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4/2014

27. Jahrgang

Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b.,

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Funktionäre im Brennpunkt: Der Kassier  Seite 8-9

Bundeswettbewerb Musik in kleinen Gruppen Seite 10-11

Tiroler Blasmusikpreis 2014 Seite 12


Posaunengruppe der
Speckbacher Stadtmusik
Hall beim Weihnachts-
markt am Oberen Stadt-
platz in Hall in Tirol.
Foto: Speckbacher Stadtmusik Hall

Der Blasmusikverband Tirol


 wünscht allen Musikanten und Musikantinnen
ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest
sowie ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2015!
inhalt und editorial

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT!

M
it Erscheinen dieser BiT-Ausgabe
hat in den meisten unserer Mit-
gliedskapellen bereits die Winter-
pause begonnen. Man schaut zurück, ruht,
blickt aber auch nach vorne. Neue Programme
gewinnen Konturen in den Köpfen der Kapell-
meister, Vorhaben für Auftritte werden schon
Thema fixiert.
Altern mit dem Instrument ............................... 4-7 Die etwas ruhigere Zeit sollte eigentlich zu ei-
Funktionäre im Brennpunkt: Kassier................... 8-9 ner besonders gründlichen Lektüre unserer
BiT genützt werden, so meine ich. Stoff gibt es
Aktuelles ausreichend und für die verschiedensten Geschmäcker: So stehen diesmal
Bundeswettbewerb Musik in kl. Gruppen........ 10-11
die Senioren in unseren Reihen besonders im Mittelpunkt, Ursula Strohal
Tiroler Blasmusikpreis....................................... 12
hat nachgefragt und nachgefühlt, wie das Altern in der Blasmusik erlebt
Ehrungstag....................................................... 13
Kapellmeister- und Jugendreferententag.......... 14-15 und empfunden wird.
Landeswertungsspiel 2015................................ 16 Dem stehen wieder ganz großartige Leistungen unserer jungen Musikant/
Con brio 2015.................................................. 17 innen gegenüber: Die Ergebnisse vom Wettbewerb „Musik in kleinen
Brassband-Wettbewerb...................................... 18 Gruppen“ verdienen größten Respekt und wir dürfen den Teilnehmer/in-
VSM-BVT-Treffen............................................... 19 nen und ihren Lehrer/innen ganz herzlich gratulieren.
Bezirksobleutetagung......................................... 20 Tenorhorn, Euphonium, Bariton – faszinierend, was an Wissenswertem zu
Tirol-Vertreter Hatting und Vils............................ 21 dieser Instrumentengruppe in der Blattmitte zu finden ist: Der typische
Klang der österreichischen Blasmusiktradition in Begegnung mit zeitge-
Das Tenorhorn/Bariton.......... 29-32 nössischer Instrumentation, dazu Statements von Fachleuten – bemer-
kenswert!
Mitteilungen Wohltätigkeit und Blasmusik tritt immer wieder in Verbindung und schon
LV-Obmann...................................................... 22 oft haben Musikkapellen sich bei Katastrophen oder anderen Notfällen für
Landeskapellmeister..................................... 23-25 die Betroffenen eingesetzt. Landeskapellmeister Hermann Pallhuber wirbt
LV-Geschäftsführer....................................... 26-27 für eine landesweite Benefizaktion im kommenden Jahr.
Landesjugendreferent............................. 28, 33-34
Am Ende des Jahres möchte ich meinen Mitarbeiter/innen im Redakti-
Landesstabführer.............................................. 35
onsteam für die gute Zusammenarbeit und den intensiven Einsatz im
Panorama Dienste unseres Mitteilungsblattes meinen herzlichen Dank ausdrücken.
Dieser Dank gilt auch dem Verbandsvorstand, der die Mittel für unsere
Benefizaktion.................................................... 36
Blasorchesterleitung..................................... 37-38 BLASMUSIK in TIROL zur Verfügung stellt, ebenso allen Sponsoren und
Buchvorstellung................................................ 38 Inserenten.
Südtiroler Blasmusiktage............................... 39-40 Besonderer Dank gilt auch den Leserinnen und Lesern für das geschätzte
Hinterberger Weisenbläser.................................. 41 Interesse.

Bezirksmeldungen ................... 42-53 Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches 2015!

Gratulation
Herbert Ebenbichler.......................................... 53

In memoriam.................................... 54
Euer Josef Wetzinger
Service
LV-Terminübersicht............................................ 55
Cantare et sonare.............................................. 56
Weisenbläser- und Tanzlmusigseminar 2015........ 57 Die nächste BiT erscheint im März 2015
Kapellmeister/in gesucht.................................... 58 Redaktionsschluss: 31. Jänner 2015

IMPRESSUM:
Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen | Redaktion: Josef Wetzinger | Redaktionsteam: Siegfried Knapp, Hermann Pallhuber, Roland Mair, Martin
Rabl, Christian Zoller, Ursula Strohal, Michaela Mair | Produktion: Kathrin Marcher, Ablinger.Garber, Medienturm, 6060 Hall i. T., www.ablinger-garber.at | Für den Versand verantwortlich: Roland
Mair | Verband: Klostergasse 1, A-6020 Innsbruck, Tel.: 0512/572333, E-Mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at oder presse@blasmusikverband-tirol.at, www.blasmusikverband-tirol.at
LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at | Jahresabogebühr e 15,- (ins Ausland plus Porto) | Die Redaktion behält sich Kürzungen und das Redigieren der zugesandten Beiträge vor.

Dezember | BiT 3
thema

Musikanten der BMK Vomp.


Foto: BVT-Mair

Alt werden mit dem Instrument


Einer Blasmusikkapelle anzugehören, erfordert Lernen, Üben, wache Sinne,
Konzentration, Beherrschung, Gedächtnistraining, Nervenstärke, Durchhaltevermögen,
Körpereinsatz, soziale Kompetenz, manchmal auch Verzicht. Der Lohn ist geistige
Fitness und noch viel mehr. Alles in allem aber enorm viel Einsatz. Irgendwann spürt
man die Anforderungen, der eine früher, der andere später.

A
lt werden mit dem Instrument – darf Wissen, wann es Zeit ist … Wofür? Den ten Blasmusikanten Tirols, nächstes Jahr auch
man darüber sprechen? Wenn man Zeitpunkt und die Chance des Rückzugs zu er- schon ein Achtziger, hat viel zu diesem Thema
rasche Ermüdung merkt, die Technik kennen. Es zu schaffen, präsent zu bleiben und zu sagen. Als Musikant, als Kapellmeister und
mehr Übung braucht, wenn die Finger träge doch in kleinen Schritten loszulassen. Zu erken- ehemaliger Landesobmann: „Ein Standpunkt
werden, Ansatz, Lippenspannung (je nach In- nen, dass es über Widrigkeiten hinaus wichtig für Senioren ist, dorthin zu gehen, wo man
strument) und Reaktionsfähigkeit nachlassen, ist, den Jungen zu geben, was nur in reifen Jah- noch dienen kann. Sie können vor allem auch
die Luft kostbar wird und das Instrument immer ren vermittelt werden kann. ihre Routine und Erfahrungen einbringen. Und
schwerer, das lange Marschieren nicht mehr geht Viele geben auf, verlassen den Verein. Alt man soll sich, wie in jungen Jahren, auch im Al-
und selbst Üben nicht mehr so leicht fällt, wenn werden braucht Mut, heißt es. Jeder geht auf sei- ter noch fortbilden, gerade auch, wenn man das
der Kapellmeister seine Anweisungen scheinbar ne Weise damit um, Dramen sind nicht ausge- Instrument gewechselt hat.“
immer leiser gibt – wie geht man damit um? Alt schlossen. Nicht zu vergessen, dass es auch nicht Ebenbichler, Posaunist und über 20 Jahre
werden mit dem Instrument – wir machen es jedem vergönnt ist, mit seinem Instrument alt lang Kapellmeister der Speckbacher Stadt-
zum Thema. Befragen Musikanten und Funkti- zu werden. Wie schlimm es ist, die Musizierfä- musik Hall, nahm nach zehnjähriger Pause
onäre, und gerade die Ältesten gehen offen mit higkeit in zu jungen Jahren zu verlieren. Gründe die Posaune wieder zur Hand. „Aber da war
der Realität um, schildern Defizite. Sie gehen auf und Beispiele dafür gibt es genug, gerade auch die Anspannung der Lippen schwieriger, die
einfachere Instrumente und tiefere Stimmlagen im professionellen Musikbereich. Höhe unsicherer und der Zungenstoß viel
zurück. Beobachten sich selbstkritisch. Herbert Ebenbichler, einer der bekanntes- langsamer geworden.“ Er wechselte zum

4 BiT | Dezember
thema

Nicht vergessen seien jene, die aufhören müs-


sen. „Da muss man sich nicht genieren“, sagt
Rudi Pascher, Landeskapellmeister-Stellver-
treter, aktiver Kapellmeister und vor allem ein
Mensch, der „drüberhilft“ und auffängt, wenn
die Leistung nachlässt oder Katastrophen zu
bewältigen sind. „Es kann auch Jüngere treffen“.
Das wissen viele Musikanten in Tirol und tragen
Belastungen mit.
Kapellmeister werden oft sehr alt – wie die
Kollegen der Klassikfraktion. Das Geheimnis
mag sein, dass Dirigenten regelmäßig in kör-
perlicher Bewegung und geistig stark gefordert
sind. Wer kann, bleibt auch über den Abschied
in der Kapelle hinaus musikalisch aktiv, musi-
Schlagzeug und wirkt dort bis heute. teren ab“: Silvia Klingler, Hornistin und Musik- ziert in kleinen Gruppen, macht Hausmusik,
Ebenbichler kennt den Standpunkt: „Wenn pädagogin, hat in den letzten Jahren in Mils bei Volksmusik. Und wie viele spielen mehrere
ich die 1. Stimme nicht mehr spielen kann, gehe Hall eine Jugendkapelle aufgebaut. Ihr Schwie- Instrumente, zum Beispiel auch Geige oder Ak-
ich“ – und ist dagegen. „Besser, auf einem ande- gervater Andreas Klingler sen., Ehrenobmann kordeon, und singen in Chören!
ren Posten der Musik und der Kapelle zu die- der Musikkapelle Mils, „junge 78 und weitsich- Aber es geht ja nicht nur um Leistung. Her-
nen, als aufzuhören. Man kann sich selber hel- tig“, wie sie sagt, half als Tubist mitten unter bert Ebenbichler: „Ich wäre wohl nicht mehr
fen und einander. Als Älterer ist es wichtig, nett der Kinderschar das Fundament zu legen und bei den Speckbachern aktiv, wenn da nicht zwei
zu sein zu den Jungen, pädagogisch zu wirken, wurde von den Kindern geliebt. Er war interes- ganz gute alte Kameraden noch dabei wären.
zu erklären, statt zu schimpfen. Andererseits ist siert und fasziniert, und die Kinder lernten, was Das Erlebnis Musik soll sein und das Erlebnis
es eine wichtige Aufgabe innerhalb der Kapelle, menschliche Wertschätzung bedeutet. Es war Gemeinschaft.“ Und dann schließt er den Kreis:
den Älteren zu helfen.“ Er selbst hat für Kolle- ihnen eine Ehre! „Kameradschaft bedeutet aber auch Verpflich-
gen leichtere Stimmen arrangiert, und ist damit Viele alte Herren sind aktiv, manche sind so- tung, bedeutet zu üben, Termine wahrzuneh-
nicht der einzige. Im Oberland wird ein alter gar bis ins höhere Alter bei Musik in Bewegung men und anderes zurückzustellen.“ n

Kollege, in seiner Bewegung eingeschränkt, zu dabei. Andere sehen es an der Zeit, aufzuhören. Ursula Strohal
den Proben und Aufführungen, auch mit zum
Wertungsspiel geholt, auch ihm erleichtert der
Kapellmeister den Notentext.
Bei den Mitteilungen des Geschäftsführers in
diesem Heft findet sich in dem Beitrag „Stati-
stik: Altersstruktur in den Musikkapellen“ ein
wunderbarer Satz: „Jährlich werden 30 bis 40
Musikanten für 60-jährige Mitgliedschaft mit
dem Verdienstzeichen in Gold geehrt.“ Top! Die
Musikkapelle braucht für eine funktionierende
soziale und musikalische Struktur Menschen
jeden Alters. Ohne die Erfahrung der Älteren
funktioniert die Kapelle nicht. Natürlich führen
in der Statistik noch die alten Männer. Aber im-
mer mehr Frauen arbeiten daran, eine langjäh-
rige Mitgliedschaft zu erreichen.
Zugegeben: Die Sabotage-Möglichkeiten für
den alternden bzw. alten Musikanten sind zahl-
reich. Zu Beginn dieses Textes sind einige Stich-
wörter dazu zu finden. Aber niemand vereint
alle Mühsal und die Gewinn-Liste, die dagegen
steht, ist nicht zu verachten: Erfahrung, Routi-
ne, Knowhow, Sicherheit, richtig reagieren, Si-
tuationen im Griff haben, Gelassenheit, sich zu
helfen wissen und sich helfen lassen, zwischen-
menschliche Mechanismen erkennen, positiven
Einfluss nehmen, Konfliktkitt sein, Junge un-
terstützen … Herbert Ebenbichler ist aktiver Musikant bei der Speckbacher Stadtmusik Hall. Im Bild
„Die soziale Intelligenz hängt von den Äl- mit seinen Schlagzeuger-Kollegen (2. v. l.). Foto: Speckbacher Stadtmusik Hall

Dezember | BiT 5
thema

„Weil es
Herzenssache ist …“
Man redet nicht ohne weiteres darüber, wie es ist, mit dem geliebten Instrument
und den Anforderungen in der Musikkapelle alt geworden zu sein: Sechs hochver-
diente Musikanten, wie so viele jahrzehntelang im Dienst ihrer Kapelle und überm
Musizieren lebensvoll geblieben, berichten hier über das Bleiben und Gehen. Und
über die Möglichkeiten und die Selbstverständlichkeit, auch abseits von Probe,
Konzert und Marschieren weiter zu musizieren.

A A R
ndreas lbert obert Zan-
Klingler Prantl, 88, gerl, 83,
sen., 78, Trompeter Flügelhor-
Tubist, Ehrenob- der BMK Strass i.Z., nist, 1941 bis 2012
mann der Musik- seit 73 Jahren Musi- Mitglied der Stadt-
kapelle Mils. Spielt kant. Ehrenobmann musikkapelle Lan-
nicht mehr in seiner seiner Kapelle. Vor deck. „Ein Phänomen
Musikkapelle: „Es zwei Jahren von am Flügelhorn“, sagt
wurde mühselig 1. auf 2. Trompete man über ihn. „Auch
und ich hatte nicht gewechselt, jetzt auch heute noch spiele ich
mehr die Geduld, 3. Nach Bedarf noch Weisen, Inntaler, al-
zwei Stunden zu immer 1. Trompete – lein und mit meinem
proben. Spritzigkeit die Zähne haben ge- Sohn, der ebenfalls
und Temperament halten. „Älter werden Flügelhorn spielt.
lassen halt nach. Man merkt man schon, Wir beide waren
weiß, wie’s geht, aber gerade bei längeren erste Flügelhornisten
die Umsetzung wird Aufmärschen.“ Er in der Kapelle.“ Die
schwieriger. Wobei übt noch, aber „zu Landecker Stadt-
das Spiel selber nicht das Schwere wurde, son- Hause bläst man nicht mehr so viel“. In der Stu- musikkapelle musiziert bekannt anspruchsvoll,
dern das Gewicht der Tuba. Und wie viel Luft be liegt das Instrument bereit, im Koffer, damit 2010 erreichte sie den legendären Sieg beim
man braucht, fällt in der Jugend auch nicht auf. es nicht austrocknet. Mit der Jugend kommt Wettbewerb in Valencia, da war das Ehrenmit-
Ich spiele jetzt in Quartetten und Quintetten, er sehr gut zurecht – Kunststück, bei sieben glied Zangerl noch dabei. 2012, zum 375-Jahr-
die Arbeit mit der Jugend (siehe vorige Seite) Kindern, 27 Enkelkindern und Urenkelinnen, Jubiläum seiner Musikkapelle, fand Zangerl, es
hat viel Freude gemacht. Was die Musikkapelle die auch schon bei der Blasmusik musizieren. sei der rechte Zeitpunkt, sich als aktiver Musi-
betrifft: Es ist besser, die Kollegen sagen ,schad’, In seiner Musikkapelle in Strass ist Prantl „der kant zurückzuziehen, da es auch schon mit dem
dass er aufhört’, als ,Gott sei Dank hat er es Pünktlichste und beste Arbeiter“, wenn es was Sehen Probleme gab. Blick zurück: „Ich habe
gelassen.’“. Und da liegt ja auch noch die Geige zu tun gibt. Und dann sagt er: „In der nächsten viel gespielt, auch für die Volkstanzgruppe, bei
bereit. Generalversammlung stelle ich die Anfrage: den Oberländer Musikanten, der Böhmischen.
Will mich die Kapelle noch?“ Ansatzmäßig war ich immer gut, ein Talent viel-
leicht, eben ein Naturansatz. Ich war in keiner
Musikschule, mir hat’s der Kapellmeister gesagt.
« Mit dem Altwerden ist es wie mit Auf-einem-Berg-Steigen: Je höher man Geübt hab ich auch, das muss man dauernd,
steigt, desto mehr schwinden die Kräfte – aber umso weiter sieht man.« und nicht nur, wenn man mag.“ Der Bauer ar-
Ingmar Bergman, Regisseur beitet bis heute schwer den ganzen Tag. „Da war
das Platzkonzert eine Erholung.“ Es war nicht
leicht für Robert Zangerl, aufzuhören. Aber das
Flügelhorn liegt da, bereit, in der Stube.

6 BiT | Dezember
A
ndreas Einhauer, 84, Klarinettist
der MK Tristach, seit 68 Jahren
Musikant, das 70. Jahr bei der
Musik. „Musikalisches Urgestein“, ging vor
15 Jahren auf 3. Klarinette zurück. Übt nach
wie vor, „Zungenschlag wird schwieriger“. KONZEPT • AUFNAHME • GRAFIK • MARKETING • VERTRIEB • VERLAG • NOTEN
Nimmt Defizite mit Humor: „Was ich spiele?
„Mensch ärgere dich nicht“ . Kein Luft-
problem, Augen machen mit, Marschieren
Sie planen gerade eine neue CD-
nach Tagesverfassung – „macht Spaß!“ Und Aufnahme mit Ihrem Musikverein?
neben der Klarinette liegt unverzichtbar Wir bieten Ihnen eine fachliche
seine Geige. Beratung im Vorfeld sowie eine
professionelle Betreuung von der
« Man muß lange leben, Aufnahme bis hin zur Grafikgestal-
um ein Mensch zu werden.« tung und Vermarktung Ihrer CD!
Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller

Unsere aktuellen Bestseller:

E
rwin Schwenniger, 85, Querflötist
der BüMK Seefeld, seit 67 Jahren
Musikant. Lange Jahre einziger
Querflötist (mit Piccolo) der Kapelle, jetzt 2.
Flötist. Autodidakt. Beruflich anerkannter
Restaurator, noch immer tätig. Als Obmann
der Musikkapelle Seefeld und Gemeinderat BUNDESMUSIKKAPELLE BUNDESMUSIKKAPELLE MUSIKKAPELLE BRIXEN
initiierte er die Musikschule. Als Musikant ZELL AM ZILLER ELLMAU IM THALE & MILESTONE
CD 352 987 CD 352 997 20 Jahre Kapell- CD 352 993
ist da jetzt „die Einsicht, dass man nicht Unsere Musik verbindet meister Alexander Freysinger Blasmusik goes Rock

mehr alles machen kann, vieles dauert ein


bissl länger. Aber der Kapellmeister sagt,
hör nicht auf, du kannst das alles noch. So
lege ich der 1. Flöte den Teppich.“ Schwen-
niger übt, singt seit vielen Jahren bei der
Kirchenmusik Tenorsoli, spielt die Steirische
Harmonika für die Schuhplattler. Das Mu- BLASMUSIKKLÄNGE POLIZEIMUSIK TRACHTENKAPELLE
sizieren wird er nicht aufgeben – „weil es AUS DEM LUNGAU II SALZBURG SPITZ
CD 352 957 CD 352 946 CD 353 038
Herzenssache ist“. TMK St. Margarethen Die schönsten Traditions- Ein Gruß aus der Wachau
TMK Muhr • MK St. Andrä Märsche aus der Schatzkiste

J
ohann Schneider, 82, Schlagzeuger der
BMK Alpbach, seit 60 Jahren Musikant.
Eigentlich war er Klarinettist, aber da
gab es vor 27 Jahren neun Klarinettisten in
der Kapelle, und keinen Schlagzeuger. Ihn VIERA BLECH DIE INNSBRUCKER HIPPACHER
CD 352 940 10 Jahre BÖHMISCHE MUSIKANTEN
hat es getroffen. Er ist an der großen Trom- Das offizielle Jubiläumsalbum CD 352 960 Bestzeit • 20 Jahre CD 352 871
mel, geschult wurde er nicht, hat sich selbst Die offizielle Jubiläums-Produktion Blasmusik für die Seele

angeeignet, was er brauchte. Und die Klari-


nette? „Ab und zu“. Das Alter macht heute
beim Musizieren keine Probleme. „Klar war
Unsere Notenverlage (eigener Notenvertrieb):
man vor 27 Jahren besser“, sagt Schneider
lapidar. Dann hat er es eilig zur Singprobe,
denn seit 60 Jahren ist er auch beim Kir-
chenchor. n

u.st.

ÖSTERREICH: Fon: 05238 / 515-0 • Fax: 05238 / 515- 5 1


DEUTSCHLAND: Fon: 08823 / 926545 • Fax: 08823 / 926842
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thema

Funktionäre im Brennpunkt (5): Finanzreferent und Kassiere

Nach klaren Regeln


Ohne ihn ist jeder Verband, jeder Verein eingeschränkt handlungsfähig.
Der Finanzreferent ist eine Schaltstelle, denn zum Strukturerhalt sowie zur Realisation
von Aufgaben und Ideen braucht es eine finanzielle Basis. Im Landesverband der
Tiroler Blasmusikkapellen verwaltet die finanztechnischen Angelegenheiten der
Finanzreferent, im Bezirksverband der Bezirkskassier, im Verein der Kassier.

I
ntegrität, Zuverlässigkeit und Ver- Landesfinanzreferent und der Landesge-
trauenswürdigkeit sind mit der fi- schäftsführer Roland Mair sein Stellver-
nanziellen Verantwortung verbun- treter. Gemeinsam mit Landesobmann
den, aber auch Kreativität ist gefragt, Siegfried Knapp bilden die Herren eine
zum Beispiel, wenn es um das Lukrieren Trias, die, die finanzielle Basis für die so
finanzieller Mittel geht. lebendige Tiroler Blasmusikszene legt.
Gemeinsam haben sie die Zeichnungsbe-
Landesverbandsfinanzreferent rechtigung für das Verbandskonto.
Im Blasmusikverband Tirol ist die Be- „Il Maestro di moneta“ Markus
setzung der finanziellen Spitze mit zwei Schlenck ist seit 2007 Landesfinanzre-
Meistern ihres Metiers ideal gelöst: Der ferent. Er und der Geschäftsführer Ro-
Bankfachmann Markus Schlenck ist land Mair sind für die ordnungsgemäße

8 BiT | Dezember
thema

Geldgebarung des Verbandes verantwortlich. und Blasmusik leichter als in der Landes- ben möglich ist, was nicht mehr Platz hat und
Zu ihren Aufgaben gehört es, das Rechnungs- hauptstadt. wann wir etwas tun bzw. veranstalten müssen,
wesen einzurichten, die Ein- und Ausgaben- Weiters ist der Bezirkskassier zuständig damit was hereinkommt.“ Ihre 20-jährige Be-
rechnung vorzubereiten. Das Finanzgesche- für die Förderansuchen an das Land, wie rufserfahrung kann Muysers nicht verleugnen:
hen im Landesverband ist mit viel Büroarbeit überhaupt „die saubere Abwicklung des För- „Auch wenn die Kollegen sagen, ich sei vor-
verbunden. Im Büro des Blasmusikverbandes derwesens, damit das Geld an die Kapellen sichtig – ich kann nicht mehr ausgeben, als ich
wird durch Vorschreibung, Eintreibung etc. weitergeleitet werden kann.“ Und selbstver- habe. Erst verdienen, dann ausgeben.“ In der
für die notwendige finanzielle Deckung ge- ständlich ist er es, der die finanzielle Basis für Musikkapelle Ehrwald spielt Michaela Muy-
sorgt, das Förderwesen monetär verwaltet, das die Bezirksveranstaltungen legt, bis hin zu den sers Querflöte und Piccolo.
nächste Jahr finanziell vorbereitet, um Veran- Bezirksmusikfesten. Ein Anliegen ist ihm auch
staltungen vorweg abzusichern. Rund 2000 die Aufwandsicherung der Aktivitäten der Ju- Rechnungsprüfer
Rechnungen fallen jährlich an und werden gendkapellen im Musikbezirk. Zusätzlich zu dem Finanzreferenten und allen
über die Buchhaltung des Verbandsbüros ab- „Wir bewegen uns in den klaren Bahnen der Kassieren werden vom Vorstand jeweils zwei
gewickelt. Markus Schlenck zeichnet als Lan- Satzung“, lautet auch Albenbergers Selbstver- Rechnungsprüfer gewählt. Sie müssen unab-
desfinanzreferent die Belege gegen. Innerhalb ständnis. Als Musikant spielt er in der Mu- hängig und unbefangen sein. Ihnen obliegt die
des Blasmusikverbandes Tirol hat Schlenck sikkapelle Schönberg Klarinette und Tenorsa- laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung
laut Statuten des Landesverbandes die höchste xophon. der Finanzgebarung des Vereines im Hinblick
Budgetverantwortung. Sein zentraler Satz gilt auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungs-
für alle, die Finanzen verwalten: „Es gibt Re- legung und die statutengemäße Verwendung
geln, an die man sich halten muss“. der Mittel. Die Rechnungsprüfer haben an den
Wenn das nicht geschieht, sind die Folgen Vorstand und an die Generalversammlung
jahrelang spürbar. Schlenck beschreibt die einen Prüfbericht zu erstatten, der allfällige
nötige Besetzungssorgfalt für die wichtige Gebarungsmängel oder Gefahren für den Be-
Funktion mit einem Fremdzitat: „… dass man stand des BVT aufzuzeigen hat. Somit obliegt
jemanden findet, der nicht gefährdet ist, in die den Rechnungsprüfern besonders große Ver-
Kassa zu greifen.“ antwortung. n

Aber Markus Schlenck rechnet nicht nur, er


musiziert natürlich auch. Seit 36 Jahren, seit
der Gründung des Vereins, ist er Tubist der Aus den Vereinsstatuten
Stadtmusikkapelle Allerheiligen. Im Bezirk des Landesverbandes er
Innsbruck-Stadt bekleidet er die Funktion des Tiroler Blasmusikkapellen:
Bezirksobmannes. Vereinskassier
Subvention, Sponsoren, Konzerte, Ausrü- „Der Finanzreferent, unterstützt und ver-
ckungen, Buchführung der Ausgaben und Ein- treten durch seinen Stellvertreter, ist für
nahmen – das sind wesentliche Stichwörter für die ordnungsgemäße Geldgebarung des
die Kassiere der einzelnen Musikkapellen. Im Verbandes verantwortlich. Er hat im Sin-
Außerfern haben auffallend viele Frauen die- ne des Vereinsgesetzes dafür zu sorgen,
se Funktion inne. Wir sprachen mit Michaela dass die Finanzlage des Vereines recht-
Muysers, seit 2009 Kassierin der Bürgermu- zeitig und hinreichend erkennbar ist ...
sikkapelle Ehrwald. Zuvor war sie Jugendrefe- Der Finanzreferent hat die notwendige
rentin. Nun hat die Musikkapelle Ehrwald das finanzielle Deckung der Verbandsvorha-
Glück, in der Bilanzbuchhalterin eine Fachfrau ben zu vertreten und den Vorstand über
für ihre Finanzverwaltung zu haben. „Ich bin die finanzielle Gebarung zu unterrichten.
immer am laufenden Stand“, sagt Muysers, Es obliegt ihm auch die Vorschreibung,
„und es ist mir wichtig, dass auch alle Bescheid Eintreibung, Kontrolle sowie Einmahnung
wissen. Ich weiß, was wir an Budget und Re- der Mitgliedsbeiträge und sonstigen For-
Bezirkskassier serven zur Verfügung ha- derungen sowie die sachgemäße Bear-
Versierter Bezirkskassier im Musikbezirk ben, sodass wir abwägen beitung der Verbandsverbindlichkeiten.“
Wipptal-Stubai ist seit 2010 der Bankprüfer können, was an Ausga-
Bernhard Albenberger. Zu seinen zahlreichen Ursula Strohal
Aufgaben gehören die Vorschreibung und
Einhebung der Musikkapellen-Mitgliedsbei-
Foto: fotolia.com/electriceye

träge, die Subventionseinhebung der Gemein-


de-Beiträge, der Nachweis der Aufwendungen,
die Lukrierung finanzieller Mittel. Sponsoren
zu finden ist heutzutage nicht leicht, aber in
den Regionen, weiß Albenberger, gelinge ein
erfolgreicher Kontakt zwischen Wirtschaft

Dezember | BiT 9
AKTUELLes

Fotos: ÖBJ

Ein Fest der musikalischen


Jugend in Toblach
Am 25. und 26. Oktober 2014 war die Hochpustertaler Gemeinde Toblach
Gastgeber für den Bundeswettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“.

E
in wahrliches Fest der musikalischen ligten beim perfekt vorbereiteten Bundeswett- (Verband Südtiroler Musikkapellen) hatte ganze
Jugend des Österreichischen Blasmusik- bewerb „Musik in kleinen Gruppen“. Das Team Arbeit geleistet, die 52 Ensembles mit über 200
verbandes und seiner Partnerverbände um Verbandsobmann Pepi Fauster und Lan- Musikerinnen und Musikern sowie deren Be-
Südtirol und Liechtenstein gab es für alle Betei- desjugendleiter Meinhard Windisch vom VSM gleitpersonen im malerisch gelegenen Südtiroler
Bergdorf Toblach zu beherbergen.
Die Tiroler Abordnung war mit fünf Ensem-
bles, drei Holzbläser- und zwei Blechbläsergrup-
pen, angereist, galt es doch, als Gesamtsieger
den Titel von 2012 zu verteidigen. In der Alters-
gruppe A waren dies die Formation „Ladybirds“
aus dem Zillertal unter der Leitung von Mariana
Auer, in der Stufe C das Blechbläserensemble
„TUTUTU“ unter ihrem Lehrer Mag. Werner
Kreidl und das „CatchBasinBrassquintett“, Lei-
tung Andreas Lackner. Weiter in der Stufe D
das Holzbläserensemble „Holzwurm“ mit ihrem
Leiter Mag. Stefan Matt und in der Gruppe S das
Saxophonquartett „Slaping Saxes“ vom Tiroler
Landeskonservatorium mit ihrem Lehrer Mag.
Ladybirds (siehe auch Seite 33/34 „Jugend im Gespräch“) Martin Steinkogler. Alle Gruppen sind bereits

10 BiT | Dezember
AKTUELLes

im Februar und März in Bezirkswettbewerben jeder fragte sich natürlich, wer wohl das Ren-
und im April bei der Landesausscheidung in In- nen machen wird und den Wanderpokal samt
nsbruck als Gruppensieger hervorgegangen und € 1.000.- Siegerprämie mit nach Hause nehmen
haben sich somit aus über 150 Ensembles für die darf. Kurz vor Mittag veröffentlichten die Bun-
Endausscheidung in Toblach qualifiziert. desjugendreferenten den Jury-Entscheid.
Am Samstag, dem 25. Oktober, mussten sich Die Ensembles „Holzwurm“ und „TUTU-
alle entsandten Gruppen aus den neun Bun- TU“ konnten in ihren Stufen großartige Be-
desländern und den zwei Partnerverbänden wertungen mit 91 bzw. 94 Punkten erzielen
Südtirol und Liechtenstein einer bundesweiten und sich im unmittelbaren Vergleich mit den
Fachjury stellen, mit dem Ziel, sich für die sonn- Gruppen aus den anderen Bundesländern her-
tägliche Finalrunde im Gustav Mahler-Saal zu vorragend bewähren.
qualifizieren. So wurde also vom frühen Sams- Im Konzert der sonntäglichen Finalrunde
tagmorgen bis spät am Abend in drei Sälen par- waren von den insgesamt zehn qualifizierten
allel musiziert und gekämpft, was das Zeug hielt. Gruppen drei aus Tirol auf dem Podium. Ein-
Das Publikum war von den großartigen Leis- mal mehr bewies das Saxophonensemble „Sla-
tungen sowohl der jungen, als auch der reiferen ping Saxes“ sein Können und konnte sich in der
Musikerinnen und Musiker, die vom Bodensee Altersstufe S über den Gruppensieg mit 96,5
bis zum Neusiedlersee, vom nördlichsten Ober­ Punkten freuen. Ebenso großen Jubel gab es in Catch Basin Brass Quintett
österreich bis zum südlichsten Teil Südtirols zu der Stufe C der Blechbläser, in der sich mit 97,7
diesem musikalischen Wettstreit angereist wa- Punkten das Blechbläserquintett „CatchBasin-
ren, begeistert und drückte dies auch mit viel Brassquintett“ den Tagessieg gesichert hatte.
Applaus und mit lobenden und anerkennenden Alles überragend waren an diesem Tag aber
Worten in den Pausen aus. unsere jüngsten Teilnehmerinnen, die „Lady-
Erst am späten Abend, nach einem birds“ aus dem Zillertal! Nicht nur der Tages-
überwältigenden Konzert des Südtiroler sieg in der Altersgruppe A bei den Holzbläsern
Jugendblasorches­ters, wurden die Finalisten für ging auf ihre Rechnung, unsere Mädels konn-
den Schlussakt am Sonntagvormittag bekannt ten auch den 2. Platz in der finalen Konzert­
gegeben. Ihre Startreihenfolge für den Konzer- runde vom Sonntag erringen, nur knapp ge-
tauftritt wurde ausgelost. Großer Jubel herrschte schlagen von den „Brass Boys“ aus Kärnten
bei jenen, die sich für diesen Auftritt qualifiziert (Altersgruppe D).
hatten. Richtig knisternde Spannung verspürte Wir gratulieren allen beteiligten Musike-
man erst recht Tags darauf, als der Festsaal be- rinnen und Musikern, ihren Ensembleleite-
reits zu früher Morgenstunde für die Darbie- rInnen, allen Eltern und Freunden, die so fest
tungen der besten zehn Gruppen gefüllt war. Mit die Daumen gedrückt haben und wünschen wei-
großer Aufmerksamkeit lauschten die Zuhörer terhin viel Erfolg und Freude am Musizieren! n
nochmals den ausgewählten Ensembles und Martin Rabl Ensemble TUTUTU

Das Bundesland Tirol wurde von folgenden Ensembles beim Bundeswettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ vertreten:

Ensemblename Zuordnung Stufe Punkte Vorausscheidung Samstag Finalrunde Sonntag EnsembleleiterIn


Ladybirds Holzblasensemble A 96,5 Tagessieg 2.Rang Mariana Auer
Catch Basin Brass Quintett Blechblasensemble C 98,7 Tagessieg teilgenommen Andreas Lackner
Slaping Saxes Holzblasensemble S 96,5 Tagessieg teilgenommen Mag. Martin Steinkogler
Ensemble TUTUTU Blechblasensemble B 94,0 Mag. Werner Kreidl
Holzwurm Holzblasensemble D 91,0 Mag. Stefan Matt

Holzwurm Slaping Saxes

Dezember | BiT 11
AKTUELLes

2
3

Tiroler Blasmusikpreis 2014


B
ereits zum vierten Mal wurde am Nati-
onalfeiertag, den 26. Oktober 2014, der
Tiroler Landespreis für Blasmusik ver-
geben. Der Preis wurde zwei Tiroler Musikka-
pellen anhand der eingegangenen Bewerbungen
von einer vom Land Tirol eingesetzten Fachjury
zuerkannt. Der Preis, bei dem es vor allem um
herausragende Aktivitäten des Vereinslebens
geht, wird jährlich in zwei Kategorien vergeben
und ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert.
Heuer ging der Tiroler Blasmusikpreis in der
Kategorie I (Stufe A-B) an die Marktmusikka-
pelle Nußdorf-Debant und in der Kategorie
II (Stufe C-D) an die Musikkapelle Hatting.
Landesrätin Beate Palfrader und Landeshaupt- 4
mann Günther Platter überreichten die Preise in
einem feierlichen Festakt vor zahlreichem Pu-
blikum am Tag der offenen Tür des Landhauses. 1O  bmann Siegfried Huber und Kapellmeister Raimund Walder nehmen für die
Der Blasmusikverband Tirol gratuliert den Musikkapelle Hatting den Blasmusikpreis 2014 in der Kategorie II entgegen.
Preisträgern ganz herzlich, bedankt sich für 2 Landeshauptmann Günther Platter freut sich darüber, dass ein Preis geschaffen
die schönen Konzerte im Vorprogramm der wurde, der die vielfältigen Leistungen einer Musikkapelle würdigt.
Preisübergabe am Landhausplatz in Innsbruck 3 Gekonnt dirigiert LH Günther Platter die Siegerkapelle in der Stufe I, die Markt-
und wünscht der Marktmusikkapelle Nußdorf- musikkapelle Nußdorf-Debant.
Debant und der Musikkapelle Hatting weiterhin 4 LH Günther Platter und LR Beate Palfrader überreichen den Blasmusikpreis 2014
viel Erfolg. n an die MMK Nußdorf-Debant. LV-Obm. Siegfried Knapp gratuliert herzlich.
Michaela Mair  Fotos: Die Fotographen

12 BiT | Dezember
AKTUELLes

Großer Ehrungstag des


Blasmusikverbandes Tirol
Präsident Landeshauptmann Günther Platter
verlieh das goldene Verdienstzeichen des Die Ausgezeichneten:
Blasmusikverbandes Tirol Verdienstzeichen in Gold für 60-jährige
Mitgliedschaft
Josef Presslaber, STMK Amras
Josef Jelinek, Bundesbahn-Musikkapelle Innsbruck
Gebhard Lorenz, Bundesbahn-Musikkapelle Innsbruck
Erwin Köll, STMK Mühlau-Innsbruck
Jakob Mitterdorfer, k.u.k. Postmusik Tirol
Franz Gruber, MK Sistrans
Pepi Salchner, MK Sistrans
Karl Lindner, BMK Zell am Ziller
Johann Schneider, BMK Alpbach
Hans Jaud, BMK Kramsach
Hubert Madersbacher, BMK Kramsach
Josef Unterberger, BMK Oberau
Winfried Altenburger, STMK Rattenberg-Radfeld
Johann Laiminger, BMK Kirchbichl
Hubert Neuner, MK Leutasch
Klaus Steger, BüMK Ehrwald
Kurt Kleinhans, MK Elmen

B
Siegfried Schöpf, BüMK Reutte
eim großen Ehrungstag des Momenten einer besonderen Ehrung Josef Kerber, MK Steeg und Vorderhornbach
Blasmusikverbandes Tirol am wird die Wertschätzung der Öffentlich- Erich Lorenz, MK Steeg
Sonntag, den 12. Oktober 2014 keit unseren ehrenamtlichen Mitgliedern Karl Moosbrugger, MK Steeg
in Innsbruck, wurden Menschen in den gegenüber ausgedrückt. Wir dürfen die Franz Bergmeister, FvDMK Dölsach
Mittelpunkt gestellt, die beinahe ihr Freude, den Stolz und die Zufriedenheit Albert Kuntner, FvDMK Dölsach
ganzes Leben in den Dienst der Tiroler der Geehrten und ihrer Angehörigen Franz Moser, FvDMK Dölsach
Blasmusik gestellt haben. Unser Präsi- miterleben. Peter-Paul Weingartner, FvDMK Dölsach
dent, Landeshauptmann Günther Plat- Der festliche Tag begann mit einer Franz Ladstätter, MK St. Jakob in Defereggen
ter, verlieh das goldene Verdienstzeichen heiligen Messe in der Georgskapelle im
des Landesverbandes an 26 Musikanten, Landhaus, würdig zelebriert von Abt Ger- Verdienstzeichen in Gold für 70-jährige
die seit mehr als 60 Jahren aktiv bei einer man Erd und musikalisch gestaltet durch Mitgliedschaft (nachgereicht)
Tiroler Musikkapelle mitspielen, an zwei ein Ensemble der k.u.k. Postmusik Tirol, Josef Hofer, MK Baumkirchen
Musikanten für unglaubliche 70 Jahre welches auch bei der anschließenden Josef Kirchmair, MK Baumkirchen
Mitgliedschaft und an 12 Funktionäre Überreichung der Verdienstzeichen den
für ihr langjähriges Wirken. In diesen musikalischen Schwerpunkt setzte.  n
Verdienstzeichen in Gold für langjährige
Funktionärstätigkeit
Josef Schober, STMK Innsbruck-Mariahilf / St. Nikolaus
Martin Kammerlander, OReMK Kolsass
Josef Meister, MB Schwaz
Peter Schmiedinger, MK Kirchberg in Tirol
Alois Kranebitter, MK Flaurling
Anton Pult, MK Fendels
Werner Goldschald, MK Schönwies und Serfaus
Gerfried Breuss, BüMK Reutte und MK Berwang
Claudia Moosbrugger, MK Stockach
Michael Senfter, HMK Leisach
Martin Rabl, Blasmusikverband Tirol
Obstlt Hannes Apfolterer, Blasmusikverband Tirol
Josef Kirchmair ist seit 70 Jahren aktiver Klarinettist der MK Baumkirchen.

Dezember | BiT 13
AKTUELLes

Die Brass Band Tirol sorgte für tosenden Applaus. Fotos: BVT-Mair Das sinfonische Blasorchester des Musikgymnasiums
stellte mit Bravour die neuen Pflichtstücke vor.

Erster Samstag im November


= Tiroler Kapellmeistertag!
Ein Live-Bericht aus Völs

A
uch im November 2014 treffen sich Mag. Kurt Arnold stellt die Pflichtstücke für das Wurzeln ein Tiroler), ist persönlich anwesend
die Tiroler Kapellmeisterinnen und Landeswertungsspiel 2015 für die Leistungsstu- und nimmt Urkunde und Geldpreis entgegen.
Kapellmeister auf der Völser Blaike, fen A – D vor: Dem zahlreichen Applaus ist abzulesen, dass
um Neues zu erfahren und sich auszutauschen. Stufe A: Greensleeves Fantasy – alle Stücke auf gute Resonanz stoßen. Vor allem
Schon um 9 Uhr herrscht reges Treiben. Der arr.: Andrew Balent wird von den Zuhörerinnen und Zuhörern die
Blasmusikverband hat zum „Talk im Foyer“ Stufe B: Wild Waters - Hermann Pallhuber tolle Leistung des Orchesters und des Diri-
bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Die No- Stufe C: A Sailors Dream - Emil Sirkov genten gewürdigt. Ein gelungener erster Pro-
tenausstellung ist aufgebaut. Im Saal probt das Stufe D: Hunted Killer - Peter Engl grammpunkt geht zu Ende - Pause!
erste Orchester. Um 9:30 Uhr ruft der Gong 11 Uhr: In der Pause wurden die Stücke in
zum ersten Programmpunkt, „Live-Vorstellung Die Wertungsstücke für die Stufe C und D den Tischrunden intensiv diskutiert. Einige Ka-
der Pflichtstücke für das Landeswertungsspiel stammen aus dem Kompositionswettbewerb pellmeister haben die Noten bereits am Noten-
2015“. des Landesverbandes. Der Komponist des stand bestellt. Auf der Bühne hat nun die neu
Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhu- Stückes „Hunted Killer“, Peter Engl (in seinen formierte Brass Band Tirol unter der Leitung
ber erweitert in seiner Begrüßung die Formel
um den Begriff „Tag der Jugendreferentinnen
und Jugendreferenten“. Im Sinne einer guten
Zusammenarbeit wird der Tag gemeinsam mit
dem Landesjugendreferenten-Team veranstal-
tet. Er kann zahlreiche Ehrengäste (unter ihnen
der Ehrenobmann des Landesverbandes, Dr.
Herbert Ebenbichler, und der ehemalige Lan-
deskapellmeister Florian Pedarnig sowie der Di-
rektor des Musikgymnasiums und BORG Inns-
bruck, Dr. Peter Martha). Auch Landesobmann-
Stellvertreter Richard Wasle freut sich in seinen
Grußworten über die zahlreichen Teilnehmer/
innen und über das interessante Programm.
Schon beginnt der erste Teil mit Live-Musik.
Das hervorragend vorbereitete sinfonische Blas­
orchester des Musikgymnasiums unter Prof. Sieger der Stufe D beim Kompositionswettbewerb des BVT: Peter Engl.

14 BiT | Dezember
AKTUELLes

Das Bezirksjugendblasorchester Telfs beeindruckte mit der Vorstellung der Jugend-Pflichtliteratur. Mit großem Praxiswissen referierte Gerhard
Freiinger über „Üben und Motivieren“.

von Landeskapellmeister Hermann Pallhuber


Platz genommen. Auf dem Programm steht „A Tiroler Jugendreferententag 2014
Brass Examination“. Die vier Teilnehmer des

E
ersten Exzellenz-Studiums für Kapellmeister
im Modell Tirol stehen auf dem Prüfstand und ine Erfolgsgeschichte nahm ihre Fort- 2015 ist wieder ein Jahr der Jugendblasor-
bewältigen ihre Aufgabe mit Bravour. Mag. Lu- setzung: Der Tiroler Kapellmeistertag chester-Wettbewerbe. Der Landeswettbewerb
kas Hofmann, Mag. Martin Scheiring, Bernhard und der Tiroler Jugendreferententag findet am 18. und 19. April 2015 in Oberhofen
Schlögl und Mag. Andreas Waldner dirigieren fanden als gemeinsame Veranstaltung am und St. Johann statt und ist Qualifikation für
jeweils einen Satz des Werkes „The Year of the Samstag, den 8. November 2014 in der Blaike den Bundeswettbewerb, welcher am 24. Okto-
Dragon“ von Philip Sparke und beweisen, wie Völs statt und bildeten zusammen einen Tag ber in Linz ausgetragen wird. Das Bezirksju-
gut sie im neuen Modell der Kapellmeisteraus- der Fortbildung, der Information und des ka- gendblasorchester Telfs stellte live die neuen
bildung in den letzten Jahren ausgebildet wur- meradschaftlichen Austausches. Thema des Pflichtstücke für den Jugendblasorchesterwett-
den. Die Zuhörer gratulieren mit einem lang gesamten Tages war: Wertvolle Blasmusik im bewerb 2015 vor. Der Dirigent Stefan Köhle
anhaltenden Applaus. Wettbewerb. erklärte und beschrieb die einzelnen Werke,
Die Brass Band Tirol gibt – nun unter Her- Nach einem interessanten Vormittag vol- bevor das Orchester sie in beeindruckender
mann Pallhuber – einen tollen Eindruck ihrer ler Livemusik begannen am Nachmittag die Weise musikalisch darbot. Als herausragende
Leistungsfähigkeit mit der Präsentation des Schwerpunkte für die Jugendreferenten. Dabei Leistung des Bezirksjugendblasorchesters Telfs
Teststücks für den ersten österreichischen na- wurden zwei Themen angeschnitten. Das The- ist die Aufführung des Werkes „Aurora“ von
tionalen Wettbewerb für Brass Bands, zu dem ma „Üben und Motivation“ beschäftigt wohl Thomas Doss (Pflichtstück in der Stufe SJ) zu
sie unmittelbar nach der Veranstaltung abreisen jeden Musiker, vom Kindesalter bis zum Pro- erwähnen, wurde dieses Stück doch noch vor
wird. fimusiker. Prof. Gerhard Freiinger aus Graz/ einigen Jahren als „unspielbar“ zurück gewie-
Nach einem aufregendem Vormittag voller Eisenerz hielt dazu ein sehr anregendes Referat sen.
Blasmusik freuen sich alle auf das Mittagessen, und konnte mit seiner Erfahrung als Musik- Abgerundet wurde dieser Tag durch eine
das wie immer von der Musikkapelle Völs mus­ schuldirektor, Trompeter, Sportler, ehemaliger ganztägige Ausstellung der neuen Pflicht- und
tergültig vorbereitet wurde.  n Bürgermeister und Tausendsassa glaubwürdige Selbstwahlliteratur. n

Werner Mayr Tipps weitergeben. Wolfram Rosenberger

Landeskapellmeister-Stv. Rudi Pascher, Landesjugend-


referent-Stv. Wolfram Rosenberger, Dirigent Stefan
Brass Band Tirol Bezirksjugendblasorchester Telfs Köhle und LV-Obmann-Stv. Richard Wasle.

Dezember | BiT 15
AKTUELLes

Am Sonntag, den 18. Oktober 2015, ist es wieder soweit.

A
lle fünf Jahre treffen sich Musikka- – Um die große Vielfalt der Tiroler Blasmusik Bronze-, Silber- und Goldmedaillen. Zudem
pellen aus allen Teilen Tirols, um sich zu demonstrieren, wird das Landeswertungs- werden die besten drei Musikkapellen aus
musikalisch zu messen. spiel 2015 in drei Kategorien abgehalten: jeder Kategorie ermittelt, die punktehöchste
Beim Landeswertungsspiel 2015 gibt es erst- – Konzertante Musik Kapelle erhält einen Pokal.
mals drei große Neuerungen: – Musik in der Kirche Es ist also alles für einen tollen Event der Tiroler
– Zur besseren Vergleichbarkeit und um den – Gehobene Unterhaltungsmusik Blasmusikszene vorbereitet. n

Wettbewerbsgedanken mehr in den Vorder- – Die Beurteilungen erfolgen, wie in den letz-
grund zu stellen, gibt es für jede Leistungs- ten beiden Jahren bei den Bezirkswertungen Sei auch du dabei!
stufe nur ein Pflichtstück. schon praktiziert, in Form von Preisen und Jeder, der mitmacht, ist Sieger!

Werkbeschreibungen der Pflichtstücke in der Kategorie „konzertante Musik“


Stufe A bei Imst in den Inn mündet. auch das Leben selbst mit der ewigen Suche
Greensleeves Fantasy „...Abenteuerlustig entfernt sich der Bach voller Unwägbarkeiten und Gefahren, Orkane
Englisches Volkslied arrangiert von Andrew Balent immer wieder aus seinem Bett und spru- von Emotionen nach bewältigten Stürmen
„Greensleeves“ ist eine der einprägsamsten delt woanders hervor. Kleine Seitenge- oder erlittenen Niederlagen, um letztlich zu
Melodien der englischen Folk-Musik. Der wässer stoßen dazu, der Bach schwillt an. sich selbst zu finden. Melodisch klar gehal-
Komponist des Liedes ist unbekannt – die Ständig wechselnd, mal tosend in engen ten, werden durch die Kraft des multitonalen
Weise muss aber einem Mädchen oder ei- Felsschluchten, dann wieder gelassen in Leitmotives Brücken vom Vergangenen in die
ner Frau mit grünem Kleid gewidmet worden breiterem Gelände, bewegt er Geröll, Steine Gegenwart geschlagen. Ein dicht strukturierter
sein. Inhaltlich geht es um die im Streit zer- und Treibgut und unterhalb des Geierhang- Klang- und Rhythmusteppich, dessen Patch-
brochene Liebe zwischen dem Erzähler und felsens stürzt er steil über Felsen wo er, zur work-Stil immer wieder neue musikalische
der „Lady Greensleeves“. Komponisten aus Ruhe gekommen, im Ebenen in den Inn mä- Farbwirkungen, Dramatik und Spannungsbö-
allen Stilrichtungen und Epochen der Musik andert...“. (Auszug aus der Moderation zur gen ergeben, sind die große Herausforderung
verwendeten diese Melodie als Inspiration. Uraufführung im Jahr 2013) und bedürfen feiner technischer Brillanz und
In Balents Greensleeves Fantasy wird bereits Wild Waters oder auch „Larsenn – Wildes großer Gestaltungskraft. Die zum Teil sehr
in der Einleitung die Rivalität zwischen dem Wasser“ war eine Auftragskomposition zu Eh- verführerische Melancholie fordert eine innige
Erzähler und der „Lady Greensleeves“ durch ren der Musikkapelle Mils zu ihrem 60 Jahr und durchsichtige Klangbildung. Emil Sirakov
kontrastierende Instrumentation angedeutet. Jubiläum aber auch in Erinnerung an den im
Im Folgenden, nachdenklich und lieblich Larsenn tödlich abgestürzten Altmusikanten Stufe D
gestalteten Teil ist die Harmonie der Beiden Paul Huber. Rudi Pascher hunted killer von Peter Engl
noch in Ordnung – die Hauptmelodie wird Halb im Fieber, halb im Rausch – lauf und
parallel und ausladend geführt – doch sind Stufe C spür die Feinde im Nacken. Nur ein Atemzug,
schon hier die Vorboten einer Kontroverse zu A Sailor`s Dream von Emil Sirakov der dir die Stille gibt, die nicht lange währt.
hören. Die Geschichte wird spannend und Der Klang einer Schiffsglocke ertönt aus der Doch das Feuer brennt in dir, treibt dich raus
kontrastreich durch diverse Rhythmus- und Ferne. Im frühmorgendlichen Nebel verhüllt, aus dem Refugium. Hörst du das Rauschen
Stimmungswechsel bis zu ihrem dramati- ahnt man die Umrisse der im Hafen liegen- des Blutes, den Trank, der deine Seele nährt?
schen Schluss weiter erzählt. Rudi Pascher den Boote. Zaghaft bahnt sich die Sonne Kannst nicht davon lassen, denn es klebt an
den Weg, um bald mit vollem, gleißenden dir wie ein Virus, der sich verzehrt in deiner
Stufe B Licht den Tag einzuläuten. Die Reise kann Lust, dem Tod so nah zu sein. Immer und
Wild Waters von Hermann Pallhuber beginnen. immer wieder – Ekstase, die in dir lodert
Wild Waters ist eine tonmalerische Be- Diese Komposition ist eine Beschreibung der und nicht verebbt. Sie lassen nicht los, denn
schreibung des Larsennbaches, ein altbe- Herausforderung jener Menschen, welche sie riechen deinen Drang nach mehr. Traue
kannter Störenfried aber auch Lebensener- versuchen, die Natur mit all ihren Gewalten niemandem – Verrat auf jedem Schritt. Doch
gie spendender Gebirgsbach, der in Mils zu zähmen. Diese Seereise reflektiert aber nicht mich, lieber brenne Ich!!!  Peter Engl

16 BiT | Dezember
AKTUELLes

Samstag, 17. & Sonntag, 18. Oktober 2015

D
irigenten aufgepasst! „con brio 2015“, aufgrund der eingereichten Unterlagen (musi-
der international ausgeschriebene Di- kalische Vita, DVD-Aufzeichnung) die erste Se-
rigentenwettbewerb des Blasmusik- lektion durchführen. In der ersten Runde ist ein
verbandes Tirol, wird wieder im Rahmen des Streichensemble zu dirigieren, in der zweiten
Landeswertungsspieles abgehalten. eine Brassband und im Finale ein Blasorchester.
Schon beim Landeswertungsspiel 2010 fand
dieser Wettbewerb enormes Interesse. 32 Kan- Natürlich ist auch die Jury international besetzt:
didatinnen und Kandidaten aus vielen Teilen Jan Van der Roost (B)
Europas nahmen daran teil. Um diesen Wettbe- Thomas Doss (A)
werb für Tiroler Dirigentinnen und Dirigenten Jan Cober (NL)
etwas schmackhafter zu machen, erhalten dieses
Mal drei Bewerber aus dem Blasmusikverband Eine wirklich einmalige Chance, dirigentisch
Tirol einen Fixplatz in der ersten Runde. auch auf einer internationalen Plattform zu re-
Der Wettbewerb findet in einer Auswahl- üssieren.
runde und drei Finalrunden statt. Eine Kom- Alle Details sind auf der Homepage des Blas-
mission des Tiroler Blasmusikverbandes wird musikverbandes Tirol zu finden. n

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Dezember | BiT 17
R.E.T. Brassband (1. Platz Challenge-Section): 95 Punkte Brass Band Tirol (3. Platz Challenge-Section): 92 Punkte

Spannende Brass Challenge


Foto: MS IBK

in Eferding 1 2

D
er erste nationale sik betrieben wird, ist sehr, sehr Die Brass Band Tirol, die Brass- Freiburg qualifiziert.
Brassband-Wettbewerb hoch,“ meinten die drei Exper- band des Blasmusikverbandes In der Champions-Section
brachte am 9. November ten einhellig. Dementsprechend Tirol erreichte in der Challenge- erhielt die Austrian Brass Band
2014 sechs der acht österreichi- belohnten sie die teilnehmenden Section sehr gute 92 Punkte und Graz von der Jury 91 Punkte, die
schen Brassbands für ihren ersten Bands mit hohen Punktezahlen. hat damit bewiesen, dass sie in der Brassband Fröschl Hall, die älteste
Qualifikationswettbewerb im Kul- Vor einem sehr begeisterten und kurzen Zeit ihres Bestehens bereits Brassband Österreichs, wurde mit
turzentrum Bräuhaus in Eferding fachkundigen Publikum traten auf dem hohen Level der Öster- 93 Punkten belohnt und das Ticket
auf die Bühne. Es ging um ein drei Bands in der sogenannten reichischen Brassbands mit den der Champion-Section nach Frei-
Ticket zu den europäischen Meis- „Challenge-Section“, der unteren routinierten Bands mithalten kann burg zum EBBC 2015 vergab die
terschaften 2015 in Freiburg (D) Kategorie, und drei in der „Cham- – eine großartige Leistung! Jury an die Brassband Oberöster-
– drei der sechs teilnehmenden pions-Section“, der oberen Katego- Die Oberösterreichische Ju- reich mit der Tageshöchstpunkte-
Bands kamen aus Tirol: die RET rie, an. Die Teststücke, je eines pro gendbrassband erhielt ganze 94 zahl von 96 Punkten.
Brassband, die Brass Band Tirol Kategorie, waren von der Wettbe- Punkte und die RET-Brassband Wir gratulieren allen teilneh-
und die Brassband Fröschl Hall. werbsleitung vorgegeben und wur- aus Tirol sicherte sich den Sieg menden Bands und besonders den
Die drei Juroren Tom Brevik den mit Spannung vom Publikum in der Challenge-Section mit 95 drei Tiroler Brassbands zu ihren
(Nor), Oliver Waespi (CH) und erwartet. Es war höchst interessant Punkten. Sie hat sich damit für Erfolgen sehr herzlich! n

Philipp Bach (D) stellten allen zu hören, wie unterschiedlich und die Teilnahme am EBBC 2015 in Werner Mayr
sechs österreichischen Brassbands überzeugend die einzelnen Inter-
ein enorm gutes Zeugnis aus: „Das pretationen vorgetragen wurden.
Niveau, auf dem in Österreich seit Die Jury vergab daher Punkte jen-
einigen Jahren Brassband-Mu- seits der 90er-Marke.

Brassband Fröschl Hall (2. Platz A-Section): 93 Puntke


Foto: BVT-Mair

1 Die RET-Brassband hat sich für die B-Section bei der Euro-
pameisterschaft der Brassbands 2015 qualifizieren können
2 Die Brass Band Tirol hat sich in ihrem Gründungsjahr 2014
mit vielumjubelten Konzertauftritten bis hin zum Österreichi-
schen Brassband-Wettbewerb einen Namen gemacht
3 Die Brassband Fröschl Hall gilt als das Urgestein der Öster-
reichischen Brassband-Szene

18 BiT | Dezember
AKTUELLes

Zillertaler Gastlichkeit bei


Funktionärstreffen
Der gesellige Austausch zwischen Funktionären des Verbandes der
Blasmusikkapellen von Süd- und Nord/Osttirol hat Tradition und wird in
zweijährigem Rhythmus von einem der zwei Verbände ausgerichtet.

Funktionäre und Ehrenmitglieder der Blasmusikverbände Tirols und BVT-Obmann Siegfried Knapp, VSM-Geschäftsführer Florian Müller,
Südtirols treffen sich alle zwei Jahre zum Gedankenaustausch. BVT-Geschäftsführer Roland Mair, VSM-Obmann Pepi Fauster, Orga-
nisator Bezirksobmann Franz Hauser. Fotos: BVT-Mair

A
m 20. September 2014 war es wieder Der Bezirksverband des Musikbundes Ziller- Bundesmusikkapelle Hippach sorgten für Har-
soweit, rund 60 Blasmusikfunktionäre tal hat dankenswerterweise die Organisation des monie im besten Sinne.
aus beiden Verbänden machten sich auf Funktionärstreffens übernommen. Die Zillertaler Gelegenheit zu Gesprächen zwischen den
den Weg zu einem Tag des Austauschs, aber auch zeigten sich, wie gewohnt, von ihrer gastlichsten Funktionären der zwei Verbände gab es während
des gemütlichen Beisammenseins. Das ebenfalls Seite und boten ein abwechslungsreiches Besich- des ganzen Tages genug, trotz des dichten Pro-
an diesem Wochenende stattfindende Drei-Täler- tigungsprogramm, das viele Eindrücke hinterließ, grammes. Am Abend wurde das etwas erschwert,
Treffen gab dem Treffen einen stimmigen Hinter- angefangen beim Sennereibetrieb über den Besuch denn im Hochbetrieb des Drei-Täler-Treffens war
grund. Da wird ein Fest gefeiert, das an die alte in den Verbundkraftwerken bis zu einem Besuch es gar nicht mehr so einfach, Gespräche zu führen.
Verbindung von Zillertal, Tauferer - und Ahrntal in der Welt der Schnapsbrennerei. Ein besonderer Kontakte wurden neu geschlossen oder erneu-
über die „Jöcher“ hinweg anknüpft. Hirten und Blick über die Alpenwelt bot sich beim Mittagessen ert und ein freundschaftliches Miteinander prägte
Weidevieh, Händler, Boten und Schmuggler ha- im Restaurant Adlerblick auf 1900 Meter Seehöhe. den Tag, gefördert eben durch Zillertaler Gast-
ben diese Wege früher benutzt. Geblieben ist die Selbstverständlich wurden alle Sehenswürdig- lichkeit. Den Veranstaltern gebührt herzlicher
freundschaftliche Verbindung der Regionen über keiten auch entsprechend musikalisch stimmig Dank!  n

die Staatsgrenze hinweg. umrahmt, Tanzlmusig, Weisenbläser und die JoWe

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Dezember | BiT 19
AKTUELLes

Interessantes und Wichtiges


bei der Bezirksobleutetagung 2014
Die Bezirksobleute der 19 Musikbezirke des Blas-
musikverbandes Tirol wurden am 13. September
2014 zur jährlich veranstalteten Arbeitstagung in
das Cafe Zillertal in Strass eingeladen.

D
em Schwerpunktthema der heurigen ressant über die steuerliche Behandlung
Tagung, „Fest und Steuer“ entspre- von Musikvereinen, die neue Situation
chend, gab es zwei interessante Refe- bei der Besteuerung von Vereins-
rate: festen und steuerliche Rahmen-
Mit eindrucksvollen Bildern und kritischen bedingungen für Musikfeste. In-
Betrachtungen skizzierte Alexander Ploner die formationen zu diesen Inhalten
von ihm beobachtete derzeitige Festkultur in können bei den Bezirksob­
Tirol und regte zum Nachdenken an. Er gab leuten angefordert werden!
praxis­orientierte Tipps und ermutigte die Funk- Eine aktuelle Broschüre ist
tionäre, neue Themen aufzugreifen und neue in gedruckter Form gratis
Wege zu beschreiten. beim Bundesministerium für
Alex Ploner im Gespräch mit
Im zweiten Referat informierte Michael Krim- Finanzen zu bestellen und online Siegfried Knapp.  Foto: Klick
plstätter, Finanzreferent des ÖBV, äußerst inte- downloadbar.  n

20 BiT | Dezember
AKTUELLes

Tirol hervorragend vertreten


Österreichischer Blasorchesterwettbewerb der Stufe B

Bürgermusikkapelle Vils in Ried 2014. Foto: Music Austria

E
in tolles und einmaliges Blasmusik­ artige Blasmusik dar. Tirol wurde durch die Der Blasmusikverband Tirol gratuliert
event ging am 5. Oktober bei der Bürgerkapelle Vils hervorragend vertreten. den Musikerinnen und Musikern der Bür-
Music Austria in Ried im Innkreis Mit 90,83 Punkten erreichte die Außerferner gerkapelle Vils ganz herzlich und bedankt
über die Bühne. Der Bundeswettbewerb der Musikkapelle unter der Leitung von Kapell- sich für die großartige Vertretung Tirols in
Leistungsstufe B wurde ausgetragen und die meister Roland Megele den ausgezeichneten Ried im Innkreis!  n

teilnehmenden Musikkapellen boten groß- 3. Platz.

Bundeswertungsspiel 2014
Toller Erfolg für die Musikkapelle Hatting

A
m Samstag, den 27. September Hattinger Musikanten und Musikantinnen Der Blasmusikverband Tirol gratuliert
2014 fand in Feldkirchen/Ossiach mit 87,11 Punkten den hervorragenden 3. der Musikkapelle Hatting herzlich zu dieser
das Bundeswertungsspiel des Ös- Platz, nur einen Punkt hinter der zweitplat- hervorragenden Leistung und bedankt sich
terreichischen Blasmusikverbandes, welches zierten Stadtkapelle Leonding aus Oberöster- für die erstklassige Vertretung Tirols beim
nur alle drei Jahre veranstaltet wird, statt. reich. Der 1. Platz ging an die Bürgerkapelle Österreichischen Blasmusikwettbewerb
Musikkapellen aus Österreich und Südtirol Brixen aus Südtirol. 2014!  n

nahmen an diesem Konzertwertungsspiel auf


höchstem Niveau teil. Aus Tirol wurde die
Musikkapelle Hatting unter der Leitung von
Kapellmeis­ ter Raimund Walder entsandt.
Beim Bewerb mussten ausschließlich Wer-
tungsstücke aus der Höchststufe D dargeboten
werden. Das Werk „Fragments“ von Alfred R.
Stevenson war Pflichtstück für alle Teilneh-
mer. Als Wahlstücke wählte die Musikkapel-
le Hatting „Symphonic Metamorphosis“ von
Philip Sparke und „Lapis Albus“ von Chri-
stoph Glantschnig. Nach einer arbeitsreichen
und intensiven Probenarbeit erreichten die Musikkapelle Hatting in Feldkirchen 2014. Foto: ÖBV

Dezember | BiT 21
mitteilungen

Mitteilungen des
Landesverbandsobmannes
Pflege der Musik, das ist die Ausbildung der inneren Harmonie.
(Konfuzius)

Siegfried Knapp

Zum Jahresabschluss
Das Jahr 2014 geht dem Ende zu. Ich wünsche
allen Funktionärinnen und Funktionären, den
Musikantinnen und Musikanten mit ihren Fa-
milien ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest
und Gesundheit sowie viel Erfolg für das Jahr
2015.
Am Ende dieses ereignisreichen Musikjahres
möchte ich mich bei allen Musikantinnen und
Musikanten, bei allen Funktionärinnen und
Funktionären der Musikkapellen und in den
Bezirksverbänden sowie bei den Vorstands-
mitgliedern im Blasmusikverband Tirol für die
konstruktive, hervorragende Arbeit bedanken. Uraufführung der Messe von Josef Wetzinger, die er im Auftrag des Blasmusikverbandes
Besonderer Dank gilt den Verantwortlichen für Tirol komponiert hat. Foto: BVT-Mair
die Tiroler Kulturpolitik, Landesrätin Dr. Beate
Palfrader und unserem Präsidenten Landes- oder bereits abgeschlossen. Ich wünsche allen mit Präsident LH Günther Platter bereitete
hauptmann Günther Platter, die die notwendigen gutes Gelingen ihrer Vorhaben und besonders viel Freude.
Mittel im Sinne einer gedeihlichen Verbandsar- großen musikalischen Erfolg sowie viel Kame- – Der mit 2.500,- Euro dotierte Tiroler Blas-
beit für die Musikkapellen Tirols zur Verfügung radschaft! musikpreis 2014 wurde von Landesrätin
stellen! Dr. Beate Palfrader und Landeshauptmann
Viele Höhepunkte prägten das Musikjahr 2014 Besondere Ereignisse Günther Platter an die MMK Nußdorf/De-
auf Vereins-, Bezirks- und Landesebene. Beson- Vier besondere Ereignisse – neben vielen Akti- bant in der Kategorie I und an die Musikka-
ders den Musikkapellen, die heuer ein Vereins- vitäten und ausgezeichneten Projekten – im zu pelle Hatting in der Kategorie II vergeben.
jubiläum begangen haben, gratuliere ich noch Ende gehenden Jahr möchte ich aus der Sicht des Herzliche Gratulation!
einmal, verbunden mit dem Dank für ihr Wir- Landesverbandes noch einmal erwähnen: – Schließlich schlugen sich zwei Tiroler Mu-
ken. Besonders erfreulich ist auch heuer wieder – Josef Wetzinger, profunder Kenner der Kir- sikkapellen bei nationalen Blasorchester-
die Teilnehmerzahl bei Konzertwertungen und chenmusik und langjähriger Kapellmeister, wettbewerben des Österreichischen Blas-
Marschmusikbewertungen in den Bezirken! hat im Auftrag des Blasmusikverbandes Ti- musikverbandes hervorragend:
Die anstehenden Generalversammlungen rol eine Messe für Blasorchester, Kantor und − Die Musikkapelle Hatting erreichte in
bieten die Möglichkeit, auf die erbrachten Leis- Gemeindegesang komponiert. Herzlichen Feldkirchen/Ossiach einen ausgezeichne-
tungen im abgelaufenen Vereinsjahr zurück zu Glückwunsch zu diesem schönen Werk, das ten dritten Rang in der Stufe D.
blicken, Musikantinnen und Musikanten, Funk- in jedem Notenarchiv vertreten sein sollte! − Die BMK Vils erspielte sich in Ried i.I.
tionärinnen und Funktionären für ihren Einsatz – Der Ehrungstag der Blasmusik für langjäh- ebenfalls einen tollen dritten Rang beim
zu danken. Ich wünsche allen neu- und wieder- rige Mitglieder und Funktionäre in unseren Bewerb der Stufe B.
gewählten Funktionärinnen und Funktionären Verbandskapellen mit einer hl. Messe in der Ich bedanke mich bei beiden Musikkapellen
für ihre verantwortungsvolle Aufgabe viel Ener- Georgskapelle, zelebriert von Abt German für die erstklassige Vertretung Tirols bei den Ös-
gie und Erfolg. Den neu eintretenden Mitglie- Erd und musikalisch gestaltet von einem terreichischen Blasmusikwettbewerben 2014! n
dern der Musikkapellen wünsche ich viel Einsatz, Bläserensemble der k.u.k. Postmusik Tirol
Freude und Kameradschaft in ihrer Musikkapel- und dem anschließenden Festakt im Land- Euer Landesobmann
le. Für das Musikjahr 2015 sind die Planungen haussaal, musikalisch begleitet wiederum Siegfried Knapp
und Vorbereitungen schon weit fortgeschritten von den Bläsern der k.u.k. Postmusik Tirol, siegfried.knapp@blasmusikverband-tirol.at

22 BiT | Dezember
MITTEILUNGEN

Aktuelles und
Vorausschau 2015
Sehr geehrte/r Kapellmeister/in!
Landeskapellmeister Liebe/r Musikant/in!
Hermann Palhuber

ELLMEISTER -KONFERENZ
BEZIRKSKAP
5
7. Jänner 201
Samstag, 1
of in Fritzens
.30 – 12.30 Uhr, Fritzner H
9

D
as Musikjahr 2014 geht zu Ende. Ich hoffe, dass es für Dich und Detaillierte Informationen und Anmeldemöglichkeiten dazu gibt es auf
Deine Musikanten gut verlaufen ist und Deine musikalischen der Webseite des Blasmusikverbandes.
Vorhaben und die Konzerte geglückt sind. Hier einige Gedanken
rückblickend zum Jahr 2014: Ausblick 2015:
Für das kommende Jahr gibt es wieder einige Angebote für Dich, die Du
Konzertwertungen sollen Dienstleistungen sein ganz nach Deinen Interessen nützen kannst:
Besonders erfreulich ist, dass der neue Modus (Preise und Medaillen
statt Prädikate und Punkte) sehr gut angenommen wurde und die Kapel-
len und Kapellmeister mit den Bewertungen gut zurechtkommen. Wir
®
richten uns in unserem Verband mit den Wertungsmodi ganz nach den
internationalen Wertungsrichtlinien und sind somit auch über Tirols
Grenzen auf vergleichbarem Standard. Die innere Punktestruktur mit 85
Punkten als sehr gute Leistung (Goldmedaille), die wir vor einigen Jah-
ren beschlossen haben, bleibt nach wie vor erhalten. Noch wichtiger aber
ist, dass viele positive Rückmeldungen der Kapellen verdeutlichen, dass
MUSIKRAUMAKUSTIK
vielfältig | individuell | funktionell

mit den Wertungsberichten und Wertungsgesprächen ein echter „Mehr-


wert“ geschaffen wurde. Jurygespräche nach den Bewertungen sollen das
richtige Maß an Input für die Kapellmeister liefern. Ich bin froh, dass
sich damit nun die vor einigen Jahren eingeführte Marke mit 85-Punk-
ten (Goldmedaille) für eine sehr gute Leistung allgemein durchgesetzt
hat, auch gut verstanden wurde und sich nun auch bei den Teilnehmern
und Juroren durchgesetzt hat.

(Aus- und Fort-)Bildung unser bestes Gut


Seit einigen Jahren hat sich nun das „Modell Tirol“, das die Ausbildung
unserer Kapellmeister auf jeder Ausbildungsstufe qualitätsvoll sichern
soll, etabliert. Das Tiroler Landeskonservatorium, das Musikschulwerk
und der Tiroler Blasmusikverband sind in diesem Modell ja „symbo-
lisch“ unter einem Dach vereint. Das Besondere daran ist, dass nach wie
vor auch die einzelnen Elemente der Aus- und Fortbildung als solche
genützt werden können, sie sind aber auch verwertbar als Lehrveran-
staltungen innerhalb der großen Ausbildung im Modell Tirol. Das heißt,
dass die Modulreihe für Kapellmeister nach wie vor für jedermann offen
FOX HOLZ GesmbH
zugänglich ist, um sich weiter zu bilden, seine Dirigierkenntnisse aufzu- Molkereiweg 3 | 4912 Neuhofen i. I. | AUSTRIA
frischen, als Einsteiger zu schnuppern und sich von den Tiroler Fachleu- Tel.: +43 (0) 7752 70 222-0 | office@fox.at | fox.at
ten jeder Blasmusikrichtung neue Informationen zu holen. ››
Dezember | BiT 23
MItteilungen

Die drei Säulen der musikalischen Fortbildung im Blasmusikverband sind:

Kapellmeisterlehrgang des BVT – 5. Modulreihe ab Herbst 2014


Unterrichtet werden Literatur- und Mu- 10:45–12:15: Dirigierunterricht in Kleingrup-
sikkunde entsprechend einem Themen- pen mit Werken für den Nachmittag
katalog, Dirigieren und Ensembleleitung. 13:00–16:00: Dirigierpraktikum bei der Militär-
Heuer steht erstmals an drei Modultagen musik Tirol
(24.1./21.2./7.3.) die Militärmusik Tirol
als Praktikumsorchester zur Verfügung. Sa, 21. Feber 2015:
Dies ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, in 9:00–10:30: „Der lange Atem eines Kapellmei-
einem sehr schönen Umfeld verschiedenste ster“ mit Peter Kostner und Wolfgang Kostner
Literaturrichtungen auszuprobieren. Für 10:45–12:15: Dirigierunterricht in Kleingrup-
die Modulreihe des BVT in ihrer fünften pen mit Werken für den Nachmittag
Auflage stellt diese Zusammenarbeit si- 13:00–16:00: Dirigierpraktikum bei der Militär-
cherlich nun einen weiteren Höhepunkt musik Tirol
dar. Vielen Dank an Militärkapellmeister
Oberstleutnant Hannes Apfolterer! Sa, 7. März 2015:
Der Unterricht findet von 9.00 bis 16.00 Uhr 9:00–10:30: „Das Handwerk des Kapellmei-
in den Räumlichkeiten des Tiroler Landeskon- sters“ mit Hermann Pallhuber
servatoriums statt. 10:45–12:15: Dirigierunterricht in Kleingrup-
pen mit Werken für den Nachmittag
Termine: 13:00–16:00: Dirigierpraktikum bei der Militär-
Sa, 6. Dezember 2014: musik Tirol
9:00–10:30: „Die Österreichische Militärmusik“
Die Reihe von Fortbildungsmodulen und mit Hannes Apfolterer Lehrende/Vortragende:
Schnupperkursen des BVT hat wieder begon- 10:45–12:15: Dirigierunterricht in Kleingrup- MilKpm Oberstleutnant Hannes Apfolterer,
nen. Bereits tätige Kapellmeister können sich pen mit Werken für den Nachmittag Prof. Dr. Peter Kostner, Mag. Wolfgang
dabei neue Anregungen für ihre Arbeit holen 13:00–15:30: Dirigierpraktikum mit Kursen- Kostner, Lkpm. Prof. Mag. Hermann Pallhuber,
und andererseits wird ein „Schnupperkurs“ für semble der Teilnehmer/innen. Mag. Florian Scharmer, Bkpm. Gerhard
Kapellmeister-Aspiranten angeboten, wo die Eigenes Instrument mitnehmen! Guggenbichler.
Teilnehmer einen ersten Einblick in die Welt
des Kapellmeisterns gewinnen können. Der Sa, 24. Jänner 2015: Anmeldung beim Büro des Blasmusikverbandes
erste Modultag hat bereits Anfang Dezember 9:00–10:30: „Wie Musik unser Leben lenkt, oder unter florian.scharmer@gmx.at n

stattgefunden. steuert und beeinflusst“ mit Hannes Apfolterer

Die Tiroler Bläserwoche: 13.–17. Juli 2015 Tiroler Kapellmeistertag: Samstag, 7. November 2015

Die traditionelle Blä- Diese groß angelegte Veranstal-


serwoche für Einzel- tung findet immer am Samstag
und Gruppenunter- nach Allerheiligen statt und
richt – heuer wieder wird von den drei Landeska-
mit dem Schwer- pellmeistern in Zusammenar-
punkt Blasorchester beit mit dem Landesjugend-
/ Ensemblespiel / referenten vorbereitet und
Dirigieren. durchgeführt. Ziel ist, unsere
Sie wird wieder Tiroler Kapellmeister und ihre
in ihrer Form in Stellvertreter, sowie Obleute,
Gruppen- und vor Jugendreferenten und alle Mu-
allem wieder mit sikinteressierten an einem Tag
Orchesterunterricht zusammenzubringen, ihnen
durchgeführt. Es ein informatives und unterhaltsames, abwechslungsreiches Programm zu
können Interessierte bieten, das keinesfalls belehrend, sondern anregend für die Praxis in den
auch wieder Dirigierunterricht nehmen - eingeteilt in Einsteiger Tiroler Musikkapellen sein soll. n

und Fortgeschrittene. 
Euer Landeskapellmeister
Die Ausschreibung erfolgt im Frühjahr 2015. Hermann Pallhuber
Anmeldungen unter office@blasmusikverband-tirol.at möglich. her.pallhuber@tsn.at

24 BiT | Dezember
mitteilungen

Bezirkskonzertwertungsspiele 2014
H
euer fanden in Tirol Ergebnisse waren durchwegs sehr pellmeisterinnen und Kapellmei- Zusammenarbeit und Organisati-
fünf Konzertwertungs- erfreulich und das neue Konzert- stern, den Obleuten sowie allen on. Ein herzlicher Dank gilt den
spiele in den Bezirken wertungssystem mit Preisen und Musikantinnen und Musikanten Juroren Johnny Ekkelboom, Georg
statt. Insgesamt nahmen daran Medaillen wurde überall gut an- ein großes Lob für die tollen mu- Horrer, Christian Mathis und Josef
61 Musikkapellen teil, 7 in der genommen. sikalischen Darbietungen aus. Wir Steinböck, welche mit Kompetenz,
Stufe A, 28 in B, 23 in C und 3 bedanken uns bei den Bezirks- großem Fachwissen und Fairness
Musikkapellen nahmen in der Im Namen unseres Landesver- verbänden, vor allem bei den Be- die Tiroler Musikkapellen bewer-
Stufe D teil. Die Leistungen und bandes sprechen wir allen Ka- zirkskapellmeistern, für die gute tet haben. n

Außerferner Musikbund Musikbezirk Lienzer Talboden


30. März 2014 in Elbigenalp 25. Mai 2014 in Nußdorf-Debant
Musikkapelle Kapellmeister/in Stufe Ergebnis Musikkapelle Kapellmeister/in Stufe Ergebnis
MK Bach Johann Walch A 1. Preis – Goldmedaille MK Nikolsdorf Martin Lindsberg A 1. Preis – Goldmedaille
MK Stockach Claudia Moosbrugger A 1. Preis – Goldmedaille 1. Preis – Goldmedaille
MK Bannberg Gottfried Moser A
MK Nesselwängle Bernd Kiel A 2. Preis – Silbermedaille mit Auszeichnung
BMK Heiterwang Melanie Berktold A 1. Preis – Goldmedaille HMK Leisach Gotthard Blasisker B 3. Preis – Bronzemedaille
MK Elbigenalp Lydia Huber B 1. Preis – Goldmedaille MK Thurn Andreas Nemmert B 2. Preis – Silbermedaille
1. Preis – Goldmedaille MK Schlaiten Urban Pedarnig B 3. Preis – Bronzemedaille
BüK Vils Roland Megele B mit Auszeichnung MMK Nußdorf- Roman Possenig B 1. Preis – Goldmedaille
MK Stanzach Manuel Lämmle B 2. Preis – Silbermedaille Debant
BüMK Weißenbach Michael Tschiderer B 2. Preis – Silbermedaille FvDMK Dölsach Hans-Peter Glanzer C 3. Preis – Bronzemedaille
BMK Bichlbach Christoph Schrötter B 1. Preis – Goldmedaille MK Tristach Johann Klocker C 3. Preis – Bronzemedaille
BüMK Biberwier Melvin Schennach B 1. Preis – Goldmedaille MK Gaimberg Christian Tiefnig C 1. Preis – Goldmedaille
MK Lermoos Verena Wegscheider B 1. Preis – Goldmedaille STM Lienz Raphael Lukasser C 1. Preis – Goldmedaille
MK Grän Paul Kaiser B 1. Preis – Goldmedaille MK Oberlienz Michael Mattersberger C 3. Preis – Bronzemedaille
MK Musau Richard Wörle C 2. Preis – Silbermedaille 1. Preis – Goldmedaille
MK Assling Gerhard Pitterle D mit Auszeichnung
1. Preis – Goldmedaille
BüMK Höfen Peter Besler C mit Auszeichnung
1. Preis – Goldmedaille
MK Pinswang Bernhard Rainer C mit Auszeichnung Musikbezirk Landeck
19. Oktober 2014 in Serfaus
Musikbezirk Rattenberg Musikkapelle Kapellmeister/in Stufe Ergebnis
6. April 2014 in Kundl MK Fendels Anton u. Franz Pult A 1. Preis – Goldmedaille
MK Serfaus Werner Goldschald B 2. Preis – Silbermedaille
Musikkapelle Kapellmeister/in Stufe Ergebnis MK Ladis Georg Falkner B 3. Preis – Bronzemedaille
BMK Kundl Christoph Adamski B 2. Preis – Silbermedaille 1. Preis – Goldmedaille
BMK Breitenbach Oswald Inngruber B 2. Preis – Silbermedaille MK Fiss Harald Rietzler B mit Auszeichnung
BMK Kramsach Leonhard Salzburger B 1. Preis – Goldmedaille MK St. Jakob a.A. Heinrich Keim B 1. Preis – Goldmedaille
BMK Bruck a.Z. Theresa Schapfl B 2. Preis – Silbermedaille MK Tobadill Karl Koller B 1. Preis – Goldmedaille
BMK Strass i.Z. Wolfgang Schnirzer B 1. Preis – Goldmedaille BüMK Pians Harald Bonelli B 2. Preis – Silbermedaille
BMK Steinberg MK St. Anton a.A. Günther Öttl C 2. Preis – Silbermedaille
Matthias Langauer B 3. Preis – Bronzemedaille
a.R. MK Zams Rudi Pascher C 1. Preis – Goldmedaille
BMK Münster Christian Ledermair C 2. Preis – Silbermedaille STM Landeck-
BMK Oberau Martin Silberberger C 2. Preis – Silbermedaille Hermann Delago D 2. Preis – Silbermedaille
Perjen
BMK Brandenberg Gerhard Guggenbichler C 1. Preis – Goldmedaille MK Prutz Michael Schöpf D 1. Preis – Goldmedaille
BMK Mariatal Robert Haas C 1. Preis – Goldmedaille
MMK Brixlegg Christian Schneider C 1. Preis – Goldmedaille
STMK Rattenberg- 1. Preis – Goldmedaille
Gerhard Guggenbichler C
Radfeld mit Auszeichnung

Musikbezirk Brixental
17. Mai 2014 in Reith bei Kitzbühel
Musikkapelle Kapellmeister/in Stufe Ergebnis
MK Itter Martin Rabl B 2. Preis – Silbermedaille
MK Aurach Toni Vötter B 2. Preis – Silbermedaille
TBKM Jochberg Robert Mayr B 1. Preis – Goldmedaille
BMK Aschau b.K. Peter Aschaber B 1. Preis – Goldmedaille
MK Brixen i.Th. Stefan Reiter C 2. Preis – Silbermedaille
MK Kirchberg i.T. Peter Schmiedinger C 2. Preis – Silbermedaille
STM Kitzbühel Florian Simair C 1. Preis – Goldmedaille
MK Westendorf Johann Gossner C 2. Preis – Silbermedaille
MK Hopfgarten i.B. Christian Egger C 1. Preis – Goldmedaille
1. Preis – Goldmedaille
MK Reith b.K. Manfred Opperer C mit Auszeichnung Beim Konzertwertungsspiel im Außerferner Musikbund nahmen
MMK Telfs Andreas Sappl C 2. Preis – Silbermedaille heuer 15 Musikkapellen teil. Vier davon werden musikalisch von
einer Kapellmeisterin geleitet. Foto: BVT/Mair

Dezember | BiT 25
mitteilungen

Wichtiges
zum Jahresabschluss
LV-Geschäftsführer
Roland Mair

Jahresbericht der 30. Jänner des Folgejahres. Die Meldungen sen zu werfen. Mit Hilfe des Mitgliederverwal-
Das Vereinsjahr geht zu Ende – Zeit, im Mitglie- sind für den Verein nicht kostenpflichtig, jedoch tungsprogrammes lassen sich Daten erfassen
derverwaltungsprogramm den Jahresbericht zu werden bei einer Nichtmeldung € 100,- von der und in anschauliche Graphiken übertragen,
erstellen und für den Bezirk freizuschalten. Es Kopfquotenvergütung in Abzug gebracht. welche zu Interpretationen anregen.
empfiehlt sich, dies mit Abschluss des Vereins-
jahrs zur Jahreshauptversammlung zu tun, spä- Subventionsansuchen Durchschnittsalter in den Musikkapellen
testens aber bitte bis 15. Jänner. Musikkapellen: Subventionsansuchen bis spä- Die erste Graphik über das Durchschnittsalter
testens 31. März an den Bezirksobmann stellen. der Musikanten und Musikantinnen lässt auf
AKM-Programmmeldung
3424 Bezirksverbände: Subventionsansuchen der eine sehr gesunde Altersstrukturierung in den
3500 Jede Musikkapelle ist mindestens einmal jährlich
verpflichtet, detaillierte Programme (das heißt
Musikkapellen bis spätestens 30. April an den
Landesverband richten. Anträge für Beihilfen
weiblich
Tiroler Musikkapellen schließen. Der landes-
weite Altersdurchschnitt liegt bei 33,79 Jahren.
3000 2911
öffentlich aufgeführte Werke samt Komponist zur Durchführung von Fortbildungsveranstal- Der Großteil der Musikkapellen liegt genau
und Arrangeur) sowie eine Liste der absolvierten tungen im Bezirk bis spätestens 31. März an den männlich
im Mittelfeld und die Graphik zeigt, dass die
2500 Veranstaltungen der AKM zu übermitteln. Die Landesverband stellen. Verwendungsnachweise Verteilung nach beiden Seiten gleichmäßig ab-
Mitglieder

AKM-Programmmeldung ist ausschließlich für Fortbildungsveranstaltungen im Bezirk sind nimmt. Diese pyramidenartige Verteilung zeugt
2000 1929
über das neue Mitgliederverwaltungsprogramm einen Monat nach der Veranstaltung dem Lan- von einer guten Altersdurchmischung und un-
im Modul „AKM-Meldung“ abzugeben. Bei desverband vorzulegen.
Aktivzeit der Mitglieder Stand Oktober 2014
1500 Verwendung des Moduls „Proben/Ausrü-
1270
Bei Fragen zum Jahresbericht oder zur AKM-
Jahre gesamt männlich weiblich
ckungen“ können Veranstaltungen direkt in das
1079 1040Meldung
991
sowie zu allen anderen Bereichen des 22,54% 10,88% 11,66%
1000 AKM-Modul übernommen werden. Es besteht 874
Mitgliederverwaltungsprogrammes wendet 5 3.424,00
19,16%
1.653
10,17%
1.771
8,99%
Programm-Meldepflicht für alle Aufführungen Euch bitte an das 667
BVT-Büro. Wir helfen gerne
10 2.911,00 1.545 1.366
500 aller Vereine, egal ob Eigenveranstaltung oder
Fremdveranstaltung, egal ob kirchliche oder bür-
mit Rat und Tat weiter! 424
283 12,70% 7,54% 5,15%
166 104 15 1.929,00 1.146 783
27 2 8,36%
Statistik: Altersstruktur in den 5,88% 2,48%

5
0
gerliche Ausrückungen, während des gesamten
10 von 15
Jahres, unabhängig Anlass 20 25 30 Musikkapellen
und Besetzung 35 40 45 50 55 60 65 70
20 1.270,00
757,10%
893 377
5,86% 1,24%
(Ensemble, Jugendblasorchester oder Gesamt- Ausgewählte
AktivzeitStatistiken
in Jahrenerlauben uns einen in- 25 1.079,00 890 189
orchester). Letzte Abgabefrist der Meldung ist teressanten Blick auf das Tiroler Blasmusikwe- 6,85% 6,37% 0,48%
30 1.040,00 967 73
100
Durchschnittsalter 6,52% 6,29% 0,24%
35 991,00 955 36
90 in den Musikkapellen 83 5,75% 5,71% 0,04%
80 40 874,00 868 6
Anzahl der Musikkapellen

4,39% 4,38% 0,01%


45 667,00 665 2
2,79% 2,78% 0,01%
60 57
50 424,00 423 1
49 1,86% 1,86% 0,00%
55 283,00 283 0
40 1,09% 1,09% 0,00%
31 60 166,00 166 0
0,68% 0,68% 0,00%
23 22 65 104,00 104 0
20 14 0,18% 0,18% 0,00%
7 70 27,00 27 0
6
2 3 2 0 2 1 0,01% 0,01% 0,00%
74 2,00 2 0
0
unter 20 24-26 26-28 28-30 30-32 32-34 34-36 36-38 38-40 40-42 42-44 44-46 46-48 48-50 50-52 100,00% 69,70% 30,31%
15.192,00 10.588 4.604
Durchschnittsalter der Mitglieder

26 BiT | Dezember
mitteilungen

3424 Aktivzeit der Mitglieder


3500
weiblich
3000 2911
männlich
2500
Mitglieder

2000 1929

1500 1270
1079 1040 991
1000 874
667
500 424
283
166 104 27 2
0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75
Aktivzeit in Jahren
100
terstreicht die wichtige Rolle der Blasmusikkapellen im Zusammenleben und sie bei der Musikkapelle sind, fällt sofort auf, dass es große Unterschiede
90
gegenseitigen Kennenlernen 83
und Verstehen der Generationen. zwischen Männern und Frauen gibt. Bei den bis zu 5 Jahre Aktiven ist
80 der Frauenanteil höher, nimmt dann aber nach dem 15. Jahr drastisch ab.
Anzahl der Musikkapellen

Aktivzeit der Musikantinnen und Musikanten Das begründet sich darin, dass Frauen noch nicht so lange bei Musikka-
Betrachtet man die Aktivzeit der Musikantinnen und Musikanten, 57 also wie lange pellen mitwirken. Allerdings zeichnet sich der Trend ab, dass Mädchen,
60
49 wenn sie der Musikkapelle beigetreten sind, immer länger tätig sind. Die
Verdienstmedaille in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft wurde bereits an

RUNDEL
40
REPERTOIRE TIPP
31
135 Frauen verliehen. Der Blasmusikverband Tirol hatte die Ehre, heuer
die erste Frau mit der Verdienstmedaille in Gold für 40-jährige Mitglied-
23 www.rundel.at 22 schaft auszuzeichnen.
20 14
• Konzertmusik Musikanten, die länger als 10 Jahre bei der Musikkapelle sind, bleiben
7 6
2 3
PANTA RHEI · Ein Dorf im Fluss der Zeit · Markus Götz ihr meist2bis ins
0 hohe
2 Alter
1 treu. Jährlich werden 30 bis 40 Musikanten
CROSSBREED
0 · A Musical Crossover · Thiemo Kraas für 60-jährige Mitgliedschaft mit dem Verdienstzeichen in Gold geehrt.
unter 20 24-26 26-28 28-30 30-32 32-34 34-36 36-38 38-40 40-42 42-44 44-46 46-48 48-50 50-52
KLANG DER ALPEN · Impressionen/Traditionen/Visionen · Kurt Gäble
JUBILÄUMSFANFARE · Golden JubileeDurchschnittsalter
Fanfare · Kees Vlak der Mitglieder
TRAILERMUSIK · Szenen für Blasorchester · Alexander Reuber
GIUDITA · Romanza · Alfred Bösendorfer
GOLDENE KAMERADEN · Marsch von James Barnes
MOUNTAIN WIND · Bergwind · Martin Scharnagl Weihnachtsurlaub
• Musik zur Weihnachtszeit
MENTIS · Kleine Adventsfantasie · Thiemo Kraas
O SANCTISSIMA! · Festliche Weihnachtsmusik · Markus Götz
VENI EMMANUEL · Lateinisches Weihnachtslied · James L.Hosay
LA NUIT DES CLOCHES · Französische Fantasie · Michel Carros Unser Verbandsbüro bleibt
CINDERELLA’S DANCE (3 Haselnüsse für Aschenbrödel) · arr. K.Gäble vom 24. Dezember 2014 bis
• Easy Listening: Swing · Rock · Pop · Film einschließlich 6. Jänner 2015
SCARBOROUGH FAIR · English Ballad · Heinz Briegel geschlossen.
BÉSAME MUCHO · Flügelhorn Solo · arr. Markus Götz
PURPLE RAIN · Rock Ballade · arr. Heinz Briegel
In wichtigen Verbandsangelegenheiten
• Traditionelle Blasmusik steht Geschäftsführer Roland Mair un-
SCHÖNE FERIENZEIT · Polka von Stefan Kühndorf ter der Telefonnummer 0650/3447886 zu
AUGENBLICKE · Polka von Martin Scharnagl Verfügung.
SALEMONIA · Marsch von Kurt Gäble
Das Büro-Team wünscht frohe Weihnach-
• Compact Disc (CD) ten und alles Gute für das neue Jahr!n
BETHLEHEM · Das Musikkorps der Bundeswehr · Christoph Scheibling
O Sanctissima! - Mentis - Veni Emmanuel - Bethlehem -
Weihnachten in den Bergen - Cinderella’s Dance - u.a.

Weitere Infos: Musikverlag RUNDEL GmbH · D-88430 Rot an der Rot Euer LV-Geschäftsführer
TEL 0049-8395-94260 · FAX 0049-8395-9426890 Roland Mair
EMAIL info@rundel.de · INTERNET www.rundel.at
roland.mair@blasmusikverband-tirol.at

Dezember | BiT 27
mitteilungen

Liebe Jugendreferentinnen
und Jugendreferenten!

Landesjugendreferenten
Martin Rabl und Wolfram Rosenberger

Unsere Bezirksjugendreferate stellen sich vor: Jugendarbeit im Musikbezirk Landeck

Fotos: Evelyn Walch

Informationstag & würdevollen Ausklang dieses Tages sorgte die zer Dirigenten Markus Steimen, der einen großen
Schnupperdirigieren bewegte Jugend. Hier wirkten Jungmusikant/ Teil des Instrumentariums der Brassband aus der
Am 25. April 2014 fand ein Informationstag für innen mit, die mindestens ein Jahr lang die Aus- Schweiz mitbrachte.
alle Bezirksjugendreferent/innen statt. Themen bildung an ihrem Instrument genossen haben. Als krönenden Abschluss gab es ein Konzert,
wie Kapellmeisterausbildung, Schnupperdirigie- Das Bezirksjugendreferententeam bzw. das Be- das von allen teilnehmenden Orchestern gestal-
ren, erste Erfahrungen mit dem Taktstock und zirksstabführerteam blickt auf ein gelungenes tet wurde. Die beiden Projekte standen unter der
natürlich Informationen zu den nächsten Projek- Projekt zurück. organisatorischen Leitung von Bezirksjugendre-
ten im Bezirk Landeck standen an diesem Tag im ferent Stefan Köhle.
Mittelpunkt. MUSICAMP 2014 & La Brass in Fiss
Die erste Auflage des MUSICAMP FISS 2014 Dirigierworkshop mit Jan Cober und
Tag der Jugend beim Bezirksmusikfest war ein riesengroßer Erfolg. 56 Jungmusikantin- la.sinfonica
Beim Bezirksmusikfest feierte dieses Jahr erst- nen und Jungmusikanten musizierten von 7.-10. Den gebührenden Abschluss des Musikjahres
mals der „Tag der Jugend“ seine Premiere. An Juli in verschiedenen Gruppen und erweiterten beschert uns das Oberstufenauswahlorchester
diesem Tag gaben die Jugendorchester aus Gal- ihre musikalischen Kompetenzen. Auf dem Pro- la.sinfonica. Dieses Projekt ist schon seit mehre-
tür und Ischgl ihre Konzerte. Im Musikbezirk gramm standen Ensemblespiel, Voicecoaching, ren Jahren ein fixer Bestandteil in der Jugendar-
Landeck ist die Wichtigkeit von Jugendorches- Bodypercussion und Jugendorchester. Begleitet beit der Bezirksjugend Landeck. Die diesjährige
tern für die Jugendarbeit der Musikkapellen wurden die Kinder im Alter von 9-16 Jahren Leitung des Orchesters übernimmt Stefan Köhle.
kaum mehr wegzudenken. Das sogenannte von ausgebildeten Musikpädagoginnen und Das Projekt besteht aus einer kurzen Proben-
Vorzeigeprojekt zum Thema Jugendorchester -pädagogen, die in diesen Tagen hervorragende phase und der erste Höhepunkt ist ein Dirigier-
in Landeck ist das Orchester „Landeck WIND“, Arbeit leisteten. Natürlich kam an diesen Tagen workshop mit dem hochkarätigen Dirigenten Jan
das sich aus Musikschüler/innen der LMS Lan- der Spaß auch nicht zu kurz und die Kinder und Cober, der Dirigierschülern des Tiroler Musik-
deck zusammenstellt und sich schon durch Jugendlichen waren mit voller Begeisterung schulwerks sein Fachwissen in Bezug auf Blasor-
viele Erfolge auf Landes- und Bundesebene beim Camp dabei. chesterleitung weitervermittelt.
auszeichnete. Im Rahmen dieses Tages fand Ein weiteres Projekt, das im Rahmen des Das Abschlusskonzert fand im Rahmen der
auch die feierliche Verleihung der Jungmusi- MUSICAMP FISS abgehalten wurde, war die Ju- diesjährigen Generalversammlung des Musikbe-
ker-Leistungsabzeichen in Bronze, Silber bzw. gendbrassband 'La Brass'. Geprobt wurde immer zirkes Landeck am 8. Dezember 2014 statt.  n

des Junior-Leistungsabzeichens statt. Für den abends in Serfaus unter der Leitung des Schwei- Thomas Jehle

28 BiT | Dezember
schwerpunkt tenorhorn

Foto: BVT/UMB/MBT

Tenorhorn, Bariton, Euphonium


D
as klanglich weiche Register, das der und tiefer. Gelegentlich wird das Tenorhorn auch nicht nur mit dem Flügelhorn und dem Bariton,
österreichischen Blasmusik die so ty- als „Bassflügelhorn“ bezeichnet, das Bariton ist die hierzulande so identitätsstiftend sind, aber in
pische Farbe und klangliche Ausstrah- die zweite Stimme dazu. der internationalen – und damit auch der hoch-
lung verleiht, ist besetzt von der Familie der so- Entwickelt wurde das Tenorhorn/Bariton im klassigen österreichischen – Blasorchesterlitera-
genannten Bügelhörner. Vom Flügelhorn war in 19. Jahrhundert in Österreich und ist unverzicht- tur nicht vorkommen. Verwirrung stiftet auch
dieser Serie der Blasmusikinstrumente schon die bar, wenn die Musikkapelle zu Marsch, Polka der Name. Um 1880, weiß Pascher, hieß das Bari-
Rede, nun geht es um Tenorhorn, Bariton und und Walzer ansetzt. Sehr viele Musiker verwen- ton Eufonium (richtig, mit f), das ältere Baryton
Euphonium. In dieser Reihenfolge sind die drei den für die Lagen von Tenorhorn und Bariton gibt es nicht mehr. Das ehemals 2. Tenorhorn ist
Blechblasinstrumente stufenweise weiter mensu- nur ein Instrument. Das Euphonium wird vor jetzt das Bariton. Drehen wir die Spirale weiter:
riert, demnach im Klang voller allem in der Brassband anstelle des Baritons be- Bariton ist auch die männliche Stimmlage zwi-
vorzugt. In der älteren Blasmusikbesetzung, er- schen Tenor und Bass. Baryton bezeichnet heute
klärt Landeskapellmeister-Stellvertreter Rudi ein altes Streichinstrument der Gambenfamilie.
Pascher, ist es nicht zu finden, über den Das Baritonhorn, kurz Bariton, ist jenes Blech-
Brass-Weg hat es aber auch Eingang in blasinstrument, von dem hier die Rede ist.
die symphonische Blasmusik gefunden. Tenorhorn und Bariton haben noch eine be-
In Bearbeitungen von Orchesterliteratur sondere Funktion: Es sind jene Instrumente, auf
übernimmt das Tenorhorn die Violoncel- die ältere Musikanten bevorzugt „zurückgehen“,
lostimme. Wird das Euphonium eingesetzt, das heißt wechseln, wenn ihnen zum Beispiel die
dann mit dem Part des Baritons oder oft auch Trompete zu anstrengend wird. Die Bügelhörner
parallel zur Tubafunktion. bis hinunter zur Tuba bieten da mit ihren Mund-
Tenorhorn und Bariton bilden große Register, stücken und weiten Mensuren eine Entlastung,
manchmal zu große, sagt Kapellmeister Pascher, Das wertet weder den Spieler noch das Instru-
da spielen manche halt nicht, um die Klangba- ment ab, denn auch die „weiche“ Familie schenkt
lance zu wahren, oder die Stimmen werden um- ihre prachtvollen Klanggeheimnisse nicht ein-
geschrieben. Mit dem Flügelhorn sei es dasselbe. fach her, sondern fordert den Musikanten. n

Ein gewisses Dilemma gibt es derzeit aber Ursula Strohal

29
schwerpunkt tenorhorn

Karl Dubsek (links) und seine Tochter Nora Dubsek, ebenfalls Instrumentenerzeugerin, rechts Jared Egger. Hinter dem
Instrument steht Soloposaunist Craig Hansford. Fotos: Jared Egger, Fotograf - Innsbruck

Meister des weichen Klanges


Seit 67 Jahren, bald schon in 3. Generation, werden von der Firma Dubsek in
Innsbruck Blechblasinstrumente erzeugt. Innerhalb der breiten Produktpalette ist
Dubsek Partner von Profimusikern und stattet zahlreiche Blasmusikkapellen aus.

I
n Kontakt mit Professionals kommt es BiT: Tenorhorn und Bariton (wie auch das bei uns an Tenorhorn/Bariton größer. Für den
zu permanenter Weiterentwicklung und Flügelhorn) haben in der traditionellen Gesamtklang ist es wichtig, dass das gesamte Re-
Qualitätsverbesserung der Instrumente. österreichischen Blasmusik eine wichtige gister (Tenorhorn/Euphonium) einheitlich ist.
Dubsek baut Trompeten (es gibt neue Kon- Funktion, international aber kaum Bedeu-
zerttrompeten), Flügelhörner (neu: Modell Al- tung. Ist es Idealismus, dass Sie diese In- BiT: Bräuchte es Kinderinstrumente? Oder
penton), Ventilposaunen, Tenorhörner/Bari- strumente weiterhin bauen? Wie groß ist die beginnen die Kinder ohnehin alle auf der Po-
tone aber auch Posthörner und Tambourstäbe. Nachfrage? saune und steigen später um?
Wir befragten Karl Dubsek und seine Tochter Dubsek: Idealismus kann man es nicht nen- Dubsek: Es gibt kindgerechte Tenorhörner,
Nora Dubsek (Instrumentenerzeugerin) zu Te- nen. Die ovale „böhmische“ Bauart mit Dreh- die Nachfrage hält sich aber in Grenzen, weil der
norhorn und Bariton. ventilen (Tenorhorn und Bariton) hat sich im Unterschied zur „Normalgröße“ sehr gering ist.
zentraleuropäischen Raum durchgesetzt. In Bei anderen Instrumenten, wie z.B. der Posaune
BiT: Charakterisieren Sie bitte kurz Tenor- anderen Ländern (wie z.B. England) hat sich oder der Tuba sind kindergerechte Instrumente
horn und Bariton. das Euphonium (mit Pumpventilen) eingebür- wiederum sehr beliebt. Wichtig ist, dass das
Dubsek: Tenorhörner und Baritone ge- gert. Hier wird das Euphonium auch häufig Instrument für die Kinder nicht zu weit men-
hören, gleich wie Flügelhorn und Tuba, zur als Solisteninstrument eingesetzt. Im Gegen- suriert und das Mundstück nicht zu groß ist,
Familie der Bügelhörner. Das Tenorhorn ist satz wird das Bariton bei uns als Übergang zur damit nicht zu viel Luft benötigt wird und es in
ein weit mensuriertes Instrument, heutzutage Bassstimme verwendet. Die unterschiedliche der Höhe leichter anspricht.
meist 4-ventilig. Das Bariton (auch 4-ventilig) Verwendung lässt sich sicherlich auf die Klang-
ist ungefähr gleich lang wie das Tenorhorn, von charakteristik zurückführen. In den amerika- BiT: Gibt es professionelle Musiker, die bei
der Mensur her aber weiter. Vom Klangverhal- nischen Marchingbands wird der Klang des Eu- Ihnen ein Tenorhorn bzw. Bariton erwerben?
ten ist das Tenorhorn direkter und schärfer als phoniums gewünscht, der weicher und wärmer Dubsek: Wir haben einige bekannte Musiker
das Bariton, welches voluminöser und voller als des Tenorhorns ist, bei uns in der Blasmusik und Musikkapellen (u.a. Militärmusik Tirol),
klingt. Im Generellen schreibt man der Te- passt aber mehr der direkte und voluminöse die unsere Tenorhörner oder Baritone seit Jah-
norhornfamilie aber einen weichen, tragenden Klang des Tenorhorn/Baritons. Schlussendlich ren schätzen. Auch über die Landesgrenze hi-
Klang zu. ist es Geschmacksache, jedoch ist die Nachfrage naus werden unsere Instrumente gespielt. Craig
schwerpunkt tenorhorn

Fertige Korpusse – bereit zum Einbau der Maschine. Handgemachte Tenorhörner: Nora Dubsek bei der Arbeit.

Hansford, Soloposaunist des Tiroler Sympho- oder Posaunen ist der Trend momentan zu wei- Musiker sich versehentlich auf sein Instrument
nieorchesters Innsbruck und Prof. Dietmar teren Mensuren. setzt, ausrutscht oder ein Auto darüber fährt,
Küblböck, Soloposaunist aus Wien, sind unsere sind gar keine Seltenheit.
bekanntesten. BiT: Ihre Instrumente werden immer wieder
weiterentwickelt. Auch Tenorhörner und Ba- BiT: Wie sieht eine klassische Reparatur aus?
BiT: Was macht in der Fertigung und im ritone? Welche Neuerungen sind bzw. wären Dubsek: Die häufigste Reparaturarbeit ist ein
klanglichen Ergebnis die Qualität Ihrer In- da möglich? Maschinenservice, bei dem wir das Instrument
strumente aus? Gibt es Fertigungs-Schwer- Dubsek: Durch die jahrelange Zusammen- komplett zerlegen, chemisch innenreinigen, die
punkte? arbeit mit Profimusikern nehmen wir immer Maschinen einlappen, einziehen und feinjustie-
Dubsek: Was unsere Tenorhörner von ande- wieder Änderungen an unseren Instrumenten ren, Gelenke einziehen, Verschleißteile austau-
ren unterscheidet ist, dass unsere Instrumente vor. Bereits kleine Veränderungen, wie z.B. schen, Matzen ausbeulen, also das Instrument
„handgemacht“ sind, d.h. die einzelnen Teile beim Mundrohr, der Maschine, etc. können komplett servicieren und durchchecken. Hier
werden aus einem Blech ausgeschnitten und den Klang, die Ansprache und den Charakter finden wir meist recht verdreckte und auch ver-
per Hand gebogen. Die Falten, die beim Biegen des Instrumentes enorm beeinflussen. Unsere beulte Instrumente vor. Wir führen aber auch
entstehen, werden gleichmäßig zurückgeklopft Modelle haben wir so entwickelt, dass sie den komplette Generalreparaturen mitsamt Neula-
und ausgerieben, sodass wir eine gleichmäßige hohen Ansprüche der Musiker gerecht werden. ckierungen durch.
Wandstärke des Instrumentes erzielen. Bei ma-
schinell gefertigten Instrumenten werden alle BiT: Können Sie bei Aufträgen Sonderwün- BiT: Wie werden Tenorhorn und Bariton
Teile hydraulisch in Form gepresst, wodurch die sche berücksichtigen? vom Spieler optimal gepflegt und wie oft
Wandstärke nicht überall gleich, der Arbeitsauf- Dubsek: Auf unsere Kunden einzugehen ist sollten sie zur professionellen Überholung?
wand aber natürlich viel geringer ist. uns sehr wichtig. Individuelle Anpassungen Dubsek: Grundsätzlich ist bei der Pflege der
Handgemachte Tenorhörner sind heutzuta- sind auf Absprache möglich. Blechblasinstrumente das richtige Ölen der Ma-
ge eine Seltenheit, weil die Produktion bis zum schine und Gelenke, sowie das Fetten, einschmie-
fertigen Instrument sehr arbeitsintensiv ist. BiT: Wenn Sie Tenorhörner bzw. Baritone ren der Züge, wichtig. Es gibt verschiedene Öle
zur Reparatur übernehmen: Was sind die (Dicke und Konsistenz). Bei Tenorhorn/Bariton
BiT: Bitte beschreiben Sie kurz die beliebtes- häufigsten Sünden in der Behandlung durch sollte man zumindest, je nach Alter und Zustand,
ten Modelle. die Spieler? drei verschiedene Pflegemittel verwenden. Wir
Dubsek: Heutzutage geht der Trend viel mehr Dubsek (lacht): Die vielen guten Schnitzel beraten unsere Kunden, welche Öle am besten
zu den enger mensurierten Tenorhörnern, Bari- und Würstel, die sich im Instrument ansam- für ihr Instrument sind. Durch regelmäßiges
ton ist eher seltener. Das war aber nicht immer meln, sind wohl die häufigsten „Sünden“ der Durchwaschen des Instrumentes mit Wasser und
so. Früher konnten die Tenorhörner und Bari- Musiker. Aber auch, dass die Stimmzüge nicht Bürsten (Innenreinigungsset), können leichte
tone nicht weit genug sein. Man spielte Kaiser- regelmäßig gefettet werden und sich diese dann Verschmutzungen selbst beseitigt werden.
baritone (sehr weit mensuriert) und hauptsäch- im Instrument komplett „einfressen“, kommt Man sollte das Instrument allerdings einmal
lich Baritone, aber kaum auf Tenorhörnern. Das häufig vor, was dann für uns oft sehr aufwändig im Jahr zu uns zum Service bringen, wo wir es
zeichnet sich aber nur bei der Tenorhornfamilie sein kann. Im schlimmsten Fall muss man die dann komplett servicieren und durchchecken.n
ab. Bei anderen Instrumenten, wie Trompeten Züge dann herauslöten. Auch Unfälle, wenn ein Die Fragen stellte: Ursula Strohal
schwerpunkt tenorhorn

Alles bestens! Bernhard Schlögl


(links) und Christian Waldner auf
den Stufen des Tiroler Landes-
konservatoriums. Foto: W. Hölbling

Der Klang entsteht im


Inneren des Menschen
Posaunenlehrer formen nicht nur Posaunisten. Ihrer Werkstatt entspringen auch Talente auf Tenorhorn,
Bariton und Euphonium – und was für welche! Tiroler Musiker lieben und leben Vielseitigkeit. Zwei, welche
die Schönheit ihrer Instrumente hochmusikalisch auch solistisch präsentieren, erzählen von ihren Erfah-
rungen: Christian Waldner und Bernhard Schlögl.

I
n der Musikkapelle Thaur wurde dem jun- und Gelenke, die ganze Technik muss passen Mozarteum studiert er Posaune und als zweites
gen Christian ein Tenorhorn in die Hand und mich nicht im Stich lassen. Der Klang ist Hauptfach und „große Leidenschaft“ Gesang.
gedrückt, daran war Bedarf. Musikschule wichtig – ich muss mich wohlfühlen.“ Das Dirigierstudium geht weiter für den jungen
und Posaunenlehrer waren die nächsten Stich- In der Blasmusikliteratur hat Waldner nicht Kapellmeister von Ellbögen: Er will von mög-
wörter, für Christian Waldner bald auch schon viele Solostücke, die ihn vor das Ensemble ho- lichst vielen Dirigenten lernen.
das dunklere weichere, fülligere Bariton. Das len, jedoch sehr wohl beglückende Soli im Re- Bernhard Schlögl musiziert in mehreren
war und ist sein Klangideal. Er spielte das In- gister: „Ich habe immer schöne Melodien“. Ensembles, neben Christian Waldner eben-
strument in der Musikkapelle, übte aber auch Während Waldner, 37, hauptberuflich Instal- falls am Euphonium in der heuer gegründeten
– noch dunkler, noch voluminöser – weiter am lateur ist, wählt Bernhard Schlögl, 28, die Musi- Brass Band Tirol. Er spielt, „wie alle im Brass,
Euphonium. Übte nicht ins Leere, denn an der kerlaufbahn. Zu Beginn, da war er sechs, stand ein Périnet-Instrument, da ist der Weg der Luft
Haller Musikschule ist die Fröschl Brass Band das Akkordeon. Durch den Großvater kam die durch die Ventile kurz, sie kann besser fließen
nicht weit. Berührung mit Tenorhorn/Bariton, durch das und technische Passagen sind leichter und kla-
Heute spielt Waldner in der Musikkapelle musische BORG der Kontakt zum Posaunisten rer definierbar.“
Bariton und unter anderem auch in der Brass- Lito Fontana, bei dem er an der Haller Musik- Schlögl, auch er mit einem herrlichen Ton
band Fröschl Hall und der Brass Band Tirol Eu- schule Posaune und Euphonium studierte und begabt, erkennt seine Stärke im Kantablen,
phonium. Wie viele Musikanten vereint er die seine Abschlussprüfung auf dem Euphonium wertvoll und bereichernd ist ihm die Verbin-
Lagen von Tenorhorn und Bariton auf einem spielte. Schlögl gehört zu den Absolventen dung zum Gesang. Und auch als Blechbläser
Instrument, Brass Music erfordert ein eigenes des ersten Kapellmeisterlehrganges „Modell weiß er: „Der Klang kommt vom Spieler und
Euphonium. Was verlangt Waldner von seinem Tirol“, die soeben auch das Excellenzstudium seiner Einstellung. Der Ton entsteht im Inneren
Instrument? „Es muss gut stimmen, die Ventile mit Auszeichnung abgeschlossen haben. Am des Menschen.“ n

32
mitteilungen

Jugendblasorchester-Wettbewerb 2015 Jugend im Gespräch


Landeswettbewerb Tirol am 18.
April 2015 in Oberhofen und am
unabhängig vom Instrument mög-
lich. Sie werden aber bei der Be-
LADYBIRDS
19. April 2015 in St. Johann in Tirol rechnung des Durchschnittsalters
Sophia Bauman
miteinbezogen. Über 30-Jährige
In allen österreichischen Bundes- werden dabei nur mit 30 Jahren Alter: 11, bald 12 Jahre
ländern und in Südtirol finden berechnet. Es gilt das Geburtsjahr Schülerin der NMS Fügen
Landeswettbewerbe als Qualifika- (bezogen auf das Veranstaltungs- Ich spiele Flöte seit 7 Jahren.
tion für den Bundeswettbewerb am jahr 2015) zur Berechnung. Es ist Hobbies: Lesen, Waveboarden, Sport,
24. Oktober 2015 in Linz statt. erlaubt, in einer höheren Stufe als Klavier spielen und vor allem „Quer-
es das Durchschnittsalter ergeben flöten“
Anmeldung würde, anzutreten. In diesem Fall Lieblingsessen: Zillertaler Krapfen
Bis 15. Dezember 2014 über das on- gilt das Höchstalter der Stufe, in der (nur die von Oma)
line-Anmeldeformular unter www. das Orchester tatsächlich antritt. Fotos: BVT

blasmusikverband-tirol.at
Literatur Mir hat am Bundeswettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ 2014 in
Teilnahme Ein Pflichtstück ist aus der Litera- Toblach am besten gefallen, dass wir 2. im Finale geworden sind. Ich
Es sind Jugendblasorchester in turliste auszuwählen. Zusätzlich meine wer wird schon bei einem Wettbewerb mit 1500 Teilnehmern
Harmoniebesetzung ab neun Mit- muss ein Selbstwahlstück, welches 2. – noch dazu in unserem Alter? Das ist sicher etwas, was man
gliedern zugelassen. mindestens dem Schwierigkeits- nicht jeden Tag erlebt.
Folgende Arten von Jugendblasor- grad des Pflichtstückes entspricht, Mitgemacht habe ich beim Wettbewerb, weil es eine neue Erfahrung ist
chestern sind teilnahmeberechtigt: von jedem teilnehmenden Orche- und wir nette Proben hatten und voll coole Stücke spielen durften. Volle
1. Vereinseigene JBO ster gespielt werden. Für die Stufe J cool war, dass Andi Knapp sogar ein Stück für uns komponiert hat.
2. Vereinsübergreifende JBO kann die Literatur frei gewählt wer- Natürlich würde ich wieder mitmachen – wisst Ihr warum?? Auch
3. Musikschul- und Schul-BO den. Der Veranstalter behält sich wenn man die Stücke nicht mehr hören konnte, hat uns unsere Leh-
4. Auswahlorchester die Kontrolle der richtigen Ein- rerin Mariana immer wieder neuen Mut gegeben, uns vor den Auftrit-
Die Mitglieder müssen im Mit- stufung des Selbstwahlstückes vor. ten immer angefeuert und ich weiß, dass sie das wieder tun würde.
gliederverwaltungsprogramm des Das Pflichtstück bestimmt unter Mein schönstes Erlebnis in Toblach war, als ich Marianas Gesicht
Blasmusikverbandes Tirol erfasst Einhaltung der Alterskriterien die gesehen habe als wir erfuhren, dass wir 2. geworden sind. Und na-
sein. Stufe, in der das Orchester antritt. türlich die Gratulation der Brass Boys. Die Herberge in Toblach war
echt toll, die Säle super, aber einen Nachteil gab es: Kein Nutella
NEU: Es wird eine Kategorie Supe- Bewertung zum Frühstück! n

rior (SJ) ausgeschrieben. Informati- Die Bewertung erfolgt nach den für
onen unter: www.winds4you.at Konzertwertungsspiele üblichen
Anna Gamper
10 Kriterien, jedem Juror stehen
Altersstufen bei der Beurteilung pro Kriterium Alter: 13 Jahre
Die teilnehmenden Jugendblasor- zehn Punkte zur Verfügung. Das Schülerin MHS Rattenberg
chester können in sechs verschie- Gesamtergebnis entspricht dem Ich spiele Flöte seit 7 Jahren.
denen Stufen antreten: Durchschnittswert der Ergebnisse Hobbies: Flöte spielen, Klettern, Rei-
Stufe max. Durch- Höchstalter der Juroren. ten, sich mit Freunden treffen
schnittsalter Lieblingsessen: Moosbeernocken
J bis 12,00 15,00 Jury:
AJ bis 13,00 18,00 MMag. Dr. Wolfgang Jud
BJ bis 14,00 18,00 (LJR Steiermark)
CJ bis 15,00 19,00 Mag. Andreas Schaffer
DJ bis 16,00 19,00 (LJR Kärnten, BJR-Stv.) Was mir in Toblach am besten gefallen hat, war unser Auftritt am
EJ bis 17,00 20,00 Sonya Profanter (VJL-Stv. Südtirol) Sonntag beim Finale in dem großen Saal, wo es so super geklungen
Pro Stufe sind drei zusätzliche Mu- Thomas Aichhorn MAMA hat.
siker/innen ohne Alterslimit und (LJR- Salzburg) n Mitgemacht beim Wettbewerb habe ich, weil mir Flöte spielen gro-
ßen Spaß macht, weil wir es bei den Proben immer lustig haben und
weil es eine tolle Herausforderung ist.
Ich würde beim nächsten Wettbewerb wieder mitmachen wenn ich
weiß, ob ich neben der Schule noch genügend Zeit dazu habe.
Mein schönstes Erlebnis in Toblach war sicher unser Auftritt und
gemeinsam mit den Ladybirds weg zu fahren und Spaß zu haben.  n

Dezember | BiT 33
mitteilungen

Jugend im Gespräch
LADYBIRDS
Simone Mühlegger
Alter: 13 Jahre Kultur
Schülerin der NMS Fügen
Ich spiele Flöte seit 6 Jahren.
in schöner
Hobbies: Querflöte spielen, Ski fah- Form
ren, Schwimmen, bei der BMK Fügen
spielen
Lieblingsessen: Lachsfisch
KONZERTMAPPEN
VEREINS-CHRONIKEN
SCHRAUBALBEN/FOTOBÜCHER
Am besten hat mir in Toblach gefallen, dass wir am Sonntag beim
URKUNDEN (digitalgedruckt oder kalligraphiert)
Finale spielen durften. Volle super war, dass wir miteinander im
URKUNDENMAPPEN
Zimmer geschlafen haben und uns die ganze Nacht Gruselgeschich-
Bücher und Mappen aller Art
ten erzählt haben. Super war auch, dass wir wieder – wie schon
Reparaturen
nach Wien zum Bundeswettbewerb – alle zusammen zum Wettbe-
werb gefahren sind.
Beim Wettbewerb mitgemacht habe ich, weil es Spaß macht mit
KÖLL
den Ladybirds aufzutreten und wir es vor allem vorher und nachher
immer lustig haben. Auch die Proben machen immer viel Spaß. Ich
Innsbruck - Wilten Duilestraße 20 Tel.: +43 (0)512 / 588 455 buchbinder-koell.com
würde sehr gerne wieder mit den Ladybirds bei einem Wettbewerb
mitmachen, weil es einfach cool ist zusammen auf der Bühne zu
stehen.
Das schönste Erlebnis in Toblach war für mich, als wir auf der
Bühne standen und erfahren haben, dass wir 2. geworden sind.
Volle super war auch, als uns die Brass Boys auf der Bühne gratu-
liert haben.
Das Essen war super, die Zimmer cool aber beim Frühstück gab es
leider kein Nutella. n

Lea Sporer
Alter: 12 Jahre
Schülerin der NMS Fügen
Ich spiele Flöte seit 4 Jahren.
Hobbies: Querflöte spielen, schwim-
men, Rad fahren
Lieblingsessen: Melchermuas

Am Wettbewerb hat mir am besten gefallen, dass wir beim Finale


im großen Saal mit den älteren Gruppen spielen durften. „THE HISTORY OF BIG BANDS”

30. JÄNNER
Es war für mich das erste Mal, dass ich bei einem Wettbewerb
mitgemacht habe, und ich würde wieder gerne mitmachen weil
ich gerne mit anderen zusammen spiele und wir so lustige Proben

SZentrum Schwaz
hatten.
Mein schönstes Erlebnis in Toblach war, als wir erfuhren, dass wir
2. im Finale geworden sind und sich so viele Leute mit uns gefreut
haben und uns gratuliert haben. n VVK: ÖTicket, Banken, Tabak-Trafik Stadtgalerien Schwaz
www.lindnermusic.at, LINDNER Music 05242-9380410

34 BiT | Dezember
mitteilungen

Mitteilungen
des Landesstabführers
Landesstabführer Christian Zoller und
Gerald Embacher

Großer Andrang beim Stabführer- indem er die Grundzüge von Musik in Bewe-
kurs für Fortgeschrittene gung wiederholte und Neues (Große Wende so-
Am 15. November 2014 fand in Hopfgarten der wie Abfallen und Aufmarschieren) vortrug. Absage
Stabführerkurs für Fortgeschrittene statt. Es
nahmen 17 Stabführer sowie zwei Bezirksstab-
Am Nachmittag wurden die theoretischen
Grundkenntnisse unter Mitwirkung der Musik-
Wattens TATTOO
führer an diesem Kurs teil. Der Kurs wurde vom kapelle Hopfgarten praktisch erprobt. Von den
ehemaligen Landesstabführer Siegfried Stigger 19 Stabführern haben sich acht der Herausfor- Der zweite Landesbewerb Musik in
und Bezirksstabführer Markus Schiffer fachlich derung gestellt, mit der Musikkapelle zu üben. Bewegung, Wattens TATTOO, musste
und organisatorisch geleitet. Dabei wurde festgestellt, dass diese Teilnehmer leider abgesagt werden.
Siegfried Stigger führte in seiner unnachahm- teilweise große Souveränität im Bereich des
lichen Weise durch die Theorie des Stabführens, Stabführens vorweisen konnten. Die beiden Re- Nachdem sich anfänglich 15 Musik-
ferenten hatten oft nur Kleinigkeiten zu berich- kapellen für dieses Event angemeldet
tigen. Alle Kursteilnehmer waren mit Eifer und hatten, blieben schließlich nur noch
Interesse bei der Sache. 9 übrig, zwei davon in Stufe E. Unter
Der Kurskapelle, der Musikkapelle Hopfgar- diesen Umständen konnte kein Landes-
ten, gebührt großer Dank für das doch recht lan- bewerb durchgeführt werden.
ge Aushalten und Proben mit den angehenden
Tambourmajoren. Auf Wunsch des Kapell- Großer Dank gilt vor allem dem Be-
meisters wurde mit der Musikkapelle noch ein zirksverband Hall, im besonderen Be-
Karree eingeübt. Ein herzliches Dankeschön gilt zirksobmann Martin Kammerlander, für
auch dem Bezirkskapellmeister Egger Christian die schon geleisteten Vorarbeiten. Auch
für die tadellose Organisation vor Ort. allen Kapellen, die ihre Teilnahmebe-
Von allen Teilnehmern wurde der Wunsch auf reitschaft erklärt haben, großer Dank.
eine Neuauflage eines solchen Kurses ausgespro-
chen.  n

Markus Schiffer

Dezember | BiT 35
panorama

Weil Behinderte eine Heimat brauchen!


Landesweite Benefizaktion in
memoriam Bischof Reinhold
Stecher

W
ir bauen eine Arche – nicht we-
gen der Sintflut, sondern weil Be-
hinderte eine Heimat brauchen!“
Bischof Reinhold Stecher (1921-2013) hat das
kirchliche und gesellschaftliche Leben in Tirol
über Jahrzehnte geprägt und mitgestaltet. Er hat
Spuren im Land hinterlassen. So hat er zum Bei-
spiel entscheidend dazu beigetragen, dass auch
in Tirol eine Arche-Gemeinschaft aufgebaut
und Arche-Häuser eingerichtet werden konn-
ten, die Menschen mit Handicap ein Zuhause
bieten.
Menschen mit und ohne Behinderung.
Bischof-Stecher-Haus Wir haben unsere Unterstützung zugesagt
Die Häuser in Gries am Brenner entsprechen – weil wir ein Zeichen setzen wollen, für Inte-
leider nicht mehr den Anforderungen der Zeit, gration und Menschlichkeit, und weil wir Bi-
daher wird in Steinach ein neues, modernes schof Reinhold Stecher ein ehrendes Andenken
Sozialzentrum entstehen, das „Bischof-Stecher- bewahren wollen. Er hat viele unserer Konzerte
Haus“. Mit einer Werkstätte, mit Räumen für die und Auftritte wohlwollend begleitet.
Tagesbetreuung und für betreutes Wohnen. Das Also – rücken wir aus, machen wir mobil,
kostet natürlich viel Geld, Geld, das die „Arche- damit das Bischof-Stecher-Haus in Steinach ge-
Tirol“ nicht hat. Sie ist zur Realisierung dieses so baut werden kann und behinderte Menschen ein
wichtigen Projekts auf Hilfe und Unterstützung neues Zuhause finden, wo sie bekommen, was
angewiesen. auch sie so dringend brauchen – Aufmerksam-
keit, Pflege, Begleitung, Zuneigung und Wert-
Instrumente statt Pinsel und Farben schätzung.
Würde Bischof Stecher noch leben, würde er
wohl zu Pinsel und Farben greifen, würde „Bil- Musik verbindet
der der Hoffnung“ malen, farbenfrohe Aquarel- Die landesweite Benefizaktion stellen wir unter
le, würde sie versteigern lassen und den Erlös das Motto „Musik verbindet“. Alle Kapellen sind
der Arche zur Verfügung stellen, wie er das viele eingeladen mitzumachen, ein „Bischof-Stecher-
Jahre getan hat. Gedächtniskonzert“ zu organisieren, den Erlös
Weil das nicht mehr möglich ist, haben zu spenden und so zum Bau des neuen Arche-
Freunde und Wegbegleiter am Josefitag 2014 Hauses in Steinach beizutragen! Abgeschlossen
den „Bischof-Stecher-Gedächtnisverein“ ge- wird die Aktion am 18. Oktober 2015 bei der
gründet in der erklärten Absicht, nicht nur die Blasmusik-Gala im Rahmen des Landeswer-
Erinnerung an eine große Tiroler Persönlich- tungsspieles im Congress Innsbruck. Dort wird
keit wachzuhalten, sondern auch seine sozial- dann auch der Spendenscheck an den Bischof-
karitativen Projekte weiter zu führen und nach- Stecher-Gedächtnisverein übergeben. Die erfolg-
haltig zu fördern. Der Verein hat uns gebeten, reichsten Musikkapellen werden für ihr soziales
für Bischof Stecher „einzuspringen“, zu unseren Engagement besonders ausgezeichnet. n

Instrumenten zu greifen und zu musizieren – für Peter Jungmann

36 BiT | Dezember
panorama

Blasorchesterleitung
– wie bitte?
Ein Plädoyer für eine spannende Dimension der Orchesterleitung
von Hermann Pallhuber
Teil 2
mit freundlicher Genehmigung von

P
rovokant gefragt: Wozu die „sinfoni- musikkulturellen Welt im Rahmen des per- – Die Leitung von Blasorchestern und En-
sche“ Auseinandersetzung mit Blasmu- sönlichen Musiziererlebnisses der Ensem- sembles
sik? Die Antworten ergeben sich aus ble- und Orchestermitglieder. Mehr als in – Die Leitung von Blasorchestern und En-
künstlerischen, dirigentischen, kompositori- jedem anderen Bereich benötigt der Orches- sembles an Schulen und Musikschulen
schen, pädagogischen und organisatorischen terleiter über seine dirigentischen Fähig- – Die Tätigkeit als Arrangeur und Instru-
Aufträgen in der Welt der Blasorchester. Die keiten hinaus direkte und schnell abrufbare mentator für Bläserensembles und Blasor-
Antworten auf das „Wozu?“ sind daher relativ Kenntnisse in vielen Fachrichtungen wie chester
einfach und schnell gefunden: Instrumentation, praktische Instrumenten- – Qualifikationen als Leiter für Bläserklas-
kunde, Komposition, spezielle Literaturkun- sen, Schüler- und Jugendblasorchester
– Zunächst, weil die künstlerische Schönheit de, Probenmethodik, allgemeine Jugend- –L  ehrer für Blasorchester- und/oder
und Ästhetik der Musik für Blasorchester und Erwachsenenpädagogik, Management Ensembleleitung an Schulen und Musik-
und die Chancen ihrer einmaligen orches- und vieles mehr. schulen
tralen Klangfärbungen jenseits der oft läh- – Künstlerischer Leiter und/oder Projekt-
menden Klischees bei uns noch weitgehend Aus diesen Entwicklungen ergeben sich für manager für Blasorchester
unentdeckt und unerlebt sind. Somit ist ein die Absolventen der Fachrichtung „Blasor-
riesiges Bläser- und Schlagwerkpotential für chesterleitung“ durch eine eigenständig ver- Wie soll sich demnach das Fach „Blasorchester-
die künstlerische Blasorchestermusik vor- wertbare, künstlerisch-pädagogische Qualifi- leitung“ den Interessierten darstellen und wie will
handen, das im Moment bei weitem noch kation neue Berufs- und Tätigkeitsfelder, zB.: es auf zeitgemäßen Anforderungen vorbereiten?
nicht voll genützt ist.
– Weiters, weil es durch hoch qualifizierte Di-
rigenten und Musiker als Protagonisten und
Gewährsleute eine beginnende Neuentde-
ckung, Akzeptanz und Euphorie für unsere
Blasorchesterwelt gibt, die spannende Mu-
sizier- und Konzerterlebnisse auf höchstem
Niveau zulassen und eine neue Orchester-
form, neue Musik und neue Komponisten
kompetent zu erschließen vermag.
– Weiters, weil die in den letzten Jahren ausge-
zeichnete Instrumentalausbildung der Mu-
sikerinnen und Musiker professionell und
fundiert ausgebildete Orchesterleiter mit
spezifischen Kenntnissen der Gesetzmäßig-
keiten eines Blasorchesters erfordern.
– Weiters, weil auf pädagogischem Gebiet dem
Blasorchesterleiter im Bereich der Jugend-
orchester und Vereinsblasorchester im Sin-
ne einer musikalischen Breitenbildung ein
enormer Verantwortungsbereich zukommt.
Ist doch der Dirigent oder die Dirigentin im
Laienbereich das praktizierende „Interface“
zu qualitätsvoller Beschäftigung mit Musik
und darüber hinaus der direkte Zugang zur

Dezember | BiT 37
panorama

Jedes angebotene Fach innerhalb des Studi- – Methodik-Projekte – Exkursionen – Hospi-


enganges soll die praktische Vermittlung von tationen – Probenbesuche
Blasorchester- und Bläsermusik aus verschie- – Institutseigene Blasorchesterprojekte
denen Perspektiven betrachtet ins Zentrum – Orchestermanagement
stellen. Ein Herzstück innerhalb der Ausbil-
dung und einer besonderen pädagogischen Als Studienziel sollte in der Studienendphase
Zusatzqualifikation muss ein Fach „Dirigier- von den Kandidaten ein eigenes Konzertpro-
praktikum“ mit einem „Live“-Blasorchester jekt erwartet werden – selbständig geplant,
bilden, das die Studierenden in die Realsitua- organisiert und öffentlich mit einem Blasor-
tion einer Orchesterprobe versetzen soll. Alle chester durchgeführt.
Fächer, die begleitend unterrichtet werden, In der vielfältigen Musikwelt der Blasorches-
fließen notwendigerweise inhaltlich in ein ter sollen sich gerade die Absolventen dieser
solches Dirigierpraktikum ein. in Österreich und Deutschland relativ neuen
Fachrichtung kompetent und zielsicher zu-
Ein zentraler Fächerkanon sollte daher min- rechtfinden, sich kritisch und aufgeschlos-
destens diese Fächer beinhalten: sen dieser für unser Terrain ziemlich neuen
– Dirigiertechnik Kunst-, Musik- und Orchesterform annehmen
– Instrumentation und Arrangement und neues Musikterrain erobern können.
– Spezielle Instrumentenkunde (Blasorches-
ter) Der Weg dazu führt mit Sicherheit über neu er-
– Probenmethodik - Dirigierpraktikum richtete Studiengänge und Ausbildungsformen
– Spezielle Repertoirekunde (Werkkunde) an Konservatorien und Musikhochschulen.  n

Empfehlenswert …

Kurt Drexel: „Klingendes Bekennt- arlberg an der Nazifizierung


nis zu Führer und Reich“. des Musiklebens beteiligt?
Musik und Identität im Reichsgau Inwieweit fanden national-
Tirol-Vorarlberg 1938 – 1945. sozialistische Inhalte un-
Universitätsverlag Wagner, 2014 mittelbar Eingang in die
Musikstücke? …“
Nach der Lektüre dieses Buches hat ein
junger Kapellmeister gemeint: „Jetzt ver- Für die Tiroler Blasmusik
stehe ich mehr und sehe klarer!“ der Gegenwart, die sich
Der Titel des Buches bezieht sich auf das mit dieser Thematik in
Motto von Gauleiter Franz Hofer, das die- den letzten Jahren zu-
ser dem 1941 erschienenen Gauliederbuch nehmend auseinander-
„Hellau“ voranstellte. Wie in einer Ausstel- setzen muss, bietet
lung fügen sich Bild-Dokumente und Texte dieses Buch eine sehr
zusammen und bieten detaillierte Informa- sachliche Quelle, um
tion. Der Musikwissenschaftler Kurt Drexel, sich mit Faktenwissen
er lehrt an der Universität Innsbruck, legt auszustatten. Damit
eine sehr sachliche Darstellung des Tiroler kann die zum Teil sehr
Musiklebens während der NS-Zeit und der emotional geführte
daraus entstandenen Nachwirkungen vor, Diskussion um die
er geht auf die verschiedenen Sparten der Vergangenheit und
Musik ein, auf Namen und Werke. ihre Auswirkungen
„Dieses Buch geht der Frage nach, wie auf die Gegenwart
und in welchem Ausmaß es dem national- auf einer sachlich
sozialistischen Regime gelang, die Musik fundierten Ebene wei-
für seine Zwecke zu instrumentalisieren. tergeführt werden. Ein Buch, das lesen
Auf welche Weise und wie intensiv wa- man sollte!  n

ren Musikschaffende aus Tirol und Vor- JoWe

38 BiT | Dezember
panorama

VSM-Verbandskapellmeister-Stellvertreter Markus Silbernagl, VSM Verbandskapellmeister Sigisbert Mutschlechner und (rechts) VSM-
Verbandsobmann Pepi Fauster gratulierten den Preisträgern des VSM-Kompositionswettbewerbs (Mitte v.l.) Karl Horst Wichmann,
Hans van der Heide und Peter Engl. Foto: Niederegger

Südtiroler Blasmusiktage
in Bozen
Drei Tage lang hat der Verband Südtiroler Musikkapellen (VSM) viele Fenster in die
bunte Welt der Blasmusik geöffnet. Vom 6. bis 8. November gab es ein dicht gedräng-
tes Programm von Tagungen, Workshops und Konzerten: die Südtiroler Blasmusiktage
2014 – ein Forum für Kapellmeister, Dirigenten, Musiker und Musikkapellen.

N
ach den Sepp-Thaler-Musiktagen gen, Vintl, Toblach und die Bürgerkapelle Lana zu diesem Anlass eingespielte CD „Leben“ lässt
2007 und 2011 in Auer präsentierte mit dem zu je 3000 Euro dotierten Blasmusik- Meilensteine der Orchestergeschichte hören.
sich die dritte Auflage dieser im Drei- preis prämiert. 21 Musikkapellen - von der Mit- Auszüge aus diesem Tonträger bildeten auch
jahresrhythmus stattfindenden Musiktage mit telstufe (B) bis zur Höchststufe (D) - haben sich das Konzertprogramm. Die im Vorjahr urauf-
einem neuen Namen. Ohne die eigenen Wur- um den von der Kulturabteilung des Landes ge- geführte „Sinfonie der Lieder“ (Sinfonie Nr. 4)
zeln zu verleugnen, haben die verschiedenen stifteten Preis beworben. von Johan de Meij war dabei ebenso vertreten
Veranstaltungen an diesen beiden Tagen ein Mit dem Galakonzert des Südtiroler Jugend- wie die Siegerwerke des heurigen Kompositi-
Fenster in die vielfältigen Facetten der Blas- blasorchesters SJBO unter der Leitung von Josef onswettbewerbes des VSM: die „Passacaglia“
musik in Südtirol geöffnet. Feichter und unter Mitwirkung der 80-köpfigen von Karl Horst Wichmann wurde mit dem drit-
Die Musikkapelle Villnöß unter der Leitung Kinderchor-Gemeinschaft „Junge Stimmen“ ten Platz prämiert. Peter Engl („Perfect World“)
von Kapellmeister Hans Pircher hat mit einem und der Alt-Solistin Anna Lucia Nardi sind und Hans van der Heide („Recuerdos de Buenos
beeindruckenden Festkonzert im Konzerthaus Blasmusiktage tags darauf mit einer wahren Aires“) teilten sich ex equo den zweiten Platz.
„Joseph Haydn“ den Reigen eröffnet. Im Rah- „Sternstunde der Blasmusik“ zu Ende gegan- Die Komponisten-Werkstatt mit dem nam-
men des Konzertes hat Kulturlandesrat Philipp gen. Dieses Konzert stand ganz im Zeichen haften Schweizer Komponisten Oliver Waespi
Achammer die Musikkapellen von Afing, Wen- des 10-jährigen Bestehens des Orchesters. Die will junge Komponisten fördern und für das ››
Dezember | BiT 39
panorama

Eine Sternstunde der Blasmusik – das Galakonzert des Südtiroler Jugendblasorchesters SJBO unter der Leitung von Josef Feichter zum
10-jährigen Bestehen des Orchesters. Foto: Niederegger

Genre der Blasmusik sensibilisieren. Bereits „Kanada“ (Gasser) wurden in den drei Tagen in lipp Kufner und Michael Stecher sowie die Be-
seit dem Frühjahr war er mit Simon Öggl aus Bozen verfeinert und mit dem Jugendblasorche- gegnung mit den Komponisten Thomas Doss,
Schlanders und Lukas Gasser aus Villanders in ster Bozen (JuBoB) unter der Leitung von Mar- Armin Kofler und Gerald Oswald ergänzten das
Kontakt. Die Ergebnisse der „Zwei von Drei“ kus Silbernagl im Werkstattkonzert vorgestellt. umfangreiche Programm der heurigen Südtiro-
sehr zeitgenössisch ausgelegten „Movements“ Die parallel laufenden Kapellmeister- und ler Blasmusiktage. n

(Öggl) und die musikalischen Impressionen Jugendleiter-Tagungen mit Thomas Doss, Phi- Stephan Niederegger

40 BiT | Dezember
Anzeige

Kaiserwallfahrt
mit musikalischem „Weisn blasn“
Gedanken von Fritz Mayr

Hochgenuss Wer die „Weise“ entdeckt, als Zuhörer oder


als Musikant, der ist dem Herzschlag alpen-
ländischer Volksmusik ganz nah, denn eine

B
Weise ist das Spiegelbild unserer Seele! Sie
ei der diesjährigen Kaiserwallfahrt nach senbläser. In der Gruppe verbindet die Musik 2 kann die unterschiedlichsten Stimmungen
Hinterbärenbad, organisiert von der Tiroler und 2 Bayern, professionelle Musiker, unserer Gefühlswelt ausdrücken und zum
Sektion Kufstein des OEAV, umrahmten die ihre traditionellen Wurzeln nicht verges- Klingen bringen.
der Männerchor Reisach und die Hinterberger sen haben und diese intensiv pflegen. Ihr Ziel Eine Weise zu beschreiben oder zu charak-
Weisenbläser die heilige Messe. Anschließend ist es, kultiviertes Weisenblasen zu bewahren. terisieren bedeutet, sich den Wurzeln alpen-
spielten die „4 Hinterberger Musikanten“ im Unverwechselbar ist die Gruppe durch ihre gute ländischer Melodik zu besinnen: dem Jodler.
Wechsel mit Weisenblasen auf. Das besondere Intonation und ihren vollen, weichen, oberton- Was kann ein Jodler alles sein und ausdrüc-
an den „Hinterberger Weisenbläsern“ ist, dass reichen Klang. ken: „Vom Brunftschrei der Lebenslust bis zur
alle vier aus der dörflichen Blasmusik stam- Im Rahmen der Kaiserwallfahrt präsentier- Andacht vor dem Allerheiligsten“, so der be-
men, aber dann ihren Weg übers Studium zum ten die Musikanten die neueste Aufnahme der kannte Musikwissenschaftler Ludwig Kusche.
Berufsorchester gefunden haben. Hier kamen „Hinterberger Weisenbläser“: „Scheene Weisen Diese wunderbare Aussage trifft mitten ins
auch die Verbindungen und Freundschaften & a frische Musi“, so der Titel der Doppel-CD Herz und führt uns zum Kern der Entstehung
zustande. mit 30 Weisen in verschiedenen Besetzungen. aller Weisen (Jodlerweisen), ob getragen, be-
Manfred Hechenblaickner (Flügelhorn bei Die aufgenommenen Weisen wurden über Jahr- sinnlich oder bewegt.
den Weisenbläsern) ist Kapellmeister aus Reith zehnte gesammelt und auch mit früheren, schon Weisen, denen kein Text zugrunde liegt, sind
im Alpbachtal, Stefan Rinshofer (Flügelhorn) vorhandenen Aufnahmen zusammengefasst. absolut frei und unabhängig von musiktheo-
entstammt der Musikkapelle Gmund am Te- Zwischendurch werden diese wunderbaren ru- retischen Zwängen und können so Gefühlen
gernsee, der jüngste, Thomas Oberleitner higen Melodien und Jodler immer wieder von freien Lauf lassen.
(Tuba), kommt ebenfalls aus der Musikkapel- flotten Stücken der „Hinterberger Soatnmusi“ Eine Weise erreicht mühelos die Herzen der
le Reith im Alpbachtal und Hans Obermeyer umrahmt. Zuhörer, weil sie von Herzen kommt. Eine
(Basstrompete, Tenorhorn) begann seinen mu- Weise zum richtigen Zeitpunkt am richtigen
sikalischen Werdegang ebenfalls bei der dörfli- Man kann die „4 Hinterberger Weisenbläser“ Ort kann beten, heilen, beruhigen und die
chen Blasmusik in Hinterberg (Gemeinde Nuß- auch live hören: z. B. beim Rattenberger Advent Seele streicheln. Sie kann aber auch beglüc-
dorf). Seit 34 Jahren ist er Mitglied und Leiter am 29. 11., 6. 12. und am 13. 12. 2014, jeweils ken und Sehnsüchte wecken.
der „4 Hinterberger Musikanten“ und der Wei- von 17:00 bis 18:00 Uhr. n

Dezember | BiT 41
bezirksmeldungen | Innsbruck-Stadt

ne (La Califfa), komponiert für Blasorchester


Hörgenuss für guten Zweck und Horn, Flöte und Oboe und vorgetragen
von den SolistInnen Johann Egger, Martina
Kaiser und Helmut Menghin, zählten zu den
Highlights des Konzerts. Passend zum Anlass
durfte ein Auszug aus der Filmmusik „Out of
Africa“ natürlich nicht fehlen. Als obligate Zu-
gabe wählte der Klangkörper den Titel „I will
follow him“ aus dem bekannten Film „Sister
Act“, welcher die Zuhörer spürbar ins Krib-
beln versetzte.
Der Gesamterlös des Konzerts fließt zu 100%
dem Verein „Lovemore – Tirol für Zimbabwe“
zu. Eine überaus engagierte Gruppe junger
Frauen aus dem mittleren Tiroler Oberland
zeigt sich seit 2011 fest entschlossen, be-
sonders hilfsbedürftige Waisenkinder in der
simbabwischen Stadt Mutare zu unterstützen.
Keine herkömmliche Unterstützung: Im Rah-
men Ihrer bescheidenen finanziellen Möglich-
keiten werden gezielt Projekte umgesetzt, die
den ärmlichen Waisenkindern sofort helfen.
Martina Kaiser mit dem Flötensolo „Berceuse“ von Philip Sparke. Foto: BB-Musik Die jungen Frauen aus Tirol starten jedes Jahr
direkt und auf eigene Kosten nach Mutare,
Innsbruck – Die Bundesbahn Musikkapelle Rängen ein äußerst ansprechendes Programm um persönliche Hilfe vor Ort zu leisten. „So
Innsbruck stellt ihr musikalisches Wirken im- präsentiert. Die verbindenden Worte sprach können wir direkt anpacken und stellen zu-
mer wieder in den Dienst sozialer Zwecke. So die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine gleich sicher, dass die Spenden zu 100 Pro-
auch am 30. Oktober zugunsten des Vereins Oppitz-Plörer in gewohnt herzlicher Manier. zent dort landen, wo sie hingehören“, so die
„Lovemore – Tirol für Zimbabwe“. Unter der Das Konzertprogramm konnte sich mehr als Obfrau Kathrin Ruef.
Leitung von Kpm. Michael Hölbling wurde in hören lassen. Drei Solostücke der bekannten Weitere Infos unter www.bahnmusik.at oder
der Pfarrkirche Maria am Gestade, im Inns- Komponisten Franz Strauss (Nocturno op. 7), www.lovemore.at  n

brucker Stadtteil Sieglanger, vor gut gefüllten Philip Sparke (Berceuse) und Ennio Moricco- Alexander Rieder

Die k.u.k. Postmusik Tirol beim internationalen Postmusiktreffen in Graz


Graz – Sieben Postmusiken, zwei Postchö-
re und eine Gastkapelle, die Postmusik aus
Marburg, waren beim Postmusiktreffen in der
Grünen Mark in Graz im Einsatz. Alle drei
Jahre findet diese Veranstaltung in einem
anderen Bundesland statt und wird von der
Österreichischen Post AG großartig unter-
stützt. Der Auftakt dieser Veranstaltung fand
unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im
Landhaushof in Graz statt, wo der steirische
Landtagspräsident Franz Majcen und der Bür-
germeister der Stadt Graz, Siegfried Nagl, das
Postmusiktreffen eröffneten. Die Konzertvor-
träge aller Kapellen wurden dann bei strah-
lendem Sonnenschein am Schlossberg in den
Gemäuern der Kasematten durchgeführt.
In seinen Grußworten lobte der Generaldirek- Die k.u.k. Postmusik Tirol vor dem Schlossberg in Graz. Foto: k.u.k. Postmusik Tirol
tor der Österreichischen Post AG, DI Dr. Georg
Pölzl, die Österreichischen Postmusikkapellen verbinden. Er hob besonders die gewissen- den über 400 Mitgliedern der Postmusikver-
als Botschafter eines hohen Kulturguts, da sie hafte Arbeit der Obfrauen und -männer sowie eine für ihren Einsatz. n

Tradition und Moderne in klangvoller Weise Kapellmeister heraus und bedankte sich bei Bernd Raitmair

42 BiT | Dezember
Innsbruck-Stadt | bezirksmeldungen

schen Ereignisse vor 100 Jahren zu geden-


Original Tiroler Kaiserjägermusik in Krakau ken.
Gedenken „100 Jahre 1. Weltkrieg" mit den „musikalischen Botschaftern des Friedens" Die von Militärkapellmeister Oberstleutnant
Hannes Apfolterer für diese Veranstaltung kom-
ponierten Werke „Die Kraft der Ruhe", „Trauer,
Trost, Hoffnung" und „Never again" erlebten in
Krakau ihre Uraufführung. Sie wurden von der
Original Tiroler Kaiserjägermusik unter seiner
Leitung mit höchster musikalischer Präzision
vorgetragen und ließen in Verbindung mit den
Ansprachen der Politiker und Lesungen der
Schüler eine berührende Atmosphäre entstehen.
Nach der Europahymne erging im Sinne von
„Europa mitgestalten" die Aufforderung an alle
Anwesenden, in einem gemeinsamen Akt die
Sterne der Europafahne mit gelben Nelken,
dem Symbol der Freundschaft, zu bestücken.
Die Original Tiroler Kaiserjägermusik, die
sich auch als Botschafter des Friedens sieht,
erntete mit dem anschließenden Friedenskon-
Foto: Wieser
zert riesigen Applaus auf dem historischen
Krakau – In dem einst zur Donaumonarchie reisten mit den Vertretern der Traditionsver- Hauptmarktplatz von Krakau. „Never again“
gehörenden Galizien fand am 18. Oktober bände und den Nachfahren der Tiroler Kai- war sozusagen das Motto und die Melodie der
2014 ein von der Europaregion Tirol-Südtirol- serjäger an, um mit den Landeshauptleuten Veranstaltung. Gratulation dem Komponisten
Trentino bestens organisierter Gedenktag aus Günther Platter, Arno Kompatscher und Ugo und Dirigenten Hannes Apfolterer und dem
Anlass des vor 100 Jahren begonnenen er- Rossi sowie politischen und diplomatischen gesamten Orchester mit den Solisten Gerhard
sten Weltkriegs statt. 400 Schülerinnen und Vertretern Polens und der Europaregion auf Widmann und Thomas Bliem. n

Schüler aus Tirol, Südtirol und dem Trentino dem Hauptmarktplatz von Krakau der tragi- Manfred Hassl

EINLADUNG zum
PROBESPIEL
bei der Original Tiroler Kaiserjägermusik
ALLE INTERESSIERTEN sind herzlich eingeladen:
am: Samstag, 31. Jänner 2015
zwischen: 15.00 und 20.00 Uhr
wohin: in das MUSIKZENTRUM der Original Tiroler Kaiserjägermusik
Adresse: Santifaller-Straße 5, 6020 Innsbruck
E-Mails an: hannes.apfolterer@tirol-kaiserjaegermusik.at
josef.kantner@tirol-kaiserjaegermusik.at
Wir würden uns freuen, Sie als kompetentes und zuverlässiges Mitglied unseres Orchesters
gewinnen zu können, machen jedoch darauf aufmerksam, dass als Voraussetzung für eine definitive
Mitgliedschaft nach dem positiv bewerteten Probespiel noch ein Probejahr zu absolvieren ist.

Die Orchester-Probe unter der Leitung von Militärkapellmeister Obstlt Hannes Apfolterer findet grundsätzlich jeden Montag um 19.30 Uhr in
unserem MUSIKZENTRUM statt, allerdings nicht mehr nach dem 8. Dezember. Dann ist Pause bis ungefähr Ende Februar/Mitte März des nächsten
Jahres mit einer Ausnahme: am 2. Sonntag im Jänner findet alle Jahre die statutenmäßige Generalversammlung statt. Im Sommer gibt es auch immer
wieder kleinere Pausen und Proben nur im Bedarfsfall. Reisen ins Ausland ein- oder zweimal pro Jahr sollten für Sie kein Problem sein.

Informationen über das Orchester der ORIGINAL TIROLER KAISERJÄGERMUSIK


finden Sie auf unserer Homepage www.tirol-kaiserjaegermusik.at oder auf jener unseres Kapellmeisters www.hannes-apfolterer.at

MilKpm Obstlt Hannes APFOLTERER KR Dr. Josef KANTNER


KapellmeisterObmann

Bezahlte Anzeige

Dezember | BiT 43
bezirksmeldungen | Innsbruck-Land

64. Bezirksmusikfest Innsbruck-Land


Aldrans – Dankbar blickt die Musikkapelle statt, dort wurden Musikanten von Landes- erhielt ebenfalls die Verdienstmedaille in
Aldrans zurück auf die beiden Wochen rund verbands­o bmann Siegfried Knapp für Ver- Gold des ÖBV.
um das 64. Bezirksmusikfest vom 11. bis 13. dienste um die Tiroler Blasmusik geehrt: Be- Franz Niederkofler, langjähriger Jugendreferent
Juli 2014. Ist bei den Aufbauarbeiten noch so zirkskapellmeister-Stv. Martin Wibmer erhielt in Aldrans und Bezirksobmann des Musikbe-
mancher fast im Schlamm steckengeblieben, für langjährige Kapellmeistertätigkeit in Lans zirkes Innsbruck Land, erhielt das silberne
so konnten doch alle im Freien vorgesehenen und Sistrans die Verdienstmedaille in Silber Verdienstzeichen des TLV.
Feierlichkeiten bei tadellosem Festwetter über des ÖBV. Manfred Knoflach, seit 2007 Bei- Die zweite Gastkapelle Dornbirn-Rohrbach
die Bühne gehen. Schon am Freitag – traditio- rat im Musikbezirk und seit 2001 Obmann und die 15 Kapellen des Bezirkes sorgten im
nell der Tag der Jugend – zeigten an die 150 der MK Patsch, erhielt die Verdienstmedaille Anschluss mit ihren Kurzkonzerten und dem
Jungmusikanten aus allen 15 Mitgliedskapel- in Gold des ÖBV. Kapellmeister Erwin Feiss, Festumzug für die Krönung dieses wunderba-
len, aufgeteilt in drei Orchester unterschiedli- seit 2005 Bezirkskapellmeister und 15 Jahre ren Festes der Blasmusik.  n

cher Leistungsstufen, ihr Können. In diesem Kapellmeister in Ampass, Rum und Kreith, Andrea Ortner, Schriftführerin MK Aldrans
Rahmen wurden auch von der Bezirksführung
die Jungmusikerleistungsabzeichen überge-
ben.
Am Samstag marschierte die Gastkapelle
Obertilliach ins Zelt ein, wo sie das bereits
zahlreich erschienene Publikum mit ihrem
Konzert verzauberte. Nachdem die Xiberg-
Böhmische mit ihrem Auftritt die Stimmung
endgültig zum Kochen brachte, hieß es „Büh-
ne frei – Volume II“ – kleine Partien aus den
Mitgliedskapellen stellen sich vor. Und sie
stellten sich nicht nur vor, sondern rissen das
Publikum mit ihren vor Können und Ideen-
reichtum sprühenden Beiträgen zu wahren
Begeisterungsstürmen hin.
Blick vom Zelt hinunter auf den Festplatz: BO Niederkofler, LR Tratter, Manfred Knoflach, Martin Wibmer, Erwin Feiss,
Dort fand am Sonntag die heilige Messe LV-Obm. Siegfried Knapp Foto: MK Aldrans

Fortbildung im Musikbezirk Innsbruck-Land


Aldrans – Am 9. September 2014 fand in wahr und konnten hilfreiche Informationen wurde. Die Themen hierbei wurden des öfte-
Aldrans die Fortbildung des Musikbezirkes mit nach Hause nehmen. Der Dank gilt BKM ren angeregt und beinhalteten unter anderem
Innsbruck-Land mit dem Themenschwerpunkt Roland Krieglsteiner für die Organisation. Vereinsrecht, Jugendschutzgesetz, Vereinsbe-
„Probenpädagogik theoretisch und praktisch“ Am 18. Oktober 2014 wurde dann der zwei- steuerungen, Vereinsfeste & Steuern und Kas-
statt. Als Referent konnte der allseits bekannte te Teil der Fortbildung für Obmänner, Kassiere saprüfungen. Der Vortrag wurde von MMag Dr.
Michael Stecher gewonnen werden. Zahlrei- und Kassaprüfer fortgesetzt, welcher perfekt Klaus HILBER und Insp. Helmut BRUGGER
che Kapellmeister nahmen dieses Angebot von Bezirkskassier Thomas Gruber organisiert gehalten. In den zwei Stunden wurden wissens-
werte Informationen transportiert und Fragen
geklärt. Besonders hervorzuheben ist, welche
Pflichten und Rechte ein zeichnungsbefugtes
Organ im Verein hat, wobei sich die meisten
der Anwesenden dessen nicht bewusst waren.
Wir hoffen, mit dieser Fortbildung wesentlich
zur Aufklärung beigetragen, und nicht Funktio-
näre abgeschreckt zu haben, weiter aktiv in den
Kapellen zu werken. Im Hinblick der Menge an
Gesetzen und Vorschriften können wir in Tirol
in unseren Vereinen mit Umsicht derzeit noch
ziemlich unbeschadet der Freiwilligkeit des Am-
tes nachgehen.  n

Foto: Thomas Gruber Franz Niederkofler

44 BiT | Dezember
Innsbruck-Land, Zillertal | bezirksmeldungen

Kleine Musiktalente
einmal ganz groß
Fügen – Endlich, nach zweimonatiger Pro-
benarbeit, war es soweit: Das Konzert der
Kids Connection am 4. September 2014 am
Goglhof stand vor der Tür. Nachdem die Kin-
der jeden Montag für diesen Abend geprobt
hatten und marschiert sind, durften sich El-
tern, Großeltern, Freunde und Musikanten aus
Foto: Christina Schreter
Nah und Fern dieses Konzert nicht entgehen
lassen.
Zuerst wurde einmarschiert, um den Gästen zu Wickie wurde auch der Rockhit „We will rock Steirischen Harmonika umrahmt. Das Konzert
zeigen, was die Kinder bei den Marschierpro- you“ mit einer Gesangseinlage von Julia Drago- war ein voller Erfolg: Die Zuschauer waren be-
ben gelernt haben. Das Abfallen und Aufmar- sits und Sophia Baumann dargeboten. geistert und die Kinder hatten eine Riesenfreu-
schieren sowie die Große Wende war für die In diesem Rahmen wurden auch Jungmusi- de beim Musizieren.
Jungmusikanten ein Kinderspiel. Das Konzert kerleistungsabzeichen übergeben. Das Junior- Die Kids Connection – das Jugendorchester
begann mit dem „Kids Connection Marsch“, Leistungsabzeichen wurde an Lukas Höllwarth der Bundesmusikkapelle Fügen – besteht aus
geschrieben und arrangiert von unserem Ka- (Horn), Georg Steinlechner (Horn) und Mario ca. 35 jungen Musiktalenten, die aus den
pellmeister Michael Geisler. Die Gäste im Saal Schweiberer (Flügelhorn) verliehen, das Jung- Gemeinden Fügen, Fügenberg und Uderns
im Goglhof wurden dann noch von musikali- musikerleistungsabzeichen in Bronze wurde kommen. Neben den Probenarbeiten mit Ka-
schen Einlagen von unserem Flügelhorn-Duo an Larissa Häusler überreicht. Anschließend pellmeister Michael Geisler und Musikanten
Franzl und Rudi Plattner und von den Quer- wurden die Kinder vom Gasthaus Goglhof zum von der BMK Fügen wird zusätzlich auch das
flöten Mädls Simone Mühlegger und Sophia Essen eingeladen. Der Abend wurde von un- Marschieren geübt und danach ist immer noch
Baumann unterhalten. Neben afrikanischen serem Multitalent Johannes Plattner, der bei Zeit für Spiel und Spaß.  n

Klängen und dem bekannten Lied aus der Serie der Musikkapelle die Trompete spielt, mit der Christina Schreter

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Dezember | BiT 45
bezirksmeldungen | Unterinntaler Musikbund, Telfs

„Im Schritt, Marsch!“


Kufstein – Heuer fand die zweite Musi- Kommando, Gleichschritt und Marschieren in
zierwoche für NachwuchsmusikantInnen des klingendem Spiel geübt und einstudiert wur-
Unterinntaler Musikbundes Kufstein statt. 32 den. Der Stadtpark war hierfür die passende
Kinder aus fast allen Mitgliedskapellen trafen Lokalität.
sich in der letzten Ferienwoche täglich von Beim Abschlusskonzert Samstag Vormittag
9.00 bis 16.30 Uhr in Räumlichkeiten der konnten die TeilnehmerInnen ihr in kurzer
Landesmusikschule Kufstein, um gemeinsam Zeit gelerntes Programm im voll besetzten
im Ensemble und Blasorchester zu musizie- Saal der LMS Kufstein zum Besten geben
ren und wurden von sechs ReferentInnen in und wurden mit anhaltendem Applaus be-
den Fächern Querflöte, Klarinette, Saxophon, lohnt. Bezirksjugendreferentin Gloria Marrone
Waldhorn, Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn freut sich über das gelungene Projekt und ist
und Schlagwerk betreut. Besonderen An- überzeugt, dass es auch nächstes Jahr wie-
klang bei den JungmusikerInnen fanden die der eine Musizierwoche in dieser Form geben
Marschier-Einheiten, in denen Instrumenten- wird. n

griffe, Losmarschieren und Stehenbleiben auf Andrea Scheiflinger  Foto: UMBK

Konzert des Bezirksjugendblasorchesters Telfs

Foto: Foto: MB Telfs

Oberhofen – Am 29. August fand im aus den besten jungen Blasmusikerinnen und bei vielen Blasmusik-Workshops ist.
Mehrzwecksaal Oberhofen ein hervorragen- Blasmusikern (unter 30 Jahre) aller Bezirks- In fünf sehr intensiven Proben hat es Köhle
des Konzert des Bezirksjugendblasorchesters kapellen zusammengesetzt. ausgezeichnet verstanden, den jungen und
Telfs statt, das vom Publikum mit lang anhal- Vorrangiges Ziel dieses Projektes war es, ei- begeisterungsfähigen Musikern die Welt der
tendem Applaus bedacht wurde. nerseits das gegenseitige Kennenlernen und internationalen sinfonischen Blasmusik näher
In den 13 Musikkapellen des Bezirksver- somit die Kameradschaft im Bezirksverband zu bringen. Er erarbeitete sechs Werke: „Sa-
bandes Telfs spielen 620 Musikantinnen zu fördern und andererseits den jungen Ta- bic Symphonic March“ von Bert Appermont,
und Musikanten, mehr als die Hälfte davon lenten internationale sinfonische Konzertlite- die Ouvertüre zu „Candide“ von Leonard
sind jünger als 30 Jahre. Bereits zum vierten ratur näher zu bringen, die in ihrer Heimat- Bernstein, das „Concertino for 4 Percussion
Mal wurde nun unter der organisatorischen musikkapelle nicht gespielt wird. and Windband“ von David R. Gillingham, die
Leitung von Bezirksjugendreferent Flori- Das Orchester stand unter der Leitung des „Symphonic Suite“ von Clifton Williams, „A
an Trenkwalder, von Bezirksobmann Bruno allseits bekannten Dirigenten Stefan Köhle, light in the Wilderness“ von James Barnes
Haselwanter und Bezirkskapellmeister Alois der Kapellmeister der Musikkapelle Ober­ und die „Suite from Hymn of the Highlands“
Kranebitter ein Bezirksjugendblasorchester hofen, Musikpädagoge an der Landesmusik- von Philip Sparke.
in der Oberstufe zusammengestellt. Dies war schule Landeck, Dirigent der Bläserphilhar- Nicht enden wollender Applaus wurde vom
nur möglich, da die einzelnen Registerfüh- monie Landeck und des Jugendorchesters Orchester mit der für die Klarinetten sehr
rer tatkräftig mitgeholfen und teilweise auch Landeck Wind (3-facher Bundessieger beim fordernden Zugabe „Molly on the Shore" von
Registerproben abgehalten haben. Das aus öst. Jugendblasorchesterwettbewerb) sowie Percy Grainger belohnt. n

50 Mitgliedern bestehende Orchester hat sich ein sehr gefragter Gastdirigent und Referent Bruno Haselwanter

46 BiT | Dezember
Silz | bezirksmeldungen

Generalversammlung des Musikbezirkes Silz


Längenfeld – Am 19. Oktober 2014 hielt
der Musikbezirk Silz seine jährliche General-
versammlung ab, diesmal im Gemeindesaal
in Längenfeld.
Ein erfolgreiches Musikjahr liegt hinter den 13
Kapellen des Musikbezirks Silz und die Bilanz
kann sich sehen lassen: Qualitätvolle Früh-
jahrskonzerte zeigten das hohe musikalische
Niveau der Mitgliedskapellen, fast 100 Jung-
musiker- und Musikerleistungsabzeichen zeu-
gen von der soliden und erfolgreichen Nach-
wuchsarbeit, die die Landesmusikschulen
zusammen mit den Musikkapellen machen.
Der Höhepunkt des Musikjahrs war aber
die Marschmusikbewertung im Rahmen des
Bezirksmusikfestes in Oetz. Stolz berichtete
Bezirksstabführer Thomas Passler, dass 12
der 13 Kapellen des Bezirkes daran teilge-
nommen und durchwegs hervorragende Lei- Bezirkskapellmeister Alexander Grüner und der neue-alte Bezirksobmann Wolfgang Schöpf
stungen gezeigt haben. Den zahlreichen Be- aus Längenfeld starten mit Schaffenskraft in eine neue Funktionsperiode. Foto: MB Silz
suchern auf dem Sportplatz in Oetz bot sich
ein buntes Bild mit guter Marschmusik und Die turnusmäßigen Neuwahlen brachten ei- deutliches Zeichen seiner Wertschätzung un-
exakt einstudierten Bewegungsabläufen in nen Wechsel an der Spitze des Musikbezirks. ter den Musikkollegen und Ansporn für seine
allen Schwierigkeitsstufen. Nach sechs erfolgreichen Jahren stellte Be- Arbeit.
In den Grußworten der Ehrengäste kam das zirksobmann Herbert Rangger sein Amt zur Ebenfalls über breite Zustimmung konnten
Lob über die wertvolle Arbeit der Bezirksver- Verfügung – und sein Nachfolger ist gleich- sich die übrigen Vorstandsmitglieder freuen,
antwortlichen und der Kapellen zum Aus- zeitig sein Vorgänger! allen voran Bezirkskapellmeister Alexander
druck, der Geschäftsführer des Blasmusik- Wolfgang Schöpf aus Längenfeld leitete den Grüner, MK Huben, der mit Engagement in
Landesverbandes, Roland Mair, unterstrich Musikbezirk Silz als Obmann bereits von seine dritte Funktionsperiode startet. n

das vorbildliche Miteinander. 1996 bis 2008, die einstimmige Wahl ist ein Walter Christl

Ein Dach für die Musik


Sölden – Da in der Vergangenheit wetterbe- dachung angedacht. Heuer war es soweit, Ausführung hat die Fa. Riml & Thaler GmbH
dingt in Sölden Platzkonzerte nicht abgehal- die Gemeinde Sölden und Ötztal Tourismus aus Sölden übernommen.
ten werden konnten oder abgebrochen wer- haben sich entschlossen, den Platz vor dem Das diesjährige Sommerwetter war auch
den mussten, wurde schon länger eine Über- Musikpavillon zu überdachen. Planung und gleich der Elchtest für die Dachkonstruktion
– alle Platzkonzerte wurden abgehalten und
die MK Sölden konnte trotz eines verregneten
Augusts ca. 3.000 Konzertbesucher auf dem
Platz vor dem Pavillon begrüßen.
Neben dem Pavillon wurde eine zweckmäßige
Infrastruktur für Ausschank und Verpflegung
errichtet. Der Platz neben dem Pavillon im
sogenannten „Waldele“ wurde neu gestaltet.
Blumenschmuck und eine neue Beleuchtung
haben ein kleines Schmuckstück entstehen
lassen.
Die MK Sölden bedankt sich für die großzü-
gige Lösung, die zu jeder Jahreszeit eine Ver-
wendung des Platzes für jede erdenkliche Art
von Veranstaltungen zulässt.  n

Herbert Rangger

Dezember | BiT 47
bezirksmeldungen | Landeck-Perjen

Auf Sumatra jodeln nicht nur die Tiroler

Das Open-Air-Konzert in Tuk-Tuk vor 7000 Zuhörern war der absolute Höhepunkt der 10-tägigen Sumatrareise des „Austrian Tobatak
Orchestra“ unter Kapellmeister Hermann Delago. Fotos: Thomas Böhm

Imst/Landeck-Perjen – Die Sumatra- Mehr als ein Jahr intensiver logistischer und gegen, für das eine riesige Freiluftarena seit
Tour des „Austrian Tobatak Orchestra“ im musikalischer Vorbereitungen gingen der Wochen gerüstet wurde. Geschätzte 7000
heurigen August war eine Sensation für die 10-tägigen Konzertreise der Tiroler nach Fern- Besucher waren dann aus der Umgebung
Gastgeber und eine einmalige Erfahrung für ost voraus: Als Tourleiter konnte Rudi Pascher, und allen Landesteilen Indonesiens teils 10
die 70 Blasmusikantinnen und -musikanten der stellvertretende Landeskapellmeister, ge- Stunden angereist, als der heftige Tropenregen
aus Imst und Landeck-Perjen. Bei zwei Kon- wonnen werden. Mitte August brachen dann gerade rechtzeitig innehielt und die Bühne für
zerten wurden sie von mehr als 8500 Fans 80 Tiroler zur 30-stündigen Reise über Mün- das große Konzert des Austrian Tobatak Or-
bejubelt. chen, Katar und Malaysia nach Indonesien chestra freigab. Eine riesige Welle freudiger
Die Indonesier waren völlig aus dem Häus- auf. Ältester Teilnehmer war mit 79 Jahren Energie wogte den Tiroler Musikanten aus
chen: Ein Orchester kommt aus Europa zu der Perjener Edi Hammerle, mit dabei auch dem Publikum entgegen. Vom tanzenden klei-
ihnen und spielt auf Sumatra die Musik des ein Tourarzt, drei Tontechniker sowie zwei nen Mädchen bis zum zahnlosen alten Her-
hiesigen Batak-Stammes. Kapellmeister Her- Multimedia-Chronisten. Erste Etappe war Me- ren sangen die Einheimischen jede Zeile ihrer
mann Delago, der seit Jahren musikalisch und dan, die Hauptstadt Sumatras und drittgrößte Batak-Musik euphorisch mit, die Stimmung
auch privat in Indonesien verwurzelt ist, hat Stadt Indonesiens, wo das erste Konzert statt- war unbeschreiblich. Begeistert war auch der
für das Projekt „Austrian Tobatak Orchestra“ fand. Unter den absolut begeisterten 1500 Bupati, der Landeshauptmann der autonomen
die Stadtmusikkapellen Imst und Landeck- Zuhörern lauschte in der ersten Reihe auch Region Samosir, der die Tiroler Blasmusikan-
Perjen fusioniert. der Gouverneur von Sumatra den Klängen ten umgehend zu einem Empfang in die Lan-
Der Mitte des 19. Jahrhunderts christiani- der Blasmusikanten gemeinsam mit indone- deshauptstadt einlud und dort ehrte.
sierte Batak Stamm hat eine eigene Sprache sischen Stars. Fazit: Mit vielfältigen und einmaligen Erfah-
und pflegt ebenso stolz seine melodische Fünf Stunden mit dem Bus und eine Stunde rungen in einem fernen Land sowie großer
Volksmusik. Zu deren Klängen gehört auch mit dem Schiff von Medan entfernt liegt die Gastfreundschaft wurden die Tiroler für ihren
das Jodeln – ein Kulturerbe, das sie mit den Insel Samosir inmitten des Toba-Sees. „Ho- großen musikalischen Einsatz belohnt, den sie
Tirolern teilen. Dass Batak-Musik von Tiroler ras!“ wird gegrüßt. Und die Tiroler grüßten mit als Gastgeschenk brachten und der in Suma-
Blasmusikanten gespielt wird, ist eine neue einem kräftigen „Horas!“ zurück. Die Einhei- tra dankbar angenommen wurde.  n

Dimension. mischen fieberten auch hier dem Konzert ent- Thomas Böhm

48 BiT | Dezember
Reutte | bezirksmeldungen

Zusammenarbeit über die Landesgrenzen


Außerfern – Zusammenarbeit über Bun-
des- und Landesgrenzen sind in der heuti-
gen Zeit wichtiger denn je. So auch auf dem
Blasmusiksektor zwischen Euregio und dem
Außerferner Musikbund. Der Erfahrungsaus-
tausch und das gemeinsame Nützen von Syn-
ergien ist bei den Verantwortlichen des Außer­
ferner Musikbundes und bei Euregio kein
leeres Versprechen, sondern gelebtes Ziel.
Der wertschätzende Umgang und die Unter-
stützung auf beiden Seiten tragen gute Früch-
te. So trafen sich Euregio-Präsident Landrat
Anton Klotz, Euregio-Projektleiter Simon
Gehring, Euregio-Blasorchesterdirigent Prof.
Johann Mösenbichler und Bezirksobmann
Horst Pürstl zu einem kulturellen Erfahrungs- Euregio-Präsident Landrat Anton Klotz, Euregio-Projektleiter Simon Gehring, Euregio-Blas-
und Meinungsaustausch. In diesem Gespräch orchesterdirigent Prof. Johann Mösenbichler und Bezirksobmann Horst Pürstl. Foto: Euregio
wurden mehrere Großprojekte erörtert. Eben-
so wurde der Ausbau der gemeinsamen nach- gutem Niveau zusammenarbeitet. Euregio und der Außerferner Musikbund si-
haltigen Zusammenarbeit vereinbart. Betont Bereits in den letzten Jahren wurde in meh- cher wieder gemeinsame Projekte der Bevöl-
wurde von beiden Seiten, dass man seit län- reren Projekten diese Zusammenarbeit doku- kerung vorstellen und präsentieren. n

gerer Zeit mit einem starken Partner auf sehr mentiert und auch für die Zukunft werden Horst Pürstl

Dezember | BiT 49
bezirksmeldungen | Reutte

Zukunftsaktie AMB
Reutte – Die Funktionäre des Außerferner
Musikbund sind nicht nur in ihren Kapellen
sehr engagiert und aktiv. Auch qualifizierte
Fort- und Weiterbildung gehören zu ihrem All-
tag. Die „Zukunftsaktie AMB“ besteht seit dem
Jahre 2006 und ladet seit dieser Zeit immer
wieder hervorragende Referenten ins Außerfern
ein. Bei dieser Veranstaltungsreihe können sich
interessierte Funktionäre von hochqualifizierten
Referenten „Hilfestellung“ in ihren Aufgaben
geben lassen. In den letzten drei Modulen stan-
den die Thematik „Moderation und Rhetorik“,
„Stegreifreden“ und Konflikt- und Krisenma- Die Teilnehmer des Kurses Krisen- und Konfliktmanagement mit Bezirksobmann Horst
nagement“ im Vordergrund. Pürstl. Foto: AMB
Der Außerferner Musikbund fand mit dem
WIFI Innsbruck, Standort Reutte, einen sehr mit dem WIFI Innsbruck ist es dem AMB Fernpass für viele von uns einfach zu viel an
guten kooperativen Partner. Von den 16 Teil- gelungen, eine sehr ansprechende und qua- Zeitaufwendung bedeutet. Daher finden wir
nehmern konnten Termine und Themen im litativ hochwertige Veranstaltungsreihe auf gerade diese Seminare vor Ort als sehr ge-
Vorfeld ausgewählt werden. Dadurch wurde die Beine zu stellen, welche nach modernen winnbringend für unseren Musikbezirk und
gewährleistet, dass das Schulungsangebot Gesichtspunkten auf die Bedürfnisse und Auf- den Tiroler Blasmusikverband.
auch auf jeden der Teilnehmer „maßgeschnei- gaben der Funktionäre/Innen ausgerichtet ist. Eine Fortsetzung der Seminare für 2015 ist
dert“ wurde. Der zentrale Schulungsort Reutte spielt eine bereits in Planung. Unsere Kapellen können
Natürlich standen und stehen auch die Be- enorme Rolle. In den Jahren des Bestehens somit auf gut ausgebildete Funktionäre bauen
mühungen, zertifizierte Kurse und Seminare unserer Zukunftsaktie AMB haben wir aber und wissen sich in sehr guten Händen. n

anzubieten, im Vordergrund. Gemeinsam auch deutlich erkannt, dass der Weg über den Horst Pürstl

FRISCH GEZAPFT
SCHMECKT‘S HALT
AM BESTEN!

Hast ein Kaiser - bist ein Kaiser

50 BiT | Dezember
Lienzer Talboden | bezirksmeldungen

Süd- /Osttiroler Blasorchester 40+


Südtirol/Osttirol – Seit 1981 pflegt der tal (Abtei) und dem Osttiroler Martin Gratz
Bezirk Bruneck des Verbandes Südtiroler Mu- (Kals) konnten zwei namhafte musikalische
sikkapellen (VSM) eine enge Freundschaft mit Leiter für dieses einzigartige Orchesterprojekt
den drei Osttiroler Musikbezirken. Aus dieser gewonnen werden. In sechs ganztägigen Pro-
Verbindung ist nun ein einzigartiges Projekt ben wird ein anspruchsvolles Programm für
geboren: das Süd- / Osttiroler Blasorchester die Konzerte am 26. Dezember 2014 um 18
40+. Uhr im Grand Hotel Toblach und am 3. Jänner
In den drei Osttiroler Musikbezirken Pustertal- 2015 um 20 Uhr im Tauerncenter in Matrei
Oberland, Iseltal und Lienzer Talboden sind in Osttirol erarbeitet. Zur Aufführung gelangen
insgesamt 34 Musikkapellen organisiert. Der unter anderem Werke wie Pique Dame (F. v. Jahren mit Barbara Stöckl unter dem Motto
Bezirk Bezirk Bruneck verzeichnet derzeit die Suppé), Tritsch-Tratsch-Polka (J. Strauss), „Gipfel-Sieg“ eine Fernseh-Talk-Show mit pro-
stattliche Anzahl von 54 Musikkapellen. Beim Themen aus Les Misérables, Granada (A. La- minenten und körperbehinderten Menschen
letztjährigen Freundschaftstreffen von Funktio- ra) und weitere Leckerbissen der Blasmusik. initiiert.
nären aus allen vier Musikbezirken im Biath- Außerdem wird das Süd- /Osttiroler Blasor- Die Idee des menschen- und völkerverbinden-
lonzentrum in Obertilliach entstand die Idee chester 40+ u. a. den Konzertmarsch „Gipfel- den Charakters dieses Projektes spiegelt sich
zu diesem bezirks- und länderübergreifenden Sieg“ von Sepp Leitinger uraufführen. Dieser somit in mehreren Facetten wieder und ist si-
Blasorchester mit Musikanten/innen von der Marsch ist Marianne Hengl zum 50. Geburts- cher ein Meilenstein in der freundschaftlichen
Mühlbacher Klause bis zum Kärntner Tor und tag gewidmet. Als Obfrau des Vereins „Rol- Beziehung dieser vier Musikbezirke aus Ost-
zum Felbertauern im Alter ab 40 Jahren. Mit lOn Austria“ engagiert sie sich österreichweit und Südtirol. n

den Dirigenten Fridl Pescoller aus dem Gader- für Menschen im Rollstuhl und hat vor zwei Stefan Klocker

Blasmusik aus den Sonnendörfern


Thurn – Die Musikkapellen der drei Son- Doch nicht nur als Moderator war Martin
nendörfer Oberlienz, Thurn und Gaimberg Gratz bei diesem Projekt gefragt, er fungier-
präsentierten ihre erste gemeinsame CD te auch als Aufnahmeleiter im vergangenen
„Blasmusik aus den Sonnendörfern“ am 6. Herbst, als knapp 200 Musikantinnen und
September beim Gemeindezentrum in Thurn. Musikanten der drei Kapellen die 13 Stücke
Eröffnet wurde die Präsentation durch den im Probelokal der Musikkapelle Oberlienz
Einmarsch, darauf folgte ein Gesamtspiel aufnahmen. Von modernen Titeln über tra-
aller drei Musikkapellen vor dem Festzelt, ditionelle Klänge bis hin zu dem zehn Minu-
dann stellten die Musikkapellen in drei Kurz- ten langen historischen Stück „Ein Abend bei
konzerten die Highlights der CD dem Publi- Paul Lincke“ sind auf diesem Tonträger viele
kum vor. Durch das Programm führte Martin Richtungen der Blasmusik vertreten.  n
Foto: Monika Unterfeldner
Gratz. Monika Unterfeldner

Dezember | BiT 51
bezirksmeldungen | Lienzer Talboden

Neues Ehrenmitglied
der Musikkapelle
Gaimberg
Gaimberg – Im Rahmen des Pavillon-
konzertes am 17. Mai 2014 wurde Paul
Tschurtschenthaler die Ehrenmitgliedschaft
der Musikkapelle Gaimberg verliehen. Mit
Ende des Vereinsjahres 2013 war er aus
gesundheitlichen Gründen als aktives Ver-
einsmitglied ausgeschieden. Als Zeichen
der Anerkennung und Dankbarkeit für seine
langjährige Mitgliedschaft, Funktionärs- und
vor allem Stabführertätigkeit beschloss der
Vereinsvorstand einstimmig, Paul zum Eh-
renmitglied zu ernennen.
1960, im Jahr der Wiedergründung der MK
Gaimberg, war Paul im Alter von 16 Jahren
wohl einer der jüngeren Gründungsmitglie-
der. Seine musikalische Laufbahn begann v.l.: Bezirksobmann Stefan Klocker, Bgm.in Martina Klaunzer, Ehrenmitglied Paul
mit der Es-Klarinette, dann wechselte er auf Tschurtschenthaler, Obm. Franz Webhofer Foto: MK Gaimberg
die kleine Trommel. Die Höhen und Tiefen
der wiedergegründeten Musikkapelle erleb- Obmänner und Kapellmeister. tag und wünschen ihm noch viel Gesund-
te er im Laufe seiner 53-jährigen Mitglied- Die Mitglieder der MK Gaimberg gratulieren heit. n

schaft genauso mit wie sieben verschiedene Paul Tschurtschenthaler zum 70. Geburts- Eva Wibmer

52 BiT | Dezember
Pustertal | bezirksmeldungen

Bezirksmusikfest 2014 in Ausservillgraten


Ausservillgraten – Am 26. und 27. Juli
2014 war Ausservillgraten der Austragungs-
ort des diesjährigen Bezirksmusikfestes des
Musikbezirks Pustertal Oberland.
Am Samstag gab die Musikkapelle Ausser-
villgraten ein Konzert im Pavillon und im
Anschluss spielten die „Grabland Buam“
zum Tanz auf. Am Sonntag fanden sich in
der Früh die ersten fünf Kapellen zur Feld-
messe am Sportplatz ein. Im Anschluss
spielten die Kapellen ihre Einzelstücke.
Am Nachmittag war der große Aufmarsch
mit Festakt am Sportplatz. Ganz unfreiwil- Die Geehrten mit den Ehrengästen Bezirksobmann Adolf Mayr (links), Landtagsabgeord-
lig nahmen die gesamten Kapellen an der neter Martin Mayrl (ganz rechts), Bürgermeister Josef Mair (3.v.r) und Landesverband-
„Cold Water Challenge“ teil, ein heftiger sobmann Siegfried Knapp (6.v.r.). Foto: Christian Walder
Regenguss unterbrach nämlich den Festakt.
Nach einer kurzen Wartezeit wurde mit dem spielte „Echt Böhmisch“ zum Ausklang des BH-Stv. Dr. Karl Lamp, LA Martin Mayrl und
Programm fortgefahren und die Ehrungen tollen Festes. die Vertreter der Nachbarmusikbezirke be-
und Defillierung durchgeführt. Nach den Als Ehrengäste konnten Landesverbandsob- grüßt werden. n

fortführenden Einzelspielen am Nachmittag mann Siegfried Knapp, Dekan Josef Mair, Ernst Klammer

Berufstitel „Professor“
für Ehrenlandesobmann
Dr. Herbert Ebenbichler

B
undesministerin Gabriele Heinisch-Hosek überreichte am 12. No-
vember Dr. Herbert Ebenbichler eine hohe Auszeichnung der Repu-
blik Österreich. Dr. Ebenbichler wurde für seine Verdienste als Kul-
turvermittler und Musiker der Berufstitel „Professor“ verliehen. Gewürdigt
wurde damit seine jahrzehntelange Tätigkeit als Kapellmeister, Musiker, Ar-
rangeur und Komponist. Als Präsidiumsmitglied des Österreichischen Blas-
musikverbandes und als Landesverbandsobmann des Blasmusikverbandes
Tirol engagierte er sich für die musikalische Ausbildung und effiziente Or-
ganisation zur Förderung des Blasmusikwesens.
Der Blasmusikverband Tirol gratuliert herzlich zu dieser hohen Aus-
zeichnung. n

Dezember | BiT 53
In Memoriam
Fred Ehrenstrasser sen. ✝

U
nerwartet erreichte die Knappenmusikkapelle Bad 2006 wurde unser Fred zum Ehrenmitglied der Knappenmu-
Häring am 23.09.2014 die Nachricht vom Ableben sikkapelle Bad Häring ernannt. Sein Wirken war geprägt von
ihres Ehrenmitglieds und langjährigen 1. Posau- großer Verbundenheit mit der Musikkapelle und seiner sprich-
nisten Fred Ehrenstrasser sen. im Alter von nur 63 Jahren. wörtlichen Verlässlichkeit, die von einem tiefen Verständnis
Noch wenige Tage zuvor war Fred Ehrenstrasser sen. bei sei- von Kameradschaft getragen war.
ner letzten Musikprobe gewesen.
Dass sich die Knappenmusikkapelle gerade im Jahr ihres 200
Fred Ehrenstrasser war über 49 Jahre lang Mitglied der Knap- jährigen Bestehens von Fred Ehrenstrasser verabschieden
penmusikkapelle Bad Häring. Beginnen hat er, wie so viele musste, schmerzt. Denn auch beim Jubiläumsfest und dem 1.
in dieser Zeit, mit der Es-Trompete, wechselte dann zu den Tiroler Knappenmusiktreffen war Fred eine unverzichtbare
B-Trompeten, hat aber schon bald im Posaunenregister sei- Stütze.
ne musikalische Heimat gefunden. Bis zuletzt spielte er die
1. Posaune. Die Mitglieder der Knappenmusikkapelle Bad Häring werden
ihrem verstorbenen Musikkameraden stets ein ehrendes An-
Von 1993 bis 2002 hatte er die Funktion des Zeugwarts und denken bewahren und grüßen mit einem letzten „Glück auf!“
Archivars inne. 1990 wurde ihm die Verdientsmedaille des
Tiroler Blasmusikverbandes in Silber verliehen, 2005 die Ver-
dienstmedaille in Gold. Bei der Generalversammlung im Jahr Mag. Hannes Laner, Obmann

Die Top-Marken in Sachen Blasmusik


EXKLUSIV IN UNSEREN GESCHÄFTEN

Wa t t e n s - I n n s b r u c k - Ta r r e n z - H i p p a c h
Te l . 0 5 2 2 4 / 5 2 4 2 1 | w w w. h a m m e r s c h m i d t . i n f o

54 BiT | Dezember
service

TERMIN-AVISO
Sitzung des erweiterten Generalversammlung
Landesverbandsvorstandes des Blasmusikverbandes Tirol
31. Jänner 2015 8. März 2015
St. Anton am Arlberg
9.00 Uhr, Bildungsinstitut Grillhof in Vill Die Einladung ergeht an Delegierte und Ehrengäste.
Eingeladen sind alle Bezirksobleute,
Der Landesverband befürwortet den Wunsch der Bezirksobleu-
alle Bezirkskapellmeister, te, weiterhin die Generalversammlungen in den Musikbezirken
alle Beziksjugendreferent/inn/en abzuhalten. Für 2015 hat sich der Musikbezirk Landeck bereit
und alle Bezirksstabführer. erklärt, die Generalversammlung durchzuführen. Wir bitten aus
Solidarität recht zahlreich an der Generalversammlung in
St. Anton teilzunehmen.

LV-Termine 24. Mai 2015


im Überblick: Konzert des Euregio-Jugendorchesters in Trient

5. Juni 2015
15. Jänner 2015 Konzert der Brass Band Tirol und des
spätester Abschluss des Jahresberichtes im Landesjugendorchesters beim ÖBV-Kongress, SZentrum Schwaz
Mitgliederverwaltungsprogramm
6. Juni 2015
17. Jänner 2015 Konzert des Euregio-Jugendorchesters in Bozen
Bezirkskapellmeister-Konferenz, 9.30 Uhr Fritzner Hof in Fritzens
10. Juni 2015
30. Jänner 2015 JMLA- und MLA-Gold-Prüfungen Schlagwerk,
letzter Tag der Eingabe der AKM-Meldung für das Jahr 2014 Ort wird noch bekannt gegeben
(angelegte Veranstaltungen abschließen!)
12. Juni 2015
31. Jänner 2015 JMLA- und MLA-Gold-Prüfungen Holzbläser,
Sitzung des erweiterten LV-Vorstandes Ort wird noch bekannt gegeben
9 Uhr, Grillhof, Vill
13. Juni 2015
31. Jänner 2015 JMLA- und MLA-Gold-Prüfungen Blechbläser,
JMLA- und MLA-Gold-Prüfungen für alle Instrumente, Ort wird noch bekannt gegeben
MS Innsbruck
19. Juni 2015
8. März 2015 JMLA- und MLA-Gold-Prüfungen Blechbläser,
Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol Ort wird noch bekannt gegeben
in St. Anton am Arlberg
20. Juni 2015
31. März 2015 JMLA- und MLA-Gold-Prüfungen Holzbläser,
spätester Termin für Subventionsansuchen Ort wird noch bekannt gegeben
an den Bezirksobmann
29. Juli 2015
18. April 2015 Konzert des Landesjugendblasorchesters in Serfaus
7. Jugendblasorchester-Wettbewerb in Oberhofen
31. Juli 2015
19. April 2015 Promenadenkonzert des Landesjugendblasorchesters
7. Jugendblasorchester-Wettbewerb in St. Johann in Tirol in Innsbruck

23. Mai 2015 24.-25. Oktober 2015


Konzert des Euregio-Jugendorchesters in Innsbruck 7. Jugendblasorchester-Bundeswettbewerb in Linz

Dezember | BiT 55
service | Ausschreibungen

In den Seminaren wird die Musik aufgeteilt


auf mehrere räumlich getrennte, verschieden
besetzte Chorgruppen. Trompeten, Posaunen,
Zinken, Streicher und die Orgel spielen dabei
eine wesentliche Rolle. Trompeter und Posau-
nisten finden die Möglichkeit vor, auf engmen-
surierten Instrumenten aus dem Bestand des
„Bläserkreis Innsbruck“ die vokale Artikulation
zu erarbeiten, zu erleben und umzusetzen auf

Cantare et sonare
die Instrumental-Canzonen dieser Zeit.

Jänner-Seminar im Stift Stams (23.–25.1.15):


Verein zur Förderung des vokal-instrumentalen Musizierens – für Sängerinnen und Sänger
– für Instrumentalisten auf Trompeten, Posau-

W
er kennt sie nicht, die „Festwochen Chören eine immer größere Rolle. Um aber der nen, Zink , Streich- und Tasten-Instrumenten
der Alten Musik“ in Innsbruck? Prof. Musik aus dieser unglaublich vielfältigen Epo- Der Schwerpunkt dieses Seminares liegt im
Otto Ulf gründete diese als Forum che gerecht zu werden, müssten Bläser und Instrumental-Bereich. Neben dem Mitwirken
für die Profi-Ensembles, im gleichen Jahr unse- Sänger zusammen arbeiten. bei Vokalwerken begeben sich die Bläser in die
ren Verein „cantare et sonare“ mit Hauptaugen- Das war die Grundidee, und ist sie auch noch Hochblüte der Bläsermusik, dem Ensemble-
merk auf das Zusammenführen von Sängern heute. Es werden Seminare angeboten, um die- Spiel für Trompeten, Posaunen und Zinken.
und Bläsern in allen Tiroler Landesteilen und se heute wieder topaktuelle Praxis zugänglich Canzonen und Sonaten von Johann Stadlmayr,
Bayern. und verständlich zu machen. Erfreulicherweise Giovanni Gabrieli und Zeitgenossen stehen im
„Cantare et sonare“ ist die Musizierpraxis des findet diese Musikausübung, speziell bei Ju- Mittelpunkt des Seminares.
16. und frühen 17. Jahrhunderts, in der Sän- gendlichen, verstärkt Anklang. Das Dozenten- Details zum Seminar, zur Anmeldung und
ger und Bläser noch als Einheit angesehen Team, international anerkannte Fachleute auf Vereinsarbeit im Allgemeinen unter www.
wurden. Musik aus dieser Epoche spielt in der ihrem Gebiet, garantiert die bestmögliche Um- cantareetsonare.at (Anmeldeschluss ist der
Programmgestaltung bei Bläser-Ensembles und setzung unserer Ziele. 19. Dezember 2015).

WIENER POSAUNEN ENSEMBLE


AUF B&S MEISTERSINGER
POSAUNEN
Der Wiener Klangtradition
verschrieben.

Musiker und
Instrumente.

v.l.n.r.: Wolfgang Strasser, Matthias Gfrerer, Ferdinand Hebesberger, Mark Gaal, Andreas Eitzinger.

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56 BiT | Dezember
Ausschreibungen | service

Weisenbläser- und Tanzlmusigseminar 2015


D
er Tiroler Volksmusikverein lädt in
Zusammenarbeit mit der Gemeinde
Mieders und dem Blasmusikbezirk
Wipptal-Stubai zum Weisenbläser- und Tanzl-
musigseminar ins Stubaital ein. Nach zwei Ta-
gen intensiver Probenarbeit mit fachkundigen
Referenten wird rund um den beschaulichen
Kalvarienberg in Mieders zum Abschluss „A
Weis’ fürs Dorf“ erklingen.

Termin: 17.-18. April 2015


Schwerpunkt: Die Posaune in der Volksmusik

Referenten:Stefan Neussl, Peter Kostner,


Robert Schwärzer, Peter Hausberger, Roland
Wildauer, Roland Fiedler u.a.
Ablauf: Freitag: 19.00 Uhr, Eröffnungsreferat
durch Roland Wildauer: „Zeitreise Posaune“.
Anschließend Unterricht.
Samstag: ab 9.00 Uhr Unterricht, 18.00
Uhr „A Weis' fürs Dorf“: Weisenblasen rund
um den Kalvarienberg in Mieders. 20.00 Uhr
Volksmusikabend im Gemeindesaal Mieders
mit den Tiroler Tanzmusikanten und Gruppen
des Seminars.
Zielgruppe: bestehende Weisenbläser- und
Tanzlmusiggruppen in den verschiedensten
Besetzungen, Holzbläser, Einzelmusikanten,
Alphornbläser.
Kosten: 75,- Euro pro Teilnehmer (inklusive
Mittag- und Abendessen sowie Kaffee und
Kuchen) 70,- Euro für Mitglieder des Tiroler
Volksmusikvereines
Stornogebühr: 25,- Euro, ab 1 Woche vorher
100% vom Kursbeitrag
Übernachtungsmöglichkeit: Hotel Bergkranz,
Tel. 052 25/62 5 20 oder unter: www.stubai.at

Anmeldung bis 15. März 2015:


Online-Anmeldung unter:
www.tiroler-volksmusikverein.at
Schriftlich mit Anmeldeschein bei Sonja
Steusloff-Margreiter, Serlesweg 30, A-6142
Mieders. Per Mail unter s.steuma@gmail.
com, Tel. 0664/ 50 61 850.
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Die Anmeldung verpflichtet zur Anwesenheit
während der gesamten Seminardauer!

Dezember | BiT 57
service

Kapellmeister/in gesucht

Bundesmusikkapelle Jenbach

D
ie Bundesmusikkapelle Jenbach sucht ab Jänner einen
neuen Kapellmeister bzw. eine neue Kapellmeisterin.
Die Kapelle besteht zurzeit aus ca. 60 aktiven Mit-
gliedern. Gute Infrastruktur, neues Probelokal, Konzertsaal und
Pavillon – alles in einem Haus. Die Proben und Platzkonzerte
finden am Donnerstag statt. Wir würden uns über dein Inter-
esse freuen!

Kontakt:
Obmann Klaus Hirschmugl
Tel. 0680/50 17 538
E-Mail: obmann@musikkapelle-jenbach.at n

Musikkapelle Mieders

D
ie Musikkapelle Mieders sucht einen Kapellmeister
bzw. eine Kapellmeisterin. Unsere Musikkapelle be-
steht zurzeit aus 40 aktiven Mitgliedern. Unser Pro-
bentag ist Dienstag sowie bei Bedarf Freitag. Wir spielen und
marschieren in der Stufe C. Zu den Ausrückungen zählen
neben den kirchlichen Anlässen und den Veranstaltungen
im Dorf vor allem die Platzkonzerte im Sommer. Bei Bedarf
stehen beim Marschieren neu ausgebildete Stabführer zur
Unterstützung bereit.
Die Musikkapelle Mieders freut sich auf Deine Bewerbung!

Kontakt:
Obmann Johann Pittl, Tel. 0650/8611232
Weitere Infos zur MK Mieders unter www.mk-mieders.at  n

Bergkapelle Reith bei Seefeld

D
ie Bergkapelle Reith bei Seefeld sucht ab
Herbst einen Kapellmeister bzw. eine Ka-
pellmeisterin. Unsere Kapelle besteht aus
ca. 26 aktiven Musikanten/innen. Wir haben ca.
25 Ausrückungen pro Jahr. Probentag ist Dienstag.
Hauptsächlich spielen wir Stücke der Leistungs-
stufe B.

Kontakt:
Obmann Colin Smith
Tel. 0699/11760034
E-Mail: obmann@bergkapelle-reith.at n

58 BiT | Dezember
Die schönste Energie im Land!
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NEUJAHRSKONZERT 2015 6. Jänner 2015, 11.00 Uhr, Großes Festspielhaus, Salzburg

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Solist: Benjamin Schmid, Violine ck et ce nter,
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Dirigent: Hansjörg Angerer Tel.: +43 (0 er.com
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Werke von C. M. Ziehrer, F. v. Suppé, Joh. Strauss, Jos. Strauss, F. Kreisler,
G. Holst, E. Elgar, F. Willeitner, R. V. Williams, W. Walton

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SENSATIONELLE CD-EINSPIELUNGEN
Konzerte der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg | Dirigent: Hansjörg Angerer

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angERER angerer angerer
EinE musikalischE REisE die Zeit, die ist Die Macht
von WiEn übER spaniEn ein sonderBar ding … Des schicksals
nach latEinamERika Time is a sTrange Thing … The Force oF DesTiny
A MusicAl Journey froM ViennA Benjamin scHmid Dany Bonvin
ViA spAin to lAtin AMericA cArl MichAel Ziehrer Violine Posaune
JohAnn strAuss Franz LiszT
GeorGes BiZet Ernst Ludwig LEitnEr
Kurt wEiLL FerDinanD DaviD
Arturo MárqueZ BErtoLd HummEL GiusePPe verDi
AlBerto GinAsterA richarD WaGner

EINE MUSIKALISCHE REISE DIE ZEIT, DIE IST DIE MACHT DES SCHICKSALS
VON WIEN ÜBER SPANIEN EIN SONDERBAR DING … Dany Bonvin, Posaune
NACH LATEINAMERIKA Benjamin Schmid, Violine Ferdinand David: Concertino op. 4
Ernst Ludwig Leitner: Die Zeit, die ist Giuseppe Verdi: Die Macht des
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ein sonderbar Ding Schicksals – Ouvertüre
ˇ
Carl Michael Ziehrer, Julius Fucík, Kurt Weill: Konzert für Violine und Richard Wagner: Siegfrieds Rheinfahrt,
Johann Strauss, Georges Bizet, Blasorchester op. 12 Trauermusik beim Tode Siegfrieds,
Arturo Márquez, Alberto Ginastera, Youkali, Lied für Violine solo Rienzi – Ouvertüre
Leonard Bernstein Bertold Hummel: Faustszenen op. 72b Franz Liszt: Les Préludes

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2 BiT | September