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Philosophenschulen der Antike – Wikipedia

Philosophenschulen der Antike


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Die vier Philosophenschulen der Antike waren über


mehrere Generationen hinweg bestehende
Gemeinschaften von Denkern, die sich mit
philosophischen Fragen befassten. Sie entstanden im
vierten Jahrhundert v. Chr. in Athen. Für jede Schule ist
ein Gründer bekannt, doch ist das Verhältnis der
einzelnen Schulen zur Lehre des Gründers jeweils sehr
unterschiedlich.
Raffael: Die Schule von Athen,
Anders als bei den Sophisten wurde kein Lehrgeld
erhoben; doch erhielten die Philosophenschulen von Stanza della Segnatura, Vatikan
reichen Sympathisanten ansehnliche Spenden.

Die vier Schulen sind: Die Platonische Akademie, die als erste gegründet wurde, der
aristotelische Peripatos, die Stoa, gegründet von Zenon, und der Kepos („Garten“) des Epikur.
Alle Schulen sind nach den Orten oder den Gebäuden benannt, wo in der ersten Zeit nach ihrer
Gründung unterrichtet wurde.

Außer dem Kepos haben alle anderen Schulen im ersten Jahrhundert v. Chr. zu existieren
aufgehört, wenngleich es in allen drei Fällen spätere Fortsetzungen außerhalb des engeren
Schulzusammenhangs gab. In späterer Zeit gehörten Grundkenntnisse der vier Systeme zur
griechischen Allgemeinbildung. Die Stiftung von Lehrstühlen für die vier philosophischen
Systeme durch Kaiser Mark Aurel im Jahr 176 n. Chr. erfolgte zu einer Zeit, als es längst keine
philosophischen Schulen mehr und kaum noch philosophisch produktive Aristoteliker, Stoiker
oder Epikureer gab. Allerdings wurde der griechische Ausdruck diadochos, der den Nachfolger in
der Leitung einer Schule bezeichnet hatte, auch für die Inhaber dieser Lehrstühle gebraucht,
was in der älteren Forschung zu verfehlten Kontinuitätsannahmen führte, die die Schulen ein
halbes Jahrtausend länger existieren ließen, als sie wirklich bestanden haben.

Es gibt in der antiken Philosophie noch andere philosophische Richtungen („haireseis“), die
nicht die institutionelle Form einer Schule mit lokalem Zentrum in Athen und Sukzession von
Schulhäuptern („Scholarchen“) angenommen haben, so vor allem die Skepsis.

Die im fünften Jahrhundert n. Chr. von Plutarch von Athen gegründete neuplatonische Schule
in Athen wird oft als direkte Fortsetzung der Akademie betrachtet; allerdings entspricht dies
weder den Tatsachen noch der Auffassung der Athener Neuplatoniker. Das Verbot der
philosophischen Lehrtätigkeit in Athen durch Kaiser Justinian I. gilt dann traditionell oft (aber
fälschlich) als Zeitpunkt, zu dem die antike Philosophie ihr Ende gefunden habe.

Weitere Philosophenschulen
Neben den bekannten vier Schulen der griechischen Antike gab es weitere, darunter

die Vorsokratiker,

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Philosophenschulen der Antike – Wikipedia

die Megariker und die Schule Stilpons,


der Neuplatonismus (siehe auch Plotin),
die Alexandrinische Schule,
und die Eleaten in Kampanien (Elea).

Literatur
John Glucker: Antiochus and the Late Academy. Göttingen 1978 (entgegen dem Titel sehr
ausführlich zu vielen auch die übrigen philosophischen Schulen betreffenden Fragen).

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Philosophenschulen_der_Antike&


oldid=152528787“

Kategorien: Griechische Philosophie Philosophische Institution

Diese Seite wurde zuletzt am 15. März 2016 um 16:01 Uhr geändert.
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