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Lenkt die musikalischen Geschicke

des Tiroler Blasmusikverbandes seit März:


Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber

• Der Weg zum Kapellmeister (Seite 11)


• Beeindruckende Leistungen im Jugendblasorchester-Wettbewerb (Seite 13)
2/2007

tirol
Kultur 20. Jahrgang
Verlagspostamt 6020 Innsbruck · P.b.b.
Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

OTMAR HAMMERSCHMIDT

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2
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT,


www.blasmusikverband-tirol.at das Jahr 2007 ist schon beinahe zur Hälfte

Inhalt
vergangen, trotzdem hat sich schon sehr
Wesentliches im Tiroler Verband getan.
Die Vorstandsneuwahlen haben neue Per-
Wichtige Ankündigungen ...................................................... Seite 4 sonen in das Führungsgremium gebracht.

BiT 2/2007 • Editorial


Generalversammlung ....................................................................... Seite 5 Daraus erwachsen neue Ideen und neue
Aktivitäten.
Im Interview: Landeskapellmeister
Mag. Hermann Pallhuber ......................................................... Seite 8 Der neue Landeskapellmeister Mag. Her-
Kapellmeisterlehrgang .................................................................... Seite 11 mann Pallhuber hat sich schon intensiv in
Organigramm .................................................................................................. Seite 12 seinen Aufgabenbereich eingearbeitet und
legt in dieser Ausgabe der BLASMUSIK IN TIROL einige seiner Vor-
Tiroler Blasmusikjugend.............................................................. Seite 13
stellungen offen. Sein interessantes, völlig neues Ausbildungsprogramm
Requiem für den Frieden ........................................................... Seite 15 für Kapellmeister soll die Situation in diesem Bereich verbessern (Fol-
Landesmusikfest 2007...................................................................... Seite 16 der beiliegend).
Dankenswerterweise arbeitet Hermann Pallhuber auch im Redakti-
Mitteilungen: onsteam unserer BiT mit. Ich freue mich sehr darüber und heiße ihn
Landesobmann ............................................................................................. Seite 17 herzlich willkommen. Schon unsere erste gemeinsame Redaktionssit-
Landeskapellmeister ........................................................................... Seite 19 zung hat gezeigt, dass er eine Menge einzubringen weiß.
Landesstabführer ....................................................................................... Seite 21 Eine große Bereicherung wird unserer Verbandszeitung auch durch
Landesgeschäftsführer ..................................................................... Seite 23 Andrea Scheiflinger, meiner Stellvertreterin, zuteil. Die Grafikerin aus
Landesjugendreferent....................................................................... Seite 25 Kufstein ist nicht nur die erste Frau im Landesverband, sie bringt auch
moderne Vorstellungen über die Gestaltung einer Zeitschrift ein, und,
Jubilierende Kapellen im Porträt ................................ Seite 27 ich bin mir sicher, schon die nächste Ausgabe – die Jubiläumsausgabe
– wird ihre Handschrift zeigen. Auch ihr gilt mein Willkommensgruß
Berichte aus den Bezirken: im Redaktionsteam.
von Seite 30 bis Seite 42
Diese Ausgabe der BiT befasst sich natürlich nicht nur mit den neuen
Unsere Gäste ................................................................................................... Seite 44 Funktionären, sehr viel Platz ist den Aktivitäten in den Tiroler Bezirken
Empfehlenswerte Literatur ..................................................... Seite 45 gegeben. Gelegenheit, wieder einmal für die Einsendungen zu danken
und lobend zu erwähnen, dass sich die Qualität von Bild und Wort stetig
50 Jahre Militärmusik Tirol .................................................. Seite 46
nach oben entwickelt.
Innsbrucker Promenadenkonzerte............................ Seite 47 Die großen Konzert- und Wettbewerbsereignisse sind wieder Sache der
Der Aufstieg eines neuen Klangkolorits........ Seite 47 Jugend – ein großartig musizierendes Landesjugendblasorchester sowie
Chronik-Serie ................................................................................................ Seite 48 hervorragende Ergebnisse beim Wettbewerb für Jugendblasorchester lie-
Musikerpersönlichkeiten ........................................................... Seite 50 fern ausreichend Stoff.
Information: Die schon erwähnte Jubiläumsausgabe (BiT 07/03) wird ganz dem
Noten/Tonträger ....................................................................................... Seite 56 60jährigen Verbandsjubiläum gewidmet sein, wird aber ganz bestimmt
keine Chronik der Verbandsarbeit darstellen, sondern viel Raum für
Was tut sich außerhalb Tirols............................................ Seite 57 Aktuelles, für Zukunftsperspektiven bieten. Wir bitten aber schon jetzt
Gratulation ......................................................................................................... Seite 58 um Verständnis, dass die Berichte aus den Tiroler Bezirken sich in dieser
In Memoriam .................................................................................................. Seite 58 Ausgabe auf jene beschränken werden, die mit dem Verbandsjubiläum
Kalendarium: zusammenhängen.
Konzerte, Blasmusikveranstaltungen, Eine Bitte am Schluss: Die Serie über Blasmusik-Chroniken braucht
Verbandstermine, Aus- und Fortbildung ..... Seite 59 Material! Es gibt sicher bemerkenswerte Aufzeichnungen in vielen
Kapellen. Ich lade ganz herzlich ein, uns Auszüge aus Chroniken mit
Die nächste BiT erscheint Bildmaterial zur Verfügung zu stellen.
Euer Josef Wetzinger
im September 2007
Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen.
REDAKTIONSSCHLUSS: Redaktion: Josef Wetzinger. Redaktionsteam: Dr. Herbert Ebenbichler, Mag. Hermann
Pallhuber, Hans Eller, Roland Mair, Helmut Schmid, Ursula Strohal, Andrea Scheiflinger.
31. Juli 2007 Für den Versand verantwortlich: Roland Mair
Grafik + Druck: SternDruck · 6263 Fügen · Gewerbepark 29 Alle 6020 Innsbruck, Klostergasse 1, Telefon: 0512/572333,
Telefon: 05288/62925 · Fax DW 25 · www.sterndruck.at Fax: 0512/572333-60, e-mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at
www.blasmusikverband-tirol.at
Fotos Titelseite: „Fotowerk“ Aichner

Jahresabogebühr € 15,-- (ins Ausland plus Porto)


LV-Obmann: herbert.ebenbichler@blasmusikverband-tirol.at · LV-Geschäftsführer: roland.mair@blasmusikverband-tirol.at
LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at · Redaktion: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Wichtige Ankündigungen
16. Juni
Prüfungen zum JMLA in Gold
Landeskonservatorium Innsbruck
2007
Näheres dazu auf Seite 25

Bläserwoche 2007
9. bis 14 Juli
Bildungsinstitut Grillhof
2007
Anmeldung - Hompage des LV

Der Weg zum Kapellmeister - Neuer Lehrgang


des Blasmusikverbandes Tirol
Näheres dazu auf Seite 11

Landesmusikfest 2007
Näheres dazu auf Seite 16

Sommerurlaub – Büro: 1. bis 31. August 2007

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Blasmusik in Tirol Juni 2007

Jubiläumsjahr eröffnet
60. Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol
Die Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol am 11. März 2007 war durch besondere Schwerpunkte
gekennzeichnet: Im 60. Jahr seines Bestandes konnte der Dachverband eine eindrucksvolle Leistungbilanz vorlegen.
Neuwahlen des Vorstandes leiteten einen Generationswechsel ein.

Fotos: JoWe
Festgottesdienst in der Pfarrkirche Fügen Klingende Promenade

Fügen im Zillertal war Ort der Versamm- durchschnittlich 105mal pro Jahr tätig. Jahr mit dem neuen Bewertungssystem
lung, gastgebender Bezirk der Musikbund Ein Schwerpunkt des letzten Jahres war (100 Punkte) bewertet und haben durch-
Schwaz. BO Siegfried Knapp und sein die Einführung des Mitgliederverwal- wegs sehr gute Ergebnisse erzielen kön-
Team hatten einen festlichen Verlauf or- tungsprogrammes, die im großen und nen. Hauptaugenmerk der laufenden Ar-
ganisiert. Eine Messfeier in der Pfarrkir- ganzen geglückt und abgeschlossen ist. beit gilt dem Landesmusikfest, das am 21.
che, zelebriert von Mag. Heinrich Berger, Auf die Inhalte der Verbandsarbeit ver- Oktober Marschblöcke aus allen Tiroler
der in seiner Predigt die Beziehung von wies dann Obmann Dr. Herbert Eben- Blasmusikbezirken in Innsbruck zusam-
Musik, Liturgie und Religion aufzeigte, bichler in einer umfassenden Beschrei- menführen wird. Landesstabführer Josef
eröffnete den Tag. Wo Musik das Herz bung der Verbandstätigkeit. Besonders Stiller, der sein Amt zurücklegte, wurde
bewege, führte er aus, übernehme sie re- hob er das Bestreben, neue Musik für Bla- mit lang anhaltendem, seine Tätigkeit
ligiöse Funktion, lasse Göttliches spürbar sorchester zu schaffen und Komponisten würdigenden Beifall verabschiedet.
werden. Die Musik zur Liturgie stammte für dieses Unternehmen zu begeistern,
von dem erst 19jährigen Andreas Knapp: hervor. Ein Komponistengespräch und Rückblick auf ein Viertel-
Die Messe für Chor und Bläser, die er die Vorstellung neuer Kompositionen jahrhundert Verbandsarbeit
schon im Alter von 15 geschrieben und am Kapellmeistertag 06 waren die Eck- Der scheidende Landeskapellmeister
damit eine frühe Probe seines Talents ab- pfeiler dieses Vorhabens. Ein Höhepunkt Prof. Mag. Hans Eibl schaute in seinem
gelegt hat. des letzten Jahres war wohl auch die Zu- Rückblick auf insgesamt 24 Jahre erfolg-
Von der Kirche bis zur Festhalle Fügen sammenziehung aller österreichischen reiche Arbeit für den Blasmusikverband
begleiteten Ensembles des Musikbundes Militärkapellen in Innsbruck, rund 8000 zurück.
Schwaz die Blasmusikdelegierten auf ei- Gäste waren begeistert. Die Kapellmeisterausbildung, sein gro-
ner klingenden Promenade. Ein Meilenstein im Bereich Aus- und ßes Anliegen, hat in den letzten Jahren
Weiterbildung wurde durch die Ent- durch veränderte Strukturen gelitten,
Stolze Leistungsbilanz wicklung eines Obmänner-Seminars in die Situation ist derzeit unbefriedigend
Präsident Dr. Franz Fischler eröffnete die Zusammenwirken mit den Jugendrefe- und bedarf neuer Wege. Eine sehr positi-
Versammlung und konnte viele Ehren- renten-Seminaren gesetzt. Der ÖBV hat ve Entwicklung hat die Tiroler Bläserwo-
gäste begrüßen. nun dieses Modell übernommen, und ab che am Grillhof genommen, die schon
Einen Jahresrückblick in Zahlen bot Ge- Herbst gibt es die Funktionärsausbildung viele Jahre sich sehr großer Beliebtheit
schäftsführer Roland Mair, der auf Mit- für ganz Österreich. erfreut. Als wichtiges beratendes Instru-
gliederentwicklung und Tätigkeit in den Landes-Stabführer Josef Stiller und Sieg- ment nannte Eibl die Einrichtung des
Kapellen einging. Die nahezu 32.000 An- fried Stigger gaben Bericht über erfolg- Musikbeirates, von dem starke Impul-
lässe zu Auftritten der Blasmusikkapellen reiche Marschmusikbewertungen in den se ausgehen. Großveranstaltungen wie
Tirols beeindruckten – jede Kapelle war Bezirken. 77 Kapellen wurden im letzten Symposien und Kapellmeistertage waren

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

markante Ereignisse im Blasmusikge- leistungsabzeichen – alles in allem also te um das Stabführerwesen des Goldene
schehen der letzten Jahre. das Bild einer blühenden Jugendarbeit, Ehrenzeichen des Verbandes überreicht.
Eibls Bestreben war es immer, für die die für den Verband hoffnungsfrohe Zu- Für den ebenfalls aus dem Verband aus-
Praxisnähe und etwas für die kleinen kunftsperspektiven ermöglicht. scheidenden Friedrich Weyermüller gab
Kapellen zu tun. Mit kräftigem Applaus es nur Dank und Beifall, da er alle Ehrun-
wurden sein letzter Bericht als Landeska- Finanzen stimmen! gen bereits erhalten hat.
pellmeister und seine Tätigkeit bedankt. Auch Finanzreferent Hans Haun gab Schon während der letzten Monate hatte
seinen letzten Bericht als Landeskassier. die Kandidatensuche für die neu zu be-
Jugendarbeit – Er tat dies in gewohnt volksnaher Art setzenden Ämter im Verbandsvorstand
neue Erfolgsmeldungen und erhielt kräftigen Beifall. Er kann an eingesetzt, Vorgespräche und Vorwahlen
Wie gewohnt, konnten die beiden Lan- seinen Nachfolger einen beruhigenden haben zur Bildung eines Wahlvorschla-
desjugendreferenten Helmut Schmid Finanzstand übergeben. ges geführt, der der Generalversammlung
und Mag. Johannes Puchleitner auf viele vorgelegt wurde. Mit überwältigender
Aktivitäten und Erfolge zurückblicken: Ehrungen und Neuwahlen Mehrheit wurde der Wahlvorschlag an-
Ein höchst erfolgreiches Tiroler Ju- Landeskapellmeister Hans Eibl wurde genommen und bestätigt.
gendblasorchester beim Wettbewerb in von der Versammlung zum Ehrenlandes- Die Wahlleitung hatte Landesrat HR Dr.
Schladming, großartige Ergebnisse beim kapellmeister ernannt, Finanzreferent Koler inne, der in seinen Grußworten
Wettbewerb Musik in kleinen Gruppen Hans Haun für seine Verdienste als Be- den Dank des Landes an die Blasmusik-
und beim Internationalen Wettbewerb zirks- und Landesfunktionär der Ehren- kapellen Tirols abstattete.
für kleine Bläserensembles in Brüssel, ring des BVT überreicht. Landesstabfüh-
einen Höchststand bei Jungmusiker- rer Josef Stiller erhielt für seine Verdiens- Josef Wetzinger, LV-M-Ref.

Die Geehrten Präsident Dr. Fischler führte durch die Versammlung

Ehrengäste der GV 07

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Blasmusik in Tirol Juni 2007

Der neue Vorstand:


Dr. Fischler Franz Präsident Dr. Mayr Werner Schriftführer-Stv.
Dr. Ebenbichler Herbert LV-Obmann Wetzinger Josef LV-Medienreferent
RegR BSI Knapp Siegfried LV-Obm-Stv. Scheiflinger Andrea LV-Medienreferentin Stv.
OSR Wasle Richard LV-Obm-Stv. Schlenck Markus LV-Finanzreferent
Mag. Pallhuber Hermann Landeskapellmeister Schönherr Johann LV-Finanzreferent-Stv.
MSL Klausner Günther Landeskplm. Stv. Stigger Siegfried Landesstabführer
Eller Hans Landeskplm. Stv. Embacher Gerald Landesstabf. Stv.
MSInsp. Schmid Helmut Landesjugendreferent HR Dr. Köck Klaus Beirat
MSL Mag. Puchleitner Johannes Landesjugendreferent-Stv. Major Apfolterer Hannes Beirat
Mag. Pascher Rudolf Schriftführer Mair Roland LV-Geschäftsführer

Neue Gesichter im Verbandsvorstand:

Fotos: JoWe privat


Mag. Hermann Günther Klausner Markus Schlenck Gerold Embacher Andrea Scheiflinger
Pallhuber

Landeskapellmeister-Stellvertre- Finanzreferent Markus Schlenck Stabführer-Stellvertreter


ter Günther Klausner 48 Jahre, verheiratet, 3 Kinder (davon 2 Gerold Embacher
Nach der Ausbildung zum Industriekauf- aktive Blasmusiker) von Beruf Prokurist Ausbildung am Flügelhorn bei Anton
mann Präsenzdienst bei der Militärmusik, der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG Sinnesberger.
dort insgesamt 8 Jahre als Solo-Trompe- Hobbies neben der Musik: Lesen, Motor- Mitglied der Bundesmusikkapelle
ter und Ensembleleiter tätig. Studium am radfahren, Fliegen. Erpfendorf seit 1978.
Tiroler Landeskonservatorium, Haupt- Mit 8 Jahren Violinunterricht, langjähriges Kapellmeister der Bundesmusikkapelle
fach Trompete bei Erich Rinner und Mitglied des Kammerchores Mentlberg, Erpfendorf seit 1988.
Schwerpunktfach Blasorchesterleitung ab 1978 Tuba- und Tenorhornunterricht Absolvent des 4-semestrigen Kurses für
bei Florian Pedarnig. Weitere nebenbe- bei Prof. Anton Hell, Gründungsmitglied Blasorchesterleitung am Konservatori-
rufliche Studien bei diversen Meisterkur- der Stadtmusikkapelle Allerheiligen in um Innsbruck (1995 -1997)
sen, am Höheren Europäischen Institut Innsbruck, seither ständig im Vereins- Bezirksstabführer MB St. Johann in
für Blasorchester in Trient/Italien und vorstand, davon 13 Jahre als Obmann, Tirol seit 2001.
am Management Center Innsbruck. 6 Jahre als geschäftsführender Obmann,
Hauptberuflich Leitung der Landesmu- Kassier, Jugendreferent, derzeitige Funk- Medienreferent-Stellvertreterin
sikschule Kufstein, Tätigkeit als Juror, tion: Kassier und Chronist. Einige Jahre Andrea Scheiflinger
Referent und Aufnahmeleiter bei di- zusätzlich Mitglied der Stadtmusikkapelle Wohnhaft in Kufstein
versen Wettbewerben, Kursen und CD- Wilten und der Stadtmusikkapelle Neu- Berufliche Ausbildung als Typografikerin
Produktionen, außerdem künstlerischer Arzl/Olympisches Dorf. Sechs Jahre als Arbeitet als Grafikerin in Innsbruck
Leiter des Auswahlorchesters Bläserhar- Bezirksjugendreferent bzw. -stellvertreter Seit dem Jahr 1990 Mitglied der
monie Brixen/Südtirol. in Innsbruck-Stadt tätig und seit 2005 Stadtmusikkapelle Kufstein
Seit Oktober 2006, nach Kapellmeis- Finanzreferent des Bezirksverbandes Inns- Spielt Waldhorn/Kontrabass (in Ausbildung)
tertätigkeiten in Hötting, Nauders und bruck-Stadt. Seit 2006 Schriftführerin der
Brixen/Südtirol, für die musikalischen Stadtmusikkapelle Kufstein
Geschicke der Swarovski Musik Wattens Seit 2007 Medienreferentin-Stv. beim
verantwortlich. Blasmusikverband Tirol

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Von Tradition und Entdeckerfreuden


Gespräch mit Mag. Hermann Pallhuber, dem neuen Landeskapellmeister

BiT: Herr Pallhuber, Sie sind Landes-


Im März 2007 übernahm Mag.
kapellmeister des Tiroler Blasmusik-
Hermann Pallhuber das Amt des
verbandes. Mit welchen Gedanken und
Landeskapellmeisters im Tiroler
Gefühlen haben Sie dieses Amt ange-
Blasmusikverband. Der Musi-
nommen?
ker, Komponist und Pädagoge
HERMANN PALLHUBER: In meiner
steht der Blasmusik seit Jahren
Kindheit und Jugend habe ich als Musi-
hochengagiert und mit spekta-
kant recht große Bewunderung verspürt,
kulären Erfolgen zur Verfügung.
wenn ich dem Landeskapellmeister beim
Seine Ausbildung und seine mu-
Dirigieren oder auf Kursen begegnet bin.
sikalische Sprache kommen dem
Da ist schon etwas Ehrfurcht vor diesem
Wesen der Bläsermusik entgegen,
Musiker und seiner Verantwortung mit
seine Vielseitigkeit wird eine Be-
dabei gewesen. Jetzt bin ich selbst in die-
reicherung sein.
ser Rolle und muss das Amt mit meiner
Im BiT-Interview sprach er über
ganzen Persönlichkeit, meinem Fachver-
Verantwortung und Erfahrung,
ständnis und meiner Art zu leiten ausü-
Dorfkultur und Neue Musik, die
ben. Da bin ich mir der Bedeutung dieses
Jugendszene und die Faszination
Amtes bei der Übernahme sehr wohl
Blasmusik.
bewusst gewesen. Ich habe den nötigen
Respekt und die Achtung vor den Men-
schen, für die ich verantwortlich bin. Ich Musikstücke, die gespielt werden und die Entwicklung der Blasmusik in Tirol ist das
werde die Sache deshalb sehr umsichtig regional völlig unterschiedlich sein kön- sehr wichtig. Die Angst der Dorfkapellen,
und klar angehen, bin aber keineswegs nen. nicht mehr bestehen zu können, ist ver-
zu vorsichtig und sicherlich auch nicht Das eigentlich Faszinierende ist für mich ständlich, aber unbegründet. Es soll das
ängstlich. Ich vertraue auf meine bishe- aber immer noch der Klang der Blasinst- Traditionsbewusstsein für sich geschützt
rigen Erfahrungen mit der Blasmusik und rumente, die Schwingung, die Vibration, und mit seinen Auftrittsmöglichkeiten
ihren Menschen und blicke, obwohl viel die Verstärkung durch das Zusammen- weiterhin erhalten werden. Die neuen
Arbeit und große Aufgaben anstehen, spiel und die Färbung der Klänge durch Blasorchester entstehen im Umfeld die-
zuversichtlich in die Zukunft. die Instrumente. ser Traditionskapellen, entwickeln aber
ihre eigene Geschichte für sich und ganz
BiT: Sie sind Musiker, Gymnasialpro- BiT: Wie sehen Sie Aufgabe, Auftritt neu. Darin besteht für mich die Chance,
fessor für Musik und Latein, Kapell- und Chance, insgesamt die Situation Traditionelles und Neuorientiertes glei-
meister, Chorleiter und Komponist. der Tiroler Blasmusik? chermaßen zu bedienen.
Was fasziniert Sie an der Blasmusik? HERMANN PALLHUBER:Das ist ein
HERMANN PALLHUBER: Die Blas- weitgefasster Themenbereich. Auf einen BiT: Was steht im Landesverband aktu-
musik vereint für mich alles, was den Nenner gebracht, kann ich sagen, dass ell an Aufgaben an? Können Sie schon
Menschen in seiner Suche nach Behei- die Aufgaben der Blasmusik im traditi- von Neuerungen berichten?
matung ausmacht: Einerseits das Ge- onellen Sinn durch die örtlichen Gege- HERMANN PALLHUBER: In erster Li-
meinschaftsgefühl, das Vereinswesen, die benheiten definiert sind. Innerhalb die- nie müssen wir die Ausbildungssituation
Ländlichkeit und die Urbanität, dann ser Grenzen hätte sie die Aufgabe, Neues für die Kapellmeister in Tirol diskutieren
die Einbindung in die örtliche Kultur mit zu entdecken, einmal etwas anderes aus- und ein gut strukturiertes Ausbildung-
ihren Hierarchien und Bräuchen, mit Si- zuprobieren – eine andere Besetzung, ein sangebot schaffen. Es wird ab Oktober
cherheiten und bestimmten Strukturen. anderes Stück, eine andere „Location“. 2007 der neue Kapellmeisterlehrgang
Andererseits die Beschäftigung mit einer Dadurch ergeben sich Chancen, die dörf- des Verbandes in Tirol starten, der einen
speziellen Art der Volkskultur, mit dem liche Blasmusik weiterzuentwickeln und kontinuierlichen Aufbau über mehrere
Laienmusizieren, das dem Eigenen einen Dorfkultur wirklich zu gestalten. Semester vorsieht und der trotzdem - je
speziellen Ausdruck verleiht – zum Bei- Die Situation in Tirol ist im Moment nach Bedarf - berufsbegleitend für die
spiel bei den Prozessionen, bei den Kon- ganz interessant: Es entwickeln sich neue Teilnehmer möglich ist. Dieser Lehrgang
zerten, beim Standerl etc. Dann verän- Blasorchester, die zum Musikleben in Ti- ist genau auf die Bedürfnisse unserer
dert sich diese Ausdrucksform durch die rol bald fix dazugehören werden, die aber Blasmusiklandschaft abgestimmt und
Verschiedenartigkeit der Musik und der nicht traditionell motiviert sind. Für die soll längerfristig eine kulturelle und sozi-

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Blasmusik in Tirol Juni 2007

ale Weiterentwicklung der Tiroler Blas- Wertungsspielen unserer Musikkapellen ständigen Landesblasorchesters. Lässt
musik bewirken. Die Kapellmeisteraus- hörbar und bemerkbar machen. sich das überhaupt verwirklichen?
bildung wird in ein ganz neues Bildungs- HERMANN PALLHUBER: Es gibt im
system des Tiroler Blasmusikverbandes BiT: Hat die Tiroler Blasmusik ein Musikbeirat ein eigenes Referat, ein
eingebettet sein, das in passenden Teil- Imageproblem? Wie kann bei ihrer Team, das sich mit den Orchesterfor-
bereichen mit den bestehenden Tiroler enormen Spannbreite eine neue Identi- mationen des Verbandes befasst. Dort
Bildungsinstitutionen (zum Beispiel dem tät gefunden werden? wird bereits an einem klassischen Mo-
Tiroler Musikschulwerk) kooperieren HERMANN PALLHUBER: Ich denke, dell „Landesblasorchester“ gearbeitet,
wird. Ich will dadurch auch einen per- die handelnden Personen sind die Ima- das ein- bis höchstens zweimal im Jahr
sönlichen Mehrwert für die Absolventen gegeber. Welches Image die Tiroler Blas- ein Programm erarbeitet und gerade die
dieses Bildungsweges erreichen. musik haben soll, können wir bis zu ei- traditionelle Blasmusikliteratur aufführt.
nem bestimmten Grad selbst bestimmen. Andererseits wird es aber auch ein Sin-
BiT: Was nehmen Sie sich für den Lan- Kreativität, Anspruch und eine Arbeit, fonisches Blasorchester Tirol geben, das
desverband selbst vor? die die Menschen respektiert, die eine noch etwas vielseitiger eingesetzt ist
HERMANN PALLHUBER: Neben den gute Sache („Musik“) im Zentrum hat – als Konzert-, Lehr- und Wettbewerb-
vielen organisatorischen Aufgaben eines und die seriös und gewissenhaft ausge- sorchester. Die Organisation lehnt sich
Dachverbandes als Serviceeinrichtung führt wird, wird immer zu einem guten an das moderne Orchestermanagement
der Tiroler Blasmusikkapellen muss der Image beitragen. Dass die Blasmusik an und arbeitet das ganze Jahr hindurch,
musikalische „Output“ des Verbandes mit den alten Klischees der Bierzeltmu- um dann die jeweiligen Arbeitsphasen
mehr an Bedeutung gewinnen. Ich werde si zu kämpfen hat, ist klar aber für mich umzusetzen. Es lässt sich alles verwirk-
auch versuchen, den Menschen in unse- nicht wirklich ein Problem. Die Blasmu- lichen, wenn es nur professionell genug
rer Tiroler Blasmusik durch Integration sik muss eine Spannbreite bewältigen, organisiert ist und wenn dann auch die
und Nähe viele Identifikationsmöglich- schon aufgrund ihrer populären Veran- nötige Unterstützung aus allen wichtigen
keiten mit unserem Landesverband an- kerung. Wer das nicht will, versteht die Bereichen kommt.
zubieten. Familienfreundliche Veranstal- Blasmusik nicht. Diese Spannbreite ist
tungsangebote und fröhliche Ereignisse ja gerade die Chance der Blasmusik, ein BiT: Mit dem Tiroler Landesjugendbla-
sollen - neben den fachlichen - unseren weites Feld gut abzudecken. sorchester wurden Sie voriges Jahr beim
Verband kulturell breitenwirksam und Wettbewerb in Schladming Gesamtsie-
gesellschaftlich interessant machen. BiT: Sie sind der Gründer und Leiter des ger. Wie werden Sie sich in die von den
Sinfonischen Blasorchesters Innsbruck- Jugendreferenten intensiv betreute Ju-
BiT: Die Blasmusik steht zwischen Tra- Land und arbeiten an der Idee eines gendarbeit einbringen?
dition und Aufbruch. Wie sehen Sie die
Positionierung genau?
HERMANN PALLHUBER: In einem
„Denn für mich ist Musik dann schön und richtig,
Verband, der letztendlich das Laienmu- wenn sie Gehalt hat, wenn sie der Ausdruck einer
sizieren im öffentlichen Kulturinteresse
zu fördern hat, müssen wir besonders auf bestimmten Emotion eines Menschen ist.“
unsere Traditionskapellen und örtlichen
Musikvereine Bezug nehmen, die im HERMANN PALLHUBER: Ich denke,
Moment den Großteil unseres Verban- dass wir eine hervorragende Jugendszene
des ausmachen. Die Tradition der Tiro- im Tiroler Blasmusikverband haben. Un-
ler Blasmusik gilt es deshalb zu schützen. sere Landesjugendreferenten leisten seit
ABER: Dieses Traditionsbewusstsein soll einigen Jahren ausgezeichnete Arbeit.
nicht als Deckmantel und Argument Die Erfolge bei den Jugendblasorchester-
für Vorbehalte und Bequemlichkeiten wettbewerben sprechen für sich, auch die
gegenüber musikalischen Neuerungen Durchführung dieser regionalen Bewerbe
und couragierten Initiativen herhalten und die Teilnehmerzahlen sind immer
müssen! Deshalb will ich genauso Neu- großartig. Es hat deshalb erfreulicherwei-
es ins Auge fassen, um einer Stagnation se in den letzten Jahren eine große, brei-
entgegenzuwirken. Es wird insofern also tenwirksame Qualitätssteigerung in der
die Säule „Neue Musik“ – möglichst Blasmusikjugend gegeben. Das hat auch
aus Tirol, aber auch international - in mit dem hohen Standard von Tirols Mu-
der Tiroler Blasmusikwelt verstärkt be- sikschulen zu tun.
rücksichtigt werden müssen. Die beiden Ich muss natürlich alle Bereiche des Ver-
Säulen „Tradition“ und „Neue Musik“ bandes im Auge behalten, aber ich werde
sollen sich im Konzertleben und in den mich nur dann in die gut funktionieren-

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

de Jugendarbeit einbringen, wenn mein mit dem sensationellen fünften Platz Ausland jahrelang Erfahrungen sammeln
Rat gefragt ist oder ich auf Wunsch hel- die europäische Spitze. Im Selbstwahl- zu können und diese möchte ich gerne
fen kann. Ich halte es so, wie ich es von programm spielte die Band eine Kom- den Musikantinnen und Musikanten in
meinen Dirigierlehrern erfahren habe: position von Ihnen. Außerdem sind Sie unseren Musikkapellen zur Verfügung
„Ein guter Dirigent weiß sich genau dort Kirchenchorleiter und ein bekannter stellen. Neue Einflüsse könnten ja auch
bemerkbar zu machen, wo es nötig ist, Volksmusikant. Wie bringen Sie Ihre unseren Bedürfnissen entsprechen. Denn
denn ein guter Dirigent stört nie den Vielseitigkeit in ihre Tätigkeit als Lan- für mich ist Musik dann schön und rich-
Fluss der Musik“. deskapellmeister ein? tig, wenn sie Gehalt hat, wenn sie der
HERMANN PALLHUBER: Genau so! Ausdruck einer bestimmten Emotion ei-
BiT: Die Brass Band Oberösterreich Ich habe vor, ein breites Angebot zu nes Menschen ist – dann ist es für mich
nahm unter Hannes Bucheggers Lei- machen und das umfasst neben der „Har- auch zweitrangig, ob es gute Brass-Band-
tung Anfang Mai beim Brass-Wettbe- moniemusik“ - unserer Blasmusik - Brass Musik, gute Volksmusik, gute Musik in
werb in Birmingham als erste öster- Band Musik genauso wie Volksmusik der Kirche oder unsere gute traditionelle
reichische Brassband in der Höchst- und Blasmusik in der Liturgie. Ich hatte Blasmusik ist.
stufe der Elitedivision teil und erreichte das Glück, an vielen Orten im In- und Interview: Ursula Strohal

Mag. Hermann Pallhuber Berufliche Tätigkeiten:


• bis 2004 Gymnasiallehrer für Musik und Latein
(Telfs, PÄDAK Innsbruck)
• Chorleiter (seit 1999 Kirchenmusik Telfs)
• Kapellmeister in Tirol (1999 in Weer, bis 2006 in Völs)
• 2003 Gründer und Leiter des Sinfonischen Blasorchesters
Innsbruck-Land SBOIL (www.sboil.at)
• Referent für Dirigieren, Blasmusik und Volksmusik
in Tirol, Bayern und Südtirol
• Juror, Aufnahmeleiter
• Gesamtsieger (Gold – Höchstpunktezahl) mit dem Landes-
jugendblasorchester Tirol beim internationalen CISM-Bla-
sorchester-Wettbewerb 2006 der MidEurope in Schladming

Funktionen:
• ORF - Mitarbeiter und Moderator
(Blasmusik und Chormusik)
• Mitglied des erweiterten Vorstandes des
Tiroler Blasmusikverbandes
• Vorstandsmitglied des Tiroler Volksmusikvereines
• Viele CD-Einspielungen, Radio- und Fernsehauftritte
mit der Tiroler Sunnwendmusig seit 1994

Kompositionspreise und Kompositionsaufträge:


• Stadtmusikkapelle Wilten (Oenipons 2003) –
Pflichtwerk ÖBV 2007 Stufe D
geb. 1967 in Innsbruck • Brixen (Imperatori Austriae 2003)
• Via Claudia (Paneuropa 2004):
Künstlerische Ausbildung: 1. Preis Kompositionswettbewerb „Via Claudia“
• Studium Ensembleleitung am Wiener Konservatorium • Passionsspiele Thiersee (Christus 2005)
• Studium der Musikpädagogik am Mozarteum • Tiroler Blasmusikverband (König Laurins Rosengarten 2005)
Salzburg/Innsbruck • Brass Band Oberösterreich (2007)
• Studium der Klassischen Philologie (Latein) an der Uni Innsbruck • Stadtmusikkapelle Wilten (Tanzer Festive 2007)
• Militärmusik Tirol
• Diplomstudium Blasorchesterleitung (Zürich und Augsburg) Kontakt:
• Kompositionsunterricht bei Franco Cesarini in Zürich und Mag. Hermann Pallhuber
Richard Heller in Augsburg Austraße 32, 6122 Fritzens
• Kurse bei Johan de Meij, Michael Antrobus, Ed de Boer, u.a. hermann.pallhuber@orf.at · www.sboil.at

10
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Lehrgangsdauer: 6 Semester MUSIK EMPFINDEN – ZEIGEN


Grundkurs (2 Semester) ZUM KLINGEN BRINGEN
Hauptkurs (4 Semester)
Praxis – Erlebnis – Dirigieren
Unterrichtstage sind pro Semester
10 Freitage (16.00 bis 21.00 Uhr) und DER WEG ZUM KAPELLMEISTER
5 Samstage (8.15 bis 11.30 Uhr).
Unterrichtsmonate sind im
Wintersemester Oktober bis Jänner,
im Sommersemester März bis Juni.
Unterrichtsort: Hall in Tirol
Beginn: 12. Oktober 2007
Kosten: e 195.- pro Semester
Anmeldungen unter 0512-5723331
oder unter Email: office@blasmusikverband-tirol.at
Anmeldeschluss: 29. Juni 2007

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KAPELLMEISTERLEHRGANG [LANDESVERBAND DER TIROLER BLASMUSIKKAPELLEN]
WEITERE INFORMATIONEN DAZU AUCH UNTER OFFICE@BLASMUSIKVERBAND-TIROL.AT ODER UNTER 0512-5723331

kapellmeister_halbe quer.indd 1 14.05.2007 19:43:58 Uhr


Liebe Kapellmeister- die euch das nötige Rüstzeug für euren 10 Freitage (abends) und 5 Samstage
kolleginnen und –kollegen, Kapellmeisteralltag mitgeben. Neben (vormittags) verteilt und findet aller
liebe Musikantinnen und dem Dirigierunterricht werdet ihr in je- Voraussicht nach in Hall in Tirol statt.
Musikanten! dem Unterricht die Möglichkeit haben, (Im Bedarfsfall wird vom Verband auch
mit einem eigenen „Kursensemble“ eine günstige Übernachtungsmöglich-
Ab 12. Oktober 2007 startet unser zu arbeiten und „Live“-Musik zu diri- keit in Hall organisiert). Du kannst
neuer Kapellmeisterlehrgang des Blas- gieren. Das wird in Form von extra be- ohne besondere Vorkenntnisse am zwei-
musikverbandes Tirol. Der brandneue stellten Musikern der Fall sein oder wir semestrigen Grundkurs teilnehmen und
Folder liegt dieser Ausgabe der BiT bei. werden als Lehrgangsdirigenten zu Gast trittst danach in den viersemestrigen
Es gibt bereits eine ausgearbeitete Lehr- bei Tiroler Musikkapellen sein – von Hauptkurs ein. Du kannst aber auch
gangsbroschüre, einen Studienverlaufs- der einfachen Dorfmusik über Tirols die Kenntnisse aus dem Grundkurs
plan und einen genau strukturierten Spitzenkapellen bis hin zur Brass Band nachweisen und beginnst sofort mit
Lehrplan zu diesem vier- oder sechsse- Fröschl Hall. Neben dem Dirigieren und dem Hauptkurs. Kursleiter ist Landes-
mestrigen Lehrgang. dem Dirigierpraktikum erhältst du auch kapellmeister Mag. Hermann Pallhuber.
Unsere obersten Ziele sind absolute Unterricht in Musik- und Werkkunde, Er steht für Auskünfte gerne zur Verfü-
Praxisnähe im Unterricht – erteilt von in Instrumentation, in Probenmetho- gung. (hermann.pallhuber@orf.at; 0650
professionellen Dirigenten aus der Blas- dik, in Programmgestaltung und vielem 543 57 52) Du kannst dich bis 29. Juni
musikwelt und aus dem sinfonischen mehr bis hin zu Musikmanagement und 2007 für das Lehrgangsjahr 2007/08
Bereich – und ein umfassendes, aber CD-Recording (Aufnahmetechnik). anmelden. Aufnahmegespräche finden
gut bewältigbares Angebot an Fächern, Der Unterricht ist pro Semester auf Anfang Juli 2007 statt.

MUSIKUS-INSTRUMENTEN-KATALOG 2007

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einfach per e-mail: stadler@musikus.at
oder per Telefon: 07615/7001
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11
Organigramm der Geschäftsordnung des Musikbeirates des BVT / 23.4.07 (von Lkpm. Mag. Hermann Pallhuber / Musikbeirat)
[gemäß § 17 Statuten des Vereines Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen]

Der neu bestellte Musikbeirat MUSIKBEIRAT


in 6 Referaten
Juni 2007

Referat 1 Referat 2 Referat 3 Referat 4 Referat 5 Referat 6


(Aus-/Weiter-) Bildung Konzertwertung Literatur Musik in Bewegung Orchester Blasmusik und Liturgie
Wettbewerbe

� Kapellmeisterkurs � Bezirkswertungen � Beratung � Stabführerschulung � Landesblasorchester � Beratung/Broschüre


� Tiroler KpmTag � Landeswertungen � Einstufung (Ref. 1) � Sinf. BLO Tirol „Blasmusik in der
� Tiroler KpmWoche � Bewerterschulungen � „Tiroler Matinee“ (Musik � Marschierwertungen � Koop. LJBO (Jugend) Kirche“
„Tiroler Triangel“ � Koordination der Jury und Wort – Literatur für (Bezirk/Land) � Orchesterwoche � Schulung
(Ref1/3/5) Blasorchester) � Blasmusik und „Tiroler Triangel“ Kirchenmusik
� Juryredaktion
� Tiroler Bläserwoche Prozession (Ref 6) (Ref1/3/5) (Ref1)
� Vorberitungsseminare � Komponistenwoche
� Weiterbildung (Kpm) „Tiroler Triangel“ � „Bewegende � Nat./internat. Wett- � Regelm. (6-8/Jahr)
auf Bezirks- und
� Allgemeine Fortbildung (Ref.1/3/5) Blasmusik“ (Show) bewerbe (Ref.2) Gottesdienst-
Landesebene
(V t ä S i gestaltungen in Tirol
� Wertungsdokumentation � Kompositionsaufträge � Beispielorchester (Ref.3)
(CD/DVD/Jurybrief) � Kompositionswettbewerb � Konzertorchester
� Betreuung bei nat. und � Bibliothek
internat. Wettbewerben � Audiothek

12
in Kooperation mit den
Kapellen

Hermann Pallhuber Günther Klausner Günther Klausner Siegfried Stigger Hermann Pallhuber Hans Eller
Helmut Schmid (TMSW) Hans Eller Hermann Pallhuber Gerald Embacher Bernd Raitmair Raimund Walder
Peter Kostner (WA) Gotthard Schöpf Ossi Mayr Johannes Puchleitner Fritz Joast
Hannes Buchegger (BB) Rudi Pascher Peter Kostner (WA) Günther Klausner Albert Knapp
Edgar Seipenbusch Hermann Pallhuber Edgar Seipenbusch Raimund Walder
Hans Eller (TBW)
Günther Klausner
Florian Pedarnig (LBO)
Ossi Mayr (LBO)
Referatsleiter und Mitarbeiter
Musikbeirat (17 Mitglieder):
Fixmitglieder des Musikbeirates (5): LKpm. Hermann Pallhuber (Ref 1,2,3, 5) (MA Ref 6), LKpm.-Stv. Günther Klausner (Ref 1,2,3,5), LKpm.-Stv. Hans Eller (Ref 1,2,6)
Ljr. Helmut Schmid (Ref 1), LStbf. Siegfried Stigger (Ref 4)
Bestellte Mitglieder des Musikbeirates (12): Peter Kostner (Ref 1,3), Hannes Buchegger (Ref 1), Edgar Seipenbusch (Ref 1), Gotthard Schöpf (Ref 2), Rudi Pascher (Ref 2)
Ossi Mayr (Ref 3), Gerald Embacher (Ref 4), Bernd Raitmair (Ref 5), Ljr.-Stv. Johannes Puchleitner (Ref 5), Raimund Walder (Ref 5,6), Fritz Joast (Ref 6), Albert Knapp (Ref 6)
Blasmusik in Tirol

Bestellte Mitarbeiter des Musikbeirates (2): Florian Pedarnig (Ref 5), Bibliotheksfachkraft NN (Ref 3), ev. weitere/andere Mitarbeiter nach Bedarf
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Starker Auftritt der Tiroler Blasmusikjugend


46 Orchester mit rund 2.200 Nachwuchsmusikanten und -musikantinnen nahmen am 3. Tiroler Jugendblasor-
chesterwettbewerb teil: Spannendes Kräftemessen der Tiroler Jungmusikanten am 31.3.2007 in Tarrenz und am
1.4.2007 im Kaisersaal der Unterländer Marktgemeinde St. Johann in Tirol!

Landes Wind - Landesmusikschule Landeck Jugendblasorchester Wörgl

Über mangelnden Nachwuchs müssen Möglichkeiten der Besetzung genützt. gabe der Ergebnisse mit der Urkunden-
die Tiroler Blasmusikkapellen derzeit Bewertet wurde nach den üblichen Kri- übergabe statt, wobei erfreulicherweise
nicht klagen: Beim dritten Landesbe- terien der Konzertwertungsspiele (Ma- auch festgestellt werden konnte, dass der
werb für Jugendblasorchester, der in Ko- ximum 100 Punkte für 10 Kriterien), Vorstand des Tiroler Landesverbandes
operation zwischen dem Landesverband wobei die teilnehmenden Orchester in fast mit allen Mitgliedern vertreten war.
der Tiroler Blasmusikkapellen und dem 6 möglichen Altersstufen antraten: AJ Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler
Land Tirol - Tiroler Musikschulwerk in Durchschnittsalter bis 13 Jahre, BJ bis zeigte sich von der Jugendarbeit im Lan-
Tarrenz und in St. Johann in Tirol am 14 Jahre, CJ bis 15 Jahre, DJ bis 16 Jah- de begeistert und versprach weiterhin
Wochenende 31.3. / 1.4.2007 durchge- re, EJ bis 17 Jahre und SJ (Sonderklasse) vollste Unterstützung.
führt wurde, nahmen 46 Jugendorches- bis 18 Jahre.
ter mit insgesamt rund 2.200 Jungmusi- Die Leistungen der Jugendorchester wur- Die Klassensieger des Tiroler Jugend-
kantInnen teil. den von einer Jury, bestehend aus dem orchester - Wettbewerbes 2007:
Für den Obmann des Tiroler Blasmu- Bundesjugendreferent der ÖBJ Mag. Stufe AJ: Unterstufenjugendblasorches-
sikverbandes Dr. Herbert Ebenbichler Hans Brunner aus Kärnten, Verbandsob- ter der Landesmusikschule Wipptal
und die Wettbewerbsverantwortlichen mann Pepi Fauster (Südtirol), Norbert Leitung FGL Mag. Werner Kreidl
Helmut Schmid und Mag. Johannes Hebertinger und Hermann Pumberger Stufe BJ: Jugendblasorchester der
Puchleitner waren beide Tage ein deutli- (beide OÖ) fachkundig beurteilt. Landesmusikschule Lienzer Talboden
ches Zeichen einer begeisterten und leis- Die Organisation der Veranstaltungen Leitung Martin Mairer
tungsbereiten Tiroler Blasmusikjugend. durch die Musikkapelle Tarrenz mit Ju- Stufe CJ: Jugendblasorchester Wörgl
Nicht nur die Teilnehmerzahlen konn- gendreferent Mario Reich und die Lan- Leitung Mag. Barbara March
ten sich gegenüber den letzten Wettbe- desmusikschule St. Johann unter ihrem (vertritt Tirol im Oktober 2007 beim
werben dieser Art steigern, auch musi- Leiter Bezirksjugendreferent Martin Bundeswettbewerb in Linz)
kalisch zeigten viele Jugendorchester Rabl war ausgezeichnet und es war be- Stufe DJ: Landes Wind –
ganz hervorragende Leistungen. Hinter wundernswert, mit welcher Disziplin Or- Landesmusikschule Landeck
einer erfolgreichen Darbietung eines Ju- chester für Orchester pünktlich ankam, Leitung Stefan Köhle
gendorchesters stehen viele Stunden an gut vorbereitet auftrat und im meist voll (vertritt Tirol im Oktober 2007 beim
pädagogisch anspruchsvoller und mu- besetzten Saal für eine unglaublich posi- Bundeswettbewerb in Linz)
sikalisch wertvoller Nachwuchsarbeit, tive Stimmung sorgte. Stufe EJ: Young Symphonic Winds
welche in vielen Fällen von den Verei- Der Bewerb ging sowohl am Samstag in – Pitztal
nen selber oder von den Tiroler Musik- Tarrenz als auch am Sonntag von 9:00 Leitung Norbert Sailer
schulen wahrgenommen wird. bis 17:00 Uhr in St. Johann i. T. über die Stufe SJ: JBO Osttirol
Vom vereinseigenen Jugendorchester bis Bühne. Zu Mittag und jeweils nach der Leitung Hans Pircher
hin zu großen und vereinsübergreifen- letzten Formation am Nachmittag fan- (vertritt Tirol im Oktober 2007 beim
den Musikschulorchestern wurden alle den unter großem Applaus die Bekannt- Bundeswettbewerb in Linz)

13
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Ergebnisse Tiroler JBO Wettbewerb 2007 Stufe Dirigent Punkte


Small Cool Orchestra Imst AJ Karl Schuchter 83,2
Unterstufenblasorchester der LMS Ötztal AJ Klaus Strobl 84,5
Unterstufenblasorchester der LMS Kufstein AJ Günther Klausner 85,3
Jugendblasorchester-Knappenmusik Schwaz AJ Robert Werth 88,8
Unterstufen Jugendblasorchester Wipptal AJ Mag. Werner Kreidl 91,5

Jugendkapelle Kolsass BJ Helmut Theis 77,1


Blechsalat - MK Telfes i. Stubaital BJ Nikolaus Müller 78,2
MHS Paznaun BJ Georg Juen 79,0
Unterstufenjugendblasorchester der MS Region Telfs BJ Fl. Trenkwalder/B. Micheler 80,3
Jugendorchester der HS Serfaus-Fiss-Ladis BJ Hubert Marth 80,8
Schülerblasorchester der LMS Kitzbühel u. Umgebung BJ Robert Mayr 81,1
Schulorchester Hauptschule St. Anton a.A. BJ Serafin Öttl 81,3
Jugendkapelle der HS Prutz BJ Mag. Rudolf Pascher 81,5
Schülerblasorchester Außerfern BJ Peter Besler 81,5
Jugendmusikkapelle Ellmau BJ Alexander Freysinger 83,0
Jugendblasorchester LMS Kematen BJ Alois Schwarzenberger 83,3
SBO – St. Johann - LMS St. Johann BJ Manfred Opperer 84,3
Jugendblasorchester Kramsach/Mariatal BJ R. Haas, Ch. Widmann 84,8
SLBO „Kaiserwinkel“ - LMS St. Johann BJ Adolf Brünoth 86,1
Magic Sound Landeck BJ M. Sprenger/W. Bachler 87,0
„Trötende Trichter“ – LMS Zillertal BJ Roland Wildauer 87,0
Pillersee Connection - LMS St. Johann BJ Andreas Wörter 87,0
Kidsclub - STMK Amras BJ Paul Bramböck 91,5
Jugendblasorchester der LMS Lienzer Talboden BJ Martin Mairer 91,8

Jugendblasorchester Silz CJ Herbert Fröch 72,2


Blasorchester LMS Stubaital CJ Engelbert Wörndle 74,2
Mini Mix Grins, Tobadill, Strengen, Pians CJ Robert Scherl 75,3
Jugendkapelle Rietz CJ Martin Strobl 77,0
Jugendorchester Zams CJ Stephan Wohlfarter 79,5
Mittelstufen Jugendblasorchester Wipptal CJ Mag. Werner Kreidl 81,1
Brix Winds Orchestra - Brixental CJ Stefan Reiter 81,3
Jugendblasorchester der LMS Matrei-Iseltal CJ Johann Mair 83,1
Blasorchester der LMS Untere Schranne CJ Klaus Gruber 85,0
Jugendorchester der BMK Vomp CJ Harald Unterberger 89,8
Jugendblasorchester Wörgl (Bundeswettbewerb) CJ Mag. Barbara March 91,3

Jugendorchester Mötz DJ Carmen Bachlechner 76,2


Jugendblasorchester Rattenberg-Radfeld DJ Mag. Hannes Widmann 79,0
Jugendblasorchester Ried DJ Mag. Martin Patscheider 79,2
Fritzens-Baumkirchen DJ Christoph Tait 80,8
Jugendblasorchester LMS St. Johann DJ Martin Rabl 85,0
Mittelstufenblasorchester der LMS Ötztal DJ Georg Klieber 89,7
Jugendblasorchester Reutte DJ Gotthard Schöpf 91,2
Landeck Wind - LMS Landeck (Bundeswettbewerb) DJ Stefan Köhle 93,0

JBO der LMS Westliches Mittelgebirge EJ Manfred Stern 83,8


Young Symphonic Winds Pitztal EJ Norbert Sailer 87,5

Jugenblasorchester Osttirol (Bundeswettbewerb) SJ Hans Pircher 93,0

14
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Gedenken, Gegenwart und Vision


Musikalische Jugend verbreitete im Jubeljahr
den Optimismus des Ungarn Frigyes Hidas

Foto: Stockhammer
Der Blasmusikverband Tirol feiert Der ungarische Komponist Frigyes Hi- konzentration vor sich die Nerven und
heuer sein 60-jähriges Bestehen und das wurde 1928 geboren, studierte an brachte die von Claudio Büchler gewon-
eröffnete die musikalischen Fest- der Franz Liszt-Musikakademie und war nene Detailarbeit und Geschlossenheit
lichkeiten am 16. Mai in der Haller Musikdirektor des Nationaltheaters und ein. Maria Erlacher (Sopran), Markus
Pfarrkirche mit dem „Requiem für später des Operettentheaters. Er starb Forster (Alt), Johannes Puchleitner (Te-
den Frieden“ von Frigyes Hidas. „Der am 7. März 2007. An seinem Todestag nor) und Andreas Mattersberger (Bass)
Auftakt gilt der Jugend“, sagte Blas- fand in der Stiftskirche Gries bei Bozen widmeten ihre stimmlichen Vorzüge und
musik-Präsident Franz Fischler, denn die Generalprobe zur Aufführung seines ihre Ausdruckskraft den Solopartien.
die Ausführenden waren das Tiroler Requiems statt. Eine Gruppe jener Süd- Hidas „Requiem für den Frieden“ for-
Landesjugendblasorchester, der Chor tiroler Ausführenden fand sich als Zuhö- dert die Ausführenden, geht dem Blas-
des Tiroler Landeskonservatoriums rer in der Haller Pfarrkirche ein. musikpublikum aber leicht ins Ohr.
und als Solisten vier junge professio- „Ein Abend, an dem wir das Leistungsni- Verschwenderisch geht der ungarische
nelle Sängerinnen und Sänger. veau unserer Blasmusikjugend erfahren Komponist mit seinen melodischen
dürfen“, versprach Präsident Fischler. Einfällen um. Er setzt mehrere Melodi-
Das Kirchenkonzert als Initial der 60- Das Niveau des Landesjugendblasor- en oder Melodiefragmente parallel ein,
Jahr-Feiern galt, wie Landesverband- chesters, das voriges Jahr den Jugendor- ohne dass sie sich harmonisch in die
sobmann Herbert Ebenbichler im Kon- chester-Wettbewerb in Schladming ge- Quere kämen, er beschwört in ariosen
zertblatt festhielt, „dem Gedenken an wann, ist tatsächlich erstaunlich. Da wa- Abschnitten den Gestus von Oper und
unsere verstorbenen MusikerInnen und ren nicht nur individuelle instrumentale Operette und lenkt mit imitatorischen
FunktionärInnen, die mit viel Idealis- Sicherheit und eine schöne, spezifische Floskeln die Aufmerksamkeit auf die
mus und Einsatz in ihren Vereinen und Klanglichkeit zu vernehmen, sondern kirchenmusikalische Tradition. Den
Bezirken tätig waren.“ Mit der Berufung auch erstaunliche Balance. Im Verein Text des Requiems mit seinen Schre-
auf die jahrzehntelange kontinuierliche mit Chor und Solisten gelingt sie einem cken, Bitten und Tröstungen bereitet
Aufbauarbeit geriet das Konzert mit zwei Blasorchester nicht leicht, Dirigent Hel- Hidas mit fast filmischer Plastizität auf
Jugendensembles auf dem Podium zur mut Schmid hat hier mit seinem Enga- und bleibt trotz kurzer düsterer Mahnun-
eindrucksvollen Demonstration von Ge- gement und Einsatz viel erreicht. gen optimistisch, was das Ende unserer
denken, gegenwärtiger Jugendarbeit und Der Chor des Tiroler Landeskonserva- Existenz betrifft.
Zukunftsvision. toriums behielt angesichts der Bläser- Ursula Strohal

15
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Landesmusikfest 2007
Nach dem Auftakt zu unserem Landesmusikfest mit der Aufführung des Re-
quiems von Frigyes Hidas am 16. Mai in der Haller Pfarrkirche - gilt unser
Hauptaugenmerk nunmehr dem Festkonzert im September und dem eigentli-
chen Festwochenende am 20. und 21. Oktober 2007.

Festkonzert - Tiroler großen Olympiahalle – Beginn:


Landesjugendblasorchester 19.00 Uhr (früher 18.00 Uhr)
Samstag, 22. September 2007, In Kurzbeiträgen treten auf: die Stadt-
20 Uhr Congress Innsbruck/Saal Tirol musikkapelle Wilten, die Speckbacher-
Das Orchester hat den zweiten Proben- Stadtmusik aus Hall, die Stadtmusik-
tag absolviert und immer mehr stellt kapelle Landeck, die MK Peter Mayr-
sich heraus, dass hier ein Programm in Pfeffersberg aus Südtirol, die Swarovski
Vorbereitung ist, das den Zuhörern ei- Musik Wattens, die Original Tiroler
nen hochklassigen Querschnitt durch Kaiserjägermusik, die Militärmusik Tirol,
die Möglichkeiten der sinfonischen bei Musik in Bewegung die 3 Osttiroler
Blasmusik bieten wird. Kapellen St.Veit i.D., Sillian und Nuss-
Gastdirigent wird der bekannte öster- dorf/Debant und die Gastkapelle Unge-
reichische Komponist und Dirigent nach aus Oberösterreich, dann die MK Südtirol, die Harmoniemusik Balzers aus
Thomas Doss aus Oberösterreich sein. Hinterthiersee, eine Jugendkapelle der Liechtenstein, die MK der Musikschule
Programm: Eröffnungsmusik des Tiro- Musikschule Reutte, ein Naturtrompe- Oberschützen-Bad Tatzmannsdorf für das
lers Norbert Zehm tenssemble Innsbruck, Tiroler Tanzmusi- Burgenland, dann der MV Breitenthal
Ouvertüre zur Oper „ Die sizilianische kanten, Haller Stadtpfeifer und Working für den Allgäu-Schwäbischen Musik-
Vesper“ von G.Verdi. Clarinets, also eine unglaubliche Vielfalt bund und die MK Bernbeuren für den
Höhepunkt des ersten Konzertteiles mit ständigem Wechsel auf zwei gro- Musikbund Ober- und Niederbayern.
ist dann das Concerto for Trumpet & ßen und einer kleinen Bühne, gewürzt
Winds in 5 Sätzen von Alfred Reed, dem durch einige kurze Schauspielszenen und Sonntag, 21. Oktober 2007
im Vorjahr verstorbenen und auf der Einsatz von Video und Ton. Ein Höhe- 8.00 Uhr - Festmesse im Dom zu Inns-
ganzen Welt geschätzten amerikanischen punkt wird wohl auch am Schluss das bruck mit Bischof Dr. Manfred Scheuer
Komponisten. Solist: Florian Klingler. Gesamtspiel aller Teilnehmer sein- eine (musikalische Gestaltung MK Roppen
„Luxaurumque“ von Eric Withacre klingende Demonstration unserer Tiroler mit Kirchenchor Roppen)
Das Festkonzert endet mit der Auffüh- Blasmusik. 8.30 Uhr - Sternmarsch der Teilnehmer
rung eines neuen Werkes unseres Gast- Ca. 4000 Plätze stehen zur Verfügung. zum Platz vor dem Landestheater.
dirigenten Thomas Doss mit dem Titel Vorverkauf über den Landesverband, 10 Uhr - Festakt mit Ansprachen und
„Solaris“-Scenes and Eclipse. über Tourismus Innsbruck-Burggraben Gesamtspiel.
Das Festkonzert wird vom ORF aufge- und bei allen Raiffeisenkassen Tirols. 11 Uhr - Festzug durch die Hauptstra-
zeichnet. Über die wichtigsten Ereignis- Dieser Tag wird Innsbruck zu einer klin- ßen von Innsbruck (Ottoburg, Altstadt,
se des Landesmusikfestes wird vom ORF genden Stadt machen. Maria Theresien Straße, Meranerstraße,
ein Film produziert, der dann Anfang Gastkapellen konzertieren zwischen 11 Boznerplatz, Meinhardstraße, Sillgasse,
November in der Fernsehsendung „Er- und 15 Uhr vor dem Goldenen Dachl, Kaiserjägerstraße, Auflösung im Messe-
lebnis Österreich“ an einem Samstag, auf dem Platz vor dem Landestheater gelände).
17.05 Uhr österreichweit ausgestrahlt und am Sparkassenplatz. Marschieren werden unsere Gastkapel-
wird. MK Goldegg für Salzburg, Trachtenka- len, auch eine Kapelle mit Schützenkom-
pelle Liesing im Lesachtal für Kärnten, pagnie und 22 Großblöcke aus unseren
Festwochenende MK Groß St.Florian für Steiermark, 19 Tiroler Blasmusikbezirken, insgesamt
„Blasmusikfaszination“ - MV Kennelbach und die MK Röthis mindestens 3500 MusikerInnen.
Samstag, 20. Oktober 2007 in der für Vorarlberg, die Pfarrmusik Olang aus Herbert Ebenbichler

Achtung, Funktionäre in den Bezirken und Vereinen:


Wir bitten, weil von vielen noch immer nicht beachtet, darum, das ganze Jubiläumsjahr 2007 über in
allen Drucksorten, Konzert- und Festprogrammen, sonstigen Aussendungen, Schreiben usw. unser
Verbandslogo mit dem Zusatz Landesmusikfest 2007-erhältlich über das Verbandsbüro – zu verwenden.

16
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Mitteilungen des Verbandsobmannes


Generalversammlung 2007, Rückblick und Dank
Als Verbandsobmann bedanke ich Musikbund Schwaz, der nicht nur die Versammlung mustergül-
mich vor allem einmal für den aus- tig organisierte, sondern noch zusätzlich mit einer mustergülti-
gezeichneten Besuch der General- gen Aktion glänzte: Auf einem „musikalischen Pfad“ wurden wir
versammlung in der Festhalle Fü- von der Kirche zur Festhalle durch den Vortrag von an verschie-
gen. Laut Karten waren Delegierte denen Stellen postierten Bläsergruppen musikalisch begleitet.
von 222 Kapellen anwesend, dazu Ein Lob für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sei
Vertreter aller 19 Musikbezirke, den Kirchenchören von Jenbach und Weerberg, der Bläsergruppe
LVB-Obmann dann die Vorstandsmitglieder und des Musikbezirkes Schwaz, der Organistin Annedore Kraler und
Dr. Herbert Ebenbichler der Großteil der Mitglieder des dem jungen Leiter der Aufführung Andreas Knapp aus Weerberg
Musikbeirates. In der Festhalle bot ausgesprochen, dessen Messe für Chor, Bläser und Pauken viel
sich wieder ein farbenprächtiges Bild der Trachten und Unifor- Anklang fand. Gedankt sei auch dem Bezirksjugendblasorches-
men. Dem Hausherrn, Bürgermeister Walter Höllwarth, sei für ter des Musikbundes Schwaz, das unter den Dirigenten Werner
die kostenlose Benützung der Halle gedankt, ebenso für die Be- Kreidl, Robert Werth, Markus Oberladstätter und Walter Stein-
treuung der Damen des Vorstandes und Musikbeirates, gedankt lechner mit überwiegend Tiroler Kompositionen die General-
sei auch dem Personal im Saal. Ein großer Dank gebührt dem versammlung sehr stimmig umrahmte.

Start des neuen Landeskapellmeisterteams


Dem neuen Landekapellmeister Mag. Hermann Pallhuber und seinen Stellvertretern Günther Klausner und Hans Eller wünsche ich
viel Erfolg und viele Ideen in ihrem für unseren Verband so wichtigen Aufgabenbereich. Zusammen mit dem neu installierten Mu-
sikbeirat hoffen wir auf eine erfolgreiche musikalische und kulturelle Arbeit zur Weiterentwicklung des Tiroler Blasmusikwesens.

Internationale Erfolge – Dank und Gratulation


Es ist mir ein ausdrückliches Bedürf- präzisen Organisation. nationalen Musiktagen in Vöcklabruck
nis, unserem Jugendreferat mit Hel- Dank und Gratulation gilt auch der Stadt- am 18. Mai ebenfalls an einem großen
mut Schmid und Johannes Puchleitner musikkapelle Landeck, die beim großen Wertungsspiel teilgenommen. Mit 93,17
sowie dem Musikschulwerk und den und international sehr anerkannten Kon- Punkten in der Stufe D trugen sie den
großartigen Helfern in den beiden Ver- zertwettbewerb „Filicorno d’oro“ in Riva Sieg davon. Zu danken ist, dass beide
anstaltungsorten Tarrenz und St.Johann, teilgenommen hat und in der Oberstufe Kapellen solche Bewerbe annehmen und
stellvertretend Mario Raich und Martin (Categoria Superiore) einen hervorra- daran, mit hohen Kosten verbunden,
Rabl, für die Durchführung des Jugen- genden 2. Platz mit über 90 Punkten er- teilnehmen. Also ein besonderes Lob
dorchesterwettbewerbs am 31.3. und reichte. Im Gesamtpunktevergleich liegt den Funktionären und Aktiven dieser
1.4.2007 zu danken. Es waren zwei ein- die Landecker Musik im Spitzenfeld. Orchester, die für den Ruf des Blasmu-
drucksvolle Veranstaltungen mit ganz Ebenso hat inzwischen die Speckbacher- siklandes Tirol wieder viel beigetragen
hervorragenden Leistungen und einer Stadtmusik Hall in Tirol bei den Inter- haben.

Österreichischer Blasmusikwettbewerb Feldkirchen 2008


Im Einvernehmen mit dem Landeskapell- pro Bundesland einschließlich der Partner- stalters in Feldkirchen untergebracht und
meister möchte ich wieder auf diesen wich- verbände Südtirol und Liechtenstein jeweils auf Basis 2xVollpension verpflegt werden.
tigen Bewerb in Feldkirchen verweisen. ein Blasorchester der Stufen D oder E. Wir hoffen sehr, dass wir auch 2008 wieder
Der Österreichische Blasmusikwettbewerb Die Ausschreibungsunterlagen sowie das eine Kapelle aus Tirol zu diesem Höchststu-
wird bereits zum 7. Mal von Freitag, 26. Anmeldeformular liegen beim Verbands- fenbewerb entsenden können. Zur Erinne-
September bis Sonntag, 28. September büro auf, Anmeldeschluss ist der 01. De- rung: 2005 war unser Teilnehmer die Stadt-
2008 in der Stadt Feldkirchen/Kärnten zember 2007. Die Fahrtkosten werden vom musik Lienz mit einem Spitzenergebnis in
durchgeführt. Teilnahmeberechtigt ist wie Landesverband Tirol getragen, während die der Stufe D ( 2. Platz mit über 92 Punkten).
schon bei den vergangenen Wettbewerben Teilnehmerkapellen auf Kosten des Veran- Also Feldkirchen 2008 ruft und lädt ein.

17
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

ÖBV - Nachrichten
Der Kongress, die Generalversammlung Nach dem 2004 im ÖBV beschlossenen wie Bundeskapellmeister, Bundesjugend-
des Österreichischen Verbandes, wird am Rotationssystem wird der nächste Präsi- referent, Bundesstabführer, Generalse-
Fronleichnamswochenende vom 7. bis dent, der derzeitige ÖBV-Vizepräsident kretär und dem PR-Manager wird es
10. Juni 2007 in Pamhagen / Seewinkel Oskar Bernhart, aus der Steiermark voraussichtlich keine Änderungen in der
im Burgenland abgehalten. kommen. Bei den Spitzenfunktionären Besetzung geben.

Führungskräfteseminar des Österreichischen Blasmusik-


verbandes in Zusammenarbeit mit unserem Landesverband
Auf Grund der guten Erfahrungen mit dem vom Tiroler Verband von 2005 auf 2006 in 5 Modulen durchgeführten Lehrgang für
die Ausbildung zum diplomierten Vereinsobmann hat sich der Österreichische Verband dem angeschlossen und mit etwas erwei-
terten Inhalten nun für 4 Standorte in Österreich ab Herbst 2007 ein Seminar für Führungskräfte ausgeschrieben
Euer Verbandsobmann Herbert Ebenbichler

ÖBV: Führungskräfte – Seminar


Tirol – Vorarlberg – Liechtenstein – Südtirol
Ab Herbst 2007 veranstaltet, unter bitte umgehend an den Seminarleiter für • Erweiterung des musikalischen
der Schirmherrschaft des ÖBV und ge- das ÖBV - Seminar West: Verständnisses (Abendreferat)
meinsam mit den Landesverbänden für OSR Richard Wasle, • Themenvergabe der schriftlichen
Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein, E-Mail: r.wasle@tsn.at oder an den Seminararbeiten
der Blasmusikverband Tirol das 2. Füh- ÖBV - Generalsekretär Wolfgang Findl, • Rhetorik Teil 1 – Die Stimme
rungskräfte–Seminar, welches inhaltlich E-Mail: wolfgang.findl@chello.at • Präsentation • Diskussionsleitung
vorwiegend für Obleute konzipiert wur- • Entwicklungspsychologisches Grundwissen
de, sich jedoch selbstverständlich auch Seminarinhalte: • Verhalten von Jugendlichen
an interessierte FunktionärInnen sowie MODUL 1
MusikerInnen richtet. Dieses Führungs- 08./09. September 2007, Grillhof 11. April 2008, Vorarlberg - freiwillig
kräfte-Seminar West wird parallel mit • Rechtliche Situation eines • Rhetorik Teil 2 - 20:30 – 22:10
dem Seminar West des ÖBV für Jugend- Vereinsfunktionärs • Vereinsgesetz (freiwillige Teilnahme beim Referat
referenten durchgeführt. • Veranstaltungsgesetz für JR mit Waltraud Kiechl)
Über den Zeitraum eines Jahres werden • Verbandsstruktur in Österreich
die Seminarinhalte in insgesamt 4 Mo- • Vereinsversicherungen MODUL 3
dulen jeweils von Samstag 08:30 Uhr bis • AKM • Steuerrecht 12. / 13. April 2008, Vorarlberg
Sonntag 14:00 Uhr vermittelt. Im letzten • Anforderungsprofil an eine • (Marketing) Konzertmanagement
Block werden die Seminararbeiten prä- Führungskraft im Verein und Sponsoring
sentiert und die Diplome mit dem ÖBV- • Leitbild • Persönliche Kompetenzen • Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Abzeichen „Diplomierter Vereinsfunkti- • Kurzdarstellung des Ausbildungs-, • Gesellschaftsspiele für Musiker
onär“ in feierlicher Form übergeben. Ein Prüfungs- und Wettbewerbswesens aller Altersgruppen
lückenloser Besuch aller Module ist für in der Blasmusik • Teamwork (Wiederholung zu
den positiven Abschluss des gesamten • Jahresplanung • Projektplanung Führen und Motivieren aus Modul 2)
Seminars erforderlich. • Durchführung von Wahlen • Präsentation der Reden
Das Seminar wird bei entsprechender • Protokolle (Arbeitsauftrag aus Modul 2)
Nachfrage (mindestens 15 Teilnehmer) • Leitfaden und Themenfindungsprozess
angeboten. Die Kosten für die Kursteil- zur Seminararbeit MODUL 4
nehmer belaufen sich auf 440,-- € pro 27./28. September 2008, Grillhof
Person und beinhalten 4x Vollpension MODUL 2 • Rhetorik Teil 3
und 4x Nächtigung sowie einen Teil der 19. / 20. Jänner 2008, Grillhof • Präsentation der Seminararbeiten
Kosten für die Referenten. • Führen und Motivieren • Überreichung der Diplome sowie
Wenn Sie Interesse an diesem Ausbil- • Konfliktlösung des ÖBV - Abzeichens „Diplomierter
dungslehrgang haben, wenden Sie sich • Kommunikationstraining Vereinsobmann“

18
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Mitteilungen des Landeskapellmeisters


Liebe Musikantinnen und Musikanten!
Liebe Leserinnen und Leser!
Zum ersten Mal darf ich mich hier auf der Seite des Landeskapellmeisters in der BiT an euch wenden
und alle herzlich begrüßen! Seit der Wahl zum Landeskapellmeister im März dieses Jahres hat sich
in meinem Leben einiges verändert. Einerseits habe ich - was mir besonders wichtig ist - in dieser
kurzen Zeit bereits viele neue Kontakte bei den Frühjahrskonzerten, bei den Wertungsspielen und
bei Kapellmeisterbesprechungen knüpfen können, und andererseits sind aber auch ziemlich viele ar-
Landeskapellmeister beitsintensive Termine, Sitzungen und Besprechungen für mich dazugekommen, in denen vor allem
Mag. Hermann Pallhuber „Brainstorming“ angesagt war, um den Musikantinnen und Musikanten in unserem Tiroler Blasmu-
sikverband in Zukunft schöne und sinnvolle neue Bereiche erschließen zu können. Die Ergebnisse
dieser ersten Schritte in meiner Amtszeit möchte ich hier als kleine Ausblicke in die Zukunft kurz
zusammenfassen:

Kapellmeisterlehrgang Bildungskatalog und neue


ab Oktober 2007 Bläserwochen ab 2008
Im Referat „Bildung“ haben wir uns sofort an die Arbeit ge- Es gibt bereits Planungen für einen allgemeinen Bildungs-
macht, um einen neuen Kapellemeisterlehrgang ins Leben zu katalog für alle Musikantinnen und Musikanten in Tirol, in
rufen, der sich zwischen den bestehenden Angeboten der Lan- dem jeder „schmökern“ soll und sich dann seinen speziellen
desmusikschulen und des Landeskonservatoriums ansiedelt Workshop, seinen Vortrag, seine Exkursion oder sein Semi-
und in bestimmten Bereichen mit ihnen kooperieren soll. Vor nar aussuchen kann. Dieser Katalog wird ein breit gestreu-
allem war uns wichtig, dass sich dieser neue und einzige Ver- tes Veranstaltungsangebot mit ganz verschiedenen und auch
bandslehrgang nach den Bedürfnissen und Notwendigkeiten unkonventionellen Inhalten – vorgestellt von interessanten
unserer Tiroler Blasmusik richtet und ein gediegenes Ausbil- Referenten – beinhalten und auch mit den neuen Lehrgang-
dungsangebot dafür bietet. Es ist bereits ein eigener Lehrplan sangeboten verknüpft sein. In diesem Bildungsprogramm sind
erstellt, der die Lehrinhalte auf sechs Semester verteilt und für 2008 auch die neu gestaltete Bläserwoche und eine ganz
mehrere individuelle Varianten ermöglicht. Der Lehrgang neue Woche mit einer Dreigliederung (einem sog. „Triangel“)
startet Anfang Oktober 2007. (Siehe unseren beigelegten Fol- aus Dirigenten, Komponisten und Orchestern enthalten
der und Seite 11)

Das musikalische Herz Wertungsspiele


Zuallererst ist der Musikbeirat neu bestellt worden. Er ist ein In der Kürze der Zeit (die Bezirkswertungsspiele waren ja schon
„Organ“ des Tiroler Blasmusikverbandes im wahrsten Sinn des vor den Neuwahlen geplant und fixiert) haben wir versucht,
Wortes. Der Musikbeirat ist das Gremium, wo alle musikali- eine gewisse Einheitlichkeit in der Bewertung zu erreichen.
schen Belange für das Blasmusikland Tirol behandelt werden Das hat sowohl die bereits bestellten Juroren neu gefordert,
– das musikalische „Herz“ des Verbandes also. Der Musikbei- wie auch von den teilnehmenden Musikkapellen viel Ak-
rat besteht aus sechs Fachreferaten („Bildung“, „Wertung und zeptanz benötigt. Dass die neue, ungewohnte Regelung, bei
Wettbewerb“, „Literatur“, „Musik in Bewegung“, „Orchester“, Konzertwertungen von der Richtmarke von 85 Punkten als
„Blasmusik und Liturgie“) mit insgesamt 17 Mitarbeitern – 5 eine hervorragende Leistung auszugehen und Bewertungen
Vorstandsmitgliedern und 12 bestellten Musikern und Fach- von über 90 Punkten als Besonderheit anzusehen, so gut an-
leuten. genommen wurde, hat mir Mut gemacht und mich überzeugt,
dass Tirols Musikkapellen für Neuerungen offen sind, wenn
Ihr könnt mich persönlich am besten in meiner telefonischen diese plausibel sind. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen
Sprechstunde erreichen, jeden Montag (außer feiertags) von bedanken. Diese Neuerung stellt heuer zunächst einmal eine
Vorstufe zu einer generellen Reform der Wertungsspiele und
18.00 – 19.00 Uhr unter 0650 - 543 57 52
Wettbewerbe in Tirol dar.

19
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Zusammenarbeit auf allen Ebenen


Wichtig ist mir schließlich der Kontakt und die Einbindung der
Bezirksverbände in die Arbeit des Landesverbandes. Neue Auf-
trittsmöglichkeiten für unsere Musikkapellen sollen dabei eine
stärkere Identifikation mit dem Landesverband bewirken und
das will ich nicht zuletzt auch durch gesellschaftliche Ereignis-
se erreichen, die Fröhlichkeit und Herzlichkeit ausstrahlen.
Landeskapellmeister des BVT Mag. Hermann Pallhuber

Herzlicher Dank den Sponsoren des Landes-


Musikfestes:
Kulturabteilung - Land Tirol, Stadt Innsbruck, Raiffe-
isenwerbung, TIWAG, Tourismusverband Innsbruck
und seine Feriendörfer, Unternehmen Swarovski, Firma
Fox-Holz Raumakustik /Neuhofen/OÖ und Österreichi-
sche Blasmusikjugend.

20
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Mitteilungen des Landesstabführers


Danke!
Geschätzte Musikanten und Musikantinnen, ich möchte mich ganz herzlich bei den Delegierten, die
mir bei der Wahl zum Landesstabführer ihr Vertrauen schenkten, bedanken.
Meine Aufgabe, für „Musik in Bewegung“ einzutreten, werde ich, wie bisher, nach bestem Wissen
und Gewissen pflichtbewusst unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten auszuführen versuchen.
Mein großer Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und Kameradschaft gilt meinem Vorgän-
ger Josef Stiller, der sich mit ganzer Kraft für diesen Arbeitsbereich eingesetzt hat. Für die Zukunft
möchte ich ihm alles Gute und viel Gesundheit wünschen.
Siegfried Stigger Herzlicher Dank ergeht auch an Gerald Embacher, meinem neuen Partner in diesem Arbeitsbereich.
Landesstabführer Er hat sich ja schon einige Zeit intensiv eingebracht, so dass wir bestimmt für den Bereich „Musik in
Bewegung“ eine gute Arbeitsgemeinschaft bilden werden.

Bezirksstabführer setzen hohe Ziele


führer sind ja wichtige Multiplikatoren
und brauchen das notwendige Rüstzeug
um ihre Angebote an die Kapellen zu
vermitteln.
Landesweite Vergleichbarkeit zu erzielen
ist das Anliegen für die weitere Entwick-
lung des Bewertungs- und Wettbewerbs-
wesens. Eine gründliche Schulung der
Bewerter in Theorie und Praxis wird
dafür die Grundsteine legen. Weiters soll
die Punktevergabe (ab nun nur noch in
ganzen Punkten) eine höhere Trenn-
schärfe erbringen.
Die Einführung des CAMBA-EDV-Pro-
Foto: JoWe

grammes für die Marschmusikbewertung


hat im letzten Jahr noch ein wenig Pro-
LStabführer Stv. Gerald Embacher präsentierte das LStabführer Siegfried Stigger motiviert bleme gemacht, sollte nun aber durch
CAMBA-EDV-Programm seine Kollegen Weiterentwicklung und Gebrauchspraxis
die Arbeit erleichtern und professionali-
Erstmals zu Gast in der Wiltener Aka- – Siegfried Stigger und sein Stellvertreter sieren.
demie, in den Proberäumen der Stadt- Gerald Embacher – beweisen großes En- Der große Festumzug anlässlich des Lan-
musikkapelle Wilten, waren die Bezirks- gagement (etwa in einer eigenen Veran- desmusikfestes im Oktober war selbstver-
stabführer der meisten Blasmusikbezirke staltung für die Osttiroler Bezirke, um die ständlich auch Thema der Bezirksstabfüh-
Tirols. Für die Zurverfügungstellung langen Anfahrtswege der Teilnehmer zu rerkonferenz. Die Blockgröße wurde auf
dieser Räumlichkeiten sei der Stadtmu- ersparen) und legen Hauptaugenmerk auf 130 Teilnehmer inklusive Fahnen, Mar-
sikkapelle Wilten ganz herzlich gedankt. Weiterbildung und Wettbewerb. ketenderinnen, etc. festgelegt, die Route
Der Landesverband war vertreten durch Vorgeschlagen wird etwa ein Kursange- beschrieben und über damit verbundene
Obmann Dr. Herbert Ebenbichler. bot für Bezirke, in dem Stabführer in zwei Probleme der Aufstellung diskutiert.
Schon während der letzten Jahre hat sich bis drei Ausbildungsmodulen ihr Hand- In seinem, wie gewohnt, sehr herzlich
die Beschäftigung der Musikkapellen mit werk erlernen und weiter schulen. Um gehaltenen Schlusswort betonte Landes-
dem Themenkreis „Musik in Bewegung“ den Zugang bei möglichster Effizienz zu stabführer Siegfried Stigger die Bedeutung
wesentlich vertieft. Dieser Trend soll auch erleichtern, werden regionale Angebote der Arbeit in den Bezirken, vor allem der
in den folgenden Jahren anhalten und für erwogen. Wichtiger Inhalt dieser Kur- Motivationsarbeit, die ein unermüdliches
ein immer professionelleres Auftreten der se wird nicht nur die Stabführung sein, Eintreten für die Sache „Musik in Bewe-
Blasmusik in Bewegung sorgen. sondern es wird ebenso Wert auf Ausbil- gung“ erfordere.
Die neu gewählten Landesstabführer dungsmethodik gelegt werden. Die Stab- JoWe

21
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Landesstabführer-Konferenz am 5. April 2007 in Klagenfurt


Zu Camba-Programm und Druckerfarbe ein Problem darstellen Nachmittag ab 13 Uhr für jede Musikka-
und Bewertung neu: können und entsprechender Vorberei- pelle im Stadion 20minütige Durchlauf-
Bei der letzten EDV Referenten Schu- tung bedürfen. probe, ab 18 Uhr der Show-Wettbewerb.
lung am 03.03. in Kuchl wurden etwai- Bundeswettbewerb 2007 „Musik
ge Mängel und noch fehlende Eingaben in Bewegung“ in Bruck an der Mur: Musik in Bewegung 4. Auflage:
durchgesprochen und ins Programm auf- Freitag, 06.07. / 18 Uhr - erste Bewertung Einem Team von 4 L-Stabführern wurde
genommen. von Stufe A – D. die Aufgabe erteilt, Verbesserungsvor-
Der Erfahrungsaustausch ergab auch, dass Samstag, 07.07. - Vormittag Kurzkonzer- schläge für einige Bereiche auszuarbeiten
bei der Auswertung von MMB Drucker te in verschiedenen Stadtteilen. und in der nächsten Sitzung vorzustellen.

Um 85 Punkte - sehr gut!


Tagung für einheitliche Marschmusikbewertung in Tirol

Fotos: JoWe
Ziel der Tagung war eine Neuorientierung erhält man nur für herausragende Leistun- Praktische Anwendung
in der Punktevergabe, eine Vereinheitli- gen, 9 Punkte für eine gute Leistung, 8 Sehr wesentlich ist die Vereinheitlichung
chung der Standards bei Marschmusik- Punkte bei einem leichten Fehler, 7 Punk- der Punktevergabe, deshalb haben die Be-
bewertungen und eine Schulung im Um- te für mittlere Fehler (mehre Musiker werter am Grillhof auch in der Praxis ihre
gang mit dem 100-Punkte-System. sind daran beteiligt), 6 Punkte bei einem Punkte vergeben. Die Musikkapelle Telfes
Vorbereitung einer schweren Fehler und wenn ein Element i. St. unter der Stabführung von Vizekpm.
Marschmusik-Bewertung völlig daneben geht, gibt es nur 5 Punkte Nikolaus Müller hat sich dankenswerter-
Für den Bezirksstabführer sowie den Vor- dafür. Wird ein Element nicht durchge- weise als Übungskapelle zur Verfügung ge-
sitzenden einer Jury sind einige Vorberei- führt, gibt es auch keine Punkte dafür. stellt, sie wurde von den fortbildungswil-
tungsarbeiten erforderlich, die den rei- Verhaltensregeln für Bewerter ligen Bewertern in den Stufen B, C, und
bungslosen Ablauf garantieren: • Strecke Die Bewerter haben eine schwierige Auf- D bewertet. Das Ergebnis überraschte: Die
für die Marschmusikbewertung festlegen gabe, in sehr kurzer Zeit, auszuführen. Sie Streuung der Punktevergabe lag nur bei
• Einbeziehung der Kapellen – Kenntnis müssen ihre Beobachtung von geeigne- der Stufe B bei zwei Punkten, in den Stu-
der Kriterien • Vorbereitung der Erfor- ten Standplätzen aus vornehmen und fen C und D ergab sich eine nur geringe
dernisse für die EDV-Ausarbeitung genügend Notizen bei Punkteabzügen Streuung von ca. einem halben Punkt. So
Wie werden Punkte vergeben? anmerken, um den Punkteabzug plausi- sind die Bewerter für die Marschmusikbe-
10 Punkte für ein Element der Bewertung bel zu machen. wertungen bestens gerüstet.
Eure Landesstabführer Siegfried Stigger und Gerald Embacher
Vorbereitung
auf das Musikfest in Wien
Die Musikkapellen St. Veit i. Defreggen, Sillian und
die MK Nußdorf-Debant vertreten vom 1. bis zum
Foto: Margarethe Ortner

3. Juni das Bundesland Tirol in Wien. Landesstabführer Stig-


ger Siegfried tritt mit unserem Block bei der Marschmusik-
bewertung in der Stufe E an. Wir freuen uns schon auf einen
spannenden Auftritt.

22
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Mitteilungen des Landesgeschäftsführers


Neue Homepage des Landesverbandes!
Nachdem die bestehende Home- auf der Homepage ausfüllen zu können, ein Download entfällt.
page des Landesverbandes schon Weiters ist eine direkte Anbindung an das Vereinsverwaltungs-
etwas in die Jahre gekommen programm des Landesverbandes vorgesehen. Der mühsame
war und eine dringende „Auffri- händische Austausch der Daten entfällt somit. Mittelfristig ist
schung“ nötig erschien, wurde eine Anbindung aller Verbandskapellen an das System geplant,
von Seiten des Vorstandes und der sodass zum Beispiel Termine mit wenigen Mausklicks an alle
Geschäftsführung eine neue, mo- relevanten Personen binnen kürzester Zeit weiter gegeben wer-
LVB-Geschäftsführer derne Lösung angedacht. den können.
Roland Mair Mit der Firma ECO-Online Inter- Die Finanzierung der Homepage erfolgt durch ein ausgeklü-
netservices wurde ein kompetenter geltes Sponsorsystem im Rahmen der Betreuungstätigkeit der
Partner gefunden. Der neue Inter- Partnerfirma.
netauftritt, der seit Anfang Mai bereits online ist, wird derzeit So hofft die Geschäftsführung auf möglichst viele Zugriffe durch
mit dem Einpflegen der Inhalte vervollständigt und beruht auf die einzelnen Mitglieder aller Tiroler Blasmusikkapellen.
der derzeit modernsten zur Verfügung stehenden Technik. Machen Sie sich ein erstes Bild durch den Aufruf der Adresse:
So wird es künftig möglich sein, Formulare bereits elektronisch www.blasmusikverband-tirol.at

Blasmusikkalender 2007 – Fotoprämierung 2.. Platz


2
Vorab gilt den vielen Foto-Einsendern Unterkircher Schriftführer MK St. Ja-
unser ganz herzlicher Dank. Durch ihr kob i.Defr. (Juli)
großartiges Angebot konnte der Kalen- 3. Platz: „Musikantenwadeln“ – Foto von Ot-
der mit einer reichen Vielfalt ausgestat- tilie Stemberger, St. Veit i. Defr. (Juni)
tet werden. Zugleich möchten wir um Als Preise gibt es Eintrittskarten für die
Verständnis bitten, dass der beschränkte Landesverbandsveranstaltungen anläss-
Platz nicht zugelassen hat, alle Einsen- lich des Landesmusikfestes 2007 - für das
dungen zu berücksichtigen. „Festkonzert“ am 22. 9. 2007 im Congress
Eine unabhängige Jury hat nun drei Fo- in Innsbruck und für das Großereignis
3. Platz
tos ausgewählt und prämiert: „Faszination Blasmusik“ am 20.10.2007
1. Platz: MK Vomp-Marschierfoto - ein- in der Olympia World in Innsbruck.
gesendet von Obmann Otto Prantl 1. Preis: Je 6 Eintrittskarten
(Oktober) 2. Preis: Je 4 Eintrittskarten
2. Platz: Gesamtspiel Musikfest 2004 in 3. Preis: Je 2 Eintrittskarten
St. Jakob i. Def. - Foto von Markus Wir gratulieren!
Kleinlercher, eingesendet von Martin Die Karten werden rechtzeitig zugesandt.

1. Platz

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

EDV-Mitgliederverwaltungsprogramm
An dieser Stelle möchte ich mich bei Vernetzung und Verbesserung der Daten- waltungsprogramm mit unserer neuen
allen Musikkapellen, im Besonderen bei kommunikation zwischen Musikkapellen Homepage – somit werden auf der Ho-
den für die EDV-Arbeit verantwortlichen und dem Landesverband sein. mepage immer die aktuellen Funktionäre
Personen, für die Erfassung der Mitglie- In der BiT Ausgabe 3/2006 wurde bereits (Obmann, Kapellmeister, Jugendreferent
derdaten herzlich bedanken, darf aber auf einige erforderliche Eingabedaten und Stabführer) ersichtlich sein.
gleichzeitig bitten, Funktionärsänderun- hingewiesen. (EDV verantwortliche Per- Eine oftmals angebrachte Kritik „die
gen bzw. Mitgliederbewegungen laufend son, E-Mail Adressen, Telefonnummern, Funktionärslisten sind nicht aktuell“ ist
zu ergänzen. Eine sinnvolle Nutzung BLZ und Kontonummer der Musikkapel- damit ausgeräumt. Wir bieten auch wei-
ist nur dann möglich, wenn alle Daten le, usw.). terhin Informationen und unsere Hilfe
vollständig und richtig eingegeben sind. In Bearbeitung ist die Verknüpfung der an und sehen uns als Servicestelle für
Unser aller Nutzen wird die reibungslose Funktionärsliste im EDV-Mitgliederver- unsere Musikkapellen.

Konzertwertungsspiele
Musikbezirk KW Ort Bewerter
Silz 21.4. Haiming bereits stattgefunden
Kufstein 28.4. Langkampfen bereits stattgefunden
St. Johann 29.4. St.Johann bereits stattgefunden
Außerfern 6.5. /12.5. Breitenwang bereits stattgefunden

Marschmusikwertung
Musikbezirk KW Ort Bewerter
Lienzer Talboden 19.5. Stadion Lienz Gerald Embacher, Siegfried Stigger, Andreas Berger, Friedrich Obmascher
Hall 1.7. Thaur Siegfried Stigger, Christian Zoller, Erwin Feiß
Schwaz 8.7. Weerberg Gerald Embacher, Michael Geisler, Michael Hölbling, Thomas Scheiflinger
Telfs 8.7. Oberhofen Dr.Herbert Ebenbichler, Josef Stiller, Gerold Oberhauser, Thrainer
Seefelder Hochplateau 8.7. Leutasch Josef Wetzinger, Florian Pittl, Josef Treichl, Andreas Gamper
Außerfern 15.7. Stanzach Siegfried Stigger, Gerald Embacher, Dr. Herbert Ebenbichler, Roland Mair
Fiedler, Hans Zimmerman jun.
Landeck 12.8. Serfaus Siegfried Stigger, Dr. Herbert Ebenbichler, Christian Zoller, Markus Schiffer
Innsbruck-Stadt 30.9. Ibk Stadt Siegfried Stigger, Hans Eibl, Leitinger, Werner Mayr
Konzert- und Marschbewertungsergebnisse finden Sie auf unserer Homepage.

Bezirksmusikfeste
Musikbezirk Bez-MF Ort LV-Vertretungen
Hall 01/07/ Thaur Dr. Fischler
Iseltal 01.07. Prägraten Dr. Köck
Wipptal/Stubai 01/07/ Schmirn Mag. Pallhuber
Schwaz 08.07. Weerberg Klausner
Innsbruck-Land 08/07/ Natters Mag. Pallhuber
Telfs 08.07. Oberhofen Dr. Fischler
Seefelder Hochplateau 08.07. Leutasch OSR Wasle
Außerfern 15.07. Stanzach Dr. Ebenbichler
Rattenberg 15.07. Rattenberg Reg. Rat BSI Knapp
Pustertal-Oberland 29.07. Kartitsch Dr. Ebenbichler
St. Johann 29.07. Erpfendorf Dr. Weyermüller
Silz 29.07. Ötztal Bahnhof Schmid
Kufstein 05/08/ Schwoich Dr. Ebenbichler
Landeck 12.08. Serfaus Eller
Brixental 12.08. Westendorf Schlenck
Lienzer Talboden 12.08. im Rahmen des Lienzer Altstadtfestes Mag. Pallhuber

Der Landesgeschäftsführer Roland Mair

Sommerurlaub im Verbandsbüro
Unser Verbandsbüro bleibt vom 1. bis 31. August 2007 geschlossen.
In wichtigen Verbandsangelegenheiten ist GF Roland Mair unter der Handy Nr. 0650/3447886 erreichbar.
Der Verbandsvorstand wünscht allen Funktionären und MusikantInnen schöne und erholsame Urlaubstage

24
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Sehr geehrte Damen und Her- musikalischen Festes beigetragen haben: bei allen Organisatoren
ren, liebe Musikantinnen und für die mustergültige Abhaltung, bei den Orchesterleitern für die
Musikanten, der am 31. März in wertvolle Nachwuchsarbeit und vor allem bei den jugendlichen
Tarrenz und am 1. April in St. Jo- TeilnehmerInnen für die hervorragenden Leistungen.
hann i.T. mit 46 Orchestern und Für eine solch motivierte Blasmusikjugend sind wir die nächsten
rund 2.200 Nachwuchsmusikanten drei Jahre sehr gerne wieder bereit, den eingeschlagenen Weg
bereits zum dritten Mal in sehr be- gemeinsam weiter zu gehen: Die dritte Jugendreferentenausbil-
eindruckender Weise abgehaltene dung der Österreichischen Blasmusikjugend startet im Septem-
Jugendblasorchester-Wettbewerb ber mit interessanten Kursinhalten. Das Tiroler Landesjugend-
Landesjugendreferent war wiederum geprägt von einer blasorchester präsentiert sich bei zwei tollen Konzerten in einer
Helmut Schmid begeisterten und leistungsbereiten qualitätvollen Besetzung und hat sich ein möglichst zahlreiches
Tiroler Blasmusikjugend, auf die Publikum verdient. In diesem Sinne freuen wir uns auf weitere
wir mit Recht sehr stolz sein können. Wir möchten uns an dieser starke Auftritte der Tiroler Blasmusikjugend und bedanken uns
Stelle bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses großartigen jetzt schon für eure tatkräftige Unterstützung!

Ausschreibung Jugendreferenten-Seminar West 2007/2008


Eine der wichtigsten Tätigkeiten innerhalb Ausbildung von Vereinsjugendreferenten reits circa 350 Jugendreferenten in ihren
eines Musikvereines ist die Jugendarbeit. als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben Vereinen die Jugendarbeit aufgenommen
Um die Musikkapellen in dieser wichtigen an. Seit Herbst 2002 veranstaltet die ÖBJ bzw. sind derzeit in Ausbildung.
Tätigkeit zu unterstützen, sieht die Ös- deshalb Ausbildungsseminare für diese Aufgrund der großen Nachfrage wird nun
terreichische Blasmusikjugend (ÖBJ) die Zielgruppe. Insgesamt haben seitdem be- ein neues Seminar West ausgeschrieben:

Termine, Seminarleiter und Kursorte:


West III Modul 2
LJRef. Tirol; Seminar 18. – 20. Jänner 2008 • Grillhof/Innsbruck
Helmut Schmid, Piller 55, 6473 Wenns
Telefon: 0512 508-7752 oder 0676 88 508 7752 Block 3
E-Mail: h.schmid@tirol.gv.at 11. – 13. April 2008 • Vorarlberg
Modul 1 Modul 4
07. und 09. September 2007 • Grillhof/Innsbruck 26. – 28. September 2008 • Grillhof/Innsbruck

Kursinhalte: Anforderungsprofil ei- Anmeldung + Kursbeitrag: Vereinseinzahlungen bitte Namen des


nes Jugendreferenten, seine Aufgaben und Die Anmeldung erfolgt online über das Kursteilnehmers angeben.
sein Betätigungsfeld in der Kapelle, Aus- auf der Homepage www.winds4you.at Teilnehmer, die das Seminar mit dem
bildungs-, Prüfungs-, Wettbewerbswesen, herunter zu ladende Anmeldeformular. Besuch aller Kursteile und der Abgabe
Einführung in die Instrumentalpädagogik, Die Anmeldung wird mit der Einzahlung einer Seminararbeit ordnungsgemäß ab-
Dirigieren, Rechtliche Grundlagen, Moti- des Seminarbeitrages von € 440.- für schließen, erhalten nach Maßgabe der
vation – Die Psychologie der Freude, Psy- den gesamten Lehrgang auf das Konto vom Bundesministerium zu Verfügung
chologische Grundlagen, Öffentlichkeits- der Österreichischen Blasmusikjugend gestellten Förderung bis zur Hälfte des
und Pressearbeit, Erstellen eines Jahres- RBB Spittal/Drau, BLZ 39 267, Konto- Kursbeitrages als Stipendium zurückbe-
programms, Rhetorik, Präsentationstech- nummer 411 066, Kennwort „Jugend- zahlt.
niken, Corporate Identity, Sponsoring referentenseminar + Name“ gültig. Bei

Ausschreibung JMLA Gold Prüfung 16. Juni 2007


Die Prüfung zum JMLA in Gold wird für 16. Juni (WO?) ausgeschrieben. Für die Zulassung zur JMLA Prüfung in Gold ist aus-
schließlich der positive Abschluss eines Musikkunde 3-Kurses an einer der 31 Tiroler Musikschulen nötig.
Anmeldungen bitte über den (die) jeweilige(n) Bezirksjugendreferenten(in), bis 25. Mai 2007 an LJR Helmut Schmid, Piller 55,
A-6473 Wenns, mail: h.schmid@tirol.gv.at. Helmut Schmid und Mag. Johannes Puchleitner - Landesjugendreferenten

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Jugend im Gespräch

Foto: Privat
Name: Lydia Huber
Alter: 20 Jahre
Wohnort: Elbigenalp
Blasmusikkapelle: Musikkapelle Elbigenalp
Instrument(e): Querflöte, Gitarre, Klavier
Preise: Prima la Musica Gitarre 2. Preis (1999),
Querflöte 1. Preis mit Auszeichnung
(2003, 2005) mit Bundeswettbewerb
Lieblingsessen: Pasta in allen möglichen Variationen (mein
Hauptnahrungsmittel) und Schokolade
Lieblingstier: Katze
Hobbies: Beachvolleyball, Kaffeeklatsch mit Freundinnen
Mein unerreichbares Idol: Emmanuel Pahud
Schule/Lehre: BORG Musikgymnasium
Was willst du werden? Musikschullehrerin
Was bedeutet dir die Blasmusik? Erhaltung der Tradition
Was gefällt dir an deiner Kapelle? Zusammenhalt und Gemeinschaft, und natürlich besonders das Musikfest
und der Musikausflug.
Was magst du dort nicht so gern? Uneinigkeiten innerhalb der Kapelle, Ausrückungen bei Minusgraden.
Welche Musik spielst du am liebsten? Flötenliteratur aus Frankreich.
Was liebst du sonst noch für Musik? Alles außer volkstümlicher Musik.
Trägst du gerne deine Tracht? Prinzipiell sind mir Jeans lieber, aber eigentlich trage ich sie gern, weil man im
Auftreten mit der Kapelle das Gefühl der Zusammengehörigkeit hat,
trotzdem ist sie schon ein bisschen unbequem.
Bist du noch in anderen Vereinen? Nein, war aber lange beim Roten Kreuz.
Was macht dir Angst? Die Angst vor dem eigenen Versagen bei Konzerten.
Was macht dir Mut? Lob, Rückhalt bei Freunden und Familie.

26
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Jubilierende Kapellen im Porträt



175 Jahre und kein bisschen leise...
Die Marktmusikkapelle Brixlegg feiert ihr 175jähriges Gründungsjubiläum

Die Marktmusikkapelle Brixlegg fei-


ert dieses Jahr ein ganz besonderes
Jubiläum: bereits vor 175 Jahren
wurde die Unterinntaler Kapelle
erstmals urkundlich erwähnt. Grund
genug, einen kurzen Blick auf die
historische Entwicklung der Musik-
kapelle zu werfen...
Die Wurzeln der Marktmusikkapelle
Brixlegg reichen zurück bis ins frühe 19.
Jahrhundert. 1832 gründete der Lehrer,
Organist und Mesner Peter KOHLEI- tatkräftig um die Reorganisation und 175 Jahre – das gehört gefeiert! Und des-
SEN eine 14-Mann-starke „Musikban- den Wiederaufbau der Musikkapelle. In halb lädt die MMK Brixlegg alle Freunde
de“, die auf einfachen Naturinstrumen- den 50er Jahren entschloss man sich, das und Interessenten recht herzlich zum
ten verschiedene Tanzstücke spielte. 70 idyllisch gelegene Plateau beim Steub- viertägigen Jubiläumsfest vom 5. – 8.
Jahre später präsentierte sich die Musik- denkmal am Mühlbichl als Festplatz zu Juli 2007 am (vollständig überdachten)
kapelle dann erstmals in einer neuen, erschließen. Zu diesem Zweck wurde ein Festplatz Mühlbichl in Brixlegg ein!
einheitlichen Tracht: in der Alpbacher Musikpavillon erbaut und eine Festhalle 5. Juli: Präsentation der neuen CD der
Tracht. Vier Jahre danach wurde schließ- in Angriff genommen und damit einer Marktmusikkapelle Brixlegg. Am Freitag
lich der Musikverein Brixlegg auf statu- der schönsten Festplätze des Unterinn- Partystimmung mit der bekannten Band
tenmäßiger Basis gegründet. Selbst unter tals geschaffen. „RAT BAT BLUE“. Am Samstag gibt
den schwierigen Bedingungen im Ersten Und wie schaut’s heute aus? es am Nachmittag für die Kleinen ein
Weltkrieg wurde die Kapelle nicht aufge- Musikalisch liegt die Leitung der Ka- großes Kinderspielfest am Festplatzgelän-
löst, sondern mit geringerer Mitglieder- pelle seit 2002 in den Händen von Ka- de, bevor dann am Abend das beliebte
zahl weitergeführt. pellmeister Christian SCHNEIDER, um „GOLDRIED QUINTETT“ für Stim-
Ende der 30er Jahre erhielt dann die Ka- die organisatorischen Belange kümmert mung sorgt.
pelle eine weitere gemeinsame Tracht: sich bereits seit 1994 Obmann Bernhard Sonntag: nach der feierlichen Feldmesse
die Alt-Brixlegger-Tracht. Beide Trach- RENDL. am Mühlbichl (gestaltet von der Musik-
ten und die – später von der Vereinigten Trotz des stolzen Alters ist die Kapelle kei- kapelle Mühltal) großer Festumzug unter
Metallwerke Ranshofen-Berndorf AG neswegs veraltet. Aufgrund der intensiven der Beteiligung von 10 Musikkapellen
(heutige Montanwerke AG) zur Verfü- Nachwuchsförderung kann die Kapelle sowie zahlreichen anderen Vereinen,
gung gestellte Bergmannsuniform – sind mittlerweile auf rund 60 Mitglieder ver- Fahnenabordnungen und Brauchtums-
nach wie vor in Verwendung. weisen (bereits zehn davon sind weiblich). gruppen. Anschließend Gastkonzert
Die Kriegsjahre und der Wiederaufbau Kameradschaftlicher Zusammenhalt, die der Musikkapellen Brandenberg, Brei-
Der politische Umsturz im März 1938 Freude am Musizieren und am Erfolg ge- tenbach und Mariatal. Für einen stim-
führte zur Auflösung der Vereine nach meinsamer Arbeit sind die Grundlagen für mungsgeladenen Festausklang sorgen
den bisherigen Statuten. Während der den zukünftigen Bestand und die Weiter- dann schließlich „Die original Tiroler
Kriegsjahre war daher die Kapelle nur entwicklung des Klangkörpers. Alpenbummbler“.
beschränkt spielfähig. Nach dem Krieg Man soll die Feste feiern, wie sie fal- (Alle Details zum Programm finden Sie
bemühten sich die Brixlegger jedoch len... unter www.bmk-brixlegg.at!)

27
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

170 Jahre Bundesmusikkapelle Angath


Die Anfänge der BMK Angath sind
schwer zurückzuverfolgen, da für lange
Zeit fast keine Überlieferungen vorlie-
gen. Doch auf einem Foto aus dem Jahr
1837 ist zu erkennen, dass sich bereits
in diesem Jahr eine musikalische Grup-
pe aus elf Personen zusammengefunden
hatte. Als Kapellmeister wurde Simon
Gruber, Bauer beim Polz angegeben.
Seither belebt die Kapelle die Gemeinde
Angath durch ihr Mitwirken bei kirch-
lichen Feierlichkeiten, dem Spielen von
zahlreichen Konzerten und durch viele
weitere Veranstaltungen.
Dank der erfolgreichen Nachwuchsaus- neuen Kapellmeister Johann Auer von Am Freitag und Samstag sorgten unter
bildung mit derzeit 20 Jungmusikerinnen ihrer besten Seite zeigte und mit mo- anderem die bekannten Unterhaltungs-
und Jungmusikern in Ausbildung und 43 derner und traditioneller Blasmusik zu gruppen „Smash“ und die „Ursprung
aktiv musizierenden Mitgliedern, kann überzeugen wusste. Die Probenarbeit Buam“ für eine tolle Zeltfeststimmung.
die Musikkapelle zuversichtlich sein, nach dem Konzert stand im Zeichen des Das Frühschoppen am Sonntag bot ei-
dass sie auch in Zukunft einen großen Bezirks-Wertungsspiels des Unterinnta- nen würdigen Ausklang für das gelunge-
Teil für einen guten Zusammenhalt in ler Musikbundes, wo sich die Kapelle in ne Fest.
der Gemeinde beitragen kann. ihrem Jubiläumsjahr sehr gut vorbereitet Im Sommer spielt die BMK Angath wie
Aktivitäten im Jubiläumsjahr: präsentierte. in den vergangenen Jahren, wöchentlich
Das Musikjahr begann mit einem Jubi- Der Höhepunkt des Jahres war aber zwei- am Donnerstag ihre Platzkonzerte beim
läumskonzert im Angather Mehrzweck- felsohne das Jubiläumsfest von 18. bis 20. Angather Musikpavillon, wozu sie ganz
saal, wo sich die Kapelle unter ihrem Mai. herzlich einladen möchte.

180 Jahr-Jubiläumsfest und 20 Jahre


Neugründung der Musikkapelle Stanzach
Auszug aus der Chronik durch Günter Koch aus Häselgehr und standes seit der Neugründung der MK-
• 1827 Gründung der Musikkapelle Albert Köck aus Vorderhornbach Stanzach haben sich der Vorstand und
Stanzach • 12. August 1987 erste Ausrückung die Mitglieder der Musikkapelle ent-
• Mangels Aufzeichnungen ist nichts der MK-Stanzach unter Kapellmeister schlossen, heuer das
Näheres über das erste Bestands- Jahr- Günter Koch
hundert bekannt • Noch im selben Jahr erfolgte die Auf- 58. Außerferner Bundesmusikfest vom
• 1951 Anschaffung der neuen einheit- nahme in den Außerferner Musik- 13.-15. Juli 2007 auszurichten
lichen Lechtaler Tracht unter Kapell- bund Samstag 14. Juli - 18.30 Uhr Einmarsch
meister Jakob Lechleitner • 1992 Ausrichtung des 43. Außerferner des Talschaftsblockes Unteres Lechtal,
• Dezember 1968 vorübergehende Auf- Bundesmusikfestes Festkonzert der Bundesmusikkapelle
lösung der MK- Stanzach • 1993 Kapellmeisterwechsel: Hart im Zillertal, ab 20: 30Uhr
• 1975-76 Neubeginn und erneutes Johann Walch folgt dem Gründungs- Tanz und Unterhaltung mit den „Jungen
„Aus“ der Musikkapelle kapellmeister Günter Koch Zillertalern“
• Durch Initiative des damaligen Bür- • 2000 Ausrichtung des 51. Außerferner Sonntag 15. Juli - 09:00 Uhr Feldmesse
germeister Alfred Schwarz im Februar Bundesmusikfestes und Festakt, 13:30 Uhr - Festzug durch
1985 Aufnahme der Probenarbeit und • 2007 Auf Grund des 180 jährigen Be- den Ort mit Marschmusikbewertung, ab
Ausbildung an musikinteressierten standjubiläums seit der ersten Grün- 14:15 Uhr Konzerte anwesender Gastka-
Stanzacherinnen und Stanzachern dung und des zwanzigjährigen Be- pellen

28
Blasmusik in Tirol Juni 2007

50-Jahr-Jubiläum der
Bundesmusikkapelle Erpfendorf

Im Winter 1957 reifte in einigen Erpfen- rung mit einer heimischen Band. Im pan mit seinen Musikanten im Festzelt.
dorfern die Idee eine eigene Musikkapelle Jahr 2005 stellte Kapellmeister Gerald Die Trenkwalder sorgen am Samstag für
zu gründen. Die anfänglichen Schwierig- Embacher ein 20minütiges Tongemäl- gute Stimmung bei der Jubiläumsparty
keiten waren groß, da weder Notenmate- de mit dem Titel „Tirol – Ein Land mit und am Sonntag folgt der Festakt mit an-
rial noch Instrumente vorhanden waren. vielen Gesichtern“ zusammen, welches schließendem Umzug mit rund 600 Mu-
Das meiste wurde von den Musikanten sowohl großen Anklang beim heimi- sikantinnen und Musikanten ab 10 Uhr
selber bezahlt. Die Situation entspann- schen Publikum als auch beim Publikum am Dorfplatz.
te sich als im März 1958 der Antrag auf bei zwei Konzerten in Böbingen (D) und Höhepunkte in 50 Jahren:
Vereinsgründung genehmigt wurde. So- Inzersdorf (NÖ) fand. Mit Bildern aus 1961: Anschaffung einer einheitlichen
mit konnte man öffentlich um Mitglie- der Heimat und Auszügen aus Werken Tracht
der werben, sowie um Unterstützung an wie dem Donauwalzer oder Music, sowie 1962: Ausrichtung des ersten Bezirks-
die Öffentlichkeit herantreten. unter der Mitwirkung verschiedener En- musikfestes in Erpfendorf
Im Jänner 1959 fand die erste, der mitt- sembles (Alphornbläser Wilder Kaiser, 1969: Bau eines Musikpavillons und
lerweile zur großen Tradition geworde- Erpfendorfer Tanzlmusig, usw.) wurde die Probelokals
nen, Christbaumversteigerung im dama- Schönheit unseres Heimatlandes auf be- 1998: Umbau von Musikpavillons und
ligen „Gasthof Berghof“ statt. Die Mu- sondere Art und Weise demonstriert. Probelokal samt Gestaltung eines
sikkapelle wurde ein fester Bestandteil Das heurige Jahr steht nun ganz im Zei- tirolweit einzigartigen Vorplatzes
des öffentlichen Lebens im Ort. chen des 50jährigen Bestandsjubiläums, 2000: Mitwirkung bei der Rasenshow
Aus dieser kleinen Gruppe Ende der 50er welches natürlich gebührend gefeiert zur Einweihung des neuen Tivoli
Jahre (siehe Foto rechts) entwickelte sich wird. Bereits Ende April fand an zwei Stadions in Innsbruck
im Laufe der Jahre eine Kapelle, welche Abenden das Frühjahrskonzert unter dem 2005: Aufführung eines von Kapell-
mittlerweile 45 Mitglieder (davon 16 Titel „Jubiläumskonzert“ statt. Zu diesem meister Gerald Embacher zusam-
weiblich) zählt. In den letzten 5 Jahren Anlass hat es Kapellmeister Embacher mengestellten Tongemäldes mit
hat sich die Kapelle durch die gute Ju- gemeinsam mit seinem Vorgänger Walter dem Titel „Tirol – Ein Land mit
gendarbeit stark verjüngt. Rabl geschafft, ehemalige Musikanten, vielen Gesichtern“
Nach Kapellmeister Leo Mader sen., auch Gründungsmitglieder, zusammen- Aufzeichnung zu zwei ORF-
Nikolaus Balzar und Walter Rabl, führt zutrommeln. Somit musizierte eine fast Fernsehfrühschoppen für die
Gerald Embacher seit 1988 die Musikka- 70-Mann-starke Kapelle und gewährte Sendungen vom 26.12.2005 und
pelle an. Seine Arbeit zeichnet sich vor dem Publikum einen Rückblick auf 50 06.01.2006
allem dadurch aus, dass er bei seinen Pro- Jahre, wie es wohl kaum realitätstreuer 2006: Teilnahme an der Marschbewer-
grammzusammenstellungen ein Haupt- möglich gewesen wäre. tung in St. Johann in Tirol in
augenmerk auf die Vielseitigkeit legt. Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist aber Gruppe D – höchste Punktezahl
Im Jahr 2002 wagte die Musikkapelle das Bezirksmusikfest von 27. bis 29. Juli an diesem Tag mit 91 von 100
das Experiment „Blasmusik meets Pop 2007. Am Freitag konzertiert der Euro- Punkten
& Rock“ - eine Gemeinschaftsauffüh- pameister auf der Trompete Vlado Kum- Cornelia Auer

29
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Berichte aus den Bezirken


Musikbezirk Innsbruck-Stadt
Unter dem Motto „Alles neu bei der k. u. k. Postmusik Tirol“
stand das heurige Frühjahrskonzert.

Foto: Raitmair
v.l.n.r.: Präsident Erwin Zangerl, Gerhard Scherbichler, Robert Senger, Übergabe der Partitur des „Temsa-Marsches“ vom Komponisten Adi Rinner
Manfred Ostermann, Kapellmeister Stefan Laube und Landeskapellmeister an Kapellmeister Stefan Laube.
Mag. Hermann Pallhuber.

Im sehr gut besuchten Stadtsaal in Inns- 55 Jahre Mitgliedschaft zu einer Tiroler konsul Mag. Franz Wechner an den Ka-
bruck konzertierte die k. u. k. Postmusik Blasmusikkapelle - Robert Senger pellmeister der k. u. k. Postmusik Tirol.
Tirol am Sonntag, den 22. April 2007 40 Jahre Mitgliedschaft zur Postmusik - Hintergrund dieses Auftragswerkes ist
erstmals unter der musikalischen Leitung Manfred Ostermann die Zusammenarbeit mit der ÖBB-Post-
von Stefan Laube und unter der organi- 25 Jahre Mitgliedschaft zur Postmusik - bus GmbH und dem Omnibushersteller
satorischen Führung von Martin Plank. Gerhard Scherbichler Temsa in der Türkei.
Dem neuen Vereinsnamen gerecht, wur- Die Überraschung des Konzertabends www.postmusiktirol.at.
de überwiegend Konzertstücke aus der war die feierliche Überreichung des
Zeit bis 1918 vom Kapellmeister ausge- „Temsa-Marsches“ (komponiert vom an- Bernd Raitmair, Schriftführer
wählt. wesenden Adi Rinner) durch General- der k. u. k. Postmusik Tirol

Musikbezirk Hall
Präsentation der ersten CD
Ehrungen verdienter Musikanten der Wattenberger Musikkapelle
Die Musikkapelle Wattenberg unter der am Wattenberg. Auf der Innenseite des ten 3 neue Mitglieder, welchen zugleich
Leitung ihres Kapellmeisters Gerhard Covers hat sich der ehemalige Direktor auch das „Bronzene Leistungsabzeichen“
Wetscher präsentierte im bis zum letzten der Volksschule Wattenberg und Ehren- verliehen wurde, aufgenommen wer-
Platz gefüllten Saal des Mehrzweckge- mitglied Herr Anton Haag mit einem den. Es sind dies Lisa Brunner, Romana
bäudes Oberdorf der Marktgemeinde schönen Weihnachtsgedicht an der Pro- Liebsch (Querflöte) und Christoph Pittl
Wattens ihre erste CD mit dem Titel duktion beteiligt. Finanziell ermöglicht (Schlagzeug).
„Weard schun stiller die Zeit“. Auf die- haben diese CD-Aufnahme die Förderer Ausgezeichnet wurden an diesem Kon-
ser CD befinden sich neben traditionel- Daniela und Günther Rochelt, welchen zertabend 5 Musikanten, und zwar
len Weihnachtsweisen auch modernere auch auf diesem Wege noch einmal ein Alois Ranacher, Gerhard Schaller, Jo-
Kompositionen. Das Cover wurde vom herzliches „Vergelt’s Gott“ übermittelt hann Geißler, Martin Pittl und Johann
Vizebürgermeister und Förderer der Mu- wird. Steinlechner, für ihre 25-jährige und
sikkapelle, Herrn Georg Karner, gestal- Auch über Nachwuchsprobleme kann Josef Prem für seine 30-jährige Mitglied-
tet und zeigt die „Hirschlandkapelle“ die Musikkapelle nicht klagen, so konn- schaft.

30
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Ein weiterer Höhepunkt dieses Abends


war die Verleihung der Ehrenmedaille
in Gold des Landesverbandes der Tiroler
Blasmusik-kapellen an Herrn Ehren-Ka-
pellmeister Gottfried Klingenschmid für
seine 60-jährige Tätigkeit als Musikant,
wovon er über 25 Jahre die Funktion des
Kapellmeisters der Wattenberger Musik-
kapelle inne hatte.
Das Publikum dankte für das sehr ge-
lungene Konzert mit minutenlangem
Applaus und war einhellig der Meinung,
dass es mit der Blasmusik in Tirol auch in
Zukunft sehr gut bestellt ist.

Auf dem Foto von links nach rechts: Bgm. Johann


Geißler, Bezirksobmann Ludwig Troppmair,
Obmann-Stellvertreter Franz Speckbacher, Gott-
fried Klingenschmid, Obmann Franz Prem und
Kapellmeister Gerhard Wetscher.

Musik als klingender Stempel


SWAROVSKI Musik Wattens mit sattem Klang und schöner Linie
Der Konzertsaal des Hauses Marie Swa-
rovski ist voller interessierter Zuhörer,
als Günther Klausner, seit kurzem der
musikalische Leiter der Erfolgskapelle,
den Taktstock zur „Festlichen Ouvertu-
re“ von Bedrich Smetana ansetzt und das
Frühjahrskonzert 2007 einleitet. Passend
rustikal und gleichzeitig monumental
interpretieren die Musiker dieses erste
slawische Stück. Ein zweiter Programm-
punkt aus jenem Kulturkreis wird mit der
„Slawischen“, Symphonie Nr. 3 von Boris
Koschevnikow präsentiert. Der Komponist
hat volksmusikalische Anklänge reizvoll
in ein attraktives Klangmuster verpackt
und die SWAROVSKI Musik scheint schere Klänge. Das anschließende Stück der „Szene“, dirigiert klar und mitreißend.
seine Intentionen bestens zu kennen und „Irish Tune from County Derry“ von P.A. Dies ist auch in „Saga Candida“ von Bert
wirkungsvoll umzusetzen. Im folgenden Grainger widmet die SWAROWSKI Mu- Appermont der Fall. In den sieben Teilen
„Concerto in Es- Dur für Trompete und sik Wattens ihrem all zu früh verstorbe- dieses Auszugs aus dem Musical „Die Saat
Blasorchester“ von J.B.G. Neruda scheint nen Kapellmeister Franz Schieferer. Ein des Bösen“ erzählen die Instrumente von
das Publikum den Atem anzuhalten. Solist Foto Schieferers wird an die Wand proji- Hexenverfolgungen, die Musiker singen
Harald Passerini, aus den eigenen Reihen ziert und in diesem bewegenden Moment und flüstern und effektvolle Schlagzeuge-
der Kapelle stammend, spielt nämlich mit scheint es fast, als befinde er sich im Raum. insätze leiten sowohl Tango als auch Trau-
traumhafter Leichtigkeit und glasklarem Dies scheinen auch die Musiker zu spüren ermarsch ein. Strahlende Melodien, etwas
Ton. Die Dynamik des aus Holzregistern, und ehren diesen ganz Großen der Tiroler Comic- Feeling und Jazz- Anklänge erklin-
Cembalo und Kontrabass bestehenden Or- Blasmusikszene mit einfühlsamen Akkord- gen im abschließenden Stück und es bleibt
chesters ist bestens abgestimmt. Klausner auflösungen und emotional geladenen nur ein kleiner Einwand: der Saal ist äußerst
führt die Begleitung der Musiker gefühlvoll Spannungsverläufen. trocken und schluckt zu viel Hörenswertes.
und mit Geschmack. Doch die Kapelle kann mit Freude in die Zu- Das Publikum zeigt seine Begeisterung am
Nach der Pause erklingen mit „Ouverture kunft schauen, denn der neue Kapellmeis- Schluss durch tosenden Applaus.
Allemande“ von Thomas Doss zeitgenössi- ter Günther Klausner, bestens bekannt in Manuela Kerer

31
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Rattenberg und Umgebung


Neue CD und Kirchenkonzert der BMK-Breitenbach
Anlässlich des heurigen 200-jährigen
Jubiläums der BMK-Breitenbach wurde
eine Jubiläums-CD aufgenommen. Un-
ter den 11 Titeln findet sich auch der
von unserem Ehrenkapellmeister Peter
Ingruber komponierte Marsch „Bei uns
in Tirol“. Die CD ist in der Sparkasse
Breitenbach und Raiffeisenbank (MUT)
Breitenbach erhältlich und wird auch
bei unserem Jubiläumsfest (3.-5. August

Foto: BMK Breitenbach


Festplatz Breitenbach) angeboten.
Am Sonntag, den 15. April veranstaltete
die Bundesmusikkapelle Breitenbach an-
lässlich ihres 200-jährigen Jubiläums ein
Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Breiten-
bach. Vokal unterstützt wurde die Musik- Andrea Fuchs und Horst Adamer mit vokalen Beiträgen
kapelle dabei von Andrea Fuchs und Horst
Adamer. Mit den Titeln „Ich gehör nur Ein weiterer Höhepunkt des Konzerts war cher ließen gemeinsam mit uns den Abend
mir“, „Always On My Mind“ und „Could das Tenorhorn Solo „Arietta“ von W. A. mit dem Choral „Bist du bei mir“ von Se-
We Start Again, Please?“ bereicherten sie Mozart, gespielt von Ehrenmitglied Franz bastian Bach sanft ausklingen.
den 51 Mitglieder starken Klangkörper. Lettenbichler. Die über 350 Konzertbesu- Christina Ingruber

Musikbezirk Imst
Happy Birthday, JOI
Jubiläumskonzert des Jugendorchesters Imsterberg sorgte für Besucherrekord

Wer am Samstag, dem 24. Februar Bereits zum fünften Mal lud das Jugen- ter der Leitung von Bezirkskapellmeis-
2007 zwanzig Minuten vor Konzertbe- dorchester Imsterberg – kurz JOI – unter ter Klaus Heiss den ersten Teil. Dieser
ginn im Gemeindesaal Imsterberg ein- der musikalischen Leitung von Bezirks- wurde mit der Europahymne eröffnet.
traf, bemühte sich vergeblich um einen jugendreferent Bernhard Bartl zum all- Es folgten Stücke wie „Junior Rock“ und
Sitzplatz. Nur noch Stehplätze waren jährlichen Konzertabend. Traditionell die „Slavonicka Polka“. Den Abschluss
zu ergattern. Doch die Darbietungen wurde der erste Teil von einer Gastka- eines überaus gelungenen ersten Teils
der Jugendkapellen aus Roppen und pelle gestaltet. War es letztes Jahr das bildete der größte Hit der Village Peo-
Imsterberg erleichterten das Stehen um Jugendorchester Mils, so bestritt heuer ple – „YMCA“. Schwungvoll ging es
einiges. das Jugendblasorchester aus Roppen un- auch in den zweiten, von JOI gestalteten

32
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Teil. Nach dem „Colonel Bogey Marsch“ Das Jugendorchester Imsterberg verwan- „Just a Closer walk with Thee“ folgten
folgte die Eröffnungsfanfare der Olympi- delte sich in eine Horde Wikinger. Mit zwei Zugaben. Danach beendeten die bei-
schen Spiele 1996 in Atlanta „Summon Wikingerhelmen bekleidet brachten sie den Jugendorchester aus Imsterberg und
the Heroes“ von John Williams. Nach ein technisch anspruchsvolles „Wickie- Roppen gemeinsam einen äußerst ab-
„Three Little Pop Tunes“, einem Stück Medley“, bekannt aus der gleichnamigen wechslungsreichen und unterhaltsamen
von Dizzy Stratford, folgte der erste große Zeichentrickserie zum Besten. Mit dem Musikabend mit dem allseits bekannten
Höhepunkt des Abends. „Graf Zeppelin Marsch“ und dem Stück „Radetzky Marsch“ von Johann Strauss.

Tiroler Jugenblasorchester - Wettbewerb 2007


Teil 1 am 31.03.2007 in Tarrenz
Der Blasmusikverband Tirol in Zusam-
menarbeit mit dem Tiroler Musikschul-
werk des Landes Tirol veranstaltete 2007
bereits zum 3. Mal einen Wettbewerb für
Jugendblasorchester. Wegen der erfreu-
licherweise vielen Anmeldungen spiel-
te die Tiroler Musikjugend sowohl am
Samstag den 31. März in Tarrenz als auch
tags darauf in St. Johann im Unterinntal
auf. Nach Tarrenz kamen über 1.000 Ju-
gendliche in insgesamt 24 Orchestern.
Zahlreiche Zuhörer, vor allem mitgereis-
te Schlachtenbummler, freuten sich über
die Begeisterung, die Freude und das Zeitrahmen konnte eingehalten und der Qualifikation für den Bundeswettbewerb,
Können ihrer Schützlinge beim musika- Bewerb zur vollsten Zufriedenheit aller sondern freuen uns mit jedem einzelnen
lischen Wettstreit. Beteiligten abgewickelt werden. Nach Teilnehmer über seinen persönlichen
Auch für den durchführenden Verein dem Auftritt wurden die hungrigen und Einsatz. Die Ergebnisse und viele Fotos
der Musikkapelle Tarrenz mit ihrem Ob- durstigen Musikantinnen und Musi- vom Wettbewerb finden man unter der
mann Wolfgang Reich war die Veranstal- kanten bestens versorgt Wir gratulieren Internet-Adresse:
tung ein grosser Erfolg. Der vorgegebene nicht nur den siegreichen Orchestern zur www.blasmusikverband.at/tirol

10 Jahre Jugendblasorchester Tarrenz - Rückblick


In Tarrenz besteht nunmehr bereits 10 radschaftliche Höhepunkte feiern. Seit anfangs Juni jährlich ein Vatertagskon-
Jahre ein auf Initiative und unter der 2003 besteht nun das Orchester in sei- zert und bestreitet im Juli einen Auftritt
Leitung von Tobias Zangerl (Musikleh- ner „zweiten Generation“. Mit 35 Musi- beim Gassenfest der Vereine im Dorf.
rer der LMS Imst) gegründetes vereinsei- kantinnen und Musikanten nahmen die Aber auch bei der Firmung und dem Tag
genes Jungenblasorchester. Im Laufe Tarrenzer 2005 beim JBO-Wettbewerb in der Blasmusik des Bezirksverbandes Imst
der vergangenen 10 Jahre konnte das St. Johann teil und erreichten dort eine spielt das Orchester auf. Weitere Infos:
JBOT (=Jugendblasorchester Tarrenz) sehr gute Bewertung (85,17 Pkte) in der www.members.aon.at/jbotarrenz
zahlreiche musikalische aber auch kame- Stufe CJ! Das Jugendblasorchester spielt Musikkapelle Tarrenz

Musikbezirk Brixental
Astner Josef – der „Eada Sepp“ – 70 Jahre Musikant
Mit neun Jahren begann die musikalische Geigenspiels und mit elf Jahren konnte mehrere Musikanten der Musikkapelle zur
Laufbahn des „Eada Sepp“ als Trommel- er endlich – bei einem Musikanten – das Wehrmacht eingezogen wurden, musste
zieher bei der Musikkapelle Itter. Mit zehn Flügelhorn erlernen und der Musikkapelle Sepp die kleine Trommel schlagen, da nun
Jahren lehrte ihn der Kooperator seiner Itter beitreten. bei diesem Instrument Not am Mann war.
Heimatgemeinde die Grundbegriffe des Als 1939 der Weltkrieg ausbrach und 1943 wurde der Sepp selbst zum Militär-

33
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

dienst einberufen. Nach der Kriegszeit Neben seiner musikalischen Tätigkeit


spielte er Posaune und Bassflügelhorn. Ne- ist der „Eada-Sepp“ auch ein sportliches
ben seiner Musikkapelle war er Mitglied Phänomen. So nahm er an 13 Marathon-
der Tanzkapelle „Edelweis“, die er sieben läufen teil und bestritt mit seinen Lang-
Jahre auch selbst leitete. 1956 wechselte laufschiern 24 Mal den Koasalauf. Unter
der Sepp zur Basstuba, die er heute noch anderem flog er im Alter von 70 Jahren
mit Bravour bläst. nach New York, um beim dortigen Stadt-
Durch seinen Bergkameraden Johann Marathon mitzulaufen. „Im Handgebäck
Wurzenrainer, welcher Kapellmeister der hatte ich lediglich ein Reserveleibchen
Musikkapelle Hopfgarten war, half er vor- und meine Zahnbürste“ erinnert er sich.
erst des öfteren bei den „Hopfgartnern“ Noch heute läuft der Sepp auf seinen
aus und trat 1959 dieser Musikkapelle bei. Hausberg, die Hohe Salve - und wer beim
„Eine Zeit lang spielte ich sowohl bei der Mountain-Biken mit ihm mithalten will,
Hopfgartner als auch bei der Itterer Mu- muss vorher ordentlich trainieren. Er freut
sikkapelle, je nachdem, wo ich gebraucht sich guter Gesundheit, und dass er noch

Foto: Mk Hopfgarten
wurde“ erzählt er. Mittlerweile hat der kein bisschen müde geworden ist zeigt die
„Eada Sepp“ das stolze Alter von 81 Jah- Tatsache, dass er sich im Vorjahr mit 80
ren erreicht und sitzt noch immer mit Jahren eine Motor-Cross Maschine ange-
Eifer in den Reihen seiner Hopfgartner schafft hat. „Man darf niemals aufgeben“.
Musikanten. Bleibt einmal sein Platz leer, Diesem Leitspruch ist der Sepp immer treu Der „Eada-Sepp“ mit seiner Tuba
heißt es, „der Sepp muss krank sein“. Für geblieben.
seinen unermüdlichen Einsatz haben ihm Lieber Sepp, deine Kameraden der Musik- du noch lange in unserem Kreis mitspielen
die Hopfgartner Musikanten die „Ehren- kapelle Hopfgarten wünschen dir weiter- kannst!
mitgliedschaft“ verliehen. hin alles Gute, viel Gesundheit und dass Musikkapelle Hopfgarten

Musikbezirk Schwaz
340 –jähriges Bestandsjubiläum der Stadtmusikkapelle Schwaz

Die Stadtmusik Schwaz begeht im heu- Leitung von Kpm. Walter Steinlechner ke von allen Kapellmeistern, die bei der
rigen Vereinsjahr Ihr 340-Jahr Jubiläum und anschließend dem bekannten Welt- Stadtmusik tätig waren, wieder aus dem
mit einem Jubiläumsfest am 28. und 29. und Europameister der Böhmisch-Mähri- Archiv hervorgekramt.
September. Bereits am 12. Jänner be- schen Blasmusik Vlado Kumpan aus Weiters findet am Nationalfeiertag mit
gannen die intensiven Probenarbeiten, Tschechien. Am Samstag, 29. Septem- Beginn um 19:00 Uhr der „Große Ös-
durch die wir uns auf ein sehr anstren- ber 2007 werden die Orig. Tiroler Al- terreichische Zapfenstreich“ im Park der
gendes und umfangreiches Musikjahr penbummler für eine gute Stimmung in Stadtpfarrkirche statt. Wir hoffen viele
vorbereiten. der Tennishalle Schwaz (beim Bergwerk) Blasmusikbegeisterte bei unseren Veran-
Als Highlights des Jubiläumsjahres zäh- sorgen. Es bleibt aber nicht viel Zeit um staltungen begrüßen zu dürfen.
len das 50. Muttertagskonzert am 11. zu verschnaufen, denn am Freitag den Details sind auch auf unserer Homepage
Mai in der Albert Jäger Sporthauptschu- 19. Oktober steht ein weiteres Highlight www.schwaz.at/stadtmusik nachzulesen.
le Schwaz, ein Jubiläumsfest am Freitag, auf dem Programm. Da bestreiten wir ein
28. September 2007 mit einem Konzert Festkonzert mit dem Musikverein Net- Mario Leitinger,
ab 19:30 Uhr der BMK Vomp unter der phen aus Deutschland. Da werden Wer- Kapellmeister Stadtmusik Schwaz

34
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Musikbezirk St. Johann


Kapellmeisterseminar mit Hermann Pallhuber
Der Musikbezirk St.Johann in Tirol wird
dieses Jahr wieder Konzertwertungsspie-
le, und zwar am 29. April im Kaisersaal
St.Johann i.T., abhalten. Als Kapellmeis-
terschulung in der Vorbereitungsphase
hat am 3. Februar ein Seminar mit Her-
mann Pallhuber stattgefunden. Das Ziel
bestand darin, jeweils ein Wertungsstück
in den Stufen A, B, C und D zu erarbei-
ten. Pallhuber ging mit gekonnter Art
und Weise auf Problemstellen in den
Stücken ein, welche anhand der zehn
Wertungskriterien zergliedert wurden.
Hermann Pallhuber vor interessierten Kapellmeistern.
Für die Kapellmeister des Musikbezirkes
St. Johann war es ein überaus interessan- Pallhuber für seine Ausführungen und Joschi Deisenberger,
ter und kurzweiliger Schulungsvormittag. der LMS St. Johann für die Bereitstellung Bezirkskapellmeister
Der besondere Dank gilt hier Hermann des Saales mit den technischen Geräten.

„Lederer Hans“ seit 66 Jahren Musikant bei der Knappenmusikkapelle Fieberbrunn


Eine besondere Ehrung gab es beim letzt- Nach dem plötzlichen
jährigen Cäcilienkonzert der Knappen- Tod des damaligen Ka-
musikkapelle Fieberbrunn für Johann pellmeisters Johann Egger
Rieder, vulgo „Lederer Hans“: er wurde musste im Dezember 1981,
mit dem goldenen Verdienstzeichen des Hans der bereits 16 Jahre
Tiroler Blasmusikverbandes ausgezeich- Kapellmeisterstellvertre-
net und ist seit sage und schreibe 66 Jah- ter war, dass nicht leichte
ren Mitglied der Knappenmusikkapelle. Amt des Kapellmeisters
Anbei ein kurzer musikalischer Lebenslauf übernehmen, dass er bis
von unserem Jubilar: Nov. 1986 hervorragend in
Hans Rieder wurde am 15. März. 1931 gekonnter Weise ausführ-
geboren. Er begann 1940 mit bereits 9½ te. Um die musikalische
Jahren bei Stefan Pletzer und Herrn Kraus Führung einer Kapelle zu
Trompete zu lernen. Das Mitwirken bei der beherrschen absolvierte
im Jahre 1942 gegründeten Bezirksjugend- Hans einige einwöchige Der „Lederer Hans“ freut sich.
blaskapelle war für Hans und einige seiner Kapellmeisterseminare am
Musikkameraden eine Selbstverständlich- Volksbildungsheim Grillhof in Innsbruck. 27. Juli 1997 für 55 Jahre und am 30. Juli
keit. Aber das Musizieren in einer Kapel- Hans, der von 1967 bis 1993 für die zum 2000 für 60 Jahre Mitgliedschaft.
le war den hervorragenden Musikanten größten Teil ehrenamtliche Ausbildung Am 26. Mai 2003 wurde Hans von der
noch zu wenig und so gründet man 1946 von Jungmusikanten zuständig war, wurde Tiroler Landesregierung mit der Ver-
die „Weisserer“ - eine Tanzkapelle bei am 12. Jänner 1984 wurde ihm die Golde- einsnadel in Gold ausgezeichnet. Am
denen Hans mit seinen Kameraden Wast ne Ehrennadel der Gemeinde Fieberbrunn 31.7.2005 hat Hans das Goldene Ver-
Treffer, Sepp Staudinger und Jakob Putzer für besondere Verdienste verliehen. Am dienstzeichen mit Urkunde vom Tiroler
zum Tanz auf diversen Bällen und Festen 31. Juli 1994 wurde Hans, der seit 20. 11. Blasmusikverband für 65-jährige Mit-
sowie mancher Hüttengaudi aufspiel- 1993 Ehrenmitglied der Knappenmusik- gliedschaft erhalten.
ten. Bei den bekannten Tanzkapellen die kapelle Fieberbrunn ist, vom österreichi- Wir wünschen unserem Hans auf diesem
„Hansei-Musi“ und die später gegründe- schen Blasmusikverband die Verdienstme- Wege noch einmal alles Gute und noch
ten „Sechs Lustigen“ gab Hans mit seiner daille in Silber verliehen. viele und vor allem gesunde Stunden im
Trompete und später mit dem Flügelhorn Die Goldene Medaille mit Urkunde er- Kreise seiner Familie und Musikkamera-
sein Bestes. hielt er vom Tiroler Blasmusikverband am den!

35
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Wipptal-Stubai
7 Jugendkapellen stellen sich vor

JK Schmirn Blechsalat Telfes JK Ellbögen

JK Neustift JK Fulpmes JK Trins

beiden Musikschulen gemeindeübergrei- die kleinste teilnehmende Kapelle stell-


fende Jugendorchester. ten.
Die erste Jugendkapelle des Bezirks wur- Die Jugendkapelle Schmirn hat derzeit
de vor über zehn Jahren in Ellbögen ins etwa 30 Mitglieder und bereitet sich heu-
Leben gerufen. Diesem Beispiel folgte er in besonderer Weise auf den jährlich
die Kapelle in Steinach. Leider gibt es stattfinden „Abend der Jugend“ vor. Die-
die Steinacher Gruppe nicht mehr, da sen werden sie musikalisch umrahmen
derzeit kein geeigneter Leiter zur Verfü- und dabei von der Blasmusikjugend des
gung steht. Bezirkes aufmerksam belauscht werden.
Als erste Nachwuchsgruppe im Stubai Noch eine Jugendformation ist ganzjäh-
wurde im Sommer 2004 die Jugendka- rig aktiv, nämlich die Jugendmusikkapel-
pelle Fulpmes gegründet. Die derzeit 16 le aus Trins. Sie hat derzeit 26 Mitglieder
Jungmusikanten proben das ganze Jahr und organisiert sich immer wieder eigene
über einmal wöchentlich. Neben Mitge- Konzerte, um die Nachwuchsmusikanten
staltung der Platzkonzerte, Auftritten in durch Auftritte zum Spielen zu motivie-
Schulen und bei öffentlichen Anlässen ren. Bemerkenswert ist, dass die Trinser
steht auch jährlich ein eigenes Jugend- auch beim tiefen Blech gut besetzt sind.
JK Obernberg konzert am Programm. Drei Kapellen – Ellbögen, Neustift und
Die Jugendkapelle aus Telfes ist in etwa Obernberg – treten mit ihren Nach-
Im Musikbezirk Wipptal-Stubai steckt gleich alt, nennt sich „Blechsalat“ und wuchsmusikanten einmal jährlich beim
die Jugendarbeit im Gegensatz zu manch ist ebenfalls das ganze Jahr über aktiv. jeweiligen Frühjahrs- bzw. Cäcilienkon-
anderen Bezirken noch immer ein biss- Auch sie ist regelmäßig bei Konzerten, zert auf und können ihre Zuhörer mit
chen in den Kinderschuhen. Umso er- Faschingsfesten und anderen Anlässen einigen flotten Stücken beeindrucken.
freulicher ist es, heute sieben vereinsei- zu hören. Höhepunkt im heurigen Jahr Zusätzlich spielen ihre Mitlieder in den
gene Jugendkapellen kurz vorstellen zu war die Teilnahme am Jugendorchester- Orchestern der Musikschulen mit.
dürfen. Zusätzlich gibt es auch in den bewerb, wo sie mit nur 18 Mitgliedern Marianne Mair, Bez. JRF

Die nächste BiT erscheint im September 2007


REDAKTIONSSCHLUSS: 31. JULI 2007
36
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Bezirksvorstand – neu

Der neu gewählte Bezirksvorstand Marianna Pitte, Matia Halder, Marianne Mair, Elisabeth Tanzer

Bei der diesjährigen Generalversamm- tig Kandidaten für die Neubesetzung Damen haben sich in den Dienst dieser
lung des Bezirkes Wipptal Stubai stan- namhaft gemacht worden, die dann mit wichtigen Aufgabe gestellt und zusam-
den Neuwahlen an. Der nunmehr seit 12 überzeugender Mehrheit das Vertrauen men mit der neuen Bezirksschriftfüh-
Jahren aktive Bezirkskapellmeister Hans der Versammlung erhielten. rerin Marinna Pittl die Frauenquote im
Eller und der ebenfalls langjährige Be- Neuer Bezirkskapellmeister wurde Josef Vorstand gehörig nach oben geschoben.
zirksjugendreferent Hannes Heidegger Wetzinger, langjähriger Kapellmeister in Marianne Mair ist die Bezirskjugendrefe-
legten ihr Amt zurück, der seit fast vier- Telfes i. St. und LV-Medienreferent, sein rentin, Elisabeth Tanzer und Maria Hal-
zig Jahren tätige Bezirksobmann Rudi Stellvertreter, wie bisher schon, Hans der sind ihre Stellvertreterinnen. Neu
Mair stellte sich für eine Amtsperiode Schönherr. Bezirksobmann Rudi Mair im Vorstand ist auch der Beirat Franz
zur Verfügung, um eine Übergabe des führt sein Amt weiter, unterstützt durch Obex. Alle übrigen Funktionen blieben
Amtes vorzubereiten. den neuen Stellverteter Ruppert Muigg, unverändert.
Tiefgreifende Veränderungen im Füh- aus Navis, einem der ersrten diplomier- So viele neue Funktionäre werden mit
rungspersonal waren also zu erwarten. ten Musikfunktionäre Tirols. geballter Energie an die Arbeit gehen
Durch vorbereitende Gespräche in Eine Besonderheit stellt das neue Be- und sich für das Wohl der Blasmusik in
Arbeitsgruppen waren schon rechtzei- zirksjugendreferenten-Team dar: Drei der Region Wipptal-Stubai einsetzen.

Musikbezirk Landeck
Rekordteilnahme bei Blasmusik-Skimeisterschaft im Kaunertal
205 BlasmusikantInnen nahmen am ver-
gangenen Samstag bei strahlendem Wet-
ter und ausgezeichneten Verhältnissen an
der Landesskimeisterschaft am Kaunerta-
ler Gletscher teil. Das Rennen wurde in
mustergültiger Weise vom Skiclub Kau-
nertal unter Obmann Florian Praxmarer
und von der Musikkapelle Kaunertal un-
ter Obmann Günther Spanninger orga-
nisiert und durchgeführt. Den Tagessieg
holten sich Sophie Landerer von der MK
Kaunertal in 1:06,98 und Ernst Melmer
von der MK St. Leonhard im Pitztal in
Foto: Paul Schranz

1:00,54 Minuten, die Mannschaftswer-


tung sicherte sich die MK Senseler Vol-
ders. Seitens des Landesverbandes nahm
Verbandsgeschäftsführer Roland Mair Die Tagessieger Sophie Landerer und Ernst Melmer, LV-Obmann Herbert Ebenbichler, Bo Hubert Marth
am Rennen teil. Landesobmann Dr. Her-
bert Ebenbichler, der Landecker Bezirk- Spanninger nahmen die Siegerehrung im von der Südtiroler Formation „Hochwil-
sobmann Hubert Marth sowie Günther Kaunertal-Center vor, die musikalisch de Böhmische“ umrahmt wurde.

37
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Musikbezirk Landeck: 1.424 MusikantInnen spielen in 32 Kapellen


2005 zählten die 32 Musikkapellen des Bezirkes Landeck
1.424 aktive Mitglieder, 335 davon waren weiblich, der An-
teil der unter 32-Jährigen lag bei 500, in Ausbildung standen
493 JungmusikantInnen. „Die Zahlen entsprechen etwa jenen
von 2004“, berichtete Bezirksobmann Hubert Marth bei der
diesjährigen Generalversammlung in Nauders. Die Kapellen
absolvierten 2.130 Proben und rückten 935 Mal aus. Die Aus-
gaben lagen bei 679.000 Euro, mehr als 431.000 Euro erwirt-
Foto: Paul Schranz

schafteten die Vereine selber.


Im Rahmen des Festkonzertes der MK Nauders, das am Be-
ginn der Versammlung stand, wurden langjährige Mitglieder
Paul Ladurner aus Fiss, Georg Walter aus Galtür, Rudolf Tschuggmall und und Funktionäre geehrt. Otto Jehle und Josef Salner, beide
Siegfried Westreicher aus Serfaus sowie Alois Ladner aus See (v.li.) gehören MK Ischgl sowie Erwin Mussak von der MK St. Anton nah-
seit 50 Jahren ihrer Heimatkapelle an. men die Urkunden für 60-jährige Mitgliedschaft entgegen.
Robert Zangerl senior von der Stadtmusikkapelle Landeck
bringt es auf stolze 65 Jahre. Bei den Verdienstzeichen stand
Josef Kathrein im Mittelpunkt, der 40 Jahre lang Obmann der
MK Fiss war.
Schwerpunkte des abgelaufenen Vereinsjahres waren eine
Fortbildung für Schlagzeuger und Obleute, der Bezirkswettbe-
werb „Spiel in kleinen Gruppen“ mit 26 Ensembles in Zams
und das traditionelle Jungbläserseminar in Prutz mit 115 Teil-
nehmerInnen. Der musikalische Nachwuchs im Bezirk legte
141 Leistungsabzeichen und sieben Musikerleistungsabzeichen
(für über 30-Jährige) ab. Die „Goldenen“ Jolanda Praxmarer
(Kaunertal), Desiree Fuchs (Pfunds), Elisabeth Juen (Pians),
Die dienstältesten Musikanten Josef Salner, Otto Jehle, Robert Zangerl sen. und Natalie Siegele (See), Christoph Brejla (Serfais), Mario Wie-
Erwin Mussak (v.li.) mit Landesgeschäftsführer Roland Mair, Bezirksobmann demann (St. Jakob) und Michael Reheis (Zams) erhielten die
Hubert Marth, BO-Stv. Helmut Mall und Bezirkskapellmeister Rudi Pascher. Urkunden aus den Händen von Jugendreferent Elmar Juen im
Rahmen der Versammlung.
Durch den Verkauf von CDs wurde im Rahmen der Aktion
„Musikanten helfen Musikanten“ drei vom Hochwasser be-
troffenen Musikantenfamilien in Kappl, Strengen und Pfunds
je 1.950 Euro übergeben. „Die Aktion unterstreicht die Soli-
darität der Musikanten untereinander“, so Obmann Marth.
Im kommenden Jahr stehen als Schwerpunkte ein Rhetorik-
seminar, ein Stabführerkurs, die Landesschimeisterschaft im
Kaunertal, ein Sporttag für JungmusikantInnen, das Bläser-
seminar in Prutz, das Bezirksmusikfest im August in Serfaus
und Schwerpunktveranstaltungen im Rahmen des Landesmu-
Die „goldenen“ MusikantInnen Desiree Fuchs aus Pfunds, Jolanda Praxmarer sikfestes im Oktober auf dem Programm. Bezirkskapellmeister
vom Kaunertal, Elisabeth Juen aus Pians, Natalie Siegele aus See und Michael Rudi Pascher appellierte an die Funktionäre, das Angebot an
Reheis aus Zams mit Bezirksjugendreferent Elmar Juen (li). Fortbildungen anzunehmen.

Stadtmusikkapelle Landeck erspielte sich beim Flicorno d‘Oro 2007 -


einen sensationellen 2. Platz in der zweithöchsten Spielklasse!
Der internationale Orchesterwettbewerb Die internationale Jury unter dem Vor- in den letzten Jahren große Erfolge bei
„Flicorno d‘Oro“ findet alle zwei Jahre sitz von Johann Mösenbichler bewertete verschiedenen Wertungsspielen errei-
in Riva am nördlichen Gardasee statt. die 55 angetretenen Orchester in sechs chen konnte (Landeswertungsspiele in
Dieser Bewerb gilt nach der WMC in verschiedenen Kategorien. Bayern, Tirol, Vorarlberg jeweils Höchst-
Kerkrade (NL) als einer der wichtigsten Nachdem die Stadtmusikkapelle Landeck punkte in der Stufe D, Goldmedailie bei
Blasorchesterwettbewerbe in Europa. mit ihrem Dirigenten Helmut Schmid der WMC in Kerkerade in der zweiten

38
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Division) wagte sich Helmut Schmid mit seiner Stadtmusikka-


pelle beim Filcorno d`Oro in die höchste Amateurspielklasse.
Der Auftritt im Palazzo di Congressi erfolgte am Freitag dem 13.
April ,zu einer für Mitteleuropäer eher ungewöhnlichen Zeit
um 22.30 Uhr. Mit dem Pflichtstück „Il Cantico“ von Oliver
Waespi bekam man es mit einem nicht alltägliches Werk, ge-
spickt mit unzähligen Schwierigkeiten in Technik und Rhyth-
mus zu tun. Als Selbstwahlstück wurde „Russian Christmas
Music“ von Alfred Reed vorgetragen. Nach 40minütigem
Vortrag ,unter tosendem Applaus des Publikums, aber auch der
Jury, verließen die Musiker die Bühne des Konzertsaales. Da das
Ergebnis erst am Sonntag, dem 15.04. um 21.30 Uhr bekannt
gegeben wurde, reiste eine große Abordnung der Stadtmusik-
kapelle am Sonntag erneut nach Riva. Mit 90,29 Punkten
erreichten die Landecker den zweiten Platz in der höchsten
Amateurklasse und ließen viele international renommierte
Orchester hinter sich. Sie mussten sich lediglich der Harmonie
St. Cecilia Rotem aus Belgien geschlagen geben.
Ein Meilenstein für die Stadtmusikkapelle Landeck, aber auch
ein Erfolg für das Blasmusikwesen in Tirol. Gratulation an den Dirigenten Helmut Schmid

Musikbezirk Außerfene
Musikbund ehrte seine treuen Kameraden in einem feierlichen Festakt
Alljährlich werden vom Außerferner
Musikbund langjährige Musikanten,
Funktionäre und Förderer der Blasmu-
sik geehrt. Die Jubilarehrung ist jedes
Jahr eine besondere Feier des Musikbun-
des um verdiente Musikantinnen und
Musikanten auszuzeichnen und Danke
zu sagen. In einem festlichen Rahmen
wurden 53 Jubilaren für ihren unermüd-
lichen Einsatz zum Wohle der Blasmusik
gedankt.
Mit einer heiligen Messe in der Pfarr-
Foto: Hosp
kirche Stanzach, die von Pfarrer Martin
Schautzgy zelebriert wurde, begann der
Festakt für die verdienten Musikkame- 55-jährige Mitgliedschaft v.l.: Bezirksobmann Horst Pürstl, Martin Wilhelm (MK- Weißenbach), Wer-
raden. Anschließend fand im Gemein- ner Wacker (MK- Bichlbach), Bezirkskapellmeister Peter Besler, Erich Lorenz (MK- Steeg), Landesob-
desaal die Jubilarehrung mit der Über- mann Stv. Richard Wasle
reichung der Verdienstmedaillen und
Urkunden statt. Der Gottesdienst und aus. „Verdiente Musikanten legen Zeug- Der Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Diet-
die Jubilarehrung wurden von der Mu- nis für die Jugend ab, dass Musik nicht mar Schennach hob die abendländische
sikkapelle Stanzach feierlich umrahmt. nur Töne und Rhythmen miteinander Kultur hervor. Er betonte wie wichtig die
Bezirksobmann Horst Pürstl konnte zu arrangiert, sondern das Miteinander alte Volkskultur und Tradition für unser
dieser Feier zahlreiche Ehrengäste be- auch bei den Menschen selbst bewirkt. Land ist. Hier sei es auch wichtig eine gut
grüßen. Mit den Jubilaren aus den fünf Dieses Miteinander hat euch geschätzte funktionierende Jugendarbeit zu leisten.
Talschaften des Bezirkes waren auch Jubilare über all die Jahre hinweg beglei- Für die Musikkapelle Stanzach war diese
zahlreiche Bürgermeister anwesend, die tet und geprägt. Es ist auch ein Signal Jubilarehrung der Startschuss für ein ar-
dem feierlichen Festakt mit Freude und an die Jugend, dass diese Kameradschaft beitsreiches Jahr, das seinen Höhepunkt
Stolz beiwohnten. Pürstl dankte den gelebtes Brauchtum in unseren Dörfern mit der Austragung des Bundesmusikfes-
Jubilaren und sprach seine persönliche und in unserem Land ist.,“ so der Bezirk- tes vom 13.- 15. Juli erreicht.
Hochachtung für die geleistete Arbeit sobmann in seiner Festansprache. Ing. Markus Hosp

39
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Große Leistungen der Kapellen des Außerferner Musikbundes


Im Gemeindessal in Vils fand die Ge-
neralversammlung des Außerferner Mu-
sikbundes statt. Bezirksobmann Horst
Pürstl konnte dabei zahlreiche Ehrengäs-
te begrüßen. Natürlich durfte auch der
musikalische Rahmen nicht fehlen, den
die Musikkapelle Vils perfekt gestaltete.
In einer Gedenkminute wurde der im
vorigen Jahr verstorbenen Musikkamera-
den gedacht.
Die 35 Blaskapellen zählen derzeit über

Foto: Hosp
1.500 Mitglieder. Die Außerferner Ka-
pellen probten und rückten insgesamt
fast 2.500 Mal aus.
Einer der Höhepunkte des abgelaufenen Bezirksobmann Horst Pürstl erstattet Bericht
Jahres war die Austragung des 57. Bun-
desmusikfestes in Vils. Bezirksobmann große Unterstützung der Kapellen durch gen, Sitzungen, Jubiläen unterwegs.
Horst Pürstl dankte in seinem Bericht die Gemeinden hervor. „ Die Gemein- In diesem feierlichen Rahmender Ge-
der örtlichen Kapelle für den reibungs- den unseres Bezirkes beweisen durch ihre neralversammlung wurden an Benjamin
losen und professionellen Ablauf des Subventionen von über 111.000 Euro, Ziernhold (MK Bichlbach, Tenorhorn)
größten Festes im Bezirk. Es wurden auch dass sie sich über den Stellenwert ihrer und Sebastian Schreieck (MK Pflach,
Talschaftssitzungen durchgeführt, wo Musikkapellen sehr wohl bewusst sind Klarinette) das Goldene Leistungsabzei-
über Probleme und aktuelle Themen ge- und das trotz der angespannten Finanz- chen überreicht.
sprochen wurde. Für die Funktionäre der situation. Das Land Tirol unterstützte Für das heurige Jahr sind wieder einige
Blaskapellen wurde eine eigene Funktio- die Musikkapellen mit insgesamt 26.000 Veranstaltungen geplant, einer der Hö-
närsschulung abgehalten, bei der sich die Euro. Neben dem Tätigkeitsbericht des hepunkte wird sicher das Bezirkswer-
einzelnen Personen über Erneuerungen Bezirksobmannes informierten auch die tungsspiel im Mai sein. Das 58. Bundes-
und andere Dinge informieren konnten. Funktionäre alle anwesenden Delegier- musikfest wird in Stanzach stattfinden.
Es fand auch ein Bläserseminar in Tann- ten über das abgelaufene Jahr. Im Zuge der Generalversammlung konn-
heim statt. Die Ausbildung wird durch Seit kurzem steht die Landesmusikschule te zur Freude aller anwesenden Funktio-
den Musikbund stark forciert. Die Ju- unter Führung des neuen Direktors Gott- näre auch schon das 59. Bundesmusikfest
gendreferentinnen berichteten über die hard Schöpf. an die Musikkapelle Berwang vergeben
erfreulichen Leistungen der Blasmusikju- Die Vorstandsmitglieder waren 50 mal werden.
gend. In seinem Bericht hob Pürstl die im Dienste des AMB bei Veranstaltun- Ing. Markus Hosp

Musikbezirk Lienzer Talboden


Rhetorikseminar mit Alex Ploner
Am 17. März 2007 wurde vom Musik- Hinweise und wichtige Hilfestellungen Eine Rede oder eine Moderation muss
bezirks Lienzer Talboden ein Rhetorikse- für eine erfolgreiche Moderation bzw. von Sachkenntnis getragen und gut
minar veranstaltet, für das Alex Ploner, Rede, zeigte aber auch in recht humor- vorbereitet sein - das vermittelt Sicher-
Moderator von Südtirol Heute, gewon- voller Weise auf, wie man es nicht ma- heit. Der Redner muss die Struktur des
nen werden konnte. Es stand unter dem chen sollte. Publikums, das er ansprechen soll, ken-
Motto „Das Handwerk für`s Mundwerk, Das erste, was der Zuhörer an einem Red- nen und sich in die Mentalität der Zu-
Sprache erfolgreich einsetzen“. ner wahrnimmt, ist seine Haltung, sein hörer versetzen. Alex Ploner empfahl
Wie überwinde ich die Redeangst, wie Auftreten und seine Kleidung, kurz seine bildliche Sprache und kurze Sätze sowie
setze ich meine Körpersprache richtig gesamte äußere Erscheinung. Ein in die- das Vermeiden von Fremdwörtern und
ein, wie gelingt mir eine sicheres Auftre- sen Punkten nachlässiges und gleichgül- komplizierten Begriffen. Man sollte eine
ten, wie führe ich durch das Programm tiges Verhalten kann sich bereits schon Sprache wählen, die dem Publikum mög-
waren die Themen des Seminars. Alex zu Beginn negativ auf den Redner und lichst wendig Energie abgewinnt und mit
Ploner vermittelte dabei viele wertvolle das von ihm Gesagte auswirken. der man sich identifizieren kann. Langat-

40
Blasmusik in Tirol Juni 2007

mige und ausschweifende Ausführungen blikum, sie dürfen jedoch nicht aufdring- onieren beeinträchtigt wesentlich die
ermüden den Zuhörer. lich wirken. Veranstaltung.
Für den Sprachfluss ist die richtige At- Zur Moderation von Konzerten mein- Das sehr interessante und auch spannen-
mung wichtig. Sie vermittelt Energie, te Alex Ploner, dass der Moderator nur de Seminar wurde von den Teilnehmern
Vitalität, Kraft, Ruhe und Konzentrati- Beiwerk ist und nicht im Mittelpunkt mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und
on. Kurzatmigkeit blockiert. Ein gutes stehen darf. mit viel Beifall und einem herzlichen
und tiefes Durchatmen, besonders vor Letztlich sind für das Gelingen einer Dank an Alex Ploner aufgenommen.
Beginn der Ansprache, sowie eine ge- Rede bzw. Moderation das Funktionieren Nun gilt es, das Gehörte bei Konzerten
rade Körperhaltung sind das Geheimnis und die Handhabung der technischen und anderen Veranstaltungen publi-
des fließenden Sprechens. Mimik und Hilfsmittel, wie z.B. Lautsprecheranlage, kumsnahe umzusetzen.
Gestik fördern den Kontakt mit dem Pu- Mikrophon, wichtig. Ein Nichtfunkti- Bezirksobmann Dr. Klaus Köck

„Rethorik-Geschulte“ des MB Lienzer Talbodens. Kursleiter Alex Ploner.

„Auch ohne Mozart war 2006 viel los“


Diesen Eindruck hatte man bei der kürz-
lich abgehaltenen Generalversammlung
der Stadtmusik Lienz. Die Nähe von Tod
und Leben zeigte sich gleich zu deren
Beginn: Dem Gedenken an den verstor-
benen ehemaligen Musikkollegen Josef
Winkler (vulgo Moar Peppo) folgten
herzliche Gratulationen an die Mitglieder
Barbara Mühlmann zur Geburt der Toch-
ter Sophie und Franz Josef Eberharter zur
Geburt der Tochter Valentina sowie die
Erinnerung an die entsprechend gefei-
erten runden Geburtstage der Kollegen
Bern-hard Moser (ehemaliger Trachten-
wart) und Adalbert Gander (Kantineur,
Gründungs- und ehemaliges langjähriges
Vorstandsmitglied). und Pfarrfest / St. Andrä stellten die beeindruckend. Als womöglich klanglich
Ausschließlich oder vorwiegend gesellig Auftritte bei den Musikfesten in Eppan und optisch zukunftsträchtige Variante
waren weiters das „Er & Sie – Rodeln“, und Olang sowie das Promenadenkon- wurde außerdem jenes Sommerkonzert
die Faschingsdienstag-Ausrückung, mit zert in Innsbruck besondere musikalische in Lienz hervorgehoben, das nicht auf der
der man v. a. viele ältere Mitmenschen Herausforderungen dar. Trotz Stau und Hauptplatzbühne, sondern im BORG-
im städti-schen Wohn- und Pflegeheim Stress bei der Anreise zu letzterem waren Areal stattfand.
sicht- und hörbar überraschte, und das die Atmosphäre beim Aufmarsch von Beim Altstadtfest setzte man zwei
Törggelen. Neben Routine-Ausrückun- der Annasäule zum mittlerweile bran- Schwerpunkte: einerseits mit Sergej Pro-
gen wie Eröffnung der 2. Ausbaustufe derprobten Goldenen Dachl durch die kofjews musikalischem Märchen „Peter
der Stadtwärme, Erstkommunion / St. vielen Zuschauer am Straßenrand und und der Wolf“. Für Konzept, Organisati-
Andrä, Seebodener Kirchtag, Görz-Fahrt das Flair im Innenhof der Hofburg sehr on und Gesamtleitung zeichnete Kapell-

41
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

meister Hans Pircher verantwortlich. Die de aber nicht nur gefeiert und musiziert, nes Guthaben von 9.000 Euro für großen
Aufführung war derart erfolgreich, dass sondern auch renoviert und umgebaut: Verein mit 75 Mitgliedern).
sie einige Wochen später in der Heimat- Sanitäranlagen, Büro, Notenarchiv und Anschließend ergriffen die Ehrengäste das
gemeinde der ebenfalls mitwirkenden Einzelprobenraum. Wort: Vizebürgermeister Meinhard Parg-
Theaterwerkstatt Dölsach noch zwei wei- Diesen umfassenden Tätigkeitsbericht ger versicherte, die Stadtführung werde
tere Male auf dem Programm stand. An- von Obmann Bernd Fuetsch ergänzten den Versuchen, führende Musikpersön-
dererseits mit dem vereinseigenen Stand, Trachtenwartin Barbara Mühlmann (Ap- lichkeiten abzuwerben, nicht tatenlos zu-
der sich durch ein entsprechendes Spie- pell zu sorgsamem Umgang mit Trachten sehen. Seinen Gratulationen und seinem
leangebot als wahrer Publikumsmagnet und gepflegtem Erscheinungsbild bei Lob schlossen sich Jean Paul Quedraogo
entpuppte. Auftritten), Instrumentenwart Bernhard (Pfarrer von St. Andrä), Klaus Köck (Ob-
Etwas völlig Neues bildete das Solisten- Moser (Abschluss einer Instrumenten- mann des Musikbezirks) und Sebastian
Cäcilienkonzert mit vorwiegend in den versicherung und Lob für den Privatkauf Mader (Obmann der Eisenbahner-Stadt-
eigenen Reihen befindlichen Interpre- von Instrumenten), Jugendreferentin kapelle) an. Mit einer kurzen Vorschau
tInnen. Diese stellten Oboe, Klarinette, Helga Moser (56 in Ausbildung befind- (u. a. auf das Benefiz-Kirchenkonzert in
Bassetthorn, Saxophon, Euphonium, liche MusikantInnen; 18 Leistungsabzei- St. Andrä am 21. April) und der dringen-
Horn, Posaune und Xylophon so über- chen: 13mal Bronze, 4mal Silber, 1mal den Bitte, sich an der Suche nach neuen
zeugend vor, dass der letzte musikalische Gold), Notenwart Hannes Mayr (Freude Marketenderinnen zu beteiligen, endete
Auftritt des Jahres nichts Anderes als über mehr Platz für die derzeit etwa 1400 die Generalversammlung der Stadtmusik
ein Höhepunkt werden konnte. Es wur- Werke) und Kassier Norbert Ebner (klei- Lienz.

Musikbezirk Silz
50 Jahre Mitgliedschaft – 18 Jahre Obmann
Ehrungen beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Sölden
Ein gut besuchtes Frühjahrskonzert 2007
am 30. April in der Freizeitarena Sölden
war ein würdiger Rahmen für die Ehrun-
gen zweier verdienter Musikkameraden
und Funktionäre. Urkunden und Ehren-
abzeichen wurden durch den Obmann
Herbert Rangger im Beisein von Kapell-
meister Emanuel Scheiber, des Bezirks-
obmannes Wolfgang Schöpf und des
Bürgermeisters Ernst Schöpf überreicht.
Martin Schöpf erhielt die Auszeichnung
des Musikbezirkes Silz für 20-jährige
Mitgliedschaft.
Eine besondere und in unserer Kapel-
le erstmalige Ehrung erhielt unser Eh-
renobmann Serafin Glanzer für 50-jähri-
ge Mitgliedschaft.
In dieser langen Zeit war Serafin von Die Geehrten freuten sich sichtlich.
1965 bis 1973 ein sehr erfolgreicher und
umsichtiger Kassier. So organisierte er die Ausgeglichenheit und Zusammenhalt in Blasmusikverbandes Tirol sowie die Ver-
Ausstattung der Musikkapelle mit neuen der Kapelle. dienstmedaille des Landes Tirol.
Instrumenten und neuen Trachten. Von Für seine Verdienste um das Blasmusik- 1994 wurde er vom Vorstand der Musik-
1974 bis 1992 führte er die Musikkapel- wesen erhielt er verschiedene Auszeich- kapelle zum Ehrenobmann auf Lebens-
le als Obmann. Er war stets bemüht um nungen des Musikbezirkes Silz und des zeit ernannt.

Die nächste BiT erscheint im September 2007


REDAKTIONSSCHLUSS: 31. JULI 2007

42
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Musikbezirk Pustertal-Oberland
„Ich will Mitglied unserer Kapelle werden!“

Im Gleichschritt. Instrumente erproben. Arbeit mit dem Notenpult.

Im Februar und März wurde an fünf Schönegger, Kapellmeister Erich Pit- reitstellung der Räumlichkeiten und
Wochenenden auf Initiative von Erich terl) eine kleine Jause.
Pitterl in Zusammenarbeit mit Bez.- Arbeit am Stück, Atemübungen, Die Probenarbeit, das Einstudieren
Kpm.-Stv. Christian Schönegger und Aufgaben der einzelnen Instrumente, der Stücke, das Marschieren wurde
Bez.-Stabführer Fritz Obmascher erst- wer spielt die gleiche Stimme, Klan- mit großer Begeisterung und Freude
mals eine Jungmusikantenschulung im gausgleich, Stimmung/Intonation, der Jungen MusikerInnen mitgetra-
Musikbezirk Pustertal-Oberland ins Le- Sitzhaltung, nützlich Bleistifteintra- gen.
ben gerufen. gungen Am 17. März wurde in Heinfels nach Pro-
Ziele: 3. Verhalten beim Proben/Auftritt be und Absolvieren eines abschließen-
1. Marschieren: (Bezirksstabführer Fritz Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ordnung, den Spiel- und Wissensparcours (Stän-
Obmascher) Kameradschaft, ... der auf/-abbauen, Instrumentenpflege,
Grundzüge des Marschierens, Instru- 4. Internet: Ausprobieren anderer Instrumente, ...)
mentenhaltung, Antreten, Marschie- Organisation der Blasmusik in Tirol das Einstudierte vor Publikum präsen-
ren mit klingendem Spiel, Halten – im Bezirk – in der Kapelle; Websites tiert und mit großem Applaus belohnt.
mit klingendem Spiel, Beendigung der heimischen Kapellen Eine Weiterführung dieser Schulung führ
eines Marsches, Schwenkung, ... Einen Teil der Organisation über- das nächsten Jahr ist geplant. Auf diesem
2. Gemeinsames Musizieren: (Bezirks- nahmen die Jugendreferenten wie Wege noch einmal ein herzliches Danke-
kapellmeisterstellvertreter Christian die Fahrt zu und von den Proben, Be- schön an alle Beteiligten!

Musikbezirk Kufstein
80 Jahre Bundesmusikkapelle Angerberg/Mariastein - Tolles Frühjahrskonzert
Das erste Frühjahrskonzert, dirigiert vom Klarinetten, vorgetragen vom ehemali- gerberg laufen bereits auf Hochtouren.
jungen Kapellmeister Thomas Mösin- gen Kapellmeister Reinhard Ehrenstras- Programm:
ger, fand am Sa, 21.04. im vollbesetzten ser und dem jungen Stefan Werlberger. Freitag: JAAM (Jugendmusikkapelle
Gemeindesaal Langkampfen statt und Obmann Franz Osl und die Mitglieder Angath-Angerberg-Mariastein), Big Band
war ein großer Erfolg. Bei der Program- der Kapelle sind froh, mit Thomas Landesmusikschule Wörgl, Distortion
mauswahl des neuen Kapellmeisters Mösinger wiederum einen dynamischen Samstag: Messe, Konzert Musikkapelle
war für jeden Geschmack etwas dabei und motivierten Kapellmeister bekom- Maissau (NÖ), „Auner Alpenspektakel“
- Höhepunkte waren sicherlich Stücke men zu haben. Sonntag: Frühschoppen mit BMK Ober-
wie „Blumenwalzer“ von P. Tschaikows- Zeit zum Verschnaufen bleibt den Musi- lienz und „Harter Kern“
ky, die Blasmusikversion des Musicals kanten jedoch nicht - die Vorbereitungen
„Tanz der Vampire“, sowie „Clarinet für das Jubiläumsfest vom Freitag, 22. - Weitere Infos auf:
Candy“, ein heiteres Solostück für 2 Sonntag, 24. Juni 2007 im Festzelt An- www.bmk-angerberg-mariastein.at

43
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Südtirol
Gottfried Furgler und Gottfried Veit haben Spuren hinterlassen
Pepi Fauster heißt seit 25. März
2007 der neue Obmann des Verban-
des Südtiroler Musikkapellen (VSM).
Der Pusterer übernimmt einen blü-
henden Verband von Gottfried Furg-
ler, der sich nach 15 Jahren einer
Wiederwahl nicht mehr gestellt hatte.
Nach 39 Jahren aktiver Dienstzeit im
Verbandsvorstand, davon 27 Jahre als
Verbandskapellmeister, verabschiede-
te sich auch Gottfried Veit. Am Di-

Fotos: Mair
rigentenpult steht künftig der junge
Olanger Sigisbert Mutschlechner.
Der neugewählte Vorstand des Verbandes Südtiroler Musikkapellen
Zudem wählten die Delegierten von 206
der insgesamt 210 Musikkapellen Südti- von Landeshauptmann Luis Durnwalder danken und dem neuen alles Gute für die
rols bei der 59. Jahreshauptversammlung und Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter künftige Tätigkeit zu wünschen. Furgler
im Bozner Waltherhaus die stellvertre- Mur. Sie waren sich über die Leistungen und Veit bekamen in Anbetracht ihrer
tenden Verbandsobmänner Günther der scheidenden Funktionäre einig und Verdienste die goldene Ehrennadel des
Runggatscher und Thomas Hölzl, Ver- bedankten sich beim neuen und alten Tiroler Blasmusikverbandes überreicht.
bandskapellmeisterstellvertreter Markus VSM-Vorstand. Auch ÖBV-Präsident Zur Situation der Südtiroler Musikkapel-
Silbernagl, Verbandsjugendleiter Arnold Peter Höckner, ÖBV-Ehrenpräsident len ist nur positives zu berichten: Mehr
Leimgruber, Verbandsstabführer Toni Fritz Weyermüller, Herbert Ebenbichler, als die Hälfte der Mitglieder sind 30 Jahre
Profanter, Verbandspressereferent Florian der Präsident des Tiroler Blasmusikver- und jünger. Zudem wenden sich immer
Mair, Verbandsgeschäftsführer Klaus Bra- bandes, und der Tiroler Landeskapell- mehr Frauen der Blasmusik zu. Der Frau-
gagna und die beiden Verbandsjugendlei- meister Hermann Pallhuber hatten den enanteil liegt unter den insgesamt 9365
terstellertreter Meinhard Windisch und Weg nach Bozen nicht gescheut um dem Mitgliedern bei stattlichen 27,5 Prozent.
Barbara Kerer in den neuen Vorstand. alten Vorstand für die Zusammenarbeit zu Florian Mair, Verbandspressereferent
Mit Kerer sitzt erstmals in der fast 60-
jährigen Verbandsgeschichte eine Frau
im Vorstand. Als Rechtsmitglieder sind
die Obmänner der sechs VSM-Bezirke
vertreten. Der Versammlung, welche von
der Bürgerkapelle Schlanders umrahmt
wurde, ging ein feierlicher Gottesdienst
im Bozner Dom mit Pater Urban Still-
hard voraus. „Gottfried Furgler wird im
VSM eine Spur hinterlassen, die noch
lange sichtbar sein wird“, brachte es
Günther Runggatscher in seiner Lau-
datio über Furgler auf den Punkt. Mit
einem nicht mehr enden wollenden
Applaus bedankten sich die Delegierten
bei Furgler. Lobende Worte kamen auch Hofübergabe im VSM: Pepi Fauster u. Gottfried Furgler (v.l.) Gottfried Veit und Sigisbert Mutschlechner (v.l.)

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44
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Empfehlenswerte Literatur

Günter Dibiasi: „Spunky“
Der Titel leitet sich vom englischen am ORG für Studierende der Musik, 1990 (auf CD „Jubiläums CD
Wort „spunky“ ab, was soviel wie „drauf- – 1994 Mitglied der Militärmusik Tirol, Bundesmusikkapelle Vomp“)
gängerisch“ bedeutet. Das Werk verbin- 1991 – 1994 Studium für Instrumental- • „Spunky“ modernes Solostück
det klassisch traditionelle Elemente mit und Gesangspädagogik (IGP) mit dem für Klarinette
modernen, zeitgenössischen und auch Hauptfach Klarinette am Tiroler Landes- • „Concerto mobile“ für Flügelhorn und
jazzigen Klängen und erschließt damit konservatorium, 1992- 1993 Lehrgang Blasorchester (2007)
einen neuen Weg in der Sololiteratur für für Blasorchesterleitung am Tiroler Lan-
Klarinette und Blasorchester. deskonservatorium, 1994 staatliche Lehr- für Klarinettenquartett:
Das 1994 entstandene Konzert besteht befähigungsprüfung im Fach Klarinette • „Aqua Tonalis“ ein Werk
aus vier Sätzen: Seit 1994 Lehrer an der LMS Jenbach- zum Thema Wasser
Einem schnellen und fulminanten Eröff- Achental, 2005 Bestellung zum Leiter der • „Der Verquerte“
nungssatz folgt ein langsamer, getragener Landesmusikschule Jenbach-Achental (auf CD „So klingt’s in Vomp“)
2. Satz, der eine Kantilene der Solokla- 1997- 1998 Kapellmeister der BMK Wie- • Eine Festmusik
rinette mit einem Soloflügelhorn bein- sing und 1999 - 2005 Kapellmeister der • „Kinderspiel“
haltet. BMK Jenbach, Kammermusikalische • Kleine Festmusik für Jakob
Der dritte Satz ist von jazzigem Charak- Tätigkeit, ebenso als Komponist und Ar- • Die „Arthur – Weis“
ter. Über einem Kontrapunkt des Orches- rangeur. (auch für Blechbläserquartett)
ters, der sich allmählich zu einem Cluster (auf CD „185 Jahre
aufbaut, erheben sich die kadenzartigen, Weitere Werke für Blasmusik: Bundesmusikkapelle Vomp“)
jazzigen Klänge des Soloinstrumentes. • Festmusik der Marktgemeinde • Die „Konrad – Weis“
Bei Bedarf kann dieser Satz vom Solisten Jenbach (auch für Blechbläserquartett)
größtenteils auch frei gestaltet werden. • Vomper Schützen – Marsch (auf CD „185 Jahre
Eine Kadenz leitet den vierten Satz ein, (auf CD „185 Jahre Bundesmusikka- Bundesmusikkapelle Vomp“)
der die verschiedenen Themen reprisen- pelle Vomp“)
artig noch einmal aufgreift und in einem • „Auf zur Huderbank“ Polka
brillanten Finale endet. • „Gix und Gax“ humoristische Polka Alle Werke (außer „Concerto mobi-
für Klarinette und Flügelhorn le“ für Flügelhorn und Blasorchester
Günter Dibiasi • „Just for Fun“ moderne (2007)) erschienen im tss – Musikver-
* 16.08.1971 in Hall in Tirol, Abschluss Unterhaltungsnummer lag Herbert Eberl, 6142 Mieders 86

Manfred Hechenblaikner: Regentin dé Medici


Dieses Stück wurde anlässlich des 400. zweiten Abschnitt des Stückes. Das The- 1990 - 1992 Konservatorium Innsbruck
Geburtstages von Claudia dé Medici ma der Holzbläser und die Imitation der bei Dr. Zorn
(04.06.1604 – 25.12.1648) komponiert. gestopften Trompeten charakterisieren 1992 - 1996 Konservatorium Innsbruck
In groben Umrissen beschreibt dieses das turbulente Leben am Hofe. bei Prof. Erich Rinner (Stv. Solo-Trom-
Werk in musikalischer Form das Leben Das darauf folgende Liebesduett soll das peter der Münchner Philharmoniker)
und Wirken der sehr kunst- und kultur- umstrittene Verhältnis zu ihrem Kanzler 1996 Abschluss des IGP-Studiums mit
verbundenen Landesfürstin von Tirol. Willhelm Biener darstellen. Es schließt der Lehrbefähigungsprüfung
Das Werk ist fünfteilig und beginnt mit ein rhythmisiertes Moderato an. Diese Seit 1996 Lehrer für Trompete an den
einem heroisch schreitenden Maestoso. Thematik wird abwechselnd von Blech- Landesmusikschiden Kramsach und Zil-
Das fanfarenartige Thema wird ständig und Holzbläsern vorgestellt. Das Werk lertal, Substitt beim Symphonieorches-
repetiert. Darauf folgt ein kleines Seiten- endet in einem großen angelegten Cho- ter Innsbruck
thema der Flügelhörner und Saxophone. ral. Seit 1997 Mitglied beim TICOM Tiroler
Der erste Teil endet in der Reprise. Das Ensemble für neue Musik
hohe Holz leitet in den nächsten Teil. Manfred Hechenblaickner 2. Trompeter beim Musikkorps der Bayri-
Ein tanzartiges Allegro beinhaltet den Geboren 1971 in Reith im Alpbachtal schen Polizei München.

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Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Mit dem Optimisten-Marsch in die Zukunft


50 Jahre Militärmusik Tirol: Konzertantes Großereignis

Als Riesenklangkörper 104 aktive und ehemalige Militärmusiker Militärkapellmeister Major Hannes Apfolterer

Es war ein glanzvolles Fest, das die Militärmusik Tirol anlässlich ihres 50jährigen Bestehens dem Publikum im über-
vollen Saal Tirol des Innsbrucker Congress bereitete. Prominenz aus ganz Österreich war erschienen, um mit dem
Tiroler Militärkommandanten Generalmajor Herbert Bauer, Militärkapellmeister Major Hannes Apfolterer und den
Musikanten ein dreistündiges Fest zu feiern.

Die Militärmusik Tirol ist unter der Lei- Chor. Entsprechend vielfältig das Re- Cocktail, einem italienischen Lied und
tung von Siegfried Somma und Hans pertoire. Es reichte von Fragmenten den Märschen „Zauber der Montur“ und
Eibl zu einem Markenzeichen geworden, aus dem Zapfenstreich, Julius Fuciks „Optimisten“. Das Großorchester ver-
das Hannes Apfolterer nun fortführen „Requiem“ und der „Rasenshow“ über langte von jedem einzelnen Umstellung
„darf“: Das Verb soll daran erinnern, einen kammermusikalischen Mozart- und Anpassung, eine Liedbegleitung
dass im Frühjahr 2006 von den neun Satz, traditioneller und neuer Blasmu- ist hier nicht die ideale Wahl, doch die
österreichischen Militärmusiken die Ge- sik, dem von Martin Kiener gesunge- großen symphonischen Werke wurden
fahr der Auflösung abgewendet wurde. gen Wolgalied aus Franz Lehárs „Za- rauschend bewältigt.
So konnte man das halbe Jahrhundert rewitsch“ bis zum swinging Sound der Das Jubiläum der Militärmusik Tirol
feiern und unschwer erkennen, welch Big Band. Hannes Apfolterer, der den begleitet eine neue CD, die mit vielen
hohes Ansehen der Klangkörper bei der ganzen Abend auswendig beherrschte, bekannten und beliebten Melodien, vor
Bevölkerung genießt. steuerte Themen aus seiner Komposi- allem Märschen, die Entwicklung des
Die Tiroler Militärmusik beruft sich auf tion „Schutz und Hilfe“ bei. Klangkörpers unter ihren Dirigenten
die einer Gebirgsjägerbrigade Kaiser Ma- Klarinettist Werner Angermair und Somma, Eibl und Apfolterer zeigt.
ximilians folgenden Spielleute des frü- Saxophonist Peter Girstmair demons-
hen 16. Jahrhunderts. Der Fünfziger wird trierten ihre professionelle Qualität, Ursula Strohal
gefeiert, weil 1957 die moderne Militär- Martin Kiener ließ seinen schönen
musik Tirol aufgebaut wurde. Diese Zeit- Tenor hören, Ursula Neuhauser war
spanne durchmaß das Ensemble im ersten als Harfensolistin dabei und über al-
Konzertteil, der vor allem Anlass für die lem lief eine informative Diashow
Demonstration der musikalischen Viel- ab.
falt des Ensembles bot: Eine Eigenschaft, Die Überraschung des zweiten Kon-
die die österreichische Militärmusik vom zertteiles waren die 54 „Ehemaligen“,
18. bis ins 20. Jahrhundert hinein prägte die das Blasorchester auf 104 Mitglie-
und ihr offenbar treu bleibt. der aufstockten. Eine durchschlagen-
So präsentierten sich die Musikanten de Truppe ließ sich da hören mit einer
als Blasorchester, Bläserphilharmonie, Glinka-Ouvertüre, der Altsax-Fantasie
Bigband, klassisches Bläserquintett von Jules Demersseman, der „Moldau“
und Inntaler-Partie, solistisch und als von Smetana, einem Glenn Miller-

46
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Innsbrucker Promenadenkonzerte
Klassik Light bei freiem Eintritt
Die 25 Konzerte der Innsbrucker Prome- Prominent vertreten sind 2007 Mili-
nadenkonzerte 2007 finden von Donners- tärmusikkapellen aus Österreich und
tag, den 12. Juli bis Sonntag, den 29. Juli Deutschland. Vor allem ist es nach Jah-
im Innenhof der kaiserlichen Hofburg ren und durch persönlichen Einsatz von
statt. Innenminister Günther Platter gelungen,
Inzwischen sind die Innsbrucker Prome- die Gardemusik Wien nach Innsbruck zu
nadenkonzerte ein kulturelles Allein- verpflichten. Aber auch die innovative
stellungsmerkmal der Landeshauptstadt: und in Innsbruck bereits bestens bekann-
Denn wo wäre es sonst möglich, mitten te Militärmusik Kärnten unter Sigismund
in der historischen Altstadt und im akus- Seidl wird wieder kommen. Aus München Aus Wien erwarten die Veranstalter das
tisch ausgezeichneten Innenhof einer werden mit dem Luftwaffenmusikkorps Original Carl Michael Ziehrer Orchester
kaiserlichen Hofburg jeden Abend im Juli 1 unter Johann Orterer Spezialisten für unter dem ehemaligen Kapellmeister der
hochkarätige Konzerte bei freiem Ein- die Musik des 19. Jahrhunderts erwartet. Gardemusik Hans Schadenbauer, aus dem
tritt zu besuchen? Im Jahre 2006 nahmen Ebenso wird das Musikkorps der Baye- Burgenland das Pannonische Blasorches-
30.000 Zuhörer die Gelegenheit wahr, die rischen Polizei, ein hochprofessionelles ter unter dem geborenen Osttiroler Peter
weltbekannte altösterreichische Unter- Orchester, noch einmal unter Johann Forcher und aus der Steiermark die ELIN-
haltungs- und Militärmusik von Johann Mösenbichler die Herzen der Zuhörer be- Stadtkapelle Weiz anreisen.
Strauß über Julius Fucik bis hin zu Franz wegen. Neben der engagierten Stadtkapelle
Lehar zu genießen, Musikfreunde aus ganz Aus den Bundesländern wurden folgende Achern unter Rudolf Heidler aus Baden
Europa zu treffen und ein Glas Wein zu Orchester eingeladen: Aus Salzburg das Württemberg wird sicherlich der Auftritt
trinken. Austria Festival Orchester, das sich vor des Rundfunkblasorchesters Leipzig unter
Auch für 2007 haben die Organisatoren allem durch seine China-Tourneen einen Jan Cober einen Höhepunkt der Konzer-
rund um den künstlerischen Leiter Alois Namen gemacht hat, und die Rainermu- treihe bilden. Die Leipziger sind nicht nur
Schöpf 25 Spitzenorchester aus Tirol, sik, das dortige Pendant zu den hiesigen das führende professionelle Blasorchester
Südtirol, den österreichischen Bundes- Kaiserjägern. Aus Oberösterreich kommt Deutschlands, sondern verfügen auch mit
ländern und aus Deutschland eingela- das Landespolizeiorchester Oberöster- ihrem Dirigenten Jan Cober über eine
den. Heuer wird erstmals auch Brassband reich, das 2006 besonders durch Wagner- Künstlerpersönlichkeit, die durch Musika-
Musik erklingen. Hannes Buchegger von Interpretationen überzeugte, ebenso wird lität und Charisma weit über den Bereich
der Brassband Fröschl Hall hat sein Pro- Bundeskapellmeister Walter Rescheneder der Bläsermusik hinaus anerkannt ist.
gramm eigens auf die Innsbrucker Prome- mit dem Symphonieorchester der Stadt Weitere Informationen:
nadenkonzerte abgestimmt. Wels einen Operettenabend bestreiten. www.promenadenkonzerte.at

Der Aufstieg eines neuen Klangkolorits


Österreichs erstes Fanfare-Orchester
„West Austrian Wings“ absolvierte seinen
Jungfernflug.
In den Benelux-Ländern haben Fanfare-
Orchesters eine lange Tradition. In Ös-
terreich schlug die Geburtsstunde dieser
außergewöhnlichen Formation im Jänner
dieses Jahres. Als erstes Fanfare-Orches-
ter Österreichs bliesen die West Austri-
an Wings zum Sturm auf eingefahrene
Denkmuster und eine leider oft zu enge
Auslegung des Begriffs Blasmusik. Wo in
der klassischen Besetzung eines Harmo-
nie-Orchesters üblicherweise Klarinet-
ten, Flöten und Oboen den Ton angeben,

47
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

übernehmen im Fanfare-Orchester diese Werke dieser ausgewiesenen Blasmusik- macht. Sie pfeifen auf Konventionen und
zentrale Funktion Saxophone und vor al- Komponisten verwandelten die Musiker Krawatten und führen vor, was Hesse zu
lem Flügelhörner. Von letzeren formieren aus Österreich, Deutschland, Südtirol und seinem Leitspruch machte: „Damit das
sich bei den West Austrian Wings sage der Schweiz in ein raumfüllendes Klan- Mögliche entsteht, muss immer wieder
und schreibe 16 Stück, die einen unerhört gerlebnis, das dennoch Platz für zarte, fast das Unmögliche versucht werden.“ Der
weichen und warmen Tonraum entstehen zerbrechlich wirkende Sequenzen ließ. Blasmusik insgesamt kann so viel Elan
lassen. Damit gibt das Ensemble der ein- Und weil Frechheit bekanntlich siegt, und mutiges Infragestellen von schein-
zigartigen Klangfarbe dieses traditionsrei- scheute sich die hochmotivierte Truppe bar zementierten Regeln nur gut tun. Die
chen alpenländischen Instruments wieder auch nicht, Grenzen zu überschreiten. Gründer der als Men (und Woman) in
eine Heimat und Existenzberechtigung in Giuseppe Verdis Ouverture zur Oper „Die Black durchgestylten Truppe - Thomas
der Musikszene der Gegenwart. Die hoch- Macht des Schicksals“ kleideten die ös- Ludescher, Mario Riezler, Hannes Hai-
motivierte 60köpfige Truppe rund um terreichischen Blasmusikrebellen in eine dacher- haben mit ihren West Austrian
ihren Vorarlberger Dirigenten Thomas ansprechende Interpretation, die zwar Wings in den Augen versteinerter Musik-
Ludescher zeichnet vor allem Experimen- anders als das symphonische Original kritiker sicherlich nur exotischen Stellen-
tierfreudigkeit aus. Bei den Premieren- daherkam, aber dennoch im Moment des wert. Für viele aufgeschlossene hingegen
Konzerten in Haiming/Tirol und in Göt- Hörens keinerlei Sehnsucht nach auch haben sie den Horizont dessen, was Blas-
zis/Vorarlberg stand deshalb keine leichte, nur einer einzigen Geige aufkommen ließ. musik wirklich beinhalten und aussagen
gefällige Kost auf dem Programm sondern Vielleicht ist es gerade diese frische, risiko- kann, ein beachtliches Stück erweitert.
Anspruchsvolles von Komponisten wie freudige Herangehensweise an Musik, die mailto:info@westaustrianwings.at
Sparke, Ball, Boedijn und Hamers. Die die West Austrian Wings so sympathisch

Chronik-Serie

Aus alten Chroniken


Aus einer alten Festschrift der Speckbacher-Stadtmusik Hall in Tirol
zum Jubiläum des 100-jährigen Bestandes 1926,
verfasst vom Franziskanerpater Prof. P. Arsenius Noggler

Gerade in einem runden Geburstags- einer Speckbachertracht mit dem neu- Hall geblieben und Steueramtsbeamter,
jahr (die Speckbacher Stadtmusikka- en Namen „Speckbacher-Stadtmusik bereit war, die Musik zu leiten, ein aus-
pelle Hall feiert heuer ihr 180jähri- Hall“. Bemerkenswert war in diesen ers- gezeichneter Kapellmeister weit über
ges Bestehen) nimmt man gerne alte ten Jahren nach dem ersten Weltkrieg, die Grenzen des Landes hinaus bekannt
Dokumente wie jene Festschrift in die dass die musikalischen Vereinigungen und anerkannt. Kraus blieb fast bis 1938
Hand, das ist höchst interessant und in Hall sehr aktiv zu einer Zusammen- in Hall und übersiedelte dann nach
aufschlussreich. Man spürt, dass ei- arbeit bereit waren. Der Stadtmusik Kitzbühel, wo er auch als Kapellmeister
gentlich Blasmusik schon immer sehr traten auch als Beiräte bei der damalige und Musiklehrer tätig war.
anerkannt war, in den ersten 30 bis Kapellmeister der Salinenmusik Hans Nach 1918 gab es eben unter Andreas
40 Jahren des 20. Jahrhunderts fast Fintl (Vater des später in Tirol doch Kraus einen unglaublichen Aufschwung
noch mehr als jetzt, da Rundfunk und legendären Langzeitkapellmeisters und der Speckbacher Stadtmusik und sie
Fernsehen noch keine oder wenig Rol- Verbandsfunktionärs Alois Fintl) und rückte z.B. 1920 bei einem großen Sän-
len spielten. Kapellmeister Hans Ebenbichler von gerfest in Schwaz mit 50 Mann aus.
der Harmonie, einem Amateursinfonie- Am 15. Mai 1921 beteiligte sich die
Einige Auszüge: orchester. In einer gemeinsamen Sitzung Speckbachermusik mit dem Männerge-
Die Speckbacher-Stadtmusik war ur- wurden sogar die einheitlichen Taxen sangsverein am Sängerfest in Innsbruck.
sprünglich eine Feuerwehrmusik, wurde für Konzerte, Begräbnisse usw. festge- Nach der Abwicklung des Festprogram-
dann umgewandelt 1919 in eine Bürger- setzt. Hall hatte ab 1913 das Glück, dass mes konzertierte die Kapelle im „Bürger-
und Feuerwehrmusik, und 1920 erhielt der frühere Regimentstambour beim 1. lichen Bräuhaus“. Die Innsbrucker hat-
sie den Namen „Stadtmusikkapelle Tiroler Kaiserjäger-Regiment Andre- ten schon lange keine Vereins-Blech-
Hall“, bald darauf dann Anschaffung as Kraus, nach Abschied vom Heer in musik nach dem Krieg mehr gehört und

48
Blasmusik in Tirol Juni 2007

waren diesbezüglich wegen der schnei-


digen Regimentsmusiken in Innsbruck
ein bisschen verwöhnt. Aber als man
hörte, die „Speckbacher-Mander“ mit
dem wohlbekannten, schneidigen Tam-
bour des 1. Regiments der Tiroler Kai-
serjäger als Kapellmeister an der Spitze
spielen im „Bürgerlichen“, da kamen die
Innsbrucker doch der Neugierde halber.
Und sie kamen auf ihre Rechnung, denn
wie ein Zeitungsbericht lautete: „Es at-
mete aus ihr der Geist der Jägermusik. Das
war Marschmusik, die einen aufriss aus der
Stumpfheit des Lebens, so wie damals, als
man nach schwerer Übung heranmarschie-
rend, es die Marschmusik der Kaiserjäger
war, die einem die Schwere der Füße nahm
und die Mattigkeit aus dem Körper jagte.
Auch der klassische Teil des Programmes
wurde glatt erledigt und war mit Genuss zu
hören“.
Am 4. Juni 1921 fuhr die Kapelle nach
München. Am Bahnhof wurde sie von
den Vertretern der in München beste-
henden Tiroler Vereine empfangen und
zog von da zu einem Bräuhaus. Nach
Labung marschierte sie mit klingendem Auffallend ist beim Lesen der Chronik vom Bundeskanzler Dr.Seipel begrüsst
Spiel, überall mit Heilrufen und Tü- auch, dass in diesen Nachkriegsjahren wurden. Von da zog man zum Rathaus
cherwinken begrüsst, zum Hofgarten, das Bedürfnis nach Zusammenarbeit mit Begrüssung durch den Bürgermeis-
wo sie zugunsten des Kinderhilfstages und Harmonie sehr groß war, da gab es ter. Als die Speckbacher den Fanfaren-
konzertierte. Am Abend gab die Ka- z.B. in Hall, Innsbruck und anderen Or- marsch intonierten und die vier Fanfa-
pelle mit vollem Erfolge ein Konzert im ten viele Doppelkonzerte, Hall besuch- renbläser von der Rathauskanzel ihren
Münchner-Kindl-Keller. Die Münchner te Zirl, man gestaltete gemeinsam ein Gegengruß brachten, war endloser
Zeitung schrieb damals: „Die Konzerte Konzert und dann umgekehrt, auch mit Jubel. Dann löste sich der Festzug auf.
der Speckbacher stehen genau auf der glei- den Wiltenern, Schwazern wurde das so Am Nachmittag war ein gut besuchtes
chen künstlerischen Höhe wie die der alten praktiziert. Im Mai 1924 war eine große Konzert in einem Gastgarten, wo sich
österreichischen Militärkapellen und brin- Wien Fahrt. Am 27. Mai, am Vorabend selbst der Bundespräsident als Zuhörer
gen sowohl populäre als klassische Musik“. vor der Abfahrt nach Wien, hielt die einfand. Am nächsten Tag gaben die
Bei ihrer Rückkehr aus München wurde Kapelle ein Abschiedskonzert im Mu- Haller ein Konzert im Garten am Ko-
die Kapelle in Hall am späten Abend sikpavillon in Hall, wobei zum ersten benzl und spielten ein buntes Programm
vor dem Rathaus Hall vom damaligen Mal in wirklich gelungener Weise „Der von 14 bis 21 Uhr (!). Die Heimfahrt
Bürgermeister Schlögl mit begeisterten Traum eines österreichischen Reservis- von Wien machten die Speckbacher
Worten begrüsst und er kredenzte je- ten“ zum Vortrag kam. Am 28. Mai mar- mit Zug über Selztal, um auch andere
dem Manne aus dem „Goldbecher“ der schierte die Kapelle mit 47 Mann um 3 Teile Österreichs kennenzulernen und
Stadt einen vorzüglichen Tropfen (wäre Uhr nachmittags mit klingendem Spiel wurden wieder um 10 Uhr abends vom
heute kaum mehr möglich oder?). Die zum Bahnhof Hall, um die Wienfahrt musikbegeisterten Haller Bürgermeister
Speckbacher spielten in den Jahren zwi- anzutreten. Man musste zuerst nach Schlögl begrüßt und gleich nach der
schen 1920 und 1930 viele große Bälle Innsbruck, wo ein Sonderzug die Speck- Ankunft in ein Gasthaus eingeladen
in Innsbruck und Hall mit der vollen bacher weiterbeförderte. Die Fahrt dau- (!).
Besetzung. Bei den Konzerten wurden erte länger wie heute, erst am nächsten Und so könnte man noch vieles aus die-
überwiegend Märsche, Walzer, Polkas Tag um 9 Uhr vormittags kam man in ser Chronik anführen, teils überholte
und viele Bearbeitungen von Opern Wien an und fuhr im Westbahnhof ein. Ereignisse, teils doch einiges zum Nach-
und Operetten gespielt. Auszüge aus Gleich nach der Ankunft gab es einen denken über den Stellenwert der Blas-
Tannhäuser, Lohengrin, Aida usw. wa- Festzug durch die Mariahilferstraße musik damals wie heute.
ren ständig zu hören, eine Hochzeit der zum Ballhausplatz, wo die Tiroler vom Herbert Ebenbichler, noch aktiver
Bearbeitungen. Bundespräsidenten Dr.Hainisch und Musikant der Speckbacher Mander

49
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Tiroler Musikerpersönlichkeiten
••• i n V e r g a n g e n h e i t u n d G e g e n w a r t •••

Militärkapellmeister Anton Bernhauer

Die Militärmusik in Tirol in der Ersten


Republik und ihre Kapellmeister
Die Aufstellung einer Militärmusik nach dem 1. Weltkrieg war aus finanziellen Gründen äußerst schwierig. Inoffizi-
ell bestand in Tirol schon 1920 eine Musik unter der Leitung von Josef Frank. Vom Bundesministerium wurde aber
erst mit 1. Jänner 1924 eine Aufstellung angeordnet. Der 1881 in Dachau geborene Josef Frank diente bereits beim
AJReg. der Tiroler Kaiserjäger und war ab 1908 Stabführer bis zur Auflösung nach dem Ersten Weltkrieg. Nach
seiner Aktivzeit ab September 1929 übernahm er die Bundesbahnmusik und 1936 gründete er die Polizeimusik Inns-
bruck. Nach dem 2. Weltkrieg war er als Kapellmeister in Zell am Ziller tätig, wo er am 25 November 1957 verstarb
und auch dort begraben wurde. Erst 1925 wurde mit Franz Kinzl der erste geprüfte Militärkapellmeister angestellt.

Franz Kinzl Lehrer und rückte am 4. Juli 1915 zum Alpenjägerregiment Nr. 12 nach Inns-
wurde am 2. Juli 1895 in Mettmach, Kaiserschützenregiment Nr. 2 in Bozen bruck.
Ried im Innkreis (OÖ) geboren. Nach ein. Kinzl machte die Ausbildung eines In der Samstagsausgabe der „Innsbru-
dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt Reserveoffiziers und war fast während des cker Nachrichten“ vom 21. März 1925
in Linz begann er 1912 an der Schule ganzen Krieges an der Südfront, wo er ist eine Notiz, dass eine Garnisonsinspi-
des Musikvereins Linz (Vorläufer des als Leutnant der Reserve in italienische zierung unter dem neuen Kapellmeister
Brucknerkonservatoriums Linz) Oboe Kriegsgefangenschaft kam. Nach dem Kinzl stattfand. In der gleichen Zeitung
zu studieren. Studien bei Franz Neuho- Krieg ab September 1919, übte er wieder wurde für Sonntag, den 24. März ange-
fer in Gesang und dem Bruckner-Schü- seinen Lehrerberuf aus. kündigt, dass um 8 Uhr abends im Hotel
ler Josef Gruber in Orgel folgten. Mit Am 2. Jänner 1925 rückte er neuerlich Maria Theresia ein großer Konzertwalzer
der Heereskapellmeisterprüfung an der ein und zwar zum Artillerieregiment Nr. von Kinzl zum ersten Mal aufgeführt wer-
Wiener Musikakademie schloss er sein 7 in Linz (Probedienst), und kam am den sollte. Außerdem, so wurde ebenfalls
Musikstudium ab. Kinzl war ein Jahr 1. Februar 1925 als Kapellmeister zum angekündigt, „…enthält das Programm

50
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Überraschungen auf dem Gebiete der der Zeitung „Neue Zeit“ tätig. Durch den vertüren, Symphonische Dichtungen
ernsten und heiteren Musik“. Es scheint praktischen Umgang mit Blasorchestern („Die Stadt“ u. a.), Symphonische Va-
als ob die Musik unter der neuen Leitung wurde Kinzl inspiriert, Werke für Blasor- riationen (Scherzfuge „Wer niemals ei-
einen großen Aufschwung machen soll- chester als Originalkomposition, welche nen Rausch gehabt, der ist kein braver
te, doch der Verbleib Kinzls beim Heer es bis dahin nur wenige gab, zu schreiben. Mann“ u. a.),...
war nicht von langer Dauer. Bereits nach Franz Kinzl wurde so zum Schöpfer und Symphonische Blasmusik:
zwei Jahren am 28 September 1927 wur- Anreger einer qualitätsvollen und ei- Ouvertüren („Der Ackersmann“ u.
de er als bleibend „dienstunfähig“ beur- genständigen symphonischen Blasmusik. a.), Musik zum Frankenburger Wür-
laubt und später entlassen. Er erzielte zahlreiche Preise und Aus- felspiel, Große Symphonie für Bla-
Kinzl übte später wieder seinen Beruf als zeichnungen (Anton-Bruckner-Preis der sorchester (Uraufführung 1961 durch
Lehrer an verschiedenen Schulen aus, Landes Oberösterreich u. a.) und erhielt die Militärmusik Oberösterreich unter
wo er jeweils auch die Orgel, den Kir- 1965 den Ehrentitel „Professor“. Rudolf Zeman im Landetheater Linz)
chenchor und die Blasmusik betreute. Anfang 1970 zog sich Franz Kinzl nach Kammermusikalische Blasmusik, 50
Ebenso war er zeitweise als Kapellmeister, Lambach (OÖ) zurück, wo er am 23. Ok- Lieder, 6 Messen und andere liturgische
Musikreferent der Oberösterreichischen tober 1978 verstarb. Kompositionen
Lehrerakademie, Musikbeauftragter der Weltliche Chormusik:
Stadt Linz, Musikalischer Programm- Hauptwerke: Osterkantate, Chor „Der Krug“ (1930),...
berater des Senders Linz und später als Orchesterwerke: Die Jubilarin, Volksoper (1956), Seance,
Musikschriftsteller und Musikkritiker 3 Symphonien, 1 Fagottkonzert, Ou- Ballett, u. a.

Anton Bernhauer sangestellter nach Innsbruck versetzt. pensionierung 1938 der bei Brünn gebo-
Bernhauer wurde am 10. März 1897 in Man muss seine Tätigkeit aus diesem rene Eduard Werner.
Wien geboren. Seine Tochter Dr. El- Blickwinkel sehen, so dass er wegen
friede Bernhauer erzählte, dass er schon der geringen Bezahlung gezwungen war, Einige allgemeine Rahmenbedingungen
sehr früh mit seiner Schwester Klavier Lehrtätigkeiten an Mittelschulen anzu- der Militärmusik in der Ersten Republik
spielte und sie beim Singen begleitete. Er nehmen. (Siehe: Die soziale Stellung der Die Regimentsmusik bestand offiziell
besuchte das k.u.k. Franz Josef - Gymna- Militärkapellmeister der damaligen Zeit aus 1 Kapellmeister, 1 Musikmeister und
sium in Wien bis zur Matura. Nach der – Diplomarbeit von Hans Eibl). 24 Musikern. Der Stand wurde jedoch
Reifeprüfung rückte er am 8. Juni 1915 Ein Hauptanliegen war ihm immer die notwendigerweise oft überschritten.
zum IR Nr. 49 in Wien ein, absolvierte Kirchenmusik. Er schrieb auch eigenen Aufgenommen wurden Musiker, die ein
den „Einjährigen“ Kurs an der Militär- Kompositionen, die mit ihren Titeln Instrument beherrschten, das sowohl bei
akademie und wurde als Leutnant der schon die patriotische Einstellung der der Marschmusik als auch im Streichor-
Reserve ausgemustert. Auch Bernhauer damaligen Zeit ausdrückten. chester verwendet werden konnte. Die
kam, wie Franz Kinzl, an die Südfront • Wach auf, jung Österreich-Marsch, militärische Grundausbildung dauerte
(Dolomiten) und am 31 Oktober 1918 • Dr. Kurt Schuschnigg-Marsch, je nach Weisung durch den Reg. Kdten.
in italienische Gefangenschaft, aus der • General Wolf-Marsch, von drei Monaten bis zu einem halben
er nach einem halben Jahr als Invalid • Glocken- und Bläsermusik zum vater- Jahr und hatte auch die Krankenpfleger-
heimkehrte. ländischen Festspiel 1000 Jahre Solda- ausbildung für den Mobilisierungsfall zu
Er begann mit privaten Studien und be- tentum Österreichs. beinhalten. Für die musikalische Aus-
suchte Vorlesungen an der technischen Ein selbstverfasstes Werkverzeichnis weist bildung gab es keine erlassmäßige Rege-
UNI in Wien. Er beschäftigte sich be- über 101 Werke auf, darunter das Pot- lung. „Unsere schönsten Ausrückungen
sonders mit Kirchenmusik und gründete pourri „Österreichische Marschperlen“. waren die Konzerte, die jeden Samstag
1923 in der Pfarre St. Leopold in Wien 1938 wurde Bernhauer ins deutsche Heer und Sonntag im Hotel Maria Theresia
II einen Kirchenchor und ein Orchester. übernommen und nach Karlsbad versetzt. stattfanden, wobei nur mit einem Sa-
Seine musikalischen Kenntnisse erwei- Er führte Betreuungskonzerte in Polen, lon-Streichorchester mit ca. 20 Mann
terte er an der Staatsakademie in Wien Frankreich, Jugoslawien, Rumänien und gespielt wurde….“ erzählte Dominik
(Orgel, Tonsatz und Kirchenmusik). Südrussland durch. Nach kurzer Kriegs- Hohenauer. Die Bezahlung wurde durch
1927 begann er seine Laufbahn als Mi- gefangenschaft war Bernhauer als Musik- den „Musikfond“, dem eine Kommission
litärkapellmeister in Graz beim Alpenjä- professor an verschiedenen Schulen in vorstand, genau geregelt (u.a. wurden
gerregiment Nr. 9. Außergewöhnlich war Wien tätig. Er verstarb am 18. März 1972 auch die Instrumente damit angekauft).
zu dieser Zeit, dass Bernhauer mit dem in Wien-Purkersdorf. Mit der ganzen Musik gab es auch Kon-
Streichorchester der Regimentsmusik im Musikmeister unter Bernhauer waren zerte im Hußlhof, Büchsenhausen und
Radio zu hören war (lt. Grazer Tagespost von 1928 bis 1934 der in Chodau bei im Gasthof Bierstindl. Zu allen Einsätzen
vom 14. Mai 1927) Karlsbad geborene Albert Grosser und wurde zu Fuß marschiert. Wenn Truppen
Mit 1. Februar 1928 wurde er als Vertrag- vom Jänner 1935 bis zu seiner Zwangs- nach Übungen oder Manövern abgeholt

51
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

werden mussten, marschierte ihnen die wurde abends in den Zimmer zur Unter- Häring umgeschult ((Marschmusik in
Musik acht bis zehn Kilometern außer- haltung musiziert, denn Radio oder Fern- Viererreihe, Posaunen voraus usw.) Alle
halb von Innsbruck entgegen (bis Hall, sehen gab es nicht. Kapellmeister, die ins deutsche Heer
im Westen bis Kranebitten). Von dort übernommen wurden, wurden versetzt.
erfolgte der Einzug mit „Klingendem Übernahme und Umschulung durch Nach Innsbruck kam der deutsche Ka-
Spiel“. Nur außerhalb dieses Bereiches den Anschluss an Deutschland pellmeister Siebentritt.
wurde die Musik mit Lastkraftwagen be- Am 13. März 1938 wurden die öster- Kurzzeitig wurden auch in Schwaz, Lan-
fördert. Die Musiker wohnten alle in der reichischen Truppen als achte Armee der deck und Kufstein Bataillonsmusiken
Kaserne, denn außer den Unteroffizieren deutschen Wehrmacht angegliedert. eingerichtet.
durfte niemand verheiratet sein, und so Die Musik wurde anschließend in Bad Prof. Mag. Hans Eibl

Informationen
Herbst-Seminar 2007 von „Cantare et sonare“
in Altenmarkt/Bayern 450 Jahre Giovanni Gabrieli
Werke von Andrea und Giovanni Gabrieli, Heinrich Schütz, Hans Leo Hassler
Veranstalter: Verein „Cantare et sonare“, Obmann Georg Schmid, A-6433 Oetz, Oetzerau 46, Tel. +43 (0)664 4169069, e-mail: georg.schmid@tsn.at

Die Einladung richtet sich an Sängerin- Die Referenten: Norbert Brandau- ohne Übernachtung € 110.-- (€ 55.--*)
nen und Sänger, ChorleiterInnen und er, Gesamtleitung, Dorothea Schwei- * = Studenten
Instrumental-Ensembles, die geistliche ger, Orgel, Henning Wiegräbe, Ursula Die Aufnahme ins Seminar erfolgt nach
Musik um 1600 im Gottesdienst oder in Sandbichler, Streicher Datum der Einzahlung.
Konzerten pflegen, Inhalte: Erarbeiten vier- bis vielstimmi-
• an Posaunisten und Trompeter, die ge- ger mehrchöriger geistlicher Werke mit Anmeldung: Bis 29. Juni 2007 an Bar-
meinsam mit Chören musizieren und und ohne Instrumente - Anleitung zum bara Marberger, Brennerstraße 5g, A-
Instrumentalmusik um 1600 verwenden Einsatz der dargebotenen Werke in Li- 6020 Innsbruck, FAX und Telefon 0043
• an Trompeter, die das edle Instrument turgie und Konzert (0)512/580649,
Zink kennen lernen wollen Mitwirken bei Vokalwerken, Instrumen- e-mail: barbara.marberger@aon.at
• an OrganistInnen, welche den örtlichen talmusik um 1600 für Zink/Trompete Wir bitten gleichzeitig mit der Anmel-
Chor im Verlaufe des Kirchenjahres be- und Posaune dung um Einzahlung des Kursbeitrages
gleiten instrumental Orgel: Spezifische Fragen auf Konto
Ort und Zeit: Seminarhotel „Kloster der Begleitung (Continuo an mehreren „Verein cantare et sonare“,
Baumburg“, Altenmarkt/Bayern von Tasteninstrumenten) HYPO TIROL BANK; BLZ 57 000,
Freitag 28. September, Beginn 18 Uhr Unterkunft Gastronomie: Seminarho- Kto. 200 110 22449.
bis Sonntag, 30. September. 16 Uhr: tel „Baumburg“/Altenmarkt, Bayern Für Anweisungen aus dem EU-Raum
Musikalische Weihestunde in der Baum- Kursbeitrag IBAN: AT 63 5700 0200 1102 2449
burger Stiftskirche Vollpension € 165.- (€ 85.-*), BIC: HYPTAT 22

LV-Reise zur 75 Jahr-Feier nach Dreizehnlinden /Brasilien


10.-13. Oktober 2008 (Festtermin)
geplante Reiseroute: München-Brasili-
en( Rio de Janeiro, Dreizehnlinden, Foz
do Iguacu-größe Wasserfälle der Welt-
Salvador da Bahia-alte Kaiserstadt Brasi-
liens-Weltkulturerbe). Reisedauer ca. 12
Tage. Der Landesverband möchte wieder
Foto: Dr. Karl Mark

mit einer eigenen Musikkapelle die Fest-


lichkeiten in Dreizehnlinden musika-
lisch umrahmen. Interessenten sollten
sich melden beim Landesverband/ Lan-
desgeschäfstführer Roland Mair. Rio de janeiro( Blick von der Christusstatue zum Zuckerhut und auf die Stadt Rio de Janeiro)

52
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Erstes Internationales Polka-Walzer-Marsch Festival der EUREGIO


Ernst Hutter als musikalischer Pate
Im Jahr 2007 ist bei der Euregio via salina
wieder Festivalzeit. Seit 1999 gibt es das
berühmte Euregio Musikfestival, das bis-
her alle zwei Jahre durchgeführt wurde.
Euregio Präsident und Landrat Gebhard
Kaiser stellte vor kurzem die Inhalte für
die Meisterschaften in der Grenzregion
Allgäu, Außerfern/Tirol und dem Klein-
walsertal/Bregenzerwald vor. „Wir bieten
vier Kernpunkte mit derzeit 14 geplan-
ten Konzerten in der Region“, so Präsi-
dent Gebhard Kaiser.
„Das Festival mit den offenen Meister-
schaften ist eine großartige Möglichkeit
für unsere Musikkapellen, sich mit Polka,
Walzer und Marsch bewerten zu lassen“,
sagt Projektleiter Simon Gehring. rief er dazu auf, die grenzübergreifende Interessante Preise zu gewinnen
Unter der musikalischen Leitung des Zusammenarbeit mit dem Westallgäu Als 1. Preis wurde ein Instrumenten-
bekannten Komponisten und Musikers und den benachbarten Musikkapellen gutschein in Höhe von 1.000,00 € von
Freek Mestrini (Holland) wurde die Idee aus dem württembergischen Allgäu stär- den beiden Firmen Musik Reitemann
für die Ersten Internationalen Polka- ker miteinzubinden. „Wir müssen in die (Kempten) und Miraphone zur Verfü-
Walzer-Marsch (PWM) Meisterschaften Zukunft blicken ohne die Traditionen zu gung gestellt. Der Siegerpokal wird vom
geboren und umgesetzt. vergessen“, so Ernst Hutter. Druck und Verlag Obermayer (Buchloe)
„In dieser Form hat es so ein Festival noch Teilnehmen dürfen alle Laien-Blas- gestiftet. Es gibt noch weitere Sach- und
nie gegeben. Für Orchester, die nicht an kapellen und Laien-Blasorchester aus Geldpreise zu gewinnen.
den konventionellen Wertungsspielen Europa. Die Teilnehmer werden in vier Die Ausschreibungsunterlagen können
teilnehmen, ist dies die Möglichkeit, Leistungsstufen eingeteilt, die von vier angefordert werden bei der
Ihr Können unter Beweis zu stellen“, so hochrangigen internationalen Juroren EUREGIO-Geschäftsstelle,
Freek Mestrini (Holland). bewertet werden. Heisinger Straße 14,
Als Pate des Ersten Internationalen Pol- Mit einem freiwilligen Einspielstück und D-87437 Kempten/Allgäu.
ka-Walzer-Marsch (PWM) konnte Ernst drei Pflichtstücken, die jeweils aus den www.euregio-via-salina.de
Hutter, der Leiter der „Egerländer Musi- Leistungsstufen ausgewählt werden kön- und unter Telefon 0049/831/206-187
kanten“ gewonnen werden. „Die Blasmu- nen, beginnen die Vorträge.Maximal 25 sowie e-mail:euregio@azv.de.
sik gilt es stets zu fördern, daher bin ich Minuten Vortrag!
für das Miteinander zwischen Amateuren Die Wertungskriterien der Aufführungen Der Anmeldeschluss
und uns Profis“, so Ernst Hutter. Zugleich werden in zehn Kategorien eingeteilt. ist der 01. Juni 2007.

Benefizkonzert des Musikkorps der Bayerischen Polizei


14. September - 20.00 Uhr - Passionsspielhaus in Erl
Leitung: Chefdirigent
Prof. Johann Mösenbichler
Solisten: Yves Savary (Solocellist der
bayerischen Staatsoper München)
Hans Obermayer, Euphonium
Programm: Ite ad Lucem (Manfred Hech-
nblaikner), Ouvertüre für Harmoniemu-
sik (Felix Mendelssohn), Yorkshire Balla-
de (James Barnes), Konzert für Cello und
Blasorchester (Friedrich Gulda), Rhaspo-
die für Euphonium (James Curnow) u.a.
Informationen unter:
www.polizei-musikkorps-bayern.de

53
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Konzerte des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck 2007/08


Musikdirektor Dietfried Bernet hat für Abonnement 50 Prozent Ermäßigung tor Berlioz: Symphonie fantastique.
die neue Saison des Tiroler Sympho- sowie 40 Prozent auf Einzelkarten.
nieorchesters Innsbruck viele populäre Außerdem sind (wie im Tiroler Landes- 21. und 22. Februar 2008: Karel
Werke, herausragende Solisten und auch theater) für die Jugend ab einer halben Mark Chichon, Dirigent: George Bi-
Neue Musik gewählt. Er selbst wird in Stunde vor Konzertbeginn Restkarten zet: Carmen-Suite. Joaquin Rodrigo:
der Saison 2007/08 drei, Chefdirigent zum Preis von € 8.- erhältlich. Concierto de Aranjuez für Gitarre und
Aleksandar Markovic zwei Konzerte di- Orchester. Manuel de Falla: Dreispitz
rigieren. Alle drei Gastdirigenten haben 11. und 12. Oktober: 2007: Dietfried Suite Nr. 2. Spanische Zarzuelas.
in Innsbruck bereits begeistert: Der Te- Bernet, Dirigent; Christiane Libor, So-
xaner John Axelrod kehrt mit der Sieb- pran; Michelle Breedt, Mezzosopran; 13. und 14. März 2008: Dietfried Ber-
ten Symphonie von Beethoven zurück, Chor und Extrachor des Tiroler Landes- net, Dirigent; Alexandra Petersamer,
Gérard Korsten mit der Siebten von theaters. Gustav Mahler: Symphonie Alt. Johannes Brahms (175. Geburts-
Dvorák, und Karel Mark Chichon, der Nr. 2, c-Moll. tag): Tragische Ouvertüre, Altrhapsodie,
vergangenen Jänner mit großem Erfolg Symphonie Nr. 1, c-Moll, op.68.
Strawinskys „Feuervogel“ in Innsbruck 15. und 16. November 2007: Alek-
dirigierte, nutzt seine erneute Einladung sandar Markovic, Dirigent; Till Fell- 17. und 18. April 2008: Gerard Kors-
für ein musikalisches Portrait seiner spa- ner, Klavier. Ludwig van Beethoven: ten, Dirigent; Konrad Zeller, Oboe &
nischen Heimat. Ouvertüre zum Trauerspiel „Coriolan“. Oboe d‘amore; Ning-Ching Zeller-
Dazu werden Werke der Tiroler Kompo- Thomas Larcher (*1963): Konzert für Chen, Oboe & Englischhorn. Joseph
nisten Thomas Larcher und Sebastian Klavier und Orchester. Uraufführung der Haydn: Symphonie Nr. 96, D-Dur,
Themessl aufgeführt, interpretiert eben- erweiterten Fassung, Auftragswerk der Hob I:96. Sebastian Themessl (*1975):
falls von vorzüglichen Solisten. Stadt Innsbruck und des Klavierfestivals Konzert für 2 Oboen und großes Orches-
Ein besonderer Hinweis gilt den be- Ruhr. Franz Schubert: Symphonie Nr. 9, ter (Uraufführung). Antonin Dvorak:
liebten Sonntagmatineen (11 Uhr im „Große C-Dur Symphonie“. Symphonie Nr. 7, d-Moll op.70.
Innsbrucker Stadtsaal, Eintritt frei,
Spenden), in denen sich Mitglieder des 13. und 14. Dezember 2007: John 15. uns 16. Mai 2008: Dietfried
Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck Axelrod, Dirigent; Elisabeth Le- Bernet, Dirigent; Shlomo Mintz,
mit abwechslungsreichen Programmen onskaja, Klavier. Johannes Brahms: Violine. Ludwig van Beethoven:
kammermusikalisch präsentieren. Klavierkonzert Nr. 2, B-Dur, op.83. Lud- Violinkonzert D-Dur. op. 61. Richard
Ein Abonnement aller acht Symphonie- wig van Beethoven: Symphonie Nr. 7, Strauss: Ein Heldenleben, op. 40.
konzerte (153.-, 195.-, 240.- Euro) bietet A-Dur, op.72. 19.30 Uhr: Vorkonzert der Jugendphil-
eine Ermäßigung von 25% gegenüber harmonie der Musikschule Innsbruck.
Einzeltickets und kann im Abo-Büro des 17. und 18. Jänner 2008: Alek- Werke von Tschaikowsky.
Tiroler Landestheaters erworben wer- sandar Markovic, Dirigent; Markus
den. Lehrlinge, Schüler bis 21 Jahre Schirmer, Klavier. Sergej Prokofjew: Informationen: www.tsoi.at oder
und Studenten bis 27 Jahre erhalten im Klavierkonzert Nr. 3, C-Dur, op.26. Hec- www. landestheater.at

Neue Ausbildungsschiene für Blasorchesterleiter am Mozarteum Salzburg


Für Studierende eines Konzertfachs der Der Stundenrahmen eines Schwerpunkt-
Blas- und Schlaginstrumente in Salzburg faches im Bakkalaureatstudium ist EU-
besteht außerdem die Möglichkeit, „Bla- rechtlich mit 12 Semesterstunden genormt
sorchesterleitung“ als Wahlfächerbündel und dieses damit als Grundausbildung und
in ihr Bakkalaureatstudium zu integrieren erste Stufe anzusehen. Als weiteren Schritt
und sich damit ein zusätzliches Berufsfeld plant die Universität Mozarteum Salzburg
zu schaffen. Als Lehrer fungieren Professor die Einführung eines viersemestrigen Ma-
Edgar Seipenbusch, langjähriger Musikdi- gisterstudiums „Blasorchesterleitung“, in
rektor von Innsbruck und Albert Schwarz- dem Bakkalaureatabsolventen zur Befähi-
mann, Kapellmeister, sowie Arrangeur der gung geführt werden, Blasorchester bis zur
Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg. höchsten Leistungsstufe zu leiten.

Albert Schwarzmann

54
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Hannes Buchegger und die OÖ-Brass-Band erfolgreich in Birmingham


Ein großartiger Erfolg gelang Dir. Han-
nes Buchegger mit der OÖ-Brass-Band
bei der Birmingham Brass Band Europa-
meisterschaft. Auf Anhieb landeten die
Oberösterreicher unter der erfahrenen
Tiroler Leitung auf dem 5. Platz, und das
inmitten von ProfiBands.
Und das auch noch mit einem Stück aus
der Feder unseres Landeskapellmeisters:
„Titans Progress“. Das Werk und die Auf-
führung werden in den höchsten Tönen
gelobt: „Great euph and cornet duet and
a brilliant canon. Oh what a piece and
oh what a performance! This has been a
treat of the highest quality.“

Weitere Informationen:
www.4barsrest.com

Speckbacher gewinnen int. Wertungsspiel Vöcklabruck


Mit 93,17 Punkten (von 100 mögli-
chen) feiert die Speckbacher Stadtmu-
sik Hall einen überlegenen Gesamtsieg
bei den renommierten „Internationalen
Musiktagen Vöcklabruck 2007“.
Zwischen dem 17. und 20. Mai war das
oberösterreichische Vöcklabruck bereits
zum sechsten Mal ins Zentrum der in-
ternationalen Blasmusikszene gerückt.
Blasorchester aus fünf Nationen stellten
sich in verschiedenen Bewerben dem
musikalischen Wettstreit. Einziges ein-
geladenes Tiroler Blasorchester war die
Speckbacher Stadtmusik Hall. Die Hal- das junge Tongemälde „The Monk and auf die Plätze verweisen konnten. Wolf-
ler Blaujacken überzeugten in der Kunst- the Milss“ des Österreichers Thomas gang Kostner, mittlerweile im siebten
stufe die hochkarätige Jury unter dem Doss als Selbstwahl-Programm gewählt. Jahr seiner Amts-Tätigkeit: „Es ist für
Vorsitz von Bundeskapellmeister Walter „Der Jury-Entscheid war einstimmig“, uns sehr befriedigend, dass die musika-
Rescheneder, mit einer kompakten und bestätigt LV-Obmann Dr. Ebenbichler, lische Vereinsarbeit im überregionalen
beherzten Darbietung eines 30-minü- selbst Ehrenkapellmeister und nach wie Vergleich eine derart hohe Bestätigung
tigen Programms. Neben dem äußerst vor aktiver Musiker in den Haller Rei- erfährt.“ Mit dem überzeugenden Ge-
anspruchsvollen Pflichtstück „Manifes- hen. Verständlich, dass der Jubel am be- winn der Trophäe „Windstab 2007“ de-
tanum“ des Holländers Jef Penders hat- eindruckenden Festabend groß war, als monstrieren die Speckbacher zum fünf-
te Kapellmeister Wolfgang Kostner die bekannt gegeben wurde, dass die Speck- ten Mal innerhalb von sechs Jahren ihre
facettenreiche „Symphonic Ouverture“ bacher sogar Auswahl-Orchester und die Zugehörigkeit zur europäischen Blasmu-
des US-Amerikaners James Barnes und einzigen Teilnehmer der Höchst-Stufe sik-Spitze.

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Marke: Studio 49 professional RVP 3030 · Baujahr: Mitte 2005 · Tonumfang: 3 oct. · Klangstäbe: Aluminium
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Das Instrument hat noch eine Garantielaufzeit von ca. 2 Jahren!
Interessenten mögen sich bitte unter der Handynummer. 0676/78 47 669 melden!

55
Juni 2007
Informationen Blasmusik in Tirol

Neue CD’s Archivierung zur verstärkten Bekanntma-


chung der Veitschen Musik und zum an-
deren ein nützliches Hilfsmittel für den
Sakrale Musik für Blasorchester Kapellmeister in der Auswahl der Werke
von Gottfried Veit für anstehende kirchenmusikalische Ver-
Speckbacher Stadtmusik Hall,
pflichtungen darstellt. Dabei wurde in der
Leitung: Wolfgang Kostner
Programmauswahl sowohl Wert auf die
(TTS-Records-Tonstudio Stubai, A-6142
vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten
– Mieders 86, Tel. 0043 05225 62533)
wie auch auf unterschiedliche Besetzungs-
Gottfried Veit hat in vielen seiner Werke schemen und Schwierigkeitsgrade gelegt.
versucht, spielbare Gebrauchsliteratur für Neben den beiden Instrumentalmessen
den blasmusikalischen Alltag zu schaffen. („St.-Georgs-Messe“ und „Requiem“) sind
Weil die Umrahmung kirchlicher Feste mit den drei emotionsgeladenen Klang-
einen wichtigen Platz im Tätigkeitspro- bildern „Glaube, Hoffnung und Liebe“
gramm unserer Blaskapellen einnimmt, und der Choralbearbeitung von Dimitri Fassung auf zehn Stimmen aufgestockt
aber aus praktischen und didaktischen Bortnianskys bekanntem Lied „Die Macht hat. Der Reiz dieser Bearbeitung liegt vor
Gründen nicht endlos viel Probenzeit der Liebe“ jüngere Werke Veits ebenso allem in den mindestens sechs möglichen
für die Kirchenliteratur zur Verfügung vertreten wie heimatbezogene oder gar Besetzungsvarianten.
steht, sind viele dieser Werke aus der patriotische Titel: die hymnische Musik Mit dem Notenmaterial und dem nun
Praxis für die Praxis entstanden. Nun ist „Tiroler Schwur“, die „Huldigungsmusik“ vorliegenden Tonträger gibt Gottfried
es in Zusammenarbeit mit Kapellmeister und das „Tiroler Gelöbnis“. Ergänzt und Veit dem suchenden Kapellmeister ein
Wolfgang Kostner und der Speckbacher abgerundet wird das Werksverzeichnis nützliches Werkzeug in die Hand. Es liegt
Stadtmusik Hall gelungen, in einem ein- durch die ehrfürchtige Sakralmusik „Ma- nun in seinen Händen, dieses dem jewei-
zigen Tondokument eine Auswahl dieser ter dolorosa“ und das (altniederländische) ligen Rahmen und Ort der Aufführung
„Gebrauchsmusik für die Kirche“ zusam- „Dankgebet“. Hervorzuheben ist die ein- anzupassen. Im Booklet sind dazu kurze
menzustellen. Selbstredend, dass es kein prägsame Choralbearbeitung des Luthe- Werksbeschreibungen und Tipps für die
Verkaufs-Tonträger im engeren Sinne ist, rischen Verkündigungsliedes „Vom Him- Aufführungspraxis enthalten.
sondern zum einen eine tondokumentliche mel hoch“, das Veit in seiner dreichörigen Stephan Niederegger

Klassiker für Blasorchester ta Mexicana“ von 1954.


Carl Orffs „Carmina burana“ ist ein Bird gliedert seine Serenade für je zwei
Standardwerk geworden und ein Hit Flöten, Klarinetten, Fagotte, Hörner und
geblieben. Die starke Bläser- und Chor- ein Englischhorn formal übersichtlich
präsenz verlockt zu einem Bläserarrange- teilweise in Sonatensatzform, er instru-
ment des 71 Jahre jungen Werkes. John mentiert raffiniert und fein und findet
Krance hat sich schwingende Melodien. Das Werk ge-
die Arbeit gemacht und blieb nah am wann 1901 den Paderewski-Preis als
Werk, er übernahm nicht nur die Bläser- bestes Kammermusikwerk eines Ameri-
sätze, sondern „übersetzte“ sogar die So- kaners. Reeds Fiesta mit dem Untertitel
lopartien in Bläserstimmen. Das knapp „Eine mexikanische Volkslieder-Sym-
halbstündige Werk wird auf einer bei phonie für symphonisches Blasorches-
Naxos erschienenen CD (nur 6,90 Euro) ter“ beschreibt im typischen, manchmal
von zwei anderen Klassikern der Blasor- etwas dicken Reed-Sound ein Fest zu semble unter der Leitung von
chesterliteratur begleitet: Arthur Birds Ehren der Muttergottes, stampfend und Harlan D. Parker hat sich für diese CD
„Serenade für Blasorchester, op. 40 von dröhnend, tänzerisch und feierlich. auf Hochglanz gestylt und beweist
1898 und Herbert Owen Reeds „La Fies- Das Peabody Conservatory Wind En- gutes Niveau. (u.st.)

Fabelhafte „Carmina burana“ Tom Randle, Tenor, und Markus Eiche,


Dass man beim Studium einer Bearbei- Bariton. Da besticht nicht nur die pulsie-
tung das Original kennen müsste, ist kei- rende, farbige, gelegentlich hauchzarte
ne Frage. Deshalb sei auf eine originale Umsetzung der Effekte, sondern auch das
„Carmina burana“ verwiesen, die kürz- technisch fabelhafte, bei allem Zugriff
lich bei Naxos (6,90 Euro) erschien und hochsensible und klanglich faszinierend
besondere Qualitäten aufweist. Unter verwobene Musizieren der Ensembles
dem Dirigenten Marin Alsop musizie- und Solisten. (u.st.)
ren Bournemouth Symphony Orchestra
und Chorus sowie Claire Rutter, Sopran,

56
Blasmusik in Tirol Juni 2007

Was tut sich außerhalb Tirols?


- wieder eine kleine Auswahl aus einem unglaublich reichen Angebot,
zusammengestellt von Landesverbandsobmann Dr. Herbert Ebenbichler:
• 21. - 23.September 2007-Blasmu- • INTERMUSICA BIRKFELD 2007 und Carlo Balmelli. Bestimmt ist die
sikwallfahrt nach Mariazell aus An- - Internationaler Solistenwettbewerb Woche für gute und einsatzwillige
lass des 750-Jahre-Jubiläums der mit sinfonischem Blaorchester, Mi 3. Musikantinnen und Musikanten aus
Basilika Mariazell sowie des steiri- bis Sa 6. Oktober 2007 - ausgeschrie- der Schweiz und aus dem Ausland,
schen ÖBV-Präsidentenjahres auf ben für Flöte, Oboe, Fagott, Klarinet- die mindestens 18 Jahre alt sind und
Einladung des Steirischen Blasmu- te, Bassklarinette, Altsax, Tenorsax, ein Blasinstrument, Percussionsins-
sikverbandes. Auskünfte und Anmel- Trompete, Flügelhorn, Horn, Posaune, trumente, Klavier, Violoncello oder
dungen über den Steirischen Blasmu- Barition/Tenorhorn, Tuba und Schlag- Kontrabass spielen. Es werden meh-
sikverband unter Tel. 0316/383117, zeug. Juryvorsitz Philipp Fruhmann, rere sinfonische Blasorchesterwerke
Mail office@blasmusikverband.at. Landeskapellmeister Steiermark. Der einstudiert während der Woche, als
Eingeladen sind auch die Kapellen al- Sieger erhält die Goldene Dohle, eine Abschluss wird das erarbeitete Pro-
ler unserer Nachbarländer. Man kann besondere und hochwertige Auszeich- gramm in zwei Konzerten am Freitag,
Fußwallfahrten machen aus den ver- nung im Bereich der Jugendförderung 12. 10. in St. Moritz und am Samstag,
schiedenen Entfernungen oder man des europäischen Kultur- und Musikle- 13. 10. in Horgen am Zürichsee dem
fährt direkt nach Mariazell. Haupt- bens. Zur Teilnahme sind eingeladen Publikum präsentiert. www.blasor-
veranstaltungen sind am Samstag, 22. alle jungen Musiker und Musikerin- chesterwoche.ch.
9. 07 mit Platzkonzerten im Ort und nen, die eine internationale Karriere • ÖBV: Blasmusikseminar 2007-für
in der Region am Vormittag, dann anstreben und ihr Können im interna- Bezirkskapellmeister und Bezirkska-
nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr tionalen Vergleich messen wollen. Zur pellmeister-Stv. Freitag 31. August
Eintreffen der Fuß- und Buswallfahrer, Teilnahme berechtigt sind alle Musi- 07 ab 10 Uhr Ende Samstag 1. Sep-
16.30 Uhr Begrüßungsandacht und ker und Musikerinnen aus Europa der tember 07.17 Uhr-Blasmusikzen-
sakrales Konzert, 19.30 Uhr Stern- Jahrgänge 1978 und jünger. trum Zeillern bei Amstetten - The-
marsch, Festakt am Hauptplatz mit • 19. Internationale Sommerakade- men: Konzertwertung - Wettbewerb
Aufführung des Großen Österr. Zap- mie für Sinfonisches Blasorchester oder/und Fortbildung,Einführung in
fenstreiches. Sonntag, 23. 9. ist um 10 in Marktoberdorf vom 28. Juli bis die Musik-Kinesiologie (Verbindung
Uhr eine Messe mit dem Diözesanbi- 5. August 2007 in der Bayerischen von Musik, Emotion und Individu-
schof und den Kapellen am Haupt- Musikakademie. Für die Instrumente um), das Schlagzeug im Blasorchester,
platz und abschließend eine Agape. Waldhorn, Posaune, Euphonium und Klangverbesserung im Klarinettenor-
• 10. Mid Europe in Schladming Schlagzeug können noch Anmel- chester, Intonation im Blasorchester -
(10. bis 15. Juli 2007) - Aus- dungen entgegengenommen werden. Anmeldungen bis spätestends 20.Juni
künfte unter www.mideurope.at. Auskünfte und Anmeldungen über 2007 bitte per Email und unter An-
30 Konzerte, Kirchenkonzerte, Open www.blasmusik.de/meldung/?m=19_ gabe der genauen Anschrift an chris-
Air Konzerte,Musikshows, 20 Work- Internationale_Sommerakademie_ tina.puchberger@ooe.gv.at. Tiroler
shops mit berühmten Dirigenten wie in_;Marktoberdorf.Im Im Zentrum Teilnehmer an unser Verbandsbüro
Ray Cramer USA und Douglas Bostock des Kurses werden Werke des Briten oder an den Landeskapellmeister Mag
GB. Für das Weltjugendorchester WY- Martin Ellerby stehen, die vom Diri- Hermann Pallhuber.
WOP werden noch einige Instrumente gententeam unter Michael Kummer, • Bundesbewerb für Musik
gesucht. Das Orchester steht unter der David Gilson und Jochen Lorenz mit in Bewegung 6. und 7. Juli
Leitung von Douglas Bostock, Rsay dem Kursorchester erarbeitet werden. 2007 in Bruck an der Mur
Cramer und Johann Mösenbichler. Ellerby wird als „Composer in Re- Tiroler Teilnehmer: MK Haiming
• 10 Jahre Österreichisches Blasmu- sidence“ für den gleichzeitig in der unter Siegfried Stigger. Auskünfte
sikmuseum Oberwölz, 8832 Ober- Akademie stattfindenden Komposi- für Interessierte Stadtamt Bruck oder
wölz, Tel. 03581/7366 oder 8203, Fax tions-Workshop ebenfalls anwesend bei Siegfried Stigger; Wettbewerb in 2
03581/8203-5, Email gde@oberwoelz- sein und mit dem Orchester arbeiten. Teilen - Stufe 1 Freitag entspricht der
stadt.steiermark.at, www.blasmusik- Darüber hinaus werden interessante Stufe D des Reglements des ÖBV, Teil
museum.com. Vom 30. 4. 2007 bis 31. und neue Werke anderer Komponis- 2 Showprogramm Samstag freie Ge-
10. 2007 täglich 10 bis 15 Uhr Jubi- ten einstudiert. staltung durch den Verein. Eine span-
läums-Sonderausstellung „Traditions- • Blasorchesterwoche St.Moritz vom nende Veranstaltung, wohl wert, dass
kapellen in Österreich“ - eine gute 7. bis 13. Oktober 2007 - Musika- sich Kapellen und Funktionäre das an
Gelegenheit zu einem Ausflug! lische Leitung Isabelle Ruf-Weber Ort und Stelle anschauen!

57
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

Johann Schönherr, ein rüstiger und schwungvoller 60-iger


Georg Schönherr entsprechend präsent. geisterter und ein Idealist für unsere
Der Jubilar selbst meinte, dass seine 60 Blasmusik. Er ist mit Freude dabei, er
Jahre vergangen seien wie im Flug und genießt die Möglichkeiten des Musi-
er könne für soviel Gutes, das ihm wi- zierens, fast überflüssig zu erwähnen,
derfahren sei, nicht genug danken. dass er nach Übergabe des Taktstockes
Obmann Herbert Ebenbichler würdigte in Neustift an seinen Sohn Christoph,
in seiner Laudatio die Tätigkeiten des auch ein ausgezeichneter Klarinettist,
Jubilars und die zeigen einen begeister- in seiner Neustifter Kapelle auf der Kla-
ten und immer einsatzbereiten Musiker rinette weiter spielt. Natürlich hat ein
und Funktionär. Durch 34 Jahre hin- so verdienter Mann wie Johann Schön-
durch (von 1972 bis zum 25.11.2006) herr viele und hohe Auszeichnungen
leitete er als Kapellmeister vorbildlich bekommen: die Verdienstmedaille des
und erfolgreich die MK Neustift, wobei Landes Tirol, vom Landesverband die
er viel Augenmerk der Nachwuchsar- Medaille für über 40 Jahre Mitglied-
beit und den Auftritten im Ort zuwand- schaft bei einer Blasmusikkapelle und
te, er nahm regelmäßig an Wertungs- das Verdienstzeichen in Gold für mehr
spielen teil. Er hatte auch Verständnis als 30 Jahre als Kapellmeister und die
Am 9. März dieses Jahres vollendete für die Arbeit und die Notwendigkeit Verdienstmedaille in Gold des interna-
der beliebte und geschätzte Musiker eines Bezirksverbandes und übernahm tionalen Verbandes CISM.
(Klarinettist) und Ehren-Kapellmeister in seinem Bezirk Wipptal-Stubai 1995 Wir wünschen dem Familienmenschen
Johann Schönherr aus Neustift sein 60. die Funktion eines Bezirkskapellmeis- Johann, dem aktiven Bergsteiger und
Lebensjahr. Genau an seinem Geburts- terstellvertreters und übt dieses Amt dem musisch höchst interessierten, dem
tag gab es im Probelokal der MK Neu- auch im neu zusammengesetzten Be- Musiker viel Gesundheit und Harmo-
stift eine würdige und schön gestaltete zirskvorstand aus. Als Bankangestell- nie, mögen seine Pläne - nun ist er be-
Feier mit Funktionären und mit seiner ter bei der Raika Neustift war er 1998 ruflich im Ruhestand - alle in Erfüllung
Neustifter Musik. Der Landesverband bereit, unter Johann Haun beim Lan- gehen und vor allem soll er mit Freude
war durch Verbandsobmann Herbert desverband die Stelle eines Finanzre- der Blasmusik noch lange helfen kön-
Ebenbichler, Hans Eller und durch Ge- ferentenstellvertreters zu übernehmen nen. Wir gratulieren nochmals herzlich
schäftsführer Roland Mair vertreten, und ist seither für uns ein verlässlicher im Namen der Tiroler Blasmusik, ad
der Bezirk durch Obmann Rudi Mair Mitarbeiter. Schon seit vielen Jahren multos annos, lieber Hans !
und natürlich waren auch die Gemein- ist er eifriges Mitglied bei der Original
de und die Kapelle mit Musikobmann Tiroler Kaiserjägermusik, er ist ein Be- Herbert Ebenbichler

In Memoriam
Othmar Weißbacher – ein Leben für die Blasmusik
Vor einigen Monaten verstarb Othmar Weißbacher von der BMK Auffach in der
Wildschönau.
Insgesamt 57 Jahre war er ein verlässliches und geschätztes Mitglied der BMK
Wildschönau-Auffach und wirkte davon 39 Jahre in verschiedenen Ausschuss-
funktionen (ObmStv, Trachtenwart und Instrumentenwart).
Auf seinem geliebten Tenorhorn und später als Bassist war er neben der Musik-
kapelle als Kirchen- und Weisenbläser sowie als Mitglied der Tanzmusikkapellen
„Auffacher Musikanten“ und „Tirolerklang“ auch außerhalb der Wildschönau ein
Begriff. Aufgrund seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er mit dem grü-
nen Abzeichen des Tiroler Blasmusikverbandes, der Verdienstmedaille in Silber
des ÖBV, dem Kulturehrenzeichen der Gemeinde Wildschönau und als besondere
Wertschätzung mit der Ehrenmitgliedschaft bei der BMK Wildschönau-Auffach
ausgezeichnet. Die Kameraden der BMK Auffach werden ihm stets ein ehrendes
Andenken bewahren.

58
Blasmusik in Tirol Kalendarium Juni 2007

Konzerte
08.06.2007 Großer Österr. Zapfenstreich / BMK Oberndorf und BMK St. Johann i.T. Hauptplatz St. Johann i.T. / 20 Uhr
16.06.2007 vorauss. ab 13.00 Uhr: Haiming / Open Air Konzerte der Jugendkapellen des Musikbezirkes Silz
23.06.2007 20.00 Uhr Sommernachtskonzert im Schloss Lengberg (mit Präsentation der neuen Mädchen- bzw. Frauen-
tracht) / MK Nikolsdorf

Blasmusikveranstaltungen / Bezirksmusikfeste
30.06.2007 Sporttag für Fuß/Volleyball in Prutz für Jugendkapellen
01.07.2007 MB Imst - Bezirksmusikfest in Wald/Pitztal
01.07.2007 MB Hall - Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Thaur
01.07.2007 MB Wipptal /Stubai - Bezirksmusikfest in Schmirn
01.07.2007 MB Iseltal - Bezirksmusikfest in Prägraten
06.07.2007-07.07.2007 Bundesbewerb - Musik in Bewegung Bruck/Mur
08.07 2007 MB Innsbruck Land - Bezirksmusikfest in Natters
08.07 2007 MB Telfs - Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Oberhofen
08.07.2007 MB Schwaz -Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Weerberg
08.07.2007 MB Seefeld - Bezirksmusikfest in Leutasch
10.07.2007-15.07.2007 10. Mid Europe in Schladming
12.07.2007-29.07.2007 Innsbrucker Promenadenkonzerte - Innenhof der Hofburg
15.07.2007 MB Rattenberg - Bezirksmusikfest in Rattenberg
15.07.2007 MB Außerfern -Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung in Stanzach
29.07.2007 MB St. Johann - Bezirksmusikfest in Erpfendorf
29.07.2007 MB Silz - Bezirksmusikfest in Ötztal Bahnhof
29.07.2007 MB Pustertal - Bezirksmusikfest mit Konzertwertungsspiel in Kartitsch
05.08.2007 MB Kufstein - Bezirksmusikfest in Schwoich
5. - 8.07 2007 Natters - Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Innbruck-Land
09.08 bis 12.08.2007 LängenfeldZeltfest der MK Längenfeld
12.08.2007 MB Landeck - Bezirksmusikfest mit Marschbewertung in Serfaus
12.08.2007 MB Brixental - Bezirksmusikfest in Westendorf
12.08.2007 MB Lienz - Bezirksmusikfest ( im Rahmen des Lienzer Altstadtfestes)
19.08.2007 MB Brixental - Jubiläumsweisenblasen am Kitzbühler Horn
25.08.2007 MB Silz - 10 Jahre Bezirksalmblasen - Feldringalm - Ötztal Bahnhof
08.09.2007 MB Außerfern - Almwandertag für BV Tirol und Interessierte
16.09.2007 MB Telfs/Seefeld - Almblasen auf der Hämmermoosalm/Leutasch

Verbandstermine
22.09.2007 BV Tirol/LA Musikfest - Festkonzert Tiroler Landesjugenblasorchester
Gastdirigent Thomas Doss, Solist Florian Klingeler
20.10.2007 BV Tirol/LA Musikfest - 19:00 Olympiahalle Innsbruck Blasmusikfaszination
21.10.2007 BV Tirol/LA Musikfest - ab 8:00 Uhr Innsbruck, Festmesse Dom,
10:00 Uhr Festakt Landestheaterplatz, 11:00 Festzug

Aus- und Fortbildung


05.07.2007 MB Lienz/Iseltal und Pustertal - Seminar „ Pädagogik der Orchesterleitung“ Michael Stecher
09.07.2007 MB Landeck - Jungmusikerseminar HS Prutz/Ried
9.07. -13.07.2007 MB Brixental - St. Johann Jungbläserwoche in der LLA Weitau
24.08.-26.08.2007 MB Außerfern - Bläserseminar in Tannheim
01.09.-31.10.2007 MB Imst - Projektwochen 30+ für ältere Musikantinnen mit Abschlusskonzert
03.09.2007-08.09.2007 MB Imst - Jugendblasorchesterwoche Imsterberg
12. 10. 07 Kapellmeisterkurs – Start
30.11. und 1.12. 2007 Kapellmeister-Workshop des Bezirkes Wippta-Stubai mit Landeskapellmeister Mag. Hermann Pallhuber
in Ellbögen (Gemeindesaal)

59
Juni 2007 Blasmusik in Tirol

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Wenn unzustellbar, bitte zurück an:

Blasmusikverband Tirol
Klostergasse 1
A-6020 Innsbruck
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