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2/2013

26. Jahrgang

Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b.,
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Vier Absolventen Her Zum
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Tiroler a reichischen Blasmusikverband d um
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• Warm-up und Ansatztechnik • Blatt- und Rohrbau • Ensemble- und Orchesterspiel • Probespieltraining
• Dirigieren für Anfänger & Fortgeschrittene • Atem- und Rhythmusübungen • Jungbläserensemble • Didaktik für Musiklehrer
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Unsere Dozenten sind herausragende Pädagogen aus Musikuniversitäten, Konservatorien und Musikschulen
oder/und Orchestermusiker in führenden Orchestern

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Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT!

D
er Nachwuchs blüht im Tiroler Blas-
musikwesen, und das ist eine überaus
erfreuliche Tatsache. Ob wir nun den
Blick auf die Jugendarbeit richten oder auf den
„Lehrgang für Blasorchesterleitung – Modell
Tirol“, dessen erste Absolventen nun mit ihrem
Thema Können und Wissen „in die Blasmusikwelt auf-
Die ersten vier Absolventen des Modell Tirol ... 4-6 brechen“, um Erfahrungen zu sammeln. Mit dieser
Initiative ist eine gute Möglichkeit geboten, den
Aktuelles Tiroler Musikkapellen hoch qualifizierte Kapell-
ÖBV-Kongress ............................................. 8-9 meister zur Verfügung zu stellen.
Jugendorchesterwettbewerb ..................... 10-11
Generalversammlung ............................... 12-13 In dieser Ausgabe startet eine Essayreihe unseres Landeskapellmeisters, die
BVT-Kompositionswettbewerb ........................ 13 schon in „Clarino“ zu lesen war, wir nun aber auch unseren Leserinnen und
Volkskulturpreis für Florian Pedarnig ............... 14 Lesern nicht vorenthalten wollen. Wir bedanken uns für die Druckerlaubnis
und freuen uns auf impulsstarke Texte aus der Feder von Hermann Pallhuber.
Mitteilungen
LV-Obmann ............................................ 15-16 Wir freuen uns auch mit den neuen Funktionären im Österreichischen Blas-
Landeskapellmeister ..................................... 17 musikverband. Unser Obmann Siegfried Knapp wird ja nun für ein Jahr Präsident
Geschäftsführer....................................... 18-19 des ÖBV sein und seinen innovativen Geist bestens einbringen können. Helmut
Landesjugendreferent ................................... 20 Schmid wird die Österreichische Blasmusikjugend leiten und dabei an seine er-
Landesstabführer .................................... 21-22 folgreiche Arbeit im Tiroler Verband nahtlos anknüpfen. Beiden wünscht die BiT
ein erfolgreiches Wirken und viel Freude im neuen Betätigungsfeld.
Die Oboe ...................................... 25-28

Panorama Die Oboe hat sich vom „Mangelinstrument“ zur ganz besonderen Klanggeberin
in unseren Musikkapellen entwickelt. Höchste Zeit, diesem Instrument Raum
150 Jahre Tirolerbund Wien .......................... 22
in der BiT im Rahmen unserer Serie über die Orchesterinstrumente zu geben.
Tiroler Alphorn ............................................. 23
Militärmusiker aus Angola ............................. 29
Ich freue mich, wieder eine sehr vielfältige und lebendige Ausgabe der BLAS-
Essay-Reihe von H. Pallhuber ................... 30-31
MUSIK in TIROL präsentieren zu dürfen und wünsche viel Freude damit
200 Jahre STMK Hötting .............................. 32
200 Jahre MK Leutasch ............................... 33

Leserbrief.......................................... 35
Euer Josef Wetzinger
Bezirksmeldungen .................. 36-43

In memoriam ................................... 47
Service
Kapellmeister-Ausbildung ......................... 44-46
LV-Terminübersicht, Veranstaltungen............... 47
Promenadenkonzerte, Fahnenbegleiter ............ 48
Die nächste BiT erscheint im September 2013
Kapellmeister/in gesucht .......................... 49-50
Neue Tonträger ............................................ 51
Redaktionsschluss: 31. Juli 2013

iMPRESSUM:
Medieninhaber und herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen | Redaktion: Josef Wetzinger | Redaktionsteam: Siegfried Knapp, Hermann Pallhuber, Roland Mair,
Wolfram Rosenberger, Christian Zoller, Michaela Mair, Ursula Strohal | Produktion: Ablinger.Garber, Medienturm, 6060 Hall i. T., www.ablinger-garber.at | Für den Versand verantwortlich:
Roland Mair | Verband: Klostergasse 1, A-6020 Innsbruck, Tel.: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, E-Mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at oder presse@blasmusikverband-tirol.at,
www.blasmusikverband-tirol.at | LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at | Jahresabogebühr € 15,- (ins Ausland plus Porto) | Die Redaktion behält sich Kürzungen und das Redigieren der
zugesandten Beiträge vor.

Juni | BiT 3
„Damit die Bäume doch in den Himmel wachsen…“ – junge Tiroler Kapellmeister.
 Fotos: BVT

Aufbruch…
Die ersten vier Abschlusskandidaten des Lehrgangs Blasorchester-
Junge Kapellmeister auf ihrem Weg. Im Gespräch mit
Dozent Hermann Pallhuber.

leitung am Tiroler Landeskonservatorium präsentieren sich in ihrem


Absolventenkonzert mit der Sächsischen Bläserphilharmonie.
Die BiT stellt Ihnen die jungen Blasorchesterdirigenten vor.

V
ier junge Tiroler Blasmusiker sind ressante Diskussionen, um mit dem Know- Das Orchester der Sächsischen Bläser-
vorerst am Ende ihres Tiroler Aus- How im Rucksack und ihrer gestärkten Per- philharmonie und das Publikumsstudio des
bildungsweges angekommen und sönlichkeit nun das umsetzen zu können, ORF-Tirol werden am Freitag, dem 5. Juli
stehen dennoch vor großen Herausforde- was sie sich zu eigen gemacht haben: Diri- 2013, ab 15.30 Uhr den entsprechenden Rah-
rungen und ihrem Aufbruch in die Blas- gieren – Musik zu leiten, Musik zu vermit- men bieten, um den Absolventen ein profes-
musikwelt. teln, der Musik zu dienen, pädagogisch und sionelles und modernes Umfeld für ein inte-
Nach einigen Jahren des Unterrichts und gleichzeitig künstlerisch mit Musikern und ressantes Abschlusskonzert zu bieten.
Studiums bei verschiedenen Lehrern in und Musikanten zu agieren, sich einzulassen auf Die vier Kandidaten erarbeiten dort kurz
außerhalb des Modells Tirol sind sie nun die verschiedenen Welten der Blasmusik: und prägnant in einer öffentlichen Probe ver-
dort angelangt, wo sie zurückblicken kön- Von der einfachen Musikkapelle im Dorf schiedene Werke der internationalen Blas­
nen auf Unterricht, Praktika, Workshops, über ambitionierte Amateur-, Stadt- und orchesterliteratur, stellen ihre eigene Instru-
Wettbewerbe, Konzerte, Arbeits-, Lern- und Auswahlkapellen bis hin zum professionellen mentation eines Werkes von P. A. Grainger
Prüfungsphasen, viele Gespräche und inte- Blasorchester. vor und bereiten die Sächsische Bläserphil-

4 BiT | Juni
THema

harmonie auf ihre Interpretation der Arme-


nischen Tänze von Alfred Reed vor. Dieses
Werk wird dann auch im anschließenden
Prüfungskonzert in den vier Interpretationen
der jungen Dirigenten zu hören sein.

Fr. 5. Juli 2013, ORF Tirol Studio 3,


Rennweg 14
15.30 Uhr-17.30 Uhr Prüfungsproben
18.00 Uhr-19.30 Uhr Prüfungskonzerte
[Anmeldung: tirol.orf.at oder telefonisch un-
ter 0512 – 566533]

Das Schöne ist, dass alle vier jungen Diri-


genten trotz oder gerade wegen ihrer profes-
sionellen musikalischen und pädagogischen Aufbruch in
d
Ausbildung in ihren heimischen Musikkapel- endet der L ie Zeit danach – für
ehrgang "B vier junge K
Tiroler Lan la a
len fest verankert sind und dort für die zeit- deskonserv sorchesterleitung – M pellmeister
gemäße und traditionelle Blasmusik in Tirol atorium. odell Tirol"
am Wolfgang Bauer
weiterhin gute Arbeit leisten:

Lukas Hofmann
Kpm. der Musikkapelle Trens (Südtirol)

Martin Scheiring
Kpm. der Musikkapelle Wenns

Bernhard Schlögl
Kpm. der Musikkapelle Ellbögen

Andreas Waldner
Kpm. der Bundesmusikkapelle Aschau n

Hermann Pallhuber

Schach! Blasorchesterleitung heute: neue Strukturen – neue Strategien – starke Emotionen.

Der Blasmusikverband Tirol präsentiert:

Die Sächsische Bläserphilharmonie 2013 Masterclass und Workshop


Trompete
Freitag, 5. Juli 2013, Samstag, 6. Juli 2013,
ORF Tirol Studio 3 Tiroler Landeskonservatorium Freitag, 5. Juli 2013, 16-20 Uhr,
Konzertsaal, Tiroler Landes-
15.30 – 17.30 Uhr 09.00 – 12.00 Uhr konservatorium
öffentliche Prüfungen – Blasorchesterleitung Workshop „Dirigieren” Teil 1, Prof. Thomas
„Modell Tirol“ des Tiroler Landes- Clamor, ohne Orchester (nur für Teilnehmer) Dozent Prof. Wolfgang Bauer,
konservatoriums Musikhochschule Stuttgart
• A. Reed, Armenische Tänze, Teil I ORF Tirol Studio 3
• Auszüge aus Werken von J. de Meij und Der Kurs ist in einen Workshop und eine
14.00 – 15.30 Uhr Masterclass geteilt und bietet für fortgeschritte-
J.B.Chance
Workshop „Dirigieren” Teil 2, Prof Thomas ne Studenten, für Schüler sowie wie für ambi-
• Instrumentationen (Werke von P.A.Grainger)
Clamor, mit Orchester (öffentlich) tionierte Musiker des Blasmusikverbandes Tirol
18.00 – 19.15 Uhr Interessantes und Hörenswertes rund um das
18.00 – 19.00 Uhr professionelle Trompetenspiel. Kursbeitrag akti-
Prüfungskonzerte Konzert der Sächsischen Bläserphilharmonie
• A. Reed, Armenische Tänze, Teil I ve und passive Teilnahme: € 35,- (für Studen-
Dirigent: Prof. Thomas Clamor
ten des TLK und Schüler des TMSW gratis).
Solist: Wolfgang Bauer, Trompete
Anmeldung: www.blasmusikverband-tirol.at oder
Einfache Anmeldungen (Zählkarten) über den ORF-Tirol: tirol.orf.at - Studio 3 erforderlich direkt bei Lkpm. Mag. Hermann Pallhuber
http://tirol.orf.at/studio/tags/studio3 oder per Telefon: 0512 – 566533 hermann.pallhuber@chello.at

Juni | BiT 5
Thema

Matura am musischen BORG in Lienz leistete tion im Fachbereich Musikpädagogik und


er seinen Präsenzdienst bei der Militärmusik studiert vertiefend Blasorchesterleitung am
Tirol ab. Lukas studierte Blasorchesterleitung Tiroler Landeskonservatorium bei Mag.
und Schulmusik mit Hauptfach Saxophon Hermann Pallhuber und Mag. Thomas Lu-
an der Universität Mozarteum Salzburg. Zu descher.
seinen Lehrern zählten u.a. Prof. Edgar Sei- Lukas ist Gründer und Dirigent der Blä-
penbusch und Albert Schwarzmann, MA. serphilharmonie Osttirol sowie Kapellmei-
Nebenbei schloss er den dreijährigen Kapell- ster der Musikkapelle Trens bei Sterzing in
meisterkurs des Blasmusikverbandes Tirol Südtirol. 2012 feierte Lukas die Sponsion
Mag.art. Lukas Hofmann (geb. 1988) mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ ab. zum „Magister artium“.
wuchs in Heinfels in Osttirol auf. Nach der Derzeit arbeitet Lukas an seiner Disserta- www.lukas-hofmann.at.

Der aus Silz stammende Mag.phil Martin 2012 erreichte Martin Scheiring beim Dirigen-
Scheiring (geb. 1989) ist seit September 2009 tenwettbewerb Con brio Tirol das Finale und
Kapellmeister der Musikkapelle Wenns im konnte sich den 2. Preis sichern.
Pitztal. Seine Ausbildung zum Blasorchester- Hauptberuflich studierte Martin Scheiring
dirigenten begann er 2008 bei Klaus Strobl seit 2008 an der Universität Innsbruck Latein
und setzte diese 2010 bei Stefan Köhle fort. und Geschichte auf Lehramt und schloss dieses
Daneben besuchte er Workshops unter ande- Studium im Mai 2013 als Mag. phil. ab. Neben
rem bei Thomas Doss, Johan de Meij und Prof. der musikalischen Tätigkeit befindet er sich der-
Thomas Clamor. Seit Herbst 2011 studiert er sterleitung bei Mag. Hermann Pallhuber und zeit also auch am Beginn seiner pädagogischen
am Tiroler Landeskonservatorium Blasorche- Mag. Thomas Ludescher. Am 29. September Laufbahn.

sium Schwerpunkt-Musik in Innsbruck. 2000 ster der Bundesmusikkapelle Ellbögen. 2010


wurde Bernhard Mitglied der STMK Amras. war er Gaststudent im Lehrgang Blasorche-
Von 2000–2007 folgte der Euphonium- und sterleitung am TLK und seit 2011 studiert
Posaunenunterricht an der StMS Hall i.T. bei er im Modell Tirol Blasorchesterleitung am
Lito Fontana. Bernhard war mehrmals Landes- TLK bei Mag. Hermann Pallhuber.
und Bundespreisträger bei „Prima la Musica“ Bernhard ist Musiker vieler Ensembles
und „Musik in kleinen Gruppen“. Nach den wie der Brass Band Fröschl Hall (Hannes
Leistungsabzeichen in Gold auf Posaune und Buchegger), der Three Lions Brass Band
Bernhard Schlögl (geb. 1986) hat mit sechs Tenorhorn erfolgte 2006 die Abschlussprüfung Stuttgart (Hermann Pallhuber), der Tiroler
Jahren begonnen, Akkordeon-Unterricht an der StMS Hall i. T. auf dem Euphonium. Bläserphilharmonie (Hermann Pallhuber),
an der Städtischen Musikschule Hall i.T. zu Während seiner Zeit als Militärmusiker in dem Großen Europäischen Blechbläseren-
nehmen. Der erste Kontakt mit einem Blas- Tirol studierte Bernhard 2007-2011 im Kon- semble (Thomas Clamor), KonsBrass Tirol
instrument, dem Bariton, ergab sich an der zertfach Posaune am Tiroler Landeskonser- (Erich Rinner) u.a. Workshops führten ihn
Musikhauptschule Innsbruck und ab 2000 mit vatorium bei Mato Santek. u.a. zu Steven Mead, Dietmar Kübelböck, Br-
der Posaune am Bundesoberstufenralgymna- Seit 2011 ist Bernhard Schlögl Kapellmei- animir Slokar und Harald Buchner.

Andreas Waldner nahm Trompetenun- dem drei-jährigen Kapellmeisterkurs des


terricht an den Musikschulen Zillertal und Tiroler Blasmusikverbandes bei Peter und
Innsbruck bei Stefan Neussl bzw. Thomas Wolfgang Kostner und setzte diese mit dem
Steinbrucker und am Tiroler Landeskon- Lehrgang für Blas­orchesterleitung am Tiroler
servatorium bei Andreas Lackner. Work- Landeskonservatorium bei Hermann Pallhu-
shops für Trompete führten ihn zu Flori- ber und Thomas Ludescher fort. Workshops
an Klingler, Uwe Köller, Tobias Füller und für Dirigieren besuchte er bei Thomas Doss,
Wolfgang Guggenberger. Er konzertierte u. Jan van der Roost, Thomas Clamor und Li-
a. mit der Bläserphilharmonie Tirol, dem utauras Balciunas.
Nationalen Jugendblasorchester 2006, der Seit 2011 widmet er sich auch mehr und Aschau aufführte, deren Kapellmeister er
Brass Band Fröschl Hall und der Stadtmu- mehr dem Komponieren, wobei er im selben seit November 2008 ist. Zwei weitere Werke
sikkapelle Wilten. Jahr seine ersten beiden Kompositionen für wurden im Jahr 2012 von der Stadtmusikka-
Seine Dirigier-Ausbildung startete er mit Blasorchester mit der Bundesmusikkapelle pelle Wilten uraufgeführt. n

6 BiT | Juni
Larl/TLT

Tirols Kulturlandschaft erfüllt keine Machen Sie sich mit Kultur.Tirol Ihr eigenes
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Aktuelles

Das neue Präsidententrio des ÖBV: Vizepräsident Matthäus Rieger, Landesobmann Salzburg, Präsident Siegfried Knapp und Vizepräsi-
dent Wolfgang Findl, Landesobmann Wien. Fotos: Ursula Schumacher, Salzburger Blasmusikverband

Tiroler Präsenz
in der Führung des ÖBV
55. Kongress des Österreichischen Blasmusikverbandes
Von 9. bis 11. Mai 2013 trafen sich Funktionäre des Österreichischen Blasmusik­
verbandes (ÖBV) zum Kongress im Unipark Salzburg-Nonntal, dabei übernahm,
dem Rotationsprinzip entsprechend, der Tiroler Landesobmann Siegfried Knapp die
Präsidentschaft und Helmut Schmid wurde zum Bundesjugendreferenten gewählt.

I
n wahrer Kongress-Tradition, mit einem Den Höhepunkt dieses Kongresses stellte her der Präsident) und Matthäus Rieger aus
umfangreichen Programm, von der Mes- die Neuwahl von Funktionären dar. Festge- Salzburg. Siegfried Knapp hat sich für seine
sefeier in der Franziskanerkirche (mu- legt sind laut einem Rotationsprinzip die drei Aufgabe schon intensiv vorbereitet und wird
sikalisch umrahmt u.a. von einem Klarinet- Präsidenten: Mit Siegfried Knapp hat nun mit einer Reihe von Reformvorschlägen auf-
tenquartett der Bergknappenmusikkapelle Tirol für das nächste Jahr die Präsidentschaft warten können. Die Einrichtung einer Bun-
Bad Dürrnberg) bis zu Tagungen im Plenum im Österreichischen Blasmusikverband inne. desgeschäftsstelle mit Geschäftsführer und
ebenso wie in Fachgruppen wurde drei Tage Unterstützt wird er von seinen beiden Vize- die Außenwirkung des ÖBV (Struktur der
lang berichtet, geplant und entwickelt. präsidenten Wolfgang Findl (Wien; war vor- Öffentlichkeitsarbeit) sind als erste Weichen-

8 BiT | Juni
aktuelles

Vertreter aller neun Bundesländer und der beiden Partnerver-


bände Südtirol und Liechtenstein tagten in Salzburg.

Ehrenpräsident Fritz Weyermüller gibt das Ergebnis der ÖBV-Wahl


bekannt.

stellungen für das kommende Vereinsjahr als Tiroler Landesjugendreferent zeichnete


bereits getätigt. Diesem ersten Schritt sollen er u.a. für die Einführung der Jugendblasor-
noch viele weitere folgen. chesterwettbewerbe, die Einführung der Gol-
denen Leistungsabzeichen in Konzertform
Auch die Delegierten der Österreichischen und die Reorganisation der Wettbewerbe
Blasmusikjugend wählten einen neuen Bun- „Musik in kleinen Gruppen“ verantwortlich.
desvorstand. Nach zwölf Jahren übergab Sein Ziel, Ausbildungs- und Entfaltungsmög-
Hans Brunner, Initiator und Begründer der lichkeiten für junge Musizierende zu schaf-
ÖBJ, die Leitung an seinen langjährigen Stell- fen, wird er nun in seiner neuen Funktion für
vertreter Helmut Schmid. die Blasmusikjugend Österreichs mit Freude
Tiroler Landesjugendreferent von 2001 bis und Kreativität umsetzen.
2010, Leiter des Tiroler Musikschulwerkes,
erfolgreicher Kapellmeister seiner Stadtmu- Damit ist Tirol im Führungsgremium des
sikkapelle Landeck, Gestalter innovativer ÖBV stark vertreten. Wir gratulieren den Siegfried Knapp und Helmut Schmid
Konzertprogramme, nun Bundesjugendre- beiden neuen Funktionären und wünschen werden in Zukunft dem Österreichischen
ferent – viele Aufgaben, denen sich Helmut ihnen viel Erfolg in ihrer Aufgabe.  n Blasmusikverband und der Österreichi-
Schmid mit Hingabe widmet. In seiner Zeit JoWe schen Blasmusikjugend vorstehen. Foto: BVT

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Juni | BiT 9
AKTUELLes

Junge Musikanten des „Kids Club“ unter der Leitung von Theresa Schapfl. Fotos: BVT

Musikalisch starker Auftritt


der Tiroler Blasmusikjugend
Ü
ber mangelnden Nachwuchs müs- ner begeisterten und leistungsbereiten Tiro- Von vereinseigenen bis hin zu großen und
sen die Tiroler Blasmusikkapellen ler Blasmusikjugend. vereinsübergreifenden Musikschulorchestern
nicht klagen. 20 Orchester mit ca. wurden alle Möglichkeiten der Orchesterbe-
900 Nachwuchsmusikant/innen nahmen am Nicht nur die Anzahl der teilnehmen- setzung ausgenützt. Bewertet wurde nach den
6. Tiroler Jugendblasorchesterwettbewerb den Orchester war relativ konstant hoch üblichen Kriterien der Konzertwertungsspiele
2013 teil, der in Kooperation des Tiroler (im Vergleich zu anderen Bundesländern), auch (Maximum 100 Punkte für 10 Kriterien). AJ
Blasmusikverband und des Amtes der Ti- eine Vielzahl von vereinseigenen Jugendblasor- (Durschnittsalter bis 13 Jahre), BJ (bis 14 Jah-
roler Landesregierung (Abteilung Bildung) chestern mit hohem musikalischen Niveau und re), CJ (bis 15 Jahre), DJ (bis 16 Jahre), EJ (bis
durchgeführt wurde. Das spannende musi- sehr guten Leistungen nahm an diesem Wett- 17 Jahre) und SJ (Sonderklasse bis 18 Jahre).
kalische Kräftemessen der Tiroler Jungmu- bewerb teil. Hinter einer erfolgreichen Darbie-
sikanten ging am 20. April in Tarrenz und tung eines Jugendorchesters stehen viele Stun- Die Leistungen der Jugendblasorchester
am 21. April im Kaisersaal von St. Johann den an pädagogisch anspruchsvoller und musi- wurden von einer Jury, bestehend aus dem
über die Bühne. kalisch wertvoller Nachwuchsarbeit, welche in Landesjugendreferenten des Südtiroler Blas-
Für die beiden Wettbewerbsverantwortli- vielen Fällen von den Vereinen selber oder von musikverbandes, Arnold Leimgruber, Chris-
chen Wolfram Rosenberger und Martin Rabl den Tiroler Musikschulen wahrgenommen toph Heptner (Lehrer an der MS Tegernsee),
waren beide Tage ein deutliches Zeichen ei- wird. Gernot Pracher (Landeskapellmeister-Stell-
vertreter von Salzburg) und Rudolf Mauz
(Lehrer an der MS Tübingen und Autor div.
Klarinettenschulen) fachkundig beurteilt.
Bei der Organisation der gesamten Ver-
anstaltung wurden LJR Wolfram Rosenber-
ger und LJR-Stv. Martin Rabl von der Lan-
desmusikschule und dem Jugendreferent/
innen-Team um BJR Josef Hetzenauer un-
terstützt. Tatkräftige Hilfe kam auch von der
MK Tarrenz mit Kapellmeister Mario Reich
und Obmann Martin Reiter. All jenen, die
zum Gelingen dieser Veranstaltung beige-
Zur Ergebnisbekanntgabe in St. Johann kam Kulturlandesrätin Beate Palfrader höchst selbst tragen haben, sei an dieser Stelle herzlich
und überreichte die Urkunden. Im Bild an die Bläserklasse St. Johann. gedankt. n

10 BiT | Juni
AKTUELLes

Die Organisationsteams, in St. Johann


Schon die ganz jüngsten, wie die Landesjugendreferent Wolfram Rosenberger rund um Bez.Jug.Ref. Josef Hetzenauer
Trompeter/innen des JBO Wipptal, mit der fachkundigen Jury, die an beiden (Mitte) und in Tarrenz die Musikkapelle
waren mit vollem Ehrgeiz dabei. Wettbewerbstagen im Einsatz war. Tarrenz, leisteten hervorragende Arbeit.

Ergebnisse Landesjugendblasorchesterwettbewerb 2013

Jugendorchester der Jung symphonic Winds Pitztal Rasselbande LMS Zillertal Schulorchester der
HS Serfaus-Fiss-Ladis Leitung: Norbert Sailer Leitung: Roland Wildauer MHS Nußdorf-Debant
Leitung: Hubert Marth Stufe: BJ, Punkte: 83,75 Stufe: AJ, Punkte: 90,38 Leitung: Erich Pitterl
Stufe: AJ, Punkte: 89,13 Stufe: BJ, Punkte: 85,88
Magic Sound Die jungen Erben -
JBO Wipptal Leitung: Wolfgang Bachler & Schülerblasorchester der MK Itter JBO der LMS Untere Schranne
Leitung: Wilhelm Kapferer Stephan Wohlfarter Leitung: Martin Rabl Leitung: Klaus Gruber
Stufe: AJ, Punkte: 82,75 Stufe: BJ, Punkte: 81,25 Stufe: AJ, Punkte: 84,63 Stufe: BJ, Punkte: 78,50
Jugendmusik Landeck Kids Club SBO Söllandl Jugendmusikkapelle der MK Itter
Leitung: Helmut Schmid Leitung: Theresa Schapfl Leitung: Sigrid Pirchmoser Leitung: Martin Rabl
Stufe: AJ, Punkte: 89,38 Stufe: CJ, Punkte: 85,38 Stufe: AJ, Punkte: 81,38 Stufe: CJ, Punkte: 81,38
Groovin Kids Ötztal Bläserklassse St. Johann in Tirol JBO Young Stars JBO Westendorf
Leitung: Georg Klieber Leitung: Michael Sojer Leitung: Christian Widmann Leitung: René Schwaiger
Stufe: AJ, Punkte: 91,00 Stufe: JUNIOR, Punkte: 86,6 Stufe: BJ, Punkte: 93,38 Stufe: CJ, Punkte: 78,88
SBO Reutte-Außerfern SBO Pillersee Connection JBO Hopfgarten und Brixen Jugendmusik Kufstein und Umgebung
Leitung: Peter Besler Leitung: Andreas Wörter Leitung: Arthur Stöckl Leitung: Thomas Scheiflinger
Stufe: BJ, Punkte: 91,75 Stufe: BJ, Punkte: 91,63 Stufe: BJ, Punkte: 79,88 Stufe: BJ, Punkte: 86,88

Qualifikation für den Bundeswettbewerb

Mit einer Punktezahl von 93,38 war Das SBO Pillersee Connection schaffte mit 91,63 Ein Ticket für den Bundesjugendorche-
das JBO Young Stars unter der Lei- Punkten die Qualifikation für den sterwettbewerb am 26. Oktober 2013
tung von Christian Widmann das mit Bundeswettbewerb. in Linz in der Tasche: das SBO Reutte-
Abstand punktestärkste Orchester des Außerfern.
Wettbewerbs.

In allen österreichischen Bundesländern und in Südtirol finden oder fanden Landeswettbewerbe als Qualifikation für den Bundes-
wettbewerb statt. Der Bundeswettbewerb geht am 26. Oktober 2013 im Brucknerhaus Linz über die Bühne. Folgende drei Orche-
ster aus Tirol konnten sich dafür aufgrund ihrer Leistungen beim Landeswettbewerb qualifizieren:

SBO Reutte-Außerfern, Leitung: Peter Besler, Stufe: BJ, Punkte: 91,75


SBO Pillersee Connection, Leitung: Andreas Wörter, Stufe: BJ, Punkte: 91,63
JBO Young Stars, Leitung: Christian Widmann, Stufe: BJ, Punkte: 93,38 n

Wolfram Rosenberger

Juni | BiT 11
AKTUELLes
Der wieder bestätigte LV-Vorstand
startet voller Schwung in eine neue
Funktionsperiode. Fotos: BVT

Mit guter Laune und in gewohnt


kompetenter Weise führte der

Bilanz mit Visionen


BVT-Präsident LH Günther
Platter die Versammlung.

66. Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol in St. Johann

P
räsident Landeshauptmann Günther musikalischen Anlässen (Proben und Ausrü-
Platter konnte eine stattliche Reihe von ckungen) teilgenommen haben. Der Anteil an
Ehrengästen und Delegierte von 163 Funktionärinnen steigt weiterhin an, es gibt
Musikkapellen am 10. März im Kaisersaal St. inzwischen mehr weibliche Jugendreferenten
Johann i.T. begrüßen und die Bundesmusik- (153) als männliche, 18 Obfrauen und 8 Kapell-
kapelle St. Johann unter der Leitung von Kpm. meisterinnen ergänzen das Bild. Erwähnens-
Hermann Ortner lieferte den musikalischen wert scheint auch die Tatsache, dass rund zwei
Rahmen zum Geschehen. In festlicher Atmo- Drittel der finanziellen Einnahmen von den
sphäre wurde Bericht über das abgelaufene Musikkapellen selbst erwirtschaftet wurden.
Der Landesstabführer, der Landeskapell- Vereinsjahr gegeben und Visionäres für die LV-Finanzreferent Markus Schlenck zeigte
meister, der Landesjugendreferent und Zukunft geboten. Vorangegangen war der in seinem Bericht auf, dass im Landesverband
der Landesverbandsobmann berichteten übliche Gottesdienst, musikalisch gestaltet verantwortungsbewusst geplant wird und
über ein erfolgreiches Vereinsjahr und ge- von der Bundesmusikkapelle Waidring unter die Kostenkontrolle bei laufenden Projekten
planten Projekten für die Zukunft. Kpm. Josef Niedermoser in der beeindru- funktioniert.
ckenden Barockkirche von St. Johann, die
reichlich Raum für Klang und die Delegierten Rückschau
zu bieten in der Lage ist. LV-Kapellmeister Hermann Pallhuber, LV-
Obmann Siegfried Knapp, LV-Jugendreferent
Zahlen und Fakten Wolfram Rosenberger und LV-Stabführer
Geschäftsführer Roland Mair berichtete von Gerald Embacher berichteten über ein er-
guten Erfahrungen mit dem neuen Mitglieder- folgreiches Vereinsjahr mit Akzenten wie
verwaltungsprogramm und vermittelte mer- Kapellmeisterausbildung „Modell Tirol“, Fort-
Eine großartige musikalische Umrahmung kenswerte Ergebnisse über Tirols Blasmusik bildungstätigkeit für verschiedenste Bereiche,
durch die MK St. Johann machten die Ver- in Zahlen: 302 Mitgliedskapellen werden von dem Wettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“
sammlung zu einem sehenswerten und hö- 16.195 Mitgliedern einschließlich Marketen- oder Marschmusikbewertungen. Eine überaus
renswerten Blasmusikfest. derinnen getragen, die insgesamt an 23.558 große Zahl von Aktivitäten wurde umgesetzt.

12 BiT | Juni
aKTUeLLeS

Der Tag begann mit einer heiligen Messe in


EHRENRING DES BLASMUSIKVERBAN- EHRENNADEL IN GOLD FÜR LANDES-
der Dekanatspfarrkirche St. Johann, festlich
gestaltet von der MK Waidring. DES FÜR KLAUS KÖCK RÄTIN BEATE PALFRADER
18 Jahre war Klaus Köck als Beirat und Als Landesrätin für Kultur hat Beate Palfra-
„diplomatischer Gesandter“ seines Hei- der stets ein offenes Ohr für die Anliegen der
matbezirkes Lienz in der Verbandsleitung Blasmusik und ihr Interesse am Geschehen
des Blasmusikverbandes Tirol tätig. durch Besuche vieler Veranstaltungen im ge-
Er zeichnete auch für die Ausrichtung der samten Land gezeigt. Trotz vieler notwendiger
Generalversammlung des BVT im Jahre Sparmaßnahmen wurde die Subventionierung
2004 in Lienz verantwortlich. der Musikkapellen, der Musikbezirke und des
LV-Geschäftsführer Roland Mair präsen- 20 Jahre lang stellte er seine Organisa- Landesverbandes immer beibehalten.
tierte in seinem Bericht die statistische Aus- tionsfähigkeiten und sein Wissen in der Auch die Förderung der Jugend ist stets ein
wertung der Musikkapellen-Jahresberichte. Funktion als Bezirksobmann dem Musik- Anliegen der Landesrätin.
bezirk Lienzer Talboden zur Verfügung. Sie hat auch die Einrichtung eines Landes-
Ausblicke auf 2013 Nicht unerwähnt bleiben darf die mit gro- preises für die Blasmusik in Tirol als Wür-
Der Jugendblasorchesterwettbewerb wird ßer Sorgfalt und Genauigkeit von Klaus digung besonderer Leistungen bereitwillig
einen wichtigen Schwerpunkt in der Jugendar- Köck erstellte Bezirkschronik, ein Doku- unterstützt und gefördert.
beit darstellen. Das Team der Landeskapellmei- ment über das blasmusikalische Gesche- In Anerkennung des großen Einsatzes für
ster wird in einer Kooperation mit dem ORF- hen des Bezirkes Lienz. den Blasmusikverband Tirol und in beson-
Tirol und dem Tiroler Landeskonservatorium Der Blasmusikverband Tirol spricht seinen derer Dankbarkeit wird Frau Landesrätin
Anfang Juli ein breit gefächertes Projekt mit der Respekt und seinen Dank in der Verlei- Beate Palfrader die Ehrennadel des Blas-
Sächsischen Bläserphilharmonie organisieren, hung des Ehrenringes aus. musikverbandes Tirol überreicht.
die Tiroler Bläserwoche – Orchesterwoche „Ty-
rolean Symphonic Winds“ (Dir. Johnny Ekkel- Unterstützung, allen Vorstandsmitgliedern Neuwahlen
boom) wird eine CD produzieren, ebenfalls in und insbesondere allen Funktionär/innen in … bestätigten den Wahlvorschlag, neu im
einer großen Kooperation mit Partnern. den Musikkapellen für ihre intensive Tätig- Vorstand als Beirat ist Andreas Berger aus
Die Stabführerausbildung wird dezentral an keit. Virgen, er tritt an die Stelle von Klaus Köck,
mehreren Standorten angeboten, das Interesse Landesrätin Dr. Beate Palfrader wurde der seine Funktion niederlegte. Alle anderen
an den Kursen ist sehr hoch. aufgrund ihres großen Einsatzes für die Blas- Funktionäre setzten ihre Tätigkeit fort.
musik mit der Ehrennadel in Gold ausgezeich- Präsident Günther Platter konnte kurz nach
Dank und Ehrungen net, Dr. Klaus Köck erhielt für seine langjäh- 12:00 Uhr eine der kürzesten Generalver-
LV-Obmann Siegfried Knapp dankte dem rige Funktionärstätigkeit den Ehrenring des sammlungen schließen, er tat dies mit einem
Präsidenten LH Günther Platter für seine Blasmusikverbandes Tirol verliehen. herzlichen Dank an alle Teilnehmer. n

JoWe

Kompositionswettbewerb des
Blasmusikverbandes Tirol
D
er Blasmusik- inklusive der Materialerstellung dotiert. werden als die einzigen Pflichtstücke in den
verband Tirol Die Partituren sind bis spätestens 1. No- verschiedenen Stufen A-D beim Landeswer-
schreibt einen vember 2013 an das Büro des Blasmusikver- tungsspiel 2015 des BVT verwendet werden.
Kompositionswettbewerb bandes Tirol (Klostergasse 1, A-6020 Inns-
für konzertante Blasmusik- bruck) zu senden. Die detaillierte Ausschreibung zum Wettbe-
werke der Leistungsstufen Die vier Siegerstücke werden durch eine werb und die verbindlichen Kriterien stehen
A, B, C und D aus. Der internationale, externe und unabhängige zum Download auf der Web-Site des BVT
Kompositionswettbewerb ist für die Preisträger Jury bestehend aus anerkannten Kompo- www.blasmusikverband-tirol.at bereit. n

der Stufen A, B, C und D jeweils mit € 1500,-- nisten ermittelt. Diese prämierten Werke Das Kapellmeisterteam

Juni | BiT 13
aKTUeLLeS

Florian Pedarnig nahm


von Kulturlandesrätin
Beate Palfrader den
Tiroler Volkskulturpreis Pensionierung im Jahr 1998 Kontra-
2013 entgegen. bassist im Tiroler Symphonieorches-
Foto: Land Tirol/Pidner ter, davon lange Jahre am Solopult.
Als Blasmusikant leitete er mehrere
Musikkapellen und war von 1980 bis
1986 Landeskapellmeister des Tiroler
Blasmusikverbandes.
„Florian Pedarnig hat die Blasmu-
sik und die Volksmusikszene in Tirol
über viele Jahre geprägt und sich ins-
besondere für die echte, überlieferte
Volksmusik abseits des Kommerzes

Land Tirol würdigt eingesetzt“, betonte LRin Palfrader.


Rund 50 Werke für Blasorchester,
Bläser-

Florian Pedarnig für sein Lebenswerk gr uppen,


Saitenmu-
sik und

K
„Tanzlmusig“ stammen aus der Feder des
ulturlandesrätin Beate Palfrader mit der Auszeichnung das Lebenswerk des Osttirolers. Sein Marsch „Dem Land Tirol
überreichte den mit 5.000 Euro do- überaus vielseitigen Musikers, Komponis- die Treue“ wurde weit über die Landesgren-
tierten Tiroler Volkskulturpreis 2013 ten und Kapellmeisters. Pedarnig, den man zen hinaus bekannt. Außerdem bewahrte er
am 18. März 2013 im Innsbrucker Landhaus in Tiroler Musikkreisen nicht mehr vorzu- mit großem Einsatz das Osttiroler Hackbrett
an Florian Pedarnig. Das Land Tirol würdigt stellen braucht, war von 1963 bis zu seiner vor dem Vergessen. n

14 BiT | Juni
Mitteilungen

Blasmusikpreis 2013
Der Blasmusikpreis des Landes Tirol wird auch heuer wieder
Siegfried Knapp
ausgeschrieben. Die Richtlinien können auf unserer Homepage
www.blasmusikverband-tirol.at unter „Service“ abgerufen werden.

Achtung, geänderte Kriterien Generalversammlung 2013 – Sponsoren und Inserenten


(Auszug): Rückblick und Dank An dieser Stelle wieder herzlichen Dank
• Der Preis kann nicht nur nach einer Bewer- Die Generalversammlung bildet den Ab- an alle Sponsoren und Inserenten auf unserer
bung durch einen Musikbezirk, sondern auch schluss des abgelaufenen und den Auftakt Homepage sowie in unserer Verbandszeitschrift
nach einer Bewerbung durch eine Musikkapel- des neuen Musikjahres im Blasmusikver- BiT für ihre große finanzielle Unterstützung in
le direkt an den Blasmusikverband Tirol ver- band Tirol. Als Verbandsobmann bedan- Vergangenheit und Zukunft. Viele unserer Vor-
geben werden. ke ich mich bei den Funktionär/innen der haben wären ohne ihre Hilfe nicht durchführbar.
• Jeder Musikbezirk hat das Recht, eine Kapel- Musikkapellen aller 19 Musikbezirke sowie
le (entweder Kategorie I oder Kategorie II) bei den Bezirksfunktionär/innen, beim Vor- Zum Beginn des Musikjahres
vorzuschlagen. stand des Blasmusikverbandes Tirol und bei In allen Musikbezirken wurden mittler-
• Die Bezirke Landeck und Außerfern (über 30 den Ehrengästen für die Teilnahme an der weile die Generalversammlungen abgehalten.
Kapellen) dürfen zwei Kapellen nominieren. Generalversammlung 2013. Die anwesenden Vertreter des Blasmusikver-
• Preisträger können sich erst nach zehn Jah- Herzlichen Dank an den Musikbezirk St. bandes konnten von der ausgezeichneten
ren wieder bewerben. Johann sowie an die MK St. Johann in Tirol Arbeit im abgelaufenen Vereinsjahr, über die
• Der Preis wird über Vorschlag des Kultur- für die mustergültige Organisation. Beson- erbrachten Leistungen in den Bezirken und
beirates für Musik oder einer von diesem für derer Dank gebührt auch der MK Waidring Musikkapellen berichten. Dafür herzlichen
das jeweilige Vergabejahr eingesetzten Jury und dem Kantor für die schöne Gestaltung Dank!
vergeben. der hl. Messe sowie der MK St. Johann, die Den neu gewählten Funktionär/innen so-
der Generalversammlung im Kaisersaal ei- wie den neu eintretenden Musikant/innen
Die Bezirksobleute und Obleute der Mu- nen wunderbaren Rahmen gab. wünsche ich viel Freude und Erfolg in ihren
sikkapellen werden ersucht, die Bewerbungen Musikkapellen und Bezirksverbänden. Dan-
mit den entsprechenden Unterlagen bis 20. Ich möchte mich auch noch einmal für ken möchte ich aber auch jenen Musikant/
Juni 2013 an das Verbandsbüro zu übermitteln. das entgegengebrachte Vertrauen bei der innen, die aus ihrer Musikkapelle ausgeschie-
Die Übergabe der Preise erfolgt am National- Wahl des Vorstandes für die nächste Amts- den sind, für den musikalischen Einsatz.
feiertag, 26.Oktober 2013, in Innsbruck. periode bedanken. Für die geplanten Projekte im neuen Mu-
sikjahr laufen die Vorbereitungen bzw. ste-
hen in der Endphase. Ich wünsche allen gutes
Gelingen sowie großen musikalischen Erfolg!
Besonders bedanken möchte ich mich bei
jenen Musikkapellen, die sich entschlossen
haben, an einem Wertungsspiel oder an einer
Marschbewertung teilzunehmen.
Allen Bezirksverbänden und Musikkapel-
len, die heuer ein Bestandsjubiläum feiern,
entbiete ich von dieser Stelle die herzlichs-
ten Glückwünsche des Blasmusikverbandes
Tirol.
Für das bevorstehende Musikjahr 2013
wünsche ich allen Musikkapellen musi-
kalischen Erfolg, Harmonie und Kame-
radschaft, viel Geselligkeit und Freude am
Mit Harmonie und Tatendrang startet der wiedergewählte LV-Vorstand in eine neue Festtag der Blasmusik bei den Bezirksmusik-
Funktionsperiode. Foto: BVT festen.  n

Juni | BiT 15
Mitteilungen

RATGEBER FÜR OBLEUTE


Mit dem „Ratgeber für Obleute“ startet eine kleine Serie,
die den Musikkapellen als Orientierungshilfe und Leit-
faden für die Vorbereitung und Durchführung festlicher
Anlässe dienen soll, jedoch keinen Anspruch auf Voll-
ständigkeit erhebt . Anregungen willkommen!

Beginnen möchte ich mit einem Bereich, der alle Mu-


sikkapellen, auch Musikbezirke und den Landesverband
gleichermaßen betrifft, nämlich Ehrenschutz, Ehrengäs-
te und Ansprachen.

EHRENSCHUTZ
Wer sich um bekannte Persönlichkeiten zur Übernahme
des Ehrenschutzes bemüht, erhofft sich damit neben der
Aufwertung der Veranstaltung auch größeres Medieninte-
resse. Die Wirkung tritt ein, auch wenn die prominente
Person letztlich nicht teilnehmen kann.
Für die üblichen Veranstaltungen im Jahreskreis werden
meist der Bürgermeister, Gemeinderäte usw. gefragt.
Hat die Veranstaltung überregionale Bedeutung, kann
auch beim Landeshauptmann, bei Mitgliedern der Lan-
desregierung, Abgeordneten, die einen Bezug zur Veran-
staltung (Gemeinde) haben und Funktionären aus dem
Blasmusikwesen angefragt werden.

EHRENGÄSTE
Zu besonderen Veranstaltungen werden auch besonde-
re Gäste als Ehrengäste eingeladen. Das bedeutet eine
große Aufwertung der Veranstaltung. Dementsprechend
sollen die Ehrengäste auch begrüßt und betreut werden.
Jemand soll für die Betreuung der Ehrengäste namhaft
gemacht werden, der sich persönlich um ihr Wohlerge-
hen bemüht.
Für die Begrüßung der Ehrengäste gilt folgende Faustre-
gel: „Ranghöhere“ Personen werden vor „rangniedrige-
ren“ Personen begrüßt. Es gibt allerdings in jedem Verein
individuelle, unterschiedliche Nahebezüge, die letztend-
lich ausschlaggebend für die Gestaltung und Reihenfolge
einer Begrüßungsliste sind.

In der Ausgabe 3/2013 der BiT setzen wir die Themen


Ehrengäste, Begrüßung und Ansprachen detailliert fort.n

Euer LV-Obmann Siegfried Knapp


siegfried.knapp@blasmusikverband-tirol.at

16 BiT | Juni
Mitteilungen

Landeskapellmeister
Da rührt sich was
Hermann Palhuber

I
n dieser Ausgabe der BiT möchte ich in operation bekommen unsere
meinen Mitteilungen zusammenfassend heurige Tonträgerproduktion
die Termine auflisten, die gerade in die- und unser Verbandsorchester
sem Frühjahr, Sommer und Herbst 2013 in- „Tyrolean Symphonic Winds“
teressant sind. Die zugehörigen Artikel und eine weltweite Plattform! Alle
näheren Beschreibungen findest du an ent- Musikerinnen und Musiker, die
sprechenden Stellen dieser Ausgabe. mitwirken, werden im Booklet
namentlich erwähnt und sind
5. Juli 2013, ORF Tirol Studio 3, damit das Zentrum einer inter-
15:30 – 19:30 Uhr: nationalen Bühne!
öffentliche Abschlusskonzerte/Prüfungen Das Ergebnis hörst du im Ab-
BLASORCHESTERLEITUNG am Tiroler schlusskonzert am Freitag, dem
Landeskonservatorium 12. Juli, um 17 Uhr im ORF Tirol. Tyrolean Symphonic Winds geht in die dritte Runde. Foto: BVT

5. Juli 2013, Tiroler Landeskonservatori- Herbst 2013: weiterführendes Angebot Die Termine der Probenbesuche richten sich
um, 16 – 20 Uhr: Kapellmeisterfortbildung und „Kapell- nach dem Probebetrieb der Musikkapellen und
Workshop und Masterclass Trompete mit meister-Schnupperkurs“ des Blasmusik­ werden rechtzeitig im Kurs bekannt gegeben.
Prof. Wolfgang Bauer aus Stuttgart verbandes Tirol Die Anmeldung zu dieser Reihe ist mög-
Anmeldungen: www.blasmusikverband-tirol.at Auch in diesem Herbst startet wieder die lich über das Formular des BVT: www.
Reihe der beliebten Fortbildungsmodule und blasmusikverband-tirol.at bzw. über florian.
6. Juli 2013, ORF Tirol Studio 3 / Schnupperkurse des BVT. Es ist deren vierte scharmer@gmx.at
TLK, 9 – 16 Uhr: Auflage. Mehr als 100 Teilnehmer haben die
Workshop Dirigieren Prof. Thomas Clamor ersten drei Staffeln erfolgreich absolviert. Be- Tiroler Kapellmeistertag
Anmeldungen: www.blasmusikverband-tirol.at reits tätige Kapellmeister können sich dabei am Samstag, 9. November 2013, VZ Blaike
wieder im Fortgeschrittenen-Kurs neue An- Völs, 9-13 Uhr
6. Juli 2013, ORF Tirol Studio 3 / regungen für ihre Arbeit holen – andererseits Thema: „Jetzt sitzt´s“
Kulturhaus: steht auch ein „Schnupperkurs“ für Kapell- Mit einer Instrumentenausstellung von Er-
Konzert mit der Sächsischen Bläserphilhar- meister-Aspiranten im Angebot, wo die Teil- zeugerfirmen und Händlern!
monie und Prof. Wolfgang Bauer nehmer einen ersten Einblick in die Welt des Der Tiroler Kapellmeistertag 2013 stellt u.a.
Kapellmeisterns gewinnen können. Die Fort- die Frage der Sitzordnung ins Zentrum. An-
8.-12. Juli 2013, Die Tiroler Bläserwoche bildungsmodule finden an sechs Samstagen hand von Experimenten und Klangbeispielen
2013: von 9 Uhr bis 16.30 Uhr in den Räumlichkei- werden die Problematik und das Phänomen
CD Projekt „HOMELAND“ in Kooperation ten des Tiroler Landeskonservatoriums statt. Sitzordnung erläutert.
mit dem Tiroler Landeskonservatorium, dem Neu im Team: Thomas DOSS und Bernhard Special Guest 2013: Mag. Thomas Ludescher
ORF-Tirol und dem Verlag DeHaske/Beriato SIEBERER.
Das Orchester „Tyrolean Symphonic Diese Reihe ist als Wahlpflichtfach im Ko- Allen im Tiroler Blasmusikleben wünsche ich
Winds“ nimmt unter der Leitung von Johnny operationsmodell am Tiroler Landeskonser- schöne Sommerkonzerte, schöne Erlebnisse
Ekkelboom eine CD im ORF Tirol Studio 3 vatorium anrechenbar. und viel Freude mit unserer Freizeitbeschäf-
auf. Der Titel ist „Homeland“. Es werden Stü- tigung Blasmusik! n

cke mit Tirol-Bezug von bekannten Kompo- Termine:


nisten der letzten Jahre am Grillhof eingespielt, 16. November 2013, 30. November 2013, 14. De- Euer Landeskapellmeister
z. B. Thomas Doss und Jan Van der Roost. zember 2013, 18. Jänner 2014, 25. Jänner 2014, 1. Hermann Pallhuber
Durch diese besondere und einzigartige Ko- März 2014 – mit Zertifikatsüberreichung. hermann.pallhuber@chello.at

Juni | BiT 17
Mitteilungen

Neue Rechte-Vergabe
und hilfreiche
LV-Geschäftsführer
Roland Mair
Updates im MVP

E
ine Vielzahl an Updates und Neuerungen • genaue Aktivjahr-Berechnung und Anzeige im • Proben- und Ausrückungsmodul komplett
im Mitgliederverwaltungsprogramm Stammblatt, auch von anderen Vereinen überarbeitet
konnten im Laufe der nunmehr einjäh- • genaue Auflistung und Berechnung der Aktiv- • neue Listen zur Auswahl
rigen aktiven Nutzung des Programms durch- jahre und Funktionärszeiten für die Ehrungs- • die Angaben zur Punktevergabe (Blasmusik-
geführt werden. Aufgrund des Mitdenkens und anmeldung laut der neuen Ehrungsordnung preis) erscheinen nur mehr bei Klick auf das
interessanter Anregungen vieler Nutzer glauben • JMLA-/MLA-Prüfungen werden vom LV di- grüne Info-Symbol
wir, nun das Programm auf den für unsere Mu- rekt eingespielt und können nicht mehr hän- Als wohl wichtigste Neuerung ist es nun
sikkapellen besten Stand angepasst zu haben disch eingetragen werden möglich, Administratoren-Rechte nach freier
bzw. sind noch ein paar weitere Updates in Vor- • BVT-/ÖBV-Ehrungen werden vom LV einge- Wahl zu vergeben. Der Vereinsadministrator
bereitung. tragen und können nicht mehr nachgetragen kann per Anklicken der einzelnen Menü-
Einige wichtige Updates waren: werden punkte und Module verschiedenste Unter-
rechte und Arbeitsbereiche in beliebiger
Kombination für seine Helfer freischalten.
Anwesenheit bei der Generalversammlung 2013 Die jeweilige Person bekommt dann ihren
eigenen Zugangscode zugeschickt. Der Ver-
Bei der heurigen Generalversammlung am 10. März 2013 in St. Johann i.T. einsadministrator (=Hauptadministrator)
waren alle 19 Bezirksverbände vertreten und Delegierte von 163 Musikkapellen wird weiterhin ausschließlich vom Landes-
(53,80 %) anwesend. verband vergeben und ist per E-Mail an den
Geschäftsführer zu beantragen. n

Bezirksverband MKs gesamt MKs anwesend in %


Innsbruck Stadt 18 9 50,00 %
Innsbruck Land 16 3 18,75 %
Hall 16 10 62,50 %
Schwaz 15 10 66,67 %
Zillertal 15 10 66,67 %
Rattenberg und Umgebung 16 12 75,00 %
Unterinntaler Musikbund 21 20 95,24 %
Brixental 11 8 72,73 %
St.Johann i.T.
Wipptal-Stubai
12
15
11
8
91,67 %
53,33 %
Sommerurlaub 2013
Telfs 13 3 23,08 %
Unser Verbandsbüro bleibt vom 1. bis 31.
Seefelder Hochplateau 4 3 75,00 %
August 2013 geschlossen.
Silz 13 9 69,23 %
In wichtigen Verbandsangelegenheiten ist
Imst 16 14 87,50 %
GF Roland Mair unter der Telefonnummer
Landeck 32 10 31,25 %
0650 / 344 78 86 erreichbar.
Außerferner Musikbund 36 6 16,67 %
Lienzer Talboden 14 8 57,14 %
Das Büro und der Verbandsvorstand wünschen
Pustertal Oberland 10 5 50,00 %
allen Funktionär/innen und Musikant/innen
Iseltal 9 3 33,33 %
schöne und erholsame Urlaubstage!

18 BiT | Juni
Mitteilungen

Bezirksmusikfeste 2013
Alle Bezirksmusikfeste (BMF), Konzertwertungsspiele (KW) und Marschwertungen
(MW) in den Musikbezirken samt LV-Vertretern auf einen Blick:

Musikbezirk BMF Ort LV-Vertretung Bemerkung


Imst 07.07.2013 Agrarzentrum West in Imst Richard Wasle mit Marschwertung
Iseltal 07.07.2013 St. Jakob i. Def. Gerald Embacher mit Marschwertung
Telfs 07.07.2013 Hatting Roland Mair
Schwaz 07.07.2013 Pertisau Markus Schlenck mit Marschwertung
Innsbruck-Land 14.07.2013 Mutters Hermann Pallhuber
Wipptal/Stubai 14.07.2013 Matrei a. Br. Siegfried Knapp mit Marschwertung
Brixental 20.07.2013 Aschau b. Kirchberg Siegfried Knapp
Lienzer Talboden 21.07.2013 Nußdorf-Debant
Rattenberg 21.07.2013 Rattenberg Roland Mair
Außerfern 21.07.2013 Lermoos Richard Wasle mit Marschwertung
Silz 28.07.2013 Mötz Siegfried Knapp
Pustertal-Oberland 28.07.2013 Sillian Markus Schlenck
St. Johann 28.07.2013 Kössen Gerald Embacher
Kufstein 04.08.2013 Scheffau Siegfried Knapp
Landeck 18.08.2013 Serfaus LH Günther Platter
Seefelder Hochplateau 18.08.2013 Leutasch Richard Wasle
Zillertal keines
Innsbruck-Stadt keines nur Marschwertung 28.09.2013
Hall noch ungewiss

Euer LV-Geschäftsführer Roland Mair, roland.mair@blasmusikverband-tirol.at

D Freitag 21. Juni


O
R
bis
F Sonntag 23. Juni
F 2013
E
Freitag 21. Juni Eintritt 7.- Samstag 22. Juni Eintritt 7.- Zillertaler Krapfen
19:45 Uhr Einzug und Konzert der BMK Vomp 20:00 Uhr Musikkapelle S. Pietro in Cariano
21:30 Uhr Hattinger Buam 21:30 Uhr Quintett 2000

STANS
Sonntag 23. Juni
09:30 Uhr Feldmesse St. Margarethen
anschl. Frühschoppen St. Margarethen
Zum Festausklang spielen die Stanser Dorfmusikanten
bezahlte Anzeige

T
Juni | BiT 19
Mitteilungen

Landesjugendorchesterwettbewerb in Tarrenz. Im Bild die Groovin Kids aus dem Ötztal. Foto: BVT

Seminare
Landesjugendreferenten
für Jugendarbeit
Wolfram Rosenberger und Martin Rabl

Liebe Jugendreferentinnen und AufzaQ-Zertifizierung: die sich für den Bundeswettbewerb am 26.
Jugendreferenten! Die österreichischen Landesjugendreferate Oktober 2013 in Linz qualifizieren konnten,
Heute beginnen die Kinder immer frü- und das Amt für Jugendarbeit Südtirol zerti- gratulieren wir herzlich!
her, ein Instrument zu lernen. Ihre „musi- fizieren mit „aufZAQ" Lehrgänge im Bereich
kalische Karriere“ starten sie meist in einem der Kinder- und Jugendarbeit als beruflich Vorausschau
Jugendblasorchester. Um die Musikkapellen qualifizierende Bildungsangebote. Beide Se- Kaum ist der JBO-Wettbewerb vorbei, kün-
im Bereich Jugendblasorchester zu unter- minare (Diplomierter Jugendreferent und digen sich schon einige Termine für 2014 an.
stützen, sieht die Österreichische Blasmusi- Diplomierter Jugendorchesterleiter) konnten Im Februar und März 2014 werden die Bezirks-
kjugend (ÖBJ) die Ausbildung von Jugend- eine AufzaQ-Zertifizierung erhalten. Damit wettbewerbe, im April 2014 der Landeswettbe-
orchesterleiter/innen und Jugendreferent/ gelten beide Kurse auch als berufsbegleitende werb und im Oktober 2014 der Bundeswettbe-
innen als eine wichtige Aufgabe an. Diese Fortbildung für alle Bundesländer Österrei- werb Musik in kleinen Gruppen stattfinden.
Lehrgänge bieten sich insbesondere auch chs. Die Expertenkommission hat die Inhalte In den Bezirken sind die Bezirksjugendrefe-
für Musikpädagogen/innen als ergänzende der Kurse mit 9 ECS-Punkten (= 6 Semester- rent/innen schon fest in ihrer Planung für die
(berufsbegleitende) Ausbildung an, da auch wochenstunden) gleichgesetzt. bevorstehenden Sommerkurse, Seminare und
in den Musikschulen und allgemein bilden- Workshops. Die Informationen dazu werden
den Schulen die Arbeit mit dem Jugendbla- Gratulation und Dank wir auf der Homepage des BVT zusammen-
sorchester eine immer größere Rolle spielen Wir Landesjugendreferenten möchten uns fassen.
wird. an dieser Stelle bei allen teilnehmenden Jugen- Weiters ist in diesem Jahr ein Orchester-
Wir möchten euch darüber informieren, dorchestern für ihre Arbeit und die Teilnahme wochenende „Reading Session“ gemeinsam
dass im Herbst 2013 wieder neue Lehrgänge am Landesjugendwettbewerb bedanken. Jeder mit dem Landeskapellmeister Hermann Pall-
für Jugendreferenten und für Jugendorche- der dabei war, ist ein Gewinner! Dank gilt huber geplant. Der Termin wird rechtzeitig
sterleiter starten. Die Ausschreibungen sind auch den Verantwortlichen der Austragungs- über die Homepage bekannt gegeben. n

auf der Homepage der Österreichischen Blas- orte, der Musikkapelle Tarrenz und der LMS Eure Landesjugendreferenten
musikjugend St. Johann, hier vor allem Bezirksjugendrefe- Wolfram Rosenberger und Martin Rabl
www.winds4you.at/seminare rent Josef Hetzenauer. Den erfolgreichen Or- Wolfram.rosenberger@chello.at
zu finden. chestern, ganz besonders den drei Orchestern, m.rabl@lms.tsn.at

20 BiT | Juni
Panorama

Viele neue
Stabführer in Tirol
Die Landesstabführer Christian Zoller Der erstmals dezentral durchgeführte Stabführergrundkurs
und Gerald Embacher war ein durchschlagender Erfolg. Mehr als 100 zukünftige
Stabführerinnen und Stabführer besuchten die Kursabende.

Bezirksstabführerkonferenz 2013 Im Tiroler Oberland zeichnete Be-


Am Samstag, den 23. Februar, wurde im zirksstabführer Lukas Spiß für die
Stams die diesjährige Bezirksstabführer- Organisation des Kurses für die Mu-
konferenz abgehalten. Die Organisation lag sikbezirke Landeck, Imst und Silz ver-
bei Bezirksstabführer Thomas Passler, dem antwortlich. Altlandesstabführer Sieg-
herzlichst dafür gedankt sei. Die Leitung der fried Stigger in seiner unvergleichlich
Konferenz übernahm Landesstabführerstell- schwungvollen Art war für die Ausbil-
vertreter Gerald Embacher. Er stellte die neu- dung der 20 Teilnehmer/innen im Haus
en Bezirksstabführer Siegfried Ingruber (MB der Musik in Zams zuständig. Stabführergrundkurs in Zams. Foto: BVT
Rattenberg-Umgebung) und Markus Pedarnig Der mit über 30 Teilnehmern größte
(MB Lienzer Talboden) vor und bedankte sich Kurs wurde in Innsbruck im Probelokal der rer Christian Zoller, Altlandesstabführer Sieg-
bei den Vorgängern Leonhard Salzburger und Militärmusik Tirol abgehalten. Bezirksstab- fried Stigger und Landesstabführerstv. Gerald
Heinz Theurl für ihren Einsatz. Schwerpunkt führer Markus Schiffer (Organisation) und Embacher) konnten 34 Teilnehmer/innen und
dieser Konferenz war die Planung des neuen Bezirksstabführer Erwin Feiß waren für die drei Bezirksstabführer begrüßen. Bestens or-
Grundkurses sowie des Fortgeschrittenen- Ausbildung verantwortlich. ganisiert wurde der Kurs von Bezirksstabfüh-
kurses. Des Weiteren wurde über die Marsch- Mehr als 20 Teilnehmer wurden in der rer Norbert Fink. Die Versteigerungshalle war
musikbewertungen 2013, neue Aufstellungs- Hauptschule Rattenberg von Landesstabfüh- eine einzigartige Kulisse. Ein herzlicher Dank
varianten einer Musikkapelle sowie über viele rerstv. Gerald Embacher gemeinsam mit den gebührt der Musikkapelle Imsterberg, die sich
andere Themen rege diskutiert. Bezirksstabführern Hubert Schneider, Leon- als Übungsorchester zur Verfügung stellte.
hard Salzburger und Robert Werth ausgebildet.
Grundkurs für Stabführer 2013 Robert Werth war auch für die Organisation des Bundesmusikfest Wien 2013
Die Ausschreibung des erstmals dezentral Kurses im Tiroler Unterland verantwortlich. Der Musikbezirk Imst ist im Jahr 2013 mit
durchgeführten Grundkurses für Stabfüh- Für die drei Musikbezirke in Osttirol orga- der Entsendung der Musikkapellen Wenns und
rer erbrachte ein für uns Landesstabführer nisierte Bezirksstabführer Markus Pedarnig Roppen die Vertretung Tirols beim Bundesmu-
fast unglaubliches Ergebnis. Insgesamt 107 die Abende. Die 15 Absolventen wurden von sikfest in Wien. Die Leitung wird von Altlandes-
Anmeldungen für die Kurse gingen ein. Bei Altbezirksstabführer Heinz Theurl im Ge- stabführer Siegfried Stigger übernommen.
der Bezirksstabführerkonferenz in Stams am meindehaus Nussdorf-Debant ausgebildet.
23. Februar wurde die Detailplanung für die Bei allen Kursen kam der Entwurf der Aus- Bundesbewerb „Musik in
Ausbildung durchgeführt. Auf Grund der bildungs-DVD des ÖBV zum Einsatz. Die Bewegung“ 2013
zahlreichen Meldungen wurden jeweils Kur- Ausbildung wurde jeweils drei Stunden lang Der 4. Bundesbewerb „Musik in Bewe-
se in Osttirol, im Unterland, in Innsbruck, im an drei Abenden abgehalten. Was von allen gung“ findet vom 5. bis 7. Juli 2013 in Sand
Oberland sowie im Außerfern organisiert. Vortragenden hervorgehoben wurde, war das in Taufers in Südtirol statt. Das Bundesland
Nur durch die hervorragende Arbeit der Be- große Interesse und die gute Stimmung unter Tirol wird durch die Musikkapelle Nußdorf-
zirksstabführer konnte eine derartige Anzahl den Kursbesuchern. Den zukünftigen Stab- Debant unter der Stabführung von Roman
an Kursen sowie an Teilnehmerinnen und führerinnen und Stabführern wünschen wir Possenig vertreten sein. Wir wünschen der
Teilnehmern überhaupt bewältigt werden. viel Glück für ihre neue verantwortungsvolle Musikkapelle und den Verantwortlichen al-
Die Leitung des Kurses im Außerfern über- Aufgabe! les Gute für die Probenarbeit und viel Erfolg
nahm Bezirksstabführer Roland Hohenrai- beim Wettbewerb. n

ner, der gemeinsam mit Altlandesstabführer Fortgeschrittenenkurs 2013


Siegfried Stigger auch die Ausbildung der 12 Der diesjährige Fortgeschrittenenkurs fand Die Landesstabführer
Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lan- am Samstag, den 27. April, von 9 bis 17 Uhr in Christian Zoller und Gerald Embacher
desmusikschule Reutte übernahm. Imst statt. Die Vortragenden (Landesstabfüh- c.zoller@tsn.at, gerald.embacher@tirol.gv.at

Juni | BiT 21
Mitteilungen | Panorama

Bewertereinteilung für die Marschmusik­bewertungen 2013

Musikbezirk Imst 7. Juli 2013 Musikbezirk Schwaz 7. Juli 2013 Musikbezirk Außerfern: 21. Juli 2013
in Imst in Pertisau in Lermoos
Vorsitz - Bewerter 1 Siegfried Stigger Vorsitz - Bewerter 1 Christian Zoller Vorsitz - Bewerter 1 Siegfried Stigger
Bewerter 2 Roland Hohenrainer Bewerter 2 Werner Mayr Bewerter 2 Thomas Passler
Bewerter 3 Hölbling Michael Bewerter 3 Emanuel Sporer Bewerter 3 Markus Schiffer
Bewerter 4 Passler Thomas Bewerter 4 Hubert Schneider Bewerter 4 Hubert Schneider
EDV Hölbling Michael EDV Robert Werth Bewerter 5 Johann Zimmermann
Musikbezirk Iseltal 7. Juli 2013 Musikbezirk Wipptal/Stubai: Bewerter 6 Leitinger Mario
in St. Jakob i. Def. 14. Juli 2013 in Matrei a.Brenner EDV Michael Hölbling
Vorsitz - Bewerter 1 Gerald Embacher (Ausweichtermin 21.7.) Musikbezirk Innsbruck-Stadt: 28. Sept.
Bewerter 2 Michael Geisler Vorsitz - Bewerter 1 Christian Zoller 2013 in Innsbruck
Bewerter 3 Emil Webhofer Bewerter 2 Josef Stiller Vorsitz - Bewerter 1 Christian Zoller
Bewerter 4 Heinz Theurl Bewerter 3 Emil Webhofer Bewerter 2 Erwin Feiß
EDV Gerald Embacher Bewerter 4 Robert Werth Bewerter 3 Robert Werth
EDV Robert Werth Bewerter 4 Norbert Fink
EDV Robert Werth

150 Jahre
Tirolerbund in Wien
I
m Jahre 1863 schloss sich in Wien eine rol zu diesem Anlass freuen und Interessen-
Gruppe Tiroler unter der Führung des ten werden die erforderlichen Unterlagen
Notars Dr. Emanuel Sterzinger (geb. gerne übermittelt. Leider ist es dem Tiroler-
1827 in Nassereith) zum „Tiroler Verein“ bund jedoch nicht möglich, die Reise- und
zusammen, der schließlich 1947 zum „Tiro- Unterbringungskosten der Teilnehmenden
lerbund in Wien mit dem Verband der Süd- zu übernehmen. Email: kassier@tirolerbund.at. Für allfäl-
tiroler“ umbenannt wurde und nunmehr Für die Festlichkeit selbst, die für 12. und lige Fragen stehe ich gerne täglich ab 18.00
unter dem Namen „Tirolerbund in Wien“ 13. Oktober 2013 angesetzt ist, wurden be- Uhr unter der Mobil-Nr. 0664 / 35 51 879
bekannt ist. Nach wie vor ist der Verein für reits der Heldenplatz und der Rathausplatz zur Verfügung.  n

die Anliegen der Tiroler in Wien in allen Be- in Wien reserviert. Geplant sind u.a. zahl- Für die Festorganisation
reichen tätig. Über laufende Aktivitäten des reiche Platzkonzerte. Der Festzug soll im Hannes Baumgartner
Tirolerbundes gibt unsere Homepage www. Anschluss an die Konzerte über den Ring
tirolerbund.at Auskunft. Wo immer Tirol zum Rathausplatz erfolgen und sollte ein
präsentiert werden kann , sind wir zur Stelle. deutliches Zeichen der Tiroler in Wien hin- ... auf nach Wien
In diesem Jahr feiert der Tirolerbund in terlassen. zur 150-Jahr-Feier des Tirolerbundes
Wien sein 150-jähriges Bestandsjubiläum. Für den 13. Oktober 2013 ist geplant, am in Wien
Dem Anlass entsprechend, bitten wir Süd- Südtiroler Platz beim Andreas-Hofer-Denk-
tiroler und Tiroler Gemeinden mit Abord- mal einen Kranz niederzulegen. Anschlie- geplant sind:
nungen nach Wien zu kommen und damit ßend ist ein Festzug mit allen Akteuren von Platzkonzerte an prominenten Plätzen der
ein deutliches Zeichen der Verbundenheit der Staatsoper über die Kärntner Straße Wiener Innenstadt, Einzug über die Wiener
mit den Tirolern in Wien zu zeigen. Etliche zum Stephansdom vorgesehen. Für 12.00 Ringstraße zum Festakt am Wiener Rat-
Gemeinden aus dem Kreis derer, die den Uhr wurde uns von Dompfarrer Toni Faber hausplatz, Festeinzug zum Stephansdom
Tirolerball in Wien bereits ausgerichtet ha- bereits zugesagt, im Stephansdom unsere
ben, zeigen großes Interesse, dem Fest einen Feierlichkeit mit einer Herz-Jesus-Messe Interessierte können sich gerne bei Han-
würdigen Rahmen zu verleihen. Die Lan- würdig abschließen zu dürfen. nes Baumgartner unter der Tel.Nr. 0664
deshauptleute von Südtirol, Tirol und Wien Um die notwendigen weiteren Schritte 3551879 (tgl ab 18 Uhr) oder per Email
wurden zu diesem Ereignis geladen. Wir planen zu können, ersuche ich um Mittei- unter kassier@tirolerbund.at melden.
würden uns über jede Musikkapelle aus Ti- lung, ob Interesse an der Teilnahme besteht.

22 BiT | Juni
panORaMa

Das Alphorn aus Tirol


Alphornklänge aus einer Tiroler Werkstätte

O
bwohl als typisches Volksinstrument kann auch in der Stimmung „GES“ gebaut tigt, in Stimmung F/GES. Damit ein möglichst
der Schweiz bekannt, war das Alp- werden. großer Kreis von Blechbläsern das Instrument
horn im gesamten europäischen Al- Vor über 20 Jahren baute der Blasmusiker stimmen kann, wurde ein Adapter angefertigt,
penraum bis hin zur Hohen Tatra (Polen) bei Ludwig Walch (✝) aus Inzing in seiner kleinen mit welchem man die gängigen Mundstücke
den Hirten in Gebrauch. Die heutige Form in Werkstätte Vollholz-Alphörner nach einem für Flügelhorn, Horn, Althorn, Tenorhorn (Po-
den Alpenländern entwickelte sich aus einem Modell aus dem Elsass. Die Idee, ein Tiroler saune) und F-Tuba verwenden kann.
„Krump“, einem an einem Steilhang gewach- Alphorn zu bauen, fiel bei dem Berufsmusi- Die ersten in Polling gefertigten Tiroler
senen Baum. Man unterscheidet in der Bau- ker Hans Peter Probst aus Polling in Tirol auf Alphörner wurden anlässlich der 23. Interna-
weise zwei- bis dreiteilige Hörner, aus Tannen- fruchtbaren Boden. Mit den Blasmusikern tionalen Horntage 2012 in der Musikschule
oder Fichtenholz gefertigt. Der Schalltrichter Ernst und Michael (Sohn) Gritsch fand er Telfs präsentiert, wo sie bei Referenten und
wird aus einem Block des gleichen Holzes zwei Tischler, die in der Lage waren, durch ihr Teilnehmern großes Interesse hervorriefen.
hergestellt. Meist werden die Alphörner mit handwerkliches Geschick ein Tiroler Alphorn Der hohe Qualitätsstandart veranlasste die
einem halbierten „Peddigrohr“ umwickelt. In zu bauen. Zu den Besonderheiten ihres Instru- weltberühmte Instrumentenbaufirma „Gebr.
der Fertigung schwieriger und deshalb sel- mentes gehört es, dass es aus langsam gewach- Alexander/Mainz“, das Tiroler Alphorn in ihr
tener sind Hörner ohne Umwicklung. senem Hochgebirgsfichtenholz gefertigt wird Sortiment aufzunehmen.
Literatur für Alphörner als Soloinstru- und mit hochwertigen Lacken außen und in- Informationen und Auskünfte unter
ment findet man bei Leopold Mozart’s nen versiegelt ist. Es handelt sich um ein drei- www.tiroler-alphorn.at n

„Concerto pour Cor des Alpes“ und Strei- teiliges Instrument aus Massivholz, handgefer- (sf)
cher sowie die Solostelle „Der Alphornruf “
bei der 1. Symphonie von Johannes Brahms.
Vermehrt werden auch Solostücke mit Bla-
sorchester aufgeführt. Die gängigste Stim-
mung des Alphorns ist in „F“. Auf Wunsch

Von links: Hans Peter Probst, Michael


Gritsch und Ernst Gritsch Fotos: privat

Juni | BiT 23
Die schönste Energie im Land!
TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG
24 BiT | Juni
SCHWeRpUnKT OBOe

FRANZÖSISCHE OBOE. Für die eigens für die BiT herge-


stellten Instrumentenfotos danken wir der Fa. Danner Mu-
sikinstrumente Linz.

Die Oboe
Vorläufer der Oboe gibt es schon seit Jahrtausenden, erblüht ist sie in der Ba-
rockzeit als Solo-, Kammermusik- und Orchesterinstrument. Geschätzt wird sie
wegen ihres Klangreichtums und ihrer Lebendigkeit. In der Blasorchestermusik
ist der Einsatz der Oboe hauptsächlich auf das symphonische Repertoire kon-
zentriert. Für unseren Oboen-Schwerpunkt sprachen wir mit Konrad Zeller, So-
looboist des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck und Pädagoge, der auch das
kleine Oboenlexikon verfasste. Landeskapellmeister Hermann Pallhuber setzt sich
in seinem fundierten Artikel mit der Oboe im Blasorchester auseinander.

D
er Konrad Zeller ist ein herausra- in der Pause des Symphoniekonzertes im Mozarteum und am Tiroler Landeskonser-
gender Oboist mit wunderbarem März 2013. Wer da spontan und so begeistert vatorium unterrichtet, im In- und Ausland
Ton, großartiger Musikalität und lobte, war Hans Eibl, ehemaliger Landeska- gastiert und ebenso in einem Neue Musik-
einer unglaublichen Sicherheit. Ich habe pellmeister des Tiroler Blasmusikverbandes Ensemble wie mitunter in einer Blasmusik-
noch nie erlebt, dass er nicht perfekt gewesen und Militärkapellmeister. Ein paar Tage spä- kapelle anzutreffen ist, für die BiT über die
wäre.“ Höchstes Lob für den Solooboisten ter ließ sich der vielseitige Konrad Zeller, der Oboe befragen.
des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck auch Spezialist auf der Barockoboe ist, am
BiT: Was lieben Sie an der Oboe?
Konrad Zeller: Den Klang, und wie sie ein-
gesetzt wird. In der Oper zum Beispiel immer
dann, wenn die Situation eine ganz besondere
wird. Durch das Doppelrohr reicht der Klang
nahe an den Gesang heran. Die Kehlkopfstel-
lung ist dieselbe wie beim Gesang, und ich tue
es ja, ich singe ins Instrument.

BiT: Was gehört zu den wichtigsten


Fähigkeiten des Oboisten?
Zeller: Eine gute Blastechnik ermöglicht
eine gute Beherrschung des Instruments.
Das ist wichtig, denn andere sind abhängig
davon. Und der Oboist muss gut stimmen!
Er sitzt in der Mitte, gibt den Ton an und
ist damit tonangebend. Man kann in dieser
Position auch vernichtend tätig sein – dann
geht nichts mehr. Wir sind immer dabei, im
zentralen Mittelfeld, im Fußball würde man
Konrad Zeller musiziert, von Hoheiten umgeben, in der Innsbrucker Hofkirche. Foto: privat sagen die Nummer 10.

Juni | BiT 25
SCHWeRpUnKT OBOe

teterre nahe Versailles, und diese Tradition men, dass mehr geschabt als gespielt wird.
setzt sich im modernen Oboenbau bis heute
fort. Die Barockoboe ist an sich perfekt. Die BiT: Ning-Ching Zeller Chen, ihre
Unterschiede liegen in der Spielweise, im Frau und ebenfalls großartige Mu-
Druck, in den anderen Rohren. Und sie hat sikerin, spielt im Tiroler Sympho-
nur zwei Klappen. Eine zentrale Funktion nieorchester Innsbruck Oboe und
hatte die Oboe schon im Barockorchester, Englischhorn. Am Tiroler Landes-
da gab es drei bestimmende Positionen: konservatorium leitet sie eine Oboe-
Konzertmeister, Basso continuo und Oboe. Klasse und die Bläserkammermusik.
Was raten Sie Schülern hinsichtlich
BiT: Sie sind ein Musiker mit heraus- des Übens? Und welchen Stellenwert
ragenden Fähigkeiten. Dazu braucht hat der Ansatz?
ein Oboist durch seine besondere mu- Zeller: Wie gesagt, der Oboe muss man
sikalische Stellung im Ensemble auch sich ernsthaft widmen. Irgendwann kommt
Führungsqualitäten. Wie schauen Sie eine Phase, da muss man wie ein Verrückter
heute, mit Ihrer reichen Erfahrung üben, da muss man durch, dann wird man
und Vielseitigkeit, auf das Oboisten- Herr über das Instrument und nicht umge-
leben? kehrt. Zum Ansatz: Es geht um die Atmung,
Zeller: Die Oboe ist charakterbildend. das Abdichten, wie man in das Instrument
Man kann Oboe nicht beiläufig spielen, das reinbläst. Beherrscht man das, braucht es
funktioniert nicht, das wird hässlich und am Mund nicht mehr viel. Der Blasapparat
unerfreulich, da bezahlt man akustisch teu- entwickelt sich und wird besser. Wer viel
Entspannung muss sein: Konrad Zeller in er. Holz und Mensch wachsen zusammen, übt, bekommt auch bessere Rohre, denn
den Weinbergen an der Rhone. Foto: privat das Ziel ist, ohne Schwierigkeit zu blasen. der Rohrbau wächst mit der Spielweise –
Aber man darf sich nie ganz von der Basis das ist gerecht!
lösen, man braucht Bodenhaftung und muss
BiT: Was für ein Instrument spielt geerdet bleiben. Es gibt keinen Grund zur BiT: Wie sehen Sie den Einsatz
der Laie? Arroganz. der Oboe in der Blasmusik?
Zeller: Normalerweise die französische Zeller: Die Blasmusik erfordert meistens
Oboe und meistens ein Fabrikinstrument. BiT: Wann können Kinder beginnen, ein lautes Spielen, und es ist schwer, sowohl
Die Bauart der französischen Oboe hat sich Oboe zu spielen? leise kontrolliert als auch laut spielen zu
seit 1900 prinzipiell nicht verändert, aber Zeller: Lieber lange Blockflöte spielen, können. Ich habe einige Male in Tirol in
die Kenntnis darüber ist in den letzten 20 oder auch Klavier. In Frankreich beginnen der Blasmusik gespielt und jedes Jahr im
Jahren fortgeschritten. Die Firma Marigaux Kinder mit neun oder zehn Jahren, bei uns Symphonischen Blasorchester Vorarlberg.
etwa hat die Stimmung verbessert. Die tra- später. Ich war 13. Der gezielte Einsatz von Oboen kann sehr
ditionelle Dreiteilung der Oboe wurde mo- schön sein, wenn das Orchester die Stärke
difiziert, sodass die Löcher am akustisch BiT: Und wie lange braucht es, bis zeigen kann, dann auch leiser zu spielen.
richtigen Platz gebohrt werden können. man einen schönen, oder sagen wir: In Versailles gab es seinerzeit eine Doppel-
Insgesamt gelingen im Oboenbau nur klei- vorzeigbaren Ton erzeugen kann? rohrformation, mit sehr vielen Oboisten,
ne Fortschritte, keine wesentlichen Sprünge. Zeller: Das kommt auf die Begabung und vergleichbar mit dem Klarinettenregister in
Man arbeitet an der Verbesserung der Fabri- den Einsatz des Schülers an. Am besten, der heutigen Blasmusik.
koboe, und die Nachfrage bei Marigaux ist man macht schon am Anfang gute Erfah-
riesig. rungen. Echt wichtig ist, ein gutes Instru- Das Interview führte Ursula Strohal n

ment zu haben.
BiT: Wie viele Instrumente besitzen
Sie? BiT: Womit wir zum heiklen Thema
Zeller: Es werden 15 sein, bis hin zur Tail- Oboen-Rohr (= Mundstück) kom- Berichtigung
le, der Bratschenoboe. men. Das Aushobeln, Fassonieren, Im Kleinen Klarinettenlexikon, Bit-Ausgabe
Aufbinden, Schaben des Rohres muss 4/2012, hat sich ein Fehler eingeschlichen.
BiT: Die Doppelrohrblattinstrumente jeder Oboist selber bewerkstelligen. Im Absatz Bassettklarinette heißt es irr-
des Mittelalters nannte man Pom- Zeller: Ein lebenslanges Problem. Aber tümlich, das Instrument sei eine große Se-
mer und Schalmei. Daraus entstand heute kann man’s in den Griff kriegen, die kunde nach unten erweitert. Richtig muss
im 17. Jahrhundert im Umkreis des Kenntnisse hierüber sind besser. Von sechs es heißen:
Französischen Hofes die barocke Rohren wird vielleicht eines geeignet. Wer „Es handelt sich dabei jeweils um ein In-
Oboe. Sie befassen sich intensiv mit eine strenge Holzauswahl vornimmt, wird strument, das um den Umfang einer gro-
historischen Spielweisen und damit besser spielen. Bei den Studenten küm- ßen Terz nach unten erweitert wurde, also
auch mit der Barockoboe. mert sich hauptsächlich Ning-Ching um die bis zum gegriffenen tiefen C geht.“ n

Zeller: Ja, die Barockoboe erfand Hot- Rohre; ansonsten kann es schon vorkom-

26 BiT | Juni
SCHWeRpUnKT OBOe

Im Größenvergleich: oben die Oboe, unten das Englischhorn. Fotos: Danner

„Naive Anmut, unberührte


Unschuld, stille Freude“ von Hermann Pallhuber

D
er Titel1 lässt es anklingen: Die im Sinne Mahlers war dann doch auch das hieße demnach also für uns Blasmusiker, so
Oboe, zerbrechlich, schutzbedürf- Bemühen Mozarts, Oboen im Marschrhyth- im Tutti zu instrumentieren, dass die Oboe
tig, ein zartes Pflänzlein im Rei- mus zumindest adäquat aus der Ferne er- ob ihrer Chancenlosigkeit der Klangmasse
gen der Orchesterinstrumente. Behutsam klingen zu lassen (vgl. Die Hochzeit des Fi- gegenüber nicht noch zusätzlich durch ex-
und wirkungsvoll im Kantabile eingesetzt garo, Akt 1), um dort in der Koppelung mit ponierte Lagen ihrem Charakter entgegen
und auch manchmal missbraucht im Lau- dem Flötenklang das Idiom der klanglich krampfhaft hörbar gemacht wird!
fe der Instrumentationsgeschichte unserer zarten und zerbrechlichen Oboe richtungs- Bemerkenswert ist daher im modernen
Weltliteratur. So steht schon in der Instru- weisend zu konterkarieren. Blasorchester, dass die solistische Besetzung
mentationslehre von Berlioz-Strauss2 zu Dies alles wirkt nun fast ein wenig als der Oboen und Englischhörner aus dem
lesen: „Man findet in […] Partituren Stel- Legitimation, die Oboe im Tutti des mäch- Sinfonieorchester übernommen wurde und
len, deren leidenschaftliche Bewegung und tigen Blasorchesters sinnvoll und selbstbe- sie wegen dieser solistischen Positionierung
kriegerischer Anklang mit dem Tone der wusst einsetzen zu dürfen. Zugegeben, es und ihrer Klangtypologie natürlich auch im
Oboen, die sie auszuführen haben, seltsam gibt nach wie vor Fälle, in denen Musiker Blasorchester nicht der chorischen Beset-
kontrastieren; daraus entstehen nicht allein der Doppelrohrblattinstrumente Blasmusik zung „geopfert“ werden sollen. Deshalb gel-
verfehlte Wirkungen, sondern auch stö- meiden wie der Teufel das Weihwasser und ten auch die Regeln der solistischen Instru-
rende Missverhältnisse […]“. Nun, dass er Dirigenten der Mode verfallen, sich mit mentation. Immer mehr Komponisten und
damit sogar Meister wie Wolfgang Amade- Oboen, Englischhorn und Fagott einen op- Instrumentatoren kommen heute auf die
us Mozart meint, beruhigt den Blasmusiker tischen Aufputz in der Blasmusikszene zu kammermusikalische, solistische Besetzung
möglicherweise ein wenig, kommt doch der verschaffen, um doch dann auch im ver- im Blasorchester zurück und reduzieren die
Einsatz des „hohen Holzes“, wie die Oboe meintlich „sinfonischen“ Sinne zu musizie- chorische Handhabe auf den Klarinetten-
dem Wortsinn nach heißt, gerade in der ren, auch wenn die altertümlichen Instru- satz und Saxophonsatz. Das wird im Sinne
Ursprungsform der Bläsermusik, Blasorche- mentationen, den spezifischen Klang dieser der Klangpyramide - also der voluminösen,
stermusik und der Militärmusik genügend Instrumente gar nicht zulassen. Trügerisch! obertonreichen Basis, der sonoren Mitte
und wie selbstverständlich zum Einsatz. Sogar hier empfiehlt Berlioz3 als einzige und des brillanten Diskants nur allzu hilf-
Spätestens nach Hector Berlioz und in der Chance, die klangliche Idiomatik zu verber- reich sein.
Zeit Richard Strauss´ zeigt Gustav Mahler in gen und „so (zu) schreiben, daß ihr einem 1 Berlioz, Hector. Instrumentationslehre. Erg. u. rev. von
seinen Soldatenliedern, wie militärisch und solchen Stile widerstreitender Klangcha- R. Strauss. Ed. Peters, Frankfurt 1844/1904, 178
eindrucksvoll Oboen auf eigentlich fremden rakter […] derart mit der ganzen Tonmasse 2 Ibid.

Terrain mit „Stürze hoch“ als Trompeten verschmolzen würde, daß er nicht mehr für 3 Ibid. 181
4 Ibid. 184
der Ferne eingesetzt werden können. Ganz sich allein bemerkbar wäre.“ – Krass! Das

Juni | BiT 27
SCHWeRpUnKT OBOe

Wenn wir die Verwendung der Oboe in die Sonorität des Altsaxophons erklingt
und des Englischhorns im Blasorchester das Leid des geschlagenen Armenischen
anhand auffallender Kompositionen be- Volkes – eine Stelle voll eindrücklicher Emo-
trachten, fällt das auf, was schon Berlioz tion. Als Pendant dazu erklingt in der Ein-
und Strauss bemerkten4: Die tiefen und sehr leitung zum Rebhuhn-Lied die Solo-Oboe
hohen Register und die Individualität des als Hinweis auf die besondere Fröhlichkeit
Klanges verleiten Komponisten, Leid und und Melancholie der Volksmusik Armeni-
Schicksalshaftigkeit der Musik in den Klang ens, wo gerade das nationale Volksmusikin-
der Doppelrohrblattinstrumente zu legen. strument, die „Duduk“ mit ihrem weichen,
Denken wir nur an den Beginn aus „Le sa- sonoren Klang, zur heutigen Oboenfamilie
cre du printemps“ von Igor Strawinsky mit gehört: Die Armenischen Tänze – eine auf-
der eindrucksvollen Symbolik im hohen schlussreiche Fundgrube, was die klangliche
Fagott. Auch Christoph W. Gluck hat in sei- Behandlung der Oboeninstrumente im Bla-
ner „Iphigenie“ die Stelle des verzweifelten sorchester anbelangt.
Agamemnon mit Oboen unterlegt, einer-
seits leidvoll und andererseits als Symbol Was im Titel möglicherweise zu naiv, zu
der Opferfigur Iphigenie. Ähnliche Stellen unberührt und zu still wirkt, entpuppt sich
gibt es auch sehr oft in der Blasorchesterli- im modernen Blasorchester von heute zur
Das kleine, dickere Rohr links teratur. Eine der berühmtesten davon ist die subtilen, reizvollen und sonoren Klangraf-
gehört zum Englischhorn, das Englischhornstelle im ersten Teil der Arme- finesse: Wie schon Berlioz erkannte: Die
rechte zur französischen Oboe. nischen Tänze von Alfred Reed: Eingebettet Oboe – Anmut, Unschuld, Freude. n

Kleines Oboenlexikon
von Konrad Zeller

D
ie französische Oboe ist die am Instrument und steht in F. Es wird ab Doni- Klassische Oboe, die oft nur zwei Klap-
weitesten verbreitete und wird zetti u. a. in der romantischen Literatur ein- pen hatte und meist auf 430 Hz gestimmt
überall außer in Wien gespielt. Der gesetzt, meist zur Verdeutlichung von länd- war/ist.
Dirigent Emmanuel Krivine spricht von der lichen Szenen. Es ist ein wesentlich leiseres Die Barockoboe ist heute meist auf 415
Oboe als dem Angelpunkt des Orchesters, Instrument als die Oboe, nicht zuletzt durch Hz gestimmt, wurde aber früher in den ver-
zusammen mit Konzertmeister und Dirigent. die Bratschenlage. schiedensten Stimmungen gebaut. Die Ba-
Für ihn ist die geographische Platzierung der Die (moderne) Oboe d´amore findet sich rockzeit war wohl die goldene Zeit der Oboe.
Oboe charakteristisch: schlicht in der Mitte nur bei Maurice Ravels „Bolero“ und in der Die barocke Oboe d`amore findet ihre
und im doppelten Sinne tonangebend. Die Literatur von Richard Strauss. beste Verwendung im Kantatenwerk von Jo-
Hauptcharakteristika der Oboe sind zum ei- Heckelphon und Baritonoboe sind eine hann Sebastian Bach. Eine klassische Oboe
nen das Pastorale – historisch bedingt durch Oktave tiefer als die Oboe gestimmt. Die d`amore ist nicht existent.
die Entwicklung von der Hirtenschalmei Baritonoboe findet man nur bei Holsts „Pla- Klassische Englischhörner gab es jedoch,
– und zum anderen das Kecke. Die Oboe neten“, das Heckelphon in der Literatur von auf 430 Hz gestimmt, beispielsweise von
wird an besonderen Stellen der Literatur ein- Richard Strauss und einem Kammermusik- Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn
gesetzt, wenn etwa in einer Oper eine neue stück von Paul Hindemith. Die Rohre des verwendet.
Wendung eintritt. Heckelphons sind kleine Fagott-, die der Ba- Deren Vorläufer waren wiederum die
Die Wiener Oboe ist eine Weiterentwick- ritonoboe große Englischhornrohre. Oboen da caccia, sehr leise Instrumente, die
lung der klassischen Oboe und mischt sich Die Musette ist eine Quarte höher als die meist zum Ausdruck von großer Sorge ver-
aufgrund ihrer weiteren Bohrung und der Oboe gestimmt und wird äußerst selten ein- wendet wurden.
damit einhergehenden geringeren Lautstärke gesetzt, etwa bei zeitgenössischer Musik. Die große Bedeutung der Oboenfamilie
besonders gut mit den Streichern. Sie ist prä- Alle heutigen modernen Instrumente ha- in der Barockzeit lässt sich daraus ableiten,
destiniert für die Musik der Wiener Klassik ben ihre Vorläufer, so die dass Bach die meisten Arien des Kantaten-
bis einschließlich der Romantik. „Romantische“ Oboe, von der Bohrung werks für diese Instrumentengruppe ge-
Das Englischhorn ist ein transponierendes her fast eine Wiener Oboe, dann die schrieben hat. n

28 BiT | Juni
panORaMa

Musik verbindet Nationen:


Angola - Österreich
E
ine Abordnung der Mili- Rundum-Bildungs- tigten Musikinstrumente von in Formation sowie die nötigen
tärmusik Angola hat sich programm einem Tiroler Musikhaus bezog. Sprachkenntnisse für den inter-
im März zu einer zwei- Während ihres gut zweiwö- Beeindruckt von dem musika- nationalen Anschluss in Tirol zu
wöchigen Schulung in Österreich chigen Aufenthaltes in Inns- lischen Ausbildungsstandard in erwerben.
aufgehalten. Mit Unterstützung bruck absolvierten die musikbe- Österreich, wurde beschlossen,
des Militärkommandos Tirol, des geisterten Südwestafrikaner ein auch das erforderliche Wissen Ein Projekt mit Zukunft
Ministeriums für Landesvertei- intensives Training an der Mu- über den Umgang mit den Mu- Bereits im Juli dieses Jahres ist
digung, der Stadt Innsbruck und sikschule. Unterrichtet wurden sikinstrumenten, das richtige die nächste Musikergruppe zum
der Volkshochschule Tirol wurde sie an den Instrumenten Quer- Musizieren im Orchester und Training angemeldet. n

die Schulung im instrumentalen flöte, Saxophon, Schlagzeug,


Bereich in der Musikschule der Tuba, Klarinette und Trompete.
Stadt Innsbruck durchgeführt. Ein tägliches Englisch-Training
Zuvor hatte das angolanische an der Volkshochschule ergänzte
Militär die Entscheidung getrof- den Instrumentalunterricht und
fen, die komplette Ausstattung schuf die Grundlage für eine bes-
für die drei Militärorchester sere Verständigung.
sowie die zwei Signalorchester Konzertbesuche bei der Militär-
in Österreich anzukaufen. Der musik Tirol und bei der Postmu-
Kommandeur der Militärmu- sik Innsbruck standen neben dem
siken in Angola, Oberst Luis Pe- Probenbesuch bei Tiroler Blaska-
derneira, war an Musikschuldi- pellen, u.a. bei der MK Oberhofen,
rektor Dr. Wolfram Rosenberger auf dem Stundenplan.
herangetreten, die musikalische
Ausbildung und Schulung der Blick in die Vergangenheit
Musiker in Innsbruck durchzu- Mit dem Ende des 27-jährigen
führen. Rosenberger stellte ein Bürgerkrieges im Jahr 2002 er-
umfangreiches Referententeam lebte das rohstoffreiche Angola
zusammen, bestehend aus Leh- einen rasanten wirtschaftlichen
rer/innen der Musikschule der Aufschwung und zählt inzwi-
Stadt Innsbruck und des Tiroler schen zu den sechs stärksten
Musikschulwerks. afrikanischen Volkswirtschaften.
Beeindruckend, dass der Bil- Aufgrund dieser Veränderung
dungsstandort Innsbruck einen so wurde auch die kulturelle Ent-
guten Ruf besitzt, dass er von An- wicklung des Landes vorange-
gola für die Weiterbildung der Mu- trieben. Dies beinhaltet etwa, die
siker ausgewählt wurde. Gerade angolanische Militärmusikka-
ein Land, das über zwei Jahrzehnte pelle, eine zentrale kulturelle In-
vom Bürgerkrieg gebeutelt wurde, stitution des Landes, dem inter-
macht den richtigen Schritt, wenn nationalen Niveau anzupassen.
es in Bildung und Kultur inve- Der Kontakt mit der Mu-
stiert. Kulturkenntnisse sind ein sikschule Innsbruck entstand
wichtiger Teil der Bildung. dadurch, dass Angola die benö-

Juni | BiT 29
Panorama

Die Musikkapelle St. Anton a.A. beim Landeswertungsspiel 2010 im Congress Innsbruck. Foto: BVT

Wieviel Wert geben wir


einem Wertungsspiel?
Auf in den Kampf, Torero – Wertungsspiel und Wettbewerb –
die Arena eines Dirigenten?
von Hermann Pallhuber
mit freundlicher Genehmigung von

B
eginnen wir mit einem Blick ins Lexi- genreich für die Akteure, die im „Ring“ stehen
kon: Unsere großen Musikenzyklopä- oder das Geschehen am eigenen Leib miterle-
dien bestätigen und belegen den Wett- ben. Eine Chance für die Aktiven, um entdeckt genossen dieser oft so köstlich organisierten
bewerbsgedanken in der Musik als ein ganz zu werden, ihr Talent unter Beweis zu stellen, musikalischen Situation werden, jeder von uns
ursächliches Element unseres musikalischen einen Preis einzuheimsen, oder auch nur um hat sich wohl seine persönliche und nach all
Daseins. Die MGG („Die Musik in Geschich- eine Anregung zu erhalten und vielleicht gar den Jahren schlüssige Meinung zu diesen ex-
te und Gegenwart“) widmet dem Schlagwort einfach nur um mitzutun. Viele Gründe also, klusiven Events gebildet. Denn sie sind – wie
„Wettbewerb“ immerhin ganze 17 Spalten und um selbst in die Arena zu steigen, oder auch schon die MGG beschreibt – Bestandteil einer
führt die heutigen Wettbewerbe der Musik um doch lieber außerhalb zu bleiben, um sei- Amateur-Blasmusikwelt und deshalb auch
auch auf die sportlichen Wettkämpfe in der ne Knochen zu schützen. nicht wegzudenken oder gar abzuschaffen.
Antike zurück. Das Phänomen Wettbewerb
sei auch ebenso eine Folge des aufkommenden Hand aufs Herz, liebe Kolleginnen und Kol- Dabei sind wir gut beraten, zwischen einem
Virtuosentums in der Musik des 19. Jahrhun- legen Dirigenten: Wer von uns hat sich nicht Wertungsspiel und einem Wettbewerb zu
derts, wie es eben auch eine Begleiterschei- schon seine Gedanken über die unendliche unterscheiden: Hat doch das Wertungsspiel
nung des „Liebhabermusizierens“ in der Mu- Geschichte „Wertungsspiele und Konzertwett- einen klaren pädagogischen und beratenden
sik, also des „Amateurismus“ und des „Dilet- bewerbe“ in der Blasmusik gemacht? Egal, Auftrag zur Motivation und zur Stärkung der
tantismus“ im besten Sinne, sei: Also eine Art ob wir als Teilnehmer am Wettbewerb, als zu bewertenden Vereine, was mitunter dann
„Divertimento“ in der Musik möglicherweise, Zuhörer im Publikum oder gerade auch als doch gar nicht so klar hervorkommt. Im Wett-
unterhaltsam wie eine Sportveranstaltung für Mitglieder des obligaten Jurorenteams einen bewerb hingegen bekommt man es mit ebenso
das voyeuristische Publikum, allerdings fol- Wettbewerb miterleben konnten und zu Zeit- sportlichen wie taktischen Komponenten der

30 BiT | Juni
panorama
Panorama

hörten ihre Punktetafeln erhoben. aus unserer Sicht noch verbes- Verbänden darauf zurückzufüh-
Es war dies häufig der Moment sert werden kann“. Jeder Juror ist ren, dass mit Garantie für alle Ka-
jener Inkarnation von scheinbar verpflichtet, besonders Punkt 1 pellen eine Form von Steigerung
geballtem Blasmusikfachwissen zu berücksichtigen. (Punkt 2 ist ihres musikalischen Selbstwertes
in Form heiliger Täfelchen, die in der Regel für alle leichter aus- stattfindet. Die Wertschöpfung ist
nicht selten Wertungsspiele und zufüllen). Ein zweiter wesent- garantiert – bei den einen mehr,
Blasmusikwettbewerbe in eine licher Punkt der Reform war, bei den anderen weniger. Es gibt
Legitimationsdiskussion brachten dass jede Kapelle am Abend bei aber keine Verlierer mehr – jeder,
– und heute? Klar, die Begriffe der Schlussveranstaltung eine der teilnimmt, gewinnt.
und Aufmachungen haben sich Live-CD ihres aktuellen Wettbe- Also doch kein Stierkampf,
längst geändert. Auch werden werbsbeitrages erhält. Dadurch keine Arena, kein „Auf in den
mehrere Modi und Modelle als sind auch die Juroren aufgefor- Kampf “, kein „golpe fatal“… bei
Wahlmöglichkeiten den Kapellen dert, besonders umsichtig zu be- blasmusikalischen Wertungsspie-
und deren Dirigenten freigestellt. werten, denn ihre Berichte wer- len.
Der Nimbus eines fragwürdigen den von den Teilnehmern (und Zum Schluss noch etwas philo-
Tribunals, einem Stierkampf mit der Wertungsspielorganisation) sophisch und ästhetisch gefragt:
fatalen Konsequenzen ähnlich, anhand der Live-CD analysiert Soll – abseits von Punkten und
beinahe wie beim jüngsten (Blas- werden. Prädikaten – nicht die Beschäfti-
Teilnehmer zu tun, was Literatur- musik)Gericht herrscht bisweilen Im Zentrum der Aufmerksam- gung mit Musik, möglicherweise
wahl, Ausstattung, Besetzung, In- noch heute an manchen Konzert- keit eines Wertungsspieles sollen sogar die Musik selbst als Siegerin
vestitionen und Strategie betrifft. wertungsspielen und leider auch letztlich der positive Dienst an des Tages hervorgehen?
Was jedoch beiden gemeinsam mehr oder weniger gut getarnt den teilnehmenden Kapellen und
ist: Es wird das Schicksal zu einem und völlig deplatziert in Form von die Wertschätzung ihrer Arbeit Nächstes Thema:
beträchtlichen Teil in die Hände unglücklichen Rezensionen ver- und Teilnahme stehen. Pädagogik, Methodik oder
eines Expertenteams gelegt, das schiedener Blasmusikkonzerte. Unseres Erachtens ist die sich Logik? Zuviele „–ik“ in der Blas-
meist von der Wettbewerbsorga- allmählich anbahnende Wettbe- musik? Schlagwörter am Prüf-
nisation eingesetzt wird. Und in Dabei sollte bei einem Wer- werbsfreudigkeit in gut geführten stand.  n

diesen Händen liegt dann oft das tungsspiel der Begriff „Wert“ im
Geschick der Veranstaltung, ihre Zentrum stehen, denn wir Di-
Sinnhaftig- oder Sinnlosigkeit. rigenten und Juroren sind doch
mit dem „Bewerten“ beauftragt,
Wenden wir uns hier nun mehr nicht etwa mit dem „Abwerten“. ®

dem Wertungsspielgedanken zu: Wir sollen dem Gehörten, der ge-


Erinnern Sie sich noch an die leisteten und gebotenen musika-
Zeiten, in denen das Juroren- und lischen Arbeit den angemessenen
Expertenteam eines (blas)musika- „Wert“ geben. Und dieser Wert
lischen Wettbewerbes den Namen wird immer in einem bestimmten RAUMAKUSTIK
„Kampfgericht“ trug? Wenn ja, Ausmaß bei jeder teilnehmenden AKUSTIKLÖSUNGEN
dann gehören Sie wahrscheinlich Musikkapelle vorhanden sein. In mit DESIGN
jener Blasmusikgeneration an, die jedem Fall sollte es immer eine
die Entwicklung der Musikbe- Wertschöpfung für die teilneh-
werbe und Wertungsspiele über menden Vereine geben.
die Jahre lückenlos und kontinu- Seit der Reformierung der
ierlich miterleben und beobachten Wertungsspielmodi in Tirol vor
konnte. Sie haben wahrscheinlich sechs Jahren lässt sich nun eine
die alljährliche Inauguration einer steigende Tendenz an Wertungs-
Kommission miterlebt, bei deren spielfreude und Teilnahmebe-
Anblick jeder kleine Musiker und reitschaft feststellen. Das Prinzip
Dirigent eines Musikvereines ob der Reform war höchstmögliche
solcher über alles erhabenen Au- Objektivität durch Vergleichbar-
torität und Fachkompetenz auf keit und entsprechende Juro-
die

der Stelle vor Respekt erstarrte, renwahl und was noch bedeu-
NR

jedenfalls spätestens, wenn diese tender ist: Eine positive Emoti-


mit finsterer Miene, gebeugt von
.1

onalisierung des Feedback. Die


der Last ihres Expertentums letzt- schriftlichen Berichte der Jury
lich zum endgültigen Entscheid enthalten nur noch zwei obligate
und absoluten Urteil über die mu- Statements: 1. „Was uns beson- FOX GesmbH | 4912 Neuhofen i.I.
Tel.: +43 (0) 7752 70 222-0 | www.fox.at
sikalische Leistung des soeben Ge- ders gefallen hat“ und 2. „Was

Juni | BiT 31
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panORaMa

Von einer „Musikbanda“


zur 60-Mann-Kapelle
Auszug aus der Chronik der Stadtmusikkapelle Hötting 1813-2013
anlässlich ihres 200-jährigen Bestehens

A
ls 1813 die Wiedervereinigung dem ersten Obmann Emmerich Stolz
Nord- und Südtirols mit Öster- neu.
reich in ganz Tirol gefeiert wur- Auch das Nazi-Regime und der Zwei-
de, marschierte in Innsbruck die Schüt- te Weltkrieg gingen nicht spurlos an der
zenkompanie Hötting auf. Begleitet wur- Musikapelle vorüber: 1931 musste sich
de sie von einer zusammengewürfelten die Höttinger Musikkapelle in „Bürger-
Bande von Musikanten, bestehend aus musikapelle Hötting“ umbenennen und
zwei Violinen, einem Violon (Vorläufer ein Jahr später wurde die Musikkapelle in
des Kontrabasses), einer Flöte, einer Klari- eine „Bürgermusik“ und eine „Arbeiter-
nette, zwei Naturtrompeten, zwei Zugpo- musik“ gespalten. Doch auch die Schre-
saunen und einer kleinen Trommel. (Mit ckensherrschaft der Nazis tat der Kame-
einem blinden Flötenspieler und einem radschaft der Höttinger keinen Abbruch:
stummen Tambour hatte die Musikkapel- 1934 kam es zur Wiedervereinigung. Wie
le damals eine sehr eigenartige Besetzung im Ersten Weltkrieg wurden auch 1940
inne, sowohl in Hinsicht auf die Instru- wieder viele der Musikanten einberufen,
mente als auch auf die Mannschaft.) doch auch diesmal wurde die Musik-
Obwohl sie einige wichtige Ausrü- kapelle nicht aufgelöst. 1942 musste die
ckungen spielten, blieb diese Besetzung Musikkapelle Hötting als Schützenabord-
nicht lange erhalten, denn im Jahre 1819 nung beim Hitlerempfang am Innsbru-
wurde unter Kapellmeister Johann Weiß cker Hauptbahnhof habachtstehen.
die ursprüngliche Besetzung abgeschafft. Ab 1945 ging es wieder bergauf: 1947
Blasinstrumente sowie Tschinellen und konnte die erste Auslandsfahrt nach dem
große Trommel wurden eingeführt. In Krieg nach Meran/Bozen unternommen
den darauffolgenden Jahren musste die werden und darauf folgten einige weitere
immer ca. 20 bis 35 Mann zählende Mu- Ausflüge, unter anderem nach Barcelona
sikkapelle viele Kapellmeisterwechsel ver- (1965), Lille (Frankreich, 1983), und Lon-
kraften, löste sich jedoch nie auf. don (1986).
Zu Ehren des 100-jährigen Jubiläums Einen großen Schritt tat die Musik-
der Musikkapelle Hötting hatte der neue kapelle Hötting im Jahr 2000, als sie die
Kapellmeister Sanktjohanser die Idee, die ersten Musikantinnen in ihren Reihen be-
alte Höttinger Nationaltracht von 1809 grüßte. Seit 2008 obliegt die musikalische
wieder einzuführen. Diese Tracht trägt Leitung dem engagierten Kapellmeister
die Musikkapelle auch heute noch zu ih- Peter Schwaizer und die organisatorische
ren Ausrückungen. Allerdings konnte die Leitung dem seit 2011 amtierenden Ob-
neue Errungenschaft damals nicht lange mann Michael Lerchster.
genossen werden: 1914 wurden aufgrund Im Rahmen des heuer stattfindenden
des Ersten Weltkrieges Trachten und In- 200-Jahr Jubiläums und der damit ver-
strumente beschlagnahmt und viele Mu- bundenen Festlichkeiten werden die da-
sikanten zum Kriegsdienst einberufen. maligen Begebenheiten in Kostümen und
Aus 14 übriggebliebenen Musikanten Originalbesetzungen von einer hochkarä-
formte sich die Musikkapelle 1919 unter tigen „Musikbanda“ dargestellt. n

32 BiT | Juni
panORaMa

200 Jahre Musikkapelle Leutasch


D
ie Musikkapelle Leutasch ist 200 bestehenden Musikkapelle zusammen. lung nach hatte die Leutascher Musik Glück
Jahre alt und zählt damit zu den älte- Derzeit zählt die Musikkapelle samt Kapell- mit ihren Obmännern und Kapellmeistern. Seit
sten Blasmusikkapellen Tirols. meister, Marketenderinnen und Fahnenträger nunmehr vier Jahren gibt es auch ein Jugend-
Man schrieb das Jahr 1813, als der damalige 51 aktive Mitglieder, hat allen bisherigen Wirr- orchester, das den Grundstein für den weiteren
Hilfspriester und Lehrer, Johann Gstier, zusam- nissen getrotzt und ist aus der Gemeinde nicht Zulauf zur Musikkapelle bildet.
men mit musikbegeisterten Leutaschern die wegzudenken. Mit Stolz wird in der Gemein- Mit diversen Feierlichkeiten wurde und wird
„Bürgermusikkapelle Oberleutasch“ gründete. de erwähnt, dass Leutasch auch in Kriegs-und dieses Jubiläumsjahr begangen, z.B. mit dem
Fast jede Familie war in der kleinen Gemein- Krisenzeiten nie ohne Musikkapelle war und alljährlichen Muttertagskonzert, das heuer ein
de irgendwie mit der Musik verbunden. Und diese heute erster Kulturverein des Ortes ist. Jubiläumskonzert war, mit einer interessanten
genauso wie heute, war die Musikkapelle auch Unbestritten ist, dass die positive Entwick- Ausstellung im Ganghofermuseum und dem
damals fest in der Bevölkerung verwurzelt. 40 lung eines Vereines maßgeblich auf der Qualität großen dreitägigen Jubiläumsfest im August, in
Jahre lang, von 1925 bis 1965, gab es sogar zwei der führenden Funktionäre beruht. Stehen der dessen Rahmen auch die brandneue Jubiläums-
Musikkapellen: in Unterleutasch und in Ober- Musikkapelle ein rühriger Obmann und ein CD vorgestellt wird. Allen Musikanten und Mu-
leutasch. Beide schlossen sich, nachdem in Un- fachkundiger Kapellmeister vor und engagie- sikantinnen alles Gute zu ihrem Jubiläum und
terleutasch erhebliche Schwierigkeiten in der ren sich die Musikanten und Musikantinnen, so viel Musikantenglück für die Zukunft! n

Instrumentalbesetzung auftraten, zu der jetzt floriert das Vereinsleben. Der Vereinsentwick- Ernst Ganglberger, Kapellmeister

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1 6. - 18. Aug ust 20 13
Jubiläumsfest
200 Jahre MK-L e ut asc h
F e s t h al l e W et t er stein | Leut as ch
FREITAG | EINTRITT 5 € SONNTAG | EINTRITT 5 €

16.08.2013 | 19:30 18.08.2013 | 09:30


1. MARKETENDERINNEN RADIO TIROL FRÜHSCHOPPEN
CONTEST TIROL Präsentation der Jubiläums-CD der MK-Leutasch
Partyband „Dreirad“

SAMSTAG | EINTRITT 9 €
GROSS
17.08.2013 | 14:00
JUBILAUMS ..E
BEZIRKSMUSIKFEST
mit Konzertierwettbewerb mit Kapellen aus
den Alpenregionen
Showband „Die Blechblos’n“
-
TOMBOLA
!
Detailinformationen und Anmeldung unter Juni | BiT 33
www.mk-leutasch.at
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BEZIRKSMUSIKFEST
RATTENBERG
am 21. Juli 2013 in Rattenberg
• 11:00 Uhr: Festkonzert der BMK Steinberg
• 12:30 Uhr: Einmarsch der Musikkapellen
• 13:00 Uhr: Großer Festumzug durch Rattenberg
Nach dem Umzug spielen alle 16 Kapellen am Schlossberg.
Bei schlechtem Wetter wird das Musikfest um eine
Woche auf den 28. Juli 2013 verschoben.

34 BiT | Juni
LeSeRBRieF

LESERBRIEF
Zu „Nachklänge einer dunklen Zeit“ in: Blasmusik in Tirol 1/2013

D
em Blasmusikverband Tirol ist zu den offenen und ihrem Wirken und Werk auszustatten. Und dann ist
und mutigen Worten in der „Blasmusik in Tirol“ auch dem Publikum zuzumuten, zu erfahren, dass die Bi-
1/2013 zur Verstrickung der Tiroler Blasmusik ographie des Komponisten z. B. des heute noch oft und
und einiger ihrer Leitfiguren in das NS-System uneinge- gern gespielten sowie gehörten „Tiroler Standschützen-
schränktes Lob zu zollen. Besonders auch für das Bekennt- Marsches“ auch dunkle Seiten hat.
nis dazu, dass man sich der diesbezüglichen personellen Ich ginge sogar so weit zu sagen, dass man speziell die-
Kontinuitäten auch nach 1945 bewusst ist. sen Marsch eigentlich nicht mehr spielen sollte, ohne so-
Ich habe, als Historiker um diese Verstrickungen und wohl Musikant/innen als auch Publikum darüber aufge-
Kontinuitäten schon Bescheid wissend, in den 12 Jah- klärt zu haben, hat Tanzer ihn doch dem Tiroler Gauleiter
ren meiner Kapellmeistertätigkeit kein einziges Werk des Hofer „in Dankbarkeit“ gewidmet.
ehemaligen Gaumusikleiters bzw. Leiters des Referates Inwiefern angesichts dieses Wissens die „Verneigung in
Volksmusik in der Reichsmusikkammer Sepp Tanzer ins Ehrfurcht“ vor dem langjährigen Kapellmeister der Wil-
Programm aufgenommen, ohne allerdings meinen Mu- tener, wie auf deren Homepage zu lesen ist, noch unein-
sikant/innen bzw. dem Publikum zu erklären, wieso. Ich geschränkt gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Und auch
wäre damals damit wohl bei der überwiegenden Mehrheit der Verband der Südtiroler Musikkapellen wird nicht
auf beiden Seiten auf Unverständnis gestoßen, und beim umhinkommen, auf seiner HP mehr zu schreiben als be-
damaligen Tiroler Blasmusikverband wohl auf noch mehr. schönigend zu erwähnen, dass er „als Kapellmeister der
Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass man generell Stadtmusikkapelle Innsbruck-Wilten (1934 bis 1977) welt-
keine Werke von Tanzer und Co. mehr spielen sollte, son- weit bekannt wurde“. Zwischen 1934 und 1977 gab es auch
dern stimme dem Landesverband auch dahingehend zu, für Tirol ein paar sehr dunkle Jahre, in denen die Wiltener
dass man diese und ihre Werke nun aber ganzheitlich be- nicht die Stadtmusikkapelle Wilten, sondern die Gaukapel-
trachten muss. Wagner spielt man ja auch noch – außer in le waren, als die sie z. B. beim Treffen Hitlers mit Mussolini
Israel, wofür ich Verständnis habe – obwohl er ein Antise- am 18. März 1940 am Brenner unter Tanzers Leitung den
mit war, was allerdings längst selbst dem eingefleischtesten Badenweiler-Marsch spielten.
Wagnerianer bekannt ist. Die Zeit, in der in der großartigen Sinfonie „Tiroler Blas-
Deshalb ist auch das Bestreben des BVT vorbehaltlos zu musik“ über den Takten 1938 bis 1945 in allen Stimmen ein
unterstützen, die Kapellen mit dem notwendigen Wissen „Tacet“ stand, sollte endlich vorbei sein! n

für eine differenzierte Wahrnehmung von Tanzer und Co. Mag. Klaus Lukasser, 9951 Ainet

Juni | BiT 35
Bezirksmeldungen | Innsbruck-Stadt

Begeisternde Edelweiß-Gala der Militärmusik Tirol

Fotos: Reinhard Wieser

Innsbruck – Am 6. April 2013 fand wieder hin zum triumphalen Freiheitsmarsch. Können zu zeigen.
das traditionsreiche Edelweiß-Galakonzert Bei der ursprünglich für Fagott geschriebenen Auf das ruhige „Solvejgs Lied“ von Edvard
der Militärmusik Tirol unter der Leitung von Burleske „Der Rundfunkgeist“ von Ernst Chr. Grieg folgte das phantasievolle Werk „Von
Militärkapellmeister Oberstleutnant Hannes Reindel bot auch der junge Solist Riccardo Österreich in die Welt“ von Klaus Peter
Apfolterer im ausverkauften Saal Tirol des Riml eine Glanzleistung. Bruchmann und Gerhard Baumann, das
Congress statt. Thomas Schönherr führte in- Während der Bildershow zum 50-jährigen verschiedenste Melodien aus Österreich ver-
formativ durch den Abend. Bestand des Militärkommandos Tirol erklang arbeitet.
Nach der Begrüßung durch Militärdekan die effektvolle Filmmusik zu „Backdraft“ von In einer Einlage konnte sich das Publikum
Mag. Werner Seifert erklang zum Auftakt Hans Zimmer und als Abschluss des ersten von der Vielseitigkeit und Gelenkigkeit eini-
die „Festmusik der Stadt Wien“, die Richard Konzertteiles Obstlt. Hannes Abfolterers Kon- ger Register überzeugen, u.a. brachte StWm
Strauss als Dank für die Zuerkennung des zertmarsch „Schutz und Hilfe“, den er an- Bernhard Schneider seine Ziehharmonika
Beethoven-Preises 1942 komponiert hatte. lässlich des 50-jährigen Bestandsjubiläums beinahe zum Weinen, das Schlagzeugregister
Unter dem Titel „Erinnerungen an das kai- des Österreichischen Bundesheeres 2005 vollbrachte eine zirkusreife Einlage, StWm
serliche Österreich“ folgte ein Stück für zwei komponiert hatte. Peter Obrist spielte sein Solo gar kopfüber
Flügelhörner und Orchester aus der Feder Mit dem rasanten Konzertmarsch „Ohne am Tambourstab hängend…
von Hannes Apfolterer, gewidmet der Ori- Grenzen“ des tschechischen Komponisten Danach ging’s wieder zurück auf den musika-
ginal Tiroler Kaiserjägermusik. Die beiden Jindrich Pravecek ging es schwungvoll nach lischen Heimatboden: Unter dem Titel „Alte
jungen Solisten Reinhard Bodner und Han- der Pause weiter. Höhepunkt des zweiten Bekannte“ hat der deutsche Komponist und
nes Hager boten eine tolle Leistung. Eine Teils und eine Herausforderung für die Rhyth- Arrangeur Hans Joachim Rhinow belieb-
Herausforderung für das gesamte Orchester musgruppe und die Blechbläser war „Im te „Gassenhauer von einst“ bearbeitet und
bedeutete die Ouverture zur Oper „Wilhelm Frühjahr, wenn Könige in den Krieg ziehen“ gleichsam als Solistenparade eingerichtet.
Tell“ von Gioacchino Rossini: Die Musiker aus der Feder des US-amerikanischen Kom- Nach dem offiziellen Programm, welches mit
stellten sich bravourös den technischen wie ponisten David Holsinger. Dieses imposante dem Konzertmarsch „Schwert Österreichs“
musikalischen Ansprüchen dieses gewalti- Werk symbolisiert den siegreichen Feldzug des altösterreichischen „Marschkönigs“ Josef
gen Paradestückes, angefangen von der ele- der Israeliten unter König David gegen die Franz Wagner endete, ließen sich die Militär-
gischen Einleitung über die aufpeitschende Ammoniter. „Pequena Czarda“ des Spaniers musiker vom begeisterten Publikum noch zu
Gewitterszene und das ruhige Zwischenspiel Pedro Iturralde bot dem jungen Saxophoni- drei Zugaben bewegen. n

mit dem berührenden Englischhornsolo bis sten Andreas Mader Gelegenheit, virtuoses Meinhard Neuner

Konzertantes Feuerwerk der Stadtmusikkapelle Amras


Innsbruck – In einem abwechslungsrei- Größe und Qualität den „Großen“ in nichts
chen Konzert wagte sich die Stadtmusikka- nach.
pelle Innsbruck-Amras auch an den John Als Solisten überzeugten Gerhard Anker
Miles-Klassiker „Music“ – mit Bravour! an der Tuba und Alexander J. Steixner an
Ebenso konnte die Musikkapelle unter Ka- der Posaune, ehe das Konzertprogramm
pellmeister Hans Zimmermann die Gäste mit Leroy Andersons „Buglers Holiday“ mit
im ausverkauften Innsbrucker Stadtsaal mit den Solisten Gottfried Schapfl, Gerhard Gastsolist Gerhard Anker aus Brandberg
Richard Strauss‘ „Also sprach Zarathustra“ Schieferer, Stefan Rieß, Martin Resch, spielte als Konzerthöhepunkt „Tuba
und Giuseppe Verdis Triumphmarsch aus Christina Mayr, Clemens Neu, Markus Unico“ von Mathias Rauch. Foto: MK Amras
der Oper „Aida“ begeistern. Steixner, Johannes Schennach und Alex-
Der KidsClub präsentierte sich mit zwei ander Heis in einem wahren Solo-Feuer- den Abend mit zahlreichen Zugaben ab-
Stücken unter der Leitung von Theresa werk endete. Das Publikum entließ die gerundet hatten. n

Schapfl und stand in seiner beachtlichen Musikanten allerdings erst, nachdem sie Martin Resch

36 BiT | Juni
Innsbruck-Stadt, Hall| Bezirksmeldungen

Traditionelles Frühjahrskonzert der k.u.k. Postmusik Tirol


von Bernhard Desing aus Kematen.
Es gab auch in diesem Jahr wieder Ehrun-
gen und Auszeichnungen: Franz Webhofer
aus Völs erhielt mit der Ehrenmitgliedschaft
die höchste Auszeichnung der Postmusik
Tirol und wurde auch für seine 60-jährige
Mitgliedschaft vom Tiroler Blasmusikverban-
des ausgezeichnet. Steffan Hans bekam das
Verdienstzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft
v.l.: Mkt. Gerda Höllrigl, Josef Wild, BR Stephan Zangerl, Steffan Hans, AK Präsident Erwin vom Tiroler Blasmusikverband überreicht.
Zangerl, BM Mag Christine Oppitz- Plörer, Franz Webhofer, Roland Mair, Bernd Raitmair und Als Förderer der Tiroler Blasmusik wurden
Mkt. Manuela Peer. Foto: Haßl Stephan Zangerl und Josef Wild geehrt. Un-
ter den zahlreichen Ehrengästen befanden
Innsbruck – Die k.u.k. Postmusik Tirol ten Stadtsaal mit bekannten Melodien von sich die Bürgermeisterin von Innsbruck,
unter Obmann Bernd Raitmair und Kapell- Dvorak, Strauß und Stolz unter dem Motto Mag. Christine Oppitz-Plörer, AK Präsident
meister Werner Mayr spielte am 24. März „Frühling in Wien“. Ein Höhepunkt des Kon- Erwin Zangerl, LA Toni Pertl und LA Stephan
2013 ihr traditionelles Frühjahrskonzert und zerts war das Fagott-Solo „Andante e Rondo Zangerl. n

begeisterte im bis zum letzten Platz gefüll- Ungarese" von Carl Maria Weber, interpretiert  Rupert Muigg

Speckbacher Stadtmusik Hall erstmals unter Otto Hornek


Hall – Vor zahlreichen Ehrengästen mit Im zweiten Teil gelang nach dem Marsch lauschten die „Salineler“ fachkundig den
Bürgermeisterin Dr. Eva Posch an der Spitze „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik Kollegen von der „Schwesterkapelle“, dann
leitete am 13. April erstmals der neue Ka- die Ouvertüre zur Oper „Die Sizilianische kamen sie auf die Bühne und bildeten mit-
pellmeister Otto Hornek das Frühjahrskon- Vesper“ zum 200. Geburtstag von Giuseppe einander ein Blasorchester mit ca. 100
zert der Speckbacher Stadtmusik Hall im Verdi technisch ausgereift und dynamisch Aktiven. Alois Fintls 1953 zur 650-Jahr-
ausverkauften Saal des Haller Kurhauses. differenziert. Besonderer Jubel folgte auf ein feier der Haller Stadterhebung komponierte
Der 46-jährige Musikpädagoge und Posau- zeitgenössisches Werk, die Ouverture „Har- Tondichtung „Halensis“ wurde unter dem
nist ist seit 30 Jahren Mitglied der Speck- lequin“ des Schweizers Franco Cesarini – ein Salinen-Dirigenten Daniel Walch eindrucks-
bacher und Mitglied mehrerer Profigruppen Gustostück voller Spritzigkeit, Traurigkeit voll aufgeführt. Walch ist übrigens auch als
im In- und Ausland. Christof Sailer, Chefre- und Überraschungen. Flügelhornist bei den Speckbachern tätig –
dakteur des ORF Tirol, führte moderierend Eine Besonderheit dieses Konzertes hängt ein schönes Zeichen der Gemeinsamkeit in
durch den Abend. mit dem 110. Geburtstag und 25. Todestag dieser Stadt. Das Großorchester spielte dann
Für den Beginn hatte Otto Hornek die „Festi- des legendären Haller Musikers und Ka- unter Hornek noch symbolträchtig Fintls
ve Ouverture“ von Dimitri Schostakowitsch pellmeisters der Salinenmusik, Alois Fintl, Marsch „Seid einig Musikanten“. n

für Blasorchester arrangiert. Das „Concerti- zusammen. Bis gegen Ende des Abends Karl Heinz Wackerle
no in C-Dur für Oboe und Bläser“ von Carl
Maria von Weber erfordert nur eine klei-
ne Bläsergruppe. Es ist höchst erfreulich,
dass die Solo-Oboe mit dem erst 18-jäh-
rigen Gymnasiast Simon Wachter, Sieger
zahlreicher Wettbewerbe, aus den eigenen
Reihen besetzt werden konnte. Der Walzer
„Aus den Bergen“ von Johann Strauß Sohn
wurde wieder im Arrangement Horneks ge-
fühlvoll und dynamisch farbig vorgetragen.
Eine Neuheit war ein Werk des Engländers
Benjamin Britten zum 100. Geburtstag, die
Tarantella aus den „Soirees musicales“ einer
Suite über Motive aus Klavierstücken von
Gioacchino Rossini. Mit der Polka schnell
„Stürmisch in Lieb und Tanz“ von Johann
Foto: SPSTMK
Strauß Sohn ging’s in die Pause.

Juni | BiT 37
Bezirksmeldungen | Rattenberg, Unterinntaler Musikbund

Neues Ehrenmitglied
der BMK Münster
Münster – Anlässlich des Frühjahrs­ als „fleißigster Musikant“
konzertes wurde Altmusikant Otto Ascher jahrzehntelang als Vor-
am 27. April 2013 zum Ehrenmitglied bild für alle Musikanten/
der BMK Münster ernannt. 1960 trat Ot- innen im Verein gegolten.
to der Musikkapelle bei, wurde 1985 für 2012 ist er aus gesund-
25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet heitlichen Gründen in Ru-
und bekam 2000 die goldene Verdienst- hepause getreten, doch
medaille für 40-jährige Mitgliedschaft wir freuen uns, unseren
sowie 2010 für 50-jährige Mitgliedschaft Altmusikanten wieder
überreicht. Daneben war er von 1984 als Ehrenmitglied bei uns
bis 1987 auch als Notenarchivar im begrüßen zu dürfen! n Otto Ascher, im Bild mit Gattin Hanni, gehört nun zu den sechs
Ausschuss tätig. Und nicht zuletzt hat er Valentina Mair Ehrenmitgliedern der BMK Münster. Foto: bmkmuenster

 Foto: Unterinntaler Musikbund

Interessierte Kapell-
meister im Unterland
Kapellmeisterschulung mit
Bernhard Sieberer

Kufstein – Im Frühjahr fand im Unter-


inntaler Musikbund eine Kapellmeister-
schulung mit Bernhard Sieberer statt. An
zwei Samstagen konnten alle Kapellmeister
aus dem Musikbezirk ihr Wissen auffri-
schen und erweitern. Es wurde zugehört,
ausprobiert und gemeinsam dirigiert. Der
erste Tag wurde in der LMS Kufstein und
Umgebung abgehalten. Dabei war die Ar-
beit an der Basis genauso wichtig, wie die
Literatur und die Besprechung des unter-
schiedlichen Dirigates mit der Auswirkung
auf die Musik.
Für den folgenden Samstag stand dann die
Stadtmusikkapelle Kufstein als Lehrkapel-
le zur Verfügung. Bei einer Vier-Stunden-
Probe, die wie im Flug vergangen ist,
wurde mitgebrachte Literatur gespielt und
ins Detail geprobt. Der Zeitpunkt für diese
Schulung wurde ganz bewusst auf Anfang
des Jahres gesetzt, sollte sie doch als Hil-
festellung für das Wertungsspiel Ende April
gelten. n

Andrea Scheiflinger

38 BiT | Juni
Wipptal-Stubai, Telfs | BeZiRKSMeLDUnGen

Würdigung für verdiente Musikkameraden


Das Frühjahrskonzert, der musikalischer ist seit 48 Jahren Mitglied der Musikkapelle
Jahreshöhepunkt, wurde heuer als festlicher Telfes, war 11 Jahre Obmann und 22 Jahre
Rahmen für Ehrungen genutzt. Für 25 Jahre Obmann Stellvertreter. Seit 31 Jahren wohnt
aktive Mitgliedschaft bei der Musikkapelle er in Rum und fährt zu jeder Probe und Aus-
Telfes wurde Markus Permoser mit der sil- rückung ins Stubaital. Hans ist seit 1987
bernen Verdienstmedaille des Blasmusik- Mitglied der Sängerrunde Rum und führt sie
verbandes Tirol ausgezeichnet und der ehe- seit 2005 als Obmann. Der ausgesprochene
Foto: HaWe malige Obmann und langjährige verdiente Vereinsmensch ist auch Mitglied des Garten-
Funktionär Heinz Hinteregger darf nun das bauvereins Rum und der Rumer Muller. Seit
Telfes – Die Musikkapelle Telfes im Stubai grüne Verdienstzeichen des BVT tragen. Ei- 38 Jahren ist er Mitglied des Kirchenchores
unter der musikalischen Leitung von Ehren- ne große Ehre war es, dass Landesverband- Fulpmes-Telfes und ist dort als langjähriger
landesverbandsobmann Herbert Ebenbichler sobmann Siegfried Knapp selbst anwesend Obmann Stellvertreter tätig. Für seinen gro-
gab am 19. April ihr diesjähriges Frühjahrs- war und die Urkunden überreichte. Hans ßen Einsatz zum Wohle der Vereine wurde er
konzert. Der erfahrene Kapellmeister stellte Wetzinger wurde, für ihn völlig unerwartet, 2008 mit der Verdienstmedaille der Markt-
ein unterhaltsames und abwechslungsrei- mit einer der höchsten Auszeichnungen gemeinde Rum ausgezeichnet. Nun war es
ches, aber auch äußerst anspruchsvolles des Österreichischen Blasmusikverbandes der Musikkapelle Telfes ein Anliegen, ihren
Konzertprogramm zusammen und forderte geehrt. Siegfried Knapp, nunmehr auch Hans für sein vorbildliches und kamerad-
damit seine Musikant/innen zu Höchstlei- Präsident des Österreichischen Blasmu- schaftliches Engagement und seine Treue
stungen heraus. Das zahlreich erschienene sikverbandes, überreichte ihm die goldene zu ehren und hochleben zu lassen! n

Publikum war begeistert. Verdienstmedaille des ÖBV. Hans Wetzinger Michaela Mair

MK Oberhofen in italien erfolgreich bezahlte Anzeige

Foto: privat

Riva del Garda – Am 23. März 2013 nahm die Musikka-


pelle Oberhofen im Inntal am internationalen Wertungsspiel
für Blasorchester „Flicorno D‘oro“ in Riva del Garda/Italien teil.
Der Bewerb „Flicorno D‘oro“ fi ndet seit 1991 regelmäßig
in den Monaten März und April statt und hat sich seither
zu einem der weltweit renommiertesten Wettbewerbe für
Blasmusik etabliert. Dieses Jahr stellten sich in Summe
21 Musikkapellen aus mehreren europäischen Ländern der
namhaften Fachjury, der u.a. A. Jacob de Haan und Franco
Cesarini angehörten.
Mit dem Pflichtstück „Bulgarian Dances“ von Franco Cesa-
rini und dem Selbstwahlstück „Theatre Music“ von Phillip
Sparke konnten die Musikantinnen und Musikanten unter
der Leitung Ihres Kapellmeisters Stefan Köhle auf ganzer
Linie überzeugen. In der Höchststufe („superior class“), in
welcher sechs Kapellen teilnahmen, belegte die Musikkapel-
le Oberhofen mit einer Gesamtwertung von 85,29 Punkten
den hervorragenden 4. Platz.
Zurückblickend, insbesondere auf die Zeit im Vorfeld, stellt
das Resultat nicht nur einen musikalischen Meilenstein in
der Geschichte der Musikkapelle Oberhofen dar, sondern
ist auch Belohnung für die Konsequenz und Disziplin jedes
einzelnen. n

Claudia Schreier

Juni | BiT 39
bezirksmeldungen | Landeck, Außerfern

MK Ischgl, eine der mitgliederstärksten Kapellen Tirols


Gemeinde in hohem Ausmaß in unserem
Verein aktiv. Funktionäre und Helfer bieten
den Kindern und Jugendlichen ein sinnvolles
Freizeitprogramm: Ausbildung in der Lan-
desmusikschule und an der Musikhaupt-
schule im Paznaun, Musizieren im Jugen-
dorchester und die damit verbundene Pflege
der Kameradschaft. Dieses Freizeitangebot
ist doch ganz besonders in einem Tourismu-
sort wie Ischgl von besonderer Bedeutung!
Eine Kapelle mit diesen Mitgliederzahlen
und den vielen auszubildenden Jugendli-
Foto: MK Ischgl
chen verursacht sehr hohe Kosten, die ganz
Ischgl – Auch in einem Tourismusort kann das Ehrenzeichen für Förderer der Tiroler besonders von der Gemeinde, der Silvretta-
das Vereinsleben pulsieren und das Dorf- Blasmusik überreichen durften. seilbahn und dem Tourismusverband mit-
geschehen mitgestalten. Dies geschieht in 2012 konnte man die Musikkapelle Ischgl getragen werden.
Ischgl auf ganz besondere Art und ist am zweimal live im ORF-Frühschoppen hören. Besonders freuen wir uns auf das neue Kul-
Beispiel der Musikkapelle zu sehen: Unser musikalischer Höhepunkt ist das turzentrum, das die Gemeinde heuer errich-
Wir haben zurzeit 87 aktive Musikanten/ jährliche Frühjahrskonzert im SilvrettaCen- ten wird. Dort werden wir ein Probelokal,
innen und 6 Marketenderinnen. 32 Jung- ter in Ischgl. Heuer präsentierten wir am 4. das der Mitgliederzahl entspricht, erhal-
musikanten sind in Ausbildung mit einem Mai dem zahlreich erschienenen Publikum ten. Kleinprobenräume, Unterrichtsräume
Durchschnittsalter von ca. 28 Jahren. ein Programm unter dem Motto „Musikali- für die Musikschule, ein Pfarrsaal und ein
Seit Oktober 2012 ist Dietmar Walser Ob- sche Weltreise“. Dabei wurde auch die in Pavillon mit davor liegendem Dorfplatz wer-
mann. Kapellmeister Michael Wechner lei- den Jahren 2011/12 in Zusammenarbeit den das Ensemble vervollständigen. Schon
tet seit 2000 die musikalischen Geschicke mit den Chören unserer Gemeinde aufge- jetzt bedanken wir uns bei der Gemeinde
der Kapelle. Letztes Jahr wurde Wolfgang nommene neue CD „Musikalische Grüße herzlich für ihre Bereitschaft, diese Investi-
Walser, leidenschaftlicher Tenorhornist, aus Ischgl“ präsentiert. Außerdem wurden tion zu tätigen!
nach 40-jähriger Mitgliedschaft zum Eh- zwei Musikanten, Josef Rudigier und Erich
renmitglied ernannt. Ganz besonders freute Wechner, für 40-jährige Mitgliedschaft ge- Informationen und Termine unter
uns, dass wir Erich Zangerl für seine bei- ehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt. www.musikkapelle-ischgl.at n

spiellose Unterstützung der Musikkapelle Erfreulicherweise ist die Jugend unserer Erich Wechner

Erfolgreicher Stabführerkurs im Außerfern


Reutte – Vom Tiroler Blasmusikverband
wurde in Zusammenarbeit mit dem Au-
ßerferner Musikbund der Stabführerkurs
2013 durchgeführt. Unter dem fach-
kundigen Referenten Altlandesstabführer
Siegfried Stigger und Bezirksstabführer
Roland Hohenrainer wurden die Teilneh-
mer in einem drei Abende umfassenden
Kurs in der Kunst der Stabführung un-
terwiesen. Zehn Teilnehmer/innen waren
mit Begeisterung und „Feuereifer“ bei der
Sache und werden dieses Feuer nun auf
ihre Kapellen überspringen lassen. Die hu-
morige Ausführung und die Begeisterung,
mit welcher die beiden Referenten die Teil-
nehmer motivierten, spiegeln sich – siehe
Bild – in den strahlenden Gesichtern der Lydia Huber, Karl Heinz Weirather, Peter Rief, Michael Brunner, Andreas Wohlgenannt,
Teilnehmer! n Lisa Megele, Reinhold Mellauner und Raphael Walch (nicht im Bild Magdalena Höll-
Horst Pürstl warth und Alexander Ginther). Foto: AMB

40 BiT | Juni
Außerfern | BeZiRKSMeLDUnGen

Generalversammlung des außerferner Musikbundes


Schattwald – Auf ein erfolgreiches Ver-
einsjahr konnte der Außerferner Musikbund
bei der Generalversammlung in Schattwald
zurückblicken. „Der AMB versteht sich nicht
nur als Informations- und Kontaktstelle, son-
dern auch als Ratgeber der Mitgliedskapellen
und ist daher bemüht, mit anderen Institu-
tionen Synergien zu nutzen, damit sich die
Funktionäre und Musiker auf eine adäquate
Fortbildung stützen können“, meinte Bun-
desobmann Horst Pürstl bei der heurigen Der Vorstand des Außerferner Musikbundes mit den Ehrengästen. Foto: Fotostudio René
Generalversammlung.
Er verwies damit vor allem auf die Zusam- Außerfern unter der Führung von MSL Tobias Ausbildung des Kapellennachwuchses sorgt.
menarbeit mit der Landesmusikschule Reutte- Lämmle, die für den überwiegenden Teil der Der Gemeindesaal in Schattwald bot unter
dem Zeichen der Lyra ein farbenfrohes Bild.
Die Funktionäre waren in Tracht erschienen,
bezahlte Anzeige der Anteil der Frauen ein erstaunlicher. Kein
Wunder, liegt doch in den 35 Musikkapellen
des Bezirkes Reutte die „Frauenquote“ knapp
unter der 35-Prozent-Marke.

130 Jahre Freiwillige Feuerwehr Mötz Die Berichte von Bundesobmann Horst
Pürstl, Bundeskapellmeister Harald Beyrer,
Bundesjugendreferentin-Stv. Andrea Bau-
er, Bezirksstabführer Roland Hohenrainer
100 Jahre Musikkapelle Mötz und Bezirkskassierin Petra Singer stießen
bei den Delegierten auf Wohlwollen. Durch
den Zuwachs von 57 Musikanten hat sich
s unter
der Mitgliederstand auf 1880 erhöht. Da-
Weitere Info marsch.at von, darunter sind auch die Fähnriche und
rund
www.wasse
Marketenderinnen, sind 1.437 aktiv in der
Kapelle engagiert, 1388 musizierend. Der
Altersdurchschnitt liegt bei 33,5 Jahren.
An die eintausend Gesamtproben wurden
absolviert, die Registerproben noch gar nicht
mitgerechnet. Als musikalische Botschafter
26. Juli | FREITAG Eintritt frei! rückten die Kapellen im vergangenen Jahr
am Pavillon 873 mal aus. Im Durchschnitt war jede Ka-
19:00 Segnung des neuen Feuerwehr-Fahrzeuges MTF
pelle 52 mal im Einsatz – also jede Woche
anschließend oizielle Eröfnung im Festzelt einmal. Sie haben sich somit die Unterstüt-
Unterhaltung: MK Silz und „Tiroler Mander“ zung durch die Gemeinden und das Land
Tirol verdient, hieß es auch in den Anspra-

27. Juli | SAMSTAG Eintritt frei! chen der Ehrengäste. Die Kommunen haben
ihre Kapellen mit 176.300,– Euro gefördert,
amm
10:30 Oldtimercorso, Vorführungen der FF und Kinderprogr das Land Tirol gab 22.000,– Euro an Sub-
Musikbezirkes Silz ventionen. Dem gegenüber steht ein durch
nachmittags Konzerte der Jugendorchester des
nger Buam“ Festivitäten und Aktionen von den Kapellen
20:00 Abendprogramm: MK Haiming und „Hatti
erwirtschafteter Betrag von 582.000,– Euro.
Die Generalversammlung zeichnete sich
28. Juli | SONNTAG Eintritt frei!
durch einen äußerst harmonischen Verlauf
61. Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Silz und die Anwesenheit von Persönlichkeiten
n aus Politik und Wirtschaft aus. Der Musikka-
08:30 Sternmarsch zur Feldmesse am Pavillo
pelle Schattwald wurde für die Ausrichtung
10:30 Einmarsch und Konzerte der Musikkapellen des 63. Bundesmusikfestes und der Festivi-
16:00 Ausklang mit der „Gloggamusi“ aus Ehrwald täten im vergangenen Jahr gedankt n

H.P.

Juni | BiT 41
bezirksmeldungen | Außerfern

Jahrzehntelang im
Gleichschritt unterwegs
Leermoos – Die Jubilarehrung ist ein
Höhepunkt im Vereinsjahr des Außerfer-
ner Musikbundes und fand heuer in Ler-
moos statt. 63 verdiente Funktionäre und
Musikanten wurden für jahrzehntelange
Treue von ihren Funktionären und Musi-
kanten sowie Persönlichkeiten aus Politik
und Wirtschaft an diesem Festtag begleitet
und geehrt .
Nach dem von der Musikkapelle Lermoos
umrahmten Festgottesdienst eröffnete
das Jugendblasorchester der Landesmu-
sikschule Reutte-Außerfern unter der mu- Die Jubilare mit LA Sonja Ledl-Rossmann, Bezirkshauptmann Mag. Konrad Geisler, und
sikalischen Leitung von Manuel Lämmle Funktionären des AMB und TBV. Foto: AMB
in der Aula der Volksschule Lermoos den
Festakt. In seiner Ansprache würdigte bei den Menschen selbst bewirken. Geleb- Ein besonderer Höhepunkt war die
Bezirksobmann Horst Pürstl die Jubilare, te Werte wie Kameradschaft, Verlässlich- Überreichung des Goldenen Verdienst-
welche ein besonderes Zeugnis für die Ju- keit, Treue, wären für die Jugend Ansporn zeichens für 65 Jahre Mitgliedschaft in
gend ablegen würden. Die Musik würde und Wegweisung zugleich. Die Vereine sei- einer Kapelle an Albin Kühbacher und
nicht nur Töne und Rhythmen miteinander en mehr denn je an der charakterlichen Hartl Kerber.  n

arrangieren, sondern auch ein Miteinander Entwicklung beteiligt. H.P.

bezahlte Anzeige

42 BiT | Juni
Lienzer Talboden, Pustertal-Oberland | bezirksmeldungen

Viele Jubiläen und ein neuer Bezirksvorstand tionstraining“ und an die Informationsver-
anstaltung über das neue Mitgliederverwal-
tungsprogramm.
Zu einem beeindruckenden Fest hatte sich
das Bezirksmusikfest in Tristach in Anwe-
senheit des Landeshauptmannes Günther
Platter gestaltet. Höhepunkte waren die
Segnung der Musikfahne der Musikkapelle
Tristach und die Uraufführung des „Tiroler
Festtages“, eines Kompositionsauftrages
an Florian Pedarnig. In einer Power Point
Präsentation gab der Bezirksobmann noch
einen kurzen Rückblick auf die vielen Ver-
anstaltungen in seiner 20-jährigen Tätig-
keit.
Nach den Berichten der weiteren Vor-
Der neue Bezirksvorstand: 1. Reihe v.l.: Stabf. Markus Pedarnig, Jugref. Friedrich Blassnig, standmitglieder erfolgte die Neuwahl des
Kpm. Roman Possenig, Obm. Stefan Klocker; 2. Reihe v.l.: Kass. Helga Moser, 2.Obm.-Stv. Bezirksvorstandes. Die Ausarbeitung eines
Christian Gander, Schriftf. Michael Kollnig, Kpm.-Stv. Gerhard Pitterle, 1.Obm.-Stv. Bgm Wahlvorschlages gestaltete sich nicht ein-
Ludwig Pedarnig. Nicht im Bild ist Jugendref-Stv. Eva Wibmer. Foto: privat fach, doch konnte in gemeinschaftlicher
Zusammenarbeit eine Lösung gefunden
Debant – Nach einem feierlichen Got- Stv. Richard Wasle begrüßen. werden, die bei der Generalversammlung
tesdienst mit Ortspfarrer Toni Mitterdorfer Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen von mit dem neuen Obmann Stefan Klocker
in der Pfarrkirche Debant, den die Markt- Jubiläen. Die Musikkapelle Tristach, als auch die volle Zustimmung erhielt. Der
musikkapelle Nußdorf-Debant musika- älteste Musikkapelle des Musikbezirkes Li- neue Obmann dankte in seiner kurzen An-
lisch gestaltet hat – sie begeht 2013 ihr enzer Talboden, feierte ihr 200-jähriges Be- trittsrede den scheidenden Funktionären für
100-jähriges Bestandsjubiläum –, wurde standsjubiläum. Die Musikkapellen Bann- ihre Verdienste und erinnerte mit Freude
die Generalversammlung des Bezirkes Lien- berg und Schlaiten sowie die Stadtmusik an gemeinsam Erreichtes und Gelungenes.
zer-Talboden am 16. Februar 2013 im neu- Lienz begingen ihr 60-jähriges Bestehen. Ihm sei es wichtig, die Zugehörigkeit der
en Kultursaal in Debant durchgeführt. Als Weiters erinnerte der Bezirksobmann an Musikkapellen zum Musikbezirk weiter zu
Ehrengäste konnte Bezirksobmann Köck verschiedene Aktivitäten, u.a. an den Wett- stärken, als Anlaufstelle für die verschiede-
Klaus den Bürgermeister von Nußdorf-De- bewerb „Musik in kleinen Gruppen“, an die nen Anliegen der Kapellen zu dienen und
bant, Andreas Pfurner, und als Vertreter des musikalische Fortbildungsveranstaltung gemeinsame Aktivitäten zu setzen. n

Blasmusikverbandes Tirol Landesobmann- zum Thema „Klangschulung und Intona- K. K.

Jungmusikantenschu-
lung 2013 im Pustertal
Strassen – Die Jungmusikantenschulung
2013 unter dem Motto „Marschieren in
Grundzügen für angehende Musikantin-
nen und Musikanten“ wurde – wie schon
in den vergangenen Jahren – vom Musik- Foto: privat

bezirk Pustertal-Oberland veranstaltet. 35


Jungmusikant/innen fanden sich an zwei und das Einander-Kennenlernen positiv verstanden es, mit Disziplin und Humor
Samstagen, dem 13. und 20. April, jeweils auf den Lernerfolg aus. Das gemeinsame diese Schulung zu leiten. Einen Teil der
von 14 bis 17 Uhr auf dem Werksgelände Marschieren und Musizieren wurde mit Organisation übernahmen die Jugendrefe-
der Fa. Nordpan ein, um miteinander zu großer Freude und Aufmerksamkeit von renten der Kapellen.
musizieren und zu marschieren. den jungen Musiker/innen mitgetragen, Ein herzliches Dankeschön an die jungen
Mit dieser Schulung soll allen Jungmusi- was vor allem auf die vortragenden Refe- Teilnehmer/innen der Jungmusikantenschu-
kant/innen, die dieses Jahr unseren Ka- renten zurückzuführen ist. Bezirksstabfüh- lung 2013 sowie an all jene, die diese mi-
pellen beitreten wollen, der Einstieg ins rer Albin Pircher, Bezirksstabführerstellver- torganisiert bzw. vorgetragen haben! n

Musikantenleben erleichtert werden. Zu- treter Hermann Ritsch und Bezirkskapell- Hubert Mühlmann
dem wirken sich das gemeinsame Proben meisterstellvertreter Christian Schönegger Bezirksjugendreferent Pustertal-Oberland

Juni | BiT 43
service | Kapellmeister-Ausbildung

Studiengänge Blasorchesterleitung
Die ersten Blasorchesterleitungs-
Studienabgänge im Juli 2013
am Tiroler Landeskonservatorium
sind Anlass, noch einmal detail-
liert aufzulisten, wo angehende
Blasmusikkapellmeister ihr Hand-
werk und noch viel mehr lernen
können. Das einzigartig auf ver-
schiedene Ausbildungsstufen
eingerichtete „Modell Tirol“,
das hier unter pädagogischem
Schwerpunkt betrachtet wird,
nimmt dabei eine Sonderstellung
ein. Wir schauen zusammenfas-
send aber auch über Tirol hinaus
auf die Angebote in Salzburg,
Bozen und Stuttgart.

Lehrgangsdiplomstudium und Lehrgangs-Exzellenzdiplomstudium


für Blasorchesterleitung am Tiroler Landeskonservatorium

B
ekanntlich wird seit zehn Jahren am Musikschulwerk und Blasmusikverband) Und sie werden immer besser…
Tiroler Landeskonservatorium ein können dabei ihr bisheriges Profil beibehal- Jetzt schon und in naher Zukunft werden
sechssemestriger Lehrgang für an- ten, sind aber an den Berührungspunkten die Musikkapellen in Tirol von diesem neu-
gehende Blasorchesterdirigenten angebo- und inhaltlichen Überschneidungen auf ei- en Profil direkt und indirekt profitieren.
ten. Der Blasmusikverband Tirol wiederum nander abgestimmt und somit für alle Teil- Viele Musikkapellen finden jetzt schon sehr
bietet seit Jahren Aus- und Fortbildungsmo- nehmer in der Struktur transparent und in schnell ihren Kapellmeister und können so-
dule an. Hinzu kommen noch die Angebote den Inhalten kompatibel – das ist der große gar unter mehreren Bewerbern auswählen.
der Musikschulen, Weiterbildungssemina- Bonus dieses Systems. Weit über hundert Für den Erfolg bei der Kapellmeistersuche
re, Bläsertage und Bläserwochen in den angehende Blasmusikfachleute sind nun sind mehrere Komponenten ausschlagge-
verschiedenen Institutionen und Musikbe- im „Modell Tirol“ vereint und können die bend. Ein wenig sind auch unsere Musik-
zirken: Das bekannte „Modell Tirol“ hat inhaltlichen Gemeinsamkeiten der bis jetzt kapellen nun aufgerufen, ihrem Wunsch-
alle Angebote sinnvoll zusammengeführt. getrennten Ausbildungsangebote nützen kapellmeister oder generell einem Kapell-
Die ersten vier Absolventen stehen heuer und – wenn gewünscht – zeitsparend mit- meister auch ein entsprechendes Umfeld
vor ihrer Abschlussprüfung. Weitere sechs einander kombinieren. Dadurch werden die zu bieten und sich „attraktiv“ für jemanden
warten im Vorabschlussjahr, das Interesse Teilnehmer immer noch besser betreut mit zu machen.
an einer profunden Ausbildung ist ungebro- einem sehr großen und hochstehenden Re-
chen, wie die Anmeldezahlen innerhalb der pertoire an praktischen und pädagogisch- Seit einigen Jahren wichtig in der Aus-
Institute zeigen. methodischen Lehrinhalten! Zu gut für bildung: das menschlich-pädagogische
unser Blasmusikland Tirol? Sicher nicht, Know-how, die „emotionale Intelligenz“.
Weit über hundert Teilnehmer im Modell sagen die internationalen Fachleute, die Die psychologisch-pädagogische Ausbil-
Tirol uns um dieses Modell in Tirol bereits ein dung hat in den letzten Jahren enorm an
Die Kooperationspartner (Konservatorium, wenig beneiden. Bedeutung gewonnen – deshalb wird seit

44 BiT | Juni
Kapellmeister-Ausbildung | service

mehreren Jahren gerade im Modell Tirol auf mindest weiterzubilden, ist weniger selbst- Die bestehenden Fortbildungsangebote,
diese Komponente der menschlichen-päd- verständlich, als es von unseren Musikan- wie die Tiroler Bläserwoche, der Kapellmei-
agogischen Ausbildung der Kapellmeister tinnen und Musikanten am Instrument stertag oder die im letzten Jahr eingeführte
in den Praktika und Lehrproben besonders immer wieder verlangt wird. Letztlich wird Reihe der Kapellmeisterfortbildungen blei-
Wert gelegt – mit Erfolg, wie sich immer es an der Musikalität des Musikvereins ben erhalten.
mehr zeigt. Auch wenn nur die Methodik insgesamt hörbar sein, welchen fachlich-
letztlich direkt beeinflussbar und Charak- musikalischen Einfluss ein Kapellmeis- Weiterbildungsmodule ausgebaut
terliches grundsätzlich in der Persönlichkeit ter auf seine Musikkapelle nimmt, wie er Die Weiterbildungsmodule für Einsteiger
festgelegt ist, wird am Ausdruck, an der sie entwickelt bzw. wie er den heutigen und Fortgeschrittene werden heuer sogar
Interaktion, an der Einstellung zum dörfli- musikalischen Standards des dörflich- noch auf sechs Termine ausgebaut – Dies-
chen/städtischen Musizieren, zum sprich- städtischen Musizierens in den Vereinen mal kommen neue Lehrkräfte dazu: Tho-
wörtlichen „Amateurmusizieren“, und an entspricht. Spätestens dann könnte es ein mas Doss und Bernhard Sieberer.
der Psychologie des Ensembleleitens ge- unsanftes Erwachen geben, wenn wir un- 16. Nov 2013 / 30. Nov 2013 / 14. Dez.
arbeitet. Geeignete Methoden und realis- sere geschützten, systemerhaltenden und 2013 / 18. Jän. 2014 / 25. Jän. 2014 /
tische Sichtweisen werden gerade in einer vertrauten Bereiche verlassen (sprich: an 01. Mar. 2014
professionalisierten Ausbildung aufgezeigt Wettbewerben teilnehmen, gute Gastkapel- Räumlichkeiten des Tiroler Landeskonser-
und das Ergebnis wird immer mehr am len einladen, andere Dirigenten kennenler- vatoriums
Charisma eines Kapellmeisters erkennbar nen, Workshops abhalten, an fachlichen
sein. Die „ungeschriebenen Gesetze“ des Veranstaltungen teilnehmen, uns auf zeit- Anmeldungen für die Weiterbildungsmodu-
Vereinsmusizierens spielen sich ja meist in gemäßes und fachlich-musikalisches Ter- le bei Florian Scharmer (florian.scharmer@
außermusikalischen Bereichen ab. rain begeben etc.). gmx.at)
Bei aller Notwendigkeit eines florierenden Anmeldung: für „Modell Tirol“
Der Ausbildungsstand der jungen Musi- Vereinslebens: Das gesunde Selbstbewusst- Tiroler Landeskonservatorium: Aufnahme-
kantinnen und Musikanten wird immer sein unserer Musikvereine sollte sich zu prüfung Studienjahr 2013/2014 (www.
höher – eine Herausforderung an uns Ka- einem guten Teil auch auf Musikalisches konstirol.at)
pellmeister? und Fachliches berufen können, und das Blasmusikverband Tirol: Tiroler Bläserwo-
Heute bemerken wir in den Reihen unserer beginnt auch beim handwerklich-dirigen- che / Orchesterwoche 2013 (www.blasmu-
Musikkapellen einen immer höheren Aus- tisch gut aus- bzw. weitergebildeten Kapell- sikverband-tirol.at)
bildungsstandard unserer Musikantinnen meister. Weiterbildung als Kapellmeister ist Tiroler Musikschulwerk: Ensemblelei-
und Musikanten. Dies ist zu begrüßen und – wie in allen anderen Tätigkeitsbereichen tung/Grundstudium „Blasorchesterleitung“
als eine erfreuliche Entwicklung der letz- unserer Zeit – Auftrag und Verpflichtung (www.tmsw.at)
ten ca. zwanzig Jahre zu bemerken. Es unseren Musikantinnen und Musikanten
ist aber gleichzeitig auch ein Auftrag an gegenüber. Darauf dürfte auch jede Mu-
uns Kapellmeister, mit dem Niveauanstieg sikkapelle, wenn sie möchte, Anspruch
ebenfalls mitzuhalten, um für die heute erheben.
sehr musikalisch interessierten und leis-
tungsbereiten Vereinsmitglieder attraktiv Die Rolle des Blasmusikverbandes Tirol im
zu bleiben, ihnen etwas „zu bieten“ und neuen Tiroler Ausbildungsmodell
sie nicht zu verlieren. Im Modell Tirol liegen für unseren Blasmu-
Sich als Kapellmeister in Dirigieren und sikverband die Aufgaben vor allem in den
Blasorchesterleitung auszubilden oder zu- Wahlpflichtfächern des Ausbildungsringes:

Masterstudium Blasorchesterleitung an der Universität Mozarteum Salzburg

A
usbildungsziel ist die Befä- sität Mozarteum Salz- repertoire auch essenzielle Li-
higung zur Leitung profes- burg. Nach bestandener teratur für Symphonieorchester
sioneller Bläserensembles Zulassungsprüfung er- aus Symphonik und Oper, um
und Blasorchester. Wenn Sie wartet Sie das vierse- Ihre küntlerische Perspektive
ein künstlerisches oder musik- mestrige Masterstudi- bestmöglich zu fördern und zu
pädagogisches Bachelorstudium um mit abschließender vertiefen. Das Dozententeam
an einer Kunstuniversität abge- Masterprüfung und dem Univ.-Prof. Jorge Rotter, Pro-
schlossen sowie über eine diri- akademischen Grad fessor für Dirigieren an der
gentische Vorbildung verfügen, „Master of Arts“. Da al- Universität Mozarteum, Mag.
Albert Schwarzman Jorge Rotter
erfüllen Sie die grundlegenden le Dozenten diplomierte Albert Schwarzmann, Arrangeur
Zulassungsbedingungen zum Master Stu- Orchesterdirigenten sind, erarbeiten Sie höchster Reputation mit langjährig erfolg-
dium Blasorchesterleitung an der Univer- neben dem symphonischen Blasorchester- reicher Praxis als Kapellmeister von Bla-

Juni | BiT 45
service | Kapellmeister-Ausbildung

sorchestern. Mag. Martin A. Fuchsberger Hospitationen das außerordentliche künst- Salzburg auch in den Bachelorstudien für
komplettiert das Team der Lehrenden mit lerische Potenzial der Bläser- und Perkus- Instrumentalstudien und Schulmusik ein
Schwerpunkten in Methodik und Didaktik. sionsklassen, der Klassen für Orchester- Wahlfächerbündel Blasorchesterleitung
Die praktische Arbeit mit dem Blasorches- dirigieren und Komposition, Streicher, bzw. für Instrumental-/Gesangspädagogik
ter kommt ebenfalls nicht zu kurz, mit der Sänger, Klavier der Universität Mozarteum ein Schwerpunktfach Blasorchesterleitung
Militärmusik Salzburg steht ein hervorra- Salzburg zu nutzen und ihren Horizont zu angeboten.
gender Partner für die Probenar- erweitern. Das Masterstudium Nächste Zulassungsprüfung zum Master-
beit und die interne Masterprü- Blasorchesterleitung an der studium Blasorchesterleitung: Do. 27.
fung zur Verfügung. Zu Ihrem Ab- Universität Mozarteum Salz- Juni 2013, 15.00 Uhr. Anmeldungen
solventenkonzert werden Sie die burg besteht seit 2008. Die richten Sie bitte an: robert.schiller@moz.
Bläserphilharmonie Mozarteum bisherigen neun Absolventen ac.at, Tel.: +43-662-6198-3310.
Salzburg und somit ein Blasor- stammen aus Italien, Öster-
chester höchster internationaler reich, Russland und Spanien.
Klasse dirigieren. Als grundlegende Ausbildung
In Ihrem Studium haben Sie für Blasorchesterleitung wird
auch die Möglichkeit, durch Martin Fuchsberger an der Universität Mozarteum

Bachelor in Blasorchesterleitung (Windband Conducting)


am Konservatorium in Bozen

D
as in den letzten Jahrzehnten sich menarbeit zwischen dem Bozner Musik- wird in Kleingruppenunterricht die Mög-
ins Unermessliche vergrößernde konservatorium „Claudio Monteverdi“ und lichkeit geboten, sich mit den spezifischen
Repertoire und die stetig anstei- dem Verband Südtiroler Musikkapellen psycho-physischen Zusammenhängen und
gende technische Qualität von angeboten und sieht neben den Abläufen des Dirigierens auseinander zu
Blasorchestern und Ensembles theoretisch-praktischen Kurs- setzen. Neben dem Hauptfach Dirigieren
stellen enorme Anforderungen an einheiten am Konservatorium stehen auch die Fächer Komposition und
Dirigenten der Zukunft dar. Ziel ein Praktikum mit Musikkapel- Instrumentieren im Kernbereich. Mindest-
ist es daher, die Teilnehmer mit len des VSM, unter der Super- alter: 18 Jahre – Kursdauer: drei Jahre –
neuen Techniken und Methoden vision des Hauptdozenten und Dozent: Thomas Doss.
auszustatten, um selbständig und Landeskapellmeisters, vor. Da-
in kurzer Zeit komplexe Partituren rüber hinaus finden auch Prak-
zu verstehen und zu realisieren. tika mit professionellen Orches-
Der Kurs wird in enger Zusam- Thomas Doss tern statt. Den Kursteilnehmern

Masterstudiengang Blasorchesterleitung an der Musikhochschule Stuttgart


ab WS 2013/14

Z
iel des berufsbegleitenden Bachelorstudium an einer an diesem Studium ist, dass die Hälfte
Masterstudienganges „Bla- Musikhochschule oder ein der Studienleistung im bestehenden be-
sorchesterleitung“ ist es, vergleichbarer akademischer ruflichen Umfeld mittels ausgewählter
die Absolventen mit fachlichen Grad einer Hochschule bzw. berufsbezogener Projekte absolviert wird.
und pädagogischen Kompetenzen Universität. Außerdem sollten Dozent: Hermann Pallhuber
zur Leitung von Blasorchestern, Sie über mehrjährige dirigen-
Brass Bands und Bläserensembles tische Praxis verfügen. Information: www.mh-stuttgart.de und
auszustatten. Die Ausbildung baut Der Weg ins neue vierse- hermann.pallhuber@chello.at). n

dem Studienprofil gemäß auf die Hermann Pallhuber m e s t r i g e M a s t e r s t u d i u m


erworbenen Kenntnisse der Vorstu- führt über eine bestandene
dien und der beruflichen Praxis auf. Aufnahmeprüfung, das Studium selbst
Als Voraussetzung für ein Masterstudium umfasst vier Semester mit abschließender
Blasorchesterleitung an der Musikhoch- Masterprüfung und dem akademischen
schule Stuttgart gilt ein abgeschlossenes Grad „Master of Music“. Das Besondere

46 BiT | Juni
LV-Termine, Veranstaltungen | in memoriam, Service

In Memoriam
Ernst Fuchs (✝)
M
it Ernst Fuchs Anras und stand ihr acht Jahre als Obmann vor. Die im Musikbezirk Pustertal-Oberland. Die Musikka-
starb am 27. Musikkapelle Anras ernannte ihn 1981 zum Ehren- pelle Anras und der Musikbezirk Pustertal-Oberland
April eine mitglied. Doch auch in der Bezirksleitung hinterließ verneigen sich vor einem Kameraden, der in seinem
Blasmusikgröße im Musikbezirk Iseltal. Ernst Fuchs Fuchs mit seinem Engagement und seiner Erfahrung musikalischen Wirken Vorbild war und werden ihm
war von 1952 bis 1980 Mitglied der Musikkapelle Spuren. Von 1976 bis 1979 war er Bezirksobmann stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Militärmusik Tirol
LV-Termine am Dienstag, 25. Juni 2013 in Kematen
19.00 Uhr – Einmarsch vom Dorfplatz zur Schule

im Überblick: 19.30 Uhr – Rasenshow am Schulhof


20.00 Uhr – Platzkonzert am Schulhof
Die Rasenshow wird NUR in Kematen – sonst nirgends in
5. Juli 2013: Tirol – gebracht.
ORF Tirol Studio 3, 15.30-19.30 Uhr: Auf zahlreichen Besuch freut sich die Musikkapelle Kematen!
öffentliche Abschlusskonzerte/Prüfungen BLASORCHESTER-
LEITUNG am Tiroler Landeskonservatorium
Musikbezirk Seefelder Hochplateau
5. Juli 2013:
Tiroler Landeskonservatorium, 16-20 Uhr:
WEISENBLASEN
mit Musikgruppen aus Seefeld, Leutasch,
Workshop und Masterclass Trompete mit Prof. Wolfgang Bauer Scharnitz und Reith
aus Stuttgart. Anmeldungen: www.blasmusikverband-tirol.at Sonntag, 14. Juli 2013, Beginn: 11.30 Uhr
in Reith-Auland bei der Cäcilienkapelle
6. Juli 2013: Die Veranstaltung findet nur bei Schönwetter statt.
ORF Tirol Studio 3 / TLK, 9-16 Uhr:
Workshop Dirigieren mit Prof. Thomas Clamor
Musikbund Schwaz
Anmeldungen: www.blasmusikverband-tirol.at
BEZIRKSJUGENDTAG
6. Juli 2013: am 14. Septmeber 2013 in Vomp
ORF Tirol Studio 3 / Kulturhaus: Foyer beim Mehrzwecksaal
Konzert mit der Sächsischen Bläserphilharmonie Beginn: 9.30 Uhr
und Prof. Wolfgang Bauer Programm: Probenarbeit, Marschierproben,
Diskussion, Abschlusskonzert (ca. 16.30 Uhr)
Alle interessierten sind herzlich eingeladen!
8.-12. Juli 2013:
Tiroler Bläserwoche 2013:
CD Projekt „HOMELAND“ in Kooperation mit dem Tiroler 38. Thierseer Seefest – das Freiluftfest für die ganze Familie
Landeskonservatorium, dem ORF Tirol und dem Verlag 26. und 27. Juli 2013, Strandbad Vorderthiersee
hmankerl
DeHaske/Beriato Traditionelle Sc
ßes
Freitag, 26. Juli 2013 aus Thiersee, gro
m,
19.00 Uhr Einmarsch und Eröffnung durch die BMK Landl Kinderprogram iele
21. September 2013: 20.00 Uhr Großer Tanz- und Stimmungsabend mit der Gruppe „Quintett 2000“ Geschicklichkeitssp
in.
für Groß und Kle
Bezirksobleute-Tagung in Strass i.Z., 9.30 Uhr Samstag, 27. Juli 2013
1 8.30 Uhr Konzert der Knappenmusikkapelle Bad Häring Eintritt: EUR 5,- pro Abend
20.00 Uhr Unterhaltungsshow und Tanzmusik mit den „Stoaboch Buam“ www.bmk-vorderthiersee.at
13. Oktober 2013:
Ehrungstag des BVT im Landhaus
So, oder so ähnlich, könnte auch Eure
26. Oktober 2013: Veranstaltung angekündigt werden!
Verleihung des Tiroler Blasmusikpreises 2013
Mitgliedskapellen können so ein Kästchen
um nur EUR 30,- erwerben.
9. November 2013:
Tiroler Kapellmeistertag in der Blaike Völs, 9 Uhr Einfach kurzen Text und ein Foto an
Thema: „Jetzt sitzt´s“, mit Instrumentenausstellung! n presse@blasmusikverband-tirol.at schicken!

Juni | BiT 47
Service | Veranstaltungen

Die Hofburg ruft


Die 19. Innsbrucker Promenadenkonzerte vom 3. bis 28. Juli 2013
bieten einmal mehr Bläsermusik auf höchstem Niveau

I
m Juli jeden Jahres musizieren die
besten Blasorchester und Bläseren-
sembles Österreichs und seiner Nach-
barländer im akustisch hervorragend ge-
eigneten und stimmungsvollen Innenhof
der Kaiserlichen Hofburg.
Die Veranstalter haben sich auch dieses
Jahr bemüht, eine stimmige Mixtur aus
bereits bekannten und neuen Orche-
stern, Sinfonischen Blasorchestern, Brass
Bands, klassischen österreichischen Top-
Blaskapellen und professionellen En-
sembles zusammen zu stellen. Besonderer
Wert wurde dabei auf hochkarätige und
an der klassischen Musik orientierte Kon-
zertprogramme gelegt. Sie sollen beliebte
„Ohrwürmer“ ebenso enthalten wie Neues
oder wieder zu Entdeckendes und damit
die Besucher erfreuen, weiterbilden und
zuweilen auch herausfordern.
Foto: Innsbrucker Promenadenkonzerte
Insgesamt 33 Konzerte mit über 1.500
Musikerinnen und Musikern werden zu
hören sein: Selbstverständlich wird das der Musik der Burgwache Prag wieder Niederlanden zu nennen. Mit Klangkör-
Publikum seinen besonderen Lieblingen begegnen. Aber auch 17 Orchester und pern aus Österreich, Deutschland, der
wie der Sächsischen Bläserphilharmonie, Ensembles werden aufspielen, die noch Schweiz, Italien, Tschechien, den Nieder-
der Brassband Fröschl Hall, der Stadtmu- nie im Rahmen der Innsbrucker Prome- landen und den USA wird auch wieder viel
sikkapelle Innsbruck-Wilten, Windkraft Ti- nadenkonzerte eingeladen waren. Hier Internationalität geboten.
rol, der Peter Mayr Musikkapelle Pfeffers- sind etwa die Feldmusik Sarnen aus der Mehr Informationen unter:
berg, der Swarovski Musik Wattens oder Schweiz oder das Orkest Zuid aus den www.promenadenkonzerte.at n

Landesfähnrich und zwei Fahnenbegleiter gesucht!


Der Landesverband sucht für offizielle Anlässe Träger der Landes-
verbandsfahne.
Fixtermine sind:
• Andreas-Hofer-Gedenkfeier im Feber am Bergisel
• Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol
am 2. Sonntag im März
• Verleihung der Landesauszeichnungen am 15. August in der
Hofburg zu Innsbruck
• Ehrungstag des Blasmusikverbandes Tirol am 2. Sonntag im
Oktober im Landhaus in Innsbruck
• Weiters bei offiziellen Anlässen oder Veranstaltungen in Verbin-
dung mit den Traditionsverbänden.

Verbandsbüro: Tel.: 0512 / 57 23 33,


E-Mail: office@blasmusikverband-tirol.at n

48 BiT | Juni
Kapellmeister/in gesucht | SeRviCe

Kapellmeister/in gesucht
Knappenmusikkapelle Schwaz
wertungsspiel 2010 wurde jeweils eine
Wertung über 90 Punkte erzielt, zudem
erhielt die Kapelle 2011 für ihre engagier-
te Arbeit den Blasmusikpreis des Landes
Tirol verliehen. Wir genießen einen hohen
Stellenwert bei der Schwazer Bevölkerung
und tatkräftige Unterstützung seitens un-
serer Silberstadt Schwaz.

Auf Ihre Kontaktaufnahme freut sich

D
ie Knappenmusikkapelle Schwaz ordnung, spielen in der Leistungsstufe B/C Obmann Alfred Gabriel,
sucht ab Jänner 2014 eine/n Ka- und absolvieren pro Jahr ca. 20 bis 25 Privat: +43/650/9194490
pellmeister/in. Ausrückungen (ohne Ensembleauftritte). a.gabriel@schwaz.net
Wir haben derzeit 54 aktive Mitglieder in- Bei den letzten Bezirkswertungsspielen Firma: +43/664/8292910
klusive Marketenderinnen und Fahnenab- 2009 und 2012 sowie dem Landes- Alfred.Gabriel@Tyrolit.com n

starten ab Herbst in Zusammenarbeit mit


Musikkapelle völs der Volksschule und Landesmusikschule

D
ie Musikkapelle Völs bei Inns- Völs eine eigene Bläserklasse.
bruck sucht ab Herbst eine moti- Im Vereinsjahr sind durchschnittlich 25
vierte und kompetente Person für Ausrückungen zu weltlichen und kirchli-
das Amt des Kapellmeisters. chen Anlässen mit der gesamten Musikka-
Wir zählen derzeit 54 spielende Musi- pelle zu absolvieren. Die Stabführertätigkeit
kantinnen und Musikanten und spielen muss nicht vom Kapellmeister übernom-
in der Leistungsstufe B/C. Wir verfügen men werden, da wir über einen eigenen
über ein eigenes Jugendorchester und Stabführer verfügen.

Wir freuen uns auf dein Interesse und


deine Bewerbung:
Obmann Bernhard Vantsch
0699/11 88 34 23, mk-voels@aon.at n

len in der Leistungsstufe B/C. Auf unsere


vereinseigene Jugendkapelle Fezzoforte,
die von unserer Jugendreferentin geleitet
wird und Ausdruck unserer gelebten und
gut funktionierenden Jugendarbeit ist, sind
peter-anich-Musikkapelle Oberperfuss wir besonders stolz.

N
ach 30 Jahren erfolgreicher Tätig- motivierte/n Nachfolger/in für eine geordnete Wir freuen uns auf Dein Interesse und Dei-
keit als Kapellmeister legt unser offi zielle Übergabe zu Cäcilia Ende Novem- ne Bewerbung!
Dirigent Hermann Kuen heuer im ber 2013 mit Probenstart ab Jänner 2014. Kontakt: Obmann Gerhard Schmid
Herbst den Taktstock nieder. Die Peter- Unser Klangkörper zählt derzeit 54 aktive Tel.: 0680 / 200 48 69
Anich-Musikkapelle Oberperfuss sucht da- Musikantinnen und Musikanten mit einem Mail: pamo@oberperfuss.at
her eine/n kompetente/n, engagierte/n und Durchschnittsalter von 29 Jahren, wir spie- Internet: www.oberperfuss.at/pamo n

Juni | BiT 49
SeRviCe | Kapellmeister/in gesucht

Kapellmeister/in gesucht
Musikkapelle Jerzens
D
ie Musikkapelle Jerzens sucht ab Herbst 2013
eine/n neue/n Kapellmeister/in. Zur Zeit besteht
die Musikkapelle Jerzens aus 36 aktiven Mit-
gliedern. Wir kommen hauptsächlich bei kirchlichen
Anlässen sowie Platzkonzerten während des Sommers
im Jerzner Gemeindesaal zum Einsatz. Unsere Proben
fi nden derzeit immer freitags statt.
Bei weiteren Fragen bzw. Interesse melden Sie
sich bitte bei unserem Obmann Manfred Lederle:
0676/842 543 210. n

Musikkapelle innervillgraten

D
ie Musikkapelle Innervillgraten aus Osttirol
pflegt bereits über 180 Jahre die Tradition
der Blasmusik.
Die traditionelle Marschmusik, die Verpfl ichtungen
für Kirche und Gemeinde sowie unsere Konzerte im
In- und Ausland liegen uns besonders am Herzen.
Wir suchen ab sofort eine neue Führung für unsere Bei Interesse bitte bei unserem Obmann Andreas Mair melden.
Kapelle. (0664 / 46 68 669) n
KAIS-08-022 InseratRZ 10.03.2008 9:45 Uhr Seite 1

50 BiT | Juni
SERVICE

Neue Tonträger
SIGILLUM –
ein Siegel für Tirol
Feierlich, wuchtig, mit-

IHRE OHREN telalterlich und modern


– Neue Musik aus Tirol
zu festlichem Anlass

LÜGEN NICHT!
A
nlässlich der Feier
„650 Jahre Tirol bei
Österreich“ hat das
Land Tirol eine Komposition
bei Landeskapellmeister Hermann Pallhuber in Auftrag ge-
geben. Die Komposition erhielt den Titel „SIGILLUM“, das
Siegel – für Blechbläser und Pauken – und enthält mehrere
Teile: Intrada – Madrigal – Choral I – Ballata I – Choral II –
Ballata II – Promessa Solenne.
Am 27. Jänner 2013 beim Festakt im Riesensaal der Hof-
burg zu Innsbruck war es soweit: „SIGILLUM“ wurde im Bei-
sein von Bundespräsident Heinz Fischer, weiteren Vertretern
des offiziellen Österreich, Tirols, Südtirols und des Trentino
und vor fünfhundert geladenen Gästen würdig von den Hal-
ler Stadtpfeifern unter der Leitung von Hannes Buchegger
uraufgeführt. Mittlerweile ist das Werk in Kooperation von
Land Tirol und ORF Tirol auf CD erschienen.
Hermann Pallhuber über sein Werk:
„Sigillum“ (das Siegel) wurde vom Land Tirol als Festmusik
für die Feier zum Jubiläum „650 Jahre Tirol bei Österreich“
beauftragt. Daraus entstanden symbolische 650 Sekunden
Musik. Dem Komponisten war die berühmte Urkunde von
1363 mit den Siegeln der Margarethe und ihrer Räte vor
Augen und damit auch die Musik dieser Zeit: die Musik des
Trecento im ausgehenden 14. Jahrhundert. Nach großen
Der Raum als Instrument! Fanfarenklängen und mittelalterlichen Rhythmen mündet
Die von uns entwickelten Säle überzeugen durch ihre SIGILLUM ganz zum Schluss in Zitate der uns wohlbekann-
Natürlichkeit in der Klangwiedergabe, ausgezeichnete ten Melodie des „vielgerühmten Österreich“.
Dynamik bei der Wiedergabe von lauten und leisen Musik-
passagen und ein höchstes Maß an Frequenzlinearität.
Die Wahrnehmung der Musik im Probesaal ist als drei-
dimensionales Klangbild spürbar.

Besser spielen und hören


durch optimale Raumakustik! –
Das System der selektiven Schalllenkung

Hannes Buchegger und die Haller Stadtpfeifer bei der „Sigillum“-


Weizerstraße 9 | A-8190 Birkfeld | Tel. +43 (0)3174 / 4472 Uraufführung im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg. Foto: ORF Tirol
E-Mail: office@hutter.co.at | www.hutteracustix.com
Die Top-Marken in Sachen Blasmusik
EXKLUSIV IN UNSEREN GESCHÄFTEN

Wa t t e n s - I n n s b r u c k - Ta r r e n z - H i p p a c h
Te l . 0 5 2 2 4 / 5 2 4 2 1 | w w w. h a m m e r s c h m i d t . i n f o