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Lenkt die musikalischen Geschicke des Tiroler Blasmusikverbandes seit März

:

Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber

• Der Weg zum Kapellmeister (Seite 11) • Beeindruckende Leistungen im Jugendblasorchester-Wettbewerb (Seite 13)
tirol

Kultur

20. Jahrgang
Verlagspostamt 6020 Innsbruck · P.b.b. Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M

2/2007

Juni 2007

Blasmusik in Tirol

OTMAR HAMMERSCHMIDT

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007
Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT, das Jahr 2007 ist schon beinahe zur Hälfte vergangen, trotzdem hat sich schon sehr Wesentliches im Tiroler Verband getan. Die Vorstandsneuwahlen haben neue Personen in das Führungsgremium gebracht. Daraus erwachsen neue Ideen und neue Aktivitäten.

www.blasmusikverband-tirol.at
Wichtige Ankündigungen ...................................................... Seite 4 Generalversammlung ....................................................................... Seite 5 Im Interview: Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber ......................................................... Seite 8 Kapellmeisterlehrgang .................................................................... Seite 11 Organigramm .................................................................................................. Seite 12 Tiroler Blasmusikjugend.............................................................. Seite 13 Requiem für den Frieden ........................................................... Seite 15 Landesmusikfest 2007...................................................................... Seite 16 Mitteilungen: Landesobmann ............................................................................................. Seite 17 Landeskapellmeister ........................................................................... Seite 19 Landesstabführer ....................................................................................... Seite 21 Landesgeschäftsführer ..................................................................... Seite 23 Landesjugendreferent....................................................................... Seite 25 Jubilierende Kapellen im Porträt ................................ Seite 27 Berichte aus den Bezirken: von Seite 30 bis Seite 42 Unsere Gäste ................................................................................................... Seite 44 Empfehlenswerte Literatur ..................................................... Seite 45 50 Jahre Militärmusik Tirol .................................................. Seite 46 Innsbrucker Promenadenkonzerte............................ Seite 47 Der Aufstieg eines neuen Klangkolorits........ Seite 47 Chronik-Serie ................................................................................................ Seite 48 Musikerpersönlichkeiten ........................................................... Seite 50 Information: Noten/Tonträger ....................................................................................... Seite 56 Was tut sich außerhalb Tirols............................................ Seite 57 Gratulation ......................................................................................................... Seite 58 In Memoriam .................................................................................................. Seite 58 Kalendarium: Konzerte, Blasmusikveranstaltungen, Verbandstermine, Aus- und Fortbildung ..... Seite 59

Inhalt

Der neue Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber hat sich schon intensiv in seinen Aufgabenbereich eingearbeitet und legt in dieser Ausgabe der BLASMUSIK IN TIROL einige seiner Vorstellungen offen. Sein interessantes, völlig neues Ausbildungsprogramm für Kapellmeister soll die Situation in diesem Bereich verbessern (Folder beiliegend). Dankenswerterweise arbeitet Hermann Pallhuber auch im Redaktionsteam unserer BiT mit. Ich freue mich sehr darüber und heiße ihn herzlich willkommen. Schon unsere erste gemeinsame Redaktionssitzung hat gezeigt, dass er eine Menge einzubringen weiß. Eine große Bereicherung wird unserer Verbandszeitung auch durch Andrea Scheiflinger, meiner Stellvertreterin, zuteil. Die Grafikerin aus Kufstein ist nicht nur die erste Frau im Landesverband, sie bringt auch moderne Vorstellungen über die Gestaltung einer Zeitschrift ein, und, ich bin mir sicher, schon die nächste Ausgabe – die Jubiläumsausgabe – wird ihre Handschrift zeigen. Auch ihr gilt mein Willkommensgruß im Redaktionsteam. Diese Ausgabe der BiT befasst sich natürlich nicht nur mit den neuen Funktionären, sehr viel Platz ist den Aktivitäten in den Tiroler Bezirken gegeben. Gelegenheit, wieder einmal für die Einsendungen zu danken und lobend zu erwähnen, dass sich die Qualität von Bild und Wort stetig nach oben entwickelt. Die großen Konzert- und Wettbewerbsereignisse sind wieder Sache der Jugend – ein großartig musizierendes Landesjugendblasorchester sowie hervorragende Ergebnisse beim Wettbewerb für Jugendblasorchester liefern ausreichend Stoff.

Die schon erwähnte Jubiläumsausgabe (BiT 07/03) wird ganz dem 60jährigen Verbandsjubiläum gewidmet sein, wird aber ganz bestimmt keine Chronik der Verbandsarbeit darstellen, sondern viel Raum für Aktuelles, für Zukunftsperspektiven bieten. Wir bitten aber schon jetzt um Verständnis, dass die Berichte aus den Tiroler Bezirken sich in dieser Ausgabe auf jene beschränken werden, die mit dem Verbandsjubiläum zusammenhängen.

Die nächste BiT erscheint im September 2007 REDAKTIONSSCHLUSS: 31. Juli 2007
Grafik + Druck: SternDruck · 6263 Fügen · Gewerbepark 29 Telefon: 05288/62925 · Fax DW 25 · www.sterndruck.at Fotos Titelseite: „Fotowerk“ Aichner

Eine Bitte am Schluss: Die Serie über Blasmusik-Chroniken braucht Material! Es gibt sicher bemerkenswerte Aufzeichnungen in vielen Kapellen. Ich lade ganz herzlich ein, uns Auszüge aus Chroniken mit Bildmaterial zur Verfügung zu stellen. Euer Josef Wetzinger
Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen. Redaktion: Josef Wetzinger. Redaktionsteam: Dr. Herbert Ebenbichler, Mag. Hermann Pallhuber, Hans Eller, Roland Mair, Helmut Schmid, Ursula Strohal, Andrea Scheiflinger. Für den Versand verantwortlich: Roland Mair Alle 6020 Innsbruck, Klostergasse 1, Telefon: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, e-mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at www.blasmusikverband-tirol.at

Jahresabogebühr € 15,-- (ins Ausland plus Porto)
LV-Obmann: herbert.ebenbichler@blasmusikverband-tirol.at · LV-Geschäftsführer: roland.mair@blasmusikverband-tirol.at LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at · Redaktion: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at

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BiT 2/2007 • Editorial

Juni 2007

Blasmusik in Tirol

Wichtige Ankündigungen
16. Juni 2007

Prüfungen zum JMLA in Gold
Landeskonservatorium Innsbruck Näheres dazu auf Seite 25

9. bis 14 Juli 2007

Bläserwoche 2007

Bildungsinstitut Grillhof Anmeldung - Hompage des LV

Der Weg zum Kapellmeister - Neuer Lehrgang des Blasmusikverbandes Tirol
Näheres dazu auf Seite 11

Landesmusikfest 2007
Näheres dazu auf Seite 16

Sommerurlaub – Büro: 1. bis 31. August 2007

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

60. Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol
Die Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol am 11. März 2007 war durch besondere Schwerpunkte gekennzeichnet: Im 60. Jahr seines Bestandes konnte der Dachverband eine eindrucksvolle Leistungbilanz vorlegen. Neuwahlen des Vorstandes leiteten einen Generationswechsel ein.

Jubiläumsjahr eröffnet

Festgottesdienst in der Pfarrkirche Fügen

Klingende Promenade

Fügen im Zillertal war Ort der Versammlung, gastgebender Bezirk der Musikbund Schwaz. BO Siegfried Knapp und sein Team hatten einen festlichen Verlauf organisiert. Eine Messfeier in der Pfarrkirche, zelebriert von Mag. Heinrich Berger, der in seiner Predigt die Beziehung von Musik, Liturgie und Religion aufzeigte, eröffnete den Tag. Wo Musik das Herz bewege, führte er aus, übernehme sie religiöse Funktion, lasse Göttliches spürbar werden. Die Musik zur Liturgie stammte von dem erst 19jährigen Andreas Knapp: Die Messe für Chor und Bläser, die er schon im Alter von 15 geschrieben und damit eine frühe Probe seines Talents abgelegt hat. Von der Kirche bis zur Festhalle Fügen begleiteten Ensembles des Musikbundes Schwaz die Blasmusikdelegierten auf einer klingenden Promenade.

Stolze Leistungsbilanz

Präsident Dr. Franz Fischler eröffnete die Versammlung und konnte viele Ehrengäste begrüßen. Einen Jahresrückblick in Zahlen bot Geschäftsführer Roland Mair, der auf Mitgliederentwicklung und Tätigkeit in den Kapellen einging. Die nahezu 32.000 Anlässe zu Auftritten der Blasmusikkapellen Tirols beeindruckten – jede Kapelle war

durchschnittlich 105mal pro Jahr tätig. Ein Schwerpunkt des letzten Jahres war die Einführung des Mitgliederverwaltungsprogrammes, die im großen und ganzen geglückt und abgeschlossen ist. Auf die Inhalte der Verbandsarbeit verwies dann Obmann Dr. Herbert Ebenbichler in einer umfassenden Beschreibung der Verbandstätigkeit. Besonders hob er das Bestreben, neue Musik für Blasorchester zu schaffen und Komponisten für dieses Unternehmen zu begeistern, hervor. Ein Komponistengespräch und die Vorstellung neuer Kompositionen am Kapellmeistertag 06 waren die Eckpfeiler dieses Vorhabens. Ein Höhepunkt des letzten Jahres war wohl auch die Zusammenziehung aller österreichischen Militärkapellen in Innsbruck, rund 8000 Gäste waren begeistert. Ein Meilenstein im Bereich Aus- und Weiterbildung wurde durch die Entwicklung eines Obmänner-Seminars in Zusammenwirken mit den Jugendreferenten-Seminaren gesetzt. Der ÖBV hat nun dieses Modell übernommen, und ab Herbst gibt es die Funktionärsausbildung für ganz Österreich. Landes-Stabführer Josef Stiller und Siegfried Stigger gaben Bericht über erfolgreiche Marschmusikbewertungen in den Bezirken. 77 Kapellen wurden im letzten

Jahr mit dem neuen Bewertungssystem (100 Punkte) bewertet und haben durchwegs sehr gute Ergebnisse erzielen können. Hauptaugenmerk der laufenden Arbeit gilt dem Landesmusikfest, das am 21. Oktober Marschblöcke aus allen Tiroler Blasmusikbezirken in Innsbruck zusammenführen wird. Landesstabführer Josef Stiller, der sein Amt zurücklegte, wurde mit lang anhaltendem, seine Tätigkeit würdigenden Beifall verabschiedet.

Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Verbandsarbeit

Der scheidende Landeskapellmeister Prof. Mag. Hans Eibl schaute in seinem Rückblick auf insgesamt 24 Jahre erfolgreiche Arbeit für den Blasmusikverband zurück. Die Kapellmeisterausbildung, sein großes Anliegen, hat in den letzten Jahren durch veränderte Strukturen gelitten, die Situation ist derzeit unbefriedigend und bedarf neuer Wege. Eine sehr positive Entwicklung hat die Tiroler Bläserwoche am Grillhof genommen, die schon viele Jahre sich sehr großer Beliebtheit erfreut. Als wichtiges beratendes Instrument nannte Eibl die Einrichtung des Musikbeirates, von dem starke Impulse ausgehen. Großveranstaltungen wie Symposien und Kapellmeistertage waren

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Fotos: JoWe

Juni 2007
markante Ereignisse im Blasmusikgeschehen der letzten Jahre. Eibls Bestreben war es immer, für die Praxisnähe und etwas für die kleinen Kapellen zu tun. Mit kräftigem Applaus wurden sein letzter Bericht als Landeskapellmeister und seine Tätigkeit bedankt. leistungsabzeichen – alles in allem also das Bild einer blühenden Jugendarbeit, die für den Verband hoffnungsfrohe Zukunftsperspektiven ermöglicht.

Blasmusik in Tirol
te um das Stabführerwesen des Goldene Ehrenzeichen des Verbandes überreicht. Für den ebenfalls aus dem Verband ausscheidenden Friedrich Weyermüller gab es nur Dank und Beifall, da er alle Ehrungen bereits erhalten hat. Schon während der letzten Monate hatte die Kandidatensuche für die neu zu besetzenden Ämter im Verbandsvorstand eingesetzt, Vorgespräche und Vorwahlen haben zur Bildung eines Wahlvorschlages geführt, der der Generalversammlung vorgelegt wurde. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Wahlvorschlag angenommen und bestätigt. Die Wahlleitung hatte Landesrat HR Dr. Koler inne, der in seinen Grußworten den Dank des Landes an die Blasmusikkapellen Tirols abstattete. Josef Wetzinger, LV-M-Ref.

Finanzen stimmen!

Jugendarbeit – neue Erfolgsmeldungen

Wie gewohnt, konnten die beiden Landesjugendreferenten Helmut Schmid und Mag. Johannes Puchleitner auf viele Aktivitäten und Erfolge zurückblicken: Ein höchst erfolgreiches Tiroler Jugendblasorchester beim Wettbewerb in Schladming, großartige Ergebnisse beim Wettbewerb Musik in kleinen Gruppen und beim Internationalen Wettbewerb für kleine Bläserensembles in Brüssel, einen Höchststand bei Jungmusiker-

Auch Finanzreferent Hans Haun gab seinen letzten Bericht als Landeskassier. Er tat dies in gewohnt volksnaher Art und erhielt kräftigen Beifall. Er kann an seinen Nachfolger einen beruhigenden Finanzstand übergeben.

Ehrungen und Neuwahlen

Landeskapellmeister Hans Eibl wurde von der Versammlung zum Ehrenlandeskapellmeister ernannt, Finanzreferent Hans Haun für seine Verdienste als Bezirks- und Landesfunktionär der Ehrenring des BVT überreicht. Landesstabführer Josef Stiller erhielt für seine Verdiens-

Die Geehrten Ehrengäste der GV 07

Präsident Dr. Fischler führte durch die Versammlung

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Der neue Vorstand:
Dr. Fischler Franz Dr. Ebenbichler Herbert RegR BSI Knapp Siegfried OSR Wasle Richard Mag. Pallhuber Hermann MSL Klausner Günther Eller Hans MSInsp. Schmid Helmut MSL Mag. Puchleitner Johannes Mag. Pascher Rudolf Präsident LV-Obmann LV-Obm-Stv. LV-Obm-Stv. Landeskapellmeister Landeskplm. Stv. Landeskplm. Stv. Landesjugendreferent Landesjugendreferent-Stv. Schriftführer Dr. Mayr Werner Wetzinger Josef Scheiflinger Andrea Schlenck Markus Schönherr Johann Stigger Siegfried Embacher Gerald HR Dr. Köck Klaus Major Apfolterer Hannes Mair Roland Schriftführer-Stv. LV-Medienreferent LV-Medienreferentin Stv. LV-Finanzreferent LV-Finanzreferent-Stv. Landesstabführer Landesstabf. Stv. Beirat Beirat LV-Geschäftsführer

Neue Gesichter im Verbandsvorstand:

Mag. Hermann Pallhuber

Günther Klausner

Markus Schlenck

Gerold Embacher

Andrea Scheiflinger

Landeskapellmeister-Stellvertreter Günther Klausner

Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann Präsenzdienst bei der Militärmusik, dort insgesamt 8 Jahre als Solo-Trompeter und Ensembleleiter tätig. Studium am Tiroler Landeskonservatorium, Hauptfach Trompete bei Erich Rinner und Schwerpunktfach Blasorchesterleitung bei Florian Pedarnig. Weitere nebenberufliche Studien bei diversen Meisterkursen, am Höheren Europäischen Institut für Blasorchester in Trient/Italien und am Management Center Innsbruck. Hauptberuflich Leitung der Landesmusikschule Kufstein, Tätigkeit als Juror, Referent und Aufnahmeleiter bei diversen Wettbewerben, Kursen und CDProduktionen, außerdem künstlerischer Leiter des Auswahlorchesters Bläserharmonie Brixen/Südtirol. Seit Oktober 2006, nach Kapellmeistertätigkeiten in Hötting, Nauders und Brixen/Südtirol, für die musikalischen Geschicke der Swarovski Musik Wattens verantwortlich.

Finanzreferent Markus Schlenck Stabführer-Stellvertreter 48 Jahre, verheiratet, 3 Kinder (davon 2 Gerold Embacher
aktive Blasmusiker) von Beruf Prokurist der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG Hobbies neben der Musik: Lesen, Motorradfahren, Fliegen. Mit 8 Jahren Violinunterricht, langjähriges Mitglied des Kammerchores Mentlberg, ab 1978 Tuba- und Tenorhornunterricht bei Prof. Anton Hell, Gründungsmitglied der Stadtmusikkapelle Allerheiligen in Innsbruck, seither ständig im Vereinsvorstand, davon 13 Jahre als Obmann, 6 Jahre als geschäftsführender Obmann, Kassier, Jugendreferent, derzeitige Funktion: Kassier und Chronist. Einige Jahre zusätzlich Mitglied der Stadtmusikkapelle Wilten und der Stadtmusikkapelle NeuArzl/Olympisches Dorf. Sechs Jahre als Bezirksjugendreferent bzw. -stellvertreter in Innsbruck-Stadt tätig und seit 2005 Finanzreferent des Bezirksverbandes Innsbruck-Stadt.

Ausbildung am Flügelhorn bei Anton Sinnesberger. Mitglied der Bundesmusikkapelle Erpfendorf seit 1978. Kapellmeister der Bundesmusikkapelle Erpfendorf seit 1988. Absolvent des 4-semestrigen Kurses für Blasorchesterleitung am Konservatorium Innsbruck (1995 -1997) Bezirksstabführer MB St. Johann in Tirol seit 2001.

Medienreferent-Stellvertreterin Andrea Scheiflinger

Wohnhaft in Kufstein Berufliche Ausbildung als Typografikerin Arbeitet als Grafikerin in Innsbruck Seit dem Jahr 1990 Mitglied der Stadtmusikkapelle Kufstein Spielt Waldhorn/Kontrabass (in Ausbildung) Seit 2006 Schriftführerin der Stadtmusikkapelle Kufstein Seit 2007 Medienreferentin-Stv. beim Blasmusikverband Tirol

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Fotos: JoWe privat

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Blasmusik in Tirol

Von Tradition und Entdeckerfreuden
Gespräch mit Mag. Hermann Pallhuber, dem neuen Landeskapellmeister
BiT: Herr Pallhuber, Sie sind Landeskapellmeister des Tiroler Blasmusikverbandes. Mit welchen Gedanken und Gefühlen haben Sie dieses Amt angenommen? HERMANN PALLHUBER: In meiner Kindheit und Jugend habe ich als Musikant recht große Bewunderung verspürt, wenn ich dem Landeskapellmeister beim Dirigieren oder auf Kursen begegnet bin. Da ist schon etwas Ehrfurcht vor diesem Musiker und seiner Verantwortung mit dabei gewesen. Jetzt bin ich selbst in dieser Rolle und muss das Amt mit meiner ganzen Persönlichkeit, meinem Fachverständnis und meiner Art zu leiten ausüben. Da bin ich mir der Bedeutung dieses Amtes bei der Übernahme sehr wohl bewusst gewesen. Ich habe den nötigen Respekt und die Achtung vor den Menschen, für die ich verantwortlich bin. Ich werde die Sache deshalb sehr umsichtig und klar angehen, bin aber keineswegs zu vorsichtig und sicherlich auch nicht ängstlich. Ich vertraue auf meine bisherigen Erfahrungen mit der Blasmusik und ihren Menschen und blicke, obwohl viel Arbeit und große Aufgaben anstehen, zuversichtlich in die Zukunft. BiT: Sie sind Musiker, Gymnasialprofessor für Musik und Latein, Kapellmeister, Chorleiter und Komponist. Was fasziniert Sie an der Blasmusik? HERMANN PALLHUBER: Die Blasmusik vereint für mich alles, was den Menschen in seiner Suche nach Beheimatung ausmacht: Einerseits das Gemeinschaftsgefühl, das Vereinswesen, die Ländlichkeit und die Urbanität, dann die Einbindung in die örtliche Kultur mit ihren Hierarchien und Bräuchen, mit Sicherheiten und bestimmten Strukturen. Andererseits die Beschäftigung mit einer speziellen Art der Volkskultur, mit dem Laienmusizieren, das dem Eigenen einen speziellen Ausdruck verleiht – zum Beispiel bei den Prozessionen, bei den Konzerten, beim Standerl etc. Dann verändert sich diese Ausdrucksform durch die Verschiedenartigkeit der Musik und der Im März 2007 übernahm Mag. Hermann Pallhuber das Amt des Landeskapellmeisters im Tiroler Blasmusikverband. Der Musiker, Komponist und Pädagoge steht der Blasmusik seit Jahren hochengagiert und mit spektakulären Erfolgen zur Verfügung. Seine Ausbildung und seine musikalische Sprache kommen dem Wesen der Bläsermusik entgegen, seine Vielseitigkeit wird eine Bereicherung sein. Im BiT-Interview sprach er über Verantwortung und Erfahrung, Dorfkultur und Neue Musik, die Jugendszene und die Faszination Blasmusik. Musikstücke, die gespielt werden und die regional völlig unterschiedlich sein können. Das eigentlich Faszinierende ist für mich aber immer noch der Klang der Blasinstrumente, die Schwingung, die Vibration, die Verstärkung durch das Zusammenspiel und die Färbung der Klänge durch die Instrumente. BiT: Wie sehen Sie Aufgabe, Auftritt und Chance, insgesamt die Situation der Tiroler Blasmusik? HERMANN PALLHUBER:Das ist ein weitgefasster Themenbereich. Auf einen Nenner gebracht, kann ich sagen, dass die Aufgaben der Blasmusik im traditionellen Sinn durch die örtlichen Gegebenheiten definiert sind. Innerhalb dieser Grenzen hätte sie die Aufgabe, Neues zu entdecken, einmal etwas anderes auszuprobieren – eine andere Besetzung, ein anderes Stück, eine andere „Location“. Dadurch ergeben sich Chancen, die dörfliche Blasmusik weiterzuentwickeln und Dorfkultur wirklich zu gestalten. Die Situation in Tirol ist im Moment ganz interessant: Es entwickeln sich neue Blasorchester, die zum Musikleben in Tirol bald fix dazugehören werden, die aber nicht traditionell motiviert sind. Für die Entwicklung der Blasmusik in Tirol ist das sehr wichtig. Die Angst der Dorfkapellen, nicht mehr bestehen zu können, ist verständlich, aber unbegründet. Es soll das Traditionsbewusstsein für sich geschützt und mit seinen Auftrittsmöglichkeiten weiterhin erhalten werden. Die neuen Blasorchester entstehen im Umfeld dieser Traditionskapellen, entwickeln aber ihre eigene Geschichte für sich und ganz neu. Darin besteht für mich die Chance, Traditionelles und Neuorientiertes gleichermaßen zu bedienen. BiT: Was steht im Landesverband aktuell an Aufgaben an? Können Sie schon von Neuerungen berichten? HERMANN PALLHUBER: In erster Linie müssen wir die Ausbildungssituation für die Kapellmeister in Tirol diskutieren und ein gut strukturiertes Ausbildungsangebot schaffen. Es wird ab Oktober 2007 der neue Kapellmeisterlehrgang des Verbandes in Tirol starten, der einen kontinuierlichen Aufbau über mehrere Semester vorsieht und der trotzdem - je nach Bedarf - berufsbegleitend für die Teilnehmer möglich ist. Dieser Lehrgang ist genau auf die Bedürfnisse unserer Blasmusiklandschaft abgestimmt und soll längerfristig eine kulturelle und sozi-

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Blasmusik in Tirol
ale Weiterentwicklung der Tiroler Blasmusik bewirken. Die Kapellmeisterausbildung wird in ein ganz neues Bildungssystem des Tiroler Blasmusikverbandes eingebettet sein, das in passenden Teilbereichen mit den bestehenden Tiroler Bildungsinstitutionen (zum Beispiel dem Tiroler Musikschulwerk) kooperieren wird. Ich will dadurch auch einen persönlichen Mehrwert für die Absolventen dieses Bildungsweges erreichen. BiT: Was nehmen Sie sich für den Landesverband selbst vor? HERMANN PALLHUBER: Neben den vielen organisatorischen Aufgaben eines Dachverbandes als Serviceeinrichtung der Tiroler Blasmusikkapellen muss der musikalische „Output“ des Verbandes mehr an Bedeutung gewinnen. Ich werde auch versuchen, den Menschen in unserer Tiroler Blasmusik durch Integration und Nähe viele Identifikationsmöglichkeiten mit unserem Landesverband anzubieten. Familienfreundliche Veranstaltungsangebote und fröhliche Ereignisse sollen - neben den fachlichen - unseren Verband kulturell breitenwirksam und gesellschaftlich interessant machen. BiT: Die Blasmusik steht zwischen Tradition und Aufbruch. Wie sehen Sie die Positionierung genau? HERMANN PALLHUBER: In einem Verband, der letztendlich das Laienmusizieren im öffentlichen Kulturinteresse zu fördern hat, müssen wir besonders auf unsere Traditionskapellen und örtlichen Musikvereine Bezug nehmen, die im Moment den Großteil unseres Verbandes ausmachen. Die Tradition der Tiroler Blasmusik gilt es deshalb zu schützen. ABER: Dieses Traditionsbewusstsein soll nicht als Deckmantel und Argument für Vorbehalte und Bequemlichkeiten gegenüber musikalischen Neuerungen und couragierten Initiativen herhalten müssen! Deshalb will ich genauso Neues ins Auge fassen, um einer Stagnation entgegenzuwirken. Es wird insofern also die Säule „Neue Musik“ – möglichst aus Tirol, aber auch international - in der Tiroler Blasmusikwelt verstärkt berücksichtigt werden müssen. Die beiden Säulen „Tradition“ und „Neue Musik“ sollen sich im Konzertleben und in den Wertungsspielen unserer Musikkapellen hörbar und bemerkbar machen. BiT: Hat die Tiroler Blasmusik ein Imageproblem? Wie kann bei ihrer enormen Spannbreite eine neue Identität gefunden werden? HERMANN PALLHUBER: Ich denke, die handelnden Personen sind die Imagegeber. Welches Image die Tiroler Blasmusik haben soll, können wir bis zu einem bestimmten Grad selbst bestimmen. Kreativität, Anspruch und eine Arbeit, die die Menschen respektiert, die eine gute Sache („Musik“) im Zentrum hat und die seriös und gewissenhaft ausgeführt wird, wird immer zu einem guten Image beitragen. Dass die Blasmusik mit den alten Klischees der Bierzeltmusi zu kämpfen hat, ist klar aber für mich nicht wirklich ein Problem. Die Blasmusik muss eine Spannbreite bewältigen, schon aufgrund ihrer populären Verankerung. Wer das nicht will, versteht die Blasmusik nicht. Diese Spannbreite ist ja gerade die Chance der Blasmusik, ein weites Feld gut abzudecken. BiT: Sie sind der Gründer und Leiter des Sinfonischen Blasorchesters InnsbruckLand und arbeiten an der Idee eines

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ständigen Landesblasorchesters. Lässt sich das überhaupt verwirklichen? HERMANN PALLHUBER: Es gibt im Musikbeirat ein eigenes Referat, ein Team, das sich mit den Orchesterformationen des Verbandes befasst. Dort wird bereits an einem klassischen Modell „Landesblasorchester“ gearbeitet, das ein- bis höchstens zweimal im Jahr ein Programm erarbeitet und gerade die traditionelle Blasmusikliteratur aufführt. Andererseits wird es aber auch ein Sinfonisches Blasorchester Tirol geben, das noch etwas vielseitiger eingesetzt ist – als Konzert-, Lehr- und Wettbewerbsorchester. Die Organisation lehnt sich an das moderne Orchestermanagement an und arbeitet das ganze Jahr hindurch, um dann die jeweiligen Arbeitsphasen umzusetzen. Es lässt sich alles verwirklichen, wenn es nur professionell genug organisiert ist und wenn dann auch die nötige Unterstützung aus allen wichtigen Bereichen kommt. BiT: Mit dem Tiroler Landesjugendblasorchester wurden Sie voriges Jahr beim Wettbewerb in Schladming Gesamtsieger. Wie werden Sie sich in die von den Jugendreferenten intensiv betreute Jugendarbeit einbringen?

„Denn für mich ist Musik dann schön und richtig, wenn sie Gehalt hat, wenn sie der Ausdruck einer bestimmten Emotion eines Menschen ist.“
HERMANN PALLHUBER: Ich denke, dass wir eine hervorragende Jugendszene im Tiroler Blasmusikverband haben. Unsere Landesjugendreferenten leisten seit einigen Jahren ausgezeichnete Arbeit. Die Erfolge bei den Jugendblasorchesterwettbewerben sprechen für sich, auch die Durchführung dieser regionalen Bewerbe und die Teilnehmerzahlen sind immer großartig. Es hat deshalb erfreulicherweise in den letzten Jahren eine große, breitenwirksame Qualitätssteigerung in der Blasmusikjugend gegeben. Das hat auch mit dem hohen Standard von Tirols Musikschulen zu tun. Ich muss natürlich alle Bereiche des Verbandes im Auge behalten, aber ich werde mich nur dann in die gut funktionieren-

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de Jugendarbeit einbringen, wenn mein Rat gefragt ist oder ich auf Wunsch helfen kann. Ich halte es so, wie ich es von meinen Dirigierlehrern erfahren habe: „Ein guter Dirigent weiß sich genau dort bemerkbar zu machen, wo es nötig ist, denn ein guter Dirigent stört nie den Fluss der Musik“. BiT: Die Brass Band Oberösterreich nahm unter Hannes Bucheggers Leitung Anfang Mai beim Brass-Wettbewerb in Birmingham als erste österreichische Brassband in der Höchststufe der Elitedivision teil und erreichte mit dem sensationellen fünften Platz die europäische Spitze. Im Selbstwahlprogramm spielte die Band eine Komposition von Ihnen. Außerdem sind Sie Kirchenchorleiter und ein bekannter Volksmusikant. Wie bringen Sie Ihre Vielseitigkeit in ihre Tätigkeit als Landeskapellmeister ein? HERMANN PALLHUBER: Genau so! Ich habe vor, ein breites Angebot zu machen und das umfasst neben der „Harmoniemusik“ - unserer Blasmusik - Brass Band Musik genauso wie Volksmusik und Blasmusik in der Liturgie. Ich hatte das Glück, an vielen Orten im In- und

Blasmusik in Tirol
Ausland jahrelang Erfahrungen sammeln zu können und diese möchte ich gerne den Musikantinnen und Musikanten in unseren Musikkapellen zur Verfügung stellen. Neue Einflüsse könnten ja auch unseren Bedürfnissen entsprechen. Denn für mich ist Musik dann schön und richtig, wenn sie Gehalt hat, wenn sie der Ausdruck einer bestimmten Emotion eines Menschen ist – dann ist es für mich auch zweitrangig, ob es gute Brass-BandMusik, gute Volksmusik, gute Musik in der Kirche oder unsere gute traditionelle Blasmusik ist. Interview: Ursula Strohal

Mag. Hermann Pallhuber

Berufliche Tätigkeiten:

• bis 2004 Gymnasiallehrer für Musik und Latein (Telfs, PÄDAK Innsbruck) • Chorleiter (seit 1999 Kirchenmusik Telfs) • Kapellmeister in Tirol (1999 in Weer, bis 2006 in Völs) • 2003 Gründer und Leiter des Sinfonischen Blasorchesters Innsbruck-Land SBOIL (www.sboil.at) • Referent für Dirigieren, Blasmusik und Volksmusik in Tirol, Bayern und Südtirol • Juror, Aufnahmeleiter • Gesamtsieger (Gold – Höchstpunktezahl) mit dem Landesjugendblasorchester Tirol beim internationalen CISM-Blasorchester-Wettbewerb 2006 der MidEurope in Schladming

Funktionen:

• ORF - Mitarbeiter und Moderator (Blasmusik und Chormusik) • Mitglied des erweiterten Vorstandes des Tiroler Blasmusikverbandes • Vorstandsmitglied des Tiroler Volksmusikvereines • Viele CD-Einspielungen, Radio- und Fernsehauftritte mit der Tiroler Sunnwendmusig seit 1994

Kompositionspreise und Kompositionsaufträge:
geb. 1967 in Innsbruck

Künstlerische Ausbildung:

• Studium Ensembleleitung am Wiener Konservatorium • Studium der Musikpädagogik am Mozarteum Salzburg/Innsbruck • Studium der Klassischen Philologie (Latein) an der Uni Innsbruck • Militärmusik Tirol • Diplomstudium Blasorchesterleitung (Zürich und Augsburg) • Kompositionsunterricht bei Franco Cesarini in Zürich und Richard Heller in Augsburg • Kurse bei Johan de Meij, Michael Antrobus, Ed de Boer, u.a.

• Stadtmusikkapelle Wilten (Oenipons 2003) – Pflichtwerk ÖBV 2007 Stufe D • Brixen (Imperatori Austriae 2003) • Via Claudia (Paneuropa 2004): 1. Preis Kompositionswettbewerb „Via Claudia“ • Passionsspiele Thiersee (Christus 2005) • Tiroler Blasmusikverband (König Laurins Rosengarten 2005) • Brass Band Oberösterreich (2007) • Stadtmusikkapelle Wilten (Tanzer Festive 2007)

Kontakt:

Mag. Hermann Pallhuber Austraße 32, 6122 Fritzens hermann.pallhuber@orf.at · www.sboil.at

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007
MUSIK EMPFINDEN – ZEIGEN ZUM KLINGEN BRINGEN
Praxis – Erlebnis – Dirigieren

Lehrgangsdauer: 6 Semester Grundkurs (2 Semester) Hauptkurs (4 Semester) Unterrichtstage sind pro Semester 10 Freitage (16.00 bis 21.00 Uhr) und 5 Samstage (8.15 bis 11.30 Uhr). Unterrichtsmonate sind im Wintersemester Oktober bis Jänner, im Sommersemester März bis Juni. Unterrichtsort: Hall in Tirol Beginn: 12. Oktober 2007 Kosten: e 195.- pro Semester Anmeldungen unter 0512-5723331 oder unter Email: office@blasmusikverband-tirol.at Anmeldeschluss: 29. Juni 2007

DER WEG ZUM KAPELLMEISTER

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[LANDESVERBAND DER TIROLER BLASMUSIKKAPELLEN] WEITERE INFORMATIONEN DAZU AUCH UNTER OFFICE@BLASMUSIKVERBAND-TIROL.AT ODER UNTER 0512-5723331

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KAPELLMEISTERLEHRGANG

Liebe Kapellmeisterkolleginnen und –kollegen, liebe Musikantinnen und Musikanten!
Ab 12. Oktober 2007 startet unser neuer Kapellmeisterlehrgang des Blasmusikverbandes Tirol. Der brandneue Folder liegt dieser Ausgabe der BiT bei. Es gibt bereits eine ausgearbeitete Lehrgangsbroschüre, einen Studienverlaufsplan und einen genau strukturierten Lehrplan zu diesem vier- oder sechssemestrigen Lehrgang. Unsere obersten Ziele sind absolute Praxisnähe im Unterricht – erteilt von professionellen Dirigenten aus der Blasmusikwelt und aus dem sinfonischen Bereich – und ein umfassendes, aber gut bewältigbares Angebot an Fächern,

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die euch das nötige Rüstzeug für euren Kapellmeisteralltag mitgeben. Neben dem Dirigierunterricht werdet ihr in jedem Unterricht die Möglichkeit haben, mit einem eigenen „Kursensemble“ zu arbeiten und „Live“-Musik zu dirigieren. Das wird in Form von extra bestellten Musikern der Fall sein oder wir werden als Lehrgangsdirigenten zu Gast bei Tiroler Musikkapellen sein – von der einfachen Dorfmusik über Tirols Spitzenkapellen bis hin zur Brass Band Fröschl Hall. Neben dem Dirigieren und dem Dirigierpraktikum erhältst du auch Unterricht in Musik- und Werkkunde, in Instrumentation, in Probenmethodik, in Programmgestaltung und vielem mehr bis hin zu Musikmanagement und CD-Recording (Aufnahmetechnik). Der Unterricht ist pro Semester auf

10 Freitage (abends) und 5 Samstage (vormittags) verteilt und findet aller Voraussicht nach in Hall in Tirol statt. (Im Bedarfsfall wird vom Verband auch eine günstige Übernachtungsmöglichkeit in Hall organisiert). Du kannst ohne besondere Vorkenntnisse am zweisemestrigen Grundkurs teilnehmen und trittst danach in den viersemestrigen Hauptkurs ein. Du kannst aber auch die Kenntnisse aus dem Grundkurs nachweisen und beginnst sofort mit dem Hauptkurs. Kursleiter ist Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber. Er steht für Auskünfte gerne zur Verfügung. (hermann.pallhuber@orf.at; 0650 543 57 52) Du kannst dich bis 29. Juni 2007 für das Lehrgangsjahr 2007/08 anmelden. Aufnahmegespräche finden Anfang Juli 2007 statt.

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Organigramm der Geschäftsordnung des Musikbeirates des BVT / 23.4.07 (von Lkpm. Mag. Hermann Pallhuber / Musikbeirat)
Juni 2007
MUSIKBEIRAT in 6 Referaten
Referat 3
Literatur Musik in Bewegung Orchester

[gemäß § 17 Statuten des Vereines Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen]

Der neu bestellte Musikbeirat
Referat 4 Referat 5
Blasmusik und Liturgie

(Aus-/Weiter-) Bildung

Referat 1

Konzertwertung Wettbewerbe

Referat 2

Referat 6

� Kapellmeisterkurs � Tiroler KpmTag � Tiroler KpmWoche „Tiroler Triangel“ (Ref1/3/5) � Tiroler Bläserwoche � Weiterbildung (Kpm) � Allgemeine Fortbildung (V t ä S i
� Beratung � Einstufung � „Tiroler Matinee“ (Musik und Wort – Literatur für Blasorchester) � Komponistenwoche „Tiroler Triangel“ (Ref.1/3/5) � Kompositionsaufträge � Kompositionswettbewerb � Bibliothek � Audiothek � Landesblasorchester � Sinf. BLO Tirol � Koop. LJBO (Jugend) � Orchesterwoche „Tiroler Triangel“ (Ref1/3/5) � Nat./internat. Wettbewerbe (Ref.2) � Beispielorchester (Ref.3) � Konzertorchester

� Stabführerschulung (Ref. 1) � Marschierwertungen (Bezirk/Land) � Blasmusik und Prozession (Ref 6) � „Bewegende Blasmusik“ (Show)

� Beratung/Broschüre „Blasmusik in der Kirche“ � Schulung Kirchenmusik (Ref1) � Regelm. (6-8/Jahr) Gottesdienstgestaltungen in Tirol

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Günther Klausner Hermann Pallhuber Ossi Mayr Peter Kostner (WA) Edgar Seipenbusch
Siegfried Stigger Gerald Embacher

� Bezirkswertungen � Landeswertungen � Bewerterschulungen � Koordination der Jury � Juryredaktion � Vorberitungsseminare auf Bezirks- und Landesebene � Wertungsdokumentation (CD/DVD/Jurybrief) � Betreuung bei nat. und internat. Wettbewerben in Kooperation mit den Kapellen

Hermann Pallhuber Helmut Schmid (TMSW) Peter Kostner (WA) Hannes Buchegger (BB) Edgar Seipenbusch Hans Eller (TBW) Günther Klausner

Günther Klausner Hans Eller Gotthard Schöpf Rudi Pascher Hermann Pallhuber

Hermann Pallhuber Bernd Raitmair Johannes Puchleitner Günther Klausner Raimund Walder Florian Pedarnig (LBO) Ossi Mayr (LBO)

Hans Eller Raimund Walder Fritz Joast Albert Knapp

Referatsleiter und Mitarbeiter

Blasmusik in Tirol

Musikbeirat (17 Mitglieder):

Fixmitglieder des Musikbeirates (5): LKpm. Hermann Pallhuber (Ref 1,2,3, 5) (MA Ref 6), LKpm.-Stv. Günther Klausner (Ref 1,2,3,5), LKpm.-Stv. Hans Eller (Ref 1,2,6) Ljr. Helmut Schmid (Ref 1), LStbf. Siegfried Stigger (Ref 4) Bestellte Mitglieder des Musikbeirates (12): Peter Kostner (Ref 1,3), Hannes Buchegger (Ref 1), Edgar Seipenbusch (Ref 1), Gotthard Schöpf (Ref 2), Rudi Pascher (Ref 2) Ossi Mayr (Ref 3), Gerald Embacher (Ref 4), Bernd Raitmair (Ref 5), Ljr.-Stv. Johannes Puchleitner (Ref 5), Raimund Walder (Ref 5,6), Fritz Joast (Ref 6), Albert Knapp (Ref 6) Bestellte Mitarbeiter des Musikbeirates (2): Florian Pedarnig (Ref 5), Bibliotheksfachkraft NN (Ref 3), ev. weitere/andere Mitarbeiter nach Bedarf

Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Starker Auftritt der Tiroler Blasmusikjugend
46 Orchester mit rund 2.200 Nachwuchsmusikanten und -musikantinnen nahmen am 3. Tiroler Jugendblasorchesterwettbewerb teil: Spannendes Kräftemessen der Tiroler Jungmusikanten am 31.3.2007 in Tarrenz und am 1.4.2007 im Kaisersaal der Unterländer Marktgemeinde St. Johann in Tirol!

Landes Wind - Landesmusikschule Landeck

Jugendblasorchester Wörgl

Über mangelnden Nachwuchs müssen die Tiroler Blasmusikkapellen derzeit nicht klagen: Beim dritten Landesbewerb für Jugendblasorchester, der in Kooperation zwischen dem Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen und dem Land Tirol - Tiroler Musikschulwerk in Tarrenz und in St. Johann in Tirol am Wochenende 31.3. / 1.4.2007 durchgeführt wurde, nahmen 46 Jugendorchester mit insgesamt rund 2.200 JungmusikantInnen teil. Für den Obmann des Tiroler Blasmusikverbandes Dr. Herbert Ebenbichler und die Wettbewerbsverantwortlichen Helmut Schmid und Mag. Johannes Puchleitner waren beide Tage ein deutliches Zeichen einer begeisterten und leistungsbereiten Tiroler Blasmusikjugend. Nicht nur die Teilnehmerzahlen konnten sich gegenüber den letzten Wettbewerben dieser Art steigern, auch musikalisch zeigten viele Jugendorchester ganz hervorragende Leistungen. Hinter einer erfolgreichen Darbietung eines Jugendorchesters stehen viele Stunden an pädagogisch anspruchsvoller und musikalisch wertvoller Nachwuchsarbeit, welche in vielen Fällen von den Vereinen selber oder von den Tiroler Musikschulen wahrgenommen wird. Vom vereinseigenen Jugendorchester bis hin zu großen und vereinsübergreifenden Musikschulorchestern wurden alle

Möglichkeiten der Besetzung genützt. Bewertet wurde nach den üblichen Kriterien der Konzertwertungsspiele (Maximum 100 Punkte für 10 Kriterien), wobei die teilnehmenden Orchester in 6 möglichen Altersstufen antraten: AJ Durchschnittsalter bis 13 Jahre, BJ bis 14 Jahre, CJ bis 15 Jahre, DJ bis 16 Jahre, EJ bis 17 Jahre und SJ (Sonderklasse) bis 18 Jahre. Die Leistungen der Jugendorchester wurden von einer Jury, bestehend aus dem Bundesjugendreferent der ÖBJ Mag. Hans Brunner aus Kärnten, Verbandsobmann Pepi Fauster (Südtirol), Norbert Hebertinger und Hermann Pumberger (beide OÖ) fachkundig beurteilt. Die Organisation der Veranstaltungen durch die Musikkapelle Tarrenz mit Jugendreferent Mario Reich und die Landesmusikschule St. Johann unter ihrem Leiter Bezirksjugendreferent Martin Rabl war ausgezeichnet und es war bewundernswert, mit welcher Disziplin Orchester für Orchester pünktlich ankam, gut vorbereitet auftrat und im meist voll besetzten Saal für eine unglaublich positive Stimmung sorgte. Der Bewerb ging sowohl am Samstag in Tarrenz als auch am Sonntag von 9:00 bis 17:00 Uhr in St. Johann i. T. über die Bühne. Zu Mittag und jeweils nach der letzten Formation am Nachmittag fanden unter großem Applaus die Bekannt-

gabe der Ergebnisse mit der Urkundenübergabe statt, wobei erfreulicherweise auch festgestellt werden konnte, dass der Vorstand des Tiroler Landesverbandes fast mit allen Mitgliedern vertreten war. Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler zeigte sich von der Jugendarbeit im Lande begeistert und versprach weiterhin vollste Unterstützung. Die Klassensieger des Tiroler Jugendorchester - Wettbewerbes 2007: Stufe AJ: Unterstufenjugendblasorchester der Landesmusikschule Wipptal Leitung FGL Mag. Werner Kreidl Stufe BJ: Jugendblasorchester der Landesmusikschule Lienzer Talboden Leitung Martin Mairer Stufe CJ: Jugendblasorchester Wörgl Leitung Mag. Barbara March (vertritt Tirol im Oktober 2007 beim Bundeswettbewerb in Linz) Stufe DJ: Landes Wind – Landesmusikschule Landeck Leitung Stefan Köhle (vertritt Tirol im Oktober 2007 beim Bundeswettbewerb in Linz) Stufe EJ: Young Symphonic Winds – Pitztal Leitung Norbert Sailer Stufe SJ: JBO Osttirol Leitung Hans Pircher (vertritt Tirol im Oktober 2007 beim Bundeswettbewerb in Linz)

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Juni 2007
Ergebnisse Tiroler JBO Wettbewerb 2007 Small Cool Orchestra Imst Unterstufenblasorchester der LMS Ötztal Unterstufenblasorchester der LMS Kufstein Jugendblasorchester-Knappenmusik Schwaz Unterstufen Jugendblasorchester Wipptal Jugendkapelle Kolsass Blechsalat - MK Telfes i. Stubaital MHS Paznaun Unterstufenjugendblasorchester der MS Region Telfs Jugendorchester der HS Serfaus-Fiss-Ladis Schülerblasorchester der LMS Kitzbühel u. Umgebung Schulorchester Hauptschule St. Anton a.A. Jugendkapelle der HS Prutz Schülerblasorchester Außerfern Jugendmusikkapelle Ellmau Jugendblasorchester LMS Kematen SBO – St. Johann - LMS St. Johann Jugendblasorchester Kramsach/Mariatal SLBO „Kaiserwinkel“ - LMS St. Johann Magic Sound Landeck „Trötende Trichter“ – LMS Zillertal Pillersee Connection - LMS St. Johann Kidsclub - STMK Amras Jugendblasorchester der LMS Lienzer Talboden Jugendblasorchester Silz Blasorchester LMS Stubaital Mini Mix Grins, Tobadill, Strengen, Pians Jugendkapelle Rietz Jugendorchester Zams Mittelstufen Jugendblasorchester Wipptal Brix Winds Orchestra - Brixental Jugendblasorchester der LMS Matrei-Iseltal Blasorchester der LMS Untere Schranne Jugendorchester der BMK Vomp Jugendblasorchester Wörgl (Bundeswettbewerb) Jugendorchester Mötz Jugendblasorchester Rattenberg-Radfeld Jugendblasorchester Ried Fritzens-Baumkirchen Jugendblasorchester LMS St. Johann Mittelstufenblasorchester der LMS Ötztal Jugendblasorchester Reutte Landeck Wind - LMS Landeck (Bundeswettbewerb) JBO der LMS Westliches Mittelgebirge Young Symphonic Winds Pitztal Jugenblasorchester Osttirol (Bundeswettbewerb) Stufe AJ AJ AJ AJ AJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ DJ DJ DJ DJ DJ DJ DJ DJ EJ EJ SJ Dirigent Karl Schuchter Klaus Strobl Günther Klausner Robert Werth Mag. Werner Kreidl Helmut Theis Nikolaus Müller Georg Juen Fl. Trenkwalder/B. Micheler Hubert Marth Robert Mayr Serafin Öttl Mag. Rudolf Pascher Peter Besler Alexander Freysinger Alois Schwarzenberger Manfred Opperer R. Haas, Ch. Widmann Adolf Brünoth M. Sprenger/W. Bachler Roland Wildauer Andreas Wörter Paul Bramböck Martin Mairer Herbert Fröch Engelbert Wörndle Robert Scherl Martin Strobl Stephan Wohlfarter Mag. Werner Kreidl Stefan Reiter Johann Mair Klaus Gruber Harald Unterberger Mag. Barbara March Carmen Bachlechner Mag. Hannes Widmann Mag. Martin Patscheider Christoph Tait Martin Rabl Georg Klieber Gotthard Schöpf Stefan Köhle Manfred Stern Norbert Sailer Hans Pircher

Blasmusik in Tirol
Punkte 83,2 84,5 85,3 88,8 91,5 77,1 78,2 79,0 80,3 80,8 81,1 81,3 81,5 81,5 83,0 83,3 84,3 84,8 86,1 87,0 87,0 87,0 91,5 91,8 72,2 74,2 75,3 77,0 79,5 81,1 81,3 83,1 85,0 89,8 91,3 76,2 79,0 79,2 80,8 85,0 89,7 91,2 93,0 83,8 87,5 93,0

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Gedenken, Gegenwart und Vision
Musikalische Jugend verbreitete im Jubeljahr den Optimismus des Ungarn Frigyes Hidas

Der Blasmusikverband Tirol feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen und eröffnete die musikalischen Festlichkeiten am 16. Mai in der Haller Pfarrkirche mit dem „Requiem für den Frieden“ von Frigyes Hidas. „Der Auftakt gilt der Jugend“, sagte Blasmusik-Präsident Franz Fischler, denn die Ausführenden waren das Tiroler Landesjugendblasorchester, der Chor des Tiroler Landeskonservatoriums und als Solisten vier junge professionelle Sängerinnen und Sänger. Das Kirchenkonzert als Initial der 60Jahr-Feiern galt, wie Landesverbandsobmann Herbert Ebenbichler im Konzertblatt festhielt, „dem Gedenken an unsere verstorbenen MusikerInnen und FunktionärInnen, die mit viel Idealismus und Einsatz in ihren Vereinen und Bezirken tätig waren.“ Mit der Berufung auf die jahrzehntelange kontinuierliche Aufbauarbeit geriet das Konzert mit zwei Jugendensembles auf dem Podium zur eindrucksvollen Demonstration von Gedenken, gegenwärtiger Jugendarbeit und Zukunftsvision.

Der ungarische Komponist Frigyes Hidas wurde 1928 geboren, studierte an der Franz Liszt-Musikakademie und war Musikdirektor des Nationaltheaters und später des Operettentheaters. Er starb am 7. März 2007. An seinem Todestag fand in der Stiftskirche Gries bei Bozen die Generalprobe zur Aufführung seines Requiems statt. Eine Gruppe jener Südtiroler Ausführenden fand sich als Zuhörer in der Haller Pfarrkirche ein. „Ein Abend, an dem wir das Leistungsniveau unserer Blasmusikjugend erfahren dürfen“, versprach Präsident Fischler. Das Niveau des Landesjugendblasorchesters, das voriges Jahr den Jugendorchester-Wettbewerb in Schladming gewann, ist tatsächlich erstaunlich. Da waren nicht nur individuelle instrumentale Sicherheit und eine schöne, spezifische Klanglichkeit zu vernehmen, sondern auch erstaunliche Balance. Im Verein mit Chor und Solisten gelingt sie einem Blasorchester nicht leicht, Dirigent Helmut Schmid hat hier mit seinem Engagement und Einsatz viel erreicht. Der Chor des Tiroler Landeskonservatoriums behielt angesichts der Bläser-

konzentration vor sich die Nerven und brachte die von Claudio Büchler gewonnene Detailarbeit und Geschlossenheit ein. Maria Erlacher (Sopran), Markus Forster (Alt), Johannes Puchleitner (Tenor) und Andreas Mattersberger (Bass) widmeten ihre stimmlichen Vorzüge und ihre Ausdruckskraft den Solopartien. Hidas „Requiem für den Frieden“ fordert die Ausführenden, geht dem Blasmusikpublikum aber leicht ins Ohr. Verschwenderisch geht der ungarische Komponist mit seinen melodischen Einfällen um. Er setzt mehrere Melodien oder Melodiefragmente parallel ein, ohne dass sie sich harmonisch in die Quere kämen, er beschwört in ariosen Abschnitten den Gestus von Oper und Operette und lenkt mit imitatorischen Floskeln die Aufmerksamkeit auf die kirchenmusikalische Tradition. Den Text des Requiems mit seinen Schrecken, Bitten und Tröstungen bereitet Hidas mit fast filmischer Plastizität auf und bleibt trotz kurzer düsterer Mahnungen optimistisch, was das Ende unserer Existenz betrifft. Ursula Strohal

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Foto: Stockhammer

Juni 2007

Blasmusik in Tirol

Landesmusikfest 2007
Nach dem Auftakt zu unserem Landesmusikfest mit der Aufführung des Requiems von Frigyes Hidas am 16. Mai in der Haller Pfarrkirche - gilt unser Hauptaugenmerk nunmehr dem Festkonzert im September und dem eigentlichen Festwochenende am 20. und 21. Oktober 2007.

Samstag, 22. September 2007, 20 Uhr Congress Innsbruck/Saal Tirol Das Orchester hat den zweiten Probentag absolviert und immer mehr stellt sich heraus, dass hier ein Programm in Vorbereitung ist, das den Zuhörern einen hochklassigen Querschnitt durch die Möglichkeiten der sinfonischen Blasmusik bieten wird. Gastdirigent wird der bekannte österreichische Komponist und Dirigent Thomas Doss aus Oberösterreich sein. Programm: Eröffnungsmusik des Tirolers Norbert Zehm Ouvertüre zur Oper „ Die sizilianische Vesper“ von G.Verdi. Höhepunkt des ersten Konzertteiles ist dann das Concerto for Trumpet & Winds in 5 Sätzen von Alfred Reed, dem im Vorjahr verstorbenen und auf der ganzen Welt geschätzten amerikanischen Komponisten. Solist: Florian Klingler. „Luxaurumque“ von Eric Withacre Das Festkonzert endet mit der Aufführung eines neuen Werkes unseres Gastdirigenten Thomas Doss mit dem Titel „Solaris“-Scenes and Eclipse. Das Festkonzert wird vom ORF aufgezeichnet. Über die wichtigsten Ereignisse des Landesmusikfestes wird vom ORF ein Film produziert, der dann Anfang November in der Fernsehsendung „Erlebnis Österreich“ an einem Samstag, 17.05 Uhr österreichweit ausgestrahlt wird.

Festkonzert - Tiroler Landesjugendblasorchester

Festwochenende

„Blasmusikfaszination“ Samstag, 20. Oktober 2007 in der

großen Olympiahalle – Beginn: 19.00 Uhr (früher 18.00 Uhr) In Kurzbeiträgen treten auf: die Stadtmusikkapelle Wilten, die SpeckbacherStadtmusik aus Hall, die Stadtmusikkapelle Landeck, die MK Peter MayrPfeffersberg aus Südtirol, die Swarovski Musik Wattens, die Original Tiroler Kaiserjägermusik, die Militärmusik Tirol, bei Musik in Bewegung die 3 Osttiroler Kapellen St.Veit i.D., Sillian und Nussdorf/Debant und die Gastkapelle Ungenach aus Oberösterreich, dann die MK Hinterthiersee, eine Jugendkapelle der Musikschule Reutte, ein Naturtrompetenssemble Innsbruck, Tiroler Tanzmusikanten, Haller Stadtpfeifer und Working Clarinets, also eine unglaubliche Vielfalt mit ständigem Wechsel auf zwei großen und einer kleinen Bühne, gewürzt durch einige kurze Schauspielszenen und Einsatz von Video und Ton. Ein Höhepunkt wird wohl auch am Schluss das Gesamtspiel aller Teilnehmer sein- eine klingende Demonstration unserer Tiroler Blasmusik. Ca. 4000 Plätze stehen zur Verfügung. Vorverkauf über den Landesverband, über Tourismus Innsbruck-Burggraben und bei allen Raiffeisenkassen Tirols. Dieser Tag wird Innsbruck zu einer klingenden Stadt machen. Gastkapellen konzertieren zwischen 11 und 15 Uhr vor dem Goldenen Dachl, auf dem Platz vor dem Landestheater und am Sparkassenplatz. MK Goldegg für Salzburg, Trachtenkapelle Liesing im Lesachtal für Kärnten, MK Groß St.Florian für Steiermark, MV Kennelbach und die MK Röthis für Vorarlberg, die Pfarrmusik Olang aus

Südtirol, die Harmoniemusik Balzers aus Liechtenstein, die MK der Musikschule Oberschützen-Bad Tatzmannsdorf für das Burgenland, dann der MV Breitenthal für den Allgäu-Schwäbischen Musikbund und die MK Bernbeuren für den Musikbund Ober- und Niederbayern. Sonntag, 21. Oktober 2007 8.00 Uhr - Festmesse im Dom zu Innsbruck mit Bischof Dr. Manfred Scheuer (musikalische Gestaltung MK Roppen mit Kirchenchor Roppen) 8.30 Uhr - Sternmarsch der Teilnehmer zum Platz vor dem Landestheater. 10 Uhr - Festakt mit Ansprachen und Gesamtspiel. 11 Uhr - Festzug durch die Hauptstraßen von Innsbruck (Ottoburg, Altstadt, Maria Theresien Straße, Meranerstraße, Boznerplatz, Meinhardstraße, Sillgasse, Kaiserjägerstraße, Auflösung im Messegelände). Marschieren werden unsere Gastkapellen, auch eine Kapelle mit Schützenkompagnie und 22 Großblöcke aus unseren 19 Tiroler Blasmusikbezirken, insgesamt mindestens 3500 MusikerInnen. Herbert Ebenbichler

Wir bitten, weil von vielen noch immer nicht beachtet, darum, das ganze Jubiläumsjahr 2007 über in allen Drucksorten, Konzert- und Festprogrammen, sonstigen Aussendungen, Schreiben usw. unser Verbandslogo mit dem Zusatz Landesmusikfest 2007-erhältlich über das Verbandsbüro – zu verwenden.

Achtung, Funktionäre in den Bezirken und Vereinen:

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Mit t eilungen d es Verbandsobmannes
Generalversammlung 2007, Rückblick und Dank
Als Verbandsobmann bedanke ich mich vor allem einmal für den ausgezeichneten Besuch der Generalversammlung in der Festhalle Fügen. Laut Karten waren Delegierte von 222 Kapellen anwesend, dazu Vertreter aller 19 Musikbezirke, dann die Vorstandsmitglieder und LVB-Obmann Dr. Herbert Ebenbichler der Großteil der Mitglieder des Musikbeirates. In der Festhalle bot sich wieder ein farbenprächtiges Bild der Trachten und Uniformen. Dem Hausherrn, Bürgermeister Walter Höllwarth, sei für die kostenlose Benützung der Halle gedankt, ebenso für die Betreuung der Damen des Vorstandes und Musikbeirates, gedankt sei auch dem Personal im Saal. Ein großer Dank gebührt dem Musikbund Schwaz, der nicht nur die Versammlung mustergültig organisierte, sondern noch zusätzlich mit einer mustergültigen Aktion glänzte: Auf einem „musikalischen Pfad“ wurden wir von der Kirche zur Festhalle durch den Vortrag von an verschiedenen Stellen postierten Bläsergruppen musikalisch begleitet. Ein Lob für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sei den Kirchenchören von Jenbach und Weerberg, der Bläsergruppe des Musikbezirkes Schwaz, der Organistin Annedore Kraler und dem jungen Leiter der Aufführung Andreas Knapp aus Weerberg ausgesprochen, dessen Messe für Chor, Bläser und Pauken viel Anklang fand. Gedankt sei auch dem Bezirksjugendblasorchester des Musikbundes Schwaz, das unter den Dirigenten Werner Kreidl, Robert Werth, Markus Oberladstätter und Walter Steinlechner mit überwiegend Tiroler Kompositionen die Generalversammlung sehr stimmig umrahmte.

Start des neuen Landeskapellmeisterteams
Dem neuen Landekapellmeister Mag. Hermann Pallhuber und seinen Stellvertretern Günther Klausner und Hans Eller wünsche ich viel Erfolg und viele Ideen in ihrem für unseren Verband so wichtigen Aufgabenbereich. Zusammen mit dem neu installierten Musikbeirat hoffen wir auf eine erfolgreiche musikalische und kulturelle Arbeit zur Weiterentwicklung des Tiroler Blasmusikwesens.

Internationale Erfolge – Dank und Gratulation
Es ist mir ein ausdrückliches Bedürfnis, unserem Jugendreferat mit Helmut Schmid und Johannes Puchleitner sowie dem Musikschulwerk und den großartigen Helfern in den beiden Veranstaltungsorten Tarrenz und St.Johann, stellvertretend Mario Raich und Martin Rabl, für die Durchführung des Jugendorchesterwettbewerbs am 31.3. und 1.4.2007 zu danken. Es waren zwei eindrucksvolle Veranstaltungen mit ganz hervorragenden Leistungen und einer präzisen Organisation. Dank und Gratulation gilt auch der Stadtmusikkapelle Landeck, die beim großen und international sehr anerkannten Konzertwettbewerb „Filicorno d’oro“ in Riva teilgenommen hat und in der Oberstufe (Categoria Superiore) einen hervorragenden 2. Platz mit über 90 Punkten erreichte. Im Gesamtpunktevergleich liegt die Landecker Musik im Spitzenfeld. Ebenso hat inzwischen die SpeckbacherStadtmusik Hall in Tirol bei den Internationalen Musiktagen in Vöcklabruck am 18. Mai ebenfalls an einem großen Wertungsspiel teilgenommen. Mit 93,17 Punkten in der Stufe D trugen sie den Sieg davon. Zu danken ist, dass beide Kapellen solche Bewerbe annehmen und daran, mit hohen Kosten verbunden, teilnehmen. Also ein besonderes Lob den Funktionären und Aktiven dieser Orchester, die für den Ruf des Blasmusiklandes Tirol wieder viel beigetragen haben.

Österreichischer Blasmusikwettbewerb Feldkirchen 2008
Im Einvernehmen mit dem Landeskapellmeister möchte ich wieder auf diesen wichtigen Bewerb in Feldkirchen verweisen. Der Österreichische Blasmusikwettbewerb wird bereits zum 7. Mal von Freitag, 26. September bis Sonntag, 28. September 2008 in der Stadt Feldkirchen/Kärnten durchgeführt. Teilnahmeberechtigt ist wie schon bei den vergangenen Wettbewerben pro Bundesland einschließlich der Partnerverbände Südtirol und Liechtenstein jeweils ein Blasorchester der Stufen D oder E. Die Ausschreibungsunterlagen sowie das Anmeldeformular liegen beim Verbandsbüro auf, Anmeldeschluss ist der 01. Dezember 2007. Die Fahrtkosten werden vom Landesverband Tirol getragen, während die Teilnehmerkapellen auf Kosten des Veranstalters in Feldkirchen untergebracht und auf Basis 2xVollpension verpflegt werden. Wir hoffen sehr, dass wir auch 2008 wieder eine Kapelle aus Tirol zu diesem Höchststufenbewerb entsenden können. Zur Erinnerung: 2005 war unser Teilnehmer die Stadtmusik Lienz mit einem Spitzenergebnis in der Stufe D ( 2. Platz mit über 92 Punkten). Also Feldkirchen 2008 ruft und lädt ein.

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Juni 2007

Blasmusik in Tirol

ÖBV - Nachrichten
Der Kongress, die Generalversammlung des Österreichischen Verbandes, wird am Fronleichnamswochenende vom 7. bis 10. Juni 2007 in Pamhagen / Seewinkel im Burgenland abgehalten. Nach dem 2004 im ÖBV beschlossenen Rotationssystem wird der nächste Präsident, der derzeitige ÖBV-Vizepräsident Oskar Bernhart, aus der Steiermark kommen. Bei den Spitzenfunktionären wie Bundeskapellmeister, Bundesjugendreferent, Bundesstabführer, Generalsekretär und dem PR-Manager wird es voraussichtlich keine Änderungen in der Besetzung geben.

Führungskräfteseminar des Österreichischen Blasmusikverbandes in Zusammenarbeit mit unserem Landesverband
Auf Grund der guten Erfahrungen mit dem vom Tiroler Verband von 2005 auf 2006 in 5 Modulen durchgeführten Lehrgang für die Ausbildung zum diplomierten Vereinsobmann hat sich der Österreichische Verband dem angeschlossen und mit etwas erweiterten Inhalten nun für 4 Standorte in Österreich ab Herbst 2007 ein Seminar für Führungskräfte ausgeschrieben Euer Verbandsobmann Herbert Ebenbichler

ÖBV: Führungskräfte – Seminar Tirol – Vorarlberg – Liechtenstein – Südtirol
Ab Herbst 2007 veranstaltet, unter der Schirmherrschaft des ÖBV und gemeinsam mit den Landesverbänden für Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein, der Blasmusikverband Tirol das 2. Führungskräfte–Seminar, welches inhaltlich vorwiegend für Obleute konzipiert wurde, sich jedoch selbstverständlich auch an interessierte FunktionärInnen sowie MusikerInnen richtet. Dieses Führungskräfte-Seminar West wird parallel mit dem Seminar West des ÖBV für Jugendreferenten durchgeführt. Über den Zeitraum eines Jahres werden die Seminarinhalte in insgesamt 4 Modulen jeweils von Samstag 08:30 Uhr bis Sonntag 14:00 Uhr vermittelt. Im letzten Block werden die Seminararbeiten präsentiert und die Diplome mit dem ÖBVAbzeichen „Diplomierter Vereinsfunktionär“ in feierlicher Form übergeben. Ein lückenloser Besuch aller Module ist für den positiven Abschluss des gesamten Seminars erforderlich. Das Seminar wird bei entsprechender Nachfrage (mindestens 15 Teilnehmer) angeboten. Die Kosten für die Kursteilnehmer belaufen sich auf 440,-- € pro Person und beinhalten 4x Vollpension und 4x Nächtigung sowie einen Teil der Kosten für die Referenten. Wenn Sie Interesse an diesem Ausbildungslehrgang haben, wenden Sie sich bitte umgehend an den Seminarleiter für das ÖBV - Seminar West: OSR Richard Wasle, E-Mail: r.wasle@tsn.at oder an den ÖBV - Generalsekretär Wolfgang Findl, E-Mail: wolfgang.findl@chello.at Seminarinhalte: MODUL 1 08./09. September 2007, Grillhof • Rechtliche Situation eines Vereinsfunktionärs • Vereinsgesetz • Veranstaltungsgesetz • Verbandsstruktur in Österreich • Vereinsversicherungen • AKM • Steuerrecht • Anforderungsprofil an eine Führungskraft im Verein • Leitbild • Persönliche Kompetenzen • Kurzdarstellung des Ausbildungs-, Prüfungs- und Wettbewerbswesens in der Blasmusik • Jahresplanung • Projektplanung • Durchführung von Wahlen • Protokolle • Leitfaden und Themenfindungsprozess zur Seminararbeit MODUL 2 19. / 20. Jänner 2008, Grillhof • Führen und Motivieren • Konfliktlösung • Kommunikationstraining • Erweiterung des musikalischen Verständnisses (Abendreferat) • Themenvergabe der schriftlichen Seminararbeiten • Rhetorik Teil 1 – Die Stimme • Präsentation • Diskussionsleitung • Entwicklungspsychologisches Grundwissen • Verhalten von Jugendlichen 11. April 2008, Vorarlberg - freiwillig • Rhetorik Teil 2 - 20:30 – 22:10 (freiwillige Teilnahme beim Referat für JR mit Waltraud Kiechl) MODUL 3 12. / 13. April 2008, Vorarlberg • (Marketing) Konzertmanagement und Sponsoring • Medien und Öffentlichkeitsarbeit • Gesellschaftsspiele für Musiker aller Altersgruppen • Teamwork (Wiederholung zu Führen und Motivieren aus Modul 2) • Präsentation der Reden (Arbeitsauftrag aus Modul 2) MODUL 4 27./28. September 2008, Grillhof • Rhetorik Teil 3 • Präsentation der Seminararbeiten • Überreichung der Diplome sowie des ÖBV - Abzeichens „Diplomierter Vereinsobmann“

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Mit te ilungen de s Landeskapellmeist ers
Liebe Musikantinnen und Musikanten! Liebe Leserinnen und Leser!
Zum ersten Mal darf ich mich hier auf der Seite des Landeskapellmeisters in der BiT an euch wenden und alle herzlich begrüßen! Seit der Wahl zum Landeskapellmeister im März dieses Jahres hat sich in meinem Leben einiges verändert. Einerseits habe ich - was mir besonders wichtig ist - in dieser kurzen Zeit bereits viele neue Kontakte bei den Frühjahrskonzerten, bei den Wertungsspielen und bei Kapellmeisterbesprechungen knüpfen können, und andererseits sind aber auch ziemlich viele arbeitsintensive Termine, Sitzungen und Besprechungen für mich dazugekommen, in denen vor allem „Brainstorming“ angesagt war, um den Musikantinnen und Musikanten in unserem Tiroler Blasmusikverband in Zukunft schöne und sinnvolle neue Bereiche erschließen zu können. Die Ergebnisse dieser ersten Schritte in meiner Amtszeit möchte ich hier als kleine Ausblicke in die Zukunft kurz zusammenfassen:

Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber

Kapellmeisterlehrgang ab Oktober 2007
Im Referat „Bildung“ haben wir uns sofort an die Arbeit gemacht, um einen neuen Kapellemeisterlehrgang ins Leben zu rufen, der sich zwischen den bestehenden Angeboten der Landesmusikschulen und des Landeskonservatoriums ansiedelt und in bestimmten Bereichen mit ihnen kooperieren soll. Vor allem war uns wichtig, dass sich dieser neue und einzige Verbandslehrgang nach den Bedürfnissen und Notwendigkeiten unserer Tiroler Blasmusik richtet und ein gediegenes Ausbildungsangebot dafür bietet. Es ist bereits ein eigener Lehrplan erstellt, der die Lehrinhalte auf sechs Semester verteilt und mehrere individuelle Varianten ermöglicht. Der Lehrgang startet Anfang Oktober 2007. (Siehe unseren beigelegten Folder und Seite 11)

Bildungskatalog und neue Bläserwochen ab 2008
Es gibt bereits Planungen für einen allgemeinen Bildungskatalog für alle Musikantinnen und Musikanten in Tirol, in dem jeder „schmökern“ soll und sich dann seinen speziellen Workshop, seinen Vortrag, seine Exkursion oder sein Seminar aussuchen kann. Dieser Katalog wird ein breit gestreutes Veranstaltungsangebot mit ganz verschiedenen und auch unkonventionellen Inhalten – vorgestellt von interessanten Referenten – beinhalten und auch mit den neuen Lehrgangsangeboten verknüpft sein. In diesem Bildungsprogramm sind für 2008 auch die neu gestaltete Bläserwoche und eine ganz neue Woche mit einer Dreigliederung (einem sog. „Triangel“) aus Dirigenten, Komponisten und Orchestern enthalten

Das musikalische Herz
Zuallererst ist der Musikbeirat neu bestellt worden. Er ist ein „Organ“ des Tiroler Blasmusikverbandes im wahrsten Sinn des Wortes. Der Musikbeirat ist das Gremium, wo alle musikalischen Belange für das Blasmusikland Tirol behandelt werden – das musikalische „Herz“ des Verbandes also. Der Musikbeirat besteht aus sechs Fachreferaten („Bildung“, „Wertung und Wettbewerb“, „Literatur“, „Musik in Bewegung“, „Orchester“, „Blasmusik und Liturgie“) mit insgesamt 17 Mitarbeitern – 5 Vorstandsmitgliedern und 12 bestellten Musikern und Fachleuten.

Wertungsspiele
In der Kürze der Zeit (die Bezirkswertungsspiele waren ja schon vor den Neuwahlen geplant und fixiert) haben wir versucht, eine gewisse Einheitlichkeit in der Bewertung zu erreichen. Das hat sowohl die bereits bestellten Juroren neu gefordert, wie auch von den teilnehmenden Musikkapellen viel Akzeptanz benötigt. Dass die neue, ungewohnte Regelung, bei Konzertwertungen von der Richtmarke von 85 Punkten als eine hervorragende Leistung auszugehen und Bewertungen von über 90 Punkten als Besonderheit anzusehen, so gut angenommen wurde, hat mir Mut gemacht und mich überzeugt, dass Tirols Musikkapellen für Neuerungen offen sind, wenn diese plausibel sind. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen bedanken. Diese Neuerung stellt heuer zunächst einmal eine Vorstufe zu einer generellen Reform der Wertungsspiele und Wettbewerbe in Tirol dar.

Ihr könnt mich persönlich am besten in meiner telefonischen Sprechstunde erreichen, jeden Montag (außer feiertags) von 18.00 – 19.00 Uhr unter 0650 - 543 57 52

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Juni 2007

Blasmusik in Tirol

Zusammenarbeit auf allen Ebenen
Wichtig ist mir schließlich der Kontakt und die Einbindung der Bezirksverbände in die Arbeit des Landesverbandes. Neue Auftrittsmöglichkeiten für unsere Musikkapellen sollen dabei eine stärkere Identifikation mit dem Landesverband bewirken und das will ich nicht zuletzt auch durch gesellschaftliche Ereignisse erreichen, die Fröhlichkeit und Herzlichkeit ausstrahlen. Landeskapellmeister des BVT Mag. Hermann Pallhuber

Kulturabteilung - Land Tirol, Stadt Innsbruck, Raiffeisenwerbung, TIWAG, Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer, Unternehmen Swarovski, Firma Fox-Holz Raumakustik /Neuhofen/OÖ und Österreichische Blasmusikjugend.

Herzlicher Dank den Sponsoren des LandesMusikfestes:

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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Mit t eilungen d es Landesstabführers
Danke!
Geschätzte Musikanten und Musikantinnen, ich möchte mich ganz herzlich bei den Delegierten, die mir bei der Wahl zum Landesstabführer ihr Vertrauen schenkten, bedanken. Meine Aufgabe, für „Musik in Bewegung“ einzutreten, werde ich, wie bisher, nach bestem Wissen und Gewissen pflichtbewusst unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten auszuführen versuchen. Mein großer Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und Kameradschaft gilt meinem Vorgänger Josef Stiller, der sich mit ganzer Kraft für diesen Arbeitsbereich eingesetzt hat. Für die Zukunft möchte ich ihm alles Gute und viel Gesundheit wünschen. Herzlicher Dank ergeht auch an Gerald Embacher, meinem neuen Partner in diesem Arbeitsbereich. Er hat sich ja schon einige Zeit intensiv eingebracht, so dass wir bestimmt für den Bereich „Musik in Bewegung“ eine gute Arbeitsgemeinschaft bilden werden.

Siegfried Stigger Landesstabführer

Bezirksstabführer setzen hohe Ziele
führer sind ja wichtige Multiplikatoren und brauchen das notwendige Rüstzeug um ihre Angebote an die Kapellen zu vermitteln. Landesweite Vergleichbarkeit zu erzielen ist das Anliegen für die weitere Entwicklung des Bewertungs- und Wettbewerbswesens. Eine gründliche Schulung der Bewerter in Theorie und Praxis wird dafür die Grundsteine legen. Weiters soll die Punktevergabe (ab nun nur noch in ganzen Punkten) eine höhere Trennschärfe erbringen. Die Einführung des CAMBA-EDV-Programmes für die Marschmusikbewertung hat im letzten Jahr noch ein wenig Probleme gemacht, sollte nun aber durch Weiterentwicklung und Gebrauchspraxis die Arbeit erleichtern und professionalisieren. Der große Festumzug anlässlich des Landesmusikfestes im Oktober war selbstverständlich auch Thema der Bezirksstabführerkonferenz. Die Blockgröße wurde auf 130 Teilnehmer inklusive Fahnen, Marketenderinnen, etc. festgelegt, die Route beschrieben und über damit verbundene Probleme der Aufstellung diskutiert. In seinem, wie gewohnt, sehr herzlich gehaltenen Schlusswort betonte Landesstabführer Siegfried Stigger die Bedeutung der Arbeit in den Bezirken, vor allem der Motivationsarbeit, die ein unermüdliches Eintreten für die Sache „Musik in Bewegung“ erfordere. JoWe

Foto: JoWe

LStabführer Stv. Gerald Embacher präsentierte das CAMBA-EDV-Programm

LStabführer Siegfried Stigger motiviert seine Kollegen

Erstmals zu Gast in der Wiltener Akademie, in den Proberäumen der Stadtmusikkapelle Wilten, waren die Bezirksstabführer der meisten Blasmusikbezirke Tirols. Für die Zurverfügungstellung dieser Räumlichkeiten sei der Stadtmusikkapelle Wilten ganz herzlich gedankt. Der Landesverband war vertreten durch Obmann Dr. Herbert Ebenbichler. Schon während der letzten Jahre hat sich die Beschäftigung der Musikkapellen mit dem Themenkreis „Musik in Bewegung“ wesentlich vertieft. Dieser Trend soll auch in den folgenden Jahren anhalten und für ein immer professionelleres Auftreten der Blasmusik in Bewegung sorgen. Die neu gewählten Landesstabführer

– Siegfried Stigger und sein Stellvertreter Gerald Embacher – beweisen großes Engagement (etwa in einer eigenen Veranstaltung für die Osttiroler Bezirke, um die langen Anfahrtswege der Teilnehmer zu ersparen) und legen Hauptaugenmerk auf Weiterbildung und Wettbewerb. Vorgeschlagen wird etwa ein Kursangebot für Bezirke, in dem Stabführer in zwei bis drei Ausbildungsmodulen ihr Handwerk erlernen und weiter schulen. Um den Zugang bei möglichster Effizienz zu erleichtern, werden regionale Angebote erwogen. Wichtiger Inhalt dieser Kurse wird nicht nur die Stabführung sein, sondern es wird ebenso Wert auf Ausbildungsmethodik gelegt werden. Die Stab-

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Blasmusik in Tirol

Landesstabführer-Konferenz am 5. April 2007 in Klagenfurt
Zu Camba-Programm und Bewertung neu: Bei der letzten EDV Referenten Schulung am 03.03. in Kuchl wurden etwaige Mängel und noch fehlende Eingaben durchgesprochen und ins Programm aufgenommen. Der Erfahrungsaustausch ergab auch, dass bei der Auswertung von MMB Drucker und Druckerfarbe ein Problem darstellen können und entsprechender Vorbereitung bedürfen. Bundeswettbewerb 2007 „Musik in Bewegung“ in Bruck an der Mur: Freitag, 06.07. / 18 Uhr - erste Bewertung von Stufe A – D. Samstag, 07.07. - Vormittag Kurzkonzerte in verschiedenen Stadtteilen. Nachmittag ab 13 Uhr für jede Musikkapelle im Stadion 20minütige Durchlaufprobe, ab 18 Uhr der Show-Wettbewerb. Musik in Bewegung 4. Auflage: Einem Team von 4 L-Stabführern wurde die Aufgabe erteilt, Verbesserungsvorschläge für einige Bereiche auszuarbeiten und in der nächsten Sitzung vorzustellen.

Um 85 Punkte - sehr gut!

Tagung für einheitliche Marschmusikbewertung in Tirol

Ziel der Tagung war eine Neuorientierung in der Punktevergabe, eine Vereinheitlichung der Standards bei Marschmusikbewertungen und eine Schulung im Umgang mit dem 100-Punkte-System. Vorbereitung einer Marschmusik-Bewertung Für den Bezirksstabführer sowie den Vorsitzenden einer Jury sind einige Vorbereitungsarbeiten erforderlich, die den reibungslosen Ablauf garantieren: • Strecke für die Marschmusikbewertung festlegen • Einbeziehung der Kapellen – Kenntnis der Kriterien • Vorbereitung der Erfordernisse für die EDV-Ausarbeitung Wie werden Punkte vergeben? 10 Punkte für ein Element der Bewertung

erhält man nur für herausragende Leistungen, 9 Punkte für eine gute Leistung, 8 Punkte bei einem leichten Fehler, 7 Punkte für mittlere Fehler (mehre Musiker sind daran beteiligt), 6 Punkte bei einem schweren Fehler und wenn ein Element völlig daneben geht, gibt es nur 5 Punkte dafür. Wird ein Element nicht durchgeführt, gibt es auch keine Punkte dafür. Verhaltensregeln für Bewerter Die Bewerter haben eine schwierige Aufgabe, in sehr kurzer Zeit, auszuführen. Sie müssen ihre Beobachtung von geeigneten Standplätzen aus vornehmen und genügend Notizen bei Punkteabzügen anmerken, um den Punkteabzug plausibel zu machen.

Praktische Anwendung Sehr wesentlich ist die Vereinheitlichung der Punktevergabe, deshalb haben die Bewerter am Grillhof auch in der Praxis ihre Punkte vergeben. Die Musikkapelle Telfes i. St. unter der Stabführung von Vizekpm. Nikolaus Müller hat sich dankenswerterweise als Übungskapelle zur Verfügung gestellt, sie wurde von den fortbildungswilligen Bewertern in den Stufen B, C, und D bewertet. Das Ergebnis überraschte: Die Streuung der Punktevergabe lag nur bei der Stufe B bei zwei Punkten, in den Stufen C und D ergab sich eine nur geringe Streuung von ca. einem halben Punkt. So sind die Bewerter für die Marschmusikbewertungen bestens gerüstet.

Vorbereitung auf das Musikfest in Wien

Eure Landesstabführer Siegfried Stigger und Gerald Embacher

Die Musikkapellen St. Veit i. Defreggen, Sillian und die MK Nußdorf-Debant vertreten vom 1. bis zum 3. Juni das Bundesland Tirol in Wien. Landesstabführer Stigger Siegfried tritt mit unserem Block bei der Marschmusikbewertung in der Stufe E an. Wir freuen uns schon auf einen spannenden Auftritt.

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Foto: Margarethe Ortner

Fotos: JoWe

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M it te ilungen des Landesgeschäftsführers
Neue Homepage des Landesverbandes!
Nachdem die bestehende Homepage des Landesverbandes schon etwas in die Jahre gekommen war und eine dringende „Auffrischung“ nötig erschien, wurde von Seiten des Vorstandes und der Geschäftsführung eine neue, moderne Lösung angedacht. LVB-Geschäftsführer Roland Mair Mit der Firma ECO-Online Internetservices wurde ein kompetenter Partner gefunden. Der neue Internetauftritt, der seit Anfang Mai bereits online ist, wird derzeit mit dem Einpflegen der Inhalte vervollständigt und beruht auf der derzeit modernsten zur Verfügung stehenden Technik. So wird es künftig möglich sein, Formulare bereits elektronisch auf der Homepage ausfüllen zu können, ein Download entfällt. Weiters ist eine direkte Anbindung an das Vereinsverwaltungsprogramm des Landesverbandes vorgesehen. Der mühsame händische Austausch der Daten entfällt somit. Mittelfristig ist eine Anbindung aller Verbandskapellen an das System geplant, sodass zum Beispiel Termine mit wenigen Mausklicks an alle relevanten Personen binnen kürzester Zeit weiter gegeben werden können. Die Finanzierung der Homepage erfolgt durch ein ausgeklügeltes Sponsorsystem im Rahmen der Betreuungstätigkeit der Partnerfirma. So hofft die Geschäftsführung auf möglichst viele Zugriffe durch die einzelnen Mitglieder aller Tiroler Blasmusikkapellen. Machen Sie sich ein erstes Bild durch den Aufruf der Adresse: www.blasmusikverband-tirol.at

Blasmusikkalender 2007 – Fotoprämierung
Vorab gilt den vielen Foto-Einsendern unser ganz herzlicher Dank. Durch ihr großartiges Angebot konnte der Kalender mit einer reichen Vielfalt ausgestattet werden. Zugleich möchten wir um Verständnis bitten, dass der beschränkte Platz nicht zugelassen hat, alle Einsendungen zu berücksichtigen. Eine unabhängige Jury hat nun drei Fotos ausgewählt und prämiert: 1. Platz: MK Vomp-Marschierfoto - eingesendet von Obmann Otto Prantl (Oktober) 2. Platz: Gesamtspiel Musikfest 2004 in St. Jakob i. Def. - Foto von Markus Kleinlercher, eingesendet von Martin Unterkircher Schriftführer MK St. Jakob i.Defr. (Juli) 3. Platz: „Musikantenwadeln“ – Foto von Ottilie Stemberger, St. Veit i. Defr. (Juni) Als Preise gibt es Eintrittskarten für die Landesverbandsveranstaltungen anlässlich des Landesmusikfestes 2007 - für das „Festkonzert“ am 22. 9. 2007 im Congress in Innsbruck und für das Großereignis „Faszination Blasmusik“ am 20.10.2007 in der Olympia World in Innsbruck. 1. Preis: Je 6 Eintrittskarten 2. Preis: Je 4 Eintrittskarten 3. Preis: Je 2 Eintrittskarten Wir gratulieren! Die Karten werden rechtzeitig zugesandt.

2. 2. Platz

3. Platz

1. Platz

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Blasmusik in Tirol

EDV-Mitgliederverwaltungsprogramm
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Musikkapellen, im Besonderen bei den für die EDV-Arbeit verantwortlichen Personen, für die Erfassung der Mitgliederdaten herzlich bedanken, darf aber gleichzeitig bitten, Funktionärsänderungen bzw. Mitgliederbewegungen laufend zu ergänzen. Eine sinnvolle Nutzung ist nur dann möglich, wenn alle Daten vollständig und richtig eingegeben sind. Unser aller Nutzen wird die reibungslose Vernetzung und Verbesserung der Datenkommunikation zwischen Musikkapellen und dem Landesverband sein. In der BiT Ausgabe 3/2006 wurde bereits auf einige erforderliche Eingabedaten hingewiesen. (EDV verantwortliche Person, E-Mail Adressen, Telefonnummern, BLZ und Kontonummer der Musikkapelle, usw.). In Bearbeitung ist die Verknüpfung der Funktionärsliste im EDV-Mitgliederverwaltungsprogramm mit unserer neuen Homepage – somit werden auf der Homepage immer die aktuellen Funktionäre (Obmann, Kapellmeister, Jugendreferent und Stabführer) ersichtlich sein. Eine oftmals angebrachte Kritik „die Funktionärslisten sind nicht aktuell“ ist damit ausgeräumt. Wir bieten auch weiterhin Informationen und unsere Hilfe an und sehen uns als Servicestelle für unsere Musikkapellen.

Musikbezirk Silz Kufstein St. Johann Außerfern

Konzertwertungsspiele
KW 21.4. 28.4. 29.4. 6.5. /12.5. KW 19.5. 1.7. 8.7. 8.7. 8.7. 15.7.

Ort Haiming Langkampfen St.Johann Breitenwang Ort Stadion Lienz Thaur Weerberg Oberhofen Leutasch Stanzach

Bewerter bereits stattgefunden bereits stattgefunden bereits stattgefunden bereits stattgefunden

Musikbezirk Lienzer Talboden Hall Schwaz Telfs Seefelder Hochplateau Außerfern

Marschmusikwertung

Bewerter Gerald Embacher, Siegfried Stigger, Andreas Berger, Friedrich Obmascher Siegfried Stigger, Christian Zoller, Erwin Feiß Gerald Embacher, Michael Geisler, Michael Hölbling, Thomas Scheiflinger Dr.Herbert Ebenbichler, Josef Stiller, Gerold Oberhauser, Thrainer Josef Wetzinger, Florian Pittl, Josef Treichl, Andreas Gamper Siegfried Stigger, Gerald Embacher, Dr. Herbert Ebenbichler, Roland Mair Fiedler, Hans Zimmerman jun. Landeck 12.8. Serfaus Siegfried Stigger, Dr. Herbert Ebenbichler, Christian Zoller, Markus Schiffer Innsbruck-Stadt 30.9. Ibk Stadt Siegfried Stigger, Hans Eibl, Leitinger, Werner Mayr Konzert- und Marschbewertungsergebnisse finden Sie auf unserer Homepage.

Musikbezirk Hall Iseltal Wipptal/Stubai Schwaz Innsbruck-Land Telfs Seefelder Hochplateau Außerfern Rattenberg Pustertal-Oberland St. Johann Silz Kufstein Landeck Brixental Lienzer Talboden

Bezirksmusikfeste

Bez-MF 01/07/ 01.07. 01/07/ 08.07. 08/07/ 08.07. 08.07. 15.07. 15.07. 29.07. 29.07. 29.07. 05/08/ 12.08. 12.08. 12.08.

Ort Thaur Prägraten Schmirn Weerberg Natters Oberhofen Leutasch Stanzach Rattenberg Kartitsch Erpfendorf Ötztal Bahnhof Schwoich Serfaus Westendorf im Rahmen des Lienzer Altstadtfestes

LV-Vertretungen Dr. Fischler Dr. Köck Mag. Pallhuber Klausner Mag. Pallhuber Dr. Fischler OSR Wasle Dr. Ebenbichler Reg. Rat BSI Knapp Dr. Ebenbichler Dr. Weyermüller Schmid Dr. Ebenbichler Eller Schlenck Mag. Pallhuber

Der Landesgeschäftsführer Roland Mair

Sommerurlaub im Verbandsbüro
Unser Verbandsbüro bleibt vom 1. bis 31. August 2007 geschlossen.
In wichtigen Verbandsangelegenheiten ist GF Roland Mair unter der Handy Nr. 0650/3447886 erreichbar. Der Verbandsvorstand wünscht allen Funktionären und MusikantInnen schöne und erholsame Urlaubstage

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Blasmusik in Tirol

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikantinnen und Musikanten, der am 31. März in Tarrenz und am 1. April in St. Johann i.T. mit 46 Orchestern und rund 2.200 Nachwuchsmusikanten bereits zum dritten Mal in sehr beeindruckender Weise abgehaltene Jugendblasorchester-Wettbewerb war wiederum geprägt von einer Landesjugendreferent Helmut Schmid begeisterten und leistungsbereiten Tiroler Blasmusikjugend, auf die wir mit Recht sehr stolz sein können. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses großartigen

musikalischen Festes beigetragen haben: bei allen Organisatoren für die mustergültige Abhaltung, bei den Orchesterleitern für die wertvolle Nachwuchsarbeit und vor allem bei den jugendlichen TeilnehmerInnen für die hervorragenden Leistungen. Für eine solch motivierte Blasmusikjugend sind wir die nächsten drei Jahre sehr gerne wieder bereit, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiter zu gehen: Die dritte Jugendreferentenausbildung der Österreichischen Blasmusikjugend startet im September mit interessanten Kursinhalten. Das Tiroler Landesjugendblasorchester präsentiert sich bei zwei tollen Konzerten in einer qualitätvollen Besetzung und hat sich ein möglichst zahlreiches Publikum verdient. In diesem Sinne freuen wir uns auf weitere starke Auftritte der Tiroler Blasmusikjugend und bedanken uns jetzt schon für eure tatkräftige Unterstützung!

Ausschreibung Jugendreferenten-Seminar West 2007/2008
Eine der wichtigsten Tätigkeiten innerhalb eines Musikvereines ist die Jugendarbeit. Um die Musikkapellen in dieser wichtigen Tätigkeit zu unterstützen, sieht die Österreichische Blasmusikjugend (ÖBJ) die Ausbildung von Vereinsjugendreferenten als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben an. Seit Herbst 2002 veranstaltet die ÖBJ deshalb Ausbildungsseminare für diese Zielgruppe. Insgesamt haben seitdem bereits circa 350 Jugendreferenten in ihren Vereinen die Jugendarbeit aufgenommen bzw. sind derzeit in Ausbildung. Aufgrund der großen Nachfrage wird nun ein neues Seminar West ausgeschrieben:

Termine, Seminarleiter und Kursorte:
West III LJRef. Tirol; Seminar Helmut Schmid, Piller 55, 6473 Wenns Telefon: 0512 508-7752 oder 0676 88 508 7752 E-Mail: h.schmid@tirol.gv.at Modul 1 07. und 09. September 2007 • Grillhof/Innsbruck Modul 2 18. – 20. Jänner 2008 • Grillhof/Innsbruck Block 3 11. – 13. April 2008 • Vorarlberg Modul 4 26. – 28. September 2008 • Grillhof/Innsbruck Vereinseinzahlungen bitte Namen des Kursteilnehmers angeben. Teilnehmer, die das Seminar mit dem Besuch aller Kursteile und der Abgabe einer Seminararbeit ordnungsgemäß abschließen, erhalten nach Maßgabe der vom Bundesministerium zu Verfügung gestellten Förderung bis zur Hälfte des Kursbeitrages als Stipendium zurückbezahlt.

Kursinhalte: Anforderungsprofil ei- Anmeldung + Kursbeitrag:
nes Jugendreferenten, seine Aufgaben und sein Betätigungsfeld in der Kapelle, Ausbildungs-, Prüfungs-, Wettbewerbswesen, Einführung in die Instrumentalpädagogik, Dirigieren, Rechtliche Grundlagen, Motivation – Die Psychologie der Freude, Psychologische Grundlagen, Öffentlichkeitsund Pressearbeit, Erstellen eines Jahresprogramms, Rhetorik, Präsentationstechniken, Corporate Identity, Sponsoring

Die Anmeldung erfolgt online über das auf der Homepage www.winds4you.at herunter zu ladende Anmeldeformular. Die Anmeldung wird mit der Einzahlung des Seminarbeitrages von € 440.- für den gesamten Lehrgang auf das Konto der Österreichischen Blasmusikjugend RBB Spittal/Drau, BLZ 39 267, Kontonummer 411 066, Kennwort „Jugendreferentenseminar + Name“ gültig. Bei

Ausschreibung JMLA Gold Prüfung 16. Juni 2007
Die Prüfung zum JMLA in Gold wird für 16. Juni (WO?) ausgeschrieben. Für die Zulassung zur JMLA Prüfung in Gold ist ausschließlich der positive Abschluss eines Musikkunde 3-Kurses an einer der 31 Tiroler Musikschulen nötig. Anmeldungen bitte über den (die) jeweilige(n) Bezirksjugendreferenten(in), bis 25. Mai 2007 an LJR Helmut Schmid, Piller 55, A-6473 Wenns, mail: h.schmid@tirol.gv.at. Helmut Schmid und Mag. Johannes Puchleitner - Landesjugendreferenten

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Blasmusik in Tirol

Name: Alter: Wohnort: Blasmusikkapelle: Instrument(e): Preise: Lieblingsessen: Lieblingstier: Hobbies: Mein unerreichbares Idol: Schule/Lehre: Was willst du werden? Was bedeutet dir die Blasmusik? Was gefällt dir an deiner Kapelle? Was magst du dort nicht so gern? Welche Musik spielst du am liebsten? Was liebst du sonst noch für Musik? Trägst du gerne deine Tracht? Bist du noch in anderen Vereinen? Was macht dir Angst? Was macht dir Mut?

Lydia Huber 20 Jahre Elbigenalp Musikkapelle Elbigenalp Querflöte, Gitarre, Klavier Prima la Musica Gitarre 2. Preis (1999), Querflöte 1. Preis mit Auszeichnung (2003, 2005) mit Bundeswettbewerb Pasta in allen möglichen Variationen (mein Hauptnahrungsmittel) und Schokolade Katze Beachvolleyball, Kaffeeklatsch mit Freundinnen Emmanuel Pahud BORG Musikgymnasium Musikschullehrerin Erhaltung der Tradition Zusammenhalt und Gemeinschaft, und natürlich besonders das Musikfest und der Musikausflug. Uneinigkeiten innerhalb der Kapelle, Ausrückungen bei Minusgraden. Flötenliteratur aus Frankreich. Alles außer volkstümlicher Musik. Prinzipiell sind mir Jeans lieber, aber eigentlich trage ich sie gern, weil man im Auftreten mit der Kapelle das Gefühl der Zusammengehörigkeit hat, trotzdem ist sie schon ein bisschen unbequem. Nein, war aber lange beim Roten Kreuz. Die Angst vor dem eigenen Versagen bei Konzerten. Lob, Rückhalt bei Freunden und Familie.

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Foto: Privat

Jugend im Gespräch

Blasmusik in Tirol

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Die Marktmusikkapelle Brixlegg feiert ihr 175jähriges Gründungsjubiläum

 leise... 175 Jahre und kein bisschen

Jubilierende Kapellen im Porträt

Die Marktmusikkapelle Brixlegg feiert dieses Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: bereits vor 175 Jahren wurde die Unterinntaler Kapelle erstmals urkundlich erwähnt. Grund genug, einen kurzen Blick auf die historische Entwicklung der Musikkapelle zu werfen... Die Wurzeln der Marktmusikkapelle Brixlegg reichen zurück bis ins frühe 19. Jahrhundert. 1832 gründete der Lehrer, Organist und Mesner Peter KOHLEISEN eine 14-Mann-starke „Musikbande“, die auf einfachen Naturinstrumenten verschiedene Tanzstücke spielte. 70 Jahre später präsentierte sich die Musikkapelle dann erstmals in einer neuen, einheitlichen Tracht: in der Alpbacher Tracht. Vier Jahre danach wurde schließlich der Musikverein Brixlegg auf statutenmäßiger Basis gegründet. Selbst unter den schwierigen Bedingungen im Ersten Weltkrieg wurde die Kapelle nicht aufgelöst, sondern mit geringerer Mitgliederzahl weitergeführt. Ende der 30er Jahre erhielt dann die Kapelle eine weitere gemeinsame Tracht: die Alt-Brixlegger-Tracht. Beide Trachten und die – später von der Vereinigten Metallwerke Ranshofen-Berndorf AG (heutige Montanwerke AG) zur Verfügung gestellte Bergmannsuniform – sind nach wie vor in Verwendung. Die Kriegsjahre und der Wiederaufbau Der politische Umsturz im März 1938 führte zur Auflösung der Vereine nach den bisherigen Statuten. Während der Kriegsjahre war daher die Kapelle nur beschränkt spielfähig. Nach dem Krieg bemühten sich die Brixlegger jedoch

tatkräftig um die Reorganisation und den Wiederaufbau der Musikkapelle. In den 50er Jahren entschloss man sich, das idyllisch gelegene Plateau beim Steubdenkmal am Mühlbichl als Festplatz zu erschließen. Zu diesem Zweck wurde ein Musikpavillon erbaut und eine Festhalle in Angriff genommen und damit einer der schönsten Festplätze des Unterinntals geschaffen. Und wie schaut’s heute aus? Musikalisch liegt die Leitung der Kapelle seit 2002 in den Händen von Kapellmeister Christian SCHNEIDER, um die organisatorischen Belange kümmert sich bereits seit 1994 Obmann Bernhard RENDL. Trotz des stolzen Alters ist die Kapelle keineswegs veraltet. Aufgrund der intensiven Nachwuchsförderung kann die Kapelle mittlerweile auf rund 60 Mitglieder verweisen (bereits zehn davon sind weiblich). Kameradschaftlicher Zusammenhalt, die Freude am Musizieren und am Erfolg gemeinsamer Arbeit sind die Grundlagen für den zukünftigen Bestand und die Weiterentwicklung des Klangkörpers. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen...

175 Jahre – das gehört gefeiert! Und deshalb lädt die MMK Brixlegg alle Freunde und Interessenten recht herzlich zum viertägigen Jubiläumsfest vom 5. – 8. Juli 2007 am (vollständig überdachten) Festplatz Mühlbichl in Brixlegg ein! 5. Juli: Präsentation der neuen CD der Marktmusikkapelle Brixlegg. Am Freitag Partystimmung mit der bekannten Band „RAT BAT BLUE“. Am Samstag gibt es am Nachmittag für die Kleinen ein großes Kinderspielfest am Festplatzgelände, bevor dann am Abend das beliebte „GOLDRIED QUINTETT“ für Stimmung sorgt. Sonntag: nach der feierlichen Feldmesse am Mühlbichl (gestaltet von der Musikkapelle Mühltal) großer Festumzug unter der Beteiligung von 10 Musikkapellen sowie zahlreichen anderen Vereinen, Fahnenabordnungen und Brauchtumsgruppen. Anschließend Gastkonzert der Musikkapellen Brandenberg, Breitenbach und Mariatal. Für einen stimmungsgeladenen Festausklang sorgen dann schließlich „Die original Tiroler Alpenbummbler“. (Alle Details zum Programm finden Sie unter www.bmk-brixlegg.at!)

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Blasmusik in Tirol

170 Jahre Bundesmusikkapelle Angath
Die Anfänge der BMK Angath sind schwer zurückzuverfolgen, da für lange Zeit fast keine Überlieferungen vorliegen. Doch auf einem Foto aus dem Jahr 1837 ist zu erkennen, dass sich bereits in diesem Jahr eine musikalische Gruppe aus elf Personen zusammengefunden hatte. Als Kapellmeister wurde Simon Gruber, Bauer beim Polz angegeben. Seither belebt die Kapelle die Gemeinde Angath durch ihr Mitwirken bei kirchlichen Feierlichkeiten, dem Spielen von zahlreichen Konzerten und durch viele weitere Veranstaltungen. Dank der erfolgreichen Nachwuchsausbildung mit derzeit 20 Jungmusikerinnen und Jungmusikern in Ausbildung und 43 aktiv musizierenden Mitgliedern, kann die Musikkapelle zuversichtlich sein, dass sie auch in Zukunft einen großen Teil für einen guten Zusammenhalt in der Gemeinde beitragen kann. Aktivitäten im Jubiläumsjahr: Das Musikjahr begann mit einem Jubiläumskonzert im Angather Mehrzwecksaal, wo sich die Kapelle unter ihrem

neuen Kapellmeister Johann Auer von ihrer besten Seite zeigte und mit moderner und traditioneller Blasmusik zu überzeugen wusste. Die Probenarbeit nach dem Konzert stand im Zeichen des Bezirks-Wertungsspiels des Unterinntaler Musikbundes, wo sich die Kapelle in ihrem Jubiläumsjahr sehr gut vorbereitet präsentierte. Der Höhepunkt des Jahres war aber zweifelsohne das Jubiläumsfest von 18. bis 20. Mai.

Am Freitag und Samstag sorgten unter anderem die bekannten Unterhaltungsgruppen „Smash“ und die „Ursprung Buam“ für eine tolle Zeltfeststimmung. Das Frühschoppen am Sonntag bot einen würdigen Ausklang für das gelungene Fest. Im Sommer spielt die BMK Angath wie in den vergangenen Jahren, wöchentlich am Donnerstag ihre Platzkonzerte beim Angather Musikpavillon, wozu sie ganz herzlich einladen möchte.

180 Jahr-Jubiläumsfest und 20 Jahre Neugründung der Musikkapelle Stanzach
Auszug aus der Chronik • 1827 Gründung der Musikkapelle Stanzach • Mangels Aufzeichnungen ist nichts Näheres über das erste Bestands- Jahrhundert bekannt • 1951 Anschaffung der neuen einheitlichen Lechtaler Tracht unter Kapellmeister Jakob Lechleitner • Dezember 1968 vorübergehende Auflösung der MK- Stanzach • 1975-76 Neubeginn und erneutes „Aus“ der Musikkapelle • Durch Initiative des damaligen Bürgermeister Alfred Schwarz im Februar 1985 Aufnahme der Probenarbeit und Ausbildung an musikinteressierten Stanzacherinnen und Stanzachern durch Günter Koch aus Häselgehr und Albert Köck aus Vorderhornbach • 12. August 1987 erste Ausrückung der MK-Stanzach unter Kapellmeister Günter Koch • Noch im selben Jahr erfolgte die Aufnahme in den Außerferner Musikbund • 1992 Ausrichtung des 43. Außerferner Bundesmusikfestes • 1993 Kapellmeisterwechsel: Johann Walch folgt dem Gründungskapellmeister Günter Koch • 2000 Ausrichtung des 51. Außerferner Bundesmusikfestes • 2007 Auf Grund des 180 jährigen Bestandjubiläums seit der ersten Gründung und des zwanzigjährigen Bestandes seit der Neugründung der MKStanzach haben sich der Vorstand und die Mitglieder der Musikkapelle entschlossen, heuer das 58. Außerferner Bundesmusikfest vom 13.-15. Juli 2007 auszurichten Samstag 14. Juli - 18.30 Uhr Einmarsch des Talschaftsblockes Unteres Lechtal, Festkonzert der Bundesmusikkapelle Hart im Zillertal, ab 20: 30Uhr Tanz und Unterhaltung mit den „Jungen Zillertalern“ Sonntag 15. Juli - 09:00 Uhr Feldmesse und Festakt, 13:30 Uhr - Festzug durch den Ort mit Marschmusikbewertung, ab 14:15 Uhr Konzerte anwesender Gastkapellen

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Blasmusik in Tirol

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50-Jahr-Jubiläum der Bundesmusikkapelle Erpfendorf

Im Winter 1957 reifte in einigen Erpfendorfern die Idee eine eigene Musikkapelle zu gründen. Die anfänglichen Schwierigkeiten waren groß, da weder Notenmaterial noch Instrumente vorhanden waren. Das meiste wurde von den Musikanten selber bezahlt. Die Situation entspannte sich als im März 1958 der Antrag auf Vereinsgründung genehmigt wurde. Somit konnte man öffentlich um Mitglieder werben, sowie um Unterstützung an die Öffentlichkeit herantreten. Im Jänner 1959 fand die erste, der mittlerweile zur großen Tradition gewordenen, Christbaumversteigerung im damaligen „Gasthof Berghof“ statt. Die Musikkapelle wurde ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens im Ort. Aus dieser kleinen Gruppe Ende der 50er Jahre (siehe Foto rechts) entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Kapelle, welche mittlerweile 45 Mitglieder (davon 16 weiblich) zählt. In den letzten 5 Jahren hat sich die Kapelle durch die gute Jugendarbeit stark verjüngt. Nach Kapellmeister Leo Mader sen., Nikolaus Balzar und Walter Rabl, führt Gerald Embacher seit 1988 die Musikkapelle an. Seine Arbeit zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er bei seinen Programmzusammenstellungen ein Hauptaugenmerk auf die Vielseitigkeit legt. Im Jahr 2002 wagte die Musikkapelle das Experiment „Blasmusik meets Pop & Rock“ - eine Gemeinschaftsauffüh-

rung mit einer heimischen Band. Im Jahr 2005 stellte Kapellmeister Gerald Embacher ein 20minütiges Tongemälde mit dem Titel „Tirol – Ein Land mit vielen Gesichtern“ zusammen, welches sowohl großen Anklang beim heimischen Publikum als auch beim Publikum bei zwei Konzerten in Böbingen (D) und Inzersdorf (NÖ) fand. Mit Bildern aus der Heimat und Auszügen aus Werken wie dem Donauwalzer oder Music, sowie unter der Mitwirkung verschiedener Ensembles (Alphornbläser Wilder Kaiser, Erpfendorfer Tanzlmusig, usw.) wurde die Schönheit unseres Heimatlandes auf besondere Art und Weise demonstriert. Das heurige Jahr steht nun ganz im Zeichen des 50jährigen Bestandsjubiläums, welches natürlich gebührend gefeiert wird. Bereits Ende April fand an zwei Abenden das Frühjahrskonzert unter dem Titel „Jubiläumskonzert“ statt. Zu diesem Anlass hat es Kapellmeister Embacher gemeinsam mit seinem Vorgänger Walter Rabl geschafft, ehemalige Musikanten, auch Gründungsmitglieder, zusammenzutrommeln. Somit musizierte eine fast 70-Mann-starke Kapelle und gewährte dem Publikum einen Rückblick auf 50 Jahre, wie es wohl kaum realitätstreuer möglich gewesen wäre. Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist aber das Bezirksmusikfest von 27. bis 29. Juli 2007. Am Freitag konzertiert der Europameister auf der Trompete Vlado Kum-

pan mit seinen Musikanten im Festzelt. Die Trenkwalder sorgen am Samstag für gute Stimmung bei der Jubiläumsparty und am Sonntag folgt der Festakt mit anschließendem Umzug mit rund 600 Musikantinnen und Musikanten ab 10 Uhr am Dorfplatz. Höhepunkte in 50 Jahren: 1961: Anschaffung einer einheitlichen Tracht 1962: Ausrichtung des ersten Bezirksmusikfestes in Erpfendorf 1969: Bau eines Musikpavillons und Probelokals 1998: Umbau von Musikpavillons und Probelokal samt Gestaltung eines tirolweit einzigartigen Vorplatzes 2000: Mitwirkung bei der Rasenshow zur Einweihung des neuen Tivoli Stadions in Innsbruck 2005: Aufführung eines von Kapellmeister Gerald Embacher zusammengestellten Tongemäldes mit dem Titel „Tirol – Ein Land mit vielen Gesichtern“ Aufzeichnung zu zwei ORFFernsehfrühschoppen für die Sendungen vom 26.12.2005 und 06.01.2006 2006: Teilnahme an der Marschbewertung in St. Johann in Tirol in Gruppe D – höchste Punktezahl an diesem Tag mit 91 von 100 Punkten Cornelia Auer

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Blasmusik in Tirol

Berichte a us den Bezirken
Musikbezirk Innsbruck-Stadt
Unter dem Motto „Alles neu bei der k. u. k. Postmusik Tirol“ stand das heurige Frühjahrskonzert.

v.l.n.r.: Präsident Erwin Zangerl, Gerhard Scherbichler, Robert Senger, Manfred Ostermann, Kapellmeister Stefan Laube und Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber.

Übergabe der Partitur des „Temsa-Marsches“ vom Komponisten Adi Rinner an Kapellmeister Stefan Laube.

Im sehr gut besuchten Stadtsaal in Innsbruck konzertierte die k. u. k. Postmusik Tirol am Sonntag, den 22. April 2007 erstmals unter der musikalischen Leitung von Stefan Laube und unter der organisatorischen Führung von Martin Plank. Dem neuen Vereinsnamen gerecht, wurde überwiegend Konzertstücke aus der Zeit bis 1918 vom Kapellmeister ausgewählt.

55 Jahre Mitgliedschaft zu einer Tiroler Blasmusikkapelle - Robert Senger 40 Jahre Mitgliedschaft zur Postmusik Manfred Ostermann 25 Jahre Mitgliedschaft zur Postmusik Gerhard Scherbichler Die Überraschung des Konzertabends war die feierliche Überreichung des „Temsa-Marsches“ (komponiert vom anwesenden Adi Rinner) durch General-

konsul Mag. Franz Wechner an den Kapellmeister der k. u. k. Postmusik Tirol. Hintergrund dieses Auftragswerkes ist die Zusammenarbeit mit der ÖBB-Postbus GmbH und dem Omnibushersteller Temsa in der Türkei. www.postmusiktirol.at. Bernd Raitmair, Schriftführer der k. u. k. Postmusik Tirol

Musikbezirk Hall
Präsentation der ersten CD Ehrungen verdienter Musikanten der Wattenberger Musikkapelle
Die Musikkapelle Wattenberg unter der Leitung ihres Kapellmeisters Gerhard Wetscher präsentierte im bis zum letzten Platz gefüllten Saal des Mehrzweckgebäudes Oberdorf der Marktgemeinde Wattens ihre erste CD mit dem Titel „Weard schun stiller die Zeit“. Auf dieser CD befinden sich neben traditionellen Weihnachtsweisen auch modernere Kompositionen. Das Cover wurde vom Vizebürgermeister und Förderer der Musikkapelle, Herrn Georg Karner, gestaltet und zeigt die „Hirschlandkapelle“ am Wattenberg. Auf der Innenseite des Covers hat sich der ehemalige Direktor der Volksschule Wattenberg und Ehrenmitglied Herr Anton Haag mit einem schönen Weihnachtsgedicht an der Produktion beteiligt. Finanziell ermöglicht haben diese CD-Aufnahme die Förderer Daniela und Günther Rochelt, welchen auch auf diesem Wege noch einmal ein herzliches „Vergelt’s Gott“ übermittelt wird. Auch über Nachwuchsprobleme kann die Musikkapelle nicht klagen, so konnten 3 neue Mitglieder, welchen zugleich auch das „Bronzene Leistungsabzeichen“ verliehen wurde, aufgenommen werden. Es sind dies Lisa Brunner, Romana Liebsch (Querflöte) und Christoph Pittl (Schlagzeug). Ausgezeichnet wurden an diesem Konzertabend 5 Musikanten, und zwar Alois Ranacher, Gerhard Schaller, Johann Geißler, Martin Pittl und Johann Steinlechner, für ihre 25-jährige und Josef Prem für seine 30-jährige Mitgliedschaft.

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Foto: Raitmair

Blasmusik in Tirol
Ein weiterer Höhepunkt dieses Abends war die Verleihung der Ehrenmedaille in Gold des Landesverbandes der Tiroler Blasmusik-kapellen an Herrn Ehren-Kapellmeister Gottfried Klingenschmid für seine 60-jährige Tätigkeit als Musikant, wovon er über 25 Jahre die Funktion des Kapellmeisters der Wattenberger Musikkapelle inne hatte. Das Publikum dankte für das sehr gelungene Konzert mit minutenlangem Applaus und war einhellig der Meinung, dass es mit der Blasmusik in Tirol auch in Zukunft sehr gut bestellt ist.
Auf dem Foto von links nach rechts: Bgm. Johann Geißler, Bezirksobmann Ludwig Troppmair, Obmann-Stellvertreter Franz Speckbacher, Gottfried Klingenschmid, Obmann Franz Prem und Kapellmeister Gerhard Wetscher.

Juni 2007

Musik als klingender Stempel SWAROVSKI Musik Wattens mit sattem Klang und schöner Linie
Der Konzertsaal des Hauses Marie Swarovski ist voller interessierter Zuhörer, als Günther Klausner, seit kurzem der musikalische Leiter der Erfolgskapelle, den Taktstock zur „Festlichen Ouverture“ von Bedrich Smetana ansetzt und das Frühjahrskonzert 2007 einleitet. Passend rustikal und gleichzeitig monumental interpretieren die Musiker dieses erste slawische Stück. Ein zweiter Programmpunkt aus jenem Kulturkreis wird mit der „Slawischen“, Symphonie Nr. 3 von Boris Koschevnikow präsentiert. Der Komponist hat volksmusikalische Anklänge reizvoll in ein attraktives Klangmuster verpackt und die SWAROVSKI Musik scheint seine Intentionen bestens zu kennen und wirkungsvoll umzusetzen. Im folgenden „Concerto in Es- Dur für Trompete und Blasorchester“ von J.B.G. Neruda scheint das Publikum den Atem anzuhalten. Solist Harald Passerini, aus den eigenen Reihen der Kapelle stammend, spielt nämlich mit traumhafter Leichtigkeit und glasklarem Ton. Die Dynamik des aus Holzregistern, Cembalo und Kontrabass bestehenden Orchesters ist bestens abgestimmt. Klausner führt die Begleitung der Musiker gefühlvoll und mit Geschmack. Nach der Pause erklingen mit „Ouverture Allemande“ von Thomas Doss zeitgenössi-

schere Klänge. Das anschließende Stück „Irish Tune from County Derry“ von P.A. Grainger widmet die SWAROWSKI Musik Wattens ihrem all zu früh verstorbenen Kapellmeister Franz Schieferer. Ein Foto Schieferers wird an die Wand projiziert und in diesem bewegenden Moment scheint es fast, als befinde er sich im Raum. Dies scheinen auch die Musiker zu spüren und ehren diesen ganz Großen der Tiroler Blasmusikszene mit einfühlsamen Akkordauflösungen und emotional geladenen Spannungsverläufen. Doch die Kapelle kann mit Freude in die Zukunft schauen, denn der neue Kapellmeister Günther Klausner, bestens bekannt in

der „Szene“, dirigiert klar und mitreißend. Dies ist auch in „Saga Candida“ von Bert Appermont der Fall. In den sieben Teilen dieses Auszugs aus dem Musical „Die Saat des Bösen“ erzählen die Instrumente von Hexenverfolgungen, die Musiker singen und flüstern und effektvolle Schlagzeugeinsätze leiten sowohl Tango als auch Trauermarsch ein. Strahlende Melodien, etwas Comic- Feeling und Jazz- Anklänge erklingen im abschließenden Stück und es bleibt nur ein kleiner Einwand: der Saal ist äußerst trocken und schluckt zu viel Hörenswertes. Das Publikum zeigt seine Begeisterung am Schluss durch tosenden Applaus. Manuela Kerer

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Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Rattenberg und Umgebung
Neue CD und Kirchenkonzert der BMK-Breitenbach
Anlässlich des heurigen 200-jährigen Jubiläums der BMK-Breitenbach wurde eine Jubiläums-CD aufgenommen. Unter den 11 Titeln findet sich auch der von unserem Ehrenkapellmeister Peter Ingruber komponierte Marsch „Bei uns in Tirol“. Die CD ist in der Sparkasse Breitenbach und Raiffeisenbank (MUT) Breitenbach erhältlich und wird auch bei unserem Jubiläumsfest (3.-5. August Festplatz Breitenbach) angeboten. Am Sonntag, den 15. April veranstaltete die Bundesmusikkapelle Breitenbach anlässlich ihres 200-jährigen Jubiläums ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Breitenbach. Vokal unterstützt wurde die Musikkapelle dabei von Andrea Fuchs und Horst Adamer. Mit den Titeln „Ich gehör nur mir“, „Always On My Mind“ und „Could We Start Again, Please?“ bereicherten sie den 51 Mitglieder starken Klangkörper.

Andrea Fuchs und Horst Adamer mit vokalen Beiträgen

Ein weiterer Höhepunkt des Konzerts war das Tenorhorn Solo „Arietta“ von W. A. Mozart, gespielt von Ehrenmitglied Franz Lettenbichler. Die über 350 Konzertbesu-

cher ließen gemeinsam mit uns den Abend mit dem Choral „Bist du bei mir“ von Sebastian Bach sanft ausklingen. Christina Ingruber

Musikbezirk Imst
Happy Birthday, JOI Jubiläumskonzert des Jugendorchesters Imsterberg sorgte für Besucherrekord

Wer am Samstag, dem 24. Februar 2007 zwanzig Minuten vor Konzertbeginn im Gemeindesaal Imsterberg eintraf, bemühte sich vergeblich um einen Sitzplatz. Nur noch Stehplätze waren zu ergattern. Doch die Darbietungen der Jugendkapellen aus Roppen und Imsterberg erleichterten das Stehen um einiges.

Bereits zum fünften Mal lud das Jugendorchester Imsterberg – kurz JOI – unter der musikalischen Leitung von Bezirksjugendreferent Bernhard Bartl zum alljährlichen Konzertabend. Traditionell wurde der erste Teil von einer Gastkapelle gestaltet. War es letztes Jahr das Jugendorchester Mils, so bestritt heuer das Jugendblasorchester aus Roppen un-

ter der Leitung von Bezirkskapellmeister Klaus Heiss den ersten Teil. Dieser wurde mit der Europahymne eröffnet. Es folgten Stücke wie „Junior Rock“ und die „Slavonicka Polka“. Den Abschluss eines überaus gelungenen ersten Teils bildete der größte Hit der Village People – „YMCA“. Schwungvoll ging es auch in den zweiten, von JOI gestalteten

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Foto: BMK Breitenbach

Blasmusik in Tirol
Teil. Nach dem „Colonel Bogey Marsch“ folgte die Eröffnungsfanfare der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta „Summon the Heroes“ von John Williams. Nach „Three Little Pop Tunes“, einem Stück von Dizzy Stratford, folgte der erste große Höhepunkt des Abends. Das Jugendorchester Imsterberg verwandelte sich in eine Horde Wikinger. Mit Wikingerhelmen bekleidet brachten sie ein technisch anspruchsvolles „WickieMedley“, bekannt aus der gleichnamigen Zeichentrickserie zum Besten. Mit dem „Graf Zeppelin Marsch“ und dem Stück

Juni 2007
„Just a Closer walk with Thee“ folgten zwei Zugaben. Danach beendeten die beiden Jugendorchester aus Imsterberg und Roppen gemeinsam einen äußerst abwechslungsreichen und unterhaltsamen Musikabend mit dem allseits bekannten „Radetzky Marsch“ von Johann Strauss.

Tiroler Jugenblasorchester - Wettbewerb 2007 Teil 1 am 31.03.2007 in Tarrenz
Der Blasmusikverband Tirol in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Musikschulwerk des Landes Tirol veranstaltete 2007 bereits zum 3. Mal einen Wettbewerb für Jugendblasorchester. Wegen der erfreulicherweise vielen Anmeldungen spielte die Tiroler Musikjugend sowohl am Samstag den 31. März in Tarrenz als auch tags darauf in St. Johann im Unterinntal auf. Nach Tarrenz kamen über 1.000 Jugendliche in insgesamt 24 Orchestern. Zahlreiche Zuhörer, vor allem mitgereiste Schlachtenbummler, freuten sich über die Begeisterung, die Freude und das Können ihrer Schützlinge beim musikalischen Wettstreit. Auch für den durchführenden Verein der Musikkapelle Tarrenz mit ihrem Obmann Wolfgang Reich war die Veranstaltung ein grosser Erfolg. Der vorgegebene

Zeitrahmen konnte eingehalten und der Bewerb zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten abgewickelt werden. Nach dem Auftritt wurden die hungrigen und durstigen Musikantinnen und Musikanten bestens versorgt Wir gratulieren nicht nur den siegreichen Orchestern zur

Qualifikation für den Bundeswettbewerb, sondern freuen uns mit jedem einzelnen Teilnehmer über seinen persönlichen Einsatz. Die Ergebnisse und viele Fotos vom Wettbewerb finden man unter der Internet-Adresse: www.blasmusikverband.at/tirol

10 Jahre Jugendblasorchester Tarrenz - Rückblick
In Tarrenz besteht nunmehr bereits 10 Jahre ein auf Initiative und unter der Leitung von Tobias Zangerl (Musiklehrer der LMS Imst) gegründetes vereinseigenes Jungenblasorchester. Im Laufe der vergangenen 10 Jahre konnte das JBOT (=Jugendblasorchester Tarrenz) zahlreiche musikalische aber auch kameradschaftliche Höhepunkte feiern. Seit 2003 besteht nun das Orchester in seiner „zweiten Generation“. Mit 35 Musikantinnen und Musikanten nahmen die Tarrenzer 2005 beim JBO-Wettbewerb in St. Johann teil und erreichten dort eine sehr gute Bewertung (85,17 Pkte) in der Stufe CJ! Das Jugendblasorchester spielt anfangs Juni jährlich ein Vatertagskonzert und bestreitet im Juli einen Auftritt beim Gassenfest der Vereine im Dorf. Aber auch bei der Firmung und dem Tag der Blasmusik des Bezirksverbandes Imst spielt das Orchester auf. Weitere Infos: www.members.aon.at/jbotarrenz Musikkapelle Tarrenz

Musikbezirk Brixental
Astner Josef – der „Eada Sepp“ – 70 Jahre Musikant
Mit neun Jahren begann die musikalische Laufbahn des „Eada Sepp“ als Trommelzieher bei der Musikkapelle Itter. Mit zehn Jahren lehrte ihn der Kooperator seiner Heimatgemeinde die Grundbegriffe des Geigenspiels und mit elf Jahren konnte er endlich – bei einem Musikanten – das Flügelhorn erlernen und der Musikkapelle Itter beitreten. Als 1939 der Weltkrieg ausbrach und mehrere Musikanten der Musikkapelle zur Wehrmacht eingezogen wurden, musste Sepp die kleine Trommel schlagen, da nun bei diesem Instrument Not am Mann war. 1943 wurde der Sepp selbst zum Militär-

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dienst einberufen. Nach der Kriegszeit spielte er Posaune und Bassflügelhorn. Neben seiner Musikkapelle war er Mitglied der Tanzkapelle „Edelweis“, die er sieben Jahre auch selbst leitete. 1956 wechselte der Sepp zur Basstuba, die er heute noch mit Bravour bläst. Durch seinen Bergkameraden Johann Wurzenrainer, welcher Kapellmeister der Musikkapelle Hopfgarten war, half er vorerst des öfteren bei den „Hopfgartnern“ aus und trat 1959 dieser Musikkapelle bei. „Eine Zeit lang spielte ich sowohl bei der Hopfgartner als auch bei der Itterer Musikkapelle, je nachdem, wo ich gebraucht wurde“ erzählt er. Mittlerweile hat der „Eada Sepp“ das stolze Alter von 81 Jahren erreicht und sitzt noch immer mit Eifer in den Reihen seiner Hopfgartner Musikanten. Bleibt einmal sein Platz leer, heißt es, „der Sepp muss krank sein“. Für seinen unermüdlichen Einsatz haben ihm die Hopfgartner Musikanten die „Ehrenmitgliedschaft“ verliehen. Neben seiner musikalischen Tätigkeit ist der „Eada-Sepp“ auch ein sportliches Phänomen. So nahm er an 13 Marathonläufen teil und bestritt mit seinen Langlaufschiern 24 Mal den Koasalauf. Unter anderem flog er im Alter von 70 Jahren nach New York, um beim dortigen StadtMarathon mitzulaufen. „Im Handgebäck hatte ich lediglich ein Reserveleibchen und meine Zahnbürste“ erinnert er sich. Noch heute läuft der Sepp auf seinen Hausberg, die Hohe Salve - und wer beim Mountain-Biken mit ihm mithalten will, muss vorher ordentlich trainieren. Er freut sich guter Gesundheit, und dass er noch kein bisschen müde geworden ist zeigt die Tatsache, dass er sich im Vorjahr mit 80 Jahren eine Motor-Cross Maschine angeschafft hat. „Man darf niemals aufgeben“. Diesem Leitspruch ist der Sepp immer treu geblieben. Lieber Sepp, deine Kameraden der Musikkapelle Hopfgarten wünschen dir weiterhin alles Gute, viel Gesundheit und dass

Blasmusik in Tirol

Der „Eada-Sepp“ mit seiner Tuba

du noch lange in unserem Kreis mitspielen kannst! Musikkapelle Hopfgarten

Musikbezirk Schwaz
340 –jähriges Bestandsjubiläum der Stadtmusikkapelle Schwaz

Die Stadtmusik Schwaz begeht im heurigen Vereinsjahr Ihr 340-Jahr Jubiläum mit einem Jubiläumsfest am 28. und 29. September. Bereits am 12. Jänner begannen die intensiven Probenarbeiten, durch die wir uns auf ein sehr anstrengendes und umfangreiches Musikjahr vorbereiten. Als Highlights des Jubiläumsjahres zählen das 50. Muttertagskonzert am 11. Mai in der Albert Jäger Sporthauptschule Schwaz, ein Jubiläumsfest am Freitag, 28. September 2007 mit einem Konzert ab 19:30 Uhr der BMK Vomp unter der

Leitung von Kpm. Walter Steinlechner und anschließend dem bekannten Weltund Europameister der Böhmisch-Mährischen Blasmusik Vlado Kumpan aus Tschechien. Am Samstag, 29. September 2007 werden die Orig. Tiroler Alpenbummler für eine gute Stimmung in der Tennishalle Schwaz (beim Bergwerk) sorgen. Es bleibt aber nicht viel Zeit um zu verschnaufen, denn am Freitag den 19. Oktober steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Da bestreiten wir ein Festkonzert mit dem Musikverein Netphen aus Deutschland. Da werden Wer-

ke von allen Kapellmeistern, die bei der Stadtmusik tätig waren, wieder aus dem Archiv hervorgekramt. Weiters findet am Nationalfeiertag mit Beginn um 19:00 Uhr der „Große Österreichische Zapfenstreich“ im Park der Stadtpfarrkirche statt. Wir hoffen viele Blasmusikbegeisterte bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen. Details sind auch auf unserer Homepage www.schwaz.at/stadtmusik nachzulesen. Mario Leitinger, Kapellmeister Stadtmusik Schwaz

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Foto: Mk Hopfgarten

Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Musikbezirk St. Johann
Kapellmeisterseminar mit Hermann Pallhuber
Der Musikbezirk St.Johann in Tirol wird dieses Jahr wieder Konzertwertungsspiele, und zwar am 29. April im Kaisersaal St.Johann i.T., abhalten. Als Kapellmeisterschulung in der Vorbereitungsphase hat am 3. Februar ein Seminar mit Hermann Pallhuber stattgefunden. Das Ziel bestand darin, jeweils ein Wertungsstück in den Stufen A, B, C und D zu erarbeiten. Pallhuber ging mit gekonnter Art und Weise auf Problemstellen in den Stücken ein, welche anhand der zehn Wertungskriterien zergliedert wurden. Für die Kapellmeister des Musikbezirkes St. Johann war es ein überaus interessanter und kurzweiliger Schulungsvormittag. Der besondere Dank gilt hier Hermann

Hermann Pallhuber vor interessierten Kapellmeistern.

Pallhuber für seine Ausführungen und der LMS St. Johann für die Bereitstellung des Saales mit den technischen Geräten.

Joschi Deisenberger, Bezirkskapellmeister

„Lederer Hans“ seit 66 Jahren Musikant bei der Knappenmusikkapelle Fieberbrunn
Eine besondere Ehrung gab es beim letztjährigen Cäcilienkonzert der Knappenmusikkapelle Fieberbrunn für Johann Rieder, vulgo „Lederer Hans“: er wurde mit dem goldenen Verdienstzeichen des Tiroler Blasmusikverbandes ausgezeichnet und ist seit sage und schreibe 66 Jahren Mitglied der Knappenmusikkapelle. Anbei ein kurzer musikalischer Lebenslauf von unserem Jubilar: Hans Rieder wurde am 15. März. 1931 geboren. Er begann 1940 mit bereits 9½ Jahren bei Stefan Pletzer und Herrn Kraus Trompete zu lernen. Das Mitwirken bei der im Jahre 1942 gegründeten Bezirksjugendblaskapelle war für Hans und einige seiner Musikkameraden eine Selbstverständlichkeit. Aber das Musizieren in einer Kapelle war den hervorragenden Musikanten noch zu wenig und so gründet man 1946 die „Weisserer“ - eine Tanzkapelle bei denen Hans mit seinen Kameraden Wast Treffer, Sepp Staudinger und Jakob Putzer zum Tanz auf diversen Bällen und Festen sowie mancher Hüttengaudi aufspielten. Bei den bekannten Tanzkapellen die „Hansei-Musi“ und die später gegründeten „Sechs Lustigen“ gab Hans mit seiner Trompete und später mit dem Flügelhorn sein Bestes. Nach dem plötzlichen Tod des damaligen Kapellmeisters Johann Egger musste im Dezember 1981, Hans der bereits 16 Jahre Kapellmeisterstellvertreter war, dass nicht leichte Amt des Kapellmeisters übernehmen, dass er bis Nov. 1986 hervorragend in gekonnter Weise ausführte. Um die musikalische Führung einer Kapelle zu beherrschen absolvierte Hans einige einwöchige Der „Lederer Hans“ freut sich. Kapellmeisterseminare am Volksbildungsheim Grillhof in Innsbruck. 27. Juli 1997 für 55 Jahre und am 30. Juli Hans, der von 1967 bis 1993 für die zum 2000 für 60 Jahre Mitgliedschaft. größten Teil ehrenamtliche Ausbildung Am 26. Mai 2003 wurde Hans von der von Jungmusikanten zuständig war, wurde Tiroler Landesregierung mit der Veram 12. Jänner 1984 wurde ihm die Golde- einsnadel in Gold ausgezeichnet. Am ne Ehrennadel der Gemeinde Fieberbrunn 31.7.2005 hat Hans das Goldene Verfür besondere Verdienste verliehen. Am dienstzeichen mit Urkunde vom Tiroler 31. Juli 1994 wurde Hans, der seit 20. 11. Blasmusikverband für 65-jährige Mit1993 Ehrenmitglied der Knappenmusik- gliedschaft erhalten. kapelle Fieberbrunn ist, vom österreichi- Wir wünschen unserem Hans auf diesem schen Blasmusikverband die Verdienstme- Wege noch einmal alles Gute und noch daille in Silber verliehen. viele und vor allem gesunde Stunden im Die Goldene Medaille mit Urkunde er- Kreise seiner Familie und Musikkamerahielt er vom Tiroler Blasmusikverband am den!

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Juni 2007

Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Wipptal-Stubai
7 Jugendkapellen stellen sich vor

JK Schmirn

Blechsalat Telfes

JK Ellbögen

JK Neustift

JK Fulpmes

JK Trins

JK Obernberg

Im Musikbezirk Wipptal-Stubai steckt die Jugendarbeit im Gegensatz zu manch anderen Bezirken noch immer ein bisschen in den Kinderschuhen. Umso erfreulicher ist es, heute sieben vereinseigene Jugendkapellen kurz vorstellen zu dürfen. Zusätzlich gibt es auch in den

beiden Musikschulen gemeindeübergreifende Jugendorchester. Die erste Jugendkapelle des Bezirks wurde vor über zehn Jahren in Ellbögen ins Leben gerufen. Diesem Beispiel folgte die Kapelle in Steinach. Leider gibt es die Steinacher Gruppe nicht mehr, da derzeit kein geeigneter Leiter zur Verfügung steht. Als erste Nachwuchsgruppe im Stubai wurde im Sommer 2004 die Jugendkapelle Fulpmes gegründet. Die derzeit 16 Jungmusikanten proben das ganze Jahr über einmal wöchentlich. Neben Mitgestaltung der Platzkonzerte, Auftritten in Schulen und bei öffentlichen Anlässen steht auch jährlich ein eigenes Jugendkonzert am Programm. Die Jugendkapelle aus Telfes ist in etwa gleich alt, nennt sich „Blechsalat“ und ist ebenfalls das ganze Jahr über aktiv. Auch sie ist regelmäßig bei Konzerten, Faschingsfesten und anderen Anlässen zu hören. Höhepunkt im heurigen Jahr war die Teilnahme am Jugendorchesterbewerb, wo sie mit nur 18 Mitgliedern

die kleinste teilnehmende Kapelle stellten. Die Jugendkapelle Schmirn hat derzeit etwa 30 Mitglieder und bereitet sich heuer in besonderer Weise auf den jährlich stattfinden „Abend der Jugend“ vor. Diesen werden sie musikalisch umrahmen und dabei von der Blasmusikjugend des Bezirkes aufmerksam belauscht werden. Noch eine Jugendformation ist ganzjährig aktiv, nämlich die Jugendmusikkapelle aus Trins. Sie hat derzeit 26 Mitglieder und organisiert sich immer wieder eigene Konzerte, um die Nachwuchsmusikanten durch Auftritte zum Spielen zu motivieren. Bemerkenswert ist, dass die Trinser auch beim tiefen Blech gut besetzt sind. Drei Kapellen – Ellbögen, Neustift und Obernberg – treten mit ihren Nachwuchsmusikanten einmal jährlich beim jeweiligen Frühjahrs- bzw. Cäcilienkonzert auf und können ihre Zuhörer mit einigen flotten Stücken beeindrucken. Zusätzlich spielen ihre Mitlieder in den Orchestern der Musikschulen mit. Marianne Mair, Bez. JRF

Die nächste BiT erscheint im September 2007 REDAKTIONSSCHLUSS: 31. JULI 2007
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Blasmusik in Tirol

Juni 2007

Bezirksvorstand – neu

Der neu gewählte Bezirksvorstand

Marianna Pitte, Matia Halder, Marianne Mair, Elisabeth Tanzer

Bei der diesjährigen Generalversammlung des Bezirkes Wipptal Stubai standen Neuwahlen an. Der nunmehr seit 12 Jahren aktive Bezirkskapellmeister Hans Eller und der ebenfalls langjährige Bezirksjugendreferent Hannes Heidegger legten ihr Amt zurück, der seit fast vierzig Jahren tätige Bezirksobmann Rudi Mair stellte sich für eine Amtsperiode zur Verfügung, um eine Übergabe des Amtes vorzubereiten. Tiefgreifende Veränderungen im Führungspersonal waren also zu erwarten. Durch vorbereitende Gespräche in Arbeitsgruppen waren schon rechtzei-

tig Kandidaten für die Neubesetzung namhaft gemacht worden, die dann mit überzeugender Mehrheit das Vertrauen der Versammlung erhielten. Neuer Bezirkskapellmeister wurde Josef Wetzinger, langjähriger Kapellmeister in Telfes i. St. und LV-Medienreferent, sein Stellvertreter, wie bisher schon, Hans Schönherr. Bezirksobmann Rudi Mair führt sein Amt weiter, unterstützt durch den neuen Stellverteter Ruppert Muigg, aus Navis, einem der ersrten diplomierten Musikfunktionäre Tirols. Eine Besonderheit stellt das neue Bezirksjugendreferenten-Team dar: Drei

Damen haben sich in den Dienst dieser wichtigen Aufgabe gestellt und zusammen mit der neuen Bezirksschriftführerin Marinna Pittl die Frauenquote im Vorstand gehörig nach oben geschoben. Marianne Mair ist die Bezirskjugendreferentin, Elisabeth Tanzer und Maria Halder sind ihre Stellvertreterinnen. Neu im Vorstand ist auch der Beirat Franz Obex. Alle übrigen Funktionen blieben unverändert. So viele neue Funktionäre werden mit geballter Energie an die Arbeit gehen und sich für das Wohl der Blasmusik in der Region Wipptal-Stubai einsetzen.

Musikbezirk Landeck
Rekordteilnahme bei Blasmusik-Skimeisterschaft im Kaunertal
205 BlasmusikantInnen nahmen am vergangenen Samstag bei strahlendem Wetter und ausgezeichneten Verhältnissen an der Landesskimeisterschaft am Kaunertaler Gletscher teil. Das Rennen wurde in mustergültiger Weise vom Skiclub Kaunertal unter Obmann Florian Praxmarer und von der Musikkapelle Kaunertal unter Obmann Günther Spanninger organisiert und durchgeführt. Den Tagessieg holten sich Sophie Landerer von der MK Kaunertal in 1:06,98 und Ernst Melmer von der MK St. Leonhard im Pitztal in 1:00,54 Minuten, die Mannschaftswertung sicherte sich die MK Senseler Volders. Seitens des Landesverbandes nahm Verbandsgeschäftsführer Roland Mair am Rennen teil. Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler, der Landecker Bezirksobmann Hubert Marth sowie Günther

Die Tagessieger Sophie Landerer und Ernst Melmer, LV-Obmann Herbert Ebenbichler, Bo Hubert Marth

Spanninger nahmen die Siegerehrung im Kaunertal-Center vor, die musikalisch

von der Südtiroler Formation „Hochwilde Böhmische“ umrahmt wurde.

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Foto: Paul Schranz

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Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Landeck: 1.424 MusikantInnen spielen in 32 Kapellen
2005 zählten die 32 Musikkapellen des Bezirkes Landeck 1.424 aktive Mitglieder, 335 davon waren weiblich, der Anteil der unter 32-Jährigen lag bei 500, in Ausbildung standen 493 JungmusikantInnen. „Die Zahlen entsprechen etwa jenen von 2004“, berichtete Bezirksobmann Hubert Marth bei der diesjährigen Generalversammlung in Nauders. Die Kapellen absolvierten 2.130 Proben und rückten 935 Mal aus. Die Ausgaben lagen bei 679.000 Euro, mehr als 431.000 Euro erwirtschafteten die Vereine selber. Im Rahmen des Festkonzertes der MK Nauders, das am Beginn der Versammlung stand, wurden langjährige Mitglieder Paul Ladurner aus Fiss, Georg Walter aus Galtür, Rudolf Tschuggmall und und Funktionäre geehrt. Otto Jehle und Josef Salner, beide Siegfried Westreicher aus Serfaus sowie Alois Ladner aus See (v.li.) gehören MK Ischgl sowie Erwin Mussak von der MK St. Anton nahseit 50 Jahren ihrer Heimatkapelle an. men die Urkunden für 60-jährige Mitgliedschaft entgegen. Robert Zangerl senior von der Stadtmusikkapelle Landeck bringt es auf stolze 65 Jahre. Bei den Verdienstzeichen stand Josef Kathrein im Mittelpunkt, der 40 Jahre lang Obmann der MK Fiss war. Schwerpunkte des abgelaufenen Vereinsjahres waren eine Fortbildung für Schlagzeuger und Obleute, der Bezirkswettbewerb „Spiel in kleinen Gruppen“ mit 26 Ensembles in Zams und das traditionelle Jungbläserseminar in Prutz mit 115 TeilnehmerInnen. Der musikalische Nachwuchs im Bezirk legte 141 Leistungsabzeichen und sieben Musikerleistungsabzeichen (für über 30-Jährige) ab. Die „Goldenen“ Jolanda Praxmarer (Kaunertal), Desiree Fuchs (Pfunds), Elisabeth Juen (Pians), Die dienstältesten Musikanten Josef Salner, Otto Jehle, Robert Zangerl sen. und Natalie Siegele (See), Christoph Brejla (Serfais), Mario WieErwin Mussak (v.li.) mit Landesgeschäftsführer Roland Mair, Bezirksobmann demann (St. Jakob) und Michael Reheis (Zams) erhielten die Hubert Marth, BO-Stv. Helmut Mall und Bezirkskapellmeister Rudi Pascher. Urkunden aus den Händen von Jugendreferent Elmar Juen im Rahmen der Versammlung. Durch den Verkauf von CDs wurde im Rahmen der Aktion „Musikanten helfen Musikanten“ drei vom Hochwasser betroffenen Musikantenfamilien in Kappl, Strengen und Pfunds je 1.950 Euro übergeben. „Die Aktion unterstreicht die Solidarität der Musikanten untereinander“, so Obmann Marth. Im kommenden Jahr stehen als Schwerpunkte ein Rhetorikseminar, ein Stabführerkurs, die Landesschimeisterschaft im Kaunertal, ein Sporttag für JungmusikantInnen, das Bläserseminar in Prutz, das Bezirksmusikfest im August in Serfaus und Schwerpunktveranstaltungen im Rahmen des LandesmuDie „goldenen“ MusikantInnen Desiree Fuchs aus Pfunds, Jolanda Praxmarer sikfestes im Oktober auf dem Programm. Bezirkskapellmeister vom Kaunertal, Elisabeth Juen aus Pians, Natalie Siegele aus See und Michael Rudi Pascher appellierte an die Funktionäre, das Angebot an Reheis aus Zams mit Bezirksjugendreferent Elmar Juen (li). Fortbildungen anzunehmen.

Foto: Paul Schranz

Stadtmusikkapelle Landeck erspielte sich beim Flicorno d‘Oro 2007 einen sensationellen 2. Platz in der zweithöchsten Spielklasse!
Der internationale Orchesterwettbewerb „Flicorno d‘Oro“ findet alle zwei Jahre in Riva am nördlichen Gardasee statt. Dieser Bewerb gilt nach der WMC in Kerkrade (NL) als einer der wichtigsten Blasorchesterwettbewerbe in Europa. Die internationale Jury unter dem Vorsitz von Johann Mösenbichler bewertete die 55 angetretenen Orchester in sechs verschiedenen Kategorien. Nachdem die Stadtmusikkapelle Landeck mit ihrem Dirigenten Helmut Schmid in den letzten Jahren große Erfolge bei verschiedenen Wertungsspielen erreichen konnte (Landeswertungsspiele in Bayern, Tirol, Vorarlberg jeweils Höchstpunkte in der Stufe D, Goldmedailie bei der WMC in Kerkerade in der zweiten

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Blasmusik in Tirol
Division) wagte sich Helmut Schmid mit seiner Stadtmusikkapelle beim Filcorno d`Oro in die höchste Amateurspielklasse. Der Auftritt im Palazzo di Congressi erfolgte am Freitag dem 13. April ,zu einer für Mitteleuropäer eher ungewöhnlichen Zeit um 22.30 Uhr. Mit dem Pflichtstück „Il Cantico“ von Oliver Waespi bekam man es mit einem nicht alltägliches Werk, gespickt mit unzähligen Schwierigkeiten in Technik und Rhythmus zu tun. Als Selbstwahlstück wurde „Russian Christmas Music“ von Alfred Reed vorgetragen. Nach 40minütigem Vortrag ,unter tosendem Applaus des Publikums, aber auch der Jury, verließen die Musiker die Bühne des Konzertsaales. Da das Ergebnis erst am Sonntag, dem 15.04. um 21.30 Uhr bekannt gegeben wurde, reiste eine große Abordnung der Stadtmusikkapelle am Sonntag erneut nach Riva. Mit 90,29 Punkten erreichten die Landecker den zweiten Platz in der höchsten Amateurklasse und ließen viele international renommierte Orchester hinter sich. Sie mussten sich lediglich der Harmonie St. Cecilia Rotem aus Belgien geschlagen geben. Ein Meilenstein für die Stadtmusikkapelle Landeck, aber auch ein Erfolg für das Blasmusikwesen in Tirol.

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Gratulation an den Dirigenten Helmut Schmid

Musikbezirk Außerfene
Musikbund ehrte seine treuen Kameraden in einem feierlichen Festakt
Alljährlich werden vom Außerferner Musikbund langjährige Musikanten, Funktionäre und Förderer der Blasmusik geehrt. Die Jubilarehrung ist jedes Jahr eine besondere Feier des Musikbundes um verdiente Musikantinnen und Musikanten auszuzeichnen und Danke zu sagen. In einem festlichen Rahmen wurden 53 Jubilaren für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Blasmusik gedankt. Mit einer heiligen Messe in der Pfarrkirche Stanzach, die von Pfarrer Martin Schautzgy zelebriert wurde, begann der Festakt für die verdienten Musikkameraden. Anschließend fand im Gemeindesaal die Jubilarehrung mit der Überreichung der Verdienstmedaillen und Urkunden statt. Der Gottesdienst und die Jubilarehrung wurden von der Musikkapelle Stanzach feierlich umrahmt. Bezirksobmann Horst Pürstl konnte zu dieser Feier zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Mit den Jubilaren aus den fünf Talschaften des Bezirkes waren auch zahlreiche Bürgermeister anwesend, die dem feierlichen Festakt mit Freude und Stolz beiwohnten. Pürstl dankte den Jubilaren und sprach seine persönliche Hochachtung für die geleistete Arbeit

55-jährige Mitgliedschaft v.l.: Bezirksobmann Horst Pürstl, Martin Wilhelm (MK- Weißenbach), Werner Wacker (MK- Bichlbach), Bezirkskapellmeister Peter Besler, Erich Lorenz (MK- Steeg), Landesobmann Stv. Richard Wasle

aus. „Verdiente Musikanten legen Zeugnis für die Jugend ab, dass Musik nicht nur Töne und Rhythmen miteinander arrangiert, sondern das Miteinander auch bei den Menschen selbst bewirkt. Dieses Miteinander hat euch geschätzte Jubilare über all die Jahre hinweg begleitet und geprägt. Es ist auch ein Signal an die Jugend, dass diese Kameradschaft gelebtes Brauchtum in unseren Dörfern und in unserem Land ist.,“ so der Bezirksobmann in seiner Festansprache.

Der Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Dietmar Schennach hob die abendländische Kultur hervor. Er betonte wie wichtig die alte Volkskultur und Tradition für unser Land ist. Hier sei es auch wichtig eine gut funktionierende Jugendarbeit zu leisten. Für die Musikkapelle Stanzach war diese Jubilarehrung der Startschuss für ein arbeitsreiches Jahr, das seinen Höhepunkt mit der Austragung des Bundesmusikfestes vom 13.- 15. Juli erreicht. Ing. Markus Hosp

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Foto: Hosp

Juni 2007

Blasmusik in Tirol

Große Leistungen der Kapellen des Außerferner Musikbundes
Im Gemeindessal in Vils fand die Generalversammlung des Außerferner Musikbundes statt. Bezirksobmann Horst Pürstl konnte dabei zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Natürlich durfte auch der musikalische Rahmen nicht fehlen, den die Musikkapelle Vils perfekt gestaltete. In einer Gedenkminute wurde der im vorigen Jahr verstorbenen Musikkameraden gedacht. Die 35 Blaskapellen zählen derzeit über 1.500 Mitglieder. Die Außerferner Kapellen probten und rückten insgesamt fast 2.500 Mal aus. Einer der Höhepunkte des abgelaufenen Jahres war die Austragung des 57. Bundesmusikfestes in Vils. Bezirksobmann Horst Pürstl dankte in seinem Bericht der örtlichen Kapelle für den reibungslosen und professionellen Ablauf des größten Festes im Bezirk. Es wurden auch Talschaftssitzungen durchgeführt, wo über Probleme und aktuelle Themen gesprochen wurde. Für die Funktionäre der Blaskapellen wurde eine eigene Funktionärsschulung abgehalten, bei der sich die einzelnen Personen über Erneuerungen und andere Dinge informieren konnten. Es fand auch ein Bläserseminar in Tannheim statt. Die Ausbildung wird durch den Musikbund stark forciert. Die Jugendreferentinnen berichteten über die erfreulichen Leistungen der Blasmusikjugend. In seinem Bericht hob Pürstl die

Bezirksobmann Horst Pürstl erstattet Bericht

große Unterstützung der Kapellen durch die Gemeinden hervor. „ Die Gemeinden unseres Bezirkes beweisen durch ihre Subventionen von über 111.000 Euro, dass sie sich über den Stellenwert ihrer Musikkapellen sehr wohl bewusst sind und das trotz der angespannten Finanzsituation. Das Land Tirol unterstützte die Musikkapellen mit insgesamt 26.000 Euro. Neben dem Tätigkeitsbericht des Bezirksobmannes informierten auch die Funktionäre alle anwesenden Delegierten über das abgelaufene Jahr. Seit kurzem steht die Landesmusikschule unter Führung des neuen Direktors Gotthard Schöpf. Die Vorstandsmitglieder waren 50 mal im Dienste des AMB bei Veranstaltun-

gen, Sitzungen, Jubiläen unterwegs. In diesem feierlichen Rahmender Generalversammlung wurden an Benjamin Ziernhold (MK Bichlbach, Tenorhorn) und Sebastian Schreieck (MK Pflach, Klarinette) das Goldene Leistungsabzeichen überreicht. Für das heurige Jahr sind wieder einige Veranstaltungen geplant, einer der Höhepunkte wird sicher das Bezirkswertungsspiel im Mai sein. Das 58. Bundesmusikfest wird in Stanzach stattfinden. Im Zuge der Generalversammlung konnte zur Freude aller anwesenden Funktionäre auch schon das 59. Bundesmusikfest an die Musikkapelle Berwang vergeben werden. Ing. Markus Hosp

Musikbezirk Lienzer Talboden
Rhetorikseminar mit Alex Ploner
Am 17. März 2007 wurde vom Musikbezirks Lienzer Talboden ein Rhetorikseminar veranstaltet, für das Alex Ploner, Moderator von Südtirol Heute, gewonnen werden konnte. Es stand unter dem Motto „Das Handwerk für`s Mundwerk, Sprache erfolgreich einsetzen“. Wie überwinde ich die Redeangst, wie setze ich meine Körpersprache richtig ein, wie gelingt mir eine sicheres Auftreten, wie führe ich durch das Programm waren die Themen des Seminars. Alex Ploner vermittelte dabei viele wertvolle Hinweise und wichtige Hilfestellungen für eine erfolgreiche Moderation bzw. Rede, zeigte aber auch in recht humorvoller Weise auf, wie man es nicht machen sollte. Das erste, was der Zuhörer an einem Redner wahrnimmt, ist seine Haltung, sein Auftreten und seine Kleidung, kurz seine gesamte äußere Erscheinung. Ein in diesen Punkten nachlässiges und gleichgültiges Verhalten kann sich bereits schon zu Beginn negativ auf den Redner und das von ihm Gesagte auswirken. Eine Rede oder eine Moderation muss von Sachkenntnis getragen und gut vorbereitet sein - das vermittelt Sicherheit. Der Redner muss die Struktur des Publikums, das er ansprechen soll, kennen und sich in die Mentalität der Zuhörer versetzen. Alex Ploner empfahl bildliche Sprache und kurze Sätze sowie das Vermeiden von Fremdwörtern und komplizierten Begriffen. Man sollte eine Sprache wählen, die dem Publikum möglichst wendig Energie abgewinnt und mit der man sich identifizieren kann. Langat-

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Foto: Hosp

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mige und ausschweifende Ausführungen ermüden den Zuhörer. Für den Sprachfluss ist die richtige Atmung wichtig. Sie vermittelt Energie, Vitalität, Kraft, Ruhe und Konzentration. Kurzatmigkeit blockiert. Ein gutes und tiefes Durchatmen, besonders vor Beginn der Ansprache, sowie eine gerade Körperhaltung sind das Geheimnis des fließenden Sprechens. Mimik und Gestik fördern den Kontakt mit dem Publikum, sie dürfen jedoch nicht aufdringlich wirken. Zur Moderation von Konzerten meinte Alex Ploner, dass der Moderator nur Beiwerk ist und nicht im Mittelpunkt stehen darf. Letztlich sind für das Gelingen einer Rede bzw. Moderation das Funktionieren und die Handhabung der technischen Hilfsmittel, wie z.B. Lautsprecheranlage, Mikrophon, wichtig. Ein Nichtfunkti-

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onieren beeinträchtigt wesentlich die Veranstaltung. Das sehr interessante und auch spannende Seminar wurde von den Teilnehmern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und mit viel Beifall und einem herzlichen Dank an Alex Ploner aufgenommen. Nun gilt es, das Gehörte bei Konzerten und anderen Veranstaltungen publikumsnahe umzusetzen. Bezirksobmann Dr. Klaus Köck

„Rethorik-Geschulte“ des MB Lienzer Talbodens.

Kursleiter Alex Ploner.

„Auch ohne Mozart war 2006 viel los“
Diesen Eindruck hatte man bei der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung der Stadtmusik Lienz. Die Nähe von Tod und Leben zeigte sich gleich zu deren Beginn: Dem Gedenken an den verstorbenen ehemaligen Musikkollegen Josef Winkler (vulgo Moar Peppo) folgten herzliche Gratulationen an die Mitglieder Barbara Mühlmann zur Geburt der Tochter Sophie und Franz Josef Eberharter zur Geburt der Tochter Valentina sowie die Erinnerung an die entsprechend gefeierten runden Geburtstage der Kollegen Bern-hard Moser (ehemaliger Trachtenwart) und Adalbert Gander (Kantineur, Gründungs- und ehemaliges langjähriges Vorstandsmitglied). Ausschließlich oder vorwiegend gesellig waren weiters das „Er & Sie – Rodeln“, die Faschingsdienstag-Ausrückung, mit der man v. a. viele ältere Mitmenschen im städti-schen Wohn- und Pflegeheim sicht- und hörbar überraschte, und das Törggelen. Neben Routine-Ausrückungen wie Eröffnung der 2. Ausbaustufe der Stadtwärme, Erstkommunion / St. Andrä, Seebodener Kirchtag, Görz-Fahrt

und Pfarrfest / St. Andrä stellten die Auftritte bei den Musikfesten in Eppan und Olang sowie das Promenadenkonzert in Innsbruck besondere musikalische Herausforderungen dar. Trotz Stau und Stress bei der Anreise zu letzterem waren die Atmosphäre beim Aufmarsch von der Annasäule zum mittlerweile branderprobten Goldenen Dachl durch die vielen Zuschauer am Straßenrand und das Flair im Innenhof der Hofburg sehr

beeindruckend. Als womöglich klanglich und optisch zukunftsträchtige Variante wurde außerdem jenes Sommerkonzert in Lienz hervorgehoben, das nicht auf der Hauptplatzbühne, sondern im BORGAreal stattfand. Beim Altstadtfest setzte man zwei Schwerpunkte: einerseits mit Sergej Prokofjews musikalischem Märchen „Peter und der Wolf“. Für Konzept, Organisation und Gesamtleitung zeichnete Kapell-

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meister Hans Pircher verantwortlich. Die Aufführung war derart erfolgreich, dass sie einige Wochen später in der Heimatgemeinde der ebenfalls mitwirkenden Theaterwerkstatt Dölsach noch zwei weitere Male auf dem Programm stand. Andererseits mit dem vereinseigenen Stand, der sich durch ein entsprechendes Spieleangebot als wahrer Publikumsmagnet entpuppte. Etwas völlig Neues bildete das SolistenCäcilienkonzert mit vorwiegend in den eigenen Reihen befindlichen InterpretInnen. Diese stellten Oboe, Klarinette, Bassetthorn, Saxophon, Euphonium, Horn, Posaune und Xylophon so überzeugend vor, dass der letzte musikalische Auftritt des Jahres nichts Anderes als ein Höhepunkt werden konnte. Es wurde aber nicht nur gefeiert und musiziert, sondern auch renoviert und umgebaut: Sanitäranlagen, Büro, Notenarchiv und Einzelprobenraum. Diesen umfassenden Tätigkeitsbericht von Obmann Bernd Fuetsch ergänzten Trachtenwartin Barbara Mühlmann (Appell zu sorgsamem Umgang mit Trachten und gepflegtem Erscheinungsbild bei Auftritten), Instrumentenwart Bernhard Moser (Abschluss einer Instrumentenversicherung und Lob für den Privatkauf von Instrumenten), Jugendreferentin Helga Moser (56 in Ausbildung befindliche MusikantInnen; 18 Leistungsabzeichen: 13mal Bronze, 4mal Silber, 1mal Gold), Notenwart Hannes Mayr (Freude über mehr Platz für die derzeit etwa 1400 Werke) und Kassier Norbert Ebner (klei-

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nes Guthaben von 9.000 Euro für großen Verein mit 75 Mitgliedern). Anschließend ergriffen die Ehrengäste das Wort: Vizebürgermeister Meinhard Pargger versicherte, die Stadtführung werde den Versuchen, führende Musikpersönlichkeiten abzuwerben, nicht tatenlos zusehen. Seinen Gratulationen und seinem Lob schlossen sich Jean Paul Quedraogo (Pfarrer von St. Andrä), Klaus Köck (Obmann des Musikbezirks) und Sebastian Mader (Obmann der Eisenbahner-Stadtkapelle) an. Mit einer kurzen Vorschau (u. a. auf das Benefiz-Kirchenkonzert in St. Andrä am 21. April) und der dringenden Bitte, sich an der Suche nach neuen Marketenderinnen zu beteiligen, endete die Generalversammlung der Stadtmusik Lienz.

Musikbezirk Silz
50 Jahre Mitgliedschaft – 18 Jahre Obmann Ehrungen beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Sölden
Ein gut besuchtes Frühjahrskonzert 2007 am 30. April in der Freizeitarena Sölden war ein würdiger Rahmen für die Ehrungen zweier verdienter Musikkameraden und Funktionäre. Urkunden und Ehrenabzeichen wurden durch den Obmann Herbert Rangger im Beisein von Kapellmeister Emanuel Scheiber, des Bezirksobmannes Wolfgang Schöpf und des Bürgermeisters Ernst Schöpf überreicht. Martin Schöpf erhielt die Auszeichnung des Musikbezirkes Silz für 20-jährige Mitgliedschaft. Eine besondere und in unserer Kapelle erstmalige Ehrung erhielt unser Ehrenobmann Serafin Glanzer für 50-jährige Mitgliedschaft. In dieser langen Zeit war Serafin von 1965 bis 1973 ein sehr erfolgreicher und umsichtiger Kassier. So organisierte er die Ausstattung der Musikkapelle mit neuen Instrumenten und neuen Trachten. Von 1974 bis 1992 führte er die Musikkapelle als Obmann. Er war stets bemüht um

Die Geehrten freuten sich sichtlich.

Ausgeglichenheit und Zusammenhalt in der Kapelle. Für seine Verdienste um das Blasmusikwesen erhielt er verschiedene Auszeichnungen des Musikbezirkes Silz und des

Blasmusikverbandes Tirol sowie die Verdienstmedaille des Landes Tirol. 1994 wurde er vom Vorstand der Musikkapelle zum Ehrenobmann auf Lebenszeit ernannt.

Die nächste BiT erscheint im September 2007 REDAKTIONSSCHLUSS: 31. JULI 2007
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Musikbezirk Pustertal-Oberland
„Ich will Mitglied unserer Kapelle werden!“

Im Gleichschritt.

Instrumente erproben.

Arbeit mit dem Notenpult.

Im Februar und März wurde an fünf Wochenenden auf Initiative von Erich Pitterl in Zusammenarbeit mit Bez.Kpm.-Stv. Christian Schönegger und Bez.-Stabführer Fritz Obmascher erstmals eine Jungmusikantenschulung im Musikbezirk Pustertal-Oberland ins Leben gerufen. Ziele: 1. Marschieren: (Bezirksstabführer Fritz Obmascher) Grundzüge des Marschierens, Instrumentenhaltung, Antreten, Marschieren mit klingendem Spiel, Halten mit klingendem Spiel, Beendigung eines Marsches, Schwenkung, ... 2. Gemeinsames Musizieren: (Bezirkskapellmeisterstellvertreter Christian

Schönegger, Kapellmeister Erich Pitterl) Arbeit am Stück, Atemübungen, Aufgaben der einzelnen Instrumente, wer spielt die gleiche Stimme, Klangausgleich, Stimmung/Intonation, Sitzhaltung, nützlich Bleistifteintragungen 3. Verhalten beim Proben/Auftritt Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ordnung, Kameradschaft, ... 4. Internet: Organisation der Blasmusik in Tirol – im Bezirk – in der Kapelle; Websites der heimischen Kapellen Einen Teil der Organisation übernahmen die Jugendreferenten wie die Fahrt zu und von den Proben, Be-

reitstellung der Räumlichkeiten und eine kleine Jause. Die Probenarbeit, das Einstudieren der Stücke, das Marschieren wurde mit großer Begeisterung und Freude der Jungen MusikerInnen mitgetragen. Am 17. März wurde in Heinfels nach Probe und Absolvieren eines abschließenden Spiel- und Wissensparcours (Ständer auf/-abbauen, Instrumentenpflege, Ausprobieren anderer Instrumente, ...) das Einstudierte vor Publikum präsentiert und mit großem Applaus belohnt. Eine Weiterführung dieser Schulung führ das nächsten Jahr ist geplant. Auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

Musikbezirk Kufstein
80 Jahre Bundesmusikkapelle Angerberg/Mariastein - Tolles Frühjahrskonzert
Das erste Frühjahrskonzert, dirigiert vom jungen Kapellmeister Thomas Mösinger, fand am Sa, 21.04. im vollbesetzten Gemeindesaal Langkampfen statt und war ein großer Erfolg. Bei der Programmauswahl des neuen Kapellmeisters war für jeden Geschmack etwas dabei - Höhepunkte waren sicherlich Stücke wie „Blumenwalzer“ von P. Tschaikowsky, die Blasmusikversion des Musicals „Tanz der Vampire“, sowie „Clarinet Candy“, ein heiteres Solostück für 2 Klarinetten, vorgetragen vom ehemaligen Kapellmeister Reinhard Ehrenstrasser und dem jungen Stefan Werlberger. Obmann Franz Osl und die Mitglieder der Kapelle sind froh, mit Thomas Mösinger wiederum einen dynamischen und motivierten Kapellmeister bekommen zu haben. Zeit zum Verschnaufen bleibt den Musikanten jedoch nicht - die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest vom Freitag, 22. Sonntag, 24. Juni 2007 im Festzelt Angerberg laufen bereits auf Hochtouren. Programm: Freitag: JAAM (Jugendmusikkapelle Angath-Angerberg-Mariastein), Big Band Landesmusikschule Wörgl, Distortion Samstag: Messe, Konzert Musikkapelle Maissau (NÖ), „Auner Alpenspektakel“ Sonntag: Frühschoppen mit BMK Oberlienz und „Harter Kern“ Weitere Infos auf: www.bmk-angerberg-mariastein.at

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Blasmusik in Tirol

Südtirol
Gottfried Furgler und Gottfried Veit haben Spuren hinterlassen
Pepi Fauster heißt seit 25. März 2007 der neue Obmann des Verbandes Südtiroler Musikkapellen (VSM). Der Pusterer übernimmt einen blühenden Verband von Gottfried Furgler, der sich nach 15 Jahren einer Wiederwahl nicht mehr gestellt hatte. Nach 39 Jahren aktiver Dienstzeit im Verbandsvorstand, davon 27 Jahre als Verbandskapellmeister, verabschiedete sich auch Gottfried Veit. Am Dirigentenpult steht künftig der junge Olanger Sigisbert Mutschlechner.
Der neugewählte Vorstand des Verbandes Südtiroler Musikkapellen

Zudem wählten die Delegierten von 206 der insgesamt 210 Musikkapellen Südtirols bei der 59. Jahreshauptversammlung im Bozner Waltherhaus die stellvertretenden Verbandsobmänner Günther Runggatscher und Thomas Hölzl, Verbandskapellmeisterstellvertreter Markus Silbernagl, Verbandsjugendleiter Arnold Leimgruber, Verbandsstabführer Toni Profanter, Verbandspressereferent Florian Mair, Verbandsgeschäftsführer Klaus Bragagna und die beiden Verbandsjugendleiterstellertreter Meinhard Windisch und Barbara Kerer in den neuen Vorstand. Mit Kerer sitzt erstmals in der fast 60jährigen Verbandsgeschichte eine Frau im Vorstand. Als Rechtsmitglieder sind die Obmänner der sechs VSM-Bezirke vertreten. Der Versammlung, welche von der Bürgerkapelle Schlanders umrahmt wurde, ging ein feierlicher Gottesdienst im Bozner Dom mit Pater Urban Stillhard voraus. „Gottfried Furgler wird im VSM eine Spur hinterlassen, die noch lange sichtbar sein wird“, brachte es Günther Runggatscher in seiner Laudatio über Furgler auf den Punkt. Mit einem nicht mehr enden wollenden Applaus bedankten sich die Delegierten bei Furgler. Lobende Worte kamen auch

von Landeshauptmann Luis Durnwalder und Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur. Sie waren sich über die Leistungen der scheidenden Funktionäre einig und bedankten sich beim neuen und alten VSM-Vorstand. Auch ÖBV-Präsident Peter Höckner, ÖBV-Ehrenpräsident Fritz Weyermüller, Herbert Ebenbichler, der Präsident des Tiroler Blasmusikverbandes, und der Tiroler Landeskapellmeister Hermann Pallhuber hatten den Weg nach Bozen nicht gescheut um dem alten Vorstand für die Zusammenarbeit zu

danken und dem neuen alles Gute für die künftige Tätigkeit zu wünschen. Furgler und Veit bekamen in Anbetracht ihrer Verdienste die goldene Ehrennadel des Tiroler Blasmusikverbandes überreicht. Zur Situation der Südtiroler Musikkapellen ist nur positives zu berichten: Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind 30 Jahre und jünger. Zudem wenden sich immer mehr Frauen der Blasmusik zu. Der Frauenanteil liegt unter den insgesamt 9365 Mitgliedern bei stattlichen 27,5 Prozent. Florian Mair, Verbandspressereferent

Hofübergabe im VSM: Pepi Fauster u. Gottfried Furgler (v.l.)

Gottfried Veit und Sigisbert Mutschlechner (v.l.)

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Fotos: Mair

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Empfehlenswerte Literatur
Günter Dibiasi: „Spunky“
Der Titel leitet sich vom englischen Wort „spunky“ ab, was soviel wie „draufgängerisch“ bedeutet. Das Werk verbindet klassisch traditionelle Elemente mit modernen, zeitgenössischen und auch jazzigen Klängen und erschließt damit einen neuen Weg in der Sololiteratur für Klarinette und Blasorchester. Das 1994 entstandene Konzert besteht aus vier Sätzen: Einem schnellen und fulminanten Eröffnungssatz folgt ein langsamer, getragener 2. Satz, der eine Kantilene der Soloklarinette mit einem Soloflügelhorn beinhaltet. Der dritte Satz ist von jazzigem Charakter. Über einem Kontrapunkt des Orchesters, der sich allmählich zu einem Cluster aufbaut, erheben sich die kadenzartigen, jazzigen Klänge des Soloinstrumentes. Bei Bedarf kann dieser Satz vom Solisten größtenteils auch frei gestaltet werden. Eine Kadenz leitet den vierten Satz ein, der die verschiedenen Themen reprisenartig noch einmal aufgreift und in einem brillanten Finale endet. Günter Dibiasi * 16.08.1971 in Hall in Tirol, Abschluss am ORG für Studierende der Musik, 1990 – 1994 Mitglied der Militärmusik Tirol, 1991 – 1994 Studium für Instrumentalund Gesangspädagogik (IGP) mit dem Hauptfach Klarinette am Tiroler Landeskonservatorium, 1992- 1993 Lehrgang für Blasorchesterleitung am Tiroler Landeskonservatorium, 1994 staatliche Lehrbefähigungsprüfung im Fach Klarinette Seit 1994 Lehrer an der LMS JenbachAchental, 2005 Bestellung zum Leiter der Landesmusikschule Jenbach-Achental 1997- 1998 Kapellmeister der BMK Wiesing und 1999 - 2005 Kapellmeister der BMK Jenbach, Kammermusikalische Tätigkeit, ebenso als Komponist und Arrangeur. Weitere Werke für Blasmusik: • Festmusik der Marktgemeinde Jenbach • Vomper Schützen – Marsch (auf CD „185 Jahre Bundesmusikkapelle Vomp“) • „Auf zur Huderbank“ Polka • „Gix und Gax“ humoristische Polka für Klarinette und Flügelhorn • „Just for Fun“ moderne Unterhaltungsnummer (auf CD „Jubiläums CD Bundesmusikkapelle Vomp“) • „Spunky“ modernes Solostück für Klarinette • „Concerto mobile“ für Flügelhorn und Blasorchester (2007) für Klarinettenquartett: • „Aqua Tonalis“ ein Werk zum Thema Wasser • „Der Verquerte“ (auf CD „So klingt’s in Vomp“) • Eine Festmusik • „Kinderspiel“ • Kleine Festmusik für Jakob • Die „Arthur – Weis“ (auch für Blechbläserquartett) (auf CD „185 Jahre Bundesmusikkapelle Vomp“) • Die „Konrad – Weis“ (auch für Blechbläserquartett) (auf CD „185 Jahre Bundesmusikkapelle Vomp“) Alle Werke (außer „Concerto mobile“ für Flügelhorn und Blasorchester (2007)) erschienen im tss – Musikverlag Herbert Eberl, 6142 Mieders 86

Manfred Hechenblaikner: Regentin dé Medici
Dieses Stück wurde anlässlich des 400. Geburtstages von Claudia dé Medici (04.06.1604 – 25.12.1648) komponiert. In groben Umrissen beschreibt dieses Werk in musikalischer Form das Leben und Wirken der sehr kunst- und kulturverbundenen Landesfürstin von Tirol. Das Werk ist fünfteilig und beginnt mit einem heroisch schreitenden Maestoso. Das fanfarenartige Thema wird ständig repetiert. Darauf folgt ein kleines Seitenthema der Flügelhörner und Saxophone. Der erste Teil endet in der Reprise. Das hohe Holz leitet in den nächsten Teil. Ein tanzartiges Allegro beinhaltet den zweiten Abschnitt des Stückes. Das Thema der Holzbläser und die Imitation der gestopften Trompeten charakterisieren das turbulente Leben am Hofe. Das darauf folgende Liebesduett soll das umstrittene Verhältnis zu ihrem Kanzler Willhelm Biener darstellen. Es schließt ein rhythmisiertes Moderato an. Diese Thematik wird abwechselnd von Blechund Holzbläsern vorgestellt. Das Werk endet in einem großen angelegten Choral. Manfred Hechenblaickner Geboren 1971 in Reith im Alpbachtal 1990 - 1992 Konservatorium Innsbruck bei Dr. Zorn 1992 - 1996 Konservatorium Innsbruck bei Prof. Erich Rinner (Stv. Solo-Trompeter der Münchner Philharmoniker) 1996 Abschluss des IGP-Studiums mit der Lehrbefähigungsprüfung Seit 1996 Lehrer für Trompete an den Landesmusikschiden Kramsach und Zillertal, Substitt beim Symphonieorchester Innsbruck Seit 1997 Mitglied beim TICOM Tiroler Ensemble für neue Musik 2. Trompeter beim Musikkorps der Bayrischen Polizei München.

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Mit dem Optimisten-Marsch in die Zukunft
50 Jahre Militärmusik Tirol: Konzertantes Großereignis

Als Riesenklangkörper 104 aktive und ehemalige Militärmusiker

Militärkapellmeister Major Hannes Apfolterer

Es war ein glanzvolles Fest, das die Militärmusik Tirol anlässlich ihres 50jährigen Bestehens dem Publikum im übervollen Saal Tirol des Innsbrucker Congress bereitete. Prominenz aus ganz Österreich war erschienen, um mit dem Tiroler Militärkommandanten Generalmajor Herbert Bauer, Militärkapellmeister Major Hannes Apfolterer und den Musikanten ein dreistündiges Fest zu feiern. Die Militärmusik Tirol ist unter der Leitung von Siegfried Somma und Hans Eibl zu einem Markenzeichen geworden, das Hannes Apfolterer nun fortführen „darf“: Das Verb soll daran erinnern, dass im Frühjahr 2006 von den neun österreichischen Militärmusiken die Gefahr der Auflösung abgewendet wurde. So konnte man das halbe Jahrhundert feiern und unschwer erkennen, welch hohes Ansehen der Klangkörper bei der Bevölkerung genießt. Die Tiroler Militärmusik beruft sich auf die einer Gebirgsjägerbrigade Kaiser Maximilians folgenden Spielleute des frühen 16. Jahrhunderts. Der Fünfziger wird gefeiert, weil 1957 die moderne Militärmusik Tirol aufgebaut wurde. Diese Zeitspanne durchmaß das Ensemble im ersten Konzertteil, der vor allem Anlass für die Demonstration der musikalischen Vielfalt des Ensembles bot: Eine Eigenschaft, die die österreichische Militärmusik vom 18. bis ins 20. Jahrhundert hinein prägte und ihr offenbar treu bleibt. So präsentierten sich die Musikanten als Blasorchester, Bläserphilharmonie, Bigband, klassisches Bläserquintett und Inntaler-Partie, solistisch und als Chor. Entsprechend vielfältig das Repertoire. Es reichte von Fragmenten aus dem Zapfenstreich, Julius Fuciks „Requiem“ und der „Rasenshow“ über einen kammermusikalischen MozartSatz, traditioneller und neuer Blasmusik, dem von Martin Kiener gesungegen Wolgalied aus Franz Lehárs „Zarewitsch“ bis zum swinging Sound der Big Band. Hannes Apfolterer, der den ganzen Abend auswendig beherrschte, steuerte Themen aus seiner Komposition „Schutz und Hilfe“ bei. Klarinettist Werner Angermair und Saxophonist Peter Girstmair demonstrierten ihre professionelle Qualität, Martin Kiener ließ seinen schönen Tenor hören, Ursula Neuhauser war als Harfensolistin dabei und über allem lief eine informative Diashow ab. Die Überraschung des zweiten Konzertteiles waren die 54 „Ehemaligen“, die das Blasorchester auf 104 Mitglieder aufstockten. Eine durchschlagende Truppe ließ sich da hören mit einer Glinka-Ouvertüre, der Altsax-Fantasie von Jules Demersseman, der „Moldau“ von Smetana, einem Glenn MillerCocktail, einem italienischen Lied und den Märschen „Zauber der Montur“ und „Optimisten“. Das Großorchester verlangte von jedem einzelnen Umstellung und Anpassung, eine Liedbegleitung ist hier nicht die ideale Wahl, doch die großen symphonischen Werke wurden rauschend bewältigt. Das Jubiläum der Militärmusik Tirol begleitet eine neue CD, die mit vielen bekannten und beliebten Melodien, vor allem Märschen, die Entwicklung des Klangkörpers unter ihren Dirigenten Somma, Eibl und Apfolterer zeigt. Ursula Strohal

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Innsbrucker Promenadenkonzerte
Klassik Light bei freiem Eintritt
Die 25 Konzerte der Innsbrucker Promenadenkonzerte 2007 finden von Donnerstag, den 12. Juli bis Sonntag, den 29. Juli im Innenhof der kaiserlichen Hofburg statt. Inzwischen sind die Innsbrucker Promenadenkonzerte ein kulturelles Alleinstellungsmerkmal der Landeshauptstadt: Denn wo wäre es sonst möglich, mitten in der historischen Altstadt und im akustisch ausgezeichneten Innenhof einer kaiserlichen Hofburg jeden Abend im Juli hochkarätige Konzerte bei freiem Eintritt zu besuchen? Im Jahre 2006 nahmen 30.000 Zuhörer die Gelegenheit wahr, die weltbekannte altösterreichische Unterhaltungs- und Militärmusik von Johann Strauß über Julius Fucik bis hin zu Franz Lehar zu genießen, Musikfreunde aus ganz Europa zu treffen und ein Glas Wein zu trinken. Auch für 2007 haben die Organisatoren rund um den künstlerischen Leiter Alois Schöpf 25 Spitzenorchester aus Tirol, Südtirol, den österreichischen Bundesländern und aus Deutschland eingeladen. Heuer wird erstmals auch Brassband Musik erklingen. Hannes Buchegger von der Brassband Fröschl Hall hat sein Programm eigens auf die Innsbrucker Promenadenkonzerte abgestimmt. Prominent vertreten sind 2007 Militärmusikkapellen aus Österreich und Deutschland. Vor allem ist es nach Jahren und durch persönlichen Einsatz von Innenminister Günther Platter gelungen, die Gardemusik Wien nach Innsbruck zu verpflichten. Aber auch die innovative und in Innsbruck bereits bestens bekannte Militärmusik Kärnten unter Sigismund Seidl wird wieder kommen. Aus München werden mit dem Luftwaffenmusikkorps 1 unter Johann Orterer Spezialisten für die Musik des 19. Jahrhunderts erwartet. Ebenso wird das Musikkorps der Bayerischen Polizei, ein hochprofessionelles Orchester, noch einmal unter Johann Mösenbichler die Herzen der Zuhörer bewegen. Aus den Bundesländern wurden folgende Orchester eingeladen: Aus Salzburg das Austria Festival Orchester, das sich vor allem durch seine China-Tourneen einen Namen gemacht hat, und die Rainermusik, das dortige Pendant zu den hiesigen Kaiserjägern. Aus Oberösterreich kommt das Landespolizeiorchester Oberösterreich, das 2006 besonders durch WagnerInterpretationen überzeugte, ebenso wird Bundeskapellmeister Walter Rescheneder mit dem Symphonieorchester der Stadt Wels einen Operettenabend bestreiten.

Aus Wien erwarten die Veranstalter das Original Carl Michael Ziehrer Orchester unter dem ehemaligen Kapellmeister der Gardemusik Hans Schadenbauer, aus dem Burgenland das Pannonische Blasorchester unter dem geborenen Osttiroler Peter Forcher und aus der Steiermark die ELINStadtkapelle Weiz anreisen. Neben der engagierten Stadtkapelle Achern unter Rudolf Heidler aus Baden Württemberg wird sicherlich der Auftritt des Rundfunkblasorchesters Leipzig unter Jan Cober einen Höhepunkt der Konzertreihe bilden. Die Leipziger sind nicht nur das führende professionelle Blasorchester Deutschlands, sondern verfügen auch mit ihrem Dirigenten Jan Cober über eine Künstlerpersönlichkeit, die durch Musikalität und Charisma weit über den Bereich der Bläsermusik hinaus anerkannt ist. Weitere Informationen: www.promenadenkonzerte.at

Der Aufstieg eines neuen Klangkolorits
Österreichs erstes Fanfare-Orchester „West Austrian Wings“ absolvierte seinen Jungfernflug. In den Benelux-Ländern haben FanfareOrchesters eine lange Tradition. In Österreich schlug die Geburtsstunde dieser außergewöhnlichen Formation im Jänner dieses Jahres. Als erstes Fanfare-Orchester Österreichs bliesen die West Austrian Wings zum Sturm auf eingefahrene Denkmuster und eine leider oft zu enge Auslegung des Begriffs Blasmusik. Wo in der klassischen Besetzung eines Harmonie-Orchesters üblicherweise Klarinetten, Flöten und Oboen den Ton angeben,

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übernehmen im Fanfare-Orchester diese zentrale Funktion Saxophone und vor allem Flügelhörner. Von letzeren formieren sich bei den West Austrian Wings sage und schreibe 16 Stück, die einen unerhört weichen und warmen Tonraum entstehen lassen. Damit gibt das Ensemble der einzigartigen Klangfarbe dieses traditionsreichen alpenländischen Instruments wieder eine Heimat und Existenzberechtigung in der Musikszene der Gegenwart. Die hochmotivierte 60köpfige Truppe rund um ihren Vorarlberger Dirigenten Thomas Ludescher zeichnet vor allem Experimentierfreudigkeit aus. Bei den PremierenKonzerten in Haiming/Tirol und in Götzis/Vorarlberg stand deshalb keine leichte, gefällige Kost auf dem Programm sondern Anspruchsvolles von Komponisten wie Sparke, Ball, Boedijn und Hamers. Die Werke dieser ausgewiesenen BlasmusikKomponisten verwandelten die Musiker aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz in ein raumfüllendes Klangerlebnis, das dennoch Platz für zarte, fast zerbrechlich wirkende Sequenzen ließ. Und weil Frechheit bekanntlich siegt, scheute sich die hochmotivierte Truppe auch nicht, Grenzen zu überschreiten. Giuseppe Verdis Ouverture zur Oper „Die Macht des Schicksals“ kleideten die österreichischen Blasmusikrebellen in eine ansprechende Interpretation, die zwar anders als das symphonische Original daherkam, aber dennoch im Moment des Hörens keinerlei Sehnsucht nach auch nur einer einzigen Geige aufkommen ließ. Vielleicht ist es gerade diese frische, risikofreudige Herangehensweise an Musik, die die West Austrian Wings so sympathisch

Blasmusik in Tirol
macht. Sie pfeifen auf Konventionen und Krawatten und führen vor, was Hesse zu seinem Leitspruch machte: „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“ Der Blasmusik insgesamt kann so viel Elan und mutiges Infragestellen von scheinbar zementierten Regeln nur gut tun. Die Gründer der als Men (und Woman) in Black durchgestylten Truppe - Thomas Ludescher, Mario Riezler, Hannes Haidacher- haben mit ihren West Austrian Wings in den Augen versteinerter Musikkritiker sicherlich nur exotischen Stellenwert. Für viele aufgeschlossene hingegen haben sie den Horizont dessen, was Blasmusik wirklich beinhalten und aussagen kann, ein beachtliches Stück erweitert. mailto:info@westaustrianwings.at

Chronik-Serie
Aus einer alten Festschrift der Speckbacher-Stadtmusik Hall in Tirol zum Jubiläum des 100-jährigen Bestandes 1926, verfasst vom Franziskanerpater Prof. P. Arsenius Noggler
Gerade in einem runden Geburstagsjahr (die Speckbacher Stadtmusikkapelle Hall feiert heuer ihr 180jähriges Bestehen) nimmt man gerne alte Dokumente wie jene Festschrift in die Hand, das ist höchst interessant und aufschlussreich. Man spürt, dass eigentlich Blasmusik schon immer sehr anerkannt war, in den ersten 30 bis 40 Jahren des 20. Jahrhunderts fast noch mehr als jetzt, da Rundfunk und Fernsehen noch keine oder wenig Rollen spielten. Einige Auszüge: Die Speckbacher-Stadtmusik war ursprünglich eine Feuerwehrmusik, wurde dann umgewandelt 1919 in eine Bürgerund Feuerwehrmusik, und 1920 erhielt sie den Namen „Stadtmusikkapelle Hall“, bald darauf dann Anschaffung einer Speckbachertracht mit dem neuen Namen „Speckbacher-Stadtmusik Hall“. Bemerkenswert war in diesen ersten Jahren nach dem ersten Weltkrieg, dass die musikalischen Vereinigungen in Hall sehr aktiv zu einer Zusammenarbeit bereit waren. Der Stadtmusik traten auch als Beiräte bei der damalige Kapellmeister der Salinenmusik Hans Fintl (Vater des später in Tirol doch legendären Langzeitkapellmeisters und Verbandsfunktionärs Alois Fintl) und Kapellmeister Hans Ebenbichler von der Harmonie, einem Amateursinfonieorchester. In einer gemeinsamen Sitzung wurden sogar die einheitlichen Taxen für Konzerte, Begräbnisse usw. festgesetzt. Hall hatte ab 1913 das Glück, dass der frühere Regimentstambour beim 1. Tiroler Kaiserjäger-Regiment Andreas Kraus, nach Abschied vom Heer in Hall geblieben und Steueramtsbeamter, bereit war, die Musik zu leiten, ein ausgezeichneter Kapellmeister weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und anerkannt. Kraus blieb fast bis 1938 in Hall und übersiedelte dann nach Kitzbühel, wo er auch als Kapellmeister und Musiklehrer tätig war. Nach 1918 gab es eben unter Andreas Kraus einen unglaublichen Aufschwung der Speckbacher Stadtmusik und sie rückte z.B. 1920 bei einem großen Sängerfest in Schwaz mit 50 Mann aus. Am 15. Mai 1921 beteiligte sich die Speckbachermusik mit dem Männergesangsverein am Sängerfest in Innsbruck. Nach der Abwicklung des Festprogrammes konzertierte die Kapelle im „Bürgerlichen Bräuhaus“. Die Innsbrucker hatten schon lange keine Vereins-Blechmusik nach dem Krieg mehr gehört und

Aus alten Chroniken

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waren diesbezüglich wegen der schneidigen Regimentsmusiken in Innsbruck ein bisschen verwöhnt. Aber als man hörte, die „Speckbacher-Mander“ mit dem wohlbekannten, schneidigen Tambour des 1. Regiments der Tiroler Kaiserjäger als Kapellmeister an der Spitze spielen im „Bürgerlichen“, da kamen die Innsbrucker doch der Neugierde halber. Und sie kamen auf ihre Rechnung, denn wie ein Zeitungsbericht lautete: „Es atmete aus ihr der Geist der Jägermusik. Das war Marschmusik, die einen aufriss aus der Stumpfheit des Lebens, so wie damals, als man nach schwerer Übung heranmarschierend, es die Marschmusik der Kaiserjäger war, die einem die Schwere der Füße nahm und die Mattigkeit aus dem Körper jagte. Auch der klassische Teil des Programmes wurde glatt erledigt und war mit Genuss zu hören“. Am 4. Juni 1921 fuhr die Kapelle nach München. Am Bahnhof wurde sie von den Vertretern der in München bestehenden Tiroler Vereine empfangen und zog von da zu einem Bräuhaus. Nach Labung marschierte sie mit klingendem Spiel, überall mit Heilrufen und Tücherwinken begrüsst, zum Hofgarten, wo sie zugunsten des Kinderhilfstages konzertierte. Am Abend gab die Kapelle mit vollem Erfolge ein Konzert im Münchner-Kindl-Keller. Die Münchner Zeitung schrieb damals: „Die Konzerte der Speckbacher stehen genau auf der gleichen künstlerischen Höhe wie die der alten österreichischen Militärkapellen und bringen sowohl populäre als klassische Musik“. Bei ihrer Rückkehr aus München wurde die Kapelle in Hall am späten Abend vor dem Rathaus Hall vom damaligen Bürgermeister Schlögl mit begeisterten Worten begrüsst und er kredenzte jedem Manne aus dem „Goldbecher“ der Stadt einen vorzüglichen Tropfen (wäre heute kaum mehr möglich oder?). Die Speckbacher spielten in den Jahren zwischen 1920 und 1930 viele große Bälle in Innsbruck und Hall mit der vollen Besetzung. Bei den Konzerten wurden überwiegend Märsche, Walzer, Polkas und viele Bearbeitungen von Opern und Operetten gespielt. Auszüge aus Tannhäuser, Lohengrin, Aida usw. waren ständig zu hören, eine Hochzeit der Bearbeitungen.

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Auffallend ist beim Lesen der Chronik auch, dass in diesen Nachkriegsjahren das Bedürfnis nach Zusammenarbeit und Harmonie sehr groß war, da gab es z.B. in Hall, Innsbruck und anderen Orten viele Doppelkonzerte, Hall besuchte Zirl, man gestaltete gemeinsam ein Konzert und dann umgekehrt, auch mit den Wiltenern, Schwazern wurde das so praktiziert. Im Mai 1924 war eine große Wien Fahrt. Am 27. Mai, am Vorabend vor der Abfahrt nach Wien, hielt die Kapelle ein Abschiedskonzert im Musikpavillon in Hall, wobei zum ersten Mal in wirklich gelungener Weise „Der Traum eines österreichischen Reservisten“ zum Vortrag kam. Am 28. Mai marschierte die Kapelle mit 47 Mann um 3 Uhr nachmittags mit klingendem Spiel zum Bahnhof Hall, um die Wienfahrt anzutreten. Man musste zuerst nach Innsbruck, wo ein Sonderzug die Speckbacher weiterbeförderte. Die Fahrt dauerte länger wie heute, erst am nächsten Tag um 9 Uhr vormittags kam man in Wien an und fuhr im Westbahnhof ein. Gleich nach der Ankunft gab es einen Festzug durch die Mariahilferstraße zum Ballhausplatz, wo die Tiroler vom Bundespräsidenten Dr.Hainisch und

vom Bundeskanzler Dr.Seipel begrüsst wurden. Von da zog man zum Rathaus mit Begrüssung durch den Bürgermeister. Als die Speckbacher den Fanfarenmarsch intonierten und die vier Fanfarenbläser von der Rathauskanzel ihren Gegengruß brachten, war endloser Jubel. Dann löste sich der Festzug auf. Am Nachmittag war ein gut besuchtes Konzert in einem Gastgarten, wo sich selbst der Bundespräsident als Zuhörer einfand. Am nächsten Tag gaben die Haller ein Konzert im Garten am Kobenzl und spielten ein buntes Programm von 14 bis 21 Uhr (!). Die Heimfahrt von Wien machten die Speckbacher mit Zug über Selztal, um auch andere Teile Österreichs kennenzulernen und wurden wieder um 10 Uhr abends vom musikbegeisterten Haller Bürgermeister Schlögl begrüßt und gleich nach der Ankunft in ein Gasthaus eingeladen (!). Und so könnte man noch vieles aus dieser Chronik anführen, teils überholte Ereignisse, teils doch einiges zum Nachdenken über den Stellenwert der Blasmusik damals wie heute. Herbert Ebenbichler, noch aktiver Musikant der Speckbacher Mander

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Tiroler Musikerpersönlichkeiten ••• i n V e r g a n g e n h e i t u n d G e g e n w a r t •••

Militärkapellmeister Anton Bernhauer

Die Militärmusik in Tirol in der Ersten Republik und ihre Kapellmeister
Die Aufstellung einer Militärmusik nach dem 1. Weltkrieg war aus finanziellen Gründen äußerst schwierig. Inoffiziell bestand in Tirol schon 1920 eine Musik unter der Leitung von Josef Frank. Vom Bundesministerium wurde aber erst mit 1. Jänner 1924 eine Aufstellung angeordnet. Der 1881 in Dachau geborene Josef Frank diente bereits beim AJReg. der Tiroler Kaiserjäger und war ab 1908 Stabführer bis zur Auflösung nach dem Ersten Weltkrieg. Nach seiner Aktivzeit ab September 1929 übernahm er die Bundesbahnmusik und 1936 gründete er die Polizeimusik Innsbruck. Nach dem 2. Weltkrieg war er als Kapellmeister in Zell am Ziller tätig, wo er am 25 November 1957 verstarb und auch dort begraben wurde. Erst 1925 wurde mit Franz Kinzl der erste geprüfte Militärkapellmeister angestellt. Franz Kinzl wurde am 2. Juli 1895 in Mettmach, Ried im Innkreis (OÖ) geboren. Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Linz begann er 1912 an der Schule des Musikvereins Linz (Vorläufer des Brucknerkonservatoriums Linz) Oboe zu studieren. Studien bei Franz Neuhofer in Gesang und dem Bruckner-Schüler Josef Gruber in Orgel folgten. Mit der Heereskapellmeisterprüfung an der Wiener Musikakademie schloss er sein Musikstudium ab. Kinzl war ein Jahr Lehrer und rückte am 4. Juli 1915 zum Kaiserschützenregiment Nr. 2 in Bozen ein. Kinzl machte die Ausbildung eines Reserveoffiziers und war fast während des ganzen Krieges an der Südfront, wo er als Leutnant der Reserve in italienische Kriegsgefangenschaft kam. Nach dem Krieg ab September 1919, übte er wieder seinen Lehrerberuf aus. Am 2. Jänner 1925 rückte er neuerlich ein und zwar zum Artillerieregiment Nr. 7 in Linz (Probedienst), und kam am 1. Februar 1925 als Kapellmeister zum Alpenjägerregiment Nr. 12 nach Innsbruck. In der Samstagsausgabe der „Innsbrucker Nachrichten“ vom 21. März 1925 ist eine Notiz, dass eine Garnisonsinspizierung unter dem neuen Kapellmeister Kinzl stattfand. In der gleichen Zeitung wurde für Sonntag, den 24. März angekündigt, dass um 8 Uhr abends im Hotel Maria Theresia ein großer Konzertwalzer von Kinzl zum ersten Mal aufgeführt werden sollte. Außerdem, so wurde ebenfalls angekündigt, „…enthält das Programm

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Überraschungen auf dem Gebiete der ernsten und heiteren Musik“. Es scheint als ob die Musik unter der neuen Leitung einen großen Aufschwung machen sollte, doch der Verbleib Kinzls beim Heer war nicht von langer Dauer. Bereits nach zwei Jahren am 28 September 1927 wurde er als bleibend „dienstunfähig“ beurlaubt und später entlassen. Kinzl übte später wieder seinen Beruf als Lehrer an verschiedenen Schulen aus, wo er jeweils auch die Orgel, den Kirchenchor und die Blasmusik betreute. Ebenso war er zeitweise als Kapellmeister, Musikreferent der Oberösterreichischen Lehrerakademie, Musikbeauftragter der Stadt Linz, Musikalischer Programmberater des Senders Linz und später als Musikschriftsteller und Musikkritiker Anton Bernhauer Bernhauer wurde am 10. März 1897 in Wien geboren. Seine Tochter Dr. Elfriede Bernhauer erzählte, dass er schon sehr früh mit seiner Schwester Klavier spielte und sie beim Singen begleitete. Er besuchte das k.u.k. Franz Josef - Gymnasium in Wien bis zur Matura. Nach der Reifeprüfung rückte er am 8. Juni 1915 zum IR Nr. 49 in Wien ein, absolvierte den „Einjährigen“ Kurs an der Militärakademie und wurde als Leutnant der Reserve ausgemustert. Auch Bernhauer kam, wie Franz Kinzl, an die Südfront (Dolomiten) und am 31 Oktober 1918 in italienische Gefangenschaft, aus der er nach einem halben Jahr als Invalid heimkehrte. Er begann mit privaten Studien und besuchte Vorlesungen an der technischen UNI in Wien. Er beschäftigte sich besonders mit Kirchenmusik und gründete 1923 in der Pfarre St. Leopold in Wien II einen Kirchenchor und ein Orchester. Seine musikalischen Kenntnisse erweiterte er an der Staatsakademie in Wien (Orgel, Tonsatz und Kirchenmusik). 1927 begann er seine Laufbahn als Militärkapellmeister in Graz beim Alpenjägerregiment Nr. 9. Außergewöhnlich war zu dieser Zeit, dass Bernhauer mit dem Streichorchester der Regimentsmusik im Radio zu hören war (lt. Grazer Tagespost vom 14. Mai 1927) Mit 1. Februar 1928 wurde er als Vertragder Zeitung „Neue Zeit“ tätig. Durch den praktischen Umgang mit Blasorchestern wurde Kinzl inspiriert, Werke für Blasorchester als Originalkomposition, welche es bis dahin nur wenige gab, zu schreiben. Franz Kinzl wurde so zum Schöpfer und Anreger einer qualitätsvollen und eigenständigen symphonischen Blasmusik. Er erzielte zahlreiche Preise und Auszeichnungen (Anton-Bruckner-Preis der Landes Oberösterreich u. a.) und erhielt 1965 den Ehrentitel „Professor“. Anfang 1970 zog sich Franz Kinzl nach Lambach (OÖ) zurück, wo er am 23. Oktober 1978 verstarb. Hauptwerke: Orchesterwerke: 3 Symphonien, 1 Fagottkonzert, Ousangestellter nach Innsbruck versetzt. Man muss seine Tätigkeit aus diesem Blickwinkel sehen, so dass er wegen der geringen Bezahlung gezwungen war, Lehrtätigkeiten an Mittelschulen anzunehmen. (Siehe: Die soziale Stellung der Militärkapellmeister der damaligen Zeit – Diplomarbeit von Hans Eibl). Ein Hauptanliegen war ihm immer die Kirchenmusik. Er schrieb auch eigenen Kompositionen, die mit ihren Titeln schon die patriotische Einstellung der damaligen Zeit ausdrückten. • Wach auf, jung Österreich-Marsch, • Dr. Kurt Schuschnigg-Marsch, • General Wolf-Marsch, • Glocken- und Bläsermusik zum vaterländischen Festspiel 1000 Jahre Soldatentum Österreichs. Ein selbstverfasstes Werkverzeichnis weist über 101 Werke auf, darunter das Potpourri „Österreichische Marschperlen“. 1938 wurde Bernhauer ins deutsche Heer übernommen und nach Karlsbad versetzt. Er führte Betreuungskonzerte in Polen, Frankreich, Jugoslawien, Rumänien und Südrussland durch. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft war Bernhauer als Musikprofessor an verschiedenen Schulen in Wien tätig. Er verstarb am 18. März 1972 in Wien-Purkersdorf. Musikmeister unter Bernhauer waren von 1928 bis 1934 der in Chodau bei Karlsbad geborene Albert Grosser und vom Jänner 1935 bis zu seiner Zwangs-

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vertüren, Symphonische Dichtungen („Die Stadt“ u. a.), Symphonische Variationen (Scherzfuge „Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mann“ u. a.),... Symphonische Blasmusik: Ouvertüren („Der Ackersmann“ u. a.), Musik zum Frankenburger Würfelspiel, Große Symphonie für Blasorchester (Uraufführung 1961 durch die Militärmusik Oberösterreich unter Rudolf Zeman im Landetheater Linz) Kammermusikalische Blasmusik, 50 Lieder, 6 Messen und andere liturgische Kompositionen Weltliche Chormusik: Osterkantate, Chor „Der Krug“ (1930),... Die Jubilarin, Volksoper (1956), Seance, Ballett, u. a. pensionierung 1938 der bei Brünn geborene Eduard Werner. Einige allgemeine Rahmenbedingungen der Militärmusik in der Ersten Republik Die Regimentsmusik bestand offiziell aus 1 Kapellmeister, 1 Musikmeister und 24 Musikern. Der Stand wurde jedoch notwendigerweise oft überschritten. Aufgenommen wurden Musiker, die ein Instrument beherrschten, das sowohl bei der Marschmusik als auch im Streichorchester verwendet werden konnte. Die militärische Grundausbildung dauerte je nach Weisung durch den Reg. Kdten. von drei Monaten bis zu einem halben Jahr und hatte auch die Krankenpflegerausbildung für den Mobilisierungsfall zu beinhalten. Für die musikalische Ausbildung gab es keine erlassmäßige Regelung. „Unsere schönsten Ausrückungen waren die Konzerte, die jeden Samstag und Sonntag im Hotel Maria Theresia stattfanden, wobei nur mit einem Salon-Streichorchester mit ca. 20 Mann gespielt wurde….“ erzählte Dominik Hohenauer. Die Bezahlung wurde durch den „Musikfond“, dem eine Kommission vorstand, genau geregelt (u.a. wurden auch die Instrumente damit angekauft). Mit der ganzen Musik gab es auch Konzerte im Hußlhof, Büchsenhausen und im Gasthof Bierstindl. Zu allen Einsätzen wurde zu Fuß marschiert. Wenn Truppen nach Übungen oder Manövern abgeholt

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werden mussten, marschierte ihnen die Musik acht bis zehn Kilometern außerhalb von Innsbruck entgegen (bis Hall, im Westen bis Kranebitten). Von dort erfolgte der Einzug mit „Klingendem Spiel“. Nur außerhalb dieses Bereiches wurde die Musik mit Lastkraftwagen befördert. Die Musiker wohnten alle in der Kaserne, denn außer den Unteroffizieren durfte niemand verheiratet sein, und so wurde abends in den Zimmer zur Unterhaltung musiziert, denn Radio oder Fernsehen gab es nicht. Übernahme und Umschulung durch den Anschluss an Deutschland Am 13. März 1938 wurden die österreichischen Truppen als achte Armee der deutschen Wehrmacht angegliedert. Die Musik wurde anschließend in Bad

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Häring umgeschult ((Marschmusik in Viererreihe, Posaunen voraus usw.) Alle Kapellmeister, die ins deutsche Heer übernommen wurden, wurden versetzt. Nach Innsbruck kam der deutsche Kapellmeister Siebentritt. Kurzzeitig wurden auch in Schwaz, Landeck und Kufstein Bataillonsmusiken eingerichtet. Prof. Mag. Hans Eibl

Informationen
Herbst-Seminar 2007 von „Cantare et sonare“ in Altenmarkt/Bayern 450 Jahre Giovanni Gabrieli
Werke von Andrea und Giovanni Gabrieli, Heinrich Schütz, Hans Leo Hassler Die Referenten: Norbert Brandauer, Gesamtleitung, Dorothea Schweiger, Orgel, Henning Wiegräbe, Ursula Sandbichler, Streicher Inhalte: Erarbeiten vier- bis vielstimmiger mehrchöriger geistlicher Werke mit und ohne Instrumente - Anleitung zum Einsatz der dargebotenen Werke in Liturgie und Konzert Mitwirken bei Vokalwerken, Instrumentalmusik um 1600 für Zink/Trompete und Posaune instrumental Orgel: Spezifische Fragen der Begleitung (Continuo an mehreren Tasteninstrumenten) Unterkunft Gastronomie: Seminarhotel „Baumburg“/Altenmarkt, Bayern Kursbeitrag Vollpension € 165.- (€ 85.-*),
Veranstalter: Verein „Cantare et sonare“, Obmann Georg Schmid, A-6433 Oetz, Oetzerau 46, Tel. +43 (0)664 4169069, e-mail: georg.schmid@tsn.at

Die Einladung richtet sich an Sängerinnen und Sänger, ChorleiterInnen und Instrumental-Ensembles, die geistliche Musik um 1600 im Gottesdienst oder in Konzerten pflegen, • an Posaunisten und Trompeter, die gemeinsam mit Chören musizieren und Instrumentalmusik um 1600 verwenden • an Trompeter, die das edle Instrument Zink kennen lernen wollen • an OrganistInnen, welche den örtlichen Chor im Verlaufe des Kirchenjahres begleiten Ort und Zeit: Seminarhotel „Kloster Baumburg“, Altenmarkt/Bayern von Freitag 28. September, Beginn 18 Uhr bis Sonntag, 30. September. 16 Uhr: Musikalische Weihestunde in der Baumburger Stiftskirche

ohne Übernachtung € 110.-- (€ 55.--*) * = Studenten Die Aufnahme ins Seminar erfolgt nach Datum der Einzahlung. Anmeldung: Bis 29. Juni 2007 an Barbara Marberger, Brennerstraße 5g, A6020 Innsbruck, FAX und Telefon 0043 (0)512/580649, e-mail: barbara.marberger@aon.at Wir bitten gleichzeitig mit der Anmeldung um Einzahlung des Kursbeitrages auf Konto „Verein cantare et sonare“, HYPO TIROL BANK; BLZ 57 000, Kto. 200 110 22449. Für Anweisungen aus dem EU-Raum IBAN: AT 63 5700 0200 1102 2449 BIC: HYPTAT 22

LV-Reise zur 75 Jahr-Feier nach Dreizehnlinden /Brasilien
10.-13. Oktober 2008 (Festtermin)
geplante Reiseroute: München-Brasilien( Rio de Janeiro, Dreizehnlinden, Foz do Iguacu-größe Wasserfälle der WeltSalvador da Bahia-alte Kaiserstadt Brasiliens-Weltkulturerbe). Reisedauer ca. 12 Tage. Der Landesverband möchte wieder mit einer eigenen Musikkapelle die Festlichkeiten in Dreizehnlinden musikalisch umrahmen. Interessenten sollten sich melden beim Landesverband/ Landesgeschäfstführer Roland Mair.

Rio de janeiro( Blick von der Christusstatue zum Zuckerhut und auf die Stadt Rio de Janeiro)

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Foto: Dr. Karl Mark

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Erstes Internationales Polka-Walzer-Marsch Festival der EUREGIO
Ernst Hutter als musikalischer Pate Im Jahr 2007 ist bei der Euregio via salina wieder Festivalzeit. Seit 1999 gibt es das berühmte Euregio Musikfestival, das bisher alle zwei Jahre durchgeführt wurde. Euregio Präsident und Landrat Gebhard Kaiser stellte vor kurzem die Inhalte für die Meisterschaften in der Grenzregion Allgäu, Außerfern/Tirol und dem Kleinwalsertal/Bregenzerwald vor. „Wir bieten vier Kernpunkte mit derzeit 14 geplanten Konzerten in der Region“, so Präsident Gebhard Kaiser. „Das Festival mit den offenen Meisterschaften ist eine großartige Möglichkeit für unsere Musikkapellen, sich mit Polka, Walzer und Marsch bewerten zu lassen“, sagt Projektleiter Simon Gehring. Unter der musikalischen Leitung des bekannten Komponisten und Musikers Freek Mestrini (Holland) wurde die Idee für die Ersten Internationalen PolkaWalzer-Marsch (PWM) Meisterschaften geboren und umgesetzt. „In dieser Form hat es so ein Festival noch nie gegeben. Für Orchester, die nicht an den konventionellen Wertungsspielen teilnehmen, ist dies die Möglichkeit, Ihr Können unter Beweis zu stellen“, so Freek Mestrini (Holland). Als Pate des Ersten Internationalen Polka-Walzer-Marsch (PWM) konnte Ernst Hutter, der Leiter der „Egerländer Musikanten“ gewonnen werden. „Die Blasmusik gilt es stets zu fördern, daher bin ich für das Miteinander zwischen Amateuren und uns Profis“, so Ernst Hutter. Zugleich

rief er dazu auf, die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit dem Westallgäu und den benachbarten Musikkapellen aus dem württembergischen Allgäu stärker miteinzubinden. „Wir müssen in die Zukunft blicken ohne die Traditionen zu vergessen“, so Ernst Hutter. Teilnehmen dürfen alle Laien-Blaskapellen und Laien-Blasorchester aus Europa. Die Teilnehmer werden in vier Leistungsstufen eingeteilt, die von vier hochrangigen internationalen Juroren bewertet werden. Mit einem freiwilligen Einspielstück und drei Pflichtstücken, die jeweils aus den Leistungsstufen ausgewählt werden können, beginnen die Vorträge.Maximal 25 Minuten Vortrag! Die Wertungskriterien der Aufführungen werden in zehn Kategorien eingeteilt.

Interessante Preise zu gewinnen Als 1. Preis wurde ein Instrumentengutschein in Höhe von 1.000,00 € von den beiden Firmen Musik Reitemann (Kempten) und Miraphone zur Verfügung gestellt. Der Siegerpokal wird vom Druck und Verlag Obermayer (Buchloe) gestiftet. Es gibt noch weitere Sach- und Geldpreise zu gewinnen. Die Ausschreibungsunterlagen können angefordert werden bei der EUREGIO-Geschäftsstelle, Heisinger Straße 14, D-87437 Kempten/Allgäu. www.euregio-via-salina.de und unter Telefon 0049/831/206-187 sowie e-mail:euregio@azv.de. Der Anmeldeschluss ist der 01. Juni 2007.

Benefizkonzert des Musikkorps der Bayerischen Polizei
14. September - 20.00 Uhr - Passionsspielhaus in Erl
Leitung: Chefdirigent Prof. Johann Mösenbichler Solisten: Yves Savary (Solocellist der bayerischen Staatsoper München) Hans Obermayer, Euphonium Programm: Ite ad Lucem (Manfred Hechnblaikner), Ouvertüre für Harmoniemusik (Felix Mendelssohn), Yorkshire Ballade (James Barnes), Konzert für Cello und Blasorchester (Friedrich Gulda), Rhaspodie für Euphonium (James Curnow) u.a. Informationen unter: www.polizei-musikkorps-bayern.de

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Konzerte des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck 2007/08
Musikdirektor Dietfried Bernet hat für die neue Saison des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck viele populäre Werke, herausragende Solisten und auch Neue Musik gewählt. Er selbst wird in der Saison 2007/08 drei, Chefdirigent Aleksandar Markovic zwei Konzerte dirigieren. Alle drei Gastdirigenten haben in Innsbruck bereits begeistert: Der Texaner John Axelrod kehrt mit der Siebten Symphonie von Beethoven zurück, Gérard Korsten mit der Siebten von Dvorák, und Karel Mark Chichon, der vergangenen Jänner mit großem Erfolg Strawinskys „Feuervogel“ in Innsbruck dirigierte, nutzt seine erneute Einladung für ein musikalisches Portrait seiner spanischen Heimat. Dazu werden Werke der Tiroler Komponisten Thomas Larcher und Sebastian Themessl aufgeführt, interpretiert ebenfalls von vorzüglichen Solisten. Ein besonderer Hinweis gilt den beliebten Sonntagmatineen (11 Uhr im Innsbrucker Stadtsaal, Eintritt frei, Spenden), in denen sich Mitglieder des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck mit abwechslungsreichen Programmen kammermusikalisch präsentieren. Ein Abonnement aller acht Symphoniekonzerte (153.-, 195.-, 240.- Euro) bietet eine Ermäßigung von 25% gegenüber Einzeltickets und kann im Abo-Büro des Tiroler Landestheaters erworben werden. Lehrlinge, Schüler bis 21 Jahre und Studenten bis 27 Jahre erhalten im Abonnement 50 Prozent Ermäßigung sowie 40 Prozent auf Einzelkarten. Außerdem sind (wie im Tiroler Landestheater) für die Jugend ab einer halben Stunde vor Konzertbeginn Restkarten zum Preis von € 8.- erhältlich. 11. und 12. Oktober: 2007: Dietfried Bernet, Dirigent; Christiane Libor, Sopran; Michelle Breedt, Mezzosopran; Chor und Extrachor des Tiroler Landestheaters. Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2, c-Moll. 15. und 16. November 2007: Aleksandar Markovic, Dirigent; Till Fellner, Klavier. Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zum Trauerspiel „Coriolan“. Thomas Larcher (*1963): Konzert für Klavier und Orchester. Uraufführung der erweiterten Fassung, Auftragswerk der Stadt Innsbruck und des Klavierfestivals Ruhr. Franz Schubert: Symphonie Nr. 9, „Große C-Dur Symphonie“. 13. und 14. Dezember 2007: John Axelrod, Dirigent; Elisabeth Leonskaja, Klavier. Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2, B-Dur, op.83. Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 7, A-Dur, op.72. 17. und 18. Jänner 2008: Aleksandar Markovic, Dirigent; Markus Schirmer, Klavier. Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 3, C-Dur, op.26. Hector Berlioz: Symphonie fantastique. 21. und 22. Februar 2008: Karel Mark Chichon, Dirigent: George Bizet: Carmen-Suite. Joaquin Rodrigo: Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester. Manuel de Falla: Dreispitz Suite Nr. 2. Spanische Zarzuelas. 13. und 14. März 2008: Dietfried Bernet, Dirigent; Alexandra Petersamer, Alt. Johannes Brahms (175. Geburtstag): Tragische Ouvertüre, Altrhapsodie, Symphonie Nr. 1, c-Moll, op.68. 17. und 18. April 2008: Gerard Korsten, Dirigent; Konrad Zeller, Oboe & Oboe d‘amore; Ning-Ching ZellerChen, Oboe & Englischhorn. Joseph Haydn: Symphonie Nr. 96, D-Dur, Hob I:96. Sebastian Themessl (*1975): Konzert für 2 Oboen und großes Orchester (Uraufführung). Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 7, d-Moll op.70. 15. uns 16. Mai 2008: Dietfried Bernet, Dirigent; Shlomo Mintz, Violine. Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur. op. 61. Richard Strauss: Ein Heldenleben, op. 40. 19.30 Uhr: Vorkonzert der Jugendphilharmonie der Musikschule Innsbruck. Werke von Tschaikowsky. Informationen: www.tsoi.at oder www. landestheater.at

Neue Ausbildungsschiene für Blasorchesterleiter am Mozarteum Salzburg
Für Studierende eines Konzertfachs der Blas- und Schlaginstrumente in Salzburg besteht außerdem die Möglichkeit, „Blasorchesterleitung“ als Wahlfächerbündel in ihr Bakkalaureatstudium zu integrieren und sich damit ein zusätzliches Berufsfeld zu schaffen. Als Lehrer fungieren Professor Edgar Seipenbusch, langjähriger Musikdirektor von Innsbruck und Albert Schwarzmann, Kapellmeister, sowie Arrangeur der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg. Der Stundenrahmen eines Schwerpunktfaches im Bakkalaureatstudium ist EUrechtlich mit 12 Semesterstunden genormt und dieses damit als Grundausbildung und erste Stufe anzusehen. Als weiteren Schritt plant die Universität Mozarteum Salzburg die Einführung eines viersemestrigen Magisterstudiums „Blasorchesterleitung“, in dem Bakkalaureatabsolventen zur Befähigung geführt werden, Blasorchester bis zur höchsten Leistungsstufe zu leiten.

Albert Schwarzmann

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Hannes Buchegger und die OÖ-Brass-Band erfolgreich in Birmingham
Ein großartiger Erfolg gelang Dir. Hannes Buchegger mit der OÖ-Brass-Band bei der Birmingham Brass Band Europameisterschaft. Auf Anhieb landeten die Oberösterreicher unter der erfahrenen Tiroler Leitung auf dem 5. Platz, und das inmitten von ProfiBands. Und das auch noch mit einem Stück aus der Feder unseres Landeskapellmeisters: „Titans Progress“. Das Werk und die Aufführung werden in den höchsten Tönen gelobt: „Great euph and cornet duet and a brilliant canon. Oh what a piece and oh what a performance! This has been a treat of the highest quality.“ Weitere Informationen: www.4barsrest.com

Speckbacher gewinnen int. Wertungsspiel Vöcklabruck
Mit 93,17 Punkten (von 100 möglichen) feiert die Speckbacher Stadtmusik Hall einen überlegenen Gesamtsieg bei den renommierten „Internationalen Musiktagen Vöcklabruck 2007“. Zwischen dem 17. und 20. Mai war das oberösterreichische Vöcklabruck bereits zum sechsten Mal ins Zentrum der internationalen Blasmusikszene gerückt. Blasorchester aus fünf Nationen stellten sich in verschiedenen Bewerben dem musikalischen Wettstreit. Einziges eingeladenes Tiroler Blasorchester war die Speckbacher Stadtmusik Hall. Die Haller Blaujacken überzeugten in der Kunststufe die hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Bundeskapellmeister Walter Rescheneder, mit einer kompakten und beherzten Darbietung eines 30-minütigen Programms. Neben dem äußerst anspruchsvollen Pflichtstück „Manifestanum“ des Holländers Jef Penders hatte Kapellmeister Wolfgang Kostner die facettenreiche „Symphonic Ouverture“ des US-Amerikaners James Barnes und

das junge Tongemälde „The Monk and the Milss“ des Österreichers Thomas Doss als Selbstwahl-Programm gewählt. „Der Jury-Entscheid war einstimmig“, bestätigt LV-Obmann Dr. Ebenbichler, selbst Ehrenkapellmeister und nach wie vor aktiver Musiker in den Haller Reihen. Verständlich, dass der Jubel am beeindruckenden Festabend groß war, als bekannt gegeben wurde, dass die Speckbacher sogar Auswahl-Orchester und die einzigen Teilnehmer der Höchst-Stufe

auf die Plätze verweisen konnten. Wolfgang Kostner, mittlerweile im siebten Jahr seiner Amts-Tätigkeit: „Es ist für uns sehr befriedigend, dass die musikalische Vereinsarbeit im überregionalen Vergleich eine derart hohe Bestätigung erfährt.“ Mit dem überzeugenden Gewinn der Trophäe „Windstab 2007“ demonstrieren die Speckbacher zum fünften Mal innerhalb von sechs Jahren ihre Zugehörigkeit zur europäischen Blasmusik-Spitze.

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Informationen
Archivierung zur verstärkten Bekanntmachung der Veitschen Musik und zum anderen ein nützliches Hilfsmittel für den Kapellmeister in der Auswahl der Werke für anstehende kirchenmusikalische Verpflichtungen darstellt. Dabei wurde in der Programmauswahl sowohl Wert auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wie auch auf unterschiedliche Besetzungsschemen und Schwierigkeitsgrade gelegt. Neben den beiden Instrumentalmessen („St.-Georgs-Messe“ und „Requiem“) sind mit den drei emotionsgeladenen Klangbildern „Glaube, Hoffnung und Liebe“ und der Choralbearbeitung von Dimitri Bortnianskys bekanntem Lied „Die Macht der Liebe“ jüngere Werke Veits ebenso vertreten wie heimatbezogene oder gar patriotische Titel: die hymnische Musik „Tiroler Schwur“, die „Huldigungsmusik“ und das „Tiroler Gelöbnis“. Ergänzt und abgerundet wird das Werksverzeichnis durch die ehrfürchtige Sakralmusik „Mater dolorosa“ und das (altniederländische) „Dankgebet“. Hervorzuheben ist die einprägsame Choralbearbeitung des Lutherischen Verkündigungsliedes „Vom Himmel hoch“, das Veit in seiner dreichörigen ta Mexicana“ von 1954. Bird gliedert seine Serenade für je zwei Flöten, Klarinetten, Fagotte, Hörner und ein Englischhorn formal übersichtlich teilweise in Sonatensatzform, er instrumentiert raffiniert und fein und findet schwingende Melodien. Das Werk gewann 1901 den Paderewski-Preis als bestes Kammermusikwerk eines Amerikaners. Reeds Fiesta mit dem Untertitel „Eine mexikanische Volkslieder-Symphonie für symphonisches Blasorchester“ beschreibt im typischen, manchmal etwas dicken Reed-Sound ein Fest zu Ehren der Muttergottes, stampfend und dröhnend, tänzerisch und feierlich. Das Peabody Conservatory Wind EnTom Randle, Tenor, und Markus Eiche, Bariton. Da besticht nicht nur die pulsierende, farbige, gelegentlich hauchzarte Umsetzung der Effekte, sondern auch das technisch fabelhafte, bei allem Zugriff hochsensible und klanglich faszinierend verwobene Musizieren der Ensembles (u.st.) und Solisten.

Blasmusik in Tirol

Neue CD’s
Sakrale Musik für Blasorchester von Gottfried Veit
Speckbacher Stadtmusik Hall, Leitung: Wolfgang Kostner (TTS-Records-Tonstudio Stubai, A-6142 – Mieders 86, Tel. 0043 05225 62533) Gottfried Veit hat in vielen seiner Werke versucht, spielbare Gebrauchsliteratur für den blasmusikalischen Alltag zu schaffen. Weil die Umrahmung kirchlicher Feste einen wichtigen Platz im Tätigkeitsprogramm unserer Blaskapellen einnimmt, aber aus praktischen und didaktischen Gründen nicht endlos viel Probenzeit für die Kirchenliteratur zur Verfügung steht, sind viele dieser Werke aus der Praxis für die Praxis entstanden. Nun ist es in Zusammenarbeit mit Kapellmeister Wolfgang Kostner und der Speckbacher Stadtmusik Hall gelungen, in einem einzigen Tondokument eine Auswahl dieser „Gebrauchsmusik für die Kirche“ zusammenzustellen. Selbstredend, dass es kein Verkaufs-Tonträger im engeren Sinne ist, sondern zum einen eine tondokumentliche

Fassung auf zehn Stimmen aufgestockt hat. Der Reiz dieser Bearbeitung liegt vor allem in den mindestens sechs möglichen Besetzungsvarianten. Mit dem Notenmaterial und dem nun vorliegenden Tonträger gibt Gottfried Veit dem suchenden Kapellmeister ein nützliches Werkzeug in die Hand. Es liegt nun in seinen Händen, dieses dem jeweiligen Rahmen und Ort der Aufführung anzupassen. Im Booklet sind dazu kurze Werksbeschreibungen und Tipps für die Aufführungspraxis enthalten. Stephan Niederegger

Klassiker für Blasorchester

Carl Orffs „Carmina burana“ ist ein Standardwerk geworden und ein Hit geblieben. Die starke Bläser- und Chorpräsenz verlockt zu einem Bläserarrangement des 71 Jahre jungen Werkes. John Krance hat sich die Arbeit gemacht und blieb nah am Werk, er übernahm nicht nur die Bläsersätze, sondern „übersetzte“ sogar die Solopartien in Bläserstimmen. Das knapp halbstündige Werk wird auf einer bei Naxos erschienenen CD (nur 6,90 Euro) von zwei anderen Klassikern der Blasorchesterliteratur begleitet: Arthur Birds „Serenade für Blasorchester, op. 40 von 1898 und Herbert Owen Reeds „La Fies-

semble unter der Leitung von Harlan D. Parker hat sich für diese CD auf Hochglanz gestylt und beweist (u.st.) gutes Niveau.

Fabelhafte „Carmina burana“

Dass man beim Studium einer Bearbeitung das Original kennen müsste, ist keine Frage. Deshalb sei auf eine originale „Carmina burana“ verwiesen, die kürzlich bei Naxos (6,90 Euro) erschien und besondere Qualitäten aufweist. Unter dem Dirigenten Marin Alsop musizieren Bournemouth Symphony Orchestra und Chorus sowie Claire Rutter, Sopran,

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Juni 2007

- wieder eine kleine Auswahl aus einem unglaublich reichen Angebot, zusammengestellt von Landesverbandsobmann Dr. Herbert Ebenbichler:
• 21. - 23.September 2007-Blasmusikwallfahrt nach Mariazell aus Anlass des 750-Jahre-Jubiläums der Basilika Mariazell sowie des steirischen ÖBV-Präsidentenjahres auf Einladung des Steirischen Blasmusikverbandes. Auskünfte und Anmeldungen über den Steirischen Blasmusikverband unter Tel. 0316/383117, Mail office@blasmusikverband.at. Eingeladen sind auch die Kapellen aller unserer Nachbarländer. Man kann Fußwallfahrten machen aus den verschiedenen Entfernungen oder man fährt direkt nach Mariazell. Hauptveranstaltungen sind am Samstag, 22. 9. 07 mit Platzkonzerten im Ort und in der Region am Vormittag, dann nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr Eintreffen der Fuß- und Buswallfahrer, 16.30 Uhr Begrüßungsandacht und sakrales Konzert, 19.30 Uhr Sternmarsch, Festakt am Hauptplatz mit Aufführung des Großen Österr. Zapfenstreiches. Sonntag, 23. 9. ist um 10 Uhr eine Messe mit dem Diözesanbischof und den Kapellen am Hauptplatz und abschließend eine Agape. • 10. Mid Europe in Schladming (10. bis 15. Juli 2007) - Auskünfte unter www.mideurope.at. 30 Konzerte, Kirchenkonzerte, Open Air Konzerte,Musikshows, 20 Workshops mit berühmten Dirigenten wie Ray Cramer USA und Douglas Bostock GB. Für das Weltjugendorchester WYWOP werden noch einige Instrumente gesucht. Das Orchester steht unter der Leitung von Douglas Bostock, Rsay Cramer und Johann Mösenbichler. • 10 Jahre Österreichisches Blasmusikmuseum Oberwölz, 8832 Oberwölz, Tel. 03581/7366 oder 8203, Fax 03581/8203-5, Email gde@oberwoelzstadt.steiermark.at, www.blasmusikmuseum.com. Vom 30. 4. 2007 bis 31. 10. 2007 täglich 10 bis 15 Uhr Jubiläums-Sonderausstellung „Traditionskapellen in Österreich“ - eine gute Gelegenheit zu einem Ausflug! • INTERMUSICA BIRKFELD 2007 - Internationaler Solistenwettbewerb mit sinfonischem Blaorchester, Mi 3. bis Sa 6. Oktober 2007 - ausgeschrieben für Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Bassklarinette, Altsax, Tenorsax, Trompete, Flügelhorn, Horn, Posaune, Barition/Tenorhorn, Tuba und Schlagzeug. Juryvorsitz Philipp Fruhmann, Landeskapellmeister Steiermark. Der Sieger erhält die Goldene Dohle, eine besondere und hochwertige Auszeichnung im Bereich der Jugendförderung des europäischen Kultur- und Musiklebens. Zur Teilnahme sind eingeladen alle jungen Musiker und Musikerinnen, die eine internationale Karriere anstreben und ihr Können im internationalen Vergleich messen wollen. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Musiker und Musikerinnen aus Europa der Jahrgänge 1978 und jünger. • 19. Internationale Sommerakademie für Sinfonisches Blasorchester in Marktoberdorf vom 28. Juli bis 5. August 2007 in der Bayerischen Musikakademie. Für die Instrumente Waldhorn, Posaune, Euphonium und Schlagzeug können noch Anmeldungen entgegengenommen werden. Auskünfte und Anmeldungen über www.blasmusik.de/meldung/?m=19_ Internationale_Sommerakademie_ in_;Marktoberdorf.Im Im Zentrum des Kurses werden Werke des Briten Martin Ellerby stehen, die vom Dirigententeam unter Michael Kummer, David Gilson und Jochen Lorenz mit dem Kursorchester erarbeitet werden. Ellerby wird als „Composer in Residence“ für den gleichzeitig in der Akademie stattfindenden Kompositions-Workshop ebenfalls anwesend sein und mit dem Orchester arbeiten. Darüber hinaus werden interessante und neue Werke anderer Komponisten einstudiert. • Blasorchesterwoche St.Moritz vom 7. bis 13. Oktober 2007 - Musikalische Leitung Isabelle Ruf-Weber und Carlo Balmelli. Bestimmt ist die Woche für gute und einsatzwillige Musikantinnen und Musikanten aus der Schweiz und aus dem Ausland, die mindestens 18 Jahre alt sind und ein Blasinstrument, Percussionsinstrumente, Klavier, Violoncello oder Kontrabass spielen. Es werden mehrere sinfonische Blasorchesterwerke einstudiert während der Woche, als Abschluss wird das erarbeitete Programm in zwei Konzerten am Freitag, 12. 10. in St. Moritz und am Samstag, 13. 10. in Horgen am Zürichsee dem Publikum präsentiert. www.blasorchesterwoche.ch. • ÖBV: Blasmusikseminar 2007-für Bezirkskapellmeister und Bezirkskapellmeister-Stv. Freitag 31. August 07 ab 10 Uhr Ende Samstag 1. September 07.17 Uhr-Blasmusikzentrum Zeillern bei Amstetten - Themen: Konzertwertung - Wettbewerb oder/und Fortbildung,Einführung in die Musik-Kinesiologie (Verbindung von Musik, Emotion und Individuum), das Schlagzeug im Blasorchester, Klangverbesserung im Klarinettenorchester, Intonation im Blasorchester Anmeldungen bis spätestends 20.Juni 2007 bitte per Email und unter Angabe der genauen Anschrift an christina.puchberger@ooe.gv.at. Tiroler Teilnehmer an unser Verbandsbüro oder an den Landeskapellmeister Mag Hermann Pallhuber. • Bundesbewerb für Musik in Bewegung 6. und 7. Juli 2007 in Bruck an der Mur Tiroler Teilnehmer: MK Haiming unter Siegfried Stigger. Auskünfte für Interessierte Stadtamt Bruck oder bei Siegfried Stigger; Wettbewerb in 2 Teilen - Stufe 1 Freitag entspricht der Stufe D des Reglements des ÖBV, Teil 2 Showprogramm Samstag freie Gestaltung durch den Verein. Eine spannende Veranstaltung, wohl wert, dass sich Kapellen und Funktionäre das an Ort und Stelle anschauen!

Was tut sich außerhalb Tirols?

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Juni 2007

Blasmusik in Tirol

Johann Schönherr, ein rüstiger und schwungvoller 60-iger
Georg Schönherr entsprechend präsent. Der Jubilar selbst meinte, dass seine 60 Jahre vergangen seien wie im Flug und er könne für soviel Gutes, das ihm widerfahren sei, nicht genug danken. Obmann Herbert Ebenbichler würdigte in seiner Laudatio die Tätigkeiten des Jubilars und die zeigen einen begeisterten und immer einsatzbereiten Musiker und Funktionär. Durch 34 Jahre hindurch (von 1972 bis zum 25.11.2006) leitete er als Kapellmeister vorbildlich und erfolgreich die MK Neustift, wobei er viel Augenmerk der Nachwuchsarbeit und den Auftritten im Ort zuwandte, er nahm regelmäßig an Wertungsspielen teil. Er hatte auch Verständnis für die Arbeit und die Notwendigkeit eines Bezirksverbandes und übernahm in seinem Bezirk Wipptal-Stubai 1995 die Funktion eines Bezirkskapellmeisterstellvertreters und übt dieses Amt auch im neu zusammengesetzten Bezirskvorstand aus. Als Bankangestellter bei der Raika Neustift war er 1998 bereit, unter Johann Haun beim Landesverband die Stelle eines Finanzreferentenstellvertreters zu übernehmen und ist seither für uns ein verlässlicher Mitarbeiter. Schon seit vielen Jahren ist er eifriges Mitglied bei der Original Tiroler Kaiserjägermusik, er ist ein Begeisterter und ein Idealist für unsere Blasmusik. Er ist mit Freude dabei, er genießt die Möglichkeiten des Musizierens, fast überflüssig zu erwähnen, dass er nach Übergabe des Taktstockes in Neustift an seinen Sohn Christoph, auch ein ausgezeichneter Klarinettist, in seiner Neustifter Kapelle auf der Klarinette weiter spielt. Natürlich hat ein so verdienter Mann wie Johann Schönherr viele und hohe Auszeichnungen bekommen: die Verdienstmedaille des Landes Tirol, vom Landesverband die Medaille für über 40 Jahre Mitgliedschaft bei einer Blasmusikkapelle und das Verdienstzeichen in Gold für mehr als 30 Jahre als Kapellmeister und die Verdienstmedaille in Gold des internationalen Verbandes CISM. Wir wünschen dem Familienmenschen Johann, dem aktiven Bergsteiger und dem musisch höchst interessierten, dem Musiker viel Gesundheit und Harmonie, mögen seine Pläne - nun ist er beruflich im Ruhestand - alle in Erfüllung gehen und vor allem soll er mit Freude der Blasmusik noch lange helfen können. Wir gratulieren nochmals herzlich im Namen der Tiroler Blasmusik, ad multos annos, lieber Hans ! Herbert Ebenbichler

Am 9. März dieses Jahres vollendete der beliebte und geschätzte Musiker (Klarinettist) und Ehren-Kapellmeister Johann Schönherr aus Neustift sein 60. Lebensjahr. Genau an seinem Geburtstag gab es im Probelokal der MK Neustift eine würdige und schön gestaltete Feier mit Funktionären und mit seiner Neustifter Musik. Der Landesverband war durch Verbandsobmann Herbert Ebenbichler, Hans Eller und durch Geschäftsführer Roland Mair vertreten, der Bezirk durch Obmann Rudi Mair und natürlich waren auch die Gemeinde und die Kapelle mit Musikobmann

In Memoriam

Othmar Weißbacher – ein Leben für die Blasmusik

Vor einigen Monaten verstarb Othmar Weißbacher von der BMK Auffach in der Wildschönau. Insgesamt 57 Jahre war er ein verlässliches und geschätztes Mitglied der BMK Wildschönau-Auffach und wirkte davon 39 Jahre in verschiedenen Ausschussfunktionen (ObmStv, Trachtenwart und Instrumentenwart). Auf seinem geliebten Tenorhorn und später als Bassist war er neben der Musikkapelle als Kirchen- und Weisenbläser sowie als Mitglied der Tanzmusikkapellen „Auffacher Musikanten“ und „Tirolerklang“ auch außerhalb der Wildschönau ein Begriff. Aufgrund seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er mit dem grünen Abzeichen des Tiroler Blasmusikverbandes, der Verdienstmedaille in Silber des ÖBV, dem Kulturehrenzeichen der Gemeinde Wildschönau und als besondere Wertschätzung mit der Ehrenmitgliedschaft bei der BMK Wildschönau-Auffach ausgezeichnet. Die Kameraden der BMK Auffach werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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Blasmusik in Tirol

Kalendarium

Juni 2007

Konzerte
08.06.2007 16.06.2007 23.06.2007 Großer Österr. Zapfenstreich / BMK Oberndorf und BMK St. Johann i.T. Hauptplatz St. Johann i.T. / 20 Uhr vorauss. ab 13.00 Uhr: Haiming / Open Air Konzerte der Jugendkapellen des Musikbezirkes Silz 20.00 Uhr Sommernachtskonzert im Schloss Lengberg (mit Präsentation der neuen Mädchen- bzw. Frauentracht) / MK Nikolsdorf

Blasmusikveranstaltungen / Bezirksmusikfeste
30.06.2007 01.07.2007 01.07.2007 01.07.2007 01.07.2007 06.07.2007-07.07.2007 08.07 2007 08.07 2007 08.07.2007 08.07.2007 10.07.2007-15.07.2007 12.07.2007-29.07.2007 15.07.2007 15.07.2007 29.07.2007 29.07.2007 29.07.2007 05.08.2007 5. - 8.07 2007 09.08 bis 12.08.2007 12.08.2007 12.08.2007 12.08.2007 19.08.2007 25.08.2007 08.09.2007 16.09.2007 Sporttag für Fuß/Volleyball in Prutz für Jugendkapellen MB Imst - Bezirksmusikfest in Wald/Pitztal MB Hall - Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Thaur MB Wipptal /Stubai - Bezirksmusikfest in Schmirn MB Iseltal - Bezirksmusikfest in Prägraten Bundesbewerb - Musik in Bewegung Bruck/Mur MB Innsbruck Land - Bezirksmusikfest in Natters MB Telfs - Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Oberhofen MB Schwaz -Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Weerberg MB Seefeld - Bezirksmusikfest in Leutasch 10. Mid Europe in Schladming Innsbrucker Promenadenkonzerte - Innenhof der Hofburg MB Rattenberg - Bezirksmusikfest in Rattenberg MB Außerfern -Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Stanzach MB St. Johann - Bezirksmusikfest in Erpfendorf MB Silz - Bezirksmusikfest in Ötztal Bahnhof MB Pustertal - Bezirksmusikfest mit Konzertwertungsspiel in Kartitsch MB Kufstein - Bezirksmusikfest in Schwoich Natters - Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Innbruck-Land LängenfeldZeltfest der MK Längenfeld MB Landeck - Bezirksmusikfest mit Marschbewertung in Serfaus MB Brixental - Bezirksmusikfest in Westendorf MB Lienz - Bezirksmusikfest ( im Rahmen des Lienzer Altstadtfestes) MB Brixental - Jubiläumsweisenblasen am Kitzbühler Horn MB Silz - 10 Jahre Bezirksalmblasen - Feldringalm - Ötztal Bahnhof MB Außerfern - Almwandertag für BV Tirol und Interessierte MB Telfs/Seefeld - Almblasen auf der Hämmermoosalm/Leutasch

Verbandstermine
22.09.2007 20.10.2007 21.10.2007 BV Tirol/LA Musikfest - Festkonzert Tiroler Landesjugenblasorchester Gastdirigent Thomas Doss, Solist Florian Klingeler BV Tirol/LA Musikfest - 19:00 Olympiahalle Innsbruck Blasmusikfaszination BV Tirol/LA Musikfest - ab 8:00 Uhr Innsbruck, Festmesse Dom, 10:00 Uhr Festakt Landestheaterplatz, 11:00 Festzug

Aus- und Fortbildung
05.07.2007 09.07.2007 9.07. -13.07.2007 24.08.-26.08.2007 01.09.-31.10.2007 03.09.2007-08.09.2007 12. 10. 07 30.11. und 1.12. 2007 MB Lienz/Iseltal und Pustertal - Seminar „ Pädagogik der Orchesterleitung“ Michael Stecher MB Landeck - Jungmusikerseminar HS Prutz/Ried MB Brixental - St. Johann Jungbläserwoche in der LLA Weitau MB Außerfern - Bläserseminar in Tannheim MB Imst - Projektwochen 30+ für ältere Musikantinnen mit Abschlusskonzert MB Imst - Jugendblasorchesterwoche Imsterberg Kapellmeisterkurs – Start Kapellmeister-Workshop des Bezirkes Wippta-Stubai mit Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber in Ellbögen (Gemeindesaal)

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Blasmusik in Tirol

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Wenn unzustellbar, bitte zurück an: Blasmusikverband Tirol Klostergasse 1 A-6020 Innsbruck

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