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150 Jahre

Bundesmusikkapelle
Landl

3/2005

tirol
Kultur 18. Jahrgang
Verlagspostamt 6020 Innsbruck · P.b.b.
Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
September 2005 Blasmusik in Tirol

OTMAR HAMMERSCHMIDT

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Blasmusik in Tirol September 2005

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT,


www.blasmusikverband-tirol.at

Inhalt „besondere Liebe zur Tradition und zuneh-


menden Mut für Neues“ attestiert Bun-
deskapellmeister Rescheneder der Tiroler

BiT 3/2005 • Editorial


Wichtige Ankündigungen ...................................................... Seite 4 Blasmusikszene.
Tiroler Bläserwoche............................................................................. Seite 6 In der Tat, die Anlässe, zu denen wir musi-
Jugendblasorchesterwettbewerb.................................... Seite 8 zieren, sind häufig ziemlich in der Traditi-
Im Interview: on verwurzelt, was kein negativer Umstand
Bundeskapellmeister Walter Rescheneder .........Seite 10 ist, sondern Ausdruck einer langjährigen
ÖBV-Kongress ............................................................................................... Seite 13 Entwicklung. Unsere Musikkapellen, größtenteils aus Pfarrmusiken
Mozart - Symposion ............................................................................ Seite 16 entstanden, haben - in Verknüpfung mit dem Tourismus vor etwa hun-
dert Jahren - zu dem gefunden, was bis heute unsere Tätigkeit prägt: die
Gestaltung von sakralen und weltlichen Feierlichkeiten und Auftritte
Mitteilungen:
in Platzkonzerten für Sommergäste, zuzüglich einiger weniger vereinsei-
Landesobmann ............................................................................................. Seite 17
gener Veranstaltungen, wie die Frühjahrs- oder Herbstkonzerte. Daraus
Landeskapellmeister ........................................................................... Seite 19 erwächst auch das Repertoire der Musikkapellen.
Landesstabführer ....................................................................................... Seite 22 Wo liegen nun die Möglichkeiten, „Mut zu Neuem zu zeigen“? Ist die
Landesjugendreferent....................................................................... Seite 23 Einbeziehung der eher blasmusikfernen Gegenwarts-Unterhaltungsmu-
sik in das Programm schon mutig genug? Es steht außer Zweifel, dass
Jubilierende Kapellen im Porträt ................................ Seite 28 sich das Repertoire einer Kapelle an den Musizierenden und Zuhörenden
orientieren muss.
Berichte aus den Bezirken: „Mut zu Neuem“ ist es ganz bestimmt, wenn sich die Führung einer Ka-
von Seite 30 bis Seite 46 pelle um neue Spielanlässe für interessante und anspruchsvolle Literatur,
Unsere Gäste ................................................................................................... Seite 47 durchdachte Konzertprogramme mit Schwerpunkten, neue Präsentati-
Unsere Blasmusikbezirke ........................................................... Seite 48 onsmöglichkeiten umsieht.
So sollte der Auftritt vor dem Fan-Publikum, das Frühjahrs- oder Herbst-
Musikerpersönlichkeit konzert, einer Tiroler Kapelle unbedingt etwas enthalten, was besondere
Ansprüche an Ausführende und Zuhörende stellt und so eine innere
Gustav Mahr .................................................................................................... Seite 50
Ziel- und Sinngebung für Musizierende mit Anspruch gibt.
Die Suche und der Mut zu Neuem muss eine ständige Frage für die Ver-
Information:
antwortlichen bei der Planung eines neuen Jahres sein. Noch nie war
Noten/Tonträger ....................................................................................... Seite 53 das Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten so groß und vielfältig. Die
Kapellmeister gesucht...................................................................... Seite 53 Workshops mit Edgar Seipenbusch oder die verschiedenen Kapellmeis-
Veranstaltungen ......................................................................................... Seite 54 terkurse bieten viele Möglichkeiten, an Neues heranzukommen. Und es
Gratulation ......................................................................................................... Seite 54 gibt auch eine Reihe von Impulsen, die Beispiel geben können, wie eine
prächtig florierende Konzertreihe in den Innsbrucker Promenadenkon-
Kalendarium: zerten oder die Auftritte erfolgreicher Kapellen.
Konzertkalender, Bezirksmusikfeste ....................... Seite 55 Jeder von uns braucht immer wieder den Anstoß, sich mit Fragen aus-
einanderzusetzen und Begegnungen mit Neuem zuzulassen. Diese Aus-
Die nächste BiT erscheint gabe der BLASMUSIK IN TIROL widmet sich ganz besonders diesem
Themenkreis, mit dem Ziel, dass der Mut zu Neuem weiter wächst, fest
im November, 4/2005 stehend auf unserer großen Tradition. Euer Josef Wetzinger

REDAKTIONSSCHLUSS: Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapel-


len. Redaktion: Josef Wetzinger. Redaktionsteam: Dr. Herbert Ebenbichler,
Mittwoch, 5. Oktober 2005 Prof. Hans Eibl, Hans Eller, Franz Schieferer, Helmut Schmid, Ursula Strohal.
Für den Versand verantwortlich: Roland Mair
Grafik + Druck: SternDruck · 6263 Fügen · Gewerbepark 29
Telefon: 05288/62925 · Fax DW 25 · www.sterndruck.at Alle 6020 Innsbruck, Klostergasse 1
Telefon + Fax: 0512/572333, e-mail: office@blasmusikverband-tirol.at
Foto Titelseite: MK Landl www.blasmusikverband-tirol.at

NEU: Alle Zusendungen für die Zeitung an redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at


Neue Tel.Nr.: Sekretärin Anita Vrabetz: 0512/572333-DW 1, Fax - Durchwahl 60 (0512-572333-60)
Neue E-Mail: herbert.ebenbichler@blasmusikverband-tirol.at, roland.mair@blasmusikverband-tirol.at

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Wichtige Ankündigungen
Kapellmeisterkurse
Grillhof
Näheres dazu auf Seite 21

Ab Jahresworkshop mit Prof. Edgar Seipenbusch


Oktober Städtische Musikschule Innsbruck
2005 Näheres dazu auf Seite 20

Sonntag, Konzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters


11. September 20:00 Uhr • Stadtsaal Innsbruck
2005 Näheres dazu auf Seite 23

Samstag, ORF–Tirol Tag der Tiroler Blasmusikjugend


8. Oktober Kaisersaal Kufstein
2005 Näheres dazu auf Seite 52

Mittwoch, ORF-Tirol Blasmusikpreis 2005


26. Oktober Congress Innsbruck Saal Tirol
2005 Näheres dazu auf Seite 52

Samstag, Erweiterte Vorstandssitzung des Blasmusikverbandes Tirol


29. Oktober Grillhof Vill
2005 Näheres dazu auf Seite 7

Samstag, Kapellmeistertag
10. Dezember Veranstaltungshaus „Blaike“ / Völs
2005 Näheres dazu auf Seite 5

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Blasmusik in Tirol September 2005

Tiroler Kapellmeistertag 2005


Michael Stecher, Jahrgang 1961.
Studium an der pädagogischen Hochschule in Freiburg von 1983 bis 1988.
Studienschwerpunkt: Musik und Reformpädagogik.
Studium an der Musikhochschule Freiburg von 1988 bis 1993.
Hauptfach: Trompete, Zusatzfächer: Rhythmik, musikalische Früherziehung, Dirigieren.
Lehrauftrag an der Kunst- und Musikhochschule Zürich.
Abteilung Dirigieren, Fach Probenpädagogik.
Dozent an der Bundesakademie in Trossingen.
Dozent an der Akademie des Bundes Deutscher Blasmusikverbände.
Lehrfächer: Instrumentalpädagogik und Probenpädagogik.
Internationale Lehraufträge und Gastvorlesungen an Hochschulen und Akademien.
Trompetenlehrer an der Musikschule Südlicher Breisgau.
Dirigent des Blasorchesters St. Ulrich.
Veröffentlichungen: Musiklehre-Rhythmik-Gehörbildung Band 1 und 2.
Probenpädagogik.
2005 werden erscheinen: Die Musikpädagogik neu denken.
Musikkunde auf der Oberstufe.

Erfolgreiche Arbeit mit der Musikkapelle


„Warum macht denn keiner, was ich sage oder zeige?“
(Tipps aus der Praxis für die Praxis)

Ort: Veranstaltungszentrum Blaike in Völs


Zeit: Samstag, 10. Dezember 2005
09.00 bis 10.30 Vortrag
11.00 bis 12.30 Orchesterarbeit
Probeneröffnung und Probeneinstiege: Beispiele für variables Beginnen.
Zweiter Teil: Die Intonation, mit welchen Mitteln schulen wir unsere Kapelle.
12.30 bis 13.00 Uhr offene Zeit für Rückfragen
Dankenswerter Weise stellt sich die Stadtmusikkapelle Amras
für die praktische Arbeit mit dem Referenten zur Verfügung

Es war der Wunsch aller Bezirkskapellmeister, diesen versierten und gefragten Pädagogen für eine Veranstaltung zu gewinnen.
Ich selbst habe Stecher zweimal in Zeillern gehört,
fand seine Vorträge äußerst interessant und informativ - man sollte sie daher auf keinen Fall versäumen.

Alle 302 Tiroler Kapellmeister, deren Stellvertreter und


alle an Fortbildung Interessierten sind herzlich eingeladen
Der Landeskapellmeister

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Tiroler Bläserwoche 2005

Das Sinfonische Blasorchester im stimmungsvollen Raum der Schlossruine Thaur

Die Tiroler Bläserwoche fand vom 11. bis 16. Juli 2005 in Vill am Tiroler Bildungsinstitut Grillhof statt. Die Zielset-
zungen waren wie in den vergangenen Jahren die persönliche Fortbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf
dem Instrument, die Ausbildung im Ensemblespiel und das Spiel im großen Blasorchester.
74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 18 Blasmusikbezirken, bzw. 46 Tiroler Musikkapellen, haben sich am
Grillhof eingefunden, einer der Teilnehmer kam aus Salzburg. Der jüngste Musikant war 13 Jahre alt, der älteste 48.
Ein engagiertes Referententeam sorgte für ein motivierendes „Arbeitsklima“, das einerseits gekennzeichnet war durch
Disziplin und zielstrebige Arbeit, anderseits durch Geselligkeit und Gemeinschaft.

Das Referententeam 2005 am Vormittag Unterricht beim Instru- öffentliche Konzert zu erarbeiten.
Günther Handl - Querflöte mentalreferenten, eine Orchesterprobe Der Freitag wurde mit einem Gottesdienst
Ruth Unterkofler - Oboe für das Üben, das Vom-Blatt-Spiel und im Freien begonnen, der von Bischof Jo-
Lukas Gruber - Fagott eine Stunde mit Darbietungen von En- hannes Jobst zelebriert und von den Teil-
Stefan Köhle und Stefan Moosmann - sembles mit Referaten zu den Instrumen- nehmern/innen musikalisch gestaltet
Klarinette tenfamilien Klarinette, Oboe, Fagott und wurde. Es war eine würdige und gut vor-
Peter Girstmair - Saxophon Saxophon. Am Nachmittag wurde inten- bereitete Feier, die wieder einmal gezeigt
Markus Ettlinger, Thomas Marksteiner siv das Ensemblespiel gepflegt, sowohl in hat, dass auch in unserer Zeit junge Men-
u. Heinz Weichselberger - registereigenen als auch in gemischten schen eine besonders über die Musik er-
Trompete/Flügelhorn Gruppen. Abgeschlossen wurde diese Ar- lebte religiöse Feier mit sonst kaum zu er-
Tobias Zangerl- Horn beitsphase wieder mit Referaten. In zwei wartendem Ernst und innerer Anteilnah-
Norbert Salvenmoser - Posaune/Tenorhorn Referaten führte Norbert Rabanser ge- me respektvoll begehen.
Reinhard Gritsch - Tuba konnt in die komplexe Welt der Rhyth- Am Nachmittag fuhr man nach Thaur, um
Norbert Rabanser - Schlagzeug mik ein und Wolfram Rosenberger gestal- sich gezielt einzuspielen und die Akustik
Wolfram Rosenberger - Vom-Blatt-Spiel tete eine Hörstunde. Am Abend kamen auf der Schlossruine von Thaur für das Ab-
und Orchesterleitung dann alle im Saal Innsbruck zum Orches- schlusskonzert kennen zu lernen. Die zahl-
Von Montag bis zum Donnerstag gab es terspiel zusammen, um die Werke für das reichen Zuhörer wurden vor dem Konzert

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Blasmusik in Tirol September 2005

sehr stimmungsvoll von einer Alphorn- ta“ von Jan van der Roost (Klarinettenor- großer Begeisterung aufgenommen. Mit
gruppe musikalisch begrüßt. chester), „12th St. Rag“ von Euday L. Bow- den Sätzen „Chaconne“ und „March“ einer
Um 20.00 Uhr begann das Konzert in der man (Saxophone), „Refrain“ von Arthur Suite von Gustav Holst aus beschloss das
stimmungsvollen Thaurer Schlossruine, die Frackenpohl (Tuba-Ensemble) und „The Orchester der Tiroler Bläserwoche 2005 das
in der jüngsten Vergangenheit neben dem Next Step“ von Norbert Rabanser (Schlag- Konzert in der Thaurer Schlossruine.
Theaterverein auch von der Musikkapelle werk). Mit der nachfolgenden, schon traditionel-
Thaur mit ihrem rührigen Obmann Josef Das Orchester begann seine Darbietungen len Einladung des Tiroler Volksbildungsin-
Niederhauser für musikalische Veranstal- mit dem „Feierlichen Krönungsmarsch für stituts Grillhof ist der bewegte Freitag mit
tungen genutzt wird. Zar Alexander III.“ von Peter I. Tschai- einem kameradschaftlichen und geselligen
Zu Beginn des Konzertes spielten En- kowsky. Mit „König Laurins Rosengarten“ Beisammensein in harmonischer Weise
sembles in unterschiedlichen Besetzungen vom Tiroler Komponisten Hermann Pall- ausgeklungen.
Literatur aus verschiedenen Musikepo- huber stand eine Uraufführung als Höhe- Die Schlussbesprechung am Samstag brach-
chen: Fanfaren von Richard Wagner und punkt des Orchesterspiels auf dem Pro- te durchaus positive Kommentare der Refe-
Gordon Jacob (Trompeten/Flügelhörner), gramm. Wolfram Rosenberger hat dieses renten und der Kursteilnehmer/innen zum
„Tower Music“ von Vaclav Nehlybel (Po- Werk mit Unterstützung durch die anderen Verlauf und zur Bilanz der Bildungswoche
saunen, Tenöre, Tuben), Polka und Tango Referenten in drei großen Proben im Bei- und eine Reihe guter Ideen und Vorschlä-
von Denes Agay (Oboe, Flöte, Klarinette, sein des Komponisten einstudiert und zur ge, die bei der Planung der nächsten Tiroler
Horn und Fagott), Partita in Es von Georg Aufführung gebracht. Trotz der sehr kur- Bläserwoche, die vom 10. bis 15. Juli 2006
Druschetzky (Oboen, Klarinetten, Hörner zen Zeit der Vorbereitung wurde das neue am Tiroler Volksbildungsinstituts Grillhof
und Fagotti), einen ungarischen Marsch Werk sowohl von den Musikantinnen und stattfinden wird, sicher mit einbezogen
von Anton Wunder (Waldhörner), „Pusz- Musikanten als auch vom Publikum mit werden. Hans Eller

Fotos: JoWe
Intensive und lustbetonte Arbeit ...

Sitzung des Erweiterten LV-Vorstandes


Am Samstag, dem 29. Oktober 2005,
findet im Tiroler Bildungsinstitut Grillhof / Vill die nächste Sitzung
des Erweiterten Landesverbandsvorstandes statt.
Beginn 9.00 Uhr, Ende ca. 16.00 Uhr. In der Mittagspause von ca. 12.30 – 14.00 Uhr
sind die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen.
Eine genaue Tagesordnung für das Plenum und für die drei Arbeitskreise wird bis spätestens
30. September 2005 an den betroffenen Personenkreis zugesandt.
Der Vorstand und der Musikbeirat werden sich um eine abwechslungsreiche
und praxisorientierte Tagesordnung bemühen.
Um vollzählige Teilnahme und aktive Mitarbeit wird ersucht.
Für den LV-Vorstand:
Dr. Herbert Ebenbichler e.h. Dr. Franz Fischler e.h.
LV-Obmann LV-Präsident

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Jugend gab in St. Johann den Ton an

41 Orchester mit 1700 Nachwuchsmusikanten nahmen am Jugendblasorchesterwettbewerb (Landesbewerb) teil: Spannen-


des Kräftemessen der Tiroler Jungmusikanten im neuen Kaisersaal der Unterländer Marktgemeinde St.Johann in Tirol

Über mangelnden Nachwuchs kann der einen (vereinseigene und / oder vereins- gabe der Ergebnisse mit Urkundenüber-
Tiroler Blasmusikverband derzeit nicht übergreifende) und Musikschuljugendor- gabe statt, wobei erfreulicherweise auch
klagen: Beim zweiten Landesbewerb für chester und Jugendauswahlorchester. festgestellt werden konnte, dass der Vor-
Jugendblasorchester 2005, der in Ko- Bewertet wurde nach den üblichen Kri- stand des Landesverbandes beim Bewerb
operation zwischen dem Landesverband terien der Konzertwertungsspiele (Ma- fast mit allen Mitgliedern vertreten war.
der Tiroler Blasmusikkapellen und dem ximum 100 Punkte für 10 Kriterien), Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler
Land Tirol-Tiroler Musikschulwerk in wobei die teilnehmenden Kapellen in zeigte sich von der Jugendarbeit im Lan-
St. Johann in Tirol am Wochenende (18. 6 möglichen Altersstufen antraten: AJ de begeistert und versprach weiterhin
und 19. Juni 2005) durchgeführt wurde, Durchschnittsalter bis 13 Jahre, BJ bis vollste Unterstützung.
nahmen 41 Jugendensembles mit insge- 14, CJ bis 15, DJ bis 16, EJ bis 17 und SJ
samt 1700 JungmusikantInnen teil. Für (Sonderklasse) bis 18 Jahre. Die Klassensieger des Wettbewerbes:
den Wettbewerbsleiter Helmut Schmid Die Organisation durch die Landesmu- Stufe A Jugendblasorchester der Kapel-
(Tiroler Musikschulwerk und Jugendre- sikschule St. Johann unter ihrem Leiter, len und der Landesmusikschule Wipptal
ferent im Tiroler Blasmusikverband) war Bezirksjugendreferent Martin Rabl, war Stufe B Unterstufenblasorchester der
dies ein durchschlagender Erfolg: Bei der ausgezeichnet und es war bewunderns- Landesmusikschule Ötztal
Premiere dieses Bewerbes 2003 wirkten wert, mit welcher Disziplin Orchester für Stufe C Jugendblasorchester der
29 Ensembles mit. Dabei besonders er- Orchester pünktlich ankam, gut vorbe- Bundesmusikkapelle Vomp
freulich: Es sei nicht nur gelungen, die reitet auftrat und im meist voll besetzten Stufe D Mittelstufenblasorchester der
Jugend für die Blasmusik zu begeistern, Saal für eine unglaublich positive Stim- Landesmusikschule Ötztal
sondern zur Teilnahme an einem Leis- mung sorgte. Stufe E Jugendblasorchester Untere
tungswettbewerb zu bewegen. Dahinter Der Bewerb ging am Samstag von 9 bis Schranne
stecken viele Stunden an Nachwuchsar- 16 Uhr und am Sonntag von 9 bis 15.30 Stufe S Klarinettenorchester Tirol
beit. Das allgemeine musikalische Niveau Uhr über die Bühne. Zu Mittag und je- Jury: LJR Norbert Hebertinger (OÖ),
war heuer landesweit sehr hoch. Zugelas- weils nach der letzten Formation am LJR Pepi Fauster (ST), Otto M. Schwarz
sen waren Jugendblasorchester von Ver- Nachmittag fand immer die Bekannt- (NÖ)

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Blasmusik in Tirol September 2005

Ergebnisse
Stufe

Stufe
Name des Orchesters Dirigent Punkte Name des Orchesters Dirigent Punkte

Jugendblasorchester Landesmusikschule Mag. Kreidl Jugendblasorchester Landesmusikschule


A 84,50 C Walder Raimund 83,83
Wipptal Werner Südöstl. Mittelgebirge
A Hauptschulorchester Serfaus-Fiss-Ladis Marth Hubert 84,33 C KIDSCLUB – Stadtmusikkapelle Amras Bramböck Paul 83,83
Trenkwalder Mittelstufen-Schülerblasorchester
Unterstufenblasorchester der C Lackner Herbert 81,67
A Florian & Benja- 84,17 Landesmusikschule Zirl
Musikschule Telfs Jugendkapelle Hauptschule Prutz-Ried
min Micheler C Pascher Rudi 80,83
Unterstufenblasorchester u.U.
B Strobl Klaus 89,50 Schülerblasorchester Pillersee
Landesmusikschule Ötztal C Wörter Andreas 80,67
Ing. Wohlfarter Connection
B Jugendorchester Musikkapelle Zams 88,33 Unterstufenblasorchester
Stephan C Gruber Klaus 79,83
B Jugendblasorchester Brixental 2005 Sojer Michael 85,67 Landesmusikschule Untere Schranne
Jugendblasorchester Musikschule Krieglsteiner
Schülerblasorchester der C 75,67
B Reiter Stefan 84,83 Innsbruck Roland
Landesmusikschule Brixental
C Ensemble „Itter 13 plus“ Sojer Michael 75,50
Widmann
B Jugendorchester Kramsach 84,67 Mini Mix Grins, Pians, Tobadill und Scherl Robert u.
Christian C 75,50
Strengen Matthias Schuler
B Musikhauptschule Paznaun Juen Georg 84,50
Jugendorchester Knappen-Musikkapelle
Schulorchester Landhauptschule C Werth Robert 73,00
B Öttl Serafin 81,33 Schwaz
St.Anton Mittelstufenblasorchester
Schülerblasorchester Kaiserwinkl LMS D Klieber Georg 92,00
B Brünoth Adi 81,17 Landesmusikschule Ötztal
St. Johann Jugendblasorchester Landesmusikschule
Schülerblasorchester der D Pircher Hans 90,67
B Opperer Manfred 80,67 Lienzer Talboden
Landesmusikschule Kitzbühel „Young winds“ Jugendblasorchester LMS
Jugendblasorchester Landesmusikschule Schwarzenberger D Klausner Günther 88,33
B 77,83 Kufstein
Kematen Luis
D Mittelstufenorchester Musikschule Telfs Sappl Andreas 84,67
Blasorchester der Landesmusikschule
B Besler Peter 76,50 Jugendblasorchester Landesmusikschule
Reutte D Sailer Norbert 83,00
Pitztal
Jugendmusik Bundesmusikkapelle
B Spanblöchl Peter 74,17 Jugendblasorchester Landesmusikschule Schwarzmann
Bruckhäusl u. Kirchbichl D 80,50
Zillertal Albert
Jugendblasorchester der
C Unterberger Harald 88,83 E JBO LMS Untere Schranne Maier Johann 87,17
Bundesmusikkapelle Vomp
Schülerblasorchester Landesmusikschule
C Jugendkapelle Latsch Polin Maximilian 88,83 E Mair Johann 87,00
Sillian Pustertal
Jugendblasorchester Musikkapelle
C Zangerl Tobias 85,17 E Junior Winds Landesmusikschule Imst Sebastian Kluckner 76,50
Tarrenz
SJ Klarinettenorchester Tirol Rabl Peter 94,00
Jugendblasorchester der
C March Barbara 85,00 Jugendmusik der Stadtmusikkapelle Scheiflinger
Landesmusikschule Wörgl SJ 74,50
Kufstein Thomas

Beim Bundeswettbewerb im Oktober 2005 in Götzis (V) wird


der Tiroler Blasmusikverband durch folgende Orchester vertreten:

Stufe Jugendorchester Dirigent


A Jugendblasorchester Wipptal Mag. Kreidl Werner
B Unterstufenblasorchester Landesmusikschule Ötztal Bez Kpm. Strobl Klaus
C Jugendblasorchester der Bundesmusikkapelle Vomp Unterberger Harald
D Mittelstufenblasorchester Landesmusikschule Ötztal Klieber Georg
D Jugendblasorchester Landesmusikschule Lienzer Talboden Pircher Hans
E JBO Untere Schranne Maier Johann
E Schülerblasorchester Sillian Pustertal Mair Joe

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Liebe zur Tradition, Mut für Neues


Gespräch mit Walter Rescheneder, dem Bundeskapellmeister des ÖBV
ein, so dass eine breite Umsetzungs-
Der Linzer Walter Rescheneder ist möglichkeit gegeben ist. Es geht
eine der profiliertesten Persönlichkei- nicht immer darum, noch „besser“ zu
ten der österreichischen Blasmusiks- werden, in vielen Fällen müssen wir
zene. Seit 2004 hat er als Landeska- den erreichten Standard erhalten.
pellmeister des oberösterreichischen Wir dürfen nicht vergessen, dass wir
Blasmusikverbandes auch das Amt überwiegend mit Amateuren musi-
des österreichischen Bundeskapell- zieren, die in der Freizeit musizieren
meisters inne. In Oberösterreich, und für viele kulturellen Aufgaben
bekannt für sein führendes Musik- in unseren Gemeinden „zuständig“
schulwesen, wurde er mit noch wei- sind. Natürlich muss die Qualität
terreichenden Funktionen betraut: immer im Vordergrund stehen und
Rescheneder war 1979-1997 Direk- bei allen Gelegenheiten muss unsere
tor der Landesmusikschule Wels und Kompetenz unter Beweis gestellt wer-
ist seit 2001 Landesmusikdirektor den. Neben der Musik haben unsere
von Oberösterreich. Beim Tiroler Blasmusikkapellen auch eine ganz
Landeswertungsspiel im Mai 2005 wesentliche soziale und gesellschaft-
war Walter Rescheneder einer der liche Aufgabe, die besonders bei der
Juroren. Jugendbetreuung weit über das Mu-
sizieren hinaus geht. Dies alles zu
vereinen, ist nicht nur die Stärke der
Herr Rescheneder, wie stellt sich den Delegierten alle drei Jahre beim österreichischen Blasmusik, sondern
die österreichische Blasmusikszene Kongress der österreichischen Blas- auch eine enorme Herausforderung
gegenwärtig dar? musik gewählt. Er führt den Vorsitz für die Zukunft.
Die österreichische Blasmusikszene bei den Konferenzen der österreichi-
muss man sehr differenziert betrach- schen Landeskapellmeister und gibt Wie steht es um das Ansehen der
ten: Zum einen haben wir die Aufga- dabei auch die Themen für die zu- österreichischen Blasmusik im
be und die Pflicht, das österreichische künftige Arbeit vor. Zum Beispiel Ausland?
Musikgut der Tradition zu pflegen – ist die Auswahl der Pflichtliteratur Die internationalen Erfolge öster-
die Blasmusikkapellen haben eigent- für die Konzertwertungsspiele und reichischer Orchester sprechen für
lich die Aufgabe der Streichorches- Wettbewerbe eine sehr verantwor- sich:- Sinfonisches Blasorchester
ter bzw. Kurmusik übernommen, das tungsvolle Aufgabe, da hier eine Ried/Innkreis OÖ siegte in Valencia
beweisen die vielen Kurkonzerte und der wenigen richtungsweisenden und Kerkrade. - Bezirksjugendorches-
Platzkonzerte in den Fremdenver- Wege vorgegeben werden können. ter Gmunden OÖ erreichte einen 1.
kehrsregionen. Tirol ist hier ein ganz Der Bundeskapellmeister versucht Preis 2004 und einen 2.Preis 2005
besonderes Beispiel dafür. Zum ande- auch ein geeignetes Fortbildungs- beim internationalen Jugenblasor-
ren dürfen wir die Augen vor neuen programm zu erstellen, vor allem für chesterwettbewerb der CISM.- Lan-
Kompositionen nicht verschließen. die Kapellmeister unserer Musikka- desblasorchester Vorarlberg siegte
Österreich hat sehr viele begabte, pellen. Weiters hat er musikalische in Kerkrade. - Stadtkapelle Feldkir-
vor allem jüngere Komponisten, die Tendenzen zu beobachten und die chen Kärnten siegte in Valencia.-
auch beginnen, internationale Be- hiefür notwendigen Maßnahmen zu Besondere Leistungen und interna-
achtung zu erlangen. Es soll und darf treffen, um das Blasmusikland Öster- tionale Anerkennung fanden bei
nicht das Sprichwort gelten: der Pro- reich weiterhin kulturell zu veran- Konzertauftritten im Ausland u.a.:
phet im eigenen Land.... Daher ist ja kern. Pannonisches Blasorchester Burgen-
unser Moto: Bei jedem Konzert ein land, Landesblasorchester Salzburg,
Werk eines österreichischen Gegen- Wie gestalten Sie dieses Amt? Was Kärntner Bläserphilharmonie. Viele
wartskomponisten. gilt es zu bewahren, was zu ändern, andere Orchester haben durch ihre
was zu erreichen? Qualität überzeugt und somit das
Was sind Ihre Aufgaben als Ich binde die Landeskapellmeister Blasmusikland Österreich dement-
Bundeskapellmeister? in die Meinungsbildung und Ent- sprechend repräsentiert. Nicht zu
Der Bundeskapellmeister wird von scheidung bei meinen Überlegungen vergessen die Österreichischen Mili-

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Blasmusik in Tirol September 2005

tärmusiken, die regelmäßig bei Auf- denn die Literatur muss bei den Ge- Im Oberösterreichischen Landes-
tritten im Ausland als musikalische legenheiten passen, bei denen unsere musikschulwerk sind 1.400 Lehrer
Visitenkarte gelten und mit ihrer Blasorchester nicht immer „vollzäh- beschäftigt, die alle als Landesbe-
Qualität vor allem die traditionelle lig“ auftreten können. Dennoch dür- dienstete gelten und somit auch
österreichische Musikkultur ver- fen wir nicht unzufrieden sein, denn vom Land OÖ bezahlt werden.
treten. Österreich hat mit der MID unsere Kapellmeister beschäftigen 55.000 Schüler werden an 70 Mu-
Europe in Schladming ein Schau- sich immer sorgfältiger mit der Aus- sikschulen mit zusätzlich 70 Zweig-
fenster mit enormer internationaler wahl der Literatur und mit der Pro- stellen unterrichtet. Eine rege
Beteiligung und die internationalen grammgestaltung. Bautätigkeit und eine solide Instru-
Musiktage Vöcklabruck finden große mentenausstattung werden eben-
Beachtung. Besonders in den letzten Wie wünschen Sie sich die Musik- falls vom Land OÖ großzügig geför-
Jahren ist durch diese Erfolge die ös- kapelle in der Stadt, und am Land? dert. Hiefür gibt es seit 28 Jahren
terreichische Blasmusik im Ausland Es stellt sich für mich nicht die Frage ein Musikschulgesetz, das bis zum
in „aller Munde“! der Stadt und des Landes, vielmehr heutigen Tage volle Gültigkeit hat.
kommt es auf die Aufgabenstellung Das Gesamtaufkommen des Landes
Wie werden die Kontakte zu an: Konzerte für wen? Musikalischer für die Musikschulen beträgt ca.
anderen Nationen gepflegt? Alltag (Fronleichnam, Hochzeit, 53 Millionen Euro, das sind ca. 40
Die CISM ist der europäische Dach- Frühschoppen ect.) Musizieren zur % des gesamten Kulturbudgets des
verband für Bläsermusik. Hier wird eigenen Freude! Fremdenverkehrs- Landes OÖ – der besondere Stel-
ab Herbst 2005 ein Österreicher als konzerte, Hörerziehungen für Schu- lenwert muss hier nicht näher er-
Präsident der Musikkommission vor- len, Wettbewerbe usw. wähnt werden!
stehen.
Wie viel Kritik verträgt die Wie schätzen Sie die Tiroler Blas-
Wie ist Ihre Einstellung zu Laienszene der Blasmusik? musikszene ein? Ist sie mit der
den spezifisch österreichischen Dies ist ein eigenartiges Phänomen: Blasmusik anderer Bundesländer
Eigenheiten in der Musik? Bei Wettbewerben bzw. Wertungs- vergleichbar?
Die „österreichischste Eigenheit“ spielen ist man für jede Anregung Alle meine Feststellungen treffen
sind wohl die Flügelhörner und Te- „dankbar“, wenn es auch manchmal auch auf die Tiroler Blasmusikka-
norhörner in der Blasmusik. Hier gilt nicht angenehm empfunden wird. pellen zu: Musizieren auf breitester
es abzuwägen, welche Literatur man Kritische Berichte in der Presse Basis, ein gut funktionierendes Mu-
spielt und man wird einen Beset- verträgt das Laienmusizieren kaum sikschulwesen mit besonderer Lie-
zungskompromiss schließen müssen. – warum? be zur Tradition und zunehmender
Einerseits müssen und wollen wir das Mut für Neues. Die Bundesländer
typische „weiche Klangbild“ erhal- Die Position eines Landesmusikdi- sind untereinander kaum vergleich-
ten, anderseits müssen wir interna- rektors, die Sie in Oberösterreich in- bar, jedoch ist das Ziel des mitein-
tionale Blasmusik auch „besetzungs- nehaben, ist in Tirol nicht bekannt. ander Musizierens in bestmöglicher
getreu“ interpretieren – das heißt, Was ist darunter zu verstehen? Qualität für alle gleich.
die Besetzung ist so zu wählen, wie Der Landesmusikdirektor hat die
der Komponist dies vorsieht. Wenn Aufgabe der Koordination des au- Wie haben Sie das Tiroler Landes-
es sich nicht um ein Auswahlorches- ßerschulischen Musizierens, sowie wertungsspiel vergangenen Mai
ter handelt, haben wir ja eigentlich Synergien mit den Kulturvereini- im Innsbrucker Congress erlebt?
immer „Zufallsbesetzungen“: viel gungen und dem Regelschulwesen Ich war schon öfter als Juror in Ti-
Blech und zu wenig Klarinetten. des Landes OÖ herzustellen. Bei rol tätig und habe beim diesjährigen
Also bleibt der Klangausgleich auf diesen Aufgaben sind die Musik- Landeswertungsspiel eine positive
der Strecke. Bei einem Symphonie- schulen der zentrale Mittelpunkt, Qualitätssteigerung feststellen kön-
orchester hält sich jeder Dirigent an verbunden mit der Fortbildung von nen. Besonders in den Leistungs-
die vorgegebene Besetzung, selbst im Musiklehrern und das Erkennen von stufen B/C waren ausgezeichnete
Amateurbereich (was es bei Sym- musikalischen Bedürfnissen im Lan- Leistungen zu hören, die von einer
phonieorchestern eher selten gibt). de, verbunden mit den notwendigen profunden Verbandsarbeit zeugen.
Niemand wird bei einer klassischen Maßnahmen hiefür. Fortbildungsangebote für Musiker
Symphonie 4 Flöten, 1 Oboe, 3 Kla- und Kapellmeister sind hier sicher-
rinetten usw. besetzen, wenn 2 Flö- Das oberösterreichische Musik- lich der richtige Weg, den der Ti-
ten, 2 Oboen, 2 Klarinetten usw. schulwerk gilt als vorbildlich. Kön- roler Blasmusikverband sehr konse-
vorgeschrieben sind. Daher kommt nen Sie das Wesentliche kurz er- quent verfolgt.
es bei der Blasmusik sehr häufig zu läutern und die wichtigsten Zahlen
Tutti- und Alternativarrangements, nennen? Ursula Strohal

11
September 2005 Blasmusik in Tirol

Gut drauf und stark gefordert


Die Stadtmusikkapelle Kitzbühel im Porträt
Die Stadtmusikkapelle Kitzbühel
hat sich 2004 als eine der letzten
Kapellen des Landes entschlossen,
dem Landesverband der Tiroler Blas-
musikkapellen beizutreten und ist
herzlich begrüßt worden. Für ein
Porträt der Musikkapelle haben wir
Obmann Josef Brandstätter befragt.

In Kitzbühel herrschen besondere Be-


dingungen und diese prägen auch die
Musikkapelle. Folgen wir zunächst der

Foto: STMK Kitzbühel


Geschichte: Schon früh wurde in dem
Ort öffentlich musiziert, 1866 entstand
aus der Knappenmusik die Bürgermusik
(in der 1939 auch die Eisenbahnermusik
aufging), geführt von legendären Lang-
zeitkapellmeistern. Auf Anton Rottba- Bis zu 120 Ausrückungen inklusive der Jahr der Kitzbüheler Stadtmusikkapelle,
cher (1890 bis 1936) folgten Andreas Proben sind alljährlich zu bewältigen. Im die auch Tanzlmusik, Weisenbläser und
Kraus (bis 1960) und Josef Gasteiger (bis Juli und August gibt es zwei Platzkonzer- andere kleine Gruppen stellt, ist über-
1995). Seit 1997 dirigiert Oswald Pletzer, te pro Woche, insgesamt 18 bis 20. reich und anstrengend. Deshalb nahm
Musiklehrer in St. Johann, die Kapelle. Das Musikjahr beginnt jeweils am 1. die Musikkapelle bisher weder an Be-
Gleich nach dem Krieg war in der ers- Jänner mit dem Neujahrsgruß der Stadt- zirksmusikfesten noch an Wertungsspie-
ten Generalversammlung Toni Sailer musikkapelle im Hof der Bezirkshaupt- len teil.
sen. als Obmann gewählt worden. Er war mannschaft. Im Fasching gibt es die Eine Attraktion haben sie noch, die Kitz-
über 60 Jahre lang Soloklarinettist und unkulinarische „Schnitzelbank“, wo in büheler Musikanten: ihren Auftrittsort
Saxophonist. Vor Josef Brandstätter hieß Liedern Prominente aufs Korn genom- im Freien. Sie wollten keinen Pavillon
der Obmann 22 Jahre lang Andreas Fel- men werden. Spektakulär ist auch der - „Unser schönster Pavillon ist die histo-
ler. Er wurde heuer geehrt für 50-jährige Kitzbüheler Jahrmarkt am ersten Sams- rische Altstadt“, sagen sie - und bekamen
Mitgliedschaft bei der Stadtmusik und tag im August, ein Riesenfest der Musik, eine fahrbare Bühne. Das Superding ist
für 40-jährige Leitung des Kirchencho- bei dem alle Vereine zur Mitwirkung ein- überdacht und wird dreifach im Schubla-
res und Kirchenorchesters. 35 Jahre lang geladen sind. densystem ausgezogen. 2003 bezogen die
war er stellvertretender Kapellmeister Die kirchlichen Aufgaben setzen im Musikanten im Keller der Volksschule
der Blasmusik, er ist der Gründer und Frühjahr ein, und dann folgt auch schon ihr erweitertes Probelokal.
Leiter der drei „Mitterhögler“-Ensembles der Jahreshöhepunkt, das Frühjahrskon- Seit 2004 gehört die Stadtmusikkapelle
und schrieb bislang an die 200 Kompo- zert. Da gibt es meistens, wie Brandstät- Kitzbühel zur Großfamilie des Landesver-
sitionen. ter sagt, „im ersten Teil altösterreichische bandes. Josef Brandstätter hat den Bei-
Die Stadtmusikkapelle Kitzbühel hat Blasmusik und im zweiten Modernes, um tritt eingefädelt. Rückblickend überlegt
gegenwärtig 39 Musikanten und 5 Mu- zu zeigen, dass wir auch da gut drauf sind“. er: „Sicher wollte man sich nichts drein-
sikantinnen, vier Marketenderinnen 2004 führte man mit über 100 Mitwir- reden lassen, aber warum, weiß niemand
und einen Fähnrich. Lange Jahre hat kenden Carl Michael Ziehrers „Traum mehr. Weshalb sollten wir nicht zum
sich der Männerverein gegen Frauen des österreichischen Reservisten“ auf. Landesverband gehen? Wir sind nichts
gewehrt, seit längerer Zeit aber sind mu- Von der Besetzung her schwächelt die Besseres, wir sind alle Musikanten.“ Wa-
sizierende Mädchen herzlich willkom- Kapelle gegenwärtig bei Flöten und rum der Schritt 2004 getan wurde, kann
men. Um den Nachwuchs muss man Waldhörnern, beide Register werden er sagen: „Es gibt viele Möglichkeiten zur
sich bei der herrschenden Konkurrenz aber in absehbarer Zeit aufgefüllt. Fortbildung und zur Begegnung. Und an
stark bemühen, aber wohl auch deshalb, Zu all den erwähnten Aktivitäten kom- der Spitze sind Persönlichkeiten, zu de-
weil die Kitzbüheler Musikanten Enor- men noch Brauchtumsauftritte, Kirchen- nen man Vertrauen haben kann.“
mes leisten müssen. konzerte, Turmblasen, Gastspiele - das Ursula Strohal

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Blasmusik in Tirol September 2005

Reiche Ernte des österreichischen


Blasmusikjahres 2004
Kongress des Österreichischen Blasmusikverbandes vom 26. bis 29. Mai 05 in Going

Im Kreis der Landesverbände im


ÖBV traf es heuer Tirol, den jähr-
lichen Kongress (Generalversamm-
lung) auszurichten, und mit der Aus-
wahl des Hotels Stanglwirt in Going
gelang uns ein Volltreffer. Für vier
Tage standen das bekannte Hotel
und der Ferienort Going am Wilden
Kaiser im Zeichen der Aktivitäten
der österreichischen Blasmusik. Ein
stimmungsvolles Ambiente, die wun-
derschöne Natur bei Kaiserwetter,
die Gastfreundschaft im Hotel, ein
gelungenes Damenprogramm und
auch ein Ausflug auf die Kitzbühler
Streif trugen zur Erholung zwischen
den anstrengenden Konferenzen bei.
Dr. Ebenbichler erhielt das ÖBV-Ehrenkreuz in Gold

Bei der Begrüßung der Delegierten aus für die kräftige Hilfe zu danken. Viele die Partnerverbände und die Aktivitäten
allen neun österreichischen Landesver- haben mustergültig zusammengeholfen, in der IGEB, CISM und auch im Bereich
bänden und aus den Partnerverbänden um den Gästen einen schönen und har- der Brass Bands. Ein Thema war auch
Südtirol und Liechtenstein samt Damen monischen Kongress zu bieten. der ÖBV als Wirtschaftsfaktor (48 Mio €
und der Ehrenmitglieder des ÖBV war Beim eigentlichen Kongress am Freitag Ausgaben im Jahr 2004 durch die Kapel-
auch Tirols Blasmusikpräsident Dr. Franz untertags und am Samstag vormittags len und Verbände, davon wurden 35 Mio
Fischler anwesend und lauschte einem berichtete ich als Präsident über das € an Eigenmitteln durch die Vereine auf-
stimmigen Ständchen der Bundesmu- Geschehen im abgelaufenen Vereins- gebracht). In das Bundesblasmusikzen-
sikkapelle Going auf der Kaiserwiese des jahr, insbesonders über die Vorteile des trum Zeillern ist nunmehr der Verband
Hotels. Diese Kapelle gestaltete auch neuen Rotationssystems bei den Präsi- Niederösterreich übersiedelt, womit
die musikalische Umrahmung des Got- denten, über die neuen Aufgaben und endlich eine ständige Anwesenheit und
tesdienstes in der Pfarrkirche Going am Meldungen im EDV-Bereich, über die Frequenz gegeben ist.
ersten Abend. verschiedenen Aus- und Fortbildungs- Da verschiedene Bereiche schon ausführ-
Als Landesobmann möchte ich mich veranstaltungen des ÖBV wie das Fucik- lich im Bericht des Präsidenten behan-
besonders hinsichtlich der Organisation Symposion, den Kapellmeisterkurs in delt wurden, brachte Bundeskapellmeis-
des Rahmenprogramms bedanken bei Zeillern, den Meisterkurs in Klagenfurt, ter LMD Walter Rescheneder aus Obe-
den Bezirksobmännern Michael Werl- über die geplanten Projekte des ÖBV bei rösterreich keinen Bericht, sondern hielt
berger, Franz Widmoser und Sebastian der Mid Europe in Schladming, über die ein begeistert aufgenommenes Referat
Neureiter, bei Musikschulleiter Martin Symposien in Salzburg (Musikpädago- über die „Blasmusik im Spannungsfeld
Rabl aus St. Johann für einen mustergül- gik) und Innsbruck (Mozart), über den zwischen Tradition und Avantgarde“.
tig gestalteten Abend im Kaisersaal und bevorstehenden 6. Blasmusikwettbewerb Bundesfinanzreferent Michael Krimpl-
bei der Stadtmusik Kitzbühel, beson- in Feldkirchen, über die Entwicklung stätter aus Salzburg berichtete über die
ders Obmann Sepp Brandstätter für die der Blasmusikjugend als selbstständige Einnahmen und Ausgaben des ÖBV und
Begleitung beim Ausflug auf den Hah- Jugendabteilung des Gesamtverbandes, hob auch die Sponsoren hervor, die die
nenkamm. Dank gebührt auch der Kul- über den ÖBV als Servicestelle in Versi- Arbeit des ÖBV in den verschiedenen
turlandesrätin Dr. Zanon, die den Kon- cherungsfragen, über die Fachzeitschrift Gremien sehr unterstützen. Mit den der-
gress am Abend in St. Johann besuchte. ÖBZ, über den seit 1. Jänner 2005 wirk- zeit vorhandenen Einnahmen kann für
Hinsichtlich der Finanzierung sind der samen neuen AKM-Vertrag, über die die Tätigkeiten gerade noch das Auslan-
Gemeinde Going und dem Land Tirol Planungen für 2006 und 2007 sowie über gen gefunden werden. Mehr Unterstüt-

13
September 2005 Blasmusik in Tirol

zung durch das Ministerium für Bildung,


Wissenschaft und Kunst wäre wünschens-
wert und wohl auch berechtigt (Erwach-
senenbildung!). Die Kassaprüfer Mag. Jo-
hann Wanovits (Burgenland) und Mag.
Manfred Ebhart (Niederösterreich) hat-
ten die Kassaprüfung genau erledigt und
beantragten mit einstimmigem Ergebnis
die Entlastung des Finanzreferenten und
des gesamten Präsidiums.
Bundesjugendreferent Mag. Hans Brun-
ner aus Kärnten berichtete über sein ers-
tes Jahr als Chef der 2004 eingeführten
Blasmusikjugend mit ihrem Büro in Spit-
tal a.d.Drau und zeigte eindrucksvoll die Dr. Ebenbichler übergibt die Agenden des ÖBV an DDr. König
verschiedenen Aktivitäten auf. In Stich-
worten: Eröffnung des Büros der Blasmu-
sikjugend, Aus- und Weiterbildung für
Vereinsjugendreferenten, Bewerb „Musik
in Gruppen“, das nationale Jugendor-
chester, das seine ersten Konzerte im Mai
2006 spielen wird, Projekt Musikvermitt-
lung, Mitarbeit bei der Bundesjugendver-
tretung, Öffentlichkeitsarbeit, Bewerbe
für Jugendorchester. Er sprach auch über
die gute Zusammenarbeit mit dem Bun-
desministerium für Soziales und Gene-
rationen, das für die Bereiche des Bun-

Fotos: Imre
desjugendförderungsgesetzes zuständig ist
und von dem seit 2004 die nötigen Basis-
und Projektsubventionen kommen. Die Festlicher Empfang für die ÖBV-Funktionäre durch die Musikkapelle St. Johann i.T.
Jugendfinanzreferentin Mag. Karin Vier-
bauch brachte den Finanzbericht für die hen. Das Amt des Präsidenten der Musik- Ebenbichler, und der nächste Kandidat
Blasmusikjugend und wurde samt Bun- kommission hatte früher viele Jahre der für das Präsidentenamt, Peter Höckner
desjugendvorstand ebenfalls entlastet. Bundeskapellmeister Prof. Eugen Brixel aus Niederösterreich, zu Vizepräsiden-
Bundesmedienreferent Gerhard Imre inne. Zuletzt war der ÖBV im Vorstand ten gewählt. Die übrigen Mitglieder des
berichtete über die Pressearbeit - in Go- der CISM nicht mehr vertreten, es wäre Präsidiums wurden 2004 für drei Jahre
ing wurde ebenfalls eine Pressekonferenz wünschenswert, wenn dies geändert wer- gewählt und rotieren nicht. Das ist das
durchgeführt - und vor allem über die den könnte. Der Kongress bot auch Ge- Wesentlich an der Konstruktion, dass
Situation und Inhalte der Fachzeitschrift legenheit zu besonderen Ehrungen. So nämlich die Fachfunktionäre längerfristig
ÖBZ. Gute Ergebnisse für die künftige wurden in Going Vizepräsident Mag. Jo- tätig sein können. Nach Festlegung ver-
Verbandsarbeit brachten am Nachmittag sef Lemmerer und Bundesmedienreferent schiedener Termine für die nächste Zeit
des Freitag die Arbeitskreise der Landes- Gerhard Imre mit dem silbernen Ehren- wurde vom Kongress auch eine Resolu-
kapellmeister, der Landessobmänner und kreuz des ÖBV ausgezeichnet. Lemmerer tion zur Erhaltung aller neun Militärmu-
der Jugendreferenten sowie der Landes- wurde anlässlich seines Ausscheidens als sikkapellen verfasst, die an die führenden
stabführer. Prof. Johann Mösenbichler Vizepräsident auch zum Ehrenmitglied Politiker versandt wurde.
aus Oberösterreich, seit längerem auch ernannt. Auch meine Wenigkeit wurde Der nächste Kongress findet vom 15. bis
künstlerischer Leiter der MidEurope, nach Auslaufen der Präsidentenperiode 18. Mai 2006 in Meran statt, ausgerichtet
wurde als Kandidat für den Posten des geehrt und bedankt. vom Verband Südtiroler Musikkapellen.
Präsidenten der Musikkommission des Nach den seit 2004 geltenden Statuten Am Schluss dankte der neue Präsident
Internationalen Musikbundes CISM sind hinsichtlich der Präsidenten nach DDr. König allen Kongressteilnehmern
(Confederation Internationale des Socie- dem Rotationssystem jedes Jahr Neu- für die konstruktive Zusammenarbeit
tes Musicales) nominiert, die Versamm- wahlen durchzuführen. Über Vorschlag und besonders dem Tiroler Landesver-
lung findet zwischen 21. und 22. Juli in der betreffenden Landesverbände wurde band für die gelungene Organisation des
Maastricht statt, wo dann die Wahlen in DDr.Manfred König aus Salzburg zum Kongresses.
den Vorstand auf der Tagesordnung ste- Präsidenten, der bisherige Präsident, Dr. Herbert Ebenbichler

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Blasmusik in Tirol September 2005

Innsbrucker Promenadenkonzerte 2005


Freitag, 8. bis Sonntag, 24. Juli im Innenhof der kaiserlichen Hofburg

25.000 Besucher bei den


Innsbrucker Promenadenkonzerten

Dass engagierte Blasmusik das Publikum


bei jedem Wetter begeistert, bewiesen die
diesjährigen Innsbrucker Promenaden-
konzerte. Insgesamt ließen sich 25.000
Besucher von der großen europäischen
Musiktradition bezaubern, wobei neben
den Besuchermagneten aus der Blasor-
chesterszene auch die neu eingeführten
Streicherkonzerte auf größtes Interesse
stießen.
Im elften Jahr des Bestehens der Innsbru-
cker Promenadenkonzerte war das musi-
kalische Niveau der Darbietungen so
hoch wie nie zuvor. Herausragend dabei
zweifellos die Auswahlorchester, wobei
das neu gegründete Sinfonische Blasor-
chester Innsbruck-Land (SBOIL) dem
etablierten Kerkrade-Gewinner SBO
Ried und dem Pannonischen Blasorches-
ter in keiner Weise nachstand.
Insgesamt konnten heuer die Blasorches-
ter aus Nordtirol uneingeschränkt über-
zeugen und ihr hohes Leistungsniveau
unter Beweis stellen.
Vom Eröffnungskonzert der Musikkapel-
le Mutters über die Bundesmusikkapelle
Söll, die sich in wunderbar gewachsener
Harmonie präsentierte, die kraftvolle
MK Inzing und die technisch ausgereif-
ten Speckbacher Hall bis zu den völlig
zu recht berühmten Publikumsmagneten
aus Wilten und Wattens, den einzigar-
tigen Kaiserjägern und der Postmusik
Innsbruck in ihrer feinfühligen klangli-
chen Ausgewogenheit.
Nach dem neuerlichen großen Erfolg der
Innsbrucker Promenadenkonzerte steht
einer Fortsetzung im kommenden Jahr
nichts im Wege. Auch die Reihe der Sa-
lonorchester wird fortgeführt, ebenso wie
es beim Programmschwerpunkt „Musik
bis 1918“ bleiben wird.

1.) Die Speckbacher Stadtmusikkapelle Hall


Fotos: Jeller

2.) SBOIL
3.) Musikkapelle Gries bei Bozen

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Mozart für Blasorchester?


Erkenntnisse über Mozartmusik und Blasmusik
Das zweite Symposion des Blasmusik-
verbandes Tirol, in Zusammenarbeit
mit den Innsbrucker Promenaden-
konzerten und dem ÖBV, stellte sich,
nach Julius Fucik im Vorjahr, ein
sehr elitäres Thema, zeigte sich aber
in der Umsetzung sehr praxisnah und
als eine niveauvolle Fortbildungsver-
anstaltung für rund 50 Kapellmeister
und Interessierte.

Fotos: JoWe
Prof. Tilman Seebass, Vorstand des musik-
wissenschaftlichen Instituts der Universi- Landeskpm. Prof. Mag. Hans Eibl überreicht sein
tät Innsbruck, stellte im Eröffnungsreferat Arrangement eines Mozart-Marsches dem Hauptini-
musik- und sozialhistorische Zusammen- Für die Praxis - das Bläserensemble von Peter Rabl tiator der Veranstaltung, Dr. Herbert Ebenbichler
hänge dar und ging auf die Entwicklung
der Harmonie-Musik ein. arbeitungen von Mozart-Musik. Rund Blechblasinstrumente finden keine Ver-
Prof. Seebass ist grundsätzlich für Blasmu- 600 Druckausgaben liegen vor. Die immer wendung, da sie zu sehr klangabsorbierend
sik-Bearbeitungen: Die Vorteile liegen in größer werdende Blasmusik-Besetzung sind, können aber sehr gut Vokalparti-
der Anpassung des Werkes an individuelle um 1900 förderte ein Aufblühen der Ar- en übernehmen. Original-Tonarten sind
Gegebenheiten, in der Begegnung einer rangier-Tätigkeit. In jüngerer Zeit wurde nach Möglichkeit beizubehalten, nur wo
großen Zahl von Musizierenden mit „be- selbstverständlich auch in den Niederlan- sich dadurch große Probleme ergeben, ist
deutender“ Musik, weiters in der Aktuali- den und USA eine Menge an Mozart-Be- eine Veränderung sinnvoll.
sierung von Werken vergangener Epochen. arbeitungen auf den Markt gebracht. Dass für den Großteil der Blasmusikka-
Zu bedenken ist allerdings, dass eine Har- Der Großteil der Bearbeitungen hat Opern- pellen bei diesen Ansprüchen eine Aus-
moniemusik der Klassik, zu einer der Wur- arien oder Opern-Ouvertüren zum Inhalt. führung nicht ohne weiteres möglich ist,
zeln der modernen Blasmusik zählend, eine Von den Instrumentalwerken wurden vor al- versteht sich.
doch völlig andere Besetzung aufwies als lem Sätze aus Hornkonzerten arrangiert, das Mozart-Interpretation durch
eine Blasmusikkapelle unserer Zeit. berühmte „Ave verum“ liegt in zahlreichen Holzbläserensembles
Aufführungspraxis und Besetzung – Ausgaben vor. Eine von Bernhard Habla er- Mit seinen Kollegen vom Symphonieor-
Hauptkriterien der Interpretation stellte Auflistung aller erschienenen Werke chester Tirol zeigte Peter Rabl in verschie-
Prof. Hansjörg Angerer führte mit seinem nach 1945 rundete die Übersicht ab. denen Besetzungen Möglichkeiten auf,
Vortrag über das Naturhorn in wichtige Ein gutes Arrangement Mozart gut umzusetzen. - Eine lohnende
Voraussetzungen für die Interpretation ei- macht’s möglich Aufgabe für Holzbläser-Ensembles, Alter-
nes barocken oder klassischen Werkes ein. Ein werkgerechtes Arrangement, so Albert nativen für ein Blasmusik-Konzert.
Er zeigte die Charakteristik verschiedener Schwarzmann, Arrangeur der Bläserphilhar- Eine Reihe von Beispielen für die Praxis, bei-
Hornstimmungen auf und wies nach- monie Mozarteum Sazburg, ist die Grund- spielgebend musiziert, gab den interessierten
drücklich auf die Bedeutung des richtigen voraussetzung für eine qualitätvolle Umset- Zuhörern reiche Anregung. Ausgehend vom
Tempos hin, das heute grundsätzlich eher zung. An Bespielen, etwa der Ouverture zur Klarinettenensemble zeigten wechselnde Be-
zu hoch gewählt wird. „Zauberflöte“, stellte er seine Grundfragen setzungen viele interessante Möglichkeiten
Für die Aufführung eines Mozart-Werkes an ein Arrangement: Was habe ich? Was auf, wie etwa eine Bearbeitung der Zauberflö-
durch Blasorchester ist, so Prof. Angerer, ist spieltechnisch möglich? Was ist wichtig? ten-Ouverture für vier Klarinetten. Der Ver-
ein bestimmtes Instrumentarium erforder- Hauptbedingung: Ein Arrangement darf gleich von originaler Bläsermusik und Bear-
lich, ebenso die Kenntnis klassischer Auf- keinen Qualitätsverlust bedeuten. beitung und viele Literaturhinweise führten
führungspraxis und gutes technisches Ni- Bei Mozart bedeutet das für Schwarzmann: zu einem starken Finale der Veranstaltung.
veau. Kleinere Besetzungen ermöglichen Streicher werden von den Einfachrohr- Eine Buch- und Notenausstellung rundete
eine bessere Umsetzung als sehr große. blattinstrumenten übernommen, Blech- das Angebot ab. Der äußerst aufschlussrei-
Mozart – Ausgaben für Bläser bläser spielen nur, was original vorhanden che und praxisnahe Mozart-Nachmittag
und Blasmusik ist. Basstuben sind ungeeignet, Kontra- begeisterte und gab neben Information
Dr. Bernhard Habla, Blasmusikforscher, bass und Kontrafagott sind die idealen auch sehr viel Anstoß zur Sorgfalt im Um-
gab einen Überblick über gedruckte Be- Bassinstrumente. Auch weitmensurierte gang mit großer Musik. JoWe

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Blasmusik in Tirol September 2005

Mit teilungen des Verbandsobmannes


Nochmals Landeswertungsspiel und weitere Wertungsspiele
Als Verbandsobmann darf ich mich rung eines Festaktes, bei dem erst die Ergebnisse bekanntgegeben
nochmals bei allen Kapellen bedan- wurden, die Spannung blieb bis zum Schluss. Die Anwesenheit
ken, die bereit waren, beim Lan- unserer Landesrätin für Kultur, Dr. Elisabeth Zanon, und der Frau
deswertungsspiel im Congress In- Bürgermeisterin von Innsbruck, Hilde Zach, war uns eine Ehre
nsbruck am Sonntag, 22. Mai 2005 und Anerkennung unserer Bemühungen. Einen wesentlichen
mitzumachen und damit für einen Beitrag lieferten auch die beiden Moderatoren, Dr. Peter Kostner
wirklichen Festtag der Tiroler Blas- und Mag. Hermann Pallhuber, und natürlich die großartig mu-
LVB-Obmann musik gesorgt haben. Die Veranstal- sizierenden Haller Stadtpfeifer verstärkt durch Bläser der Brass-
Dr. Herbert Ebenbichler tung bekam Niveau einmal durch band Fröschl Hall, die unter der Leitung von Direktor Hannes
das schönste Veranstaltungszentrum Buchegger für Schwung und Abwechslung beim Festakt sorgten.
Tirols, das Congresshaus, durch den Einsatz einer internationalen Das Echo seitens der Ehrengäste und vieler Zuhörer war äußerst
Jury mit anerkannten Kapazitäten der Blasmusik, durch die ausge- positiv und auch viele Kapellen lobten die Durchführung. In die-
zeichnet funktionierende Organisation während des ganzen Tages ser Form lebt das Wertungsspiel und ermuntert uns, nicht nachzu-
samt Verpflegung, wofür ich allen Helfern, besonders aus dem lassen. Zwei Tiroler Kapellen, die Speckbacher Stadtmusik Hall in
Vorstand und aus dem Musikbeirat herzlich danke, und durch die Tirol (Stufe D) und die Bundesmusikkapelle Mariatal (Stufe B),
vielen herausragenden Leistungen unserer Kapellen. Die genauen nahmen auch am Landeswertungsspiel des Verbandes Südtiroler
Ergebnisse waren bereits in der BiT 2/2005 abgedruckt. Kapellen am 11. und 12. Juni 2005 in Bozen teil und erzielten
Ein besonderer Dank namens des Verbandes ergeht an alle Fir- sehr gute Bewertungen. Ich möchte mich bei beiden Orchestern
men, die uns bei den Sachpreisen für die Kapellen und bei der bedanken, dass sie sich zwei Mal hintereinander einem Wertungs-
Sonderbeilage der Tiroler Tageszeitung durch Inserate kräftig un- spiel stellten. Mit Stolz und Selbstbewusstsein darf ich anfügen,
terstützt haben. Da zeigte sich auch eine harmonische Mitarbeit dass beim Tiroler Landeswertungsspiel wesentlich mehr Kapellen
unserer Bezirksfunktionäre, die uns beim Suchen nach Sponsoren mitmachten.
kräftigst halfen und den guten Geist in unserer Blasmusikszene be- In den Bezirken gab es auch Wertungsspiele, so am 10. April in
wiesen. Besonders zu danken ist aber auch dem Publikum, denn so Tannheim, veranstaltet vom Außerferner Musikbund, und am 3.
viele Zuhörer, wie am Nachmittag im Saal Tirol, hat es bei einem Juli in Navis, ein Bewerb des Musikbezirkes Wipptal-Stubai. Den
Wertungsspiel noch nie gegeben. Unsere Werbung in der Presse teilnehmenden Kapellen dieser beiden Bezirke sei Dank und An-
und auch über Entgegenkommen des ORF über Fernsehen und erkennung ausgesprochen, die Juryvorsitzenden konnten von sehr
Radio hatte ihre Wirkung. Eingeschlagen hat auch die Durchfüh- guten Leistungen berichten.

CISM – Internationaler Blasmusikverband


Vom 20. bis 24. Juli 2005 fand in böhmisch-mährische Musik, Drum-, Bug- (Horst Sassik aus der BRD), einem Gene-
Maastricht/Niederlande die Delegierten- le- und Piperbands sowie für alle musika- ralkassier (Ervin Hartmann aus Slowenien)
versammlung und der Kongress der CISM lischen Aufgaben) Prof. Johann Mösen- und eben aus dem Präsidenten und dem
(Confederation Internationale Des So- bichler aus Oberösterreich, künstlerischer Vizepräsidenten der Musikkommission be-
cietes Musicales), ausgerichtet vom Kö- Leiter der Mid Europe in Schladming und steht. Vizepräsidentin der Musikkommissi-
niglichen Niederländischen Verband für Inhaber von Professuren an den Univer- on wurde übrigens die bekannte Schweizer
Musikvereinigungen, statt. Der CISM ge- sitäten Linz und Wien, auch Landeska- Dirigentin Isabelle Ruf-Weber.
hören derzeit 22 nationale und regionale pellmeisterstellvertreter beim Verband in Inwieweit von der CISM für die Mit-
Musikverbände ausschließlich aus Euro- Oberösterreich namhaft, der dann auch bei gliedsverbände nun wichtige Veranstal-
pa an, darunter auch der Österreichische nur einer Enthaltung mit überzeugender tungen möglich sind, wird abzuwarten
Blasmusikverband. Delegierte des ÖBV Mehrheit gewählt wurde. Damit ist Öster- sein. Die Verbindung zur Mideurope und
waren ich als ÖBV Vizepräsident und Prof. reich nach dem früheren CISM-Präsiden- ein neuer Kooperationsvertrag mit den
Johann Mösenbichler aus Oberösterreich. ten Dr.Weyermüller und Dr. Brixel endlich Veranstaltern des Kerkrade Wettbewer-
Wie schon im Kongress des ÖBV bespro- wieder im Vorstand der CISM vertreten, bes lassen jedenfalls Optimismus aufkom-
chen, machte der ÖBV bei den diesmal der aus dem Präsidenten (Erich Schwab- men. Pläne für große Bewerbe „Musik
fälligen Wahlen für die neue Position des Schweiz), 2 Vizepräsidenten (Gottfried in Gruppen“, Fortbildung für Bewerter,
Präsidenten der Musikkommission (zu- Furgler aus Südtirol und Rit van der Wei- Jugendorchesterbewerbe Dirigentenaus-
ständig für alle Musikarten wie Blasmusik, de aus Holland), einem Generalsekretär bildung usw. sind im Gespräch.

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Kerkrade – ein Muss für Kapellmeister


Alle vier Jahre findet im holländischen 272 eingeladen. 19000 Aktive hielten Sonntag, 17. 7., Goldmedaille. Herzliche
Ort Kerkrade (nahe der Grenze zur BRD) sich während des Bewerbes in Kerkrade Gratulation zum großartigen Erfolg und
der WMC-World Music Contest statt. auf. Die Hauptsponsoren sind die Regie- ein Danke für die Vertretung der Tiroles
Seit 1949 wurde nun 2005 schon zum 15. rung der Niederlande, das Land (Provinz auf dieser Weltbühne der Blasmusik (ge-
Mal dieser große Internationale Bewerb Limburg), die Stadt Kerkrade und einige naueres siehe Seite 41). Großartig war
abgehalten. Dort gibt es Konzertbewerbe Großfirmen. das Sinfonische Blasorchester Vorarlberg
für Harmonie- und Fanfarenorchester Ich hatte an drei Abenden Gelegenheit, unter dem auch in Innsbruck wirken-
(1. bis 3. Division und als Höchststu- bei den Konzertbewerben zuzuhören den Thomas Ludescher, das beim ersten
fe die Konzertdivision), Bewerbe für und war von den Leistungen überwäl- Antreten in der Höchststufe-Konzertdi-
Brassbands, Marsch- und Showbewer- tigt. Kerkrade sollte für Kapellmeister, vision mit 92.40 Punkten sensationell
be, Bewerbe für Schlagwerkensembles, Bezirkskapellmeister und Landeskapell- abschnitt.
Workshops, Ausstellungen und großar- meister alle vier Jahre ein Pflichttermin Kekrade muss man gesehen und gehört
tige Konzerte. Der Bewerb wird an vier sein, ist für die Information über die Blas- haben, Details unter www.wmc.nl mit
Wochenenden abgehalten und dauerte musikszene wichtig und zielführend für Ergebnissen und Möglichkeiten für CD-
heuer von 7. bis 31. Juli 2005. Heuer die Arbeit in den eigenen Verbänden. und DVD Bestellungen.
haben sich 360 Ensembles aus der gan- Die Stadtmusikkapelle Landeck hat einen Euer Verbandsobmann
zen Welt beworben und letztlich wurden großartigen Erfolg erzielt: Tagessieger am Herbert Ebenbichler

Stellenausschreibung: Jugendlicher Delegierter


für Bundesjugendvertretung und Internationales
Komitee gesucht
Die ÖBJ vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in der österreichischen Bundesjugend-
vertretung (BJV) sowie auch auf internationaler Ebene. Die österreichische Blasmusikju-
gend sucht nun einen Delegierten, der in der Bundesjugendvertretung für die öster-
reichische Blasmusikjugend mitarbeiten will. In die Arbeit würde auch die Vertretung
der ÖBJ im internationalen Komitee der BJV hineinfallen.
Bewerbungen werden bis zum 17. Oktober 2005 entgegengenommen.
Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Schnappschüsse vom Landeswertungsspiel 05 - Congress/Innsbruck

18
Blasmusik in Tirol September 2005

Mitteilungen des Landeskapellmeisters


Landeswertungsspiel wurde zum Fest
Mit diesem Titel wurde das Aufführungen, die zeigten, wie sich Dirigent und Musi-
Landeswertungsspiel von Frau ker mit einem Werk auseinandergesetzt und beschäftigt
Strohal in der Tiroler Tageszei- haben. Das war und ist ja der Sinn eines Landeswer-
tung überschrieben. Trotzdem tungsspieles. Aber nicht nur gründliche Arbeit sondern
die Beteiligung der Kapellen auch wertvolle Literatur zu zeigen gehörte mit zu diesen
von der Anzahl her nicht be- Aufgaben. Dieses ist im vollen Ausmaß geschehen.
sonders hoch war, tat dies dem Die Juroren hatten einen kurzen, schriftlichen Bericht
LKplm. Prof. Mag. Hans Eibl Wertungsspiel in seiner At- zu verfassen, der dann von einigen Fachleuten auf dem
mosphäre keinen Abbruch. Computer in Reinschrift geschrieben wurde. Ich darf
Die Kapellen nahmen ihre mich bei Dr. Werner Mayr und seinen Helfern sehr herz-
Aufgabe sehr ernst und bereiteten sich bestens auf die- lich für ihre Arbeit bedanken, denn sie alle sind den
sen Auftritt vor. Für viele Musiker/Innen war es auch ganzen Tag im wahrsten Sinnes des Wortes unter Stress
ein Erlebnis, einmal in einem solchen Rahmen auftre- gestanden, um die in Eiltempo verfassten schriftlichen
ten zu können. Es wurde von unserer Seite alles mögli- Aufzeichnungen zu entziffern.
che getan, um auch einen reibungslosen Ablauf zu ge- Als Landeskapellmeister habe ich schon viele Landes-
währen. Dabei möchte ich es nicht versäumen, mich bei wertungsspiele in Österreich und im Ausland erlebt.
Obmann Dr. Herbert Ebenbichler, bei Geschäftsführer Dass aber bei einem Wertungsspiel durchgehend und
Roland Mair, bei meinen Stellvertretern Franz Schiefe- vor allem am Nachmittag der Saal Tirol des Congress-
rer und Hans Eller für die großartige Hilfe und Mitarbeit Hauses fast voll mit Zuhörern war, ist doch eine Selten-
zu bedanken. heit und deshalb verdient auch die Zuhörerschaft ein
Die Juroren hatten sicherlich keine leichte Aufgabe, aber ganz großes Kompliment.
sie konnten ohne Beeinflussung und ohne Befangenheit Als Abschluss möchte ich aus dem Schreiben eines Ka-
ihren persönlichen Eindruck der gebotenen Aufführun- pellmeister zitieren: „Es war für mich und meine Kapelle
gen bewerten. Bei der Benotung ist man davon ausge- ein Erlebnis und ich werde auch beim nächsten Lan-
gangen, dass von den 100 Punkten, die jeder Juror zu ver- deswertungsspiel sicher wieder dabei sein“. Ich möchte
geben hatte, die Vergabe von 85 Punkten für eine sehr mich bei allen Teilnehmern, Dirigenten, Musikerinnen
gute Leistung war. In den 90er Bereich hineinzukommen und Musikern für ihr Engagement, für das Erstnehmen
musste es wirklich eine ausgezeichnete und an professi- dieser Aufgabe, wodurch sie einen großen Beitrag zum
onelle Orchester heranreichende Aufführung sein. Aus Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, noch-
diesem Blickwinkel gesehen gab es auch sehr respektable mals ganz herzlich bedanken.
Fotos: JoWe

19
September 2005 Blasmusik in Tirol

Salzburger Military Tattoo 2005


tet und später mit einer exzellenten, viel
beachteten und beklatschten Exerzier-
vorführung der Garde Wien ergänzt.
Von den Vorführungen der Gastkapellen
stach vor allem das Zentralorchester von
Tschechien mit seiner musikalischen
Exaktheit heraus. Besonders erwähnens-
wert ist die Militärmusik der Carabinieri
aus Italien, die mit einer Stärke von 100!
Männern/Frauen aufmarschiert ist.
Ein kurzer Ausschnitt aus dem Pro-
gramm, das alle neun österreichischen
Militärmusiken unter der Leitung von
Heeresmusikchef Oberst Josef Spirk in
einer Großshow dargeboten haben: Ein-
Am 20. Mai 2005 fand im mit 18.000 Zu- Der Militärkommandant von Salzburg, zug der Gladiatoren, Gefangenchor aus
schauern bis auf den letzten Platz gefüll- Generalmajor Paul Kritsch, konnte un- Nabucco, Sempre Avanti, Donauwal-
ten EM–Stadion Wals Siezenheim eine ter anderem den Bundesminister für Lan- zer mit Tanzeinlage, Radetzky Marsch,
musikalische Großveranstaltung anläss- desverteidigung Günther Platter, Frau Sturm Galopp, Marsch „Schutz und
lich der Zusammenziehung der Militär- Landeshauptmann Gabi Burgstaller und Hilfe“, von Militärkapellmeister Mjr
musiken Österreichs mit den Militärmu- den Kommandanten der Landstreitkräf- Hannes Apfolterer anlässlich 50 Jahre
siken von Italien, Deutschland, Schweiz, te, Generalleutnant Edmund Entacher, Bundesheer komponiert und bei diesem
Zentralorchester der Tschechischen und begrüßen. Anlass uraufgeführt. Der Österreichische
Slowakischen Armee, Ungarn, Sloweni- Das musikalische Großereignis wurde Zapfenstreich bildete den Abschluss ei-
en
BLMim1/2_4
Rahmen der 50-Jahrfeier
02.09.2005 13:17desUhr
Ös- durch1eine Schauvorführung der Jäger-
Seite ner gelungen Veranstaltung, die mit ei-
terreichischen Bundesheeres statt. schule Saalfelden am Spielfeld eingelei- nem Feuerwerk beendet wurde.

BLM-NEUHEITEN ECHO MUSIKVERLAG:


VIVAT BENEDICT - Konzertmarsch
Franz Sprenzinger EC5017 € 59,90

WHAT A WONDERFUL WORLD - Solo für Trompete


David Georg Weiss, Robert Thiele, Bearb.: B. Raabe EC5016 € 59,90
TIROLER ZUSAMMENARBEIT BESIEGELT:
FRANZ POSCH U.S. INNBRÜGGLER - “Guat aufg’legt”
Sammelheft zur gleichnamigen CD-Produktion EC4006 € 27,90

HIGHLIGHTS TSS-MUSIKVERLAG:
ARS VIVENDI - Kleine Suite für Blasorchester
Stefan Pranger TSS97737 € 79,90

PANNONISCHE RHAPSODIE
Oskar Czepek TSS98654 € 132,90

PIROSCHKA - Czardàs
Bild v.l.n.r.: Heinrich Schedler (GF ECHO), Herbert Eberl (TSS), Johannes Petz (Vertriebsleiter ECHO)
Florian Pranger TSS98105 € 59,90

Am 1. Juli 2005 hat der noch junge Tiroler “ECHO MUSIKVERLAG” EL TORERO - Spanischer Marsch
den Vertrieb von TSS-Musikverlag übernommen. Mit dieser Willi Löffler TSS12016 € 59,90
Zusammenarbeit kann sich zum einen TSS-Firmeninhaber Herbert
Eberl voll und Ganz auf das Verlegen neuer Werke konzentrieren
und zum anderen der ECHO-Verlag sein vielfältiges Blasmusik- MARCHE JUBILÈ - Konzertmarsch
Programm enorm erweitern. Arnold J. Breitfuß TSS97931 € 59,90
Somit ist auch für die Zukunft garantiert, dass Werke aller
Stilrichtungen, vor allem von unseren heimischen Komponisten,
veröffentlicht und im gesamten deutschsprachigen Raum ACHTUNG! WIR HABEN EINE NEUE ANSCHRIFT:
vertrieben werden. Dies war auch für Eberl ein wichtiger Aspekt in
seiner Entscheidungsfindung. A-6600 Reutte • Planseestraße 4 • Tel 05672 72060 • Fax 05672 72066
Bleibt zu hoffen, dass unsere Musikkapellen auch von diesem office@echomusikverlag.com • www.echomusikverlag.com
Angebot, Werke heimischer Komponisten zu spielen, Gebrauch
machen, dann kann die Österreichische Blasmusikszene auch
weiterhin auf ein vielfältiges Repertoire heimischer Literatur
zurückgreifen.

20
Blasmusik in Tirol September 2005

Der komprimierte (acht-teilige) Kapellmeisterkurs am Grillhof


Erstmals fand der komprimierte Kurs jeweils Freitags und Samstags Ende April und Juni statt.
Die 8-10 Teilnehmer rekrutieren sich aus dem vorangegangenen sechsteiligen Kurs.

Für den Dirigierunterricht war der Kurs Für das nächste Mal ist vorgesehen: die minant Septakkorde wurden in die ver-
so ideal mit Instrumentalisten besetzt, Ouvertüre „Romatica“ mit Partitur, die schiedenen Stimmungen ausgehend von
dass einerseits die Schüler die Bläser- Milleniums-Ouvertüre und die Ouvertü- C nach B, Es und F transponiert.
gruppe zum Dirigieren hatten und ande- re “Odboj“. Aufteilung der Akkorde auf das ganze
rerseits mit einem Klavierspieler gearbei- Transponieren und Instrumentieren: Orchester.
tet werden konnte. Dur und Molldreiklänge und der Do-
Programm:
• Die verschiedenen Möglichkeiten des Harmonielehre:
Einblasens, (freies Einblasen mit ver- Tag Lehrstoff Übung (Hinweise)
schiedenen Tonleitern, Einblasen mit
Freitag, Wiederholung: Dreiklänge, groß, klein, a) Dur und Moll erkennen
Harmoniesätzen [Akkorde], rhythmi-
24. Juni vermindert, übermäßig; Umkehrungen b) auch übermäßig und
sche Übungen)
Vierstimmigkeit – Verdoppelung des vermindert
• Wiederholung der Schlag-Untertei-
Grundtones – Sextakkord !!! c) Kadenz schreiben
lung in verschiedenen Taktarten
Verbindungsregeln – Schreiben einer d) Verbindungen hören
• Unabhängigkeitsübungen der beiden
Kadenz – Teilnehmer(in) e) Bläsersatz GL 105 –
Hände
Akkordanalyse – O Heiland, reiß die Einzelstimmen hören
• Verbesserung des Dirigierbildes (mehr
Himmel auf
die horizontale Linie beachten)
• Dynamikübungen: Rechte Hand Samstag, Wiederholung: a) Hören von Akkorden / Drei-
schlägt den Takt, linke Hand führt 25. Juni Vierklang – Septakkorde – klänge / Vierklänge / harmo-
stufenlos die Hand bis über den Kopf Terzenschichtung niefremde Töne (Vorhalt,
und retour. Umkehrungen – Namen Durchgang, Wechselnoten)
• 7/8 und 5/8 Takt modernere Satztechniken mit Vierklängen b) Dominantseptakkord
Literatur: Hörbeispiel: c) Vierklänge
Tiroler Liederstrauß-Potpourri mit Kla- Gott hat das erste Wort d) GL 584 (Christi Mutter
vier und Bläsergruppe. (Schichtung von Tönen zu Klängen) stand mit Schmerzen) / Ak-
Hörbeispiel: Schubertmesse kordanalyse
Euregio-Ouvertüre Partitur-Besprechung,
e) Hören von Änderungen im Satz
Dirigier-Übungen.

Aus dem oben angeführten Programm ist ersichtlich, wie konzentriert und zielstrebig in diesem Kurs gearbeitet wird.
Die Arbeit macht sehr viel Freude, weil alle Teilnehmer hochmotiviert zum Kurs erscheinen. Prof. Hans Eibl

Jahresworkshop mit Prof. Edgar Seipenbusch


Lehrstoff: Kosten: Pro Jahresworkshop € 500.-
Zeitgenössische Werke und Transkriptionen für Blasorchester Es besteht auch die Möglichkeit, die Workshops Mittwoch und
a) Kritische formale und inhaltliche Analyse der Komposition Samstag zu besuchen. Kosten: € 800.-
b) Gedanken zur Instrumentation Ort: Städtische Musikschule Innsbruck, Marktgraben,
c) Vergleich mit dem Original (bei Transkriptionen) 4. Stock, Zimmer 401
d) symphonisch gestaltendes, musikadäquates Dirigieren Als Höhepunkt und Zusammenfassung der Workshops wird es
Die Workshops finden zweimal wöchentlich statt: am Ende im Juni/Juli 2006 Probentage mit der Militärmusik Ti-
Mittwoch 19.00 bis 22.30 Uhr, Beginn 5. Oktober 2005 rol geben, wobei alle Teilnehmer die wichtigsten besprochenen
Samstag 09.00 bis 12.30 Uhr, Beginn 8. Oktober 2005 Werke erarbeiten und dirigieren können. Anschließend findet
An beiden Unterrichtstagen wird der gleiche Lehrstoff vermit- die Jahreszeugnisverleihung statt.
telt, so dass bei einer Verhinderung auf den anderen Kurstag Dank der freundlichen Mitwirkung von Prof. Seipenbusch
gewechselt werden kann. kann der Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen die-
Anmeldung: Ab sofort im Verbandsbüro des Landesverbandes se wichtigen Jahresworkshops anbieten. Die Veranstaltungen
mittels Anmeldeformular (Hompage) werden daher seitens des Vorstandes sehr empfohlen.

Weitere Informationen zu den Kapellmeisterkursen am Grillhof sind in der Homepage des Blasmusikverbandes Tirol nachzulesen.

21
September 2005 Blasmusik in Tirol

Mitteilungen des Landesstabführers


Großer Erfolg für den Tiroler Block beim
26. Österreichischen Blasmusikfestival in Wien
von 3. bis 5. Juni 2005.
Eine der wichtigsten Repräsentationsveranstaltungen für Musik in Bewegung österreichweit ist
das Österreichische Blasmusikfest in Wien. Die Landesverbände der Blasmusikkapellen entsen-
den jährlich drei Kapellen, die in einem gemeinsamen Marschblock an einer Marschmusikbe-
wertung teilnehmen. Die Musikkapellen Götzens, Kematen und Kreith haben unser Bundesland
Josef Stiller vertreten und in der Stufe E eine Auszeichnung erzielt. Wir gratulieren sehr herzlich und freuen
Landesstabführer uns mit den erfolgreichen Kapellen.

Die Marschbewertung fand im Ehrenhof Höhepunkt war der Festumzug vom Hel- Als Obmann des Musikbezirkes Innsbruck-
des Schlosses Schönbrunn statt, in der denplatz über den Ring zum Wiener Rat- Land möchte ich mich nochmals bei Lan-
höchsten „Leistungsstufe E“. Als Showele- haus, wo Tausende Blasmusikbegeisterte desstabführer-Stellvertreter Siegfried Stig-
ment wurde den Juroren und allen Schau- jubelnd die MusikantInnen aus allen Bun- ger bedanken, der viele Abende geopfert
lustigen die so genannte „Schnecke“ zum desländern sowie aus dem benachbarten und mit seiner ruhigen und fachlich kom-
Besten gegeben, wobei dem Patriotismus Ausland empfingen. petenten Art für den großen Erfolg bei der
beim Marsch „Mein Tiroler Land“ mit Ge- Als Abschluss wurde vor dem Wiener Marschmusikbewertung gesorgt hat.
sang Ausdruck verliehen wurde. Rathaus beim Gesamtspiel ein imposanter Weiters möchte ich mich bei den drei
Mit einer Punkteanzahl von 92,5 von 100 Klangkörper mit ca. 1500 Mitwirkenden Musikkapellen aus Götzens, Kematen und
erreichten die ca. 130 MusikantInnen mit gebildet und unter der künstlerischen Lei- Kreith für den überdurchschnittlichen Ein-
Marketenderinnen unter der Stabführung tung des Wiener Landeskapellmeisters Mag. satz und für die außerordentliche Disziplin
von Landesstabführer-Stellvertreter Sieg- Prof. Hans Schadenbauer bis zum Abbruch während der wunderschönen drei Tage in
fried Stigger einen ausgezeichneten Erfolg. aufgrund eines Wolkenbruchs konzertiert. Wien bedanken. Bernd Raitmair

Fotos: Raitmair

Defilierung von zwei oder mehreren Kapellen


• Wenn nur eine Kapelle spielt, so ist es pe (Bataillone) zu halten, damit diese den sehenen Märsche spielen. (Vorteil: kurze
klar, dass diese am Defilierungspunkt aus- Schritt der erste Kapelle beibehalten kann. Erholungspause für jede Musikkapelle). Es
schwenkt und gegenüber der Ehrentribü- Sobald die zweite Kapelle in Sichtweite besteht aber auch die Möglichkeit, dass
ne Aufstellung nimmt, ohne das Spiel zu (besser in „Hörweite“) kommt, hat die ers- beide Kapellen zusammen ununterbrochen
unterbrechen. Am Schluss marschiert die te Kapelle ihr Spiel abzubrechen, wenn die spielen. Es könnten dann auch beide Kapel-
Kapelle (mit klingendem Spiel) nach oder Truppe vor der zweiten Kapelle den Defilie- len mit klingendem Spiel abmarschieren.
könnte auch dort abtreten. rungspunkt passiert hat. Wenn getrennt gespielt wird, marschiert
• Wenn zwei Kapellen zur Verfügung sind, so Die zweite Kapelle kann nicht den Schritt die gerade spielende Kapelle ab, die andere
marschiert die erste Kapelle mit der Truppe der ersten Kapelle übernehmen, weil dies Kapelle schließt sich an (ohne Spiel). Zum
(Bataillone) an, schwenkt beim Defilie- durch den großen Abstand aus akustischen Anmarsch der Truppe zum Defilierungs-
rungspunkt aus und spielt so lange, bis sich Gründen nicht möglich ist. punkt könnten die Truppen ihre eigenen
eine weitere Kapelle im Umzug nähert. Die • Eine weitere Möglichkeit wäre, dass beide Trommler schlagen lassen.
zweite Kapelle hat einen gewissen Abstand Kapellen beim Defilierungspunkt Aufstel- Der Landeskapellmeister
gegenüber der vor ihr marschierenden Trup- lung nehmen und abwechselnd die vorge- und die Landesstabführer

22
Blasmusik in Tirol September 2005

Liebe Musikantinnen
und Musikanten!
Die Tiroler Blasmusikjugend
schafft Eindrücke!
In den vergangenen Wochen
konnten eindrucksvolle Veran-
staltungen und Wettbewerbe im
Jugendbereich durchgeführt wer-
den. Die Ferienzeit bietet uns eine
Landesjugendreferent gute Möglichkeit kurz Rückschau
Helmut Schmid zu halten und gleichzeitig neue
Vorhaben zu planen. LJR Helmut
Das Landesjugendblasorchester hat die erste Probenphase be- Schmid und
reits absolviert und die über 60 Mitglieder freuen sich auf das LJR Stv. Mag.
Konzert am 11. September 2005 um 20:00 Uhr im Stadtsaal Johannes
Innsbruck, zu dem wir Sie recht herzlich einladen möchten! Puchleitner

Jungmusikerleistungsabzeichenprüfungen
an den Tiroler Musikschulen
Im abgelaufenen Schuljahr wurde ein neuer Rekord an Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze und Silber in Form von Über-
trittsprüfungen an den Tiroler Musikschulen erzielt. Im Zeitraum Jänner 2005 bis Juli 2005 stellten sich über 1.100 junge Musi-
kerinnen und Musiker einer entsprechenden Prüfung. Dies sind bereits um 10% mehr als im gesamten Jahr 2004.
Wir gratulieren an dieser Stelle allen Prüfungskandidatinnen und -kandidaten zur bestandenen Prüfung und hoffen, dass das
Gelernte in den Musikkapellen Früchte tragen möge. Gleichzeitig bedanken wir uns bei den Musikschulen und den Beisitzern
des Blasmusikverbandes für ihre hervorragende Arbeit!

JMLA GOLD Prüfung


Am 25. Juni 2005 wurde die Jungmusiker- die im Rahmen der Jungmusikerleistungs- LJR Stv. Mag. Johannes Puchleitner -
leistungsabzeichen-Prüfung in Gold am abzeichen erreicht werden kann. Vorsitz, BezJR Martin Rabl - Fachprüfer,
Tiroler Landeskonservatorium abgenom- MSL Luis Schwarzenberger - Fachprüfer
men. Über 44 junge Musikerinnen und Die Prüfungsvorträge wurden von Holzbläser:
Musiker stellten sich dieser Prüfung. Das folgenden Kommissionen beurteilt: LJR Helmut Schmid - Vorsitz, Mag. Ale-
goldene Leistungsabzeichen ist zwar noch Schlagwerk: xander Rainer - Fachprüfer, Musikbei-
lange nicht als das Ende einer musikali- LJR Stv. Mag. Johannnes Puchleitner - rat MSL Gotthard Schöpf - Vorsitz und
schen Ausbildung zu verstehen, jedoch ist Vorsitz, Norbert Rabanser - Fachprüfer Fachprüfer, MSL Mag. Peter Gasteiger
es die höchste fachliche Auszeichnung, Blechbläser:

Wir gratulieren herzlich nachstehend angeführten Musikerinnen und Musikern zur bestandenen Prüfung
für das Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold:
Vorname Nachname Kapelle Bezirk Instrument Ergebnis
Martin Rainer Pinswang AMB Klarinette ausgezeichnet
Alfred Lercher Ehrwald AMB Klarinette sehr guter Erfolg
Markus Daxer Aschau Brixental Horn sehr guter Erfolg
Yvonne Stefanie Moriel Swarovski Wattens Hall Saxophon ausgezeichnet
Patrick Hofer Swarovski Wattens Hall Trompete sehr guter Erfolg

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Vorname Nachname Kapelle Bezirk Instrument Ergebnis


Claudia Pichler Thaur Hall Querflöte sehr guter Erfolg
Fabian Schuler Roppen Imst Klarinette guter Erfolg
Stefan Thaler Hinterthiersee Kufstein Schlagwerk ausgezeichnet
Julia Kleinhans Ebbs Kufstein Querflöte ausgezeichnet
Sebastian Atzl Vorderthiersee Kufstein Posaune sehr guter Erfolg
Christine Juen Fließ Landeck Klarinette ausgezeichnet
Jaqueline Zacharias St. Anton Landeck Klarinette ausgezeichnet
Corinna Zangerl Zams Landeck Klarinette guter Erfolg
Evi Juen Kappl Landeck Querflöte guter Erfolg
Isabell Pfeifer Kappl Landeck Querflöte guter Erfolg
Elias Walch Fließ Landeck Trompete sehr guter Erfolg
Nadja Wille Kauns Landeck Querflöte sehr guter Erfolg
Sonja Mair Lienz Lienz Querflöte ausgezeichnet
Claudia Winkler Nikolsdorf Lienz Klarinette ausgezeichnet
Michael Kollnig Nußdorf Debant Lienz Klarinette guter Erfolg
Katja Eisendle Oberlienz Lienz Saxophon mit Erfolg
Julia Schönegger Sillian Pustertal Klarinette mit Erfolg
Bernadette Kogler Münster Rattenberg Horn ausgezeichnet
Eva Maria Moser Alpbach Rattenberg Querflöte guter Erfolg
Raphaela Steiner Brixlegg Rattenberg Querflöte sehr guter Erfolg
Judith Haaser Mariatal Rattenberg Querflöte sehr guter Erfolg
Clemens Parz Pill Schwaz Klarinette mit Erfolg
Markus Kuen Huben Silz Trompete ausgezeichnet
Kai Kummer Stams Silz Klarinette guter Erfolg
Matthias Mangweth Stams Silz Trompete mit Erfolg
David Klotz Huben Silz Horn mit Erfolg
Corinna Treffer Fieberbrunn St. Johann Querflöte ausgezeichnet
Christoph Rieder Fieberbrunn St. Johann Trompete mit Erfolg
Michael Schweinester Kössen St. Johann Trompete sehr guter Erfolg
Bernhard Achhorner Kössen St. Johann Trompete sehr guter Erfolg
Stefanie Kranebitter Mieming Telfs Querflöte guter Erfolg
Bernhard Nuener Inzing Telfs Trompete sehr guter Erfolg
Daniela Fellner Oberhofen Telfs Querflöte sehr guter Erfolg
Bernhard Auer Matrei Wipptal-St. Klarinette ausgezeichnet
Veronika Lacher Telfes i. St. Wipptal-St. Querflöte guter Erfolg
Marianne Mair Fulpmes Wipptal-St. Klarinette sehr guter Erfolg
Lisa Waldner Aschau Zillertal Klarinette ausgezeichnet
Michaela Weisele Finkenberg Zillertal Klarinette guter Erfolg
Dietmar Ausserladscheider Fügen Zillertal Trompete sehr guter Erfolg

Abschlussprüfungen Tiroler Musikschulwerk (JMLA Gold) am 31.5.2005 Tiroler Landeskonservatorium


Getraud Frank Gaimberg Lienz Klarinette ausgezeichnet

Statistik JMLA Gold Juni 2005: * 14 mit ausgezeichnetem Erfolg


* 15 mit sehr gutem Erfolg
* 10 mit gutem Erfolg
* 6 mit Erfolg

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Blasmusik in Tirol September 2005

Jugend im Gespräch
Name: Michael Schöch
Alter: 19 Jahre
Wohnort: Mils
Blasmusikkapelle: Bürgermusikkapelle Absam
Instrument(e): Trompete, Klavier, Orgel
Preise: Auszeichnung bei Musik in kleinen Gruppen,
mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb
Prima La Musica (Klavier, Orgel,
Klavierbegleitung), Bösendorfer-
Klavierstipendium 2005, Brigitte-Fassbaender-
Förderungspreis 2004
Lieblingsessen: Italienische Küche
Hobbies: lesen, reisen, „no sports“
Schule: Matura am Franziskanergymnasium in Hall, Studium am Tiroler Landes-
konservatorium (Klavier), ab Wintersemester 2005 Musikhochschule München (Orgel)
Was willst du werden? Hauptsächlich möchte ich mich mit Musik beschäftigen
Was bedeutet dir die Blasmusik? Gemeinsames Musikerlebnis, Tradition
Was gefällt dir an deiner Kapelle? Kollegialer Zusammenhalt, auch zwischen Jung und Alt
Was magst du dort nicht so gern? Unvollständige Probenteilnahme
Welche Musik spielst du am liebsten? Musik der Romantik
Was liebst du sonst noch für Musik? Alles, zurzeit besonders zeitgenössische Musik
Trägst du gerne deine Tracht? Ja, ein fundamentaler Bestandteil der Tradition
Bist du noch in anderen Vereinen? Big Band Hall, Kirchenchor Absam
Wenn du allmächtig wärst - Was würdest du ändern auf der Welt? Den Weltfrieden einführen
Was macht dir Angst? Fortschreitender Bildungsrückgang – auch auf dem Musik-Sektor
Was macht dir Mut? Menschen, die offen ihre Meinung vertreten

Ihr Partner in Sachen Musik!


• ausgesuchtes Sortiment führender Musikinstrumentenhersteller
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Samstag von 8.00 bis 12.00 Uhr · Montag geschlossen!

25
Musikkapelle Landl
September 2005 Blasmusik in Tirol

Kapellmeister: Manfred Bellinger • Obmann: Werner Grones


Mitglieder: 42 Mitglieder, davon 32 männlich, 10 weiblich, zwei Marketenderinnen
Höhepunkte der nächsten Monate: Almabtrieb mit Bauernmarkt am 17. u. 24. September in Landl/Thiersee,
es werden wieder hunderte Besucher erwartet. Ein Spektakel, das alle Besucher begeistern wird.
Jahreskonzert am 03.12.2005. Details über alle Informationen auf unserer Homepage: www.bmklandl.at.tf
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Musikkapelle Schlaiten
Blasmusik in Tirol September 2005

Fotos: Rudolf Profunser

Kapellmeister: Ludwig Pedarnig


Obmann: Richard Steiner
Mitglieder: 49 aktive Musikanten, davon 12 Musikantinnen, 3 Ehrenmitglieder, 4 Marketenderinnen
Höhepunkte des Jahres: Teilnahme am Festumzug „Festa de ra Bandes“ in Cortina d` Ampezzo,
Konzert in Lienz bei der Lieburg, 3. Schlaitner Schlipfkrapfenfest, veranstaltet von unserer Musikkapelle
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September 2005 Blasmusik in Tirol

Jubilierende Kapellen im Porträt



125 Jahre Musikkapelle Kelchsau
Aus der Chronik der Bundesmusikkapelle Kelchsau

Die ersten schriftlichen Unterlagen über pellmeisters, Adelinde. Scharf hatte aber rer Josef Fleidl, die Kapellmeisterstelle zu
eine Musikkapelle in Kelchsau stammen auch einen sehr musikalischen Sohn, übernehmen. Im Keller des neu erbauten
aus dem Jahre 1880, wo wir erfahren, dass Josef Scharf, der bereits als 9-jähriger bei Schulhauses sorgte er für einen Probe-
am Antlasstag dieses Jahres 8 Männer in der Kelchsauer Musik war. Ihm übergab raum.
graugrünen Uniformen zur Prozession als der Vater bereits 1914 den Kapellmeister- 1927 übernahm nun endgültig Josef
Musikanten unter ihrem Gründer und stab. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte Kirchmair, der „Müllner-Sepp“, die Ka-
Kapellmeister Leonhard Fuchs das erste- er seine Arbeit mit aller Kraft fort und pelle, die er über die beinahe unvorstell-
mal ausrückten. machte als gedienter Standschütze sei- bare Zeit von vier Jahrzehnten führte.
Leonhard Fuchs wurde 1822 zu Eben- nem Namen alle Ehre, denn er führte ein Unter seiner Stabführung erreichte die
thann am Penningberg geboren, war „scharfes“ Regiment. Er legte auf das äu- Kapelle einen bestmöglichen Leistungs-
seit 1858 der erste „geprüfte“ Lehrer in ßere Auftreten seiner Musik großen Wert. stand, von dem die Wertungsberichte
Kelchsau und war neben seinem Haupt- Draußen vor der Mühle übte er Sonntag von Wertungsspielen ein breites Zeug-
beruf auch noch Organist und Mesner. für Sonntag mit seinen Männern das ex- nis liefern. Das geht aber auch aus der
Als er am 30. 04. 1883 starb, folgte ihm akte Marschieren. Tatsache hervor, dass der ehemalige Ka-
als Lehrer, Mesner, Organist und Kapell- 1922 eröffnete er in Wörgl seine Praxis pellmeister von Hopfgarten, Brixen und
meister Jakob Naschberger, allerdings nur als Tierarzt, und Kelchsau hatte wieder Itter, der spätere Militärkapellmeister Al-
bis zu seiner Versetzung (1886). Nachdem keinen Kapellmeister. 1922 übernahm fons Gastl, der langjährige, verdienstvol-
die Kapelle nun „waisellos“ geworden der Wagner- und Schmiedemeister Tho- le Kapellmeister von Hopfgarten Johann
war, übernahm der erst seit kurzer Zeit als mas Hausberger die Kapelle. Der „Blit- Wurzenrainer, ebenso wie Kirchmairs di-
Oberförster tätige Josef Anton Scharf, ein zenbichl-Thomal“ war ein Musterbeispiel rekter Nachfolger Hans Feller aus seiner
gebürtiger Lechtaler die Musikkapelle als an Fleiß und Idealismus. Durch seinen Kapelle hervorgegangen sind. Außerdem
Kapellmeister und brachte sie gewaltig in Beruf, den er meistens auf der Stör aus- gehörten fünf seiner Söhne durch Jahr-
Schwung. Er hatte einen großen Gönner, übte, hatte er weite Wege zur Probe, oft zehnte zum „Stammpersonal“ der Kapel-
Peter Fuchs von Neuheim. Dieser rüste- bis zu zwei Stunden, die er unverdrossen le. Während des Zweiten Weltkrieges tat
te die Kapelle nicht nur mit der ganzen zurücklegte. Im Frühjahr 1926 starb er man sich mit den Hopfgartnern zusam-
Tamperie (große und kleine Trommel plötzlich an einer Bauchfellentzündung men, um eine spielfähige Kapelle in der
und Cinellen) aus, er kaufte der Musik nach Blinddarmdurchbruch. Gemeinde zu haben.
auch ein Flügelhorn und eine Trompete. Nun über nahm der „Müllner-Sepp“ Josef 1945 zerstörten die „Sieger“ alle vorhan-
1911 bekam die Musik eine neue, braune Kirchmair vorübergehend die Kapelle. Da denen und erreichbaren Noten, Unifor-
Uniform. Die Ausbildung der Jungmu- er aber dringend als Musikant gebraucht men und Instrumente.
sikanten übernahm die Tochter des Ka- wurde, bat man den damaligen Oberleh- 1948 kaufte die Kapelle eine Uniform

28
Blasmusik in Tirol September 2005

von der Musikkapelle St. Margarethen, „Adlern“, dem Kelchsauer Männerge- meister unter einen Hut zu bringen, zwan-
1951 erfolgte dann die Weihe der heuti- sangsverein, unersetzlich, und der Kir- gen ihn leider, den Taktstock schließlich
gen schmucken „Nationaltracht“. chenchor schätzt ihn seit 1966 als äußerst an seinen Nachfolger weiterzureichen.
1957 wurde die Kapelle umgestimmt und verlässlichen Sänger. Seit der Generalversammlung am Cä-
die neuen Instrumente eingeweiht. Seine erfolgreiche Tätigkeit wird durch ciliensonntag 1997 hat Peter Waler das
1966 legte Kirchmair aus Altersgründen eine Reihe von 1. Rängen bei den Wer- Kommando über die Musikanten und
die Geschicke der Kapelle in die Hän- tungsspielen dokumentiert. Musikantinnen in Kelchsau übernom-
de des Musikkameraden Johann Feller. Bei der Generalversammlung der Bun- men.
Ein Vierteljahrhundert trug nun der desmusikkapelle Kelchsau im November Bei der Generalversammlung am Cäci-
„Schmied-Hansi“ die Verantwortung für 1989 wurde der junge Militärmusiker liensonntag löste Johann Feller jun. den
die musikalische Entwicklung der Kapel- Josef Astner sein Nachfolger. Er initiier- scheidenden Obmann Josef Gastl jun.
le. Als versierter Musikant war er hiefür te die beliebten Frühjahrs- und Mutter- ab.
geradezu prädestiniert. Von der Es-Trom- tagskonzerte mit ihrem anspruchsvollen Eine Reihe von Auslandfahrten mit gro-
pete über Flügelhorn und Bariton führte Programmen unter Mitwirkung des Män- ßem Erfolg und Auftritte im ORF runden
der Weg zu seiner geliebte Klarinette. Bei nergesangsvereines „Adler“. das Bild einer erfolgreichen Tiroler Ka-
der Tanzkapelle „Die Kelchsauer Dorf- 1992 beschloss die Generalversammlung pelle ab.
spatzen“ war er auch Schlagzeuger, spielte die Aufnahme weiblicher Mitglieder. Die Musikkapelle Kelchsau veranstaltet
Flügelhorn, Saxophon und Klarinette. Die verständlichen Schwierigkeiten, sei- heuer zum 125-jährigem Bestandsjubilä-
Seit der Gründung (1950) ist er bei den nen Beruf und seine Tätigkeit als Kapell- um das traditionelle Bezirksmusikfest.

150 Jahre MK Landl


Im Jahre 1855 fanden sich zwölf musik- selbst Musikstücke, die bis heute im Mu- Jahr 1953 der Öffentlichkeit. Eine große
begeisterte Männer, um in dem kleinen sikarchiv zu finden sind. finanzielle Belastung war die Umstellung
Dorf Landl eine Musikkapelle zu gründen. Nach etlichen frohen und arbeitsreichen von der Hohen- auf die Normalstimmung
Die Gesichter mögen mittlerweile verges- Musikjahren begleitete die Landler Musik- – es mussten alle Instrumente erneuert
sen sein – ihre Namen sind uns allerdings kapelle am 2. August 1914 ihre Soldaten werden. Dieses Ereignis wurde im Mai
noch in bester Erinnerung. Johann Leitner nach Kufstein und ließ die Instrumente 1975 mit einer feierlichen Instrumenten-
(Ascher) führte als erster Kapellmeister verstummen. Unmittelbar nach dem Ende weihe abgeschlossen.
den Dirigentenstab. des Ersten Weltkriegs begann die Reakti- Nachdem das alte Vereinsgebäude nicht
Alois Widmoser (Klausmeister), Johann vierung, die harte Nachkriegszeit ließ die mehr den derzeitigen Anforderungen einer
Sieberer (Böndl), Andrä Gruber (Böndl), Menschen im Dorf noch stärker zusam- Musikkapelle entsprochen hat und durch
Johann Sieberer (Glarch), Andrä Wid- menrücken, und so verspürte der Verein die steigende Mitgliederzahl das Probelo-
moser (Klausmeister), Nikolaus Lechner im Laufe der Jahre einen weiteren starken kal aus allen Nähten zu platzen drohte, ist
(Strein), Peter Leitner (Ascher), Paul Sie- Aufschwung. es Dank der Unterstützung der Bevölke-
berer (Glarcherhäusl), Johann Widmoser In den Kriegsjahren von 1938 bis 1945 rung und der Gemeindeführung gelungen,
(Klausmeister), Alois Sieberer (Glarch) verstand es Kapellmeister Melchior Siebe- im Frühjahr 2004 den Spatenstich für ein
und Ignaz Jäger (Böndl) setzten damals rer, politische Zerwürfnisse von der Kapel- modernes und zukunftsweisendes Probelo-
gemeinsam mit Johann Leitner diesen für le fern zu halten. Viele Kameraden wurden kal zu setzen. Heute steht an jenem Platz,
uns heute so bedeutenden Meilenstein. an die Front gerufen und all zu oft wurde wo vorher ein biederes Feuerwehr- und
Die Ausrückungen während dieser Zeit den in der Heimat verbliebenen Musikern Musikhaus gestanden ist, ein hochmoder-
erstreckten sich vor allem auf das kirchen- die Pflicht zuteil, den gefallenen Kriegern nes Vereinslokal, in dem die Feuerwehr,
musikalische Gebiet, was heute noch im die letzte musikalische Ehre zu erweisen. die Bergwacht und die Musik ihr Zuhause
Notenarchiv des Landler Kirchenchors Am 30. März 1946 wurde die erste Gene- gefunden haben.
ersichtlich ist. ralversammlung nach dem Ende des zwei- Es steckt viel Arbeit dahinter, um das Ver-
Einen großen Aufschwung erfuhr der ten Weltkriegs abgehalten. Unter neuer einsjahr erfolgreich zu organisieren und
Klangkörper zu Beginn des 20. Jahrhun- Führung arbeitete man mit Erfolg am die Kapelle weiter blühen zu lassen. Wie
derts. Durch die finanzielle Unterstützung Wiederaufbau der Kapelle. Mit Stolz fei- in jedem Unternehmen steht auch hin-
aus der Bevölkerung war es dem überaus erte man im Sommer 1949 die Fertigstel- ter unserer Musikkapelle ein motiviertes
talentierten Kapellmeister Alfons Siebe- lung des vereinseigenen Probelokals. Die Team, das außerhalb der Probenarbeit die
rer, Sohn des Gründungsmitgliedes Alois markante Tracht der Landler, die bis heu- alltäglichen Aufgaben erledigt und sich
Sieberer, möglich, eine leistungsfähige te in unveränderter Form getragen wird, für die Zukunft in unserem Verein stark
Kapelle aufzubauen. Sieberer komponierte präsentierten die Musikanten erstmals im macht.

29
September 2005 Blasmusik in Tirol

Berichte aus den Bezirken


Musikbezirk Innsbruck-Stadt
Erfolgreiche Teilnahme beim JBO Wettbewerb 2005 in St. Johann in Tirol…
Heuer nahmen gleich drei Innsbrucker
Blasmusikformationen beim JBO-Wett-
bewerb in St. Johann in Tirol teil: das
Jugendblasorchester der Musikschule
Innsbruck (Leitung: Roland Krieglstei-
ner, der „Kids Club“ Amras (Leitung:
Paul Bramböck) und das Klarinettenor-
chester Tirol (Leitung: Peter Rabl).
Das Innsbrucker Jugendblasorchester
stand zum ersten Mal im Rampenlicht

Foto: Rosenberger
bei einem Wettbewerb. Mit den Stü-
cken Barrier Reef von John Higgins und
Fiesta von Fritz Neuböck erreichte es in
der Stufe C 75,67 Punkte und landete Klarinettenorchester, Ltg. Peter Rabl
somit im guten Mittelfeld.
Mit 11,7 Jahren Altersdurchschnitt war Das Klarinettenorchester Tirol – ein dere ob der abwechslungsreichen Re-
der „Kids Club“ Amras mit den jüngsten Ensemble der Musikschule Innsbruck gistrierung des Klangkörpers, äußerst fa-
TeilnehmerInnen in der Altersgruppe C – überzeugte mit dem Pflichtstück Cla- cettenreiche Interpretationen. Mit dem
vertreten. Ebenfalls mit Fiesta und der riphonik von F. Cibulka und der selbst hervorragenden Ergebnis von 94 Punk-
Komposition Wir Kinder von Amras von gewählten Komposition Im Augen- ten in der Stufe SJ – zugleich die beste
Florian Bramböck, spielte das Ensemble blick… von A. Wimmer. Rabl schöpfte Bewertung des Wettbewerbs überhaupt
das ausgezeichnete Resultat von 83,83 die dynamischen Möglichkeiten seines – wurde das hohe musikalische Niveau
Punkten ein. Ensembles aus. Es gelangen, insbeson- bestätigt.

… und Mitgestaltung des musikalischen Sommerfests der Musikschule Innsbruck im


Hofgarten am 22. Juni 2005

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete


die Musikschule der Stadt Innsbruck
ein musikalisches Sommerfest. Neben
zahlreichen Ensembles dieser Institu-
tion nahmen auch drei Jugendblasor-
chester der Tiroler Landeshauptstadt
teil. Ein Indiz, dass sich bei der Jugend
in Innsbruck das Blasmusikwesen im-
mer größerer Beliebtheit erfreut. Es
musizierten der „Kids Club“ Amras
(Leitung: Paul Bramböck), das JBO
Mariahilf-St. Nikolaus (Leitung: Ste-
Foto: Zeiler

fan Gritscher) und das JBO der Mu-


sikschule Innsbruck (Leitung: Roland
Krieglsteiner). „Kids Club“ Amras, Ltg. Paul Bramböck
Hochsommerliche Temperaturen, ein
zahlreich erschienenes Publikum von Rock und Jazz sowie gut aufeinander mungsvollen Ambiente des Innsbru-
Jung bis Alt, ein abwechslungsreiches abgestimmte Ensembles trugen zu ei- cker Hofgartens bei.
Programm mit Werken aus Klassik, nem gelungenen Sommerfest im stim- Thomas Zeiler

30
Blasmusik in Tirol September 2005

Militärmusik Tirol, Österreichs Botschafter bei der 47. Int. Friedenswallfahrt


Im Zeitraum vom 25. – 31. Mai 2005 ver-
trat die Militärmusik des Militärkomman-
dos Tirol Österreich bei der Internationa-
len Friedenswallfahrt in Lourdes.
Die Militärmusik Tirol hatte verschiedens-
te Ausrückungen zu bewältigen.
Unter anderem wurden drei verschiedene
Messen zur Aufführung gebracht, welche
der österreichische Militärbischof Mag.
Christian Werner zelebrierte. Darunter be-
fand sich die traditionelle Deutsche Messe
von Schubert sowie auch moderne Messen.
Auch Konzerte gab die Militärmusik Tirol
zum Besten, welche vom zahlreich erschie-

Foto: MilMK Tirol


nen Publikum mit großem Beifall honoriert
wurden. Die Militärmusiker unter der Lei-
tung von Militärkapellmeister Mjr Hannes
Apfolterer wurden auch gefragt, ob sie
nicht spontan in einem Krankenhaus für wurde und bei den älteren, kranken Men- Wir können mit Stolz behaupten, dass
ältere Menschen ein kurzes Konzert geben schen auch dementsprechend gewürdigt die Militärmusik Tirol Österreich und das
könnten, welches natürlich sofort erledigt worden ist. Land Tirol großartig vertreten hat.

Musikbezirk Innsbruck-Land
Sinfonisches Blasorchester Innsbruck Land
Großer Aufsteiger mit Musikantenqualitäten
Es ist sicher das vom Bestand her jüngste
Blasorchester der Innsbrucker Promena-
denkonzerte und vielleicht auch die letzte
Neugründung in Tirol. Hat Hermann Pall-
huber schon im Vorjahr mit den Darbie-
tungen des von ihm geleiteten Musikver-
eines Völs vollauf begeistert, so ist es ihm
nun gelungen, mit seinem Sinfonischen
Blasorchester Innsbruck–Land beim ersten
Konzert nach kaum einem Jahr musikali-
scher Arbeit, eben wegen der erwähnten
Neugründung, sofort in die Spitzengruppe
der Orchester der Promenadenkonzerte
Foto: Raitmair

vorzustoßen.
Ein Vergleich sei noch gestattet. Am Frei-
tag war das SBO Ried zu hören, das sicher
für Österreich den Idealtyp des symphoni-
schen Blasorchesters darstellt. Die Innsbru- bruck-Land noch mehr vom „Abenteuer rasch sein, aber die Märsche klingen noch
cker kommen von der Klangestaltung her Musik“, wie es einmal Kurt Schwertsik so wuchtig und farbenreich, wie es eben der
diesem Orchestertypus sicher nahe, auch trefflich formuliert hat. Und man merkt Tiroler Musizierstil ist.
sie sind ein „modernes“ Blasorchester. Im auch, daß es ein Tiroler Blasorchester Eine Kostbarkeit gleich am Beginn, er-
Vergleich zu Ried aber etwas „zupacken- ist. Denn trotz moderner symphonischer öffnet wurde mit dem „Marsch der Fürs-
der“, draufgängerischer, lebendiger. Hört Besetzung sind die Innsbrucker vom Ge- ten“ aus der Oper „Mlada“ von Nikolai
man bei Ried Musik in abgeklärter, deswe- samtklang her den Kaiserjägern näher, als Rimsky-Korsakow. Hier konnte das SBO
gen aber nicht minder erlebensintensiver dem SBO Ried. Das Marschtempo von Innsbruck-Land bereits seine reiche
Schönheit, so spürt man beim SBO Inns- Pallhuber mag für manche ein wenig zu Klangpalette voll entfalten. Der Marsch

31
September 2005 Blasmusik in Tirol

mit seinen machtvollen Klangbildern und den „Vergnügungszug“ von Johann Strauß, hochkarätigen und erlebnisreichen Kon-
rhythmischen Raffinessen wurde sehr ef- der fulminant und überaus lebendig musi- zertes der Spitzenklasse. Den ersten vier
fektvoll mit Auskostung aller spannenden ziert wurde. Wieder ein Beispiel für den Sätzen aus „Bilder einer Ausstellung“ von
Elemente zum Vortrag gebracht. europäischen Walzer des 19. Jahrhunderts Modest Mussorgsky folgte das abschlie-
Ganz anders Franz Schubert, der in seiner war „Adele“ von Amilcare Ponchielli. Die ßende „Große Tor von Kiew“. Das Or-
Ouverture zu „Rosamunde“ einfache, aber zierliche Beschwingtheit und schwerelose chester wurde jedem Motiv in höchster
gefühlsinnige Töne anschlägt. Da zeigt Transparenz konnten nur begeistern, lieb- Musikalität gerecht und musizierte ein-
sich schon die typische Wiener Melo- liche Klangbilder wurden in zartesten Far- fach hinreißend. Da gab es so viel klang-
dienseligkeit, da muß man ausmusizieren, ben ausgemalt. liche Feinheiten, da war die Ausgewogen-
jede Phase richtig auskosten. Noch einmal Johann Strauß mit tempe- heit richtungweisend, da wurde stilgerecht
Auch als Walzerdirigent vermag Hermann ramentgeladener Musik, dem „Banditen- ausmusiziert.
Pallhuber zu begeistern und er versteht es galopp“ aus „Prinz Methusalem“. Zwei Dem hohen musikalischen Niveau gemäß
auch, sein sicheres Stilempfinden auf sein Märsche folgten, schon sehr flott der „92er war die inhaltlich wie rhetorisch hochka-
Orchester zu übertragen, so dass das SBO Regimentsmarsch“ und sicher dem italie- rätige Moderation durch Reinhard Schret-
Innsbruck-Land den Walzer „Gold und nischen Charakter der Komposition vom ter. Alles in allem ein Abend der Höhe-
Silber“ von Lehár hinreißend musizierte. Tempo her gerecht werdend, der „Floren- punkte, wie man ihn eben immer wieder
Die Wahl der Tempi war überzeugend und tiner Marsch“ von Fucik. bei den Innsbrucker Promenadenkonzer-
vorbildlich. Ein bekanntes Werk aus dem sympho- ten erleben kann.
Das gilt auch voll und ganz für den folgen- nischen Bereich stand am Schluß dieses Othmar Karl Matthias Zaubek

Großer Auftritt der Musikkapelle Grinzens in Tegernheim bei Regensburg


Einen kulturellen Höhepunkt in der
Gemeinde Tegernheim bildete am 30.
April 05 der Besuch der Bundesmusik-
kapelle Grinzens. Gute Beziehungen
von Oberst i. R. Herbert Moriggl zu dem
dortigen Bürgermeister und dem Kapell-
meister dieser Gemeinde machten dies
möglich. Zusammen mit der dortigen
Musikkapelle und einer Gruppe Fackel-

Foto: MK Grinzens
trägern gelangte der “Große Österreichi-
sche Zapfenstreich“ mit großem Erfolg
zur Aufführung. Mit der Europahymne,
die von beiden Musikkapellen gespielt
wurde, endete diese vom Publikum mit
großer Begeisterung aufgenommene Ver- Darbietung ein großes Kompliment aus. Freude der Tegenheimer ein zweistündi-
anstaltung. Auch der Bürgermeister von Am nächsten Tag spielten beide Kapel- ges Frühschoppenkonzert.
Tegernheim, Karl Hofer, sprach dieser len beim Aufstellen des Maibaumes zur Heidi Kastl, Schriftführerin u. Chronistin

Musikbezirk Außerfern
56. Außerferner Bundesmusikfest in Tannheim
Vom 15.- 17. Juli fand das heurige Bun- tag zeigte die Musikkapelle Tannheim- Il- Marschmusikbewertung, an dem 40 Ka-
desmusikfest statt. Ausgetragen wurde ler ihr Können. Nach dem Konzert spiel- pellen teilnahmen. Festwägen, die die
das größte Fest des Bezirkes von der Mu- ten die „Fidelen Mölltaler“ im Zelt auf. Geschichte der Gemeinde Tannheim
sikkapelle Tannheim. Der Sonntag begann mit einer feierlichen darstellten, umrahmten die zahlreichen
Mit einer Schulschlussparty der Ö3 Dis- Feldmesse, die die Kapellen des Bezirkes Kapellen. Die Musikkapellen ließen sich
co des größten österreichischen Rund- musikalisch umrahmten. Im Anschluss in den Stufen A, B, C und D bewerten.
funksenders ORF begann am Freitag das daran fand ein feierlicher Festakt mit Nach der Bekanntgabe der Wertungser-
Fest. zahlreichen Ehrengästen statt. gebnisse im Festzelt schlossen die „Gru-
Im Anschluss an den Einmarsch des Tal- Der Höhepunkt des Bundesmusikfestes bertaler“ dieses schöne Fest ab.
schaftsblockes Tannheimertal am Sams- war der Festumzug durch Tannheim mit Markus Hosp

32
Blasmusik in Tirol September 2005

Musikbezirk Schwaz
Gründliche Vorbereitung für Marschmusikbewertung
In einem ganztägigen Stabführerkurs
wurden unter der Leitung von Landes-
stabführer Josef Stiller und Bezirksstab-
führer Mario Leitinger die Stabführer
des Musikbundes Schwaz auf die bevor-
stehende Marschmusikbewertung am
10. Juli, im Rahmen des Bezirkmusikfes-
tes in St. Margarethen, vorbereitet.
Geplant gewesen wäre am Vormittag
ein Auffrischungskurs in Theorieform,
sowie am Nachmittag praktisches Üben,
wozu sich die Rettenberger Musikkapel-
le Kolsass zur Verfügung gestellt hätte.
Leider spielte das Wetter an diesem
Tag nicht mit und wir mussten kurz-

Foto: Leitinger
fristig umstellen. So machten wir in
den Räumlichkeiten der Frundsbergka-
serne Vomp – Schwaz, wobei wir uns
bei Major Martin Kaiser recht herzlich
bedanken wollen, praktische Übungen Alle Stabführer waren mit großem Ei- Marschmusikbewertung gehen konnte.
und konnten so Altes wiederholen und fer und Ehrgeiz bei der Sache, so dass
Neues dazulernen. jeder Stabführer gut vorbereitet in die Mario Leitinger, Bezirksstabführer

Musikbezirk Rattenberg und Umgebung


Frühjahrskonzert der BMK Münster 2005 mit Präsentation der neuen Uniform
Am 21. Mai 2005 konnte sich Obmann
Armin Schranzhofer von der BMK Müns-
ter wieder über einen vollbesetzten Saal
zum diesjährigen Frühjahrskonzert in
der Mehrzweckhalle in Münster freuen.
Unter der Leitung von Kapellmeister
Christian Kogler wurde ein anspruchs-
volles Programm geboten. Ein besonderer
Höhepunkt dieses Konzertabends war die
Präsentation der neuen Uniformen.
Im Rahmen dieses festlichen Abends wur-
Foto: Klausner

den auch folgende Ehrungen vorgenom-


men. Führende Persönlichkeiten des Mu-
sikbundes Rattenberg und Bgmst. Werner
Entner überreichten die Urkunden. von links: Reinhard Mair, Christian Kogler, Bernadette Kogler, Hans Mair, Alois Zeindl,
Bronzenes Leistungsabzeichen: Rudolf Enthofer, Obm. ArminSchranzhofer
Schranzhofer Magdalena
Prima La Musika: Für 25-jährige Mitgliedschaft: für 55-jährige Mitgliedschaft:
Kogler Bernadette 1. Preis Reinhard Mair Johann Mair
Oberhuber Philipp 2. Preis für 40-jährige Mitgliedschaft: für 10-jährige Funktionärstätigkeit:
Troger Katharina 3. Preis Heinrich Ledermair, Kpm Christian Kogler
Für langjährige Tätigkeit wurden für 50- jährige Mitgliedschaft und für 20-jährige Funktionärstätigkeit:
ausgezeichnet: Ehrenmitgliedschaft: Rudolf Enthofer, Kassier Alois Zeindl

33
September 2005 Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Kufstein
Blasmusikjugend tonangebend - Verleihung der Leistungsabzeichen 05
Seit Einführung der Prüfung zum Jung-
musiker-Leistungsabzeichen haben im
Bezirk Kufstein 2615 junge Musikanten
die Prüfung zum Jungmusikerleistungsab-
zeichen abgelegt. Im Schuljahr 2005 wa-
ren108 geprüfte Jugendliche (51 % weib-
lich, 49% männlich) erfolgreich, wovon
78 „Bronzene“, 26 „Silbernen“ und 4
„Goldenen“ gegenüberstehen. Unter
anderem wohnten Bezirkshauptmann-
Stellvertreter Dr. Herbert Haberl und
der Obmann-Stv. des Tiroler Blasmusi-
klandesverbandes OSR Richard Wasle

Foto: Osl
der Verleihung bei, als Bezirksobmann
Sebastian Neureiter die Verleihung vor-
nahm. Mehr als nur eine „musikalische Einige der erfolgreichen Jungmusikanten
Umrahmung“ waren die musikalischen
Beiträge, welche den von Bezirksju- winner Christian Lamm am Saxophon Stv. Mag. Michael Aigner passte sich
gendreferent Mag. Johannes Puchleitner wurde gekonnt am Klavier von Christian harmonisch in das ganze ein und rundete
organisierten Abend bereicherten. Der Norz begleitet. Das Klarinettenquartett den gelungenen Abend perfekt ab.
mehrfache „Prima la musica“ - Preisträ- der LMS Kufstein und Umgebung unter Franz Osl,
ger und heurige Bundeswettbewerbge- der Leitung von Bezirksjugendreferent- Bezirkspressereferent

Musikbezirk Brixental
Frühjahrskonzert Musikkapelle Reith b. Kitzbühel
10 Jahre Kapellmeister & „A night at the cinema“
Es war ein regelrechter Ansturm auf das
heurige Frühjahrskonzert der Musikkapelle
Reith. Das Kulturhaus füllte sich wortwört-
lich bis auf den letzten Platz. Im ersten Teil
des Konzertes konnte man sich hauptsäch-
lich an internationalen Blasmusikkompo-
sitionen erfreuen. Ein Höhepunkt war mit
Sicherheit die für Blasmusik a-typische
Aufführung von „Begegnung“, einem Solo
für 3 Alphörner. Ein Dank gilt Herrn Se-
bastian Hölzl, der uns die Alphörner zur
Foto: Reicht

Verfügung gestellt hat.


Die zweite Hälfte beschäftigte sich mit
Filmmusik. Fans von Klassikern wie Ben
Hur, Exodus, oder James Bond sowie Back- Erfolg verholfen haben. Jungmusiker Leistungsabzeichen in Gold:
draft (mit aggressiven und emotionsgelade- Neben dem Jubiläum „10 Jahre Kapellmeister Christiane Hagleitner (sehr guter Erfolg)
nen Rhythmen von Männern, die durchs Manfred Opperer“ durfte die Musikkapelle 10 Jahre Mitgliedschaft:
Feuer gehen) kamen voll auf ihre Kosten. auch folgende Auszeichnungen vergeben: Elisabeth Jöchl, Ignaz FA Reicht
Der Applaus ist des Musikanten Brot und Jungmusiker Leistungsabzeichen in Bronze: 20 Jahre Mitgliedschaft:
auf diesem Wege möchte sich die Musik- Margarethe Jöchl Hansjörg Hölzl, Andreas Schwabl
kapelle bei allen Besuchern recht herzlich Jungmusiker Leistungsabzeichen in Silber: 30 Jahre Mitgliedschaft:
bedanken, die uns zu solch einem großen Sarah Hölzl (sehr guter Erfolg) Hanspeter Höck, Jakob Schwaighofer

34
Blasmusik in Tirol September 2005

Bezirksmusikfest in der Kelchsau


Drei Tage lang lag in der Hopfgartner kunde für ihr 125-jähriges Bestehen und
Fraktion Kelchsau Musik in der Luft. Die folgende Auszeichnungen an verdiente
Musikkapelle unter Leitung von Johann Musikanten: Verdienstzeichen in Grün:
Feller richtete das heurige Bezirkmusikfest Peter Schmiedinger für 10 Jahre Kapell-
für das Brixental aus - und zehn Musikka- meister bei der MK Kirchberg, Manfred
pellen feierten mit. Die Kelchsauer feier- Opperer für 10 Jahre Kapellmeister bei der
ten auch noch ihr 125-jähriges Bestehen. MK Reith bei Kitzbühel
Während des Festaktes bat Bezirksobmann Verdienstabzeichen in Silber: Stefan Rei-
Franz Widmoser die vermutlich jüngste ter für 20 Jahre Kapellmeister der MK –
Bassistin Tirols auf die Bühne. Die elfjäh- Brixen im Thale und für 10 Jahre Bezirks-
rige Melanie Berger verdankt es u.a. dem kapellmeister des Musikbezirkes Brixental,
Unternehmer Stefan Hetzenauer, dass sie Günter Bayr für 20 Jahre Obmann bei der
ihr Lieblingsintrument lernen kann. Er MK Kirchberg
finanzierte das rund 3600 Euro teure In- Verdienstzeichen in Gold und die Ver-
strument maßgeblich mit und wurde dafür dienstmedaille für 60–jährige Mitglied-
geehrt. „In zwei Jahren kann ich auch bei schaft: Hans Mader von der Musikkapelle
der Kapelle mitspielen“ freute sich die Jochberg
Kelchsauerin. Landesverbandsobmann Dr. Fördererabzeichen des Landesverbandes
Herbert Ebenbichler überreichte an die der Tiroler Blasmusikkapelle:
Musikkapelle Kelchsau die Jubiläumsur- Stefan Hetzenauer Bezirkskapellmeister Stefan Reiter

Musikbezirk St. Johann


Jungbläserwoche 2005 mit großem Schlusskonzert am Hauptplatz in St.Johann i.T.
Bereits die vierte Auflage der belieben
Jungbläserwoche für Jungmusikanten/in-
nen organisierten die Bezirksjugendrefe-
renten der Musikbezirke St.Johann, Dir.
Martin Rabl und Brixental, Manfred Op-
perer. Allen Jungbläsern in den Landes-
musikschule Brixental und St. Johann ab
dem zweiten Ausbildungsjahr steht diese
Schulungswoche in der ersten Ferienwo-
che offen. Foto: MB St. Johann
Waren es in den Vorjahren 60 bis 90
Jungmusikanten(innen), so fanden sich
dieses Jahr an die 100 Schüler in der Lan-
des-Landwirtschaftsschule Weitau ein, Alle Teilnehmer der Jungbläserwoche in der Weitau.
um eine Woche lang praktischen und
theoretischen Musikunterricht zu erhal- Schwerpunkt unserer Blasmusikkapellen in St.Johann i.T. präsentieren. Drei Or-
ten. Die fünfzehn Referenten konnten dar. Bezirkskapellmeister Stefan Reiter chester, nach Leistungsstärken getrennt,
dabei den Musikschülern abweichend (Brixental) und Bezirksstabführer Ger- sowie Bläser- und Schlagzeugensembles
vom musikalischem Schulalltag in fast ald Embacher (St.Johann) studierten mit gestalteten ein überaus unterhaltsames
spielerischer Form die Freude am Grup- den begeisterten Jugendlichen Showpro- Konzertprogramm. Zum Abschluss des
penspiel näher bringen. gramme eine, welche als Auftakt zum Konzertes gab es eine Gesamtaufführung
Weitere Schwerpunkte waren der erste Abschlusskonzert am Senihonser Haupt- aller Teilnehmer. An die 100 Musiker
Kontakt mit einem Blasorchester, die platz, am 14. Juli der interessierten Öf- nahmen auf der Bühne Platz und spielten
richtige Atmung und Instrumentenhal- fentlichkeit präsentiert wurden. „Ohne Rast“, den Marsch von Erwin Tro-
tung. An diesem wunderschönen Donners- jan, als Zugabe. Eine überaus gelungene,
Auch auf das Spiel in Bewegung wur- tag-Abend konnten sodann die Kurs- bestens organisierte Ferienwoche für alle
de besonderes Augenmerk gelegt, stellt teilnehmer ihr erlerntes Können einem beteiligten Schüler und Lehrkräfte.
ja die Marschmusik einen wichtigen begeistertem Publikum am Hauptplatz Michael Werlberger - Bezirksobmann

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Frühjahrskonzert der BMK Erpfendorf


Am Samstag, den 4. Juni 2005 konnte die
BMK Erpfendorf zum ersten Frühjahrs-
konzert im neuen Dorfsaal in Kirchdorf
einladen.
Nach der festlicher Eröffnung durch die
von Kapellmeister Gerald Embacher kom-
ponierte „Österreich Fanfare“ konnte Ob-
mann Ägidius Zaß zahlreiche Vertreter der
Gemeinde, allen voran Bürgermeister Ernst
Schwaiger und Vizebürgermeister Kom.-

Foto: Zaß
Rat Eduard Steinbacher, sowie viele Mu-
sikkollegen aus dem Musikbezirk begrüßen.
Das Publikum wurde in den darauffolgen-
den zwei Stunden mit Musik vom Feinsten stützung verschiedener Ensembles wie der tungsabzeichen gratulieren: Tamara Rabl,
unterhalten, von der „Festouvertüre“ von Alphornbläser Wilder Kaiser, der Erpfen- Michaela Koch, Isabella Koch, Manfred
Suppé über moderne Klänge der Beatles bis dorfer Tanzlmusig und den Erpfendorfer Mühlbacher jun. und Lukas Zaß in Bronze
hin zum „Radetzky-Marsch“ von Johann Weisenbläsern die Schönheit unserer Hei- sowie David Krepper in Silber. An diesem
Strauß wurde für jeden Geschmack etwas mat auf eine einzigartige Art und Weise Abend konnte auch einigen Musikanten
geboten. Musikalischer Höhepunkt aber demonstriert. Für dieses anspruchsvolle die Verdienstmedaille des Österreichi-
war das vom Kapellmeister zusammen- Werk wurden die Musikantinnen und Mu- schen Blasmusikverbandes für besondere
gestellte 20-minütige Tongemälde „Tirol sikanten und natürlich vor allem Kapell- Verdienste für unsere Musikkapelle verlie-
– Ein Land mit vielen Gesichtern“. meister Gerald Embacher mit tosendem hen werden: Hannes Langreiter (Bronze),
Mit Hilfe von Bildern auf einer großen Applaus vom Publikum belohnt. Stefan Aigner, Wolfgang Baumgartner,
Leinwand und einem Arrangement mit Vor der Pause konnten der Obmann sowie Gerald Embacher und Georg Krepper in
Auszügen aus vielen bekannten Werken der Bezirkskapellmeister Josef Deisenber- Silber. Durch den gelungenen Abend
wie dem „Donauwalzer“ oder „Music“ ger vielen Jungmusikanten aus den Reihen führte unsere redegewandte Sprecherin
wurde von der Musikkapelle mit Unter- der Musikkapelle zum bestandenen Leis- Cornelia Auer.

Goldene Jungmusikerleistungsabzeichen
bei der Knappenmusikkapelle Fieberbrunn
Besonders erfreulich für eine Musikka- Bewerben erfolgreich, einige Male mit
pelle ist es, wenn man sich um den Nach- dem Ensembles Ticoda. Seit dem Jahre
wuchs keine Sorgen zu machen braucht. 2000 spielt sie in unserer Kapelle mit
Dies ist momentan bei der Knappenmu- und ist außerdem Mitglied des Holzblä-
sikkapelle Fieberbrunn der Fall. Viele serensembles der Knappenmusikkapelle
junge Mitglieder in unserer Kapelle en- Fieberbrunn. Zusätzlich lernt sie auch
gagieren sich sehr. Ein Beweis dafür ist noch seit vier Jahren Klavier an der
die Ablegung der Jungmusikerleistungs- Landesmusikschule. Sie legte die Gold -
abzeichen. Am Tag der Blasmusik wur- Prüfung mit Ausgezeichnetem Erfolg ab,
den die Leistungsabeichen in Bronze und was eine gewaltige Leistung darstellt.
Silber übergeben. Als zweiter Jungmusikant stellte sich
Der Höhepunkt ist aber sicherlich die Christoph Rieder der Prüfung. Chris-
Foto: Wieser

Absolvierung der Prüfung zum Jungmu- toph lernt seit 1999 Trompete, zuerst bei
sikerleistungsabzeichen in Gold in Inns- Martin Rabl und dann bei Manfred Op-
bruck. Dieser Aufgabe stellten sich am perer. Seit 2001 ist er Mitglied der Knap-
25. Juni 2005 gleich zwei Jungmusikan- penmusikkapelle Fieberbrunn, bei der er Die beiden “Goldenen”
ten unserer Kapelle. die 1. Trompete spielt. Auch Christoph
Corinna Treffer, die Tochter des Vi- nahm schon an verschiedenen Bewerben gratuliert allen Jungmusikern recht herz-
zekapellmeisters Helmut Treffer, lernt teil und legte die Prüfung zum Goldenen lich zu ihren erbrachten Leistungen und
seit acht Jahren bei Bernhard Winkler Jungmusikerleistungsabzeichen mit Er- wünscht ihnen alles Gute für die Zu-
Querflöte und sie war in den vergange- folg ab. kunft.
nen Jahren schon bei verschiedensten Die Knappenmusikkapelle Fieberbrunn Stefan Wieser

36
Blasmusik in Tirol September 2005

Musikbezirk Wipptal-Stubai
Youth in Concert
Am 11. Juni 2005 fand im Gemeindezent- ter der Leitung von Marianne Mair ihre
rum Fulpmes ein Konzert der Jugend statt. Stücke zum Besten. Mit „Party Mix“ oder
Dazu geladen haben die Jugendkapelle „Slapstick Show“ wurde das Publikum be-
Fulpmes, die Jugendkapelle Telfes und der geistert.
Jugendchor Fulpmes - Telfes. Den Abschluss bildete das wieder von bei-
Eröffnet wurde das Konzert mit dem von den Jugendkapellen gemeinsam gespielte
beiden Jugendkapellen gemeinsam gespiel- Stück „King of the Road“.
ten Stück „Sun Calypso“ unter Leitung Neben einigen Musikantinnen und Musi-
von Klaus Müller. kanten, die bereits aktiv bei den Musikka-
Dann präsentierte die Jugendkapelle Telfes pellen mitspielen, wurden auch Musikschü-
mit Klaus Müller Stücke wie „Beetle Boo- lerInnen eingebunden, die teilweise erst
gie“ oder „Land of the Pharaos“. im Herbst in die Musikschule eingetreten

Foto: MK Fulpmes
Der Jugendchor Fulpmes – Telfes unter sind. Das Ergebnis hat gezeigt, zu welchen
der Leitung von Marianne Mair und Josef gemeinsamen Leistungen die jungen Leute
Wetzinger bestritt den restlichen Teil bis imstande sind.
zur Pause. Dem bekannten Lied von Udo Das zahlreich erschienene Publikum konn-
Jürgens „Aber bitte mit Sahne“ folgten te sich über einen unterhaltsamen Abend kum mit den Worten „sogar den Kindern
Lieder aus „Anna Meisi“. Die Sängerinnen freuen und ein Bild vom Können der hat es gefallen“?
wurden von einem Orchester begleitet, in jungen MusikantInnen und SängerInnen Bei Schnitzel und Limonade konnten sich
dem u. a. auch die Kapellmeister Josef Wet- machen. Die Begeisterung, mit der alle da- alle Beteiligten noch gemeinsam über das
zinger und DI Norbert Pittl mitwirken. bei waren, konnte man bis an den letzten gelungene Konzert freuen.
Nach der Pause ging es mit Evergreens wie Sessel spüren. So wurden die Darbietungen Herzlichen Dank an alle, die durch ihren
„The Lion Sleeps Tonight“ doer „Rock me auch mit viel Applaus belohnt. Gibt es ein Einsatz bei der eifrigen Probenarbeit eine
Amadeus“ weiter. besseres Kompliment für eine solche Ver- solche Darbietung ermöglicht haben.
Dann gab die Jugendkapelle Fulpmes un- anstaltung als eine Stimme aus dem Publi- Hans Glatzl, Schriftführer Stv.

Musikbezirk Telfs
Ein Dorf voll Musik
Einen ganzen Tag Musik organisierten der
Obmann der Musikkapelle Hatting, Diet-
mar Schöpf, und Volksschuldirektor Johann
Meixl. Mit einer Messe, zelebriert von Pfar-
rer Msgr. Josef Rohringer, umrahmt vom
Kirchenchor unter Albert Kostner, wurde
der Tag der Musik eingeleitet. Es folgte
der Kinderfrühschoppen mit Volks- und
Musikschulschülern. Mittags spielten die
Hattinger Dorfmusikanten, anschließend
gab es ein Festkonzert der Musikkapelle
Hatting unter Kapellmeister Christian Zol-
ler. Am Nachmittag spielte die Hattinger
Tanzlmusig auf, gefolgt von der Big-Band
Sa-Wi-Du-Pap. Den Abschluss machten
am Abend die Hattinger Buam. Als Mo-
Foto: MK Hatting

deratoren fungierten Ady Troppmayr, Peter


Kostner und Ingo Rotter. Die teilnehmen-
den MusikantInnen sind nahezu alle Mit-
glieder in der Musikkapelle Hatting. Einmarsch der Musikkapelle Hatting mit den Volks- und MusikschülerInnen auf den Festplatz.

37
September 2005 Blasmusik in Tirol

56. Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Telfs in Wildermieming.


Das 56. Bezirksmusikfest des Musikbe-
zirkes Telfs wurde Anfang Juli von der
Musikkapelle Wildermieming unter
Obmann Herbert Oberdanner und Ka-
pellmeister Michael Jäger ausgerichtet.
Ein dreitägiges Fest mit viel Musik und
Unterhaltung, bei dem neben den Mu-
sikkapellen des Bezirkes auch tolle Un-
terhaltungsbands mitwirkten.

Fotos. Fleischer
Am Freitag, dem 8. Juli begann das Fest
am Abend mit dem Einzug der Gastka-
pelle aus Braz im Vorarlberger Klostertal
unter Kapellmeister Manfred Vombank Einmarsch der Blasmusikjugend unter Bezirksstabführer Christian Zoller.
in das Festzelt. Anschließend wurde von
Bezirksobmann Roland Mair das Fest
offiziell eröffnet. Im Rahmen des Kon-
zertes der Gastkapelle wurde von Frau
Dr. Charlotte Amann von der Brauerei
Starkenberg an die Musikkapelle Wil-
dermieming ein Flügelhorn übergeben,
das der junge Musikant Stefan Stein-
hauser entgegennahm. Das musikali-
sche Abendprogramm bestritt dann die
böhmisch-mährische Blasmusik „Vlado
Kumpan und seine Musikanten“.
Am Samstag gab es den schon tradi-
tionellen Nachmittag der Jugend, or- Alois Huber, Karl Wett und Anton Melmer sind 50 Jahre, Albert und Alois Dosch, Norbert Waldhart,
ganisiert von Jugendreferent Andreas Siegfried Köll, Klaus Marthe und Josef Schaller bereits 55 Jahre aktive Musikanten und erhielten von LH
Fischer und seinen Stellvertreterinnen DDr. Herwig van Staa, LVO Dr. Herbert Ebenbichler und der Bezirksführung unter Obmann Roland
Nicole Kranebitter und Stefanie Witsch Mair ihre Urkunden überreicht.
sowie Bezirksstabführer Christian Zol-
ler, bei dem die Jugendgruppen der kalisch umrahmt, begann am Sonntag Publikum mit Riesenapplaus belohnt
einzelnen Musikkapellen ihr Können dann das große Musikfest. Anschlie- wurde. Als Moderator bei der Marsch-
präsentierten. Anschließend wurden ßend wurden von den Musikkapellen bewertung fungierte Jakob Schluifer aus
die erworbenen Leistungsabzeichen ver- im Festzelt Kurzkonzerte gespielt. Am Oberhofen.
geben. Insgesamt waren es 41 bronzene, Nachmittag gab es dann den Einzug Beim Festakt wurden an langjährige
13 silberne und 4 goldene Leistungsab- aller Musikkapellen des Bezirkes mit Mitglieder der verschiedenen Musikka-
zeichen. Eine Neuerung, die bei Mit- Marschbewertung. Als Bewerter fun- pellen Ehrenurkunden überreicht. LH
wirkenden und Zuschauern viel Beifall gierten Landesstabführer Josef Stiller, DDr. Herwig van Staa dankte in seiner
fand, war der geschlossene Einmarsch Dr. Herbert Ebenbichler, Michael Hölb- Festrede den MusikantInnen für ihr En-
mit klingendem Spiel aller Jungmusi- ling und Franz Walcher. Auf der Ehren- gagement und ihren Einsatz, besonders
kantInnen unter der Leitung von Be- tribüne fanden sich neben allen Bür- aber den Mitgliedern der MK Wilder-
zirksstabführer Christian Zoller. Abends germeistern der Heimatgemeinden der mieming und der ganzen Dorfgemein-
gab es den Einmarsch der Musikkapelle teilnehmenden Musikkapellen auch LH schaft mit vielen Helfern und Vereinen,
Inzing mit anschließendem Konzert. Die DDr. Herwig van Staa und BH Dr. Her- die dieses Fest möglich machten. Zum
Musikgruppe „Pfundskerle“ sorgte dann bert Hauser ein, um den Vorbeimarsch Abschluss des Festaktes intonierten alle
bis in die späte Nacht für Stimmung im der Musikkapellen mitzuerleben. Die Musikkapellen unter der Leitung von
Festzelt. Musikkapellen Ranggen, Obsteig, Zirl, Bezirkskapellmeister Andreas Sappl die
Mit der Feldmesse, feierlich zelebriert Mieming und Pfaffenhofen traten in der Tiroler Landeshymne. Anschließend
von Pfarrer Pater Dr. Helmut Platz- Stufe B, die Musikkapelle in der Stufe spielten die Musikkapellen aus Hatting,
gummer und von den Musikkapellen C, Pettnau und Telfs in Stufe D und Telfs, Pfaffenhofen, Zirl, Mieming und
Obsteig, Oberhofen, Polling, Ranggen Hatting in Stufe E mit Showprogramm Flaurling Kurzkonzerte. Zum Festaus-
und Pettnau unter der Leitung von Be- an. Die Musikkapelle Oberhofen zeigte klang brachte die Gruppe „Almwind“
zirkskapellmeister Andreas Sappl musi- ein großartiges Showprogramm, das vom nochmals flotte Stimmung ins Festzelt.

38
Blasmusik in Tirol September 2005

Musikbezirk Silz
Bezirksmusikfest in Huben - ein Fest der Blasmusik
Das 53. Bezirksmusikfest des Musikbezir-
kes Silz in Huben war eine eindrucksvol-
le Demonstration der Blasmusik und ein
stimmungsvolles Fest. Die Marschbewer-
tung zeigte das hohe Niveau aller 13 Mit-
gliedskapellen.
Zum Auftakt wurde am Donnerstag von
den Musikkapellen Huben und Längenfeld
sowie der Schützenkompanie Längenfeld
der „Traum eines österr. Reservisten“ ein-
drucksvoll dargeboten. Am Freitag und am
Samstag sorgte ein tolles Rahmenprogramm
für ein volles Festzelt. Der Sonntag war der
Tag der Blasmusik. Die Kapellen des Musik- Die erfolgreichen Kapellmeister und Stabführer strahlten nach der Übergabe der Urkunden
bezirkes Silz trafen sich um 09.00 Uhr zur
Feldmesse und zum Festakt. Beides wurde sehen. Und auch der Wettergott spielte mit: bestellt ist, zeigt, dass nicht weniger als 85
durch das Gesamtspiel feierlich umrahmt. Erst mit dem Abtreten der letzten Kapelle (Jungmusiker)-Leistungsabzeichen verlie-
Hunderte interessierte Zuschauer säumten setzte Regen ein, die Feldmesse, der Festakt hen wurden, darunter fünf in Gold!
bei der Marschmusikbewertung die Straße und die Marschmusikbewertung konnten Den Musikantinnen und Musikanten um
durch Huben, auf der „Musik in Bewegung“ aber im Trockenen abgewickelt werden. Obmann Werner Klotz und Kapellmeister
auf sehr hohem Niveau dargeboten wurde. Nach der Marschbewertung konzertierten Andreas Grüner ein Kompliment für die
Alle (!) 13 Kapellen stellten sich der Jury die Musikkapellen Sölden, Längenfeld, gelungene Organisation! Dieses Bezirksmu-
und so konnte das Publikum ein buntes Tumpen und Sautens im Festzelt. Dass es sikfest war eine Werbung für die Blasmusik.
Programm in allen fünf Bewertungsstufen um den Nachwuchs in den Kapellen gut Walter Christl

Franz Hochmann – ein Leben für die Musik


Ing. Franz Hochmann ist ein bemer-
kenswerter Mann: Er ist mit 80 Jahren
immer noch aktiver Musikant in der
Musikkapelle Oetz.
In den Annalen ist verzeichnet, dass Ing.
Franz Hochmann seit dem Jahr 1938 Te-
norhorn spielt – seit 1975 bei der MK
Oetz. Dort hin hat ihn der Beruf verschla-
gen, und sofort hat er sich in der Kapelle
und für die Musik engagiert. Acht Jahre
lang war er Schriftführer der MK Oetz,
Foto: Ewald Auer

lange Jahre auch Chronist. Musikalisch


war und ist er natürlich eine Stütze, außer-
dem ein geschätzter Kamerad. 1979 wurde
Ing. Hochmann zum Obmann des Musik- v.l.n.r.: Bgm. Ing. Hansjörg Falkner, Obmann-Stv. Anton Wachter, Kpm. Florian Schöpf, die Gattin
bezirkes Silz gewählt, 10 Jahre lang leitete des Jubilars, Ing. Franz Hochmann und Bezirks-Kpm. Klaus Strobl.
er dessen Geschicke mit großer Umsicht.
Die Liste der Auszeichnungen, die Franz Zu seinem 80. Geburtstag am 25. Jänner ten vergeben werden kann: die Ehren-
Hochmann für sein unermüdliches Wirken 2005 gratulierten die Musikkameraden mitgliedschaft.
erhalten hat, ist lang. Herauszuheben ist natürlich mit einem flotten Ständchen. Wir wünschen dem Franz alles Gute, vor
die Verleihung des Ehrenringes des Tiroler Beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle allem Gesundheit und noch viele frohe
Blasmusikverbandes im Jahr 1990 und die Oetz erhielt Franz Hochmann die höchs- Stunden im Kreise „seiner Musikanten“.
Verdienstmedaille des Landes 1995. te Auszeichnung, die an einen Musikan- Walter Christl

39
September 2005 Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Imst
Der MB Imst im Marschfieber
Zur Hebung des Niveaus im Bereich der
Marschmusik und vorbereitend auf die
anstehende Marschmusikbewertung or-
ganisierte der Bezirksblasmusikverband
Imst drei Fortbildungen für Kapellmeis-
ter, Stabführer und interessierte Musi-
kanten. Die erste Schulungsveranstal-
tung fand am 2. März im Probenraum
der Stadtmusikkapelle Imst statt und
handelte vom musikalischen Aufbau
eines Marsches. Der Vortragende Mjr.

Foto: Raggl
Hannes Apfolterer erläuterte zu Beginn
die richtige Interpretation von Traditi-
onsmärschen anhand von Tonbeispie-
len, anschließend studierte er mit den der Schulungsleiter den Stabführern im besucht. Erfreulicherweise traten 12 der
zahlreich erschienenen Musikanten zwei Gemeindessaal Mils bei Imst wesentli- 16 Mitgliedskapellen des MB Imst zur
Märsche unter den besprochenen Krite- che Neuerungen in der Stabführung. Marschmusikbewertung am 12. Juni in
rien ein. Am Pfingstmontag schloss der Landes- Arzl im Pitztal an und konnten großteils
Für die weiteren Stabführerfortbildun- stabführerstellvertreter Siegfried Stig- ausgezeichnete Ergebnisse erreichen,
gen konnten die beiden Landesstabfüh- ger den Fortbildungsreigen zum Thema was auch zu einem gewissen Teil auf die
rer als Referenten gewonnen werden. „Musik in Bewegung“ ab. Zu diesem Ter- gute Vorbereitung in den Schulungen
Dabei ging es vor allem um die Vorberei- min konnten die Stabführer ihr erlerntes zurückzuführen sein dürfte.
tung auf die Marschmusikbewertung des Wissen in die Praxis umsetzen und mit Für das nächste Jahr plant der Bezirksvor-
Musikbezirkes Imst. Die Stabführer des den ebenfalls eingeladenen Stimmfüh- stand Fortbildungsseminare zum Thema
MB Imst trafen sich am 9. Mai mit dem rern und Schlagzeugern aus Mitgliedska- Konzertwertung, da im Musikbezirk Imst
Landesstabführer Josef Stiller in Arzl im pellen des MB Imst am Hofer-Parkplatz für 2007 eine Konzertwertung geplant ist
Pitztal, um eine Begehung der Marsch- in Imst ihre Runden ziehen und sich und die Kapellen für ihre Teilnahme gut
musikbewertungsstrecke durchzuführen. vom Landesstabführerstellvertreter noch vorbereitet sein sollten.
Nachdem die einzelnen Bewertungspo- einige Tipps holen. Alle Weiterbildungs-
sitionen besprochen wurden, erörterte veranstaltungen waren ausgezeichnet Wolfgang Raggl, Bezirksschriftführer

Jugendorchester Tarrenz überzeugte beim Jugendblasorchesterwettbewerb


Das Jugendblasorchester der Musikka-
pelle Tarrenz erreichte beim Jugend-
blasorchesterwettbewerb am 18. Juni
in St. Johann mit 85,17 Punkten den
sensationellen zweiten Platz von 13
teilnehmenden Jugendblasorchestern in
der Stufe C.
Das JBLO Tarrenz unter der Leitung
von Tobias Zangerl gab die Musikstücke
„Phantom der Oper“ und „Land der Pha-
raonen“ zum Besten.
Foto: Reich

Das Jugendblasorchester Tarrenz besteht


aus ca. 40 Musikschülern der MK Tarrenz
von denen bereits etwa die Hälfte bei der
Musikkapelle mitwirkt. Geprobt wird im renz, konzertiert wird zu verschiedenen tuliert ihren Jungmusikern und dem Lei-
14-Tage-Rhythmus im Probelokal Tar- Anlässen. Die Musikkapelle Tarrenz gra- ter Tobias Zangerl recht herzlich.

40
Blasmusik in Tirol September 2005

Musikbezirk Landeck
Musikkapelle Zams in Wien
Ein Ausflug in die Bundeshautstadt Wien
unternahm am Christi Himmelfahrts-
Wochenende die Musikkapelle Zams,
mit dabei waren Bürgermeister Helmut
Gstir mit Gattin und Ehrenobmann Josef
Oberkofler. Ein Besuch im Ministerium
für Landesverteidigung beim Präsiden-
ten und Bundesminister Günther Plat-
ter stand schon aum Tag der Ankunft in

Foto: Wohlfarter
Wien auf dem Programm.
Der Präsident führte durchs Verteidi-
gungsministerium, berichtete über seine
Aufgaben als Bundesminister und lud
die Musikkapelle am Abend in die Maria sikalischen Seite. Er schloss auch einen zahlreiche Zammer extra nach Wien ka-
Theresien Kaserne ein. Besuch in Zams nicht aus. Im Anschluss men um die Musikkapelle in dieser unge-
Am Freitag durfte die Musikkapelle daran marschierte die Musikkapelle mit wohnten Umgebung zu erleben.
Zams im Spiegelsaal der Hofburg beim Marschmusik von der Hofburg über den Nach einer Agape beim Dompfarrer
Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer ein Graben bis hin zum Stephansdom. Anton Faber fuhr die Musikkapelle zum
Ständchen spielen. Höhepunkt der Reise war die musikali- Schloss Schönbrunn.
Beim Marsch „Mein Tirolerland“ zeigte sche Gestaltung einer heiligen Messe in Diese Reise war sicherlich für alle ein un-
sich der Bundespräsident von seiner mu- der Domkirche St. Stephan, zu der auch vergessliches Erlebnis.

Stadtmusikkapelle Landeck holt Tagessieg bei der


Blasmusikweltmeisterschaft in Kerkrade (NL)
Die Stadtmusikkapelle Landeck konn-
te bei einem der renomiertesten Wett-
bewerbe in der Blasorchesterszene,
der Weltmeisterschaft für Blasorches-
ter in Kerkrade, überzeugen und mit
dem Tagessieg am 17. Juli 2005 eine
Gold-Medaille erspielen.
Nach den hervorragenden Ergebnissen
bei den Landeswertungsspielen im Jahr
2003 in Wasserburg (D), in Vorarlberg
2004, und in Innsbruck 2005 war die
Teilnahme an diesem Wettbewerb wohl
der absolute musikalische Höhepunkt
der letzten Jahre. Nach der Einladung
im Jahr 2004 wurde die gesamte musi-
kalische und organisatorische Vereins-
Foto: Sprenger

arbeit unter Obmann Werner Sprenger


und dem musikalischen Leiter Helmut
Schmid auf dieses Ziel abgestimmt.
Eine Einladung und die Teilnahme an
einem Festival dieser Größenordnung Tiroler Orchester an diesem Wettbe- nehmen an insgesamt 4 Wochenen-
ist eine große Auszeichnung für die werb teilnehmen konnte. den im Juli 2005 rund 300 Orchester
Stadtmusikkapelle Landeck, aber auch Orchester aus aller Welt musizieren mit ca. 14.000 Musikerinnen und Mu-
für die Tiroler Blasmusikszene – zumal auf höchstem Niveau. An der Welt- sikern teil. Die Teilnehmerliste des
in den letzten 40 Jahren kein anderes meisterschaft in Kerkrade (WMC) WMC 2005 liest sich wie das „who is

41
September 2005 Blasmusik in Tirol

who“ der Blasmusik. Orchester aus al- wahlstück sowie ein repräsentatives Landeswertungsspiel im Mai 2005 sehr
ler Welt – Singapur, Italien, Schweden, Konzertwerk als Einspielstück vortra- erfolgreich aufgeführt werden.
Spanien, Deutschland, Belgien, Eng- gen. Die Stadtmusikkapelle Landeck Tagessieg und Goldmedaille. Die teil-
land, Kroatien, Japan... - bieten Musik eröffnete mit der imposanten „Fest- nehmenden Orchester wurden von
auf höchstem Niveau. Dabei werden musik der Stadt Wien“ von Richard einer internationalen Jury, Norbert
die Orchester nach Besetzungen (Bla- Strauss. Das Pflichtwerk „Impressions Nozy (B), Reinhold Rogg (D) und Lex
sorchester, Brass Bands und Fanfare of Japan“ (3 Sätze) von James Barnes van Diepen (NL) bewertet. Die Lan-
Orchester) und Schwierigkeitsstufen ist aufgrund der Klangsprache und der decker konnten in allen Bereichen
eingeteilt. Neben einer „Profi Klasse“ komplexen Instrumentation wohl eine vollends überzeugen, musizierten mit
(Konzertabteilung) gibt es 3 Divisio- besondere Herausforderung für eine großer Leidenschaft und in absoluter
nen für Amateurorchester. Die Stadt- österreichische Kapelle. Das Selbst- Höchstform! Der Jubel im Theater von
musikkapelle Landeck ist in der 2. Di- wahlstück „Praise Jerusalem!“ des Aus- Kerkrade und die Emotionen in den
vision (vergleichbar mit der Stufe D/E tro-Amerikaners Alfred Reed gehört Reihen der Musikerinnen und Musiker
im österreichischen Blasmusikverband) zur absoluten Spitzenliteratur der in- der Stadtmusikkapelle Landeck waren
angetreten. Alle Orchester müssen das ternationalen Blasorchesterszene. Die- nach der Ergebnisbekanntgabe dem-
gleiche Pflichtstück und ein Selbst- ses Werk konnte bereits beim Tiroler nach grenzenlos.

Musikbezirk Lienzer Talboden


Stadtmusik Lienz beteiligt sich an der Aktion „Für ein Menschenleben“
Ziel der Leukämie- und Kinderkrebshilfe Blasmusik. Beeindruckend finde ich den
Osttirol ist es, für alle Patienten den pas- hohen Jugendanteil. In meinem Bekann-
sen-den Spender von Knochenmark bzw. tenkreis spürte ich viel Begeisterung nach
Stammzellen zu finden und registrieren zu diesem Konzert. Schade finde ich, dass
lassen. Mit dem Erlös des Konzertes der so ein Programm nicht öfter aufgeführt
Stadtmusik Lienz in der Pfarrkirche „Zur wird.
Heiligen Familie“ ist es möglich, einen Ludwig Pedarnig, Kapellmeister/Schlaiten
Teil der notwendigen Typisierungen zu Ich fand das Konzert wahnsinnig gut.
bezahlen. Ich konzentrierte mich vor allem auf den
Norbert Joast, Instrumentenbauer/Lienz Kapellmeister und war von seinem per-
Ich war mit meinem Schwager, und es ge- fekten Dirigat beeindruckt. Ein solches
fiel uns beiden sehr gut. Überrascht war Programm ist für die Ausführenden sicher
ich sowohl von Stimmung und Dynamik sehr anstrengend. Ich hatte aber nie den
als auch von Stückauswahl (v. a. Carmi- Eindruck, dass angestrengt musiziert wur-

Foto: Wilhelmer
na Burana) und Gesang. Einmal hatte de. Die Ansagen waren bescheiden und
ich den Eindruck, dass sich die Musik harmonisch in das Ganze eingebettet.
überschlägt. Das hing aber wohl mit der Meine Tochter war vor allem von den
Akustik zusammen. In der Tiefe hörte ich eingeblendeten Bildern beeindruckt. Mir
besonders die Bassposaune heraus. Auffäl- fiel außerdem die große Auswahl an In- Siegfried Messner, Kapellmeister/
lig waren auch die jungen Schlagzeuger. strumenten auf. Ich finde es schade, dass Antholz (Südtirol)
Alles in allem bin ich für den ganzen Be- man mancherorts Aushilfen scheut. Denn Ich nehme bei Hans Pircher Dirigierun-
zirk stolz darauf, dass wir eine Kapelle wie was ich brauche, brauche ich. Dieses Kir- terricht und bekam von ihm eine Einla-
die Stadtmusik haben. chenkonzert war sicher ein Höhepunkt im dung zum Kirchenkonzert. Da mich dessen
Hansjörg Schönfelder, Lehrer/Lienz heurigen Musikjahr und wird in Osttirol Programm und guter Zweck ansprachen,
Ich besuchte mit meiner Frau und mei- wohl nicht mehr so schnell zu hören sein. fuhr ich mit meiner Freundin nach Lienz.
nem Vater das Konzert. Begeistert war ich Peter Ferner, Dekan/Lienz Schon vor Konzertbeginn waren wir so-
vor allem von der Carmina Burana. Die Dieses Konzert war für mich und alle, mit wohl von Atmosphäre als auch Akustik
Live-Version der Stadtmusik braucht den denen ich sprach, ein großes musikali- beeindruckt. Die Besetzung der Kapelle
Vergleich mit in Studios eingespielten sches und zugleich soziales Ereignis, ein fand ich einzigartig, die Lichtbilder super
Blasmusikbearbeitungen dieses Werkes Kunstwerk der Klänge, der Melodien, der und auch der Sprecher ist mir in guter
nicht zu scheuen. In den vergangenen Bilder und Texte, der Mitmenschlichkeit Erinnerung. Es war eines der besten Kon-
Jahren verfolgte ich vor allem über die – in einer sehr schönen Atmosphäre. Die- zerte, die ich je hörte. Wir fuhren 80 Kilo-
Cäcilienkonzerte die Entwicklung von ses Benefizkonzert der Stadtmusik Lienz meter, um dabei zu sein, und kein einziger
der traditionellen hin zur symphonischen hat in jeder Hinsicht gut getan. Meter davon reut uns. – Kompliment.

42
Blasmusik in Tirol September 2005

Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Lienzer Talboden


Aus Anlass des 175-jährigen Bestands-
jubiläums der Franz von Defregger Mu-
sikkapelle Dölsach fand das diesjährige
Bezirksmusikfest am 12. Juni 2005 in der
Gemeinde Dölsach statt. Gleichzeitig fei-
erte auch die Feuerwehr Dölsach ihren
130. Geburtstag. Bezirksobmann Dr. Klaus
Köck wertete dieses gemeinsame Fest als
Ausdruck gegenseitiger Unterstützung
und guter Zusammenarbeit dieser beiden
wichtigen Institutionen einer Dorfge-
meinschaft.
Im Rahmen eines kurzen, würdig gestal-

Foto: Tiefnig
teten Festaktes wurden 8 Musikanten für
ihre langjährige Treue mit Urkunde und
Verdienstmedaille des Tiroler Blasmusik-
verbandes ausgezeichnet. Ehrung des Bezirksobmannes
Für 25-jährige Mitgliedschaft: BJR Hans-
Peter Glanzer (MK Dölsach und Kapell- Der neu gegründeten Musikkapelle Thurn Mair und OSR Richard Wasle gratulier-
meister in Leisach), Klaus Oberhauser (Ei- wurde eine Klarinette als Geschenk der ten herzlich der jubilierenden Franz von
senbahner Stadtkapelle), Andreas Tiefnig Musikkapellen und des Musikbezirkes Defregger Musikkapelle Dölsach zu ihrem
(MK Gaimberg), Werner Ortner (MK Lei- übergeben. 175. Geburtstag, anerkannten in ihren
sach) und Roman Possenig (Kapellmeister Sehr überrascht zeigte sich Bezirksobmann Grußworten die Bedeutung und Wichtig-
der Marktmusikkapelle Nußdorf-Debant). Dr. Klaus Köck, als seine Stellvertreterin keit der Musikkapellen für die dörfliche
Für 40-jährige Mitgliedschaft: Josef Brand- Andrea Gomig an das Mikrofon trat. In Gemeinschaft und dankten den Verant-
stätter (MK Dölsach). ihren Worten bedankte sie sich bei ihm wortlichen für ihren Einsatz, das musika-
Für 50-jährige Mitgliedschaft: Anton für den umsichtigen Einsatz zum Wohle lische Engagement und ihre Bemühen um
Wurzer und Franz Etschberger (Stadtmu- des Musikbezirkes über mehr als 12 Jahre die Jugend.
sik Lienz). als Obmann und lobte sein Engagement Nach dem offiziellen Teil marschierten die
Verdienstmedaille des Österreichischen und Organisationstalent. Gemeinsam mit Musikkapellen unter viel Applaus durch
Blasmusikverbandes in Gold: Franz Wal- dem Vertreter des Landesverbandes und ein dichtes Spalier von Festteilnehmern
lensteiner (MK Dölsach). Bezirkskapellmeister Michael Mattersber- zur Defilierung und weiter zum Festzelt,
Gertraud Frank von der MK Gaimberg er- ger wurde ihm die Verdienstmedaille des wo die Einzelspiele der Musikkapellen
hielt das Jungmusiker-Leistungsabzeichen Österreichischen Blasmusikverbandes in unter der kompetenten Moderation von
in Gold. Dazu sei bemerkt, dass auch ihre Gold überreicht. Martin Gratz, Bezirkskapellmeister des
drei älteren Geschwister bereits dieses Die Ehrengäste Helga Machne, HR Dr. Musikbezirkes Iseltal, stattfanden.
Leistungsabzeichen erworben haben. Paul Wöll, Ferdinand Draxl, Bgm. Josef Christian Tiefnig, Bezirksschriftführer

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Tristach


Kraftvolle Märsche, sinfonische „Mutig voran“ (J. Labsky) war der erste passenden Filmszenen aus dem gleichna-
Melodien, Filmmusik mit beeindru- Konzertteil von sinfonischen Werken und migen Film. Auf einer großen Leinwand
ckenden Filmszenen, anspruchsvolle Melodien geprägt. Speziell bei „Rodny konnte das Publikum im Zeitraffer diese
solistische Darbietungen und ein be- Kraj - Heimatland“, einer Ouvertüre von imposante Filmgeschichte verfolgen, wäh-
geistertes Publikum j. Pravecek sowie der Slawischen Fanta- rend die Musikkapelle und speziell Markus
So charakterisierte sich heuer das traditi- sie (V. Kabec) mit Solistin Ulli Ortner Einhauer an der Solotrompete es verstan-
onelle Frühjahrskonzert der Musikkapelle (Klarinette) wurden feinfühlige melodi- den, eine packende Atmosphäre herbeizu-
Tristach am Pfingstsonntag. Im vollgefüll- öse sowie kraftvolle imposante Passagen zaubern. Der darauf folgende Marsch „His
ten Konzertsaal fanden sich neben zahl- gekonnt präsentiert. Der Höhepunkt und Honor“ (H. Fillmore) wurde dem Posau-
reichen Ehrengästen, Blasmusikfreunden eine eindrucksvolle Überraschung für das nisten Norbert Joast gewidmet, der zuvor
auch Musikkollegen umliegender Kapellen Publikum zugleich war die Darbietung unter großem Beifall die Auszeichnung
sowie aus Weiz und Sand in Taufers ein. von Musiktiteln aus dem Film „Der mit des Tiroler Blasmusikverbandes für seine
Nach dem kraftvollen Eröffnungsmarsch dem Wolf tanzt“ (J. Barry) kombiniert mit mehr als 25-jährige Blasmusiktätigkeit

43
September 2005 Blasmusik in Tirol

entgegennehmen durfte.
Der zweite Teil des Konzertes war ei-
nerseits durch bekannte rhythmische
Melodien in den Werken „Fiesta!“ (spa-
nische Melodien arr. von L. Bocci) und
dem Medley „Beach Boys on Stage“ (arr.
J. Moss) geprägt, andererseits bewiesen
mehrere Solisten ihr Können. Bei der
Konzertpolka „Zwei Trotzköpfchen“ (H.J.
Schneider) spielten Vater und Tochter,
Helmut und Sonja Prünster harmonisch
die teils zweistimmigen Soli am Flügel-
horn. Als technisch sehr anspruchsvoll

Foto: Klocker
und wahrlich akrobatisch entpuppte sich
das Bravoursolo „Zungen-Akrobatik“ (A.
Angst), bei dem Solist Markus Einhauer
seine Beherrschung der Trompete un-
ter Beweis stellte. Jedes Register einzeln tieren. Mit diesem beherzt und gekonnt Johann Klocker sein besonderes Gefühl
konnte sich schließlich noch im jeweili- dargebotenem abwechslungsreichem Pro- für eine interessante Programmgestaltung
gen Solopart des darauf folgenden Werkes gramm stellte die Kapelle erneut ihr hohes unter Beweis und erntete für dieses beein-
„Solistenfreuden“ (arr. F. Watz) präsen- musikalisches Niveau und Kapellmeister druckende Konzert reichlichen Beifall.

Musikkapelle Nikolsdorf bei Sepp Forcher im „Klingenden Österreich“


Im Jahr 2005 feiert die Musikkapelle Ni-
kolsdorf ihr 165-jähriges Bestandsjubiläum!
Um das Jubiläumsjahr etwas hervorzuhe-
ben, wurden der traditionelle Musikball
und das Frühjahrskonzert im speziellen
unter dieses Motto gestellt. Um so über-
raschender und vor allem passender dann
für uns die Anfrage vom ORF-Landesstu-
dio Salzburg über die Teilnahme an der
Fernsehsendung Klingendes Österreich.
Bei einer Begehung vor Ort mit dem
ORF Filmteam und allen voran Sepp
Forcher wurde der neu gestaltete Kirch-
platz von Nikolsdorf für den Aufmarsch
auserkoren. Als Musikstück wählte
Foto: Th. Obbrugger

Kapellmeister Martin Lindsberger den


„Freundschaftsmarsch“ von Sepp Neu-
mayr aus. Dieser wurde in einigen Proben
eingehend geübt und für Auswendigspiel
einstudiert. v.l. Stefanie Eder, Petra Plautz, Sepp Forcher, Sandra Brandstätter, Carolin Nußbaumer
Am 07. Mai standen dann die Dreharbei-
ten, vielbeachtet auch von der Gemein- von allen Teilnehmern viel Einsatz und konnten wir wieder einige Jugendliche
debevölkerung, auf dem Programm, die Disziplin und förderte in unvergleichba- zum Erlernen eines Instrumentes moti-
Ausstrahlung im ORF fand am Pfingst- rer Weise die Kameradschaft! Wir beka- vieren.
montag statt. men einen kleinen Einblick in die pro- Herzlichen Dank allen, die dieses Projekt
Stolz blicken wir nun auf dieses einmalige fessionelle Arbeit des ORF. Durch unser ermöglicht und unterstützt haben.
Ereignis zurück. Dieses Projekt forderte häufiges Auftreten in der Öffentlichkeit Obmann Ing. Michael Eder

Die nächste BiT erscheint im November, 4/2005 • Redaktionsschluss: Mittwoch, 5. Oktober 2005

44
Blasmusik in Tirol September 2005

Musikbezirk Pustertal-Oberland
Im Pustertal bewegt sich was …
Schon zum zweiten Male nach Herbst 2004
trafen sich Anfang Mai mehr als 60 junge
MusikerInnen von allen Kapellen des Mu-
sikbezirkes Pustertal-Oberland um über
„Musik in Bewegung“ mehr zu erfahren.
Bezirksstabführer Fritz Obmascher war
dankenswerter Weise wieder bereit die
Teilnehmer in die Grundzüge des Mar-
schierens im Dorfzentrum von Heinfels
einzuführen.
Mit seiner frischen, lustigen und profes-
sionellen Art vermochte er ganze drei

Foto: Pitterl
Stunden lang das Interesse und die Kon-
zentration zu wahren. Vom Grundschritt
hin zum richtigen Tragen des Instrumentes
bis zum Marschieren in Formation konnte ihrem Dabeisein diese Veranstaltung zu- Sehr positive Stimmen die man am Ende
jedermann seine Kenntnisse auffrischen. sätzlich auf. Organisator Bez.-JR Erich Pit- der Veranstaltung einholen konnte, geben
Einige Kapellmeister, Obmänner sowie Ju- terl und sein Team sorgten zwischendurch sicher Anlass „Musik in Bewegung für jun-
gendreferenten der Bezirkskapellen waren für die nötige Erfrischung und Stärkung ge MusikerInnen“ im Herbst 2005 wieder
als Zaungäste mit dabei und werteten mit der JungmusikerInnen. zu veranstalten.

Südtirol
Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr und Weichenstellung für die Zukunft
Der Rückblick auf das Arbeitsjahr 2004, Alfons Gruber, Dr. Gotthard Andergassen, Gottfried Veit, Jugendleiter Pepi Fauster,
der Ausblick auf das 15. Südtiroler Lan- Vorstandsmitglied des Landesverbandes für Verbandsstabführer Toni Profanter und
desmusikfest, das zentrale Ereignis des Heimatpflege, Luis Rieder in Vertretung Kassier Heinz Bragagna fand er Worte des
laufenden Geschäftsjahres, eine kritische des Südtiroler Volksmusikkreises, Bundes- Dankes und der Anerkennung für die mit
Analyse der Zukunftsperspektiven in der kassier Werner Wenighofer vom Südtiroler bemerkenswertem persönlichem Einsatz
musikalischen Jugendarbeit sowie die Ge- Schützenbund, Georg Kranzer, Vorstands- geleistete Arbeit.
nehmigung der Neufassung der Verbands- mitglied des Südtiroler Theaterverbandes, Tiefgreifende Änderungen betreffen die
statuten standen im Mittelpunkt der 57. Landesobmann-Stellvertreter Siegfried Einführung eines geschäftsführenden
ordentlichen Jahreshauptversammlung Knapp, Landeskapellmeister-Stellvertreter Ausschusses, wodurch der Vorstand ent-
des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, Hans Eller und Verbandsgeschäftsführer lastet wird und Entscheidungen der „or-
die in gewohnt festlichem Rahmen am Hermann Jäger von Tiroler Blasmusikver- dentlichen Verwaltung“ schneller und
Sonntag, 17. April 2005 im Waltherhaus band gaben dem VSM die Ehre und ver- unbürokratischer getroffen werden kön-
in Bozen über die Bühne ging. folgten aufmerksam die Rechenschaftsbe- nen, sowie die Einführung von drei Fach-
185 der insgesamt 211 Mitgliedskapellen richte der Verbandsführung. gruppen (der Kapellmeister, der Jugend-
hatten Delegierte nach Bozen entsandt. Die musikalische Gestaltung der Ver- leiter, der Stabführer) an Stelle der bishe-
Auch eine Reihe von Ehrengästen, so sammlung und des zuvor von Hochw. rigen Musikkommission.
Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, August Prugger im Dom zelebrierten Fest- Weitere Änderungen formeller Natur
Kulturlandesrätin Dr. Sabina Kasslatter- gottesdienstes besorgte in festlicher Weise schaffen die Voraussetzungen für die an-
Mur, Alt-Landesrat und Ehrenmitglied Dr. die Musikkapelle Völs unter der Leitung gestrebte Eintragung des Verbandes in das
Bruno Hosp, der Präsident des Südtiroler von Michael Vikoler. Landesverzeichnis der Organisationen zur
Kulturinstitutes Dr. Marjan Cescutti, der Verbandsobmann Gottfried Furgler leitete Förderung des Gemeinwesens.
Obmann des Südtiroler Sängerbundes, Dr. die Versammlung in gewohnt souveräner Für jahrzehntelangen Einsatz (40 Jahre als
Josef Pircher, der Schriftleiter der Verbands- Art und Weise. Nach dem Vortrag der je- Verbandskassier!) und tatkräftige Mitarbeit
zeitschrift „Tiroler Volkskultur“ und Vertre- weiligen Berichte durch Geschäftsführer wurde Heinz Bragagna mit dem Goldenen
ter der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Dr. Klaus Bragagna, Verbandskapellmeister Ehrenkreuz des Internationalen Musikbun-

45
September 2005 Blasmusik in Tirol

des ausgezeichnet und namens des Verban- Fachkompetenz erworben, die nicht nur dessen Mitgliedskapellen und sicherten
des Südtiroler Musikkapellen überreichte in den Reihen der Musikkapellen aner- im Rahmen der zur Verfügung stehenden
ihm der Verbandsobmann ein Präsent als kannt wird; auch in Kontakten mit ande- Möglichkeiten auch weiterhin ihre Un-
Zeichen des Dankes und der Anerkennung. ren Verbänden ist unser Geschäftsführer terstützung zu.
Klaus Bragagna, seit 1983 Verbandsge- ein geschätzter und stets freundlicher Ge- Die Grüße des Tiroler Blasmusikverbandes
schäftsführer und bereits seit 1977 Pressere- sprächs- und Verhandlungspartner“ führte und des Österreichischen Blasmusikverban-
ferent wurde in Anerkennung seines Einsat- Verbandsobmann Gottfried Furgler aus des überbrachte der stellvertretende Lan-
zes für die Südtiroler Musikkapellen mit dem Sowohl Landeshauptmann Dr. Luis desobmann Siegfried Knapp und hob die
Verbandsverdienststern, der höchsten Aus- Durnwalder als auch Kulturlandesrätin gute Zusammenarbeit zwischen den beiden
zeichnung des Verbandes, ausgezeichnet. Dr. Sabina Kasslatter-Mur fanden aner- Verbänden hervor. Traditionsgemäß wurde
„Klaus Bragagna hat sich in all diesen Jah- kennende Worte für die Arbeit des Ver- die Jahreshauptversammlung mit der Landes-
ren eine musikalische und administrative bandes Südtiroler Musikkapellen und hymne abgeschlossen. K.B.

15. Südtiroler Landesmusikfest • VSM fördert junge Talente


Bereits im Vorfeld des diesjährigen Lan- Aus diesen Überlegungen erwuchs eine aus Brixen und von Hansjörg Mutschlech-
desmusikfestes hatte die Musikkommission Zusammenarbeit mit dem Kompositions- ner aus Olang liegen nun vor und werden
des Verbandes verschiedene Möglichkei- lehrer am Bozner Konservatorium, Prof. im Rahmen des Konzertes des Südtiroler
ten ausgelotet, wie die Strahlkraft dieser Heinrich Unterhofer, und in der Folge Jugend-Blasorchesters am Samstag, 15.
Großveranstaltung verstärkt und sich dar- konnten zwei seiner Schüler für die Schaf- Oktober 2005 im Meraner Kursaal unter
aus ergebende musikalisch-künstlerische fung je eines neuen Blasorchesterwerkes der Leitung von Karl Geroldinger uraufge-
Impulse gefördert und zu nachhaltigen gewonnen werden. führt werden.
Entwicklungen geführt werden könnten. Die Arbeiten von Hannes Kerschbaumer K.B.

Hannes Kerschbaumer, geboren 1981 in Brixen, erhielt den ersten privaten Instrumental-
unterricht in Blockflöte und Akkordeon. Später absolvierte er Klavierunterricht an der Musikschule
Brixen; Orgelstudium bei Prof. Heinrich Walder und erste Kompositionsversuche. Nach Abschluss
der Matura nahm er das Kompositionsstudium bei Prof. Paolo Rimoldi und Prof. Heinrich Unterhofer
am Konservatorium in Bozen auf. Seit Herbst 2004 Studium der Komposition bei Prof. Gerd Kühr an
der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz.

Das Werk: APOCALYPTICA für symphonisches Blasorchester (2005)


„Apocalyptica“ bezieht sich, wie bereits der für drei Tom-Toms, Pedalglissandi in den rückkehren. Darauf folgen verschiedene
Titel andeutet, auf die Apokalypse, nimmt Pauken sowie Wirbel mit Metallstäben auf „Bilder“, welche die Apokalypse in ihren
dessen dramatischen Gehalt als gestaltendes dem Tamtam unterstreichen die besondere diversen Erscheinungsformen beschreiben:
Mittel auf. Vor allem war es mir wichtig, in Behandlung des Schlagwerks. angespannte Stimmung, gefolgt von her-
diesem Stück die nicht so standardisierten Formal ist das Stück in mehrere kurze abstürzenden Feuerbällen, Staub über der
Klänge des Blasorchesters zu erforschen, Abschnitte gegliedert. Ein Unisono in al- Erde, von weitem hörbarer Anmarsch eines
wie zum Beispiel neue Spieltechniken. len Instrumenten am Anfang des Stückes Heeres, eine Fanfare leitet die Kampfszene
Insbesondere der Perkussion wollte ich wird von einem Motiv in Hörnen und ein, abruptes Abrechen, echoartige Klänge
einen etwas breiteren Spielraum geben so Posaunen durchkreuzt, welches das Mate- formen sich unaufhaltsam zu einer kontra-
tritt die große Trommel als vibrierendes rial des gesamten Stückes darstellt, näm- punktischen „Welle“, welche am Ende des
Fundament auf, die mit einem Bogen ge- lich Sekundintervalle, die sich im Laufe Stückes in einen crescendierenden Cluster
strichenen hängenden Becken mit ihrer des Stückes zu Terzen verwandeln > und mündet und durch den Schlag des Tamtams
verschleiernden Gestik. Auch ein Solo wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zu- und in dessen Nachhall verschwindet.

Hansjörg Mutschlechner wurde am 19.04.1970 in Bruneck geboren. Am Bozner Konservatori-


um “C. Monteverdi” studierte er Kirchenmusik bei Prof. Herbert Paulmichl, sowie experimentelle Komposi-
tion bei Prof. Heinrich Unterhofer. Hansjörg Mutschlechner besuchte auch verschiedene Fortbildungskur-
se. Unter anderem beteiligte er sich an den Ferienkursen für zeitgenossische Musik in Darmstadt (D).
Er ist Autor von Werken für Orchester, Kammermusik, Klavier, Chor, Theater und Filmmusik, sowie ele-
mentarer Musik für Kinder und Jugendliche. Weiters beschäftigt er sich mit Musik fremder Kulturen.
In jüngerer Zeit schreibt der Komponist Musik für Dokumentarfilme, unter anderem zum Film “Schatzkam-
mer der Vielfalt - Naturparke Südtirols”, auch gezeigt in der ORF-Sendereihe Universum.
Seit 1994 unterrichtet Mutschlechner am Pädagogischen Gymnasium, Bruneck das Fach Klavier.

46
Blasmusik in Tirol September 2005

Das Werk: Gran Fanes (2005) durch concertierendes Fortspinnen zwischen reduzierter Kammer-
Das Werk gliedert sich in 3 Teile: A B A‘ musik-Besetzung bzw. soli und vollem Orchesterklang (tutti). Die
Die Einleitung zum 1.Teil spiegelt die Ruhe und Innigkeit der verklärte Stimmung und machtvolle Anpreisung wechseln einan-
Landschaft des Gran Fanes wider. Das hierbei fanfarenartig ange- der ab und gipfeln in zwei aufeinanderfolgenden Höhepunkten.
deutete Thema erfährt eine erste Steigerung. Die Mächtigkeit und Letzterer führt uns in den 3. Teil.
majestätische Erhabenheit der Bergwelt tritt in den Vordergrund. Wiederum, den 1. Teil aufgreifend, erklingt das Fanfarenthema,
Gleich einer Hymne entwickelt sich das Thema zum Leitmotiv des diesmal vorgetragen von einer Solo-Trompete. Im darauffolgenden
ganzen Werkes. Die Klänge eines Solo-Horns leiten zum Mittelteil crescendo erstrahlt das Thema im forte und führt in den Schluss-
über. Die Kraft und Magie der Natur erfüllt uns mit Andacht und teil. Noch einmal überwältigt die Mächtigkeit der majestätischen
Sehnsucht. Dieser langsame und getragene Satz bildet das Herz- Bergwelt rund um Gran Fanes. Eine letzte monumentale Steige-
stück dieser Komposition. Charakterlich ist er gekennzeichnet rung ins fortissimo beendet das Werk.

Unsere Gäste
EUREGIO Festival ein Erfolg • Mehr als 6000 Besucher – Europameister gekürt
Eine erfolgreiche Bilanz konnten die Ma-
cher des 4. Euregio Musik- und Kulturfesti-
vals ziehen. Mit mehr als 6.000 Besuchern
an sieben Festivaltagen waren alle Betei-
ligten sehr zufrieden. Einen Höhepunkt im
Festivalprogramm stellten die 6. Böhmisch-
Mährischen Meisterschaften der Blasmu-
sik, die mit 31 Gruppen aus sechs Nationen
und damit mit einer Rekordteilnehmerzahl
zu Ende gingen. Europameister wurde das
Ensemble „Die Original Fenntaler Musi-
kanten“ mit 93 von 100 möglichen Punk-

Foto: Euregio
ten. „Noch nie nahmen so viele Ensembles
an den Meisterschaften teil“, so Freek Me-
strini als Sprecher der vier Juroren.
Gala-Konzerte der Spitzenklasse Einen furiosen Abschluss bildete die Preisverleihung der 6. Europäischen Meisterschaften der böhmisch-
Einen weiteren Höhepunkt bildeten die mährischen Blasmusik in Sonthofen. Vier Ensemble aus vier Nationen spielten gemeinsam unter der Lei-
Gala-Konzerte des Euregio-Blasorchesters tung von Freek Mestrini.
unter der Leitung von Johann Mösenbichler,
sowie das Konzert der Stadtmusikkapelle aus 29 Jugendblasorchester aus dem In- und Aus- tei der Not einzuspielen. Simon Gehring,
Innsbruck-Wilten mit Kapellmeister Peter land teil. der Projektleiter des Festivals, bilanzierte,
Kostner. Allein zu diesen Konzerten kamen Ebenso erfolgreich, war aus der Sicht der dass auch beim 4. Musikfestival ein breites
mehr als 1.300 Besucher. Für die Jugend der Festivalmacher die Zusammenarbeit mit Spektrum an Volksmusik, Blasmusik und
Blasmusik bot der parallel zum Festival statt- der IG Tracht Oberallgäu, die für die Be- Bigband-Musik geboten werden konnte,
findende internationale Jugendblasorches- reiche Volksmusik und Tracht zuständig mit dem es gelang, alle Zielgruppen anzu-
terwettbewerb des Allgäu-Schwäbischen- waren. Im Rahmen der Benefizkonzerte ge- sprechen. „Das Festival hat inzwischen ei-
Musikbundes eine hervorragende Plattform lang es mit freundlicher Unterstützung der nen hohen Bekanntheitsgrad, weit über das
um die gute Jugendarbeit und das hohe Polizeimusik Baden-Württemberg (Leitung Allgäu hinaus“, so Simon Gehring, der für
Leistungsniveau der Blasorchester aufzeigen Toni Scholl), einen überwältigenden Spen- das nächste Festival eine Neukonzeption
zu können. An diesem Wettbewerb nahmen denbetrag von 1.266,00 Euro, an die Kar- ankündigte.

47
September 2005 Blasmusik in Tirol

••• Unsere B l a s m u s i k b e z i r k e •••


Musikbezirk Lienzer Talboden

Fotos: MB Lienzer Talboden


Die Gründer des Musikbezirkes Lienzer Talboden: Derzeitiger Bezirksobmann HR Bezirksvorstand 2005
Pfarrer Othmar Pobitzer und Walter Unterweger Dr. Klaus Köck

Am 19. Oktober 1947 trafen sich nach Einsatz hat er verstärkt diese Aktivitäten Zu einem weiteren bedeutenden Erfolg,
dem 2. Weltkrieg erstmals wieder an- fortgesetzt und verschiedene Schwer- auch für den Musikbezirk, wurde der
lässlich des Festes der Rückgliederung punkte gesetzt. Auch vertritt er als Beirat ORF-Radio-Tirol Blasmusikpreis im
Osttirols an das Land Tirol Osttiroler im Landesverband mit großer Aufmerk- Jahre 2002. Die Musikkapelle Gaimberg
Musikkapellen in der Dolomitenstadt samkeit die Interessen Osttirols. konnte in der Stufe A/B und die Stadt-
Lienz. Dieser war es auch ein Herzens- Ludwig Glaser war erster Bezirkskapell- musik Lienz in der Stufe C/D jeweils den
anliegen, in den folgenden Jahren die meister bis 1962. Ihm folgten Rudolf Landessieg erringen und den Siegerpreis
Osttiroler Musikbezirke aufzubauen. Roth (1962-1977), Matthias Zanon in der Höhe von je 5.000,-- Euro entge-
(1977-1981) und Franz Lackner (1981- gen nehmen. Ein großer Tag für die bei-
1949 entschlossen sich 9 Kapellen des 2001). Auf Grund besonderer Verdiens- den Musikkapellen.
Lienzer Talbodens – Dölsach, Gaimberg, te wurde Ludwig Glaser 1962, Rudolf Ein besonderes Anliegen ist dem Mu-
Iselsberg, Leisach Eisenbahnermusik Li- Roth 1977 und Franz Lackner 2001 die sikbezirk die Kontaktpflege mit Südti-
enz, Nikolsdorf, Nußdorf, Oberlienz und Auszeichnung zum Ehrenbezirkskapell- rol, insbesondere mit dem Musikbezirk
Tristach – zum Beitritt in den Landes- meister verliehen. Dann folgte für zwei Bruneck. Regelmäßige Treffen der Funk-
verband der Tiroler Blasmusikkapellen. Jahre Hans Pircher, seit 2003 übt Mi- tionäre der drei Osttiroler Musikbezirke
In den folgenden Jahren wurden die chael Mattersberger die Funktion des mit den Südtirolern tragen viel zu enge-
Stadtmusik Lienz sowie die Musikka- Bezirkskapellmeisters aus. rer Freundschaft bei.
pellen von Schlaiten, Bannberg, Ainet, Ein besonders Augenmerk wurde und Seit Jahrzehnten organisiert der Musikbe-
Assling und im März 2005 die Musikka- wird stets der Jungmusikerausbildung, zirk die Konzerte am Lienzer Hauptplatz
pelle Thurn aufgenommen. Der Musik- der sich seit 2002 Hans-Peter Glanzer von Mitte Juni bis Anfang September.
bezirk umfasst nunmehr 15 Musikkapel- mit großer Gewissenhaftigkeit als Be- Bei der im Feber 2005 im Rahmen der
len mit ca. 700 aktiven Musikantinnen zirksjugendreferent widmet, geschenkt. Jahreshauptversammlung in Dölsach
und Musikanten. Der Wettbewerb „Musik in kleinen vorgenommenen Neuwahl des Bezirks-
Der erste Bezirksobmann war Pfarrer Gruppen“ erzielte im Jahre 2004 mit 31 vorstandes wurden für die nächsten drei
Otmar Poblitzer. Von 1952 bis 1992 hat Ensembles eine Rekordteilnahme. Jahre Dr. Klaus Köck als Obmann, Mi-
Walter Unterweger als Obmann die Ge- Derzeit sind in den 15 Kapellen ca. 306 chael Mattersberger als Kapellmeister,
schicke des Musikbezirkes mit großem Jungmusiker in Ausbildung, davon 296 Ludwig Pedarnig als dessen Stellvertre-
Einsatz geleitet. Unübertrefflich war sein an der Landesmusikschule Lienzer Tal- ter, Hans-Peter Glanzer als Jugendrefe-
Organisationstalent, sein Bemühen um boden. rent, Heinz Theurl als Stabführer, Chris-
die Durchführung von Jugendsemina- Zu einem herausragenden Ereignis für tian Tiefnig als Schriftführer und Peter
ren. Für diese jahrzehntelange Tätigkeit den Musikbezirk gestaltete sich die Dellacher als Kassier einstimmig wieder
wurde Walter Unterweger im Jänner erstmals am 13. März 2004 in Lienz bestellt. Mit Andrea Gomig als neue
1993 zum Ehrenbezirksobmann ernannt. durchgeführte Generalversammlung des Obmann-Stellvertreterin wurde erstmals
Ihm folgte Dr. Köck Klaus als neuer Be- Landesverbandes der Tiroler Blasmusik- eine Frau in den Vorstand gewählt.
zirksobmann. Mit viel Engagement und kapellen. Christian Tiefnig, Schriftführer

48
Blasmusik in Tirol September 2005

Musikbezirk Telfs

Fotos: MB Telfs
Bezirkskapellmeister Andreas Sappl Bezirksobmann Roland Mair Der erste Bezirkskapellmeister wurde
Hermann Oberthanner aus Inzing.

Als Vorläufer des Musikbezirkes Telfs Als Obmann wurde einstimmig auf ein te. Karl Oberthanner aus Inzing wurde
kann der 1912 gegründete 1. Oberinn- Jahr Josef Strigl, Kapellmeister von Flaur- 1969 zum Obmann gewählt, blieb es
taler Musikbund gelten, der jedoch bis ling und als dessen Stellvertreter Herr Lin- 15 Jahre lang und wurde danach zum
zum ersten Weltkrieg nicht alle Musik- dacher, Kapellmeister von Telfs, gewählt. Ehrenbezirksobmann ernannt. Karl
kapellen erfasste. Es dauerte noch bis Zum Kapellmeister des Bezirksverban- Oberthanner gehörte auch zum Vor-
zum Jahre 1924, ehe sich auf Betrei- des wurde ebenso einstimmig Hermann stand des Tiroler Landesverbandes, von
ben von Anton Tutz, Kapellmeister in Oberthanner, Kapellmeister von Inzing, 1983 bis 1995 als Geschäftsführer. 1985
Oberperfuss, und Hermann Oberthan- gewählt. wurde Richard Hold aus Flaurling für
ner, Kapellmeister in Inzing, bei einer Das erste Bezirksverbandfest richtete fünf Jahre zum Obmann gewählt, 1990
Versammlung im Hotel Krone in Imst die Musikkapelle Flaurling am 4. Juni übernahm Roland Mair aus Pfaffenho-
der Musikbund „Harmonie Oberinn- 1950 aus. fen dieses Amt und übt es bis auf den
tal“ bildete. 1939 musste er allerdings Die Aufgaben des Bezirksverbandes heutigen Tag aus.
wieder aufgelöst werden. Der Musikbe- sind im wesentlichen die Veranstaltung Hermann Oberthanner aus Inzing lei-
zirk Telfs wurde am 5. März 1950 beim von Bezirksmusikfesten, Wertungsspie- tete 17 Jahre lang als Bezirkskapell-
Brückenwirt in Hatting aus der Taufe len und die Organisation von Weiter- meister mit viel Umsicht und Energie
gehoben. Dazu findet sich im Archiv bildungskursen für Musikanten und Ka- den Musikbezirk Telfs. Ihm folgte Ernst
ein ausführliches Protokoll, aufgesetzt pellmeister. Jedes Jahr übernimmt eine Neuner aus Zirl, der 1976 den Bezirks-
vom ersten Schriftführer des Bezirkes, Mitgliedskapelle das Bezirksmusikfest. kapellmeisterstab an Arnold Breitfuß
Albuin Zotz: Seit 1970 gibt es auch einen Bezirks- weitergab. Dieser begabte Musikant
Gründung des Bezirksverbandes Telfs in jugendreferenten, der die Jungmusiker komponierte auch viele Blasmusikstü-
Hatting, am 5. März 1950. in allen Belangen vertritt. Die Zahl der cke, die von den Musikkapellen des
Auf Grund des Einberufers, des Herrn Jo- Jungmusiker steigt stetig an und ihre Bezirkes in ihr Repertoire übernommen
sef Strigl, Kapellmeister der Musikkapelle musikalische Leistung wird durch die wurden. 1990 wurde DI Hubert Maiz-
Flaurling versammelten sich am Sonntag, Überreichung vieler Jungmusiker-Leis- ner aus Ranggen Bezirkskapellmeister
den 5. März 1950 um 2 Uhr nachmittags tungsabzeichen in Bronze, Silber und und hatte diese Funktion bis Jänner
beim Brückenwirt in Hatting mehrere Ver- Gold ersichtlich. 2002 inne. Zu seinem Nachfolger wur-
treter der eingeladenen Musikkapellen des Aus den anfänglichen sechs Mitglieds- de Andreas Sappl aus Telfs gewählt. DI
Bezirkes zu einer Besprechung über die kapellen wurde ein Musikbezirk mit Hubert Maizner wurde ebenso wie sein
Gründung eines Bezirks-Verbandes Telfs insgesamt 13 Mitgliedskapellen. Als Vorgänger Arnold Breitfuß zum Ehren-
der bestehenden Musikkapellen. letzte kam die Musikkapelle Obsteig bezirkskapellmeister ernannt. Heute
Anwesend waren: Vertreter der 6 Musik- 1998 zum Bezirk. Im Bezirksvorstand gehören insgesamt 19 MusikantInnen
kapellen Telfs - Flaurling - Hatting - In- saßen zu allen Zeiten erfahrene Funk- dem Bezirksausschuss an, die in ihren
zing - Ranggen und Zirl in der Stärke von tionäre, die um die Belange und Pro- verschiedenen Funktionen die vielfäl-
24 Mann. bleme der Blasmusik bestens Bescheid tigen Aufgaben für einen Musikbezirk
Als Hauptprogrammpunkte wurden die wussten. 1953 wurde Alois Wett aus mit 13 Musikkapellen mit rund 450
Bildung eines Bezirksverbandes Telfs sowie Zirl zum Obmann gewählt, dem wieder- Musikern und 100 Musikerinnen be-
die Wahl eines Ausschusses vorgesehen. um 1967 Fritz Bieler aus Pettnau folg- wältigen.

49
September 2005 Blasmusik in Tirol

Tiroler Musikerpersönlichkeiten
••• i n V e r g a n g e n h e i t u n d G e g e n w a r t •••

In vielen Musikstücken unvergessen


Dem Militärkapellmeister und Komponisten
Gustav Mahr zum 75. Todestag
Gustav Mahr war von 1895 bis 1899 Kapellmeister im 2. Tiroler Kaiserjägerregiment,
welches in Wien und später in Brixen/Südtirol und in Trient stationiert war.

Geboren wurde Gustav Mahr am 23. Anstellung als Primgeiger in der Kapel- de er mit der Aufstellung der Musik für
November 1858 in Brandeis an der Elbe le seines Vaters. Am 1. Dezember 1878 das neu formierte 2. Tiroler Kaiserjäger-
(Böhmen, nordöstlich von Prag). Den wurde Mahr selbst Militärkapellmeister Regiment in Wien betraut. Mahr wäre
ersten Unterricht erhielt er von seinem beim ungarischen Infanterie-Regiment vom Regimentskommando der „Hoch-
Vater Franz Anton Mahr (1830-91), Nr. 60 Prinz Gustav von Wasa in Erlau und Deutschmeister“ übrigens auch als
der Kapellmeister beim Infanteriere- (Eger). Damit begann eine bewegte Kapellmeister in Betracht gekommen,
giment 76 in Ödenburg (Sopron, Un- Militärkapellmeisterlaufbahn, die ihn wenn nicht Carl Michael Ziehrer die-
garn) war. Ab 1870 studierte Gustav zu insgesamt sieben Regimentern führ- se Funktion angenommen hätte. 1899
am Prager Konservatorium Violine und te. Am 1. April 1884 trat Mahr zu den wurde das Regiment nach Trient und
Musiktheorie. Nach erfolgreichem Stu- „59ern“ in Salzburg als Nachfolger von Brixen in Südtirol verlegt.
dienabschluss fand er 1875 seine erste Alexander Leitermayer über. 1895 wur- Gustav Mahr wechselte zu den „43er“

50
Blasmusik in Tirol September 2005

und mit 1. Mai 1903 zum 4. Tiroler senbahnerkapelle, der viele ehemalige jahren der Dienstälteste seines Faches
Kaiserjäger-Regiment in Salzburg. 1910 Militärmusiker angehörten. Das Foto gewesen sein.
bis 1911 war er noch beim böhmischen wurde von der Eisenbahnmusik zur Ver- Gustav Mahr hat mehr als 80 Werke
IR Nr. 73 und danach beim oberöster- fügung gestellt. Sein Grab am Friedhof verschiedener Gattungen weltlicher
reichischen IR Nr. 14 Großherzog von in Linz-Urfahr existiert leider nicht Musik komponiert, darunter auch die
Hessen, wo er bis zum Ende der Donau- mehr. Oper „die Königin von Tahiti“. Einer
monarchie blieb. Der Militärmusikforscher Emil Rameis der populärsten seiner Märsche ist der
Danach leitete er bis zu seinem Tode berichtet, dass Gustav Mahr neben Juli- Marsch „Hoch Tirol“, dem Offiziers-
(1. September 1930 Hargelsberg bei us Fucik, Wilhelm Wacek und anderen Korps des 2. Kaiserjäger-Regiments ge-
St. Florian in Oberösterreich) das Or- zu den Könnern und somit zur Elite der widmet. Zur Aufstellung des 2. Kaiser-
chester des Linzer Kolosseum-Varietés, österreichischen Militärkapellmeister jäger-Regiments hat er 1895 den „An-
sowie von 1924 bis 1927 die Linzer Ei- gehörte. Mahr soll 1918 mit 40 Dienst- dreas Hofer-Marsch“ komponiert.

Werke: Österreichischer-Generalmarsch 1917 daneben zahlreiche Fanfarenmärsche


Hoch Tirol-Marsch Erzherzog Rainer-Marsch Orchesterwerke
(TSS-Verlag Neuausgabe) Sturm-Marsch Streichquartette
Andras Hofer-Marsch Heimwärts-Marsch kammermusikalische Kompositionen
(Kliment-Verlag) Rudolfs-Marsch Klavierwerke
Fenner Jäger-Marsch Huldigungs-Marsch Kompositionen für Chormusik
(Helbling-Verlag Neuausgabe) Sizzo Noris-Marsch Lieder mit Klavierbegleitung sowie
Kaisertreu-Marsch (Manuskript) Des Sängers Fluch-Singspiel Polkas, Mazurken, Walzer, Potpourris

51
September 2005 Blasmusik in Tirol

ORF Tirol
Blasmusikveranstaltungen
im Herbst 2005
ORF – Tirol Tag der Tiroler Blasmusikjugend
Der ORF – Tirol lädt in Zusammen- tung im vergangenen Herbst soll die schon beim Jugendorchester-
arbeit mit dem Landesverband der auch heuer unserer aufstrebenden wettbewerb im Juni einen Beweis für
Tiroler Blasmusikkapellen und dem Jugend eine Plattform geboten wer- die enorme Qualität unseres Bläser-
Verein pro cultura am 8. Oktober den. So musizieren an diesem Sams- nachwuchses abgeliefert haben. Den
zum Tag der Tiroler Blasmusikju- tag von 15.00 bis 19.00 im Kaiser- Abschluss des Jugendtages bildet ein
gend nach Kufstein ein. Nach einer saal fünf Jugendblasorchester aus Konzert des Landesjugendblasor-
sehr erfolgreichen Jugendveranstal- verschiedenen Landesteilen Tirols, chesters ab 20.00 Uhr.

Samstag, 8. Oktober 2005, ab 15.00, Kaisersaal Kufstein

ORF-Tirol Blasmusikpreis 2005


Nach der Ausschreibung zum ORF-
Tirol Blasmusikpreis 2005, haben
sich insgesamt 34 Kapellen gemel-
det. Diese Veranstaltung ist kein
Wertungsspiel, sondern bietet fünf
Kapellen in zwei Leistungsstufen die
Möglichkeit, sich in tollem Ambi-
ente und vor großem Publikum zu
präsentieren und zusätzlich zu einem
„Grundhonorar“ einen attraktiven
Publikumspreis (2.000 Euro) gewin-
nen zu können. Einmal mehr geht
es dabei nicht um das gegenseitige
„Ausspielen“, sondern um die Prä-
sentation von attraktiver Blasmusik
vor großem Publikum.

Es musizieren:

A/B Musikkapelle Mils bei Imst


Mittwoch, 26. Oktober 2005, 15.00 bis 19.00;
Musikkapelle Fritzens Congress Innsbruck Saal Tirol
C/D Postmusik Innsbruck
Bundesmusikkapelle Söll
Stadtmusikkapelle Der ORF hofft, damit der Tiroler Blasmusikmusik wieder ein
Innsbruck/Arzl „attraktives Podium“ bei den Veranstaltungen, aber auch in den aus den
Mitschnitten gestalteten Sendungen, bieten zu können.

Dr. Peter Kostner


Leiter Volksmusik/Blasmusik
ORF-Landesstudio Tirol

52
Blasmusik in Tirol
Informationen September 2005

Neue Noten gedacht wurden, sondern dass für sie sogar arteigene Sololite-
ratur entstand. Natürlich waren es meist Stabspiele, welche
Gottfried Veit: Glaube, Hoffnung und Liebe von den Komponisten mit Solokonzerten bedacht wurden.
drei meditative Klangbilder für Blasorchester Eine Rarität der Besetzung dürfte das soeben erschienene „Ca-
priccio“ für kleine Trommel und Blasorchester von Willibald
Nach den „Posaunen von Jericho“ hat sich der Südtiroler Tatzer darstellen. Da die kleine Trommel ja kein so genanntes
Landeskapellmeister Gottfried Veit mit seiner neuen Kompo- Melodieinstrument ist, setzt der Komponist in diesem seinem
sition neuerlich einem religiösen Thema gewidmet. In seinen Opus auf die musikalischen Urelemente von Rhythmus und
„drei meditativen Klangbildern für Blasorchester“ beschreibt Taktwechseln. Das „Capriccio“ beginnt mit einem Sieben-
er die drei göttlichen, untrennbar miteinander verbundenen achteltakt im „Energico“, wechselt aber in seinem Verlauf
Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Die drei Sätze sind immer wieder zwischen Fünfachtel-, Dreiachtel-, Zweivier-
als Trias gedacht, können aber auch einzeln gespielt werden. tel- und Dreivierteltakten. Gegen Ende der Komposition (ab
Das Werk – in seiner Gesamtheit - eignet sich daher sowohl Buchstabe E) verdichten sich dann gerade-, ungerade- und
für Kirchenkonzerte als auch – als einzelne Sätze – für instru- zusammengesetzte Taktarten, sodass eine stringende Schluss-
mentale Messteile. Die Dreiteilung findet sich auch in jedem wirkung entsteht. Der Solist muss natürlich über eine gewisse
der drei kurz gehaltenen Sätze wieder, in denen die jeweiligen Fertigkeit verfügen, um dieses „Capriccio“ mit Bravour zu
Themen auf einfache Tonfolgen aufbauen. Der Komponist meistern. Dem Blasorchester wurden vom Komponisten hin-
begnügt sich aber keineswegs mit klischeehaften Grundhar- gegen spieltechnisch relativ leichte Aufgaben zugeteilt. Eine
monien und überrascht mit harmonisch unerwarteten Wen- bestimmte Gewandtheit erfordert lediglich die Realisierung
dungen. Daher wird vom Kapellmeister Überzeugungskraft der verschiedenen Taktwechsel. Insgesamt aber eine lohnen-
und interpretatorische Sicherheit abverlangt, um die Mu- de Aufgabe – nicht nur für den Solisten – sich dieser faszinie-
sikanten durch die ungewohnten Modulationen zu führen. renden Herausforderung zu stellen.
Wer sich diesem Abenteuer stellt, der wird am Ende belohnt Das vorbildlich gedruckte Notenmaterial (MUSIKVERLAG
werden: „Also bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, TATZER, Florianistraße 13, A-2263 WAIDENDORF Tele-
am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor. 13,13). Wie es fon: 0043(0)2538 85464), mit Partitur und siebenundvierzig
der Komponist selbst im Vorwort erklärt, muss der Klang des Einzelstimmen, entspricht in jeder Hinsicht den internatio-
jeweiligen Kirchenraumes unbedingt mit einbezogen werden, nalen Standards.
um zusätzliche Klangelemente zu nutzen und den Hörgenuss Gottfried Veit
zu steigern. Das Werk ist im Musikverlag Herbert Eberl (tts)
erschienen und ab guter Mittelstufe, auch ohne Oboe, Fa- Schutz & Hilfe – Ein neuer Marsch
gott und Saxophonregister spielbar. Der Gesamtklang und für das Österreichische Bundesheer
das Musikerlebnis profitieren allerdings auch hier von einer von Mjr Hannes Apfolterer
möglichst partiturgerechten Besetzung.
Im Jubiläumsjahr 2005 ist neben mehreren, für die Zweite
Musikverlag Herbert Eberl Republik bedeutenden runden Jahrestagen insbesondere
A-6142 Mieders/Tirol das 50-jährige Bestehen des Österreichischen Bundesheeres
Tel. 0043 5225 62533, Fax 0043 5225 64745 zu begehen. Auf dieses Jubiläum wies am 20. Mai 2005 ein
E-Mail: tss@tirol.com, Internet: www.tssmusic.com Internationales Militärmusiktreffen im EM-Stadion Salzburg
mit jeweils einer Militärkapelle aus den Nachbarstaaten, al-
CAPRICCIO für Kleine Trommel und len Österreichischen Militärmusiken und einer Ehrenforma-
Blasorchester von Willibald Tatzer tion der Garde hin.
Zu diesem Anlass komponierte der Kapellmeister der Militär-
Hatten in der Zeit der Klassik und der Romantik die Schlag- musik Tirol, Major Hannes Apfolterer einen neuen Marsch,
instrumente reine Begleitfunktionen, so wurden sie im Laufe der als Titel das Leitmotiv des Österreichischen Bundeshee-
des 20. Jahrhunderts zu vollwertigen Orchesterinstrumenten: res trägt: „Schutz & Hilfe“.
Ja man kann sogar von einer „Emanzipation der Schlaginst- Der Marsch wurde im Stadion gemeinsam mit allen Öster-
rumente“ sprechen. Kein Wunder, dass diesen Instrumenten reichischen Militärmusiken (ca. 450 Musiker) unter der Lei-
in der Folge im Orchester nicht nur solistische Aufgaben zu- tung des Komponisten uraufgeführt.

Kapellmeister gesucht
Bei der Bundesmusikkapelle Jenbach ist ab Jänner 2006 die Stelle des Kapellmeisters neu zu besetzen. Inte-
ressenten werden gebeten, sich mit dem Obmann Fritz Wechselberger, Tel. 0650-7541087, in Verbindung zu setzen.

53

September 2005

Ernennung zum Kulturbotschafter


Prof. Dr. Friedrich Weyermüller ist im
Gratulation

sich immer wieder für die engen Bezie-


Blasmusik in Tirol

schwierigen Passagen in der Blasmusik


Rahmen des Festakts beim 10. Bayeri- hungen zwischen dem MON und dem international zu meistern.« Weyer-
schen Landesmusikfest zum »Kulturbot- Tiroler Blasmusikverband eingesetzt. In müller sei ein hervorragender Blasmu-
schafter der Blasmusik im Musikbund seiner Laudatio verglich MON-Vize- sikant, ein Mann, der seine Arbeit für
Ober- und Niederbayern 2005« ernannt präsident Andreas Samböck das Leben die Blasmusik nie in Szene setzte. Zu
worden. Weyermüller war langjähriger und die persönlichen Qualitäten Wey- der Auszeichnung gratulierten Franz
Präsident des Österreichischen Blas- ermüllers mit einem Musikstück: »Ob Fischler, Präsident des Tiroler Blasmu-
musikverbands und der Europäischen als Musikant oder Organisator hatte er sikverbands, Andreas Samböck und
Blasmusikvereinigung CISM. Er hatte immer genügend langen Atem, um die MON-Präsident Franz Meyer.

Viertes internationales Brassfestival Meran


Samstag 01. Oktober 2005, 20:30, Kursaal Meran
bach, blech & blues – die Bläsercrew der deutschen Symphonieorchester
Samstag 08. Oktober 2005, 20:30, Kursaal von Meran
Brass Band Willebroek – die Brass Band des Erfolgs
KARTENVORVERKAUF:
Sowohl die Abonnementkarte als auch Einzelkarten sind ab Freitag 23. September bei der Kurverwaltung Meran,
Freiheitsstraße, Tel. 0473 272 000, erhältlich. Restkarten am Tag des jeweiligen Konzertes ab 18 Uhr unter der
Rufnummer 0473 212 370 und ab 19 Uhr direkt an der Abendkasse.

Spanien 2006 - Termine - Vorschau


Musikfestival - Musikanten–Treffen – Stadtfest Malgrat
CALELLA - SANTA SUSANNA - MALGRAT DE MAR / Costa del Maresme (Spanien)
für Blasorchester, Fanfaren- u. Spielmannszüge, Chöre, Tanz- und Musikgruppen in allen Besetzungen
unter der Schirmherrschaft der Städte Calella, Santa Susanna, Stadt Malgrat de Mar und Playa d’Aro
in Zusammenarbeit mit SONNE-IMMER s.l.
€ 189,-
Ostern Der SONNE-IMMER-Superpreis
08.04.-15.04.2006
15.04.-22.04.2006 7 Tage Vollpension in Hotels der gehobenen Klasse
incl. Betreuung u. Organisation der Konzerte + Auftritte
Pfingsten
27.05.–03.06.2006 Für jede Gruppe werden 2 - 3 Auftritte bzw. Konzerte an
03.06.-10.06.2006 verschiedenen Orten, z.B. Barcelona, Lloret de Mar, Calella,
Sta.Susanna, Malgrat und Playa d’Aro vorbereitet und ein
Herbst interessantes Ausflugs- u.Rahmenprogramm ausgearbeitet.
07.10.-14.10.2006
14.10.-21.10.2006 Informationen und Ausschreibung bei Monika Rosenberger
21.10.-28.10.2006 Albert-Fritz-Strasse 66 in D – 69124 Heidelberg
Tel. (0049) 06221/780301 – Fax 06221/785024
-und zu allen anderen Terminen- Inte rnet: www.rosenberger-spanien.de – E-mail: :info@rosenberger-spanien.de

Wertungsspiel – Wettbewerb um „Die Palme der Costa del Maresme“ vom 27.05. – 03.06.2006
für Blasorchester in allen Besetzungen u. Fanfaren- u. Spielmannszüge
Wertung nach Richtlinien des BVBW mit Pflichtstück und Selbstwahlstück
Grosses Internationales Stadtfest in Malgrat de Mar vom 07. – 14. 10. 2006
1. Platz Mit Wettbewerb für Blasorchester, Fanfaren- u. Spielmannszüge sowie Majorettengruppen
€ 4.000,- Die Gewinner ermittelt der Spanische Blasmusikverband Fedération Espanola de Bandas y Majorettes.
Siegprämie: 1. Platz 4.000.- € 2. Platz 2.000,- € 3. Platz € 1.000,- €

Oktoberfest in Playa d’Aro /Costa Brava von Sa.07.10. – So.15.10.2006


Geeignete Gruppen können auf Wunsch aktiv dabei mitwirken!

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Blasmusik in Tirol September 2005

Konzertkalender
22.10. STMK Reichenau, Herbstkonzert, Volkshaus Reichenau, Radetzkystraße 47, Innsbruck, 20.00 Uhr
30.10. MK Telfes i. St., Kirchenkonzert, 17.00 Uhr
05.11. STMK Amras, Kirchenkonzert, Pfarrkirche Amras, 19.30 Uhr
12.11. Postmusik Imst, Herbstkonzert
19.11. MK Inzing, Konzert, Rathaussaal Telfs, 20.00 Uhr
26.11. MV Zirl, Konzert, Blaike Völs, 20.00 Uhr
03.12. Knappen-MK Bad Häring, Jahresabschlusskonzert, Kurzentrum, 20.00 Uhr
08.12. Swarovski Musik Wattens, Kammerchor Choropax, Rudi Gamper, Kirchenkonzert in der Marienkirche Wattens, 17 Uhr
10.12. MK Nauders, Kirchenkonzert

Blasmusikveranstaltungen
24.09. STMK Amras, Aufführung des Tiroler Zapfenstreiches
25.09. Musikbezirk Seefelder Hochplateau, Weisenblasen, Reitherjochalm
01.10. Musikbezirk Innsbruck-Land, Funktionärsfortbildung, Birgitz
20.11. STMK Amras, 175-Jahrjubiläum, Cäcilienfeier und Festakt, Gemeindesaal Amras
10.12. STMK Amras, Adventsingen mit Amraser Krippenspiel

Wichtige Termine im Überblick


11.09. Konzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters
05.10. Redaktionsschluss BiT 4/2005
08.10. Tag der Blasmusikjugend, Kaisersaal Kufstein, 15.00 – 19.00 Uhr
08.10. Konzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters, Kaisersaal Kufstein, 20.00 Uhr
15.10. Bezirksjugendreferententagung, Grillhof-Vill, 9.00 Uhr
23.10. Bundesjugendorchesterwettbewerb , Vorarlberg
26.10. Blasmusikpreis 2005, Congress Innsbruck Saal Tirol, 15.00 – 19.00 Uhr
29.10. Erweiterte Vorstandssitzung, Grillhof Vill, 9.00 Uhr
10.12. Tiroler Kapellmeistertag, Veranstaltungszentrum Blaike Völs, 9.00 Uhr
voraussichtlich 12.03.2006 Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol, Rathaussaal Telfs
13.05. - 16.05.2006 Nationales Jugendblasorchester, Probenphase, Tirol
17.05.2006 Nationales Jugendblasorchester, Konzert - Ltg. Dennis Russel Davies, Congress Innsbruck, 20 Uhr
Oktober 2006 Landeswettbewerb „Musik in Bewegung“, Fußballstadion Schwaz

Wichtige Termine Aus- und Fortbildung


05.10. - 15.07.2006 Fortsetzung der Workshops mit Edgar Seipenbusch 2005/2006, Musikschule Innsbruck/Innrain 5
15.10. - 16.10. Modul 1 - Der diplomierte Obmann in der Musikkapelle, Grillhof Vill
15.10. - 16.10. Modul 1 - Der diplomierte Vereinsjugendreferent 2005/2006, Grillhof Vill
15.10. - 02.06.2006 Der diplomierte Obmann in der Musikkapelle, Grillhof Vill
03.12. - 04.12. Modul 2 - Der diplomierte Obmann in der Musikkapelle, Grillhof Vill
03.12. - 04.12. Modul 2 - Der diplomierte Vereinsjugendreferent 2005/2006, Grillhof Vill
10.12. Tiroler Kapellmeistertag, Veranstaltungszentrum Blaike Völs, 9.00 Uhr
11.02. - 12.02.2006 Modul 3 - Der diplomierte Obmann in der Musikkapelle, Grillhof Vill
11.02. - 12.02.2006 Modul 3 - Der diplomierte Vereinsjugendreferent 2005/2006, Grillhof Vill
09.03. - 11.03.2006 Kapellmeisterkurse Teil B am Grillhof Vill
28.04. - 29.04.2006 Komprimierter Kapellmeisterkurs/Fortgeschrittene III Teil A, Grillhof Vill
29.04.2006 Modul 4 - Der diplomierte Obmann in der Musikkapelle, Grillhof Vill
29.04. - 30.04.2006 Modul 4 - Der diplomierte Vereinsjugendreferent 2005/2006, Grillhof Vill
30.06. - 01.07.2006 Komprimierter Kapellmeisterkurs/Fortgeschrittene III Teil B mit Abschlussprüfung, Grillhof Vill
01.07. - 02.07.2006 Modul 5 - Der diplomierte Obmann in der Musikkapelle, Grillhof Vill
01.07. - 02.07.2006 Modul 5 - Der diplomierte Vereinsjugendreferent 2005/2006, Grillhof Vill
10.07. – 15.07.2006 Tiroler Bläserwoche am Grillhof/Vill
07.09. - 09.09.2006 Kapellmeisterkurse Teil A am Grillhof Vill
Die nächste BiT erscheint im November, 4/2005 • Redaktionsschluss: Mittwoch, 5. Oktober 2005

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September 2005 Blasmusik in Tirol

Musikinstrumente
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