manderscheydt 26 Grafen von Manderscheid (Linie?)
2 Jacobs 8 Grafen von Manderscheid (Linie?)
8 Graff Johans zuo Widten/ vnd Her- zuo Runde 24 Grafschaft Wied mit Runkel
6 Wilhelm Herr zuo Murs herr zuo Rudenach 24 Grafschaft Moers (mit Herrschaft Rodemachern?)[49]
12 Jobst Herr zuo Prunnkost 54 Jobst von Bronckhorst[50]
12 Eberwin Graff zuo Weydheym 54 Grafschaft Bentheim [51]
4 Arnolt Graff zuo Steynfurt 18 Grafschaft Steinfurt
2 Inhaber Weyllund der von Birander güter 8 Grafschaft Pyrmont?
4 Graffen zuo Deckelpürcken 18 Grafschaft Tecklenburg
8 Graff Johan zuo Aldenpurg 60 Grafschaft Oldenburg
4 Herr Otto zuo Ridperg 54 Grafen von Rietberg[52]
4 Jobst Graff zuo Hatin 16 Grafschaft Hoya[53]
2 Friderich Graff zuo Diffult 8 Grafschaft Diepholz[54]
16 Schornburg und Ginaw 68 Grafschaft Schaumburg mit Herrschaft Gemen
4 Herr zuo Spigelberg 0 Grafschaft Spiegelberg[55]
2 Herrn von Wanneberg 12 Grafschaft Winneburg
8 Eberhart und Ruoprecht von der Marck Herrn zuo Arnburg 54 Grafen von der Mark-Arenberg
4 Chuno Graff zuo Fernburg Inhaber der Herrschaft Zimerauff 0 Herrschaft ?[56]
8 Simon Herr zuo der Lieb 36 Herrschaft Lippe[57]
774 Summa 3668
Stett.

6 Cöln 644 Köln


Seite 14: Ober Sächssisch kreyss
zuo Ross zuo Fuoss Wikipedia-Link
4 Ach 80 Aachen
10 Niderwesell 100 Wesel[58]
6 Thurn 40 Düren
4 Camerich 36 Cambrai
40 Dormündt 200 Dortmund
40 Sost 240 Soest
4 Paspergk 36 Duisburg?[59]
6 Serwerden 26 Herford?[60]
14 Brackhen 116 Brakel
6 Wartenbergk 44 Warburg
8 Leingaw 44 Lemgo
0 Werden 30 Verden (Aller)
148 Summa 1736
Ober Sächssisch Kreyss
120 Hertzog Hans von Sachßen Churfürst. 554 Kurfürstentum Sachsen[61]
120 Marggraff Joachim zuo Brandenburgk Churfürst. 554 Mark Brandenburg[62]
12 Meychßen Bischoff 12 Hochstift Meißen
12 Moerspergk Bischoff 72 Hochstift Merseburg
12 Nümburgk Bischoff 12 Hochstift Naumburg
10 Brandenburgk Bischoff 30 Hochstift Brandenburg
18 Hoffelsprugken Bischoff 66 Hochstift Havelberg
10 Libus 30 Hochstift Lebus
18 Caim 48 Hochstift Cammin
4 Salfelt Bischoff 26 Kloster Saalfeld
4 Ritterßhausen 20 Kloster Riddagshausen[63]
4 Walkenriedt 12 Kloster Walkenried
Seite 15: Stedt
zu Roß zu Fuß Wikipedia-Link
2 Abtissin zuo Quendelburg 20 Kloster Quedlinburg
2 Abtissin zuo Gemradt 20 Kloster Gernrode
90 Hertzog Georg von Sachsen / vnd sein zwehn Brüder. 416 Herzogtum Sachsen[64]
90 Hertzog vnd Bermin in Pomern 540 Herzogtum Pommern[65]
18 Alle Fürsten zuo Anhaldt 20 Fürsten von Anhalt
0 Ginther der aelter Graffen 28 Grafschaft Schwarzburg (Linie ?)
8 Ginther der jünger Graffen 20 Grafschaft Schwarzburg (Linie ?)
2 Heyntz Heynrich von Schwartzenburg 10 Grafschaft Schwarzburg (Linie ?)
20 Alle Grauen zuo Monßfeld 90 Grafschaft Mansfeld
6 Graff Bat von Stolburg 24 Grafschaft Stolberg[66]
2 Graff Reon von Hoensteyn 0 Grafschaft Hohnstein (Linie ?)
4 Graff Adam von Peüchlingen 0 Grafschaft Beichlingen[67]
4 Graff Ernst von Hoensteyn 16 Grafschaft Hohnstein[68]
6 Graff von Rapin. 24 Grafschaft Ruppin[69]
2 Graff von Bale [70] vnd Müllingen 8 Grafschaft Arnstein-Barby und Mühlingen
6 Alle Graffen von Gleich 26 Grafschaft Gleichen
2 Grauen von Rosenecken[71] 4 Graven Leisnig[72]
2 Grauen von Wildenfelß 4 Herren von Wildenfels
4 Herrn von Geraw 24 Herren von Gera
80 Hertzog Fridrich von Holsteyn 134 Herzogtum Holstein[73]
4 Grauen von Remstein 0 Grafen von Regenstein[74]
2 Grauen von Wunschdorff 8 Grafschaft Wunstorf[75]
700 Summa 2872
Stedt.
40 Lübecken 354 Lübeck[76]
40 Hamburg 240 Hamburg[77]
Dantzigk[78] Danzig
Elbing[79] Elbing
Seite 16: Burgundisch kreyss
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[80]
0 Mülhausen in Düringen 156 Mühlhhausen in Thüringen[81]
0 Morthausen[82] 156 Nordhausen[83]
0 Goßlar[84] 156 Goslar[85]
0 Gottingen[86] 156 Göttingen
80 Summa 1210
Burgundisch Kreyss mit Burgundischer Reichskreis
e
seinen Landen vnd nachfolgenden Sta nden.
240 Hertzog zu Burgundi mit seynem Fürstenthumb zuo dem Reych gehoerig. 1200 Herzogtum Burgund[87]
40 Nassaw Predaw 180 Nassau mit Breda
6 Herrn von Horn 44 Grafschaft Hoorn[88]
20 Herrn von Egmundth vnd Eyselsteyn. 50 Grafen von Egmond und Ijsselstein
[89]
0 Graff Oßwaldt von Berga 36
20 Herrn von Bergen vnd Wilden 134 Markgrafschaft Bergen und Walen
326 Summa 1644
zu Roß. zu Fuß.
6330 Summarum 35162
Seite 17: Nider Sächsisch Craiß

Nider Sächsisch Craiß vf dem Einfachen Römer Zug


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35 Konig In Dennemarck wegen Holstein Stormairn vnd 164 Herzogtum Holstein[90]
Dietmarschen
43 Ertzbischoff zu Magdenburg 196 Erzstift Magdeburg
36 Ertzbischoff zu Bremen 150 Erzstift Bremen
18 Bischoff zu Hildeßheim 80 Hochstift Hildesheim
5 Lubeckh Bischoff 0 Hochstift Lübeck
10 Schwerin Bischoff 10 Hochstift Schwerin
5 Razenburg Bischoff 15 Hochstift Ratzeburg
5 Schleßwig Bischoff 15 Hochstift Schleswig
12 Herzog von der Maß 135 vermutlich Herzogtum Bar[91]
8 Herzog Franz von der Laubenburg 30 Herzogtum Lauenburg[92]
45 Herzog Heinrich und Erich von Braunschweig 208 Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel und Fürstentum
Calenberg-Göttingen[93]
20 Herzog Ernst von Braunschweig und Lünenburg 120 Fürstentum Lüneburg[94]
5 Herzog Philips von Braunschweib[95] zu Grebenhagen 0 Fürstentum Grubenhagen[96]
40 Herzogen von Mechelburg 120 Herzogtum Mecklenburg
2 Graue von Reinstein 0 Grafen von Regenstein
1 Graueschafft Wunßdorff 1 Grafschaft Wunstorf[97]
21 Lubeckh Stett 177 Lübeck
20 Hamburg Stett 120 Hamburg
0 Mühlhaussen in Düringen Stett 40 Mühlhausen in Thüringen
0 Northaussen Stett 30 Nordhausen
0 Goßlar Stett 100 Goslar
Anmerkungen (Wikisource)
1. ↑ In der Matrikel von 1521: Sand Gilgen zu Nuremberg, Gilgen ist eine Variante von frz. Gilles = Ägidius
2. ↑ Hermann VIII. von Henneberg-Römhild (1488-1535)
3. ↑ Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen (1478–1559)
4. ↑ Albrecht III. von Hohenlohe-Neuenstein (1478-1551) und Georg I. von Hohenlohe-Waldenburg (1488-1551)
5. ↑ laut Reichsmatrikel von 1521 Grave Wolf von Hohenlohe, also Wolfgang von Hohenlohe-Weikersheim-Schillingsfürst (†
1545) – nicht etwa die Grafen Wolff von Metternich, die erst 1679 den Grafenstand errangen
6. ↑ Erben von Schenk Gottfried von Limpurg-Limpurg (Obersontheim) (1474–1530)
7. ↑ Schenk Georg von Limpurg? und Schenk Wilhelm von Limpurg-Gaildorf (1498–1552)
8. ↑ wohl Schenk Valentin II. von Erbach (1517–1563) und Schenk Eberhard XII. von Erbach (1475–1539)
9. ↑ Herrschaft Ehrenfels bei Regensburg, heute zu Beratzhausen, seit dem 14. Jh. Eigentum der Herren von Stauf
10. ↑ Freiherren (seit 1465) von Degenberg mit Stammsitz auf Burg Degenberg bei Schwarzach (Niederbayern), nach
Erlöschen 1602 an Bayern
11. ↑ Herrschaft Sulzburg-Pyrbaum, seit ca. 1350 (Obersulzbürg) bzw. 1403/1404 (Niedersulzbürg) Eigentum der Herren von
Wolfstein (seit 1523 Freiherren, ab 1673 Reichsgrafen), nach deren Erlöschen 1740 zu Bayern, heute Gemeindegebiet von
Mühlhausen (Oberpfalz)
12. ↑ Herren von Rogendorf mit Sitz Schloss Rogendorf in Pöggstall, Niederösterreich; Köblers lapidarer Eintrag Roggendorf
(Ort): R. in Niederösterreich erscheint in der Reichsmatrikel von 1521 (Hist. Lexikon der deutschen Länder, 1995)
erscheint nicht weiter erhellend.
13. ↑ Joachim von Hohenzollern (1485–1538, ab 1535 Graf) und die Kinder des verstorbenen Franz Wolfgang Graf von
Hohenzollern (1483/84–1517)
14. ↑ wohl Graf Friedrich von Löwenstein (1502–1540/41) und Graf Ludwig II. von Löwenstein (1498-1536), „Losenstein“
scheint hier ein Versehen zu sein (es gibt allerdings im Österreichischen Reichskreis in diesem Druck die
niederösterreichischen „Herren von Losenstein“, die auch in der Matrikel von 1521 auftauchen)
15. ↑ Um diese Zeit gehörte die Herrschaft Tübingen selbst zwar schon den Württembergern, aber die Grafen von Tübingen
gab es noch, da sie erst 1634 als in Vorderösterreich landsässige Herren der Burg Lichteneck im Breisgau ausgestorben
sind. In der Matrikel von 1521 als Graf von Tuwingen aufgeführt [1]
16. ↑ Graf Rudolf V. von Sulz (1493–1535), als Erbe der Freiherren von Brandis (siehe Lützelflüh)
17. ↑ eine Digitalisierte Ausgabe der Zimmerischen Chronik ist auf Wikisource verfügbar
18. ↑ laut Köbler noch 1343 ein Gutshof und vier Häuser, heute Stadtteil von Schelklingen
19. ↑ in Staufen im Breisgau, nicht verwandt mit den Hohenstaufen (Staufern)
20. ↑ mit Sitz auf Burg Falkenstein, heute Gemeinde Gerstetten
21. ↑ wohl Johann Dionys von Königsegg, Freiherr von Königseggerberg zu Achberg (1489–1545)
22. ↑ schwäbische, katholische Linie, mit Karl I. von Hohenzollern
23. ↑ 1811 aufgegangen in der neu gegründeten Stadt Friedrichshafen
24. ↑ mit Sitz in Heitersheim, damals Veit von Thümen (Amtszeit 1527–1544)
25. ↑ damals bereits seit 1507 mit Sitz in Bruchsal
26. ↑ Kloster St. Gregor in Münster im Münstertal (früher nach dem Kloster auch Gregoriental), Elsass
27. ↑ Johann II., Pfalzgraf und Herzog von der Pfalz-Simmern-Sponheim (1492–1557)
28. ↑ Ernst I. von Baden-Durlach (1482–1553)
29. ↑ seit 1444 bei Pfalz-Zweibrücken
30. ↑ Prinz René von Nassau, Prinz von Oranien (1519–1544), genannt „de Châlon“ nach seiner Mutter Claudia von Châlon
31. ↑ Graf Johann Ludwig der Ältere von Nassau-Saarbrücken (1472-1545)
32. ↑ Vormünder der Kinder der Grafen Johannes VII. von Salm-Kyrburg († 1531) und Philipp von Salm-Dhaun († 1521)
33. ↑ Grafen von Daun, Herren von Oberstein und Rixingen (evtl. ebenfalls Philipp Franz von Dhaun, Graf von Salm (1518–
1561), Sohn des Philipp von Salm-Dhaun († 1521)?)
34. ↑ heute Bitche, Lothringen; Graf Reinhard von Zweibrücken-Bitsch († 1532)
35. ↑ Graf Georg von Zweibrücken-Bitsch († 1559)
36. ↑ Inhaber waren die Grafen von Thierstein; mit Enßheim könnte Ober-Ehnheim (Obernai) gemeint sein
37. ↑ Herzog von Lothringen als Inhaber der Herrschaft Blankenberg (Blâmont)
38. ↑ Herrschaft Plesse bei Göttingen
39. ↑ Reifferscheid in der Eifel, heute Ortsteil von Hellenthal
40. ↑ in Seltz im Elsass
41. ↑ Gerlachscher Stamm des Hauses Isenburg, Linie Niederisenburg (Isenburg-Grenzau), erloschen 1664
42. ↑ Johann III. von Kleve
43. ↑ ebenfalls Johann III. von Kleve
44. ↑ Bernhard III. von Baden als Ehemann der Franziska von Luxemburg, Gräfin von Brienne und Luxemburg, der Tochter
des Grafen Karl von Luxemburg
45. ↑ Häuptling Enno II.
46. ↑ Wilhelm der Reiche
47. ↑ Johann von Salm-Reifferscheid, wegen der Herrschaft Dyck
48. ↑ Philipp III. von Virneburg-Saffenburg († 1534)
49. ↑ seit 1519 im Besitz der Grafen von Neuenahr; hier: Wilhelm von Neuenahr († 1551)
50. ↑ Graf Jobst (Joost, Josse) von Bronckhorst und Borculo (1505-1553), wegen der Grafschaft Anholt, der Grafschaft
Gronsveld und der Herrschaft Myllendonk
51. ↑ Evervin II. von Bentheim (1461?–1530)
52. ↑ Die Grafschaft Rietberg war seit 1456 dem Landgrafen von Hessen zu Lehen aufgetragen, die Grafen behielten jedoch
die Reichsstandschaft. Graf Otto III. von Rietperg regierte von 1516 bis 1535.
53. ↑ Graf Jobst II. von Hoya (1493–1545)
54. ↑ Graf Friedrich I. von Diepholz
55. ↑ bei Hameln mit Sitz in Coppenbrügge
56. ↑ Kuno von Virneburg († 1546), Matrikel 1521: „Inhaber Someruff“ ohne Namen
57. ↑ Simon V. von Lippe (1471–1536), seit 1511 Herr zur Lippe, seit 1528 „Graf und Edler Herr zur Lippe“
58. ↑ Reichsunmittelbarkeit strittig
59. ↑ wohl Schreibfehler für Dußberg o. ä.
60. ↑ wohl Schreibfehler für Herwerden (wie bei der Abtei auf S. 12)
61. ↑ Kurfürst Johann der Beständige (1468–1532)
62. ↑ Kurfürst Joachim I. (1484–1535)
63. ↑ In der Reichsmatrikel 1776 im niedersächsischen Reichskreis.
64. ↑ Herzogtum Sachsen, die albertinische Linie der Wettiner: Herzog Georg der Bärtige (1471–1539) und sein Bruder und
späterer Nachfolger Heinrich der Fromme (1473-1541). Ein „zweiter Bruder“ wäre nur der Deutschmeister Friedrich, der
aber bereits 1510 verstarb.
65. ↑ Georg I. (1493–1531) und sein Mitregent Barnim IX. (1501–1573)
66. ↑ Graf Botho zu Stolberg (1467–1538)
67. ↑ Adam von Beichlingen († 1538), siehe auch Eintrag in der ADB
68. ↑ Ernst V. von Hohnstein-Klettenberg (1477–1552)
69. ↑ seit 1524 zur Mark Brandenburg
70. ↑ handschriftlich korrigiert zu Barbi
71. ↑ handschriftlich verbessert zu „Leisenecken“
72. ↑ nach Verlust der Burggrafschaft Leisnig an die Wettiner noch Inhaber kleinerer Gebiete im Muldenland, starben 1538 aus
73. ↑ König Friedrich I. von Dänemark als Herzog von Holstein (siehe auch Seite 17)
74. ↑ siehe auch S. 17
75. ↑ siehe auch S. 17
76. ↑ siehe auch S. 17
77. ↑ siehe auch S. 17
78. ↑ handschriftlich ergänzt
79. ↑ handschriftlich ergänzt
80. ↑ von unbekannter Hand gestrichen
81. ↑ siehe auch S. 17
82. ↑ von unbekannter Hand gestrichen
83. ↑ siehe auch S. 17
84. ↑ von unbekannter Hand gestrichen
85. ↑ siehe auch S. 17
86. ↑ von unbekannter Hand gestrichen
87. ↑ damals bereits in in Besitz der Habsburger
88. ↑ spätestens ab 1614 zum Hochstift Lüttich gehörig und damit zum Niederrheinisch-westfälischen Reichskreis
89. ↑ Oswald Graf von dem Bergh (Oswald van den Bergh, 1517-1546)
90. ↑ König Friedrich I. von Dänemark in seiner Eigenschaft als Herzog von Holstein
91. ↑ damals bereits vereinigt mit Lothringen, nur nominell mit dem Reich verbunden, Zuordnung nach http://www.uni-
heidelberg.de/institute/fak2/mussgnug/reichsma.html (Nr. 72)
92. ↑ könnte sich auf Franz I. von Sachsen-Lauenburg (um 1510–1581) beziehen, der allerdings erst ab dem Tod seines Vaters
Magnus I. 1543 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg war
93. ↑ Heinrich II. „der Jüngere“ von Braunschweig-Wolfenbüttel (1489–1568) und Erich I. von Calenberg-Göttingen
94. ↑ Ernst I. „der Bekenner“ (1497–1564)
95. ↑ sic!
96. ↑ Philipp I. von Braunschweig-Grubenhagen (1476–1551)
97. ↑ damals im Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg-Calenberg, reichsunmittelbare Stellung unklar, taucht aber in
den Reichsmatrikeln 1521 und 1776 auf
Verzeichnuß / Deß Heyl: Römischen Reichs / Teutscher Nation
/ Hochlöblichster: Hoch: und Wol-löblicher Stände / nach
den Zehen Reichs-Craissen /
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[1]

Verzeichnuß
Deß Heyl: Römi-
schen Reichs / Teutscher Nation /
Hochlöblichster: Hoch: vnd Wol-löblicher Stände / nach
den Zehen Reichs-Craissen / samt jhrem Monatlich: Einfachen
Anschlag zum Römerzug; als vil man namlich in Schrifften
gefunden / vnd berichtet worden ist / nach dem gegenwärti-
gen Stande des Reichs / zusammen getragen;
Einen Reuter zu 12. vnd einen
Fußknecht zu 4. fl.
gerechnet.
Anjetzo wider duchsehen / vnd
zu dritten mal gedruckt
Im 1663. Jahr
[2] [3]
Eingang
Dieweil ein Zeit hero vil nachfragens vmb ein ordenliche Verzeichnuß deß H: Röm: Reichs Ständen / nach den Zehen Craisen /
gewesen: Als hat man dise / vnd zwar nicht vnersucht / zusammen tragen: Damit aber Niemanden an seinem Stande / wolher
gebrachten Sessions: oder Praecedenz: vnd Alternations: oder auch andern Rechten / Gerechtigkeiten / erlangten Freyheiten / vnd
Nachlaß & etwas praejudiciren (deßwegen man sich dann hiemit bester massen verwahren / vnd feyerlich bedingen thut) wollen vnd
sollen. Wie dann auch theils Stände / wegen vnterschiedlicher Herrschafften / andern bißweilen vor: bißweilen nachgehen: Auff
welches man aber allhie so genaw nicht gesehen: sondern / wegen mehrer Richtigkeit / die Herrschafften meistentheils zusammen
gesetzt / oder bey einander gelassen hat. Was die Sieben Reichs-Craisse / als den Nider: vnd Ober:Rheinischen / Ober: vnd Vnter-
Sächsischen / Fränkischen / Schwäbischen vnd Westphälischen / anbelangt: So ist der Anschlag auff 133 ½ Monat / für die
Schwedische Kriegs-Satisfaction[1], gerechnet / in der zu Nürnberg vnd Meyntz / Anno 1650. getrukter Repartition[2] [4] zwar zu
finden: Weilen aber nicht eines jeden gelegenheit ist / die grosse daselbst gesetzte Posten / was sich davon für einen Monat belauffen
möchte / außzurechnen: benebens auch daselbst etliche Stände / so sich in den vorhin außgegangenen Schrifften befunden /
außgelassen: Andern aber ihre vorhin gehabte quota, vnd zwar / wie leicht zu erachten / nicht ohne sonderbar erhebliche Vrsachen, als
beschehener anderwertiger Assignationen[3], oder Anweisungen; allbereit erlegter Gelter / strittig gemachten / oder / noch vor dem
nächsten Krieg / begehrter moderation, grossen seithero erlittenen Schäden / Armut / vnd dergleichen / geringert worden: Deßwegen
so hat man den Anschlag / wie solcher / vor wenig Jahren / noch gewesen / vnd zwar auf einen Einfachen Monat gerichtet; aber / wie
oben gemeldt / Niemands zu Nachtheil / allhie etwas setzen wollen. Wie dann in obernanten / zu Nürnberg den 25. Junij An. 1650 bey
den General-Frieden Executions angestellten Tractaten / gemachten Repartition, am ende / also stehet: Nach deme auch dise
Außtheilung vor die Königl: Schwedische Soldatesca, auff der Craiß angeben / alles ist eingericht / vnd calculirt worden; Wordurch
etliche Ständ über die Gebür beschwert / dargegen andere zu gering angelegt worden seyn möchten / welchem allem billich zu
remediren[4] / jetzt aber / ob periculum in mora, nicht hat geschehen können, sondern die versprochene repartitio den Herren Königlich
Schwedischen Plenipotentiarijs eylfertig extradirt[5] werden müssen: Als wird hiermit per expressum bedingt / daß dise Anlag / vnd
derselben Außtheilung / dem Heil: Römischen Reich / oder einem andern Craiß / [5] oder Stand / zu keinem Praejuditz gereichen /
sondern was dißmal zu vil / oder zu wenig angesetzt / oder nach gar praeterirt[6] worden / nach der bey nächstem ReichsTag /
ohngesäumt rectificirender Reichs-Matricul / gerestituirt, vnd bey den nächstfolgenden Reichs-Anlagen respective decurtirt, addirt,
vnd ersetzt werden soll. Biß hieher besagter Beschluß.
Sonsten wird nicht gezweifelt / daß theils leiden möchten / daß auch die Jährliche Gebür / so dem hochlöblichen Cammergericht zu
geben[7] / allhie mit eingebracht wurde: Weilen aber hierzu ein mehrer Bericht / als in den außgangenen Verzeichnussen zu finden /
erfordert wird: Als hat man es / damit kein Irrthumb begangen werden möchte / zu thun vnterlassen: sonderlich / weil der Thaler / als
solche Anlag gemacht worden / etwan vmb 69. Kreutzer / oder dergleichen geringen Werth / gängig gewesen; der jetzt an den meisten
Orten anderhalben Gulden gelten thut: vnd also / an statt hundert Thaler zu 69. Kr. gerechnet / oder 115 fl. jetzo man 150. vnd für 212
½ Thaler / dem gegenwertigen Werth nach / 318 fl. 49 Kr. zu erlegen hat; so damalen nur 244 fl. vnd etliche Kreutzer / gebracht
haben. Zumalen auch dise Anlagen auff 2. Zihl / namlich alle halbe Jahr zu Franckfurt / in beyden Messen / wie man berichtet / erlegt
werden. Wer nun ein Zihl für ein gantzes Jahr rechnen wolte / der wurde sich grob irren.
Hierauff nun folgen die Craisse ordenlich nach einander / Vnd zwar
[6]

Oesterreichischer Craiß.
Gibt alle Monat / dem Einfachen Anschlag nach / 120 zu Roß / vnd 554 zu Fuß / oder an Gelt 3656. fl.
Es werden aber / vnter solchem Craisse / verstanden alle dem Hochlöblichsten Hauß von Oesterreich zugehörige / auch vnter dessen
Landsfürstlichen Obrigkeit / vnd Schutz / gelegene / vnd sich befindende / Teutsche Lanschafften / Stiffter / Oerter / etc. vnd deren
Innhabere / es seyen gleich Bischöffe / Fürsten / Grafen / Herren / vnd Andere; welche / ob Sie gleich bey den Oesterreichischen
Landtägen erscheinen / keine Reichs-Stände seyn; oder einen besonderen Reichs-Anschlag haben: Ausser Trient / Brixen /
Kirchberg / vnd die Statt Costantz[8]: die zwar höchstgedachtes Hause auch eximiret; aber Sie gegen dem Reich absonderlich mit den
Anlagen vertrittet; Wiewol die Herren Bischöffe zu Trient vnd Brixen / jhr Gebür zu Vnterhaltung deß Cammergerichts zu Speyer /
selbsten jählich geben; auch Session, vnd votum[9] bey den Reichstägen: Sonsten aber Tyrol zum Schirm: oder Schutz-Herren haben.
Vnd an disem doppelten Churfürsten Anschlag der 120. zu R. vnd 554. zu F. oder den 3656 fl. gab weyland Kayser Rudolf der
Ander[10] / wegen Oesterreich / ein dritttheil: Ertz Hertzogs Ferdinanden Insprugg in Schwaben / vnd Elsaß etc. einverleibt war / auch
¹/₃ vnd dann Ertz Hertzog Ferdinand [7] zu Grätz / wegen Steyer / Kändten [11] / Crain / etc. deßgleichen 1/3. oder 40. zu Roß / 184 ²/₃.
zu Fuß / oder an Gelt 1218 fl. 40 Kreutzer.
Trient / gibt ferner vnd absonderlich / alle Monat 14. zu Roß / vnd 91. zu Fuß / oder an Gelt 532. fl.
Brixen / das Stifft / auch so vil: vnd werden beede / gegen dem Reich / mit solchen ihren Anlagen / von Tyrol / vertretten.
Kirchberg / Graffschafft in Schwaben / so der Zeit Gräflich-Fuggerisch / gibt 1. zu Roß / vnd 4. zu Fuß / oder 28. fl. so Tyrol auch
vertritt.
Costantz / die Statt / hat Monatlich dem Reich zu geben / 3. zu Roß / vnd 50. zu Fuß / oder an Gelt 236 fl.

II. Burgundischer Craiß


Im Jahr 1548. auff dem Reichstag zu Augspurg / hat Kayser Carl der Fünffte / die Niderlanden vnter einen Craiß gebracht / Ihn den
Burgundisch: Niderländischen genannt / vnd an das Römische Reich gebunden / also / daß Er von dem Reich solte beschützt werden;
hergegen aber so vil / als zween; vnd / wider den Türcken / so vil / als drey Churfürsten / das ist / 120. oder 180. zu Roß / 554. oder
831. zu Fuß / oder an Gelt 3656. vnd 5484. fl. alle Monat / einfach geben: jedoch keine privilegia behalten / vnd an die Reichs
Abschiede / vnd Ordnungen / [8] nicht gebunden seyn. Als aber / nach dises Keysers Absterben / bey Regierung seines Sohns / König
Philipsen deß Andern in Hispanien / der Niderländische langwürige Krieg sich erhoben; So hat es auch mit solcher Reichs-hülffe ein
andere Gestalt bekommen: Wie hievon beym Theodoro Reinkingk de Regim. secul. & Eccl: p. 351. deß letzten Abtrucks im Jahr 1651
vnd Limnaeo tom. 4. de J. publ. Imperij Romano-Germanici, p. 697. hievon zu lesen.

III. Der Nider-Rheinisch: oder Chur-Rheinische Craiß.


Den man sonsten gemeinlich gleich nach dem Oesterreichischen / vnd vor dem Burgundischen / zu setzen pfleget, vnd in welchem /
neben andern mehr Ständen deß H. Röm: Reichs / insonderheit die Vier Herren Churfürsten am Rhein / Meyntz / Trier / Cöln / vnd
Pfaltz / seyn: deren Monatlich Einfacher Anschlag vor dem nächsten Krieg diser gewesen als:
Meyntz / der gewohnlich Churfürsten Anschlag / namlich 60. zu Roß / vnd 277. zu Fuß / oder an Gelt Monatlich 1828. fl.
Trier / ist Anno 1545. vmb 20. zu Roß / vnd 93. zu Fuß / an dem besagten alten Churfürsten Anschlag / geringert worden; daß also
noch 40 zu Roß / vnd 184. zu Fuß / oder an Gelt [9] Monatlich 1216. fl. verblieben seyn: Wie dann auch so vil Wehnerus, Wurfbain,
vnd Reinkingh, setzen.
Cöln / der Ordinari / Churfürsten-Anschlag der 60. zu R. vnd 277. zu F. oder 1828. fl.
Pfaltz / auch so vil. Aber in der zu Nürnberg / wegen der Schwedischen Militiae Satisfaction Gelter / Anno 1650. gemachten
Repartition, werden Ihr Churfürstl. Durchleucht für 133 ½ Monat 122019 fl. assignirt , so da einen Monat 914 fl. vnd also den halben
Theil von dem alten Anschlag bringen. Hergegen die Ober Pfaltz dem Chur-Bayrischen Craiß zugetheilt worden: wie daselbst so wol
im Titul / als auch hernach am 13. Blat / hievon zu lesen.
Ausser diser Vier Herren Churfürsten / seyn in disem Nider Rheinischen Craisse auch nachfolgende Stände / als der
Herr Land-Commendator zu Coblentz / so ins gemein die Baley Coblentz genandt wird / vnd Monatlich angeschlagen ist auff 4. zu
Roß / 20. zu Fuß / oder 128. fl.
Probstey / Seltz / so da gibt 1.3. oder 24. fl. vnd welche vorhin Chur Pfaltz gegen dem Reich also vertretten hat.
Nassaw / Beylstein / 1. zu R. 2. zu F. oder 20. fl.
Arenberg / gefürste Graffschafft / ist vorhin Monatlich auff 2. zu Roß / vnd 6. zu Fuß / oder 48. fl. angeschlagen gewest, so / zu 133 ½
Monaten / brächte 6408. fl. darfür aber in der obbesagten Repartition 5408. fl. stehen. Mag aber villeicht / wie mit theils Namen
geschehen / auch in den Zahlen bißweilen ein [10] Druckfähler mit vntergeloffen seyn; weil man mit solchem Druck geeylet hat.
Rheinegg / Herrschafft am Rhein / von deren jetzigen Beschaffenheit Limnaeus tom. 4. de J. publ. p 536. zu sehen. Sie gibt Monatlich
1. zu Roß / oder 12. fl.
Nider-Eisenburg / oder Isenburg / Graffschafft / gibt Monatlich 2. zu Roß / 8. zu Fuß / oder 56. fl. Von Ober-Eisenburg sihe vnden
den Ober-Rheinischen Craiß.
Vnd dise Stände seyn in der besagten Nürnbergischen Repartition einkommen. Vor Jahren hat man zu disem hochlöblichsten Craisse
auch gerechnet die von Neuenar / von Reisserscheid / den Abbt zu. S. Maximin / vnd die Statt Gelnhausen.

IV. Der Chur-Bayrische Craiß.


Herr Maximilian / Pfaltzgraf bey Rhein / Hertzog in Ober vnd Nider Bayern / etc. hat auch vorhin / ehe die Chur-Fürstliche dignitet an
Ihre Durchleucht gelangt ist / den gewohnlichen alten Churfürsten Anschlag der 60. zu Roß / 277. zu Fuß / oder Monatlich an Gelt
1828. fl. getragen. Wie er aber ferners / wegen der Obern Pfaltz / so an Ihre Churfürstliche Durchleucht seithero kommen / gehalten
werden möchte: Davon wird etwan künfftig Bericht geschehen können.
[11] Saltzburg / Ertz-Bistum / 60. zu R. 277. zu F. oder 1828. fl.
Passau / Bistum / 18. 78. oder 528. fl.
Freysing / Bistum / 12. 80. oder 464. fl.
Regenspurg / Bistum / 8. 30. oder 216. fl.
Berchtolsgaden / Probstey / 2. 20. oder 104. fl.
Wald Sachsen Abtey / alter Anschlag ist 4. zu Roß / vnd 18. zu Fuß / oder 120. fl. Welchen auch noch Wehnerus vnd Reinkingk
behalten. Wie es aber der Zeit damit bewandt / darvon ermangelt eigendlicher Bericht.
Kaysersheim / oder Kayßheim / Abbtey / gibt Monatlich 4. zu R. 60. zu F. oder 288. fl.
S. Haimaran / Abbtey in Regenspurg / 2. 18. oder 96. fl.
Nidermünster / Aebtissin allda / 1. 3. oder 24. fl.
Obermünster / Aebtissin auch daselbst / deßgleichen so vil / oder 1. zu Roß / 3. zu Fuß; wie Reinkingk sagt. Andere haben 6. zu Fuß;
welche aber auch 24. fl. macht.
Newburgisch Fürstenthum / (Sultzbach mit eingeschlossen) gibt 20. zu Roß / 100. zu Fuß / oder Monatlich an Gelt 640. fl.
Leuchtenberg / Landgrafen / so vor wenig Jahren abgestorben / haben vorhin geben / 6. zu Roß / 14. zu Fuß / oder an Gelt 128. fl.
Hag / Graffschafft in Bayern / wird vom Herrn Churfürsten in Bayern / gegen dem Reich / Monatlich mit 4. zu [12] Roß / vnd 10. zu
Fuß / wie gedachter Reinkingk schreibet / oder an Gelt mit 88. fl. absonderlich vertretten.
Ortenburg / Grafe / gibt Monatlich 2. zu Roß / oder 34. fl.[12]
Stauff / am Regen / oder Ehrenfels / vertritt Pfaltz-Newburg / gegen dem Reich / mit 3. zu Roß / oder 36. fl. als welche Herrschafft /
durch Kauff / an Newburg gelangt ist.
Wolffstein / Freyherren zu Ober-Sultzburg / vnd Pyrbaum / geben Monatlich 2. zu Roß / vnd 4. zu Fuß / oder 40. fl.
Meichelrain / Freyherren zu Waldegg / etc. seyn auff 1. zu Roß / vnd 2. zu Fuß / oder 20. fl. angelegt.
Regenspurg / der Statt / alter Anschlag / den besagter Reinkingk noch behält / ist 10. zu Roß / 50. zu Fuß / oder 320. fl.
NB. Auff nächstem Reichstag zu Regenspurg / Anno 1641. haben die Herren Fürsten von Eggenberg / vnd Lobkowitz / sich auch in
disen Craiß begeben wollen. Es ist aber der Schluß / biß auff künfftigen Reichstag / verschoben worden.

V. Ober-Sächsischer Craiß
Deß Herrn Churfürsten zu Sachsen Monatlicher Anschlag ist 65. zu Roß / 301. zu Fuß / oder 1984. fl. Wegen [13] Assecurirten
Aembter / Weida / Sachsenburg / Arnshaug vnd Ziegenruck / geben Ihre Churfürstl. Durchl. vermög deß Naumburgischen Vertrags [13]
/ absonderlich / alle Monat 5. Reuter / vnd 20. Fußknechte / oder 140. fl. Item / wegen der Güter / so Dieselbe im Voigtland haben /
Monatlich 10. zu R. 46. zu F. oder 304. fl. Das übrige folget hernach.
Der Herr Churfürst zu Brandenburg gibt / dem alten Churfürsten-Anschlag nach / 60. zu Roß / 277. zu Fuß / oder Monatlich an Gelt
1828. fl.
Meissen / Merseburg / Naumburg vnd Zeitz /
Drey Bistümer / oder Stiffte / so der Herr Churfürst zu Sachsen / ein jedes / Monatlich mit 6. zu Roß / vnd 6. zu Fuß / oder 96. fl.
gegen dem Reich vertretten thut.
Camin / Bistumb in Pommern / gibt Monatlich 6. zu Roß / 28. zu Fuß / oder 184. fl. so der Herr Churfürst von Brandenburg anjetzo
vertritt.
Walkenried / Stifft / oder Abbtey / so jetzt das Hauß Braunschweig / als ein jmmerwehrendes Reichs-lehen hat / gibt Monatlich 2. zu
R. 6. zu F. oder 48. fl.
Quedlinburg / gefürste Aebtissin / gibt einen Monat 1. zu R. 10. zu F. oder 52. fl.
Gerenrode / oder Geringerode / gefürste Aebtissin / 1. 6. oder 36. fl. Welchen Anschlag die Fürsten von Anhalt erlegen.
[14] Sachsen-Altenburg / gibt Monatlich an Gelt 228. fl. vnd wegen der Coburgischen Pfleg / 105. fl. 20. Kr.
Sachsen-Weymar / 219. fl. 20. Kr.
Sachsen-Gotha / auch 219. fl. 20. Kr.
Summa 772. fl. Vnd so vil belaufft auch der alte Anschlag / in deme / vor disem / Coburg / vnd Eisenach / 10. zu Pferd / 49. zu Fuß:
Weymar vnd Altenburg aber 15. zu Pferd / vnd 69. zu Fuß / geben haben.
Pommern / Vorder vnd Hinder / geben dem alten Anschlag nach / zusammen 34. zu R. vnd 200. zu F. oder an Gelt 1208. fl. Welchen
Anschlag der Zeit die Cron Schweden vnd der Herr Churfürst zu Brandenburg / als jetzige deß Landes Innhabere / (weil die Herzogen
in Pommern abgestorben) nach dem Sie sich pro rata verglichen / oder noch vergleichen werden / zu erstatten haben. Das Bistumb
Camin aber ist / wie allbereit oben einkommen / absonderlich zu vertretten.
Anhaltische Fürsten / so vnterschiedlicher Linien / vnd Hofhaltungen / ins gesamt / einen Monat 9. zu Roß / 20. zu Fuß / oder an Gelt
188. fl.
Reussen / Herren von Plauen / zu Gera / oder Gerau / vnd Schletz / 2. 12. oder 72. fl.
Herren Reussen zu Grätz / oder Graitz / vnd Cranichfeld 1. 3. oder 24. fl.
Schwartzenburg / Viergrafen des H. Röm: Reichs / alle Monat mit einander 7. zu R. 29. zu F. oder 200. fl.
Manßfeld / Graffschafft / ins gesambt 10. 45. oder 300. fl. davon Wehnerus den Grafen von Mansfeld / wegen [15] ihrer noch
inhabenden Güter /120. fl. gerechnet: das übrige am Anlag müsten die Andere Besitzer diser Graffschafft erlegen.
Stollberg / Grafen am Hartz / 3. 12. oder 84. fl. daran / wie man findet / die Herren Grafen drey viertheil / vnd Chur-Sachsen ein
viertheil bezahlen; daß also den Herren Grafen davon 63. fl. gebührten.
Hohenstein / oder Honstein / Grafen / auch am Hartz / so verwichener Zeit gantz abgestorben / haben Monatlich geben 2. zu Roß / 8.
zu Fuß / oder 56. fl. So weit / als solche Graffschafft ein Halberstättisch Lehen / vnd in den zweyen Aembtern Lor vnd Klettenberg
bestehet / gehöret sie / der Zeit / vermög General-Frieden-Schlusses / dem Herrn Churfürsten von Brandenburg: die übrigen Güter / so
Sächsisch Lehen / sollen / wie man berichtet / die Grafen von Schwartzenburg / vnd Stollberg / innen haben.
Beuchlingen / alte Graffschafft in Thüringen / gibt Monatlich 2. zu Roß / oder 24. fl. die / an statt der Innhaber / namlich der Herren
von Werthern / Chur-Sachsen erlegt.
Barby / vnd Mülingen / Grafen / geben Monatlich 1. zu R. 2. zu F. oder 20. fl.
Leißnick / ein Chur-Sächsische Herrschafft / die aber absonderlich / gegen dem Reich / mit 1. zu R. vnd 2. zu F. oder 20. fl. Monatlich
vertretten wird.
Wildenfels / ein Herrschafft im Voigtland / so zwar den Grafen von Solms / auff Sonnenwalde / in der Laußnitz / zuständig ist: aber
auch / an ihrer statt / Chur-Sachsen mit 1. zu R. vnd 2. zu F. oder 20. fl. gegen dem Reich vertretten thut.
[16] Schönburg / Freyherren / Herren zu Glaucha / vnd Waldenburg / geben dem alten Anschlag nach / 2. zu Roß / vnd 4. zu Fuß /
oder an Gelt 40. fl.
Tautenberg / Schencken in Thüringen / seyn Anno 1640. gar abgestorben. Ihr Monatlicher Reichs-Anschlag war 1. zu R. 2. zu F. oder
20. fl. so aber Chur-Sachsen vertretten hat.
Vber diese Chur: Fürsten / Grafen vnd Herren / auch die Stiffter / so in der Nürnbergischen Reparation einkommen / haben sich
vorhin noch mehrere befunden; Als / die Bistümer Brandenburg / Havelberg / vnd Lubus; die aber Chur Brandenburg / sampt der
Graffschafft Rupin / schon vor langsten / sine onere eximirt hat; Item das Stifft Salfeld in Thüringen / dessen alter Anschlag ist / 2. zu
Roß / 13. zu Fuß / oder 76. fl. nacher Altenburg der Zeit gehörig. Item / die Graffschafft Gleichen / deren Herren nunmehr gantz
außgestorben / vnd ihretwegen vor disem Monatlich geben worden 3. zu R. vnd 13. zu F. oder 88. fl. Vnd dann die von Brandenstein /
Herren zu Ranis / deren alter Anschlag ist / 1. zu Roß / vnd 4. zu Fuß / oder 28. fl.

VI. Fränckischer Craiß


Bamberg / Bistumb / 30. zu Roß / 182. zu Fuß / oder 1088. fl. Monatlich einfach an Gelt.
[17] Würtzburg / Bistumb / 24. 208 oder an Gelt 1372. fl. Absonderlich gibt der Herr Bischoff / wegen der zwey Dörffer Gochsheim /
vnd Sentfeld / in der Nürnbergischen Repartition, die Mayndörffer genandt / so dises Stifft von der Statt Schweinfurt bekommen / vnd
deßwegen Anno 1604. von selbiger Statt Quota, wie Limnaeus tom. 4. p. 478. berichtet / 5. zu Fuß über sich genommen / Monatlich
20 fl.
Andere dises Stiffts Anschläge / wegen Henneberg vnd Reichelsberg / folgen hernach:
Aichstätt / Bistum / 20. 132. oder 768. fl.
Teutsch Meisterthum / 19. 55. oder 448. fl.
Brandenburg-Culmbach vnd Onoltzbach / so man gemeinlich das Burggrafthum Nürnberg nennet / zusammen 24. zu Roß / 156. zu
Fuß / oder 1932. fl. daran jede Lini / oder jeder regierender Herr Marggraf / den halben Theil / namlich 17. zu Roß / vnd 78. zu Fuß /
oder an Geldt 516. fl. erstattet.
Henneberg / gefürste Graffschafft / gibt Monatlich ins gesamt 15. 44. oder an Gelt 356. fl. Daran erlegen / wegen der
Schleusingischen Lini / das Stifft Würtzburg 1. zu Roß / vnd 1. zu Fuß: Die Chur: vnd Fürsten zu Sachsen 7. 20. Der Landgraf zu
Hessen Cassel / 1. 3. Vnd wegen der Romhilder-Lini / Würtzburg 1. zu R. vnd 2. zu Fuß. Chur: vnd Fürsten zu Sachsen / Dreßden /
Weinmar / etc. 2. zu R. 8. zu F. vnd Sachsen-Coburg / jetzt Altenburg / 3. zu Pferd / 10. zu Fuß.
Castell / Grafen / geben Monatlich 1. zu Pferd / 4. zu Fuß / oder 28. fl.
Wertheim / Grafen / 5. 25. oder 160. fl.
[18] Reineck / Graffschafft in Francken / deren alte Herren außgestorben; vnd jetzt Chur Mayntz das meiste daran hat / ist auff 2. zu
Roß / vnd 10. zu Fuß / oder 64. fl. belegt worden.
Hohenlohe / Grafen vnterschiedlicher Linien / geben sammentlich alle Monat einfach 8. zu Roß / 40. zu Fuß / oder 256. fl.
Raigelsperg / oder Reichelsperg / ist zwar ein Würtzburgische Herrschafft / die aber absonderlich gegen dem Reich / mit einem zu
Roß / vnd 4. zu Fuß / oder 28. fl. Monatlich vertretten wird.
Erbach / Graffschafft / gibt 2. zu Roß / 8. zu Fuß / oder 56. fl.
Limpurg / Semperfreyen / etc. Speckfelder Lini / 2. zu R. 7. zu Fuß / oder 52. fl. Gaildorffer Lini / 2. zu R. 10. zu F. oder 64. fl.
Schwartzenberg / Grafen in Francken / 1. 3. oder 24. fl.
Seinßheim / Freyherren / 1. 4. oder 28. fl.
Nürnberg / Statt / 40. zu R. 250. zu F. oder an Gelt Monatlich 1480. fl.
Rotenburg / an der Tauber / 10. 65. oder 380. fl.
Winßheim / 4. 30. oder 168 fl.
Schweinfurt / gibt jetzt 4. zu R. vnd 25. zu Fuß / oder 148. fl. nach dem / wie oben bey Würtzburg gesagt worden / selbiges Stifft 5. zu
Fuß / oder 20. fl. von diser Statt übernommen hat.
Weissenburg am Nordgöw / 3. 16. oder 100. fl.
[19] NB. Vorhin gehörte auch zu disem Craisse / das Stifft oder Adeliches Collegium Chomberg / dessen Anschlag 1. zu Roß / vnd
13. zu Fuß / oder 64. fl. Monatlich gewesen / ehe Würtzburg solches den 15. Septembris Anno 1587. per Sententiam sine onere
eximirt hat. Also hat die Statt Nürnberg Anno 1567. den 27. Octobris, durch Cameralischen Außspruch / die Abbtey S. Aegidij für
frey erlangt / die vorhin 1. zu Roß / vnd 7. zu Fuß / geben hat. So wirdt das Closter Heilsbrunn von Onoltzbach sine onere eximirt, das
/ wie einer berichtet hat / vorhin auff 2. zu R. 10. zu Fuß / oder / wie Wurffbain sagt / auff 1. zu Roß / 13. zu Fuß / angelegt gewesen
ist.

VII. Schwäbischer Craiß.

Geistliche.
Costantz / Bistum / gibt Monatlich eifnach 7. zu Roß / 30. zu Fuß / oder an Gelt 204. fl. Vnd / wegen deß Closters Reichenaw /
absonderlich 2. 4. oder 40. fl.
Augspurg / Bistum / 21. 100. oder 652. fl.
Kempten / gefürste Abbtey / 6. 20. oder 152. fl.
Elwangen / gefürste Probstey / 5. 18. oder 132. fl.
Lindau / gefürste Aebtissin / 5. zu Fuß / oder 20. fl.
[20] Buchau / gefürste Aebtissin / 2. 6. oder 48. fl.
Salmonsweil / Abbtey / 4. 67. oder 316. fl.
Weingarten / Abbtey / 4. 18. oder 120. fl.
Ochsenhausen / Abbtey / 4. 20. oder 128. fl.
Gengenbach / Abbtey / 1. 3. oder 24. fl.
Elchingen / Abbtey / 3. 13. oder 88. fl.
Yrsin / Abbtey / 14. zu Fuß / oder 56. fl.
Auersperg / Vrsperg / Abbtey / 10. zu Fuß / oder 40. fl.
Rockenburg / Abbtey / 2. 10. oder 64. fl.
Münchrot / Abbtey / 1. 8. oder 44. fl.
Schussenried / Abbtey / 2. 14. oder 80. fl.
Weissenau / oder Minderau / Abbtey / 2. 14. oder 80. fl.
Marchthal / Abbtey / 2. 5. oder 44. fl.
Petershausen / bey Costantz / Abbtey / 6.[14] oder 24. fl.
Wettenhausen / Probstey / 1. 3. oder 24. fl.
Baindt / Abbtissin / 3. zu Fuß / oder 12. fl.
Heppach / Heegbach / Abbtissin / 5. zu F. oder 20. fl.
Guttenzell / Abbtissin / auch 5. zu Fuß / oder 20. fl.
Rottenmünster / Abbtissin / 1. 4. oder 28. fl.
Weltliche
Würtenberg / Hertzog / sampt Mümpelgart / 60. 277. oder 1828. fl.
[21] Baden / Durlach / an Gelt 452. fl. als / wegen der halben Marggraffschafft Baden 264. fl. wegen Hochberg / Röteln / vnd
Sausenberg 188. fl.
Baden / zu Baden / an Gelt 248. fl.
Thut zusammen 736. fl. so die Herren Marggrafen zu baden zum Schwäbischen Craiß zu erlegen haben. Sonsten ist ihrer
sammentlicher Reichs-Anschlag 38. zu R. 103. zu F. vorhin gewesen / so da machen 868. fl. Daher das übrige zum Ober-Rheinischen
Craisse / davon hie unten / wegen der Graffschafft Spanheim / gelifert wird.
Hohen-Zollern / Fürsten / wegen Hechingen vnd Haigerloch / 6. zu R. 20. zu F. oder 152. fl. Wegen der Werdenbergischen Güter /
vnd Sigmaringen / findet sich ein Anschlag auff 4. zu R. vnd 22 ½ zu F. namlich so vil / als bey Fürstenberg / wegen Werdenberg. Es
ist aber die Graffschafft Veringen strittig / vnd liset man / daß Anno 1588. dem Reich allein Sigmaringen zugesprochen worden. In
der offt angezogenen Nürnbergischen Repartition, stehet nur der oben vermeldte erste Anschlag / namlich die 152. fl. daran (ad
interim, absque tamen praeiudicio petiorij & possessorij ordinarij) der Zeit geben sollen / Hechingen 95. Haigerloch 57. fl.
Alschhausen / Land-Commendator, wegen der Balley Elsas / etc. 3. 31. oder 160. fl.
Montfort / Graffschafft / 3. zu R. 20. zu F. oder 116. fl. Daran geben die Herren Grafen von Montfort / wegen Tetnang vnd Argen / 2.
11. oder 68. fl. Die von Königsegg / wegen Rotenfels / so Sie von denen von Montfort erkaufft / 1. 7. oder 40. fl. [22] vnd die Herren
Fugger / wegen Wasserburg / so Sie auch von Ihnen bekommen / 2. zu Fuß / oder 8. fl.
Fürstenberg / wegen der Landgraffschafft Varz / vnd Küntzgerthals / 6. 30. oder an Gelt 120. fl. Wegen deß halben Theils der
Werdenbergischen Güter / Heiligenberg / Jungenau vnd Trochtelfingen / 4. 22. ½. oder 138. fl. Wegen der Herrschafft Gundelfingen /
oder Neüfern / Haingen / 2. 2. oder 32. fl.
Andere diser Herren Grafen Anschläge folgen hernach:
Oetingen / Grafen geben mit einander / 8. 45. oder 276. fl. nämlich jede Lini / als Oetingen zu Oetingen / vnd Oetingen zu Wallerstein
/ den halben Theil / oder 138. fl. namlich (ad interim) Wallerstein 97. fl. 40. Kr. vnd Spielberg 40. fl. 20. Kr.
Wisensteig / weiland Gräflich Helffensteinische Herrrschafft 2. zu Roß / oder 24. fl. so die jetzigen derselben Innhaber zu erstatten.
Zimmern / Graffschafft / 2. 9. oder 60. fl. daran gibt Meßkirch / so Fürstenbergisch / 30. fl. Der ander halbe Theil wird an die Statt
Rotweil begehrt.
Lupfen / Graffschafft / 4. 18. oder 120. fl. daran seithero deß 1613. Jahrs sollen erlegt haben / Sultz 6. fl. Stülingen 18½. Heben oder
Engen 70. fl. vnd das Closter S. Blasij / wegen Bondorff / 25½. fl. Sonsten der besagten weiland Lupfischen Herrschafft Heben / oder
Hewen / darinn gemeldtes Stättlein Engen ligt / Anschlag / nur 1. zu R. vnd 4. zu F. [23] gewesen; So jetzt / sampt der
Landgraffschafft Stülingen / Fürstenbergisch ist.
Mindelheim / Herrschafft / so der Herr Churfürst in Bayern / etc. gegen dem Schwäbischen Craisse vertritt / mit 3. 10. oder 76. fl.
Sultz / Grafen / haben vorhin wegen des Kleckglöws / geben 2. 9. Wegen der Brandeissischen Güter aber / oder Herrschafften / als
Vadutz / Blumenegg / vnd Schellenberg / 1. 6. vnd wegen der Herrschafft Tüngen 1. zu Roß / so zusammen gebracht hat 108. fl.
Daran Sie / die Herren Grafen von Sultz / wegen deß Kleckglöws / noch newlich / so vil man Nachrichtung hat / bezahlt 60. fl. wegen
Tüngen / Hohen Zollern / Sigmaringen / wegen
Wöhrstein - - - 7. fl. 12 Kr.
Mühlingen - - - 2. 38.
Mauhenheim / Fürstenberg
Baar - - - - 1. 41.
Dettensee / Herr Obrist Keller - - - 29.
S. 12. fl.
Weingarten / wegen der erkaufften Brandeissischen Herrschafft / Blumenegg / oder Blumegg / 18. fl. Vnd Hohen-Embs / wegen auch
den Herren Grafen von Sultz aberkaufften Brandeissischen Herrschafften Vadutz / vnd Schellenberg / 18. fl. [24] Waldburg / Erb-
Druchsessen / geben sammentlich von ihren Gütern (darunter auch etliche Sonnenbergische begriffen) an Gelt 312. fl. (so man auff
11. zu Roß / vnd 45. zu Fuß / rechnen möchte.) Daran bezahlt die Lini zur
Scheer - - - - 144
namlich Scheer 96. vnd Trauchburg 48.
Zeil / vnd Wolffeck - - - 144
wegen Marstetten / so vorhin Königseggisch gewesen / - - - - 24
Summa 168. fl. daran gibt Zeil 62. vnd Wolffeck 106
Summa 312. fl.
Königseck / Grafen / wegen der Herrschafft Aulendorff / 1. zu R. 3. zu F. vnd wegen der Herrschafft Königs-Eckerberg / 5. zu F. thut
an Gelt zusammen 44. fl. Ihr Anschlag / wegen Rotenfels / stehet oben bey Montfort.
Grafenegg / vnd Eglingen / Freyherren / 1. 2. oder 20. fl.
HohenEmbs / Grafen / derer Monatlicher Anschlag an Gelt ist 24. fl. Was Sie wegen Vadutz / vnd Schellenberg / zu geben / das stehet
oben bey Sultz.
Eberstein / Grafen / 4. zu Fuß / oder 16. fl.
Fugger / Grafen / 4. 15. oder 108. fl. als / die Marx Fuggerische Lini / wegen
Gablingen vnd Lauterbronn 10. fl. 7. Kr. 2. Heller
Norndorff - - - - 5. 41. 4.
Oberndorff - - - - 6 33. [25]
Hanß Fuggerische Lini / wegen Kirchheim - - - 18. fl. Kr. Heller.
Mihlnhausen - - - 12. 48. 3.
Glätt - - - 12. 48. 3.
Jacob Fuggerische Lini / wegen Babenhausen - - - 17. fl. 21. Kr. 5. Heller.
Kettershausen / Boos vnd Bläs 16. 2.
Kettenbach / vnd Willenburg 8. 37. 7.
Die Graffschafft Kirchberg vertritt Oesterreich gegen dem Reich; davon oben im Oesterreichischen Craiß. Wasserbug ist hie oben bey
Montfort einkommen: Die andern Fuggerischen Güter sollen mit der Reichs-Ritterschafft contribuiren; so vil deren in Schwaben
ligen.
Justingen / Herrschafft / 5. zu Fuß / oder 20. fl.
Rechberg / Grafe / ist Anno 1638. interimsweise / wegen Iler Aichheim / vnd Hohen Rechberg / auff 20. fl. angeschlagen worden.
Geroltzegg / Freyherren / so nunmehr gantz abgestorben seyn / haben geben 1. zu Pferd / 2. zu Fuß / oder 20. fl. Vnd solcher
Anschlag ist noch Anno 1650. in der Nürnbergischen Repartition einkommen.
Augspurg / die Statt / 25. 150. oder an Gelt Monatlich 900. fl.
Vlm / auch so vil.
Eßlingen / 5. 40. oder 220. fl.
Reutlingen / 3. 38. oder 188. fl.
Nördlingen / 5. 50. oder 260. fl.
Hall / 293. fl. 20 Kr. [26]
Yberlingen / - - - 6. 60. oder 312. fl.
Rotweil / - - - 3. 61. oder 280.
Heylbronn / - - 4. 40. oder 208.
Gmünd / gibt an Gelt Monatlich 176.
Memmingen / 4. zu Roß / 50. zu Fuß / oder 248.
Lindaw / Statt 3. 40. 196.
Dünckelsbühel / - - 4. 40. 208.
Biberach / - - 3. 40. oder 196.
Ravenspurg / - - 3. 40. oder 196.
Kempten / Statt / - - 3. 30. oder 156.
Kauffbeuren / - - 2. 34. oder 160.
Weil / oder Weilerstatt / 1. 12. oder 60.
Wangen / - - - 2. 14. oder 80.
Isny / - - - 2. 14. oder 80.
Leutkirch / - 10. zu Fuß / - oder 40.
Wimpffen / - - 2. 14. oder 80.
Giengen / - - 1. 12. oder 60.
Pfulendorff / - - 2. 20. oder 104.
Aalen / - - - 1. 12. oder 60.
Bopfingen / - 6. zu Fuß / - oder 24.
Buchau / St. 2. zu Fuß / - oder 8.
Buchorn / - 5. zu Fuß oder 20.
Offenburg / - 30. zu Fuß / oder 120.
Gengenbach / - 15. zu Fuß / oder 60.
Zell am Harmenspach / oder Hamersbach / 10. zu Fuß / oder 40. fl. [27] NB. Vor Jahren seyn noch vil mehrere Stände dises Craisses
gewesen; die aber nichts mehr zu demselben contribuiren; vnd daher auch in der offtbesagten Nürnbergischen Repartition nicht zu
finden seyn; auch deßwegen allhie außgelassen werden.

VIII. Der Ober-Rheinische Craiß.


Wormbs / Bistum / 2. zu Roß / 13. zu Fuß / oder an Gelt 76. fl.
Speyer / Bistum / 18. 60. oder 456.
Straßburg / Bistum / 18. 100. oder 616.
Basel / Bistum / - 2. 15. oder 84.
Weissenburg / Probstey 2. 14. oder 80.
Odenheim / Stifft / 1. 7. oder 40.
Johanniter Meister / 10. 30. oder 240.
Fulda / gefürste Abbtey / 17. 50. oder 404.
Hirschfeld / Stifft / 2. 9. oder 60.
Murbach / Stifft / so daß Hauß Oesterreich vertritt / 6. 19. oder 148.
oder 28.
Münster / in S. Gregorien Thal / Abbtey / 1. 4.
[28]
Prumen / Abbtey im Ardenner-Wald / so Trier vertritt 1. 13. oder 64. fl.
Chur-Pfaltz / wegen eines Theils an der Graffschafft Spanheim / 3. zu R. 10. zu F. oder 76. fl. Baden / wirdt wegen diser
Graffschafft / in der Nürnbergischen Repartition, Monatlich bey die 152. fl. angeschlagen. Sihe oben / im Schwäbischen Craiß / (als
dahin sonsten die Herren Marggraffen gehören/) Baden; vnd die continuation Itinierarij Germaniae Zeilleri, cap. 1. num 18. p. 13.
Pfaltz Zweybrüggen / 10. 30. oder 240. fl.
Pfaltz Lautereck / 2. 4. oder 40. fl.
Hessen / Landgrafen / geben mit einander 50. zu Roß / 260. zu Fuß / oder an Gelt 1640. fl. Davon in der Nürnbergischen Repartition
1093. fl. 20 Kr. der Casselischen; vnd 546. fl. 40. Kr. der Darmstättischen Lini / zugerechnet worden.
Nassaw-Sarbrücken / vnd Lohr / befindet sich vor disem zu 6. 30. oder 192. fl. angeschlagen. Darbey auch Reinkingk noch verbleibet:
wiewol Wurffbain nur 144. fl. hat. In der dickerwehnten Nürnbergischen Repartition wird der Sarbrückische Anschlag getheilet / vnd
Nassaw-Sarwerden 80. fl. Nassaw-Sarbrücken aber 65. fl. 36. Kr. zugerechnet / so da machet 145. fl. 35. Kr. einen Monat.
Nassaw-Weilburg / 6. 30. oder 129. fl. Vnd so vil stehen auch in der Repartition. [29] Nassaw Wißbaden / 2. 10. oder 64. fl.
Wild- vnd Rheingrafen / 4. 12. oder 96. fl.
Reipoltzkirchen / (in der Repartition Reipoltzkirchen-Falkenstein) 1. zu R. 4. zu F. oder 28. fl.
Kriechingen / 2. 4. oder 40.
Salm / 1. 2. oder 20.
Hanau Lichtenberg / 6. 22. oder 160.
Hanau Münzenberg / 10. 30. oder 240.
Leiningen / Hartenberg / 3. 9. oder 72.
Leiningen / Westerburg / 2. 4. oder 40.
Falkenstein / Daun / 2. 4. oder 40.
Königstein / vor sich / (wie in der Repartition stehet: Andere aber geben es dem Grafen von Stollberg / vnd Königstein /) 20. fl.
Chur-Mayntz / wegen Königstein 80. fl.
Welches dann der alte Anschlag diser Graffschafft / namlich 4. zu Roß / vnd 13. zu Fuß ist.
Ober Isenburg / oder Eisenburg / vnd Budingen / Grafen 140. fl. Hessen-Darmstatt / wegen Isenburg / 28. fl. So dann den alten
Anschlag der 6. 24. oder 168. fl. diser Graffschafft machet. Von Nider-Isenburg S. den Nider-Rheinischen Craisse / eben.
Solms / Lich / vnd Laubach / 4. 24. oder 144. fl.
Solms / Münzenberg / oder Braunfels / 4. 18. oder 120. fl. [30] Witgenstein / oder Sain / vnd Witgenstein / (dann Sain auch unten im
Westphälischen Craisse besonders stehet) 1. 4. oder 28. fl.
Waldeck / 4. 18. oder 120. fl.
Pleß / Herrschafft / vertritt Hessen-Cassel / mit einem zu Roß / oder 12. fl.
Fleckenstein / vnd Tachstul / 1. 1. oder 16. fl.
Reichs-Stätte in disem Craisse seyn /
Kaysersperg / 2. zu Roß / 15. zu Fuß / oder 84. fl.
Türckheim / -- 5. zu Fuß / oder 20.
Münster / in S. Gregorien Thal / 12. zu Fuß / oder 48.
Ober-Ehenheim / 2. 14. oder 80.
Colmar / - - 4. 30. oder 168.
Straßburg / - 25. 150. oder 900.
Roßheim / - - 1. 3. oder 24.
Schlettstatt / 4. 24. oder 144.
Hagenau / - 6. 30. oder 192.
Weissenburg am Rheinstrom / 2. 22. oder 112.
Landau / 2. zu Roß / 18. zu Fuß / oder 96.
Speyer / - - 3. 60. oder 276.
Wormbs / auch so vil / - - oder 276.
Franckfurt / 20. 140. oder 800.
[31]
Friedberg / - - 12. zu Fuß / oder 48.
Wetzlar / - - 8. zu Fuß / oder 32.
NB. Das seyn nun die Stände / so in der vilgedachten Nürnbergischen Repartition, wegen der Schwedischen Satisfaction-Gelter /
Anno 1650. einkommen seyn: die man allhie / nach dem einfachen Monat / gesetzt hat.
Man hat aber / vor disem / zu solchem weitläufen Craisse / auch den Ertz-Bischoff / vnd die Statt / Bisantz: den Bischoff zu Sitten /
im Wallisser-Land: die Bischöffe zu Losanna vnd Genff: die Bischöffe zu Metz / Tull vnd Verdun (welche Stiffter / sampt ihren drey
Haupt-Stätten / nunmehr der Cron Franckreich gehören): die Hertzogen von Lothringen / vnd Savoia (welchen letzten Reinkingk noch
für einen richtigen Stand dises Craisses hält / vnd Ihme 1828. fl. assignirt): die Abtissin zu Kauffungen in Hessen: den Grafen zu
Bitsch: die Waldporten von Paffenheim / wegen Olbrück; die Herren von Oberstein: die Stätte / Basel / Mühlhausen im Sundgöw /
vnd Kauffmanns-Sarbrück / gerechnet.
IX. Westphälischer Craiß.
Paderborn / Bistum / 18. zu Roß / 34. zu Fuß / oder 352. fl. [32] Lüttich / Bistum / sampt den Stätten / Lüttich / Bullion / vnd
Mastricht / 50. 170. oder 1280. fl.
Münster / Bistum / nach dem moderirten Anschlag / 30. zu Roß / 118. zu Fuß / oder 832. fl.
Oßnabrück / Bistum / 6. 36. oder 216. fl.
Verden / Stifft / vnd Statt / 5. 15. oder 120. fl. so jetzt Weltlich / vnd der Cron Schweden gehörig.
Minden / vorhin Bistum / oder Stifft / jetzt auch ein Weltlich Fürstenthumb / Chur-Brandenburg zuständig / so mit der Statt Minden
gibt / 10. zu Roß / 16. zu Fuß / oder 184. fl.
Werden / Abbtey / 2. 6. oder 48. fl.
Stablo / oder Stabel / Abbtey / 2. 22. oder 112. fl.
S. Cornelij Münster / an der Inden / ein Meil Wegs von der Statt Aach / 12. zu Fuß / oder 48. fl.
Corbey / oder Corvey / Abbtey / mit der Statt Höxter / 3. 9. oder 60. fl.
Herforden / Abbtissin / 6. zu Fuß / oder 24. fl.
Essen / Abbtissin / mit der Statt / 2. 13. oder 76. fl.
Gülch / Cleve / vnd Berg / etc. seyn vor disem ins gesamt auff 70. zu Pferd / vnd 323. zu Fuß / oder an Gelt 2132. fl. Monatlich belegt
gewesen. In der oben offterwehnten Repartition werden auff die 133 ½ Monat / wegen Gülch / vnd Berg / oder Pfaltz-Newburg /
65794. fl. 18. Kr. für Cleve / vnd Marck / oder Chur-Brandenburg / 142311. fl. vnd für Ravenspurg 18975. fl. 14. Kr. gesetzt; so für
einen Monat nur bey die 1701 Gulden bringen thete. [33] Ost-Frießland / 6. 30. oder 192. fl.
Nassaw-Dillenberg / 10. 45. oder 300. fl. In der vorbesagten Repartition wird diser Anschlag in Sigen / Dillenberg / vnd Dietz (so /
wie auch Sigen / zum Dillenbergischen Ländlein gehörig) getheilet; Welche daselbst gesetzte 3. Posten gleichwol den obermeldten
Anschlag / wann die Summa durch 133 ½ dividirt wird / nicht erreichen.
Holtzapfel / wird zu 133 ½ Monat / in der gemeldten Repartition auff 2002. fl. 45. Kr. angeschlagen; aber darbey nicht gesetzt / wann
diser newe Stand / von dem in anderen Craiß-Verzaichnussen nichts zu finden / auffgenommen worden; oder was für eine Herrschafft
besitze; oder was es sonsten für eine Bewandtnuß habe.
Sayn / 4. 16. oder 122. fl. Einen andern Anschlag findest du oben im Ober-Rheinischen Craisse.
Bentheim / 6. 20. oder 152. fl.
Tecklenburg / so Bentheim vertritt / 3. 10. oder 76. fl.
Ritberg / 6. zu Roß / oder 72. fl.
Pirmont / 1. 4. oder 28. fl.
Oldenburg / vnd Delmenhorst / 10. zu Roß / 44. zu F. oder an Gelt 296. fl. Als / wegen Oldenburg 8. 30. Delmenhorst / vnd
Harbstetten / 2. zu R. 14. zu Fuß.
Hoya / 2. 8. oder 56. fl. So vom Fürstl: Hause Braunschweig / vnd / wegen eines Antheils / auch / mit etwas [34] wenigem / von
Bentheim vertretten wird; Davon die Nürnbergische Repartitio zu lesen.
Diffolt / 1. 4. oder 28. fl.
Schaumburg / Graffschafft / deren vorige Herren / wie auch die von Diffolt / Hoya / Pirmont / vnd Andere / abgestorben seyn / 6. 26.
oder 176. fl.
Lipp / Grafen / 4. 18. oder 120. fl.
Cöln / Statt / 25. 200. oder an Gelt 1100. fl.
Aach / 7. 30. oder 204. fl.
Dortmund / 7. 30. oder 304. fl.
Herforden / oder Heerwerden / Statt / 1. 15. oder 75. fl.
Vnd dise Stände seyn in der vil vnd offtgedachten Nürnbergischen Repartition (wiewol bei vilen weniger / als allhie stehet / auß
denen / sonders zweiffels oben im Eingang angedeuten Vrsachen) einkommen. Vor disem hat man zum Westphälischen Craisse auch
gerechnet die Bischöffe von Vtrecht vnd Camerach: den Abbt zu Epternach / oder Echternach: die Grafen / vnd Herren von Virneberg
/ Manderscheid / Widt vnd Runckel / Mörst / Brunkorst / Spiegelberg / Sommerauff / Winneberg / vnd andere mehr.
Vnd hat Steinfurt / so jetzt Bentheimisch / einen besondern Anschlag / namlich 2. zu Roß / 4. zu Fuß: vnd Spiegelberg / so
Pirmontisch gewesen / auch einen absonderlichen / namlich 2. zu Roß / gehabt. Vnd ist Winnenberg / vnd Beylstein / so einen zu Roß
geben; Item die von Widt / Grafen / vnd Herren zu Runckel / vnd Reichenstein / [35] deren Anschlag 4. 12. oder 96. fl. verwichener
Zeit / für gewisse Stände dises Craisses gehalten worden. So hat man auch vor Jahren darzu gesetzt / die Stätt Vnder Wesel / Söst /
Duyßburg / Brackel / Warberg / Lemgow / Werden / Deuren / oder Düren / vnd Camerach.

X. Nider-Sächsischer Craiß.
Ertz-Stifft Magdeburg / sampt den Stätten / gibt Monatlich 43. zu Roß / 196. zu Fuß / oder 1500. fl.
Ertz-Stifft / jetzt Hertzogthum Bremen / gibt an Gelt / wie es Wehneruns, vnd die Nürnbergische Repartitio, setzen / (dann die Statt
Bremen hie unten absonderlich kompt) 688. fl.
Halberstatt / vorhin Bistum / jetzt Chur-Brandenburg gehöriges Fürstenthum / 14. 66. oder 432. fl.
Hildesheim / Bistum / mit der Statt / 18. zu Roß / vnd 80. zu Fuß / oder 536. fl. So vermög jetztbesagter Repartition, der Bischoff zu
Hildesheim / vnd Hertzog Christian Ludwig zu Braunschweig / nach proportion der innhabenden Land / vnd Güter / zu erlegen. [36]
Lübeck / Stifft / 5. zu Roß / oder 60. fl. die gedachte Repartitio hat nur 36.
Schwerin / Stifft / jetzt Fürstenthum / Hertzog Adolph Friderichen von Meklenburg[15] gehörig / 3. zu R. 5. zu F. oder 56. fl. wie Einer
setzet. Wehnerus aber hat 80. fl. Wurffbain vnd Reinkingk 10. zu R. 30. zu Fuß / oder 160. fl. Dann es damit vor disem strittig
gewesen. In vilgemelter Nürnbergischen Repartition, zur Schedischen Satisfaction, seyn für einen Monat 96. fl. gesetzt worden.
Ratzenburg / Stifft / jetzt deßgleichen ein Fürstenthum / hochgedachtem Hertzog Adolph Friderichen gehörig / (Sihe das
Instrumentum Pacis Caesareo-Suecicae §. 12. in pr.[16]) ist Anno 1521.[17] auff 5. zu Roß / vnd 15. zu F. belegt; aber hernach auff
etliche Jahr geringert worden. Daher Wehnerus vnd Wurfbain 60. vnd die Repartitio nur 24. fl. setzen.
Braunschweig / Wolffenbüttelischen Theils / sampt der Statt Braunschweig / so Hertzog Augustus zu Braunschweig vnd Lüneburg[18]
erlegt / 686. fl.
Lüneburgisch Fürstenthum / mit der Statt Lüneburg / so Hertzog Christian Ludwig[19] zu entrichten / 720. fl.
Grubenhagisch Fürstenthum / mit der Statt Einbeck / so auch jetzt hochernandter Hertzog Christian Ludwig von Braunschweig vnd
Lüneburg zu bezahlen 60. fl.
Calenbergisch Fürstenthum / mit den Stätten Hannover / Göttingen / Nordheim / Hammeln / vnd andern / 686 fl. so sein Herr Bruder /
Hertzog Georg Wilhelm zu Braunschweig vnd Lüneburg[20] zu erstatten. Summa 2152 fl. so [37] den alten Anschlag macht / in deme
das samtliche Hauß Braunschweig / vnd Lüneburg / geben 70. zu Roß / 328. zu Fuß / oder 2152. fl. an Gelt; namlich die
Braunschweigische Lande / oder Fürstenthümer / Wolffenbüttel / vnd Calenberg / etc. 45. Reuter [21] / 208. Fußknechte / oder 1375. fl.
Grubenhagen 5. R. oder 60. fl. vnd das Fürstenthum Lüneburg 20. R. oder 120. F. oder 720. fl.
Andere Braunschweigische Anschläg / als / wegen deß Stifftes Hildesheim / vnd deß Stiffts Walkenriede / seyn hie oben / vnd im
Ober-Sächsischen Craisse einkommen.
Mecklenburg / Hertzogen / 40. 67. oder 748. fl. Daran gibt Hertzog Adolph Friderich zu Schwerin / den halben Theil / als 20. zu Roß /
33 ½. zu Fuß / oder 374. fl. vnd sein Herr Vetter Gustaph Adolph zu Güstrow[22] auch so vil.
Von den beeden Stifftern Schewerin / vnd Ratzenburg / ist hie oben Bericht geschehen.
Holstein / 40. 80. oder 800. fl. Welchen Anschlag der König in Dennemarck / vnd Hertzog Friedrich zu Holstein / auff Gottorff [23] / als
regierende Hertzogen in Holstein / zu erstatten haben.
Sachsen Lauenburg / 8. 30. oder 216. fl. so der Hertzog Augustus zu Sachsen / Engern vnd Westphalen [24] / richtig zu machen hat. [38]
Reinstein / Blankenburg / Graffschafft / 2. zu Roß / oder 24. fl. In der offtangezogenen Nürnbergischen Repartition stehet also:
Graffschafft Reinstein / Planckenburg / Herzog Augustus / vnd Hertzog Christian Ludwig zu Braunschweig / Lüneburg / gibt der Graf
von Tättenbach pro rata seinen Antheil / 3204. fl. namlich für 133 ½. Monat. Werden also / disem nach / hochgedachte Hertzogen
auch Theil an diser Graffschafft haben. Sonsten was wol vorernandter Herr Graf Wilhelm von Tättenbach / etc. Malteser Ritter / etc.
darvon besitzet / Halberstättisch Lehen ist.
Vnd wird in dem Instrumento Pacis Caesareo-Suecicae § 11. p. 56. also gelesen: Teneatur idem Dominus Elector (Brandenburgicus,
als dessen Durchleucht jetzt Halberstatt gehörig ist /) Comitem à Tattenbach in possessione Comitatus Rheinstein conservare,
eidemque investuram à Domino Archi-Duce, de consensu Capituli, concessam, renovare.
Lübeck / Statt / 2. zu R. 177. zu Fuß / oder 960. fl. In der Nürnbergischen vorbesagten Repartition ist nur der halbe Theil / namlich
480. fl. einkommen.
Bremen / Statt / 16. zu R. 32. zu F. oder 320. fl. so jetzt diser Reichs-Statt Anschlag ist.
Hamburg / 20. 120. oder 720. fl.
Goßlar / deren Statt Anschlag Einer auff 30. Fuß-Knechte setzet: Reinkingk aber / vnd Wurfbain / von 100. zu Fuß / oder 400. fl.
sagen. In nächsterwehnter Repartition stehen nur 60. fl. [39] Mühlhausen in Thüringen / 40. zu Fuß / oder 160. fl.
Nordhausen 20. (vor disem 30.) zu Fuß / oder 80. fl.
Ende.
Anmerkungen (Wikisource)
1. ↑ gemeint sind die Zahlungen für die Demobilisierung der schwedischen Truppen im Reich
2. ↑ Reichs-Friedens-Rezess vom 26. Juli 1650
3. ↑ Zuteilungen
4. ↑ heilen
5. ↑ ausliefern, aushändigen
6. ↑ auslassen, nicht erwähnen, übergehen
7. ↑ der sogenannte Kammerzieler
8. ↑ Konstanz
9. ↑ Sitz und Stimme
10. ↑ Rudolf II.
11. ↑ Kärnten
12. ↑ offenbar ein Druckfehler, wohl 24. fl.
13. ↑ Naumburger Vertrag
14. ↑ offensichtlich zu Fuß
15. ↑ Adolf Friedrich I.
16. ↑ siehe Westfälischer Friede, Vertrag von Osnabrück
17. ↑ siehe Reichstagsabschied von 1521
18. ↑ August I.
19. ↑ Christian Ludwig
20. ↑ Georg Wilhelm
21. ↑ Reiter, also zu Roß, wie es bisher bezeichnet wurde
22. ↑ Gustav Adolf
23. ↑ Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf
24. ↑ August von Sachsen-Lauenburg
Liste der Regimenter des bayerischen Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der bayerische Reichskreis bestand im Wesentlichen aus dem Kurfürstentum Bayern und dem Fürsterzbistum Salzburg. Hinzu
kamen die Hochstifte Passau, Freiburg und Regensburg und weitere kleine Reichsstände. Der Kreis war auch in unterschiedliche
katholische und lutherische Stände geteilt. Zudem führte die oftmalige Parteinahme Kurbayerns für das "reichsfeindliche" Frankreich
zu großen Spannungen mit dem habsburgtreuen Salzburg.
"von 1555" usw. Nummerierung nach Tessin[1] | * Gründung | † Auflösung | > Verbleib | = Doppelfunktion als stehendes Regiment
eines Reichsstandes
Infanterieregimenter
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1555 - Königsegg *1555†
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1596 - Gaisberg *1596 - †1597
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1601 - Gaisberg *1601†
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1601 (Salzburg) - Stadion *1601† > Salzburgisches Infanterieregiment von 1601
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Puech *1664†
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1664 (Salzburg) - Flettinger *1664† > Salzburgisches Infanterieregiment von
1664
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Freising *1664† >Salzburg
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1683 (Salzburg) - Rummel *1683 - 1684 Spilberg - †1688 > Salzburgisches
Infanterieregiment von 1683
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1689/2 - Spilberg *1689 - †1698
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1705 - Gemmingen *1705 - †1713
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1705 (Salzburg) - Grimming *1705 - 1707 Überacker - †1713 > Salzburgisches
Infanterieregiment von 1705
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1734/1 - Salzburg *1734 - †1735
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1734/2 - Lerchenfeld *1734 - †1735
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1757/1 - Kurbayern *1757 - †1763 = Kurbayerisches Infanterieregiment No. 6
von 1753/1 - Pechmann/Kurbayerisches Infanterieregiment No. 7 von 1753/2 - Holnstein (I. Bat.)
• Bayerisches Kreis-Infanterieregiment von 1757/2 - Salzburg *1757 - †1763 = Salzburgisches Infanterieregiment von 1757
- Orbes
Kavallerieregimenter
• Bayerisches Kreis-Kavellerieregiment Nicola (Höning) von 1664/1 - *1664†
• Bayerisches Kreis-Kavellerieregiment Walser von 1689/1 - *1689 - †1691
Siehe auch
• Liste der kurbayerischen Regimenter der Frühen Neuzeit
• Kurbayern
• Reichsarmee
• Bayerischer Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 89f.
Anmerkungen
1. ↑ Tessin 1986
Liste der Regimenter des fränkischen Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der fränkischer Reichskreis bestand aus den geistlichen Fürstentümern (Würzburg, Bamberg, Eichstätt), den Markgrafschaften
Brandenburg-Ansbach und -Kulmbach aber auch zahlreichen freie Reichsstädten, insb. Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber. Es
zählten aber auch zahlreiche kleinere Territorien zum Kreis. Die fränkischen Regimenter zählten zu den beständigen Truppen
innerhalb der Reichstruppen, trotz der großen territorialen und konfessionellen Zersplitterung. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg nahm
der fränkische Kreis Sachsen-Gothaische Truppen in den Sold, um seine Verpflichtungen zu erfüllen. Im Siebenjährigen Krieg
kämpfte der Kreis gegen Preußen - aber auch die würzburgischen und bambergischen Hausregimenter kämpften gegen Preußen. Mit
dem Verkauf von Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth durch den Markgrafen Karl Alexander an Preußen, stellte
Preußen ein Husarenregiment.[1]
Erläuterung der Systematik Die folgende Listung der Regimenter, einschließlich Jahreszahlen und Nummerierung erfolgt nach
Tessin[2]. Ergänzt wurde die Nummerierung der Infanterieregimenter mit Nr. 1-3 nach Bleckwenn [3]. Es folgen die Namen der
Regimentschefs bzw. der Name (ggf. Name des Kommandeurs). Bedeutung der verwendeten Zeichen: "*" = Gründung, "†" =
Auflösung, ">" = Verbleib, "=" = Doppelfunktion als stehendes Regiment eines Reichsstandes.
Nachhaltig bestehende Regimenter
Infanterie
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment No. 1 von 1681/3:
*1681 Philipp Heinrich von Andlau - 1684 Georg Eberhard von Hedesdorff - 1693 Johann Andreas Schnebelin - 1705
Johann Emmeran Emerich von Helmstätt - 1720 Hermann Friedrich von Hohenzollern [4] - 1723 Franz Friedrich Moeck -
1729 Johann Wilhelm von Tastung - 1734 Johann Sebastian Haller von Hallerstein [5] - 1745 Johann von Zehe - 1752
Georg Adam von Varell - 1765 Georg Christoph Ölafen von Schöllenbach - 1780 Anton Eberhard von Schertel - 1793†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment No. 2 von 1681/2:
*1681 Franz Jacob von Avila - 1682 Johann Wilhelm Köth von Wanscheid - 1688 Georg Hartmann von Erffa [6] - 1720
Adam Friedrich von Tresskau - 1732 Heinrich Philipp Höltzl von Stermstein - 1750 Johann Siegmund von Seybothen -
1752 Sylvius Christian von Ferntheil - 1759 Heinrich August zu Hohenlohe-Ingolfingen [7] - 1793†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment No. 3 von 1691/2:
*1691 Adam Heinrich von Schönbeck - 1701 Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach - 1703 Johann Friedrich Mohr
von Waldt - 1704 Georg Philipp von Boyneburg - 1732 Hellmuth Otto von Bassowitz - 1738 Friedrich Wilhelm von
Gudenus - 1757 Friedrich Johann Karl von Kronegk - 1765 Dominicus von Kerpen - 1783 Hermann Hieronymus Pez von
Lichtenhof - 1793†
Kavallerie
• Fränkisches Kreis-Kürassierregiment von 1681/1:
*1681 Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth - 1702 Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth - 1727 Albrecht Ernst
von Fechenbach [8] - 1734 Friedrich von Brandenburg-Bayreuth - 1763 Adam Friedrich von Tresskau - 1793†
• Fränkisches Kreis-Dragonerregiment von 1691/1:
*1691 Christoph Wilhelm von Aufseß [9] [10] - 1704 Heinrich Karl (Karl Siegmund) Freiherr von Bibra - 1733 Philipp
Caspar von Linsingen - 1757 Christian Friedrich Karl Alexander von Ansbach - 1793†
Kurzfristig bestehende Regimenter
Infanterie
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Johann Pleitner *1664†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1672/2 - Franz Jacob von Avila *1676†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1675/2 - Johann Karl von Thüngen *1676†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1692/2 - Herzog Heinrich (Mietregiment Sachsen-Gotha) *1692 - 1697 >
Sachsen-Gothaisches Infanterieregiment von 1692
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1703/1 - Hermann Friedrich von Hohenzollern *1703 - 1714†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1703/2 - Leberecht Gottlieb Janus von Erbstedt *1703 - 1708†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1703/3 - Paulus Tucher von Simmelsdorf *1703 - 1710 Jaxtheim - 1708†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1703/4 - Franz Anton von Dalberg *1703 - 1709 > Würzburgisches
Infanterieregiment von 1709 (Fürstbistum Würzburg)
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1793/1 - Johann Heinrich von Juliazy - 1793†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1793/2 - Rheingraf-Brigade - 1801†
• Fränkisches Kreis-Infanterieregiment von 1795 - von Riedel (Füsilierbataillon)- 1799 ? - 1801†
Kavallerie
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1595 - Georg Friedrich zu Hohenlohe [11] *1595†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1596 - Hans Clauss Russwormb [12] *1596†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1597 - Georg Friedrich zu Hohenlohe *1597†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1601 - Otto von Vohenstein *1601†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1664/1 - Johann Wilhelm Zobel zu Giebelstedt [13] *1664†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1672/1 - Friedrich von Brandenburg-Bayreuth *1676†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1675/1 - Wolf Peter von Oberndorff (Dragoner) *1676†
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1692/1 - Wengenheim (Dragoner) (Mietregiment Sachsen-Gotha) *1692 - 1697
> Sachsen-Gothaisches Kavallerieregiment von 1692
• Fränkisches Kreis-Kavallerieregiment von 1793 = Altpreußisches Husarenregiment H 10 (Preußen)
Siehe auch
• Reichsarmee
• Fränkischer Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
• Liste fränkischer Rittergeschlechter
Literatur
• Hans Bleckwenn: Reiter, Husaren und Grenadiere. d. Uniformen d. kaiserl. Armee am Rhein 1734. Harenberg, Dortmund
1979. ISBN 3883791253; S.17ff.
• Rudolf Endres: Der Fränkische Reichskreis, Haus der bayerischen Geschichte, Heft 29/03, Augsburg, 2004, das Heft ist als
PDF-Datei verfügbar: online Teil 1; S.13ff (Das Wehrwesen).
• H. Helmes: Kurze Geschichte der fränkischen Kreistruppen 1714-1756; in: Darstellung aus der Bayerischen Kriegs- und
Heeresgeschichte; Heft 16; München 1907.
• H. Helmes: Übersicht zur Geschichte der fränkischen Kreis-Truppen 1664-1714; in: Darstellungen aus der Bayerischen
Kriegs- und Herresgeschichte; Heft 14; S. 1-70.
• Karl August Freiherr von Soden: Nachricht von den Fränkischen Craistrouppen. Nebst einem Anhang von den
schwäbischen Creisregimentern; Nürnberg 1782.
• Bernhard Sicken: Das Wehrwesen des fränkischen Reichskreises (1681-1714); 2 Bände; Nürnberg 1957.
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 152ff.
Anmerkungen
1. ↑ Tessin 1986:154
2. ↑ Tessin 1986
3. ↑ Bleckwenn1979:25
4. ↑ siehe auch Stammliste der Hohenzollern
5. ↑ Familienartikel Haller von Hallerstein
6. ↑ Familienartikel Erffa
7. ↑ Familienartikel Hohenlohe (Adelsgeschlecht)#Grafen und Fürsten zu Hohenlohe-Ingelfingen
8. ↑ Familienartikel Fechenbach (Adelsgeschlecht)
9. ↑ Familienartikel Aufseß (Adelsgeschlecht)
10. ↑ siehe auch Christoph Erhard von Bibra
11. ↑ Familienartikel Hohenlohe (Adelsgeschlecht)#Grafen von Hohenlohe-Waldenburg
12. ↑ Familienartikel Rußwurm (Adelsgeschlecht)
13. ↑ Familienartikel Zobel (Adelsgeschlecht)
Liste der Regimenter des kurrheinischen Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der kurrheinische Reichskreis umfasste seit 1512 die vier rheinischen Kurfürstentümer Kurtrier, Kurpfalz, Kurmainz und Kurköln.
Kleinere Mitglieder waren die Territorien der Deutschordensballei Koblenz, das Herzogtum Arenberg, die Burggrafschaft Rheineck,
die Grafschaft Niederisenburg und die Herrschaft Beilstein. Der kurrheinische Reichskreis hatte im Kriegsfall ein Truppenkontingent
zur Reichsarmee zu stellen.
Regimenter Im Siebenjährigen Krieg 1757 bis 1763 waren die kurrheinische Truppen als Kreistruppen an der „Kaiserlichen
Reichsexekutionsarmee“ nicht beteiligt. Allerdings Die Truppen der vier kurrheinischen Territorien werden gesondert genannt:[1]
Infanterieregimenter
• Infanterie-Regiment Kurpfalz
• Infanterie-Regiment Kurmainz
• Leib-Regiment Kurköln
• Infanterie-Regiment Kurköln
• Infanterie-Regiment Kurtrier
Kavallerieregimenter
• Kürassier-Regiment Kurpfalz
Die 2. und 3. Eskadron des Reiter-Regiments Zweibrücken und die Oberrheinische Kreis-Eskadron wurden im
Siebenjährigen Krieg zum Kürassier-Regiment Kurpfalz zusammengefasst.
Siehe auch
• Reichsarmee
• Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 238ff.
• Winfried Dotzauer: Die deutschen Reichskreise in der Verfassung des alten Reiches und ihr Eigenleben. 1500–1806.
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989. S. 285ff. ISBN 3-534-04139-9 - S.322ff online-Version (Auswahl)
Einzelnachweise
1. ↑ Dotzauer 1989: 292
Liste der Regimenter des niederrheinisch-westfälischen
Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis bestand aus einer vielzahl von mittleren und kleinen Reichsständen. Der Kreis war
zudem in unterschiedliche katholische und lutherische Stände geteilt. Besonders schwierig war die Einbindung der brandenburgisch-
preußischen Territorien in die Kreisordnung. Der altpreußische Staat entzog sich schließlich ganz der Verantwortung des Kreises.
"von 1555" usw. Nummerierung nach Tessin[1] | * Gründung | † Auflösung | > Verbleib | = Doppelfunktion als stehendes Regiment
eines Reichsstandes
Infanterieregimenter
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1599 - Simon von der Lippe *1599 - †1599
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Johann Gottfried von Uffeln *1664 - Waldbott 1664 -
†1699
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1672 - Johann Emanuel Waldbott von Bassenheim *1672 -
†1679 (unklar)
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1702/1 - von der Velde *1702 - Mengersen 1713 - †1713
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1702/2 - Hennemann (Köln) *1702 - †1713
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1702/3 - Rosenzweig (Westerweld) *1702 - †1713
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1734/1 - von der Marck (la Marck) *1734 - †1734
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1734/2 - Johann Ludwig Adolf zu Wied-Runkel (Westerwald)
*1734 - †1734
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1734/3 - Lüninghausen *1734 - †1734 > Kurkölnisches
Infanterieregiment von 1734
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Infanterieregiment von 1734/4 - Hermann Werner von Schorlemmer (Paderborn)
*1734 - †1734 > Paderbornisches Infanterieregiment von 1734
Kavallerieregimenter
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Kavallerieregiment von 1664/1 - Lothar von Post zu Bosfeld *1664 - †1664
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Kavallerieregiment von 1703/1 - Venningen *1703 - †1713
• Niederrheinisch-westfälisches Kreis-Kavallerieregiment von 1703/2 - Hachenberg (Westerwald) *1703 - †1713
Siehe auch
• Reichsarmee
• Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 238ff.
• Winfried Dotzauer: Die deutschen Reichskreise in der Verfassung des alten Reiches und ihr Eigenleben. 1500–1806.
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989. S. 285ff. ISBN 3-534-04139-9 - S.322ff online-Version (Auswahl)
Einzelnachweise
1. ↑ Tessin 1986
Liste der Regimenter des niedersächsischen Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der niedersächsische Reichskreis bestand im Heiligen Römischen Reich im Wesentlichen aus den Teilfürstentümern des ehemaligen
Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, Mecklenburg-Schwerins, Holsteins und den Reichsstädten Hamburg, Bremen und Lübeck. Im
Reichkreis waren auswärtige Territorien maßgeblich, die kein Interesse an einer starken Reichspolitik des Kreises hatten:
Großbritannien ("Kurhannover"), Preußen (Erzstift Magdeburg, Hochstift Halberstadt) Schweden (Erzstift Bremen), Dänemark
(Holstein). Der Reichkreis hatte in seiner Geschichte nur eine äußerst eingeschränkte militärische Bedeutung. Vor allem in den
Türkenkriegen und zuletzt im Reichskrieg gegen Frankreich 1674 stellte er eigene Kreistruppen auf. Im 18. Jahrhundert erfüllte vor
allem das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg mit Hausregimentern die Verpflichtungen.
"von 1555" usw. Nummerierung nach Tessin[1] | * Gründung | † Auflösung | > Verbleib | = Doppelfunktion als stehendes Regiment
eines Reichsstandes
Infanterieregimenter
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1599/1 - Hohenlohe *1599†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1599/2 - Reydt *1599†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1621/4 - König von Dänemark *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1621/5 - Wopersmow *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1621/6 - Plate *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1621/7 - Herzog Georg von Lüneburg *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1623/2 - Herzog Georg von Lüneburg *1624†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1663/2 - Mücheln *1663 - 1664† > Allianz/Braunschweig
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Ende *1664†
• Niedersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1674/2 - Rolshausen *1674 - 1675†
Kavallerieregimenter
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1595 - Restorf *1595†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1596 - Herzog Franz von Lüneburg *1596†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1597 - Herzog August von Lüneburg *1597†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1621/1 - König von Dänemark *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1621/2 - Wetbergen *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1621/3 - Weferling *1621†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1663/1 - Rauchhaupt *1663 - 1664† > Allianz/Braunschweig
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1664/1 - Schack *1664†
• Niedersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1674/1 - Vieregge *1674 - 1675†
Siehe auch
• Reichsarmee
• Niedersächsischer Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 241f.
Anmerkungen
1. ↑ Tessin 1986
Liste der Regimenter des oberrheinischen
Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der oberrheinische Reichskreis bestand aus Hessen-Darmstadt, Hessen-Kassel und einer Reihe von geistlichen Fürstentümern (Basel,
Fulda, Speyer, Worms, Straßburg), aber auch zahlreiche freie Reichsstädte (z. B. Frankfurt) und zahlreiche kleinere Territorien
zählten zum Kreis. Die Kreistruppen wurden zum Teil auch von Territorien außerhalb des Kreises gestellt (Kurpfalz und
Westerwald). Ende des 17. Jahrhunderts schied Hessen-Kassel allmählich aus der Kreisarmatur aus. Im 18. Jahrhundert trug Hessen-
Darmstadt die Hauptlast der Kreistruppen, während Hessen-Kassel sogar auf preußischer Seite gegen die Reichstruppen kämpfte.
Das letzte Aufgebot Hessen-Kassels wurde zum Polnischen Erbfolgekrieg aufgestellt.[1]
"von 1555" usw. Nummerierung nach Tessin[2] No. 1-3 nach Bleckwenn[3]:| * Gründung | † Auflösung | > Verbleib | =
Doppelfunktion als stehendes Regiment eines Reichsstandes
Nachhaltig bestehende Regimenter
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment No. 1 von 1685/2 - Nassau *1685 - 1689 Goert - 1696 Goert - 1696 Buttler -
1705 Sachsen ("Saxons") - 1712 Schönborn - 1722 Isenburg - 1745 (57?) Zweibrücken - 1767 Isenburg - 1772
Zweibrücken - 1794?†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment No. 2 von 1697 - Hessen-Darmstadt *1697 > Hessen-darmstädtisches
Infanterieregiment von 1692/2
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment No. 3 von 1702 - Hessen-Weilburg - 1719 Nassau-Weilburg - 1750 Nassau-
Weilburg - 1788 Solms - 1794?†
Kurzfristig bestehende Regimenter
Infanterieregimenter
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1599 - Solms *1599†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Solms *1664†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/3 - Nassau *1664†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1673/2 - Solms *1679?†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1673/3 - Nassau *1679?†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1689 - Wittgenstein (Fulda?) *1689†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1696 - Hennemann *1697†
• Oberrheinisches Kreis-Infanterieregiment von 1764 - Hessen-Kassel *1764 - 1789† > Hessen-kasselsches
Infanterieregiment von 1763/1
Kavallerieregimenter
• Oberrheinisches Kreis-Kavallerieregiment von 1664/1 - Nassau *1664†
• Oberrheinisches Kreis-Kavallerieregiment von 1673/1 - ? *1673 - 1679?†
• Oberrheinisches Kreis-Kavallerieregiment von 1685/1 - Rau *1685 - 1685 Spiegel - 1686 Nassau-Weilburg - 1713 Cloess
(Kurpfalz) - 1754 Kurpfalz - †1770
Siehe auch
• Reichsarmee
• Oberrheinischer Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Hans Bleckwenn: Reiter, Husaren und Grenadiere. d. Uniformen d. kaiserl. Armee am Rhein 1734. Harenberg, Dortmund
1979. ISBN 3883791253; S.25f.
• Gustav Adolf Süss: Geschichte des Oberrheinischen Kreises und der Kreisassoziationen in der Zeit des spanischen
Erbfolgekrieges (1696-1714); in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins (103/104) 1955/56.
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 246ff.
Einzelnachweise
1. ↑ Vgl. Bleckwenn 1979: 25f
2. ↑ Tessin 1986
3. ↑ Bleckwenn1979:25
Liste der Regimenter des obersächsischen Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der obersächsische Reichskreis bestand im Wesentlichen aus ostelbischen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches und wurde von
den beiden Kurfürstentümern Brandenburg und Sachsen dominiert.
"von 1555" usw. Nummerierung nach Tessin[1] | * Gründung | † Auflösung | > Verbleib | = Doppelfunktion als stehendes Regiment
eines Reichsstandes
Infanterieregimenter
• Obersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1623/3 - Hillebrandt Kracht *1623†
• Obersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1623/4 - Dietrich von Starschedel *1623† > Kursächsisches
Infanterieregiment von 1623/2 - (Kursachsen)
• Obersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Wolf Albrecht von Weidenbach *1664†
• Obersächsisches Kreis-Infanterieregiment von 1674/2 - Prinz Christian *1674 - 1680†
Kavallerieregimenter
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1595 - Levin Geusa *1595†
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1595 - Heyne Pfuel *1595†
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1596 - Bernhard von Anhalt *1596†
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1597 - Krinetzky *1597†
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1598 - Georg Rudolf Marschalk *1598 - 1598 Osterhausen - 1598†
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1623/2 - Wolfgang von Mansfeld *1623† > Kursächsisches
Kavallerieregiment von 1623/1 (Kursachsen)
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1664/1 - Caspar Heinrich Stange *1664†
• Obersächsisches Kreis-Kavallerieregiment von 1674/1 - Herzog Moritz *1664 - 1680†
Siehe auch
• Reichsarmee
• Obersächsischer Reichskreis
• Liste der kursächsischen Regimenter der Frühen Neuzeit
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 250f.
Einzelnachweise
1. ↑ Tessin 1986

Oberrheinisches Kreis-Regiment. 1752 - Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth als kaiserlicher Generalwachtmeister in der
Uniform des fränkischen Kürassierregiments
Liste der Regimenter des schwäbischen Reichskreises
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Schwäbische Reichskreis bestand aus einer vielzahl von mittleren und kleinen Reichsständen, zählte aber als "Vorderer
Reichkreis" neben dem Fränkischer Reichskreis zu den wichtigsten Reichskreisen. Der Kreis war zudem in unterschiedliche
katholische und lutherische Stände geteilt. Obwohl die einzelnen schwäbischen Kreisregimenter aus konfessionell und territorial
unterschiedlichen Kontingenten bestanden verblieben sie ab 1683 in ihren Regimentstrukturen, mit nur wenigen Änderungen. Die
Nummerierung der Infanterieregimenter (No.) bezieht sich auf die im 18. Jahrhundert fast durchgängig bestehenden Regimenter. Sie
bestand nicht offiziell.
"von 1555" usw. Nummerierung nach Tessin[1] | * Gründung | † Auflösung | > Verbleib | = Doppelfunktion als stehendes Regiment
eines Reichsstandes
Nachhaltig bestehende Regimenter
Infanterie
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment No. 1 von 1683/3 - Karl Gustav von Baden-Durlach *1683 - 1703 Karl Wilhelm
von Baden-Durlach - 1712 Christoph von Baden-Durlach - 1723 Friedrich von Baden-Durlach - 1732 Karl August von
Baden-Durlach - 1766 Karl Ludwig von Baden-Durlach - 1772 Karl Ludwig von Baden ("Baden-Infanterie")- †1801
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment No. 2 von 1683/4 - Öttingen *1683 - 1691 Würzburg - 1701 Fürstenberg - 1705
Entzberg - 1724 Fürstenberg - 1759 Fürstenberg - †1801
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment No. 3 von 1691/2 - Fürstenberg *1691 - 1703 Roth - 1743 Baden-Baden - 1772
Wolfegg - 1799 ("Königsegg-Infanterie") - †1801
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment No. 4 von 1701 - Reischach *1701 - 1712 Württemberg - 1733 Württemberg -
1744 Württemberg - 1793 Württemberg †1796
Kavallerie
• Schwäbisches Kreis-Kürassierregiment von 1683/1 - Gronsfeld *1683 - 1691 Stauffenburg - 1704 Fugger - 1732 Fugger
("Fugger-Kürassiere") - Baden 1736 - Zollern (?) - Zollern 1785 - †1801
• Schwäbisches Kreis-Dragonerregiment von 1691/1 - "Prinz Friedrich Dragoner" - 1693 Zollern - 1703 Oettingen - 1724
Ostfriesland - 1725 Oettingen - †1732
Kurzfristig bestehende Regimenter
Infanterieregimenter
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1542 - Eberstein *1542†
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1595 - Schönau *1595 - †1596
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1596 - Mörsberg *1596 - †1596
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1597 - Mörsberg *1597 - †1597
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1605 - Mörsberg *1605 - †1605
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1606 - Mansfeld *1606 - †1606
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/2 - Birkenfeld *1664 - †1664
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1664/3 - Fugger *1664 - †1664
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1674/3 - Karl Gustav von Baden-Durlach *1674 - †1677
• Schwäbisches Kreis-Infanterieregiment von 1696 - Baden-Baden *1696 - 1707 Baden-Baden - †1731
Kavallerieregimenter
• Schwäbisches Kreis-Kavallerieregiment von 1664/1 - Fürstenberg *1664 - †1664
• Schwäbisches Kreis-Kavallerieregiment von 1674/1 - Fürstenberg *1674 - †1677
• Schwäbisches Kreis-Kavallerieregiment von 1674/1 - Württemberg *1674 - †1674
Siehe auch
• Truppen des Schwäbischen Reichskreises mit weiteren Einzelheiten
• Reichsarmee
• Schwäbischer Reichskreis
• Reichskreis
• Liste der Stehenden Heere der Frühen Neuzeit
Literatur
• Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts; 3 Bände;
Biblio Verlag: Osnabrück 1986-1995. ISBN 3-7648-1763-1. S. 308ff.
Anmerkungen
1. ↑ Tessin 1986